Donnerstag, 8. März 1954 Nr. 57 Erstes Blatt 184. Jahrgang Gießener Anzeiger reu|l uiiu Hiuyuu; jvi, um 1 - v Abrüstungsabmachung z u verhindern Auch Hymans fordert Abrüstungskonvention aus dem Voden der Gleichberechtigung Deutschlands. L o n d o n, 8. März. (DNB. FunLspruch.) „News Chronicle" sagt zur Sicherheitsfrage: Eine politische Bürgschaft für die Grenzen eines anderen Landes bedeute immerein großes Risiko, da man nicht dafür gerade stehen könne, daß die Politik des betreffenden Landes friedfertig fern werde. Die Engländer hätten stets befürchtet, daß sie durch Teilnahme an einem Kollektivsystem in einen Krieg gegen eine Regierung verwickelt werden könnten, die moralisch im t aber technisch im Unrecht sei. Ein Oie belgische Absage an einen Rüstungswettlauf findet überall lebhaften Widerhall. oder wieder gutzumachen, würde Frankreich eine viel bessere Gewähr für britische Unterstützung im Falle eines Angriffes geben, als es jemals durch einen politischen Vertrag erlangen könnte. Denn kein politischer Vertrag, auch nicht der Vertrag von Locarno, würde in England so allgemein unterstützt, wie ein Abkommen, das der Regierung eine Verminderung der R ü - stungsausgaben bei einem gleichzeitigen Gefühl erhöhter Sicherheit geben würde. RevoluiionsstimmungmKuba Bor dem Generalstreik.—Vorbereitung der Diktatur. Paris, 8. März. (DRB.-Funkspruch.) Hcwas berichtet aus Havanna, daß durch eine veröffentlichte Verordnung d i e verfassungsrechtlichen Garantien auf 90 Tage außer Kraft gesetzt wurden. Die Regierung habe somit praktisch die Diktatur eingeführt. Das Innenministerium stehe auf dem Standpunkt, daß die Arbeiterorganisationen durch ihre Weigerung, sich aufzulösen, von selbst der Auflösung anheim fielen. Alle Arbeiterorganisationen würden seitens des Innenministerium, als kommunistisch angesehen. Außer den Werftarbeitern feiern in Havanna auch die Tabakarbeiter. Die Zeitungen können, da die Drucker und Setzer die Arbeit niedergelegt haben, nicht erscheinen. Auch die Angestellten der in amerikanischem Besitz befindlichen Kuba-Eisenbahn sind im Aufstand. Der Zugverkehr wird von Militär aufrecht erhalten. Mittwoch nachmittag wurde auf den Staatssekretär Dr. Cosme de la Toriento ein Anschlag versucht. Jedoch versagte das Maschinengewehr der Attentäter, die entkamen. Etwa 50 Personen, darunter 38 Textilarbeiter, wurden fe ft genommen. Die Verhaftungen brachten die Bevölkerung so auf, daß die Polizei gezwungen wurde, die Gefangenen wieder freizulassen. Um Mitternacht haben die K r a f t d r o s ch k e n f ü h r e r die Arbeitsnieder, legung beschlossen. Auch die Fleischer und die Metallarbeiter befinden sich im Ausstand. Ohne Gleichberechtigung der Nationen kein wahrer Friede Auch aus Irland tönt die Stimme der Vernunft. Dublin,?. März. (DNB.) Der irisch- Minister- Präsident ü e V a l e r a sagte in einer Versammlung der Völkerbundsgesellschaft u. a.: 2Us Jßrafibent Wilson während des Weltkrieges seine Ideale verkündete und die Zustimmung der Kulturwelt dazu erhielt, hatte man die Hoffnung, der Präsident werde imstande sein, die Herrschaft des Briedens und der internationalen Ordnung aup ^richten über die er der Welt so eindrucksvolle Predigten gehalten hat. Man war mehr als enttäuscht, als man erkannte, daß bet der Verwirklichung der Ideale des Präsidenten die Haupturheber des Völkerbundes an einen Völkerbund zu denken schienen, der die au f g e 3 ro u n g e n e n Verträge verewigen sollte. Man hatte doch auf einen Frieden gehofft, der auf Gleichberechtigung und ehrlichem Spiel unter den Nationen beruhen sollte. Es wird niemals Frieden geben, solange irgendwelche Nationen überzeugt sind, daß ihnen ihre Rechtt gewaltsam verweigert werden. Ich glaube wenn der Völkerbund em Fnedensinstru- ment sein soll, dann muß er frei gemacht werden von dem Gedanken, der einige seiner Begründer beherrschte, daß er nämlich bestimmt ist, Europa für immer in Sieger und Besiegte zu teilen Wirklicher Frieden in der Welt hat zur Voraussetzung, daß alle Nationen Opfer bringen. Weshalb England einen Nürgschafisvertrag ablehnt. der Seehandlung verdeutlichen, daß eine aktive Bankenpolitik außerordentlich zur Wirtschaftsbelebung beigetragen hat. Die Unternehmungslust ist gestiegen, das Geld fließt wieder, die Konkurse, Wechselproteste und Zahlungsstockungen haben abgenommen, das Vertrauen der Sparer in die Banken und in die Wirtschaftsführung wurde gerechtfertigt. Die Internationale Berliner Auto- mobil- und Motorrad-Ausstellung in den Ausstellungshallen am Kaiser da mm gibt einen umfassenden Ueb erb lick über das große Werk das auf dem Gebiet der Motorisierung Deutschlands durch die nationalsozialistische Regierung vollbracht worden ist. In der Förderung und Pflege dieses Zweiges der deutschen Derkehrswirtschaft hat die Regierung wohl ihre sichtbarsten Erfolge errungen. Nirgends war ja auch eine Aenderung unhaltbar gewordener, trostloser Zustände notwendiger als in der Automobilindustrie. Bei einem Bestand von rund 580 000 Personenkraftwagen wäre nach fachmännischen Schätzungen ein jährlicher Zugang von neuen Fahrzeugen in Höhe von etwa 80 000 Stück notwendig, um den Wagenpark sowohl quantitativ als auch qualitativ auf der einmal erreichten Höhe zu halten. In Wirklichkeit wurden im Jahre 1932 nur noch 41 000 fabrikneue Personenkraftwagen zugelassen. Wenige Tage nach der Machtergreifung, am 11. Februar 1933, hat Adolf Hitler in großen Umrissen einen Plan zum Wiederaufbau der deutschen K ra f t v e r k e h r s w irisch a f t entworfen, der dann durch planvolle Maßnahmen der Reichsregierung im einzelnen durch geführt wurde. Es ergab sich einmal die Notwendigkeit, die Kraftfahrzeugwirtschaft anzu- kurbeln, dann aber das völlig heruntergewirtschaftete Straßennetz neu aufzubauen. Beides diente gleichzeitig wirksam der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit. Durch das Gesetz vom 10. April 1933 wurde die Steuerfreiheit für fabrikneue Fahrzeuge eingeführt, wodurch eine wirksame Belebung der Produktion erzielt worden ist. Auch f ü r Altwagen, die sich mehr als drei Jahre im Verkehr befinden, wurden durch Steuerablösung auf Grund des Gesetzes vom 26. Mai 1933 erhebliche Erleichterungen geschaffen. Das Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit, das Steuerfreiheit für Ersatzbeschaffungen vorsah, gab den Anreiz zur (Erneuerung von Last- und Lieferkraftwagen. Eine Reihe von ergänzenden Einzelmaßnahmen, so die Beseitigung des Fahrschulzwanges, die Gebührensenkung für den Führerschein u. a. m. diente dazu, den Endzweck des Motorisierungsplanes, die Ermöglichung des Kraftwagenbesitzes für breiteste Kreise des Volkes, zu fördern. Aus der Entwicklung des Kraftwagenwesens ergeben sich naturgemäß eine Reihe von Problemen, die einer organischen Lösung bedürfen. Brüssel, 7. März. (DNB.) Außenminister Hymans sprach im Senat über die Abrüstunas- rage. Ebenso wie Brocqueville bekannte sich Hymans zu der Auffassung, daß die Gefahr eines Rüstungswettlaufes nicht durch irgendwelche Zwangsmittel gegen Deutschland, sondern nur a u f d e m Verhandlungswege durch den Ab- chluß eines internationalen Abkommens ausgeschaltet werden könne. Diese Absicht müsse von der Großmächteerklärung vom 11. Dezember 1932 über hie Gleichberechtigung Deutschlands ausgehen. Er stellte fest, daß die praktische Verwirklichung der Gleichberechtigung in der Weise, daß alle Staaten auf den Stand der entwaffneten Staaten abrüsten, von keiner der Großmächte vorgeschlagen worden sei, und bezweifelte auch unter dem besonderen Gesichtspunkt der belgischen Militärinteressen die praktische Durchführbarkeit dieses Systems. Die Leitgedanken der belgischen Politik seien: Mitarbeit an der Organisierung des Friedens, wachsame Sicherung der territorialen und politischen Unabhängigkeit des Landes, Anlehnung Belgiens an Frankreich und England entsprechend der geographischen Lage des Landes, seinen ständigen Interessen und seinen Sympathien sowie schließlich Aufrechterhaltung und Verstärkung des Lv- c a r n 0 p a k t e s. Eine Lösung der Abrüstungsfrage müsse sowohl den Bestimmungen des Art. 8 Randnoten. Mit Spannung waren die jetzt vorliegenden Jahresberichte der Reichsbank und der Preußischen Staatsbank (Seehandlung) erwartet worden. Sie zeigen, daß diese Institute aktiv im Jahre des Aufbaues eingegriffen haben und zur Krisenüberwindung viel leisteten. Die Reichsbank ist jetzt von der ausländischen Aufsicht befreit, und der Staat ist wieder der Souverän der Reichsbank. Die Unterstützung des Arbeitsbeschaffungsprogramms war wesentliches Ziel der Bankenpolitik. Für dieses Ankurbelungssystem standen weder Steuererträge zur Verfügung, noch war es möglich, innere Anleihen aufzunehmen. Die Finanzierung erfolgte durch Arbeitsbeschaffungswechsel. Diese Arbeitsbeschaffungswechsel sind aber Ende 1933 nur zu einem Drittel, also für weniger als eine halbe Milliarde bei der Reichsbank diskontiert gewesen, die übrigen Zweidrittel sind von den anderen Banken und vom Publikum ausgenommen worden. Weitere Mittel für die Kreditgewährung machte die Reichsbank dadurch frei, daß sie erstklassige Wertpapiere zu Notendeckungszwecken in Höhe von rund 200 Millionen Reichsmark von den Banken übernahm, diese Summe also von den Banken für produktive Zwecke zur Verfügung gestellt werden konnte. Die kurzfristigen Schulden der Länder und des Reiches sind bei sinkenden Zinslasten zu einem erheblichen Teile in mittelfristige umgewandelt worden, die Entschuldungsaktion der Landwirtschaft wurde unterstützt und vor allem mit der Konvertierung hoch» verzinslicher Anleihen, die dank dem Vertrauen des Sparerpublikums glänzend gelang, so, daß die neue Preußenanleihe einen überraschenden Zeichnungserfolg hatte, der Beginn einer organischen Zinssenkung eingeleitet. Im Reichsbankbericht wird vor allem Gewicht auf die Erhaltung der Währungsstabilität gelegt, da nur eine stabile Währung eine Voraussetzung für eine Wirtschaftsbelebung bildet. Diese abermalige scharfe Absage an Währungsexperimente entspricht den bekannten Ausführungen des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht. Ein Hauptaufgabengebiet war bei dem sinkenden Devisenanfall die T r a n 5 f e r r e g e I u n g und die Verlängerung der Stillhalteabkommen. Die vorausschauende Politik der Reichsbank hat rechtzeitige Regelungen getroffen, die trotz des anfänglichen sachlich nicht begründeten Widerstandes jetzt auch die Gläubiger befriedigen. Daß der Devisenüberschuß sich in den ersten Monaten 1934 in einen Devisenfehlbetrag umwandelte, zwang dazu, die Devisenzuteilung an die Importeure um 10 v. H. zu kürzen, auf der anderen Seite aber hat die Reichsbank durch Uebernahme des Valutarisikos und Finanzierung der Zusatzausfuhr das große Gebiet der Exportförderung in Angriff genommen. Die Berichte der Reichsbank sowohl wie Oie neue Sprache. Die Bottsmeinung von den Erklärungen der Regierung überrascht. Brüssel, 7. März. (DNB.) Die Rede des Mi- nisterprästdent de Brocqueville im Senat hat hauptsächlich deshalb so sensationell gewirkt, weil he Brocqueville mit einem bemerkenswerten Freimut eine Auffassung über die Gestaltung der Beziehungen zu Deutschland vor dem Parlament vertreten hat, die von der bisher allgemein herrschenden Meinung grundverschieden ist. Im Senat ist die Rede mit Zurückhaltung und ohne Beifall ausgenommen worden. Interessant ist der Kommentar der angesehenen katholisch-konservativen „M 61 r 0 p 0 l e" in Antwerpen. Das Blatt stellt fest, daß die Erklärung vorher im Ministerrat wenigstens in ihren Grundzügen festgelegt worden sei. Man behauptet sogar, haß K ö n i g Ä l b e r t noch kurz vor seinem Tode die Rede, die schon vor 14 Tagen gehalten werden sollte, gebilligt habe. De Brocqueville habe eine neue Sprache gesprochen. Es sei anzunehmen, daß er seine Erklärungen im Einvernehmen mit den „Nachbarn und Alliierten" Belgiens gemacht habe. Der flämisch-katholische „St anbaarb" spricht von einer mutigen Rede, mit der die Regierung den Beweis erbracht habe, daß sie eine Politik der Wirklichkeit verfolge. Das Blatt spricht die Hoffnung aus, daß das ganze Land diese aufrichtige und mutige Erklärung billigen und unterstützen werde. — Große Enttäuschung hat die Rede in den chauvinistischen Kreisen und bei der gewissen Jndustriekreisen nahestehenden Presse hervorgerufen. Uebereinstirnrnend betonen „Jndäpendance Belge" und „E10 i l e Belg e", daß die Ausführungen de Brocquevilles im Lande eine lebhafte (Erregung und Unzufriedenheit Hervorrufen würden. Lebhafte Entrüstung in Paris. Brocqueville des Defaitismus beschuldigt. Paris, 7. März. (DNB.) Die Rede des belgischen Ministerpräsidenten de Brocqueville hat in Frankreich w i e eine kalte Dusche gewirkt. Der Brüsseler Korrespondent des Ternps vertritt die Auffassung, daß die Rede de Brocquevilles keineswegs die Ansicht der belgischen Bevölkerung zum Ausdruck bringe, Jntransigeant erwartet daß durch den Besuch des französischen Außenministers in Brüssel das Mißverständnis, falls ein solches vorliegen sollte, aufgeklärt werden würde. Wir waren nicht gewohnt, schreibt das Blatt, derartige Erklärungen aus dem Munde eines belgischen Ministerpräsidenten zu vernehmen. Der Besuch Barthous in Brüssel wird zweifellos zu her Feststellung führen, daß -die zwischen Belgien unb Frankreich geknüpften Bande weiterhin bestehen. Journal des Debats spricht von einer Rede, die umso mehr beunruhigen müsse, als sie in Berlin bejubelt werde. Vielleicht werde de Broc- queDille daran erkennen, daß er einen Fehler begangen habe. Seine Feststellungen seien zum Teil richtig, aber seine Schlußfolgerungen fal ch. Der Vorschlag de Brocquevilles, em Freundschaftsabkommen abzuschließen, würde unter hen gegenwärtigen Umständen nur den deutschen Rüstungswettlauf erleichtern, da dadurch d 1 e deutsche Aufrüstung legalisiert würde. Alles in allem seien die Erklärungen de Brocquevilles als Auswirkungen jenes Defai- timus zu kennzeichnen, der durch Briands Politik eingeleitet worden fei und der zu einer Katastrophe führen könne. Frankreich muffe jetzt energisch dasSteuerherumwerfen. London begrüßt den Ginn für Wirklichkeit. lands zu einem gleichberechtigten Staat f i ch a b - finde, desto besser sei es für die Zukunft Europas. Der katholische „M a a s b 0 d e" führt aus, daß der belgische Ministerpräsident nicht nur die Abschaffung des Teiles V des Versailler Vertrages, sondern des gesamten Diktates selb st in die Debatte der europäischen Politik geworfen habe. Die Welt könne de Brocqueville nur dankbar fein dafür, daß er ihr in dieser Offenherzigkeit unabweisbare politische Notwendigkeiten vor Augen gehalten habe. „Nieuwe Rotter- damsche Courant" (liberal) sieht in der Rede de Brocquevilles eine ernste Mahnung an Paris, nicht noch länger kostbare Zeit mit der Anbahnung einer gerechten Lösung des Rüstungsproblems zu verlieren. des Völkerbundpaktes als her Anerkennung b e 5 Grunbsatzes her Gleichberechtigung Rechnung tragen. Hymans stellte die Frage, ob Deutschland auf der durch den Versailler Vertrag gezogenen Linie bleiben werde. Man wisse, daß es diese Linie schon überschritten habe, und daß es dabei sei, sie noch weitere zu überschreiten. Man wisse aber auch, daß diese Aufrüstung Deutschland einen allgemeinen Rüstungswettlauf nach sich ziehen werde. Um dies zu verhindern, gebe es nur ein positives Mittel: Abschluß einer internationalen Konvention. Der Außenminister bestand besonders auf her Aufrechterhaltung unh Verstärkung der Rheinpakte. In her Aussprache wiederholte der Berichterstatter des AuswärUgen Ausschusses, der katholische Senator S e g e r e , die Angriffe, die er bereits in seinem Ausschußbericht gegen die deutsche Politik gerichtet hat. Seine maßlosen Verdächtigungen der Friedenspolitik des neuen Deutschland wurden von einem großen Teil der Versammlung, insbesondere von der Rechten, mit wiederholtem demon- strativen Bei'fall aufgenommen, während hie Ausführungen des Außenministers, ebenso wie hie Erklärung des Ministerpräsidenten am Dienstag, nur vereinzelte Zustimmung gefunden hatten. London, 8. März. (DNB. Funkspruch.) Die „Morning Post" führt u. a. aus: Die deutlichen Worte des belgischen Ministerpräsidenten werden in London begrüßt. Der Mut, mit „dem er dem belgischen Senat gesagt hat, man müsse sich mit Deutschlands Aufrüstung abfinden, wird besonders bewundert. Man wünscht den anderen Staatsmännern den gleichen Sinn sur hl Wirklichkeit. Tatsächlich besteht ohne Zugeständnisse von beiden Seiten keine Aussicht auf em Abrüstungsabkommen. Der Abstand zwischen d deutschen Rüstungsstand und beni ber vormalig n Allierten ist so groß, daß er durch Nustungsherab setzungen der letzteren allein mcht beseitigt könnte, selbst wenn sie dazu bereit waren Daher ist die einzige Hoffnung für die He.iMlrmg Rüstungsgleichheit eine teilweise Verminderung Der Rüstungen der früheren Alliierten und eme teilweise Erhöhung der deutschen ^^n$en. . - Der Pariser Vertreter der „Dmes meldet, datz die Rede von einer deut! ichc n P Zwischen der französischen und der belg sch 21 in der Abrüstungs rage zeuge, durch die DM™ Mich- O°ff°n«ichk°it um '° "-hr ° st°'t ..... als die Zusamme na r b ei t ^giens roicf e Militärpolitik Frankreichs als!?lbftveri Recht, ------ , . . lich betrachtet worben ei. In manchen« 1 Versprechen Großbritanniens, alles zu tun, was ge° Frankreichs werbe bie Hoffnung ausgebrua^ unb möglich sei, um eine Verletz ung einer die Thronbesteiyung des neuen Königs mch änbern Abrüstungsabmachung zu verhindern sicht Belgiens über seine eigene Sicherheit anoe n Erscheint täglich, außer Ä Annahme von Anzeigen Sonntags und Feiertags jflHF ▼ fW ▼ für die Mittagsnummer Beilagen: Die Illustrierte ▲ ▲ La A A A A AÄ ▲ ▲ ▲▲ bis ^/.Uhrdes Vormittags Gießener Familienblatter ■ iW M ■■ Grundpreise für 1mm hohe Heimat im Bild Die Scholle ■ ■ M W fl W ■ ffi ■ ▼ ■ ■ ■ M M W M W fl H für Anzeigen 22 mm ä» inir hr llr I ZI ll 11IVIWIV V MS« Auch bei Nichterscheinen ■ ■ MM Ermäßigte Grundpreise: von einzelnen Nummern Stellen-, Vereins-, gemein- infolge höherer Gewalt __ nützige Anzeigen sowie ein- MM General-Anzeiger für Oberhefsen voftschecktonto: , , , Vereins- u.Tageskalender 8«mtftirt om Main 11686 Druck und Verlag: vrühl'scht Univerfttätr-Such- und Steindruckerei B. Lange in Stehen. Schriftleitung und Seschästrftelle: Schulstrahe 7 im T-xtt-i! 12 Npf. je mm werde, die nach Pariser Auffassung dauernd mit der Sicherheit Frankreichs verbunden sei. Zustimmung in Holland. Amsterdam, 8. März. (DNB.) Die Senatsrede des belgischen Ministerpräsidenten de Brocqueville vom Dienstag findet in ber hollänbischen Presse starken Wiberhall unb ungeteilten Beifall. „Algemeen Hanbelsblab" (liberal) schreibt, be Brocqueville habe im entscheibenben Zeitpunkt bie Stimme der Vernunft und der histo- rifchen Logik ertönen lassen. Seine Rede bedeute einen offenen Bruch mit der bisherigen Nachahmung ber veralteten französischen nationalistischen Politik seitens Belgiens. Je eher man auch in anberen ßänbern mit hem