Erscheint täglich, außer ÄH® • © Annahme von Anzeigen Sonntags und Feiertags ^F Cv für die Mittagsnummer Beilagen: Die DDuitnerte j ▲ A Kä A AA A AÄ MW AA A. A A .A A AA 6is8'/,Ul)ri>es-d bilden den Ausklnng der tungsbehörben unverzüglich unb mit allem Nachbruck einzuschreiten unb Strafen zu beantragen, bie ber befonberen Gemein- schäblichkeit berartiger Verfehlungen Rechnung tragen. Soweit irgend angängig, ist von bem be- schleuniaten Verfahren bes § 212 STPO. Gebrauch zu machen. Eine Einstellung auf Grund des § 153 ber Strafprozeßorbnung wirb grundsätzlich abzu- lehnen sein." Die AS-Hago im Kamps gegen unberechügte Preissteigerungen. Berlin, 9. Nov. (DNB.) Die oberste Leitung ber PO., Hauptamt ber NS. - Hago , gibt bekannt, baß in Versammlungen für bie Mitglieber der NS.-Hago unb ber Reichsbetriebsgemeinschaften 17 unb 18 in ber Deutschen Arbeitsfront bie Mitglieber über ben Sinn unb bie Durchführung der Aktion gegen unberechtigte Preissteigerungen unterrichtet werden sollen. Ferner werden durch besondere Beauftragte Erhebungen in den Geschäften angestellt werden, bie lebiglich als Materialsammlungen zu werten sinb. Mit der Anstellung dieser Erhebungen sind nur politische Leiter beauftragt worden, die mit einem besonderen Ausweis versehen sind. Die Erhebungen dürfen nicht zu Ein- Äin die Preisgestaltung benutzt werden. Alle enossen aus Handwerk und Handel werden um Unterstützung gebeten. Von allen Parteigenossen aus Handwerk und Handel wird erwartet, daß sie aus eigener Initiative aus ihrem Geschäft ben guftänbigen Ortsgruppen-Amtsleitungen ber NS.-Hago Material über unberechtigte Preis- fteigerungen zur weiteren Verwenbung zustellen. Aus aller Wett. Matuschka und der „(Seift Seo*. Im Matuschka-Prozeß in Budapest beantragte ber Verteibiger bes Angeklagten bie Vernehmung von 11 Zeugen, barunter ber Tochter des Angeklagten. Nach den Aussagen dieser Zeugen soll in einem Budapester Caföhaus ein Hypnoti - eur namens Leo erklärt haben, er könne Matuschka hypnotisieren unb ihn zur Sprengung von Häusern bewegen. Bei ber Verlesung verschiedener Polizeiberichte und Untersuchungsprotokolle machte Matuschka neue Angaben. Er sei mit einem Zauberkünstler „Leo" 30 bis 40 mal in Budapest zusammengetroffen. „Seo" sei verheiratet und 55 Jahre alt; er sei ein „religiöser Mensch". Nach den Protokollen soll Matuschka „Leo" einmal so verprügelt haben, daß dieser ins Krankenhaus gebracht werben mußte. Die Derteidigungsver-suche des An- geklagten, der immer wieder die gleichen Erklärungen abgab, werden schließlich mit der Feststellung unterbrochen, daß seine Aussagen erlogen seien. Das Verhör des Angeklagten ist im wesentlichen abgeschlossen worden. Da Matuschka geständig ist, spielen die dem Gerichtshof oorgelegten drei bis vier Meter langen Schienenstücke, Eisenröhren unb Sprengmaterialien als Beweismaterial feine weitere Rolle. Im letzten Verhör verhielt sich Matuschka völlig teilnahmslos unb bekundete nur Interesse, wenn das Verhör auf den „Geist Leo" zu- rückkam. So gab er an, daß auch Trotzki eine Verkörperung bes „Geistes Leo" fei. Aus bie Frage des Präsidenten, aus welchem Grunde er die Anschläge immer an seinem Namens- ober Hochzeitstag begangen habe, antwortete Matuschka lakonisch, das sei ein Wunder. Japanischer Frachtdampfer in Flammen. — Die gesamte Besatzung verloren? Auf dem japanischen Frachtdampfer „Raman Maru" ber Gesellschaft Chosen-Yusenkaisha ist wäh- renb eines Sturmes auf ber Höhe ber Insel Sabo im Japanischen Meer Feuer ausgebrochen. Auf bie ausgesanbten 808-Rufe begaben sich bie in ber Nähe bes Unglücksortes liegenben Schiffe auf bie Suche zur Rettung bes gefährdeten Dampfers. Sie mußten jedoch ihre Nachforschungen als erfolglos aufgeben. Die einzige Hoffnung besteht noch darin, daß bas Schiff in bie Gegenb von Wladiwostok abgetrieben worben ist. Die Besatzung, bie 42 Mann betrug, hat bas brennenbe Schiff in ben Rettungsbooten verlassen. Man glaubt, baß alle 42 Mann in bem immer noch wütenben Sturm umgekommen sinb. Wettervoraussage. Der im Kanalgebiet üegenbe kräftige Tiefdruckwirbel hat Lage unb Stärke wenig geänbert, seinen Einfluß aber jetzt auch auf ^mfer Gebiet ausgedehnt. Die Nieberschlagstätigkeit wird sich im Laufe bes Samstag noch verstärken unb auch am Sonntag noch fortsetzen. In Gebirgslagen kann mit beginncnber Abkühlung gerechnet werben. Aussichten für Sonntag: Wolkig bis bedeckt, weitere Nieberschläge (auch im Gebirge meist Regen), Temperaturen wenig geänbert, meist südliche unb östliche Winbe. Hauptschriftletter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. X. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'jche Unioersitäts Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf» mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Berlin, 9. Nov. (DNB.) Der Reichskommissar für Preisüberwachung Dr. Gördeler erklärte der Presse u. a., daß die Preise und die Löhne für bie Sicherstellung des Erfolges ber von ber Reichsregierung eingeleiteten umfaffenben öffentlichen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen ein ent- scheidendes Gewicht hätten. Es müsse daher alles geschehen, um sie zu halten. Dies sei aus ber Lohnseite durch bie Deutsche Arbeitsfront mit aller Hingabe unb bester Disziplin gescheh en. Leiber könne ein Gleiches von ber Preisse11e nicht gesagt werden. In den letzten Monaten habe die Preissteigerung auf vielen Gebieten einen Umfang angenommen, der für die große Masse der Bevölkerung unerträglich sei. Während gegen eine Preissteigerung auf dem Gebiete des Luxusbedarfs nichts einzuwenden fei, könne bei Gegenständen des täglichen' Bedarfs das freie Spiel der Kräfte zu untragbaren Belastungen führen. Angesichts der Verarmung bes deutschen Volkes infolge des Diktats von Versailles und der in einer Reihe von Wirtschaftsgebieten sehr niedrigen Löhne bestehe für eine kraftvolle und einsichtige Staatsführung die Notwendigkeit, das Spiel der Kräfte in geordneten Grenzen zu halten. Aus diesem Grunde fordert der Preiskommissar von jedem Betriebsführer, Handwerker und Kaufmann auf dem Gebiete der Preisgestaltung ein ähnliches Opfer, wie es der Arbeiter durch das Sichabfinden mit seiner heutigen Lohnhöhe bringen muß. Dieses Opfer sei um so mehr zu verlangen, als sich die wichtigsten preisbildenden Faktoren nicht erhöht haben. Die Löhne sind nicht gestiegen, die Zinsen sind nicht gestiegen. Die Steuern sind nicht gestiegen, im Gegenteil, durch gewisse Wahnahmen erleichtert. Die Betriebskosten sind nicht gestiegen. Die Entwicklung unserer handelspolitischen Lage macht die Nachprüfung erforderlich, ob hier etwa unausweichliche Erhöhungen ber Rohstoff- preise vorliegen. Erhöht sinb ferner gewisse E r • nährungskosten aus Gründen, bie bie Reichs- regierung in aller Offenheit unb mit vorbedachtem Ziel bem beutschen Volk vor Augen geführt hat. Nach ben im beutschen Vaterlanbe vorhanbenen Fertig- unb Halbfabrikaten unb Rohstoffen aller Art ist zu irgenbwelchen Beunruhigungen in ber Richtung, baß bie Deckung bes täglichen Bedarfs gesährbet sein könnte, keine Veranlassung. Es wirb alles getan, um unsere Lage burch Wiederbelebung bes Warenaustausches unb burch Stärkung ber Erzeugung heimischer Rohstoffe zu sichern. in alle Welt hinaus. Europa steht babei an ber Spitze, Amerika ist erst in letzter Zeit mehr in ben Vordergrund getreten. Einzelne Preise fielen auch nach Afrika unb Asien, nicht aber nach Sübamerika unb nach Australien. Im Jahre 1901, bem ersten Jahre ber Verteilung ber Preise, bie jeweils für ben Frieben, für bie Literatur unb für Physik, Chemie unb Medizin ausgesetzt sinb, gelangten gleich drei Preise nach Deutschlanb. Der Physiker Prof. W. K. Röntgen (München) erhielt ben Nobelpreis bieser Disziplin „in Anerkennung bes außer- orbentlichen Verbienstes, bas er sich burch bie Ent- beckung ber befonberen Strahlen erworben hat, bie nach ihm genannt worben sinb". Der Berliner Professor I. H. van f H o f i bekam ben Nobel- preis für Chemie, unb Professor E. v o n Behring (Marburg) ben ersten Nobelpreis für Medi- zin. Der „Friedenspreis^ ging bamals zu Teilen an Henri Dunant, ben Begrünber bes „Roten Kreuzes", unb an ben Stifter ber ersten französischen Friebensvereinigung, Fröböric P a f f y, beibe in Paris. Im übrigen zeigt ber Fall Köppen deutlich, daßlBevölkerung ihre Opferbereitschaft am beutbas Reichsjustizministerium mit ber Absicht, den lichsten beweist, muß es als bie schwerste Ver - noch heute bestehenben P a r t e i b e t r i e b imsünbigung am C * " " :“XA Vollstreckungsoerfahren grundsätzlich zu —■ beseitigen unb bie Leitung ber Vollstreckung einheitlich in bie Hanb bes Dollstreckungs- gerichtes zu legen, auf bem richtigen Wege ist. Der Reichsminister ber Justiz wirb ber Reichsregierung beschleunigt einen Vorschlag unterbreiten, bas Vollstreckungsoerfahren in biesem Sinne bie Preise ... ~ Stiftung grünbet sich auf bas Testament bes Schweben Nobel vom 27. November 1895 unb besaß ursprünglich ein Vermögen von 31,5 Millionen Schwebenkronen. In bem Testament bestimmte Alfreb Nobel: „Es ist mein ausbrücklichster Wunsch, baß bei ber Preisverteilung keine Rücksicht auf Die Zugehörigkeit zu irgenbeiner Nation genommen wirb, so baß ber Würbigste ben Preis erhält, ob er nun ein Skanbinavier ist ober nicht". So gingen benn bie Preise alljährlich Hochrentable Existenz biet, der Generalvertrieb uns.erstkl. patent. Marten-Haushaltartikels. Berk. Schlager erst. Ranges. Mit Betriebsmitteln v. einig. Hundert Mark ist lauf. boh. (Link, zu erzielen. Ang. unt. H. O. 902 an D. Schürmann, Anz.-Mittl. Düsseldorf. E?v SlrebsamenDamenu.Serren bietet bek. Bremer Firnm lohnend. Mitverdienst durch Vertrieb Bremer Qualitäts,- Kaffee,- Tee,- Kakao, eeozv Meist. Pers. find.risikolos steig. Verdienst. Leichte Absatzrnög- lichke t in Bekanntenkreisen. BartelsLGlafer.Brernen /10 MiMiel EinenKaufm. ob. einen abgeb. Beamten tön. wir in unserem Austend. unterbr. WerFleist u. fiut. Willen des. u.m. Mensch en red. Stand, umgeb. L, wird i. 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(z) Nizza. An der Riviera tut sich was: Monte Carlo soll eine Konkurrenz erhalten. Bisher wurde das 3war streng geheimgehalten, aber jetzt pfeifen es schon die Spatzen von den Dächern. Die verräucherten Ruinen des vor einigen Jahren abgebrannten Kasinos von Nizza sollen nämlich in eine prachtvolle Spielbank verwandelt werden. Mit dem ausgesprochenen Ziel, Monte Carlo zu entthronen. Wer, von der Spielleidenschaft besessen, sein Vermögen nicht früh genug klein kriegen kann, wird also künftig tn Nizza Gelegenheit dazu finden. Ein kleines Geheimnis ist allerdings noch ungelüftet geblieben: Werden auch wirklich die Millionen, die in den Nizzaer Prachtbau gesteckt werden sollen, die erhofften Zinsen abwerfen? Werden sich in den Spielsälen die reichsten Leute Europas bewegen und, ohne mit der Wimper zu zucken, gebündelte Tausendfrankenscheine über den grünen Tisch hin- und herschieben? So ganz ist es noch nicht ausgemacht, ob die Rechnung aufaehen kann. Man glaubt zwar, den Besuchern der Riviera soviel bieten zu können, daß sie sich restlos nach Nizza hin verziehen werden, ab«r erstens steht das noch nicht fest und zweitens sind auch in Monte Carlo längst die Einsätze sehr bescheiden geworden. Und was für diese weltbekannte Spielbank gilt, wird in Nizza wohl kaum anders sein ... Immerhin läuft man in Monte Carlo nicht gerade heiteren Sinns umher. Alles lebt ja von der Spielbank. Als die Sache mit der Abwertung des englischen Pfundes losging und daraufhin die reichen Lords immer seltener besehen wurden, weil die internationalen Luxuszüge Immer weniger Reisende nach Monte Carlo brachten, wurde man schon nach- denklich. Was blieb anderes übrig, als zu „sparen", soweit das im Bezirk einer Stätte, die Vermögen verschlingt, eben möglich war? Man paßte sich den veränderten Verhältnissen an und suchte sich, so gut es aintz, durchs Leben zu schlatzen. Und nun soll, weil Nizza einen Konkurrenzbetrieb aufmachen will, wieder alles im wahrsten Sinne des Wortes auf dem Spiele stehen? Aber die Montegafsen sind nicht so leicht unter- zukrieaen, wenn es sich ums Geld dreht. Sie werden alles aufbieten, damit die Sale in Nizza leer bleiben. Doch auch Nizza wird derweil nicht müßig bleiben. Vielleicht wird man noch erleben, daß schließlich jedem der Gewinn garantiert wird. Dann könnte man's ja vielleicht auch mal probieren... Scheußlicher Reinfall. (r) Warschau. Es war wirklich ein echter Bandit, der da kürzlich in später Abendstunde in das Haus eines polnischen Kaufmanns eindrang. Mit der Pistole in der Hand zwantz er den Zitternden, ihm den Geldschrank auf- zuschliehen. Die Türen flogen auf. Die Augen pes Banditen strahlten. Da lagen einige Geldbündel; frische, schöne Scheine. Der Kerl pfropfte sie in feine Taschen und übersah dabei völlig, rote der Kaufmann unter bleicher Maske vorsichtig lächelte. Der Bandit hastete von bannen. Der Kaufmann aber erstattete Anzeige: ihm seien vier Bündel alter deutscher Jnflations» buntnoten Qeftohlen worden ... Wert gleich Null — aber vielleicht müsse man darauf achten, daß der Räuber sich in seinem Aerger kein Leid antut. Wirklich: was wird der Bandit wohl mit dem Geld anstellen? halten, indem man die rasenden Fluten teilweise ableitet und anderswo zu Tale führt. Ein paar Millionen Dollar wird das schon kosten. Aber was bedeutet das, wenn man die Niagarafälle, die Stromwerke und die Aktien damit halt? In einigen Jahren wird man also vielleicht an den gezähmten Niagarafällen stehen können ... Ein Zug verirrte sich ... (h) Philadelphia. Genau weiß man noch immer nicht, wie der Zug sich überhaupt verirren konnte. Aber es ist nun einmal so gewesen. Man hatte auf der Pennsyl- vania-Bahn einen Sonderzug eingelegt, um zu einer Kircheneinweihung die Passagiere hinzubrin- aen und wieder abzuholen. Er sollte für die Rückfahrt bei Bustleton auf freier Strecke warten. Die Fahrgäste kamen, aber der Zug blieb aus. Man wartete eine Stunde, zwei Stunden. Der Zug blieb verschollen. Keine Station wußte etwas von ihm. Der Telegraph spielte. Man bot die Polizei auf, ein Korps von Motorradfahrern. Damit fuhr man die Strecke ab, die der Zug genommen haben mußte. Nach zehn Stunden fand ihn ein Mann vom Suchkorps auf dem Bahnhof Bustleton. Leer, falt, ohne Bedienungspersonal. Der Bahnhof von Bustleton, ein verfallener Platz, wird seit Jahren nicht mehr benutzt. Eine falsche Anweisung an den Zugführer — und der Zug war einfach „weg". Man setzte ihn eiligst wieder unter Dampf und brauste hinaus, um die Fahrgäste zu holen. Sie waren indessen des Wartens überdrüssig geworden und — zu Fuß nach Hause gegangen . Eine kouragierte alte Dame. (—) Southampton. Ein tapferes altes Frauchen ist zweifellos Miß Mary Ann Vaughan, die älteste Einwohnerin von Southampton. Obgleich sie bereits 105 Jahre auf dem Rücken hat, war sie mutig genug, kürzlich noch einmal den — Zahnarzt aufzusuchen. Im Laufe der Jahre hatte auch Miß Vaughan, wie alle alternden Menschen, ihre Zähne verloren. Nur eine einzige Wurzel war in ihrem Unterkiefer haften geblieben. Und diese Wurzel begann nun plötzlich so heftig zu schmerzen, daß die alte Dame sich keinen Augenblick besann und sich ohne jede Unterstützung auf den Weg zum Zahnarzt machte. Der aber hielt es nicht für ratsam, angesichts des Alters feiner Patientin auch nur eine örtliche Betäubung vorzunehmen. Als er deshalb der alten Dame ein schmerzstillendes Mittel verschreiben wollte, lachte sie ihn mit ihrem zahnlosen Munde aus und forderte, die Wurzel dann eben ohne Betäubung 3U ziehen. Der Arzt mußte sich diesem Wunsche ja fügen, und die Operation glückte denn auch völlig. Die 105jährige Miß Vaughan aber schaut, seitdem sie die letzte Zahnwurzel los ist, noch einmal so zuversichtlich in die Welt ... Was man int Flugzeug liegen läßt. (—) London. Da hat man nun auf dem Flugplatz in Croydon ein Fundbüro eingerichtet. Aber es lohnt sich noch nicht sonderlich. Denn was man da als vergessen in den Flugzeugen fand, könnte in einem kleinen Schrank untergebracht werden. Der Regenschirm hält auch hier den Rekord: 24 dieser Instrumente blieben einsam zurück. Dann folgen 16 Tropenhelme, die die Besitzer nach der Heimkehr unter den dunklen Londoner Himmel offenbar als überflüssig empfanden, daß sie sie einfach liegen ließen. Und im übrigen wurden zehn Puderdosen und fünf Lippenstifte gefunden König Concierge. (z) Paris. Schon vorher wagte niemand, dessen Geschick es war, in einem Mietshaus zu wohnen, einem Concierge böse Augen zu machen. Denn der „Pförtner", wie man das Wort falsch übersetzt, war schon immer ein ungekrönter König von Paris Nur tn einem waren die Conciergen sterblich: Sie konnten vom eigentlichen Hausverwalter, dem „Regisseur" innerhalb von acht Tagen mit Kind und Kegel vor die Tür gesetzt werden. Das wird nun anders, denn die Conciergen haben es erwirkt, daß sie in den Rang eines Angestellten aufrücken uno nicht nur dessen monatliche und dann steigende Kundigungszeit in Anspruch nehmen, sondern auch an den Schiedsrichter appellieren können. Und den Richter in Paris möchten wir sehen, der mit einem Conciergen, ober noch schlimmer: mit dessen weiblicher Hälfte, fertig würde. Nun ist er gar nicht mehr zu stürzen. Der König Concierge, der Mann Holde Mdak (j) Kairo. Es gibt Menschen, die an einen mysteriösen Fluch glauben, der dieser Aida anhafte. Aber es ist nur der Fluch der bösen Tat. Jeder Mann, der Alba Aly ehelichte, ist bisher ins Gefängnis gewandert — und immer gleich für 10 oder 15 Jahre, so daß sie zur Zeit noch alle sitzen... Im Augenblick ist der siebente Gatte an der Reihe, und auch er ist schon verdonnert. Nur mit einem kleinen Unterschied: diesmal hat man nämlich auch die schöne Aida überführen können und sie auf fünf Jahre mit eingebuchtet. Das war bisher nie gelungen. — Alle Männer, die Aida in ihren Bann zog, wurden oder waren schon die gefährlichsten Rauschgiftschmuggler von Kairo. Wenn sie aber „aufgefallen" waren, dann ließ sich die angeblich unschuldige Aida prompt von ihnen scheiden, um den nächsten aus der „Branche" zu ehelichen. In 10 oder 15 Jahren werden sie bann vielleicht alle einmal ein „familiäres Wiedersehen" feiern können. Die Wttstensteuer fiel... (ns) Bagbad. Ein Ereignis in biefer Zeit: eine Steuer ist wetzgefallen. Eine ber ältesten Steuern ber Welt übrigens, bie war Adenblänber freilich kaum jemals zu entrichten brauchten, wenn es uns nicht gerade in den Irak verschlug. Hier mußte man nämlich, bevor man eine Reise antrat, seit altersher bie „Kharva" entrichten. Das war eine bessere Banbitenzollablösung, benn bie schwärmenben Wüstenstämme machten aus ber Karawanenplünberung ein gutes Geschäft. Wenn man sich vor diesen Unannehmlichkeiten des Wüsten« Wanderers schützen wollte, dann zahlte man eben für eine bestimmte Route einen bestimmten Betrag — und ging sich gegenseitig aus dem Wege. Ja: der Räuber entwickelte sich bann sogar zum Beschützer bes anberenfalls Bebrohten. Heute aber rast man mit bem Automobil burch bie Wüste. Da ist bas Risiko so klein, baß man bie „Kharva" nicht mehr zu zahlen braucht. Die Räuber haben sich zu „Wegwarten" verwanbelt, bie nicht mehr räubern, fonbern Benzin verkaufen (unb verschieben). Das ist ber Sieg ber neuesten Zeit im Irak: bie „Kharva" ist gefallen... afcrti"9\ ß- Üadioi neuartige Synchrohix-Skala mit zwangsläufiger Blickführung VA chiebfröre >ww,. RM. 251.