Nr. 84 Erster Blatt 184. Jahrgang Mittwoch, N. April 1934 Erscheint tägltd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte ©wiener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-Bezugrpreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt 5er»sprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe» pofischecklonto: Sronlftirt am Main 11686 Gietzeiier Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vru» und Verlag: vrllhl'sche UnioerfilSls vuch- und Steindruckerei R. Lange in Sichen. 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WirSschafiszündung durch Steuerreform. Ärbeitsschlacht mit sicht ausgesprochen, reiche Lösung der die Arbeitslosigkeit endgültig zu Boden gerungen fein wird. 1. Die angekündigke Propagandaleitertagung am Sonntag, dem 15. April, Im Schauspielhaus in Frankfurt a. 2TL, findet statt. Alle ftreispropa- gangdaleiter, alle Ortsgruppen- und Stüh- punktpropagandawarte haben daran teilzunehmen. Propagandawart haben, müssen durch den Politischen Leiter vertreten sein. 2. Beginn: Alle Teilnehmer müssen um 11.30 Ahr im Schauspielhaus anwesend sein und haben fid; so rechtzeitig nach Frankfurt in Marsch zu sehen, dah sie unbedingt pünktlich sind, da durch späteres Eintreffen die ganze Tagung gestört wird. Die zugeteilten Plätze sind sofort einzunchmen. 3. Innerhalb des Schauspielhauses ist Rauchen aufs strengste verboten. 4. Die Reichsbahn gewährt in diesem Fall ausnahmsweise eine Ermäßigung von 50 v. h. gegen Ausweis. Diese Ausweise sind inzwischen den Kreispropagandaleitern zur Weitergabe an die Ortsgruppen und Stützpunkte zugegangen. Sollten bis Samstagoormittag die Ausweise noch nicht eingetroffen sein, so haben die Betreffenden sofort bei ihren Kreisleitungen zu reilamieren. Die Aufführung der Komödie „Schneider Wib- lel" beginnt pünktlich 15 Uhr. Dienstanzug! Alle Ortsgruppen- und Stühpunktleiter haben beit des Hauptausschusses auf unserer Seite war. Die Durchführungsgarantien eines etwaigen Abrüstungsabkommens müßten also sehr wirkungsvoll sein, damit wir in einem Uebergang zur englischitalienischen Auffassung einen Vorteil erblicken könnten. Barthou wird ja sehr bald wissen, was gewaltigen Aufgabe, die die Angriff genommen hat, heute Wenn aber im Sommer 1934 in Deutschland noch einmal in zeigte, wie England sich bemüht habe, den ursprünglichen Macdonald-Plan der damaligen Lage anzupassen, selbst unter Opferung besonderer englischer Wünsche. Die gegenwärtige Lage — so fuhr Eden fort — ergibt, daß das englische Memorandum vom 29. Januar und die sich daran anschließende persönliche Fühlungnahme immerhin den Erfolg gehabt haben, die verschiedenen An- icht'en klarer erkennen zu lassen. Trotzdem t es offenkundig, daß das britische Memorandum hne Abänderung zu keiner Verständigung führen wird. dender Bedeutung. Es braucht nicht hervorgehoben zu werden, daß eine ertragfähige Wirtschaft die gleichen Lasten sehr viel leichter zu tragen vermag als sicht des „Motin" laufe alles auf einen 1 Kuhhandel hinaus. In den kommenden Wochen müsse die Frage gelöst werden, wie weit Frankreich die oberste Grenze seiner nationalen Verteidigung gegen das feste Versprechen eines internationalen Beistandes zu senken bereit sei. Das Blatt behauptet, daß die Kleine Entente in dieser Frage mit Frankreich marschiere und gibt offen zu, daß dies eine Frage des Geldes sei, die in einem von der Wirtschaftskrise heimgesuchten Europa ins Gewicht falle. , Echo de Paris" erklärt, Frankreich habe in der Sitzung des Präsidiums die Zustimmung der Vertreter Polens, Rußlands, Schwedens und der Kleinen Entente gefunden. Es liegt also wohl nur an uns, so heißt es weiter, den englisch-italienischen Plänen den Weg zu verlegen. Ein Scheitern der Polen war für gewisse europäische Regierungen in langen Jahren der Nachkriegszeit eine feststehende Größe, deren Wert man bei diplomatischen Unter- noch mit der größten Zurückhaltung gegenüber. Ebenso begegnet die Verlängerung der Nichtangriffspakte zwischen der Sowjetunion und den baltischen Staaten bis zum Jahre 1945 einem durchaus ruhigen und abwartenden Urteil der polnischen Öffentlichkeit. Man weist etwas ärgerlich auf Litauen und die noch immer ungeklärte Wilna er Frage hin, weil gerade die litauische Presse es nicht unterlassen konnte, die Verlängerung des Nichtangriffspaktes mit einer Spitze gegen Polen und Deutschland in den höchsten Tönen als diplomatisches Meisterstück zu preisen. Anderseits begrüßt man die Rede des russischen Außenkommissars Litwinow, deren antirevisionistischer Charakter als eine Bestätigung des von Polen vertretenen Standpunktes in der Wilnafrage empfunden wird. Auch die Abberufung des bisherigen Sowjetgesandten in Warschau Antonow- Oswijenko und seine Ersetzung durch den Botschafter Darot jan ist nur darauf zurückzuführen, daß sich Polen beim politischen Spiel nicht mehr in die Karten gucken läßt. Denn es darf trotz des ausführlichen Schweigens der amtlichen Moskauer Stellen über die Gründe dieses Wechsels ohne weiteres angenom- das Präsidium der Konferenz sie z u r K e n n t n i s nehmen kann und auf dem das Präsidium stch dann über Schritte schlüssig werden muß, die auf der Grundlage der erzielten Ergebnisse verfolgt werden können. Ich muß deshalb, so schloß der englische Vertreter, vorschlagen, daß das Präsidium der Konferenz, wenn es sich heute vertagt, noch beschließt, von neuem gegen Ende dieses Monats, etwa am 30. April, zusammenzutreten, wobei es dem Ermessen des Präsidenten überlassen werden sollte, diesen Termin zu verschieben, falls er das für wünschenswert Hal- Eden betonte sodann, daß die Schwierigkeiten sehr groß seien. Zwischen Frankreich und Deutschland gebe es zwei grundlegende Gegensätze: 1. Den Gegensatz im Hinblick auf die Heere s st ä r k e und die Anrechnung der lleberseetruppen und der ausgebildeten Reserven auf der einen Seite und der militärähnlichen Verbände auf der anderen Seite. 2. Die Gegensätze im Hinblick auf den Zeitpunkt, an dem die neue, kurz dienende deutsche Armee mit Verteidigungswaffen ausgerüstet werden soll und im Hinblick aus die A usdehnung die - s e r Bewaffnung. Ein Abrüsiungsabkommen sei nur denkbar, wenn diese und andere Gegensätze beseitigt werden können. eine neue Antwort Frankreichs stehe in Aussicht. Im übrigen stimme er den Vorschlägen Edens zu. kurz vor 18 Uhr war die Sitzung des Präsidiums der Abrüstungskonferenz beendet. Das Präsidium hat sich entsprechend dem eng- lischen Vorschlag au f den 30. April vertagt Gleichzeitig ist beschlossen worden, den Hauptausschuh etwa am 23. 2Hai zusammentreten zu lassen. Die Tagung des Präsidiums der Abrüstungskonferenz hat also tatsächlich nur einen einzigen Tag gedauert. sich, wenn sie von ihren Kreisleitungen andere Anweisung bekommen, direkt Frankfurt a. 2H. in Marsch zu sehen. Frankfurt a. 21L, 10. April 1934. Gez.: Müller-Scheld. eine ertraglose. Die Krönung des Werkes der großen Wirtschaftsentlastung aber bildet zweifellos die bevorstehende allgemeine Steuerreform, durch die nun der Wirtschaft auch eine fühlbare steuerliche Erleichte» rung gewährt werden soll. Staatssekretär Reinhardt des siegreichen Ausgangs der außerordentlich großer Zuver- Er versicherte, daß die erfolg» polen, die politische Sphinx im nahen Osten Darthous 2Rei,e nach Warschau. — Der baltisch-russische Pakt. Spannung mit Prag. Reichsregierung in außer Frage stehe, die Arbeitslosigkeit entscheidender Weise vermindert wird, so ist damit auch der Augenblick gekommen, in dem die deutsche Privatwirtschaft durch eine allgemeine Steuerreform für die nächste Winterschlacht gegen die Arbeitslosigkeit schlagkräftig gemacht werden kann. Ein Schlag muß so dem andern folgen, bis regierung im letzten Jahre ein gutes Stück vorwärts gekommen. Der Landeszinsfuß ist in fühlbarer Weife gesunken, während die frühere Regierung mit ihrer Zinssenkungsverordnung gerade an dieser Aufgabe gescheitert war, weil sie eben nicht durch künstliche gesetzgeberische Eingriffe, sondern nur durch einen organischen Abbau der Zinssätze gelöst werden kann. Der deutsche Rentenmarkt ist heute der Zinskonversion sehr nahe gerückt. Der Zeitpunkt liegt nicht mehr fern, in dem auf diese Weise der Zinsfuß der langfristigen Kredite ganz allgemein auf 4,5 Prozent gesenkt werden muß. Bedenkt man, daß in der Zeit des deutschen Niederganges diese langfristigen Kredite, wenn überhaupt,' oft nur für 10 und mehr Prozent Zinsen erhältlich waren, so erkennt man, wie große Fortschritte die systematische Entlastung der deutschen Wirtschaft auf dem Zinsgebiete bereits gemacht hat. Gleichzeitig mit dem Zmsabbau ift die Rentabilität der Wirtschaft durch die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen und die großen Auftrage, die ihr zugeführt wurden, wesentlich gestärkt worden. Auch die Wiederherstellung der Rentabilität der deutschen Laudwirtjchaft war in dieser Hinsicht von entschei- nehmungen fast gleichbleibend in Rechnung setzen konnte. Diese vor allen Dingen den Franzosen lieb» gewordene Gewohnheit hat Tn letzter Zeit aufge- aeben werden müssen. In Verfolg der autoritären Negierungsweise Marschall Pilsudskis, dessen * Plion ühor hio innere f)nnnfitinn mnhf als endaültia Eden sagt weiter: „In diesem Augenblick kann ich nichts über die deutsche Ansicht im Hinblick auf unser Memorandum sagen, da sie noch nicht veröffentlicht worden ist. Wir warten auch auf eine ergänzende Erklärung der fran- . - s- r - ri. , ösischen Haltung, da die Note, die wir von Konferenz wurde dieFolge unserer Festig- Paris kürzlich erhielten, nur vorläufig roar E e i t sein, aber dieses Scheitern wurde ni ch t u n s und durch eine endgültige Erklärung, die uns kürz- 'zugeschrieben werden können, da die Mehr- ... .....t' _ _r.... —" hott ho« miF unlprpr ^5pifp mnr Annahme bestehe, daß weitere Anstrengungen zwecklos sein würden. Er sei der Ansicht, daß man für die Besprechungen mit den wichtigsten Regie- „ ..„o -- ------- . rungen etwas.mehr Zeit lassen müsse, solche Rüstungen wenigstens zu begrenzen und Aber bevor man von einer weiteren Vertagung gleichzeitig die Sicherheitsgarantien zu sprechen könne, müsse man d i e nächste Tagung verstärken. Der Vertreter Frankreichs, des Hauptausschusses fest legen. Gleich- Massigli, äußerte sich sehr zurückhaltend. Die zeitig müsse man einen Termin für eine neue Zu- Verhandlungen seien noch nicht abgeschlossen und fammenberufung des Präsidiums festsetzen mit der i Aufgabe, den Macdonald-Plan zu überarbeiten und ' ihn der heutigen Lage anzupassen. Henderson schloß mit den Worten: Ich glaube, daß es unsere heilige Pflicht ist, diese Konferenz zu einem Abschluß t^ügen^ubernomm^eu Verpflichtungen und Miseren ! Paris, ll.Mpril. fDNB.-Funkspruch.) Di- Pa-! Heber die Durchführungsgarantien,, wie Frank- eigenen früheren Entscheidungen steht. Denn nur riser Presse ist der Ansicht, daß sich der französische reich sie sich denkt, will „Oeuvre wißen, daß der io^fann man noch hoffen ein^neues Wettrüsten zu Standpunkt im Präsidium der Abrüstungskonferenz Quai d'Orsay dem Foreign Office Zwei nebenem- lo rann man noch hoffen, em neues ^enrujien 3u ljsch-Mlienische Auffassung durchgesetzt ander stehende Tabellen überreichen werde In der ' • ' ‘ w' " ™ ersten seien die gegen die Verletzer des Abkommens anzuwendenden Druckmittel bezeichnet, in der zweiten die Verstöße, die die Anwendung von Sanktionen erforderlich machen könnten. Frankreich sei der Aufassung, daß das Abkommen nicht allgemeinen Charakter tragen dürfe. Von Japan würde es beispielsweise nicht unterzeichnet werden, sondern nur von den europäischen Mächten, und zwar mit dem von Rußland vorgeschlagenen gegenseitigen Beistandspakt einer Art Ostlocarno. Erst dann könnte Frankreich ein Abkommen in Aussicht nehmen, das eine scharf begrenzte Aufrüstung Deutschlands vorsehe und für zehn Jahre gültig wäre. Während dieser Zeit würde Frankreich seine eigenen Rüstungen mit folgenden zwei Vorbehalten beschränken: ein Möglichkeit, das Kriegsmaterial^ nicht nur zu erneuern, sondern auch zu verbessern: Ausstellung einer Formel, die bei beweiskräftigen Anzeichen dafür, daß das Abkommen nicht von allen Unterzeichnern loyal eingehalten werde, die Erklärung gestatte: Das Abkommen gilt nicht mehr, wir nehmen unsere Handlungsfreiheit wieder. Ein solches Abkommen würde Vertrauen für die Zukunft einflößen, während das Abkommen, an das das Völkerbundssekretariat denke, wirklich kein vermag die öffentliche Hand die Lasten dieser Arbeitsbeschaffung nicht allein zu tragen. Sie muß und wird die Privatwirtschaft, nachdem sie ihr die anderen Lasten erleichtert hat, als Helferin heranziehen, ja sie allmählich zur Hauptträgerin der Arbeitsbeschaffung machen. Es gibt zwei Gründe, aus denen die private deutsche Wirtschaft in der Zeit der Depression den Kampf gegen die ^Arbeitslosigkeit nicht erfolgreich zu führen vermochte. Der eine war die Ueberlaftung mit Schulden und Zinsen, der andere die mit Steuern und Sozialbeiträg e n. Das Gesamtgewicht dieser Lasten, das die den inneren Gesetzen der Wirtschaft fremd gegenüberstehenden ihre Tragfähigkeit überschätzenden früheren Regierungen auf sie gewälzt hatten, drückte sie zu Boden, so daß sie im Kampfe gegen die Arbeitslosigkeit wehrlos geworden war. Es bedurfte erst einer grundlegenden, zielbewußt auf die ©ntlaftung der Wirtschaft gerichteten nationalsozialistischen Reform» arbeit, um die natürlichen Abwehrkrafte der Wirtschaft gegen die Krise und die Arbeitslosigkeit srel- zumachen. ., Auf dem Wege zum Z i n s a b b a u ift Oie Rerchs- Genf, 10. April. (DNB.) Unter Vorsitz Hen-1 Der Vertreter Rußlands, Boris Stein, • • ~ - 1 trat für eine möglichst baldige Einberufung des Hauptausfchuffes der Abrüstungskonferenz ein. Der Italiener Marchese di Soragna schloß -Schriftstück über den Stand der Abrüstungsfrage, sich dem englischen Standpunkte an. Der V e r - Dieser Bericht beweise, daß gar kein Grund zu der treter Schwedens, Sandler, sprach sich ’ ' r* '* —11— Of-n---------- dahin aus, daß man politischen Tatsachen, und damit auch der Rüstungserstarkung einiger Staaten Rechnung tragen müsse. Es komme nun darauf an, so kann man noch hoffen, ein vermeiden und die wachsende Kriegsgefahr zu be- c ~ . — ■- ■ - -- - seitioen habe, daß aber noch viel Wasser den Berg hinunter- r- kf ' lausen müsse, bis England sich den französischen Der englische ^orosregelvewayrer (soen i Sicherheitswünschen anbequemen werde. Nach An- Die englische Regierung habe nicht den Wunsch, geben werden müssen. In Verfolg der autoritären den direkten Meinungsaustausch zu den Regierun-, Negierungsweise Marschall Pilfuds kis, dessen gen zu unterbrechen, 'solange er in nützlicher Weise; Sieg über die innere Opposition wohl als. endgültig vor lick gebt Sie sei aber andererseits davon über- i angesehen werden darf, ift die polnische Außen- ,eugt daß diese Derhandungen schon sehr bald Politik in einem Maße selbstständig geworden, roie den Stand erreicht haben werden, auf dem! man es weder in Paris und den Hauptstädten der das Präsidium der Konferenz sie zur Kenntnis Kleinen Entente, noch in Moskau jemals erwartet " ' hat. Der zur Großmacht herangereifte Staat ift für gewisse Staatsmänner das große Fragezeichen im Osten geworden. So auch für den französischen Außenminister Barthou, der mit feiner bevorstehenden Reise nach Warschau wohl in erster Linie die Absicht verfolgt, das durch die letzten Entwicklungen und vor allem durch die gemeinsame deutsch-polnische Erklärung gelockerte Verhältnis zwischen den beiden Staaten im Sinne der früheren engen Vormachtpolitik zu verbessern. In maßgebenden Kreisen der polnischen Hauptstadt steht man aber solchen Wünschen einstweilen In der „Deutschen Steuer-Zeitung" hat Staatssekretär Reinhardt soeben erneut eine große Reichssteuerreform für den kommenden Herbst angekündigt. Denn es kommt jetzt vor allem darauf an, die Arbeitslosigkeit in Deutschland nicht nur vorübergehend, sondern dauernd und organisch zu vermindern. Staatssekretär Reinhardt wies mit besonderem Nachdruck darauf hin, daß die Mehrzahl der Maßnahmen, mit denen heute der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit geführt wird, den Zweck verfolgt, die deutsche Wirtschaft und die deutschen Märkte nachhaltig zu beleben. Daraus allein ist die Hoffnung gegründet, daß die Arbeitslosenziffer unablässig weiter sinkt. Aus der dauernden Abnahme der Ausgaben für die Arbeitslosenhilfe und aus dem entsprechenden Mehraufkommen an Steuern, Abgaben und Sozialversicherungs- d e i t r ä g e n , das die in den Arbeitsprozeß wieder eingereihten Arbeitslosen aufbringen, müssen und werden dem Reich die Mittel zufließen, durch die die V o r b e I a ft u n g der kommenden Haushaltsjahre, mit deren Hilfe bekanntlich die Arbeitsbeschaffung in der Hauptsache finanziert werden mußte, wieder ausgeglichen werden kann. Jede öffentliche Arbeitsbeschaffung muß sich tob laufen, wenn sie nicht zu einer Initialzün - düng d e r privaten Wirtschaft führt. Daß diese im letzten Jahre in Deutschland bereits erreicht ist, bas beweisen am besten die von Monat zu Monat günstiger werdenden Eingänge aus Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeitragen. Man braucht beispielsweise nur auf das st e - tiq steigende Aufkommen an Umsatzsteuer hinzuweisen, das deswegen em besonders gutes Wirt chaftsbarometer ist, weil es die Entwicklung der volkswirtschaftlichen Umsätze deutlich widerspiegelt. Die zunehmenden ^Lohnsteuer- ertrüge wiederum zeigen, daß zahlreiche bisherige Arbeitslose nicht nur in den Produktionsprozeß zurückgeführt worden find, sondern auch wieder ein Arbeitseinkommen beziehen, das sie lohn- steuerpflichtig macht. Das gleiche S'" von den steigenden Eingängen an Sozlalverficherungsbel. trägen. Je mehr aber infolge der Wlrtfchaftsbe- lebung und des Rückgangs der Arbeitslosigkeit die Einnahmen der öffentlichen Hand wieder zunehmen, desto leichter wird es dieser fallen, trotz der Mehraufwendungen für die Arbeitsbeschaffung ihren die Kräfte der Privatwirtschaft freizumachen, damit sie sich in den Dienst der P^oduktlonssteigerung stellen können, als die Entlastung der Wirtschaftsträger von den überhöhten Steuern, Abgaben uno Sozialversicherungsbeiträgen. Kann hier eine wlrr- fame Erleichterung erreicht werden, fo wird das m der Wirtschaft arbeitende private sehr bald einen Teil der Funktionen übernehmen können, die bisher die öffentliche Hano allein auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung ausüben mußte. Auf die Länge der Zelt nämlich d e r f o n s begann die Tagung des Präsidiums der Abrüstungskonferenz. Henderson verwies auf das den Mitgliedern des Präsidiums ausgehändigte Italien Schriftstück über den Stand der Abrüstungsfrage, sich dem Anschlag auf den V-Zug Wien-M den landwirtschaftlichen Bezirken mit Fürsorge, ihrem niederen Arbeitslosenstand sind die Rück-1 men werden, daß der frühere Gesandte in seinen Informationen an die Moskauer Auftraggeber für deren Bedürfnisse nicht schnell und ausführlich genug gearbeitet hat. Die deutsch-polnische Ler- ständigung kam ja in der Tat etwas überraschend für den Kreml. Die mit größter Vorsicht und Zurückhaltung betriebene Außenpolitik gestattet den Polen auf der anderen Seite, den Schutz ihrer in fremden Staatswesen lebenden Volksgenossen mit allem Nachdruck zu fordern, da das Streben nach Unabhängigkeit in diesem Falle die Gefahr« einer „splendid Isolation“ keineswegs in sich birgt. Die letzten Meldungen aus Warschau besagen, daß die p o l n i s ch - t s ch e ch o - 1929 nicht mehr beobachtet! Im ersten Vierteljahr 1934 ljat die Zahl der Arbeitslosen sogar bereits um nahezu 1,3 Millionen abgenommen. 2 799 000 Arbeitslose wurden am 31. März bei den Arbeitsämtern gezählt. Damit ist die Dreimillionengrenze der Arbeitslosigkeit fast um eine Viertelmillion unterschritten. Schon mehr als die H ä l f t e der bei Beginn der nationalsozialistischen Machtübernahme vorhandenen sechs Millionen Arbeitslosen sind wieder in Arbeit und Brot gebracht, und der Arbeitslosenbestand vom 31. März 1934 ist nur noch halb so groß wie am gleichen Stichtag des Vorjahres. Daß sich die Arbeitslosigkeit auch in den dicht besiedelten Bezirken immer mehr auf- zulockern beginnt, zeigen die zahlenmäßig starken Rückgänge in Schlesien (— 78 000), Sachsen (— 69 000), Brandenburg (— 65 000) und Mitteldeutschland (— 57 000). Bayern hat einen überdurchschnittlichen Rückgang von über 70 000. In Der Bericht der Reichsanstalt Berlin, 10. April (DRB.) Der Ruf des Führers zum Beginn der diesjährigen Arbeitsschlacht hat in allen Kreisen der Wirtschaft nachhaltigen Widerhall gefunden. Für März 1934 melden die Arbeitsämter einen Gesamtrückgang von fast 574 000 Arbeitslosen. Eine derartig starke Verminderung der Arbeitslosigkeit in einem einzigen Monat wurde seit dem Sommer zu bringen, einen bedeutenden Erfolg erzielt. Standen doch um die gleiche Zeit des Vorjahres 2,299 000 Wohlfahrtserwerbslose in öffentlicher Am sechsten Tage des Waltershausener Mordprozesses wurde zunächst das Verhörder Frau W e r t h e r fortgesetzt. Der Vorsitzende fragt zunächst nach dem Besitz von Waffen. Frau Werther erklärt, daß sie vor etwa 30 Jahren einen Revolver bekommen habe. Er sei noch so geladen gewesen, wie sie ihn bekommen habe. Sie habe überhaupt eine Abneigung gegen Waffen gehabt und aud) keine Kenntnis derselben. So viel sie wisse, habe Liebig mit Pistolen gehandelt. Am Tage vor dem Morde habe ihr Mann gesagt, der Einbruch in der Nacht zum 16. Oktober sei wahrscheinlich von Liebig verübt worden, denn er, ihr Mann, habe im Büro (Werkstatt) einen Dietrich gefunden. Er habe noch, bevor Liebig das Schloß verlassen, den Wachtmeister Reusch rufen wollen, um Liebig vernehmen zu lassen und möglicherweise eine Anzeige zu erstatten. Den Charakter Liebigs schildert Frau Werther als verlogen. Am Tag vor dem Mord habe sie zuerst im Garten gearbeitet und dann ein paar Stunden geruht. Auch Liebig habe damals im Garten gearbeitet. Es sei ihr aufgefallen, daß Liebig sie so böse angesehen habe. Sie und ihr Mann hätten an diesem Tage eine gute Stimmung gehabt. Gegen 20 Uhr hätten sie Abendbrot gegessen. Ihr Mann habe Eier gegessen und sie Brei. Dazu hätten beide Tee getrunken. Der Vorsitzende stellt dann ungefähr die Vorgänge am Abend wie folgt fest: Frau Werther fei ungefähr um 21 Uhr in ihr Schlafzimmer gegangen. Ihr Mann habe noch unten geweilt und nicht wie sonst mit ihr zusammen am Bett Karten gespielt. Er habe sich dann für die Nacht umgezogen und fei erst danach zu ihr gekommen, um ihr den Gutenachtkuß zu geben. Er habe dann die Tür zu feinem Zimmer hinter sich zugemacht. Ihr Mann werde wahrscheinlich noch etwas gelesen haben, während ie eingeschlafen fei. Durch einen furchtbaren Schrei fei sie später a u f g e w a ch t. Die Tür sei aufgegangen und im Türrahmen hätte Liebig gestanden. Er habe sofort angefangen zu knallen. Der Vorsitzende fragt Frau Werther anschließend, ob es wirklich Liebig war, ob der Knall ein Schußknall gewesen sei und was das für ein Schrei gewesen wäre. Frau Werther erklärte, es sei ein W u t s ch r e i gewesen, sie könne nicht sagen, ob ihr Mann mitgeschrien habe. Der Vorsitzende macht die Zeugin darauf aufmerksam, daß ihre bisherigen Angaben über dieses Ereignis vielfach nicht überein st immten und ersucht sie, die Sache men auf große Schwierigkeiten. Der Heizer des Zuges wurde nach der Entgleisung von den abrutschenden kohlenmassen erdrückt und unter dem kohleuberg erstickt. Ein größeres Unglück ist nur dadurch verhindert worden, daß die schwere Lokomotive und die beiden folgenden Postwagen an der Spitze des Zuges sofort entgleisten und dadurch der Zug zum S ti llst and kam. Es ist festgestellt, daß an der Unglücksstelle schon zweimal Anschläge auf die West bahn st recke vorge- kommen sind, die bisher nur dank der Wachsamkeit der Weichenwärter verhütet werden konnten. Die Polizei hat den Hilfsarbeiter Baumgartner verhaftet, der im Verdacht sieht, an dem Anschlag beteiligt zu sein. Baumgartner soll auch mit den Anschlägen, die im Herbst 1932 und im Frühjahr 1933 auf Lisenbahnzüge verübt worden waren, in Zusammenhang stehen. Es besteht die Vermutung, daß es sich um den Anschlag einer Terrorgruppe des aufgelösten Republikanischen Schutzbundes handelt. Die Der nationalsozialistische Rundfunk sei der erste politische Rundfunk der Welt. Die energische Politisierung habe aber die Gefahr der Einseitigkeit in sich getragen. Eine Zeitlang sei mit einem Ueberhandnehmen der Politik geradezu eine Gefahr für den Rundfunk erwachsen. Erst die notwendige Au slockerung der Programme ergäbe eine fruchtbare Gefamtarbeit. Die nationalsozialistische Politik bilde die selbstverständliche Grundlage jeder Programmgestaltung im Rundfunk. Aber eben deshalb brauche die Politik nicht beständig zitiert zu werden. Musik, leichte Kunst, künstlerische Vielfältigkeit und dabei hohe Leistung müssen jedem Rundfunksender zu eigen werden. Reichsminister Dr. Goebbels gab bekannt, daß es ihm gelungen sei, für den Rundfunketat und die Programmarbeit neue Geldmittel in erheblichem Umfange zur Verfügung zu stellen, die ausschließlich dem Kulturaufbau zugute kommen sollen und nicht, wie es früher üblich war, für Spesen und Verwaltung verbraucht werden dürfen. Für die Verwaltung muß vielmehr der Grundsatz äußer st er Sparsamkeit gelten. Der Rundfunk müsse seine Aufgaben der frei schaffenden Künstlerschaft gegenüber erfüllen. Es sei der schönste Ehrgeiz eines Intendanten, einen unbekannten Mann aus der Provinz an seinen Sender heranzuziehen und ihn zu Leistungen anzuspornen, und so dem deutschen Volke neue Dichter und neue fruchtbare Künstler zu schenken. Die Nationalsozialisten seien jung und unverbraucht an die Macht gekommen und sie könnten nun das schönste Instrument handhaben, das sie mit der Seele eines ganzen Volkes verbindet. Er begrüße es, daß der Rundfunk wie überhaupt alle Disziplinen seines Ministeriums 'beständig unter der öffentlichen Kritik stünden. Dadurch bleibe er m i t dem Volke in Verbindung und er erwarte von jedem feiner Mitarbeiter, daß er immer im Volke st e h e, immer in Bewegung fei, sich niemals isoliere und damit immer für aktive Aufgaben der Zukunft fruchtbar bleibe. so zu erzählen, wie sie sich daran erinnere. Frau Werther erklärt darauf, sie sei, als sie damals im Schweinfurter Krankenhaus von den Kriminalbeamten verhört worden fei, so gequält worden, daß sie schließlich selbst irre geworden sei und angegeben habe, Liebig könne es nicht gewesen sein. Der Vorsitzende fragt erneut, ob es Liebig war, worauf die Zeugin erwiderte: „Liebig war es. Er hat auf mich gefchofse n". Vorsitzender.