Nr 10 Erstes Blatt 184. Jahrgang Zreltag, 12. Januar M4 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Cie euer Familienblatter Heimat m Bild-Die Scholle Momtts-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr . „ -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanschliisse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten^ Anzeiger Gießen popschecttonto: Kronifurt am Blain 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühl'sche UnIverfitStt-Such- und Steindruckerei R. Lange in Gieften. §christle:tung und Geschäftsstelle: Sckulftraße 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrist oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-. Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzeigen. Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalen der im Textteil 12 Rpf. je mm Alkoholsteuern gegen säumige Schuldner. Washington, 10. Ian. (Reuter.) Der Senat hat den Gesetzentwurf über die Einführung der Besteuerung alkoholischer Getränke angenommen. Der Senat nahm ferner einen Zusatz zu dem genannten Gesetzentwurf an, wonach zusätzliche Steuern von drei Dollar je Gallone für Wein und fünf Dollar je Gallone für Liköre erhoben werden sollen, die aus Ländern stammen, die ganz oder teilweise mitihrenKriegs- schulden i m Rückstände sind. Der Gesetzentwurf wird jetzt wegen des Zusatzes an einen Ausschuß der beiden Kammern zurückverwiesen. — In politischen Kreisen ist man mit dem Zusatz zu dem Gesetzentwurf sehr einverstanden. erfüllt, lehnt jeden weiteren Zusahantrag ab und geht zur Tagesordnung über. Ein erster Erfolg des Kabinetts. Verbesserte Aussichten für Chautemps. Paris, 12. Ian. (DRV. Funkfpruch.) In der pari'er presse neigt man der Auffassung zu, dah die Regierung sich durchsetzen werde. „Chau- lemps hat sich seiner Aufgabe meisterhaft entledigt", schreibt „Journal", „und wenn bei Fortsetzung der Aussprache nichts neues eintritt, darf man, ohne voreilig zu sein, behaupten, dah er gewonnenes Spiel hat." Der „Mali n" hebt den starken Beifall hervor, den die Ausführungen Chautemps auf fast allen Bänken des Hauses ausgelösi hätten. Die llnZufriedenheit der Opposition über eine günstige Wendung, die etwa die Debatte für die Regierung nehmen könnte, kommt in den Kommentaren ihrer Blätter zum Ausdruck. So schreibt „Ccho de Paris": Was Chautemps fagte, waren Worte, nichts als Worte. Wir wollen abwarlen, wie fein Reinigungswille sich auswirken wird. Cr wird sich vor allem in feiner eigenen Partei betätigen können. — Die Sozialisten wollen versuchen, anläßlich dieser Debatte bestimmte Forderungen ihres Programms durchzudrücken. „Wir verlangen", schreibt £con Blum im „Populaire", „in Erwartung der endgültigen Rationalisierung schon seht, dah die Re- 'ervedeckung der Versicherungsgesellschaften und Kreditanstalten der öffentlichen Verwaltung unterstellt werden." Stürmische Kundgebungen vor der Kammer und aus den pariser Boulevards. SchwereZusammenstösemitderpoüzei-DieBoulevardseinwüstesTrümmerfeld Ministerpräsident Chautemps begann seine Rede mit der Bemerkung, daß die Presse mit gutem Recht rasche und strenge Maßnahmen zur Abstellung der Mißstände fordere. Niemand habe aber das Recht, an seiner, des Ministerpräsidenten, Energie zu zweifeln. Der schlimmste beim Fall Stavisky festgestellte Fehler sei die Tatsache, daß der gegen ihn anhängige Prozeß nicht weniger als neunzehnmal von einem Terminzum andern verschleppt werden konnte, ohne daß er zur Verhandlung kam. Zur Entlastung der Polizei müsse man sagen, daß sie w'"derholt in Berichten auf Stamskys Machenschaften aufmerksam gemacht habe. Aber es ei trotz aller Anträge der Polizei unmöglich ge- wisse Ängeschuldigte in haft nehmen zu lasten. Diese Lage sei unhaltbar. Ministerpräsident Chautemps führte dann als Beispiel für die Stavisky zuteil gewordene Begünstigung an, daß er lm Marz 19-5 von den Kasinos und Spielklubs ausgeschlossen wor- den sei, daß er aber 1931 wieder die Genehmigung znm Betreten der Spielsäle erhalten habe Diese Genehmigung habe ihm unbegreiflicherweise Verse l b e Polizeikornrnissar e r t e l l t, der ihn sechs Jahre vorher a u s g e s ch l o s s e n habe. Ein Pariser Polizeibericht habe auf eine Anfrage sogar geradezu prophetisch voraus gesagt es stehe eine geschäftliche Operation Stamskys m Banonne bevor. Der Betrug habe auf Grund der in Bayonne eingehefteten Kassengutscheine des Leihhausts gar nicht festgestellt werden können. Erst im Falle der Nichteinlösung wäre der Betrug herausgekommen. Gewiß gebe es im sterium eine Kontrollstelle, aber sie ube nur eine Paris, 11. Ian. (DNB.) Die seit Tagen mit ’ Spannung erwartete Kammersitzung, die dem Sta- < visky-Skandal gewidmet ist, begann am Donners- l tag um 15.30 Uhr im Zeichen der allgemeinen 1 Nervosität. Um unerwünschte Kundgebungen oder ! sonstige Ueberraschungen zu vermeiden, sind s ä m t - : I i cf) e Zugänge zum Kammergebäude oon Polizeiabteilungen besetzt. Besonders stark sind die gegenüber dem Palais Bourbon über die Seine führende Brücke, die Place de la Concorde, und der Boulevard St. Germain gesichert. Hinter den Polizeiabteilungen drängen sich die Zuschauer. Auf dem Boulevard St. Germain kam es gegen 19 Uhr zu leichten Zusammenstößen zwischen der Polizei und einer Gruppe von Demonstranten. Der Verkehr auf dem Boulevard ist unterbrochen. Vor der Polizeikette sammelte sich eine riesige Menschenmenge, aus deren Mitte fortwährend „Nieder!" gerufen wurde. Das Parlament bietet den üblichen Anblick eines Großkampftages. Die Tribünen sind bis auf den letzten Platz besetzt. Die Abgeordneten sind vollzählig erschienen, und die Regierungsbank ist besetzt. Der Kolonialminister Dali- mier hat seinen Abgeordnetensitz eingenommen. Der zum zehnten Male wiedergewählte Kammerpräsident Bouisson eröffnete die Sitzung. Er führte u. a. aus: Die Kammer ist ungeduldig. Sie will ohne Verzögerung in die vom ganzen Land erwartete Aussprache eintreten. Wollen wir zulassen, daß noch länger die Unruhe andauert gegenüber dem trotz aller mutigen Anstrengungen weiter bestehenden Fehlbetrag i m Haushaltsplan, die Unruhe gegenüber der außenpolitischen Lage, die unbestimmt zu sein schien, obwohl die französische Politik in ihrer Beständigkeit und in ihrem Festhalten am Frieden in den Augen aller klar ist! Wird die Abrüstungskonferenz durch ein unhaltbares Paradoxon, durch eine grausame Ironie Auftakt eines neuen We11rüstens fein? Weiter die Unruhe gegenüber der U n ft a b i l i = t ät der Regierung; ist es für die Autorität der Regierung nicht außerordentlich abträglich, daß in einem Jahre vier Kabinette aufeinander gefolgt sind? Sodann die Unruhe gegenüber der tragischen Eisenbahnkatastrophe von Lagny! Nun wirft ein neuer Skandal die schwerwiegendste Frage auf: Darf das Privatkapital, an das der Staat appelliert, um feine schwebende Schuld zu konsolidieren, immer wieder von den Frechsten ausgebeutet werden? Die öffentliche Meinung ist alarmiert. Man wird sie nur durch eine klare Sprache beruhigen können. Der erste Redner, der sozialistische Abgeordnete ßagranb, stellte fest, daß Frankreich seit einigen Jahren in einer Atmosphäre von Skandalen lebe. Stavisky. so rief er aus, habe sich erschossen, aber die öffentliche Meinung habe einmütig die Behauptung über den Selbstmord verworfen und erblicke darin einen Polizeimord. Gegen diese Bemerkung legte der Ministerpräsident Verwahrung ein. Während der Interpellation des rechtsgerichteten Abgeordneten Dommangue gab der ehemalige Kolonialminister D a l i m i e r, der von Lagrand heftig angegriffen worden war, eine Erklärung zu seiner Rechtfertigung ab. Er will nur einen Fehler begangen haben, und zwar, daß er nichts getan habe, daß ein Bandit, der eigentlich hinter Schloß und Riege! gehört habe, frei umhergehen konnte. Als der Abgeordnete Vonnaure, gegen den Aufhebung der Immunität beantragt worden ist, sich zum Wort zu melden versuchte, mußte er den Zuruf sich gefallen lassen: „B e - zahlen Sie er ft Ihren Schneider!" Ein Kommunist bedeutete ihm ferner, daß er an den Laternenpfahl gehöre. Paris, 12. Jan. (DNB. Funkspruch) Vor dem Kammergebäude kam es in den späten Nachmittagstunden des Donnerstag wieder zu erheblichen Zu- ammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei. Zeitweilig wurden die Polizeibeamten sogar von der Menge jurüdgeb rängt, bis polizeiliche Ver- tärfung eintraf. Die Demonstranten haben kleine Bäume des Boulevards St. Germain ausgerissen, oroie eine hölzerne Straßenbauhütte abgerissen und versuchten, mitten auf dem Boulevard St. Germain eine Barrikabezu errichten. Die Demonstranten haben mehrmals versucht, geschlossen gegen das Kammergebäude anzurücken und auch i n s Arbeitsministerium einzudringen. Andere Abteilungen zogen in später Abendstunde lärmend und singend über die großen Boulevards. UeberaU behielt die Polizei die Oberhand. Aber nirgends ist es ohne Zusammenstöße abgegangen. Auf dem Boulevard Raspail und dem Boulevard Saint-Germain arteten sie teilweise in regelrechte Strahenschlachten aus. Hier bombardierte die Menge die Ueberiallkommandos mit Flaschen, Stühlen, Tischbeinen, herausgerissenen Gittern usw. Die Terrassen der umliegenden Cafes bieten nach Wiederherstellung der Ordnung ein wustes Trümmerfeld. Nicht weniger als 700 Verhaftungen sind im Lause des Abends vorgenommen worden, einige hundert Demonstranten und Polizisten wurden mehr oder weniger schwer ver - l.e tz t Das Opfer feines Berufes wurde e i n f r a n = zösifcher Berichtersta11er, der in dem Augenblick, als er die Ereignisse zu Papier bringen wollte, in einen solchen Zusammenstoß hinemgenct und niebergetreten wurde. Er wurde mit erheblichen Verletzungen ins Krankenhaus cingelic ert. Nach Feststellung der Personalien sind sämtliche Verhafteten kurz nach Mitternacht wie-der freigelas- sen worden. — Straßenkundgebungen hatten gestern auch in Lyon stattgefunden. Zwei Zeitungsdirektoren als Mitschuldige verhaftet. Die Schneiderrechnunq des Abgeordneten Vonnaure. Paris, 11. Jan. (DNB.) Der Untersuchungsrichter von Bayonne hat die Aufhebung der Immunität des Abg. Vonnaure von der Radikalen Partei beantragt. Außerdem hat er den Direktor der Volontö Dubarry und den früheren Direktor der Libertö Camille Aymard verhaften lassen. Dubarry soll oon Stavisky 2 000 000 Francs erhalten haben und der als Deutschenfresser bekannte Aymard 50 000 Francs. Der Abg. Vonnaure soll sich seine Wahlkampagne und eine Schneiderrech- nung in Höhe von 15 000 Francs durch Stavisky haben bezahlen lassen. Aymard hat bereits zugegeben, von Stavisky 50 0 00 Francs erhalten zu haben, bestreitet aber, ihm irgendwelche Dienste geleistet zu haben. Dubarry leugnet zwar nicht ab, daß die Volontö häufig finanzielle Mittel bekam — man spricht von 2 00 0 0 00 — behaup- tet aber, daß diese Gelder aus der Kasse der Gesellschaft Sapiens stammten. Er habe nichtgewußt. Verwaltungs-, keine Finanzkontrolle aus. Nach einem Hinweis auf die angekündigte Reorganisation der Justiz und der Polizei, die sich nach diesen Vorfällen als dringend herausgestellt habe, betonte Ministerpräsident Chautemps die Notwendigkeit einer moralischen Reform. Chautemps kündigte an, er werde die Möglichkeit nachprüfen lassen, auch versuchte Bestechung zur Erreichung direkter ober indirekter Vergünstigungen strafrechtlich zu verfolgen. Nach einem Hinweis darauf, daß Gerüchte im Umlauf seien, Stavisky habe nicht Selbstmord begangen, kündigte Ministerpräsident Chautemps noch an, daß er einen Gesetzentwurf einbringen werde, der alle Verleumder zwinge, sofort für ihre Behauptungen den Wahrheitsbeweis anzutreten. Stellen Sie sich, so schloß Chautemvs, hinter die Regierung, um das parlamentarische Regime und die öffentliche Moralität zu retten. — Hierauf wurde die weitere Aussprache auf Freitag vormittag vertagt. OieEntschließunqderliadikalsozialisten Paris, 11. Jan. (DRV.) DieRadikalsozialislische Partei hat eine Entschließung einstimmig angenommen, die dazu bestimmt sein dürfte, die Aussprache über die Stavisky-Jnterpellationen abzuschließen. Diese Entschließung lautet: Die Kammer stellt die Achtung vor der rechtschaffenen Gesinnung über alle anderen Erwägungen. Sie ist der Ansicht, daß das republikanische Regime die Pflicht hat, auf allen Gebieten für die Wiederherstellung der öffentlichen 2tto r at zu sorgen. Sie ist ent- schlossen, die schonungslose Aufdeckung der die öffentliche Meinung beunruhigenden Skandale zu verlangen. Sie fordert ein freies und stren- g e 5 Durchgreifen der Justiz. Sie vertraut der Regierung, daß sie ihre Pflicht voll und ganz daß es sich dabei nur um eine ArtStrohrnann handelte. Der Rechtsanwalt des Direktors des Bayonner Leihhauses hat den Untersuchungsrichter aufgefordert, festzustellen, ob Stavisky an einen Wahl- f o n b, der für die vor der Radikalsozialistischen Partei stehenden Mittelparteien bestimmt war, 2Vz Milionen Franken ausgezahlt habe, ferner, ob Stavisky der Radikalsozialistischen Partei für Propagandazwecke für 15 Millionen Franken Kassengutscheine des Bayonner Leihhauses zur Verfügung gestellt habe, die eine hochstehende Persönlichkeit in Handel gebracht hätte. Der Vorsitzende der Radikalsozialistischen Partei, H e r r i o t, stellt dieses Gerücht, soweit es feine Partei betrifft, in Abrede. Auch der W a h 1 a u s s ch u ß, der 2V2 Millionen Franken erhallen haben soll, dementiert diese Gerüchte. Der Pariser Polizeipräsident C h i a p p e, dem man enge Beziehungen zu Stavisky Dorgeroorfen hatte, erklärt, daß er mit dem Betrüger weder unmittelbar noch mittelbar in öffentlichen ober privaten Beziehungen geftanben habe. In Bayonne finb weitere brei Mit - glieber bes Stabtrates zurückgetreten. Die Gesamtzahl ber seit bem Finanzskanbal zurückgetretenen Stabträte beläuft sich damit auf 10. Strafverschärfung für Bestechungen Paris, 11. Jan. (DNB.) Der Justizminister hat in ber Kammer eine Reihe von Gesetzesvovschlägen eingebracht, die auf eine Reform bes Strafgesetzbuches in Bestechungs- und Verleumdungs- fällen hinauslaufen. Einer dieser Vorschläge sieht gleiche Strafen sowohl für den Bestechenden als auch für den Bestoche- n e n, ganz unabhängig davon, ob der Beschuldigte ein Privatmann ober Beamter ist, vor. Jede Person, die ihren Einfluß dazu mißbraucht, um sich ober dritten Personen unverdiente Vorteile zu verschaffen, ober auch nur zu verschaffen versucht, soll mit Gefängnis von sechs Monaten bis zwei Jahren und Geldstrafen von 200 bis 3000 Franken belegt werben. Wenn der Beschuldigte ein öffentliches Amt bekleidet, Abgeordneter ober Senator ist, erhöhen sich diese Strafen um 1 bis 5 Jahre Gefängnis und 1000 bis 10 000 Franken Geldstrafe. Das parlamentarische Aachfpiel des SiavWkandals Das Kabinett Chautemps kämpft um fein Leben. Kampf um China. Von unserem ^-Berichterstatter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Peking, Ende Dezember 1933. Marschall Chiang Kai Shek, der Oberherr der chinesischen Zentralregierung, führt rücksichtslosen Kamps gegen die Aufrührer in ber Provinz Fukien. Die Ausstänbischen haben alle erbenklichen Mittel eingesetzt, unb es ist in bem unwegsamen, burchschnittenen Gelänbe nicht leicht, sie richtig zu fassen. Cantons „berühmte" 19. Rote Armee, bie ben Japanern 1932 bei Schanghai zu schufen machte, haben sie verstauben, auf ihre Seite zu bringen. Es sollte ums Ganze gehen. Die heiligsten Symbole ber Kuomintang würben in Acht erklärt, man verbrannte in Fukien bie Bilder bes" „allverehrten Führers ber Republik China" Sun Pt Sens, unb man entrollte eine neue Fahne, um bamit kunbzutun, baß es sich um eine Neugestaltung, um Segrünbung einer neuen Regierung für ganz China hanbeln sollte. Zu bem Zweck haben bie Ausstänbischen auch versucht, wichtige Persönlichkeiten ber großen Volkspartei, ber Kuomintang, auf ihre Seite zu ziehen. Das ist ihnen aber bisher nicht gelungen. Es hat ben Anschein, baß bie Bewegung anfängt abzubröckeln unb daß es Chiana Kai Shek gelingen wird, sie mit seinen militärischen Mitteln nieberzuwerfen. (Die inzwischen gemelbete Einnahme von Amoy burch Marinetruppen ber Zentralregierung spricht für biefe Auffassung unseres Korresponben- ten. D. R.) Zum ersten Male finb hier auch von der Zentralregierung Flugzeuge gegen den inneren Feind zur Anwendung gekommen. Man spricht von Tausenden, die durch bie Bomben ber Flugzeuge ber Zentralregierung in Fütchau ums Leben gekommen seien. Diese Tatsache hat sehr böses Blut in China gemacht. Wo waren — so fragt man — biefe chinesischen Kampfflugzeuge bei bem Kampfe gegenbieSapaneranber Großen Mauer? Wo bei ben Kämpfen um Schanghai, wo bie chinesischen Truppen unb Niederlassungen so schwer unter japanischen Flugzeugangriffen litten? Die Stimmung im ganzen Lande ist zerrissen. Starter unb stärker zeigen sich bie Anhänger einer umfassenden Verständigung mit Japan. Auch in ber Zentralregierung selbst gibt es viele Anhänger bieses Gebankens, ber ber chinesischen Volksseele so nahe liegt: Da ist ein übermächtiger, uns technisch unb militärisch so weit überlegener Gegner vor unseren Toren. Natürlich wirb es ein etwas einseitiges Bünbnis geben, man wirb ben Japanern viele Konzessionen machen müssen. Aber laß sie boch kommen, laß sie bie tatsächliche Herrschaft im Lande ausüben, wenn sie uns Ruhe unb Orbnung bringen. Kamen nicht ähnlich vor 250 Jahren bie Manb schus oon außen unb ergriffen bie Macht unb verbreiteten eine Oberschicht im Lande? Nun, und wo sind jetzt alle die Mandschuleute? Du suchst sie vergebens, das unzerstörbare große chinesische Volk hat sie aufgesogen. So werden wir auch mit ben Japanern schließlich fertig werben. Indessen, augenscheinlich hat sich die Zentralregie- rung anders entschlossen. Sie war wohl schon auf dem Wege zur Anbahnung eines Bündnisses mit Japan. Man hätte unter dem in Japan erzogenen chinesischen Politiker Huang F u einen Politiken Rat für Nordchina dem bortigen, gleichfalls in Japan erzogenen militärischen Oberbefehlshaber Ho Pin Chin zur Seite gestellt, und Verhandlungen mit Japan waren im Gange. Vielleicht waren bie Rückkehr unb ber starke Einfluß von T. V. Song maßgebenb bafür, baß bie Verhandlungen abgebrochen wurden. Vielleicht wollte man mit Rücksicht auf die japanfeindliche Stimmung im Süden nicht weitergehen, bevor der Aufstand in Fukien niedergeworfen war — genug, die Der- Handlungen mit Japan sind offenbar nicht ro eite r g e f ü h r t worden. Japan hat das sehr übel vermerkt. Es hat zunächst, gegen die ursprüngliche Absicht, eine ziemlich starke japanische Garnison in der : Schlüsselstellung Chan Hai. Kwan am Seende : ber Großen Mauer zurückgelassen unb diese alte bedeutsame Stadt zu einem Freihafen gemacht, ‘ in bem alle Güter aus Japan unb Mandschukuo , zwangsweise zollfrei eingehen. So bekommt man > in Shan Hai Kwan billigste japanische Güter: einen ’ Sweter für brei mexikanische Dollar (ca. 85 Pf ), , eine Kiste Bier für 12 Dollar, ein Pfunb Lachs, das in Peking 1 Dollar 60 kostet, für 40 Cents, r Proteste der chinesischen Zollverwaltung wurden [ dadurch beseitigt, daß man die chinesischen Zoll- t beamten durch japanische Gendarmerie aus den Zollgebäuden entfernte. Aber das ist nicht alles. Offen wird in der japanischen Presse verkündet — unb japanische Staatsmänner von Rang unb Ruf haben entsprechend Gutachten offen abgegeben: Iebe Bewegung gegen bie chinesische Zentralregierung, bie im Innern Chinas entsteht, soll japanischerseits moralisch und materiell unterstutzt werben, „um freunbschaftliche Beziehungen mit bie- sen pro-japanischen Kräften anzubahnen". — So wirb man kaum von einer erheblichen Stärkung ber Zentralregierung sprechen können, wenn es ihr gelingt, nach ber Äufstanbsbewegung bes Feng h)ü ^jiang in Norbchina, nun auch bie in Fukien zu unterbrücken. Die Vorgänge in den großen nach dem Innern Asiens zu gelegenen chinesischen Provinzen werden vielleicht auch in anderen Ge - genben Chinas Schule machen. Muß man boch bereits bie Innere Mongolei unb bie große Provinz Sinkiang als zur Zeit tatsächlich für bas eigentliche China verlor en ansehen, und viele Anzeid;en sprechen für bie Bildung eines großen Mohammedanerreiches in West- M Deutsche Front im Süürgehr'et |™.n9 .in die Verhältnisse nach 1935 einzugreifen. I Für sie gibt es lohnendere Aufgaben." Die Ursache der Grubenkataflrophe von Offegg ni! Warschau, 12. Ian. (DRV. Funkspruch.-) Im Verfassungsausschusz des Sejm begann am Donnerstag die große Aussprache über «die ^Reform hpr nnf. Tttuffolini beobachtet den Kurs des nalionalsozia- listischen Regimes in Deutschland mit gespannter Aufmerksamkeit. Er ist der Meinung, daß Reichskanzler Hitler sich aufrichtig bemüht, der Tatkraft der deutschen Jugend nützliche Ziele zu weisen. Mussolini ist der Meinung. daßführendeMänner Europas, die am Weltkriege teilge- nommen haben, sich besinnen würden, einen neuen Krieg zu beginnen. Zur Jrage der Völkerbundsreform habe Mussolini ausdrücklich erklärt, daß keine Rede davon sei. die kleineren Staaten einzuschüchkern oder zu übergehen. Einige kleinere Länder beteiligten sich eifrig an den Genfer Erörterungen und Intrigen, aber sie entzögen sich der Verantwortlichkeit für die Durchführung der Beschlüsse, für die sie selbst gestimmt hätten. Einige von ihnen spielten im Völkerbund eine hervorragende Rolle, aber mit ihren finanziellen Beiträgen seien sie schwer im Rückstand. Die polnische Verfaffungs resorm. London. 12. Ian. (DRB. Funkspruch.) Der Sonderberichterstatter der „Daily Mail", Ward Price. berichtet über eine einskündige Unterredung, die er mit Mussolini halte. In dem Bericht heißt es: Mus'olini wünscht, daß Deutschland ..volle defensive Parität" mit anderen Rationen erhält. Er glaubt, daß eine andere Lösung des Problems nicht möglich sei. Deutschland, so habe Mussolini gesagt, hat seine Bereitwilligkeit erklärt, auf Bombenflugzeuge. Geschütze von mehr als 15 cm Kaliber und Tanks von mehr als 6 Tonnen zu verzichten: aber Deutschland verlangt die defensiven Waffen, die keine andere Ration Europas aufzugeben beab- s i ch t i g t. Da Deutschland moralisches Recht auf Gleichheit von den Westmächten formell anerkannt worden ist. kann man unmöglich die logische Stärke seiner Forderung bestreiten, selbst defensive Waffen zu erhalten. Scharfer Kampf gegen die Negierungskommission. S a a r b r ü ck e n, 11. Jan. (DNB.) Im Landesrat griff am Donnerstag Abgeordneter Kiefer von der Deutschen Front scharf die Marxisten und die liegierungskommifsion an. Oft von tosendem Lärm der Linken umbraust, gab er ein begeistertes Be- enntms zum deutschen Vaterlande ab. „Wir deut- chen Manschen", so rief er, „tragen die Verantwortung in uns selbst. Niemand hat das Recht,, über die Saarabstimmung zu sprechen, als wir! Mffolini fordert gleiches Recht zur Verteidigung für Deutfchland. Der Eaisoncharakter der letztet« Arbe te osenziffer. Berlin. 