daß d i e öffentliche Meinung Südsla- Wiens so außerordentlich gereizt war, daß — ohne eine ausreichende Genugtuung — mit den schlimmsten Zwischenfällen, ja selbst mit Krieg gerechnet werden mußte. Diese Auslegung hat bei dem Spruch des Rates zweifellos noch stärker mitgespielt als die Frage nach Schuld oder Nichtschuld der angeklagten ungarischen Regierung. Es gilt vor allem, den Frieden zu bewahren, und diese Aufgabe hat sich der Vertreter Englands, der Lordsiegelbewahrer Eden, in enger Verbindung mit den anderen Großmächten erfolgreich gewidmet. England hat aber zugleich auch verhindert, daß der Spruch allzu hart ausfiel, so hart etwa, daß Ungarn ihn aus Gründen der nationalen Ehre nicht hätte annehmen können. Vermutlich haben die Engländer im Einklang mit Italien selbst einen noch milderen Spruch gewünscht, um in Budapest keinen Stachel zurückzulassen. Aber sie haben sich im Interesse der Friedensbewahrung unter dem Druck der von Frankreich und der Kleinen Entente gestützten südslawischen Regierung und in Berücksichtigung der ganzen Atmosphäre dann doch entschlossen, weiterzugehen, um eine Lösung zu ermöglichen. Dabei sind sie von den Vertretern der ungarischen Regierung in Genf, dem Außenminister von Kanya und Tibor von Eckhardt, in einer Weise unterstützt worden, die große Selbstbeherrschung und politisches Verständnis bewies. Es hat sich wieder einmal gezeigt, daß England durch seine insulare Lage, Die unmittelbare territoriale Interessen ausschließt, in vielen Fällen besser zum Vermitteln geeignet ist als andere Staaten. Der ungarisch-südslawische Konflikt ist also wäh- rend dieser Ratstagung trotz schwierigster Situationen, die zwischendurch entstanden waren, und trotz des erbittertsten Aufeinanderprallens der Meinungen schließlich durch den abdämpfenden Einfluß der Großmächte noch zu einem Ergebnis gebracht worden, das der Sicherung des Friedens zu dienen scheint. Natürlich muß sich nun noch zeigen, ob die den Südslawen gewährte Genugtuung ausreicht, um die Lage zu entspannen, die Leidenschaften zu beruhigen und allmählich wieder normale Beziehungen zwischen Ungarn und Südslawien zu schaffen. Für die Zukunft wird aber zweifellos noch viel davon abhängen, in welcher Weise die noch bevorstehenden Prozesse gegen die Schuldigen am Marseiller Königsmord propagandistisch ausgebeutet werden und wie sich Ungarn selbst der von ihm übernommenen Verpflichtungen, eine neue Untersuchung gegen etwaige Schuldige anzustellen, entledigt. Ungarn ist befriedigt. Budapest, 11. Dez. (DNB.) Die ungari» s ch e Presse begrüßt einmütig mit Freude und Genugtuung die in Genf gefundene Lösung de» ungarisch-südslawischen Streitfalles. „Magyar" lap" sagt: Einerseits sei es gelungen, die Kriegs- gefahr, die den Donauraum in den letzten Tagen ernstlich gefährdet habe, restlos zu beseitigen. Andererseits sei das Ergebnis auf eine Art erreicht worden, die weder die Ehre noch das Prestige Ungarns im mindesten berühre. „Pester Lloyd" schreibt: Die Entschließung des Dölkerbundsrates trage den berechtigten Erwartungen Ungarns in 290 Erster Matt M Jahrgang Mittwoch, 12. Dezember 1954 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für OberWen ZZZ «=== li imat im Bild Die Scholle ■ ■ M ■ ■ ■ ■ ■ ■ W ■ Ä Grundpreise für 1 mm höhe Monatr-Vezugrpreir: B ■ M B B B B W B B B B B ■ B^r B stir Anzeigen von M 4 Beilagen RM. 1.95 MW B B Bf W MM B B M B X B B B ^MM III Bf B Breite 7 Rpf., Text- tme Illustrierte , 1.80 V ■ B M^^ W BWk/ B M B_ M^^M, B B. HWy B MM B anzeigen von70mm Brerte Astellgebühr .. w -25 W ■ B B W W B ■ WM W MMM W 60Rpf.,Platzvorschriftoder 2)icb bei Nichterscheinen ■ B W ~ ~ ~ ™ ”^B ~ ~ schwieriger Satz 25°/„ mehr W V «r-ndpr-.se: SM General-Anzeiger für Sberheffen WM jEM-n-m Main N6M vni» und Verlag: vrühl'sche UniverfitStr-Such- und Sleindruckerei H.Lange in Ließen. Schriftlritung und SeschSstrftelle: Schulstratze 7 M-7g°n°bschU°St°ff^s u 131' u.rnen, C en konnten Ln 111 > ^überfteh;?^11' ' C ®et* b 'hre * 'H-n Sunbdi yauM *n einein 1 W,';' ■rtrtl™ ift'n ^u!!thrdm: Verwirklichung bieses Planes erst zahllose ^cih-Tigteiten völkerrechtlicher unb politischer Art au i< ir;m Wege geräumt werden. Nach welchem Sil^sGesetzbuch soll dieser Gerichtshof richten? Das ist i iitib Frage, die sofort auftauchl. Man erinnert sicth!>:ran, daß schon in den 90er Jahren des vori- geiin Jahrhunderts eine internationale Konvention geugTi anarchistische Attentate als Folge der da- mc«i nch häufenden Morde gegen gefrönte Häupter» ikgefchloffen worben ist, bie praktisch nie - m cl* wirksam geworben ist. Trotzbem hat ber VcSlbmunbsrat bem Grunbsatz zugestimmt, baß etniLiiS geschehen muß, um bie internatio- na iti Terroristen leicher unb mit größerer Sicherheit chischäblich machen zu können.' Das „Wie" ist abi.ir noch in Nebel gehüllt. vorläufige Beilegung bes fübslawifch-unga- rifrfi Streites burch bie Genfer Beschlüsse hat seh^riedltlich bie im Sübostraum bestehen- bei» Gruppierungen klargestellt. An ber Se!'iü ldes Klägers Sübslawien stehen bie beito icnberen Mitglieber ber Kleinen Entente in i«-cr Front, ja sie Überboten ben sübslawischen Nationalsozialismus und Wehrmacht. Oer persönliche Treueid auf den Führer ist die klare Grundlage für den Dienst des Goldaien an Volk und Reich. SinzigerWaffentragerderAatlon Mazor Foertsch spricht zu Vertretern nationalsozialistischer Verbände. Berlin, 12. Dez. (DNB.) In Berlin sprach irn Ofsizierskasino bes Wachregiments ber Leiter ber Abteilung Jnlanb bes Reichswehrministeriums, Major F o e r t s ch , vor zahlreichen Presssvertretern unb Führern ber SA. unb SS., bes Arbeitsbienstes unb ber Hitlerjugenb über bas Thema „Die Wehrmacht im neuen Reich ".Eine gewisse Auslanbspresse behaupte zum einen Mal, baß ber größte Gegner bes Nationalsozialismus bie Wehrmacht unb ihre führenben Generale seien, zum anberen Male brücke sie bie Meinung aus, bie Wehrmacht sei restlos im nationalsozialistischen Sinne politisiert unb baburch ihrer Schlagkraft verlustig gegangen. Man versuche, bie Wehrmacht zu einer Sphinx zu stempeln, von ber man nicht wisse, wo sie eigentlich stehe. Major Foertsch wies barauf hin, baß nach 1918 infolge bes Mangels an Autorität burch den Parteienstreit unb infolge bes Fehlens eines klaren Bekenntnisses zur Wehrhaftigkeit bie Wehrmacht eine gewisse eigene Stellung habe einnehmen müssen. Eine überparteiliche Haltung sei im Interesse ber Selbsterhaltung ber Wehrmacht notroenbig gewesen. Die Reichswehr habe, weil ihr der Weimarer Staat nicht die innere Lebensgrundlage gegeben habe, sich einen eigenen Staatsbegriff geschaffen, der das Reberzeit- tiche und Dauernde des Staates und der Rattan zur Grundlage hatte. Im „Leitfaden für Erziehung unb Unterricht" in ber Zeit ber Weimarer Republik würbe ber Solbat als Diener bes Staates bezeichnet unb bie Wehrmacht ein Instrument, daß bie Staatsautorität nach außen Unb nach Infi en zu wahren hätte. In ben „Pflichten bes Solbaten 1934" wirb bie Wehrmacht wieber zum Volks he er gemacht. „Die Wehrmacht ist ber Waffenträger bes beutschen Volkes. Sie schützt bas Deutsche Reich unb Daterlanb, bas im Nationalsozialismus geeinte Volk unb feinen Lebensraum". Von einer Derwenbung nach innen ist hier nicht mehr bie Rebe, unb an bie Stelle bes Begriffes Staat ist ber Begriff Volk getreten. Der Führer habe die Wehrmacht aus einet gewissen Vereinsamung herausgehoben und wieder mitten ins Volk gestellt. Er habe weitet die deutsche Wehrmacht zu einer der Säulen bestimmt, die neben der Partei als dem politischen Wiilensltäget als einziger Waffenträger der Ration den Staat trage. Der Reichswehtminister habe keinen Zweifel darüber gelassen, daß der Rattonalsozialismus als die Grundlage des neuen Staates auch für die Wehrmacht u n - auf ast bar sein müsse, und die Wehrmacht habe bewiesen, daß es ihr mit dieser Grundlage ernst ist. Es führe eine Linie von ber Einführung bes tarne» rabschaftlichen Grußes zwischen Wehrmacht unb nationalsozialistischen Verbänben über bie Teilnahme an ben neuen staatlichen unb parteilichen Veranstaltungen bis zum Auftreten ber Wehrmacht auf bem Reichsparteitag, unb von ber Einführung des Hoheitszeichens ber nationalsozialistischen Be- roeguncj bis zur Eibesleistung bes Solbaten auf ben Führer. Dieser Eid, der in unbedingter und persönlichster Form dem Führet des Deutschen Reiches und Volkes geleistet wurde, habe dem Soldaten eine eindeutige und klare Grundlage seines Dienstes für Volk und Reich gegeben. Et habe die allpteußische persönliche Bindung zwischen dem einen Führet und seiner Gefolgschaft wiedethetgestelll. Die Behauptungen, daß damit die llebetpatleilichkeil und unpolitische Haltung der Wehrmacht verschwunden sei, seien Unfug. Eine unpolitische Wehrmacht habe es nie gegeben, so monarchisch die alle Armee der Vorkriegszeit gewesen sei. so nationalsozialistisch müsse d i e heutige Wehrmacht sein. Die Partei sei als Körperschaft öffentlichen Rechtes politischer Willensträger bes Staates, andere Parteien gebe es nicht mehr, unb bamit auch nicht mehr ben Begriff ber Ueberparteilichkeit. Wehrmacht unb Partei, Wehrmacht unb SA., SS., HI. unb PO. bienen bem gleichen Führer im gleichen Geist, jeher an seiner Stelle unb auf seinem Gebiet. Beibe haben ihren Ursprung im Fronterleben unb finb auf Grunb gemeinsamer Jbeen, gemeinsamer Arbeit unb gemeinsamer Leistung eng oerbunben. Diese Verbunbenheit zu trennen, werbe keiner Macht ber Welt gelingen. Deuischlands Kamps gegen den Kommunismus ein Dienst an her europäischen Kultur. Berlin, 11. Dez. (DNB.) Auf bem zweiten biplornatischen Empfang bes Außenpolitischen Amtes ber NSDAP, im Hotel Ablon sprach Mi- nifterpräfibent Göring über „Die U e b e r ro i n « bung bes Kommunismus in Deutschlanb". Unter ben zahlreich erschienenen Ehrengästen bemerkte man eine große Anzahl auslänbjscher Diplomaten, bie Geschäftsträger von Afghanistan, Bulgarien, ben Generalkonsul von Abessinien, ben Vertreter bes ftanzösischen Botschafters unb bie Botschafter von Italien unb Japan, ben litauischen unb norwegischen Gesanbten. — Die Reichsregierung war burch bie Reichsminister Graf Schwerin-Krosigk, Darrö unb von Blomberg vertreten. Ministerpräsident Göring betonte, bie deutsche Regierung wünsche aufrichtig, über bas neue beutsche Wefen unb über bie tat* sächlichen Verhältnisse in Deutschlanb völlige Klarheit zu verbreiten. Sie wisse, baß bies ber sicherste Weg sei, 23erftänbnis für bie beutsche nationalsozialistische Revolution unb für bie gegenwärtige Lage in Deutschlanb zu gewinnen. Gerabe an ber Darstellung ber Abwehr unb ber Ueber- minbung ber kommunistischen Gefahr werbe man bie Methoben bes Nationalsozialismus klar erkennen können, bie bem Kommunismus in jeber Hinsicht entgegengesetzt seien. Es sei bie Aufgabe ber beutschen Regierung, sich mit bem Kommunismus in ber Form auseinanberzusetzen, wie er in Deutschlanb in bie Erscheinung trete. Sie müsse sich auch vorbehalten, in völliger Freiheit bie Mittel anzuwenben, bie sie für richtig halte, unb könne babei auf frembe Ratschläge keine Rücksicht nehmen. Der Ministerpräsibent gab fobann in großen Zügen einen Ueberblitf über bie geschichtliche Entwicklung bes Marxismus unb Kommunismus unb schilberte, wie aus ben rabifalen Elementen ber Dorkriegssozialbemokratie, aus Anarchisten unb Nihilisten sich 1918 bie Kommuni stische Partei organisierte. Die Nationalsozialist ische Bewegung würbe ber unerbittliche Gegner bes Kommunismus, weil sie erkannte, baß ein Volk nur auferstehen kann, wenn bieses Gift bis auf bas Letzte ausgerottet fei. Als mit dem 30. Januar die nationalsozialistische Bewegung die Wacht übernahm, hatte für den Kommunismus die entscheidende Stunde geschlagen, und der Reichstagsbrand sollte das Fanal sein zu einem blutigen Aufstand in ganz Deutschland. Ich will mich nicht nochmals, so erklärt General Göring nachdrücklich, mit den unerhörten Verleumdungen auseinandersehen, die anläßlich dieses Ereignisses gegen die nationalsozialistische Regierung und mich persönlich ausgestreut worden sind, hierzu besteht keine Veranlassung, nachdem das Höch sie deutsche Gericht die Vorgänge um den Reichstagsbrand mit peinlicher Genauigkeit geprüft und feine Entscheidung gefällt hat. Aber eines lassen Sie mich hierbei sagen: Die ebenso gemeine wie plumpe Fälschung des angeblichen Testaments des ehemaligen Gruppenführers Ernst stellt alles bisher Dagewesene in den Schatten! Ich bin mir zu schade, mich mit solchem Schmutz zu beschäftigen. Der Ministerpräsibent streifte auch bie Einrichtung ber Konzentrationslager, bie sich als ein wichtiger Bestanbteil in ber Bekämpfung staats- feinblicher Elemente erwiesen hätten. Er wies u. a. barauf hin, baß im vergangenen Sommer durch eine befonbere Gnabenaktion bes Führers eine große Anzahl von Schutzhäftlingen in Preußen entlassen unb baraufhin einige Konzentrationslager geschlossen werben konnten. Bei biefer Gelegenheit richtete ber Ministerpräsibent ben bringenben Appell an bie Vertreter bes Auslcmbes, sich einmal zu fragen, wie ihre Heimat st aalen wohl mit ben Menschen verfahren wären, bie sich in unheilvollster Weise als bie verschworenen Feinbe jeber staatlichen Drbnung erwiesen hätten. Wie sehen bas letzte Ziel unserer Politik barin, ben Kommunismus von Innen her zu über» roinben, inbem wir bie Voraussetzungen beseitigen, unter benen allein er sich entwickeln kann. War ber Komunismus von internationaler Prägung, so verfolgt ber Nationalsozialismus ben Zusammenschluß aller Volksgenossen in einer nach innen unb außen starken, von einem einheitlichen Geist beseelten beutschen Nation. Wenn Deutschlanb ben Kommunismus in seinen äußeren Erscheinungen unb inneren Voraussetzungen bekämpft, sichert es gleichzeitig ben Be » stanb ber gesamten zivilisierten Welt. Diese Tatsache rechtfertigt bie Erwartung, baß Deutschlanb fortan im Zusammenleben ber Völker wieder ben Platz einnehmen wirb, ber ihm nach seiner Größe unb nach seiner Leistung für bie Welt gebührt. Aböls Hitler hat Deutschlanb seine Ehre miebergegeben. Nur ein Deutschlanb ber Ehre aber ist ber beste Garant auch für Iben Weltfrieben. (Langanhaltenber Beifall.) Außenminister vielfach noch an Schärfe. Aber auch ber türkische Außenminister hat im Namen bes Balkanbunbes dieser Gruppe eine, wenn auch vorsichtige Unterstützung geliehen, trotz ber an sich juten Beziehungen zwischen Ungarn unb ber Türkei. Bor allem aber hat Frankreich in ber Person Lavals sich noch beutlicher unb nachbrücklicher auf die Seite ber Sübslawen gestellt, als es vielfach erwartet worben war. Natürlich war burch bie lemeinfame Ermorbung König Alexanbers unb Barthous auch ein gemeinsames Interesse gegeben. Dor allem aber wollte bie französischen Regierung vor ber Welt beweisen, bah sie ben Willen hat unb auch in ber Lage ist, Ansprüche ihrer Bun- besgenossen in entscheibenben Augenblicken wirksam zu vertreten unb burchzusetzen. Demgegenüber waren Ungarn unb bas biefem Lanbe befreunbete Italien naturgemäß in einer sehr viel ungünstigeren Lage. Schon burch bie Tatsache bes Königsmorbes, bie ber Gegengruppe einen moralischen Auftrieb gab, waren sie, ob chulbig ober nicht, von vornherein in bie Derteibi- gung gebrängt. Für Ungarn kam hinzu, baß Italien elbst nach bem Wunsch ber Großmächte in 23er» binbung mit ber kroatischen Emigration nicht genannt werben sollte, unb baß Ungarn bamit alles a u f s i ch nehmen ober oerteibigen mußte, was vielleicht mehr zum Kapitel ber italie« nischen Balkanpolitik gehört hätte. Wenn Italien aber biese Rücksicht verlangte, so war es naturgemäß nicht in ber Lage, selbst angriffsweise gegen bie Angreifer Ungarns vorzugehen! Auf ben Dölkerbunbsrat selbst aber hat bie Tatsache vermutlich den stärksten Eindruck gemacht. befriedigender Weise Rechnung. Don irgendeiner Verantwortlichkeit Ungarns sei in der Entschließung mit keinem Wort die Rede. Auch ein auswärtiger Einfluß auf die in Ungarn vorzunehmende Untersuchung, wie ihn die Kleine Entente gefordert habe, sei ausgeschlossen. „Ujsag" faßt die Bedeutung der Lösung in die Worte: Ungarn kann mit erhobenem Haupt Gens verlassen. Die der Regierung nahestehenden Blätter werfen die grundsätzliche Frage einer praktischen Zusammenarbeit der Donaumächte auf. Die ungarische Regierung habe im Interesse des europäischen Friedens und einer aufbauenden Zusammenarbeit größte Opferbereitschaft gezeigt. Die Einigung im Donaubecken sei aber nicht allein von Ungarn abhängig. Die haßerfüllte Atmosphäre in den Nachbarländern Ungarns müsse jetzt verschwinden. Wenn die Wogen der Leidenschaft sich legen, werde man wieder an die großen Probleme des Aufbaues im Donauraum herantreten können. Die Genfer Aktion fei haupt- lächlich von Prag auf die Erreichung politischer Sonderziele abgestellt worden, um durch eine moralische Verurteilung der ungarischen Politik dem europäischen Revisionismus ein Ende zu bereiten. Es wird aber festgestellt, daß die Versuche der Kleinen Entente, den Konflikt für eigene Zwecke auszubeuten, gescheitert seien. Zwiespältiges Echo in Südslawien. Die breite Öffentlichkeit von dem Genfer Ergebnis enttäuscht. DNB. Belgrad, 11. Dez. Die Abendblätter stellen fest, daß das südslawische Volk eine ehrenvolle Genugtuung erhalten habe. Der Beschluß des Völkerbundsrats habe eine weitgehende Entspannung herbeigeführt und sei mit Er- leickteruna ausgenommen worden. Es wird mit Zufriedenheit auf die Haltung Lavals verwiesen, der sich sehr entschieden für den südslawischen Standpunkt eingesetzt und dafür Sorge getragen habe, daß der Rat einen Beschluß faßte, der Belgrad und seine Freunde zufriedenstellen mußte. Dieser Auffassung steht jedoch die Meinung der breiten Öffentlichkeit gegenüber, die vom Genfer Ergebnis enttäuscht ist. Es wird zwar zugegeben, daß der Beschluß des Äölker- bundsrates das Höch st maß dessen darstelle, was sich in Genf erreichen ließ. Allein mit Rücksicht auf die weitgehenden Forderungen der südslawischen Abordnung und auf die hochgespannten Erwartungen des südslawischen Volkes wird der Genfer Urteilsspruch als dürftig empfunden. Die Enttäuschung ist sogar so stark, daß der Regierung der Vorwurf gemacht wird, durch die Anrufung des Völkerbundes einen völlig falschen Weg beschritten zu haben. Nie Polizeitruppe für das Gaargebiet. Unter dem Oberbefehl des britischen Generals Brind. Genf, 11. Dez. (DNB.) Der Vorsitzende des Dreierausschusses für die Saar, Baron Aloisi, hat den Regierungen Englands, Italiens, der Niederlande und Schwe dens u. a. folgendes mitgeteilt: „Der Ratsausschuß für die Saar hat Kenntnis davon genommen, daß die Regierungen Englands, Italiens, der Niederlande und Schwedens an der Bildung einer internationalen Truppe t e i l n e h - men werden, die damit beauftragt ist, im Saargebiet die Ordnung durch die folgenden Kontingente ausrechtzuerhalten: England 1500, Italien 1300, Niederlande 250, Schweden 250. Der Ausschuß hat sich entschlossen, die englische Regierung zu bitten, den Kommandanten für die internationale Macht zu bezeichnen, die ihrerseits der Regierungs kommission des Saargebiets unter stehen wird. Der Ausschuß empfiehlt weiter den beteiligten Regierungen, die nötigen Maßnahmen zu ergreifen, damit die verschiedenen Kontingente sich vor dem 2 2. Dezember d. I. im Saargebiet befinden." Das britische Kriegsamt teilt mit, daß der Befehlshaber der internationalen Streitkräfte im Saargebiet Generalmajor I. E. O. B r i n d fein wird. Das britische Kontingent wird bestehen aus dem Hauptquartier der 13. Infanterie-Brigade (Kommandeur Brigadegeneral I. H. T. Priest man), dem I. Bataillon des East Lancashire - Regiments und dem I. Bataillon des Essex-Regiments gemeinsam mit kleineren Abteilungen anderer Waffen und Dienste. Generalmajor Brind ist seit 1933 Kommandeur der 4. Division. Er trat im Jahre 1897 ins Heer ein, wurde 1902 Hauptmann, 1920 Oberst, 1930 Generalmajor; von 1928 bis 1930 war er Adjutant des Königs und von 1931 bis 1933 Stellvertreter des Generalstabschefs im Heereshauptquartier Indiens. Brind hat den Burenkrieg und den Weltkrieg mitgemacht. Die beiden für das Saargebiet bestimmten britischen Bataillone werden England etappenweise verlassen. Sie werden über Dover — Calais befördert werden. Ihr Gepäck wird auf 90 Lastkraftwagen befördert werden, die auf einem neuen Fährboot der englischen Südbahn über den Aermelkanal befördert werden sollen. Der Oberbefehlshaber, Ge- neralmasor Brind, wird dieser Tage nach Saarbrücken abreisen. Nächste Ratssitzung om 11. Januar. Genf, 11. Dez. (DNB.) Der Dölkerbundsrat hat am Dienstagnachmittag feine Schlußsitzung abgehalten. B e n e s ch schlug zur allgemeinen Ueberraschung vor, die nach st e Tagung des Rates mit Rücksicht auf die am 13.Januar stattfindende Abstimmung im Saargebiet nicht, wie vorgesehen, am 21.Januar, sondern schon am 11. Januar stattfinden zu lassen. Dieser Vorschlag wurde einstimmig angenommen. Der Völkerbundsrat hat sich damit den Standpunkt zu eigen gemacht, daß es notwendig sei, während der Abstimmung im Saargebiet den Rat versammelt zu lassen, damit er gegebenenfalls eilige Beschlüsse fassen könne. Kameradschaft der Nation. Goebbels spricht in der Dortmunder Westfalenhalle. Reichsminister Dortmund, 12. Dez. (DNB. Funkspruch). Die Westfalenhalle in Dortmund war am Dientagabend Schauplatz einer großen Goebbels - Kundgebung. Mehr als 15 000 Personen füllten den weiten Raum, der wirkungsvollen Favnen- und Blumenschmuck trug. Dr. Goebbels gab einen Abriß der politischen Entwicklung Deutschlands in den letzten Jahren, zeichnete mit scharfen Strichen das Deutschland, das bet Nationalsozialismus am 30. Januar 1933 übernehmen mußte, und stellte dem gegenüber das Deutschland von heute, das von jenem verschieden sei wie der Tag von der Nacht. Nach der Machtergreifung habe der Führer vier Jahre Zeit gefordert zum Wiederaufbau Deutschlands. Heute sei noch nicht die Hälfte dieser Zeit verstrichen, aber schon jetzt sei die Verschuldung gesunken. 