Nr. 262 Erstes Blatt 184. Zahrgang Donnerstag, 8. November 1934 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten- Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11086 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfiläts-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Giehen. 5chriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70mm Breite 60Rps.,Platzvorschrist oder schwieriger Satz 25°/« mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- 1L behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Italiens Politik im Oonauraum werden sollte, würde eine völlig neue Lage entstehen, an der auch Laval scheitern könnte. f) erriet erklärte Pressevertretern, es vergehe kein Tag, an dem er nicht schriftliche oder fernmündliche Todesdrohungen erhalte. Auf die Frage, ob die Kammer nicht über den Streit entscheiden solle, sagte er: Wäre es wirklich geschickt und mutig, gegen die Kammer einen neuen Gewittersturm und eine neue antiparlamentarische Welle Heraufziehen zu lassen? Das dürfte wohl nicht zu empfehlen sein." slowakei bestehe gegenseitige Zurückhaltung, auf die einmal Streitigkeiten örtlicher Bedeutung, aber auch die Verschiedenheit der Anschauungen über einige wichtige Fragen Einfluß hätten. Europa befinde sich im Zustand des gegenseitigen Abwartens und der Bildung neuer Kräfte und Fronten. „Das Endziel unserer Politik ist das Einvernehmen und die Zusammenarbeit mit allen Staaten, vor allem auch mit Deutschland. Eine bemerkenswerte Entscheidung des Warschauer Obersten Gerichts. Warschau, 6. Nov. (DNB.) Das Warschauer Oberste Gericht hat in einem Prozeß gegen einige deutsche Frauen (polnische Staatsangehörige), bie bei der Ostpreußen-Automobilfahrt in Dirschau die durchfahrenden deutschen Wagen mit dem Rut „j)eil Hitler!" begrüßt hatten und zu einer empfindlichen Geldsttafe verurteilt worden waren mit der Begründung, ihr Verhalten drücke Uebelwollen und Geringschätzung gegenüber dem polnischen Staat aus und zugleich die Verbundenheit mit einer polenfeindlichen Bewegung, die polnische Staatsgebiete entreißen wolle, dieses Urteil der Vorinstanz aufgehoben und die Angeklagten f r e i g e • sprachen. schen Einmarsches in das Saargebiet dementiert. Andererseits hat er dabei den Standpunkt .. . _ aufrechterhalten, daß Frankreich gegebenen-1 zum Ausdruck zu bringen. Deutschland verwahrt sich gegen französische Truppen im Saargebiet sagt, daß Ausland dürfe nicht die Sensation eines tiefen innerfranzösischen Zwistes erleben, da es daraus Ruhen ziehen würde. Der marxistische „Populaire" bezeichnet den wahrscheinlichen Rücktritt Doumergues als ersten Sieg gegen den Faschismus. Vom ständigen Verwaltungsrat der Sozialistischen Partei wurde eine Entschließung gefaßt, die lautet: „Wenn angesichts der Gefährdung der öffentlichen Freiheiten und der Freiheiten der Arbeiter die Republikaner sich entschließen könnten, gegen die faschistische Gewalt mit den repu- Nie Aussprache zwischen Köster und Laval. Frankreichs Standpunkt für Deutschland unannehmbar. Berlin, 7. Nov. (DNB.) Das am Dienstag von havas veröffentlichte Kommunique über die Unterredung zwischen dem deutschen Botschafter in I paris und dem französischen Außenminister bringt noch keine erschöpfende Klärung der Lage, wie sie sich letzthin in der Saarfrage entwickelt hat. Ls ist zwar erfreulich, daß Herr Laval, entgegen den bisher gerade von der französischen Presse gebrachten Nachrichten, militärische Vorbereitungen zum Zweck eines französi- falls berechtigt und verpflichtet fei, durch Entsendung von Truppen für Ruhe und Ordnung im Saargebiet sowie für die Freiheit der Abstimmung zu sorgen. Dieser Standpunkt ist für Deutschland selbstverständlich nicht annehmbar. Der deutsche Botschafter in Paris hat bei der Unterhaltung hierauf hingewiefen und um Fortsetzung der Aussprache gebeten, weil, wie dies bereits bekannt war, Weisungen an ihn selbst sowie an die deutschen Missionen in London, Rom und Brüssel unterwegs sind. die den ausführlich begründeten Auftrag der Reichsregierung enthalten, gegen die Verwendung französischer Truppen im Saargebiet Verwahrung einjulegen und gegenüber den auf verschiedenen Seiten hervorgetretenen Tendenzen noch einmal ganz allgemein die deutsche Auffassung über die Behandlung der Saarproblems 13utn Ausdruck zu bringen. faffung" der Fugend wurde soeben vom 7. Altersjahr auf das sechste herabgesetzt oder vielmehr erweitert, die ABC.-Schützen machen also, wohl zum erstenmal in der Geschichte, ihrem Namen Ehre, ziehen die Uniform an und führen als Abzeichen auf dem schwarzen Hemd die römische Wölfin. Weshalb sie Balilla della Lupa heißen, die Wölflein. Daneben zeigen die Zeitungen Mussolini, wie er im offenen Meer schwimmt, „und das am 25. Oktober", wie er alte Häuser einreißt und glänzende Paraden abnimmt. Die Zeitungen erzählen breit und witzig über den Verliebten, der sich, um seiner Angebeteten, einer Traubenverkäuferin, immer nahe zu sein, an Trauben beinahe zu Tode essen mußte; sie berichten kurz und sachlich über den schauerlichen Prozeß in Cosenza, wo eine ganze Familie vor dem Richter stand, weil die Eltern aus Habgier — sie hatten den Aberglauben, daß ihnen dann ein Schatz durch die Madonna geoffenbart werden würde — den eigenen Sohn schlachteten. In ausländischen Zeitungen schreibt Mussolini, daß sich die Welt nicht bloß in einer ,Krisis" wirtschaftlichen Charakters befinde, sondern in einer völligen Umwälzung. Die italienische Presse bleibt ruhig, kühl und leidenschaftslos, scheinbar sogar farblos. Sie handelt nicht, sie beobachtet. Der ungarische Staatsbesuch in Nom. Die politischen Richtlinien unverändert. R 0 m, 7 Nov. (DNB.) Der ungarische Ministerpräsident Gömbös ist am Mittwochvormittag von dem italienischen Regierungschef Mussolini zu einer zweiten Unterredung empfangen worden; gegen Mittag hatte er eine P r i v a t a u d i e n z beim Papst Pius XL, an die sich ein Besuch beim Kardinalstaatssekretär Pacelli anschloß. Zum Frühstück weilte Gömbös in der ungarischen Gesandtschaft beim hl. Stuhl. Gömbös hat abends Rom verlassen. Mussolini war persönlich am Bahnhof erschienen, um sich von ihm zu verabschieden, lieber die Besprechungen zwischen Mussolini und Gömbös wird eine amtliche Erklärung veröffentlicht, in der es u. a. heißt: Die beiden Regierungschefs prüften auf der Grundlage und im Geiste des italienisch-österreichisch- ungarischen Protokolls vom letzten März alle Probleme, die besonders Italien und Ungarn angehen. Die beiden Regierungschefs konnten vollkommene Einmütigkeit feststellen. Die Richtlinien beider Regierungen sind unverändert geblieben, ebenso die Absicht, die Entwicklung der Zusammenarbeit mit Oe st erreich weiter zu fördern. In der Frage der w i r t s ch a f t- lichen Beziehungen vertraten Mussolini und Gömbös einhellig die Ansicht, daß das Märzprotokoll zur Zufriedenheit funktioniert. Für die künftige reibungslose Entwicklung der Wirtschaftsbeziehungen sorgen zahlreiche Zusammenkünfte von Sachverständigen, von denen eine gerade in den letzten Tagen stattgefunden hat zu dem Zweck, die Handelsbeziehungen zwischen beiden Ländern noch enger zu gestalten. Schließlich haben blikanischen Kräften zu antworten und eine Kampfregierung zur Erringung der demokratischen Freiheiten und der Behe- bund der Krise zu bilden, dann dürsten sie der u n- begrenzten Unter st ützung unserer Partei sicher sein." Dieser Beschluß soll auf die Fühlungnahme mit einflußreichen Radikalsozialisten zurückgehen. Wenn tatsächlich in linksstehenden Kreisen über d i e Bildung einer Linksregierung verhandelt Ein Kabinett Laval auf dem Marsch. Doumergues Rücktritt noch heute erwartet. - Kann der Burgfriede gerettet werden? ',C6elbfte' Ungarn sieht sich m den Kreis vor- uehmer Zurückhaltung einbezogen, die Huldigungen, wie sie vor Jahr und Tag gang und gäbe waren, iahen nichts Drängendes mehr an sich, man liebt Zudapest wie eine schöne, fremde Frau — ftill uno :ius der Ferne. Und die Liaison mit dem feschen Weaner Madl, dem noch vor einigen Wochen sein Mittelmeertum, d. h. seine lateinische Kultur im Gegensatz zu dem Barbarentum westlich von Passau ckürrnisch bescheinigt wurde? Kühl und 10 r » ekt, ein bisserl wehmütig vielleicht, berichten die Korrespondenten in Wien, die eine Zeitlang an Der Weltachse zu drehen glaubten, von den Besprechungen, die laut amtlicher Verlautbarung mit Den ,i,nazisti" gepflogen werden. Weder in Prag, noch in Warschau könnte man sich über die Haltung der faschistischen Presse beklagen, das große Rom möchte der Kleinen Entente nicht mehr weh tun. Die (Erneuerung des Zehnjährigen Freundschaftsvertrages mit der Schweiz erfolgte ohne größere Belehrungen über hie italianitä des Tessin. Die Studenten italienischer Zunge auf Malta haben sich anscheinend beruhigt, (nie abessinischen Abgeordneten sind zu ihren wpflosen Fleischgerichten zurückgekehrt, ohne daß Mussolini feine Toga geöffnet und den Krieg verbindet hätte. Kurz: Pax romana. Windstille in Rom. Man kann sagen, daß die Leitungen gegenwärtig von den Auslandskorre- chondenten geschrieben werden, so weit der Raum richt durch marschierende Kolonnen, Flugzeug- Schwärme und kriegerischen Geist in Anspruch ge- -ommen ist. Man hört keinen außenpolitischen L'ärm mehr, nur das Rollen der Geschütze und das Rauschen der Fahnen. Die militärische „Er- Windstille in Rom. Bon unserem römischen E.-Korrespondenien. Rom, im November. Die Befürchtung, daß Italien nur so lange Ruhe halten werde, bis Jugoslawiens toter König in seiner Gruft liege, hat sich als unbegründet erwiesen, die Kalkulationen der Kanonenherren und Katastrophenpolitiker müssen geändert oder wenigstens zurückgelegt werden. Rom bewahrt nicht nur kühles Blut, sondern eine fa st übertriebene Zurückhaltung, die daher ängstlichen Gemütern schon eher unheimlich erscheint. Von der neutralen Beobachtungswarte aus kann und muß 'estgestellt werden, daß in der Tat ein auffälliger Unterschied besteht zwischen der Aufregung, die Jen dramatischen Tod des österreichischen Bundeskanzlers begleitete, und der diplomatischen Unbeweglichkeit in den Gesichtszügen Roms, tiie seit der Ermordung des Königs Alexander zur Schau getragen wird. Damals wurde die Presse, längst ein Kampfmittel des Heeres, der Nation in Waffen, über Nacht mobilisiert, sie mußte den Vormarsch der Divisionen Jecken und ein Feuer von unerhörter Gewalt auf Deutschland legen, um Frankreich nicht mißtrauisch jiu machen; es wurde gehetzt wie kaum in der Jnterventionszeit, in Leitartikeln und Karikaturen -raff das Blut nur so von deutschen Händen, rücksichtslos wurde in Stunden zerstört, was in Jahren .wischen Berlin und Rom an Verständigung auf» gebaut worden war. Bei dem Königsmord Hin- Degen blieb die Presse zu Hause, ja, sie mußte bie über die Adria hinüberblickenden Fenster schließen und die Schlüssellöcher verstopfen, um nicht zu »Ören, was der Nachbar sprach. Das ging dem Volk um so schwerer ein, als kurz vorher die Zeitungen in seitenlangen „Enthüllungen über die bösen Absichten Jugoslawiens geschwelgt und jeder italienfeindlichen Aeußerung einen hundertfachen Resonanzboden verschafft hatten, lieber hie Zerstörung eines Markuslöwen im dalmatinischen Städtchen Trau konnte die ganze italienische Nation außer sich geraten, jetzt wurden weit kritischere Dinge verschwiegen. Von dem, was ausländische Zeitungen über italienfeindliche Demonstrationen •Drüben" melden konnten, hörte der faschistische Zeitungsleser nicht ein Sterbenswörtchen, auch er wllte Augen und Ohren schließen. Freilich erfuhr r doch so manches, er merkte, daß der Krieg im Sommer nicht deshalb vermieden wurde, weil Italien sofort den Marschbefehl ergehen ließ, son- I hern deshalb, weil diese Truppen auf den Einmarsch in Oesterreich verzichteten. Französische, ulfo unverdächtige Blätter verrieten ihm, daß die Italiener dort nicht deutsche, wohl aber auf jugoslawische Truppen g e st 0 ß e n wären. UnD nun macht sich der Mann auf der Straße tben seinen Reim so, wie er's versteht. Die italienische Presse läßt jedoch nicht nur den „Erben des Erbfeindes" in Ruhe, sondern in die- i em Augenblick auch alle anderen Nationen, Deutschland nicht ausgenommen. Es sieht oft aus, als ob oer Friede des Augustus zurückgekehrt fei und auf Oer ganzen Welt — mit dem Zentrum Rom — »as schönste Einvernehmen herrsche. Gibt es überhaupt noch ein Drittes Reich? Kein böses Wort mehr darüber, aber auch kein gutes. Nichts. Wenn in der Wochenschau im Kino Deutschland an ■ !oer Reihe ist, so sieht man etwa einen röhrenden Hirsch. Fertig. Oder die politische Tagesrundschau -im Rundfunk: Deutschland wird demnächst das Schillerjubiläum begehen. Aus. Den italienischen Zeitungskorrespondenten in Berlin wird allerhand gezeigt, man bringt sie zu einer Festaufführung in toie Oper nach Dresden, aber sie verstehen nun spal- nenlang zu schweigen wo sie früher spaltenlang und ',ehr freundlich plauderten. Ihre Kollegen in Paris haben auch eine am here Tonart angeschlagen. Die lateinische Schwester wird nicht mehr beargwöhnt und belächelt, bte Angriffe auf die Demokratie, den Parlamentarismus unb die fuorusciti (Emigranten) find verstummt. Man führt nur noch wohlabgemessene Salon- Mussolini und Gömbös auch die kulturellen Beziehungen zwischen Italien und Ungarn erörtert. Man kam zu der Ansicht, daß sie noch enger gestaltet werden müßten, und beschloß, die notwendigen Maßnahmen dazu zu treffen. Dem gleichen Zweck dient die für die nächste Zeit bevorstehende Zusammenkunft des italienischen und des ungarischen U n t e r r i ch t s m i n i st e r s , die ein Abkommen zwischen beiden Ländern abschließen sollen. Auch der österreichische Bundeskanzler erneut in erwartet. Wien, 8. Nov. (DNB.) Wie die amtliche „Politische Korrespondenz" erfährt, werden sich Bundeskanzler Dr. Schuschnigg und Bundesmimlter für äußere Angelegenheiten Berger-Walde» n e g g gegen Mitte des Monats nach Rom begeben. Mit Rücksicht auf diese Reise des Bundes- kanzlers und des Außenministers wird sich eine kurze Verschiebung der ersten Tagung der neuernannten Körperschaften ergeben. Der Zusammentritt der Staatsräte dürfte erst nach dem 20. November stattfinden. Der Eindruck in Paris. Paris, 8. Nov. (DNB.-Funkspruch.) Das Ergebnis der Aussprache zwischen Gömbös und Mussolini in Rom ist in Paris trotz der gespannten innerpolitischen Lage mit Interesse erwartet worden. Der römische Berichterstatter des „Mat in" will aus der Erklärung folgern, daß das revisionistische Ungarn durch die Umstände gezwungen werde, den militärischen Status quo feierlich zu unterschreiben, „was Deutschland zu denken geben sollte". Die gemeinsame Verlautbarung besage andererseits, daß Rom, wenn es auch gegen Wiederaufnahme der Zu- Doumergue lehnt das radikal- WalWsche Ultimatum ab. Besteht dieMöglichteiteinerLinksregierung? Paris, 8. Nov (DNB.) Die radikalsozia- listische Kammerfraktion beschloß am Mittwochabend ihre am Dienstag gefaßte Ent- chließung unverändert aufrechtzuerhal- t e n Der Abg. Poon Delbos hat dem Ministerpräsidenten die Entschließung zur Kenntnis gebracht und ihm den Wunsch der Radikalsozialisten übermittelt, er möge Zugeständnisse machen. Wenn der Haushaltsplan bis zum 1. Januar nicht verabschiedet sein sollte, würden die Radikalsozialisten dann für die Haushaltszwölftel timmen. Doumergue hat diesen Vorschlag rundweg abgelehnt und erklärt, er müsse auf fei» seinen Forderungen bestehen. Doumergue erklärte Pressevertretern: „Jetzt ist die Lage wenigstens klar. Die Verantwortung st e h t f e ft. Ich befinde mich jetzt in einer leichteren Stellung. I ch weiß was ich tun will, und ich werde es tun. Ich werde morgen um 10 Uhr ebenso ruhig, wie ich jetzt bin, zum Ministerrat gehen. Wenn mich natürlich die Minister im Stich lassen, werde ich mich dem Parlament am Donnerstagnachmittag nicht vorstellen." Auf die Frage, ob der Ministerpräsident von allen ihm verfassungsmäßig zur Verfügung stehenden Mitteln Gebrauch machen wolle, antwortete Doumergue: „Um die Auflösung zu beantragen, ist ein Kabinettnotwendig. Ich will keine M i n- derheitsregierung bilden; denn dann würde man mich der Diktatur beschuldigen." Niemand zweifelt mehr daran, daß der Bruch im Kabinett vollzogen ist und die Regierung ihren Rücktritt heule vormittag beschließen wird. Auf verschiedene Ratschläge hat der Ministerpräsident es abgelehnt, mit sich über Reformen feilschen zu lassen, die er für unerläßlich halte. Doumergue wird die Gründe seines Entschlusses, in das Privatleben zurückzukehren, in seinem Rücktrittsschrei- ben an den Staatspräsidenten darlegen und die Franzosen zur Einigkeit ermahnen. 2Nan erklärt, daß der Präsident vielleicht schon gegen mittag einem Parlamentarier die Neubildung der Regierung übertragen werde. Voraussichtlich dürfte die Wahl des Slaatspräsidenten auf Laval fallen, dem es, wie man hofft, gelingen wird, sehr schnell, vielleicht noch im Laufe des Abends, ein Kabinett des Ausgleichs aufzustellen, das den Burgfrieden a u f r e ch t e r h a l t e n könnte. Laval hatte am Mittwoch auch eine Aussprache mit Tar dien, den er am Krankenlager aufsuchte. Laval möchte Tardieu in seinem neuen möglichen Kabinett nicht missen. Es heißt, daß Marschall P e t a i n und der Luftfahrt- minister General Denain sich nicht mehr an einem Kabinett beteiligen wollen. Nach dem „Echo de Paris" soll Germain-Martin ats Finanzmini st er wahrscheinlich durch Flandin erseht werden. Die meisten Blätter sind der Ansicht, daß die Krise m ö g l i ch st schnell g e l ö st werden müsse. „Excelsior" „Abwarten" das Kennzeichen der Lage. Benesch hofft auf deutsch-französische Verständigung. Prag, 6. Nov. (DNB.) In einem vor beiden Kammern erstatteten Bericht über die auswärtige Lage erklärte Minister Benesch u. a.: Der (Eintrit Sowjetrußlands in den Völkerbund bedeute eine Aenderung in der europäischen Gruppierung. Ein die Unabhängigkeit Oesterreichs sicherndes Abkommen sei nicht zustande gekommen, da mit Italien völliges Einvernehmen noch nicht erzielt worden sei. Das Saar- Problem sei eine „delikate Angelegenhett", die in näherer Zeit ernste Verwicklungen herbeiführen könnte. Es liege auch im Interesse der Tschechoslowakei, daß die Saarfrage so gelöst werde, daß sie eine spätere französisch-deutsche Verständigung — die tatsächliche Vorbedingung des europäischen Friedens — ermögliche. Das Verhältnis zu Deutschland sei gut und könne durch jede Annäherung Deutschlands an die Freunde der Tschechoslowakei nur gebessert werden. Zwischen Polen und der Tschecho» sammenarbeit mit Deutschland nichts einzuwenden habe, doch in dem Punkt der ö st e r- reichi sehen Unabhängigkei sich nicht be- einfluffen lassen werde. Der römische Korrespondent des „Petit P ar i s i e n" stellt fest, daß von der angeblichen Abkühlung der freundschaftlichen Beziehungen zwischen Italien und Ungarn nicht die Rede sein könne. Besonders wichtig sei, daß Deutschland nicht Gegen st and von Mei- nungsverichiedenheiten zwischen Italien und Ungarn sei, so daß Ungarn nach dieser Richtung keine Schwenkung vollzogen habe. „Echo de Paris" glaubt mit Bedauern feststellen zu sollen, daß, wenn die Befriedigung, die der ungarische Ministerpräsident geäußert habe, begründet sei, den italienisch-französischen Verhandlungen ein schlechter Ausgang drohe. Das Echo in Budapest. Die Berichte der nach Rom entsandten Sonderberichterstatter der ungarischen Presse sind einheitlich auf den Ton abgestellt, daß als Ergebnis der Besprechungen des Ministerpräsidenten mit Mussolini die ungarisch-italienische Freundschaft unverändert fortbestehe. Es sei zugesichert worden, daß im Falle einer italienisch-französischen Verständigung eine Regelung der Donaufrage nur mit Teilnahme Ungarns und Oesterrei chs erfolge. Die Auffassung einer hochgestellten italienischen Persönlichkeit wird dahin wie- dergegeben, daß Italien keine Gebiete von S ü d s l a w i en haben wolle und auf dem Balkan keine Sonder st ellung anstrebe. Italien werde auch im Falle einer italienisch-französischen Annäherung Ungarn niemals im Stich lassen. In den Verhandlungen zwischen Italien und Frankreich befinde man sich jetzt erst im Abschnitt der Festlegung der Verhandlungsthemen. Die italienische Regierung werde sich aber in keinem Falle die Hände binden lassen. Die italienisch-französischen Verhandlungen sollen bis nach der Saarabstimmung hinausgeschoben werden, da in der Saarfrage zwischen der italienischen und französischen Auffassung weitgehende Gegensätze beständen. Die italienische Regierung trete für den deutschen Standpunkt in der Saarfrage ein. Lm polnischen Parlament. Die deutsche Minderheit begrüßt die Berständigungspotttik. Warschau, 6. Rov. (DRB.) Im polnischen Sejm erstattete Finanzminister Zawadzki Be- richt über die Lage des Staatshaushaltes. Der zu erwartende Fehlbetrag von 149 Millionen Zloty für 1934/35 solle zum Teil durch Reserven gedeckt werden, zum Teil durch Kredite. Der Minister betonte den Willen der Regierung, die Stabilität der Währung aufrecht zu erhalten und erklärte, daß die Regierung stets bereit sei, mit dem ausländischen Kapital, das auf anständiger Grundlage eine Anlage in Polen suchte, zusammenzuarbeiten. Die Redner der großen Oppositionsgrup- p e n (Rationale Partei, Bäuerliche Volkspartei und Marxisten) übten durchweg Kritik an der Innenpolitik und an den Verwaltungsmaßnahmen der Regierung. Sie wandten sich besonders gegen die Errichtung des Isolierungslagers in Bareza Kartuska. Der Führer der ukrainischen Frakion äußerte Vorbehalte gegen die Kündigung des Minderheitenvertrages. Solange die Beziehungen zwischen Polen und Ukrainern nicht einer grundsätzlichen Aenderung unterlägen, könnten die Ukrainer nicht auf das Beschwerderecht beim Völ- kerbund verzichten. Namens des Deutschen Parlamentarischen Klubs erklärte der Abgeordnete Franz, die Verständigung zwischen Deutschland und Polen habe bei den Deutschen größte Befriedigung ausgelöst. „Wir hoffen aufrichtig, daß die von Pilsudski und Adol Hitler so entschlußkräftig eingeschlagene Linie zu tändigen herzlichen Beziehungen zwischen der polni chen und der deutschen Nation führen möge. Soweit wir dazu beitragen können, werden wir alles tun, um dieses Ziel zu fördern, das in hohem Maße geeignet ist, den Frieden Europas zu sichern." Zur Minderheitsfrage betonte Franz, die Artikel 109 und 110 der polnischen Verfassung seien vorbildliche Lösungen der Minderheitenfrage. Es fehlten jedoch die Ausführunas- g e s e tz e. Es komme auch auf die innere Bereitschaft an, die Zusicherungen der Verfassung zu verwirklichen. Die deutsche Minderheit hoffe, daß dieser Geist lebendig werde. Eine innerstaatliche Lösung der Minderheitenfrage sei besser als jeder internationale Vertrag. Der Staat, der die Minderheitenfrage als erster löse, werde seine Stellung nach innen und außen festigen. Oer lievolutionsversuch in Spanien, erstickt. Madrid, 7. Nov. (DNB.) Die Presse meldet, daß der Revolutionsversuch der Syndikalisten und Anarckisten infolge der scharfen, von der Regierung getroffenen Abwehrmahnahmen im Keime er- ft i cf t worden sei. In ganz Spanien herrsche Ruhe. Die Presse unterstreicht das enge Zusammen- rücken der katholischen Volksaktion mit den Radikalen um Lerroux. Die Annäherung geht soweit, daß schon von einer möglichen Verschmelzung beider Parteien und der Agrarier zu einem großen rechtsrepublika- Nischen Block im Notfälle gesprochen werde. Grohe Beachtung fand auch eine Bemerkung des Ministerpräsidenten, daß bei einer Regierungsumbildung nur G i l Nobles als (ein Nach- folger in Frage käme. Roosevelts neue Plattform. Der Wahlsieg der demokratischen Partei. Neuyork, 8. Nov. (DNB. Funkspruch.) Nach dem letzten Ergebnis waren für das Repräsentantenhaus 421 Abgeordnete gewählt. Die Demokraten erhielten davon 311 Sitze, die Republikaner 100 Sitze, die Fortschrittler 7 Sitze und die Landarbeiter 3 Sitze. Die Verteilung von 14 Sitzen steht noch aus. In dem Senat sind bisher 25 Demokraten, sechs Republikaner, ein Fortschrittler und ein Landarbeiter eingezogen. Zwei Senatssitze sind noch frei. Bei den Wahlen Der Gouverneure haben die Demokraten 10 und die Republikaner 6 Anwärter durchaebracht. 