Dienstag, 1l. Dezember 1934 184. Jahrgang B. 289 Erstes vlatt gen, Bäder», Unterrichts- il behördliche Anzeigen 6 Rpf. i jiner sich in der Nachkriegszeit breitgemacht hat, iiii» (Empörung und Ekel gegenüber", sagte der zo ökommissar Litwinow am Genfer Ratstisch, als Ein französischer Vorschlag. Der französische Außenminister Laval hat für das internationale Abkommen zur Bekämpfung terroristischer Anschläge Vorschläge gemacht, in denen es als Ziel des Abkommens bezeichnet wird, die Unterdrückung verbrecherischer Handlungen zu erleichtern, die gegen Personen oder Güter gerichtet sind und eine terroristische Handlung mit politischem Ziel verfolgen. Als solche werden die folgenden angeführt: 1. Ein Anschlag auf das Leben oder die Freiheit eines Staatsoberhauptes, der Regierungsmitglieder, der Parlamentsmitglieder, der Behörden und der Richter oder auf politische Personen aus politischen Gründen. 2. Anschläge gegen öffentliche Gebäude, Eisenbahnen, Schiffe, Flugzeuge und andere Verkehrsmittel, 3. die Bildung von Gruppen mit dem Ziel, derartige Taten zu begehen, 4. der Besitz von Waffen, Munition, Explosiv- und Brandstoffen mit dem Ziel, eben solche Handlungen zu begehen. Die vertragsschließenden Staaten übernehmen die Verpflichtung, alle Handlungen dieser Art zu unterdrücken, sowohl den Versuch, wie ein konstruktives und friedliches Ziel. Der Donauraum kenne 16 Jahre nach dem Kriege noch keinen wirklichen Frieden, aber nur deshalb, weil man keinen Akt der Versöhnung mit Un- »nnahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Test* anzeigen von70mm Breit« 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- Oie Sowjetunion und der Westen. Von Dr. Max Elauß. Me Sowjetregierung steht dem Terrorismus, Eityeuu täglich, außer Slimtags und Feiertags Magen: Die Illustrierte Diener Familienblätter tzamat im Bild • Die Scholle Nonatr-Sezugrpreis: J01: 4 Beilagen RM. 1.95 DUe Illustrierte , 1.80 Avtellgebühr.. „ -25 Sich bei Nichterscheinen »c einzelnen Nummern hfMge höherer Gewalt krrnIpltchanschM« lirzr Sammelnummer 2251 Aihrift für Drahtnach- tv-Atn. Anzeiger Gießen Der Dölkerbundsrat trat kurz nach 23 Uhr zu einer Nachtsitzung zusammen. Der zum Berichterstatter ernannte britische Lordgroßsiegelbewahrer Eden verlas den Entwurf einer Entschließung, der bereits die Zustimmung aller Beteiligten, auch Ungarns, gefunden hatte. Die Entschließung beginnt mit dem Ausdruck der Anteilnahme an dem Unglück Südslawiens und Frankreichs und mit der Verurteilung des Verbrechens. Gleichzeitig wird verlangt, daß d i e Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden. Dann wird auf die Pflicht jedes Landes hingewiesen, auf seinem Gebiet keine ter» roristische Tätigkeit zu dulden. Kein Staat dürfe irgend etwas vernachlässigen, um solchen Akten zuvorzukommen und sie zu unterdrücken, und den Regierungen, die darum bitten, seine Hilfe zu leihen. Die Völkerbundsmitglieder seien auch verpflichtet, die teritoriale Unversehrtheit und die politische Unabhängigkeit der anderen Mitglieder zu achten. Da der Rat der Meinung ist, daß gewisse ungarische Behörden durch Nach- lässlgkeiteineverantworlllchkell im Hinblick auf Handlungen, die mit dem Attentat von Marseille im Zusammenhang stehen. Edens Vorschlag in einer Aachisitzmig des Rais einstimmig angenommen. Ein Ausschuß soll ein Abkommen zur Bekämpfung des Terrorismus ausarbeiten r a t" (das deutsch-polnische Friedensabkommen vom Herbst 1933!) waren Barthous diplomatische Ziele, und zu ihrer schleunigen Verwirklichung brauchte er außer der Kleinen Entente auf dem Kontinent noch einen andern, ganz großen Partner, nämlich eben das „human gewordene", antinationalfoziali- stische Sowjetrußland des Herrn Litwinow. Die jüngsten Etappen sind noch in frischester Erinnerung: Ueberleitung von der Kleinen Entente und der neu gegründeten Balkanentente zum russischfranzösischen Zusammenspiel, antideutscher (und antienglischer) Vorstoß Litwinows in der Genfer Abrüstungskommission, Barthous Plan eines O st p a k t e s unter sowjetrussischer Führung und mit französischer Assistenz, Eintritt Sowjet- rußlands in den Völkerbund bei gleichzeitigem Abschluß eines ohne Polen gebildeten Baltenbundes. Der nächste Schritt, die Paris-Moskauer Militärallianz, schien schicksalhaft oorge- zeichnet, nachdem das Reich den Ostpakt stark kritisiert und Polen ihn schweiasam mißbilligt hatte. Da riß der 9. Oktober in Marseille Barthou mitten aus großen Plänen grausam heraus — und nun sieht sich Litwinow vergeblich nach dem gewohnten Partner um, der mit ihm gleichen Schritt zum Bündnis halten will. Die Wahrheit ist, daß nur der Sowjetvertreter selbst an die Realität dieser endgültigen Bindung Frankreichs an einen so merkwürdig veränderten Bundesgenossen aus der Vorkriegszeit ganz geglaubt hat. In Frankreich waren die Bedenken in Armee und Wirtschaft und bei den verschiedensten Parteien unvermindert stark. Man tröstete sich damit, daß es sich ja schließlich doch nur um einen groß angelegten Bluff zur Abschreckung Deutschlands handeln sollte. Laval teilte alle diese Bedenken und glaubt darüber hinaus g a r n feststellen könne. Statt sick mit Ungarn zu versöhnen, hätten die Nachbarn Ungarns nur den Wunsch, es als willenloses Objekt innerhalb der europäischen Politik zu behandeln. r »id: offen ausspricht und was trotzdem die bare 2 Sittlichkeit und darüber hinaus höchst wahr- schkAich Lavals Hauptabsicht darstellt, das ist:e Tatsache, daß die vielberedete französisch- r Wtze Allianz bis auf weiteres vertagt ui 1! auf E i s gelegt wurde! bmn von allen zweiseitigen Sonderabkommen, d 8, Frankreich oder Sowjetrußland gegenwärtig e ligchen könnten, lag doch wahrhaftig näher als e ^Kombination des einen oder des andern mit d len „bösen" nationalsozialistischen Reich eben die GfnErtung, daß ein Bündnis Rom-Mos- f |«u unmittelbar vor dem Abschluß füwlisl Dem ist nicht so, und deshalb bedeutet dtpi Harmlose Protokoll Laval-Litwinow, ob es den rrLir;gen Volkskommissar nun freuen mag oder n in!! i das deutliche Abrücken Frankreichs von einer a Gus engen Tuchfühlung mit der Roten Armee und trü ldem Hauptquartier des Weltkommunismus. Ksi-iZweifel, daß für Laval dabei das Abflauen d ie Sowjetdiplomatie, aus dem mißglückten k cnmiunistischen Abenteuer in China u in) em wenig erfolgreichen „Bruch mit Eng- 11 a'schleunigst herauszukommen. War Tlsfttcherins Politik ein ständiger, geschickt nuancier» tem Protest gegen die Sowjetfeindschaft der kapita- lWcken Westmächte gewesen, so kam es Litwinow In i il iem Augenblick, wo das kommunistische Aden- teiiur in Europa und Asien notgedrungen zurück- geifiC: werden und durch das innerrussische Aben- teilur «einer autarken Planwirtschaft ersetzt werden syQ, vor allem auf Ruhe, Frieden und S:i ihe r h e i t an. flaj Wunder, daß er bas mechodische Vorbild f ci »z ösisches Techtelmechtel, die Herr S!a>:. sowohl Litwinow wie den Deutschenfressern iis Eigenen Land zuliebe abgegeben habe. Die a.-Äcin — es sind meist Deutschenfeinde, die noch f। ? in Sowjetfreunde werden wollten! — orakeln b jriiier, daß Frankreich sich im Gegenteil g zgi eine überraschende und erpresserische deutsch- r id'i i f d) e W ie derversöhnung habe schützen nnl'n, in Erinnerung an den Dolchstoß von ll'Mttlo 1921! Was aber kaum jemand in Frank- und die aktive Unterstützung in Frankreich suchte, genau so wie früher Tschitscherin sich den deutschen Protest gegen Versailles für feine Zwecke zunutze gemacht hatte. Das Litwinow-Protokoll vom Februar 1929, b. h. ein kombinierter Nichtangriffsvertrag mit Polen, Eftlanb, Lettlanb unb Rumänien brachte den ersten Sicherungserfolg, der zielbewußt über Frankreich weiter ausgebaut wurde und im Londoner Ostpakt über bie Definition des Angreifers vom Juli 1933 gipfelte. Wenn Litwinow jetzt in ber Tat aus einem sarkastischen Kritiker ber Genfer Abrüftungskomöbie zum wahren Ebenbild eines französischen Sicherheitsjuristen geläutert erschien, so waren baran zwei ganz verschiene, für ihn jeboch gleich alarmierende Ereignisse der Zwischenzeit schuld. Japans kriegerisches Vorgehen in der »Mandschurei Ende 1931 und Die national- s oz i al i stis.ch e Revolution in Deutschland Anfang 1933, die dem aus der Wirtschaftskrise drohend roieberaufgeftiegenen Kommunismus im Reich ben Garaus machte, hießen für Litwinow: Im Fernen Osten steht ber schlagbereite Feinb, in Mitteleuropa finbet eine „weiße" Umwälzung von beängstigender Tragweite statt, — also: alles auf die gegen Japans Angriff, Englands Mißtrauen unb bie brutsche Revolution gleich sichere französische Karte setzen! Zu einem Geschäft gehören aber bekanntlich immer zwei, unb so kam bie entschlossene West- orftntierung Litwinows erst ganz in Schwung seit Frühjahr dieses Jahres, als die platonischen Freunde Herriot und Daladier abgelöst wurden durch den alten Kämpfer und Deutschenfresser Barthou. Niederring ung Deutschlands unb Straf t für b«n polnischen „V er - i dk Südslawiens Klage gegen Ungarn verhandelt rMe. Man weiß nicht recht, ob sich der bolsche- riisiche Vertreter seit der Ermordung Kiros dem ebenfalls einer politischen Kugel zum LP! r gefallenen „weißen" König Alexander wirk- l ch mn Beileid so verbunden fühlt oder ob ihm der ,|$u Kirow" nur Anlaß zu einer rhetorischen Hilfe f i riete französische Partei im Völkerbund gewesen i t. Iber die bereits vollstreckten 66 Todesurteile zur 2 ieueltung des Attentats auf Kirow geben den 2!uMhrungen Litwinows einen recht düsteren Hin- t ?rpunb. Gewiß, die Bolfchewiki hatten sich schon CM oem Krieg von dem aussichtslosen Einzelterror h’iiSIttentatc abgewandt, aber sie haben im 25ür* gerfneg nachher nicht gezögert, den blutigsten ’Mttif enterror großen Stils zu betreibt ri indem sie den marxistischen Klassenkampf als i riurief zur systematischen Ausrottung der Bour- alH)3 e auffaßten. Und was erleben wir heute? 1 geheimnisvolle Mord an dem Parteisekretär 5 ürm, von dem die Oeffentlichkeit noch gar nicht nie ob er private ober roeitergreifenbe Hinter- ortoe hat, gibt das Signal zu einer wahllosen - < iaj auf die „Feinde des Regimes", innerhalb ! u itzmuherhalb der kommunistischen Parteihierarchie. H«ei Tage vor der Marseille-Debatte, am 6. De- | z iir ?r, wurde ein diplomatisches Protokoll |3 ciioen dem gleichen Litwinow und dem fran- ^3 i ,i:: Gymnastik ft ngen. 6.55: M . 8.30 bis 8.45: ( Nachrichten. 10; m, eine Wal, Küche und fyin 12: MittagsksG 3.10: NoW/lt!» gstonjttililJj: sbeG 15: Mch : WN- ichMAusM M MmÄM MsNer V W el. 19.30: Nr. .' >ber IL 20: 1* >ll op.64 vonll Mi. fcxu ich ■ odenstp.-,^ > »bi? »HM: WS >11« kdner jur ItftS* ,eMleh S und ""»i die X Karten 'n 755 ’S -ch den * »einst^V nach um fi(t) 2hNb schaffen? °^ie"°Abs,^ Unterrichte; t n .Dem üjoritni ^t werden,^ wreb, m ber 5 . f Hlen. i '"düng mit d, ^^nrat vor^ LPf biuf p; a emf ,ia b e k Sn sich in ihren einzelnen Abteilu^ und Werkstätten auf und der jeweilige Betrieb;- lührer nimmt die Meldung entgegen. Der Wirb schaftsführer wird die Sorgen, den Geschäftsgang den Beschäftigungsgrad usw., alles, was den Betrieb angeht, der Belegschaft dartun, um die Gefolgschaft an seinen Arbeiten teilnehmen zu lassen. Wenn möglich, ist es wünschenswert, daß bei diesen Monatsappellen auch ein Amtswalter der DAF. kurz und klar einige weltanschauliche Ausführungen macht. Dort wird auch die Frage gestellt werden: Hat jemand noch Forderungen an den Betrieb? Er melde sich zu einer bestimmten Zeit, wo der Wirtschaftsführer versönlich für ifjn ZU sprechen ist. Dort, wo man schon mehr Ersah» rung mit Betriebsappellen hat, empfiehlt es sich, allwöchentlich einen Appell abzuhalten. Uni) wenn gar ein Betrieb schon soweit ist, täglich einen Mo rgen - und Schlußappell durch- zuführen, ist das natürlich außerordentlich zu begrüßen und als Vorbild zu empfehlen. Ich verlange nichts, was unmöglich ist. Ich will auch, daß gerade auf diesem Gebiet keine Heber- ftürzunge n vorgenommen werden, da mir, wie schon oben gesagt, die Schwierigkeiten bekannt sinö Ich verlange aber, daß man Verständnis und ZM mindesten den guten Willen zeigt, und M man nicht im voraus etwas ablehnt, was man iwi gar nicht probiert hat. Wir haben bewiesen, bur» die Organisation der Arbeitsfront und durch Aufbau des Werkes der nationalsozialistischen meinschast „Kraft durch Freude", daß unsere oielfi- orts verlachte und verhöhnte Romantik höO Realität war. Und dieser Beweis, der sich in otr Zufriedenheit der deutschen Arbeiterschaft ausbrüdt so jedem sagen, auch unseren Gegner:., daß unser Wollen zum mindesten ernst genommen werden muß. ger zusammengeschweißt ist, über alle anderen Par- teien und Organisationen, über den Weimarer Staat und seine Machtmittel, über den Kapitalismus und seine Herrschaftsgelüste gesiegt und damit unter Beweis gestellt, daß ihre Organisation die allein richtige ist. Wir wollen die Gemeinschaft, das ist oberstes Gesetz für all unser Handeln und Tun. Allein, wir predigen sie nicht nur, sondern wir wollen sie täglich in der Arbeitsfront exerzieren und üben. Die Gemeinschaft ist das Mittel, um den Kampf für die Existenz unseres Volkes zu führen. Deshalb stellen wir folaende Forderungen an eine wahrhaft nationalsozialistische Gemeinschaft: ®ir'. 2. Die nationalsozialistische Begründuna unb Wiedergeburt des schöpferischenFreiheft»' Begriffes als Freiheit der Persönlichkeit: Herleiten persönlicher Freiheit nicht aus dem zelwesen, sondern aus der Gemeinschaft 3. Die Aufzeigung des Wesensunterschiedes F* scheu Nationalsozialismus und Foschis Gpionageaffäre in Tokio. Der französische Marineattache verdächtig. London, 11. Dez. (DRB.-Fnnkspruch.) „Daily Telegraph" berichtet aus Tokio, der französische stellvertretende Marineattache Unterleutnant Teffier du Eros sei von der japanischen Polizei mehrere Male einem scharfen Verhör unterzogen worden, weil er im Verdacht st ehe, Spionage getrieben zu haben. Die Polizei habe unter dem gleichen verdacht etwa 20 junge Frauen bzw. Töchter von japanischen Beamten verhaftet und verhört. Diese Frauen sollen alle die französische Sprache gut beherrschen, und du Eros soll freundschaftliche Beziehungen zu ihnen unterhalten haben. Es wird behauptet, er habe die Frauen veranlaßt, ihm Geheimnisse der Marine st rategie, Beschreibungen von Arsenalen und Angaben über die Herstellung von Waffen und Munition zu verschaffen. Es wird ferner behauptet, daß er viele Reisen nach Plätzen unternommen habe, die im allgemeinen keine Ausflugsziele bilden, darunter auch befestigte Gebiete. Eine Frau in Yokohama soll gestanden haben, daß ein französischer Marineoffizier sie aufgefordert habe, mit japanischen Marineoffizieren in Verbindung zu treten und sich von ihnen Geheimmaterial geben zu lassen. Diese Frau sei auch in Begleitung eines italienischen Marineoffiziers gesehen worden. enden. «in Ä. b'Fi'i W1 *'fft A * i,is Äb,,d ken. fcjw 1 sich ftSg« NW! * «ft bi,^ S’r^iuj I ür aber x- SÄ Ä"S ÄM N'5«»d - ” ‘-N st. L '9C C e t ft “ncf 8 ff m bet t 1 So leben $, 'Appelle würden ' absolut obllkk x ibmWp'. '•Wreil. e.n. WO bet 11c PJ& ist unb jüe >lch ein Setri übrigen, h chr überflüssig . Troß b e tn lndestens mom «r am besten obbetriebi diesem Appe! Zu bebienen. i einzelnen Bi >er jeweils M entgegen, k L en, den WM, ., alle;, W Inn ßi t bctiffl, M die en. » o $ Jiirüft utunfl « ondte, da er bei der Veranstaltung im Sportpalast mläßlich des einjährigen Bestehens der Reichskul- Arkammer nicht anwesend sein konnte, an Reichs- Minister Dr. Goebbels folgendes Telegramm: Hur großartigen Kulturrede sende herzlichen Glück- -mnsch und begeisterte Zustimmung. In treue Der- chrung Heil Hitler! (gez.) Dr. Richard Straußs Clemens Krauß zum Operndirektor der Berliner Staatsoper berufen. Für den durch den Rücktritt Furtwänglers 'rcigewordenen Posten des Operndirektors an der Herliner Staatsoper hat Ministerpräsident Gö- iii n g den Operndirektor der Wiener Staatsoper, lernens Krauß, berufen. Krauß wurde 1893 in Wien geboren. Er entstammt einer alten Wiener Familie. Mit neun Jahren schon kam er als Sän« zerfnabe in die Hofburgkapelle, absolvierte das Wiener Konservatorium und ging als Neunzehn- chriaer zum Theater. Seine erste Stellung war ae eines Chordirektors am Brünner Stadttheater, jtann ging er nach Riga, war als Kapellmeist.r M Nürnberger Stadttheater und als Opernchef in iltettin und Graz tätig. 1922 wurde er als Diri« ernt an die Staatsoper nach Wien berufen. Zwei swhre später folgte er einem Rufe nach Frank« «ui r t a. M., wo er vier Jahre Intendant des Opernhauses und Leiter der Museumskonzerte war. 928 wurde er als Operndirektor an die Wiener ü'taatsoper berufen. 1930 wählten ihn die Wiener Philharmoniker auch zu ihrem ständigen Dirigen« 2n, und im Sommer 1933 betraute ihn der zu« Ändige Vundesminister mit der obersten Leitung wr Hofburgkapelle. Oie Entwicklung der Arbeitslosigkeit. Berlin, 10. Dez. (DNB.) Die j ahreszeit« !ch bedingten Entlassungen aus den 1 ußenberufen bestimmten die Entwickelung Irr Arbeitslosigkeit im November. Die Zahl der Äbeitslosen stieg, wie die Reichsanstalt für Ar- li'itsvermittlung und Arbeitslosenversicherung beichtet, um 86 000 auf 2 354 000. Nach dem hohen Iseschäftigungsftand, den das Baugewerbe und Ise Baustoffindustrie schon seit dem Früh- jühr d. I. erreicht hatten und nach der starken hrinbung von Arbeitskräften in der Landwirt- stih a f t mußten die Entlassungen aus den Außeu- li-rufen mit der Verengung der Arbeitsmöglich- liiten im Freien einen gewissen Umfang .mnehmen. I Unter den konjunkturellen Berufsgruppen haben m folge beendigten Saisongefchäfts mr das Bekleidungsgewerbe, das Gast- und itchankwirtschaftsgewerbe, das Holz- und Schuitz- offgeroerbe und die Gruppe der ungelernten Ar- kü-iter an Arbeitslosen zugenommen. Imgegen haben die Eisen- und Metallindustrie, der tergbau, das Vervielfältigungsgewerbe, das Ver- Hrsgewerbe und die häuslichen Dienste weiter ,me erhebliche Abnahme der Arbeitslofig- lit zu verzeichnen. IDie Entwickelung der Außenberufe war bezirklich Hr verschieden. Maßgebend war die Rückkehr der limdwirtschaftlichen Wanderarbei- t r aus den Gebieten mit Zuckerrübenbau in ihre Himatbezirke. In den Unterstützungseinrichtungen irr Reichsanstalt wurden insgesamt 1 126 000 Un- tr-stützungsempfänger gezählt, in der öffentlichen giirforgc standen am 30. November 1934 627 000 L'beitslose. Dbwobl der saisonmäßige Umschwung b der Arbeitslosenzahl in diesem Jahre mit dem Pooember, also einen Monat früher a l s im Vorjahre einsetzte, liegt dieser Zeit- pmtt noch erheblich später als in den Mnstigen Konjunkturjahren 1928 imb 19 2 9, wo der Umschwung bereits im str ü h h e r b st (September bzw. Oktober) eintrat t!ib bis Ende November schon ein Ausmaß von t2it über einer halben Million erreicht hatte. Trotz hr saisonmäßig bedingten Zunahme von 86 000 llrbeitslosen im November 1934 war der Arbeits- Aacht auch in diesem Jahre ein außerordentlicher kstfolg beschieden, da die Arbeitslosigkeit seit beginn dieses Jahres um weitere 1,7 Millionen verringert werden konnte. Bei kginn der Arbeitsschlacht betrug die Zahl der Ar- kiitslosen 6,014 Millionen. Kleine politische Nachrichten. Dem Prästdenten der Abrüstungskonferenz, Arthur 5»e n d e r f o n , wurde der Friedensnobel, pireis für das Jahr 19 3 4 verliehen. Norman iin gell, der berühmte englische Schriftsteller, ist b-T Träger des jetzt erst verteilten Preises von 119 3 3. Die schwedischeRegierunghat beschlossen, b?? Anfrage aus Genf über die Entsendung einer schwedischen P o l i z e i t r u p p e nach bi-m Saar gebiet bejahend zu beantworten, tse schwedische Truppe wird 250 Mann stark sein db aus Freiwilligen zusammengestellt. Die Truppe trnrb nicht zum gewöhnlichen Polizeidienst verwen- bc.i, sondern soll nur im FcNle von Unruhen nn'gesetzt werden. * wie tschechoslowakische Regierung ist kn französisch-sowjetrussischen Pro- I: toll vom 5. Dezember, durch das die Regierungen sich verpflichten, kein politisches Abkommen mit einer dritten Macht während der Ostpaktverhandlun« gen abzuschließen, beigetreten. » In Wöllersdors sind 2500 Nationalsozia« listen entlassen worden. Es sollen sich noch 2000 Nationalsozialisten im dortigen Konzentrationslager befinden. Da bis Weihnachten noch weitere Ent« lassungen erfolgen sollen, war die völlige Auflösung des Wöllersdorfer Lagers erwogen worden. Da aber die Gefängnisse, in die der übrige Teil der Gefangenen hätte übergeführt werden müssen, zu stark in Anspruch genommen sind, hat man den Plan der Auflösung des Lagers wieder aufgegeben. Die Reichsfrauenführerin Frau Gertrud Scholz-Klink wurde von Dr. med. Walter, Leiter der Reichsarbeitsgerneinfchaft der Berufe im sozialen und ärztlichen Dienst, zur kommissarischen Reichsfachschaftsleiterin deutscher Schwestern und Pflegerinnen ernannt. reiche Eisenbahnbeamte, die in die Angelegenheit verwickelt waren, wurden ihres Postens enthoben. Carracciola fährt 312 Stundenkilometer. Carracciola hat feine kürzlich abgebrochenen Weltrekordversuche auf der Avus wieder aufgenommen. Dabei konnte er mit seiner Renn- Itmoufine über 5 Kilometer mit fliegendem Start den bisherigen Rekord des Amerikaners Hartz von 234,846 Stundenkilometer auf 311,96 Stundenkilometer verbessern. Für 1 Kilometer brauchte er sogar nur ein Stundenmittel von 315,798 Kilometer bei dieser Fahrt. Dor dieser Rekordfahrt hatte Carracciola einen Versuch über lange Sttecken gemacht. Dabei hatte er vielleicht das größteGlück seines Lebens, denn bei 320 Stundenkilometern platzte ein Reifen, so daß die Gummistücke wild durch die Luft wirbelten. Glücklicherweise war es ein Reifen des rechten Hinterrades. Carracciola konnte den Wagen auf der Strecke halten und nach 2 Kilometern zum Stehen bringen. Bei einem Schaden an den Vorderreifen wäre dieser Zwischenfall wohl kaum so glücklich abgelaufen. Der Rekord von 311,96 Stundenkilometern ist ein internationaler Klassenrekord. Den absoluten Weltrekord über diese Strecke hält immer noch der Engländer Campbell mit 414 Stundenkilometern. Den Rekordversuchen wohnten Obergruppenführer Hühnlein, Reichssportführer von Tschammer und Osten und Oberführer Schreck bei. Diener Lisenbahnräuberbande ausgehoben. Die Wiener Polizei hat eine aefährliche Bande von Eisenbahnräubern gefaßt, die seit dem Jahre 1933 auf der Nordbahnstrecke ihr Unwesen trieb und es hauptsächlich auf von Trieft kommende und nach dort abgehende Güterzüge abgesehen hatte. Der letzte Diebstahl, der dieser Bande gelang, war der Raub von fünf Koffern aus dem Besitz des italienischen Konsuls Sergio (3 r ab enigo, der sich bis vor kurzem in Nantes in Frankreich aufhielt und jetzt das italienische Konsulat in Krakau leitet. In dem Koffer befanden sich kostbare Familiendokumente aus dem Florentinischen Staatsarchiv — die Familie Gradenigo gehörte zu den historischen Patrizier-Dynastien der Stadt —, eine Sammlung von antikem Meißner Porzellan, chinesische Elfenbeinschnitzereien aus dem 15. Jahrhun- bert, Oelgemälde der italienischen Hochrenaissance und aus der Barockepoche. In einer der Diebeshöhlen fand man nur Reste dieser Kostbarkeiten. Die Banditen hatten die Kunstschätze, die nach be- scheibenster Schätzung einen Wert von 100 000 Schilling (etwa 50 000 Mark) haben, an Trödler und Private verkauft. Die chinesischen Elfenbeinwaren erzielten bei