4,5 Millionen Menschen ständen wieder in Lohn und Brot, und wenn vielleicht hier und da auch die Bezahlung noch nicht den Wünschen der nationalsozialistischen Bewegung entspreche, so käme es doch zunächst darauf an, die Menschen in die Betriebe zurückzubringen und dann allmählich in dem Maße, in dem das deutsche Volk sich das erarbeite, auch seinen Lebensstand a r d zu verbessern. Man müsse sich darüber klar sein, daß keine Macht der Welt Deutschland etwas schenke, sondern daß das deutsche Volk alles, was es wünsche und ersehne, sich selbst erkämpfen und erringen müsse. Dr. Goebbels wies auf die Preisfrage hin, deren Regelung mit Energie in Angriff genommen sei und machte darauf aufmerksam, daß eine gewisse Rohstoff- und Devisenknappheit ganz natürlich sei, denn Deutschland sei kein Rohstoffland und wenn 4,5 Millionen Menschen wieder in Arbeit gebracht würden, so brauchten sie selbstverständlich auch mehr Rohstoffe, weil sie mehr Waren verkonsumieren. So habe man von vornherein, um Millionen von Arbeitslosen wieder einen Arbeitsplatz zu geben, eine gewisse Divisen- und Rohstoffknappheit in Kauf genommen. Das deutsche Volk habe am 30. Januar 1933 den letzten Rest von Vertrauen, der in Deutschland überhaupt noch vorhanden gewesen sei, dem Führer der NSDAP, in die Hand gelegt. Die Regierung könne nun Gesetze erlassen, aber erst das Volk müsse die Gesetze mit Leben erfüllen. Die Regierung könne Disziplin befehlen, das Volk aber müsse Disziplin halten nicht aus Zwang, sondern aus Ueberzeugung und Pflichtbe- wußtsein. Die Führer der nationalsozialistischen Bewegung hätten nicht den Ehrgeiz, Ruhm und Ehre für die Gegenwart zu erweroen, sondern ihre Namen der Nachwelt zu vererben. Wer so viel wie sie gekämpft, so viele Enttäuschungen erlebt, so viele menschliche Größe und menschliche Hingabebereitschaft verspürt habe, sei allmählich über die kleinen Bedürfnisse des Tages hinausgewachsen. „Wir sind überzeugt, daß wir jede Krise über stehen, und daß wir die Aufgaben, die uns das Schicksal stellt, lösen werden. So wie die alten Chatten sich im Kampfe durch eine eiserne Kette zusammenbanden, so wollen auch wir uns von einer Kette der alten eingeschworenen Kameradschaft umschlungen fühlen und nicht voneinander loslassen. Wir sind in der Härte und Schwere der Kampfjahre nicht verzweifelt, sondern sind mit der Kraft des Verstandes, mit der Kraft des Herzens und mit Idealismus ans Werk gegangen. Wenn unsere Arbeit von Segen gewesen ist, so bitten wir auch fürderhin, daß das Schicksal uns beistehen möge." — Immer wieder unterbrachen stürmische Beifallskundgebungen die Rede des Ministers, am Schluß war die Halle gefüllt von begeisterter Zustimmung. Wo Hindenburg ruht. Dos Tannenberg-Denkmal wird nach einer Idee des Führers zur Gruft Hindenburgs ausgestaltet. Königsberg, 11. Dez. (DNB.) Die Erbauer des Tannenbergdenkmals, Walter und Johannes Krüger, sind damit beauftragt worden, d i e Gruft des Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg im Tannenbergdenkmal auszubauen. Vor etwa sieben Wochen empfing sie der Führer, um mit ihnen den Ausbau des Denkmals zu besprechen. „Sie müssen davon ausgehen", so sagte der Führer etwa, „daß aus dem Tannenbergdenkmal immer mehr das Denkmal des größten Feldherrn des Deutschen Reiches wird." Der Führer zeichnete seine Idee für die Ausgestaltung des Denkmals selbst in den Grundrißplan des Tannenbergdenkmals ein. So ist es der Gedanke des Führers selbst, daß das Schwergewicht des Denkmals, das bisher, gebildet von dem hohen Kreuz über dem Grab von 20 deutschen Soldaten, im Mittelpunkt des Denkmals ruht, in die Achse verlegt wird. Das heißt also, das Grabmal in der Mitte des Hofes verschwindet, die Gruft des Feldmarschalls wird in den bisherigen Ausgangsturm verlegt, der dem Eingangsturm gegenüber« liegt. Auf diese Weise wird im Inneren des Tannenbergdenkmals ein großer freier Hof gewonnen, der den dort zu erwartenden Kundgebungen zugute kommen wird. Don der Fläche, die vor den Bogenhallen liegt, werden Granitstufen in den vier Meter tiefer liegenden weiten Hof hinabführen, der gleichfalls einen Plattenbelag aus Granit erhält. Die Ringstufenanlage, die um den Hof nach Art eines Amphitheaters emporsteigt, kommt dabei dem Denkmal als Ort gewaltiger Kundgebungen zugute. Gegenüber dem Eingangsturm liegt bann Die Gruft b e 5 Felbmarschalls, unter jenem Turm, der von nun an den Namen Hinben - burg-Turm tragen wirb. Von bem vertieften Hof aus führt ein breiter Zugang zwischen zwei großen Stufenanlagen, bie rechts unb links bie Ringtreppenanlage abschließen, zur Gruft. An ben Stirnseiten biefer beiben Blöcke stehen bie Standbilder zweier Solbaten, Monumentalfiguren, drei Meter groß, Wächter des Grabes. Den Eingang zur Gruft deckt ein gewaltiger, behauener Steinblock, der nur in schlichten Buchstaben ben Namen „Hinbenburg" trägt. Dieser Block wirb e i n ost preußischer Finbling sein. Ein schmiedeeisernes Tor. schließt bie Gruft ab. Hinter bem Tor liegt, schon unter der Erde, eine Vorhalle An biese Halle schließen sich rechts unb links weitere Hallen an, in benen bie 20 beut' f cf) e n Krieger beigesetzt werben, bie bisher unter bem höhen Bronzekreuz inmitten des Denk, malshofes ruhten. Diese Halle werben Relief- schmücken, bie Darstellungen bes aufbrechenden Heeres zeigen. So wirb ber Felbherr unter seinen Mitkämpfern auf seinem Schlachtfelb ruhen. Ein neues Gitter trennt von ber Vorhalle bi» Gruft, in ber ber Sarg bes Feldmar. fchalls steht. Die Gruft ist ein halbkugelsörnn. ges Gewölbe, an besten Wänben bronzene Leuchter Kerzen tragen, von benen feierliches Licht auf ben Sarkophag fällt. lieber ber Gruft ragt ber Hinbenbura. Turm empor. Seine Fensteröffnungen wird man ' zumauern, bann soll bas große Bronze, kreuz, bas bisher in ber Mitte bes Denkmalhosez ftanb, an ber glatten Wanb dieses Tur. m e s über bem Grufteingang angebracht werben. Der Turm selbst wirb mit kreuzförmigem (Brunk riß unb Kuppelgewölbe ausgebaut. Als einzig Schmuck erhält er außer feiner sehr schönen steinverkleibung lebiglich bie Daten aus h? Leben bes Felbmarschalls, eingemefy in bie Wanbplatten, so bah biefer Turm wie» steinernes Buch bes Lebens biefes großen Dnx. fchen wirkt, lieber ber Inschrift werben aus Bron>< unb Emaille bie Vergrößerungen ber I vier höchsten preußischen Kriegsorbe„ prangen, bie ber Feldherr getragen hat. In der h entstandenen hohen Halle, die man durch Treppen aus den Kammern erreicht, die rechts und link; der Gruft liegen, wird ein Bronzedenmal des Felbmarschalls aufgestellt. Sozialpolitische Maßnahmen für die Weihnachtszeit. Berlin, 11. Dez. (DNB.) Der Reich,, arbeitsminifter und der Reichswirt' schaftsminister teilen mit: Die diesjährige Lage der Weihnachtsfeiertage unb des Jahresbeginns bringt in vielen Betrieben einen erheblichen Arbeitsausfall und damit verbunden einen erheblichen Verdien st auz- fall für die Beschäftigten mit sich. Um diesem Nachteil zu begegnen, hat der Reichsarbeitsminister die Landesregierungen ersucht, die Vor- unb Nacharbeit der etwa ausfallenbenSri beitsftunben an ben Werktagen sowie an einem Weihnachtsfeiertage währenb ber Monate Dezember unb Januar insoweit zu gestatten, als nicht in anberer Weise für Ersatz des mb ftanbenen Verdienstausfalles gesorgt ist. Weiter hat ber Reichswirtschaftsminister ange* orbnet, baß in ben ber Arbeitszeitverkürzung unb ber Faserftoffverorbnung unterliegenben Betrieben bie Arbeitszeit, bie am 24., 27., 28., 29. Md 3L Dezember etwa ausfällt, ohne b e f o n b e rt nehmigung bereits setzt bis zum 22. ! zember 1934 vorgearbeitet ober im LaM bes Monats Januar 1935 nach geholt wird, weit bie Rohstofflage bes einzelnen Betriebes du zuläßt. Außerdem barf in berfelben Zeit zum Augleich für ben burch bie beiben Weihnachtsfeiertagi entftanbenen Lohnausfall Mehrarbeit in Höhe von einem Sech stel der für den einzelnen Betrieb zulässigen verkürzten Wochenarbeitszeit — ohne Berücksichtigung etwa genehmigter Mehrarbeit — geleistet werden. Auf Grimo oa ergangenen Erlasse sind bie Betriebe in der Lage bereits vor Weihnachten ihrer Gefolgschaft einen Vorschuß auf bie nachzuarbeitenbe Arbeitszeit auszuzahlen. Volksverbundene Polizei! Ein Tag im Dienste des WinterhilsswerlS. Am 18. unb 19. Dezember wirb die Polizei aller beutfdjen ßänber ohne Unter- schieb ber Sparten zum erstenmal im nah? nalsozialistischen Staat in ihrer Gesamtheit in Erscheinung treten. Doch nicht wie früher, -1 nach außen abgeschlossen eigene Feste zu feiern, i-- „unter sich zu sein", sonbern biestnal miro -il beutsche Polizei zum erstenmal mitten Volk gehen, will Zeugnis bafür oblegen M sie sich in allen ihren Formationen eins IM1,’ mit bem Volke unb gewillt ist, im W gegen bie Not nach besten Kräften mit', uhe 1^ An einem Tage will sich bie beutsche Polizei w® ; obersten Befehlshaber bis zum jüngsten SeamM soweit es irgenb ber tägliche Dienst zuläßt, injo[<* Billroth und Brahms. Zur erstmaligen Veröffentlichung ihres Briefwechsels. Die über dreißig Jahre währende Freundschaft zwischen dem berühmten unb kunstsinnigen Chirurgen Theobor Billroth, bem Sproß einer angesehenen pommerschen Patriziersamilie, unb bem Komponisten Johannes Brahms ist eine ber seltenen unb schönen Geistes- unb Schicksalsgemein' schäften, in Denen bie ßebenbigfeit persönlichster Auseinanbersetzung mit einer tief empfunbenen Derbunbenheit zum Werk, in biesem Fall ber Musik, in einer reichen unb volltönenben Weise zusammenklingt. Billroth, ber ben großen Musiker wahrscheinlich im Spätherbst bes Jahres 1865 in Zürich kennengelernt hat, lag bie leidenschaftliche ßiebe zur Musik von ben Vorfahren her im Blut, unb mit Recht konnte später von ihm gesagt werben: „Der hätte ja gerabe so gut Musiker wie Chirurg werben können". Das freunbschaftliche Verhältnis zwischen bem großen schaffenben Kunstgenius unb bem bei aller Einfühlungsgabe immer felbftänbig ur- teilenben Kunstliebhaber, bas erst in späteren Jahren eine Trübung erfahren sollte, hat seine herrlichsten Früchte in Wien getragen, wo sich im Hause Billroth in ben siebziger Jahren Des vorigen Jahr- hunberts die Gepflogenheit herausgebiloet hatte, baß neue Brahmssche Kammermusik ober ßieber bort zuerst vor einem gewählten Musikpublikum geprobt würben, wie Otto Gottlieb-Billroth in bem von ihm herausgegebenen unb eingeleiteten Briefwechsel „Billroth unb Brahms" ausführt. fBeibe Männer waren protestantische Norbbeutiche mit einem feinen Sinn für bie Eigenart unb bas Eigenrecht nationaler Kulturen, beibe hatten viele gleichgerichtete Interessen, so sehr bie verschiebene berufliche Umgebung sie auch vor auseinanber- ftrebenbe Aufgaben stellte. „(Eine weise Einrichtung war es, daß sie schon früh bie Abmachung getroffen haben, Brahms werde niemals einen Arzt an Billroth, dieser niemals einen Musiker an Brahms empfehlen; sie haben beide daran sestgehalten, zum Vorteil eines unbeschwerten, bequem unbefangenen Verkehrs." Wie sehr das Denken und Fühlen der beiden aufeinander abgestimmt war, so daß es müßig wäre, im Einzelfall zu fragen, wer ber gebenbe unb wer ber nehmenbe Teil gewesen ist, zeigt ein Brief Billroths an Brahms aus Wien vom 6. November 1890: „Ich habe mich heute nachmittag, bas heißt gestern nachmittag, mit allerlei trivialer ßebens- arbeit plagen müssen, die sich bis nach Mitternacht fvrtsetzte. Doch ich kann nicht zur Ruhe kommen, ohne Dir, mein lieber alter Freund, gesagt zu haben, welch glückliche Stunde Du mir heute wieder bereitet hast. Und fange ich an, darüber nachzudenken, in welchen Stunden meines ßebens, mit dessen Reichtum sich wohl wenige Sterbliche messen können, mir am wohlsten war, — so nimmst Du doch immer ben breitesten Platz ein. Ich habe einen großen Teil Deines Werbens miterlebt, unb Du mit mir. Das ist ein Banb, wie es Geschwister in einem guten Hause umschlingt. Ein jebes ber Familie geht seinen Weg, boch man finbet sich immer wieber zusammen. Es hat Dich früher wohl gefreut, wenn ich Dir bies unb bas über eine Deiner neuen Schöpfungen sagte. In neuerer Zeit bin ich stumm, benn ich weiß nichts mehr zu sagen, als: musikalisch schön, wunberschön; nun auch für mich schon beim ersten Hören klar, Himmelsblau klar! Wohl hörte ich heute begeisterte Rufe: bas Schönste, was er je geschrieben! — Ich habe in meinem lieben Garten in St. Gilgen Rosenstöcke in vollster Kraft. Sie tragen wohl 100 Rosen im Jahr. Unb wenn ich am Morgen wieber eine neue Knospe erblüht sehe, meine ich, bas ist nun bie Schönste! Doch babei tut man ben früheren Unrecht. Es gibt eine Kraft ber Blüte unb Schönheit, wo es kein schön, schöner, am schönsten gibt. Könnte man bei ben Werken Michelangelos, Raphaels, Beethovens, Mozarts auf der Höhe ihres Schaffens von einer Steigerung sprechen? Doch nur im Sinne einer ganz beschränkt subjektiven Sympathie. Ist bas E-Dur-Quartett von Beethoven schöner als sein V-Dur-Trio? ßächerliche Frage! Verlange also nicht, baß ich sage, Dein neues G- Dur-Quintett sei schöner als bas F-Dur-Quintett. Beibes ist wunderschön, und damit basta! Soll ich eins sagen, so ist es bas: Du konzentrierst Dich in Deiner Form jetzt so, als wenn man ein schönstes Werk von ßessing, Goethe unb Schiller zugleich lesen könnte. Ich habe oft barüber gegrübelt, was menschliches Glück sei — nun, heute war ich im Anhören Deiner Musik glücklich! Darüber bin ich mir ganz klar." Dabei sinb bie „Schwarmbriefe" bes außer- orbentlich musikverstänbigen Chirurgen keineswegs Zeugnisse einer nur eingeschränkten Zustimmung, es mischen sich auch ratenbe, abroagenbe unb kritische Stimmen in ben immer fruchtbaren Austausch ber Meinungen unb Pläne. Für Brahms bebeutete ber Zuspruch des Freundes unendlich viel, denn er neigte wie manche große Künstler zu einer bis zur Ungerechtigkeit selbstquälerischen Selbstkritik, wie Billroth es einmal ausgebrücft hat, bie ben Schaffenben seelisch belastet unb gefährbet. „Wenn mir niemanb sagt, ob unb wie ihm meine Musik gefällt, wie soll ich's benn wissen?" hat Brahms sich einst wie in einem Stoßseufzer geäußert. Dieses Bebürfnis nach Widerhall, bas nichts mit ber ßobsüchtigkeit bes Durchschnittkünstlers zu tun hat, fanb bei Billroth tiefstes Derstänbnis. Die Teilnahme bes Freunbes bezeichnet ber Komponist als „ein Geschenk des Schicksals" unb äußerte sich barüber: „Du glaubst nicht, wie wichtig unb lieb mir Dein zustimmenbes Wort ist, unb wie bankbar ich bafür bin. Man weiß, was man gewollt unb wie ernst man's gewollt hat. Eigentlich sollte man auch wissen, was bann nun geworben ist; bas läßt man sich aber boch lieber von anberen sagen unb glaubt bann gerne bem freunblichen Wort. So geht es mir auch biesmal, erst jetzt freue ich mich bes Stückes unb sehe es ganz vergnügt an." C. K. Kunst und Wissenschaft. Geh. Kat Professor Dr. Wilhelm Lisch 60 Jahre alt Am 11. Dezember beging der stellvertretende Präsident ber Akademie für Deutsches Recht, Geheimrat Professor Dr. Wilhelm Kisch, seinen 60. Geburtstag. Seine ßebensarbeit galt dem Bürgerlichen Recht, vor allem bem Recht des Zivilprozesses, bem Versicherungsrecht unb bem Gebiet des gewerblichen Rechtsschutzes. Aus ber Ueberzeugung, baß im Dritten Reich ber Rechtswissenschaft größte Der Direktor der Wiener Staatsoper, Clemens Krauß, ist, wie wir Zistern ' gemelbet haben, auf ben Posten des Direktor» Berliner Staatsoper berufen worden. Aufgaben gestellt sind, hat Reichsjusffzkom Dr. Frank, als er bie Akabemie für Deu' Recht grünbete, Kisch zu bem ftefloertret ’ Präsibenten berufen. In unermüdlicher Arven Professor Kisch hier das Instrument f4ane^ l# fen, das in wissenschaftlicher Arbeit und na sozialistischer Ueberzeugung an die Refor m deutschen Rechts herangeht. Don * 6er Schriften seien hiek gentnnt: „Unmogi[icpr ßeiftung", „Beiträge zur Urteilslehre Zivilprozeßrecht", „Handbuch des deutschen rechts" und „Fälle aus dem bürgerlichen — Die großen Verdienste, bie Geheimrat um bie deutsche Rechtswissenschaft erworben ' ber Führer dadurch anerkannt, batz er ^in seinem 60 Geburtstag mit einem ^^'^Ln-eidben Bild mit eigenhändiger Unterschrift u ließ. 1 Mito b nur iw« g Ware liefern. . (OSRAM Nülmackts-Keyen erfreuen alle weiteren fünf geborgenen Leichen sind die Kamen noch nicht festgestellt. Die Rachforschungen werden dadurch erschwert, daß das Fremdenbuch des Hotels verbrannt ist. Rach dem letzten Funkfprnch aus Renyork steht die Zahl der Todesopfer, die der Hotelbrand in Lansing gefordert hat, immer noch nicht fest. Es werden noch etwa 80 Hotelgäste vermißt. Man furchtet, daß die Zahl der Toten bis guf etwa 50 steigen wird. Mit der Durchsuchung der glühenden Trümmer soll sofort begonnen werden. Man nimmt an, daß sich auch noch mehrere Leichen unter der Eisdecke des Grand River befinden, in den mehrere Hotelgäste in ihrer Todesangst gesprungen sind. Rach den Berichten von lleberleben- den haben sich schreckliche Panikszenen in dem brennenden Hotel abgespielt. Frauen mit brennenden haaren und Kleidern durchrasten die Korridore. Zahlreiche Hotelgäste wurden bei dem Versuch, sich zu retten, niedergetreten. 20 Minuten lang ertönten furchtbare Schreckensrufe, bis das Hotel mit donnerähnlichem Krachen inslchzu- fammen stürzte. setzen und damit aufs neue ihrem Lande dienen. /> % DRV. Lansing (Michigan), 11. Dez. Aus unbekannter Ursache brach in der Rächt zum 11. Dezember in einem hiesigen Hotel ein Brand aus. Das Feuer griff mit rasender Schnelligkeit um sich und äscherte das ganze Gebäude, das mitten im Geschäftsviertel liegt, ein. Die Zahl der Todesopfer steht noch nicht fest. Einige von ihnen konnten nicht identifiziert werden. Etwa 30 Personen wurden mit mehr oder weniger schweren Brandwunden in das Krankenhaus eingeliefert. Die Zahl der leichter Verletzten ist sehr groß. Trotz der herrschenden großen Kälte sprangen einige Insassen des Hotels aus den Fenstern in den vorbeifließenden Grand River. Sie konnten nicht geborgen werden und ertranken. Unter den Token und Vermißten befinden sich auch einige Abgeordnete des Staatsparlaments von Michigan. Es handelt sich bei dem Hotelbrand um eine Katastrophe allergrößten Ausmaßes. Wie die Polizei erklärt, werden noch etwa die Hälfte der annähernd 200 Hotelgäste vermißt. Von den geborgenen Leichen konnten bisher acht identifiziert werden. Fünf von ihnen sind Mitglieder des Staatsparlaments. Von K en die Pg. Sommer und Müller im J- des Stellvertreters des Führers. In der lick> ur zu teueren Preisen von ausländi- fctzki Dampfern bezogen werden können, da die d f ch e n Fischgründe in dieser Jahreszeit Sturm im Wasserglas. politische Betriebmacher im Fürstentum Liechtenstein. OSPAM-Msen» siu-gejadrlos. 3n den Elektro - Aliworache gab Oberbürgermeister Fiehler um- fiifeJbe Erläuterungen. L)ie Preisbildung der Seefische. ß - Reichskommissar für Preisüberwachung, Dr. (Ä'sler, teilt mit: Nachdem innerhalb der letzten b rei Wochen die Seefischpreise an der Kl fr e erheblich gefallen sind, erwarte ich, d itzPch dieser Rückgang in einer entsprechenden R'u'bildung des Konsumentenprei- s rswuswirkt. Diese Angabe trifft nicht zu für ß iriun e Heringe, die zur Zeit fast ausschlieh- nachiW ä) $,r,, er üt.ifo Mit: Veihnachtzseikkk vielen Miet,- ausfall uni in Verdien? mit sich. 'r Reichsarbeit-? ch, die Sop ausfallend Werktagen während bir: weit zu gch e für Ersatz K ; gesorgt ist. irtschaftsmich beitszeitverkür- nterliegenden , 27, 28, 29. ne besonfr jetzt bisMt eitet ok im t lach-kME •initlna StltiM t erMMM'L k LeihnMmr ÄehrordrU telbnKdrii« Lrzien ing etwa geck ■Öen. Aus W Betriebe \n cn aarbeitenbe W- nni^ilpolitik der Reichsorganisationsleitung hielten eiinernkchtöffentliche Tagung unter dem Vorsitz des L^ifrs des Hauptamts für Kommunalpolitik, Ober- bLrprmeister Fiehler, ab, die sich eingehend iriil Dem Entwurf der neuen Gemeindever- f Isiun g, die voraussichtlich am 1. April 1935 ajs gerster Teil der Reichsreform in Kraft |e:ien werde, befaßte. Die Hauptreferate er- tne W s Winttthi^k er wird dieP> iber ohne k um erstenmal ihrer Gesar h nicht wie jene Feste zu IJ rn diesmal - tenmai mit - mis dafür M inationen ein! gewillt ist, trösten mit^ die deutsche zum jünM,' it Dienst zul4 des mehr humoristisch aufgefaßt. Es wird nur bedauert, daß der Versuch gemacht wird, das Fürstenhaus in das politische Getriebe hineinzuziehen. Der Thronfolger verwahrt sich in einer Erklärung gegen den Mißbrauch seines Namens für unwürdige und das Land schädigende Aktionen. ^lladen"^ M M Liechtenstein war einmal so etwas wie eine Insel der Seligen. Eingekeilt zwischen der Schweiz und Oesterreich liegt dieses kleine Fürstentum mit seinen 11500 Einwohnern von keiner Seite angefeindet, gut Freund mit allen seinen Nachbarn, frei, unabhängig und sorgenlos. Dazu nicht arm. Denn nicht zuletzt die Kapitalflüchtlinge aus aller Herren Länder sorgten dafür, daß erhebliche Summen ins Land kamen. Mit der Kapitalflucht ist es so ziemlich überall zu Ende, nach Liechtenstein kommt neues Geld nicht mehr herein, aber man lebt dort nach wie vor zufrieden und hört nur aus den Zeitungen, was sich draußen in der Welt an Streitigkeiten und Kämpfen abfpielt. Einigen Liechtensteinern scheint allerdings diese Ruhe nicht zu behagen, sie haben offenbar Sehnsucht nach innerpolitischer Bewegung. Immerhin kann man zu ihrer Ehre feststellen, daß sie z. B. das Treiben eines Nicole in der benachbarten Schweiz nicht gerade erbaulich finden, zumal dieser marxistische Wildling jetzt noch dazu übergegangen ist, den ihm unterstellten Beamten die letzte Rate des Dezembergeholts zu sperren, so daß zum Weihnachtsfest in den Familien der Genfer Beamten sehr wahrscheinlich Trübsal geblasen wird. Dagegen scheint die öfter* rei chische Ständeverfassung bei gewissen politisierenden Liechtensteinern Anklang gefunden zu haben. Ihren Landtag möchten sie abschaffen, die Regierung umbilden und die Stellung des Fürstenhauses ändern. Man war sogar so mutig, eine Volksversammlung einzuberufen, die jedoch aus Mangel an Volk eine Interessentenberatung blieb. Da der Thronfolger nun diesen Staatsreformern unter dem Beifall Liechtensteins eine scharfe Absage erteilt hat, dürfte der Plan vom „Ständestaat Liechtenstein" nicht nur in die Brüche gegangen sein, sondern das alte gute Verhältnis zwischen Fürst und Volk wird vermutlich eine neue Festigung erfahren haben. drandkaiastrophe in einem amerikanischen tzoiek Es wir- mit 50 Toten gerechnet.