- „Woran erkannten Sie ihn?“ Zeugin: „An seinem haar, es war ganz hell.“ Vorsihender: „Wie haben Sie sich benommen?“ Die Zeugin erklärt darauf, sie sei nicht ruhig liegen geblieben, sondern sie sei sofort aus dern Bett gesprungen. Liebig fei schon im Zimmer gewesen und sie fei etwas auf ihn zugegangen. Sie habe gerufen: „Um Gottes willen, Karl, hör auf mit dem Schießen!“ Er habe geantwortet: „71 u n erst recht, gnädige Frau!" Wieviel Schüsse Liebig abgegeben habe, könne sie nicht sagen. Sie fei von den Kugeln getroffen worden. Nachdem sie rückwärts auf ihr Bett gefallen fei, habe sie automatisch die Bettdecke über sich gezogen. Liebig seinochmalsnäher herangekommen, habe die Bettdecke aufgehoben und unter die Decke auf sie geschossen. Das sei der letzte Schuß gewesen. Diese furchtbare Szene vom letzten Schuß komme alle Nächte wieder vor ihre Augen. Wie Liebig sich aus dem Zimmer entfernt habe, könne sie nicht angeben. Sie habe einen Knall gehört, als ob eine Tür zugeworfen würde, hinausgehen hätte sie ihn nicht gesehen. Frau Werther fügt noch hinzu, daß Liebig sie bei der Abgabe der Schüsse höhnisch angesehen habe. Frau Werther behauptet, ihr Mann hätte noch zweimal das Bett verlassen. Dem widerspricht aber das Fehlen der Blutspuren. Dies erklärt sie damit, daß ihr Mann zuerst wenig geblutet habe. Einen Selbstmord ihres Mannes stellt sie in Abrede. Auch die Frage, ob es ein Verwandter sein könnte, verneint sie; die weitere Frage, ob es vielleicht ihr Sohn war, beantwortet sie damit, das sei die größte Lüge, die es gebe. Auf weitere Fragen erklärt Frau Werther, das Schloß fei verkauft, die Mobilien feien hinausgegeben, und sie selbst habe nur eine Witwenpension von 110 RM.; sie sei ohne Obdach und auf die Mildtätigkeit ihrer Verwandten an- Das Programm für den Feiertag der nationalen Arbeit Eisenbahnschienen abgeschraubt. —Oer Zug entgleist.-Zwei Todesopfer. Ein der Tat Verdächtigter verhaftet. gange wohl zahlenmäßig geringer, jedoch gemessen am bezirklichen Bestand anteilmäßig höher. So kann Ostpreußen einen Rückgang um 40 v. $)., Pommern einen Rückgang um 30 v. S). melden. Eine starke Stütze dieser Aufwärtsentwicklung bilden die Arbeiten aus dem Arbeitsbeschaffungsprogramm der Reichsregierung. Der kräftige Impuls, der von diesen Maßnahmen durch Belebung der Nachfrage auf dem Inlandsware unmittelbar und mittelbar ausgeht und zu dieser Gesamtbesserung der Wirtschaftslage geführt hat, trug zu der starken Entlastung fast aller Berufsgruppen mit bei. Der Rückgang war im März am stärksten im Baugewerbe (51,7 v. H.). Die Unterstützungseinrichtungen der A r b e i t s - losenverhilfe sind im Monat März entsprechend e n t l a st e t worden, und zwar die Arbeitslosenversicherung um rund 169 000, die Krisenfürsorge um rund 172 000 Haupt- unterstützungsempsänger und die öffentliche Fürsorge um rund 208 000 arbeitslose anerkannte Wohlfahrtserwerbslose. Der Stand an Hauptunterstützungsempfängern der Reichsanstalt war am 31. März 1 160 000. Die Zahl der Wohlfahrtserwerbslosen betrug noch 984 000. Damit hat das Bestreben aller beteiligten Stellen, gerade die l a n g - fristig Arbeitslosen wieder in Arbeit und Brot Wien, 10. April (DRV) Der gestern um 23 Uhr aus Wien abgehende V-Zug mit zwei Zugteilen Wien—Salzburg—München und Wien—Passau— Holland entgleiste bei Linz. Der Lokomotivführer und ein weiterer Beamter wurden getötet, 14 Beamte der Bahn und Post verletzt. Das Unglück geschah dadurch, daß die Eisenbahnschienen auf einer längeren Strecke abgeschraubt und über den Bahngraben geworfen worden waren. MhralsVrMllionArbeiisloseimelsienMonatder neuen Ardeiissthlacht wieder in Arbeit gebracht. Auch in den Industriegebieten beachtliche Erfolge. Krau Werthers Aussagen im Mordprozeß Woltershausen Oie Schilderung der Mordnacht. - Unlösbare Widersprüche. Oie Feier auf dem Tempel- Hofer Feld. Voraussichtlich um 16 Uhr wird der Staatsakt auf dem Tempelhofer Feld beginnen, bei dem der Führer sprechen wird. Hier wird das feierliche Gelöbnis, das das Gesetz der nationalen Arbeit für die Vertrauensmänner fordert, erfolgen. Zu diesem Zweck werden die Vertrauensmänner au dem Nordteil in der Nähe der Führertribüne zusammengezogen werden, um dann angesichts des Führers ihr Gelöbnis abzulegen. Die Veranstaltung aus dem Tempelhofer Feld wird auf alle deutschen Sender übertragen. Ä m ganzen Reich finden in allen Städten bis zu den Kreisstädten Parallelveranstal- t u n g e n statt, bei denen ebenfalls die Vertrauensmänner ihr feierliches Gelöbnis ablegen werden. Diese gewaltige Kundgebung wird also ähnlich wie die Kundgebung gestaltet sein, die seinerzeit bei der Vereidigung der politischen Leiter der NSDAP, stattfanü. Oer Aufmarsch. Der Ausmarsch zum Tempelhofer Feld ist vielleicht die größte organisatorische Ausgabe, die bisher in der Welt gestellt worden ist. Es liegen beim Pro- pagandaministerium Meldungen über eine Beteiligung auf dem Tempelhofer Feld vor, die derart riesig sind, daß mit Mühe und Not 13 Anmarschwege festgelegt werden konnten. Bis zum Beginn des Staatsaktes wird auf dem Tempelhofer Feld ein halbes Dutzend von Bataillonskapellen der Reichswehr, in einem großen Orchester vereinigt, die Masten unterhalten. 2000 Sänger werden Frühlingslieder fingen. In der Luft werden künstlerische fliegerische Darbietungen geboten. Eine Fahnen- gruppe von drei Fahnen in der phantastischen Höhe von 45 Meter wird die Nordseite des Platzes abschließen, daneben zur Linken und Rechten zwei Gruppen etwas „kleinerer Fahnen" in einer Höhe von 36 Meter. Für die leiblichen Bedürfnisse sorgen 60 Verkaufsbuden, sowie etwa 5000 bis 6000 fliegende Händler. — Schließlich werden um 21 Uhr die Massen noch einmal im L u st - garten zusammenkommen, wo der Ministerpräsident Göring sprechen wird. Abendliche Maifeiern. Zwischen 20 und 1 Uhr nachts finden im ganzen Reich Maifeiern mit Tanz der Betriebs- gefolgfchaften in Sälen statt. Jeder deutsche Sender wird aus feiner Landschaft heraus die Maifeier der Belegschaft eines Betriebes übertragen, also z. B. eine halbe Stunde aus der Maifeier der Belegschaft der Schichauwerft in Elbing, eine halbe Stunde der Zeppelinwerke in Friedrichshafen ufw. Dieser so vergnügte Abschluß des Tages der nationalen Arbeit wird durch die NSBO. und die NSDAP, im ganzen Reich veranstaltet. Die allein in Berlin entstehenden Kosten für die baulichen Anlagen, den Festzug usw. dürften rund eine Million Mark erreichen. Auch im Reich werden die festlichen Veranstaltungen erhebliche Kosten verursachen. Sämtliche Kosten werden aus dem Erlös einer Festtags plakette, die in einer Auflage von 25 Millionen Stück zum Vertrieb kommen, aufgebracht werden. ArbeitsgemeinschastfürThingplatzspiele Der präsidierende Vorsitzende des Reichsbundes der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele e. 23., Ministerialrat Otto Laubinger, hatte eine Arbeitsgemeinschaft für Thingplatz- Ipicle m Die Gauführerschule Seeburg bei Halle einberufen. Daran nahmen die von den Leitern der Landesstellen des Reichsministeriums für Volks- die Feststellung der Attentäter des Eifenbahn- Jnfolge der Dunkelheit stießen die Hilfsmaßnah- Unglücks ausgesetzt. Auftakt auf dem Brocken. Berlin, 10. April. (DNB.) Der Tag der nationalen Arbeit hat nach den durch das Gesetz der nationalen Arbeit festgelegten Bestimmungen den Charakter, einmal die Geschlossenheitdesschaffen den Polks darzutun, weiter den feierlichen Rahmen für das durch das Gesetz vorge-schriebene feierliche Gelöbnis der Vertrauensmänner der Betriebe abzugeben, schließlich aber auch, um mit dem symbolischen Kalendertag des 1. Mai das neue Leben, die Wiederkehr des Frühlings zum Ausdruck zu bringen. Die Ausgestaltung dieses Tages ist auch dementsprechend. Die Einleitung der feierlichen Veranstaltungen ist eine Kundgebung der Hitlerjugend um Mitternacht auf dem Brocken im Harz (wie im vergangenen Jahr). Dort werden aus allen deutschen Gauen Gefolgschaften der Hitlerjugend zusammenkommen und Frühlingslieder singen. Die Ostpreußen, die Bayern, die rheinische Jugend usw. werden vertreten sein, sodaß zunächst ein Zusammenklang der verschiedenen Stämme des deutschen Volkes, dlirch die Jugend dargeboten, zum Ausdruck kommt. Der Reichsjugendführer Baldur von Schirach wird eine kurze Ansprache halten, die auf alle deutschen Sender übertragen wird. Die Hitlerjugend ihrerseits wird für ältere Mitglieder Parallelveranstaltungen an noch zu bestimmenden Orten im ganzen Reich durchführen. Oer Festzug. Um 7 Uhr wird in Berlin in den frühen Morgenstunden, ausgehend vom Knie, ein Festzug durch d i e Straßen der Stadt sich bewegen. In diesem Festzug wird altes deutsches Brauchtum in zeitgemäßem Gewand dargestellt werden. Die Reichsstände der Industrie, des Handels und des Handwerks, der Reichsnährstand werden durch symbolische Darstellungen auf Wagen ober durch Fußgängergruppen vertreten sein. Die Gestaltung des Festzuaes, wie überhaupt des ganzen Tages, liegt in der Hand des Reichsmini ft ers für V o l k s a u f k l ä r u n g und Propaganda, der zur Unterstützung der Gestaltung des Festzuges die Abteilung Volkstum und Heimat der N S. - G e m e i n f ch a 's t „Kraft durch Freude" herangezogen hat. Im Reich werden ähnliche Festzüge in allen größeren Städten nach denselben Gesichtspunkten durchgeführt werden. Kundgebung der Schuljugend im Lustgarten. Um 9 Uhr findet dann im Lustgarten der erste Staatsakt statt, und zwar als Kundgebung der Schuljugend in Anwesenheit der Vertreter der Reichsrcgierung und der Behörden. Zu diesem Staatsakt ist auch das Diplomatische Korps eingeladen, und Vertreter der Reichsregierung werden das Wort nehmen. Diese Kundgebung wird über alle deutschen Sender übertragen, und im ganzen Reich werden Parallel- Veranstaltungen für die Schuljugend durchgeführt. Den Schluß der Veranstaltung im Lustgarten bildet das Vorbei ziehen des Festzuges. Während dieser Zeit werden aus allen deutschen Gauen die Vertreter der deutschen Arbeiterschaft in Abordnungen mit Verkehrsflugzeugen der Lufthansa n a ch B e r l i n gekommen sein. Sie werden in ersten und bekanntesten Hotels in Berlin untergebracht, um schließlich um 12 Uhr offiziell von der Reichsregierung empfangen zu werden. Um 14 Uhr findet in der Staatsoper Unter den Linden ein FestaktderReichskulturkam- m e r statt, bei dem der Reichsminister Dr. Goebbels sprechen wird. Hierbei wird der Film- und Buchpreis zur Verteilung gelangen. slowakische Spannung eine weitere Verschärfung erfahren hat. Nachdem im Gebiete von Mährisch-Ostrau wieder eine große Anzahl polnischer Arbeiter von den dortigen Jnbustriewerken entlassen worden sind, fand in Te schon eine große Versammlung aller polnischen Organisationen statt. Es wurde eine Entschließung gefaßt, die sich gegen den „furchtbaren wirtschaftlichen und polizeilichen Terror" wendet, unter dem die polnische Minderheit in der Tschechoslowakei zu leiden habe. Und über die Erfolgsaussichten der von der polnischen Regierung geforderten Vergeltungsmaßnahmen werden sich die protestierenden Polen ja keine Illusionen gemacht haben. aufklärung und Propaganda berufenen Geschäftsführer und Spielleiter der „Spielgemeinschaften für nationale Festgestaltung" teil. Von der Lanoesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda war der Geschäftsführer der Heften-Nasfauifchen Spielgemeinschaft für nationale Festgestaltung GmbH., Pg. Assessor Beckmann entsandt worden. Auf der Tagung wurden die organisatorischen und propagandistischen Fragen der Thingplatzspiele, auch die Fragen der Regie, des Aufmarsches, der Musik und des Dekorativen dieser neuen Spielform an Hand der für die Thingplätze geschaffenen Spiele in gemeinsamer Arbeit behandelt. Auch im Gau Hessen-Nassau soll nach dem Wunsch des Gauleiters, Reichsstatthalter Sprenger, alsbald mit dem Bau von sechs bis acht größeren Thinaplätzen begonnen werden, auf denen noch in diesem Jahre die ersten Thingspiele aufgeführt werden sollen. Es ist bereits mit den Vorarbeiten des Baues der Thingplätze an der Gickelsburg, in der Nähe der Saalburg bei Bad Homburg, sowie auf der Loreley begonnen worden. Es ist zu erwarten, daß der Spatenstich dieser Plätze in den nächsten Wochen unter Anteilnahme der gesamten Bevölkerung des Gaues vollzogen wird. Der Rundfunk muß im Volke stehen. Reichsminister Goebbels fordert künstlerische Vielfältigkeit und Höchstleitung bei der Programmgestaltung. Berlin, 10. April. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels empfing die Intendanten des Deutschen Rundfunks und gab in mehr als einstündigen Ausführungen einen Ueberblick über die Ergebnisse der feit einem Jahre unter Führung feines Ministeriums geleisteten Arbeit auf dem Gebiete des Rundfunks und über dessen Aufgaben in der Zukunft. Der v-Zug fuhr in der Dunkelheit mit ungeheurer Wucht über die Stelle hinweg, so daß die Lokomotive und zwei Personenwagen vollständig zertrümmert wurden und drei weitere Personenwagen entgleisten. Die Lokomotive liegt auf dem Bahnkörper, die Räder ragen in die Luft. Der Mitropa-Schlafwagen, der stark beschädigt wurde, hängt am Bahndamm, kurz vorher hatte noch ein Zug die Strecke durchfahren. Die Lokomotive stürzte zuerst mit dem Tender um. Die nachfolgenden Wagen wurden ineinander geschoben, Eisenteile zersplittert, die Holzwände eingedrückt. Rur Generaldirektion der Oesterreichischen Bundesbahnen drei Wagen des Fernzuges blieben auf dem Gleise hat eine Prämie von 5000 Schilling für stehen. ' " Ge- Jn Mac übernahmen, war diese Uebernahme deshalb leicht, weil das Schicksal dem arbeitenden Menschen den Unsinn dieser Organisationen klargemacht hatte. Die Kampfkraft der Arbeitnehmer war nicht etwa gestählt und gestärkt worden, sondern durch Zerklüftung niedergehalten und gebrochen worden. Aber darüber hinaus hatte das Schicksal durch die Geißel der Arbeitslosigkeit dem Arbeitnehmer wie dem Arbeitgeber klar gemacht, daß sie z u s a m m e n gehör e n , wenn der Betrieb ihnen in Zukunft das Brot geben sollte. So drängte denn die Entwickelung auch über die Bildung einer Einheitsorganisation der Arbeitgeber hinaus und führte auch von dieser Seite aus die Kreise zusammen, die bisher in unerbittlichen Klassenfronten gegeneinander gestanden hatten. Durch das Gesetz zur Vorbereitung des organischen Aufbaues der Wirtschaft ist die notwendige Ergänzung zu dem Aufbau der Arbeitsfront als Gemeinschaft und zu dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit als der Verankerung des Begriffes der sozialen Ehre geschaffen worden. Es genügt nicht, daß diese Gruppen nebeneinander arbeiten, sondern es ist notwendig, für eine gesunde und dem Ganzen dienende Zusammenarbeit zu sorgen. Man kann die Wirtschaftsführung nicht von den sozialen Erfordernissen der Menschen unabhängig machen. Und ebensowenig wird man das soziale Wohlergehen der Menschen von dem Stande der Wirtschaft lösen können. Wir in der Arbeitsfront wollen die Menschen führen zur Anständigkeit, zur Kameradschaft und, wenn notwendig, zum gegenseitigen Opfer. Die Wirtschaftsführung ist berufen, die sachlichen Dinge zu prüfen und zu ordnen. Der Treuhänder hat darüber zu wachen, daß alles im Sinne der Anständigkeit und im Geiste der Volksverbundenheit vor sich geht. Es gibt unendlich viele Fragen, die in dieser Zusammenarbeit gelöst werden müssen. Ich erinnere nur an das Chaos in den Sozialversicherungen und dem Berufsschulwesen. Deshalb habe ich es gewagt, im ; Einvernehmen mit den verantwortlichen Reichs- 1 Ministern diese Tagung einzuberufen, und ich hoffe, daß dies der Beginn eines glücklichen Zusammenarbeitens im Dienste unseres Volkes fei. erlegen war. Flüchtender Wilderer von einem Iagdhüker erschossen. Bei Pirmasens hat sich ein W i l d e r e r d r a m a abgespielt. Der Jagdhüter Hügel von Bottenbach stieß in seinem Revier auf drei verdächtige Personen, die er nach dreimaligem Anruf anfchoß. Die Wilderer konnten jedoch entkommen. Später schloß sich der Jagdhüter Schmidt von Gersbach seinem Kollegen an, und beide verfolgten die Wilderer. Schmidt stieß innerhalb der Ortschaft Winzeln auf zwei der verdächtigen Männer. Während der eine auf Anruf stehen blieb, ergriff der andere, der 44jährige Fabrikarbeiter Josef W i n n w a aus Pirmasens', die Flucht. Schmidt schoß nach ihm, und die Schrotladung, die Winnwa in den Kopf ging, führte den sofortigen Tod herbei. Der andere Wilderer, der Fabrikarbeiter Matz aus Pirmasens, wurde festgenommen, ebenso bis zur vollständigen Klärung der Jagdhüter Schmidt. Riesenfeuer auf dem Sportplatz der Prager „Sparla" In Prag brach aus bisher unbekannten Gründen auf dem Sportplatz des Sportklubs „Sparta" ein riesiges Feuer aus; das Feuer vernichtete alle Preise des Fußballklubs: Pokale, Figuren und andere Kunstgegenstände. Der Kassenraum ist cin- gestürzt. Es gelang, den Brand soweit zu beschränken, daß die Tribünen rings um die Hauptanlage nicht mehr bedroht sind. Zwei Feuerwehrleute bei einem Brande ums Leben gekommen. In dem ehemaligen Stahlhelmlager Haus Ostern darf bei Haltern (Westfalen) brach aus bisher noch ungeklärter Ursache ein Feuer aus, das mit rasender Geschwindigkeit um sich griff. Bei den Löscharbeiten und Rettungsversuchen der Feuerwehr stürzte plötzlich der Schornstein ein und begrub mehrere Feuerwehrleute unter sich. Zwei von ihnen wurden getötet. Drei weitere kamen mit Verletzungen davon. vier Todesopfer der Bluttat von Thalheim. Zu der bereits gemeldeten schweren Bluttat in Thalheim im Erzgebirge ist ergänzend zu berichten, daß sowohl die drei Mädchen als auch der Täter, der 23jährige Lithograph Sieber aus Cranzahl ihren schweren Verletzungen erlegen sind, so daß die schreckliche Bluttat vier Opfer forderte. Hinrichtung eines französischen Doppelmörders. Der Marseiller Doppelmörder und ehemalige Winkeladvokat Sarret, der im Oktober v.I. vom Schwurgericht in Aix-en-Provence zum Tode verurteilt wurde, ist vor dem Gefängnis in Aix Mit5 gerichtet worden. Versuche mit einem automatischen Stratosphären- Ballon in Rußland. Wie die Telegraphen-Agentur der Sowjetunion in Moskau berichtet, haben in der Nähe von Leningrad Versuche mit einem neuen automatischen Stratospärenballon stattgefunden. Ein in der Gondel angebrachter drahtloser Sender funkte vom Augenblick des Starts an die Meßergebnisse für Temperatur, Luftdruck und Feuchtigkeit. Der Ballon erreichte als größte Höhe 18 600 Meter, wo eine Temperatur von minus 55 Grad Cel- ius herrschte. Bei Erreichung der Maximalhöhe barst, wie erwartet, die Ballonhülle, und die an einem Fallschirm befestigten Apparate begannen niederzugehen. Vermutlich sind sie in der Nähe des Ladogasees gelandet. Geistig Minderwertiger schießt auf seine Mutter und tötet sich selbst. Der geistig minderwertige Sohn der Familie M e w s in Schlönwitz (Kreis Schivelbein in Pom.) legte beim Hantieren mit einem Tesching vorsätzlich zielend auf seine Mutter an, feuerte einen Schuß ab und verletzte die unglückliche Frau schwer. Nach der Bluttat lud der junge Mensch den Tesching abermals und tötete sich selbst durch einen Schuß. Die Mutter schwebt in Lebensgefahr. Ein Angeklagter stürzt sich zum Fenster hinaus. Ein aufregender Vorfall spielte sich während einer Verhandlung vor dem Dresdner Schöffengericht ab. In einem im 4. Stock gelegenen Verhandlungssaal wurde gegen den Arbeiter Alfred Beck aus Dresden wegen Diebstahls und Nötigung verhandelt. Während der Verhandlung benahm sich der Angeklagte durchaus ruhig, sprang aber, nachdem sich das Gericht zur Urteilsberatung zurückgezogen hatte, plötzlich aus der Anklagebank über mehrere Tische hinweg, eilte ans Fenster und stürzte sich hinunter. Er fiel auf ein unter dem Fenster befindliches Gartenbeet, wo er mit inneren Verletzungen liegen blieb. Er mußte dem Friedrichstädter Krankenhaus zugefuhrt werden. Sechs Tote bei Schiffszusammenstoß im Rebel. Der in Belfast beheimatete kleine Küstendampfer „Bantry" stieß, wie aus London gemeldet wird, auf der Höhe von Southseabill im Nebel mit dem Tanker „Cardita" zusammen. Die „Bantry" sank so schnell, daß die Rettungsboote nicht ausgesetzt werden konnten. Von der 10 Mann starken Besatzung konnten nur 4 gerettet werden. Die Blätter des Verlags Hamburger Vörsenhalle Gemeinschafisiaguilg der Arbeitsfront, der Treu bänder der Arbeit und der Wirtschaftssührer. Reiches neben der Reichsopernbühne, dem Deutschen Opernhaus in Charlottenburg, insbesondere das Theater des Volkes (früher Großes Schauspielhaus), die Volksbühne am Horst-Wessel-Platz und das Deutsche Theater in der Schumannstraße zu betreuen haben werde. Die Führung der genannten Theater wird im engsten Einvernehmen mit dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda erfolgen. Es wurden bereits grundsätzlich einige wichtige Fragen, insbesondere die der personellen Leitung, des Ensembles und des Spielplanes erörtert. An der Bahre Oskar von Millers. In aller Stille wurde am Dienstagnachmittag die Leiche Oskar von Millers im Münchener Trauerhause durch Dechant S ch e n k l und die Pfarrherren Zeugnisverweigerung aufmerksam. Frau Werther macht von diesem Recht Gebrauch. Weiter machte der Verteidiger die Zeugin Werther darauf aufmerksam, es hätten fünf Zeugen bei Hauptmann Werther eine Pistole gesehen, die einer Mehrladepistole geglichen habe. Die Zeugin erklärte-dazu, ihr Mann habe keinen weiteren Revolver gehabt. Weiterhin wurde die Aussage einer Zeugin Margarete Schuster zitiert, der gegenüber Frau Werther einmal geäußert haben soll, sie sei mit dem Revolver in derHand durch das ganze Schloß g e - aangen. Die Zeugin Werther bestritt, diese ileußerung gemacht zu haben. Der Verteidiger stellte weiter fest, daß die Behauptung der Zeugin Werther, der Mörder sei in hellem Licht aus dem Zimmer ihres Mannes auf fie zugegangen, im Widerspruch stehe mit der Tatsache, daß der Lichtschalter im Schlafzimmer des Hauptmanns Werther mit blutigen Händen umgedreht worden war. Wenn der Täter das Licht aufgedreht habe, so müsse es ja v o r - her dunkel gewesen sein. Weiter müsse dann auch der Täter Blut an den Händen gehabt haben. Rachdem aber feststehe, daß Liebig kein Blut an den Händen gehabt habe, müsse es jemand gewesen sein, der Blut an den Händen hatte. Wenn es nun der verwundete Hauptmann gewesen wäre, der den Schalter umdrehte, so wäre ja — nachdem der Täter der Frau Werther im Lichtschein des Schlafzimmers ihres Mannes erschienen sein soll, das Licht ausgelöscht und nicht angemacht worden. Es seien also hier unlösbare Widersprüche zwischen der Schilderung der Zeugin und dem Befund der Blutspuren am Schalter. Es zeigt sich, daß die Zeugin Werther ihre Angaben wiederholt gewechselt hat. Die Zeugin entschuldigt sich mit der großen Aufregung, in der sie sich in der Mordnacht und an den folgenden Tagen befunden habe. Der Verteidiger stellte weiterhin fest, daß ein Kriminalkommissar außer Dienst Lehnert aus Berlin mit Erhebungen im Falle Woltershausen beauftragt wurde und von Baron von Aufseß bzw. Frau Werther angewiesen wurde, alles zu tun, um herauszubringen, daß Liebig der Täter fei. Es soll sich hauptsächlich um Versuche gehandelt haben, fest- zustellen, in welcher Lage ein Gewehr, das aus dem Fenster geworfen wird, in der Erde stecken bleibt, Beim ersten Einbruch hat sich bekanntlich ein solcher Fall ereignet. Die Verhandlung wurde dann auf Mittwoch vertagt. Heimatwehr und deutsche Volksgemeinschaft. Dublin ist der amerikanische Gesandte ____Dowell plötzlich gestorben. Der Präsident der vollziehenden Gewalt des irischen Freistaates De V a l e r a gab zu Ehren des Gesandten, der seinen Posten erst kürzlich übernommen hatte, ein Festessen in Dublin Castle. Nach der Begrüßungsansprache De Valeras erhob sich der Gesandte, der sich vollkommen wohlzufühlen schien, zur Antwort. Plötzlich hielt er mitten im Satz inne und brach zusammen. De Valera und der Päpstliche Nuntius, die beide neben ihm gesessen hatten, sprangen auf und kamen ihm zu Hilfe. Der Landwirtschaftsminister Dr. Ryan und der deutsche Gesandte Dr. Georg von Dehn-Schmidt stellten Wiederbelebungsversuche durch künstliche Atmung an. Doch zeigte sich zur Bestürzung der Festteilnehmer, daß der Gesandte einem Herzschlag Internationale Karakorum-Expedition. Dieser Tage wird die Nachhut der Himalaja- Expedition, die den Nanga-Parbat zum Ziele hat, München verlassen. Ihr Führer ist, wie schon gemeldet, mit mehreren Begleitern bereits vor einiger Zeit vorausgereist. Gleichzeitig mit dieser deutschen Expedition geht eine weitere und zwar eine internationale in den Himalaja, die in dem nördlich vom Nanga-Parbat gelegenen Gebiet des Karakorum bergsteigerische und filmische Aufgaben lösen soll. Die Karakorum-Expedition wird von Professor D y r e n f u r t h - Breslau-Zürich geleitet, der vor drei Jahren schon mit einer eigenen Expedition den Kantsch zu erobern versuchte, aber das Endziel nicht erreichte. Die Karakorum-Expedition, die am 13. April ab Venedig mit dem gleichen Schiff nach Indien reist, mit dem die weiteren Teilnehmer der Nanga-Parbat-Expedition dorthin fahren, zählt 14 Teilnehmer, darunter auch die Gattin des Führers. Es befinden sich. Schweizer, Oesterreicher und Italiener in der Gruppe, von Deutschen Hans Ertl, der schon bei dem Grönlandfilm mitwirkte, der Operateur Richard Angst,^ bekannt aus dem Mont Blanc-Film, und 2IIbert Höcht, bekannte Alpinisten, von denen Ertl und Höcht der Sektion Bayernland angehören. Schlechte Rachrichten aus dem „Tscheljuskin"-Lager. In einem Funkspruch aus dem Lager der „T f ch e l j u s k i n"-Besatzung heißt es, daß die Witterungsverhältnisse wieder eine ungünstige Wendung genommen haben. Der im Lager gelandete Flieger Slepnew, der beabsichtigte, weitere Mitglieder der Besatzung nach Wankarem zu bringen, hält sich gegenwärtig noch bet den Schiffbrüchigen auf, da er den Start wegen des Witterungsumschlages verschieben mußte. Desgleichen haben die anderen russischen Flieger, die von Wankarem nach dem Lager des Professors Schmidt fliegen wollten, einstweilen auf den Start ver- von St. Benno kirchlich eingesegnet. Sodann wurde der in einem mit dem Kruzifix besetzten schwarzen Sarge ruhende Tote in das Deutsche Museum zur Aufbahrung überführt. Eine große Menschenmenge entbot vor dem Sterbehause dem Meister im ergriffenen Schweigen den Abschiedsgruß. Nun ruht der Verstorbene die letzten 36 Stunden vor seiner Beisetzung inmitten seines Lebenswerks, in dem feierlich ernsten Ehrenfaal des Deutschen Museums, der durch Blattpflanzen und sechs mächtige Kandelaber mit roten Kerzen würdig geschmückt ist. Vom Turm des Deutschen Museums weht eine schwarze Fahne als Zeichen, daß der technisch-wissenschaftliche Brennpunkt der Welt um seinen genialen Schöpfer und Gestalter trauert. 