— m. R. Gleidufran».RM. 264.50 m.R. Ufiverblndlldie Vorführung fn jedem FadigeicMft im mos Oer moderne Heimsuper: Reichweite und Trennschärfe den schwierigsten Empfangslegen gewachsen Was ihn vor anderen euszeichnet: Optimaler Schwundausgleich tlne Fülle von Sendern bringt der Mlros tag für Tag and Abend für Abend Oie Auswahl ist g ro f), das .Auswählen* leicht. Miros trennt automatisch Das Bodenschähungsgeseh Neues für den Büchertisch die rechtsverbindlichen Ergebnisse der Schätzungen des Reichsschätzungsbeirates. Der Präsident des Landesfinanzamts beruft im Benehmen mit dem zuständigen Landesbauernführer für jeden Finanzamtsbezirk einen oder mehrere Schätzungsausschüsse. Führer des Schätzungsausschusses ist der Vorsteher des Finanzamts. Er ist an die Weisungen des Präsidenten des Lundes- finanzamts gebunden. Der Schätzungsausschuß schätzt die nicht als Musterstücke ausgewählten Bodenflächen in engster Anlehnung an die rechtsverbindlichen Ergebnisse der Schätzungen der Musterstücke. Die Entscheidungen des Reichsschätzungsbeirats werden von dem Führer des Reichsschätzungsbeirats nach Beratung im Beirat getroffen. Die Entscheidungen der Landesschätzungsbeiräte werden nach einfacher Stimmenmehrheit getroffen. Der Führer des Landesschätzungsbeirates stimmt mit. Seine Stimme entscheidet bei Stimmengleichheit. Die Entscheidungen der Schätzungsausschüsse wer-! den von den Führern nach Beratung in den Ausschüssen getroffen. | — Im Tukan-Verlag in München, der sich mit dankenswertem Bemühen und entschiedener Rührigkeit für die gegenwärtige Dichtung in Deutschland und besonders für das Schaffen der jungen und jüngsten Generation einsetzt, läßt Rudolf Schmitt Sulzthal unter dem Sammeltitel „Die Tukan r e i h e" eine Anzahl gut ausgestatteter und gedruckter Bändchen erscheinen, in denen jeweils ein Vertreter des zeitgenössischen Schrifttums mit Vers oder Prosa zu Worte kommt. Uns liegen aus dieser Sammlung vor die Bändchen 13 bis 18. — (117) — Wolfgang Jünemann, ein junger Hamburger Lyriker, dessen Name uns schon gelegentlich in Anthologien und Zeitschriften begegnet ist, gibt eine kleine Auswahl seiner Gedichte in dem Bändchen „Das ewige Wirken", weiche und empfindsame Verse, die an eine gute Tradition anzuknüpfen bemüht scheinen und die Entwicklung des noch sehr jungen Verfassers zu persönlichster Form vorläufig erst andeuten. — Von Armin Renker erscheinen zwei Bände, die Erzählung „Das K l o st e r" und „Das B i l d" mit dem Untertitel „Fragmente zur Wesenheit"; mit beiden Arbeiten vermögen wir persönlich nicht viel anzufangen, da sie in einem ziemlich spröden und unalten „Germanen" ist ein treffliches Beispiel für Art und Charakter des Handbuches. Grundlegende Erkenntnisse über germanisches Leben und germanische Kultur sind hier in wissenschaftlich sachlicher und doch fesselnder Weise niederlegt. Neckel spricht überzeugend von dem sakralen Charakter der germanischen Todesstrafe, von germanischem Recht, von Königstum, dem Kriegs- und Befestigungswesen, den Begriffen der Landnot und Fehde. Professor Dr. P. Kletler (Wien) führt seinen Beitrag über die „Deutsche Kultur zwischen Völkerwanderung und Kreuzzügen weiter. Die weite Spannung des frühmittelalterlichen Geisteslebens weiß er einleuchtend darzulegen. Die Zeit der großen religiösen Erregungen um das Fahr 1000, auf der anderen Seite das Erwachen eines subjektiven Naturgesühls sind Zeug- Das im Rahmen der Reinhardtschen Steuerreform von der Reichsregierung am 16. Oktober 1934 beschlossene Gesetz über die Schätzung des Kulturbodens (Bodenschätzungsgesetz) wird die Grundlage für spätere Einheitsbewertungen bil- den. Die auf Grund des Bodenschätzungsgesetzes durchzuführenden Arbeiten werden oahre erfordern. Vorgesehen sind hierfür etwa fünf Jahre. In dieser Zeit wird nach § 1 des Gesetzes für den Zweck einer gerechten Verteilung der Steuern, einer planvollen Gestaltung der Bodennutzung und einer Verbesserung der Beleihungsunterlagen eine Bodenschätzung für die landwirtschaftlich nutzbaren Flächen des Reichsgebietes durchgeführt werden. Im weiteren wird durch das Gesetz bestimmt, daß die Bodenschätzung umfaßt: 1. die genaue Kennzeichnung des Bodens nach seiner Beschaffenheit (Bestandsaufnahme). Die Bestandsaufnahme wird kartenmäßig festgehalten; 2. die Feststellung der Ertragsfähigkeit. Bei der Feststellung der Ertragsfähigkeit sind lediglich die Ertragsunterschiede zu berücksichtigen, die auf die natürlichen Ertragsbedingungen (Bodenbeschaffen- heit, Geländegestaltung und klimatische Verhältnisse) zurückzuführen sind. Ertragsunterschiede, di-e auf wirtschaftliche Ertragsbedingungen (Zugehörigkeit der geschätzten Bodenfläche zu bestimmten Betrieben und Derkehrs- und Absptzverhältnisse der Betriebe) zurückzuführen sind, bleiben bei der Feststellung der Ertragsfähigkeit außer Betracht. Sie werden erst bei der Feststellung des Einheitswerts der Betriebe nach den Vorschriften des Reichsbewertungsgefetzes berücksichtigt. Der Reichsminister der Finanzen leitet die Bodenschätzung. Er entscheidet auch über ihre spätere Ausdehnung auf andere als landwirtschaftlich nutzbare Flächen. Zur Sicherung der Gleichmäßigkeit der Boden- schätzuna werden im ganzen Reichsgebiet ausgewählte Bodenflächen als Musterstücke geschätzt. Die Ergebnisse der Schätzung von Musterstücken werden von dem Reichsminister der Finanzen bekanntgegeben. Sie erhalten durch die Bekanntgabe rechtsverbindliche Kraft. Die Musterstücke bilden die Hauptstützpunkte der Bodenschätzung. Der Reichsminister der Finanzen beruft zu seiner Unterstützung und Beratung im Benehmen mit dem Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft einen Reichsschätzungsbeirat. Führer des Reichsschätzungsbeirats ist der Reichsminister der Finanzen. Der Reichsschätzungsbeirat schätzt in^allen Teilen des Reichsgebiets ausgewählte Bodenflächen als Musterstücke. Die Präsidenten der Landesfinanzämter berufen zu ihrer Unterstützung und Beratung im Benehmen mit dem zuständigen Landesbauernführer einen Landesschätzungsbeirat. Führer des Landesschät- 1 zungsbeirates ist der Präsident des Landesfinanzamts. Der Landesschätzungsbeirat schätzt nach Be- 1 darf in feinem Bezirk weitere ausgewählte Boden- : flächen als Musterstücke in engster Anlehnung an , Die für alle Vodenflachett festgestellten Schatzungsergebnisse werden offengelegt. Gegen die nicht als rechtsverbindlich festgestellten Schätzungsergebnisse steht den Eigentümern der betreffenden Grundstücke die Beschwerde nach den Vorschriften der Reichsabgabenordnung zu. lieber die Beschwerde entscheidet der Landesschätzungsbeirat. Gegen die Beschwerdeentscheidung ist ein weiteres Rechtsmittel nicht gegeben. Treten nach Abschluß der Bodenschätzung Umstände ein, die die Ertragsbedingungen einzelner Bodenflächen wesentlich verändern, z. B. Aende- runaen der Kulturart (Nutzungsart), Ent- und Bewässerungen, Eindeichungen u. ä., so sind diese Flächen nachzuschätzen. Die Vorsteher der Gemeinden, die Eigentümer und die Nutzungsberechtigten der Grundstücke sind verpflichtet, die vorgenannten Veränderungen anzuzeigen. Die Eigentümer und die Nutzungsberechtigten der Grundstücke sind verpflichtet, den mit den örtlichen Arbeiten zur Durchführung dieses Gesetzes Beauftragten jederzeit das Betreten der Grundstücke zu gestatten und die von ihnen für die Zwecke der Bodenschätzung als notwendig erachteten Maßnahmen, z. B. Ausgrabungen, zuzulassen. Ein Anspruch auf Schadenersatz besteht nicht. — Handbuch der Kulturgeschichte. Herausgegeben von Dr. Heinz Kindermann, Professor an der Technischen Hochschule in Danzig. Etwa 3000 Abbildungen. Zahlreiche vierfarbige und einfarbige Tafeln. Preis 2,80 Mk. pro Lieferung. Akademische Derlagsgesellschaft Athenaion m. b. H. Potsdam. Das Handbuch will das Werden und Wachsen eines Volkes in allen seinen Gliederungen vom Beginn unseres völkischen Daseins bis zum heutigen Tage schildern und zugleich mit der Darstellung der fremden Kulturen eine Weltgeschichte der Kultur geben. Die Arbeit des bekannten Germanisten Professor Gustav Neckel (Berlin) in den soeben erschienenen Lieferungen 5 und 6 über die Kultur der zugänglichen Stil geschrieben und für unser Empfinden mit eigenwilligen Reflexionen überbelastet sind. Uebrigens ist Renker kein sozusagen unbeschriebenes Blatt mehr, sondern hat bereits außerhalb ... - r _ . . ------ i- - v—a der Tukan-Reihe verschiedene Bücher in Prosa und rr?Pcann-un$' wie sie ja auch vor allem in Versen erscheinen lassen, die gerühmt werden. — öer Wissenschaft dieser Zeit, die bei allem antikisie- Heiner ©Hermann kennen wir aus der vor eini- renden Stil keine Wiederbelebung der Antike ist, ger Zeit an dieser Stelle besprochenen Anthologie zum Ausdruck kommt. I „Gedichte" (im Heitz-Verlag, Straßburg); seine lyrische Auswahl „Irrfahrt und MandSi r u n g" ist schon in ihrer äußeren Form völlig als Nachfolge des Georgeschen Vorbildes gekennzeichnet. — Wolfgang Petzet bringt einen schmalen Prosa- band „Begebenheiten"; die journalistische Schulung des aus anderen Arbeiten bereits bekannten Verfassers verleugnet sich weder in Sehweise und Stil, noch in der Auswahl seiner The. men. Petzet schreibt knapp, klar und gegenständlich-! er hat einen sicheren Blick für das Einmalige, Anekdotische und Besondere, und ihm gelingt etwa in der Erzählung „Der Brückenheilige" ein Stück Prosa, eine „Begebenheit" von novellistische Schärfe und Rundung. — Für die unter der lieben schrift „Der Silberträumer" zusammenge. faßten Gedichte von Maria von Ribbentrop setzt sich der bekannte mecklenburgische Dichter Hang Franck in seiner Einleitung temperamentvoll ein; wir glauben zwar, daß er diese typisch weibliche Lyrik in ihrer Gesamterscheinung ein wenig überschätzt, aber sicher wird man auch hier auf eine Weiterentwicklung aus solchen Anfängen gespannt sein dürfen, und vielleicht wird auch Maria von Ribbentrop eines Tages „zu denen zählen, mit welchen Deutschland ... wie mit einer gegebenen Größe zu rechnen haben wird." —y— — Im Verlag der Dürrschen Buchhandlung in Leipzig erscheint eine Schriftenreihe unter dem Titel „Dürrs Vaterländische Bücherei" (244), herausgegeben von Stadtschulrat D inst ühler in Duisburg-Hamborn; die Hefte sind gut ausgestattet, teilweise bebildert und kosten je 25 Pf. (Doppelheft 40 Pf.) Uns liegen vor: Heft 1: Hindenburg. Der Vater des Vaterlandes. Bilder aus feinem Leben von Dr. Martin Eckhardt. Heft 2: Hitler. Von Will Kelter. Heft 5: Der Gewaltfriede von Versailles. Von Karl Schoßmeier. Heft 9/10: Die alte preußisch- deutsche Armee. Bilder aus dem Werden des alten Heeres. Von Generaloberst von Einem. Heft 11/12: Unsere Wehrmacht. Von Oberst a. D. von Oertzen. Heft 13/14: A u f Tauchstationen! Kriegsfahrten mit U 39. Von Korvettenkapitän a. D. Dr. Walter Forstmann. Heft 16/17: Der deutsche Amerikaflug. Von Hauptmann Dr. h. c. Hermann Koehl. Heft 18/19: Entrissene Gebiete. Von Richard Reinhardt. Heft 20/21: Unsere Kolonien. Von Waldemar Schleier. Heft 22/23: Danzig deutsch und treu. Von Artur Brausewetter. Heft 24/25: Der Luftschutz. Von Polizeihauptmann Krüger. Heft 26: S ch l a g e t e r. Von Karl Zaum. Heft 27/27a: Die Franzosen an Rhein u n d Ruhr. Von Prof. Dr. Grimm. — Die Schriftenreihe will dem dringenden Bedürfnis an nationalem Schrifttum in kindertümlicher Form abhelfen. Die Schriften bekennen sich zu dem Geiste, der Deutschland in zäher und hingebungsvoller Arbeit groß gemacht hat und den zum Schaden unseres Volkes Frevlerhände zermürbten. Die Vaterländische Bücherei will darüber hinaus richtungweisend wirken im Sinne des neuen, guten Geistes, der den zum nationalen Aufbruch angetretenen deutschen Menchen einer schöneren Zukunft entgegenführen soll, und der allein die Erneuerung des deutschen Volkes tragen kann. Teppiche ■ Gardinen toller-Steppdecken finden Sie stets in großer Auswahl u. Preiswürdigkeit in dem bekannten Spezialhaus von Bahnhofstraße 3 1 6627A Tel. 3565 IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIH lllllllllllllllllllllllllllllll!llllllllllllllll!lllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Gießen (Ludwigstraße 711). den 9. November 1934. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Seltersweg Nr. 61 □5447 6623 A !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! 3.50 etwa 25 DfunÖ Wurlt . , KLEIDERSTOFFE DAMENMÄNTEL Reparaturen 6620 D Wilhelm Assmann Ludwig-Ecke Bismarckstraße, Telefon 3870 mmhKm Una.fgefordert schreibt Zraufinna Schulz,puschkeiten bei Domnau/Ostpr., am 26.10.34: „Ich habe im vorigen )ahre fertige wurst aller Art in ihrem schönen „Leuophan"- Darm in unterem Hausfrauenverein als Kostprobe» mitgehabt, worauf letzt Sie große Sestellung erfolgt* Zur Probe auch Kleinpackung enthaltend 25 weite Mtteldärme 50/55 für Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefbiatter Briefumschläge Postkarten Warme Unterwäsche für die kommenden kalten Tage Hemd Schlüpfer Hemdhose alles in guter Qualitätl Hauslür-Plakelke des Winterhilfswerks für den Zlionaf November. Jeder Volksgenosse mutz die Plakette bis zum 10. November erworben haben und sie als Zeichen seiner Mitarbeit am Winterhilfswerk an seine Haustür befestigen. 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J ikni weih tarn diese Mal da, i (f einem 1 Hoeyung gruppierten lA.d tr SA. ui « Musik, Mmandi i ahlreiche li Zeichen a ... fllor1 i unter l Menge - “ Wem * tag für ■ an die unserer kennen in der . glauber gelange, eine We. zu N Dieser wurde, 1 ld)lan dereit ö allez öen Gig L aus Danner trotz alli ten sin^ i‘ü sühn Aacht nicht Seele Uiätyt i ftlQhiY vUfibg Mm bi baben I j emnc Dies den, $ia| keine e *hot Seif Vy als 'et fa» he Kr. 264 Drittes Blatt Gletzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten)8amstag, !Q.November 1934 ienc [t6> weiter: y- if dem Landgraf-Philipp-Platz -A Die EA-Gedenkseier im Siadicheaier ci einem )65 Die Gedenkfeier der Alien Kämpfer trll* der Bewec beit und ! rt. vor« i»ti •1 ng ik beit r er Din. d git Jungen gewandt) willkommen in den Reihen der SA. und hoffe, daß Ihr genau so gute SA.- Männer werdet, wie Ihr Hitler-Jungen wäret. Ich brauche Euch nicht mehr zu sagen, was es heißt, Was wir Frontsoldaten draußen im Felde vier Jahre lang ersehnten, was die SM. begonnen. soll die Hitlerjugend dermaleinst vollenden. Sie soll schaffen ein einiges deutsches Volk auf freier Scholle. Hierauf erfolgte der Abmarsch der SA.-Fahnen- gruppe und der SA. zum Stadttheater, wahrend die übrigen Teilnehmer der Gedenkfeier auf dem Landgraf-Philipp-Platz sich allmählich zerstreuten. Standartenführer L u t t e r im Stadttheater bei der Weihe neuer Sturmfahnen. (Aufnahme: Photo-Pfaff.) ! Nationalsozialist zu sein. Ihr seid es bereits, und 'nach dem Willen des Führers soll allein f ü r ■ Und nun Fahnen hoch! Die Trauer ist beendet, wir schauen in die Zukunft, wir sehen unsere großen Aufgaben und die Arbeit der Bewegung. Wir grüßen Deutschlands Zukunft, indem wir unseren Führer Adolf Hitler mit dreifachem Sieg-Heil grüßen. Dem stolzen Frontsoldaten brach Verrat das Rückgrat, und im Felde unbesiegt, mußte der Frontsoldat geschlagen in die Heimat wandern. Seine Wafsenehre hat er nicht verloren, weder zu Wasser, noch zu Lande, oder in der Luft. U n e h r e ist über das deutsche Volk gekommen in der Heimat. Diese Unehre ist wieder genommen von unserem Volk, sie ist abgewaschen mit dem Blut der edelsten Kämpfer der Bewegung am 9. November 1 923. Kriegsfreiwillige 1914 — Kriegsfreiwillige 1 9 2 3. Langemarck, Ruhmestat der Kriegsfreiwilligen von 1914. Von glühender Vaterlandsliebe beseelt, haben sie bei Langemarck ihr Blutopfer für das neue Deutschland dargebracht. Freiwillige des 9. Novembers 1923, aus demselben Holz geschnitzt, wie die Kämpfer von Langemarck, haben mit ihrem Vlut die Treue für ihr Volk besiegelt. unser Volk, weil es möglich war, Menschen zu finden, die das Vermächtnis der Toten zum Siege führten und neu gestalteten den Aufbau des Deutschen Reiches und des deutschen Volkes. So wird dieser 9. November 1923, der uns Menschen entrissen hat. auch wieder Menschen zuführen, die in der HI. heranwachsen, die nicht mit Vergangenem belastet sind und die wir im nationalsozialistischen Geiste erzogen haben. Diese jungen deutschen Menschen werden wir in die Partei übernehmen, und diese junge Generation ist für uns der Garant für das Bestehen des deutschen Volkes. Wenn der Führer gesagt hat, er wisse, daß er noch viele Feinde habe, so wissen wir aber auch, daß diese Feinde aussterben und daß wir dafür die Jugend haben und mit dieser Jugend das nationalsozialistische Werk weiterführen und vollbringen werden. So, deutsche Männer und deutsche Frauen, gedenken wir zunächst an diesem Abend der Toten. Senkt die Fahnen! ibd 16« an'' »den 10t' e. 5: sozialistischen Bewegung in unserer Stadt ein — eine Ortsgruppe der Partei gegründet worden sowie auch eine Sturmabteilung. Trotz aller Anfeindungen seien die Kämpfer ihren Weg gegangen in der Treue zum Führer Adolf Hitler. Es folgten im gleichen Jahre Aufmärsche in Laubach, in Münzenberg, auf dem Schiffenberg und in Marburg. Das Auftreten der Nationalsozialisten habe damals überall große Beachtung gefunden. In Münzenberg sei bei einer Sonnwendfeier das erstemal eine kommunistische rote Fahne, die provokatorisch auf einer Pappel aufgesteckt gewesen sei, heruntergeholt und öffentlich verbrannt worden. In seinen weiteren Ausführungen erinnerte der Redner an das große Erlebnis der Gießener Teilnehmer am ersten „Deutschen Tage" in Nürnberg in den ersten Tagen des September 1923 und dann an die Vorgänge in München am 9. November des gleichen Jahres. Er ließ vor dem geistigen Auge der Zuhörer das Auftreten Hitlers im Burgerbräu- feder, die Vorgänge an der Feldherrnhalle, den Tod der 16 Getreuen der Bewegung im Feuer der Polizei, den ganzen damaligen Bruderkampf der Deutschen gegen den Deutschen erstehen. Er sprach von der Verwundung des Führers und der Mit- kämpfer Göring und Ludendorff, von der Gefangennahme und Inhaftierung des Führers und der erzwungenen Auflösung der Partei. In andächtiger Stille gedachte die feierliche Versammlung der Gefallenen. Die Musik spielte das Lied vom guten Kameraden. In Gießen sei dann nach der Auflösung, nach dem Verbot der Partei eine Ortsgruppe des Völkisch Nationalen Blocks gegründet worden. Sturmführer, Kornett und Sturm denkt immer daran, daß nie ein Fremder die Fahne schmähen kann, sondern nur der eigene Träger der Fahne. So weihe und übergebe ich euch das Symbol des neuen Reiches, das wir nicht von den Vätern ererbt, sondern uns selbst erkämpft haben. Hierauf nahm Standartenführer Lutter die feierliche Weihe der Sturmfahnen durch Berühren mit dem Tuch des Feldzeichens der Standarte vor. Sodann sagte er in seiner Ansprache zum Schluß: Die gefallenen Kameraden sollen für uns Wahner fein, wenn je Verzweiflung oder Verzagtheit uns befallen sollte. Wir wollen selbstlos und treu unseren Kampf weiterführen. Nichts für uns, alles für Deutschland, denn wir müssen sterben, aber Deutschland ist ewig! SA. stillgestanden! Standarte und Fahnen senkt! Wir geloben hier in dieser Feier- stunde unseren teuren Toten, ihr Werk in treuen Händen zu halten und gedenken ihrer in Ehrfurcht und stolzer Trauer. Während leise die Klänge des Liedes ,Zch hatt einen Kameraden" ertönten, gedachte die SA. ehrfurchtsvoll der Toten. Anschließend folgte die Aufführung des Schauspiels „iongemorcP, das den Opfergang der deutschen Jugend in Flandern im November 1914 schildert und dabei zum gewaltigen Verkünder der deutschen Volksgemeinschaft und des selbstlosen Opfergeistes für die Volksgesamtheit bis in den Tod hinein wird. Die große Gemeinde folgte der hervorragenden Aufführung mit tiefer Ergriffenheit. Nach der Aufführung richtete am Schluffe des denkwürdigen Abends Standartenführer Lutter noch eine kurze Ansprache an seine SA. Er sagte: Wir haben soeben im Bilde den Opfergang der deutschen Jugend im November 1914 gesehen. Heute haben wir der teuren Toten der Bewegung gedacht. Die Trauer der Soldaten ist kurz. Wir kehren zurück zum Leben. Wir gedenken vor allem des Wannes, dem wir alles zu danken haben, dem es auch zu verdanken ist, daß die Opfer unserer teuren Toten nicht vergebens waren. । Diesem Manne geloben wir, in unwandelbarer j Treue an dem Aufbau des Dritten Reiches mit» ! zuarbeiten. Unser geliebter Führer Adolf Hitler . Sieg-Heil! Gewaltig erklang der dreimalige Ruf als Treu» . gelöbnis zum Führer durch den Saal. Dann wurde gemeinsam der erste Vers des Horst-Wessel-Liedes gesungen. Hierauf folgte der Ausmarsch der Fahnen, womit die Feier ihren Abschluß fand. Vom Stadttheater aus wurden die Fahnen unter dem Kommando des Sturmhauptführers O t t zum Standartengebäude zurückgebracht. ti Bur Erinnerung an dl- K-f°ll°n°n vor der Feld- I Z rnhnlle in München am 9 November 1923 fan- iti i<. am gestrigen Trauer ag der Bewegung auch ,n ü 6-ß-n zwei F-i-rn statt, die den Te.lnetzmern m 7 umHsIhlchlidier Erinnerung bleiben werden. Daß pa” d weitestes Kreist unserer Gießener Bevölkerung I n a dieser Ehrung der Feldherrnhalle-Gefallenen von , Z flmrm Herzen Anteil nahmen, bewies der große be„; chibmast-Flaggenschmuck in den Straßen, wurde yj; cl-r außerdem bekundet durch den riesigen Men- Jm Stadtheater, das mit den Freiheitsbannern der Bewegung prächtig geschmückt und bteauf den letzten Platz von den Kameraden der SA. besetzt war, gedachten die SA.-Kameraden in einer außerordentlich eindrucksvollen Feier ihrer gefallenen Kameraden. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches, gespielt vom Musikzug der Standarte unter Leitung von Musikzugführer Herrmann, erfolgte der Einmarsch der Fahnen, die von der großen FeiergemelN- chaft stehend begrüßt wurden. Hierauf sprach SA.- Kamerad König, der Intendant des Stadttheaters, packend folgendes Gedicht „Langemarck" von Herbert Böhme: Lang ist die Reihe der Hügel, der letzten Häuser der Welt, eng sind die Furchen der Aecker, die über Nacht bestellt, zogen Tausend von Brüdern durch das nächtliche Tor, nur ein Wort auf den Lippen, nur ein Wort noch im Ohr: Deutschland. Wort nun wächst aus den Kreuzen, mahnender Atem im Wind, wächst aus den Frühgesäten, hört es, Mutter und Kind. Tastend greift es in Nächten aus verschütteten Schächten, Hände streben und heben eine Fahne zum Leben: Deutschland. Und aus den Gräbern die Saaten raffen sich auf zu Taten: Frucht bist du und bin ich. Hügel werden Altäre, und wie die blühendste Aehre diene auch ich Deutschland. Sand weht über die Toten, doch die Erinnerung zeigt, wie die Kerzen einst lohten, ehe ihr Blick sich geneigt, singt ein Lied über Gräbern ewiger Melodie: Bleibe bei mir und lausche und vergesse sie nie, Deutschland! Der Musikzug spielte bann in feiner Künstlerschaft die Ouvertüre „Das goldene Kreuz". Sodann sah man auf der Bühne im Vordergründe bas Feldzeichen ber Standarte aufgestellt, dahinter die den Stürmen 43, 44 und 51 zu weihenden Sturmfahnen, daneben eine Anzahl Kameraden der HI-, die in die SA. aufzunehmen und zu vereidigen waren. Standartenführer Lutter richtete nunmehr folgende Ansprache an die SA.