11.San. (DdZ.) Aus der Aufglied-. l r. Erwerbslosen in Berufsgruppen ergibt sich sehr eindeutig, daß die gegen die Vorjahre verhältnismäßig geringe Zunahme der Arbeitslosen- Zlffer zum Stichtage des 31. Dezember absolut saisonbedingt ist. In nicht weniger als acht Berufsgruppen, die unabhängig von den Witterunasverhältnifsen sind, ist nämlich die Arbeitslosenziffer weiter zurückgegan- g e n, darunter z. B. in der Berufsgruppe häusliche Dienste um fast 25 000. Zugenommen hat die Arbeitslosenziffer aber vor allem im Sauge- werbe (um 134 854) und in der Berufsgruppe der ungelernten Arbeiter (um 109 938). Die übrigen Berufsgruppen, die weniger als diese bei- den von Witterungsverhältnissen abhängig sind, haben nur geringfügige Zunahmen der Erwerbslosen- Ziffer zu verzeichnen, im wesentlichen wohl wegen der Schlüsselstellung des Baugewerbes. Aber auch nach diesem vorübergehenden Zuwachs bleibt in Deutschland am 31. Dezember 1933 die Erwerbs- losenzahl der A r b e i t e r mit 3 609 382 noch immer um 33,3 v. H. gegenüber dem Höchststände vom Februar 1933 zurück, die der Angestellten mit 448 618 noch um 23,7 v- H. gegenüber dem Höchststand. Am letzten Stichtag, dem 15. Dezember 1933, wurden übrigens im Reichsgebiet noch 161961 Landhelfer festge- fiellt, darunter 35 868 weibliche, ein Beweis dafür, daß diese Einrichtung sich auch während der Winter- monate bewährt. Jugendliche n cht mehr in d»r Arbeitsfront. Zehn Erholungslager der Deutschen Arbeitsfront. Berlin, 11 Ian (VDZ.) Der Reichsschulungs- letter der Deutschen Arbeitsfront, Gohdes teilt mit, daß im ganzen Reich schnellstens zehn Lager eingerichtet werden, die je 300 bis 500 Pgg. fassen Diese Lager, die vor allem Erholungs- und Anregungsstatten für die alten Kamp- fer fern sollen, müssen in den schönsten Gegenden des Vaterlandes errichtet werden. Genügend ebenes Gelände für sportliche Betätigung muß Vorhandensein. Stätten historischer B e- oeu.tun g werden besonders bevorzugt, wie alte schlosser oder Besitzungen, die vom Staat unter- JX" roerbxn uenö lür diese Zwecke zur Verfügung Zk^t werden können. Es sollen nach Möglichkeit Schlafsale und Tagesräume vorhanden sein, die mindestens je 50 Mann fassen. Die Gauschulungs- leüer werden ersucht, schnellstens zu berichten, ob Berlin, 11. Ian. (DNB.) In Ergänzung des Abkommens zwischen dem Führer der Deutschen Arbeitsfront und dem Iugendführer des Deutschen Reiches, wonach die HI. auch die Jugend der Deutschen Arbeitsfront umfaßt, ist jetzt eine Vereinbarung getroffen worden, nach der m Zukunft die männliche Jugend bis zum vollendeten 18. Lebensjahr und die weibliche Jugend bis zum vollendeten 21. Lebensjahr nicht mehr von der Deutschen Arbeitsfront, sondern von der Hitlerjugend bzw. dem Bund deutscher Mädels erfaßt wird. Die von der neuen Vereinbarung betroffenen Jugendlichen dürfen auch nicht mehr den B e r u f s- und Fachverbänden der Arbeitsfront angehören. Stundung der Tilgungsraten von Gehaltsvorschüssen an Beamte. B r n g, 10. Jan. °b°n, bei Nacht und Nebel über die Grenze 3m- Sin mit Lebensgefahr oer- ; tiiÄ BKl’Ä «wckNchen. der dle^u^aS d«^H°fch7r aui ch i n a. So werden vielleicht weitere Aufstandsbewegungen nicht das Ziel des Sturzes der Zentral- regierung, sondern lediglich das einer Absplitterung von ihr haben. Als zwingende Notwendigkeit hat es die Zentralregierung, die in ihrer schwierigen Lage vorläufig wunderbar ihre Nerven behält, erkannt, die militärischen und industriellen Kräfte in ihrem e i g e n st e n B e r e i ch, den Provinzen des Yangt- setales, weiter auszubauen und methodisch zu verstärken und die Derkehrsmöglichkeiten ständig zu verbessern. Die Konstellation der Mächte am Pazifik. Japan und die russisch-amerikanischen Beziehungen. in Verbindung kam, in Betracht. Da seit eini- 3eit Ein Teil der Grube unter die Betriebe mit schlagenden Wettern eingereiht war, bestehe die Vermutung, daß diese Grube auch heute nicht vollkom- men frei von Explosionsgasen sei. Es müsse daher aus Sicherheitsgründen die Verwendung offenen Lichts in dieser Grube beseitigt werden. Es handele sich dabei nicht um die Gefahr von Schlagwetterexplosionen, sondern um die Gefahr der Entzündung von Kohlenstaub durch kleinere Gasexplosionen. Der Kohlenstaub müsse durch Vermischung mit Steinstaub und durch Berieselung u n - schädlich gemacht werden. Der Minister erklärte, er habe der Untersuchungskommission den Auftrag gegeben, die Jnspektionsbefunde des Revierbergamts gründlich zu prüfen und festzustellen, ob die angeordneten Maßnahmen auch durchgeführt wurden. Der Minister hat schließlich angeordnet, daß insbesondere gefährliche Schächte einer neuerlichen und strengen Kontrolle unterworfen werden. Abstimmungsberechtigte selbst. Keine Reglerungskommission hat das Recht, uns die freie Meinungsäußerung zu nehmen, hat uns doch der Versailler Vertrag gegen unseren Willen gezwungen, uns über Abstimmungsmöglichkeiten zu äußern. Und nun will die durch den Versailler Vertrag eingesetzte Regierungskommission uns daran hindern?" Kiefer hielt der Regierungskommission vor, was sie alles im letzten Jahre ihres Bestehens noch tun könne, nachdem sie es so lange versäumt habe. Er nannte dabei die Wiederherstellung der Meinungsfreiheit, die Sicherung des Schutzes in der Schulfrage, Arbeitsbeschaffungen und schließlich die umgehende praktische Vorbereitung der Volksabstimmung. Ein Verordnungsentwurf über die „lebenswichtigen Betriebe" (Elektrizität, Gas und Wasser), der die Möglichkeit schafft, lebenswichtige Betriebe der staatlichen Aufsicht zu unterstellen, ferner im Notfall in die Preisfestsetzung von Elektrizität, Gas und Wasser einzugreifen, lehnt die Deutsche Front ab. Ihr Redner, Abgeordneter Richard Becker, erklärte: „Wir haben die Verantwortung dafür' daß auch nach dem 10. Januar 1935 die Bevölkerung des Saargebietes noch leben kann. Wir haben jetzt schon alles zu unternehmen, daß die Rückgliederung ungehindert und verhältnismäßig leicht oonftatten aeht. Die Regierungskommission, deren Befugnisse sich nur noch auf 364 Tage erstrecken, hat kein Recht, mit dieser Verord- plünbcrungen zu bewahren. China und die Mandschurei blechen getrennt. London, 11. Jan. (DNB.) Aus Anlaß der bevorstehenden Krönung des Präsidenten von Man- dschukuo Pu Pi zum Kaiser haben maßgebende japanische Stellen dem ,Times"-Korrespondenten in Tokio erklärt, daß die Befürchtungen über die Angliederung von Nordchina an Man- dschukuo unbegründet seien. Ziel der japanischen Politik sei, Mandschukuo von China g e - sondertzu halten. Sollte Pu Yi Kaiser von China werden, würde er nicht mehr Herr- scher von Mandschukuo sein. Oie ostchmesicbe Bahn. Tokio, 11. Jan. (DNB.) Außenminister H i r o t a und der russische Botschafter Serenem hatten eine Besprechung, in der Rußland der Regierung in Tokio ein neues Angebot über den Erwerb der ostchine- fischen Bahn gemacht haben soll. Die Russen hätten den Preis erheblich herabgesetzt. Da die japanische Regierung die Ostbahn nicht selbst erwerben wolle, sondern die mandschurische Regierung an dem Kauf der Bahn interessiert sei, habe Hirota den russischen Vorschlag der mandschurischen Regierung zur Kenntnis gebracht. Berlin, 11. Jan. (VDZ.) Der Reichsfinanz- Minister hat ein V o r s ch u ß m o r a t o r i u m für die Reichsbeamten bewilligt. Der Minister hat sich damit einverstanden erklärt, daß dis im Januar 1934 fälligen Tilgungsraten der auf Grund der Richtlinien für die Gewährung von Vorschüssen m besonderen Fällen gewährten unverzinslichen Ge. innerhalb ihres Bezirkes geeignete Plätze oder Gebäude zur Verfügung stehen. Dabei wird hervor- gehoben, daß diese Lager zugleich eine wirtschaftliche Unterstützung für den betreffenden Gau darstellen. Kirchenminister Beyer zurückgeireien. Neubildung des geistlichen Ministeriums. Berlin, 11.Jan. (DNB.) Amtlich wird durch den Evangelischen Pressedienst mitgeteilt: Professor O. Dr. Beyer hat sein Amt als Kirchen- minifter in die Hände des Herrn Reichsbischofs zurückgegeben. Der Herr Reichsbischof hat die Kirchenführer auf Sonntagabend, den 13. Ja- nuar, nach Berlin eingeladen, um ihre Vorschläge zur Neubildung des geistlichen Ministeriums entgegenzunehmen. Der Herr Reichsbischof hat Professor Beyer, ebenso wie die bisher ihre Aemter kommissarisch weiter verwaltenden Herren, Pfarrer Weber, Pfarrer Klein und Dr. Werner, gebeten, die Geschäfte bis zur Neubildung des geistlichen Ministeriums weiter zu führen. * Zu der Verordnung des Reichsbischofs vogr 4. Januar 1934, betreffend Wiederherstellung geordneter Zustände in der Deutschen Evangelischen Kirche, teilt der Evangelische Presseverband für Bayern mit, daß die Kirchenleitungen der evangelischen Landeskirchen von Bayern und Württemberg den Vollzug dieser Verordnung ab - gelehnt und Rechtsoerwahrung gegen sie eingelegt haben. 2 5 v. H. Die französische Regierung sei, wie man in gut unterrichteten Kreisen betont, durchaus bereit, weitgehendes Entgegenkommen zu zeigen, man könne aber England keine Ausnahmestellung einräumen. Wenn England sich auf die restlose Wiederherstellung der amerikanischen Kontingente berufe, so Jei zu erwidern, daß die Vereinigten Staaten Frankreich arößtes Entgegenkommen in der Frage der Einfuhr französischer Weine bewiesen hätten. Die französische Regierung hat indessen beschlossen, die Einfuhrkontingente für eine sehr große Zahl englischer Waren wieder voll h e r z u st e l l e n. Der Beschluß hat in englischen Jn- dustriekreisen aroßeBefriedigung eregt. Die englische Presse spricht von einem Rückzug Frankreichs und betont, daß England keine Gegen- zugeständisfe für die Aufhebung der Kürzungen machen müßte. Diplomatische Zagdgäste -es polnischen Staatspräsidenten. Warschau ll.San. (DNB.) Staat5prä[ibent moscttfi hat sich gestern zur Jagd nach der Bialoweszer Heide begeben. In seiner Begleitung befinden sich als Jagdgäste der polnische Ministerpräsident, der Senatsmavschall der unga- rische Agrarminister Kallay, ferner verdeutsche DOn Moltke, die Gesandten der Tschechoslowakei, Oesterreichs, Rumäniens, d e i Vizepräsident des Senats der Freien Stadt Danzig, Greifer und der polnische Vertreter m Danzig. In politischen Kreisen Warschaus findet die Teilnahme des Vizepräsidenten Greiser besondere Beachtung. Erfolgreicher Einspruch Englands gegen die Herabsetzung der französischen Einfuhrkontingente. “r i s, 11. San. (DNB.) Der Handelsattache der englischen Botschaft sprach am Mittwoch am Quai in der Kontingentierungsfrage vor. Die englische Regierung beschwert sich über die Herab- «etzung der Einfuhrkontingente auf ^9 große Aussprache über die Reform der polnischen Staatsverfassung. Der Redner de r O p Position sprachen sich durchweg gegen die Re- l o r m aus. Der Vertreter der Vereinigten Polnischen Fraktionen sagte, das Volk interessiere sich augenblicklich mehr für „d i e wirtschaftliche Katastrophe des Landes" als für dieAen- öerung der Verfassung. In der Erklärung des Vertreters der Ukraine, des Abgeordneten Zaha- fiiewicz hieß es, es sei zu befürchten, daß durch die Verfassungsänderung der ukrainische Volksteil von I-glich em Anteil an den Staatsge- schaften ferngehalten werden würde. Dies sei ledoch unvereinbar mit dem Minderheitenschutz- Vo?™8 un? -Nit den polnischen Gesetzen vom Jah5e 1922, worin den ukrainischen Gebieten eine au - 1 ° Tme Verwaltung zugesichert worden sei. 5m Jtamen des Regierungsblockes wies Oberst e \ auf die ideelle Seite der Verfassung hin und betonte, die Zeiten seien vorbei, wo die Erlan- gung materieller Guter im Vordergrund des öffent- llchen Interesses gestanden habe und die trügerischen Versprechungen als politisches Lockmittel reichlich in Anwendung gebracht worden seien. Nunmehr müßten Leistung und ideales Streben nach einem höheren Ziel, das im Kampf um die ©rofee des Staates emgeschlossen sei, als Gradmesser für den größeren Wert und die größere Verantwör- ßiet zu schaffen und das fei der gemeinsame Staat. Tokio, 11. Jan. (DNB.) Ein Vertreter des japanischen Außenministeriums erklärte Pressevertretern, die abelehnende Haltung Roosevelts in der Frage eines gegen Japan gerichteten Bündnisses oder Abkommens mit Rußland habe in japanischen Kreisen große Befriedigung hervorge- rufen. Die japanische Regierung habe die russisch- amerikanischen Beziehungen mit großer Aufmerksamkeit verfolgt, sie oberen i ch t überschätzt wie zuweilen die europäische und amerikanische Presse. Die Haltuna der Vereinigten Staaten gegenüber Rußland und Japan müsse neutral sein, da die japanische Regierung trotz aller Verleumdungen tatsächlich keine kriegerischen Absichten gegenüber Rußland hege. Durch diese Haltung der Vereinigten Staaten sei die Möglichkeit einer weiteren Entspannung der japanisch-amerikanischen Beziehungen gegeben. Der neue japanische Botschafter in den Vereinigten Staaten, Sato, werde sich bemühen, auch in der Flotten frage mit Roosevell zu einer Einigung zu kommen. Fulschau von lleaierungstmppen besetzt Schanghai, 11. Ian. (DRV.) Amtlich wird mttgeteilt, daß die chinesischen Regierungstruppen Futschau beseht haben. Die Behörden haben- sofort alle Waßnahmen getroffen, um die Stadt vor Auf der Flucht vor dem Dollfuß-System. Gruppen österreichischer Nationalsozialisten überschreiten die ungarische Grenze Budapest, 11. Jan. (DNB.) Eine größere Gruppe österreichischer N a t i o n a l, o z i a. ist en hat die ungarische Grenze über- schritten. Nach Blättermeldungen soll der Führer dieser Aktion der Architekt Materna sein der schon vor einigen Tagen mit mehreren Freun- oen — es soll sich um zwölf handeln — nach Oedenburg gekommen sei. Er und seine Freunde ^8 von regelrechten Pässen. Ueber die Zahl der über die Grenze Gekommenen gehen die Mitteilungen auseinander. Es stehe fest, daß bei Pmkaminoszent 144 Mann über die Grenze qe- gangen seien. Don anderer Seite werde erklärt daß insgesamt etwa 200 Mann Oester- reich verlassen hätten. Die Grenze werde streng überwacht. Materna sagte einem Bericht- erftatter des liberalen Ujfag, feine Leute, bei denen •u f,$ rbeitslose handele, hätten es mit ihrer politischen Auffassung nicht mehr vereinbaren können unter dem Dollfuß-System in Oesterreich zu bleiben. Materna hat einem Vertreter des libe- ralen Pestt Naplo gesagt, in Oesterreich war es nicht langer auszuhalten, da die österreichischen Behörden, SA *"’ di- Angehörigen des r X e n fV 5 nationalsozialistisch gefmni sind, geradezu alles anwendeten, um die Angehörigen entweder zu bekehren, oder aber ihnen Dal materiell unmöglich zu se) zu erwarten, daß nach und nach wa tausend Flüchtlinge über die grenze kommen. Nach weiteren Mit- ,mif*9Cn JoU cle Zahl derjenigen, die die Grenze Ä.„?,cn burgenländischen Gemeinden Strem hX Gussmg überschreiten wollten, 600 betragen ah bin den übrigen nicht gelungen 3u sein, die ungarische Grenze zu gewinnen. sich lenkt, hinter dem man Autos hinterherrasen laßt, auf dessen Spur Hunde gesetzt werden und den kurz vor der Grenze die Kräfte verlassen! Ein Trauerspiel, wie es fürchterlicher nicht sein kann, spielt sich heute in Oesterreich ab. Deutsche hetzen SS:'üÄ ä? "-Äs i s* "üe AilsweistingBefM für Matern« SÄ» sSSs Architekt Materna, der Leiter der Gruppe Oester-1 Amtliche Förderung des liotSN KrkUzeS reichischer Nationalsozialisten, die vorgestern die M ~ ~ ®ren3e uach Ungarn überschritten haben, den Ausweisungsbefehl erhalten hat. Es ist jedoch noch nicht bekannt, ob er bereits abgereift ist. 27 andere Mitglieder der Gruppe sind bereits abgefahren. Es heißt, daß sie sich über d i e Tschechoslowakei nach Deutschland begeben. Dagegen befindet sich in Pinkamindszent (Allerheiligen) noch eine Gruppe österreichischer Nationalsozialisten, die das Ergebnis der Beratungen der zuständigen Stellen über ihr Schicksal abwarten will. Nach den ungarischen Vorschriften über die Fremdenkontrolle, kann sich jeber zwei Monate ohne weiteres in Ugarn aufhalten. Ungarn betrachtet die österreichischen Nationalsozialisten als politische Pflüchtlinge und wird demgemäß für ihre vorläufige Beköstigung sorgen. Keine Verlängerung der Verjährungsfristen. Bureausitzung vom 22. auf den 29. Januar oder einen noch späteren Zeitpunkt für sehr wahrscheinlich gehalten. Das französisch-russische Handelsabkommen wurde von dem Sowjetbotschafter Dowgalewski und dem französischen Außenminister unterzeichnet. Es verlautet, daß in allernächster Zeit Verhandlungen über die Regelung der russischen S ch u l d en gegenüber Frankreich aufge- nommmen werden sollen. * Die sechs amerikanischen Marineflugzeuge sind, von San Franzisko kommend, in Honolulu ein- getrosfen. Die 3360 Kilometer lange Strecke wurde von oen Flugzeugen in 24 Stunden 19 Minuten zurückgelegt. Gegen die Vereinsmeierei. Berlin, 11. Ian. (DNB) Die O b e r st e SA.- Führung teilt mit: Trotz des klaren und eindeutigen Wortlauts im Erlaß des Stabschefs über „Vereinsmeierei" bemühen sich noch immer „Karn e r a d s ch a f t s b ü n d e, F r e i k o r p s verein i g u n g e n" ujw. für sich mit irgendwelchen Begründungen Ausnahmen von bieten Bestimmungen zu erlangen. Die Oberste SA.-Führung weist darauf hin, daß derartige Anträge völlig zwecklos find und in Zukunft nicht mehr beantwortet werden. Gez.: Seydel, Gruppenführer und Chef der Zentralabteilung. Berlin, 11. Jan. (DdZ.) Mit der für das Wirtschaftsleben, vor allem auch des Mittelstandes bedeutsamen Bitte um Verlängerung der Verjährungsfristen von Forderungen hatte sich der Deutsche Handwerks- und Ge- werbekammertag an den Reichsjustizmim- st e r gewendet. Er hatte besonders geltend gemacht, daß vielfach Schulden bei Geschäftsleuten und Handwerkern innerhalb der jetzigen gesetzlichen Derjäh- rungsfrist nicht bezahlt würden, und daß die Gläubiger es häufig unterlassen, irgendwelche Schritte zu unternehmen, die Forderungen hereinzubekommen. Der Reichsjustizminister hat geantwortet, er verkenne nicht, daß die Gläubiger häufig von den zur Unterbrechung der Verjährung nötigen Klagemaßnahmen absähen, weil vielfach kein Erfolg, sondern nur Kosten zu erwarten seien. Doch könne er daraus ein Bedürfnis für eine Verlängerung der Verjährungsfristen nicht herleiten. Das Gesetz gebe dem Gläubiger die Möglichkeit, die Verjährung auch ohne Jnanspru^nahme des Gerichts zu unterbrechen Es wird nämlich nach 8 203 LGB. die Verjährung schon durch eine Abschlagszahlung, eine Zinszahlung oder ein Anerkenntnis des Schuldners unterbrochen. Der Minister meint, daß sich auf diesem Wege in den meisten Fällen, in denen der Schuldner deshalb nicht zahle, weil er nicht zahlen kann, die Unterbrechung der Verjährung auf verhältnismäßig einfache Weife und ohne erhebliche Ko ft en werde erreichen lassen. Gegen die Verlängerung der Verjährungsfrist bestände auch das grundsätzliche Bedenken, daß sie der natürlichen Schuldenbereinigung hemmend entgegenwirken würde. Der Reichswirtschaftsminister und der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft hätten sich dieser Auffassung 'angeschlossen. Aus her Separaüstenzeil Groß-Geraus. Oer Frankfurter (Stadtwald sollte zur Finanzierung der (Separatistenherrschast beschlagnahmt werden. Währung umlauffähig bleiben. Die Käufer des Waldes machten den Abschluß des Kaufvertrages von der Genehmigung der Interalliierten Rheinlandkommission abhängig, „um einen Schutz zu haben gegen etwaige Ansprüche der Stadt Franksirrt a. M." Käufer des Waldes war der französische Bergwerksingenieur Edmont Bernet in Wiesbaden, Vermittler ein gewisser Altmaner (Mainz), der in der Ruhrkampf- und Separatistenzeit eine üble Rolle spielte. Die Kreditbank sollte oie Elsässische Bank in Mainz sein. Das Holz sollte im Jahre 1924 gefällt und geliefert werden. Die rechtlichen Bedenken suchte der Separatistenführer wie folgt zu beseitigen: „Einmal gehört der Wald keiner der im besetzten Gebiet gelegenen Gemeinden, so daß Konflikte mit diesen nicht zu befürchten wären. Die Eigentumsgemeinde liegt nicht im besetzten Gebiet und kann somit über den in diesem gelegenen Wald nur beschränkt verfügens!). Entschädigungsansprüche der Stadt Frankfurt wären an die Reichs- regierung zu verweisen, „die durch den passiven Widerstand das besetzte Gebiet schwer genug geschädigt hat"(!)... So heißt es wörtlich in dem später veröffentlichten Aktenstück. Der Plan der Separatisten scheiterte an der Versagung der Genehmigung seitens der Interalliierten Rheinlandkommission in Koblenz, besonders an dem energischen Eingreifen des englischen Kommissars. Auch ein Protestschreiben des Separatistenführers Pritsch an den französiscken Ministerpräsidenten Poincare und den französischen Kammerdeputierten de Magellot blieb ohne Antwort und Erfolg. Kunst unO Wissenschaft. Dor zehn Jahren. Wilhelm Langewiesche f. In Ebenhausen im Isartal ist der bekann e Schriftsteller und Verleger Dr. Wilhelm Langern i e j ch e im Alter von 68 Jahren geworben. Langewiesche gehört zu den Verlegern, die m.t Ernst und mit Freude darangingen, ihren Büchern einen Platz im Herzen des Lesepubllkurns zu suchen. Und es ist bemerkenswert, daß ihm seine Absicht in weitgehendem Maße geglückt ist. Seine „Blauen Bücher" haben den Weg in die deutsche Familie gefunden. Auch die „Bücher der Rose" fanden den Derbreitungskrets, für den sie entstanden sind. Don den „Erinnerungen eines alten Mannes" von Kü- gelgen sind mehr als eine Diertelmillion Exemplare verbreitet worden. Die schönen Ausgaben von Briefen und Gedichten Goethes brachten es sogar auf 500 000. Bücher über Bismarck, Friedrich den Großen, Hebbel, Stifter sind ferner aus Langewiesches Verlagswerk besonders zu nennen. Auch als Schriftsteller hat er sich betätigt; eine Reihe von Erzählungen und ein Band Gedichte verdienen Erwähnung. LPD. Als im Jahre 1924 der Separatismus in dem von den Franzosen besetzten Kreise Groß- Gerau mit finanziellen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte, die sich ihm bei der Besoldung der meuternden Rheinlandtruppe entgegenstellten, wandte sich der separatistische Kreiskommissar Pritsch- Groß-Gerau an den französischen Delegierten der Interalliierten Nheinlandkommission in Groß-Gerau, Commandant Haas, mit der Bitte um Erlaubnis, die Frage der Geldbeschaffung durch Beschlagnahme der im besetzten Gebiete gelegenen Gemeindewälder, besonders des Frankfurter Stadtwaldes, regeln zu dürfen. Das Schreiben wies darauf hin, daß der im besetzten Gebiet liegende Teil des Frankfurter Stadtwaldes eine Ausdehnung von 10 500 Hektar (42 000 hessische Morgen) tjabe, und zwar große Flächen schlagbarer Eichen- und Kiefernbestände, die die Separatisten zur Finanzierung ihrer „Kreisregierung in Groß-Gerau" zu beschlagnahmen beabsichtigten. Der gesamte Waldkomplex sollte auf dem Stamm verkauft und von dem Käufer, einer „deutschen" Holzgroßhandlung, Aus aller Well. Schwerer Sturm über England. Schweres Sturmwetter herrscht im ganzen Bereich der englischen Inseln und hat größte Störungen im Schiffahrtsverkehr verursacht. Der Dampfer „Mauretania" konnte gestern (Donnerstag) abend den Hafen Plymouth nicht anlaufen und ging direkt nach Cherbourg weiter. Der englische 22 500 Ton- nen-Dampfer „Strathnaver", der mit Passagieren, Post und 350 000 Pfund Sterling an Bord von Australien kam, konnte erst nach vierstündigen Bemühungen in den Hafen von Plymouth einlaufen. Der Wind erreichte stellenweise eine Stundengeschwindigkeit von 100 Kilometer. Folgenschwerer Unfall in einem holländischen Hafen. Ein folgenschwerer U nglütf sf all ereignete sich im Vulcan-Hasen von Vlaardingen (Südholland), wo die für Deutschland bestimmten Eisenerzladungen aus den Seeschiffen in die Rheinkähne umgeladen werden. Plötzlich brach einer der Bindungsträger an einem der beiden großen fahrbaren Kräne, die die größten europäischen Hafenkräne sind, und ein großer Teil der über das Wasser hinausgeschobe- nen Ladebrücke brach in sich zusammen. Der Ausleger, eine Laufkatze und ein Greifer, in dem sich gerade 28 Tonnen Eisenerz befanden, fielen mit donnerndem Getöse auf den deutschen Leichter „Altstadt", in den Eisenerz aus dem neben ihm liegenden Dampfer „Baldur" geladen werden sollte. Die „Altstadt" brach mitten durch und sank zum größten Teil mit der Ladebrücke. Hierbei kamen zwei Hafenarbeiter ums Leben. Augenzeugen mußten sich darauf beschränken, die beiden auf der .Altstadt" befindlichen deutschen Schiffer, von denen einer bewußtlos war, in Sicherheit zu bringen. Der Dampfer „Baldur" wurde durch die herabstürzende Eisenkonstruktion auf einer Seite beschädigt. Der Zusammenbruch des Kraus rief im Dlaar- binger Hafen eine Panik hervor. Man glaubte zuerst an ein Eisenbahnunglück. Bisher ist es nicht gelungen, die Laufkatze mit den beiden Getöteten zu bergen. Der holländische „Postjäger" wieder in Amsterdam. In Amsterdam traf das holländische Schnellflugzeug „P o st j ä g e r" aus Niederländisch-Jndien mit zahlreichen Postsendungen ein. Die Besatzung hatte den Flug Batavia — Amsterdam in ungefähr 6 Tagen zurückgelegt. Obwohl es sich bei dieser Maschine um ein Schnellflugzeug handelt, ist es ihr nicht gelungen, die kürzlich von der Verkehrsmaschine „Pelikan" in 4 Tagen 4 Stunden aufgestellte Glanzleistung zu erreichen. Die Ermordung des Hitler-Jungen Vloecker vor Gericht. Vor dem Hanseatischen Sondergericht in Hamburg begann der Prozeß wegen der Ermordung des Hamburger Hitler-Jungen Otto B o e ck e r. Bei einem kommunistischen Feuerüberfall auf ein Lokal im Stadttell Hoheluft am 26. Februar vorigen Jahres war der Hitlerjunge Bloecker erschossen und ein anderer Hitlerjunge schwer verletzt worden. Von den 25 Angeklagten werden 22 des gemeinschaftlichen Mordes beschuldigt. Als Hauptangeklagter gilt der kaufmännische Angestellte Karl Fischer, der nach eigenem Geständnis die verhängnisvollen Schüsse abgegeben hat. Die Angeklagten sind zumeist junge Leute im Alter von 19 bis 26 Jahren. Der Hauptangeklagte Fischer war als aktiver Kommunist in der Häuserschutzstaffel und der Roten Jungfront tätig. Als der Vorsitzen^ den Angeklagten Fischer fragte, ob er feine Tat aufrichtig bereue erwiderte er: „Ich habe fie schon immer bereut" Die übrigen bisher vernommenen Angeklagten bestritten, bei der Aktion irgendwie aktiv tätig gewesen zu fein. Liu Polizeibeamter erschossen. In Pyritz m Pommern wurde der Polizeihauptwachtmeister Erich S ch a l o w bei einem ipatrouib lengang durch vier Schüsse niedergestreckt Line Kugel drang ihm ins Herz und führte seinen sofortigen Tod herbei Es dürfte sich um einen Racheakt handeln, da der Beamte vor einigen Tagen In einer Diebstahlsangelegenheit mehrere Haussuchungen vorgenommen hatte. Die Polizei wieder aufgeforstet werden. Der durch den Verkauf erzielte Erlös, der von dem Briefschreiber auf IVz Millionen Franken = 375 000 Goldmark geschätzt wurde, sollte b e i e i n e r ausländischen Bank als Deckung für 1 125000 Mark Papiergeld in Goldwährung deponiert werden. Das Geld sollte Gültigkeit im gesamten besetzten Gebiet Hessens haben und bis zur Einführung einer rheinischen setzter Schlitten, der über einen zugefrorenen See fuhr, im Eise ein. 3m Juni 1. Deutscher Gaststätteutag in Danzig. täter in Frage kommen. Hinrichtung eines Brandstifters. In Wien wurde