46. Kongreß der Gesellschaft für innere Medizin in Wiesbaden. In Wiesbaden eröffnete Präsident Schitten- h elm (Kiel) vor überfülltem Saal den 4 6. Kongreß für innere Medizin. In der Eröffnungsansprache bekannte er sich zu dem Rasseprogramm der nationalsozialistischen Bewegung. Der Rektor der Berliner Universität, Professor Dr. Kunst und Wissenschaft. Das Reich übernimmt die Führung des Theaterwefens. Der Reichsminister für Volksaufklärung undPro- Oaaanba Dr Goebbels empfing führende Per- Wckkeiten des deutschen Theaters zu einer Be- fprechunq über die Maßnahmen, die ,m Zusammen- iS; Ä“ ii.“•*”<:-p-• > ■« bal Reick in der Hand des Reichsmimf eyums für Volksausklärung und Propaganda notwendig 8Ä,Ä'S@.:iäÄ> bramaturg Dr. Schlö er. Hinsichtlich der Ge ftamrna bes Berliner Theaterlebens in der nächsten Saison wurde in der Besprechung zum Ausdruck gebracht, daß die Theaterpol.t.k des Berlin, 10. April. (DNB.) Im festlich ge- i chmückten Sitzungssaal der Bank der deutschen : Arbeit AG. fand die erste Gemeinschaftstagung ber( Deutschen Arbeitsfront, der Treuhänder der Arbeit und aller Wirtschaftsführer statt, der die Reichsminister Heß, Dr. Goebbels, von Eltz-Rübenach, Schmitt, der Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley, der Reichsobmann der NSBO. Schuhmann, der Führer der Deutschen Wirtschaft Keßler, die Treuhänder der Arbeit, die Amtsleiter der Arbeitsfront, die Reichsbetriebsgruppenleiter, die Bezirksleiter der Arbeitsfront und die gesamte NSBO.- Leitung sowie sämtliche Führer der Wirtschaftsgruppen beiwohnten. Oer Führer der deutschen Wirtschaft Keßler ührte u. a. aus, die Führer der deutschen Wirt- chaft, selbst Mitglieder der Arbeitsfront, würden ihre Kräfte immer gern und freudig mitwirken lassen zur Erreichung des hohen Zieles, das sich die Arbeitsfront auf dem Gebiete der Menschen- führung gestellt habe. Wichtiger als die Organi- ation an sich sei ihr Inhalt, sei der rechte Gei st der Zusammengehörigkeit. Dessen müßten sich Führer, Unterführer und Geführte in der Wirtschaft jederzeit bewußt sein. Die Geführten müßten den Führern das rechte Vertrauen entgegenbringen können. Dazu sei erforderlich, daß der Führer von tadellosem Charakter sei, bejahend auf dem Boden des nationalsozialistischen Staates stehe, über ausreichende fachliche Erfahrungen ver- üge und unter Verbindung von sozialem und fachlichem Können erfolgreich in der Wirtschaft tätig gewesen sei. Solche Führer mit einer zusammengeschweißten Wirtschaftsgefolgschaft hinter sich würden mit Erfolg die großen und schweren Aufgaben meistern, die auf dem Gebiete der Forschung, der Konstruktion, der Fabrikation, der Güterherstellung, besonders hinsichtlich überlegener Oualitätserzeug- nisse, und der Güterverteilung zu lösen seien. Oer Führer der Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley erklärte u. a.: Als wir am 2. Mai vergangenen Jahres die Unzahl von Gewerkschaften und Verbänden Eugen Fischer, sprach über die heutige Erblehre und ihre Anwendung auf den Menschen. Den Höhepunkt der Sitzung des ersten Kongreßtages bildete die mit stürmischem Beifall aufgenommene Rede von Dr. Walter Groß (Berlin), dem Leiter des Aufklärungsamts für Bevölkerungspolitik und Rassenpflege, über die brennende Frage: „Erb- biologie und nationalsozialistische Weltanschauung". Dr. Groß überbrachte die Grüße und Wünsche des Reichsführers der deutschen Aerzteschaft, Dr. Gerhard Wagner (München), der selbst am Erscheinen verhindert ist. Die neuen Vorsitzenden der historischen Reichskommission. Der Herr Reichspräsident hat durch Erlaß vom 4. April 1934 für die Dauer von drei Jahren den Geheimen Hofrat Professor Dr. Oncken in Berlin-Dahlem zum Vorsitzenden, den Generaldirektor der preußischen Staatsarchive Professor Dr. Brackmann in Berlin-Dahlem zum ersten stellvertretenden Vorsitzenden und den Geheimen Hofrat Professor Dr. Brandenburg in Leipzig zum zweiten stellvertretenden Vorsitzenden der historischen Reichskommission ernannt. Hans Earossas Kriegstagebuch als Volksausgabe. Hans Carossas Kriegstagebuch eines deutschen Arztes, zuerst im Jahre 1924 unter dem Titel „Rumänisches Tagebuch" veröffentlicht, Ift soeben als „Tagebuch im Kriege" in einer wohlfeilen, dabei aber besonders schön ausgestatteten Ausgabe im Insel-Verlag zu Leipzig neu erschienen. Es gehört zu den wenigen Werken, in denen das Erlebnis des Weltkrieges eine dichterische Prägung gefunden hat. Der Krieg ist hier als das große Schicksal gestaltet, in dem sich der Mensch zu bewähren hat. Aus dieser Grundhaltung empfängt das Buch seine Würde und den Anspruch, gerade heute von denen beachtet zu werden, die nach dichterischen Werken aus deutschem Geiste suchen. gewiesen. Von dem zweiten Einbruch im Oktober habe sie nur gehört, weil sie damals in Haft gewesen sei. (Entgegen den bisherigen Feststellungen, daß nichts gestohlen sei, erklärte Frau Werther, es fehle „eine Meng e", u. a. sei ihr dos' Silber vom Toilettentisch gestohlen. Auf die Frage, ob vielleicht politische Gründe den Einbruch veranlaßt hätten, gab sie zur Antwort, daß man bei ihr vielleicht parteipolitische Dokumente oder sonst etwas vermutet habe. Die Frage, ob sie. einen anderen Täter kenne als Liebig, verneinte die Zeugin; sie könne sich aber denken, daß vielleicht ein anderer noch mitgeholfen hätte. Daß weibliche Dienstboten des Schlosses in Betracht kämen, sei ausgeschlossen, lieber die Bekleidung des Täters befragt, äußert sie, Liebig habe eine lange Hose und einen Arbeitsrock getragen; am Moren fei er dann gut angezogen gewesen. Es sei ihr aufgefallen, daß er zu so früher Stunde schon vollständig angezogen gewesen sei. Der Verteidiger macht Frau Werther auf verschiedene Widerspräche in den bisherigen Feststellungen und Zeugenaussagen aufmerksam, so habe sie verschiedenen Parteimitgliedern der NSDAP, gegenüber behauptet, der Mord an ihrem Mann sei eine kommunistische Tat, wobei sie Liebig der Tat bezichtigt habe. Da deswegen vom Verteidiger Liebigs eine Strafanzeige wegen Verleumdung gegen Frau Werther eingereicht worden ist, machte der Vorsitzende Frau Werther auf das Recht der zichtet. Die in den letzten Tagen von den Flie nach Wankarem gebrachten fünf Personen aus Lager des Professors Schmidt wurden mit Flugzeug nach Wellen transportiert, da ihr sundheitszuftand außerordentlich gelitten hat. Aus aller Well Der Tob beim Festbankett. Innsbruck, 10. April. (DNB.) .In einer Versammlung der neugegründeten Zivilorganisation der Tiroler Heimatwehr sprach das Mitglied der Bundesführung der Heimatwehr Dr. Schweinitz- haupt über das Verhältnis zum Deutschen Reich. Er wies auf das Programm der Heimatwehr hin, in dem es heißt: Wir wollen die Genie in- fcbaft des deutschen Volkes bilden helfen. Mit diesem Grundsatz, fuhr der Redner fort, sei klar ausgesprochen worden, daß sich der Heimatschutz aus den Boden des nationalen Gedankens durch Herstellungder deutschen Volks- und S ch i ck s a l s g e m e i n - s cha f t stellen wolle. Die jetzt zwischen dem Deutschen Reich und Oesterreich entstandene Lage bedauere der Heimatschutz auf das Tiefste. Oesterreich sei kein Parteiproblem, das mit den Mitteln der Gewalt gelöst werden könne. Der Heimatschutz würde es begrüßen, wenn die deutsche Diplomatie die Initiative ergreifen würde, um mit der österreichischen Regierung in Verhandlung zu tretew Settist- verssändlich sei, daß der Heimatschutz den Entschei- dungen der Regierung nicht vorgreifen könne er werde fie aber in einem Sinne beeinflussen der dem nationalen Empfinden des deutschen Vest-rr-ichs entspreche. Dr. Schweimtzhaupt wandte sich auch gegen die Christlich-Soziale Partei Der Heimatschutz wolle dafür Sorge tragen, daß sie nicht nur verschwinde, sondern daß sie auch Nicht unter neuen Formen und neuem Namen wieder auftauche. von den Hamburger Rachrichten übernommen. Der Verlag Hamburger Vörsenhalle GmbH, teilt in seinen Blättern mit, daß er mit dem heutigen Tag das selbständige Erscheinen seiner Zeitungen „Hamburgischer Korrespondent" mit „Hamburger Börsenhalle und Schifffahrtsliften", „Hamburger Neueste Nachrichten", „Hamburger 8 Uhr-Abendblatt" und „Mittagsblatt" e i n ft e 111. Die Zeitungen werden mit dem 1. April vom Verlag der „Hamburger Nachrichten" übernommen. Die „Hamburger Nachrichten" führen die Namen der übernommenen Zeitungen der Hamburger Börsenhalle als Untertitel. Wettervoraussage. Im Bereich des Hochdruckrückens, der sich zwischen dem abziehenden Polentief und dem kräftigen westlichen Tief gebildet hat, sinken die Luftmassen zusammen, so daß Aufheiterung eintritt. Allerdings kommt es in den Morgenstunden zu Dunst- uni) Wolkenbildungen. Die neue Störung hat zwar über der Bretagne und Südengland bereits ein verbreitetes Regenfeld erzeugt, führt aber bei uns an ihrer Vorderseite zur Zufuhr warmer Luft, die ein Ansteigen der Temperaturen veranlaßt, ohne daß vorerst bei südlichen bis südöstlichen Winden Nieder- schlagstätigkeit aufkommen wird. Aussichten für Donnerstag: Dunstig und bewölkt mit Aufheiterung, wärmer, trocken. Aussichten für Freitag: Warm, teilweise aufheiternd, aber auch wolkig, nochmals trocken. Lufttemperaturen am 10. April: mittags 11,9 Grad Celsius, abends 5,5 Grad; am 11. April: morgens 2 Grad. Maximum 13 Grad, Minimum 0,9 Grad.— Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 10. April: abends 8,4 Grad; am 11. April: morgens 5,7 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 5 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantworllich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der An» leinen: Theodor Kümmel. DA. III. 34: 11 550. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen. 13 Fortsetzung. Nachdruck oerbotenl „Leider noch keine Spur! Es ist sehr schwer, in viel, vielleicht sogar schon in einer halben Stunde. öuyiiyuj: xiiie jie elgenuicy > UUI unu [uigie 19m, lonnie lyn an seine darauf verfallen, wußte sie selbst nicht. Vielleicht mantel festhalten. Er drehte sich schroff erinnerte sie sich in dem Augenblick, als sie ein schlug ihr mit der geballten Rechten auf um und (Fortsetzung folgt.) ^^28 Sie in Stoffen tudicn, finden Sie bei Bernard 1790 A 1 3 mrnpr 3toei= ob. Vrei- J tjlllllllu ZImmer-Wohn. mit Küche, Wie. -um l.rtnii nnn zum 1. Juli von Lehrer gesucht. Gießen Lollar Bekömmlich und Donnerstag, den 12. 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Wenn so etwas durch die und des Publikums jemand zu finden, der nicht Zeitungen geht und durch das Radio bekanntge» gesunden werden will. Ich habe wenig Anhalts-1werden darf, wird ganz Berlin aufmerksam, punkte, keine anderen als die Beschreibung von Wenn die junge Dame überhaupt noch hier ist, weiß Äleid, Hut und Mantel, auch die der Persönlichkeit man wahrscheinlich in einem halben Tage schon UOdl mir linnnnPnmmon (Vr. ___t____ * vlps fnrinr frknrt in «• 5Schreibmasch., IRadioanlage, 4 Diwans, 3 Schreibtische, 3 Chaiselongues, 200Noll.Butterbrotpapier, 2Schuhmachernäh- masch., 1 Klavier, 1 Nähmasch., 3 Gläserschränke, 1 Wirtschaftsbüfett, 1 Badeofen mit Wanne, 2Grammophone, IKleiderschr., 2Kommod., 2 Büfetts, IWaren- schrank, 1 Wäscheschr., 1 Vitrine, 1 Spiegel, 1 Horch-Personenwagen, 1 Registraturschrank, 1 Standuhr, 1 Korbmöbelgarnitur, 1 Ladentheke s. , - ........i^cijunuu/icu Dod) nur unvollkommen. Es ist kein Bild vorhan- den Ich bin nur gekommen, um Sie, Frau von Stöbnitz, zu bitten, mir jetzt die Sachen zu zeigen, die von der jungen Dame im Stich gelassen wurden." Frau von Stöbnitz nickte und meinte: „Abwarten!" beruhigte die blonde Frau, die am Anfang der vierziger Jahre stand, aber gut zehn Jahre jünger wirkte durch ihre schlanke," sportgestählte Figur und die straffe Gesichtshaut. „Ich wollte nur sehen, ob ich hier etwas Neues erfahren könnte. Ich bemühe mich schon weiter, aber ich wiederhole: ohne Polizei- und Publikumshilfe geht es kaum schnell, das Nachforschen, da muß schon ein Fahrziel nennen mußte, gerade an das Schild einer Straßenbahn mit der Aufschrift, vielleicht tauchten die beiden Worte auch sonstwie jetzt in ihrem Gedächtnis auf. Regina Graven hatte sich, als sie merkte, daß sie von Peter Konstantin verfolgt wurde, ein Auto genommen und dem Chauffeur auf Geratewohl zu- gerufen: „Schlesischer Bahnhof!" Wie sie eigentlich Sic echte und die falsche Doralies Roman von Anny von Panhuys. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) Mit letzter Kraft krallte sie sich an seinen Mantel. Da stieß er nach ihr, rücksichtslos mit dem derb beschuhten Fuß. Sie fiel und riß ihn mit sich. Fetzt kam Hilfe in Gestalt mehrerer Männer, darunter ein Kellner. Dem Kerl war die gestohlene Brieftasche, die er noch nicht hatte einstecken können, entfallen, und trotz der Männer, die ihn jetzt angriffen, wollte er sie nicht im Stich lassen. Aber Regina war schneller als er. Da sprang er auf, und weil er wie ein Tollgewordener um sich schlug, gelang es ihm, die Pkänner abzuwehren und den Ausgang zu gewinnen. Der Kellner lief ihm nach, aber es glückte ihm, zu entkommen. Man half Regina beim Aufstehen. Den Hut hatte ihr der Mensch vom Kopfe geschlagen; wirr hing ihr das leuchtende, goldblonde Haar um das bleiche Gesicht. Der alte Herr, dem die Brieftasche gestohlen worden, stand vor ihr, sagte anerkennend: „Daß ein so junges Mädchen so viel Mut hat!" Es klang wie ein großes Lob. |d)lug ihr mit der geballten Rechten auf den Kopf, damit sie ihn loslassen sollte. Nachdem der Diener gegangen, zeigte sie Doktor Konstantin die Karte. Er las: „Magda Groner, Modistin!" Jetzt wußte er ebenso wie sie: die Detektivin, tfrau Steinmetz, war gekommen. Sie hatte tags zuvor erklärt, sie ließe sich immer auf diese Weise meiben, damit ihr Besuch unauffällig bliebe. ^chon trat sie ein. Beide waren ihr entgegengegangen, von leiser Hoffnung erfüllt. Aber von dem undurchdringlichen Gesicht der hübschen blonden Frau war nichts abzulesen. Weder Hoffnung, noch Enttäuschung. Sie lächelte matt, begann leise: Eden kam ein junger Bursche an Regina vorbei- gelaufen, und ohne zu überlegen, sprang Regina auf und folgte ihm, konnte ihn an seinem Loden- "Diese Hilfsmittel sind uns leider zunächst verschlossen!" erwiderte Frau von Stäbnitz etwas kurz. „Leider!" seufzte Frau Steinmetz. „Das heißt, ein wenig habe ich natürlich auch schon die Polizei bemüht; aber nicht, wie man so sagt, offiziell. Neuangekommene junge Damen in Hotels, von ähnlichem Aussehen, wie Sie mir Fräulein Wolfram geschildert, werden etwas unter die Lupe genommen, immerhin ein Weg, der Erfolg haben könnte, wenn sich die Betreffende noch in Berlin befindet" Sie drückte ihren Hut fest auf das hübsch frisierte Blondhaar. „Hoffentlich erhalten Sie bald Nachricht aus Mooshausen Wenn die Nachricht aber bis morgen nicht eintrifft, müssen Sie Herrn Wolfram depeschieren, Frau von Stäbnitz, sonst geht zu viele kostbare Zeit verloren, und das könnten Sie nicht verantworten." Frau von Stäbnitz schwebte es auf der Zunge, zurückzugeben: „Ich weiß genau, was ich verantworten kann!" Aber sie schwieg. Nach kurzer Unterhaltung, an der sich auch Doktor Konstantin beteiligte, verabschiedete sich Frau Steinmetz. Edda von Stäbnitz meinte verstimmt: „Ihre vielgerühmte Detektivin mag ja ganz tüchtig sein, aber Wunder kann sie auch nicht tun!" Er schüttelte den Kopf. „Das können wir alle nicht!" Zugelassen von der Reichszeugmeisterei München unter Nr. 200 854 unter 2202V Reichsaufsicht. nach Vorschrift aus blauem Velve- ton, zu RM. 11.90, bekommen Sie ebenfalls bei uns Zulassungsnummer: 1032 Die uns zugedachten Bestellungen bitten wir rechtzeitig aufzugeben, damit die Lieferung prompt erfolgt Herren, die mit den Verhältnissen durchaus vertraut sind und erfolgreiche Tätigkeit in der Groß- ■ Lebens - Versicherung nachzuweisen vermögen bietet sich aussichtsreiche Dauerexistenz. 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Frau Steinmetz meinte: „Vielleicht ist die junge Dame inzwischen schon bei ihrem Vater angelangt, was nach meiner Ansicht durchaus das Wahrscheinlichste ist. Sie wollen nicht anfragen, weil Sie fürchten, wenn sie nicht heimgekommen ist, den Vater zu erschrecken. Aber Sie dürfen überzeugt sein, gnädige Frau, sobald ihm die junge Dame erzählt — was sie wohl tun muß —, auf welche Weise sie davongelausen ist, daß er selbst Ihnen sofort Nachricht geben wird. Wahrscheinlich erhalten Sie schon morgen eine solche Depesche. Ich will mich natürlich weiter umschauen, aber mit allzu Kleiner u. großer Gerd k» kennenlemen. _ 2200 A Photo Kreuzplatz 9 MroM und den vorzüglichen Ombrm Die müssen Sie großer Diskretion ist die Arbeit eben schwer und langwierig." Frau von Stäbnitz gab zu: „Der Vater würde mir natürlich sofort depeschieren, daran zweifle ich keinen Augenblick. Aber vor heute, gegen Abend, kann Doralies Wolfram kaum zu Haufe sein. — Morgen vormittag könnte dann ein Telegramm von ihrem Vater hier sein " Sie seufzte: „Ich bin ganz konfus vor lauter Angst. Ein sonderbares Mädel, so wegzurennen und mich rn Angst zu jagen. Ich habe ihr nichts getan, war immer so gut zu ihr, wie ich irgend konnte. Bedenken Sie nur, Frau Steinmetz, wenn sie nun nicht zu ihrem Vater gereist wäre, und wir fänden sie nicht. Wie soll und kann ich mich denn dann vor ihrem Vater verantworten!?" sof. zu vermiet. I für 10-12 gef. der Schr. Ang. unt. Geschäftsstelle. 101940 a. d. G. A. seck bevorzugt, zu mieten gesucht. Schr. Ang. unter 01943 a.d.G.A. Fürjunge Kücken Berhsfs Kücken-Backlutier NaSnl-Erstlinßs-Köckenlnlter Koozentrö-Kückeniatter la Beschälte Hirse empfiehlt preiswert Samenbaiis ich. Hahn Bahnhofstrahe m,A Telephon 3403 Erst nachdem sie ein Stückchen gefahren, kam sie zur Besinnung über ihre Flucht. Denn einer Flucht glich doch ihr Verlassen des Stäbnitzschen Hauses, in dem sie ein paar Wochen wie ein geliebtes Töchterchen gelebt hatte. Gelebt mit einer Lüge. Betrug war wohl die genaue Bezeichnung dafür. Sie saß wie willenlos in eine Ecke des Autos gedrückt, und ihre Hände lagen um das Handtäschchen gekrampft, in dem sich die dreihundert Mar? befanden, die ihr Doralies gegeben, und das wenige Geld, das sie noch selbst besaß. Sie wußte nicht, was nun werden und was sie tun sollte; sie wußte nur, ftc hatte fort gemußt aus dem Bereich von Peter Konstantins Augen — sie hätte feinem Blick nicht mehr begegnen können. ^rc Gedanken schossen durcheinander, und der Kopf begann abscheulich zu schmerzen. Eben fing es 3u regnen an. Trüber, kalter Herbstregen fiel, und Negma fror m dem mollig-warmen Pelzmantel. 2 Morgen Wiesen amSchiffenberg. Weg zu vervach- 2220V A. Becker Kevlerstraße 9. Aeltere Frau oder Fräulein, die, ältere Dame inneren kann, ges. Nähe Hof- mannstraße. Sie wußte kaum noch, daß sie sich in einem Auto befand, sie hatte darin nur das Empfinden einer gewissen Sicherheit. Was danach kommen würde, sich wußte es nicht. Plötzlich hielt die Taxe, und Regina mußte aus- steigen. Sie tat es zögernd, zahlte und begab sich unschlüssig in das Bahnhofsgebäude, landete in einem Wartesaal. Sie nahm mechanisch an einem Tisch Platz, bestellte sich Kaffee und begann zu überlegen. Sie wollte sich irgendwo, vielleicht hier in der Nähe, ein Zimmer mieten und sich dann nach einer Stellung umsehen. Sie hatte ihre Abrnellumg aus Mooshausen bei sich und konnte sich richtig als Regina Graven anmelüen. Mochten sich danach die Folgen der Lüge einstellen, sie konnte ihnen wahrscheinlich doch nicht ausweichen. Aber Doralies würde wohl alles ins reine bringen, mußte es ja auch, denn ihr Vater hatte die Afrikareise nicht an- getreten, und die Lage, ' die dadurch entstanden, konnte sowieso kaum besonders angenehm für Doralies fein. Abwarten!, dachte sie. Abwarten! Ein lauter, empörter Ruf aus Männermund riß Regina aus ihrem Nachdenken. Sie sah abseits an einem der Tische einen alten Herrn, der aufgesprungen war und heftig gestikulierte, dabei schrie: „Den Dieb aufhalten, er hat meine Brieftasche!" Es befanden sich nur wenige Menschen in dem großen Raum; die laute Stimme schien darin wider- zuhallen. 2Kuhlschr., ICautsch, lEolliers, 1 Armbanduhr. 2 Registraturschranke, 2 Warenschränke, 2 Klaviere, 2 Schreibmaschinen, verich.SortenPapier, iBrosch.- Hestmaschine,2Sofas, 2Sesi»l, 2 Bücherschränke, 1 Nähmasch., 2 Vertikos, 4 Büfetts, 1 galtet, ^Zttowrrad, 2 Rauchtische, 3 Schreibtische, 20 Wagenvläne, 1 Grammophon, 2Tiscbe,lBlu- mengrwpe, 2 Chaiselongues, 3 Schweine, 1 Kleiderschrank, 1 Kredenz, versch. 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Peter Konstantin rieb sich die Stirn, als hoffe er, daß ihm auf diese Weise ein rettender Gedanke käme. Aber das war schwer, das war sehr schwer. Es würde trotz der Bitte von Doralies, die Polizei nicht zu benachrichtigen, wohl nichts anderes übrigbleiben, als es zu tun. Er meinte, Doralies vor sich zu sehen, irgendwo in einem Winkel des großen Berlin, wo sie Peinlichkeiten und Unannehmlichkeiten ausgesetzt war Und er hatte sie dorthin gejagt, er, dem sie nicht gleichgültig war, was ihm jetzt rasch klar geworden. Er wollte die quälenden Gedanken verscheuchen, sagte sich, feine Phantasie mache zu tolle Sprünge, aber das Bild blieb: Doralies befände sich hier in der Riesenstadt in Not und Gefahr. Sie war zu hübsch, zu reizvoll. Es gab so dreiste Männer hier, und sie war so aufs Geratewohl, so sinnlos fortgelaufen und besaß, wie er von Frau von Stäbnitz wußte, niemand hier, an den sie sich hätte wenden können. Die Dorwürfe, die er sich selbst machte, vep- dichteten sich — er wußte nicht mehr ein noch aus. Bleichftraße 24 ’it infolge Wegzugs der jetzigen Mieterin eine Wohnung im 2. Stock (3l/2 3. m. Bub.) zum 1. 7. an eine Dame z. vermieten. Näh. im 1. Stock. 21780 Mietgesiiche. Möhlieptes Zimmer Stühle,Ausziehtisch,3eck.Schrank Borratsschrank, Büfett, kl. rund. Tisch (Marmor- vlatte), Küchen- emricht., Parad. Bett mit Matr., I Beleucht.-Körv. und anderes. _ Leltcröwea 641. -tr. 43 Den vorschriftsmäßigen Fest-Anzug der Deutschen Arbeitsfront in solider Verarbeitung, in allen Größen, bekommen Sie auch bei uns | Vermietungen 3^4-Z.-Wohng. Südv.,m.3entr.- Heiz.,Bad,sof.c>. später zu verm. Schr. Ang. unt. 01833 a. d.G.A. Sch mööl Zimmer in der Nähe des Bahnhofs an einen berufstät. Herrn ob. Dame 0Krhaterhaas JUNG llllllllllllllllllllllllllllll Mellen billig ö. „Fides" Bwecksvar A.G. General-Agent. 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G1Ö ist schon seit Jahrzehnten der Begriff für zweckmäßige, gesunde und preiswürdige Schul-Kleidung. Im & schulpflichtigen Alter sind Knaben und Mädchen gar nicht mehr denkbar ohne Bleyle-Kleidung. Mittwoch. N.WrN1954 ..