- Kameraden: 9. November 1918 — 9. November i 1923, zwei schicksalschwere Tage für das deutsche t Volk. Am 9. November 1918 endete das große j Völkerringen, das für Deutschland verloren gehen > mußte, da das deutsche Volk noch nicht zur inneren s Einheit, zur Nation geworden mar. $ schnaufmarsch gestern abend zu der Feier pg. Klostermann irier lautloser Stille und aroßer Spannung der D-nge die Gedenkrede. Er sagte u. a.: . Wenn der Führer den 9. November zum Trauer- tcj für die Bewegung erklärte, dann müssen wir a, die denken, die auf dem Wege zur Macht in sicherer Erinnerung eine Rolle gespielt haben. Wir feinen den 9. November 1918 als den tiefsten Punkt nüber deutschen Geschichte. Man kann es kaum noch giiuben, daß es damals einer Handvoll Deserteure gelungen ist, ein Volk und eine Armee, die gegen ehe Welt von Feinden standen und sich behaupteten, l\i Fall zu bringen. Dieser Tag, an dem die Republik geboren wurde, ist der schmachvollste Tag in der deuk- cheu Geschichte überhaupt. Dieser 9. November 11918 erfüllt uns mit Scham und mit Trauer. b mals faßte der Führer den Entschluß, Politiker zu werden. Er erkannte, daß trotz alles Heldenmuts urJ) trotz aller Opfer ein Volk nicht gerettet werden ■-|cnn, wenn es nicht gelingt, den Willen und die hrzen des 60- bis 70-Millionen-Volkes auf einen ‘er zigen Nenner zu bringen. Infolge des 9. November 1918, infolge des Ver- i rc:s der Führer kamen wir schon nach einem l Uhre von Hunger und Entbehrung in einen neuen i Z iumel hinein: in die Zeit des Papiergeldes. Neue i Hbehrungen, neuer Hunger, neue Zerwürfnisse, i nue Kämpfe und Zerrissenheit schwächten unser Hf. Aber nicht nur das. j □m Jahre 1923 war es soweit, als wolle das i Weich auseinanderbrechen. Wieder wollten gewisse Wächte die Wainlinie aufrichten, sie glaub- i Sen Süddeutschland von Norddeutschland kennen zu können. In einem Augenblick, wo man nicht die Nation in den Vordergrund stellte, tzatte man die Absicht, die Wonarchie wieder aufzurichten. I-, diesem Augenblick sprang der Führer an die Smtze, wagte er den Sprung, um die Geschichte licht zurückdrehen zu lassen, sondern in eine neue Ziit hineinzugehen. Zweitausend Nationalsozialisten marschierten dafür, demonstrierten für diesen neuen Monalsozialistischen Glauben und scheiterten. 16 uü erer Besten fielen damals, von der Reaktion zu- lommenaeschossen. Auf den höchsten Höhen des Volle» und in den tiefsten Tiefen standen Studenten irib Arbeiter geeint in ihrer Liebe zu Volk und vnterland, für'die sie sogar in den Tod zu gehen kreit waren. Wenn viele damals glaubten, nun >k alles zusammengebrochen, wenn viele Menschen dm Glauben an die Zukunft verloren, als berjW rr auf die Festung wanderte, so haben doch die Banner, die damals marschierten, den Glauben tl'itz alledem nicht verloren. Nach anderthalb Jah- m fingen sie wieder an, um den schwersten Kamps zi führen. Machtpolitisch war im Jahre 1923 der Sprung micht geglückt, so begann man nun um die Seele des einzelnen deutschen Menschen zu ringen. Tnufenbe, Hunderttausende, Jahr für ^ahr erlebten trir den 9. November 1923 immer wieder. Das Ver- nLchtnis der 16 an der Feldherrnhalle Gefallenen rüabnte uns immer aufs neue. Wir mußten vier- bmdertmal an offenen Gräbern stehen und trauern um die, die ihr Leben gaben für Deutschland. So blben wir am 9. November immer wieder die Menschen betrauert, die ihr Blut gaben für die ßrringung der deutschen Zukunft. ^Dieses Herzblut, vergossen am 9. November auf foem Pflaster vor der Feldherrnhalle, wurde •Saat, die auf gegangen ist. Wir haben heute keine Ursache darüber zu trauern. Mit Stolz können wir feststellen, daß dieses Blut die Menschen verband, den deutschen Menschen die Kraft gab und den Willen zum Aushalten und Durchhalten. ' $2nn einer schwach werden wollte, so brauchte er mir dorthin zu schauen und sich an jenen Menschen llii- Beispiel zu nehmen. So war es und so ist und so wird der 9. November immer der Tag e n, an dem wir unsere Toten beweinen, er wird ilsr auch der Tag sein, wo wir stolz sind auf Zu einer schlichten aber stimmungsvollen Gedenkfeier sanden sich im Anschluß an die Feier auf dem Landgraf - Philipp - Platz die Alten Kämpfer der Partei und der SA. im „Aquarium" ein. Der Saal war prächtig geschmückt. An der Stirnwand hingen in geschmackvoller Anordnung das Bild des Führers sowie die Bilder der Reichsminister Goebbels und Göring vor dem Fahnentuch der Hakenkreuzflagge. Auf schwarzem Tuch war eine Gedenktafel angebracht, auf der die Namen der an der Feldherrnhalle am 9. November 1923 gefallener! Kämpfer der Partei verzeichnet waren. Die Wände waren mit Flaggenbändern geschmückt, so daß der Raum den würdigen Rahmen für die Feier bildete. Ortsgruppenamtsleiter Pg. Thomas eröffnete den Abend. Gemeinsam wurde sodann das Lied Volk ans Gewehr" gesungen. Pg. Horr brachte sodann in eindrucksvoller und feiner rezltatonscher Wiedergabe das Gedicht „Und Ihr habt doch gesiegt (Heinrich A n a ck e r ) zum Vortrag. Mitglieder des Musikzuges der SA.-Standarte warteten nut ausgezeichneten musikalischen Darbietungen auf So hörte man das Largo von Handel, und dann Aases Tod" aus „Peer Gynt" von Grieg in ausgezeichneter Interpretation. Die Gedenkrede hielt Drtociruppenamtüleiter pg. Thomas. Er schilderte zunächst den Zusammenbruch des deutschen Volkes im Jahre 1918, der von verbrecherischen Elementen planmäßig vorbereitet gewesen sei, schilderte die Schmach des !A. Novembers des Jahres 1918, die als em Fluch m d.e deutsche Geschichte eingehen werde. ?lber schon m diesen schwarzen Tagen des Novembers 1918 fei Deutschland der Retter erstanden Adolf H l t l e r Jjabc damals sofort den Entschluß gefaßt, Politiker zu werden. „Glaube an Deutschland habe seine Parole ^Mm^S April des Jahres 1923 fei in Gießen — hier ging der Redner auf die Geschichte der national- Oie Feier des 9. November in Gießen. Denkwürdige Kundgebung auf dem Landgraf-Philipp-Plah. — packende Gedenkstunde der GA.im Gtadttheaier. Gewaltig erklangen die begeistert aufgenommenen derhin bie Hitler-Jugend b e n Ersatz breimaligen Sieg-Heil-Ruse über ben weiten Platz, stellen für bie SA. Ich verpflichte Euch hier- Der gemeinsame Gesang bes ersten Verses bes mit burch Handschlag für bie SA. Deutschland-Liedes unb des Horft-Weffel-Liedes ver- schon so oft, wollen mir auch heute, am einte die Menge im Gelöbnis und Bekenntnis zum Ehrentag der Bewegung, neue Sturmfahnen Werke Adolf Hitlers. 'meinen. Die Weihe soll zeigen, daß wieder — - Stürme würdig gefunden worden sind, dieses stolze Zeichen des neuen Reiches zu führen. Ihnen folgte ber ganze Sturmbann Horst Wessel, ihnen gleich taten es all bie tausenb Verwundeten I( jirt standen die Menschenmassen weithin um den ieft ]■ «i hen Platz viele Glieder tief Kopf an Kops aup . «^schiert. Die Gliederungen der PO., die gesamte hock €1 des Standorts Gießen, Ss., HI., BdM., De, IMöDFB. (Stahlhelm), Kriegervereine, Technische K^itzirhilfe, Betriebsgefolgschaften usw. hatten in weiten Viereck Ausstellung genommen. Jn- 'jntten dieses Aufmarsches war vor dem Krieger- Wmal das Rednerpult ausgestellt, hinter dem sich großen Gerüst die Freiheitsfahnen der Dmeaung befanden. Um das Rednerpult herum gruppierten sich die Fahnen der PO., dex SA. und $c HI., davor standen die Standarten-Feldzeichen 6c SA. und der SS. Neben dem Rednerpult stand 6c Musikzug der SA.-Standarte 116 unter dem fhnmanbo des Musikzugführers Herrmann. Mreiche Fackeln leuchteten über den Platz, der in Zeichen der Fahnen, der Fackeln und der rie- sic n Versammlung einen großartigen Anblick bot. Ji den Feiern war auch Brigadeführer Schmidt in: seinem Stabsleiter E i ck erschienen. Nachdem der Musikzug der Standarte 116 unter f) rrmanns Leitung die Weise des alten Kampf- sii»es „Volk ans Gewehr!" gespielt unb anschlie- ßmd bas Ave-Maria fein zu Gehör gebracht hatte, Schweigenb verharrte bie Menge im (Bebenfen an bie Opfer ber Bewegung, währenb ber Musik-' zug der Standarte leise das Lied vom guten Karne- I 2ln 9. November jedes Jahres sollen die Hitler» raden spielte. Dann sagte Pg. Klo st ermann 3ung,en, die ihr 18. Lebensjahr erreicht staben, in —■ bie SA. feierlich übernommen werben. Ich heiße Euch (zu ben auf der Bühne aufmarschierten Hitler- Schiller-Gedenkfeiern in den Gießener Schulen Al» •l In diese Rezitationen teilten sich Schüler und Schülerinnen der Mittel- und Oberklassen, einzeln wie besonders wirkungsvoll im Sprechchor, mit beachtlichem Erfolg. Mit einem „Sieg-Heil!' auf den Führer, in das die von Schillers Geist entflammte Jugend begeistert einstimmte, schloß die Saarländer kommen! Achtung! Der zweite Ferientransport der Saarländer frifpl heute mittag 13.05 Uhr am hiesigen Bahnhof ein!I Wir fordern die Bevölkerung der Stadt Gießen auf, zu dem Empfang zahlreich zu erscheinen! Die Sän-| ger treffen sich pünktlich um 13 Uhr vor dem Bahn. Hofsgebäude. Heil Hitler! Krelsamtsleilung der USV. Achtung! Gaarabstimmungsberechtigtr! Wie wir bereits mitgeteitt haben, müssen olle Saar-Abstimmungsberechtigte, die Einspruch gegen ihre Uichteintragung in die Abstimmungslisten ein. gelegt haben, bis zum 9. November durch Liv. fchreibebrief benachrichtigt fein, ob ihrem Einspruch, stattgegeben wurde oder nicht. Ist ihrem Einspruch, nicht stattgegeben worden, dann können sie inner, halb 15 Tagen, vom Tage der Absendung des Lw. schreibebriefes ab, Rekurs beim Abftimmungsgerichi einlegen. Die Paffe für die Abstimmungsberechtigten wer- den schon seht von den Polizeibehörden unentgelkliih ausgestellt. In allen Aweifelsfällen gibt der z«. ständige Saar-Obmann oder, wo der Obmann nicht bekannt ist, Postamtmann Hugo Anschütz, Frank- furt a. 21t, Telegraphenamt, Zeil 106, Fernsprecher 200 26, Rebenstelle 372, gerne Auskunft. III, zum Oberbannführer und den Abjutanln des Gebietsführers Fähnleinführer Adam Mia Stammführer. In den Gebi-etsstab wurden berufen: Jungbannführer Schubert als Jungvolkreferen! in die Abt. III (Sozialamt); Gefolgfchaftsführer N Häuser als Unterabteilungsleiter in die Abt. I (Personalamt). Dichter sprechen zur HI. tif 3*! Delhi ! L" * tw «MO Ä; ’Ä r'sn, L 5 W , fcte, 11 bi M 20 u B>«mtenve' ulunfl. - j W, ? kW muh". — mi5 uh - St t IL. aber i mihmitta 3 Lienstag I Mittwoch । un h L 20 b ü-Ssiom-L iX) Madel toenfe L1 Wer !Wt. Men । Fl II i feilt« lE • 18-15 h K Uh, ! ^Wek I uftao L6nt)t Vie M k lorb te'lt Mrf K, u timen 1« &eW 1935. , ^Tage Wer, 151 xr Uhr I» Nei Mlner. - iM eine Wert. r 1 Wollen wir den zehnten Jahrestag unseres Hoch- , zettsfestes begehen und schränken uns dafür einige , Monate ein, damit wir die Freunde bei uns sehen j können, so ist das ein Luxus. Für eine gewisse Zeit auf die Nachmittagszigarre, auf den Abendschoppen verzichten und dann dafür unfern Kindern lang« gehegte Wünsche erfüllen, das ist Luxus. Er macht uns aber froh, und in der Hauptsache empfinden wir gar nicht, daß es Luxus ist. Wir haben es uns gewünscht, und zu unserer Freude ging dieser Wunsch in Erfüllung. Wenn also keine Freude an dem Luxus in unserm Herzen aufblüht, dann ist es der falsche Luxus, wie ihn die reichen Leute an« häufen. Auf der andern Seite stehen nun die Sorglichen. Das sind solche, die sich niemals eine unnötige Ausgabe gestatten, die alles ängstlich zusammensparen, damit dereinst ihre Kinder —- oder die lachenden Erben — auch etwas haben. In den meisten Fällen ist das ja eine leere Ausrede, denn zunächst haben diese Leute nur Freude am Geldhamstern. Sie können einfach nicht verstehen, wie man ein gutes Buch, das man doch leihen kann, käuflich erwirbt. Warum sollen sie ins Theater, ins Kino gehen? Warum sollen sie nach dem Mittagessen am Sonntag noch einen Nachtisch bringen? Das ist nach ihrer Ansicht ganz und gar falsch. Sparen wollen sie, und sonst nichts. Wie leer, wie arm ein solches Leben ist, das empfinden «solche Menschen nicht. Wohl verstanden, wir sprechen hier nicht vom rechten Sparen, sondern nur vom Gelbansammeln, vom Geiz. Wir haben mit den reichen Leuten, die sich nach unfern Begriffen gar keinen Luxus mehr leisten können, genau so gut Mitleid wie mit den Geizigen. Sie wissen nicht, wie froh uns das Leben erscheint, wenn wir nur verstehen, uns von Zeit zu Zeit Lurus zu leisten. Und wenn das Gefühl vom rechten Luxus ganz aus unserm innersten Herzen kommt, dann denken wir auch an unsere Mitmenschen. Wir verzichten gern einmal auf irgendeinen Wunsch und geben alles denen, die in Not sind. Das Eintopfgericht und die monatliche Spende für die NSV. allein macht es noch lange nicht aus. Wir können zu jeder Zeit unserm armen, kranken Nachbar ein Geschenk machen, das ihm die Tage erhellt. Unsere Kinder sind sicher mit heißem Herzen dabe-i, wenn wir verkünden, daß es nun einige Zeit keinen Pudding mehr gibt. Dafür sollen aber einige Pfund Lebensmittel für das Winterhilfswerk. gespendet werden. Ebenso können wir — wenn wir es nicht längst getan haben — für das Kind eines armen, arbeitslosen Volksgenossen die Pattnstelle übernehmen. . _ Wir müssen uns sowieso einschränken, meinst du. Gewiß! Aber wenn man sich noch mehr ein» schränken kann und gerade dadurch einem Volksgenossen helfen kann, dann ist das doch auch ein Luxus, aber ein Luxus, der unserm innersten Herzen entspringt und der hilft, daß das Band, das alle deutschen Volksgenossen umschlingen soll, noch fester geknüpft wird. „Langemarck^-Dorstellung am Sonntagnachmittag. Das Staatspresseamt teilt mit: Das Personals weist erneut auf genaueste Beachtung der naj stehenden Verfügung des Herrn ©taatsminifteri vorn 11 November 1933 zu Nr P.A 1.7944 h i«° Der hessische Staatsmimster. An alle hessiM Behörden, die Bürgermeistereien und die fiörp tt schäften des öffentlichen Rechts in Hessen. Zur Arbeitsbeschaffung für bewährte Kampier, der NSDAP, wird folgendes angeordnet: * Erforderliche Hilfskräfte als Angestellte oDt Arbeiter, deren Einstellung von der zustande Ministerialabteilung genehmigt wurde, mit W nähme der Stellen, die den VersorgungsanwaM vorbehalten bleiben, sind unter Angabe der zu ?" bernben Leistungen burch Vermittlung bes zus^ biqen Arbeitsamtes einzustellen. Bei Nichtbeao rung ist bei bem Arbeitsamt Ersatz anzuforoe^ Demzufolge finb alle bei ben Behörben eingehE Gesuche bem zustänbigen Arbeitsamt unter AnE Nachricht an den Gesuchsteller zu überroeifen. Arbeitsämter werden angewiesen, diese Gesuchsteur soweit sie ihren Wohnsitz nicht im Gebiet Arbeitsamtes haben, so zu behandeln, als ov 1’ ihren Wohnsitz im Bereich des Arbeitsamtes hal^ ' Gez.: Jung Feier. Das Lyzeum widmete, ebenso wie die anderen Schulen in unserer Stadt, dem^!75. Geburtstag des Dichters Friedrich Schiller eine Feierstunde, die durch ben Chor „Freube schöner Götterfunken eingeleitet würbe. Frl. Dr. Schl ich t hielt einen kurzen Vortrag über Schiller als ben Dichter des Heldenhaften. Ein Lied und Gedichtvortra^ leiteten über zu einem Sprechchor aus der Rutilszene (U 21). Einem Schillerwort aus dem Fragment „Deutsche Größe" folgte ein Auftritt aus „P«cco o- mini". Ein Chorlieb unb eine Szene aus ©alter von Molos Schiller-Roman bereicherten die Veranstaltung. Ein kurzer Vortrag über das Thema „Schiller als politischer Dichtet unb eine musikalische Darbietung beschlossen bie Feier. In der P e st a l o z z i s ch u l e fand die Feier in ber zu diesem Zwecke festlich geschmückten Turnhalle statt. Ein schönes Bild von Schiller, umrahmt von lebendigem Grün und flankiert von den Flaggen des Dritten Reiches, wiesen auf den Charakter ber Feier hin. Musik leitete bie Veranstaltung em. Die Gebenkrebe hielt Herr O ft, der in klarer Weise bas Leben unb Wirken Schillers umnß und auf seine Bedeutung für unser deutsches Volk hinwies. Verschiedene Gedichtvorträge, entsprechend den in der Ansprache erwähnten Werken, verschönten und vertieften die begeisternde Feier. Die Schüler brachten Teile der „Glocke", „Hoffnung", „Wohlauf Kameraden, aufs Pferd" und „Mit dem Psell, dem Bogen" zum Vortrag. In Verbindung mit der Schillerfeier wurde in der Peftalozzifchule auch gleichzeitig der Toten des 9. November 1923, der Helden ber deutschen Freiheitsbewegung gedacht, bie in München vor der Feldherrnhalle fielen. Während auf der Orgel bas Lieb vom guten Kameraden spielte, verharrten die Teilnehmer der Feier in stillem Gedenken. Der Sprechchor „Rütli-Schwur" aus Schillers „Wilhelm Tell" beschloß, nachdem noch ein dreifaches „Sieg-Heil!" auf ben Führer ausgebracht unb das Horst-Wessel-Lied gemeinsam gesungen worden war, die würdige Feier. Auch in der Goetheschule wurde in den letzten beiden Unterrichtsstunden des deutschen Dichters Friedrich von Schiller gedacht. Die Turnhalle war mit den Flaggen des Dritten Reiches geschmückt. Lehrer Herrmann Hoffmann hielt die Gedächtnisansprache, in der er den Dichter Schiller als einen Wegweiser im Dritten Reiche bezeichnete. Die Ansprache war von Gedichtvorträgen („Hoffnung", „Sehnsucht", „Bürgschaft") umrahmt. Das Lied „Freude, schöner Götterfunke" unb zwei Lieder, von Lehrer Dietrich gesungen, verschönten die Feier. Der Rütlischwur, von Lehrer Dietrich vertont, gelangte als Lied zum Vortrag. Im Verlause ber Feier würbe im Zusammenhang mit der heldischen geistigen Haltung Schillers der Opfer des 9. November des Jahres 1918 gedacht, die opferbereit ihr Blut für das Vaterland gaben. scheu Jugend, ber er mit größter Hingabe zugetan war, ist immer das bentbar beste gewesen. Wer irgendwie im Institut bei seinen Arbeiten ober auch sonst in Schwierigkeiten geraten war, ber konnte barauf rechnen, baß „Vater Meigen" ihn anhörte, ihn verstaub unb ihm half Auf ben Korporationshäusern war er ein oft gesehener unb stets mit befonberer Freude begrüßter Gast; in seinen mit feinem Humor gewürzten Ansprachen fand er immer bie richtigen Worte, unb gar manchesmal hat er einen Rektor, ber burch eine anbere Pflicht abgehalten war, auf Semesterantritts- ober sonstigen Fest-Kneipen vertreten und' in seinem Namen gesprochen. So wird bas Anbeuten an den warmherzigen Jugendfreund, ben lieben Kollegen unb ben erfolgreichen Gelehrten von allen besten, die ihn kennengelernt haben, stets in Ehren gehalten werben. Dr. E. W. Beförderungen bei der HI. Hessen-Nassaus. Wie das Personalamt der Gebietsführung der Hitlerjugend Hessen-Nassau mitteilt, sind durch die Reichsjugendführung folgende Beförderungen bestätigt worden: Der Abteilungsleiter E Gefolgschaftsführer Freimüller zum Unterbannfüy- rer, ber Gebietsarzt Scharführer Dr. Feser zum Gefolgschaftsführer, ber Ausbildungsleiter unb In« fpekteur ber Spielmannszüge bes Gebiets 13 Ru- bolf Bauer zum Gefolgschaftsführer. Anläßlich bes 9. November hat die Reichsjugendführung noch folgende Beförderungen ausgesprochen: Bannführer W. Bloch, der Führer des einstigen Oberbannes In der die Getreuen der Bewegung Adolf Hillers die Fühlung untereinander behielten. In beredten Worten sprach Pg. Thomas noch von der Versammlung in der Liebigshöhe im Jahre 1924, in der Dr. Din ter sprach unb in der es xur Saalschlacht gekommen sei, nachdem der aus Frankfurt gekommene Dr. Dang von der Frankfurter Zeitung bie Versammlung sprengen wollte. In der Folge seien die Parteigenossen heftigen Verfolgungen und Schädigungen ausgesetzt gewesen, in Treue stunden sie aber zum Führer und zum Vaterlande. Nun, da der Sieg errungen sei, führe unser Weg im Glauben auf unsere eigene deutsche Kraft in lichte Zukunft. — In dem gemeinsam gesungenen ersten Vers des Horst-Wesiel-Liedes klang die Ansprache aus. Der weitere Verlauf des Abends brachte noch verschiedene Rezitationen. Zellenwart Faust brachte das Gedicht „Ihr Toten vom 9. November", Pg. Hörr außerdem das Gedicht „Die Blutfahne" von Heinrich A n a ck e r zum Vortrag. Nachdem die Kapelle das Lied „Morgenrot" gespielt hatte, nachdem Pg. Hörr noch das Gedicht von Dietrich Eckart „Deutschland erwache!" gesprochen hatte, wurde der Abend im Gedenken an ben Führer mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" unb im finnigen Gedenken an bas beutsche Saarland mit deni gemeinsam gesungenen Saarlied geschlossen. Kameradschaftliche Unterhaltung hielt die alten Kampfer bann noch geraume Zeit beisammen. Aus der Provinzialhauptstadt. Was ist Luxus? Das ist doch einfach, denkst du. Luxus ist etwas Unnötiges, das sich nur reiche Leute leisten können Also etwa so: Herr I hält sich ein Rennpferd, weil es Mode ist. Reiten kann er nicht. Also ist es für ihn unnötig, kostet aber eine Menge Geld. Das hat er nun allerdings. Ein anderer erwirbt sich zwei große Autos, obgleich er nur alle paar Tage spazieren fährt. Eins freilich täte es auch, aber er kann es sich leisten. So ungefähr antworten wir auf die Frage: Was ist Luxus? Und doch ist «damit keineswegs eine gute Antwort gegeben. Ich glaube nämlich, daß sich reiche Leute überhaupt keinen Lurus mehr leisten können. Denn alles, was sie sich wünschen unb was mit Geld zu erlangen ist, das können sie sofort besitzen. Jeder Wunsch, der mit Geld erkauft werben kann, wird erfüllt. Kann man da noch von Luxus sprechen? Ich muß hier an das alte Märchen vorn Reichen unb Armen denken. Als der liebe Gott noch auf Erden wandelte unb ben armen Leuten Dank schuldete für ein Nachtlager, da gewährte er ihnen drei Wünsche. Und was wünschten sich die armen Leute? Die ewige Seligkeit, Gesundheit und tägliches Brot. Mehr wußten sie nicht. Aber sie hatten sich das Schönste und Beste gewünscht. . Nach unserer Meinung steht hinter jedem richtigen Luxus zunächst einmal ein gewisser Verzicht auf verschiedene Annehmlichkeiten des Lebens. Wenn wir uns einen Luxus leisten, bann muß er erkauft werben burch kleine Opfer, die wir uns selbst auferlegen. Dann erst gewinnt ein Geschenk feinen In einer Schiller-Feier des L a n d gr a f - Ludwig-Gymnasiums hielt ber Studienreferendar Zeller einen Vortrag über das Leben Schillers. Die Feier wurde umrahmt von Gedichten unb Chor- Dorträgen. Im Anschluß an einen <5pr«Mor „W« wollen sein ein einig Volk von Brudern gab Dber- studiendirektor Dr. W o l k - w i tz in treffenden War- ten ein Bild über Schiller unb feine Wertung im Laufe ber Zeiten. Den Abschluß ber Feier bilbete, nachbem man bie Gefallenen des Dritten Reiches, bie am 9. November 1923 an der Feldherrnhalle zu München ihr Leben ließen, geehrt hatte, bas gemein« am gesungene Horst-Wessel-Lied und das Deutfch- aNdlied. * Ein Chorlied und ein Präludium leiteten im Realgymnasium die Schillerfeier ein. Die Gedächtnissprache hielt Studienrat Dr. Schad. Er schilderte in knapper Zusammenfassung das Leben unb Wirken bes großen deutschen Dichters, dessen Dramen gerade in unserer Zeit den Gegenwärtigen vieles vermitteln könnten. Er erinnerte an die in ben „Räubern" aufgeworfenen Probleme von Fuh- rertum unb Sozialismus, sprach von den Gegen- ätzlichkeiten zwischen dem Volke und der Gesell- chast, wie sie in bem Drama „Luise Millerin" Ge- taltung erführen unb schließlich von der nationalen Bedeutung, die aus den dramatischen Werken „Wil- Helm Tell" und „Jungfrau von Orleans" zu erfühlen fei. Er schilderte ferner Schiller als eine narrische geistige Persönlichkeit mit allen charakteristi- chen Eigenschaften. In seinen abschließenden Moren wandte sich der Redner der Gegenwart zu und gab dem Wunsche Ausdruck, daß sich Schillers heroischer Geist in unserer Zeit erfüllen möge. Mit dem Deutschlandlied unb dem Horst-Wessel-Lied fand bie durch Gedichtvorträge einiger Schüler verschönte Feier ihren Abschluß. Eine Gedenktafel für die im W elk> krieg Gefallenen des L a n d w e h r - I nsf. ^Regiments 116 ist zur Zeit in bem Schau, fenfter ber Blumenhanblung von Rudolf Schneü« ber, Seltersweg, ausgestellt. Entworfen unb wir« fertigt ist sie von bem Oberleutnant b. L. a. D. Kairl Z u l e g e r, Darmftabt, einen alten Mitkämpfer de?» bewährten hessischen Lanbwehrregiments. Der »■ telteil ber Gedenktafel zeigt bas wohlgelungeM Bildnis bes verstorbenen Reichspräsibenten Genetti!