184. Jahrgang Gießener Anzeiger M Er- als man anzunehmen scheint — oder um ft 4 ■ Lin neuer Friedensplan Mussolinis? Handlungen n i n u n g s l o s sei. ■ fl jeustad^' 1 Gegenseitige Achtung und Aufrichtigkeit sichern die Zusammenarbeit der Völker. der Der- Ml ijs ch e n a l t e r s , die zwischen diesen Kriegs- ptoxn eingelagert ist. Dom spanischen Erbfolge- fri<; Ibis zum Siebenjährigen Krieg waren es 4äj Zlhre, vom Hubertusburger Frieden bis zum ömrn der napoleonischen Kriegsepoche 43 Jahre, prädestiniert erscheinen, die Verständigung mit folg vorwärtszutreiben. Weiterführung der französischen Grundthese, nach der „Zuerst Sicherheit, dann Abrüstung" verlangt werden muß. Gustave Herve, der Hauptschriftleiter des „Victoire", drückte seine Ansicht darüber am 18. November 1933 (!) so aus: „Jetzt heißt es, rasch handeln, will man eine sinnlose Katastrophe vermeiden. Oder hält man uns für dumm genug, zwei oder drei Millionen Franzosen in den Tod zu schicken, jetzt, nachdem wir Elsah-Loth- ringen wiederhaben, etwa wegen des Saar- gebiets, das doch binnen eines Jahres (von 1933 ab gerechnet) durch Abstimmung zurück- fallen wird, oder wegen Togo und Kamerun oder um die Oesterreicher zu hindern, sich Deutschland anzuschließen, wenn ihnen der Sinn danach steht — das wird früher der Fall sein. gierung um des Friedens willen im Saargebiet ein Risiko übernehmen werde, werde dem französischen Außenminister Laval bei seinem Versuch, eine Politik der Versöhnung und nicht der Bündnisse und der Einkreisung zu betreiben, ganz erheblich stärken. Die Deutschen sollten daraus die Einsicht gewinnnen, daß die Erreichung Gleichberechtigung auf dem Wege der rank^ DRV. Berlin, 7. Dez. Vertreter von zwanzig Nationen, die sich zu einer von dem bekannten Völkerrechtslehrer Dr. Dr. Keller ins Leben gerufenen internationalen Arbeitsgemeinschaft der Nationalisten mit dem Sitz in Zürich-Erlenbach zusammengeschlossen haben, hielten in Berlin einen dreitägigen Arbeitskonareß ab. Als Gesamtergebnis darf man zusammenfassen, daß die bisherigen Formen zwischenstaatlicher Bindungen nicht zum Ziele führen konnten, da die Voraussetzungen wirklicher gemeinsamer Arbeit, die A ch - tun'g vor einander und die unbedingte Aufrichtigkeit gefehlt haben. Ebenso einmütig wurde anerkannt, daß nur in sich gefestigte Volksgemeinschaften die größere Aufgabe der Zusammenarbeit zwischen diesen Gemeinschaften leisten können. Nur diese so aufgebaute Gemeinschaft der Völker bilde ein wirksames Bollwerk gegen die gemeinsame Gefahr der Weltrevolution, die das Wertvollste und Beste aller nationalen Güter zerschlage. Universitätsprofessor Dr. Woeth-Knudsen (Dänemark) erklärte, der Arbeit der internationalen Nationalisten sei die heroische Lebensauffassung zugrundegelegt, die gerade bei Frankreich und Deutschland besonders stark ausgeprägt sei. Die von der ganzen । •: Die polizeitruppe für M Saargebjet. Keine Beteiligung der Schweiz. London, 8. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Ueber die Vorbereitungen zur Bildung einer internationalen Sicherheitstruppe für das Saargebiet meldet der Genfer Berichterstatter der „Times": Der Dölker- bundsrat hat keine direkten Einladungen ergehen lassen. Aber die britische Regierung hat privatim sich an die italienische, niederländische, schwedische und nachträglich auch an die Schweizer Regierung gewandt. Die Zustimmung der italienischen Regierung ist bereits gegeben worden. Die S ch w e i z e r Regierung hat die Entsendung von Truppen abgelehnt. Es verlautet, daß der Oberbefehl einem britischen Offizier anvertraut wird und zwar aus folgenden Gründen: 1. Die britische Regierung ist die Urheberin des Planes; 2. der Vorsitzende der Regierungskommission Knox ist ein Engländer, und es ist zweckmäßig, daß der militärische Oberbefehlshaber die gleiche Nationalität hat; 3. es wird erwartet, daß Großbritannien das stärkste Kontingent sendet, nämlich zwei Bataillone während die anderen Mächte je ein Bataillon entsenden sollen. Der Plan sei schon vor einiger Zeit von der britischen Regierung auf einer der regelmäßigen Kabinettssitzungen angenommen worden. Der Schritt sei daher durchaus britischen Ursprungs. Eden habe bei seiner Ankunft in Genf den Plan in der Tasche gehabt und sei ermächtigt gewesen, ihn den anderen interessierten Regierungen vorzulegen, wenn es sich zeigen sollte, daß die Lage im Saargebiet dies notwendig mache. In einer Unterredung mit Knox habe sich der Lordsiegelbewahrer von der dringenden Notwendigkeit überzeugt, den Plan vorzulegen. Danzig, diese kerndeutsche Stadt, von Deutschland dauernd getrennt zu halten? Gleichberechtigung in der Rüstungsfrage. Ich möchte den Franzosen sehen, der glaubt, man könne zu dieser Stunde noch offne einen Präventivkrieg Deutschland an der Aufrüstung hindern!" So schrieb Gustave Hervö schon vor mehr als einem Jahr. Man sieht, daß seine Ansicht inzwischen zu der Meinung einer großen Zahl von Franzosen geworden ist. Wir wollen darauf nicht pochen. Aber wir wollen hoffen, daß die Erkenntnis der gegebenen Verhältnisse in der Welt immer weiter Boden fassen wird. Die Gemeinschaft der Nationalisten ist ein Gremium von Leuten, die sich glühende Vaterlandsliebe, nicht absprechen lassen brauchen. Gerade deshalb müssen sie , pr^ V ■ i ) )0 cm breit's jttücher. • *■ Line BerünerTagung der internaüonalenArbeitsgememschast der Nationalisten. Oie deutsch-französische Verständigung die Grundlage für den Frieden in Europa. Ui London, 8. Dez (DRV.) Das Abendblatt Star spricht trotz des kürzlichen italienischen Dementis von einem neuen Friedensplan Mussolinis, der in einem gegenseitigen Richtangriffspakt für ganz Europa bestehe. Der diplomatische Mitarbeiter des Vlattes hält eine solche Entwicklung für bedeutsam, da die Ansicht bestehe, daß der französische Plan eines Ostlocarno fehlfchlagen werde. Mussolinis Plan werde umfassen: Einen allgemeinen europäischen gegenseitigen Richtangriffspakt, einen Plan für politische Beratungen zwischen allen Rationen, ein Rehwerk von Vergleichsabmachungen zwischen zwei Rationen sowie vielleicht eine Klausel, die sich mit europäischer wirtschaftlicher Zusammenarbeit befasse. Echte und falsche Friedensfreunde London, 8. Dez. (DNB. Funkspruch.) „Mor- mng Post" wendet sich gegen die von sozialistischer und liberaler Seite vertretene Auffassung, daß die Entsendung von Truppen nach der Saar auf eine Beteiligung nach dem sog. „Kollektiv- system" hinauskomme. Das Blatt sagt, im Falle der Saar handele es sich um kein Vorgehen gegen den „Angreifer" oder um Anwendung von „Sanktionen", sondern lediglich um eine mit Zustimmung amtlicher interessierter Parteien genehmigte Vorsichtsmaßnahme. Es sei sicher, daß sämtliche Soldaten ihre Seitengewehre bei anderer Gelegenheit als etwa einer Parade aufpflanzen würden. Das Blatt geht dann zu einem Angriff auf die gefährlichen Friedensfanatiker über und weist darauf hin, daß der nationale Arbeiterrat, dem Macdonald als Sekretär angehöre, den Boykott gegen Deutschland gutgeheißen habe, der ausgesprochenermaßen dazu bestimmt sei, auf die Zerstörung des nationalsozia- l i st l s ch en Systems hinzuarbeiten. „Morning Post sagt, es sei nicht erstaunlich, daß das nationalsozialistische Deutschland sich weigere, mit einer Abrüstungskonferenz zusammenzuar- b e l t e n , während man sich in Genf offiziell damit beschäftige, gegen dieses System zu wirken. Im „News Chronicle" schreibt Vernon B a r t - leit, die Erkenntnis, daß die jetzige britische Re- Entspannung. Zu seiner sachkundigen Unterrichtung und Beratung in der Saar frage hatte der Völker- bundsrat im Frühjahr einen Ausschuß eingesetzt, der aus dem italienischen Delegierten Baron A l o i s i als Vorsitzenden, dem spanischen und dem argentinischen Delegierten als Beisitzer bestand. Ihm war die Aufgabe gestellt worden, alle für eine ordnungsgemäße Durchführung der Volksabstimmung im Saargebiet notwendigen Anordnungen vorzube- reiten. Der Dreierausschuß hat sich in den Monaten Mai und Juni dieser Aufgabe entledigt. Im September wurde sein Auftrag dahin erweitert, auch die Fragen zu prüfen, die nach erfolgter Volks- abstimmung auftreten würden. Es handelte sich dabei im wesentlichen um eine klare und autoritative Auslegung der Bestimmungen des Versailler Vertrages, die dem Välkerbundsrat das Recht zusprechen, die erforderlichen Maßnahmen für eine Ausgestaltung der Rechtsordnung nach dem Inkrafttreten seiner Entscheidung über die künftige Zugehörigkeit des Saargebietes zu treffen. Der verstorbene französische Außenminister Barthou hatte noch im Sommer versucht, aus dieser Bestimmung das Recht für den Völkerbundsrat herzuleiten, das kommende Regime im Saargebiet durch gewisse Auflagen in seiner Souveränität zu beschränken. Der im Namen des Dreierausschusses von seinem Vor- sitzenden Aloisi dem Völkerbundsrat erstattete und von ihm einstimmig gutgeheißene Bericht läßt solche willkürlichen Ausdeutungen nicht zu. Er verneint die Frage, ob dem künftigen Regenten des Saargebiets „gewisse besondere und dauernde Verpflichtungen aufzuerlegen seien, die ihn in der Ausübung seiner Souveränität beschränken würden". Hatte man weiter bisher von französischer Seite in Zweifel gezogen, ob der Völkerbundsrat seine Entscheidung über die Zugehörigkeit des Saarge- biets nur unter Würdigung oder in voller fieber» einftimmung mit dem Ergebnis der Volksabstimmung zu treffen habe, fo stellt der Bericht Aloifis ganz eindeutig fest, daß das konkrete Abstimmungsergebnis die Grundlage für das künftige Regime bilden muffe.. Der Bericht des Dreierausschusses räumt schließlich mit aller wünschenswerten Klarheit mit der Vorstellung von einer zweiten A b - st i m m u n g auf, mit der Franzosen, Separatisten und Emigranten in trautem Verein hausieren gingen, um im Saargebiet für den sog. Status q u o, d. h. die Beibehaltung des gegenwärtigen Regimes Propaganda zu treiben. Der Bericht stellt ausdrücklich fest, daß die Entscheidung des Völkerbundsrats über die Zugehörigkeit des Saargebiets auf Grund der Volksabstimmung des 13. Januar endgültig und unwiderruflich fein müsse und daß dis Bestimmungen des Versailler Vertrages keinen Raum für eine zweite Abstimmung lassen. Status quo würde also keineswegs die Hinausschiebung einer endgültigen Entscheidung bedeuten, wie es die Separatisten bisher straßauf, straßab verkündet haben, sondern den endgültigen Uebergang aus der deutschen Reichszugehörigkeit in die unabänderliche dauernde Souveränität des Völkerbundes. An dieser allein maßgeblichen Auslegung der Vertragsbestimmungen wird auch dadurch nichts geändert, daß in der letzten Ratssitzung Herr Laval, der dem Bericht ebenfalls zustimmte, doch noch einmal den schüchternen Versuch machte, die Möglichkeit einer nochmaligen Abstimmung zu ventilieren. Dafür bestehen, wie gesagt, keinerlei rechtliche Handhaben und es ist bewußte Irreführung, wenn man die Saarbewohner auch nach dem Bericht des Dreier- ausschuffes noch glauben machen will, daß die Entscheidung, zu der sie am 13. Januar aufgerufen werden, nicht endgültig und unabänderlich fein könnte. Der Bericht Aloifis läßt im übrigen nach der ganzen Art, wie er abgefaßt ist, bei aller betonten Sachlichkeit und Zurückhaltung doch klar erkennen, daß auch außerhalb Deutschlands alle maßgebenden und unterrichteten Kreise mit der ausschließlichen Möglichkeit der Rückgliederung des Saargebiets an Deutschland rechnen. Die beiden anderen im Versailler Vertrag vorgesehenen Fälle einer Angliederung an Frankreich oder eines Völkerbundsregimes werden in dem Bericht zwar auch erwähnt, die Verhandlungen des Ausschusses und der beiden von ihm hinzugezogenen Regierungen Deutschlands und Frankreichs haben sich jedoch so gut wie ausschließlich um die Probleme gedreht, die bei einer Rückkehr des Saargebiets zum Reich auftauchen werden. Der Ausschuß hat das Einverständnis der beiden interessierten Regierungen dafür erhalten, daß die og. politischen Garantien, die nach dem Beschluß des Völkerbundsrats vom 4. Juni abstimmungsberechtigte Saarbewohner insofern erhalten sollen, als ihnen aus ihrer politischen Betätigung im Zusammenhang mit der Abstimmung keinerlei Nachteile erwachsen sollen, auch auf die Nichl- ab stimmungsberechtigten ausgedehnt werden sollen, soweit sie mindestens drei Jahre im Saargebiet wohnen und nur insoweit sie im Abstimmungskampf Stellung genommen haben. Darin liegt eine starke Einschränkung. Frankreichs Zustimmung besagt nichts anderes, als daß nun auch die französische Regierung ihre schützende Hand von den Emigranten zieht und damit die Elemente fallen läßt, die in der vagen Hoffnung, sich in einem autonomen Saarstaat ein dauerndes Asyl zu schaffen, das Hauptkontingent der verantwortungslosen und ihr Deutschtum verleugnenden Hetzer und Intriganten tm Saargebiet stellten. Die absolute Eindeutia- keit der deutsch-französischen Vereinbarung entzieht ihrer Wühlarbeit den Boden und läßt hoffen, daß die letzten Wochen vor der Abstimmung ohne 'solche Zwischenfälle verlaufen werden, wie sie bislang von Emigranten und separatistischen Provokateuren immer wieder hervorgerufen wurden. Auch die übrigen Vereinbarungen über bas Abzugsrecht derjenigen Saaremwohner, die mit dem am 13. Januar sta- Welt ersehnte Verständigung zwischen diesen beiden großen Kulturnationen bedeute mehr für die Welt als alles, was bisher geschehen. Der französische Frontgeneral Pouderoux stimmte dieser Auffassung mit der Erklärung zu, daß nichts, aber auch gar nichts einer Verständigung, ja sogar einer engen Verbindung zwischen Deutschland und Frankreich entgegensteye. Universitätsprofessor Cybi- ch o w s t i (Warschau) gab der Auffassung Ausdruck, daß ein wirklicher Weltfriede nur bann gesichert fei, wenn noch dem Grundsatz „ S u u m c u i q u e " jede Nation sich ein oolknahes Recht schaffe. G rave l l i (Italien), einer der ältesten Mitkämpfer Mussolinis, hob hervor, daß sich die Jugend auf den Schlachtfeldern die völkische Idee erstxitten habe, deren Gemeinsamkeit die Nationen verbinde. Dr. Oehler (Bern) richtete einen warmherzigen Appell an die Presse, die Bestrebungen der Arbeitsgemeinschaft mit Verständnis, aber auch mit dem Mute der Ueberzeugung in die Oesfentlichkeit zu tragen. Dr. Dr. Keller stellte fest, dieser erste internationale Kongreß der Nationalisten habe bewiesen, daß wirkliche Nationalisten aller Länder sich i n den Grundfragen einig seien. Das fei ein verheißungsvoller Ausblick und ein Ansporn für die weitere Arbeit. Soden bereiten! Don unserer Äerliner Redaktion. S ist erst ein halbes Jahr her, seit Freiherr von R i b n i tz feine kleine Broschüre „Deutschland uii.b Frankreich" geschrieben hat, ine sich zur JMiigabe stellte, die Streitpunkte zwischen den beiden mutigsten Nationen des europäischen Kontinentes «Wuzeigen und darzulegen, daß sie keineswegs un= libTbrücfbar seien. Noch nicht ganz so lange ist jene erfs Veröffentlichung bekannt geworden, die Dr. H.ns K. E. L. Keller der internationale der NÄonaliften" vorlegte. Darüber hinaus verzeichnen die Pionierarbeit des Grafen zu Revent- I on), der schon vor mehr als zwei Jahren daran gingen ist, eine Liga zu schaffen, die zur Förderung >eildeutsch-französischen Verständigung auf der glei- hi Grundlage beitragen sollte. | seit einigen Tagen nun geht im Kaiser Hof zu ' Bd’in eine Arbeitstagung der „Inter» iiion al en Arbeitsgemeinschaft der [fällt i o n a l i ft e n vor sich, die in der glücklichen Lce ist, die ungewöhnlichen Nachrichten a u s R a m 1 iio Genf zu verarbeiten, die dartun, daß das !«2 Eis der starren Feindschaft zwischen Deutsch- ai und Frankreich endlich an einigen Stellen auf- ! leüut zu sein scheint; also, erste Erfolge der Be- | Innungen, die gerade in diesem Gremium tapfer null unbeirrbar gepflegt worden sind. Ins Programm, das sich Dr. K. E. L. Keller ge- f teil hatte, steht im Einklang mit dem Programm iitijfer Regierung vom ersten Tage an, seit Adolf JrjilliT aus dem „Kaiserhof" in die Reichskanzlei iibmiedelte. Das Programm entspricht aber auch ätmiinnigften Wunsche breiter Kreise der deutschen Lkssüntlichkeit und unzweifelhaft nicht minder dem fälestseben einsichtiger französischer Nationalisten. . 5:r Beginn privater Auseinandersetzungen über Thema, die gerade jetzt eine wesentliche Ver- b rtil rung erfuhren, nachdem sich große Front- k'^njserorganisationen beider Länder an ihr beteiligt bnui, ging von der Erkenntnis aus, daß die 2 Br tführer aus Diplomatie und Prssse nicht genügten, um den verhängnis- p dl in Zustand von Mißverstehen und Mißtrauen z migen Deutschland und Frankreich zu beheben. 93HL? sind aus natürlichen Gründen bestrebt, die Lia derinteressen ihres Landes voranzu- fi lellin. Die Zusammenarbeit der verschiedensten Jn- Liie entengruppen der bisher verfeindeten Nationen wnblbie Zusammenarbeit der Frontkämpfer muß a üiri hlich nicht nur z u ftimmungsmäßi- BII<’• sondern schließlich zu praktischen Er- g i U ■ ■ ▼ ■ ■ M M M MV Grundpreise für 1 mm höhe Monats-Vezugspreis: B flS B B H B B B B B ■ B B für Anzeigen von 22 mm mit 4 Beilagen RM.1.95 B B B B B B B Bk B B B B B B B BT B Breite 7 Rpf., für Text- l hne Illustrierte BT ■ B B B B B B B von 70mm Breite Ullstellgebühr .. „ W B B B B B ^B^ W- 60Rpf.,Platzvorschrift oder • ad) bei Nichterscheinen ■ B ~ aI schwieriger Satz 25"/» mehr W V Ctunftpreife: WZM General-Anzeiger für Oberhessen ZWW pHstschEonto' ' • • I gen, Bäder-, Unterrichts- u. "-"-'«UN °m m-in 1168« vruck und Verlag: vrShl'sche Unlverfitätt-Vuch- und Stelndruckerei ».Lange in Gießen. Schriftleitung und Seschäftrstelle: Schulstrahe 7 M-ng-n°bschiüss-s"°ff^s > T Der ungarisch-südslawische Konflikt vor dem 2Roi. Reichsinnenminister Or. Frick spricht in Wiesbaden zum Kirchenstreit biet ihre Politik zu treiben und auf diesem Wege dem Dritten Reich Schwierigkeiten zu bereiten. Ich erkläre hierzu, daß die Reichsregierung nicht gewillt ist, dieses Treiben bis ins Endlose mitanzusehen, sondern dah sie entschlossen ist, dort, wo es die politischen Rotwendigkeiten erfordern, auch gegen solche Staatsfeinde und Landesverräter durchzugreifen. Das deutsche Volk hat diesen kirchenftreil satt. Ls hat gar kein Interesse an diesem Zank der Pastoren. Die Reichsregierung hat jedenfalls gar kein Interesse daran, Kirchen, die der inneren Erbauung des deutschen Menschen dienen sollen, die aber nur Zank und Streit ins Volk tragen, mit zu finanzieren. Sodann wandte sich der Reichsminister dem außenpolitischen Gebiet zu. Nicht Gewehre und Kanonen machen die Macht in erster Linie, sondern die innere, die willensmäßige Einst e l l u n y der Menschen. Ehre und Gleich- berechtlgung, das sind die beiden Forderungen, von denen der Nationalsozialismus n i e m als a b g e h e n wird. Das deutsche Volk ist nicht für eine hemmungslose Aufrüstung. Wir wollen für uns nur d i e Sicherheit haben, die auch alle anderen Völker für sich in Anspruch nehmen. Am deutlichsten haben wir die Tatsache, daß Deutschland schon jetzt als Macht gewertet wird, erwiesen gesehen in der Frage der Saar. Wir hätten niemals diesen Erfolg im Dreierausschuß erzielt, durch den ein friedliches Abkommen zwischen Deutschland und Frankreich über die Saarabwicklung zustande kam, wenn nicht Deutschland an Achtung in der Welt gewonnen hätte. Das ist ein so großer Erfolg, daß wir diesen Tag als einen Tag des Sieges bezeichnen dürfen. Wir haben gar nichts dagegen, daß eine internationale Polizei im 'Saargebiet eingerichtet wird, die absolut auf Ordnung und Ruhe hält und den ruhigen Verlauf der ganzen Abstimmung garantiert. Wir rufen unseren Brüdern an der Saar zu: Haltet aus, haltet noch diese paar Wochen aus, wir stehen an eurer Seite und warten auf den Augenblick, wo ihr wieder zum Mutterlande zurückkehrt. und Sicherheit des südslawischen Staates gewesen. Südslawien habe deshalb nicht zulassen können, daß eine Handlung, die sich unmittelbar gegen seine Einheit und Sicherheit richtete, als Frage allgemeiner Natur verkleidet wurde. Trotzdem hätte die südslawische Regierung nichts dagegen einzuwenden, wenn diese Aussprache auch auf ein allgemeineres Gebiet getragen wird, um den Abschluß eines internationalen Abkommens vorzubereiten, das an die Stelle des fehlenden guten Willens gewisser Regierungen tritt, damit sie an der Unterdrückung der terroristischen Handlungen auf ihrem Grund und Boden mitarbeiten. Die ungarische Regierung habe wissen müssen, daß sich gewisse Behörden mit den in Ungarn ansässigen terroristischen Elementen eingelassen hatten. Aus einer erneuten Aufzählung der in der südslawischen Denkschrift bereits geltend gemachten Argumente zog Jeftitsch die Schlußfolgerung, daß das Attentat von Marseille das logische Endergebnis der von der ungarischen Regierung auf ihrem Boden geduldeten verbrecherischen Umtriebe sei. Er erhob gegen Ungarn die weitere Anklage, daß auf feinem Gebiet nach dem Marseiller Attentat keine Feststellungen hätten getroffen werden können. Oer ungarische Delegierte Tibor von Eckhardt ging davon aus, daß feit Wochen ein heftiger Feldzug gegen die Ehre der ungarischen Regierung betrieben werde und stellte die maßvolle Haltung Ungarns, das sich grundlos angegriffen fühle, gegenüber. Die südslawische Presse habe sofort nach Marseille ihre Ferngas von der Saar zur Pfalz Saarbrücken, 8. Dez. (WK.) Der G a s - lieferungsvertrag zwischen der Ferngasgesellschaft Saar m. b. H. und der Pfälzischen Gas-Aktien-Gesellschaft Ludwigshafen ist unterzeichnet worden. Die Saarwirtschaft tritt damit in ein neues Stadium der Verwendung der auf den saarländischen Hüttenwerken anfallenden Gasüberschußmengen, für die bisher eine wirtschaftliche Verwendungsmöglichkeit nicht vorhanden war. Die Ferngasgesellschaft Saar besitzt ein Gesellschaftskapital von 5,4 Millionen Franken. Die Gaslieferungen erstreckten sich bislang nur auf das Saargebiet und wurden von zwei Saar-Hütten getätigt. 1933 belief sich der Gasabsatz auf 12,5 Millionen Kubikmeter. Durch den nunmehr abgeschlossenen Gaslieferungsvertrag wird ein bedeutend größeres Absatzfeld für die bei den Saarhütten anfallenden Gasüberschußmengen gewonnen, so daß schließlich vier Saarhütten an den Gaslieferungen teilnehmen werden. Dieser Vorteil wird sich nicht nur für die Saarhütten selbst günstig auswirken, sondern auch den bisherigen Gasabnehmern zugutekommen, in- Deutschland jedenfalls damit einverstanden, dah die britische Politik sich auf ihre im Locarnovertrag übernommenen Pflichten besinnt. Die spürbare Entspannung der letzten Tage wird sich zu einer wahrhaften Befriedung erweitern lassen, wenn alle vier beteiligten Großmächte auch künftig im Geist europäischer Solidarität ihre gemeinsame Aufgabe begreifen. Das russisch-französische Techtelmechtel um den fast schon entschwundenen Ostpakt wird die deutsche Politik jedenfalls in ihrer durch den Führer und seine engsten Mitarbeiter immer wieder zum Ausdruck gebrachten Ueberzeugung nicht irre machen, daß Europas Friede eine Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich voraussetzt und daß diese Verständigung sehr wohl möglich ist, wenn sie vom gleich guten Willen, von gleichem Vertrauen und gleicher gegenseitiger Achtung diktiert wird, wie das Saarabkommen in Rom. dem der Gaspreis sich verbilligen dürfte. Eine weitere günstige Folge des Vertrages wird, durch den weit über das Land gehenden und sich verzweigenden Ausbau des Gasleitungsnetzes in Erscheinung treten. Nmk an Italien. Rom, 7. Dez. (DNB.) Der Chef der italienischen Regierung hat den deutschen Botschafter beim Quirinal empfangen, der ihm im Namen seiner Regierung für die Führung der Saorverhand- lungen in Rom dankte. Er empfing auch den englischen Botschafter, der im N-amen seiner Regierung einen gleichen Schritt unternahm. Aus Genf hat Mussolini folgendes Telegramm vom französischen Außenminister La- v a l erhalten: „In dem Augenblick, in dem der Völ- kerbundsvat durch einstimmigen Beschluß das Ergebnis der unter den Auspizien des Dreierausschusses so glücklich geführten Saarverhandlungen in Rom bestätigt hat, möchte ich Ew. Exzellenz meine Dankbarkeit und die der französischen Regierung ausdrücken für den Gei st Höch st er Unparteilichkeit, mit dem die italienische Regierung, vertreten durch Baron A l o i s i, diesen Arbeiten präsidiert hat. Der Abschluß bieder Arbeiten bedeutet eine neue Garantie für d i e Aufrechterhaltung des Friedens. Die Agentur Havas bestätigte, daß Außenminister La v a l wahrscheinlich sehr bald nach Rom reifen wird. Die französisch-italienischen Verhandlungen machten jetzt hinreichende Fortschritte, so daß die Reise Lavals nach Rom, die durch den Tod Bar- thous aufgeschoben wurde, wieder Gegenstand von Verhandlungen werde. Mussolini habe kürzlich Laval zur Kenntnis gebracht, daß er ihn mit Vergnügen möglich st bald in der italienischen Hauptstadt begrüßen würde. Dieser Wunsch werde von Laval geteilt. Die Ereignisse in Genf und der Geist der Versöhnlichkeit, durch den sie gekennzeichnet seien, seien geeignet, eine Begegnung vorZuber e i t e n , deren Zeitpunkt noch nicht feststehe, die aber sehr bald vonstatten gehen könnte. derer niemandem wegen seiner Sprache, Rasse und Religion Nachteile erwachsen dürfen, sollen den Uebergang erleichtern und werden auch heute schon im Saargebiet zur Entspannung beitragen. Der Hauptteil des Berichts Aloisis beschäftigt sich mit den wirtschaftlichen und finanziellen Fragen, die durch die Rückgliederung des Saargebiets aufgeworfen werden. Dabei handelte es sich einmal um die Aufrechterhaltung der Ansprüche aus der laufenden Sozialversicherung und ihre reibungslose Eingliederung in das deutsche Versicherungssystem. Deutschland hat dafür alle Garantien gegeben. Sie find sowohl vom Dreierausschuß wie vom Völkerbundsrat für ausreichend befunden worden, lieber die Wahrung der Rechte der Saarbeamten schweben gegenwärtig in Berlin noch Verhandlungen zwischen der Regierungskommission und den Regierungen Frankreichs und Deutschlands. Nach dem positiven Ergebnis der römischen Unterhandlungen darf man ohne weiteres annehmen, daß auch die Berliner Konferenz über die Beamtenfragen zu einer Verständigung führen wird, die alle Beteiligten befriedigen kann. Die bereits getroffenen Abmachungen beziehen sich im wesentlichen auf finanztechnische Fragen, wie z. B. ausländische Guthaben in Fremdwährung, auf Gold oder Devisen lautende Verträge, im Saargebiet umlaufende französische Banknoten. In allen Punkten konnte unter Mitwirkung einer Unterkommission des Finanzausschusses des Völkerbundes eine Uebereinfunft erzielt werden. Die weitaus wichtigste Frage in diesem Komplex betrifft den Rückkauf der Saargru- b e n durch Deutschland. Als Rechtsgrundlage für die Inbesitznahme der Kohlengruben des Saar- . gebiete mußte den Franzosen seinerzeit die angebliche Entwertung ihrer eigenen Bergwerke während des Krieges durch Artilleriefeuer und Bombenabwurf dienen, obwohl sie und ihre Verbündeten daran nicht weniger beteiligt waren als wir. Die nordfranzösischen Bergwerke sind tatsächlich außerordentlich schnell und mit der modernsten technischen Ausrüstung wieder aufgebaut worden und haben bereits im Jahre 1925 ihren Vorkriegsertrag um 20 v. H. überschreiten können. Diese Tatsache wie der Ersatz des vorübergehenden Förderungsausfalls durch Reparationslieferungen machen den Anspruch Frankreichs auf Abtretung des Saarbergbaus äußerst zweifelhaft. Trotzdem sprach der Versailler Vertrag den Franzosen „das volle und unbeschränkte Eigentum an sämtlichen Kohlenfeldern in den Grenzen des Saargebietes" zu. lieber ihre Rückgabe an Deutschland besagt das Saarstatut: „Beschließt der Völkerbund die Vereinigung des ganzen Saargebiets oder eines Teiles mit Deutschland, so hat Deutschland die Eigentumsrechte Frankreichs an den in diesem Gebietsteil gelegenen Gruben im Ganzen zu einem in Gold zahlbaren Preise zurückzukaufen." Die Reparations- fommtffion hat einmal den Rückkaufswert der Saargruben mit 300 Millionen Reichsmark beziffert, in Rom einigte man sich auf 150 Millionen Reichsmark, wobei auch von Frankreich angelegte Eisenbahnen, Grenzbahnhöfe u. a., also alle irgendwie geartete Forderungen Frankreichs eingeschlossen sind und solche Zahlungsbedingungen vereinbart wurden, die die deutsche Devisenlage nicht beeinflussen. Um die Bedeutung des damit wieder zum Reich kommenden Saarkohlenbergbaus richtig würdigen zu können, fei erwähnt, daß das Saargebiet zwar nur 0,4 v. H. der Fläche Gefamtdeutfchlands ausmacht, die Steinkohlenförderung der Saargruben aber in den Jahren 1925 bis 1930 8,3 v. H. und ihre Kokserzeugung 6,5 v. H. der gesamtdeutschen Produktion betrugen. Die ausgreifenden Pläne, die Saarkohle vor allem für die Ferngasversorgung Südwestdeutschlands einzuspannen, werden jetzt schnell ihrer Verwirklichung entgegengeführt werden können. Die Gruben des Warndt allerdings bleiben, soweit sie von Stollen aus ausgebeutet werden, die jenseits der Grenze in Lothringen niedergeführt wurden, noch während der nächsten fünf Jahre im Besitz Frankreichs. Das Förderungsrecht ist aber mengenmäßig auf elf Millionen Tonnen begrenzt worden. Diese Uebergangsmaßnahme war erforderlich, weil der französische Staat Gruben an private Bergbaugesellschaften, die Firma Sarre et Moselle u. a., verpachtet hatte. Diese zahlen während der fünf Jahre die Pacht an Deutschland. So hat das Saarübereinkommen von Rom, das die einstimmige Billigung des Völkerbundsrats gefunden hat, den Beweis erbracht, daß auch zwischen Deutschland und Frankreich eine nachbarliche Verständigung keineswegs unmöglich ist, wenn auf beiden Seiten der gute Wille dazu ernstlich vorhanden ist. Deutschlands besonderer Dank gebührt freilich dem Baron A l o i s i, dessen unbeirrbar sachliche und loyale Derhandlungsführung die Atmosphäre des Vertrauens schuf, in der allein Entschlüsse von größter politischer Tragweite gedeihen können. Dieser neuen Atmosphäre hat sich auch die neue Leitung der französischen Außenpolitik nicht entziehen können. Laval hat nicht nur durch seine Instruktionen die Uebereinfunft von Rom ermöglicht, sondern auch im Bestreben für eine ohnehin verlorene Sache nicht noch Frankreichs Prestige aufs Spiel zu setzen, in Gens auf das von seinem Vorgänger Barthou beanspruchte Einmarschrecht französischer Truppen ins Saargebiet unter der Bedingung verzichtet, daß der Völkerbund seinerseits durch eine internationale Polizei- truppe, an deren Aufstellung weder Deutschland noch Frankreich beteiligt sind, für die Aufrechterhaltung der Ruhe und Ordnung im Saargebiet Sorge trägt. Solche Maßnahme ist zwar keineswegs erforderlich, da die vorbildliche Disziplin der deutschen Bevölkerung im Saargebiet einen ruhigen Verlauf der Abstimmung verbürgt und nur die gewissenlose Separatistenhetze unter dem Schutz der von der Regierungskommission mit hohen Der- waltungs- und Polizeiposten betrauten Emigranten eine gereizte Atmosphäre schuf. Trotzdem hat Deutschland sich mit dem Vorschlag Lavals einverstanden erklärt, weil die Reichsregierung in ihm ein Zeichen dafür sieht, daß Laval eine loyale Bereinigung der Saarfrage wünscht. Daß England entgegen früherer Entschlüsse sich mit einem eigenen Kontingent an der Bildung der für das Saargebiet bestimmten Polizeitruppe beteiligen will, hat überall größte lieber» raschung herovrgerufen. Staatssekretär Simon hat diesen auch von der öffentlichen Meinung durchweg begrüßten Kurswechsel mit dem aus dem Saarabkommen sprechenden neuen Geist der französischen Politik begründet. Die der Rüstunas- mdustrie nahestehenden Pariser Blätter verhehlen allerdings nicht ihr Mißtrauen und wehren sich schon vorbeugend gegen irgendwelche Zumutungen, die sie von England a conto seiner neuen Haltung zu einem an sich rein kontinentaleuropäischen Problem nun in der Rüstungsfrage erwarten. Sehen wir von den hier sich andeutenden Möglichkeiten im Sinne einer stärkeren Befriedigung des Wiesbaden, 6. Dez. (LPD.) In einer von über 5000 Menschen besuchten Kundgebung sprach im Paulinenschlößchen Reichsinnenminister Dr. Frick. Er verwies auf die großen Leistungen, die seit dem 30. Januar 1933 schon vollbracht worden sind, auf die Zerschlagung der Parteien, auf die Vernichtung des Partikularismus und die Schaffung einer wahren Volksgemeinschaft. Noch sei nicht der ganze Beamtenkörper nationalsozialistisch. Hier müsse man Geduld haben, zumal doch unter den Systemregierungen jeder Beamte gemaßregelt wurde, der sich dem Nationalsozialismus anschloß. Der Minister erwähnte dann die stetig fortschreitende Reichsreform, die vom Ermächtigungsgesetz über das Reichsstatthaltergesetz bis zur künftigen Neugliederung des Reichs weitergehe, Die etwa 20 Gaue vorsehen werde. Der Minister verwies weiter auf den kommenden Familienlaftenausgleich und auf die Ariergefetzgebung, die von dem Grundsatz ausgehe, daß Deutschland den Deutschen gehören müsse. 