3n Maryland haben Die Demokraten eine schwere Niederlage bei den Gouoerneurswahlen erlitten. Der Demokrat Ritchie, der fünfmal nacheinander zum Gouverneur gewählt worden war, mußte diesmal seinem republikanischen Gegner N l ch e weichen. In C h i k a g o ist Arthur Mitchell als erster demokratischer Neger mit Die Weihe des Freikorps-Ehrenmals in Essen. ■"V £ 77T^ / - Mikk - ,z W M "X- V‘:-& ■ > /MX >' , -Ä' -*'■ •• #. i I Das Ehrenmal wurde in Gegenwart des Generals von Matter, des einstigen Oberbefehlshabers sämtlicher im Ruhrrevier gegen den roten Aufstand eingesetzten Verbände, des Reichsstatthalters Ritter von Epp und des Polizeigenerals Daluege eingeweiht. Das künftige Deutsche Hagdmuseum. -AS> Das Prinz-Leopold-Palais in der Leopoldstrahe zu München wurde von der Stadt dem jetzt gegründeten Verein „Deutsches Iagdmufeum" zur Verfügung gestellt. knapper Mehrheit in das Repräsentantenhaus gewählt worden. Er wird einen Bezirk vertreten, der von zahlreichen Negern bewohnt wird. — Upton Sinclair, dessen Bemühung um den Posten des Gouverneurs von Kalifornien bekanntlich mißlungen ist, dankte seinen Anhängern für ihren „großen Sieg über die viele Millionen Dollar". Er sagte, er habe bisher viele, allzuviele Bücher geschrieben und stehe noch am Anfang seiner Laufbahn als politischer Kämpfer. In einer Reutermeldung aus Neuyork heißt es: Politische Beobachter glauben nicht, daß der überwältigende Sieg der Demokratischen Partei den Präsidenten Roosevelt nicht veranlassen werde, sich mehr nach links zu orientieren. Man nehme vielmehr an, daß er nach w i e vor einen mittleren Kurs steuern werde. Die Stimmung in Wallstreet, die als Barometer des allgemeinen Eindrucks des Wahlergebnisses betrachtet werden könne, sei unerschüttert geblieben. Oer Führer besichtigt Autostraßen. München, 7. Nov. (DNB.) Der Führer besichtigte in Begleitung des Generalinspektors für das deutsche Straßenwesen Dr. Todt am Mittwoch die Bau st recke Jnnbrücke der Reichs- autob ahn München-Landes grenze. Der Führer lieh sich über den Stand der Bauarbeiten eingehend Bericht erstatten. Die Jnnbrücke, von der eine Trasse bereits fertig ist, wird zu einem der s ch ö n ft e n Aussichtspunkte der neuen Reichsautobahn gehören. Man hat von dort aus einen wundervollen Blick auf das Kaisergebirge, in das Inntal hinein, auf das Wendelsteinmassio und die Kampenwang. Am Dienstag hatte der Führer dem östlichen Teil der im Bau befindlichen großen Alpenstraße einen Besuch abgestattet. Hier sind große Teile der Straße in der ganzen Breite bereits ausge- b a u t. Man hat von dieser Straße aus ein so überwältigendes Panorama, daß sie nach ihrem Ausbau von Berchtesgaden bis Lindau zu einer der größten Sehenswürdigkeiten Deutschlands werden wird. Der Führer überzeugte sich ferner von dem Ausbau der bisher sehr kurvenreichen Straße München — Rosenheim — Reichenhall über Teisendorf, die an sehr vielen Stellen grade gelegt und zu einer breiten Autostraße ausgebaut worden ist. Heroismus des Alltags. Dr. Goebbels spricht vor der Berliner Alten Garde. Berlin, 8.Nov. (DNB.) Im Saalbau Fried- richshain erinnerte (Bauleiter Reichsminister Dr. Goebbels vor 2000 Berliner Trägern des Goldenen Ehrenzeichens an die gemeinsame Berliner Kampfzeit mit ihren geistigen Auseinandersetzungen und ihren Saalschlachten und fuhr dann fort: Wir dürfen aber nicht allen Heroismus allein in diesen äußeren und sichtbaren Auseinandersetzungen sehen, sondern wir müssen den Heroismus auch erkennen im Bezwingen des Alltags. Im Winterhilfswerk in Berlin arbeiten 150 Parteigenossen, versorgen eine Viereinhalbmillionenstadt mit Brot und Kartoffeln. Sie können nicht mehr nach außen hin ihre Kraft zeigen, und ein Dummkopf wäre vielleicht geneigt, zu glauben, daß ihr Leben nicht mehr heroisch sei. Ihr Leben i st heroisch geblieben, es ist ein Heroismus der Pflichterfüllung, sich jeden Morgen um 8 Uhr einzufinden und abends bis 10, 11 und 12 Uhr zu bleiben. Es ist Heroismus, voll von grauem Alltag, nicht romantisch, nicht glänzend und nicht mit einer Hel- dentat verbunden, nicht mit Blut und Opfer in Taten. Es ist ein Heroismus des Alltags, und dieser umgibt jeden einzelnen von uns. Unsere Idee ist unser Schicksal. Ihr sind wir verfassen. Gewiß sind die Menschen manchmal undankbar. Wenn man trotzdem den Glauben nicht verliert, und wenn man trotzdem ein herzliches Gefühl zu den Kameraden behält und zu ihnen steht und ihnen hilft, bann wird man am Ende den Nationalsozialismus der Tat durchführen können. Die Vergangenheit war schön; aber wir wollen dafür sorgen, daß die Zukunft noch schöner wird. Eine Warnung. DNB. Berlin, 7. Nov. Reichsbankrat K ö p p e n ist vom Reichsbankdirektorium bis auf weiteres von der Ausübung feiner Amtspf lichten entbunden worden. * Welche Bewandtnis es mit dem Fall Köppen hat, ergibt sich aus folgendem: Ein Berliner Reichsbank- rat und H aus besitzet dieses Namens wollte eine m e h r k ö p f i g e Fa m i l i e wegen eines geringfügigen Mietrückstandes a u f die Straße setzen lassen, obwohl er wußte, daß der Mann arbeitslos und die Frau krank war. Der Vorgang ist durch die NS.-Volkswohl- der Oeffentlichkeit bekannt gemacht worden. £.er Wohnung Köppens kam es daraufhin zu IebÄ" AU n? Übungen. Die Dienststellen und Mitglieder der NSDAP, feines Wohnbezirkes erhlSten Anweisung, jeden Verkehr mit ihm abzu- brechen Koppen ist schlielich von der Reichsbank in jenen Urlaub geschickt worden, der zumeist kein Ende findet. Soweit der Tatbestand. Die Angelegenheit wurde ans Tageslicht gebracht, um zu zeigen, daß es Stellen gibt, die nicht davor zurückschrecken, u n - soziales Verhalten anzuprangern gleichgültig, in welcher Stellung sich der Anzuprangernde befindet. Es gibt so manchen, der seine Position benutzt, um seinem Nächsten das Leben zu erschweren und sich am Geiste der Volksgemeinschaft zu versündigen. Diese Leute sind ein Krebsschaden Daß aufgepaßt wird, zeigt der Fall Köppen. Er ist eine ausreichende Warnung für die Elemente tue die vom Führer vorgelebte Volksgemeinschaft sabotieren wollen. Kein Verbot der Arbeitsbeschaffungs-Lotterie. München 7. moD (DNB.) R-ichssch°tzm-Ist-r Schwarz veröffentlicht folgende Bekanntgabe- Es besteht Veranlassung, darauf hinzuweisen, daß die Arbeitsbeschaffungslotterie nicht unter das Sam- melverbot fällt. (Siehe meine Bekanntgabe vom 4. Oktober 1934.) Der Vertrieb der Lose der Ar- beitsbeschaffungslotterie, deren Ziehung am 22. und 23. Dezember 1934 stattfindet, erlernet demnach keinerlei Einschränkung. Oie wirischastliche Bedeutung der Steuerreform. Berlin, 7. Nov. (DNB.) Im Steuerausschuß des Deutschen Industrie- und Handelstages erklärte der Staatssekretär im Reichsfinanzministeriuin Reinhardt u. a.: Die volkswirtschaftlichen Ge. sichtspunkte, die den Steuersenkungsmaßnahmen der Reichsregierung in der ersten Zeit eit der Machtübernahme zugrunde gelegen haben, sind als richtig erwiesen, wie aus Dem ft ei. aenden Steueraufkommen und der Wirt- schaftsbelebung hervorgeht. Es ist trotz fortgesetzter erfreulicher Erhöhung des Steueraufkommens nach wie vor eiserne S p a r f a m f e i t a u f allen Gebieten der öffentlichen Ausgabenwirtschaft erforderlich, wenn der Weg zur Gesundung der öffentlichen Finanzen fortgesetzt werden soll. Solange die s chw ebenden Schulden vorhanden sind, kommen allgemeim Steuersenkungen oder Steuerbeseitigungen nur insoweit in Betracht, als anzunehmen ist, daß der Steuerausfall durch die Wirtschaftsbelebung ausgeglichen wird, die sich aus den steuerpolitischen Maßnahmen ergibt. Die Steuerreform vom Oktober l934 soll der Verminderung der Arbeitslosigkeit, der Steuervereinfachung, bevölkerungspolitischen Gesichtspunkten und besserer Klarheit der Steuer- aesetze dienen. Im Sinne der Verminderung der Arbeitslosigkeit liegt vornehmlich die Steuerfreiheit für Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens. Während diese Neuerung ein dauernder Bestandteil des Einkommensteuer' rechtes ist, ist die Wirksamkeit der für sogenannte langlebige Anlagegüter nach wie vor wichtigen Vorschriften über Steuerfreiheit für Er» satzbeschaffunaen vearenzt. Es empfiehlt sich, Aufträge auf langlebige Ersatzgegenstände sobald wie möglich zu vergeben, da die Frist der Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen Ende 1934 abläuft. Jedoch ist zu erwarten, daß die Ver- günftigung der Steuerfreiheit bei Ersatzbeschaffungen auch dann gewährt wird, wenn die Liefe- rung vor dem l. April 19 35 erfolgt. Die einheitliche Festsetzung der Umsatz st euer für den Binnengroßhandel auf 0,5 v. H. bedeutet eine Senkung des Umsatzsteueraufkommens um etwa 90 Millionen. Der Großhandel wird nunmehr vermehrte Aufträge an die Industrie zur Lagerauffüllung erteilen. Die Kaufkraft der kinderreichen Familien soll erhöht werden. Gleichzeitig wird hierdurch eine Steuervereinfachung herbeigeführt, da viele Steuerpflichtige von einzelnen Steuerarten ganz frei werden. Bei Lohnsteuer- pflichtigen, die nicht veranlagt sind, tritt fast durchweg eine Entlastung ein. Die Veranlagten erfahren in der großen Mehrzahl der Fälle ebenfalls eine Verbesserung. Die Steuerreform ist mit Ausnahme des Tarifs der Einkommensteuer und der Bürger- steuer für die Dauer bestimmt. 1935 werden Die Grund st euer und die Gewerbesteuer neu gestaltet, sowie ein neues S t e u e rv erw a l- tungsgesetz erlassen werden, und nach einigen Jahren wird es dann auch möglich fein, zu durch- greifenden allgemeinen Senkungen za kommen. Halbmast am 9. November. Berlin, 7. Nov. (DNB.) Aus Anlaß des Belchstrauerlages der NSDAP, fehlen am 9. November 1934 auf Anordnung der Reichs, reglerung die Gebäude des Reiches, der Can- bet, der Gemeinden, der Körperschaften des öffenf- lichen Rechts und der öffentlichen schulen die Flaggen auf halbmast. Diese Anordnung wird hiermit mit dem Hinzufügen bekannt gegeben, daß eine weitere Benachrichtigung der Behörden nicht erfolgt. Parteiauszeichnungen auf dem Waffenrock der Wehrmacht. Berlin, 7. Nov. (DNB.) Der Reichswehrminister hat genehmigt, daß Auszeichnungen, die seitens der NSDAP, an Parteiangehörige für besondere Verdien st e verliehen worden sind, in der Wehrmacht zur Uniform getragen werden dürfen. Als solche Abzeichen gelten: 1. Das Koburger Abzeichen, 2. Das Ehrenzeichen 1923 der NSDAP., 3. Das Ehrenzeichen der NSDAP, für Parteigenossen mit der Mitgliedsnummer unter 100 000. Oer Arbeitsdank in der OAI. Berlin, 3. Nov. (DNB.) Das Organisationsamt der Deutschen Arbeitsfront veröffentlicht folgende Vereinbarung: Der Arbeitsdank wird unter Wahrung seiner Selbständigkeit unter dem Ehren- Dorfih des Reichsarbeitsführers Hier! in die Deutsche Arbeitsfront eingegliedert und führt die Bezeichnung „Arbeitsdank in der Deutschen Arbeitsfront". Der Arbeitsdank erfüllt seine Aufgaben im Rahmen der Deutschen Arbeitsfront. Zu diesem Zweck wird der Beauftragte des Reichsarbeitsführers für den Arbeitsdank, Pg. Oberregierungsrat v. Hertzberg, in den Stab des Stabsleiters der PO. berufen. In den Beirat des Arbeitsdank e. V. tritt als Bevollmächtigter des Stabsleiters der PO., der Reichsschulungsleiter Amtsleiter der Obersten Leitung der PO., Dr. W Frauendorfer. Aus aller Welt. Der Führer Ehrenbürger der Reichsbauernstadt Goslar. Der Führer und Reichskanzler Adolf 5)itUT hat die ihm von der Stadt Goslar eingetragen Ehrenbürgerschaft angenommen. Die Ehre"' bürgerurfunbe hat folgenden Wortlaut: „Goslar, die Kaiser- und Reichsstadt im Ersten Reich der Deutschen, die Reichsbauernstadt des Dritten Reiches, hat den Führer und Reichskanzler Adolf H»' ler zu ihrem Ehrenbürger erwählt in tiefer Dankbarkeit für die Gestaltung und Führung des deutschen Aufbruches und die Erfüllung alter Sehnsucht unseres Volkes nach deutscher Einheit." — Zur künstlerischen Ausgestaltung der Urkunde hat die Stadt die Anfertigung einer Kassette aus Silbererzen des Rammelsberges in Auftrag gegeben. Das Saarbrücfer Glockenspiel — eine Gabe der deutschen Abstimmungsgebiete. Das Glockenspiel im Saarbrückener Rathausturm ist durch Vermittlung des VDA. voN den deutschen Grenzgebieten ge stiftet worden, die bereits ihre Treue zum deutschen Volk in den Abstimmungskämpfen bewährt haben: Von Oie Attentate von Bia Torbagy und Jüterbog. Eisenbahnattentäter Matuschka erneut im Verhör. Am zweiten Verhandlungstage des Matu sch ka- Prozesses in Budapest stand wiederum der vom Angeklagten immer wieder erwähnte „Geist Le o" im Mittelpunkt des Verhörs, lieber die Beweggründe des Attentats erklärte Matuschka, er sei von einem Geist besessen gewesen. Nach einem Abendessen mit einem Kaplan, bei dem erheblich getrunken wurde, habe er den Geist Leo auf seinem Bettrand sitzend gefunden, der ihm zurief, er müsse Attentate verüben, um so berühmt wie Trotzki zu lberden. Von diesem Moment an habe er sich als Attentäter gefühlt und den Entschluß zu Attentaten gefaßt. Der Geist habe ihm angeraten, eine religiös-kommunistische Sekte zu gründen. Ma- tuschka teilte hierbei mit, daß er auch in Berlin versucht habe, eine Sekte religiöser Korn- munisten ins Leben zu rufen und sich hierfür einen größeren Geldbetrag verschafft habe. Auf die Frage des Präsidenten, ob die Mitglieder der Sekte ihm bei der Durchführung der Attentate behilflich sein wollten, lehnte Matuschka dies entschieden ab und erklärte, er hätte nur christliche Arbeitslose in die Sekte aufnehmen wollen, Juden nur bann, wenn sie sich vorher taufen ließen. Der Anaeklagte schilderte dann die Vorbereitun- gen für die Attentate von Ansbach und Jüterbog, verwickelte sich jedoch hierbei in erhebliche Widersprüche mit seinen vor dem Wiener Landesgericht zu Protokoll gegebenen Aussagen. Matuschka behauptete immer wieder, daß er durch die Attentate keineswegs Menschenleben vernichten, sondern nur seinen Namen in den Zeitungen lesen wollte. Der Präsident wies dem Angeklagten nach, daß er stets Anschläge aus Schnellzüge verübt und stets besonders gefährdete Bahnübergänge für die Attentate ausgesucht hätte. Im Verhör zeigte der Angeklagte eine erstaunliche Fachkenntnis auf eisenbahntechnischem Gebiete und schilderte seinen Attentatsversuch bei Ansbach am Silvesterabend 1930. Nach jedem Attentatsversuch habe er seine Kleider verbrannt, um das Geheimnis vor seiner Frau zu hüten. Auch in Ansbach hatte Matuschka einen Aufruf an die Arbeiter vorbereitet, den Zettel jedoch bei der Flucht wieder mit sich genommen. In dem Aufruf stand, „daß eine große Macht hinter der Arbeiterschaft stände." Ein Antrag der Verteidigung, drei medizinische Sachverständige mit der Feststellung zu beauftragen, ob Matuschka besondere mediale Fähigkeiten habe, und seine Eignung zum Medium zu untersuchen, wurde vom Vorsitzenden abgelehnt. Als der Anschlag bei Jüterbog behandelt wurde, zog Matuschka abermals den „Geist Leo" heran. Es habe ihn das Gefühl beherrscht, daß er „Leo" nicht ausweichen könne. In Berlin habe er die für den Anschlag notwendigen Patronen und Geräte gekauft unter der Angabe, daß er irischer Offizier sei und das Material für seine 23iUa’ in Potsdam benötige. Bei dem Anschlag hat Matuschka, wie der Präsident mitteilte, drei Kilogramm Ekrasit in zwei Eisenröhren verwendet. Gleich nach der Explosion habe er die elektrische Zündung abgestellt und sei über die Gleise geflüchtet. Matuschka sagte weiter, er habe sich darauf ein Exemplar des „Angriff" gekauft, das Blatt mit Reißnägeln an einer Telegraphenstange befestigt und darauf die Worte geschrieben: „Sieg, Attentat, Revolution!" Die Staatsanwaltschaft wird ihre Beweisführung bei den Strafanträgen darauf aufbauen, daß Matuschka die Anschläge nur unternommen habe, um Reklame für seine verschiedenen „eisenbahntechnischen Erfindungen" machen und damit Geld verdienen zu können. Das Verhör wandte sich darauf dem Attentat von Bia-Torbagy zu. Matuschka gab an, sich in Wien 63 Ekrasitsprenakörper und 12 Patronen beschafft zu haben. Auf die Frage, warum er gerade Ungarn für den Anschlag ausgesucht habe, sagte Matuschka, er habe grundsätzlich jeden Anschlag in einem anderen Lande ausführen wollen. Ursprünglich habe er die Sprengung der großen Eisenbahnbrücke bei Neupest geplant. Während der Fahrt von Wien nach Budapest habe sich der „Geist Leo" zu ihm in das Abteil gesetzt. In Budaveft habe er zuerst versucht, im Fachverein der Eisenbahnarbeiter Propaganda für seine kommunistische Sekte zu machen. OerKomps um -enDiamanten„Georgia" Zwanzigjähriger Streit zweier Freunde um einen Glücksfund in Südafrika. „Perlen bedeuten Tränen", sagt der Dolksmund. Und in der Tat: mehr als einmal schon hörte man, daß um den Besitz wertvoller Perlen und Edelsteine langjährige Freundschaften in die Brüche gingen, Familienbande aesprengt und Menschenleben geopfert wurden ober gar Kriege entbrannten. Fast alle berühmten Diamanten haben ihr besonderes Schicksal, imb viel ist darüber schon geschrieben worden. Wer entsinnt sich nicht des Juwels „K o - hinoo r", des größten und kostbarsten, der je gefunden wurde? Viele Prozesse, teilweise mit blutigem Ausgang, sind um ihn geführt worden, und sonderbar: keinem, der ihn schon besah, hat er bisher Glück gebracht! — Der vielgenannte Edelstein „N a s s a k", der sich zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den Händen des Herzogs von Hastings befand, war im ausgehenden 18. Jahrhundert von einem französischen Soldaten aus dem Brahmanen- tempel in Seringham gestohlen worden. Der Dieb verkaufte ihn später einem englischen Offizier, der ihn mit nach England nahm. Nachdem „Nafsak" mehrfach feine Besitzer gewechselt hatte, gelangte er in die Hände des russischen Prinzen Orlosf, der ihn der Kaiserin Katharina II. schenkte, um sich deren Gunst zu erwerben. Der Prinz hat sich die Gunst seiner Herrin und Herzensdame damit nicht erkaufen können, auch der Beschenkten brachte der Stein kein Glück ... Daran wird man erinnert, wenn man hort, daß zwei ehemalige Freunde schon zwanzig Jahre hindurch um den Besitz eines Steines prozessieren, der noch nicht einmal annähernd so kostbar ist wie der Diamant „Nassak" oder gar der „Kohinoor" und dessen Wert eigentlich längst aufgehoben ist durch die Kosten der um ihn gemachten gerichtlichen Anstrengungen! Es handelt sich um Öen Diamanten „Georgi a", einen auffallend schönen Stein mit bläulichem Glanz und ungewöhnlichem Feuer. Er wurde vor nun genau 20 Jahren von Jack M e s - sersmith in den Gruben von Johannesburg gefunden. Der Grund, auf dem das kostbare Stück ausgegraben wurde, gehörte jenem Jack Meffer- fmith zusammen mit seinem Freunde, dem Amerikaner F al ton. Als die beiden die Grube er- warben, machten sie aus, daß jeder daraus gemachte Fund in ihren gemeinsamen Besitz übergehen solle. Der Stein „Georgia" hätte ihnen also zu gleichen Teilen gehören müssen, wenn nicht zwischen den beiden Kameraden einige Tage vor dem Fund des Steines eine mündliche Vereinbarung getroffen worden wäre, nach der künftighin die Erträgnisse aus öem einen Teil des in ihrem gemeinsamen Besitz verbleibenden Terrains Mefferfmith zufallen sollte, während Falton den andern Teil auf eigene Rechnung ausbeuten sollte. Als Mefferfmith den „Georgia" auf dem ihm zugfvrochenen Abschnitt fand, machte Falton Mitbesitzansprüche geltend, und weil jene Vereinbarung noch nicht schriftlich nieder- Ijelegt war, kam es zum ersten Prozeß. Seitdem inb nun 20 Jahre vergangen und in dieser Zeitpanne hat der umstrittene Stein oft zwischen den Partnern gewechselt, die sich darüber bitter verfeindeten. Da beide Parteien mit zahllosen Kniffen und Tricks arbeiteten, wurde die letzte Entscheidung immer wieder hinausgeschoben. In diesen Tagen aber soll nun, wie von amerikanischen Blättern berichtet wird, der endgültige Gerichts spruch gefällt werden. Augenblicklich besitzt Mefferfmith den Stein und ist damit nach England geflogen. Und da Falton nun auch eine Diebstahlsanzeige gegen ihn erstattet hat, ist das Verfahren so kompliziert worden, daß der zwanzigjährige Prozeß sich noch viele weitere Jahre hinziehen kann. Weshalb beide Parteien Gelder aufwenden, die den Preis des Streitobjektes weit überfteigen? Sowohl Mefferfmith als auch Falton behaupten, der Besitz des Steines habe ihm Glück gebracht. Und wirklich: wer „Georgia" gerade besaß, konnte während dieser Zeit fein Vermögen ungewöhnlich stark vermehren. Beide Männer sind inzwischen so reich geworden, daß sie — finanziell gesehen — den Verlust des Diamanten verwinden könnten. Aber beide befürchten, mit ihm auch das Glück zu verlieren... Fragt sich nur, -ob derjenige, dem „Georgia" einmal endgültig zugesprochen wird, jemals mit seinem umneibeten und mißgönnten Glücksstein glücklich wird! Schleswig-Holstein, Ostpreußen, Westpreußen, Ober- schlesien und Kärnten. Das Glockenspiel läßt neben dem Deutschlandlied folgende Weisen als Gruß der Abstimmungsgebiete erklingen: „Schleswig-Holstein meerumschlungen", den Hohenfriedberger Marsch, das Kärtner Heimatlied und bas Saarlieb. So schließt sich ein Band der Schicksalsgemeinschaft und gleich bewährter Dolkstreue um die hart umkämpf- ten deutschen Grenzgebiete. Maria kahle als Senbbolln des VDA. in Südamerika. Die im Auftrage des VDA. Südamerika bereifende Dichterin und Schriftstellerin Maria Kahle hat ihre Vortragsreise durch Brasilien beendet und befindet sich zur Zeit in P a r a g u a n. Die Fahrt durch das große Land, von Rio de Janeiro über Sao Paulo, Curityba, Joinville, Blumenau, von dort über Rio Negro durch bas neue beutsche Sieblungsgebiet am Uruguay-Fluß unb weiter nach ©üben über Jjuhy-Santa Cruz bis nach Porto Alegre bedeutete einen in seinem Umfange noch nicht zu übersetzenden Erfolg. Ueberall erntete Maria Kahle den höchsten Dank. Der Präsident des Staates Parana stellte der Rednerin einen Salonwagen 1. Klaffe zur Verfügung. Aus den von vielen Seiten eingehenden Berichten geht hervor, wie eindringlich ihre meisterhaften Ausführungen auf die Zuhörer gewirkt haben. Zahlreiche deutsche Volks- genossen, die bisher abseits standen, haben zum Deutschtum wieder zurückgefunden und den Geist des neuen Reiches tennengelernt. Flugzeug Königsberg—Berlin verunglückt. Das Flugzeug D Avan der Post- und Frachtstrecke Königsberg—Berlin ist verunglückt. Nach dem Ueberfüegen von Danzig mußte das Flugzeug in der Nähe der Ortschaft Groß-Rakitt etwa 20 Kilometer südwestlich Lauenburg aus bisher nicht geklärter Ursache eine Außenlandung vornehmen. Hierbei kam die künfküpfige Besatzung unter Führung des Flugkapitäns Erb ums Leben. Eine Untersuchungskommission hat sich sofort zum Unfallort begeben. Trauriges Ende eines Schulausfluges. — Gefängnisstrafe für einen gewissenlosen Unternehmer. In der Nähe von Langenberg bei Gera fuhr im Juli d. I. ein mit 30 Schulkindern aus Köttigau bei Weißenfels besetzter Lastkraftwagen gegen einen Baum. Dabei wurden zwei Schulkinder tödlich unb 28 