« felbmarschall von Hinbenburg, in eine Eichern Holzplatte geschnitzt, auf deren Rückseite die oingeschnitten stehen: „Im Walde der ArgoMN wo diese Eiche stand, viel tapfere Hessen fielen fM deutsche Vaterland". Das obere unb untere MeM- chilb trägt bie Wibmung unb die große Zahl M an ber Westfront ben Helbentob geworbenen W mentstameraben, bie Längstafeln links unb redjit bie Namen ber 44 gefallenen Offiziere bes Regiments. In bas obere Mittelfeld der holzge>schmhltti> Umrahmung des Hinbenburgbilbes ist bas Eisen«! Kreuz, in das untere die Hess. lapferkitsmebfliW in Original eingelassen. Die vier Eckschilder tra^ti die Reichsfarben Schwarzweißrot unb die hessisch^ Landesfarben Rotweiß. Einstellung von bewährten Kämpfen der NSDAP, in den hessischen Staatsdienst. jigten Preisen Karten erhalten. Kartenausgabe s gegen Vorzeigung des Ausweises an der Theater- I kaffe während der Kassenstunden. Neubesetzung des Dekanates Gießen. Der Herr Landesbischof hat den seitherigen De- kanstellvertreter des Dekanates Gießen, ben Pfarrer : Karl Sa111erzu Wiefeck, mit sofortiger Wirkung zum Dekan ernannt. Der neue Dekan, als solcher Nachfolger von Dekan Guß mann (Kirchberg), der das Dekanat 1 vom 7. Dezember 1912 bis 30. September dieses Jahres führte, ist am 7. Juli 1880 in Langen geboren. Durch seine Mutter, eine geborene Cellanus, hat er das Blut einer Familie in den Adern, bie eit bem letzten Viertel des 16. Jahrhunberts schon eine Reihe von Theologen unb Pfarrern stellte. Nach Vollendung seines Studiums an ben Universitäten Heidelberg, Halle unb Gießen unb dem Beuch des Friedberger Predigerseminars war er zu- erst Pfarrverwalter in Rüsselsheim, 1905 Assistent von Kirchenrat Naumann an der Johannesgemeinde zu Gießen, vom 12. Dezember 1905 bis 1. Oktober 1908 Assistent in Wackernheim. Dann war er Pfarr- verwalter in Staden, welche Stelle ihm am 13. cre« bruar 1909 übertragen wurde. Arn 9. Oktober 1918 wurde er zum Pfarrer von Wieseck ernannt. Seit 9 Februar 1928 war er Stellvertreter des Dekans. Als solcher bei der Neubesetzung ber Dekanate wie« berernannt, führte er bereits feit 1. Oktober dieses Jahres die Dekanatsgeschäfte. Professor Dr. W. Meigen t- Arn 8. November ist der emeritierte Professor ber Chemie an unserer Lanbesuniversität Dr. Wilhelm Meigen nach langem Leiben unerwartet gestorben. Mit ihm ist ein Mann von uns gegangen, ber bie Hochschätzung von Kollegen unb Schulern in gleichem Maß besaß unb dessen Heimgang von allen schmerzlich empfunben wird. W. Meigen würbe geboren im Jahre 1873 in Wesel als Sohn eines Gymnasialprofesfors. Nach bem Besuch bes Gymnasiums seiner Heimatstabt stubierte er Naturwissenschaften, insbesondre Chemie, in Freiburg i. B., bas ihm bald eine zweite Heimat würbe. Hier bestaub er im Jahre 1896 mit Auszeichnung seine Doktorprüfung, erhielt bann eine Assiftentenftelle am Chemischen Institut unb habilitierte sich im Jahre 1901 als Pn- vatbozent für Chemie; bas Jahr 1907 brachte bie Ernennung zum ao. Professor. Im Frühjahr 1921 folgte er einem Ruf als etatsmäßiger außerorbent- licher Professor unb Abteilungsoorsteher bes Chemi- scheu Instituts an ber Universität Gießen, wo ihm ber Unterricht in analytischer unb spezieller anorganischer Chemie oblag. Eube 1930 zum erbeut» lichen Professor ernannt, würbe er zum 1. April 1932 auf seinen Antrag wegen Krankheit emeritiert. Die wissenschaftlichen Forschungen Professor Mei- gens bewegen sich auf verjchiebeuen Gebieten ber Chemie. Aus ber Reihe feiner organisch- chemischen Arbeiten seien hervorgehoben die Untersuchungen über Fette unb Oele, bie z. T. mit ber technisch so wichtigen Frage ber Fetthärtuug in Zusammenhang stehen. Besoubere Beachtung verbleuen so- bann — auf bem Gebiete ber anorganischen Che- , mie — feine ausgezeichneten Arbeiten über bie ver- schiebeueu Formen bes kohlensauren Kalks. Meigen > fanb ein Verfahren zur bequemen unb emwanb- « freien Untersuchung ber beiben Formen Kalkspat . unb Aragonit, es gelang ihm ferner, bie Existenz . einer dritten Form des kohlensauren Kalks, des Eine eindrucksvolle Gedenkfeier zur 175. Wiederkehr von Schillers Geburtstag vereinigte gestern Lehrer und Schüler der O b e r r e a l f ch u l e. Nach einem Lied für gemischten Chor aus Mozarts „Cosi fan tutte" (Leitung Musiklehrer Blaß) und dem Andante aus Schuberts N-Moll-Symphonie (Schu- lerorchester von Dr. H i 11 e n b r a n b) horte man, von einer Schülerin oorgetragen, Worte aus Gottfried Kellers „Prolog zur Schillerfeier in Bern 1859". Die Festrede, die ©tubienrat Krauß hielt, eierte Schiller als ben Helden, ber den Kampf gegen alle Schicksalsschläge, Armut, Krankheit und eelische Not, mit zähem Willen siegreich führte unb aus dessen gluterfüllter, mannhafter Dichtung auch uns in unserem Kampf um die Zukunft unseres Vaterlandes neue Kraft zuströmen kann. Mit be- onberem Nachdruck wies ber Dortragenbe auf Die Unvergänglichkeit von Schillers „Wallenstein' hin und auf den „Tell" als das Werk des völkischen Aufschwungs, mit dem der Dramatiker Schiller für alle Zeiten seinem deutschen Volk gehört. Er schloß mit der Mahnung, Schiller unverbrüchliche Treue zu halten unb sein heiliges Erbe sorgsam zu hüten. In die Ansprache fügten sich Vorträge von Gedichten („Lied von der Glocke") und Balladen („Ring des Polykrates", „Taucher") sowie unvergänglicher Worte aus Schillers Dramen ein (Reiterlied aus „Wallensteins Lager", Chorlieder aus der „Braut von Messina", Rütlischwur aus dem „Tell ). Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Infolge der regen Beteiligung der Wehroerbände und Formationen anläßlich der drei Sondervorstellungen des Schauspiels: „Langemarck, der Opfer- gang der deutschen Jugend" von Kahn-Monato zum Gedenken der Feldherrnhallen-Gefallenen und zum 20. Jahrestag des Sturmes auf Langemarck konnten eine ganze Reihe Bestellungen nicht mehr angenommen werden. Die Intendanz hat daher für Sonntag 15 Uhr eine Wiederholung des Schauspiels „Langemarck" angesetzt. Zu dieser Vorstellung können Mitglieder der Verbände und Formationen mit ihren Angehörigen zu besonders ermä- sog. Vaterits, sicherzustellen unb bie Entstehungs- bebingungen biefer brei Formen festzulegen. In biegen Arbeiten, ebenso wie in weiteren Untersuchungen über die Zusammensetzung einer Reihe von Mineralien unb Gesteinen, über bie Entstehung von Ton unb Porzellanerbe durch Verwitterung von Gesteinen usw., lernten wir Professor Meigen nicht nur als sehr exakten unb ausgezeichnet be- obachtenben Chemiker, fonbern als recht allgemein naturwissenschaftlich gebilbeten Gelehrten kennen. Einen großen Teil ber von ihm untersuchten Mineralien hat er als eifriger- Wcmberer selbst gesammelt. Dabei hat er auch ein offenes Auge für bie lebenbige Natur gehabt, unb so dürfen wir uns nicht wundern, wenn wir unter feinen Veröffentlichungen sogar eine Abhandlung über die Pflanzenwelt Badens finden. Die enge Verbundenheit mÜ der Natur und seiner badischen Heimat insbesondere kommt in verschiedenen Aussätzen über den Naturschutz in Baden zum Ausdruck. Hier sehen wir Pros. Meigen nicht nur als Verstandesmenschen, sondern wir erkennen, baß in ihm auch ein warm empfinbenbes Herz schlug. Dies golbene Herz hat er auch in bewundernswerter Weise gezeigt, während der schweren schleichenden Krankheit, bie ihn vor einer Reihe von Jahren befiel unb ihn schließlich ganz an ben Fahrstuhl fesselte. So hart biefe Behinberung ber Beweglichkeit für ben sonst gefunben Mann war, ber bie Arbeit liebte unb Arbeit brauchte, so haben wir boch nie ein Wort ber Klage aus feinem Munbe gehört. Im Kreise der Kollegen erfreute sich Prof. Meigen wegen seines geraden offenen Charakters, feines gütigen Wesens unb seiner Bescheibenheit höchster Wertschätzung. Sein Verhältnis zur akabemi- Giehener Wochenmarktpreise. * 0 i e 6 e n , 10. Nov. Auf dem heutigen Woche? j markt: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,55 1» • ßanbbutter 1,40 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Ka bas Stück 4 bis 10, Eier (inländische, Kühlhauses 10 bis 13, (ausländische) 10 bis 13, Wirsing, Pfund 8 bis 10 Pf., ber Zentner 7 bis 8 Mk., D.ci traut, das Pfund 5 bis 6 Pf., der Zentner 3 N i 3,50 Mk., Rotkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf., Zentner 6 bis 7 Mk., Gelbe Rüben, das PsunSU bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12, W kohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 k 30, Feldsalat 50 bis 80, Tomaten 15 dis 2V, O01 Die Hitler-Jugend meldet: Schon immer hat bii Hitler-Jugend in ihrer kulturpolitischen Arbeit Ve» binbung zu Männern gesucht, bereu Leben und Werk ber Jugenb geroibmet und wegweisend für sie waren. Dichterabende schufen Wechselbeziehm gen zwischen Schöpfer unb Werk auf der einei unb ber empfangenben Jugenb auf ber anben Seite. Nun haben sich roieber zwei um bas litera« rische unb künstlerische Schassen der Natton vei« diente Männer ber HI. bes Gebietes Hefsen-Nafjou' für einige Tage verschrieben. Es sind bies Rudol!« Mirbt, ber bekannte Herausgeber ber „Münchener Laienspiele", ber seit 20 Jahren als führend» Kops ber Fest- unb Feiergestaltung in der SM« beroegung steht und heute als Leiter ber DermO lungsstelle bes beutfchen Auslanbsbüchereiweseini ein verantwortliches Amt bekleibet, sowie Kai Rauch, ber Herausgeber ber kulturpolitische Zeitschrift „Das beutsche Wort", die im Auslanü einen guten Ruf hat. Beide sind Gäste des vom Abteilungsleiter R (Rundfunk) bes Gebietes 13 auf ber Gebietsführerschule IV Münzender) (Oberhessen) burchgeführten Lehrganges |wt Fest- unb Feiergestaltung unb Runbfunkfragen. Ö ist bas erstemal, baß sie zur HI. sprechen, was & Lehrgangsteilnehmer auch vollauf zu schätzen nrifien Heldenehrung. Itulturge: fanttje". ö Leitung MS-Kult I iolantfje". ; - Sut putsche iS 6r die oor lurfilages | teromw t langes ist jollle. (SW V — 6in ^ige.) ** 25 »wehr. 1 fl Heinrich I eine 25s I tüdblid( i werter I iöums i I fireife j ** A 2 über die flelieferte Flui J[Q5 1, ten roert | Erhall) H fcnb ber n/* Un >! Mn Ve || 9er Sira1 Men Ur ■®n9 gebt R uches". ] 'Kerfiun! iW on ■30: Un J ^6 SJ.4pori H! I in 9 im Herin köpf erst ne« Oberheffen Gedenkfeiern am 9. November Sonntag, 11. November: Feier. L -U' • jiiiunf sendet Kurzgeschichi Paul de Lagardes Deu iten aus dem Leben. Tao des Gedenkens oer jur uie -ouee ziuuq ojmu» vi=> <- V y .v u : V. Z —r Gefallenen wurde in unserer Stadt würdig began- straße und anschließend, damit auch die Jugend zu * r_____ x;« hör i.hrom Pnmmt Trinr IN nprfrhtphpnMl PnEnfpn ihrem Recht kommt, Tanz in verschiedenen Lokalen gen. An den Häusern wehten die Fahnen der m. M TDlf K* h w n. IO. iM- t > ien* nb rgl ein »Üb ha v» ins.- .V l -Straße 75, erlitt dieser Tage einen Bruch des kin Unterarmes. Er mußte in ärztliche Behandle Werbekonzert. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittags- txi,srt I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nach- kih«n aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskon- fctUI 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 1.’ 'Nachrichten. 15.15: Kinderstunde. 15.30: Der Lich — Großen-Buseck (Niersbach, Wetzlar); Lollar — Grünberg (Deibel, Gießen), Tgde. Wetzlar gegen Wetzlar II (H. Rüspeler, Gießen); Nauborn gegen Aßlar (O. Rüspeler, Gleiberg); Leun — Stockhausen (Küster, Berghausen): Werdorf II — Bon- für ausreichende Vorräte gesorgt. Und nun einiges aus dem reichhaltigen Programm des Marktes. Von morgens 9 Uhr Beginn des Rindvieh-, Schweine- und Schafmarktes, standgeldfrei, damit der Rindviehmarkt gehoben wird, ' >ll, wie auch im vorigen Jahre, für jeden von ferner zu Bauer getätigten Handel dem Verkäufer sowohl als auch dem Käufer 1 v. H. der Kaufsumme Pg Amtswalter O. Stein, dankte allen Mitwirkenden und schloß mit einem Sieg-Heil aus unseren Führer Adolf Hitler, worauf mit Horst-Wessel-Lied und Deutschlandlied die Feier ausklang. Cin UVIVVH va*..»»—' Wessel-Lied schloß die schlichte, aber eindrucksvolle Interesse bringt man auch der Hebung der Schafzucht entgegen. Unsere früheren Schafmärkte waren ten Teil erreicht werden. Wie im vorigen Jahre, so wird auch diesmal wieder für reichlichen musikalischen Genuß gesorgt. Von 14 bis 16 Uhr findet Platzkonzert in der Markt- ? Lich, 10. Nov. Der 9. November, der Tag des Gedenkens der für die Idee Adolf Hitlers N । Ä v vl M erN Heft s W -l'L 4 DfJ f langes ist zu erwarten, das niemand versäumen ||>lll . (Siehe heutige Anzeige.) Eine Wintermoden- und Schmuck- 12,^1 oW'\ Montag, 12. November. ! 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Nnnastik H. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgen- — Choral. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: tz^llnastik. 9: Kleine Musik für neun Streichinstru- pte. 10: Nachrichten. 10.10 bis 10.45: Schulfunk. für das Winterhilfswerk. ler Interessengemeinschaft Vuderus'sche Eisen- werke Hessen-Nassauischer Hüttenverein. lie Interessengemeinschaft Buderus'sche Eisen- veike Hessen-Nassauischer Hüttenverein einschließlich bei angeschlossenen Tochtergesellschaften haben für Ja, Winterhilfswerk 1934/35 den doppelten Be- irc; des Vorjahres — 40 000 RM. gestiftet. Vornotizen. II- Tage Skalen der für Samstag: Deutsch! Arbeitsfront, Berufsgemeinschaft der Techniker, hott Hindenburg, monatliche Zusammenkunft mit Betrag von Pg. Georg Heß über „Mit Lettow- Oebeck im Kampf um Deutsch-Ostafrika". — Stadt- chriter, 20 bis 22.30 Uhr „Langemarck". — Licht- spbhaus, Bahnhofstraße: „So endete eine Liebe". - Astoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Wo ist das £iD Madeleine F.?". — Gießener Ruderklub Milden bester Wertschätzung. Aus Anlaß des Jubi- ' Iglus wurden ihm verschiedene Geschenke aus dem , Rrc]fe seiner Kameraden zuteil. ■ Verlierer Achtung! Das Verzeichnis I ir die im Monat Oktober gefundenen bzw. ab- I kli'ferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel ! m Flur der Polizeidirektion, Landgraf-Philipp- 'picfi 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtig- I !l! Iwerden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte in- Beweauna auf Halbmast. Am Gefallenen-Denkmal statt. Um den auswärtigen Marktbesuchern die Hm- nahmy bereits in den Morgenstunden eine Ehren- und Rückreise bequem zu machen, hat die hiesige wacke der SA und der SS. Aufstellung. Der Stadtverwaltung und Marktkommission Postauto- Abend vereinte sämtliche Gliederungen der Partei, führten eingerichtet, die gegen eine mäßige Gebühr Verbände und die Bevölkerung der Stadt am Ge- von jedermann benutzt werden können. Da auch fallenen-Denkmal zu einer kurzen Gedenkfeier, der Krämermarkt anscheinend seinen seitherigen wobei der Ortsgruppenleiter, Pg. Karl Kühn, Umfang wieder erreicht, so dürfte auch diesmal + Grünberg, 10. Nov. Die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, beging die Gedenkfeier für die gefallenen Kameraden vom 9. November am gestrigen Freitagabend in der Turnhalle. Die Gedenkrede hielt Pg. Pfarrer Matthäus. An- knüpfend an das Bibelwort: „Niemand hat größere Liebe, denn die, daß er fein Leben läffet für feine Freunde", stellte er dasselbe hin 1. als ein Klagewort: „Wehe über das viele edle Blut, das fließen mußte"; 2. als ein Lob und Dantwort: „Ehre sei den Helden, die ihr Alles gaben!" und 3. als ein Trostwort: „Wohl ihnen und uns, ihr Opfer war doch nicht umsonst." Musikstücke des Goetheorchesters, Chöre des Gesangvereins, lebende Bilder, gestellt von der SA., ein Gedichtvortrag und ein Sprechchor von HI. und BdM., sowie einige gemeinsame Lieder trugen zur Ausgestal- tuna der Feier bei. Der Leiter der Veranstaltung, mar, Wetzlar); Tgde. Wetzlar II , (Bernhardt, Tiefenbach); Hermannstein — Ehringshausen (Prinz, Albshausen), Kinzenbach — Vetzberg (Ott, Bonbaden); Rodheim — Fellingshausen (Sack, Heuchelheim): Heuchelheim II — Launsbach (Weinandt, Leihgestern); Hohensolms — Erda (Birk, Naunbeim): Londorf — Alten-Buseck (Wissemann, Lollar); Treis — Grünberg II (Kreiling, Gießen). 1900 empfängt Tura Kassel zum Handballverbandsspiel. Ihre Heimspiele in der norhessischen Handballgauliga setzen die 1900er am kommenden Sonntag mit dem Treffen gegen Tura Kassel fort. Man wird nicht fehlgehen, rote zuletzt gegen Kirchbauna wieder einen von Anfang bis zum Schluß fesselnden und technisch hochstehenden Handballkampf zu erwarten. Tura ist von jeher als eine Mannschaft von gutem und vor allen Dingen beständigen Können bekannt. Sie wird in Gießen nichts unversucht lassen, nunmehr in die Spitzengruppe hineinzukommen. Die Elf ist auf allen Plätzen gut besetzt. Als äußerst talentierter Spieler ist der Mittelstürmer Ringel bekannt, der auch im Pokalspiel gegen Baden mit» wirkte. Für die Spielvereinigungsleute gilt es, die trotz der vorsonntäglichen Niederlage gegen Tuspv. Kassel noch günstige Position zu behaupten. Ob es gelingt, dürfte im wesentlichen davon abhängen, ob sich die Mannschaft rasch genug findet und ob sich jeder restlos einsetzt. Ein gewisses Handicap bedeutet es allerdings, daß bewährte Kräfte wie Funke und L. Hoffmann ersetzt werden müssen. VfB.-MichSbahn Gießen. VfV.-Relchsbahn I — Sportverein Viffenberg I. In den Leuten aus Biffenberg haben die VfBer im Kampf um die Punkte einen Gegner, der in der Lage fein sollte, sie zur Hergabe ihres ganzen Könnens zu zwingen. Die Bissenberger, zum erstenmal in der Bezirksklasse spielend, hatten bis jetzt Resultate, die aufhorchen ließen; sie haben gezeigt, daß sie auch auf fremden Plätzen in der Lage sind, den Sieger zu stellen. Die Stärke der Mannschaft liegt in ihrer Ausgeglichenheit und Schnelligkeit. Dazu verfügen die Stürmer über ein gutes Schußvermögen. Die Gießener werden gut daran tun, von Anbeginn an mit dem nötigen Eifer und Siegeswillen zu spielen. Die dritte Mannschaft trägt in Steinbach ein Gesellschaftsspiel aus. Bei aller Würdigung der Spielstärke der Gießener erscheint ein Erfolg fraglich. Spielvereinigung 1900 Gießen. 1900s 1. Fußballelf gastiert in Naunheim. Morgen kommt das Meisterschaftsspiel in Naunheim zum Austrag, das seinerzeit wegen dem Handballgroßkampf (Nordhessen — Baden) nicht zum Austrag kam. Für die 'Blauweißen ist der Gang nach Naunheim schwer. Die Gießener konnten bis jetzt auf dem gefürchteten Naunheimer Platz noch keinen Sieg erringen. Ob dies morgen anders wird, ist nicht vorauszufagen. Im blauweißen Sturm wird man den Durchreißer Schmelz als Sturmführer gerade in Naunheim sehr vermissen. An seiner Stelle wird der am Sonntag verhinderte Heilmann den Angriff führen, sonst bleibt die Aufstellung die gleiche. Rein spielerisch sollte die Gießener Elf dem Gastgeber überlegen sein. Der Gastgeber liegt bis jetzt noch aussichtsvoll im Wettbewerb. Die Gießener sollten sich bemühen, ein gutes Spiel zu zeigen. Man erwartet einen fairen Kampf. Die Spielleitung hat Schiedsrichter Friedrich (Friedberg). Die unteren Mannschaften sind alle spielfrei. Jugendfplele. Die 1. Jugend tritt in Wieseck zum Meisterschaftsspiel an. Die 2. Jugend steht im Lokaltreffen der gleichen Jugend vom VfB.-Reichsbahn gegenüber. Der Ausgang ist vollständig offen. Die Schüler 1900s spielen in Steinberg gegen eine verstärkte Schülermannschaft und haben es schwer, Sieger zu werden. „$G. Teutonia" Watzenborn-Steinbera Am morgigen Sonntag tritt die Ligamannschaft zum fälligen Punktekampf in Dillenburg an. Es wird dies für die Teutonen kein leichter Gang werden, doch hofft man, wenn die Mannschaft, trotz der knappen Niederlagen in letzter Zeit, ihre Nerven behalten hat, auf ein einigermaßen ehrenvolles Resultat. Den Stürmern ist allerdings zu empfehlen, nicht wieder, wie in den vergangenen Spielen, in Ueberkombinativn zu verfallen und damit dem Gegner immer und immer wieder Gelegenheit zur Abwehr zu geben. Herzhafte Schüsse können auch — und das sogar sehr oft — zu Erfolgen führen. Seiber vermißt man diese noch immer bei den Teutonenstürmern. Zum ersten Male tritt wieder die Schülermannschaft nach längerer Pause auf eigenem Platze auf den Plan. Gegner ist die 1. Schülermannschaft von 1900 Gießen. Die 2. Schülermannschaft und die Jugend sind spielfrei. Die Kreisklaffenspiele des Sonntags. n g , München (Federgewicht), Schwartz- ,, Koblenz (Leichtgewicht), Schäfer, Schifferstadt (Weltergewicht), und Hornsi scher, Nürnberg, im Schwergewicht festzustehen. Schiedsrichter des Kampfes ist der Franzose Superville, W.U5 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: Nachrichten. 