2Hif besonderem Nachdruck kam der Minister dann auf den Streif in der deutschen evangelischen Kirche zu sprechen. Es mag sein, so sagte er, daß die Reichskirchenregierung in dem Bestreben, die 28 Landeskirchen in der Reichskirche aufgehen zu lassen, etwas zu stürmisch vorging und Anordnungen erließ, die der nötigen Rechtsgrundlage entbehrten. Dadurch entstand eine Gegenwirkung. Schließlich sah aber die Reichskirchenregierung ein, daß dieser Weg einer besseren rechtlichen Fundierung bedürfe und sie hat da wieder angefangen zu bauen, wo die Rechtmäßigkeit absolut feststand, nämlich auf der rechtmäßig erlassenen Verfassung der deutschen evangelischen Kirche. Der Staat denkt nicht daran, sich in kirchliche Dinge z u mischen, aber es bestehl leider der sehr begründete Anlaß zu der Feststellung, daß sich unter dem Deckmantel kirchlicher Belange hier alle möglichen slaalsfeindlichen und landesverrälerischen (Elemente sammeln, um auf angeblich rein kirchlichem Ge- G e n f, 7. Dez. (DNB.) Nach vielem Hin und Her ist der V ö l k e r b u n d s r a t schließlich doch zu seiner mit Spannung erwarteten Sitzung zusam- mengetreten. Kurz vor 15 Uhr waren Saal und Tribüne außerordentlich stark besetzt; auch der ungarische Außenminister wohnte der für fein Vaterland fo bedeutsamen Sitzung bei. Am unteren Ende des Ratstisches hatten auf der einen Seite der ungarische Delegierte Eckhardt, auf der anderen Titulescu und Je f titsch Platz genommen. Wie vorausgesehen, eröffnete an Stelle Beneschs der portugiesische Delegierte Basconcelles die Sitzung. Er faßte den Sachverhalt der südslawischen Klage noch einmal ganz kurz zusammen und erteilte dann dem südslawischen Außenminister Jeftitsch das Wort. Oer südsldwische Außenminister begann mit der Feststellung, daß der Mord 1 an König Alexander und Barthou in der Welt die größte Erregung hervorgerufen habe, besonders aber das südslawische Volk aufs schwerste erschüttert hahe. Mit Recht habe sich eine starke Volksstimmung gegen diejenigen gewandt, die die Verbrecher durch ihre moralische Unterstützung befähigt haben, ihre finstere Tat zu vollbringen. Das südslawische Volk habe dabei nicht nur seinen heldenhaften König betrauert, fon» dem es habe sogleich empfunden, daß der Mord eine schwere Bedrohung des Friedens bedeute. Das Volk wende sich an den Völkerbund, um vor ihm auf die Verantwortung hinzuweifen, die die ungarischen Behörden auf sich geloben hätten. Die terroristischen Anschläge seien nur der Ausdruck einer in Ungarn organisierten und genährten Verschwörung gegen die UnversehrttchkeiL futerfen neuen Regime nicht einverstanden sein französischen Sicherheitsbedürfnisses ab, so ist sollten, und über eine einjährige Frist, innerhalb'" ....... v ..... Kampagne begonnen, und die südslawische Reo-i rung sei zur Ausweisung ungarisch,. Staatsangehöriger geschritten, deren & samtzahl in der letzten Woche sich auf 3600 b laufen habe. Durch das Einströmen mittellch, Flüchtlinge sei an der ungarisch-südslawischen Tre^ eine unhaltbare Lage geschaffen. Die fön slawische Anklage halte der Prüfung nicht ftL Die Auflösung des Lagers Jank! Pußta fei im April begonnen und im Oktob' beendet worden. Niemals habe sich eine zivile ob militärische Behörde mit der terroristischen bildung von Emigranten beschäftigt, niemals b®, ten Emigranten von zivilen ober militärischen &. Hörden Waffen ober Explosivstoffe erhalten, Ur. niemals seien ihnen Gelbmittel geliefert morbe ‘ Auch hätten bie kroatischen Emigranten auf gejfB lichem Wege keine ungarischen Pässe erhalten föt nen. Ungarn habe keine Verschwörung gegen slawien angezettelt ober unterstützt. Das Asylrej, bas Ungarn ben Kroaten gewährt habe, sei trüber die allgemein anerkannten Grunosätze ausgegangen. Die Bewegungsfreiheit ber b* garischen (Emigranten in Sübslawien bem Sturz Starnbuliskys unb ber ufrainijfc' (Emigration in ber Tscheche! sei größer » wesen als bie ber Kroaten in Ungarn. Der TlöA Georgieff f e i niemals in Ungarn g: wesen, keine Vorbereitungshandlung sei h ungarischem Boden ausgeführt worden,' nicht A mal von den Statisten des Marseiller AtientL Ungarn habe nicht die geringsten 23erantroortlis feiten. Die wahren Ursachen des Attentats feien i - der innerpolitischen Lage <5 ü b f h, Wiens zu suchen. Der ungarische Revisionismus, gegen den sich die Aktion der Äleinr.- (Entente im Grunde genommen richte, sei gerab das Gegenteil non Terrorismus. Er fei tu Mittel konstruktiver Friedenspolitik. Ueberbies höre Kroatien nicht zu ben Gebieten, auf die fe: der ungarische Revisionismus richte. Ungarn h^- stets den Wunsch gehabt, mit seinem südlichen Nat barn in Frieden und Freundschaft zu leben. Kleine Entente und Balkanbund unterstützen Ieftitschs Klage. Der türkische Außenminister T e w f i k R ü s chl: Bey forderte im Namen der Balkan-Entente, ba; das Doppelattentat von Marseille, das einen an- archistischen Zustand in (Europa geschaffen hab, völlige Aufklärung finde, und daß bie international! Zusammenarbeit zur Unterbrückung bes Xenon* mus organisiert werbe. Der rumänische Außenminister T i tu lesen meinte, bie Kleine (Entente werde zu der AeußenM des ungarischen Vertreters, der südslawische Schrill sei ein politisches Manöver, Stellung nehmen mW. Man könne Staatsmänner ermorden, man tonne Könige ermorden oder mit bem Morb beb&'a, aber bie ßebenben hätten bas Recht, sich ju wr- teibigen. Der tschechoslowakische Außenminister Dr. erklärte, bie Tschechoslowakei unb Rumänien Hütt«" sich bem sübslawischen Schritt ausbrücklich unb vck - inhaltlich angeschlossen, ba sie sich non b ev gleichen Umtrieben bedroht fühlten 1929 fei ein ähnlicher Anschlag gegen ben Bestand bei tschechoslowakischen Staates an ber Nordgrenze Ungarns vorbereitet worden. Die Tschechoslowakei werd!, bei künftigen Versuchen dieser Art sofort den Völker-- bunbsrat anrufen. Beim aufmerksamen Lesen den über 4 Jahre ausgebehnten ungarisch-südslawischer i Notenwechsels könne kein objektiver und ehrlicher: Mensch an die Unkenntnis der ungarischen Regie- - rung glauben. Es sei eine der großen Folgerung, des Weltkrieges, daß das Nationalitäten-' prinzip auf Mitteleuropa angewandt worben sei Die Kräfte, die Ungarn unterstütze, richten sich geradezu gegen die Verwirklichung dieses Prinzips Ungarn behaupte, daß sich fein Revisionismus nich gegen Kroatien richte. Das fei vielleicht richtig. -Der ungarische Revisionismus wolle aber die Trennung Kroatiens von Südslawien, ss wie es 1929 die Trennung der S1 o w a k e i von! tschechoslowakischen Staat gewollt habe. Benck | forderte die strenge Beachtung von Artikel 10 ö« Völkerbundsvertrags, der die gebietliche lln- | Verletzlichkeit aller Mitglieder verbürge fM die Anwendung ber Grunbfätze ber ßonboncr fr- tokolle über bie Begriffsbestimmungen des » greifen». Die nächste Sitzung finbet am Samstag p Mffenausweisungen von beiden Setten. 93 el grab, 7. Dez. (DNB.) Die Behandlung & sübslawischen Völkerbunbsklage in Genf geht 111 einer Erschwerung ber Verhältnisse im uHQ' risch - sübslawischen Grenzgebiet Hans in Hanb. Beibe Staaten machen einanber ben I>or' wurf, bie auf ihrem Gebiet lebenben Angeborig^ bes anberen Staates in ber rücksichtslos ft en Weife z u vertreiben. So meldet c ■ „Prawba", baß in ben letzten Tagen an der nn garischen Grenze mehrere 3üge w ; Sübflawen eingetroffen feien, bie aus u garn ausgewiesen worben seien. Die nngo> scheu Behörben hätten ben Vertriebenen nicht e mal Zeit gegeben, ihre häuslichen Angelegenhel zu orbnen, sonbern sie von ber Polizei foglew ben Bahnhof gebracht. Dabei seien Fälle norge* men, in benen kleine Kinber von ijU (Eltern getrennt worben seien. Manche öj lien hätten sich erst nach einigen Tagen wieve ber sübslawischen Grenzstation zusammengefuM Aus B u b a p e st kommen ebenfalls MeldE baß in ben letzten Tagen 2 314 Ungarn . Südslawien ausgewiesen seien. abend wird ein neuer Transport von 400 we^' ausgemiefenen Personen angekündigt. In SlJFL seien amtlich 500 bis 600 Protokolle aufgeno^ worden, aus denen sich ergab, daß an dieser v ftotion auch über 300 aus Südslawien ausgew deutsche Bauern (Schwaben) e’n2,e\Li' seien. Amtlich werden die Meldungen, nach ° die Zwangsausweisungen aus Südslawien am liehe ungarische Maßnahmen 3U™ rie seien, entschieden in Abrede ng Blätter berichten im Tone der größten über die Notlage der Vertriebenen. Der „Lloyd" erklärt, daß die ausgewiesenen 4>e^er, entsprechend den Bestimmungen des ^r,an n ‘für träges bereits vor vielen 3aYren Südslawien optiert hätten, unb ö° cfl(jen sübslawische Staatsbürgerecht sofort h^n müßen, baß aber bie sübslawischen ° gesetzliche Zuerkennung ihrer Staatsbu g Jahr um Jahr hinausgezögert ha» Die Maffenausweisungen aus Sübslawie" . n, in Lonbon offensichtlich einen f ch I £ $ iae bruck gemacht. „Times" schreibt, Die » e6 ix Wurzel bes Uebels sei barin zu suchen/ i Aus aller Welt tqu liquidiert zu haben. Oer Verwaltungsrat der Reichsbahn. vU ÄW ■ uf dem Weihnachtstisch auf dem Weihnachtstisch D r. DIETZ & RITTER GMBH. -LEIPZIG 027 0 KORTING Unverbindliche Vorführung in jedem Fachgeichäh löst Jubel und Festesfreude aus.-Trixordermoderne, preiswerte Leistungstyp mit dem weltweiten, trenn- scharfen Empfang und dem wundervollen Körting- Klang. So groß In der Leistung durch die neuartige Hexoden-Wendeschaltung mit Elektronenkopplung Künstlerisches Edelholzgehäuse mit wertvoller Handschnitzerei Neue Synchroluxskala mit zwangsläufiger Blickführung Der vom Obergruppenführer Hühnlein cmge- ordnete allgemeine Urlaub für das NSKK. erstreckt sich auf die Zeit vom 16. Dezember 19 3 4 b i s zum 13. Januar 19 3 5, nicht, wie wir irrtümlich meldeten, vom 12. Dezember 1934 an. Oesterreich hat das Verbot aller im Deutschen Reich erscheinenden Tageszeitungen und gewisser Zeitschriften für weitere drei Monate (Endtag 16. März 1935) verlängert. !U N 1 Solfonh ischS Kiag^ ' Tevfiks ' Balkon-En^ leiUe, das «j« -°p° geschch daß die interne 'ückung des le mister Tit^' rde zu der Ans er südslawisch! ellung nehmen !rmorden, mtu dem Mord bi 15 Recht, sich Wechselstrom RM 209.50 m. R. Gleichstrom RM 219.50 m. R. Selbstverständlich euch ouf Teilzahlung II Tleuer Stralosphärenflug des Fliegers Diley Post. In Bartlesville (Oklahoma) unternahm der Flieger Wiley Post seinen zweiten Stratos pHä- i renflug. Die Gesamtflugdauer betrug zwei Stunden und 28 Minuten. Post erklärt nach der Landung, er sei diesmal noch höher gekommen als beim ersten Flug. Nach etwa 12 900 Metern habe der Höhenmesser ausgesetzt. Er nehme an, daß er eine Höhe von etwa 16 5 0 0 Metern erreicht habe. In der Stratosphäre habe er eine Windgeschwindigkeit von über 100 Kilometern angetroffen bei einer Temperatur von 56 Grad Celsius unter Null. Der Motor habe trotzdem tadellos gearbeitet. Erst beim Niedergehen sei eine Störung eingetreten. Wahrscheinlich sei sie durch eine Verstopfung der Brennstoffzuleitung heroorgerufen worden, die die besondere Mischung des Brennstoffes verursacht haben dürfte, die infolge der starken Kälte verwendet werden mußte. Tödlicher Absturz eines Sportfllegers. Auf dem Flugplatz Johannistal stürzte ein Sportflugzeug bei einem Kunstflug aus etwa 50 Meter Höhe ab. Der Flugzeugführer Oßten kam hierbei ums Leben. Motorradfahrer fahrt in Frauengruppe. Auf der Steinebacher Höhe zwischen Gebhardshain und Betzdorf (Westerwald) sah sich ein Motorradfahrer aus Herford plötzlich einem ihm entgegenkommenden Lastkraftwagen gegenüber, während vor ihm vier Frauen und ein Kind in einer Reihe gingen. Die Frauen müssen infolge des Lärms des Lastwagens das Signal des Motorradfahrers nicht gehört haben, so daß dieser in die Gruppe hineinfuhr. Hierbei wurden die vier Frauen zu Boden gerissen; zwei von ihnen wurden schwerverletzt ins Krankenhaus gebracht, die beiden anderen erlitten leichtere Verletzungen, ebenso der Motorradfahrer. Das Kind blieb unverletzt. Am Steuer des Kraftwagens verbrannt. — Unfall oder verbrechen. Auf der Straße von Eichardt nach Kloster Buch bei Döbeln (Sachsen) geriet die Frau eines Händlers aus Tschoppach mit ihrem Kraftwagen in den Straßengraben, angeblich infolge einer Reifenpanne. Ohne umzustürzen, fuhr der Wagen durch den Graben auf das dahinterliegende Feld und fing dann auf bisher ungeklärte Weife Feuer. Die Frau ist dabei am Steuer des Wagens völlig verbrannt. Der Ehemann, der erst feit einem halben Jahre verheiratet war, konnte sich retten. Er hat außer einer Rauchvergiftung nur leichte Verletzungen erlitten. Die Mordkommission aus Leipzig, die an den Unfallort gerufen wurde, ist sich noch nicht völlig klar, ob Unfall oder Verbrechen vorliegt. Die Frau hatte den Führerschein erst seit 14 Tagen. Kesselexplosion in einer französischen Brauerei fordert drei Todesopfer. In einer Bierbrauerei in Carignan bei Sedan explodierte ein Kessel. Unter dem ungeheuren Druck stürzte das Kesselhaus ein. Zwei Arbeiter, die auf dem Dach des Hauses beschäftigt waren und der Heizer, der sich unmittelbar neben dem Kessel befand, wurden auf der Stelle getötet. Der Brauereibesitzer wurde mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert. Die Zahl der Token von Perpignan auf 15 gestiegen. Im Krankenhaus von Perpignan sind in der vergangenen Nacht weitere sieben Personen, darunter mehrere Kinder, die sich beim Brande des Wanderkinos verletzt hatten, ihren Wunden erlegen. Somit ist die Zahl der Toten auf 15 gestiegen. Der Stadtrat von Perpignan hat beschlossen, auf Kosten der Stadt die Verunglückten zu Grabe tragen zu lassen. Große holzdiebskähle in den Wiesbadener Wäldern. Seit Frühjahr d. I. wurden in den Wiesbadener Wäldern von Born, Watzhahn, Breithardt und Hahn Holzdieb stähle in der Weife ausgeführt, daß Eichen- und Fichtenbäume mit Säae und Beil gefällt wurden. Als Diebe wurden durch die Wiesbadener Kriminalpolizei und Gendarmerie zwölf Personen ermittelt, die sich von den zuständigen Bürgermeistern Holzsammelscheine hatten ausstellen lassen. Dadurch war es ihnen möglich, ungehindert mit ihren Werkzeugen den Wald zu betreten. In einem Waldstück wurden bis zu 100 Eichbäume gefällt. Das Holz ist mittels Lastwagen nach Wies- 8000 Mart zu 7,50 v. H. Zinsen, rückzahlbar 1930 und 1931, zu bewilligen. Ein Darlehen von 15 000 Mark sei nicht tragbar erschienen, da man befürchten mußte, daß die Revisionsgesellschaft diese Höhe beanstanden würde. Magnus habe aber dem Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Norag, Blank, an- heimgestellt, Stapelfeldt noch einen Vorschuß zu geben, der aber bis Ende des Jahres 1929 zurückgezahlt werden müßte. Magnus soll durch die Bewilligung des Vorschusses die vorgeschriebene Darlehenshöhe überschritten haben. Der Vorschuß wird von der Staatsanwaltschaft als eine Verschleierung der tatsächlichen Darlehenshöhe angesehen. Dr. Magnus erklärt, seiner Auffassung nach sei Stapelfeldt sicher gewesen, da er ja ein Jahresgehalt von 30000 Mark b e - Der Vorsteher des schweizerischen Dolkswirtschafts- departements, Bundesrat S ch u l t h e ß, hat die Absicht, im nächsten Frühjahr aus Gesundheitsrücksichten zurückzutreten. Vorher will er jedoch die Durchführung seines wirtschaftspolitischen Programms in die Wege leiten. 3 o g e n habe. Der Vorsitzende ging dann auf verschiedene Auslandsreisen ein, die Dr. Magnus gemeinsam mit Vorstandsmitgliedern der Norag unternommen hatte und bei denen die Reise- kosten auch für die mitreisenden Ehefrauen liquidiert worden waren. Es handelt sich dabei um eine Reife nach Kopenhagen zum Besuch der dortigen Sendegesellschaft. Dr. Magnus bestreitet nachdrücklich, für seine Frau liquidiert zu nminifterfr.!. und Rumänien: ausdiMi/Ä. sie U dou 1 btbrtbi fällt nba Mechchmkm mgarisch-Mr »ftioer unb I ungarischer qnfym W .oAxonah'ii mywontf M chütze, ritten fr ichW biefes $rin) in Mio* l >i MW lle üb« V\d’. Südsiami er Sloooti' letDolI! M * iq von ArA gebietlich! tqüeber oeN tze der London stimmungen o am Sanislo? idfungen Seiten i) Die Lchs t in W . M '* ZrenSS chen emanh; lebenden^ er tüM iben. ö°: ti Tagen ihr ere 5 seien,, rden ete«^ Vertriebes slichen W. «X b - Tagen - A iesen W spart oo iÄ chlvabent j lbr‘y 6(r A; n-b-Ä HÄ SS nationale Solidarität kein leeres Wort. Ein schwedischer Beobachter berichtet aus Deutschland. Stockholm, 7. Dez. (DNB.) Das Abendblatt J Y a Dagligt Allehanda" veröffentlicht crxn Bericht seines Außenpolitikers Ivar Oehman, di in Deutschland weilt. Er beschäftigt sich mit den kvitschaftlichen Leistungen der nationalsozialistischen RDierung und kommt zu dem Ergebnis, daß in bher Hinsicht erstaunliche Erfolge erzielt nr.bcn seien.Der beste Beweis fei der große Rück- gcig der Arbeitslosigkeit. Diese Tat sei um so be- bdtfamer, als Deutschland sie aus eigener Ria ft vollbracht habe. Alle Gerüchte über Panik- ftumung auf dem Markt und Schwierigkeiten in bi Lebensmittelversorgung seien unwahr oder fiti mindesten st a r k übertrieben. Die natio- m,sozialistische Regierung besitze vor allen Dingen ei große und unschätzbare Eigenschaft: Das f o - Kl le Pathos. Sie betrachte den Arbeitslosen «lü leidenden Mitmenschen, und werde rti müde, ihm zu helfen. Nationale Soli- Writät sei kein leeres Wort; alle seien liench darin einig, daß die Volksgemeinschaft den 81-sienkampf ablöfen müsse. Sie werde durchaus '1t Lebensbedingung des neuen knutsch land betrachtet. Darum werde auch viel uni willig geopfert. Dieses Gefühl habe ungemein IW!,zur Ueberwindung der Krise beigetragen. Für ;h!t-r und seine Männer sei es eine Quelle von Ilchoätzbarer Kraft gewesen. Grenellugen r l i n , 7. Dez. (DNB.) In einzelnen Sius- 1!anLeitungen wird ein angebliches Testament 'Jt: erschossenen Gruppenführers c Sm st zur Entstehung des Reichstags- l'i ndes veröffentlicht. Es handelt sich bei diesen angeblichen Dokument um einen aus ge< iriechten Schwindel, wie er uns im allge- rner3en aus der Emigrantenpresse sattsam bekannt tftSs bleibt nur bedauerlich, daß auch ernsthafte c hündische Zeitungen dieses Machwerk ihren i &|rn ohne jeden Vorbehalt vorsetzen können, ob- ido sie eigentlich wissen müßten, daß ähnliche , Ä^'umente" schon oft in der Emigrantenpresse l '«rissentlicht worden sind, von denen sich dann l ausgestellt hat, daß sie e r f u n b e n waren. Auch in iriefem Fall hanbelt es sich um eine Fäl - s -h> n g g r ö b st e r Art, bie sich in ben Augen mhbfangener Leser von selbst richtet. Ls Muster einer Greuellüge kann weiter eine 3 M ung in ber „S a a r - V o l k s st i m m e" gel- i fei, B bie behauptet, baß an bie Frau des vor f Imin von seinem Amt als Oberbürger- nmrilft e r zurückgetretenen Rechtsan. böiHs D r. Rebitzki in Breslau von dem iJllfftjen Regierungspräsidenten ein Schreiben ge- rjht-it worden sei mit der Anschrift: „Frau M:om e Rebitzk i", in dem gleichzeitig mitge- tse-twurde, daß die Beisetzung ihres Man- n i isi nicht in Breslau stattfinden dürfe. Erst durch d He Mitteilung habe Frau Rebitzki von dem *511'2" ihres Mannes erfahren. Mit dieser Mel- btüi unterstellt die „Saar-Volksstimme", daß der ® feere Oberbürgermeister von Breslau e r m o r - d e! worden fei. Demgegenüber teilt der „Er- 16 hä) e t e" von feinem Berliner W o h N- oi rl :i u s mit, daß er s i ch bei bestem Wohl- fitir befinde. Er gab dabei feinem Abscheu über bife mns Verbrecherische grenzenden Methoden der (Siricrantenpreffe Ausdruck. Stiel dem Berliner Rundfunkprozeß. 57W. Berlin, 7. Dez. Im Rundfunkprozeß wiluib der sogenannte Fall „Stapelfeldt" erörtert. 2 je Üi'.nklagebehörde wirft Dr. Magnus vor, er HM iim Jahre 1929 unberechtigterweise dem Vor- ftcU.-mitgiieb ber Norbischen Runbfunk AG. (9taqg) in Hamburg, Stapelfeldt, ein Dar- lciskm von 15 000 Mark zum Zwecke eines H A nkaufs bewilligt. Dr. Magnus erklärte dazu, b^nn Einvernehmen mit D r. Bredow o^l'ssen worden sei, Stapelfeldt ein Darlehen von Der Präsident des Derwaltungsrats der Reichsbahn, Karl Friedrich v. Siemens, dessen dreijährige Amtszeit adläust, hat die Reichsregie- rung gebeten, von seiner Wiederberufung Abstand zu nehmen. Der Reichsverkehrsminister hat Herrn v. Siemens für die Führung der Präsidentschaft, die er seit Errichtung der Deutschen Reichsbahngesellschaft 1924 innegehabt hat, den Dank und die Anerkennung der deutschen Reichsregierung ausgesprochen. Weiter scheiden aus tem Verwaltungsrat aus: Oberpräsident a. D. v o n Batocki, der frühere Handelskammerpräsident Dr. Grund (Breslau), Staatssekretär a. D. Dr.-Jng. Gutbrod, Mnisterialdirektor a. D. Schulze, Staatssekretär a. D. Stieler und Konsul R e i • n e r. Die Reichsregierung hat an deren Stelle er- Neue Wendung im Kall Lindbergh. — Geständnis des wirklichen Mörders? Im Fall Lindbergh ist eine neue überraschende Wendung eingetreten. Danach soll ein früherer Sträfling, namens Robert Wildy, auf dem Sterbebett gestanden haben, Lindberghs Kind entführt und getötet zu haben. In dem Geständnis, das in Anwesenheit von Zeugen niedergeschrieben und von diesen durch ihre Unterschrift bestätigt worden sei, habe Wildy erklärt, das Verbrechen fei ein „Racheakt an den Reichen" gewesen. Er habe das Kind nicht töten wollen. Das Kind habe aber geschrien, und er habe ihm deshalb zwei Schläge versetzt. Nach ber Tat habe er sich nach bem Westen ber Union begeben, ohne sich um das ausgesetzte Lösegeld zu bemühen. haften Bedauern sich gezwungen gesehen, auf ihre Beteiligung an ber Brüsseler Ausstellung zu verzichten. haben geschafft, hier zerkleinert unb zum größten Teil verkauft worben. Die Diebe werben sich bem- nächst vor bem Richter zu verantworten haben. 21 Lebensmittelgeschäfte in VerlinDilmersdorf ! geschlossen. , Bei einer von der Preisüberwachungsstelle des Berlmer Polizeipräsidiums im Bezirk Wilmersdorf ' vorgenommenen Kontrolle der Lebens- mittelgefchäfte wurden in einer ganzen Reihe von Fällen Ueberfchreitungen der Kar- toffelp reise festgestellt. Außerdem hatten zahl- reiche Geschäftsinhaber trotz der mehrfach ergangenen öffentlichen Hinweise auf die Notwendigkeit von Preisauszeichnungen Preisschilder und Preisver- aeidjniffe nicht angebracht. Wegen dieser Zuwider- Handlungen sind 21 Lebensmittelgeschäfte im Bezirk Wilmersdorf vom Polizeipräsidenten vorübergehend geschlossen worden. Vollstreckles Todesurteil. In Königsberg (Preußen) ist der am 20. Mai 1893 geborene Karl Struve hingerichtet worden. Struve war von dem Schwurgericht in Königsberg wegen Ermordung der 80jähvigen Witwe Jo- Hanna Duve zum Tode und zum Verlust der bürger- lichen Ehrenrechte verurteilt worden. Der preußische Ministerpräsident hat von seinem Begnadigungsrecht keinen Gebrauch gemacht, weil wegen ber Scheußlichkeit der Tat, die nur der Erlangung von Geld und Wersiachen diente und gegen die Mutter eines langjährigen Bekannten des Struve verübt wurde, die Vollziehung der Todesstrafe an dem bereits 12mal vorbestraften Verbrecher erforderlich war. Eine feurige Kugel am Himmel. Zeugen eines seltenen Naturwunders waren an einem der letzten Abende die Einwohner von Nangis bei Provins südöstlich von Paris. In geringer Höhe bemerkte man am Himmel eine feurige Kugel, die sekundenlang einen Feuerregen ausftreute. Eine weithin hörbare Explosion begleitete dieses seltene meteorologische Ereignis. Großer Golddiebstahl auf einem amerikanischen Ueberseedampfer. Aus dem Geldschrank des Zahlmeisters des amerikanischen Dampfers „President Harding" wurden bei Nacht 4 5 5 3 Golddollar g e st o h l e n. Wahrscheinlich hatten es die Diebe auf die große Golbladung von 60 000 Dollar abgesehen, die der Dampfer nach Europa bringt. Die große Gold- fenbung befanb sich jeboch nicht in bem Gelbschrank, fonbern war zufällig in einem Poststahlschrank untergebracht, ba ber Zahlmeister zur Zeit bes Eintreffens ber Senbung abroefenb war. Der Dampfer ist unterwegs nach Hamburg. Die Sozialarbeit im VSDFV. (Stahlhelm). Die Landessozialwarte des NSDFB. (Stahlhelm) hatte im Bundesamt eine Arbeitstagung. Der Bundeshauptmann und Stellvertreter des Bundesführers Bock nahm an ihr teil. Auch der Bundesführer, Reichsminister Seldte, nahm Gelegenheit, zu den Kameraden au sprechen, wobei er betonte, welch' hohes Interesse er als Sozialminister gerade an der sozialen Arbeit des Bundes habe. Der Leiter der Sozialabteilung des Bundes, Kam. Buck, umriß dann die Punkte, auf die es bei ber sozialen Tätigkeit vor allem ankomme. Aufgabe bes Bunbes fei Pflege ber folbatifchen Trabition unb der Kameradschaft. Zur Kameradschaftspflege gehöre heute in erster Linie die Fürsorge für die erwerbslosen und bedürftigen Kameraden, für 'bie kriegsbeischädigten Kameraden, für bie Verletzten unb für bie Hinterbliebenen ber Gefallenen im nationalen Kamps um die Mitarbeit in bem großen sozialen Win - terhilfswerk ber Nation. Zur Erfüllung biefer Aufgaben ergäben sich in ber Arbeitsbeschaffung immer roieber Erfolge bei richtiger Ausnutzung ber vorhanbenen Möglichkeiten, ebenso fei bie Sonber- aktion zugunsten' alter Kämpfer immer noch in Kraft unb könne entsprechend angewanbt werben. Die Versorgung ber Kämpfer unb Hinterbliebenen ber nationalen Bewegung müsse mehr als bisher in Anspruch genommen werben, ebenso könnte oft bie Stiftung für Opfer ber Arbeit herangezogen werden. Au chin der Betreuung der Veteranen und Kleinrentner sei ein weites Arbeitsfeld für die Sozialwarte gegeben, zumal bann, wenn sie eng mit bem Winterhilfswerk zufammenwirkten. Schließlich ließe ich durch richtige Auswertung des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit oft bie eine ober anbere Härte beseitigen. Grunbbebingung für er- olgreiches Arbeiten fei stänbiges persönliches Bemühen der mit den Aemtern Betrauten. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übrigen Tsil: Ernst Vlumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- unb Steinbruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Psi Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr< Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gültig. W w J «ft 1 Wm’I' ktirun« WsÄ bal3 Weit d? • «Hy hei iei St y’Ah,il )cs Attentats |f £ Aktion ber $ n Uchte, sei fl!, ronsmug. $r • R Ueb(tl= Gebieten, oui > sichte. ttnqa; le'nem chosi zu leben. Europa s o vleleamLebenver zweifelnde Menschen gebe; sie seien zum Teil Opfer des Leltkrieges, zum Teil Opfer der Aenderung der Grenzlinien durch die Friedensverträge und schließ- id) Opfer der Arbeitslosigkeit. Südslawien verdiene Teilnahme wegen des grausigen Schlages, den cs Eten habe, aber seine Regierung habe durch ihr iorgehen gegen ungarische Einwohner schon viel etan, um sich diese Teilnahme zu ver- ch e r z e n. Der Beschluß, die ganze ungarische Be- Zlkerung aus Südslawien zu vertreiben, zeuge Dn Blindheit gegenüber der europäischen öffent-- chen Meinung, es fei ein Glück, daß er rückgängig gemacht worden fei. pariser Besorgnisse. Paris, 8. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Die Pariser Mrgenpresse gibt den Verlauf der Genfer Rats- $ung am Freitag ausführlich wieder. Pertinax Mtifiert die Haltung des französischen Außenrnini- r?rs Laval, dessen Derrnittlunasversuche angeblich im weit gingen. Frankreich laufe Gefahr, dabei j:e Freundschaft der Kleinen Entente / |iu verlieren. „Journal" begrüßt es, daß der r-starische Vertreter die Reoifionsfrage aifgeroorfen habe. Gerade die Dertragsrevision ge- !iFe nämlich zu den Fragen, die niemals ange- anitten werden könnten, ohne sofort einen Zu- Mmenschluß der Mächte auszulösen, die an der bifrechterhaltung der Ordnung interessiert seien. JRatin" bedauert, daß der ungarische Vertreter sich i so scharfer Form an die Länder der Steinen Entente wandte und von einem ^iopaganda-Manöver gegen Ungarn gesprochen (i>e. Erst durch die Ausführungen Eckarts habe h bie Lage zugespitzt. nannt: Staatssekretär des Reichsverkehrsministeriums Koeniigs, Konteradmiral a. D. La Hs, Staatssekretär des Reichspostministeriums Dr.Ohne- forge, Stabsamtsführer beim Reichsbauernführer Dr. Hermann Rei fehle, Mimsterialdirektor im Reichsverkehrsministerium Vogel, Kapitänleutnant a. D. Steinbrinck und Stabschef bei dem Ver- binbungsftab her NSDAP. Herbert Stenger. Zusammenarbeit von Winterhilfswerk und Innerer Mission. Zwischen bem Reichsbeauftragten für bas Winterhilfswerk Pa. H i l g e n f e l b t einerseits unb ben Verbänben Der freien Wohlfahrtspflege anberer- feits ist folgenbe Vereinbarung getroffen worden: „Die örtlichen Organisationen der Inneren Mission, der Caritas und des Deutschen Roten Kreuzes sind berechtigt, auch während der Dauer des Winterhilfswerks 1934/35 ihre Dereinsbeiträge in der bisher üblichen Form einzuziehen, damit die Organisationen in der Lage sind, ihre Arbeit auch im Winter durchzuführen. Unbeschadet der reichsgesetzlichen Regelung des Sammelwesens verpflich- ten sich jedoch Die unterzeichneten Spitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege im Interesse bes Winterhilfswerks von öffentlichen Sammlungen von Haus zu Haus ober durch öffentliche Aufrufe in ben Tageszeitungen ober durch Versendung von Bittbriefen ober in sonstiger Form außerhalb bes Rahmens des Win- terhilfswerkes a b z u f e h e n. Lediglich den Einrichtungen ber aefchloffenen unb halb- offenen Fürsorge ist es, wie im Vorjahre, gestattet, in ber Zeit vom 5. bis einschl. 11. Dezember 1934 Bittbriefe an bie ihnen nahestehenben Kreise zu versenben. Der Ver- sanb von Bittbriefen als Beilage zu ben Tageszeitungen ist untersagt. Um ber Einheitlichkeit bes Winterhilfswerkes willen ftnb bie Vertreter ber kirchlichen Wohlfahrtspflege unb des Deutschen Roten Kreuzes sowohl bei der Aufbringung der Mittel zum Winterhilfswerk heranzuziehen, als auch bei der Verteilung von Spende n im Rahmen des Winterhilfswerkes zu beteiligen. Insbesondere sollen Vertreter dieser Vereinigungen Gaben des Winterhilfswerkes a n d i e bisher von ihnen betreuten Hilfsbedürftigen übermitteln. Oie Wahlen in der Sowjetunion. Moskau, 8. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Nach Angabe des Zentral-Wahlausfchusfes lagen bis zum Freitag die Ergebnisse aus 68 vom Hundert der Gesamtzahl der Landgemeinden vor. Die Wahlbeteiligung betrug 83 v. H. gegenüber 70,5 v. H. bei ber vorigen Wahl. Gewählt würben 889 702 Vertreter, bavon über 26 v. H. Frauen. Von ben Gewählten gehören 18,8 v. H. ber Kommuni st ischen Partei Sowjetruß- lanbs an. Weiter liegen bie Ergebnisse aus 214 Städten und Arbeitersiedlungen vor. Dort betrug die Wahlbeteiligung fast 90 v. H. gegenüber 76,6 v. H. bei den letzten Wahlen. 21 499 Abgeordnete wurden gewählt, davon f a st 31 v. H. Frauen. Don den gewählten gehören 39,4 v. H. der Kommuni st ischen Partei an. Kleine politische Nachrichten. Die Reichsleitung des Arbeitsdienstes teilt mit, daß vor dem 1. April 1935 N e u e i n st e l l u n g e n in den Arbeitsdienst nicht möglich sind, da alle Stellen besetzt sind. Da die Transferierung der für die deutsche Beteiligung an der Brüsseler Weltausstellung notwendigen Markbeträge in belgische Währung Schwierigkeiten bereitet hat, hat die deutsche Regierung vor einigen Wochen bie Bauarbeiten ber deutschen Abteilung aussetzen lassen. Da die Schwierigkeiten nicht überwunden werden konnten, hat die deutsche Regierung zu ihrem leb- | Empfehlungen] | (Ule nehmen HS 6, In diesem Hause LEDERWAREN praktische Geschenke find.Sie eine reiche Auswahl in Berthold Kühne EWeim-MWiM 7211 D <5rnsf [Stellengesuche] 9. unt. 05811 0. Gieß. Anz. 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Mädel betreffend vom 17. Juni 1902. Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, Hunde zum Anspannen und zum Ziehen nur Erlaubnis der Ortspolizeibehörde des Wohmu Besitzers benutzt werden dürfen. Der von oe ) hierüber auszustellende Schein wird nur aus Kleines von dem Nachsuchenden auf seine zubringenden Zeugnisses des Kreisveterin erteilt. Der in dem Zeugnis genau 3B W ^en. Hund muß kräftig genug sein, um 50 kg 3“ ’ üUf, Mehr als 50 kg dürfen einem Hund n 7 ^5 geladen werden. Zur Ausstellung des o ^32C sind auch die Tierärzte berechtigt. . allf Der Erlaubnisschein ist stets mitzuführen u ' ^rfelbe Gutes Sehen das schönste Geschenk! Schenken Sie eine schöne Brille Sie können diese dann später g gegen eine genau angepaßte 5 bereitwilligst Umtauschen bei ÖptikerBiedenkopf Kassen-Lieierant, Schulstraße 5. Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Alsfeld. Betr.: Polizeiverordnung, das Fahren mit fl“”* Junger [7182V Bäckergeselle in ungk. 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L—,60.-andß-i e solche erbäten, i ause wirkliche Freue ilm®Wwehier )il^,£inProW •eßt. ralöheiOM fnnhmer'. Siestl ine lebendig Winckelmann-Feft der Universität Die Philosophische Fakultät, I. Abteilung, der Landesuniversität hatte für gestern nachmittag zu einem Winckelmann-Fest im Großen Hörsaal eingeladen. Der klassische Philologe Professor Dr. H e r - zog wies in einleitenden Worten darauf hin, daß mit dem heutigen Vortrage wieder der alte schöne Brauch zu einem Jahresbrauch an der Universität gemacht werden solle: um den 9. Dezember das Andenken Winckelmanns zu feiern als des Begründers der wissenschaftlichen Archäologie und des Neu- Humanismus. Man verbinde damit die Erinnerung an den ersten deutschen Archäologen, Professor Gottlieb Friedrich Welcker in Gießen, der hier das Philologische Seminar gegründet habe, und übernehme zugleich das Vermächtnis der Vereinigung der Freunde des humanistischen Gymnasiums. Der Red«ises Baumes. Vielleicht, so fällt es dir ohne Zu- äri und sichtlichen Grund ein, sollte man sich ein- nil mitten im wichtigen Lärmen des Alltags herab- Men zu einem Käfer, der unfern Weg kühn kreuzt, |Ui einem Grashalm, der einen Tautropfen verliebt ch-mkelt, zu einem Kiesel, der eitel in den Far- le-i schillert, die wir die Regenbogenfarben nennen. !Ü:m sollte einmal einen Baum im Regen betrachte. vielleicht in einer Stunde, die sonnensehnsüch- lic ist, in einer Ferienstunde, die sich keinen Regen »imscht, weil es nun einmal Wahnwitz des Städters ft in den Ferien den Regen zu hassen. Oaft du schon einmal einen Baumwipfel im leist Regen betrachtet? Wie merkwürdig es doch er» M, wenn da und dort in seiner Laubkrone ein til-itt auszuckt, vom Tropfen getroffen. Wie sich die vdittflächen verlagern und besorgt drehen, daß die hgennäjfe ablaufen kann und keine Astbruchgefahr Mteht. )u erstaunst über dein Studium am Kleinen und >e-kst an die vielen Bäume, die vor all den Fen- it n standen, durch die du schon blicken durftest, beider Baum, wirst du sagen, ich liebe deinen Kipfel, ob er erwartungsvoll knospig, im weißblü- l^ben Rausch, grünbelaubt ober kunterbunt in den iti.ben des Herbstes vor unseren Augen leise N in fit Du denkst an die Wipfel, unter denen du te< ersten verliebten Worte flüstertest, als die Toch- rr'des Försters dir den ersten duftenden Nußbaum fete. Seitdem find viele Jahre vergangen und du ffi alt geworden. Du blicktest in viele Baumwipfel :o den Fenstern und dachtest nichts besonderes litet Du meintest, daß es wichtigere Dinge gibt, c!s vor einem Baum zu träumen, der geradewegs in unserer Nase die Aussicht verstellt. 