-»,«^III»II>K_>MIII ■hihi irtu—rrmmn—nffl Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) M. 84 Zweiter Blatt r Alexander Graf von Auersperg) in Laibach ge- i- baren (gestorben 1870); — 1921: Kaiserin Auguste > Viktoria im Hause Doorn gestorben (geboren 1858). aufnahmen entgegengenommen. Die Leitung der Ortsgruppe Gießen-Nord hatte gestern abend die im Ortsgruppenbereich wohnenden Vereinsführer zu einer Besprechung in das „Aquarium" berufen, tue der Prüfung von Mitteln und Wegen zur Arbeitsbeschaffung diente. Don dem Sprecher der Ortsgruppenleitung, Pg. B u r g e l e i t, wurden die Vereinsführer eindringlich auf die große Bedeutung einer beschleunigten und nach besten finanziellen Kräften durLgeführten Arbeitsbeschaffung hingewiesen. Es wurde dabei hervorgehoben, daß es sich um Arbeitsbeschaffung im w e i t e st e n Sinne des Wortes handelt, also nicht etwa nur um Bauarbeiten auf Sportplätzen, Schietzständen, Turnstätten usw, sondern auch um die Beschaffung von Materialien der verschiedensten Art, kurz um jede Maßnahme, durch die anderen Volksgenossen Absatz von Waren aller Art und die Beschäftigung von Arbeitskraft auf allen Gebieten ermöglicht wird. Dabei ist weiterhin in Betracht zu ziehen, daß sich der Appell zu dieser umfassenden Arbeitsbeschaffung nicht etwa nur an Vereine mit gut ausgestatteten Kassen richtet, sondern auch alle diejenigen Vereine in Betracht gezogen werden, deren Geldmittel an sich nur bescheidenen Umfang haben, die es aber doch gestatten, immer noch irgendeine An- Inder NS. -Frauenschaft G i e ß e-n - S ü d werden die Sprechstunden jeden Mittwoch von 16 bis 18 Uhr in der Wohnung der kommissarischen Ortsgruppenleiterin Frau Schaefer, Großer Steinweg 7, abgehalten. Dort werden auch Neu- Dieses Wort unseres Reichsluftfahrtministers Göring weist den deutschen Volksgenossen eine hohe Pflicht zu. Den deutschen Luftsport mit allen Kräften zu fördern, muß Ehrensache aller Deutschen sein. Natürlich kann nicht jeder Deutsche Flugzeugführer werden. Aber der unvergleichliche Gei st eines Boelcke, Jmmelmann, Richthofen, Loerzer, Udet und so vieler anderer Helden unserer deutschen Kriegsfliegerei muß im Dritten Reich Gemeingut aller Deutschen sein! Im Gegensatz zu allen anderen Staaten kann die deutsche Sportfliegerei von Reichs wegen nicht gefördert werden. Der Opferwille aller deutschen Volksgenossen, der sich beim Winterhilfswerk so glänzend bewährt hat, muß auch der deutschen Sportfliegerei zu Hilfe kommen, denn der deutsche Sportflieger ist allein auf die Mittel angewiesen, die ihm von privater Hand zur Verfügung gestellt werden. Darum heißt es für jeden deutschen Volksgenossen: Alles für die deutsche Sportfliegerei und damit für die deutsche Ration! Wer an dieser hohen vaterländischen Aufgabe im Reiche Adolf Hitlers mitarbeiten will, wird AuspatteiamttichenBekanntmachungen Der nächste Ortsgruppenabend der R S. - F r a u- enschaft Gießen-Ost findet am morgigen Donnerstag, 20,15 Uhr, im Haus der Deutschen Arbeit statt. Arbeitsbeschaffungsaktion in der Ortsgruppe Gießen-Nord „Das deutsche Volk muß einVolkvonAliegernwerden!" Mitglied des Deutschen Luftsportoerbandes (DLV.). Mitglied kann jeder unbescholtene deutsche Volksgenosse werden. Der m o - natliche Beitrag beläuft sich auf n u r 1 R M. für aktive und 2 RM. für fördernde Mitglieder. Die fördernden Mitglieder haben dieselben Rechte wie die aktiven Mitglieder, sie tragen das gleiche Fliegerabzeichen am Rock, bzw. den gleichen Fliegerwimpel am Fahrzeug. Fördernde und aktive Mitglieder sind eine gleichberechtigte Gemeinschaft im DLV. als Diener unserer großen deutschen Ration und Mithelfer am Werk unseres Führers Adolf Hiller! Anmeldungen zum Deutschen Luftsportverband (DLV.) nimmt der Führer der Flieger- Ortsgruppe Gießen, Oberingenieur Kurz- Gießen, Wernerwall, Büro der AEG., entgegen. Die Mitgliedschaft kann auch bei der Geschäftsstelle dieser Zeitung zur Weiterleitung an die Flieger- Ortsgruppe Gießen angemeldet werden. I Deutsche Volksgenossen! Seid opferbereit für die deutsche Sportfliegerei! Folgt auch hier treu und tatbereit unserem großen Führer Adolf Hitler! Daten für Mittwoch, 11.April. 1806: der Dichter Anastasius Grün (Anton sperg) in Laibach ge- und die Balkonblumen den ganzen Sommer über recht „mickerig" aussehen. Alles schickt sich eben doch nicht für einen. Und wenn die Hausfrau bedenkt, was sie bei der offensichtlichen Minderwertigkeit unsachgemäßer Handwerksarbeit dafür noch alles „so nebenbei" geben muß, wird sie unter allen Umständen zu dem Ergebnis kommen, daß ordentliche Handwerksarbeit immer billiger ist als alle Pfuscher- und Schwarzarbeit. Außerdem nehmen jene Pfuscher und Schwarzarbeiter, die weder Steuern noch soziale Abgaben zahlen, den ordentlichen Arbeitgebern und Arbeitnehmern in den verschiedenen Handwerksberufen die Arbeit fort und vermehren die Arbeitslosigkeit. Darum ist es vor allem auch im Hinblick auf das gedeihliche Ganze unserer Volkswirtschaft Pflicht jeder Hausfrau, das ordentliche Handwerk durch ihre Aufträge zu unterstützen, um dem schädlichen Schwarzarbeitertum das Wasser abzudrosseln. Diese Mahnung richtet sich besonders jetzt im Frühjahr auch an die Gartenbesitzer. Jeder, der seinen Garten in Ordnung bringen lassen will, möge bedenken, daß sachgemäße Arbeit immer die billigste ist und daß überdies der ordentliche Gärtner seinen Gehilfen und Arbeitern die ihnen zustehenden Löhne zahlt und zu seinem Teil seine volkswirtschaftlichen Pflichten erfüllt. Das Gleiche mögen auch die Grabstellenbesitzer beherzigen und die Herstellungs- und Pflegearbeiten dem zuständigen Friedhofsgärtner und nicht irgendwelchen Schwarzarbeitern übertragen. Der oft gehörte Vorwurf, die kleinen Auftrage aus dem Haushalt würden von den Handwerkern nicht als lohnend genug angesehen, oder nur nachlässig und überteuert ausgeführt, trifft das ordentliche Handwerk nicht. Der Handwerker, der seine feste Kundschaft hat und halten will, wird in allen großen und kleinen Fällen in gleicher Weise bemüht sein, beste, schnellste und billigste Arbeit zu leisten. Die Hausfrau aber muß den Anfang machen und nur den dafür zuständigen Tischler, Maler, Gärtner, Installateur usw. mit der Durchführung notwendig erscheinender Ersatzarbeiten betrauen. Und auf die Dauer wird sie so am besten zufriedengestellt sein. schaffun g selbst zu einem an und für sich nicht hohen Betrag vorzunehmen. Der maßgebende Grundsatz bei dieser Arbeitsbeschaffungsaktion ist der, daß viele Wenig im Zusammenwirken aller Kräfte doch ein Viel ergeben und dadurch für zahlreiche Volksgenossen auf irgendeine Weise Arbeit und Brot geschaffen werden kann. Der anerkennenswerte und vorbildliche Appell der Ortsgruppenleitung Gießen-Nord an die Vereinsführer fand erfreulicherweise überall volles Verständnis und durchweg größte Bereitschaft zur Umsetzung des guten Gedankens in die Tat. Man konnte von mancherlei Arbeitsplänen und Beschaffungsabsichten hören, die im einzelnen zum Teil nicht allzu großen Geldaufwand nötig machen, in der Gesamtheit betrachtet aber doch eine recht ansehnliche Leistung darstellen, von der man für zahlreiche Volksgenossen allerlei gewinnbringende Beschäftigung erwarten kann. Die Vereinsführer werden in möglichst kurzer Zeit der Ortsgruppenleitung Gießen-Nord die entsprechenden 'Meldungen über ihre Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen einreichen, damit diese Aktion in dem lokal begrenzten Rahmen ihre gebührende Einordnung in den großen Plan der zweiten Arbeitsschlacht finden kann. Aus der Provinzialhauptstadl. -Der Mann von meiner Auswartesrau. / Nur zu häufig hört man es: „Handwerker — ach, die nehmen wir gar nicht". Aber auch der Stoßseufzer: „Nur keine Handwerker im Haus", kann nicht verhindern, daß es dann und wann ohne Handwerksarbeit im Haushalt einfach n-icht geht, daß Ausbesserungen und Verbesserungen zur rei- j bungslosen Weiterführung dringend erforderlich l sind. Was tut in diesem Fall die „kluge" Hausfrau? Da hat sich irgendein Arbeitsloser angeboten — der Mann von der Aufwartefrau, irgendein Untermieter, der Sohn vom Hauswart usw. usw. — das ist dann der Mann im Haushalt, der angeblich alles 5 versteht und sich alles übernimmt. Er weißt die ' Küche, wie er den Fußboden streicht, macht die , Gardinen an und bastelt an der Lichtleitung, klebt die Tapeten an, bessert das Ofenrohr aus, besorgt ebenfalls Erde und Blumen für die Balkonkästen. Er würde der Hausfrau auch das neue Frühjahrskostüm nähen — warum denn nicht, das kann doch jeder Schneider. — Ja, aber da hat es geschnappt, da macht die Hausfrau nicht mit, denn davon versteht sie etwas, und sie weiß, daß der angebliche Alleskönner doch nicht kann, was ein ordentlicher Schneider kann und daß er ihr das Kostüm totsicher verpfuschen würde. Was aber soll sie mit einem „verpatzten" Kostüm anfangen! Da ist nicht nur die Arbeit, sondern Stoff und Zutaten zugleich wertlos. Es wäre nur zu ihrem und des Haushaltes Besten, wenn die Hausfrau auch in den anderen Dingen so beschlagen und etwas nachdenklicher wäre. Dann würde sie nämlich feststellen, daß Küche und Fußboden unsachgemäß gestrichen, daß die Tapeten bald wieder lose hängen, der Ofen nach wie vor raucht und der Steckkontakt gleich wieder durchknackst, daß die Gardinen keinen Schick haben Die Oienststunden der Polizei. Aus verwaltungstechnischen Gründen hat sich die Notwendigkeit ergeben, die D i e n st st u n d e n der Polizeidirektion Gießen für den Publikum s v e r k e h r ab 15. April von 7.30 bis 14 Uhr, und Samstags von 7.30 bis 12 Uhr festzusetzen. Oer Berufswettkampf in Gießen. Jungarbeiterin der Tabakbranche bei der Arbeit. (Aufnahme: Photo-Pfaff.) Der Berufswettkampf der Gruppe „Nahrung und Genuß" fand am 10. Ostermond in der Berufsschule statt. Gegen 9 Uhr hatten sich etwa 40 Prüflinge des Bäcker- und Metzgergewerbes ein- gefunden, an ihrer Spitze die Obermeister der beiden Innungen, Rektor Adam, und als Vertreter der Hitlerjugend Organisationsleiter Willi Hanke. Die Arbeiten dieser Gruppen bestanden zumeist aus Fragen des praktischen Lebens, die die Prüflinge in zwei Stunden zu beantworten hatten. Am Nachmittag folgten Berechnungen, Aufsatz und einige theoretische Fragen, die von den Kenntnissen der Jungen Zeugnis ablegen sollten. Manche Frage, die einfach aussah, entpuppte sich als schwerstes Geschütz, das nicht auf den ersten Ansturm genommen werden konnte. Hervorzuheben ist der große Eifer, mit die Prüflinge bei der Lösung der gestellten Aufgaben beschäftigt waren. Man darf mit Interesse den Leistungsergebnissen dieser Berufsgruppe entgegensehen. Keine neuen Schulbücher zu Ostern. Wie wir berichteten, hat das Ministerium die bisher eingeführten Schulbücher auch für dieses Jahr vorgeschrieben. Damit sollte erreicht werden, daß für die Bearbeitung neuer Lehrbücher im Sinne des nationalsozialistischen Denkens genügend Zeit zur Verfügung stehe. Es wird in Zukunft nicht mehr jedes Jahr Neuauflagen, oder andere Schulbücher geben. Die frühere Stabilität soll auch in der gesamten deutschen Erziehung zum Ausdruck kommen. Deshalb war es zweckmäßig, diese Arbeit nicht zu überstürzen, sondern sie ausreifen zu lassen. Gerade die Umstellung der Bildung, die vielfach ein gänzlich neues Bildungsziel verfolgt, stellt so gewaltige Aufgaben, ist eine so umfassende Arbeit, daß eine lange Vorbereitungszeit notwendig war, sollte nicht schon im nächsten oder übernächsten Jahre eine Ueberarbeitung notwendig werden. Damit aber im kommenden Schuljahr das notwendige Wissen erreicht wird, ergeht heute nochmals der Ruf an alle Eltern, den Kindern die eingeführten Schulbücher in die Hand zu geben. Nur wer sein Handwerkszeug in Ordnung hat, kann etwas leisten. Wie beim Handwerk, wie bei jeden Arbeit, so auch in der Schule. Es geht nicht an, daß die Eltern sich, wie in den vergangenen Jahren, auf die Verfassung berufen und von der Schule die Bücher verlangen. Von Ausnahmen abgesehen, die sich auf die ganz Mittellosen beschränken, ist jeder deutsche Volksgenosse verpflichtet, feinem Kinde durch die Anschaffung der notwendigen Bücher die Bildung vertiefen zu helfen. Wissen ist Macht, und durch Wissen werden wir Deutschland am ehesten wieder zu seiner Macht, und Stärke verhelfen. Jede Der „Offenbacher Schreiber" Zum Tode von Professor Rudolf Koch. Der unter dem Ehrennamen „Der Offenbacher Schreiber" in Fachkreisen rühmlichst bekannte Leiter der Schriftklasse der Offenbacher Kunstgewerbeschule, Professor Rudolf Koch, ist, wie bereits kurz gemeldet, am vergangenen Montag im Alter von 57 Jahren einem schweren Leiden erlegen. Rudolf Koch wurde am 20. November 1876 in Nürnberg geboren; in seiner Vaterstadt erhielt er auch, an der dortigen Zeichenakademie und der Kunstgewerbeschule, seine erste Ausbildung. Als Mitarbeiter von Karl K l i n g s p o r kam Rudolf K o ch im Jahre 1906 nach Offenbach, wo er zunächst in der Klingsporschen Schriftgießerei gemeinsam mit Ernst Engel eine ungemein fruchtbare Tätigkeit der Jnselbändchen erschien und außergewöhnlich tarken Erfolg gehabt hat. Der starke innere Drang zur Qualität, das untrügliche Gefühl für Material und Werkzeug, die Sicherheit des Geschmacks, der Ideenreichtum feines Schaffens und das Kerndeutsche und Männliche seiner künstlerischen Empfindung kennzeichnen die Persönlichkeit des Verewigten. Ein reiches Leben voller Arbeit, voller künstlerischer Erfolge und auch voller Anerkennung. Die evangelische Fakultät der Universität Münster verlieh dem auf dem Gebiet religiöser Kunst besonders erfolgreichen Künstler den Ehrendoktor, die Weltausstellung für Kunstgewerbe Turin dieses Jahres würdigte ihn durch ihre Goldene Medaille. Für das deutsche Volk, für Hessen und besonders für Offenbachs Kunstgewerbeschule ein unersetzlicher Verlust künstlerischer und auch rem menschlicher Art. Ue ine entfaltete. Smei Jahre später wurde Koch von Professor Dr Hugo Eberhardt als Leiter einer Schrift- klasse an die Offenbacher Kunstgewerbeschule berufen. Kochs jahrzehntelange kunstgewerbliche Tätigkeit in Offenbach ist leider von der breiteren Oeffentlichkeit in Deutschland noch langst nicht nach Gebühr gewürdigt worden. Nicht nur die Offenbacher Kunstgewerbeschule, sondern das gesamte deutsche Kunstgewerbe hat mit dem Tode von Nu- dolf Koch einen außerordentlich schweren Verlust Gießener Stadttheater. „Der grüne Wagen." erlitten. Rudolf Kochs Verdienste um eine kraftvolle künstlerische Ausgestaltung der deutschen Schrift und zugleich um eine Reinigung und Verfeinerung des kunstgewerblichen Geschmacks m weiten Kreisen unseres Volkes sind kaum zu überschätzen Von den von Koch geschaffenen, besonders charakteristischen Schrifttypen seien hier nur genannt die „Deutsche Schrift" von 1910, die „Maximilianschrlft und die „Frühlingsfraktur" von 1917, die "Wattauschrlft von 1933 Es sei hier ferner an die -RudolfiNischen Drucke" erinnert, die Koch seit dem Jahre 1911 zu jammen mit R. und W Gerstung herausgab. Was der schöpferischen Initiative von Prosi Koch zu danken ist, wurde bis heute weiteren Kreisen noch nicht bewußt. Immerhin kennt man wertvoll Erzeugnisse kunstgewerblicher Graphik genug, die aus Offenbach stammen. Sie wurden, vor allem unter Verwendung von Frakturtypen, im tauf Jahre zu mancher Publikation verwandt. Dann die Schriftteppiche, Schriftblätter und auch die große, nach Art der alten mit Vogelperspektive hergestellten Blätter angefertigte Landkarte von Deutschland, von der auf der Senefelder-Ausstellung der Kunst- gewerbeschule Offenbach ein interessanter zu sehen war. Es sei auch auf das Nach der etwas geheimnisvollen ersten Ankündigung hatten einige Interessenten vermutet, es handle sich um ein ausgekochtes Kriminalstück; aber mit Nichten: „Der grüne Wagen" entpuppte sich im Rampenlicht, von Herrn Löffler mit komödiantischem Humor auf die Räder gestellt, als eine Revue in zwanzig Bildern, erdacht und in Szene gesetzt von Paal Wrede. Oder sagen wir: als ein bunter Abend mit einem ausgedehnten und abwechslungsreichen Variete-Programm und teilweise gradezu weltstädtischen Attraktionen. Das Stadttheater- Orchester unter der bewährten Leitung von Kapellmeister Fritz C u j e eröffnete die Dortragsfolge nut der Ouvertüre zu der Operette „Flotte Burschen von Suppe. Herr Karl Tank sang den Prolog aus „Bajazzo" und gab mit diesem immer gern gehörten Paradestück eine hübsche und sehr beifällig ausgenommene Talentprobe. Leny Haase brachte anschließend eine lustig und burschikos exerzierte Tanz- groteske. Maria Perry vom Stadttheater sang, im Biedermeier-Kostüm anmutig anzusehen, sehr zier- voll und wohlgeschult den „Frühlingsstlmmen - Walzer von Johann Strauß; Herr Löffler hatte eine reizende Dekoration für ihren Auftritt entworfen. Die zwei Kulleys erwiesen sich als tüchtige Parterre-Akrobaten nach dem berühmten komischen Vorbilde „Humsti-Bumsti" während die acht Gießener Sängerknaben zu den Klangen des Hohenfriedberger Marsches ein lebendes Bild aus dem u v_ Siebenjährigen Kriege stellten. Anny und Ewald ter Ausschnitt Bäu l ke zeigten sich m großer Form und ernteten mischen Beifall. Großen Erfolg hatte ferner gegen Ende des erften Teils der Xylophon-Virtuose Adolf K r e u t e r, der sein Instrument mit erstaunlicher Korrektheit und Sicherheit beherrschte. Eine besondere Attraktion des „Grünen Wagens" war das Originalprogramm des bekannten Südwestfunk-Komikers Harry C o b l e r, der das geschätzte Auditorium mit einer Fülle von Späßen in überwiegend kölnischer Mundart glänzend unterhielt und gar nicht aus dem Lachen herauskommen ließ. Im zweiten Teil des Programms erwies sich Herr C o b- I e r in einer amerikanischen Groteske überdies als perfekter Step-Tänzer und hatte zuletzt viele Mühe, sich dem heftigen Applaus ohne eine weitere Zugabe zu entziehen. Nach der Pause, während deren sich das Publikum an einem Schallplattenkonzert der Firma Chal- lier im Foyer erfreute, spielte zunächst das Stadttheater-Orchester unter Leitung von Kapellmeister C u j e den Czardas aus der komischen Oper „Ritter Päsmän" von Joh. Strauß, dann hörten wir, wiederum in einer mit ganz einfachen Mitteln reizend hergerichteten Szenerie, die drei „Tee-Gern-Seher Maria Perry, Alfred Fiermen t und Karl Feußer das Terzett „O du himmelblauer See" aus der Operette „Das verwunschene Schloß" singen. Zwei junge Rokokodamen, Minna und Erika tanzten alsdann ein niedliches Menuett zur Spieluhr. Fred Portunelli unterhielt mit mancherlei Scherzen die Leute «auf feine Weise und zeigte sich als ein Schnellmaler von beachtlichen Qualitäten, der in ganz kurzer Zeit auf Wunsch eine farbenprächtige Königsee-Landschaft auf die Leinwand zauberte und auch sonst mit allerlei Ueberraschungen aufwartete. Eine höchst seriöse Nummer: Kammersänger John Gläser aus Frankfurt sang zunächst mit großem Einsatz seines ausgezeichnet geschulten Organs eine Arie aus „Bajazzo", dann, zarter und lyrischer, eine der hübschesten Melodien der „Toni aus Wien", zuletzt, sehr wirkungsvoll, eine Zugabe auf italienisch; der Gall wurde vom Gießener Publikum geziemend gefeiert. Erna Renz und die acht Gießener Sängerknaben stellten ein lebendes Bild zu der berühmten Soldatenweise „Mein Nam' ist Annemarie", und Hansi Stadler, Wolfgang Kühne, Heinz-Albrecht Marcks. Karl Volck, sowie der „Hund von einem Intendanten" spielten zuguterletzt mit viel Humor eine hanebüchene Satire auf den unsterblichen Amtsschimmel unter der schlagkräftigen Überschrift „Die Ohrfeige". — Das Haus war außerordentlich gut besucht, das Publikum unterhielt sich drei Stunden lang in bester Stimmung und spendete den Attraktionen des „Grünen Wagens" reichen Beifall. hth. Heilmittel einst und jetzt. Zu den Arzneien der Altvorderen, die sich heute vielfach nur noch als Hausmittel erhalten haben, gehört z. B. die Aloe, die noch immer als Abführmittel dient; sie war als das „Heilige Bittere" schon vor 3000 Jahren bekannt; der Vergessenheits-Trank Ne» penthes, den die Helden des Homer schlürften, dürfte Opium gewesen sein, das jedenfalls als Produkt des Mohns lange vor Christi Geburt in Gebrauch war. Das Rizinus-Oel wird schon von Hero- dot erwähnt. In neuerer Zeit ist das Chinin, von der Cinchona-Rinde stammend, eine wichtige Waffe im Kampf gegen Krankheiten geworden, seitdem es zum ersten Male 1636 die Gattin des spanischen Vizekönigs von Peru von schwerem Fieber geheilt hatte; den südamerikanischen Eingeborenen war diese Wirkung längst bekannt. Digitalis, noch immer ein wertvolles Mittel bei Behandlung von Herzkrankheiten, wird aus den Blättern des Fingerhuts gewonnen; ursprünglich wurde es äußerlich als Balsam angewendet und im 16. Jahrhundert gegen Epilepsie eingegeben. Von einer alten Bäuerin erfuhr der englische Arzt Dr. Withering, daß man die Blätter des Fingerhutes Wassersüchtigen zur Heilung eingebe, und seitdem ist dieses Rezept mit Nutzen angewandt worden. Sarsaparilla, auch ein altes Mittel, heilte Kaiser Karl V. von der Gicht; Jpecacuanha rettete den Thronerben Ludwigs XIV< bei euer schweren Ruhrerkrankung. Zu Anfang des 19. Jahrhunderts begann die große Entwicklung in der Auffindung immer neuer Heilmittel. Morphium wurde 1816 zuerst rein hergestellt, und um dieselbe Zeit gelang die Isolierung des reinen Strychnin, später die des Chinin und Coffein. 1831 wurde Chloroform zum erstenmal dargestellt. Jod und Brom traten auf den Plan, und nun entwickelte sich die Ausnutzung der Kohlenteer-Produkte, die die Grundlage der meisten synthetischen Drogen bilden, die wir heute kennen. Aus dieser Quelle stammt z. B. das Aspirin. Die Verbesserung der Betäubungsmittel machte, seitdem der englische Chemiker Davy um 1800 die Verwendung des Lachgases für diese Zwecke erkannt hatte, immer größere Fortschritte und führte zu den heutigen vollendeten Formen. Die dritte große Leistung des 19. Jahrhunderts auf diesem Gebiete wurde dann von der organischen Chemie vollbracht, die auch die modernen Schlafmittel schuf. Vorher hatte man hauptsächlich Alkohol benutzt, um sich in Schlummer zu versetzen; dann wurde 1869 das Chloral entdeckt, dem bald Sul- sonal, Trional und Veronal folgten, die die Vorläufer der unzähligen heutigen Schlafmittel sind. Diese großen Erfolge haben aber in manchen Kreisen zit I einem blinden Glauben an derartige ^Medikamente geführt, der natürlich auch seine Schatten jetten hat. Hinein in den Freiwilligen Arbeitsdienst! Gez. Steyer. Hauptmeldestelle Kassel. und und ran solle im Avril und ,.....Freien baden. Aber an scheuen Tagen wird dieser gute Rat in den Wind geschlagen, und die Jugend freut sich ihres Bades, denn eigentlich ist das erste Bad erst die wirkliche Besiegelung der Frühlingseinkehr. Angesichts der Ladezeit ist es angebracht, wieder einmal an die Regeln zu erinnern, die jeder Badende beachten muß, wenn er durch das Bad nicht Schaden an seiner Gesundheit nehmen will. Das allerschädlichste ist, unmittelbar nach einer Mahlzeit zu baden. Heftige Bewegungen und kal- tes Wasser sind für einen gefüllten Magen sehr unzuträglich, wie sich jeder Vernünftige sagen könnte! ^oauungsstorungen sind die Folge, auch können sich Krämpfe, Ohnmächten, Erbrechen und noch schlimmere Folgen einstellen. Es ist zu verlangen, daß man mindestens eine Stunde nach der Mahlzeit verstreichen läßt, ehe man sich ins Wasser begibt. " In den Arbeitsdienstabteilungen des Arbeitsgaues 22, Hessen-Nord, können im April wieder einige Hundert Arbeitsdienstwillige eingestellt werden, da ein großer Teil der zur Zeit im FAD. befindlichen jungen Leute mit dem 31. März nach Ableistung der hochstzulässigen Dienstzeit von 52 Wochen ausscheidet. Die neuen Bewerber können sich vom 4. April ab an den Wochentagen (außer Mittwoch und Samstag) vormittags bei einem der neun Meldeämter für den Freiwilligen Arbeitsdienst in Kassel, Corbach, Marburg, Hersfeld, Fulda, Gießen, Büdingen ober Wetzlar zur Annahme melden. Es werden nur Bewerber zwischen dem 17. und 25. Lebensjahr angenommen. Die näheren Bedingungen sind aus den bei allen Behörden (Arbeitsämtern, Bürgermeistereien usw.) ausgehängten Plakaten zu ersehen. Einstellungen finden statt zum 1., 10. und 20. jeden Monats. Um den Bewerbern weite Wege zu den Meldeämtern und Unkosten zu ersparen, werden außerdem künftig an größeren Orten, an denen sich kein Meldeamt befindet, Amtstage von den zuständigen Meldestellen abgehalten werden. Im Bereich der Hauptmeldestelle Kassel finden solche Amtstaqe statt in: Homberg (Bez. Kassel), Fritzlar, Witzenhausen, Eschwege, Gelnhausen, Hanau, Friedberg und Schotten. Tag, Ort und Zeit der Amtstage, an denen die Aufnahmen in gleicher Weise wie bei den Meldeämtern erfolgen, werden rechtzeitig vorher durch die örtlichen Tageszeitungen und durch Anschläge bei den Bürgermeistereien bekanntgegeben. I gleise stellen. Bei schmalen Straßen mit Straßenbahnverkehr wird man dafür sorgen können, daß sie von den Umzügen möglichst nicht durchzogen, sondern nur gekreuzt werden, so daß die Straßenbahnen (bzw. auch die Autobusse) durch Lücken des Umzuges hindurchgelassen werden können. Soviel bekannt, hat sich in Darmstadt z. B. die Heag schon bemüht, im Benehmen mit der Polizei den Verkehr bei einer Reihe von Umzügen in vor- geüachtem Sinne zu regeln. Leider ist der Erfolg in sehr vielen Fällen ausgeblieben, und es traten eben jene völligen Unterbrechungen des Straßenbahnverkehrs ein. Nach den den Polizeidirektionen gewordenen Berichten hat das meistens daran gelegen, daß das Publikum sich um die polizeilichen Anweisungen nicht kümmerte und daß die polizeilichen Kräfte selbst viel zu schwach waren, um die beabsichtigte Regelung mit Erfolg durchzusetzen. Die Polizeiämter werden ersucht, im Sinne der vorstehenden Richtlinien künftig für eine erfolgreiche Verkehrsregelung, vor allen Dingen für die Durchführung des Straßenbahnbetriebes, Sorge zu tragen. In Frankfurt, Mainz und Mannheim haben'die Straßenbahnen grundsätzlich das Vorrecht gegenüber Umzügen. Werden diese von Straßenbahn- Das Staatspresseamt, teilt mit: Die Erfahrungen bei den Umzügen verschiedenster Art im Laufe des vergangenen Jahres und auch zu Beginn des laufenden Jahres haben gezeigt, daß die Regelung des allgemeinen Straßenverkehrs, insbesondere aber des Straßenbahnverkehrs nicht so Lurchgeführt wurde, wie es im öffentlichen Interesse unbedingt geboten ist. Es gibt zweifellos Umzüge von'solcher Bedeutung (z. B. 1. Mai), daß eine planmäßige Sperrung des Straßenverkehrs, auch des Straßenbahnverkehrs, hingenommen werden muß. Unter keinen Umständen aber darf das bei jedem Anlaß geschehen: denn die Straßenbahn dient der Allgemeinheit. Sie soll z. B. eine sichere Verbindung Zwischen Bahnhof und Stadt Herstellen, an der alle Limen entweder unmittelbar, oder mittelbar beteiligt sind. Es ist schon aus diesem Grunde, aber auch aus weiteren naheliegenden Gründen im Interesse der Bevölkerung nicht tragbar, wenn so und so oft der Straßenbahnverkehr, und noch dazu ohne jede Vorbereitung, durch Umzüge einfach lahmgelegt wird. Das ist auch gar nicht begründet, denn bei gutem Willen und Selbsterziehung des Publikums brauchen Umzug und Straßenbahnverkehr sich Trotz aller Warnungen und Verbote nimmt Las Abbrennen von Grasdecken vorwiegend durch Kinder einen immer größeren Umfang an. Soeben ist hierdurch ein riesiger Waldbrand im Taunus verursacht, der wertvollstes Volksoermögen zerstört hat. In Bonbaden haben Kinder hierdurch einen Brand verursacht, der 300 Wel- len vernichtet hat. Verschiedene andere Waldbrände im Kreise sind in der Zwischenzeit ebenfalls gemeldet. Ich werde nunmehr mit rücksichtsloser Strenge gegen alle vorgehen, die unbefugt in Feld und Flur Feuer anlegen. Polizeibeamte, Feld- und Flurhüter haben ihr besonderes Augenmerk auf diese Unsitte zu lenken. Ich fordere auch die Oeffentlichkeit auf, der- arlige Brandstifter zur Anzeige zu bringen. Das Abbrennen von Bodendecken auf Wiesen, Feldrainen, Oedland, an Hecken und Wildhecken ist vom 15. 