das Todesurteil des Standgerichtes in Graz an dem 33jährigen vorbestraften Landstreicher Peter Strauß vollzogen. Strauß hatte aus Rache den Besitz eines Bauern angezündet, da ihm eine von diesem gegebene Unterstützung zu gering erschien. Vom Bundespräsidenten konnte keine Gnadenverfügung getroffen werden, da die Bundesregierung zu der Gnadenbitte der Verteidigung keinen Antrag gestellt hatte. Diesen Antrag schreibt Artikel 67 des Bundesverfassungsgesetzes vor. horst TNillauers Afrikaexpedition. Horst MillauersExpedition beendete dieser Tage in Pretoria die erste Etappe ihrer im Juli v. I. begonnenen Afrikafahrt. Horst Millauer, seine junge Frau und der Kameramann Ernst Mielke wurden von der deutschen Kolonie in Pretoria, der Hauptstadt Südafrikas, vom deutschen Generalkonsulat und zahlreichen englischen Motorsportlern herzlich begrüßt. Afrikaflieger Schwabe in Nairobi. Der deutsche Sportflieger Karl Schwabe, der auf feinem Flug nach Kapstadt in Khartum einige Tage Station machte, startete dort mit Kurs auf Malakal und flog über Djuba nach Nairobi weiter, wo er programmäßig lanbte. Chinesische Räuber überfallen einen Zug. — Acht Tote, fünfzehn Verletzte. Eine Gruppe chinesischer Räuber hat einen Zug bei Kirin angehalten und versucht, ihn auszurauben. Die japanische und mandschurische Wache verteidigten sich. Dabei wurden 8 Personen getötet und 15 verletzt. Der 1. Deutsche G a st st ä d t e n t a g des • Reichseinheitsverbandes des deutschen Gaststättengewerbes findet in den Tagen vom 4. bis 6. Juni ■ 1934 in Danzig statt. Mit dem Deutschen Gaststättentag ist eine große Kochkunst- Au s st e l l u n g j verbunden. Das Protektorat über die Ausstellung that Senatspräsident Dr. Rauschning in Gemeinschaft mit Senator Batzer übernommen. Amerikanisches Regiment erbittet ein Bild Hindenburgs. Das amerikanische Feldartillerie - Regiment 108 in Philadelphia hatte den Wunsch ausgedrückt, ein Bild des deutschen Reichspräsidenten, Generalfeldmarschall von Hindenburg, zu erhalten. .'Diesem Wunsche ist Rechnung getragen worden. Während einer eindrucksvollen militärischen Feier ^überreichte der Militärattache der deutschen Botschaft in Washington, Generalmajor von Bötticher, dem Regiment ein Bildnis des Reichspräsidenten mit besten eigener Unterschrift. Der Kommandeur des Regiments, Oberst March, erklärte, als er das Bild entgegennahm, jeder Soldat der Vereinigten Staaten bewundere Hindenburg wegen seiner Pflichttreue zum Vaterland. Das große Los. In der Preußisch-Süddeutschen Klassenlotterie fiel ein Gewinn von 10 0 0 0 0 Mark auf die Losnummer 233 91 0 und ein Gewinn von 50 000 Mark auf die Nummer 158 055. Die erste Abteilung des Loses 233 910 wird in Diertellosen in Berlin gespielt, die zweite Abteilung in Achtellosen in Mecklenburg-Schwerin. Die Gewinner des 50 000-Mark-Gewinns wohnen zur einen Hälfte in, Berlin, zur anderen Hälfte in Braunschweig. Sie spielten das Los in Achteln. fand den der Tat dringend verdächtigen Pantoffel-, hochzeitsschlilteu auf dem Life eingebrochen, macher Sutz, der in einem Chausseehaus wohnt, s In der Nähe der polnischen Ortschaft Olkemiki im erschossen auf. Sutz hat kurz vor der Derhaf- Wilna-Gebiet brach ein mit Hochzeitsgästen be- tung Selbstmord begangen Der Bruder des ------- --— ------------- Mörders, der verhaftet werden konnte, soll als Mit- Zahlreiche Todesopfer der Grippe in Japan. In Tokio und Umgebung herrscht feit einiger Zeit eine Grippeepidemie, die in den letzten zwei Wochen täglich bis zu 150 T o t e forderte. Sämtliche Krankenhäuser der Stadt sind überfüllt. Großfeuer in Havanna. In den Werkstätten und Lagerräumen der Eisenbahn in Havanna brach an vier verschiedenen Stellen Feuer aus, von dem man annimmt, daß es vorsätzlich angelegt worden ist. Eine große Menge rollenden Materials wurde vernichtet Der Bevölkerung bemächtigte sich große Aufregung, weil die Gefahr bestand, daß die großen Benzinlagertanks vom Feuer ergriffen wurden. Nur dadurch, daß der Wind umsprang, wurde eine Katastrophe verhütet. Verbrennungstod einer Greisin. In Kassel wurde eine 78jährige Frau in ihrer Wohnung mit schweren Verbrennungen am ganzen Körper aufgefunden. Wahrscheinlich hat sich die alte Frau die Verbrennungen am Herd zugezogen. Man verbrachte die Greisin in das Krankenhaus, wo sie bald nach der Einlieferung starb. Landwirt von einem Bullen totgedrückt. verhängnisvolles Spiel mit der Waffe. Ein eigenartiges Unglück ereignete sich in Dahndorf bei Wittenberg. Dort spielte der jüngere Sohn des Kriegsbeschädigten Heese in der Wohnstube mit einem Gewehr feines älteren Bruders, das sich plötzlich entlud. Der Schuß ging durch den Fußboden und traf die im unteren Zimmer sitzende alte Großmutter, die auf der Stelle getötet wurde. Lastauto vom Zuge erfaßt. — 1 Toter, 4 verletzte. ! Der Lastwagen der Telegraphenbauabtellung s Landstuhl (Pfalz) passierte den Bahnübergang Atoi- ! schen Landstuhl und' Ramstein der eingleisigen Nebenbahn Landstuhl—Glanmünchweiler, als ein Personenzug herankam und den Lastwagen erfaßte. Durch den Anprall wurden die im Wagen befindlichen Telegraphenarbeiter herausgefchleudert, wobei der 32 Jahre alte verheiratete Adam Ulmer tödlich und der 33 Jahre alte Karl Mayer schwer verunglückte. Drei andere Arbeiter erlitten leichtere Verletzungen. Der Wegübergang hat keine Schranken. Aeberfchwemmung in Argentinien. — 60 Menschen ertrunken. In Frankenheim (Rhön) fiel der in den fünfziger Jahren stehende Landwirt Wilhelm Rauch einem schweren Unfall zum Opfer. Als er den bei ihm stehenden Gemeindebullen putzte, riß sich das sonst gutmütige Tier los und drückte Rauch an die Wand, so daß dieser schwere innere Verletzungen erlitt. An den Folge des Unglücksfalles ist Rauch kurz darauf gestorben. Wie aus Buenos Aires gemeldet wird, ist die argentinische Provinz Mendoca von einer Hoch - wasserkatastrophe bedroht. Bisher sollen 60 Personen ertrunken sein. 12 500 Zug-Telegramme. Zur Erhöhung der Bequemlichkeit hat die Reichsbahn die Annahme von Prioattelegrammen in den schnellfahrenden Reisezügen zugelassen. Welchen Anklang diese Maßnahme beim reisenden Publikum gefunden hat, ergibt sich daraus, daß in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Oktober 1933 rund 12 500 Zug-Telegramme aufgegeben wurden, von denen 10 900 auf Deutschland und 1600 auf den Auslandsverkehr entfallen. Paris will 300 Autobusse erwerben. Die Pariser Stadtverordnetensitzung hat die Aufnahme einer 40'/2-Millionen-Anleihe beschlossen. Dieses Geld soll zum Ankauf von 3 00 neuen Autobussen verwendet werden, die auch auf den noch mit Straßenbahnen besetzten Linien eingesetzt werden sollen. Der Ankauf von 260 weiteren Autobussen ist vorgesehen. Das Glück von Lavaillon. Bei der vierten Ziehung der Ende vorigen Jahres neu eingeführten französischen Staatslotterie hat wiederum ein Südfranzose den Hauptgewinn von 5000000 Francs gezogen. Bei der ersten Ziehung hat, wie seinerzeit gemeldet wurde, ein Friseur von Tarasconne, bei der zweiten ein kleiner Kohlenhändler in Avignon, bei der dritten ein Muller in Mittelfrankreich und bei der vierten nunmehr ein Bäckermeister in Cavaillon den Haupttreffer gezogen. Außerdem sind in Cavaillon zwei Lose mit einem Gewinn von 1000 000 bzw. von 500 000 Francs herausgekommen. Heliumfunde in Ungarn? Nach einer Blättermeldung aus Debreczin (Ungarn) sind in der Umgebung der Stadt Erdgas- ft e 11 e n entdeckt worden, die auch ansehnliche Mengen von Helium ergeben haben sollen. Helium wurde bisher nur in Amerika gefunden. Wegen seiner Explosionssicherheit wird es vorzugsweise als Füllgas für Luftschiffe verwendet. Drei Kinder durch Kohlenoxydgase getötet. In dem Dorf Thorowken im Kreis Osterode (Ostpreußen) ereignete sich ein furchtbares Unglück. Die Frau des Besitzers Golombiewfki hatte den Ofen im Schlafzimmer ihrer Kinder geheizt und die Ofenklappe zu früh geschloffen. Im Laufe der Nacht bildeten sich Kohlenoxydgase, wodurch die drei im Alter von 5, 14 und 16 Jahren stehenden Kinder vergiftet wurden. Als die Mutter am Morgen die Kinder wecken wollte, waren diese bereits t o t. Goldschmiedearbeilen aus dem Familienschah der Romanows in Nürnberg. Der Leiter der Nürnberger Städtischen Kunstsammlungen, Studienrat Stahl, hatte eine durchgreifende Inventarisierung der im Besitz der Stadt Nürnberg befindlichen Gegenstände von besonderem Kunstwert oorgenommen. Auf Grund genauen Aktenstudiums konnte nun die überraschende Feststellung gemacht werden, daß zahlreiche im Prunk- saal des Alten Rathauses untergebrachte Pokale, Humpen und Trinkbecher dem Familienschatz der letzten Zarenfamilie entstammen und offenbar nach Ausbruch der Revolution und dem Sturz des Hauses Romanow nach Nürnberg gebracht worden fein müssen. Es handelt sich um Goldschmiedearbeiten Alt-Nürnberger und Augsburger Meister aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Jedenfalls find die Kunstgegenstände seinerzeit als Geschenke reicher Häuser in den Besitz des russischen Herrscherhauses gekommen. Der Mörder des Polizeimeisters Perske hingerichtet. Der Mörder des Hamburger Polizeimeisters Perske, Rudolf Ernst Lindau, der durch Urteil des Hanseatischen Sondergerichts vom 30. Dezember v. I. zum Tode verurteilt worden war, ist durch Enthauptung h i n g e r i ch t e t worden. Lindau hatte am 27. August 1931 dem auf dem Wege zum Dienst befindlichen Polizeimeister Perske in der Nähe des Hammerparks aufgelauert und ihn hinterlistig niedergeschossen, um ihn seiner Waffe zu beraufen. SA.»Scharführer ermordet. Bei einem Tanzvergnügen in Zelazno (Oberschlesien) entstand unter Gästen ein Streit, den der SA.-Scharführer Paul W y st u b schlichtete. Nach Schluß der Tanzfestlichkeit wurde Wystub vor einem Gehöft in feinem Blut liegend aufgefunden. Er wurde nach dem Gasthaus gebracht, wo ein Arzt nur noch den Tod feststellen konnte. Unter dringendem Tatverdacht wurde der Knecht Zeller verhaftet und dem Oppelner Polizeigefängnis zugeführt. Der vorläufige Befund hat ergeben, daß Wystub mit einem Knüppel niedergeschlagen worden ist. Wettervoraussage. Durch die Vorderseite der kräftigen ozeanischen Storung ist sehr schnell milde Luft auf Das Festland oorgediungen. Die bereits ein umfangreiches Aufgleitregengebiet erzeugt hat. Mit Der Weiterentwicklung Des Tiefs folgt noch mehr ozeanische Luft nach, so daß der Frost bei uns beseitigt wird und wechselhaftes Wetter mit Regenfällen eintritt. Aussichten für Samstag: Meist bewölkt und zeitweise Niederschläge, milder, südwestliche Winde. Aussichten für Sonntag: Wechselnd wolkig mit vorübergehendem Aufklaren, noch Regenschauer, Temperaturen schwankend, aber meist über Null. Lufttemperaturen am 11. Januar: mittags —0,4 i Grad Celsius, abends — 4,8 Grad; am 12. Januar: morgens — 2,1 Grad. Maximum 0 Grad, Minimum — 6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 11. Januar: abends 1,1 Grad; am 12. Januar: morgens —1,5 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 3 Stunden. Amtliche Dintersportnachrichten. Vogelsberg. Hoherodskopf: Bedeckt, — 4 Grad, 30 Zentimeter Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut, herrliche Winterlandschaft. — Her» chenhainer Höhe: Bedeckt, — 4 Grad, 24Zentimeter Firnschnee, Sportmöglichkeit sehr gut, herrliche Rauhreifbildung. Sauerland. Winterberg: Nebel, — Drei Grad, 32 Zentimeter Schnee, verharscht, Sportmöglichkeit gut. — Ruhe sie in: Wolkig, —1 Grad, 42 Zentimeter Schnee, gekörnt, Sportmöglichkeitgut. Alpen. Garmisch-Partenkirchen: Klar, — 7 Grad, 28 Zentimeter Schnee, gekörnt, Sport» Möglichkeit gut. — Berchtesgaden: Klar, — 8 Grad, 45 Zentimeter Schnee, verharscht, Sportmöglichkeit sehr gut. Hauptschriftleiter: Dr. Friedr. Will). Lange. Verantwortlich für Politik Dr. Friedr. Will). Lange; für Feuilleton Dr. H. Thyriot: für Den übrigen Teil Ernst Blumschein und für Den Anzeigenteil i. V. Th Kümmel, sämtlich in Gießen. DA.: 11700. gebeten, ihn für heute zu beurlauben, er suhle sich Nachdruck verboten! 31 Sortierung. machen, bei der die Anwesenheit eines Dritten un- dann mußte es Herr von Seeburg gewesen sein. schlecht genug bekommen. Ich betrachte mich also Dann zweitens: Warum hebt Herr von Seeburg eine Im Auswärtigen Amt hatte Walburg sich eben Ihrem Leugnen bleiben, muß ich pflichtgemäß die Untersuchung weiter ausdehnen. Nehmen wir einmal an, nicht Sie, sondern Herr von Seeburg wäre schuldig, dann müßten zwei Punkte aufgeklärt werden. Erstens: Warum ist das photographierte Dokument herausgerissen worden? Herr von Seeburg hätte es doch in aller Ruhe herausnehmen können. Be- hier ent- Dezernat gehöre. Damit verließ er den Raum. Matzow räusperte sich: als beurlaubt. Hier sind die Akten. Unser dienstliches Gespräch ist damit wohl beendet. Jetzt aber, lieber Freund, geben Sie mir privatim einen Rat! Was kann ich nun tun, um diese Sache aufzuklären?" „Zunächst einmal abwarten. Ich habe die sichere Empfindung: alles wird bald klar sein. Draußen „Kann ich nicht wenigstens erst noch mal nach meiner Wohnung?" fragte er leise. „Sie wollen wohl Ihre Komplicen warnen? Das tut mir leid. Im übrigen haben wir schon ein nettes Zimmer in Moabit für Sie vorbereitet." ein guter Freund von Ihnen?" „Ja, Matzow, Kriegskamerad und Freund. Uebri- gens auch engerer Kamerad des gefallenen Bruders von Fräulein von Merten. Walburg kennt ihn von seiner Detektivkomödie mit einem Aktenstück bei uns. tunllch ist." Dabei zeigte er dem Kriminaldirektor Feldbach Bitte, Herr Kriminaldirektor", Irenes Widerstandskraft war beinahe erschöpft. Die Pause, die eintrat, als Matzow Kriminaldireltor erklärt, daß Seeburg frisch genug sei, um nun eine Was er von ihm will, weiß ich nicht. Aber ich würde ausführliche Vernehmung durchhalten zu können, I Doktor Miller auch gern hier haben." Sie erfinden eine romantische Entführungsaefchicfste, die kein Mensch glaubt. Sie leugnen trotz aller klaren Beweise. Das Leugnen wird Ihnen also nicht helfen. Aber Sie bringen du- ch Ihr ßeuonen einen anderen in schweren Verdacht. Wollen Sie nicht lieber doch gestehen? Oder wollen Sie mich zwingen, die Unter» suchung auch auf Herrn von Seebura als TcUer rus- I zudehnen?" (Fortsetzung folgt.) oa ter Rat. Herr von Holtay, folgen Sie den amten, ohne Aufsehen zu erregen. Ihr Spiel ist zu Ende. Das Gericht wird das weitere scheiden." Bleich bis in die Lippen, stand Holtay auf. । Seeburg die Hand mit im Spiel gehabt und das _ , , .. . „ c.. , I Betäubungsmittel genommen, um feine Schuld zu „Lieber Matzow, ich danke Ihnen für Ihre Worte. । oerbeden — oder er ist betäubt worden, und das ro.^t ^ren Rat befolgen. Vor kurzer Zeit • wußten wieder nur Sie. Ein Dritter hat mit dem habe ich das einmal nicht getan und es ist mir j Kaffee nichts zu tun gehabt. Wenn Sie also bei Herr von Seeburg erklärt nun ausdrücklich, er habe sein Zimmer von innen abgeschlossen. Heute früh war die Tür abe'r offen. Wir müssen annehmen, daß Herr von Seeburg sich getäuscht hat. Kein anderer Mensch als Sie aber konnte wissen, daß Seeburg betäubt mar. Und nur wer das wußte, konnte das Aktenstück herausholen. Entweder hat also Herr von „Das ist ja eine merkwürdige Geschichte; ich kenne Doktor Miller ja auch. Allo der hat schon vorher gewußt, daß da etwas passieren kann? — Kommen Sie, Sie können mich begleiten. Ich will gerade zu Herrn von Seeburg. Ich werde rasch Ihre Abteilung benachrichtigen, daß ich Sie -dienstlich benötige. Dann rufen wir Doktor Miller an." * Kriminaldirektor Feldbach ließ sich in der Wohnung der Frau von Merten ausführlich vom Kriminalkommissar Werbel Bericht erstatten und prüfte eingehend die aufgenommenen Protokolle. Nach dem Bilde, das er sich aus den bisherigen Unterlagen machen konnte, war er mit Werbels Vorgehen vollkommen einverstanden. Bevor er Irene in das Volizeigefängnis bringen ließ, wollte er sie selbst noch einmal befragen. Aber zuerst wollte er Seeburg sprechen. Der Arzt hatte einen schweren Verweis zugezogen, weil er in un-s Als Kriminaldirektor Feldbach Seeburgs Zimmers „Ich kenne Doktor Miller nur flüchtig; aber ich erhört flüchtiger Weise arbeitete. Da war er denn betrat, war dieser bereits aufg<.ftanben und hatte, werde Walburgs Bitte erfüllen uni) im Polizei« an den Abteilungsleiter herangetreten und hatte wie immer, sorgfältig Toilette gemacht. Er schien Präsidium mal nach ihm fragen, um so mehr, als Stumm reichte Reschke seine Brieftasche hin. Miller durchblätterte sie flüchtig, dann stutzte er. Er sah noch einmal auf den Brief, den er in der Hand hielt. Sein Ton hatte alle Freundlichkeit verloren, als er sich an Reschke wandte: „Sollte ich mich doch in Ihnen getäuscht haben? Wie kommen Sie zu diesem Brief?" Reschke erwiderte, sichtlich bestürzt: „Herr von Holtay hat mich um die Gefälligkeit gebeten, den Brief in Paris zu befördern!" „Braun", tönte Millers Stimme jetzt sehr scharf, „versichern Sie sich des Herrn von Holtay! Er ist verhaftet. Leisten Sie keinen Widerstand, Herr von Holtay! Sonst lasse ich Sie fesseln." Miller öffnete das Fenster und gab ein Pfeifen- fignaL Dann sprach er wieder ins Zimmer zurück. „Wachtmeister, beschlagnahmen Sie die heutige Nummer der ,Großen Glocke'! Kein Exemplar darf heraus. Schriftliche Mitteilung folgt." Miller sah Reschke scharf an: „Wissen Sie, an wen dieses Schreiben gerichtet ist, Herr Reschke?" Der hatte den Dingen verständnislos zugesehen und erwiderte: „An einen Geschäftsfreund von Herrn von Holtay. Er bat mich um die Gefälligkeit, den Brief mit- zunehmen." „Haben Sie schon früher Briefe an die Adresse obgesandt?" „Nein, noch nie!" „Danken Sie Gott, Herr Reschke! Die kleine Gefälligkeit könnte Sie teuer zu stehen kommen. Kennen Sie den Inhalt des Briefes?" „Auch das n'.cht, Herr Kriminaldirektor! Bei Gott! Ich weiß nicht, was darin steht." „Also Herr Reschke, Sie können nach Hause gehen. Mit (Selb sind Sie ja glücklicherweise versehen. Ich brauche nicht zu wissen, wo es herkommt. Berlin dürfen Sie nicht verlassen. Morgen um elf Uhr melden Sie sich bei mir im Polizeipräsidium zu Ihrer Vernehmung! Lassen Sie rasch eine neue Nummer mit Gössers Artikel bringen. Das ist mein pri - krank. „So sehen Sie ja nicht gerade aus, Walburg; aber ehe Sie weitere Dummheiten machen, gehen Sie lieber. Sie sind doch sonst so gewissenhaft, daß wirklich etwas mit Ihnen los fein muß." Zögernd blieb Walburg auf dem Flur stehen. Dann klopfte er an das Zimmer des Legationsrats von Matzow. Der war gerade im Begriff zu gehen, nachdem er vom Staatssekretär in der Angelegenheit Seeburg Vollmachten erhalten hatte. Leider auch ein Schreiben, in dem Seeburg bis auf weiteres vom Dienst befreit wurde. Es war kein förmliches Zur-Disposition-Stellen, aber die Vorbereitung darauf. Die Gerüchte um Seeburg hatten sich zu sehr gehäuft. „Was wollen Sie, Walburg? Ich bin eilig!" fragte Matzow. „Herr Legationsrat, ich sollte heute früh Akten von Herrn von Seeburg abholen. Ich habe aber immer noch keinen Auftrag dazu. Und ich habe das Gefühl, daß da irgend etwas nicht stimmt." Erstaunt sah Matzow den jungen Menschen an. „Es stimmt allerdings etwas nicht. Aber woher wollen Sie etwas darüber wissen?" „Herr Legationsrat", bat Walburg flehend, „können Sie mir nicht behilflich sein, den Kriminaldirektor Doktor Miller zu erreichen? Ich versuche es feit gestern vergeblich. Er ist seit zwei Tagen wie vom Erdboden verschwunden." „Was wollen Sie denn von dem Kriminaldirektor?" „Ich m u ß ihn sprechen; es handelt sich um Herrn von Seeburg." Befremdet musterte Matzow den erregten jungen UIUUujCii u,ulut. HUiu, uuu Menschen. ! der Herr Staatssekretär wollte sich den Rücken ' „Kennen Sie den Kriminaldirektor, und was decken. Wenn Sie jetzt einen übereilten Schritt tun,! wollen Sie von ihm?" | wäre das ein Fressen für die Herren. Also benutzen „Herr Doktor Miller wollte von mir sofort Nach- Sie die goldene Brücke, die man Ihnen baut und I richt haben, wenn das Schriftstück B518 etwa zu seien Sie zunächst mal krank." ficrrn von Seeburg gebracht würde. Nun versuche Mit einem bitteren Lächeln halle Seeburg das !$JetQr9efar?' -"''sut-'len, und ich W Schreiben entgegengenommen. solche Angst, daß da etwas passiert. Aber ich kann ■ den Kriminaldirektor nicht finden." Iftwnnes Gefieimnis Vornan von Klothilde von Stegmann llrheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag Halle (Saale) sofort, „lassen Sie mich zwei Minuten mit Seeburg Millers hastige Antwort lautete: allein! Ich habe ihm eine dienstliche Mitteilung zu Taktgefühl, das man bei uns besitzt, hat man sich Merten! Sie befreiten Ihre Schuld. Wenn S i e es hinter Ihrer Erkrankung verschanzt. Ich wäre nicht nicht gewesen sind^ die das Dokument entfernt hat, jJhr Freund, wenn ich dieselbe faule Ausrede ge- “***" ...... brauchen würde. Der Herr Minister ist krank, und Aüfllak/F entL-n' Lkm^eit! Feldbach herausbitten ließ, tim ihr willkommen. JÄ Ä Ihnen di"e?Schreib?n hL ■»« b°-d nahm Feldbach das Verhör von neuem zu übergeben, das Sie vom Dienst beurlaubt, und . roieOer 0Us- . soll alle Akten an mich nehmen. Mit dem feinen' ^,,Fassen^wir nach einmal zusammen,^Fraulem von ... . . c—, „ . ' . . iuuiuin »cvi jiui uuu wccvuiu eine fiijt übrigens ber junge Walburg, der mit mir ge-; photographierte Kopie in Ihrem Toilettentisch auf? kommen ist. Er schreit nach Doktor Miller wte bet nGberleqcn Sie doch einmal. Fräulein von Merten: Hirsch nach frischem Wasser. Doktor Miller ist doch — - - ■--- - ----- ----- „Keine Minute Zeit, Herr Legationsrat! Walburg soll bei Herrn von Seeburg auf mich warten. Ich komme bald hin. Sagen Sie Seeburg, ich hätte ihm sein Ermächtigungsschreiben. Wahrend dieser seine ! °i.°l Neues.»u ersten uni fflutes «offentliA ift er « «sw» wEn7r/°däßMill°r llg7n7Ä77s^Bef°L°7e7 vor | Das kann kann aber auch noch eine Weile habe und deswegen in den letzten Tagen sich aus, ÖQ“rn- ®uf , dem Amt nicht habe sehen lassen. Das sei auch bei! ® befremdet S°b Matzow d« rätselhaft-B°^ Grund, weswegen er, Feldbach, mit dieser Ange- i schnst an Seebura weiter Dann suchte er, tteldbach l-genheit betraut sei, die eigentlich in Doktor Millers auf’ um Doktor M^ers Auftrag auszunchten Der -ö * - . — war gerade bei der Vernehmung Irene von Mertens. wieder frisch, nur sehr ernst und sorgenvoll. Krimi-. Sie ihn auch sprechen wollen." naldirektor Feldbach ging mit Seeburg das Proto-1 Matzow ließ sich mit dem Polizeipräsidium Der- koll durch, das Werbel aufgesetzt hatte. Seeburg be- binden. Er hatte mehr Glück als Walburg. Doktor (tätigte es in allen Punkten und bat um Aufklärung, Miller meldete sich sofort. nach welcher Richtung nun eigentlich die Unter-1 ^ier Legationsrat von Matzow. Herr Doktor suchung ginge, und ob sie irgendwelche Resultate Miller, Ihr Freund Seeburg mochte Sie gern spre« gezeitigt hätte? Während dieser Unterhaltung kam unö außerdem ein junger Beamter von uns: Legationsrat von Matzow in Begleitung von Franz Walburg. Ich bin gerade bei Herrn von Seeburg Walburg. _ ....... . I und gebe ihm den Hörer. Es ist Ihnen doch recht?" sagte Matzow | Matzow machte ein erstauntes Gesicht, denn Doktor Nach langem Leiden entschlief plötzlich infolge eines Schlaganfalles mein innigstgeliebter Mann, unser treusorgender Vater, Schwiegervater, Grobvater, Bruder, Schwager und Onkel Gustav Schreiner, Schaffner i. R. im Alter von 52 fahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Schreiner, Hebamme Wieseck, GrobemLinden, den 12. Januar 1934. Die Beerdigung findet Sonntag, 14 Januar, nachmittags 2 Uhr, vom Sterbehaus, Wieseck, Turmstr. 18 aus statt ________________________________________________________________187 D Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Hitlerwall 15), den 12. Januar 1934. 19 D Seltersweg 52 179D Eiersdmiitnndeln Eiermaccaroni .. Eierspaghetti... Aprikosen Mischobst 1 Pfd. 35 PL „ 48 „ Pid. 35 Pf. ff 35 „ ,, 45 „ Reifender der Oekorationsbrandie zum Mitführen eines gangbaren Artikels für dortigen Bezirk gesucht. Schr. Angeb. unt. 181V an den Gietz.Anz Sprechstunden' Aenderung Meine Sprechstunden finden ab 15. Januar 1934 statt: vormittags von 8%-9% nachm. von 2%-4 Uhr Dr. Malech DaueverMerrz für einyeflihrte, leicht verkäufliche, volkswirtschaftliche Neuheit, Welt- patent mit hohem Nutzen, werden General - Vertretungen vergeben. Zirka 500 NM. Kapital erfordert. Angebot u. K.Z. 431 bef. Koch & Münzberg, G.m.b.H., Köln. isvv Wieder ein billiges Thaga-AnW Apielmas. .. 