zum Teil schwer verletzt. Der Anglücksfall fand jetzt sein gerichtliches Nachspiel. Dom Geraer Schöffengericht wurde das Urteil ge- sfällt. Es lautete gegen den Autofuhrunternehmer Kurt Langner aus Weißenfels auf ein Jahr ßechs Monate Gefängnis und den Kraftwagen- fführer Otto Meißner, ebenfalls aus Weißen- ifels, der den Unglückswagen gesteuert hatte, auf ßechs Monate Gefängnis. Meißner brauchte jedoch steine Strafe nicht anzutreten, da sie unter die Am- rneftie fällt. Der Staatsanwalt hatte als Anklage- »ertreter betont, daß der Hauptschuldige der ^Fuhrunternehmer Langner sei, der seinen Angestett- tten, den K'-astwagensührer Meißner, in der ^schlimmsten Weise ausgebeutet habe. Meißner S)abe wöchentlich mehr als 100 Stunden ohne ge- «lügende Ruhepausen fahren müssen. Durch Sach- »erftänbige wurde eindeutig festgestellt, daß der Kraftwagenführer wegen Uebermübung am Steuer öes Wagens eingeschlafen war. Nur darauf iift das Unglück zurückzuführen, das dem Schulaus- plug einer lebensfrohen Kinderschar ein so trauriges Ende bereitet hatte. Dreister Vandllenüberfall auf einen Bahnpostwagen. — 40 000 Zloty erbeutet. Ein außerordentlich dreister Banbitenüber- pa 11 in unmittelbarer Nähe von Warschau erregte dort größtes Aufsehen. Bei Nacht überfielen drei maskierte Banditen wenige Kilometer vor Warschau den Postwagen eines Personenzuges Posen— Warschau. Die überraschten Beamten des Postwagens wurden von dem plötzlich während der Aahrt eindringenden Banditen mit Revolvern in »chach gehalten. Die Banditen warfen die eiserne Weidkassette aus dem Zuge, zogen die Notbremse mnd sprangen ab. Die Verfolgung durch die Beam- len und Polizeistreifen haben bisher nur zur Auffindung der erbrochenen Kassette geführt, die fast HO 000 Zloty enthalten hatte. Ferner wurde eine Anzahl verdächtiger Personen verhaftet. Man weiß ober nicht, ob die Täter sich unter ihnen befinden. Vier Seiltänzer auf offener Straße abgestürzt. In Stuhlweißenbura (Ungarn) ereignete sich bei . siner Vorstellung reisender Artisten ein schweres LU n al ü ck. Als vier Seiltänzer gleichzeitig ein über Die Straße gezogenes Drahtseil überquerten, verlor siner von ihnen das Gleichgewicht, stürzte ab iunb riß die übrigen drei mit sich. Bei dem Sturz !ourchschlugen sie das Sicherheitsnetz und fielen auf »as Straßenpflaster. Alle vier Seiltänzer erlitten ! ebensgefährliche Verletzungen, denen itiner von ihnen bereits erlegen ist. I Der Mörder feines Kindes. — Schulz abermals zum Tode verurteilt. Das Schweidnitzer Schwurgericht verurteilte den irüheren kommunistischen Landtagsabgeordneten Schulz aus Waldenburg-Dittersbach wegen Er- mordung seines Sohnes Horst wiederum r,um Tobe unb Aberkennung ber bürgerlichen Ehrenrechte auf Lebenszeit. Die letzte Postkutsche im Spessart verschwindet. Am 1. Dezember b. I. wirb bie jetzt noch auf ber Strecke Haigenbrücken—Heinrichsthal—Wiesen im Spessart fahrende alte gelbe Postkutsche I'urch ein modernes Postauto ersetzt werden. Damit verschwindet abermals ein Stück Romantik, das Idyllische Ueberbleibsel einer beschaulichen Zeit. Line Villa ausgeraubt. Einer unbeaufsicht gelassenen Villa auf der Insel Dderwerth bei Koblenz statteten Diebe bei Nacht tonen Besuch ab unb ließen alles mitgehen, was laicht niet- unb nagelfest war. Den Dieben find Werte von mehreren Tausend Mark in die Hände gefallen. Neben Kleidungsstücken unb Wäsche nahmen sie Silberbestecke, Uhren, Schnupftabakbosen, Droschen, Armbänder unb Ketten mit. Die Kriminalpolizei hat bie Diebe noch nicht fassen können. Schweres Unwetter über Mittel- und Süditalien. In ganz Mittel- unb ©übitalien gingen in den ätzten Tagen schwere Unwetter nieder, die i,u Erdrutschen, Überschwemmungen unb Brücken einstürzen führten. In ber Provinz Toscana finb die Flüsse über die Ufer ae- treten unb haben mehrere Dörfer unter Wasser t-esetzt. Die reihenden Fluten führen Möbel und Hausgeräte mit sich. In ber Nähe von Rom riß her über die Ufer getretene Tiber zwei Brücken einer Prooinzialstraße nieder, so daß der Kraft- uagenverkehr nach dem Süden für längere Zeit lihmgelegt wurde. Auch die Bahnlinie Rom—Nea- i-el wurde teilweise unterbrochen. Die an der Bahn- hrede liegende Stadt Lassino steht vollständig unter Wasser. Ebenso ein großer Teil der trockengelegten Pontinischen Sümpfe. Bei der Stadt Littoria entgleiste infolge Unterspülung der Gleise ein Güterzug. Flußpiraten auf dem Rhein. Bei Engers statteten Diebe bei Nacht einem vor Anker liegenden Lastkahn einen Besuch ab. Der Schiffseigentümer geriet mit den Dieben in ein Handgemenge, packte zwei der Burschen und warf sie in den Rhein, während ber Dritte bie Gelegenheit benutzte, zu fliehen. Die beiden in den Rhein geworfenen Diebe, die den Schiffseigentümer während des Kampfes schwer verletzt hatten, konnten das Ufer erreichen unb im Dunkel ber Nacht gleichfalls entkommen. Die Ermittlungen der Polizei waren noch ohne Erfolg. Acht Todesopfer beim Ueberfall chinesischer Banditen auf einen Zug. Ehinesische Banditen haben einen Personenzug zwischen Hsimin und Peiwu angehalten und einen Teil des Zuges ausgeplündert. Die mandschurische Wache versuchte vergeblich Widerstand zu leisten. Die Banditen haben drei Geologen entführt, um deren Schicksal man beunruhigt ist. Nach den bisherigen Mitteilungen sind acht Personen g e - tötet und eine größere Anzahl verletzt worden. Galizische Slraßenräuber überfallen ein Fuhrwerk. — Eine lote, vier Schwerverletzte. In der Nähe von Tarnow (Westgalizien) wurden die sechs Insassen eines Fuhrwerks in einem Walde am hellichten Tage von fünf Straßenräubern überfallen. Die Wegelagerer gaben meh- rere Schüsse auf das Fuhrwerk ab, wobei eine Frau getötet und vier weitere Insassen schwer verletzt wurden. Danach raubten die Banditen alle Kleidungsstücke und das Bargeld der Ueberfallenen, worauf sie flüchteten. Die Deute beträgt etwa tausend Zloty, Herbslneuigkeiten im Ost-Europa-Verlag. Der Ost-Europa-Verlag, Königsberg i.Pr.,/Berlin W 35, kündigt an: Von ber seit mehreren Jahren im Erscheinen begriffenen großen unb einzigen mobernen beutschen „Geschichte Rußlanbs von den Anfängen bis zur Gegenwart" des bekannten Ruß- landhistorikers der Berliner Universität, Professor Dr. Karl S t ä h l i n, wirb Banb 3 nunmehr erscheinen. Der gleiche Verfasser legt vor: Russisch- Turkestan, gestern und heute, zusammengestellt nach einem Reisetagebuch. — Prof. Dr. Otto H o e tz s ch : Osteuropa unb beutscher Osten, Kleine Schriften zu ihrer Geschichte. — Dr. Peter K l e i st: Die völkerrechtliche Anerkennung Sowjetrußlanbs. — Dr. Hildegarb Schaeber: Die dritte Koalition und die Heilige Allianz, nach neuen Quellen. — Dr. Erich Thiel: Verkehrsgeographie von Russisch- Asien. — Dr. Hasso von Wedel: Die estlänbische Ritterschaft, ein Beitrag zur Geschichte bes baltischen Deutschtums. — Major a. D. Dr. Walther Große: Führer über bie ostpreußischen Schlachtfelber. — Privatdozent Dr. Adalbert von Unruh: Flughafenrecht. Ein wildfarbiges Hausschwein wird gezüchtet! Seit zehn Jahren werden im Kaiser-Wilhelm-Institut fürZüchtungsforschung in Münchebera Züchtungsoersuche zur Erlangung eines wildfarbigen chausschweins durchge- führt. Die Anregung für diese Züchtungsarbett ist von dem ftüheren Leiter des Instituts, Prof. Dr. E Baur, gegeben worben, unb zwar in ber Hoff- nung, durch diese Züchtung die chronische Schweineseuche, die noch erhebliche Verluste in der Schweinewirtschaft verursacht, e i n z u d ä m - m e n. Jährlich werden in Deutschland etwa 20 Millionen Ferkel geboren, von denen etwa 22 v. H. im Jugendalter zugrundegehen. Diese chronische Schweineseuche grassiert besonders tn ü rt • zweckmäßig gebauten Ställen. Das Zuchtziel war deshalb darauf gerichtet, eine Schweinerasse zu erhalten, die roiberftanbs* ähig gegen die Seuche ist. Die zehn Gebote der modernen Ehinefln Zu diesem Zweck wurde zunächst ein russischem W i l d k e i l e r mit Sauen von verschiedenen Land- schweinerassen gepaart. Jrn Verlaufe der Züchtungsarbeiten zeigte es sich nun, daß die Erbfaktoren der Wildfarbe gleichzeitig höchste Widerstandsfähiakeit gegen chronische Schweineseuche bedingen. Also mußte das Zuchtziel darin bestehen, die guten Eigenschaften unserer Kulturrassen mit der Wildfarbe zu kombinieren. Die e r st e n Generationen zeigten nicht nur bunte Farbaufspaltungen, sondern sie hatten außerdem die typischen Eigenschaften bes Wild- schweins geerbt: jebe Mastfähigkeit fehlte ihnen. Es wurden dann die verschiedensten Rückkreuzungen mit solchen Kulturrassen vorgenommen, deren gewünschte Eigenschaften in der neuen Rasse noch fehlten. Von Generation zu Generation steigerte sich die Mastfähigkeit. Unb heute, nach zehnjähriger Züchtungsarbeit, ist bas ersehnte Ziel fast erreicht. Die jetzt vorhanbenen Tiere besitzen bie guten Eigenschaften des Hausschweins wie Schnellwüchfigkeit, Mastfähigkeit und Fruchtbarkeit; außerdem sind sie aber ro i l b f a r b i g unb infolgebeffen hofft man, baß sie in weitestgehendem Maße wider st andsfähig gegen bie chronische Schweineseuche sein werben. Soeben hat die chinesische Regierung zehn neue Gebote für die Damenmobe herausgebracht; Chiang Kai - schek hat sie selbst genehmigt. Noch in biefem Monat treten diese Toilettenvorschriften für das schone Geschlecht Chinas in Wirkung für alle Provinzen, bie der Kontrolle Nankings unterstehen, unb zwar gelten sie nunmehr für bie Gesamtheit ber Frauen, währenb sie bisher nur für die Beamtinnen unb Negierungsangestellten maßgeblich waren. Das enganliegende lange chinesische Ueberkleid mit dem hohen Halskragen unb den Schlitzen auf beiden Seiten darf mit gewissen Einschränkungen beibehalten werden; aber bie altüberlieferte Tracht des kurzen Jacketts mit den fporthofenartigen Beinkleidern muß sich beträchtliche Änderungen gefallen lassen. Folgendermaßen lauten diese zehn Gebote: 1. Das Kleid darf nicht so lang getragen werden, daß es die Füße berührt. — 2. Die Seiten- s ch l i tz e dürfen nicht hoher als bis zum Knie reichen. — 3. Jene Frauen, die noch die altmodischen Jacketts und Beinkleider tragen, müssen darüber Rocke anziehen; andernfalls müssen die Jacketts lang genug sein, um bie Hüften zu bebecken. — 4. Die Oberteil der langen modernen Kleider darf die Formen nicht hervortreten lassen; bas strumpf- lose Erscheinen in ber Öffentlichkeit ist, außer bet der Feldarbeit, verboten. — 5. Röcke und Beinkleider müssen lange genug fein, um die Knie zu bedecken. Dies gilt auch für Unterbeinkleider. — 6. Gewelltes Haar darf nicht tiefer als bis zum Kragen reichen. — 7. Es ist verboten, sich in der Öffentlichkeit in Unterröcken, Morgenröcken ober Pyjamas zu zeigen. ■ 8. Das Tragen von ausländischen Kleibern ist zwar erlaubt, Der Gebrauch von Korsetts jedoch ist verboten. — 9. Alle Schneiber müssen sich nach biesen Verordnungen richten und dürfen keine anderen Aufträge annehmen. — 10. Frauen, die diesen Verordnungen zuwiderhandeln, sind zunächst von der Polizei zu verwarnen und bann zu zwingen, von ihren „Irrtümern" zu lassen. Oer todbringende Liebestrank. Dor kurzer Zeit herrschte eine roilbe Panik in Indien, vor allem bie Behörden von Madras waren verstört —: Schlag auf Schlag wurden ihnen über vierhundert rätselhafte Todesfälle unter höchst geheimnisvollen Umständen gemeldet — bis man jetzt dem Mysterium auf die Spur kam. Die Opfer finb meist junge Männer unb Mäbchen gewesen. Weder den englischen noch den einheimischen Aerzten waren die Begleiterscheinungen ber Krankheit, an der die Patienten oft schon in wenigen Stunden unter großen Schmerzen starben, bekannt. Obschon nun die Inder an das Wüten der alle paar Jahre periodisch auftretenden Lungen- p e ft gewöhnt sind, und die Scheiterhaufen auf den primitiven Krematorien nur selten erlöschen, löste Die geheimnisvolle neue Seuche — denn eine solche vermutete man — fast panikartige Furcht aus. Allerdings: der Seuche fiel kein einziger Europäer zum Opfer. Und das hat einen Detektiv stutzig gemacht. Nach einem Schlüssel für das Geheimnis suchend, trieb er sich im Hafenviertel von Madras herum. Da stürzte eine junge Inderin auf ihn zu und beschwor ihn, doch ihren Bräutigam zu retten, der bewußtlos im Hause ihrer Eltern liege. Der Detektiv sah, daß der Bräutigam bereits tot war — an der unbekannten Seuche verschieden. Er nahm nun die Eltern bes Mädchens unb die Braut selbst ins Verhör und diese gestand, in aller Unschuld, sie habe dem Verstorbenen einen „Liebestrank" eing-geben. Dadurch wurde das Rätsel der „Seuche" gelöst. Bei Madras lebte ein fremder Zauberer, den niemand kannte, zu dem aber alles lief, was Liebesnöte hatte. Allen verkaufte dieser Zauberer einen Trank für schweres Geld, ließ aber nie sein Gesicht sehen, das hinter einer weißen Maske verborgen blieb. Nun begann die Razzia nach dem „Zauberer". Aber der Verbrecher, der aus unbekannten Motiven feinen Liebestränken ein geheimnisvolles (3 i f t b eigemengt, war bereits verschwunden, als man ihn ausheben wollte. Bis heute hat man ihn nicht ergriffen. Dafür jedoch ist wenigstens die „neue Seuche" jählings erloschen, wennschon noch einige Tage die Scheiterhaufen in unb bei Madras lodern werden, um die Leichen der jungen Toten nach Landesbrauch zu bestatten. Der Mann mit den 58 Frauen. Vor dem Weltkrieg trug man dem letzten Zaren, Nikolei II., einen seltsamen Rechtsfall zur Entschei- düng vor, da die russischen Gesetze sich als unzureichend erwiesen. Ein hoher Beamter lebte in Vielweiberei und hatte in fünf Städten fünf Freundinnen, die, ohne voneinander zu wissen, hohe finan- zielle Ansprüche stellten, die der Staatsbeamte auf Staatskosten zu erfüllen suchte. „Er soll sie alle JVCiAO • *KcJM- gegen spröde Haut Vogelschutz muß sogleich beginnen! Ihr sollt lachen!! Ihr sollt lachen!! derMadeleine F.? Jugendveranstaltung I iTill Eulenspiegel Goethe-Bund Gießen ein Bühnenbild in 4 Akten von Hans Dietrich, Berlin 0.30 RM., Erwachsene auf allen Plätzen 0.20 RM. Zuschlag. 6560 d Bahnhof-Gaststätten 6136 D Konzert Grolles So endete eine Liebe [Stellengesuche! j Verkäufe | 6567D WMWW Einmaliges Gastspiel der Till-Eulenspiegelbühne Berlin Vorverkauf I In der Geschäftsstelle der NS.-VolksWohlfahrt, Löberstraße 9, ab 13 Uhr an der Kasse im Cafe Leib, 1. Platz 0.80 RM., 2. Platz 0.50 RM., 3. Platz Familiendrucksachen Verlobungsanzelgen Vermählungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr.7 Zimmer und Säle für Veranstaltungen jeglicher Art Jeder Volksgenosse mutz die Plakette bis zum 10. November erworben haben und sie als Zeichen seiner Mitarbeit am Winterhilfswerk an seine Haustür befestigen. imyufltDaloet Nadio m. Lant- svrech.'kl. elektr. .’öcrb mit Koch- tövf.,kl.Kohlen- ofctt, Einmach- gläfer il a. billig abzugeben. 05375 EuhiDigflr. 6111. Zu Gunsten der Winterhilfe! Donnerstag, den 8. November 1934, nachmittags 3 Uhr, im Cafe Leib C LC1 « 6568 D Sonntag. 11. November, abends 8 Uhr: Es ist nicht nur die Liebe zu unserer Vogelwelt, die uns einen wirksamen Vogelschutz im Winter zur Pflicht macht, sondern auch die Erkenntnis, datz gerade unsere Wintervögel die besten Schädlingsbekämpfer sind. Da sind Mäusebussard, Waldkauz, Turmfalke, Waldohreule zu nennen, dann aber auch viele unserer Höhlenbrüter, wie Meisen, Hieiber, Rotschwänzchen, Spechte u. a. Während bei den zuerst genannten nützlichen a u £ D 0 9 n unter allen Umständen das Ausnehmen der Rester, vor allem der Horste von Eulen und Bussarden, unterbleiben muß, müssen wir den Höhlenbrütern für den Winter Ersatz für die meist nicht mehr gebrauchsfähigen natürlichen Niststätten geben. Wo nicht schon vor Abfall des Laubes Nistkasten ausgehängt sind, mutz es unbedingt vor Beginn des Dauerfrostes geschehen sein. Dann aber, und das ist eine der wichtigsten Arbeiten, muß das Reinigen der alt en Ni st kä st en sofort einsetzen. Denn hier haben sich häufig Spatzen hinem- gesetzt, auch Wespen, Hornissen und Hummeln dringen hier ein, der Siebenschläfer und das Eichhörnchen rauben mit Vorliebe die Eier, und dann ist die große Masse der Läuse, Flöhe, Milben und anderen Ungeziefers, die den Höhlenbrütern das alle Nest vollkommen verleiden können. Will man also, daß die Nistkästen auch in diesem Jahre wieder bezogen werden, dann heißt es: g r ü n d l i ch r e i n l - gen. Nur dann werden unsere Freunde aus der Vogelwelt im Winter hier übernachten können und im Frühjahr eine brauchbare Brutstätte finden. Einen unvorhergesehenen Mieter der Nisthöhlen und Nistkästen soll man aber keinesfalls entfernen: die Fledermaus. Denn sie ist der beste Vertilger von Ungeziefer. Und dabei stört die Fledermaus unsere heimischen Vögel nicht und betätigt sich im Sommer als ebenso guter Feind der Hauptschriftleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr Hans Thyriot. für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Zur Teilnahme an der Gedenkfeier am9.11.34 Antret.18.30 Uhr a.Liebigdenkmal Gießen, den 5. November 1934. Hessisches Amtsgericht. ausgeführt vom Musikkorps 1/15 Leitung: Obermusikmeister E. Kraube Eintritt 50 Pf., Militär und Studenten 30 Pf. gel dem Hungertode preisgegeben. Sie können höchstens einen Tag und eine halbe Nacht ohne Nahrung auskommen, und darum müssen sie schon im Spätherbst kennen lernen, w o es Futter gibt. Frei- lich darf man die Meisen und andere nützliche Vögel nicht schon vor Eintritt des eigentlichen Mangels regelrecht füttern. Denn dann nehmen ste sich nicht mehr der Eier und Puppen und Larven an den Baumrinden an. Eine wirkliche Fütterung darf erst bei Dauerfrost einsetzen. Aber auch dann sind alle Leckerbissen, wie Nutzkerne, Speckschwarten, Butter- stückchen usw. für die wirkliche Mangelzeit aufzusparen. Vorher gebe man ihnen in geringer Menge Sonnenblumen- oder Hanfsamen, und verabreiche sie in Futtergeräten, die wetterfest und möglichst auch spatzensicher sind. Wettervoraussage. Zwischen England und Island ist ein kräftiger Teilwirbel in Entwicklung, der auch auf unser Wet- ter Einfluß nehmen wird. Vor allem wird er uns mit einer Zufuhr milder Ozeanluft wieder neue und verbreitete Niederschlagstätigkeit bringen. Zur Zeit befinden wir uns noch im Bereich der von Skandinavien auf das Festland vorgedrungenen kälteren Luft, die in der kommenden Nacht vereinzelt noch zu leichten Frösten Anlaß geben kann. Aussichten für Freitag: Nach recht fri- scher Nacht wieder Uebergang zu milderem und unbeständigerem Wetter mit neuen Niederschlägen (im Gebirge anfänglich Schnee), meist südwestliche Winde. Eine spannende atemraubende Handlung zeigt in diesem deutschsprachigen Tonfilm die organisierte Unterwelt, die Geisel Amerikas. 6561A Vorher: Gutes Beiprogramm und Ufa-Woche. ZirMtiMiiog Kräuter-Sätte (Origin alpreise) Diät-Reformhaus Kreuzplatz 5 642ap Kreuzplatz 5 Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlich geschriebenen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlacs- erzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damitdurch erweitertes Wissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. - Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag • Berlin-Lichterfelde a.läst.Haare, Leberfleck., Muttermal Narben, Pickel, Sommer- 'Drott usw entf. u. Gar.!. immer. 12?kabre Praxis. Frau B. Gulden. Tvrechst.,Vreitag fließen, Binden- bürg wall 16. 9—7 Uhr durchgehend. Von bekannter Versicherungs- Gesellschaft mit allen Zweigen wird nebenberuflich tätiger AID-MIM IAstoria-Lichtspiele Heute Donnerstag bis Sonntag Dorothea Wieck in Wo ist das Kind Sonntag, 11. Nov. 1934. abends 8 Uhr, Neue Aula: Zum 175. Geburtstag Friedrich von Schillers Schiller-Gedenkstunde Ludwig Wiillner der große deutsche Sprecher spricht Dichtungen von Schiller. useeD Eintrittskarten numeriert): Bundesmitglieder erhalten gegen Einlösung des Gutscheins Nr. 2 bei Challier Platzkarten z. ermäßigten Preis von 1 Mk., ebenso die Mitglieder der Deut .eben An estelltenschaft, Ortsgruppe Gießen, auf der Geschäftsstelle Lonystr.18. Verbandsm iglieder: Kaufm.Verein (Gutschein Nr.2), NS. Lehrerbund (Gutschein Nr. 2), NS. Volkshochschule. Reichsbund Volkstum u. Heimat, Verband f. Deutsche Frauenkultur ermäßigte Eintrittskarten zu 1.5 ) Mk., Nichtmitglieder zu 2.50 u.2 Mk. b. Challier und an der Abendkasse. Studenten zu 40 Pf. gegen Vorzeigen der Ausweiskarte an der Abendkasse. gesucht. — Voraussetzung ist Kautionsfähigkeit, pünktliche Ausführung des Prämieneinzuges und Bereitwilligkeit an dem Aufbau des Geschäftes durch Zuweisung neuer Geschäfte mitzuwirken. Bewerbungen erbeten unter 6571V^an den Gieß. Anzeiger. Hauskür-Plakette des Mnkerhilfswerks für den ITConaf November. Das ergreifende Lebensschicksal der jungen schönen Kaisertochter Marie Louise • Ein Filmwerk von gewaltigen Ausmaßen mit den größten deutschen Schauspielern Paula Wessely Willy Forst, Gustaf Gründgens si Lichtspielhaus Gießen I Ab heute Donnerstag 4 Uhr • Abends 8.30 Uhr: Festvorstellung unter Mitwirkung des Musikzuges der Standarte 116. Leitung: Musikzugführer Herrmann Erstaufführung des seit seinem Erscheinen In Berlin wie ein Lauffeuer durch aller Munde gehenden neuen deutschen Film- Meisterwerkes, mit der aus dem TFilm „Maskerade“ berühmt gewordenen I Paula Wessely fllnf heiraten!" soll der Zar befohlen haben. — Doch was bedeutet dieser Fall gegenüber dem Fall, der jetzt in Sowjetrußland zu einem Prozeß in der Stadt Tula geführt hat. Angeklagt war ein Ehemaliger hoher Beamter der GPU., weil er innerhalb von fünf Jahren 58 Ehen geschlossen habe. Der Angeklagte'Hst inzwischen Vater von mehreren Dutzend Kindern geworden. Es wird den Polygamisten in Sowjetrußland sehr leicht gemacht, Ehen einzugehen oder sich scheiden zu lassen. Ziehen Mann und Weib zusammen, so gelten sie bei den Behörden als verheiratet. Wer sich scheiden lassen will, geht zum Standesamt, legt seine Papiere vor und beantragt, ohne Angabe von Gründen, die Scheidung, die ohne weiteres, auch ohne Anhörung des anderen Ehepartners, ausgesprochen wird. Man muß als Frau nur noch angeben, welchen Namen man nach der Scheidung zu tragen wünscht, der dann gleich in die Scheidungsbescheinigung eingetragen wird. Für die Erziehung der Kinder muß der Vater aufkommen. Das war der wunde Punkt in der Massenehe des Angeklagten, er konnte mit dem besten Willen nicht für seine vielen Kinder aufkommen, sonst wäre er vielleicht auch heute noch nicht angeklagt. Er ist zu zehn Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden und entgeht dadurch der Hölle, die ihm seine 58 Frauen mit den Dutzenden von Kindern bereitet hätten. Selbst für Sowjet-Begriffe geht dieser Fall von Polygamie über das Maß des Erlaubten hinaus ... Ziomantische Hochzeitsreise zur See. Die Vermutung, es könne sich dabei nur um eine amerikanische Wette handeln oder irgend ein Rekordwütiger wolle den Rekord für die l ä n g st e Hochzeitsreise brechen, würde ganz und gar daneben treffen. Aber sehr romantisch und mutig und verliebt müssen schon die beiden gewesen sem, die das durchgeführt haben, denn nicht in bequemen Eisenbahnwagen, nicht auf Schiffen oder in Flugzeugen und auch nicht im Auto haben ste ihre „Flitterjahre" verlebt, sondern in einem simplen, alten Segelkutter. Der Mann war dabei nicht einmal ein eingefleischter Seebär, ja er verstand von der Navigation eigentlich so gut wie nichts, und nur der Umstand, daß es sich um einen Norweger handelt, kann für ihn als Entschuldigung dienen. Der kleine, aber sehr solide gebaute Kutter hatte dreißig schwere Jahre in Sturm und Regen an der norwegischen Küste seinen Dienst versehen und lag in irgend einem kleinen Hafen, um abgewrackt zu werden — da erstand ihn der Norweger für sem letztes Geld, ließ ihn wieder für lange Fahrt m- chandsetzen, versah sich reichlich mit Proviarll, Trmk- wasser, einigen Seekarten und einem Kompaß, nahm seine ihm eben angetraute Frau an Bord setzte die Segel und fuhr mit ihm m du-Well. Was ist das für ein Abenteurer, der em solches Wagnis unternimmt? Nun, es ist ein Schriftsteller, dem das Wikingerblut seiner Ahnen stürmisch durch die Adern rollt, dessen Sehnsucht von Kindheit an die große Fahrt über die Meere war und der dabei mehr von der Welt zu sehen bekam, als er sich vor- qenommen hatte. So segelte das junge Paar voller Vertrauen auf seinen guten Stern von Norwegen nach Sydney in Australien. Dom Atlantischen Ozean geht es durch den Panama-Kanal nach dem Stillen Ozean, und vor Neu-Seeland erleiden sie Schiffbruch. Als ihnen das zustieß, war die Bemannung schon auf vier Personen angewachsen, denn auf dieser Hochzeitsreise kamen auch zwei Kinder zur Welt. Sie brauchten nicht von Muttern in Schlaf geschaukelt zu werden, das besorgten die Wellen der Meere, die sie befuhren. Gewissenhaft, wie es sich für einen Kapitän geziemt, trug Erling Tambs, so heißt der wagemutige Hochzeitsreisende, die Erlebnisse der langen Seefahrt in das Logbuch ein, das wie ein Roman anmutet und auch als solcher erschienen ist. In Vigo schloß sich den Hochzeitsreisenden aus freien Stücken ein Schäferhund an. Er bereute es bald, denn auf der Weiterfahrt nach Lissabon wurde er schwer seekrank und fraß viele Tage nichts, weil es doch zwecklos war. Das Ehepaar konnte ruhig im Hafen den Kutter verlassen, der Hund ließ keinen Fremden herauf. Später, als Tony Tambs an Bord kam, übernahm der Hund auch noch die Funktionen eines Kinderfräuleins. Auf Tahiti lernen die Weltfahrer einen liebenswürdigen und glücklichen Menschenschlag kennen, der allen Ernstes Tony geschenkt haben wollte. Dann kam der Schiffbruch bei Neu-Seeland. Die ganze Familie einschließlich Hund wurde gerettet. Wehmütig sieht Tambs ein Brett seines Schiffes an Land geworfen werden, er fischt es auf, drückt es an seine Brust und küßt es. So ging die Hochzeitsreise zu Ende. CagecatDelter mit Fiihrersch. 