3. bis 30. 9. verboten. Lediglich die Kreispolizeibehörde darf in dieser Zeit ein Abbrennen ge- ' statten, wenn dies zur landwirtschaftlichen Nutzung der Fläche notwendig ist. Durch das Abrennen werden die Nester der Erdbrüter vernichtet. Besonders stl erwähnt, daß hierdurch das Feldhuhn und der Fasan, die die eifrigsten Vertilger der verhaßten Getreideschnecken, des Korbweidenkäfers und vieler anderer wirklicher Schädlinge sind, gestört werden. Auch die Niststätten der Lerchen, der Grasmücke, des Wiesenpiepers werden zerstört. Das Verbrennen der Dorngestrüppe nimmt den Vögeln den Schutz, dessen sie vor Sperber und Habicht bedürfen. Die in der Erde befindlichen Nester der Feldmaus, die frostsicher in tiefen Lagen überwinterte Schneckenbrut wird durch das Abbrennen nicht gestört. Es wird lediglich die Vogelwelt beeinträchtigt, die sich durch massenhafte Vertilgung von Ungeziefer nützlich macht. Keine Störung des Straßenbahn Verkehrs durch Umzüge. Die NG.-Volkswohifahrt will ein gesundes Volk schaffen. Denke an dein Kind — werde Mitglied! So geschehen zu Waldheim zwischen Ostern Pfingsten biefes Jahres. 3m Namen der Versammlung: Lerche Star Nachtigall. BornoNzcn. Um den ausscheidenden Arbeitsdienstwilligen das Unterkommen in Arbeit und Beruf zu erleichtern, wurde kürzlich von der Reichsleitung des Arbeitsdienstes der „Arbeitsdank" ins Leben gerufen, für öen auch bei der Gauleitung des Arbeitsgaues 22 eine Geschäftsstelle eingesetzt wurde. Durch diesen Arbettsdank ist für den ausfcheidenden ADW. eine Fürsorgestelle geschaffen, die ihn auch fernerhin mit dem Arbeitsdienst verbindet, ihm als Dank des Deutschen Volkes für den geleisteten Ehrendienst bei der Arbeitssuche behilflich sein will und insbe- sondere auch die Fürsorge für die im Arbeitsdienst zu Schaden gekommenen Kameraden übernehmen soll. Unter der Devise „Fürsorge im Ar- £ * 1 d i e nst i st Fü h r e r so r g e" hat der „Ar- beitsdank seine Tätigkeit begonnen, die gewiß von allen Arbeitsdienstkameraden freudig begrüßt wird staltet^o^ent^ich 3U einer recht segensreichen ge- Ein Landwirt aus Großen-Linden entnahm einer auf freiem Felde stehenden Sämaschine ein Sillscheit und eine Oelkanne. Da der Angeklagte die Tat hartnäckig leugnete, setzte das Gericht die im Strafbefehl ausgesprochene Strafe von 15 Mark auf 3 0 Mark herauf. Preußen. Kampf der Grasbrennerei durch Kinder! Der Landrat des Kreises Wetzlar gibt folgende nachdrückliche und dankenswerte Warnung bekannt: - L ü tz e l l int) en, 10. April. Die (B e m e i n b e= rate beschäftigten sich in ihrer jüngsten Sitzung mit dem Erlaß einer Ortssatzung über die Zahl der Schöffen und Gemeinde rät e. Die Zahl der Schöffen wurde auf 3 und die Zahl der Gemeinderäte auf 8 festgesetzt. < Hochelheim, 10. April. In einer Versammlung, an der Kreisfeuerwehrführer R i e g e-'l (Wetzlar) teilnahm, wurde eine Freiwillige Feuerwehr gegründet, der sofort 31 Mitglieder beitraten. Zum Führer wurde der bisherige Kommandant der Pflichtfeuerwehr, Wagnermeister Johannes Reitz, bestimmt. cx) Dornholzhausen, 10. April. In der lungsten Sitzung der Gemeinderäte wurde über den Erlaße einer Ortssatzung beraten, nach der die Zahl der Schöffen aus 2 und die Zahl der G e m einöeräte auf 6 festgesetzt wurde. ^^lebcr!^cn' 10. April. Die Eheleute Fritz N e r n und Frau Katharine, geb. Rühl, feier= ten am gestrigen Tage das Fest der D i a m a n t e - f1 rA- 0 chzeit. Die Feier in der Kirche, an der ta|t Die ganze Gemeinde teilnahm, wurde mit einem 9£Arl2lQm gesungenen Chor eröffnet. Der Orts- geiftltcbe wies besonders darauf hin, daß diese Feier die erste Feier einer Diamantenen Hochzeit in Nie- öerHeen sei. Ortsbürgermeister Ohly überreichte dem Paare im Auftrage des Landrats das Ehrengeschenk der Preußischen Staatsregierung, sowie ein Glückwunschschreiben des Bürgermeisters Dr. N e u- m a n n - Großrechtenbach. Der Kriegervereinsvor- sitzende Zimmermann überreichte ein Geschenk des Reichskriegerbundes. Fritz N e r n steht im 89, seine Ehefrau im 78. Lebensjahr. Beide erfreuen u Sehr viel gesündigt wird dadurch, daß die Ba- denden zu lange im Wasser bleiben. Man soll stets wieder hinausgehen, sobald man auch nur im q? rmgften em Kältegefühl hat. Mit Gänsehau? mb Briefkasten der Redaktion. lRechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Gießen. Sie können eine Landwirtschaftliche Schule, eine Ackerbauschule oder ein Seminar für Landwirte besuchen. Die Absolvierung eines Seminars gibt Ihnen unter bestimmten Voraussetzungen Möglichkeiten, in der Verwaltung der Landwirtschaft tätig zu sein. Im übrigen hangt die Erregung einer beruflichen Position auch in der Landwirtschaft (wie überall jetzt) mehr von der persönlichen Eignung und Bewährung, als von einem geugms ab. Die Ausübung einer Lehrtätigkeit in der Landwirtschaft setzt allerdings ein abgeschlossenes Hochschulstudium voraus. Wir empfehlen Ihnen, sich in jedem tfalle an die Berufsberatungsstelle beim Arbeitsamt Gießen zu wenden. Insbesondere bitten wir freundlichst und dringend, die mühsam erbauten Nester nicht zu zerstören, unsere Eier nicht fortzunehmen, die junge Brut in unserer Pflege zu belassen und allezeit uns als gute Freunde zu behandeln. Dagegen wollen wir durch munteres Fliegen, tzupfen und Flattern, durch Pfeifen, Schnattern und Smqen euch Unterhaltung und Vergnügen berei- auf Busch und Baum, Strauch und Kraut, Feld und Vieh die lästigen Schmarotzer wegfangen so daß Wald und Feld, Gärten und Auen liebluh gedeihen und die Menschen an Got- £? neubelebter vchöpsungspracht Freude Wonne finden. Wechsel in der Leitung des Bahnhofs Gießen. Der Dienstvorsteher des Personen- und Güter- bahnhofs Gießen, Reichsbahnamtmann Dörr, ist nach Erreichung der Altersgrenze mit Wirkung vorn 1- April ab in den Ruhestand getreten. Reichsbahnamtmann Dörr leitete den Gießener Bahnhof feit 1. August 1921 und erwarb sich durch fein allezeit freundliches und gefälliges Wesen, wie auch durch seme stete Hilfsbereitschaft im Dienst und durch wohlwollende Gerechtigkeit gegenüber feinen Mit- arbeitern und Untergebenen allgemeine Wertschätzung. Die Dienstgeschäfte des Bahnhofs Gießen werden zur Zeit von Reichsbahninspektor Locker- m an n geführt. Als Nachfolger von Amtmann Dorr ist Reichsbahnamtmann Wahl vom Bahn- 7.°j Bebra in Aussicht genommen, der voraussicht- hd) Mitte Mai die Geschäfte des Dienstvorstehers des Gießener Bahnhofs übernehmen wird. Krastfahrzeugbelenchtung für Autobahnen. Weiterbildung, alle Mittel zur Höherbildung des Volkes, geben uns ein Übergewicht gegenüber dem Auslande. Und Volks-, Mittel- und höhere Schulen sind die Grundlagen deutschen Könnens. Das Schulbuch hilft dem Kinde im Kampf um feinen späteren Erfolg in Beruf und Leben. Aus diesem Grunde, Eltern, Du Vater und Dy Mutter, schenke Deinem Kinde zum Schulanfang sein Lernzeug, sein Schulbuch, das ist beste Kapitalsanlage für Dich und das nationale Volksvermögen. ist eine selbstverständliche Pflicht für jeden Volksgenossen, im Interesse der Zukunft seines Kindes diesem Aufruf unverzüglich die Tat folgen zu lassen. ♦ Der Reichsminister des Innern hat in einem Erlaß an die Unterrichtsverwaltungen der Lander darauf hingewiefen, daß die vielfach beobachtete Zuruckhaltung der Eltern beim Einkauf neuer Schulbücher in diesem Jahre eine Schädigung des Schulbuchverlagswesens verursache, die stch.. auf dem Arbeitsmarkt nachteilig auswirken urust^- Da für das neue Schuljahr keine neuen Schulbücher eingeführt werden, wird den Eltern schon im Interesse der Arbeitsbeschaffung nahegelegt, wie in den vergangenen Jahren die zum Schuljahrsbeginn üblichen Einkäufe neuer Bücher für ihre Kinder zu bewirken. 1 blauangelaufenen Fingern im Wasser zu bleiben, !MobeJ, Unfug. Der Körper pflegt sich eine solche Mißhandlung nicht gefallen zu lassen. Man sollte sein Bad nur an warmen Tagen und in besonders warmem Wasser über eine Viertelstunde ausdehnen. Wer nicht ein sehr sicherer Schwimmer ist, soll sich nicht allzu weit vom Ufer entfernen, denn niemand ist dagegen geschützt, daß er etwa einen Krampf bekommt und dadurch in seiner Bewegungsfreiheit behindert wird. Unendliche viele der zahlreichen Unfälle, die jede Badesaison bedauerlicherweise zu verzeichnen hat, sind nur auf Leichtsinn der Badenden zurückzuführen. Vom Ufer aus sieht eine Entfernung oft gering aus, wenn man aber im Wasser ist, wird man bemerken, daß man die Entfernung ganz wesentlich unterschätzt hat. Strecken- schwimmen ist nicht so leicht und sollte nur von wirklich Geübten unternommen werden. Mehrmals täglich zu baden ist nicht ohne weiteres anzuraten. Jedenfalls sollte man in den ersten Tagen niemals öfter als einmal täglich ins Wasser gehen. 3m Zusammnhang mit dem Baden ist auch ein Wort über die Sonnenbäder zu sagen. Viele Personen legen sich, wenn sie aus dem Wasser kommen, naß in die Sonne, in der Meinung, daß die Haut dadurch besonders schon braun werde. Das ist falsch. Wohl aber bekommt man einen sehr schmerzhaften Sonnenbrand und schält sich. Und beides ist uner- reulich. Man soll also immer, wenn man aus dem Wasser kommt, den nassen Badeanzug ausziehen, ich gründlich abtrocknen und einen trockenen Badeanzug anziehen. Außerdem soll man die Zeit des Sonnenbades auch nur ganz allmählich'steigern und am ersten Tage nicht länger als 10 Minuten in der Sonne liegen. Dann geht man langsam zu längeren Sonnenbädern über. Auf jeden Fall soll man dabei aber das Gesicht schützen, denn die brennende Sonne macht es runzlig und trägt dazu bei, einen Menschen früh alt erscheinen zu lassen. ß. in diesem Jahre auf einen Dienstag fällt, hat die Deutsche Reichsbahn die Geltungsdauer der Sonntagsrückfahrkarten ausnahmsweise über den zwischen dem Sonntag (29. April) und dem nationalen Feiertag liegenden Werktag ausgedehnt, so daß sie insgesamt vier volle Tage gelten. Die Sonntagsrückfahrkarten gelten zur Hinfahrt ab Samstag, 28. Avril, 12 Uhr, bis Dienstag, 1. Mai, zur Rückfahrt ab Samstag, 28. April, 12 Uhr, bis Mittwoch, 2. Mai, 12 Uhr (spätester Zeitpunkt für den Antritt der Rückreise). Große Strafkammer Gießen. Der zur Zeit in Strafhaft befindliche Wilhelm Gorr aus Nieder-Florstadt stand gestern vor den Schranken des Gerichts wegen eines gegen chn von der Staatsanwaltschaft gestellten Antrags auf Sicherungsverwahrung. Dem Angeklagten sind mehrere Fälle der versuchten Notzucht zur Last zu legen. Die Kammer gab dem Antrag der Staats* anwaltschaft statt. Wegen einer vollendeten und einer vevsuchten Abtreibung erkannte das Gericht unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen einen Mann aus Burkhardsfelden auf sechs Monate Gefängnis. Amtsgericht Gießen. Ein Kaufmann aus Gießen warb Interessenten für eine illustrierte Radiozeitung. Da die Abon- ung des Berufsbeamtenkums der Dermeffimgsrai beim Vermessungsamt in Gießen Otto Kalbfleisch mit Wirkung vom 1. Juli 1934 unter Anerkennung seiner dem Staate geleisteten langjährigen treuen Dienste. ** Silberne Hochzeit. Am morgigen Donnerstag, 12. April, können der Straßenbahnschaffner Peter S ch ö n e w e i ß und Frau Anna, geb. Stengel, Gnauthstraße 32 wohnhaft, das Fest der Silbernen Hochzeit begehen. Das Jubelpaar ist gleich- efeit 25 Jahren treuer Bezieher des „Gießener igers". Bei feinen Arbeitskameraden und darüber hinaus bei vielen Mitbürgern kann sich der Jubilar bester Wertschätzung erfreuen. * * Miete rjubiläum. Der beim hiesigen Bahnhof bedienstete Lokomotivführer Wilhelm Müller wohnt feit 25 Jahren im Hause des Lokomotivführers Heinrich Debus, Ebelftraße 23. * * Der städtische Haushaltsvoranschlag für 19 3 4 mit den Neben-Voranschlägen liegt seit 9. April während einer Woche im Stadthaus Bergstraße, Zimmer 17, zur Einsichtnahme offen. * * Sonntagsrückfahrkarten zum 1. Mau Da der Tag der deutschen Arbeit, 1. Mai, Der Bau von Autobahnen stellt an die Beleuchtungsoorrichtungen von Kraftfahrzeugen neue Anforderungen. Das bisher geübte Verfahren, erst bei Annäherung eines entgegenkommenden Wegebenutzers abzublenden, ist für den Autobahnverkehr mcht tragbar, da es bei der zu erwartenden Verkehrsdichte weder eine Ausnutzung der möglichen Fahrgeschwindigkeit gestattet, noch die notwendige Sicherheit gewährleistet. Es ist infolgedessen erforderlich, Beleuchtungsvorrichtungen zu schaffen, die ohne Betätigung einer besonderen Umschaltung bei ausreichender Beleuchtung des eigenen Fahrbahnstreifens entgegenkommende Fahrzeuge nicht blenden. Mit Rücksicht darauf, daß einige Teilstrecken der Autobahnen, z. B. Frankfurt a. M.— Darmstadt, voraussichtlich Ende des Jahres befahrbar werden, hat der Reichsverkehrsminister in einem an den Reichsverband der Autornobilinduftrie und an die Fachgruppe für Kraftfahrzeugbeleuchtung der Deutschen Lichttechnischen Gesellschaft gerichteten Schreiben darauf hingewiesen, daß es notwendig ist, die einschlägige Industrie schon jetzt zu veranlassen, sich mit aller Energie der Lösung mestr Aufgabe zu widmen und entsprechende $or= schlage zu machen. Da die Autobahnen ausschließlich für den Kraftverkehr zugelassen sind, können infolge der andersartigen Betriebsbedingungen nötigenfalls auch Abweichungen von den Vorschriften der Kraftfahrzeugverordnung zugelafsen werden, wenn dafür gesorgt wird, daß auch den Erfordernissen des normalen Straßenverkehrs ausreichend Rechnung getragen wird. Aufruf Öer Vögel! Die gesamte Vogelwelt im Deutschen Reich hat ln Arfer diesjährigen Frühjahrs-Versammlung den nachfolgenden Mahn-ruf erlassen: Nachdem wir aus fernen, fremden in unsere alte, Uebe Heimat zurückgekehrt sind und in Feld und Wald, in Stadt und Land unsere früheren Wohnungen bezogen haben, gedenken wir hier einen glücklichen Hausstand und ein friedliches, fröhliches Leben zu führen. Wir stellen daher uns und unsere Nachkommenschaft unter den tatkräftigen Schutz der Menschen und hegen die Hoffnung, daß sie allesamt alt und jung, groß und klein, uns an teib und Leben weder Schaden noch Leid tun, noch öas kostbare Gut edler Freiheit uns rauben werden. Es ist erwünscht, daß recht viele Bewerber von dieser günstigen Annahmegelegenheit Gebrauch machen. Der feit dem 15. Dezember 1933 eingeführte Ar- beitspaß konnte schon einer großen Anzahl von Arbeitsdienftwilligen, die nach dem 15. Dezember 1933 und nach einer Arbeitsdienstzeit von mindestens sechs Monaten ausschieden, ausgehändigt und von diesen bei der Bewerbung um andere Arbeit als willkommener Ausweis für abgeleisteten Ehrendienst am Wiederaufbau des Vaterlandes vorgezeigt werden. ä 0 ä Die Badezeit naht! Die Vorsichtigen sagen, man solle auch im Mai noch nicht im Freien b Aus -em Reiche -er Krau Gemüse und Obst im April Durch falsches Klopfen leidet der Tepp ich ganz erheblich. Klopft man ihn Zuerst von der Rückseite, so wird schon der gröbste Staub und Schmutz entfernt, und es genügt ein leichteres Klopfen und Ab- bürft'en der Vorderseite. Der Teppich wird dadurch sehr geschont. Zu harte Bürsten schaden dem Teppich. Haushalt verlangt. . Der Beruf der Gärtnerin hat sich als nicht man einige Tage in Essig stehen und entfernt ihn dann durch Schütteln. * Mull- und Boilewäsche. Man spült, um den Wäschestücken etwas Appretur zu geben, in Zuckerwasser. Man gibt auf ein Liter Wasser zwei Eßlöffel Zucker, den man gut verrührt, bevor man die Stücke eintaucht. Regenflecke. Um Regenflecke aus Tuch- oder Wollkleidern zu entfernen, mischt man ein wenig Weinsteinöl mit einem halben Liter Regenwasser in einem Glase durcheinander und trägt es mit einem Leinenläppchen auf die Regenslecke auf. Hierauf streicht man mit dem trockenen Tuche den Stoff dem Striche nach ab. Nun wird ein Tuch darübergebreitet und mit einem warmen Eisen gebügelt. — Sind Lackschuhe durch den Regen unansehnlich geworden, so reibt man sie mit Terpentinöl ein; man bekommt sie damit wieder schön blank. * Das Sauerwerden von Milch. Um es zu verhüten, sollte die Milch sofort nach Erhalt abgekocht werden, wozu man sich eines nur dazu bestimmten, sauber gereinigten Milchtopfes bedient. Ist sie erst einmal darin sauer geworden, so muß das Gefäß gründlich ausgekocht werden, wozu man kaltes Bleichsodawasser nimmt. Ausgewaschen, laßt man das Gefäß dann noch mit kaltem Wasser einige Stunden stehen. D e r S a l z st r e u e r ist verstopft, weil das Salz Feuchtigkeit angezogen hat. Man vermischt, um dieses zu vermeiden, das Salz vor dem Einfüllen mit einer Messerspitze Mondamin. Nagelbürsten werden durch Seifenreste, die darin hängenbleiben, leicht weich. Um ihnen wieder Festigkeit zu geben, legt man die Bürsten von Zeit zu Zeit einige Stunden in kaltes Wasser, dem man etwas Salz beigefügt hat (mindestens einen Eßlöffel auf einen Liter Wasser). Bald sind die schlimmsten Wochen für die sorgende Hausmutter vorüber. Das Kopfzerbrechen über die notwendige und wünschenswerte A b - wechflung des Küchenzettels hört in kurzem auf, bald kommt das junge Grün, kommt der Frühling auch in die Küche. Noch immer bietet der Markt an deutscher Ware: Weißkohl, Rotkohl, Möhren, Schwarzwurzeln, Sellerie, Porree, aber das ist nichts Neues, so wenig wie der Sauerkohl und die Hülsenfrüchte. Die Kartoffel muß in ihrer so reichhaltigen Veränderungsmöglichkeit helfen. Die neue Kartoffel, die schon aus den Markt kommt, ist für den Durchschnitthaushalt unerschwinglich und — auch nicht nötig. Aber schon meldet sich der Spinat, den der vorsorgliche Gärtner im Herbst ausgesät hat, der jetzt aus seinem Winterschlaf unter der schützenden Schneedecke erwacht ist und sich bietet. Dieses nahrhafte und gesunde Gemüse wird leider so oft abgelehnt, namentlich auch die Kinder, denen er um seines Eisengehaltes so nottut, mögen ihn selten. Da gilt es erfinderisch zu sein, den Geschmack ver- deckten Tisch und zwei vorgerichtete Mahlzeiten, weiß die erwerbstätige Mutter ihre lebhaften Kinder für den Sonntag wohl aufgehoben, so ist ihnen ein Wochenende, wie sie es wirklich brauchen und bisher erfolglos wünschten, gesichert. Dann ist auch mit Bestimmtheit zu erwarten, daß sie eines Tages gern an der Führung durch ein Museum teilnehmen, einen Gemeinschaftsausflug mitmachen, gute Bücher lesen, für belehrende Vorträge Interesse zeigen — kurz, bereit werden zur Aufnahme von Kulturgütern, die heute der ganzen Volksgemeinschaft zur Verfügung stehen. M. L. Leinen im neuen Licht 23on Kans Oechsner, Berlin. Leinen war lange von der Nachfrage vernachlässigt worden. Jetzt ist das gute altbewährte Leinen, das die A u s st a t t u n g s t r u h e n unserer Großmütter füllte, wieder in das Licht der allgemeinen Beachtung gerückt. In der ganzen Welt hat das Interesse für Leinen zugenommen, insbesondere verzeichnen England und Belgien neben Deutschland einen vermehrten Leinenbedarf. Das Angebot an Rohflachs muß dem vermehrten Bedarf gegenüber als knapp bezeichnet werden. Bedeutendes Rohflachserzeugungsland ist Rußland. Da Rußlands Neigung dahin geht, in immer stärkerem Maße Rohflachs in eigenen Fabriken zu verarbeiten, beschränkt es dementsprechend die Ausfuhr von Rohflachs. In diesem Zusammenhang begrüßen wir die Maßnahmen unserer Regierung und die Bemühungen unserer Landwirtschaft, die auf einen verstärkten Flachsanbau in Deutschland hinzielen. War doch die Flachserzeugung bei uns derart zurückgegangen, daß wir, selbst bei verringerter Nachfrage nach Leinen, nur noch einen geringen Bruchteil unseres Bedarfs aus eigener Erzeugung decken konnten. In dem Bestreben, jeden Bedarf möglichst aus eigener Erzeugung zu befriedigen, ist bereits im Vorjahre der Flachsanbau in Deutschland ausgedehnt worden. Für 1934 ist eine weitere Ausdehnung dringend zu fordern. Der deutsche Flachsbauer braucht um den Absatz des Rohflachses nicht besorgt zu sein, wenn er hört, daß in den letzten drei Monaten neben den vollarbeitenden Flachsspinnereien wieder drei weitere bis dahin still liegende Betriebe die Arbeit aufnehmen konnten, daß die Webereien in flotter Tätigkeit sind und daß die Nachfrage nach Leinenwaren im Frühjahrsgeschäst sehr lebhaft ist. War doch auch auf der Leipziger Textilmesse das Geschäft in Leinen besser als im vergangenen Jahre. Die Bestellungen kamen in der Hauptsache aus dem Jnlande. Der Auftrieb in der Leinenindustrie geht m Feierabend der Frau. Die Freizeitgestaltung der Arbeiterin und Angestellten. Es ist ein Unterschied zwischen dem Feierabend der industriellen und der gewerblichen Arbeiterin, der kaufmännischen Angestellten, der ledigen und der verheirateten Frau; die Formen der Freizeitgestaltung in kleinstädtischer Umgebung, im ländlichen Milieu weichen ab von denen der Großstadt. Gemeinsam ist allen Berufskategorien der schaffenden Frau, den Jungen und den Alten, den Gestrigen und den Morgigen einzig der Wunsch: nach einer Regelung, die ihnen Z e i t z u r S e l b st- b e s i n n u n g läßt. Das wird begreiflich, wenn man abseits von Theorien und sogenannten objektiven Betrachtungsweisen sich neben die Arbeiterin stellt, mit ihr für Momente lebt und werkt; dann weiß man und fühlt man mit einem Male, daß das kostbarste Gut dieser Frauen die Zeit ist: die Freizeit, die zwei, drei Stunden am Werkabend, dieses Viertel oder Drittel Samstag, dieser Sonntag, dem sich alle entgegensehnen. Mag die Tätigkeit noch so dankbar, die Arbeitsstätte noch so freundlich, der Arbeitgeber noch so verständnisvoll sein, mögen Aufstiegsmöglichkeiten, Mehrverdienst, Arbeitsintensität und Tempo beflügeln, der beste Schrittmacher aller gehobenen Leistung ist das freie Wochenende. Das ist etwa das Fazit, das die Berichterstatterin zieht, nachdem zahlreiche Gespräche, persönliche vorsichtige Sondierungen ihr die Kenntnis um die Feierabendwünsche der deutschen Arbeiterin vermittelt haben. Der alltägliche Nachmittag und Abend ist als Freizeit kaum zu rechnen. Er beginnt selten — nur bei der gehobenen Angestellten — vor 17 oder 18 Uhr, das Tagewerk der Arbeiterin, deren Betrieb schon um 16 Uhr schließt, nimmt seinen Anfang zwar entsprechend früher, aber die Verschiebung um eine oder zwei Stunden muß durch frühzeitiges Zubettgehen ausgeglichen werden. Soll die Arbeitsleistung des nächstfolgenden , Wochentags vollwertig fein, darf man im Durchschnitt kaum mehr als zwei bis drei Stunden tägliche Freizeit in Ansatz bringen. Diese freie Zeit, von der in der Großstadt und vielfach auch in ländlichen Wohnsiedlungen längere Heimwege abgehen, wird reichlich ausgefüllt durch Wirtschaftseinkäufe und häusliche Verrichtungen. Alle berufstätigen Frauen jeder Altersstufe, Verheiratete und Ledige, werden durch die Hauswirtschaft nebenberuflich beansprucht. Niemals darf die Mutter, und sei sie noch so beschäftigt und von den Sorgen des Alltags in Anspruch genommen, das Kind von sich weisen, wenn es sich mit einer Frage an sie wendet. Laß mich in Ruh!" und „Frage nlcht so dümm!" oder sogar ein Klaps auf em Kinder- Händchen sind keine Antworten. Ein Kinderseelchen wird durch falsche