diesem „Ausverkauf" Preise von 5 bis 10 Schilling, Gemälde aus der Schule Correggios gingen für 20 bis 25 Schilling weg. Besonders tüchtige Käufer erhielten sie aber auch schon für 10 bis 15 Schilling. Die Führer der Bande waren zwei Arbeitslose aus dem 21. Bezirk Wiens. Etz dürften noch mehrere Diebesverstecke vorhanden sein, die die Polizei bisher nicht auffinden konnte. DädchenhSnbler in polen unschädlich gemacht. Der Warschauer Polizei ist es gelungen, eine gut organisierte große Bande von Mädchenhändlern aufzulösen unb bie Haupttäter zu verhaften. An ber Spitze ber Banbe stand ein gewisser Sternberg zusammen mit einer Frau Fischer. Die weitverzweigte Bande hatte Helfer unb Zutreiber in allen größeren polnischen Stäbten. Die von ber Banbe angeworbenen Mäbchen würben nach süd- amerikanischen Hafenstädten verschleppt. Die Leiter der Mädchenhändlerbande konnten unmittelbar vor Abgang eines neuen Transportes ihrer lebenden Ware verhaftet werden. Ebenso gelang es, eine größere Zahl von Vermittlern und Helfern hinter Schloß unb Riegel zu bringen. Wettervoraussage. Durch einen bei Jslanb liegenden Sturmwirbel werden in rascher Folge kräftig entwickelte Störungen über uns hinweggesteuert. Eine erste Störung brachte uns am Montag verbreitete Regentätigkeit, eine neue wirb am Mittwoch eintreffen. Dazwischen kann mit vorübergehender Besserung gerechnet werden. Aussichten für M i ttw o ch : Nach anfänglicher Aufheiterung unb Nebelbildung neuerliche Verschlechterung mit Regenfällen, zunächst südliche bis östliche Winde, für die Jahreszeit mild. Aussichten für Donnerstag: Veränderlich bewölktes Wetter mit einzelnen Regenfällen. Lufttemperaturen am 10. Dezember: mittags 7,0 Grad Celsius, abends 5,8 Grab: am 11. Dezember: morgens 6,2 Grad. Maximum 7,3 Grad, Minimum 4,9 Grab. — Erbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. Dezember: abenbs 5,7 Grad; am 11. Dezember: morgens 5,5 Grab Celsius. — Nieberfchläge 1,3 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friebrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friebrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch« unb Steinbruderei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr, Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf^ mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. Führertum in der Strafrechtspflege. B e r l i n, 8. Dez. (DNB.) Auf ber 3. Tagung des Strafrechtsausschusses ber Akademie für Deutsches Recht behandelte Staatssekretär Dr. Freister die Frage: „Fühvertum ober Kollegial- prinzip in der Strafred)tspflege". Das Wesen des Führertums besteht in absolut klarer Der- antwortungsumgrenzung unb Derant« wortungszuweisung an eine bestimmte Person. Eines ber wichtigsten Mittel, das demjenigen, dem Verantwortung zugewiesen ist, gegeben werden muß, ist die Beratung. Diese Grundsätze müssen im neuen Strafverfahrensrecht durchgesetzt werben. In unserem heutigen System ber Kollegialgerichts« barfeit ist bie Verantwortungsverteilung verschwommen. Die Stellungnahme des einzelnen mitwirken« ben Richters in ber Beratung ist beshalb durch Strafsicherungen geheimgehalten, weil man aus dem Bekanntwerden ber Stellungnahme jedes einzelnen mitwirkenden Richters keine unangenehmen Folgerungen entstehen lassen wollte. Bei dem bisherigen Kollegialsystem sind bie Mitglieder des Kollegiums in ihrer richterlichen Tätigkeit nicht zu einer organischen Arbeitseinheit verbunden. Die Volksgemein- schast muß einen Anspruch darauf erheben, daß der- jenige, der für dieses Urteil einsteht, bekannt ist. Gegen diesen Grundfatz wird vielfach gesagt, niemand werde bereit sein, als bloß beratender Beisitzer in der Rechtspflege tätig zu sein. Eine reine Beratertätigkeit ist aber nicht etwas Unzulängliches; denn der Berater trägt die Verantwortung für seinen Rat unb der Vorsitzende bie Verantwortung für bie Ablehnung bieses Rates. Man sagt weiterbin: Der Richter wird dann von den Kollegialgericyten weg zum Amtsrichter streben, da er dort bie Entscheidung hat. Das entspricht dem Wesen des Richtertums und kommt zugleich dem Aus aller Well. 16. Kieler Neichstagung des Dolks- bundes deutsche Kriegsgräberfürsorge. Die aus allen Teilen des Reiches stark beschickte 16. Tagung des Volksbunbes deutsche Kriegsgräber- fürforge begann mit einem Empfang im Rathaus. In ber Kunsthalle würbe bann bie große Ausstellung bes Volksbunbes eröffnet. Nach einer stillen Feier am Ehrenmal ber gefallenen Stubentcn ber Universität, an bem ein Kranz niebergelegt würbe, begann ber Führertag in ber Üniversitätsaula. Bunbessührer Dr. Eulen verlas folgenbes mit lebhafter Freube aufgenommenes Telegramm des Führers: „Dem Volksbunb beutfche Kriegergräberfürsorge banke i ch für ben mir erstatteten Bericht über seine bisherige unb feine zukünftige Tätigkeit. Die Arbeit bes Volksbunbes, bie ber Ehrung unserer gefallenen Kameraben bienen unb ihr (Bebenfen burch roürbigen Ausbau unb treue Pflege der deutschen Grabstätten wachhalten soll, habe ich stets mit großem Interesse verfolgt. Ich betrachte es als eine Ehrenpflicht der Reichsregierung, diese Bestrebungen unb bas Wirfen bes Volfsbun- bes tatkräftig zu förbern unb zu unterst ü tz e n. Meiner persönlichen Mithilfe hierbei bür- fen Sie gewiß fein." Der Protektor ber Universität Kiel, Prof. Dr. Dahm, hielt bie Begrüßungsansprache, ber eine Ansprache von Legationsrat R o e b i g e r vom Auswärtigen Amt folgte. Ferner sprachen ber Kommanbant von Kiel, Konterabmiral von Schroeber unb SA.-Gruppenführer Meyer-Quade. Der Geschäftsführer bes Volksbunbes, Margraf, erstattete bann ben Jahresbericht. Trauerfeier für General von Hutter. In ber St. Hebwigskctthebrale in Berlin fanb ein feierliches Requiem für General ber Infanterie a. D. von Hutier statt. Als Vertreter bes Führers unb Reichskanzlers nahm Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg teil. Der Chef ber Heeresleitung, General Freiherr von Fritsch, legte für bie Wehrmacht einen Kranz nieber. An ber Spitze ber zahlreich erschienenen Generäle bes früheren Heeres fah man General- felbmarfchall von Mackenfen. Unter den trauernden Familienmitgliedern bemerkte man den Schwiegersohn des Gestorbenen, den Reichs- verkehrsminister von Eltz-Rübenach. Auch Reichsaußenminister von Neurath war anwesend. Das feierliche Seelenamt zelebrierte der Dompfarrer, Domkapitular Lichtenberg. Der langjährige Freund des Gestorbenen, Jefuitenpater Lehmann, zeichnete ein Lebensbild des Generals als Mensch unb Christ. Reichswehr sowie Knaben unb Mäbchen ber Sportvereinigung des Deutschen Offiziersbundes, den ber Gestorbene neu Bedürfnis der staatlichen Rechtspflege entgegen, die dort am wichtigsten ist, wo es sich um den volksnahesten Richter handelt. Im inneren Arbeitsgang der Urteilsfinbung ist deshalb an die Stelle eines Nebeneinander mehrerer die organische Arbeitseinheit derart zu setzen, daß jedem Mitglied dieser organischen Arbeitseinheit eine Verantwortung für alles eigene Verhalten gegeben wirb, bem ersten unb zweiten für bie Beratung, bem dritten für bie Ent- scheibung. Wenn sich babei herausstellt, baß z. B. nur ber Vorsitzende ber Ansicht ist, baß jemanb dieses ober jenes Verbrechen begangen bat, bie an« bereu Richter aber entgegengesetzter Ansicht finb, bann muß bieses Verfahren vor einem anbe- reu Vorsitzenden mit anderen Beisitzern noch einmal aufgerollt werden. Der Vorsitzende ist in einem solchen Falle verhindert, das Urteil zu fällen, weil er nicht mindestens einen der Beisitzer von seiner Stellungnahme zu der Frage, ob Verurteilung oder Freispruch ver- hngt werden soll, hat wegbrmgen können. In dem Hauptverfahren selbst muß der Grundsatz bes Führertums vollkommen durchgeführt werden, sowohl gegenüber der Staatsanwaltschaft und dem Verteidiger wie dem Angeklagten, Zeugen, Sachverständigen und dem Publikum gegenüber. Außerdem ist der Grundsatz des Führertums im Vorverfahren durchzuführen. Genau so, wie der Richter Herr des Hauptverfahrens ist, muß der Staatsanwalt Herr des Vorverfahrens fein. Festlegung des Ergebnisses der Voruntersuchung, Entschluß darüber, ob Anklage erhoben werden soll ober nicht, — das alles sind Dinge, die bem Staatsanwalt als Herrn des Vorverfahrens gegeben werden sollen. aufgebaut hat, bildeten Spalier. Nach dem Gottesdienst wurde der Sarg auf eine Lafette gehoben. Das Wachregiment begleitete ihn mit Musik zum Anhalter Bahnhof. Die Beisetzung findet in D a r m» ft a b t statt, wo bereits feine Gattin ihre letzte Ruhestätte gefunben hat. „haus ber Deutschen Slenographenschaft" in Bayreuth. Wie die „Bayerische Ostmark" erfährt, wird der Plan, neben bem „Haus der deutschen Erziehung" in Bayreuth auch ein „Haus ber beutschen Stenographenschaft" zu errichten, Wirklichkeit. Die Kosten für ben Bau werden auf 300 000 Mark geschätzt, der Bauplatz liegt gegenüber bem „Haus der deutschen Erziehung". Die Arbeit wird im Frühjahr 1935 ausgenommen werden. Im Herbst des gleichen Jahres soll das Haus bereits fertiggestellt fein. Der Kommunist Heinz Neumann in ber Schweiz verhaftet. Die Züricher Staatspolizei verhaftete den früheren deutschen kommunistischen Reichstagsabgeordneten Heinz Neumann, der sich seit längerer Zeit unter dem Namen Bieler mit einem falschen Paß in Zürich aufhielt. Er wird von den deutschen Behörden des Mordes beschuldigt und st eckbrieflich verfolgt. Das Ju- stiz- unb Polizeibepartement in Bern hat über ein mögliches Auslieferungsbegehren Deutschlands zu entscheiden. Neue große Schiebungen in der Sowjetunion. — Drei Todesurteile. In Stalingrad sind neuerdings r i e s i g e S ch i e-^ b u n g e n aufgedeckt ^worden. Eine Gruppe ehe-' mgliger zaristischer Offiziere unb Kaufleute, an bereu Spitze ein Fürst Magisar iani staub, hat es fertiggebracht, burch Bestechung von Eisenbahu- beamten 24 Traktoren, fünf Waggons Holz unb einen Waggon Eisen nach verschiebeueu Städten Südrußlauds zu verschieben. Die Schiebungen wurden mit Hilfe von gefälschten Frachtbrie- f e n unb Begleitpapieren burchgeführt, bei bereu Ausstellung bie bestochenen Eiseubahubeamteu mitwirkten. Außerbem gelang es ber Baude, sich in ben Besitz von weiteren 380 Waggons zu bringen, bie Holz, Kraftwagenersatzteile, sowie taujenb Kisten Nägel enthielten. Gefälschte Frachtbriefe und Begleitpapiere für 500 Waggons konnten bei ben Tätern sichergestellt werben. Insgesamt würben 43 Personen verhaftet unb sofort vor Gericht gestellt. Dieses verurteilte ben Fürsten Magisariaui, ben ehemaligen Hauptmann Assaziani unb ben früheren Großkaufmcmu Schurlow zum Tobe durch Erschießen. 17 Angeklagten erhielten 10 Jahre Gefängnis, die anderen wurden zu Freiheitsstrafen von verschiedener Höhe verurteilt. Zahl- Hehört Mühlen Franck auch zum Malzkaffes Natürlich — genau so, wie zum Sohnenkassee. Durch öen guten Kaffee-Zusatz Mühlen Franck Lroird auch bet Malzkassee ein voller, kräftiger Geschmack, ein herzhaftes, wundervolles flroma und eine prächtige Zarbe erzielt. Mo auch zu Malzkaffee immer Mühlen Franck! ^ Alsfeld, 10. Dez. Eine unliebsame Ueber- raschung gab es am Samstag für die Bewohner der höher gelegenen Stadtteile, als die Wasser-Zufuhr aus der Hochdruckleitung a u f h ö r t e. Die Ursache war ein Bruch der Hauptrohrleitung in der Adolf-Hitler-Straße. Nach mehrfachen Versuchen gelang es, die Bruchstelle ausfindig zu machen, die in ununterbrochener Nachtarbeit beseitigt wurde, so daß bereits in den Abendstunden des Sonntags die Wasserversorgung der Stadt wieder gesichert war. Die Arbeiten wurden dadurch erschwert, daß die Bruchstelle unter der im vergangenen Sommer hergestellten Teerdecke der Straße lag. Ein wohlhabender „armer Wanderer" < Breungeshain (Kreis Schotten), 10. Dez. Vor einigen Tagen übernachtete ein Handwerksbursche, ein wandernder Ausländer, in einem Stalle in Breungeshain, wobei er durch eigene Unvorsichtigkeit beim Einreiben seiner Beine mit Spiritus gegen Rheumatismus einen Brand verursachte und dabei sehr schwere Verbrennungen erlitt. Der Verunglückte wurde dem Krankenhaus in Schotten zugeführt, wo er an seinen schweren Wunden g e - storben ist. Wie sich nunmehr herausstellte, zog dieser Wanderer, der in seiner ungarischen Heimat Familie hinterläßt, schon jahrzehntelang umher. Wie sich weiter herausstellte, hatte er sich schon vor dem Kriege eine schöne Summe Geldes auf einer Sparkasse gespart, der Sparbetrag wurde aufgewertet und dazu hat sich der Verunglückte im Laufe der Jahre nach der Inflation einen weiteren großen Betrag angesammelt. Landkreis Gießen. £ 2B i e f e cf, 9. Dez. Gestern abend fand im Saale von Philipp Walter die Herbstgeneralver- sammlung der Spar- und Darlehnskasse W i e s e ck statt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Schroinermeister Gustav Seibert, eröffnete die Generalversammlung und gedachte der verstorbenen Mitglieder, zu deren Gedenken sich die Besucher von den Plätzen erhoben. Direktor Werner erstattete den Geschäftsbericht, der einen Aufstieg der Kasse aufweist, beträgt doch der Umsatz in den elf Monaten 1934 1 616 700 RM. gegenüber 1 223 400 RM. in 1933 und 832 300 RM. in 1932. Der Gesamtkaffenumsatz in elf Monaten 1934 beträgt 487 800 gegenüber 257 700 RM. in 1933 und 184 300 RM. in 1932. Die Abhebungen der Spareinlagen betragen nicht mehr die Hälfte gegenüber 1932, dagegen find die Einlagen an Spareinlagen um fast 3000 RM. gegenüber 1933 gestiegen. Eine besonders erfreuliche Entwicklung ist bei der Schulfparkaffe zu verzeichnen, rouroen doch von den Kindern in elf Monaten 1880 RM. eingezahlt. Die Ersatzwahl des Vorstandes ergab die Wiederwahl von Heinrich Rodenhausen VI., während in den Aufsichtsrat Heinrich Werner III. und Ernst Bierau wiedergewählt wurden. In der Aussprache wurde noch manche Anregung zur weiteren Belebung der Kasse gemacht. Wenn auch die K^'e schwere Zeiten hinter sich habe, so gehe es doch i wieder aufwärts zum Nutzen der Heimatgemeinde. Z Alten-Bufeck, 10. Dez. Beim Fußballspiel auf dem hiesigen Sportplatz erlitt ein Mitspieler aus Treis eine schwere Verletzung am Fußgelenk. Der junge Mann wurde durch Ortsgruppenleiter Freund mittels Auto in die Chirurgische Klinik zu Gießen verbracht. Der Verunglückte erlitt vor einiger Zeit schon einmal einen Beinbruch beim Fußballspiel. 5 Steinbach, 9. Dez. Arn letzten Donnerstag wurde hier die 18jährige Tochter Lina des stellvertretenden Ortsgruppenleiters Heinrich Ludw. Gerhard zu Grabe gebracht. Das tragische Schicksal der Toten, die innerhalb weniger Tage einer beim= tückischen Krankheit erlag, da alle ärztliche Kunst versagte, fand die Anteilnahme der ganzen Gemeinde. Davon zeugte dre Beteiligung bei der Trauerfeier. Nicht nur PO., SA., NS.-Frauenschaft und BdM., dessen Mitglied die Verstorbene gewesen war, sondern auch eine sehr zahlreiche Trauergemeinde der Toten die letzte Ehre. Der Evangelische Frauenchor unter Leitung seines Dirigenten Kapellmeister Scheufele (Steinbach) sang am Grabe „Es ist bestimmt in Gottes Rat" und nach der Grabrede „Wie sie so sanft ruhn". Vfarrer D ö l l sprach im Anschluß an Iesuwort an Martha und Maria über die harmonische Vereinigung von Marthaeifer und Mariensinn im Charakter der Verschiedenen und zeigte den Trost im Ausklang des Herrenwortes vom guten Teil, das nicht von ihr genommen ist. In den Nachrufen bei der Niederlegung der Kränze durch BdM., HI., PO. und dem Vertreter der Firma, bei der die Tote gearbeitet hatte, zeigte sich deren Beliebtheit und die Teilnahme für die schwer geprüfte Familie. V Watzenborn-Steinberg, 8. Dez. Heute konnte Konrad Röhmig bei bester Gesundheit [einen 7 5. Geburtstag feiern. — Der G e - jangverein „Eintracht", gegründet 1869, hielt am Samstagabend im Dereinslokal „Zum grünen Baum" seine diesjährige Hauptöersammlung. Nach einer Begrüßungsansprache des 1. Vorsitzenden Karl Ruckelshausen gab dieser den Geschäftsbericht über das abgelaufene Dereinsjahr bekannt. Sodann erstattete Georg K o l m e r Bericht über die Rechnungsablage. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Heinrich Sarnes, Karl Sarnes, Otto Jung I., außerdem wurde dem Karl Sarnes die Sängernadel für 25jährige aktive Sängertätigkeit verliehen. Der Verein, der bereits zehn Jahre unter der Stabführung des Chorleiters Georg Harnisch (Steinberg) steht, hat sich während dieser Zeit eine gute Stellung in der Gesangskunst erobern können. An den geschäftlichen Teil schloß sich ein gemütliches Beisammensein mit Familie an. * Lang-Göns, 10. Dez. Bei der Sammlung am Tage der Nationalen Solidarität ergab sich hier ein Gesamtbetrag von 423,97 Mk., einschließlich 23,60 Mark aus der Zelle Ober-Hör-gern und 182,50 Mark aus der Zelle Holzheim. > Holzheim, 10. Dez. Hier wurden am Tage der Nationalen Solidarität insgesamt 182,50 Mark gesammelt. Aus dem Verkauf der Dezemberplaketten kamen 29,40 Mark zusammen. Allendors a. d. L d a., 10. Dez. Bei der Viehzählung am 5. Dezember waren in unserer Stadt vorhanden: 38 Pferde und ein Fohlen; 578 Stück Rindvieh, darunter vier Zuchtbullen, 260 Schafe einschließlich vier Schafböcke, 637 Schweine, darunter zwei Zuchteber und 18 Zuchtsauen, 123 Ziegen und Ziegenlämmer einschließlich zwei Ziegenböcke, 108 Kaninchen, 337 Gänse, 15 Enten, 2640 Hühner und Hähne, 18 Bienenstöcke. Nicht beschaute Hausschlachtungen hatten in der Zeit vom 1. September bis 30. November d. I. 54 stattgefunden. Die Geburtenzahl der Kälber betrug: im September 16, im Oktober 13 und im November 17 Stück. + Grünberg, 10. Dez. In unserer Stadt erbrachte die Sammlung am Tage der Nationalen Solidarität einen Ertrag von 393,33 Mark. H u n q e n, 10. Dez. Die am 5. Dezember durchgeführte Viehzählung hatte hier folgendes Ergebnis: 114 Pferde, 410 Stück Rindvieh, 282 Schafe, 593 Schweine, 47 Ziegen, 499 Kaninchen, 2425 Stück Federvieh, 111 Bienenstöcke. Preußen. kreis Dehlar. (D Odenhaufen, 10. Dez. Zu einem Werbe- abend hatte der hiesige Turn - und Gesangverein am zweiten Advent eingeladen. Nach einer Ansprache des Gauturnwartes Dr. Römer- Großen-Linden, der auf die Notwendigkeit des Turnfportes in der heutigen Zeit hinwies, wech- selten turnerische Vorführungen der Knaben- und Mädchenriege in bunter Reihenfolge ab. Es wurden besonders im Geräteturnen hochwertige turnerische Leistungen geboten, wie sie wohl bei uns noch nicht gesehen worden sind. Die hohe Entwicklung, die unser Turnverein genommen hat, ist in erster Linie dem Turnwart Fritz Färber zu danken, der auch an diesem Abend wieder sein großes Können zeigte. Der hiesige Gesangverein verschönte die Feier durch einige gut oorgetragene Lieder. Die Musikkapelle Lollar spielte flotte Marschmusik. Büchertisch. — Dtfrib v. Hanstein: Heldengeist. Generalleutnant Karl v. Francois, Rebell für Ehre und Deutschland. Roman. Leipzig 1934, Goten-Der- lag Herbert Eisentraut. Ganzleinen 3,95 Mark, geheftet 2,95 Mark. — (547) — Hermann v. Francois, der verstorbene, aus der Zeit des Weltkrieges rühmlichst bekannte General der Infanterie, ist der Sohn des Generals Bruno v. Francois, der in der Schlacht an den Spicherer Höhen fiel, und der Enkssi jenes v. Francois, des „Rebellen für Ehre uni* Deutschland" in dieser Erzählung aus der Zeit Utw 1813. Zahlreiche Leser des Gießener Anzeigers, dis das Erscheinen des fesselnden historischen Roman, seinerzeit in unserer Illustrierten mit Spannun, verfolgt haben, werden die Herausgabe einer wohl, feilen Bücherausgabe sicher begrüßen. — „Ihr Kinderlein kommet". Advent im Kinderkreife in Feierstunden und Alltagstun. Don Marie C o p p i u s. Mit 12 Abb. 1,60 Mark. Derlao von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin, 1934. (592.) — Aus einer Fülle von Erfahrungen werden reiche Anregungen gegeben, wie im Kindergarten und im häuslichen Kreis durch Erzählung, Lied Spiel, Beschäftigung den Kindern ein rechter Äh.' vent geschaffen werden kann. Einige echt kindcr- tümliche Aufführungen, „Grüße zum Advent" „St. Nicolaus" und ein schönes „Krippenspiel in bei Kirche" werden vielen Lesern willkommene Anregungen geben. — Almanach auf das Jahr 1935. L. Staackmann Verlag in Leipzig. — (400) — Der hübsch gedruckte und ausgestattete kleine Almanach will eine Uebersicht über die Jahresarbeit b« Staackmann-Verlages geben; das Ziel dieser Arbtz ist, wie das Vorwort betont, das volkhafte dichterische Buch. So werden hier — nebst einem Kalendarium und dem üblichen Katalog der Neuerschei. nungen — Auszüge und Leseproben aus den jung, sten Büchern des Verlags vermittelt. Wir lesen da z. B. Gedichte von Johannes Linke, Hans Watzlik, Alfred Huggenberger und Franz Karl Ginzkey' Prosa von Max Mell, Friedrich Winterholler^ Friedrich von Gagern, Guido Zernatto, Walter Erich Schäfer, Heinrich Zillich, Rudolf H. Bartsch, Müller-Partenkirchen und Otto Ernst: mit diesen Namen sind wohl Richtung und Spannweite der Verlagsarbeit am besten gekennzeichnet. Eine Reihe von Bildern gibt dem Bändchen lebendigen Schmuck. — Das Erbe der Frickes. Neue Folge des Romans „Die Frickes". Roman von Hans Hermann Wilhelm. 505 Seiten. Broschiert 5 Mark, Seinen 6,80 Mark. Brunnen-Verlag, Willi Bischoff, GmbH., Berlin SW 68. — (477) — Wilhelm kennt die Leute vom Lande; er stellt die Frickes realistisch vor uns hin, die feinen und die groben aus der Heide, die Spökenkieker und die Leichtlebigen, die Kämpfer gegen den Händler, gegen den Knecht, gegen bas Finanzamt, die bodenständigen und die verstädterten. Hier ist nichts versüßlicht und verniedlicht! Von Blut und Scholle und ähnlichen vielgehörten Worten um fcrer Zeit macht Wilhelm kaum Gebrauch, weil er durch die Handlung selbst spricht. — Rex. Eine lustige Biographie des Soldaten, königs von Peter Purzelbaum. Mit 16 Bildern. Broschiert 3 Mark., Seinen 4,80 Mail Brunnen-Verlag, Willi Bischoff G. m. b. H., Berlin SW 68. — (479) — Peter Purzelbaum — bas ist der unfern Lesern aus allerlei Beiträgen 'm Feuilleton nicht unbekannte Deckname für einen früheren aktiven Hauptmann der Gardefüsiliere - schreibt die Geschichte Friedrich Wilhelms I. aus seine Weise: mit Kurzgeschichten, mit beglaubigten historischen Anekdoten. Es ist nicht der Rex allein, der aus diesen Blättern vor uns ersteht, sondern auch feine ganze Umgebung, seine Offiziere, seine Beamte, feine Bauern, ja auch die fremden Potentaten. — Darf ich mir erlauben ? Das Buch der guten Lebensart. Von Hans Marti n. Mit vielen Bildern und praktischen Beispielen. Kart. 2 RM. Süddeutsches Verlagshaus G. m. b. Sj.t Stuttgart-!^. — (534) — Dieser gesellschaftliche Ratgeber zeigt, was sich schickt und was sich nicht schickt. Taktgefühl und gute Umgangsformen find für den Lebenserfolg unerläßlich; auf die Gesinnung kämmt es an, sie bestimmt Inhalt und Form des Benehmens. Nur fo erhalten die vielen Regeln und Hinweise, die dies Buch für den Umgang der Menschen untereinander gibt, eine Gültigkeit, die es jedem einzelnen leicht macht, sich selbst zu behaupten, ohne den anderen zu verletzen. Kochen Sie MAGGI5 Suppen Sie sparen Arbeit, Zeit und Geld Reiche Sortenauswahl — Kennzeichen: Der Name MAG-Gl und die gelb-rote Packung ‘Zwei volkstümliche, preiswerte ^ogel Bestimmung sBücfier ! Hugo Berniühler Verlag » Berlin-Lichterfelde 3 Pfund Kaffee! frisch gebrannt. Unsere beliebte Auswahl. 