Wieberaufstieg Deutsch- Wenn z. B. aus Kreisen der dem gewerblichen Mittelstand angehörenden Autoschlossereien der Gedanke in die Debatte geworfen wird, daß die Generalüberholung eines Wagens, die ja Arbeitsbeschaffung in diesem Gewerbezweig bedeutet, in irgendeiner Form der Steuerablösung gleichzu- setzen wäre, so verdient diese Anregung sicher Beachtung. Der beste Kraftwagenpark ist unnütz, wenn das Straßensystem in Unordnung ist. Auch hier Hut der Staat durch das Gesetz vom 31. Juni 1933 über die Errichtung eines Unternehmens „Reich s- a u t o b a h n e n" tatkräftig eingegriffen. Im ersten Jahre nach der Machtübernahme sind rund 1200 Kilometer Autobahnen in Angriff genommen worden. Den Maßnahmen der Regierung ist bereits im ersten Jahr ein weittragender Erfolg beschieden worden. Im Jahre 1933 wurden mehr als 80 000 Personenkraftwagen — also doppelt so viel wie 1932 — neu in den Verkehr gestellt. Auch der Absatz von Nutzkraftwagen hat sich belebt. Die Kraftfahrzeugfabriken haben im Jahre 1933 schätzungsweise einen Umsatz von 450 Millionen Mark erzielt gegenüber 300 Millionen im Jahre 1932. Der Anteil der ausländischen Fabriken hat sich weiter verringert, so daß die neue Motorisierungswelle diesmal fast ausschließlich der deutschen Industrie und der deutschen Arbeit zugute kam. So gelang es, durch vermehrte Kraftwagenherstellung und sofortige Inangriffnahme des Straßenbauprogramms Tausende von Arbeitsplätzen neu zu schaffen. Alles in allem haben hier im Laufe des Jahres 1933 zusätzlich 75 000 bis 100 000 Menschen Arbeit und Brot gefunden. Die Aussichten für das Jahr 1934 werden günstig beurteilt. Das Institut für Konjunkturforschung schätzt, daß im laufenden Jahre rund 120 000 Personenkraftwagen abgesetzt werden können gegen rund 80 000 im Jahre 1933 und rund 40 000 im Jahre 1932. Diese Annahme stützt sich auf die Tatsache, daß bei einem Bestand von rund 580000 Fahrzeugen allein der Ersatzbedarf 80 000 Wagen beträgt, und die Regierung entschlossen ist, die Motorisierung mit allen Mitteln weiter zu treiben. * Im „Volk und Reich "-Verlag, Berlin, ist unter dem Titel „Deutschland zwischen Nacht und Tag" soeben ein Bildwerk erschienen, in dem der Versuch gemacht wird, in einer ganz eigenartigen und ungemein wirkungsvollen Form durch Verbindung von Text, 300 Kunstdruckbildern, 18 Karten und 15 graphischen Darstellungen ein politisches Erziehungs- und Propagandawerk über die Entstehung, den Sinn und die Aufgaben des neuen Reiches zu gestalten. Bearbeiter und Herausgeber dieses Bildwerkes ist Friedrich Heiß, der Herausgeber der politischen Monatshefte „Volk und Reich". Als Mitarbeiter werden u. a. Waldemar Wucher, K. C. von Loesch, Max Hildebert Boehm und Arnold Zelle genannt. Der Herausgeber führt die von ihm in der zehnjährigen Entwicklung der Zeitschrift „Volk und Reich" geschaffenen Methoden der Karten- und Bilddarstellung fort und gestaltet dies Buch auch inhaltlich unter starker Verwendung der Erfahrungen und Ergebnisse der grenz- und außenpolitischen Arbeit seiner Zeitschrift. Warum ein solches Buch? Die letzten Monate haben uns geschichtliche Darstellungen der Jahre seit dem Weltkrieg und der nationalsozialistischen Revolution in großer Zahl beschert. Wollte dieses Buch nur ein Zeitbericht sein, so wäre es eines der vielen, aber es ragt aus der Fülle der Werke, die über die Revolution, über den Vierjahresplan, über den Neuaufbau des Reiches erschienen sind, weit hinaus, denn keine auch noch so lückenlos geschriebene Darstellung dieser Dinge vermag den Leser so unmittelbar zum Miterleben zu führen wie „Deutschland zwischen Nacht und Tag". Und dies ist auch der Sinn des Buches, hier liegen die Gründe, warum der Herausgeber mit Erfolg versucht hat, politisch-propagandistische Methoden mit künstlerischen Gesichtspunkten zu vereinen: das Buch soll jeden Deutschen immer wieder hin- führen zu dem Erlebnis der zwei letzten Jahrzehnte, damit er aus ihnen die Kraft und Mahnung empfange, seiner Pflichten gegenüber seinem Volk eingedenk zu sein, das der Bereitschaft jedes einzelnen bedarf. Im Ausland wiederum wird das Buch Verständnis wecken für die wirklichen Gründe der nationalsozialistischen Erhebung und für die wahrhaften Ziele der Politik des neuen Reiches nach außen, weil es mit Ausdrucksmitteln gestaltet ist, mit Bildern und Karten, die überall lesbar sind. Furchtbar erscheint der Zusammenbruch Deutschlands auf dem Hintergrund der unerhörten Leistungen des deutschen Volkes im Weltkrieg: die volkswirtschaftlichen Verluste, die Landabtretungen, die Zerstörung allen Kriegsmaterials, fremde Besatzungen auf deutschem Boden, separatistische Auflösung, Reparationen, Vernichtung des deutschen Besitzes in der Inflation, geistige Zer- fetzung, die politische Ohnmacht des Staates, bolschewistische Aufstände, lieber allem aber die ins Ungemessene steigende A r d ei t s l o s i g k e i t, dar- gestellt in einer.erschütternden Kurve auf dem Hintergrund der künstlerischen Photographie einer gramgebeugten Mutter — das ist die Nacht über Deutschland. Aber die Kampfopfer der nationalsozialistischen Erhebung künden den nahenden Tag. Das weite Land außerhalb der Städte, in denen der Aufruhr tobt, wartet auf ihn. Eine lange Folge besonders schöner Luftbildaufnahmen aus allen Teilen Deutsch- ands zeigt uns dieses wartende Land. Im Augen- t?e,,L^erSjunfl des Führers aber schließt sich der Ring der Einkreisung, des Hasses und der Verleumdung und der Verfolgung alles Deutschen außerhalb des Reiches. Was'blieb, ihn zu sprengen, dem Führer anderes als die friedliche Ardeits- und Gemeinschaftskraft aller schaffenden deutschen Männer, von denen eine Auswahl prächtigster Typen im Bild an unserem Auge vorüber- zieht? In den großen Volksfesten und Feiertagen des Jahres 1933 wird diese Kraft der Gemeinschaft entbunden. In all den einzelnen Plänen des Aufbaues und der Arbeitsbeschaffung, die wiederum nur Teil einer großen Planung' sind, wird diese Kraft eingesetzt, um die Grundlagen zu schaffen für den Neubau des Dritten Reiches. Dieses Reich, es ist eine neue Form des ewigen Deutschland, das Sinn und Ziel alles geschichtlichen Ringens, aller Blutopfer und aller Arbeit ist. Und nachdem der Leser und Beschauer durch die Darstellung des Zusammenbruches und der nationalsozialistischen Erhebung, der Einkreisung, der neuen Gemeinschaft und des neuen Ausbaus hindurchgeführt worden ist, nachdem in ihm von selbst die Frage laut wird, welches denn dieses D e u t s ch l a n d i st, für das solch gewaltiger Einsatz geschieht, zeigt ihm der letzte 80 Seiten starke Bildteil des Buches einen Querschnitt durch Dieses Land und durch dieses deutsche Leben. Dieser Teil ist ein eigenes Deutschlandbuch von einer vielseitigen künstlerischen Schau und treffenden Auswahl der Motive, wie es wohl noch keines gibt Das Wer^ fesselt jeden Leser, daß er gezwungen ist, es von Anfang bis zu Ende auf sich wirken zu lassen, und er wird begreifen, welches der Ginn der geschichtlichen Wende ist, in der wir stehen. Deshalb muß das Buch zu einem wirklichen Volksbuch werden und darüber hinaus muß es vor allen Dingen über die Grenzen des Reiches bringen, um überall im Ausland für Deutschlands friedliches Wollen Zeugnis abzulegen. Steuergeheimnis auch gegenüber Dienststellen der NSDAP. Berlin, 7. Würz. (DNB) 3n einigen Blättern des Westens ist eine Notiz erschienen, in der aus- gcführt ist, „daß infolge der Identität der NSDAP, mit dem nationalfozialistifchen Staat ein Steuergeheimnis gegenüber den Dienststellen der Partei nicht existiere". Das Reichsfinanzmini st erium teilt dazu mit: Das Steuergeheimnis ist durch die Reichsabgabenordnung gewährleistet. Ls wird auch bei einer etwaigen Abänderung der Reichsabgabenordnung bestehen bleiben. Das Steuergeheimnis gilt nicht nur gegenüber Privatpersonen, sondern auch gegenüber Behörden und anderen Berlin, 7. März. (DNB.) Auf Einladung des Reichsministers für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels waren die Führer der deutschen Industrie, des Handels und des Handwerks im Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda zu einer Aussprache über die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen im Frühjahr und Sommer dieses Jahres versammelt. An dieser Besprechung nahm auch der Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt teil. Reichsminister Dr. Goebbels machte über die in Vorbereitung befindlichen Wirtschafts pläne der Reichs re giernng einige Ausführungen und betonte, daß zu Beginn ber Arbeitsschlacht im Frühjahr alle Kräfte eingesetzt werden müssen, um die Arbeitslosigkeit weiterhin mit Erfolg zu bekämpfen und den Volksgenossen, die heute noch von Unterstützungen leben, weitgehend wieder Arbeitsplätze zu beschaffen. Di^se Ausführungen fanden bei den an der Besprechung teilnehmenden Vertretern der Wirtschaft vollste Zustimmung. Der Führer des Reichsstandes der Deutschen Wirtschaft Krupp von Bohlen und Halbach und Generaldirektor Dr. V ö g l e r brachten zum Ausdruck, daß es der Wirtschaft gelungen ist, auch über die Wintermonate hindurch die aufwärts führende Linie aufrechtzuerhalten, und daß die Wirtschaft auch bei sachlichster Betrachtung der wirtschaftlichen Vorgänge heute beim Beginn der Frühjahrskampagne' mit größter Zuversicht in bie Zukunft sehe. Die deut- schen Wirtschaftsführer werben auch im Jahre 1934 bem Willen ber Regierung entsprechend sich mit aller Kraft für bie weitere Gesundung ber wirtschaftlichen Verhältnisse Deutschlanbs und für die W i edereinfchaltung neuer Arbeits - fräfte in den Produktionsprozeß einsetzen. Für bie Ausgestaltung des Großkampftages der Arbeitsfchlacht 1934 am 21. März wurden sodann vom Reichsminister Dr. Goebbels Einzelheiten bekanntgegeben, für deren Durchführung sowohl ber Reichswirtschaftsminister Dr. Schmitt wie auch bie Herren aus ber WirtWarschau, 7. Wärz. (DNB.) Am Mittwoch, dem 7. März, vormittags, ist in Warschau durch den polnischen Außenminister Beck und den deutschen Gesandten von Moltke ein Abkommen unterzeichnet worben, durch bas ber deutschpol- nische Zollkrieg enbgültig aufgehoben und die Grunblage für einen normalen Ausbau ber beiberseitigen hanbels- beziehungen geschaffen wirb. Das in Form eines Protokolls gekleibete Abkommen soll sobalb als möglich ratifiziert werben. Ieboch werben seine Bestimmungen unabhängig hiervon bereits vom 15. b.HL an in Anwenbung kommen. ♦ Das Protokoll über bie Beenbigung bes feit etwa neun Jahren bauernben Wirtschaftskriegs bestimmt, daß bie Kampfmaßnahmen, b. h. Einfuhrverbote unb Maximalzölle auf polnischer Seite, sowie Obertarif auf deutscher Seite, aufgehoben werden, wobei sich beide Teile die Gewährung der bestehenden autonomen Zollnachlässe zusichern. Bei dem komplizierten System der polnischen Handelspolitik bedeutet dies, daß die Einfuhr ber in Polen benötigten Waren, die an sich durch den prohibitiven Zolltarif unmöglich gemacht wird, vermittels autonomer Gewährung von Z o l lnachläsfen doch ermöglicht wurde. Diese Möglichkeit bildet eines der bedeutsamsten Bestimmungen bes Protokolls. Soweit solche auto- nomen Zollnachlässe nicht in Frage kommen, wird die Verzollung ber beutschen Waren in Polen nach der Spalte II bes autonomen neuen polnischen Zoll- tanfs unb bie Verzollung ber polnischen Waren in Deutschland nach den Sätzen bes allgemeinen deutschen Zolltarifs erfolgen. Für Waren, bie einem allgemeinen Einfuhrverbot unterliegen, erhält Deutschland Kontingente, so daß nach Aufhebung der Spezialverbote auch trotz Weiterbestehen der allgemeinen polnischen Einfuhrverbote eine gewisse ^eser deutschen Waren nach Polen ermöglicht wird. Auch für solche Waren, für bie im Laufe bes 30^65 1933 in Polen neue allgemeine Einfuhrverbote erlassen wurden, werden gewisse öffentlichen Körperschaften, infolgedessen auch gegenüber den Dienststellen der NSDAP. Ausnahmen sind dem geltenden Recht gemäß nur zuzulassen, wenn ein zwingendes öffentliches Interesse vorliegl. Ein zwingendes öffentliches Interesse ist nur inganz besonderen Ausnahmefällen gegeben, so z. B. bei der Durchführung von gerichtlichen Strafverfahren. Es ist bei einem Finanzamt verlangt worden, Auskunft darüber zu erteilen, in welcher höhe sich bestimmte Personen an der Freiwilligen Spende zur Förderung der nationalen Arbeit und an der Winterhilfe und anderen Spenden beteiligt haben. Alle diese Spenden beruh en auf Freiwilligkeit. Diese Freiwilligkeit darf durch unmittelbaren oder mittelbaren Zwang in keiner Weise beeinträchtigt werden. Es darf infolgedessen auch die erbetene Auskunft über die höhe der geleisteten Spenden durch das Finanzamt nicht erteilt werden. Jeder Finanzbeamte, der ohne zwingendes öffentliches Interesse irgendwelche Auskunft über die Angelegenheiten bestimmter Personen erteilen würde, würde gegen ein ausdrückliches dienstliches Verbot verstoßen und sich der Gefahr eines Dienststrafverfahrens aussehen. schäft praktische Vorschläge machten, bie zu einer völligen Uebereinftimmung ber Absichten führten. Die weiteren Beratungen hierüber werben tm Reichswirtschaftsministerium fortgesetzt. Hm ber Tatsache, daß das ganze deutsche Volk unter Anstrengung aller Kräfte nach Ueberroin- bung ber Winternot mit vollster Zuversicht im Frühjahr erneut an die Arbeit gehen wird, Ausdruck zu geben, werden am 21. März in allen Teilen des Reiches große neue Ar- beitsvorhaben der äffen'tlichen Hand in Angriff genommen oder bereits begonnene in ihrer Durchführung gesteigert werden. Auch die Privatwirtschaft wird an diesem Tage einen Heberblick über die erweiterten Veschäfligungsmöglichkeiten im Frühjahr und Sommer dieses Iahres geben können. Es werden an diesem Tage die Zahlen der voraussichtlich im Frühjahr zur Neueinstellung kommenden Arbeitskräfte bekannt gegeben werden. Die während der Wintermonate bis zum Frühjahrsanfang neu eingestellten Arbeiter werden zu besonderen Veranstaltungen versammelt werden. Der Führer selb st wird an einer der Baustellen der Reichsautobahnen erscheinen, um sich vom Stande der Arbeiten zu überzeugen. Er wird im Anschluß an die Besichtigung an die versammelten Arbeiter eine Rede halten, die auf alle deutschen Sender übertragen werden wird. Um das ganze schaffende Volk an dieser bedeutungsvollen Stunde teilnehmen zu lassen, werden in allen Betrieben die Arbeiter, Angestellten und Vetriebsführer a n den Lautsprechern zusammenkommen, um in gemeinsamer Verbundenheit und Schicksalsgemeinschaft die kommenden Aufgaben vom Führer entgegenzunehmen. Einfuhrmöglichkeiten geschaffen, außerdem gewährt Deutschland Polen unter Wahrung der bestehenden veterinär-polizeilichen Erfordernisse die Durch- f u h r m ö g l i ch k e i t von Tieren und tierischen Erzeugnissen aus Polen über Deutschland nach den westeuropäischen Märkten. Das Protokoll enthält ferner eine allgemeine Klausel, in der beiderseits zugesagt wird, in Zukunft alle Diskriminierungen, die als Folgen des Wirtschaftskriegs außerhalb der formalen Kampfmaßnaymen entstanden waren, zu unterlasse n. Das Abkommen gilt für unbestimmte Zeit, wobei jeder der vertragschließenden Teile Verhandlungen verlangen kann, wenn sich die Auswirkungen des Protokolls unbefriedigend gestalten sollten. Gleichzeitig sind zwei prioatwirtschaftliche Abkommen getroffen worden. Das eine zwischen den Eisenindustrien beider Länder über Zulassung von polnischem Eisen und Stahl nach Deutschland, wobei eine Störung des deutschen Marktes vermieden wird. Dafür würde eine beschränkte Ausnahme von dem deutschen Ausfuhrverbot auf Schrott nach Polen gewährt, da die polnische Industrie dringend Schrott benötigt. Das zweite Abkommen wurde zwischen den deutschen Schiffahrtslinien, die zwischen den Nordseehäfen und den polnischen Häfen fahren und der Zegluga Polska über eine Zusammenarbeit getroffen, wobei die deutschen Schifffahrtslinien ihre bisher trotz des Zollkriegs verschifften Frachten behalten und die polnische Reederei an dem erwarteten Zuwachs in einem solchen Maß beteiligt wird, daß bei entsprechender Zunahme der Gesamttonngge eine Aufteilung im Verhältnis 1:1 eintritt. Nie Grundlage für einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen. Das deutsch-polnische Wirtschaftsabkommen bedeutet einen entscheidenden Schritt in der Richtung auf eine wirtschaftliche Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern im Sinne der Am 21. Mrz beginn der Imhjahrsoffensive gegen die ArbMosigkeil. Der Führer spricht von einer Baustelle der Reichsautobahnen über alle Sender zum schaffenden deutschen Volk. Wirtschasissriede zwischen Deutschland und polen. Der Zollkrieg wird am 45. März eingestellt. - Das Protokoll in Warschau unterzeichnet. freundschaftlichen Verständigung vorn 26. Januar. Durch das Abkommen wird allerdings nur der seit 1925 mit wechselnder Heftigkeit andauernde Wirtschaftskrieg aufgehoben. Dieser Kriegszustand bestand darin, daß auf beiden Seiten die Einfuhr verschiedener Waren durch Kampfzölle ober Verbote verhindert und überdies auf polnischer Seite der deutsche Zwischenhandel und die deutschen Schiffahrtslinien aus dem polnischen Einfuhrgeschäft ausgeschaltet wurden. Das Abkommen bedeutet demnach nicht den Abschluß eines re. gulären Handelsvertrages, da es weder Die Meiftbegünstigungsklausel noch Zollabreden enthält. Wie erinnerlich, ist im Jahre 1930 ein Handelsvertrag mit Polen zustandegekommen, der aber niemals in Kraft gefetzt wurde, weil sich zwischen dem Abschluß und seiner Ratifizierung durch Polen die wirtschaftlichen Verhältnisse, namentlich in Deutschland, derart verschlechtert hatten, daß die deutschen Zugeständnisse auf dem Gebiete der polnischen Kohle- und Schweineausfuhr nach Deutschland nicht mehr ausrechterhal- t e n werden konnten. Da sich die Lage seither in keiner Weise verändert hat, konnte der Abschluß eines Handelsvertrages in dem Ausmaße wie beispielsweise im Jahre 1930 noch nicht in Betracht gezogen werden. Durch das jetzige Ab- kommen wird der zwar bescheidenere, aber praktisch allein zweckmäßige Weg beschritten, um aus dem wirtschaftlichen Kriegszustand etappenweise zu einem Aufbau der gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen zu gelangen. In welcher Form und in welchem Ausmaße sich dies entwickeln wird, kann noch nicht vorausgesehen werden. Es besteht aber die Aussicht, daß schon das vorliegende Abkommen zu einer erheblichen Erweiterung der Handelsbeziehungen führen wird. „Dom Kaiserhof zur Reichskanzlei.^ Ein neues Buch von Dr. Goebbels. Berlin, 7. März. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels hat soeben sein neuestes Buch, bas unter dem Titel „V o m Kaiserhof zur Reichskanzlei in nächster Zeit im Eher-Derlag München erscheinen wird, vollendet. Das Buch behandelt in Tagebuchaufzeichnungen und politisch-kritischen Darstellungen die deutsche Entwicklung vom 1. Januar 19 3 2 bis zum 1. M a i 1933 und enthält damit die entscheidenden Phasen der Machtergreifung durch den Nationalsozialismus. Gauleiter Wahl verzichtet auf feine Beförderung München, 6. März. (DNB.) In Durchführung der vorzugsweifen Beförderung von Beamten, die sich u m d i e nationale Erhe - bung besondere Verdienste erwarben, sollte der Gauleiter von Schwaben, Pg. Wahl zum Oberstadtamtmann befördert werden. Gauleiter Wahl hat jedoch die Beförderung mit einem Schreiben an den Stadtrat abgelehnt. Er erklärt in diesem Schreiben: Der Sieg unserer stolzen Fahnen und damit die Erfüllung dessen, was ich mit heißem Herzen feit Kriegsende erstrebte, ist mir Ehrung und Anerkennung genug. Keine Abwertung des Schweizer Franken. Bern, 8. März (DNB.