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Nr. !0 Zweites Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) 8reitag,l2.Zanuarly34 Eine ganz besondere Bedeutung gewann die euer Körper 3 zeitig schneiden und bündeln. Die Ausdehnung des Arbeitsstatuts aus die ländlichen Kleinbetriebe und die Halbpacht hat den BeisaU beider Parlamente gefunden, der Nationalrat der Korporationen legt soeben die letzte Feile an das Gesetz, das 14 Hauptartikel enthält Besondere Ausführungsbestimmungen tragen den verschiedenen Gebräuchen in den verschiedenen Landbezirken Rechnung. Das Gesetz stellt den Grundsatz auf, daß das System der Mezzadria ein Vertrauensverhältnis zwischen dem Landgeber oder concedente (der, wie der Name sagt, also nicht Besitzer zu sein braucht, sondern auch Pächter oder Generalpächter sein kann) und dem mezzadro schaffen soll, dem capo oder reggitore einer Familien- oder Sippengemeinschaft, die in ihrer Gesamtheit verpflichtet wird. So viel Land, als von ihr bearbeitet werden kann, bildet eine colonia, eine Kolonie Das Vertragsverhältnis erstreckt sich auf die Zeit zwischen zwei Ernten, in der Regel also nur auf ein Jahr, dock weiß die Praxis eher von Generationen. Eine gesetzliche Beschränkung war notwendig, weil sich nach der Kündigung seitens des Landgebers oft Streitigkeiten über das Wohnrecht des Kolonen ergaben, wenn dieser seinem Nachfolger nicht Platz machen wollte Der Landgeber bestimmt, was angebaut werden soll (wobei er jedoch das Staatswohl, den Gemeinnutz zu beachten hat), der mezzadro holt das Mögliche aus dem Boden heraus. Der Landgeber kann nun Vieh und Inventar stellen oder teilt sich mit seinem mezzadro auch in die Spesen, was bei der das Instrument ist. auf dem der Arzt in Tagen denen es euch schlecht geht, daß er fern Bismarcks Arzt und sein Vermächtnis. Zu Ernst Schtveningers ^0. Todestage am 13 Januar. denke nur an Sizilien, häufig zu Ausständen führte. Im Norden, Den eigentlichen Fruchtkammern Italiens, greift sie auch in Die Reisindchtrie über Dort ist ja auch das Verständnis für zweckmäßige Bodenkultur eher zu finden als beispielsweise in der römischen Eampagna, wo der Bauer eigensinnig an Urvätersitten festhält Selbst der v-Zugpilger bekommt vielenorts noch den Holzpflug zu Geiicht. dicht neben den Traktoren, die gleich- esundheit uuu wißt, daß sie erarbeitet werden sollen. 6. Obergevietsmhrer Hartmann-Lauterbacher. einen Ueberblick über die geleistete Arbeit im Jahre 1933 und wies auf die Bedeutung des Endkampfes um die Macht für die HI. hin. Daraus ergaben sich Verpflichtungen sowohl als Rechte, aber auch die Kameraden der Hitlerjugend und des Jungvolkes1 Ich habe die Führung des Oberbannes Ober« Hessen übernommen, berufen durch das Vertrauen des Gebietsführers. Ich werde Euch jederzeit Kamerad zu fein bemühen und hoffe auf ein vertrauens« volles Zusammenarbeiten. f , Unerbittlich und groß steht unsere Aufgabe vor uns, die der Führer uns gestellt hat. Unerbittlich und gewaltig werden wir arbeiten. Wir werden die zu treffen wissen, die dieser Arbeit entqegenstehen. Wir werden einen Oberbann schas« fen, auf den unser Führer stolz sein soll. Und jeder von Euch wird mir dabei helfen. Jeder wird, wo immer er steht, seine Pflicht erfüllen. Und wir werden es schaffen. Und jetzt an die Arbeit! Heil Hitler! Der Führer des Oberbannes 4/19 v. d. F. b. Walter Blumenröder, Bannführer. Ein hessischer Künstler als Erfinder. Darmstadt, 11. Jan. (LPD.) Dem bekannten Bildhauer Adam Antes, der sich schon seit Iah' ren neben seiner künstlerischen Tätigkeit mit der Konstruktion von Flugzeugmodellen befaßt, wurde für einen von ihm erfundenen Flugzeugtragflügel das Deutsche Reichspatent erteilt. Alle Hoffnungen konzentrieren sich daher auf die Mezzadria, auf die Halbpacht Denn der Halbpächter lebt nicht vom Lohn, sondern von der Erde, er liebt sie daher jo heiß, wie ein anderer das Geld. Nicht nur der Mezzadro dient ihr,sondern seine Mmiagung der Hl des GebietesHeffen-Aaffau Der Obergebietsführer gibt die Richtlinien für das Lahr 4934. Gauleiter Sprenger spricht. es sich nicht nehmen ließ, zu seinen HJ.-Fuhrern in kurzen, die innere Verbindung zur HI. kennzeichnenden Worten, zu sprechen. Er führte u. a. aus: Die nationalsozialistische Bewegung war erst dann vollkommen, als der erste Junge und das erste Mädel uns „Heil Hitler" auf den Straßen zuriefen. Weiter führte der Reichsstatthalter aus, daß die HI. der Träger des neuen Reiches sei. schlossen bleiben müßten!" Bismarck hat sich streng an diese Abmachung gehalten und seinem Berater ein Vertrauen geschenkt, das zu einer Freundschaft bis zum Ende führte. Schwemnger wurde ubnaens auch der Arzt und Freund des Hauses Wahnfned und hat besonders Cosima Wagner nahe gestanden. C- K. Krebse, die mit den Augen riechen. Obergebietsführer Hartmann-Lauterbacher. Sie müsse die Versicherung der nationalsozialisti« chen Volksgemeinschaft fein. Sie könne das, weil ein großer Führer ihr vorangehe, und die innere Begeisterung sie zu bereiten DeiUschen gemacht habe. Die Mitgliedskarte und das Braunhemd bedeuteten im Augenblick an und für sich wenig; mir der ehrliche n a t i o n a l f o 3 i a l i ft if d) e (3 e t ft und das tatbereite Herz der Hitler,ungen sei der größte Wert der nationalfozialistifchen Gemeinschaft. Gauleiter Sprenger wies außerdem noch aus die innere Verbundenheit mit der HI. hm, die die Grenzpfähle gestürzt habe und damit wisse, was die nationalsozialistische Politik im Endziel zu bedeuten habe. , _ Stürmischer Beifall und ungeheurer Jubel er« füllten den Festsaal, als Gauleiter Sprenger eine Rede beendet hatte und zu weiteren wichtigen ArbeUen seine Hitlerjugend-Führer verließ. Aufgaben für 1934. Das Jahr 1934 fordere eine Kamps st ellung der HI. wie bisher. Besonders gelte es den Standpunkt in der Frage der Totalität der Jugend zu verteidigen und durchzusetzen Der Obergebietsführer beschäftigte sich dann mit der Frage der Staatsjugend und mit der Frage der Stellung zu Elternhaus und Schule und gab eindeutige Richtlinien, tue die Elemente zu der bestimmten politischen und staatlichen Haltung ausmachen. Die HI. sehe die Zukunft der Erziehung in dem Lichte, sowohl der Jugend, wie der alten Generation die Seiten abzugewinnen, die für das Volk und für die Form der völkischen Gemeinschaft in Erziehung und Kultur nutzbringend sind. Die Hitlerjugend bleibe wie sie war Sie werde eindeutig und klar auf die Vernichtung der noch bestehenden, der HI. entgegenstehen- Geheimnis feiner Erfolge lag aber vor allem m der Suggestivkraft feiner starken Persönlichkeit die sich nicht selten in Grobheit äußerte. Ein Kollege, der bei dem Vielbeschäftigten nur eine Sprechstunde im Eisenbahnzug erlangen konnte, erzählte, wie der berühmte Mann das Abteil absperrte, ihn untersuchte und ihm dann, ehe er sichs versah, mit beiden Knien auf den Bauch fprang. Der UeberfaUene fürchtete zu ersticken, aber Schwemnger nannte das „eine natürliche Massaae" und setzte die Behandlung 10 Minuten lang fort Schweninger hat sich auch viel mit dem heute so beliebten Thema der Lebensverlangerung beschäftigt und vorausgesagt, daß die durchschnittliche Lebensdauer zunehmen werde, rote dies auch tatsächlich geschehen ist. Er empfahl zu die em Zweck eine naturgemäße Lebensweise, Leibesertuchtigung, keine Körperverzärtelung, vor allem ,edoch seelische Frische. Einen Jungbrunnen nannte er die Arbeit und die Lebensfreude: „Wir haben das Lachen verlernt. Wir müssen wieder lachen lernen! Das ist das große Geheimnis des Lebens." Seme Erfahrung hat er einmal in ein paar allgemeine Ra schlage zusammengesaßt: „1. Schasst euch einen gesunden, genuh- und arbeitsfähigen Körper, ubt ü)n, aber Y.. M r. . ___im (ttotlllfa tlDOl IN 06T L/de^rme^dabnmn zum «Uten Arzt geboren nicht gemocht werde. „M>r .st >eder Bauer . Semertte er einmal, „mit ferner angeborenen Schlauheit, feinem Mutterwitz und feinen gefnnben fünf Ginnen lieber als all die 'studierten Herren die durck lauter Lernen und angeb ickes Renten SS Li Der geniale Arzt Ernst Schweninger ist berühmt geworden als Berater und Freund Bismarcks, dem er durch ein halbes Menschenalter nahe gestanden hat. Wenn wir uns aber an feinem 10 Todestag an biefe formierende Perfönlichkeit erinnern, so werden wir beionders seine Ausfajiung von der Kunst der Menschenbehandlung und Men- schenheilung hervorheben müssen, in der er seiner Zeit weit voraus war und Anschauungen vertrat, die er als sein Vermächtnis hinterlassen und die sich heute mehr und mehr Bahn brechen Schweninger trat auf als ein Gegner des Mechanismus und Materialismus, die nach den gewaltigen Fortfchrit- ten der Medizin im 19. Jahrhundert bedenklich Einfluß gewonnen hatten. Als solche Auswüchse, denen sein Kamps galt, hat er einmal Methodenglauben, Spezialistentum, Überschätzung der Technik und Laboratoriumswissenschast bezeichnet. Er behauptete, SatoWeSüMtrnDerfafiung! Don unserem römischen E.-Korrespondenten Rom. Januar 1934. II. Am Anfang war die Pacht, am Ende ziehen Ziegen- und Schafherden über die ausgepowerte Erde. Das ist, in einem Bild gesehen, die Entwicklung der italienischen Landwirtschaft vom Altertum bis in unsere Tage. Das Reich zerfiel, als Rom dazu überging, feine Feldzüge nicht mehr mit eiaenem^Blute, sondern mit Söldnern zu führen Und -söldner sind auch die fremden Kn echte desGrund- b e s i tz e r s, sie erhalten ihm das Land nicht, sie richten es schließlich, durch seine Schuld, infolge seiner persönlichen Abkehr von der Scholle, zugrunde. Schließlich beschränken sich seine Interessen und Einnahmen auf den geringfügigen Weidezins, den die Hirten oder vielmehr deren Brotherren für den vorübergehenden Aufenthalt bezahlen. Die Herde wandert weiter, der Nomade mit ihr, die angeknabberten Bäume gehen ein. Wie viele von den nordischen Romantikern, die den Waldmangel in Italien, ja, den Baummangel beklagen, wissen, daß daran nur die Ziege schuld ist? Der mussolinische Auffor- stungsgedanke, eine wahrhaft umstürzende Idee für Qt dien, hat daher unter anderm ein ausgedehntes Weid'e 0 erb 0 t zur Voraussetzung Er ist übrigens undurchführbar, solange nicht auch ein Vogelschutzbefehl ergeht, ein Verbot der Patentjagd — was aber einen fiskalischen Hundertmillionenver- zjcht bedeuten würde. Man sieht, ber Aufbau im Süden steht vor weit größeren Schwierigkeiten als im Norden. unter bestimmten Verhältnissen, nim Beispiel bk staatlichen Urbarmachung, dadurch seßhaft zu > y . -h nn machen, daß ihr nach einem gewissen Zeitraum, st^s- ^etellt wirb an X»«. toi»wSiSWüSt gelangt der Staat wieder zur intensiven Kultur, > — wobei er, zur Aufhebung, Einschränkung oder Vernichtung der extensiven, nicht vor Eingriffen in die Latifundien zurückschreckt. vjn der Regel sieht die Mezzadria folgendermaßen aus: der Landbesitzer, der zu viel Feld hat. um es mit eigener Hand bestellen zu können, übergibt die Bewirtschaftung einem Kolonen oder vielmehr einer Kolonenfamilie, denn das ist das Wesentliche Der eine also stellt das Land (bas Kapital, wenn man will), ber andere die Arbeit. So ist beiden geholfen. Der Gutsbesitzer hat die Gewähr, daß nach Möglichkeit geschafft wird, der Kolone kann ein Habenichts sein und kriegt schließlich doch ebensoviel wie der Landgeber, denn nach der Ernte wird Halbpart gemacht. So weit das Fundament der Einrichtung Wie aber sehen nun die Einzelheiten aus? Wer stellt Vieh und Geräte, wer kauft Schwefel und Kali? Wem gehören die Jungtiere? Wo und wie wohnt der Halbpächter? Eine Reihe von Fragen, die je nach der Gegend verschieden zu beantworten sind; wir haben bereits erwähnt, daß die Mezzadria Lokalcharakter besitzt. Darauf nimmt das neue Gesetz, bp Carta della Mezzadria, die weitestgehende Rücksicht, sie stellt im wesentlichen nur die Richtlinien auf, die den Kolonen vor Ausbeutung schützen sollen Denn es darf nicht unerwähnt bleiben, daß selbstverständlich auch die Halbpacht nicht überall den Jdealzustand erreicht hat, daß viele Kolonenfamilien in furchtbarem Elend lebten, besonders dann, wenn sie Schulden machten, die sie nun mangels Geldmittel abarbeiten mußten Dazu in vielen Provinzen die Malana- gefahr, ber sich ber Lanbbesitzer burch seine Stabt- wohnung entziehen konnte — bie Natur machte bei dem Halbpart also nicht mit. Am ältesten ist die Halbpachteinrichtung in Mittelitalien, am wenigsten verbreitet im tiefen Süden, wo die scharfe soziale Trennung, man Der Geruchsinn ist für die Krebse von hervorragender Bedeutung. Das entsprechende Hauptsinnesorgan sitzt bei ihnen im ersten Paar Fühler, die aus kleinen Ringeln zusammengesetzt sind und aus einem kurzen Schaft bestehen, ber bas Organ für ben Gleichgewichtssinn enthalt. Außerbem hat das Fühlerpaar noch zwei fadenförmige, germgelte Geißeln, die „Innen-" und „Auhenast" genannt werden Der Außenast mit seinen zarten dünnhäutigen Borsten dient vor allem für die Witterung ber Beute. Das Auge des Krebses befindet sich an einem kurzen Stil und ist, wie bei ben meisten ©liebertieren, Facctten-Auge. Es ist Zwar seltsam, boch nicht unbekannt, bah Krebse -wieDr H.W. L i h m a n n in ber Frankfurter Wochenfchnft „Die Umschau" mitteilt — nach Verlust bes Auges em neues bilben. Gerabezu unglaubtlich aber ist bie Feststellung, baß biefe Tiere nach bem Verlust von Augen Geruchsfühler entwickeln lieber die Deutung dieser Erscheinung ist man sich in ber Wissenschaft Jayrzehnte lang nicht einig geworben, trotzbein man solche Nachbilbungen experimentell zu erzeugen vermochte. Aber erst kürzlich ist ber Nachweis gelungen, baß bie Krebse mit berartig neu gebildeten Fühlern auch wirklich ähnliche Leistungen vollbringen wie mit den normalen. Diese Ergebnisse hat man bei Forschungsarbeiten im Plattensee Ungarn) gefunden, wo eine besonders große Anzahl von Krebsen mit derartigen Neubildungen angetroffen wurde. Für die Frage, ob solche „Augen- fühler" auch tatsächlich „Geruchsempfindungen übertragen können, muß bedacht werden, daß eine bestimmte Empfindung außer dem Sinnesorgan selber auch noch Nervenbahnen und ein entsprechendes Gehirn-Zentrum voraussetzt. Man glaubte nun an Hand der Tatsache, daß dem ehemals optischen Gehirn-Zentrum und der ehemals optischen Nervenbahn ein neuartiges Sinnesorgan vorgebaut ist, die Frage lösen zu können, ob ein jedes Sinnesorgan die nur ihm entsprechende Art der Nervenerregung erzeugt. Es ergab sich eine überraschende Lösung. Das optische Gehirn-Zentrum liegt bei diesen Krebsen im Augenstiel; sobald es mit dem Auge verloren geht, wirb vom nächstgelegenen Zen- befonbere Abkommen nur bestimmte Früchte. Auch ist in ber gegenwärtigen Krisenzeit ber Fall nicht selten, wo es bem Lanbbesitzer schwer fällt, zum Bei- fpiel im Weinbau, Kolonen zu finben, bie sich mit ber Ertragshälfte begnügen. Dann bleibt ihm nichts anberes übrig, als feine Vigna burch bezahlte Kräfte zu bestellen unb womöglich bie Trauben am Stock zu verkaufen, ober sich mit einer terza zu begnügen, einer Dreiteilung, bei ber ihm nur ein Drittel, bem Halbpächter zwei Drittel zustehen. Unb hier stoßen wir wieber auf bie Grenzen ber Gesetzgebung, beim was nützt ber schönste Paragraph unb bas rührenbste Vertrauensverhältnis, wenn bie Nachsrage nicht bem Angebot gewachsen ist? Am Gardasee müssen so manche ber berühmten Zitronenhaine eingehen unb m ben malerischen, altberühmten ® einort en ber Castelli Romani bei Rom kann man Weingüter mit allem Drum unb Drauf schon für 5000 Lire ben Hektar kaufen. Es wirb baher eine rührige staatliche Propaganba für ben Weingenuß ober für ben Verbrauch von Taseltrauben getrieben, wie vorher für ben Reis Wer Wein trinkt, lebt lange! Wer Reis ißt, wirb nicht bick! Ohne Zweifel aber trägt bie fegensreiche Einrichtung ber Mezzabria hier wie bort zur Milderung der Krisis bei, denn immer bleibt ja dem Kolonen die Möglichkeit, von der Hand in ben Mund zu leben, wo der ländliche Tarifarbeiter mittellos auf der Landstraße stehen würde. Bauernburschen, die stempeln gehen, muß man in Italien mit der Frankfurt a. M., 11. Jan. (LPD.) Die gesamte Führerschaft der Hitlerjugend Hefe n-N a ff a u 3 war heute in Frankfurt a. M. oerfammelt, um . ihrem Obergebietsführer West, Hartmann-Lauterbacher, voraesteUt zu werden und von ihm die Richtlinien für bie Arbeit im neuen Jahre zu empfangen. Die Tagung ftanb unter Leitung bes Gebietsführers Kramer unb gestaltete sich für bie gesamte westbeutsche Jugenb zu einem richtungweisenben Ereignis Auf allen Zufahrtsstraßen unb an ben Straßenknotenpunkten stauben bie Kolonnen ber HI-, um ben eintreffenden Auto- unb Omnibuskolonnen ber Führer ben Weg zu weisen. Von ber Straße bis zum tfeftfaal auf bem Festhallengelänbe bilbeten facfeltragenbe Hitlerjungen Spalier für ben Obergebietsfuhrer. Der Saal war schlicht mit ben rot-roeiß-roten Fahnen trum bes normalen Fühlers aus ein „Augenfühler neugebilbet. Bei nur oberflächlicher Verletzung Des Auges erfolgt bie Neubilbung jeboch in normaler Weife In biefem Fall bleibt also ber Augenfuhler, wie jeher anbere Fühler mit bem Fühlerzentrum in Verbinbung. Damit ist ber Beweis geführt, daß die Leistungen des neugebildeten Fühlers tatsächlich die eines Geruchsorganes sind. Wenn man derartige Krebse mit Fischsaft reizt, reagieren sie mit Bewegungen, die die enge Verbindung des neuen Organs mit normalen Fühlern deutlich zeigen. Zeitschriften. — Noch im Jahre 1933 haben unbescholtene deutsche Familien aus bitterer Not in Erdhöhlen gehaust, sind Kinder in tropfenfeuchten, dunklen Löchern ohne einen Sonnenstrahl aufgeroachsen! Schuldlose Menschen in einem bodenlosen Elend, wahrend Zuchthäusler in hygienisch einwandfreien Zellen leben. Dies zeigt u. a. der vorzügliche Bilderbericht der Monatsschrift „Neues Volk, Blätter des Aufklärungsamtes für Bevölkerungspolitik und Rassenpflege, Berlin. „Neues Volk" zeigt darüber hinaus soviel Unbekanntes, daß man immer wieder erschreckt ist, nichts davon gewußt zu haben, so z B. Einblicke in Irrenanstalten unb Zucht- Häuser, wie man sie sonst nicht zu sehen bekommt. Aber es ist das große Verdienst der Zeitschrift, daß sie auch auf all das Schöne weist, das sich im gesunden Familienleben, der Ueberlieferung und wundervollen Kunst aller deutschen Stämme zeigt, daß sie mit etwa 60 neuartigen Bildern und fein abgestimmten, höchst lebendigen Beiträgen jeden Leser für ihre, das Schicksal der deutschen Familie unb damit das Volksschicksal bestimmende Arbeit gewinnt Dieser klug und ohne Uebertreibung ms Werk gesetzten Absicht ist auch der niedrige Bezugs- preis von „Neues Volk" zuzuschreiben: mit monatlich 25 Pf. erschließt „Neues Volk" weitesten Streifen ber deutschen Volksgemeinschaft eine reiche tfuue wertvollen Geistesgutes. Das Aufklärungsamt für Bevölkerungspolitik und Rassenpflege, Berlin W 35, Potsdamer Straße 118b, wirbt um die Unter- stützung durch alle Volksgenossen, die wissen, welche großen Aufgaben noch der Erfüllung harren, und stellt auf Wunsch ein Heft feiner schonen Monatsschrift kostenlos zur Verfügung. öocbfcbulnadhricbten. Der Nlchtbeamtete ao. Professor der systematischen Theologie D. Arnold <5 t 0 l 3 e n b u r g ist Zum Ordinarius in der Theologischen Fakultät der Universität Berlin ernannt worben. auch Vorzugsgläubigern ist ber Zugrifs untersagt. In manchen Gegenben wirb bas Lanb am Mar- tinstag zugeteilt, in anberen zur Mittsommerzeit, bann muß naturgemäß ber Ernteertrag geschätzt werben. Ober ber Halbpächter verläßt bas bestellte Feld, um nur an ber Ernte im nächsten Jahr teilzunehmen Hier nimmt er bie Hälfte bes Inventars unb ber Futtervorräte mit, bort überhaupt alles unb zahlt bafür; sehr verbreitet ist bas System ber gemischten M e z z a bria, bas heißt, ber mezzadro übernimmt bie Felder in Halbpacht, pachtet dagegen für seine alleinige Rechnung die Wiesen. Oder Der Landgeber übernimmt durch hnlAMhorn Olhfntnmon mit- hoftimmti» STriifhtP. Auck ganze Familie, die geschlossen in das Pachtverhältnis m ^aaro. au$. m Alle ausgenommen wird Und zwar mit dem Endziel, sie ^rmerenung en w ) '. des Grundstücks ......... ....... ..... ~ ......" Beispiel he, der «rung-n^ ube^, dw d-n^ Wer. Grundlos ^rne^uchen Und über dem zeitlichen Nutzen figers. ©eieiii wird un Ort und Stelle, vor vollen steht der größere, der nation-fordernde, der volk- Behältern. Kein Partner kann Hand auf die Er- erhaltende Glaube an bie Scholle. Laboratoriumswissenschaft bezeichnet Er behaupte^ yenuv- unu « « ^ber ,m Genuß noch in ber baß viel zu viel operiert werbe, unb erinnerte sich Macht euch frei von unb hütet euch vor gern an ein Wort seines Vaters, der - wie aUe «Irben 2. ben ^ut und haßt die hrtTe* ” S7-- s.X” I.' yw sr ä sä Rw&B iteSss-Äf-s:?? Evangelium Als Ideal bezeichnete er bie ^^sthi f I Arzt bei seiner Arbeit, wenn ihr des Körpers unb nd)- U aqo - nie, baß es ^«53® - U-h°r,Üllun^d^A-^eh-nr^d.e sich »=t ÄjÄW körperlicher man 'UM «Uten ArZt Ertucht,^n^und^eel.,qe Diese Grundgedanken bat Schweninger auch hei fernem berühmtesten Patienten, bei Bismarck, ange wendet, dessen Freundschaft er das höchste G- cherft seines Lehens nannte. Bismarck der einmal zu ihm aqte: „Bisher hatte ich meine Aemte behandelt Sie sind der erste, der mich behändes war zuerst gegen den Wundermann mitztrauisch der seinen Sahn Bill non der Gicht befreit hatte Dann aber schlotz er mit ihm einen „Vertrag", in dem Schweninger verlangte chaß der Fürst sich rückhaltlos m,r an- vertraue und daß Einflüsse von dritter Sette, woher sie immer kommen mochten, grundsätzlich ausge- ker tzI"geschmückt ü-b-r der Bühne befand sich den'konsesstonellen Verbünde hinarbeiten, der choheitsadler, das chJ.-Wappen in den Klauen besond-tt- w-l^-tt ne baltenb. Drei schwarze gotische Bogen mit rotem > Führertagung ber HI. baburch, batz Hintergrunb gaben ben Rahmen für bie Sprech- - C^DrßttOCr chäre unb Lieber ber HJ.-Gebletsspielschar, bie ben - GiaUlCner Sprenger Abenb einleiteten. In seiner Rebe gab ber Oiensigemeinschast nationalsozialistischer Wirlschastsfachleute. LPD. Frankfurt a. M., 11. Jan. Die unter Leitung des Gauwirtschaftsberaters und Landesleiters für Ständischen Aufbau, Pg. Eckardt stehende Dienstgemeinschaft nationalsozialistischer Wirtschaftsfachleute veranstaltete am Sonntag eine stark besuchte Arbeitstagung, an der auch aus jedem Kreis des Gaues Hessen-Nassau Vertreter als persönliche Mitarbeiter des Gauwirtschaftsberaters teilnahmen. Eingangs gaben die Sachbearbeiter des Gauwirtschaftsberaters, die Pgg. Dr. Jokisch (Industrie), Dr. N i e c z (Handel und Verkehr), Metzger (Banken und Versicherungen) und S ch ö n b e i n (Freie Berufe) einen eindrucksvollen Ueberblick über die vielfältige Arbeit, die im abgelaufenen Jahr auf den einzelnen Fachgebieten geleistet wurde, wobei sich als erfreuliches Zeichen ergab, daß die einzelnen Gruppen der Dienstgemeinschaft sich aus kleinsten Anfängen heraus zu stattlichen Fachgliederungen entwickelt haben. Bearbeitet wurden im abgelaufenen Jahr zahlreiche besonders aktuelle wirtschaftspolitische Fragen, sowie Sonderausgaben der Reichs- und (Bauleitung, die teilweise in zu diesem Zweck gebildeten Fachausschüssen einer eingehenden, sorgfältigen Durchprüfung und Begutachtung unterzogen wurden. worauf das so fertiggestellte Material den zuständigen Stellen zu entsprechender Verwendung weitergeleitet wurde. Anschließend ergriff der Gauwirtschaftsberater Pg. Eckardt bas Wort zu grundlegenden Ausführungen, wobei er zunächst über die Organisation d er Dienstgemeinschaft sprach und eine fest um« rissene Darstellung ihrer Ziele und Aufgaben in diesem Jahre gab. Sodann vermittelte Pg. Eckardt in großen Zügen einen Ueberblick über die gegenwärtige wirtschaftspoliti-sche Lage und betonte nachdrücklichst, daß der Rationalsozialismus nicht gesonnen sei, auch nur einen Schritt von feinen wirtschaftspolitischen Zielen abzuweichen. Pg. Eckardt wandte sich in seinen weiteren Ausführungen sehr scharf gegen die überall zu beobachtenden Gründungen der sog. Fachschaften, die man teilweise richtiger als „P r e i s s ch a f t e n" bezeichnen müsse. Ihre Gründung sei ohne Zutun der Partei erfolgt. Das Gebaren auf dem Gebiete der Preisbildung werde scharf mißbilligt, besonders da verschiedentlich Preissteigerungen auch in jenen Warengruppen auftreten, die der Arbeitsbeschaffung dienen. Die Dienstgemeinschaft gelobte zum Schluß der Tagung dem Führer treue Gefolgschaft. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 11. Jan. Auftrieb: 40 Rinder, 1004 Kälber, 195 Schafe, darunter 144 Hammel, 775 Schweine. Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber, Sonderklasse —, andere 43 bis 44, 37 bis 42, 32 bis 36, 24 bis 31. Hammel und Schafe, Stallmasthammel 29 bis 30, mittlere Mastlämmer und ältere Masthammel 27 bis 28, geringere Lämmer und Hammel 25 bis 26. Schafe 26 bis 27, 24 bis 25, 19 bis 23. Schweine 47 bis 49, 45 bis 48, 44 bis 48. Marktverlauf: Kälber, Hammel und Schafe mittelmäßig, geräumt. Schweine sehr schleppend, ausoerkauft. Fleischgroßmarkt. Beschickung: 1000 Viertel Rindfleisch, 138 ganze Kälber, 24 ganze Schafe bzw. Hammel, 543 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsen- und Rindfleisch I 48 bis 52, II 44 bis 48. Bullenfleisch 46 bis 50. Kuhfleisch II 35 bis 40, III 25 bis 30. Kalbfleisch II 60 bis 70, III 52 bis 60. Hammelfleisch 60 bis 65. Schaffleisch nicht notiert. Schweinefleisch I 65 bis 70. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: ruhig. Mannheimer Getreidebörse Mannheim, 11. Januar. Weizen (inländischer, 76/77 kg, frei Mannheim) 19,95 bis 20 Mark, per Januar Bezirk 9 19,20, Bezirk 10 19,40, Bezirk 11 19,70 (ruhig): Sommerweizen (80 kg) 20,10 bis 20,30 (ruhig); Roggen (süddeutscher, 71/72 kg, frei Mannheim) 17 bis 17,20, per Januar Bezirk 9 16,40, Bezirk 8 16,10 (ruhig); Hafer (inländischer) 14,75 bis 15 (stetig); Sommergerste (inländische, Ausstichware über Notiz) 18 bis 19; Gerste (Pfälzer, Ausstichware über Notiz) 18 bjs 19; Futtergerste (inländische) 17,25 bis 17,50; Mais (La Plata, im Sack) 20; Erdnußkuchen (prompt) 16,75 bis 17; Sojaschrot (prompt) 15 bis 15,25; Rapskuchen 14,50; Palmkuchen 15,50 bis 15,75; Kokoskuchen 17,50; Sesamkuchen 17; Leinkuchen 17,25 bis 17,50; Biertreber (mit Sack) 17,75; Malzkeime 14,50; Trockenschnitzel (ab Fabrik) 10; Steffenschnitzel 11,25; Rohmelasse 8,50; Wiesenheu (loses) 6 60 bis 7; Rotkleeheu 6,60 bis 7,20; Luzernekleeheu 8 bis 8,20; Stroh, Preßstroh, Roggen-Weizen 2, Hafer-Gerste 1,80 bis 2; geb. Stroh, Roggen-Weizen 1,40 bis 1,60, Hafer- Gerste 1.20 bis 1,40; Weizenmehl (Spezial 0, mit Austauschweizen) per Januar 29,40, per Februar 29,70, per März 30 (ruhig); Weizenmehl (Spezial 0, aus Jnlandweizen) per Januar 27,90, per Februar 28,20, per März 28,50 (ruhig); Roggenmehl (70 bis 60 v. H., norddeutsches, prompt) 22,50 bis 23,50; Roggenmehl (pfälzisches und süddeutsches, prompt) 23,25 bis 24.25; Weizenkleie (feine, mit Sack) 10,75, (grobe ,mit Sack) 11,25; Roggenkleie 10 50 bis 11 50; Weizenfuttermehl 12; Roagenfuttermehl 11,50 bis 12.75; Weizennochmshl 15 50; Weizennachmehl IVB 16,50 Mark. — Tendenz: stetig. Preußen. Wirtschaft. * Schöfferhof-Binding-Bürgerbräu Abendbörse: ruhig. t i e n lagen stark vernachlässigt und gegen den frankfurter Börse. INitlagsbörfe: Renten fest. nen waren durchweg um 0,25 bis 0,75 o. H. leich- ter. Don fremden Werten notierten Ungarn und Türken etwas fester. Tagesgeld blieb zu 3 v. H. unverändert leicht. Im Verlaufe wurde das Geschäft auch am Rentenmarkt ruhiger. Altbesitz konnten sich jedoch um weitere 0,40 v. H. erhöhen, auch späte Schuldbücher gewannen noch 0,25 v. H., Neubesitz blieben behauptet. Gegen Schluß bröckelten die Kurse aber ab, Altbesitz 97,75 nach 98,40, Neubesitz 19,50 nach 19,80. Der Aktienmarkt lag überwiegend schwächer. Stärker gedrückt waren IG. Farben 127,25 bis 125,75, Bekula 122,13 bis 121, im überigen bröckelten die Kurse um 0,25 bis 0,75 v. H. ab. Fester lagen Reichsbank mit plus 1,25 v. H. Don Schiffahrtswerten lagen Hapag 1 v. H. höher, Nordd. Lloyd später wieder abbröckelnd. Staats- und Länderanleihen lagen ruhig und behauptet. Stadtanleihen vernachlässigt und bis bis 0,50 v. H. niedriger. Don Montanwerken waren Rheinstahl stärker vernachlässigt und 1,25 v. H. schwächer, auch Ilse Genuß gaben 0,75 o. H. ab Die übrigen Montanwerte laaen bis 0,50 v. H. höher. Im einzelnen Daimler (— 0,75 d. $).'), Holzmann (— 1 v. H.), Aku (+ 0,25 v. H.) m , .. o ---- ---- ------ ----vw—; Mangels besonderer Anregungen verkehrte die SSi!!™ *«■ 105 000 Vortrag und Abendbörse in stiller Haltung, zumal auch vom 240 000 Mark Rucklagen-Entnahme 860 000 Mark Publikum nur kleine Nachfrage nach deutschen An- zur Verfügung.) Der GV. am 20. Februar werden leihen vorhanden war, während die Kulisse Zurück- wieder 12 v. H. auf diese Stammaktien und wie- Haltung übte. Die deutschen Anleihen konnten sich ver 6-/s v. H. auf bte Vorzugsaktien vorgeschlagen. ; gegen die niedrigen Berliner Schlußkurse befestigen, ' und zwar Altbesitz um 0,25 v. H. und Neubesitzanleihe um 10 Pf. Späte Reichsschuldbuchforderungen gingen zu etwa 95 v. H. um. Das Geschäft AEG. eröffneten je 0,40 v. H. niedriger. Ohne daß eine Belebung des Geschäftes zu verzeichnen war, konnten sich im Verlaufe der Abend- oörse einige Werte etwas erhöhen, so Bekula um insgesamt 1 v. H., Rütgerswerke um 0,40 v. H. und Rheinstahl um 0,75 v. H. Don Renten gingen Neubesitzanleihe um Bruchteile eines Prozentes zurück. Am Auslandsrentenmarkt waren Schweizer Bundesbahn-Anleihen fester, 4 v. H. von 1912 stiegen um 1,50 v. H. auf 138, 3,50 v. H. um 2 v. H. auf 131. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 19,50 bis 19,475, Altbesitzanleihe 97,75, Schutzgebietsanleihe von 1914 9,50, Reichsbank 165, Gel'sen- kirchen 58,25, Harpener 88,50, Klöcknerwerke 58,50, Phönix 45,25, Rheinstahl 86,75 bis 87,25, Stahl- verein 38, AEG. 26,40, AKU. 42, Bekula 120,75 bis 121, Scheideanstalt 175, IG. Farben 125,40, Holzmann 69, Lahmeyer 110, Mstallgesellschaft 65,50, Rütgerswerke 52,65 bis 53, Schuckert 102, Schöfferhof-Binding 174, Reichsbahn-VA. 110,90, Hapag 27,50, Norddeutscher Lloyd 29,75. An der Nachbörse hörte man: IG. Farben 125,50, Neubesitzanleihe 19,45 bis 19,50, Altbesitzanleihe 97,75, Oie Deutsche Keichspost imZahrel 933 Die Derkehrsentwicklung der Deutschen Reichspost zeigt im Kalenderjahr 1933 unter der nationalen Regierung zum ersten Male nach längerer Zeit ein günstigeres Bild. Der Gesamtverkehr in der Zeit von Januar bis November 1933 blieb zwar gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres noch größtenteils zurück, doch sind die Rückgänge wesentlich niedriger als im Jahre 1932. Die Finanzlage der Deutschen Reichspost muß noch als gespannt bezeichnet werden. Zusammenfassend ist festzustellen, daß das Grundgefüge der ganzen Wirtschaft der Deutschen Reichspost trotz aller Schwierigkeiten auch im abgelaufenen Jahre gesund geblieben ist. Die unverkennbaren Ansätze einer Besserung der allgemeinen Wirtschaftslage lassen hoffen, daß die eingetretene Wendung sich weiter günstig auswirken wird. * Frankfurt a. M., 11. Jan. Die Börse eröff- erreichte aber kein nennenswertes Ausmaß. A k - nete heute mit weiterhin stärkerem Geschäft am „.2 o.o... L... Rentenmarkt. Das Anlagebedürfnis des Pu-1 Berliner Schluß nur gehalten. IG. Farben und likums ist in unvermindertem Umfange zu beobach-' n — ten, zumal die Geldmarktlage recht flüssig ist. Reichsanleihen standen weiter im Vordergründe, vor allem Altbesitz, die schon zu Beginn 0,50 v. H. höher notierten. Neubesitz eröffnete 50 Pf. fester und stellten sich im Verlaufe aitf 19,80 nach 19,40 v. H. Späte Reichsschuldbuchforderungen gewannen 0,60 o. H. Das Geschäft in Dollar-Bonds und umgetauschten Reichsmark-Anleihen war auch heute recht lebhaft, und die Kurse zogen durchschnittlich um 0,50 v. H. an. Der Aktienmarkt war im Gegensatz zum Rentengeschäft recht vernachlässigt. Die ersten Notierungen lagen zwar meist noch eine Kleinigkeit über den Schlußkursen der gestrigen Abendbörse, im Verlaufe bröckelten sie jedoch um 0,50 bis 1 v. H. ab. Der günstige Quartalsbericht der Stahlverein AG. wurde zwar beachtet, doch konnte eine nennenswerte Anregung hiervon nicht ausgehen. IG. Farben, die zunächst 0,25 v. H. höher lagen, gaben später wieder 0,50 v. H. her. Scheideanstalt nach Abgang der Dividende ca. 2 v. H. niedriger. Auch Goldschmidt gaben 0,75 v. H. nach. Elektrowerte lagen meist etwas freundlicher, so Licht & Kraft. Gesfürel und Bekula .....Vfc bis zu 0,75 v. H., dagegen Siemens und Schuckert ■ späte Schuldbücher 95 o. H. AG., Frankfurt a. M. Der Absatz der Schöf-medrlger. Gold- und Liquidationspfand- ferhof-Binding-Bürgerbräu AG., Frankfurt a M Briefe lagen uneinheitlich bei Abweichungen um 0.25 hat sich in dem am 30. September 1933 abgelaufe- b 13 °'50 na$ beiden Seiten. Kommunal-Obligatio- nen Geschäftsjahr günstia entwickelt. Das Unter- """ mnr°n "" no* ~ a nehmen konnte infolgedessen ein gegen das Vorjahr gebessertes Ergebnis erzielen. Die vom AR. genehmigte Bilanz weist nach Abschreibungen von > 320 283 Mark (166 672) einschl. 74120 Mark Vortrag einen Reingewinn von 858 260 Mark aus. (Im I Oie erste Adolf-Hitler-Glocke im Westerwald. LPD. Hachenburg, 11. Jan. Den Bemühungen des Bürgermeister Dönges von Norken und der Opferwilligkeit der Einwohnerschaft ist es gelungen, die Anschaffung zweier Bronzeglocken zu ermöglichen, die in Kürze erfolgen wird. Die Glocken sollen die Jahreszahl 1933 zur Einnerung an die Aufrichtung des Dritten Reiches tragen und die eine Glocke mit dem Bildnis des Reichspräsidenten von Hindenburg, die andere mit dem des Reichskanzlers Adolf Hitler geschmückt werden. Die kleine rührige Oberwesterwaldgemeinde wird damit die erste sein, die in der hiesigen Gegend eine Adolf-Hitler-Glocke ihr eigen nennen kann. Wer hatte mit dem Schwindler Wojtech zu tun? LPD. Frankfurt a. M., 11.Jan. In den letzten Tagen des vergangenen Jahres wurde hier der österreichische Staatsangehörige Ferdinand W o j - t e ch wegen zahlreicher Betrügereien f e st g e n o m- me n. Durch Inserate suchte er Teilhaber für sein Geschäft, das in Wirklichkeit nur aus einem leeren Raum bestand. Den Interessenten versprach er in seinem Geschäft eine gut bezahlte Stellung, ließ sich aber zuvor Beträge bis zu 800 Mk. als Sicherheit zahlen. Den so gefundenen „Teilhabern" legte Wojtech in der ersten Woche auch den vollen Lohn auf den Tisch, den zweiten Wochenlohn zahtte er jedoch nur zur Hälfte und für die Folge dann gar nichts mehr. Der Schwindler hat es auf diese Art verstanden, sich in den Besitz einiger tausend Mark zu setzen. Er wurde in Untersuchungshaft genommen. Personen, die durch Wojtech geschädigt worden sind, wollen sich bei der Frankfurter Kriminalpolizei, Polizeipräsidium, Zimmer 469, einfinden. bi 1C iS * Krofdorf, 12. Jan. Der Pflastermeister Karl Sch nepp aus Krofdorf, der auch feit 15 Jahren die Haumeistergeschäfte der Preußischen Staatsförsterei Krofdorf führte, hat die Staatsverwaltung gebeten, ihn von den Haumeistergeschäften zu entbinden, da das Pflaftermeiftergefchäft ihn bei der zunehmenden Straßenbautätigkeit ganz in Anspruch nehme und er sich den Arbeiten im Wald nicht mehr so widmen könne. Auch hält er es in der Notzeit für seine Pflicht, einem arbeitslosen Volksgenossen den Arbeitsplatz frei zu machen. In einem Schreiben der Preußischen Staatsforstverwaltung wird mit Bedauern von dem Entschluß Kenntnis genommen; weiter wird ihm für feine dem deutschen Walde geleistete Arbeit, seit 1908 als Waldarbeiter und 15 Jahre als Haumeister, besonderer Dank ausgesprochen. Als Nachfolger wurde der seit 1917 im Walde beschäftigte Ernst Schleenbecker aus Krofdorf ernannt. = Fellingshausen, 11. Jan. Der hiesige T u r n d e r e t n , der im vergangenen Jahre seine Tätigkeit nach mehrjähriger Ruhepause wieder ausgenommen hat, hielt unter der Leitung seines ersten Führers Heinrich Bender eine Versammlung ab. Als Hauptpunkt stand die Eingliederung der ehemaligen Mitglieder des Arbeiter-Turn- und Sportbundes in den Verein auf der Tagesordnung. Im Anschluß an die Aussprache beantragten mehrere Personen ihre Ausnahme. Der Verein zählt jetzt insgesamt 65 Mitglieder. Mit dem Gesang des Liedes „Turner auf zum Streite" und mit einem dreifachen „Sieg-Heil^ auf den Dolkskanzler Adolf Hitler und den Reichspräsidenten von Hindenburg wurde die Versammlung geschlossen. Meine Strafkammer Gießen. Ein 30jähriger Schreiner aus Bruchenbrücken war beschuldigt, seinen Bruder aus Ober-Wöllstadt anläßlich einer Auseinandersetzung im Vorraum des Amtsgerichtsgebäudes in Friedberg körperlich verletzt und beleidigt zu haben. Vom Amtsgericht in Friedberg wurde der Angeklagte freigesprochen, da der Urheber des Streites, wie aus Zeugenaussagen hervorgeht, in der Person des Bruders zu suchen ist. Die Berufung der Staatsanwaltschaft und des Nebenklägers wurde gestern kostenpflichtig verworfen. Die schon vorbestraften Arbeiter H. D., I. St., W. Oe. von hier wurden vom Amtsgericht wegen Körperverletzung zu einem, zwei Monaten und drei Wochen Gefängnis verurteilt. St. legte gegen dieses Urteil Berufung ein. In der gestrigen Hauptverhandlung wurde festgestellt, daß die Angeklagten am 13. März 1933 gemeinschaftlich den an der Kläranlage wohnenden Arbeiter A. L. körperlich verletzten, indem sie alle auf ihn einschlugen und zwar D. und St. mit Knüppeln, Oe. mit der Faust, so daß der Verletzte bewußtlos am Boden lag. Der Vertreter der Anklage beantragte einmal Zurückweisung der Berufung des St. Gegen D. ging der Antrag auf zwei Monate, gegen Oe. auf einen Monat Gefängnis. Das Gericht hob das Urteil der Vorinstanz auf und erkannte gegen St. auf einen Monat Gefängnis. Die Strafen gegen die beiden anderen Angeklagten wurden aufrechterhalten. Außerdem wurden sämtliche Angeklagten zur Zahlung einer Buße von 20 Mark verurteilt. Wegen Bedrohung hatte sich ein Landwirt aus Heimertshausen zu verantworten. Der Angeklagte sollte gelegentlich einer Taschenpfändung den Gerichtsvollzieher aus Alsfeld tätlich angegriffen haben. Vom Amtsgericht in Alsfeld wurde der Angeklagte freigesprochen, da eine wirkliche Bedrohung nicht vorlag. Aus demselben Gesichtspunkt wurde gestern die gegen das Urteil des Vorgerichts von der Staatsanwaltschaft eingelegte Berufung verworfen. Brieffaften der Redaktion (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Uebernthal. Die auf dem in Frage stehenden Anwesen zuaunsten des Fiskus eingetragene Hypothek von 4000 Mark, die von der Kriegerfürsorge gewährt wurde und durch monatliche Teilzahlungen zurückbezahlt wird, hindert die von Ihnen beabsichtigte Teilung des Vermögens in keiner Meise. Für die Herrichtung einer neuen (Teilung-) Wohnung wird Ihnen auf Antrag bei der zuständigen Bürgermeisterei ein Reichszuschuß gewährt, der bis zu 40 v. H. der Herstellungskosten beträgt. Talen für Freitag, 12. Januar. 1519: Kaiser Maximilian I. in Wels gestorben (geboren 1459); — 1746: der Pädagoge Heinrich Pestalozzi in Zürich geboren (gestorben 1827); — 1829: der Schriftsteller Friedrich von Schlegel in Dresden gestorben (geboren 1772); — 1893: Ministerpräsident Hermann Göring und Alfred Rosenberg geboren. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt veichioffenen Dividende an - Reichsbankdiskoni 4 o f) tranrur u. jji Benin Schluß. kurS Schluß!. Abend, börse Schluß. fur< Schluß! Mittag- börse ©ahm 10.1. 11-1. 10.1. 11.1. •% Deutsche Äeidieanieihe o 1927 94,5 94,5 95 94,9 6% ebem.7% St. iRetdisanl. d. 1929 100 100 100 100,10 6Vt% Boung-Anleihe von 1930 Deutsche •2lnl..-2lblöi.-©ti)ulö mit 94,9 94,75 94,9 95 Auslos.-Rechten 97,5 97,75 96 97,6 Desgl. ohne Ausloi.-Rechte ..... «% ebem.8% Hess, ^ottsftaat 1929 19,25 19,475 19,25 19,40 (rückzahlb. 102%) 6% Hess, tian Desbant Darmstadt 95 95,5 95,13 95,5 Gold R. 12 6Vz% Hess Landes-Hypotheken- 93,75 93,75 93,75 93,75 bank DarmstaDt Liaui Cberbelfe» Provinz-Anleihe mit 93.25 93,25 — — Auelos.Rechten Deutsche Komm. Sammelabl. An- 89,5 92 — — leihe >serie l mit Auslos.-Rechten 6% ehem 6% Franks Hyp.-Banl 93,65 96,75 94 96,5 Golopse 15 unlünDbar bis 1935 <% ehern 7% Franks Hyp.-Bank 94 94 — — Golvose 16 unlünöbar bis 1936 tVe% ehem 4*/i% Franks Hyp.- 94 94 — -- Bank-Liau-Pfandbriefe Wi% ehem Wt% Rheinische 92,75 89 — — Hyp.-Bank-Ltau.-Goldpfe. 6% ehem. 8% Pr Landespfand. 94 93,75 — — briefanftalt, Pfandbriefe R 19 •% ehem 7% Pr Landespfand- briefanftalt, Pfandbriefe R. 10 94 94 94 94 94 94 94 94 Gleuerautfch BerrechnunaükurS 96,9 96,9 96.9 96,9 4% OefterretdjW Goldrente. 18 19 18,5 _ 4,20% Oesterreichische <5Überrente 0,80 0,80 1 5,30 4% Ungarische Goldrente 5,05 5,2 5,25 4% Ungarische Staatsrente o. 1910 — 5,10 5,2 5’35 4V2% desgl. von 1913 4,9 5,15 4,9 B% abgeft. Gvldmexikaner von 99 7,5 7,5 7,45 7,70 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 5,3 5,3 5,25 Cer ir l ...... — 5,35 5,25 5,25 tranffun a. M Berlin Schluß- kurs Schium. Abend» b6rf- Schluß- für i tpchlußk. DU tag, börse Datum 10.1. 11.1. 10.1. 11-1. <% desgl. Serie II — 5,5 _ 5,25 5% Rumün. vereint). Rente v. 1903 4 4 4 4 4^°/c>Rumän.vereinh.Renteo.l913 6,40 6,25 4% Rumänische vereinh. Rente .. 3,3 3,35 3,3 3,40 8%% Anatolier ............. 26,75 26,75 26,75 27,13 yamvurg-Amertka-Paket .... O 27,5 27,5 28,4 27,65 Hamburg-Südam. Dampfschiff O 25 Hansa-Damvfschiff ....... o Norddeutscher Lloyd ........ o 29,75 29,75 30 29,5 ’M.®, für Verkehrswesen Ml. . O 66 66 66.5 64,75 berliner HandelsgeseUfchast . 4 88 88 88 88 Uommerj. und Privat-Bank O 48,25 49,25 47,75 49 Deutsche Bank und Disconw» Gesellschaft.. ............. o Dresdner Bank.............. o Reichsbank ................ jg 58,5 60,5 164 58,5 60,5 58,5 60,5 164 58,5 60,5 164,75 AG.®...................... 27,9 26,4 27,75 26,75 Bekula.............. Q d?Lnma*aesellfchafi... 6 121,75 91,5 121 91,25 121,4 91 120,5 90,25 Licht und Kraft .. 6 Helten & Guilleaume . ..... o fihKni(5;,-^llefZ5Unlccnc6,nuna6 WiniidK (ileftriAitäl ....... 5 ^schuckert & (£0. « Siemens L Halske. .. ' ' 7 Lahmeyer LEo.........**2'l0 99,25 53,13 89 93,5 103,25 148,5 113 100,5 53,75 89,25 92 102 148 110 99,75 53,5 88,9 93,5 103,5 148,25 113,5 100 54 89,65 102 147 112 •Buttere» ................. Deutsche Srdöl .............. 4 74 74,5 74,75 74,5 104 104 104,25 103 Gelsenkirchener............... 59,5 58,25 59,75 58,5 Harpener ........... q Hvesch Eisen-Köln-Neuester, .. 0 Äse Bergbau • Alse Bergbau Genüsse........ « Klöcknerwerke ......... O vrannesmann-RSbree........Ö 89,75 108,5 59 61 88,5 108,25 58,5 61,5 89,5 67,9 109,5 58,65 61,13 88,5 66 108 58,5 61,5 Hrani'ur a. 211. Benin Schluß» Iur4 Schluvi. Abend- börfc Schluß« iure Schluß! JJlinog- börse Datum 10.1. |11.1. 10.1. 11.1. Mansfelder Bergbau....... .. O 28 28 28 27,9 Koküwerke ......... .. 0 — 88 86,5 Phoni? Bergbau .......... 0 45,5 45,25 46 45,4 Rheinische Braunkohlen .... . 10 199,5 198 198,5 Rheinstahl ....... .. 0 89 87,25 88,25 86,5 Bereinigte Stahlwerke...... .. 0 37.75 38 38,65 38,4 Ctaoi Minen ......... .. 0 12 11,5 11,25 11,65 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 112,25 — 112 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 114 113,75 113,75 — Kaliwerke Salzdetfurth..... 7V. 151 152 150 151 I. G. Farben-Industtte..... .. 7 126,75 125,4 126,9 125,65 Scheideanstalt............. .. 9 187 175 — Goldschmidt ............. .. O 47,75 48 47 Rütgerswerke ............. .. 0 53 53 52,9 52,9 Metallgesellschaft........... .. 0 65 65,5 65 65 Philipp HoHmann ......... Zementwerk Heidelberg .... .. 0 70,5 69 70 69 .. 0 82,5 82,5 Zementwerk Karlstadt....... .. 0 91 91 . — SchullhetS Payenhvfer ..... .. 0 _ _ 96,9 93,5 Aku (Allgemeine Kunstseide) . 0 41,5 42 41,5 42,25 Bemberg ......... .. 0 45,65 46,25 45,65 46 Zellstoff Waldhof .......... .. 0 49,5 49 49 48,25 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 35,5 36,18 — Dessauer Gas .......... .. 7 — — 114 114 Daimler Motoren.......... .. 0 37,9 37 37,65 37 Deutsche Linoleum ........ .. 0 47,25 47 47 Orenftein & Koppel........ .. 0 61 CO,25 Leonhard Tietz ........... .. 0 15,5 15,75 15,65 15,5 Zbabe .................. ..10 138 141,5 137,5 141,5 Acrumulatoren-Fabrik...... .. 0 186,5 187,5 187 187 lonti»®ummt............. .. 0 153,5 154 151,5 Grt-ner.................. Mainkraftwerke Höchst c.®L. .. 0 20,65 21,13 21 21,4 .. 4 70,5 70,5 - Süddeutscher Zucker....... .. 8 192 - 192 192 Lombardzinsfuß 5 v H Devisenmarkt Berlin — $ranffurt a M 10.Januar 11. Januar Amtliche Notierung Brie 'Amtliche Seid Notierung I Bne Helsingfor».. Wien ...... 15 rag ...... BudapeA ... Sofia ..... volland .... C91o ...... Kopenhagen. Stockholm London ... Buenos Aires Aeuvork.... Brüssel..... .Italien..... Baris ...... Schweiz .... Spanien.... Danzig..... ?apan...... Rio de Jan. . Jugoslawien. Lissabon.... 6,044 47,20 12,46 3,047 168,58 68,63 60,94 70,43 13,655 0,648 2,682 58,24 21,98 16,41 81,12 34,52 81.47 0,809 0,226 5,664 12,44 6,056 47,30 12,48 3,053 168,92 68.77 61,06 70,57 13,685 0,652 2,688 58,36 22,02 16,45 81,28 34.58 81,63 0,811 0,228 5,676 12,46 6,044 47,20 12,45 3,047 168,58 68,63 60,94 70,43 13,665 0,648 2,677 58,27 21,98 16,41 81,09 34,52 81,47 0,809 0,226 5,664 12,45 6,056 47,30 12,47 3,053 168,92 68,77 61,06 70,57 13,695 0,652 2,683 58,39 • 22,02 16,45 81,25 34,58 81,63 0,811 0,228 5,676 12,47 Banknoten. Berlin, ll.Zanuar fflelO Brie, Amerikanische Roten.............. Belgische Roten ................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. französische Noten............... bolländische Noten............... Italienische Noten. .............. Norwegische Noten .............. Deutsch cesterreich, * IOO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanisch« 9?ntMi_________________ 2,63 58,11 60,68 13,62 16,37 168,16 21,86 68,46 70,26 80,91 34,38 2,65 58,35 60,92 13,68 16,43 168,84 21,94 68,74 70,54 81,23 34,52 Ungarische Note».......... • • .... m. 10 Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheilen) Freitag, N.Zanuar 1954 5000 Mark für 50 Pfennige Straßen-Demonstraüon gegen den Slaviskh-Skandal Ja ich glaube bas Holz ist gleich zu Ende. Igen • nirh ju, er rannte lulle sah von „Schwarzarbeit-, die zum Aerger her Handwerker sogar teilweise privilegiert war Und dabei gab es allerlei Auswüchse, wie aus der großen Menge der Befehle folgende zeigen: Februar 1783; „Die Regimenter sollen aus ihre Leu' in denen Kasernen Acht aeben, daß sie keinen Tabak fabrizieren (!). borthalben die Kompanie fleh jig nachsehen, daß sich so was nicht einschleicht. Tabak war Monopol.) u März 1780 ..Die Soldaten, so mit Handschuh handeln, sollen sich nicht so öffentlich auf die Langen Brücken hinstellen." 11 März 1754; Die Soldaten, so Spinnereien haben, sollen die Leute (ihre Kameraden, die bei ihnen im Dienst stehen) nicht so sklavisch halten und sie nicht des Nachts anschließen (!), wofür die Ca- pitains derer Kompagnien respondieren sollen und müssen des Nachts darauf visitieren lassen. Sonsten die Spinnereien aufgehoben werden sollen" * Oft genug mag damals der Jagdeifer mit den Offizieren, die ja größtei teils vom Lande stammten, durchgegangen sein Darauf deuten mancherlei Be- ^^November 1752: „Ihre Majestät befehlen, daß auf der hiesigen Feldmark Rebhühner sollen eingefangen werden; es sollen sich die Herren Offiziers nicht unterstehen, zur Jagd zu gehen und sie zu stören" 2 September 1781. „Es soll sich kein Offizier unterstehen, auf fremde Jagd zu gehen, vorzüglich die des Herrn Gouverneurs, sonst werden sie im Weißen Saal gesetzt" (Name des Arrestlokals.) Am 22. Dezember 1780: „Die Herren Offiziers, so zur Cour kommen, sollen ordentlich und propper angezogen sein, probemäßige Binde und Weste haben, andernfalls sie vom Schloß gleich ins Arrest kommen." Am 26. Jul, 1781; „Der Herr General lassen t e- fehlen. daß die Offiziers so gut sein und ihren Anzug tragen wie es beim Regiment gebräuchlich, besonders mit den haaren und keiner mit einer solchen Capuziner-Frisur (wohl ganz kurz geschnitten) erscheint wie der Leutnant o Zastrow Hl!" Ein verantwortungsvoller Dienst ist der Wacht- dienst als Borübung zum Kriege Das sagten klar und deutlich unsere alten Kriegsartikel, und das war auch in der srideriziamschen Armee so Immer wieder wird auf Einzelheiten hingewiesen, wie z. B, daß der Posten nicht sitzen dürfe Am 17 November 1751 „Es wird auch hart verboten daß die Schildwachen feine Gesäße (!) in die Schilderhäusers machen Wer dabe, ober mbieselben betroffen wird, soll mit Spießruten bestraft werden ' Am 11 März 1783: „Die Unteroffiziere auf denen Wachten, nebst den Gefreiten müssen sehr genau Acht geben auf die großen Frauenzimmers, damit sich kein Soldat verkleidet herausschleicht weil Darm künftig feine Entschuldigung angenommen wird nicht wahr hülle?" „Ja" sagte hülle gepreßt, die gerade mit dem Feuerhaken Asche aus dem Feuerloch kratzte Ich werde etwas hatten" erbot sich Ludwig, her todmüde war und zog seine Jacke wieder an. Das friderizianische Heerwesen kannte auch bereits eine soziale Fürsorge, sie war im Einklang mit den knappen Geldmitteln des Staates ebenfalls karg und knapp — aber sie war doch im Gegensatz zu den andren Staaten vorhanden Und nötig mag sie wohl gewesen sein Gab es doch z B im Regiment For ade nicht weniger als 368 Soldaten- finber unter sechs Jahren. Dor allem war bas Elend der Soldatenwitwen ........ ar oh und der König spendete ihnen alljährlich eine'an dem Kinde auslassen^konnen^ Tonfall Jetzt mal ein paar Sekunden ganz ruhig und I tapfer gleich ifts vorüber " I Ludwig faß reglos mit großen Augen:,Hülle.. J jagte er leise und tief verwundert, „hülle, wie heißen Sie eigentlich richtig?" „Hulda Wagenknecht. Dr med", sagte das fpiU- rige Mädchen, und legte einen vorbildlichen Verband an Als sie sich tief über seinen Finger beugte, sah Ludwig, daß rothaarige Frauen eine unge- wöhnlich zarte haut haben Dann überlegte er. daß man ihre Taille mit zwei Händen umspannen könnte .. vorausgesetzt, daß der Finger gesund wäre... .Seid Ihr noch nicht fertig? Wie lange dauert denn das?" fragte Nora und Sigrid trommelte un- geduldig mit dem Kaffeelöffel. Ludwig war ganz überrascht, denn er hatte vergessen, daß es noch zwei Mädchen in der Stube gab. Wahrend der Kammerdebatte über die Stavisky-Assäre veranstalteten die Anhänger der royalistischen „Action Franxaise" große Demonstrationen, die von der Polizei nur mit Muhe unterdrückt werden konnten. Hütte auf Der Hütte. Von Eva Maag. Nach dreistündigem Anstieg überquerte Ludwig den Bach, tauchte aus Der Schlucht empor und erblickte die Hütte droben zwischen den letzten Lannen Es begann wieder zu schneien und der letzte Kilometer zerrte sich unendlich Kurz vor dem hause entdeckte Ludwig eine dünne Rauchfahne die sich aus dem Schornstein hob „Verdammt! sagte er laut Er hatte sich auf eine Woche Einsamkeit, «Ruhe Männerdasein gefreut -2ii9 er die Tür aufritz, schlug ihm Warwe, holz^ flerud) und Maggiduft entgegen Dor dem Herd stand ein blondes Wesen rötlich vom Feuer be- chienen und lührte in einem Tupf „Nora! r,ef sie was hat hülle gesagt, wie lange muß man Üm seine kärgliche Löhnung aufzubessern, bejchäf- Itigte sich der Soldat, der ja außerhalb der zweimonatigen Exerzierzeit in Der Hauptsache nur reichlich Wachen schob" mit allerlei Hausindustrie und mii Ein SSfacheS Echo. Wohl jeder Mensch wird sich aus seiner Jugend gern der freudigen und verwunderten Erregung entsinnen, die ihn überfiel, als er zum erstenmal mit der merkwürdigen Naturerscheinung des Echos Bekanntschaft machte Kinder sehen darin ebenso wie Angehörige mancher primitiver Völker das Spiel von Geistern und Kobolden, die den Menschen irreführen und ihn necken wollen Es gibt viele solcher Echos Jeder wird eine oder mehrere derartiger Naturerscheinungen in seiner engeren rjeimat kennen Ueber die berühmtesten Echos berichtet Dr Grünwaid in der Leipziger „JllustriNen Zeitung" Eines ifi bei Zittau, wo der Knall einer Pistole acht- bis zehnmal widerhallt Ein merk- würdiges Echo zwischen Bingen und Koblenz roirft jeden Laut nicht nur siebenmal zurück, sondern auch dann stark und deutlich, wenn er_nc>ch so leise aus dem Mund des Rufenden oder Singenden kommt. Schottland ist die Gegend vieler berühmter Echos, so in der Grafschaft Renfrew „Ein einziger musikalischer Ton steigt stufenweise zu einer Menge von Echos bis diese endlich in einem sanften, bezaubernden Murmeln dahinsterben." Bekannt ist auch das Echo des Adlernestes bei Muckroß Abbey am «es von Killarney auf Irland Das Echo im Grabe der Metella, der Gattin Sullas, soll jeden Ton fünfmal und in verschiedenen Tonarten zurückwerfen Zu den interessantesten Erscheinungen auf diesem Ge- biet gehört wohl das Echo eines Edelsitzes bei Mailand. das den Knall einer abgeschossenen Pistole selbst in nebeliger also für derartige Versuche nicht besonders günstigen Luft 55mal wiederholt, was darauf zurückgeführt wird, daß der Schall zwischen zwei parallel lausenden Mauern von bedeutender Länge so lange hin und her geworfen wird, bis Dt* Wellenbewegung völlig erschöpft ist. Darmstadt, 11. Jan. (LPD.) Vor dem Be- zirksschöffengericht hatte sich heute das Ehepaar Albert M aus Griesheim bei Darmstadt wegen Kindesmißhandlung zu verantworten Wie die Aussagen der Zeugen ergaben, haben die beiden ihr vierjähriges Töchterchen mit unbeschreiblicher Rohheit mißhandelt. Das Gericht verurteilte beide zu je l'/'r Jahren Gesang- inis und verfügte die sofortige Verhaftung, um zu verhüten, daß die Eltern ihre Wut über die Strafe • nn hc-m Kindk» ouslassen können. sich andauernd und mit mancherlei Stürzen hintendrein Ludwig hatte Die Schlucht erreicht und den Bach Der Stea mar glattes Eis Da fiel ihm hülle ein „Vorsicht!^ rief er über die Schulter zurück, „scharf bremsen. Christiania nach links!" hülle kam in vorsichtigen, ordentlichen Bögen zu Tal, erreichte den Steg passierte ihn zur Hälfte rutschte ab und fiel in Den Bach. Es war nicht tief, aber naß Rach Dem ersten Schrecken hatte Ludwig eine maßlose Wut „Bitte, lassen Sie sich nicht stören", sagte Hülle kleinlaut, „ich finde allein zurück * Ludwig antwortete nicht zog ihr seine Jacke über und 'tieg voran - Das Schlimmste war, daß Nora und Sigrid weiß Gott was dachten. Ausgerechnet mit hülle I Der glückliche Zufall, her manchmal Dem Soldaten hold ist, hat uns aus den Tagen Fried richs des Großen eine Reihe von Parole- büchern aufbewahrt Und zwar stammen sie her von Dem Berliner Regiment v F o r g a D e , Dessen Fahnen bis zu seiner Auflösung im Jahre 1807 außer am Tage vor Hochkirch nur Siege gesehen hatten Es ist herzersrischenD. diese alten Befehle zu lesen in ihrem kernigen, ehrlichen Soldaten- deutsch, das jedes Ding beim rechten Namen nennt Verwunderlich wäre es. wenn nicht nach alter preußischer Tradition ackch Damals schon Der Anzug eine große Rotte gespielt hätte Unh ein „aDreites" Aussehen zu erlangen, mag in jenen Tagen mit Dem gepuDerten Zopf von genau vorgeschriebener Lange, dem vielen weißen Lederzeug, Den zahlreichen blanken Knöpfen unh Dem Hellen Tuch Der Hosen unD Westen wohl weit schwieriger gewesen sein als heute, hören wir ein paar Befehle Darüber: Am 2 Mai 1780 heißt es „Bei Der morgenDen Besichtigung müssen Die Bursche orDentlid) gepudert fein Ohren rein gewaschen, ingleichen Der Zopf nicht voll PuDer Die Gewehrschäfte und Taschenkästen (Patronentaschen) müssen alle angestrichen fein maleich Das Lederzeug fo gerodet, daß es nicht abfärbt Die Bursche, so Bärte haben, müssen selbige gut aufsetzen, und daß ja keiner betrunken kömmt auch keine Branntweinputte bei sich hat Am 10 Januar 1781 „Die Chefs und Komman Deurs Der Kompagnieen sollen besser Danach leben daß wenn ein Kerl ist, Der einen Bart tragen kann besonders. wenn er ein gutes GrenaDiergesicht hat folch-n Heben lassen soll " Als LuDwig am nächsten Morgen zum schmalz kops aufbrach, schliefen hie MaDchen noch Als er am Spätnachmittag heimkam, waren Nora unD SigriD stumm während hülle elfmal hintereinander nieste Ludwig mutzte sich sehr viel Mühe geben Er reparierte Noras Skistock und tauschte mit Sigrid hie Seehunbsselle, obgleich hie ihrigen in einem er bärmlichen Zustand waren. Schließlich braute er -um Wärmen unh zur Hebung her Stimmung einen Grog Sie tranken Brüherschast unh Lub- roig sah Wintererholung unh Männerhajein enb gültig am Horizont entschwinhen, nur hie Richtung roar wegen Nebels noch nicht klar Sigrid machte emmal Hülle, bulle, bulle ...' rote man Enten ruft ,fomm unh trink!" - „Ja" rief Hülle gedämpft von oben aus einem Berg von Matratzen, hie sie schüttelte: aber sie kam nicht Um zehn Uhr bemerkte Luhwig, hafnein Finger gerötet unh geschwollen war, her Sägedaumen „Seifenbad" sagte Hülle, ine plötzlich wieder auf der (Srbe ftanb und machte ihm eine Schüssel zurecht Ludwigs Finger schwoll roie eine Kartoffel es pochte und schmerzte unglaublich Ludwig tat diese Nacht kein Auge zu, er rannte bleich und ruhelos durch die Stube, hülle sah von Zeit zu Zeit nach Dem Feuer Sgittegitt ..!" sagte SigriD. als sie am Morgen Den Finger erblickte Nora hielt sich hie Augen zu, ihr würbe so leicht übel hülle zog Mann und Finger ans Fenster. „Wir müssen schneiden", sagte sie hülle kramte aus ihrem Rucksack ein Besteck, roarf in bas für ben Kaffee bestimmte kochende Wasser einige Instrumente, drückte Ludwig auf einen Stuhl und sprach in merkwürdig geübtem Boi Der Tür ist ein Baumstumpf" sagte Nora. unD stakste zum Lohn einmal wiegend durch Den Raum Ludwig fand Den Baumstumpf, suchte eine Säge und erschien wieder in der Tür Allein geht Das leider nicht, eine Der Damen mutz schon so liebensroürDig sein SigriD probierte gerade Ludwigs „Gebirnklam mer" (die Arlberger Kopfbedeckung) wahrenD Nora ihr Gesicht salbte hülle legte Die Teller aus der Hand, die sie spülte unD ging mit ihm»hinaus Jeder faßte an einem Ende an. ritsch, ritsch, ritsch, ritsch Zum Schluß ritzte sich Ludwig ben Daumen, aber es roar nicht schlimm tum 'Warmen und zur fiebung Oer Stimmung brachte Ludwig eine Rlaithe Kognnk zum Borfcheiir Dee Mädchen tonnten ausgezeichnet knnten und Sigrid mar ganz reizend als fte * hatte .Wir werden chn Lutz nennen iagte fie und fuhr ihm durch die haare wahrend Jlora ihre w .l'eforrrten Beine our Geltung brachte huUe kubierte eine Karte unh sagte nachbenklich ' Auf den Labauner Kops müßten wir morgen ^öubroig roar ganz überrascht, denn er hatte vergessen daß es noch ein brittes Mabchen in her Stube gab. . Mitten tn Der Nacht erwachte Lubroig. E» war ftickia im Raum Er erhob sich leise unh öffnete das Fenster Ein faltet, kleiner Monb ftanb am Himmel unh bläulichsilbern schimmerte her Schnee Üuhroiq verspürte einen unbänhigen Drang nach ben Brettern Mit (elfen Griffen fleibete er sich an beim Licht her Taschenlampe unh entdeckte plötzlich oben auf her Leiter em Heines ■Kad)tgefpenft: 3m ersten Augenblick schoß ihm das Blut ins Gesicht Xr»nn Inh »v haft es Hülle roar „Pst machte er unh legte ben Finger auf ben Munb Hülle glitt X $X?nr6ie Mich Mit- lagt- fie otem- tos’® id> Möchte fo raten» gern eine MondfcheinfaHrt "«Ludwig verging die ganze Luft zur nächtlichen Tour Meinetwegen" sagte er mürrisch Sie traten °or di- T»' und 'chnallten die Bretter an « mar fehl Palt Lubro.g fuhr los in scharfer Schußfahrt einen Hang hmab bann lenfetts bergan bann in schönen Schwüngen in ein neues Ta^ Das kleine Nachtgejpenst Hatte er vergessen, doch arbeitete es Ein glücklicher Gewinner Der WinterHilfslottene. Freubestrahlenb nimmt her Gluckspilz 5000 bare Reichsmark entgegen, hie er für ein 50-Pfennig-Los her Straßenlotterie gewann. C hanhelt sich um einen SA.-Mann, her als gelernter Backer feit Jahren ohne feste Wellung war unh nun ein Kapital in hänben hält, von bem er zuvor nicht zu träumen wagte „Bei der Besichtigung müssen die Ohren rein gewaschen sein!..." Heitere Parolebefehle aus friderizianischer Zeit. Äon Dr. W. Große. beträchtliche Summe. Mit ben Vorarbeiten bazu be- chäftigt sich her folgende Befehl, her auch durch sein klassisches Deutsch manches Schmunzeln Hervorrufen ""13. November 1751: „Es soll an her Weiberliste hinten her Abgang angezeigt werben ob sie oer* heuratet ober gestorben seien, auch habet das Quantum angezeigt werden, was sie norm Jahr bekommen haben Kinder von 14 Jahr unh Darüber bekommen nichts, als auch Die Weiber, die sich wieher verheiratet haben." Ganz auffallenb ist es. wie oft hamals Lieblings- hunbe hochgestellter Persönlichkeiten abhanben kamen unh es mag nicht immer ganz von her Hand zu weisen sein, haß sich mancher Soldat als regel- mäßiger Hunhefänger betätigte, und sich hurch Zurückgabe hes „gefunhenen" Lieblings eine gute Nebeneinnahme verschaffte. Um nur ein Beispiel anz'lführen: • 17 April 1753: „Parole ist Schwebt Dem Markgrafen Friebrich ist ein grau Möbsgen mit einem silbernen halsbanb verloren gegangen; wer ihn bringet, wirb refomenfieret (belohnt) werben." Einer her besten Parolebefehle ist wohl her. den Friebrich an einem Neujahrstage selbst gab: „Seme Majestät lassen alle braven Offiziere gratulieren, unh die nicht so feinb, wie sie sein sollen, möchten sich bessern." Wegen Kindesmißhandlung verurteilt und verhaftet. rühren .?* Grüß Gott!" sagte Ludwig und warf seinen Ruckfack auf eine Bank Grütz (Sott Nora, was l>at hülle Auf der Leiter die zum Odern Matratzenlager führte, erschienen zwei flraubeftrumpfte lange L ne Um Gottes willen lch denke zwanzig Mlnu> tagte die unfichtda.e Ode-Hälfte Ludwlg ft ,1 »um Äerö nahm der Blonden den Lottel aus der And und kostete „D,e Suppe .ft |0 gut . faflte er und nahm den Topf nom Feuer In Diesem Augenblick sprang krachenD Die Tur auf zwei Eimer mit einem Mädchen würben sich kor 3Die Eimer waren mit Ochneewafser gefüllt, hnl Mädchen roar spiUrig Dünn, hatte eine rötliche die sich steil aus der Sttr, hob unh eine 3)lal’!enrJ . Ahimofnafe Es blieb erstaunt mitten İT6t flehen unb tagte. „Ah. -was Mänw "^.Mach die Tür zu. fJuUe'. fchr.e Nora oor. der ße‘*Sefe gleich ®a|fer auf*, tagte die Blonde WTÄÄT S" « “ RÄÄSÄ«"", - ""Das"glauhten wir auch", tagte Sigrids sie Ichr'tt wiegte sie sich 'e'fe 'n he 1 fnnnen io gememiam kochen lagte pe ue eJmurb^utiT für das ßeuer adwechfelnd |or- im bis 2Iuf Grund des Gesetzes über die Ausübung der Heilkunde an Menschen und Tieren durch nicht- approbierte Personen vom 5. Dezember 1933 haben Personen, die ohne als Arzt, Zahnarzt oder Tier- £?' °pp^biert zu fein, die Heilkunde an Men- chen oder Tieren gewerbsmäßig ausüben wollen, 0,es vor Beginn ihres gewerblichen Betriebes dem u? ?rt lhrer Niederlassung zuständigen Kreis- gesundheltsamt bzw. Kreisveterinäramt unter Angabe ihrer gewerblichen Räume, Oie Mitgliedschaft bei -er NG.-Dolkswohlfahrt eine Ehrenpfl cht für j den! Rundfunks umgestellt. Von der Umstellung wird auch die gesamte Sendergruppe West betroffen. Ab 15. Januar sendet der Großsender Mühlauer auf Welle 522,6 Meter — 574 kHz mit 100 kW, der Großsender Langenberg auf Welle 559,9 Meter — 658 kHz mit 60 kW (öie im Laufe des Frühjahrs auf 100 kW erhöht werden), der Hauptsender Frankfurt auf Welle 251 Meter — 1195 kHz mit 17 kW. Mit Frankfurt zusammen auf Welle 251 Meter und 1195 kHz werden im Gleichwellenbetrieb arbeiten die Sender Trier (2 kW), Kassel (0,5 kW), Frei- 7^6 iin Breisgau (5 kW) und Kaiserslautern (-3Mä) (1,5 kW). Die Sender Trier, Kassel, Frei- durg und Kaiserslautern verbreiten genau dasselbe Programm wie der Hauptsender Frankfurt. Infolge der geringen Wellenverschiebung beim Hauptsender Frankfurt von 259,3 auf 251 sind Skalennachstel- nur in ganz geringem Umfang notwendig. Die Rundfunkhörer werden gebeten, über die neuen -^pfa"9soerhältnis.se möglichst umgehend an den Sudwestfunk, Frankfurt a. M., Eschersheimer Land- trahe 33, zu berichten. Die Ausübung der Heilkunde durch nichtapprobierte Personen. ^Die Polizeidirektion Gießen teilt uns folgendes Zuwiderhandlungen werden mit Geldstrafe 150 Mark oder mit Haft bestraft. Oie (Spitzenorganisation der Handelsvertreter. Die Landesgruppe Hessen-Nassau vom BNSHV gibt folgendes bekannt: lichs Ehefrau in Widersprüche, worauf beide der Kr.minalpolizeistelle zwecks Feststellung der genauen Personalien übergeben wurden. Hier stellte sich nach kurzer Zeit heraus, daß die Angaben über Geburtstage und Namen nicht den Tatsachen ent- sprachen. Es handelt sich vielmehr um den 34jähri- aen verheirateten Schlosser Johann Wolf aus Bochum und um die 17jährige ledige Anna Korf- mann, ebenfalls aus Bochum. Beide find dort in einem Hause wohnhaft. Wolf hat seine Ehefrau heiml.ch verlassen und die Korfmann durch Heber* redung zur Mitreise veranlaßt. Die Korfmann steht unter Fürsorge des Wohlfahrtsamts Bochum. Beide wurden dem Amtsgericht zugeführt. Diebstähle. Am kommenden Samstag, 13. Januar, findet Ortsgruppenbezirk Gießen - Süd eine zweite Kleidersammlung für das Winterhilfswerk 1933/34 statt. Zum Ortsgruppenbezirk gehören sämtliche Straßen südlich der Bahnlinie Gießen—Lich, einschließlich der ganzen Liebigstraße. Alle Bewohner, die über entbehrliche Kleidungsstücke verfügen, werden gebeten, diese bereitzuhalten, und den Begleitleuten an den Wohnungstüren, oder an den 'Fahrzeugen auf der Straße auszuhändigen. Die Sammlung erfolgt mittels Fahrzeugen der Reichswehr und wird durch Hornisten angekündigt. Vor einigen Tagen wurde die in der Bedürfnisanstalt Seltersweg 89 (Torhäuschen) aufgestellte Per- fonenwaage erbrochen und ihres Inhalts, bestehend ?03? Mark in 10-Pfennig-Stücken, beraubt. JB° stnd in den letzten Tagen größere Mengen 10- Pfennig-Stucke in Zahlung gegeben, ober umgewcch- felt worden? Sachdienliche Mitteilung erbittet die Kriminalpolizei-Stelle, Zimmer 5. Im Stadtwald Gemarkung Gießen wurde in der Dezember 1933 bis 2. Januar 1934 eine Holzschleifglocke gestohlen. Sichergesteltte Gegenstände. Bei der Kriminalpolizeistelle find 15 Bücher aus öem Werk „Das Wissen der Gegenwart", eine altere Damenuhr, die an einem braunen Led"r- armbanb getragen wird, und eine markenlose elek- Asche Fahrradlaterne sichergestellt. Personen, die Eigentumsrechte geltend machen können, werden ersucht, sich bei der Kriminalpolizeistelle zu melden. Brand in Gelnhaar. 3n der Nacht zum 10. Januar brach in der Hof- reite des Landwirts Karl Kröll in Gelnhaar Feuer aus. Durch das Anschlägen eines Hundes war eine Nachbarsfamilie auf den Brand aufmerksam geworden. Die Flammen schlugen zu dieser Zeit bereits aus dem Dach des Wohnhauses, konnten aber durch das beherzte und schnelle Eingreifen der Hausbewohner und einiger Nachbarn eingedämmt werden, so daß ein Eingreifen der Feuerwehr nicht notwendig war. Der Schaden ist nicht bedeutend. Da sich der Brandherd auf dem Dachboden befand, wurde, auch mit Rücksicht darauf, daß es sich um den vierten Brandausbruch innerhalb der letzten 6 Jahre in dem gleichen Anwesen handelt, Brand- stlftung durch einen Angehörigen der Familie Kröll vermutet. Die durch die hiesige Kriminalpolizeistelle und die zuständige Gendarmerie angestellten (Ermittlungen sind noch nicht abgeschlossen und werden da in der gleichen Nacht auch ein Wurstdiebstahl auf dem ermahnten Dachboden vorgekommen fein soll, nach dieser Richtung hin fortgesetzt, Oer Innungeo^ermeister als Diener am Ganzen. _ ^och den neuen Richtlinien über den vorläufigen Aufbau des Handwerks ist die I n n u n g w i e b e r Ausgangspunkt des handwerklichen • .me$r als früher wird ihr Schicksal, wird ihr Rang im Handwerksstand abhängen von der Persönlichkeit und von der inneren (Ein- “e!.1V" 8 des Obermeisters. Nichts war natürlicher, als daß man im neuen Staat gerade tbm eine ausgesprochene, wirkliche Führerstelluna ebener Verantwortlichkeit zuwies. Die rund 20 000 Obermeister des deutschen Handwerks sorglich ausgewählt, werden sich der Ehre, Führer im besten Sinne des Wortes sein zu dürfen be- "UM sein und ihren Rechten die Pflichten voran- zustellen wissen. Sehr wirkungsvoll bringt Generalsekretär Dr. cp 11 o (Berlin) den Obermeister von stüher mit öem der Zukunft in Vergleich. Wie war es mit dem alten Obermeister? Man weiß ihn genau darzustel- len. So schreibt Dr. Schild, wenn man ihn gelegen hat, wie sich in den letzten zehn bis zwölf Jahren das Jnnungswesen abspielte. Seine Wahl vollzog sich nicht nach den Grundsätzen der Leistung, sondern in den meisten Fällen nach rein persönlichen Gesichtspunkten. Man erhoffte von „diesem" Ober- meister Beitrags - Ermäßigungen und so n ft i ge Vergünstigungen, man versuchte, sur ihn Stimmung zu machen, um selbst davon wie- der Vorteile zu haben, und so ergab sich ein Po- st e n. ft r e b e r t u m im Handwerk, das dem Ge» mmtinteresse des Standes in jeder Form zuwider- Uef. Wie sah es in den Versammlungen aus? Meist erschienen nur die engsten Freunde des Obermeisters zur Verlesung des Protokolls, der Aus- und Ein- gange usw., man verweilte einige Zeit bei Punkt „verschiedenes", und kam bann noch ein fachliches Referat, war man voll befriebigt. Platzten die ----------' aufeinander, fand man die Der- . . r *. *' und die nächste war von ^rne Krach schlugen. Derjenige galt als tüchtigster Obermeister, der es verstarb, bisherige Tätigkeit und Behandlungsart und die für öie Heilbehandlung zur Verfügung stehenden Einrichtungen Auskunft zu geben und diese auf Verlangen des Kreisgesundheitsamtes bzw. des Kreis- veterinäramtes zu ergänzen. Personen, die bas Gewerbe bei dem Inkrafttreten dieses Gesetzes bereits betrieben haben, haben die oorgeschriebene Anzeige innerhalb 14 Tagen zu erstatten. Der Wechsel der gewerblichen Räume ober der Wohnung, die Einstellung des gewerblichen Betriebes, die Annahme und der Wechsel anzeigepflichtiger Helfer sind binnen 3 Tagen ebenfalls dem Kreisgesundheitsamt bzw. Kreisveterinäramt anzuzeigen. Es wird erwartet, daß die im fraglichen Gesetz vorgeschriebenen, vorstehend näher erläuterten Bestimmungen von den dazu Verpflichteten genauestens befolgt und eingehalten werden. käufer beschäftigt, rund 1500 Buchdrucker und Buchbinder und etwa 400 kaufmännische Angestellte. Aber was weit wesentlicher ist: das kleine Opfer von 50 Pfennigen dient zur Linderung der Not unserer Aermsten. Es darf und kann sich hier keiner ausschließen. Darum versuche dein Glück und nimm ein Los für dein Volk! Einheilche Durchbildung der 7lS« Frauenschast im ge amten Gaugebiet. Eine Verfügung des Gauleiters Sprenger beauftragt Gaugeschäftsführer Maus mit der einheitlichen Durchbildung der NS.-Frauenfchaft für den gesamten Gau unter Beurlaubung der seitherigen Leiterinnen der Frauenschaften, Frau Kirch für Hessen-Nassau-Süd und Frau Brüchrnann für Hessen-Darmstadt. Die Verfügung besagt einleitend: „Die Frauenschaft des Gaues wurde bisher noch nach der alten Einteilung in den beiden ehemaligen Gauen getrennt geführt. Dieser Zustand kann angesichts der Einheitlichkeit des Gaues nicht fortbsstehen." Ortsgruppe Gießen-Güd. Bett.: Kleiderfammlung am 13. Januar. Es handelt sich hierbei nicht nur um den Erwerb hauswirtfchaftlicher „äenntniffe“, sondern um die Erziehung der jungen Mädchen für den haushalt und für alle die Aufgaben, die ihnen eine FamUiengründung später stellt. Der nationalsozialistische Staat sieht sich vor die große Ausgabe gestellt, die Heranwachsende weibliche Jugend in höherem Maße als bisher zur künftigen Hausfrau, aur Hüterin des Hauses, häuslicher Sitten und Kultur, zur Wahrerin echten Familienlebens zu erziehen. Er will die Mädchen und die Frauen wieder ihren eigentlichen Lebensaufgaben zuführen, er will sie aus den Berufen, die weiblicher Wesensart nicht entsprechen, aus all den Tätigkeiten, die eine Entfaltung der weiblichen Lebenskräfte nicht gewährleisten, herausholen, um diese überaus wertvollen Frauenkräfte in erster Reihe der Familie und damit der Nation dienstbar zu machen. Von dieser vornehmen Aufgabe des nationalsozialistischen Staates her wird die gesamte weibliche Berufspolitik der Zukunft bestimmen. Die Eingliederung in Haus und Familie mit dem ausdrücklichen Ziel einer beruflichen Vorbildung ur die spatere selbständige Tätigkeit in Haus und Familie muß daher jetzt mit allem Nachdruck in Angriff genommen werden. Die hauswirkfchaftliche Erziehung der Mädchen muh heute an erster Stelle stehen und muß mit allen zu Gebote stehenden Mitteln durchgeführt werden. die die Aufgabe haben, die Töchter der einzelnen Familien im Wege des Austausches in fremde Haushaltungen zu bringen, entweder ausschließlich zur Erlernung des Haushalts, oder auch zur Durch- ührung einer anderen Berufsausbildung, die das junge Mädchen ohnehin zu einem Aufenthaltswechsel zwingen würde. Daß ein Bedürfnis nach solcken Austauschstellen vorhanden ist, beweist der Tatbe- tanb, daß schon während der letzten Jahre mehrfach Versuche dieser Art, namentlich da. wo es sich um studierende Söhne oder Töchter handelte, gemacht wurden. Ohne daß besondere Kosten für die beteiligten Parteien entstünden, wird hier die Möglichkeit geschaffen, den jungen Mädchen eine haus- wirtschaftliche Ausbildung, oder ihnen nebenher eine allgemeine hausfrauliche Schulung zu geben. Die wirtschaftliche Not der Nachkriegszeit hat alle Möglichkeiten einer auswärtigen Berufsausbildung ehr eingeengt. Wenn es irgend geht, muß der junge Mensch heute eine Ausbildung wählen, die am Wohnort der Eltern stattfinden kann. Dieser Tatbestand hat aber seine Schattenseite: gerade in den Jahren seiner stärksten Bildungsfähigkeit bat ^er juv"e M"nsch es nötig, die behütete Atmosphäre seines Elternhauses einmal preiszugeben, um um fo wehr für neue Lebensbereiche, Erfahrungen, Erlebnisse offen zu fein. Anderseits entschließen sich die Eltern meist nur ungern, die Töchter ohne jede Betreuung in eine fremde Stadt zur Berufsausbildung gehen zu lassen. Auch in dieser Hinsicht ist em solcher Austausch der Jugendlichen ein überaus glücklicher Weg zur Ueberwindung der bestehenden Schwierigkeiten: er gewährleistet ebenso eine weitere Betreuung, wie anderseits jene Distanz gegenüber dem neuen Lebenskreis, in der die erzieherische Wirkung des „Milieus" zum großen -eil beschlossen liegt. Alle diese Momente werden in den Fällen, wo ein Austausch speziell zum Zwecke der hauswirtschaftlichen Ausbildung erfolgt, noch entscheidender sein. Deshalb ist hier eine besonders i sorgfältige Auswahl der Austauschstellen erforderlich. Die Berufsberatungsstelle des Gießener Arbeitsamts wird diesen Austausch in Verbindung mit den Arbeitsämtern anderer Städte durchführen. Sie wird in nächster Zeit Fragebogen an die Schulen geben, mittels deren die Austauschstelle angemeldet wird. Die Sammlung geschieht durch Hitler-Jungen mit Fahrzeugen der Reichswehr und wird durch Horn- ftgnale angekündigt. Die Bewohner werden herzlichst gebeten, alle entbehrlichen Kleider und Wäschestücke gut verpackt zum Abholen bereitzuhalten. Di-Not ist immer noch groß; jeder helfe nach allen Kräften und opfere! Schneider, Ortsgruppenwalter. Kre sbetrievszellenleitung G.eßen. Bett.: Schulungskurs. Der am Samstag, dem 13. Januar, im Haufe der Arbeitsfront in Gießen stattfindende Schulungskurs beginnt pünktlich um 18.30 Uhr. Gez.. Hahn, Kreisbetriebszellen-Schulungslelter. Schülerlersiungsschreiben in Kurzschrift Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kul- lu5, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen £er höheren Schulen, der öffentlichen und privaten Handelslehranstalten, sowie an die Kreis- und Stadtschulamter folgende Verfügung gerichtet- 2>ie_ Deutsche Stenographenschaft (Reichsleitung: «chulrat Lang, Kulmbach) wird in der zweiten Hälfte des Monats Februar ein Schülerleistunas- schreiben im ganzen Reiche durchführen Wir genehmigen die Durchführung dieser Leistungsprüfung für Hessen und weisen