f - < d d MdI PW M- Ä7 - '<■>■ Ä/.fc„. - M I O M» <4 0*5 5 C9 c, ■ 3d gäa??5 ^sO?Ö?l : 0 0-5 «fi =hf^ > o5,2.32“' M .* ty S> - ; 2 S - -- - :' Fr. 288 Erstes Blatt Montag, 10. Dezember 1934 184. Jahrgang «-scheint täglich, nutzer JKKBKKf ft Al *wgT A Annahme von Anzeigen finntags und Feiertags JMHS* WU ▼ für die Mittagsnummer Klagen: Die Illustrierte Ijf Ä ^A^ A k A A A A A ▲▲ ^A H A A A Ak ▲ Jk A A A bis 8'/,Uhr des Vormittags WU wltCnCItCf ANENU MZ- KSL»s XzlV|JVllV< I".1VVV LLWS« tm einzelnen Nummern WJ^ Ermäßigte Grundpreise: infolge höherer Gewalt Stellen-, Vereins-, gemein- -?s'-L General-Anzeiger für Oberhessen ssses rthten: Anzeiger Gießen V w | 6 IV gen, Bäder-, Unterrichts- u. Postscheckkonto: _ behördliche Anzeigen 6Rpf. jrantturt am Main llGse Druck und Verlag: vrühl'sche Universttätr Buch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftraße 7 Mengenabschlüsse Staffel B Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen blau-grünen Büchse. Die ?our-1e-merite-Fliegr Luftsportverbandes empfingen am Bi Lieber 3,5 Äonen für das Kininhilfswerk Am Potsdamer Platz sammelten u. a. die amten der M i n i st e r i e n , während östlich nördlich SA., SS., HI. und PO., Polizei «bange zeitweilig geradezu gefährliche Formen im hm. Schließlich griff Reichsführer der SS., imm I e r, der ebenfalls vor dem Hotel Adlon flüchten mußte. (Stürmisches Jubel.) Allerdings habe ich flüchten müssen, ich glaube eurer Wut. So bitte ich euch Bor dem Sportpalast hielt das N S K K. reiche Ernte. Selbstverständlich durfte auch die Presse nicht fehlen. Außer den Mitgliedern der Pressekammer klapperten auch viele Chefredakteure mit der [er des lülow- meln und jede Minute, die beim Sammeln verlorengeht, wird den Aermsten unseres Volkes genommen. Das ist nicht der Sinn des heutigen Sammelns. Die ganzen Linden herunter stehen noch ungezählte Sammler, die auch etwas in ihre Büchsen hineinhaben wollen. Ich bitte euch also, den Platz hier allmählich zu räumen. Ihr habt mir schon meinen ganzen Anzug enlzweigerissen. (Stürmische Heiterkeit und Zuruf: Das kann Mutter flicken!) Morgen steht dann wieder in der Emigrantenpresse, daß ich vor der Wut des Volkes ins Hotel Adlon Be- und und Gelächter und ins Hotel aber nicht vor nun, Vernunft Bogey ihre Sammelbüchsen. Es dauerte nicht lange, da waren Bruno Lärzer, Übet, von Schleich, Bolle, Buckler und Beltgen umringt. Die I u st i z arbeitete unter Führung' des Kammergerichtspräsidenten Hoelscher. Am Potsdamer Platz sammelte Frau Dr. Goebbels. Ihre „Ernte" war besonders reich. Auf der strahlend erleuchteten Leipziger- und der Friedrichstraße waren Reichsschrifttums- und Musikkammer sowie die Reichsfilm- k a m m e r mit ihren markantesten Vertretern aufmarschiert. Bor dem Rathaus war Dr. S a h m , Berlins langer und beliebter „Ober" tätig. Auf dem Weitermarsch zum Alexanderplatz konnte man u. a. Willi Fritsch und Harry Piel begegnen, die Büchsen schwingend. An der Ecke Dircksenstraße standen, umkreist von dichten Menschenmassen, Mar Schm eling nebst Frau Anni Ondra, um beträchtliche Beute zu machen. Auf dem Dönhoflplatz hotte u. a. der kriegblinde Leiter des Bundes erblindeter Krieger Dr. Klein, mit einigen Getreuen Aufstellung genommen, um namens der 3000 deutschen Kriegsblinden seinen Teil zur Linderung von Rot und Elend beizutragen. städtische Behörden, sowie die Filmgrößen sammelten. Um die Gedächtniskirche sammelten Staatssekretär Meißner und Staatssekretär Lammers von der Reichskanzlei. Dr. Schacht und Staatssekretär Posse arbeiteten in der Wil- mersdorfer Straße, während die Staatssekretäre Pfundtner und Hier! am Bahnhof Zoo die Bitte um ein Opfer aussprachen. Berlin. 9. Dez. (DNB.) Vach den Feststellungen der Hauptsammelstelle, die bis in die frühen Worgensiunden alle Hände voll zu tun hatte, sind in Berlin von den 4000 Sammlern insgesamt 216 926,46 Wart in den blauen Büchsen gesammelt worden. Das ist das größte Ergebnis einer Straßensammlung, das je zu verzeichnen war und auch das des Ehriftrosentages noch weit übertraf. Der Erfolg ist um so höher zu veranschlagen, als die Sammeltätigkeit sich nur auf wenige Stunden erstreckte. Die Abrechnungsstelle des Propagandaministeriums notierte allein für Dr. Goebbels und Göring 12080,70 211 a r f. Das vorläufige Gesamtergebnis der Sammlungen am „Tage der nationalen Solidarität" dürfte 3%2HiUionen Mark überschreiten. 3m einzelnen wurden gesammelt: 300 Kriminalbeamten bewacht werden würde. Um so tiefer berühre es ihn, zu sehen, wie die nationalsozialistischen Minister ohne einen einzigen Schutz notwendig zu haben, mitten in dieser riesenhaft wogenden Menschenmenge für ihre notleidenden Volksgenossen sammelten. Reichsminister,Dr. Goebbels beschloß seine Sammeltätigkeit am Tage der nationalen Solidarität um 22 Uhr mit- einem Besuch in der „Lichtburg" am Gesundbrunnen beim Wedding. Hier in diesem besonders von Arbeitern besuchten Lichtspieltheater wurde Dr. Goebbels mit besonderer Gebefreudigkeit empfangen. Emsige SammeMigkett im Berliner Westen. Göring und Goebbels O Sammler Mer den Linden. Meisterte Massen umringen die Minister. 1 MB. Berlin, 8. Dez. Trotz des zuerst un- Mtigen Wetters waren in ganz Berlin schon vtmden vor Beginn der Sammlung die Straßen, in jenen Minister, Staatssekretäre, SA.- und 66..= Stirer, PO.-Leiter und Reichs- und Staatsbeamte |td in den Dienst des Winterhilfswerkes stellen loben, von dichten Menschenmassen gefüllt. Bereits tir knappe Stunde nach Beginn der Sammlung konnten die ersten vollen Büchsen abgeliefert wer- )ei Ueberall drängten sich die Menschen, um für k Winterhilfswerk zu spenden. Mit jubelnden Anrufen wurden Unter den Linden vor Hotel Adlon Reichsminister Dr. Goebbels Ui Ministerpräsident Göring empfangen. In ; Diiigen Minuten hatten sich Zehntausende zu- iannengefunben, bie alle persönlich bem Minister hi Gabe überreichen wollten. Keinerlei Absperrun- konnten ben Strom ber Menschenmasse ab- Jännen, so baß bie Minister sofort in ber Menge xichwanben unb es Mühe kostete, ihnen ftänbig i.iei Sammelbüchsen zu überbringen. 10-, ja 100- 'Mäkscheine wechselten ab mit Kupferpfennigen unb Einpfennigstücken. hn Dr. Goebbels unb Göring waren ftänbig pol fast 10,000 Menschen versammelt. Mitten unter i inen spielten auf ber Promenabe bie Kapelle ber 1 «nespolizeigruppe „General Göring" unb eine 1 optte ber SS. Scheinwerfer strahlten bie Front kies Hotels Ablon unb ben Eingang an, wo das inrielte, persönlich ein, um g'emetllsam mit der Mßei für die Aufrechterhaltung der Ordnung zu 7>!c n. Das Gedränge wurde dann aber so groß, «xider Ministerpräsident in das Hotel zurückgehen mite. Er nahm den Rückweg durch den Hinter- ci»ang und fuhr mit Reichsführer Himmler in i!h Lindenpaffage, wo schon seit längerer 3-i ebenfalls eine unübersehbare !3lim g e geduldig wartete, um ihren Obolus zu jÜpmen. Rahe am Hotel Adlon sah man auch den kanten des Führers, SA.-Obergruppenführer 48iiiickner, sammeln, der dauernd in einem (Sdioarm gebefreudiger Berliner eingekeffelt war. Dr. Goebbels spricht zu den Spendern. Siach kurzen Besuchen in den Straßen rings um IlcsIRegierungsviertel traf Dr. Goebbels gegen 8 Illhr erneut Unter den Linden ein und suchte schotel Adlon auf. Im Nu standen die begeisteren Massen vor dem Hotel. Wenige Minuten später Ti,:en zu ihrer Freude der Minister an einem Sanier des ersten Stockes, gebot Ruhe und hielt ai: folgende Ansprache: „Weine Volksgenossen unb Volksgenossinnen! L5s ist sehr schön unb beglückenb, euch alle so »öegeisterl zu sehen, aber ich bitte euch, folgendes zu bebenfen: 3ch bin hierher gekommen, um für bie Aermsten unseres Volkes zu sammeln. Das kann ich aber nur, wenn biejenigen, loie schon etwas gegeben haben, weiterte h e n. Sonst ist es unmöglich, weiterzusam- (50 v. H. der Kreise) Der Bericht an den Führer. Der Führer über Verlauf und Ergebnis besonders befriedigt. Berlin, 9. Dez. (DVD.) Reichsminister Dr. Goebbels erstattete Sonntag mittag dem Führer Bericht über ben Verlauf be5 „Tages der nationalen Solibaritäl". Er konnte babei mikleilen, baß bie Aktion imganzenReich reibungslos unb ohne Störung ver - anzunehmen unb weiterzugehen unb zu opfern für bie Armen unseres Volkes." Dr. Goebbels Appell hatte sofort den gewünschten Erfolg, wenngleich sich natürlich immer aufs neue Menschen ansammelten, um der Abfahrt des Ministers beizuwohnen. Diele, die in dem Massenandrang nicht in der Lage waren, ihre Spende dem Propagandaminister persönlich zu überreichen, pilgerten in das Ministerium und übergaben dort ihren Beitrag. So brachte einer ein goldenes Bor- kriegs-Zehnmarkstück, das er in einer Schublade aufbewahrt hatte. Ein anderer übergab dem Ministerium die Summe von 700 Mark, die er am Vormittag in feinem Betrieb gesammelt hatte. Als Dr. Goebbels in der Linden-Passage sammelte, drängte sich ein zehnjähriger Junge zu ihm durch und überreichte dem Minister seine Sparbüchse, die mit 3,80 Mark gefüllt war. Diesen Betrag hatte er durch Verkauf von alten Zeitschriften erhalten. Ebenfalls in der Passage ereignete sich, daß e i n Arbeiter, als er Dr. Goebbels eine Spende übergab, die Worte hinzufügte: „Herr Doktor, so etwas kann nur das deutsche Volk!" Mitten im Gedränge vor dem Hotel Adlon hörte man plötzlich eine Kinder st imme, die nach Dr. Goebbels rief. Ein kleiner Knirps hatte ein Markstück in der Hand und war sehr unglücklich, als er sah, wie die Menschenmassen den Minister immer weiter von ihm entfernten. Dr. Goebbels kehrte um und nahm persönlich van dem kleinen Mann die Spende entgegen. Großer Eindruck bei ausländischen Zuschauern Besonders bezeichnend war, daß reich und arm, Soldat und Arbeiter, jung und alt bunt durcheinandergemischt, sich um die Sammelbüchsen drängte. Neben wenigen Kupferpfennigen und einzelnen Zehnpfennigstücken standen Spenden von Fünfzig- unb Hundertmarkscheinen, ja auch Schecks von bedeutend höheren Beträgen wurden in die Büchsen gesteckt. Unbewacht, Volksgenossen unter Volksgenossen, standen die Minister und Staatssekretäre, die Führer der Partei und ihrer Organisationen mitten in der Menge. Mit Staunen und Verwunderung erlebten die Ausländer diesen „Tag der nationalen Solidarität". Ein bedeutender englischer Wirtschaftsführer äußerte, daß er es gar nicht fassen könne, was sich dort draußen auf der Straße abspiele: er sei nach Deutschland gekommen in dem Glauben, daß die Berichte in der Emiarantenpresse richtig seien, daß jeder der sammelnden Minister von Volksgememschafi der Tat! begeisterte Bereitwilligkeit bei Sammlern und Spendern verhelfen dem „Tag der Nationalen Solidarität" im ganzen Reich materiell und ideell zu einem großartigen Erfolg für das Winterhilfswerk. Wünchen-Oberbayern 114 000 Wagdeburg-Anhalt 163 782,44 Wecklenburg-Lübeck 97 000 (Es fehlen 3Kr. v. 16) Ostpreußen 35 000 (16 Kreise von 40) Pommern 90 753,15 Rheinpfalz 55 000 Sachsen 258 320 Schlesien 211 000 (5 Kreise fehlen) Schleswig-Holstein 220 340,95 Unlerfranken 49 000 (Es fehlen 4 Kr. v. 24) Wittelfranken 47 800 Thüringen 130 947,50 Weser-Ems 72 000 Wesifalen-Rord 100 000 Westfalen-Süd 99 887,63 Württemberg 82 650 (50 v. H. der Kreise) Schwaben 70 000 Wark Baden 146 000 Berlin 225 000 Bayerische Ostmark 83 107 Düsseldorf 98 000 Essen a. d. R. 41 468 Halle-Werseburg 72 526 Hamburg 50 000 Hannover-Ost 128 756 Hannover-Süd 70 000 Aachen 80 000 Hessen-Nassau 230503 Koblenz-Trier 45 000 üurhessen 77 000 Kurmark 183 296 Der preußische Mmsterpräsident Göring sammelte auf der Straße. Reichsbankprasident Dr. Schacht sammelte in der Berliner Börse. umfasse er doch tatsächlich dem d, mit uns auf diesen Weg des begeben. Wir wissen und erkennen an, l rauen der ■ I ©ieS h Länder also, Beziehungen Geist und seinen Sowjetruß - die Zu 61 Mas kommissa taufen ist. Die Ankennahme der Bevölkerung übertraf alle bisher bei ähnlichen Anlässen dagewesenen Ausmaße. Das vorläufige Gesamtergebnis beträgt rund 3ll, Millionen Reichsmark Es läßt die Ergebnisse aller früheren Sammlungen für das Winterhilfswerk weit hinter sich zurück und stellt mehr als die Hälfte des Ergeb- nissesderZeppelin-Spende des deutschen Volkes dar, für die im reichen und mächtigen Vor- kriegsdeutschland ein Jahr lang gesammelt werden muhte, während die Sammelzeit am „läge der nationalen Solidarität" knapp fünf Stunden betrug. Der Führer drückte Dr. Goebbels feine besondere Befriedigung über Verlauf und Ergebnis der Aktion aus und beauftragte ihn, allen daran beteiligten Sammlern und Spendern f e i n e n herzlich st e n D a n k zum Ausdruck zu bringen. Zielen nach die Mitarbeit lands und Polens, zweier bekanntlich in freundschaftlichen Italien ständen. der britischen Regierung ausgehende Initiative antworten würde. Gegenüber den Behauptungen, daß die versöhnliche Haltung Deutschlands nur scheinbar sei und nur bis zur Saarabstimmung dauern werde, müsse man an die kategorischen Erklärungen des Willens zum Frieden und zur Zusammenarbeit erinnern, die Adolf Hitler und andere verantwortliche Deutsche kürzlich wiederholt gemacht hätten. Italien könne ruhig die unvermeid- • Heissest! ff ®«' s'4 uni) j Wen h nteressenten am daß nach den Kämpfen und Spannungen des letzten I Kirchenjahres jedem, dem das Herz schwer wurde ; Wo sind die Feinde -es Friedens? Oer Stellvertreter des Führers Rudolf Heß spricht in Bochum über die Möglichkeit einer Verständigung mit Frankreich. reichs zu Deutschland hat natürlich auch eine erfreuliche Aenderung der Einstellung Deutschlands zu dem Problem „Frankreich" mit sich bringen können, heute glauben wir, daß eine Verständigung mit Frankreich tatsächlich möglich ist und wir werden durch die Reden und Besuche französischer Frontkämpfer und durch die Antworten von Frontkämpfern anderer Länder auch in unserer Friedensparole bestärkt." Nach Schluß seiner Rede ging der Stellvertreter des Führers mit der Sammelbüchse durch die Reihen der Besucher, um für das Winterhilfswerk zu sammeln. Die Aussprache muß fortgeführt werden. Jules Romain schlägt einen Ausschuß von Frontkämpfern vor. Dieser ugendsütz onolamti sandelte i >en Poliz lie Tagu gerhältni reffen. 6 >es Stah ührer ! iugenb s 8Ils Pe prach G irbeit z> Das Gaargebiet atmet auf. Massenkundgebungen der Deutschen Front vor Beginn des Weihnachtsfriedens. Die I Reichs : gen hat - men. On i der Hille q sollen da 9 fa. noch 1 Wertung ll tibteilung kl funtoarte Mntliche ! 9n einen und Nun «Arbeiterin ll Mittelst juitt ßeitui IWts, tzesch t twx Wv 1 'Ansantz X Wold (Xai 11 NdM. o ö Rossau e II Ausbildui e Haltung, Wd) »• ,s> S»; Ieoot 91 n 6r Lonkfu der Pol ■; überhau national notleide 28int' am 1®* iederbetebung des Viererpakts Keine neuen plätte Mussolinis. Mich, M ! i jpft * n{6‘s sich Diese Neuordnung wollen wir durchführen aus dem Boden des Rechts, wie ihn die Kirche der Altpreußischen Union in ihrem auch staatlicher, soits anerkannten Organ der Leitung und Derwal. hing besitzt. Wir wollen uns wünschen, daß sich alle, die guten Willens sind, mit uns auf diesen Weg des Rechtest Rom, 8. Dez. (DNB.) „Lavoro Fafcista" spricht von der Möglichkeit der Wiedererweckung des Biererpaktes. Das Gerücht von einem angeblich bevorstehenden Vorschlag Mussolinis über einen zehnjährigen Nichtangriffspakt für alle europäischen Länder sei nicht nur tatsächlich falsch, sondern auch unsinnig vom logischen Standpunkt aus. Neue Pakte seien nicht n o t w e n d i a. Er sei vielmehr bezeichnend, daß auch außerhalb Italiens der Wert des Viererpaktes verstanden zu werden beginne. Die Erklärungen Simons im Unterhaus vom 28. November hätten die Möglichkeit durchblicken lassen, daß wahrscheinlick nach der Saarabstimmung noch einmal eine befriedigende Lösung der Frage der schrittweisen Rüstungsbegrenzung versucht werde. Italien glaube, daß die deutsche Regierung sich eine ernste internationale Verantwortung aufladen würde, wenn sie nicht aufrichtig auf die von Nachbarland neue Aktion s m3 glichkefj.^ suchen. Sie versuchen sich in Luxemburg nieder z u l a s s e n, weil die Rückgliederung der Saar q» das Reich nur noch eine Frage kürzester Zeit is, Zn Luxemburg-Stadt und Umgebung ist eins starke Nachfrage nach Hausbesitz und Sauterrain eingetreten. Man rechnet damit daß sich der Zuzug noch verstärken wird. Welt habe man über diesen ersten Ansatz einer von Deutschland stets erstrebten Verständigung a u f geatmet. Zum ersten Male nach 14jährigem Protest der entrechteten deutschen Bevölkerung an der Saar sei ein Bericht vom Völkerbunde ohne Zusatz oder Einschränkung angenommen worden. Das Saarvolt könne diesen Bericht nur billigen. Zu dem Beschluß des Dölkerbundsrates auf Aufstellung einer internationalen Polizei stellte Nietmann fest, daß die Deutsche Front als die große umfassende Organisation aller Saardeutschen ihrer- seits stets die Aufrechterhaltung von Ruhe und Ordnung garantiert habe und weiter garantieren werde. An die dem treudeutschen Saarvolk unterschobenen Putschabsichten glaube man jetzt auch in Genf nickt mehr. Die von der Deutschen Front auf das schärfste belasteten Beamten würden noch immer in verantwortlichen Stellen der Polizei beschäftigt. Die Deutsche Front habe deshalb an die Abstimmungskommission das Ersuchen gerichtet, diese Emigran- tenbeamten durch neutrale Offiziere zu ersetzen. Es werde jetzt auch möglich fein, nicht nur an der Reichsgrenze, sondern auch an der lothringischen Grenze die gerade nach dieser Seite hin erforderlichen Absperrungsmaßnahmen durchzuführen. Unter großem Beifall schloß Nietmann seine Ansprache mit folgen- Öen Worten: „Wir aber fassen Schritt; wir marschieren mit dem ruhigen und gleichmäßigen Tempo, das uns allezeit eigen war, und mit wuchtiger Disziplin dem Tage zu, der uns befreien wird, dem Tage, an dem wir in unser ewiges Deutschland heimkehren." Emigranten ans dem Saargebiet suchen neues Aktionsfeld. Luxemburg, 9. Dez. (DNB.) In Luxemburg ist ein starker Zuzug aus dem Saargebiet zu bemerken, da sich anscheinend nach der deutsch- französischen Uebereinfunft in der Saarstage die Anhänger des Status auo und die früheren Emigranten aus Deutschland in dem kleinen westlichen DB | schied d , KM ((totrtn gijin gp($Q r vr Ä Baum. D bett unö Schäbelo Blutung p (ur) not WeiD Ä 3nl bereits l1 gflnarben glichen berief ihn Die Berliner Berichte über den Verlauf der Sammelaktion am ■Samstag werden von der schwedischen Presse in großer Aufmachung veröffentlicht. „Svenska Dagbladet" sagt, daß dieser große Schlag gegen die Not und für das Winterhilfswerk auch ein glänzendes Ergebnis gezeitigt habe. In allen Berichten wird besonders die Beteiligung führender Persönlichkeiten hervorgehoben, wobei am meisten Dr. Goebbels, Göring und Schacht genannt werden. Das Mitwirken die- ser Persönlichkeiten habe natürlich beispielgebend und anfeuernö gewirkt. Stapellauf des Kleinen Kreuzers »Nürnbergs. DNB. Kiel, 8. Dez. In Anwesenheit des Chefs der Marineleitung, Admiral Dr. h. c. Räder, des Reichsstatthalters von Bayern, Ritter v. Epp, des Gauleiters von Franken, Julius Streicher, und anderer hervorragender Persönlichkeiten lief Samstagmittag auf den Deutschen Werken in Kiel ein neuer Kleiner Kreuzer der Reichsmarine vom Stapel. Das Schiff wurde von der Gattin des in der Schlacht bei den Falklandinseln gefallenen Kapitäns zur See von Schönberg auf den Namen „Nür n b er g" getauft. Die Taufrede hielt der Oberbürgermeister von Nürnberg, Oberführer Liebel. Völker. Das find Leute, denen jedes Mittel recht ist, wenn sie ein kleines Wortfeuerwerk für ihre Eitelkeit entzünden können. Und dazu dient ihnen auch das amdie-Wand-malen von Kriegsgefahr. Das sind ferner Emigranten, die, innerlich und äußerlich vaterlandslos, nur ein Ziel haben, Rache an den Völkern, die sie ausgestoßen haben. Sie können nur im Trüben fischen, sie können als die Verachteten aller Völker nur im Hintergründe sticheln. Sie können Hetzen und lügen und mit Kriegsgerede Unruhe schaffen, sonst haben sie keinen politischen Daseinszweck. Diese Herren betreiben ihr Handwerk unter dem Motto: Deutschland rüstet auf, Deutschland gefährdet die Welt, wir hin- gegen müssen ihr den Frieden erhalten. Den Frieden auf der Welt erhalten die anständigen Soldaten viel eher als böswillige Leitartikler. Es schreiben aber auch andere Auslandjournalisten ihre Attacken gegen Deutschland. Die meisten von diesen kennen das neue Deutschland gar nicht. Wenn diese Herren draußen sich beiihrenKol legen in Deutschland erkundigten, würden sie vielleicht doch eines besseren belehrt werden. Wir haben nämlich mit Freuden gesehen, daß bei denjenigen Vertretern der Auslandspresse, die sich aufrichtig um ein Kennenlernen Deutschlands bemühen, ein wachsendes Maß von Verständnis für das neue Deutschland vorhanden ist. Ich halte es für richtig, öffentlich den Wert einer anständigen Berichterstattung für die Beruhigung der Völker festzustellen. Es bleiben als Kriegstreiber und als Leute, die gern vom Kriege reden, im wesentlichen Elemente übrig, die keine Verantwortung tragen für das Schicksal der Völker. Daß diese Elemente niemals selb st in die Lage kommen würden, in einem Feldzug an der Front zu kämpfen, versteht sich von selbst. Wir brauchen sie auch wohl derzeit in ihrer gefährlichen Bedeutung nicht zu überschätzen. Sie müssen am ruhigen Widerstandswillen der Völker selbst scheitern. Wir Deutschen sind heute nicht mehr der Meinung, daß Frankreich — wie wir es besonders zur Zeit des Ruhreinbruches glauben mußten — die Vernichtung unseres Landes mit allen Mitteln betreibt. Eine veränderte Stellung Frank- über aller Not, Zeit zu lassen ist zum Wie« dergewinninnerer Freudeund Bereit, schäft, mitzutun und mitzuhandeln. Ein ieber, der endgültiges Unheil von der Kirche der Reformation abwenden will, muß aber mifjen, daß auchdieLiebe nicht leben kannohw Ordnung und Zucht. So fordern wir auf jur Sammlung aller positiven Kräfte. Das Verfahren gegen Landesbischof D. Wurm eingestellt. Berlin, 8. Dez. Kirchenamtlich wird mi> teilt: Das von der Staatsanwaltschaft gegen ben württembergischen Landesbischof D. 9Burm und Oberkirchenrat Dr. Echauffier- Stottert eingeleitete Ermittlungsverfahren At durch Einstellungsbeschluß beendet worden. Xi* mit ist festgestellt, daß sich beide Herren keiner ehrenrührigen und strafbaren Handlungen schuldig gemacht haben. Dr. Goebbels dankt Sammlern und Spendern. Reichsminister Dr. G o e b b e l s dankt den Sammlern und Spendern des „Tages der nationalen Solidarität" mit folgendem Aufruf: „3 m Auftrage des Führers danke ich allen, die als Sammler oder Spender am „läge der nationalen Solidarität" mitgewirkt haben und damit halfen, ihn zu einem wirklichen 2lft tatgewordener Volksgemeinschaft Zu gestalten. Die unzähligen Männer und Frauen des öffentlichen Lebens, die sich durch ihr persönliches Beispiel in die Front des Heeres der unbekannten Sammler stellten, haben damit bewiesen, daß ihnen der Begriff der nationalen Solidarität keine leere Phrase ist. Sie haben dabei aber auch ausnahmslos und mit tiefer Befriedigung d i e innere Verbundenheit des deutschen Volkes mit feinen sozialistischen Aufgaben feststellen können, und gewiß aufs neue höchste Achtung und größte Liebe gerade zum armen und vielfach noch notleidenden TeilderRation empfunden, der sich am Samstag in Begeisterung für das neue Reich und in Hilfsbereitschaft für die sozial Bedrängten geradezu übertraf. Der Dell aber haben wir alle, Sammler und Spender, ein leuchtendes Beispiel unserer inneren Geschlossenheit und nationalen Solidarität gegeben, und damit einen bloßen Sammeltag zu einem wahren Fest- und Freudentag des ganzen deutschen Volkes gemacht." „EinschönerundfruchtbarerTag" Lebendige Volksgemeinschaft. München, 10. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Der Reichspressechef der NSDAP., SS.-Gruppenführer Dietrich, sagt dem „Völkischen Beobachter" auf die Frage nach seinen Eindrücken über seine Sammeltätigkeit am Tage der nationalen Solidarität: Diese fünf Stunden mit der Sammelbüchse mitten im Volk waren mehr wert als fünf Jahre sozialer Erziehung der Theorie. Niemals vielleicht ist mir der grundlegende Wandel, der sich in den letzten zwei Jahren in Deutschland vollzogen hat, stärker und unmittelbarer zum Bewußtsein gekommen als am Samstag Unter den Linden. Welch ein Wandel der Zeiten. Früher feindselige Blicke, sozialer Haß und unaufhörliche Hetze — heute gebefreudige Gesichter, lebendige Gemeinschaft von Führung und G e f o l'g- schäft, nationalsozialistische Solidarität im besten Sinne des Wortes. Fünf Stunden praktischer Anschauungsunterricht für alle, die noch nicht begriffen haben, was Nationalsozialismus ist. Früher waren es die Aermsten der Armen, die auf Plätzen und Straßen die Wohlhabenden um Almosen baten. Heute sind es d i e Führer an der Spitze, die für ihre armen Volksgenossen persönlich mit der Sammelbüchse auf die Straße gehen. Wieviel seelisches Erleben in diesen wenigen Stunden. Eben noch gäbe mir ein altes Mütterchen einen Sechser für die Armen. Als wir 10 Minuten später schwer beladen zur Reichskanzlei zurückkehrten, st eckte uns d e r Führer eine überraschend große Spende in unsere Büchse und krönte damit unser Tagewerk. Es war ein schöner und fruchtbarer Tag. Noch fester und unlösbarer als bisher wurde dos seelische Band geknüpft zwischen denen, die sammelten, hinüber über die Gebenden bis zu den ärmsten Volksgenossen, für die gesammelt wurde. Eine g e - monnene Schlacht für unseren Führer. Das Echo im Ausland. Große Beachtung in England und Schweden Die englische Sonntagspresse schenkt dem „Tag der Nationalen Solidarität" in Deutschland große Beachtung. Unter der Überschrift ,Ln einer gemeinsamen Sache" werden telegraphisch übermittelte Bilder des Generals Göring und Dr. Goebbels veröffentlicht, wie sie Unter den Linden für das deutsche Winterhilfswerk sammeln. In den Berliner Berichten wird die aufrichtige Begeiste- rung der riesigen Volksmengen besonders hervorgehoben. Paris, 10. Dez. (DNB.-Funkspr.). Das „Petit Journal" veröffentlicht eine Erklärung des französischen Schriftstellers Jules Romain über die deutsch-französischen Beziehungen. Er bezeichnet das Saar-Abkommen als eine Tat politischer Klugheit. Die französische Methode habe gewechselt. Die Barthousche Methode sei zwar bestechend, aber auch gefährlich gewesen. Denn dieser geschickt vorgehende Greis habe mit einer zauberhaften Raschheit über dem Himmel Europas Gewitterwolken zusammengezogen. Jules Romain gibt dann der Ueberzeugung Ausdruck, daß die alte Generation mit ihren Vorurteilen und doktrinären Hemmungen der Verständigung im Wege stehe. Die neue Generation in Frankreich und auch außerhalb Frankreichs habe ein realistisches Urteil im Vergleich zu den Dorkriegs - Generationen. Der Plan eines deutsch.französischen g e mischten Ausschusses aus ehemaligen Frontkämpfern beider Länder, der als moralische Bürgschaft während der Volksabstimmung i m Saargebiet dienen sollte, habe die amtlichen Kreise mehr verstimmt als erfreut. Aber schon oft habe die private Initiative öie Wegbereiterin der amtlichen Initiative sein müssen. Jules Romain spricht sich dann für das Fortbestehen eines solchen gemischten deutsch-französischen Frontkämpferausschusses auch nach der Saarabstimmung aus und schließt, es sei bedauerlich, daß gewisse französische Kreise aus doktrinären ober formalistischen Gründen sich wei- aerten, mit Deutschland über die Rüstungs- frage zu verhandeln, solange das Reich nicht wieder in den Völkerbund zurückgekehrt sei. Es komme auf das Ziel an. Man müsse sich fragen, ob man lieber das Ziel erreichen wolle, selbst für den Fall, daß nicht alle Regeln eingehalten werden, ober ob man lieber unter Einhaltung ber Regeln bas Z i e l selbst verfehle. Auch in biefer Richtung räume er Laval ein gewisses Vertrauen ein. Erfolge deutscher Sozialpolitik Reichsarbeitsminister Sewte spricht in Bremen. Bremen, 9. Dez. (DNB.) Reichsarbeitsmimster Franz S e l b t e gab vor Vertretern ber Reichs» unb Staatsbehörben, ber Reichswehr, bes Bremischen Senats, ber Partei, ber SA. und SS. uni einer Reihe von führenden Persönlichkeiten itt Handels und der Wirtschaft einen umfassenden Ueberblirf über die wichtigen Fragen ber deutschen Sozialpolitik. Seit bem 30. Januar 1933 sei auf biefem Gedielt bereits Gewaltiges geleistet worben. Durch die Arbeitsbeschaffung seien runb vier Millionen Volksgenossen wieder in Arbeit gebrach t worden. Die Entwicklung des Steueraufkommens, des Volkseinkommens und aller anderen Wirtschaftszahlen berechtige zu der Ueberzeugung, daß das in den Arbeitsbeschaffungsprogramm liegende Wagnis gelingen werde und die übernommenen Vorb eia st ungen künftiger Haltsjahre durch die M e t) r e i n n a t) m e n ber c" öffentlichen Haushalte abgedeckt werden koim- Unbedingte Voraussetzung dafür sei allerdings, die durch die Arbeitsbeschaffungsprogramme «- zeugte Konjunktur M e n g e n k o n j unklur bleibe und nicht P r e i s k o n j unkiur werde. Das bedinge auch Aufrechterhol' tung bes Lohnniveaus. Es würden also Opfer sowohl vorn Unternehmer wie vom Gefolgsmann verlangt unb „nationale Solidarität" 1NM sich auch hierbei bewähren. Gewinnstreben öürie nicht alleiniger Motor wirtschaftlicher Betätigung ein, „Arbeitsbeschaffungsgewinnlcr' könnten unter keinen Umftänben gedul' b e t werben. Eine bankbare, aber auch sehr Verantwortung chwere Aufgabe sei bie Wohnungsfursorr' Der Reichsarbeitsminister wies bann auf die sozial Großtat ber Reichsregierung hin, bie in der Sich?' rung der vorher schwer gefährdeten JnvaU' den-, Alters- und Hinterbliebenen- ürsorge zu erblicken sei. Mit den bereits <' e n f e i n s der einzelnen Nationen ihrer Volkswirtschaft immer mehr Bahn breche v die Aufrichtigkeit des Friedens w n lens Adolf Hitlers Anerkennung finde. Der Reich arbeitsminifter schloß mit einem dreifachen Siegle auf den Führer, das von der Versammlung W tert aufgenommen wurde. Tag der deutschen Polizei« Dank an die Polizeispende liche Entwicklung der internationalen Beziehungen abwarten, die zur Anwendung des Viererpaktes führen würden. Wenn dieser Pakt juristisch auch die Großmächte Westeuropas umfasse, so Bochum, 8. Dez. (DNB.) Vor 40 000 Personen im Depot der Bochumer Straßenbahn erklärte der Stellvertreter des Führers Reichsminister Rudolf Heß u.a.: „Ich kann mir denken, daß viele unserer Volksgenossen sich fragen, woher kommt denn eigent- lich neuerdings dasvieleGeredevonKrieg und Kriegsgefahr? Daß sie sich sagen, wer in aller Welt hat denn nur di e Absicht, Krieg zu führen? Oder wer hat ein Interesse daran, von Kriegsgefahr zu reden? Dazu möchte ich sagen: 3cf) glaube an keine akute Kriegsgefahr. Ich glaube auch nicht, daß es verantwortungsbewußte Politiker, die wahre Beauftragte ihrer Völker find, gibt, die zu einem Kriege treiben. Aber es Eine Botschaft des Kirchen- fenatsderAltpreußischenLlniolv B e r l i n , 8. Dez. (DNB.) Der Kirchensenat zur Leitung der Evangelischen Kirche der Alf" preußischen Union berufen, hat in feiner Sitzung vom 7. Dezember 1934 einmütig und ein. stimmig folgende Entschließung gefaßt, allen Kirchengemeinden zur Kenntnis gegeben wird Die Evangelische Kirche der Altpreußischen Unio- ist durch die Verordnung vom 20. November I93] kirchen - und staatsrechtlich wieder auf ihre frühere verfassungsmäßig,! Grundlage gestellt worden. Demungeachth! hält sie nach wie vor an dem großen Ziel b?r einigen deutschen evangelischen Kirj. fest und wird an der Verwirklichung dieser Aufguß ' mit allen Kräften arbeiten. Den Kirchenstreit, so viel Verlust an Ansehen und Wirkung der eoan, i geliscken Kirche mit sich brachte, sind mir fest en|, schlossen, in eine Richtung zu wenden, die die Crbcr der Reformation wieder hoch unb groß spreche läßt von den Dingen ihres Glaubens. Das höchste Gebot unseres Herrn unb Meisters, dessen heil, bringenbe Geburt wir uns anschicken wieder ju feiern, unb die hohe Verantwortung vor der Vollz. gemeinschaft fordern es so von uns. Saarbrücken, 9. Dez. (DNB.) Das Saargebiet stand am Sonntag im Zeichen der großen Massenkundgebungen der Deutschen Front vor Beginn des We ihnachtsfriedens, ben bie Deutsche Front angesichts ihrer starken unb unerschütterlichen Stellung schon jetzt verkünben kann. Ohne jebe öffentliche Ankündigung, ohne irgendwelche Zeitungsnotizen und Plakate sanden am Sonntag in 150 Orten bes Saargebietes Versammlungen statt, bie ungeheure Besucherzahlen aufwiesen. Nach einem Amtswalte r a p p e 11 am Vormittag fanb nachmittags erneut eine große Kunbgebung statt. Das 40 000 Menschen fassenbe Riesenzelt war schon eine Stunde vor Beginn überfüllt. Durch bie festlich geschmückten Straßen Saarbrückens waren unübersehbare Menschenmengen vor bie Tore ber Stabt geströmt. Der stellvertretenbe ßanbesleiter ber Deutschen Front, Dlietmann, skizzierte bie Zusammenhänge der Saarpolitik während ber letzten 15 Jahre, um sich fobann eingehenb mit ber in Genf unb Rom geschaffenen Lage zu befassen. Möge vor allem Frankreich, so führte ber Rebner u. a. aus, in ben 15 Jahren bitterer seelischer Not unb ungeheuren materiellen Elends eingesehen haben, daß b i e Methoden ber Vergangenheit niemals zum Ziele führen können. Nietmann hob weiter hervor, baß kein abstimmungsberechtigter Saardeutscher an ber Propaganbaaktion ber „neuen katholischen Partei" beteiligt sei. Die ungeheuerliche Verleumdung, baß einige saar- lanbische Geistliche an ber Gruppenbilbung beteiligt eien, wies ber Rebner auf bas entschiedenste zurück. An bie Regierungskommission richtete Nietmann bie Anfrage, ob sie gewillt sei, Nachforschungen darüber anzustellen, in welcher Höhe unb von welcher Stelle Propaganbagelber zur Wahlbeeinflussung ins Saargebiet flössen. Der Redner kam sodann auf die Genfer Entscheidung zu sprechen. Was niemand zu hoffen wagte, sei Wahrheit geworden. Frankreich sei in Verhandlungen mit Deutschland über die Saar einig geworden. Hier an der Grenze und in ber ganzen f Löh H r 1935 JJ vi° "-z ,1,2 k termt; ! nuar ii Ä Kartei U ßroup und Bro l’I lieben i lür bie , elnhei für das Winterhilfswerk. B e r I i n, 8. Dez. (DNB.) Der Befehlshaber der beutschen Polizei General ber Landespolizei " . Daluege erläßt zum Tag ber deutschen vDl3 am 18. unb 19 Dezember 1934 folgend Aufruf: „Der Führer hat als vordringlichste Aufgabe fohlen, für die noch in unserem Volke notfetW armen und ärmsten Volksgenossen zu o Die Polizei will als Schützer unb Helfer des & neben ihrer bisherigen Leistung bes einzelne die Winterhilfe in ihrer Gesamtheit bestem Können und Vermögen an dem e . r ■ ■ßg >3 y Ml «1 Aus aller Welt •k ii liener getötet und 400 verwundet worden, während die Verluste der Abessinier an Toten und Verwundeten auf 100 beziffert werden. In Addis Abeba behauptet man, die italienischen Truppen seien bereits über 100 Kilometer weit in abessinisches Gebiet einge» d r u n g e n. ■ WM dÄ ■ Die Völkerbundsdebatte über -en ungarisch-südslawischen Konflikt »•#* Aw b>'run. HzichM Jet WMt men. W5arbeü°27 trete«. toN M. und c:. PersönWüi; t einen umior; Fragen her W sei auf diesem^ lorben. Durch! vier Milli' r in W klung des 61* ns und aller r 1U der lieber-: ichaffungspW werde und ds ,en künftig» innahmer> leckt werden ir sei allerditz sfungsprosrae nqentonii' ireisfoni'' Aufrecht s. Es wui: ter wie vo^ [t Solidarire- SewinM chastlicher^ un05 9«®‘ mstande»! I-dl )nunfl5fc s dann,au nn,die'< .txkrhcten Utaj'Jh tefe 1 groben AÄh l "iö gto6 l Öe"5- Bristers, beL *;n"j )rtun9 vor bet» 'uns. / ®le lhn biei & °°ch in und $> tiHid) alle,diti diesen en und erkeni- Innungen bi5 i Herz schwer, >en'stzunik euderrnd!8ii anbeln. ^heil von bet i 'ill, muß aber: leben f o nn: fordern mir i aste. i tanbwiil igestellt. ^amtlich wird 'wallschast gec > i s ch o f 0. ' lauffler-S sverfahrer endet worb ) beide f)tti un b fit affin gemach/M ■3 in den ersten Dezembertagen eröffnete M'echsrundfunkschule der HI. in Göttin- g>?na>at ihre Arbeit in vollem Umfange aufgenom- MLrtJn ihr werden technisch geschulte Kräfte aus dtlr ntler-Jugend laufend weiter ausgebildet. Sie soille dann ermöglichen, daß die Funkarbeit der ihft^.noch größeren Widerhall und wirksamere Aus- wi^rmng findet. Zu dem ersten Kursus sind nur die Albtemngsleiter R der Gebiete und die Gebiets- fuM)arte einberufen worden. Nach und nach sollen sätinlitche Funkwarte der HJ.-Einheiten die Schule bur (taufen. 3mnem zweitägigen Kursus wurden Presse- umdM undfunkreferentinnen sowie Sach- beftrbiiterinnen für Prooaganda aus dem Obergau IM sülittelrhein) in der Jugendherberge Köln-Deutz, unä er. Leitung der Abteilung P und R des Ober- ÖOBftite geschult. Die Tagung trug den Charakter em^Taunus) ein Umschulungslager des BDL., vom Sozialen Amt des Gebietes Hefsen- Niilssci eingerichtet. 40 Mädel erhalten hier ihre Ack-ll'dung in Feld- und Stallarbeiten, Geflügel- haiilttzg, Küche und Hauswesen. Lin Mörder seiner Jrau und seiner Rinder — Dreimal zum Tode verurteilt. Das Schwurgericht in Stuttgart verurteilte den 35 Jahre alten Emil W e e b e r aus Bad Cannstatt wegen dreier Verbrechen des Mordes dreimal zum Tode und zum Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Der Angeklagte, der das Urteil ohne die geringste sichtbare Gemütsbewegung entgegennahm, hatte am 15. Juli d. I. in seiner Wohnung in Bad Cannstatt seine Ehefrau, seinen 8*,'2 Jahre alten Sohn Emanuel und seinen 7jähri- gen Sohn Daniel durch Beilhiebe auf den Hinterkopf und Aufschneiden des Halses und der Pulsadern an den Handgelenken ermordet. Jugendlicher Raubmörder zum Tode verurteilt. Das Potsdamer Schwurgericht verurteilte den 21- jährigen Arthur Orlowski wegen Raubmordes zum Tode und lebenslänglichem Ehrverlust. Orlowski hatte der 80jährigen Witwe Johanna I ■ 'M en si-h * * «ahn :.fe» Genf, 8. Dez (DRV.) Der Völkerbundsrat erörterte weiter den südslawisch-ungarischen Konflikt. Der französische Außenminister Laval erklärte, bei dieser schweren Auseinandersetzung stehe Frankreich an der Seite Südslawiens. Die südslawische Regierung hat den stärksten Beweis ihres Friedenswillens geliefert. Sie hat sich nicht, wie andere es vor zwanzig Jahren getan haben, selbst Genugtuung verschafft, sondern hat sich an Genf gewendet. Es handelt sich darum, Südslawien Genuattiung jju geben, indem wir die ganze moralische Mrtorität einsetzen, über die der Rat verfügt. Laval machte sich die wesentlichen Anschuldigungen gegen Ungarn zu eigen. Ungarische Offiziere und Behörden seien beteiligt. Da der Delegierte Ungarns selbst vom Revisionismus gesprochen habe, so wolle er sehr deutlich ein Wort wiederholen, das er vor der Kammer gesagt habe: „Wer einen Grenzstein versetzen will, ftö r t den Frieden Europas." Die ungarische Regierung habe zum mindesten fahrlässig gehandelt. Frankreich wünsche, daß jede Wiedergutmachung durchgesührt werde, die den Rechten entspreche, aber so, daß eine Wiederversöhnung möglich wird durch gegenseitigen guten Willen. Die Aussprache dürfe nicht allein in einer Diskussion über die Vergangenheit erschöpft werden, eine wichtige und heikle Frage für die Zukunft müsse gelöst werden auf der Grundlage oes.Artikels 10 des Völkerbundspaktes, der die Mitglieder verpflichte, die territoriale Unversehrtheit und die politische Unabhängigkeit aller anderen Mitgliedsstaaten zu achten. Das A s n l r e ch t bringe auch Pflichten mit sich. Man müsse eine neue internationale Regelung schaffen, um eine wirksame Unterdrückung politscher Verbrecher zu sichern. Die beteiligten Regierungen dürften nichts unterlassen, um die Schuldigen zu entdecken und um auch die Helfer zur Verantmortzelng zu ziehen. Besonders die ungarische Regierung habe die Pflicht, eine neue Untersuchung anzustellen. Die südslawische Regierung habe Friedenswillen gezeigt. Wenn das südslawische Volk in dieser Ruhe und Würde weiter verharre, so werde es seinem edlen König eine letzte Ehrung erweisen. Der Rat aber müsse handeln. Das Verbrechen dürfe kein Instrument der Politik sein. Der italienische Delegierte Baron A l 0 i s i erklärte, durch die Anklagen Südslawiens sei eine ganze Nation in ihrem Ehrgefühl verletzt worden. Es handele sich darum, ob Ungarn das im Juli getroffene Abkommen eingehalten habe oder nicht. Auf die frühere Zeit zurückzugreifen, er- cheine rechtlich nicht zulässig. Ungarn könne aber sich darauf berufen, daß es schon früher einen Freundschafts- und Nichtangriffspakt mit Südslawien vorgeschlagen und eine Untersuchung über die Umstände, unter denen sich die südslawi- chen Terroristen betätigt hatten, angeboten habe. Der Rat habe sicher mit Erschütterung vernommen, daß gegen König Alexander von einer terra« ristischen Organisation in Brüssel ein regelrechtes Todesurteil ausgesprochen und in der Presse veröffentlicht worden ei. Wenn im Zusammenhang mit dem südslawischen llntrag vom ungarischen Revisionismus ge- prochen worden sei, so könne der Rat nur davon Kenntnis nehmen, daß der ungarische Revisionismus friedlichen Charakter habe. Revisionismus sei nicht Terrorismus. Italien habe als . einen Ort bei Brandenburg. Beide haben dann für . das Geld Einkäufe gemacht. Grauenvolle Bluttat auf einem jülländischen Bauernhof. i Ein grauenvolles V e r b r e ch e n hat sich in einer , der letzten Nächte auf einem Bauernhof in dem . Dorfe Handest in Jütland abgespielt. Dort hat ein : Zljähriger Gutsknecht seinen früheren Arbeitgeber, dessen 70 Jahre alte Schwiegermutter und dessen ; etwa 4 Jahre altes Kind durch Beilhiebe er- r mordet. Außerdem hat er die Frau seines Arbeit» gebers so schwer verletzt, daß an ihrem Auskommen gezweifelt wird. Nach der Tat holte der Verbrecher die Polizei und machte ihr von seinem Verbrechen Mitteilung. Familiendrama in Berlin. — Die Tochter erschießt ; ihren betrunkenen Baler. Ein erschütterndes Familiendrama spielte sich im Zentrum Berlins ab. Dort erschien ein 41 Jahre : alter Arbeiter mit seiner geschiedenen Ehefrau in ’ der Wohnung feiner verheirateten, noch jugendlichen , Tochter. Er war betrunken und wurde gegen seinen , Schwiegersohn und seine Tochter tätlich; diese , streckte ihn mit einem Pistolenschuß nieder; der , Vater, der blutüberströmt zusammenbrach, st a r b j wenige Minuten darauf. Die Täterin, die in Not- , wehr gehandelt haben will, wurde von der Krimi- , nalpolizei festgenommen und dem Polizeipräsidium eingeliefert. > Ein Batet rächt feine Tochter. — Aufsehenerregende Freisprechung vor dem pariser Schwurgericht. Das Pariser Schwurgericht sprach einen belgi» schen Fabrikanten frei, der vor einigen Monaten in Paris feinen Schwiegersohn erschossen hatte, weil er nach Ansicht des Angeklagten von den belgischen Gerichten eine zu geringe Strafe für die Ermordung feiner Tochter erhalten habe. Der Schwiegersohn des Fabrikanten hatte vor sieben Jahren seine Frau erschossen und war in Belgien zu 20 Jahren Zuchthaus verurteilt wor- den, nach fünf Jahren aber begnadigt und auf freien Fuß gesetzt worden. Der Vater der jungen Frau hatte aber Rache geschworen und war seinem Schwiegersohn überallhin gefolgt, bis er ihn vor einigen Monaten in Paris entdeckte und kaltblütig niederschoß. Elf Todesopfer einer Alkoholvergiftung. In den Logierhäusern des Hafenviertels von Portland (Oregon, USA.) sind in einer der vergangenen Nächte elf Männer nach dem Genuß von denaturier- tem Alkohol gestorben. Mehrere liegen noch schwer erkrankt danieder. Der Alkohol stammte angeblich aus einer am Platz befindlichen Drogen- Handlung. Großangelei'U Aktion gegen den Rauschgifthandel in Amerika. Von den Bundesbehörden der Vereinigten Staaten wurde dieser Tage im ganzen Land eine überall gleichzeitig schlagartig einsetzende Aktion gegen den Rauschgifthandel unternommen. Die an vielen Stellen durchgeführten Groß- razzien führten zur Verhaftung von etwa 500 Rauschgifthändlern, Mitgliedern der Vertriebssyndikate und Rauschgiftkäufern. Rauschgifte im Werte von vielen tausenden von Dollar konnten beschlagnahmt werden. Im Chinesenviertel Chika- gos wurden 11, in Pittsburgh 8 Chinesen verhaftet. Die Rauschgiftvertriebsorganisation von Cleveland hatte unter ihren Kunden zahlreiche Studenten, bei denen sie auch durch Gratisproben für den Rauschgiftbezug warb. Lastauto mit mandschurischen Soldaten verunglückt. Neun Tote, zahlreiche Berlehte. Bei Kou-Pei-Ping-Tzu in der Provinz Jehol verunglückte ein vollbesetzter Lastkraftwagen mit mandschurischen Soldaten. Der Wagenführer hatte infolge starken Nebels die Sicht verloren und der Wagen stürzte eine Böschung hinunter. Nach den bisherigen Mitteilungen wurden acht Soldaten und ein mandschurischer Offizier auf der Stelle g e- tötet; zahlreiche andere wurden schwer und leicht verletzt. SS.-7Nann von einem Kraftwagen angefahren und getötet. Der 26jährige SS.-Mann Bruno Hardheim aus Essen wurde von einem Personenkraftwagen angefahren und getötet. Der rücksichtslose Kraftwagenführer fuhr, ohne sich um den Verunglückten zu kümmern, mit abgeblendetem Licht davon. Grauenhafter Bersicherungsmord verhindert. Durch das rechtzeitige Eingreifen der Berliner Kriminalpolizei konnte ein Mordvorhaben in Verbindung mit einem raffiniert ausgeklügelten Versicherungsbetrug vereitelt werden. Vor einigen Tagen wurde ein 55jähriger Mann namens Albert 2) i e f e n e r feftgenommen, der erst im August dieses Jahres aus dem Gefängnis entlassen worden war. Diesener hatte einem Mit- aejangenen erklärt, daß er ihm nach seiner Entlassung eine Tätigkeit mit einem großen Verdienst verschaffen wolle; er machte feinem früheren Mitgefangenen nach dessen Entlassung den Vorschlag, eine von ihm noch näher $u bezeichnende Person an einem abgelegenen Ort in der Mark — wohin Diesener die betreffende Person bringen wollte — mit einem Kraftwagen oder einem Motorrad tot- zufahren. Er selbst wolle dieser Person, die bei einer Lebensversicherung hoch versichert sei, die Lebensversicherungspolice abkaufen und sich die Lebensversicherungssumme beim Todesfall auszah» Oh Abschaffung der Brotkarte in der Sowjetunion. ^Erhöhung der Preise und Löhne. Muskau, 8. Dez. (DNB.) Der Rat der Volks- foWlffare hat die Durchführung der für den 1. Ja- nwer 1935 vorgesehenen Abschaffung des K illinen {y ft e ms für Brot, Mehl und Graupen geregelt. Um den Handel mit Mehl unufchrot in den Staats- und Genossenschaftsläden .3Un hen, werden an Stelle der jetzigen hohen Preise füirr In* im freien Handel erhältlichen Waren ei'jrhieitliche staatliche Kleinhandels- pM ii e geschaffen, die möglichst niedrig gehalten jintinnb nach 8 Zonen festgesetzt werden. Die neue Pffü^ftstsetzung erstreckt sich außer auf Brot, Mehl unit&raupen auch auf Nudeln, Bohnen, Reis, Hafer:!! irJO Kleie. Da die Abschaffung der dop- P |Mi!_n Preise und die Festsetzung eines einheitlich!« staatlichen Kleinhandelspreises für Brot eine gern!!"' Preissteigerung mit sich bringt, sieht bie i birorbnung eine entsprechende Erhöhung de:rlöhne, Gehälter, Pensionen und S t!j ipi» ndien für Studenten vor, die für das JaHi H35 insgesamt 4,2 Milliarden Rubel aus- mEDie bisherige Regelung, wonach alle die Per- fon:ei, Die zur Lieferung landwirtschaftlicher Erzeug- niss'se l-rvflichtet waren, mit Brot zu normierten Mrrr beliefert wurden, wird aufgehoben. Zum AlL!v:!«sch werden dafür die Erzeugerpreise für: eil landwirtschaftlichen Rohstoffe, darunter auch für sidhe, nach dem Erzeugungsort gestaffelt, e r - h Die Preise für das an den Staat abzuile- ferrnbt Getreide erfahren vom Jahre 1935 eine Er- höhisrn von 10 v. Sy, während die Preise für das Geckitü-e, das der Staat und die Genossenschaften austi km freien Markte aufkaufen, um 20 v. Sy er- höWrnrden. "85 zum 1. Februar 1935 sollen 10 3 0 0 neue B n ü äden eingerichtet werden. Die Leistungs- fäh^i/. t der Brotfabriken und Bäckereien soll'! 171 eine Tageserzeugung von 10 750 Tonnen gefnRjrt werden Die örtlichen Sowjetbehörden sind verüsiytet, den Verkauf mannigfacher Brotsorten unM V» ununterbrochene Arbeiten des Kleinhandels- netz^i icherzustellen. Das Volkskommissariat des In- neren ist angehalten, alle Versuche von Spekulanten und Wiederverkäufern, die Abschaffung des Kartensystems zu Spekulationszwecken ouszünutzen, energisch zu bekämpfen. Weiter wurde angeordnet, daß an jede Person täglich nicht mehr als 2 Kilogramm Brot und 1 Kilogramm Mehl verabreicht werden dürfen, da man befürchtete, daß nach Abschaffung des Kartensystems große Speku- lationen einsetzen würden. In einigen Bezirken ist der Verkauf des Brotes ohne gleichzeitige Abnahme von Mehl nicht gestattet. Um Somaliland. Italienisch-abessinische Grenzkämpfe. London, 8. Dez. (DNB.) Wie Reuter aus Addis Abeba erfährt, ist der abessinische Geschäftsträger in Rom beauftragt worden, bei der italienischen Regierung schärfsten Protest gegen d i e Besetzung abessinischer Gebietsteile durch italienische Truppen zu erheben. Eingeborene Truppen sollen aus Jtalie- nisch-Somaliland mit Tanks, Flugzeugen und Artillerie und unter dem Kommando italienischer Offiziere am 5. Dezember d i e abessinische Begleitmannschaft einer englisch-abessinischen Kommission bei Ualual überfallen haben. In dem darauf folgenden Gefecht zwischen italienischen und abessinischen Truppen auf dem Gebiete von Jtalienisch-Somali- land sind nach abessinischer Darstellung 6 0 I t a - erstes Land den Grundsatz aufgestellt, daß die Verträge den wechselnden Zeitumständen a n g e p a ß t werden müßten, und zwar auf legalem Wege. Die Anregungen zu internationalen Maßnahmen gegen den Terrorismus werde die faschistische Regierung aufmerksam prüfen. Sie sei jedoch davon überzeugt, daß hierfür eine Atmosphäre des Vertrauens notwendig sei. Sie sei bereit, hieran nachdrücklichst mitzu- arbeiten. Der russische Volkskommissar Litwinow erklärte, die Sowjetregierung stehe dem Terrorismus, wie er sich in der Nachkriegszeit breitgemacht habe, mit Empörung und Ekel gegenüber. Die Sowjetunion kenne seine Folgen aus eigener Erfahrung. Der Völkerbund müsse Mittel au seiner Bekämpfung finden. Die allgemeine Unsicherheit der Lage erfordere besondere Aufmerksamkeit. Der englische Delegierte Eden erklärte: Ein klares Urteil über die von der südslawischen Regierung vorgebrachten Einzelpunkte, soweit sie sich auf die Vergangenheit bezögen, scheine im Augenblick auf große Schwierigkeiten zu stoßen. Nützliche Vorschläge für die Verhinderung des Terrorismus könnten schwerlich ohne eine angemessene Prüfung der Verträge, insbesondere der Auslieferungsverträge, ausgearbeitet werden. Eden sprach in diesem Zusammenhang ausführlich vom Asylrecht. Die Rechte der Persönlichkeit und die Freiheit des einzelnen Bürgers seien die stolzeste Ueberliefe- rung Englands. Freiheit dürfe aber nicht mit Zügellosigkeit verwechselt werden. Auch auf dem Gebiete der Presse könne der Schaden nicht geleugnet werden, der durch eine hemmungslose Meinungsäußerung anaerichtet werden könnte. Die Anstrengungen des Völkerbundes könnten keinen Erfolg haben, wenn nicht auf allen Seiten Mäßigung geübt werde. AuchVanaterSchwaben unierten aus Südslawien Ausgewiesenen. Budapest, 8. Dez. (DNB.) Unter den aus Südslawien ausgeroiesenen Personen befinden sich in großer Zahl schwäbische deutsche Bauern aus dem Banat und der Bacska. Es handelt sich ausnahmslos um deutsche Bauern, die in den früher Ungarn gehörigen Gebieten seit Jahrhunderten angesiedelt waren und durch den Vertrag von Trianon in den Staats- bereich Südslawiens gelangten. Die Bauern erklären, daß sie gleich nach dem Friedensschluß den Antrag auf Erwerb der südslawischen Staatsangehörigkeit gestellt hätten, daß sie jedoch bisher die Einbürgerung nicht erhalten hätten. Die ausgewiesenen deutschen Bauernfamilien sind daher ausnahmslos ohne Pässe. Die Erbitterung und Verzweiflung unter den finber* reichen ausgewiesenen beutschen Bauernfamilien ist außerordentlich groß, da sie plötzlich ohne erficht- lichen Grunb ihre Heimat verlassen mußten. Da sie ihr ganzes Hab und Gut im Stich lassen mußten, herrscht unter ihnen größte Not. Dieses Vorgehen ber südslawischen Behörben ist um so unverständlicher, als die deutschen Bauern sich keiner Südslawien feindlichen Betätigung bewußt sind. Man nimmt daher auch an, daß die Ausweisungen auf den Uebereifer untergeordneter Stellen zurückzuführen sind. Die italienische Regierung hat ihrerseits bei ber abessinischen Regierung proteftiert. Nach italienischer Darstellung hat eine abessinische Truppenabteilung bereits vor zwei Tagen mit Gewehren, Maschinengewehren unb einem kleinen Geschütz b i e Grenze von <5 0 m a l i l a n b überschritten unb bie italienischen Grenzwachen angegriffen. Die italienisch-abessinische Spannung geht barauf zurück, daß bie Abessinier vor einiger Zeit bie Beschulbi- gung erhoben haben, bie Italiener hätten ihre Grenze verletzt. Eine anbere Quelle ber Reibungen liegt barin, baß Abessinien Japan große Konzessionen für b e n Anbau von Saum« Fehrmann, die während der Sommermonate bas Wochenendhaus ihres Schwiegersohnes, eines Berliner Kaufmannes, in Päwesin bei Brandenburg an ber Havel bewohnte, am 3. Juli d. I. nach einem wohlausgedachten Morbplan aufgelauert, sie bann in ■ber Wohnung überfallen unb auf viehische Weise umgebracht. Wie gefühlsroh der Bursche vorgegangen ist, geht daraus hervor, daß er bie alte Frau am Halse würgte, bis sie besinnungslos zusammen- brach. Dann ging er in ben Garten, um mit einem Desching nach Spatzen zu schießen. Als er zurückkehrte, bemerkte er, daß bie Unglückliche noch Lebenszeichen von sich gab. Er schoß darauf aus allernächster Nähe auf bie alte Frau unb schlug noch mit einem Meißel auf sie ein. Nachdem er auf einem Grammophon sämtliche Platten durchgespielt hatte, flüchtete er mit 160 Reichsmark, die er erbeutet hatte, zu seiner übel beleumdeten Mutter in wolle unb anbere wirtschaftlicke Vorteile gewährt hat, bie nach italienischer Auffassung b e m itd» lieniftf) - abessinischen Vertrag zu- roiberlaufen. Wie erinnerlich, war es bereits Gnbe November zu einem ernsten italienisch-abessinischen Zwischenfall gekommen. Das italienische Konsulat in ber abessinischen Stabt (Bonbar war von Eingeborenen überfallen worben, wobei ein Askari ber Konsulatswache getötet unb drei weitere verletzt würben. Der Zwischenfall würbe feiner Zeit freunbschaftlich beigelegt. Oas Vichtfest am Hause der Deutschen Erziehung. Bayreuth, 9. Dez. (DNB.) Die Stadt Richard Wagners ftanb im Zeichen bes Richtfestes am Hause ber Deutschen Erziehung. Nach bem Richtspruch bes Zimmermanns hielt Staatsminister Gauleiter Hans S ch e m m eine Rebe, in ber er betonte, daß kein unbeutscher Gebanke in biefes (Bebäube kommen werbe. Keine abgeschlossene Gelehrtenschule solle es sein, fonbern ein Haus aus bem Leben unb für bas Leben. Wohl solle fleißiae unb ernste wissenschaftliche Arbeit hier ihre Heimstätte finben, aber immer solle bie Arbeit in Richtfeststimmung geleistet werben in bem Bewußtem, mitten im Werk zu stehen. — Der Richt- chmaus sah Bauherren, Architekten unb Arbeiter- chaft an gemeinsamer Tafel. Ministerialrat Benze überbrachte bie Glückwünsche bes Reichsministers 12-efer Tage begann in ben Räumen ber Reichs- pMidführung eine Arbeitstagung sämtlicher Per- ipncnmisleiter ber HI. Gebietsführer Lüer be- jyrielte bie Zusammenarbeit ber Hitler-Jugenb mit Wen ■poli3eibienftfteUen. Bannführer Petter führte M Tagungsteilnehmer in alle Fragen ein, bie bas öterültnis zwischen Hitler-Jugenb unb Schule be- 'iPffa- Graf Bredow sprach über bas Verhältnis Stahlhelms zu ber Hitler-Jugenb. Obergebiets- «rnix John betonte, baß gerabe bie Hitler- Jufinb sich freubig zum Frontsolbatentum bekenne. Ms Personalreferentin ber Reichsjugenbführung ppi Gauführerin Wilke über bie Zusammen- o ebr zwischen HI. unb BbM. bijitfdjen Polizeitag 1934 ihrer Ber- !»unbenheit mit bem Dolksganzen da- >uch besonbers Ausbruck verleihen, baß sie sich an )ii:em Tage mit ihrer ganzen Kraft unb ihrer Ge- Miltheit in ben Dienst ber ärmsten ihrer | ö (f s g e n o f f e n stellt. Sie opfert zum Weih- raytsfeft unb bittet z u gleicher Zeit bie Bhoölterung, besonbers bie Dermö- il ebener2ln'^ger? Illlllllllllllllllllllllllllll Hofmann, Lollar. Inhaber ist Johann Heinrich Hofmann, Großhändler, Lollar, b) Firma Johann Weicker, Lich. Inhaber ist Johann Weicker, Händler, Lich. Dem Kaufmann Wilhelm Jakob Weicker in Lick ist Prokura erteilt. Gießen, den 7. Dezember 1934. ________________Hessisches Amtsgericht._______________ Bekanntmachung. In unser Handelsregister, Abteilung B, wurde am 16. November 1934 bei der Firma hessische gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft mit beschränkter Haftung, Gießen, eingetragen: Die Firma ist er- Büchertisch. — Rembrandt: H a n d z e t ch n v n g e n. Ausgewählt und herausgegeben von Rich. Graul. Im Insel-Verlag zu Leipzig. Insel-Bücherei Nr. 108. In Pappband 80 Pf. — (563) — Den Freunden bildender Kunst wird mit dem vorliegenden neuen Jnselbändchen eine besonders wertvolle und schöne Gabe dargeboten. Denn die Handzeichnungen, die in Rembrandts Gesamtwert den größten Raum ein» nehmen, sind auch der Teil seines Schaffens, in dem er sich am persönlichsten geäußert hat. Man sieht hier den Künstler gleichsam im Selbstgespräch bei der Arbeit. Mit einer unvergleichlichen Aufnahmefähigkeit hat Rembrandt die flüchtigste Bewegung und die zarteste Regung des Lebens erfaßt und ohne alle Rücksicht, so wahr wie nur möglich festgehalten. Dabei ist er auch als Zeichner, wie Richard Graul in seinem aufschlußreichen Nachwort sagt, immer Maler, das will sagen, daß er die Dinge nicht aus dem Raum löst und in festem Umriß hinstellt; er empfindet sie vielmehr in Licht und Schatten und weiß die Umwelt mit fühlbar zu machen. Hier ist alles kühn und groß, gleichviel ob Rembrandt eine Szene des Tages oder eine biblische Geschichte zeichnet. Die vorliegende Auswahl von 48 Zeichnungen berücksichtigt alle Zeichenarten (Rohrfeder, Kreide usw.) und bevorzugt solche Blätter, die leicht verstanden werden können. Sie ist daher, zumal bei der hervorragenden Wiedergabe der Zeichnungen, besonders geeignet, das Verständnis für Rembrandts große Kunst zu wecken und zu fördern. er zum Erben bei feinem etwaigen Tod eingesetzt würde. Der Versicherte, der finanziell in großer Not war, war auch dazu bereit. Diesener traf nun die Vorbereitungen für den „Unglücksfall"; er besprach sich zu diesem Zweck mit seinem Opfer in einem Wartesaal, wobei sein Komplice das Opfer unbemerkt ansehen sollte, damit er auch später den Richtigen töten konnte. Diese Besichtigung des Opfers ging aber schon unter den Augen der Kriminalpolizei vor sich. Bald darauf wurde Diesener fest genommen, so daß es nicht zur Ausführung des schändlichen Verbrechens kam. Mil Lhriflbäumen und Kanarienvögeln. — Die Weihnachtsfahrt des „Graf Zeppelin". Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist am Samstag, 22.50 Uhr, unter Führung von Kapitän Lehmann zu seiner 12. diesjährigen Südame- rikafahrt nach Rio de Janeiro gestartet. Sämtliche Kabinen sind für diese sogenannte Weihnachts- fahrt besetzt. Unter den 19 Passagieren befindet sich auch der bekannte Afrikaflieger Walter Mitte l h o l z e r. Mittelholzer wird am 28. Dezember von Natal aus an einem Katapultflug mit einem Dornier-Wal nach Dakar und Sevilla teilnehmen, um den Katapultflugdienst kennen zu lernen. An Post und Postsäckchen werden 365 Kilo und an Fracht- und Reisegepäck 813 Kilogramm, darunter deutsche Christbäume und 12 Kanarienvögel befördert. Bei der Rückfahrt erfolgt voraussichtlich in Sevilla eine Zwischenlandung mit anschließender Rundfahrt, an der auch Mitglieder der spanischen Regierung teilnehmen werden. Dr. Eckener beabsichtigt, in Sevilla das Luftschiff zu erwarten. Zwei englische Flugzeuge zusammengestoßen. — Drei Tote. In der Nähe von Birmingham stieß ein englisches Bombenflugzeug, das mit einem Offizier und einem Soldaten besetzt war, mit einem Privatflugzeug zusammen, das von einem Zivilflieger ge- steuert wurde. Beide Maschinen st Ü r z t e n ab. Bein Eintreffen des Rettungswagen der in der Nähe der Unfallftelle gelegenen Flugstation waren alle drei noch am Leben. Sie erlagen aber auf dem Wege zum Krankenhaus ihren schweren Verletzungen. 150 TNenschen in einem Tresorraum eingeschlossen. Ein aufregender Zwischenfall ereignete sich im St. Veitsdorn auf der Prager Burg. Eine Gruppe tschechischer Touristen hatte einen Ausflug zum Besuch des Domes veranstaltet, an dem etwa 150 Personen, darunter auch Frauen und Kinder, teilnahmen. Es wurde auch die neue Schatzkammer des Domes besucht, in der die Kleinodien des Kapitels in einem Tresorraum untergebracht sind. Dieses Gewölbe ist sehr groß und von der Außenwelt durch eine etroa einen halben Meter dicke Panzertür abgeschlossen. Als sich die Besucher in dem Raum befanden, schlug plötzlich jemand von außen die Tür zu, so daß die Teilnehmer e i n g e s ch l o s- 1 Pg. Klostermann sagte ferner, wenn nion sich über die Politik ein klares Bild schaffen m müsse man eine Zeitung lesen, und bie.s auch im Sommer. Auch ein gutes Bach u sonders Hitlers „Mein Kampf", müsse jeder lesen Was wollen wir Nationalsozialisten? Wir wolle, den Grundstein legen für die Politik für 500, u 1000 Jahre. Die seitherige Politik war eine ltD gödie. Das erste Reich mit seinem Kaiser, dem drei, ßigjährigen Krieg, der die Hälfte der Menschen vea ni'chtete, das Reich Bismarcks, brach wieder iü sammen, da die großen Männer von früher kei« Schüler hatten. Der Führer hat in feinem ..Kamp^ niederaelegt, daß der Nachwuchs erhalten bleibV muß. Das Primäre ist der Agrarftaat. Dann kom^ der Industriestaat. Industrie brauchen wir fr. uns selbst und zweitens zum Warenaustausch. $; weiteres komme die Leistung, denn nur Leisis, habe ein Anrecht auf Berücksichtigung. Diese Pri» zipien sind richtig und haben uns das alte in Jahren über den Haufen rennen lassen. Die $ar[/, hat die Ausgabe, dies zu erhalten und das Dolk-u erziehen. Geben sie uns die Kinder, die wir erjid hen wollen. Wir brauchen keine feinen Leute ugJ gebildeten, wir brauchen nur solche, die für tz, Sache einstehen. Wir brauchen den Politischen ter und wir brauchen die Partei als den ©arant Pg. Klo st ermann zeigte dann den Weg, die Jungen gehen müssen; dies sei die Aufgabe V Partei, denn nur so könne es sein, wenn sie bi Jungen über Generationen hinweg erhalten soll. Wir wollen die wirklich politischen Kräfte im Volk wecken und erhalten. Wir wollen Trommler sein für das Deutsche ReÄ Adolf Hitlers. Heil Hitler! (Lebhafter Beifall.» Bürgermeiester Pg. Euler dankt Pg. Kl oste:, mann für seine Ausführungen; er hofft, ncal mehr Vorträge von ihm zu erhalten. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und dem ersten Vers bi Horst-Weffel-Liedes schloß Pg. Euler die Sur:.. ' gedung. FleischhacW Das belieb16 LM ] Weihnacto" k preisJ>- J. B^Häuser fr. 288 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Montag, lü. Dezember 1934 Geschichten aus aller Wel» den iGiA fcb’n. ♦ hth. Rist^l 3:3; BC. Heß; Fehling, Mattern, Birkenbiel, Leuthäuser, Ritter. Der neue Mann im Tor dürfte sich bewährt haben. Die Verteidigung zeigte sich der Lage durch, aus gewachsen und war besser als man erwartete. In der Läuferreihe überragte Heß. Die Stürmerreihe war nie in der Lage, die gegnerische Hintermannschaft ernst zu gefährden. Der rechte Flügel war trotz mehrfacher Umstellung der aktivste Teil des Sturmes. Birkenbiel litt an den Folgen einer Verletzung des Vorsonntages und konnte sein Kön- nen bei starker Bewachung nicht voll entfalten. Leuthäusers Leistung genügt nicht für eine Liga- Mannschaft. Die Leitung des Schiedsrichters konnte befriedigen. Gleich zu Beginn finden sich die Hiesigen überraschend schnell und erzwingen eine leichte Feldübe- legenheit, die die ganze erste Halbzeit andauern sollte. In dieser Spielperiode hatte die Hiesigen mehrmals Gelegenheit, in Führung zu gehen, aber alle Stürmer verrieten eine erschreckende Schußunsicherheit. Ein Schuß des Rechtsaußen meisterte der hiesige Tormann in großer Manier im Fluge. Sieben Minuten vor Halbzeit gehen die Hiesigen durch Leuthäuser, der sich den Ball aus dem Ge- dränge vor dem Wetzlarer Tor fischte und einschoß, in Führung. Bis zur Halbzeit ereignete sich nichts nennenswertes. Nach Wiederbeginn eröffneten die Wetzlarer eine Generaloffensive. In der zehnten Spielminute nach Halbzeit schießt der Wetzlarer Halblinke einen von der Latte abgesprungenen Ball erneut aufs Tor. Helmert wehrt ab, doch der Spiel- leiter entscheidet Tor, da nach seiner Ansicht der Ball die Torlinie überschritten hatte. Ein zweifel- Hafter Erfolg für Wetzlar! Nach Wiederanstoß drängt Wetzlar weiter und erzielt eine 2:1-Füh> rung. Langsam kommen die Hiesigen auf und tragen zeitweise flüssige Angriffe vor. Noch 15 Minu- ten sind zu spielen, als Birkenbiel, der mit einer Vorlage von Knauß an der Verteidigung vorbei wollte, unfair im Strafraum gelegt wurde. Den Elfmeter, von Ritter placiert aber nicht scharf genug geschossen, kann der Wetzlarer Tormann im Sprung ablenken. Das war die Entscheiduna. Wetz- lar kommt erneut auf und kann durch Wohlge» muth, der seine Gegner umdribbelte und einen haltbaren Ball in die kurze Ecke schoß, ein drittes Tor erzielen. Der Wetzlarer Linksaußen läuft die Linie entlang, überläuft die Gießener Verteidigung und stellt durch einen Bombenschuß — das schönste Tor des Tages — den 4:1-Stcmd her. Der Schlußpfiff des Unparteiischen trennte zwei mit größter Kranftanstrengung kämpfende Gegner, die durch ihre faire Spielweise sich die Sympathien der Zuschauer sicherten. Göbel ein lustiger Käfer, Paul Nieren machte das geschäftige Sandmännchen; ein Weihnachtsmann mit wallendem weißen Bart und gewaltigen Filzstiefeln war Herr Geiger, und auf dem Mondberg wohnte der Mann im Mond namens Heinrich Hub, der sich als ein rechter Wüterich und Kinderschreck gebärdete. Auch alle übrigen, große und kleine, waren mit Eifer bei der Sache. Hen Jahren im Theater gesehen haben, ist „Peteros Mondfahrt" entschieden das hübscheste. Das »?3Oen alle Kinder, große, kleine und ganz kleine, cc gefunden haben, die gestern nachmittag Par- lii und Ränge bis auf den letzten Platz füllten, rill die ältesten werden sich am Ende besinnen, daß ■ fit $5 vor ein paar Jahren schon einmal hier erlebt Es wurde aber auch sehr schön gespielt. Sorte Pflug als Peterchen und Hansi S a l z m a n n als Anneliese waren die munteren Hauptpersonen, die in wallenden Nachthemden ihre wunderliche Mond- reise unternehmen und dabei so erstaunliche Dinge zu sehen bekommen; alle Kinder vor dem Vorhang Gestern nun ging diese ganze Herrlichkeit zum ersten Male in Szene. Der gute Märchenonkel V o l ck hatte das Stück, wie alle Jahre zu Weihnachten, mit viel Liebe und Sorgfalt für das kindliche Gemüt hergerichtet und einstudiert, Kapellmeister K e r z i s n i k dirigierte die Musik, die Clemens S ch m a l st i ch um die sieben Bilder herum komponiert hat. Herr B ä u l k e hatte den niedlichen Sternentanz eingeübt. Herr Löffler, Herr Keim und Herr Huber hatten die übrige Ausstattung besorgt mit einer traumhaften und himmlischen Szenerie, mit allerlei schwierigen Beleuchtungen und Geräuschen und mit prächtigen Gewändern. Gießener Gtadttheater. Gerdt von Bassewitz: „Peterchens Mondfahrt". 1 5i an allen Weihnachtsmärchen, die wir in Gau Bayern: Schweinfurt 05 — ASV. Nürnberg 4:2; 1860 München — Wacker München 1:0; Spvgg. Weiden — Schwaben Augsburg 1. FC. Nürnberg — Jahn Regensburg 2:0; Augsburg — Spvgg. Fürth 2:0. Die Spiele der Bezirksklasse Grupp: Gießen-Dill. VfB. Gießen — SV. 05 Wetzlar 1:4 (1:1). BC. Sinn — 1900 Gießen 1:5 (0:2). Naunheim — W.-Steinberg 4:2 (1:2). In Sinn gewinnt 1900 5:1. Ein sehr abwechselungsreiches Spiel. Die ©inner konnten gegen die technische bessere Elf der SpVg. 1900 nicht aufkommen. Steinberg führte in Naunheim bis 10 Minuten vor Schluß 2:1. Ein harter, aber gerechter Elfmeter für Naunheim führte zum Ausgleich. Steinberg spielte daraufhin zerfahren und der Tormann von Steinberg mußte noch zwei Bälle passieren lassen, so daß das Spiel am Schlüsse 4:2 für Naunheim stand. Auch bei diesem Spiel gewann der Sieger verdient. DfV.-Reichsbahn I — Spv. Wetzlar I 1:4 (1:0). Die Wetzlarer haben dank ihres größeren Stehvermögens und ihrer körperlichen Ueberlegenheit diesen Kampf verdient für sich entschieden. Bei den Gießenern fehlten die stärksten Kräfte, Lehrmund und Feuster; ein Umstand, auf den vielleicht die Niederlade zurückzuführen ist. Dem Unparteiischen stellten sich die Hiesigen in folgender Aufstellung: Helmert; Hauptfeld, K. Schmidt; Sauer, Knaus, Nach drei Tagen wurde das Risiko für den Italiener doch etwas zu hoch, er fand es billiger, Herrn van Friß das Reisegeld nach Rotterdam zu borgen und seine Hotelrechnung zu bezahlen. Der Holländer fuhr ab. Wer aber beschreibt sein Erstaunen, als kurz nach der Abfahrt Conte Campanello in sein Abteil tritt, eine Brieftasche zückt — und der Holländer sie als seine eigene erkennt, die ihm im Park geraubt wurde und den ganzen Gewinn von zweihunderttausend Franken enthielt. Conte Campanello aber erklärte Folgendes: Er sei ein alter Gast von Monte Carlo, und er wisse aus Erfahrung, daß alle Neulinge das Geld, das sie anfänglich gewinnen, wieder verspielen. Zumal wenn sie von ihrer „Methode" überzeugt seien. So habe es nur eine Möglichkeit gegeben, dem Holländer das gewonnene Geld zu retten: es zu rauben! Und hier sei es: abzüglich der Spesen! — Ein glücklicher Mensch fuhr weiter nach Rotterdam ... Für die Echtheit der Geschichte vermögen wir uns leider nicht zu verbürgen. Gigantisches Hochzeitsessen. (avk) Budapest. Wenn zwei Hochzeit machen, dann gehen sie normalerweise zur Kirche, zum Standesamt, und an- Die Kinder aber, sie hörten es gerne. Sie saßen mit heißen Bäckchen dabei und erfüllten das ganze Haus mit ihren Zwitscherstimmen. Und ich weiß welche, die diese Nacht vom Peterchen geträumt haben, von der Sternenwiese, vom großen Bären mit seinen roten Augen, vom Weihnachtsmann und vom Christkindchen in der Wiege. •>3? M SSt 5' s > IQt in l.J.H' SS "en rrÄ ’5 a e*> "St1* Äft r dankt Pq |j. galten. M 7 dem ersten », k- Gut,,Y, .Progra®®^ UOS "Da.S j; •m r.verlä* „Das ist nicht meine Sache. Dafür haben ine Herren auf der Wetterwarte zu sorgen. Ueberhaupt, du mit deinem Schuhlöffel-Niveau scheinst keine Ahnung von kosmischen Vorgängen zu Haden. Zweihunderttausend Meteorsteine fallen in diesen Nächten auf die Erde. Zweiyunderttausend Stück!" „Wenn zweihunderttausend Meteore auf die Erde fallen, ist dein Radio auf alle Fälle futsch!" „Dein häßlicher Schuhlöffel auch, Gott sei Dank!" „Was hast du gesagt? Mein ..." „Häßlicher Schuhlöffel, jawohl!" „Ist ja empörend! Weißt du nicht, daß der Schuh- löfsel ein Geschenk meiner Mama ist? »Andenken an Krümrnhübell steht drauf." „Und wenn »Andenken an Magenübell draufsteht, mir ist's wurscht! ... Anna! ... Anna, was machst du? ..." „Das wirst du sehn, Barbar!" „Anna, bist du verrückt? ... Wo willst du hin ... Ich beschwöre dich, bleib' hier! ... Hierbleiben sollst du, sage ich ..." Sie ahnen, was sich ereignet hat. Die Frau ist von ihrem Sitz hochgefahren, hat die Kabinentür aufgerissen, klettert hinaus. Der Mann, in wilder Bewegung, steigt ihr nach, erwischt ihren flatternden Mantel. Ein Schrei ertönt. Die Frau springt in die Tiefe. Der Mann, in verkrampfter Faust den Mantelzipfel haltend, kämpft noch einen Moment, verliert das Gleichgewicht, stürzt über den Rand des Flügels hinunter ... Ist das alles nötig? Hat es einen Sinn, wegen eines Schuhlöffels — Anschaffungspreis regulär eine halbe Reichsmark, im Einheitsbazar zusammen mit einem großen Stück leicht angestaubten Streuselkuchens sowie einem Monstreprachtreklamelustballon fünfundzwanzig Pfennig — die Nerven zu verlieren? Nein, es hat keinen Sinn; es ist absolut idiotisch, und deshalb geschieht es. Und wenn der Mond wackelt und die Erde zerspringt, — Hauptsache, wir behalten wegen des Schuhlöffels recht! ... So, jetzt können Sie wieder aufatmen, und auch das Blut darf in Ihre Wangen zurückkehren. Nämlich die ganze Geschichte ist bloß halb so schlimm: sie spielle sich auf dem Tempelhofer Feld drei Mi- nuten vor dem Start des Flugzeugs ab, die Frau sprang nur etwas über einen Meter tief, und der Mann setzte sich bei seinem Sturz Verhältnis- mäßig günstig auf einen konvex geschliffenen Körper- teil. Wassermann, die Wolkenfrau und der Regenfritz, aber auch die Sonne und die Morgenröte, der Donnermann und die Blitzhexe. Am allerschönsten aber ist es ja wohl auf der Weihnachtswiese, wo der Weihnachtsmann das Christkindchen wiegt, und wo das Pfefferkuchenmännchen die Beete begießt, aus denen die schönsten Spielsachen wachsen: Puppen und Soldaten, Teddybären und Pferdchen und Bilderbücher. Aber das kommt noch besser bei der großen Kanone, womit die beiden Kinderleins samt dem Käfer unter Donner und Blitz auf den Mondberg geschossen werden, an das eigentliche Ziel ihrer Wünsche und ihrer Reise. Na, da oben wohnt ja der Mann im Mond, der ein gräßlicher Kerl ist und nicht nur den Kindern ihre Aepfel und Spielgefährten wegfrißt, sondern sie selber alle beide am liebsten verschlingen möchte. Es geht aber im letzten Augenblick ganz märchenhaft noch alles gut ab, und siehe da, am Baum hängt wahrhaftig das sechste Käferbein, das dem Sumsemann nun unter Hallo und mit viel Spucke wieder angeklebt wird. Und als die beiden Kinder in ihrem Bettchen am andern Morgen aufwachen, da wundern sie sich schrecklich über die sonderbaren Abenteuer in der vergangenen Nacht. fürd® K»”e v N hnn finden wir sie wieder auf der Sternenwiese, üdi )ie kleinen Engelchen fingen und tanzen; und \\'\e\‘ von ihnen reibt sein Sternchen blitzeblank. 2 Mit ist der gute Sandmann dort mit seinem Hhirielsfernrohr, durch welches man auf die Erde Imititer schauen kann, sogar bis nach Gießen und n nl.cht, als man als Wächter einen jungen unb ch scheu Mann bestellte, vor Gericht konnte bar» ■üb'T keine Klarheit erzielt werben, {ebenfalls fiel «r Wer Marquise burch bie Art, wie er ihr auf Sciritt unb Tritt folgte, halb auf; sie ahnte nicht, Lo bas zu seinen Berufsobliegenheiten gehörte in hielt ihn für einen hartnäckigen Liebhaber, ber fidi burch nichts aus ihrer Nähe abhalten ließ. Der 2>rktiv bemerkte, baß er auf bie schöne Dame Viidruck machte, kurz, er begnügte sich nicht mehr m bem bloßen Ueberwachen, sonbern machte ihr geunüber kein Hehl daraus, wie er sie liebte und m.:be auch keineswegs abgewiesen. Der Marquis, liti) große Erfahrungen gewitzt, hatte die An- icerungen des jungen Herrn, von dem er ja nicht »Ate, daß er ein Detektiv ist, beobachtet und ließ ui:: seinerseits seine Gattin burch einen Detektiv Mage. " her auf bengp en wid stach, njeqtorungen Sud- Und Dfc negenfallen, tyg erschlechtenW $ ' der Luftdru^ ;et werden, hoji krungsgebietoü n 5 *Q g: ta ’ häufig aufheu, cken, nachts ich twoch: $oid mdigkeit. Dezember: ur Krad; am 10. t- im 8,1 Grad, ’ iren in 10 cm hob; am 10.1 - NiedeiM edrich WürL« Dr. MÄZLi lhvm; in übut izchMl: §M°> ? irw.W 9). W md % Mch in Sich«. 05 dn$ieW Wen 15 mb x 5 HV mek vvm 2. Ai 1^7 Uebrigens fiel ihm hierbei ber Schuhlöffel aus ber Tasche. Er hatte ihn richtig eingesteckt, der Gute! Letzten Endes tun wir Kerle ja boch, zum mindesten in Gedanken, öas Rechte, lNicht-wahr- Wirtschaft sagen. Der sichere Sieg am Aktienmarkt, Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Jranrrurt a. Dl. Berlin Berlin jranliur u. 1'1. * Nl' 6w A!L kurs bgrfe wrs bgrf 7-12- | 8.12. 8-12. 7.12- 8-12. 7-12. 8 27 I. ®. Farben-Jndustrte Scheideanstalt........ 6b ,25 I 75,75 I ,75 - 1351 , -I 77,25 76.25 103,5 104,75 135 Banknoten. Gritzner.................. °| Mainkrastwerke Höchst a.M...» 4 Süddeutscher Zucker Mauuesmanu-Rödrea «NMM. V 5 o. H. 27,5 81 o 4 C 0 0 6 6 0 3 29,5 77,25 92,75 68,75 70,25 73 146,5 134 196 88,5 96 82 133,65 88,5 95,75 80,13 5 . 7 10 7 9 0 0 o 101,75 54,65 122 46,5 64,5 116,5 48,9 62,13 89,25 32,5 193,13 154,75 133 27,25 176 o o 0 0 0 4 0 0 0 12 115,5 75 75,3 63,22 SO, 54 33,85 8.Dezember Amtliche Rollens Geld 54 121,5 45,5 64,5 49 62,75 32,75 193 154,5 132,5 "Gess 2,441 58,01 54,73 12,26 16,35 167,68 21,06 61,60 0,628 58,17 0,204 3,047 54,89 81,13 12,295 5,425 16,39 168,10 21,30 0,716 5,664 61,76 48,95 . 11,17 63,39 . 80,72 33,99 10,38 2,489 133,9 88,5 95,25 82 77,5 58,28 54-95 12,3$ 16'2 168-36 21'11 61.84 da hierfür seitens der Kundschaft einige Aufträge vorlagen. Das Geschäft nahm jedoch kein nennenswertes Ausmaß an, zumal sich die Kulisse hauptsächlich am Rentenmarkt betätigte. Die Allgemeintendenz erfuhr durch günstige Nachrichten aus der Wirtschaft einige Anregung. Die durchschnittlichen Besserungen gegenüber der Abendbörse betrugen von 0,25 bis 0,50 v. H. Don chemischen Werten setzten Farbenindustrie 0,50 v. H., Deutsche Erdöl 1,25 v. H. fester, Scheideanstalt mit 196 unverändert ein. Am Elektromarkt gewannen Siemens und Schlickert bis 1 v. $)., Licht & Kraft 0,25 d. $)., die übrigen Werte lagen gut behauptet. Don Montanwerten gewannen Gelsenkirchen und Phönix je 1 v. $)., Harpener 0,50 v. H., Stahlverein 0,25 v. S)., Mannesmann waren nur knapp gehalten und Buderus gaben 0,75 v. S). nach. Schiffahrtsaktien blieben behauptet, AG. für Verkehrswesen gewannen 1,25 v. H. Höher eröffneten noch Reichs- bank und Gebr. Iunghans mit je + 0,50 o. H., Westdeutsche Kaufhof +1 v. H. Auf den Neben- Märkten herrschte Geschäftsstille. Am Rentenmarkt fanden weiterhin lebhafte Umsätze statt, insbesondere Kommunal-Umschuldung 133,5 196 88,5 95 80,5 Deutscher Handballsieg über Ungarn. Deutschlands Handballer schlagen Ungarn im ersten Länderspiel 14:3 (6:1) 27,75 137,5 98 120,75 76 109,75 100 94,25 137 110 87,5 100,75 60,5 103 8 4 6,5 3,75 30,75 102,25 54.65 124 46,25 63,5 117,25 48,25 62,25 88,5 32 194,65 152 132 27] 1771 Frankfurt a. M., 8. Dez. Die Börse war auch am Wochenschluß freundlich und brachte zumeist weiter leichte Erhöhungen, insbesondere für die kleinen und mittleren Werte er.; 63,51 80,j S i 2,Ü 511 0,20« 3, 54,g 811 Schuckert L Co. .., Siemens L Halske. Lahmever L To... Buderus Deutsche Erdöl Gelsenkirchener Goldschmidt ......... RütgerSwerke Metallgesellschaft Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. Hamburg-Amerika-Paket Hamburg-Südam. Dampfschiff. Hansa-Dampfschiff........... Norddeutscher Lloyd A.G. für Verkehrswesen Mt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ Dresdner Bank Reichsbank ..........: zeichnet immer noch Exportschwierigkeiten, dagegen ist sie im deutschen Geschäft im Hinblick auf Weihnachten noch gut beschäftgt. Frankfurter Börse. Freundlich. 4% Oesterreichtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4)4% deSgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 Bagdadoahn-Anleihe i••••••••••••••••••••« 63,g * D i e BeschäftigungslagederGie- ßereien im Lahngebiet ist uneinheitlich. Die Abrufe in Oefen und Herden, durch den Beginn der Heizperiode saisonbedingt, ermöglichen die Beibehaltung der bisherigen Produktion. Dagegen hat sich der Beschäftigungsgrad in den anderen Erzeugnissen (Druck- und Abflußrohren, Kanalguß usw.), zum Teil auch hervorgerufen durch die vorgeschrittene Jahreszeit, weiterhin verschlechtert, so daß in den Gießereien, in welchen bereits verkürzt gearbeitet wurde, mit der Einlegung einiger Feierschichten gerechnet werden muß. * Dom Bergbau an der Lahn, Dill und Oberhessen. Förderung, Absatz und Belegschaftsstärke zeigen im Eisensteinbergbau an der Lahn, Dill und in Oberhessen eine stetige Entwicklung zum Besseren. Im Bezirk Limburg wurde mit dem Abläufen eines neuen Schachtes begonnen. Im Bezirk Hersfeld werden die Arbeiten der Studiengesellschaft Deutscher Kupferbergbau im Kreise Rothenburg fortgesetzt. *Aus der rhein-mainischen Leder- industrie. Die seit Wochen eingetretene saison- mäßige Belebung in der Oberlederindustrie des Wormser Gebietes hat etwas nachgelassen. Die vorwiegend milde Witterung hat den Schuheinzelverkauf ungünstig beeinflußt. Die Schuhfabriken verzeichnen deswegen einen geringeren Auftragseingang und vermeiden daher zur Zeit größerer Abnahmen bei der Oberlederindustrie. Es wird nur für unmittelbaren Bedarf eingekauft. In der Offenbacher Lederindustrie ist die Lage seit Wochen unverändert. Ernsthafte Rohstoffschwierigkeiten konnten immer noch beseitigt werden. Die Lederwarenindustrie ver- Das handballfreudige Darmstadt stand am Sonntag wieder einmal im Mittelpunkt eines besonderen Ereignisses. Das Fachamt Handball im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen hat das erste Handball-Länderspiel zwischen Deutschland und Ungarn Darmstadt zur Ausrichtung übertragen und damit auch keinen schlechten Griff gemacht. 8000 begeisterte Zuschauer gaben einen stimmungsvollen Rahmen zu einem spannenden und interessanten Kampf. Dem Treffen ging eine Begegnung zwischen einer Frankfurter Stadtelf und einer Kur - fisten-Mannschaft des Gaues Südwest voraus. Der unentschiedene Ausgang von 12:12 bedeutet für die Frankfurter einen Achtungserfolg, wenn man bedenkt, daß die Kursisten eine Woche lang in Darmstadt durch den Reichslehrer Kaundynia ein straffe Schulung genossen hatten. Bis zur Pause führten die Kursisten zwar 8:4. Nach der Pause diktierten aber die Frankfurter die Ereignisse. Im Gesamteindruck war dieses Spiel, von dem man sich viel versprochen hatte, eine Enttäuschung. Als die beiden Mannschaften das Feld geräumt hatten, marschierten die beiden Ländermannschaften zu den munteren Weisen einer SA.-Kapalle in die Kampfbahn. Ungarn und Deutsche entboten den Zuschauern ihren Gruß, dann intonierte die Kapelle die Nationalhymnen beider Länder, die das Publikum stehend mit erhobenem Arm anhörte. Verwaltungsdirektor Lower, der Leiter des staatlichen Turn- und Sportamtes in Hessen, begrüßte dann die Gäste, hierauf entbot Otto- Altenburg den Gruß des Reichssportführers und des verhinderten Handballführers Brigadeführer Herrmann- München. Die Spielführer beider Mannschaften tauschten Geschenke aus, Vizepräsident Kovacs dankte für die Ungarn und dann begann der Kampf. Eine angenehme lleberraschung kann man das Länderspiel nennen, da man von den Ungarn nicht allzuviel erwartet hatte. In dieser Beziehung sah man sich aber schwer getäuscht. Die sechs Länderspiele, die Ungarn mit Oesterreich ausgetragen haben, sind nicht ohne Wirkung geblieben. Die Mannschaft war im Feldspiel sehr gut, auch Fangvermögen und technisches Können ließen nichts zu wünschen übrig und den Torwart sowie Mittelläufer kann man ruhig zur allerersten Klasse zählen. Es haperte nur an der Wurfkraft und an der richtigen Plazierung der Würfe. Angesichts der jungen Geschichte des ungarischen Handballs und der Darmstädter Eindrücke kann man den Magyaren auch in dieser Sportart eine gute Zukunft vorauswaren mit + 0,40 v. H. gesucht. Altbesitz gewannen 0,25 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen 013 v. H., Stahlverein-Bonds sowie Reichsmark-Obliön, tionen bis 0,50 v. H. Im Verlaufe blieb die Grundhaltung fest, di» Umsatztätigkeit war aber auch späterhin 'nii nennenswert größer. Der Aktienmarkt trat etwas in den Hintergrund, doch blieben die anfangs er« höhten Kurse voll behauptet, vereinzelt ergaben sich weitere Erhöhungen um 0,25 bis 0,50 v. H. Die später zur Notiz gekommenen Werte lagen aüge, mein höher, nur Rhein. Braunkohlen waren erneut um 1,50 v. H. gedrückt, andererseits 2lccumulatoren weiter mäßig erholt. Am Rentenmarkt blieb das Geschäft ziemlich lebhaft. Im Vordergrund standen weiterhin Kam! rnunal-Urnschuldung, die in sehr großen Beträgen umgesetzt wurden und weiter etwas anzogen. Auch die übrigen variablen Papiere waren noch etwas fester, der Umsatz war jedoch geringer. Am Pfand, briefmarft war die Nachfrage nicht mehr so stark, einzelne Kommunal-Obligationen und ßiquibations- Pfandbriefe zogen noch mäßig an, im großen uni ganzen blieben die Kurse aber unverändert. Stadt, anleihen lagen recht ruhig, aber gut behauptet Staatsanleihen waren teilweise noch befestigt, Auslandsrentenmarkt war ohne Besonderheiten. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 10. Dez. (Vorbericht.) 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: IM Rinder (411 Ochsen, 85 Bullen, 438 Kühe, 326 Für sen), 579 Kälber, 230 Schafe, 3965 Schweine. & kosteten: Rinder: Ochsen 23 bis 40 Mark, Bullen 24 bis 36, Kühe 11 bis 33, Färsen (Kalbinnen) 24 bis 40, Kälber 22 bis 52, Hämmel 30 bis 35, Schafe 18 bis 28, Schweine 40 bis 53 Mark. — Markt- verlauf bei allen Viehgattungen ruhig. Kirche und Schule. Evangelisch-kirchliche Nachrichten. (ELP.) Ernannt wurden: der Pfarrassistent Hermann Junker zu Darm, stadt mit Wirkung vom 1. November 1934 a6 zum Pfarrverwalter der erledigten Pfarrei Walldorf, Dekanat Groß-Gerau; der Pfarrverwalter Richard E i ch n e r zu Lampertheim, Dekanat Zwingenberg, mit Wirkung vorn 1. November 1934 ab zum Pfarrverwalter der erledigten Pfarrei Usenborn, Dekanat Bll« dingen; der Dekan Theodor D i e st e l m a n n der Pfarrei Friedrichgemeinde-Dord zu Worms mit Wirkung vom 16. November 1934 ab zum Pfarrer der erledigten Pfarrei der Magnusgemeinde ju Worms, Dekanat Worms; der Pfarrer Dr. Wilhelm Vergär der zweiten Pfarrei der Martinsgemeinde-West zu Darmstadt mit Wirkung vom 16. November 1934 ab zum Pfarrer der erledigten ersten Pfarrei -er Martinsgemeinde-West zu Darmstadt, Wat Darmstadt; der Missionar Noll der Rheinischen Missm^ sellschast mit Wirkung vom 16. November M ab zum Pfarrverwalter der erledigten Pfami Oberroßbach, Dekanat Herborn; der Pfarrassistent Heinrich Nagel zu Ober-Ingel- heim mit Wirkung vorn 16. November 1934 ab zum Pfarrverwalter der erledigten Pfarrei Hahnheim, Dekanat Oppenheim; der Missionar Karl May der Basler Mission mü Wirkung vom 1. Oktober 1934 ab zum Pfan- üerroalter der erledigten Pfarrei Engelstadt, Dekanat Mainz; der Pfarramtskandidat und kommissarische Landes- prestepfarrer Rudolf Scheuer aus Gießen mt Wirkung vom 16. November 1934 ab zum Harrer der neu errichteten Landespressepfarrerstelle. Er hat die Amtsbezeichnung „Landespresse- Pfarrer". Sein vorläufiger Amtssitz ist Darmstadt, Mackensenstraße 40; der von Seiner Durchlaucht dem Fürsten Carl zu Psenburg und Büdingen zu Büdingen erfolgten Präsentation des Pfarrverwalters Wilhelm Bender zu Düdelsheim, Dekanat Büdingen, auf diese Pfarrstelle ist mit Wirkung vom 1 November 1934 ab die Bestätigung erteilt worden: der Pfarrer August K ö p p l e r zu Oppenheim, Dekanat Oppenheim, durch Urkunde des fiefW Staatsministeriums zu Darmstadt vom 9. w- vember 1934, mit Wirkung vorn 1. Oktober W ab zum Studienrat an der Oberrealschule dem Progymnasium zu Alzey; der Pfarrer und Dekanstellvertreter Karl eon1 ler zu Wieseck mit Wirkung vom 10. .Novelim- 1934 ab zum Dekan des Dekanats Gießen; der Pfarrverwalter Pfarrer Hermann HechleNu Heppenheim, Dekanat Zwingenberg, mit w ' kung vom 1. Januar 1935 ab zum Pfarrer- Pfarrei Heppenheim. In den Ruhestand versetzt wurde: der Pfarrer Ludwig Stoppel zu Frankfim Main-Fechenheim, Dekanat Frankfurt a. mit Wirkung vom 1. Oktober 1934 ab. zu verkürzen. Als dieses fünfte Tor fiel, war aber allen bekannt, daß nur noch zwei oder drei Minuten zu spielen war. Noch einmal setzten die Gießener zu einem rassigen Angriff an, aber, Hamann holte eben zu einem entscheidenden Wurf aus, da pfiff der Schiedsrichter ab. 1900 mußte sich geschlagen bekennen. Die Niederlage war nicht verdient, um so weniger, als die Platzbesitzer ein ausgezeichnetes und technisch sehr schönes Spiel vorführten. Der Geaner spielte allerdings nicht weniger gut. Die Kasseler waren außerordentlich flink, sie konnten sich aber gegen die blauweiße Verteidigung, besonders in der ersten Halbzeit nicht durchsetzen. Die Angriffe der Gäste waren oftmals sehr gefährlich. Dem überragenden Können des Tormannes Enders (der unzweifelhaft der beste Mann auf dem Platze mar) mar viel au danken. Der Schiedsrichter konnte nicht immer befriedigen. Die übrigen Spiele der handball-Gauliga. In Nordhessen pausierte der führende Tuspo Bettenhausen. Tuspo 86'09 Kassel ging durch einen 10:2-Sieg über Tura Kassel auf den ersten Platz vor. Der Gaumeister Tv. Wetzlar wurde in Kassel von der dortigen Turngemeinde 19:7 geschlagen und ist damit aus dem diesjährigen Meisterschaftswettbewerb so gut wie ausgeschaltet. Eschwege verlor zuhause 8:10 gegen den Tv. Kirchbauna. Handball im Gau XII der OT. Holzheim I — VfB.-Reichsbahn I 11:6 (4:3). Am Sonntag trafen sich beide Mannschaften zum fälligen Verbandsspiel in Holzheim. Die Gäste gaben in der ersten Halbzeit einen gleichwertigen Gegner ab. Bei Halbzeit stand das Spiel 4:3 für die Platzbesitzer. Nach der Pause legte sich die Platzmannschaft mächtig ins Zeug und konnte bei dem Stande von 11:6 als Sieger das Spielfeld verlassen. Kurze Sportnotizen. Italiens Fußballelf stand am Sonntag vor 40 000 Zuschauern in Mailand der ungarischen Nationalmannschaft gegenüber. Die Italiener blieben mit 4:2 (2:2) siegreich. In Prag wurde ein internationales Turnier abgehalten, aus dem Slavia vor Viktoria Zizkov als Turniersieger hervorging. Nach deutschem Vorbild betreiben Frankreichs Radsportler ihre Olympia-Vorbereitungen. Die Suche nach unbekannten Radsportlern und Veranstaltungen in der Art des ersten Schrittes bilden den ersten Teil, die eigentliche Ausbildung den zweiten dieser Vorbereitungen. Der Berliner Schlittschuhclub stand am Samstag in London den Wembley-Canadians gegenüber, die damit in den Wettbewerb um den Eishockey-Europapokal eingriffen. Das Debüt der Engländer war sehr erfolgreich, denn die Berliner wurden 8:0 (5:0, 1:0, 2:0) geschlagen. Zwei Amateur - Mannschafts - Boxkämpfe wurden am Samstag ausgetragen. In Koblenz siegte der Gau Mittelrhein über den Gau Südwest mit 9:7 Punkten und in Würzburg wurde eine einheimische Stadtmannschaft von dem deutschen Mannschaftsmeister Punching Magdeburg mit 8:6 besiegt. der deutschen Mannschaft stand, als sich die Elf gefunden hatte, nicht mehr in Frage. Fürther im Tor schien anfangs unsicher, fand sich aber dann gut zurecht. In der Verteidigung bestand der junge Schwanheimer Brohm seine Feuertaufe sehr gut. In der Läuferreihe hätte man den Fürther Gebhardt wohl lieber mitwirken als am Spielfeldrand als Ersatzmann sitzen sehen. Ueberragenb war Spengler als wirklicher Führer des Sturmes, wenn er als Torschütze seltener in Erscheinung trat. Die meisten Treffer kommen doch auf fein Konto. Zum Spielverlauf ist zu sagen, daß die drei Tore der Ungarn beim Stunde von 4:0, 9:1 und 13:2 durch D o b o s, Dolkei und E s i 11 a g erzielt wurden. In die deutschen Tore teilten sich Goldstein- Fürth (4), F e i ck- Darmstadt (3), En gelter und Spengler- Waldhof (je 2), Spalt- Darmstadt (2) und Freund- Darmstadt, der in der zweiten Halbzeit für Engelter eingesetzt wurde. Schiedsrichter Ackermann -Hannover war seiner Aufgabe jederzeit gewachsen. Handball der Gauliga Nordheffen. Spielvereinigung 1900 — kurhesfen Kassel 5:6 (2:1). Diese beiden Punkte hätte die Mannschaft der Spielvereinigung niemals verlieren dürfen! Dem Spielverlauf nach mußten die Blauweißen sogar ein* 54,13 120,25 45 65 48 62,5 31,75 195 154 132 27,5 I 81 176,25 | A.E.G 0 Bekula.....................o Slektt. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ............. 6 Felten & Guilleaume 0 Äesellsch.f.Elektr. Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 fettigen. Damit hat sich die Zahl der bisher fest zugesagten Teilnehmer auf 43 Nationen erhöht. Drei Eportsleute verschwunden. Wie aus Oslo gemeldet wird, ist man dort in Sorge um die drei Eisschnelläufer Engnestan- gen, Staksrud und Ballangrud, die kürzlich nach Rußland gefahren sind, um dort an mehreren Veranstaltungen teilzunehmen. Seit einigen Tagen hat man nichts mehr von ihnen gehört. Der Norwegische Eislauf-Verband hat die norwegische Gesandtschaft in Moskau gebeten, Nachforschungen nach dem Verbleib der drei Läufer anzustellen. Die zweite Mannschaft kam mit einer 6:0-Nle- derlage aus Lich zurück. Ein Ergebnis, das dem Spielverlauf in keiner Weise gerecht wird. England kommt zu den Olympischen Spielen 1936. In einer nichtöffentlichen Sitzung nahm am Donnerstagabend das Olympische Komitee von England zur deutschen Einladung zu den Olympischen Spielen 1936 in Berlin und Garmisch-Partenkirchen Stellung. Wie kaum anders zu erwarten war, hat England die deutsche Einladung angenommen und beschlossen, sich an den Spielen zu be- beutig gewinnen. Die Mannschaft war oder von einem Pech verfolgt, das für dieses Spiel sprichwort- lich genannt werden konnte. Die Elf der Spielvereinigung stellte sich (mit 4 Mann Ersatz) in folgender Ordnung: Enders; Mann, Schott I; Neist, Betz, Linsemann; Hamann, Steines, Schott II, Krüger, Schüler. Gegen das letzte Spiel auf eigenem Platze mar die Mannschaft der Hiesigen nicht wieder zu erkennen. Sie spielte weitaus besser, als in der Begegnung gegen Tura Kassel. Es klappte alles- ausgezeichnet. Das Schlußdreieck stand wie ein Mann, die Läuferreihe arbeitete untadelig, der Sturm war an sich aggressiv genug. Aber wie oft wurden Chancen nicht ausgenutzt!? Wie oft ging der Ball an die Latte!? Und wie oft konnte der Tormann der Kasseler nur mit Glück retten!? Endlich, in der 15. Minute etwa, konnte Steines mit einem eleganten Wurf den gegnerischen Tormann zum erstenmal bezwingen. Fünf Minuten später glichen die Gäste aus. Die Verteidigung der Spielvereinigung stand etwas unglücklich und konnte den Erfolg nicht verhindern. Die Kasseler konnten sich -des Erfolges nicht lange freuen, denn Hamann konnte durch einen flachen Schuß feine Mannschaft erneut in Führung bringen. Nach -der Pause spielten die Dkauweißen mit allem Einsatz weiter. In rassigem Kampf, in raschem Wechsel, lagen die Tore häufig in Gefahr. Aber wiederum war es die Spielvereinigung, die erfolgreich fein konnte. Schott II konnte einen Strafwurf verwan- dein. Ein viertes Tor für die Spielvereinigung fiel abermals durch einen Strafwurf, den Schüler glänzend über eine starke gegnerische Mauer hinweg tadellos verwandelte. Der Sieg schien den Platzbesitzern sicher. Bald aber wandte sich das Blatt. Die Kasseler, die bisher vor dem Tor auch nur sehr wenig glücklich waren, operierten nun geschickter und tarnen auch zu Erfolgen. Sie verringerten in kurzen gleichmäßigen Abständen die Tordifferenz, rückten auf 4:4 auf, ja, sie vermochten auf 4:5, auf 4:6 zu erhöhen und ließen die 1900er in deprimierter Stirn- mung im Feld. In den letzten 7 Minuten flackerte der Kampfgeist der Hiesigen aber noch einmal heftig auf. Es gelang auch, durch einen Strafwurf auf 5:6 Datum 4% desgl. Serie II ............. 6% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4^%RumSn.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .. »K% Anatolier ............... Lerlin,8.Dezember________ Amerikaniiche Roten.............. Belgische Noten........... Dänische Noten ..... Englische Noten .......... Französische Noten Holländische Noten ..... Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten ... Schweizer Noten Spanische Noten .......... Ungarische Noten ............... Schulthei« Patzenhofer 0 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................0 Zellstoff Waldbof 0 Zellstoff Aschaffenburg 0 Dessauer GaS ......... 7 Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum 0 Orenstein & Koppel 0 Leonhard Tietz...... .......0 Ehade......................10 Aceumulatoren-Fabrü o Eonti-Gummt...............0 «cblufi- Schloßt. &fe' gner................. Eisen—Köln-Neuessen lergbau ............. lergbau Genüsse Klocknerwerke ..... Schluß« furd 7.12. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Die hinter den Papieren angeführten Zifiern geben die Hohe der zuletzt Schlußt. Mittag« börse 8-12. Datum 6% Deutsche ReichSanlethe v. 1987 6% ehe m.7% Dt. Retchsanl. v. 1929 6¥i% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablöl.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ............. Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% efjem.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt GoldR. 12.................. 6Vi% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui...... .. vberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An> leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6y*% ehem. 4VX% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriese....... 6y,% ehem. 4%% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpfe 6% ehem. 8% Pr. LandeSpfand- bricsanstalt, Pfandbriefe R. 19 t% eben,. 7% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Eteuergutsch. Verrechnungskurs.. Heuen Frankfurt a.M. Serlin Schlußkurs Schloßt. Abendbörse Schluß- kurS Schlußk. Mittag- börse Datum 7-12. 8-12- 7.12. 8-12. Mansfelder Bergbau .. .......0 78,75 80 80,5 80 Kokswerke........... .......0 — — 93,25 94,4 Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen .......0 .....10 47.75 196,5 48,4 195,75 48 197,5 48,25 196 Rheinstahl........... .......0 89 89,25 98,65 89,4 Vereinigte Stahlwerke. .......0 40,75 41,25 40,65 41,13 Otavi Minen ........ .......0 12 12 109,5 12,25 108 12 Kaliwerke Aschersleben. .......5 109 109,5 Kaliwerke Westeregeln. .......5 109,5 109,5 109 108 Kaliwerke Salzdetfurth .....7% 150 150 150 148 7.Dezember Amtliche Notierung Neid Ärie- Buenos Airev 0,628 0,632 Brüssel----- 58,17 58,29 Rio de Jan. 0,204 0,206 3,047 3,053 Kopenhagen. 55,04 55,16 Danzig..... 81,13 81,29 London ..... 12,33 12,36 Helsingsort.. 5,445 5,455 Paris ...... 16,39 16,43 Holland .... 168,14 168,48 21,30 21,34 gtalten..... 0,719 0,721 Jugoslawien 5,664 5,676 csio..... : 61,94 62,06 Wien....... 48,95 49,05 Lissabon.... 11,205 11,225 Stockholm... 63,57 63,69 Schweiz .... 80,72 80,88 Spaniol.... 34,01 34,07 10,40 Budapest ... _ Neuyork... 2,490 2,494 96,5 96,75 96,9 97 ■■ —— — - 98,25 98,25 98,25 98,75 104,9 105,25 104,65 105,13 — — — — 97,5 97,5 97,5 97,5 94,75 95 94,5 95 93,75 94 — — - — — — 102,25 103,25 102,65 103,13 95 95 94,75 95 94,75 95 — — 94,75 95,25 — — 96 95,75 95,5 96 96 96 96 96 _ 96 — 96 103,4 103,4 103.4 103,4 24,65 24,5 25 24,65 1,13 1,1 1,1 1,15 6,5 6,5 6,75 6.6 6,1 6,15 6,15 6,13 6,3 6,25 6,25 6,25 11,3 11,25 11,75 11,9 - — — — r •w I - 4 4 4,2 6,5 6,5 —— 3.8 3,8 3,6 31 30,65 31 27 27 26,9 — 23,5 —— — 29,75 29,5 30 78,75 77,75 78,4 92,5 92,25 93 69 68,75 69 71,25 70,25 71,25 73,5 73 73,5 147 146,75 — 27,9 27,5 27,65 138,5 137,5 138,9 98 98,25 99,75 121 121,25 121 76,5 76,5 76,9 109,75 108,75 109,4 100 100 100 95 94,25 95,75 138 137 138 110 110 109,5 87,5 86,75 87.5 102 101,25 101,75 61,25 60,75 61 103 103,25 76,75 76,9 — — 146 117,5 116,25 118,25 75 74,75 74,4 76 75, 75,75 Dchule. e^achnG W Ää* "•«st l0leharh. ^-AvrbeM !'« .3965 L a«SR m Mi 53 Mark. - r n ruhig. 'n M .-Werte O' kohlen Gunter jnj, ■ November i ^digtenWrin. Eichner zuj enberg, mit 8- ' Zum Pfameie enborn, Dek^ I m a n n ber ;• Worms mit $■ ab zum ^ion- MaMsgm^ ^ergLr der- einde-West zu 6. November I en ersten K i Damstadt.' swingenber^ 35 ab zM ? wa i?sff heinischen Mij m 16. NoveiÄ-: der erlediM?. rborn; ageLöMW l6. Mr IM e r Men W M rSchiMN M ab M Ä isarrei EngM mmrffar^eÄ 16X E W' x W ab ß* djnung ,W er Amtssitz bi ? dem Fürsten 6 zu Büdingen ir rrverwaltm * u, Dekanat 8» ,it Wirkung ätigung erteil!' er zuOpM Urkunde des n vamstadtm ig vom 1.DJ der DberreoW S«i« W ung vom N-* JraDl 6 6 5 3 3 4 6 6 5 i1 9 I 1 0 h L giniiii* Ä & 5.0 1 Ä lZ L ii-S 62-J ' 80-5 Si. llf» Der Tag -er Nationalen Solidarität in Gießen. Die Reichswehr auf dem Marsch durch die Stadt. Der Sängerchor der Reichswehr singt auf Oswaldsgarten. ■ ? V : W W' W | , * r * * -= § wiSfc" - I Zz / \Zz>4 ■ WWM Links oben: Kreisleiter Klostermann (ganz rechts), daneben ftellvertr. Kreisleiter Hopfenmüller beim Sammeln. — Links Mitte: S2l.- Standartenführer Lutter sammelt in den Läden. — Links unten: Stadttheaterintendant Könitz liefert den Ertrag der Sammlung ab. Mitte oben: SS.-Standartenführer I a k o b e r sammelt und spendet zugleich. — Mitte unten: Der Führer der SS.-Motorstandarte Ruhl (rechts) beim Sammeln im Gespräch mit Oberstleutnant von Wachter. Rechts oben: Kreispropagandaleiter Schmelz (rechts im Vordergrund in Uniform) beim Sammeln in den Gaststätten. — Rechts Mitte: Universitäts-- profefsor Dr. I a s ch k e (links in Zivik) sammelt am Bahnhof. — Rechts unten: Erholungspause für die Sammler; von rechts nach links: Kreispropagandaleiter Schmelz, Universitätsprofessor Dr. Sj i l - debrandt, Universitätsprofessor Dr. Jeß, Bürgermeister Dr. Hamm, stehend Universitätsmusikdirektor Professor Dr. Temesvary, Universitäts- Professor Dr. S e s s o u s. f « {.1 W wvt? w M r-A*». DEbituirgermcifter Ritter (Zweiter von rechts) bei der Sammlung, daneben (ganz rechts) Bürgermeister Dr. Hamm. 2m Zimmer der Geschäftsführung bei Zählen und Sortieren des Inhalts der Sammelbüchsen. (Aufnahmen: Photo-Pfaff.) Verlauf und Erfolg des Tages der Nationalen Solidarität. Ergebnis: Stadt Gießen 5225,25 Mk., Reichswehrgarnison 548 Mk., Kreis Gießen 5725,62 Mk., insgesamt also 12000,87 Mk. Der 8. Dezember 1934, der Tag der Nationalen Solidarität, wird in unserer Stadt für alle Zeiten ein leuchtendes Beispiel der Opferfreudigkeit und der Volksgemeinschaft aller deutschen Menschen bleiben. Alle Volksgenossen und Volksgenossinnen bekundeten an diesem Tage durch neue Taten der hilfsbereiten Nächstenliebe, daß sie sich eines fühlen in der großen deutschen Familie, daß sie gewillt sind, im Geiste des Führers Adolf Hitlers füreinander und damit auch für den Aufbau eines bef- seren Deutschland einzustehen. Es war begeisternd und ergreifend, zu sehen, mit welcher Freudigkeit und Hingabe hier Männer und Frauen aller Schichten und Berufe wirkten und strebten, fei es als Sammler oder als Spender und Spenderin, alle geeint in dem Gedanken, für das deutsche Winterhilfswerk an diesem Tage der nationalen Gemeinschaft das Beste an Hilfsmöglichkeiten zu erreichen. Mit den führenden Männern der Partei und aller ihrer Gliederungen standen viele andere Volksgenossen aus allen Berufen der schaffenden deutschen Brüder zusammen in der großen Front der Sammler, zogen sie alle hinaus in die Straßen und in die Häuser, um in ihre Sammelbüchsen die Spenden am Tage der Nationalen Solidarität für das Liebeswerk an unseren hilfsbedürftigen Brüdern und Schwestern abzuholen, pilgerten sie treppauf und treppab, wanderten sie durch alle Lokale vom Nachmittag und bis tief in den Abend hinein. Und vorbildlich wie dieser Sammeleifer war in gleicher Weise die Opferfreudigkeit aller Bevölkerungskreise, gaben alle mehrfach, ja vielfach, strengten sich viele, viele mit der Höhe ihres Opfers in schöner Weise an — und alle miteinander schufen sich ein zwar unsichtbares, aber im vollendeten Werk herrliches Denkmal des Gemeinschaftsgeistes und des Gemeinschaftsopfers, das ein ansehnliches Stück der gewaltigen Kundgebung des deutschen Volkes für Adolf Hitler und fein vom Vertrauen des Volkes getragenes Aufbauwerk darstellt. Der Tag der Nationalen Solidarität vereinigte Zunächst etwa 400 Sammler im Caf6 Leib, wo die Sammelbüchsen verteilt wurden. Dann ging's hin- Nach einer kurzen Abendbrotpause folgten die Kundgebungen der vier Gießener Ortsgruppen zum Tag der Nationalen Solidarität. Ueberall waren die Säle bis zum letzten Platz gefüllt. Ortsgruppe Gießen-Nord. Im Saale des Caf6 Leib war die Ortsgruppe Gießen-Nord versammelt. Nach einigen instrumenta len Darbietungen des Musikzuges der Standarte 116 unter Leitung des Musikzugführers Herrmann hieß Ortsgruppenleiter Thomas die vielen Besucher willkommen. Der Führer der SS.