-Funkspruch) Im Rahmen eines Vortrages über die Möglichkeiten und Grenzen der schweizerischen Wirtschaftspolitik lehnte Bundesrat Sch ult Heß, der Leiter des Eidgenössischen Wirtschaftsdepartements, eine Abwertung des Franken als verhängnisvoll entschieden ab und befürwortete eine s y st e m a t i s ch e Anpassung der schweizerischen Wirtschaftspolitik an die Weltwirtschaft, was für das Inland einen gewissen Abbau der Löhne und Preise bedinge. Schultheß appellierte an die Zusammenarbeit des ganzen Volkes zur lieber- Windung der wirtschaftlichen Schwierigkeiten, die unter der bisherigen Staatsform erfolgen sollen. Ein neues englisches Militärflugzeug. London, 8. März (DNB.-Funkfpruch) Die britischen Luftstreitkräfte haben ein neues Militär- flugzeug erworben, das im mittleren Osten verwendet werden soll. Das Flugzeug, das den Namen „Vickers Vincent" führt, hat drei Mann Besatzung. Neben der üblichen Ausrüstung führt es Schlafsäcke, einen Wasserbehälter, einen Sauerstoffapparat, einen Kasten mit Arzneien für die erste Hilfe, einen Funkapparat mit aufklappbarem Mast für den Fall von Notlandungen auf der Erde und einen Vorrat von Leuchtkugeln mit sich. Unter dem Rumpf der Maschine ist ein besonderer Brennstoffbehälter angebracht, der Brennstoffe für einen Flug von etwa 2000 km fassen kann. Selbstmordversuch des Staatsanwaltes Hurleaux. Paris, 6. März (DNB.) Der Mitarbeiter des Generalstaatsanwaltes Prefsard, Hurleaux, wurde auf Grund eines Vorgefundenen Briefes, den Hurleaux an Stavifky geschrieben hatte, und in dem Hurleaux Stavisky bat, Fürsprache für ihn einzulegen, feines Amtes enthoben. Hurleaux schloß seine Bittschreiben mit der Ver- icherung „In treuer Dankbarkeit". Als dem Staatsanwalt der Beschluß des Justizministers mitgeteilt wurde, erlitt er einen Nervenzusammenbruch und versuchte, sich im Gericht zu vergiften. Er konnte jedoch von anwesenden nichtern daran gehindert werden und wurde unter trenger Bewachung in ein Sanatorium eingeliefert. Kleine politische Nachrichten. Reichswirtschaftsminister Dr. Schm i tt empfing die Wirtschaftsminister der Länder, um ihnen nach der erfolgten Vereinheitlichung des Reiches in einer freimütig alle Fragen der deutschen Wirt- chaftspolitik behandelnden Rede die gegenwärtige Lage und sein Programm darzulegen. In einer vom Vertrauen in die Wirtschaftsführung des Reichsministers getragenen Aussprache wurde völlige Einmütigkeit festgestellt. * Das Konzentrationslager Sonnenburg wird demnächst aufgelöst. Seine Räume werden dann anderen Bestimmungen zugeführt. Ob eine Wiederverwendung als Zuchthaus in Frage kommt, wird von der Entscheidung der zuständigen Behörden abhängen. * Wie der Landesführer des Reichskrieger- bundes Kyffhäufer bekannt gibt, finbe't ber 5- Deutsche Reichskriegertag am 7. und 8. Juli in Kassel statt. zur Veröffentlichung zu. Wettervoraussage. barocke, in der die Hälfte der Leute und die Frauen vor ihrem Abflug wohnten, z e r b a r st nachts in zwei Teile. Die Bewohner öffneten aber, ohne jede Panik, den vorsichtshalber geschaffenen Notausgang und begaben sich aus das Eis hinaus. Als die Eisbewegung aufhörte, kehrte jeder in seine Barackenhälfte zurück und begann sofort die Errichtung der fehlenden Wände. Auch die Küche ist geborsten. Beide Hälften sind etwa 50 Meter abgetrieben. „All das macht uns keine Angst", fügt Schmidt seiner Mitteilung hinzu, „erfordert aber viel Arbeit, da Proviant und Gebäudeteile an andere Stellen geschleppt werden müssen." Oterendorp die Forderung aufgestellt, daß der Volkswagen geschaffen werden müsse. Wenn nicht nur jeder 120., sondern jeder 50. oder 40. Deutsche einen Wagen halten können solle, dann sei dafür eine Reihe von Voraussetzungen nötig. Der Volkswagen müsse erheblich billiger sein als der heutige Kleinwagen. Weiter müßten Haltungsund Betriebskosten des Fahrzeuges bedeutend gesenkt werden und schließlich müsse das Einkommen breiter Volkskreise etwas steigen. Das letztere Ziel lasse sich aus den Ergebnissen der Arbeits- und Wirtschaftspolitik der Regierung ohne weiteres erwarten. Vor allem würden für den Automarkt zu- Zugunften der Winterhilfsoeranstaltungen der Ortsgruppen Bremen-Ost fand in der Bremer Baumwollbörse die Versteigerung eines Baumwollballens statt. Zu dieser Veranstaltung waren außer dem regierenden Bürgermeister, Dr. Markert, die führenden Persönlichkeiten aus Bremens Handels-, Bank- und Geschäftswelt erschienen. Präsident Dr. Kramer forderte alle Anwesenden auf, ihr Scherflein AU hipfpm Oniermerk benutraaen. Anschließend wurde Aus aller Wett. Ein Baumwollballen wird für die Winkerhilfe amerikanisch versteigert. Sie große LMmgsschau der deutschenAutoindusirie Erste Eindrücke von der Berliner Ausstellung. Durch den Zustrom kalter Luft an der Rückseite der nordöstlich abziehenden Storung hat sich über Frankreich und Süddeutschland ein Hochdruckkern aufgebaut, der sich zunächst auch bei uns auswirken wird. Da noch vorwiegend westliche Winde herrschen, tritt zeitweise wechselhafte Bewölkung auf, doch wird der hohe Druck auch Aufheiterung veranlassen. Dabei kommen Ein- und Ausstrahlung zur Geltung und werden die Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht verschärfen, so daß nachts Frost auftritt. Das vom Ozean heranrückende neue Druckfallgebiet wird aber später wieder wärmere Luft zuführen und somit Eintrübung bewirken. Aussichten für Freitag: Stellenweise Frühnebel und leicht wechselnd-wolkig mit Aufheiterung, Temperaturgegensätze zwischen Tag und Nacht sich verschärfend, trocken. Aussichten für Samstag: Wieder mehr freien können. Zement statt Gold. — Ein interessanter Fall MUS ihm aufgezwungen hat. Die katholische für Scotland Zard. Kirche soll und muß in religiösen Fragen auf ihrem $ie Detektive von Scotland Yard in London be- Standpunkt und Recht beharren. Sie soll und mufi Mmftigten sich mit dem spurlosen Verschwinden aber auch freudig mithelfen, diesen falschen Oeift, I cjncr Sendung von 930 Unzen (28 Kilogramm) der heute noch in böser Absicht aus manchen @ o(lb im Werte von 6360 Pfund Ster- Quellen fließt, aus den Reihen der gläubigen Iing> die von der Standard-Bank von Südafrika Katholiken hinauszujagen und die Maske denen, na2 England abgesandt worden waren. Der Damp- wo sie auch stehen sollten, herabzureißen, die bie ;er „Balmoral Castle" hatte bei der Ankunft tn innere Ruhe und den Frieden in Deutschland ver- Southampton zwar die Kiste an Bord, jedoch ent- antwortungslos zu stören beabsichtigen. Wir Ratio- h^se statt Gold Zement. nalsozialisten sind gekommen, um Deutschland zur $d)roieri(.feifen bei der „Tscheljuskin"-Vesahung. Kamp? wo jeder anstänMge Mensch aus Mn and" Nach neueren Meldungen des Expeditionsleiters ken ^q7wiefen ist, 'unseren L Freiheit Schadt tauchten beim Abtransport er Frauen wiederzugewinnen. Wir sind aber nicht gekommen, und Kinder m dem Isfeld das der „Xf J « lj um Religionskriege auszulösen. Wer das glaubt, kl n"-Beiatzung als Lager dient, neue«br«teR st irrt sich. Staatssekretär Dauser betonte zum Schluß, auf. Das Eis bewegt sich fortgesetzt und> tunnt s ch daß er fich mit diesem Gedanken in voller zu Blocken. Die von der Besatzung errichtete Holz Ein i g feit wisse mit dem Führer unb * hi» unh bie ^raU€n dessen Stellvertreter, wie auch, was ihn persönlich besonders erfreue, mit Kardinal Faulhaber. Denen, die glauben, ihm oder seinen Mitarbeitern bei der Ausübung seiner schweren Pflicht in hinterhältiger Form störend entgegenzuarbeiten, rufe er heute in aller Oeffent- nächst die Bevölkerungsschichten in Betracht kommen, deren Einkommen zwischen 3000 und 5000 Mark liege. Dem kommenden Volkswagen werde es vorbehalten, diese breite Schicht von zwei Millionen zu Kraftfahrern zu machen. Schon ~ - „ ... heute könne man, auch nach dem technischen Stand Eintrübung und Temperaturausgleich, noch meist der Dinge die Forderung aufstellen, daß das Volks- trocken. o . . auto nicht viel mehr als 1000 Start kosten Lufttemperaturen am 7. Marz: mittags 8,1 Grad würde. Der Ausbau der Absatzfinanzierung müsse Celsius, abends 2,8 Grad; am 8. März: morgens die Anschaffung erleichtern. Die Industrie müsse ihre o,9 Grad. Maximum 8,9 Grad, Minimum 0,5 Grad. Gewinnkalkulation auf das allerschärfste abstellen, Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 7. März: der Händler und die Versicherung Entgegenkommen abends 2,9 Grad; am 8. März: morgens 1,3 Grad zeigen. Es müßten alle anteilmäßig an einer Ver- Celsius. — Niederschläge 0,5 mm. — Sonnenschein- Minderung der Kosten Mitwirken, weil die monat- bauer 3 Stunden. lichen Aufwendungen nach den gegenwärtigen Amtliche Wintersporlnachrichten. Sätzen auch für den Volkswagen einschließlich der S a u e r l a n d. W i n t e r b e r g: Leichter Schnee- Tilgungsquote noch immer rund 75 Mk. betragen . 3 Grad, 21 cm Schnee, 3 bis 5 cm Pulverwürden, also zu teuer seien. . schnee; Ski und Rodel gut. Werkfeierstunde zur Eröffnung der Berliner Schwarzwald. Feldberg: Klar, — 6 Automobil-Ausstellung. Grad, 75 cm Schnee, 21 bis 30 cm Neuschnee, Heute, Donnerstag, zwischen 11 und 12 Uhr (nicht Pulverschnee; Sportmöglichkeiten sehr gut. wie gestern angegeben, zwischen 10 und 11 Uhr) Alpen. (9 arm1 \ $ CJ$ r c2? 1 e ® ar' wurde die feierliche Eröffnung ber „3 n t e r n a t i 0 = 0 Grad, 20 cm Schnee, 3 bis 5 cm Neuschnee, Pulver- nalen Automobil- u n b, Motorrad- schnee; Sportmoguchkeit gut. M)en5 Imter Verleitet Damit“ al?'Arbeiter &unb Hauptschristleiter: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Angestellten der deutschen Automobilindustrie Zeu- Verantwortlich für Politik. Dr. Friedrich Wilhelm qen Meier Siegesfeier der Krastsahrzeugwirtschast Lange, jur Feutlleton: Dr. Hans Thnr.ot, jur den fein konnten - hat sich doch die Belegjchast bei übrigen Teil: Ernst Blumschem. Anz,gente,ter: M^ustrie.während^der^undfun-übertragung | Unm^iBu». u.i. DieVlutchronik des Marxismus.! Aber weder dem geisUgen noch dem physischen Terror I Von der Landesstelle Hessen-Nassau des b°tigt sich das deutsche Volk. Sein gesunder Instinkt Reichsministeriums ür Volksaufklärung und bewahrt es vor dem Triumph des Kulturboljche- Propaganda geht uns der folgende Au,,atz Ztsmus. Und auf der Straße beginnen die braunen v ~• I Kolonnen Adolf Hitlers zu marschieren, deren An- teil an den Opfern des Marxismus im Jahre 1924 Obwohl die nationalsozialistische Regierung nun noch verhältnismäßig gering ist und nicht mehr schon seit mehr als einem Jahre an der Macht ist als ein Viertel beträgt. Aber bereits im Jahre und jedem Ausländer bereitwillig Tür und Tor 1927 entfällt auf die nationalsozialistische Be- ösfnet, um ihm zu zeigen, wie es im neuen Deutsch- wegung das Großteil der Opfer unb im Jahre lanb aussieht, wollen bie Greuelmärchen noch immer 1930 sind rund 90 v. H. aller Opfer des Marxismus nicht verstummen. Aus durchsichtigen Gründen wird Kämpfer Adolf Hitler. Nun richtet sich immer unver- dabei immer wieder der Eindruck zu erwecken ver- hohlener und immer ungestümer die Wut und der Haß sucht, als sei in Deutschland eine Zeit der inneren bes Marxismus gegen den Nationalsozialismus, und Ruhe abgelöst worden durch einen Terror fd)lirnrn= e5 geigt sich, daß gerade in den braunen Reihen, nicht stsr Art. Daß dem nicht so ist, daß alle, bie btefe aber im Lager der Roten die deutsche Arbeiterschaft Behauptungen wiederholen, sich einer krassen Ge- steht. Schon im Jahre 1927 sind sieben von zehn ge- schichtsfälschung schuldig machen, ist leicht zu be- fallenen Nationalsozialisten Arbeiter, im Jahre 1931 weistn. Man braucht nur bie blutigen Zeugen ber sind es noch mehr. vergangenen fünfzehn Jahre aufzurufen, bie Toten In diesem Jayre verdreifacht und im Jahre 1932 und Gemordeten einer Zeit, von ber man dem verfünffacht sich bie Zahl ber marxistischen Morbe. beutschen Volke verheißen hatte, baß es sie in Frei- Während die Parteibonzen unb republikanischen heit, Schönheit unb Würde werde durchleben können. Meister von Humanität und Liberalismus reden, In einem Buch „Terror. Oie Blutch r 0 - moroen ihre Werkzeuge, das deutsche Volk nieder, nik des Marxismus in Deutschland . „Severings politische Kinder" hätten niemals in hat Dr. Adolf Ehrt, der Verfasser des Buches diesem ungeheuerlichen Ausmaße ihr verbrecheri- „Bewaffneter Aufstand", zusammen mit Hans fches Handwerk treiben können, wenn nicht die Or- Roden (Eckart Kampf-Verlag, Berlin) an Hand aane des Weimarer Staates stillschweigend zuge- von amtlichem Material deshalb einmal-bärge- sehen, wenn sie nicht häufig genug Bestien von stellt, wie in Wahrheit in der Weimarer Republik Mördern mit wenigen Jahren Zuchthaus ober gar bie Kurve ber marxistischen Morbe Jahr um Jahr nur Gefängnis bestraft hätten. Die Schulb des sprunghaft anstieg, bis nach bem entschlossenen Zu- Staates von Weimar an bem Terror, unter bem packen ber beutschen Regierung bem täglichen Mor- bas beutsche Volk fünfzehn Jahre lang leiden den schließlich ein Ende gemacht wurde. mußte, ist deshalb nicht geringer als bie Schulb Auf dreierlei kam es den Verfassern im besonderen ber Bolschewisten, an- Sie wollten einmal nachweifen, daß es in ber1 Tat einen aufs höchste ausgebilbeten inbivibuellen Terror ber Kommunisten gegeben hat, ber von ihnen immer wieder, zuletzt noch im Prozeß gegen bie Reichstagsbranbstifter geleugnet worben ist. Zum anderen galt es, die lügenhafte Phrase endgültig M ü n ch e n, 8. März. (DNB.) Bei einem Presse- zu widerlegen, als seien die marxistischen Morde empfang hielt Staatssekretär Dauser, Mitglied an deutschen Volksgenossen immer nur geschehen in ber Reichsleitung der Arbeitsgemeinschaft Verteidigung der Interessen des arbeitenden Volkes katholischer Deutscher, eine Ansprache, in durch den Marxismus. In der Tat ergibt eine Zu- ber er u. a. erklärte: Ich kann auf Grund persön- sammenzählung, daß rund drei Viertel der den lichen Erlebens das Zeugnis antreten dafür, daß marxistischen Mördern zum Opfer gefallenen deut- bie nationalsozialistische Bewegung ehrlich gewillt scheu Arbeiter „Proletarier" waren, die der Mar- ist, ben deutschen Katholiken in die Front ein« rismus zu schützen vorgab. Unb zum brüten war zugliebern, ohne seine religiöse Gesinnung an= zu erhärten bie enge Zusammenarbeit zwischen zugreifen ober zu verwässern. Wir forbern nur bas KPD. unb SPD., bie innige Verbunbenheit ber eine: Unbebingte Ehrlichkeit ber G e - beiben marxistischen Parteien, beren eine bie Mor- finnung, ein aufrichtiges Bekennen ohne Wenn ber stellte unb beren anbere sie beckte. „Die Toten unb Aber. Was ber Nationalsozialismus verwirft, dieses Buches", so heißt es deshalb an einer Stelle, jft nicht die katholische Gesinnung, sondern dieses „klagen den Marxismus des bewußten und organi- heimtückische Gespenst von Falschheit unb Lüge, bas fierten Meuchelmorbes an. Wir klagen ihn barüber heute höflich lächelnb sich verneigt unb morgen sie hinaus an, bie feste Absicht unb ben unverrückbaren bekämpft. Das ist es, was wir verabscheuen. Diesem Plan eines Massenmorbes von gigantischen Aus- schwarzen Gespenst sagten wir Nationalsozialisten maßen gehabt zu haben unb noch zu hegen, hinter vor Jahren schon ben Krieg an, unb babei bleibt dem bie Greueltaten aller früheren Jahrhunberte es auch. Doch diese abscheuliche Gesinnung hat mit verblassen." katholischem Empfinden nichts zu tun. Die Terrorherrschaft ber Marxisten setzte im Im Gegenteil, bie katholische Weltanschauung ist Jahre 1918 ein mit ben Gewalttaten von Fahnen- im wesentlichen in ben grunbsätzlichen Fkagen mit flüchtigen unb ßanbesoerrätern in Kiel, München dem Nationalsozialismus verwandt. Der katholische und Stuttgart. In der Folgezeit verging fast kein Mensch muß sich nur befreien von Hemmungen, y • . . Tag, an dem nicht da unb bort in beutschen Landen die die Zeit der Parteien unb bes Parlamentans- lichkeit eine allerletzte Warnung zu. ein beutscher Mensch ben kommunistischen Morb- schutzen und ber wilb aufgeputschten Menge zum Opfer fiel. Auf bas Berliner Polizeipräsibium wird ( ein Hanbgranatenanschlag verübt, unb um bie Kom- manbantur in Berlin, um ben Marstall unb um das Schloß wird mit Einsatz von Artillerie gekämpft. In Halle, Düsseldorf, Bremen, im Ruhrgebiet, in den großen Industriezentren wütet der - ^er erste Eindruck, den der Besucher der Inter- rote Terror bann vor allem unb forbert Hunberte nationalen Automobil- unb Motor- von Opfern. Im Rheinland entsteht eine ganze rcibausstellung in Berlin beim Betreten ber rote Armee, bie über Artillerie verfügt. In Braun- fallen gewinnt, ist ber, baß bie Maßnahmen ber schweig wird die Räterepublik ausgerufen, in Ber- Reichsregierung zur Förderung ber Motorisierung lin gehen bie Marxisten mit Minenwerfern unb Ge- be5 Verkehrs außerorbentlich gewirkt haben. Die schützen vor, in München wird unter jüdischer Füh- deutsche Automobilindustrie scheint die erfte rung der infame Geiselmord verübt. In Hamburg Stelle, die sie früher im Automvbilbau der Welt fallen 17 Mann einer freiwilligen Wachabteilung hatte, zuruckgewonnen zu haben. dem roten Terror zum Opfer. Im Mansfelder In- außerordentliche Auftrieb, den ber kleinere buftriegebiet, in ber Umgegend von Halle, Meye- Wagen in ben letzten Jahren erfahren hat, tritt bürg, Weißenfels, Naumburg unb Bebra lodert der t[ar in Erscheinung. So haben auch die Adler- mitteldeutsche Aufstand unter der Führung des Korn- e r k e einen Einsitzerwagen herausgebracht, munüten Max Hölz empor. So geht das die ganzen D a i m l e r - B e n z ist ebenfalls mit einem klelne- Jahre hindurch. Entmenschte, verhetzte Kommunisten ren Wagen vertreten, ber daburch interessant ist, schneiden ihren Opfern Ohren und Nase ab, treten ba6 der Motor im Heck des Fahrzeuges euv Ohnmächtige zu Tode, locken Ahnungslose mit der ^baut ist. Wenig Aenderungen in ihrem Pro- weißen Flagge in bie Falle unb plünbern tue Nie- ^xamm zeigt bie Auto-Union. Nur bie DKW- deraeschossenen bis aufs Hemd aus. Ganz plan- Wagen finb weiter entwickelt worben; ber billigste mäßig bricht bald hier, bald da ein kleinerer ober x b foftet nur noch 1865 Mark Motorräder dieser größerer Aufstand auf, so daß Polizei und Reichs- 5irma finb schon für 333 Mark mit einem 2V- PS wehr in einem fort in Atem gehalten werden und Umkehrlüftungsmotor zu haben L p el, hat zwei immer wieder Kameraden aus ihren Reihen opfern neue Wagen ausgestellt, einen 1,3 Liter Vierzylinder müssen. . , in verschiedenen Ausführungen und einen Sechs- Dennoch gelingt bem Marxismus ber Durchbruch ,»lj„der mit Synchronfeberung. Hanomag bringt nicht. Die Kräfte des Volkes, bie sich in ben Wehr- ^in acht verfchiebene neue Personenwagenausverbänden, in der SA. unb SS. zu sammeln H^rungen in ben Typenklassen 25, 32 unb 50 PS. ginnen, finb zu stark unb zu gesund, als daß sie von W. haben ihr früheres Kleinwagenprogramm wurzel- und vaterlandslosen Gesellen über den m ba5 Programm „Leichter Hochleistungswagen Haufen gerannt werden könnten. Etwa im Jahre geändert. Bei den Kleinstwagen macht der Zwei- 1924 ist es so weit, daß der Marxismus infolgedessen b linder H 500 von § ansa - Ll 0 Y b schon Den feine Taktik ändert. Jetzt beginnt bis ms Jahr 1930 ^inbrud- eines normalen Wagens. ®ie hinein ber Zeitabschnitt bes Kleinkriegs, bes mdivi- R ö h r w e r k e haben einen leichteren Vierzylinber- buellen Terrors, der um fo gefährlicher ist, als es wagen mit vier Gängen, ben Rohr ausgestellt, immer schwerer hält, bie wahren Schuldigen Zu ent= Ausländer auf der Ausstellung treten gegen- larven unb unschädlich zu machen. In den Zeitungs- ^^r den deutschen Firmen stark m den1 Hmter- stuben und in den Parteibureaus sitzen sie, wahrend b 3n der Halle der L a st w ° 9^ n herrscht der draußen bie Menschen abgeschlachtet werden, uni) $)iefeIm()tor vor. Besonders bemerkenswert st die hetzen immer aufs neue deutsche Volksgenossen gegen Verwendung des Dampfmotors für den Antrieb deutsche Volksgenossen auf. Nur dem fluchtigen Be- Lastkraftwagen. lieber Ausschreitungen, die aus irgendeinem Anlaß fUF 1OUU da und bort sich ereignen. BÄ näherem Zusehen aber 7. März. (DDZ.) In ben Veräfsent- wird deutlich, daß hier em genau durchdachtes An- Bern , RationalsozialistiNen Krastfahrkorps griffssystem in losen Gruppen am Werke war Dazu j bchunge wird von Dr. Bernhard van kommt die immer stärker sich entfaltende Massen- und Siebenhunbert Tote sind es insgesamt, deren Namen man hat feststellen können. Zu diesen gesellen sich die Hunderte von unbekannt gebliebenen Opfern und die etwa hundertfache Zahl an Verwundeten und an Volksgenossen, die man zu Krüppeln schlug. Noch im Februar 1933 fallen sechzehn, im März achtzehn Deutsche den Kugeln der roten Front zum Opfer. Mit letzter Kraft versucht der Marxismus angesichts des stürmischen Erwachens des Deutschen Volkes zu retten, was zu retten ist. Auch sein letzter Ansturm wird abgeschlagen. „In Deutschland", so wird am Schluß des Buches gesagt, „ist allen Völkern ber Welt ein unerschütter- , , , licher Schutzwall gegen bie marxistische Jnternatio- bie|em Opferwerk beizutragen. Anschließend wurde nale erstanden, ein Garant des Friedens und ber ber gewaltige Ballen auf amerikanische Art ehrenvollen Verstänbigung." Das war aber nur versteigert. Er war von ber Baumwollbörse ge- möglich durch den Einsatz des Lebens ber SA.