2i'U hast vielleicht den Krieg und weite Fernen it'ckt und die Länder der Erde bereist als ein klu- cciunb erfahrener Mann, du hast Meere befahren !e Schweinen ■erkelaufzucht Rauch über dem Hafenbecken und ließ auf die Anwesenheit von allerlei Schiffen schließen, wenngleich wir zuerst wohl glaubten, es würden Kohlenoorräte in Brand gesteckt, ähnlich, wie damals vor Papetee. Wir standen vielleicht schon zu nah, um Dreibeinmasten zu erkennen, wie die britischen Schlachtkreuzer sie führen. Um die Fahrbereitschaft der Schiffe nicht vorzeitig zu gefährden, rief Graf Spee uns zurück und führte den Verband mit höchster Fahrt auf östlichen Kurs weg von den Falkland-Jnfeln. Ein unerwartet starker Gegner nahm die Verfolgung auf, und um die Mittagszeit wußten wir, daß es galt, Abschied zu nehmen von dieser Welt. Ein ungleicher Kampf begann, denn der Brite war vierfach überlegen. Es standen einander gegenüber, auf englischer Seite: zwei Schlachtkreuzer, drei Panzerkreuzer, ein kleiner Kreuzer mit zusammen 76 000 Tonnen Wasserverdrängung und 5 600 Mann Besatzung, auf deutscher Seite: Zwei Panzerkreuzer und drei kleine Kreuzer, von denen aber die „Dresden" schon frühzeitig entlassen wurde, so daß an dem Kampf nur vier deutsche Schiffe mit 30 000 Tonnen Wasserverdrängung und 2150 Mann Besatzung teilnahmen. A r t i l l e r i - stisch sah das Bild folgendermaßen aus: auf deutscher Seite 16 zu 21 Zentimeter, 12 zu 15 Zentimeter und 30 zu 10,5 Zentimeter, auf englischer: 16 zu 30,5 Zentimeter, 4 zu 19 Zentimeter, 36 zu 15,2 Zentimeter und 42 zu 10,2 Zentimeter. Viel entscheidender als die größere Geschützzahl mußte sich das durchweg schwerere Kaliber erweisen. Ein weiterer Vorteil für die Engländer war ihre stärkere Panzerung und ihre größere Geschwindigkeit. Sieg war unmöglich, es galt in Ehren zu sterben. Kurz vor 1 Uhr eröffnete „Inflexible" auf 16 Kilometer das Feuer. Die deutschen Geschütze konn- °e951 Hochschulnachrichten. Professor Dr. Karl Friedrich Bonhoefser, Ordinarius an der Universität Frankfurt, ist ab 1. November zum ordentlichen Professor für physikalische Chemie an der Universität Leipzig ernannt worden. Professor Dr. Arthur Wegner, Ordinarius für Strafrecht, Völkerrecht und Rechtsphilosophie an der Universität Breslau, hat einen Ruf als o. Professor für Strafrecht an der Universität Halle angenommen. Dr. Hans Bernhard von Grünberg ist zum ordentlichen Professor in der Rechts- und Staatswissenschaftlichen Fakultät der Universität K ö« n i g 5 b e r g ernannt worden. Dr. Arnold Gehlen, Privatdozent für Philosophie an der Universität Leipzig, ist zum Ordinarius ernannt worden. Die Preußische Akademie der Wissenschaften in Berlin hat den o. Professor Dr. A. E. T a d • l o r von der Universität Edinburgh, den o. Professor Dr. Heinrich Rickert von der Universität Heidelberg und den o. Professor Dr. Martin Grabmann von der Universität München zu korrespondierenden Mitgliedern der Philosophisch-Historischen Klasse gewählt. Links hinter Mackensen die Gattin des Feldmarschalls — hinter ihm Reichsaußenminister Freiherr von Neurath — hinter diesem links Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg, rechts der Ches der Heeresleitung General der Artillerie Freiherr von Fritsch. Brahms-Anekdoten. Als Brahms in Berlin in einem Konzert seine beiden Klavierkonzerte dirigierte, wurde er sehr gefeiert. Wie wenig dieser Ruhm aber seiner natürlichen Bescheidenheit schaden konnte, beweist ein kleiner Vorfall, bei einem damals von Joachim gegebenen Diner. In wenigen gut gewählten Worten schickte sich der Gastgeber an, auf das Wohl des „größten Komponisten" zu trinken, aber ehe er den Namen noch aussprechen konnte, sprang Brahms auf, ergriff sein Glas und rief: „Ganz recht! Auf Mozart wollen wir trinken!' Dann ging er um den Tisch herum, um mit allen anzustoßen. Damit war die Situation gerettet. In seiner Art, König und Fürsten wie seine anderen Mitmenschen zu behandeln, glich Brahms Beethoven. Er konnte mit ihnen vertraut sein, weil er sich stets seine Unabhängigkeit bewahrt hatte. Bei einem Fest in Meiningen wohnte er im Schloß und machte schon morgens um ^echs Uhr feinen Spaziergang. Um acht Uhr klopfte der Herzog bei ihm an und fragte, ob er einen schönen Spaziergang gemacht hätte. „Ja, Hoheit", antwortete Brahms, „ich habe eine kleine Wanderung durch die drei benachbarten Herzogtümer gemacht/ Baum vor dem Fenster. Von Hans Pflug. EDu wirst mit einem Mal darüber nachdenken, ob b * kleinen Dinge wirklich kleiner als die großen ftib. Vielleicht, wenn du einmal am Fenster eines Zimmers sitzt, das dich nicht mehr berührt als du f* von einem Raum erhoffen darfst, der einem llvrübergehenden Unterkunft bietet. An einem Tag, k“, außerhalb des gewohnten Wirkungskreises, iqzvoller anrührt als ein anderer. Und wenn dieser b.g ein Regentag ist, wird dich vielleicht diese ^gung, deren Gesetzmäßigkeit dir zum mindesten Wieder läuft ein Schiff vom Stapel, dessen Ölame das hohe Lied deutschen Heldenmutes erklingen läßt aus der Schlacht bei den Falklandinseln. Trutzig und treu ihrem Eid kämpften auf fernem Meer und starben den Tod fürs Vaterland Admiral Gras Spee und 2000 der Besten von uns. Und die „N ü r n b e r g" war » auch dabei. Wie kam es zu dieser Schlacht? In O st a s i e n wachte unser Kreuzergeschwader * Über deutsche Interessen. Tsingtau, die schnell iufblühende Kolonie, war ihm Stützpunkt und nneite Heimat. Friedliche Aufgaben , führten ten auf diese Entfernung nicht erwidern. Die kleinen Kreuzer erhielten den Befehl: „Entlassen, versuchen Sie zu entkommen"; der Admiral mit den beiden Panzerkreuzern legte sich quer vor die Anmarschrichtung des Gegners, um diesen aufzuhalten. Die Entfernung verringerte sich schnell, es entwickelte sich ein laufendes Gefecht. Nun konnten auch die deutschen Geschütze das Feuer erwidern. Sie erzielten zahlreiche Treffer, veranlaßten sogar zeitweise den so stark überlegenen Gegner Die Entfernung wieder zu vergrößern, es gelang ihnen aber nicht, mit ihren dafür zu schwachen Kalibern dessen Gefechtskraft wesentlich herabzusetzen. Allmählich mehrten sich die Treffer auf den deutschen Panzerkreuzern. Zuerst einzelne, dann immer mehr der deutschen Geschütze wurden außer Gefechr gesetzt, zahlreiche Unterwassertreffer traten ein. Gegen 4 Uhr brach die schon hart mitgenommene „Scharnhor ft" zum Torpedoangriff gegen die feindlichen Schlachtkreuzer vor, um der „G n eise n a u" Luft zu schaffen, aber deren Geschwindigkeit war durch eine Reihe von Treffern schon soweit herabgesetzt, daß ein durchgreifender Erfolg ausblieb. 4.15 Uhr feuerte „Scharnhorst" den letzten Schuß aus dem vordem Turm, der nur noch wenige Meter über Wasser lag, 4.17 Uhr ging sie mit wehenden Flaggen und laufenden Maschinen den Bug voran auf den Grund, mit ihr der Admiral und 764 deutsche Männer. Das einzige, das von der „Scharnhorst" geblieben ist, ist eine Kriegsflagge, die im Januar 1915 in einer Kar- tuschbüchse, an die sich ein deutscher Matrose gebunden hatte, an der Küste von Südbrasilien antrieb. Um 5.20 Uhr war die gesamte Munition der „G n e i s e n a u" verschossen. 4xk Stunden trommelten erst ein, bann zwei Schlachtkreuzer auf ihr herum, und sie schwamm immer noch. Däner erinnerte dann an den Kampf gegen die beabsichtigten Reformen der alten Regierung auf dem Gebiete der humanistischen Bildung und an die Tatsache, daß der Führer Adolf Hitler ein Freund der griechischen Kunst sei, der den Wert des Humanismus für die nationale Erziehung immer betont habe. Nach einem Hinweis auf die rassische Verwandtschaft zwischen Griechen und Römern und unserem eigenen Volk erteilte Professor Herzog dem Privatdozenten Dr. Walter Schuchardt, der von Frankfurt hierher berufen wurde, das verwaiste Fach der Archäologie zu verwalten, das Wort zu seiner F e st r e d e in Gestalt einer Antrittsvorlesung über das Thema „Epochen der griechischen P l a st i k". Ausgehend von der vor gerade hundert Jahren erschienenen Schrift von Thiersch über das gleiche Thema besprach der Vortragende zunächst die vom 18. zum 19. Jahrhundert sich grundlegend wandelnde Betrachtungsweise und Auffassung der Antike: Winckelmanns Gesamtvorstellung des Begriffs wird im 19. Jahrhundert aufgelöst und eine exakte historische Forlchungsmethode herausgearbeitet. Winckelmanns Material war allerdings wesentlich begrenzter und vorwiegend auf Zufallsfunde beschränkt; die Plastik bildete für ihn den Hauptgegenstand. Seine berühmten Formulierungen („edle Einfalt und stille Größe") hatten einen aktuellen Sinn und waren als Programm für die eigene Zeit gedacht. Der Vortragende versuchte dann, im bewußten Gegensatz zu der Formulierung von Thiersch, an Hand des gegebenen Materials zu einem Gesamtbilde vorzudringen, wobei weniger die eigentlichen Blütezeiten als die Wendepunkte und Uebergänge betrachtet wurden; es wurde der sehr ausgeprägte Rhythmus einer geistigen Entwicklung betont, die übrigens ihre Parallelen in der historisch-politischen Entwicklung gefunden habe, und das Gesamtgebiet in vier große Zeiträume aufgeteilt: die archaische Epoche, die erste und die zweite Klassik, und die hellenistische Zeit. An Hand meist sehr guter Lichtbilder wurden dann in Auswahl und im großen Ueberblick, mit eingehenden und sehr geschickten Einzelanalysen der wichtigsten plastischen Denkmäler die Entwicklungslinien der griechischen Plastik aufgezeigt. Der Vortragende betonte abschließend und zusammenfassend, es sei wichtig zu begreifen, wie an jedem der nier großen Wendepunkte gleichsam eine neue Kraftquelle sich erschlossen habe, daß die Gesamtentwicklung der griechischen Plastik durch einen bestimmten Rhythmus von einzigartiger Konsequenz und Logik ausgezeichnet sei, und daß sie in ihren Gestalten eine Verbindung der beiden großen Reiche des Geistes und der Natur aufweise. — Die leider nicht besonders zahlreiche Hörerschaft folgte dem sehr klar durchdachten und gealieberten Aufbau der Festrede mit angespannter Aufmerksamkeit. chaftlichel ergeblet der il'schen Drv -eibtischlanw ihttischlampen nzimmerW iezimmerlamp? und Heizapp*' Bügeleisen irAuswahl-b I Schul hnhofstraßaä Flw As N ^charnhor st" und „G n e i s e n a u" 1914 in iae deutsche Südsee. „Leipzi g" durchquerte den stillen Ozean, um in Mexiko die „N ü r n b e r g" vozulösen, die dann vor Samoa mit den Panzer- keuzern sich vereinigen sollte. Nur „Emde n" Hiieb an Chinas Küste zurück. Unsere Blaujacken fluten sich der herrlichen Gottesnatur, aber sie toten auch fleißig Gesechtsdienst, man kann nie rissen ... 'Weltkrieg heult auf! Unsere Schiffe waren, über d.'S Weltmeer zerstreut, auf sich allein ange- Iciiefen. Im Angesicht der ungeheuren lieber« ÜUnheit unserer Gegner in Ostasien entschloß sich | bx Admiral zum Marsch quer durch den Stillen Ciean nach Südamerika, wo er mit größere Erfolgen im Handelskrieg rechnen konnte. [ „S ü r n b e r g" hatte den Anschluß an uns schon c':f der Karolineninsel Ponape ' erreicht, „D r e s- ! h n" und „Leipzi g" stießen erst Mitte Oktober nr der Osterinsel zum Geschwader. Es war für im Grafen Spee nicht leicht, aus den häufig sich I riidersprechenden Funkennachrichten ein Bild der $ -iegslage zu gewinnen, und es war für die i Satzungen nicht ganz einfach, unter den Sieges« mchrichten aus der Heimat doch selbst scheinbar von liim Feinde immer weiter sich zu entfernen. Man rollte endlich gern kämpfen dürfen! Da kommt 1 ■ Meldung: „Englische Kreuzer vor der tiilenischen Küste!" Wie ein Blitz schlägt sie uni hotnnf Lr jN 'n Wie das Gesetz es befahl! Zur Erinnerung an dieSeeschlachi bei den Falkland-Inseln am 8. Oezeniber4914 Von Fregattenkapitän a. O. Hans Pochhammer, ehemaligem Ersten Offizier des Panzerkreuzers „Gneifenau". ein! Die Augen der Leute leuchten auf, und freudig sehen sie dem Kampf entgegen. Am 1. November vor Coronel entbrennt die Schlacht im Sturm von Stärke sechs. Graf Spee führt meisterhaft und zerschmettert den hervorragend tapferen Gegner. „Nürnberg" stand weit zurück und kam nun herangebraust, um auch noch mittun zu dürfen. Rauchwolken ringsum! Freund? Feind? Auf die nächste, und „Scheinwerfer leuchten"! Der Kommandant erkennt die englische Flagge und vernichtet die sinkende „Monmouth" mit Artillerie, Rettungsversuche verhinderte auch nach britischem Bericht der schwere Seegang. Die Wirkung des Sieges zu erhöhen, ankerte der deutsche Admiral am 3. November vor Valparaiso. Ungeheuer der Jubel unserer Landsleute, ungestüm der Andrang von Männern, die sich auf unseren kampferprobten Schiffen einreihen wollten in die deutsche Front. Und durch Stadt und Land und durch die Welt eilte die Kunde: „E n d l a n d hat eine Seeschlacht verloren, und die Deutschen liegen als Sieger unversehrt hier im Hafen". Englands Ansehen in der Welt war schwer getroffen, feine Herrschaft über die Meere schien erschüttert, denn es lebte ja nur von der Zufuhr aus Ueberfee und führte auch seinen Krieg auf dem Festland nur mit Hilfe der über die Ozeane laufenden Verbindungslinien. Es mußte etwas Großes geschehen, um dieser deutschen Handelszerstörer Herr zu werden. So sandte der alte Haudegen Lord Fisher drei Schlachtkreuzer aus England uns entgegen, setzte also mit der schon im Stillen Ozean uns suchenden „Australia" vier Großkampfschiffe gegen uns an, außer etwa 20 Panzerkreuzern und Kleinen Kreuz er n. Und dazu war noch die ganze japanische Flotte zu zählen, deren Einheiten weit in die Südsee streiften, wie auch an der amerikanischen Westküste uns folgten. Mit vier Möglichkeiten mußte die britische Seekriegsleitung rechnen: Gras Spee konnte weiter im Stillen Ozean operieren und von dort vielleicht durch den Panamakanal gehen; er konnte Südafrika beunruhigen ober durch den Atlantik nach Deutschland durchzubrechen suchen. Er wählte das Letzte, wenngleich wir an die Rückkehr noch kaum zu denken wagten, denn wir führten doch Kreuzerkrieg und hofften an der Ostküste auf besonders reiche Beute. So ging das Schicksal seinen Weg! Durch Vor- ratsergänzung und Umstauen der Dampfer für die lange Fahrt um das stürmische Kap Horn wurden wir länger aufgehalten, als wir selbst es wünschten, aber die Zeit hatte für England genügt, starke Gegenmaßnahmen zu treffen. So erreichte Graf Spee die Gewässer der Falkland-Jn- s e l n gleichzeitig mit dem von Norden ihm entgegenfahrenden Admiral S t u r d e e , ohne daß der eine vom anderen etwas wußte. Der Angriff auf diese englische Flottenbasis sollte sie der erwarteten Gegenwirkung für einige Zeit unbrauchbar machen, um sich die Tätigkeit vor dem La Plata und nördlich davon zu erleichtern. Er hoffte also noch, dem Gegner zuvorzukommen und rechnete nicht mit beachtenswerten feindlichen Streitkräften in Port Stanley. Deswegen schickte er nur „Gneisenau" und „Nürnberg" zum Handstreich dorthin und folgte mit „Scharnhor st", „Dresde n" und „L e ipzig" in größerem Abstande. Der fjordartige Hafen ist dem Einblick von See her durch Hügel und Dünenketten entzogen. Als wir am Morgen des 8. Dezember bei schönem ruhigen Wetter uns von Süden näherten, lagerte und purpurnen Wein getrunken an den Hängen des Tessin. Du hast Menschen gesunden und du bist vorsichtig geworden mit der Anwendung des Wortes Glück. Du wirst lächeln über die andern, die deine Sehnsucht nie begreifen, die dich aber immer wieder daran erinnern, daß du nun alt geworden bist. Sie alle vergaßen, daß das Leben doch immer nur feinen ureroigen Krei^auf vollendet, den Kreislauf, der in der rhythmischen Wiederkehr von Tag und Nacht, vom Werden und Vergehen sichtbar und unproblematisch sich dir offenbart. Und da kam dir dieser merkwürdige Einfall, den Baum zu besehen und die Blätter zu belauschen, die immer etwas flüstern, auch in der stillsten Nacht. Du hast einen Bruder gesunden, der treu ist und Menschen entbehrlich machen kann, den Bruder Baum. Draußen.vor dem Fenster einer Stube steht er und wacht, ob du nun ferne oder daheim bist, ob du froh ober traurig oder müde bist. Die Landschaft um dich wird verschieden sein, sie wird vergebens locken und dich ihm entziehen wollen. Sie wird mit seltenem Prunk vielleicht um deine Gunst buhlen. Aber du wirst ihm treu bleiben, deinem Freund, dem Baum vor dem Fenster. Und nach einer Nacht wirst du erwachen, nach einer merkwürdigen lautlosen Nacht, die in schweren Träumen dich gefangen hielt bis in den Morgen. Und dein erster Blick wird dem Baum vor dem Fenster gelten. Und da wirst du erschreckt das gespenstige Filigran eines entlaubten Wipfels in nebeliger Frühe ragen sehen. Die lastende Nässe des Spätherbstnebels war zu schwer für das bunte Ge- laub, das dich gestern noch bewegte, wie eine innige Sehnsucht. Und zu Füßen deines Baumes wirst du, wie sorgsam gelegt, einen bunten Kranz finden, der sich breit und reich um den Stamm, als letzter Gruß des sonnigen Herbstes, gebreitet hat. Dann wirst du auf den weißen Winter warten ... ».IIHü tS?0?h.eweitk teifbeinigkeit), aus HESEMli en* Lindenplati iüäüütttI Das Weihnachtspakei. mH bas Mhrkos gewordene Schaff nW kn Ke Hände des Feindes fiel, wurde es von der eigenen Besatzung versenkt. „Drei Hurras für seine Majestät den Kaiser", „Drei Hurras auf unsre gute tapfere ,Gneisenau'", dann gingen etwa 400 Mann mit Schwimmwesten, Brettern, Hängematten und Rettungsbojen über Bord. 4 Grad Wassertempera- tur, einer nach dem andern sank ab oder erstarrte, 187 wurden von den Engländern gerettet. „D r e s d e n" entkam, „Nürnberg" war seit 5 Uhr mit dem Panzerkreuzer „Kent" im Gefecht, 6.30 Uhr sank sie. Die Kriegsflagge an der Gaffel war abgefchoss^n, alle Flaggleinen verbrannt, da hielten vier Matrosen eine kleine Bootsflagge am Stock auf dem sinkenden Schiff in die Höhe und sangen das Flaggenlied, bis der Strudel sie herabzoa. Die „Kent" war ganz nah herangekom- meni „Ich wollte, meine Leute verständen so zu sterben, wenn es einmal sein muß", rief der Erste Offizier des englischen Kreuzers. Rur zehn Mann wurden gerettet. „L e i p z i g" hatte zunächst mit gutem Erfolg die schnellere, aber artilleristisch nicht allzu stark überlegene „Glasgow" abgewehrt. Von 4.30 Uhr an war sie mit dem Panzerkreuzer „Cornwall" im Gefecht; er bekam sie nicht unter Wasser. Um 7 Uhr war die letzte deutsche Munition verschossen, die Bodenventile wurden geöffnet, die Besatzung ging über Bord. 18 Mann wurden von den Engländern ausgenommen. ■ Das war der Tag der Falkland, eine Vernichtungsschlacht, vier deutsche Schiffe gesunken, 2000 deutsche Männer auf dem Grunde der See, aber rein und fleckenlos die Ehre der deutschen Flagge! Ein tagisches Geschick, aber ein stolzes. Können wir nichts daran ändern, daß diese Schlacht geschlagen wurde, so dürfen wir stolz darauf sein, wie es geschah? Hell klingt das hohe Lied deutschen Heldentums zur See aus dem Falklandgrabe in unsere Zeit. Laßt uns am schlichten Beispiel jener uns erheben, die auf der sinkenden „Nürnberg" dem Feinde noch die zerschossene schwarzweißrote Flagge entgegenschwangen! Laßt uns wie eine Schiffsbesatzung zusammenstehen und jeden seine Pflicht erfüllen gegen Volk und Vaterland, so gut er es vermag! Dann werden wir in I Freiheit unseres Lebens wieder froh werden! Weihnachten steht vor der Tür. Es wird nur wenige Haushalte geben, in denen alle Angehörigen die Zeichen der Liebe und des Geoenkens persönlich überbringen können. Wohl in jeder Fanli- lie werden ferne Verwandte, Freunde und Bekannte mit einer Weihnachtsgabe bedacht, und hoffentlich wird dabei auch so mancher arbeitslose oder bedürftige Volksgenosse eingeschlossen. Selbstverständlich sollen die Geschenke den Tveih- nachtstisch schmücken: sie müssen also rechtzeitig dem Empfänger zugehen. Hierfür hat die Deutsche Reichspost wieder in weitestem Umfange Vorsorge getroffen; ihre Verkehrsmittel und ihr Personal sind jedem Ansturm gewachsen. Außergewöhnliche Postverbindungen auf der Bahn und auf Landwegen sind eingerichtet und die Wagen und Zustellkräfte vermehrt worden. Aber die Absender von Paketen, Postgütern und Päckchen sollten auch bedenken, daß der gesteigerte Personenverkehr vor dem Fest leicht Zugverspätungen und Anschlußverfehlungen mit sich bringt, daß Witterungsverhältnisse (plötzliche Schneefälle, Eisbildung usw.) den Verkehr, namentlich auf der Landstraße, erheblich behindern können. Darum sollten sie die Weihnachtspäckereien nicht erst in allerletzter Stunde einliefern. Die Post erleichtert übrigens den Absendern in den Orten, wo die Paketzustellwagen Schilder mit der Aufschrift „Annahme von Paketen" tragen, die Paketeinlieferung. Die Sendungen können dem Paketzusteller mitgegeben werden oder man kann beim Postamt die Abholung aus der Wohnung bestellen, und zwar durch Fernsprecher oder auch schriftlich durch eine Postkarte ohne Marke oder einen Zettel. Diese Bestellschreiben können in die Briefkasten gelegt oder den Zustellern mitgegeben werden; eine Gebühr wird hierfür nicht erhoben, sondern nur, wie bei der Mitgabe am Wagen, 10 Pf. für die Mitnahme eines Pakets. Die Sendungen sollen aber nicht nur rechtzeitig eintreffen, sie sollen auch unversehrt und richtig in die Hände des Empfängers gelangen, um die rechte Festesfreude zu bringen. Dazu ist gute Verpackung und Verschnürung nötig! Nicht mehr widerstandsfähige Pappschachteln oder gar nur schwache Papierumhüllungen sind gerade im Deihnachtsverkehr eine völlig ungeeignete Verpackung. In den Bahnpost- und Kraftwagen müssen die Pakete übereinandergestapelt, an Unterwegsorten oft in verkürzter Haltezeit ein-, aus- ober umgeladen werden, sie müssen also einem gewissen Druck gewachsen sein. Die Aufschrift muß recht haltbar angebracht werden, die Anschrift des Empfängers vollständig und deutlich fein, auch die Anschrift des Absenders muß auf jeder Sendung angegeben werden. Obenauf in jede Sendung gehört außerdem ein Doppel der Aufschrift, damit die Sendung auch ihr Ziel erreicht, wenn die äußere Aufschrift verlorengehen sollte. Wenn die Postbenutzer in dieser Weise verständnisvoll mitarbeiten, wird sich der Weihnachtsverkehr zu ihrer Zufriedenheit und zur Genugtuung der Deutschen Reichspost und jedes Postbeamten glatt und reibungslos abwickeln. Zur Erleichterung der Einlieferung nehmen die Postanstalten während des Deihnachtsver- kehrs nach Möglichkeit auch außerhalb der Schallerstunden Päckereien ohne besondere Lin- lieferungsgebühr an. Auch die Annahmeschal- , ter werden dem Bedürfnis entsprechend vermehrt. Arn 24. Dezember wird bei den Postanstalten, wie in den Vorjahren, der Dienst etwas eingeschränkt, um auch einem Teil der Postbeamten eine Weihnachtsfeier zu ermöglichen; die Postschalter werden im allgemeinen nur bis 16 Uhr offengehalten, der Telegrammannahme- und Fernsprechdienst wird aber nicht beschränkt. Die Regelung des Schalter-, Briefkastenleerungsund Zustelldienstes wird durch Schalteraushang ve- kanntgegeben. Bücherilsch. — MargotBoger: DerDom. Roman, z Seiten. Geb. 4,40 Mark. (Verlag C. Bertelsmann ■> Gütersloh. — (586) — Ein spannender Roman Bau ibes Straßburger Münsters. Wir lernen de Menschen jener Tage kennen: den Dombaumeistci hinter dem der Schatten des großen Erwin v. Steiü,' doch sichtbar wird, seine Tochter, die Brüder Bauhütte und nicht zuletzt all die Geheimnisse ein-; deutschen Dornes mit feinen Portalen, Figuren urh Türmen. Der Roman der nicht mehr unbekannt Schriftstellerin ist mit feinem künstlerischen (£nu finden geschrieben und wird jedem Leser besinnliä« Stunden schenken. — Fritz Reck-Malleczewen: Mit Ad, m i r a l S p e e. Die Ruhmestaten des Hilfskreuzer; „Barbarossa". 192 Seiten. Mit farbigem Titelbu von Max Kellerer und drei Vollbildern von Wit, Planck. In Ganzleinen gebunden mit farbig?- Schutzumschlag 3,80 Mark. Neu-Auflage. Herold Verlag R. Lr E Lenk, Stuttgart-W. — 508) — H Begeisterung wird jeder frische Zunge in diesem fesselnden Buche die Heldentaten der deutschen Blar sacken verfolgen, wie sie auf dem Hilfskreuzer „Bv barossa" gerade noch knapp vor der englische Kriegserklärung Tsingtau verlassen, um an denkwürdigen Seeschlacht bei Coronel tapfer nutz» wirken. Nach abenteuerlichen Kaperfahrten tret und quer durch den Ozean findet so mancher Dir ihnen nach hartem Kampfe gegen britische Uebt; macht bei den Falklandinseln den ehrenvollen S» mannstod. Ein Buch voll opferbereiter glühende Vaterlandsliebe. — Ri-Ra-Rutsch. Neue Sing « Bewegungs spiele nach alten und neuen Weisen herausgegebs' von Ilse Gravenhorst. Farbiger Pappband, ? Seiten mit Zeichnungen. Preis 1,20 Mark. Verla: Otto Maier, Ravensburg. —(543)— Eine Samm lung neuartiger Kreis- und Reigenspiele für ein; Drei- bis Zehnjährige. Diese Spiele sind in ZnhLi Sprache und Melodie so einfach, in der Spielweis natürlich den Worten angepaßt, in der ganzen Silin mung frisch, beschwingt und humorvoll. Es füll hauptsächlich Nachahmungsspiele aus dem Land- Handwerker-, dem Verkehrs- und Mufikerlebe« Kindliche Zeichnungen ergänzen die SpielanleitunM Kredite für Staats- und Industrie - Aufträge schnell u. vorteilhaft durch 7331V K. Walther, Wleseck 0.8., Lndwifistr.il STAUBSAUGER hixhrte Soagkraftl trag* und fohärar! reiches Zubehör! iiidmFajdiQesdiäftmahällM MAUZ*PFEIFFE STUTTGART - B O T N A Met. Linker u. Sohn Ludwigstrafee 16 Ruttershausen, Kirtorf, Lollar den 7. Dezember 1934. 7241 D Diesmal wieder Gießen (An den Bahnhöfen 20), 8. Dezember 1934. 05841 MDr.tavein GESCHENKE 7137 D | VOLZ-Auswahl macht den Besuch zur Freude 7177* PhöDii-NähniaschinenaöiiM 125 Waoflerei-Chroin-Räder m 62 3.80 5.70 2.50 6.30 6.00 Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die MUIkneterzeHe veröffentlicht Jetzt zu Weihnachten können langersehnten Wunsch erfüllen. Maschinen und Geräte. Das Ist einige Vorschläge: Die trauernden Hinterbliebenen t Familie H. Kar her V. Familie H. Erdmann Familie H. Schön Witwe Puppenwagen in reicher Kinderwagen “l! Fleisch-Hackmaschine, gut verzinnt..... Brotschneidemaschine mit runden Messern Reibemaschine für Kartoffeln, solide gebaut Haushalt-Waage mit 2 Messingschalen . . . Künstlerisches Handgewebe Decken, Stoffe, Kissen usw. 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Nikolaus zieht in Berlin ein .iw.nixtint; der Nation den Lebensweg bahnen zu Näheres aus dem reichen Inhalt des daß der wie bisher können. — Buches zu bringen, ist an dieser Stelle unmöglich, man lese selber. >en&Co. »EN er Hotel W mit ein* weil de/ ‘ift* jen 'ch. en unterschieben wollte, man könne durch Wohltaten, durch Almosen die Liebe und Treue des Arbeiters gewinnen. Es gibt wenige Stände, in denen es fo' viel idealistisch denkende Menschen gibt, wie den Arbeiterstand. Recht und Gerechtigkeit ist sein Ideal. Dazu gehört aber auch, daß die'Gemeinschaft, der er seine Kraft zur Verfügung stellt, für die er sich im Schützengraben seine Knochen zerschießen ließ, ihn trägt, daß sie sein Schicksal zu dem ihrigen macht. Und das war es, was er in der internationalen Gemeinschaft seiner Klasse zu finden hoffte: Verständnis für seine menschlichen Nöte und seelischen Kämpfe, Hilfe in materieller Not, Bewußtsein eines gemeinsam getragenen Schicksals. Wenn er >das alles i n der nationalen Gemeinschaft wieder- findet, ja, wenn er sieht, daß er hier ja noch niet besser verstanden wird, daß die Hilfe hier reichlicher fließt und sein Opfer dankbarer ausgenommen wird, dann ist kein Zweifel, wohin er sich wenden wird. Denn der Arbeiter will ja auch selbst eine Stätte, einen Altar, an dem er dienen kann. Und wo wäre dieser Altar natürlicher und selbstverständlicher als im Herzen des Vaterlandes! Es ist ja auch nicht nur das Mittragen der materiellen Not der Hungernden und Frierenden, die Sorge für die Arbeitslosen, Alken und Kranken: viel tiefer ist die seelische Not. Diese Not heißt Vereinsamung. Ihre Medizin heißt aber Gemeinschaft. Der Arbeiter will Gemeinschaft, er will sich als Glied einer starken Genossenschaft fühlen, die ihn als gleichberechtigt in ihre Reihen aufnimmt. Wer von den Wohlhabenderen hilft, soll nie so geben, wie man einen lästigen Bettler abspeist. In der echten Schicksalsgemeinschaft fragt man nicht nach der Gegenleistung, man fragt nur nach dem Bruder. Es ist so leicht, neue Gräben und Klüfte aufzureißen, denn jetzt sind die alten Wunden noch nicht verheilt, und der Körper des deutschen Volkes ist überempfindlich, wie bei einem Genesenden. So muß die nationale Solidarität der materiellen Hilfe zur Schicksalsgemeinschäft der deutschen Volksgenossen werden, unzerbrechlich und unauflöslich. „Auf Leben und To b", ja, das sagt sich leicht, und es ist doch ein Ziel, wie es schwerer und schöner nicht zu denken ist. besser brauchen als ich!" So schenkt der Räuber Moor sein Leben in der Gestalt des Preises, der auf Moors Kopf gesetzt ist, dem armen Manne, dem Leben noch etwas bedeutet, der es besser brauchen kann als der innerlich vernichtete tragische Held. * Es gibt unglückbringende, tückische Geschenke, Danaergeschenke. Sie sind das Symbol des Häßlichen in der Menschenseele, der Bosheit und Falschheit, die heuchlerisch den Vorgang der Liebesbezeugung durch eine Gabe entweiht, die unter Blumen die Viper verbirgt. Auch dies verräterische Geben reicht in alte Zeiten zurück. Selbst das Wort „Gift" heißt, wie in „Mitgift", nur: das Gegebene, und noch ist im Sprachgebrauch da und dort die Wendung „lemandem vergeben" für „ihn vergiften" erhalten * Ich wende davon den Blick zum Geschenk der Liebe, bei dem der Geber, wenn es ein echtes Geschenk der Liebe ist, sich selbst und sogar seine Verbindung zu dem Beschenkten unterordnet: bei dem er nichts will, als mit der Gabe in dem geliebten Menschen Freude erwecken. Solches Schenken beruht auf liebender Wesenserkenntnis des andern, auf dem Wissen, wo dem anderen Freude entspringt. * Seit wir wieder eine Volksgemeinschaft geworden sind und das Gefühl der völkischen Verbundenheit durch alle Deutschen geht, ist das namenlose Geschenk, bei dem sich Geber und Empfänger nicht kennen, die Beisteuer zur Winterhilfe, gleichviel ob in Geld oder Gegenständen, auch ein Geschenk der Liebe, bei dem der Schenkende nur an die Freude des andern denkt. Aber es ist auch ein Geschenk der mit dem Herzen zu erfüllenden vaterländischen Pflicht. * Unb das Schönste, das je über das Schenken gesagt ward? und zugleich das schönste Schenken nennt? Iphigenie spricht es aus: „Wie man den König an dem Uebermaß der Gaben kennt, denn ihm muß wenig scheinen, was Tausenden schon Reichtum ist, so kennt man euch, ihr Götter, an gesparten, lang und weise zubereiteten Geschenken —" Dies ist der Sinn des hohen Wortes: ein Göttergeschenk! Wir begrüßen es in unserer Torheit gewiß oft genug mit Unzufriedener Miene. Und es ist doch das Herrlichste, was einem Menschen beschieden sein kann: das gesparte, lang und weise zubereitete Geschenk! O du fröhliche... Goldateuzeii! Von Peter Purzelbaum. Der gute liebe Nikolaus. Es hatte an der Haustür geklingelt und eine tiefe Stimme gefragt, ob er hier richtig bei Rittmeisters sei. Mit langem weißen Bart, Kutte und Kapuze war dann der Nikolaus in die Stube gestapft — die Hausfrau warf einen besorgten Blick auf seine „Langschäfter" und ihren Parkettfußboden — hatte sich mit dem Aermel die Nase gewischt, die Gedichte der Kinder angehört und schließlich den Sack voll Aepfel ausgeschüttet. Nun stand er hilflos herum. Der Herr Rittmeister winkte mit dem Zaunpfahl: „Na, mein lieber Nikolaus — nun gehst du gewiß noch zu anderen Kinderchen ober in ben Himmel zu den Heben Engelein zurück ...?" Hackenknallend reckte sich der Nikolaus hoch. Sein Wattebart stand fast waagerecht: „Ick soll sofort auf Stallwache und Mist karren, Herr Rittmeister!" Der Plumpudbing brennt. Weihnachten war's, unb meine Großmutter hatte Gäste eingelaben. Erst gab es eine Suppe, bann Karpfen und Pute, nun wartete alles andachtsvoll auf ben frabitionellen Plumpudbing. Aber ber kam nicht. Großpapa trommelte bereits auf bem Tischtuch — ba, endlich tat sich die Tür auf unb ein allgemeines „Aaaah!" erscholl. „Warum bauert benn bas mit bem Plumpudbing so lange?" zischelte meine Großmutter bem Burschen ins Ohr. Unb Friebrich XXXI. ebenso zurück: „Ich konnte ben Rum nicht in Branb kriegen, Frau Oberst — aber nu is allens in bester Orbnung, ich habe Petroljum bruffjejoffen." Unser Weihnachtsbaum. Wir lagen bamals weit hinter ber Front in Reserve. Für ben Heiligen Abenb hatten wir auf bem zwar verbotenen, jedoch keineswegs ungewöhnlichen Requisitionswege einen schönen und hohen Tannenbaum besorgt und uns damit abseits ber Kompanie zu einer urgemütlichen Weihnachtsfeier vereinigt. Lichterglanz, Festtagsstimmung, Weihnachtslieber, begleitet von einer heibenmäßig verstimmten Ziehharmonika — kurz: Weihnachtsabenb im Felbe. Ging boch da zufällig unser Divisionskommanbeur vorbei und kam zu uns rein. Guckte sich um und freute sich über unfern wirklich imposanten Weih- Man schenkte in alten Zeiten etwas vom Eigenen, «im eigenen Besitz, bas mit Wesen des Gebers I kiichtränkt war und dies Wesen bem Empfangenden ! fipien sollte. Man schenkte nicht, wie wir neugekaufte 3hge, so daß Schenken heute oft nur noch heißt:: to Gegenstand für den andern bezahlen. Iber selbst wir ehren noch das Symbol des Schen- iir.5, indem wir die Gabe berühren, in die Hand t;Innen und dadurch sinnbildlich erst zu unserem Kiitz machen, ehe wir sie dem zu Beschenkenden □nigen. 