die Schulleitungen, sowie die Kreis- und Stadtschulämter an «diese ohne besonderen Aufwand an Zeil und Mühe durchzuführende Prüsuna tatkräftgi zu unterstützen Dem Fachreferenten, Kammerstenograph Winkler, Darmstadt (Landtag), sind die Anschriften der Lehrer, die den Kurzschriftunterricht erteilen bis 20. Januar 1934 mitzuteilen. Gleichzeitig ist bei dieser Gelegenheit anzugeben, o b und — wenn ja — w a n n und w o diese Lehrkräfte die Kurzschriftlehrerprüfung abgelegt haben. Die Kreis- und Stadtschulämter haben die Volks- schulen und kaufmännischen Berufsschulen, an denen Kurzschriftunterricht erteilt wird, von Vorstehendem sofort in Kenntnis zu setzen und dafür zu sorgen, 'daß die Anschriften der in Frage kommenden Lehrer bis zum gleichen Termin dem oben genannten Fachreferenten mitgeteilt werden. Genaue Anweisungen über einheitliche Durchsicht rung werden von dem Fachreferenten unmittelbar den Lehrkräften rechtzeitig übersandt. Wellenumstellunq in berOenbergruppe West. 2n der Nacht vom 14. auf den 15. Januar werden die auf Grund des Luzerner Wellenplanes neu verteilten Wellen des europäischen Unterhaltungs- Nichts aber erzieht und formt den jungen Menschen so nachhaltig, wie das praktische Leben selber, und es ist deshalb für jedes junge Mädchen unerläßlich, einmal eine Zeit lang unter fremder Anleitung, ein- gegliedert in eine fremde Familie zu arbeiten. Die Bereitschaft hierzu ist bei den jungen Mädchen vorhanden, es feljlt aber an geeigneten Einrichtungen verschiedener Art, die diesem Bedürfnis in genügendem Umfang Rechnung tragen. Während der letzten Jahre wurden daher neue Wege beschritten, die diesem Mangel abzuhelfen suchten. Es entstand die Einrichtung der häuslichen Lehre, die eine ein- bis zweijährige praktische Ausbildung im fremden Haushalt unter Abschluß eines Lehrvertrags vorsieht. Durch die häusliche Lehre soll das junge Mädchen in allen Hausreinigungs-Arbeiten, im Waschen, Bügeln, Ausbessern, im Kochen und Backen ausgebildet werden. Der Lehrvertrag ist Dom Reichsverband Deutscher Hausfrauenvereine und dem Hausgehilfinnen-Verband gemeinsam ausgearbeitet worden. Er regelt die beiderseitigen Verpflichtungen von Lehrling und Hausfrau im einzelnen. Am Schluß der Lehrzeit kann entweder eine „Hausgehilfinnen-Prüfung" vor einem Fachausschuß abgelegt werden, ober dem Lehrling kann auf Grund eines guten Zeugnisses der Lehr- f r a u und eines guten Zeugnisses der haus- wirtschaftlichen Berufsschule der Lehrbrief ausgehändigt werden. Es gibt in manchen Städten sogar schon Meisterinnen-Prüfungen für Hauswirtschaft. Keineswegs sind den Hausfrauen durch die häusliche Lehre übermäßige Aufgaben gestellt! Die Hausfrau muß das junge Mädchen anleiten wie jedes Mädchen, das noch nicht haus- wirtfchaftlich gearbeitet hat ober das neu in ihren haushalt kommt. Natürlich muß ihr das körperliche und sittliche Wohl ihres Lchrlings am Herzen liegen. Es darf ihr - nicht gleichgültig fein, wo dieser feine Freizeit ver- 1 bringt und was ihn sonst beschäftigt. Aber das ist nichts anderes, als was früher jeder guten Haus- । rau selbstverständlich war: >das junge Mädchen, das in ihre Familie aufgenommen wurde, wurde und wird auch heute noch mindestens in dem Sinne als zur Familie gehörig betrachtet, daß die Hausfrau sich für fein Gesamtwohl mitverantwortlich fühlt. Eine solche Einstellung dem Haushaltlehrling gegenüber wirkt ganz selbstverständlich gewinnbringend auf den Haushalt zurück, denn das junge Mädchen, das sich so betreut fühlt, wird zweifellos auch leinerieits eine höhere Berantwortlicy-keit gegenüber dem Haushalt und der Familie, der es dient, entfalten. Wie steht es aber um die beruflichen Möglichkeiten, die die häusliche Lehre den Lehrlingen gibt? Ss ist keineswegs so, daß es sich hier nur um eine gute Schulung für spätere Hausfrauen-Aufgaben handele, an die die jungen Mädchen ja zunächst bei ihrer Berufswahl nicht denken. Die häusliche Lehre bildet die Grundlage sowohl für den Beruf der Hausgehilfin, wie für die meisten gehobenen hauswirlschaftlichen Berufe. (Städtische und ländliche Haushaltpflegerin, Diätschwester, Lehrerin an hauswirtschaftlichen Schulen usf.) Sie ist also Volksschülerinnen ebenso zugänglich wie höheren Schülerinnen und für beide aus- siastsreich. Die Vottsschülerin, die eine häusliche Lehre durchlaufen hat, hat damit eine vorzügliche Berufsausbildung nachzuweisen und kann sich demzufolge in jeder Hinsicht in ihrem Berufe besser durchsetzen. Sie kann auch hinsichtlich der Bezahlung höhere Ansprüche stellen. Selbstverständlich bessert sich auch die soziale Sage des ganzen Haus- gehilfinnenstandes, wenn eine ordentliche Lehrzeit nachgewiesen werden kann. Es gibt schon eine sehr große Zahl „geprüfter Hausgehilfinnen" in Deutschland, und da die Bewertung hauswirtschaftlicher Arbeit an und für sich in Zukunft ein viel größeres Ausmaß annehmen wird, wird auch die häusliche Lehre immer mehr an Bedeutung gewinnen. Möchten recht viele Hausfrauen zu dem Entschluß kommen, einmal einen Versuch mit einem Haushaltlehrling zu wagen! Wiederum ein neuer Weg hausfraulicher Schulung plant die Schaffung von Austausch-Stellen, In Durchführung der einmütig gefaßten Beschlüsse des Bundes Nationalsozialistischer Handels- Vertreter (BNSHV.), Verbandes reisender Kaufleute Deutschlands (VrKD.), Centralverbandes Deutscher Handelsvertreter-Vereine (EDH.) vom 1. Dezember 1933 ist der Reichsverband Deutscher Handelsvertreter und Geschäftsreisender e. V. gegründet und am 5. Januar beim Registergericht Berlin eingetragen worden. Dieser Verband umfaßt in zwei Hauptgruppen sämtliche deutschen Handelsvertreter Aus der provinzialhaupiKadi Ein Los für dein Volk. Äm Rahmen des großen Winterhilfswerkes des deutschen Volkes wurde kurz vor Weihnachten in allen Städten und auf dem Lande die Straßen- Lotterie der grauen Glücksmänner eingesetzt. Auch mit dem Beginn des neuen Jahres ift von der Reichsleitung aus die Aufforderung an jeden Deutschen ergangen, weiterzukämpfen gegen die Not. Der wahre Nationalsozialist weiß, daß Nationalsozialist bedeutet: Opfer bringen! Das vergangene Jahr hat den Beweis erbracht, daß der feste Wille zur Selbsthilfe Wunder vollbringen kann. Nun muß weitergekämpft werden! Die Straßenlotterie des Winter-Hilfswerks will hierzu jedem, der das kleine Opfer von 50 Pfennigen bringt, zudem noch die Möglichkeit eines eigenen großen Gewinnes geben. In den letzten Tagen häufen sich die Berichte von hohen Gewinnziehungen im ganzen Reich. Oftmals gibt es die größten Ueberraschungen, die den Lohn schon für die gute Tat in sich tragen. Mancher, der mit einer Mark in der Tasche sein Glück versuchte, kam mit 500 ober mit 1000 Mark nach Hause! Die Straßen-Lotterie bes Winter-Hilfswerkes war nicht nur für bie Weihnachtstage gebaut, es geht weiter! In ganz Deutschlanb werben burch diese StraßenLotterie etwa 4000 bisher arbeitslose Ver- Welche Wege stehen den jungen Mädchen für eine solche hauswirtschaftliche Vorbereitungszeit heute offen? Sehen wir von kurzfristigen Möglichkeiten, die die neue Zeit geschaffen hat, wie etwa dem Freiwilligen Arbeitsdienst ab, so sind es im Grunde nur die beiden Möglichkeiten, einmal den Besuch von Haushaltungsschulen oder Haushaltseminaren für die gehobenen haus- wirtschaftlichen Berufe. Solche Haushaltsschulen gibt es zwar in ganz Deutschland zahlreiche, sie sind aber meist ihrer hohen Ausbildungskosten wegen nur für wenige junge Mädchen zugänglich, nur für wenige Eltern erschwinglich. Ein anderer Weg ift die praktische Ausbildung im Haushalt. Beide Formen ergänzen sich und müssen sich ergänzen, und es ist unbedingt notwendig, daß auch die Haushaltschülerinnen noch eine praktische Lehrzeit im Haushalt durchwachen. Auf keinen Fall !ann auf eine praktische hauswirtschaftliche Tätigkeit, die möglichst im fremden Haushalt zu leisten ist, verzichtet werden! Gez.: Friedel, Ortsgruppenwalter. Kleidersammlung in der Ortsgruppe Gießen-Ost. Freitag, 12. Januar, nachmittags findet auf Anordnung der Gauführung des Winterhilfswerkes eine zweite Kleider- und Wäschesammlung in dem Ortsgruppenbezirk statt. Dieser umfaßt folgende Sttaßen: Alter Röbgener Weg, Am Kugelberg, Am Nah- rungsberg, An der Kaserne, Anneröder Weg, Bergstraße, Bruchstraße, Danziger Sttaße, Doering- straße, Eichweg, Friedensstraße, Gartenstraße, Georg-Philipp-Gail-Straße, Gnauthstraße, Großer Steinweg, Grünberger Straße, Gutenbergstraße, Hessensttaße, Heyerweg, In den Eichgärten, Kaiserallee, Karl-Voat-Sttaße, Keplerstraße, Landmann- sttaße, Lessingstraße, Licher Sttaße, Ludwigsplatz, Memeler Sttaße, Moltkestraße, Posener Straße, Röbgener Straße, Roonstraße, Stephan sttaße, Wolfstraße. Eenttaloerband Deutscher Handelsvertteter-Deretn- ist mit bem gleichen Tage aus dem Reichsstand des Deutschen Handels ausgeschieden. Die Führung des RDHG. liegt in den Händen des Stabsleiters der NS.-Hago Pg. Hans S) ec?. Sein Stellvertreter ist Pg. E. O. Lehmann (Nürnberg). Reichsgeschäftsführer ist Pg. Alfred Günther (Berlin), der seitherige erste Direktor des VrKD. Führer in Gießen sind für die reisenden Kaufleute Ludwig Grave 1 ius, Gießen, Moltkestt. 11, und für die Handelsvertreter Pg. Karl Weidig, Gießen, Schiffenberger Weg 2. Bericht derKr.minalpoiizeiftelleGießen Ein Fahrraddieb festgenommen. In der letzten Zeit nehmen die Fahrrad» diebstähle wieder erheblich zu. Fast täglich wird ein Fahrrad als gestohlen gemeldet. Am Mittwoch konnte ein 30jähriger Kraftfahrer aus Großen-Bu- seck ermittelt werden, der am 6. Januar aus dem Hofe einer hiesigen Gastwirtschaft ein Fahrrad entwendet hatte. Das Rad wurde dem Eigentümer wieder zugestellt. Ein angebliches Ehepaar als Wohlfahrtsfchwindler festgenommen. Am Mittwoch, 10. Januar, erschien auf dem Wohlfahrtsamt das angebliche Ehepaar Ernst K l inne r t aus Bochum und sprach unter Vorlage eines Familienstammbuches um Unterstützung vor. Bei der Prüfung der Personalien verwickelte sich die angeb- Wege zur hauswirWasilichen Ausbildung Don Semxsberaterin Dr. Frieda Haussig, Arbeitsamt Gießen. und d r^jsel^^blich-n Räume ihrer Wohnung und deutschen G-Ichäft-rei,enden im Angestellten- «*> !?' «•«? “'S SÄ’VäI&SÄ äS;- i 8M- R .Ä ■i- l > •? ■/ -'M MW WA i Wtz Je in der 1934 eine icher aus t", eine ßcta« )fe eiet« ien, die >rben er« melden. ibürfnis» eilte Per« bestehen- beraubt, ngen 10« mgewcch- dittet die eide der der ge« er stellte den über i)en ent« 34jahri« Hf aus ' Korf« > dort in Ehefrau ) lieber« mn steht n. Serbe Jilin. W eines • $ei der e angeb. Iten Erwerben, Hiebstahl men sein der Hof- Inhaar Hundes aufm'rk- ieser Zeit konnten eifen der gedämmt ehr nicht deutend, befand, sich um [ letzten Brand« lie Kröll ta« be; Ä ^ahrro-, »irb ein ^en^y! i^bern ent. töie. rläufigen fieber llichen Schicksal, gen von n Ein' ,ts war t gerade Stellung lies. D'e inbo« ’3' , w1 rfen, bi‘ n >tfir Sr- jjtr W* mit öen* arjuftet ihn 5Ö Leistung- jönn^n ? D^r* n unv oerM«; non w,e ?in Jem ®e S 'di. «5 Der Kameval hat begonnen. G.JL-fpori Gedenket der hungernden Vögel! elften Tagung des Gauführerstabes der DT In Apoth. u. Drog. -.30. -.60, ILO schen Turnzeitung. Gaugeschäftsführer Samer (Hersfeld) berichtete über die Bestandserhebung und die neue Kartei, während Gaukassenwart Herzog (Kassel) über das Geldwesen und die Turner-Unterstützungs- kasse referierte. Er konnte mitteilen, daß der Ge- Der Gaustab des Turngaues 12 (Nordhessen) hielt in Hersfeld eine wichtige Führerbe- s p r e ch u n g ab die mit einem Bericht des DT.- Gauführers B. AndrS (Hersfeld) über die Lage der Turn- und Sportbewegung eingeleitet wurde. Der Gaustab kam nach eingehender Aussprache einmütig zu einer Ablehnung des von der Führung der Deutschen Turnerschaft angeregten und für jedes Mitglied gewünschten Pflichtbezugs der Deut« Gauführer Pg Dr. B e h r e n s. Der Korpsführer des NSKK. und Chef des Kraft- fahrwesens der SA., Obergruppenführer Hühnlein. beauftragte mit der Führung des „Gau III Hessen" des Deutschen Automobil-Clubs (DDAC.) Pg. Dr. B e h r e n s als Gauführer und Pa. Direktor Hans G. S t e m p e l als stellvertretenden Gauführer. Die Gaugeschäftsstelle befindet sich in den Räumen der früheren ADAC-Geschäftsstelle, Frankfurt a. M., Stiftstraße 41II in frischer Darstellung den turnerischen Arbeitsplan für 1934. Oie Führung des Gaues 111 des OOA6 50°/n Fahrpreisermäßigung für Olympiakursus -Teilnehmer. Die Deutsche Reichsbahn hat sich durch einer großherzigen Entschluß in den Dienst der Olyrn pia-Vorbereitungen gestellt. Sie hat nämlich be schlossen, ab 15. Januar allen Teilnehmern ai Trainingskursen und Lehrgängen eine Fahrpreis ermäßigung von 50 v. H. vom Heimatort zum Lehr gangsort zu gestatten. dieser Kampf, wie der vorausgegangene gegen Polen ober wie der gegen Belgien, wird zur Festi-l ~ be«I auf I des | — *** .------------- - » ... , . gung der Beziehungen zwischen zwei an sich ses „Deutsche Musik" — DHC.» 20.30 Uhr, Hotel I ^eunbeten Ländern beitragen. Spricht man Hopfeld, Monatsoersammlung. — Astoria-Lichtspiele, (jer flan3en Welt von der „politischen Mission Seltersweg: „Der große Käfig". Stellvertretender Gauführer Pg. Direktor Stempel. Zum Fuhbatt-Länberkampf Deutschland- tlngarn. Der von ihm dem Gaustab vorgelegte Entwurf für die Lehrgangs- und Ausbildungstätigkeit, der viel Neues und Eigenes bringt, fand allseitig Zustimmung. Die Lehrgangsarbeit setzt ein mit einer grundlegenden Tagung, die am 27 und 28. Januar die Gaufachwarte und sämtliche Kreisoberturnwarte in Gießen zusammenführt. Dabei wird der Ausbau des turnerischen Programms beraten und sofort in die praktische Arbeit eingetreten. Den weite- ren Ausführungen des Gauoberturnwarts ist zu entnehmen, daß am 18. Februar an einem noch zu bestimmenden Ort in Form eines Bühnenschau- turnens die Gau -Geräteme i st erschaf - iten zum Austrag kommen, die zugleich als Ausscheidungsturnen für die an Pfingsten in Budapest stattfindenden Internationalen Kunstturnmeisterschaften gelten. (Ein Gauturnfest ist für 1934 nicht vorgesehen. An seine Stelle treten große Vezirksturnen in den beiden Bezirken des Gaues. Sie liegen örtlich und terminlich bereits fest und sollen beide den Gemeinschaftsgedanken m besonderem Maße betonen. Die Beranstaltung des Nordbezirks (Kassel) hat Bebra übernommen, während der Südbezlrk (Gießen) in der alten Turnerstadt Friedberg Jein Bezirksturnfest durchführen wird. Das in Aussicht genommene Turnertreffen des Gefamt- gaues soll möglichst in Verbindung mit dem Rhon- turnfest auf der Wasserkuppe zur Durchführung kommen, das zum offenen amtlichen DT.-Bergsest des neuen Turngaues Nordhessen ausgebaut werden wird. „ m . .... Nach kurzen Berichten des DT.-Bezirksfuhrers Dr. R a u (Butzbach) und des Bezirksoberturnwarts Ries (Kassel) über den Abschluß des organisatorischen Neuaufbaues der Bezirke wies der DT.- Gauführer Andrs auf die besonderen Arbelts- mäglichkeiten hin, die im Rahmen des großen I Feierabendwerkes „Kraft durch Freude sich für bie Turn- und Sportoerbände ergeben könnten. Gaupresse- und Propagandawart Oßwald (Bad- Nauheim) setzte sich warm für den Reichsbund Volkstum und Heimat ein und empfahl allen Vereinen und Einzelturnern, diese große I Volkstumsoraanisation nicht nur durch den Urroerb der Mitgliedschaft, sondern auch durch rege Mitarbeit nach Kräften zu unterstützen Die von freudigem Arbeitswillen getragenen Be- I ratungen klangen aus in dem Gelöbnis ailf dem I Platze, der der Turnerschaft im Dritten Reiche zu *♦ Universitäts-Gottesdienst. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Am kommenden Sonntag findet wieder, gleichzeitig mit dem Hauptgottesdienst in der Stadtkirche, Universitätsgottesdienst statt. Die Predigt hält Professor O Or. C o r d i e r *♦ Die Richard-Wagner-Wohlfahrts- b r i e f m a r t e n, deren Reinertrag bekanntlich zum Besten des Winterhilfswerkes Verwendung findet, sind in beliebiger Menge' im Kreisamtsgebäude an der Kreiskasse oder im Kreisamtszimmer 117 käuflich D i e Zahlung rückständiger E 1 ek- trizitäts« und Gasgelder betrifft eine Bekanntmachung der städtischen Werkdirektion in unserem heutigen Anzeigenteil auf die wir besonders Petri, Alicenstraße 4, statt. Die Uederführuna der Fahne erfolgt durch dre, Stürme der SAR. I unter Vorantritt der Stahlhelmkapelle. Der Marsch geht vom S t a h l h e l m h e i m in der Moltkestraße aus über den Hitlerwall nach der Marburger Straße zur Wohnung des Ortsgruppenführers, wo die Fahne abgeholt wird, von dort weiter durch folgende Straßen Walltorstraße, Kirchenplatz, Schulstraße, Sonnenstraße, Kreuzplatz, Seltersweg, Frankfurter Straße nach Alicenstraße 4 in Richtung Bahnhofstraße Der Rückmarsch der Stürme der SAR. I geht durch die Bahnbosstraße, Kaplansgasse, Neuenweg, Gartenstraße, Ludwigsplatz, Kaiserallee, Moltkestraße zum Stahlhelms,m. Storni) tuen. Dornholzhausen — Groh-Rechtenbach 14:2. Die Platzbesitzer, auf heimischem Boden, eil schwer zu besiegende Mannschaft, hatten in ihre Gegner nicht viel zu bezwingen und gewann au in dieser Höhe verdient. Trotzdem überrascht t Höhe des Resultates. Die Begegnungen zwischen Schotten—Bernsfc und Mendorf a. d. Lumda — Lollar wurden di den Platzmannschaften durch Ausbleiben der Ge ner kampflos gewonnen. Die Umordnung des Deutschen Kanu-Verbandes vollende Die Gliederung des alten Deutschen Kanu-V bandes in Kreise entsprach bereits im Großen u Ganzen der Gaueinteilung des Reichssportführe Es war lediglich notwendig, die größeren Kreise l DKV. zu unterteilen. Die Neugliederung der e sprechenden Kreise, Niederrhein- und Oberelbe-Kr in die Gaue Niederrhein, Mittelrhein und W falen sowie Sachsen und Mitte, ist Ende 1933 folgt. Auch der bisherige Oberrhein-Mainkr wurde unterteilt in die Gaue Südwest, Bad Württemberg, so daß seit 1. Januar 1934 der De sche Kanu-Verband restlos in seiner Gliederung i Gaueinteilung des Reichs-Sportführers entfpri Kurze Gportnoüzen. Auf dem Titisee steigt am Sonntag internationales Eishockey-Turnier um den Titif Pokal, an dem sich neben dem ESV. Füssen Züricher Mannschaften Akademischer EHE. u. Schl schuhclub beteiligen. Am 4. Februar ist der Titi Schauplatz des alljährlichen Eisrennens für Mot rüder und Wagen, das in zehn Klassen ausgeschi den wurde. — Tageskalender für Freitag: Stadttheater, 20 bis 22 Uhr „Der betrogene Kadi" und „Die Nürnberger Puppe". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Flüchtlinge". — Volkshochschule, 20.15 Uhr Singsaal der Oberrealschule, Beginn des Kurbel Lohn- und Tarifverträgen möglichst niedrige. Löhne herausFuholen, und Verträge abzuschliehen, die keiner einhalten brauchte. Der neue Obermeister hat ein anderes Format gegenüber seiner Gefolgschaft und der Allgemeinheit I Anzunehmen Er ist unabhängig von der Willensbildung der Masse, er wird ernannt E r mutz erfüllt sein von der Verantwortung, die ihm sein Amt auferlegt, muß wissen, für welche Aufgaben er einzustehen bat,muB in allen wirtschaftlichen kulturellen und fach! chen Fra- gen so beschlagen fein, daß er für die Politik feines Standes verantwortlich zeichnen kann. Er, mutz das materielle Streben und das instinktmäßige Vorwärtsdrängen nach Geldverdienen der Einzelnen in die richtige Bahn leiten können Wenn der vber» | meister in feiner Verfammlung nicht klar machen kann, daß die W i r t f ch a f t s m o r a, eine andere i st als bisher, daß mit ledern einzelnen Betrieb ein volkswirtschaftliches Gut verwaltet wird, das für die Allgemeinheit da ist, daß der Kollege nur Verwalt erd > e les G Utes ist. bann ist er nicht am richtigen Platz. Diese Grundsätze sind nicht durch Worte zu.»ermitteln sondern sie selbst vorzuleben. das ist seine Pflicht. Seine Innung sei feine Vertretung einer 3nt er elfen te natu ppe, sondern eine Familie von Etandesgenossen. deren Note und Sorgen er kenn,, und für deren Leben er als Führer verantwortlich ist. tleberfübrung 6er Stahlbelm-Fobnr Wie uns mitgeteilt wird, findet am morgigen Samstag 16 Uhr die feierliche Ueberführung der Fahne des Stahlhelm D. d. F., Ortsgruppe Gießen, von der Wohnung des Ortsgruppenführers in der Marburger Straße nach der Wohnung des Standartenführers der SAR. I, Standarte Ober-Hessen, id I., der diesjährige MünchnerPrinzKar- oal, dessen traditionelle Krönung im Deutschen Theater den Fasching 1934 an der Isar einleitete. Oderheffen. in Aufruf des Dekanats Lauterbach. Lauterbach, 11. Jan. Die Geistlichen des angelischen Dekanats Lauterbach veröffentlichen der hiesigen Lokalpresse den nachstehenden „A u f- if an alle evangelischen Gemeinden ? s Dekanates Lauterbach, insbesondre die Dereinsvorsitzenden": „Sämtliche, auf der Dekanatskonferenz vereinigten angelischen Geistlichen des Dekanates Lauterbach nnen vor Gott und ihrem Gewissen nicht länger Iweigen zu der Entwürdigung und Entheiligung iferes christlichen Sonntags Wir sollen nach dem lillen unseres Führers wieder ein wahrhaft christ- hes Volk werden. Es darf daher nicht fein, daß ir in einer gedankenlosen Vereinsmeierei durch bhaltung von Vereinsfestlichkeiten am Samstag- ,end den Sonntag entheiligen. Der Sonntag ist >er entheiligt, wenn er nur dazu dient, den Katzen- mmer vom Samstag auszuschlafen. Wir sollen emand daran hindern, am Sonntag Gottes Wort nb die Predigt zu hören. Wir rufen daher alle langelischen Volksgenosien in unseren Gemeinden if, sich nicht länger des Evangeliums von Christus i schämen. Haltet den Samstag frei von allen estllchkeiten. Gebt dem Sonntag wieder seine Seele nd der Seele wieder ihren Sonntag! Die Geistchen des evangelischen Dekanates Lauterbach." 5 Lahre städtisches Krankenhaus in Schotten. LPD. Schotten, 11.Jan. Wie Bürgermeister R e n g e l (Schotten) in einem Aufsatz im „Schot- ?ner Kreisblatt" mitteilt, kann die Stadt Schotten uf das fünfjährige Bestehen ihres : ä d t i s ch e n Krankenhauses zurückblicken. )as Krankenhaus wurde am 1. Dezember 1928 in betrieb genommen, einige Erweiterungen erfolgten äter. Die Gesamtkosten der für die Stadt und den reis Schotten segensreichen Einrichtung beliefen ich auf rund 240 000 Mark. Dom 1. Januar 1929 is Ende 1933 wurde das Krankenhaus von 1762 3crfonen in Anspruch genommen, davon allein im lerfloffenen Jahre 435. An Operationen wurden in ien fünf Jahren 1028 Dorgenotr.men. 1930 Personen ienutzten die Röntgenftation. In dem seit zwei Iahen mit dem Krankenhaus verbundenen Erholunas- leim waren rund 80 Personen untergebracht. Die ährlichen Einnahmen des Krankenhauses belaufen ich auf 40000 bis 50000 Mark, die Ausgaben bteilen hinter den Einnahmen zurück, so daß die Rech- tung mit einem Ueberschuß abschließt. Die Stadl rägt die Verzinsung und Tilgung des Anlagekapi- als. An dem Krankenhaus wirken ein Chefarzt, ein Assistent, mehrere Schwestern und das Hilfspersonal. Die Verwaltung des Krankenhauses besorgt die Bürgermeifterel Landkreis (dienen. X Wiefeck, 11. Jan. Am Mittwochabend fand >ei Gastwirt Weller- Lindenplatz die Gründung -iner Ortsgruppe des Reichsluftschutz- ) u n d e s statt. Die Sitzung wurde von Töpfermei» ter Fritz Keßler mit grundlegenden Ausführun- ;en über die nationale Aufgabe und Notwendigkeit )?s Luftschutzes eröffnet. Der Führer der Ortsgruppe Fritz Keßler ernannte als Mitarbeiter zum 1. Stellvertreter Bürgermeister K. Euler, 2. Stellvertreter Rektor Ludwig Petri. Geschäftsführung Dipl. Kaufmann K. O. Weller. Werbung und Presse Architekt H. Sattler. Schulungsleiter Chemiker Dr. W. K l i ng. Der weitere Vorstand setzt sich zusammen aus dem Vertreter der Ortspolizeibehörde Bürgermeister K. Euler, für die SA. Sturmführer H. H a r tm a n n, Sanitätswesen Dr. L. S ch m i d t, Industrie Zimmermeister Karl Rohm, Kyffhäuserbund und Landwirtschaft Ludwig Weller V, Deutscher Luftsportverband Flugzeugführer und Fluglehrer Ludwig Maier, Feuerwehr Maurermeister Adolf Schäfer, Nationalsozialistischer Lehrerbund Lehrer K. Schneider, Frauenverbände Pfarrer K. Sattler. Der Ortsgruppenführer schloß die Sitzung mit dem Hinweis, daß schon eine beträchtliche Zahl Mitglieder des RLB. hier bestehen und die Ortsgruppe in Versammlungen, Bild und Schrift sofort ihre dem ganzen Volke gewidmete Tätigkeit aufnehme. (D Orüningen, 12.Jan. Die Holzhauer- a r b e i t e n in Öen Waldungen des Grüninger-Dors- Gitter Markwaldes werden im Laufe dieser Woche beendet. Es wurden im ganzen 1400 Festmeter Holz geschlagen. Die ersten Versteigerungen finden Ende Januar statt. Kreis Friedberg. § Münzenberg, 11.Jan. Dieser Tage veranstaltete ber Männergesangverein „Kon- ko r d i a", Rockenberg, im hiesigen Saal be# Gasthauses „Zum Löwen" einen Deutschen Anlaß vorhanden. ,p . ... ** Die Vol kshochschule weist tm heutigen Anzeigenteil darauf hin, daß der Kurs „Deutsche Musik" heute abend beginnt (Näheres in der Anzeige.) ** Ein Postauto zum Skisport im Ge- bietdesHoherodskopfs wird am kommenden Sonntag ab Ludwigsplatz fahren. Näheres über । den Fahrkartenverkauf ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. . ** Das Fundsachen-Verzeichnis Die Polizeidirektion teilt mit; Das Verzeichnis über ine in den Monaten November und Dezember 1933 gefundenen dzw abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur der Polizeidirektion, Landgraf«Philipp'-Platz 1, eingesehen werden Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu Sports", so wird dabei oft ein tatsachenschweres und bedeutsames Wort zu einem Schlagwort degradiert. Dieses Wort ist aber wirklichkeitsnahe geworden. Man war sich darüber klar, daß die französischen, belgischen, norwegischen und p mischen Fußballgäste, die 1933 das neue Deutschland aufsuchten, mit einigem Mißtrauen kamen. Man wußte aber auch, daß sie Deutschland nicht verlassen würden, ohne über den neuen Geist und die neue Art, die das Leben des deutschen Menschen heute beherrschen, restlos aufgeklärt zu fein. Das Frankfurter Stadion war bereits einmal Schauplatz eines alles in feinen Bann schlagenden Länderspiels. Damals hieß der Gegner Italien. Gegen die Ungarn hatten die Deutschen stets einen schweren Stand. Von den bisherigen zehn Spielen konnte Deutschland nur zwei gewinnen: 1920 in Berlin mit 1:0 und 1930 in Dresden mit 5:3. Drei Spiele endeten unentschieden, fünf Treffen gingen verloren, darunter das letzte im Oktober 1932 in Budapest mit 1:2. Diese letzte Schlappe auszu- merzen, ist das Ziel des kommenden Sonntags. Das Zeug dazu hat unsere Mannschaft in jeder Weise, besonders aber dann, wenn sie den Kampfgeist aufbringt, den jene deutsche Elf zeigte, die bas denkwürdige Spiel 1930 in Dresden nach einem Pausenrückstand von 0:3 noch mit 5:3 siegreich gestalten konnte. (Ein Sonderzug von der Saar zum Länderspiel. Der Sonderzug zum Frankfurter Länderspiel aus dem Saargebiet ist zustande gekommen. Die Aus- fteUung des Saarbrücker Mittelstürmers Conen für Die Nationalelf hat die Anteilnahme an der Saar außerordentlich gesteigert. 