- und giftet unb hatte mit 275 kg Gewicht einen Normal- SS.-Männer unb ihrer Kameraben. Wie sie bafür wert von etwa 180 Mark. Ein Vertreter ber Baum- leiden mußten, wie unmenschlich sie niebergemefcelt moubörfe leitete bie Auktion, bie nach fpannenbem würben, bavon legen bie zahlreichen Bilber bes Verlauf ben schönen Betrag von 10 560 RM. Buches trauriges und hart ans Herz packendes Zeug- brachte. Mit diesem Angebot hatte die Baumwoll- nis ab. Selbst bem böswilligsten Feinde des neuen bbrse ben Ballen wieder erworben. Sie bot ihn Deutschland sollte allein diese Dildauswahl genügen, bann auj normalen Versteigerungswert aus, wobei um ihn endlich erkennen zu lassen, unter welchen bann endgültig einer Bremer Firma zufiel, bie unerhörten Leiben unb Qualen bas beutsche Volk 200 RM. geboten hatte. bis an ben Raub des Abgrunbes getrieben wor- 6eiben xurischen Fischer gerettet. ielW ouetn der n^-rlich- Versuch -ine- roten Der Eisbrecher Row-r" ist, m» den beiden Fi. Aufstandes im Jahre 1933 hätte führen müsien, sch-rn. die wie S-nreldet mehrer- Tage aus dem haben mit erschreckender Deutlichkeit in den lebten Sunden o o g tsma( (en et n W I Wochen die Vorgänge in Oesterreich gelehrb Mit I - n waren, wohlbehaltenL°bmu etngetrofsen. Recht hat Reichskanzler Adolf Hitler deshalb in Der Eisbrecher hatte °ub-r°rdentltche Echwiertg einer Unterredung sestgestellt, daß in Deutschland ketten zu überwinden, da das Eis st-ll-nwesie an 18 000 Tote und ®50 OOÖ Verwundete zu zählen ge- derthalb Meter dick war. In Ausammenarbert m Leien wären, wenn ein Bürgerkrieg dieselben Aus- den Sportflugzeugert d lF'°S°^udesgruppe Me 1 m°b° angenommen hätte wie in Oesterreich. ^dauernd- ^Psiegnn^sorgten^un^dw Ver^ ber Eisbrecher nun enblich bie Fischer, bie völlig DerKachMimnationalsoziaMchenDeuWand^^^ " - -“ Immer zuverlässig gut ist rund dick - ohne Md st. die Spezialzigaretfe im Riesenformat. Ecksteins 1 3 Pt Nachdruck verboten! 10. Fortsetzung. i Stück -.15, *■! 0 .10 Unsere große nene Leistung! Stück 25 Schrubber, Greibig, mit Bart...Stück Scheuertuch, gut. Qual., Gr. 60/85, Stck. Stück Kokos-Handfeger Paket Kokos-Besen, gute Qual., Stück -.50. 25 Dank Stück 01237 .10 3 Stück Stück Bohner-Besen, 2und3kg, Stück 1.35, 10 Stück 1.50. 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Nachputzpulver, Riesentube ein jäher Schreck. Warum sagte dieser fremde Mann das alles zu ihr? Sie fand keine Antwort. Aber als sie wieder an ihrem Platze saßen, verfiel sie in tiefes Grübeln. „Wir bleiben immer zusammen — immer, Rosemarie! klangen ihr Wangenheims Worte ins Ohr. Er hatte sein Wort gebrochen. Das würde dieser Mann dort niemals tun. Aber sie war ja kein Mensch, dem man ein Wort zu halten brauchte. Dieben und Betrügern braucht man kein Ehren- wort zu halten!, fuhr es ihr durch den Sinn. Wieder richtete Fürst ßueberg das Wort an sie, doch das Gespräch blieb einsilbig. Wie gleichgültig war ihr dieser Mann! Sie griff gierig nach ihrem Sektglase und trank in hastigen Zügen. Immer und immer wieder trank sie, bis auch ihr schweres Blut ein leichter Rausch überkam. „Sie taut noch einmal auf, unser Kleinchen!" sagte Doktor Brunner, der Rosemarie den ganzen Abend über immer sorgenvoll beobachtet hatte. Willenlos überließ sie sich dem kleinen Rausch. So wohlig leicht wurden ihre Glieder, und selbst das dumme, dumme Herz hörte auf, weh zu tun. Mit einem Male machte es sogar Spaß, mit allen Männern hier ein bißchen zu flirten. Und in einer so reizenden, kindlichen Art scherzte sie mit dem Fürsten, daß er ganz glückstrahlende Augen hatte. Langsam drehte er seinen schweren Wappenring vom Finger und zog ihn wie im Spiel über Rosemaries feinen, zarten Ringfinger. Rosemarie beschaute das Wappen und ließ sich die einzelnen Figuren erklären. „Zwei dieser Ringe gibt es in unserem Familienschmuck. Einen für den ältesten Sohn des Hauses — und den zweiten für seine Frau. Gut kleidel der Ring Ihre Hände — möchten Sie ihn tragen, Rosemarie?" Wieder klang durch seine Worte unverkennbarer Ernst, der Rosemarie sofort aus ihrer leichten Sektstimmung riß. Hastig streifte sie den Ring ab und legte ihn in Luebergs Hände. Sie war vollkommen nüchtern: „Einer so hohen Ehre wäre ich gewiß nicht würdig, Fürst!" sagte sie lächelnd: dann nickte sie ihm leicht zu und ging zu Doktor Brunner, ihn zu bitten, heimzufahren. 5. Kapitel. Rheinischer Frohsinn ... Rheinischer Wein ... Im Hause Wangenheim herrschte eine ausgelassene Stimmung. Wolfgang Wangenheim hatte seine Freunde zu einem netten Herrenabend eingeladen. Man hatte soeben auf der Terrasse fabelhaft soupiert, lind nun kreiste der Becher. Fröhliche Stimmen klangen durch die warme Sommernacht. Zu Füßen der frohen Zecher rauschte der Rhein seine uralte, selige Melodie, und der Mond, der groß und rot Teppiche Läufer Äettvorlagen Bettumrandungen u.a.lätt.Haarew. nurd.dievonmir angew.,einz.sich. Meth.u.Gar.für imm.mit d.Wurz. schmerzl-entferni 12Jahre Praxis. Berta Gulden. Svrechstd. jeden Freitag,Gießen, Hindenburgw.15 0-7 Uhr durchg. Heinrich Hochstätter Gießen / Am Ärand Stück Stück 1.-, .75, . .Flasche -.25, Heute Donnerstag bis Sonntag Anny Ondra in ihrem neuesten u.bestenTon-Lustspi^ Statt Karten! Für die mir in so reichem Maße übersandten Glückwünsche und Älumenspenden anläßlich meines 80. Geburtstages spreche ich auf diesem Wege allen meinen herzlichsten Dank aus 01241 Frau K. Arndt, Leichenfrau Gießen, den 8. März 1934 icht fiat m Eh gro The Lc von Ueb aus ein ftiin 3eit< den bro, Alt- Mei Spu jicc L ton Ak M)t Veit Wa yfyi ter Sotl KAISERS:;:;:: WliWli-Meili wen Samstag, den 10. März, abends 8 Uhr, im „Kath. Vereinshaus", Liebigstraße MerhMWS- uno Meooenö Tanz, Vorführungen ernster u. heiterer Art. Mittvirk.: Kapelle Krengel, Reichsb.- Turn- und Sportverein, Gesangsabteilung der Lokomotivführer usw. Alle Rerufskameraden mit ihren Angehörigen sind herzlichst eingeladen. — Gäste können eingeführt Koch fische und Filets Rotzungen, Seezungen Limandes, Heilbutt, Zander Flußhecht ui2a Fischhaus, Cuxhaven* Marktstraße 23 Telefon 2417 von Zeit zu Zeit hinter den Wolken hervorlugte, schmunzelte über das ganze Gesicht, wenn man ihn übermütig anulkte. Bei Wangenheim kam man gern zusammen. Der Wein erhitzte die Köpfe. Immer kecker flogen Rede und Gegenrede. Besonders der Jüngste in der Gesellschaft, Günther Beheim, der meist nur „Güntherlein" genannt wurde und der Meinung aller nach eigentlich noch ins Backfisch-Aquarium gehörte, wurde tüchtig hochgenommen. Aber Günther war ein bildhübscher Kerl, der bei den kleinen Mädels viel Glück hatte. Er wußte das und renommierte deshalb auch oft vor den „alten Herren" mit seinen feschen Bekanntschaften, daß denen die Augen übergingen. So zog er auch eben wieder bedächtig seine Brieftasche hervor und nahm mit spitzen Fingern ein Bildchen heraus, das seine letzte Bekanntschaft, die entzückende, kleine Lottelies darstellte. Aber Lottelies schien nicht die einzige zu sein, die Günther im Herzen trug. Als er die Tasche wieder einstecken wollte, flatterte noch ein ovales Mädchenbildnis zur Erde, das scheinbar sorgfältig aus einer Zeitschrift ausgeschnitten war. „Ach so. Kleiner, du sammelst wohl so alles Erreichbare an Bildern? Da klebst du wohl auch Filmdiven und Tänzerinnen in dein Sammelalbum? Ra ja, kindlicher Spieltrieb! Bor kurzem hast du noch Reklamemarken gesammelt, und jetzt sammelst du Bildnisse von der holden Weiblichkeit", spöttelte der lange Menke. „Bist verrückt!" antwortete Günther erbost. „Das Köpfte da hab ich mir ausgeschnitten, weil ich etwas so Liebliches überhaupt noch nicht gesehen hab. Ich hab wirklich meine Freude an dieser hauchzarten Schönheit. Aber was weißt du schon davon! Für dich ist eben Mädel Mädel." Run waren aber plötzlich alle interessiert an dieser „hauchzarten Schönheit", wie Günther sich so poetisch ausgedrückt hatte. Alle Köpfe beugten sich über das kleine ovale Bildnis, als Wangen- heim dem Menke das Bildchen hastig aus der Hand riß. „Das ist ja..., das ist ja ...", stotterte er bleich. „Die Bergmann vom Berliner Schauspielhause", ergänzte Günther Beheim sachlich. Wangenheim schien es als habe er soeben vor der Tür des Paradieses gestanden und stürze nun jäh in einen tiefen Abgrund. Das waren doch Rosemaries wundervolle Blauaugen mit den leicht nach oben gebogenen langen Wimpern. Das war das feine Oval ihres Gesichts. Ihre ebenmäßige Rase und der fein geschwungene Mund, der immer leicht zu beben schien. Und ihre Haare, ihre goldig schimmernden lockigen Haare, die er so oft mit heißen Küssen bedeckt hatte. (Fortsetzung folgt.) Bücher von den Wundern der Kleinwelt Belauschtes Leben. Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm von K. O. Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensangaben u. ausführlichem Text. Mit einem Geleitwort von Prof. Dr. P. Deegener, Universität Berlin. Preis kartoniert RM. 3.90, geb. RM.4.80. Die Mikroskopie. Eine Einführung in gemeinverständlicher Darstellung von Dr. W. Effenberger. Mit Abbildungen auf 32 Kunstdrucktafeln nach photogr. Aufnahmen des Verfassers. RM. 3.60. Einfachste Lebensformen desTier- und Pflanzenreichs.Naturgeschichte der mikroskopischen Süßwasserbewohner von F. Eyferth. Fünfte, von Prof. Dr. W. Schoenichen vollständig neu bearbeitete Aufl. Mit über ISOOAbbildungen. 2 Bände in Halbleder geb. RM. 38.-. Neue Ganzleinen • Ausgabe RM 30.—. Die Infusorien des Süßwassers u. Meeres. Hilfsbuch zum Bestimmen nebst einer kurzen Einführung in deren Biologie. Von Prof. Dr. I. Lepsi. Mit 550 Abbildungen. Gebunden RM.4.-. Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde 20 .35 .25 .50 -.10 Großer HailSPUtZ und versuchte, alle zu überzeugen, daß er es nur gut gemeint habe. Er selbst sei von Rosemaries Talent noch gar nicht so sehr überzeugt gewesen. Als er diese Aeußerung tat, ging sie in tosendem Gelächter unter, in das auch Rosemarie klingend einstimmte. p v An diesem ganzen Abend saß ein ernster blonder Mann an Rosemaries Seite, die es auch bemerkte, daß feine Augen fast unablässig an ihrem zarten Profil hingen. „Fürst Lueberg!" hatte er sich vorgestellt. Doktor Brunner war sehr gut mit ihm bekannt. Der Fürst war ein großer Kunstfreund. Er besaß in Westfalen große Besitzungen, brachte aber einen großen Teil des Winters in Berlin zu. Er war Ende dreißig, und keine Dame der Gesellschaft hätte seine Werbung abgelehnt, da er außer seinem fürstlichen Namen auch noch ein bedeutendes Vermögen mit in die Ehe brachte. Rosemarie war offensichtlich müde und abgespannt, trotzdem versuchte der Fürst immer wieder sie in ein Gespräch zu verwickeln. In der Gesellschaft merkte man bereits, daß der Fürst sein Interesse an Rosemarie nicht verleugnen konnte. Zum ersten Male, daß der sonst so schweigsame Mensch aus sich herausging; aber auch zum ersten Male, daß er bei einer Frau scheinbar auf Widerstand stieß. Rosemarie sah seine bewundernden Blicke kaum, die ihr Bild in sich hineintranken, als wollten sie es für alle Zeiten im Geiste festhalten. Nach ein Uhr erreichte die Stimmung ihren Höhepunkt. Der Sekt hatte seine Schuldigkeit getan. Nur Rosemarie hatte wenig getrunken. Sie war als einzige noch vollkommen nüchtern. Stimmen wurden laut, die nach Musik verlangten. Es sollte noch etwas getanzt werden. Ein Lautsprecher wurde angeschlossen, und bald erklang eine gedämpfte Tanzmusik. Der erste, der Rosemarie um einen Tanz bat, war Fürst Lueberq. Paar um Paar schloß sich den Tanzenden an. Als sie wiegenden Schrittes über das Parkett glitten, sagte Lueberg ganz leise: „Für eine Frau wie Sie, Rosemarie, könnte ich alles hingeben. Alles was ich besitze." So unvermittelt klang das, daß Rosemarie erschrocken zusammenzuckte. „Vielleicht auch nicht, Fürst...", sagte sie mit einem herzzerreißend traurigen Lächeln. „Wenn es in Wirklichkeit darauf ankäme ..." Da straffte sich sein Gesicht, daß es fast raub- ritterhaft wirkte in diesem Augenblick, und unbeugsame Härte klang aus seiner Antwort: „In meiner Familie gibt es Gott sei dank noch klare Ehrbegriffe. Ein Lueberg hat noch niemals sein Wort gebrochen. Es sei denn, er t)abe sich selbst gerichtet." Wieder durchzuckte Rosemarie bei seinen Worten Bohnerwachs und Bodenbeize, - i. unseren bewährt. Qual., 725-g-Dose ■■DU Bohnerwachs und Bodenbeize Ae 325-Gramm-Dose ■■ZD Blumenladen zu vermieten. 01233 Näh. CafS Schwarz Doktor Brunner verstand, daß sie sich in dem Trubel so vieler fremder, eleganter Menschen doch nicht wohlfühlen würde. Er ging hinaus, um seinem Chauffeur Bescheid zu sagen. „Morgen früh komme ich gleich zu dir hinauf, Tantchen. Da können wir lange plaudern. Ach, du weißt ja nicht, wie glücklich ich bin, daß ich dich jetzt ein paar Tage hier habe. Manchmal dachte ich, ich könnte es vor Sehnsucht gar nicht mehr aushalten und müßte heim. Aber..." Tante Berta wußte, was Rosemarie sagen wollte, aber sie unterbrach sie schnell: „Nicht heute, Liebling. Nicht heute daran denken! Einmal wird es daheim doch vergessen — und dann kannst du wiederkommen." „Ich kann nicht kommen, Tante, bevor nicht ein Wunder geschieht und meine Schuldlosigkeit bewiesen wird. Oh, ein Leben lang muß ich mich mit dieser fremden Schuld herumquälen. Ein Leben lang wird dieser Makel mir anhängen, und ich kann mich nicht dagegen wehren." Wieder überkam der alte Schmerz Rosemarie, aber sie raffte sich gewaltsam zusammen, als sie m Tante Bertas bleiches Gesicht sah. „Du hast recht, Tante. Heute will ich mir den Erfolg nicht verbittern, sondern ich will ihn hinnehmen in der Hoffnung auf eine bessere Zukunft!" sagte sie mit absichtlich heiterem Pathos. Ganz leise hatten Rosemarie und ihre Tante dieses Gespräch geführt. Die Garderobiere, die fönst die Tinius bediente, hatte weit hinten im Zimmer hantiert. Doch ihre Ohren waren gespannt wie ein Luchs. Kein Wort war ihr entgangen. Etwas Geheimnisvolles mußte um die Tochter der Helga Bergmann fein. Vielleicht interessierte sich die Tinius dafür. Eine Gelegenheit für sie, sich beliebt zu- machen. In einem kleinen Salon bei Hiller waren schon verschiedene Damen und Herren versammelt, als Rosemarie an der Seite Onkel Brunners den vornehmen Raum betrat. Sie wurde sofort umdrängt und umjubelt. Perlend schäumte der Sekt in den Gläsern, und immer wieder wurde das Glas erhoben auf ihre glückliche Zukunft. Doktor Brunner wurde scherzhaft beschimpft, weil er keinem von ihnen gesagt hatte, daß die kleine Neuß Helga Bergmanns Tochter fei, sondern sie bis heute abend alle genarrt hatte. Brunner protestierte heftig gegen diese Vorwürfe Druckschriften In Heftform In gebundenen Ausgaben klar In der Schrift, Übersichtlich angeordnet, sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und (Bewerbe, Landwirtschaft und Behörden, jede Lieferung schnell, gut und preiswert durch die Brühl'sche Druckerei, SchulstraBe 7, Anruf 2251 Ur. 57 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, 8. Marz (934 Das Llnglülk auf der Grube „Karsten-Zenirum". Noch fieben Bergleute verschüttet.