3, sucht für sofort oder später Beschäftigung. Sckr. Ang. unt. 6573Da.d.G.A. KleineAnzeigen 'M Gießener Anzeiger öerben von Taujenden beachtet und geleien. Schädlinge tnk bi? Böqel selber Besonders muß Kümmel. DA. X. 34: 10 600. Druck und Verlag: Dor Eintritt des Dauerfrostes und größerer Schnee--Brühl icbe Universitats Buch- und Steindruckerei fälle die Gewöhnung der Vögel an bestimmte > R. Lange, K.-G^, sämtlich ln Gießen. F u t t e r p l ä tz e durchgeführt sein. Denn wenn < Monatsbezugsprels W. 2,05 einschließlich 25 Pf. erst Frost und Schnee eingetreten sind und die Erde! Zustellgebühr, mit der Illustrierten lo $f. tnebr. zuaeftoren ist, Bäume und Boden mit ©tatteis I Gin3e^öerfauf5prel5: 10 ^f. unb Samstags 15 überdeckt sind, dann sind die insektenfressenden Vö-1 mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Der Film endet mit der welthistorischen Trauung Napoleons und Marie Louises im Wiener Stephansdom, zu der Ludwig van Beethoven das herrliche Tedeum auf der Orgel spielte und den Chor der 100 Sängerknaben dirigierte i™ Ein Filmerlebnis ohnegleichen! Vorher gutes Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche Zu diesem Programm sind alle Vergünstigungen aufgehoben I Sichern Sie sich Karten im Vorverkauf.Tel. 4077 Spielzeiten täglich 4, 6,8.30 Uhr. Sonntag 3, 5.30,8.30 Uhr _____ 6550 A | Kaufgesuche] Massiv gebautes 4-6-3Ekag -Saus beigr.Anzablung zu kauf, gesucht. Lüdviert.bevorz, Schr. Angeb. mit Preisang. unter 05395 a. d. G. A. [Verschiedenes] SlMltzealel G'eüen 6497D Freitag, 9. Nov. 20-22.30 Uhr Sondervorstellg. für SA. u. 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Dezember 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichen bei Meldung der in § 11 Abf. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile. | Mietgesuche] 1-2 leere Simmet wenn mögt, mit Küchenben. fof. oder 1. De^. ges. Schr.Angev.unt. 05394 a. d.G.A. (Stellenangebote Keine Ursprungs* Zeugnisse, fonbern nur Zeugnis oblchriften dem Be roerbungSid)reiben bei legen! — Lichtbilder undBewerbungsunker lagen müllen lur Ser Meldung von Verlusten auf der RücNeite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen I Gut empfohlen., im Kochen und inderHausardeit erfahrenes 657-v Mädchen gesucht. Bleyer, Georg.-Philivv- Gail-Straße 6. 10 ftortlenung. Nachdruck verboten! I l)hilin gelelflel mih sich da- 'Vm kansoreiht aus drei Inne aubbehungen. ans den mochte es es nun ein ausgezeichneter Mitarbeiter hn Gefchaftl«d)en, aber Aiiflldd) war. (eben das, was er SenUnii ntaliläl" nannte. i e» An- und man es er- mit „Wl|o gut!" jagte er kurz. „Fahren Sie morgen zurück, unterzeichnen Sie den 'Vertrag. Sie haben ja nie«ne '/Vollmacht. Ich hasse nur, das, sich die früheren Nesis,er strikt an die Abmachung halten und mir möglichst au» dem Wege gehen werden." Stuhczhnski dachte: Daraus nnmfl du dich verlassen, mein Lieber. Ich werde schon bafür sörge», das» die» entzlickend- mas das Seelische anlangte, waren sie beide dach allzu verschieden. Siudrziiaski miirde nie begret en, das, es etwas gab, was schmerzlich und doch st >ön • spöttisch „deut che stono hatte sesseln lassen. Seitdem war Robbn Hermlin abwehrend mis,trauisch gegen alle Frauen Dao Bild, das ihm jes,t von Edelgard von Döniß entworfen Wieder einen Tag später kam ein 91 nruf Brüssel Nabby Herman wollte schon etwas Scharfes widern. Ihm war, als greife man ihn ß'lvst diesen Worten „deutsche Sentimentalität" an aber er schmieg. - Soviel muhte er schon lange, Sludczhnsti war „Eine Kleinigkeit wäre noch, lieber Herman!" Studrzynsl'i war Im stillen sehr befriedigt. Alles war gegangen wie er wallte. Er kannte Herman. Er wühle, wie Herman Hbf, unter Eitelkeit und 0Mb- gier seiner Frau gelitten, und wie er bereut hatte, Ich durch die hinreißende Schönheit Margaret Len- Frau von Döniß und «Edelgard wurden stir nächsten Margen zu Justiz,,it Storm bestellt. Dort Mädel deinen Wen möglichst wenig kreuzt, sinnier» hin war eo so die einzige Möglichkeit, das, ich sie wenigstens in den Augen behalte. Die nächsten zehn Tage vergingen Odelgard wie In einem Wirbel Alle Oizelgnisse spielten sich in einem atemberaubenden Tempo ab. MU UMS Meist? Vornan von ttlothilde v (^tegmann. , Robbn Herman war in geschäftlichen Dingen ein iod)tcr Amerikaner. In seelischen aber spukte in ihm !ioch noch ab und zu das Blut der Vorfahren riu'itterlicherseits: „die deutsche Sentimentalität". Wenigstens nannte er es in bitteren Stunden so. Und so viel es ihn auch gekostet hatte, diese Sentimentalität: ab und zu brach sie doch wieder ihm durch. Das mar der Fall, als man ihm Ims Dönitzsche Grundstück anbot. Sofort beschloß irr, es zu erwerben, wenn es Irgend geeignet wäre. Er wies feine Sachwalter an, nähere Informationen einzuholcn. Bald hatte er Bild, Beschreibung, (»röhenverhältnisse des fürstlichen Besihes in Händen. In einem anderen Falle hätte er selbst die Besitzung besichtigt und eine Entscheidung fallen sollen. In diesem besonderen Falle aber wollte er i» nicht. Vielleicht hatte der Oberleutnant van Döniß ;ii Hause gelegentlich einmal von seiner Begegnung riit ihm erzählt. Da war es besser, Im Hintergründe zu bleiben, l » alles erledigt mar. Schmer genug rr l*r Familie sein, zu verkaufen. Aber da tnd) einmal fein muhte, so wollte er alles erwerben. 38an konnte dann mit Dem Preise grohzügig fein Kaum hatte sie und) dem Besuch bco Herrn Stilb- rzunfki die Mutter aus den plötzlichen Berkaus vorbereitet, kaum war die erste furchtbare Erregung Frau von Döniß' abgeebbt, da kam und) schon der Aurus der Vermlttlersirmo. Studeziinski schiel wirklid) ernst gemeint zu haben. U । hatte eine inb den Leuten alles einigermaßen erleichtern. „Sie mollten mir doch etwas sagen, Herman, harum Sie sich gerade auf dies Grundstück versteift traben?" fragte Studcznnfki. Er sah befremdet auf tras Gesicht Hermans, das etwas vollkommen Abdesendes hotte. ..Ach Ohtt, das ist nicht so belangvoll — ein mderes Mal Sagen Sie mir lieber, wieweit Sie t'kommen sind!?" „So weit, daß man den Kaufvertrag absck)ließen hnn." „Und der Preis?" „Hunderttausend Mark. Ich hoffte, es etwas billiger zu bekommen." „Ich habe Ihnen doch ausdrücklich gesagt, Id) Möchte nicht handeln." ,„I)a0 wäre aud) kaum möglich gewesen. Die |i:tnae Dame, mit der ich verhandelt rjabe —" .„Welche junge Dame? Ich denke, es ist noch ein kruder da?" .„Das scheint mir nicht so. Die junge Dame, ein HJ-äulein Edelgard von Dönitz, sprach davon, daß II mit ihrer Mutter ganz allein wäre. Sie sprach km einem verstorbenen Bruder." .Also tot! dachte Nobbn Herman. Er sah im Geiste Us liebe klare Gesicht des jungen Fllegerleutnants hfir sich. Vielleicht ropr er gleich nad) ihrem Zu- pmmentreffen gefallen genügte. Herman würde Edelgard sd)on aus dem Wege gehen, und für ihn selbst war das lerraln dann frei. „Ein Punkt wäre noch zu besprechen, und Id) habe, vorbehaltlich Ihrer Zustimmung, lieber Herman, der jungen Dame darin einige Hosfnungen gemacht. Sie schien In großer Sorge, von heute auf morgen eine passende Wohnung finden zu müssen und den Umzug zu bewerkstelligen. Id) habe Ihr nun vorgeschlagen, ob sie nicht das sogenannte Kavalier- häuscyrn ans der Insel mit Ihrer Mutter beziehen möchte. Ste legten seinerzeit darauf keinen Wert, und so wäre allen Teilen geholfen. Geben wir Frau von Döniß die Möglichkeit, mit Ihren Prlvatsacheii In das Kavalterhäuschen zu ziehen, so können Sie In wenigen Tagen schon mit Den notwendigen Renovationen und der Einrichlnng Ihres Besißlinnv beginnen lassen." „Dann wird mir diese junge Dame aber alle Augenblicke In den Weg lausen!" Nobbl) Herman machte ein unzufriedenes Gesicht. „Keineswegs. Ich habe bereits betont, daß dieses Arrangement nur auf der Basis vollkommener Zurückhaltung möglid) wäre. Die jung«' Dame fdilen sehr einverstanden und sehr dankbar. Sie sagte, ihre Mutter unb fle würden dann dos 0inpflnbeu haben, nicht ganz aus her Heimat fort zu müssen. Deutsche Sentimentalität', aber die ist ossenbar sehr |d)mer auozurotten." Etwa» wie Spott klang in Studezynskiy Stimme sollte der Kaufvertrag abgeschlossen werden. Eo war Edelgard gelungen, die Mutter für ein paar Tage bei einer Anverwandten draußen In hem Iohaimlsstlst einzulogieren. Unmittelbar nad) hem Kn ui vertrag hatte ste die Mutter dorthin gebracht. Stud,zl)nski hatte fld) ilebenulvürhtgerwetse er- boten, fein tiuto a, Bet ftigung zu stellt n Etgentlid) war er ja etwas enttäuscht gewesen. „Ich hatte gehasst, hie Damen zum Abschluß diese« Vertrages zu einem kleinen Frühstück In hn« Hotel Kaiser Hof elnfaben zu können." Aber Odelgard hatte abgelehnt. „E.s Ist ungemein liebenswürdig von Ihnen, aber für meine Mutter Ist eo besser, sie kommt jeßt zur Nahe, Das Ganze hat sie noch sehr angegriffen." Sie sah besorgt ans da» blasse Gesicht Frau von Döniß', aus heih eine mühsam unlerhrÜdle Erregung lag. Stnbczi)uskl hatte seinen Aerger sck)nell über- wunden. „Id) begreife!" sagte er anscheinend bewegt. „(Ein schwerer Entschluß ein Vebeii»nb|d)nllt . Nun, Id) hoffe, mein gnädigen Fräulein, Ihre Frau 'Natter mlrh fld) In hem Uavallerhäuschen sehr bald eingelebt hoben. Mao In meinen Mrd,len steht, hen llebergang zu erleichtern, soll geschehen '/ßellelcht bars Id) Ihnen auch bei hem Umzug behilflich sein " Edelgard hatte hnnfenh angenommen Es war mlrflld) etwas viel, was In hie on wenigen logen zu bewerkstelligen war. Da Hoile sie Ihren Urlaub ohne Schwierigkeiten verlängert behninen. Der AI»- teUimgsleiter war einsid)tig unb sreuudlich „Bleiben Sie nur ruhig fort, Fräulein von Döniß, die Nettartiettea von Herrn Direktor Mul|d)ner sind ja erledigt Ohe her neue Direktor eintritt, merhen neue Geschäfte nicht eingeleite«, alfo geh« e» jeßt ganz gut." Abe, ohne hie tatkr.iUige Hilfe S«udrz,)nskia mär» es vielleicht bnd) nicht so gegangen (Oodlegung folgt I) „Und dies Fräulein Edelgard von Döniß?" fragte er leise. „Wie ist sie?" Studczmiski sd)wieg einen kleinen Augenblick. Plößlid; sagte er: „Wie sie ist?" Sein scharfer dunkler Blick flog ganz schnell über das fragende Gesicht seines Gegen- übers. Und plößllch mußte er denken, daß es vielleicht nicht gut wäre, allzu begeistert von diesem schönen deutsche), Mädchen zu sprechen Warum Herman auf etwas bringen, woran er selbst interessiert war? Zwar sagte man In Deutschland „ge- brannte» Kino scheut das Feuer". Und Herman mar wirklid) ein gebranntes Kind. Aber einem so schönen Geschöpf gegenüber wie diele Edelgard von Döniß, da mochten wohl einem Manne selbst die trübsten Erfahrungen nicht» hellen. Schon hatte er seinen Plan fertig. „Wie sie Ist? Sehr schön, aner sehr hochmütig, anscheinend etwa» adelstolz/ „Also töricht und eitel", sagte Herman kurz. Studezynski lächelte geschmeidig: „Was wollen Sie? In Deutschland hat man nun nimmi Immer noch die Dorstelluna, daß zwischen einem Bürgerlichen und einem Adligen eine Klust bestände. Uebrlgens, In Amerika läuft ja and) noch mancher Ihrer Dollarprinzessinnen dem ersten besten FürstenUtel nad); wenn and) nichts weiter dahinter- steckt " „Das verurteile ich genau so", sagte der junge Amerikaner herbe. „Standesdünkel Ist immer ein Zeichen von Beschränktheit. Id) Unterschüße die Bedeutung kultivierter Geschlechter nicht; aber nur, wenn her Titel des Menschen inert ist, bekommt her Mensch Wert durch den Titel. Und wie ist diese» Fräulein von Döniß weiter?" „Offenbar sehr gesd;äf«stüchUg. Sie erklärte sofort, als sie Ine In Interesse für das Besitztum spürte, daß sie eigentlid) im Begriff gewesen wäre, hen Verkaufspreis höher anzufetzen. Da nun aber das Angebot der Vermittlerfirma auf der Bafis von hunderttausend Mark gemacht worden märe, roollle fle fld) damit einverstanden erklären. Sie tat bel- nal)e, als ob sie mit dem Verkauf uns eine Gnade erweise. Abgesehen von diesen kleinen Eharakter- ehlern, muß man sagen, die junge Dame Ist sehr chön. Ich glaube, sie könnte manchem Manne ge- ährlich werden." Nobby Hermon stand auf. Mit einer beinah an- gewiderten Gebärde schob er Papiere unb Zeichnungen zusammen: „Eingebildet und krömerhaft dazu — nein, lieber Studczmiski, bei einer derartigen Mischung hilft auch die größte Schönheit nicht!" Schade! dachte er bei sich weiter, her Bruder war so ein famoser Junge Immer sind es die Frauen, die aus der Ar« schlagen! Laut fuhr er fort: „Nun schön, also schließen Sie auf der vereinbarten Nasis ab. Id, werbe ja mit der jungen Dan«e unb,Ihrer Mutier nicht das geringste zu tun haben. Donnerstag, 8. November 1954 führer betrauten „Deutschen '.Heldjobunh für Lei» bevübungen ' gibt, gibt e» auch In diesem nur eine 'Fachfäule Radfahren, die bunt) den „Deutsihen Radfahrer Verband ' verkörpert wird Wer Radsport psleaea unb treiben will, ist verpslichtet, fld) Im DRV zu organisieren! 0 in 0 Igenbinbeln gibt e<* nicht mehr! Auch hat da» Reich mit der Bestellung „Der e I d) » g em eins d) oft für he n R adsa h r - weoebau" gezeigt, daß eo hen Belangen der Radfahrer in jeher Hinsicht Rechnung trägt Pflicht de» Radfahrer ift eo, gefchlosfen dem Reiche zu Zeim n d iß Ri 6U| n unter stüßuna würdig stnv! Der Oeut|d)e Radfahrer Verdano^ wirb, nachdem bind) den Retchoiportführer der 17. März \WAtt «Io Veranstaltungotag genehmig« wurde, fich voll für bä« Mnierhiilowerk 19:14/3h zur Verfügung Hellen. In allen Bezirken und hier wiederum an den größeren Plätzen werden Veranftaltimgen getroffen werden, deren Reinerlös dem 'Itzinterhilfo- werk zufließen. STut3t «^portnotizkn. De r F ti ßdaIl - P r o f e f f« a n a 11 s m u o In her Schweiz scheint kein allseits befriedigender Zustand zu sein. Immer mehr mehren sich die Stimmen, die eine Rückkehr zum Amateiirlsmu» fordern, nachdem schon zahlreiche große Vereine in schwerster finanzieller Bedrängnis sind unb bem Ruin ent- gegenjteuern. ♦ Ihre 7 b • 3 a I) r f e I e r veranstaltet hie Deutschs Turnerschaft im kommenden Jahre In Ko bürg In 'Verbindung mit diesem Gedenktag wird ein große» miteretreffen bmchgesührt, bei hem auch Wettkämpfe für die alten Pioniere des deutschen '1 ur- neu# ausgeschrieben werden. ♦ Der !H e I dj # I e h r g a n g I in Et » k u n st I a u f nahm am Montag Im Berliner Eisstadion Friedrichshain seinen 'Ansang. Beteiligt sind '?h Läufer und Läuferinnen au» dem ganzen Reid). Dem Leiter de» Lehraange», Artur Vieregg, stehen bekannte Kunstläufer, darimter Ernst Baler, nie Helfer zur Verfügung. Ttunbfunkproqramm. Freitag, 9. November: fl Uhr: Bauernfunk. (1.1h: Gymnastik I fl.TOt Gnmnastik II (1.4h: Friihmeldungen ö.hh: Margen- Iprud) Ohoral / Frühkon-ert R >" blo 8 15 uhjinnaftir 9.1h: Nachrichten. 10: Nachrichten. 10.4h: Prak«ifd)e Rat chläge für Küche unb Hau». 11.4h. Soztaldlenst Mittagskonzert I 12.hO: Von Mümhen Reichs endimg: (hebenkftunhe für die gefallenen Freiheitskämpfer vor bei Feldherrnhalle. 13.20 Saarbienft. Nachrßßten. 13.30: Nad)ilchten dii" bem Sendebezirk 13,3h: Mtttagskonzert II. 14.15: Nachrichten 14.30: Wirtfd)aft»bertck)t für die Saar 15,: Nachrichten. 1h.1h: Für die Frau 1 h.4h: Olebanfen über den Sd)wnrzwälbei Hans Thonia. Von Hermann Barte. Iß Nachmittagskonzert. Or- d)e|ter des Danziger Staatstheaters IH: Iugend- unk Zum 9. November: Sd)luf)wort he« Fümer» in Hitler Prozeß iK.lh: „Mit erhobenem Zeige- inger!" Kleine 'Mahnung und Plauderei. IH 2h: Stehen Kometen mit Sternfchnuvpeu-Schmärmen In, Zufammenhang? Ein Gespräch mit Pros E. Slttlg, Frankfurt a. M IH..lh Unterhaltuiigokan» zeit. lli.5,0: Politischer Kurzbericht 20: Nachrichten. 20. Ih: Stunde her Nation AI sieb Ludwig Brehm. Hörfolge. *1 Bud) unb 'Volk 0 Ine Fimkbid)tuiig. 2'2 Nachrichten 22.10: Nachrichten mm hem Sende- bezirk. 22.20: Ausschnitt vorn 7 reffen her allen Garde Im hlflorlfchen Bürgerbräukeller In München am H. November 22.3h: Der Zeitfunk bringt hie Sportvorfchou 23: iliiterhaltungnmaftk. 24: 6rd)e- sterkonzert Beethovenkonzert. I blo 2 Nad)tiNusik. Kr. 262 Drittes Blatt (Siebener Anzeiger sGeneral-Anzeiger für Oderhessen) Einheiten der HI. und de» BDM. von Vereinen rueferd wird Berliner Städte - EIf im Berliner Po Stadion stehen. In her Natlonal-Mannschast steh« »W. Langt, Trigen B M beobor Wt r um neue L 3ut r von 'gentn verein, inn. ht fri. W inv oi (im Etliche die Spitze geseiß, wird and) weiter in her Lage (ein, die Meisterschaft zu machen, da die Mannschaft sehr eifrig spielt. Allendors, Neuling Im DFB., Ist eine i Kampsrnannschäft, auf eignem Platze nicht zu schlagen. Steinbad) ist wieder im Kommen, Die alte iKampfkraft ist noch ungebrochen, aud) haben sich die Im Mittelpunkt aller Spiele dieses Tages _____ iweiselsohne die Begegnung zwischen der beut- idjeti National - Mannschaft und einer und städtischen Behörden Turnhallen für die llebungoabenhe zur Verfügung gestellt worden, teilweise kostenlos, teilweise gegen Bezahlung der entstehenden Unkosten für tiid)t, Heizung, Reinigung. Die 'Vereinbarungen her Gebietsführung Hessen- Nafsau mit dem Bezlrksbeouftragten he» Reid)s- fportführers über die Eingliederung der Turn- unb Sportfuaenb in die HI. schaffen and) über die Turn halle n-Frage Klarheit. Danach stehen sämtliche Vereins- und städtischen Turnhallen am Montag dein BDM. und am Donnerstag der HI. zur Durchsiihrung der Leibesübungen zur Verfügung. In einer Reihe von Städten wird es infolge der geringen Zahl her vorhandenen Turnhallen nicht möglid) fein, an einem Abend her Woche sämtliche Einheiten her HI. oder des BDM zu erfassen. Hier wird fld) ohne weitere» hie Notwendigkeit ergeben, diesen Einheiten and) an anderen Tagen der Woche Turnhallen zur Verfügung zu stellen. Unsere deutschen luridiallen stellen eine gewaltige Kapitalsanlage dar, sie sind erbaut zum Zwecke her körperlichen Ertüchtigung der beidfdjen Jugend, unverantwortlich wäre eo, aud) nur an einem Abend der Woche eine Turnhalle unbenutzt zu lassen £)ie Tabelle der 2. Kreisllaste (Niesten A (Vorserie) Heber hie Veranstaltungen am Opfertag des deut- Mi)en Fußballsports (21. November) werden nunmehr weitere Einzelheiten befamit. Nnnd 13 000 deutsche Fußballvereine werden fid) an bleiern Tage ni den Dienst de» großen Minteryllfswerks stellen. (Bel den Veranstaltungen werden felbstverständlid) ie Plätze für hie Spieler kostenlos gestellt. Mannhaften unb Sd)iedsrid)ter fahren in her billigsten »lasse, unb überall wirb man bemüht fein, bie lindsten so niedrig wie möglid) zu halten. Mit dem hohen beeilen Zweck verbindet man gleid)zeitig eine große Werbeaktion für den Fußballfport. Nationalmannschaft argen Berliner <5täbfe«(5lf. 1933 -Jahr der olympischen Schulung. Ausruf. Der Retchominister de» Innern Dr. Frick, her Retchsminister für Volksaufklärung unb Propaganba Dr. G o e b b e l s unb der Retchssportführer v o n I f d) a mmer unb Osten erlassen gemeinsam folgenden Aufruf: „Wir Deutschen haben uns lange Zeit damit begnügt, führend im Reiche des Geistes zu fein. Das Volk her Dichter und Denker, wie uns andere Nationen bezeichnet haben, hat es lange nicht vermocht, sich in der harten Wirklichkeit die realen Grundlagen feiner politischen Existenz zu schassen Das schwere Schicksal, das Deutschland traf, hat ein neues Geschlecht erzogen, da» hart unb unbeugsam den Tatsachen ins Ange sieht und sich nicht in einer Welt von Illusionen verliert. Der Bildung des Geistes ist die Erziehung des Körpers an die Seite getreten. Mit der Begeisterung eines jugendlichen Volkes haben mir den Gedanken des Sports aufgegriffen und uns zur ersten Reihe der sporttreiben- den Nationen emporgekämpft. Im Jahre 1930 werden wir uns mit den Völkern der Erde messen und ihnen zeigen, welche Kräfte die Idee her deutschen Volksgemeinschaft ausznläsen imstande ist. Deutschland hat nie kriegerischen Ehrgeiz besessen, sondern leinen Ruf h» srledlichen Ringen her Nationen ge- *ud)t. Für den Wettstreit der Olmnpifchen Spiele 1936 soll fld) Deutschlands Jugend In den kommenden Monaten mit aller Kraft rüsten. Das kommende Jahr wird das Jahr der o 11; m p i f d) c u Schulung sein. (Sin Aufruf des Ncichsfportführers. Reichsspo« tführer von T s ch a m in er und D ft e n hat zum Opfertag des beutfd)e» Fußball- (Tort© am 21. November folgenden Aufruf erlassen: „‘21m 21. Hovcmbcr eröffnet der deutsche Fußballfport die Veihe der Opfertage des deutschen Sports. Ucber die sportliche Bedeutung der an diesem Tage durchgesiihrten Spiele hinaus ist die Gewißheit ausschlaggebend, daß burd) den Besuch den Armen nnserev Volkes geholfen wird. Niemand versäume es daher, am 21. November einem Fußballspiel beizuwohnen! IGcz.) von I s ck) a m m e r." neun Spieler her Els, die in Neavel burd) einen famosen Sieg über Oesterreich beit dritten Platz in her Weltmeisterschaft eroberte. Die Aufstellung dieser Mannskdaft lautet: Jako b (Jahn Regensburg); B u J ch (Duisburg 99), Janes (Fortuna Düjfelborf); Ben her (Fortuna Düsseldorf), M ü n z e n b e r g (Allemania Aachen), EieIinski (Hamborn 07); L e h n e r (Augsburg), Siffling (Walbhos), E o n e n (Saarbrücken), S z e v a n (Schalk» 04), K obier - s f i (Fortuna Düsseldorf). Als Ersatzleute wurden bestimmt: Buchloh (BsB. Speldorf), Schwartz (Viktoria Hamburg), Grämlich (Eintracht Frankfurt), Hohmann (VfL. Benrath). Turnhallen für M und NOM Die Hitlerjugend schreibt uns: In Sonne und freier Lust, auf dem Sportplatz ober der Uebnngotviefe wickelte sich her sommerliche Sportbetrieb ab Der Winter gebietet, die sportlichen Uebungsstunden in die Halle zu verlegen. Für unsere Jugend ist körperliche Ertüchtigung eine Lebensnotwendigkeit und da fast die ganze Jugend in HI. und BDM. zufammengesaßt ist, besteht die Möglichkeit, sie einheitiid, körperlid) zu ertüchtigen. Richt anders war fdilleßlid) bas Bestreben Turnvaters Jahn, als bas, die gesamte deutsche Jugend körperlid) zu stählen, sie wehrhaft zu machen und sie mit einer heißen Liebe zu Volk, Heimat und Vaterland zu erfüllen. In Erkenntnis dieser großen Ausgaben sind hen Gew. Unentfd). Verl. Tore Pkte. Steinberg II 5 0 1 27:13 10:2 Allendors 4 1 1 19: Iß 9:3 Steinbach 4 0 2 9:12 8:4 Garbenteich 8 0 3 29:17 0:0 Wieseck II 2 1 3 14:14 5:7 Lollar II 2 0 4 10:10 4:8 Leihgestern 11 0 0 0 5:32 0:21 Die zweite Mannschaft von Steinberg hat sich an alten Kämpen wieder zur Verfügung gestellt, mae für die Mannschaft von großem Vorteil ist. Garben- teich, anfangs sehr ans der Höhe, verlor burd) viele Herausstellungen an Stärke, dock) sollte der Mannschaft am Ende der zweiten Spielserie ein guter Mittel platz sicher sein Wieseck» 2 Mannschaft hat bewiesen, daß sie and) zu kämpfen weiß, bod) wird sie noch Punkte abgeben müssen. Lollar» Zweite ist zu unbeständla, um gute Leistungen zu zeigen Velh- gestern war den schweren Spielen noch nid)« gewachsen. Aber was nicht ist, kann noch nverben. Oer deutsche Cfrerätemeifter. Sieger Im Kamps um die Deutsche Meisterschast im Geräteturnen, die in der Dortmunder Westsalenhalle von den 100 besten deutschen Turnern heft ritten wurde, wurde der Fürther Soldat Schwarz- m a n n, der Kampssieger Im Zwölfkampf. Bezirkstag öetf Bezirkes (Ziesten im Deutschen 'Nadfahrer-Verband. Bor einem Jahre wurde der Neuaufbau Im deutschen Radfahrwesen vollzogen. Unser engeres Hei- mateaeblel wurde dem G a n XU Wo rohe | Jen und hier wiederum d e m Bezirk e G teste n 311- geleilt Var einem Jahre wurde and) in diesem Bezirke die Organisation h,»rchgesührt unb am komme nben Sonntag, 11 November, stndet nun in Gießen her I ordentliche Bezirk»tag statt. 