—Nächtliche Schreckensszenen. Schaffung der selbständigen Großgemeinden Pei- ping, und Tientsin sowie gegen die Umorganisierung der entmilitarisierten Zone von Luatun und die Ausdehnung dieser Zone durch freiwillige Verlegung der chinesischen Garnisonen vom Nankau- Paß bis Tientsin zu erwarten. Japan zum Wettrüsten bereit. Tokio, 12. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Marineminister Admiral O s u m i erklärte im Staatsrat, daß der Haushalt genüge, um ein Wettrüsten a u s z u h a l t e n. Die Zahl der japanischen Marineangehörigen betrage 90 000 gegenüber 80 000 der amerikanischen Flotte. Die Vereinigten Staaten könnten den Vorsprung Japans an ausgebildeten Offizieren und Mannschaften nichteinholen. Japan könne nach der Kündigung des Flottenvertrages neue Kriegsschiffe bauen, ohne daß es gezwungen fei, dafür alte Schiffe adzu- rüften. Diese könnten vielmehr weiter verwendet werden. Die Mandate über d i e Südssein seln werde Japan nicht aufgeben. Nötigenfalls werde es sie durch Einsatz der Flotte zu schützen wissen. Die japanische Regierung wolle gleichzeitig mit der Kündigung des Flottenoertrages einen Zeitpunkt und den Ort für eine neue Flottenkonferenz vorschlagen. Britische Manöver bei Singapur. London, 12. Dez. (DNB. Funkspruch.) Das „Gibraltar des Ostens" wird am Donnerstag zum ersten Male Mittelpunkt ausgedehnter Manöver sein, die vier Tage dauern sollen und an denen britische Land-, See- und Luftstreitkräfte teilnehmen werden. Heber die Manöver wird strengste Geheimhaltung gewahrt. Der Hafen Singapur wird während mehrerer Stunden fürdenSchiffsverkehr völlig gesperrt sein. In Singapur selbst haben sich 20 Kriegsschiffe versammelt, nämlich ein Flugzeug-Mutterschiff, ein Kreuzer, zwei Flottillenführer und 16 Zerstörer. •Ss । begM ? tis leM^( „9ro67\* litte btoV'll *9 anqebrQ* S' SÄ? gebaut. Ai- fr KL fr le man durch j ,bl' w MMtellt Wie das „Journal" berichtet, ist auf Veranlassung italienischer Garibaldi st en und mit Zustimmung Mussolinis ein französisch-italienischer Ausschuß ehemaliger Frontkämpfer umfasse. In der Gründungsbotschaft Flontkkämpfer umfasse. In der Gründungsbotschaft heißt es: Die Vorsitzenden der großen Verbände ehemaliger Frontkämpfer Italiens und Frankreichs haben beschlossen, sich zu einem ständigen Ausschuß für d i e französisch-italienische Ver- ständigung (Entente) zusammenzuschließen. Japan droht mit der Besetzung Nordchinas. Peiping, 11. Dez. (DNB.) Der japanische Botschafter in Washington, daito, erklärte einem Vertreter des „Eoening Bulletin", Japan fei bereit, die Verwaltung von Nordchina zu übernehmen, wenn es dies zur Wahrung des Friedens in Ostasien als notwendig erachte; diese Haltung würde sich auch bei einem Protest anderer Mächte nicht ändern. Diese japanische Erklärung erschwert die Versuche der Nankinger Regierung, auf der Versammlung des Zentralvollzugsausschusses der Kuomintang eine Einigung Gesamtchinas auf eine Japan gegenüber versönliche Politik herbeizuführen. Die Tatsache, daß Saito gerade in diesem Moment seine Erklärungen abgebe, sei ein wohlüberlegtes Manöver, um eine auch außenpolitisch wirksame Einigung des gesamten chinesischen Reiches zu verhindern. Die erste Folge wird die sein, daß Nordchina feinen Widerstand gegen die Pläne der Zentralregierung über die Verlegung der Hauptstadt der Pro- vinz Hopei von Tientsin nach Paotingfu verstei - f e n wird. Ferner sind Widerstände gegen die Flamtheit am natlonalsoziaNstischen N nterhilfswerk beteiligen. Die Be- rrienfdjaft der deutschen Polizei wird durch t i|e n e „P f u n d s p e n d e" die Geschenke zu iwr Weihnachtsbescherung bedürf- [ t: e r Volksgenossen aufbringen und durch frfriche Veranstaltungen ihre Verbundenheit mit )e- Aermsten des Volkes zum Ausdruck bringen. i5o wird der „Tag der deutschen Polizei" S y m - >cl der neuen Volksverbundenheit fd'.v die nicht nur Lippenbekenntnis sein will, son- freji in erster Linie von den Amtsträgern des i States vorgelebt werden muß. Göring Sankt Sen Spendern Tages Ser Nationalen Solidarität । Berlin, 11. Dez. (DNB.) Ministerpräsident Ge- ite-.nl Göring hat der Abrechnungsstelle der NS.- Ui kswohlfahrt feine letzte Sammelbüchse iit rgeben, die die ihm am Tage der nationalen S idarität von finanziell bessergestellten Kreisen ge- jixiibeten größeren Geldscheine und Schecks enthält. IDmit steiat der Sammelertrag des Ministerpräsi- )ei-en auf insgesamt 76700 Mark. Der Wisterpräsident dankt noch einmal allen frijfsbereiten Spendern, den Minderbe- nitelten, die von ihrem Wenigen ein hochherziges ) pi r brachten, wie auch den wirtschaftlich Besser- ;t?flllten, die an diesem Tage so reichlich und freudig jcjxnbet und damit durch die Tat bewiesen haben, )a*iim neuen Deutschland arm und reich in ech- ec nationalsozialistischem Gemeinschaftsgeist und ^wirklicher Solidarität zusammen- t ne n, wenn es die Not des ärmsten Dolks- ) loebeute, daß man sich mit Deutschland a u=>'‘ p r e d) e n müsse. Das werde aber erst von bejr Zeitpunkt an möglich und nützlich sein, in dem gjhüireid) eine feste Ordnung und eine feste Sicher- he^iinerhalb seiner Grenzen und an seinen Grenzen hsiric tellt haben werde. Die lebenswichtigen Fragen miöim mit dem erforderlichen Ernst und der er- foiple lichen Vorsicht behandelt werden. ilv Mitgliedern der Neuen Friedensschule in Mscftille erklärte der Abgeordnete G o y, die mit ©jd^itiät geladene Atmosphäre habe sich ge- bipr. Die Ereignisse von Marseille hätten in Genf eröicrt werden können, ohne daß der Friede be- drv;tnvorden wäre. Die Annäherungspol i- tillkser ehemaligen Frontkämpfer laste fiohrtchtfertigen. Erst wenn das Kriegsaefpenft ver- sckHeiden fei, würde in Frankreich das Ver- t'i nse n wieder aufleben, die gehorteten 40 Mil- li'i Man Franken würden wieder in Umlauf korn- nrui mnb die Krisen erst dann behoben werden fßhflri. Um die tragische Möglichkeit eines Krieger al beseitigen, wollten die ehemaligen Front- käiAper die ihnen noch verbleibenden Kräfte ein- Nur ein Manöver. Tas Memeldirektorium setzt die Sprachenverordnung auS. Memel, 9. Dez. (DNB.) Das Direktorium des Memelg-ebietes hat beschlossen, die Durchführung der Derordnuna über die Einführung der litauischen Unterrichtssprache an den Volksschulen des Memel» gebietes bis zur endgültigen Regelung auszuls-etzen mit der Maßgabe, daß eine Heb er Prüfung ftattfinben wird. Es handelt sich hierbei nur um ein Manöver, um den Landtag geneigtzumachen, dem neuen Direktorium fein Vertrauen ZU geben. Diese „Aussetzung" ist keineswegs eine Aufhebung des Gesetzes im Gegenteil, ist damit zu rechnen, daß fehr bald nach der Sitzung des Memel» ländstchen Landtages die angekündigte „Ueberprü- jung" idazu führt, daß die skandalöse Vergewaltigung des Memelgebiets durch die Einführung der litauischen Unterrichtssprache an den memelländischen Schulen doch durchgeführt wird. Es ist bezeichnend, daß die beiden memelländischen Mitglieder des Direktoriums es nicht durchsetzen konnten, daß diese empörende Schuloerordnung wirklich auf- gehoben wird. Ein Beweis, daß sie machtlos in diesem Direktorium sind. Aus aller Wett. Oie Beisetzung des General von Hufier in Darmstadt. Der in Berlin verstorbene General der Infanterie a.D. von Hutier wurde auf dem Alten Fried- bof in Darmstadt an der Seite seiner Ehestau und feines Sohnes in schlicht-feierlicher Weise beigesetzt. Die Einsegnung nahm der katholische Geistliche Rat Dekan K a st e l vor. Ungeheure Menschenmengen säumten den Weg von der Friedhofskapelle Aur letzten Ruhestätte des großen Heerführers. Neben den Familienangehörigen des Verstorbenen, darunter den Schwiegersohn Reichsverkehrsminister Freiherr Elz von Rübenach, bemerkte man den stellvertretenden Gauleiter, Regierungsrat Reiner, Staatsminister Jung, Großherzog Ern st Ludwig, viele ehemalige Offiziere, Ehren- stürme der SA. und des NSDFB. sowie alle Militärvereine Darmstadts und der Umgebung. Der Sarg mit der sterblichen Hülle wurde von acht ehemaligen Leibgardisten zum Grabe getragen. Nach der Einsegnung folgten zahllose Kranzniederlegungen, u. a. von Generalleutnant Bollmann für den Chef der Heeresleitung und die deutsche Wehrmacht, durch den stellvertretenden Gauleiter Regierungsrat Reiner für den Reichsstatthalter, durch General von Oidmann für das ehemalige Leibgarde- Infanterie-Regiment Nr. 115, durch Major von H e r f f für den Traditionstruppenteil, durch Oberst Schröder für das nassauische Infanterie-Regiment, durch General von Hartmann für den Reichsverband Deutscher Offiziere, durch Standartenführer Unger für die SA. und durch den Reichsbahnvizepräsidenten Direktor Köhler für den Generaldirektor Dr. Dorpmüller. Unsozialer Belriebsführer in Schuhhast. Wie das Presse - und Propagandaamt der Deutschen Arbeitsfront mitteilt, ist der Fabrikbesitzer Berthold Greiner, Inhaber der Glasfabrik Greiner in Ritschel-Ober» läufig, wegen unsozialen Verhaltens und Mißachtung der Verordnung des Führers in Schutz» h a ft genommen worden. Greiner hat nicht nur in unverantwortlicher Weise sein Besitztum verwirtschaftet, sondern er blieb seiner Gefolgschaft, 187 Männern und Frauen, insgesamt 21000 Mark an Löhnen und der Krankenkasse und Invalidenversicherung rund 30 000 Mark a n Beiträgen schuldig. Er selbst verwandte dagegen für seinen persönlichen Gebrauch außerordentlich Hohe Beträge. Rätsel um Galapagos. — Kapitän Hancock berichtet über seine Erlebnisse. In der Schilderung seiner Erlebnisse auf den Ga- lagagos-Jnseln berichtete Kapitän Hancock weiter, daß er in der Tagusbucht die Jacht „Svaap" unversehrt oorgefunben habe, in der im Juni 1933 der amerikanische Forscher William Robinson und seine Gattin ihre Hochzeitsreise antraten. Es war S vermutet worden, daß möglicherweise die i Wagner und ihr Begleiter die „Svaap" benutzten, als sie im letzten Juli von den Galagagos» Inseln verschwanden. Der Forscher Robinson hatte die „Svaap" in der Tagusbucht zurückgelassen, als ihn ein amerikanisches Kriegsschiff zwecks Blind« barmoperation in ein Hospital nach Kanaba brachte. Die neben ben Leichen auf ber Marchena-Jnsel aufgefunbenen 14 Briefe an amerikanische unb aus« lanbische Abressen sind ber Postbehörbe in San Diego (Kalifornien) zur Weiterbeförberung übergeben worben. 36 Briefe, bie bie Inselbewohner von ber Außenwelt erhielten, würben ber Zollbehörde zur Weitergabe an ben deutschen Konsul in Los Angeles übermittelt Das größte und schnellste windmühlenflugzeug. Einer Londoner Blättermeldung zufolge wurden vom englischen Luftfahrtministerium Versuche mit einem Windmühlenflugzeug unternommen, das als das größte der Welt bezeichnet wiPd. Während der Nachteil ber bisherigen Typen von Windmühlenflugzeugen in ihrer Langsamkeit bestand, soll das neueste Modell ben Vorteil ber Betriebssicherheit mit einer Stunbengefchwindigkeit von mehr als 250 Kilometer vereinigen. Es kann fünf statt bisher zwei Personen aufnehmen. Es heißt, das Luftfahrtministerium werde später bie Verwenbbarkeit ber Maschine für militärische Zwecke prüfen. Lin Oslasiendampfer läuft vom Stapel. Auf ber Weserwerft ber Deutschen Schiffs- unb Maschinenbau A.-G. in Bremen wirb am 14. Dezember der 18 OOO-Brutto-Registertonnen große Dampfer „S ch a r n h o r st" vom Stapel laufen. Das Schiff ist für den Ostasien« D i e n st des Norddeutschen Lloyd bestimmt, in den es im Mai kommenden Jahres eingestellt werden soll. Künftig wird die Reise von Genua nach Schanghai nur noch 23 Tage dauern. Zur Unterstützung der „Scharnhorst" wird im Herbst Vaduz, 11. Dez. (DNB.) Dor dem Liechtensteiner Regierungsgebäude fand eine Volks- funbgebung statt, die gegen die derzeitige Regierung des Fürstentumes Stellung nahm. Nach Ansprachen der Führer des Liechtensteiner Heimatdienstes, Dr. Otto S ch a e d l e r und Dr. Alois Vogl aus Balzers sowie des Barons Vogelsang aus Schellenberg, stellte die Versammlung einstimmig folgende Forderung auf: 1. Rücktritt der Regierung und Auslosung des Parteilandtages. 2. Sofortige Wiederherstellung des Rechtes auf eine Volksabstimmung in der ursprünglichen Form, damit das liechtensteinische Volk Gelegenheit habe, auf dem Wege einer Abstimmung frei unb unbeeinflußt zu ben gegenwärtigen Fragen Stellung zu nehmen. 3. Uebernahme ber Regierungsge- walt burchben Erbprinzen Franz Joseph unbeschabet ber Rechte des regierenden Fürsten Franz I. oder durch einen anderen Prinzen des liechtensteinischen Hauses. Bestellung einer Regie- rungskommission unb eines wahlvorbereitenden Verfassungsausschusses mit der Aufgabe, innerhalb Jahresfrist eine neue Verfassung auf grundsätzlich demokratisch- ft ä n b i f d) e r Grunblage auszuarbeiten unb bem Volk zur Abstimmung vorzuleaen. 4. Einführuna eines Unvereinbarkeitsgesetzes, das bie Bekleidung eines Staatsamtes durch einen Geistlichen verbietet. 5. Vereinfachung des Staatsapparates durch Gehalts- unb Beamtenabbau. 6. Bekämpfung des zu ben sozialen Volksinteressen in Wiberspruch stehenben Doppeloer- bienertumes. 7. Neubesetzung bes Arbeitsamtes durch eine bas Vertrauen ber Arbeiterschaft und des Gewerbes genießende Persönlichkeit. Die Regierung des Fürstentumes Liechtenstein veröffentlicht dazu folgende Erklärung: Einem Aufruf des Heimatdienstes, am letzten Sonntag eine Volkskundgebung zu veranstalten, leisteten nur 160 Personen, meist Jugendliche, sogar noch im schulpflichtigen Alter stehende junge Leute, Folge. Die kleine Kundgebung dauerte kaum eine Stunde. Sie wird von der Bevölkerung des Lan- Ein guter 7217 A Diethard Sta ^Karten Statt besonderer Anzeige. Unsere liebe treue Mutter Unfer zweiter Zunge ist angekommen Gießen, Alsfeld, den 11. Dezember 1934. Gertrud und Ferdi NenO'el 7295 V Gießen, den 11. Dezember 1934 7308 D «nivevsttSt Gketzen iri) 7304 D Größerer Berein Stoffe 7S0?V * * rettet werden, gekommen. X. Unterstell, von Möbeln Beerdigung, Donnerstag, den 13. Dezember 1934, nachmittags 21/, Uhr, vom Trauerhaufe aus, Frankfurter Straße 85. Von Beileidsbefuchen bittet man abzufehen. Besatzung konnten nur vierzehn ge- Sechs sind in den Fluten u m« Heute Nachmittag entfchlief fanft nach langem Leiden im 83. Lebensjahre Frau Charlotte Schuchard Wwe., geb.Wörner ist heute morgen sanft entschlafen. gewählten Abbildungen für Theologen, KüM evangelische Gemeinden und jeden, der fü/? Gotteshaus zu sorgen berufen ist oder tfL 7 furchtsvolle Anteilnahme entgegenbringt, hoh/ji deutung hat. 1 Fahrrädern, zum Teil auf Schlittschuhen über das Eis eines Sees zu ihrer Arbeitsstätte begeben wollten. Am nächsten Morgen stellte man das Fehlen der drei jungen Leute fest und fand später ihre Leichen an einer Stelle des Sees, die nur eine dünne Eisschicht aufwies. Spanisches Fischerboot gekentert. — Sechs Tote. j| Vorher Beiprogramm u. Ufa-Ton-Woc»8 Die Beerdigung findet Donnerstag, 13. Dezember, nachmittags 3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Füllhalter das macht Freude1 Wir gravieren auch gleich den Namen des Besitzers hinein Haroy Koweco u. Pelikan Markenhalter schon v. 2.70 an Große Auswahl auch in Schreibmappen und Unterlagen Niederhausen & Co. Bahnhofstr. gegenüb. Hotel Schütz. mStAhl-Dpff AM Schlafzlm.,Stahlfeder- HoIz-DKUCiI und Auflegematratzen an alle, Teilz. KataL fr. Eisen Möbelfabrik Suhl,Th. Äerlin-Sieglih, 11. Dezember 19M Unter den Nüstern 13 iRnen- $ AlMWtz abzugeb Bestell, erb. wir v Bostk. Damplsägewerk Lollar B.NuhnA.C.,Lollar. In tiefer Trauer: Georg Schuchard und Kinder Familie Forstrat Schaefer Familie Fritz Schuchard Großes 05880 Im Namen der Hinterbliebenen: Juftus Formhals Großen-Linden, den 10. Dezember 1934 Frau Marie Gutjahr geb. Scheffer Frische Seefische! zum Kochen 7310d ttn Ausschnitt . 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Die Einrichtung ist durchaus die eines modernen deutschen Tropenschiffes; so befindet sich u. a. auf dem Sonnendeck ein Freiluftschwimmbad, eine Turnhalle, Kinderspiel- und Liegeplatz, eine breite Sportfläche, ein Deranda-Cafs, eine Halle für ®ar unö Ein Schreibzimmer mit Bibliothek. Sie gleichen Einrichtungen wiederholen sich in der Touristenklasse. Auch die Güterbeförderung wird nach modernen Gesichtspunkten gehandhabt. Die Besatzung der „Scharnhorst" umfaßt 270 Mann, die eine gründliche Ausbildung im Sicherheitsdienst erfahren haben. Sie untersteht dem Ka- pltan Walther Stein, der bisher den Dampfer „Koblenz" befehligt hat. Bei einer Maschinenleistung Don ungefähr 26 000 WPS wird das Schiff eine Geschwindigkeit von etwa 21 Seemeilen in der Stunde erreichen. Vom Auge erfaßt und getötet. Nachdem erst vor einigen Tagen im Bahnhof Koblenz-Lützel ein Schaffner von einem Güterzuge überfahren und getötet worden war, ereignete sich jetzt hier wieder ein ähnlicher Unfall, bei dem ein Eisenbahnschaffner sein Leben lassen mußte. Der Schaffner war in einer Kurve in der Nähe des Hauptbahnhofs mit dem Begehen der Schienen und notwendigen Arbeiten beschäftigt, als ein Personenzug nahte. Der Beamte wurde von diesem erfaßt und überfahren. Der Körper des Verunglückten wurde vollkommen zerstückelt. vierjähriges Kind durch Starkstrom getötet. Ein tödlicher Unfall ereignete sich in Fritzlar. Das vierjährige Töchterchen des Arbeiters Adolf H o j a hatte einen heruntergefallenen Draht der Starkstromleitung angefaßt. Das Kind erhielt einen elektrischen Schlag und war auf der Stelle tot. Drei kurländische Arbeiter auf dem Eis eingebrochen und ertrunken. Nachdem erst vor wenigen Tagen drei Schüler bei einem Schulausflug auf dem Eise des unweit Riga gelegenen Babit-Sees eingebrochen und ertrunken find, wird jetzt ein ähnlicher Unglücksfall aus Mittelkurland gemeldet. Dort ertranken drei junge Arbeiter, die sich zum Teil auf Mercedes Mk. 182.- monatlich Mk. 7.90 FranzVoßtiCo., Gießen Seltersweg 44 476ga Stummel Gießen 72md To.. 13. Tez., 20 bis 22.15 Ubr Gesckl.Vorstellg. NS. Kultur- gemeinde-Ring Deutsche Bühne Kein Kartenverk. Das Sviel von den heilig, drei Königen. Weihnachts- legende v. Felix Timmermans. Die Geburt ihres zweiten Zungen zch> in dankbarer Freude an Hans Geyer und Frau Grete, geb. WeW Trnnz. Waschen alUUu.Putzenu. MWllL und Hausarbeit gesucht. 7299D Stßöllüfiee Plockstratze 3. Zum Weihnachtsfest Damentaschen, Stadttaschen Geldbörsen, Hosenträger usw. Wilhelm Brühl, Sattlerei Gießen 7219V Neustadt 19 Ritterorden geht über die Weichsel zu glaubenskühnem Vorstoß ins Unbekannte und bricht zwei Jahrhunderte später, allein gelassen vom Reich und seinen Fürsten, bei Tannenberg gegen die slawische Uebermacht zusammen. Dann wieder steht der Wittenberger Mönch Martin Luther, der aus seiner Gewissensnot heraus den Kampf mit Rom gewagt hat, am Elstertor zu Wittenberg und schleudert die päpstliche Bannbulle in die Flammen des Scheiterhaufens. Friedrich der Große erlebt nach der Niederlage von Kunersdorf die verzweifeltsten Stunden seines Lebens. Aber unzerstörbar erhebt sich sein Geist und überwindet Europa. Im Schloßpark zu Babelsberg nimmt Bismarck den Auftrag entgegen, auch gegen das Parlament die großen Fragen der deutschen Einheit und Freiheit zu lösen. Der 1. August 1914 enthüllt die heimliche Front des inneren Deutschland, das Volk und Reich im Kriege trägt. Am 30. Januar 1933 bricht die deutsche Revolution zum Siege durch. Mit dramatischer Spannung weiß Heinrich Bauer diese Geschehnisse zu gestalten. — Arnold Ulitz: Eroberer. Roman. Geheftet 3,40 Mark, Ganzleinen 5 Mark. Keil Verlag. Berlin SW 68. — (548) — Ulitz läßt den Typ des Eroberers in der Gestalt des Holländers Ian Brant, der im 17. Jahrhundert als erster freiwillig allein in der Polarnacht auf Spitzbergen überwinterte, lebendig werden. Voll Heroismus ist das Leben dieses Eroberers, der getrieben von dem Ehrgeiz, als erster etwas zu tun, erfüllt von dem Gefühl der „Sendung", auch bereit ist, auf jedes private Glück zu verzichten und zu sterben, wenn der Idee damit gedient ist. — Kunst i m Zeichen des Kreuzes. Die künstlerische Welt des Protestantismus unserer Zeit. Von Winfried Wedland. Herausgegeben in Verbindung mit dem Reichsamt für christliche Kunst. Mit 92 Abbildungen vorbildlicher Werke der evangelischen Kunst. Deutsches Derlagshaus Bong 8- Co., Berlin W 57. Kartoniert 5,50 RM. — (573) — Als stärkster Zeuge aller Zeiten hat Luther betont, daß auch die Kunst dem Evangelium dienen solle. In diesem Sinne bietet Winfried Wendland in seiner „Kunst im Zeichen des Kreuzes" einen großzügigen Ueberblick über die wesentlichen Werke, die unsere Zeit auf diesem Gebiete der Kirchenkunst, der Architektur, Plastik und Malerei geschaffen hat. So ist ein Buch entstanden, das durch seine vortrefflich Donnerstag, 13.Dez. 1934, nachm. 2 Uhr, versteigere ich im Löwen, Neuenw.28, dahier, zwangsweise geg. Barzahlung: 3 Gläserschränke, 1 Badeofen m. Wanne, ferner an Ort u. Stelle, Bekanntgabe erfolgt im obigen Verst.