4 Sorten 6768 d nur Iflk. 5.98 frei Haus Nachn. Garant. Rückn. Preisliste. Kaffee-Volkmann Bremen-D 1 — Postfach 795 Verkäufe | lutö-Battmen wenig gebraucht bill. abzug. ossso E. Altstoff Horst-Wessel- Wall 31. Im Auftrage des Herrn Konkursverwalters versteigere ich im Löwen, Neuenweg 28, Mittwoch, 12. Dezember, nachm. ab 2 Uhr: 2 Einspänner-Kastenwag., einen Wendepflug, 1 Egge, 1 Schreibmaschine. Ferner freiwillig: 1 Schlafzimmer (Eiche), 2 Büfetts (Nußbaum und Eiche), drei Sofas, 1 Schreibtisch, 4 Waschtische, 1 Bücherschrank, 1 Kassenschrank , Kleiderschränke, ein Kinderbett (Eisen), 4 Fahrräder, 2 Gasbacköfen, ITrumeausvieg., 3 Wandspiegel, 2 Grammophone 1 Friseurtoilette, 1 Gasbadeofen, 1 Wäschemangel, 4 Polster- und 1 Schreibtischsessel, 1 Rauchtisch, Bilder und versch. andere. Versteigerung bestimmt. 728oA L. Hartmetz, Aktionaut.u.Tarator, Neuenw.28. Ein gut gemäst. Schwein, f. (728iD WsWW geeignet, ca 2,25 Ztr. Schlachtgewicht, zu verk. Wo, sagt die Ge- schäftsst. d. G. A. Oie heimischen Singvögel fierausgegeben von der Staatlichen Stelle für Naturdenlnnalpflege in Preußen Mit 14 farbigen Tafeln. 60 Abbildungen auf fiunflbrudttafela, 5 Karten und 11 Abbildungen im Text. Preis gebunden Reichsmark 4,80. Der Text enthält kurz und übersichtlich Vorkommen. Kennzeichen, (Bröfee, Stimme, Nest und Ntstplah, (Eier, ferner Angaben ob Standvogel ober nicht und inwieweit geschützt. Die Tafeln bringen naturgetreue farbige Abbildungen der Vögel selbst, sowie photographische Aufnahmen von besonders charakteristischen Nestern u. (Belegen. Die heimischen Raubvögel Don Dr. Martin Löpelmann. fierausgegeben von der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen. Mit. 9 farbigen und 16 Schwarztafeln, 9 Flug- tafeln und 26 Abbildungen im Text. Preis gebunden Reichsmark 4,—. Sf ®CrMer osbt ein umfassendes Lebensbild aller in Deutschland heimischen Arten, schildert ihre Bedeutung im Haushalt der Natur, Körperbau, Gefieder Lebensweise, ihre geistige Verfassung und vor allem den Flug. (Eine Bestimmungs- tabelle fürJRaubDogelfäitge und Abbildungen von Federn bringen eine will- kommene (Ergänzung des Textes. Zu beziehen durch jede Buchhandlung! re 1933 noch erheblich abnahm. Im letzten Jahre den in Hessen von 100 Lebendgeborenen im cchschnitt nur 5,5 Kinder im ersten Lebensjahr, । auch in den vier vorhergehenden Jahren war Durchschnittssatz nicht bedeutend höher. 1929 rüg er 6,7, 1930 und 1931 5,9, 1932 5,6 und 3 5,5, womit Hessen nach Hessen-Nassau den ntniedrigsten Platz in der Säuglingssterblichkett Deutschland innehat. in Hessen-Nassau liegen die Verhältnisse iz ähnlich. Auch hier war schon 1913 mit 9 o. H. ? außerordentlich geringe Säuglingssterblichkeit richt worden; bis 1933 ist ein Rückgang bis auf v. SS. festzustellen, und mit dieser Zahl hat Hes- Nassau die geringste Säuglingssterblichkeit in 3 Deutschland. 1929 betrug der Vomhundertsatz 1930 und 1931 5,5, 1932 5 und 1933 5,3. azösische Schiffer drangen zu ihren Brutplätzen , trieben die hilflosen Vögel über Planken in Boote, „so viel diese aufnehmen konnten", ten sie und salzten sie als Dauernahrung ein. ■ Fang der Vögel war verhältnismäßig leicht, n sie hatten ihre Flugfähigkeit völlig eingebützt. sie an niedrigen geschützten Küsten brüteten, so nten sie das Land erreichen, ohne ihre Schwingebrauchen zu müssen, und so verkümmerten e allmählich. Alle Beobachter erwähnen, daß sie 5 mit hocherhobenem Kopf, aber eingezogenem fen schwammen und sofort untertauchten, wenn Gefahr witterten. Sie gingen oder liefen mit nen kurzen Schritten aufrecht einher wie ein nsch und stürzten sich aus vier bis fünf Metern se in das Meer, wenn sie verfolgt wurden, mals hat man bemerkt, daß sie ihre Eier Der» igten; bei Angriffen suchten sie sich, freilich ziemlich «lglos, durch Beißen zu wehren. Als die Zahl der senalke immer mehr zusammenschmolz, wurde Jagd auf sie unvorteilhaft. Aber nun erstanden rn neue Feinde in Sammlern, die ihre Bälge । Eier für Museen erbeuteten. Dadurch wurde Ausrottung vollendet. Von der großen Zahl gesammelten Eier hat sich nur ein kleiner Teil naturgeschichtliche Kostbarkeit erhalten. Hochschulnachrichten. Professor Dr. Eduard Bötticher, der bis vor ;em an der Universität Gießen wirkte und n als Ordinarius für Bürgerliches Recht, Zivil» zeß und Wirtschaftsrecht an die Universität i d e l b e r g berufen wurde, ist jetzt dort zum an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ernt worden; Professor Bötticher bleibt aber Mit- d der Juristischen Fakultät. Professor Dr. Hans von Heutig, Ordinarius Strafrecht an der Universität Kiel, hat einen : an die Universität Bonn erhalten. »rofeffor Dr. Kurt Pohlisch, Extraordinarius Psychiatrie an der Universität Berlin, ist zum mtlichen Professor für Psychiatrie an der Uni- ität Bonn ernannt worden. 'er ao. Professor Dr. Walter von Brunn der Universität R o st o ck ist zum ordentlichen fessor der Geschichte der Medizin an der Univer- Leipzig ernannt worden. irofessor Dr. Ernst E n g e l k i n g , Ordinarius Augenheilkunde an der Universität Köln, bat n Ruf an die Universität Heidelberg er« en. -er entpflichtete Professor Dr. Gottfried Hügel- n n von der Universität W-i e n hat einen Ruf Ordinarius für Deutsches Recht an der Univer- Freiburg i. B. erhalten. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Nr. 289 Zweiter Blatt DasRchtseil am„Saus der Deutschen Erziehung // Amtsverkündigungsblatt W die provinzialdirektion Oberheffen und für das Kreisamt Gießen 11. Dezember 1934 Nur durch die Post zu beziehen. Erscheint Dienstag und Freitag. «stltsübersicht: Straßensperre. — Verkaufszeiten an den Sonntagen vor Weihnachten. — Die Aufstellung der Voranschläge der evang. Kirchengemeinden. — Dienstnachrichten. Seelenqualen auf der Teufelsinsel. Der Begnadigte kam auf die Teufelsinsel. Er führte sich gut. Aber er wurde dennoch zermürbt durch die klimattschen Bedingungen und durch die Gewissensqual, die auf ihm lastete — nicht wegen der Schuld, die gar nicht seine war, sondern weil er sich um seine Frau grämte. Einmal schrieb er nach Hause an seine Frau, weshalb denn auch sie schweige? Denn sie wisse doch, was wirklich geschehen wäre. Sie verstand den Brief nicht und antwortete deshalb auch nicht darauf. Für die Behörden gab es keinen Fall Fournier mehr. In Men Nächten trug sich Fournier wohl mit dem Gedanken, Den Gerichtsbehörden zu melden, daß er es gar nicht war — damals. Aber würde man ihm denn heute noch Glauben schenken? Waren nicht auch die Indizien gegen ihn gewesen? „Ich war's damals - in jener Nacht. " Es gab feinen Fall Fournier, bis ein Gerichts- beamter eines Morgens zu dem an Krebs sterbenden Man hat Raould Fournier sogleich freigelassen. Er wird in den nächsten Wochen nach Europa, nach Nemours, in sein Haus zurückkehren. Gerechtfertigt, ein Held seiner Liebe und seiner Schweigsamkeit — aber nach 20 Jahren Guyana ein gebrochener Mann ... Ob die Frau, für die er das alles tat, es ihm jetzt lohnen wird? — Ob ihr Herz es noch vermag? — Denn sie glaubte ja selbst an die Schuld Raouls, die er auf sich nahm, weil-er meinte, es fei die ihre Bekanntmachung. Wegen Ausführung von Gleisumbauarbeiten werden die Provin- zialftrahen Gießen—Reiskirchen, Bahnübergang km 4,44, vom 17. bis 22. Dezember 1934, und Gießen—Rödgen, Bahnübergang km 5,49, vom 27. bis 31. Dezember 1934, für jeglichen Verkehr gesperrt. Umleitung erfolgt für Gießen—Reiskirchen über Rödgen—Großen- Bufeck und für Gießen—Rödgen über Wieseck—Trohe. Die aufgestellten Warnungstafeln sind zu beachten. Gießen, den 11. Dezember 1934. Hess. Provinzialdirektion Oberhessen. bin ...IM Ms Martis wn A/'Men. d qshaus 'yeMSMA: roas \\6) nii:" formen N fable Gesinms kc inb Form de- $ leien Regeln d Umgang der fc iltigkeit, die es ■ bst zu behaupt Ein Held seiner Liebe. Er schwieg 20 Zahre lang auf der Teufelsinsel. — Spätes Geständnis auf dem Totenbett. Abel Grivaud gerufen wurde. Er hatte dem Priester ein Geständnis abgelegt, und dieser hatte ihn ersucht, auch den Gerichten die gleichen Bekundungen zu machen. Und dieser Abel Grivaud behauptete, daß er vor 20Jahren in jener Nacht den RobertGaußen erschossen habe. Er sei in Frau Fournier verliebt gewesen und habe Robert Gaußen für seinen Nebenbuhler gehalten. An diesem Abend — er wußte von der Reise des Gatten— wollte er die Frau besuchen, — und belauschte statt dessen eine Unterhaltung mit dem Nebenbuhler am Kamin. Er lief rasend vor Wut nach Hause. Er kehrte mit der Waffe zurück. Er schoß — und traf durch das offene Fenster auf den ersten Schuß. Die Waffe warf er ins Zimmer und lief davon ... hl für 1 «AM "8 «SVvJ I ■Sw ’feß'N lnb M.' b. ? 'm fiA- r..°K „Einigt A« u s ■ s-ch Mab'"' S1* »Ate Sinh; 30 Jernatto t,®'* mitt Und ^'chnet. ®ine, n lebendigen^ fes- Neue n.Mhnns^ Kett 5 Mark L Mi Bischofs, g. lhelm kennt biet tes realistisch Ci. AQU5 der M Obigen, die fii- en Unecht, gy- n und die Derftöbu verniedlicht! gehörten ©ortr M Gebrauch,« sraphie des Sch zelbauin. L , Leinen 4,801 urzelbaum - derlei Beitrag. Deckname für r der GardeMi sich Wilhe/w I. c iten, mit chdckD nicht teM, ' uns M fonbexn sck Miere, ch bi; fremden W (Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Paris, im Dezember. Wie die Justizbehörden nach Guyana und an die Polizeiverwaltung in Nemours mit- gstsilt haben, hat sich die völlige Unschuld des dar 20 Jahren zum Tode verurteilten, später begnadigten Raoul Fournier durch ein Totenbett-Geständnis ergeben. Hinter diesem Geständnis steht eine tragische Liebesaffäre. Ein anonymer Brief. Nachdem Raoul Fournier sechs Jahre mit seiner sehr reizvollen Gattin verheiratet war, steckte man ihm eines Abends, als er von einer Geschäftsreise kam, im Gedränge einen anonymenBrief rgu. Seine Gattin betrüge ihn. Alle Welt wisse 25. Nur er merke es offenbar nicht. Fournier zerriß lOen Zettel und glaubte nicht daran. Aber da waren verschiedene Kleinigkeiten, die den einmal gesäten Werdacht immer wieder aufsteigen ließen. Dieser Robert Gaußen,' der bei ihm angestellt war, machte der Frau mehr den Hof, als es sonst bei tönern Angestellten und der Gattin des Chefs lüblid) ist. Raould Fournier wollte seine Frau auf die Probe stellen. Er schützte eine längere Reise oor und kehrte an der nächsten Station um. So bäm er kurz vor Mitternacht nach Hause. Dort bot sich ihm ein furchtbares Bild. Im Wohnzimmer, vor dem Kamin, saß Robert Gaußen o t in einem Lehnstuhl. Vor ihm kniete — von imsterischem Schluchzen geschüttelt — seine Gattin. Was war geschehen? Es war jetzt keine Zeit, über Antreue zu sprechen. Frau Fournier gestand, man Bekanntmachung. Betr.: Verkaufszeiten an den Sonntagen vor Weihnachten. In teilweiser Abänderung unserer Bekanntmachung vom 30. November 1934 im Amtsverkündigungsblatt Nr. 62 wird auf Antrag die Verkaufszeit an den Sonntagen, 16. und 23. Dezember, in der Stadt Gießen auf die Stunden von 1 bis 6 Uhr nachmittags festgesetzt. Gießen, den 12. Dezember 1934. Kreisamt Gießen. I. V.: Weber. Betr.: Die Aufstellung der Voranschläge der evang. Kirchengemeinden für das Rechnungsjahr 1935. An die evangelischen Kirchenvorstände des Kreises. Wir beauftragen Sie, sofern noch nicht geschehen und sofern eine Voranschlagsaufstellung für das fragliche Rechnungsjahr in Frage kommt, die Voranschlagsarbeiten sofort in Angriff zu nehmen und so zu fördern, daß die Einsendung der Voranschläge bis 15. Januar 1935 an uns erfolgen kann. Es ist der größte Wert auf die Einhaltung des Termins zu legen. Gießen, den 8. Dezember 1934. Kreisamt Gießen. I. V.: Dr. Krüger. Dieustnachrichten des Kreisamts. Abteilung Ib (Innere Verwaltung). Der Stadtgemeinde Stuttgart — Städt. Marktamt Stuttgart — wurde die Erlaubnis erteilt, 6000 Losbriefe und 6000 Lose zu je 0,50 Mark der Geldlotterie zur Hebung der Pferdezucht und zugunsten der Pferdemärkte in Württemberg in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 1935 im Volksstaat Hessen zu vertreiben. Albrecht Schuhmacher in Burkhardsfelden wurde zum Beigeordneten der Gemeinde Burkhardsfelden bestellt und verpflichtet. poctuno na«« [3. Dezember: w Oberheffen. „Kraft durch Freude" in Lang-Söns. in. Lang-Göns, 9. Dez. Von der Ortsgruppe Lang-Göns der N S.- G e m e i n s ch a f t „Kraft durch Freude" wurde am gestrigen Tage ein Bunter Abend in der hiesigen Turnhalle veranstaltet. Der Besuch war sehr gut, auch von auswärts waren zahlreiche Gäste erschienen. Den Hauptanteil der Darbietungen bestritten, neben den Musikstücken der Kapelle Müller von hier, Mitglieder des Stadttheaters Giehen. Nach einem Eröffnungsmarsch und einigen herzlichen Begrüßungsworten durch den Ortswart Hch. Faber, führte sich der Ansager des Abends, Paul Nieren, selbst ein. Er brachte das so humorvoll und fein heraus, daß die Verbindung zwischen Zuhörern und Darstellern im Augenblick geschaffen war. Immer neue Lachsalven folgten seinen Ausführungen. In gutem Tempo sagte er an, in witziger Weise verflocht er einzelne Adekdoten in seinen Vortrag und sorgte für beständige Abwechslung. Sehr großen Eindruck machten auch die vaterländischen Gedichte von Heinrich Anacker, die Gert Geiger vortrug. Ebenso lösten die Geschichten um Friedrich den Großen, die Karl V o l ck zum Besten gab, lebhaften Beifall aus. Mit zum schönsten — und für viele der Anwesenden ganz neu — gehörten die Tanzvorführungen von Hilde Plank. Sie tanzte einen Straußwalzer und später eine Humoreske. Beide Tänze mußte die Künstlerin wiederholen, so sehr hatten sie gefallen. In der Pause, die Paul Nieren in der gewohnten lustigen Weise ansagte, dabei aber auch nicht vergaß, an den Tag der deutschen Soli- d a r i t ä t zu erinnern („einer für alle, und alle für einen!") wurde noch einmal für das Winterhilfswerk gesammelt. Es ging eine ganz schöne Summe ein. Auch Bürgermeister Wenzel wies auf die Bedeutung des Tages hin und forderte zu reichen Spenden auf. Im zweiten Teil des Abends folgten noch einige lustige Plaudereien und ein Vortrag in Frankfurter Mundart von Karl V o l ck. Den Schluß bildete eine tolle Szene, die sich „Rundfunk in Lang-Göv benannte und ungeheuren Erfolg hatte. Diesn wirkten die Herren Geiger, Nieren und Dolck < jammen als Ansager, Künstler und Nothelfer. Wi selten hat die Lang-Gönser Turnhalle so vergnüg! Lachen gehört, wie an diesem Abend. Der Or wart Faber schloß den Bunten Abend gea 11 Uhr mit Dankesworten an die Künstler ü einem begeistert aufgenommenen Sieg-Heil auf d Führer und Reichskanzler. Wir wollen hoffen, daß es nicht der letzte Abe war, an dem uns die Gießener Künstler besucht und so viel Freude und Abwechslung in unser still Dorf brachten! Wasfernot in Alsfeld. > Alsfeld, 10. Dez. Eine unliebsame Ueb raschung gab es am Samstag für die Bewohner 1 höher gelegenen Stadtteile, als die Wasser-Z fuhr aus der Hochdruckleitung a u f h ö r t e. 5 Ursache war ein Bruch der Hauptrohrle t u n g in der Adolf-Hitler-Straße. Nach mehrfack Versuchen gelang es, die Bruchstelle ausfindig machen, die in ununterbrochener Nachtarbeit beseit wurde, so daß bereits in den Abendstunden ! Sonntags die Wasserversorgung der Stadt wie! gesichert war. Die Arbeiten wurden dadurch schwert, daß die Bruchstelle unter der im vergan nen Sommer hergestellten Teerdecke der Straße l ßin wohchabender „armer Wandere < Breungeshain (Kreis Schotter 10. Dez. Vor einigen Tagen übernachtete Handwerksbursche, ein wandernder A länder, in einem Stalle in Breungeshain, wo er durch eigene Unvorsichtigkeit beim Einreil seiner Beine mit Spiritus gegen Rheumatisn einen Brand verursachte und dabei sehr schwere Verbrennungen erlitt. Der Verunglückte wurde dem Krankenhaus in Schotten zu- gesührt, wo er an seinen schweren Wunden g e - st o r b e n ist. Wie sich nunmehr herausstellte, zog dieser Wanderer, der in seiner ungarischen Heimat Familie hinterläßt, schon jahrzehntelang umher. Wie sich weiter herausstellte, hatte er sich schon vor dem Kriege eine schöne Summe Geldes auf einer Sparkasse gespart, der Sparbetrag wurde aufgewertet und dazu hat sich der Verunglückte im Laufe der Jahre nach der Inflation einen weiteren großen Betrag un- gesammelt. Landkreis Gießen. £ Sß i e f e cf, 9. Dez. Gestern abend fand im Saale von Philipp Walter die Herbstgeneraloersammlung der Spar - und Darlehnskasse W i e s e ck statt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats, Schreinermeister Gustav Seibert, eröffnete die Generalversammlung und gedachte der verstorbenen Mitglieder, zu deren Gedenken sich die Besucher von den Plätzen erhoben. Direktor Werner erstattete den Geschäftsbericht, der einen Aufstieg der Kasse aufweist, beträgt doch der Umsatz in den elf Monaten 1934 1 616 700 RM. gegenüber 1 223 400 RM. in 1933 und 832 300 RM. in 1932. Der Gesamtkassenumsatz in elf Monaten 1934 beträgt 487 800 gegenüber 257 700 RM. in 1933 und 184 300 RM. in 1932. Die Abhebungen der Spareinlagen betragen nicht mehr die Hälfte gegenüber 1932, dagegen sind die Einlagen an Spareinlagen um fast 3000 RM. gegenüber 1933 gestiegen. Eine besonders erfreuliche Entwicklung ift bei der Schulsparkasse zu verzeichnen, rouroen doch von den Kindern in elf Monaten 1880 RM. eingezahlt. Die Ersatzwahl des Vorstandes ergab die Wiederwahl von Heinrich Rodenhausen VI., während in den Aufsichtsrat Heinrich Werner III. und Ernst Bierau wiedergewählt wurden. In der Aussprache wurde noch manche Anregung zur weiteren Belebung der Kasse gemacht. Wenn auch die K>^e schwere Zeiten hinter lick habe, fo aehe es doch , J wieder aufwärts zum leinen 7 5. Geburtstag feiern. — Der G e - sangverein „Eintracht", gegründet 1869, hielt am Samstagabend im Dereinslokal „Zum grünen Baum" seine diesjährige Hauptversammlung. Nach einer Begrüßungsansprache des 1. Vorsitzenden Karl Ruckelshausen gab dieser den Geschäftsbericht über das abgelaufene Dereinsjahr bekannt. Sodann erstattete Georg K o l m e r Bericht über die Rechnungsablage. Zu Ehrenmitgliedern wurden ernannt: Heinrich Sarnes, Karl Sarnes, Otto Jung L, außerdem wurde dem Karl Sarnes die Sängernadel für 25jährige aktive Sängertätigkeit verliehen. Der Verein, der bereits zehn Jahre unter der Stabführung des Chorleiters Georg Harnisch (Steinberg) steht, hat sich während dieser Zeit eine gute Stellung in der Gesangskunst erobern können. An den geschäftlichen Teil schloß sich ein gemütliches Beisammensein mit Familie an. * Lang-Göns, 10. Dez. Bei der Sammlung am Tage der Nationalen Solidarität ergab sich hier ein Gesamtbetrag von 423,97 Mk., einschließlich 23,60 Mark aus der Zelle Ober-Hörgern und 182,50 Mark aus der Zelle Holzheim. > Holzheim, 10. Dez. Hier wurden am Tage der Nationalen Solidarität insgesamt 182,50 Mark gesammelt. Aus dem Verkauf der Dezemberplaketten kamen 29,40 Mark zusammen. oo Eberstadt, 10. Dez. Für das Winterhilfswert wurden hier am Tage der Nationalen Solidarität 27,25 Mark gespendet. > Allendorf a. d. Lda., 10. Dez. Bei der Viehzählung am 5. Dezember waren in unserer Stadt vorhanden: 38 Pferde und ein Fohlen; 578 Stück Rindvieh, darunter vier Zuchtbullen, 260 Schafe einschließlich vier Schafböcke, 637 Schweine, darunter zwei Zuchteber und 18 Zuchtsauen, 123 Ziegen und Ziegenlämmer einschließlich zwei Ziegenbocke, 108 Kaninchen, 337 Gänse, 15 Enten, 2640 Hühner und Hähne, 18 Bienenstöcke. Nicht beschaute Hausschlachtungen hatten in der Zeit vom 1. September bis 30. November d. I. 54 stattgefunden. Die Geburtenzahl der Kälber betrug: im September 16, im Oktober 13 und im November 17 Stück. + Grünberg, 10. Dez. In unserer Stadt erbrachte die Sammlung am Tage der Nationalen Solidarität einen Ertrag von 393,33 Mark. “ “ • - “ n 'N« aw» S 'T\ß->orrtVl6v hurrh, Zwei volkstümliche, preiswerte 77oqeI6es Hugo Bermühler Verlag • Bert Im Auftrage des Herrn Konkursverwalters versteigere ich im Löwen, Neuenweg 28, Mittwoch, 12. Dezember, nachm. ab 2 Uhr: 2 Einspänner-Kastenwag., einen Wendepflug, 1 Egge, 1 Schreibmaschine. Ferner freiwillig: 1 Schlafzimmer (Eiche), 2 Büfetts (Nußbaum und Eiche), drei Sofas, 1 Schreibtisch, 4 Waschtische, 1 Bücherschrank, 1 Kassenschrank , Kleiderschränke, ein Kinderbett (Eisen), 4 Fahrräder, 2 Gasbacköfen, 1 Trumeauspieg., 3 Wandspiegel, 2 Grammophone 1 Friseurtoilette, 1 Gasbadeofen, 1 Wäschemangel, 4 Polster- und 1 Schreibtischsessel, 1 Rauchtisch, Bilder und versch. andere. Versteigerung bestimmt. 7a80A L. Hartmeb, Aktionaut.u.Taxator, Neuenw.28. Die heimischen Singvoc fierausgegeben von der Staatlichen Stelle für Ülaturben Mit 14 farbigen Tafeln, 60 Abbildungen auf Äunftön 11 Abbildungen im Text. Preis gebunt Der Tert enthält kurz und übersichtlich Vorkommen, Ken, Nest und Nistplatz, Eier, ferner Angaben ob Standvogel , geschützt. Die Tafeln bringen naturgetreue farbige Abbildu nrte photographische Aufnahmen von besonders charakterts öfe heimischen Ranbvo, Don Dr. Martin Löpelmann. fierausgegeben von d< Naturdenkmalpflege in Preußen. Mit. 9 farbigen und n tafeln und 26 Abbildungen im Text. Preis gebunt Der Anfasser gibt ein umfassendes Lebensbild aller i, Arten, schildert ihre Bedeutung im Haushalt der Not Lebensweise, ihre geistige Derfaflung und vor allem den 2 tabelle für Raubvogelfänge und Abbildungen von tfe. kommene Ergänzung des Textes. Zu beziehen öi 3 Mm frisch gehra Ausa nur Mk. Nachn. Gar. Kaffee Bremen-J] [ Verkauf« Inlo-M wenig gebrc bill. abzug. E.Altbo Horst-Weh Wall 31 Schlacht an den Spicherer Höhen fiel, und der jenes v. Francois, des „Rebellen für Ehre uZ Deutschland" in dieser Erzählung aus der Zeit in 1813. Zahlreiche Leser des Gießener Anzeigers d» das Erscheinen des fesselnden historischen Roman seinerzeit in unserer Illustrierten mit Spannun verfolgt haben, werden die Herausgabe einer wE. feilen Bücherausgabe sicher begrüßen. — „Ihr Kinderlein kommet". Advent in Kinder kreise in Feierstunden und Alltagstun. yu Marie C o p p i u s. Mit 12 Abb. 1,60 Mark. Verl«- von B. G. Teubner, Leipzig und Berlin, 1934. (592.) — Aus einer Fülle von Erfahrungen werde-- reiche Anregungen gegeben, wie im Kindergarte und im häuslichen Kreis durch Erzählung, Lici Spiel, Beschäftigung den Kindern ein rechter Ad vent geschaffen werden kann. Einige echt kindci tümliche Aufführungen, „Grüße zum Advent" „St. Nicolaus" und ein schönes „Krippenspiel in de Kirche" werden vielen Lesern willkommene 2lnrt gungen geben. — Almanach auf das Jahr 1935. Q Staackmann Verlag in Leipzig. — (400) — hübsch gedruckte und ausgestattete kleine Almanaü will eine Uebersicht über die Jahresarbeit b& Staackmann-Verlages geben; das Ziel dieser Arbkt ist, wie das Vorwort betont, das volkhafte dichip rische Buch. So werden hier — nebst einem Kale« barium und dem üblichen Katalog der Neuerscheß nungen — Auszüge und Leseproben aus den jiin» sten Büchern des Verlags vermittelt. Wir lesen z. B. Gedichte von Johannes Linke, Hans WaM Alfred Huggenberger und Franz Karl Ginzke« Prosa von Max Mell, Friedrich Winterhalter Friedrich von (Bagern, Guido Zernatto, Waltw Erich Schäfer, Heinrich Zillich, Rudolf H. Bartsch; Müller-Partenkirchen und Otto Ernst: mit dieser Namen sind wohl Richtung und Spannweite bei Verlagsarbeit am besten gekennzeichnet. Eine Reih« von Bildern gibt dem Bändchen lebendigen Schmus, — Das Erbe der Frickes. Neue Folge des Romans „Die Frickes". Roman von Hans Hermanm Wilhelm. 