-NettungSmannschast arbeitet mit allen Kräften 5 Die Karsten-Zentrum-Grube bei Beuchen (Oberschlesien). Beuthen, 7.März. (DNB.) Auf den Förder- turmen der Grube Karsten-Zentrum wehen seit Mittwochmittag die Fahnen auf Halbmast. Sonst deutet nichts im äußeren Bild der Schachtanlage darauf hin, daß in fast 800 Meter Tiefe tapfere Bergleute mit den äußersten Kräften um das Leben von sieben Arbeitskameraden ringen. Werden sie noch am Leben sein? Diese bange Frage liegt auf den Gesichtern der ein- und ausfahrenden Bergleute und derer, die über Tage ihrer Arbeit nachgehen. Die Grubenverwaltung kann auf jede Frage nur immer die unbestimmte Antwort erteilen: „Wir wissen nichts." Die Rettungsmannschaften tun ihr Menschenmöglichstes. Kolonnen gehen nun von zwei Seiten der zu Bruch gegangenen Strecke zu Leibe. Inzwischen ist es gelungen, mit noch einem weiteren Lebenden der abgeschnittenen Bergleute die Verbindung aufzunehmen. Es ist zu hoffen, daß er im Laufe des Donnerstag geborgen werden kann. Nahrungsmittel können ihm durch eine Rohrleitung zugeführt werden. Im übrigen nahmen die Bergungsarbeiten ihren planmäßigen Verlauf. Sie sind sehr schwierig. Man hofft, im Laufe des Donnerstag Gewißheit auch über das Schicksal der übrigen Verschütteten zu erhalten. (Sin tektonisches Beben. Zu dem Hergang des Unglücks erfahren wir noch folgende Einzelheiten: Am Dienstag gegen 18.10 Uhr wurde das Beuthener Bergrevier von einem außerordentlich heftigen E r d st o ß heimgesucht, der auf der Grube „Karsten-Zentrum" und den Nachbargruben besonders stark verspürt wurde. Auf „Karsten-Zentrum" wurden im Flöz 14 die Sohlen von zwei 50 Meter voneinander entfernt liegenden gleichlaufenden Strecken emporgepreßt Auf den i Nachbargruben wurde größerer Schaden, wie bisher bekanntgeworden ist, nicht angerichtet. Wie wir von fachmännischer Seite erfahren, Han-1 delt es sich bei dem gewaltigen Erdstoß um ein tektonisches Beben, wie sie im oberschlesischen Bergrevier nicht selten sind. Die Erdstöße, die evd- bebenähnlichen Charakter haben, treten von Zeit zu Zeit auf und erreichen besonders im Gebiet der Stadt Beuthen die stärkste Auswirkung. Bereits im Januar 1932 wurde die „Karsten- Zentrum-Grube von einem solchen tektonischen Beben hart betroffen. Damals wurden 14 Bergleute von der Außenwelt abgeschnitten. Erst nach 144 Stunden aufopfernder Arbeit, als man bereits alle Hoffnungen auf Bergung der Verunglückten aufgegeben hatte, konnten die Bergungsmannschaften zur Unglücksstelle vordringen und noch sieben Bergleute lebend bergen. Ganz Deutschland erlebte damals den heroischen Kampf der Rettungsmannschaften mit und dankte ihnen mit zahlreichen Ehrenbeweisen. Der am Dienstag auf dem Schlachtfeld der Arbeit gefallene Steigerstelloertreter S p a l l e k, der in der vergangenen Nacht geborgen wurde, war an den Rettungsarbeiten im Jahre 1932 hervorragend beteiligt und wurde seinerzeit mit der Rettungsmedaille ausgezeichnet. Ein neues Unglück. — Vier Bergleute schwer verletzt. Auf der v. Giesche-Grube in Janow ereignete sich ein Gebirgsschlag. Im Richthofen-Schacht lösten sich riesige Kohlenmassen und verschütte- t e n vier Bergleute, die in einem Pfeiler arbeiteten. Nach mehrstündigen Rettungsarbeiten konnten die vier Verunglückten lebend, aber mit schweren Verletzungen geborgen werden. Zwei von ihnen liegen hoffnungslos darnieder. Man vermutet, daß auch dieser Gebirgsschlag die gleiche Ursache wie das Unglück auf Karsten-Zentrum in Beuthen hat. Auf den Spuren der Llrzeit. Die jüngsten Zünde in cyprischer Erde. Von p. Oikaios, Kurator des Museums von Nicosia und Leiter der Ausgrabungen auf Cypern. Nicosia (Eypern), März 1934. Wenige Länder der Erde geben dem Forscher so viel Gelegenheit, den Spuren künstlerischen Schaffens der Menschen vergangener Epochen zu folgen, wie die Insel Eypern. Und wenige Stätten sind aus bekannt, an denen man die Offenbarung archäischer Schönheit so rein und unverfälscht bewundern kann. Eine Wanderung durch cyprisches Land bedeutet tatsächlich eine Wanderung durch die Zeit, und der Versuch des Forschers, geschichtliches Leben und Denken aus längst vergangenen Tagen dem Verständnis der Gegenwart nahezubringen, wird unterstützt durch die Gebräuche und die Denkungsart der die Insel noch heute bewohnenden Menschen. Eines der hervorstechendsten Merkmale der cypri- fchen Kultur ist, daß sie schon an den ältesten Fundstätten in äußerst entwickelten Formen erscheint und in ununterbrochener Reihe durch die verschiedenen Stufen bis in die Gegenwart hineinführt. Die geographische Lage der Insel bedingte das Hereinströmen der verschiedensten Kulturen der Vorzeit und der Antike. Aber Eypern selbst zeigt von allem Anfang an eine eigene hohe künstlerische Ueberlieferung, die trotz der verschiedenen Einflüsse aus Griechenland, Anatolien und Aegypten sich wie ein roter Faden durch alle Erzeugnisse heimischer Künstler zieht. Der Steinzeit folgen die Metall- zeitakter — Kupfer, Bronze und Eisen — und in den entsprechenden Lagen findet man in ununterbrochener Reihe die späteren Epochen des klassischen Altertums, der griechischen, hellenistischen und römischen Kulturen. Byzanz hat seine eindrucksvollen Spuren hinterlassen, und die Gotik verschönte das Land durch wundervolle Kathedralen wie die von Nicosia und Famagusta, um nur einige zu nennen, Werke von erhabener Schönheit, die Enlart m seiner „Kunst der Gotik und der Renaissance auf Eypern" geschildert hat. Die Spitzbogen der gotischen Kirchen, die nordische Menschen unter dem Himmel der kälteren Zonen schufen und ersänne , erscheinen in seltsamem Gegensatz und doch m herrlicher Harmonie in den Strahlen ciner ® t Sonne, unter einem fast ewig blauen 6"wamen^ Aber dieses bezaubernde Eiland entzuck: eben Nicht allein unser Auge durch seine natürliche Schönheit und sein verschwenderisches Licht. Es gibt uns mehr. Es erzählt uns durch die zahllosen SpurenJ) i Vergangenheit künstlerischen Schaffens, d^ ßgur- tichen Ausdruck des Denkens unzähliger Geschlechter in dem sich, wie man fast sagen mochte, der Fortschritt der Menschheit spiegelt. Hier soll in kurzen Zügen das bisherige Ergebnis der Arbeiten geschildert werden, die vom Museum von Eypern in jüngster Zeit unternommen wurden. Ich spreche hier von den Forschungen und Funden des letzten Jahres, die die älteste bisher bekannte Kultur auf Eypern betreffen: die Steinzeit. Man braucht dem Leser wohl nicht erst die Bedeutung der Entdeckung ältester Zivilisation in einem Lande wie Eypern auseinanderzusetzen. Nur darauf sei hingewiesen, daß an sich schon die Auffindung der Spuren einer derältestenKul- t u r e n, die am Anfang einer langen und schöpferischen Entwicklung liegt, einen doppelten Sinn hat: einmal findet man so den Grundstein, auf dem sich das nachfolgende geschichtliche Gebäude aufbaut, und zum anderen wird dadurch das Verständnis für die späteren Epochen künstlerischen Schaffens erleichtert. Die Altertumsforschung hat so in Eypern ein reiches Betätigungsfeld gefunden. War die Insel doch bereits vor der Zeit, da Altertumskunde eine moderne Wissenschaft wurde, der Schauplatz von zahlreichen Arbeiten von Seiten der Liebhaber-Forscher. Erwähnt ei hier nur General Luigi Palma di Cesno la, dessen Ausgrabungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts reiche Schätze an das Tageslicht förderten, die heute im Metropolitan- Museum von Newyork aufbewahrt werden. O h n e - falsch und Richter, dessen Buch „Cypern, die Bibel und Homer" auch außerhalb der Fachwelt bekannt geworden ist, haben beide ihren redlichen Anteil daran, daß Cypern als Fundgrube für Altertumsforscher berühmt wurde. Den erwähnten Forschungen folgten weitere Arbeiten, und als die Archäologie eine ernste Wissenschaft wurde und nicht mehr lediglich dem Vergnügen oder dem romantischen Abenteuer diente, begann eine Reihe von Forschungsgesellschaften auf Cypern zu arbeiten, die bald erkannten, daß die Insel ein Mittelpunkt der antiken Kulturwelt gewesen. Ein bedeutsames Werk, „Handbuch der Altertumssamm- lunqen Cesnolas", wurde 1934 von Professor John L. Myres von der Universität Oxford veröffentlicht. Es handelt sich hierbei aber nicht allein um die Forschungsergebnisse des genannten Cesnola, sondern gleichzeitig um eine Beschreibung der frühesten cyprischen Kulturen bis zur Römerzeit. Zuletzt hat eine schwedische Gesellschaft drei Jahre lang auf der ganzen Insel gearbeitet, und ihre Ergebnisse können als ein wichtiger Schritt auf dem Wege der Erforschung der Vergangenheit Cyperns betrachtet werden. Nunmehr fetzt das hiesige Museum seine Nachforschungen fort, die die archäologische Bedeutung Cyperns mehr und mehr erweisen. Bis vor ganz kurzer Zeit noch reichte das älteste Material der einschlägigen Forschung auf Cypern bis zu den Anfängen der Kupferzeit und der frühen Bronzezeit, also ungefähr bis zum Jahre 3000 v. Chr. Ausgedehnte Friedhöfe aus diesen Epochen lieferten zahlreiches Material, das auf das Bestehen einer entwickelten Kultur hindeutete. Hunderte von Gräbern wurden freigelegt und eine große Anzahl von Vasen, bronzenen Schmuckstücken und dergleichen gefunden. Die Gefäße waren reich geschmückt, Reliefzeichnungen von den verschiedensten Tieren sind häufig anzutreffen, und die Form der Vasen zeigt, daß die Künstler ein sehr entwickeltes Gefühl für Harmonie hatten. Das Vorhandensein einer derart entwickelten Kultur konnte schwer erklärt werden, da man bisher nur wenige Spuren des den erwähnten Epochen voraufgegangenen Zeitalters auffand, nämlich der Steinzeit. Schließlich gelang es mir, im vergangenen Jahre an der Südküste Cyperns eine ausgedehnte Siedlung aufzufinden, die der zweiten Hälfte der Steinzeit, dem sogenannten Neolithikum, zugehört. Es ist dies das Zeitalter, das vor der Erfindung der Metallbearbeitung liegt, also vor dem Beginn der Kupferzeit, den man um das Jahr 3000 vor Christi Geburt ansetzt. Die erwähnte Siedlung, die ich auffand, lieferte mir nun reiches Material, das auf eine sehr entwickelte Steinzeitkultur hinwies. Jetzt können wir uns erst den Reichtum der Bronzekultur erklären und diese auf Grund der neuesten Forschungsergebnisse studieren, die die ältesten Kulturepochen Cyperns betreffen. Die neusteinzeitliche Siedlung muß lange bewohnt gewesen sein, und die einzelnen Entwicklungsstufen kann man aus den übereinandergeschichteten Lagen gut erkennen. Jede Lage entspricht einer Bauperiode, und hier finden wir insbesondere Häuser in Kreisform, deren Inneres uns eine Fülle von Gefäßen aus Stein lieferte, deren große Schönheit bewundernswert ist: Vasen, Ornamente, Schmuckstücke der verschiedensten Art, wie Halsketten, Idole und vieles andere mehr, offenbart sich dem staunenden Auge. Wir müssen dabei nämlich stets bedenken, daß wir einer Epoche gegenüberstehen, in der die Bearbeitung von Metallen gänzlich unbekannt war, und daß alles, was zu jener Zeit gefertigt wurde, soweit es uns erhalten ist, aus einem einzigen Material bestand: nämlich aus Stein. Und trotzdem ist der Geschmack, der bei dem Bau der Häuser und der Fertigung der Gefäße und Schmuckstücke bewiesen wurde, bewun- dernswert.Das alte Cypern war nicht allein wegen seiner Kupferminen bekannt, sondern auch wegen seiner Töpferkunst, und die Entdeckungen, die wir nun zu machen imstande waren, zeigen, daß eine lange Ueberlieferung in der Töpferei bis in die ferne Steinzeit zurückreicht. Wie ich schon sagte, ist die Entdeckung der Steinzeitlager auf Cypern für die Forschung von großer Bedeutung. Und nicht nur für sie, denn die Funde enthüllen gleichzeitig eine bisher unbekannt gewesene hohe, ja glänzende Kullur. Der Forscher ist nunmehr in der Lage, an Hand eines reichen Materials die ältesten Kulturen auf Cypern zu studieren, und mit ihm kann auch der Laie die Einzigartigkeit und die Kunst dieser weltzurückliegenden Zeit bewundern, die am Anfang einer langen und fruchtbaren Entwicklung steht. Wilhelm Backhaus. mumm <: ' . Der hervorragende deutsche Pianist Wilhelm Backhaus, Schüler von d'Albert in Frankfurt, begann bereits als Sechzehnjähriger mit Konzertreisen durch Europa und Amerika, wurde 1905 Mufikprofessor in Manchester, lebte später als Großherzoglich hessischer Kammervirtuose in Darmstadt, machte von 1918 bis 1928 wieder Konzertreisen rund um die Erde und trat 1929 zum ersten Male wieder in Berlin auf. Im Juni 1933 gab er unter dem Protektorat des Führers ein Konzert in der Berliner Philharmonie, bei dem der Reichskanzler zugegen war. Backhaus hält nichts davon, „Sklave der Fingerübungen zu sein"; er steht auf dem Standpunkt, daß schwerer und wichtiger als die Technik die Auslegung der großen Meister ist. Er ist der große Interpret der deutschen Klassiker Bach, Mozart, Beethoven, Schubert, Schumann und Brahms, geblieben. Landesbauemsührer Dr. Wagner spricht vor oberhessischen dauern. * Friedberg, 6. März. Anläßlich des Friedberger Pferdemarktes fand heute in der Reithalle eine große Bauernkundgebung statt, bei welcher der Landesbauernführer Dr. Wagner sprach. Seiner Rede entnehmen wir folgende Ausführungen: Es wäre falsch, heute eine Rückschau zu halten auf die Jahre 1918 bis 1933. Denn mit der natio- nalsozialistifchen Revolution hat etwas ganz Neues begonnen. Wir befinden uns au dem Wege zum Dritten, zum üeutfchen nationalsozialistischen Reich. Dieses aber müssen wir uns erst aufbauen. Und weil dieses Reich von der Weltanschauung des Nationalsozialismus getragen werden soll, deshalb muß jeder Volksgenosse diese Weltanschauung zunächst in sich ausgenommen haben. Ls wird oft gesagt, der Bauer sei Materialist. Das ist nicht wahr. Im Gegenteil, der Bauer ist sehr real in seinem Denken, und das ift etwas sehr Vernünftiges und gar nichts Ungesundes. Wenn wir die Geschichte des deutschen Volkes an uns vorüberziehen lassen, dann stellen wir fest, daß das wir in der Schule nichts anderes gelernt haben als eine Zahlenreihe nach der andern und daß die Interessen der einzelnen Fürstenhäuser die Politik bestimmt haben, aber wir haben nie etwas von dem roten Faden gehört, der durch die ganze Geschichte zieht: die Revolution des Bauern gegen ein fremdes Recht und gegen Dinge, die er nie verstehen konnte. Wir werden dem Bauern helfen aus den Fesseln des Kapitals. Und diese Freiheit bedeutet nichts anderes als eine ungeheure Verpflichtung gegenüber dem deutschen Volk und dem deutschen Staat. (Beifall.) Denn in einem Staate, der den Grundsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" vertritt, kann kein einzelner Volksgenosse und auch kein einzelner Stand den Rahm abschöpfen wollen ohne zu bedenken, daß die Existenz des Volkes das Wesentlichste ist. Aber deshalb ist es notwendig, daß wir den Bauern mit feiner gesunden Volkskraft zur Grundlage der Ration machen. Mit diesen Rechten heben Sie sich nicht über das deutsche Volk hinaus, sondern Sie werden mitten in das Volk hineingestellt. Der Bauer muß sich damit abfinden, daß der Städter andere Lebensbedingungen hat als er, und der Städter muß verstehen, daß der Bauer ganz andere Dinge zum Leben gebraucht, als er. Wenn diese Brücke geschlagen worden ist, zwischen der Stadt und dem Lande, dann haben wir die Volksgemeinschaft. Sie haben als Bauern nicht nur R e ch t e, sondern auch ganz ungeheure Pflichten. Und diese Pflichten müssen Sie erfüllen auf jedem Gebiete, auf das Sie gestellt werden. Ich bin fest davon überzeugt, daß sie diese Pflichten auch als etwas ganz Selbstverständliches erfüllen werden. Wenn es vor dem Jahre 1933 so gewesen ist, daß Sie mit allen Mitteln den Staat bekämpft haben, dann hatten Sie ein moralisches Recht dazu. Dann haben Sie als echte Revolutionäre gehandelt. Ein Staatsmann, der das Bauerntum vergißt, entzieht sich den Boden, den er zum Regieren braucht. Vor Jahren bereits hat Hitler gesagt: „Deutschland wird ein Bauernreich sein, oder es wird vergehn wie die Reiche der Hohenstaufen und dec Hohenzollern". Denn beide haben Schiffbruch erlitten, weil sie ihre Kraft nicht aus dem Bauerntum ihres Landes holten, sondern ihre Ziele außerhalb ihres Landes hatten. Ich bin überzeugt, daß der letzte Hohenzoller auch ohne Weltkrieg und Revolte von 1918 gescheitert wäre. Jeder muß leben können im Dritten Reiche des Nationalsozialismus, der Beamte sowohl, wie der Bauer, wie der Arbeiter. Es wird vor der Geschichte in fünfzig oder hundert Jahren kein Mensch fragen, wie wir uns zur Frage des Milchpreises gestellt haben, sondern man wird danach fragen, ob wir Kerle gewesen sind. Von der preisfeite aus die Wirtschaft zu heben, hat sich als Fehler erwiesen, vielmehr muß die Zinslast abgetan werden für alle Zeiten. Diese Möglichkeit ist gegeben worden in dem Reichserbhofgesetz. In vier Fünftel von Deutschland galt dieses Recht schon immer. Und ausgerechnet wir in Hessen und Nassau hatten Realteilungsgebiete. Was daraus entstanden ist, beweisen die armen Lehnbauerngeschlechter, die es niemals gegeben hätte, wenn wir ein Erbhofgesetz gehabt hätten. Zwei solche Gesetze sind dem Bauerntum gegeben worden: das Reichserbhofgesetz und das Reichsnährstandgesetz. Mit diesen Gesetzen wollen und werden wir den Bauern frei machen aus allen kapitalistischen Bindungen. Wir werden aber auch rücksichtslos dafür sorgen, daß der Verbraucher keinen höheren Preis zu zahlen braucht, wie wir den Bauern auf der andern Seite zu chützen wissen werden vor Preisstürzen. Der Nationalsozialismus ist es gewesen, der den Bauernstand auch geeinigt hat unter einer Fahne. Die einzige Bewegung, die den Bolschewismus von den Bauernhöfen fernzuhalten in der Lage war, das ist der Nationalsozialismus gewesen. (Beifall.) Die Bauern haben alle Kämpfe, die sie bisher ührten, verloren, weil sie nicht einig mären« Der Nationalsozialismus will e i n Volk und einen Führer. Und darum wollen wir auch nur einen Reichsnährstand. An der Spitze des Reichsnährstandes steht der Reichsbauernführer. In seinem Namen entscheiden die Landesbauernführer. Wir haben es verstanden, als ganz Deutschland gegen uns war, den Weg einzuhalten, den wir für richtig erkannten, und wir werden diesen Weg um so eher einhalten, als wir jetzt mit dem Volke diesen Weg gehen. Daß die Metzger und Bäcker usw. ebenfalls zum Reichsnährstand gehören, liegt im Wesen der Organisation desselben. Denn wir müssen auch die an der Hand haben, die die Erzeugnisse des Landes an den Verbraucher abgeben. Der wichtig sie Teil des Reichsnährstandes ist die Ordnung des Jnnenmarktes. Der Bauer muß am Ende des Jahres einen gewissen Erfolg seiner Arbeit sehen. Wan muh von der Freizügigkeit der wirtschaft zum festen preisgeseh kommen. Es gibt jetzt nur noch feste preise für Getreide. Der Landes- >e ge- keit fyaben werden. Aus der Provinzialhauptstadt Letzte Pfundpaket-Gammlung der Ortsgruppe Gietzen-Mitte. Be- die bauernführer bestimmt den Preis. Schon dieses Jahr war er für den Verbraucher um eine Mark niedriger als sonst. Und trotzdem hat die deutsche Landwirtschaft 800 bis 900 Millionen Mark mehr eingenommen, ats in früheren Jahren. Es ist unendlich viel für das Bauerntum getan worden in der verhältnismäßig kurzen Zeit der Regierung Adolf Hitlers. Die Bauern sollen feste Preise für ihre Produktion bekommen. Dies kann aber nur erreicht werden, wenn ihre Produktion einen Derteilungsweg geht, der von uns überwacht wird. Den Fleischmarkt in Ordnung zu bringen, steht -uns noch bevor. Die nächsten Wochen bereits werden auch hier die nötigen Verordnungen bringen. Dir müssen aus der bäuerlichen Wirtschaft jeden kapital! st ifchen und libera- tistlfchen Gedanken herausreißen. Deshalb brauchen wir einen Zinsfuß, den nicht mehr die Banken bestimmen, sondern der dem Ertrag unserer bäuerlichen Lebenshaltung entspricht. Es entsteht aber für uns eine neue Verpflichtung. Wenn Bauernsöhne, die nachgekommen sind, nicht in die Stadt ziehen, sondern auf dem Lande bleiben wollen, so müssen wir dafür sorgen, daß auch diese Bauern bleiben können Wir werden ihnen Gelegenheit und Mittel geben, zu fiedeln. Durch das neue Feldbereinigungsge- fetz werden- 756 000 Hektar in Hessen gewonnen werden. Neue Erbhöfe werden hier erstehen. Domänen, die größer find als Erbhofgröße, sollen in solche aufgeteilt werden. Streuland- besih, fei er im Besitze der Kirche oder des Staates, muß wieder an den Bauer zurück- gegeben werden, dem er vorher gehörte. Mit dem Staat stehen die diesbezüglichen Verhandlungen fast vor dem Abschluß. Am morgigen Freitag, 9. März, findet im reich der Ortsgruppe Gießen-Mitte letzte Pfun-dpaketsammlung des Winterhilfwerkes 1933/34 statt. Es wird gebeten, die Pakete ab Daß unser Volk ohne Städter leben kann, hat seine Geschichte bewiesen. Daß es aber ohne Bauern bestehen kann, das ist ganz unmöglich. Darum hat der nationalsozialistische Staat solche Gesetze gegeben, die auch in tausend Jahren noch ihre Gültig- 9 Uhr bereit zu halten. Die Pakete werden im Hause abgeholt. Ortsgruppe Gießen-Mitte: Schellhorn. Amt für Beamte der NSDAP., Kreis Gießen. Am Montag, 12. März, im Hotel Hopfeld, Gießen, Friedrichstr. 