Behandlung verschüchtert und verstört und wagt schließlich nicht mehr zu fragen. Es wird durch ein solches Verhalten seiner Mutter in seiner Entwicklung gehemmt und aufgehalten. Gerade die sensiblen zarten Kinder leiden unter solchem Verhalten der Mutter. Die Mutter hat nach kurzer Zeit den Zwischenfall vergessen — das Kind trägt aber oft lange daran. Solche Kinder gibt es viel mehr, als man glauben mag. Das ist aber traurig, traurig für die Mutter der Kleinen, in deren Händen ihre Erziehung ruht. Die energischen Kleinen aus der Kinderschar werden sich aus dem Abwehren der Mutter, einem Schelten, einem Klaps vielleicht nicht soviel machen und trotzdem mit neuen Fragen kommen. Aber auch sie werden einmal verstummen, wenn ihnen niemals eine rechte Antwort wurde. Wir Mütter haben ein großes, schönes Amt, und wir müssen unsere ganze Kraft und Freudigkeit daran setzen, dem Kinde die Kinderzeit zu einem großen, unvergänglichen Erlebnis werden zu laßen. Kinder, die mit ihren Fragen immer fortgewiesen wurden, werden auch später, wenn sie größer sind, ihr Wissen aus anderen Quellen schöpfen, weil die eigene Mutter ja niemals eine Antwort hatte. Wißt ihr Mütter, was dies alles für traurige Folgen haben kann? Daß das schöne Vertrauensverhältnis von Mutter zum Kind, vorn Kind zur Mutter, einmal zerstört, selten wieder herzustellen ist? Wir dürfen es uns nicht unbequem werden laßen, dieses Fragen des erwachenden kleinen Menschen. Es schadet auch nicht, wenn wir Mütter, angeregt durch die Fragen des Kindes, einmal wieder Nachschau in eigenen alten Schulbüchern halten und Vergessenes wieder auffrischen. Wenn ich manchmal mit meinem kleinen Zungen auf einem Spaziergang war und er unermüdlich fragte und ich antwortete, wurde 'ch von anderen Müttern gefragt, „wie ich das fertigbrachte. Sie seien von diesen ewigen Fragen ihrer Kinder of ganz durcheinander und viel zu nervös, um zu antworten. Ich kann nur sagen, daß man auf einem Spaziergang sich nur seinem Kinde widmen soll den; nur blühen darf er nicht, dann wird er bitter, die Knospen sind mit der Schere zu entfernen. Kerbel, fein gefchnitten, ist ein erfrischender Belag aufs Butterbrot. Kerbelsuppe ist erfrischend, schnell und billig herzustellen: eine leichte Brühe oder Wasser mit einem Stück Butter oder Margarine aufkochen lassen, den feingeschnittenen Kerbel hinzutun (eine gute Handvoll für drei bis vier Teller Suppe), er darf nur einmal aufwallen und dann die Suppe mit einem Eigelb abziehen; soll das Ei gespart werden, verquirlt man etwas Mehl vorher mit der Flüssigkeit, ehe der Kerbel hinzukommt. Vor dem Anrichten der Suppe gibt man geröstete Semmelbröckchen hinzu. An deutschem D b ft bleiben die letzten Aepfel, Eingemachtes, Konserven und getrocknete Früchte. Aber schon meldet sich der R h a b a r b e r , der auch bei uns im Treibhaus gezogen wird. Beim Rhabarber denkt aber die Hausfrau auch an die gesunde, nahrhafte Rhabarbergrütze, die mit dem deutschen Edelsago hergestellt und mit kalter Milch oder Sahne genossen, eine erfrischende und beliebte Abendsuppe für groß und klein ist. Ländliche Frauenberufe. Von Lotte Grabowski. bessern; schon gibt es den ersten Sauerampfer, den man zwischenkochen kann, ein Stück Porree mitgekocht und durchgedreht oder eine Zwiebel, fein- gewiegter Hering, ein paar Sardellen zugesetzt, geben einen pikanten Geschmack. Statt der so beliebten und mit Recht ebensooft abaelehnten Einbrenne soll sich die Hausfrau die Mühe machen, Semmelbrösel in Fett oder Butter zu rösten und mit dem Spinat aufkochen zu lassen. Geröstete Semmelscheiben statt Kartoffeln zu geben, ist eine andere Abwechselung. Der allgemeinen Landflucht der vergangenen Jahrzehnte ist eine Zeit der Selbstbesinnung gefolgt. So mancher Arbeitslose in unseren Städten hatte mehr als ihm lieb war Muße, an feine auf dem Lande verlebte frohe Kinderzeit zurückzudenken. Eine neue Wertung begann und der Ruf: „Zurück aufs Land'/ fand lebhaften Widerhall. Das wirkt sich auch in der Berufswahl aus. Für den Beruf der ländlichen Wirtin ist Grundbedingung die zweijährige Lehrzeit in einer anerkannten oder zugelassenen Lehrwirtschaft mit anschließender Lehrlingsprüfung vor der Landwirtschaftskammer; sie ist auch die beste Vorbildung für die meisten anderen ländlichen Frauenberufe. Die beste Eignung hierfür bringen naturgemäß vom Lande stammende Anwärter mit, aber auch manche Städterin, die neben einer guten Gesundheit, Sinn für die Natur und ein Herz für Kinder und Tiere besitzt, wird hier in anstrengender aber erfolgreicher Arbeit ihre Befriedigung finden. Um Lehrerin der landwirtschaftlichen Haushaltungskunde zu werden, schließt man an die zweijährige Lehrzeit auf dem Lande zwei Seminarjahre auf einer wirtschaftlichen Frauenschule auf dem Lande an, evtl, nach Absolvierung des Frauendienstjahres. Die Betätigungsmöglichkeit nach erfolgter Ausbildung und Ablegung eines Lehrprobejahres ist sehr vielseitig: Als Lehrerin an den Mädchenklassen der landwirtschaftlichen Winterschulen, an landwirtschaftlichen Haushaltungsschulen an wirtschaftlichen Frauenschulen auf dem Lande, zur Abhaltung von Wanderkursen, um der weiblichen Landbevölkerung Unterricht im Kochen, Einmachen, Schneidern, Weißnähen usw. zu erteilen. Einer der neuesten Frauenberufe, die Siedler- b er ater in, baut sich auf der Vorbildung der Lehrerin der landwirtschaftlichen Haushaltungskunde auf. Bei der schwierigen Wirtschaftslage, jn der sich die meisten Siedlungen befinden, ruht eine ungeheure Arbeitslast auf den Schultern der Siedlerfrau. Ihr hierbei mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und sie in rationeller Haushaltführung zu unterweisen, ist eine schwere aber lohnende Arbeit, da von der Tüchtigkeit die Siedlerfrau zum großen Teil die Lebensfähigkeit der Siedlung abhängt. Auch die G u t s s e k r e t ä r i n gebraucht zur Ausübung ihres Berufes neben Stenographie, Schreibmaschine, Beherrschung des landwirtschaftlichen Buchführungswesens, Lohnberechnungen, Versicherungswesen, gute landwirtschaftliche Vorkenntnisse. Nur aus ihnen heraus wird sie in der Lage fein, sich die richtige Stellung den Leuten gegenüber zu verschaffen, gehört doch auf kleineren Betrieben auch häufig Hof- und Speicheraufsicht in ihr Tätigkeitsfeld. Sind Spezialkenntnisse in der Hühnerzucht, der Gärtnerei oder der Bienenzucht vorhanden, so werden sich hierdurch die Anstellungsbedingungen verbessern. Oft wird auch gelegentlich Mithilfe im Handtüchern, Tischtüchern, Taschentüchern, sogar von Scheuertüchern mit einer Kette aus Leinengarn u. a. m. Beachtlich sind die großen Behördenaufträge (Leinendrillingsanzüge usw.), auch der Handel gibt gute Bestellungen auf — Wattierleinen für die Fertigkleidung und vieles andere. Zu einem nicht geringen Teil unterstützt die sonst so launische Mode das Leinengeschäft. K l eider- leinen in allen Ausführungen und Farben wird das Modebild im Frühjahr und Sommer beherrschen: derbes Rohleinen, knitterfreies Leinen, Leinen mit Seide, Kunstseide, sogar mit Wolle gemischt gestattet eine vielseitige Auswahl. Ist es bei der Beliebtheit von Leinen erstaunlich, daß auch der „Jumpe r", die volkstümliche Ueberziehbluse, und andere Wirkwaren aus Leinengarn hergestellt werden! Dazu bringt das große Gebiet der Handarbeiten, der Gardinen, der Vorhänge usw. sehr anregende Neuerungen aus Leinen und Leinengemischen. Obwohl die Preise für Rohflachs ange- zogen haben, haben sich die Preise für Garne und Gewebe noch kaum verändert. Die Industrie tut alles, um Preissteigerungen nach Möglichkeit zu vermeiden. Die vorteilhaften Eigenschaften des Leinens scheinen dafür zu sorgen, daß die Kunden, die einmal Seinen kaufen, auch dem Seinen treu bleiben. Der junge Arbeiter hat Zeit zur Sportausübung, zur Teilnahme an abendlichen Veranstaltungen, seine Mutter oder Schwester muß indessen häuslichen Arbeiten nachgehen. Mit der Tatsache der geringen täglichen Freizeit haben sich die schaffenden Frauen im allgemeinen abgefunden. Es bleibt ihnen ja das Wochenende, das für die Städterin im Sommer hauptsächlich bedeutet: Entspannung, Suft, Sonne, Bäume, Wasser, Draußensein, Baden, Ruhen. Die Winterwünsche richten sich je nach Anlage und Alter der Persönlichkeit auf Tanz, Kino, Theater (weniger auf Konzerte, Vorträge, noch weniger auf Führungen und belehrende Veranstaltungen) für den Samstag; auf Ruhe, Ausschlafen, nicht kochen, waschen müssen für Sonntag. Skier, Schlittschuhe, Rodel und die Wintersportfahrt sind selbstverständlich sehr begehrt. Das meiste bleibt Wunschtraum. Aber die deutsche Arbeiterin zieht sich ordentlich an; ehe sie im Werkstattkittel ausgeht, ohne ein paar Mark in der Tasche und mit dem Bewußtsein unerledigter häuslicher Pflichten, eher geht sie gar nicht aus. Den Jahresablauf in kleinstädtischer Umgebung bedingen ähnliche, das Frauendasein bestimmende Faktoren. Farbe und Sicht bringt das Eigen- qärtchen; vermehrte Pflichten erfordern das Kleinvieh, der Kartoffelacker und Gemüseacker. An Stelle der Sehnsucht nach frischer Suft, Wald und See tritt der noch stärkere Wunsch nach festtägiger Ruhe und Entspannung, nach Befreiung von den den Alltag völlig ausfüllenden vermehrten häuslichen Wirtschaftsangelegenheiten. Und die verheiratete Frau, die erwerbstätige Mutter, deren Feierabendsituation einer besonderen Beachtung bedarf? Dankenswerte Bestrebungen, besonders der letzten Zeit, haben E r h o l u n g s - Kinderftagen. Von Loni Lauxmann-Kinzelmann. Den meisten Müttern ist die ewige Fragerei ihrer Kinder eine stete Quelle des Unmutes. Wie oft hört man Mütter auf der Straße mit einigen kurzen Worten ärgerlich eine Frage ihres Kindes abweisen. Aber gerade wir Mütter sollten das niemals tun Wir müßen einmal versuchen, uns in die Seele des Kindes hineinzuversetzen, müssen einmal zum Kinde hinabsteigen. Warum fragt denn das Kind? Weil es fragen muß, wenn es alles, was es um sich sieht und fühlt, kennen lernen und bereifen n>iU. Woher fall es denn d.efes W.sien schöpfen. als aus den Fragen, die es stellt? Es wächst langsam, ganz langem m Leben, m seine Umwelt hinein. Täglich sieht es Neues tag- lick tourt es Dinge, die es bisher nicht wußte Es lieht die Blume bunt und hell am Wege flehen. Woher aber fall dem Kind das Wissen werden, daß diese/ zarte Kelch, daß diese bunten Blatter eine Blume^sind, wenn es nicht fragt und wenn es ^'Wi/^wachstne/^nZn^toiL^abweilen, wir auf lyre meineny « neraeüen, rote klein und 'ÄSSSäW* mögens erweitert, um so m b ©inh- Was Wissensdrang zu. Zuerst fragt gchen'' Zu ü'/ür.seNirss-wä”"- lich recht, wenn es sagt, daß oft hu t ^. / das nicht beantworten tonnen, was em ng g Kind fragt. Jedenfalls können ste es nicht Sinne, den das Kind gelten laßt. . Aber trotzdem soll die Mutter versuchen iN dem Sinne zu antworten, wie es das Kmd verf y in dem es bereichert wird. und sich mit keinem anderen Gedanken beschäftigen darf. Wer Kinder hat, muß ihnen gerecht werden, versuchen, sich in die kindliche Gedankenwelt hineinzuversetzen, soll zeigen, daß die Eltern da sind, damit es mit all seinen Fragen, all seinen Zweifeln zu ihnen kommen kann und wo es immer eine Antwort und immer das richtige Verständnis für feine Nöte findet. Oie praktische Hausfrau. Badeschwämme werden nicht schmierig, wenn man sie allwöchentlich in kaltem Wasser auswäscht, dem man eine Tasse Essig zugesetzt hat. Fingerspuren an hellackierten Türen usw lassen sich mit reinem farblosen Bohnerwachs entfernen. Dünn auftragen und mit sauberem Tuch abwischen. Entfernung von Fettflecken. Bei allen fettigen Substanzen, die sich durch Wasser und Seife nicht lösen, kommen alkalische Mittel wie Soda, Salmiakgeist, Pottasche, doppelkohlensaures Natron oder durchgesiebte Asche in Betracht. Das mildeste Mittel ist Natron, von dem man zwei Teelöffel voll in die Hand schüttet und dann mit warmem Wasser tüchtig verreibt. Man wäscht mit der gewohnten Seife nach und reibt die Hände mit einer weichen fetthaltigen Creme nach. * Wissen Sie schon, daß Eier schmackhafter werden, wenn man sie kalt anseßt, nach dem Aufwallen vom Feuer zieht und 4 bis 7 Minuten, je nachdem, ob man sie pflaumenweich oder hart haben will, ziehen läßt? * Mit verdünnter Salzsäure kann man jede Art von Tintenflecken, selbst die ältesten, aus den Fußböden entfernen. Man betupft die Flecke nut etwas verdünnter Salzsäure und läßt die Salzsaure bann einige Zeit auf den Fußboden einwirken. Alsdann wird unter stetem Zugießen von Wasser der Fleck einige Male aufgewaschen. Die zunächst hellere Stelle bekommt nach einiger Zeit ihre ursprüngliche Farbe wieder. Verhütung von K e ss e l st e i n b i l d u n g. Oesters Kartoffelschalen kochen oder längeres Auskochen mit Soda. — Vorhandenen Kesselstein laßt Deutschland in erster Sinie Hand in Hand mit der allgemeinen Wirtschaftsbelebung. Die gesundende deutsche Sandwirtschaft kann bei der Schwergewebeindustrie wieder als Käufer auftreten — der Bauer, den man verelenden ließ, konnte in den vergangenen Jahren gewiß nicht an die Beschaffung von Planen, Decken und dergleichen denken. Die erfreuliche Zunahme der Eheschließungen in Verbindung mit der Gewährung von Ehestandsdarlehen hat das Ausstattungsgeschäft außerordentlich belebt und damit auch den Absatz von halbleinenen und leinenen Bettlaken, Matratzendrellen, freigeiten für d i e berufstätige Frau und Mutter gefordert und gefördert. Nicht immer gelang diesen Frauen-Freizeiten, was sie bieten wollten; ein Erfolg stellte sich nur dann ein, wenn die Sorge für das verwaiste Hauswesen inzwischen in guter Obhut war. Will man der erwerbstätigen Frau und Mutter und ihren Wünschen nach vermehrter Kraft durch Freude wirklich gerecht werden, so bleiben verhältnismäßig wenige, dafür aber einfache Wege. Sie liegen auf der Hand: findet die Arbeiterin bei ihrer Heimkehr am Samstag mittag ein wohlaufgeräumtes Zuhause, gewaschene und gestopfte Wasche, einen ge- Schon gibt es frischen Schnittlauch, Petersilie und Dill, die alle helfen, ein Frühlingsahnen in Küche und Speisekammer zu bringen. Der vielzuwenig bekannte Kerbel sollte in keinem Haushalt fehlen, er ist so leicht in einem Blumenkasten auf dem Balkon und vor dem Küchenfenster zu ziehen. Die kleine Pflanze macht keine großen Ansprüche an Boden und Standort und wächst nachdem sie kurz über der Wurzel abgeschnitten, sehr schnell wieder nach. Von März bis Juni kann der, Der «eruf oer ^ u i men u yui Kerbel gesät und bis Anfang Oktober geerntet wer-1 so geeignet für die H-rau erwiesen, a^^man^i^- Gr. M. MorSieMed^inndoim Einladung Frühe 2218V Nachmittag Gratis-Kostproben Perwachs jetzß auch farbig zu haben 2210 D werden, wenn alles versagte, dureh 2. 3. 01954 Darstellerbesetznng zuvor (• 9 2203 A Vermählungsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 zu einer praktischen Vorführung des Melitta-Kaff ee'Schnellfilters am Donnerstag-, Freitag- und Samstag- Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dleVerbindung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stelltslch die Beschaffenheit Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen, Brief Umschläge,Postkarten, Rechnungen, Geschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Le- i gen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen! Wir bieten sie Ihnen preiswert! Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 Saatkartoffeh Holländer Erstlinge, Asches Goldnieren, Octenwälder Blaue, Böhms Allerfrüheste hat laufend jede Menge abzugeben. — Günstige Gelegenheit für Gartenbesitzer! Joh. Müller, Gießen Wilhelmstraße 9, Telephon 3571. Trainingstage: Dienstags ab 18 Uhr Donnerstags ab 18 Uhr Sonntags ab 972 Uhr. _______Der Vereinsfüürer. ständigen. Mit dreifachem „Sieg-Heil" auf den Führer und mit dem Horst-Wessel-Lied fand der Schulungsabend fein Ende. d Obbornhofen, 10. April. Dieser Tage wurde hier eine deutsche Frau und Mutter, die Ehefrau von Wilhelm Kammer I., zu Grabe getragen, deren großes Lebenswerk darin bestand, 12 gesunden Kindern, 6 Knaben und 6 Mädchen, das Brüder Schmidt Das Fachgeschäft für Haus und Küche erholungsbedürftigen Volksgenossen diese Einrichtung Zugute kommen und auch die hiesige Ortsgruppe ihr Teil dazu beitragen möge, das Werk zu vervoll- Leben zu schenken und sie zu fleißigen Menschen zy erziehen. Die Verstorbene erfreute sich allgemeine? Wertschätzung. I Steuererklärung ist von dem Inhaber des Betriebs abzugeben. II. Die hiernach zur Abgabe der Steuererklärung Verpflichteten werden aufgefordert, die Steuererklärung unter Benutzung des für sie vorgeschriebenen I Vordrucks 2214C j „Muster Gew. 1 (für Einzelgewerbetreibende, freie Berufe, offene Handelsgesellschaften, Kommanditgesellschaften und Gesellschaften, bei denen t)er Gesellschafter als Unternehmer (Mitunter- nehmer) des Gewerbebetriebes anzusehen ist, Z- B. für Reedereien und Gesellschaften des bürgerlichen Rechts), Muster Gew. 2 (für juristische Personen), Muster Gew. 4 (als Einlage zum Muster Gew. 1 ober 2 für Unternehmen mit Betriebsstätten in verschiedenen Gemeinden)" in der Zeit vom 21. April bis 5. Mai 1934 bei dem Vorsitzenden des Gewerbesteuerausschusses, in dessen Bezirk sich die Leitung des Unternehmens befindet einzureichen. Liegt der Ort der Leitung außerhalb Preußens, so ist der Wohnsitz des bestellten Ver- treters, Hilfsweise die preußische Betriebsstätte maßgebend, in der die höchste Lohnsumme gezahlt ist. Vordrucke für die Steuererklärung werden den Steuerpflichtigen zugestellt, weitere Vordrucke können von dem unterzeichneten Vorsitzenden des Gewerbesteuerausschusses bezogen werden. Auch werden Vordrucke von den Bürgermeistern der Gemeinden abgegeben. Die Steuererklärung ist schriftlich — zweckmäßig eingeschrieben — einzureichen oder I mündlich dem Vorsitzenden des zuständigen Gewerbesteuerausschusses gegenüber abzugeben. Die Pflicht zur Abgabe der Steuererklärung ist vom Empfang eines Vordrucks zur Steuererklärung nicht abhängig. III. Wer die Frist zur Abgabe der ihm obliegenden Steuererklärung versäumt, kann mit Geld- trafen zur Abgabe der Steuererklärung angehalten werden: auch kann ihm ein Zuschlag bis zu 10 v H des festgesetzten Steuergrundbetrages auferieai werden. ö IV. Die Hinterziehung oder der Versuch einer Hinterziehung der Gewerbesteuer nach dem Ertrage wird bestraft. Auch ein fahrlässiges Vergehen gegen bie Steuergesetze (Steuergefährbung) wirb bestraft. Wetzlar, ben 9. April 1934. Der Vvrsitzenbe bes Gewerbesteuerausschusses für den Veranlagungsbezirk bes Kreises Wetzlar ausschließlich ber Stadt Wetzlar. Engfer. Achtung! Achtung!.. . Die Arbeitsschlacht schafft" weiteren Millionen Volksgenossen Arbeit und Brot. Die seit langem ungewohnte Arbeit kann Anlaß zu zahlreichen Anglücksfällen werden! von den 62 Menschen, die täglich durch einen Anfall ums Leben kommen, verunglücken etwa 20 durch den Verkehr, 14 durch Sturz, 9 durch Ertrinken, aber noch nicht einmal einer durch einen Maschinenunfall. Was zu deinem Schuh an den Maschinen und Betriebseinrichtungen getan werden kann, wird getan, die Gefahr, die mit der Maschinenarbeit verbunden ist, kann aber nur in seltenen Fällen durch technische Mittel ganz beseitigt werden, deshalb kann auf deine eigene Mitarbeit nicht verzichtet werden. Denke daran und handle danach, wo du auch immer biff, jeder verhütete Anfall erspart £eib und Schmerz und bewahrt unser Volk vor unnützen Ausgaben. Illlllllllllllllllllllllllllll Prima SchßiifisGhe Göräfe zur ’ UnkradbetämpfW I. Eine Steuererklärung ist abzugeben: 1. für alle gewerbesteuerpflichtigen Unternehmen, deren Gewerbeertrag im Kalenderjahr 1933 den Betrag von 6000 RM. überstiegen hat; vhue Rücksicht auf die Höhe bes Gewerbeertrags für alle gewerbesteuerpflichtigen Unternehmen, bet benen ber Gewinn auf Grunblage des Abschlusses ber Bücher zu ermitteln ist; für alle gewerbesteuerpflichtigen Unternehmen, für bie vom Vorsitzenben des Gewerbesteuerausschusses eine Steuererklärung besonders verlangt wird. GMiniWmWMliner yeiMMen-Meiii e. G. m. b. H. Gießen. Einladung zur ordentlichen Generalversammlung am Sonntag, den 22. April 1934 8.30 Uhr im Saale des Hotels Hopfeld,Gießen,Ecke Friedrichstraße/ Wetzlarer Weg. Tagesordnung: 1. Geschäftsbericht, 2. Vorlage der Zahresrechnung 1933, 3. Beschlußfassung über die Verteilung des Reingewinnes, 4. Entlastung des Vorstandes, 5. Wahlen in den Aufsichtsrat, 6. Anträge, 7. Aenderung der Satzung § 38, Absatz 2, 8. Verschiedenes. Rach § 29 der Satzung sind Anträge - Punkt 6 der Tagesordnung - bis zum 18. April 193412 Uhr beim Vorsitzen- denbesAufsichtsrates.Gen.Hedderich, Gießen, Wilhelmstraße 55II schriftlich einzureichen. Die Iahresrechnung 1933 liegt vom 15. bis 21. April 1934 in der Wohnung des 1. Rechners Münster, Gießen, Iheringstraße 10 in der Zeit von 12.30 bis 13.30 und von 18.30 bis 21 Uhr, Samstags von 15 bis 18 und Sonntags von 10 bis 13 Uhr zur Einsicht für bie Genossen offen. Der Vorsitzende bes Aufsichtsrates: Hebberich. 22nD Unser LeMMATrailiW beginnt am Donnerstag, 12.4.. ab 18 Uhr, auf dem Waldsvortvlatr. Leitung: Sportlehrer Fischer. "Taufen Sie billig bei Edgar ßorrmana Eisonhandlung Gießen.17 7Ä Gestern verschied plötzlich und unerwartet unsere liebe Mutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Marie JaW Wwe„ geb. Mel im 72. Lebensjahre. ßie trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Marburger Straße 25), den 10. April 1934. Die Beerdigung findet am Donnerstag, dem 12. April, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. 01941 Oberheffen. Landkreis Gies;en. f. ©rüningen, 10. April. Am Montag fanb in ber hiesigen Turnhalle ein Schulungsabenb ber Ortsgruppe ber NSDAP, unter Leitung bes Schulungsleiters Lubwig Benber statt. Der Abend ftanb unter bem Motto: „Der Kampf um bie Saar" unb würbe eingeleitet burch ein Lieb bes BdM. Ortsgruppenleiter Otto Marfteller begrüßte bie Teilnehmer unb wies auf bie Be- beutung bes Abenbs hin. Der Schulungsleiter hielt fobann eine Ansprache, in ber er bie Geschichte bes Saargebietes behandelte. Er betonte, baß bie Saar von jeher kernbeutsches Lanb gewesen sei. In weiteren Ausführungen beschäftigte sich ber Nebner auch mit ber wirtschaftlichen Bedeutung bes Saar- gebietes unb wies diese an Hand von aufschlußreichem Zahlenmaterial nach. Im Anschluß an bie mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen prach Ortsgruppenleiter Märst eller. Er gab bekannt, baß sich eine Ortsgruppe ber NS.-Volks- wohlfahrt gebilbet habe: als Amtsleiter fei Lehrer E i f f bestimmt worben. Der Rebner forberte zum Beitritt auf. Der neuernannte Kassenwart ber Ortsgruppe, Karl Heinrich Leibich, berichtete von der Uebernahme ber Kasse, bie früher an Lang- Oöns angeghebert gewesen sei. Sobann sprach NSBO.-Leiter Heinrich H o f mann über bas von ber „Kraft burch Freube" ins Leben gerufene Erholungsheim für geringbemittelte Parteigenossen, sprunglich annahm. Er bringt viel schwere körperliche Arbeit mit sich, wenn er auch burch die innere Verdunbenheit mit der Natur, die Freude am Wachsen und Werden reiche Befriedigung gewähren kann. Die Ausbilbung erfolgt in dreijähriger Lehr- Zeit (bei höherer Schulbilbung zwei Lehrjahre) in staatlich anerkannter Lehrwirtschaft, ober burch ein praktisches Lehrjahr und zweijährigen Besuch einer staatlich anerkannten Gärtnerinnenschule. Nach mehrjähriger praktischer Tätigkeit kann bie „Oder- gartnerprufung" abgelegt werben. Der Besuch von höheren Gärtnerlehranstalten vermittelt bie Aus- bilbung zur Gartentechnikerin, Gartenbauinspektorin ober Fachlehrerin. • Geflügelzucht als Hauptberuf war sehr in Aufnahme gekommen, doch Haben die vergangenen Fahre gezeigt, daß ungeheure Arbeitskraft ver- bunben mit viel kaufmännischer Veranlagung nvt- nienbig war, um die Geflügelfarmen einigermaßen über Wasser zu halten. Die Regelung bes Eierhan- Ms wird sich hier gewiß bald erfolgreich auswirken. Auch von März bis Mai Marmelade kochen! Wenn bie Marmelabenvorräte jetzt ihrem Enbe Zugehen, braucht sich die Hausfrau keine Sorge zu machen; denn auch in ber früchtearmen Zeit von März bis Mai kann man ohne viel Arbeit aus getrockneten Aprikosen eine billige Marmelabe bereiten. Diese steht ber Marmelabe aus frischen Aprikosen an Aussehen unb Wohlgeschmack in keiner Weise nach. Das einfache, erprobte Rezept lautet: Ein Pfund getrocknete Aprikosen werben mit l‘/4 Liter Wasser über Nacht eingeweicht. Am fol- genben Tage werben bie Früchte in allerfeinste Stückchen zerschnitten. Besser ist es noch, bie eingeweichten Aprikosen burch bie Fleischmaschine zu drehen. Die so zerkleinerten Früchte werben nun mit bem Einweichwasser unb 3V2 Pfunb Die didksten Kartoffeln ernten! Ja, aber nur bei Verwendung von anerkanntem Pflanzgut! Am Lager eingetroffen: Original Ebstorfer Julinieren - „ Goldfink • „ Industrie Anerk. Nachbau Asches Goldnieren <- • Holländ. Erstlinge • » Odenwälder blaue - • Lembkes Industrie w v Erdgold Verkaufsstelle der Ebstorfer Saat-Zuchten Samenhaus Heinridi Hahn Bahnhofstraße, Ecke Wolkengasse. Tel. 3403 —- ____2216 A Höhere Privatschule Gießen Wernerwall 15 Oberreal schul-Lehrplanrealgymnasiale und gymnasiale Kurie. Gründliche Vorbereitung auf alle staatlichen Schulvriifnngen: Neife- vrnfung,Oberseknndareife(nicht zu verwechsln mit der. mittleren Reife, die nicht zum Lmtntt in die Oberiekunda einer staatlichen höheren Schule berechtigt). Reichsverbandsvriinma durch unsre Lehrer, anerkannt von den staatlichen Techniken. Beste Prüfungserfolge! 