8.25: solB lifcr nastik. 8.45: Choralblasen. 9: Evangelische er n- ’iraienfeier. 9.45: Deutsches Schatzkastlem. 10.15: imBMLv Frenssen liest. 10.30: Chorgesang. 11.15: 944 nfcrnepaufe. 11.30: Langemarck-Feier. 12.10 Uhr: tzF! »itagskonzert I. 13: Zur „Woche des deutschen .MGc.es". 13.15: Razzia im Wunschbriefkasten. 14: ! tinieerftunbe. 15: Stunde des Landes. 16: Nach- W’ Wugskonzert. 18: Die Martinsgans. Hörfolge. ?$3 •: Unterhaltungskonzert. 19.15: Saarlandifche a d I Bi:tebilber. 20: * Ludwig-Thoma-Abend. 21.30: ' r Meister-Konzert des deutschen Rundfunks. 22: ft ! »dichten. 22.20: Nachrichten aus dem ©enbebe- .ft Di 22.25: Der Zeitfunk bringt den Sportspiel ’ft i k ^Sonntag. 22.45: Nachtmusik. 24 bis 2: Nacht- ; iM. Ä am 25. November zum Austrag. Die Spiele am 21. November. Am Sonntag, 21. November, stehen die Mannschaften der fußballsporttreibenden Vereine im Dienste des Winterhilfswerkes. Jrn Gebiet des Bezirks Gießen-Dill sind u. a. folgende Spiele vorgesehen: Wetzlar — Naunheim (Deis, Nauborn); Werdorf gegen Aßlar (Prinz, Albshausen); Heuchelheim gegen Biebertalvereine komb. (Bocher, Gießen): Bissenberg — Burgsolms (Wolf, Allendorf); Bonba- oen — Bvaunfels-Burgsolms (Wenzel, Schwalbach); Albshausen — Oberndorf (Niersbach, Wetzlar); Leih- gestern — Steinberg (Zitzer, Gießen): Grünberg gegen Großen-Buseck (Grote, Mainzlar); Alten- Buseck — Lollar (Post, Wieseck); Fellingshausen- Vetzberg — Rodheim (Kreiling, Gießen); Treis- Londorf — Lollar II (Schnabel, Wieseck); Stein- Das wichtigste Spiel der 1. Kreisklasse steigt in Lich, wo Großen-Buseck zum fälligen Derbcmdsspiel antreten muß. Wenn Großen-Buseck dieses Spiel gewinnt, so ist der zweite Platz in der Tabelle gefestigt, während Lich die am vorigen Sonntag erlittene Niederlage wettmachen will. Lollar empfängt auf eigenem Platz die eifrigen Grünberger, doch wird Lollar der Sieg nicht zu nehmen fein. Kinzenbach hat Vetzberg zu Gast. Beide Mannschaften lind durch Abwanderungen der Spieler sehr geschwächt, ein Sieg Kinzenbachs erscheint möglich. Die nächste Begegnung heißt Rodheim — Fellings- bach-Garbenteich — Lich (Wallbott, Steinberg). Außerdem wird ein Treffen einer Land Mannschaft gegen eine Stadtmannschaft Gießen ausgetragen werden. Die Landmannschaft wird voraus- sichtlich in folgender Aufstellung untreten: Haas (Wieseck); Fett (Steinberg), Funk (Leihgestern), Keul (Aßlar), Lang (Steinberg), Singel (Bissenberg); Oßwald (Wieseck), N e u l (Nauborn), Bingel (Bissenberg), W. Kreiling (Wieseck), E. Kreiling (Wieseck). Olympia-Sportlehrgänge der Kanufahrer. Im Mittelpunkt der Olympia-Vorarbeit 1935 des Deutschen Kanuverbandes stehen drei Sportlehrgänge von je einer Woche Dauer. Der erste beginnt Mitte März und dient der Ausbildung der Sportwarte, die zur Betreuung der Olympia-Mannschaften vorgesehen sind. Es handelt sich dabei um die Gausportwarte und die Sportwarte der größeren Vereine. Nur wer durch diese Schule gegangen ist, erhält die Berechtigung zur Ausbildung von Olympia-Mannschaften. Der zweite Lehrgang ist für aussichtsreiche Nachwuchsfahrer der kurzen Strecke, der dritte für die der langen Kampfbahn. Die Angehörigen der Olympia-Kernmannschaft sowie die Gau- meister werden in diese beiden Lehrgänge nicht mit hineingenommen. Der vorgezeichnete Plan ist also dazu bestimmt, aus dem Nachwuchs die geeigneten Fahrer herauszuholen und so für die Auswahl im entscheidenden Jahr eine möglichst breite Basis zu schaffen. t>on Gramm und Henkel in Mannheim. Die beiden besten deutschen Tennisspieler Gottfried von (Tramm und Henkel werden am 2 4. und 2 5. November in der Mannheimer Nhein-Neckarhalle Freundschaftskämpfe im Einzel und Doppel gegen die besten badischen Spieler austragen. Die badische Vertretung wird aus den Herren Dr. Buß (Mannheim), Wetzel und I. W a l ch (Pforzheim) bestehen. Kurze Gportnotizen. Frankfurts Städte man ns ch aff spielt am 1. Januar in Kassel gegen eine Fußball-Stadtvertretung. Rechtsanwalt C. Jersch-Bochum, der langjährige Vorsitzende des alten Westdeutschen Spiel-Verbandes, ist zum Führer des Gaues Westfalen ernannt worden. A l s sichere Teilnehmer für den am 18. November in Ludwigshafen stattfindenden Ringer- Länderkampf Deutschland — Ungarn scheinen bisher *lf Nundfunkprogramm. jeti jjqfia" 1906, Bootshaus, 28. Stiftungsfest. - Tageskalender für Sonntag: Stadt- he.ter, 15 bis 17.30 Uhr „Langemarck"; 19.30 bis ftll !2 Uhr „Polenblut". — Goethe-Bund Gießen, !0 Ihr, Neue Aula, Schiller-Gedenkstunde: Ludwig Silin er. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „So Mite eine Liebe". — Astoria-Lichtspiele, Selters- lallf.Det: „Wo ist das Kind der Madeleine F.?" — üm : )bi"hessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand- 1 J )ür„ 11 bis 13 Uhr, Gemälde-Ausstellung. — Caf6 ib> Hi, 20 Uhr, Militär-Konzert. — Eisenbahn-Fahr- ieb|. sc itenverein, 15 Uhr, „Stadt Wetzlar". Versamm- til in.. — Spielvereinigung 1900, 20.30 Uhr, „Post- utir iieUr", Famllienabend. — Gießener Ruderklub fe W-sia" 1906, 16 Uhr, Ausflug nach der „Karls- iiö, rUj . — Ev. Stadtmission, Jahressest, 15 und 3ugenbfpiete. Wieseck — 1900 (Böcher, Gießen); Lich — VfB. (Wallbott, Steinberg); Großen-Buseck — Leihgestern (Schnabel, Wieseck); Steinbach — Daubrin- gen (Post, Wieseck): Tgde. Wetzlar — Albshausen (Hunger, Wetzlar); Steindorf — Werdorf (Kröner, Oberbiel): Oberndorf — Waldgirmes (Lind, Wetzlar); Diskirchen — Allendorf (Kleemann, Bissenberg); Holzhausen — Oberbiel (Wolf, Allendorf): Leun — Stockhausen (Würz, Holzhausen). Schülerfpiele. Büblingshausen — Oberbiel (Spieß, Nauborn); Nauborn — Burgsolms (Wenzel, Schwalbach); Wetzlar — Aßlar (Tvautmann, Büblingshausen). eine auf den Sinn und die Bedeutung des Tages hinweisende Ansprache hielt. Nikelsrnarkt in Allendorf a. d. Lda. * Allendorf a. d. Lumda, 10. Nov. Einer der wirtschaftlich bedeutendsten und größten Märkte Allendorfs war von jeher und ist bis heute noch der auf den Spätherbst fallende Nikelsmarkt. Nicht allein für die Einwohner unserer Stadt bildet er ein wichtiges Ereignis, sondern auch auf die Bewohner der näheren und weiteren Umgebung Allen- dorss, des Busecker Tales, der Rabenau, des Ebs- dorfer Grundes, übt er immer wieder seine alte Anziehungskraft aus. Der stetige starke Besuch von auswärts dürfte zum großen Teil wohl dem Umstand zuzuschreiben sein, daß der Markt im Herbst, zu einer Zeit abgehalten wird, in der auch der Landwirt, der seine Ernte unter IDad) und Fach und seine Winteraussaat beendet hat, in der Lage ist, den Markt besuchen zu können. Nun steht der liebe, alte und doch immer wieder junge Nikelsmarkt vor der Tür. Er soll am nächsten Mittwoch, 14. November, stattfinden. Allenthalben ist man eifrig mit den Vorbereitungen beschäftigt. Damit der Markt seinen Vorgängern in nichts nachsteht, haben die hiesigen Geschäftsleute und Handwerker, besonders Bäcker und Metzger, 25 Jahre im Dienste der Feuer- jw | beö r. Dieser Tage konnte der Feuerwehrmann jhehrid) Vogel bei der Feuerwache Gießen auf Hin 25jährige Tätigkeit im Dienste der Wehr zu- 1 riiöolicten. Der Jubilar erfreut sich bei seinen Ka- hausen. Rodheim dürfte als sicheren Sieger zu erwarten sein. Hohensolms — Erda ist ein Lokalkampf, eine Voraussage ist nicht möglich. Alten- Buseck tritt in Londorf an, doch muß sich Allendorf sehr bemühen, wenn die Mannschaft die Punkte mit nach Hause nehmen will. Londorf hat einen überragenden Tormann, der, unterstützt durch eine gute Verteidigung wenig Erfolge der Gäste zuläßt. Treis empfängt Grünberg II und wird wohl zu einem Sieg kommen, vorausgesetzt, daß die letzte hohe Niederlage der Mannschaft nicht den Halt genommen hat. Iußballabteilung des Tv. Kinzenbach. Zur Fortsetzung der Verbandsspiele empfängt kommenden Sonntag die 1. Mannschaft die gleiche von Vetzberg. Die Mannschaft sollte gegen die Gäste bei einigermaßen guten Leistungen schon bestehen können. Zugendspiele der Gruppe Gießen. Gruppe A: VsR. Lich — VfB. - Reichsbahn Gießen; Tv. Wieseck — Spielvgg. 1900 Gießen I. Gruppe B: Großen-Buseck — Leihgestern (muß ausfallen); Steinbach — Daubvingen; Treis (Lda.) gegen Nieder-Ohmen. Gruppe C: Heuchelheim — Lollar. VfR. Lich hat durch den 9:1-Sieg über Wieseck, allerdings gegen 8 Spieler, am vergangenen Sonntag erneut bewiesen, daß die Mannschaft sich endlich gefunden hat. Das Treffen gegen DfB.-Reichs- bahn Gießen stellt die Mannschaft vor eine schwere Aufgabe, da die Gießener jetzt wieder eine gute Mannschaft zusammengestellt haben. Wieseck und 1900 Gießen 1. Jugend werden ihr Spiel ernst nehmen müssen, die besten Aussichten stehen allerdings auf Seiten der Gäste, die bis jetzt mit 10 Punkten die Tabelle der Gruppe A anführen und noch keinen Verlust zu verzeichnen haben. Steinbach und Daubringen werden ziemlich gleichwertige Gegner ab geb en, Steinbach sollte sich endlich zusammenfinden. Treis (Lumda) trifft auf Nieder-Ohmen. Nieder-Ohmen greift jetzt noch in die Pflichtspiele der Gruppe B ein: Heber die Spielstärke ist nichts bekannt, da die Mannschaft seither zur Gruppe Friedberg gehörte. In Heuchelheim treffen Heuchelheim und Lollar zusammen; Lollar wird nachträglich in der Spielgruppe C ein gereiht. Der Sieg wird wohl in Heuchelheim bleiben. Fußball im Dienste der Winterhilfe. Die Winterhilfespiele im Gau Nordhessen. Im Gau Nordhessen treten zwei Nachwuchs- Gau-Mannschaften in Aktion. In Hanau wird eine Nachwuchself Süd im Kampf gegen Hanau Stadt einer Prüfung unterzogen und der „Nachwuchs Nord" hat eine Partie mit dem Nordhessen-Meister Borussia Fulda in Kassel ausgemacht. Nordhessens erste Vertretung, die mit ihrem Sieg über Baden einen schönen Erfolg zu verzeichnen kl- Kauptm-ld-st-ll- des Arbettsgaues 22 Heffen- , teilt mit: Die Einstellungen m den Arbetts- ii lieft sind zunächst abgefchlosten. Di- Meldeämter , -ul ken jetzt keine Anmeldungen an. Dl- nächsten Stellungen erfolgen erstmals nach dem I.Aprll ■ _ .. ... 1 . r-l- „...... _______ Lagardes Deutsche Schritten in ihrer % 1'^6 *i|b utung für uns heute. Eine Betrachtung. 16: , 'U.ckmittagskonzert. 18: Stunde der Jugend. Ge- ■ 1 >Mhrer Kramer: Unsere kommende Winterar- jffinL ba 18.15: Dücherfunk 18.30: Aus Wald und Flur: Vogelpastor Christian Brehm. Zwiegespräch die Familie Brehm. 18.45: Unterhaltungskon- n O. Ult 19.45: Das Leben spricht! 20: Nachrichten. Volk und Wirtschaft an der Saar. Berichte " » Gespräche. 20.30: Unterhaltungsmusik. 21.10: Iffsche Musik. 22: Nachrichten. Arbeitgeber in Industrie und Handel! Die deutsche Wirtschaft steht heute vor der Notwendigkeit, auf allen Gebieten eine Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit herbeizuführen. Es gilt, alle hierfür zu Gebote stehenden Kräfte einzusetzen. Oekonomische Mittel reichen nicht aus. Es kommt heute mehr als je auf einen planmäßigen Einsatz der geistigen Kräfte unseres Volkes an. Das bedeutet für die Arbeitgeber in Industrie und Handel die Notwendigkeit einer sorgfältigen Sichtung des kaufmännischen Nachwuchses. Nur wirklich geeignete Kräfte dürfen kaufmännische Lehrstellen erhalten! Eine große Anzahl von Jugendlichen, die Ostern 1935 die Schule verlassen, wird im kommenden - Frühjahr für die Besetzung von Lehrstellen zur Verfügung stehen. Besonders groß wird auch in diesem Jahre wieder der Andrang zu den kaufmännischen Berufen sein. Jedoch nur ein Bruchteil der Bewerber für kaufmännische Lehrstellen wird den Anforderungen der kaufmännischen Berufe wirklich genügen. Keinesfalls darf es dem Zufall überlassen bleiben, welche Kräfte neu in diese Berufe eintreten. Die Besten müssen ausgewählt werden! Diese Auswahl aber kann nur durch eine zentrale Stelle, die über die geeigneten Mittel und Wege einer sorgfältigen Berufsauslese verfügt, getroffen werden. Das ist die öffentliche Berufsberatung des Arbeitsamtes! Sie hat die Ueber sicht über den gesamten Lehrlingsnachwuchs, weil jeder Schulentlassene — auch der höhere Schüler — von ihr er- faßt wird. Sie kann dem Arbeitgeber genauen Aufschluß über jeden einzelnen Bewerber geben. Ihre Begutachtung stützt sich auf eine mehrjährige Beobachtung der Jugendlichen durch die Schule, auf ein amtsärztliches Gesund- heitszeugnis, auf eine selbständige Eignungsfeststellung in eingehenden Beratungsgesprächen und auf eine enge Zusammenarbeit mit den kaufmännischen Fach- und Berufsschulen. Die öffentliche Berufsberatung ist also in der Lage, den Wünschen des Arbeitgebers in jeder Hinsicht R e ch n u n g z u tragen. Der Arbeitgeber meldet die Lehrstelle bei ihr an und die Berufsberatung wird ihm immer mehrere Bewerber zur Auswahl schicken. Nur wenn alle Arbeitgeber ihre kaufmännischen Lehrstellen rechtzeitig anmelden, ist die öffentliche Berufsberatung in der Lage, diese Lehrstellen durch bestqualisizierte Jugendliche zu besetzen! Nur dann ist eine planmäßige Verteilung des Nachwuchses im Interesse der einzelnen Berufsstände und der gesamten deutschen Wirtschaft möglich. Arbeitgeber in Jndu- strie und Handel, melden Sie Ihre Lehrstellen jetzt an! Arbeitsamt Gießen, Berufsberatung. Industrie- und Handelskammer Friedberg und Gießen. wieder jeder Marktbesucher auf seine Rechnung kommen. Man beachte die heutige Anzeige. Katharinenmarkt in Buhvach. * Butzbach, 10. Nov. Der diesjährige Butzbacher Katharinenmarkt, der am 21. und 22. d. M. stattfinden sollte, muß wegen des Buß- und Bettages verlegt werden. Er findet nunmehr am Montag, den 19. und Dienstag, den 20. d. M. statt. Am ersten Tage ist K r a m m a r k t, am zweiten Pferde-, Rindvieh - und Schweinemarkt. Seiner alten Tradition gemäß bildet er für die bäuerliche Bevölkerung der Umgebung den Abschluß der Feldarbeiten und besitzt deshalb seit unvordenklichen Zeiten eine große Anziehungskraft. Der Vergnügungspark wird auch in diesem Jahre reichhaltig ausgestattet sein und neue Darbietungen bringen. Selbstverständlich fehlen auch nicht die Tanzveranstaltungen in sämtlichen Lokalen. Man beachte die heutige Anzeige. Landkreis Gießen. wg. Großen-Buseck, 10. Nov. Dieser Tage fand im Saale der „Germania" eine Versammlung der Ortsgruppe der NSDAP, statt. Bürgermeister und Ortsgruppenleiter Pg^ Reb- Holz, sowie der Kreisamtsleiter der NS.-Hago, Pg. Schimmel, sprachen über den Nationalsozialismus und über die Pflichten des Parteimitgliedes. Die Ausführungen wurden mit großem Interesse verfolgt. Im Anschluß daran wurden Mitgliedskarten ausgehändigt. Mit dreifachem „oicg= Heil" auf Führer und Vaterland schloß,der Ortsgruppenleiter Pg. Rebholz die Versammlung. — Der hiesige A l i c e - F r a u e n v e r e i n eröfs- nete gestern abend in der Gastwirtschaft Siegfried seine Winterarbeitsabende. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Müller, leitete .den Abend mit einem Lied ein. Sodann gedachte Baronesse von' Rabenau des verewigten Schutzherren des Roten Kreuzes, des Reichspräsidenten von Hindenburg. Ihm zu Ehren erhoben sich die Frauen von ihren Plätzen. Im weiteren Verlaufe des Abends wurde'bekanntgegeben, daß in der nächsten Woche ein Samariterkursus beginnt, der von Dr. ir.ed. Gengnagel und von der Krankenschwester Bertha geleitet werde. Der Ortsgeistliche verschönte, während sich die Frauen mit ihren Handarbeiten beschäftigten, den Albend mit der Verlesung einer unterhaltsamen Geschichte. — Innerhalb der hiesigen Ortsgruppe wurden am Sonntag 3 00 Astern für das Winterhilfswerk verkauft Es konnte ein Betrag von 61,41 Mark überwiesen werden. — Dieser Tage konnte Frau Marie Münch Wwe. in völliger geistiger und körperlicher Frische ihren 7 6. Geburtstag feiern. Die hochbetagte Frau verrichtet noch heute viel Hausarbeit und konnte im vergangenen Sommer auch noch auf dem Felde helfen. Sie war in ihrem Leben noch nie ernsthaft krank. + Grünberg, 9. Nov. Die hiesige „Bäuerliche Werkschule" (früher landwirtschaftliche Schule) konnte ihren diesjährigen Lehrgang mit 27 Schülern eröffnen. Leiter der Anstalt ist Landwirtschaftsrat Dr. Dien st, vorher in Butzbach. * Watzenborn-Steinberg, 10. Nov. Der Bergmann Heinrich Maurer von hier erlitt dieser Tage an seiner Arbeitsstelle unter Tage im Gießener Bergwerk einen Unfall. Mit einer schweren Knieverletzung mußte er durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Chirurgische Klinik gebracht werden. * Grüningen, 10. Nov. Am morgigen Sonntag findet hier die Fahnenweihe der Ortsgruppe der NSDAP, statt. Die Weihehandlung wird von Pg. K l o st e r m a n n vollzogen, der auch die Ansprache hält. Zu der Feier sind nicht nur die Gliederungen der Partei, sondern alle Volksgenossen eingeladen. Um 8.45 Uhr ist Kirchgang, 13.15 Uhr' stellt sich der Festzug auf, um 14 Uhr findet der Weiheakt statt. Eine SA.-Kapelle wird bei der Veranstaltung spielen und später auch Tanzmusik stellen. * Birklar, 9. November. Unser Ortseinwohner Schuhmachermeister Ludwig Weisel beging am heutigen 9. November in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 8 0. Geburtstag. Der Jubilar, der sich allgemein großer Wertschätzung erfreut, ist seit 1886 treuer Bezieher des Gießener Anzeigers. —.— Bellersheim, 10. Nov. Am heutigen 10. November begehen der Landwirt und Genossenschaftsrechner Gustav Göbel und Ehefrau Pauline, geb.Jakobi, das Fest der SilbernenHochzeit. Preußen. Oer Führer als Pate. S Weidenhausen, 9. Nov. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler übernahm bei dem 9. Kinde des Gemeinderechners Thomas die Patenschaft. Kreis Wehlar. * Dorlar, 9. Nov. Die 65 Jahre alte Frau Elisabeth B e p p l e r von hier kam dieser Tage unglücklich zu Fall und erlitt einen Bruch des K -1 - j V>v / 4 erhielt den diesjährigen Nobelpreis für Literatur linken Oberschenkels. Sie mußte durch fr Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz A ßen in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebratz werden. Kreis Biedenkopf. K Gladenbach, 9. Nov. Im benachbarte Dorfe Damm hieb sich ein Bauer beim Hantiere mit der Sense seine Nase aus dem Gesicht, Sprecyftunoen der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samelq nachmittag geschlossen. Spenden für das Mnterhilsswekl Sämtliche Zahlungen für den Kreis Gießen, die das Winterhitfswerk 1 934/35 betreffen (Spenden. Straßensammlungen, Haussammlungen. Eintopfgerichte usw.), sind nur auf Konto der Bezirkssparkafse Gießen, Nr. 4600 oder auf Postscheckkonto Frankfurt tu 21t Nr. 5979 einzuzahlen bzw. zu überweisen. Z Letzte Erzeugnisse der Mode I »^Nachmittags-und Abend-Kleider zeigt Ihnen meine Spezial-Schaufenster-Dekoration Marktstraße 4-8 6594 A rQUALIT A’TEN Zayvesfrft C LvlU 6568 D Sonntag, 11. November, abends 8 Uhr: Grotes Militär-Konzert ausgeführt vom Musikkorps 1/15 Leitung: Obermusikmeister E. Krau&e Eintritt 50 Pf., Militär und Studenten 30 Pf. Goethe-Bund Gießen Sonntag, 11. Nov. 1934. abends 8 Uhr, Neue Aula- Zum 175. Geburtstag Friedrich von Schillers helwUSMiiiWii Sonntag, den ll.Novbr., 3 nnd S V4 Uhr: Größerer Bläserchor — Gemischter und Frauenchor wirken mit. — Festredner: Prediger Werre aus Hanau ----------------- 05437 Vom 11.bis lö.Nov., jed.AbendS'^UHr: kMgelW»-vvrllöge Nachmilt. 3 Uhr: Bibeistunden Sie sind herzl. einaeladen. Eintritt frei! Schiller-Gedenkstunde Ludwig Wiillner der große deutsche Sprecher spricht Dichtungen von Schiller. useeD Eintrittskarten numeriert):Bnndesmitgliedererhalten gegen Einlösung des Gutscheins Nr. 2 bei Challier Platzkarten z. ermäßigten Preis von 1 Mk., ebenso dre Mitglieder der Deutschen An estelltenschalt, Ortsgruppe Gießen, auf der Geschäftsstelle Lonysir.lS. Verbandsm (gliedert Kaufm.Verein(Gutschein Nr.2), NS. Lehrerbund (Gutschein Nr. 2), NS. Volkshochschule. Reichsbund Volkstum u. Heimat, Verband f. Deutsche Frauenkultur ermäßigte Eintrittskarten zu 1.5 Mk., Nichtmitglieder zu 2.50u.2 Mk. b. Challier und an der Abendkasse. Studenten zu 40 Pf. gegen Vorzeigen der Ausweiskarte an der Abendkasse. Oberhessischer Kunstverein Turmhaus am Brandplatz * Der letzte Ausstellungstag für die Arbeiten von Erich Heckel-Berlin und Ruth Schaumann-München 659 D bei Wilhelm Dorfeld Anfang abends 8 Uhrl 6616 D ß;'roße djüintermoden- und S<ßmu(ßjcfjau <£Montag, 12., Dienstag, 13., chtittwodj, 14. Sfovemöer 1934 nachmittags 4 cUf)v, a6ends SVt CU5T» vm Die Ausstellung ist geöffnet von 11 bis 1 Uhr ist Sonntag, der 11. Nov. 1934 * Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei Sonntag# den II«November 1934 TANZ Damen können SAMerii UNd VMWn erlernen. [6642D Blockstraße 11II Emvf. mich im fflelBwnflijen unö Men in u. auf?, b. Hse. 05423 Crednerttr.SSH. MORGEN SONNTAG TANZ E Liebigshöhe Wiesede 66070 Bahnhof-Gaststätten vereinigen gediegene Behaglichkeit mit gaftronomliehen Leiftungen 6136 L Giehen DiegestrigePremiere warein unbeschreiblicher Erfolg der gefeiertsten deutschen Filmkünstier Paula Wessely die beliebte und große Hauptdarstellerin aus „Maskerade* *1 imZusammenspiel mit Willy Ferst dem großen Regisseur des Filmes„Maskerade“und L,Gründens dem größten deutschen Charakter - Darsteller und Staatsintendanten, in dem vom Publikum und Presse als größtes Meisterwerk gelobten Film 6629a 5h endete wtl eine Liebe Vorher: GutesBeiprogramm und neue Wochenschau Aufführungen täglich 4, 6, und 8.30 Uhr, Sonntags 3, 5.30 und 8-30 Uhr Bis einschl. Dienstag! Statt Karten! Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Annemarie Schmidt । Gerichtsreferendar ör. jur. Fritz Hübner Friedrichstraße 13 Mlhelmstraße 67 f 598CD Ihre Vermahlung geben bekannt Philipp Mooh und Frau Friedel, geb. Müller z. Z. Gießen Gießen Goethesiraße 35 Am Riegelpfad 74 am 10. November 1934 Ludwigsburg (Württemberg), Nobert-Frank-Allee 31 0542!' Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Walter Schneider Käthe Schneider, geb. Kehrmann Marburg a. d. L Gießen Universitätsfiraße 16 Steinstraße 86 054'5. Alten-Buseck Sonntag, den 11. November ab 4 Uhr nachmittags 05427 TANZ Saalbau Waldlust. Werbe-Drucksachen liefert Brühl’sche Druckerei Bettvorlagen in größter Auswahl bei H.Hochstätter Am Brand 6622* Nr. 264 viertes Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) §amstag,lv. November 1934 ■■——— imii i ui ■ ■! i 111■ ii■■■ ■■■ mm —u—jij__:_________1LMI1MlnMlliim—n-r OerWeg der Milch zu den Haushaltungen. Llnierhalifamer Spaziergang durch die Milchzentrale Gießen. Die Milchwirtschaft kann altmodisch und neuzeitlich betrieben werden. Diese beiden Begriffe kann man auch übersetzen: Die altmodische Art kann nach bestem Bemühen hygienisch fein, die moderne Art der Milchverarbeitung aber ist absolut hygienisch. Bielleicht verdanken wir die Steigerung der Volksgesundheit in den letzten beiden Jahrzehnten der neuzeitlichen Verarbeitung der Milch und ihrer Produkte. Zweifellos hat die altväterliche Art der Milch- verarbeitüng etwas durchaus gemütvolles an sich, vielleicht aber ist diese Tatsache unwichtig, wenn man an die Volksgesundheit denkt. Das eigene Butterfaß Wandlung durch und wird in der Bewegung und im Drange zwischen Quetschwalzen zur goldgelben, schönen festen Butter. In mächtigen Klumpen wird der edle Stoff aus der Buttertrommel gehoben, in einem einfachen besonderen Apparat in gleichmäßige Stollen gepreßt, geschnitten und verpackt. Diese Butter ist, da sie durch die Pasteurisierung des Rahms von allen schädlichen und eventuell zersetzend wirkenden Keimen befreit ist, sehr lange haltbar. Der Milchwirtschaftsverband hat in diesem Zusammenhang einen besonderen Vorstoß unternommen, indem er neuerdings die Forderung erhob, alle nicht im eigenen Haushalt des Bauern verwendete Milch an die Molkereien zu liefern, da diese ja durch ihre neuzeitlichen Einrichtungen allein imstande seien, solche lang haltbare Butter herzustellen und der Fettversorgung unseres deutschen Volkes dadurch ein starker Rückhalt verschafft wird. Die Käsebereitung aus den verwendbaren Werten der Magermilch spielt in der Zentralmolkerei Gießen keine wesentliche Rolle. Die Herstellung des Quartes aus Magermilch, jenes vielgeschätzten Produktes für den schmackhaften und gern gegessenen Quarkkuchen wird aber mehr gepflegt. kann der Bauer nach wie vor verwenden, er soll es aber — nach den neuesten Bestimmungen des Milchwirtschaftsverbandes — nur für seinen eigenen Bedarf tun. Diese neuen Bestimmungen wollen die Dolloerantwortlichkeit der Volksgemeinschaft gegenüber. Der Bauer kann auch die Milch von seinen Kühen verwenden wie er will, aber er soll es nur in seinem eigenen Hause. Es könnte doch sein, daß unter seinen Kühen ein krankes Tier ist. Er weiß es vielleicht gar nicht. — Die Volksgemeinschaft aber und insbesondere die Heranwachsende Generation, der die Milch ja in erster Linie dienen soll, müssen vor allen Gefahren geschützt werden. Deshalb muß die Milch den neuen Weg gehen. Der Bauer, der Milcherzeuger, hat das ja auch längst begriffen — wie wäre es sonst auch möglich, daß die Milchzentrale Gießen im Umkreis von 25 Kilometer um unsere Provinzialhauptstadt bereits nahezu alle anfallende Milch erfaßt — soweit sie nicht im Haushalt des Bauern selbst Verwendung findet. Doch genug der Vorrede! Verfolgen wir einmal den Weg, den die Milch in der Zentralmolkerei Gießen zu gehen hat: Aus weitem Umkreis wird die Milch in großen Kannen — auf Lastkraftwagen zumeist — an die Rampe der Molkerei gefahren. In der Molkerei herrscht in den Stunden des Vormittags Hochbetrieb, denn der Inhalt einer jeden Kanne tritt sofort seine Reise über die Waage durch die verschiedenen Maschinen an. Der Besucher, der sich in die Batterien der Milchkannen verirrt, hat gut aufzupassen, daß ihm nicht, während er sich mit dem Be- triebsführer unterhält, unversehens eine der gefüllten Milchkannen auf dem Fuße landet. Es ist ein ständiger An- und Abtransport von vollen und leeren Milchkannen. (Dir leeren Kannen werden übrigens sofort mit Heißdampf ausgespült!) Das Klappern der Kannen mischt sich mit dem Geräusch von Motoren und Transmissionen zu einem einzigen disharmonischen Krawall. Während die Milch Kanne für Kanne in die großen glänzenden Aluminiumbottiche der Waage entleert wird, während des ständigen Ausladens der vollen und der Einladung der leeren Kannen, steht der Mann an der Waage (der fast wie ein Matrose in Galauniform aussieht) wie der Turm in der Schlacht. Er zählt, sieht auf die Skala der Waage, notiert, zählt, guckt, notiert ... Aber er schreibt nur Kilogramm auf. lieber die Umrechnung der Kilogramme Milch in Liter Milch (nach dem spezifi- schen Gewicht) muffen sich die Herren vom Büro den Kopf zerbrechen. Der Bauer erhält 14täglich fein Geld für die abgelieferte Milch. In der Molkerei unterscheidet man scharf: Frisch- (T r i n k -) M i l ch und W e r k m i l ch. Beide gehen verschiedene Wege. Frischmilch wird in einer Reinigungszentrifuge von jeder Spur, die an Unreinlichkeit in ihr enthalten sein könnte, befreit, vorerwärmt, dann in der Pasteurisierungsanlage auf eine Temperatur von 65 Grad Celsius gebracht, auf dieser Temperatur etwa eine halbe Stunde gehalten, dann mit Pumpen weiterbefördert. Die Pasteurisierung hat den sicherlich jedermann bekannten Zweck, alle schädlichen Keime in der Milch zu vernichten, ihre wesentlichen Werte aber und ihre spezifischen Eigenarten voll zu erhalten. Die Milch fließt von der Pasteurisierungsanlage über einen verdeckten Vorkühler und gelangt dann in einen besonderen Raum, um dort über dem Tief- kühler auf eine Temperatur von nur 3 Grad Celsius gebracht zu werden, um nun in große Glas- emaille-Bottiche zu fließen. Mystisches Blaulicht herrscht in diesem Raum, in dem die ultravioletten Strahlen des Tageslichtes gebrochen werden sollen, damit sie nicht eventuell der Milch schaden können. Damit für die Abfüllung völlig gleichmäßig fetthaltige Milch den Bottich verläßt, sind Rührwerke eingebaut, die die Milch während der Abfüllung (die ein halbe Stockwerk tiefer geschieht) in ständiger Bewegung halten. Ein raffiniertes Stück Maschine ist der Flaschenabfüllapparat, der die Flaschen nicht nur füllt, sondern sie auch gleich nut einer pappen gedichteten Blechkapsel verschließt und tm*itej> transportiert Ein besonderes Kapitel, ist auch dh Flaschenreinigungsmaschine, in der jede einzelne Flasche innen und außen abwechselnd mehrere Male hintereinander ein Heißwasser- und em Kaltwasserbad über sich ergehen lassen muß. Keimfrei kommt jede Flasche aus diesem Apparat herausspaziert. Die Werkmilch wird ebenfalls vorgewärmt. In besonderen Separatoren, die mit phantastischer Tourenzahl laufen 16000 Umdrehungen in der Mi- nutel. wird der Rahm vgn der Milch geschieden und der Rahm, wie auch die Magermilch in getrennten Leitungen weiterbesördert. Die zurückfließende Magermilch und der zurückfließende Rahm werden dann getrennt im sogenannten „Plattenerhitzer" pasteurisiert, der in sinnreicher Konstruktion durch einen Wärmeausgleich die zu den Separatoren flirftonhe Vollmilch vorwärmt. Während die Magermilch zum Teil zur Ver- sütterung an das Vieh an die Milchlieferanten zurückgegeben wird, geht der süße Rahm seiner Weiterverarbeitung entgeaen. Er fließt über eim> Tiefkühlanlage in einen Bottich, in den ein Rührwerk eingebaut ist. Durch den Zusatz eines Säureweckers, dar durch die Impfung mit Milchsäurebakterien in Reinkulturen in bestimmten säuernden Eigenschaften geführt ist, wird der Rahm für die Butterher- fteüunq vorbereitet Durch den Zusatz von Säurebakterien wird der notwendige Umwandlungsprozeß von Süß- in Sauerrahm beschleunigt. Er ist in knapp 18 Stunden vollzogen. In den großen Buttertrommeln macht dann der Rahm seine endgültige 'N M i j M ■ ' Q - W M w ; ii Links oben: Die vollen Milchkannen, im Lastkraftwagen angefahren, werden an der Rampe der Milchzentrale ausgeladen. — Rechts oben: Ein Blick in das Laboratorium der Molkerei. Vor dem Ausleeren der Milch werden Proben genommen. — Mitte links: Die Milch wird in große Aluminiumbottiche geschüttet. — Mitte rechts: Der Mann an der Waage registriert die angelieferte Milch nach dem Gewicht. — Unten links: Gleich nach dem Ausleeren werden die Kannen mit Heißdampf gereinigt. — Unten rechts: Die Pasteurisierungsanlage, eine der Bearbeitungsstationen für die Frischmilch. T I f ’S 1 W - <: •* Links oben: Im Maschinenraum. Zwei leistungsfähige Separatoren entrahmen die Werk» milch. — Reckts oben- Ein Blick auf den Plattenerhitzer für die Verarbeitung und Pasteuri. sierung des Rahmes und der Magermilch. — Mitte links: Das Abfüllen der Frischmilch m Kannen. — Mitte rechts: Am Flaschenabfüllapparat. — Unten links: Bei der Butterverarbei- tung. Im Hintergrund die Buttertrommel. Die Butter wird geschnUten und verpackt. — Unten rechts In der Abtellung Käserei. Die fertig bearbeiteten Frühstuckskase werden zum Reifen aufgestellt Der Besucher wird die Zentralmolkerei nicht verlassen, bevor er nicht auch in das Untersuchungslaboratorium einen Blick geworfen hat. Ständig werden täglich Hunderte von Milchproben (sofort bei der Einlieferuna der vollen Kannen) genommen und aus Reinlichkeit, Säuregrad wie auch auf den Fettgehalt untersucht. Jede Feststellung, insbeson- dere die der Fettprozente, wird genau notiert. Die Filter, mit denen die Reinlichkeitsproben durchgeführt werden, erhält meist der Milchlieferant, der dann aus dem Aussehen des Filters Schlüsse und Lehren ziehen kann, die der Qualität der Milch dienen. Die Milchzentrale Gießen, die vor etwa 3 Jahren noch dem damaligen Stande auf das Modernste eingerichtet wurde — wir berichteten damals darüber — hat in der Zwischenzeit bereits wesentliche Verbesserung erfahren. Die damalige Leistung von 15 000 Liter Milchverarbeitung konnte auf nicht weniger denn 30000 Liter tägliche Milchverarbeitung gesteigert werden. Diese große Menge Milch wird in einer Zeit von 5 Stunden bewältigt. Am Nachmittag herrscht dann stets großes Reinemachen im Betrieb und es dauert meist nicht lange, dann sind die durchweg mit weißen Kacheln aus- gelegten Werkräume blitzblank geputzt, in den Stangen und Röhren kann man sich spiegeln, und wenn das hierfür zuständige, besonders eingearbeitete Personal das Feld geräumt hat, dann herrscht in der Molkerei eine sonntägliche Stille, die erst am anderen Morgen um 6 Uhr wieder unterbrochen wird. Wen am frühen Morgen die Hausfrau in der Stadt ihre Milch vor der Türe findet, sei es in der Flasche oder im Topf, dann kann sie die Gewißheit haben, daß sie gute Milch hat, denn sie weiß, wie viele verantwortungsbewußte Geister dafür wirken, daß unsere Gesundheit von dieser Seite her gewährleistet ist. Gleichzeitig wirkt sich hier eine Segnung der modernen Technik aus, die wir dankbar begrüßen sollen, wenn sich unsere Gedanken einmal mit der Milch beschäftigen. Der Leberfall auf das Personenauto bei Klein-Linden. Amtsgericht Gießen. Gegenstand der gestrigen Sitzung war u. a. der Ueberfall auf Öen Personenkraftwagen, der sich bekanntlich am 10. Oktober d I. auf der Straße Klein-Linden—Dutenhofen zutrug. Die Hauptoerhandlung ergab folgendes: Am 10. Oktober 1934 gegen 19 Uhr tarn ein Einwohner von Gießen in Begleitung eines Berufskollegen mit einem Personenauto von Dutenhofen in Richtung Klein-Linden. Kurz vor Klein-Linden, am Waldrande, bemerkten die Insassen des Wagens einen Angetrunkenen, der später als der 1912 in Gießen geborene Händler P. K. ermittelt wurde, auf der Straße. Um ein Unglück zu verhüten, hielt der Wagenlenker auf der Straße an. Der Angeklagte kam an das Auto heran und schlug gegen die Scheibe. Als die Wagentür geöffnet wurde, zog der Angeklagte den Führer des Autos auf die Straße und verletzte ihn ganz erheblich, indem er ihm mit beschuhten Füßen an Kopf und Brust stark zusetzte. Der Verletzte, der nach ärztlichem Befund einen Kiefer-, Nasenbein-, sowie mehrere Rippenbrüche davontrug, mußte sich drei Wochen in ärztliche Behandlung begeben. Zu seinem Schutz wandte der Angeklagte ein, in Notwehr gehandelt zu haben. Die eidliche Vernehmung der beiden Autoinsassen ergab jedoch, daß der Angriff einzig und allein von feiten des Angeklagten ausgeführt wurde. Entsprechend dem Antrag des Vertreters der Anklage erkannte das Gericht auf eine Gefängnisstrafe von 6 Monaten. 25 Tage erlittener Untersuchungshaft werden auf die erkannte Strafe angerechnet. Der Angeklagte nahm das Urteil an. Oie Lohnsteuer 1935. In den vom Wirtschaftsprüfer Hermann Will zu Gießen herausgegebenen „Aktuellen Steuerfragen" lesen wir im Rundschreiben Nr. 16 vom 1. November: Ein Erlaß des Reichsfinanzministers vom 25. September 1934 (S. 2230 — 88 III) bringt die neuesten Bestimmungen über die Ausschreibung der Steuerkarten für 1935. Eine Anzahl von Bestimmungen des demnächst erscheinenden neuen Einkommensteuergesetzes hat hier bereits Berücksichtigung gefunden: 1. Für den Arbeitnehmer. Steuerermäßigung wird nicht nur für minderjährige Kinder, sondern auch für volljährige bis zum Alter von 25 Jahren gewährt, sofern diese noch auf Kosten des Steuerpflichtigen eine Berufsaus- bildung genießen. Die Eintragung dieser Kinder in die Steuerkarte erfolgt nur auf Antrag. Die Bestimmung, daß auch für Hausgehilfinnen ein steuerfreier Betrag gewährt wird, bleibt für die Dauer aufrechterhalten. In der Steuerkarte muß die Frage nach der Religion des Arbeitnehmers beantwortet werden, nicht um seine innere Überzeugung, sondern feine rechtliche Zugehörigkeit zu einer Religionsgesellschaft zu ermitteln. Diese Regelung ist deswegen durchge- führt worden, weil die Kirchensteuerveranlagung von den Kirchensteuerbehörden weitgehend auf Grund der Steuerkarte durchgeführt wird. 2. Für den Arbeitgeber. Der Arbeitgeber hat über alle Einzelheiten der Lohnzahlung Buch zu führen. Die Führung eines Lohnkontos ist nur für solche Arbeitnehmer vor- geschrieben, deren Arbeitslohn wöchentlich 15 RM. übersteigt. Der Arbeitgeber hat in seinen Büchern insbesondere zu trennen zwischen laufenden und einmaligen, zwischen Bar- und Sachbezügen des Arbeitnehmers und evtl, gezahlte Aufwandsentschä- bigungen gesondert zu verbuchen. Die Lohnsteuerbe^cheinigung auf Seite 2 der Steuerkarte ist am Ende des Kalenderjahres ober bei früherer Beendigung des Arbeitsverhältnisses zu diesem Zeitpunkt dem Vordruck entsprechend sorgfältig auszufüllen. Das Recht im täglichen Leben RM. 500 ohne Kinder mit 5 Kindern zu ist in solchem Sinne eine echte Volksjustiz". kann. Das Gteueranpaffungsgeseh 800 1100 1500 2100 2900 3900 mit mit mit mit Kind Kindern Kindern Kindern bis bis bis bis bis bis zu zu zu zu zu i 2 3 4 ledige Steuerpflichtige bis zu verheiratete Steuerpflichtige: Das im Rahmen der Steuerreform von der Reichsregierung beschlossene Steuern npas- sungsgesetz vom 16. Oktober 1934 dient in erster Linie der Vereinfachung der Steuer- gesetzgebung. Es faßt seither in den einzelnen Steuergesetzen zerstreut geregelte Bestimmungen und Begriffe zusammen und gibt somit die Grundlage für das ganze Steuerrecht. Weiterhin leitet es das bisher gültige Steuerrecht in das neue über und formt dementsprechend verschiedene Gesetze nach nationalsozialistischen Grundsätzen. Rach § 1 des Steueranpassungsgesetzes sind die Steuergesetze nach nationalsozialistischer Weltanschauung auszulegen. Dabei sind die Volksanschauung, der Zweck und die wirtschaftliche Bedeutung der Steuergesetze und die Entwicklung der Verhältnisse zu berücksichtigen. Entsprechendes gilt für die Beurteilung von Tatbeständen. Entscheidungen, die die Behörden nach ihrem Ermessen zu treffen haben (Ermessens-Entscheidungen), müssen sich in den Grenzen halten, die das Gesetz dem Ermessen zieht. Innerhalb dieser Grenzen sind Ermessens-Entscheidungen nach Billigkeit und Zweckmäßigkeit zu treffen. Fragen der Billigkeit und der Zweckmäßigkeit sind nach nationalsozialistischer Weltanschauung zu beurteilen. Scheingeschäfte und andere Scheinhandlungen (zum Beispiel die Begründung oder die Beibehaltung eines Scheinwohnsitzes) sind für die Besteuerung ohne Bedeutung. durck ein Scheinge- RM. RM. RM. RM. RM. daß der Staat willens ist, das Volk als Träger öffentlicher Funktionen anzuerkennen. Sie beitgebers angenommen werden. Von vornherein für den Beschäftigten lohnsteuerfrei sind auch bloße Rückversicherungen des Unternehmers. Derartige Rückversicherungen werden anerkannt, wenn es sich um ^Versorgungseinrichtungen handelt, bei denen sich der Unternehmer nur für die Erfüllung einer Pensions- oder sonstigen Ver- sorgungszusage deckt, die er seinerseits Beschäftigten Die soziale Ehrengerichtsbarkeit Von Gerichisreferendar Fritz Hübner. ..... ....................RM. usw. Die abgeführten Lebensoersicherungsprämien und sonstigen Versicherungsbeiträge, Bausparbeiträge usw. werden in der Einkommensteuererklärung für 1934, die im Februar nächsten Jahres einzureichen sein wird, besonders anzugeben sein. antwortungspflichten auferlegt werden, die jedoch auf der anderen Seite, insbesondere die Fürsorge und Treue des Führers des Betriebes Hervorrufen. Der deutsche Arbeiter geht eine Verbundenheit mit dem bestimmten Betriebe, in den er eintritt, ein. Ihm hat er auf Grund des Arbeitsvertrages nicht nur seine Arbeitskraft zur Verfügung zu stellen, er muß mit ihr auch dem Betriebe und seinen Zwecken dienen, und seinerseits zur Erhaltung desselben durch seine Wirtschaftlichkeit beitragen. Durch die in dem Gesetz zur Ordnung der nationalen Arbeit geregelten Ehrengerichtsbarkeit wird diesem Gedanken in vollem Umfang eine Stütze zuteil. Die Ehrengerichte entscheiden nach Maßgabe des § 41 ArbOG., der auch ihre Besetzung unb Zuständigkeit regelt, über die soziale Ehre. Das Antragsrecht auf ehrengerichtliche Strafverfolgung steht ausschließlich dem Treuhänder der Arbeit zu, der, da eine Mitwirkung der Staatsanwaltschaft vollkommen ausgeschlossen ist (§ 40), als Anklagebehörde fungiert. Ohne Antrag ist ein bereits ein» geleitetes Ehrengerichtsverfahren nach den Grund- und einkommensteuerfrei ist. Dies trifft nach der Rechtsprechung zu, wenn man nach der Gesamtheu der Umstände sagen kann, daß die Gesellschaft durch die Versicherung nur sich selbst für den Fall des Eintritts der gemachten Pensionszusage gesichert hat. Das ist aber nach Auffassung des Reichsfinanzhofs nur dann der Fall, wenn die Versicherung ausschließlich eine Angelegenheit der Gesellschaft ist und bleibt, wenn der Geschäftsführer nicht darein zu reden hat und für ihn weder gegenüber der Versicherungsgesellschaft, noch gegenüber der Gesellschaft Ansprüche aus der Versicherung entstanden sind. Die Lebensversicherung kann auch von der Gesellschaft abgeschlossen sein, um die Auszahlung des Kapitalanteils beim Tode eines Gesellschafters zu erleichtern. Die Gesellschafter werden hier grundsätzlich mit den zu ihren Gunsten von der Gesellschaft abgeführten Lebensversicherungsprämien einkom- mensteuerpflichtig. L ... Für den Abschluß der sog. Teilhaberversicherun. gen bei offenen Handelsgesellschaften sei noch bemerkt, daß die gewöhnliche Lebensversicherung steuerlich im allgemeinen vorteilhafter als die Teilhaberversicherung ist. Die Teilhaberversicherung, die als eine besondere Lebensversicherung angesehen werden kann, bezweckt im Falle des Todes eines Gesellschafters dem oder den verbleibenden Gesellschaftern die Auszahlung des Anteils des verstorbenen Gesellschafters ohne Gefährdung des Geschäfts an die Erben zu ermöglichen. gegenüber gemacht hat. Die Versicherung darf hier aber nicht als eigene Angelegenheit des Beschäftigten aufzufassen sein. Insbesondere dürfen die Ve- Ichästiaien nicht bei Eintritt des Bersorgungsfalles -inen Rechtsanspruch auf die V-rs°rgungsbezuge gegen die Kasse, vielmehr nur gegen den Unter- nehmer haben. Lebensversicherungen bei Gesellschaften. Werden Lebensversicherungsprämien von einer Gesellschaft m. b. H. für ihre Gesellschafter gezahlt, so handelt es sich regelmäßig um Zahlungen zugunsten der Gesellschafter, die für letztere einkommen- steuerpflichtig sind. Dabei können u. U. verdeckte Gewinnausschüttungen an die Gesellschafter anzu- nehmen sein, so daß Kapitaleinkommen für die Gesellschafter vorliegt. Sind die Gesellschafter gleichzei- tig Geschäftsführer, so kann es sich auch um Lohneinkommen handeln; in diesem Falle gelten für die Lohnsteuer die oben für Beschäftigte angegebenen Grundsätze. Die abgeführten Versicherungsbeiträge sind al o grundsätzlich lohnsteuerpfllchtlg und müssen erforderlichenfalls seitens der Gesellschafter durch e nen Antrag auf Erhöhung der steuerfreien Lohn- b träge berücksichtigt werden. Möglich ist auch hier, daß, wenn eine Gesellschaft ihren Gesellschafter-Geschäftsführern Pensionsansprüche eingeräumt hat, sie eine entsprechende Rückversicherung mit einer Versicherungsgesellschaft abgeschlossen hat die als reine Rückversicherung für den Geschäftsführer lohn- „Ieder Angehörige einer Betriebsgemeinschaft trägt die Verantwortung für die gewissenhafte Er- süllung der ihm nach seiner Stellung innerhalb der Betriebsgemeinschaft obliegenden Pflichten. Er hat sich durch sein Verhalten der Achtung würdig zu erweisen, die sich aus seiner Stellung in der Betriebsgemeinschaft ergibt. Insbesondere hat er im steten Bewußtsein seiner Verantwortung seine volle Kraft dem Dienst des Betriebes zu widmen und sich dem gemeinen Wohle unterzuordnen." Diese Sätze des §35 ArbOG. sind von „funda- mentaler" Bedeutung für die Stellungnahme des Nationalsozialismus zu der deutschen Wirtschaft und zeugen nicht zuletzt von der hervorragenden Stellung, die der deutsche Arbeiter im heutigen Staat wieder einnimmt, in dem ihm hohe Ver- i sätzen des § 260 Abs. 3 der StPO, einzustellen. Der ; Antrag