505 Seiten. Broschiert 5 Mark, Seine« 6,80 Mark. Brunnen-Verlag, Willi Bischoff, GmbH, Berlin SW 68. — (477) — Wilhelm kennt die Leute; vom Lande; er stellt die Frickes realistisch vor uiui bin hie feinen und die aroben aus der Heide, bie KM M M I H Dienstag, U. Dezember 1934 Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhefsen) m. 289 Zweites Blatt Wie sie sammelten. Ein Held seiner Liebe ÄasRchtseüam,,HausderÄeulschenEkzieWg // Das Haus wird in Bayreuth auf Betreiben des Staatsministers und Reichsamtsleiters Sch e mm über dem Main erdichtet, um damit symbolisch auszudrücken, daß der in ihm künftig herangezogene Geist zur Ueberbrückung der „Main-Linie" beitragen soll. Gr schwieg 20 Jahre lang auf der Teufelsinsel. — Spätes Geständnis auf dem Totenbett. Seelenqualen auf der Teufelsinsel. Der Begnadigte kam auf die Teufelsinsel. Er führte sich gut. Aber er wurde dennoch zermürbt durch die klimatischen Bedingungen und durch die G e w i s s e n s q u a l, die auf ihm lastete — nicht wegen der Schuld, die gar nicht seine war, sondern weil er sich um seine Frau grämte. Einmal schrieb er nach Hause an seine Frau, weshalb denn auch sie schweige? Denn sie wisse doch, was wirklich geschehen wäre. Sie verstand den Brief nicht und antwortete deshalb auch nicht darauf. Für die Behörden gab es keinen Fall Fournier mehr. In Men Nächten trug sich Fournier wohl mit dem Gedanken, öen Gerichtsbehörden zu melden, daß er es gar nicht war — damals. Aber würde man ihm denn heute noch Glauben schenken? Waren nicht auch die Indizien gegen ihn gewesen? „Ich tvar's damals — in jener Nacht. /z Es gab keinen Fall Fournier, bis ein Gerichtsbeamter eines Morgens zu dem an Krebs sterbenden Bilder vom Tage der nationalen Solidarität. Oben: Deutschlands populärster Flieger U d e t in der Nähe des Sportpalastes. — Unten: Frau Goebbels vor dem Berliner Columbus-Hous. Der Rückgang der Säuglingssterblich« feit in Hessen und Hessen-Nassau. LPD. Der Rückgang der Säuglingssterblichkeit in Deutschland hat in den letzten 20 Jahren außerordentlich erfreuliche Fortschritte gemacht. Während im Jahre 1913 von 100 Lebendgeborenen im Deutschen Reich noch durchschnittlich 15,1 im ersten Lebensjahre starben, waren es im Jahre 1933 nur noch 7,6. In Preußen betrugen die Durchschnittssätze der Säuglingssterblichkeit 1913 15,0, im Jahre 1933 wie im ganzen Reich 7,6. Hessen hatte schon vor 20 Jahren mit 9,3 v. H. eine sehr geringe Säuglingssterblichkeit aufzuweisen (Reichsdurchschnitt 15,i v. H.), die bis zum Jahre 1933 noch erheblich abnahm. Im letzten Jahre starben in Hessen von 100 Lebendgeborenen im Durchschnitt nur 5,5 Kinder im ersten Lebensjahr, und auch in den vier vorhergehenden Jahren war der Durchschnittssatz nicht bedeutend höher. 1929 betrug er 6,7, 1930 und 1931 5,9, 1932 5,6 und 1933 5,5, womit Hessen nach Hessen-Nassau den zweitniedrigsten Platz in der Säuglingssterblichkeit in Deutschland innehat. In Hessen-Nassau liegen die Verhältnisse ganz ähnlich. Auch hier war schon 1913 mit 9 v. H. eine außerordentlich geringe Säuglingssterblichkeit erreicht worden; bis 1933 ist ein Rückgang bis auf 5,3 v. SS. festzustellen, und mit dieser Zahl hat Hes- sell-Nassau die geringste Säuglingssterblichkeit in ganz Deutschland. 1929 betrug der Vomhundertsatz 6,1, 1930 und 1931 5,5, 1932 5 und 1933 5,3. (Nachdruck, auch auszugsweise, verboten.) Paris, im Dezember. Wie die Justizbehörden nach Guyana und an die Polizeiverwaltung in Nemours mit- geteilt haben, hat sich die völlige Unschuld des &or 20 Jahren zum Tode verurteilten, später begnadigten Raoul Fournier durch ein Totenbett-Geständnis ergeben. Hinter diesem Geständnis steht eine tragische Liebesaffäre. Gin anonymer Brief. Nachdem Raoul Fournier sechs Jahre mit feiner sehr reizvollen Gattin verheiratet war, steckte iman ihm eines Abends, als er von einer Geschäfts- ireife kam, im Gedränge einen anonymen Brief zzu. Seine Gattin betrüge ihn. Alle Welt wisse »es. Nur er merke es offenbar nicht. Fournier zerriß Iden Zettel und glaubte nicht daran. Aber da waren Verschiedene Kleinigkeiten, die den einmal gesäten Merdacht immer wieder aufsteigen ließen. Dieser Modert Gauß en,' der bei ihm angestellt war, Machte der Frau mehr den Hof, als es sonst bei reinem Angestellten und der Gattin des Chefs üiblich ist. Raould Fournier wollte seine Frau auf die Eß r o b e (teilen. Er schützte eine längere Reise wor und kehrte an der nächsten Station um. So tarn er kurz vor Mitternacht nach Hause. Dort bot sich ihm ein furchtbares Bild. Im Wohnzimmer, vor dem Kamin, saß Robert Gaußen tot in einem Lehnstuhl. Vor ihm kniete — von ^hysterischem Schluchzen geschüttelt — seine Gattin. Was war geschehen? Es war jetzt keine Zeit, über Untreue zu sprechen. Frau Fournier gestand, man 'habe hier beisammen gesessen. Am offenen Fenster 'hätten sie einen Laut gehört. Gaußen habe aufstehen wollen, um zu sehen, was es gebe. In diesem Augenblick sei ein Schuß gefallen. Um sie zu reffen ... Fournier sah sich den Raum an. Das Fenster war geschlossen und die Scheibe ganz. Sie habe das Fenster später zugemacht, sagte die Frau. Fournier iiuchte weiter. Unter einem Diwan neben dem Fenster tag eine Pistole. Sie wisse nicht, wie die Waffe »orthin komme, schluchzte die Gattin. Fournier machte sich seinen eigenen Reim auf die Vorgänge. Nach reiflicher Uebedegung zweifelte er nicht ijtaran, daß seine Frau den Liebhaber aus irgendwelchen Gründen erschossen habe. Wer weih, was in ihr vorging? Jedenfalls begab sich Fournier noch in der gleichen lNacht zur Polizei und „g e ft a n d" dort, die Mord- rnt begangen zu haben. Er liebte feine Frau — trotz Mem, was vorgefallen war, so sehr, daß er die schuld auf sich nehmen wollte, um sie zu retten. Ein qlaubhastes Geständnis. Das Gericht prüfte den Fall. Der Tatbestand war infach: die sorgsam ausgeklügelte Rache des b e ■ otogenen Gatten. Angeblich weggereist, heimlich zurückgekehrt, die Liebenden belauscht und dann Isen Liebhaber erschossen. Was brauchte man denn v och an Beweisen, wenn das Geständnis vorlag? (Ein einwandfreies Geständnis, an das übrigens so- lar (und das war die Tragödie, von der Fournier ; iuchts ahnte) feine eigene Frau glaubte — Fournier wurde damals z u m Tode verurteilt. Die Einwohner seines Kreises reichten Gnadengesuch äber Gnadengesuch ein. Der Verurteilte wurde zu ?benslänglicher Gefangenschaft auf der Teufelsinsel ig jiegnabigt. Abel Grivaud gerufen wurde. Er hatte dem Priester ein Geständnis abgelegt, und dieser hatte ihn ersucht, auch den Gerichten die gleichen Bekundungen zu machen. Und dieser Abel Grivaud behauptete, daß er vor 20 Jahren in jener Nacht den Robert Gaußen e r - schossen habe. Er sei in Frau Fournier verliebt gewesen und habe Robert Gaußen für seinen Nebenbuhler gehalten. An diesem Abend — er wußte von der Reise des Gatten— wollte er die Frau besuchen, — und belauschte statt dessen eine Unterhaltung mit dem Nebenbuhler am Kamin. Er lief rasend vor Wut nach Haufe. Er kehrte mit der Waffe zurück. Er schoß — und traf durch das offene Fenster auf den ersten Schuß. Die Waffe warf er ins Zimmer und lief davon ... * Man hat Raould Fournier sogleich frei- gelassen. Er wird in den nächsten Wochen nach Europa, nach Nemours, in sein Haus zurückkehren. Gerechtfertigt, ein Held seiner Liebe und seiner Schweigsamkeit — aber nach 20 Jahren Guyana ein gebrochener Mann ... Ob die Frau, für die er das alles tat, es ihm jetzt lohnen wird? — Ob ihr Herz es noch vermag? — Denn sie glaubte ja selbst an die Schuld Raouls, die er auf sich nahm, weil, er meinte, es fei die ihre ... killet" ha Und All»/ -ÄS °r°nz Karl £ ÄS* «SÄ uno Gpannroeb en lebendig^ tfe5- Neue Fch nvonhansU lch'ert 5 Wq. ^helni kennt dj-i ies realistisch DÖI. en Ms der to Tanzkultur und Theater. : Betrachtungen zu den Deutschen Tanzfestspielen vom 9. bis 16. Dezember. Don Edith von Schrenck. Wieder versammeln sich in diesen Tagen die ^nzschaffenden des Reiches zu einer großen Schau ttles dessen, was auf diesem Gebiet in unsrer Zeit her Wandlung und des Aufbruchs geleistet und an» neftrebt wird. Mancher wird sich fragen: Wozu die- e?5 Aufgebot? Wozu dieser Aufwand der Zurschau- ; ellung tänzerischer Gestaltung, eines Gebietes, das cheinbar weit abliegt von allen. Problemen des »'ages? Ist es notwendig, daß man die Menschen -eranlaßt, sich mit den Fragen von Tanz und Tänzer, von Wert und Bedeutung der heutigen Tanzkunst zu befassen? Gehört das nicht zum Luxus einer Zeit von Wohlleben und befriedeter Kultur? . Zweifel dieser Art führen mitten hinein in die trennenden Fragen der Kultur und des Thearer- lchens überhaupt, denn mit den Begriffen „Tanz" Md „Tänzer" find nicht Speziolleiftungen und vir- blvse Künste gemeint, sie bedeuten vielmehr die Er- tgeinung des tänzerischen Menschen überhaupt, das tbißt des gestaltenden, darstellenden Menschen stllechthin, desjenigen Menschen, der, im Mittelpunkt non Leben und Kultur, Wesen eines Volkes in klarer farm zum Ausdruck bringt, der die inneren Forderungen einer Menschengemeinschaft mit starker In- tmfität aufnimmt und empfindet, in symbolhafter farm aus sich hevausstellt und mittels seines Kör- prs, als seines Instrumentes, in der Zeit sichtbar nacht. 'Deshalb ist in den Zeiten wahrer Kultur der Tanz inrner ein wesentlicher Bestandteil des Volks- und l eisteslebens gewesen, und er ist heute mehr denn jl berufen, neue Kräfte und Anregungen in die Gebete der darstellenden Künste und der Volkskultur iiiedjaupt zu bringen, gerade heute, wo abgelebten thb verfahrenen Zuständen ein Ende gemacht wer- trn soll, wo neue gemeinschaftsbildende und leben- dge Ideen auf allen Gebieten schöpferisch wirksam $i werden beginnen. Freilich ist es wahr, daß eine eigte innere Gemeinschaft sich nie willkürlich herbei- sthren läßt, und was wir in diesem Sinne von den arten Kulturvölkern, den Griechen, Indern und r.iegyptern kennen, sind aus dem Volksganzen ge- aachsene Erscheinungen, aus der Kraft gemeinsamer $oeen, religiöser, volkstümlicher oder geistiger Art, (ras alter Kultur und Tradition. Es könnte gewiß i e ein Einzelner solche Feste erdenken, wie sie bei bm Griechen gefeiert wurden, wo jeder in Gesang, c-piel und Tanz sich am Gesamtwerk beteiligte, zu- xchörig dem Sinn und der Idee des Ganzen und ihr völlig hingegeben. Uns ist im Laufe der Jahrhunderte die innere Einheit des Einfachen und Einfältigen verloren gegangen, so weit, daß schließlich alles Mechanische, Konstruiert-Jntellektuelle überschätzt wurde; deshalb war auch so vieles, was sich Tanz nannte, nur der Ausfluß dieser chaotischen Zeitströmungen; anstatt Ausdruck menschlichen Erlebens sah man willkürlichpathetische Gesten und leere Akrobatik. Auch die Religiosität des gotischen Menschen, dessen hohe Kraft der Glaubensgemeinschaft Jahrhunderte lang in Domen und Plastiken Ausdruck und Symbol fand, ging uns verloren. Die Einheit eines geistig-zentralen Menschen schien für immer unerreichbar Uns ist aber heute aufs Neue eine gemeinschaftsbildende Idee erstanden, ihr Fundament heißt: Aufbau aus innerer Kraft und innerer Schau. Die Bühne, die Stätte symbolischer Gestaltung wahrhaftigen Menschentums, muß sich zu den schöpferischen Quellen lebendigen Ausdruckswillens erneut bekennen, und was bis jetzt nur vereinzelt erkannt und in die Tal umgesetzt wurde, muß in dem Bewußtsein aller Verantwortlichen erneut als klare Forderung aufstehen und als Faktor neuer Theaterkultur aufgestellt werden. Der tänzerische Mensch ist bis heute mit all seiner mannigfaltigen rythmisch gestaltenden Kraft noch nicht einbezogen in das allgemeine Bühnengeschehen, noch steht er vielfach vereinzelt als Fremdkörper zwischen den kulturellen und künstlerischen Gebieten da, die Stätte ist ihm nicht bereitet. Und doch ist er der lebendigste, von Ursprung berufene Träger der Gestaltung auf der Bühne, eng verbunden dem organischen Rhythmus der Natur und dadurch befähigt, dem gesprochenen Werk bildhaften Aufbau zu verleihen. Solange der Tänzer als Spezialvirtuose angesehen wird, so lange nicht Sänger, Schauspieler und Spielleiter den organischen Körperrhythmus empfinden lernen und ihn mit als ausdruckschaffende Kraft in ihre Gestaltung einbeziehen, so lange bleibt aller lebendige Aufbruch und alle große Gestaltung des Tänzers auf einem begrenzten Gebiet isoliert. Die deutschen Tanzfe st spiele sollen nun in doppeltem Sinn ein Aufruf sein: einerseits an alle diejenigen, die verantwortlich die Stätten der deutschen Bühnenkunst verwalten, sie möchten den gestaltenden Kräften des Tänzers Raum geben und Gelegenheit, ihren Willen und die Intensität ihres Glaubens in den Dienst großer Aufgaben zu stellen. Andererseits geht ein Ruf an die Zuschauer: der Tanz soll für sie nicht nur Vergnügen und ästhetische Unterhaltung bedeuten — es geht um mehr und.um Wesentliches. Nur auf der Basis von wahrem Miterleben und hohem Menschenanspruch kann der Tanz, wie alle Kunst, emporwachsen, und io hilft dann auch der Schauende aus einem hohen Bedürfnis heraus mit in jenem Schaffen, daß die Kunst wieder in Schönheit und Reinhet zum Symbol des geistig bewegten Lebens werde. Sogeleier mit Gold ausgewogen. Sechs Eier des Riefenalks, die kürzlich auf einer Londoner Versteigerung feilgeboten wurden, brachten die beträchtliche Summe von 1130 Guineen, also über 15 000 Mark. Ein einziges dieser Eier wurde mit 300 Guineen bewertet. Das ist aber noch kein Rekordpreis, sondern vor einigen Jahren erhielte ein solches Alk-Ei *650 Guineen. Auf derselben Versteigerung, auf der ein so heftiges Bieten um die Eier entstand, brachten zwei ausgestopfte Riesenalke ebenfalls bedeutende Summen; für das männliche Tier wurden 500, für das weibliche 480 Guineen angelegt. Der Riesenalk ist ein wunderbarer Vogel, der heute vollständig ausgestorben ist und dessen Bälge und Eier daher mit Gold ausgewogen werden. Mann kennt nur noch etwa 75 Eier des Tieres, von denen 44 in Großbritannien, 14 in den Vereinigten Staaten, 7 in Frankreich, 5 in Deutschland, zwei in Holland und je eins in Dänemark, Portugal und der Schweiz sind. An ausgestopften Exemplaren oder Bälgen zählt man nicht mehr als ein Dutzend, die als seltene Kostbarkeiten in Museen und Privatsammlungen bewahrt werden. Noch vor einem Jahrhundert muß der Vogel in ziemlich beträchtlicher Anzahl in den südlichen Teilen des Eismeeres vorhanden gewesen sein. Am zahlreichsten waren die Alk-Kolonien wohl auf Island und Neufundland; sie befanden sich dort nicht auf den großen Inseln selbst, sondern auf den kleinen Felsinseln in der Nähe, die, beständig von wütender Brandung umtobt, ihnen sichere Nistplätze boten. Manche isländischen Schären führen noch heute den Namen „Geirfuglasker", d. h. Riesenalks- Klippen, und geben Kunde davon, daß hier früher der „Geirfugl" der Isländer gehaust hat. Die Nachrichten von diesen Tieren wurden aber vor 100 Jahren immer spärlicher, und es war bereits eine große Seltenheit, als man im Jahre 1840 einen Riesenalk in St. Kilda erbeutete. Unglücklicherweise überraschte das Schiff, das den kostbaren Gast mit sich führte, ein furchtbarer Sturm, für den man den armen Vogel verantwortlich machte. Er wurde als eine „Hexe" getötet. Der letzte Riesenalk dürfte der Vogel gewesen sein, der 1844 in Island erlegt wurde. Als die Tiere, die etwa die Größe einer Gans, ein an der Oberseite glänzend schwarzes, an der Kehle schwarzbraunes Gefieder und einen langen Schnabel hatten, zuerst von den Seeleuten in Island, Grönland und Neufundland entdeckt wurden, war ihr Schicksal schon besiegelt, denn man schlachtete sie erbarmungslos ab. Englische und französische Schiffer drangen zu ihren Brutplätzen vor, trieben die hilflosen Vogel über Planken in die Boote, „so viel diese aufnehmen konnten", töteten sie und salzten sie als Dauernahrung ein. Der Fang der Vögel war verhältnismäßig leicht, denn sie hatten ihre Flugfähigkeit völlig eingebüßt. Da sie an niedrigen geschützten Küsten brüteten, sa konnten sie das Land erreichen, ohne ihre Schwingen gebrauchen zu müssen, und so verkümmerten diese allmählich. Alle Beobachter erwähnen, daß sie stets mit hocherhobenem Kopf, aber eingezogenem Nacken schwammen und sofort untertauchten, wenn sie Gefahr witterten. Sie gingen oder liefen mit kleinen kurzen Schritten aufrecht einher wie ein Mensch und stürzten sich aus vier bis fünf Metern Höste in das Meer, wenn sie verfolgt wurden. Niemals hat man bemerkt, daß sie ihre Eier verteidigten; bei Angriffen suchten sie sich, freilich ziemlich erfolglos, durch Beißen zu wehren. Als die Zahl der Riesenalke immer mehr zusammenschmolz, wurde die Jagd auf sie unvorteilhaft. Aber nun erstanden ihnen neue Feinde in Sammlern, die ihre Bälge und Eier für Museen erbeuteten. Dadurch wurde die Ausrottung vollendet. Von der großen Zahl der gesammelten Eier hat sich nur ein kleiner Teil als naturgeschichtliche Kostbarkeit erhalten. Hochschulnachrichten. Professor Dr. Eduard Bötticher, der bis vor kurzem an der Universität Gießen wirkte und dann als Ordinarius für Bürgerliches Recht, Zivilprozeß und Wirtschaftsrecht an die Universität Heidelberg berufen wurde, ist jetzt dort zum Dekan der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät ernannt worden; Professor Bötticher bleibt aber Mitglied der Juristischen Fakultät. Professor Dr. Hans von Heutig, Ordinarius für Strafrecht an der Universität Kiel, hat einen Ruf an die Universität Bonn erhalten. Professor Dr. Kurt P o h l i s ch , Extraordinarius für Psychiatrie an der Universität Berlin, ist zum ordentlichen Professor für Psychiatrie an der Universität Bonn ernannt worden. Der ao. Professor Dr. Walter von Brunn an der Universität R v st v ck ist zum ordentlichen Professor der Geschichte der Medizin an der Universität Leipzig ernannt worden. Professor Dr. Ernst E n g e l f i n g, Ordinarius für Augenheilkunde an der Universität Köln, bat einen Ruf an die Universität Heidelberg erhalten. Der entpflichtete Professor Dr. Gottfried Hügel- mann von der Universität Wien hat einen Ruf als Ordinarius für Deutsches Recht an der Universität Freiburg i. B. erhalten. >anz statt. Schulrat Nebeling Wirtschaft Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M 3erhn .vranriur. u. 1>L $ramturra. Di. 2krn.. ®±6, «Ä'hffi;’' tur i börfe fure börfe K Schluß. ®jß* rur* börs ,urd börfe 8.12. 10.12. | 8.12. 102,9 Elektr.Lieferungsgesellschaft... 6 Gesellsch.s.Elektt.Untcrnehmung. 5 Ungarische Note» 8 8 I Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt o 0 101,5 61 101,5 117,4 74 75 96,75 98,25 105,25 97,5 95 94 96,75 98,4 104,5 97,5 94,75 94 97 98,75 105,13 97,5 95 97,5 94,75 6 o 117,5 75 76 27,75 138,25 98,75 119,75 77,5 108,5 140 108,5 5 6 , 7 10 27,9 138,5 98 121 76,5 109,75 100 95 138 110 87,5 102 61,25 27,65 138,9 99,75 121 76,9 109,4 100 95,75 138 109,5 87,5 101,75 61 103,25 76,9 146 118,25 74,4 75,75 103,13 95 Licht und Kraft Felten & Guilleaume A.E.G. Betula 27,5 138,25 99 119,75 77 108,4 101 94,75 140 109 87 101 61 101,5 76,65 147 117,75 74,25 74,75 96 96 96 103,5 24,5 1,13 6,6 6,3 6,5 11 gewandelt. Nach gemeinsamem Mittagessen faitb am Nachmittag noch eine rege unb eingehende Aussprache T462 58-25 55.07 12,3 16,41 168,47 21,1< 61,97 103 95 95 94,75 95,75 96 96 103,5 24,25 1,1 6,6 6,25 6,4 11 103,25 95 95 95,25 95,75 96 96 103,4 24,5 1,1 6,5 6,15 6,25 11,25 96 96 96 103,4 24,65 1,15 6.6 6,13 6,25 11,9 0,628 58,17 0,204 3,047 55,00 81,13 12,32 5,44 16,39 168,21 21,30 0,713 5,664 61,89 48,95 11,195 63,52 80,72 33,99 10,38 2,490 IQ. Dezember ’-iimtiidie iiohtrun(i (Ser I ?rjf_ 63,61 80,86 33-39 0,628 58,17 0,204 3,047 54,89 81,13 12,295 5,425 16,39 168,10 21,30 0,716 5,664 61,76 48,95 11,17 63,39 80,72 33,99 10,38 2,489 Rheinische Elektrizität Schuckert L Co....... Siemens 8 Halske.... Lahmeyer 8 Co...... Buderus ......... 0 Deutsche Erdöl ..............4 Gelsenkirchener.............. 0 Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0 0,632 58,29 0,206 3,053 54,99 81,29 12,325 5,435 16,43 168,44 21,34 0,718 5,676 61,88 49,05 11,19 63,51 80,88 34,05 10,40 2,493 Banknoten. gab vm Schlußwort seiner Freude über die geleistete Arbeit Ausdruck, dankte und grüßte noch insbeson- idere einen Gast aus Schweden, der sich durch den Augenschein überzeugen wollte, wie die heutige junge Lehrerschaft in Deutschland arbeiten will, und bat, dem stammverwandten Volke unsere herzlichsten Grüße zu übermitteln. Nach dem Dank an alle Referenten und Sprecher in der Aussprache schloß Schulrat Nebeling die Arbeitsgemeinschaft mit der Mahnung an die junge Lehrerschaft, ihren bislang erteilten Unterricht nach dem Geforderten zu überprüfen, ob er genüge, um ihn dann mit dem großen Ziel in Uebereinstimmung zu bringen, das Deutschland und nur Deutschland heißt. Die Junglehrer begaben sich dann in die Tagung des NSLB. auf der Liebigshöhe. 