-Standarte 83 Jakob er erinnerte in feiner Ansprache zunächst an den heroischen Geist, mit dem bei Ausbruch des Weltkrieges unsere Feldgrauen hinauszogen zum Schutze von Volk und Heimat, er ließ vor dem geistigen Auge feiner Zuhörer weiter die gewaltige Woge der vaterländischen Begeisterung jener Kampf- und Notjahre wieder erstehen und wies dann aus den Dolchstoß von hinten hin, durch den Menschen ohne Verantwortungsgefühl unser Heer und Volk zum Zusammenbruch brachten. Nachdem er die Leidensjahre des deutschen Volkes unter dem früheren System kurz gestreift hatte, hob er die wunderbare Einigung des deutschen Volkes durch den Führer Adolf Hitler nach all der langen Zerrisienheit und Spaltung der deutschen Stämme hervor. Wir alle müßten nun dafür sorgen, daß diese Einigkeit immer erhalten bleibe. An diesem Staate Adolf Hitlers werde niemand etwas rütteln können. Man sehe ganz klar, wer für und wer gegen diesen Staat sei. aus an die Arbett. Dor dem Stadüheater hatte sich mittlerweile eine große Menschenmenge versammelt, um hier die Uebertragung des Konzerts des Stadttheaterorchefters aus dem Theater anzuhören, während Intendant König und seine Mitarbeiter sowie viele weitere Sammler unermüdlich die Sammelbüchsen herumreichten. Dann folgten die Konzerte des Mufikzugs der Standarte 116 auf dem Kreuzplatz und beim Cafä Hettler, gleichzeitig sammelten die SA.-Führer, mit Standartenführer Lutter an der Spitze, und viele andere Sammler in der Menschenmenge und in den Geschäften. Als die SA.-Musik am Casä Hettler gerade ihre Darbietungen beschloß, kam die Reichswehr (Spielleute, Musikkorps und eine Gesangsabteilung in Stärke von 150 Mann) von der Licher Sttaße, Ludwigsplatz, Gartenfttaße, Hindenburgwall her anmarschiert, dann ging's den Seltersweg herunter, über den Kreuzplatz, Marktplatz, Marktstraße durch die Neustadt zum Oswalds- garten; auf dem Marsche der Soldaten durch die Stadt spielte die Musik schneidige Märsche, oder fangen die Soldaten flotte und schöne Soldatenlieder, denen man mit aroßer Freude zuhörte. Wie vorher schon der Musitzug der SA., so war auch die Reichswehr rechts und links, vorn und hinten von einer riesigen Menschenmenge umgeben, die strammen Schritts mitmarschierte und mit ganzem Herzen dabei war. Auf Oswaldsgarten fand die Große Serenade der Reichswehr statt, wobei Taufende von Volksgenossen den vom Fackelschein der Reichswehr stimmungsvoll beleuchteten weiten Platz als Zuhörer umstanden. Von hier aus wurde ein Teil der Feier auf den Frankfurter Sender übertragen. Die Veranstaltung, bei der der Kreisleiter Pg. Klo st ermann und alle Mitglieder der Kreisleitung sowie alle übrigen Sammler die Spenden einheimsten, wurde mit freudigem Sieg-Heil auf den Führer beschlossen. Diele Tausende von Dolksgenosien waren auf den Straßen. In den Hauptverkehrsstraßen herrschte bis in den Abend hinein riesiges Gedränge. Und überall wurde gesammelt und immer und immer wieder geopfert. Bei vielen Dolksgenosien herrsche leider noch schwere Not, die zu lindern unser aller Pflicht fei um unseres Volkes willen. Aller Kampf und alles Streben gehe heute wie einst nur um Deutschland. Diesem Gedanken und diesem Ziel widme sich auch unsere deutsche Jugend. Unserem Volke sei das Glück beschieden, an seiner Spitze Adolf Hitler zu haben, in feinem Geiste müßten wir alle unsere Kräfte anspannen und nutzen im Dienste des Vaterlandes und seiner Zukunft in der deutschen Jugend. Nach der mit großem Beifall aufgenommenen Ansprache unterhielt der SA.-Musikzug durch weitere gute Musik, ferner wurden gemeinsam Kampflieder der nationalsozialistischen Bewegung gesungen. Eine Musterriege der Gießener Turnerschaft unter dem Kommando von Karl Reuter bereicherte Den schö- nen Abend noch durch hervorragende turnerische Darbietungen, die ebenso wie die ausgezeichnete Musik mit reichem Beifall dankbar anerkannt wurden. Mit freudig aufgenommenem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Horst-Wessel-Lied fand der Abend feinen Abschluß. Ortsgruppe Gießen-Ost. Die Kundgebung der Ortsgruppe Gießen-Ost — im würdigen Rahmen des Stadttheaters abgehalten — wurde zu einer schönen Feierstunde. Das Stadttheaterorchester leitete mit der Ouvertüre zu „Die lustigen Weiber von Windsor" ein. Anschließend sprach Oberbürgermeister Ritter. Der Tag der nationalen Solidarität, so führte er u. a. aus, fei zu einem Festtag für das ganze deutsche Volk geworden. Die Wett werde aufhorchen, denn das deutsche Volk habe zum zweiten Male bewiesen, daß es den nationalen Sozialismus zutiefst erkannt hat. Jeder habe freudig gespendet. Die letzte Hoffnung der Feinde des deutschen Volkes sei es gewesen, daß der Winter und der Frühling so viel Not und Elend über viele Volksgenossen bringen werde, daß aus der Verzweiflung eine Zersetzung der Dolkskraft erwachsen werde. Diese Hoffnung sei zuschanden geworden. Mit Stolz könnten wir auf das deutsche Volk blicken. Der Geist der Gegenwart, der Geist des Führers müssen weiter gepflegt werden. Der Begriff der Volksgemeinschaft sei zur Tat geworden. Im Bekenntnis zum Führer wünschten wir alle, daß auch der letzte Widerstand gegen das neue Deutschland gebrochen werde, daß Deutschland wieder frei werde und es wieder heißen könne: „Deutschland, Deutschland über alles". Das ae- meinfam gesungene Deutschlandlied bekräftigte Die letzten Worte des Redners. Der wettere Verlauf der Feierstunde war schöngeistigen Darbietungen gewidmet. Mitglieder des Stadttheaters hatten sich zur Verfügung gestellt. So hörte man zunächst von Herrn Neuhaus zwei Gedichte^und zwar zunächst ein Gedicht, in dem das große Werk der Winterhilfe eine feine Vergeistigung erfuhr, und dann eine Dichtung unter dem Titel „Der Weichensteller", in dem das Pflichtgefühl in letzter Konsequenz in einem einfachen Manne zum Ausdruck kam. Die Art des Dortraaes machte die Rezitationen zu einem feinen Erlebnis. Herr Kühne brachte „Die Teilung der Erde" von Friedrich von Schiller zum Vorttag, Frau Rose Stirl verlas ein Märchen „Wie der Teufel auf die Freite ging" und dann Andersens Märchen vom Mädchen mit den Schwefelhölzchen. Der Intendant vermittelte das symbolische,Lied vom Bauen" (Zenke). Die Zuhörer dankten den ausgezeichneten Darbietungen mit lebhaftem Beifall. Nicht weniger dankbar wurden die musikalischen Darbietungen des Stadttheater - Orchesters ausgenommen, das den Walzer aus dem Rosenkavalier, dann die Ouvertüre zu „Prinz Methusalem" und schließlich einen Marsch zum besten gab. Die Schlußansprache hielt Intendant König, der in klaren Worten über wirkliches Opfern sprach. Mit dem begeistert aufgenommenen dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer und mit dem Horst- Wessel-Lied fand die Kundgebung ihren Abschluß. Ortsgruppe Gießeu-Süd. Im vollbesetzten Saale des Gießener Studentenhauses fand die Kundgebung der Ortsgruppe Gie- ßen-Süd statt. Mit einem Fanfarenmarsch des Jungvolks wurde die Kundgebung eröffnet. Ortsgruppenleiter Schwarz begrüßte die zahlreich Erschienen und sprach über die Bedeutung des Tages der Nationalen Solidarität. Oberfeldmeister Lösch vom NS.-Arbeitsdienst 5/222 führte dann u. a. aus: Wie im vergangenen Winter, fo erlebe das deutsche Volk auch in diesen Tagen wieder echte Opferbereitschaft. Der Führer selbst habe die Losung zu diesem Winter- Hilfswerk gegeben, denn unsere Gegner würden auch in diesem Winter sehen, daß das Deutsche Reich nicht zusammenbreche, sondern daß wir tatkräftig im Winterhilfswerk gegen Hunger und Kälte marschieren. Obwohl schon viele Volksgenossen wieder in der Arbeitsprozeß eingeschaltet wur- den, fei doch noch ein Rest von Arbeitslosen da, die unser aller Unterstützung bedürften. Am heuttgen Tage sammelten die Führer aller Organisationen und bekundeten, daß das deutsche Volk eine Schicksalsgemeinschaft auf Gedeih und Verderb geworden sei. An Stelle des Geschwätzes von der internationalen Solidarität habe die braune Armee Adolf Hitlers die nationale Solidarität gefetzt. Keiner dürfe müde werden, jeder müsse ohne Rast und Ruhe für das Winterhilfswerk werben. Wir Die Kundgebungen her Gießener Ortsgruppen. ständen htrg vor dem Weihnachtsfest, urtb ßtz Wfr noch nie Not gekannt haben, könnten sich nicht'vor stellen, wie dankbar arbeitslose Volksgenossen seien wenn sie merken, daß ihnen aus ganzem fien»» geholfen werde. Pg. Losch schloß mit der Aussor. derung: das Winterhilfswerk rufe und alle müft. ten helfen. Nach einem Marschpotpourri, das der Lands« knechttrommelzug des Fähnleins Goten tm Stamms Welfen vortrug, folgte ein Sprechchor, wirkunas. voll oorgetragen von unseren Gießener Arbeits. bienftmännern. Auf den „Darmstädter Marsch* folgte das Gedicht „An die Miesmacher". Dann stellte die Arbeitsdienstabteilung Gießen mehrere lebende Bilder, die wirkungsvoll ein Stück deutscher Nachkriegsgeschichte veranschaulichten. Zum Abschluß der lebenden Bilder fangen die Arbeitsdienstmän- ner das Lied heiliges Feuer brennt in dem Land- Dann folgte „Ein Zapfenstreich", gespielt von den Fanfarenbläsern des Jungvolks. Um den Versag, melten etwas vom Sport zu zeigen, stellten di? Arbeitsleute noch zwei Pyramiden. Die Darbietup, gen des NS.-Arbeitsdienstes und des Jungvolk; wurden mit großem Beifall ausgenommen. Ortsgruppenleiter Schwarz dankte für die tv kräftige Unterstützung bei der Ausgestaltung fo Abends. Er ermahnte nochmals zur Mithilfe fe dem Winterhilfswerk. Sein Sieg-Heil galt fc, Führer und Kanzler Adolf Hitler. Die erste Stropi des Horst-Wesiel-Liedes schloß die Kundgebung ah. Bei diesem Schluß war ein seltenes Schauspiel jj sehen, denn die Arbeitsdienstabteilung war auf bet Bühne vor dem Bilde Adolf Hitlers mit ihre: Fahne und präsentiertem Spaten angetreten. Ortsgruppe Gießeu-Mitte. Die Ortsgruppe Gießen-Mitte traf sich in der Univerfitätsaula. Die Kapelle des Marine-Sturm, banns leitete mit einigen Musikstücken die Fei« ein. Ortsgruppenleiter Horst eröffnete die Kundgebung mit einem begeistert aufgenommenen Sieg- Heil auf den Führer. Die vereinigten Gießener Männerchöre unter Leitung von Universitätsprofessor Dr. Temesvary brachten den Chor „Nun schweige jeder von feinem Leid" zum Vorttag. Dann sprach der Kanzler der Universität, Pros. Dr. Hummel. Wie die oolksverbindenden Feiern des 1. Mai und des Erntedankfestes, fo würde auch der „Tag der Nationalen Solidarität" gefeiert Alle diese Feiertage seien in ihren Beziehungen gleich und dienten dem einen Ziel: Herstellung der wahren Volksgemeinschaft. Bei der jetzigen Veranstaltung stehe ein bestimmter Dolksteil im Vordergründe des Geschehens. Den beffergefteöten Kreisen unseres Volkes sollte die Möglichkeit gegeben werden, zu beweisen, daß sie nicht nur bereit seien, Spenden zu geben, sondern daß sie darüber hinaus auch bereit seien, für die Aermsten unseres Volkes, denen heute noch nicht auf dem üblichen Wege Brst uni Verdienst gegeben werden könnte, zu werben und zu wirken. Aber auch diejenigen Kreise, an die die Sammler sich wendeten, sollten beweisen, tafo V* durch Opferbereitschaft das Los der Aermsten hu; Volkes zu lindern bereit feien. Jeder, der jum deutschen Volke gehören wolle, müffe bereit fein, nicht nur durch Spenden seine Opferbereitschaft zum Ausdruck zu bringen, sondern sich selbst der Allgemeinheit zu opfern. Nur bann könne unser Volk auf die Dauer erhalten bleiben. Eingedenk des Wahl- spruches „Deutschland muß leben, auch wenn wir sterben müssen^ solle jeder dazu bereit fein, sogar fein Leben herzugeben, wenn die Interessen der Volksgemeinschaft es erforderlich machen. Wie sehr die mit großem Beifall aufgenommenen Ausführungen den Zuhörern zu Herzen gegangen waren, bewies die in einer Pause einsetzende Sammelaktion. Jeder griff freudig zum Geldbeutels um fo fein Scherflein beizutragen zum Gelingen des großen Werkes. Unterdessen wartete die Marine- Sturmbannkapelle mit schneidigen Musikvorträgen auf. Anschließend brachten die Gießener Mannerchöre noch zwei Gesangsvorttäge zu Gehör. Dann sprach Ortsgruppenleiter Horst die Schlußworte. Dabei führte er u. a. aus, daß es noch tzroft Not unter vielen Volksgenossen gebe. Der Führer wolle diese Not lindem, und das deutsche Volk iei ihm mit dankbarem Herzen gefolgt. Mit einen. Römisches Mosaik. Von unserem römischen E.-Korrespondenien. Rom, im Dezember. Die Römerin geht in Seide. Seit die berühmte Seidenindustrie Italiens durch die allgemeine Krisis und besonders durch die japa- nische Konkurrenz an die Wand gedrückt wird, daß ihr der Atem auszugehen droht, gehen die Römerin- nen ins Stoffgeschäft und wühlen in Seide. Was Linnen, was Kattun! Viel zu teuer. Aber hier, diese nationalen Gewebe — man kriegt sie für lächerliches Geld. Die Römerin muß sparen und geht daher in Seide. Was kann sie dafür, daß die Welt verrückt ist? Wo es früher nur für einen Besatz langte, gibt es heute ein ganzes Kleid. Man kann Zimmerwände mit Seide bespannen, und es kostet nicht mehr als eine Tapete. In diesen unsagbar blauen Vorwinter- tagen, dem zweiten Frühling Roms, blüht und duftet und knistert es auf der Sttaße, wie sonst nur im Salon. Vielleicht braucht man heuer überhaupt keinen Pelz, vielleicht kann man den Winter in Samt und Seide verbringen? Niemand hat Geld, jeder kauft... Wenn man die Leute hört, müssen sie demnächst in ihren ungeheizten Zimmern verhungern, und wenn Mussolini ruft, kann er sich des Geldes nicht erwehren. Wie viele Staaten könnten es gegen» roärtig wagen, eine nur vierprozentige Anleche aufzulegen, zu all den zahlreichen von gestern hinzu, und wüßten dann nicht, wohin mit dem Ueberfluh? Italien hat viele Schulden, so gegen 105 Milliarden, ja, hundertfünf Milliarden, und der Spötter Pas- quino würde jetzt wohl an die Säule schreiben, das habe nichts auf sich, denn es handle sich ja bloß um schwebende Schulden. Am nächsten Morgen müßten jedoch die Römer erkennen, daß der Finanzminister au5 dieser luftigen Stratosphäre aus den bekannten Boden der vollzogenen Tatsachen herabgestiegen ist, um statt der ausgeschriebenen zwei neuen Milliarden deren — vier einzuheimsen. So war binnen wenigen Tagen die Anleihe überzeichnet. Was tut nun Mussolini? Reibt er sich die Hände und wühtt im Mammon, wie die Römerin in Seide? Bewahre, er gibt die zwei überschüssigen Milliarden zurück. Ordnung muß sein. Der erste Winker. Ein großer neuer Autobus rollt über die Straße des Triumphes, er trägt das Wappen mit der stolzen zweitausendjährigen Inschrift SPQR., das Volk steht und hebt den Arm. Auf Deutsch heißt das: Senat und Volk von Rom grüßen den ersten Winker! Er leuchtet wie eine Rakete, er hü pst ausgelassen vor Freude wie ein Böckchen, das zum erstenmal auf die Wiese kommt, er strampelt vor Lebenslust und zeigt sich schon zweihundert Meter vor der Kurve, er mochte gar nicht zurück in seine Klause, es gefällt ihm da außen: Ich bin da! Ich bin da! Ich bin da! Es ist schon ziemlich lange her, daß ich versprochen habe, das Ereignis getreulich in meiner Chronik zu melden, sowie es eintrete, sowie der erste Winker im römischen Verkehr auftauche. Ich möchte mein Versprechen hiermit eingelöst falben. Die Wunder wollen nicht enden: gestern die erste Radlerin, heute... Jetzt kann es nicht mehr fehlen, jetzt muß sogar das römische Verkehrsproblem lösbar fein. Sofern es die Radfahrer gestatten. Die Straßenschnaken. An der Tagesordnung sind wieder einmal, wie jedes Jahr einmal, die ciclisti, gemeinhin velocipe- dastri genannt, das heißt ungefähr so viel wie Rad- lümmel, oder, wenn man höflich bleiben will, zan- zare ober Sttaßenschnaken. Rom horchte auf, als von Karlsruhe die Kunde kam, dort seien bei einer Verkehrsstteife 300 Radler gestellt worden, weil sie nicht vorschriftsmäßig fuhren. Rom hat ungefähr zehnmal so viel Einwohner wie Karlsruhe, mithin würde eine Razzia an die dreißigtausend Radler zur Strecke bringen müssen. Wie, die Rechnung stimmt nicht? Es müßte drei- tawfenb heißen? Durchaus nicht. Denn es darf vorausgesetzt werden, daß jene Karlsruher wenigstens eine Glocke ober eine Laterne hatten, Erfindungen, von denen ihre römifehen Kollegen noch nichts ge- hört haben. Von den Karlsruhern werben schätzungsweise 10 v. H. die Verkehrsvorschriften nicht beachtet haben, von den Romern unterlassen es 100 v. H. Wenn es nach den Gesetzen ginge, so wäre Italien, jagte man früher, das beftregierte Land der Welt. Unter Mussolini ist es um vieles besser geworden, die Autofahrer vor allem werden mit geradezu klösterlicher Strenge überwacht und sind „sempre in contravenzione“, immer in straffälligem Zustand, weil sie einfach nicht mehr aus und em wissen vor Vorschriften. Auch für die Fahrräder sind Glocke und Bremse, Licht und Rückstrahler vorgeschrieben, aber seltsamerweise dürfen sie das alles als roba dell'altro mondo betrachten, als unfaßbar und unausführbar. Weshalb man sich nun Tag für Tag in den Zeitungen den Kopf darüber zerbricht, wie es wohl möglich wäre, aus der lärmreichsten Stadt dieser Erde die „Stadt des Schweigens" zu machen. Die Peterskirche wird b e f re i t Von der altangesehenen Gründerfirma Romulus & Remus hoffnungslos verbaut, weiß Rom sehr wohl um die Ursachen seiner Verkehrsnot und redet daher nicht nur den zuchtlosen Radfahrern ins Gewissen, sondern sucht sich auch durch kühne Sttaßen- durchbrüche aus der traditionellen Enge zu befreien. Manche behaupten, für bie Freilegung des Kolosseums, des Kapitols, der Engelsburg und des Augusteums feien nicht so sehr historische und äscheti- sche, als verkehrstechnische Erwägungen maßgebend gewesen. In Wirklichkeit geht natürlich beides Hand in Hand, und der Duce weiß schon, was er will, wenn er nun das „Rom Mussolinis" auch über den Tiber hinüber und in die Leostadt hineingreifen läßt. Die Borgfa müssen weg! So lautet die neueste Losung, und es kann keinem Zweifel unterliegen, daß diese engen, häßlichen und ungesunden Straßen» schluchten, die Engelsburg und Peterskirche trennen, binnen kurzem nun auch daran glauben müssen. Nach alter Auffassung Durften und sollten sie sich bis dicht an die Peterskirche hevandrängen, damit der Pilger plötzlich und hoheitsvoll aus dem irdischen Elend die majestätische Pracht des Papsttums auftauchen sah. Heute werden wir durch so drastische Gegensätze eher peinlich berührt und wenn auch die Nörgler nicht fehlen, die spöttisch fragen, ob denn das neue Rom nach Theatermanier mit großen Aspekten arbeiten wolle, es bleibt dabei: Weg mit den Borghi! Oas Vogelfenster. Von Maria paschen. Jetzt entdeckten die Haubenmeisen das Futterhaus und wurden seine täglichen Gäste. An Meisenarten hat es nie gefehlt, aber diese graubraune Gesellschaft mit dbn gesträubten schwarzweißen Federschöpfchen auf dem Kopfe war ein neuer Anblick. Auch den Sumpf- und Blaumeisen und den größeren Kohlmeisen scheint dieser Vetter aus dem Tannenwald ziemlich fremd zu fein, oder ist es der Kopfputz, der ihnen Furcht einflößt? Jedenfalls zeigen sie ihren Schrecken deutlich, wenn eine der Haubenmeisen auf der Stange vor dem Futterhaus landet und der Wind in ihrem Schopf steht, dann lassen sie das Korn, an dem sie gerade pickten, erschrocken fallen und suchen das Weite. Eine Kohlmeise ist dreister als die kleine zierliche Sumpfmeise, das scheint ausgemacht, aber vor dem Kleiber weichen rie beide. Er ist ein seltsamer Geselle, frech und zudringlich und auf feinen Vorteil bedacht. Käme es ihm wohl in den Sinn, sich die Meisen am Futterhaus niederzulasfen, ein iymr körn bedächtig zwischen die Füße zu nehmen zugleich die schmale Sitzstange fest umklammernM dies nun mit aller Kraft, deren der kleine W? nacken fähig ist, mit den wohlgezielten Hieben m spitzen Schnabels aufzuhämmern? Nein, er fornmt nur, um zu hamstern. Wer weiß, in welchen W1 und Baumrinden er die Körnier verstecken mag, um sie dann in Ruhe zu verzehren oder auch zu lieren! Gewiß, auch die Blaumeisen und Eumpp Meisen holen sich manchmal ein Hanfkorn, das ft m großer Hast forttragen, um es in den Dannen ju verspeisen, aber dies ist Schüchternheit, sie wollen den vielbesuchten Futterplatz bald wieder räumen. Der Kleiber kommt niemals eines einzigen Kornv wegen. Er hamstert, soviel der Schnabel nur? fassen vermag. Einer brachte es in seiner Gesch» lichkeit sogar so weit, daß sein Schnabel roie Kammer vier runde Hanfkörner erfaßte, sie 1°^ wie in einer Röhre eingeklemmt, während Schnabelspitze noch einen Sonnenblumenfern trage muß. So huschen sie, fast wie graue Mäuse ajüu‘ sehen, zum Futterhaus herein und hinaus, in wfa Bewegungen scheu, wie das schlechte Gewissen sewe - in ihrem Gehabe dreist und nicht zu vertreiben, uj® weil sie schneller sind als alle, so erringen sie 9 größten Vorteil. Nur einer fürchtet sich nicht vor dem Kleiber: der Buchfink. Wenn er einmal das Feld behauptet., haben die anderen gute Weile, bis sie an bie. kommen. Breit setzt er sich mitten ins Futternäpl^ und beißt ein Korn nach dem andern auf. Die W’’ Hälften läßt er wieder in den Napf indes er sich mit dem weißen Kern beschäftigt, b kommt doch ein Störenfried, so genügt es, paß ? den Kopf wendet oder die Federn ein plustert, um jeden andern Vogel in die t^ut9r schlagen. So sitzt er, ein Bild des Friedens, Futternapf, ohne Furcht, ohne Eile auch, und P fo lange Körner, bis er gesättigt ift Hochschulnachrichten. # f Die Ordinarien Professor Dr. Werner Jaeg* von der Universität Berlin, Professor Dr- ^ Regenbogen von der Universität J)e* berg, Professor Dr. Gerhart Roden«aj° . der Universität Berlin, Professor. Dr. Schadewaldt von der Universität F r e t und Professor Dr. Eberhard Stech ow u Universität München sind zu^.Mitglleve . Erfurter Akademie gemeinnütziger SSW, ten gewählt worden. ' b(15 i :9, Tieß^ A MN. }L Jj5J ° «Ä ^'inÖ ■ Um be» ? )en. Di- S ünb de- 1°"«'für k ?Jut ®s :W" '*8 i=ar$ I«' tts * lin “Wtetd enMitte. *e tr°f sich i, Rnm,H WWen bit; •röffnete bit k genommenen: Einigten W, UnioerfitQtspr;- äor j 1 M Worte ir Unioerfitat,! verbindenden j estes, so nM antät gefeiert Beziehungen! rftellung der s bigen Lerch m Vordergnnj en Kreisen i gegeben werd ereit seien, 6 arüber him inseres Bolkt- hen Wege L nie, zu wert n Kreise, an n beweisen, i der Aemsttt in. Zeder, btt !, mG bmit i- OpseckreM^ schMSnW 7 tot uchr W: mgeden! brrW n, wm i i bereit \ein, b die ZnierG । machen. iH cm^enö' i hnzen Pf. ^auje «fer Mg jum U-' agen zM W wartete die $■ igen MustM > Giehener R ige zu Gehör ir horst dieö s, daß es noi; n gebe- Den das deutsche . ^gesolgt.