1000 Deutsche von der Saar werden nach Frankfurt kommen. Der Sonder- zug trifft am Sonntagmittag auf dem Bahnhof Frankfurt-Goldstein ein, der sich in unmittelbarer Nähe des Stadions befindet. Eingliederung des Deutschen Turner- bundeö in die OT. Die Deutsche Turnerschaft wird in nächster Zeit wieder einen starken Mitglieder-Zuwachs erhalten. Die Eingliederung der reichsdeutschen Kreise des Deutschen Turner-Bundes (DTB.) steht bevor Reichssportführer von Tscharnmer-Osten Hai den Pg. Münch (DTB.) in den Führerrat bei Deutschen Turnerschaft berufen, ihn zum Dietmar, ber DT. ernannt und ihm den Auftrag gegeben die Eingliederung der DTB.-Vereine vorzunehmen gewiesen werde, unter Einsatz aller Kräfte am Au! bau von Volk und Vaterland mitzuarbeiten. Ei „Sieg-Heil" auf den Bolkskanzler beschloß die ai beitsreidje Sitzung. Handball im Gau XII der OT. Gießener Turnerschaft II — Turnv. Beuern I 5:i Am Sonntag trat die zweite Mannschaft der Gi. ßener Turnerschaft in Beuern gegen die dortst erste Mannschaft zum fälligen Derbandsspiel ai Wie in dem Vorspiel, so mußte auch hier Beuer eine Niederlage einstecken. Die Gießener Turne schäft konnte somit wieder zwei wertvolle Punk für sich buchen. Das Ergebnis entspricht dem Spie verlauf. Während die Turnerjchaft in ber erste Halbzeit fast nur tonanaebenb war, unb derer burch gut vorgetragene Angriffe bes Sturmes be Sieg sicherstellen konnte, kam Beuern in der letzte Spielhälfte immer mehr auf und leistete besonde, in der Verteidigung ihrem Gegner energischen W derstand. Die zweite Halbzeit verlief torlos. Zu Lobe beider Mannschaften sei gesagt, daß das Spu das sehr unter den schlechten Platzverhältnissen li: in anständiger Weise durchgeführt wurde. Krofdorf II — Ruttershausen 2:13 (2:7). Die beiden Mannschaften trafen sich zum fällige Pflichtspiel in Krofdorf. Während die Gäste vol zählig erschienen, trat die Platzmannschaft nur m 8 Mann an. Ruttershausen war deshalb wahrer dem ganzen Spiel stark überlegen unb warf in bi ersten Spielhälfte sieben unb in ber zweiten 6 To in gleichen Abstänben, so baß ihnen ber Sieg vc Anfang an sicher war. Durch den glatten unb ve elften Boben würbe bas Spiel stark beeinträchtig Hinweisen. . ** Probealarm ber Feuerjlrenen ftn-,........... — ------ ---------- - - bet am morgigen Samstag um 15 Uhr statt. Zur samtbetrag ber an DT., Gau- unb Unterstutzungs- Beunruhigunq ist beim Ertönen ber Sirenen Fein Fasse abzuführenden Kopfsteuer die bisherige Summe 9 ■ 1 oon 1,75 Mark nicht überfteigen werde. Gauoberturnwart R. Paul (Gießen) entwickelte ** Freie Lehrer st eilen. Erledigt ist je eine Lckhrerstelle für einen evangelischen Lehrer an den Volksschulen in Utphe (Kreis Gießen) und in Bermuthshain (Kreis Lauterbach). *♦ Verein ehern. Hess. Leibdragoner des Kreises Gießen Man berichtet uns: Unter der Parole: „Aufgesessen für 1934 Reiten für Deutschland, für seine Freiheit unb sein Gluck beging ber Verein seine Weihnachtsfeier Der zweite Vereinsführer Kamerab S ch ö m b s hielt bie Begrüßungsansprache Als Gäste waren Kameraben des Marine- unb Reitersturms, bes Kutschervereins, fomie bes Grosschen Männerchors erschienen. Letztere fanben verbieten Beifall mit ihren wirkungs- vollen SefangsDorträgen. Der Verem-Whrer Eid- mann erwähnte in feiner Rede m a de feb heriaen Reaierungserfolge und forderte auf, auch im neuen Jahre an dem Wiederaufbau unferes Vaterlandes mitzuhelfen und weiter zu schreiten kuf dem Wege der Valksgemein^aft, die fawei. aehen muffe dah es keinen Deutschen mehr gäbe, der an dem Miterleben ausgeschlossen fei. Das Deutfchland. und das Horft-Weffel-Lied bildeten den Abickluk Erika Haussauer und Erika Schorn bs warteten mit fchönen Gedichten auf, und zur^Freude aller Kinder kam der Weihnachtsmann, der jedem etwas miibrachte. Lacherfolge ernteten di. .aufge- führten Humoresken. Der Höhepunkt wurde erreicht, als Kamerad S ch ö m b s bei bem Gesang des Leibdragoner-Liedes hoch S» «nb in Friebensuniform im Saale erschien. In dem « wußtsein. echte kamerabschaU iche Stunden die auch einige Neuaulnahmen brachten, verlebt zu haben, trennte man sich. Zugunsten der Winterhilfe konnte ein Betrag abgeliefert werden. Die Bedeutung bes vor uns liegenden Fuhball-Länderkarnpses gegen Ungarn ist nicht allein auf bas sportliche Gebiet beschränkt Auch Rauhe Haut: Penaten-Creme Heimische Volkskunst wirbt für die Winterhilfe 3d) bitte die Bevölkerung von Gießen und Um- Unser Heimatdichter Georg Heß, Leihgestern. .Hessisch Volk, bei Sang und Tanz!" Das lachende Oberhessenmädel ruft uns zu: Wer die Familie schüht,schützt die7!ation' Opfert für den Kampf gegen Hunger und Kälte! die letzte Sammlung von Wurst- und Fleisch- rooren, welche ebenfalls ein sehr gutes Ergebnis hatten. — Das Standesamtsregister weist für 1933 folgende Zahlen auf: Sterbefälle 9, Geburten 5 und Trauungen 5. * Kohden, 11. Jan. Seit einigen Tagen sind in unserer Gemarkung sechs Arbeitslose als Not- ft a nü s a r b e i t e r mit dem Ausästen und Reinigen sämtlicher Ob st bäume der Gemeinde und Privatbesitzer beschäftigt. Die fachgemäßen Arbeiten werden unter Leitung des Baum- wartes Hch. Peter von Unter-Schmitten ausgeführt. Don den Arbeitern sind fünf aus Nidda und Abend zugunsten des Winterhilfswerkes. Cm Mittelpunkt der Deranstaltung stand die Aufführung eii)e6 Theaterstückes, eine Darstellung des Lebens, Kämpfens und Sterbens des deutschen Freiheitskämpfers Albert Leo Schlageter, verfaßt von Maria Krug. Die Aufführung hinterließ einen tiefen Eindruck von Deutschlands vergangenen schmachvollen Sklavenjahren und dem Kampf und Opfer des sich aufbäumenden jungen Deutschland. Die Darsteller zeigten recht gutes, teilweise sogar beachtliches Können. In den Pausen spielte eine aus der Umgegend zusammengestellte Kapelle, der wir in ihrer Ausbildung gute Fortschritte wünschen. Leider zeigte die Veranstaltung einen nicht erwarteten und dem guten Zweck nicht entsprechenden mäßigen Besuch. Es waren nur etwa 100 Personen erschienen, so daß nach Abzug der Unkosten kein Ertrag an die Winterhilfe abgeführt werden konnte. < M e l b a ch, 11 Jan Bürgermeister Fourier ist ab 1. Jan. 1934 von seinem Amt aus Gesundheitsrücksichten z u r ü ck g e t r e t e n. Die Bürgermei- stergeschäfte werden bis zur Neuwahl von Beigeordneten Adolf Kleeberger geführt. Kreis Büdingen. < Bingenheim, 11. Jan. Das Ergebnis der Sammlungen für die Winterhilfe in unserer Gemeinde beträgt bis heute 352,72 Mk. in barem Gelde, 235 Zentner Kartoffeln und 60 Zentner Getreide. Hinzu kommen die Kleidersammlungen und gegenb, diese beiden Vorstellungen d"rch recht zahlreichen Besuch zu unterstützen, da dieselben speziell zum Wohle der hilfsbedürftigen stattfinden. heil Hitler! Gez.: N o h a u p t. Kreisgeschäftsführer des whw. AG.-Lehrerdund, Kreis Gießen. Wir machen aufmerksam auf die volkstümlichen Darbietungen des Reichsbundes „Volkstum und Heimat" am Samstag, 13. Januar, 20 Uhr, und Sonntag. 14. Januar, 15 Uhr. Der Führer der Landschaft Rheinfranken-Nassau-Hessen, Ministerialrat Pg. Ringshausen, wird am Samstagabend selbst anwesend fein und zur Eröffnung des Abends sprechen. gez. N e b e l i n g . Kreisobmann. Generalstaatsanwatt i. ZL Or. preetonus 80 Jahre alt. LPD. Darmstadt, 11. Jam Am 12. Januar vollendet der in Untergrainau (Oberbayern) im Ruhestand lebende Geheimrat Dr. Preetorius, der frühere langjährige Generalstaatsanwalt am Oberlandesgericht Darmstadt, das 8 0. Lebensjahr. Aus diesem Anlaß hat der Herr Staatsminister dem hochverdienten Beamten ein persönliches Handschreiben übermittelt, in dem er die herzlichsten Glückwünsche der hessischen Staatsregierung zum Ausdruck bringt und der ausgezeichneten Dienste gedenkt, die der Beamte in seiner 45jährigen dienstlichen Laufbahn, namentlich zuletzt in seiner zwei Jahrzehnte währenden Tätigkeit als Generalstaatsanwalt dem Lande Hessen geleistet hat. Buntes Allerlei. Merlwürd ge Haustiere. Der Inhaber eines Londoner Tier-Geschäftes erzählt einer englischen Wochenschrift, daß eine feiner besten Kundinnen eine bekannte Dame der Gesellschaft ist, die Schlangen als Schoßtiere bevorzugt. In ihrem vornehmen Heim hält sie mehr als 20 Reptilien der verschiedensten Art von der Grasschlange bis zur indischen Riesenschlange. Diese Mitbewohner dienen aber nicht nur „zum reinen Vergnügen", sondern die giftigen liegen in einem Glasbehälter, in dem sich ein kleines Kästchen befindet. Das Kästchen umschließt den kostbaren Schmuck der Dame, der Hunderttausende wert ist, und als Mitteilung an etwaige Einbrecher ist vorn auf dem Glasbehälter die Inschrift angebracht: „Dieser )—( Ruppertsburg, 10. Jan. Am Neujahrstage vollendete der langjährige treue Arbeiter der chemischen Fabrik Friedrichshütte Heinrich Stamm von hier sein 80. Lebensjahr. Zahlreiche Glückwünsche wurden dem noch sehr rüstigen Mann dargebracht. Eine besondere Ehrung bereitete der Gesangverein dem Jubilar, indem er ihm am Nachmittag ein Ständchen brachte, wobei der Vorsitzende ein schönes Lebensbild von dem „alten Stamm", der vor nahezu 45 Jahren den Verein gründen half, entwarf. Freudig erregt dankte der Geehrte. Kasten enthüll Juwelen. Achtung vor den Giftschlangen!" Kein noch so „schwerer Junge" hat sich bisher an diese Schätze gewagt. „Ein anderer regelmäßiger Kunde", erzählt der Besitzer, „ist ein Einsiedler, der nur noch an Mäusen Interesse und Gefallen hat. Jede Woche liefere ich ihm eine bestimmte Menge Mäuse, die er in seinem schlecht beleuchteten unwirtlichen Unterschlupf im Norden Londons hegt. Die Wände sind dicht mit Käfigen besetzt, und fein größter Spaß ist es, die Rolle des „Rattenfängers von Hameln" zu spielen. Man wird sich mein Erstaunen vorstellen können, als ich zuerst diese seltsame Wohnung betrat. Der alte Mann holte eine Flöte hervor und begann zu spielen. Sofort begannen die Insassen der Käfige zu tanzen; andere Mäufe schlüpften aus Ecken und Löchern, aus Ritzen des Fußbodens hervor und vereinigten sich zu einer seltsamen Prozession, die der Flöte des verzückten Greises folgte/ Merkwürdige Anforderungen stellt auch bisweilen der Film und erteilt z. B. den Auftrag, 12 Ochsenfrösche oder zwei Raben zu liefern, die gerade gebraucht werden. Was kostet der Londoner Nebel? Die letzten großen Nebel haben der Londoner Bevölkerung wieder einmal in recht unangenehmer Weise vor Augen geführt, welche Kosten ihnen die Unbilden des Klimas verursachen. Die Londoner finden es nicht in der Ordnung, daß der Sonnenschein, der so viel zum Wohlergehen der Menschen beiträgt, nichts kostet, wahrend der Nebel, der eine der häßlichsten Seiten des Lebens in der englischen Hauptstadt ist, so große Ausgaben verursacht. Durchschnittlich sollen auf den Kopf der Londoner Bevölkerung fast 20 Mark an Kosten entfallen, die auf das Konto des Nebels zu fetzen find. Der dichte Hostes schut oernomme? Willste „hessisch Volkstum" seh' — dann rour ich d'r ze komme! „Hütteberger" — „Schlitzerlänner" — „Katzeberg" — ean „Schwälmerland" — „Moarburgs"- un aach „Rhöner"-Jugend, raaichl sich freudig do die Hand. Neichsbun» Volkstum und Heimat, Landschaft Rheinfranken - Nassau - Hessen. Die von Herrn Georg Heß (Leihgestern), geleitete volkstümliche Ausführung „Hessisch' Volk bei Sang und Tanz", die der Reichsbund Volks- tum und Heimat in Gießen, Darmstadt, Mainz, Worms, Frankfurt a. M. und Offenbach im Laufe der nächsten Tage veranstaltet, findet in allen Kreisen unserer Volksgenossen lebhaftes Interesse. Zahlreiche andere Städte unserer Landschaft haben bereits den dringenden Wunsch geäußert, daß die Aufführung auch bei ihnen ftattfinben möge. Besonders hervorzuheben ist, daß der Reinerlös der Veranstaltung ganz zu gemeinnützigen Zwecken verwendet wird, nämlich für das W i n - terhilf swerk, sowie zum Aufbau des gleichfalls gemeinnützigen Reichsbundes Volkstum und Heimat. Winterhilfswerk des deutschen Volkes-1933/34 Kreisführung Gießen. Aufruf an die Volksgenossen! Der Reichsbund für Volkstum und Heimat veranstaltet am Samstag, 13. Januar, 20 Uhr. und Sonntag, 14. Januar, 15 Uhr, im Stadttheater zu nur einer von hier. Dieser war der letzte Ar- beitslose in unserer Gemeinde, die nun frei Gunsten des Vinterhilfswerks zwei Vorstellungen, von Erwerbslosen ist, im vorigen Jahre aber ner» ta denen echtes, urwüchsiges Volkstum gezeigt wird, hättnismäßig viele Personen zu unterstützen hatte. *x'1' ----- — K " Gegenwärtig ist die Mehrzahl der Arbeiter beim Holzfällen in den staatlichen Waldungen bei dem Forstamt Nidda beschäftigt. Nach Beendigung der Waldarbeiten sollen sofort größere Drainagearbeiten in unserer Gemarkung begonnen werdens wodurch allen Arbeitslosen von hier wieder für längere Zett Verdienstmöglichkeit geboten wird. —Aus dem Niddatal, 11. Jan. Die Besitzer von Baumstücken entfalten zur Zeit eine eifrige Tätigkeit, ihre Ob st bäume in Ordnung zu bringen. Man kratzt die Rinde ab, entfernt dürres und überflüssiges Geäst und fällt abgängige Bäume. Wer bis zum bestimmten Termin die dringendsten Arbeiten an den Obstbäumen nicht durchgeführt hat, muß gewärtig sein, daß sie auf Kosten des Säumigen ausgeführt werden. In Nidda und Umgebung sind bereits Kolonnen erwerbsloser Arbeiter in Tätigkeit, unter Aufsicht von Obstbaumpraktikern ganze Arbeit zu leisten. Abgängige Bäume werden markiert und müssen bis zu einem bestimmten Zeitpunkt von dem Besitzer umgeschlaaen werden. Versäumt er die Frist, so erfolgt das Fällen auf Kosten des Säumigen. Die Maßnahmen sind nur geeignet, der Baumpflege zum Nutzen des Besitzers erhöhte Aufmerksamkeit zu schenken. Kreis Scholten. Nebel der dieser Tage von einem südwestlichen Wind nach London getrieben wurde, ergab nach den Feststellungen der Nationalen Vereinigung für Rauchbekämpfung allein einen Verlust von an- nähernd 15 Millionen Mark, der sich aus der Behinderung des Verkehrs, aus der vermehrten Aufwendung für Licht und Heizung, aus den Kosten für gesundheitliche Schädigungen und für den Lohnoerluft zusammensetzt. Mutter von 53 Kindern. Alle Berichte über reichen Kindersegen, die immer wieder aus anderen Ländern und aus manchen Gegenden Deutschlands zu uns kommen müssen vor einem allerdings weit zurückreichenden Beispiel verblassen. Es handelt sich um die im Alter von 50 Jahre 1503 3u Bönnigheim in Württemberg gestorbene Frau Adam Stratzmann, geborene Barbara Schmatzer. Sie hatte, wie die Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau" mitteilt, insgesamt 53 Kinder geboren, 38 Söhne und 15 Töchter. Davon kamen 18 einzeln zur Welt; fünfmal waren es Zwillinge, einmal Drillinge. Einmal erblickten sogar sechs und einmal sieben Kinder das Licht der Welt. Schon Kaiser Maximilian, der im Jahre 1509 in die Nähe von Bönningheim kam, wollte der Nachricht von diesem Kindersegen keinen Glauben schenken. Ein Kommissar mußte den Fall deshalb gründlich überprüfen; er konnte die Wahrheit bestätigen, vor allem auf Grund einer Urkunde vorn Jahre 1498 und eines Altargemäldes der Kirche zu Bän- ningheim, auf dem die kinderreiche Familie Stratz- mann dargestelkt ist.__________________________________ Gewinnauszug 4. Klasse 42. Preußisch-Süddeutsche (268. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II 1. Ziehungstag 10. Fanuar 1933 Sn der heutigen Vonnkttagsziehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen 2 Gewinne pr 3000 M. 237310 8 Gewinn« zu 2000 M. 232085 232478 882930 14 Gewinne »u 1000 M. 13854 38624 230738 334848 344644 394039 20 Gewinne zu 800 9H. 182 6345 70429 250196 250254 265481 283130 379467 60 Gewinne »u 500 M. 3245 5929 8708 50308 52529 68174 63673 64252 79435 87609 97295 103902 117079 161628 172932 182543 183378 196674 198361 244678 308122 316433 330128 336492 394384 103999 146326 159448 211254 237163 262131 288614 323435 345620 383627 131583 151067 195419 226523 255485 276061 300499 333984 356165 396587 84445 133848 153836 195627 228261 269029 278121 317896 335452 368362 396991 99647 136575 158012 198174 232153 269376 279475 320984 336036 374213 399344 117134 147926 160805 212219 239198 269112 291057 327982 346995 386496 162 Gewinn« zu 400 M. 67 3234 16781 28902 29269 30692 31806 36063 36390 41085 41507 47924 59390 59498 61819 80506 ----- ----- ------ ------ 303212 190196 249027 389531 32488 84169 166687 228899 373938 25394 39106 69197 124116 148079 174541 215601 250294 275704 299686 333032 352486 389078 Sn der heutigen Nachmittagszlehung wurden Gewinne über 300 M. gezogen 2 Gewinne zu 10000 W. 82760 285422 97418 216156 76008 79238 242370 389775 20 Tagesprämten. 298985 223146 227014 124600 96975 119717 145512 163958 196074 222508 235414 255580 315862 343547 362107 378970 75392 370557 17077 114117 139239 154984 187925 221070 228166 252091 306173 333641 354056 376073 397107 106770 119813 149235 165468 200768 224628 238634 275205 320578 347540 367020 379812 I 88022 109914 120307 149617 167560 204815 226039 250375 280606 323103 347776 371968 389680 6100 25598 63659 89435 112209 126160 160899 187552 216067 227690 251853 294326 329123 352829 374371 393845 4 Gewinne zu 3000 M. 8 Gewinn« iu 2000 M. 293477 14 Gewinne zu 1000 W. 311048 348791 354218 18 Gewinn« zu 800 M 176090 188808 208489 - - - — — — — — — ■'** w («.Wf V OaJuUO ( I u 62 Gew.une,u 600 Al. 11104 29001 31927 45546 60027 60119 66910 70517 97404 106259 150225 163362 167104 181684 203747 234366 277063 300333 304761 307615 312565 316516 336188 354800 365132 394331 198 Gewinne zu 400 M. 2839 4849 4919 6816 7757 13482 16633 18872 23786 23080 45947 60093 60145 54014 62217 69170 70811 75222 75282 78761 ----- 94655 95071 ----- ------ 118727 141064 167041 190229 221268 234700 254646 315605 338670 361063 377436 399544 Auf fpbe gezogene Nummer sind 2 Prämien zu je lüOO RM gefallen, und zwar ie eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II. 21021 81089 101785 110982 116320 158621 276611 316613 356078 357624 Von der Schönheit der deutschen Heimat und von ihrer Erhaltung und Pflege berichten in Bild und Wort die folgenden reich bebilderten Bücher: Waldweben. Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern. 150 eigene Naturaufnahmen aus dem Titi- und Ptlanzenleben des heimatlichen Waldes mit Einführungstext von K. Gerhard und G. Woiff.. Leinen RM 4.80 Belauschtes Leben. Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm von K. O. Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben und ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. P. Deegen er, Universität Benin Kartoniert RM. 3.90, gebunden RM. 4.80 Norderoog. Ein deutsches Vogelparadies. Natururkunden von den Madigen u. vom Wattenmeer v.P.F. Weckmann-Wittenburg.Mit 64 Kunstdrucktafeln. Broschiert RM.3.-, gebunden RM 4.- H ei matschuiz und Heimatpflege. VonRektor Hermann Wille. Brosch RM. 1.80, geb. RM 2.95 Naturschutz und Ingenieurwerk.VonDr.W. Lindner.......Brosih. RM. 2. -. geb. RM. 3.— Diese Bücher können von Hugo Bermühler Verlag Vom deutschen Weidwerk. Von Prof. Dr. Koepert. Broschiert RM. 2.50, gebunden RM. 3.50 Heimatschutz.V.E.Rudorfl.Br.RM 2 -,gb.RM.3.- Naturdenkmäler aus der Vogelwelt. Von v. Lucanus. Brosch. RM. 2 —, gebunden RM. 3.— Die deutsche Landschaft Von E. L. Schellenberg. Broschiert RM. 2.—, gebunden RM. 3.- Naturschutz und Forstwirtschaft Von Forstmeister Feucht. Brosch. RM. 2 —, geb. RM. 3.— Naturschutz und Arbeitsschule. Von W. Schoenichen . Brosch. RM. 2.50, geb. RM. 3.50 Die Kamera im Dienste der Natur. Von Dr. Effenberger Brosch. RM 2.50, geb. RM. 3.50 Umgang mit Mutter Grün. Ein Sünden- und SittenbuCh von W. Schoenichen.......... Broschiert RM. 3.-, gebunden RM. 4.- Heimatmuseen. Wesen und Gestaltung. Von Dr.W Schoenichen..... Gebunden RM. 13.50 jeder Buchhandlung bezogen werden Berlin-Lichterfelde Alle Schweine und iolcbe mit üeifen Beinen, gesunden und entwickeln sich überraschend schnell wenn Sie durch ledes Futter 1 Eßlöffel voll echtes RASSOL" mengen. Verlangen Sie nur echtes ?Hnffol m Originalflaschen und weisen Sie Nachahmungen zurück. Allein Hersteller:Engelavotbeke (Niesten 'n haben in allen Avotdeken S4?a Greilichs Bier- und Speise-Restaurant Zum Löwen Neuenweg 28 188d Samstag, den 13. Januar 1934 Konzert Bis 4 Uhr nachts geöffnet! Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der BrühPschen Druckerei Bekanntmachung. Die bereits fälligen Strom- und Gasgelder im Stadt- und Ueberlandgebiet für den Monat November 1933 können noch bis zum 20. d. 2H. ohne Kosten bezahlt werden. Bei Nichtbezahlung bis zu diesem Termin erfolgt Bettreibung und Sperre auf Kosten des Abnehmers. 183D Gießen, den 10. Januar 1934. Direktion der Elektrizitätswerke und Ueberlandanlage sowie des Gas- und Wasserwerkes der Stadt Gießen. _____________Braubach._____________ Arbeitsvergebung. Für die Gemeinde Alten-Buseck (Kreis Gießen) sollen unter Hinweis auf die Reichsverdingungsordnung nachstehende Arbeiten und Lieferungen vergeben werden: 190D Los la: Drainagearbeiten = 14 185 Ifd. m. Los Ib: Drainagearbeiten = 10 980 Ifd. m. Los II: Lieferung der Drainrohre, zusammen 77 000 Stück, und der Steinzeugrohre von 50—125 mm L W. usw., 180 Stück. Los III: Fuhrleistungen. Pläne und Bedingungen liegen bei der Hessischen Bürgermeisterei Alten-Buseck zur Einsichtnahme offen, und es können Angebotsoordrucke von uns, soweit der Vorrat reicht, kostenlos bezogen werden. Eröffnung der Angebote Freitag, den 19. Ianuar 1934, vormittags 9 Uhr, auf dem Rathaus zu Alten- Buseck. Freie Auswahl bleibt ausdrücklich vorbehalten; Zuschlagsfrist 14 Tage. Gießen, den 10. Januar 1934. Hessisches Kulturbauamt. _____I. V.: Mangold, Regierungsbaurat. Betr.: Konkurs über das Vermögen des Bernhard Süß in Gießen. Beschluß. Das Konkursverfahren über das Vermögen des Bernhard Süß in Gießen wird eingestellt, weil eine den Kosten des Verfahrens entsprechende Konkursmasse nicht vorhanden ist. 1980 Gießen, den 6. Januar 1934. Hessisches Amtsgericht. Am Sonntag, 14. Januar, fahren um 7 Uhr ab Ludwigsplatz usD Postautos nach Breungeshain ( Skigebiet Hoherodskopf). Fahrkarten in den Spoj tgeschäf- ten Berthold Kühne, Sekersweg, und Carl Schwan, Mäusburg. Fahikarten müssen bis Samstag, 13. Jan., abends 6 Uhr, gelöst sein. Skirennen / Sprunglauf «lillllillllMlllllllllllllllllBllllllll Volkshochschule Heute Freitag, 20.15 Uhr, Singel der Oberrealschule (Eingang Bismarcküraße), beginnt der Kurs Deusiche Musik (Beethoven, Brahms und Bruckner). Leitung: Musitt. Bauer. Meldungen vor Beginn. 176d für alte und gebrechliche Leute das Rich- tige! Es erhält bei Kräften und es kann der schwächste Magen vertragen. Verlangen Sie das Biomalz - Kochbuch gratis von den Biomalz-Werken, Teltow. Es bringt Ihnen viel Nutzen. In Apotheken und Drogerien zu haben. Verschiedenes illlllllllllllllllllilllllllll vrrivat- ftunden (Cat./ tyn., D.) erteilt Assessor Schr. Anfrag. u. 0190a.d.Gietz.A. Illllillllllllllllllllllllllll Bekanntmachung. 3n unser Handelsregister Abteilung A, wurde am 10. Januar 1934 bei der Firma Carl Schwaab in Gießen folgendes eingetragen: Geschäft nebst Firma ist auf Friedrich Seebold Ehefrau, Emmy oerw. Datz, geb. Haas in Gießen als Alleininhaberin übergegan- gen. Die Prokura des Heinrich Seebold in Gießett ist erloschen. 199D Gießen, den 11. Januar 1934. Hessisches Amtsgericht.