3oas Wort „Geben ist seliger denn Nehmen" ist ftun spät gesagt, als der Ursinn vergessen war. Auf 'ins frühesten Stufe muß beides gleichermaßen selig prüfen sein — das Geben und Nehmen schuf ja l^chheit zwischen Schenkendem und Empfangen- lir Auch wurde Gabe mit Gegengabe, Wesen um 'Sisen getauscht. er tiefsinnige Spötter C h a m f o r t sah in seiner | ben einst geheiligten Vorgang alles Geheim- vsi's entkleidet, belachte ihn, wenn er an bie Men- Ü)n buchte, bie er als Schenkenbe kannte: „Geben j Seliger benn Nehmen! Das muß wahr fein. Die t nnerung ist, wie man sagt, bie Probe auf einen Miufj. Nun, ich habe beobachtet, baß sich ber Geber 0 viel länger unb genauer an bas Schenken er- Wt als ber anbere." * kenne Leute — zu benen selbst zu gehören ich j'nben möchte —, bie einen Oegenftanb bann oer- iü'ifen, wenn er bei einem anberen Menschen seine y immung mehr erfüllt als beim alten Besitzer. H schenkt Eonrab Ferdinanb Meyer in einem fjcien Gedicht bie Schlittschuhe — trotz aller zarten (;iiinerungen, bie für ihn an bem stählernen Paar fragen — bem Neffen, besten Herzenswunsch sie fit unter besten Füßen sie roieber in Jugenb über is)ßii5 fliegen werben. Eiies ist ein Schenken, bei bem bas Wesen bes ver- Jriften Dinges wichtiger ist als bie Beziehung Z:i chen Gebendem und Nehmendem. „Er kann es i ui 3531 7252 Ü nachtsbaum. Dann besichtigte er die Liebesgaben- pafete. Da fiel der Blick des Generals auf ein Häuflein zärtlich verschnürter und mit Tannenreis geschmückter Päckchen. „Wo ist denn der Mann, dem diese Pakete hier gehören?" fragte Exzellenz. „Im Arrest!" Die Sonne der Leutseligkeit verfinsterte sich äugen* blicklich. „So — hm, hm — warum?" Da platzte unser „Jnfanterie-Uebel" heraus: „Weil er den Tannenbaum geflaut hat." „B e i einem Wirte wundermild ..." Vater hatte zu Haus auf dem Gute so oft unb stets schmunzelnd in der Erinnerung an all die Genüsse, die er sich als junger Leutnant früher in Berlin geleistet hatte, geschwelgt, daß bie Söhne es kaum erwarten konnten, vom Vorkorps nach Lichter- felbe versetzt zu werben, um möglichst balb in Vaters Spuren zu wanbeln. Da ben väterlichen Geschichten zufolge auf ber Welt nichts über „Fritze Toepfer" ging, so stolperten also eines Abventssonntagsvormittags zwei Kabelten die sieben Stufen der Weinstube in ber Dorotheen- straße herauf, werfen einen prüfenben Blick auf bas berühmte kalte Büfett unb nahmen Platz. Mit ber Nonchalance eines Granbfeigneurs bestellte ber Aeltere: „Bringen Sie mir, bitte — ehern — eine Hummermayonnaise." „Mir auch!", echote ber Bruber. Na — auf Ehre, die Mayonnaise schmeckte benn boch besser als ber „blaue Heinrich" im Korps! Doch nun kam ber Nachgeschmack, es mußte bezahlt werben. Unter Flüstern unb Kichern puhlten bie beiden ihre Brustbeutel durch die Reihe der Waffenrockknöpfe heraus unb begannen ben Bar- bestaub nachzuprüfen. Um biefe Tageszeit war bie Weinstube noch leer. Herr Toepfer fauste also ausnahmsweise nicht, mit der Serviette unter bem Arm, herum, fonbern hielt sich, bie beiben Seiten seines langen Backenbartes streichelnb, im Hintergrund und beobachtete die angehenden Feldmarschälle. Er gab dem Kellner einen Wink: „Bolle, die Hummermayonnaise rechnen Sie dort am Tisch zu fünfzig Pfennig." — „Zahlen!" ertönte es bald darauf vom Fenster her. „Die Herren hatten gehabt — zwei Hummer* Mayonnaisen — zu fünfzig Pfennig." „Bringen Sie mir noch eine!" — „Mir auch!", schrien beide Kadetten wie aus einem Munde. Der Berliner Weihnachtsmarkt wurde mit einem feierlichen Einzüge des Weihnachtsmannes durch das Brandenburger Tor eingeleitet. Auf dem Pariser Platz wurde der Weihnachtsmann von seinem Kollegen aus Thüringen begrüßt, der zur Kennzeichnung seiner Herkunft auf feinem Gewände ein grünes Herz trug. eichte* je uur V Weltpolitischer Anschauungsunterricht. Von Or. Gustav Wolost, o. ö. Professor der Geschichte an der Universität Gießen. Der auch den Lesern des „G. A." aus vielen klufsätzen wohlbekannte Dr. Paul Rohrbach i‘gt in seinem neuen Buche * das Hauptergebnis Mer bald vierzigjährigen Tätigkeit im Dienste der butschen Weltpolitik vor. Angeborener Drang, die rieite Welt kennen zu lernen, erfüllte schon den üchüler des Mitauer Gymnasiums mit Sehnsucht :ach ben fernen ßänbern, mit benen ihn ber historische religiöse unb geographische Unterricht in listige Verbinbung brachte; bas Stubium auf ber nioerfität Berlin, wo bem jungen Theologen zu- Mch historische, wirtschaftliche, geographische unb !'sonders politische Probleme anzogen, ließ in ihm k Ueberzeugung erwachsen, daß das deutsche Volk m Lebenskampf mit den anderen großen Nationen One Erweiterung seines geistigen und materiellen Horizonts nicht b e» he hen könne, und daß es fein persönlicher Beruf i, an feinem Teile Verständnis für diese Erkenntnis und die praktischen Ausgaben zu »ecken. (Erwerbung unmittelbarer Anschauung war die ( sie Bedingung zur Erfüllung dieses Berufs: so Hrte ihn sein Weg in alle Teile der Erbe außer :uftralien. In der Regel ging er allein, mitunter t'ch in Gemeinschaft mit gleichgesinnten Freunden, I gehörte z. B. ber heutige Reichsbankpräsident mehrfach zu seinen Begleitern. Wenige Deutsche tirfte.es geben, die so viel von ber Welt gesehen tid bie besuchten Landschaften unb Menschen ver- Köge einer umfassenden Bildung zugleich in so en- pm ZiGammenhang mit der gesamten Kultur in !'rgangenheit und Gegenwart geschaut haben. An der Hand von kurzen, flüssig unb lebendig geil riebenen Briefen und Berichten können wir den -rfaffer in seinem neuen Buche nach den verschie- imften Ländern begleiten; über die meisten Lanb- taften erhalten wir Berichte aus verschiedenen, zum :i'if weit a u sei na nber Ii e genbe n Jahren, so daß wir 1 n Wanbel ber Zeiten in Rohrbachs un» Kttelbaren Eindrücken miterleben können. Mit be- l.nberer Liebe und Ausführlichkeit behandelt er die Jir ob Lerne des Orients und der deut- J:gen Kolonialpolitik, wa er doch selbst sichrere Jahre in Südwestafrika als Ansiedlungs- iimmissar tätig. Natürlich bildet ber Weltkrieg, unser aller lchicksal, einen Bruch in seiner Tätigkeit; er schien |l gerade seinen Ideen unübersteigliche Hindernisse bereiten. Aber der Ausgang warf ihn trotz der .Snnichtung so vieler Hoffnungen nicht in Verzweiflung unb Pessimismus. Vorher galt es, Bahnen z:, zeigen, in benen sich bie beutsche Macht unb der d Asche Unternehmungsgeist in froher Zuversicht dfalten konnte, jetzt heißt es, aufzuspüren, was von hfl alten Saaten noch vorhanden ist, und wo sich nme Möglichkeiten in neuen Formen, wenn auch in । befjeibenen Anfängen unb unter schwersten Anstren- Singen finden lassen. Wegen dieser ernsten aber von jeder Resignation mit entfernten Grundstimmung ist das Buch ein licitreffHd)er Wegweiser insbesondere für bie 13 gend: es zeigt ihr, wie das beutsche Volk trotz n sicher Fehlschläge unb Irrtümer vorwärts Ion und draus und dran war, sich dauernde Grunb- lohcn für eine weltpolitische Arbeit, ohne bie es jener Zukunft nicht sicher sein kann, zu schaffen; U)0 es sagt ihr, welche Kenntnisse unb Eigenschaften p Wiederaufnahme ber nationalen Lebensaufgabe uimtbehrlich sind. Auf zwei Aktivposten hat ber Deutsche, ber heute ii bie weite Welt geht, immer noch zu rechnen, n ? auf Schritt unb Tritt aus bem Buche hervor- Paul Rohrbach „Weltwanberer in ber Wel- hroenbe". Verlaa R. Olbenbourg in München. Ishis geb. 4,80 RM. — (549) — Das war ja das Teuflische an der Klaffenkampf- ibee, daß ihre unbedingte Voraussetzung ber R i ß durch die nationale Volksgemeinschaft war, daß bie Liebe unb Freundschaft zum internationalen Genossen den Haß gegen ben Blutsgenossen bedingte. Es war oft erschütternd, was ber einfache Arbeiter um dieses Idols willen opferte, mit welchem Idealismus er kämpfte und litt in Streiks und Aussperrungen, wie gläubig er seinen „Führern" folgte. Er glaubte, sie seien seine Nothelfer, seien die Menschen, die es gut mit ihm meinten, die ihm helfen wollten, daß Unrecht zu Recht würde. Er hat längst umgelernt. Jetzt kommt der nationalsozialistische Staat und verkündet einen Tag der nationalen Solidarität, zeigt ihm, daß ,/der Staat nicht nur eine nützliche, sondern auch eine wohltätige Einrichtung" ist. Wie ist dieses Bismarckwort vor vier- undfünfzig Jahren bekämpft worden, ebenso wie das andere von dem „Tropfen sozialistischen Oels", das der große Staatsmann allen feinen Gesetzen beifügen wollte. Wie recht hatte er auch darin. Wie genau sah er, daß das Fundament seines Reiches wankte, so lange der Arbeiter international dachte. Aber man sieht nur eine Seite, wenn man Bismarck ober Hitler die Absicht ober den Glauben Auf Leben unb Tob! Oer 8. Dezember ein Tag deutscher Gchicksalsgemeinschast. Von Or. K. Heidemann Der Dank an ben Führer. Auch der Leiter des Bundes erblindeter Krieger sammelt heute. Berlin, 8. Dez. (DNB.) Der Leiter ber Fachab* teifung „Bund erblindeter Krieger" der NS.-Kriegs- opferoersorgung e. 23., Pg. Dr. Kle i n (Berlin), hat anben Führer folgendes Schreiben gerichtet, das ein rührendes Beispiel tiefster Volksverbundenheit unb Opfergemeinschaft ift: „Am Tage ber Solidarität wollen auch b i 4 beutlet) en Kriegsblinben in Dankbar- feit für helfende Liebe, die sie st e t s von Ihnen — mein Führer — empfangen haben, ihre Schicksalsverbundenheit mit denjenigen bekunden, die sich in Not und Elend befinden, indem sie sich ebenfalls an der Sammlung zu Gunsten des Winterhilfswerks beteiligen., Als Leiter und Obmann der über 3000 deutschen Kriegsblinden unb als kriegsblinder Parteigenosse darf ich Sie — mein Führer — daher bitten, auch mir hierfür am Samstag dem 8. d. M., einen Begleiter zur Verfügung zu stellen und den Platz a n z u w e i s e n. Gerade wir Kriegsblinden, die wir eigene Not und Sorge zu tragen und ein schweres Schicksal zu meistern haben, hoffen hierdurch Sorge und Not unserer Volksgenossen zu lindern und durch ihr eigenes schweres Schicksal der Kriegsblindheit der Oessentlich- keit kundzutun, wie notwendig es ist, zu helfen. Indem wir so Ihren Kampf — mein Führer — zur Beseitigung von Not und Elend tatkräftig unterstützen, hoffen wir ein klein wenig alles dasabzustatten, was wir d u r ch S i e empfangen haben und einen Beweis unserer Gefolgschaftstreue zu. liefern." en aefampft haben, ift d Leistungen nicht erloschen, und überall, wo Deutsche im Frieden unter fremder Herrschaft tätig gewesen sind, herrscht der gehässigen Kriegspropaganda zum Trotz Respekt vor i h r e m W i s s e n und Können: es ist die Auf- Als die deutsche Friedensdelegation nach Versailles fuhr, war eines ihrer Mitglieder der hannoversche Dberpräfibent und SPD.-Abgeordnete ßeinert. Er teilte die pessimistischen Befürchtungen ber übrigen Delegierten nicht, er war Sozialdemokrat unb wußte um die Macht der internationalen Solidarität der arbeitenden Klassen. „Das werben unsere französischen unb englischen Genossen ja nichtzulas - sen, daß wir so geknebelt werden", war sein zweites Wort. Nun, sie haben es doch zugelassen, gen.au so, wie es bie englischen Matrosen zu- gelassen haben, daß die Soldatenräte auf den deutschen Kriegsschiffen die Fahne der internationalen Solidarität, die rote Fahne des Klaffenkampfes, niederholen mußten, „widrigenfalls bie englischen Kriegsschiffe bas Feuer eröffnen werden." Und wenn wir jetzt nach dem entscheidenden Wendepunkte suchen, wann der Glaube an die internationale Solidarität den Bruch bekam, von dem er sich nie wieder erholen sollte, bann war es der Tag der Auslieferung der deutschen Flotte und der Tag ber Unterzeichnung des Friebensvertrages. Und wenn wir heute in bewußtem Widerspiel des Wortes, den Tag der nationalen Solibarität’ feiern, so wissen wir, baß es an jenen dunklen Tagen begann, daß dem Arbeiter bie Augen aufgingen. Lieber das Schenken. Von Wilhelm von Scholz Wahrscheinlich ist unser heutiges Schenken ein ben mstandesmäßigen, zeitentsprechenden Anschauungen ss-ieglichenes altes Mysterium ber Verbinbung prier Menschen durch Geben und Nehmen. Ein Lumbal, nicht notwendig weit ab von ber Bluts- jrJberfdjaft ber roilben Völker. '»«ÄS, Sir I Mas StferSS »den Ml e 5unge i 7 vor hpr ö r'"' :*n, „m‘* #’ntl ’ >•••'■ * .* W ...: f.w-'r K f4 1 r K Dr. Goebbels vor der Reichskullurkammer l Um stürz im Welt- einem Geleitwort von — Ern bild der Ein Bild von der großen Jahreskundgebung der Reichskulturkammer im Berliner Sportpalast während der Rede des Reichs propagandamimsters. DeL Erkaltung, Grippe und Epidemien wird durch das Sufammentrejfen mj vielen Menschen in Bahnen, Büro, Schulen, KinoS usw. die AnsteckungS' gefahr erhöht. Man beugt vor durcy Geheimrat Max Planck. Zweite Auflage mit 58 Bildern. Verlag Knorr 8z Hirth, München. Geh. 4,50 RM., Leinen 5,70 RM. — (567) — Die Physik i e n s unter Mussolini, die nationale Wiedergeburt Deutschlands unter Adolf Hitler, die Konzentration der Regierungsgewalt in England viele herbe und schmerzliche Jahre durchleben muß, ehe der erlösende Tag kommt. So ist es auch hier in China. Es gibt Kreise — und sie sind keineswegs gering an Zahl --- die sagen, daß Tschiang- Kaischek, wenn er es für richtig und angebracht hält, heute die oberste Gewalt übernehmen und eine moderne chinesische Diktatur aufbauen könnte. Andere dagegen behauptet — auch sofern sie selbst Anhänger des Diktaturgedankens sind — daß die Zeit hierfür noch nicht reif fei und daß übereilte Schritte zu scharfen militärischen Auseinandersetzungen mit anderen Landesteilen, vornehmlich K a n - t o n, führen müßten, womit China erneut dem Unglück des Bürgerkriegs gegenüberstehen und neue schwere innere und äußere Rückschläge erleiden würde. Die Entscheidung liegt bei den Chinesen selbst, die am besten die inneren und äußeren, die finanziellen und wirtschaftlichen Umstände beurteilen können, ehe sie sich zu neuen Schritten entschließen. Der ausländische Beobachter wird sich darauf beschränken müssen, das Spiel der Kräfte in China zu verfolgen und sich bei aller Hochachtung vor den Leistungen und dem Wollen der jetzigen chinesischen Zentralregierung auch über die Strömungen klar zu werden, die einmal die Dinge in China entscheidend beeinflussen können. im ganzen Lande zur Verfügung steht. Diese Notwendigkeit hat niemand besser erkannt als Marschall T s ch i a n g - K a i s ch e ck, der sich mit unermüdlichem Eifer dem Aufbau einer einheitlichen Armee widmet. Er kann bereits erhebliche Fortschritte verzeichnen, und seine Truppen haben in den Kämpen gegen die Kommunisten gute Erfolge gehabt. In naher Zukunft aber dürfte er unter den jetzigen Verhältnissen sein Ziel noch kaum erreichen. In den Provinzen nämlich, die sich eine ziemlich freie Hand gegenüber Nanking bewahrt haben und vielleicht auch bewahren wollen, stößt er noch auf starke Widerstände, und selbst in den eigenen Reihen erhebt sich nur allzu oft das Mißtrauen, weil manche, aus der alten Ideologie der Kuomintang- Partei heraus, in der Stärkung einer konzentrierten Militärgewalt eine Gefahr erblicken zu müssen glauben. Wie die Worte Wang-Tsching-Weis beweisen, ühlt man nicht nur in weiten Kreisen der Be- lölkerung, sondern auch in der Kuomintang-Partei elbst, daß China einer neuen Lage gegenüber- teht Nicht mit Unrecht spricht man daher zur Zeit von einer Kuomintang-Krise. Das Erstarken I t a - Büchertisch. — Zauber der Wildnis in deutschen Landen. Urkunden vom Wirken der Naturgewalten im Bilde der deutschen Landschaft. Von Prof. Dr. Walther Schoenichen, Direktor der Staatlichen Stelle für Naturdenkmalpflege in Preußen, Leiter des Reichsfachamtes für Naturschutz im Reichsbund Volkstum und Heimat. Mit 96 Kupfertiefdrucktafeln und mit zahlreichen Abbildungen im Text (Verlag I. Neumann, Neudamm). Preis in Leinen geb. 4,80 RM. — (584) — Professor Dr. Walther Schoenichen, der Führer der deutschen Naturschutzbewegung, hat seinem vor kurzem erschienenen Werke „Urwaldwildnis in deutschen Landen", nunmehr unter dem Titel „Zauber der Wildnis in deutscher Heimat" einen zweiten Bilderband folgen lassen, der sich an alle Freunde der deutschen Landschaft und der deutschen Natur wendet. Don allem Herrlichen und Wunderbaren, was die weiten Gaue unserer Heimat enthalten, werden uns hier erlesene Beispiele in charaktervollen Lichtbildaufnahmen vorgeführt: von den Dünen und Kliffen unserer Meeresküsten, von den Felsmauern der Zerstörungswerk der Meeresbrandung, des fließenden Wassers und der Verwitterung, von den Schöpfungen des Windes, von der stillen Aufbautätigkeit der Pfanzenwelt und manchem anderen mehr. Und sie sollen dazu anregen, die Schönheit und die dem Wirken des vulkanischen Erdinnern, von dem Hochgebirge, von Seen und Wasserfällen, von Block- meeren und Schluchten, von alten Vulkanen, von Mooren und Heiden. Kurz die ganze Fülle land- schaftlicher Schönheit und Eigenart unseres Vaterlandes wird vor dem Beschauer ausgebreitet und durch eine fesselnd geschriebene Einleitung erläutert. Dabei hat der Verfasser solche Bildausschnitte bevor- zugt, in denen das Ursprüngliche und Urtümliche der deutschen Landschaft sich urkundetreue und unverfälscht ausdrückt. Entsprechend der Weltanschauung unserer Tage hat der Verfasser auch in diesem Buch das Kämpferische in den Vordergrund gestellt. Von dem unablässigen titanenhaften Widerstreit der Naturkräfte sollen seine Bilder Zeugnis geben: von Großartigkeit der deutschen Landschaft nicht bloß in den äußeren Formen und Farben, die sie unserem Auge darbietet, zu suchen, sondern auch in der wahrhaft überwältigenden und ergreifenden Dor- stellung von der Allgewalt jener Naturkräfte, die all dies Herrliche und Große geschaffen haben. So ist ein Werk entstanden, das allen Freunden der deutschen Heimat Freude machen wird, insonderheit auch denen, die als Wanderer unser Vaterland durchstreifen: ein Werk, das sich auch vortrefflich als Geschenk und für unsere naturbegeisterte Jugend eignet. VrauchlWnaemeMalur? Von unserem Gf-Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Schanghai, 9. Oktober 1934. Braucht China eine Diktatur oder eine Festigung der zentralen Regierunasge- walt? Diese Frage ist letzthin häufig von führen- den politischen Persönlichkeiten und in der Presse Chinas erörtert und b e j a h t worden, wenn sie neue Wege empfahlen, die China einschlagen müsse, um aus der jetzigen, noch keineswegs zufriedenstellenden Lage herauszukommen, sich die Gleichberechtigung zu erkämpfen und sich zu einem Faktor in der Welt- Politik zu machen, der mit der Bevölkerungszahl Chinas, seiner Größe und seinen Entwicklungsmöglichkeiten im Einklänge steht. Diese Erörterung fand bemerkenswerterweise in aller Oessentfach- k e i t statt, was immerhin beweist, daß sie gewissen Stellen in der Regierung nicht unwillkommen sein können, denn andernfalls wären sie wohl unterdrückt worden. So aber konnte z. B. die „Neue Renaissance Vereinigung" in Hankau ungestört ein Preisaus- schreiben über diese Frage veranstalten und zeichnete mit dem ersten Preis eine Arbeit aus, die die N o t - Wendigkeit einer Diktatur eingehend begründete und bejahte. Im gleichen Sinne äußerte sich die in Schanghai erscheinende Zeitung „Chen Pao", der man nachsagt, manchmal das Sprachrohr des Marschalls Tschiang-Kaischek zu sein. Bedeutende politische Persönlichkeiten wie der ehemalige Außenminister C. T. Wang, das frühere Staatsoberhaupt T a n g ch i t f a i und der jetzige Kriegsminister H o y i ng ch i n ermahnten Studenten und Militärschüler, der Staatsführung unbedingtes Vertrauen in Wort und Tat entgegenzubringen, weil sonst China niemals aus seinen Schwierigkeiten her- auskommen könne. Der Außenminister und Chef des Exekutiv-Reichsamtes Wangtschingwei sagt in einer Erklärung, die er anläßlich des chinesischen Unabhängigkeitstages in der ihm nahestehenden ^eit- schrift „Dschunghuayüpao" (Monatsschrift) veröffentlichen läßt: Es sei bedauerlich, daß China keine Zentralgewalt habe, denn alle Opfer seien zwecklos, solange nicht die Konzentration auf politischem, finanziellem und militärischem Gebiet durchgeführt fei. Der Gesandte Chinas in Rom Liu- wentao äußerte bei seiner Ankunft auf heimatlichem Boden: „Was Ching braucht ist ein Mussolini!" In diesen Worten liegt eine Kritik an dem Bestehenben; sie berechtigen zu der Frage, ob die Kuomintang-Partei ihre Aufgabe, ein neues China aufzubauen, erfüllt hat oder erfüllen kann. Und tatsächlich streifen die chinesischen Erörterungen über die Wirksamkeit der jetzigen Regierungsform sehr oft dieses Problem, wenn auch aus naheliegenden Gründen vermieden wird, allzu offen damit herauszutreten. Vorauszuschicken ist, daß derjenige, der eine Kritik am Bestehenden übt, einen argen Fehler begehen würde, sofern er das in den letzten Jahren in China Geleistete nicht sachgemäß würdigen wollte. Der unbefangene Beobachter muß im Gegenteil anerkennen, daß seit der vor einigen Jahren vollzogenen äußeren Einigung Chinas ein 1 Geist des Vorwärts st redens bei den 1 Regierungsstellen in Nanking und bei weiten Dolks- kreifen eingezogen ist, und daß fast auf allen Gebieten der staatlichen Betätigung erhebliche Anstrengungen gemacht und auch bemerkenswerte Leistungen vollbracht worden sind. So ist das Verkehrswesen und ist die Landwirtschaft, sind die Industrie und das Militärwesen, das Erziehungs- und Kulturleben tatkräftig gefördert worden. Dabei dürfen auch keineswegs die Reformen im Staatshaushalt und die Sanierungsmaßnahmen für chinesische Anleihen vergessen werden. hat seit der Jahrhundertwende eine wirkliche Revo. lution durchgemacht. Jeder, der den weltanschaulichen Fragen, die unsere Zeit bewegen, sich nicht em. ziehen will, muß sich einmal von dem hinreißenden Zauber packen lassen, der in der entsagungsvollen Arbeit der heutigen physikalischen Forschung M ihrem ewigen Stirb und Werde liegt. Das vorlie. genbe Werk gibt jedem die Möglichkeit, die neu» „Quantenphysik" kennen zu lernen, ohne alle Dor. kenntnisse in der Physik und fast ohne jede Mathe, matik. Dramatisch schält sich aus dem Weltbild der klassischen Physik ein neues heraus. Die einzelnen Kapitel des trefflich illustrierten Werks befassen sich mit dem Wesen der Materie und des Lichtes in bet klassischen und in der neuen Physik, mit den Licht, quanten, mit dem Bau des Wasserstoffatoms, niit den höheren Atomen, mit der Quantenmechanik, Materienwellen und deren Deutung, mit Neuen!, bedungen und Naturphilosophie. An dieser Darstellung der zeitgenössischen Physik wird lebendig, was sikalisches Denken überhaupt ist. Wie sehr dieses $fl streben auch von der Wissenschaft begrüßt wird, wo- aus der Tatsache hervorgehen, daß der Nobelpreis, träger Geheimrat Max Planck dem Werk eit Geleitwort mitgegeben hat. — Boris Maschin: Russische Erd Romern aus dem heutigen Rußland. 318 Seiten Broschiert 3,20 Mark, Leinen 4,80 Mark. Brunn«, Verlag, Willi Bischoff, GmbH., Berlin SW 68. - (476) — Hinter dem Pseudonym Maschin nerbirot sich ein ehemaliger russischer Rittmeister. Er fennt also bas, worüber er schreibt. Sein Roman erschien zuerst im „Völkischen Beobachter" und hat dessen Leser so gepackt, so daß der Ruf nach einer Buchausgabe laut wurde. Das Buch strotzt von echt russischem Leben. Sibirien, Moskau, Berlin, Paris, überall, too es bolschewistische Drahtzieher gibt, und ihre Puppen tanzen lassen, ist der Verfasser zu Hause; seine fyb den führt er durch das ganze Grauen und ü« ganze Erbarmungslosigkeit des Sowjetstaates, in bet Polenkrieg, in die Tscheka, in die Verbannung uni in die Spionagearbeit. — Theodor Kröger: Das vergessen! Dorf. Vier Jahre Sibirien. Ein Buch der flamt radschaft. 600 Seiten. Propyläen-Verlag, Berlin. — (532) — Krögers „Vergessenes Dorf" gehört zu den Büchern, vor deren Umfang man zuerst erschrickt, um sie bann in einem Zug auszulesen. Der in Petersburg geborene Deutsche Kröger versuch bei Kriegsausbruch nach Deutschland au gelangen. Der Fluchtversuch mißlingt. Das über ihn verhängte Todesurteil wird in „lebenslängliche Verbannung' nach Sibirien umgewandelt. 1919 findet Kröger, vom Schicksal zerschlagen, den Weg in die Heimat: Deutschland. Wir hören in Krögers Schilderung von sibirischen Zuchthäusern, von seiner flamerob- schäft mit deutschen Kriegsgefangenen, einer großen Liebe zu dem Tatarenmädchen Fayme und von bem bitteren Ausgang seiner sibirischen Jahre. Teil Kröger unter Russen aufwuchs, sind seine psychck- gischen Einblicke in die Seele Rußlands unb feiner Menschen van besonderer Tiefe. Man erlebt bei diesem deutschen Schriftsteller Schilderungen m Menschen und Gesprächen, die an die klassischen^- fischen Erzählungen erinnern. Neben dem rein I Menschlichen hinterläßt das Erlebnis vom Entstehen und von der Feuerprobe der Kameradschaft den tiefsten Eindruck dieses Buches. Diese Kamerad- schäft ist ein Gleichnis der echten Volksgemeinschaft, wie wir sie in Deutschland heute gestalten und erleben. — Werner von Langsdorfs: Flieger am Feind. 355 Seiten und 83 Bilder. Gebunden 4.40 Mk, C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh. — (522) — Soldaten machen nicht viel Worte. Die Namen der Flieger, die hier erzählen, kennt wohl jeder, der in Polen, an der Somme oder im Flau- derndreck herumgekrebst ist. Was da an Ausklärungsflügen, Zeppelin-Englandsahrten und Lust- kämpfen erzählt wird, oft nur in knappen Tage- buchaufAeichnungen der Gefallenen, der Boellke, Ricythofen und Jmmelmann; oder als schlichter Bericht der Göring, Köhl, Schleich und all der Unbekannten in Führersitz oder Motorengondel, am MG. und Bombenhebel — immer erschüttert bie reine Tatsache. Einunddreißig Seiten meist unbekannter Originalaufnahmen begleiten den Text. - Das waren die Männer todbereiter PflichterfA | fang, Frontkameraden in Ernst und Fröhlichkeit. Heute lenken sie die Geschicke der Nation, Vorbild unserer Jugend. — Gudmundur Kamban: Die Iist." f r a u a u f Skalholt. Roman. 506 Seiten 8» nen 7,50 RM. Deutsche Ausgabe, in BerbiiM mit dem Dichter besorgt von Edzard H. Schass Im Insel-Verlag zu Leipzig. — (422) — Der ter Gudmundur Kamban ist 1888 auf Island fit* boren. Sein Vater war Kaufmann, seine Vorfahren bekleideten von der Besiedlung Islands im neunten Jahrhundert an hervorragende Stellungen in der Regierung des Landes. Seine Jugend hat Kamb^ auf dem Lande verlebt. 1910 kam er an die Universität Kopenhagen, mit 24 Jahren schrieb e£ le,n erstes Theaterstück. Lange Zeit war Kamban SP:e1’ leiter am Königlichen Theater in Kopenhagen. öj® Drama „Marmor" erlebte 1933 in Mainz feine Up aufführung. Daß Kamban ein hervorragender Dr» matifer ist, spürt man auch in seinem Roman. Roman behandelt Vorgänge, die sich im siebzehn-' Jahrhundert auf Island abgespielt haben, Dichter hat die Dokumente und Briefe, oon W ein Teil auch im Roman wiedergegeben wird, r den Archiven aufgefunden. Aber das wesentliche a. seinem Buch sind doch die menschlichen Beziehung - die sich vor dem historischen Hintergrundentwm- Kamban erzählt, auf Grund geschichtlicher X fachen, von dem Ringen des mächtigen Brynjolfur auf Skalholt mit seiner Tochter RW heidur, die sich in leidenschaftlichem Selbstbehaur tungstampf das Recht ihrer Liebe ertrotzen w Ueberlebensgroß gleich eddischen Gestalten W sie einander gegenüber, „des Landes stärkster B** und die einzige Frau, die es wagt, ihn beuge» zu wollen". Mitten in diesem harten Äampf' scheint das ewige Wunder des größten Frauene - nisses: Mutterschaft — und hier findet dieser w ' liehe Dichter Worte von zartester Schönheit, immer wieder zu dramatischen Höhepunkten o gende Werk hat Edzard H. Schaper nut Einfühlungskraft und dem feinen Sprachgesuo Dichters übertragen, fo daß der großartige/t aus dem germanischen Norden wahrhaft em sches Buch geworden ist. China wäre vielleicht schon weitergekommen, wenn sich «nicht auch hier die außenpolitischen, finanziellen und wirtschaftlichen Erschütterungen in dex ganzen Welt störend bemerkbar gemacht hätten. Aber diese Lage ist nun einmal vorhanden und zwingt zum Nachdenken darüber, ob das jetzige System in sich stark und leistungsfähig genug ist, um das Land durch die kommenden kritischen Jahre sicher und erfolgreich hindurchzusteuern. Als China durch die Berührung mit der Außenwelt aus seinen seit Jahrhunderten gewohnten Bahnen herausgeschleudert wurde, begann bie große Krise des „U ebergang s", die noch heute nicht überwunden ist. Suchend wandten sich die Augen patriotischer Chinesen nach der Außenwelt, um geeignete Methoden der Verwaltung zu finden. Das damals weit verbreitete demokratischparlamentarische Sy st em, unter dem z. B. Amerika einen riesigen Aufschwung genommen hatte, erschien den Revolutionären zunächst als das alleinige Heilmittel. Aber schon Dr. Sun - Pat-Sen erkannte die Schwächen dieses Systems für fein Land und arbeitete unter Anlehnung an russische Vorbilder und unter Anknüpfung an alte chinesische Prinzipien eine Verfassung der Fünf Reichsämter aus, die nach feinem Tode in Kraft trat. Es ist ein „Aus- schuß"-System, das mit gewissen Mängeln insofern behaftet ist, als die Verantwortung nur allzu leicht von einer Schulter auf die andere abgeschoben werden kann. Aber in einer Zeit, wo es ailt, das patriotische Denken und Fühlen aller Volksschichten auf eine ganz neue Grundlage zu stellen, um eine einheitliche Nation zu schaffen, in der das alte eingefressene liebel der unrechtmäßigen privaten Bereicherung bei Vergebung staatlicher Aufträge ausgemerzt unb gleichzeitig bie unheilvollen Einflüsse der Weltdepression, des eindringenden westlichen Kapitalismus und der außenpolitischen Schwierigkeiten niedergekämpft sind, da braucht, sagen die chinesischen Kritiker —, China ein System, das (wie in anderen Ländern) den Männern die Möglichkeit gibt, in vollem Bewußtsein ihrer Verantwortlichkeit mit starker Hand die Geschicke des Landes zu meistern. Denn nur fo lassen sich Worte und Pläne in die Tat umsehen, nur so können die dauernden Spannungen, die den Fortschritt hemme, beseitigt werden' Die Erreichung dieses Zieles aber ist der Kuomintang-Partei noch nicht g e l u n g e n , obwohl sie die alleinige Partei in China ist, die an der Regierung teilnimmt. Die Hemmungen, die in ihrer geschichtlichen Entwicklung begründet liegen, sind noch $u stark und lassen sich wahrscheinlich auf dem jetzigen Wege überhaupt nicht beseitigen. Die G e - wabt der Zentralregierung hat sich — streng genommen — bisher nur in einer Anzahl Provinzen um den Pangtse herum durchsetzen können, während sie in anderen Landesteilen wie Kanton, Peking und gewissen Außenprovinzen nur unter Aufwendung von vielen diplomatischen Bemühungen ihren Einfluß geltend macht. Eine straffe, innere Einheit Chinas, tn der der Wille der Zentralregierung in allen Landesteilen unbedingt gilt, läßt sich nur erreichen, wenn ihr ein einheitliches und treu ergebenes Heer unter der nationalen Regierung Macdonalds, bie Diktatur in Rußlanb unb besonbers auch bas autokratische Vorgehen Roosevelts in Amerika haben zu ber Forderung nach einer strafferen Zentralgewalt in China geführt. „Wenn überall in ben hauptsächlichsten Staaten ber Welt das bemokra- tische System gerabe in den Augenblicken stärkster Belastungen versagte, wie könnte es ba" — so ragen patriotische Chinesen, — „uns noch helfen, bie wir in einer weit schwierigeren Lage als anbere ßänber finb?" Vorgänge aus ber alten Geschichte Chinas, wo Männer mit biktatorischer Kraft sich - zu Kaiserwürben aufschwangen unb bas Reich vor bem Verfall retteten, werben herangezogen, um zu beweisen, bah ber Uebergang zu einem biktatorischen System keineswegs im Gegensatz zur chinesischen Trabition zu stehen braucht. Bezüglich ber Form bie einer Diktatur in China gegeben werben könnte, nähern sich bie chinesischen Kritiker übrigens sehr stark ber nationalsozialistischen Auffassung. Die Diktatur soll nicht etwa eine Rückkehr zu ber Regierungsform bes alten Kaiserreiches ein, mit bem sich bei vielen Chinesen bie Vorstellungen von Stillstanb unb Korruption verknüpfen, andern muß Ausbruck bes Gesamtwillens bes Volkes fein. Sie soll sich auf eine Partei stützen, bie alle Volkskreise unb alleLanbesteileumfaßt. Das Wohl bes Volkes muß ihr oberstes Gesetz sein, bem alle Einzelinteressen unterzuorbnen sinb; sie muß im Volke leben unb von i h m getragen sein, sie hat sich so zu gestalten, daß sie ben Besonberheiten Chinas, seines Volkes, seiner Wirtschaft unb Politik entspricht unb gerecht wirb. Von Marschall Tschiang - Kaischek geht die Bewegung „N e u e s ß e b e n" aus, bie entsprechend den Verhältnissen des ßanbes bem Volke neue Ziele gibt unb zum Teil auch schon bie Theorien ersetzt, bie noch bas Wesen ber Kuomintang-Partei ausmachen, ihre Weiterentwicklung aber hindern. Die Bewegung hat auch erkannt, baß sie nur bann einen Erfolg haben Fann, wenn gleichzeitig mit ihr eine Organisation geschaffen wird, die bank ihrer straffen (9lieberung die nötige Stoßkraft besitzt, um die neuen Gedanken ins Volk hineinzutragen unb ihre Anhänger auch zu treuen Mitkämpfern zu machen. In ben Kreisen dieser „Blauhemdenorgani- a t i o n", bie mit ihrer Agitation zunächst am stärkten unter bem Militär unb unter ben Zivilbeamten eingesetzt hat, werben bie von Aböls Hitler verfolgten Methoden eifrigst studiert unb in Vorträgen bargelegt. Die Bewegung hat in ben neun Monaten ihres Bestehens unzweifelhaft schon recht bemerkenswerte Fortschritte gemacht. Ob sie aber schon stark genug t, bas Bestehende zu ersetzen, ist freilich noch zwei- elhaft; und es ist daher noch verfrüht, endgültige Schlüsse für bie Zukunft ziehen zu wollen. Genau fo schwierig ist bie Beantwortung der Frage, wann benn nun in China ein Umschwung zur Diktatur erwartet werden kann. Die Erfahrung hat uns ja gezeigt, daß ein ßanb schon lange reif für biefe Regierungsform sein kann, aber bennoch ililierha 6er Rüi so führ' der Sei nur mi Glaube, Kämpfe . Am der zu ,/prog inenbig Drnitf) ihm ei ins V Der .Qeftelli bezöge brütet stimm hoh Haube specht, Specht, Jede i erfahrt ii, nähme I vollem I bei bi i wirb. Wer f ; i beabac : । Merst nach 2 ablucht : nicht a, | fie die i n aefjot 0 fingen: 8 Eiern i I machen: II buntgefi monier m usw. Mer. Ilm bi IW steuern \ Qbitbauoe , HüMhr km W MM fästkch dem : Lus entnon1 Arups" die Do tig jiigend griffen Prägu der anderseits in W ! ft'sM w 1 schlichen j au$ un' I torp^ar . vornh-r Pewegr bare P‘ schildert :, trete" h mit der . Sich Ki Zecker; 8 «benbm J xmneskj ! §che fü :«»ft. 8r die $ Anessa «ftn T, « l)L r“)es; ■ F5 ki I Ä’ S1 Mit. fe> ®“'bei i iS ; F Sn ; y.an95b h IBS; den -Die febri??1 beqruf-i jfe d°b d L lni US de^Ktzi erQU3. «SW u Derkz ' !? &es Lick Ät «o riE* ’■■ Sttli K 1**. 6 m ? ^onifln « llt>n» h L"^ «netJte W und ihre $■ äu Hause; W « Trauen ' ?.°wjetstach;,tz dle Verdang £.Q5 öergiii ®» Buch der Men-Verlag i enes Dorf" $ liQn9 man Jug auszG Ne Kröger 6 uschland iu c=' Q5 über ihn Alt ^gliche SJerfer 1919 finde! 1 Weg in die! Krögers Cch) von seiner j; angenen, ein«: ' Fayme unbc irischen Jahn is, sind seine p Rußlands uii iefe. Man er! r CchildenW an die vaW i. Reben bem Grifte M e )be btr faintnb/fa üfyf. Hilft Jhnwat jrategemimW 'alt gestM Md1 ftüxtt* W 83 Silber. >rlag, ®ükii t)t viel Wo- rMeo, terri. mi o^r Das ba ffl K Wahrten mb i iir in hup?«1 aUenen, ta & i; oder al? W hleich und Ml r Motomzck immer erstzL g Seiten M begleiten bw* ^bereiter M irnst und M 5 der Nation,! )ib^ iban: Du man. 506 sqabe, m W Edzard 1888 aus mann, W’ [Q Islands IP ibe Sie*' e Jugend 0 kam er®" Jahre" it mar So®-' in ÄoptiN ^3 in^* n hervolE. in seinen'.^ bgespielt,^ und ®r,eL oiedergegA, 5#Ä »'S?« i.fe AZ fa)enS1, sta^ r» r»1^ KUT / Hängt jetzt Nistkästen aus! 1 m»gefiederten Sängerschar beim Fangen von un» t ezichlten Fliegen, Mücken, Schmetterlingen, Brem- j n ufro. geschaut? Sie alle sind unsere besten j eher. iclir; 17: Pfarrassistent Balz: Beichte und hl. s h 2 d U 2 i Höhle C: für Grünspecht, Grauspecht, Wiedehopf usw. Höhle D: für Turmfalke, Hohltaube, Blauracke, Dohle, Käuze, Eulen, Schwarzspecht usw. Höhle E: für Mauersegler. Höhle F: für Hausrotschwanz, Großer Fliegenschnäpper, Bachstelze usw. Beim Anbringen der Nisthöhlen beachte man folgendes: die Kasten hänge man so auf, daß das Flugloch nach unten gerichtet möglichst die Richtung nach Südosten bis Osten hat, also von der Wetterseite abgekehrt ist. Es ist nicht notwendig, sowohl innen als auch außen, Sitzhölzer anzubringen. Dem Star allerdings, der nach getaner Arbeit gerne vor seinem Hause sitzend singt, bringt man ein solches an. Die Höhlen für Hausrotschwänzchen und Mauersegler werden am besten an Mauern, möglichst unter einem vorspringenden Dachgiebel, befestigt. Für Meisen und deren Verwandte genügt es, die Höhlen etwa 3 bis 4 Meter über dem Erdboden anzubringen; die Stare sind für einen größeren Abstand vom Erdboden dankbar. Zum Selbstanfertigen von Nistkasten, die jedoch immer nur als ein Notbehelf anzusprechen sind, dienen folgende Maße: Die Brettstärke muß mindestens 1,5 bis 2 Zentimeter betragen. An Starenkasten soll das Flugloch 5 bis 6 Zentimeter Durchmesser, in einer Höhe von 33 bis 35 Zentimeter des Kastens haben, der Durchmesser der Höhle 12 bis 15 Zentimeter sein. Für Meisen kommen weit kleinere Maße in Betracht: Fluglochdurchmesser 4, im Höchstfälle bis zu 5 Zentimeter. Die aufgehängten Nistkasten dienen bekanntlich unseren Vögeln nicht nur als Brut-, sondern auch als Schlafstätte. Gerade die Vögel, die im Winter bei uns bleiben, verbringen sehr gerne die kalten Winternächte darin und verlassen, wenn notwendig, im Frühjahr ober Sommer nur ungern diese Quartiere. Wer also den treuen Gehilfen in Landwirtschaft, Obst- und Gartenbau einen ständigen Wohnsitz schaffen will, der säume nicht und bringe die Nisthöhlen schleunigst hinaus. In der Vortragsreihe des Iungjuristenlaaers auf bei Gleiberg sprach am Mittwoch Pg. Dr. Röder üt-r „Die Geschichte des Nationalsozialismus". Evangelische Gemeinden. Samstag, den 8. Dezember. Ufein-Cinben. 