^ i den Sinn, f: )erzulassen,ei° üße zu * fen umklaiM! en der kleine ^gezielten W rn? Nein. « »6, in welche >r verstecken 'n oder auch lweisen und > hanskorn,^ s in p ? chternheit, J 3lb wieder neseinE; er es in \«®e «s ',ss '„'S' ”,y fie an d-. en ws uu, mbernjy svy igt ♦ W S%S ä> s nrLPe Gaststättengewerbe, Cafä Leib, 21 Uhr, Sdemistaltung zum Besten des Winterhilfswerks. iLSBDT. für das nördliche Oberhessen (Kreis- 111 bortjeßung Nachdruck verboten! üjgcr reiften, ein paar Engländerinnen, die von u ei iri Reise auf dem Kontinent heimkehrten und beweglich, in Decken eingewickelt, auf ihren u It T ksiühlen lagen — ein paar Engländer mit @olf» st tkA und Hockeyschlägern in ledernen Futteralen. Mdrich Borgloh sicherte sich einen Platz ziern- i oieit vorn. Es war ein schöner Tag. Der Wind s i ö' t Rücksicht auf die auswärtigen Mitglieder fr tibi» der Appell im Bahnhofshotel Hop« ' J: statt. Zeit: Montag, 10.Dezember, 20.30 Uhr pm! sich. Gäste sind willkommen! Mere Veranstaltungen des NSBDT. fallen im g-irj leise. Die See zeigte ein leichtes Schaurn- gijfrcufel und eine leuchtend blaue Wasserfläche. Dir Sonne strahlte warm. Es war ein Bild von Sttöiheit und Frieden, das sich feinen Augen bot. kem Herz aber war sehr unruhig. Die Zeit der Spifsreise, die ihm sonst immer lieb war, schien si.H ms Unendliche zu dehnen. Die Mahlzeiten mjl?T gleichgültig schwatzenden Menschen unten in d, ri Eßsalon des kleinen Schiffes waren ihm un- ei ktiählich. Er ließ sich einen kleinen Imbiß von d d Bteward an Deck bringen, und so blieb er unbeweglich, immer vor sich hinsehend — dort, wo bi io) । endlich die Küste von England auftauchen tun 2. Ino nun endlich erschien ein schmaler, heller C^ciiistrich — ein Leuchtturm— ein Fort: die An- z«ch.7i, daß man sich England näherte. Ein paar Khmsschiffe lagen weit draußen und standen wie br Irf ? Silhouetten in dem lichten Nachmittags- schr Run tauchten auch Türme und Häuser von HMich auf. Langsam fuhr das Schiff näher. Die Glutin wurden deutlicher. Run unterschied man sä La «einzelne Straßen — einen grünen Park — Rachen. Lhi Schiff legte auf her Reede von Haarwich mr (Gegenüber, durch die Hafenkais getrennt, war bett Bahnhof. Der Zug wartete bereits. Friedrich Blogwh empfand eine gewisse Erleichterung, als ert iim wieder englischen Boden unter sich hatte. Esoing ihm wie allen wirklichen Männern. Nun div Aufklärung und Entscheidung herankam, war MWeiWlSMkV. Vornan von Rainer Helden Mberrechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (S.) Sus der Provinzialhaupistadi. Der Kupferne Sonntag. ä-er erste Verkaufssonntag vor dem diesjährigen Ö hnachtsfeste, der Kupferne Sonntag, brachte Illyrer Stadt bei dem erfreulicherweise schönen Wet- ieiParken Besuch von auswärts, der bei der Reichs- l»am erheblich verstärkten Zugbetrieb erforderlich mchte. Etwa 2000 Menschen aus der näheren Um- »eiung wurden allein gestern nachmittag von der Richsbahn nach Gießen und wieder heimgebracht. \tXni kam stark erhöhter Verkehr der Kraftomnibusse iiri der Autos. Weiterhin strömte die Gießener Be- ipöotrung in großen Scharen nach den Geschäfts- jtryen der Stadt, um hier erste Umschau in den vlinusenstevauslagen zu halten, zum Teil auch schon m zu kaufen. '.ser Betrieb in der Stadtmitte war diesmal erheb- ichstärker, als an den Kupfernen Sonntagen frühe- :ei Fahre. Man bemerkte in den Geschäften sehr to’en Zuspruch von Kaufinteressenten, im Gegen- ä|5fru früheren Fahren, die am Kupfernen Sonntag nett nur „Sehleute" bei der Besichtigung der Schauen er zeigten. Daß in ziemlich ansehnlicher Weise |ef rn schon gekauft wurde, konnte man an den ju n Paketträgern bemerken, die in Gießen gegen - ib« ld heimwärts wanderten, bzw. zum Bahnhof zur Zu fahrt pilgerten. Alles in allem kann man hier- lot sagen, daß der Kupferne Sonntag ein guter I via Ft für das diesjährige Weihnachtsgeschäft ge- i »em ist, dem hoffentlich weitere befriedigende Ge- j *if)ilt5tage folgen werden. •’n dieser erfreulichen Gestaltung des gestrigen 'U'25 kann man einen eindrucksvollen Beweis für ■ i iteSBieberbelebung der Kaufkraft breiter Bevölke- i ui!:5fd)icf)ten dank der Arbettsbeschaffungsmaßnah- 11 me der Regierung erblicken. NSBDT. (früher KDAZ.). für das nördliche Oberhessen. (kreisamtslellung Gießen.) llitgliederappell der Kreisamtsleitung (liefen mit Dortrag des Gau-Schulungsleiters des lltS'Bundes deutscher Technik, Pg. Dr. Scholz ($rmffurt a. M.) über „Japan, Italien, Deutsch- Iipl ein Vergleich zur Erkenntnis des National- fiyii"ismu5". 118 g-Heil auf den Führer und mit dem gernein- I sämtlichen Gesang des Horst-Wessel-Liedes fand die linier ihren Abschluß. Das Ergebnis in Darmstadt. 1PD. Darmstadt, 9. Dez. Der „Tag der ndionalen Solidarität" hat wie überall auch in Dcmftabt ein sehr günstiges Sammelergebnis gebricht. An der Sammlung beteilgten sich in Darm- M't auch Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger un'i Staatsminister Jung. Insgesamt wurden in be Stadt Darmstadt 8773,23 Mark und inlien Landgemeinden 3700,16 Mark gesammelt. Das Ergebnis in Frankfurt. ?PD. Fran kfurt, 9. Dez. Am „Tag der ndonalen Solidarität" wurden in Frankfurt i rs g e f am t 41809 Mark gesammelt. Reichs- stäthalter (Bauleiter Sprenger sammelte 2768 DI rf, der Präsident der Handelskammer und Führe des deutschen Handels Professor Dr. L ü e r Mark und Oberbürgermeister Staatsrat Dr. Riebs 657 Mark. «Mber aus. Vornottzen. - Tageskalender für Montag: Fachlich ein paar Stunden war er in Hoek van Hol- V irt Der Zug hielt unmittelbar am Hafen. Friedas»'Borgloh passierte die Zollschranke. Da sein in Ordnung war und er kein größeres Gepäck ctt waren alle Formalitäten durch den freundste holländischen Beamten sehr schnell erledigt, pgi’! schritt er die Bahnhofshalle entlang, über- tir=e einige große Steinkais und befand sich enb- c um Hafen. Das Fährschiff, ein mäßig großes kijgeug, wartete schon. Es hatte nicht viel Passa- an Bord — einige Geschäftsleute, die offen- ba! Öauernb zwischen Holland und England hin amtsleitung Gießen), 20.30 Uhr, Hotel Hopfeld, Mitgliederappell mit Vortrag des Gau-Schulungsleiters des NS.-Bundes deutscher Technik, Dr. Scholz-Frankfurt a. M., über „Japan, Italien, Deutschland, ein Vergleich zur Erkenntnis des Nationalsozialismus". — NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Haus der DAF., Bastelausstellung. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Reiter von Deutsch-Ostafrika". — Reichskammer der bildenden Künste, Turmhaus am Brand, 16 bis 18 Uhr, Weihnachtsausstellung. — Hotel Bayrischer Hof, 20.15 Uhr, Dorttag „Heilkräfte der Natur". Schmalzaktion des Winterhilfswerkes. Der Gauamtswalter des Winterhilfswerkes hat veranlaßt, daß anläßlich des Weihnachtsfestes im ganzen Gaugebiet auch dieses Mal wieder eine großzügige Aktion zur Versorgung der notleidenden Volksgenossen mit gutem, ausgelassenem Schweineschmalz durchgeführt wird. Er hat den Obermeister der Frankfurter Metzgerinnung, Kreishandwerksmeister Linder, mit der Durchführung dieser Aktion beauftragt, und es wird hiermit durch diesen auch auf diesem Wege allen Metzgern im Gau- gebiet aufgegeben, in der Zeit vor Weihnachten aenügenbe Mengen gutes, ausgelassenes Schweineschmalz vorrätig zu halten, damit bie geplante Aktton sich ohne jebe Störung abwickelt. Es bars in keinem einzigen Falle vorkommen, daß der Inhaber eines Gutscheines fortgeschickt werden muß, weil kein Schmalz mehr vorrätig ist. Die Aktion wird in folgender Weise durchgeführt: Die Winterhilfe gibt an die berechtigten Volksgenossen Gutscheine für Schweineschmalz aus. Die Gutscheininhaber können ihren Bedarf bei jedem Metzger eindecken — und zwar ab 17. Dezember — und erhalten pro Gutschein ein Pfund ausgelassenes Schweineschmalz. D,er Wert eines Gutscheines ist 0,95 Mark. Es ist nicht zulässig, außer dem Gutschein auch noch ein Aufgeld zu verlangen, um so einen höheren als den vorgesehenen Preis zu erlösen. Feder Metzgermeister sammelt diese Gutscheine und schickt sie — gebündelt und mit dem Firmenstempel auf der Rückseite versehen — an feinen Obermeister, der sie weiterleitet an die Frankfurter Handelsbank, Frankfurt, Deutsckherrenufer 35, von hier aus erfolgt nach Prüfung Die Auszahlung der Beträge. Die Einstellung von Jugendlichen. Vom Arbeitsamt Gießen erhalten wir folgende Zuschrift: In den Kreisen der Unternehmer und Betriebsführer ist anscheinend immer noch nicht genügend bekannt, daß jede Neueinstellung und Neubeschäs- tigung von Jugendlichen beiderlei Geschlechts unter 25 Jahren der ausdrücklichen vorherigen schriftlichen Zustimmung des zuständigen Arbeitsamts bedarf. Diese ist insbesondere auch bei nur vorübergehenden und aushilfsweisen Einstellungen, sowie bei Einstellung von alten Kämpfern, oder von Inhabern von Arbeitspässen oder Landhelferbriefen erforderlich. Sie wird nicht dadurch entbehrlich, daß sich der Betriebsführer mit der Arbeitsvermittlungsstelle bzw. Nebenstelllle des Arbeitsamts in Verbindung setzt und von dieser Arbeitskräfte anfordert. Der Führer des ^Betriebes hat die Zustimmung bei dem Arbeitsamt nachzusuchen. Der Anttag auf Zustimmung ist auf dem hierfür vorgeschriebenen und im Handel erhältlichen Formblatt „Antrag auf Zustimmung zur Einstellung von Personen unter 25 Jahren (Ap 3)" rechtzeitig vor der Einstellung zu stellen und. in zweifacher Ausfertigung einzureichen. Die Einreichung erfolgt für Anträge von Betrieben, die ihren Sitz im Bezirk der Hauptvermittlungsstelle des Arbeitsamts Gießen haben (also bei den Betrieben in Gießen und nächster Umgebung), unmittelbar bei dem Arbeitsamt in Gießen, für Anträge der übrigen Betriebe bei der zuständigen Nebenstelle des Arbeitsamts. Um Verzögerungen in der Bearbeitung zu vermeiden, wird dringend ersucht, die Anträge nur bei den vorstehend ihm leichter zumute. Nichts war für einen Mann so schlimm wie Ungewißheit. Aber als er nun dem Chauffeur der Autodroschke vor dem Bahnhof die Adresse Mac Leans aufgab, stieg doch ein bitteres Gefühl in ihm auf. Wie anders hätte eigentlich fein Heimkommen fein müssen! Wäre sein Leben mit Eva so, wie er es erwartet, dann stände sie jetzt hier, würde ihn liebevoll bewillkommnen, würde mit ihm in ihr gemeinsames schönes Heim fahren. Eine gute, ruhige Plauderstunde über alles, was sie erlebt hatte, würde sie beide vereinen. So mußte er heimlich, wie ein Dieb beinah, in London ankommen. Und sein erster Weg war nicht zu seiner Frau, sondern zu Mac Lean, dem Detektiv. Es war schon dunkel, als er durch London fuhr. Die Stadt präsentierte sich in dem altgewohnten Bild: flanierende Menschenmengen auf den Straßen,. Licht aus Sing-, Spielhallen und Restaurants überall aufflammende Lichtreklamen der Kinos, vor denen, dicht gedrängt, Menschen standen. Am Pic- cadilly-Zirkus war ein Leben, als wäre es mitten am Tage — Auto mit eleganten Frauen in seidenen Abendmänteln fuhren den Theatern zu. Herren im Smoking, den Strohhut auf dem Kopfe, einen leichten Sommermantel über dem Arm, schlenderten den Restaurants zu. Ganz London schien wieder einmal an diesem schönen Abend unterwegs zu sein. Die Wohnung Mac Leans lag in einer stillen Seitenstraße. Einem instinktiven Gefühl gehorchend, ließ Friedrich Borgloh fein Auto eine Straßenecke vorher halten. Vielleicht war es besser, nicht biref' vor Mac Leans Hause anzukommen. Er überquerte schnell die Straße, sah auch oben in der zweiten Etage Licht. Schnell stieg er die beiden Treppen des ruhigen, alten Hauses herauf und klingelte. Ein alter Diener mit weißhaarigem, freundlichen Kopfe öffnete ihm: „Mister Borgloh?" fragte er. „Ja! Melden Sie mich, bitte, Mac Lean!" „Nicht nötig!" tönte eine Stimme. Mac Lean hatte die Tür geöffnet und kam Friedrich Borgloh durch die breite Diele entgegen. „How do you do?" Borgloh? Ich freue mich. Sie Zu sehen! Hat alles mit meinem Telegramm geklappt? Well! Talby, bringen Sie uns etwas zu essen und Wein. Ich nehme an, Mister Borgloh, Sie haben sich unterwegs nicht damit aufgehalten, ein Abendbrot einzunehmen." „Nein — allerdings nicht! Dazu war meine Unruhe viel zu groß! Was haben Sie —" Der Detektiv hob die Hand: „Auf nüchternen Magen, lieber Borgloh, soll man nie etwas Ernsthafteres reden. Alle Dinge bekommen besser, wenn man etwas Grund gelegt hat." Er deutete auf die Tür seines Herrenzimmers. „Bitte, kommen Sie herein! Da wären Sie also in der Hohle des Löwen!" fügte er scherzend hinzu. „Was meinen Sie, wieviel Pfund mancher schwere bezeichneten Dienststellen des Arbettsamts einzureichen. Stellt ein Betriebsführer einen Jugendlichen unter 25 Jahren ohne die Zustimmung des Arbeitsamts ein, so macht er sich dadurch strafbar und kann nach § 21 Abs. 2 Ziffer 1 der „Anordnung über die Verteilung von Arbeitskräften" vom 28. 8. 1934 mit Geldstrafe oder Gefängnis bis zu 3 Monaten bestraft werden. NSLS. Die Arbeitsgemeinschaft für Kunsterziehung hat einen Vortrag von Frl. Mobs über „Die Entwicklung der Körperformen bei Dürer" am kommenden Mittwoch, 15.30 Uhr, im Physiksaal der Goetheschule. Der Bezirk L i ch veranstaltet am kommenden Mittwoch, 14.30 Uhr, in der Turnhalle zu Lich eine Tagung der Arbeitsgemeinschaft „Körperliche Erziehung". Die Arbeitsgemeinschaft „Volksschule" trifft sich am gleichen Tage um 15.30 Uhr im Schulsaal im Rathaus zu einem Vortrag von Pfarrer K o d d i n g über „Vorgeschichtliche Besiedelung der Wetterau". Versammlung des Hubertus. Der „Hubertus" Verein weidgerechter Jäger, Sitz Gießen, hielt im „Hessischen Hof" feine sehr gut besuchte Dezernberversammlung ab. Eingangs gedachte der Vereinsführer August Pascoe in warm empfundenen Worten des Ablebens des Hegemeisters i. R. M a n h s in Krofdorf, des treuen Mitgliedes, des kerndeutschen Mannes und Waidmannes von rechtem Schrot und Korn, des über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannten Abrichters und Führers des Deutschen Gebrauchshundes. Sodann konnte er der Versammlung bekanntgeben, daß das zukünftige Schicksal des „Hubertus" entschieden ist. Der Verein wird auch fernerhin bestehen bleiben, und zwar sich in seiner Tätigkeit vor allem der Prüfung des Deutschen Gebrauchshundes zur Jagd zuwenden. Seit dem Jahre 1921 schon pflegt er dieses Arbeitsgebiet, die Jugend- und Verbandsgebrauchsprüfungen bei Gießen find weithin bekannt geworden und haben den Namen des Vereins in der ganzen deutschen Jägerwelt bekannt gemacht. Heute, wo das Gesetz bei einer bestimmten Reviergroße das Vorhandensein eines brauchbaren Vorstehhundes verlangt und wo der Jungjäger in der Jägerprüfung nachweisen muß, daß er einen Hund zu behandeln und zu führen versteht und beim Versagen in diesem Fache den Jagdschein nicht erhält, kommt dieser Tätigkeit eine vermehrte Bedeutung zu. Daneben wird auch fernerhin die Möglichkeit bestehen, die treue Fagdkameradschaft zu pflegen, die den Verein zu seinen Leistungen befähigt hat, und die von Revier zu Revier zum Wohle des Wildes geknüpften Beziehungen weiter zu pflegen. Die Umstellung in der Zielsetzung wird dadurch zum Ausdruck kommen, daß der Verein am 1. Januar 1935 den Namen „Hubertus" - Gießen (im RDH.) annimmt. Eine Hauptversammlung wird dann auch die neue Satzung festlegen. Diese Nachricht loste bei allen Anwesenden lebhafte Genugtuung darüber aus, daß auch in Zukunft dem Vereine noch die Möglichkeit zu erfolgreicher Arbeit für die deutsche Jagd geboten ist. Oberforstmeister Lipp berichtete sodann als Beauftragter des Winterhilfwerkes über die Wildspende der deutschen Jägerschaft. Die Mitteilungen ließen erkennen, daß hier Sorge getragen worden ist, daß das Wild auch in wirklich einroanbfreiem Zustande den notleidenden Volksgenossen dargeboten werden wird. Diese Nachricht und die weitere, daß bereits das erste Wildgericht verteilt werden kann, weil jetzt schon eine ganze Reihe von Revieren abgeliefert haben, erweckte besondere Freude^ Schließlich sprach noch Studienrat Holzel über einzelne Arbeitsgebiete der deutschen Jägerschaft, insbesondere über die Pflichtschießen mit Büchse, Flinte und Pistole, die vom kommenden Jahve an jeder deutsche Jäger jedes Jahr mitmachen muß, ferner über die Tätigkeit der Jägerehrengerichte, die durch Verhängung von hohen Geldstrafen und Entzug des Jagdscheines jetzt schon gezeigt haben, daß der Wille ernstlich vorhanden ist, die ungeeigneten Elemente aus der deutschen Jägerei auszuschalten und die Jägerehre wieoer herzustellen. ♦ ** Ehrung von Hausangestellten. Der Alicefrauenverein des Deutschen Roten Kreuzes berichtet uns: Am 3. Dezember fand die alljährliche Auszeichnung der Hausangestellten, die fünf, zehn und fünfzehn Jahre in einer Familie gedient haben, statt. Eine „Stiftung" ist die Trägerin dieser schonen Feier, der Alicefrauenverein der ausführende Teil. 59 Jubilarinnen wurden durch Ansprache und Geschenke ausgezeichnet, von berufenen Kräften unterhalten und zum Schluß bewirtet. Stolz können wir sein auf deutsche Treue, deutschen Fleiß und deutsche Kraft! ** Todesopfer der Arbeit. Am Samstag verunglückte bei der Arbeit der 62 Jahre alte Holzhauer Jost Rieb in Odenhausen bei Holzfällerarbeiten. Der bedauernswerte Mann wurde in schwer verletztem Zustande in die Gießener Klinik gebracht, wo er kurz nach seiner Einlieferung verstarb. Der Verunglückte hinterläßt eine Famibie mit großer Kinderzahl. Treu zur Saar — treu zum Reich! Eindrucksvolle Kundgebung der Gießener und Marburger Burschenschaft, saardeutscher und Gießener Brüder und Schwestern. Die Gießener Burschenschaft, die seit mehreren Jahren die deutschen Volksgenossen im Warndtgebiet (Saar) betreut, hat 83 Volksgenossen des Gesangvereins Groß-Rosseln aFs gern auf^enommene Gäste nach Gießen gebracht, um ihnen das Deutschland Adolf Hitlers zu zeigen, wie es in Wahrheit ist. Anläßlich dieses Besuches fand gestern abend in der vollbesetzten Aula der Universität eine Kundgebung statt, zu der die Gießener Burschenschaft, zahlreiche Volksgenossen aus Gießen und die Marburger Burschenschaft erschienen waren, so daß die Aula voll besetzt war. Die Kundgebung nahm einen außerordentlich eindrucksvollen Verlauf, sie wird allen Teilnehmern, insbesondere aber den Brüdern aus dem Saargebiet, noch lange in bester Erinnerung bleiben. Der Musikzug der Standarte 116 unter Leitung des Musikzugführers Herrmann eröffnete den Abend mit einer ausgezeichneten Darbietung. Hierauf folgte der feierliche Einzug der Fahnen. Sodann wurde vom Akademischen Gesangverein unter Leitung von Professor Dr. T e m e s v a r y der Chor „L Deutschland, Deutschland, Vaterland" prächtig gesungen. Der Sprecher der Gießener Burschenschaft cand. med. Martin begrüßte hierauf die große Versammlung, vor allem die saardeutschen Brüder, dann alle Gäste und wies anschließend auf den oben bezeichneten Zweck des Abends hin. Der Leiter des Lahngaues der Burschenschafter- Ortsgruppen, Dr. W a l b r a ch (Gießen), sprach im Namen der alten Burschenschaften Worte des Dankes für die Veranstaltung dieses Abends und dankte dann den deutschen Brüdern von der Saar für ihren Besuch. Weiter wies er auf die Schicksals- Verbundenheit aller Deutschen hin, erinnerte an das große Erleben im Weltkriege und gedachte der im Kriege und im innerdeutschen Freiheitskampfe für das Vaterland gefallenen Brüder. Er betonte, daß es für uns keinen Unterschied gebe, wenn es um Deutschland gehe, und er hob mit Nachdruck hervor. Junge dafür geben würde, hier einmal so ganz privat und heimlich einbringen zu können?" „Und ist das niemals geschehen?" fragte Friedrich Borgloh. Mac Lean schüttelte lachend den Kops: „Ich habe so einige kleine Sicherungen um mich herum, die man nicht ohne weiteres erkennt, die aber einem unbefugten Eindringling immerhin unangenehm werden konnten. Aber kommen Sie — nun, sehen Sie, da bringt der gute Talby auch schon die Sandwiches und den Wein. Ich habe es schon alles mundgerecht anrichten lassen, Mister Borgloh, da brauchen wir uns nicht lange aufzuhalten und können gleich sprechen. Nun hatte sich die Tür hinter dem Diener geschlossen. Friedrich Borgloh sah den Detektiv mit angstvoller Frage an: „Nun — was haben Sie' entdeckt, Mac Lean? Ich bitte Sie, sagen Sie es mir ohne Umschweife! Was ist mit meiner Frau?" Der Detektiv zuckte die Achseln: „Ja, lieber Borgloh, so einfach ist die Frage nicht zu beantworten! Was mit Ihrer Frau ist, weiß ich selbst noch nicht; aber etwas Gutes bestimmt nicht! Ich habe da ein Erlebnis gehabt, das mir wenig gefallen hat. Aber Sie müssen mir versprechen, ruhig zu bleiben, keine Unbesonnenheiten zu begehen und vor allen Dingen Ihrer Frau gegenüber nichts zu erwähnen von dem, was ich Ihnen erzähle. Ueberhaupt dürfen Sie offiziell von nichts wissen und dürfen auch offiziell nicht mit mir in Verbindung stehen. Sie müssen, bis ich Ihnen einen Wink gebe, vollkommen unbefangen und harmlos tun. Glauben Sie, sich das zuzutrauen?" Friedrich Borglohs Gesicht war sehr bleich geworden Er preßte die Lippen zusammen. Ein Zug eiserner Entschlossenheit lag um feinen Mund. Sein gütiges Gesicht war jetzt vollkommen verändert. Mac Lean mußte daran denken, was man sich von dem afrikanischen Aufenthalt Borglohs erzählt hatte. Bei einer gefährlichen Expedition hatten einmal die Träger gemeutert. Da hatte Friedrich Borgloh — ein Weißer gegen sechzig Schwarze — sie mit der Waffe in der Hand gezwungen, die Expedition fortzusetzen; hatte fünf Tage allein mit den rebellischen Leuten im Urwald gelebt! Sie hatten sich seinem Willen gefügt. Und er war unversehrt mit reicher wissenschaftlicher Ausbeute zurückgekehrt. Wenn man Friedrich Borgloh so sah, wie er jetzt ausschaute, dann konnte man diese Erzählung begreifen. Das war ein Mann, der trotz aller Güte der Seele hart fein konnte, wo es galt. So begann Mac Lean zu erzählen. Er schilderte, wie er, als Zigarettenhändler verkleidet, mit einem Schnurrbart, der ihn unkenntlich machte, gegenüber dem Hause Friedrich Borglohs gewartet hatte. Er erzählte von dem jungen Manne mit dem scharfgeschnittenen, dunklen Gesicht, der sich bei ihm die Schachtel Memphis-Zigaretten gekauft hatte. „Ich hätte zunächst gar nicht daran gedacht", sagte er, „daß dieser junge Mann irgendeine Figur sein könnte in dem Spiel, das ich aufdecken wollte. Ich hielt ihn zunächst für einen harmlosen Sira« ßenpassanten. Dann aber sah ich, wie er mit der Zigarette ein deutliches Zeichen zu den Fenstern Ihres Hauses heraufgab. Ich sah weiter, daß der Vorhang zweimal schnell auf- und zuge^ogen wurde. Nach kurzer Zeit verließ eine schone junge Dame, die ich vom Bild her als Ihre Frau erkannte, das Haus." „Also einen Liebhaber!" sagte Friedrich Borgloh zwischen zusammengebissenen Zähnen. „Eine bittere Enttäuschung für mich, lieber Mac Lean!" Mac Lean sah Borgloh mitleidig an: „Gewiß wäre das eine bittere Entdeckung, Borgloh! Aber leider sieht die Sache noch viel schlimmer aus! Ein Flirt, du lieber Gott! So manche junge, romantische Frau glaubt, sie wäre ohne einen Flirt keine vollkommene Lady. So etwas braucht noch nicht weit gediehen zu sein.' Bei einiger Klugheit kann ein Mann wie Sie einem so jungen Geschöpf wie Ihrer Frau derartige Dinge wohl austreiben. Aber ich habe ernsten Grund zu glauben, daß dieser junge Unbekannte fein gewöhnlicher Verehrer von Mistreß Borgloh ist. Horen Sie weiter!" Nun schilderte Mac Lean das Verhalten Eva Borglohs, den Wechsel des Autos und ihre Fahrt mit dem • jungen Manne in das Teerestaurant. Und weiter erzählte er dem entsetzt Zuhörenden von dem unheimlichen Ueberfall in dem Hause in London Docks. „Um Gottes willen!" sagte Friedrich Borgloh heiser. „Was ist das für eine fürchterliche Sache? Um ein Haar wären Sie um meinetwillen umge- fommen, Mac Lean!" Er griff erschüttert nach Mac Leans Hand. Mac Lean sagte sorglos: „Sehen Sie, Borgloh, solange man immer nur ,um ein Haar' umkommt, geht die Sache noch. Und außerdem kann ich Ihnen sagen, diese mysteriöse Angelegenheit interessiert mich jetzt so, daß ich sie weiterverfolgen würde, auch wenn Sie selbst fein Interesse daran hatten." „Und was ist Ihre Meinung von der ganzen Sache, Mac Lean? Sie müssen sich doch irgendwie ein Bild gemacht haben!" „Allerdings! Wenn man auch noch so vorsichtig urteilen will — das eine scheint mir festzustehen: Ihre Frau, lieber Borgloh, ist ttgendwie in Händen von Verbrechern. Warum und wielo, zu welchem Zweck, ist mir vorläufig noch vollkommen unklar. Das herauszubekommen, wird die nächste Aufgabe fein." „Und wie werden Sie das erreichen?" fragte Borgloh. (Fortsetzung folgt 1) daß das Saargebiet unlöslich mft dem deutschen' Vaterlande verbunden sei. Se. Magnifizenz der Rektor Professor Dr. P s a h - l e r begrüßte die saardeutschen Brüder im Namen der Universität herzlichst und dankte ihnen für den Besuch, aber auch der Burschenschaft, daß sie diesen Besuch vermittelte. Mit Freude unterstrich er die Ueberzeugung von der innigen Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit der saardeutschen Brüder und der Volksgenossen im Reiche, und er knüpfte daran die Versicherung, daß, wie die Treue der Saardeutschen zum deutschen Vaterlande, in gleicher Weise die Treue des Reiches zur Saar eine Selbstverständlichkeit ist. Die Liebe und Hochachtung ganz Deutschlands sei den deutschen Brüdern und Schwestern an der Saar um ihrer Leidenszeit um des Vaterlandes willen gewiß, ihre Heimkehr zur Mutter Deutschland unter Führung von Adolf Hitler werde schön für sie sein, und mit inniger Freude werde man sie überall im Vaterlande bei der Rückkehr willkommen heißen. Der Führer der Ortsgruppe Gießen des Bundes der Saaroereine, Herr Thum, hieß die Landsleute in Gießen herzlich willkommen, gab seiner Freude Über diese Kundgebung Ausdruck und erinnerte an die freudig dargebrachten Opfer des Saargebietes in den Kriegsjahren. Er ließ unter stürmischer Zustimmung seine Worte ausklingen in dem Bekenntnis: Nicht für den Status quo, nicht für Frankreich, sondern Rückkehr in das geeinte Deutsche Reich, zu unserer großen Mutter Deutschland. Nach einem weiteren Gesang des Akademischen Gesangvereins sprach in Vertretung des Führers der Gießener Studentenschaft stuck. B a l d w e i n, der nach Grußworten an die saardeutschen Brüder und an die übrigen Gäste die Anerkennung der Gießener Studentenschaft für die Arbeit der Burschenschaft an der Saar zum Ausdruck brachte und die zuversichtliche Hoffnung verkündete, unsere saardeutschen Brüder bald als freie Deutsche im freien Saarland begrüßen zu können. Der Gesangverein Groß-Rosseln brachte hierauf ein dreiteiliges Chorwerk „Schwur des Volkes" für Orgel, Sprecher und Gesang von Walther Rein zum Vortrag, das in erschütternder Weise die nationale und völkische Not der deutschen Brüder und Schwestern an der Saar zum Ausdruck brachte, zugleich aber auch ein wuchtiges Bekenntnis zum deutschen Vaterlande und zur deutschen Freiheit war. Der gewaltige Beifall am Schlüsse der Darbietung war ein überwältigendes Bekenntnis zur deutschen Saar und herzlicher Dank an die Sänger. Ein Redner aus dem Saargebiet hielt anschließend die Hauptansprache des Abends, in der er zunächst an Hand der Geschichte in einwandfreier Weise bewies, daß das Land an der Saar urdeutsch ist, die dortigen Volksgenossen mit vollem Recht die Heimkehr zum deutschen Daterlande fordern und am 13. Januar 1935 auch bekunden werden. Weiter wies er auf das Streben der französischen Politik hin, diese Heimkehr ganz oder wenigstens zum Teil zu verhindern, um für Frankreich daraus wirtschaftlichen Vorteil zu ziehen. Er beschäftigte sich ferner mit dem schweren Ringen an der Saar, kennzeichnete dabei das Treiben der Separatisten und Emigranten, die Haltung der Regierungskommission und die gewaltige moralische Kraft und starke Geschlossenheit der in der Deutschen Front zum Bekenntnis für das deutsche Vaterland geeinten Volksgenossen. Mit Dankbarkeit sprach er van der Betreuungsarbeit der Gießener Burschenschaft, mit herzlichen Worten begrüßte er das große Werk Adolf Hitlers, bekannte sich mit aufrichtiger Freude zu dem vom nationalsozialistischen Ideengut erfüllten neuen Deutschland und zu der Geschlossenheit aller wahrhaft deutschen Menschen. Seine Rede klang aus in einem starken Treue- gelobnls für das deütfche Vaterland. Anschließend wurde gemeinsam das Saarlied gesungen. Hierauf berichtete Studienassessor Mühl (Gießen) über die Betreuungsarbeit der Gießener Burschenschaft an den saardeutschen Volksgenossen im Warndt, wobei er in packender Weise aufzeigen konnte, wie segensreich diese Arbeit ist und wie außerordentlich dankbar sie von den deutschen Brüdern und Schwestern der betreuten Orte ausgenommen wird. Er betonte mit Nachdruck und unter stürmischem Beifall der saardeutschen Brüder, daß die Verbindung der Gießener Burschenschaft mit den deutschen Bewohnern des Warndt mit dem 13. Januar 1935 nicht aufhören werde, sondern daß diese Bande der Volksgemeinschaft auch weiterhin bestehen bleiben sollten und vor allem deutlich sichtbar würden bei der Befreiungsfeier nach der Heimkehr zum deutschen Daterlande. Im Anschluß an zwei weitere Vorträge des Gesangvereins Groß-Rosseln brachte der Wortführer der saardeutschen SSnger deren Dank für die überaus herzliche Gastfreundschaft, ihr Treugelöbnis für das gemeinsame deutsche Vaterland und ihr Bekenntnis zum Deutschland Adolf Hitlers zum Ausdruck mit der Versicherung, daß das saardeutsche Volk am 13. Januar 1935 mit dem Stimmzettel sich die deutsche Heimat und die deutsche Freiheit wieder erringen werde. Der Redner schloß mit begeisterten dreimaligen Sieg-Heil-Rufen auf das deutsche Vaterland und seinen großen Führer Adolf Hitler. Freudig stimmte die große Versammlung in diese Rufe ein, anschließend wurden gemeinsam die ersten Verse des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes gesungen. Mit dem feierlichen Ausmarsch der Fahnen fand die Kundgebung ihren Abschluß. Anschließend waren die Teilnehmer des Abends von den Verbindungen der Gießener Burschenschaft zu einem kameradschaftlichen Beisammensein in den Verbindungshäusern eingeladen. Die Totenmaske Justus von Liebigs. Zwei öffentliche Vorträge in der Gesellschaft Liebig-Museum. Jrn Hörsaal des Liebig-Museums sprach Geheimrat Professor Dr. R. Sommer gestern über „Die Totenmaske Justus von Liebigs". Bekanntlich hatte vor einigen Jahren Freifrau Auguste von Liebig in München dem Gießener Liebig-Museum eine solche gestiftet, und außerdem war eine Totenmaske im Deutschen Museum in München vorhanden. Geh. Rat Sommer ist der Herkunft dieser beiden Totenmasken nachgegangen. In der Zwischenzeit hatte der am letzten Liebig-Familientag in Gießen anwesende Schweizer Bildhauer Wilhelm Knapp in Basel, ein Nachkomme von I. v. Liebigs Schwester Elisabeth, an Hand eines von Regierungspräsident v. Harnack dem Museum geschenkten Bildes und der hier vorhandenen Totenmaske eine ausgezeichnet gelungene Kopie hergestellt, von der der technische Assistent an der Nervenklinik, Wilhelm Wulkau, ebenso gut gelungene Positive angefertigt hat. Nun war die Idee verbreitet, daß die im Deutschen Museum in München vorhandene Totenmaske das eigentliche Original wäre, und es mußte sich Herausstellen, wie sie sich im Verhältnis zu der Gießener Maske verhält. Die beiden Totenmasken sind, wie nun ermittelt wurde, im genealogischen Sinne Geschwister, weil die Gießener und die Münchener Maske Positive, also gleichwertig sind. Geh. Rat Sommer ging dann auf den Ausdruck dieser Masken ein, wobei er vorausschickte, daß Justus v. Liebigs Kopf den dinarifchen Typ auf- weist, und er gab die interessantesten und charakteristischen Ausdrucksformen der Gesichtszüqe des Meisters wieder. Als das charakteristische Merkmal bezeichnete er die Stirnform als den Ausdruck geistiger Spannungen, die Anordnung der Stirnfalten, die den Menschen mit einer liebenswürdigen und humoristischen Verschmitztheit verraten, und schließlich die Mundpartie, die einen merkwürdig friedlich-freundlichen Ausdruck aufweist, als wenn gleichermaßen eine Verklärung in Liebig vorgegangen wäre. Diese Annahmen werden auch bestätigt, durch Dolbard, den Biographen Liebigs. Diese Annahmen gehen aber auch aus einem Brief des Historienmalers Professors Ludwig Tbiersch (1825 bis 1909), einem Bruder des berühmten Chirurgen Carl Thiersch, hervor, der eine Tochter Justus v. Liebigs qebeiratet hatte. Dieser schrieb u. a., nachdem I. v. Liebig am 18. April 1873 nach etwa Utägiqer Krankheit an einer Lungenentzündung gestorben war „... um V»? Uhr hat er (Liebig) mit einem tiefen Atemzug feine Seele ausgehaucht, wie Frau von Liebig sagte, als wenn er (Justus v. L.) sagen wollte: „Jetzt ist mir's wohl", und in der Tat, von da an waren feine Gesichtszüge, welche etwas Schmerzhaftes und Gedrücktes während der Krankheit hatten, heiter und ruhig." — Aus diesem Brief geht dann aber auch die Herkunft der Totenmaske hervor. Es heißt darüber: „Carriers (Liebigs Schwiegersohn) wollte den Gipsgießer Rettinger nehmen, ich schlug jedoch Kreittmayr (Konservator) vor und so gelang der Abguß vollkommen. Den ersten Abguß bekam ich (Ludwig Tiersch) selbst. Die Totenmaske fliegt die edlen Züge des großen Mannes in jenem friedlichen Zustande, der nur solchen Männern eigen ist, die in stetem Forschen nach Unbekanntem, aber Dorausgeahntem und sicher Erwartetem ihr Leben verbringen." Im Nachlaß von Ludwig Thiersch (1909/1910) fanden sich dann zwei Totenmasken. Darüber schreibt ^rau Julie Hellguist, geb. Thiersch, Ludwig Thiersch Tochter u. a.: „Im Nachlaß fanden sich zwei Totenmasken, und aus Angst, daß sie bei dem schnellen Auflösen des Haushaltes Schaden leiden könnten und mein Carl Ludwig (Frau Juliens Sohn, ein Künstler, der im September 1914 im Weltkrieg fiel) so befreundet war mit Hella (Auguste von Liebigs Tochter, jetzt Frau Hauptmann Bedenk in München) haben wir die Totenmaske ihnen zum Andenken gegeben und für die andere aus gelber Masse — unheimlich lebensvoll — übernahm Ferdinand Loewe (oö. Professor an der Technischen Hochschule in München, Julien Hellquists Schwager) es, sie dem Deutschen Museum (in München) zu stiften. Herr Amtsgerichtsrat I ö ck e l (ein Nachkomme von Liebigs Schwester Luise, verheiratete Hilß) hatte bann in München die Angaben bestätigt gefunden. Es ergibt sich aus den Briefen einmal die Bestätigung der Annahme Geh. Rats Sommers über die Ausdrucksformen und zweitens, die gleichwertige, wertvolle Art der Gießener und der Münchener Totenmaske Liebigs. Leider ist es noch nicht möglich geworden, das Negativ, den ersten Abguß, aufzufinden. lieber Frau Hauptmann Bedenk, die nun bei Freifrau Auguste von Liebig in München wohnt, wurde dann die eine Totenmaske dem Gießener Museum gestiftet. * In einem zweiten Dortrag übernahm es Studienreferendar Helmut Henning, „über die von der Familie des Herrn Dr. W a s l £ gestiftete Steinsammlung zu sprechen, die er in monatelanger Kleinarbeit neu eingekeilt und ungeordnet Rath * sagte dazu, daß die Steine in der Chemie eine wi^' tige Rolle spielen, besonders in der von Justus n?' Liebig in Deutschland begründeten und gefördert- Agrikulturchemie, die die Bodenbestandteile ™ j?1 tersuchen hat, um sie durch die Hinzuführuna für ein gedeihliches Wachsen der Pflanzen notwev digen Stoffe vollwertig zu erhalten. Er wies aus di' chemischen Bestandteile der Gesteine hin, |0 xJ’ manche wichtig sind für die Darstellung djemii^! Verbindungen, wie fl. B. Kalkstein, in dem Ä lensäure hergestellt wird, und der der Ausgana-' punkt für Kalzium-Verbindungen ist. Gips hat ejn' ähnliche Bedeutung. Der Redner ging dann auf £ Beziehungen der Gesteine zur Chemie ein unb QQl" eine kurze Uebersicht über die Entstehung der Stein- ihre hauptsächlichste Einteilung und ihre Zusammen setzungen. Sein Hinweis auf die Gesteinskunde ur\ die buntschillernden Gesteinsarten, von denen hü Waslesche Sammlung allein 755 Stück enthält fi schloß der Redner, möge auch den Laien im Lieb^' schen Sinne anregen, die kleinsten Lebensrequn^ auch in der dem Anschein nach toten Gesteins^, aufmerksam zu betrachten, um sich dadurch mit ihn umgebenden Natur vertraut zu machen y sich Freude am Leben zu schaffen. Geh. Rat Sommer, zeigte noch merfmiirt. Gesteinsbildungen und sprach die Absicht aus, ( Liebig-Museum in Zukunft dem Dienste der Solls, künde dienlich und es im Sinne eines beobacht den, naturwissenschaftlichen Unterrichtes der meinheit nutzbar zu machen. Dem Vorstand mer\- bestimmte Vorschläge in dieser Hinsicht unterbreit« werden. Dabei soll angestrebt werden, daß je?e. Volksgenosse dazu geführt wird, in der Natur, di! ihn umgibt, sich zu Hause zu fühlen. Die sirb?-( soll voraussichtlich in Verbindung mit dem Reich;. I bund für Volkstum und Heimat Dorgenomim werden. Ortsgruppe Gießen-Aorv des Amtes für Doikswohlfahrt. Am Mittwoch, 12. Dezember, wird die Pfund- fammlung in der Ortsgruppe Gießen, Nord durchgeführt. Die Spender wollen dir Spenden mit Gewichts- und Inhalts-Aufschrift versehen und so bereithalten, daß sie von 9 Uhr ab von unseren Amtswaltern und Amtswalterinnen m Empfang genommen werden können. RunDfunfproflratnm. Dienstag, 11. Dezember. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik!. 6.30:@gm- rtaftif II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgech^h — Choral. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gym/rch:. 9.15: Im Volkston. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk: Die Brüder Grimm, eine Hörfolge. W. Praktische Ratschläge für Küche und Haus. WX-v. Musikalischer Gabentisch. 12: Mittagskonzert 1. W | Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus bm Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nch richten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachricht 15.15: Für die Frau. 16: Bunter Nachmittag. 1t Italienischer Sprachunterricht. 18.15: Aus Wirtschch und Arbeit, Kurzberichte. 18.30: Druden-Steine uni Kalvarienberge. Bretonische Reisetage. 18.45: Pcckü schwedischer und deutscher Volkslieder I. 19.15: Der Zeitfunk bringt Tagesspiegel. 19.30: Perlen schweb- scher und deutscher Volkslieder II. 20: Nnchnchlk 20.10: Sinfonie Nr. 5 L-Moll op. 64 von P. lidp kowsky. 21: Die Diamantenjäger. Ein lustiges Fun'.- abenteuer. 22: Nachrichten. W WULM W 1 8in neues ffefdjenköudj für ^Naturfreunde AMaUschttS LKtzK« Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm Von Karl Otto Bartels 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben und ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Or. Oeegener, Universität Berlin, preis: karton. Reichsmark 3.90, gebund. Reichsmark 4.80. 3n meisterhaften Lichtbildern hat hier einer der feinsinnigsten Beobachter die wunderbarsten Ttatururtundcn jener kleinen Tierwelt zufammengetragcn, deren Leben-gewohnheiten im allgemeinen sehr wenig bekannt sind. Auch in den kleinsten Dingen offenbart dieAatur ihre Schönheiten, die und Menschen tief beglücken können, wenn wir sie zu sehen verstehen. Verlangen Sie kostenlos das bebilderte Werbeblatt Zu beziehen durch jede Buchhandlung Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde ZMWMilklMW Dienstag, den 11.Dezember 1934, 14 Hbr, sollen im „Löwen" hier, Neuenweg 28 bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe in obigem Lokal) zwangsweise gegen Barzahlung versteigert werden: 1. bestimmt: 31 Späten f. SA., 1 Waage mit 2 Schalen, 1 Flügel, Büsten u. 1 Trockenhaube für Friseure, 1 Elektrolux-Wascher, 1 Damenfahrrad, ca. 500 Roll. Tapeten. 2. Voraussichtlich bestimmt: 1 größere Partie Schuhe aller Art. 3. 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