des Treuhänders stellt also eine notwendige s Prozeßvoraussetzung dar, die. in jeder Lage des ' Prozesses vorzuliegen und der Nachprüfung von !Amts wegen unterliegt. Eines Strafantrages des | Verletzten selbst bedarf es nicht. Er würde lediglich als Anzeige anzusprechen sein. \ Erhält der Treuhänder eine schriftliche Anzeige ■ unter Angabe der Beweismittel wegen Verletzung 'der sozialen Ehre durch Angehörige eine^Betrie» i bes, oder wird ihm eine solche Verletzung auf andere Weise bekannt, so hat er unter besonderer Vernehmung des Beschuldigten den Tatbestand zu i erforschen, und sich über die Anrufung des Ehren- ’> gerichts schlüssig zu werden. Erfolgt eine Anzeige j wider besseres Wissen, so kann dies eine strafrecht- 1 liche Verfolgung des Anzeigers nach sich ziehen. ! Der Treuhänder der Arbeit ist nicht verpflichtet, - einen Antrag auf Einleitung eines Ehrengerichts- verfahrens zu stellen, selbst wenn er alle Voraus- l setzunaen für gegeben erachtet (Opportunitätsprin- ; j zip). Immerhin wird jedem, der an der Einleitung eines ehrengerichtlichen Verfahrens ein berechtigtes Interesse hat, insbesondere dem Führer und der 5 Gefolgschaft des Unternehmens, gegen die Einstel- : lung des Verfahrens durch den Treuhänder die : Dienstauffichtsbeschwerde an den Reichsarbeitsmini- : fter zustehen, der dem Treuhänder die Weisung zur 1 Stellung des Antrages beim Ehrengericht geben Versicherungsbeiträge von Beschäftigten. Für die lohnsteuerpflichtigen Beschäftigten (Arbeitnehmer) sind in den steuerfreien Lohnbeträgen je 20 RM. für Werbungskosten und Sonber- leiftungen, zu denen auch die Kirchensteuer und Berufsverbandsbeiträge gehören, mit insgesamt 40 RM. monatlich enthalten. Uebersteigen die tatsächlichen Ausgaben für Werbungskosten und Sonder- leistungen im Monat zusammen 40 RM., so muß der Beschäftigte unter Vorlegung seiner Lohnsteuer-1 karte beim Finanzamt Erhöhung des steuerfreien■ Pauschbetrages unter Nachweis feiner Ausgaben j beantragen. Vielfach entstehen den Beschäftigten j besondere Ausgaben für Werbungskosten (z. B. für . Fahrten zur Arbeitsstätte) nicht. Falls jedoch private Aufwendungen des Beschäftigten durch seine! Arbeitstätigkeit nicht ganz ausgeschlossen sind, hat! das Finanzamt nach der Rechtsprechung wenigstens; schätzungsweise einen gewissen Betrag als Werbungskosten zu berücksichtigen. Empfehlenswert kann daher, wenn die Erhöhung der lohnsteuerfreien Beträge geltend gemacht wird, ein besonderer Antrag sein, einen angemessenen Betrag für Werbungs-: kosten zu berücksichtigen. Da das neue Einkommensteuergesetz erst am 1. Januar 1935 in Kraft tritt, können die oben angegebenen höheren Abzüge für Sonderleistungen zur Zeit noch nicht geltend gemacht werden. Vor allem für die Lohnsteuer gelten noch die bisherigen regelmäßig niedrigeren Absetzungen. Die Sozialversicherungsbeiträge, die der Unternehmer (Arbeitgeber) für den Beschäftigten abführt, sind ebenfalls unter den Sonderleistungen zu berücksichtigen. Häufig zahlt der Unternehmer für den Beschäftigten auch Lebensversicherungsprämien unmittelbar an die Versicherungsgesellschaft. Diese Zahlungen sind, auch wenn sie im einzelnen Falle vom Unternehmer für den Beschäftigten getragen werden, lohnsteuerpflichtig und müssen erforderlichenfalls durch einen Antrag auf Erhöhung der steuerfreien Lohnbeträge besonders geltend gemacht werden. Steuerfreie Beiträge des Unternehmers. Die Beiträge des Unternehmers, die für Beschäftigte an Versicherungsgesellschaften abgeführt werden, unterliegen nur bann nicht der Lohnsteuer, wenn die Zahlungen nicht für den einzelnen Beschäftigten, sondern pauschal für die gesamte Belegschaft geleistet werden. Derartige lohnsteuerfreie Pauschalleistungen werden jedoch regelmäßig nicht angenommen, wenn die Beiträge des Unternehmers nach den Bezügen der Beschäftigten bemessen werden. Auch daß der Beschäftigte beim Ausscheiden aus dem Dienstverhältnis vor Eintritt des Dersor- gungsfalles, sofern er das Versicherungsverhältnis nicht fortsetzt, nur von ihm selbst aufgebrachte Beiträge zurückerstattet erhält, genügt nicht, um steuerfreie Pauschalleistungen anzunehmen. Ausnahmsweise können solche jedoch vorliegen, trotzdem die Beiträge des Unternehmers nach dem Lohn der einzelnen Beschäftigten berechnet werden, wenn die Löhne nur die Vermessungsgrundlage bilden und den Beschäftigten infolge der Ärt der Verwendung die hiernach berechneten Beiträge nicht zugute kommen. Werden wesentliche Teile der Unternehmerbeiträge nicht für Zwecke dieser Beschäftigten verwendet, so können loynsteuerfreie Pauschalleistungen des Ar- schäft ein anderes Rechtsgeschäft verdeckt, so ist das verdeckte Rechtsgeschäft für die Besteuerung maßgebend. Die Besteuerung wird nicht dadurch ausgeschlossen, daß ein Verhalten (ein Tun oder ein Unterlassen), das den steuerpflichtigen Tatbestand erfüllt ober einen Teil des steuerpflichtigen Tatbestandes bildet, gegen ein gesetzliches Gebot ober Verbot ober gegen bie guten Sitten verstößt. Ist ein Rechtsgeschäft wegen eines Formmangels ober wegen eines Mangels ber Geschäftsfähigkeit ober ber Rechtsfähigkeit nichtig, so ist bies für bie Besteuerung insoweit unb solange ohne Bebeutung, als bie Beteiligten bas wirtschaftliche Ergebnis bes Rechtsgeschäfts eintreten unb bestehen lassen. Ist ein Rechtsgeschäft anfechtbar, so ist dies für die Besteuerung insoweit und solange ohne Bedeutung, als nicht die Anfechtung mit Erfolg durchgeführt ist. Durch Mißbrauch von Formen und Gestaltungsmöglichkeiten des bürgerlichen Rechts kann die Steuerpflicht nicht umgangen oder gemindert werden. Liegt ein Mißbrauch vor, so sind die Steuern so zu erheben, wie sie bei einer den wirtschaftlichen Vorgängen, Tatsachen unb Der» hältnissen angemessenen rechtlichen Gestaltung zu erheben wären. Steuern, bie auf Grunb ber für unwirksam zu erachtenben Maßnahmen etwa entrichtet worben finb, werben auf ben Betrag, ber nach vorstehenbem Satze zu entrichten ist, unb au anbere Rückstänbe des Steuerpflichtigen angerechnet und. soweit eine solche Anrechnung nicht möglich Geht ein Antrag des Treuhänders bei dem Vor- sitzenden des Ehrengerichts ein, so hat dieser zunächst seine örtliche und sachliche Zuständigkeit zu prüfen. Hält er einen Antrag auf Grund weiter an« gestellter Ermittlungen für nicht begründet, so kann gemäß §45 ArbOG. dieserhalb eine Zurückweisung erfolgen. In einem solchen Falle steht dem Treuhänder innerhalb einer Woche nach Zustellung des Zurückweisungsbeschlusses das Recht zu, einen Antrag auf Hauptverhandlung zu stellen. Erachtet der Vorsitzende des Ehrengerichts den Antrag des Treuhänders für begründet, so kann er zunächst auf Verwarnung, Verweis oder auf eine Ordnungsstrafe in Geld bis zu 100 RM. erkennen. Dagegen kann sowohl der Beschuldigte als auch der Treuhänder der Arbeit binnen einer Woche nach Zustellung der Entscheidung Einspruch einlegen, und zwar entweder schriftlich oder zu Protokoll der Geschäftsstelle. Wird die Frist versäumt, dann kann unter den Voraussetzungen der StPO. Wiedereinsetzung in den vorigen Stand beantragt werden. Eine Begründung des Einspruchs schreibt das Gesetz nicht vor. Vn der mündlichen Verhandlung ist der Treuhänder der Arbeit zu benachrichtigen (§ 17 der III. Durchführungsverordnung), der das Recht hat, ber Hauptverhanblung beizuwohnen unb Anträge zu stellen. Eine Pflicht bes Treuhänbers, zu erscheinen, besteht also, wie aus bem Gesetz hervorgeht, nicht. Der Treuhänder kann in jedem Falle gegen Urteile des Ehrengerichts beim Reichsehrengerichtshof Berufung einlegen (§49 ArbOG.). Im Vergleich zu bem § 156 StPO, kann der Teuhänder gemäß §52 ArbOG. feinen Antrag auf Einleitung Des ehrengerichtlichen Verfahrens bis zur Entscheidung durch den Vorsitzenden des Ehrengerichts, oder bis zur Urteilsverkündung, zuruck- nehmen, eine Tatsache, die darin ihre Begründung findet, daß es nicht erforderlich schien, unbegründete Anträge der richterlichen Entscheidung zu unter- werfen. In der Hauptverhandlung selbst ist eine Zurücknahme des Antrages bis zur Verkündung des Urteils nur bann möglich, wenn ber Hauptverhanblung eine Vorentscheibung bes Vorsitzenben nicht vorausgegangen ist. Dem Treuhünber obliegt schließlich die Ausgabe, bie ehrengerichtlichen Entscheidungen zu vollstrecken, §53 Abs. 2, sowie bie Durchführung bes Urteils auf Aberkennung ber Fähigkeit, Führer bes Betriebes ober Vertrauensmann zu sein, insbefonbere für Ersatz zu sorgen. Außerbem hat ber Treuhänber bie Entfernung vom bisherigen Arbeitsplatz zu veranlassen. Zusammenfassenb ist festzustellen, daß es sich bei ber Einführung ber sozialen Ehrengerichtsbarkeit um einen völlig neuen Versuch handelt, „die Lage des deutschen Arbeiters zu verbessern, seine Stellung zu stärken und ihm auch über den bisher üblichen Rahmen hinaus einen weitgehenden Schutz angedeihen zu lassen. Die soziale Ehrengerichtsbar- feit ist die Anerkennung eines bewußt politisch gewordenen Volkes, ist die Krönung der Tatsache, Die Steuervergünstigungen bei Lebensversicherungen und Bausparverträgen. Don Or. jur. et rer. pol. Brönner, Berlin. Die Erleichterung der Altersversorgung ber Volksgenossen, soweit sie nicht bereits pensions- ober rentenberechtigt sinb, ist auch im neuen Staat von wesentlicher praktischer Bebeutung. Steuerliche Vergünstigungen burch Zulassung befonberer Abzüge vom steuerpflichtigen Einkommen für Lebensver- sicherunasprämien usw. werben baher auch in bem bevorsteyenben Einkommensteuergesetz für 1934 gewährt. Es entspricht ben bevölkerungspolitischen Zielen ber Regierung, wenn für Steuerpflichtige mit minbestens zwei Kinbern höhere Absetzungen als bisher vorgesehen sinb. Hier können Abschlüsse über höhere Lebensversicherungssummen am Platze sein. Die Beschaffung von Eigenheimen wirb burch bie Ausbehnung bes Abzuges auf Beiträge Der Bausparer zur Erlangung von Baubarlehen nunmehr ebenfalls erleichtert. Der Abzug vom steuerpflichtigen Einkommen. Bereits im bisherigen Einkommensteuergesetz smb Lebensoersicherungsprämien, sowie sonstige 23erfid)e- rungsbeiträge bes Steuerpflichtigen für sich uno feine nicht selbstänbig veranlagten Ehefrau unb minberjährigen Kinber zu Lebens-, Kranken-, Unfall-, Haftpflicht-, Invaliben-, Angestellten-, Arbeitslosen- unb ähnlichen Versicherungen sowie Witwen-, Waisen-, Pensions- unb Sterbekassen bis zu ge- wissen Höchstbeträgen als Aufwenbungen für Sonderleistungen zum Abzug zugelassen. Die Abzüge werden für bie Einkommensteuer 1934 500 RM. (bisher 600 RM.) jährlich nicht übersteigen burfen. Dieser Betrag erhöht sich um 300 RM. (bisher für W Familienangehörigen je 250 RM.) für bie Ehefrau, um 300 RM. für bas erste nunberjabrige Kinb, um 400 RM. für bas zweite mmberjahrlge Kinb, um 600 RM. für bas dritte, um 800 RM. für bas vierte, um je 1000 RM. für bas fünfte unb jebes weitere minberjährlge Kinb. Neu ist, baß bie Abzüge auch für Beitrage von Bausparern an Bausparkassen zur Erlangung von Darlehen zugelassen werben. Gegenüber ber bisherigen Regelung ergibt sich für kinderlose Steuerpflichtige eine Verschlechterung, während kinderreiche Familien stärker begünstigt werben. Es können jährlich in Abzug bringen: ist, erstattet. Nach Ablauf bes Jahres, das auf dis enbgültige Feststellung ber Unwirksamkeit folgt, kann ber Steuerpflichtige bie Anrechnung ober Er. ftattung nicht mehr verlangen. Bel jebem Finanzamt, bas Steuern vom Ein. kommen, vom Ertrag, vom Vermögen ober vom Umsatz verwaltet, besteht ein Beirat. Dies gilt nicht für Finanzämter, benen es obliegt, bie Umsatzsteuer auf bie Einfuhr von Gegenstänben in bas Inland (Ausgleichssteuer) zu verwalten. Der Beirat berät bas Finanzamt: 1. bei ber gefonberten Feststellung von Bestem« rungsgrunblagen; 2. bei ber Festsetzung ber Steuern vom Einkorn, men, vom Ertrage, vom Vermögen unb vom Umsatz. Ausgenommen finb bie Erbschaftssteuer unb biejenigen Steuern vom Einkommen, bie (wie zum Beispiel bie Lohnsteuer) regelmäßig burch Steuerabzug erhoben werden. Beim Dorliegen vorstehender Voraussetzungen soll das Finanzamt ein Mitglied ober mehrere Mit- güeber bes Beirats hören: 1. in Angelegenheiten allgemeiner Bebeutung (zum Beispiel bei ber Festsetzung von Durch- schnittsätzen); 2. in wichtigen Einzelfällen, zum Beispiel: a) bei Muster fällen; b) wenn bas Finanzamt in besonberen Fällen Aufschluß wünscht über bie soziale Lage eines Steuerpflichtigen, über be- fonbere örtliche Verhältnisse ober über Um« ftänbe, bie für eine Schätzung von Bebeutung finb. Vor ber Entscheibung über einen Einspruch, der ich gegen eine ber obenbezeichneten Steuerfest, tellungen unb Steuerfestsetzungen richtet, hat bas Finanzamt ein Mitglieb ober mehrere Mitglieber bes Beirats zu hören. In Einzelfällen ist eine Anhörung bes Beirats nicht erforberlich: 1. soweit es sich um reine Rechtsfragen hanbelt; 2. wenn bereits in einer früheren Lage bes Der« fahrens ein Mitglieb ober mehrere Mitglieder Des Beirats über ben Fall gehört worben sind; 3. wenn bereits in einem anderen, entsprechend liegenden Einzelfall (in einem Musterfall) ein Mitglied oder mehrere Mitglieder des Beirats gehört worden sind und bas Finanzamt ent« schlossen ist, an ber Entscheibung festzuhalten, bie in bem Musterfall getroffen worben ist. Dem Beirat gehören als Mitglieber an: 1. kraft ihres Amts: bie Vorsteher (Leiter) berjenlgen Ge« meinben, bie ganz ober zum Teil im Bezirk bes Finanzamts belegen finb; 2. kraft Berufung burch ben Vorsteher bes Finanzamts: eine Anzahl Man- ner, bie ben nachftehenben Erforbernifsen genügen. Die Mitglieber kraft Berufung müssen wenigstens ünfunbzwanzig Jahre alt, arischer Abstammung, beutsche Staatsbürger unb im Besitze ber bürgerlichen Ehrenrechte sein. Sie müssen im Bezirk des Finanzamts (wenn eine Gemelnbe zu ben Bezirken mehrerer Finanzämter gehört: in ber Gemeinde) wohnen, mit ben örtlichen Verhältnissen vertraut unb in wirtschaftlichen Fragen erfahren fein. Bei ber Berufung in ben Beirat hat ber Dor« teher bes Finanzamts bie Vorschläge der Wirt« chaftszwelge unb (soweit für einzelne Wirtschaftszweige burch Reichsgesetz eine stänblsche Gliederung burchgeführt ist) ber Berufsstände zu berücksichtigen, und zwar entsprechend der wirtschaftlichen Bedeu» tung, die bie einzelnen Wirtschaftszweige unb Be- rufsstänbe in dem Finanzamtsbezirk haben. Der Vorsteher des Finanzamts kann außer den Per- onen, die er auf Grund von Vorschlägen der Wirt- chaftszweige und Berufsstände in den Beirat be- ruft, auch andere geeignete Männer in ben Beirat berufen. Die Mitglieber kraft Amts gehören bem Beirat ür bie Dauer ihres Hauptamts an. Sie können ich im Beirat vertreten lassen. Die Mitglieber traft Berufung können sich im Beirat nicht vertreten lassen. Der Vorsteher bes Finanzamts kann die Berufung unter Angabe bes Grunbes zurücknehmen. Welche Mitglieber bes Beirats jeweils heran- zuziehen finb, bestimmt ber Vorsteher bes Finanzamts je nach ben zu behanbelnben Fragen. Eine Abstimmung findet nicht statt. Die Mitglieber des Beirats uno bie Stellvertreter haben bei Eintritt in ihre Tätigkeit bem Vorsteher bes Finanzamts burch Hanbschlag an Eibes statt folgenbes zu geloben: „Ich werbe mein Amt unparteiisch unb nach bestem Wissen unb Gewissen ausüben, nur bem Wohl ber Volksgemeinschaft bienen, keine ©onber- intereffen verfolgen unb bas Steuergeheimnis wahren." Gültigkeit eines eigenhändigen Testaments trotz unrichtiger Datierung. Zu biefer Frage hat bas Preußiscke Kammer- aericht eine allgemein bebeutsame Entscheibung gefällt. (Juristische Wochenschrift, 62. Jahrgang 1933, Heft 47, Seite 2659.) Es hanbelt sich hier um einen Fall, in bem bei Errichtung eines eigenhänbigen Testaments statt bes richtigen Datums „1929" ver- sehentllch „1919" angegeben worben mar. Nach § 2231 bes Bürgerlichen Gesetzbuches muß bas eigen- hänbiae Testament in ber Form einer von bem Erblasser unter Angabe bes Ortes unb Tages eigen- hänbig geschriebenen unb unterschriebenen Erklärung errichtet werben. Die richtige Angabe des Tages unb Ortes ist ein wesentliches Erforbernis für bie Gültigkeit bes eigenhänbigen Testaments. Es ist grunbfätzlich zu forbern, baß bie Angabe von Ort unb Tag ber Errichtung ber Wahrheit entsprechen, benn bas Datum ist — im Gegensatz zu ber eigentlichen testamentarischen Verfügung — nicht Willenserklärung, sonbern ein Zeugnis über Ort unb Zelt ber Errichtung ber Urkunbe, unb zwar ein Zeugnis, besten Erteilung, mit Beweiskraft dis zum Nachweis bes Gegenteils, ausnahmsweise bem Aussteller einer an bestimmte gesetzliche Formvor* schriften gebunbenen Prlvaturkunbe übertragen ist. Der Testierenbe barf beshalb ebensowenig wie eine öffentliche Urkunbsperson willkürlich batieren; das verbietet sich auch aus bem Grunbe, weil bie Datierung nach ben verschlebensten Richtungen teilung ber Testierfähigkeit, Auslegung bes Testamentsinhalts) von wesentlicher Bebeutung sein kann. Die unrichtige Angabe bes Errichtungsortes ober der Errichtungszeit macht banach bas Testament grunbfätzlich ungültig. f Jeboch kann bann bie unrichtige Datierung als für ben Bestanb bes Testaments unschäblich angesehen werben, wenn trotz bes äußeren Mangels ■ bas gesetzliche Erforbernis ber Angabe bes richtigen । Datums als erfüllt gelten kann. Dies ist, wie das Reichsgericht In der für derartige Fälle grundlegenden Entscheidung (Band 64 der Relchsgerichts- entscheidungen, Seite 423) sich ausdruckt, der Fall, wenn „das gewollte und nur versehentlich falsch beurkundete Datum aus dem sonstigen Inhalte des Testaments erkannt werden kann. Es kommt also daraus an, datz sich die unrichtig- Datierung, sowie auch das richtige Datum aus dem Inhalt des Testaments selbst ergibt, mögen auch die Tatsachen die in dem Testament angegeben sind, einen Schluß aus die Zeit der Errichtung nur >n Verbindung mit anderweit zu ermittelnden Tatsachen gestatten: zum mindesten ist die Verwertung solcher Ta achen zu- zulassen, welche bei den rm den Verhältnissen >m allgemeinen vertrauten Testamentsbeteiligten, insbesondere bei den nächsten Angehörigen des Erblassers offenkundig sind, und über die daher kein Streit zwischen den Beteiligten zu entstehen pflegt. In dem hier der Entscheidung des Kammerae- richts zugrunde liegenden Falle hatte der Erblasser in dem eigenhändigen Testament seine Ehefrau Jy geb. K." erwähnt und als Ort der Errichtung angegeben. Die sich hiernach aus dem Testament ergebende Tatsache, daß der Erblasser zur Zeit der Errichtung mit H. geb. K. verheiratet war, und daß er sich damals in W. befand, lassen unter Umständen sichere Schlüsse auf das Jahr der Errichtung zu. Wenn nämlich der Erblasser, wie dessen Witwe behauptet, die zweite Ehe mit H. geb. K. erst im Jahre 1921 geschlossen hat, sowie wenn er erst im Jahre 1929 nach W. verzogen ist, so ergibt sich hieraus, daß das Testament nur im Jahre 1929 und nicht schon im Jahre 1919 errichtet sein kann. Die hiernach zur Ermittlung des Jahres der Errichtung heranzuziehenden Tatsachen sind im vorliegenden Falle überdies auch solche, die bei den Testamentsbeteiligten als offenkundig im obigen Sinne anzusehen sind und über die daher ein Streit zwischen ihnen schwerlich entstehen dürfte. Aus alledem ergibt sich, daß, sofern die anzustellenden Ermittlungen die vorerwähnten, von der Witwe angegebenen Tatsachen bestätigen, die unrichtige Datierung als für den Bestand des Testaments unschädlich angesehen werden kann, vorausgesetzt, daß sie nur auf einem Versehen beruht. Daß letzteres der Fall ist, wird, sofern sich keine besonderen Anhaltspunkte für das Gegenteil ergeben, im Zweifel anzunehmen sein. Zusammenfassend kann nach diesem Urteil des Preußischen Kammergerichts festgestellt werden, daß ein eigenhändiges Testament trotz versehentlich unrichtiger Datierung dann gültig ist, wenn sich die unrichtige Datierung, sowie auch das richtige Datum aus dem Inhalt des Testaments selbst ergibt, mögen auch die Tatsachen, die in dem Testament angegeben sind, einen Schluß auf die Zeit der Errichtung nur in Verbindung mit anderweit zu ermit- telnoen Tatsachen gestatten. Wirischast. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Obwohl bte Festpreise für Getreide mit Beginn des Monats November einen Aufschlag um 2 Mk. ver Tonne erfahren haben, hat sich das ersthändige Angebot, also das der Landwirtschaft, auf keinem Marktgebiet verstärkt. Man führt diese Tatsache darauf zurück, daß die Landwirtschaft mit aller Kraft ihre Feldarbeiten bei der noch verhältnismäßig günstigen Witterung zu Ende bringen will. Vor allem will man die Hackfrüchte schnell bergen. Aus diesem Grunde wird der Getreidedrusch gehemmt, so daß das Angebot weiter geringfügig blieb. Soweit hier und da etwas mehr Angebot vorlag, wurde es meist vom Großhandel angeliefert, und es handelte sich zumeist um Lagerware. Im ganzen gesehen hat die Landwirtschaft die Anordnung, die bis zum 31. Oktober Geltung hatte, wonach die Erzeuger zur menschlichen Ernährung vom Roggen 30 v. H. und vom Weizen 25 v. H. der im Vorjahr ab gelieferten Mengen in den Verkehr bringen mußten, eingehalten und der Liefersoll ist seit Erntebeginn durchaus normal gewesen. Seit dem 1. Nov. sind nunmehr seitens der Hauptvereinigung der deutschen Getreidewirtschaft die ablieferungspflichtigen Weizen- und Roggenmengen bis Ende des Ernt-ejahres bekanntgegeben worden. Danach find bis Ende Dezember (seit Erntebeginn) insgesamt 60 v. H. Roggen und 50 v. H. Weizen abzuliefern,- im ersten Vierteljahr 1935 je 25 v. H., ab 1. April bis 15. Juni 15 v. H> Roggen und bis Ende Juni 25 v. H. Weizen. Die Weizenquote darf bis Ende des Jahres nicht überschritten werden. Die einzelnen Hundertsätze können wohl gewandelt werden, doch darf sich das Gesamtliefersoll nicht ändern. Diese Anordnung bewirkt hauptsächlich, daß die .schnelle Ablieferung des Roggens gefördert, die des Weizens etwas gestoppt wird; dadurch werden auch die Angebotsschwankungen zum Teil ausgeschaltet. Weizen war weit weniger angeboten, als in den letzten Wochen, und die Nachfrage hat sich etwas gebessert, was ohne Zweifel mit dem ebenfalls freundlicheren Weizenmehlgeschäft in Zusammenhang steht, wenn auch für letzteres die Nachfrage nach dem Monatswechsel wieder nachgelassen hat. Das Angebot in Roggen blieb bei guter Nachfrage gering, das Roggenmehlgeschäft wird weiterhin als schlecht bezeichnet, lediglich für den Januar-Termin waren einige Abschlüsse mög« lich. Für Futtergerste und Hafer, sowie für Futtermittel aller Art hielt die starke Nachfrage bei fast völligem Angebotsmangel an. Von Nauhfuttermitteln haben die Strohpreise eine merkliche Erhöhung erfahren. Die Lage am Kartoffelmarkt ist weiter ruhig. Wochenbericht vom Frankfurter Gchlachtviehmarkt. Mit dem Monatsbeginn und angeregt durch die kühlere Witterung hat sich der Fleischabsatz etwas gebessert und beeinflußte dadurch den Frankfurter Schlachtviehmarkt in dieser Woche günstig. Hinzu kam, daß sich die Auftriebe in normalen Grenzen hielten, so daß sich allgemein glattes Geschäft entwickelte. Am Großoiehmarkt genügte der Auftrieb von 1469 (1521) dem Bedarf, nach ruhigem Geschäft wurde nahezu ausverkauft. Die Preise blieben zumeist unverändert, nur beste Ochsen, di-e ausreichend aufgetrieben waren, gaben um 1 Mark nach. Kühe in besten Qualitäten waren für den Export stark gesucht, trotz des stärkeren Auftriebes konnten sie sich um 1 Mark bessern. Für Ochsen und Färsen war diesmal reichlich Weidevieh vorhanden, das aber nur wenig Kaufneigung fand. Das Kälbergeschäft nahm bei leicht erhöhter Zufuhr (1275 gegen 1106) einen regen Verlauf, die Preise blieben unverändert. Am Schweinemarkt genügte der um 370 Tiere geringere Auftrieb von 4498 Stück dem Bedarf, die Qualitäten haben sich noch nicht gebessert. Bei mittelmäßigem Geschäft verblieb geringer Ueberstand. Am Schaf markt gaben die Preise nach ruhigem Geschäft um etwa 1 bis 2 Mark nach. Die Zufuhr war mit 359 um 52 Stück geringer. Frankfurter Börse. Alitlagsbörse: lustlos und schwächer. Frankfurt a. M., 9. Nov. Die Börse hatte auch heute wieder nur sehr kleines Geschäft. Die Kulisse übte im Hinblick auf den Wochenschluß weitere Zurückhaltung, zumal seitens der Privatkundschaft die Interesselosigkeit am Börsengeschäft fortbestand. Günstige Meldungen aus der Wirtschaft, wie die starke Umsatzsteigerung bei der Adam-Opel- AG. Tmb bte vorteilhaften Abschlüsse bei Konzerngesellschaften ber Hoesch-Köln-Neuessen, kamen ba- her wieber nicht zur Auswirkung unb blieben auf die Kursgestaltung ohne Einfluß. Der Rentenmarkt war etwas beachtet und meist freundlich, auch die Umsatztätigkeit in den einschlägigen Werten war zeitweise etwas lebhafter. Im Vordergrund des Interesses standen zertifizierte Dollar-Bonds auf Gerüchte, wonach weitere Umwandlungen in Reichsmark - Anleihen vorgesehen seien, ferner, daß die Besitzer von Dollar-Bonds thre Zinsen in Reichsmark erhalten sollen. Die Kurse dieser Werte erfuhren fast durchweg eine Erhöhung um 1 v. H. Lebhafteres Geschäft hatten auch späte Reichsschuldbuchforderungen mit 96,50 (plus 0,25 v. H.), daneben zogen Altbesitz und Kommunal-Um- schulduna um je 0,13 v. H. an. Am Aktienmarkt eröffneten Farbenindustrie um 0,40 v. H., Deutsche Erdöl um 0,65 v. H. leichter. Von Montanwerten büßten Harpener 1,25 v. H., Klöckner 1,13 v. H., Phönix 0,40 v. H., Gelsenkirchen und Stahlverein waren behauptet, Rheinstahl 0,50 v. H. höher. Am Elektromarkt waren besonders Bekula mit minus 1,50 v. H. weiter gedrückt, auch Siemens gaben etwa 1,25 v. H. und Rhein. Elektro 1 v. H., ferner Schuckert und Gesfürel je 0,50 v. H. nach. Im einzelnen eröffneten u. a. Reichsbank 0,50 v. H. niedriger, Westdeutsche Kaufhof Kunstseide AKU., Moenus Maschinen und Hapag behauptet. Die ab heute zum variablen Handel zugelassenen Aktien der AG. für Feinmechanik, vorm. Jetter & Scheerer, Tuttlingen, eröffneten mit 55 v. H. unverändert. Im Verlaufe blieb die Börse außerordentlich still, und auf Grund der herrschenden Unlust bröckelten die Kurse zumeist weiter ab. Farbenindustrie gingen auf 137,25 nach 138,13 v. H. zurück, ferner gaben Mannesmann 0,65 v. H., Nheinstahl 0,50 v. H., Gesfürel 0,25 v. H., Zellstoffwerte bis 1 v. H. und Ilse Genuß 2,50 v. H. nach: Bekula waren dagegen etwa 0,75 v. H. freundlicher, auch Norddeutscher Lloyd waren nach schwächerem Beginn wieder mäßig höher. Die später zur Notiz gekommenen Werte lagen überwiegend um 0,25 bis 0,75 v. H. niedriger. Am Geldmarkt zeigte sich etwas Nachfrage, der Satz für Tagesgeld wurde um 0,25 auf 3,50 v. H, erhöht. Abendbörfe geschäftslos. An der Abendbörfe stagnierte das Geschäft fast vollkommen, und die zur Notiz gekommenen Papiere hatten meist nominellen Charakter. Die Stimmung war unter dem Eindruck der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt angesichts der stark vorgeschrittenen Jahreszeit wohl nicht unfreundlich, doch mangelte es weiterhin an Unternehmungslust, zumal die Zurückhaltung der Privatkundschaft anhielt. Im Vergleich zu den etwas erholten Mittagsschlußkursen traten keine nennenswerten Veränderungen ein, Farbenindustrie lagen 0,40 v. H. freundlicher. Auch am Rentenmarkt herrschte fast völlige Geschäftsstille bei unveränderten Kursen. Von Großbankaktien gingen DD-Bank um 0,50 v. H. auf 70,25 vom Hundert zurück. Am Auslandrentenmarkt gaben 4proz. Schweiz. Bundesbahn von 1912 um 1 v. H. auf 178 nach. U. a. notierten: Altbesitz 103,65, Schutzgebietsanleihe 9,55, 6proz. Stahlverein 79, 5,5proz. Doung- anleihe 95,25, Commerzbank 68,25, Reichsbank 141,50, Rhein. Hyp. Bank 109,75, Harpener 104, Rheinstahl 87,65, Stahlverein 38,50, AKU. 58,13, Bekula 139, Scheideanstalt 208, Licht und Kraft 114,90, JG.-Farben 138,65, Gesfürel 106,25, Holzmann 74, Junghans 59,75, Moenus 77,50, Schuckert 91,75, Reichsbahn-VA. 113,50, AG. für Verkehr 76,50, Hapag 27, Lloyd 29. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., Gemüse: Zufuhren allgemein stark. Ueberangebot in Eskarol, Spinat und Wirsing. Nachfrage schleppend; für Blumenkohl, Rosenkohl, Kopfsalat und Tomaten guter Qualität befriedigend. Preise kaum verändert. Es notierten: Blumenkohl 15 bis 45, Eskarol 4 bis 8, Feldsalat groß 20 bis 25, klein 50 bis 60, Gewürze! Bündel 25 bis 30, Karotten 3 bis 5. Kartoffeln, gelbe 50 Kilogramm 3,40 bis 3,60, Kohlrabi ober 3 bis 5, unter 3,5 bis 4, Kopfsalat 4 bis 10, Merrettich 20 bis 28, Römischkohl 5 bis 6, Rosenkohl 16 bis 20, Rote Rüben 3 bis 4, Rotkraut 5,5 bis 7, Sellerie je nach Größe 5 bis 30, Spinat 4 bis 5, Schwarzwurzel 12 bis 20, Tomaten Freiland 15 bis 25, do. Treibhaus 30 bis 35, Weißkraut 3, Wirsing 3 bis 4, Zwiebeln Gärtner 5,5 bis 6, Pfälzer 5,75 bis 6, Sachsen 6,5. Obst und Südfrüchte: Ueberangebot in Aepfeln, da viele Sorten frühzeitiger genußreif find. Birnenangebot stärker. Nachfrage allgemein schleppend, nur in erstklassiger Ware befriedigend. Preise wenig verändert, doch eher etwas rückläufig. Für Aepfel und Birnen 1. Sorte liegen die Preise 20 bis 30 v. H. über ber Notierung. Es notierten: Aepfel I 12 bis 14, II 8 bis 10, Wirtschaftsäpfel 6 bis 8, Golbparmänen I 12 bis 15, Boskop I 12 bis 15, Graurenette unsortiert 8 bis 10, Schafnase 6 bis 8. Birnen I 12 bis 15, II 8 bis 10, Kochbirnen 4 bis 5, Vereins Dechant I 14 bis 15, Mollebusch I 14 bis 15. Erdnüsse 22 bis 24, Bananen, Kiste 12,5 Kilogramm 600 bis 650 Jam., Haselnüsse 35 bis 38, Kastanien 10 bis 18, Quitten 10 bis 12, Trauben 44 bis 60 holl., 26 bis 28 span., Walnüsse 30 bis 32, 30 bis 38 ital., 33 bis 37 rum., 27 bis 28 ruff. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 9. Nov. Das Geschäft nahm während dieser Woche einen sehr ruhigen Verlauf. Die Haltung ist weiter stetig, die Preise lagen gegen die Vorwoche unverändert. Deutsche Handelsklasseneier sind kaum am Markt, weshalb auch keine Notierung erfolgte. Auch aus Holland kommen nur in ganz beschränktem Umfange Zufuhren herein, während Dänen und sogenannte Osteier reichlich« zur Verfügung stehen. Kühlhauseier fanden weiter- hin nur geringes Interesse. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M.: Deutsche Kühlhauseier Kl. S IIV2, Kl. A 11, Kl. B 10'/-, Kl. C 10, Kl. D 9 bis 9V4. Ausländische Frischeier: Holländer Kl. S 13V2, Kl. A 13, Kl. B 12'/-. Dänen Kl. S 13'/2, Kl. A 13, Kl. B 12'/2, Kl. C 12. Bulgaren, Rumänen und Jugoslawen 11 bis IIV2. Frankfurter Vuttermarkt. Frankfurt a. M., 9. Nov. Die Butterzufuhren blieben in frischer Ware im ganzen noch knapp, teilweise ist die Anlieferung, insbesondere aus Süd- deutschland, etwas besser geworden, unb man rechnet damit, daß sich die Erzeugung allgemein etwas bessern wird. Da anderseits die Nachfrage vom Konsum ruhiger geworden ist, war die Marktlage etwa ausgeglichen. Kühlhausbutter ist nach wie vor wenig begehrt. Die Preise blieben unverändert. Es notierten in RM. pro 50 kg frei Frankfurt a. M.: Deutsche Markenbutter 145 bis 148, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 140 bis 143. Landbutter 125 bis 130. Dänische Butter 145 bis 148, holländische Butter 145 bis 150. Mainzer Getreldemarkt. Mainz, 9. Nov. Es notierten (Großhandelspreise je 100 kg loko Mainz) in RM.: Weizen 21,00, Roggen 17,00, Hafer 16,70 ab Station, Braugerste 19,75 bis 20,50, Jndustriegerste 19,25 bis 19,35, Malzkeime 15,75 bis 16,25, Weizenkleie 10,72 (Mühlenpreis), Roggenkleie 9,96 (Mühlenpreis)» Weizenfuttermehl 13,65 bis 13,75, Biertreber 17,00, Soyaschrot 13,00, Fabrikpreis ab südd. Fabrikstation, Trockenschnitzel —. Allgemeintendenz: fest, Futtermittel knapp angeboten. Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 11. November. 24. nach Trinitatis. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Psr. Becker; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Pfr. Becker; 17: Pfarrvikar Balz. — Johanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde; Pfr. Ausfeld; 17: Pfr. Bechtolsheimer; musikalische Abendfeier; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal; Pfr. Müller. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Lic. Dr. Schlink; 10.45: Kinderkirche für die Luther- gemeinde; Lic. Dr. Schlink. — Pelruskapelle. 9.30: Pfr. Trapp; 10.45: Kinderkirche für die Petrusde- meinde; Pfr. Trapp. — Gemeindesaal (Liebtastraße 56). 14: Taubstummengottesdienst; Pft. Bechtolsheimer. — Wieseck. 9.30: Beichte; 10: Predigt- Gottesdienst; im Anschluß Feier des hl. Abendmahls; Kollekte; 20: Gemeindeversammlung; Vortrag „Was geht in unserer Kirche vor?" — Großen- Vuseck. 10.30: Gottesdienst; 11.30: Beichte und hl. Abendmahl. — Oppenrod. 9: Gottesdienst. — Garbenteich. 13: Gottesdienst. — Hausen. 10: Gottesdienst; anschließend hl. Abendmahl. — Steinbach. 9.30: Beichte; 10: Gottesdienst; anschließend Abendmahl III; Kollekte. — Atbach. 12.30: Gottesdienst. — Lich. 9.30: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kinder- gottesdienst. — weder-Bessingen. 14: Stiftsdechant Kahn. — Wahenborn-Steinberg. 19: Beichte; 19.15: Predigtgottesdienst, im Anschluß hl. Abendmahl der weiblichen Jugend. — Klein-Linden. 9: Gottesdienst und hl. Abendmahl für alle; 11: Kindergottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Beichte und Abendmahl der Burschen; 13: Kinderaottes- dienst, 1. Abteilung. — Hungen. 9.45: Gottesdienst; 19.30: Gottesdienst zur Eröffnung der Winterarbeit der Frauenhilfe. — Langd. 11.15: Gottesdienst. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienft; 17: Kindergot- tesdienft. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst. — Birklar. 13.30: Hauptgottesdienft. — Treis an der Lumda. 10: Hauptgottesdienft; 13: Kinder- gottesdienft. — Kirchberg. 10: Gottesdienst; 11: Hl. Abendmahl für die Jugend von Lollar. — Daubringen. 13.30: Gottesdienst. — Lollar. 13.30: Gottesdienst. — Mrberg. 9.30: Gottesdienst, anschließend Alten-Abendmahl; Kollekte. — Beitsberg. 11.30: Gottesdienst, anschließend Alten-Abendmahl; Kollekte. —Harbach. 13.30: Gottesdienst; Abendmahl für die Verheirateten; Kollekte. katholische Gemeinden. Samstag, den 10. November. Gießen. 16.30 unb 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 11. November. 25. Sonntag nach Pfingsten. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 16.30: Versammlung der Jungfrauen-Kongre- gation; 17.30: Christenlehre und Andacht. — (Btün* berg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt; Gelegenheit zur Beichte um 8 Uhr. — Aidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag, den 12. November. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. Mittwoch, den 14. November. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Reu apostolische Gemeinden Gießen. Händelstraße 1 — Ederstraße 13. Sonntag, den 11. November 1934. Gottesdienste: 9.30 unb 16 Uhr. Mittwoch, den 14. November 1934. 20.30 Uhr. Vaptisten-Gemeinde. 11 Uhr: Kinbergottesbienst; 20.30: Prediger Falk. Oefsentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in bringende« Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer f bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: San.-Rat Dr. Schliephake, Dr. Geyer. Zahnarzt: Dr. Jäger. Apotheke: Pelikan-Apotheke. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. ;yraniiur. a. JJi. 25eri.i. «Schluß«. 'Datum 8-11. 8-11. s.11. 96-25 96-5 96-5 96.13 94.05 95-25 95 95,4 103.65 103-65 103-65 103.9 95.9 95.9 95.9 95.9 93 92-75 93 93 101-13 101-13 100-75 100.75 92-75 92-75 92-75 92-65 93 93 Banknoten. 94 94 94 94 94.75 94.75 94-75 94-75 102-25 102-25 12.9 12*5 von 1911 lagdadbahn-Anleihe 8 8- Schluß- wrd 94.75 102.3 94.75 102-3 «Schluß«. Mittag, bSrse 28-5 1-15 7.78 7.3 28.75 1-25 7.75 7-5 7-25 129 28.75 1.2 7,75 7.3 7-2 12-75 28.4 1.2 7.75 7.5 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% ehem.7% Di. Neichsanl. v. 1929 6%% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablvs.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12................ &'4%, Hess. Landes-Hypotheken. _bank Darmstadt Ltaui......... Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechlen ....... Sammelabi. An. .„leihe Serie 1 mitAusios.-Rechten S°/° ehem. 8% Franks. Hyp.-Aank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1939 ö'/r% ehem. V/x% Franks. Hyp.. Bank-Liqu.-Pfandbriefe..... W/o ehem. 4*/,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand, briefanstall, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand, briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. k% Tüttische Zollanleihe 1% Türkische Bagdadbah« Serie I............. 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*i% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 0. H . Lombardzinsfuß 5 v. H. börse 9.11. Frannun a.JJi. Berlin «Schlußkurs (Schluß«. Abend- böri' Schluß- turs Schlußk. mittag- bdrfe Ootum 8.11. 9.11. 8.11. 9.11- Mansfelder Bergbau....... .. 0 77 76.5 77 75.5 Kokswerke ................ .. 0 — 93 92 Phönix Bergbau........... .. 0 45.75 45-65 46-13 45.75 Rheinische Braunkohlen .... . 10 214 214.25 215-5 214.5 Rheinstahl ................ .. 0 88-25 87-65 88-75 87-5 Vereinigte Stahlwerke...... .. 0 38.5 38,5 38-65 38-75 .. 0 12-25 12-25 12 11-5 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 111-65 111.5 110 Kaliwerke Westeregeln...... .. 6 — - 111-9 110-25 Kaliwerke Salzdetfurth..... ’iyt 146 145 146 145 I. G. Farben-Jndustne..... 7 138-5 138.65 138.5 138.25 Scheideanstalt............. .. 9 209 208 —— — Goldschmidt .............. .. 0 89 87-75 89.5 87-5 Rütgerswerke ............. .. 0 38-25 37-25 95 93,13 .. u —» 81-75 83.5 82 .. 0 74 74 74-25 74,25 Zementwerk Heidelberg .... 110-75 110.5 Cementwerk Karlstadt....... 0 133 133 Schultheis Payenhofer ■ • .. 0 — — 106-5 106-5 Alu (Allgemeine Kum.jeibe) .. 0 .. 0 58-75 131 58-13 59 131 58-25 131 45-4 45 45-65 45 | .....----- QoHftnH OKrfmrfp.nfhini ..... ,. 0 64 62 63.25 63-75 118 .. V — — H8-5 Daimler Motoren.......... .. 0 46 44.75 45-5 45,4 .. 0 60-4 60 60-65 60.13 .. 0 87-25 86.5 . . 0 30.5 30-25 30-65 30.4 216-5 216 216-5 215 Äecumulatoren-Fabrik...... 1 164,25 164 164-5 162 .. u 133 132-5 0 28.6 83.5 82-5 28.U 28 Mainkrastwerke Höchst a.®l.. •• < Süddeutscher Zucker....... .. 8 186-5 186 186,5 187 j-raniiui. u. )Ji. Berlin Schluß« furd Schlußk. Abendbörse Schluß« furd Schlußk. Mittaq« börse Datum 8.11- 9-11. 8-11- 9-11- 4% desgl. Serie 11 ............ 8 8 — — 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4.25 4-3 — — 4N%Rumän.vereinh.Rentev.l913 6-8 6.75 7-05 6-85 4% Rumänische vereinh. Rente .. 4-05 4.05 4-05 4,05 2 yt% Anatolier .............. 33.75 37-5 33-75 33-65 Hamburg-A merika-P aket _____ 0 26-75 27 27 27-13 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 — 24-75 24 Hansa-Dampfschifs........... 0 — — Norddeutscher Lloyd ......... 0 29 29 29 29-13 A.G. für Berkcbrswesen Akt. .. 0 78 76-5 77.75 77-5 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 95.25 95 95.25 95 Commerz, und Privat-Bank... 0 68-75 68 25 68-75 68-25 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschafi................ 0 71.5 70-25 71-5 70.5 Dresdner Bank.............. ö 73 72-5 72 72-5 Reichsbank ................ 12 141-5 141-5 141-5 ■— A.E.G.................... 0 26.25 26-25 26-5 26.25 Bekula........... 0 140 139 140 139,25 Elektr. Lieferungsgesellschaft ... 6 99-5 99 99-5 99-5 Licht und Kraft . g 115 114-9 115 114-5 Felten & Guilleaume.....0 73-5 73 73-9 72-65 Gesellsch.f.Elektr.Unternehniuna. 5 107 106.25 107-13 106-25 Rheinische Elektrizität . ...... 5 98-4 99 99 Schuckert L Co........... 5 92-75 91-75 92,75 91-75 Siemens L Halske........ 7 136,25 134 135-75 134.25 Lahmeyer L Lo............. zö 117-75 118 — Buderus ............... 0 84-5 82,9 84 83 Deutsche Erdöl ........... 4 101-75 101-9 102 101-5 Gelsenkirchener........... vorgegangen. Eine allgemeine Unruhe, eine eigenwanderte belustigt weiter. Der Besitz war wirklich tümliche Bewegung herrschte im ganzen Hause. Es so schön, wie er es sich kaum vorgestellt hatte. Wenn , fing schon bei dem Pförtner, Herrn Lüders, an. erst alles in Ordnung war, ließ es sich hier leben. | Ganz gegen seine sonstige würdevolle Gewohnheit, Der weite Park, drüben der See in tiefem, kaltem • stand er in einem lebhaften Gespräch mit dem Blau — eine Erholung nach der Hetzjagd der ver- ! Botenmeister aus dem ersten Stock, über den er gangenen Jahre und dem Steinmeer der großen 1 sich sonst als der viel Dienstältere sehr erhaben Städte. fühlte. men. Jetzt sitzt er in der Vorkonferenz mit den Abteilungsleitern zusammen. Schneidig sieht er ousl ganz jung noch, viel fescher als der »Alte' de? Kutschner —" Sie unterbrach sich, denn eine der Kolleginnen hatte sie in den Arm gekniffen. „Was ist denn?" fragte sie entrüstet. Dann fiel es ihr ein: Ach, Herr« gott, das hätte sie vielleicht nicht in Gegenwart des Fräulein Edelgard sagen sollen, das mit Kutschner. Wenn sie auch Fräulein Edelgard nichts Böses zu» traute, und wenn der Franke auch ein Schandmaul war — besser war doch besser! „Na, Sie werden ihn ja selbst sehen", schloß sie etwas unvermittelt und verschwand plötzlich in ihrem Arbeitszimmer. Auch die anderen folgten. § Man konnte nicht wissen, auf einmal konnte der neue Chef hier auftauchen. Was für einen Eindruck, machte es denn, wenn sie alle hier zu Haufen um» herstanden? Nur Edelgard blieb einen Augenblick in Nachdenken versunken. Durch die Umzugstage und den Urlaub waren ihre Gedanken eine Weile gar nicht mehr hierher gegangen. Jetzt fiel ihr alles wieder ein. Wie mochte der neue Chef sein? Ob sie ihre Stellung als Privatsekretärin behalten würde? Der Abteilungsleiter hatte ihr vor ihrem Urlaub darüber nichts sagen können. Man müßte das natürlich dem neuen Direktor überlasten, hatte er gemeint; was an ihm läge, ihr die bevorzugte Stellung zu halten, sollte natürlich geschehen. Aber versprechen könne er nichts. Edelgard war es bang zumute. Nun erst fühlte ! sie ganz, was der Fortgang Robert Kutschners be« \ deutete. Er hatte feine schützende Hand über sie gehalten, er hatte ihr den Betrieb hier so recht eigentlich heimatlich gemacht. Nun mußte man sich wieder auf einen ganz fremden Menschen einrichten, vielleicht einen launenhaften, vor dem man Angst haben mußte. Ach, sie war so gar keine Kampfnatur. Ihre Sicherheit und ihr Hochmut waren nur eine Maske, hinter der sie ihr ängstliches Wesen verbarg. Leicht seufzend ging sie durch den Korridor bis in das Sekretärinnenzimmer. Hier hatte sie immer gearbeitet, seitdem Rudolf Kutschner sie zu seiner Privatsekretärin gemacht. Nebenan hatte er gesessen. Niemals, auch in der ersten Zeit noch nicht, als sie sich noch fremd gegenüberstanden, hatte sie ein ungeduldiges, herrisches Wort von ihm gehört. Er war immer gleichmäßig freundlich und gütig gewesen. Nie hatte man es zu spüren bekommen, daß er der Chef und man selbst nur eine kleine Angestellte war. Wie würde es jetzt werden? Mechanisch ordnete sie ihre Sachen, legte den Stenogrammblock zurecht, spitzte die Bleistifte an, legte Papier in die Walze der Schreibmaschine. Nun war hier alles bereit. Hinein in das Chefzimmer zu gehen wagte sie nicht. Solange sie nicht wußte, ob sie Privatsekretärin bleiben würde oder nicht, hatte fie ja kein Recht, ungerufen hineinzugehen. (Fortsetzung folgt!) Preiswerte Baumwollwaren Weißwaren Bunte Baumwollwaren 0.26 Blaukarierte Handtuchstoffe,38 cmbr erprobte, echtfarbige Gebrauchsware p. m p. m 1.85 Erstklassige Edelfabrikate p. m 2.10 Hohlsaum-Bettücher, 150/225 cm, aus gut. Q JIA westf. Haust., gar. ohne jegl. Füllappretur, p. 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