4, um 17.30 Uhr, wichtige Besprechung von Organisations- und Kassenfragen. Es haben zu erscheinen aus dem Kreise Gießen: 1. sämtliche politischen Leiter, 2. sämtliche Kassenwarte bei den Ortsgruppen des RDB. Es sind folgende Unterlagen mitzubringen: 1. Stärkemeldung der RDB.-Mitglieder, getrennt nach Parteigenossen und Nichtparteigenossen, 2. endgültige Stärkemeldung der Teilnehmer am Gaubeamtentag in Frankfurt a. M., am 14. und 15. April, und Angaben über benötigte Freiquartiere mit und ohne Perpflegung. Mißbräuchliche Anwendung von Organifationsbezeichnungen der NSDAP. Amtlich wird mitgeteilt: Es hat sich neuerdings die Unsitte eingebürgert, daß alle möglichen Verbände sich der Bezeichnungen „Führer", „Reichsleiter", „Reichsleitung", „Gauleiter", „Gauleitung", „Kreisleiter", „Kreisleitung" für ihre Organe bedienen. Diese in der NSDAP, eingeführten Bezeichnungen müssen auch ihr allein Vorbehalten bleiben. Die anderen Verbände werden hiermit darauf hingewiesen, ihre Organe anders zu benennen. Der Reichsminister des Innern hat an die Landesregierungen einen entsprechenden Runderlaß gerichtet. Ausschreiben über Lichtbildaufnahmen Auf das Ausschreiben über die Erlangung von Lichtbildaufnahmen, die den Gießener Anzeiger als „zur Familie gehörend" zeigen, ist eine Reihe von guten Bildern eingegangen, die veröffentlicht werden sollen und die zum Teil eine Vergütung von 5 bis 15 Mark rechtfertigen. Vermißt werden indessen künstlerische und humorvolle Aufnahmen, insbesondere auch gelungene Ausschnitte, -die das Verhältnis des Menschen zu ,/seiner Zeitung" so eindringlich zur Schau bringen, daß Vergütungen von 20 bis 25 Mark für ein Bild am Platze sind. Um erneut Gelegenheit zur Mitarbeit in diesem Sinne zu geben, wird der Schluß tag für die Bildeinreichung auf den 25. März hinaus verlegt. Gpielgemeinschast für nationale Feffgestaltung. Verschiedene Vorkommnisse in der jüngsten Zeit veranlassen mich, folgendes bekanntzumachen: Die Bezeichnung „Spielgemeinschaft für nationale F e st g e st a l t u n g" ist ausschließlich den unter der verantwortlichen Leitung der Landesstellenleiter in Verbindung und Mitwirkung des Reichsbundes der Deutschen Freilicht- und Volksschauspiele e. V., Berlin, gegründeten Gesellschaften m. b. H. vorbehalten. Für das Gebiet der Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda ist diese Bezeichnung nur der unter Mitwirkung des Gauleiters Reichsstatthalter Sprenger gegründeten Hessen-Nassauischen Spielgemeinschaft für nationale Festgestaltung GmbH., Geschäftsführer Pg. Assessor Beckmann, gestattet. Andere Gesellschaften, Vereine oder Unternehmungen dürfen diese oder eine ähnliche Bezeichnung nicht führen. Gez.: Müller-Scheid. Provinzialtagung des Evangelischen Pfarrvereins. Im Hotel Viktoria zu Gießen tagten am Dienstag sehr zahlreich die oberhessischen Pfarrer. Die Andacht hielt Pfarrer Steiner, Haufen. Der Leiter, Pfarrer Becker, Gießen, begrüßte mit Dankesworten den langjährigen Superintendenten D. Wagner und mit herzlichen Wünschen für sein verantwortungsvolles Amt den neuen Propst Knodt. Hauptoerhandlungsgegenstand war der Vortrag von Studentenpfarrer S u ck e r : „Evangelischer Glaube und Deutsche Glaubensbewegung". Geführt von so verschiedenen Männern wie Graf Reventlow, Professor Hauer, Tübingen, Professor Bergmann, Leipzig und Hermann Wirth, von Ludendorff als „Simmelsammelsurium" abgelehnt, erstrebt diese Bewegung die Anerkennung als „dritte Konfession". Im Vordergrund steht die Frage der Rasse und ihrer Bedeutung für die Religion, der altgermanischen Religion und der christlichen Missionierung Germaniens. Luther ist diesen Männern eine heilige Gestalt. Hauer kam besonders zu Wort. Ihm sind die Völker Gedanken Gottes. Die Wende in der protestantischen Kirche sieht er in der Schaffung der deutschen Nationalkirche. Hauer zwingt, die Theologie ganz ernst zu nehmen. Not tut, in den Gemeinden Kreise zu sammeln, die wissen, was christlicher Glaube ist. St. Georg besiegt den Winter. Als Symbol für den letzten Monat des W inte r h i l f s w e r k s hat die Reichsführung den Ritter St. Georg gewählt, der den Drachen überwindet. Siegreich, wie der tapfere Ritter seinen Kampf gegen das Ungeheuer bestanden hat, müssen auch wir mit dem Kampf gegen Hunger und Kälte fertig werden. Dieser Kampf ist noch nicht gewonnen. Die Not ist ein zäher Gegner. Wenn sie überwunden werden soll, so muß bis zum letzten Augenblick mit äußerster Anspannung aller Kräfte gegen dieses giftige Ungeheuer gekämpft werden, das am Mark des deutschen Volkes zehrt. Es ist vielleicht nur roenigen bekannt, daß der Ritter St. Georg von altersher das Sinnbild des Frühlings gewesen ist. Dieser christliche Heilige entspricht der germanischen Siegfriedgestalt. Das Christentum konnte die alten Mythengestalten nicht verdrängen, sondern mußte ihnen neue Namen geben. Was wäre aber christlicher und deutscher zugleich, als die Gestalt eines ritterlichen Helden, Der sein Leben aufs Spiel setzt, um feine Volksgenossen von einem blutdürstigen Ungeheuer zu befreien? Die Freude an dieser Gestalt, die in jedem echten deutschen Herzen auflodert, sobald man sich an sie erinnert, wird auch im letzten Monat des Winterhilfswerks beim Anblick der schönen Plaketten alle Volksgenossen erfassen. Der silberne Ritter, der auf blutrotem Grunde über den Drachen dahinsprengt, wirkt wie die Erfüllung einer alten deutschen Sehnsucht. Er soll Vorbild sein und Ansporn, es ihm gleich zu tun. Zäh müßt ihr kämpfen, freudig euch opfern, nur an das Ziel denken, nicht an das eigene Schicksal, und erst recht, wenn es hart auf hart geht! Die Not ist am Ende des März noch nicht überwunden. Am 21. März beginnt der Frühling erst nach dem Kalender. In der Natur merken wir erst sehr viel später seine Wirkungen, und die eigentliche Wintersnot ist auch bann noch nicht überwunden, denn der Frühling bringt noch keine Ernte. Mit gewaltiger Tatkraft wird der Nationalsozialismus unter Führung Adolf Hitlers im Frühjahr die zweite Schlacht gegen die Arbeitslosigkeit eröffnen. Es besteht die sichere Aussicht, daß bis zum Ende des Sommers die Zahl der statistisch erfaßten Erwerbslosen auf zwei Millionen oder weniger heruntergedrückt werden kann. Auch die Erfolge der Arbeitsbeschaffungsschlacht können sich jedoch nur allmählich auswirken. Im April und vielleicht noch im Mai werden zahlreiche Volksgenossen vor großen Wirtschaftssorgen stehen. Darum müssen im März doppelte Opfer gebracht werden, wenn der zählebige Drachen der Not zu Boden geworfen werden soll. Und auch in den späteren Monaten werden opferfreudige Helfer sich der wirtschaftlich Schwachen annehmen, sie betreuen und erziehen. Diese Ausgabe hat sich die N S. - Volkswohlfahrt gestellt. Sie will den Sozialismus der Tat und die werktätige Nächstenliebe des wahren Christentums bis in die letzte deutsche Hütte tragen. Dazu bedarf sie noch zahlreicher Helfer. Aufopfernde Soldaten der Nächstenliebe müssen es sein, wie es St. Georg und der Hl. Martin waren, der seinen Mantel mit dem Schwerte teilte. Darum tretet ein in b i e NS. - Volkswohlfahrt unb sichert ben Sieg über Hunger unb Kälte burch verboppelten Einsatz aller Kräfte. Winierhilfswerk Kreisführung Gießen. Velr.: Kohlenabrechnung der Serie E. Diejenigen Ortsgruppen auf bem Lanbe, welche den Perwendungsnachweis ber Serie E noch nicht an bie Gauführung eingefanbt haben, müssen bies sofort per Eilbrief nachholen. Der Verwenbungsnachweis ber Serie F ist bis spätestens 31. März nicht nach Frankfurt, sondern an die Kreisführung Gießen einzusenden. Ich mache zum letztenmal darauf aufmerksam, baß bieser Termin eingehalten werben muß. Heil Hitler! Gez.: K l ö s, Kreisführer bes WHW. F. d. R.: gez.: Mo Haupt, Kreisgeschäftsführer bes W. H. W. Ortsgruppe Gießen-Süd. Velr.: Winlerhilfwerk 1933/34. Am Freitag, 9. März, ab 15 Uhr wird in der Geschäftsstelle, Crednerstraße 24, an jede aus dem Winterhilfswerk unterstützungsberechtigte Familie aus der Ortsgruppe Gießen-Süd ein Laib Brot gegen Zahlung von 10 Pfennig ausgegeoen. • gez.: Zöll, stellv. Drtsgruppenroalter. Ortsgruppe Gießeu-Nord, NS.-Boskswohlfahrt. Am Samstag, 10. März, wird die dritte Pfundsammlung zugunsten unserer hilfsbedürftigen Volksgenossen im Bereiche ber Ortsgruppe Gieße n - N o rd durchgeführt. Wir bitten auch jetzt roieber unsere Partei- unb Volksgenossen, mit allen Kräften zum Gelingen bieser Sammlung beizutragen und bie uns zugedachten Pfundspenben bereit zu halten, damit sie beim Erscheinen eines Amtswalters oder einer Amtswalterin ohne Zeitversäumnis in Empfang genommen werden können. Da bei den seitherigen Sammlungen vorwiegend Hülsenfrüchte gespendet wurden, bitten wir, uns diesmal nach Möglichkeit andere Lebensmit- tel zukommen zu lassen. Heil Hitler! gez. Iöckel, stellv. Ortsgruppenwalter. Vortrag und zeigte Mittel und Wege für die kirchliche Praxis. Allerlei Pfarroereinliches wurde noch besprochen. Der Vorsitzende Dekan Widmann, Schotten, berichtete über bie letzte Vorstanbssitzung in Berlin. Festanzug der DAI. und Konfektion. Hinsichtlich ber Herstellung bes „Festanzuges ber Deutschen Arbeitsfront" bestehen in Kreisen ber Konfektion immer noch Unklarheiten. Der Berechtigungsnachweis ber Reichszeugmeisterei zur Anfertigung ber SA- unb SS.-Dienstkleibung berechtigt, wie bie Reichszeugmeisterei in einem Schreiben an ben „Konfektionär" feststellt, nur für bas Maßgewerbe zur gleichzeitigen Herstellung bes „Festanzugs". Jeber konfektionsmäßige Hersteller hat eine Sonbergenehmigung einzuholen, gleichgültig wie hoch fein Bebarf an Stoffen ist. Bei einem Verbrauch von mehr als 1000 Meter pro Stoffausführung innerhalb brei Monaten kann ber Bezug ab Tuchfabrik vorgenommen werben. Auch für Leibfutter, Aermelfutter unb Knöpfe ist bei Bebarf von entsprechenden Mengen birekter Bezug ab Fabrik vorgesehen. Jeber konfektionsmäßige Hersteller barf nur bie Stoffausführungen 3 unb 4 verarbeiten, wogegen bem Schneiberhanbwerk bie Verarbeitung sämtlicher Stoffausführungen freisteht. Ebenso sinb bie Konfektionsbetriebe verpflichtet, nur an bie von ber Reichszeugmeisterei berechtigten Wieberverkaufsstellen zu liefern. Eine birefte Abgabe von Anzügen aus Konfektionsbetrieben an Betriebszellen-Organifationen, NS.-Hago-Ortsgrup- pen unb birefte Ausführung von Sammelbestellungen unter Ausschaltung bes Wieberverkaufs ist untersagt. Oer Arbeitsbeschaffungskampf. Die beutsche Angestelltenschaft teilt mit: Wenn auf einem Gebiete bie Erfolge nationalsozialistischer Gestaltungskraft befonbers augenscheinlich sinb, so auf bem Gebiete ber Arbeitsbeschaffung unb Beseitigung ber Arbeitslosigkeit. 2,5 Millionen Volksgenossen sinb bereits im ersten Jahr bes neuen Reichs roieber in bie Wirtschaft eingegüebert worben. Mit größter Aufbietung aller verfügbaren Kräfte hat ber Arbeitsbeschaffungskampf bes Frühjahrs 1934 bereits eingesetzt. Die Deutsche Angestelltenschaft roenbet sich in biesem Aufruf an alle Unternehmer mit ber Bitte, Kaufmannsgehilfen einzustellen. Die Deutsche Angestelltenschaft verfügt in ber Berufsgemeinschaft ber Kaufmannsgehilfen über eine Stellenvermittlung, bie benjenigen ber Arbeitsämter gegenüber auf reichsgesetzlicher ©runblage vollkommen gleichberechtigt ist. Sie verfügt über ein eigenes Vermittlungssystem — DRP. —, bas sie jeberzeit in bie Lage versetzt, auf schnellstem Wege bie An- forberungen ber Unternehmer zu befriebigen. Die Inanspruchnahme ist vollständig kostenlos und unverbindlich. Schafft Arbeitsplätze unb ihr leistet Dienst am Volke! Nicht angemeldete Gchachvereine werden aufgelöst. Die Pressestelle des Landesverbandes Mittelrhein im Großbeutfchen Schachbund teilt mit: „Durch Sonderbeauftragte verschiedener Kreisleiter ber NSDAP, haben wir die Feststellung machen lassen, daß viele Schachvereine sich bis heute noch nicht ihrer übergeordneten Organisation angeschlossen haben. Da es heute nicht mehr möglich ist, daß derartige sogenannte „wilde Vereine" bestehen können, liegt es im Interesse dieser Vereinigungen, sich umgehend bei dem Landesverband Mittelrhein des Großdeutschen Schachbundes, Frankfurt a. M., Schleusenstraße 18, anzumelden. Eine Umgehung dieser Anmeldung durch Auflösung führt zu dem Gedanken, daß sie keine übergeordnete Kontrolle wünschen und das Schachspiel nur als eine Tarnung für zweifelhafte Zwecke benutzen. Bei Vereinen, die nach bem 1. Mai ihre Anmeldung noch nicht vollzogen haben, wird durch die örtlichen Behörden die Auflösung des Vereins und Beschlagnahme des Spielmaterials in die Wege geleitet. Der Landesleiter." Der Bezirk des Mittelrheinischen Schachdundes erstreckt sich auf den politischen Gau der NSDAP, und darüber hinaus auf die Kreise Fulda und die an der Nahe und an der Mosel bis Trier gelegenen Kreise. Iliegerdolch für Mitglieder des Deutschen Lustsportverbandes. Der Reichsminister für Luftfahrt Göring hat in feiner Eigenschaft als Ehrenpräsident des Deutschen Luftsportverbandes genehmigt, baß Mitglieber bes Deutschen Luftsportverbanbes unter bestimmten Voraussetzungen zu ber ihnen verliehenen Dienst- bekleibung ber beutschen Luftfahrt einen Flieger- bolch anlegen bürfen. Scheide unb Griff bes Flieger- bolchs haben einen blauen Leberüberzug, bie Beschläge sinb aus Neusilber. Auf bem Knauf unb auf ber Mitte ber Parierstange befinbet sich ein eingelegtes Hakenkreuz. Nochmals der Luchs. Zu bem Artikel von Geheimrat Dr. Olt (Gießen) über das Thema „Luchs ober Hund?", in dem von dem Verfasser auch der bekannte nächtliche Vorgang am Bahnhof Werdorf bei Wetzlar erörtert wurde, ging uns in den letzten Tagen von den beteiligten Bahnbcamten in Werdorf eine längere Zuschrift zu. Die Bahnbeamten hatten bekanntlich die Ansicht vertreten, das in jener Nacht von einem Zuge angefahrene Tier fei der bekannte Luchs, aber kein Hund gewesen. Eine dementsprechende Mitteilung hatten sie auch dem Förster Freitag in Werdorf gemacht, ber sie an Generalmajor a. D. M o h r in Gießen weitergab, aus besten Austatz bie Öffentlichkeit über ben Vorfall unterrichtet wurde. Geheimrat Dr. Olt hatte daraufhin die Meinung verfochten, das unbekannte Tier fei ein Hund, aber kein Luchs, unb er hatte als Beweis für feine Ansicht eine Reihe von Merkmalen aufgeführt. Demgegenüber stellen die beiden Bahnbeamten von Werborf, Oberweichenwärter Karl Schnei- b e r unb Heinrich Küster, in der jetzigen Zuschrift an uns erneut bie Behauptung auf, ber Streckenarbeiter Karl Manbler, ber jenes Tier bei ber Streckenrevision vorfanb unb dann ben Beamten vom Bahnhof Werborf Melbung machte, habe von Anfang an unb immer roieber beteuert, daß es kein Hund und kein Reh gewesen sei, sondern ein Tier, das er n o cf) nie gesehen habe. Diese Erklärung, wie auch die Feststellungen über ben vorgefundenen Kot des Tieres, die Blutlache unb die Trittfiegel, seien nach jenen ersten Angaben Mandlers wahrheitsgetreu an Förster Freitag weitergegeben worden, ebenso korrekt habe Förster Freitag dann seinerseits weiter berichtet. Die Einsender betonen — was auch von einem Herrn von der Heyde in einer weiteren Zuschrift an Eine rege Aussprache antwortete dem sehr klaren uns bestätigt wird — daß die ersten Angaben Mandlers in striktem Gegensatz zu dessen späte« ren Behauptungen stehen, die nach der Ansicht der beiden Bahnbeamten „auf Phantasie" beruhen. Nachdem nunmehr beide Teile über das Erlebnis bei Werdorf zu Worte gekommen find, die ganze Angelegenheit „Luchs ober Hunb?" übrigens eingehend genug in der Tagespresse behandelt worden ist, schließen wir hiermit die weitere Auseinander- setzung über bie Frage „Luchs ober Hund?" in unseren Spalten. Bericht derKriminalpolizeistelleGießen Festnahme eines Sitttichkeitsverbrechers. Wegen Blutschande wurde am 5. März ein 54jähriger Mann aus Gießen festgenommen, ber sich seit 1918 fortgesetzt an seiner jetzt 33jährigen Tochter vergangen hatte. Der Täter würbe dem Amtsgericht zugeführt und in Untersuchungshaft genommen. Fahrraddiebstähle. Am 4. März wurde aus dem unverschlossenen Hose des Anwesens Frankfurter Straße 72 ein Herrenfahrrad, Marke und Fabriknummer unbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, deutscher Lenker, Torpedafreilauf und brauner Sattel und Jeder muß die Hausplakette bis zum 10. März erworben haben! aus dem unverschlossenen Hose des Anwesens Molfkestraße 2 ein Herrenfahrrad, Marke Presto, Fabriknummer unbekannt, schwarzer Rahmen, schwarze Felgen, englische Lenkstange, Torpedofreilauf und neuen Klotzpendalen gestohlen. Personen, die sachdienliche Angaben zur Täterermittlung machen können, werden ersucht, der Kriminalpolizeistelle, Zimmer 66, Nachricht zu geben. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 8. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,25 bis 1,30 Mark, Kochbutter 1,10 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 8, Wirsing, das Pfund (gelb) 15 bis 20, (grün) 20, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 12 bis 15, Gelbe Rüben 10 bis 12, Spinat 25 bis 30, Unterkohlrabi 6 bis 8, Rosenkohl 30 Pf.. Feldsalat 1,20 Mark, Meerrettich 35 bis 45 Pf., Zwiebeln 10, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln 3 bis 3J4 Pf., ber Zentner 2,80 bis 3 Mark, Aepfel, bas Pfunb 15 bis 25 Pf., Birnen 15 bis 25, junge Hähne 80 bis 90, Suppenhühner 70 bis 80, Tauben, bas Stück 50 bis 60, Blumenkohl 35 bis 60, Salat 22 bis 25, Enbivien 15 bis 30, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 35, Rote Rüben, das Pfunb 10 Pf. Daten für Donnerstag, 8. März. 1823: ber ungarische Staatsmann Graf Julius Anbrasty in Kaschau geboren (gestorben 1890); — 1917: Graf Ferbinanb Zeppelin in Berlin gestorben (geboren 1838). Bornotizen. — Tageskalenber für Donnerstag. Stabttheater: 19.30 bis 22.15 Uhr, „Julius Cäsar . — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Das verliebte Hotel". — Astoria-Lichtfpiele, Seltersweg: „Die Welt ohne Maske". — Cafs Leib: 20 Uhr, Vater- länbifcher Abenb. — Ortsgruppe Gießen-Süb, 20.30 Uhr, Hotel Kobel, Sitzung ber politischen Leiter. — NS.