-Lokal: 2 Kühlschränke, IWaschrnaschine, IKollier, 1 Armbanduhr, 3 Klaviere, 3 Sofas, 3 Sessel, 1 Sekretär, 1 Büfett, eine Vitrine, 3 Grammophone, 2Stand- ubren, 1 Teppich, 2 Brücken, zwei Bücher- u. 2 Warenschränke, 1 Vertiko, 1 Nähmaschine, 1 Registrierkasse, 3 Ladentheken, 3 Schreibtische, 2 Chaiselongues, 1 Rauchtisch, 1 Piano, 32 Schoßkaffeemühlen, 10 Paar Zugkctten, 40 kg Kaltleim, 60 Gießkannen, 39 Koblenkasten, 15 Brotbüchsen, 4 Küchenwaagen, 8 Wandknffeemühlen, 24 Ofenschirme, 100 J-uhrleinen, 70 Kuchenformen, 6 Tafeln Sperrholz, 6 Rodelschlitten, 15 Kornreff, 12 Waschtöpfe, 24 Bratvfännchen, 72 Kochtöpfe, 24 Galerieleislen, 40Feldflaschewl0Fleischmaschinen. Sargbeschläge, Gehrungslager, Milchkannen u. -töpfe, Brotkapseln, Wasserschiffe, Kaffeekannen. MölLGerichtsvollzieher i.Giehen Ludwigstr. 33 l, Tel. 3239 7,uv mieten.Auskunft Verwaltung f'egemag,Stadt- aus, Bergstr. 20 Zimmer 12. Nach dem gleichnamigen Roman v°n MARGOT SIMPSON Das einmalige Schauspieler-Ensemble Brigitte Heim Albr. Schoenhalz Hansi Knofek. o«« Auf der Sühne gr. Erfolg auf allen Variete-Weltbühne 2 Maningos Deutschlands beste Aequilibristen Fahrner-Schmuck das vornehme Geschenk für die Dame Kunsthandlung Hirz Seltersweg 22 05881 Büchertisch. — Saarlandsagen, erzählt von August Diehl, ein deutsches Volksbuch für jung und alt. Verlag von Amend & Co. in Würzburg. 64 Seiten, kart. Preis 1 Mark — (578) — Es ist ein Verdienst des Verfassers, die wenig gekannte saarländische Sagenwelt in ihrem urgermanischen Wesen aufgezeigt und dem deutschen Volke erschlossen zu haben. Wir hören die mythische Sage, die ihre Wurzel hat in germanischer Urkultur: die christliche Legende, die ganz von gotischem Geist erfüllt ist; die romantische Sage des Mittelalters, welche gerade hier die feinsten Züge des Deutschtums entfaltet, und schließlich die jüngste Sage, die sich um das deutsche Fürstenhaus von Saarbrücken rankt. Das Büchlein ist gegenwärtig besonders geeignet, die Bedeutung der Saarfrage auch der deutschen Frau und der deutschen Jugend als Erlebnis nahezubringen. — Heinrich Bauer: „Sch i ck s a l s st u n d e n derdeutschen Geschiehte". 245 Seiten. Preis kart. 3,80 Mark. Hanseatische Verlagsanstalt Hamburg 36. — (516) — Bauer läßt hier in lebendigen Bildern die tragische Linie unseres Volkes von Arnim bis in die Schicksalswende unserer Tage aufleuchten. Düster steigt die Gestalt der letzten Ost- gotenfönige im heldenhaften Untergang ihres Volkes auf, Otto der Große, der die Ungarn aus den Grenzen des Reiches schlägt, errichtet jenes römische Reich deutscher Nation, das unzählige Ströme deutschen Blutes auf dem Boden Italiens erfordern soll. Noch in der tragischen Auseinandersetzung Heinrichs des Löwen mit Kaiser Friedrich ersteht der Gegensatz zwischen National- und Weltpolitik. Der deutsche WlstülliliA MUI? WenWsl in reichbebilderten, leichtverständl. Wer- Ken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Derlagserzeug- nisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch erweitertes Wissen er- höhteFreudeanden vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher" 9ugoBetmüliler Berlag Beriln-CiditerfelOe [Verschiedenes] Zeugnisabschriften Vervielfältigung. durch 7305V Büro Kirchner Seltersweg 8. 7‘ i. 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Aussichten für Donnerstag: Nack fänglicher Regentätigkeit wieder vielfach auffyk und nur noch vereinzelt auftretende Schauen lebhaften Südwestwinden zunächst wieder mi Aussichten für Freitag: Vielfach t und überwiegend bewölktes Wetter, zeitweiliq Niederschläge, beginnende Abkühlung. Lufttemperaturen am 11. Dezember: mittag« Grad Celsius, abenbs 6,9 Grad: am 12. Deze^ morgens 3,5 Grad. Maximum 9,3 Grad, Min^ 1,0 Grad — Erdtemperaturen in 10 cm liefe, 11. Dezember: abends 6,3 Grad: am 12. Dezei> morgens 5,3 Grad Celsius. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lai? Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. 5» für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für öen üF, Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans L, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Th? Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und Dm Brühl'sche Universttäts-Buch- und Steindnd R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. r, Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gL> ^Karten -"i-i '"??* h, J?^ 'lb,< "h neu« fi* >r Nach,'-»« ,ort9efeht?n'Mtlt Mnet” " 8*>, 8rE K h‘e» ®'«tt i? »fejTi,* Mm 93 2 W [«tuten 'n W !,$„r- Dai« w und »%*>*& “A«w4 «netten 151 2 und Gonniti j2 2.5uli l93i Zeiten 3ungtn| de an ls Geyer rete, geb. IBel 11. Dezember en Wern 1Z Wgt-MÄMM b fabt M .Dezember M eutsche Hochschule in Gießen hschule.W ießen den l».®«”1 ginn: -dem Universität Übungen RINZ CI ittwoch lerSpan"“n’e' emiere , neuen UFA-' HL 290 Zweiter Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 12. Dezember 1934 Aus dem Reiche der Frau. Vorweihnachtliches Haushaltsprogramm Es sind ja eigentlich nur wenige Feiertage, aber hie Vorbereitungen, die Weihnachten erfordert, sind dennoch sehr umfangreich. Besonders, roenn eine Frau keine Hilfe hat, sondern alles allein »esorgen muß, soll sie beizeiten anfangen, denn nichts ist unangenehmer, als wenn man in den atzten Tagen aus dem Hasten und Hetzen nicht -erauskommt. Schließlich ist das ja auch nicht der :5inn des Weihnachtsfestes. Das richtigste ist schon, wenn die Frau in den ersten beiden Adventswochen alle Einkäufe siacht, d. h. also alle Geschenke besorgt, dann aber ^uch die Sachen, die für die Bäckerei gebraucht ! werben, kauft. Man soll beim Einkauf von Weihnachtsgeschenken auch die Verwandten nicht vergessen, ebenso sind Dienstboten und, wenn es sein iann, Familien zu bedenken, die einem irgendwie oahestehen. Für die Bäckerei muß man genau alle Zutaten Mfschreiben und dann seine Bestellung aufgeben. Nan spart bei der Bestellung im Großen sehr viel 1 dauferei. In der zweiten Adoentswoche backt man tlle Honigkuchen und alles Kleingebäck, das sehr del Arbeit macht, ferner bereitet man die verschie- !enen Konfekte, wie Marzipan, Trüffeln, Pralinen md dergleichen. Da wir diesmal nur drei volle 2dventswochen haben, drängt sich in der dritten HNN ohnehin noch mancherlei zusammen, zum Bei- i'iel die Ausschmückung der Zimmer mit Tannen- i 7ÜN und Beerenzweigen, der Einkauf von Gemüse ! md Konserven verschiedenster Art, die Bestellung : !-«s Festbratens. Der frische Weihnachtskuchen muß unmittelbar vor dem Fest gebacken werden, dangen kann man Stollen schon in der eigentlichen öackwoche Herstellen; sie werden besser, wenn sie ane zeitlang gelegen haben. i Eine der hübschesten Arbeiten in der dritten Ldventswoche ist das Verpacken der We i h n a ch t s- ia Fete. Man sorge für die passenden Schachteln, ; M sie mit weihnachtlichem Papier aus und wickle wd) jedes einzelne Stück nett und zierlich ein; es niirb mit Silber- oder buntem Seidenband zu- ä'bunden und mit einem Tannenzweiglein und rwas Lametta verziert. Jedes der Pakete, das man arfenbet, muß so aussehen, baß man sich selbst ■euen würbe, wenn es bei einem einträfe! Pakete uch etwas entfernteren Orten soll man immer i!?chtzeitig zur Post geben, bamit niemand cm Weihnachtsabend eine Enttäuschung erlebt. Sind bs Pakete aus dem Hause, ist ein großer und wich- t.4|er Teil der Weihnachtsvorbereitungen erledigt. - Auch den Ankauf des Weihnachts- ta umes soll man nicht bis auf die allerletzten Siige verschieben, denn meist sind die Bäume dann scann sehr ausgesucht, und man muß sich oft mit euem weniger guten Bäumchen begnügen. Selbstgemachte Geschenke für Mutti. Kinder basteln Weihnachtsarbeiten. .„Nicht Hinsehen, Mutti, nicht Hinsehen!" Ein ^tergeschrei erhebt sich, wenn Mutter in der Ad- vmtszeit unerwartet ins Kinderzimmer kommt, und fxjer werden irgendwelche geheimnisvollen Dinge j-ineU versteckt. „Mutti, Du bekommst von mir was Feines zu Weihnachten, natürlich was Selbstgemachtes! Rat rhl, was das ist: es ist .rot und grün und hat Men!" Erwartungsvoll sieht der sechsjährige Peter zur bitter auf — und er ist sehr stolz darauf, daß bitter es natürlich nicht raten kann, denn sie hint die lebhafte Phantasie ihres Jungen. Im ringen Jahr brachte er am Weihnachtsabend ein ^definierbares braunes Etwas an, mühsam zusarn- mngeklebt aus Brettchen einer Zigarrenkiste und irrt Buntstiften bemalt. Als Mutter etwas zögernd fragte: „Peterchen, was soll denn das sein?" — da jeo sie der Kleine tief enttäuscht an: „Ein Näherten, Mutti, selbstgemacht, sieht Du denn das ncht?" !Ich erinnere mich noch selbst an meine Kinder- |d vor Weihnachten. Fünf Geschwister waren wir, .iititi in der Adoentszeit saßen wir — mit hochroten Licken und strahlenden Augen im Kinderzimmer tiiti bistelten Geschenke. Die große Leimflasche und । li Bogen von Buntpapier spielten die Hauptrolle. 5ci fabrizierte einen für meinen Begriff wunder- H jeren Bilderrahmen aus lila Samt mit gelben || faargueriten bestickt. Meine Mutter hatte Mühe, i liifes Untier später einmal geheimnisvoll verschwinde-, zu lassen, ohne daß ich es merkte, damit ich | nH nicht gekränkt fühlen sollte. Meine Schwester tzlela bastelte aus bunten Seidenfetzen ein kunst- icjles Gebilde, das selbst wir Kinder mit unserer IlHenben Phantasie nicht enträtseln konnten. „Was • ■ h[ denn das werden?" fragte mein Bruder Pepp jeßlich, denn Gisela tat geheimnisvoll. „Das bÜ-d ein Keramik für Mutter", war die prompte L i in» stolze Antwort, und wir anderen schwiegen er- |ri:fen, denn wir wußten nicht, was eine Keramik , pcr. ___ Später stellte es sich heraus, daß Gisela es iDi) nicht wußte. Sie hatte das Wort aber einmal Hort, und das hatte ihr so gut gefallen, das sie Ritter unbedingt so etwas zu Weihnachten schen- u le wollte. Mit Hilfe des Kindermädchens wurde Iwin aus der Keramik ein Taschentuchbehälter! wird geklopft und gehämmert, geklebt und schnitten, es wird dabei getuschelt und gelacht, tr) Mutter muß beide Augen zudrücken, wenn sie kl der besten Stube Fäden herumliegen sieht und ii dem besten Ueberzug plötzlich ein klebriger und icrwitziger Leimtropfen haftet. Aber diese Schöpfer- riibe der Kinder ist ja beinahe das Schönste am lrigzen Weihnachtsfest. Manchmal kommt es vor, daß so ein kleines Hmschlein, im Rausch des Schaffens, sein Geheim- _ i! nicht mehr für sich behalten kann: „Mutti, ich DiI Dir mal ein kleines Stückchen von meiner Klihnachtsarbeit zeigen — aber bis Weihnachten njfet Du es wieder vergessen, was ich Dir schenken tirt!" Und dann kommen die Schätze zu Tage, die ii das K'ndergemüt ausgedacht hat! Wie Freude am eigenen Schaffen darf dem Kind Emt genommen werden. Sicherlich, es gibt eine p/ise Menge praktischer Weihnachtshandarbeiten, ! hman halbfertig für die Kinder kaufen kann, aber ; ! lä» regen die Phantasie der Kleinen nicht an i ti machen ihnen oft die Weihnachtsarbeiten zur tadellose zuerst. Erste Wahl hält sich immer. Gut, daß der köstliche Apfelmost als Volksgetränk sich endlich durchsetzt! Alles Kleinzeug kann verwertet werden. Dor allem, gute Mutter, gib deinen Kindern Aepfel zu essen! Zum Butterbrot, als Näscherei, als Belohnung für kleine Dienste: Dies alles bedeutet bei den Schwierigkeiten der diesjährigen Apfelernte „gutes Haushalten". Die alte gute Sitte, Aepfel an den Weihnachtsbaum zu hängen, ist heute fast ganz durch den bunten Glasbehang verdrängt worden. Das ist eigentlich sehr schade, denn der lebendige Schmuck am Baum ist für die Kinder doch das Schönste. Man sollte neben den bunten Glaskugeln und Lametta auch wieder Aepfel hängen. Es sieht nicht nur hübsch aus, wenn die rotbackigen Aepfel aus dem Grün der Tanne hervorleuchten, nein, die Aepfel vom Weihnachtsbaum schmecken ja auch tausendmal besser als die vom Teller. Sie sind sehr einfach aufzuhängen. Nachdem sie schön blank poliert sind, bindet man an den Stiel ein schmales Seidenbändchen, von dem man eine lange Schlüpfe knotet, oder man wickelt die bunten Drahtaufhänger, die man zu den Glaskugeln nimmt, einigemal um den Stiel und biegt das andere Ende zum Haken um. Besonders praktisch sind Aepfel, um stark hochstehende Aeste herunterzuziehen, damit sie in waagerechte Lage kommen und Lichte darauf gesteckt werden. Qual. Wenn auch die Bastuntersätze und die selbstgemachten Handarbeitskästen, die geklebten Aschenbecher und die Bilderrahmen aus Zigarrenkisten nicht immer schön sind — für unsere Kinder sind sie Wunderwerke, ihre Phantasie hat sie erdacht und bedeckt liebevoll alle Mängel. Und jede Mutter sieht auch !n einem etwas mißglückten Gebilde die Liebe ihres Kindes, und das „Scheusal" prangt auf dem Ehrenplatz unter dem Weihnachtsbaum! Senta Neckel. Winterliche«- Blumenschmuck im Heim. Manche Blumen- und Pflanzenfreunde mochten auch im Winter, wo die Natur draußen ruht, etwas Grünes oder Blühendes in ihrer Umgebung haben. Einige Vorschläge dürften daher an dieser Stelle angebracht sein; doch gehören dazu wahre Blumenliebhaberei, Erfahrung, Geduld und guter Wille. Denn man merke sich wohl: Wer die Blumen pflegen will, muß sie im Herzen tragen. Wie nett und freundlich nehmen sich z. B. während des Winters in den Vorfenstern bewohnter Räume die Hyazinthen, Narzissen und andere Treibzwiebelgewächse aus, die auch jetzt noch in Tövfe und Gläser gelegt werden können; ferner bieten die Alpenveilchen mit ihren prächtig leuchtenden Farben, die Primula, Erika, immergrünen, härteren Farnkräuter, die winterblühenden Kakteen und Fettpflanzen usw. einen bunten und wohltuenden Anblick. — Alle die genannten Pflanzen wollen jedoch eine kühlere Temperatur als die oft zu hohe Zim- merroärme. — Wer auch Wert auf den äußeren Winterschmuck des Hauses und seines Balkons legt, der erreicht durch die kleinen, niedlichen, winterharten Rot- und Blautannenbäumchen in Töpfen eine sehr stimmungsvolle Wirkung. Ebenso eignen sich die Lebensbaumzypresse, der Zwergwacholder, Buchsbaum, die Mahonie, sowie Efeu und Immergrün, die man jederzeit bei frostfreiem Wetter und Boden einpflanzen kann, sehr gut dazu. Von diesen kann man übrigens auch die Balkonbretter und die Gesimse einfach mit Zweigen belegen oder andere passende Behälter damit bestecken; hierzu leisten die Zweige von Taxus, Mahonien, sowie zapfenge- schmückte Tannenreiszweige recht gute Dienste. \6M EIN PAAR anregungenI • /___....... -bjiiÄwÄ-üJä *1 - r - Wir geben hier ein paar Anregungen, was man ihm alles zu Weihnachten bescheren kann. Wenn er irgendeinen Wintersport treibt und sie handarbeitet, so ist als Hauptgeschenk, besonders fürs Schlittschuhlaufen ein handgestrickter, farblich zum Sportanzug gut abgestimmter Pullover mit Rollkragen aus dicker, weicher Wolle sicherlich hochwillkommen; bestimmt aber auch der ärmellose Pullover, mit den passenden Sport st rümpfen und Stulphand schuhen. Wäsche, ob Unterzeug, Sport- oder Oberhemd, Kragen, Taschentuch mit Handrollnaht oder der neue lange Strumpf mit Gummizug, kann ebenfalls immer gebraucht werden; dann Sportschuhe aus dem dauerhaften Elkleder, Gürtel aus Gummikordel oder Leder, Handschuhe in Schlüpferform aus Schweins-, leder, waschbarem Nappa oder Krimmerwolle und vor allem K r a v a 11 e n ,*oon denen die neuesten in türkischen Mustern gewebt sind. Besonders begehrt sind natürlich jegliche Ergänzungen der Schioder Schlittschuhausrüstung. Von den immer willkommenen Geschenken sei an Bücher jeder Art, das Radio, das Grammophon, den Photoapparat, den Feldstecher, das Opernglas, die Aktentasche, die Armbanduhr, den Reisewecker, das Reisenecessaire und an den Füllfederhalter erinnert. Für die Behaglichkeit sind dann noch gern gesehen Kissen, Rauchzeug, Rauchverzehrer, Tabak in jeder Form und nicht zuletzt ein guter Tropfen! Nicht zu vergessen sind endlich die vielen kleinen Dinge des täglichen Gebrauchs, wie Rasierzeug, Toilette- und Haarwasser, die Zigarettenspitze, der gummigefütterte Tabaksbeutel mit Reißverschluß, der Geldbeutel, der neue Vierfarbenfüllblei und der Kalenderblock zum Auswechseln. Ein paar Anregungen, von denen sicher auch e r manches gebrauchen kann! H. Aepse.. Wir sind dies Jahr reichlich mit Aepfeln gesegnet worden; leider gediehen bei dem ewigen Sonnenschein auch die boshaften, kleinen Feinde, die den glatten Leib kreuz und quer durchbohrten, so daß des Fallobstes kein Ende war. Täglich mußte da Apfelkochobst auf den Tisch kommen. In Scheiben geschmort mit einer kleinen Korinthenbeigabe, übertrifft es oft das Apfelmus, das, von unreifem Obst, leicht im Halse würgt. Die reifen Aepfel eignen sich recht zum Abbacken. Nicht als Ringäpfel, die nie ganz frei vom bissigen Kernhaus werden, sondern als Achtel. Davon kann man später schönen Apfelkuchen bereiten, der noch heiß mit flüssigem Apfelgelee und Butter bestrichen wird. Ueberhaupt sollte das Abbacken wieder mehr in Aufnahme kommen. Was soll aus den vielen Frühäpfeln, wie Charlamowski, Alexander, werden? Reifes in den Backofen, unreifes zu Gelee! Bei der diesjährigen Fülle griff ich zu meiner alten Vorschrift: 250 Gramm Apfelsaft, 300 Gramm Zucker. Die durchgeschlagene' Apfelmasse vom Gelee hält sich, mit Zucker und Zitronenfaft tüchtig eingekocht, gut in einem Steintopf; herrlich für die netten Apfelfpeisen im Winter: Grütze mit Aepfeln, Brot mit Aepfeln als Apfelbettelmann und sonstige Apfelkochvorschrif- ten. Man kriegt sie nicht so leicht über, diese warmen Apfelgerichte. Also bringe sie, liebe Hausfrau, öfters auf den Tisch, auch mal als Abendbrot. Das Obst fault mächtig dieses Jahr. Man verliest es sehr sorgfältig und verbraucht alles nicht ganz Allerlei Weihnachtsgebäck. Eine Hand voll erprobter Rezepte. Kleine Gewürzkuchen. 300 Gramm Mehl und 80 Gramm Kakao auf ein Backbrett sieben, zu einem Kranz auseinanderziehen, 250 Gramm Zucker, 4 Gramm (V2 Teelöffel) gestoßene Nelken, 3 Gramm Zimt (ein Teelöffel) und V2 Teelöffel Backpulver dazugeben, 2 ganze Eier hineinrühren, 125 Gramm Butter in kleine Flöckchen zerteilen und alles schnell mit dem Handballen verkneten. Den Teil ausrollen und kleine Förmchen, Herzen ober Sternchen ausstechen. Die Figuren auf einem Backblech, welches nicht gefettet zu fein braucht, weil der Teig sehr fett ist, etwa 10 bis 12 Minuten bei mäßiger Hitze backen. Zum Guß 150 Gramm Puderzucker sieben und mit 2 Eßlöffeln Wasser verrühren und das Gebäck damit bestreichen. Etwas bunter Mohn darauf gestreut verziert sehr. Runde Pfefferkuchen. 200 Gramm Mehl mit 2 Gramm gestoßenen Nelken, 3 Gramm Kardamom und 4 Gramm Zimt mischen. 250 Gramm Kunst- oder Bienenhonig mit 60 Gramm Zucker und 75 Gramm Butter aufkochen, vom Feuer ziehen und abkühlen lassen. Als Lockerungsmittel 4 Gramm Pottasche und 4 Gramm Hirschhornsalz in 1 bis 2 Eßlöffel Rosenwasser auflösen. 100 Gramm süße Mandeln und 50 Gramm Zitronat zerkleinern. Alle Zutaten vermengen und ausrollen. Erscheint der Teig zu weich und läßt sich dadurch zu schwer aus» rollen, so bleibt der Teig am besten bis zum nächsten Tage an einem kühlen Orte stehen, wir werden dann zu unserer Freude beobachten, daß das Ausrollen nun keine Schwierigkeiten mehr bereitet. Jetzt werden runde Platten ausgestochen, mit halbierten Mandeln belegt; damit die runden Pfefferkuchen schön blank und braun aussehen, werden sie mit Eigelb kurz vor dem Backen bepinselt. Backzeit etwa 12 bis 15 Minuten bei mäßiger Hitze. Es empfiehlt sich eine doppelte Menge von diesem Rezept herzustellen und einen Teil des Teiges erst kurz vor Weihnachten abzubacken. Braune Pfeffernüsse. 200 Gramm Sirup oder Honig mit 100 Gramm Zucker und 80 Gramm Fett aufkochen, 200 Gramm Roggenmehl, 200 Gramm Weizenmehl mit je 3 Gramm Kardamom, Nelken, Koriander vermischen. 10 Gramm Pottasche in einem Eßlöffel heißem Wasser auflösen. Alle Zutaten (Sirup oder Honig müßen wieder abgekühlt fein) mischen und tüchtig kneten. Von dem Teig fingerdicke Rollen formen, Scheiben abschneiden und diese auf einem eingefetteten Backblech etwa 10 Minuten bei mäßiger Hitze backen. Makronen können auf mannigfache Art zubereitet werden. Dieses gebräuchlichste Mandelgebäck erfreut sich jederzeit großen Ansehens. Eine besonders einfache Art der Herstellung besteht aus einem halben Pfund Zucker, 100 Gramm geriebenen Mandeln, einer Spitze Safran und soviel Eiweiß, um einen lockeren Teig zu bereiten. Aus diesem formt man Makronen, legt jede auf ein gewachstes Papierunterteil und bäckt bei mäßiger Hitze. — Eine andere Makronenart besteht aus einem halben Pfund süßer Mandeln und eineinhalb Pfund Zucker, die man ganz fein zu nicht mehr unterscheidbaren Teilen stoßt, um dann 5 Eiweiß und etwas Rum hinzuzugeben. Der sich bildende Teig wird in runder ober länglicher Form aufge- spritzt und die kleinen Kuchen auf gebuttertem Blech zunächst getrocknet, bann bei geünber Hitze gehalten. Weiche Makronen enthalten ein Pfund geriebene Mandeln, 6 Eiweiß, ein halbes Pfund Puderzucker und etwa 5 Eiweiß geschlagenen Schnee. Der Teig muß so dünn sein, daß er mit der Tülle aufgespritzt wird. Gewachstes Papier ist für jede Makrone erforderlich. Man kann auf jede Makrone eine kandierte Kirsche legen; die Makronen erst einige Stunden trocknen und erst dann überbauen. Mandel st angen bestehen aus 500 Gramm Zucker, 125 Gramm geriebenen Mandeln und einigen Eiweiß. Der daraus bereitete Teig wird in länglicher Form gespritzt und getrocknet. Man bäckt ihn bei gelinder Hitze und taucht jedes Mandel- ftangenenoe in flüssigen Schokoladenguß ein. Auch feine Streifen von Zitronat eignen sich zur Verzierung. Marzipan. 500 Gramm süße, 30 Gramm bittere, abgezogene und gut abgetrocknete Mandeln werden sehr fein gerieben, wobei man bann unb wann ein paar Tropfen Rosen- unb Drangen- blütenwasser barüberfprengt, um bas Oeligwerben zu verhüten. Man vermischt bann die Manbeln mit 500 Gramm fein gestoßenem unb gesiebtem Zucker unb rührt sie in einer Schmorpfanne auf sehr schwachem Feuer so lange, bis der Mandelteig, wenn man mit dem Finger daraus tupft, nicht mehr festklebt. Man tut nun den Teig auf das mit feinem Zucker bestreute Backbrett, wirkt ihn zu einem länglichen Brote zusammen, wickelt ihn in Papier und verwahrt ihn an einem kalten Ort. Beim Gebrauch wirkt man den Teig wieder zusammen; sollte er sich spröde zeigen und bei der Verarbeitung brechen, so knetet man ihn mit ein wenig Eiweiß gut durch, daß er recht geschmeidig wird. Mandelspäne. 