20 Uhr: Bekenntnisgottesdienst; kiSchlink. Sonntag, den 9. Dezember. 2. Advent. !«der Obstbaumbesitzer, Gärtner und Bauersmann irchrt jedes Jahr immer wieder, daß alle Maß- tc*men zur Schädlingsbekämpfung erst bann zu »asm Erfolg führen, wenn bem wichtigsten Faktor ie! dieser Arbeit weitestgehenb Rechnung getragen rno. Dies finb unsere insektensressenben Vögel, ß]- hat nicht schon im Frühjahr Freunb Starmatz ierachtet, wie er unermüblich bie frischgezogenen Ul-rfurchen, bicht hinter bem ßanbmann folgenb, ta W'.irmern, Engerlingen unb anberem Getier Urscht unb seinen Jungen eiligst bringt; wer hat ik auch schon bie flinken Meischen berounbert, wie ieiie Bäume von oben nach unten unb von unten : tat oben abgrafen unb ben bort wohnenben Schab- lincm: Käsern, Larven, Schilbläusen, Raupen, ikikm von allen möglichen Insekten ben Garaus inanen: wer hat nicht bie vielen anberen Arten ber 2 le-Ldmahl für bie Matthäusoemeinbe. — 3o- hmrsskirche. 9.30: Pfarrassistent Balz; 11: Kinder- k ih für bie Johannesgmbe.; Pfarrassistent Balz; 17 3fr. Bechtolsheimer; Beichte unb hl. Aberchmahl ßenb Vorbereitung und Feier des hl. Abendmahls; Hausabendmahle. Katholische Gemeinden. Samstag, 8. Dezember. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, 9. Dezember, 2. Sonntag im Advent. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe; Kommunion der Jungfrauen und Hausangestellten; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 2fr Predigt und Andacht. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Dich. 7.30: Hochamt mit Predigt. — Lollar. 8.45: Messe mit Predigt. — Nidda. 8.30: Hochamt mit Predigt. Montag, 10. Dezember. Gießen. 20 Uhr: Predigt und Andacht. Lanbach. 7.30 Uhr: Messe. Mittwoch, 12. Dezember. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Neuapostolische Gemeinden, Händelstraße 1, Ederstraße 13. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. Mittwoch, 12. d. M.: 20.30 Uhr. Daplislen-Gemeinde, Gartenstraße 13. 11 Uhr: Kindergottesdienst; 20.30: Prediger Falk. Donnerstag, 13. d. M.: 20.30: Bibelstunde, Prediger Falk. — Montag, 10. Dez., 20.30: Bibelstunde in Lollar. — Donnerstag, 13. Dez., 20.30: Bibelstunde in Daubringen. — Freitag, 14. Dez., 20.30: Bibelstunde in Mainzlar. Veffenttlrher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf $tle» fon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamtr Für Echließfachabholer I bis 13 Uhr. Sanitäts kolonnE: Telefon 2500. Aerzte : Dr. Hofmann, Dr. Neumann-Spengel. Zahnarzt: Dr. Wertheim. Apotheke: Engelapotheke, Drehen. Sladtkirche. 9.30 Uhr: Propst Knodt; 1! 1 !Kinderkirche für die Markusg^meinde; Pfr. 2Daiiftabt; Chorschule; Kollekte; 14: Kinbergottes- bl liul 20: Gemeinbeabenb „Segensspuren ber Liebe", e 17 Alm aus der Arbeit der Inneren Mission in Mcftu-Hessen. — Nieder-Vesfingen. 9.45: Beichte; 1l9 Ltiftsdechant Kahn; hl. Abendmahl; Kollekte. — L'agl.borf. 10: Kindergottesdienst; 11: Hauptgottes- bifeft — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst. — DMir. 13.30: Hauptgottesdienst durch Direktor Pif Röhricht (Darmstadt); Kollekte; 19.30: Abend- n-Kififeier. — Hungen. 9.45: Gottesdienst; 10.45: ZMcrkirchs. — Langd. 13: Gottesdienst; anfchlie- Das Programm, so führte er u. a. aus, war ber Anfangspunkt, an bem wir in ben politischen Kampf hinauszogen. Wenn einer Nationalsozialist werben wollte, haben wir ihn zunächst einmal auf bas Programm hingewiesen. Mit kurzen, schlagwortartigen Sätzen zog ber einfache Mann in ben politischen Kampf, um mit feinen Gegnern bestehen zu können. Das Programm ist bas politische Glaubensbekenntnis für bie breite Masse. Der Rebner ging bann im einzelnen auf bie Begriffe Nationalismus unb Sozialismus ein und führte aus, daß der Nationalismus biologisch-rassisch zu verstehen sei, während der Sozialismus die blutsmäßige Zusammengehörigkeit von einem Volke angehörigen Menschen sei. Wir haben heute zu kämpfen, so führte der Redner weiter aus, daß wir den Begriff des Nationalismus der vergangenen Zeit überwinden und an feine Stelle einen solchen setzen können, wie wir ihn sehen. Der Redner ging sodann auf den ersten Pro- arammpunkt der NSDAP, ein, der den Zusammen- schluß aller Deutschen, d. h. die Schaffung eines Großdeutschlands zum Ziele hat. Was das Gebiet der Bildung anlangt, so führte er aus, soll der junge Mensch in einem ganz anderen Gebiet aufwachsen. Nicht nur auf die Erziehung im Elternhaus und in der Schule, sondern in erster Linie auf das Zusammenleben in der Kameradschaft kommt es an, daß wir eine wehrtüchtige Jugend zum jederzeitigen Einsatz für den Staat haben. Wenn Monarchien Kriege geführt haben, so waren diese blutig, haben aber niemals die Form angenommen, als wenn Nationen in einen Krieg verwickelt waren. Die Lösung unserer Zeit heißt entweder Herrschaft oder Vernichtung. Unsere Zeit heißt aber Herrschaft, weil wir Hammer und nicht Amboß sein wollen. Wenn man die übrigen Programmpunkte von diesem Standpunkt ans betrachtet, so werde einem ohne weiteres ihr innerer Zusammenhang klar. An die beiden Vorträge schloß sich eine mit lebhaftem Interesse verfolgte Aussprache an. i'm den weiteren Rückgang unserer Vogelwelt 311 feuern, sind schon seit Jahren alle Tierschutz- und £ Ipoauoereine eifrig an der Arbeit, nicht nur die Erlichen Nistplätze den Vögeln zu erhalten, fort- adi Gießen, Bahnhofstraße 60 s//7 Er hielt respektvoll die Mütze in der Hand. ,8in Kunsthandlung Frommers?" fragte Par- fii ini mm laut. 2 Bote nickte. Ui. Sir! Ich bringe die Elfenbeinminiatur, die fDWtrfö Borgloh gekauft hat. Der Chef hat mir qe?^i ich sollte sie nur Mistreß Borgloh ober Ahnr abliefern" Seme Gedanken kreisten nur um das eine: Was wurde Mac Lean in London festgestellt haben? Was war es für ein Geheimnis um Eva? Ihm war sehr schwer zu Sinn. Da hatte er nun gehofft m Eva alles Glück der Welt zu finden — einen Ersatz für den Kummer feiner Jugend — für den Verlust der Eltern, der Schwester. Er war ein JJcann, für den Ehe und heim unendlich viel be« beuten konnten. Wie hatte er es sich ausgemalt, fein heim — nach der Arbeit sollte es ihm eine Statte des Friedens werden. Und was war es qe- worden? Unfrieden, Häßlichkeit und Unsicherheit. Vielleicht hatte Professor van Koster besser getan, Eva nicht den Parkins zu überlassen. Sie schienen sehr schwach und nachgiebig zu fein und keineswegs geeignet dafür, ein so junges, weiches Menschen- kmd wie Eva van Koster zu erziehen. Aber das war nun alles vorbei. Die Vergangenheit war nicht mehr zu ändern. Man mußte nur hoffen, daß die Zukunft besser wurde. Am dritten Tage feiner Anwesenheit kam Friedlich Borgloh nach einem ziellosen Spaziergange durch die Straßen Amsterdams in sein Hotel zurück. „Ein Telegramm für Sie, Herr Professor!" sagte der deutschsprechende Portier, als Friedrich seinen Zimmerschlüssel verlangte. Friedrich erbrach hastig das Siegel. „Erwarte Sie umgehend zurück — Rücksprache in meiner Wcchnung!" Das Telegramm trug keine Unterschrift. Es war vor fünf Stunden in London aufgegeben. „Machen Sie mir meine Rechnung fertig!" sagte Friedrich Borgloh hastig zu dem Portier. „Ich habe eine Nachricht bekommen — muß wider Erwarten sofort nach London zurückkehren. Wann bekomme ich den Zug zum nächsten Schiff?" „Das nächste Schiff geht um neun Uhr ab, Herr Professor! Sie erreichen es, wenn Sie in einer halben Stunde den Zug Amsterdam—hoek van Holland nehmen." Friedrich Borgloh packte in Eile. Er hatte ja nicht viel Gepäck, nur seine wenigen Toilettensachen. Ein Auto, das der Portier schon bestellt hatte brachte ihn noch in der letzten Minute zum Zuge,' und bald fuhr er von Amsterdam ab. Der Zug fuhr durch die fruchtbare Niederung des holländischen Landes. Grüne Felder zu beiden Seiten des Schienenstranges, Viehweiden — alles durchzogen von kleinen Kanälen, die im Sonnen- licht ausblinkten. Die Bauern trugen die eigentümlichen Holzpantinen, die mehr an grobgeschnitzte, kleine Spielzeugkähne erinnerten als an Schuh» werk. Friedrich Borgloh mußte wieder denken wie erfinderisch doch die Natur die Menschen macht Diese Holzschuhe waren die einzige Möglichkeit, um durch das ewig feuchte Gelände der'Wiesen und Niederungen hindurchzukommen. (Fortsetzung folgt!) Nationale Solidarität! Heist durch Opfer zur Erfüllung der Aufgaben des Winterhilfswerks! Es ist zu erwarten, daß durch diese Darbietungen die Sammeltätigkeit aller derer, die sich am 8. De- gerchor) von Fürst. 7. Zwei Märsche mit Spielleuten. Den Sängerchor leitet Unteroffizier Dietrich. Die musikalische Gesamtleitung der Veranstaltung hat Obermusikmeister Krauße. Die Veranstaltung wird im Ausschnitt vom Reichssender Frankfurt a. M. übernommen.' teWoisiiiiito. Roman von Rainer Seiden. Ümberrechtsschutz: Fünf-Türme-Derlag, Halle (S.) vor die unbedingte Auseinandersetzung mit sich selbst stellte. Nur so fanden wir wieder den Weg zur Wahrhaftigkeit, dem Leben gegenüber, den Weg vom Ich hin zum Du. Wenn aber ein Mensch diese letzte Ausrichtung erfahren hat, dann kann Aeußeres nie mehr Zweck sein, sondern bestenfalls Waffe, die von innen her geleitet wird. Nur der Mensch, der sich ganz klar zu dieser Linie bekennt, gewinnt Verbindung zu den Kräften, die alles Lebendige gestalten; mag man sie Gott, Natur oder All nennen. Ist für den Mann diese Verbindung eine stete Aufgabe, so ist sie für die Frau eine Naturgegeben- HE Denn die Frau ist ja selbst schöpferische Natur» gewalt. Sie am ehesten ist dazu berufen, auch den Mann wieder zu jenen Kräften hinzuleiten, und kaum je wird sie es besser vermögen, als in diesen weihnachtlichen Tagen. Wenn die Frau ihre höchste Bedeutung im deut» schen Volke wieder erlangen will, dann zuvorderst durch jene Kräfte der Erde und des Alls. In diesen Tagen regen sie sich in jedem von uns — es tut not, daß wir uns wieder bewußt und freudig zu ihnen bekennen. Dann werden wir erleben, wie mitten in Eis und Schnee das Weihnachtswunder der Welt strahlendes Licht und Wärme brachte. Und uns wird klar werden, daß dieses Leuchten nicht aus einem Palast kam, nicht aus einem prächtigen Schloß, sondern aus einem schlichten Stall. Denn große Dinge werden immer in der Stille und in kleinsten äußerlichen Formen. Und wenn manch einer heute zagt und nicht eher glauben will, ehe er nicht ein Wunder gesehen habe, dann soll er wissen, daß nur der Kinderglaube Wunder zu erleben und damit Wunder zu vollbringen vermag. Sehen wir „aufgeklärten Erwachsenen" wirklich nicht mehr, welche Wunder das tägliche Leben stets um uns zeigt, spüren wir nicht mehr die Wunder der Sonne, der Jahreszeiten, des Waldes, der Menschwerdung ...? „So Ihr nicht werdet wie die Kindlein ..." * „Es ist gut", sagte Parkins nachlässig, langte in die Tasche und gab dem Boten eine Geldmünze. „Aber warten Sie einen Augenblick. Vielleicht habe ich noch eine Bestellung für Mister Frommers." Dann nahm er das Paket und ging die Treppe wieder hinauf, feinen Zimmern zu, während der Bote wartete. Mistreß Parkins, eine magere Frau mit einem schmalen, zusammengeschlossenen Munde, sah ihrem Gatten unruhig entgegen. „Was ist?" fragte sie, während er die Tür öffnete. „Ach, du weißt ja, die Elfenbeinminiatur, die wir Borgloh zum Geburtstag schenken wollen", antwortete Parkins laut, mit einem Blick auf das Stubenmädchen, das gerade mit einem Tablett den Korridor am Zimmer entlang ging. Dann schloß er die Tür und drehte den Schlüssel um. „Sei doch nicht immer so aufgeregt, Mary", flüsterte er schärfer. „Damit wirst du noch einmal etwas anrichten." v Dann öffnete er rasch das kleine Päckchen. Es enthielt nichts als eine kleine Steinplatte und einen Brief. Und dieser Brief hatte zum Inhalt nur ein einziges Wort. „Gefahr!" Parkins und feine Frau sahen sich an. Sie roaren sehr bleich geworden. Hastig setzte sich Parkins an den Schreibtisch und schrieb ein paar Zei- len, die er in einem Umschlag verschloß. Dann eilte er wieder hinunter in die Halle, wo der Bote wartete: „Hier haben Sie einen Brief für Ihren Chef", fagte er. „Ich bin mit der Elfenbeinminiatur sehr zufrieden und schreibe ihm hier, daß ich gern in der nächsten Zeit von dem gleichen Meister etwas erwerben möchte. Geben Sie den Bries aber sofort ab. Es eilt!" Der Bote verbeugte sich: „Gewiß, Sir! Es wird umgehend erledigt!" Dann ging Parkins langsam wieder hinauf. Der Diener öffnete dem Boten der Kunsthandlung Frommers die Tür. „Nun, Sie sind wohl erst neu bei Mister From- mers?" sagte s» vertraulich. „Früher kam immer ein älterer Bote, so mit weißen Haaren." „3a, ich bin erst neu!" sagte der Mann kurz, ohne sich auf weiteres einzulassen, und ging rasch über die Straße. Als Eva Borgloh abends von einem Bridgetee im Mayfair-Hotel heimkehrte, kam ihr Mistreß Parkins schon aufgeregt entgegen. Sie ging mit Eva sofort in deren Zimmer. Bald erschien auch Mister Parkins, und eine hastige, leise geführte Unterredung begann. Bald nach ihrem Ende klingelte Eva dem Hausmädchen und sagte: „Rufen Sie unten in der Chauffeur-Wohnung an. Der Chauffeur soll Mister Parkins zum Waterloobahnhof fahren. Mister Parkins will nach Har- wich reisen. Ein Freund von ihm kommt dort an." ;üe beiden Männer kamen näher. Der Strahl '.^Blendlaterne fiel nun voll auf die Seite der !Mid, wo die unheimliche Apparatur eingebaut im Der Pendel hing leer herunter! Das Beil m:: nicht zu sehen. Dagegen klaffte an der Decke iphfjalb des Pendels ein Loch, groß genug, um eeüm geschickten, schlanken Menschen yindurchzu- 11 (an. i „scefjen Sie, Meister!" sagte der mit Georges SKip-rebete heiser. „Hier die zerschnittenen Stricke! Ißii der Pendel ohne das Beil — dort das Loch. S im Zweifel — der Spürhund ist entkommen." . Iber wie konnte er hinaus?" fragte der dunkle ji (uc ’ Mann. Io!" sagte Georges und leuchtete hinauf. Die Saline blitzte auf dem scharfen Beil, das oben o nj oem Mauervorspruna liegengeblieben war. »Üserfluchte Geschichte!^ sagte der junge Dunkle aitifjen zusammengebissenen Zähnen. „Sofort los, (Bigges, und warnen!" Ljgeregt sprechend verließen die beiden sehr fiifii I wieder den Raum durch die Falltür. Bis heute hat nur das Kind mehr jene blinde und doch so zielklare Gläubigkeit gehabt, jenes unbewußte Gefühl der Verbundenheit mit Erde und All, und aus diesem Gefühl heraus findet es zielklar den Weg feiner Entwicklung. Wir Erwachsenen aber müssen wieder die Kraft zur Einstellung auf solche Kindergläubigkeit gewinnen. Denn nur aus ihr werden wir zu letzter innerer Klarheit gelangen. In den vergangenen Jahren haben "ja Mensch und Volk immer stärker diese Kräfte und Hintergründe gesucht. Nicht mit Aeußerlichkeiten und lauten Mitteln hat der Nationalsozialismus feinen Weg gemacht, sondern nur dadurch, daß er die Menicken > ner ZHarineffurmbannes, unter Mitwirkung des Bauerfchen Gesangvereins. 3 m Kameradschaftshaus der Studentenschaft am Leihgesterner Deg Giehen-Süd. Es spricht der Oberseidmeister des Arbeitsdienstlagers Gießen pg. Loesch. 3m Programm: Ernstes und heiteres aus dem Leben des Gießener Arbeitsdienstes, unter Mitwirkung des Singkreises der Arbeitsdienstmänner. Es spielt der Fanfaren-Bläserzug des 3ungvolks. Ferner wirken noch Studenten aus dem Kameradschaftshaus der Gießener Studentenschaft mit. 3m Stadttheater Giehen-Ost. Es spricht Oberbürgermeister pg. Ritter. Konzert des Stadttheaterorchesters, Darbietungen einzelner Mitglieder des Stadttheaters. 2 1.3 0 llhr späte st e n s sind diese Kundgebungen zu Ende. Anschließend Sammeln in der Stadt. Oie Hilfe unserer Reichswehr. Die Truppen des Standorts Gießen beteiligen sich am 8. Dezember, dem Tage der Nationalen Solidarität, in folgender Weise an der Sammlung für das Winterhilfswerk: Das Musikkorps, die Spielleute, sowie das Sängerkorps, geführt von einem Feldwebel, rechts und links begleitet von Fackelträgern, marschieren unter Führung von Oberleutnant N i e t s ch e um 17.30 Uhr Kaserne — Licher Straße — Ludwigsplatz — Gartenstraße — Hmdenburgwall — Straßenkreuz Hin- denburgwall — Seltersweg (dort Anzünden der Fackeln) über den Seltersweg — Kreuzplatz — Marktplatz — Neustadt zum Oswaldsgarten. Während dieses Marsches wird abwechselnd gesungen und gespielt. Am Oswaldsgarten nimmt die Abteilung im Rechteck Aufstellung und wird folgendes Programm zu Gehör bringen: Eine halbe Stunde später fuhr Parkins mit einem kleinen Koffer und den nötigsten Uebernach- tungsfachen, die der Diener ihm eingepackt, davon. „Soll ich Mister Parkins eine Fahrkarte besorgen, fragte der Chauffeur höflich. „Und zu welchem Tage, bitte?" .„Nein, nein! Lassen Sie nur!" sagte Parkins. „Die Karte besorge ich mir selbst. Fahren Sie nur nach Hause. Es könnte sein, daß Mistreß Borgloh und meine Frau den Wagen heute noch brauchen." John Mac Lean saß behaglich in einem tiefen Lehnsessel seines Arbeitszimmers. Vor ihm standen eine Platte mit ein paar belegten Brötchen und eine Flasche mit Portwein. „So, mein guter alter Talby!" meinte der Detektiv behaglich und nickte seinem alten Diener zu. „Nun ist mir schon bedeutend wohler. Ein Bad, ein Glas Portwein, eine gute Zigarre, da sieht das Leben schon wieder freundlicher aus." „Mister Mac Lean sollten sich wirklich nicht immer so leichtsinnig in Gefahren begeben!" — der alte Diener schien noch immer ganz aufgeregt von dem, was Mac Lean ihm beim Heimkommen erzählt hatte. „Wie oft haben wir alle schon Mister Mac Lean gebeten, nicht allein auf Erkundigungen auszugehen! Die jungen Beamten von Scotland Pard brennen doch darauf, Mister Mac Lean zu begleiten." „Glaube ich, daß sie darauf brennen, mein guter Tallw! Aber siehst du, in meinem Berus ist es gerade umgekehrt wie in anderen. Sonst sagt man, vier Augen sehen mehr als zwei; aber vier Füße verwischen mehr Spuren als zwei. Wenn ich so richtig auf einer Fährte bin, kann ich keinen anderen Menschen dabei brauchen. Da muß ich allein vorwärts!" „Und Sie werden so lange allein vorwärts gehen, Herr, bis Sie eines Tages umgekommen fein werden!" Mac Lean lachte: „Guter alter Talby, siehst du, ich bin ja bis jetzt immer wiedergekommen. Na — mach' kein so erschrecktes Gesicht, Alter! Gieß lieber noch ein Glas Portwein ein und dir auch eins, und trinken wir auf meine glückliche Rettung. Dann kannst du mal ein Telegramm an Mister Borgloh schicken. Ich glaube, es würde gut fein, er käme zurück." 3etnber in den Dienst der Allgemeinheit stellen, sowie auch die Gebefreudigkeit der gesamten Bevölkerung Gießens einen besonderen Ansporn erhalten wird. Gammler für das Winterhilfswerk. Bei der heutigen Sammlung für das Winter» hilfswerk im Rahmen des „Tages der Nationalen Solidarität" werden, wie uns von der zuständigen Stelle der Kreisleitung als Nachtrag zu der gestern veröffentlichten Sammlerliste mitgeteilt wird, als Vertreter der Universität noch die Professoren Glaser, Ruppert, Frau von Reichenau und Walter Fischer als Sammler mit tätig sein. Ferner werden die Mitglieder unserer Schrift» leitung, Dr. Lange, Blumschein, Dr. Thyriot und Neuner sich als Sammler in den Dienst des Winter- Hilfswerks stellen. 11 Nikolaus hat der Unfähig. die Chirurgische Klinik eingeliefert. Der Personen. selbst gemacht! Rienzi iSSäKU *mM8-w^- - 285.-^336.- Wechsefatrwii ErMHidi In «ÄmHidten FedtgescMBwi» fi rM UMM Zu feiner Zeft des Jahres spüren tölf diese Inneren Schwingungen stärker, als in den Weihnachtstagen. Weihnachten selber ist uns Beweis, daß die großen Siege nicht mit der Kraft der Faust, sondern mit den Kräften der Seele gewonnen werden. Auch heute stehen wir mitten in den Auseinandersetzungen zwischen den Kräften der Faust und der Seele, zwischen Licht und Finsternis, wie man früher sagte. Es wird unsere Aufgabe sein, auch weiterhin zu beweisen, daß allein die Kraft des gläubigen Herzens Berge versetzt. Mögen das die Wankelmütigen bedenken, die so schnell vergaßen, daß wir allein mit dieser Kraft den Sieg errängen. Wir wollen wieder so stark und gerade leben, daß wir uns den Weg zu Erde und All erobern. Dann werden auch wir wieder nur der inneren Stimme folgen, ihr treu und ergeben sein, mit der Blindheit des Kinderglaubens, der sich durch nichts von seiner zielklaren Entwicklung abbringen läßt. Geheime Preisbindungen verboten. LPD. Die Preisüberwachungsstelle des Hessischen Staarsministeriums teilt mit: Nach vorliegenden Berichten ist es vorgekommen, daß Unternehmer sich vor der Abgabe von Angeboten zumeist in formloser Weise über die anzubietenden Preise verständigen. Es werden ebenfalls formlose Verpflichtungen eingeganaen, Aufträge anzunehmen oder abzulehnen. Dem Auftraggeber wird es dadurch unmöglich, unter ordnungsgemäß berechneten Einzelangeboten seine Auswahl zu treffen. Es wird gebeten, solchen Erscheinungen besonderes Augenmerk zuzuwenden. Insbesondere sind die Gemeinden angewiesen, gegen solches Unwesen einzuschreiten. Soweit bestimmte Feststellungen vorerwähnter Art getroffen werden können, empfiehlt es sich, die betreffenden Unternehmungen zeitweise oder dauernd von Lieferungen auszuschlietzen. Gegen Formblätter mitpreisbinbungen LPD. Das Staatspresseamt teilt mit: Auf die Verordnung des Neichskommissars für Preisüberwachung vom 15. November 1934 zur Förderung selbständiger Kostenberechnungen in der Wirtschaft wird hingewiesen. Soweit nach tzeltendem Recht Preisbindungen nicht gestattet sind, ist es nach dieser Verordnung auch unzulässig, zu versuchen, preis- bindende Wirkungen auf andere Weise zu erzielen. Insbesondere ist es Verbänden, Vereinen und anderen Zusammenschlüssen, also auch Innungen, ebenso wie deren Vertretern und Beauftragten, nicht gestattet, Formblätter für Kostenberechnungen zu verwenden, in die Kosten und Preiszahlen eingesetzt sind. Die Ausgabe von Formblättern ohne Kosten und Preiszahlen ist unzulässig. Wer diesen Bestimmungen fahrlässig oder vorsätzlich zuwiderhandelt, wird mit Gefängnis und mit Geldstrafe, deren Höchstmaß unbegrenzt ist, oder mit einer dieser Strafen bestraft. Deutsche Arbeitsfront. NZ.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Gießener Bastler stellen aus! Am Sonntag, 9. Dezember, 15 Uhr, wird die angekündigte Ausstellung der Bastler des Kreises Gießen im Saale der DAF., Schanzenstraße 18, eröffnet. Es fiel nicht leicht, diese Menschen in der Verschlossenheit ihrer Bastelstube aufzustöbern und zusammenzubringen, denn ihre Arbeit ist ja nicht für die anderen bestimmt, sondern ist ihnen ein unendlich liebgewordenes Stück ihres Eigenlebens, das sie nur ungern der Öffentlichkeit zeigen. Ja, mancher fürchtet, in unserer so furchtbar praktischen und nüchternen Zeit als Sonderling betrachtet zu werden. Aber sie haben sich nun alle zusammengefunden und wollen ihren Arbeitskameraden zeigen, was sie in ihrer oft kärglich bemessenen Freizeit zuwege gebracht haben und sie anreizen, es ihnen nachzutun und das Basteln als ein wesentliches Mittel. einer sinnvollen Freizeitgestaltung in weitere Kreise zu tragen. Die Ausstellung bringt Gegenstände, die gediegenes handwerkliches Können und vor allem große Liebe und unendlichen Fleiß verraten, daneben aber auch Stücke von vollendeter Kunst. Schnitzereien, Einlegearbeiten, Kunstschmiede- und Treibarbeiten, weibliche Bastelarbeiten usw., gruppieren sich in bunter Fülle. Besonders reizvoll verspricht die Faltbootecke zu werden, die einen Ausschnitt aus der Arbeit der Gießener Paddlergilde bringt. Sehr reichhaltig ist auch die Gemälde-Aus- stellung, außerordentlich abwechslungsreich und gut beschickt selbstverständlich auch die Spielzeuggruppe. Eine Wohnraumecke, zwei Segelflugzeugmodelle und vieles andere vervollständigen die interessante Schau. Die Ausstellung dauert bis 3. Advent und ist täglich von 15 bis 19 Uhr geöffnet. Abfahrt des Lobeda-Chores zum Volkstumsabend in Alten-Vufeck. Wegen des Sieben-Uhr-Ladenschlusses am Sonntag, 9. Dezember, fährt der Omnibus erst um 19.30 Uhr pünktlich ab Ludwigsplatz. Opern Aufführung im Stadttheater. Am Sonntag, 6. Januar, nachmittags 3 Uhr, hn Stadttheater Aufführung der Oper „Der Freischütz" von Karl Maria von Weber. Preise der Plätze von 0,60 bis 2,50 RM. Arbeitskameraden macht von dieser günstigen Gelegenheit Gebrauch, sichert euch Plätze. Karten sind auf der Geschäftsstelle der NSG „Kraft durch Freude", Schanzenstraße 18, Zimmer Nr. 10, zu haben. IBann find „Kraft durch Freude"-Veranstalkungen vergnügungssteuerfrei? Bisher waren vielfach Zweifel aufgetreten, wann Veranstaltungen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" der Vergnügungssteuer unterliegen und wann nicht. In einem Schreiben an die Landesregierungen bat der Reichsminister der Finanzen hierzu ein- gehend Stellung genommen. Danach finden grundsätzlich die Bestimmungen Über die Vergnügungssteuer auf die Veranstaltungen der NSG. „Kraft durch Freude" Anwendung. Um aber eine gleichmäßige und gerechte Behandlung dieser Veranstal- tungeu herbeizuführen, bestimmt der Reichsfinanz. Minister, daß Veranstaltungen von „KdF." so zu Troubadour „Vineta." Dle Hitlerjugend fordert zur Erziehung der Fügend Heime! helft mit, der Hitlerjugend Heime zu beschaffen! kett des Vaterlandes, feinen Kindern in der Fremde vom Reichtum heimatlichen Wesens weiter mitzuteilen und diese Wanderer und Pioniere in der Ferne fürsorglich zu erfassen, wandten große Teile der Ausgewanderten sich dem neuen Volkstum zu. Es ist ein Gebot der nationalen Würde, hier das Versäumte nachzuholen. Der VDA.-Bezirksverband bittet daher jeden einzelnen, jede Behörde, jeden Der- ein und alle Körperschaften, die in Frage kommen, insbesondere aber die Ortsgruppen und Mitglieder des VDA., über jeden dort bekannten Auswanderer des letzten Menschenalters Mitteilung zu machen. Erforderlich ist die genau Anschrift, der Heimatort Beruf und Konfession. Besonders aufklärende Bemerkungen sind erwünscht. Die Zusendungen sind zu richten an den VDA.-Bezirksverband Frankfurt am Main., Städelstraße 26 — Fernsprecher 65765. Das Autounglück in Butzbach. dem schweren Unglück beim Bahnübergang unweit des Bahnhofs Butzbach, über das wir gestern schon berichteten, handelt es sich um einen Unfall, der Angehörige des Arbeitsamtes Gießen traf. Der “rQf!®agen wurde von dem Chauffeur Raab geführt der einen leichten Nervenschock erlitt. Bei der tödlich verunglückten Dame handelt es sich um die Berufsberaterin beim Arbeitsamt Gießen, Frl. Dr. Hauffig. Mit inneren Verletzungen wurde der Beamte des SlrhoiUnmtoa a»*, q«.. i wagen des Arbeitsamtes war von dem Durchgang«, güterzug Nr. 6290 an dem bewachten UebergaL der Straße Gießen-Butzbach überfahren worden Di- Schranke war nicht geschlossen. Der hintere Teiii des Autos wurde völlig zertrümmert. Unsere Saar, ein Jahrbuch für des deutsche Volk, 1935. Die Industrie- und Handelskammer Gießen teil! uns mit: Um die Aufklärung über die Bedeutung der Rück» gliederung des Saargebiets fortzusetzen und gleichzeitig weitere Mittel für das Winterhilfswerk ijj Saargebiet aufzubringen, erscheint nunmehr, h^. ausgegeben von der Derlagsgemeinschaft Verlag her Deutschen Arbeitsfront, Berlin — NSZ.-Verlao Neustadt a. d. Haardt — Kurt Vowinkel-Verlag Berlin, unter dem Titel „Unsere Saar, ein Jahrbuch für das deutsche Volk, 1935“ ein neues Aufklärungswerk. Das Jahrbuch entfjai neben dem Kalendarium mit feinen Hinweisen a§ die einzelnen Etappen des Abwehrkampfes ein, Reihe bedeutsamer Beiträge über Leben und Schass, an der Saar. Lebensvolle Bilder veranschaulich auf über 100 Seiten die völkischen, politischen und wirtschaftlichen Werte der Westmark; sie kennzeichn nen die Saar als den unerschütterlichen Pfeiler ini jahrhundertelangen Grenzlandkampf um Heimat Boden und Volkstum. Der Preis des Jahrbuchs beträgt 1— RM. Wie beim Saar-Abstimmungs-Kalender wird auch der Reinertrag des Jahrbuchs „Unsere Saar 1935' ausschließlich der Saar zugute kommen. Wir bitten die uns angeschlossenen Firmen und Betriebe, do§ Aufklärungswerk zu beziehen und für weitgehenden Absatz Sorge zu tragen; das Jahrbuch hat die Ausgabe, in jedem deutschen Wohn- und Arbeitsraum im Jahre 1935 an die naturgewollte Zusammengehörigkeit von Reich und Saar zu mahnen. Nikolaus in der Turnstunde. Während der nebelig - regnerische Nikolaustag langsam in Dämmerung und Nacht absank, flammten in der Turnhalle des Männerturnvereins ju Gießen die Lichter auf, und Turnerjugend strebt- dem vertrauten Uebungsraum zu. Unter stisch-stK lichem Lachen und Spielen füllt sich allmMch die weite Halle, ungebändigter BewegungÄmz schwingt in spielerischen „Kürübungen" derteilt Reck, Barren, Pferd, an Leitern, Klettergerüste und Ringen durch den Luftraum. Ein forsch« Junge stellt die eben vorbeihuschende Sigrid: „War wollt Ihr denn hier? Ich denke, Ihr habt gestern abend Eure Turnstunde gehabt! Heute abend sind wir doch an der Reihe!" Selbstsicher antwortet Sigrid: „Aber unsere Leiterin Else Bickelhaupt hat uns gestern am Schluß der Turnstunde auf heute abend wieder bestellt; mehr weiß ich auch nicht'." — „Das ist verdächtig!" meint hinzukommend Hans-Wilhelm, und die schon Zusammenhänge ahnende Jngeborg mischt sich hinein: „Das ist doch sehr einfach — heute ist doch Nikolaustag!" — „Ach was, Ä-1 laustag!" fährt der von Alter und Erfahrung schon etwas belastete Rudi in den Kreis der Nachdenklichen hinein: „Seit drei Jahren hat uns der Nikolaus nicht besucht, warum soll er ausgerechnet heute kommen? Die Turnhalle sieht gar nicht nach Nikolaus aus! Ich glaube, wir Jungen und Mädel sollen bloß einmal zeigen, was mir können; vmu wären denn sonst auch die vielen Eltern ha?' Plötzlich schrillt die Pfeife des Jugendwartes Heinrich Freienfehner und der Befehl: „Antreten!" läßt das ungebundene Wogen und Treiben erstarren zu wohlausgerichteten Reihen. Die Span- I nung ist auf das Höchste gestiegen. Aber nüchtern und alltäglich schallt in die Stille des Raumes der weitere Befehl: „Zu Uebunqsrieqen an die GercS auseinanderziehen!" Ein leises Murmeln durch.'? j Reihen zeigt an, daß manches Kinderherz in birt* Augenblick um ein Illusion ärmer geworden ft Also — regelrechter Uebungsbetrieb, Bube» Mädel zusammen und die Eltern als Zuich«"' Eine halbe Stunde mochte es sein, da greift rm Machtwort des Vereinsführers Karl Müller^ und nun kommt Klarheit in die schwankenden &■ mütslagen: der Nikolaus ist draußen mit fRute unh Sack! Und schon erscheint er in feinem langen weißen Bart und gegürtet im wallenden braunen Mantel und spitzer Kapuze bei der überraschten Kinderschar. Oberturnwart H u ß k e muß vortreten und melden: 60 Knaben und 70 Mädchen zur Turnstunde angetreten. Das macht dem Nikolaus gro6* Freude, aber er hat auch einen langen Zettel, ® dem geschrieben steht, was ihm im Laufe des 3^' res nicht gefallen hat und was ihm gefällt, und <' versteht ausgezeichnet die Jugend für ihre Turnstunden zu begeistern; ein Turnerlied sollen sie ibn> auch singen, und in bewährter Bereitwilligkeit begleitet Turnbruder Otto G u t i a h r am Flügel. schöner Ordnung zieht nun Riege um Riege großen Breielkorb vorüber, und Nikolaus heim dankbar leuchtende Blicke, Handschlag und anmutige Kn ixe für seine Gaben ein. Mit einem freudig Gut-Heil auf den Führer und die Deutsche Turn«' schäft und nach dem gemeinsamen Gesang der bei' den Nationallieder verabschiedet sich der Nikolas und als er die Türklinke niederdrückt, machen s kindliche Freude und Dankbarkeit Luft in bem^' len Ruf: „Dem lieben Nikolaus ein breif^v kräftiges Gut-Heil!" In dem Gedränge des V. bruches meinte Rudi: „Wenn ich nur wüßte. den Nikolaus gemacht hat?" Aber Hannelore ihn mit glühenden Wangen und leuchtenden behandeln sind, als ob sie im Interesse der Kunst- pflege und Volksbildung als gemeinnützig aner- ^ovnt sind; sie sind also von der Vergnügungssteuer zu befreien. In der sinngemäßen Anwendung der im Gesetz vorgesehenen Steuerbefreiung wird jedoch Steuerfreiheit nur für solche Veranstaltungen ge- " brie , NS.