-Frauenschaft Gießen-Ost, Haus ber Arbeitsfront, Monatsversammlung. — Aus bem Stabttheaterbüro: Morgen, Freitag abenb, die Operette „Die gold'ne Meisterin" von Eyßler. (Siehe heutige Anzeige.) — Der Evangelische Bund veranstaltet am kommenden Sonntag in der Stadtkirche einen Vortragsabend mit Studienrat Dr. Simon (Offenbach) als Redner. Näheres in der heutigen Anzeige. ♦ ** Ausfallende Sprechstunden des Staatsmini st er s. Wie amtlich mitgeteilt wird, fallen am Samstag, 10. März, die Sprechstunden bes Herrn Staatsministers aus. ** Auszeichnung verdienstvoller ehemaliger Kavalleristen. Den Mitgliedern bes Vereins ehern. Hess. Leib-Dragoner bes Kreises Gießen Dr. Wilh. W o b a e g e, Heinrich Schmidt, Ludwig Schäfer unb Willi Kramer würbe vom Waffenring ber Deutschen Kavallerie, in Anerkennung ihrer verdienstvollen Tätigkeit um die Erhaltung ber Tradition ber ruhmreichen beutschen Kavallerie, bas Mackensen-Ehrenkreuz verliehen. * * S t e r b e f ä 11 e in Gießen. In der Zeit vom 15. bis 28. Februar starben in Gießen: 19.: Hans Weinandy, Zollsekretär, 54 Jahre alt, Wil- helmstraße 1. 21.: Katharina Heller, geb. Triebert, 50 I., Ebelstraße 15; Johann Müller, Fuhrmann, 67 I., Kaplansgasse 15. 23.: Gustav Weinehl, 1 I., Weibengasse 18. 24.: Winfried Gotthilf Peter Fischer, 2 Monate, Steinstraße 85; Marie Kaiser, geb. Vetter, 39 I., Maigasse 15; Marie Kirch, geb. Wallenfels, Wwe., 73 I., Seltersweg 64; Käthe Enders, geb. Schneucker, 42 I., Kaplansgasse 12. 25. Marie Emilie Rausch, 5 Mon., Lindengasse 2. 26.: Johanna Agnes Schacht, ohne Berus, 76 I., Wilhelm- straße 11. 28: Georg Wink, Schuhmachermeister, 77 I., Am Nahrungsberg 18. ** Sonntagsrückfahrkarten. Die Reichsbahn gibt anläßlich des Faselmarktes in Butzbach am 15. März auf den oberhessischen Strecken Sonntagsrückfahrkarten nach Butzbach aus. Die Hinfahrt muß in der Zeit vom 14. März, 12 Uhr, bis 15. März, 24 Uhr, die Rückfahrt in ber Zeit vom 15. März bis 16. März, 12 Uhr (spätester Antritt der Rückreise) erfolgt sein. ** Zum Schutze der Vögel unb Bru- t e n. Das hessische Naturschutzgesetz bestimmt in Artikel 8 und 32: „Beschneiden, Ausroden und Abbrennen von Hecken, das Abbrennen von Bodendecken auf Wiesen, Hängen und Deblanb, sowie bas Beseitigen von Rohr unb Schilf ist zum Schutze ber Vögel und Vogelbruten in der Zeit vom 1. März bis 31. Juli verboten. Wer dieser Vorschrift zuwiber- handelt, wirb mit Geldstrafe bis zu 150 Mark und, wenn die Zuwiderhandlung vorsätzlich geschieht, mit Geldstrafe bis zu 1000 Mk. oder mit Haft bestraft." Von zuständiger Stelle ist das Feld- und Forstschutzpersonal angewiesen worden, Zuwiderhandlungen ausnahmslos zur Anzeige zu bringen. Verboten und strafbar ist auch das Aufnehmen und Aneignen von Fallwild, sowie von ermattetem Wild. ** Treffen der Wanderführer in Darmstadt. Am 10. unb 11. März finden sich in Darmstadt bie Führer der deutschen Gebirgs- und Wandervereine zu Besprechungen zusammen. Anschließend an die Beratungen folgt eine Rundfahrt durch ben Obenroalb nach ßinbenfels unb Lichtenberg. Hitlerjugend - deutsche Arbeiterjugend. Don Alwin Rüffer,Referent der Abtlg. 8 im Sann 116. Der Mensch lebt, um in diesem Leben ein Ziel zu erreichen. Diese seine Lebensaufgabe wird er aber nur dann erfüllen können, wenn er imstande ist, alle sich ihm in den Weg stellenden Hindernisse zu überwinden. Alles was der Mensch tun will, um etwas zu vollbringen, ist mit Arbeit verbunden. Arbeit: jenes Wort, das kündet vom Hämmern der Maschinen, vom Rauchen der Schlote, vom Hasten der Menschen. Arbeit: jenes Wort, das itn Dritten Reich wieder seine volle Bedeutung und seinen tiefen Sinn erlangt hat. Und gehen wir hin zu den Stätten, da Räder sich drehen, dann finden wir Menschen, Männer, feste trutzige Gestalten. Ihre Gesichter rußgeschwärzt, ihre sehnigen Arme zum Werke bereit, ihre glänzenden Augen von Freude erfüllt. Sie arbeiten, sie dienen der Arbeit. damals schon in ter HI. mit um den deutschen Arbeiter gerungen. Wir sind älter geworden. Heute stehen auch mir mitten im Arbeitsprozeß. Tagsüber stehen wir in unserer Werkstatt, sitzen an un- TD-emr Schreibpult, arbeiten an unserer Maschine. JBir schaffen. Und wenn unsere Väter heute wieder für ein großes Ziel arbeiten, für die Wiedergesundung unseres deutschen Vaterlandes, so arbeiten und werken auch wir, immer dieses große Ziel vor Augen! Denn wir wissen und glauben, daß es völlig gleichgültig ist, was und wo wir arbeiten, sondern daß es vielmehr darauf ankommt, daß wir da, wo wir stehen, voll und ganz unsere Pflicht tun. Wir als die Hitlerjugend, als die wahrhafte deutsche Arbeiterjugend, sind der Garant dafür, daß der deutsche Arbeiter für immer und ewig der Träger der echten deutschen Arbeit bleibt. Wir werden dafür sorgen, daß auch der letzte Arbeiter bis in das Innerste seines Herzens vom wahren nationalen Sozialismus erfüllt wird. Dann werden die Räder singen, bann werden die Hämmer tosen, dann werden die Kolonnen marschieren, ... für Deutschland. * Die für nächsten Sonntag, 11 Uhr, vorgesehene Uebertragung der Rede des Reichsju- gendführers von ter Feier in Essen in die Betriebshalle ter hiesigen Firma Schaffstaedt muß a u s f a l l e n, da die Essener Feier auf den Rundfunk nicht übertragen wird. Oberheffen. Zu der Zeit, da sich Deutschland vom Agrarstaat zum Industriestaat entwickelte, wurde das Heer der Schaffenden in den Industriestädten immer größer. Der Arbeiter lebte seiner Arbeit. Und hier sand nun jene zersetzende marxistische Weltanschauung fruchtbaren Boden. Der Arbeiter, sonst treu, vergaß, daß er in Deutschland lebte, daß Deutschland sein Vaterland war, daß Deutschlands Röte vor allem seine Nöte waren. Er war der Ausnutzung durch den Kapitalismus preisgegeben. So wurde der deutsche Arbeiter allmählich dem deutschen Land entrissen. Aber arbeiten und seine Pflicht tat er immer noch. Er tat diese seine Pflicht nicht nur in seiner Fabrik, nicht nur an seinem Schraubstock. Als das Signal zum Schutze des deutschen Vaterlandes ertönte, da zogen die deutschen Arteiter hinaus ins Feld, um die Heimat zu schützen. Da war auch in ihnen das Feuer flamm enter vaterländischer Begeisterung entlasst. Und viele, viele starben ... Der Arbeiter kam zurück. Müde. Da wurde die letzte Liebe zu seinem Volk, das letzte Gefühl nationaler Ehre aus feinem Herzen gepreßt. Der Arbeiter, weil er Jahr um Jahr gekämpft und weil er den Sieg hatte langsam schwinden sehen, ließ sich nun willig in das Verderben ziehen. Er verließ seine Fahne, die ihm aber auch in den kommenden Jahren immer noch näherstand, und folgte einer Fahne, die aber niemals seine Fahne wurde. Immer mehr wurde ter Arbeiter aufgehetzt, immer mehr wurde er seinem Land entfremdet. Seine Führer, verbrecherisches Gesindel, ließen es jedoch zu, daß Millionen deutscher Arbeiter auf der Straße lagen, daß sie hungerten. Sie ließen es zu, daß man den deutschen Arbeiter fern von aller Kultur stellte, daß man ihm die Kulturgüter des deutschen Volkes vorenthielt. Sie ließen es zu, daß aus dem wahren deutschen Menschen, der deutsch fühlte, ein vom Wahn getriebener, internationalen Belangen nachlaufenüer Mensch wurde. Da kam Adolf Hitler. Er und seine Bewegung kämpften um die Seele des deutschen Arbeiters. Langsam, schrittweise fand sich der deutsche Arbeiter wieder zurück zu seinem Volk. Adolf Hitler wurde Reichskanzler. Da kam das Erwachen für den deutschen schaffenden Menschen. Und heute: Schlote rauchen wieder, Züge fahren wieder, Hochöfen brennen wieder. Der deutsche Arbeiter steht wieder als deutscher Mensch an seiner Maschine. Aber all den andern, die unser Führer noch nicht in den Arbeitsprozeß hat eingliedern können, steht als Bewußtsein voraus, daß Adolf Hitler nicht eher ruhen wird, bis auch der letzte deutsche Arbeiter wieder an seinem Platz steht. Heute sehen wir unsere Väter wieder mit frohem Gesicht zur Arbeitsstätte wandern. Aber wir kennen auch die Zeit, da Mißmut und Verzweiflung in unseren Vätern herrschte. Damals waren wir noch Kinder. Aber auch viele unserer Kameraden haben Giadivorstandssihung in Alsfeld. 'g? Alsfeld, 7. März. In der jüngsten Stadt- vorstandssitzung war eine längere Tagesordnung zu erledigen. Man befaßte sich zunächst nochmals mit der Aenderung der Verkehrspol i z e i o r d n u n g für die Stadt Alsfeld hinsichtlich der Einbahnstraßen. Zu der in einer früheren Sitzung beschlossenen Regelung hatte die Kraftwagenbereitschaft 3/147 und der Motorsturm 21/M 147 verschiedene Abänderungsvorschläge gemacht. Diese wurden angenommen. Es gelten demnach als Einbahnstraßen: die Obergasse in der Fahrtrichtung Ludwigsplatz — Marktplatz, ferner die Obere Fuldergasse in der Fahrtrichtung Kreuz — Marktplatz. Die Höchstgeschwindigkeit für Lastkraftwagen wurde im Stadtbereich auf 10 Kilometer für Lastkraftwagen mit Anhänger, auf 15 Kilometer für Lastkraftwagen ohne Anhänger festgesetzt. Für die Instandsetzung des er st en Pfarrhau- s e 5, das infolge Versetzung des seitherigen Pfarrers He ch l e r nach Heppenheim a. h. V. hergerichtet werden muß, wurde auf Grund des vom Stadtbauamt vorgelegten Voranschlags ein Kredit von 550 Mark bewilligt. Im Quellengebiet der Hochdruck- wafserleitung in der Gemarkung Ober-Breidenbach ist die Vornahme von Tiefbohrarbeiten notwendig geworden zum Zwecke der Erschließung größerer Wassermengen auf Grund eines von Oberbaurat Hechler (Gießen) erstatteten Gutachtens. Es wurde beschlossen, diese Arbeiten der Firma Stefan Kuhn in Hungen-Inheiden zu übertragen und dafür ein Kredit von 1000 Mark bewilligt. Die Anschaffung eines Klaviers für den BDM. wurde genehmigt und der Anfchaftungspreis von 175 Mark bewilligt. Die Reichswanderoter (Deutsche Musikbühne in Berlin) hatte vor einiger Zeit mit einem recht erfreulichen künstlerischen und auch finanziellen Erfolge ein Operngastspiel gegeben. Irn Hinblick auf die kulturelle Bedeutung guter Bühnenkunst wurde beschlossen, die geforderte Garantiesumme für ein weiteres Gastspiel zu genehmigen. In Aussicht genommen ist die Ausführung der Oper „Freischütz" von Karl Maria von Weber in der zweiten Hälfte des Monats April. Die Ueberlaffung der Festhalle an einem Abend der Woche an die Kreisleitung der NSDAP, zu Uebungszwecken für einen Musikzug wurde gegen Zahlung einer jährlichen Anerkennungsgebühr von 20 Mark genehmigt. Die jüngste Brennholz Versteigerung hatte ein recht zufriedenstellendes Ergebnis. Es kosteten 4 Raummeter Buchenscheitholz 29 bis 30 Mark. Verschiedene kleinere Vorlagen über Bewilligung von Krediten zu Instandsetzungsarbeiten in städtischen Gebäuden und für die Straßenunterhaltung wurden gemäß den Vorschlägen des Bauausschusses genehmigt. Landkreis Rieften X Wieseck, 7. März. Gestern fand in unserem Gemeindewald die letzte Holzversteigerung dieses Winters statt, auf der vor allem Nutzholz zur Abgabe kam. Es wurden für den Stamm Nutzholz erzielt: Eichenstämme 4, 10, 12,20 bis zu 30,60 Mark. Kiefernstämme 6, 16 und 18 Mark. Für Buchenstämme 10 bis 16 Mark je nach Qualität und Größe. Erlenstämme 6,20 Mark. An Brennholz kam zur Versteigerung: Kiefernfcheit 5 bis 6 Mark pro Kubikmeter, Fichtenfcheit 4 bis 4,50 Mark, Fichtenknüppel 3 bis 3,60 Mark. wg. Großen-Buseck, 6. März. Dieser Tage hielt die NS. -Frauenschaft unter Leitung der Frau Lehrerin Schneider einen Schulungsabend ab. Die Führerin gedachte zunächst in schlichten Worten des Freiheitshelden Horst Wessel. Der Redner, Pg. Edelmann- Beuern, wies in seinen Ausführungen auf Grund statistischer Aufzeichnungen auf Die großen Gefahren hin, die durch erbkranken Nachwuchs unserem Volkskörper erstehen. Jede deutsche Frau habe die Pflicht, dazu beizutragen, daß diesem liebel abgeholfen werde. Die Ausführungen des Redners wurden mit großem Beifall ausgenommen. wg. Großen-Buseck, 6. März. Gestern abend fand im Saale von Gastwirt Wilhelm Wagner ein aus allen Kreisen der Bevölkerung gut besuchter Schulungsabend statt. Nach 'musikalischen Darbietungen der SA.-Kapelle und des Spiel- mannszuges eröffnete der Ortsgruppenleiter die Versammlung. Kreisschulungsleiter Michel hielt sodann einen längeren Vortrag über die Erfolge der nationalsozialistischen Regierung im vergangenen Jahre. Der Kampf sei, so führte er u. a. aus, noch nicht beendet, noch manche glaubten, gegen den Strom schwimmen zu können. Der Redner beschäftigte sich sich u. a. mit dem Ermächtigungsgesetz, mit der Judenfrage vom rassischen Standpunkt aus und mit der Lösung der sozialen Fragen. Er forderte auf, die Einigkeit zu erhalten und die Reichsregierung in allen ihren Bemühungen zu unterstützen. Für die nationalsozialistische Weltanschauung müsse auch weiterhin gekämpft werden. Zum Schluß gedachte der Redner des Freiheitshelden Horst W e f- s e l und aller jener Kameraden, die ihr Leben für das Dritte Reich opferten. Lebhafter Beifall dankte dem Redner. Die SA.-Kapelle brachte zur Verschönerung des Abends weitere Musikstücke und die NS.-Frauenschaft zwei Lieder zum Vortrag. Fräulein H. Schneider trug ein Gedicht vor. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer und Volkskanzler und mit dem gemeinsamen Gesang des Horst-Wessel-Liedes wurde die Versammlung geschlossen. — Am Samstag hielt die hiesige Gruppe des BDM. im Saale von Wilhelm Wagner einen Werbeabend ad. Dem gemeinsamen Einmarsch von BDM. und Jungvolk folgte ein Liedoortrag des BDM. Die Führerin, Erika Adler, hielt eine Ansprache, in der sie die Bedeutung und die Arbeit des BDM. würdigte. Dann gelangten einige volkstümliche Theaterstücke zur Aufführung. Jungmädelschar und BDM. erfreuten durch einige Volkstänze. In den Bause spielte der HI.-Spielmannszug einige flotte Marschweisen. Gemeinsam wurden einige Volkslieder gesungen. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer und mit dem Gesang des Deutschlandliedes, des Horst-Wessel-Liedes und des HJ.-Liedes „Vorwärts, vorwärts!" wurde die wohlgelungene Veranstaltung geschlossen. $ D a u b r i n g e n, 6. März. Der G e s A n g v e r- ein Dau bringen veranstaltete im Saalbau Erb ein Konzert. Der Vereinsführer Roth hielt die Begrüßungsansprache. Das Programm brachte eine Fülle musikalischer und gesanglicher Darbietungen. Der Chor überraschte mit ausgezeichneten Darbietungen, die nicht nur großen Fleiß, sondern auch viel Hingabe an die Sache verrieten. Der Erfolg des Abends darf dem Dirigenten und dem Chor in gleichem Maße zugeschrieben werden. Den Höhepunkt des Abends bedeutete das Lied „Wald- morgen" (Köllmer), das hervorragend zu Gehör gebracht wurde. Besondere Pflege hatte auch das Volkslied erfahren, das ja das eigentliche Arbeitsgebiet der Gesangvereine auf dem Lande darstellt. Sck)licht und innig gelangten durch den Chor einige Volkslieder zum Vortrag, die von den Zuhörern mit dankbarer Freude ausgenommen wurden. Der Fauenchor, zusammen mit dem gemischten Chor hat sich ebenfalls mit bestem Erfolg um das Volkslied bemüht und gefiel besonders mit dem schwäbischen Minnelied „Mein Schätzele". Der Dirigent Herr Eberle wartete mit einigen eigenen Kompositionen für Chor und Instrumentalmusik auf, von denen besonders der Satz „Erinnerung" tiefen Eindruck hinterließ. Um das Konzert machte sich außerdem die Kapelle L y n f e r verdient. Die Darbietungen der Kapelle, insbesondere der Solisten, bewiesen vorbildlichen Eifer und gediegenes Können. Sehr schön gelangten die „Ungarischen Tänze" Nr. 5 und 6 von Brahms zu Gehör. Der Abend bedeutete für den Verein einen großen Erfolg. V Großen-Linden, 6. März. Am Samstagabend fand im Saale der Gastwirtschaft „Zur Linde" eine Versammlung des Reichsluft - schutzöundes, Ortsgruppe Große/l- Linden-Leihgestern, statt. Als Vertreter des Ortsgruppenführers eröffnete Herr Fink- Leihgestern die Versammlung und begrüßte die Mitglieder und Vertreter der Krieger- und Turnvereine, sowie der Freiwilligen Feuerwehren. Dr. Römer sprach sodann in längeren Ausführungen über die Erfahrungen, die er während eines dreitägigen Kurses sammeln konnte. Er wies besonders auf das Reichsluftschutzgesetz hin, das am 1. April durch den Führer des Reichsluftschutzbundes, Reichsminister Göring, verkündet werde. In seinen weiteren Ausführungen beschäftigte sich der Redner mit den verschiedensten Schutzmaßnahmen bei Luftangriffen und gab umfassende Aufklärungen. Der Redner schloß mit dem Wunsche, daß die Luftschutztätigkeit viele Männer und Frauen erfassen möchte. Der Vortrag löste eine rege Aussprache aus. I Hausen, 5. März. Vergangenen Sonntag veranstaltete der Frauenchor Hausen einen Familienabend, der außergewöhnlich besucht war. Auch von Garbenteich waren viele Besucher erschienen. Der Vorsitzende, Pfarrer Steiner, eröffnete den Abend und wies darauf hin, daß gerade solche Familienabende ihr volles Recht haben, was der auffallend gute Besuch rechtfertige. Sämtliche Darbietungen wurden gegeben in Form einer gemimten Radioübertragung auf ter Bühne hinter geschlossenem Vorhang. Vor dieser Bühne war dann noch eine Bühne oorgebaut, auf der sich eine kleine Handlung abspielte, die die einzelnen „Radioübertragungen" (Stunde des Chorgesanges, Stunde des Volksliedes, fröhliches Zwischenspiel, Stunde des Landes, Orchestermusik, Werbekonzert, Jugendstunde ufro.) in lebendigem Spiel untereinander verband. Dieses Theaterstück hatten Pfarrer Steiner und Frau verfaßt. Es stellte sich ganz in die heutige Zeit. Alle an dem Abend Beteiligten zeigten gutes Können und freudige Bereitschaft. Der Frauenchor gegen spröde Häut’ s» i ; - x JETZT AUCH tm 466 V Auto-Ausstellunq 1934, Berlin, 8.-18. Morz, Halle II, Stand 210 Bücher für Naturfreunde und Wanderer Belauschtes Leben. Kleine Kreatur in Wasser, Busch und Halm von K. O. Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Leben der niederen Tierwelt mit erläuternden Bildunterschriften, Namensan- Saben u. ausführlichem Text. Mit einem teleitwort von Prof. Dr. P. Deegener, Universität Berlin. Preis kartoniert RM.3.90, geb. RM. 4.80. Waldweben. Die Lebensgemeinschaft des deutschen Waldes in Bildern. 150 eigene Naturaufnahmen aus dem Tier- und Pflanzenleben des heimatl. Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln,mit lebendigem u.aufschlußreichem Einführungstext von K. Gerhard und O. Wolff. Ganzleinenband.. ..........RM.4.80. Umgang mit Mutter Grün. Sündeq- und Sittenbuch von W. Schoenicheh. Brosch. RM. 3.—, gebunden RM. 4.—. Die deutsche Landschaft Von E. L. Schellenberg. Br. RM. 2.-, geb. RM. 3 -. Zu beziehen durch jede Buchhandlung! Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Amtliche Bekanntmachung des Kreisamts Schotten. Betreffend: Beratungsstunde für Lungenkranke. Es finden folgende Beratungsstunden für Lungenkranke statt: , 142UL 1. Für den Bezirk Gedern. Mittwoch, den 14. März 1934, vormittags vonlO/- bis 12 Uhr, im Kreisbezirkskrankenhaus in Gedern. 2 ‘für den Bezirk Laubach. Dienstag, den 20. März 1934, vormittags von 10 bis 12 Uhr im Rathaus in Laubach. 3. Für den Bezirk Ulrichstein. Dienstag, den 20. März 1934, nachmittaas von 2 bis 3 Uhr im Gemeinderatszimmer des Schulhaufes in Ulrichstein. ,, . 