250 Gramm süße und einige bittere Mandeln stößt man, nachdem sie abgezogen, gewaschen und sehr gut abgetrocknet sind, mit ein wenig Eiweiß sehr fein, vermischt sie mit 250 Gramm Zucker und rührt sie mit etwas Eiweiß zu einer dickflüssigen Masse. Man streicht von der Masse 8 bis 10 Zentimeter lange und etwa 5 Zentimeter breite, sehr dünne ovale Blätter auf ein dünn mit weißem Wachs bestrichenes Blech (man kann sich hierzu, um die Blätter gleichmäßiger zu machen, einer Art Schablone von Blech ober bünner steifer Pappe bebienen), bäckt sie im mäßig heißen Ofen zu schöner Farbe, schneibet sie heiß vorn Bleche ab unb krümmt sie sogleich über ein runbes Holz. Feiner Honigkuchen. Zutaten: 100 Gramm Butter, 100 Gramm Kandiszucker, 150 Gramm Honig ober Sirup, ein Ei, 2 gestrichene Teelöffel voll Zimt (6 Gramm), eine Prise Salz, 400 Gramm Weizenmehl, ein Päckchen Oetkers „Backin", ein Achtelliter Milch. — Zubereitung: Die Butter rührt man zu Sahne, fügt ben kleingestoßenen Kanbiszucker, ben flüssigen Honig, Ei unb Gewürz hinzu unb verrührt alles gut. Dann arbeitet man das mit „Backin" gemischte und gesiebte Mehl ab- wechselnd mit der Milch unter den Teig unb füllt ihn in eine gefettete Kastenform. Man bäckt ben Kuchen bei guter Mittelhitze etwa eine Stunde lang. Wirtschaft r 3. 6 Mark Die Bürgersteuer 1935 1. 2. Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse Devisenmarkt Berlin — Frankfurt ;vranituri a. -VI. Berlin Berlin börse 10.12. f 11.12. 10.12. 8 8 I 76 78 I 106,5 - I 1351 - I 76,5 Berlin,! 1 .Dezemöer • 01 27 I 27 I • 8i ~ i 176,25 I 8 ManueSmann-Röhreu ....... v 8 8 Die hinter den Papieren der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 o. f). die kurs I. G. Forben-Jndustrie 0 0 0 0 0 0 0 ■i ü 0 0 3 9 0 0 0 78 106,5 135 80 47,5 200 87,25 40 12 107 107 101,13 54,25 121 45,5 64,75 116,5 48,13 61,9 88,75 31,9 194 155,25 133 o 0 0 0 0 7 0 0 0 0 10 0 0 80 48 197 88,25 40,5 12 107,5 109,25 150 132,75 195 87,25 94,25 81,75 63,30 60,54 33,78 wert den Betrag von: a) 15 000 Mark übersteigt 133,75 196 87 94,75 81,75 A.E.G. Bekula 133,25 87 94 80 54 120,75 45,25 64 47,9 61,75 31 194 151 132,75 4% vesgl. Serie 11 ............. 6% Rumän. vereinh. Rente v.1903 4!4%Rumän.vereinh.Nentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente . - 8y4% Anatolier 27,25 1781 611 49. 101 54,13 121 45,13 64,75 116 47,65 61,5 86,25 31,4 193,75 152 133 54 120,5 45,75 64,5 48,25 62 32,25 194 132,75 27,5 177 nicht festgestellt worden, weil eine solche Fest, stellung nach den Bestimmungen des Ein, kommensteuergesetzes nicht erforderlich war, so wird die Bürgersteuer lediglich nach den nicht, landwirtschaftlichen Einkünften erhoben, die zur Einkommensteuer herangezogen worden sind. Hat ein Land- und Forstwirt Reineinkünfd aus Land- und Forstwirtschaft entweder über. Haupt nicht oder nur im Betrage von 6000 Mark oder weniger erzielt und nichtlandwirt. schaftliche, zur Einkommensteuer heranzuziehende Einkünfte nicht bezogen, so beträgt der Reichs, satz für die Bürgersteuer, wenn der Einheils. 25 1,2 6,55 6,6 6,5 11,25 Bei Personen, von denen anzunehmen ist, daß sie im Erhebungsjahr 1935 einkommensteuerfrei sein werden, auf den dem niedrigsten Reichssatze von 3 Mark entsprechenden Betrag, sofern nicht bereits dieser Betrag angefordert ist oder der betreffende Steuerpflichtige Realvermögen mit einem Einheitswert von zusammen über 15 000 Mark besitzt. Bei der Schätzung der gesamten Jahreseinkünfte sind die wirtschaftlichen Verhältnisse vom jeweiligen Fälligkeitstage zugrunde zu legen. Hinsichtlich des Arbeitslohnes ist zur Berechnung der gesamten Jahreseinkünfte von dem Lohn auszugehen, der bei der nächsten auf den Fälligkeitstag folgenden Lohnzahlung zu zahlen ist. Hinsichtlich des sonstigen Einkommens sind die voraussichtlichen gesamten Jahreseinkünfte des Kalenderjahres 1935 im Wege der Schätzung zu ermitteln; hierbei kann von den festgestellten oder schätzungsweise ermittelten Einkünften des Steuerabschnitts 1934 ausgegangen werden. Bei Personen, von denen anzunehmen ist, daß ihr Einkommen im Kalenderjahr 1934 gegenüber dem Einkommen im Kalenderjahr 1933 um mehr als 30 v. H. zurückgegangen ist, mindestens entsprechend dem Hundertsatze des Einkommensrückganges, wobei jedoch ein Einkommensrückgang von 30 v. H. außer Betracht zu lassen ist. In diesen Fällen würde also z. B. bei einem Einkommensrückgang von 80 v. H. von der an sich maßgebenden Steuer ein Ab- Grttzner Mainkraftwerte Höchst O-SDU... Süddeutscher Zucker ..... 3 Ä 168.3} 21-Ü 61.93 24,5 1,13 6,6 6,3 6,5 11 24,25 1,1 6,6 6,25 6,4 11 24,75 1,1 6,4 6,25 6,4 11 veröffentlichte Anden Rentenmarkt auch hier die Ge- wurde. Während Wk in einen und **id)cn Tejlhi Jwe id) sowieso He Wensächli [W verpacken Menslan-e; oei Ht daß die Ea IJ mag, durch Met ist, wich rl e*s etwas 0 der Rau ywsbaum steht «Wachtiich" t Trimmung Elektr.Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft 6 Felten & Guilleaume 0 GeseUsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität 6 Schuckert L Co 6 Siemens L Halske 7 Lahmeyer L Lo 10 63.M 80.5 «3 PHUtpp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cemeotwerk Karlstadt.. schlag von 50 d. H. zu machen sein. Unter den Dem niedrigsten Reichssatze entsprechenden Betrag darf die Bürgersteuer jedoch nicht herabgesetzt werden. ■ Blinde find von der Bürgersteuer befreit, wenn der Gesamtbetrag ihrer Jahreseinkünfte im Erhebungsjahr voraussichtlich nicht mehr als 4500 Mark betragen wird. Für Steuerpflichtige, die in dem für die Bemessung der Bürgersteuer zu Grunde zu legenden 4% Oesterreichtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreichtsche SUberrente 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*4% desgl. von 1913 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Nach dem Bürgersteuergesetz vom 16. Oktober 1934 sind die Gemeinden berechtigt und, sofern die Gemeindegrundsteuern oder die Gemeindegewerbesteuern eine gewisse Höhe übersteigen, verpflichtet, für das Jahr 1935 die Bürgersteuer zu erheben. In diesen Fällen wird die Bürgersteuer von allen natürlichen Personen erhoben, die am gilt sowohl für Ausländer, als auch für Minderjährige, wenn sie am 10. Oktober 1934 das 18. Lebensjahr vollendet haben. Bei Personen, die erst nach dem 10. Oktober 1934 aus dem Auslande zuziehen, ist der Tag des Zuzugs maßgebend. Die Bürgersteuer wird in gleichen Teilbeträgen fällig. Sofern der Steuerpflichtige am Fälligkeitstage einer Rate verficherungsmäßige Arbeitslosenunterstützung, Krisenunterstützung bezieht, oder zu dieser Zeit laufende Fürsorge auf Grund der Verordnung über die Fürsorgepflicht genießt, darf die betreffende Rate der Bürgersteuer nicht erhoben werden. Das gleiche gilt für Empfänger einer Zusatzrente nach Artikel 4 § 2 des Gesetzes über Aende- rungen auf dem Gebiete der Reichsversorgung vom 3.7. 34, sowie von Personen, deren land- und forstwirtschaftliches, gärtnerisches Vermögen, Grundvermögen und Betriebsvermögen im Sinne des Reichsbewertungsgesetzes zusammen 8000 Mark nicht übersteigt und von denen nach den Verhältnissen am Fälligkeitstage anzunehmen ist, daß ihre gesamten Jay- reseinkünste im Jahre 1935 130 v. H. des Betraaes nicht übersteigen, den der Steuerpflichtige nach feinem Familienstand im Falle der Hilfsbedürftigkeit von dem zuständigen Fürsoraeverband nach den Richtsätzen der allgemeinen Fürsorge als Wohlfahrtsunterstützung in einem Jahre erhalten würde. Die Höhe der Bürgersteuer für das Kalenderjahr 1935 ist nach dem Jahreseinkommen und der Zahl her zur Haushaltung rechnenden minderjährigen Kinder gestaffelt. Sie bemißt sich nach den! für die betreffende Gemeinde festgesetzten Hundertsatz vom Reichssatz. Der der Berechnung zugrunde zu legende Reichssatz ermäßigt sich bei Steuerpflichtigen, zu deren Haushalt am 10. Oktober 1934 mindestens zwei minderjährige Kinder gehört haben, um je 2 Mark, für das zweite und jedes folgende minderjährige Kind, wenn das Einkommen des Steuerpflichtigen nicht mehr als 2400 Mark beträgt, und um je 1 Mark für das zweite und dritte und um je 2 Mark für das vierte und jedes folgende minderjährige Kind, wenn das Einkommen des Steuerpflichtigen mehr als 2400 Mark, jedoch nicht mehr als 12 000 Mark beträgt. Als Kinder im Sinne des Bürgersteuergesetzes gelten neben den Abkömmlingen auch Stiefkinder, Adoptivkinder und Pflegekinder und deren Abkömmlinge. Erhebt eine Gemeinde eine Bürgersteuer in Höhe von 500 v. H. des Reichssatzes, so beträgt die Steuer z. B. für Personen, zu deren Haushalt keine oder nur ein Kind am 10. Oktober 1934 gehört, mit einem Jahreseinkommen von nicht mehr als 4500 Mark 500 v. H. von 6 Mark (Reichssatz) = 30 Mark, bei einem Einkommen von 4500 bis 6000 Mark von 1 9 Mark = 45 Mark usw. Zählten am 10. Oktober sowie 6prozentige Stahlvereins-Bonds gut behauptet lagen, büßten späte Reichsschuldbuchforderungen 0,50 v. H. und Altbesitzanleihe ebenfalls 0,50 v. H. ein. Auch Reichsmark-Öbligationen aus umgetauschten Dollar-Bonds bröckelten etwas ab, gut behauptet lagen noch Reichsbahn-VA. mit 116 v. H. Am Aktienmarkt betrugen die durchschnittlichen Rückgänge etwa 0,50 v. H. Am Chemiemarkt gingen Farbenindustrie auf 133 bis 132,75 (133,75) zurück, Scheideanstalt auf 195,50 bis 195 (196), ferner Deutsche Erdöl auf 100 (101,50), Metallgesellschaft blieben zu 81,75 v. H. unverändert. Von Elektrowerten setzten Licht und Kraft 1, Gesfürel und Schuckert je 0,25 v. H. niedriger ein, AEG. lagen mit 27,75 behauptet. Stärkere Abschwächungen vollzogen sich für einzelne Montanaktien, so für Buderus (— 2 v. H.) und Mannesmann (—1,25 v. H.). Daneben lagen Gelsenkirchen, Rheinstahl, Klöckner und Phönix bis 0,65 v. H. leichter. Von Einzelwerten eröffneten Westdeutsche Kaufhof 1,25, Cement Heidelberg, Schiffahrts- und Zellstoffaktien bis 0,50 vom Hundert niedriger. Unverändert lagen Reichsbank, Braubank und AG. für Verkehrswesen sowie Hanfwerke Füssen. Nach den ersten Notierungen bröckelten die Kurse eher weiter leicht ab. Im Verlaufe hielt die Geschäftsstille bei ziemlich unveränderten Kursen an. Die später zur Notiz gekommenen Papiere lagen zumeist etwas niedriger, besonders Akkumulatoren 151,50 (zuletzt 154,50), Rhein. Braunkohlen (195,75 nach 197). Etwas Interesse zeigte sich für Reichsbankanteile mit plus 0,50 v. H., Farbenindustrie unterlagen mehrfachen Schwankungen, per Saldo blieben sie auf der An- fanqsbasis unverändert. Auch am Rentenmarkt war die Umsatztätigkeit im Verlaufe gering. Späte Schuldbuchforderungen und Zinsvergütungsscheine gaben um je 0,13 v.H. nach, Kommunal-Umschuldung blieben unverändert, während Altbesitz eher etwas anzogen. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen waren etwas angeboten und zumeist um 0,25 bis 0,50 v. H. schwächer, Liquidationspfandbriefe lagen behauptet. Staatsund Stadtanleihen waren bei kleinen Abweichungen etwas uneinheitlich. Von Industrie-Obligationen waren 6proz. Hartmann & Braun gesucht. — Am Kassamarkt zeigte sich größere Nachfrage für Hartmann & Braun, Andreas Noris-Zahn und Frankfurter Bank. Tagesgeld blieb zu 3,50 v. H. unverändert. Abendbörse: still. Auch die Abendbörse nahm auf allen Marktgebieten einen sehr stillen Verlauf. Die Kurse zeigten im Vergleich zum Berliner Schluß keine nennenswerte Veränderungen. Am Aktienmarkt lagen Farbenindustrie etwas leichter, wogegen Reichsbankanteile im Anschluß an den Mittagsschlußverkehr wei- 133,75 88 94,75 82 schäftsstille störend empfunden Kommunal-Umschuldung und Zinsvergütungsscheine Zeitabschnitt Einkünfte aus Land- und Forstwirt, schäft bezogen haben, gelten wegen ihrer Heran. Ziehung zur Bürgerfteuer 1935 die folgenden be. sonderen Vorschriften: 1. Soweit das Einkommen zur Einkommensteuer veranlagt worden ist, wird die Bürgersteuer nach den allgemeinen Vorschriften erhoben. Dem zur Einkommensteuer veranlagten Ein^ kommen ist ein Betrag von 6000 Mark hinzu, zurechnen, wenn das gesamte Einkommen vor Abzug des steuerfreien Einkommensteiles den Betrag von 12 000 Mark nicht überstiegen hat und darin Reineinkünfte aus Land- und Forst- wirtschaft im Betrage von mehr als 6000 Mark enthalten sind. 2. Sind Reineinkünfte aus Land- und Forst, wirtschaft für die Zwecke der Einkommensteuer o 4 - . — 0 Harpener o Hoesck Eisen—Köln-Neuessen .. 0 Ilse Bergbau 6 Ilse Bergbau Genüsse 6 Klöünerwerke o tfmenlaunaie Waten Belgische Roten Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegisch* Noten Deutsch Lesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Ungarische Note» ter befestigt waren. Am Rentenmarkt blieben die Kurse bei ebenfalls sehr geringen Umsätzen meist nur knapp gehalten. , , U. a. notierten: Altbesitzanleche 104,13, 6 v.H. Stahlverein 88,90, 6 (6) v. H. Stadt Frankfurt von 1926 90, Commerzbank 68,75, VV-Bank 71, Dresdner Bank 73,50, Pfälz. Hyp. Bank 82,50, Reichsbank 152,50, Gelsenkirchen 60, Harpener 101,25, Phönix 47,50, Rhein. Braunkohlen 200, Rheinstahl 87,50, Stahlverein 40, IG. Chemie volle 144,50, Scheideanstalt 195, Licht & Kraft 118,75, IG. Farben 133 bis 132,75, Gesfürel 108,25, Holzmann 76, Lahmeyer 107, Mainkraft 83, Moenus 76, Rheag 100, Schuckert 94,25, Reichsbahn-Vorzugsakten 115,90, AG. für Verkehrswesen 77,50, Hapag 26,50, Nordd. Loyd 29,25. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 11. Dez. Gemüse : Weiterhin sehr starke Zufuhren. Nachfrage nicht befriedigend, Preise kaum verändert. Ueberstände verblieben in Wirsing, Rosenkohl, Eskarol, Rettich und Rote Rüben. Weiße Rüben sind nicht verkäuflich. Ausländischer Blumenkohl und Salat ist stark angeboten, die Nachfrage hierfür ist aber besser. Es optierten u. a.: Blumenkohl, Steige 9, 12, 18 Stück 375 bis 400 ital., Eskarol Stück groß 8 bis 10, klein 3 bis 6, Feldsalat groß 15 bis 20, klein 60 bis 70, Karotten 3 bis 4, Kopfsalat, Steige 24 Stück 2,00 bis 3,50 span., Meerrettich 20 bis 25, Römischkohl 4 bis 5, Rosenkohl 12 bis 15, Rote Rüben 3 bis 4, Rotkraut 5Ve bis 7, Sellerie je nach Größe 8 bis 30, Spinat 5 bis 6, Schwarzwurzeln 12 bis 18, Weißkraut 2,80 bis 3,00, Wir- roerte Anregungen nicht vor. Einige Beachtung fand die Zunahme der Erwerbslosen, obwohl sie jahreszeitlich durchaus bedingt ist. Das nunmehr im Wortlaut leihestockgesetz vermochte auf keinen Einfluß zu nehmen, da sing 2,50 bis 4,00 Winterkohl 3 bis 4, Weiße Rüben 3 bis 4, Zwiebeln 50 kg 5,50 bis 6,00. Am Obstmarkt war das Angebot von Aepfeln gut, in besten Birnen geringer. Bei leicht anziehenden Preisen war die Nachfrage lebhafter. Starkes Angebot bestand in Apfelsinen und Nüssen, Mandarinen knapp angeboten. Bei unveränderten Preisen war die Nachfrage befriedigend. Es notierten u. a.: Aepfel I 14 bis 18, II 10 bis 12, Goldparmänen I 18, Apfelsinen 12 bis 14 fpan., kernlos 14 bis 18, Birnen I 16 bis 18, II 12 bis 15, Haselnüsse lang 32 bis 40, rund 26 bis 30 ital., Mandarinen 16 bis 18 span., Trauben 45 bis 50 holl., Steige 10 kg 3,90 bis 4,25 span., Walnüsse 22 bis 25, 24 bis 36 ital., 30 bis 35 rum., 20 bis 28 bulg. Mainzer Schlachtviehmarkt. Mainz, 11. Dez. Auftrieb: 47 Ochsen, 42 Bullen, 359 Kühe, 177 Färsen, 351 Kälber, 794 Schweine. Notiert wurden pro 50 kg Lebendgewicht in RM.: Ochsen b) 30 bis 34, c) 26 bis 29. Bullen b) 28 bis 31, c) 24 bis 27. Kühe a) 30 bis 33, b) 26 bis 29, c) 20 bis 25, d) 10 bis 19. Färsen a) 37 bis 39, b) 31 bis 36, c) 26 bis 30, d) 22 bis 25. Kälber a) 42 bis 45, b) 34 bis 41, c) 26 bis 33, d) 20 bis 25. Schweine a) 53, b) 52 bis 53, c) 49 bis 53, d) 45 bis 52. Marktverkauf: Rinder ruhig, Ueber- stand. Kälber ruhig, lanasarn geräumt. Schweine ruhig, geringer Ueberftano. Schweinemarkt in Lich. * Lich, 11. Dez. Auf dem gestrigen Schweinemarkt standen rund 320 Ferkel zum Verkauf. Nach regem Handel verblieb geringer Ueberftanb. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 12 bis 14 Mark, 6 bis 8 Wochen alte Tiere 15 bis 18 Mark, 8 bis 13 Wochen alte 19 bis 22 Mark. ‘Datum Mansselder Bergbau o Kokswerke O Phönix Bergbau 0 Rheinische Braunkohlen 10 Rheinstahl o Vereinigte Stahlwerke........ o Otavi Minen o Kaliwerke Aschersleben........ 5 Kaliwerke Westeregeln 5 Kaliwerke Salzdetfurth ly. S, |o nützlich weiun mir uns 9 «Mmlle Wech Makler gibt, die ein ii oon diesem »Origen einen mur irgend mo MnachtsM Wierne Hebe ihnen auch üui siei zestes anh bereiten, hat । Mil sich, an den Wein der gege MM soll dieser jtiihm niederleaen unadjilidjen W lannengninu ii tat, gold, die ui MU schOn/kie i Ms in N ge i: (nute W [eine i r mit -er fit im 5 LMchMsch le W, üt wir zu n*w rauhen Pi M tragen, mei Wien, was wir Himer in Liebe. 8 k- ist aber nii Mal auf deir Nh mb es mi Wirten, mir t Meld 2,441 58,01 54,81 12,275 16,35 167,71 21,06 61,69 Schultheis Patzenhofer Mu (Allgemeine Kunstseide) Bemberg Zellstoff Waldhof Zellstoff Aschaffenburg Dessauer GaS Daimler Motoren Deutsche Linoleum Lrenslcin L Koppel Leonhard Tietz Chade Aeru muIatoren-Fabrll ..... Contt-Gummt 1934 zu dem Haushalt der betreffenden Steuerpflichtigen vier minderjährige Kinder, so ermäßigen sich die in obigem Beispiel genannten Beträge oon 30 auf 10 Mark. bzw. von 45 auf 25 Mark. Zur Feststellung, in welcher Stpfe der Steuerpflichtige einzureiyen ist, ist im allgemeinen das Jahreseinkommen 1933 maßgebend. Die Werbungs- koften, Sonderleist.ungen und gegebenenfalls der steuerfreie Einkommensteil sind abzuziehen. Der niedrigste Reichssatz (3 Mark) bildet die Grundlage der Bürgersteuerberechnung für Personen, die einkommensteuerfrei sind. Dies gilt nicht für Personen, deren landwirtschaftliches, forstwirtschaftliches und gärtnerisches Vermögen, Grundvermögen und Betriebsvermögen im Sinne des Reichsbewertungsgesetzes zusammen 15 000 Mark übersteigt. Ehegatten, die nicht dauernd getrennt leben, werden zusammen mit demselben Satze wie Unverheiratete herangezogen. Die Bürgersteuer wird auf Antrag ermäßigt: «w A!L börse 1112. * Der Eisen st einbergbau an Lahn, Dill und in Oberhefsen im November. Arbeitstäglich konnten Förderung und Absatz eine kleine Steigerung verzeichnen, absolut wurde bas bisher beste Ergebnis von. Oktober nicht ganz erreicht. Es wurden bei 25 Arbeitstagen im November 54 067 Tonnen Erz gefördert, gegen 57 530 Tonnen bei 27 Arbeitstagen im Oktober, während der Absatz im November 57 273 Tonnen betrug gegen 61354 Tonnen im Oktober. Gegen den November 1933 ist die Förderung um 40 v. H. gestiegen, die Vorräte sind auf rund 105 000 Tonnen zurückgegangen. Die Belegschaft betrug 2309 Mann, gegen 1557 Mann im November 1933. In den letzten 6 Monaten, Juni bis November 1934, haben sich Absatz und Förderung wie folgt entwickelt: Förderung: Juni 52134 (28 831 in 1933), Juli 51 796 (34 812), August 55 430 (37 332), September 52 342 (36 922), Oktober 57 370 (27 231), November 54 067 (38 514). Absatz: Juni 55 323 (34 038), Juli 59 154 (38 742), August 65 251 (40 802), September 60 136 (39 918), Oktober 61054 (38160), November 57 273 (38 915). Frankfurter Börse. IHiffagsbörfe nachgebend. Frankfurt a. M., 11. Dez. Die heutige Börse litt außerordentlich unter der zunehmenden Geschäftsschrumpfung. Die Beteiligung der Privatkundschaft hat sich weiter stark verringert. Infolgedessen setzte die Kulisse ihre Glattstellungen als Folge der vorausgegangenen Kurssteigerungen fort. Bei der geringen Aufnahmeneigung und der Enge der Märkte ergaben sich sowohl am Aktien-, wie am Rentenmarkt überwiegend Abschwächungen, obschon die Kursgestaltung nicht ganz einheitlich war, da verschiedentlich noch etwas Kaufinteresse vorhanden war. Aus der Wirtschaft lagen nennens- BuderuS Deutsche Erdöl Gelsenkirchener Hamburg.Amerika«Paket Hamburg-Süvam. Dampfschiff. Hansa-Dampfschiff Norddeutscher Lloyd A.G. für Verkebrswesen Mt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Privat-Bank... Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft Dresdner Bank Reichsbank ; sw Ä!L b) 15 000 Mark nicht übersteigt ... 3 Mark. Bei einem Einheitswert von nicht mehr als 8000 Mark wird die Bürgersteuer jedoch nicht erhoben, wenn die Voraussetzungen der Be. freiung auf Grund der Freigrenze erfüllt sind. Die Erhebung der Bürgersteuer erfolgt bei den Lohn- und Gehaltsempfängern durch Einbehalten j eines Lohnteiles. Die Höhe des einzubehaltenden Betrages ergibt sich aus der Steuerkarte des Arbeitnehmers für 1935. In diesen Fällen haftet der I Arbeitgeber für die von ihm einzubehaltenden I Beträge und für deren ordnungsmäßige Abführung. Die Einbehaltung ist bei der nächsten auf den Fälligkeitstag folgenden Lohnzahlung vorzunehmen. Die Abführung der einbehaltenen Beträge an die zuständigen Gemeindekassen durch den Arbeitgeber hat bis zum 5. des auf die Einbehaltung folgenden Kalendermonats ftattzufinden. Soweit jedoch die Bürgersteuer von der Gemeinde angefordert ist, in der die den Lohn zahlende Letriebsstätte liegt, sind die bei den Lohnzahlungen vom 1. bis 15. eines Kalendermonats einbehaltenen Beträge bereits bis zum 20. dieses Kalendermonats abzuführen, wem die abzuführende Summe 200 Mark und mehr beträgt. Sofern ein Lohn- und Gehaltsempfangr im Steuerabschnitt 1933 neben dem Arbeitslohn noch ein sonstiges Einkommen von mehr als 300 Mark gehabt hat, erhält er, sofern infolge bts sonstigen Einkommens eine höhere Bürgersteuer bedingt wird, außerdem einen zusätzlichen Süw bescheid. Bei den übrigen Steuerpflichtigen erM die Erhebung auf Grund eines besonderen Steuerbescheides. Außerdem ist aber auch Anforderung durch öffentliche Bekanntmachung der Gemeindebehörde möglich. Steuerberechtigt für den vollen Steuerbetrag ist die Gemeinde, in deren Bezirk der Steuerpflichtige am 10. Oktober 1934 gewohnt hat. Dies gilt auch bann, wenn der Steuerpflichtige nach dem Stichtage feinen Wohnsitz in den Bezirk einer anderen Gemeinde verlegt. Hat der Steuerpflichtige im Inland einen mehrfachen Wohnsitz, so ist die Steuer nur an diejenige Gemeinde zu entrichten, die nachdem Stande vom 31. Oktober 1934 die höchste Bürger- steuer erhebt. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) A. 1. Butter, die im eigenen Betrieb hergestellt wird, darf weder an Händler, noch an Private verkauft werden, wenn der die Butter erzeuget Betrieb vom Milchwirtschaftsverband ober eirr feiner Unterglieberungen erfaßt ist; sie muß in h fern Falle an bie vom Milchversorgungverband k stimmte Stelle zur Ablieferung gelangen. Ist K lanbwirtschaftliche Betrieb jeboch nicht erfaßt. wirb auf Antrag bes Betriebsinhabers vom Miltz wirtschajteverbanb in Frankfurt a. M. ein But^ lieferschein ausgestellt, ber zum Verkauf an unb Private berechtigt. — 2. Entrahmte A (Magermilch) kann ohne Rücksicht barau,! ob lanbwirtschaftliche Betrieb einem Milchversorgm verbanb angehört ober nicht, an Private abgeflt werben. — 3. Die vorn Milchversorgungsvew als Ablieferungsstelle bestimmte Molkerei kann Abnahme ber Milch nur bann verweigern, nj biefe ben Vorschriften nicht entspricht, ober die lieferung von unzulässigen Bedingungen abha gemacht wird. Liegt einer dieser Ausnahme nicht vor, so ist bie Molkerei zur Abnahme pflichtet unb macht sich im Weigerungsfälle schH ersatzpflichtig. böne 11.12. 80,5 94 47,4 200 87,4 40 12 107 107 144,25 furd 10.12. 80.5 95 48,13 197,13 88,4 41 12 107,75 108,5 148 6,y Qurütf i SinMÄ M ; PjJ W öa i l&s11 I jannenc tj weniges I . gr-ien aller Fe xW willen, Ich .vrani ui u. JJl. Schlußkurs Echlußk. Abend« börse Dalum 10.12. j 11-12. Srüiumri a. Dl. Bern» Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schluß- kurs Echlußk. Mittag« börse Dalum 10-12- 11.12. 10.12. 11-12. 8% Deutsche ReichSanleihe v. 1927 96,75 96,65 96,9 97 6% ehem.7% Dt. Reichöanl. v. 1929 — — bVt% Doung-Anleihe von 1930 .. 98,4 97,75 98.65 97,75 Deutsche öinl.-Ablos.-Schuld mit Auolos.-Rechten ............. 104,5 104 13 104 5 DeSgl. ohne Auslos.-Rechte...... _ 6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 97,5 97,5 97/5 6% Hess. Landesbank Darmstadt Kolb R. 12.................. 94,75 94,75 6%% Hess. Landes-Hypotheken« bank Darmstadt filqui......... 94 94 - - - Oberhessen Provinz-Anlethe mit Au-.'los.-Rechten ............. __ Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 103 102,9 102,9 102,9 6% chem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 95 94,75 95 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bts 1936 95 94,75 _ _ by*% ehem. 4y,% Franks. Hyp^ Bank-Ltqu.-Psandbriese....... 6K,% ehem. Wi% Rheinische Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpse..... 95,75 95,5 96 95,4 6% ehem. 8% Pr. LandeSpsand« briesanstait, Pfandbriefe R. 19 96 96 96 96 6% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 96 96 96 96 Eleuergutsch. Verrechnungskurs.. 103,5 103,65 103,5 103,65 10-Dezember 11-Deze^ Amtliche Dotierung Amtliche, Seid Selb | Brie' Buenos Aire-. 0,628 0,632 0,628 Brüssel----- 58,17 58,29 58,17 Rio de Jan. 0,204 0,206 0,204 Sofia...... 3,047 3,053 3,047 Kopenhagen. 55,00 55 12 54,96 Danzig..... 81,13 81,29 81,13 London ..... 12,32 12,35 12,31 Helsingfors.. 5,44 5,45 5,43 Paris ...... 16,39 16,43 16,39 Holland .... 168,21 168,55 163,13 Italien..... 21,30 21.34 21,30 Favan ...... 0,713 0,710 0,718 Jugoslawien 5'664 5,676 5,664 Oslo.....: 61,89 62,01 61,85 49.05 48,95 Lissabon.... 11,195 11,215 11,19 Stockholm... 63,52 63,64 63,47 Schweiz .... 80,72 88,88 80,72 Spanien.... 33,99 34,05 34,02 Prag....... 10,38 10,40 10,38 Budapest ... — Neuyork... 2,490 2,494 2,489 Banknoten. 4,1 4 — 4,05 6,5 6,5 6,3 6,4 3,7 3,7 3,7 3,7 31 30,9 31,25 30,75 26,5 26,5 26,9 26,25 — — 23,25 24 —— — — 29,25 29,75 29,4 78 77.5 78,25 77,65 93 93 93 92,5 69 68,75 69,25 68,75 71,25 71 71,25 71 74 73,5 74 73,5 — 152,5 148 152 27,75 27,75 27,5 27,13 138,25 137,25 138,25 136,9 98,75 98 99 98 119,75 118,75 119,75 118,75 77,5 75 77 75,25 108,5 108,25 108,4 108,4 —— 100 101 100 — 93,5 94,75 93,75 140 138 140 138 108,5 107 109 107 — 85,5 87 85,5 101,5 100 101 100 61 60 61 59,9 101,5 101,25 101,5 102 —- 76,65 75,9 —- 147 149 117,4 117 117,75 116,75 74 73,5 74,25 72,5 75 73,75 74,75 73 Scheideanstall...... Goldschmidt ....... Rütaersiverke...... Metollgesellschast............. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Mittwoch, 12. Dezember (934 dem Oberhessisches Schwurgericht Mittwoch: Kunsterziehung, sranksori < ibaftitm, erbindlWt SS II» Ä 6b$ hol «geschaffen wird. Deshalb: kaufe beim Einzelhändler! Tannengrün und Silberband. *ie »ä. 1. bis 15. i «trage bereit' Haltung folg? -Weit jebot Eehaltsemp dem Alb?: 'an mehr i ofern infol e Bürgersti isätzlichen i rpslichtigei? t »efondm/i Ki auch W* ig ber n Mtrog 's i fiits M w wer anderai W im r Sie 6tevr in, W v' t \)öä)ite £ 63-5 L V* ' Sir wenige Tage trennen uns noch von hössten aller Feste: Weihnachten. Das schönste Fest iw eines Anlasses und seines seelisch - aeistigen In- IrnJb willen, schön aber auch in diesen äußeren \ ionen, mit denen wir es umgeben. Weihnachten iJtb Geschenke — beides gehört innig zusammen LDib, so nützlich oft ja meist die Gaben sind, mit t:?nm wir uns gegenseitig bedenken, es ist nicht der natirielle Wert, der dem Weihnachtsgeschenk seinen geholt werden müssen, auf den Einfluß der Steuergesetzgebung auf das soziale Leben, auf die Wirkungen verkehrter früherer Steuerpolitik brachten manchem Neues. Die zu mächtige Stellung des früheren Reichstages und die Anleihepolitik brachten schon vor 1914 Schwierigkeiten. Dann kam der Krieg und dann die ungeheure Arbeitslosigkeit. Die richtigen Maßnahmen Papens konnten noch nicht helfen; erst die neue Regierung unseres Führers Hitler konnte die Arbeitslosigkeit auf ein bescheidenes Maß herunterdrücken. Das Arbeitsbeschaffungsgesetz vom Juni 1933 brachte natürlich Vorbelastung bis zu einer Milliarde Mark, aber das Reinhard-Programm, Autostraßenbau, Gebäudewiederherstellungsgesetz, Aenderung der Kraftwagensteuer usw. haben die Arbeitslosigkeit stark gesenkt; die finanziellen Folgen waren gut, der Eingang der Steuern vermehrte sich in einem Vierteljahr um V2 Milliarde Mark. Der Redner wies dann darauf hin, daß keine Inflation drohe, daß die Währung stabil bleibe, nicht der Goldbestand sei maßgebend, sondern allein das Vertrauen. Und daß gehandelt werde, sei die Hauptsache, jedes Mißtrauen sei unbegründet. Es war eine Freude, von sachkundiger Seite solche Worte zu hören, und alle Kameraden waren für die aufklärenden Ausführungen des Kameraden Schmidt aufrichtig dankbar, wie der lebhafte Beifall bezeugte. Solche belehrende Vorträge im Kameradenkreife finden immer dankbare Zuhörer. * ** Dienstjubiläum. Am heutigen Mittwoch, 12. Dezember, kann Herr Albrecht Jckler aus Bieber auf eine 25jährige Dienstzeit bei der Biebertalbahn zurückblicken. Die Verwaltung und die Gefolgschaft boten ihm zu diesem Ehrentag herzliche Glückwünsche und gaben der Hoffnung Ausdruck, daß es ihm noch lange vergönnt fein möge, seinen Dienst auszuüben. ** Straßensperren. Die Provinzialstraßen- trecke Gießen — Reiskirchen, Bahnübergang bei O Eberstadt, 11. Dez. Die Viehzählu: in unserer Gemeinde ergab folgende Zahlen: Pser 98, Kühe und Rinder 553, Schweine 651, Siegen’ Kaninchen 149, Federvieh 2262 Stück, Dienenv ter 15. I = Muschenheim, 11. Dez. In der Turnhalle, die sehr schön geschmückt war, wurtt dieser Tage die Mitglieder der beiden Zellen b NS.-Frauenschaft Muschenheim und W Hausen, verpflichtet. Pg. Dr. R ö d e r war erschiene Seinen Darlegungen lauschten die Frauen ff großem Interesse. $) u n g e n , 10. Dez. Mit einem außerordenw fesselnden Vortrag, dessen Wirkung durch selbst^ gestellte Lichtbilder des Vortragenden gestei» Gemeinderat in Grünberg. t Grünberg, 8. Dez. Bürgermeister Dr. Mildner gibt zunächst Kenntnis von dem Dankschreiben des Führers vom 12.November d. I., das er aus Anlaß der Ernennung zum Ehrenbürger gesandt hat und das folgenden Wortlaut hat: „ „An den Stadtrat, Grunberg m Hessen. Die Verleihung des Ehrenbürgerrechtes von Grünberg erfüllt mich mit aufrichtiger Freude. Ich nehme die Ehrenbürgerschaft an und bitte, dem Gemeinderat meinen ergebensten Dank sowie meine besten Glückwünsche jur das Blühen und Gedeihen von Grünberg ausiprechen zu dürfen. _ Mit deutschem Gruß! Adolf Hitler. Anschließend brachte der Bürgermeister ein Sieg- Heil auf unfern Führer aus. Der hiesigen Gefolgschaft der Hitlerjugend, die um Ueberlaffung eines Geschäftszimmers bat, wurde ein Raum im 1. Stock des Rathauses zugewiesen, der auf Kosten der Gemeinde instandgesetzt werden soll. , „ _ _ .. Der monatliche Zuschuß von 5 Mark an die Hitlerjugend bleibt weiter bestehen, da diese als Staatsjugend von dem Verbote Zuschüsse .aus! Gemeindemitteln an nationalsozialistische Verbands zu zahlen, nicht berührt wird. In diesem Winter kommen 4800 Festmeteck Holz zur Fällung, das sind 150 Prozent bed vorjährigen Hiebsatzes. Damit die dadurch bedingte größere Summe an Holzhauerlöhnen stets pünftj lich gezahlt werden kann, nimmt die Stadt mil kreisamtlicher Genehmigung bei der hiesigen Be- zirkssparkasse einen Kassenkredit von 12 000 Marl auf, der bis 30. November 1935 rückzahlbar ist. Zur- Sicherung werden Wechsel der Holzabnehmer über! geben. Der Firma Friedrich Dahmer wird das gesamte anfallende P a p i e r h o l z für 62 v. H. ded Landesgrundpreises überlassen. Dahmer hat außerdem den Schälerlohn und 10 v. H. Ersatz an sozialen Beiträgen zu zahlen. Das F i d) t e n ft a m m ] holz wird wie folgt verteilt: die Firma Friedrich Dahmer erhält die Lose 4 und 5, die Firma Georck Haas & Co. die Lose 1, 2, 3, 6 und 7. Der Preid hierfür beträgt 62 v. H. des Landesgrundpreises Außerdem haben die beiden Firmen den Schäler lohn und 10 v. H. Ersatz für soziale Beiträge ztt tragen. Die Anbringung eines Entstvrungsappas rotes beim elektrischen Geläute de- Kirchenglocken wurde beschlossen. Stadt und evangelische Kirchengemeinde tragen die Kosten ge meinsam. ..... Die Vergütung des seit 1. September 1934 tätigen Organisten Karl Frank wurde von 300 Mark au 360 Mark jährlich erhöht. Der Besitzer der unteren Ziegelhütte bat um Eri Mäßigung der Kosten für Legung der Wasserleitung nach feiner einige hundert Meter außerhalb bei Stadt liegenden Hofreite. Aus Billigkeitsgründen wurden die zu zahlenden Kosten endgültig auf 200 Mark festgesetzt. Unter den gleichen Bedingungen wie der seitherige Friedhofswärter wurde mit Wir hing vorn 1. April 1935 Karl Frank VI. ange nommen. Es soll ihm gestattet sein, kleinere Unter Haltungsarbeiten an Gräbern gegen Bezahlung übernehmen, während ihm die Ausführung vor Steinmetzarbeiten, sowie größere (Särtnereiarbeited untersagt ist. Am 17. August 1932 erfolgte auf Anregung bed bamaligen Ministeriums ein Gemeinderatsbeschlun wonach die gemeindliche Sonderge bäudesteuer erlassen wurde, wenn infolg schlechter Wirtschaftslage der Hauseigentümer ge ten, heute vor den Rechtsberatern zum Austrag kommen und im Gegensatz zu früher zu keinen Spaltungen, sondern zur Zusammenführung der Streitteile führt. Die vortrefflichen Ausführungen des Vortragenden wurden von den Zuhörern mit größtem Interesse verfolgt. In einer anschließenden Aussprache hatten die Lagermitglieder reichlich Gelegenheit, über noch unklare politische und wirtschaftliche Fragen Aufschluß zu bekommen. Am Nachmittag sprach Unioersitätsprofessor Dr. Eger über das Thema t Wirtschaft und Recht. zwungen war, Hausräume zu einem unter der gesetzlichen Miete liegenden Preis zu vermieten. Au Anregung des hessischen Staatsministers wurde der Beschluß jetzt auch auf die Rechtsnachfolger der Eigentümer (Erben, Käufer u. a.) ausgedehnt. Obst- und Gartenbauverein Wieseck. - W i e s e ck, 11. Dez. Der O b st - u n d G a r t e n - bauoer ein Wieseck hielt gestern abend in der Roten Schule seine erste Wintertagung ab. Nach der Begrüßung gab der Vereinsleiter, Lehrer B e p p - l e r, den Arbeitsplan für die nächsten Monate bekannt. Während im Sommer mehr die praktische Unterweisung der Mitglieder durch Gemarkungsrundgänge, Demonstrationen und durch die Vorführung der neubeschafften Fruchtsaft- und Süßmostapparate durchgefuhrt wurde, sollen die Vortragsabende im Winterhalbjahr der allgemeinen Schulung dienen. Für die Iahresschlußversammlung ist ein Vortrag von Dr. Tempel, dem Leiter der Hauptstelle für Pflanzenschutz in Gießen, vorgesehen. Den Höhepunkt der Tagung bildet ein Vortrag des Vorsitzenden über das Thema: „Vom Pflänzling sprach Zellenleiter Pa. Mensel noch einige schiedsworte. Gemeinsam wurde das Saarlied । jungen. Die eindrucksvolle Feierstunde konnte 6 die Mutter eines Saarkindes miterleben. Das Wessel- und das Deutschlandlied beschlossen Feier. Blockwart Pg. A l b a ch brachte ein faches „Sieg-Heil" auf den Führer aus. * Ettingshausen, 10. Dez. Am Tage Nationalen Solidarität herrschte au^ der Ortsgruppe Ettingshausen eine rege S tätigfeit. Die Sammler gingen von Haus zu Keine Haushaltung wurde vergessen, und le schloß sich beim Geben aus; denn alle wollen i helfen, die Not unserer ärmsten Volksgenoss lindern. Und nur diesem Bestreben aller Do nassen unserer Ortsgruppe ist es zu verdanken, in den Orten Ettingshausen, Münster und bom 31,25 RM. gesammelt worden sind. > Beltershain, 11. Dez. Der hiesige Kl gerverein beging am Samstag die Wei seiner neuen Kyffhäuserfahne. Präsident des Vereins eröffnete die Feier mit kurzen Ansprache. Bezirksführer Lehrer hielt ebenfalls eine Ansprache, in der er das des verstorbenen Reichspräsidenten von Hind schilderte und dann im Geiste des Generalfe jchalls die Fahne weihte. Der Gesangverein jchönte die Feier mit einigen Liedern. Das D land- und das Horst-Wessel-Lied beschlossen die, — Am Tag der Nationalen Solidari wurden gespendet: in Beltershain 30,20 RM., hardshain 26,25 RM., Stangenrod 42,70 RM. * Lang-Göns, 11. Dez. Bei den f)i Hauerarbeiten im hiesigen Gemein verunglückte gestern der Arbeiter Otto Rudo^ Ein stürzender Baum traf ihn so stark am FußÜ er mit dem Auto zum Arzt gebracht werden in. Dieser stellte schwere Verletzungen t Unterjchenkel und einen Knöchelbr« fest und ordnete die Ueberführung in die Gieh^ des Angeklagten, auf den nach dem Gutachten des Sachverständigen der Tatbestand des § 51, Abs. II, Anwendung finden muß, beantragte der Anklage- Vertreter eine Gefängnis ft rase von drei Jahren sechs Wochen unter Anrechnung von fünf Monaten erlittener Untersuchungshaft. Das Gericht erkannte, nachdem der Verteidiger gesprochen hatte, entsprechend dem Antrag des Staatsanwaltes. Strcrfmindernd kam vor allem in Betracht der Geisteszustand des Angeklagten, daß er außerdem von der Dorfjugend ständig gehänselt wurde und sein Verhalten einer gewissen Gereiztheit entsprang. Für den Angeklagten sprach ferner sein umfassendes Geständnis. Auf der anderen Seite mußte jedoch die rohe, gewalttätige Art des Angeklagten, der sich in schwerster Weise gegen das Leben eines Mitmenschen verging, als sttaserschwe- renb berücksichtigt werden. In der Einleitung widerlegte der Vortragende die viel vertretene falsche Auffassung, die DAF. sei nichts anderes als die früheren Gewerkschaften mit umgekehrten Vorzeichen. Die DAF. sei, so betonte der Redner, in gar feiner Beziehung die Fortsetzung der alten marxistischen Gewerfschaften. Sie fei vielmehr die Treuhänderin des ge- jamten deutschen schaffenden Volf es und umfasse alle am Arbeitsprozeß Beteiligten, also Angestellten, Arbeiter und Unternehmer. Der 9tebner ging dann auf die Unrichtigfeit der Ausdrücke „Arbeitgeber", „Arbeitnehmer" ein. Es gäbe in Wirklichkeit feine Arbeitgeber. Der Arbeitgeber fei in allen Fällen nur der Staat. Der Nationalsozia- lismus setze an Stelle dieser beiden Begriffe Ge- folgschaftsführer und Gefolgschaft. Wir tragen, so erklärte der Redner, ganz bewußt den Führergedanken auch in die Wirtschaft, in den Betrieb hinein. Der Vortragende gab weiter in prägnanten Sätzen einen Ueverblick über die Entstehung der DAF., vor allen Dingen über deren Aufbau in 18 Reichsbetriebsgemeinschaften, über ihre Bedeutung und Aufgaben in der Zukunft, über den Wert und die Bedeutung der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" als einer Einrichtung, die dazu angetan fein soll, den Arbeiter in die ewige deutsche Kultur einzuführen und ihn während seiner Freizeit von volkszerjetzenden und volksschädlichen Unterhaltungen abzuhalten. Der Redner kam sodann auf die Bedeutung der von der DAF. eingerichteten Rechtsberatungsstellen zu sprechen, dank derer 95 v. H. der Fälle, die früher vor den Ar- beitsgerichten nicht selten zu unerträglichem Propa- p ganbamaterial für ben Klassenfampfgebanken bien-1 beifällig aufgenommen. von ben Schulkinbern Gebichte unb Singspiel dr, tragen. Die Saarkinber bankten ihren Pflege gemeinsam in einem Sprechchor. NSV.-Zellen (eiter Hahn gab in einer Ansprache ber Hof Ausbruck, baß bas Saarlanb halb roieber mit Mutterlande oerbunben fein möge. Anschli tI aud) wnfl kt M IN fjanbb nvne. daß Mlfctrani in ber Anfertigung von nützlichen Äleibungsftüden Werte geschaffen. Die Hilfe von kleinen Händen auf diesem Gebiete zeigte sich auch bei ber Durch, führung bes Winterhilfswerkes, wofür bie Schule, rinnen unter Anleitung ihrer Lehrerin Frl. Dej, mar aus unscheinbaren Resten hübsche Säche!^ herstellten, bie burch Verlosung einen schönen trag für bie Winterhilfe einbrachten. Die Aius^, lung bewies roieber einmal, baß ber Hanbarb^ unterricht an ber hiesigen Volks- und Fortbildung schule bei Frl. Weimar in besten Händen liegt. ♦ Hattenrod, 11. Dez. Im vollbesetzten des Pg. Dörr fand eine Abschiedsfeiersj die hier weilenden Saarkinder statt. Zwei m Dorgetragene Lieder des Gesangvereins „Eintrag leiteten den Abend ein. Dann lieh Lehrer Drau 1 M Dem ln in rot hl )ulme jum Zu den Jungjuristen in dem Jungjuristen-Schu- lungslager auf dem Gleiberg sprach am Montag vormittag der Kreisamtswalter der NSBO. Pg. Wagner über bas Thema: Die Deutsche Arbeitsfront. ten alle Volksgenossen zum volkhasten Denken hin- ; geführt werben, zumal mehr Stammesbrüber ’ außerhalb ber Reichsgrenzen wohnten, als Frankreich reine Franzosen habe. Alsbann sprach Lehrer i Roth von der Pestalozzischule in Gießen über bas 1 Bohmerwalb- unb Egerlänberbeutschtum. Selbst „Wälberbeutscher" von Geburt, zeigte er an Hanb einer Karte bie Sprachengrenze im Bohmerlanb auf, bie überall weit über ben Kamm ber Grenzgebirge immer bis in bie beginnenbe Ebene verläuft unb teilweise 60 bis 80 Kilometer von ber Reichsgrenze entfernt ift Der Vortragende schil- berte bann bie Verhältnisse aus der Zeit seiner Jugend, wo im äußeren Gepräge der Dörfer diesseits und jenseits der politischen Grenze keinerlei Interschied bejtanb unb bie Zustände aus ber Nachkriegszeit, wo seitens ber tschechischen Regierung planmäßig auf die Verdrängung alles Deutschen aus Post-, Forst- und Polizeioerwattung hingewirkt werde. Besonders zu leiden hat unter diesen Bestre- bungen das deutsche Schulwesen. Schon bei einem tschechijchen Schülerbestand von mehr als 20 v. H. werden tschechische Staatsschulen eingerichtet. Die bestehenden deutschen Schulen gelten dann als Pn- oatschulen, die ohne staatlichen Zuschuß ganx von ben Deutjchen zu unterhalten sind. Besonders schwer sei ber Kampf in ben Sprachinseln, wie Bubweis unb Jglau u. a. Nur noch in ben weltbekannten Kurorten bes Egertales, wie Karlsbab, Franzens- bab unb Teplitz lasse bie tschechische Regierung mit Rücksicht auf bie aus aller Herren ßänbern kommen- ben Kurgäste wenigstens äußerlich bas beutsche Wesen unangetastet. An Hanb einer großer Anzahl guter Lichtbildern wurden die Versammelten noch mit Sitten und Bräuchen der „Wälder" bekannt- gemacht und dabei auch auf die Schönheit der unermeßlichen Waldgebiete hingewiesen. Nach herzlichen Dankesworten des Schulgruppenobmanns an ben Rebner würbe bie Tagung in üblicher Weife geschloffen. £ Wieseck, 11. Dez. Bei Gastwirt Georg Keller fanb gestern abenb bie Herbst-Generalversammlung bes Lanbwirtschaftlichen Konsumvereins eGmbH Wieseck statt. Der Vorsitzenbe bes Aufsichtsrates, Karl Daupert, erstattete ben Geschäftsbericht, aus dem hervorging, bah ber Geschäftsbetrieb auch im letzten Jahre sehr rege war. Die vorgenommenen Revisionen haben keine Beanstandungen ergeben. In ben Vorstanb würbe Karl Pausch wiebergewählt. Die Ersatzwahl für ben Ausichtsrat ergab bie Wieberwahl von Otto Jung, Karl Scherer, Reinharb Kling unb Lubwig Völzel. Im Anschluß hieran fand eine geschäftliche Aussprache statt. O Rödgen, 10. Dez. Der hiesige Ortsring des Reichsbundes Volkstum und Heimat veranstaltete am Sonntagabend in Balsers Saalbau einen Heimatabend, der überaus gut besucht war und allen Teilnehmern ein tiefes Erlebnis gewesen ist. Der Lichtbildervortrag des Herrn Dr. Heidt vom Botanischen Institut in Gießen wurde eingestimmt durch den Vortrag zweier dreistimmiger Chore, eines Sololiedes und eines Gedichtes, in dem die Heimatsehnsucht ergreifend ihren Ausdruck fanb. Der Heibt behanbelte von ben Pflanzen unserer Heimat bie Arznei- unb Giftpflanzen unb biejenigen Planzen, bie unter Naturschutz stehen. Er wußte ungemein anregenb barzustellen unb fanb feine Worte über bie Wechselbeziehungen zwischen Mensch unb Pflanze. Die gezeigten Silber waren schon unb klar. Der zweite Teil Teil bes Abenbs würbe burch zwei wohlklingende Volkslieber bes Rodgener Männergesangoereins eingeleitet, benen zwei Solovorträge des Junglehrers Kraushaar, leicht unb reif gesungen, folgten. Dann eroberte sich ber Heimatbichter Georg Heß in seiner echten humorvollen Art bie Herzen ber Versammlung. Er war gekommen als Kreisringleiter unb fanb als solcher ernste, aufmunternbe Worte für den Ortsring; aber er hatte auch den Dichter Georg Heß ■ mitgebracht, unb bas würbe ihm herzlich gebankt. : Man sang fleißig unb schmetterte sogar einen Kanon. Als ber Nachtwächter mit seinem „Hört ihr : Herrn unb laßt euch sagen ..." zur Nachtruhe : mahnte, wären alle gerne noch geblieben. An ber ; Ausgestaltung bes Abenbs waren außer ben ge- I nannten Herren noch beteiligt: ein Mädchenchor, ber Männergesangverein, Lehrer Paul am Kla- • vier. Ortsringführer Lehrer Leifenheimer \ hatte ben Abenb vorbereitet. Heil!" auf ben Führer Abolf Hitler und fa. Reichsbauernführer Darrs bie Versammlung. T Lollar, 10. Dez. Am Sonntag hatte bi« technische Lehrerin Frl. Weimar im hiesig Schulhause bie Hanbarbeiten ber Schule, rinnen der Volks- undFortbildungg. schule ausgestellt. In übersichtlicher Anordnun« konnte man die Technik der einzelnen Iahrgünq,, :r. sorgfältiger, geschmackvoller Ausführung an beD verschiedensten Gebrauchsgegenständen bewundern 1: Reger Besuch der Ausstellung zeugte von dem grOl '' ßen Interesse, das man mit Recht dieser Arbeit bet Schule entgegenbringt. Selbst die Kleinsten hatten IdiiMe. f Met unb ; könnenden N fff, 1934 be'llt«”11; DiWei " pacht' da atch an »» iM fr । t von I El feierlich irrler W ^^ennbori »st,'wie mlSnipra- eivrf die Verpflichtung Am Schöne IDinterfahrten im Opel Durch Minter-Sonderpreise macht Opel es Ihnen leicht. schon jetzt im IDinter den eigenen LDagen zu fahren, denn die beträchtlichen Preis-Darleih? decken die normalen IDinter Oleickzeitig ermöglicht das Opel-LDinterprogramm. die »fiunöecttaufenö« den IDinter über in Arbeit zu halten OPEL der Zuverlässige rfschen Landeshauptstadt. Sie hat am ver» r Samstag die Universität Erlangen, die ersemester Gießen 13:10 schlug, 7:6 herunter ist dec eigene IDagen ebenso nützlich r Sommer. Er schützt gegen Kälte. Nässe und mnd erfchließt uns wahre LDinter-Schönheiten. Betriebshoftcn des eigenen Opel-lDagens für ITIonate durch die beim Kauf erzielten Ersparnisse. K*in, Schott, Kissel, Daum, spielt, hat schon ^mteressen Gießens hervorraaend vertreten ershain 30,20 M fidj i$ Berechtigung erkämpft, das Endspiel mit mgenrob 42,70 31fr ET^i. Hochschule München bestreiten zu bür» ksfuhrer L chk, in der er bas I-nioersität Gießen, die schon immer auf isibenten von Wlevsi Gbieten der Leibesübungen Pionierarbeit siste bes Generchlefflietonb große Erfolge errungen hat, tritt am Der GesangvewrnnienÄn Samstag mit einer Handballmannen Liebern. Das.haft Ilm die Oeffentlichkeit. Der Mannschaft ist bis -Lied beschlossen ditzt cplmgen, gegen Universität Marburg 8:5 und nalen Solidkgen' Aürzburg 17:10 zu gewinnen. Somit hat si gebracht werben 9] Äerletzung!