-Gemeinschaft „Kraft durch J .a u f eigene Rechnung durchfuhrt. Erne Befreiung von der Vergnügungs- fteuer kann jedoch nicht erfolgen, wenn die 23 er- anstaltung mit Tanz verbunden ist. Derufshauptgruppen in der DAS. Verufsgemeinschaft der Techniker. Am Tage der Nationalen Solidarität fällt die Monatsversammlung der Berufsgemeinschaft der Techniker aus. Anschriften von ausgewanderten deutschen Volksgenossen gesucht! ,D-r Volksbund für das Deutschtum im Ausland (VDA.) beabsichtigt künftig eine noch stärkere Be- treuung aller ausgewanderten deutschen Volksgenos- sen durch Zusendung deutschen Schrifttums (Kalender, Kirchenblätter, Dereinsnachrichten, Heimatzeitungen usw.). Durch diese Maßnahme soll einem gängel abgeholfen werden, der zur Folge hatte, daß viele Tausende guter Deutscher ihrem Volkstum nerlnrt-n rung der jüngeren Steinzeit verdankt. Dann setzte südlich der Ostsee von Jütland und Nordhannover aus die erste Ost-Expedition „nordischer" Kultur und „nordischen" Volkstums ein — wenn diese gebräuchlichste Beziehung für die Menschen der Großsteingräber und des Flintgeräts auch hier erlaubt sein soll. Auch von diesem Kulturkreis führen bekanntlich gewisse Ausläufer bis in die Wetterau. Es wäre aber falsch, dabei schon von „Germanen" zu sprechen: Damit die Germanen in Jütland und Nordhannover stammlich „fertig" wurden, bedurfte es erst nach des Einschlags jenes mächtigen „Streit- axtvolkes", das am Ende der jüngeren Steinzeit mit dem Zentrum im Elb-Saale-Land plötzlich in aller Welt auftritt, hier in Hessen so gut wie an der Ostsee bis nach Ostpreußen hin, in Nordwestdeutschland wie im Südosten. Dieses Volk hat am meisten die sog. „nordischen" Rasseeigentümlichkeiten verbreitet. Zu Beginn der Metallzeit in der ersten Hälfte des zweiten vorchristlichen Jahrtausends waren die ,Germanen" im westlichen Ostseegebiet stammlich fertig. Es folgt im Laus des Jahrtausends die zweite Ost-Expansion „nordischen" Kulturwesens und Volkstums nach dem Osten der Küste entlang zur Weichsel. Nachschub bleibt aber dann aus: es finden stammliche Spaltungen statt, schließlich um die Mitte des letzten vorchristlichen Jahrtausends zunächst in Hinterpommern und Westpreußen starke Abwanderungen nach Süd- osten. Die germanische Ost-Expansion war ebenfalls eine „bäuerliche" Kolonisation: sie hatte ein erstaunliches Wachsen des Wohlstandes zur Folge, was durch massenhafte Bronzeschatzfunde erwiesen ist. Es war das „goldene" Zeitalter der germanischen Urgeschichte — feine Kultur aber gründete sicher in einer gerade heute erschreckend wirkenden Weise fast ganz auf den Import! Wie schon in der Steinzeit saßen auch in der ausgehenden Bronzezeit im Unterobergebiet Menschen südlicherer Herkunft — Stammesverwandte der „Urnenfelderleute" Süd- unb Westdeutschlands. In ben letzten Jahrhunder- ten vor Christi Geburt gehört Pommern zu ben Sitzen geschichtsberühmt geworbener Germanenstämme: Sweben, Burgunben, Goten ... Die große germanische Völkerwanderung machte sich hier zu allererst bemerkbar. Die bauernben Auswanderun- gen minbern unaufhaltsam bie Volkszahl bes germanischen Nordens unb Ostens. Um 700 n. Chr. sickern slawische Stämme auch nach Pommern ein. Die„ nordgermanischen „Wikinger" unb „Normannen" berührten auf ihren Fahrten auch bie pom- mersche Küste. In bieses „Miliö" führen uns bie chronistischen unb sagenhaften Überlieferungen um Jumne / „Vineta" / Jomsburg. Diese „Großstabt im Slawenlanb" unb bie ihr zugehörige vermutliche Wikingerfaktorei suchen bie Historiker jetzt fast einstimmig unter unb bei Wollin an ber Dievenow, dem östlichen Münbungsstrom ber Ober. Hier finb tatsächlich bie ausgebehntesten unb mächtigsten Sieblungsreste aus wendisch-wikingischer Zeit, bie wir kennen. Mit ihrer Untersuchung würbe in die- fem Jahr begonnen: Auf bem Marktplatz ber Stabt Wollin ergrub man starke Ruinenschichten oft zerstörter unb roieber aufgerichteter Holzbauten mit erstaunlichem Funbreichtum. Unb bicht bei ber Stabt konnten bie Reste einer festen Burg jener Zeit nachgewiesen werben. Es ist kein Zweifel, baß hier „eine Großstabt im Wenbenlanb" mit regem Wandels- unb Gewerbebetrieb unb mit merklichem „norbischem" Einschlag geblüht hat: mit Zuversicht plant man bie weiteren Untersuchungen auf biefen Ruinenstätten, bie sich über etwa 3 Kilometer am Dievenowstrom entlang ziehen. „Vineta" — so reich man sich bas Gemeinwesen benfen mag, das 2^nlaß zur Sage gob, so war es eine slawisch-nordische Stabt aus Holz ohne bauerhafte Steinbauten. Solche entstauben hier erst im Gefolge jener mittel- alterlich-beutschen Großtat: als bie britte Osterpan- fion „norbischen", jetzt germanisch - deutschen Volkstums vollbracht war, als ber Osten unb ber Norbosten burch bäuerliche Kolonisation beutsch geworben war. Der Vortrag, besten Inhalt burch sehr zahlreiche Lichtbilber veranschaulicht würbe, schloß mit einem Hinweis auf die im Lauf ber Jahr- taufenbe immer roieber in gleicher Weise sich aus- roirfenben lanbschaftlichen Gegebenheiten bieses Le- bensraumes an ber Ostsee, bie sich bis heute ihre schicksalhafte Kraft bewahrt haben. Reicher Beifall brückte, wie auch Dr. Glöckner in seinem Schlußwort betonte, bem Vortragenben den Dank aus für bie Fülle bes in glänzenber Form Dargebotenen, bas burch viele schone Lichtbilber verbeutlicht war. Mit bem Vortrage des Stettiner Museumsdirektors Dr. Kunkel leitete der Oberhessische Geschichtsverein am Donnerstagabend feine Vortragsreihe ein. Nach kurzer Begrüßung führte Gtudienrat ör. Glöckner etwa folgendes aus: Th. Mayer, der sonst als Vorsitzender des Vereins hier zu Ihnen sprach, hat uns, einem Rufe nach Freiburg folgend, vor kurzem verlassen. War auch die Zeit, da Professor Mayer den Verein führte, nur kurz, so ist doch die Lücke groß, bie er bei uns hinterläßt. Er ist kein Sohn unserer Heimat, aber er kannte sie doch besser als mancher, ber von Kinbesbeinen an in ihr umhergegangen ist. Mit offenem Auge unb echt österreichischer Fähigkeit ber Einfühlung unb jenem geschärftem Sinn für lanbschaftliche Geschichte hat er unser Lanb durchstreift unb bas in sich ausgenommen, was Felb unb Walb, Dorf unb Flur, Bauwerk unb Mensch als unmittelbare Quellen von ber Vergangenheit berichten. Mit erstaunlicher Schnelligkeit hat er sich mit ber Geschichte bes rhein-maini- schen Laubes vertraut gemacht, hat als Leiter ber geschichtlichen Abteilung ber Anstalt für Landes- forfchung bie ftubierenbe Jugenb unb bie kommen- ben Erzieher für bieses Forschungsgebiet interessiert unb bie Forschungsergebnisse von bort uns hier im Verein vermittelt, wie es die Gruppe ber Vorträge bes vergangenen Winters zeigte, in bereu Mittelpunkt bie geschichtliche Stellung unseres neuen Rhein-Main-Gebietes staub. Er hat bamit zugleich bie Vergangenheit für bie Gegenwart ausgewertet unb bamit auch unsere Arbeit in ben Kreis ber Aufgaben hineingestellt, bie bie neue Zeit uns auferlegt. Auf biefer Gruublage hat er auch bas Interesse ber Behörben für bas Wirken bes Geschichtsvereius geförbert. Wir banken ihm für alles, was er für unseren Buub getan hat, fenben ihm ein herzliches Glückauf in fein neues Arbeitsstil) nach. Die Sterne, bie über unserer Arbeit hier leuchten, finb ewig: Die Liebe zur Heimat unb bie Liebe unb Verehrung für bie Menschen, bie vor uns sie mit bem Schweiße ihrer Arbeit getränkt haben. „Blut unb Boben", so sagt bas nationalsozialistische Wort in treffenber Kürze, unb wir finb uns be- mußt, in seinem Sinne unb im besten Geiste bes Führers zu arbeiten. Die befonbere Eigenart unsres Schaffens beruht in feiner Verbunbenheit mit ber historischen Forschung, unb ber Verein ist stolz bar- auf, Entscheibenbes geleistet zu haben für bie Geschichte unb Vorgeschichte unseres Laubes. Wo im Volke ber breite Strom ber Liebe unb bes Interesses für bie beutsche Heimat fließen soll, ba müssen auch Quellen unb Quellbäche sein, bie biefen Strom nähren — eine von biefen wollen wir sein, müssen wir sein, heute erst recht, wo unsere wissenschaftliche Leistung nicht sinken barf, wo junge Talente ber Anregung bebürfen, wo unsere Heimat- liebe nicht Wort, sonbern Tat fein soll. Treue zum Bunbe heißt also bie Losung, unb wir bürfen aus ber Zahl berjenigen, bie unserer heutigen Einladung gefolgt finb, wohl ben Schluß ziehen, baß ber Verein in Gießen einen Stamm von Getreuen besitzt. Ihr Besuch gilt aber auch bem Rebner bes Abenbs, Herrn Museumsbirektor Kunkel, ber uns ja kein Unbekannter ist. Er hat als Schriftführer unseres Vereins uns nahegestanben, hat als Assistent unseres Museums sich seine Sporen als Archäologe mit einem Werke verbient, bas unsere Provinz Oberhessen zu ber Lanbschaft machte, beren vorgeschichtliche Altertümer mit am besten gesammelt unb gewürbigt finb. Museumsdirektor Dr. Kunkel begann seinen Vortrag mit einer kurzen Schilberung der lanbschaftlichen unb besieblungsgeschichtlichen Verhältnisse Pommerns, bas ja mit etwa 400 Kilometer ben größten Anteil an ber beutschen Ostseeküste hat, wo sich am „Mittelmeer bes Norbens" wichtige Kapitel altgermanischer Geschichte abspielten. lieber bas völkische Wesen ber frühesten, „mittelsteinzeitlichen" Bevölkerung Pommerns kann freilich noch nichts Vorläufiges gesagt werben. Reste baoon scheinen bas vierte vorchristliche Jahrtausenb überbauert zu Haden. Zwar kannte ber Norben offenbar bamals schon Anfänge bes Ackerbaues Die Pflugwirtschaft ist aber erst burch Kolonien des b o n a u l ä n b i s ch e n K u l t u r k r e i s e s ins Unterobergebiet verpflanzt worben, also burch Menschen besselben Volkstums, ben auch bie Wetterau nidjt wenig von ihrer bäuerlich-seßhaften Bevölke- |j Der gute, billige und bequeme Brenns ll^^^H^ch.kein Ruß, keine Schlacken ri kett s I 6628V Heuchelheim, den 8. Dezember 1934 7223 D 05846 GesellWfk fit Ero- nnö Bölfetloaöe in (Sieben 7209 D W Eintritt 75 Pf., Studenten, SchAer, Mlitär 40 Pf. Bieften ? Dann BheinOold 7208 A Teppiche Botel Bayrischer Hoi ► ntair. 10. D^zpmhAr. n bends 8.1 .>T hr Montag, 10. Dezember, abends 8.15 Uhr Großes Konzert ie vielen s IugendMi- der W: j Wogen und . en Reihen. $ stiegen. Aber R stille des W sriegen an dii ?5 Mumeln ik 5 Kinderherz >> ärmer gem gsbetneb, Bud Eltern als x es lein, da e rs Karl Mül die schwam^ draußen mit- er in feines im wallende"' bei der # »ußkeE 70 Mädchen' ,t dem Rik»^ nen lanae"^ hm im Las ins ihm El lugfflh urnerii».S L« ebet HB laus W W Politik sie § 'Utterlichen W um k e,s des Jahrbch )5=Mnber ch Unsere Saar I 1 kommen. Hi en und Betrieb "ud für meitgi oahrbuch -und ArbeitsrL lte Zusaminmc «ahnen. turnffunbe, gnerische Nit-'' Rächt abfant-' lkännerturnvem Turnerjugend i zu. Unter fr® füllt sich alle }ter Bewegung rühungen" oerh eitern, Merger. iftraum. 6in (en iichendeM',.§. Vortrag Heilkräfte der Natur Der bekannte und beliebte Harzer Redner L. Schierholz spricht über Ernährung, Atmung, Leber-und Drüsenleiden, offene Beine, Krampfadern. Nierenleiden, ferner wie beuge ich vor bei Gicht, Ischias, gegen Asthma, Dann- und Magenleiden, Schlaflosigkeit. Stuhlverstopfung. Wie entstehen Fettleibigkeit? Adernverkalkung ? Alterserscheinungen ? Jeder soll und muß diesen Vortrag hören! Nur für Erwachsene. Kein Radium. Keine Apparate. - Die hergestellten Gerichte werden als Kostproben verausgabt. Unkostenbeitrag 30 Pfennige einschl. Kostproben. — Siehe Anschlagsäulen! o58io Operetten-Abend 7U,D ausgeführt von der Gießener Militärkapelle Leitung: Obermusikmeister E. Krauße Eintritt 50 Pf. Militär n. Studenten 30 Pf. Gießener Vochenmarktprelse. ' • Gießen, 8. Dez. Auf dem heutigen Wochen- narkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis , ,55 Mark, Landbutter 1,42 Mark, Matte 20 bis p Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische '-'ühlhauseier) 10 bis 13, (ausländische) 10 bis 13, Dirsing, das Pfund 8 bis 10 Pf., der Zentner I Mark, Weißkraut, das Pfund 6 bis 8 Pf., der Zentner 3,50 bis 4 Mark, Rotkraut, das Pfund 10 is 12 Pf., der Zentner 9 Mark, Gelbe Rüben, das :sund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat '.2, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl D bis 30, Feldsalat 70 bis 80, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, artoffeln 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, tzepfel, das Pfund 7 bis 12 Pf., der Zentner 7 bis P Mark, Birnen, das Pfund 6 bis 10 Pf., Nüsse 0 bis 50, Honig 40 bis 45, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 65 bis 75, Gänse 70 bis 80, Enten i:0 bis 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl ) bis 50, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10 rrttich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf. Vornotizen. — Tageskalender für Samstag: Tag der rationalen Solidarität, 15 Uhr, Beginn der Samm- Ingen. — NSLB., Kreis Gießen, Fachschaft kör- pliche Erziehung, 14.30 Uhr, am Schützenhaus, ^isammenkunft. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: ,.0ie Reiter von Deutsch-Ostafrika". — Astoria- Ichtsviele, Seltersweg: „Der Doppelgänger". — kmchskammer der bildenden Künste, Gruppe Gie- fin, Turmhaus am Brand, 16 bis 18 Uhr, Weih- nchtsausstellung. — Tageskalender für Sonntag: NS.- (imeinfchaft „Kraft durch Freude", Haus der VF., Bastelausstellung. — Stadttheater, 15 bis 1?45: „Peterchens Mondfahrt", 19 bis 21.30: ,rHt Wien". — Gießener Burschenschaft, 20 Uhr, 3juc Aula, Saarkundgebung. — Lichtspielhaus, Mnhofstraße: „Die Reiter von Deutsch,Ostafrika", — Aftoria-Lichtspiele, Seltersweg: „Der Doppel« Tiger". — Caf6 Leib, 20 Uhr, großes Militär- Liizert (Operetten-Abend). — Heimatvereinigung ^Oiffenberg, 17 Uhr, Schiffenberg, Familien-Zu- I Immenkunft mit Weihnachtsfeier. — Reichsfach- V'ppe Imker, Ortsgruppe Gießen, 14.30 Uhr, Siel Hopfeld, Versammlung. — Reichskammer der b senden Künste, Gruppe Gießen, Turmhaus am Stanb, 11 bis 13, 16 bis 18 Uhr, Weihnachtsaus- ft lung. — Gesellschaft Liebig-Museum, 11.15 Uhr, H"rsaal, Liebigstraße 12, öffentliche Vorträge: j Pvfessor Dr. Sommer „Die Totenmaske Justus d i Liebigs", Helmut Henning: „Ueber die von b' Familie des Herrn Dr. Waslö gestiftete Stein- fcumlung." — Stadttheater Gießen. Sonntag, 9. De* 31:1b er, zum ersten Mal das diesjährige Weihnachts- n^rchen: „Peterchens Mondfahrt" von Hans von Lssewitz mit der Musik von Clemens Schmalstich; Srelleitung hat unser Märchenonkel Karl Dolck, ßjung der Märchenmusik liegt bei Konzertmeister tfana Kerzisnik, während Theo Bäulke bi'1 Märchenreigen der Kinder einstudiert hat. Abends äußer Abonnement die Operette „Alt-Dien"i von Josef Lanner, in der Inszenierung P. W r e d e, unter der musikalischen Leitung von Fritz C u j d Dienstag, 11. Dezember „Das Spiel von den hei-1 ligen drei Königen", nach der Weihnachtslegende von Felix Timmermans; diese Erstaufführung steht unter der Spielleitung von Intendant Hanns König. — Mittwoch, 12. Dezember, Wiederholung des „Spiels von den heiligen drei Königen". — Donnerstag, 13. Dezember, geschlossene Vorstellung für die NS.-Kulturgemeinde, Ring Deutsche Bühne, „Das Spiel von den heiligen drei Königen"; kein Kartenverkauf. — Freitag, 14. Dezember, Timmermans „Das Spiel von den heiligen drei Königen". — Samstag, 15. Dezember, geschloffene Vorstellung für die NS.-Kulturgemeinde, Ring Deutsche Bühne, Wiederholung von Timmermans „Das Spiel von den heiligen drei Königen". — Gesellschaft Liebig-Museum. Auf die öffentlichen Vorträge am morgigen Sonntag von Prof. Dr. S o m m e r über „Die Totenmaske Justus von Liebigs" und von H. Henning über eine dem Liebig-Museum gestiftete Steinsammlung sei besonders hingewiesen. (Näheres in der heutigen Anzeige.) — Gesellschaft für Erd - und Völkerkunde. Nächsten Donnerstag Lichtbilder-Vortrag von Prof. Behrmann (Frankfurt) über „Reisen in der nördlichen Sahara^. (Siehe heutige Anzeige.) ** Jubilar der Arbeit. Der Maschinenschlosser Gustav Grams, Bergwerk (Oberhof), kann am 9. Dezember auf eine 25jährige Tätigkeit im Gießener Braunsteinbergwerk (vormals Fernie) zurückblicken. Der Jubilar ist seit 30 Jahren treuer Leser des Gießener Anzeigers. ** Straßensperrungen. Wegen Vornahme von Gleisbauarbeiten werden am 10., 11. und 12. Dezember der Bahnübergang zwischen Riegelpfad und Aulweg und am 13., 14. und 15. Dezember der Bahnübergang am Erdkauterweg für den gesamten Fährverkehr gesperrt. ** Das Museum im Alten und im Neuen Schloß ist am Sonntag zwischen 11 und 13 Uhr geöffnet. ** Das Fundsachenverzeichnis. Die Polizeidirektion Gießen teilt mit: Das Verzeichnis über die im Monat November gefundenen bzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur der Polizeidirektion, Landgraf-Phl- lipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb 2 Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. ** Aenderung der Vorschriften für Po st prote st aufträge. Mehrfachen Wünschen aus Wirtschaftskreisen entsprechend hat der Reichspostminister angeordnet, daß vom 10. Dezember 1934 an Postprotestaufträge — außer denen mit Sichtwechsel — dem Bezogenen zum ersten Male am Zahlungstag des Wechsels — nicht wie bisher am 1. Werktag nach dem Zahlungstag — vorgezeigt werden. Die zweite Vorzeigung und der Protest fallen auf den 2. Werktag nach dem Zahlungstag, Gasthaus JniDtniWir Klein-Linden Morgen Sonntag, den 9. Dezember ab 4 Uhr: Sffentttch.Lanz Die Musik wird ausgeführt von HlUglieöern öer Gietzev. Mikiittlwelle Es ladet freundlichst ein 72OoD Franz Rathenow. Ivörausgesetzt, daß ber Protest aus besonderen Grün- Den nicht früher erhoben werden muß. Im übrigen Ihat der Bezogene, wie bisher, Gelegenheit, den IWechsel bei der Postanstalt bis zum Schalterschluß am Werktag nach dem Zahlunastaa einzulösen. ** Woran erkennt man frische Eier? Die neue Ordnung auf dem Ciermarkt und die Kennzeichnung haben der Hausfrau den Vorteil gebracht, daß ihr nicht mehr geringwertigere Eier als frische vorgesetzt und kleine nicht mehr unter die großen gemischt werden können. Da die Kühlhaus- ei er jetzt abgestempelt sind (K im Dreieck), macht sich der natürliche Mangel an frischen Eiern in dieser Jahreszeit zum erstenmal auch in den Ladenauslagen bemerkbar. Früher wurden die K-Eier oft als frische bezahlt. Dabei wird darauf hingewiesen, daß die Hausfrau nur dann frische Eier bekommt, wenn sich an der Auslage ein Schild „G 1, voll frische Eier" befindet. Der Deutschstempel verbürgt lediglich die Herkunft. Für die Güte ist nur der Kaufmann verantwortlich. ** Nikolauswanderung des VHC. Gießen. Man schreibt uns: Nikolauswanderung war die Losung für den vorigen Sonntag. Wie immer bei solcher Gelegenheit, war die Beteiligung sehr stark. Wir wanderten vom Oswaldsgarten aus zunächst an den Bootshäusern vorbei dem Bahn- lnimert f & :**& LPD. Frankfurt, 7. Dez. In einem Hospiz m der Nähe des Mains meldete sich am Mittwoch gegen 24 Uhr ein vor Nässe triefendes 1 4 j ä h - riges Mädchen. Es gab auf Befragen, woher es komme, einen gräßlichen Tatbestand an. Das Kind erzählte, es fei schon seit langer Zeit zu Hause vom Vater mißhandelt und schlecht behandelt worden. Am Mittwoch habe ihm der Vater wieder Vorhaltungen gemacht, daß es einen schlechten Lebenswandel führe und es schließlich aufgefordert, sich in den M a i n z u st ü r z e n. Er ließ schließlich das Mädel noch einen „Abschiedsbrief" schreiben: „Wenn ich aus dem Leben scheide, trägt mein Vater keine Schuld daran". Am Abend gegen 11 Ahr begab sich der Mann mit seiner Tochter zur Deutschherrenbrücke, wo er das Kind nochmals aufforderte, über das Brückengeländer in den Main zu springen. Der Mann gab dabei noch genaue Anweisungen, wie sich das Mädchen bei diesem Selbstmordversuch verhalten solle. Mit den Dorten: „hoffentlich bist du im Tode stärker, als du im Leben warst. Schreie nicht!" nahm der Rabenvater Abschied von seinem Kind. Unter Jammern sprang das Kind tatsächlich in den Fluh. Der Vater blieb noch eine Weile auf der Brücke stehen und ging dann, ohne auf die Hilferufe seines Kindes zu achten, seelenruhig nach Hause. Luise Haas Fritz Karl Simer geben ihre Verlobung bekannt Sieben Wiesbaden M-Ichstraß-ri ’■ D-z°mb-r 1934. @je-en Cafe Leib Sonntag, den 9. Dezember, abends 8 Uhr: Das Kind konnte zu seinem Glück schwimmen und sich dadurch an das Ufer retten. Der Vorsteher des Hospizes verständigte sofort die Kriminalpolizei. Die Polizei verhaftete bald darauf die Eltern des Kindes, das Ehepaar Hölfeld aus der Herbartftraße. Beide behaupte- ten zunächst, nicht zu wissen, wo sich ihre Tochter aufhalte. Die gleiche Angabe machte auch die später verhaftete 16jährige Schwester des Mädchens. Schließlich legte zunächst der Unmensch- liche Vater ein Geständnis ab. Die ältere Tochter aab außerdem weiter zu, daß ihr und der Mutter die Untat genau bekannt war. Nur die Mutter bleibt nach wie vor bei ihrem hartnäckigen Leugnen und meint, es seien ihr böhmische Dörfer, wie Mann und Kind derartige Geständnisse machen könnten. Der Polizei erklärte der Vater außerdem noch bei seiner Vernehmung, das Kind habe ein sittlich völlig verwahrlostes Leben geführt und die ganze Familie in schlechten Ruf gebracht. Entgegen dieser Behauptung konnte feftgeftellt werden, daß der Lebenswandel des Kindes einwandfrei war. Es hatte nur ein paarmal die Berufsschule geschwänzt und die Eltern in harmlosen Fällen angelegen. Das unglückliche Mädchen liegt mit einer schweren Lungenentzündung, die es sich tn dem kalten Mainwasser geholt hat, im Städtischen Krankenhaus. Sein Zustand ist glücklicherweise nicht besorgniserregend. MORGEN SONNTAG TIM IW* Anfang abends 8 Uhr! 7186d Heute Samstag: Metzelsuppe! 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Dezember (934 Ri ist Ersatz einstellen, so daß die Mannschaft schon mer Oberheffen len .a- r unübertroffen swa ii'i 1 liicl®,* Sil y "V 11 für h lachts-Eint itermM/z/i Mt- go o.VM&W\ I m witscht™ mckgsrtMM termätMw igo, Bouc' i it, Bl A'\ch bis ■' Sten Weiten, $ - 39.- 42.-fr ortmäntelin' । grauen Stoffe" arbeitetfSelbsii Größen M Brigade führer Herrmann, der Hand- ball-Fachamtsleiter, hat einen Ausruf erlassen, in dem er allen Handballfreunden für ihre tatkräftige Hilfe anläßlich des Opfertags der Handballer Dank und Anerkennung ausspricht. •3*1» Der Männerturnwart der DT. Schnei, der, Leipzig, der mit der Festlegung der Pflichtübungen für den Geräte-Zwölfkampf bei der Berliner Olympiade beauftragt war, hat diese nun ausgearbeitet und dem Olympia-Komitee oorgelegt. * Die Skizunft Ruhestein im württern- bergischen Schwarzwald hat Ludwig Lantschner, einen Läufer aus der berühmten Tiroler Ski- Familie, als Skilehrer verpflichtet. * 16 6 Teilnehmer wird Norwegen für die Olympischen Spiele 1936 nach Berlin entsenden. ■ 11 lden-K'e5 Die erste. Mannschaft des Turnvereins Wieseck zum rückständigen Spiel der Borrunde in Krofdorf zu Gast. Wiefeck muh für zwei seiner besten Stür- viel Siegeswillen mitbringen muß, wenn sie auf dem kleinen Platze gegen die aufstrebenden Gastgeber bestehen will. Die zweite Mannschaft tritt mit viel Ersatz und wenig Sieaesaussichten in Allendorf (Lahn) zum Verbandsrückspiele an. Kurze Sportnotizen. Eine deutsche National-Box staffel startet am 13. Dezember in Frankfurt gegen eine Staffel des Gaues Südwest und am 15. und 16. Dezember in Völklingen bzw. Saarbrücken gegen Auswahlmannschaften der Saar. = Steinbach, 8. Dez. Am gestrigen Freitagabend fand im Saale des „Einhorns" eine Kundgebung der NS. - Frauenschaft Stein- b a ch statt, zu der auch die Evangelische Frauen- hilfe eingeladen und erschienen war. Bürgermeister und Ortsgruppenleiter Rink leitete die Kund- gebung; nach kurzer Begrüßung erteilte er das Wort dem Redner des Abends Pg. Michel (Gießen). Dieser sprach über die Aufgaben der Frau im Dritten Reich und besonders über ihre Mithilfe beim Winterhilfswerk und bei der Bekämpfung der Hetzereien. Nach den mit Beifall aufgenommenen Ausführungen schloß der Ortsgruppenleiter die Kundgebung in üblicher Weise. Lieh, 7. Dez. Der Ortsring Lich des Reichsbundes „Volkstum und Heimat" veranstaltete gestern in Gemeinschaft mit dem Zweigverein Lich des VHC. einen Heini a at b e n d im „Holländischen Hof". Der Ortsringführer, Rektor Erb, begrüßte die Erschienenen und gedachte in seiner Begrüßungsansprache zweier deutscher Helden, des greisen Feldmarschalls des Weltkrieges von Mackensen, der an diesem Tage sein 85. Lebensjahr beendete, und des preußischen Freiheitskämpfers, Major Freiherr von L ü tz o w , dessen Todestag sich am gleichen Tage zum hundertsten Male jährte. Zu Ehren dieser beiden Helden wurden die Lieder „Der Gott, der Eisen wachsen ließ" und „Was glänzt dort im Walde" gemeinsam gesungen. Stiftsdechant Kahn (Lich) sprach dann in etwa einstündigen Ausführungen über das Thema „Sitten und Gebräuche". Der Vortragende schilderte anschaulich das im deutschen Volk fest verwurzelte und auch heute noch in Hebung stehende Brauchtum und dessen Ursprung, sprach u. a. über die Entstehung der Gebräuche am Martinstag (11. November), Ändreastag (30. No- vember), Nikolaustag (6. Dezember),in den Klöpp- lernächten (vor Weihnachten), ferner über die Einführung des Weihnachtsfestes in den christlichen Ländern, das seinen Ursprung in einem Fest der Römer (Fest der Saturnalien) habe, und die (Ein- sührung des Tannenbaumes als Weihnachtsiest- baum, über die Herkunft des Weihnachtsgebäcks und ähnlichem, erklärte den Begriff „Zwischen den Jahren" und ging noch auf manche, in unserer Gegend herrschende Sitte ein. Lehrer a. D. Ja- k o b berichtete im Anschluß hieran über verschiedene Gebräuche und Sitten, die er in seiner Heimat und an feinen verschiedenen Wirkungsorten kennen- gelernt hatte, lieber „G'sane" (Gesundbeten) und ähnliche Gebräuche sprach in seiner bekannten, humorvollen Art zum Schluß noch Lehrer Games. Kreis Friedberg. * Gambach, 8. Dez. Zum kommissarischen Bürgermeister unseres Ortes wurde Walther Buß von hier bestellt. Kreis Bübingen. tz. Nidda, 7. Dez. Der hiesige Zweigverein des VH C. unternahm, angeregt durch eine hohe Teilnehmerzahl an einer früheren Wanderung ins Blaue, wiederum einen solchen Ausflug, an dem sich 30 Personen beteiligten. Damit ist Schluß für dieses Jahr. Neben den für 1934 planmäßig vorgesehenen 12 Wanderungen wurden noch vier weitere ausgeführt, die sich alle starker Teilnahme erfreuten. In Anbetracht verschiedener Umstände sieht man diesmal von einem Auszeichnungsfest ab und teilt die Auszeichnungen in einer einfachen Feier gelegentlich der ersten nächstjährigen Wanderung in Bad-Salzhausen aus. Neuerdings hat man in einer gutbesuchten Wanderausschußsitzung den Wanderplan für 1935 aufgestellt, worin wieder neben 12 planmäßigen Wanderungen einige „ins Blaue" vor- gesehen sind. Von den zwei in Aussicht genommenen Fahrten mit Kraftwagen soll eine nach der Edertalsperre führen. | für starke^ itig ausgeart verstärkter Hi' nitten.invielf I Stoffen, mit m z_ Größte Schmelz, Horz und Dörr das Spiel zu bestreiten. Die Ligareservemannschaft ist spielfrei. Die dritte Mannschaft bestreitet das erste Rückspiel. Gegner ist Grünbergs zweite Elf. Diese Begegnung findet nachmittags auf dem Sportplatz an der Liebigs- höhe vor dem Gauhandballspiel statt. Die Hiesigen sollten den Sieger stellen. Die erste Jugend hat die gleiche Elf des Lokalgegners zu einem Gesellschaftsspiel vormittags verpflichtet. Die zweite Jugend bringt in Steinbach ein Punktespiel zum Austrag. „56. Teutonia" Watzenborn-Steinberg Am morgigen Sonntag kämpfen drei Mannschaften des FC. „Teutonia" Watzenborn-Steinberg auf fremden Plätzen um die Punkte. Die Ligamannschaft fährt nach Naunheim und wird hier auf einen äußerst hartnäckigen Gegner stoßen, der sich wohl zu Hause Punkte kaum abnehmen lassen wird. Die zweite Mannschaft muß zum Punktekampf nach Lollar. Der Sieg der Teutonen in der Vorrunde auf eigenem Platz kann diesmal nicht als Maßstab angesehen werden, da Lollar seinerzeit nur neun Spieler zur Stelle hatte und Watzenborn-Steinberg im bevorstehenden Spiel stark ersatzgeschwächt antreten muß. Einen schweren Gang hat die Jugendmannschaft. Sie wird in Lich einer Jugenvmannschaft gegenüberstehen, die in den letzten Spielen beachtliches Können zeigte. Die Spiele der Kreisklaffen im Bezirk Lahn-Dill. Holzhausen — Stockhausen (Lind, Wetzlar); Krvs- letsch, Wetzlar); Wetzlar II — Nauborn (Böcher, Gießen); Aßlar — Büblingshausen (Wolf, Allendorf); Spfr. Wetzlar — Tgde. Wetzlar (O. Rüspe- ler, Gleiberg); Burgsolms — Werdors (Deibel, Gießen); Leun — Albshausen (Niersbach, Wetzlar); Vissenberg II — Ulm (Bernhardt, Tiefenbach); Allendorf — Wiefeck II (Bender, Fellingshausen); Lollar II — Steinberg II (Schnabel, Wieseck); 1900 III gegen Grünberg II (Seitz, Heuchelheim); Alten- Buseck — Treis (Schneider, Gießen); Wißmar gegen VfB. III (Grote, Mainzlar); Leun II — Berghausen (Niersbach, Wetzlar); Tgde. Wetzlar II gegen Wetzlar III (Knapp, Werdorf); Oberbiel — Wer- borf II (Trautmann, Büblingshausen); Rodheim gegen Heuchelheim II (Reuschling, Steinbach); Ehringshausen — Burgsolms II (Wolf, Vissenbergl; Hohensolms — Erda (Hunger, Wetzlar); Fellingshausen — Kinzenbach (Post, Wieseck). Jugend- und Schülerspiele. Spfr. Wetzlar — Nauborn (Koob, Wetzlar); Spfr. Wetzlar — Büblingshausen (Koob, Wetzlar); Nauborn — Naunheim (Brück, Erda); Aßlar — Oberbiel (Wolf, Allendorf); Lich — Steinberg (Kaietsch, Wetzlar); Daubringen — Steinbach (Hillebrecht, Großen-Buseck); Treis — Großen-Buseck (Lotz, Launsbach). Krofdorf wird vor eine schwere Aufgabe gestellt, denn Wieseck tritt dort an. Mit einem Siege Wiesecks ist zu rechnen, es liegt nur an Krofdorf, dafür zu sorgen, daß das Resultat nicht zu hoch ausfällt. Leihgestern fährt nach Grünberg, wo sehr schwer zu gewinnen ist, ein knapper Sieg Leihgesterns ist immerhin möglich. Lollar hat Großen- Buseck zu Gast und wird versuchen, die im Vorspiel erlittene Niederlage zu korrigieren, ob es gelingt erscheint jedoch fraglich. Lich empfängt VfB. II, eine Vorhersage ist wegen der Unbeständigkeit der VfB.-Mannschaft unmöglich. Allendorf spielt zu Hause gegen Wiesecks Zweite und wird versuchen, durch einen Sieg die Führung der Tabelle zu erringen. Steinbergs Zweite muß nach Lollar, ein r-Mäntel großer An* eizende Mac' is je nach 6'c L lympia Anwärter werden verpflichtet Deutschlands Jugend rüstet zum Kampf gegen d Besten der ganzen Welt. Wohl vorbereitet wol- Iri unsere Kämpfer zu den Olympischen Spielen H86 in Berlin antreten. Trainingsgemeinschaften uw. sind gebildet worden, in denen unsere taten- ii.iteften und fähigsten männlichen und weiblichen E'vrtler gemeinsam üben und sich weiterbilden. <=i2 alle sollen nun in feierlicher Weise verpflichtet mben. Am Sonntag, 16. Dezember, wird die aus- _ «wählte Sportjugend in allen deutschen Gauen an- fr en m den Sälen der Rathäuser oder an anderen m-öigen Stätten sein und zu ihnen allen wird d,.ch den Rundfunk der Reichssportführer von Iichammer und Osten sprechen. Feierlich und eiwnnglich gestaltet wird der Tag der Verpslich- SJW sich in die Herzen der deutschen Jugend ein- pugen, anspornend wirken, höchste Einsatzbereit- M und einen unbeugsamen Kampfeswillen rnSen, um für Deutschland in dem friedlichen Ringe der Völker 1936 in Ehren zu bestehen. An jeder Zv|ammlung5ftätte wird einer der Sportler her- Dütreten und die Eidesformel vorsprechen, alle weiden die Verpflichtung schriftlich empfangen und ) Unterschrift geloben, sich im Sinne ihres ®125 zum Kampfe und Ehre des deutschen Vater- toroes vorzubereiten. Die Feier in Berlin, die der mchssportführer selbst vornimmt, wird über alle Der gehen und soll gleichzeitig den Mittelpunkt örtlichen Verpflichtungen bilden. Das Pro- zrmm ist wie folgt feftgelegt: > '--SO Uhr: Musikvortrag; 11.40: Vorspruch; 11^5: Ansprache; 12: Verpflichtung; 12.10: Schluß- vctt; 12.20: Musikvortrag; 12.30: Schluß. iaeber die Verpflichtung der Gießener O l y m- kandidaten folgt Näheres an dieser Stelle. D« Saar-Reise der Deutschla^driege lie gegenwärtige Saarreise von 24 der besten jeijschen Kunstturner hat dort einen ungeahnten krUg gehabt. Noch selten sind Sportsleute aus )er Reich an der Saar mit solcher Begeisterung »4iu‘aenommen worden wie die Auserwählten der eichen Turnerschaft. Oft turnten die Besten, in lUiuen untergeteilt, zugleich an zwei bis drei oer- : tf)Oenen Orten und überall wurden die Send- s lMn des neuen Deutschland mit größtem Beifall > eclißt. Besonders in den Orten, in denen Separat een und Anhänger des „Status quo" am rüh- ligm sind, fanden die Darbietungen der deutschen Girier die größte Beachtung. Die Riege, die in ersetzten Tagen in Saarlouis, Neunkirchen, Hvm- tw. und Völklingen antrat, beendet am Wochen- enb ihre auch als nationale Mission anzusprechende 3ie{» 5? uf Tu ^anfl hn m Iben A Zehnte Ziehung der Auslosungsrechte der Anleiheablösungsschuld des Deutschen Reichs T - fNrf i ohne ihr Zutun durch die Post zugesandt, so daß Schuldbuch- 60020 036 083 105 116 210 276 361 548 590 703 729 * 060 231 256 326 441 443 582 583 736 822 833 941 3095 154 185 215 258 297 325 509 742 925 930 940 958 985 33052 h eim I! 6012 65032 325 436 547 556 586 631 807 878 896 905 6 6060 851 984 7050 787 873 896 936 942 36006 116 122 264 441 495 518 587 717 770 789 831 846 860 922 978 10302 347 372 411 436 617 653 688 739 845 858 859 11010 065 074 137 161 163 264 390 441 530 666 700 761 881 904 12027 061 125 193 205 292 337 519 588 630 689 705 733 775 783 787 813 854 891 926 954 993 1 3035 643 651 716 765 795 833 916 929 4 4013 74023 079 083 099 159 345 382 419 430 444 468 527 539 628 648 737 814 643 644 819 821 930 938 992 75028 45095 241 246 415 451 457 474 493 568 613 763 871 393 417 483 492 607 614 648 804 7 6020 983 989 378 389 478 482 532 565 631 731 768 859 979 49065 940 211 338 354 360 499 675 734 786 754 2 1038 066 254 298 335 412 425 511 545 81047 107 167 221 795 987 82031 408 480 557 617 676 728 859 8 3012 54005 006 029 215 321 520 562 612 626 681 708 819 55002 118 167 189 249 262 277 462 435 461 467 470 475 533 751 779 905 995 2 6037 56051 054 085 136 248 335 338 139 156 217 370 513 588 620 702 765 815 832 923 958 57191 264 897 58048 113 708 729 734 764 778 806 860 861. 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Und Arbeit ist genug da, soll das große Ziel — kein Volksgenosse zu Weihnachten in Not — erreicht werden. Unsere Frauenschaft ist unermüdlich tätig, die NSV.-Leitung in ihren Bestrebungen zur Linderung der Not unserer ärmsten Volksgenossen zu unterstützen und viel Liebe zu geben. Y:iud) bi’5 ( mj h. 9?ad)bi MndunM ou'|gebaut ui Wfrieiied 617 697 711 265 040 086 763 588 423 937 260 694 764 921 992 37002 026 028 059 074 138 232- 317 459 529 622 638 661 666 759 766 775 813 824 873 38046 141 392 413 436 572 662 799 888 39165 231 416 493 547 557 596 697 725 751 805 930 jticr Wint hillerland c inst ||Ü bekannt riL3abritgi dH und br »11 pa'ster c^iekehrt 6-,lieber 635 504 301 079 930 877 540 414 229 1 >nders i« ir- - 152 853 867 522 182 736 767 524 114 699 339 168 563 563 177 gläubiger dieserhalb nichts zu veranlassen haben. 19 262 423 462 501 646 651 895 968 1 020 044 086 174 261 263 467 500 523 565 573 606 619 706 709 776 861 2043 Maler d Mr* Restposten Erdfarben unter Fabrikpffl® prompt abzii- geben » 944 796 845 512 461 296 696 968 689 653 450 971 820 371 052 947 575 391 387 Kreis Marburg. Sichertshausen, 6. Dez. Der Pächter der hiesigen Jagd, Graf vonSchwerin, hat für das W i n t e r h i l f s w e r k ein Reh gestiftet, das von der hiesigen NS. - Frauenschaft in Büchsen eingekocht und der Kreissammelstelle Marburg überwiesen wurde. Die hiesige NS.-Frauenschaft hat sich in Gemeinschaft mit der F r a u e n h i l s e rege für die Linderung der Not in bedürftigen Familien eingesetzt. Der Ertrag der Sammeltätigkeit ist sehr gut. Es konnten der Kreisstelle 65 Büchsen Obst, 22Pfund Marmelade, 15 Pfund Dörrobst, 60 Büchsen Gemüse und 34 Pfund-Pakete Reis, Mehl usw. überwiesen werden. Dreifacher Mörder in Ufingen verhaftet Usingen, 7. Dez. (LPD.) Am Donnerstag gegen 18 Uhr erschien auf dem Polizeirevier in Usingen ein Mann, der um ein Nachtquartier in der Herberge zur Heimat nachsuchte. Auf das Verlangen nach seinen Papieren mußte der Unbekannte zugeben, daß er keine bei sich habe. Der Usinger Hilfswachtmeister David sah daraufhin die Steckbriefe der letzten Zeit durch und erinnerte sich auch, einmal einen Steckbrief gesehen zu haben, dessen Personalbeschreibung auf den Mann paßte. Schließlich konnte der Polizeibeamte feststellen, daß es sich um den seit dem 5. November 1934 steckbrieflich gesuchten Walter Büttner aus Perleberg handelt, der Ende Oktober in einer Schutzhütte im Perleberger Wald seine eigene Fra u'u n d seine zwei Kinder auf bestialische Weise ermordet hatte. Bei seiner Verhaftung war Büttner völlig ruhig. Er wurde mit den Worten: „Endlich bekomme ich Ruhe" in seine vorläufige Zelle geführt. Kunst und Wissenschaft. „Peer Gynk" als Film. In Berlin fand die Uraufführung des verfilmten „Peter G y n t" statt. Drei Dichter, Joseph Stolzing-Szerny, Richard Dillinger und Fritz Reck-Maleczewen, haben das Drehbuch geschrieben. Ibsens „Peer Gynt" ist fast Ityncfje un Litileftung. 