0» wirb Rechenschaft abgelegt über ha», wa» im abgelaufenen Jahre geleistet wurde. Bereit» vormittags treffen fld) her Bezirksführerring und hie Rahfahr- Kreisbeauftragten, um die Tagesordnung für den Bezirkstag zu besprechen Am Nachmittag «ressen fld) alle Vertreter her gesamten RahsaHrverelne zum Bezirkstag. Der Bezirkstag soll heu Rabßchrver- einen. die Immer noch abseits stehen, hie Mäglid»- kelt geben, fld) anznsd)lleßen! Es Ist bie» her letzte Appell an diese 'Vereine, nachher mlrh ml« den von bem Reichssportführer gegebenen Maßnahmen und Richtlinien rücksichtslos vorgegangen 1111b hurdjge- griffen. So wie es nur nach hen vom Relchosport- Wirtschaft Oie Wirtschaftslage im Oktober. Preußen ichlich eingedeckt sind. Futtermittel bestand nicht statt. Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Serlin Sranffurt a.M. Krank'uri a. -1'1. » Schluß- ku^ börsc dörse 7.11- 6.11. 7.11. 101-13 100,75 92-75 92,75 Elektr. Lieserungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft 102,25 Französischl Holländisch, 1 28,65 I 107 l 83 MamieLmaml-Röhre» •««*•••• 0 al ad 95.75 93 96 94,25 102,65 95,75 93 92,75 93,25 94,75 96-4 94.4 103-65 0 0 6 0 96-13 94-13 104 96,4 94 102,65 95,75 93 26,75 140,13 98 115 73,4 108,25 92,25 135 118 84 102 59,5 105,25 27 141 99 115 74 108-5 100 93 136.25 117.5 85-25 103 60 106.25 75,75 146.25 118-9 73-4 74.75 58,75 132,25 46,75 61,5 46,75 58,65 31 213,5 131,75 76,75 93 46,4 211 87,75 39,4 12 109,5 109,25 152 135,75 89,65 94,5 82,5 64,03 80,78 33-83 94 94.75 77 47 213-5 89 39,75 12-25 110-4 111-5 149 133-9- 209 90 38 84-5 77-25 111 133 59-25 46,75 64 46-75 59 31-25 216 162 132-75 28-5 107,75 58,25 132 45,75 62 118,75 46,75 58,5 87,5 30,75 209,5 161 131,9 107.5 59.5 132-4 45-5 64-75 119 46-75 59 88 31 216 162-5 132.9 28.75 187 ' 95.75 93 93 6 6 7 10 . 0 , 4 . 0 . 0 . 0 . 6 . 6 . 0 118-65 73-65 75 100,5 92,75 92,75 93,4 93,75 94,75 •26-65 141-75 100 115.25 73-5 109-5 100 93-5 135.25 118 85-25 104 60 106,5 102-3 28-75 1-3 7,75 7-5 7.35 12.65 1,15 T,15 7.3 76-75 94 46.75 213 89 39-75 12 111 112 150 138.65 90-25 95,5 84.5 77 26,65 140 98,75 114,65 73,25 108 99 92,25 134,5 116,5 84,5 102,4 59,4 105,4 75 140,25 117 72,5 73,75 102.3 28-4 7.8 7-6 7.35 13.13 Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling 102,2 27,75 1,3 7,7 7,15 7,25 12,75 0-641 58-17 0-204 3-047 55-58 81.12 12-45 5-495 16-38 168-26 21-30 0-729 5-694 62-55 48-95 11-30 64-20 80-96 33-97 10-375 2.490 am Börsenmarkt. Etwas lebhafteres Geschäft verzeichnete wieder der Markt der Bergwerksaktien, an dem Buderus 64,29 81-10 33-97 28,4 \ 83 , 05 188 I 188.5 2,462 58,15 55,65 12,455 16,40 168,52 21,16 62,64 A.E.G. Bekula 76,25 46,25 210,5 87,75 39,25 12,25 109 152 136,4 207,5 90 37-5 82,5 77,5 110.5 133 * Anhaltende Besserung bei Mannesmann. In der Aufsichtsrats-Sitzung der Mannesmannröhren-Werke AG-, Düsseldorf, wurde vom Vorstand der Bericht über das brüte Vierteljahr 1934 erstattet. Danach hat die Besserung m der Beschäftigung angehalten. Der gesamte Auftragseingang entspricht dem im zweiten Vierteljahr, ist also gegenüber dem Durchschnitt des Jahres 1933 erheblich höher. An ihm war das Ausland diesmal etwas stärker beteiligt, als bisher. Die Stahlerzeugung hat sich auf der Höhe des zweiten Vierteljahres gehalten. Auf Antrag des Vorstandes genehmigte der Aufsichtsrat einen Betrag von rund sechs Millionen RM. für Neuanlagen und Betriebsverbesserungen. * Starker Rückgang der aufgelegten Schiffstonnage im Hamburger Hafen. Am 1. November 1934 waren im Hamburger Hafen 16 Seeschiffe mit 119 051 Brt. aufgelegt, gegen 21 Seeschiffe mit 143 812 Brt. am 1. Oktober d.J. Frankfurter Börse. Mittagsbörse: freundlich. Frankfurt a. M., 7. Nov. Die Börse zeigte bei ruhiger Gesamthaltung eine weitere Erholung. Der Besuch des deutschen Botschafters in Paris bei dem französischen Außenminister hat in Bezug au die Saarsrage eine weitere Beruhigung ausgelost und trug zu der fteundlichen Grundstimmung erheblich bei. Daneben gaben auch einige günstige Nachrichten aus der deutschen Wirtschaft etwas Anregung. Wenn die Umsätze noch kein größeres Ausmaß annahmen, so lag dies in erster Linie an der immer noch sehr kleinen PublikumsbeteiUgung Geld 2,442 57,91 55,43 12,415 16,34 167,84 21,08 62,38 0-645 58-29 0.206 3-053 55-70 81-28 12-48 5-508 16-42 168-to 21-34 0.731 5,706 62-67 49-05 11-32 64-32 81-12 34-03 10-395 2-494 116,25 73 UA Aires Brüssel..... Rio de Jan.. Sofia...... Kopenhagen. Danzig London ..... Helsingfors.. Paris Holland .... Italien..... Japan ...... Jugoslawien Oslo : Wien Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien... Prag...... Budapest .. Neuyork... . 0 . 0 . 0 10 0 . 0 >• o 6 ,. 5 TA .. 7 .. 9 .. 0 .. 0 .. 0 El .. 0 .. 0 .. v .. 0 .. 0 .. 7 .. 0 .. 0 Felten & Guilleaume , Gesellsch.f.Elektr.Untemehmung. 5 Rheinische Elektrizität 4% Oesterrrichische Goldrente....I 4,20% Oesterretchtsche Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4Vt% deSgl. von 1913.......... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdaübahn-Anlethe Serie i................. Neuer Stabsführer des Gebietes Hessen-Rassau der HZ. Wiesbaden. 7. Nov. (LPD.) Zum Stabs- führer des Gebietes Hessen-Nassau der 1. das seinen Sitz in Wiesbaden hat, ist mit Wirkung vom 1. November d. I., Oberüannfuhrer Erich Seifert, der frühere Bannfuhrer des Oberbanns I, Frankfurt, berufen worden. Bekanntlich sind nach einer Verfügung der Reichsjugendführung zur Vereinfachung der Organisation die Oberbannführungen aufgelost worden. Der seitherige Stabsführer, Bannfuhrer Richard Rieger/der zur Zeit an einem Sonderlehrgang in Berlin teilnimmt, ist als Leiter des Bezirksjugendamtes in Wiesbaden berufen worden. Oes Führers Dank an Biedenkopf. K.B. Bieientopf, 7. 9loo. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler hat an die Stadtverwaltung in Biedenkopf em eigenhändiges Schreiben gerichtet, das folgenden Wortlaut hat. Berlin, den 1. November 1934. An den Stadtrat, Biedenkopf! Die Verleihung des E h r e n b ü r g e r r e ch t e s von Biedenkopf erfüllt mich mit aufrichtiger ^Jch^nehme die Ehrenbürgerschaft an und bitte, dem Stadtrat und den städtischen Körperschaften meinen ergebensten Dank, sowie meine besten Glückwünsche für das Blühen und Gedeihen von Biedenkopf aussprechen zu dürfen. Mit deutschem Gruß! (gez.) Adolf Hitler. Landwirtschaftliche Tagungen in Wetzlar. Rumänische Noten Schwedische Noten Schweizer Noten.. Spanische Noten.. Ungarische Note« . gilt nicht als ledig, wenn aus ihrer Ehe ein Kind hervorgegangen ist (§ 32 EStG, vorn 16. Oktober 1934). Zu Frage 3: Reparaturkosten am eigenen Hause sind bei dem zu veranlagenden Einkommen aus Vermietung und Verpachtung abzugsfähig. Außerdem wird die veranlagte Einkommensteuer um 10 v. H. der Reparaturkosten gesenkt, wenn keine öffentlichen Zuschüsse zu den Reparaturkosten geleistet worden sind. Dies gilt nicht für den Steuerabzug vom Arbeitslohn. Allgemein: Bei der Em- kommensteuertabelle ist zu berücksichtigen daß nunmehr die seitherige Einkommensteuer, Arbeitslosen. Hilfe, Ehestandshilfe und der Ledigenzuschlag zu- samme^lgechßt stnd^^^ § 32 Einkommensteuergesetz vom 16. Oktober 1934 steht Kinderermäßigung dem Steuerpflichtigen für minderjährige Kinder zu, die während seiner Steuerpflicht Mindestens vier Mo. nate zu seinem Haushalte gehört haben. Die Km. derermäßigung kann auf Antrag für volljährige Kinder gewährt werden, die auf Kosten des Steuer, pflichtigen für einen Beruf ausgebildet werden unb bas 25. Lebensjahr noch nicht vollendet Haben, und zwar auch dann, wenn sie nicht zum Haushalt des Steuerpflichtigen gehören. Die Kinderermäßigung wird nur für Kinder gewährt, die unbeschrankt steuerpflichtig sind. Als Kinder im Sinne dleser Dor- chrift gelten neben Abkömmlingen auch Stiefkinder, Adoptivkinder und Pflegekinder und deren Abkomm° ling?. Bei besonders wirtschaftlichen Verhältnissen, die die steuerliche Leistungsfähigkeit wesentlich be. einträchtigen, werden bei der Veranlagung E ' Mäßigung der Einkommensteuer auf Antrag berück- sichtigt. Bei Lohn- und Gehaltsempfängern wäre der Antrag beim Vorliegen entsprechender verhalt- nisse unter Einreichung der Steuerkarte 1935 bei dem zuständigen Finanzamt zu stellen. wirtschaftsverband Hessen behandelte die Wichtia- keit des Milchgesetzes und der Butterbewirtschaf, tung im Rahmen des großen Planes zur 'Sicherung der Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes Es sei beabsichtigt, die in den Zeiten des vermehrten Anfalles von Butter nicht benötigten Mengen in Kühlräumen zu lagern und durch ihre Ausgabe tn Seiten geringerer Butter-Herstellung einen Aus- gleich zu schaffen. Bon den Bauern muffe verlangt werden daß sie nur noch ihren eigenen Bedarf an Butter herstellen und alle übrige Milch an die Molkereien des Gebietes abliefern. Der Verkauf von Landbutter auf den Markten oder in der Nachbar schuft könne nicht mehr gestattet werden. Vedenken hinsichtlich der Güte der Magermilch, die von den Molkereien zurückgegeben und von den Bauern fiiir Diehaufzucht benötigt werde, seien abwegig. Rach einer ausführlichen Klarstellung der einschlägigen gesetzlichen Bestimmungen folgte eine Aussprache. Frankfurt a. M., 7. Nov. Der Getreidegroßmarkt wies bei allgemein unveränderten Preisen nur kleines Geschäft auf. Das Angebot m Brot- und Futtergetreide, sowie in Muhlenabfallen und ölhaltigen Futtermitteln hat noch keine Bes erung erfahren, während die Nachfrage allgemein fortbestand, auch für Weizen hat sie sich etwas gebestert Das Mehlgeschäft blieb im ganzen sehr still, doch ist Weizenmehl besser als Roggenmehl verkäuflich. Es notierte (Getreide je Tonne, alles übrige e 100 Kilogramm in Mark: Weizen W IX 202 , W XIII 206, WXVI 210, Roggen RIX 162, RXIH 166, R XV 170, alles Großhandelspreise der Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtergerste G IX 164> G XI 167, G XII 169, Hafer HXIII 162 HXIV 164, alles Großhandelspreise ab Station. Bel Wasserverladung über 100 Tonnen 3 Mark mehr. Weizenmehl W XIII und WXVI 27,15, Roggenmehl । R XIII 23,60, R XV 24, alle Preise erfahren einen l Aufschlag um 0,50 Mark für Frachtausgleich. Wei- zennachmehl 16,25, Weizenfuttermehl 12,50, Wei- zenkleie W XIII 10,50, WXVI 10,71, Roggenkleie R XIII 9,72, R XV 9,96, alle Kleiepreise sind Muh- lenfestpreise ab Mühlenstation, soweit sie in den Bereich der Landesbauernschaft Hessen-Nassau fallen. Soyaschrot mit Monopolzuschlag (in. M.) 13, Palmkuchen m. M. 13,30, Erdnußkuchen m. M. 14,50, alles Fabrikpreise ab südd. Fabrikstation. Treber 16,75, Heu 11, Weizen- und Roggenstroy, drahtgepreßt oder gebündelt, 4,50 bis ^'^0. Tendenz ruhig. In Handelsklassenware sanden Abschlüsse Im Anschluß an den Mittagsverkehr zeigte auch die Abendborse eine freundliche Haltung. Die Kurse erfuhren zumeist eine weitere Besserung um etwa 0,25 bis 0,50 v. H. gegen den Berliner Schluß. Angesichts des wieder nur kleinen Ordereinganges hielt sich ab^r die Umsatztätigkeit in engen Grenzen. Lediglich Farbenindustrie zogen unter einigen Schwan- tungen bei lebhaften Umsätzen um insgesamt 1,40 v.H. an, ferner lagen Scheide anstatt 1 v.H. hoher Größeres Geschäft hatten auch IG.-Farben-Bonbs auf angebliche Tauschoperationen in Farben-Aktien. Am Montanmarkt lagen Mannesmann auf einen Bericht über die Beschäftigungslage 0,25 v. H. hoher, die übrigen Montanwerte wurden kaum beeindruckt. Don Elektropapieren gewannen Bekula 0,75 vH. und Gesfürel 1 v. H., ferner waren AG. für Verkehr mit plus 0,90 v. H. etwas mehr erhöht Am Rentenmarkt konnten sich Altbesitz bis auf 104 v. H. erhöhen, auch sonst waren die Kurse um etwa 0,25 v. H. freundlicher, die Umsätze waren jedoch klein. Am Auslandrentenmarkt zogen 4prozen- tige und 3,5prozentige Schweizerische Bundesbahn um je 1 v. H. auf 180 bzw^ 170 an, auch mexikanische Anleihen waren zum Teil weiter erhöht. Von Stadtanleihen' lagen 6proz. Darmstadt von 1928 mit 88 25 um 0,75 v. H. fester. „ U. a. notierten: Altbesitz 103,75 bis 104, 6proz Stahlverein 80,25, 6proz. Stadt Mainz von 1928 84 50, 5proz. innere Mexikaner 5,30, 4proz. Gold- meritaner 9,13, Braubank 113,25, Commerzbank 68,50, DD.-Bank 71,50, Reichsbank 141,75. \ Frankfurter Getreidebörse. 7.November Amtliche Notierung Geld | grl* q Wetzlar, 6. Nov. Im Hotel „Nassauer Hof" fand eine Versammlung der Orts baue ruck h r e r statt. Stabsleiter F i s ch e r von der Kreisbauernschaft sprach zuerst über bas Getreideablieferungs-Soll. Im Zusammenhang damit ging er auf die Getreidewirtschaftsverbande ein und berichtete über die geplante Errichtung einer Getreidewirtschaftsstelle für die Kreisbauernfchaft mit dem Sitz in Wetzlar. Ferner gab er Aufschluß über die Pachtpreisermäßigung, lieber ben Reichsnährstandsbeitrag wurde ebenfalls Auskunft erteilt. Die Nutzviehbeichaffung hat nun für den Wetzlarer Bauer und ^otmehzüchter eine besondere Einnahmequelle unb Absatzmöglichkeit erschlossen insofern, als ber Westerwalb sich auf Rotvieh umzustellen beginnt. Anschließenb fanb eine Aussprache statt, in der alle noch strittigen Fragen besprochen würben. Im Saale bes „Braustübl'" trafen sich bte G e - meinbeschulzen unb die landwirtschaftlichen Ortsfachberater zu einer gemeinsamen Versammlung, zu ber auch bie Genbar- merie bes Kreises geloben war. Es hanbelte sich um eine Aussprache über bie Durchführung bes Milchgesetzes. Dr. Hartmann vom Milch- Stanffurfet Schlachtviehmartt. Frankfurt a. M., 8. Nov. Vorb-richt, Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftneb. Rin- ber 12 (barunter Ochsen 8, Bullen 2^ Kühe 1, Far^ s-n 1); Kalber 819; Echos- 280; Schweine S8S. Es kosteten pro Zentner Lebendgewicht: Kalber 30 b\s 56; Lämmer und Hämmel 27 bis 36, Schafe bis 32; Schweine 46 bis 53 Mark. Marktverlauf. Bei allen Viehgattungen mittelmäßig. Schweinemarkt in Gießen. Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen ftanbeVöTÄ "unb 4 ^ufer zum Vertäust Es kosteten: Ferkel bis 6 Wochen alt: 12 bie;U^ar 6 hie 8 Wocben alt 14 bis 16, 8 bis 13 iisoajen uu 16 bis 18. Läufer 30 bis 34 Mark. Tenbenz gut. Holzversteigerungen. (FrfixeH Samstag, 10. November, 9 Uhr, Eingang Gemeinbewalb: F i ch t e n st ä m m e. ch e la 53 Stämme = 8,80 geftmeter; «taffe »70 Stämme = 22,01 Festmeter: Klasse Ita 28 Stamme = 15,96 Festmeter; Klasse Iw 13 stamme Festmeter; Klasse IHb 1 S amm '"■ Derbstangen: 1. Klasse 13 Stuck; 2. Klasse 7 Stück; 3. Klasse 18 Stuck. Briefkasten der Nedaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) Odcnhausen (Lohn). Zu Frage 1: Der st-uerfr°ie Einkommensteil ist bereits in der Elnkommensteuer^ fabelte berücksichtigt. Einen besonderen st°uersrewn Einkommensteil kennt somit das neue^ Gesetz nicht. Zu Frage 2: Eine Witwe, gleich welchen Atters, Kreis Wehlar. Kinzenbach, 6. Nov. Am vergangenen Sonntag veranstaltete bie N S D A P. im Saalbau Peusch einen in allen Teilen wohlgelungenen D e u t s ch e n A b e n b. Der Abenb erhielt burch die Anwesenheit von Kreisleiter Hau s (Wetzlar) em besonderes Gepräge. Der Kreisleiter sprach m fast einstckndiger Rede vor dem vollbe etzten Saale über die bisherigen Leistungen der nationalsozialisttschen Regierung in den anderthalb Jahren ihrer Tätigkeit unb ermahnte zum Schluß alle, zur Mitarbeit stets bereit zu sein. Die Ausführungen hinterl.eßen, wie ber lebhafte Beifall bewies, einen starken Ein- druck. Der weitere Verlauf bes Abends war ausgefüllt von Sprechchören der SA., Schargesangen der HI. und recht gut zum Vortrag gebrachten Thea er- aufführungen. Das erste Stück „Menschen ber Arbeit" führte bie Besucher zurück in bie Jahre der Kampfzeit (1930) unb behandelte den Kampf der Siedler um Heide unb Moor, wahrend ein lustiger Einakter gleichfalls einen vollen Erfolg aup zuweisen hatte. Nach ber Rebe bes Kreisleiters würbe bas Saarlieb gesungen 'wahrend ben Schuß bes Abenbs bas Horst-Wes el-Lieb und das DeM landlied bildeten. Anschließend verblieb man noch einige Stunden in fröhlicher Geselligkeit. 0 Groß-Rechtenbach, 6. Nov. Hier wird für das Winterhalbjahr 1934/35 eine lanbmirt- chaftliche Fachklasse für männliche Fortbildungsschulpflichtige eingnichtet, bie für den dritten Jahrgang der fortbitoungsid)u! pflichtigen männlichen Jugendlichen, soweit di s m Haupt- oder Nebenberuf in der Lan^irtschast tat g finb,P bestimmt ist. Den übrigen Schulpflichtigen im brüten Schuljahr kann ine Beteürgung au, Wunsch gestattet werden. Der Unterricht soll zwe mal wöchentlich erteilt werden. Die Leitung dieser Schule hat Lehrer M e s s e r s ch m i d t. . Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samslag nachmittag geschloffen. , Fwd. Nach dem in den Wirtschafts-Nachrichten veröffentlichten Bericht entwickelte sich der deutsche Jnlandmarkt im Oktober im allgemeinen weiter günstig. Der Ruhrbergbau zeigt bei weiterem Ansteigen der Gesamtbelegschaft gleichzeitig einen weiteren Rückgang der eingelegten Feier- schichten. In der rheinisch-westfälischen, wie in der oberschlesischen Großeisenindustrie war eine Besserung des Auftragseinganges und des Versandes festzustellen. Die Lage der Maschinenfabrikation ist fast durchweg befriedigend geblieben, das Auslandgeschäft ist fast überall still. Die Solinger Industrie berichtet über eine leichte Belebung des Jnland- marktes und une-inheitliche Entwicklung des Aus- landgefchäftes, dasselbe gilt für die Siegener und Schmalkaldener Kleineisenindustrie. In der Verkehrsmittel- unb in ber elektrotecknischen Jnbustrie hielten sich Beschäftigung und Auftragseingang im allgemeinen auf ber bisherigen Höhe. In Chemikalien bewegten sich bie Umsätze allgemein bei z^stck- gehendem Auslandgeschäft auf Vorjahreshohe. Wirtschaftslage unb Beschäftigung ber Textilindustrie waren im allgemeinen weiterhin gut, das Auslano- geschäft ist weiterhin schlecht. Der Zementabsatz war befriedigend, auch die Ausfuhr nahm zu. Die Ziegeleien haben weiter stabile Nachfrage zu verzeichnen. Die Bautätigkeit ist saisonmäßig bedingt rucrlaupg, im Tiefbau ist die Lage günstiger. In der Edelmetall- und Diamantenindustrie hat die Besserung der Beschäftigung angehalten, die sich allerdings nur auf dem Jnlandmarkt beschränkt. In Spielwaren herrscht starke Belebung. Auf dem Getteide- markt war Weizen stark angeboten, fand aber kaum Au nähme, da die Mühlen reichlich eingedeckt mb. In Roggen und für ölhaltige Futtermittel bestand eine gewisse Verknappung. Der Geschäftsgang der Mckhlenindustrie war ruhig. Die Versorgung mit Margarine nahm einen befriedigenden Beriaus. Brauereien, Brennereien und die Tabakindustne stellen weitere Belebung fest. Die Lage des Einzelhandels entwickelte sich günstiger, m Textilien fand erheblicher Mehrumsatz statt. Die Börse verzeichnete eine Abschwächung des Aktienmarktes und einen kräftigen Aufschwung des Rentenmarktes. Der Geld- markt war außerordentlich flüssig, dementsprechend zeigte auch der Reichsbankausweis eine Zunahme Der Giroguthaben. (Seid 0,637 58,17 0,204 3,047 55,38 81,16 12,405 5,475 16,38 168,15 21,30 0,723 5,694 62,32 48,95 11,26 63,96 80,95 34,00 10,375 2,488 1 v. H., Phönix 0,75 v. H., Gelsenkirchen, Harpener, | Klöckner, Mannesmann und Stahlverein bis 0,65 v. H. anzogen, Ilse Genuß mit plus 2,40 v. H. waren etwas stärker erhöht. Am Chemiemarkt eröffnete Farbeninduftrie 0,65 v.H., Deutsche Erdöl 1,50 v. H. und Scheibeanstalt 0,50 v. H. fester. Elektrowerte lagen zunächst noch sehr ruhig, Schuckert gewannen 0,40 v. H., Siemens 0,25 v.H., Chabe-Aktien etwa 1,50 bis 2 RM. Kräftig gebessert waren Zellstoff Aschaffenburg mit plus 3 v. H., auch Reichsbankanteile waren um 1,50 v. H. erholt. Sonst eröffneten noch Gement Heibelberg 1 d. H., Sckbb. Zücker 0,50 v. H., Daimler 0,25 v. H. unb Moenus Maschinen 0,50 v. H. freunblidjer, an» 6. November AmiUcve Nonerung | Srie' 0,641 58,29 0,206 3,053 55-50 81,32 12,435 5,485 16,42 168.49 21,34 0,725 5,706 ' 62,44 49,05 11,28 64,08 81,11 34,06 10-395 2,492 Banknoten. Mansfelder Bergbau....... Kokswerke................ Phönix Bergbau........... Rheinische Braunkohlen .... Rheinstahl Vereinigte Stahlwerke...... Otavi Minen Kaliwerke Aschersleben Kaliwerke Westeregeln...... Kaliwerke Salzdetfurth I. G. Farbeninduftrie Scheideanstalt............. Goldschmidt ......-....... Rütgerswerke ............. MetallgeseUschaft........... Philipp Hohmann Zementwerk Heidelberg .... Zementwerk Karlstadt....... Schultheis Patzenhofer ..... Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg................. Zellstoss Waldhof.........- Zellstoss Aschasfenburg ----- Dessauer Gas . >e Noten >e Noten Daimler Diotoren. Deutsche Linoleum — Orenstetn L Koppel..........O Leonhard Tietz..............® Chade.......... ........™ Aeeumulatoren-Faorrk o ..........................0 Gritzner..............