-' <3 einen Knöcht!'^- rsührung in die Vestreben aller xlyNH»iwaß nach ihrer feierlichen Verpflichtung ist es zu Derbankn ^Dezember erhalten, von jedem Dienst bei ?n Jr <5(5,. SA. ober anderen Formationen befreit I worben fmb behördlichen Stellen werden sich um ihre Dez. Der hiesige^^rrig bemühen. Samstag bie xnlM^idungSspiel um die Süddeutsche hauserfahnt ----- ------ - - - - fnete bie Feier nr Mendorf I — Wieseck N 6:2. Wiesecks zweite Mannschaft war mit reichlichem Ersatz zum fälligen Verbandsspiele in Allendors zu Gast und mußte sich den Platzbesitzern nach hartem Spiele mit 6:2 Toren beugen. Fußballklub 1926 Großen-Buseck. Lollar l — Großen-Buseck I. Zum fälligen Derbandsspiel in der Nachrunde trat Großen-Buseck in Lollar an. Für die Platzmannschaft galt es bie Nieberlage vom Vorspiel in Großen-Buseck auszumerzen. Doch trafen sie heute auf einen Gegner, ber sich nicht so leicht geschlagen gab. Großen-Buseck hatte Anstoß unb schon hieß es 1:0 für biefe Mannschaft. Etwa eine Dier- telftunbe später erhöhte ber Halbrechte auf 2:0. Bis pur Pause gelang es Lollar ben Ausgleich herzustellen. Kurz nach Seitenwechsel brachte ber Rechtsaußen ber Gäste seine Mannschaft burch Fernschuß wieber in Führung. Diesem dritten Tore folgten dann in gleichmäßigen Abständen noch zwei weitere Treffer. Beim Stande von 5:2 konnte Lollar mit viel Glück auf 5:4 erhöhen. Schiri Zutt (Wetzlar) war dem überaus spannenden Spiel ein gerechter Leiter. Terminliste der Rückspiele der Gruppe Biebertal (2. Kreisklasse). 23. Dezember: Fellingshausen — Erda; Frankenbach — Hohensolms; Krofdorf II — Kinzenbach; Vetzberg — Heuchelheim II; Rodheim — Launsbach. 30. Dezember: Frankenbach — Fellingshausen; Launsbach — Hohensolms; Vetzberg — Krofdorf II; Erda — Heuchelheim II; Rodheim — Kinzenbach. 6. Januar: Kinzenbach — Frankenbach; Launsbach — Krofdorf II; Hohensolms — Vetzberg; Rodheim — Erba. 13. Januar: Vetzberg — Fellingshausen; Krofdorf II — Frankenbach; Erda — Hohensolms; Heuchelheim II — Rodheim; Kinzenbach — Launsbach. 20. Januar: Rodheim — Vetzberg; Erda — Frankenbach; Fellingshausen — Launsbach; Hohensolms — Heuchelheim II. 27. Januar: Kinzenbach — Erda; Krofdorf II gegen Rodheim; Heuchelheim II — Fellingshausen; Vetzberg — Frankenbach. 3. Februar: Krofdorf II — Fellingshausen; Launsbach — Erda; Rodheim — Frankenbach; Kinzenbach — Hohensolms. 10. Februar: Heuchelheim II — Krofdorf II; Frankenbach — Launsbach; Hohensolms — Rodheim; Kinzenbach — Fellingshausen. 17. Februar: Erda — Krofdorf II; Vetzberg gegen Kinzenbach; Fellingshausen — Rodheim; Heuchelheim II — Launsbach. 24. Februar: Erda — Vetzberg; Kinzenbach gegen Heuchelheim II; Krofdorf II — Hohensolms. 2. März: Fellingshausen — Hohensolms; Frankenbach — Heuchelheim II; Vetzberg — Launsbach. Kurze Sportnotizen. Der „Goldene Helm der Tfchechoslo- w a f e i", den der beste Motorradfahrer des Pardu» bitzer Flachrennens erhält, wurde seinem Inhaber, dem Holländer van Dijk, gestohlen, Gegen Nürnberg-Fürth wird die bayerische Fußball-Potalelf, die am 6. Januar in der ersten Runde auf Baden trifft, an Neujahr ein Probespiel austragen. iRunOfunfprogramm. Donnerstag, 13. Dezember. 6 Uhr: Bauernfunk, 6.15, 6.30: Gymnastik. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgenfpruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 9.15: Musik am Morgen. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk — Saarland ist deutsch. Ein historischer Rückblick. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittags- konzert II. Guter Dinge stets und froh durch „unfern" Franz und H. E. Groh! 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten der Gauleitung. 15.15: Kinderftunde. 16: Nachmittagskonzert. 18: Bücherfunk. Biewende Werte. Fünf Ratschläge für den Gabentisch. 18.15: Käthe Kruse plaudert von Kindern, Tieren unb Autos. 18.35: Katechismus für Sprachsünder. 18.45: Politisches Kurzbrettl! Sachen gibt's! 19.45: Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Saar-Umschau. 20.30: Konzert. 21.30: Violinkonzert. 22: Nachrichten. Dez. Bei ben . hiesigen GenickDerk-(i«gner der Universitätsmannschaft — die • " 1C* kd)en — ist die spielstärkste Hochschule in beiden Seiten sehr zerfahren. Tv. Nauborn — Tv. Dutenhofen 6:10 (3:4): Dutenhofen stellte die technisch bessere Mann- fchaft und gewann verdient. Bis zur Pause sah es allerdings noch nicht nach einem überlegenen Sieg aus. Bis dahin waren sich beide Mannschaften nahezu gleichwertig. Kreisklasse III. Tv. Hochelheim II — Tv. Grüningen5:3 (3:1): Die Gäste Überboten sich in diesem Spiel mit dem Auslassen der sichersten Sachen und haben damit auch den Verlust oer Punkte zu beklagen. Die Platzmannschaft dagegen nutzte jede Gelegenheit zum erfolgreichen Torschuß aus und hatte das Spiel bereits bis zur Pause gewonnen. Oie Mannschaft des Bezirks Gießen für den kunstturnwellkampf Saar — Hessen. Für den Kunstturnwettkampf der Bezirke Saar, Kassel und Gießen am nächsten Sonntag in Bad- Nauheim ist vom heimischen Bezirk Gießen folgende Mannschaft namhaft gemacht worden: 1. Hch. D e - chent (Tgm. Friedberg), 2. Hch. Herbert (Tv. 1846 Gießen), 3. August Eberspächer (T. u. Spv. Marburg), 4. Ernst S ch ö f f m a n n (Tv. Wieseck), 5. Richard Seth (Tv. Großen-Linden), 6. Alfred Eckhardt (Tv. Nidda), 7. Karl Schick (Tv. 1846 Gießen), 8. Busch (Tv. Limburg), 9. W. S i n n w e 11 (Tgm. Bad-Nauheim), 10. Fluck (To. Limburg). Ersatzmann ist Lettin (Tv. Wieseck). Gerätewettkampf in Leihgestern. Krofdorf, Launsbach, Leihgestern. Am Sonntag fand in Lehgestern im Saale der Gastwirtschaft „Zum Löwen" die dritte Austragung des Gerätemannschaftskampfes der Turnvereine Krofdorf, Launsbach und Leihgestern statt. In Verhinderung des 1. Vorsitzenden begrüßte der 2. Vorsitzende des Turnvereins Leihgestern, Lud- roia Langsdorf, den vom Turnkreise 8 (Lahn- Dill) erschienenen Kreisdietwart Dr. Römer- Großen-Linden, die als Kampfrichter anwesenden Turnbrüder Kreisfrauenturnwart Schneider, Wetzlar, und den Oberturnwart Keller vom Turnverein Burg-Solms, die auswärtigen Turner und die zahlreich erschienenen Gäste und Turnfreunde. Sodann ermahnte er die dem Turnsport noch fernstehende Jugend, sich in die Reihen der Turner einzugliedern und dem Vorbild des Turnvaters Jahn folgend, Körper und Geist zu stählen, um später als deutsche Männer dem Staat und Vaterland dienen zu können. Kreisturnwart Dr. Römer überbrachte die Grüße des Kreisführers D a u p e r i (Wieseck) und des Kreisoberturnwartes Schüler (Wetzlar). Er wies darauf hin, daß das Mannschaftsturnen den besonders hohen Wert habe, den Gemeinschaftssinn zu pflegen. Hierauf begann das Wetturnen, das folgendes Ergebnis zeigte: 1. Sieg Tv. Leihgestern mit 366Vt Punkten, 2. Sieg Tv. Launsbach mit 352 Punkten, 3. Sieg Tv. Krofdorf mit 343V2 Punkten. Die Mannschaft des Turnvereins Leihgestern, die bei der zweiten Austragung den 1. Sieg errang, konnte sich auch diesmal wieder als 1. Sieger behaupten. Kreisdietwart Römer schloß, nachdem er die Siegerehrung vorgenommen hatte, mit einem dreifachen „Sieg-Heil" auf unseren Führer und Reichskanzler Adolf Hitler. Gemeinsam wurden das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied gesungen. Die Winter-Sonderpreise Das Sonber-Programm gilt nur für IDagen, die vorn Opel- Händler bis zum 13.februac 1935 jur Ablieferung gelangt sind. Am I4.februar 1935 werden die preise wieder erhöht. Alle DreiTypen werden auch im nächsten?ahr weitergebaut. Opel 1,25tr. Modelle m.43yl Dier-tahMllotor: Cimoufine, 2-türig .. .Jlatt RR1 1880.- RITI 1750.« Cabr.-£im., 2-türig .. statt RIA 1990.- RRT 1860.» bpez.-Cirn.» 2-türig .. statt RD1 2200.- RITT 2070.- OpelU5tr.439Lm.„Opel-5ynchron-feäerung: ks idar beabfuhtigt, bie Preise dieser Type wie folgt ;u erhöhen: Cimoufine, 2-türig von RRT 2650.- auf RR1 2850.« Cabr.-Cim., 2-türig von RITT 2750 - auf RITI 2950.- Cimoufine, 4-türig von RRT 2950.- auf RH) 3 1 50.« Cabriolet, 4-fitjig von RRT 3250.- auf RR1 3300.*. von dieser Preiserhöhung wurde im Zuge des Winter-Programms abgesehen, und es bleibt bis 3um M.februar 1935 bei ben alten Preisen. Opel 6 3yL 2 5 fr. m.jOpel-Syndiron-feberungs Cimoufine. 4-türig ... statt RIB 3600.- RITT 3400.* Cabriolet, 4-fchig .... statt RAI 4000.- RR1 3800.« Preise ab (Derb • flbam Opel ft. 6. Rüsselsheim am Main radschaftsgeist, der die Mannschaft beseelte von der besten Seite. Man merkte, daß sich die einzelnen Spieler verstanden, so daß man annehmen mußte, daß sich dieses auch im Spiele auswirken würde. Man wurde darin nicht enttäuscht. Gleich nach Spielbeginn wurde ein schnelles Tempo vorgelegt, unb da im Gießener Sturm die schnellen und durchschiaaskräftigen Außen eingesetzt wurden, kamen die Gießener Stürmer immer gut zum Schuß. Tore waren unausbleiblich. Auf der Gegenseite versuchte man mit Weitschüssen zu Erfolgen zu kommen, aber bei einem so aufmerksamen Hüter wie Pfaff waren diese zur Aussichtslosigkeit verurteilt. Eine Kritik wäre an dieser Stelle verfehlt. Wenn die Leute in dieser Art weitere Spiele austragen, so sollte sie mit besten Aussichten in die Entscheidungskämpfe gehen. Die Mannschaft stand wie folgt: Pfaff; Winter, Frey; Herbert, Grünig, Brückmann; Acker, Stein, Schott, Kissel, Daum. Handball im Gau XII (Lahn-Oillkreis) Vezlrksklasse. Tv. Münchholzhausen — Tv. Lützel- linden 8:7' (4:2): Diese Begegnung hatte eine große Zuschauermenge nach Münchholzhausen geführt. Das Spiel brachte denn auch einen außer- ordentlich schnellen Kampf. Die Gäste mußten mit Ersatz antreten und hatten in den ersten 10 Minuten nur 10 Mann zur Stelle. Die Gastgeber lagen bald mit 2:0 in Führung. Die Mannschaft spielte in dieser Hälfte leicht überlegen. Bei abwechselnden Torerfolgen stand die Partie bis zur Pause 4:2 für Münchholzhausen. In oer zweiten Halbzeit erhöhte Münchholzhausen auf 5:2. Dies war das Signal für die Gäste, die nunmehr ihrerseits heftig angriffen, kurz hintereinander zu zwei Erfolgen kamen und bald den Ausgleich erzwangen. Bis vier Minuten vor Schluß stand der Kampf noch 7:6 für die Gäste. Ein Endspurt der Platzmannschaft holte den Ausgleich und mit einem weiteren Tor noch den Siegestreffer heraus. krelsNaffe I. T v. Holzheim I — Df B.-Reichsbahn Gießen 10:6 (5:5): Die Gäste boten nickt den erwarteten Widerstand und hatten nur bis zur Pause etwas zu bestellen. Nach dem Wechsel fielen sie ihrem eigenen Tempo zum Opfer. Tv. Hörnsheim — Tv. Krofdorf 14:9 (6:7): Der vorjährige Meister dieser Gruppe mußte am Sonntag in Hörnsheim endgültig alle Hoffnungen für ein Eingreifen um die erste Stelle, schwinden sehen. Nachdem die Mannschaft in der ersten Hälfte eine knappe 7:6-Führung inne hatte, war es nach dem Wechsel mit der Kunst vorbei. Tv. Hochelheim — Sp. 05 Wetzlar 13:1 (4:1). Der Tabellenführer errang zu Hause über die Wetzlarer einen Bombensieg. Allerdings hatte Wetzlar nicht seine etatsmäßige Elf zur Stelle und spielte auch recht lustlos. Hochelheim hat mit diesem Sieg seinen Punktabstand weiter vergrößert. Tv. Albach — Tv. Heuchelheim 5:6 (3:3): Beide Mannschaften hatten Ersatz einftellen müssen, boten aber trotzdem ein sehr gefälliges Spiel, bas ben Gästen einen glücklichen Sieg brachte. Preisklasse II. Tv. Garbenh eim — Tv. Cleeberg 10:5 (8:4): Die Gastgeber hatten bas Spiel jeberzeit in ber Hand unb gewannen nach Belieben. Währenb bas Spiel in der ersten Hälfte noch recht gute Leistungen zeigte, war es in ber zweiten Hälfte auf Vr0*’-« «1 ?>n0 1 iul,)l auch am Samstag versuchen, guten «Mr1 5“ ) 22^ < Dass (ad) die Gauspielbehörde von Nordhessen q k,r ion i Wichtigkeit dieses Treffens für den beut« !■ ' -ben Waidballsport überzeugt ist, beweist bie Maß- geMM !mß bieses Spiel als eine große Hanbball- er oer Deioen 0 perbeheunftaltung aufgezogen werben soll. ^nivelilät Gießen — Universität Würzburg 'm »17:10 <11:6)‘ u'$ Gegangenen Samstag fuhr die Handball» Mit einem achl^anlÄchit ber hiesigen Universität nach Würzburg, Wirfuna MEin weiteres Spiel um bie Sübwestbeutsche m'-tJenten cawchstllMeisterschaft auszutragen. Schon auf ber ^^^^ahrtzis |wn Austragungsort zeigte sich ber Käme- Im palLng, Verkauf oder Tausch von Grundstücken 1 i m n n*a9 S westlich erleichtert wirb. — Bei bem Neubau ber ite« a BeMdl lraße von bem alten Friebhof bis zur Ein- ib >n münixrg in die Bahnhofstraße mußte, da von selten Hckmbehörde gegen eine Schmälerung des Bahn- ■ e/Ul(for v dämme zur Erreichung der erforderlichen Straßen- >r offnen c-'.bre-te Einspruch erhoben wurde, die gegenüber- ienl.^^'>liecMd Gartengrenze mehrerer Anwohner zurück- a > en br?vertagt rund für die beseitigte Einfriedigungsmauer L^gte vg.^mit üiügesetztem Eisengitter eine neue errichtet wer» ff ? biejer Stadtvorstand erklärte sich zur Uedernahme ■fe Kleider :Klien bereit. Der dem Postgebäude gegen» ! Yen Kleid? vbeÄiecsnde Platz ist nun durch geschmackvolle An- , ö°n (leinfh^rbmn. von dicken Basaltblocken und Anpflanzun- Esten Handes tler (Siebener Olympiakandidaten. !l Me !chon berichtet, findet am Sonntag, 16. De» ind?!^bfeiemL--r 1934 die feierliche Verpflichtung der Olym- sanav-r E- Zsiaainwiirter für das Jahr 1935 nach dem Vorbild in li»! 0? *r iningsverpflichtung der Rennruderer des hie unh r- u,^n Ruderverbandes statt. Erfreulich ist die .J NngMatlßch daß die Gießener Sportgemeinde im Der- An Psi^feiH 5 anderen deutschen Großstädten eine recht Anln ^?^Äell^attItä>! Anzahl Kandidaten stellen kann. Am zahl- d h ye.ber hM^chlilcl dürften die Ruderer vertreten fein, ge- dqIo mieber irplÄ °n den Leichtathleten, Schwimmern usw. n möge. 2ln|ij')cr ifei«liche Akt findet im Studentenheim, Leih- ,„?el Noch einioeftetne Weg 16, unter Leitung des Beauftragten, cP.e Das Saar|'?r- MZckelmann , vom Institut für Leibes- uWqtunbe tonnnburijci,. statt. Pünktlich um 11 Uhr stehen die ,5 ^kleben. jüsäOrnenß)orbnungen ber betreffenben Vereine so- ^nblieb beschlo^ohlü 1 ie bie Olympiakanbibaten im Sportbreß dach brachte ei?r Inprache bes Herrn Dr. Möckelmann, Führer aus. -r 1 uffcie Bebeutung biefer feierlichen Hanblung 10. Dez. Am ^ nwülsm wirb, bereit. Anschließend ist die lieber» ^läi herrschte eOgMg ber Verpflichtungsfeier in Berlin burch ifen eine rege &!n lllchssportführer von Tschammer unb Osten, gen von Haus mc Mittelpunkt ber örtlichen Verpflichtung ist. i vergesien und "^iscluß wirb Kreispropaganbaleiter Schmelz denn alle wollt15 ergreifen. Der Reichsfportführer gibt Msten Volksaen/^^^ daß alle Olympiaanwärter, bie ben Knhe Motorwagen-Verkaufsgesellschaft m.b.H. Telephon Nr. 2847 Gießener Einzelhändler werben PFAFF versenkbar. Eß PALL D e-cAvj 6146 D Sländtj& HandelS!chchen, Eduard Klinkei Holz- u. Kohlenhandlung Bahnhofstr. 8, Telephon 2620 liefert Koks u. Kohlen in la Qualität zu den billigsten Tagespreisen | K i abri . 8 h’"« «h ! ! jjjif ef( Zuller ft I Äe“e * । m^tBei ! • > e>n । - c d j> »Pir, - auf Lt 6009 O Löwer&Bechstein Neustadt 2 und 4 Fernsprecher3484 Porzellan, Glas, Keramik Haus- und Küchengeräte Geschenkartikel 6068 D Mete Nach tlM man A ollen tech> !1 einige ha utinb Lufts «fiese tleii u oirb dasi Eine gesunde Volkswirtschaft erfordert dort zu kaufen, wo neue Kaufkraft im Kreislauf t>erlBir(fü Stunden später fuhr das Auto mit Eva B^bOH zur Bahn. Eva sah bezaubernd aus. Sie trix cn weißes Seidenkleid, mit einer eng geschnit- tewi Bmofingjacfe, die die zarte Schönheit ihrer Fi Icechervorhob. Um den Hals hatte sie einen kost- ba ir^ Weißfuchs. Sie ging auf ihren hochhackigen, wen Lederschuhchen federnd auf dem Bahnsteig auif.ifo ab, genoß wiederum die Bewunderung der Vlückürgehenden. Endlich kam der Zug aus Harwich an. Eva schaute sich um. Es war ein ungeheures Menschengewühl. Denn heute zum Samstag kamen aus den umliegenden kleinen Städten sehr viele Leute nach London. Vor allem waren es viele Geschäftsreisende, die mit dem Wochenende ihre Tournee durch England beendet hatten. Eva schaute rechts und links. Sie konnte in keinem der Abteile ihren Mann erkennen. Da hörte sie sich von hinten angerufen. „Guten Tag, Eva!" klang Friedrich Borglohs Stimme etwas zitternd. Eva wandte sich um. Hinter ihr stand Friedrich neben einem mittelgroßen, eleganten Herrn mit klugem, bartlosem Gesicht. „Oh, Friedrich", sagte sie und lächelte so liebenswürdig wie immer, wenn sie vor Dritten mit ihrem Mann zusammen war. „Wie geht es dir, Darling? Ich habe dich ja gar nicht gesehen." „Oh, wir saßen ganz vorn in einem Wagen ziemlich dicht hinter der Lokomotive. Wir fuhren an dir vorüber. Du sahst nach einer anderen Richtung. Hier, liebe Eva, dies ist mein Freund, Doktor Wirton aus Utrecht." Eva reichte Wirton freundlich die Hand: „Ich freue mich. Sie zu sehen, Doktor Wirton. Sie leben in Utrecht?" „Jawohl, Mistreß Borgloh. Ich bin Kunsthistoriker und habe mich für ein paar Jahre in Utrecht niedergelassen, um an der dortigen Universität eine Arbeit zu vollenden. Aber ich freue mich immer wieder, wenn ich für ein paar Tage in unser liebes altes England zurückkomme. Da mich Mister Borgloh so herzlich aufgefordert hat, habe ich die Gelegenheit gern benutzt, um mitzukommen. Ich habe am British Museum zu tun. Aber Borgloh meinte, bas hätte auch noch Zeit bis nach dem Lunch." „Natürlich hat es das", sagte Eva lächelnd. Der elegante, gewandte Mister Wirton gefiel ihr. „Also bitte, kommen Sie! Ich habe als selbstverständlich angenommen, daß Sie bei uns speisen werden. Wir sind auch ganz unter uns. Nur meine Verwandten Parkins sind dabei. Es ist dir doch recht, Darling?" wandte sie sich schmeichelnd an ihren Gatten. Friedrich Borgloh schien aus tiefen Gedanken auf» zusahren: „Natürlich. Selbstverständlich ist es mir recht. Ich fürchte nur, unsere Unterhaltung wird Mister und Mistreß Parkins nicht sehr interessieren. Wir haben nämlich verschiedenes Fachliches zu besprechen." „Aber wir werden trotzdem hoffentlich noch etwas Zeit finden, uns mit der liebenswürdigen Gastgeberin und ihren Verwandten zu unterhalten", meinte Wirton, mit einem scheinbar bewundernden Blick Evas schönes Gesicht streifend. Bald fuhren die drei in dem Borqlohfchen Auto vom Bahnhof fort. Eva war in strahlender Laune. Die leichte Verehrung, die dieser Doktor Wirton chr offentsichtlich erwies, gefiel ihr. Und so zeigte sie sich von der allerbesten Seite. Sie lächelte und scherzte, neckte Friedrich Borgloh mit seiner Schweigsamkeit. „Er ist nämlich ein schwerfälliger Deutscher, Doktor Wirton, müssen sie wissen", sagte sie lachend. „Viel zu ernst und tief veranlagt für mich. Aber keiner kann ja aus seiner Haut heraus — nicht wahr?" „Das wäre auch schade, Mistreß Borgloh", lachte Wirton. „Ich bin überzeugt, Borgloh findet Sie so, wie Sie sind, entzückend." „Sie sind ein Schmeichler", lachte Eva und erhob scherzhaft drohend die Hand gegen Wirton. Der aber beugte sich schnell darüber und küßte diese. „Nie im Leben habe ich mehr die Wahrheit gesprochen als jetzt, Mistreß Borgloh", beteuerte er. Friedrich Borgloh saß stumm dabei. Dieses leichte Geplänkel zwischen Eva und dem Detektiv war ihm geradezu unheimlich. Was bezweckte Mac Lean eigentlich damit? Nun, vielleicht Evas Vertrauen zu gewinnen. Und das schien ihm in der Tat gelungen zu sein, denn als sie vor dem Borglohschen Hause anlangten, plauderten die beiden miteinander, als wären sie längst alte Bekannte. Der Diener öffnete. Eva und die beiden Herren betraten die große Halle des Hauses. Mac Lean sah sich scheinbar bewundernd um. „Herrlich haben Sie es hier, Mistreß Borgloh — für einen armen, kleinen Privatgelehrten, wie ich es bin, geradezu überwältigend. Darf ich mich einmal umschauen?" Er machte Miene, die Halle genau zu inspizieren. „Ich gebe Ihnen später die Erlaubnis, das ganze Haus von oben bis unten zu besichtigen, Mister Wirton. Aber erst, denke ich, wollen wir unfern Lunch haben. Wenn Sie sich etwas erfrischen wollen — der Diener wird Sie führen." Dann verabschiedete sie sich liebenswürdig von Mac Lean. Auch Friedrich ging in sein Zimmer hinauf, um sich frisch zu machen. Er stand einen Augenblick still, hielt mit einer verzweifelten Gebärde die Hände an die Schläfen. Nebenan hörte er Eva trillern. Sie schien in glänzendster Laune zu sein. War es möglich, daß ein Gesicht wie das Evas fo log, daß sie mit Verbrechern im Bunde war? Welch fürchterliche Wandlung war mit ihr Dorgegangen! Und wer hatte sie verschuldet? Es kostete ihn eine ungeheure Ueberwindung, den unbefangenen und aufmerksamen Hausherrn zu spielen. Aber er dachte immer an Mac Leans Warnung, daß kein Mensch vor der Zeit erfahren durfte, was gespielt wurde. Nach einer Viertelstunde fanden sich in dem Wohnsalon des Hauses die Bewohner zusammen. Eva hatte ihre weiße Smokingjacke abgelegt. Sie trug zu dem weißen Rock eine weiße Bluse aus glänzender Seide, die eng um den Körper gewickelt schien und hinten im Rücken die zierliche Taille mit Mittwoch, 12. Dezember 1934 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) nr. 290 vierter Blatt Was gibt es Neues in der Medizin? Von Or. med. p. Wölffel. bmmerheizung und Gesundheit 1Chen Und MJ? (sobald die Zentralheizung zu arbeiten anfängt, ♦be,teoQuaiu/h wennt für viele Menschen eine kritische Zeit. Sie Pörnen die Luftveränderungen im Raum nicht ver- I U. ° a!