1933 alle bestanden, 1934 von 17 Abiturienten 14 bestanden. Tägliche,gewissenbaftbeaufsichtmteArbeits- ttunden, Aufnahme in alle Klassen (auch red erzen. - Sprechstunden täglich von __11 * - Id Ubr. 2043D Fernsprecher 2129. ffieimisneigtHiioo In OenluMliBiftii Die Abgabe des in ben Universitätskliniken im Rechnungsjahr 1934 anfallenben Gespüls einschließ- 9^ ber Gemüseabfälle wirb, soweit noch nicht ver- fl •größeren Mengen hiermit öffentlich aus- ge^neben. 2187D Angebote sinb, mit entsprechenber Aufschrift ver- SßlklM für Kinder E.Rüvsameu Fernsprecher 3659. 1905D Seelachs 0. K., Pfd. 25 4 Schellfisch 0. 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Verwacht und deshalb ein-für allemal: Die Schuhe putzt man mit Erdal s - V,. * *' e-1 * Rundfunkprogramm. Donnerstag, 12. April. 6.05 Uhr von Stuttgart: Gymnastik I (Georg Gebhardt). 6.30: Stuttgart: Gymnastik II (Augustj Glucker). 6.55: Stuttgart: Frühmeldungen. 7.10$ Stuttgart: Frühkonzert. 8.25 bis 8.45: Stuttgarts Gymnastik (August Glucker). 10: Stuttgart: Nachrichten. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche unäi Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Stuttgart: Mittags- konzert I. Ballettmusik. 13: Stuttgart: Nachrichten. 13.20: Stuttgart: Mittagskonzert II. Opernquerschnitte. 13.50: Stuttgart: Nachrichten. 14: Statt« gart: Mittagskonzert III. Im Wald unb auf der Heide. 14.40: Kinberstunde: Wir besuchen den Zoo. Sprecher: Dr. Erich Burger unb Heinz Werner. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: Stuttgart: Nachmit« tagskonzert ber Kapelle Otto Kermbach. 17.30: „Der große Strom — Fahrt zu ben Wolgabeutschen", Vortrag von Dr. Albert Herrlich. 17.45: Aus Zeit unb Leben. 18.15: Stuttgart: Familie unb Raffe. 18.25: Stuttgart: Spanischer Sprachunterricht. 18.50: Sozialdienst. 19: Stuttgart: „Ein Heiratsantrag" von Anton Tschechow, übersetzt von Luise Flachs-Fokschaneanu. 19.40: Volksmusik. 20: Stuttgart: Nachrichten. 20.15 von Königsberg: Reichssen«- bung: Stunde ber Nation. Deutsche Lieber der Gegenwart. 21.15: Keiner hat gehungert! Unser Mikrophon hörte ein Gespräch. 21.35: Stuttgart: Klaviermusik von Friedrich Chopin. 22: Stuttgart: Nach, richten. 22.15: Stuttgart: Du mußt wissen ... 22.40k Trier: Zwischenprogramm. 23: Stuttgart: Der fahrende Gesell. Eine Frühlingskantate alter deutscher Volkslieder für Soli, Chor unb kleines Orchester von Heinrich Scherrer. 24 bis 1: Stuttgart: Nachbt mufik. Goldbarsch, Pfd. 32 ö, Filet, Pfd.! Herütae^mitteD r 1 '“‘u' “,u «*uipteu;t?nuer ziuf|O)ri|t ver- Donnerstagmkt., verschlo sen, an die Verwaltung der llniver- geaenüb.d.Reit- $n Gießen bis zum 2Uontag, dem babn. Leinp. 01953 16. April 1934, vormittags 10 Uhr, einzureichen. Be- llllllllllllllllllllllllllllll dingungen können daselbst eingesehen werden. Mit großem Vorteil trägt die lebhafte, fpielfrohe Jugend die praktische, haltbare u. kleidsame, echte _ Kühler Kinderkleidung Spezialhaus Frdr.Teipel 16 Markt 16 Zucker unter leichtem Rühren zum Kochen gebracht, unb gab der Hoffnung Ausbruck, baß recht vielen Nachdem es durch unb durch brausend kocht, läßt ------* man 10 Minuten unter Rühren auf möglichst starker Flamme gründlich burchkochen, rührt' nach Verlauf dieser Zeit eine kleine Flasche Opekta in bie kochenbe Masse, läßt wieber einen Augenblick — etwa 4 bis 5 Sekunden — burchkochen, nimmt ben Topf vom Feuer unb füllt sofort in Gläser. Bekanntmachung. Der in der Sitzung des Stadtrats vom 29. März 1934 feftgestellte Voranschlag ber Stabt Gießen für bas Rj. 1934, ebenso die Voranschläge des Wohlfahrtsamts, der Elektrizitätswerke, des Gaswerks, bes Wasserwerks, des Volksbades, der Straßenbahn, der Stubienanstalt unb ber Gewerbeschule liegen vom 9. April 1934 ab während einer Woche im Stadthaus, Bergstraße, Zimmer Nr. 17, offen. Sie. Beteiligten können innerhalb ber Offenlegungsfrist bie Voranschläge einsehen unb schriftlich oder zu Protokoll Einwendungen gegen ihren Inhalt Vorbringen. 2204C Gießen, ben 6. April 1934. Bürgermeisterei Gießen. J.V.: Bartholomäus. Amtliche Bekanntmachung aus dem Kreise Wetzlar. Oef fentliche Aufforderung Zur Abgabe einer Steuererklärung für die Gewerbesteuer nach dem Gewerbeertrag für 1934. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhefsen) Mittwoch, ll. April M4 Kr. 84 Dritter Blatt Stampf gegen Schlangen. Schlangengift gegen Schlangenbiß. - Sin Besuch im Instituts Butantan von Sao Paulo. Von Leonhard Kotter. a o Paulo, ein Ort, dessen Namen unter Zehn Mitteleuropäern wohl kaum mehr als drei jemals gehört haben dürften, ist eine Stadt von nahezu einer Million Einwohnern, die zweitgrößte Ansiedlung Brasiliens und als Industriezentrum der Hauptstadt Rio wesentlich überlegen überdies lebt gerade hier, im südlicheren und daher oom '21equator abgelegneren Teil Brasiliens mit seinem dem Europäer zuträglicheren Klima, eine sehr bedeutende deutsche Kolonie '21ber nicht davon will ich berichten auch nicht von der ganz und gar eigenartigen Fahrt von Santos über die „Meereskette", die „Serra do Mar" nach Sao Paulo, sondern von dem „I n st 11 u t o Butantan" jener wissenschaftlichen Anlage, mit der Sao^Paulo wohl so ziemlich einzig auf der Welt dastehen dürfte. Außer Indien gibt es kein zweites Land, in welchem Giftschlangen io viele Opfer fordern wie m Brasilien Nicht nur die berühmte Klapperschlange, sondern mehrere andere Vipernarten machen Brasilien unsicher, und die meisten dieser Reptilien verursachen Wunden, an denen der Mensch fast immer rettungslos zugrundegeht oder, besser gesagt, zugrundegehen müßte, wenn nicht eben das „Jnstituto Butantan" bestünde Dieses aber hat schon unzähligen Opfern von Schlangenbissen das Leben gerettet Gin brasilianischer Arzt ist der Gründer des Institutes gewesen, und heute gehört es dem Staat, der durch ein besonderes Gesetz dafür sorgt, daß es dauernd seiner Bestimmung gerecht werden kann. Dieses Gesetz verpflichtet nämlich jede in Brasilien lebende Person, alle Schlangen deren sie habhaft werden kann, unverzüglich dem Institut einAufchicken und zwar womöglich in lebendem Zustand Die Beförderung erfolgt auf allen Verkehrsmitteln Brasiliens kostenlos Der Leser dürfte bereits erraten haben, daß das „Jnstituto Butantan" sich mit der Gewinnung von Heilserum gegen Schlangenbiß beschäftigt Dieses Serum wird aus dem Gift lebender Schlangen gewonnen, und zwar gibt es für jede Art von Schlangengift ein besonderes Serum Da nun das Institut ganz Brasilien mit den nötigen Gegengiften zu versorgen hat. ist leicht zu begreifen, daß sein Bedarf an Schlangen sehr erheblich ist Es betreibt daher eine regelrechte „F a r m", in welcher die diversen benötigten Spezies gezüchtet werden, und außerdem sorgt das erwähnte Gesetz für einen kontinuierlichen Zustrom, der sich auf etwa zwei Dutzend Giftschlangen pro Tag beläuft. Es ist ein ebenso abstoßender wie unheimlicher Anblick in die halbkreisförmigen betonierten „Ställe" dieser Schlangenfarm hineinzublicken, in denen hunderte und hunderte der ^efät)r(id)ften Vipern darcheinandergleiten Jede einzelne von ihnen könnte in Freiheit für Mensch wie Tier den qualvollsten Tod bedeuten — hier aber dienen sie unfreiwillig der Heilung dem Schutz vor der Tücke ihrer eigenen Art! Der diensthabende Arzt fordert uns aus zuzu- sehen wie den Schlangen das Gift abgenommen w.rd Wir erwarten daß nun ein Operieren mit besonderen Schutzvorrichtungen, mit dicken, bißfesten Lederhandschuhen und dergleichen anheben werde Doch nein* Einer von den Negern die zum Personal der Farm gehören macht sich zu unserem Ent setzen in aller Ruhe daran, barfüßig wie er ist über die Brüstung zu steigen, die den Kampier der ,,©d) langen ftäHe" umgibt* Ruhigen Schrittes geht der Schwarze auf eines der Reptilien zu. das bei seinem Anblick zum tätlichen Sprung ansetzt. Was sich während der nach sten zwei ober drei Sekunden abspielt, ist nicht genau auszunehmen — jedenfalls hat der Neger der Schlange auszuweichen vermocht und sie mit einer kleinen Eisengabel hinter dem Kopf gefaßt, ehe sie zu neuem Sprung ansetzen konnte Jetzt packt er das zappelnde und sich windende Tier mit eifer nem Griff und zwingt seinen bösen, dreieckigen Kopf über das Glasgefäß, das der Doktor ihm hinhält Ein Druck auf die Kiefer des geöffneten Rachens, und aus den nadelscharfen Zähnen der Schlange träufelt das goldgelbe Gift in das Glas! _ Mit unbegreiflicher Geschicklichkeit weiß der Schwarze nach der gleichen, unendlich primitiven Methode eine Schlange nach der anderen in seine Gewalt zu bekommen, bis der Arzt bedeutet, daß das für den Augenblick benötigte Quantum des Giftes gewonnen ist Dies fei. so wird uns erklärt. Gift der Jaracaca Schlange, eines Reptils, das in Brasilien ungefähr ebenso häufig und gefährlich ist, wie die Klapperschlange das Gift der Klapperschlange hingegen ist nicht goldgelb, sondern weiß wie Milch, und von ihm genügt schon eine geringere Menge um den Tod herbeizuführen Die Sera, die in den Laboratorien des „Jnstituto Butantan" hergestellt werden, vermögen in den allermeisten Fallen die Wirkung des Schlangenbisses aufzuheben und somit den Betroffenen Dom sicheren Tode au erretten Voraussetzung hierfür ist nur, daß die Anwendung nicht zu f p ä t erfolgt und daß d i e Schlangengattung bekannt ist, von der der Biß herrührt- denn jedes Gift erfordert ein spezifisches Serum, das gegen andere Gifte nicht ober nur in erheblich geringerem Maße wirksam ist Um bie Schnelligkeit Oer Behandlung möglichst sicherzustellen, hat bie brasilianische Regierung großzügige Maßnahmen zur Versorgung der weitverstreuten Ansiedlungen und Farmen mit den verschiedenen Heilseren organisiert, ein Propaganda- unb Aufklärungsfeldzug soll schon die Jugend mit den verschiedenen Gistschlangen-Arten vertraut machen damit in jedem Falle eines Bisses Klarheit darüber herrscht welches Serum anqeroenbet werden muß Das Institut bekampsi Oie Schlangenplage aber noch aus eine andere Weise, nämlich durch Züchtung einer ungiftigen Schlange namens Musfurama bie bie löbliche Gewohnheit besitzt mit Leibenschaft Giftschlangen z u fressen wo sie beren habhaft werden kann Bei ihrer Länge von mehr als zwei Metern ist bie Musfurama- Schlange allen Vipern an Körperkraft weit überlegen, und da sie außerdem gegen Schlangengift von Narur aus immun ist, bleibt sie in jedem Kampf mit Giftschlangen sichere Siegerin Das Institut, das Giftschlangen „importiert" züchtet und „exportiert" also nach Kräften solche Mussurarnas, die in besonders bedrohten Gegenden systematisch ausgesetzt werden und nicht wenig dazu beitragen die Schlangengefahr zu bekämpfen Der Besuch in dem „Jnstituto 'Butantan" hinterläßt neben einem leisen Schauer das lebhafte Gefühl der Bewunderung für bie Männer ber Wissenschaft. die hier, auf einem so eigenartigen Feld, unentwegt am Werke sind, bie Gefahren, bie dem Menschen von ber Natur her brohen. burch kluges unb zielbewußtes Operieren mit eben biefer Natur erfolgreich zu bekämpfen Sv still unb rühmlos bas Wirken dieser Kämpfer gegen den Tob" auch sein mag, ist feine Bebeutung für Brasilien boch gar nicht hoch genug anzuschlggen. 10 11 15 Künftighin muffen glle zwanzig Frankfurter Ruder vereine dem Regatta-Äerein angehören ihre Anerkennung burch die Sportverbänbe unb die Stadt Frankfurt hängt davon ab Bei der Tagung wurde bekanntgegeben, daß bie Große Frankfurter Regatta am 4 unb 5 August guf ber im Vorjghre erftmals benutzten neuen 2000-Meter Strecke bei Griesheim in interngtionaler Besetzung durchgeführt wird In Aussicht steht der Stgrt non Mannschaften aus England und fiollon'h Der Mannheimei Ru 0 eriehre , tfi'6 ® minner ist fetzt zehn Jahre im Dienste der Mannheimer Amiettia Der Mannheimer Klub konnte in diesen zehn Jahren 202 Siege erringen, darunter zehn Deutsche Meisterschaften und eine silberne Medaille bei Öen Olympischen Spielen Anläßlich feines Jubiläums find dem erfolgreichen Trainer zahlreiche Ehrungen zuteil geworden Auf der Suche nach dem unbekannten Sportler Die Durchführung in der Gruppe Gießen. Gemäß Öen in den letzten Tagen erfchienenen Aufrufen des Reichssportführers, des Gruppenbeauftragten und des Kreis • Leichtathletik Fachworts wird für bie Gruppe Gießen ber .Tag ber Langstreckler" von ber Spielvereinigung 1900 Gießen aus beren Sportplatz an ber Liebigshöhe am fommenben Sonntag, 15 April, vormittags zur Durchführung gebracht Die Prüfungswettbewerbe sinb lO-Kilometer-Laufen unb 2 5 - KiIo- meter-Gehen Als Rahmenwettbewerbe ftnben Halb- und Vier- telstunden-Paarlaufen statt Dies für solche Läufer. die seither schon bas Lang- unb Mittelstreckenlaufen gepflegt hgben Mit dieser Beranftaltung toll in Gießen Die feierliche Eröffnung ber leichtathletischen Olympia- Trainingsgemeinschaft oerbunben werben, wobei beabsichtigt ist. die Sieger des 10-Kilometer-Laufes unb bes Gehens — bei genügender Leistung — in biefe Trainingsgemeinschaft einzureihen An den Wettbewerben kann jeber Deutsche, der bei einem öffentlichen Wettkampf noch nicht Preisträger war teilnehmen Besonders erwünscht ist die Teilnahme aus den Reihen der SA. SS.. HI und Reichswehr Die Zeitpunkte für die Veranstaltung find wie folgt festgelegt: . 8 Uhr: Stgrt zum 25-Kilometer-Gehen (Strecke Frankfurts Regatta wieder international. In Frankfurt fand eine Tagung des 5te^a“a Vereins stgtt. auf der Direktor H W t u m m e zum Führer gewählt wurde^ aleichAeitig Vertrauensmann des Führers des -vem fchen Rİr°V-rband-s für den Platz Frankfurt. „Deutsches Anruvern 1934/' bie mt* im amt' ^eranftaltunq der Gießener .ttudervereine In vorbildlicher Einmütigkeit wird das diesjährige Anrudern entsprechend den Bestimmungen bes Deutschen Ruderoerbandes auch in Gießen von ben brei veftehenben Rubervereinen ber Gießener Ruder- gefellschafl bem Gießener Rnber-Club Hassia 1906 und dem Verein Rudersport 1913 am kommenden Sonntag geschloffen durchgeführi Diese Veranstaltung, welche durch die erstmalig damit verbundene feierliche Verpflichtung ber Trainingsmannschaften in aller Oeffentlichkeit eine be- sonbere Rote erhält loll nicht nur zeigen welche hohe Bebeutung bem Ruderiport im oolkserzieheri- schen Sinne zukommt ionbern sie soll auch ben jun- gen Volksgenossen bartun, daß bie Behörden unb bie Bevölkerung ber Stabt Gießen auch jetzt wieber bem Ruberfport großes Interesse entgegenbringt Wenn auch bas Interesse an biesem spart schon immer in hervorragenbem Maße gerabe hier m Gießen vorhanben war, fo hofft man boch burch biefe öffentliche Veranstaltung in einem neuen Rahmen dieses Interesse noch zu vertiefen unb in weiteren Kreisen zu erwecken _ Der Veranstaltung liegt folgenbes Programm Uhr ’flnfreten tum Umzug durch die S adt Uhr: veifentliche T r a ! n I u a s o e r P such, (unq lämHicher Müderer r'fdemBoats. plaft der Gieftener PudergelelUchaf. Auffahrt sämtlicher Müderer statt Im weiteren Verlaus des Nachmittags werden auch nerichiedene Kur.zftrecken- und Stafeften-Rennen diirchgefuyrt. 3U--UUbr Fiagg - nl, i,' ung au, den einzelnen Bootshaufern Anschließend (Befalle» Gießen, Rödgen, Großen-Buseck, Oppenrod, Steinbach, Gießen). 10 Uhr: Start zum 10-Kilometer-Lausen (auf der Aschenbahn) 11 Uhr Eröffnung Der Trainingsgemeinfchaft durch ben Kreisbeauftragten Turnlehrer Mohr. 11.20 Uhr: Halb- unb Viertelstunben-Paarlaufen. Melbungen ftnb zu richten an: W Schmidt, Gießen, Grünberger Straße 54 l Handball der Sp.-Dg. 1900. 1900 I — Tv. pohlgöns I 9:9 (3:6). In ber ersten Mannschaft bes Tv. Pohlgöns stießen die 1900er auf den erwartet schweren Gegner. Die Gästemannschaft verstand sich von vornherein ausgezeichnet Bei den Spielvereinigungsleuten wollte es dagegen nicht so recht klappen Die Läuferreihe war in ber Zerstörung nicht so sicher wie in früheren Spielen Unter biefen Umftänben vermochten die Turner bis zum Seitenwechsel einen Vorsprung von drei Toren herauszuholen In ber zweiten Halbzeit setzten nun bie 1900er Dampf auf. Ihr Sturm gefiel durch einige schöne Aktionen. Der Erfolgreichste in der Fünferreihe war diesmal Steines, dessen Tore durchweg Prachtwürfe waren Pohlgöns ließ nun auch nicht locker, wodurch einige Härten ins Spiel kamen Es sah schon nach einem knappen Sieg für bie Platzbesitzer aus. als Pohlgöns in ber letzten Minute noch einen Strafwurf verwandeln unb formt den Gleichstand Herstellen konnte. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf Die Gäste gefielen recht gut Handball im Gau XII der DT. Tv. Lang-Göns l — Tv. Dorlar I 7:2 (3:1). Die erste Hanbballmannfchast bes Tv Lang-Göns stanb am Sonntag ber gleichen Mannschaft des Tv. Dorlar im fälligen Aufstiegspiel gegenüber Beide Mannschaften lieferten sich ein schwaches Spiel, bei bem bie Gäste nach einigen Minuten Spielzeit in Führung gehen konnten Die Platzmannschaft konnte aber halb ausgleichen und bis zur Halbzeit mit 3:1 in Führung gehen Nach bem Seitenwechsel konnte bie Platzmannschaft ihren Vorsprung auf sieben Tore vergrößern, währenb bie Gästemannschaft nur noch ein Tor erzielte Im Feldspiel waren die Gäste jederzeit ein gleichwertiger Gegner, während ber Sturm die Hintermannschaft bes Platzbesitzers nicht ernstlich in Gefahr bringen konnte Sportverein 1920 Heuchelheim. 1. Aufstiegfpiel: Schotten i — Heuchelheim I 1:3. Das erste Aufstiegfpiel zur Vezirksklasse brachte bem Meister bes Kreises I, Sportverein 1920 Heuchelheim, einen schonen Erfolg Der Sportverein Schotten würbe auf eigenem Platze 3.1 geschlagen. Das Spiel begann nicht gerabe vielversprechenb für bie Heuchelheimer Schotten ging gleich zum Angriff über unb bie Heuchelheimer Hintermannfchaft hatte manche gefährliche Situation vor ihrem Tor zu klären Jedoch wenig fpäter verstand es bie Läuferreihe ber Heuchelheimer, bas Spiel ausgeglichener zu gestalten, aber die schönsten Vorlagen wurden oon dem Sturm einfach nicht aufgenommen ober fofort an ben Gegner verloren Bei weniger eigennützigem Spiel oerschiebener Stürmer hätte gar manches Tor fallen können. So kam es, baß Schotten burch einen unhaltbaren Schuß in Führung gehen konnte Bis zur Paufe fiel kein weiteres Tor Nach ber Paufe schien Heuchelheim wie umgeroanbelt Eine Vorlage bes Mittelläufers würbe von bem Rechtsaußen zum Ausgleich Der» roanbelt Das war für bie Heuchelheimer bas Signal zu stürmischen Angriffen, ber Sturm konnte auf einmal ben Ball flach kaffen und dadurch fiel die Mannschaft des SV Schotten oollständig auseinander Etwa in der Mitte ber Halbzeit fiel bann bas Führungstor für Heuchelheim Eine schöne Flanke bes Linksaußen würbe von bem Mittelstürmer bireft unhaltbar eingeschossen. Als bann ber Linksaußen ein brittes Tor erzielen konnte, stanb der Sieg fest Bei der Siegermannschaft hatte man in Der ersten Halbzeit viel zu bemängeln, was jedoch durch ihre große Leistung in der zweiten Halbzeit wieder wett- ’pmacht wurde Schotten war dem eigenen Tempo der ersten Halbzeit zum Opfer gefallen Die Mannschaft fiel in Der zweiten - Hälfte vollkommen ab Schiedsrichter Wlodarek (Wiefeck) griff energifd) durch Die zweite Mannschaft verlor zeitweise mit nur zehn Mann spielend und mit vollkommen verfehlter Aufstellung unverdient mit 3:1 Der Waldlaufmeister des ^eickSbepreS ■ I Schonfelder ber in Wünsdors zum oierin mal Walblaufrneister bes Reichsheeres würbe, bei ber Siegerehrung burch General von Fritsch, bem Chef ber Heeresleitung. Sportabteilung des Tv. Wieseck. Vor bem Spiel ber ersten Mannschaften trafen sich am Sonntag bie zweiten Mannschaften von Wieseck unb Leihgestern. Schon nach wenigen Minuten führte Wiefeck, verlor aber bann halb feinen Halblinken unb mußte bas Spiel mit nur zehn Mann bestreiten. Trotzdem waren bie Gastgeber weiter überlegen unb führten bei Halbzeit mit 3:0 Toren. Ein Elfmeterball für bie Gäste würbe neben bie Pfosten gejagt. Nach bem Seitenwechsel würbe bas Spiel ausgeglichener, bie Gäste kamen aber nur wenig in gefährliche Nähe bes Tores Wiefeck erhöhte zum Schluß auf 5:0. AfA. Krofdorf-Gleiberg. Der in letzter Zeit im Aufschwung begriffene VfB Krofdorf-Gleiberg hatte am Sonntag für vier Mannschaften Spiele abgefchlosfen. Allerbings waren bie Heuchelheimer Schüler nicht erschienen, fo baß bie Kleinen von Krofborf-Gleiberg betrübt abziehen mußten ohne bas schon lange erwartete Spiel^aus» tragen zu können. So kam als erstes bas Spiel Krofdorf-Gleiberg 3gb. — Kinzenbach 3gb 1 :0. zum Austrag. Die neu aufgestellte Jugend von Kinzenbach erwies sich als technisch sehr gut. allerdings waren bie Spieler körperlich noch zu schwach unb mußten baburd) dem Gegner ben Sieg überlassen. Der Krofborfer Jugenb wäre zu raten, unbebingt etwas mehr Eifer unb Einigkeit in bie Mannschaft zu bringen, wenn sie in Zukunft ehrenvoll bestehen will. Von ganz anberer Seite zeigte sich bas Spiel Krofborf-Gleiberg II — Steinbach II 1:2. Steinbach, burch einige Spieler ber 1 Mannschaft verstärkt, mußte sich sehr anstrengen, um gegen bie mit großem Eifer fämpfenbe 2. Mannschaft von Krofborf-Gleiberg einen Sieg zu erringen, welcher erst in ben letzten Minuten burch Elfmeter gelang. 3m Segelflugzeug von Darmstadt nach Heilbronn. In Darmstabt startete bas Segelflugzeug „O-Pra- fibent" oom Deutschen Forschungsinstitut für Segelflug, geführt oon Fluglehrer Wiegmeyer (ber ja auch in Gießen nicht unbekannt ist) zu einem Thermikflug Durch geschickte Ausnützung ber aufsteigenden Warmluftströmungen gelang es bem Flugzeugführer, bie Strecke bis Heilbronn mit fast 10’0 Kilometer Luftlinie motorlos zurückzulegen, wobei Hohen bis zu 2200 Meter erreicht würben. Der Flugzeugführer erzählte, baß er babei unter empfindlicher Kälte zu leiden hatte. Bei ber Ankunft hatte bie Maschine noch eine Hohe von 800 Meter. tt-inbunq erfolgte glatt. Qberyeffen. Erste Srtzun q des Anerbengerichts Lich. > L i ch 10 April Gestern wurde im festlich geschmückten Saale Des hiesigen Amtsgerichts unter bem Vorsitz Des Amtsgerichtsrats Drücket (Gießen) in Gegenwart Des Kreisbauernführers Dörr fchuck (Gießen) Die erste Sitzung bes A n - erbengerichts Lich abgehalten unb bie ersten Bauernanerbenrichter oereibigt In einer kurzen Ansprache wies ber Vorsitzenbe auf bie Bebeutung bes Erbhofgefetzes hin unb belehrte bie Anerbenrichter über ihre Rechte unb Pflichten. Die Arbeit der Hührerschule in Münzenbera. § M u n z e n v e r g , 10 April. Nachbem burch bie hiesige Oberbannführerschule der Hit- I e r j u g e n b bereits zwei Lehrgänge ber Hitler- jugenb in je breiwöchigem Lehrgang hinburchge- gangen sinb, hat nun ein Lehrgang Jungvolkleute bie Führerschule bezogen Im Anschluß an biefen Lehrgang ber — wie jeber oorhergehenbe — brei Wochen bauern wirb wirb sich sofort ohne bie sonst übliche einwöchige Pause wieber ein Jungoolklehr- aang anfchließen Jeber Lehrgang umfaßt 30 bis 40 ^lieber Neues kulturelles Leben in Bad-Nauheirn. LPD. B a b - N a u h e i m . 10 April Der neuernannte erste Dirigent bes BadNauheimer Kurorchesters Generalmusikbirektor Stover, ber im vergangenen Jahre in Bab Pyrmont im Rahmen eines Musikfestes „bas junge Deutschland in ber Musik" zu Worte kommen ließ, beabsichtiat in biesem Sommer auch in Bab-Nauheim Werke unserer Jüngsten zur Ausführung zu bringen Die Leitung ber hiesigen Ortsgruppe bes Kampfbunbes für deutsche Kultur wird diese Konzerte in eine von ihr geplante „Deutsche Kulturwoche" ein» bauen. Neben der Aufführung von rein sinfonischen Werken gedenkt Generalmusikdirektor Stöver auch mehrere größere Chorwerke herauszubringen. Um dies zu ermöglichen, ist die Schaffung eines gemischten Chores für Bad-Nauheim geplant Schließung des Kreis-Kinderherms in Bingenheim. LPD. Bübingen, 10 April. Der Kreistag bes Kreises Bübingen bestätigte einstimmig einen Beschluß bes Kreisausschusses von Bübingen, nach bem bas Kreis-Kinberheim in Bingenheim wegen Unrentabilität g e • schlossen wirb» Er ermächtigte ben Kreisaus- schuß, bie Verhandlungen über bie weitere Berroen- bung bes Heimes unb feiner Einrichtungen zu führen Ilugzeugnottandung in Lauterbach. Lauterbach, 10. April Gestern kurz vor Einbruch ber Dunkelheit kreiste ein Doppel« b e d e r mehrmals über Lauterbach unb gab bamit funb. baß er lanben wollte Für bie Lanbung hatte sich ber Pilot eine Wiese oberhalb ber Turnhalle ausgesucht. Dort ist er glatt niebergegangeru Das Flugzeug, ein Doppelbecker ber Deutschen Verkehrsfliegerschule Berlin, bas seinen Heimathafen in Würzburg hat, war mit zwei Flugschülern besetzt. Heute nachmittag ist bas Flugzeug wohlbehalten nach seinem Heimathafen gestartet tlniiötrcie (*>ui;cn. OO Klein-Linben, 11 April Am Montag« abenb würben im Hofe ber Gastwirtschaft Weller brei Frauenkleiber von ber Leine g e • stöhlen Die Öenbarmerie von Gießen najmi geftern ben Tatbestanb auf unb leitete bie Untersuchung ein. * Großen-Linden, 10. April. Nachbem unserer Gemeinbe Ende vorigen Jahres im Rahmen des Arbeitsbefchaffungsprogramms der Reichsregie- ntng die erforderlichen Mittel für die Fertigstellung des vor einigen Fahren begonnenen S ch u l h a u s - bau es zur Verfügung gestellt worden waren, wurde sofort mit der Inangriffnahme der Arbeiten begonnen. Mit der Durchführung der Maßnahme war einer Anzahl hiesiger Handwerker Gelegenheit geboten, für längere Wochen Arbeit zu finden, denn es wurden sämtliche Aufträge, mit Ausnahme einiger Spezialarbeiten, an die einheimischen Geschäftsleute vergeben. Bis in die letzten Tage konnte man eine rege Tätigkeit in dem Bau sehen, galt es doch, die Arbeiten so zu fördern, daß der Bau bis zu Beginn des neuen Schuljahres fertiggestellt ist. Dies ist nunmehr geschehen, so daß der Neubau in wenigen Tagen seinem Zweck übergeben werden kann und mit der Wiederaufnahme des Unterrichts im neuen Schuljahre in Benutzung genommen wird. Die feierliche Einweihung findet am Sonntag, 15. April, 13 Uhr, statt, wozu u. a. auch Minrsterial- rat Ringshausen sein Erscheinen zugesagt hat. Mit der Vollendung des Schulhausneubaues find endlich die räumlichen Mißstände, welche bisher in der alten Schule bestanden, beseitigt, und unsere Gemeinde hat nunmehr den Kindern und Lehrern ein Haus erstellt, das allen zeitgemäßen Anforderungen entspricht. Die neue Schule enthält neben zehn geräumigen Unterrichtssälen einen weiteren Saal zur Abhaltung von Konferenzen usw., ferner ist in dem Kellergeschoß die Küche für die Mädchenfortbildungsschule, sowie eine Badeeinrichtung für unsere Schuljugend eingerichtet. Der Neubau, der in zentraler Lage unserer Gemeinde steht, ist in jeder Hinsicht auf das modernste eingerichtet und dürfte eines der schönsten neuzeitlich eingerichteten Schulhäuser Hessens darstellen. V Große n-L i n d e n, 10. April. Gestern abend veranstaltete die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, einen Schulungsabend, verbunden mit einer Saarkundgebung, im Saale des Gastwirts Ludwig Schaum, an der neben der PO. die HI., BDM., NS.