3 irif ■ tDiTÖen hjfce bei NstM betör ® J’ Wo 'ü i\ brit Mil non bit Mut & El im Reichsschuldbuch eingetragen sind, werden den Gläubigern 566 249 660 837 443 115 184 537 568 481 085 ---er. Homberg, 6. Dez. Dieser Tage fand in der hiesigen Stadthalle eine Frauenversamm- l u n a statt. Pg. Schäfer- Vadenrod sprach über Grundsätze des Nationalsozialismus, über die Rassenfrage und über die Vererbungslehre. Er wies darauf hin, daß wir uns alle bemühen müßten, die Gedankengänge des Nationalsozialismus zu verstehen, die unserem Volke das allein Artgemäße seien. Der Redner nahm ferner Gelegenheit, zur Opferbereitschaft in der Winterhilfe aufzurufen. Die Zuhörer folgten den Ausführungen mit großer Aufmerksamkeit. — Nachdem in der vorigen Woche Frau Baronin R i e d e s e l (Altenburg) und Frau R ö ß n e r (Alsfeld) über den Werdegang des Roten Kreuzes und feine Aufgaben gesprochen hatten, konnten dem dieser Tage neu begonnenen Sanitätskursus acht weitere Samariterinnen zugeführt werden. nur RM. 188-* schon in Raten nur W Niederhausen Bahnhofstrd® gegenüb. Hotel srt. oob N gibt lauf-nd A San&v^vt,tl Gießen, zurück. Fünf Kinder waren in Merlau, zwei in Kirschgarten untergebracht. Die Schüler der Oberklasse und das Jungvolk begleiteten sie zum Bahnhof Mücke. Aus dem Vogelsberg waren einige Saarkinder im Omnibus angekommen, fo daß sie die Rückreise gemeinsam antreten konnten. £ Groß-Felda, 6. Dez. Unsere Kinder von der Saar, die seit Ende Oktober bei uns weilten, sind gestern mit dem Wagen des hiesigen Motorsturmes nach Burg- und Nieder-Gemünden gebracht worden, um von da die Heimreise anzutreten. Es war für diese Kinder aus dem Industriegebiet ungewohnt still in unserem Vogelsberg, aber sie haben sich alle sehr gut erholt und zum Teil 7 und mehr Pfund zugenommen. Im Gespräch mit den Kindern hat der Bauer von den Nöten des Arbeiters, besonders an der Saar, gehört, und die Kinder haben die Arbeit des Bauern kennen und schätzen gelernt. Sonderdrucke dieser Ziehungsliste sind zu beziehen vom Verlag der Allgemeinen Verlosungstabelle in Grünberg, Schlesien, (Postscheckkonto Breslau 12347) zum Preise (einschließlich Porto) von: 1 Stück 35 Pfg„ 2 Stück 65 Pfg., 3 Stück 95 Pfg., 4 Stück 1,25 RM., 5 Stück 1,45 RM., 10 Stück 2,70 RM., 100 Stück 13,— RM. Der Einfachheit halber empfiehlt es sich, der Bestellung den Betrag in Briefmarken beizulegen. Bei größerem Bedarf, Preise nach Anfrage beim Verlag. niemals ohne Streichungen aufgeführt worden, (fr ist hier den filmischen Möglichkeiten angepaßt und stark modernisiert worden. Der Peer Gynt des Films wird Börsenspekulant, weltbeherrschender Jndustriekönig, fährt Auto und fliegt von Erdteil zu Erdteil. Die faustische Idee Ibsens aber ist qe. blieben. Dr. Giuseppe B e c c e , der die musikalische Seite des Films betreute, hat hauptsächlich die bekanntesten Themen G r i e g s benutzt: Solveiog Lied und Griegs norwegische Bauerntänze; Aases Tod und Anitras Tanz. Hans Albers als Peer Gynt ist als Mann meisterhaft in Darstellung und Sprache, als junger Peer Gynt unglaubwürdig. Trotzdem trägt er den Film und der @e,' stakt Peer Gynts hat er neue sympathische Seiten hinzugefügt. Maria Luise El au. d i u s ist eine Solveig voller Innigkeit, wie man sie selten sah. Mutter Aase war Lucie Höflich, ergreifend in ihrer Mütterlichkeit. Die straffe Ne,' gie hatte Dr. Fritz Wendhausen. Herstellerin ist die Bavaria-Film-AG. Herrliche Landschaftsbii- der aus Norwegen geben dem Film einen zauber, haften Hintergrund. Deutsche Philosophie im Ausland. Im Haag sprach dieser Tage auf Einladung | „Gezelschaaft voor Philosophie en Parapsychologie Professor Messer (Gießen), über das Thenn „Kampf um die Seele". Unter der Hörerschaft w« auch die dortige deutsche Kolonie vertreten; M allem die deutsche Gesandtschaft durch ihren „0t. -schäftsträger" Gesandtschaftsrat Dr. B o l tz e. Djg Vorsitzende der Gesellschaft Dr. Greven, ein hol. länder, der in Deutschland studiert hat, bekuichch in feinem Dankeswort an den Vortragenden i> wärmster Weise seine Hochschäkung und Sympathie für Deutschland, deutsche Philosophie und Wissen, schäft. Auch in der Presse fand der Vortrag in & freulicher Weise Beachtung. So brachte z. B. das sch angesehene Blatt „Het Vaderland" in seiner Wummer vom 30. November 1934 (Ochtenblad A) einn sehr erfreulichen Bericht darüber. In diesem Herbst erschien auch Prof. Messen „Einführung in die Psychologie" in spanische: Uebersetzung und ein Band der von der „Revista bt Pedagogia", Madrid, herausgegebenen „Bibliotheca de Informacion“; ferner erschienen — bereits in zweiter Auflage — bei dem Verlag Editorial-Labor S.—A., Barcelona, Messers „Philosophische Grund, legung der Pädagogik" und „Geschichte der Pädo. gögik . Schon früher ist seine „Philosophie der genwart" (8. Aufl. 1934) unter dem Titel „La Filo- Sofia actual“ ins Spanische übersetzt worden. Wettervoraussage. Ueber dem Atlantik ist äußerst lebhafte Wirbel, tätigtet! im Gange. Feuchte, subtropische Luftmassen ' strömen jetzt unter ausgedehnten Regenfällen in öer Hauptsache über Großbritannien hinweg, wähmd wir bei verhältnismäßig hohem Luftdruck nur im äußersten Einflußbereich der Tiefausläufer lM Zunächst ist sogar im Bereiche eines ßuftörud^ gebiete eine Witterungsbesserung zu erwarten, aber in den Niederungen vielfach durch starke Nebel- bildung verdeckt wird. Aussichten für Sonntag: In den Niederungen vielfach neblig, sonst zeitweilig heiter und im wesentlichen trocken, nachts wieder stärkere Abkühlung, südliche Winde. Lufttemperaturen am 7. Dezember: mittags 9,3 Grad Celsius, abends 6,9 Grad; am 8. Dezember: morgens 7,0 Grad. Maximum 9,4 Grad, Minimum 5,1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. Dezember: abends 6,1 Grad, am 8. Dezember: morgens 6,3 Grad Celsius. — Niederschläge 1,6 mm. — Sonnenscheindauer 0,4 Stunden. Kreis Wehlar. (D Krofdorf, 7. Dez. In unserem Orte wird aegenroärtig die Grohgasse, wohl die älteste Dorfstraße Krofdorfs, die in der Nähe der Kirche verläuft und die Rodheimer und die Schulstraße verbindet, kanalisiert. Damit verstummt eine Klage der Anwohner feit langer Zeit, weil nicht nur die Straße in schlechtem Zustand war, sondern weil vor allem im Winter hier starke Vereisung herrschte, die durch das Straßengefälle leicht zu Unfällen führen konnte. Bei der Arbeit, die Unternehmer Ludwig Wagner von hier ausführt, ist eine Reihe Erwerbsloser beschäftigt. Bis jetzt hat ungefähr die Hälfte der Ortsstraßen Kanalisation erhalten. CO Krofdorf-Gleiberg, 7. Dez. Seit Anfang November besteht hier, wie in vielen Orten des Kreises, eine Mädchen-Fortbildungsschule mit zwei Abteilungen der Ostern 1932/33 und 34 aus der Volksschule entlassenen Mädchen. Als Unterrichtsraum dient, mit den entsprechenden notwendigen Einrichtungen, ein großer Saal im Erdgeschoß der Schule an der (Bleiberger Straße, der schon bei Errichtung des Gebäudes im Jahre 1914 für den jetzt erhaltenen Zweck vorgesehen war. Jede Abteilung wird wöchentlich in fünf aufeinanderfolgenden Stunden unterrichtet. Als Lehrerin ist Fräulein Hedwig Echternacht von hier tätig, die auch den Unterricht in Atzbach (zusammen mit Kinzenbach), Fellingshausen und Waldgirmes erteilt. <£ Vetzberg, 8. Dez. Seit einigen Tagen wurde der hiesige aus Kinzenbach gebürtige Arbeiter W. L. vermißt. Er hatte sich vor kurzem von seiner Arbeitsstelle in Kinzenbach entfernt und war seitdem spurlos verschwunden. Nunmehr fand man ihn im elterlichen Grundstück in Kinzenbach in der Jauchegrube tot auf. An- cheinend hat er feinem Leben selbst ein Ende gemacht. <£ Rodheim a. Bieber, 7. Dez. Gestern abend prach im Benderschen Saale vor den Frauen unserer Gemeinde der Kreisleiter Haus- Wetzlar. Die Veranstaltung war gut besucht. Bürgermeister Karl P e p p l e r eröffnete die Versammlung. Kreisleiter Haus streifte in feinem Vortrag die wichtigsten politischen und wirtschaftlichen Fragen der Gegenwart und ging dann zu seiner Hauptaufgabe über, die Frauen noch einmal besonders für das große Winterhilfswerk des Führers zu erwärmen. Mit neuem Eifer werden nun unsere Frauen, die dem Redner für seine feinen Ausführungen herzlich dank- bei dei am 3. Dezember 1934 erfolgten öffentlichen Ziehung der Auslosungsrechte wurden folgende Nummern gezogen. Die Nummern gelten für alle Gruppen jedes Wert- Abschnitts mit Ausnahme der Auslosungsrechte, die wegen des Bezugs einer Vorzugs- oder Wohlfahrtsrente oder infolge eines Verzichts gemäß § 24 des Anleiheablösungsgesetzes nicht an der Auslosung teilnehmen. Bei der Einlösung werden gezahlt für je 100,— RM. Nennwert der Auslosungsrechte 500,— RM., dazu 4Va% Zinsen für 91/* Jahre ---- 208,125 RM., zusammen 708,125 RM. Die Zahlung erfolgt gegen Quittung und Rückgabe der Auslosungsscheine und eines gleichen Nennbetrages in Schuldverschreibungen der Anleiheablösungsschuld des Reichs bei der Reichsschuldenkasse in Berlin SW 68, Oranienstraße 106/109, oder auch bei allen Reichsbankanstalten. Mit dem Ablauf des 31. März 1935 hört die Verzinsung des Einlösungsbetrages aut. Die Einlösungsbeträge für die gezogenen Auslosungsrechte, die den hiesigen Einheiten der NS.-Gemetnfchast „Kraft durch Freude" und des Neichsbundes Volkstum und Heimat gemeinsam veranstaltet. Es wirkten mit der Gesangverein Liederkranz, der Kirchenchor, Frau Adam, Büdingen (Sopran), Herr Otto Schnier le, Hirzenhain (Baß), Angehörige der Hitlerjugend und des BdM. u. a. Das Vorspiel zu Richard Wagners „Meistersinger" (Schallplatte) eröffnete die Feier. Der Ortsringführer des Reichsbundes Volkstum und Heimat, Lehrer Schnierle, sprach dann über Meister- und Heldenehrung im neuen Staat« und wies auf die gänzlich veränderte Bedeutung dieser Schillerfeier gegenüber den früheren hin. Heute nach dem Ausbruch der Nation ist das nicht mehr ein Fest der Sehnsucht, sondern ein Gelübde zur nacheifernden Verbundenheit mit dem großen Dichterfürsten, dem heldischen Kämpfer wider Enge, graue Not und körperliches Leiden um di« höchsten Leitbilder, die er seinem Volke in seiner Dichtung für alle Zeiten leuchtend voranträgt, dem Künder deutscher Größe, dem Seher und Wegbereiter des großen Deutschen Reiches der Zukunft, das die Ernte der ganzen Zeit ist. Es folgte die Aufführung des ersten Auftritts von „Wilhelm Tell", gespielt von Angehörigen der HI. und des BDM. unter Leitung von Lehrer Eitel. Das Reiterlied aus „Wallenstein", die Vorlesung des Fragmentes „Don deutscher Größe" und das Vorspiel zu „Egmont" beschlossen den ersten Teil der Feier. Im zweiten Teile sprachen die Lehrer Becker und Eitel über Schiller, den Werdenden, den Ringenden und den rastlos Schaffenden. Ihre Vorträge wurden unterbrochen und eingerahmt von einer ganzen Anzahl von Schillerliedern, unter großem Beifall gesungen von Frau Adam, Büdingen, weiterhin von dem Chor« „Holder Friede" aus dem Lied von der Glocke und dem A-cappella-Chor „Schön ist der Friede" aus der „Braut von Messina". Zwei Arien für Baß und das „Lied an die Freude" beschlossen die Darbietungen. In seinen Schlußworten sprach Lehrer Schnierle von der Freude als Mutter aller Tugenden und Quell aller Kraft und dankte allen Mitwirkenden als Freudebringern. Kreis Alsfeld. t Alsfeld, 7. Dez. Aus unserem Bezirk errangen folgende Geflügelzüchter die nachgenannten Auszeichnungen auf der vom 30. November bis 3. Dezember in Frankfurt a. M. veranstalteten Reichs-Kleintierschau: Otto Soedler (Nieder- Gemünden) auf Weiße Wyandotten 3. Preis, zweimal sehr gut; auf Porzellanfarbige sedersüßige Zwerge Ehrenpreis, zwei 1. Pr., drei sg., g.; — K. Fißler (Nieder-Ohmen) auf Rote Rhodeländer zweimal g.; — L. Kraus (Nieder-Ohmen) auf Schwarze Italiener zweimal g.; — H. Kraft (Wallenrod) auf Schwarze Rheinländer zwei Ehrenpr., 3. Pr., 4 sg., 3g.; — Lehrer Stoll (Altenburg bei Alsfeld) auf Gelbe Italiener 2. Pr., sg.; — K. Habicht (Homberg, Oberh.) auf Schwarze Zwerglangshan „Bester Hahn" Ehrenpeis, sg. und g. he. Merla u, 5. Dez. Dieser Tage fand in der Wirtschaft B a i st die monatliche Mitgliederversammlung des Stützspunkts der NSDAP. Merlau statt. Schulungsleiter Pg. Dönges sprach in großen Zügen über das Thema „Volk gestaltet Schicksal". Nach der Schulung überreichte Stützpunktleiter Pg. Münch noch eine Mitgliedskarte und ein Mitgliedsbuch. Sodann erledigte er verschiedene geschäftliche Angelegenheiten und schloß die Versammlung mit einem „Sieg-Heil!" auf den Führer und mit dem Horst-Wessel-Lied. Anschließend sprachen noch zwei Begleiter eines Kindertransportes aus dem Saarland, die an der Versammlung teilgenommen hatten, und schilderten die gegenwärtigen Verhältnisse im Saargebiet. he. Merlau, 6. Dez. Die in unserem Dorfe weilenden Saarkinder fuhren gestern nach ihrer Heimat . r der JjHJit. 3 die r ,.i, l's Rl 1 ?1 Leser M inb L .'“Ufrs qi ifannsi !)ll s in b( Was Sie suchen in ¥ Wollgarnen • Handarbeiten M e ■ bietet Ihnen Strümpfen und Strickwaren FUl • •' ' -|s5 ä ' - M I Sill 4 . M 287 Sechstes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Samstag, 8. Dezember (934 Im Konstruktionsbüro. 'lenen - bcrx erlag Editomli tLindhof, an der Straße in das hessische i renden Ringe des Ankers oder in den Kollektor zu l^ilofop^ijdje gelegen, ist eine Stätte, die vielen Gie- leiten. Die Kohlebürste ist im Motor einer starken Schichte der lßeuem,'insbesondere der älteren Generation, sehr Beanspruchung ausgesetzt, sie muß gegen die me- erst lebhafte Gaststätte ließ indessen in der Folgezeit Die Metamorphose der verwendeten Rohstoffe (Kohle, Graphit, Retortengraphit, Kupfer, Ruß usw.) beginnt in den Mühlen; staubfein verläßt der vieles hervorgegange Elektrotechnik von Bl ' Diontage der Kohlebürstenhalter. B An den galvanischen Bädern. !wciß Schur Reihe mat »Philosophie gut jjeliinnt ist. Nicht immer war der Windhof .Titel „Lrein Mi-ikgebäude, sondern eine sehr gut besuchte, iberftht wor^'wcit iur breit bekannte Gaststätte. Kaum ein Fuhr- werkiiplsierte die Straße, ohne daß der Lenker dort Unter ungeheuerem, oft 2000 Atmosphären übersteigendem Druck (hydraulich) wird das staublockere Material in Formen gepreßt, die in der Hauptsache denen der späteren Kohlebürste entsprechen. Unter dem starken Druck ist bereits ein reckt kom- Werkstosf diese Maschinen. Dann tritt der Meister der Mischerei in Funktion. Er mischt Kohle und Metall oder nur Kohlenmaterial in bestimmten Verhältnissen, jeweils so, wie es für die angeforderte Art der Kohlebürste zweckmäßig erscheint.' Dieses Mischungsverhältnis ist entscheidend für Charakter, Qualität und Eigenschaften der Kohlebürste, die daraus entstehen soll? Bindemittel werden hinzugefügt. chanische Reibung der mit hoher Tourenzahl laufenden Motoren sehr widerstandsfähig sein, darf aber andererseits dem Strom nur den denkbar geringsten Widerstand entgegensetzen, damit Kraftverluste vermieden werden. Die künstliche, verarbeitete Kohle hat nun in weitgehendem Maße diese Eigenschaften. Diese Kohlebürsten werden in einer Fülle der verschiedensten Qualitäten und in einer ebenso großen Fülle von Formen hergestellt. Es würde zu weit führen, den Werdegang der Kohlebürste und des Kohlebürstenhalters in allen seinen Phasen darstellen zu wollen. Der Arbeitsgang sei nur in seinen wesentlichsten Teilen beschrieben. Beim Schneiden der Kohle. gestanztem und geformten Blech besteht. Dieser Halter — eine Präzisionsarbeit — ist mit einer Feder versehen, die die Kohlebürste unter stets gleichbleibendem Druck an den Kollektor drängt. Die Halter werden, je für die verschiedenen Zwecke der Verwendung, in den unterschiedlichsten Formen und Größen hergestellt. In besonderem Maße ist die Firma gegenwärtig durch die Lieferung eines besonderen, in Einzelheiten seines Aufbaues wirtschaftlichen und patentamtlich geschützten Halters für die Deutsche Reichsbahn beschäftigt. Die fortschreitende Elektrifizierung der Bahnen in verschiedenen Teilen des Reiches erfordert die Lieferung von gewichtigen, großen Kohlebürstenhaltern für die schweren Zug- motoren, die in den Triebwagen notwendig sind. Der Eindruck, den man auf einem Rundgang durch den Betrieb gewinnt, ist schon rein äußerlich ein unendlich vielfältiger. Im Raum der Pressen steht eine der wuchtigen Maschinen neben der anderen, und man sieht ihrer Bauart an, daß sie großen Druck herzugeben vermögen. Motore laufen, die automatischen Pressen füllen mit ihrem stets gleichbleibenden rhythmischen Lärm den Raum; in den Kästen gesellt sich ein Formling zum anderen. In der Bearbeitungshalle der Kohlebürsten zischen die Karborundumscheiben durch das Material, surren die Bohrmaschinen, und überall ist das monotone Summen der Motore in der Luft. In jeder Maschine ist eingcüfeht wäre. Die Wirtsleute — die Familie G rjp-ielae r — waren sehr beliebt. In einem Scheu- h die zuverlässige Arbeit, die bei der Firma k!> Ebe geleistet wird, sehr zu schätzen. Die Le bedeutsamen Industriesirmen unserer Hei- sich beliebig vermehren. wischen, etwa zweihundert an der Zahl, Ar- i^Brot finden. Der Rundgang ist deshalb =15. anregend, weil man dabei von deutscher Misarbeit erfährt, die das Ansehen unseres ini ber Welt stets mitbestimmt hat und weil ntirseits Einblick gewinnen kann in die übrigens ein Exhaustor eingebaut, der jedes Atom Staub sofort entführt. Der Betrieb in feiner Gesamtheit ist ein Sinnbild emsiger Tätigkeit, in dessen Mittelpunkt immer der schaffende Mensch steht, der die Maschine souverän beherrscht und doch Diener :ft am großen Werke. Die geistige Zentrale in diesem Organismus, den das Werk darstellt, liegt im Vor- berb au des Werkes. Vor allem fällt hier bie neuzeitliche Ausgestaltung des Hauptbüroraumes auf, der durch zwei Stockwerke geht und in hellen freundlichen Farben gehalten ist. Im gleichen Bau arbeiten die Ingenieure und Techniker vor großen Zeichenbrettern, an großen Tischen. Ein elektrotechnisches und ein chemisches Laboratorium sind ebenfalls vorhanden und haben bei der Eigenart des Betriebes eine wichtige Funktion zu erfüllen. Die Firma Schunk & Ebe hat im vergangenen halben Jahre umfangreiche Erweiterungsbauten durchgeführt. Durch die Erstellung zweier großer Maschinensäle und durch den Ausbau eines bisher offenen großen Schuppens hat der Betrieb eine wesentliche Vergrößerung erfahren. Verschiedene ältere Betriebsteile, die' sich als überholt und den neuen Forderungen nicht mehr entsprechend erwiesen, roerben geräumt. Innerhalb der neuen Maschinenhallen, die im allgemeinen kaum beheizt zu werden brauchen, wurden Einbauten erstellt, die für die Arbeiterschaft leicht heizbare Aufenthaltsräume und die nötigen hygienischen Einrichtungen enthalten, so daß allen sozialen Forderungen entsprochen ist. Durch diese Neubauten, die zum großen Teil auch völlig neue und umfangreiche Maschinenanlagen bergen, hat die Firma gleichzeitig ein wesentliches Teil zur Arbeitsbeschaffung beigetragen. Aus den Werkstätten von Schunk & Ebe ist schon ~'f*' * ""len, was für die Entwicklung der Bedeutung war. Manches Patent konnte angemeldet, manche Maschine konstruiert und verbessert werden, die der Sache wertvoll dienen mußte. Der Kohleformling kommt aus der hydraulischen Presse. Daten für Samstag, 8. Dezember. 1815: der Maler Adolf von Menzel in Breslau geboren (gestorben 1905); — 1832: der norwegische Dichter Björnson in Kwikne geboren (gestorben 1910); — 1903: der englische Philosoph Herbert Spencer in Brigthon gestorben (geboren 1820); —• 1914: deutsch-englische Seeschlacht bei den Falklandinseln. Tod des Admirals Graf von Spee, des Siegers von Coronel (geboren 1861). Daten für Sonntag, 9. Dezember. 1641: der Maler Anthonius van Dyck in London gestorben (geboren 1599); — 1717: der Atertums- forfcher Johann Winckelmann in Stendal geboren (gestorben 1768). werk stoßen eruptiv häufig kleine Stichflammen hervor, die von den entstehenden Gasen herrühren und mystisch bläulich oder gelb schimmern. Der ganze Arbeitsgang nimmt viel Zeit in Anspruch. Aus diesem Grunde muß die Firma ein ständiges, umfangreiches Lager an fertigem Kohle- >• bürftenmaterial unterhalten, von dem oft bis zu 50 Tonnen vorrätig sind. Nur dadurch können ein- laufende Bestellungen rascher erledigt werden, als es sonst der Fall wäre. Mit den Glühprozessen ist aber der Weg der Kohebürste bei weitem noch nicht abgeschlossen. In einem großen, vorbildlichen Arbeitsraum wird das Material zunächst geschnitten, geschliffen (die Kohle muß auf den Hundertstel Millimeter genau in die an anderer Stelle vorbereiteten Halter passen), mit den nötigen Bohrungen und mit den Typenbezeichnungen versehen und geprüft. Dann wird der größte Teil aller Lieferungen am oberen Ende galvanisiert, da durch den Kupferüberzug eine völlige Verbindung des Zuleitungskabels mit der Kohlebürste erreicht wird. Die fertig bearbeitete Kohle wird zur Montage geleitet. Im besonderen Arbeitsraum werden dann die Kohlebürsten mit dem Zu- bzw. Ableitungskabel und sonstigen Metallbeschlägen verbunden, d. h. montiert. Blitzblank und sauber poliert verlassen Kohlebürste und -Halter den Montage- raum, um dann über den Versandraum das Haus zu verlassen. In einem besonderen Arbeitsgang, der sich von dem der Kohlebürstenherstellung völlig getrennt vollzieht, wird der „Halte r" hergestellt, der in seinem hauptsächlichen Bestandteil aus sofort im richtigen Profil gezogenen Messing, dann aber auch wieder aus Rotgußmaterial und schließlich auch einmal aus W 631! Wi 17t1 M ztromo «in oder Dynamos bestimmt sind, und die a~" der 1 fei kaum beachtet. Kohlebürsten und Koh 1 eiiiirstenhalter sind es, die hier in BeSlIwe einen« ' ' , Arbei Ifc M Volke Bei der Arbeit an der Fräsmaschine. Paktes Stück Kohle entstanden, das aber, da es in fid) noch nicht völlig gebunden ist, in dieser Form dem Strom noch starken Widerstand entgegensetzen wurde. Der „Formling" ober „Preßling", der in oon handbedienten, ober in emchanischen Pressen ArCIrist' muß beshalb noch geglüht werben. Erst bei diesem Glühen, das unter" völligem Luftabschluß geschehen muß, wird außer der Mechaniken Bindung (durch den Druck) auch die chemische Bindung erreicht. Die hierfür verwendeten Qefen werden ganz nach dem Prinzip von Qefen der Ton- möuftrie betrieben, die Kohleplatten sitzen luftdicht- abgeschlossen in Kammern verpackt. Das Material für Kohlebürsten, die außerordentlichen Anforderungen gerecht werden müssen, wird unter Umständen nod) einem besonderen Glühprozeß unterworfen, bei dem sich der amorph im Material enthaltene Kohlenstoff in kristallinischen Kohlenstoff verwandelt. Dieser Glühprozeß geschieht durch unmittelbare Einwirkung von elektrischem Strom unter Erzeugung beträchtlicher Wärmeenergie in dem Tausende von Hitzegraden erzielt werden. Der Ofen, in dem geglüht wird, ist eine lose aus Chamottesteinen gemauertes Bett, in das das Kohlebürstenmaterial gesetzt wird. Ueberflüssig zu sagen, daß die Kohle (wiederum unter Luftabschluß) zur Weißglut kommt, und dabei die entscheidende Wandlung in ihrer chemischen Beschaffenheit durchmacht. Zu nächtlicher Stunde bieten die elektrischen Glühöfen ein phantastisches Bild. Aus dem losen Mauer- erft lebhafte &nen wahrugen Gießener Corps ihre Mensuren aus. ibtropische Erinnerung studentischen Lebens ist mit ..... s— Üinbhof verknüpft. Unter dem Gastwirt l Lius Gießen, der die Gaststätte nach der Fa- G a e b e r übernahm, wurde der Windhof zu rj langwierigen Arbeitsprozeß entstehen, um ;dii' Weg in die Welt anzutreten. So sehr die •Urne Spezialarbeit ist, so ungemein interes- ten Rundgang durch diese Räume, in denen 'M». iS W «üuslmb. yte; en V°rtr2 •Nne unbl V^ortr^ brachte !1” m feiner $ lbchtenblad Ah .auch Pros. H >e in fpaniff m der M gebenen „Bibliot xB man Wunder inr Natur, die man vom Rohstoff her ken- I nenletjin Interessante maschinelle Einrichtungen n-uk lassen i Nt Aufmerksamkeit vom Anfang bis zum M Ende Mundganges wach bleiben. proiB; Viel k Ljfer werden zunächst fragen: „Was ist das gebe eigenUnc i ine Kohlebürste?" Es ist schnell er» .< klärt! ^.Kohlebürste hat bei Elektromaschinen die IMi Aufgat«, :ien elektrischen Strom in die rasch rotie- , -a... Madich unserer oberhessischen Industrieen hat > ä ^^Meltgtilimg. Die Basalte unserer heimischen Stein- a>aw v. ^^ücheöw rden oft über weite Strecken geführt, die 1rSr3eU|1lT,i e der Tabakfabriken sind ein ungeheuer ’n ™ ^^wichÜE Faktor im Wirtschaftsleben unseres Be- i ^zirks ’• m bekannt nicht nur in Deutschland sondern -in bevl qcinzen Welt, bie Erzeugnisse einer hiesigen tÜM- FittnMsibrik haben besten Ruf. In Fachkreisen m fRegenfällem^11 :en hinMg, sÄi&ii s»ßzügigen Ausflugsgasthof umgebaut. Der eines "5 C .......L ’ v " - 3 V« 3 inq au erMitt""'!)- * ^dem ein Teil bes Gebäubes burch ein A hiirrfi [in* ^Branchuiglück eingeäschert war, mürbe es roieber ™ jufgeäm unb als Fabrik eingerichtet. Während des ^WeltkikiMs diente der.Windhof zum Teil als La- tag.'iHfl-Warettit jiltmeife auch als Internierungslager. Soviel ltwchMM^us dn beschichte des Windhofes ... ieta^r/ert W * Der Windhof als heimatlicher Kabrikbetrieb Ein ORunbgong durch die Werkstätten der Firma Gchunk & Ebe, Gießen-Win-Hof. U Hielt fiU von der Arbeit in den Werkstätten der l^irrnci ! chunk & E b e gesprochen sein, denn P^/f’Vnur jfjeiöältnismäfeig wenige Volksgenossen un» ferer Mjennat wissen, was eigentlich in den Werk- ir Windhof hergestellt wird. Tatsächlich kann die AIdiitit, die hier geleistet wird, nicht populär iietr es werden Teile fabriziert, die für Elek- OLL'jESüv- Zeitfragen des Mittelstandes Unternehmern gegenüber bewirkt werden (z.I^7 1 J ®o( kauf von Material, Vermietung von Maschine^ 1 Ärafle Gerät). Der einzelne Unterunternehmer ist mm! ’' m Wc von ihm an dem Bauwerk geleisteten Teilarbei,! ' ein)' satzsteuerpflichtig. Es ist dies der Fall der fJ Xn g' nprnfpnfrenrifp " " H- L.v neralentre prife. I«°u Die steuerliche Bewertung bebauter Grundstöcke en. < dem Stand vom Uli l°2 hilf Arbeit schaffen. kauf ein Arbeitsbeschafsungslos! Ziehung 22. und 23. Dezember 1934. 3. Vermögen: Der Kleinrentner mufciii 1. Januar 1918 ein eigenes Kapitalvermögenin mindestens 12 000 Mark besessen haben, bw barem Geld, Sparkassen- oder Bankguthaben l.. bestanden haben kann. Grund- und Betriebs? mögen wird hierbei nicht mitgerechnet. Die M schrift des „Eigen"kapitals gilt auch als trca wenn die 12 000 Mark von dem andern EhegM» nach dem 1. Januar 1918 ererbt worden sind: M gegen kommt das von den Eltern ererbte Ks > hierbei nicht in Betracht. Das Vermögen te A Ehegatten wird zusammengerechnet, wenn sie'« wenn der Kleinrentner zufällig noch ein Vermögen besitzt; hierfür werden, auch heute Angehörigen den notwendigen LebensunterW beschaffen, und diesen auch nicht von andere:5 i nur noch vom Standpunkt der Funktionen, die beide im Rahmen der nationalsozialistischen Agrarpolitik zu erfüllen haben. Das Nebeneinander der Hauptabteilungen III und IV wird also in Zukunft aufhören. Die Neuorganisation innerhalb des Reichsnährstandes wird sich auf die Bildung einer neuen Hauptabteilung richten, die den Markt in allen seinen Teilen umfaßt. Von dieser Neuregelung werden nicht nur die Handelsgenossenschaften, sondern auch die Betriebsgenossenschaften mit ihren verschiedenen Aufgabenkreisen berührt. Je nach ihrer Eigenart, nach dem Produktionszweig oder dem Bedarf der deutschen Landwirtschaft, birgt diese Regelung nicht unerhebliche Entwicklungsmöglichkeiten in sich. In welcher Form die Revisionsverbände und die Kreditgenossenschaften in Zukunft in den Reichsnährstand eingegliedert werden sollen, steht noch nicht endgültig fest. Man wird jedoch bei der gesetzlichen Anerkennung des Revisionswesens, das bei den Verbänden liegt, und bei dem gewaltigen Aufgabengebiet der Kreditgenossenschaften geeignete Maßnahmen in der Führung des Reichsnährstandes fin- dung auf die Hauptfeststellung nach Beginn des 1. Januar 1935. gemeinschaftlichen Haushalt gelebt haben. rentnerhilfe wird schließlich nicht etwa vorenlbck' 3N1 Heli den, sie nutzbringend in die Agrarpolitik des Reichsnährstandes einzuspannen, lieber die rein wirtschaftlichen Aufgaben hinaus bleibt ihnen, gemäß ihren Statuten, die hohe sittliche Aufgabe, die nationalsozialistische Weltanschauung im Kreise ihrer Mitglieder aus dem Gedanken der Selbsthilfe heraus zu fördern und zu pflegen und damit in ihrem Rahmen zur Verwirklichung des großen Zieles des Führers, der Bildung einer wahren Volksgemeinschaft, beizutragen. Die Genossenschaften müssen sich also in Zukunft noch mehr denn je als Treuhänder der sittlichen und wirtschaftlichen Kräfte des Bauerntums und der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik betätigen. Dies wird ihnen um so leichter gelingen, als die Träger der Genossenschaften Die Bauern selbst sind, die in den gewaltigen Kundgebungen auf dem Reichsbauerntag in Goslar dem Führer Adolf Hitler und dem Reichsbauernführer R. Walther Darrs durch ein unerschütterliches Treuegelöbnis den Dank für das bisher zum Wohle des Bauerntums und damit des ganzen deutschen Volkes Geleistete abstatteten. Die Llmsahsteuerpflicht derArbeüsgemeinschastenimBaugewerbe Mark nai stets ftfimad siür Käl chWl weit, fwnte sich trren 3ufu lachte Trhoi ciM etwas t schlecht/ j2Im Schw kanigen Qua Weine blie Wit, im üb rfrblieb etwa- HM M M h ist. zumo rjijinger w w ttüngen n 9 ersah flbeim ® l Üp 8 (gege 5 Gesch eise geh, ben sich t tung von Geräten und Maschinen, Gestellung von Arbeitnehmern). Soweit die Arbeitsgemeinschaft selbst Personal einstellt, Material beschafft oder Gerät veräußert, werden die einzelnen Unternehmer umsatzsteuerpflichtig nicht berührt. Hier liegt eine eigentliche Arbeitsgemeinschaft vor. Der Auftraggeber schließt mit einem Unternehmer einen Vertrag über die Ausführung des getarnten Bauwerks ab. Der Unternehmer (Hauptunternehmer) verpflichtet sich, einen Teil der Arbeiten im Namen des Auftraggebers an andere Unternehmer (Nebenunternehmer) weiterzugeben. Diese Weiteroergebung erfolgt in der Weise, daß der Hauptunternehmer im Namen des Auftraggebers mit dem Nebenunternehmer verhandelt und abschließt. Es entstehen dann insoweit unmittelbare Rechtsbeziehungen zwischen dem Auftraggeber und den einzelnen Nebenunternehmern. Jeder Nebenunternehmer übernimmt damit auch dem Auftraggeber gegenüber die Gewähr für die ordnungsmäßige Ausführung seiner Teilarbeit. Der Hauptunternehmer ist insoweit Vermittler. Er kann als solcher aber dem Auftraggeber gegenüber für die Gesamtausführung neben den einzelnen Rebenunternehmern haften; er kann die Bauleitung (Unterneh- mer-Bauleitung) übernehmen und auch befugt sein, die Zahlungen für die Nebenunternehmer entgegenzunehmen. Steuerpflichtig ist der Hauptunternehmer mit den von ihm bewirkten entgeltlichen Lieferungen und Leistungen. Diese Umsätze bestehen in der Ausführung der von ihm selbst übernommenen Arbeiten, in der Bauleitung, in der Erledigung gemeinschaftlicher Verwaltungsarbeiten und in etwaigen Leistun- gen den einzelnen Nebenunternehmern gegenüber (z. B. Bereitstellung von Maschinen und Geräten). Bei dem Hauptunternehmer sino jedoch nicht steuerpflichtig die Lieferungen oder Leistungen der Neben- Unternehmer, soweit diese in Erfüllung ihrer unmittel- baren Verpflichtungen gegenüber dem Auftraggeber bewirkt werden. Die Nebenunternehmer sind mit ihren eigenen Umsätzen selbst steuerpflichtig. Dieser Fall ist von der sog. Generalentreprise zu unterscheiden. Der Auftraggeber überträgt einem Unternehmer die gesamte Ausführung des Bauwerks. Dieser Unternehmer (Gesamtunternehmer) bedient sich zur (Erfüllung des von ihm übernommenen Auftrags anderer Unternehmer (Unterunternehmer). Diese Unterunternehmer treten mit dem Auftraggeber in keine unmittelbaren Rechtsbeziehungen. Der Auftraggeber will es nur mit dem Gesamtunternehmer zu tun haben. Der Gesamtunternehmer schließt deshalb mit dem Auftraggeber und mit den Unterunternehmern nur im eigenen Namen und auf eigene Rechnung ab. Rechtsbeziehungen entstehen nur zwischen dem Auftraggeber und dem Gesamtuntcrnehmer einerseits li wen!L \t r zurückh li jig und i erhält. Diese Hilfsbedürftigkeit ist Doraussetz^ .7 die Gewährung der Kleinrentnerhilfe. MI® *, 'rc,k men nicht nur die eigenen wirtschaftlichen LM Nisse des Kleinrentners in Frage, sondern «i: auch nachgeprüft, ober er solche Verwandte^''I die gesetzlich verpflichtet und imstande sind, unterhalten. n sßerta $ die 3l Oie Kleimeninerhilfe nach den neuen Ourchfühnmgsgnmds«« Von Dr. jur. Harhendorff, Frankfurt. «Wert. Dr Nein s ^krSumt. Die Erh' 0 Ml . gandu Hiernach muß es den Beteiligten übet'jj bleiben, eine Form zu wählen, die den beforji Verhältnissen des Einzelfalls Rechnung trär wird jedoch stets darauf zu achten sein, daß sächlichen Verhältnisse auch den vertragliche- machungen entsprechen. Auf die Bezeichnung 4 beitsgemeinschaft kommt es nicht an. Ir-HaturgemQ hierhin im mabjdjaft zieren unb sflemeinlenb 3t3U5 her J t >ch bei ne j^nittlidje Mus manch Abgaben o | Ä sog. «jiufeneigur • er 9pi gjbrt und Wachenindii 1= 4 um o5 ü»''Ws 1,65 In einer Verordnung vom 10. November 1934 (RGBl. Nr. 125 vom 16. Nov. 1934, Seite 1106) werden die neuen Grundsätze über die Bewertung bebauter Grundstücke auf Grund der einschlägigen Bestimmungen des Reichsbewertungsgesetzes und der Reichsabgabenordnung veröffentlicht. Es sind danach 5 Grund st ückshauptgruppen zu unterscheiden: 1. Mietwohngrund st ücke. Als Miet- wohngrundstücke gelten solche, die zu mehr als 80 v. H. Wohnzwecken dienen, mit Ausnahme der Einfamilienhäuser. 2. Geschäftsgrund st ücke. Als Geschäftsgrundstücke gelten solche bebauten Grundstücke, die zu mehr als 80 v. H. unmittelbar eigenen oder fremden gewerblichen oder öffentlichen Zwecken dienen. 