•••— ®l -l'lalnkrastweeke Höchst 0.2JL... 4 ; Süddeutscher Zutker ••••••»•• 8| derer,eits lagen Schisfahrtsaktien nur knapp ge- ^äm' Rentenmarkt war die Uml°tztätigk-ck °b-n- salls klein, die Kurse erfuhren aber eme wettere Besserung. So Altbesitzanleche um! 0,75 U ““T inq in n fi ferner gewannen spate Jteta)s,a)uiu bucbforberungen, Kommunal-Umschulbung, Zmsver^ güLngsscheine unb Stahlverein-Bonbs von 0,13 bis 0'Nackten ersten Kursen war bie Haltung etwas unsicher unb Das Kursnioeau nicht immer auf hem Anfangsftand voll behauptet, im Verlaufe fetzie sich bann aber mieber eine festere Stimmung burch unb bie Kurse waren zumeist nochmals leicht erhöht. Das Geschäft hat allerbings auf keinem Marktgebiet eine Ausbehnung erfahren. Die erst spater zur Notiz gekommenen Kurse tagen überwiegend Rh-r, insbesondere Rheinisch- Br°unk°hl-n (plus 3 D. S).), Braubank (plus 1 o h,), übrigen be- trugen bie Erhöhungen von 0,25 bis 0,75 v. H. Etwas schwächer lagen anderseits Schiffahrtswerte, wie Hapag 27,40 (28), Nordd. Lloyd 29,75 (30,25), auch Gebr. Junghans gaben 0,50 vH. nach. Am Rentenmarkt waren Altbesitz unter kleinen Schwankungen auf 103,75 v.H. erhöht, auch die übrigen variablen Papiere wiesen noch kleine Besserungen auf. Der Pfandbriefmarkt hatte nur sehr kleines Geschäft und bie Kursentwicklung war nicht vanz einheitlich, bie Veränberungen hielten sich Sch in engen Grenzen. Stabtan eihen lagen ruhig unb kaum oeränbert, ebenso Staatsanleihen. Bon Auslanbsrenten waren Mexikaner meist um Bruchteile eines Prozentes fester. Tagesgelb war zu 3,25 v. H. wieder etwas gCiUd)t Abendbörse: freundlich. Schuckert L (5o............. Siemens L Halske Lahmeher & To Buderus ......... Deutsche Erdöl............ Gelsenkirchener............ Harpener................. Hoefch Eisen—Köln-Neuesten Ilse Bergbau ............. Ilse Bergbau Genüsse ..... Klöcknermerke Lerlln,7.November Amerikanische ritoten Belgische Noten......... Dänische Noten Englische Noten ..... Votum 6% Deutsche Neichsanleihe v. 1927 6% e^em.7% Dt. Neichsanl.v. 1929 6y2% Doung-Anteihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten Desgl. ohne Auelos.-Rechte 6% e^em.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. l>Vi% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6Vi% ehem. 4%% Franks. Hyp^ Bank-Ltqu.-Psondbriefe....... b'/r% ehern. 4/,% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse 6% ehem. 8% Pr. Landespfandbriesanstalt, Psandbriefe R. 19 8% ehem. 7% Pr. Landespfand. briefanstalt, Psandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. 101 92-75 92-75 93-13 93.75 94-75 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Pop.eren angeführten Mern geben bte Hohe der zuteg. be,ch.offenen Dividende an. - Reichsbankdiskon. 4 D.i).. Lornbardzinefutz 5 p.tz. ;frant|ur. u. JJl. Äerlln Schluß- furd Schlußk. Abend- börsc Schluß« furd Schloßt. Mistaq- börse Datum 6-11. 7.1b 6.11- 7-11- 4% desgl. Serie 11 ............. 8 8 — — 5% Rumän. vereinh. Rente v. 19C3 4,5 4-5 — — 4^r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 6,6 6.75 6,95 7-13 4% Rumänische vereinh. Rente .. 4,05 4-05 4,05 4 2%% Anatolier............... 33,5 33-5 33,5 33-75 Hamburg-Amerika-Paket .....O 28 27-5 27,9 27.65 Hamburg-Südam. Dampfschiff. O — — 24,75 24 Hansa-Dampfschiff...........C —— — — Norddeutscher Lloyd .........O 30,25 30 30,5 30 A.G. für Verkehrswesen Akt... O 77,13 78 76,75 77-13 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 95,25 95-5 95,5 95-5 Eommerz- und Privat-Bank ... O 68,5 68,5 68,25 68-25 Deutsche Bank und Dlsconto- Gesellschaft................0 71 71,5 71 71 Dresdner Bank..............0 72,75 72-75 72,75 72-75 Reichsbank ................12 140,5 141-75 140,13 141-75 Datum Schluß- furd | 6.11. Schluß!. Abend« börsc 7.1b Schluß« furd 6.11. Schlußk. Mittag« börse 7-11- Eine härtere Probe konnte dem deutschen Volk in seiner Jugend nicht zugemutet werden als diese Feuerprobe der halben Knaben, die aus wohlbehüteter Heimat, Häuslichkeit und Sorglosigkeit mitten in das schrecklichste Entsetzen geschmissen wurden, das die Welt kennt: in den Krieg. Die Probe wurde bestanden. Sie war wahrhaftig blutig und düster genug. Sie war sehr genau und sachlich. In allem Trommelfeuer herrschte eine eisige Kälte der Zweckmäßigkeit. In jeder Stichflamme des vernichtenden Einschlags glitzerte eine jedem Gefühl unzugängliche Mathematik der Schußberechnung nach Tabellen, Windrichtung und Rohrausbrennung. Das glühende und fressende Schicksal war äußerst nüchtern und gelassen. Begeisterung und Wunschtraum, körperliche Kraft und rasende Wut wurden hier auf einen Standpunkt zurückgeführt, der höchstens noch zum Zuschauer- tum verurteilt war. Dies allein schaffte nicht das geringste. Es kam außerdem auf das Können an. Es kam daneben auf genau die gleiche Sachlichkeit und Exaktheit an, die einem Knall und Fall mit Tod und Explosion unmittelbar vor die Nase gesetzt wurde. Und da haben diese jungen Deutschen nicht versagt. Sie haben sich glühend in die Verbrennung hineingeworfen, glühend und zugleich kalt am Geschütz, am Maschinengewehr, über Kimme und Korn, am Blinkgerät, an der Telephonstrippe, hinterm Minenwerfer. Diese deutsche Jugend hat im Großen Kriege die deutsche Ueberlieferung aus zwei Jahrtausenden mit Blut und Schweiß weitergegeben an die, welche nach ihr kommen. Die überkommene Aufgabe ist vielleicht nicht so sichtbar und unmittelbar, aber sie ist aus ihre Art nicht weniger schwer. Begeisterung und Sachlichkeit, Aushalten und Angreifen, Leben und Tod, Dreck und Wille — dies alles zu vereinigen und es zum Siege zu führen in jener Stunde, die die Konsequenzen aus jedem Versprechen zieht um des Volkes, um der Nation willen — das ist die große Aufgabe, die heute in Deutschland lebt und der Jugend zugehört. Man kann von dieser Jugend sagen, daß ihr die Zukunft gehört. Man muß aber zugleich sagen, daß diese Jugend auch der Zukunft gehört. Und das enthält eine Verpflichtung, die durch das blutige Siegel, mit welchem sie bekräftigt worden ist, es gleichzeitig groß und herrlich machen kann, sie zu erfüllen. Löwenritt auf einem Autokühler. Mit Trompetenklang und Paukenschlatz zog ein Zirkus durch die Straßen von Richmond im Staate Virginia, und bald war die ganze Stadt auf den Beinen, um einen kleinen Blick von dem romantischen Geschehen zu erhaschen, das sich am Abend im Lichterglanz der Arena abspielen sollte. Aber wie groß war die Ernüchterung, als plötzlich ein Löwe aus dem Käfigwagen ausbrach und eine gefährliche Gratisvorstellung gab. Zunächst landete er mit einem aewaltigen Sprung auf dem Rücken eines der Pferde, die sein Gefängnis zogen, dann aber suchte er sich einen anderen Platz für seinen Löwenritt. In großen Sätzen jagte er durch die entsetzt auseinanderstiebende Menge und sprang auf den Kühler eines Kraftwagens, der aus einer Seitenstraße kam. Der Fahrer war vor Schrecken ganz gelähmt und fuhr blindlings weiter, was dem Löwen offenbar gerade gut gefiel. Dann wechselte der König der Wüste wieder auf ein Pferd hinüber und ließ sich von dem verstörten Tier bis vor die Tür einer Fabrik tragen. Das Entsetzen, das die Arbeiter erfaßte, als plötzlich ein Löwe in den Maschinensaal kam und sich das moderne Getriebe anschaute, ist kaum zu beschreiben. Sie flohen zu den Türen hinaus, hatten aber die Geistesgegenwart, sie hinter sich zu verschließen. Der Löwe war gefangen, und als seine Verfolger, die Angestellten des Zirkus und seine Wärter, herbeikamen, um ihn ^urückzuholen, fiel er bei einem neuen Fluchtversuch ihren Revolvern zum Opfer. Hochschulnachrichten. Professor Dr. Frank Löbell von der Technischen Hochschule in Stuttgart ist zum ordent- lichen Professor für Geometrie an der Technischen Hochschule in München ernannt worden. Der Straf- und Staatsrechtler Prof. Dr. Richard Schmidt an der Universität Leipzig, begeht am 11. November sein SOjähriges Doktorjubiläum: der Gelehrte, der jetzt im 72. Le- bensjahre steht, ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und der Deutschen Akademie in München. Professor Dr. Geiger, Ordinarius für Experimentalphysik an der Universität Tübingen, ist mit dem Arrhenius-Preis ausgezeichnet worden; der Gelehrte, der besonders durch seine Untersuchungen über Alphastrahlen und Atombau bekannt wurde, lehrt seit 1929 in Tübingen llr. 262 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 8. November 1954 weitere schriftliche Benachrichtigung erfolgt nicht. Zu Marsch, Einmarsch der Fahnen, Erheben von den rugsstockungen, die den ganzen Betrieb in Unorb« weit führen. Was aber wirbt für den Film, der rang bringen. Reichlicher Apfelgenuß kann das Dreck und der Schweiß. Dann kam die Sachlichkeit, eine etiw k. eine Ion hier Dieses Bekenntnis hieß: Tod oder Leben. Und ;■ ui jcnuuus, ui wciujtuii vw »T- Deutschland vernahm in der Kriegserklärung Hit' in der Mobilmachung einen Befehl, der aus i eh ft1 m der Movttmacyung einen =oeityi, uti i teeren Bereichen stammte als aus den Bezirken tt Amt für Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Gießen-Süh. 6 0 9 4 5 5 0 0 6 1 er 'n g. 8. Schlußspruch „Sturm, Sturm", 9. Horst-Wessel- Lied. n in n» k. w ilb Lugend schafft die Nation Zur Erinnerung an Langemarck. Von Kranz Gchauwecker, GOS. Und jetzt kam es darauf an, zu zeigen, was los war, was in dieser Jugend steckte. Jetzt hatte sie Eine riesige Faust erhob sie alle zusammen wie einen großen Körper hoch in die Luft, schüttelte sie, und eine donnernde Stimme, geladen von Unerbitt- Der Film ist durch seine leichte, flüssige Ausdrucksweise und seine vollendete Technik zum wich- hinter sich, als sie aus ihren Kasernen zum Bahnhof marschierten. Das war einfach. Es war sogar schön. Und dann kam der Krieg. Dann kam die Granate. Dann kam der Bauchschuß und der Hunger und die Verlausung und die Uebermüdung und der Halbmast am 9. November. LPD. Das Staatspresseamt der hessischen Regie« rung teilt mit: Am Freitag, 9. Nov., findet um 19 llhr auf dem Landgraf-Philipp-Plah eine Gedenkfeier für unsere gefallenen Kameraden statt. Es wird der Kreisleiter, pg. Klostermann, die Gedenkrede halten. Oie Gießener Bevölkerung wird zu dieser Feier eingeladen. Oie Gliederungen der Bewegung nehmen geschlossen daran teil und treten bis spätestens 18.55 Llhr auf dem L-Ndgras-Philipp-Plah an. Wir fordern auch den TiGBFB. (Stahlhelm) sowie die Vereinigung der Krieger-Vereine aus, an der Gedenkfeier geschlossen teilzunehmen. Oie Kundgebung ist gegen 20 Uhr beendet. Weiterhin wird die Gießener Bevölkerung aufgesordert, am Freitag auf Halbmast zu flaggen. ihr es gibt Augenblicke, in denen die Zahl eine I junchaus brauchbare Hilfestellung leistet. Don hi-. El dA im gesehen ist es nicht bedeutungslos, daß sich lei rung sorgen, und zwar regelmäßig in der glei- i?n Menge wie die Nahrungsaufnahtne. Wir zwin- gm den Körper, sich Rumpelwinkel anzuschaffen, n -nn wir ihm nicht bei der täglichen Reinigung h Ifen. Zu solchen Rumpelwinkeln gehören z. B. gchtige Knie und Knoten an den Händen. Wenn e zu Geschwüren und Hautkrankheiten kommt, ist dr Körper schon so überfüllt mit Ablagerungs- piötzen, daß er gewaltsam einen Ausweg schaffen r.uß. Wipfel in jeder Form hilft zur Instandhaltung der hrbauung Ein Apfel vor dem Schlafengehen ge- Men, forgt für morgendliche Entleerung. Es ist chfach unhygienisch, die morgendliche Entleerung z unterlassen, sie ist wichtiger als die äußerliche zu: „Bekennt, was ihr wert zucker wird in kürzester Zeit vom Blut ausgenommen. Der Apfel ist somit nicht nur erfrischend, reinigend und heilend, sondern auch aufbauend. BeichsberufSgruppen her Angestellten in her OAZ. Samstag, 10. November, abends 8 Uhr, monatliche Zusammenkunft der Berufsgemeinschaft der Techniker im Hotel Hindenburg, Seltersweg. Es spricht Pg. Georg Heß, Mitglied der Vereinigung zur kolon. Wiedergewinnung über „Mit Lettow- Vorbeck im Kampf um Deutsch-Ostafrika." Berufsgemeinschafl der weiblichen Angestellten. Freitag, 9. November, 20.15 Uhr, in der Lony- straße 18, Saal 5, zeigen wir den Handarbeitslehrfilm „Fleißige Hände". Es findet ferner eine Ausstellung von Handarbeiten stast. s Nach einer Anordnung des Reichsinnenministers setzen am 9. November 1934 aus Anlaß des Reichstrauertags der NSDAP, die Gebäude des Reiches, der Länder, der Gemeinden, der Körperschaften und des öffentlichen Rechts und die öffentlichen Schulen die Flaggen auf Halbmast. Eine i—' ' ' ' ' -1- hi«' nb®1; aE eiE eit W.' E ulM W; jt W w- iE»r berechenbaren, materiellen Welt, die noch iaii) papierenen Gründen und nach Dor- und Nach« fragt. Hier ging es um ein Leben über den Tob fiuiaus. »ehlungsanzeigen vertrauenswürdiger Unterneh- -lungen des Gießener Einzelhandels besonders hin- . ewiesen. Die neue Bilddarstellung steht unter dem Zeichen: Kunstsinn und Geschmack beeinflussen den Kaufabschluß! Oer Heilwert hes Apfels. Der Apfel ist die wertvollste heimische Frucht, r ist besonders deshalb vor allen anderen Obstfor- ;*n am wertvollsten, weil wir die Wintersorten den lanzeu Winter über aufbewahren können, und inter günstigen Umständen bis zum Frühjahr, ?eenn der erste Rhabarber kommt und sein erfri- Aenbes Kompott liefert. Für Kranke ist der Apfel unersetzlich, ganz be- fmders bei Leber- und Magenleiden. Bei schwerer kebererkrankung, wenn der Magen nichts bei sich l-chält, oder bei allem Sonstigen durch Schmerzen ^agiert, nimmt er feindurchgerührtes Apfelmus non reifen Aepfeln, das durch Zucker nicht über« f'ßt sein darf, gern auf. Apfelmus kann bei solchen jranken tagelang die einzige Ernährung sein. Es i: in diesen Fällen nicht nur als Nahrungsmittel, tinbern gleichzeitig als Heilmittel zu betrachten. Relleicht ist es sein starker Phosphorgehalt, ober b- finb bie in ihm enthaltenen Natrumsalze, bie lsese Wirkung Hervorrufen. Aufruf au die Gießener Bevölkerung anläßlich hes Gehenktages am 9. November. * Mit X ch; N n, ur alt bj; d)ran erVi. ftinbc )tomr tniii; ich k bertj i o? öerW 935 k IH i Oie GN am 9 November. Durch StanbortbefeHl ber SA.-Stanbarte 116 ist für bie Beteiligung ber S A. an ber Gebenk- feier am 9. November fvlgenbes bestimmt worben. Sämtliche SA.-Formationen finb zur Gebenkfeier auf bem Lanbgraf-Philipp-Platz am 9. November um 18.45 Uhr angetreten. Die Formationen stellen sich in mehreren Reihen hinter- einanber auf; als Raum steht zur Verfügung bie Strecke vom Kreisamt bis zur Reitbahn einschließlich, ber Bürgersteig ist mit zu benutzen. Die Fahnengruppe einschließlich Stanbarte steht um 18.40 Uhr im Hofe ber Stanbarte bereit unb wirb von bort von Sturmhauptführer O t t zum Denkmal geführt. Nach Beenbigung ber Feier marschie- Wichtic^ cherm M ten tu igen ö Mbl b m An-- nerlar: ebarf c an! tauf k Nacht: Bebtnlr Donk IUM c jig. fc schlai usfpr seinerseits für fast alles wirbt? Die NSDAP, hat in ihrem Aufbauwillen auch ben Film nicht vergessen. Es finb bie Filmstellen ber NSDAP., bie diesen rührigen Werber vertreten und ihm neue Anhänger hinzugewinnen, denn immer steht ein großer Volksteil dem Film heute noch fern. Die NS.-Filmstellen werben für den Film, um möglichst allen Volksgenossen Unterhaltung, Belehrung und Bildung zu vermitteln. Durch ihn sollen sie Heimat und Volk lieben lernen, die Kulturgüter des Volkes kennen lernen und an ihnen teilnehmen. In Hessen ist die Gaufilmstelle Hessen-Nassau der NSDAP., Frankfurt, Kronprinzenstraße 41, die bestrebt ist, in idealer Weise mit der Presse und den Theaterbesitzern zusammenzuarbeiten, um dem Volke das an Belehrung, Bildungsmaterial und Unterhaltung zu bieten, was einem hochstehenden Volke zukommt. Dabei hat sie natürlicherweise ein wachsames Auge darauf, daß alles was diesem Volkswesen fremd ist, ferngehalten wird, um Vergiftung und Entartung eines an sich wertvollen Volkes unmöglich zu machen. _ der am Donnerstag, 8. November, nachmittags 3 Uhr im Caf6 Leib stattfindenden Vorführung der Üa fanden sich die Menschen zusammen, auf denen taner die Zukunft ruht. Das ist die Jugend. Und Mar die Jugend, die bann sofort beim Wort ge- lommen unb auf Tob unb Leben geprüft wirb. Irr gab es fein Ausweichen mehr. Hier galt kein krebe mehr. Hier würben bie freiwilligen Jüng- te;e — bebienen wir uns ruhig bieses schönen al- un! Wortes, bas ewige Jugenb in sich trägt — so- iefrf) beim Genick genommen unb in bie großen Machten hinausgeschmettert, in benen manchmal firfjig unter hunbert von ihnen ben Tob fanben. fielen an einem einzigen Tage Tausenbe von ku schen Menschen, benen noch kaum ber Bart Achs, bie fast nichts vom Leben kannten, die Itienb unb begeistert hinausgezogen waren in Triumph, von bem sie noch nicht wußten, iiE er als Tob vor sie hintreten würbe. s,ie hatten Blumensträuße an den Gewehrmun- itnqen und Lieder auf den Lippen, sie hatten die Suüif vor sich und die Begeisterung der Menge Plätzen. 2. Langemarck-Gedicht. 3. Ouvertüre (Musikzug). 4. Ansprache des Standartenführers, Fahnenweihe, Vereidigung der Hitler-Jugend; während der Fahnenweihe unb der Vereidigung ist aufzustehen. 5. Lied: „Ich hatt' einen Kameraden", Erheben von ben Plätzen. 6. Schauspiel „Langemarck". Am Schluß kleine Pause, bann Horst-Wessel-Lieb, Erheben von ben Plätzen (sämtliche Teilnehmer heben bie rechte Hanb zum Gruß). Nach ber Feier werben bie Stanbarte unb bie Fahnen von einem Begleitsturm unter bem Kom- manbo bes Sturmhauptführers O 11 unb unter Vorantritt bes Spielmannszuges unb bes Musikzuges zum Stanbartengebäube zurückgebracht. Für Sonntagnachmittag ist eine Wieberholung ber Vorstellung „Langemarck" vorgesehen. Gegen Vorzeigen bes SA.-Ausweises werben Preisermäßigungen gewährt. Eine Gedenkfeier der alten Kämpfer o f 1 ren Stanbarte unb Fahnengruppe burch bie Senden» Bei fiebrigen Kranken ist ber Apfel burch feine bergftrafee nach bem Stabttheater. Der Mufikzug iffrifchenbe Eigenschaft besonbers wertvoll, unb unb ber Spielmannszug stehen auf bem Lanbgraf- ppar in Form von Apfelmus, als Apfelsaft unb Philipp-Platz vor bem Rebnerpult unb begeben sich md) — falls keine Magenschwäche vorliegt — in „ach Schluß ber Feier sofort in bas Stabttheater, Iber Form, natürlich geschalt unb femgeschnltten ebenso bie an ber Feier im Stabttheater teilneh- wer geraspelt. Bei rohen Aepfeln ist gutes Durch- menben Angehörigen ber SA.-Formationen; Ab- liuen wichtig. > marsch Richtung Sonnenstraße. : Der Apfel ist ein Reinigungsmittel für ben Kör-1 Heil Hitler! Kreisleitung Gießen der NSDAP gez. Klostermann halt' einen Äameraben". 5. Deutschlanblieb. 6. Horst- « , . . .. Wessel-Lieb. regulieren. Wenn wir bei einer Maschine auf ber Für bie ©eben f feier im Stabttheater men Seite hineinstopfen unb nicht bafür sorgen, jst folgenbes angeorbnet worben: 1. Babenweiler ditz es roieber regelmäßig herauskommt, bann wirb, Unb mitten in biesem Bekenntnis stauben junge blühenbe Männer, bie bas Leben noch gar nicht kannten, bie bisher nur gestreift waren von ferner Ahnung unb blassem Wetterleuchten. Nun aber, mit einem fnaUenben Schlage wie von einem maßlosen Fußtritt stauben sie in einem bisher unvorstellbaren Hexenkessel von Tob, Schrei, Schmutz, Verzicht, Verzweiflung, Wut, Durst, Glut, überschrien von gellenben Kommaubos, bie kein Ausweichen zuließen. Plötzlich konnten sie, bie bisher heiteren, unbekümmerten jungen Leute, nicht mehr sich verbergen. Es half ihnen alles nichts. Sie mußten bableiben. Mehr noch: sie mußten sich bewähren. Sie sollten nicht nur aushalten — nein, sie sollten angreifen. Unb ba geschah bas, wovon man bei bem jahrzehntelangen Ausfall jebes Ernstfalles befürchten konnte, baß es nicht mehr geschehen könne: bie Bestätigung, bie Bewährung. Diese unerfahrene, erleb« uislofe, glatte, kiubliche Jugenb, ber noch keine Hornhaut gewachsen war, hielt nicht nur aus, son- bern sie griff an, sie stürmte vor, sie fang sogar Lieber im Singriff unb sie fiel zu Tausenden auf den Schlachtfeldern, von denen man es nicht vergessen soll, daß sie nicht bloß die Felder der Ehre, sondern auch die Felder des Grauens gewesen sind. findet am Freitag, 9. November abends im „Aqua- drucksweise unb seine vollenbete Technik zum wich- rium" statt. An ber Feier, bereu Träger bie Mit- : tigften, unb man kann mit Recht behaupten, zum glieber von 1923 finb, nehmen auch gelabene Gäste unübertrefflichsten Mittel zur Belehrung, Forschung teil. Das Programm bes Abenbs enthält folgenbes: ! unb Werbung geworben. Die einzelnen Verwen- 1. Largo von Hänbel, 2. Gebichtvortrag „Unb ihr ' bungsmöglichkeiten bieses vortrefflichsten Werbers habt boch gesiegt", 3. Musikstück, 4. Gebenkrebe von alle aufzuzähleu, erübrigt sich unb würbe auch zu Pg. Thomas, 5. „Ich hatt' einen Kamerabeu",1 6. Gebicht „Die Blutfahne", 7. Morgenrot (Musik), . i ihht verlassen hat. lA/w_ ... V1V|V1 ,______ ,vy.v. ____ !5in Zeichen für bie innere Bereitschaft — man eine fabelhafte, legenbäre, sagenalte Gelegenheit, «liut bas^ auch^ k— roeldje bieser geigen, ob sie noch von jenem Geschlecht sei, bas Aus der provinziathauptstadt. Sießener Einzelhändler werben! Je mehr ber Derkaufsgegenstanb nach künstle- ffjschen Gesichtspunkten hergestellt unb zur Schau cbracht wirb, je geschmackvoller seine Form unb sine Umgebung an die Käuferschaft herautritt, um x) leichter wird der Kaufschluß zustandekommen. Diese Wahrheit war schon im 16. Jahrhundert er« tanut und in den Verkaufsgewölben in die Tat omgesetzt worden. Der Einzelhändler von heute i «andelt unter Zuhilfenahme zeitgemäßer Hilfs- nittel noch nach den gleichen Grundsätzen. Er stellt ! seine Waren im geschmackvollster Auswahl heraus m Schaufenstern und Läden neuzeitlichster Einrich- nchtung; zur Ankündigung und zur Besuchsein- «adung bebiem er sich feiner Heimatzeitung. In bie« scm Sinne sei auf bie heutige Sonberseite mit Emp- Mit bem Ausbruch bes Weltkrieges begann _____________... neue Station ber beutscheu Geschichte. Sie trat in < ber Ernstfall, kn revolutionären Zustanb über, ber sie bis heute ..... ... - » Für bie Feier auf bem Landgraf- pr und für Kinder gar nicht zu entbehren. Die Philipp-Platz ist folgendes bestimmt: 1. Lied: Giften Krankheiten kommen bekanntlich aus Ma- „Volk ans Gewehr". 2. Musikstück des Musikzuges (in und Darm, und hier sind es meistens Verdau- ne. Z. Rede: Pg. Kl oster mann. 4. Lied: „Ich „Till-Eulenfpiegel-Dühne, Berlin" zugunsten des Winterhilfswerks werden alle NSV.« Mitglieder und Volksgenossen der Ortsgruppe ein« geladen An alle Mitglieher her NG -Volk-wohlfahri. Auf die am Donnerstag, 8. November, nachmittags 3 Uhr im Cafe Leib, Walltor» st r a ß e, zugunsten des Winterhilfswerks statt» findende Vorführung ber Till-Eulenspiegel-Bühne, Berlin, wirb verwiesen. Es ist erwünscht, baß bie Mit» glieber ber NS.-Volkswohlfahrt an ber Veranstaltung teilnehmen. Näheres siehe Plakate. Preise ber Plätze: 30, 50 unb 80 Pf. (Erwachsene 20 Pf. Zuschlag). Amt für Vokkswohlsahrt, Ortsgruppe Gießen-Nord An hie NGV.-Mitglieher her Ortsgruppe Gießen-Ost. Donnerstag, 8. November, 15 Uhr, finbet zum Besten ber Winterhilfe im Cas6 Leib, Walltorstraße, eine Vorführung ber Till-Eulenspiegel- Bühne aus Berlin statt, bereu Besuch im Hinblick auf ben Zweck wärmstens empfohlen wirb. S ch u e i b e r, Ortsgruppenamtsleiter. Oer $ilm unh hie Zilmstellen her NSOAp. Die Lanbesstelle Hessen-Nassau bes Reichsmini- steriurns für Volksaufklärung unb Propaganda teilt mit: t Maschine sehr schnell streiken. Wieviel ernpfinb---- ltzer ist ber menschliche Organismus! Es müssen ! Reinigung, ber wir ja alle eine so große Bebeu- fly Schlacken im Körper festsetzen unb seine Funk- tung zumessen. tunen behtnbern, wenn wir nicht für tägliche Ent- ©esunbe Personen sollen nach Möglichkeit ben Apfel mit ber Schale genießen, weil gerabe bie Schale sehr wertvolle Stoffe enthält. Aus biesem ©runbe genießt man auch Apfelschalentee — nebenbei eine sehr praktische Verweubung von Apfel- schalen. Zum Apfelschalentee nimmt man ungefähr 20 ©ramm getrocknete Apfelschalen unb läßt biese eine Viertelstunbe kochen. Dann gießt man ab. Zum Abenbbrot kann es fein besseres Getränk geben. Leute mit schlechter Verbauung sollten biesen Tee einige Male am Tage trinken. Der Apfelsaft ober Süßmost ist vorzüglich für stillenbe Mütter, benn er förbert bie gefunbe Milch- entwicklung. Apfelsast hat burch seinen großen Fruchtzuckergehalt erheblichen Nährwert. Frucht- ii *> gelegen ijr es niuii unb eine bonnernbe , lanals viele Hunberttausenbe, ja, Millionen Frei- riet ! Billige für d-n Großen Krieg meldeten. ne* 'vn-n ^eutschlanb fühlte bie ungeheure Schwere bes Dieses »etenntms yietz: Xob ober Leben, uno li;genblicks, in welchem ber Anblick ber Ewigkeit: vor biesem Bekenntnis staub jebe Mühsal unb jebe ' ' Not unb Dual ber Welt. ’ganr S-L -Im'- MS i W :Ä‘ Arbeit ffffien, \ Sw j toisqe1' iW bit' V' iter:r stfoli- trebb >eni 15 De man l ««Hin vus uuw zu zeigen, 00 jie nocy von jenem we,cyiell)i jei, uut> i ^cksalsrnäßige Umschwung tm beutscheu Volk ge- damals im brennenben Saal Etzels nicht weglief, bi; ben hat, ist ber freiwillige Gehorsam, ben biefer | fonbern blieb unb aushielt, ob auch bie brennenben . i tauf ber großen Geschichte sogleich unter der beut« Balken aus sie alle herunterfielen, ob auch bie jtairt Jugenb von 1914 fanb. ! Speerschüsse ber Feinbe sie trafen. Jetzt war es so :s ist zwar gefährlich, in ber bloßen Zahl, die mau weit, baß roieber einmal in ber beutschen Geschichte | litijt zählen, fonbern wagen soll, eine letzte Befta=, bie Kraft, bie Zähigkeit, bie Tapferkeit bes Deut« |!