> rcaen, oder sie tragen der plötzlichen Erwärmung , lief Rechnung, ziehen sich zu dick an und haben e9 39, Te|Gnk ’ j )ic- Unachtsamkeit mit einer Erkältung zu bezahlen. pn°' ; lim diesen Unannehmlichkeiten zu begegnen, suche no zunächst einmal den Fehler in der Art der jirmerbefjeijung selbst. Jrn allgemeinen soll die , n. , 8r«PPe Gieß" Caracciolas Weltrekord n von „grün und )i Wßeife eine grüngelbliche Verfärbung von Haut, Sichlimhäuten und Augäpfeln. ichgeschiltti' eten, TeppzcM Teppiche 1 X, TAF E,L\NC liZvonRe äue 11 Bismar, ^ahlwaren gut gepflegt ^ager an Pfej DETfW$ Daten für Mittwoch, 12. Dezember. 1838: der bayerische Feldmarschall Karl Philipp Fürst von Wrede zu Ellingen gestorben (geboren 1767); — 1865: der Reisende Karl Georg Schillings in Düren geboren (gestorben 1921); — 1933: der nationalsozialistische Deutsche Reichstag eröffnet. Bu*bed, Rudolf Caracciola bei seiner Rekordfahrt auf der Berliner Avus, wo er mit feinem Mercedes-Benz-Rennwagen die bisherige Weltbestleistung über 5 Kilometer mit fliegendem Start auf 311,96 Stundenkilometer steigerte. Dieser Rekord ist ein internationaler Klassenrekord, also nicht mit dem absoluten Weltrekord zu verwechseln. STECI $dle WeiliMchn-fe :häft für Stabil " Telepho: 2)?5 ist die eine Ursache der Gelbsucht. Sie braucht Niümsch nicht immer auf einer seelischen Erregung Bin brühen, sondern kann auch zum Beispiel im Ge- foÜ$(iDon Darmkatarrh auftreten. In diesem Falle falöut die Darmschleimhaut an der Mündungsstelle belle Botenganges an und verhindert so, daß die Glirlli in den Darm übertritt. Gallenstockung kann aber nud) auf entzündlichen Veränderungen in den Umgängen ober auf ber Bilbung von Gallen- ftenmi beruhen. Bei Neugeborenen, bie plötzlich geijfoiüe eine Zitrone werden, hat diese Erscheinung mitiebr- eine andere Ursache, nämlich den Wechsel des BM eislauss. Gelbsucht ist aber nicht nur als Fsilgi.- oder Begleiterscheinung eines anderen Lei- dsinroanzusehen, sondern kann auch ihrerseits als er fies Anzeichen einer anderen Erkrankung, z. B. eiliRk-l ernsten Leberleidens gewertet werden. Will die Gelbsucht so viele verschiedene Ursachen ofckröebeutungen haben kann, muß der Behandlung mnHlich erst eine gründliche Untersuchung voraus- ge|Eje Hausmittel sollten nicht bedenkenlos ange- nrm werden, sondern höchstens als Ergänzung zu belle ^ztlich verordneten Behandlung. der Speisen mit den Geschmacksnerven allein aufzunehmen. Wenn sich der Schnupfen aber nicht auf die Nasenhöhle beschränkt, sondern auch auf die Schleimhaut des Rachens, der Mandeln, des Gaumens oder der Zunge übergeht, dann ergreift er die dortigen Geschmackspapillen selber. Aber auch diese Erscheinung pflegt mit dem Schnupfen zu verschwinden. Aasenbluten. Kinder leiden manchmal unter Nasenbluten, was die Eltern aber nicht zu erschrecken braucht, wenn das Leiden nur selten auftritt und bald wieder aufhört. Häuft sich dagegen dieser Vorgang, und ist er mit erheblicherem Blutverlust verbunden, dann ist es ratsam, von einem Arzt die Ursache des Leidens aufklären zu lassen. Manchmal hat sich die Nasenschleimhaut entzündlich verändert, manchmal hängt die Blutung auch mit der allgemeinen Körperbeschaffenheit zusammen. Gewöhnlich zeigt sich bei stand bringen. schwächlichen, blutarmen Naturen eine Neigung zum Nasenbluten. Diese Menschen pflegen unter den Blutungen mehr als andere zu leiden, da sie den Blutverlust nicht fo leicht ausgleichen können. Aber auch Krankheiten der Fingernägel. Viele im Haushalt tätige Frauen leiden an rissigen und zu weichen Fingernägeln. Diese Schäden entstehen durch die häufige Berührung mit Seife, Lauge ober anderen Wasch- und Putzmitteln. Auch Personen, die beruflich mit schädlichen Chemikalien zu tun haben, wie Photographen, Aerzte, Apotheker, Krankenschwestern usw., klagen häufig über rissige Nägel. Eine weitere Folgeerscheinung dieses Leidens ist die gesteigerte Fähigkeit, Krankheitskeime durch die geschädigten Stellen aufzunehmen. Andererseits greifen Krankheiten, die im Körper stecken, auch auf die Nägel über und machen sich dort bemerkbar. Verschiedene innere Krankheiten, Nerven- ober Stoffwechselerkrankungen, besonders aber Infektionskrankheiten, bie mit hohem Fieber verlaufen, können mitunter Furchenbildung und Rissigwerden der Nägel zur Folge haben. Die quer verlaufenden Furchen und Verdickungen, die im allmählichen Wachstum nach oben rücken, können durch Beschneiden bald beseitigt werden. Leidet man unter längs verlaufenden Furchen und Riffen, bann hat man die Ursache nicht in einer Krankheit, sondern meistens in ererbter Anlage zu suchen. Vom Nagelgrund aus wird nicht immer die gleiche Nagelsubstanz gebildet. Dadurch entstehen weiche Stellen, die leicht am Rande einreißen. Auch die Alterserscheinungen machen sich mitunter bei den Nägeln bemerkbar. Wenn das Nagelbett schrumpft, dann legt sich die Nagelplatte, die sich nicht in gleichem Maße verändert, in Falten. Daraus entstehen mit der Zeit Sprünge und Risse. Die Farbe der Flügel verändert sich dann ebenfalls. Sie werden grau oder graugelb, verlieren ihren halbmondförmigen Bogen am Nagelgrund und erscheinen recht unansehnlich. Wo äußere Ursachen die Erkrankungen hervor- gerufen haben, hat man nichts anderes zu tun, als diese Ursachen zu beseitigen oder ihnen entgegenzuwirken. Zum Beispiel zieht man sich beim Hantieren mit Chemikalien Gummihandschuhe an und sorgt für besondere Pflege der Nägel. Man bürstet sie mit einer weichen Handbürste und mit fettender Seife, kürzt die Nägel regelmäßig, feilt sie am Rande und bedeckt sie nachts mit zehnprozentiger wässeriger Alaunlösung, der man 30 Prozent Glyzerin zugesetzt hat. Manchmal schreibt der Arzt — aber nur dieser! — eine Arsenkur vor oder man muß Pillen aus gewissen Hornsubstanzen einnehmen, denen ein günstiger Einfluß auf das Wachstum von Haaren und Nägeln zugeschrieben wird. Marvm verlieren wir bei Schnuvken den Geschmack? Die entzündliche Schwellung der Nasenschleimhaut, gemeinhin Schnupfen genannt, hat verschiedene unangenehme Begleiterscheinungen. Das Geruchsvermögen leidet, was sich leicht aus dem Charakter und der örtlichen Begrenzung der Erkrankung erklären läßt. Daß aber auch die Geschmacksempfindung bei Schnupfen leidet, muß den Laien schon eher wundernehmen. Wenn man aber die Geschmacksempfindung nicht nur auf die Geschmacksnerven allein zurückführt, sondern sie auch als Leistung der Geruchsnerven auffaßt, dann wird die Sache schon klarer. Wir vermeinen die Speisen ja auch zu „schmecken", wenn nur der Duft zu den Riechnerven emporsteigt und dort eine angenehme Empfindung hervorruft. Manche Speisen haben nämlich keinen eigentlichen „Geschmack". Man halte sich nur einmal die Nase zu und versuche, den Geschmack ich Ms!! ind. Fernrufi vollblütige Personen, die infolge einer Stockung des Blutumlaufs in den großen Hauptschlagadern an Schwindelgefühlen oder Kopfschmerzen leiden, bekommen häufig Nasenbluten, nur bringt es ihnen eher Erleichterung als Beschwerden. Natürlich soll man hier lieber nach der Ursache der Blutstockungen forschen als das Nasenbluten weiter tatenlos zu erdulden. Um das Nasenbluten zu stillen, zieht man etwas kaltes Wasser durch die Nase hoch, dem man etwas Essig oder Zitronensaft beimischen kann. Es ist auch ratsam, mit Daumen und Zeigefinger die Nasenflügel an die Nasenscheidewand anzupressen, um die Bildung eines Gerinnsels zu beschleunigen. Auch ein in heißes Wasser getauchter und in die Nafenöffnung geschobener Wattebausch kann die Blutung zum Still- litt geärgert hat, dann hat, medizinisch gesprochen, in seelische Aufregung störend auf die Körper- Jraonen übergegriffen und im Leberkreislauf eine ptöiatfje Stockung hervorgerufen. Die Galle ergießt i ch iann nicht mehr vollständig in den Darm, son- ) nitritt teilweise ins Blut über und bewirkt auf lirmerbeheizung jelbft. Jrn allg, Unperatur zwischen 17 und 19 Grad betragen ijni im ganzen Zimmer gleichmäßig verteilt sein. e. , vfein' die Heizkörper zu sehr erwärmt, dann wird j webens nur die eine Seite des Körpers warm ge» im p " Mm, ober man bekommt zwar einen heißen Kopf, chgest t be kalte Füße. Auf diese Weise wird unsere eigene ■fuhi Sofinenstrak Spiel dche* undfa Sinmeregulierung empfindlich gestört, und die iWte Folge ist eine Erkältung. Damit die Zimmer »^nächsten Morgen leicht zu erwärmen sind, lasse 11a sie deshalb auch nachts nicht ganz auskühlen. ; lif den Zustand der Luft muß ebenfalls geachtet ipeuen. Vergiftungen durch Kohlenoxydgas sind $mriid)t so sehr selten. Man sehe also immer bar» cussdaß bie Defen regelmäßig abgestaubt werben, tkn bie Verbrennung von Staub an ber Außen- [iti stark geheizter Defen kann ebenfalls bie Bil- Kohlenoxybgas herbeiführen. Der Feuch- kzkitsgehalt ber Lust ist von großem Einfluß auf ipr körperliches Wohlergehen. Die Aufstellung Mn Wasserbehältern ist besonbers bei Zentral- jl’ijmg eine Notwenbigkeit. Da das Wasser unter Irnünöen ziemlich schnell verdunsten kann, ist für ileti'Nachfüllung Sorge zu tragen. Man sieht also, «lifjiman auch in der modern eingerichteten, mit äilei technischen Neuerungen versehenen Wohnung einte Handgriffe selber tun muß, um Temperatur U^dWuftfeuchtigkeit zu regeln. Man lasse sich aber mesi kleine Mühe nicht verdrießen, unser Körper dir! dafür dankbar fein. Hoher kommt die Gelbsucht? Sinn sich jemand tatsächlich einmal „grün ur einem breiten Seidenband umgab. Die Bluse war ärmellos und am Hals ziemlich tief ausgeschnitten. In wunderbarer Weise und vollendeter Form blühten Arme und Hals aus dieser weißglänzenden Seide. Das feine Handgelenk trug immer einen Reif von Brillanten. Eine Kette von kleinen Brillanten, die wie Tautropfen blinkten und zitterten, lag um den schlanken Hals. Borgloh warf einen Blick auf diesen Schmuck und dann auf den Detektiv. Aha, dachte Mac Lean, auch eines von den Schmuckstücken, die angeblich unecht sein sollen und in Wahrheit echt sind! Sie müssen eine ganze Anzahl Pfund Sterling gekostet haben. Derartige Summen kann selbst eine Eva Borgloh nicht so ohne weiteres frei machen! — Sein Verdacht wurde immer stärker. Die beiden Parkins, denen der Gast vürgestellt wurde, kamen ihm ungeheuer liebenswürdig entgegen. Aber Mac Lean konnte doch feine Abneigung gegen diese beiden nur schwer verbergen. Das Gesicht des alten Parkins hatte etwas Verschlossenes und Lauerndes. Und um den Mund von Frau Parkins lag ein Zug, der nichts Gutes verhieß. Aber Mac Lean war gewandt genug, um diese Empfindung unter einer unbefangenen Freundlichkeit zu verbergen. Bald saß man in lebhaftem Geplauder bei Tisch. Der Diener und das Stubenmädchen Lizzi reichten die Speisen, die ausgezeichnet zubereitet und tadellos angerichtet waren. Dazu gab es einen sehr guten Rheinwein und eisgekühltes Sodawasser. Der einzige am Tisch, der schwieg, war Friedrich Borgloh. Es schien, als gehörte er überhaupt nicht dazu. Kein Unbefangener hätte eigentlich glauben mögen, daß er der Herr des Hauses war. Die Unterhaltung spielte sich ausschließlich zwischen Mac Lean und Parkins sowie Eva ab, ging über Friedrich Borgloh einfach hinweg. Mac Lean fetzte seine anfängliche Taktik fort, Eva durch ziemlich unverhüllte Schmeicheleien für sich zu gewinnen. Eva sah ein paarmal ängstlich zu Friedrich Borgloh hinüber. Sie wußte, daß er sonst auf einen Flirt von ihr nicht sehr freundlich reagierte. Aber er schien überhaupt nichts zu bemerken. "Aber Sie sind ja so schweigsam, Mister Borgloh", sagte zwischendurch einmal der Gast und hob sein Glas mit Rheinwein gegen Borgloh. „Wette, Ihnen steckt wieder eine neue Arbeit im Kopf." „Ja, verzeihen Sie — in der Tat, ich bin unhöflich", sagte Friedrich Borgloh, wie zu sich kommend. „Ich bin wirklich mit meinen Gedanken schon ganz bei dem Kongreß. Ach, entschuldigen Sie, da fällt mir em, ich sollte ja unbedingt bis ein Uhr den Direktor des Tropen-Instituts anrufen, und nun ist es gleich eins. Sie entschuldigen mich! Wir sind ja ohnedies mit dem Essen fertig." (Fortsetzung folgtl) Oberheffen Preußen r Denken Sie an STOFFE, denken Sie an BERNARD Wii 1 Weihnachtsgeschenk .VA A CARLJ\iOWÄr Allsthnsi. W- wmi fäUntc 14^ Ut Am Oswaldsgarten GIESSEN Ruf-Nummer 2145/2146 Anmacbholz liefert; FotmmiesWeUer Zimmerei und Sägewerk Leihgestern b. Gienen. ßoaoD Konditorei JCeiniidi Kettler Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in Gieß« brachte den bedauernswerten Mann in die Chirur, gisch Klinik nach Gießen. Wie wir auf Anfra« bei der Klinik erfahren, hat der Verunglückte außer der schweren Kopfverletzung auch ein« Schädelbruch erlitten. Kreis Wehlar. * Launsbach, 11. Dez. Bei der Geldfammlum für das Winterhilfswerk wurden in unserem Ort? am Tage der Nationalen Solidarität ingesamt 48,65 Mark gesammelt. Das Ergebnis jft für unser Dorf sehr befriedigend. Vetzberg, 11. Dez. Die Sammlung am Tai der Nationalen Solidarität ergab den für unsere kleine Gemeinde ansehnlichen Betrag von 46.30 Mark. — Bei der Viehzählung W 5. Dezember wurden hier 2 Pferde, 119 Stück Rind, vieh, 122 Schweine, 72 Ziegen, 31 Kaninchen, 682 Hühner und 13 Bienenstöcke gezählt. ’M D »ja Paz Acht, den Biruppen z Mn und Meiden - Aon in di iHinisler di Am Rück i jtellvertre Ulfen wie u eine Rach' Merlans d [in find. 1 Was h |1 Jolle" ei 11t der 1 t eit uni leynftan er und iguai) ge. p ohren öii auayiichen i- bis beute r tij rif^erfii ÜMj 1933 > I Bolio eutfdjlanl raisend Ml mcrn beroo Besonders gut und preiswert bedient man Sie bei PHOTO-PFAFF Löwengasse Nr. 6 — Telephon Nr. 3132 In meinem neuzeitlich eingerichteten Atelier, ausgerüstet mit den modernsten Aufnahmeapparaten, sind Aufnahmen zu jeder Zeit möglich. Sonntags geöffnet von 10 bis 1 Uhr. - Besichtigen Sie bitte meine Ausstellung. . ________________________________________________________________7294 D kon Hagebölling und die Schlußansprache von Pfarrer Schmidt Ausdruck. □ Laubach, 11. Dez. Die Sammlung am Tage der Nationalen Solidarität ergab in unserer Ortsgruppe den ansehnlichen Betrag von 350,07 Mark. Es ist dies das höchste Ergebnis, das bisher in unserem Städtchen bei Sammlungen gleicher Art erzielt worden ist. Kreis Alsfeld. N. Flensungen, 11. Dez. Dieser Tage hielt der Kriegerverein Flensungen die letzte Versammlung des Jahres 1934 bei Kamerad W. Weifenbach ab. Vereinsführer Schumann hieß die Mitglieder willkommen und teilte mit, daß der Beitrag zur SA.-Reseroe einheitlich auf 30 Pf. herabgesetzt wäre. Ferner berichtete er noch über die Kyffhäusertagung. — Im hiesigen Bibelheim Flensungerhof fand eine Adventsfeier statt. Gitarrenlied und Gedichte leiteten die Feier ein. Juaendsekretär Prediger G a n b a tz hielt die Ansprache. Mit einem Lied schloß die weihevolle Stunde. N. Mücke, 11. Dez. Der Bienenzüchterverein, Ortsgruppe Mücke, hielt bei Gast- wir B a i st seine Monatsversammlung ab. Vereinsführer Erb hieß die Teilnehmer willkommen und erstattete dann einen lehrreichen Vortrag über die Kleintierschau in Frankfurt. Ferner wurden Fragen der Bienenweide erörtert. Die Mitglieder lieferten ein ansehnliches Quantum Bienenhonig für die Winterhilfe ab. x» Burg-Gemünden, 11. Dez. Eine unserer alten Kirchenglocken, die im Jahre 1749 gegossen worden war, trug schon seit geraumer Zeit eine Beschädigung, die sich soweit vergrößerte, daß die Glocke nicht mehr gebrauchsfähig war. Der Gemeinderat beschloß die Anschaffung einer neuen Glocke, die dieser Tage an der Station Burgund Nieder-Gemünden eintraf. In feierlichem Zuge wurde die Glocke ins Dorf gebracht und durch Fach- Kreis Schotten. a Schotten, 9.Dez. Der SchottenerMän- n e r ch o r hielt gestern abend in der festlich geschmückten, gut besetzten Turnhalle sein diesjähriges Winterkonzert unter Leitung seines Dirigenten Nagelfchmidt ab. Mit einer feierlichen Motette von Nägeli wurde das Konzert eingeleitet. Schwierige Chöre („Die Nacht", „Liebe" und „Der Lindenbaum") von Schubert wurden mit feinem Kunstempfinden wiedergegeben, ebenso auch einige Volkslieder. Große Anforderungen stellten ein Chor „Hymne an das Feuer" von Zenger und „Wach auf!", Chor von Baldamus mit Begleitung eines Streichorchesters. Am meisten Beifall fand der reizende altbekannte Strauß-Walzer „An der blauen Donau", ebenfalls von der Streichmusik begleitet. Der Chormeister hat seine Sänger mit ihrem jungen, guten Stimmaterial bestens in der Hand. Die Stadt kann auf ihren Männerchor und seine Leistungen mit Recht stolz sein. Ein Gast, Fritz Kirschner (Wiesbaden), Bassist, begleitet von Frau Nagel- schmidt, sang mit seiner guten, volltönenden Stimme, mehrere Lieder von Mozart und Loewe, auch eine Hymne an den Führer. v Schotten, 11. Dez. Die Haussammlung am Tag der Nationalen Solidarität erbrachte hier rund 500 Mark. oo Laubach, 10. Dez. Heute abend wurde bei gutem Besuch in der hiesigen Stadtkirche der erst kürzlich geschaffene Film „Segensspuren der Liebe" vorgeführt. Der Film führt in die Arbeit der Inneren Mission in Nassau-Hessen ein. In sehr feiner Weise gibt er ein umfassendes Bild all des Elendes, aber auch all der Liebe und der Hilfe, die solches Elend wehrt und heilt. Klar wird die Frage, die heute so oft gestellt wird, beantwortet: Warum so viel Elend in der Welt? „Daß die Werke Gottes offenbar würden." So werden die Bilder ein Aufruf zu tätiger Liebe des Glaubens. Dem gaben auch die einleitenden Worte von Dia- Trop'sch' rljaco ei [er Tlago L| im Hei trollt da W, da kn ihren ien habe meritanif« Guarani M «in Voll I iifes Jahn i Mblid) bi! ft o viel ote wenn Sie täglich etwas HESA-Eierlegemischfatter beifüttern. mmI| Samenhaus HESEMAHWi Gießen, Lindenplatz l/lübztich&S deu, UousUatt Machen Sie der Hausfrau die Freude und schenken Sie etwas für den Haushalt Solche Geschenke sind noch lange nach Weihnachten da. Damit Sie es leichter haben, seien hier einige Vorschläge gemacht: Brotkasten, emaill. mit Messing beseh lag . . . 6.45 Wandkaffeemühle, gutes Mahlwerk.......3.00 Tellerwaage, verläßlich wiegend ........2.65 Aluminium-Wasserkessel.............2.30 Mülleimer, schließt selbsttätig..........6.00 Holzstoffwanne, oval und rund.........4.25 Emailletöpfe, Gasbackform, Brotschneidemaschine, Fleischhacker, Teppichkehrer, Mop, Wringmaschine 0as ist aber noch nicht alles. Es gibt noch viele andere schöne Geschenke bei Geschmackvoll Dlese 3 weeentlloh»n Eigenschaften der guten Familien-Drucksache jyfi bag i ifpk ' Für alle Fahrten Autoanruf 4242 am Bahnhot^J^ Mtaviere neue und gebrauckte, A gemäßenPrenen u.gunM^ Zahlnngs - Bedmguns^^ verkaufen und ;u oerni Geovs Ebee» Klaviermacher - . Gießen, Ludwigstratze o Telephon 2403 Klavierstimmen u-Revara^ ntvipOtß iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii ÄUa Anzeigen-Aktiengesellschafi Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften Gietzen / GchrMvatze Z lllllllllllinHHIlHIIIIIHIIIIIillllllllllllllllllHIIIIlIHHIIIIIIIIIIIIIIHIIlIHllllll wurden folgende Betrage aufgebracht: Homb--. 202,17 RM: Deckenbach 40,30 RM.: Oontershn? sen 13,50 RM.-. Haarhausen 23,45 RM.-. 8,10 RM.: Nieder-Osleiden 69,84 RM. und in Ä Ofleiden 44,95 RM. Der Gesamtbetrag beläuft tu auf 402,31 RM. ] ss. Grebenau, 11. Dez. Die hier zur Cr, holung weilenden neun Knaben aus dem Saaroe' biet sind dieser Tage wieder in ihre Heimat ?u' rückgekehrt. — Die W i n t e r h i l f e - S a lung anläßlich des Tages der nationalen Solidi rität brachte folgendes Ergebnis: Eulersdorf lOfä' Bieber 10,20, Reimenrod 13,30, Wallersdorf 10'50' Grebenau 45,70, Schwarz 57,40 und Udenhausen 23,05 Mark. — Die vor einigen Tagen durchs, führte Viehzählung in der Gemeinde (B?e. benau hatte folgendes Ergebnis: Pferde 27 (2$| Stück, Rinder 327 (339), Schweine 333 (326), gen 107 (117), Hasen 53, Federvieh 1157 ('11491 und Bienenvölker 36. Die in Klamemrn angeführte» Zahlen bedeuten das Ergebnis von 1933. ■