3. Gemischtgenutzte Grund stücke. Als gemischtgenutzte Grundstücke gelten solche, die teils Wohnzwecken, teils unmittelbar eigenen oder fremden gewerblichen ober öffentlichen Zwecken dienen und weder als Mietwohngrundstücke, noch als Geschäftsgrundstücke, noch als Einfamilienhäuser anzusehen sind. 4. Einfamilienhäuser. Als Einfamilienhäuser gelten solche Wohngrundstücke, die nach ihrer baulichen Gestaltung nicht mehr als eine Wohnung enthalten. Dabei sind Wohnungen, die für das Hauspersonal, z. B. Kraftwagenführer, Heizer, Gärtner, Pförtner usw. bestimmt sind, nicht mitzurechnen. Die Eigenschaft als Einfamilienhaus wird auch dadurch nicht beeinträchtigt,, daß durch Abtrennung von Räumen weitere Wohnungen, z. B. Not- ober Behelfswohnungen geschaffen werben, wenn mit ihrem bauernben Bestaub nicht gerechnet werben kann. Ein Grunbstück gilt auch bann als Einfamilienhaus, wenn es teilweise unmittelbar eigenen ober fremben gewerblichen ober öffentlichen Zwecken bient unb baourch bie (Eigenart als Einfamilienhaus nach ber Verkehrsauffassung nicht wesentlich beeinträchtigt wirb. 5. Die nicht unter bie Ziffern 1 bis 4 faUenben bebauten Grunbstücke. Als Bewertungsmaßstab gilt für Miet- wohngrunbstücke unb gemischtgenutzte Grunbstücke bie Jahresrohmiete, b. h. diese sind mit einem Vielfachen der Jahresrohmiete zu bewerten. Alle übrigen bebauten Grundstücke sind mit dem gemeinen Wert zu bewerten. Läßt sich innerhalb bestimmter Bezirke zweijährigem Zwi chenraum. die Besserung der wirtschaftlichen Verhalw'^ k erhöhte Renten und verminderte Anr ) Dr? Arbeitsverdienstes, die relativ 6^8 N* grenzen, so ist die große soziale c* neuen Gesetzes unverkennbar. Die Uebernahme von größeren Arbeiten durch mehrere Unternehmer, insbesondere im Baugewerbe, hat in vielen Fällen über die umsatzsteuerrechtliche Behandlung Zweifel aufkommen lassen. Der Reichs- sinanzminister hat daher in einem Erlaß zu dieser Frage grundsätzlich Stellung genommen und ausgeführt, daß bei der Verschiedenheit der tatsächlichen Verhältnisse für die im Baugewerbe auftretenden Arbeitsgemeinschaften eine einheitliche Entscheidung nicht getroffen werden könne. In den meisten Fällen könne man jedoch bei der rechtlichen Beurteilung auf eine der folgenden Grundformen zurückgehen: „Der Auftraggeber schließt mit den einzelnen Unternehmen Bauverträge zur Ausführung eines größeren Bauwerks ab. Jeder Einzelunternehmer verpflichtet sich dem Auftraggeber gegenüber im eigenen Namen zur Ausführung von Arbeiten an dem Bauwerk unb übernimmt bamit die Gewähr für die vertragsmäßige Erfüllung dieser Verpflichtung. Die Fertigstellung des Bauwerkes macht aber wegen der Beteiligung ber mehreren Unternehmer bie Einrichtung einer besonderen Bauleitung (Unternehmer- Bauleitung) erforderlich. In diesem Falle sind bei ber Vergebung der Arbeiten unmittelbare Rechtsbeziehungen nur zwischen dem Auftraggeber und den einzelnen Unternehmern entstanden. Steuerpflichtig ist deshalb grundsätzlich ber Einzelunternehmer mit den von ihm ausgeführten Arbeiten. Uebernimmt ein Einzelunternehmer noch Lieferungen oder sonstige Leistungen an einen anderen beteiligten Unternehmer (z. B. Vermietung von Geräten ober Maschinen) ober erlebigt er zugleich bei ber Bauleitung für bie anberen Unternehmer gemeinschaftliche Arbeiten gegen (Entgelt, so ist er auch mit biefen Umsätzen steuerpflichtig. (Eine Arbeitsgemeinschaft als selbständiges Steuersubjekt ist nicht vorhanben. Es handelt sich hier nicht um eine Arbeitsgemeinschaft im eigentlichen Sinne, sondern um eine Art Baustelle, bie die technische Gleichstellung der Arbeit sichert. Die Arbeitsgemeinschaft tritt allein nach außen hervor. Sie schließt als Arbeitsgemeinschaft die Bauverträge mit dem Auftraggeber ab. Hier entstehen unmittelbare Rechtsbeziehungen nur zwischen dem Auftraggeber unb ber Arbeitsgemeinschaft, nicht aber zwischen bem Auftraggeber unb den einzelnen Mitgliedern dieser Gemeinschaft. Die Arbeitsgemeinschaft schiebt sich zwischen den Auftraggeber und die Einzelunterneh- mer. Die Ausführung des Bauwerks im einzelnen bleibt der internen Regelung innerhalb der Arbeitsgemeinschaft Vorbehalten. In diesem Falle unterliegt bei der Arbeitsgemeinschaft die Gesamtleistung der Umsatzsteuerpflicht. Außerdem sind die Einzelunternehmer insoweit noch gesondert zur Umsatzsteuer heranzuziehen, als sie gegen Entgelt Lieferungen oder sonstige Leistungen an die Arbeitsgemeinschaft bewirken (z. B. Vermie- für Geschäftsgrunbstücke ober für eine Untergruppe von biefen bie Jahresrohmiete unschwer ermitteln ober schätzen, so können bie Präsibenten ber Laubes- finanzämter bestimmen, baß bie Grunbstücke dieser Gruppe ober Untergruppe innerhalb bes Bezirks mit einem Vielfachen ber Jahresrohmiete zu bewerten sinb. Läßt sich in biefen Fällen ausnahmsweise bie Rohmiete für ein Grunbstück nur schwer ermitteln ober schätzen, so ist bas Grunbstück mit bem gemeinen Wert zu bewerten. Jahresrohmiete im Sinne bieser Vorschriften ist bas Gesamtentgelt, bas bie Mieter (Pächter) für bie Benutzung bes Grunbstücks auf Grunb vertraglicher ober gesetzlicher Bestimmungen nach bem Staub vom Feststellungszeitpunkt, umgerechnet auf ein Jahr, zu entrichten haben. Was im einzelnen nicht zur Jahresrohmiete gehört, ist im § 3 ber Verorbnung eingehenb bar» gelegt. Der für bebaute ober für im Bau befinbliche Grunbstücke anzusetzenbe Wert barf nicht geringer sein als ber gemeine Wert, mit welchem ber Grunb unb Boben allein als unbebautes Grunbstück zu bewerten wäre. Der Wert eines Grunbstücks, ber sich aus bem Vielfachen ber Jahresrohmiete ergibt, ist zu ermäßigen ober zu erhöhen, wenn Umftänbe tatsächlicher Art vorliegen, bie von ben bei ber Bilbung ber Vervielfältiger zugrundegelegten Verhältnisse des Bezirks und der Grundstücksgruppe wesentlich abweichen. Solche Umstände sind: Der bauliche Zustand, das Alter oder die Einrichtung des Gebäudes, die Lage des Grundstücks, die Art der Bebauung, Schadensgefahren sowie die Belastung mit Sondergebäudesteuer. Die Präsidenten ber Lcmbesfinanzämter bestimmen für bie einzelnen Grunbstücksgruppen ben Vervielfältiger, d. h. bie Zahl, mit welcher bie Jahresrohmiete ber Grunbstücke zu vervielfältigen ist. Grunbstücke, beren Erhaltung wegen ihrer Bebeutung für bie Kunst, Geschichte ober Wissenschaft im öffentlichen Interesse liegt, sinb, wenn sie ungenutzt sinb, mit 40 v. H., unb wenn sie genutzt sinb mit 50 v. H. bes an sich maßgebenben Wertes zu bewerten. Die vorstehenben Bestimmungen finben Anwen- Das neue Gesetz bringt einem großen Di! Kleinrentner eine wesentliche Besserstellung, D sie den Voraussetzungen genügen. A. Sie 23orausfev „ ... Der Antrag ist beim zuständigen Fürsor^ am besten mündlich, sonst auch schriftlich zu 1. Alter: Männer müssen bas 60., w. Personen bas 55. Lebensjahr erfüllt haben. können ebenfalls in ben Besitz ber Kleinrentii kommen, müssen aber erwerbsunfähig fein untal 11 burch ärztliches Zeugnis nachweisen, falls sie bisher schon vom Fürsorgeamt unterstützt 2. Hilfsbebürftigkeit: Gesetzlich b bebürftig ist berjenige, besten Mittel nicht reichen, um für sich und seine unterholtsbere »m Sri )as Sesi 11 Monat fahren. 6 V Fleisch? Oie Genoffenschasten im Reichsnährstand. Die Arbeitstagungen während des Reichsbauern- lages in Goslar brachten die allerdings nicht ganz überraschende Neuigkeit, daß eine Umorganisation der Marktverbände und der Hauptabteilungen III unb IV Dorgenommen werben soll. In bem Ringen nach einer neuen nationalsozialistischen Wirtschaftsform war es für ben Schöpfer bes Reichsnährstanbsgebankens, ben Reichsbauernführer unb Reichsminister R. Walter Darrs, etwas Selbstoerftänbliches, baß man bas historisch Geworbene zunächst in den Dienst des Bauernstandes einordnete, ohne wesentliche or- ganisatorische Veränderungen vorzunehmen. (Es entstand mit der Uebernahme des Reichsverbandes der deutschen landwirtschaftlichen Genossenschaften — Raiffeisen e. V. Berlin, sowie vieler anderer landwirtschaftlicher Organisationen durch den Reichs- bauernsührer eine einheitliche Spitze. Um alle Kräfte zur Erhaltung des deutschen Bauernstandes und zur Pflege des nationalsozialistischen Gedankens von Arbeit und Brot einzuspannen, wurde auch der Handel, und zwar zunächst der Deutsche Landhandelsbund, in die Hauptabteilung IV bes Reichsnährstands hineingebracht. Man war sich von vornherein klar barüber, baß bas Nebeneinanberarbeiten ber Hauptabteilungen III unb IV keine ibeale organisatorische Verwirklichung bilbete. Zwar geftanb man ben Genossenschaften, bie aus bem Gebauten ber Selbsthilfe heraus geboren waren, gewisse Rechte zu unb erkannte auch bie kulturellen unb sozialen Zweckbestimmungen ber Raiffeisenschen Grünbungen. Aber im Laufe ber Jahre war, wie ohne weiteres zugegeben werben muß, bie ethische Kraft, bie in bem genossenschaftlichen Gedanken liegt, mehr oder weniger verwässert, und es waren vielfach überall» stische Grundsätze an die Oberfläche gekommen. Man kann nun unmöglich aus dieser Tatsache folgern, daß das Genossenschaftswesen nicht die genügende Kraft hatte, die rein bäuerlichen Interessen gegenüber der liberalistischen Wirtschaftsordnung zum Siege zu führen. Es war auch gar nicht die Aufgabe des Genossenschaftswesens, auf die Suche nach einer neuen Wirtschaftsform zu gehen. Sein Ziel war vielmehr, die Härte der liberallstisch- kapitalistischen Wirtschaftsmethoden von dem Bauern ober ben sonstigen angeschlossenen Mitgliebern fernzuhalten. Währenb bes Krieges erlebte bas Genossenschaftswesen einen weiteren Aufschwung. Es erfüllte über feinen Rahmen hinaus wichtige Funktionen zur Sicherstellung ber Dolksernährung unb zur Sicher- stellung ber Ernährung für unser Heer. Das Genossenschaftswesen rouroe zur Erfassung ber lanb» wirtschaftlichen Probukte systematisch herangezogen, befonbers auch zur Verteilung. In ben burch bie Russeneinfälle stark geplünberten Gebieten waren die Genossenschaften lange Zeit bie einzigen Verteiler von Lebens- unb Nahrungsmitteln für die Gesamtbevölkerung. Eine Enttäuschung brachte das Genossenschaftswesen erst nach der Inflation. Auch auf Bauern- und Landwirtskreise war das Fieber des Geldverdienens übergegriffen. Diese Kreise bemächtigten sich der Organe der genossenschaftlichen Selbstverwaltung, stellten ihre entsprechenden Geschäfts- jührer an und öffneten somit dem kapitalistischen Wesen Tür und Tor. Immerhin blieb es da auch bei Einzelerscheinungen. Die große Masse der Genossenschaften hatte das gesund gebliebene Bauerntum hinter sich unb blieb auch insolgebessen gebanklich, wenn auch nicht wirtschaftlich, gesunb. Deshalb konnte es auch unter äußerster Anstrengung in ben Zeiten bes wirtschaftlichen Nieberganges als Selbstverwaltungsinstrument bes Bauerntums schwere Schüben von ihm abwenben. Der beste Beweis dafür, daß die Genossenschaften aus der sittlichen deutschen Weltanschauung heraus als Gegner des liberalistischen Systems angesehen wurden, ist der Kampf, den die marxistische Regierung mit dem Ziele der Zerschlagung des Genossenschaftswesens in der ursprünglichen Form führte. Man bemächtigte sich der Zentralinstitute für das Genossenschaftswesen, um es „richtig" politisch einzustellen. Der Widerstand gegen diese Bestrebungen bei bem länblichen Genossenschaftswesen war stärker als bie am Werke befinblichen Kräfte, unb so gelang es bem länblichen Genossenschaftswesen trotz mancher Zusammenbrüche, bis zu ber Machtübernahme unseres Führers unb Reichskanzler Abolf Hitler burchzuhalten unb unter feiner Führung unb ber bes Reichsbauernführers R. Walter Darrs bie Schlacken, bie an ihm hafteten, abzuschütteln. Mit der Machtergreifung des Nationalsozialismus standen wir vor einem Wendepunkt, nicht nur der Agrarpolitik, sondern der Wirtschaftspolitik schlechthin. Es galt, die Idee des nationalsozialistischen Wirtschaftsprogramms in die Wirklichkeit umzu- fetzen, und dies geschah zuerst in dem agrarischen Sektor der Wirtschaft. Zwangsläufig mußte man dabei von dem freien Spiel der Kräfte abkommen und zu einer gebundenen Wirtschaft gelangen. Auf dem Gebiete der Warenwirtschaft sind die Bindungen der Preisgestaltung durch die vom Reichsnährstand erlassenen Gesetze und Verordnungen nahezu lückenlos durchgeführt. Auf der einen Seite ist in Verbindung mit der Produktionsschlacht die Volksnahrung sichergestellt, auf der anderen ist gewährleistet, daß der Konsument die Lebensrnittel nicht teurer erhält, als sie bisher waren. Um dieses Ziel der Vollendung zu erreichen, war es notwendig, den Markt von dem Erzeuger bis zu bem Konsumenten scharf zu beobachten und die zwischen den Preisen für die beiden Exponenten liegenden Handelsspannen zu regeln. Für die Genossenschaften mußte es, soweit es sich um den Absatz der landwirtschaftlichen Produkte und um die Versorgung des Bauern mit Bedarfsartikeln handelt, eine Selbstverständlichkeit fein, bei der Durchführung der Ordnung der Märkte in vorbildlicher Weise tätig zu fein. Da mit der Neuregelung der Märkte und den gebundenen Preisen das freie Spiel der Kräfte ausgeschaltet ist, kann es in Zukunft keine Gegensätze mehr in derselben Form wie bisher zwischen Handel und Genofsenschaften, den ftüheren Kontrahenten, geben. Sie werden vielmehr eine Arbeitsgemeinschaft zu bilden haben, soweit es sich um die Verwirklichung der nationalsozialistischen Agrarpolitik handelt. Dieser Entwicklung wird die Organisation bes Reichsnährstanbes in Zukunft Rech- nung tragen müssen. Der Reichsnährstand kann Handel und Genossenschaften nicht mehr von dem Standpunkt der verschiedenen Rechtsform und von verschiedenen Wirtschaftszielen ansehen, sondern unb dem Gesamtunternehmer und den Untetus. nehmern andererseits. Steuerpflichtig ist hier der Gesamtuntern^ mit der Gesamtausführung des Bauwerks. treten können noch Lieferungen oder Leistung^ von dem Gesamtunternehmer ben einzelnenV Unternehmern gegenüber bewirkt werben r'Hrr tortnf SUormiohinn nnn scheiben also aus. C. Keine Rückzahlung ber Rt^, Bei ber allgemeinen Fürsorge sind stützte unb seine (Erben verpflichtet, die ten Beträge zu ersetzen. Bei ber Kleinre-^, gibt es keine Ersatzpflicht für bie gWl.e' also keine Rückzahlung, roeber feiten« ■. gatten, noch seitens der Kinbsr und v i bieser Befreiung von ber Rückzahlungsp.' < yt, bie Befreiung von ber Arbeitspflicht, o allgemeinen Fürsorge besteht, unb ferner ü Zugebot " n jl&s [ ItoMN (k cjuchen. d | e er '' ■th WaJ Die W r D B firnen. Warf lljl llelniuh! S lm Me Während diese Zeilen in Druck 0e9 unöjf’ wird ein neuer Erlaß des fteufjsx Reichsfinanzministers bekannt. tctfi0un9 , weitere 2,8 Millionen als Reiches an der Kleinrentnerfursorge zu scho? gestellt, als ausdrücklicher So lediglich für die Kleinrentnerhi fe »nv . gemeine Fürsorge der Kleinrentner. 5000 Mark als unbedenklich angesehen. 4. Inflation: Das Kapital muß durch 1 I Inflation verlorengegangen sein. Hierbei ist e- r > Belang, ob es inzwischen etwa ausgebrauchl ob sich andererseits durch spätere Aufwertung * Anleiheablösung die Verhältnisse etwa miefeer/ bessert haben. Maßgebend bleibt immer der 1 1918 als Stichtag. Die vorstehenden vier Punkte müssen bur^' liche Unterlagen, Sparkassenbücher, Vanfto^'1' denzen usw. nachgewiesen werden. 6. D i e R e n t e. w 1. Höh« der Rente: Ein fester Sq n* , । Kleinrentnerhilfe besteht nicht, vielmehr enr^ sie sich prozentual nach den Sätzen ber allgrn^, Fürsorge, wirb also örtlich verschieden stin. r • Kleinrentnerhilfe muß aber um wenigsts. ° Viertel höher sein, als bie Sätze ber (Nn'el^ Fürsorge, ebenso bie Zuschläge für ben ^9° unb die im Haushalt lebenden Kinder. W • sonstigen Fürsorgeleistungen, z. B. ßeben?min£^ billigungsscheine, Kohlenscheine, MietbeihMn,^ zinssteuererlaß usw. sind daneben zu benw 2. Was wird von der Rentege Nicht gekürzt wird ein Verdienst bis zur Rentenbetrages; von dem, was er darüber. verdient, wird ihm wiederum nur bie ; gerechnet. Nicht angerechnet werden ferner nahmen aus Aufwertung bis zu 270 Mark Hingegen sind die Renten der Änvaliben-u gestelltenversicherung auf die Kleinrentnerv' ' , anzurechnen. Hierbei sei auch auf eine . Nebenerwerbsquelle der Kleinrentner W ; I das Untervermieten. Davon ist nur ber anzurechnen; Wäsche, Abnutzung für J10 Licht, Heizung usw., sowie der Teil ber v miete, ber auf ben vermietbaren Raum allgemeinen yui|uige uejiciji, uhv i/ .. - kehrenbe Prüfung ber Hilfsbebürftig' zweijährigem Zwischenraum. Nehmen w :| 70/ , Wirtschaft an. 2 ffen, t, iumal die Beteiligung für den Export etwas |ruriO| fahren, meist waren sie mittel. ’ir Großvieh entsprach der Auftrieb von Z ls'schäft war schleppend, jedoch konnten die e Sje^ehalten werden. Bei Ochsen und Färsen er» Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Berlin ;franf|un .rranhur. u. m. «Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt tt 2H. börse 'ur- 6.12. 7-12. 6.12- 7-12. Retchsanleihe o. 1987 4 4 Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Tementwerk Karlstadt.. 771 103 75,75 103,4 103.4 11,8 8 8 178 2)ie hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Relchsvankdiekont 4 v. H.. Lombardzinsfuß 5 o. H. 96,5 93,25 97,5 94,5 101,25 93,25 97,5 94,75 93,75 96,5 93,5 93,65 102,65 94,75 7 v 0 o 0 76,25 103,5 135 27 177 94,13 95,5 95.5 103,25 96,75 97,5 103,25 96,5 98,25 104,9 101 93,5 93,5 93,9 94 95,5 95,5 103.25 96,4 97,13 103,3 95,5 96 8 4 o| 0 0 132,5 195 89,25 80,5 133,5 196 88,5 95 80,5 133,13 88,75 95 79,75 133,65 88,5 95,75 80,13 80,5 93,25 48 197,5 88,65 40,65 12,25 108 109 150 2,442 58,01 54,89 12,295 16,35 167,72 21,06 61,78 63,40 80,54 33,87 96,9 98,25 104,65 8 4 78,75 47-75 196,5 89 40,75 12 109 109,5 150 78,75 94,4 47,65 200,25 88 40,75 12 108,5 109 25 150 2,462 58,25 55.11 12,335 16,41 168,40 21,14 62,02 102,25 54.65 124 46,25 63,5 117,25 48,25 62,25 88,5 32 194,65 152 132 | 27,5 81 >176,25 6% 2 6%el 54,13 120,25 45 65 48 62,5 31,75 195 154 132 47,65 198,5 87,75 40,5 12 109,5 151 63,66 80,86 34,01 25 1,13 6,7 25 L1 6,75 6,15 6,25 11,75 T--——gl?1,, Dt. Reichöanl. v. 1929 "71% 1 L^z-Anleihe von 1930 .. fiti Qualitäten leichter Preisdruck ein, beste leir* blieben aber bei flottem Geschäft unoer- |i, NN übrigen war der Handel ruhig und es )ie Preise zurück, im übrigen blieben sie unverändert. In Rosenkohl, Spinat, Wirsing und Weißen Rüben sowie Winterkohl verblieb Ueberstand. Blu- Gchlußl. Mittag« börie Stück!-' zzu 95,75 zur Notiz. Don Elektrowerten gemeßen Gesfürel 1 v. H. Schuckert 0,65 v. H., z-rückhaltend. Rauhfuttermittel lagen 8 mb unverändert. 54,5 126 45,25 63,25 47,4 62,9 31 197 132,75 101,5 54,4 126,25 45,75 117,25 47,25 62,75 86,5 31,5 194,5 148 133,5 A-Dezembers i tlrurcen haben noch keine nennenswerte Besse> Wochenbericht »im Frankfurter Produktenmarkt 25 1,13 6,6 6,1 6,4 11,65 ig war. Die Qualitäten in den einzelnen 24,65 1,13 6,5 6,1 1 fjf.ige -i uie .nii/t --nichts ' 102,25 95 94,75 94,75 96 96 bie 6»* Ml-»- f® lebenberii W igen, 3- 4 n'djrine,®1®; > baneben *■ bet Der Arbeitseinsatz der Angestellten Auch im November günstige Entwicklung. ?* Srtt W '»>!L m, was er >berum inet °--Ä g bis 3«A en de- die »K i -u-h Ä ,°°° ifl^l iioie oer * «Hä*! gurl< V ®ei1 »- chi \* -H '"PF j Buderus Deutsche 6rbö! * Gelsenkirchener o Harpener................... 0 voesch Eisen—Köln-Neuessen .. o Ilse Bergbau .............. Ilse Bergbau Genüsse g Klöcknerwerke ....... ....... ManneSmana-Rbhrea 4% Oe'-L-kichtsche Goldrente.... 4,20% ' L^iretchische Silberrente 4% U«Ad(6)e Goldrente 4% UntK- ■ Staatsrente v. 1910 4Y1% filfeiLyon 1918.......... 6% obKse « old Mexikaner von 99 4% LürÄle-Zollanleihe von 1911 *% Tülüc!eAagdadbahn.Anlethe lserkauf von Getreide ausgelöst. Deshalb blie- j b‘ Zufuhren zum Getreidegroßmarkt auch in :r Woche im ganzen sehr klein, während die ifjbge allenthalben stark war. ÄmiWeiz en markt haben die höheren Fest- p elsextwas größeres Angebot als in den letzten i)ci gebracht, vorwiegend aus Hessen, Hessen- Deuts«, L^l..Mlös.-Schuld mit Allmächten ............. Desgl.^0Aüluslos.-Rechte...... 6% L>ir3,,$en. Vollöstaat 1929 (cudRctt!iO2%)............ ^ndesbank Darmstadt y?oltkg i jg........ Deutsächikrnm. Sammeläbl. Aw feWRtal 1 mitAuslos.-Rechten •% Franks. Äsan! ® oltiiti ,5 unkündbar bis 1935 6% Franks. Hyp.-Bank »6 unkundbar bis 193s 6%% iiietai4%% Franks. Hyp^ BanV!..^.Pfandbriese...... 6%% V Rheinische HvpL,Lr>Ligu.^oldpfe..... 6% eh, r r! U, Pr. Landespfand« brieWi, Pfandbriefe R. 19 6% ehstr^ks, Pr. Landespfand, brieffltoiil, Pfandbriefe R. 10 Steuers rl i Verrechnungskurs.. rgi Geschäft am Schlachtviehmarkt hat nach 1 tlrmatswechsel keine nennenswerte Belebung et apr.. Sowohl der Lebendviehmarkt, wie auch das Fischgeschäft hatten infolgedessen ruhiges Ge- ! surken Bedarf bekunden, so daß nur ein ge- cjecTeil an die Großmärkte gelangt. Zi'juttergetreide ist das Angebot man» Elf. Futtergerste wird nach wie vor nicht an- Hamburg-Amerika-Pakel 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschiff...........g Norddeutscher Lloyd 0 M.®. für Verkehrswesen Slkt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................0 Dresdner Bank 0 RetchSbank ................ zz Schultheis Patzenhofer 0 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................0 Zellstoff Waldhos 0 Zellstoff Aschaffenburg 0 Dessauer Gas ............... 1 Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum 0 Lrenstein & Koppel.......... 0 Leonhard Tietz 0 Chade......................lü Accumulatoren-Fabrik 0 Conti-Gummi 0 sage wenigstens etwas befriedigt werden t An sich sind die Zufuhren für die lebhafte ' \e allgemein noch völlig unzulänglich. ...toggenmar f t fehlte es weiterhin an ertsm Angebot, das wenige Offertenmaterial be:oer Festpreis glatt ausgenommen. Meist geht Angebot direkt an die Landmühlen, die beson- (kanadische), Weißkraut 2,75 bis 3, Wirsing 2,50 bis 4, Winterkohl 3 bis 4. Weiße Rüben 3 bis 4, Zwiebeln 5,50 bis 6. Am O b st m a r k t blieb das Angebot ebenfalls reichlich, nur Goldparmänen waren knapper. Für gutes Obst war die Nachfrage befriedigend. Die Zufuhren von Apfelsinen waren gut, in Mandarinen genügend, Absatz befriedigend. Aepfel I 12 bis 16, II 8 bis 10, Wirtschaftsäpfel 7 bis 9, Goldparmänen I 14 bis 16, II 12 bis 14, Boskop I 12 bis 16. Frankfurter Butlermarkt. Frankfurt a. M., 7. Dez. In deutscher Butter blieben die Anlieferungen verhältnismäßig klein, dagegen haben sie aus dem Auslande zum Monats- anfang wesentlich zugenommen, so aus Dänemark, Holland und Oesterreich. Die Qualitäten sind zur Zeit beftiedigend, für holländische Butter wird sie als geradezu wundervoll bezeichnet. Die Geschäftslage war im allgemeinen befriedigend. Die Preise blieben unverändert. Es notierten in RM. pro 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M.: (Großhandelsverkaufspreise): Deutsche Markenbutter 145, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 140 bis 142, Landbutter 130, Kochbutter 120. Dänische Butter 145, österreichische Butter 145, holländische Butter 147 bis 148. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 7. Dez. Die Nachfrage des Konsums hat sich nach dem Monatswechsel ziemlich »iittf Wochenbericht eine >i«i Frankfurter Schlachtviebmarkt sucht werden Werkzeugdreher und Fräsermeister. Auch find Schweißmeister mit guten Kenntnissen angefordert worden. Die Arbeitseinsatzmöglichkeiten waren gegenüber dem Vormonat günstiger. Gesucht wurden Kräfte, die Praxis in der Kalkulation besitzen und nach Möglichkeit das Refasystem beherrschen. Bei den weiblichen Angestellten sind im allgemeinen mehr feste Einstellungen als solche zur Aushilfe erfolgt. Sehr lebhaft wurden Stenotypistinnen mit Kenntnis von Stenographie und Maschinenschreiben verlangt. Es fehlen verschiedenerorts Verkäuferinnen für Schuhwaren, Textilien, Konfektion, Hausrat, Herrenartikel, Handarbeiten, Lederwaren und Buchhandlungen. Die Nachfrage nach weiblichen Lehrlingen ist lebhaft. Staatlich geprüfte Zahntechnikerinnen sind kaum noch stellenlos. Ebenso fehlen Hebammen- s ch w e st e r n. Bei den weiblichen Angestellten in Haus, Garten und Landwirtschaft ist die Nachfrage in städtischen Hauswirtschaftsbetrieben günstig. Wohlfahrtspflegerinnen sind mehrfach als Wanderlehrerinnen für Mütterschulung angefordert worden. JRun&funfproflromm. Sonntag, 9. Dezember. 6.35 Uhr: Hafenkonzert. 8.15: Nachrichten. 8.25: Gymnastik. 8.45: Katholische Morgenfeier. 9.30: Deutsches Schatzkästlein. „Der erste Schnee". Vom Wandsbecker Matthias Claudius. 10: Bekenntnisse zur Zeit. 10.15: Chorgesang. 11: Das Geheimnis des Vogelzuges. Zwiegespräch. 11.30: Bach-Kantate. Kan- täte von Joh. Seb. Bach. 12: Mittagskonzert I. 13: Ein Fabrikarbeiter kommt auf den Bauernhof. Zwiegespräch. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Kinderstunde. Unser großes Weihnacytspreisrätsel! 15: Stunde des Landes. 16: Bunter Nachmittag. 18: Jugendfunk. 18.30: Sorgt für die Tiere im Winter! 18.45: Konzert. 19.45: Zwei deutsche Patrioten. Anekdoten um Friedr. Ludw. Jahn und Friedr. List. 20.05: Sportnachrichten. 20.15: Sinfonie-Konzert. 21: Im Schweigen der Welt. Eine Funkfolge im Advent. Dichtungen. 21.30: VIII. Meisterkonzert des deutschen Rundfunks. Elly Ney spielt. 22.15: Nachrichten. Montag, 10. Dezember. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgenspruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 9: Werbekonzert. 10: Nachrichten: 10.15: Schulfunk. Das ganze Deutschland soll es sein. 10.50: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I der SA.-Standartenkapelle 119. 13: Saardienst. Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. Die deutsche Spieloper. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Kinderstunde. 15.30: Aus Wald und Flur. 15.45: Bücherfunk. 16.: Nachmittagskonzert. 18: Jugendfunk. 18.15: Bücher, die uns erwarten. 18.35: Neue deutsche Dichtung. R. Schlösser. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.45: Das Leben spricht! 20: Nachrichten. 20.10: Volk und Wirtschaft an der Saar. 20.30: Ein Abend beim „Heurigen". 21.30: Auf der Winterweide. Schäfer ziehen durch unser Gebirge. Funkfolge. 22: Nachrichten. stark belebt, so daß die Zufuhren an frischen Eiern vielfach zu klein waren, zumal deutsche Frischeier nur in ganz geringen Mengen vorhanden waren, Angesichts des Weihnachtsfeftes rechnet man mit dem Anhalten des befriedigenden Geschäftes. Kühlhauseier waren etwas stärker angeboten. Gegenüber der Vorwoche blieben die Preise fast unverändert, ausländische Frischeier stellten sich etwas höher. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M.: Ausländische Frischeier: Dänen Klasse S 12,75 bis 13, Kl. A 12,25 bis 12,50, Kl. B fl,50 bis 12, Kl. C 10,75 bis 11,50, Kl. D 11. Holländer Kl. S 13,50, Kl. A 13, Kl. B 12,50, Kl. C 12. Bulgaren 10,75 bis 11, Rumänen 10,50 bis 10,75, Jugoslawen 10,75 bis 11,25. Deutsche und holländische Kühlhauseier: Kl. S 11,50, Kl. A 11, Kl. B 10,50, Kl. C 9,75 bis 10, Kl. D 9 bis 9,25. Mainzer Getreidemarkt. Mainz, 7. Dez. Es notierten (Großhandelspreise je 100 kg loko Mainz) in RM.: Weizen 21,15, Roggen 17,15, Hafer 16,85 ab Station, Braugerste 20,00 bis 20,75, Jndustriegerste 19,75 bis 19,85, Malzkeime 16,75 bis 17,00, Weizenkleie 10,79 (Mühlenpreis), Roggenkleie 10,05 (Mühlenpreis), Soyafchrot 13,00 nom. Fabrikpreis ab süddeutscher Fabrikstation. Allgemeintendenz: Brotgetreide stetig, Braugerste kleines Geschäft. Futtermittel weiter sehr knapp, die Nachfrage kann bei weitem nicht befriedigt werden. Datum 4% besgl. Serie II ............. 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 414A>Rumün.vereinh.Rentev.i9is 4% Rumänische vereinh. Rente .. 9%% Anatolier ............... t®. Farden-Jndustrie cheideanstalt....... Goldschmidt ......... Rütgerswerke ... Metallgesellschast. .... Bekula 0,25 v. H., schwächer lagen Siemens (— 1 v. H.), Lahmeyer (— 1,40 v. H ). Montanaktien lagen ziemlich ruhig und zumeist unverändert, etwas höher waren Mannesmann und Rheinstahl, während Klöckner 0,75 v. H. nachgaben. Schifffahrtsaktien, Reichsbankanteile, Cement Heidelberg und Zellstoffpapiere lagen voll behauptet. Fest notierten Gebr. Junghans mit plus 2 v. H., Moenus Maschinen gewannen 0,65 v. H. Schwach waren noch Löwenbräu München mit 181,50 (am 4. Dez. 191, gestrige Tc^e 183), ferner erschienen Eschwei- ler Bergwerk mit „Minus-Zeichen", die Taxe lag in Anpassung an Berlin bet 275 (zuletzt 315). Der Rentenmarkt hatte allgemein lebhaftes Geschäft, wobei Kommunal-Umschuldung mit plus 0,50 und Altbesitz mit plus 0,40 o. H. im Vordergründe standen. Stahlverein-Bonds und Reichs- mark-Anleihen erhöhten sich bis 0,25 v. H., Zinsver- gütungsscheine und späte Reichsschuldbuchforderun- gen lagen ruhiger, aber voll behauptet. Reichsbahn- Vorzugsaktien konnten sich mit 115,25 nur knapp behaupten. Im Verlaufe blieb die Haltung für Aktien im ganzen fest, obgleich die Kursbildung weiter etwas uneinheitlich war. Verschiedentlich ergaben sich unter kleinen Schwankungen Besserungen bis zu 0,50 o. H., Farbenindustrie waren jedoch nur knapp gehalten. Scheideanstalt waren vorübergehend 1 v. H. fester, gaben aber wieder nach. Niedriger lagen Goldschmiot (—1 v. H.), ferner Rhein. Braunkohlen (— 2,50 v. H.). Am Rentenmarkt fetzte sich die Befestigung für Kommunal-Umsckuldung bei lebhaftem Geschäft um 15 Pf. fort, wäyrend sonst die ersten Kurse unverändert blieben. Größere Umsätze vollzogen sich für Goldpfandbriefe und Kommunalobligationen, die von 0,50 bis 1 v. H. anzogen, auch Liquidations- Pfandbriefe gewannen bis 50 v. H., Stadtanleihen tendierten etwas ruhiger teilweise traten Befestigungen bis zu 1. v. H. ein, größtenteils biteben sie aber auf dem erhöhten Niveau von gestern unverändert, ebenso Staatsanleihen. Der Äuslandsrentenmarkt lag still. Fester lagen noch Industrie-Obligationen um etwa 0,50 bis 0,75 v. H. Tagesgeld unverändert 3,50 v. H. Abendbörse: Still aber freundlich. An der Abendbörse hielt die freundliche Stimmung an. Das Geschäft blleb iedoch klein, da nennenswerte Aufträge der Kundschaft nicht vorlagen und die Kulisse im Hinblick auf den Wochenschluß etwas zurück- fyielt. Am Aktienmarkt zeigte sich etwas Nachfrage nach mittleren Bergwerkspapieren, die von 0,25 bis 0,50 v. H., Buderus um 0,75 v. H. anzogen. Von Elektro- aktien waren Gesfürel 1 o. H. fester. Von sogenannten schweren Werten waren Scheideanstalt um 1 v. H. und Akkumulatoren um 2 v. H. erholt, während Rheinische Braunkohlen noch 1 v. H. nachgaben. Farbenindustrie lagen vernachlässtgt. Auf den übrigen Marktgebieten blieben die Berliner Schlußkurse meist gut behauptet. Auch am Rentenmarkt war das Ge-schäft verhältnismäßig klein, immerhin bestand zu den erhöhten Mittagskursen noch Nachfrage. Von Industrie-Obligationen gewannen 6proz. Stahlverein und 5proz. Eisenbahn-Rentenbank je 0,50 v. H. 6proz. Franks. Gold Pfandbriefe zogen um 0,25 auf 95 v. H. an. — Am Kassamarkt lagen Pfälzer Hypotheken- Bank mit 80,75 um 1 v. H. und Frankfurter Hypotheken-Bank mit 80,50 um 0,75 v. H. höher. Don Auslandwerten gingen 4proz. Schweizer Bundesbahn um 1 v. H. auf 160 v. H. zurück. U. a. notierten: Altbefitz 104,90, 6proz. Stahlver- ein 88,50, 5proj. Eisenbahn-Rentenbank 86,50, Schutzgebiets anler he 9,80, Braubank 101,50, Reichsbank 146,50, Buderus 87,25 bis 87,50, Gelsenkirchen 60,50, Klöckner 75, Mannesmann 75,90, Rhein. Braunkohlen 196,50, Rheinstahl 89, Stahlverein 40,75, Akkumulatoren 154, Sagende anstatt 196, Deutsche Linoleum 62,50, Licht & Kraft 120,75, JG.-Farben 133,50, Gesfürel 109,75, Holzmann 76,25, Lahmeyer 110, Main kraft 81, Metallaesellschaft 80,50, Moenus 77, Schuckert 94,25, Zellstoff Aschaffenburg 65, Hapag 27, Lloyd 29,50. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Banknoten. | Geld li -> tk. und auch in Hafer sind die Anlieferungen Jt einem m-nS '0lhkönnen unzureichend. Die Abgeber von Hafer lieh» »JirWA Win, die Lieferung von der Gegenlieferung ijr ieroiffen Menge Kleie oder Nachmehle ad- rhii^u machen. I ieUachfrage nach Mühlenabfällen olieb l xoß, ohne aber annähernd befriedigt werden tönen. Auch in ölhaltigen Futtermitteln war ■ Btiarf sehr stark, während bisher Zuteilungen ' Omühlen bzw. Fabriken nicht erfolgten. Datum Mansfelder Bergbau.........0 Kokswerke ..................0 Phönix Bergbau 0 Rheinische Braunkohlen 10 Rheinstahl........... 0 Vereinigte Stahlwerke o Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben 5 Kaliwerke Westeregeln 5 Kaliwerke Salzdetfurth 7% LS.®....................... Bekula Q Vektr. LieferungSgesellschafl6 Licht und Kraft ............. g Felten & Guilleaume o Gesellsch.f.EIektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ....... 6 Schuckert L Co............... z Siemens L Halske 7 Lahmeher L Co " jq -puh* mum ueiuiiuK«, oefle jiammei tagen etwas ich MM DCr aUi‘tieb °°n 184 (281) StÜi °urd° Frankfurter Börse. klich angeM k Mittagsbörse: überwiegend fester. MnfiieS F a kfurt a. M., 7. Dez. Die Börse verkehrte >en£L auf iDe; meisten Marktgebieten in fester Haltung. Natmrg-naß stand der deutsche Rentenmarkt wei- W ? Sr kwP m Vordergrund. Es zeigte sich seitens der rhalmO eiv- KunkiWst aber auch am Aktienmarkt für die mitt» bleibt lM le rem tib kleinen Papiere Kaufinteresse. Die All- . gemEmdenz erfuhr durch günstige Meldungen Punkte aus ule: Wirtschaft eine gute Stütze. Es ergaben assenbüchel, M sich !^!iMerhältnismäßig lebhaften Umsätzen durch» en werden, fdjnilrtliae Befestigungen von 0,50 bis 0,75 v. H. - Rente. Auf Drachen Marktgebieten war die Kursbildung ... W sestN! alleri^l s noch uneinheitlich, da vereinzelt noch l Mt oielmt AbHchkti vorgenommen wurden. L säßen V io • schweren Werten bestand eher noch Ver- rrtirfi verM kaussi; i. ilng. Scheideanstalt-Aktien blieben von der 2 um c wietzch: ,'prozentigen Dividende auch heute unbe- 00 ~rübtÄ ui;b zeigten mit 195 noch keine Erholung, ^arbtebiiftrie erhöhten sich bei lebhafterem Umsatz ilijii JD/75 v. H., matt lagen Deutsche Erdöl mit minu ie .1,65 v. H. Rütgerswerke kamen in neuen Schluß« furd 6.12. obigen ßebenss1' 1 *9en ^280 in der Vorwoche) dem Bedarf, ich nicht von i ® 5 ^schäft war schleppend, jedoch konnten die igkeit ist Vordre rs Buenos Lire- 0,628 0,632 0,628 0,632 Brüslel----- 58,17 58,29 58,17 58,29 Rio de Jan. . 0,204 0,206 0,204 0,206 Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,96 55,08 55,04 55,16 Danzig..... 81,13 81.29 81,13 81,29 London ..... 12,31 12,34 12,33 12,36 HeljingforS.. 5.435 5,445 5.445 5,455 Paris ...... 16,39 16,43 16,39 16,43 Holland .... 168.14 168,48 168,14 168,48 Italien..... 21,30 21,34 21,30 21,34 Japan ...... 0,718 0,720 0,719 0,721 Jugoslawien 5,664 5,676 5,664 5,676 OSlo.....: 61,85 61,97 61,94 62,06 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 11,19 11,21 11,205 11,225 Stockholm... 63,48 63,60 63,57 63,69 Schweiz ... 80,72 80,88 80,72 80,88 Spanien.... 33,99 34,05 34,01 34,07 Prag....... 10,38 10,40 10,38 10,40 Budapest ... — Neuyork... 2,490 2,494 2,490 2,494 6,6 3.75 31 6,5 3,75 30.75 3,8 31 6,5 3,8 30,65 27 27 27,5 27 — 23,5 — —- 29,5 29,5 29,9 29,5 77 77,25 77 77,75 93 92,75 92,75 92,25 69,25 68,75 69,25 68,75 70,75 70,25 70,75 70,25 73,5 73 73,5 73 145,5 146,5 145.65 146,75 27,5 27,75 27,25 27,5 137,5 137,5 137,9 137,5 97,75 98 98 96,25 119 120,75 119,25 121,25 75,5 76 75,5 76,5 107,5 109,75 107,75 108,75 100 100 100 100 93,25 94,25 92,75 94,25 138 137 137,5 137 110,5 110 110,25 110 84,25 87,5 85,25 86,75 102,65 100,75 102,5 101,25 60,13 60,5 60,4 60,75 101 103 101,5 103 — 76 76,75 — — 146 — 117 115,5 116,65 116,25 74,25 75 73,75 74,75 74,5 75,9 74,4 75, . 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