| fiemng beffen, worauf es anfommt, zu erblicken, scheu erprobt werben konnte. und etaat”minijt rTumV u ' Jnt-r°,s° der Volksgemeinschaft sortgefuhrt und h bas Hessische totaaisnjin^enum «u lnr„IHrHn.r nnh «rundlicher Arbeit das n«ue Straf. Regierungsrat Weber Diktatur. Vornotizen. Bürgermeisiertagung in Gießen lüntenba Da- Wintersemester steht vor der Tür. Die Zim. Tabak krausest zur braunen Decke empor. Man ist orvermieterin erwartet ihren „Möblierten", den dahemi. «rs;« mervermieterin erwartet ihren „Möblierten >tudium beendet. Oberbootsmann Karbenblindheit und Gtrahenverkehr Untei GieSe unser „Die Zohlen Mal und hält l , _______.... „_______„ , zernes Etui, dem er ein mit zwei dicken Glaslinsen Iworden sind, behaftetes Eisengestell entnimmt. Umständlich klemmt | — Eine Gießener < feier veranstaltet, wie man . , . menden Sonntagabend der Goethe-Bund. Der m Gießen bekannte und wohl auch größte lebende deutsche Sprecher Ludwig Wülln e r »st zu dieser Veranstaltung gewonnen worden. (Siehe heutige Anzeige.) Ruhe. „Die Zohlen. - tasche, aus der er „________ , , . Schraubenzieher und unglaubliche Mengen von Bindfaden ans Tageslicht befördert. sorgfältiger und gründlicher Arbeit das reue Straf, recht geschaffen. (Lebhafter Beifall.) l Tode, w der ! OOrtsfln Girjer Begi tont Kön liort. Dies pinem hu .i fesseln. ,^ie Au M Reii ÄÄ, den t toi Jerfal -üichneter 0i-b-a Sd Portal Oer neue „Möblierte" Von Julius Kreis. Anläj । veret eines Ich b diene Bestr Vorwurf. „Auf d' Nacht fan de Herrn ja so wie so net dahoam." Im OM bullert ein munteres Feuer, auf dem Tisch steht, schon ein bißchen verwelkt, der Bcgrüßungsstrauß, und der Rauch von würzigem Oie rätselhaften Zahlen. Von Peter Purzelbaum. Im Februar 1896 verstarb in Oestrich, dem lieb» lichen Rheingauflecken, der General von Stosch, dessen Name ena mit der Geschichte unserer Marine, und zwar aus den Tagen ihrer frühesten Jugend, verknüpft ist, denn Stosch hatte von 1872 bis 1883 die Stellung des Chefs der Admiralität inne. Sein Nachfolger wurde dann der General von Caprivi, der spätere Reichskanzler. Stosch aalt, wie der Soldat sagt, für einen „ganz Scharfen . Seine Inspizierungen waren daher mehr als gefürchtet. Nicht allein vor den militärischen Besichtigungen an Bord und Land bekreuzigten sich sämtliche Untergebenen, sondern auch — und dieses doppelt und dreifach — wenn Exzellenz in den kaiserlichen Depots und Werften erschien. heilen nicht an -—„ ■ ■ richten sind, sondern an das Staatliche Turn- und Sportamt, Darmstadt, Adolf-Hitler-Platz (Staats» Ministerium). Alle Turn- und Sportangelegenhelten, oweit sie die Schulen betreffen, sind an bie JRtni» sterialabteilung II — Bildungswesen — Peter-Ge» meinder-Straße, zu senden. ** Die Sprech st unden der Fürsorge- stelle für Lungenkranke in der Medizini» Die englische Oeffentlichkeit beschäftigt sich f^- einiger Zeit mit verstärkter Aufmerksamkeit nulten Fragen der Verkehrssicherbeit, die auch voiu Seiten der Behörden einer gründlichen NachprufM unterzogen werden. So hat vor der Britischem» Gesellschaft Dr. H. F. Roaf, Professor der Physi^i logie an der Universität Liverpool, einen VortrcW gehalten, in dem der Standpunkt vertreten wurd^ daß eine beträchtliche Anzahl von Autofahrern ver» stöndlicherweise nicht nur Schwierigkeiten mit dem Lichtsignalen habe, sondern daß Rot und Grün pw einen farbenblinden Menschen geradezu die ur günstigsten Farben seien, denn sie erscheinen W- | als ein mattes Grau oder Braun. Die Frage n bereits ausführlich von dem Verkehrszeichen'« schuh behandelt worden, den das VerkehrsE rium vor einiger Zeit eingesetzt hat. Die W W =. für Augenheilkunde in der Britischen MediMsa) kni hnvwflf« »rflnri htrü ^arbennüna Gießener Vochenmarklpreise. * Gießen, 8. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,45 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,40, Matte, 20 PI'Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (ausländische) 10.bis 13, (inländische) 10 bis 13, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 10 Pf-, der Zentner 7 bis 8 Mark, Weiß» kraut, das Pfund 5 bis 6 Pf., der Zentner 3 bis 3,50 Mark, Rotkraut, das Pfund 8 bis 10 Pf-, der Zentner 6 bis 7 Mark, Gelbe Ruben, das Pfund 8 bis 10 Pf., Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 10 bis 12, Römischkohl 5 bis 8, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 50 bis 80, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 bis 50, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kürbis 5 bis 8, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Aepfel, das Pfund 7 bis 12 Pf-, der Zentner 8 bis 12 Mark, Birnen, das Pfund 6 bis 10 Pf., Nüsse 35 bis 40, junge Hahne 80 bte 85, Suppenhühner 60 bis 70, Gänse 70 bis 7^ Enten 80 bis 85, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blurnem kohl 10 bis 50, Endivien 5 bis 15, Oberkohlrabi 5 bis 8, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf. Daten für Donnerstag, 8. November. 1773: der preußische General Friedrich Wilhelm Frhr. v. Sey blitz in Ohlau gestorben (geboren 1721). — 1920: Unterzeichnung des Staatsoertrages zwischen Polen und Danzig In Paris, — 1923: Adolf Hitler proklamiert in München die nationale Schon ist der erste Brief angekommen. Die Haus» frau dreht ihn draußen in der Küche ein paarmal gegen das Licht. Neugierig ist sie nicht. Aber ein Brief an einen neuen Mieter ist doch ein kleines Ereignis. Seit zwanzig Jahren hat sie jetzt die Mö» Mieden kommen und gehen sehen und allerhand damit erlebt. Aber voll Anteilnahme und Stolz Oberbootsmann Knoll, der schon manchen Schiffbruch und manchen Schiffsbrand — von anderen Bränden und Brüchen zu schwelgen — während; denen — parademähig ausgerichtet und haarscharf er dieses „Pincenez" auf seinen Riechkolben, tritt gestapelt — vielerlei Sorten von Bau» und Schiffs» dicht an die Hölzer heran und studiert eingehend hölzern — Bretter, Dalken, Bohlen u. a. - 1« uw das sehen sind. Unter ihn« flachen ein Stapel Rundholz« Stirnseite eine frisch eingeoi Schilltr-Gedenk-ider Strafen. Eine besonders interessante Befttm- n uns schreibt, am kom- mung fei die, daß ein bereits Vorbestrafter, der ~ v *- s- Diebeswerkzeuge besitze oder solche für sich aufbe» wahren lasse, für diesen Besitz bestraft werden könne, bevor überhaupt eine Tat ausgeführt sei. Die Front des Strafrechts fei hiermit also wesentlich vorverlegt worden. Diese Bestimmung sei typisch für den Geist des neuen Strafrechts. Der Staat habe verschiedene Vorbeugungsmaßnahmen getroffen: die Unterbringung in einer Er- zlehungsanstalt, die Unterbringung in einer Irin» ker-Heilanstalt oder in einer Entziehungsanstalt. Möglich fei ferner die Unterbringung im Arbeite» Haus. Ein wertvolles Mittel im Kampfe gegen dos Verbrechertum fei die Sicherungsverwahrung für besonders gemeingefährliche Verbrecher. Sie gelte, wenn sie ausgesprochen sei, bis an das Lebensende. Dadurch habe der Staat den Verbrecher völlig in der Hand. Die Strafe, die die Sicherungsverwah- rung darstelle, sei hart, aber notwendig im Inter, esse des Staates. Härteste Strafe fei die Möglich, feit der Entmannung, die bann ausgesprochen werde, wenn sich ein Verbrecher fortdauernd an her Zukunft des Volkes, an der Jugend veraehe, Schließlich erörterte der Redner noch die Mögliche der Berufungsuntersagung und der Reichsvera«. sung. Im Sinne der grundsätzlichen Wesenszühr des Strafrechts werde die Strafrechtsreform im Unter dem Vorsitz von Bürgermeister Pg. Euler (Wieseck) tagten gestern nachmittag im Hotel Hindenburg die Bürgermeister des Kreises Gießen. Bürgermeister Euler-Wieseck hieß die Teilnehmer willkommen und überreichte zunächst dem in den Ruhestand getretenen Bürgermeister Fendt von Hungen im Auftrage des Deutschen Gemeindetages (Landesdienststelle Hessen und Hessen-Nassau) eine Ehrenurkunde des Deut» schen Gemeindetages für über 25jährige aktive Tätigkeit als Bürgermeister. Bürgermeister Euler gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Ausscheidende sich auch fernerhin als Volksgenosse ganz in den Dienst des Werkes des Führers und des Vaterlandes stellen möge. Bürgermeister i. K Fendt-Hungen dankte für die Ehrung. Aus Heimat- und Pflicht» gefühl heraus werde er weiterwirken, freudig ein» treten für alles, was im Dienste des Volkes und Vaterlandes verlangt werde. Das Amt des Bürgermeisters fei ein schweres, aber auch ein schönes Amt, weil dem Bürgermeister die Möglichkeit gegeben sei, bleibende Werte zu schaffen. Mit dem Wunsche, daß alle, die heute Bürgermeister seien, durchdrungen fein möchten vom Willen des Führers, schloß Bürgermeister Fendt feine beifällig aufgenommene Ansprache. Zustizinspektor Allendörfer-Sießen sprach sodann über „Erbrecht, Testaments» errichtung, insbesondere Errichtung des Rotte ft aments". Der Redner erläuterte an Hand der gesetzlichen Bestimmungen die Der» schiedenen Formen des Testaments und ging in seinen Ausführungen besonders auf die Errichtung ** Arbeitsjubiläum. Heute kann der Schneider Karl R i n n e r, Marburger Straße 23 wohnhaft, auf seine 25jährige Mttarbett bei ber Firma Herrenbekleidungshaus G. m. b. H.. Schul» straße 2, zurückblicken. h» ♦* Sie Derwaltungsprufungen b e • standen. Vor dem Prüfungsamt für Kommunal, beamte in Mainz haben bestanden bie erste Ver- waltungsprüfung (Sekretär) die Berwal» tungsgehilfen W. M o m b e r g e r (Bürgermeisterei Gießen) und Fritz S ch e i b e l (Provinzialkasse): die zweite Verwaltungsvrufung Inspektor) die Verwaltungssekretäre W. F re id e rg ' E Als» d o r f (Provinzialdirektion) und H Erb (Kreisamt Viele Theaterbesitzer spielen das, was ihnen ein gutes Geschäft verspricht, gleichgültig, ob durch diesen tassenfüllenden Film an der Veredelung des Volkes gearbeitet oder sogar das Gegenteil erreicht wird. Die Filmstellen wollen nicht allein neue Filmfreunde werben, sondern bereits gewonnenen ein Unterscheidungsvermögen für gut und schlecht bei» bringen. War das Lichtspieltheater bisher nur eine Vergnügungsstätte, und leider nicht immer eine ein- manofreie, so wird es durch die Arbeit der NS» Filmstellen in Zukunft wahres Theater der Kunst, des Nottestaments ein. Dieses erfordere die Anwesenheit von zwei Zeugen, setze die ganze Fest- «der Persönlichkeit des Testators voraus. ürgermetfter müsse wissen, daß Personen, die in dem Erbe bedacht werden sollten, nicht als Zeugen wirken könnten. Der Ortsgerichtsvorsteher könne nur in seiner Gemarkung beurkunden, er könne nicht beurkunden, wenn es sich beim Testator um einen seiner Anverwandten handle. Die Auf» nähme eines Nottestaments für Minderjährige, für Entmündigte und Unzurechnungsfähige lehne der Ortsgerichtsvorsteher am besten ab. Die Aufstellung eines Testaments für solche Personen überlasse er dem Notar. Der Redner wies abschließend darauf bin, daß die notwendigen Formalitäten genau zu beachten seien. Oberstaatsanwalt Or. Wodaege sprach hierauf über „Das neue Str sfre cht", soweit es in seinen wesentlichen Grundzügen bereits seststeht. Früher, in liberalistischer Zeit, habe im Mittelpuntt der strafrechtlichen Beurteilung das Individuum gestanden, das möglichst gegen „lieber» griffe des Staates" zu schützen. Heute laute bie Fragestellung: „Wie schützt man die Volksgemeinschaft vor dem Verbrecher?" Der Nationalsozialismus habe hier nicht lange gezögert und in bren- nenben Fragen der Rechtsprechung klar durchgegriffen. Besondere Bestimmungen für das schwerste Verbrechen, für Hoch» und Landesverrat, seien sofort getroffen worden. Scharfer Kampf sei der Unterwelt angesagt. Gegen gemeingefährliche Verbrecher seien schärfste Maßnahmen getroffen wor- den. In seinen weiteren Ausführungen erläuterte der Redner den Begriff des gemeingefährlichen Der- brechers, wie auch Des Gewohnheitsverbrechers und beschäftigte sich dann mit den verschiedenen Formen Oberhessische Photographen- Zwangsinnung. Am Dienstag fand im Hotel Kobel zu Gießen die sehr gut besuchte erste Jnnungsversammlung des Photographen-Handwerks statt. Kreishandwerksmeister S t ü h l e r wies zu Beginn der Sitzuna auf die hohen Ziele der handwerktreibenden Volksgenossen im Aufbau des neuen Staates im Sinne unseres Führers hin. Er verpflichtete sodann den Obermeister Christian Zimmer (Gießen). Der Obermeister schlug die nachgenannten Herren zu Vorstandsmitgliedern und Jnnungswaltern vor, die anschließend in ihren Funktionen verpflichtet wurden: stellv. Obermeister Bruno Adler (Butzbach), erster Schriftführer PH. P f a f f (Gießen), erster Kassierer E. Bürck (Gießen), Jnnungswalter Karl Borst (Gießen) und Frau Stracke (Bab-Nauheim), Ge- sellenwart W. Baumann (Gießen) und Fritz Schmidt (Friedberg). In der anschließenden Aus- 0 wurde mit dankbarer Freude der Erlaß der -n Parteiführung begrüßt, nach dem Lichtbll» der für Ausweise bei Dienststellen nur dann angenommen werden, wenn die Bilder den Stempel eines der Innung angeschlossenen Berufsphotographen tragen. Es wurde beschlossen, durch rege Auf. harungsarbeit beim Publikum und den Behörden mit aller Schärfe gegen das den Photographenberuf besonders schwer schädigende Schwarzarbeitertum vorzugehen. Mit dreimaligem Sieg.Heil auf unseren Führer und Dolkskanzler schloß der Obermeister die eindrucksvolle Versammlung. Pflichtinnung des Mechaniker-Sewerbes. tüt" zur Vrfügung stehe. Oberveterinärrat Or. Monnard ergänzte diese Ausführungen nach der praktischen Seite hin. Die Kennzeichnung sei notwendig, so führt er u. a. aus, der Zennzeichnungszmang fei auf jede Sorte Fleisch auszudehnen. Kuhfleisch könne eben in Zukunft nicht mehr als Rindfleisch verkauft werden. Die Qualität des Fleisches könne eigentlich erst nach der Schlachtung festgestellt werden. Die Durchführung der Verordnungen fei trotz mancherlei Schwierigkeiten möglich, wenn der nötige*Oetft der Verantwortung vorhanden sei. In der Folge würden alle jene Sonderbezeichnungen „la. Mastfleisch", „Prima Mastfleisch" usw. forb fallen. Für die Ortspolizeibehörden ergebe sich die Aufgabe, die Kennzeichnung der Qualitäten und den Aushang der Preise zu überwachen. Die Vorschriften würden streng gehandhabt. Im weiteren Verlaufe der Versammlung sprach der.Referent für den Arbeitsaustausch, Assessor Or. Kraegeloh Gehe nicht zu ......... rufen werscht!" zu han- , .... sich bisher ganz am Gefolges herumgedrückt, nun muß er aber auf allgemeines Verlangen vortreten, um auf die bisher ungelöste Frage: „Was für Zahlen sind das?" Rede und Antwort zu stehen. i Wegezeit, Mist und vom Arbeitsamt Gießen über den 21 rb e i t saUS' tausch. Er gab zunächst einen Bericht über die bisherigen Erfolge der Arbeitsfchlacht, erinnerte aber daran, daß in erster Linie jugendliche Personen eingestellt worden seien. Das könne sich ein. Staat auf die Dauer nicht leisten. In der Zusam-- mensetzung der Arbeitskräfte in den Betrieben hm- sichtlich der Altersklassen müsse sich der natürliche! Lebensaufbau unseres Volkes spiegeln. Die untejl 25jährigen sollten gegen ältere Verheiratete ausye- tauscht werden. Der Betriebsführer habe hier viel Verantwortung vor der Volksgemeinschaft. Die Heranbildung von Facharbeitern solle aber nicht beeinträchtigt werden. Wer zur Unterhaltung einer Familie beizutragen habe, solle ebenfalls für den Austausch nicht in Betracht kommen. Austausch könne erst bann erfolgen, wenn für den Auszutau- fchenben der brauchbare Ersatz gestellt werden könne. Insbesondere sollten ältere, verheiratete, kinderreiche Väter eingestellt werden. Im Arbeitsamtsbezirk Gießen liege die Zahl der unter fünfundzwanzig Jahre alten Beschäftigten bei 23 v.H', ** Gesuche und Anträge in Turn- und Sportangelegenheiten an den Staat Das staatliche Turn- und Sportamt bei der hessischen Regierung weist darauf hin, daß alle Gesuche und Anträge in Turn- und Sportangelegen- „Herr Oberwerftdirektor — bitte, was sind bas ür Zahlen?" fragt Stosch, sich an den neben ihm chrettenden obersten Beamten wendend. „Einen Augenblick, Exzellenz!" entschuldigt sich der Herr Direktor und gibt die Frage an seinen nächsten Untergebenen weiter: „Herr Schiffsbaudirektor — wollen Sie bitte Exzellenz über diese Zahlen Informieren!" Auch dieser Herr schnellt auf dem Absatz herum: „Herr Schiffsbauinspektor — darf ich bitten! Exzellenz wünscht zu wissen, was diese Zahlen bedeuten!" „Sogleich! — Herr Schiffsbauführer, sagen Sie Exzellenz, was das für Zahlen find!" Und jo geht diese Frage nun vom Schiffsbau- luhrer über die verschiedenen Intendantur- und Rechnungsräte auf der militärischen Hühnerleiter immer weiter abwärts, bis sie schließlich bei ihrer untersten Sprosse, dem Oberbootsmann Knoll, landet. Denn Oberbootsmann Knoll hat die Holzschuppen in seiner Obhut, er verwaltet ihren Inhalt und er allein könnte die Bedeutung jener rätselhaften Zahlen kennen. Studenten. Alles ist geschrubbt und gebürstet, Im Büchergestell sind die Schmöker wieder in Reih und Glied, die sich das Haustöchterchen ausgeliehen hat, und neue Vorhänge prangen an den Fenstern. — Er kann kommen. Die Frau Hintermaier hat Glück. Sie hat einen „Soliden", schon seit drei Semestern. Keinen, der sich mit den staubigen Stiefeln auf das Sofa legt, die Zigarettenstummel in die Blumenvase wirft und mit Dem guten Handtuch die Biergläser auswischt. „Da kann ma allerhand erlebn, mit be Herrn Stu- denten! San S' nur froh, Frau Hintermaier, daß S' wissen, wen S' kriagn! I muaß erscht abroartn, wia fr der meinige olaßt. I' kriag desmal an neuen, wissen S'!" „ , Der „Neue" erscheint auf der Bildfläche. Wie eine gütige Sonne leuchtet ihm das Antlitz der Hausfrau entgegen. Der erste Tag ist ein Tag lauterster Harmonie. Mit Wohlgefallen sieht die Frau Hinter» Huber, wie ihr neuer Möblierter die Hausschuhe unters Bett stellt. Also ein Mann, der auf Ruhe und Ordnung hält. In den langen Jahren hat sie sich einen geschulten Blick erworben für Tugenden und Mängel ihrer Mieter. „Und net wahr, des wissen S' ja, Herr Doktor, daß ma* des net harn Hann, daß allweil de Fräul'n Kusinen auf B'suach tumma, es is ja wegn de Leut, und an Tisch Ham mir neu aufpoliern laffn. Des tuat eahm halt gar net guat, wenn man da Bieftaschn draus stellt oder an Tee kocht ... Problem S' nur, wia guat sichs auf dem Kanapee sitzt! Echte Roßhaar fan drin. Natürli geht as beste Sach' z'grund, wenn man net a bißl aufpaßt ..." Der Möblierte verspricht, einen ordentlichen und lärmfreien Lebenswandel zu führen. Er sieht sich in seinem neuen Nest um. Aha, da ist auch der gehäkelte Wandschoner da und die Brandmalerei: Morgenstund' hat Gold im Mund! Und hier hängt das große Bild von der silbernen Hochzeit und gegenüber der Königssee in bengalischer Farbenpracht. Und auf dem Schreibtisch prangen goldbronziert „Faust und Gretchen", alles ist oa, wie in den anderen Buden, in denen er gehorstet hat. Dann kroch er durch jeden Winkel, schnüffelte in allen Ecken rum und verlangte plötzlich äu wissen, wieviel Schrauben ober Nägel in dem oder jenem Schub lägen. Wehe dem Ingenieur, wenn die Zahl nicht stimmte, aber hundertmal wehe ihm, wenn er sie rechnungsmäßig nachzuweisen nicht imstande war. , Wieder einmal war Stosch nach „W Haven — wie der Mariner im abgekürzten Verfahren für Wilhelmshaven sagt — gekommen und hatte Fragen über Fragen gestellt, die aber nur zum Teil richtig beantwortet werden konnten. Da wurde von Fall zu Fall die Laune von Exzellenz schlechter und die Gesichter der pp. Beamten länger und länger. „ „ Ueber den weiten Werftplatz tappt nun Exzellenz mit seiner großen Suite den Holzschuppen zu, in Knoll richtet sich hoch, vollführt auf dem linken Absatz herumschwenkend eine mißglückte Kehrtwendung, baut sich kerzengerade vor Stosch hin uno meldet mit einer Miene, der man das Wissen uin das große Geheimnis ansieht, und in einem Toin > der von vornherein jeden Widerspruch ausschaltet „Die Zohlen...? Lauter Achten, Axlenz! Die Pflichtinnung des Mechaniker-Gewerbes von Stadt und Kreis Gießen, Alsfeld und Lauterbach hielt am Montag im „Frankfurter Hof" zu Gießen eine Jnnungsversammlung ab, die von Kreishandwerksmeister Stühler mit herzlicher Begrüßung der erschienenen Kollegen eröffnet wurde. In einem kurzen Vortrag über den organisatorischen Aufbau des Handwerks und der Innungen erinnerte Kreis- Handwerksmeister Stühler u. a. daran, daß die SXmbwerter es als ihre heiligste Aufgabe zu betrachten hatten, am Aufbau des Handwerks tatkräftig mitzuhelfen zum Wohle des Handwerks und des gesamten deutschen Volkes. Die Ausführungen des Redners wurden sehr beifällig aufgenommen. Anschließend nahm Kreishandwerksmeister Stühler die Verpflichtung des Obermeisters Hans A ß» mann durch Handschlag vor. Der Obermeister ernannte sodann den Vorstand der Innung, der sich wie folgt zusammensetzt: Stellvertreter Des Obermeisters Weber »Lich, 1. Schriftführer Borne- mann- Gießen, 2. Schriftführer Buchner- Hausen, 1. Kassierer Schupp- Gießen, 2. Kassierer Rau- Wiejeck, Lehrlingswart Steinbach- Gie» ßen, Gesellenwart E i s f e l l e r - Gießen. Obermeister Hans A h m a n n verpflichtete die von lhm ernannten Vorstandsmitglieder durch Handschlag und forderte sie auf, ihre ganze Kraft zum Wohle des Handwerks und der Innung einzufetzen. Der weitere Verlauf der Versammlung diente zur Klärung beruflicher Fragen. Mit einem Treuegelöbnis zum Führer und Reichskanzler Adolf Hitler schloß Obermeister Hans A h m a n n die Versammlung. ______________________ lieft sie manchmal in der Zeitung von einem Pro- fessor oder Geheimrat, liest von Herren, daß sie geheiratet, Kinder bekommen haben, befördert worben sind. „Der is aa bei mir Möblierter gwefen! Hab mirs alei denkt, daß aus dem was werb! Der hat ja a* so obacht auf bes Roßhaar-Kanapee gehn!" vom Kreisamt beschäftigte sich sodann mit der Frage der Fleisch- und Wurst preise, sowie mit der K e n n z e i ch n u n g d e r F l e i f ch - und Wurstqualitäten, wie sie nach den ST* «•& ** * U* öa Lar p I MM. BW M> so M dvrbenen S lajtf mar ai kne matfi ferne Wirkui m ben Ttü t» durch ent Wt von L dn N'vchrn ?, die sich «längt. Es Derungss to'Nschender liipielen zu Friedrich c Modale in Seit. Desc Wrangen nMiichen Munsi bei n&en letzte, $,®enn l hölzern — Bretter, Dalken, Bohlen u. a. zu — während alles hochaufatmet, dieweil ja jetzt das sehen sind. Unter ihnen fällt durch Helle Schnitt- Rätsel