0,632 58,28 0 206 3,053 55 12 81,29 12,35 5,45 16.43 168,55 21,34 0,720 5,670 62,01 49,05 11,215 63,64 88,88 34,05 10,40 2,494 Tagung der Gchulamtsanwärter des Kreises Gießen. eines Zerfalls — Mesopotamien, Perser, Aegypten, Griechenland, Rom — erweisen überall einen vorher eingesetzten rassischen Zerfall. Und unser Geschichtsunterricht hat dazu die Parallelen zu und zu zeigen, wie die Versündigung an der Rasse den Zerfall fördern muß, um auch zu zeigen, wo in der Gegenwart solche Erscheinungen offenbar geworden sind. Diese neue Anschauungsweise gibt auch eine andere Wertung. Richt ex Oriente lux kann es mehr heißen, sondern das Licht kommt von Norden. Der Redner machte das noch an einigen Beispielen klar, so, wenn die Kämpfe, die mit dem Dreißigjährigen Krieg beginnen und 1866 enden, die rassische Auseinandersetzung zwischen unserem und fremdem Blut bedeuten. Nicht mehr Griechenland — Rom — Abendland sind die Stufen einer blutsmäßigen Entwicklung, sondern diese Entwicklung bedeutet lediglich den Einbruch des nordischen Elementes. Auch läßt sich nachweisen, wie in der Geschichte dieser Kulturen das Schönheitsideal sich im Sinne des nordischen gewandelt hat. Also neue Gesichtswinkel und neue Wertung. Daraus dann die Einsicht und Haltung, die zum Siege über allen und jeden Zerfall führen wird. — Das letzte Referat hatte Lehrer Stumpf fein Alles setzt an seine Ehre. Kam dieses Ziel allen lebendigen Geschichtsunter- 1 richtes in dieser Stunde praktisch zur Erkenntnis, ; so vertiefte der darauf folgende Vortrag von Lehrer Mauer die Ergebnisse für jeden. Herr Mauer führte etwa folgendes aus: Die erziehliche Literatur der vergangenen Jahrzehnte ist nur das Spiegelbild unserer parteilichen Zerrissenheit jener Zeit. Heute ist das anders geworden. Das Erziehungsziel ist heute eindeutig festgelegt in der leitenden Erziehungsidee unseres Volkes, nämlich im Streben nach völliger volklicher Einheit und im Streben nach dem uns gebührenden Lebensraum. Mithin stehen auch die Fragen unserer geschichtlichen Bildung unter dieser Frage der Volkwerdung. Nicht Wissensvermittlung allein, sondern Erziehung zu Kämpfern. Das aber bedingt weise Beschränkung und Auswahl des geschichtlichen Stoffes. Ausgangspunkt allen geschichtlichen Unterrichtes kann dabei nur sein und bleiben: Lebenskreis und Lebensbild des Kindes. Dabei ist es notwendig, daß der Unterricht nur ausgeht von den Ereignissen der Gegenwart, um in lebendigster Wechselbeziehung mit den Ereignissen der Vergangenheit das geschichtliche Bild zu schaffen und dann die großen Entwicklungslinien zu zeigen, die allein das Verständnis geschichtlicher Abläufe ermöglichen. Die rein praktische Gestaltung eines lebensnahen Unterrichtes ergibt sich aus folgenden Forderungen: Erstens: Lebendiger und begeisternder Vortrag des Lehrers. Zweitens: Stoffauswahl im Blick auf Heimat und Kindesentwicklung, für die Unterstufe Sagen und Märchen, für die Mittelstufe Heldengestalten und für die Oberstufe große, geschichtliche Persönlichkeiten und Nachweis der großen Zusammenhänge. Drittens werden genannt die modernen Hilfsmittel, wie Einsicht in die Quellen. Benützung der Erzeugnisse der Dichter und Künstler, Bild, Rundfunk, Feiern usw. Im Schlußwort dieses eingehenden Vortrages gab Herr Mauer noch einen Gesamtüberblick, und er schloß mit einem Dichterwort, dessen Sinn heute jeder begriffen hat: „Auf dich allein kommt's an", so müssen wir denken und so handeln." Lehrer Dr. Reibt gab in dem folgenden Kurzreferat, Geschichte und Rasse, einen tiefen Einblick in die Problematik aller Geschichte und geschichtlichen Vorgänge, wenn wir sie einmal unter dem Gesichtswinkel der Rasse betrachten. Die moderne Geschichtsschreibung habe einmal zu versuchen, die Verfallserscheinungen in den Völkerkulturen zurückzuführen auf rassische Entwertung, um von da aus dann den Ursachen derselben nachzuspüren. Es ergäbe sich damit gewissermaßen ein Primat solcher Fragen vor den rein wirtschaftlichen, kulturellen Geschichtsfragen, auch in der Schule. Es gibt, so führte der Redner aus, kulturschöpferische Rassen (nordische), kulturtragende (Japan) und kulturzerstörende (Juden). Die kulturschöpferische Rasse der Arier liege be- griwbet in seinem Ibealismus, b. h. in ber Fähigkeit, sich nicht nur im blinben Selbsterhaltungstrieb als Sndioiduum zu behaupten, sonbern zu opfern für Familie, Gemeinschaft unb Volk. Weiter begründet sich die Kulturschöpferigkeit noch in der Reinerhaltung der Art. Die geschichtlichen Beispiele leicht zurück auf 109,40 bis 109,25 (109,50). Farbenindustrie lagen bei ca. 134 bis 134,25 (134,50). Am Rentenmarkt bröckelten die Kurse für die Variablen Anleihen später allgemein ab, Kommu- nal-Umschuldung um 0,25 v. H., Altbesitz um 0,50 v. H. auf 104,50, auch Zinsvergütungsscheine, spate Reichsschuldbuchforderungen und Reichsmark-Anleihen ließen etwas nach. Für Goldpfandbriefe lag einiges Angebot vor, das aber zu unveränderten Kursen Ausnahme fand. Liquidationspfandbriefe gingen durchschnittlich um 0,25 v. H. zurück, Kom- munal-Obligationen lagen behauptet. Stabtanleihen waren weiter gefragt unb fest (zirka plus 0,50 bis 1 v. H.). Staatsanleihen lagen ruhig. Don fremben Werten nannte man Schweizer Bunbesbahn-Anlei- hen etwas fester. Am Kalimarkt waren Hypothekenbankaktien gesucht unb meist um 1,50 bis 2 v. H. fester, auch andere Bankaktien waren gefragt. Abendbörse: ruhig. Die Abendbörse war sehr still. Innerhalb der Kulisse herrschte Zurückhaltung, während von der Kundschaft Aufträge nicht Vorlagen. Bei nicht unfreundlicher Stimmung konnten sich die z. T. schwachen Berliner Schlußkurse etwa behaupten. Den notierten Kursen lagen nur kleinste Umsätze zugrunde. Etwas angeboten waren Schuckert mit 93,50 bis 94 (94,75), Harpener wurden gegen den Frankfurter Schlußkurs um 2 v. H. heruntergesetzt Auch der Rentenmarkt lag äußerst ruhig und ohne Kursoeränderungen. Etwas Interesse erhielt sich zum Mittagskurs für 4 v.H. Kommunal-Um- chuldung. Von fremden Werten lagen 4 v. H. Schweizer Bundesbahn mit 160 (160,50) und 3,50 v. H. Schweizer Bundesbahn mit 149,50 (149,50) ziemlich unverändert. Am Kassamarkt gaben von Bankaktien Commerzbank 0,25 v. H. nach, Hypothekenbankaktien blieben auf der erhöhten Mittagsbasis gut behauptet. U. a. notierten: Altbesitz 104,50, 6 v.H. Stahlverein 89, 6 v. H. Frankfurter Hypothekenbank Gold R 1 bis 4 95, Commerzbank 69, OO-Bank 71,25, Dresdner Bank 74, Frankfurter Hypotheken-Bank 84, Pfälz. Hypotheken-Bank 84, Rheinische Hnpotheken-Bank 112,75, Gelsenkirchen 61, Harpener 101,50, Mannesmann 75, Mansfeld 80, Rheinische Braunkohlen 197, Rheinstahl 88,25, Stahlverein 40,50, AEG. 27,75, Bekula 138,25, Zement Heidelberg 106,50, Conti Gummi 132,75, Scheideanstalt 196, Deutsche Linoleum 62, Licht und Kraft 119,75, IG. Farben 133,75, Gesfürel 108,50, Holzmann 78, Lahmeyer 108,50, Moenus 77, Rütgerswerke 94,75, Schöffer- Hof-Binding 161, Reichsbahn-VA. 116, AG. für Verkehr 78, Hapag 26,50. Die zweite diesjährige Anwärterkonferenz diente der Weiterbildung auf dem Gebiet des Geschichtsunterrichtes. Die Tagung begann mit Frühsport, Tageslosung und gemeinsamen Lied der Teilnehmer im Hofe ber Schillerschule. Im Zeichensaal trafen sich bann die Teilnehmer zur Arbeit. Schulrak Nebeling eröffnete bie Tagung unb gab einleitenb einen kurzen Ueberblick über Sinn unb Arbeitsziel bes Tages, ©runblegenb verlas er bie bebeutfamften Sätze zu biefem Thema, bie Hitler in feinem Buch „Mein Kampf" niebergelegt hat unb bie uns. richtungwei- fenb zu fein haben. Rektor Knab führte bann an Hanb einer Lehrprobe mit Schülern unb Schülerinnen ber Oberklassen in den geschichtlichen Stoff unserer Vorfahren, in die.Zeit Friedrichs des Großen, und in das Geschehen der Gegenwart ein. Die Stunde hat gezeigt, daß unsere Jugend fähig ist, an Hand des bargebotenen Stoffes aus ber Geschichte zu lernen, zu verstehen, wie bie großen Zusammenhänge ber Weltgeschichte uns unb unserem Volke viel zu sagen haben, vor allem aber unsere Fügend fähig zu machen, bie Folgerungen aus ben Ereignissen zu ziehen, bie uns zeigen, baß kein Volk in ber Geschichte bestehen kann, das nicht Frankfurt a. M., 10. Dez. Das Geschäft nahm im allgemeinen einen ruhigen Verlauf. Für Brotgetreide haben sich die Angebotsverhältnisse etwas gebessert, während sie für Futtergetreide im Der« gleich zur Nachfrage noch ungenügend waren. In Futtergerste erfolgten seitens der Reichsstelle einige Abgaben. Hafer ist weiterhin nur im Tausch gegen entsprechende Mengen Kleie, oder sonstige Futter« mittel zu haben. Die Umsätze in Futtermitteln be« schränkten sich zumeist auf Tausch- und Gegengeschäfte. Die Nachfrage der Landwirtschaft blieb stark. Das Mehlgeschäft nahm weiterhin einen sehr unbefriedigenden Verlauf, die Bäcker klagen sehr über schlechten Absatz, insbesondere von Weizen« gebäck. Die Preise haben gegenüber ber Vorwoche keine Deränberung erfahren. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige ji 100 Kilogramm) in Mark: Weizen WIX 203,50. W XIII 207,50, W XVI 211,50, Roggen R IX 163,50, R XIII 167,50, RXV 171,50, alles Groh- hanbelspreife ber Mühlen bes genannten Preisgebiets. Futtergerste G IX 165,50, G XI 168,50, G XII 170,50, Hafer H XIII 163,50, HXIV 165,50, alles Großhandelspreise ab Station. Bei Wasserverladung über 100 Tonnen 3 Mark mehr. Sommergerste für Brauzwecke 200. Weizenmehl W XIII unb W XVI 27,15, Rogqenmehl R XIII 23,60, R XV 24, ch, plus 0,50 Mark Frachtausgleich. WeizennachM 16,50, Weizenfuttermehl 12,75, Weizenkleie 10,58, WXVI 10,79, Roggenkleie R XIII 9,81, RxN 10,05, alles Mühlenfestpreife ab Mühlenstation, soweit sie in ben Bereich ber Lanbesbauernschast Hessen-Nassau fallen. Soyaschrot mit Monopols, schlag (m. M.) 13, Palmkuchen m. M. 13,30, Erd« nußkuchen m. M. 14,50, alles Fabrikpreise ab fubb. Fabrikstation. Trockenschnitzel 9,30 bis 9,70, freu 11, Weizen- unb Rogeqnchroh, drahtgepretzt oder gebünbelt, 4,50 bis 4,70. Kartoffeln: geWMirfW hiesiger Gegend unoeränbert 2,80 bis 2,90 per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tenbenz ruhig. Daten für Dienstag, 11.Dezember. 1783- ber Dichter Max von Schenkendorf in Tilsit geboren (gestorben 1817); — 1801: ber Dramatiker Christian Dietrich Grabbe in Detmolb geboren (gestorben 1836); — 1843: ber Bakteriologe Robert Koch in Klausthal geboren (gestorben 1910); - 1874: ber Schauspieler Paul Wegener auf Rittergut Bischborf in Ostpreußen geboren. Ttunbfunfprogramm. Mllwoch, 12. Dezember: 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6 30: Gymnastik II. 6.45: Frühmelbungen. 6.55: Morgen- sprach — Choral. 7: Frühkonzert. 8.30: Gymnastik 9.15: Musik am Morgen. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 11.45: Sozialbienst. 12: Mittagskonzert/ 13: Saarbienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichtens bem Senbebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: NachM ten. 15.15: Dreimal 15 Minute aus bem Senoe- bezirk. 15.55 bis 18.05: Musterfenbung auf ave deutschen Sender. 16: Nachmittagskonzert. 18: M» Zeit und Leben 18.50: Unterhaltungskonzert. Das Leben spricht! 20: Nachrichten. 20.10: M« Saar — ben Weg frei zur Verstänbigung. 20-®- Stunbe ber jungen Nation. Deutsche HeldenUeNl. 21.10: Lachender Funk mit Helmuth Kruger. £• Nachrichten. 22.30: Tanzmusik. 24: Holles Maon gal-Chor. 1 bis 2: Nachtmusik. 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4V2% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Sert» 1 .................... Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. an. — Reichsbankdiskont 4 v. H , Lornbardzinsfuß 5 v. H. über „Geschichte uyd Heimatforschung . Alle Geschichte hat ihren Ausgangspunkt in ber Geschichte ber Heimat, besonders bei unserer Jugend. Volk unb Scholle gehören zueinanber, unb unlösbar ist damit verknüpft die Geschichte dieser Scholle. Daraus erhebt sich für den Lehrer, wie bie Schüler die Not- w endig kett intensiverer heimatkundlicher Forschung. Dazu gab der Redner eingehende und nützliche Ratschläge aus seiner Erfahrung auf diesem Gebiet. Das Ziel dieser geschichtlichen Forschung ist die Sammlung aller Beiträge zur Geschichte des Heimatdorfes Frankfurter Börse. rNlttagsborse: freundlich. Frankfurt a. M., 10. Dez. Die freundliche Stimmung an der Börse hielt an, doch entwickelte sich zum Wochenbeginn nur kleines Geschäft unb bie Kursgestaltung war etwas uneinheitlich, wenngleich Erhöhungen von burchschnittlich 0,25 bis 0,75 v. H. in ber Mehrzahl waren. Don ber Bankkund- schast lagen einige Kaufaufträge sowohl für Aktien, wie für Renten vor, es stauben ihnen aber einige Realisationen ber Kulisse gegenüber, bie man z. T. mit ben Steuerterminen am 10. unb 15. bs. Mts. begrünbete. Die Aktienmärkte waren heute etwas mehr be- achtet, besonders die mittleren Werte waren gefragt, jedoch waren auch bie sogenannten schweren Papiere zumeist höher. Von chemischen Werten setzten Farbenindustrie 0,50 v. H. fester ein, Scheide- anstatt blieben mit 196 unverändert, während Deutsche Erdöl 0,50 v. H. und Metallgesellschaft 0,25 v. H. nachgaben. Am Elektromarkt waren Siemens bei kleinstem Umsatz 3 v. H. höher. Schuckert, Gesfürel unb Bekula gewannen je 0,50 v. H., AEG. blieben behauptet, öahmeyer gingen um 0,40 v. H. zurück. Mainkrastwerke waren um 1 bis 1,50 v. H. höher gesucht. Der Montanmarkt lag überroiegenb fest, so zogen Gelsenkirchen unb Harpener je 1 v. H., Phönix 6,40 v.H. unb Rhein. Braunkohlen 1,50 v. H. an. Stahlverein lagen unoeränbert. Von Einzelwerten erhöhten sich Reichsbankanteile um 1,25 v. H., Hanfwerke Füssen um 2 v. H., AG. für Verkehrswesen unb Gebr. Junghans um je 0,50 v. H. Stärker gefragt waren in Reaktion auf bie letzt- tägige Schwäche Gement Heibelberg mit plus 2 bis 2,50 v. H. ca. Leicht abgeschwächt waren -Daimler Motoren (—0,40 v. H.), Hapag unb Norbb. Lloyb mit je minus 0,25 v. H., ferner gingen Bemberg erneut um 1 v. H. zurück Zellstoffaktien unb West- beutsche Kaufhof lagen gut behauptet. Am Rentenmarkt war bas Geschäft wesentlich ruhiger als am Wochenschluß. Kommunal-Umschul- bung notierten noch etwas höher, Zinsoergütungs- scheine unb 6 v. H. Stahlvereins-Bonbs lagen behauptet. Altbesitzanleihe gaben 0,25 v. H. nach, auch späte Reichsschuldbuchforberungen waren mit 98,40 nur knapp gehalten. Recht fest lagen Reichsbahn- Vorzugsaktien mit 116 (plus 0,40 v. H.). Im Verlauf schrumpfte bas Geschäft an ben Aktienmärkten stark ein unb bie Kurse bröckelten überwiegend um 0,25 bis 0,50 v. H. ab. Die Grundtendenz blieb aber durchaus freundlich. Etwas fester lagen Kunstseide AKU. 54,13 bis 54,25, Feinmechanik Setter 55,40 (55), Kali Westeregeln gingen in Bild unb Schrift. Dazu kommen bie Geschichte der Baudenkmäler des engeren Hoimatkrerses, die Sammlung der Lieder, Sagen, Sprichwörter, Jni'chriften, Mundart usw. Letzlich kommt dazu bie Fürsorge für bie noch vorhandenen geschichtlichen Wahrzeichen und Werttümer evtl. Anlegung eines Heimatmuseums. Quellen für solche Forschungen bieten sich zahlreich. Sn erster Linie sind zu nennen vorhandene Urkun- den des Landesarchivs, ber Pfarr- und Gemeinbe- archive, mündliche Ueberlieferungen. Dann vor allem die Heimatzeitungen mit ihren Beilagen, Zeitschriften. Entsprechenbe Abschnitte finb georönet zu sammeln, ferner Geschichtsbenkmäler, Kirchen, Schulen, Denkmäler, Brunnen, Häuser usw. Sedenfalls liegen hier Zukunftsaufgaben befonbc- rer und weitgehendster Art, deren Verwertung im Unterricht ohne Zweifel viel Frucht verheißt. G: „ besonders da, wo man das Gefundene sticht nur in neuen Archiven vergräbt, sondern vielleicht in Form von Heimatabenden die ganze Dorfgemeinfchaft an den gewonnenen Ergebnissen teilhaben läßt. Denn da wird unzweifelhaft Volkstumsarbeit im besten Sinne getrieben unb Heimat liebe zu Heimatglaube Buenos Atre-. Brüssel..... Rio de Jan. . Sofia...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... HelsingsorS.. Paris ...... Holland .... Italien..... Japan ...... Jugoslawien Oslo.....: Wien....... Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... Neuyork... g.Dezember Amtliche Dotierung Geld I Brie- Frankfurter Schlachlvlehmarkt. Frankfurt a. M., 10. Dez. A u f t rieb: 9ttn« ber 1260 (gegen 1213 am letzten Montagsmartti darunter 411 Ochsen, 85 Bullen, 326 Färsen, 439 Kühe. Kälber 579 (649), Schafe 230 (62), Schweine 3965 (4000). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 38, b) 33 bis 37, c) 28 bis 32, d) 24 bis 27. Bullen a) 34 bis 35, b) 31 bis 33, c) 27 bis 30, d) 24 bis 26. Kühe a) 31 bis 34 b) 26 bis 30, c) 19 bis 25, d) 11 bis 18. Färsen a) 38 bis 39, b) 34 bis 37, c) 28 bis 33, d) 24 bis 27. Kälber a) 47 bis 52, b) 36 bis 45, c) 29 bis 35 d) 22 bis 28. Lämmer und Hämmel b2) 34 bis 35 c) 30 bis 33. Schafe f) 25 bis 27. Schweine al) 53 a2) 50 bis 53, b) 50 bis 53, c) 48 bis 53, d) 44 bis 51, gl) 46 bis 48, g2) 40 bis 45. Sm Preisvergleich zum letzten Montag gaben beste Ochsen, Bullen unb Färsen 1 bis 2, mittlere Schweine 1 bis 2 Mark nach, beste Kühe zogen 1 und Kälber 2 Mark an, alles übrige blieb unverändert. Großhandelspreise für Fleisch unb für Fettwaren. Beschickung: 589 Viertel Rindfleisch, 52 ganze Kälber, 14 ganze Hämmel, 177 Schweinehälften, 18 Kleinvieh. Preise pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) 58 bis 62, c) 52 bis 56. Bullenfleisch b) 54 bis 56. Kubfleisch b' 40 bis 46, c) 26 bis 36. Färsenfleisch b) 58 bis 62, 52 bis 56. Kalbfleisch b) 62 bis 70, c) 56 bis 61 Hammelfleisch b) 70 bis 75. Schweinefleisch b) 72 bis 75. Roher Speck aus hiesiger Schlachtung unter 7 Zentimeter 77 bis 80, Flomen 90. Marktverlauf: ruhig. , „ Frankfurter Getreidebörse. Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse ........ 6 Klücknerwerke............... O Mannesmann-Röhren..MM.. 0 Datum 6% Deutsche Reichöanleihe v. 1927 6% ehem.7% Tt. Reichsanl. v. 1929 5^i% Boung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ebem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 671% Hess. Landes-Hypothekenbank Darmstadt Ltaui........ Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslvs.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mttAuslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar biü 1936 bVi% ehem. 4y,% Franks. Hyp.- Bank-Ltgu.-Pfandbriefe....... 6y.% ehem. 4/8% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Gvldpfe. .... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand. ortefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landcspfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 kteuergutsch. Verrechnungskurs.. 10-12- 96,9 98 65 104,5 - Frankfurt a. Di. Aerlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börfe Gchluß- kurs Schlußk. Mittag- börfe Datum 8-12. 10-12- 8.12. 10-12- Mansfelber Bergbau....... . 0 80 80 80 80.5 Kokswerke ................ .. 0 —— 94,4 95 Pbontx Bergbau........... Rheinische Braunkohlen .... .. 0 10 48,4 195,75 48 197 48,25 196 48,13 197,13 Rheinstahl................ .. 0 89,25 88,25 89,4 88,4 Vereinigte Stahlwerke...... .. 0 41,25 40,5 41,13 41 Olavi Minen ............. .. 0 12 12 - 12 12 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 109,5 107,5 109,5 107,75 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 109,5 109,25 108 108,5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7Vz 150 150 148 148 I. ®. Farben-Inbustrte..... .. 7 134 133,75 133,9 133,75 Scheideanstall............. .. 9 196 196 — — Goldschmidt .............. .. O 88,5 87 88,5 88 Rütgerswerke ............. .. O 96 94,75 95,25 94,75 Metallgesellschaft........... .. O 82 81,75 82 82 Philipp Holzmann......... .. 0 77,25 78 77,5 78 Zementwerk Heidelberg .... .. 0 104,75 106,5 - Cementwerk Karlstadt....... .. 0 135 135 - Schultheis Patzenhoser ..... .. O — — 101,75 101,13 Mu (Allgemeine Kunstseide) .. O 54 54 54,65 54,25 Bemberg................. .. 0 121,5 120,5 122 121 Zellstoff Waldhof .......... .. 0 45,5 45,75 46,5 64,5 45,5 Zellstoss Aschaffenburg ..... .. 0 64,5 64,5 64,75 Dessauer Gas ............. .. 7 — — 116,5 116,5 Daimler Motoren.......... .. 0 49 48,25 48,9 48,13 Deutsche Linoleum......... .. 0 62,75 62 62,13 61,9 Oren stein & Koppel........ .. 0 —— —— 89,25 88,75 Leonhard Tietz............ .. 0 32,75 32,25 32,5 31,9 ..10 193 194 193,13 194 Acru mulatoren-Fabrik...... .. 0 154,5 — 154,75 155,25 Conti-Gummi............. .. 0 132,5 132,75 133 133 Grtyner.................. .. 0 | 27,5 27 I 27,25 1 27,25 Mainkrastwerke Höchst O.9Ä. .. 4 81 1 Süddeutscher Zucker...... .. 8 1 - 1 176 1 17 8 Datum 8.12. 10-12- 8.12. 10-12- 4% desgt. Serie 11 ............. 8 8 — — 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4 4,1 4,2 —— 4^r"/->Rumän.vereinh.Rentev.l913 6,5 6,5 — 6,3 4% Rumänische vereinh. Rente .. 3,8 3,7 3,6 3,7 2H% Anatolier ............... 31 31 31 31,25 Hamburg-Amertka-Paket ..... O 27 26,5 26,9 26,9 Hamburg-Südam. Dampfschiff . O — — 23,5 23,25 Hanfa-Dampfschiff...........O * — — — Norddeutscher Lloyd .........O 29,75 —— 30 29,75 A.G. für Berkebrswesen vlkt. .. O 78,75 78 78,4 78,25 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 92,5 93 93 93 Commerz, und Privat-Bank ... O 69 69 69 69,25 Deutsche Bank und Dtsconto- GeseUschaft ............... O 71,25 71,25 71,25 71,25 Dresdner Bank.............. O 73,5 74 73,5 74 Reichsbank ................ 12 147 — — 148 Berlin,! 0.Dezember Geld Ameritannme ytoten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, A 1OO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. 2,442 58,01 54,85 12,285 16,35 167,79 21,06 61,73 63 is 80, „ 33,75 ■ *** ' I am Dienstag, 11. Dezember 193$ Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffeni 189 Drittes Blatt Mutsche Arbeitsfront: Oie Ausstellung der Bastler Eine Schau des Men Fleißes tei Tini ser, Ui MIM MW. Nachdruck verboten! 12. Fi^sitzung. Zeit z uns jetzt Die Ecke des Segelslugs und des Paddelsports. Alle einzelnen Stücke bieten sich, dank der sorgfältigen Arbeit der Ausstellungsleitung, in gutem Rahmen dar. Es bedarf kaum eine Betonung, daß die Dinge der Ausstellung unverkäuflich sind. Wendet man sich zunächst der Abteilung der- » Erregung zu sinnvoller Freizeitgestaltung". «i Suorte umschließen den Sinn der Ausstellung l »fommener Weise. Dem aufmerksamen Beer auf. „Die anderen ^Unterhaltungen können wir ja fü? ein anderes Mal aufsparen. Ich bin hundemüde." Er gähnte heftig und meinte: „Na — und für Sie wird es jetzt auch er wollte durchaus Borgloh von seinen trüben Gedanken ablenken. Und das gelang ihm vollkommen. Endlich gegen ein Uhr nachts merkte er, wie Friedrich Borglohs Züge Zeichen der Abspannung zeigten — wie seine Augen müder wurden. Da stand dk -rtnag die Schau tatsächlich manche wert- eil Anregung zu geben. Die Ausstattung der cm »schah in sehr ansprechender Weise durch Die Spielzeugecke. Im Vordergrund ein respektabler Erbhof. (Aufnahme: Photo-Pfaff.) sein, lieber Borgloh! Kommen Sie, ich begleite Sie herüber. Der Baderaum ist direkt neben Ihrem Fremdenzimmer. Erst nehmen Sie aber einmal das Schlafmittel. Der gute Talby hat es sicherlich schon trinkfertig auf Ihren Nachttisch gestellt. Wir haben schon manchmal solche Patienten hiergehabt, die auch behaupteten, nicht schlafen zu können. Am nächsten Morgen hätten wir beinah Kanonen abschießen können, um sie zu wecken." Friedrich Borgloh tat, was Mac Lean ihm geraten hatte. Er ging hinüber in sein Fremdenzimmer. Es war ein behaglicher Raum mit ruhigen, schönen Möbeln aus grauem Ahorn. In einer Nische stand das breite Bett. Eine Lampe am Kopfende gab einen behaglichen, gedämpften Schein. Auf dem Tische stand ein Glas, zum Viertel mit einer milchigen Flüssigkeit gefüllt. Friedrich- Borgloh trank sie hinunter. Sie schmeckte ein wenig bitter, aber nicht unangenehm. Dann zog er seinen Pyjama an, den der alte Diener bereits auf dem Bett ausgebreitet hatte, und ging ins Badezimmer nebenan. Er duschte sich warm und fühlte dann ziemlich bald eine angenehme Ermattung. „Gute Nacht, Borgloh!" rief hinter der Tür des Badezimmers Mac Lean. „Schlafen Sie gut und denken Sie an nichts mehr. Es wird alles gut werden. Das verspreche ich Ihnen." Bald lag Friedrich Borgloh in seinem Bett. Mac Lean schien recht zu haben: die Kognaks im Verein mit dem Schlafmittel ließen eine immer schwerere Ermattung in ihm aufkommen. Die trüben Gedanken, die ihn wieder überfallen wollten, konnten gegen diese Müdigkeit nicht ankommen. „Es wird schon alles gut werden!" Diese Worte waren das letzte, was er zu denken vermochte. Dann fiel er in einen schweren, traumlosen Schlummer. Mac Lean selbst hatte noch lange Zeit keinen Schlaf finden können. Er faß in feinem Arbeite zimmer, rauchte feine geliebte Pfeife. Sein Gesicht trug einen grüblerischen und ernsten Ausdruck. Nach einer Weile stand er auf, ging leise den Korridor entlang bis zum Fremdenzimmer, horchte an der Tür. Nein — es war alles still. Auch durch das Schlüsselloch fiel kein Lichtschein. Borgloh schien also wirklich schon eingeschlafen zu sein. Armer Kerl!, dachte Mac Lean, die Sache schmeckt schlecht-, sie schmeckt verdammt schlecht. Was wird aus alledem wohl noch herauskommen?" Roman von Rainer Selben. Urheitwechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (S.) ®llni‘< schöne Arbeiten: Gitarre, Schreibzeug, Schatulle. Den Jungen interessiert natürlid) besonders die hanseatische Kogge. *18d en war Pg. Andres mit bestem Erfolg iillimbernsroert ist in allen den Dingen, die siici Beschauer entgegentreten, der ungeheure ft nd die Sorgfalt, wie auch die Ausdauer, krön den meisten Fällen zu Werke gegangen ae.l:s war — wie die Ausstellungsleitung ver- nne, alles Qbtw : elften ■ )0, Koggen ■ , 171,50, alles 5- ; genannten $<; : GXI168M ' iXIV 165$) Bei WasseM ‘ Sommergm OIII unbl 50, R XV 24, ch. Weheim Wenenkleie \ e RXin 9,813 ) MhlmstM Lande-kMM ot mit MM mSUM- ^abriNIt W 9^ Äs 9,70. M oflehv. OE 2,SO bis W « g. lenbenj ich ■v LcMder ^l*tf bV N: l>er MA »tmolb I« Dakterioch > gestorben M, * iegener aus W 'N. gramm mich^er unbekannte junge Mann mit