-Frauenschaft und die Ortsgruppe der NS.-Hago teilnahmen. Nach einem Eröffnungsmarsch begrüßte der Zellenleiter und Sturmbannführer Will! Becker die Teilnehmer und brachte in einem längeren Vortrag die hinter uns liegenden Kampfjahre in Erinnerung. Er betonte dabei, daß heute noch mancher andersgesinnt sei, als man erwarte, und daß es an jedem einzelnen ehrlich denkenden Deutschen liege, solche Elemente zu beseitigen. Im Verlaufe seiner weiteren Ausführungen behandelte er den früheren Parteienstaat in Deutschland. Anschließend hielt Pg. Wagner (Leihgestern) einen interessanten Vortrag über die Geschichte und die gegenwärtigen Verhältnisse des Saargebietes. Mit einem von sämtlichen Teilnehmern gesprochenem Schwur, der unbedingte Treue zur Saar zum Ausdruck brachte, und mit dem Deutschlandlied beendete der Redner seinen beifällig aufgenommenen Vortrag. Frl. Heß (Leihgestern) brachte zwei Gedichte gut zu Gehör, die die Schicksalsverbundenheit der Saar mit dem Reich zum Ausdruck brachten. Sturmbannführer Becker erledigte anschließend noch einige organisatorische Fragen der Zelle Großen-Linden und brachte dann ein dreifaches, mit Begeisterung aufgenommenes Kampf-Heil auf unseren Führer aus. Mit dem Horst-Wessel-Lied fand der Schulungsabend seinen würdigen Abschluß. 8 A l t e n - B u s e ck , 10. April. Am Sonntagabend veranstaltete der B D M. im festlich geschmückten Rühlschen Saale einen starkbesuchten Werbe- abend. Die Führerin, Frl. Mathilde Naumann, eröffnete die reichhaltige Dortragsfolge mit einer packenden Ansprache über Ziel ynb Aufgabe des BDM. Mit herzlichen Worten forderte sie die noch abseitsstehenden jungen Mädchen zum Beitritt auf. Schön vorgetragene Gedichte, Lieder, flott gespielte Theaterstücke und Volkstänze wechselten in bunter Reihenfolge ab. Die musikalische Begleitung der Vorführungen wurde durch eine hiesige Kapelle mittels Geige, Klavier und Ziehharmonika aufs beste ausgeführt. Eine nach amerikanischer Art versteigerte feine Torte erbrachte die sehr willkommene Einnahme von 10,70 Mark. Zum Schlüsse dankte Frl. Naumann in herzlichen Worten für das zahlreiche Erscheinen und beschloß die Feier in der üblichen Weise. wg. Großen-Buseck, 10. April. Im festlich geschmückten Saale von Brück fand am Montag ein S ch u l u n gs a b e n b der NSDAP, statt, mit dem eine Saarkundgebung verbunden war. Sämtliche Parteiorganisationen und viele Einwohner nahmen daran teil. Der stellvertretende Kreis- leiter der Deutschen Arbeitsfront Pg. Hahn leitete die Versammlung. Kreispropagandaleiter Schm e l z (Gießen) sprach über die Geschichte und die gegenwärtige Situation im Saargebiet. Das Saarland sei von jeher deutsches Land gewesen. Es werde und müsse immer deutsch bleiben. Das Land habe seinen deutschen Charakter behalten, obwohl von französischer Seite immer wieder versucht werde, das Deutschtum zu unterdrücken. 90 o. H. aller Deutschen seien bereits in der „Deutschen Front" vereinigt. Das Saarland müsse mit der Parole „Deutschland" und mit dem Stimmzettel in der Hand zurückgewonnen werden. Den Abschluß des Abends bildete das gemeinsam gesungene Saarlied und ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf den Führer- Adolf Hitler. — Am Sonntag gab der hiesige Posaunenchor (jetzt Musikzug bes Sturmbanns VI/116) im Saale Brück aus Anlaß seines zehnjährigen Bestehens ein Konzert unter Leitung von H. N i c o l e i. K. Schmidt hielt die Begrüßungsansprache. Das Programm des Abends war sehr reichhaltig. Märsche, Potpourris und klassische Musik füllten den Abend. Sturmbannführer H ö - b e l hielt im Verlaufe des Abends eine kurze Ansprache und forderte u. a. dazu auf, sich auch an der Spende für bedürftige Angehörige der SA. zu beteiligen. Ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf Führer und Vaterland beschloß die wohlgelungene Veranstaltung. — Am Sonntagnachmittag fand die erste diesjährige Pflichtübung und gleichzeitige Neueinteilung der Freiwilligen und der Pflicht- feuerwehr statt. In einer Ansprache umriß der 1. Kommandant Wilh. Harbach III. die Bedeutung des Feuerlöschwesens. In seinen weiteren Ausführungen betonte er, daß unter der neuen Regierung die Feuerwehren einer besseren Zukunft entgegensähen. Er forderte die Pflichtfeuerwehr auf, sich in die Freiwillige Wehr zu stellen. Erfreukicherweise leisteten einige Männer dieser Aufforderung Folge. Ein dreifaches „Wehr-Heil!" auf Reichspräsident und Reichskanzler beschloß die Ansprache. Im Anschluß daran wurde eine Hebung im Geräteexerzieren der einzelnen Mannschaften Lurchgeführt. 0 Lich, 10. April. Am gestrigen Montag fand in Steins Saalbau der Schulungsabend der NSDAP, für den Monat April statt. Schulungsleiter Pg. Pfarrer Draudt stellte in knappen, klaren Zügen die Bedeutung der Schulungsabende für jeden einzelnen ins rechte Licht, betonte insbesondere wiederholt, daß diese Schulungsabende nicht allein für die Parteigenossen und Mitglieder der verschiedenen Formationen, sondern zur Schulung aller Volksgenossen stattfinden. Anschließend sprach er in längeren Ausführungen über das Thema „Derutfche Geschichte, die Lehrmeisterin deutscher Zukunft". In eindrucksvoller Weise ließ er den jahrhundertelangen Leidensweg des deutschen Volkes, dessen Zerrissenheit und Uneinigkeit es zuließ, daß seine Gegner stets leichtes Spiel hatten, den Befreiungskampf der alten Germanen, die Zeit Hermann des Cheruskers, den Kanossagang Heinrichs IV., das Zeitalter Martin Luthers, bie Reformation, den 30jährigen Krieg, den großen König Preußens, Friedrich II., die Notzeit Deutschlands unter Napoleon, den Schmied deutscher Einheit und Gründer des Zweiten Deutschen Reiches, das furchtbare Geschehen des Weltkrieges und den großen Führer und Volkskanzler Adolf Hitler, den Erbauer des Dritten Reiches, vor dem geistigen Auge der aufmerksam lauschenden Zuhörer erstehen und zeigte immer wieder die Lehren aus dieser Geschichte unseres Volkes für die Gegenwart und Zukunft. Die interessanten Ausführungen wurden mit lebhaftem Beifall aufgenommen. Nach Erledigung einiger geschäftlicher Mitteilungen sprach Pfarrer Draudt in seinem Schlußwort noch kurz über das Saarland. * Hof-Güll, 10. April. Dieser Tage wurde Herrn Wilhelm Dietz von hier das deutsche Pferdepflegerabzeichen 1. Klaffe in Gold verliehen. (D Grüningen, 10. April. Dieser Tage hielt t)ie Ortsgruppe der NSDAP. mit den Zellen Eberstadt und Dorf-Gill eine Versammlung ab, mit der ein Schulungsabend verbunden war. Örtsgrup- penleiter Otto Marsteller konnte 13 Parteigenossen die Mitgliedskarten übergeben. Daraus sprach Schulungsleiter Bender über die wirtschaftlichen Interessen des deutschen Volkes und deren Gesundung. Der Redner sprach im ersten Teil über die trostlose Lage der deutschen Volkswirtschaft und der Gemeinden, hervorgerufen durch die Mißwirtschaft des Marxismus bis zur Machtübernahme durch den Volkskanzler Adolf Hitler. Im zweiten Teile kam Schulungsleiter Bender auf die Bedeutung des 30. Januar 1933 für den Wiederaufstieg und die Gesundung der deutschen Wirtschaft zu sprechen. - Kreis Friedd?rn. + Butzbach, 10. April. Gestern abend hielt die Ortsgruppe d e r NSDAP, im Saale des „Hessischen Hof" eine sehr gut besuchte Monatsversammlung ab, die von dem Ortsgruppenleiter Forstassessor Schneider in der üblichen Weise eröffnet wurde. Bezirksschulungsleiter Dr. R o e s ch e n sprach in fast einstündigem Vortrage über das Saargebiet. Ausgehend von dem Tag der deutschen Kapitulation im Weltkriege schilderte er an Hand des „Saar- statuts" im Versailler Diktat die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung dieses urdeutschen Landes. Die Führerin des BdDr. trug ein Gedicht vor, das die innige Verbundenheit zwischen dem Saarland und dem deutschen Daterlande pries. Im Anschluß daran sprach der Ortsgruppenleiter über die Pflichten der Parteigenossen, die nicht nur in der Treue zum Führer, sondern vor allen Dingen auch im Kämpfen für die Bewegung und in dem unentwegten Opfer= sinn bestehen. Annähernd 100 Mitgliedskarten konnten unter den üblichen Formalitäten ausgegeben werden. Gemeinsame Lieder, ein dreifaches ,/Sieg- Heil" auf den Führer und der Gesang hes Horst- Wessel-Lieides beschlossen den Abend. Kreis Büdingen. * Nidda, 10. April. Aus dem Nachbarorte Wallernhausen entfernte sich vor einigen Tagen heimlich ein 29 Jahre altes Mädchen. Die Ermittlungen ergaben, daß es nach Kob lenz gefahren war, um sich dort mit einem jungen Manne zu treffen, mit dem es ein Verhältnis hatte, das dieser anscheinend lösen wollte. Später wurden am Rheinufer Hut, Schirm und Handtasche des Mädchens aufgefunden, so daß anzunehmen ist, daß das Mädchen den Tod im Rhein gesucht hat. Kreis Schotten. )—( Ruppertsburg, 10. April. Unser O b st- bauverein hielt dieser Tage seine diesjährige Hauptversammlung ab, die gut besucht war. Die Ortsgruppe, die zur Zeit 60 Mitglieder zählt, hat auch im letzten Jahre eifrig an der Förderung des Obstbaus gearbeitet. Eine neue große Baumspritze wurde angeschafft, die Winterspritzung im März 1933, sowie einige wohlgelungene Versuche mit der Sommerspritzung durchgeführt. Die Rechnungsablage ergab einen Kassenvorrat von 14 Mark. Zur Behandlung stand das Thema „Düngung der Dfrfh bäume, insbesondere die Verwendung des Kalks im Obstbau". Den Schluß bildete eine Verlosung von 10 schönen Obstbäumchen, die aus der Kasse der Ortsgruppe gekauft waren. Kreis Alsfeld. —.— Homberg, 9. April. Nachdem am zweiten Ofterfeiertag die Vorstellung der diesjährigen Konfirmanden, 31 an der Zahl, erfolgt war, wurden sie am vergangenen Sonntag in Gegenwart der Eltern und Paten einaesegnet. st. Kirtorf, 10. April. Dieser Tage fand hier in der Gastwirtschaft „Zur Krone" eine Bauern- versammlung statt, in der die bisher bestehende Dreschgenossenschaft aufgelöst und eine neue Dreschgenossenschaft gegründet wurde. Der Vorstand setzt sich aus folgenden Herren zusammen: 1. Vorsitzender Wilhelm Erb, 2. Vorsitzender Friedrich Liehr und Rechner Konrad Meß. In den Aufsichtsrat werden berufen: Konrad Eckstein, Wilhelm Kasper und Karl Gleiß- ner. Ein dreifaches Sieg-Heil beschloß die Versammlung. Wirtschaft. lleberwachungsstelle für$elfe undHäuie I Nachdem auf Grund des Gesetzes über den Ver- | Reichsanleihen bis etwa 0,13 v. H. leichter, Altbe- sitz 95,75, Neubesitz 23,10, späte Reichsschuldbuchforderungen 94,90 v. H., Stahlvereinsbonds gaben um 0,50 auf 72,50 v. H. nach. Umgetauschte Dollarbonds verloren 0,25 bis 0,50 v. H. Im Verlaufe hielt die außergewöhnliche Geschäftsstille an allen Marktgebieten an und das Kursniveau bröckelte infolgedessen meist geringprozentig ab. IG. Farben unterlagen kleinen Schwankungen, waren aber kaum verändert. Etwas erhöht waren AG. für Verkehr mit plus 0,25. Von später notierten Werten büßten Deutsche Erdöl 3,25, Südd. Zucker 1,75 v. H., Ilse Genuß 1 v. H. ein, auch Schuckert gaben 0,75 v. H. ihres Anfangsgewinnes ab. Von Schiffahrtswerten gingen Hapag 0,25 v. Sy, Nordd. Lloyd 0,75 v. H. zurück. Am Kassamarkt waren Glanzstoff angeboten, andererseits Moenus Maschinen auf die Dividendenaufnahme gesucht und höher. Am Rentenmarkt gaben Neubesitzanleihe später um 20 Pf, auf 22,90 v. Sy nach, Altbesitz blieben bei 95,75 Prozent behauptet. Gut gehalten, aber fast ohne Geschäft lagen Staats- und Stadtanleihen. Dagegen gaben am Pfandbriefmarkt Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen meist um 0,25 bis 0,50 v. Sy nach, während Liquidationspfand- briefe gut behauptet lagen und vereinzelt etwas an= zogen. Das Geschäft war aber auch hier sehr klein. Fremde Werte still. — Tagesgeld blieb zum Satz von 3,50 v. Sy unverändert. * Mindestpreise für Speifezwiebeln. Für die Zeit vom 10. April bis 10. Mai hat der Reichsnährstand folgende Mindestpreise fürSpeife- zwiebeln festgesetzt: Für Zwiebeln, die- im Kalenderjahr 1933 geerntet sind, beträgt der Mindestpreis 6,25 Mark je 50 Kilogramm, für Zwiebeln^ die im Jahre 1934 geerntet sind, 11,50 Mark je 50 Kilogramm. Die Preise gelten ab Lager oder Verkaufsstand des Großhandels bei der Abgabe an den Kleinhandel. Wer diese Mindestpreise nicht einhält, kann mit einer Ordnungsstrafe bis zum Höchst - betrage von 10 000 Mark belegt werden. Frankfurter Börse. Aritlagsbörse sehr still. Frankfurt am Main, 10. April. An der Börse dauern die Ermüdungserscheinungen an. Weder Bankenkundschaft, noch Spekulation waren stärker am Markte tätig. In Erwartung der Transfer-Verhandlungen, wo einstweilen der' deutliche Hinweis des Reichsbankpräsidenten auf die Notwendigkeit des Transfer-Aufschubs vorliegt, herrschte Zurückhaltung. Anregungen aus der Wirtschaft blieben angesichts der Geschäftsstille ohne Einfluß. Das Kursbild war zumeist das Produkt der geringen Zufallsaufträge und blieb uneinheitlich. Von Spezialbewegungen hielt die Festigkeit von Kunstseideaktien an, die noch durch die Gewinnabschlüsse der amerikanischen Glanzstoff-Gesellschaften gestützt wurde; Bemberg und Aku lagen je 1 d. Sy fester. Farbenindustrie waren bei kleinsten Umsätzen knapp gehalten bei 136,75 bis 136,50 ü. Sy Rütgers- werke und Metallgesellfchaft verloren je 1 v. Sy’, Th. Goldschmidt 0,13 v. Sy Montanwerte bröckelten weiter ab, so Stahlverein um 0,50 d. Sy, Rheinstahl um 0,75 v. Sy und Buderus Eisen um 1,25 v. Sy, nur Phönix lagen 0,50 v. Sy freundlicher. Gut gehalten waren Reichsbankanteile mit 150 v. H., auch Zellstoffwerte eher fester, Aschaffenburger weiter 0,25 v. Sy höher. Schiffahrtsaktien lagen kaum verändert. Am Elektromarkt verloren Siemens 1 v. Sy, Gesfürel 0,50 d. Sy, Licht & Kraft und Bekula je 0,90 v. Sy, AEG. blieben behauptet, Schuckert gewannen 1,40 v. Sy Im einzelnen eröffneten AG. für Verkehrswesen 0,25 d Sy, Deutschte Linoleum 0,25 v. H. und Cement Heidelberg 0,50 v. Sy schwächer. Auch der Rentenmarkt lag ohne Bewegung. Abendbörse behauptet. An der Abendbörse herrschte wieder weitgehendste Geschäftsstille, sowohl Kundschaft als auch Kulisfe verharrten in Zurückhaltung. Die Grundstimmung war nicht unfreundlich, und auf Basis der ermäßigten Berliner Schlußkurse zeigte sich eher etwas Nachfrage. Im großen und ganzen blieben die Kurse behauptet. AEG., Farbenindustrie, Bemberg und Deutsche Erdöl lagen bis 0,50 v. H. höher, während Montanwerte überwiegend leicht abbröckelten. Daneben gingen Reichsbankanteile und Hapag um je 0,50 d. Sy zurück, etwas stärker gedrückt waren Holzmann mit minus 1,5 v. Sy und Accumulatoren mit minus 1,25 v. Sy Im Verlaufe blieb es sehr Am Rentenmarkt lag Neubesitzanleihe bei Börsen-, beginn etwas leichter, später wurde sie jedoch wieder höher bewertet. Im übrigen blieben Reichsanleihen etwa behauptet, Schutzgebietsanleihen zogen geringfügig an. Von fremden Werten gaben 4pro- zentige Schweiz. Bundesbahn von 1912 um 1,50 v. H auf 141,50 d. Sy nach. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 22,63 bis 22,70, Altbesitzanleihe 95,63, Schutzgebietsanleihe von 1908 bis 1911 9,30, die von 1913 9,60, die von 1914 9,50, 6proz. Stahlverein-Bonds 71,65, DD-Bank 61,25, Reichsbank 150, Buderus 72, Gelsenkirchen 63,50, Harpener 92, Mannesmann 65, Phönix 49,75, Rheinstahl 92,25, Aku 64,25, AEG. 28,50, Bemberg 72,25, Deutsche Erdöl 112,75, Licht & Kraft 105, IG.-Farben 136,50, Gesfürel 96, Holzmann 71,50, Moenus Maschinen 70, Schuckert 100, Hapag 28,50, Nordd. Lloyd 32,75, Akkumulatoren 174,50. Mainzer Schlachtviehmarkt. Mainz, 10. April. Auftrieb: 34 Ochsen, 19 Bullen, 483 Kühe oder Färsen, 233 Kälber und 800 Schweine. Notiert wurde der Zentner Lebendgewicht in Reichsmark: Ochsen: al) 21 bis 32, b2) 28 bis 30, c) 24 bis 27; Bullen: c) 23 bis 27; Kühe: a) 25 bis 30, c) 18 bis 24,d) 12 bis 17; Färsen: a) 27 bis 35, b) 22 bis 26; Kälber: b) 40 bis 50, c) 30 bis 39, d) 18 bis 28; Schweine: b) 40 bis 45, c) 38 bis 45, d) 36 bis 43. — Marktverkauf: Großvieh lebhaft, geräumt; Kälber lebhaft, ausverkauft; Schweine ruhig, Ueberstand. kehr mit industriellen Rohstoffen und Halbfabrikaten vom 22. März 1934 zunächst Unberwachungsstellen für Baumwolle, Wolle und Bastfasern, sowie für unedle Metalle, außer Eisen und Stahl, geschaffen wurden, hat der Reichswirtschaftsminister nunmehr auch eine solche Stelle für Felle und Häute der Zolltarifnummer 153 errichtet. Zweck dieser Stelle ist vor allem, die Versorgung der Lederindustrie mit Fellen und Häuten in einer wirtschaftlich möglichst günstigen Weise sicherzustellen. Zum Reichsbeauftragten ist Legationsrat Ernst Stein deck, Berlin, ernannt worden. Um den Aufbau der Stelle zu sichern, ist für die Zeit bis zur Aufnahme ihrer Tätigkeit der Einkauf von Fellen und Häuten im Ausland verboten worden, ebenso auch der Einkauf im Inland, wenn der Verkäufer Ausländer ist und die Waren erst nach d^r Verkündigung der Verordnung ins Inland verbracht worden find. Dieses Einkaufsverbot stellt nur eine vorübergehende Maßnahme dar, die auch zeitlich kurz befristet ist. Um jede unerwünschte Rückwirkung auf die Preisbildung im Inland zu verhindern, wird ferner eine Verordnung erlassen werden, die jede unberechtigte Preiserhöhung auf dem gesamten Gebiete der Leder- wirtschaft verbietet und unter Strafe stellt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren ungt|ui)rien Ziffern geben die Hohe der zuletzl beschloßenen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 v H Sranffun a. 2)1 Berlin Schluß« hird Schluß). Abend- börse Schluß- turs Schlußk. Mittag» börse Oahim 9.4. | 10-4. 9-4. 10-4. 6% Deutsche RetchSanlethe v 1927 95 95 95 94,5 6% e^em.7% Dl. Reichsanl. v. 1929 99,9 99.9 99,9 100 5*/i% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 93,13 93,25 93,25 93,13 ÄuSlos.-Rechten ......... 95,9 23,2 • 95.65 22,7 95,7 23,25 95,7 22,7 Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) 93,25 93,25 93,9 93,5 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 ..... 5!4% Hess. LandeS-Hypothekeu- bank Darmstadt Liqut 92 91.5 92,25 — 91,5 — — _ Oberhessen Provinz-Anlethe mit Auslos.-Rechten Deutsche Komm. Sammelabl. An- 93,5 94 — — leihe Serie » mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank 95,25 95 95,5 95,25 Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank 92,25 92 - 92,25 Goldpse 16 unkündbar bis 1936 92 92 — — Wi% ehem. 4-/,% Franks Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriese ... 91,9 91,65 _ _ V/i% ehem 4-/,% Rheinische Hyp.-Bank-Ltau..Goldpse. 6% ehem. 8% Pr. Landespfand. 92,25 92-25 — — driefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespsand- 94 94 94,25 94,25 briefanstaN, Pfandbriefe R. 10 94 94 94 94 Eteuergutich. Verrechnungskurs 97,4 97,5 97,4 97,5 <% Oesterrelchtsche Gotdrenre... 22 21,75 22 _ 4,20% Oesterreichtsche Silberrente 1,05 1,15 1,15 1,2 4% Ungarische Goldrente..... 8 8 8,05 7,9 8,1 7,85 4% Ungarische Staalsrente v. 1910 4*4% desgl. von 1913 ..... 7,75 7,6 7,75 7,8 7,85 7,8 5% abgest. Goldmexikaner von 99 8,2 8 8,2 8,2 4% Türkische Zollan'leihe von 1911 6,65 6,65 6,75 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie I.................. 6,7 6,7 — — Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend- börsc Schluß- kurs Schlußk. Mittag- börie Datum 9.4. 10.4. 9.4. 10.4. 4% desgl. Serie 11 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^,%Rumän.oereinh.Reniev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente 2%% Anatolier ........... Hamvurg-Amertka-Paker ..... 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Hansa-Danipfschjff.......0 Norddeutscher Lloyd ......... 0 A-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Prioat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ 0 Dresdner Bank....... n Reichsbank ................ zz A.E.G............. 0 Bekula.......... 0 o!^!5.,?>!^?6sgesellschaft... 6 lucht »md Kraft .... g Felten & Guilleaume .. 0 Rheinische Elektrizität ....... 5 Schuckert & Co. « Siemens« Halske. ..... 7 Lahmeve, L Lo......”2*2'10 Buder»» ............ 0 Deutsche Erdöl .........4 Gelsenkirchener........... 0 Harpener.......... ’ 0 Voesch Eisen—Köln^reue'sseu .. 0 Ise Bergbau ........ 8 Ilse Bergbau Genüsse........a Klöckn erwecke ................ ManneSmana-Röbre» ........ 0 6,5 4,7 7,15 4,13 29,65 29 33,25 67,5 86,5 48 62,25 63,25 150 29 130 101,75 106 61 97 91,5 100 140 117 73,25 115,75 64,25 92,25 116,25 63,9 66 6,7 4,6 7-15 4,2 29,3 28,5 32,75 67,5 86,25 48 61,25 62 150 28,5 129,5 101,5 105 60,5 96 88,75 100 139 116,5 72 112,75 63,5 92 115,5 63,75 65 4,6 7,25 4,05 29,4 29,25 33,25 86,75 48 62,25 63,25 150,25 28,65 130 101,75 106 60,75 98 90 100,25 141 116,5 72,75 114,25 64,65 92,13 74,75 141 116 64,13 66 6,8 4,7 7,25 4,25 29,3 29 25,5 32,75 67 86,75 48 61,25 62 150,5 28,13 129,65 101,5 105,25 60,65 96 91,5 100,25 139 115,25 72 112,5 64 92 73,5 141 114,5 63 65 Frankiuri a. M Berlin Gchluß- kurs Schlußl. Abendbörse Schlußkurs Schlußk Minag- börse Dalum 9-4- 10.4. 9.4. 10-4. Mansselder Bergbau....... .. 0 — — 74,75 73,5 Kokswerke ............ .. 0 — — 96,5 95,75 Phonir Bergbau .......... .. 0 50,5 49,75 51 50 Rheinische Braunkohlen .... . 10 205 203,5 204 202 Rheinstahl ......... .. 0 93,5 92,25 93,65 92 Bereinigte Stahlwerke...... .. 0 43,25 42,75 43,25 41,9 Otavi Minen ....... .. 0 15 15 14,75 15 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 112 112 112,25 112 Kaliwerke Westeregeln...... -. 5 113,5 113,5 113 112 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7% 146,5 146.5 147 146'75 3. (8. Farben-Jnoustrte..... .. 7 137 136,5 136,65 136 Scheideanstalt............. .. 9 182 181,5 Goldschmidt .............. .. 0 61,4 60,5 61,13 60,25 Rütgerswerke ............. .. 0 57,75 55,5 57,75 55,5 Metclllgesellschaft........... .. 0 80,5 Philipp Holzmann......... .. 0 72,25 71,5 72,5 73 Zementwerk Heidelberg .... .. 0 101,5 101 Lementwerk Karlstadr....... .. 0 Schultheis Patzenhoser ..... .. 0 — 105 105 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 64 64,25 64,5 64,4 Bemberg ............ .. 0 72,5 72,25 73 71,5 Zellstoff Waldhof .......... .. 0 52 52 52,4 51,25 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 43 42,5 43 43,25 Dessauer Gas ............. .. 7 — — 121,5 120 Daiinler Motoren.......... .. 0 49,75 49,5 49,5 49,5 Deutsche Linoleum ......... .. 0 57 56,5 57 56,5 Orenstein & Koppel........ .. 0 — 67,75 66.5 Leonhard Tietz ........... .. 0 21,25 21 21 20,5 Lhade ................... ..10 154,5 154,5 155 154,5 Aerumulatoren-Fabrik...... .. 0 177 174,5 177,5 175,75 Tonti-Gummt............. .. 0 146,5 145,5 146,25 145-25 Gritzner.................. .. 0 98.5 28 Matnkraftwerke Höchst a.M- :: 4 76,25 Süddeutscher Zucker ....... .. 8 168,25 169,5 168 Lvmbardztnsfuß 5 v. Sy Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Hl. Banknoten. 9. April 10-Apr Amtliche (Ve(b .Notierung Brie Amtliche Notierung Geld Brie Helstngfm».. Wien....... 5,709 5,721 5,709 5,721 47,20 47,30 47,20 47,30 Prag....... Budaped ... 10,38 10,40 10,38 10,40 — — — Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 169,38 169,72 169,48 169,82 Oslo ...... 64,98 65,12 64,98 57,74 65,12 Kopenhagen. 57,79 57,91 57,86 Stockholm.. 66,68 66,82 66,13 66,77 London ..... 12,945 12,975 12,935 0,632 12,965 Buenos Aires 0,632 0,636 0,636 Neuyork.... 2,502 2,508 2,505 2,511 Brüssel..... 58,50 58,62 58,61 58,73 Italien..... Paris ...... 21,53 21,57 21,53 21,57 16,50 16,54 16,50 16,54 Schweiz .... 80,96 81,12 80,92 81,08 LVMiien.... 34,21 34,27 34,24 34,30 Danzig..... 81,62 81,78 81,60 81,76 Japan ...... 0,761 0,763 0,762 0,764 Rio de Ian. . 0,214 0,216 0,214 0,216 Jugoslawien. 5,664 5,676 5,664 5,676 Lissabon.... 11,78 11,80 11,78 11,80 Berlin, 10.April Geld B?ief Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... 2,458 58,45 57,48 12,89 16,46 169,06 21,46 64,82 66,47 80,74 34,10 2,478 58,69 57,72 12,95 16,52 169,74 21,54 65,08 66,73 81,06 34,24 Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, 1 1OO Schwing Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Nota» . ..... ........