gelöst und die Frage des Generals cndbch flachen ein Stapel Rundhölzer, bie sämtlich an der . beantwortet werden wurde — jene allen Vorgesetzten Stirnseite eine frisch eingebrannte „8" aufweifen, unerklärlichen Zahlen. . ... . jedermann sogleich ins Auge. Nun ist das Studi — Tageskalender für Donnerstag: Stadttheater, 20 bis 22,30 Uhr „ßangemarct" — Cafö Leib, 15 Uhr, „Till Eulenspiegel zugunsten S7eÄP$W ^Ä^-nÄ'für-bk-Wr au, i krsroca- Wo ist bas Kind der Madelaine F.?" Landaememden des Kreises Gießen jeden Montag Nllfchaft für Erd- und Völkerkunde, 20.15 von 16 bis 17 Uhr statt, Lungenkranke und Krank» Uhr Aula der Universität, Vortrag über „Südwest, beitsgefährdete, die m ärztlicher Behanblung sind, afriia unb Sübostafrika". - Oberhesfifcher Kunst, bedürfen einer Ueberweisung ihres Arztes M die verein Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, Lungenfürforgestelle. .Unbemittelte werden unent» Gemälde-Ausslellung. geltlich beraten. V>eieu,a)a|i yai uarnui» cinun, 'Ärh»ir für farbenblinde Fahrer keinesfalls genüaen wuw- und deshalb vorgefcklagen, das rote Zeichen einen wagerechten Balken, bas gelbe durch * „ runde Scheibe unb das grüne durch einen rechten Balken zu ergänzen oder zu ersetzen. < der Auseinandersetzung über die Bedeutung J Farbenblindheit für das Verkehrswesen würbe i gestellt, daß der Anteil farbenblinder Person^ unter der Bevölkerung beim männlichen GeM ^- qm lujwuym — ! fünf v. H. und beim weiblichen nur 1 wH' . feiner über 25jahrigen Dienstzeit erlebt hat, behält .Nur 2 v.H. der männlichen Personen wurden ! auch in diesem Augenblick seine unerschütterliche bei der Unterscheidung der Signale behinbett 1 Die Hauptbedenken gelten dem Nachtverkehr sagt er unb faßt in bie Hosen» der Autofahrer von seinem Platz aus nicht ! v Zollstab, Bleistift, Messer, Bohrer, kann, welches der drei Lichter gezeigt: »tro. : Und unglaubliche Mengen von vorgetragenen Einwänden steht die ^aftacye g » _ ^ogesnajt vesoroert. über, daß von keiner der englischen Autom z...?" wiederholt er ein zweites Vereinigungen bisher Klaas über die Unzui ng in feinen Klauen ein gewaltiges höl- I feit der gegenwärtigen Derkshrszelchen g p ] wahre Kultur- und Bildungsstätte sein. Schon jetzt macht die Gausilmstelle auf den demnächst erscheinenden, in jeder Hinsicht großartigen Film „Ich für Dich, Dr für mich" aufmerksam und bittet, entsprechende Pressenotizen zu beachten. ßB etwa K'- ;b ! t'S ! iparni^. Oberbootsmann Knoll ist nicht nur ein alter befahrener Seemann, er ist auch ein kluger Praktiker, der erstens weiß, bah Exzellenz bie Beantwortung seiner Fragen burch Anaehörige unterster Dienst- für Augenheilkunde in Der Bnllicyen ’iKeoigwv grabe gar nicht schätzt, der aber auch nach dem Gesellschaft hat damals erklärt, daß Farbensig' bewährten Sprichwort: „Gehe nicht zu deinem i für farbenblinde Fahrer keinesfalls genügen wm Ferscht, wenn bu nicht gerufen werscht beln pflegt. Deshalb hatte er sich bisher Ende bes ~ Der Neue pickt mit Reißnägeln die Bilder von Angehörigen unb Kommilitonen an die Wand, er holt aus dem Koffer feinen Aschenbecher und stapelt auf die Kommode seins Bücher. Die Glühbirne, al» tsrssckwack unb mit dünnem Lebenslichtlein, muß ausgewechfelt werden. Die Hausfrau sieht es uml des lieben Friedens willen ein. Sie bringt eine neue. „Hat no' so guat brennt", sagt sie mit leisem | , 'den neuesten Verordnungen gefordert werde. Er betonte, Mantcm ' daß es nicht angehe, daß in Zukunft von Metzgern ' nur noch Fleisch „1. Qualität" zum Verkauf komme, vielmehr müsse dafür gesorgt werden, dqh der minderbemittelten Bevölkerung auch Fleisch „2. Quali« KjneLleberstundensürpostabfeüigendeAngeflMe in tk Obecheffen W" den Ungeist zur Feder griffen und in ihren zur Seele des Volkes sprachen, so z. B. von Schiller in seinen „Räubern , in Giefcen, den 7. November 1934, Giefien, Köln, Worms, Stuttgart, Fulda, den 8. November 1934 656811 d2b A stein. 6570C fetter des ge- fmt ’bn mit i«i * M uni fön- BK I tre ii n' nh biü *N Ala MZklMMkMWWsl Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen u. Zeitftbrifien MW.SWIMeN.7 Schwarz Treuhänder der Arbeit. tw «U >6 en ei. it. y- 61 Anläßlich meines einjährigen Geschäftsbestehens danke ich meinen {verehrten Kunden in Stadt und Land, die zum Gelingen und Aufbau en es jungen christlichen Unternehmens beigetragen haben, [ich bitte, mir auch weiterhin die Treue zu bewahren und lade alle, die noch meine Kunden werden wollen,ein,zur Besichtigung meiner Lcsht großen Schaufenster, die den Beweis erbringen, daß es mein Bestreben ist, Qualitätswaren zu niedrigen Preisen zu bringen. 4. Für den Bezirk Schotten: Mittwoch, 28. November 1934, von 10% bis 12 Uhr im Städtischen Krankenhaus in Schotten. Die Bürgermeistereien wollen den Termin der für ihre Gemeinde in Betracht kommenden Beratungsstunde 3 Tage vorher ortsüblich bekanntgeben und di« ihnen bekannten Lungenkranken noch besonders darauf Hinweisen. Zuiendant König über das Theater im Dritten 2Reid). K 5. i Maßnahmen einleiten. Becker Landesobmann der DAF. Neue Heime für die Hitlerjuoend. LPD. D a r m st a d t, 7. Nov. Die Aktion der Hitlerjugend zur Beschaffung eigener Heime geht weiter. Immer wieder können von den einzelnen Einheiten erfreuliche Erfolge gemeldet werden. In Darmstadt sind der HI. jetzt allein zwei eigene Heime zur Verfügung gestellt worden. Auch in Pfungstadt, Arheilgen, Rüssels- Heim und Büttelborn kann nun die Hitlerjugend ihre Abende im eigenen Heim ausgestalten. Ein besonders erfreulicher Erfolg der Aktion wird aus Mainz gemeldet. Dort stellte die Stadtverwaltung der HI. ein Haus im Gebäudeblock der ehemaligen Kasernen zur Verfügung. Allen Mainzer HI.-Einheiten ist damit die Möglichkeit zur Abhaltung von Heimabenden gegeben. In Limburg sind die Vorbereitungen soweit fortgeschritten, daß sich das Jungvolk in den nächsten Tagen ein eigenes Heim wird einrichten können. Die Stud. Reformverbindung L V. D. B. Adeiphia Willi Schäfer X. und zum Bauen Abermann B IW' ikeil ! uch1 ipru? m Ix» in. all Hb 5* Die Beerdigung findet am Samstag, dem 10. November, vormittags um 11 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt 6575 D heute früh wurde uns unsere innlgstgeliebte Tochter, unsere Hebe Nichte und Kusine Gertrud Sdiorsdi rach einem kurzen Krankenlager durch einen sanften Tod entrissen Im Namen der trauernden Hinterbliebenen; Moritz und Helene Schorsch. Ließen (Horst-Wessel-Wall 56). den 8. November 1934. Beerdigung Freitag, den 9. November. 2V? Uhr, vom Portal des Israelitischen Friedhofs aus. _________________________________________________________6577 D Unterfertigte bedauert tief das Ableben ihres 1b. A H. Reinhold Weicker (aktiv 1877-1879) Apotheker in Allendorf a. d. Lumda. Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Gchotten. Betr.: Beratungsstunden für Lungenkranke. Es finden folgende Beratungsstunden für Lungenkranke statt: 1. Jür den Bezirk Gedern: Mittwoch, 14. November 1934, von 10% bis 12 Uhr im Kreisbezirkskrankenhaus Gedern. 2. Aür den Bezirk Laubach: Dienstag, 20. November 1934, von 10 bis 12 Uhr im Rathaus in Laubach. 3. Für den Bezirk Ulrichstein: Dienstag, 20. November 1934, von 14 bis 15 Uhr im Gemeinderatszimmer des Schulhauses In Ulrich- „Langemarck", „Endlose Straße", „Heimkehr des Matthias Bruck" ufw., die durch ihre tiefe Heimat- und Volksverbundenheit Eingang in die Herzen der Deutschen gefunden hätten. Durch den Erfolg dieser Autoren ermutigt, wachsen die Konjunkturautoren wie Pilze heute aus dem Boden, und es bedarf sehr oft eines großen Taktes und guten Geschmackes, um hier das Gute vom Schlechten zu scheiden. Im zweiten Teile des Abends erläuterte der Intendant einen Film, hergestellt von der Fa. W i n t e r h o f f (Gießen), der in guten Ausschnitten Bilder aus dem Geschehen unseres Theaters zeigte, von den Vorbereitungen, den Proben bis zur fertigen Aufführung. Diel Freude machte das Wiedersehen mit manchen Bekannten, sei es auf dem Gang zum Theater, oder zum Kauf eines Abonnements. Orts- Zum ersten Male Ltchev AerbttmarEt Schweine- und Großvlehmarkk am Alonkag, dem 12. November. Bei Beschickung des Viehmarktes sind die seuchenpolizeilichen Vorschriften zu beachten. Ursprungszeugnisse für Züchter, Nachweis der Quarantäne für Händler. Es dürfen nur Tiere aus unoerfeuchten Gemeinden aufgetrleben werden. Auftriebszeit von B% Na 9% Uhr. 6563D Lich, den 6. November 1934. Hessische Bürgermeisterei Lich. Geil. Schwere Erkrankung des Mainzer Bischofs. LPD. Mainz, 7. Nov. Generalvikar Dr. Mayer hat die Geistlichkeit und die Gläubigen der Diözese Mainz aufgefordert, für die Genesung des seit 14 Tagen nicht unbedenklich erkrankten Bischofs Dr. Ludwig Maria Hugo zu beten. Herbstmarki in Lich. * Cid), 8. Nov. Am Montag, 12. November, findet zum ersten Male der neu eingerichtete Herb st markt in Lich als Ferkel- und Großvieh markt statt. Die Einführung des Herbstmarktes entspricht einem dringenden Bedürfnis der Landwirtschaft. Gerade jetzt können die heimischen Züchter, und besonders die hochstehende Licher Schweinezucht, in besonderem Maße gute Ferkel auf den Markt bringen. Es ist daher reichlich Gelegenheit geboten, sich schon zu Beginn der Hausschlachtung rechtzeitig Ersatz zu beschaffen. In diesem Jahre dürfte außerdem die langanhaltende Trockenheit und der dadurch hervorgerufene Futtermangel für diesen oder jenen Bauer Veranlassung sein, zu versuchen, das eine oder andere Stück Großvieh abzustoßen, und auch dazu bietet der neue Licher Markt eine günstige Gelegenheit. Es werden daher alle Interessenten auf die heutige Anzeige hingewiesen. inv gi itMd) von Schiller in seinen „Räubern , in M „5)ob le und Liebe" und viele andere Dichter dieser Z'stl. Besonderem Interesse begegneten die Aus- t: siHrmgen des Intendanten, als er von seinen per- söMien Kämpfen in der Zeit des Zerfalls der Klfcn! berichtete Ausführlich sprach er dann von # deün stzten Erfolgstücken, so u. a. von „Schlageter", J „Ünßen der Hahn kräht", „Krach um Jolanthe", O - iW hinl u* • 1 sei 2 v. H unter dem Sah des Landesarbelts- -mtis Hessen. Nach dem Bevölkerungsaufbau müsse l ieil Derhältniszahl bei 15 bis 20 v. H. liegen. 1 iiLr fei es im Arbeitsamtsbezirk Gießen ge- i iniLN. etwa 250 junge Leute in den Arbeitsdienst . ermitteln. An ihre Stellen seien fast durchweg ' heiratete Leute eingestellt worden. Inspektor Scheid Johannes Sauer Gießen, Dltarfttstraße 27 Haus- und Küchengeräte / Porzellan / Glas / Emaill-, Aluminium- und Holzwaren / Spielwaren Textilwarent Damen- und Herren-Wäsche / Strümpfe / Kragen / Handschuhe / Schals 657K - gruppenleiter Euler dankte dem Redner für nen vorzüglichen Vortrag. Mit dem Gesang ersten Strophe des Horst-Wessel-Liedes und Deutschland-Liedes wurde die Dortragsstunde schlossen. 9. November und das kommend^ Totenfest ein würdiges Aussehen zu verleihen. Kreis Schollen. y. Schotten, 7. Nov. In der Laubacher und der Vogelsbergstraße werden zur Zeit umfangreiche Straßenverbesserungen vorgenommen. Die Straßen werden in Stampfbeton gelegt. Die über die Nidda führende alte Brücke tft schon lange baufällig gewesen, sie wird eben abgebrochen und durch eine neue Brücke ersetzt. Bei den Abbrucharbeiten fand man zwischen den Steinen eine alte Urkunde des Inhalts: „Im Jahr Christi 1823 wurde dieser Brückengrundstein gelegt von dem Großh. Landrat Philipp Friedrich Gold- mann, dem Großh. Bürgermeister Georg Fendt, dem Großh. Beigeordneten Georg Kromm". Es folgen dann die Namen der neun Gemeinderatsmit- alieder. „Die Maurermeister der Brücke waren Georg Nies senior und junior aus Breungeshain. Geschehen und ins Fundament niedergelegt am 8. August 1823. unterschrieben von Goldmann, Landrat, Fendt, Bürgermeister, Kromm, Beigeordneter." Die Urkunde war, obwohl sie zwischen den Steinen unverschlossen lag, noch gut erhalten. Eine entsprechende neue Urkunde wird, der alten Sitte entsprechend, ebenfalls in das Fundament gelegt werden. rl. Gedern, 6.Nov. Die hiesige Ortsgruppe der NSDAP, pflegt von Zeit zu Zeit über den Rohmen ihrer Mitglieder hinaus Gemeindeversammlungen zu veranstalten, um möglichst alle ortsansässigen Volksgenossen über die Dinge der Staats- und Gemeindepolitik zu unterrichten. Am Samstagabend fand die dritte derartige Versammlung statt. Die Turnhalle war voll besetzt. Nach dem üblichen Einmarsch der Fahnen und der SA. eröffnete Ortsgruppenleiter Klein die Versammlung mit einer Ehrung des kürzlich verstorbenen Ehrenstandartenführers Hellvoigt. Er sprach sodann eingehend über die außen- und innenpolitische Lage unseres Vaterlandes. Mit dem gemeinsam gesungenen Saarlied und dem schönen Männerchor „Bleib deutsch, du herrlich Land am Rhein!" klang der erste Teil des Abends aus. Im zweiten Teil stand die Ortspolitik zur Erörterung. Bürgermeister Beyer sprach über das Arbeitsdienstlager, die geplanten Straßen- und Wegebauten, die Pflasterung der Hauptstraße, Kanalisation usw. Aus den Ausführungen des Vertreters der Finanzkommission Pg. Erk ging hervor, daß durch Sparmaßnahmen die geldliche Lage unserer Stadt seit Frühjahr 1933 sich langsam, aber stetig gebessert hat. Auch von den anderen Abteilungsleitern erfuhr die Versammlung noch mancherlei Wissenswertes. Ein Teil der Sturmbannkapelle und der Gesangverein „Liederkranz" verschönten den Abend. frtegyeit, das zersetzende Gift in Politik, Kultur, iw KiUif und Gesellschaft auf die Bühne zu bringen l i! D unmerklich, aber sicher auf die noch unver- ntrtbntrbmen Dolkskreise einzuwirken. Das Tendenz- W ftitid war an der Tagesordnung und verfehlte durch «insrWe marxistisch.jüdische Verschleierung nur selten M'seime Wirkung. Zum Teil machte man auch nicht tu,»cir l*n Stücken unserer Klassiker halt und glaubte fiel Kirch entstellende Kürzungen und andere Deu- tuirgei von Sinn und Inhalt seinen Zwecken unter- Ntf toll machen zu können. Dabei wurden junge Auto- it । reit, t ie sich in ihren Stücken gegen diese Zerfalls- - er Meinungen wandten, übergangen und zurückge- 4! i* btltnitl. Es gab schon einmal eine Zeit, als be- isfähige Menschen im Kampf gegen den Gemäß Beschluß des Derwaltungsrates vom 30. Oktober 1934 werden die Aufwertungssparein- lagen unserer Kasse bezüglich Kündigung und Rückzahlung den neuen Spareinlagen gleichgestellt. Die Verzinsung erfolgte bisher schon zum gleichen Satz wie bei den neuen Spareinlagen. 6569D Vezlrkssparkasse Grünberg. y, letzter Zeit mehren sich die Klagen der poft» cifedigenben Angestellten und Lehrlinge wegen an- tüiirnDer Ueberarbeit, die ihnen ohne jede Der- »iiing unter Verlust der freien Zeit auferlegt nete. Leider sind alle Anzeigen anonym erfolgt, L es unmöglich ist, Ermittlungen anzustellen. (jirb daher erwartet, daß alle Beschwerdeführer L ,iel Mut aufbringen, sich persönlich schriftlich cilermünbltd) bei dem Treuhänder der Ar- e.11 i|eji oder der Deutscken Arbeitsfront ’ ‘ tin melden, damit die Aroeitszeit dieser Arbeits- J: Umcaden geprüft werden kann. !®*l Ürvbhänglg hiervon ergeht jedoch an alle Be- W triehfübrer die Aufforderung, unbedingt dafür zu ,mi? fJirfln daß mit Beendigung Der fest- mHi fl t e n Arbeitszeit auch die postabferti- gjinbin Angestellten und Lehrlinge ihre Arbeits- Landkreis Gießen. £ Allendorf a. d. Lumda, 7. Nov. Dieser Tage d e r ft a r b nach langer Krankheit der Apo- theker unserer Stadt, Reinhold Welcker, eine weit über die Grenzen Ullendorfs hinaus bekannte Persönlichkeit, im Alter von über 81 Jahren. Der Verstorbene gehörte lange Jahre unserem Stadtparlament an, 18 Jahre lang bekleidete er den Posten des Beigeordneten und hat in dieser Stellung großen Einfluß auf die Geschicke unserer Stadt ausgeübt. Auch als Kreisausschußmitglied war Apotheker Welcker lange Zeit tätig. Mit gutem Humor und heiterem freundlichen Wesen ausgestat- tet, war er gegen jedermann zuvorkommend. Die Einäscherung fand in der Stille statt. 00 Allendorf a. d. Lumda, 7. Nov. Nachdem die Bautätigkeit im Frühjahr und Sommer in unserer Stadt schwach war, ist sie seit einigen Wochen sehr rege geworden. Außer einer Scheune in der Adolf-Hltler-Straße sind noch drei Wohnhäuser, und zwar je eins in der Adolf-Hitler- Straße, Lindenaasse und Friedhofstraße, im Rohbau fast fertiggestellt worden, deren innerer Ausbau im nächsten Frühjahr erfolgen soll. — Die Holzhaue rarbetten in den hiesigen Stadtwaldungen haben anfangs dieser Woche ihren Anfang genommen. Mit Rücksicht auf den höheren Hiebsatz — es werden anstatt seither 4200 Festmeter diesmal 1000 Festmeter mehr, also 5200 Festmeter geschlagen, hat man schon jetzt mit den Arbeiten begonnen. Beschäftigt werden wierbei einige fünf- zig Arbeiter, denen auf einige Monate lohnende Arbeit geboten wird. * Lang-Göns, 8. Nov. Dieser Tage wurde die Frau eines hiesigen Einwohners von der Gendarmerie fe st genommen und dem zuständigen Amtsrichter vorgeführt, da sie im Verdacht steht, ihr vor kurzer Zeit geborenes Kind getötet zu haben. Das Neugeborene, das aller Wahrscheinlichkeit bei der Geburt noch gelebt hat, wurde, in Lappen gehüllt, in einem unbeheizten Ofen vorgefunden. Die Ermittlungen sind im Gange. = Steinbach, 7. Nov. Nach mehrjähriger Krankheit st a r b am Samstag tn der Klinik zu Gießen der Landwirt und Kirchenrechner L. H a a s IV. Vor einigen Wochen hatte er sein Amt zum 1. April 1935 niedergelegt, er hoffte bis dahin die Geschäfte führen zu können. Am gestrigen Dienstag wurde er unter zahlreicher Beteiligung der Gemeinde zur letzten Ruhe gebracht. Der Krieger- verein erwies dem Toten die letzten Ehren, die Kapelle Schleuse wirkte mit. Kirchenvorsteher Christian P i tz legte im Namen des Kirchenvorstandes einen Kranz nieder und gedachte der 28- jährigen Dienstzeit des Verstorbenen. Die Frage des Nachfolgers, die jetzt brennend ist, wird nach Ausschreiben der Stelle erledigt werden. D Harbach, 6.Nov. Eines der schlichtesten und schönsten Ehrenmale für die Gefallenen des Weltkrieges in der hiesigen Geaend dürfte wohl das unfrige fein. Es wurde vor einigen Jahren errichtet und steht am Dorfausgang nach Sachen in unmittelbarer Nähe unserer altehrwürdigen Kirche. Don dem Kirchengelände ist es durch eine Mauer und von der angrenzenden Straße durch einen geschmackvollen Lattenzaun abgeschlossen. Die Mauer ist zum größten Teile von Efeu überzogen. lieber dem Eingang erhebt sich in Halbkreisform ein gepflegter Rosenvogen. Davor stehen links und rechts kegelförmige Zypressen. Im Innern ist für jeden Gefallenen ein kleines Grab angebracht. Das Denkmal selbst setzt sich aus drei Basaltquadern zusammen, die aufeinander abgestuft sind. Auf dem obersten liegt eine Kugel, die ein schlichtes Kreuz trägt. Der zweite besitzt als reliefartigen Schmuck einen Stahlhelm und die Widmung der dankoaren Gemeinde. Aus der Vorderseite des dritten Quaders sind die Namen unserer siebzehn Gefallenen ein» gemeißelt. Um die Pflege des Ehrenmals'hat sich seither Schmiedemeister A f f große Verdienste erworben. In uneigennütziger Weise opfert er seine freie Zeit der Erhaltung der Anlagen. Unter seinen geschickten Händen haben sich die Rosen und Ziersträucher ausgezeichnet entwickelt. Es ist ein herrlicher Anblick, wenn im Sommer die dunkelroten Rosen blühen. Sie heben sich prachtvoll von dem saftigen Grün der Zypressen ab. Eifrig arbeiten nun wieder die Angehörigen der Gefallenen an den schlichten Grübern, um der Weihestätte für den 3en gezogen seien. Die Inanspruchnahme von Der- mögensmitteln sei nach Möglichkeit unbedingt zu vermeiden. Finanzierung aus Mitteln des Vermögensstandes fei abhängig von der Genehmigung des Kreisamtes. Zur Frage der Notstandsarbeiten solle im Interesse der Arbeitsbeschaffung durchaus eine positive Haltung eingenommen werden. Das Arbeitsamt werde die Pläne der Gemeinden nach allen Möglichkeiten hin unterstützen. Bürgermeister Pg. Euler gab sodann noch ein Rundschreiben bekannt. Regierungsrat Weher gedachte in kurzen Worten und im Zusammenhang mit dem Ausscheiden von Bürgermeister Fendt aus dem Amte der allzeit besten Zusammenarbeit der Beamten des Kreisamtes mit dem tüchtigen und liebenswürdigen Bürgermeister. Mit dreifachem „Sieg-Heil!" auf den Führer Adolf Hitler schloß Bürgermeister Pg. Euler die Tagung. lOrt Arbeitsamt Gießen sprach bann noch über die anzierung von Notstandsarbeiten \ m Gemeinden. Notstandsarbeiten sollten, so er u. a. aus, nur dann in Angriff genom« Mi werden, wenn ihre Finanzierung gesichert sei. Erbarntffe aus dem Voranschlag konnten nicht .8... hör itinanaipi vlätze wirklich verlassen können, da eine frühere Postabfertigung lediglich eine Frage der Organisation darstellt. Hierher gehört auch die oft zu beobachtende Unsitte vieler Betriebsführer und Abteilungsleiter, erst in den späten Nachmittagsstunden mit dem Postdiktat zu beginnen, ohne Rücksicht darauf, daß infolgedessen die davon betroffenen Angestellten niemals in die Lage gesetzt werden, über die ihnen zustehende freie Zeit zu verfügen. Sollten auf Grund dieses Aufrufes die vorhandenen Mißstände nicht abgestellt werden, so werden alle beteiligten Stellen gegen solche, heute nicht mehr zu duldende unsoziale^ Betriebsführer schärfere Gestern nachmittag entschlief sanft unser Heber Vater, Schwie» gervater, Großvater, Schwager und Onkel Wilhelm Weydemeyer Werkmeister L R im 81. Lebensjahre Die trauernden Hinterbliebenen ( I, «in- Sicherung der Finanzierung angesehen itLutten. Finanzierung aus lausenden Mitteln ,-i i jl-r erstrebenswerte Zustand, die Ausnahme von ij < Italien für diesen Zweck sei wünschenswert, aber gegenwärtig aus Schwierigketten, da den tz ,,er«inden hinsichtlich der Kreditaufnahme Oren- XW iefeck, 6. Nov. Im großen Saal von Gast- rmrtHr. Braun hielt am Montagabend die Orts- gmp e der N S D A P einen Vortragsabend a«.'Ortsgruppenleiter Karl Euler erteilte nach kürz'- Begrüßung dem Redner des Abends, Jnten- 7^1 .König vom Stadttheater in Gießen, das Wir Dieser verstand es sofort, In seiner oft von ;; fchn Humor durchsetzten Ansprache die Zuhörer In der Behandlung seines Themas ' i Aufgabe des Theaters im Drit- 4 t mR e i ch" ging der Redner von dem Unterschied am,Den die Darstellungen der Bühne in der Zeit btto Verfalls und heute so klar zeigen In ausge- Acjcbvter Weise verstand man es in der Nach- Gießener Einzelhändler werben ■ t Denke verantwortungsbewuflg kaufe en; 1\w ü I > Ihr Fischlieferant sei das Fachgeschäft AWes Gemüse 61 4-- D Ist's die Brille "i ---pkisnzn öen Brennholz 6142 D 8102 D 6099 D apop D 8poZ D 610? D ZentRa-Uhren Kohlen »Teil Werbehilfe Kreusplatz Brennholz 6438 D Ihr Haushallgeld BRÜDER SCHMIDT ä2L 6106 A Nähmaschinen Feinkost Beleuchtungsartikel Bestecke Obs$ und Gemüse Spiel waren Bilde Stahlwaren G e s c h äf ts d r u c ksac h e n Optik;. Photo Blumen Tabak wären B re n n Stoff e Tapeten, Teppiche Herrenartikel Lederwaren, Reiseartikel Glas un,d Porzellan .Pelzwaren , Manufakturwaren Holzschnitzkunst Uhren, 6oId- u. Siltoerwaren [| M i 11 t ä r e f f e k t e n. Handarbeiten Kaffee - PolstermÖbeC Möbel Weine Handschuhe , Drogen • Reformnahrung SCHIRM^ Hau s- u. Küchengeräte Eisenwahen, Wer,kzeuge Musik Rundfunkgeräte Wolle, Wo II waren Fahrräder TEPPICHE, TAPETEN STOFFE, LINOLEUM Das Fachgeschäft für Haus u. Köche reicht weiter — wenn Sie Ihre Lebensmittel im Wohnanfi: Plockstra&e 8 / Fernruf 3900 Kontor and Laaer. Walltorstrabe 53 Tabak gut gepflegt größtes Lager an Pfeifen Hüte Mützen Herrenwäsche eigene Werkstätten Das erste Spielwarenhaui MlSlUMklMglS vvsl. melntrauüen. 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