dem dunklen jMp nicht zu kennen. Auch ich habe ihn noch „Imuß zunächst unauffällig Zutritt in Ihr Hausr öükommen. Zum Glück hatte ich mich bei mein i£! iiioftümierung als Zigarettenhändler so un« fenntepf) gemacht, daß man in mir den Detektiv Tlac ii fern kaum vermuten wird. Außerdem scheint wer bei Tcü lachte Mac Lean: „Tlh ijft doch sehr einfach! Ich habe in Amsterdam m i -einige gute Freunde. Im übrigen, mein lieben ki.rgloh, Sie sind in Amsterdam recht leichtsinnig gMesen! Man spaziert in den kleinen Gassen knien Grachten nicht keck abends ohne eine Waffft I^rum. Hafenstädte sind immer ein etwas unsicher Pflaster. Wenn Ihnen irgendetwas pa\-- fiert H m, wenn Sie von hinten einen Schlag erhalten hätten und in eine der Grachten gestürzt waren Vein Hahn hätte nach Ihnen gekräht." Ttfrrjrbe Friebrich Borgloh sehr blaß: „TL'h-r wissen Sie, baß ich dort abends allein in nH’n-.r Verzweiflung einsame Spaziergänge ge- machhlbäbe?" — das haben mir meine guten Freunde dort richtet. Ich habe Sie nämlich ein klein wenig bewcach: lassen." „€5i glauben, daß mir eine Gefahr droht?" ,,J^ Glaube vorderhand gar nichts, als daß wir hier 3 Beginn einer Kette stehen, deren Ende wir Dd| nicht abfehen können. Da ist Vorsehen für tu= alle immer besser als Nachsehen. Aber nun )in Sie meinen Plan: Ich gebe jetzt ein Ielei j:T:im an einen meiner Freunde nach Amsterdam^ :i. Er ist schon instruiert. Es geht sofort banatr iin Telegramm mit Friedrich Borgloh un- terze'!ii t, an Ihre Gattin. Morgen früh treffen Sie rudern Londoner Bahnhof ein und bringen einem ^«und noch mit." col fein können. Zusammengetragen sind Ar- h ton Volksgenossen aus der Stadt und dem Kre s 56 bi5i ebörse. Aus der Provinzialhauptstadt. Schenken — aber mit Verstand. Um die Weihnachtszeit sind die meisten Frauen etwas zwiespältig gestimmt: schenken, ja! Aber was? Das macht ihnen Sorge. Der Geldbeutel hat dabei doch ein sehr ausschlaggebendes Wort mit- zureden. Aber auch die Bevorzugten, die es sich leisten können, mit einem langen Namenzettel die Läden zu durchwandern, haben Sorgenfalten auf der Stirn und wissen nicht, was sie schenken sollen. Da hilft nur eins: sich ganz fest in die Lage des zu Beschenkenden hineindenken, sich ihn selbst vor Augen stellen, seine Umwelt, seine Neigungen und seine Abneigungen sich vergegenwärtigen, die er im Laufe des Jahres doch gewiß einmal geäußert hat. Diele Frauen machen den Fehler, zu schenken, was ihnen selbst gefällt, was sie sich wünschen, und sie sind dann erstaunt, wenn sie mit ihrer Gabe nicht den Dank finden, den sie erwartet haben. Man soll nicht einem Onkel, der Wolle nicht leiden kann, ein Sosakissen sticken — die ganze mühsame Arbeit ist umsonst getan, während ihm ein hübsches Lederkissen wahrscheinlich viel Freude gemacht hätte. Der Hausfrau, die wenig Zeit zur Instandhaltung ihrer Wohnung aufwenden kann, ist mit einem Ziergegenstand, der aufgestellt werden soll, wenig gedient, ein kleiner praktischer Gegenstand, der ihr die Arbeit in der Küche erleichtert, wird ihr viel willkommener sein. Wenn man schenkt, soll man nicht Wert darauf legen, bei jedem Besuch wieder feststellen zu können, wie schön die Vase ist, die man geschenkt hat. Die Hausfrau in der Kleinwohnung wird für ein Geschenk, das sie in die Kredenz tun kann, dankbarer (ein, als für eines, das einen sichtbaren Platz beansprucht, der nicht vorhanden ist. Bücher zählen zu den schönsten Geschenken, aber sie sind auch etwas heikel. Man muß die Neigung des Empfängers genau kennen, muß unter Umständen feinen eigenen Geschmack ganz ausschalten können, um in jedem Falle das Richtige zu treffen. Man sollte kein Buch verschenken, ohne es nicht vorher wenigstens flüchtig durchzublättern und Stichproben zu lesen. Der Buchhändler, so gerne er uns auch berät, kann doch wirklich den literarischen Geschmack des Empfängers nicht kennen. Und hat man trotz guten Willens daneben getroffen, dann keine Empfindlichkeit, wenn es umgetauscht werden soll. Gerade der, der Bücher wirklich liebt, und dem, der sie schenkt, herzlich dankbar ist für seine Gabe, leidet unter einer falschen Wahl und wird nie ein Verhältnis zu einem Buch finden, das ihm nichts sagt, mag es auch ein noch so „berühmtes" fein. Im andern Falle wird er es aber nie zur Hand nehmen, ohne daß dabei ein freundlicher Gedanke zu dem Geber geht. Auch die allervraktifchsten Geschenke müssen ein weihnachtliches Aussehen bekommen, das mit etwas Grün und Silber, einem kleinen Licht, ein paar bunten Kugeln usw. leicht herzustellen ist. Besonders Kindern sollte man den Alltag, der nun einmal einem Anzug, Strümpfen oder Schuhen anhaftet, im wahrsten Sinne des Wortes „vergolden" — ein paar Nüsse in der Hosentasche, ein Notizbuch ober dergleichen lassen den Jungen schnell vergessen, daß er das Kleidungsstück ja sowieso hätte haben müssen. Die Patin soll auch nicht am Weihnachtsabend dauernd betonen, daß das gute Stück aber ja geschont werden muh. Diese Pädagogik I kann nach Weihnachten einsetzen. An den Festtagen aber sollen sich ja alle freuen — die Beschenkten und die Schenkenden. Schenken — aber mit Verstand unb sehr viel Liebe. Das sei bie Vorweihnachtsparole. Vornotizen. — Tageskalenber für Dienstag. NS.» Gemeinschaft „Kraft burch Freube", Haus ber DAF., „Und der Freund?" „Bin ich. Das ist doch ganz einfach. Ich habe großes Interesse daran, mich in Ihrem Hause einmal umzusehen und vor allen Dingen Mister und Mistreß Parkins kennenzulernen. Einverstanden?" „Ich bin mit allem einverstanden, was Sie richtig finden, Mister Mac Lean!" sagte Friedrich gepreßt. „Und nun danke ich Ihnen herzlich. Ich werde also für heute nacht nicht nach Haufe zurückkehren, sondern in ein Hotel gehen. Viel schlafen werde ich allerdings nicht, das fühle ich schon", sagte er mit einem trüben Lächeln. Mac Lean drückte Friedrich Borgloh sehr energisch auf den Klubsessel zurück: „Das ist Nonsens, was Sie da vom Hotel sagen, Borgloh! Mein Fremdenzimmer ist immer gerüstet. Machen Sie mir die Freude — bleiben Sie hier! Mein guter Talby jammert ohnehin schon seit langem, daß unser Haus so einsam ist." „Wie soll ich Ihnen das alles einmal vergelten, Mac Lean? Sie sind wirklich rührend zu mir!" „Na — warten Sie nur ab, wieviel Millionen ich dann von Ihnen verlangen werde, wenn wir die Sache aufgeklärt haben!" scherzte der Detektiv. Dann fuhr er, ernster werdend, fort: „Sie wissen doch, Borgloh, daß ich Sie von Herzen schätze. Wenn es mir gelingt, in das Dunkel Ihrer Ehe ein wenig Licht zu bringen unb Sie vielleicht wie- ber mit Ihrer kleinen Frau zusammenzuführen, bann ist bas für mich etwas sehr Schönes. Unb nun kein Wort weiter von Dank unb berartigem Unsinn! Sie haben jetzt nichts zu tun, als sich vorzunehmen, sehr gut zu schlafen." „Ja — wenn es mit bem guten Willen schon getan wäre!" „Dann helfen wir eben bem guten Willen mit ein paar orbentlichen Kognaks unb einem Schlafmittel nach. Im Ernst, Borgloh, Sie müssen schlafen! Sie können nicht wissen, wie Sie in ben nächsten Wochen Ihre Nerven noch brauchen werben. Unb bis Sie fdjlafmübe finb, erzählen Sie mir ein bißchen von Ihren aftikanischen Erlebnissen. Ich habe mich gerabe in ber letzten Zeit mit ein paar Giftfällen herumschlagen müssen, bie ich in meiner Praxis erlebt habe. Ich vermute, ba steckt irgenb» ein neues Teufelszeug aus exotischen Pflanzen ba» hinter. Wenn Sie mir ba ein bißchen Aufklärung geben könnten, würben Sie mir einen großen Gefallen tun." . Friebrich Borgloh war beinah erfreut, daß er Mister Mac Lean mit irgend etwas dienen konnte. Und alsbald saßen bie Männer über bicken Büchern mit chemischen Formeln unb Notizen in ber Bibliothek Mac Leans. Friedrich Borgloh erklärte unb sprach eifrig. Mac Lean hörte anscheinenb un- : geheuer interessiert zu, warft sachverstänbige Fragen bazwischen, wollte immer Neues wissen. Heim- : sich aber mußte er lächeln. Wenn der gute Borg- i loh ahnte, daß er all das, was er jetzt fragte und von ihm erklärt bekam, schon längst wußte! Aber >ei! Hilfsarbeiter und ber Schuhmachermeifter usw. fii in bunter Reihe nebeneinander vertreten. i - nicht leicht, die Bastler zu veranlassen, Sboeiten zu zeigen, denn Bastler finb ber ...yil u s ellung ihrer Person im allgemeinen ab- 'dm von hold.l C ist um so erfreulicher, baß biefe Aussteller der Sh? lung ngu anbe gekommen ist, weil in ihr boch viele Tinge rithalten sind, die einem breiteren Kreise zembn: Gymnastik £• mgen. 6.55: tert. 8-30: SB : MchrM ■ 12: Mittags'^ 3.10: MchrM -beucht. 15- J* ute aus bem • ifterfenbung < ttagskonzert. > !°ltungslonzL richten. 20-10', ®erL*L W nie | yijijti-eit. Auch in den Verbrecheralben, bie ich 7eSh mir i jr Sicherheit gestern bei meinem guten Freu Mi in Scottlanb Pard, bem Inspektor Mel- f lingtM langefcfjaut habe, ist sein sympathisches it. AntWncht zu finben. Ich möchte also benken, baß -- dieser: junge Mann auf dem Parkett des Londoner IBerbmifj-rtums noch keine alte Rolle spielt. Silier» bingei ss: er dafür schon äußerst geschickt, wenn es ihm :g!kmg, mich in diese Falle zu locken. Ich habe nun. tfilcmben Plan: Sie telegraphieren von Am- fterMn uus, daß Sie morgen früh in Begleitung einesn inen Freundes aus Amsterdam ankommen." Fr Und) Borgloh fragte verständnislos: ':'ann ich denn von Amsterdam telegraphieren, >vkM ich bereits in London bin?" 7. Kapitel. In ihrem Toilettenzimmer faß Eva Borgloh. Sie war gerade aus dem Bad gekommen. Ein Kimono aus lichtgrüner Seide, mit großen weißen Schmetterlingen bestickt, legte sich eng um bis schlanke Gestalt. Die Zofe ftanb hinter ihr und legte Evas Haar in leichte Wellen. „Was meinen Sie, Lizzi, was ich heute zum Nachmittagstee anziehen soll?" „Ich denke boch, bas Weiße, Mistreß Borgloh! Das Weiße mit bem roten Seibenjäckchen." „Meinen Sie?" fragte Eva nachbenklich. „Ja — vielleicht! Geben Sie mir boch noch einmal meine Schmuckkaffette her, Lizzi!" Die kleine, flinke Zofe in bem schwarzen Sei» denkleibchen unb bem weißen Schürzchen lief zu bem verborgenen Safe an ber Wand. Die seidene Tapete mit den Rosenmustern war so darübergeklebt, daß nur sehr aufmerksame Augen bie kleine Naht in bem Gewebe sehen konnten. Ein winzig kleiner Kopf, gleichfalls mit biefer rosa Seibe überzogen, war bie Oeffnungsstelle. Die Zofe brückte auf biefen Knopf. Eine kleine Tür schob sich zur Seite, bahinter kam eine kleine, bicke Stahlplatte zum Vorschein, bie ein außerorbentlich geschickt angebrachtes Kunstschloß aufwies. Eva ftanb auf, nahm aus ihrem Toilettentisch einen kleinen Schlüssel unb reichte ihn der Zofe. Diese schloß das Safe auf. Die kleine Stahltür sprang auf und gab eine Wandnische frei. Diese Nische war mit dunklem Samt ausgeschlagen und hatte mehrere Fächer. Jedes dieser Fächer barg eine Anzahl von ledernen Etuis. Die Zofe brachte Eva eines dieser Etuis. Evu stellte es vor sich hin — öffnete es. Mit entzückten und gierigen Augen betrachtete sie den Inhalt des Kästchens' Auf schneeweißem Samt ruhte eine Kette von Rubinen, darunter lagen zwei Armreifen und ein Ring mit einem großen, frei gefaßten Rubin. Das Sonnenlicht vom Fenster her fiel auf die Steine. Sie leuchteten auf, glühend, geheimnisvoll unb üppig. Lizzi sah ihrer Herrin über bie Schulter: „Alles wunderschön, Mistreß Borgloh!" versicherte sie. „Es ist nicht zu glauben, was bie Juweliere heutzutage für Jminationen Herstellen. Die Steine sehen aus, als wären sie gerabezu aus Afrika geholt. Unb babei finb sie boch nicht echt. Es ist nicht zu glauben." Eva Borgloh lächelte leicht: „Nein — es ist wirklich nicht zu glauben, Lizzi! Unb boch ist es so. Aber Sie wissen — kein Wort darüber zu irgend jemand. Ich möchte nicht, baß irgend jemand aus der Gesellschaft erfährt, daß ich mich mit unechtem Schmuck zufriedengeben muß. Erst neulich sagte bie Herzogin von Devons zu mir, daß sie mich um meine schwarzen Diamanten geradezu beneide. Ich würde mich lächerlich machen, wüßte jemand, baß alles nicht echt ist." . (Fortsetzung folgt!) tmevkSfL.uS01 ixju/uij m |cyi un|pieujtnuec m>eqe umuj U: At )lte! Rühl (Garbenteich). Um die Sammlung ^etre’be im be ’...... ~ ' '' ' ' “ ' ' "UJen,b W be Reichsstch^. lr ^Wch hie 1 Öuttermitt. mi W» unb (kjte wt sich wterijintbi;..’. ihr ^cker k He i i yause ber Deutschen Arbeitsfront in ber Sl cknzmstraße (Saal) ist gegenwärtig, veranstal- 1 ' poi ber Deutschen Arbeitsfront („Kraft burch FrecndeS eine Ausstellung zu sehen, die nicht alb Fäfife ist. Arbeiten von Bastlern finu zusammen- * gi unb zur Schau gestellt worben, bie^sich eqnisse eines stillen Fleißes bartun unb einen ji Anblick in bas Wesen berjenigen Volksge- nGs'In estatten, die neben ihrer täglichen Arbeit im ISterjtf seit und Kraft genug finden, sich mit ihrem gG Sein einer Liebhaberei zu widmen unb Tlcjt Haffen, bie für die Verfertiger, wie auch oft* i'lriien Kreis ber Familie unb barüber hinaus ;rße Freube bedeuten. Die Ausstellung steht unte lt itn Motto: rücken. contag die Fachgruppe des der Deutschen Arbeitsfront Aufruf 1 an alle Betriebsführer, Handwerksmeister, Geschäftsinhaber. lieben durch eine großherzig Gefolgschaftsmitgliedern cfc lüchleimng latltagabe 10. Dez. Die Bubt:- ** lsgesellfchaft L ®en$ Die ersten Fronikämpferkreuze in Siegen. und K- üft Das neue Gewächshaus im Voiauischeu GM dem Utig *♦ Bekämpfung der Schnakenplage. Die Polizeidirektion Gießen teilt folgendes mit: Nach lidebe Yantf me :sau truier öpejiuijirmu genesen wuroe, qi umu •>- ziehung lediglich Gießener Handwerker P worden. lunqen len Lei »Segen: jichen! Dksamke Iber au MtL LPD. Wetzlar, v. Jungs che Handelsgesellschaft essengemeinschaft Hessen-Nassauischer Hütten^ Buderuswerke) hat für Sonderzuwendungen ad Gefolgfchastsmitglieder anläßlich des bevoMM Weihnachtsfestes 14 0 0 0 0 Mark zur 3erir- gestellt. dürfe man nicht erwarten, daß nach über 14jähriger marxistischer Mißwirtschaft innerhalb kurzer Zeit alle Not vollkommen beseitigt werden könne. Nach den mit lebhaftem Beifall aufgenommenen Ausführungen sprach Prokurist Hahn über die Bedeutung der Sparerschutzkassen im nationalsozialistischen Staat. Nach Bekanntgabe einiger geschäftlicher Mitteilungen und des Arbeitsplanes im neuen Jahr sprach Herr Lorenz noch kurz über die Bedeutung des Saargebietes und empfahl, den Anwesenden, von der günstigen Sonderzuggelegenheit am Sonntag zum Besuch der großen Saarkundgebung in Frankfurt im „Hippodrom" reichlich Gebrauch zu machen, parole: Wir helfen! - Bunter Abend der Fachgruppe Gaststättengewerbe. * hren M ztnc !Jt6 ,l)8t Lotten u groß Der Bezirksleiter der Deutschen Arbeitsfro" gez. Becker, Landesobmami. Der Treuhänder der Arbeit Hessen: gez. Schwarz. 140 000 Mark für Weihnachtszuwendungen. iitbwW 4 Ehrest ^ntDerte« Iti l unb g intnerte da: ''»erbe., -’iBrüh Kamilienzusammenkunst der Heimatvereinigung Gchiffenberz Erkennt ertragt nö :? Ztalien k-1 mit os Mtnisse; rii einem i.Il den in s liefen. ler Bor c:i|ben Z 'Je ®arö< iijen Zi i; < er m >!:ckÄchni t: Aschen R öl| er jträf Fiumes si bi.i hohe S Id.'!'ft ben nisten uni illii nod) ab i r | schilde eine geräuschvolle Rundfunkübertragung, inszeniert worden war, fand der Abend mit Tanz seinen Abschluß. Der Ertrag der Veranstaltung wird Winterhilfswerk überwiesen. In der Oberhesstschen Gesellschaft für Natur- Heilkunde sprach Umversitätsprofessor Dr. Küster über das Problem der Pflanzengallen. Nach einer W wünsi jWnn ■Wmerk.. Hu einem wohlgelungenen bunten Abend vereinigte am gestrigen Montag die Fachgruppe des Gaststättengewerbes in i. _ ihre Mitglieder und insbesondere auch die Mitglieder des Reichseinheitsverbandes des Gaststätten- aewerbes (Ortsgruppe Gießen) sowie zahlreiche Gäste im Eaf6 Leib. Der Abend stand im Zeichen der Verbundenheit in der Betriebsgemeinschaft, die auch im Gaststättengewerbe mehr und mehr an T teuei ♦912. 1U8 ' M '■ Hiernach ergibt sich aber auch die Taft in der Stadt Gießen noch nicht alle Pech Anspruch auf ein Ehrenkreuz haben, den chenden Antrag gestellt haben. Das wird verliehen an Frontkämpfer, KriegsteilmqM'. Witwen und Eltern Gefallener, an denN^ Verwundung oder in Gefangenschaft Av oder verschollener Kriegsteilnehmer. Nach b« ordnung über Stiftung eines Ehrenkreuzes dazu ergangenen Ausführungsvorschriften liß Frist zur Stellung des Antrages bis zum 31 19 3 5. Den Säumigen wird aber empfohlen, sie in den Besitz eines Ehrenkreuzes kam len, alsbald ihren Antrag einzureichen, da oft langwierigen Feststellungen rechtzeitig et! werden können. Ausdrücklich wird noch darauf hingewiesen, die zur Empfangnahme des Ehrenkreuzes ta stehenden Personen rechtzeitig schriftlich richtig! werden. Es mögen deshalb vorerst nötigen Anfragen und Reklamationen unt Umständen unterbleiben. Die nächste Ausgabe erfolgt nach weiterer hing von Ehrenkreuzen. Die Polizeidirektion Gießen teilt uns mit: Heute werden erstmals 500 Frontkämpfer in der Stadt Gießen zur Entgegennahme der ihnen verliehenen Ehrenkreuze des Weltkrieges aufgefordert. Die Verleihung erfolgt im allgemeinen nach alphabetischer Reihenfolge und nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Ehrenkreuze. Anträge und Gesuche wegen einer bevorzugten Behandlung werden im Interesse einer geordneten und raschen Abwicklung des Verleihungsverfahrens nicht berücksichtigt. Bis jetzt sind bei der Polizeidirektion Gießen über 3000 Anträge auf Verleihung des Ehrenkreuzes eingegangen, die alle bis auf einen Rest zum Verleihungsverfahren vorbereitet find. Dieser Rest setzt sich aus Anträgen zusammen, die in aller- letzter Zeit eingegangen sind und solchen, bei denen die Eigenschaft des Antragstellers als Frontkämpfer oder Kriegsteilnehmer nicht einwandfrei nachgewiesen worden ist und demzufolge Rückfragen bei der Zentralstelle in Spandau erforderlich waren, deren Erledigung noch aussteht. Elternabend der Oeffentlichen Handelslehranstalt Gießen. Man berichtet uns: Das Cafe Ebel sah am Samstag eine frohe Gemeinde. Der große Saal und der angrenzende Nebenraum waren so überfüllt, daß kein Stuhl mehr unterzubringen war. Die OHL. hatte ihre Schüler und Eltern zu einem Elternabend eingeladen, um das notwendige Gemeinschaftsgefühl und -leben innerhalb der Schule zu pflegen. Mit einer Sonate von Händel wurde der Abend eröffnet. Der Schulleiter, Dr. Kruse, begrüßte alle herzlich und wies darauf hin, daß alle Lehrer der Anstalt es nicht als eine Pflicht, sondern als eine Notwendigkeit ansehen, enge Gemeinschaft mit Eltern und Schülern zu pflegen. Er kündete den weiteren Inhalt des Abends an und hob hervor, wie dieser Abend Eltern und Schüler aus den verfchie- denften Kreisen vereint. Er sei ein rechter Ausdruck des Tages der Nationalen Solidarität. Dr. Kruse schloß seine Ausführungen mit einem Sieg-Heil auf unseren Führer als den Mann, der die Nationale Solidarität fest geschmiedet hat. Der Abend brachte dann die verschiedensten musikalischen Vorträge, die von den Schülerinnen Kren- zien, Trümpert, Seim, Müller und G o p - p e l t und von den Schülern Fornoff, Fischer und Hinkel ausgeführt wurden. Dr. Müller sprach eine Dichtung von Rilke. Im Mittelpunkt des Abends stand die Ankunft des Nikolaus'. Mehr als eine Stunde lang prasselten seine heiteren Anklagen in Versen auf die einzelnen hernieder: Strafe und Lob wurden erteilt. Drei Säcke Geschenke brachte er mit. Auf Veranlassung des Schulleiters durfte es ich nur um kleine Aufmerksamkeiten und nicht um vertvolle Sachen handeln, damit die Taschen der Schüler und Eltern nicht beansprucht wurden. Nach einer kurzen Pause folgte, durch Till-Eulenspiegel angekündet, eine Szene über einen häuslichen Streit, den Schüler und Schülerinnen der HO. zur Dar- tellung brachten. Ganz hervorragend war auch das Zwiegespräch, das Irene Sch etter unb Hilde Jung führten. Don den vielen Darbietungen seien nur noch das Melodram von den Schülerinnen Trude Müller und Margot G o p p e l t und das Lied, gesungen von Marie Seim, genannt. Um 23.30 Uhr, nachdem noch eine Sammlung für das Winterhilfswerk durchgeführt worden war,'ging alles in froher Stimmung nach Hause. Der Zweck des Abends, eine Gemeinschaft herzustellen und ein rohes gemeinsames Fest zu begehen, war erfüllt. Durch die freudige Mitwirkung von Schülern und Lehrer war das schöne Fest zustande gekommen. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 11. Dez. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten. Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mart, Landbutter 1,42, Matte 25 Pf., Käse, tens unserer Universität die langersehnte 9^* heit gegeben worden, Warmhauspflanzen o R anderem Umfange züchten zu können, als te her möglich war. Das neue Gebäude ist genau so lang wie das abgebrochene, heblich tiefer. Den schönen KakteenbeM^ Gießener Botanischen Gartens ist sachgemäße Aufstellung gesichert, unb ts ® möglich, koloniale Pflanzen unb tropische anberer Art bem Gießener Publikum ju Daneben läßt sich hoffen, daß gerade di« im nischen Garten zu Gießen betriebene richtung durch das neue Haus sich in geeint-- Weife fördern lassen wird. Wenn die SW günstig ist, wird schon in wenigen Monaten n reicher Flor die schönen, Hellen, neuen Räumt Bei der Nachfeier im Saale bei6t f e n b e r fl s begrüßte Oberforstmeister Rico nach dem Prolog und einem Musikstück die $ er führte dann etwa folgendes aus: Es zu einer lieben Gewohnheit geworden, i" Heimatvereinigung alljährlich Weihnachtens, men zu feiern. Weihnachten m seiner b opPjJ beutung. Einmal als der symbolische y« bie Grunblage unseres Christenglauben». Geburtstagsfest unseres Heilandes, unb i als bas ureigenste beutsche Familienfest etwas besonderes um unsere beutsche W Unser deutsches Weihnachtsfest ist der Ausdruck des deutschen Gemüts. Weihnachl e Strom der inneren Liebe, der von der Betlehems Stall ausgeht und der gerade 3■- Das Fest der deutschen Weihnacht steht vor der Tür. Viele sozial empfindende Betrieb sführer lassen in diesen Wochen, je nach ihrer wirtschaftlichen Mög- lichtest, ihren Angestellten und Arbeitern eine Weihnachtsvergütung zukommen. Wir erinnern alle Be- triebsführer auf das Nachdrücklichste an diese leider nicht mehr überall herrschende alte deutsche Sitte. Wir halten es für eine absolute Ehrenpflicht jedes Betriebsführers, daß er seinen Mitarbeitern zu Weihnachten als Dank und Anerkennung für die während des Jahres bewiesene Treue und Sorgfalt in der Erfüllung der täglichen Pflicht und Arbeit eine solche Weihnachtszuwendung zukommen läßt. Jeder Betriebsführer halte sich vor Augen, daß er gerade zum Weihnachtsfest Gelegenheit hat, den Geist nationalsozialistischer Betriebsgemeinschaft durch großherziges, wahrhaft soziales Handeln zu beweisen. Jedes Gefolgschaftsmitglied wird ihm dafür durch größere Arbeitsfreudigkeit unb stärkere Betrieb sverbundenheit seinen Dank erweisen. Es ergeht deshalb der Aufruf an alle Betriebs- führer, Handwerksmeister und Geschäftsinhaber: „Erweist euch zu Weihnachten des Ehrennamens eines deutschen Betriebsführers würdig. Denkt bei. ischi d|h abe. kurzen Einleitung, in der das Wesen der Gallen erläutert wurde, wandte sich der Vortragende zu den Fragen, welche die Aetiologie und Entwicklungsgeschichte der Gallen heute noch ebenso wie vor Jahrzehnten und vor Jahrhunderten den Forschern stelle. Er führte aus, daß in jüngster Zeit die Theorie der chemischen Gallenerzeugung durch neue Errungenschaften der experimentellen Pflanzenphysiologie wesentliche Stützen erhalten hat. Die vergleichende Anatomie, welche die Struktur der Gallen mit der der normalen Wirtsorgane vergleicht, stellt fest, daß viele Gallen eine ähnliche Struktur aufweisen, wie normale Achsen, daß andererseits ihre Gestaltungs- unb Differenzierungsprozesse eigenen Regulationswirkungen gehorchen, so daß man mit vielen Gallen ein „Organ eigener Art" vor sich zu Haden glaubt. Die Frage, ob in einer Galle neuartige Zellenformen erscheinen können, würbe eingehend geprüft und verneint. Weiterhin behandelte der Vortragende die Einrichtungen der Gallen, die diese zu Gebilden werden lassen, deren Funktion in hohem Maße zweckmäßig für den Schmarotzer ist; das Problem der „fremddienlichen Zweckmäßigkeit" wird abgelehnt. Gallenerzeuger, die sich im Experiment beliebig zur Ausübung ihres wunderbaren Könnens bringen lassen, sind nicht bekannt — höchstens das Bacterium tumefaciens wäre zu nennen, das an Wirtspflanzen der verschiedensten Art umfangreiche Gallenwucherungen entstehen läßt. An den Gallen dieses Bac- teriums ist schon sehr oft die Frage erläutert worden, inwieweit sie mit den Krebswucherungen des Tier- und Menschenkörpers verglichen werden können. Der Vortragende kann eine Vergleichbarkeit diesen beiden Objekten in keiner Weise zugestehen. Jahreshauptversammlung »es Gparerbundes. Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Sparerbundes, Ortsgruppe Gießen, fand am Sams- tag im „Hessischen Hof" statt. Der Versammlungs- leiter H. Lorenz erstattete den Jahresbericht, aus dem hervorging, daß gerade in den letzten Monaten sich der Mitgliederbestand recht beträchtlich erhöht und seit dem Tage der Nationalen Erhebung, dem 30. Januar 1933, sich verdoppelt habe, ein Beweis, daß man im Dritten Reich der Aufbauarbeit des Sparerbundes wieder völliges Vertrauen schenke. Auch die jüngere Generation beginne erfreulicherweise jetzt, im Gegensatz zur Zeit des marxistisch- demokratischen Novemberstaates, sich immer mehr ür bie Bestrebungen bes Sparerbunbes zu interef» ieren. Nach einem (Bebenfen an bie vier Toten )er Ortsgruppe im vergangenen Jahre, zu deren Ehren die Versammelten sich von den Plätzen er- hoben, erstattete Herr N o r t h den Kassenbericht, aus bem ein kleiner Kassenüberschuß für bas vergangene Jahr zu verzeichnen ist. Der stellv. Landesverbanbsführer Juftizrat L i n b t - Darmftabt gab hierauf ein Schreiben der Reichsleitung des Sparerbundes bekannt, wonach der langjährige stellvertretende Ortsgruppenvor- sitzende H. Lorenz zum Ortsgruppenführer der hiesigen Ortsgruppe ernannt ist. Der neue Ortsgruppenführer gelobte, das Erbe des seitherigen Vorsitzenden, Herrn Reiber, in Ehren zu halten und getreu den Richtlinien der Reichsleitung Folge zu leisten. Zum stellvertretenden Drtsgruppenfübrer wurde Sparerschutzkasse-Annahmestellenleiter Pg. Prokurist Rud. Hahn ernannt. Dem engeren Vorstand gehören weiter an Fr. North als Kassenwart, Pg. Musiklehrer Kruse als Schriftführer, Rentnerbundsführer Mades, sowie die Pgn. No- tar und Rechtsanwalt Luley und Ingenieur Merten. Justizrat Lindt- Darmstadt behandelte dann das Thema „Aktuelle Sparer- und Rentnerftagen". Er befaßte sich u. a. mit der Neuregelung Der Genußrechte der Jndustrieobligationen, dem Schutz -er Kleinaktionäre, dem Wertpapierschutz, der Börsenreform und dem Rechtsanspruch der Rentner. Im Reiche Adolf Hitlers sei schon mancher Erfolg für die Sparer und Rentner erreicht worden, doch das Stück 4 bis 10, Eier (frische) 14, (ausländische) 10 bis 13, (inländische, Kühlhaus) 10 bis 13, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 12, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15-bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 70, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 7 bis 12 Vf., Birnen 6 bis 10, Nüsse 40 bis 50, Honig 45 vis 50, junge Hähne 85 bis 90, Suppenhühner 70 bis 75, Gänse 70 bis 75, Enten 80 bis 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 20 bis 60, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 30. innerer Kraft gewinnen soll. Die Veranstaltung war durch den Ortsfachgruppenleiter Goltermann gut vorbereitet unb nahm einen sehr harmonischen Verlauf. Die Musikkapelle Krengel bestritt in untadeliger Weise den musikalischen Teil der Ver- anftatiung und erwarb sich für ihre Darbietungen dankbaren starken Beifall. Die gute Tanzmusik machte insbesondere der Jugend viel Freude. .Der Kreisfachgruppenwalter, Herr Mühl, hielt eine kurze Ansvrache, in der er alle Teilnehmer des Abends herzlich willkommen hieß und betonte, daß es erfreulich fei, daß sich nunmehr auch im Gaststättengewerbe das Verständnis für die Betriebs- gemeinfchaft als solche anbahne und sich Vetriebs- führer und Betriebsgefolgschaft mehr und mehr kameradschaftlich verstehen lernten. Im Verlauf des Abends hielt auch der stellvertretende Ortsgruppenführer des Reichseinheitsverbandes des Gaststätten- geroerbes eine kurze Ansprache, in der er vom Sinn oer Volksgemeinschaft, von den großen Erlebnissen des Wettkrieges, von der Volkwerdung unter Adob Hitler sprach und schließlich auch der Volksgenossen an der Saar gedachte, deren Freiheitsstunde nun buch schlagen werde. Mit einem dreifachen „Sieg- Heil!" auf den Führer Adolf Hitler, mit den .gemeinsam gesungenen ersten Versen des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes klang die Ansprache aus. Ein großer Teil des Abends war unterhaltenden Darbietungen gewidmet, die durch Mitglieder unseres hiesigen Stadttheaters bestritten wurden. Herr Paul Nieren schuf mit feiner aufgeräumten, Stegreiflustigkeit die vorbereitende Stimmung, indem er feine Kolleginnen und Kollegen mit jener Mischung von Verehrung, Humor, Selbstironie und harmlosem Spott das Feld bereitete. Sein Auftreten wurde immer wieder zu einem persönlichen Erfolg. Gert Geiger trug zunächst ein Loblied auf den Rheinwein und dann die kleine Geschichte von dem enttäuschten Bankdirektor vor; später brachte er noch einen kleinen philosophischen Erguß über ein Lotterielos, sowie unter dem Titel „„Psychiatrie" eine luftige Szene zu Gehör. Man folgte mit großer Aufmerksamkeit. Fräulein Hilde Plank wußte mit zwei Tänzen, einer Serenade und einem Scherzo, ganz ausgezeichnet zu gefallen. Fräulein Hansi S a l z m a n n fang in ihrer beschwingten Art zwei Lieder („Liebe, du Himmel auf Erden" und „Das Märchen vom Glück"), für die sie starken Beifall quittieren konnte. Herr Franz Valckenberg errang mit der Arie des Waffenschmied (Lortzing) und dem lebendigen „Fünftausend Taler" einen Sondererfolg. Herr Weiser gefiel mit einigen Arien und Liedern („Heimliche Aufforderung" von Strauß, „Treu fein liegt mir nicht", ein heiteres Lied) und errang starken Beifall. Nachdem noch durch die Herren Geiger, Valckenberg und Nieren ein luftiger Sketsch, Bastelausstellung. — Stadttheater: 20 bis 22.15 Uhr „Das Spiel von den heiligen drei Königen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Reiter von Deutsch-Ostafrika". — Reichskammer der bildenden Künste: 16 bis 18 Uhr, Turmhaus am Brand, Weihnachts-Ausstellung. — Stadttheater Gießen: Heute 20 Uhr, „Das Spiel von den heiligen drei Königen", nach der Weihnachtslegende von Felix Timmermans. Mit dieser Erstaufführung kommt in Gießen zum erstenmal ein Bühnenwerk dieses niederländischen Dichters zur Aufführung, der in Gießen von seinem Wirken im Goethe-Bund noch bekannt ist. Spielleitung dieser Erstaufführung liegt bei Intendant Hanns König. Beamtenversammlung in Gießen. Das Amt für Beamte, Kreis Gießen, gibt bekannt: Am kommenden Freitag, 20 Uhr, findet im (Iaf£ Leid eine Beamtenoersammlung des RDB., Kreis Gießen, statt, in der der stellv. Kreisleiter Pg. H o p f e n m ü [ l e r sprechen wird. Es wird vollzähliger Besuch der Beamtenschaft unter Mit- führung der Fachschaftsfahnen erwartet. Boden- und eigenständige Kleidung für Bäuerinnen. Innerhalb der Landesbauernfchaft ist man mit der Einführung einer eigenen, hoben« und eigenständigen Kleidung für Bäuerinnen und Jungbäuerinnen beschäftigt. Zunächst propagiert man die Einführung besonderer Jäckchen für Die einzelnen Landesteile, so für Rheinhessen, Nassau, Ober- Hessen und den Odenwald. Das „Odenwälder Jäckchen" ist ein Strickjäckchen. Seine Farbe ist schwarz. Für junge Mädchen kann das Jäckchen auch in lichterer Farbe angefertigt werden. Die Verzierung ist blau-grün, bräunlich ober rötlich. Wild für das Winterhilföwerk. Beim Forstamt Gießen, der Sammelstelle für Wilbspenden ber Jägerei zum Besten bes beutschen Winterhilfswerkes, finb bis zum vorigen Samstag aus Stabt und Kreis Gießen insgesamt 7 Rehe und 55 Hasen abgeliefert worden. Die Viehzählung in Gießen. Die Viehzählung am 5. Dezember ergab im Bezirk der Stadt Gießen (einschließlich Schiffenberg) folgenden Viehbestand (bie Vergleichszahlen von ber Zählung am 5. Dezember v. Js. finb in Klammern beigefügt): Pferbe 262 (243), Rinbvieh 296 (293), Schafe 33 (23), Schweine 654 (564), Ziegen 157 (163), Kaninchen 2408 (im vorigen Jahre noch nicht gezählt), Febervieh 11914 (10 284), Bienenstöcke 228 (263). Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. tarn- i h plan*1 Das neue Gewächshaus im Botanischen Garten bedeutet für bie Stadt Gießen unb für unsere Universität ein Geschenk von hervorragender Bebeutung. Das alte Gewächshaus war den Gießenern zwar lieb unb wert unb außerbem ein gewohnter Anblick im Botanischen Garten, aber im Laufe ber Jahre hatten sich bie Fenster allzu sehr getrübt unb waren zum Teil blinb unb unburchsichtig geworben. Der Raum war so eng, baß er nicht mehr ausreichte, um auch nur bie notroenbigften Bestäube in sich aufzunehmen. Die Eisenkonstruktion war schabhaft unb baufällig geworben, so baß bie Erstellung eines neuen Gewächshauses unumgänglich notwenbig würbe. Das neue Gewächshaus konnte vor einigen Tagen fertiggestellt werben, nachbem ber Bau in Der» chiebenen Etappen im Laufe ber Jahre 1933 unb 1934 erfolgte. Mit ber Einräumung ber Planzen- bestäube konnte bereits begonnen werben. Mit bem neuen Haus ist ber Leitung bes Botanischen ©ar« Die Heimatvereinigung Schiffenberg veranstaltete am Sonntag auf bem Schisfeuberg eine, gut besuchte Familienzusammeukuust, oerbunben mit Weihnachtsfeier. Eingeleitet würbe bie Veranstaltung burch eine erhebenbe Feier in ber alten Klosterkirche. Unter bem Klange ber Klosterglockeu zogen die Festteilnehmer zur Klosterkirche, wo beim bren- lenben Lichterbaum zunächst ber Frauenchor Hauen mit einem Lieb „Heiligste Nacht" bie Feier einleitete. Sobanu hielt Pfarrer Steiner- Hausen bie Weihnachtsansprache. Er erzählte zunächst von einem jungen Menschen, ben bie Wauberlust hinaus in bie Ferne trieb unb ber eines Tages, nachbem er alt geworben war, Sehnsucht nach seiner Heimat empfanb, wo er feine letzten Tage verleben wollte. In ber Heimat angekommen, hört er vor bem Dorfe bie Heimatglocken, bie viel schöner klingen, als all bie Glocken, bie er in ber ftrembe gehört hat. Es inb bie Weihnachtsglockeu. Sie erinnern ihn an einer Kinbheit Tage, an bie Wejhuachtsbotschaft, bie bie Menschen Gott näher bringt unb allen Unbill zu zerschenlleu vermag. Pfarrer Steiner wies weiter barauf hin, baß bie besten Kräfte im Hei- matboben ruhen, baß biefe Kräfte nur erhalten werben, wenn Heimatverbuubeuheit unb Gottver- bunbeuheit Zusammenwirken. Gott habe uns bie Kraft ber Heimat durch die Weihnachtsglockeu gegeben, Weihnachtsglocken wollten Heimatglockeu ein. Mkt bem gemeinsamen Gesang „O bu fröhliche" würbe die Feier in ber Klosterkirche be« schlossen. des Treuhänders der Arbeit und des Bezirksleiters der Deutschen Arbeit l«"""6 an alle Betriebsführer, Handwerksmeister, Gefchästsinhaber. II h? |: r „em nwtbol K W.U' h->de- daran, daß ihr durch eine großherzige 2 nicht nur euren Gefolgschaftsmitgliedern dri v bereiten, sondern auch deren SlrbeitsfreuM? ren könnt, und daß ihr damit vor allemV z schwere Werk unseres Führers Adolf : Wiederaufbau der deutschen Natton, unten’ " I 4 J» 1K ’t % zeu ersaßt. Was ist es denn anders, ® Führer unb Dolkskauzler uns als vornehm gesteckt hat? Er zeigt uns bie DolksgemenM , nur bestehen kann, wenn bie Menschen IW tig verstehen unb achten. „Liebe Demen , wie Dich selbst". Hier finben wir Zuftm 7.. zwischen Nationalsozialismus unb Ehnsie ist bie Stimme Gottes, bie aus oe hui unseres Daseins herausströmt. la§. Stimme ber Heimat. Unb sie ruft hie ' testen zur Weihnachtszeit. Diele 1 von ber Heimat finb, benfen gerade zur zeit mit Sehnsucht unb Wehmut an I W Nach einem gemeinschaftlichen Lied „ fyyiP Glocken nie klangen" und dem Frauenchor der Polizeiverorduung über die Bekamt, Schnakenplage vom 28. November 1911 Grundstückseigentümer die Keller und (Jjl Räume, in denen erfahrungsgemäß Schund überwintern pflegen, in den Monaten De/em?1 Februar mindestens einmal gründlich ausm*: ober auszuräuchern. Nichtbefolgung bieier m wird bestraft. 1 | ** Balkenbrand. Im Hintergebäud. ' : Hauses Marburger Straße 5 wurde oeftorT I 13.20 Uhr Feuer feftgeftellt. Es waren einil Ä ken, bie in unmittelbarer Näche bes Kamin? ten, in Brand geraten. Die Feuerwehr ginn entsprechenden Werkzeugen gegen das Holz vor. Es mußten einige Wechsel entfernt werden. Nach zweistündiger Arbeit Gefahr beseitigt und die Wet- *- hr konnte '■ : itttn1 I Ifi • s & "Sg* Betlehems Stall ausgeht unb ber geraoe nachkszeit mit mächtigem Triebe die Mmi^ ■ n bU ■■...... -ü)|e Di t. '.ne *rl in Imker-Tagung in Gießen i itil offenem Blick umgesehen und reiche Erken milü gesammelt hat, die es ihm, in Verbindung mit munt guten politischen Instinkt, möglich mach- nur iHiitn Vortragsthema angekündigten Vergleich iMi. Die einheimische GeschästSwelt muß wissen roch zu schwer für mich, teuer. Sie kosten von nich Die engere Keimat erstem die Kciuserschast! Kletterwesten . .10.00 Smokinganzüge .58.00 GabanN.Mntel .38.00 Kordanzüge K Ledeieiiläiitel. .10.50 Lodenanzüqi 14.75 Lodenanzüge .. .38.00 Dienerjacken ....4.50 9.50 Knaben-Anzüge.. 9.50 gibt schriftliche Garantie. — Umtausch bis vier Wochen nach dem Weihnachts-Fest. 0000 A wjp Herren- und Knaben-Bekleidung II Lt K das Haus der guten Qualitäten - Gießen, Seltersweg 17 ten Au, Unterziehwesten . Pullover .. BlaueArb.-Jacken 2.75 Metzgerjacken.. .4.75 Bäckerjacken... .4.50 Konditorjacken . .4.60 Konditorhosen.. .5.30 Knickerbocker Breecheshosen Streifenhosen . Winterhosen .. Arbeitshosen.. Knabenhosen.. iteodie \ erprößerung: extra Itii: bei Photo - Winterhoff ben lassen. Weißt Du, das Ärztemäntel. Labormäntel Lagermäntel Ärztehosen.. Operationsmäntel Blaue Arbeiter hosen ...... Mmder war Pg. Dr. Scholz (Frankfurt/M.), !Mien und Japan wiederholt besucht, sich dalangen konnten. Nach anerkennenden Worten des Führers der Deutschen Kleintierzüchter marschierten von den sechs Reichsfachschaftsgruppen nicht der Zahl der Ausstellungsnummern nach, soi Ausstellungsnummern nach, sondern auch "des Ausstellungsgutes nach, die Imker an der Darlegungen des Redners verzichtete man auf eine Aussprache. Pg. Kurz schloß die Versammlung mit freudig aufgenommenen Sieg-Heil-Rufen auf den «weiten Teil der Feierstunde sprach Rektor Müller nach einem weiteren Musikstück -eine vaterländische Großtat auf hessischem aber auch bii' au "och nicht Qlli die »Hl ASLS. Bezirk Grünberg. Die Arbeitsgemeinschaft „Volksschule" versammelt sich am morgigen Mittwoch, 14 Uhr, im Volksschulgebäude zu Grünberg. Auf der Tagesordnung stehen bedeutsame Vorträge. schen Einflusses in der Staatsführung haben bt£ deutsche Aufwärtsbewegung stark gefördert. Hier — wie in Italien und in Japan — sehen wir heute die gewaltigen Kräfte des nationalen Selbstbewußtseins, der unbedingten Vaterlandsliebe und die Geltendmachung der vollen Autorität der Staatsfüh- runa gegenüber allen anderen Einflüssen als Aufbaufaktoren am Werke. In Deutschland ging Adolf Hitler bei seinem großen Werke von den Wurzeln der deutschen Kraft aus, er nahm den Wiederaufbau in einer Weise und von einer Grundlage aus in Angriff, wie kein Führer vor ihm, selbst Bismarck nicht. Dank Adolf Hitler besitzt unser Reich jetzt die nationale Einheit auf rassisch-kultureller Grundlage, weiter gestützt auf das starke National- bewußtsem unseres Volkes und die größte Vaterlandsliebe aller Volksschichten. Von dieser Grundlage aus — für die der Mann der Technik auf Grund seiner ganzen Einstellung zu den Dingen und Geschehnissen in der Welt die richtige Wertung besitzt — kann Deutschland weiter aufwärts schreiten. Der hochinteressante Vortrag wurde mit starkem Beifall ausgenommen. Unter dem Eindruck der SW. öt die langes WarmhausM M Sli könm. ifJkL- neue Gelmd- L.IC“ U» Der (Srfoig ihrer weihnachtlichen Gmpfehlungsanzeigen im Gießener Anzeiger ist gesichert durch den strikten Nachweis von 5468 ständige« Beziehern in dev Stadt Gieße« hei rund 3000 bewohnten Grundstücken, sowie von weiteren 5438 ständigen Bezieher« im Landkreis Gießen und in den benachbarten Orten des Lahn- und Äiebettals, 41824 ständige« Neziehevn iu dem Gesamtsebiei einschließlich der engeren Heimat. Zn diesen Äezieherzahlen ist kein einziges kostenlos abgegebenes Werbestück enthalten W N ZS J .4.75 .5.90 .3.90 .6.50 4.60 1.75 feinet J der Herrem-Iner .. .33.00 s » Herrem-Mdots .26.00 ; Ulster-tfilatots. .28.00 LodemNiW ...16.50 -st P fiahardO-nte 5.25 2.80 4.90 4.60 Diese Preise bilden selbstverständlich die Grenze nach unten, ebenso selbstverständlich ist es, daß im Hause Köhler alle genannten Bekleidungsstücke in allen Größen auch in der allerbesten Beschaffenheit In großem Ausmaße vorrätig sind. Die neu eingerichteten Verkaufsräume in den oberen Stockwerken machen das Auswählen zum Vergnügen. - Geschenke aus dem Hause Köhler wirken wertvoller — Köhler ist bekannt für Qualität, Geschmack, Auswahl und Liedern auf: „Der Rotdorn blüht auf dem Schiffenberg" und „Deutsches Lied". Der übrige Teil des Programms wurde durch weitere Darbietungen von Heimatdichter Heß, Mu- fikoorträge, gemeinsame Lieder und anderes bester Weife ausgefüllt. Hausjacken .. .11.00 Bürojacken.....6.50 Lodenjoppen. .. 7.50 Sportjacken mit warmen Futter.36.00 Windjacken .... 7.50 Elef.-Hautjacken 18.00 lieft. X? lzeit ent|precyenoen Anteil gehabt hatten, nhrs fei der Gleiberg ein guter Zeuge hef- r Mimatgefchichte. Er könne uns an eine Tat en, die in den Weihnachtstagen vor über ahren unserer hessischen Heimaterde enthaften Wunsche der in Betracht kommenden Imker Rechnung getragen, sondern auch ein schon viele Jahre gehandhabter Zustand als zu Recht bestehend abgestempelt. In warmen Worten trat der Vorsitzende für die Honigspende zugunsten des Winter- yilfswerkes ein. Im Rahmenbau dürfen in Zukunft nur noch Normal-, Zander-, Kuntzfch-, Gerstung- und Freudenstein-Maß Verwendung finden. Bei dem Bau der Reichsautobahn durch Oberhessen wird der 5 Meter breite Grünstreifen ausschließlich mit Bienennährpflanzen unter Berücksichtigung der Bodenansprüche besetzt werden. Anschließend hielt der Vorsitzende einen Vortrag über „Das Leben der Biene". Eine große Anzahl Lichtbilder ergänzte die Ausführungen aufs beste und zeigte die Geheimnisse des Bienenstaates. Für manchen Zuhörer war es lehrreich zu erfahren, daß eine Königin in der Hauptentwicklungszeit täglich über 2000 Eier legt, die das doppelte Gewicht der Stockmutter ausmachen, daß sich die Bienenlarve innerhalb 24 Stunden 180mal vergrößert und daß das Facettenauge der Biene aus rund 4000 Einzelaugen besteht. Schön war auch die Bienensprache im Bild zu erkennen, die als ein Drehen, Tänzeln im Kreis oder Halbkreis, je nach Auffinden von Pollen oder Nektar, deutlich zum Ausdruck kommt. Der Redner erbrachte den Beweis, daß das Bienenvolk ein nationales und soziales Ganzes darstellt, in dem „des Volkes Wohl das höchste Gesetz" ist. „Will t du ein Wunder Gottes sehn, bleib vor dem Bienenhause stehn, und sieh und hör und staune nur und preis den Schöpfer der Natur!" Nach einem warmen Appell an die Anwesenden, sich mit fanatischer Liebe weiterhin der Bienenzucht zu widmen, um unser Volk für die Zukunft aus eigner Kraft mit Bienenhonig, Wachs, Samen und Obst zu versorgen, wurde die Tagung in üblicher Weise geschlossen. Die Ortsgruppe Gießen und Umgegend in der Reichsfachschaft deutscher Imker hielt am Sonntag im „Hopseld" ihre letzte Versammlung im laufenden Vereinsjahre ab. Nach herzlichen Begrüßungsworten berichtete der Vorsitzende, Gotth. Bodenbender (Gießen), über die kürzlich veranstaltete Reichstleintierschau in Frankfurt a. M. und führte dabei u. a. folgendes aus: Wenn ursprünglich bei den Imkern gewisse Bedenken auftraten, sich an einer Bienenausstellung im Winter zu beteiligen, so war die große Frankfurter Schau in jeder Hinsicht eine Glanzleistung. Der dort ausgestellte Bienenhonig war in Güte und Aufmachung Qualitätsleistung, so daß allein 523 erste Preise zur Verteilung ge° Weurbt -Drucksachen lieferte BiDhPsche Druckerei Sgl IM ----- Im ganzen Hause KOHLER froher Weihnachtsgeist- vorteilhafte Angebote! Lederjacken . 42.00 Lederwesten .38.00 Lederhandschuhe 6.25 Lederhauben ... 5.90 Lederhosen ... 29.50 Ski-Blusen, wasserdicht punkt aus überhaupt nicht in Betracht kommende Stellung Japans in der Welt bis etwa um die Mitte des vorigen Jahrhunderts, zeigte die lieber- nähme der westlichen Zivilisation durch Japan von 1864 ab, erinnerte an den Aufbau feiner bewundernswerten Armee und Flotte im Verlaufe von nur 30 Jahren und stellte deren gewaltige militärische Leistungen in den Kriegen mit China (1894/95) und Rußland (1904/05), in dem Vorstoß gegen Deutschland bei der Fortnahme unserer Kolonie Kiautschou (1914) und bei der Besetzung von Mandschukuo (1932/33) dar, durch die Japan seinen direkten und undirekten Besitzstand auf dem Fest- lande im Fernen Osten sehr bedeutend vergrößern und zu einem gewaltigen Glacis gegen Rußland und damit zu einer starken Bedrohung der russischen Stellung in Ostasien überhaupt ausbauen konnte. Weiterhin skizzierte er die heute noch in gewissem Sinne als Fernziele, dennoch aber durch wirtschaftliche Vorposten schon deutlich in Erscheinung tretende neue Stoßrichtung der japanischen Großmachtpolitik nach den Philippinen, Borneo und Sumatra, wodurch englische und holländische Interessen außerordentlich empfindlich getroffen werden. Schließlich machte er auf' das Vordringen Japans in Abessinien und auf die dadurch bedingte Reibungsfläche mit Italien aufmerksam. Aus dieser ganzen Entwicklung sei zunächst eine große Auseinandersetzung bei Großmacht Japan mit den Engländern und Holländern um die Vorherrschaft im Fernen Osten zu erwarten. Die gleiche starke Auftriebskraft wie in Japan sehe man in Italien unter der Führung Mussolinis. Der Redner beschäftigte sich zunächst mit den starken Spannungen zwischen Italien und Jugoslawien, wobei er an Hand der mannigfachsten politischen Erscheinungsformen das Streben beider Teile nach nationaler Sicherheit schilderte und dabei die Beziehungen Italiens zu Frankreich (im Hinblick auf Kolonialbestrebungen in Nordafrika), zu England (Ringen um die Vormachtstellung am Roten Meer in der Nähe des Suezkanals), zu Rußland und der Türkei (Dardanellen), Oesterreich und Un= Weltpolitische Entwicklungen im Gesichtskreis des Technikers Ein interessanter Vortrag im NGBDT. garn (Aufmarschgebiet zur Flankierung Jugosta- wiens oder Deutschlands) und das Verhältnis zu Deutschland selbst beleuchtete. Als Ergebnis der italienischen Politik sehe man heute vor sich: große Spannungen zwischen Italien und Frankreich wegen der nordafrikanischen Kolonien, italienische Niederlage durch die Politik im fernen und Entstehung eines Großmoslimischen Blocks, das heiße Eisen Abessinien, Verschlechterung bei Beziehung zu Jugoslawien, Scheitern der italienischen Politik auf dem Balkan, dagegen Einschaltung Italiens im Donauraumgebiet, wobei es Oesterreich und Ungarn nicht so sehr als Aufnahmeland für seine industriellen Erzeugnisse, sondern vielmehr als militärisches Aufmarschgebiet betrachtet, Abhängigkeit Oesterreichs von Rom infolge militärischer Abmachungen zwischen Oesterreich und Italien. Gegenüber dem Aufwärtsstreben dieser beiden Mächte und gegenüber der Stellung der westlichen Länder ist Deutschland durch den unglücklichen Kriegsausgang und weiterhin durch die verhängnisvolle Politik Der Nachkriegszeit bis Ende 1932 in jeder Hinsicht benachteiligt worden. Erst durch die von Adolf Hitler herbeigeführte Einigung des deutschen Volkes ist eine Wendung zum Besseren in der Weltgeltung Deutschlands herbeigeführt worden. Das nationale Moment, die strenge Orien- , ticrung des neuen Reiches auf der Grundlage der , Führer. Reinheit der Raffe und die Ausschälung des jüdi-1 Selbständigkeit des Deutschen Reiches zu sichern und die Selbständigkeit des Deutschen Reiches zu sichern und wie er kurz vor seinem Tode, zusammen mit seinem Bruder Eberhard, mit Rücksicht auf das Wohl des ganzen Volkes der Krone entsagte. Er sagte dann am Schluß: Es ist vielleicht doch nicht die unwürdigste Weihnachtsfeier, wenn man sich der Seelennöte eines sterbenden stammverwandten Königs erinnert, dessen letzte sorgende Gedanken dem Wohle des Reiches und des Volkes galten und der in diesen Weihnachtstagen vor 1000 Jahren Einheit und Bestand des Deutschen Reiches gerettet hat, unter dem Grundsatz, unter dem in unseren Tagen unser Führer Einheit und Bestand des deutschen Volkes rettete: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz". Anschließend an den Vortrag fang Frau Steiner „Herr Heinrich sitzt am Vogelherd", Heimat- dichter Gg. Heß, Leihgestern erfreute durch zwei Vorträge „Bleib Deiner Heimat treu" und „Weih- nachtswünsche". Hierauf wartete der Frauenchor Hausen mit zwei weiteren von Frau Steiner gedichteten und von Pfarrer Steiner vertonten ti mb in ihrer Wirkung für unser Vaterland als eine Großtat zu werten fei. Der Red- ■Luterte dann, wie Konrad von Franken, der öruder des Erbauers der Burg Gleiberg, ftloernahme der deutschen Königskrone vergeb- »eiracht hat, den Bestand, die Einheit und die Spitze. Mehr noch als seither soll der Bienenzüchter auch sein Augenmerk auf die Wachsgewinnung richten, um auch auf diesem Gebiete die Auslandseinfuhr zu verringern. Durch den zuständigen Beirat in der Reichsfachschaft werden in allen Teilen des Betreuungsgebietes Standschauen durchgeführt und Schulungskurse eingerichtet. Es ift nicht eine Vermehrung der Völkerzahl geplant, sondern eine rationellere Bienenbewirtschaftung, die durch Wahlzucht der Stockmütter und Verbesserung der Bienenweide anzustreben ist. Durch vermehrten Anbau von Salweide, Haselnuß und Alpengänsekresse soll schon im zeitigen Frühjahr den Bienen der für die Brutentwicklung notwendige Blütenstaub zur Verfügung stehen. Durch den seitens der Reichsregierung in Durchführung begriffenen Fettplan ist mit einer Vermehrung des Rapsanbaues zu rechnen, der die Imker zu Wanderung in diese Tracht veranlassen soll. Don den Beschlüssen der Landesfachschaft Nassau-Hessen ist zu vermerken, daß das Vermögen der Ortsgruppen unangetastet bleibt, Dermögens- titel ohne Genehmigung aber nicht verändert werden dürfen. Endgültig ist nun auch entschieden, daß die Bienenzüchter der angrenzenden preußischen Ortschaften, die wirtschaftlich von jeher aufs engste mit Gießen verbunden sind, der Ortsgruppe Gießen zugeteilt werden. Damit wird nicht nur einem leb- k t iirten erwacht" wurden die Besucher zunächst r > nvei Duette von Frau Steiner (Hausen) t Aau Kirchmann (Hausen) „Vom Himmel I i Englein komm" und „Leise, leise still" er« i L Das zuletzt genannte Lied ist von Frau : i' er gedichtet'und von Pfarrer Steiner ’i 'N Mit einem netten Dreigespräch (Winter, k jla-s und Engel) fand der erste Teil seinen Ab- Hier ist’s sicher Zu Hause werden sie vielleicht doch schon gefunden. Hier werden die Geschenke bisWeih- nachten auf bewahrt Kaufen Sie jetzt — mit einer kleinen Anzahlung: Wringmaschine. . • .16.00 Kaffeemühle.....1.95 Teppichkehrer .... 6.00 Wäschemangel,Staubsauger Außer diesen Vorschlägen finden Sie noch andere schöne Geschenke bei J. B. Häuser Am Oswaldsgarten 7177a Gießen - Ruf Nr. 2145/2146 Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige / UetW utt! nne vaterländische Grotztak aus hessischem «i . Wn I : H« iNEwden". Er wies darauf hin, daß unsere Ä W? nÄMeMmgebung stumme Zeugen genug aufzuwei- ; fen toeti'e, daß auch unsere hessische Heimaterde und e w !h ei Ander genügend Geschichte miterlebt und mit- er ibr unb an der Festigung unseres Reiches und de a gnßen deutschen Kulturleistungen unb Fort- sc iitle allzeit entsprechenben Anteil gehabt hätten. W* j&ers N Not, Rutschen Ah "der Arbeit ^chlvarz. u h< H lrationalfozialistischen Bund Deutsche Technik loll.) für das nördliche Oberheffen — Kreis- gering Gießen — hörte man am gestrigen ittofiibenb im Hotel Hopfeld bei einem Mit- rrqpell unter Leitung des Bezirkswalters, Pg. nnjinieur Kurz (Gießen), einen sehr Interner Vortrag über das Thema „Japan, Kammgarn anzüge.......34.00 Sportanzüge ...28.00 Gartens ist J g gesichert, W*Jch wirtn-rche Dir ein recht frohes mjen und WWeiianantatest u. füge als kleine ^ener AufnxMsamkeit die VergrÖße- en, daß mnar H nriner schönsten Land- iehen betriebst schaff fnahme des letzten Som- ue Haus fid) ■ nierfl ile: Sicher wird sie Dir als mirb. ©tun • Waandebmuck Freude machen. n in wenigst loh h,a i hellen, neu^aorgM Seilen W* idert wurde, ist jewh.’wu “*«*1 Xner N*sie ßf La‘ herzustellen. e™ Die iVe^rößerungen sind gar 1 Knabemhitel.. iebt. t 0k - m®r'ejH^llDb| "'^Mischer fess(tai^er xiurrrag uoer oas xgema „ o a p u n , taß iim, Deutschland, ein Vergleich zur )00 M rtfle sink n i s des^Nat i o n a l soz^a l is m us". der VW......Mk. 0.30 und 0.40 18/M Mk. 0.80 und 1.20 Ittn W..............Mk. 2.00 IH” . Wundjtrmlle Sachen macht da u&Mwl KrfÜJFÄFM Photo 7873A Kreuzplatz 9 Sportstrümpfe .. 1 25 Krawatten......0.75 Sportgürtel.....0.65 er Snrtragenbe wies einleitenb in großen Zügen tlerZweck unb bie Ziele bes NSBDT. hin, ber . , -----2 (laue bes Führers zur Erreichung ber tech- enkreirz hader nischeilm i.iele bes Nationalsozialismus sein will unb tt haben. J: soll Untreiste babei bie Notwenbigkeit, von feiten mttämpfer, Ki ber --^nnifer aus alles zu tun zur Förberung ber esallener, an 6, deutsche'Rohftoffwirtschaft unb zur Nutzbarmachung Gefangen^ oller S Mfte unb Möglichkeiten bes heimatlichen gsteilnehM LRaumee für bie Energiewirtschaft, betonte weiter eines MM^ie hirhi Verpflichtung, in untadeliger Kamerab- ührunM'K/M /chaft a bit Nationalsozialismus einroanbfrei oor- mSlIulebem j nb baburch überzeugend und werbend auf MÄckr empMhe no^oabfeits stehenden Volksgenossen zu wirken, fltoiftüys tom Er Mderte dann kurz die mancherlei starken WanAmyen in Italien auf allen Gebieten des n^älllichsenEebens, wobei er als Beispiele aufschluß- :eid)e o (3:jenüberfteüungen über Beobachtungen im * twouf hmppffenMlhin Verkehr gab. Anschließend lenkte er die • bes h^ufnnur?ümteit seiner Hörer auf Japan, das fltwtta (chiH Land Jle ausgehenden Sonne. Er gab babei an 'j^panb»fiises kleinen Reiseerlebnisses, bas er selbst «utimflfttiniwi i°uf seiner Fahrten nach Japan hatte, eine Ä n einbrii dsi-oue Vorstellung von bem stark ausgepräg- n‘ .,. ■ ^len E hli 'fühl ber Japaner, bie er als ein bewun- । NM M "^ernSMilr es Volk ber Disziplin, Ordnung, Sauber- n- feit u!ndggrößter Vaterlandsliebe schilderte. Er erinnerte rann an die vom machtpolitischen Stand- SJiXfpOTt erzielten. Das ihnen für die begeisterte I sie ermahnte, auch weiter u gebung, in der er | Stellenangebote Lich, den 10. Dezember 1934. Postscheckkonto | Franhiun a.m. 28100 Wieseck, Alten-Buseck, den 10. Dezember 1934. 7285 D f 3 Gießen, den 11. Dezember 1934. 7276 D Wintertiilfswert besDeiitfch^ 0^53 Q y3tnsj]ltp31l Denken Sie beizeiten an Ihre Weihnachtswflsche Mündlich können Sie es nur wenig en sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen i I 9 L c 5, Die Beerdigung findet Mittwoch, den 12. Dezember, nachmittags 3% Uhr, vom Sterbehause, Wagengasse 11, aus statt. die sich Nach kurzem schweren Leiden wurde am Sonntag nachmittag unsere innigst. geliebte Tochter, meine gute, treue Schwester Sie kennt das schon von zuhause. Da waren es immer die „Sonne*-Briketts, die in der ganzen Wohnung wohlige Wärme spendeten. Warum also einen anderen Brennstoff wählen, wo es so gute Briketts gibt wie die «Sonne*-Briketts. Viele preiswerte gibt es bei Die Beerdigung findet am Mittwoch, 12. Dezember, nachmittags 3 llhr statt. 7279 D MUyll. Äü^X x . Erfolge ein. Beide Mannschaften befleißigten eines ritterlichen Spiels. Preisklasse II. Tv. Staufenberg — Tv. Lollar 8:4 (4:1). nähme dankte und sie ermahnte, auch _ — der und Kämpfer für Deutschland zu bleiben. Oie ttauernden Hinterbliebenen: Karl Schieferstein und Frau Ottilie, geb. Weis Karlheinz Schieferstein. Die Biedenkopfer mußten mit Ersatz für ihren Tormann antreten, wodurch die glatte 4:1-Nieder- läge in Sarnau verständlich wird. Gladenbach ist noch immer gesperrt, so daß Ge- munden zu zwei billigen Punkten gekommen ist. Gladenbach ist jetzt dreimal nid)t angetreten, so daß die Mannschaft wohl zwangsläufig ausscheiben wird. Zußballabteilung des Tv. Kinzenbach. Spv. Fellingshausen gegen Fußballabteilung des Tv. Kinzenbach 1:0 (0:0). Die erste Mannschaft des Tv. Kinzenbach erlitt am vergangenen Sonntag, mit Ersatz spielend, ihre erste Niederlage, die dem Spielverlauf entsprechend unverdient war. Auf dem kleinen und ungewohnten Platz fand sich die Mannschaft nicht zurecht. Die Gastgeber spielten durch die zurückgezogene Läuferreihe stets in der Defensive und vermochten erst, nachdem die Mannschaft durch ein überraschendes Tor in der zweiten Hälfte die Entscheidung erzwungen hatte, die Partie ausgeglichen und bis zum Schluß leicht überlegen zu gestalten. Handball im Gau XII(Lahn-Oillkreis) Kreisklasse I. Tv. Ahbach — Tv. Groh-Rechtenbach 7:4 (4:0). Die Gäste traten zu diesem Spiel nur mit unvollständiger Mannschaft an und verloren im Verlauf des Kampfes durch Verletzung einen weiteren Spieler. Die Niederlage erklärt sich hieraus und blieb trotzdem im Rahmen. Die Gastgeber hatten in der ersten Hälfte das Spiel vollkommen in der Hand und legten vier Tore vor, während die Gäste leer ausgingen. Nach der Pause wurde das Spiel verteilter, und im gleichen Maße stellten sich auch Kunstturn-Mannschastskamps Saar-Heffen. turnerische Ereignis im Gau Rordhessg nächsten Sonntag. Unterfertigte erfüllt hiermit die traurige Pflicht von dem in Lippstadt erfolgten Ableben 1.1. A. H. Dr. rer. pol. Heinrich Poggel (aktiv SS. 19—WS. 20) geziemend Kenntnis zu geben. Die Beerdigung fand in Lippstadt am Montag, dem 10. Dezember, um 9.30 Uhr statt Die Landsmannschaft „Chattia". Heute morgen 6 Uhr wurde unsere liebe Mutter, Großmutter und Urgroßmutter Frau Margarete Balser, geb. Wagenbach von ihrem langen, schweren Leiden im Alter von 84 Jahren durch einen sanften Tod erlöst Die trauernden Hinterbliebenen. Vorarbeiter! Zum sof. Eintritt tücbt. Bau- und Möbelschreiner, der mit all. Maschinen vertraut ist u. rationell zu arbeiten versteht, gesucht.Schr.Be- roerb.unt.7282D an d. Gieß. Anz. Halbzeit 7 Tore. Das Spiel wurde nun etwa, geglichener, brachte aber trotzdem für (grJ noch ein zweites Tor, während die Gäste bre tere erzielten. Natürlich: eine Gans schmeckt erst dann gut, wenn sie richtig gebraten ist. Das sind die Helfer dazu: Gänsebratpfanne, Schnellbrater Dann aber nochTränchierbesteck und Geflügelschere. Preiswert und gut bekommen Sie alles bei GroSwiscbri „EiteM“ [8.0. »Hießen 3rene Schieferstem im 21. Lebensjahre durch einen sanften Tod von uns genommen. Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900 siegt nach schönem Spiel in Sinn 5:1 (2:0). Gutes Wetter und ein trockener Platz schufen die Vorbedingungen zu diesem einwandfreien Sieg. Die Gießener waren in der besten Spiellaune. Die Aufstellung lautete wie vorgesehen. Er dauerte geraume Zeit, bis sich 1900 mit den Platzverhält- niffen vertraut gemacht hatte. Bis dahin gab der Ballspiel-Club Sinn den Ton an. Dann kamen die Blauweihen in Fahrt, und der Ball lief in wunderschönen Kombinationszügen von Mann zu Mann, so daß sich die Gefahrenmomente vor dem Tor der Einheimischen häuften. Auf zwei Fehlschläge in der ©inner Hintermannschaft kam Wilhelmi in günstige Position vor das ©inner Tor, doch jedesmal ging die günstige Situation im Uebereifer verloren. Nach ungefähr einer halben Stunde Spielzeit wurde endlich der Bann gebrochen. Dörr schoß auf gutes Zuspiel von Schmelz unhaltbar ein. Das Spiel verlief in einem außerordentlich fairen Rahmen. Ein Verdienst des recht aufmerksamen Schiedsrichters Wingenfeld (Fulda)! Als Schmelz allein durchbrechend zum Torschuß ansetzen wollte, wurde er unfair gelegt. Den Elfmeter verwandelte Wilhelmi sehr sicher zum zweiten Treffer für 1900. Kurz darauf war Seitenwechsel. Jetzt erst schälte sich eine klare Ueberlegenheit der Gießener heraus. Die Läuferreihe beherrschte das Feld und ließ den Gegner kaum zur Entfaltung kommen. Die Läuferreihe sorgte für einen tadellosen Spielaufbau. Die ©inner Abwehr gab sich die erdenklichste Mühe, sie konnte aber das Geschick nicht mehr bannen. Zunächst war Dörr wieder an der Reihe. Einen von rechts kommenden scharfen Schuß konnte Sinns Hüter im Werfen nur knapp abwehren. Dörr war aber blitzschnell zur Stelle und schoß hoch in die Maschen. Nach einigem Feld- fpiel wurde eine von rechts vor das Gießener Tor gegebene Flanke verfehlt, und Mank berührte in der Erregung den Ball mit der Hand. Selbstverständlich mußte es dafür einen Elfmeter geben, der auch prompt unhaltbar verwandelt wurde. Damit stand das Spiel 1:3 für die Gäste. 1900 legte ganz energisch los und es dauerte auch nicht lange, da war der alte Vorsprung wiederhergestellt. Eine Flanke von Dörr erwischte Horz und gab dem Ball eine andere Richtung. Sinnas Torhüter streckte sich vergeblich. Es blieb aber nicht dabei. Nachdem die immer auf der Mauer liegenden Gießener Schmelz und Dörr ein halbes Dutzend mal abseits gepfiffen wurden, erfaßte dann Schmelz doch noch einmal die Lage und setzte mit wuchtigem Schuß den fünften Treffer ins ©inner Heiligtum, damit das Endresultat von 5:1 herstellend. Die Gießener Angriffsreihe hatte einen ausgesprochen guten Tag, wobei die rechte ©eite, Hammer - Wilhelmi, etwas überragte. Der faire Kampfcharakter ließ herrliche Spiel- momente aufkommen. „IC. Teutonia" Watzenborn-Steinberg Sportverein Raunheim (Liga) gegen FL Teutonia Watzenborn-Steinberg (Liga) 4:2 (1:2). Zum fälligen Verbandsspiel trat die 1. Mannschaft des FC. Teutonia Watzenborn-©teinberg in Naun- Suche 06867 Rückladung bis zu 50 Ztr. Gießen-Mannheim und Umgegend am Samstag, d. 15.Dez.,mittags. Näheres Tivvel, a.Oswaldsgart., abds.nach 7 Uhr. Erfolg bringt Klein-Torpedo nur 7M8A RM. 188.- •choR In kleinsten Raten nur bei Niederhausen Bahnhofstraße gegenüb.Hotel Schütz Einspaltige Kleinen^' werden zum e r m ä 0 ’ Grundpreis von 5 Pf-™ r Millimeterzelle veröff-" Am Oswaldsgart^ Gießen - RirfN*»*' Bretter Sperrholz Latten <6750 Dachpappe Carbolineum Happel&Co. Mühlstr.18,Ruf3925 heim an. Naunheim hatte Platzwahl und in der fünften Minute landete eine unglückliche Ballrück- gabe des rechten Läufers der Gäste im eigenen Netz. Dessen ungeachtet kämpften die Teutonen weiter und in der 26. Minute erzielte der Halbrechte auf Vorlage des Rechtsaußen durch Kopftor den Ausgleich. 9tun wurde Happel im Tor etwa 10 Minuten lang recht stark beschäftigt, doch er zeigte sich wieder von der betten ©eite und löste seine Aufgabe vorbildlich. Allmäylich machte sich Watzenborn-Steinberg wieder frei und kurz vor Halbzeit brachte der Halbrechte auf Vorlage von links seine Mannschaft in Führung. Nach der Pause hatte Naunheim mehr vom Spiel. Watzenborn-Steinberg spielte etwas defensiv und wollte den Vorsprung halten. Dadurch kam Naunheim immer und immer wieder vor, doch Happel im Tor war für sie ein unüberwindliches Hindernis. Schon glaubte man an einen Sieg der Teutonen, denn es waren nur noch 7 Minuten zu spielen, und noch stand die Partie 2:1. Leider sollte diese Minute die Entscheidung fein, die vom Schiedsrichter herbeigeführt wurde. Er traf eine harte Elfmeterentscheidung, die für die Niederlage der Teutonen ausschlaggebend wurde. Obwohl dieser Elfmeterball von Keusch scharf geschossen, wurde er in glänzender Manier von Happel gehalten, doch von dem auf ihn stürzenden Naunheimer mit Händen und Füßen ins Tor befördert. Nun war die Kampfkraft der Teutonen gebrochen. Naunheim erzielte bis zum Schluß noch zwei Tore. Die Teutonen verloren unverdient. Die 2. Mannschaft trat ersatzgeschwächt in Lollar an; trotzdem gelang ihr ein Unentschieden von 2:2. IußbaUergebmffe der Kreisklaffen. Allendorf — Wieseck II 6:2; Holzhausen — Stockhausen (Stockhausen nicht angetreten); Rodheim gegen Heuchelheim II 1:3; Krofdorf — Wieseck 0:1; Burgsolms — Werdorf 3:3; 1900 III •— Grünberg II 2:4; Spfr. Wetzlar — Tgde. Wetzlar 2:4; Wetzlar II — Nauborn 6:3; Wißmar — VfB. III 2:7; Fellingshausen — Kinzenbach 1:0; Lich — VfB. II 6:0; Grünberg — Leihgestern (Leihgestern nicht angetreten); Lollar — Großen-Buseck 4:5; Aßlar — Bublinghausen 10:0; Hohensolms — Erda 3:2; Oberbiel — Werdorf II 16:0; Leun — Albs- hausen 2:5; Leun II — Berghausen 2:3; Alten- Buseck — Treis 8:1 (abgebrochen); Lollar II — Steinberg II 2:2. Oie Spiele der Bezirksklaffe Marburg In der Bezirksklaffe Marburg gab es am Sonntag einige Überraschungen. So schlug der FV. Lckershausen den vorjährigen Meister FV. Wallau glatt mit 3:0. Das Resultat ist verständlich, wenn man weiß, daß Ockershausen einmal auf seinem Platz infolge seines harten, rein auf Erfolg zu- aeschnittenen Spiels fast unbesiegbar ist, anderseits Wallau sich in einem merkbaren Formrückgang befindet. Die Breidenbacher legten bis Halbzeit bergab spielend gegen Germania Marburg drei Tore vor, die diese bald nach chHalbzeit aufholten. Ein Hand- elfmeter brachte Breidenbach den vierten Erfolg, fast in letzter Spielminute stellte Germania das Unentschieden 4:4 her. Am Oswaldsgarten 6685 a Zentralh.z.15.2. Gießen - Ruf Nr.2145/2146 Ur°AnV.un': 05863 a.d.G.A.' Generalvertretung: H. WAGENER, GIESS« Frankfurter Straße 45 TelephonN \ Sin ra^Anru7genÜ0l |StellengesUche| unter Nummer 3487 JongßS Mädchen Beide Mannschaften zeigten ein faires Spiel. Die Gastgeber waren stets leicht überlegen und siegten verdient. Schon die erste Hälfte zeigte auf feiten der Platzmannschaft die größere Entschlossenheit und Schubkraft. Die zweite Hälfte war ausgeglichener und ließ die Platzmannschaft zu vier weiteren Toren kommen, während die Gäste gleichfalls drei Erfolge hinzusetzen konnten. logg. Ruttershausen — Tv. Wißmar 9:16 (5:8). In Ruttershausen gab es 25 Tore, eine nicht alltägliche Zahl. Ueberraschend wirkt natürlich die hohe Abfuhr, die die Platzmannschaft einstecken mußte. Dieselbe hatte allerdings nur neun Mann zur Stelle. Ruttershausen kämpfte zäh und tapfer. Schon in der ersten Hälfte hatten die Gäste einen Stand von 8:5 herausgeholt. In der zweiten Halbzeit wurde die Torzahl weiter erhöht, ohne daß die vier von Ruttershausen erzielten Erfolge die Niederlage im wesentlichen abschwächen konnten. Tv. Burggemünben — Tv. Alsfeld 6:2 (2:1). Ein nettes Spiel, indem der Schiedsrichter nur wenig zu pfeifen brauchte. Die Gastgeber kamen durch die bessere Spielweife und den besseren Aufbau zu einem verdienten Sieg. Tv. Erda I — Tv. Wetzlar II 2:10 (1:7). Die Platzmannschaft war gegen die Gäste kein Hindernis. Sofort nach Beginn setzte sich die Gästeelf vor dem Tore der Erdaer fest und erzielte bis Das turnerische Ereignis in unserem [jein* Turngau Nordhessen ist am nächsten Sonnte Mannschaftskampf im Kunstturnen, der dem Bezirk Saar (Gau 13) und den norbfj? Bezirken Kassel und Gießen zum Austrag u Der große Bühnensaal des Kurhauses jn C Nauheim wird für die Veranstaltung den rcir- Rahmen geben. Eine Auslese von besten Kunstturnern, von denen einige erst für^j den deutschen Gerätemeisterschaften in Do* wieder in Ehren bestehen konnten, werden sichü drei Mannschaften gegenüberstehen, und ber\ wird alle Freunde des deutschen ©eräteturnm ihre Rechnung kommen lassen. Darüber hinaus gewinnt die Veranstaltung noch eine besondere Bedeutung dadurch, baßj einem eindrucksvollen Treuebekenntnis des! Nordhessen zur deutschen Saar werden foß Stellen der Partei und der Behörden leil^ Veranstaltung ihre Unterstützung, und die schäft des Gaues wird ihre Pflicht tun uni reich an der vaterländischen Kundgebung ttj men, mit der auch die feierliche Verpflicht^ Olympia-Anwärter verbunden wird. Der Bezirk Kassel hat in einem Ausscheid turnen am Sonntag feine Mannschaft bere® mittelt. An der Spitze steht Kurt Wedekinil der Aelteren Casseler Turngemeinde, der bela Zwölfkampfsieger beim letzten Brandenburg Landesturnfest. Die AeCT. in Kassel stellt, noch bekannte Kunstturner wie Gergs,Ke>i und Zülch, während die CT. in Kassel mit’! und Schiebeler vertreten ist. Von den übt Teilnehmern der Zehnermannschaft verdient allem noch S ch m e i f i n g (Witzenhaufen) b Erwähnung. Saarfahrt derOeutschlandriegeb Die neuntägige Reise der deutschen N mannschaft im Geräteturnen durch das S fand am Sonntagabend ihr Ende. Die Manm die unter der Führung des Männerturnmoru«^ DT., Martin Schneider- Leipzig ftanb, 1 diesen neun Tagen, in mehrere Riegen auf, m insgesamt 18 Orten des Saargebietes ihr Können gezeigt. Die Reise war in jeder Be.^ ein voller Erfolg. Zehntaufende waren begti, von den Leistungen dieser deutschen Tleifterrur;. Gelegentlich eines Ehrenabends in Saarbrüt- wurde den Turnern die (Erinnerungsplatette .'! Stadt Saarbrücken überreicht. Der Reichs^vM hat in einem Telegramm der Mannschaft W?. erfennung ausgesprochen. Martin Schneider rtt schiedete sich von den Saarländern mit einer b Mittwoch, den 12. Dezember abends 20,15Ubr im Hindenburg BO-Abend. StnöBßiei Gieirerr 7234d ML, 12. Tez., 19.30 bis 21.45 10.Mittw.-Abon. Gewohnt. Preise Das ©viel von den heilig, drei Königen. Weihnachtslegende v. Felix Timmermans. 18 Jahre, sucht mögl. in Gießen oder Umgebung zum l.Jan. 1935, e. spät., Stell, als Hausangestellte. Zeugnisse sind vorhanden. 7275D Minna Rißel Hirzenhain (Oberdessen). | Vermietungen | JnLandort,nahe Gießen, Bahnstation Z-Zim.'Wohng. mit Küche sofort zu verm. Schr.Anfrag.unt. 05852 a.d.G.A. PMietgesuche | Wohnung 3-4-Zim.,Küche, mögl. m. Bad u. Gut möbl. Zimmer | gesucht.Schr.An- geb.m.Preis unt. 72781) a.d G.A [Verschiedene?] Dezember können Sie _ . । . Lieferwagens lleuerbetrag absetzen vom Einkommens! ynd IS IW. TrogkraW :i*io’ln. Vogkro* tOr 1O KJ» IS