4. ‘Tür den Bezirk Schotten. Mittwoch, den 26. März 1934, vormittag von 10/- bis 12 Uhr, im Städtischen Krankenhaus in Schotten. Die Bürgermeistereien wollen den Termin der^fur ihre Gemeinde in Betracht kommenden Beratvngs stunde drei Tage vorher ortsüblich bekanntgeben und die ihnen bekannten Lungenkranken noch besonders darauf Hinweisen, Brenn- und Nutzholz-Verkauf Forslamt Krofdorf Dienstag, den 13. März, 9 Uhr, bei Gastwirt Klinkel zu Odenhaufen a. d. Lahn. Försterei Salzböden, Distrikt 62a, 69c, 74a, 76b, 78a 79c, 81a und Sammelhieb; Försterei Waldhaus, Distrikt 54e: 1415D Eichen-Scheit und -Knüppel 192 rm, Reis 115 rm Buchen-Scheit und -Knüppel 124 rm, Reis 1752 rm. Fichten-Scheit und -Knüppel 100 rm. Im Anschluß nachfolgendes Nutzholz aus Distr. 62a, 69c 74a, 76b, 79c, 61b: Eichen-Schichtholz 3 rm, Fichten-Stä. 1,40 km, Stangen I—III 187 St., Kl. IV 80 St._________________________ Bullenverkauf. Die Gemeinde Birklar verkauft einen fetten Bullen, etwa 18 Zentner schwer, zum Schlachten. Käufer wollen sich bis zum Samstag, dem 10. d. M.» auf hiesiger Bürgermeisterei melden. 14240 Birklar, den 6. März 1934. Bürgermeisterei Birklar. | Verkäufe j Som» 2X5 und 1X4 Zimmer (auch a. Geschäftshaus geeignet) mitNe- benhans u. groß. Obstgart. i. test. Lage (Nahe Kliniken) ».verkauf. Schriftl. Anfrag, unter 13641) an den Gieß. Anz. Schöne 1414D Vitrine billig zu verkauf, ^rredrichstr. 9. 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M.» Bockenheimer Landstraße 25, wird zur Entschuldungsstelle ernannt. Die Gläubiger werden aufgcfortert, ihre Ansprüche bis zum 10. April 1934 bei dem unterzeichneten Amtsgericht anzumelden und die in ihren Händen be. findlichen Schuldurkunden dem Gericht einzureichea bei Meldung der in § 11 Abs. 2 des Entschuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnachteile. 1421V Gießen, den 6. März 1934. Hessisches Amtsgericht. , Prämien falsche Quittungen aus und verwendete i gewährt. Diese Zuschüsse kommen grundsätzlich nuv das Geld für sich. Auf diese Weise wunde der Land-1 für Wohnungsneu- oder -umbauten in Betracht. Ohne Gewähr Nachdruck verboten 3140 3299 26527 26636 im 79. Lebensjahr. 1413D 1410 D 1425 D Fatal« Kinderwagen in der Stadtkirche: Haus im Park. A So tierqestellt in den Persil-Werken / 55227 62453 85771 16729 37229 57902 69420 92188 51304 59624 79089 99201 107709 125384 135445 149094 152241 160784 175013 190171 199332 220486 228654 234938 260406 276492 304479 320308 332943 338929 346780 359352 372677 381280 397822 399267 53198 I 61434 < 82410 l 101575 113751 126770 143418 149505 154818 161016 176892 191591 199837 220834 229059 235062 262476 278339 311667 326745 333968 339105 350557 360072 373632 387963 397909 399278 134495 147612 150940 160208 173903 190023 196424 216569 228502 234804 255529 275942 300123 319518 331891 338531 344710 357653 369744 380310 397169 399219 28650 46196 69807 88868 111731 129535 155442 171997 188287 201435 213348 228960 241222 270731 283005 292914 301617 324689 341191 360519 376271 395312 15293 34890 47539 72356 90845 16661 36638 51726 73054 92124 25942 39855 56638 80868 92965 8508 28027 43353 60410 82845 101649 22620 45990 58146 75899 93136 106922 121382 316784 69255 54058 99267 195142 286117 348765 10276 28223 43517 67888 86548 104550 129239 147831 169987 188174 199939 212059 228048 240889 269958 279068 288609 301296 323464 339825 360123 375407 393960 29839 57534 66119 86785 102912 118438 130087 145965 150037 157977 167032 184238 195332 207656 228067 232767 245053 268900 282934 313981 328470 336378 340467 352979 369418 377780 393369 398642 30426 57744 67131 91470 111943 131356 157090 173790 194142 201778 214073 230165 243246 271391 283872 296307 304947 332576 347094 365877 382413 395640 114718 134877 157434 175440 195195 205867 215993 231393 255792 274000 284419 296570 306739 332797 347278 366601 387747 26362 41517 58506 81552 100308 126067 146894 165171 187895 197139 210768 220280 237300 267094 276769 288071 300667 313119 336008 356120 374245 392588 102482 114863 127008 144423 149892 156533 163810 179457 192081 207080 226367 230219 240363 266382 282335 313400 327211 336294 340153 351286 360936 377479 392281 398562 105503 120288 132593 147467 150406 160190 172533 184528 195587 212664 228282 234738 253659 273521 293801 314665 328936 337040 343308 353373 369528 379328 394641 398913 122889 140671 163155 177166 195619 209123 219098 237192 256268 276226 287845 296965 312667 335790 349040 372572 389178 212980 218010 220095 293069 293960 302285 351526 357962 359214 unterstützungskasfe tätig war, schloß mit einem Landwirt in Steinbach einen Aufnahmevertrag für diese Versicherung, obwohl er wußte, daß der Versicherungsnehmer das Mindestalter überschritten hatte. Der Landwirt ging die Versicherung ein, in der Meinung, seine Ehefrau falle gleichfalls darunter, wie ihn der Angeklagte auch belehrt hatte. Der Angeklagte stellte für geleistete Versicherungs- A. A. Für die Herstellung von landwirtschaftlichen Neu- oder Umbauten werden keine Reichszuschüsse 5. Klasse 42. Preußisch-Süddeutsche (268. Preuß.) Staats-Lotterie Im Gewinnrade verblieben: 2 Gewinne zu fe 1000000, 2 zu je 30000, 2 zu je 10000, 46 zu je 5000, 70 zu je 3000, 110 au je 2000, 196 zu je 1000, 598 zu je 500, 8938 zu je 300 und 140 Tagesprämien zu je 1000 Mark. Haus im Park, ruh.,schöneZim- Gestern entschlief nach langem Leiden unser teurer, Heber Vater, unser herzenzguter Großvater, lieber Bruder, Schwager und Onkel Johannes Bechthold für den Vorstand auf 3000 Mark und für den Aufsichtsrat auf 10 0000 Mark festgesetzt. Geschäftsführer Hernrnerle, der inzwischen eingetroffen war, richtete einige Worte an die Anwesenden, in denen er für seine einstimmige Wahl dankte, um Vertrauen bat und ernsten Fleiß gelobte. Aus der Versammlung kam die Anregung, in den jeweiligen Generalversammlungen ein aktuelles Thema aus dem genossenschaftlichen Leben zu behandeln, um dadurch die Mitglieder zu interessieren und das Band des genossenschaftlichen Handelns und Strebens um alle Dorfgenossen zu schlingen. Besonderes Augenmerk soll dem Kleinsparverkehr gewidmet werden, der insonderheit die Jugendlichen zum Sparen anregen und den durch die Kriegs- und Jnslationsjahre verloren gegangenen Sparsinn wieder wecken und fördern soll. Man erhofft allgemein von dem neuen genossenschaftlichen Einheitsbetrieb starken Auftrieb in allen Teilen der Dorfgemeinschaft. Die Beerdigung findet Freitag, den 9. März, 2-/- Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt In tiefer Trauer: Otto Knörr und Frau Johanna, geb. Bechthold Elisabeth Noll, geb. Bechthold Willi Nachtigall und Frau Auguste, geb. Bechthold Ottohans und Helmut Nachtigall Gießen (In Löbershof 8 L), den 7. März 1934. Stndienrat Dr. Simon, Offenbach spricht über: uiid Die Christianisieranfi der Germanen und die Germanische Religion. 163594 182150 284370 284862 321844 336231 Offenbacher Lederwarenvertrieb <£♦ Rödev nurMrcherwlatzv a.d.Stadtkirche Welt-Marke 1409D grobes Lager, billigste Preise ZumKlarspiilen derWäsche etwas Sil msheihe Spülwasser spült und bleicht ganz unerreicht! in der Stadtkirche; Vortragsabend mer m. Pension, behaglich. Heim, beste Verpfleg., billige Preise. Gartenstraße 10 Tel. 3796. 01239 23. Ziehungstag 6. März 1934 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen Sängerkreises „Vogelsberg-Süd", Postverwalter Seum (Ortenberg), die Tagung, die mit dem Deutschland- und Horst-Wessel-Lied ihren Ausklang fand. Kreis Alsfeld. =r. Homberg, 6. März. Dieser Tage wurde in der Stadtkirche der Mi s s i 0 n s f i l m „Hundert Lahre Rauhes Haus" gezeigt. Der Vortragende sprach, nachdem gemeinsam ein Lied gesungen war, eingangs über die Innere Mission und deren Gründer. Der Film zeigte sodann in mehreren Teilen die Entwicklung des Rauhen Hauses, das Wirken Johann Heinrich W i ch e r n s und den Aufschwung, den die christliche Liebestätigkeit unter seiner Initiative genommen hat. Die Bedeutung der Inneren Mission wurde besonders durch einige Zahlen klar. Stehen doch nicht weniger als 3990 Anstalten mit 220 000 Betten, sowie 75 000 berufliche Kräfte und mehr als 100 000 ehrenamtlich tätige Menschen in ihrem Dienst. Ein gemeinsames Lied beschloß die interessante Veranstaltung. — Sonntagabend fand hier zugunsten der Winterhilfe ein Vokal- und Jnstrumentalkonzert statt, bei dem der Silcherchor, ber Gesangverein „Eintracht" Ober-Ofleiden, die Kapelle Hisseri ch, die verstärkte Kapelle M a g e l und stuck, ehern. Mül - ler (Deckenbach) mitwirkten. Das Programm war außerordentlich reichhaltig. Präsident Ihm hielt die Begrüßungsansprache, Pg. Geißer hielt eine kurze Ansprache. Die gesanglichen, wie auch die musikalischen Darbietungen zeugten von großem Fleiß und bewegten sich auf beachtlicher künstlerischer Höhe. Den Ausführenden wurden lebhafter Beifall zuteil. Besondere Anerkennung fand Herr Mül- l e r (Deckenbach) mit seinen Darbietungen am Klavier. Das Konzert erbrachte den ansehnlichen Betrag von 135,20 Mark. Kreis Wetzlar. CD Krofdorf-Gleiberg, 6. März. Am Samstagabend hielt die hiesige aus der Spar- und Kreditkasse und Spar- und Darlehenskasse kürzlich neugegründete Spar- und Dorschußkasse Krofdorf-Gleiberg in der Gastwirtschaft Moos ihre erste Generalversammlung ab. Den wichtigsten Punkt der Tagesordnung bildete die Wahl des Geschäftsführers für das neue Kasseninstitut, das durch seinen nunmehrigen vergrößerten Umfang eine hauptamtlich angestellte Arbeitskraft erfordert. Auf Vorschlag der Verwaltungsorgane wurde Wilhelm H e m m e r l e aus Breidenbach, Kreis Biedenkopf, wo er, nachdem er mehrere Jahre im ländlichen Genossenschaftsverband Frankfurt tätig gewesen war, die Geschäfte einer Genossenschaft mit Erfolg führte, gewählt. Sobald die Abwicklung der letzten Arbeiten der beiden alten Kassen getätigt, was in einigen Wochen geschehen sein dürfte, wird das neue Geldinstitut seine Pforten öffnen. Ms Kassenlokal und Wohnung für den Geschäfts- fütjrer ist der durch die Aemterauflösung freiwer- üende Nordflügel des hiesigen Amtsgebäudes von dem Kreis Wetzlar gemietet worden, der so geräumig ist, daß im ersten Stockwerk eine weitere abgeschlossene Privatwohnung vermietet werden soll. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde die Passwgrenze auf 1 Million Mark, die Aktivgrenze Amtsgericht Gießen. Ein in Hausen wohnhafter Mann erhielt wegen Betruges einen Strafbefehl von drei Wochen Gefängnis. Dagegen legte er Einspruch ein. Die gestrige Hauptoerhandlung ergab folgendes Bild: Der Angeklagte, der als Untervertreter bei einer Kranken- 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 187 40691 104232 122600 162640 163822 188462 221336 232206 383566 wirt um 16,25 Mk. geschädigt. Das Gericht hielt denk Angeklagten des Betruges schuldig und erkannt« gegen ihn entsprechend dem Antrag des Amtsanwaltes auf vier Wochen Gefängnis. Ein Betriebsführer aus Hartenrod fuhr mH seinem Kraftwagen am 6. Oktober 1933 gegen 7.43 Uhr durch die Kaiserallee, ohne das hintere Kennzeichen des Wagens beleuchtet zu haben. Er erhielt deshalb einen Strafbefehl in Höhe von fünf Mark. Auf den Einspruch lautete das Urteil entsprechend der im Strafbefehl festgesetzten Strafe. Große Strafkammer Gießen. Ein in Büdingen wohnhafter Mann stand vor den Schranken des Gerichts, das sich zu diesem Zweck nach Büdingen begeben hatte. Die Verhandlung fand unter Ausschluß der Oeffentlichkeit statt. Dem Angeklagten wurden Verbrechen im Sinne des § 176, Ziffer 3, begangen an einem 14jährigen Mädchen, zur Last gelegt. Nach eingehender Beweisaufnahme konnte er trotz hartnäckigen Leugnens überführt werden. Entsprechend dem Antrag des Staatsanwalts erkannte das Gericht auf eine Gefängnis st rafe von 9 Monaten. 2 Gewinne zu 10000 M. 259529 6 Gewinne zu 5000 M. 151335 278230 299806 2 Gewinne zu 3000 M. 77137 2 Gewinne zu 2000 M. 4110 ,u 1000 128131 143971 15440b 274AA8ffl 2.95465 318871 339351 345930 387866 ,66 600 4512 6738 13485 20406 ™955 77161 77667 78695 82994 124336 170767 185141 212881 221365 U4029 238168 238973 247040 277380 283686 R79A1? SrSS 295849 326710 333223 347865 372613 376043 378390 393522 22662 ®CtDinne 8U 300 1190 14147 wies unter Leitung seines Dirigenten, Herrn Sommer, beachtliche Leistungen auf. Eine während des Abends vorgenommene Sammlung für das Winterhilfswerk ergab den erfreulichen Betrag von nahezu 11 Mark. Der zweite Vorsitzende, Altbürgermeister Happel, dankte zum Schluß allen am Wohlgelingen des Abends Beteiligten. * L i ch, 7. März. Der Verein für Rasenspiele hielt dieser Tage seine Generalversammlung im Vereinslokal von Ludwig Vogt ab. Der Vereinsführer Rammling begrüßte die Teilnehmer, insbesondere die beiden Schiedsrichter Kunze-Hungen und W l o d a r e ck - Wiefeck. Er wies darauf hin, daß es seinen Bemühungen gelungen sei, für die in den nationalen Verbänden 4 Gewinne zu 5000 M. 198974 319061 2 Gewinne zu 3000 M. 85533 6 Gewinn» zu 2000 M. 160111 278651 16 Gewinne zu 1000 M. 6932 19339 70044 131014 223855 280566 382790 62 Gewinne zu 500 W. 12837 32099 67675 60826 63851 67614 74183 77460 106880 116587 129424 ------ ------ 286 Gewinne zu 300 M. 13075 ----- ----- * stehenden Mitglieder an denjenigen Sonntagen, da der VfR. Fußballspiele austrägt, Befreiung vom Dienst zu erwirken. Den beiden verdienstvollen Schiedsrichtern Paul Kunze und Heinrich W l o - d a r e ck wurden durch den Vereinsführer der vom Reichssportführer von Tschammer und L st e n herausgegebene Reichssportkalender überreicht. Vereinskassenwart Philipp Naumann erstattete sodann Bericht über die finanzielle Lage des Vereins. Die Kasse wies einen günstigen Stand aus. Sportwart Heller berichtete über den Spielbetrieb und ermahnte die Spieler, so wie seither auch in den kommenden Jahren dem Verein die Treue zu halten. Anschließend konnte Schriftwart Merle Mitteilen, daß für die Osterspiele „Dahl- mania"-Frankfurt a. M. verpflichtet sei. Der Vereinsführer dankte seinen Mitarbeitern für die geleistete Arbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, daß sich jeder überall da einsetze, wo er zu wirken sich berufen fühle. Mit einem dreifachen „Sieg- Heil!" auf den Volkskanzler Adolf Hitler und den Reichssportführer von Tschammer und O st e n wurde die Versammlung geschlossen. Kreis Spotten. D Laubach, 5. März. Das von dem Gießener Stadttheater im „Solmser Hof" gegebene Lustspiel „Der Herr Senator" erfreute sich eines guten Besuches und war ein voller Erfolg. Sämtliche Mitwirkenden, die ihre Rollen sehr gut spielten, gaben dem dankbaren Publikum Gelegenheit, für einige Stunden bei dem mit dem nötigen Humor gewürzten Stück die Sorgen des Alltags zu vergessen. Der allgemeine Wunsch geht dahin, daß dem ersten Besuch des Gießener Stadttheaters noch mehrere in Laubach folgen mochten. — Bei der Wurst - und Specksammlung für das Winter hilf sw er k wurden in unserer Ortsgruppe 191 Pfund aufgebracht. Auf Laubach entfielen 54 Pfund, Gonterskirchen 35, Wetterfeld 48 und Ruppertsbura 55 Pfund. — Die letzte st ä d - t i s che Brennholzversteigerung erfreute sich wiederum eines guten Besuches von Steigerern. Es wurden durchschnittlich gelost für einen Raummeter Buchenscheitholz 7 Mark, ein Raummeter Knüppel 4,20 Mark, ein Raummeter Stocke 4 Mark und 4 Raummeter gewöhnliche Reiser 3 Mark. — Im Rathaussaale fand unter Leitung des LOF. Pg. Christian Röder eine Versammlung der Orts bauern sch ast statt. Zunächst wurden die Preise für das Anfahren von Brennholz an Privatpersonen geregelt Sie bewegen sich je nach Lage Häufchen 1,20 und 2 Mark pro Raummeter. Das Brennholz für die städtischen Anstalten wird durch die Ortsbauernschaft unentgeltlich angefahren. Sodann erläuterte der Ortsbauernführer die Nutzviehbeschaffung. Er berichtete weiter über die Erlangung von Baukrediten zu niedrigem Zinsfuß. Es ist be- absichtigt, norddeutsche Saatkartoffeln zu beziehen; zuvor sollen Offerten eingeholt werden. Kreis Büdingen. £ Nidda, 5. März. Der zweitägige Chor- leiterkursus am 3. und 4. März war von etwa 30 Chorleitern der Sängerkreise „Niddatal" (Sitz Ober-Schmitten) und Vogelsberg-Süd (Sitz Ortenberg) besucht. Der Kreiswalter des Sängerkreises „Niddatal", I. Diehl (Ober-Schmitten), eröffnete den Kurfus mit einer Ansprache, in der er bie Aufgaben und Ziele der Männergefangoereine Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) T. S. Uns ist eine solche Vereinigung nicht bekannt. Wir empfehlen Ihnen, doch einmal bei dem Reichskartell der Bildenden Künste anzufragen, das gegenwärtig in Gießen durch Herrn Kunstmaler Will, Friedrichstraße 8, vertreten wird. im Dritten Reich umriß. Der Schulungsleiter, Musikoberlehrer Samper (Darmstadt) gliederte den Kursus in drei Abteilungen, von denen die beiden ersten auf theoretische Unterweisungen, die letztere auf praktische Chorleiterarbeit eingestellt waren. Zu diesem Zwecke hatte sich in dankenswerter Weise der Männergesangverein „S ä n g e r k r a n z" Nidda zur Verfügung gestellt. Die klaren, sachverständigen Ausführungen, in denen der Referent einen großen Teil der gesangstechnischen Fragen behandelte, die Einführung in die verschiedensten vorgelegten Chore, das Eingehen auf poly- und homophones Liedgut gaben den Chorleitern eine Fülle von Anregungen, Hinweisen und praktischen Winken, die der Arbeit in den Gesangvereinen zugute kommen wird. Mit herzlichen Dankesworten an den Kursusleiter und den Gesangverein „Sängerkranz" sowie eine Würdigung des deutschen Liedes schloß der Kreiswalter des Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Ludwig Luh IX. und Familie Großen-Linden, Hörnsheim, den 8. März 1934 Die Beerdigung findet Freitag, den 9. März, nachmittags 3 Uhr, vom Sterbehaus Frankfurter Straße Nr. 57 aus statt $9., Hießt. (i42fiD SAellmln mit sehr guten Zeugnissen sucht Stellung als Arbeiterin i.Dam.- oder auch Herr.» Schneid. Zuschr. erb.an Hildegard Kling,Bad-Nau- heim, Hermann- Göring-Str. 30. 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Diemer Familie Dr. W. Diemer Familie Ph. Hofmann-Diemer Todes-Anzeige. Am 5. März entschlief sanft nach kurzem Leiden im 79. Lebensjahr unser lieber, treusorgender Vater, Großvater und Bruder Christian Diemer, Lehrer i.R Gießen (Ludwigstr. 29), Darmstadt, Lang-Göns, Wetzlar, 6. März 1934 Die Beisetzung hat auf Wunsch des Entschlafenen in aller Stille stattgefunden h 11 il fi 8 k 8 n 8 ( c ei v h bi ui re Lc do fü 3r bi. W D D n ur fd nif ®e tet Es sa ei DOl QU Lie Du wü Un übt bu bei be hei toi; nick in' ber ü er tat Do gen , $ beit und & dort bim 6tn: öen 91qc ÖQ5 $ei pief sein' ,Di »er i Jeric len f ?erd batte Nr. 57 Drittes Matt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 8. Marz 1934 Gammelsonntag am ll.^cirj Tagewerke: 1400 Die Ausführungen des Landschaftsführers fanden 3000 ken—Hessen-Nassau seit Jahrhunderten verbinden. O.jj.-'fpOTt und die issenschaft ihre 15. kein Hemmnis, zur Vertiefung und zu ihrer spannt fühle in das ewige Volkstum. Ueberall, mindestens in jedem Kreise, werde ein Heimatmuseum entstehen, doch sei Zersplitterung zu vermei- meiden. Der Staat werde reichere Mittet als die Vergangenheit der Wissenschaft zur Verfügung stellen. Der heutige Staat sei sondern die stärkste Triebkraft der wissenschaftlichen Arbeit Verbreitung. Reichsbund „Volkstum und Heimat" Künstler mit der Hand sorgfältig graviert, von ihrer Ausführung hängt das Aussehen der fertigen Plakette ab. das deutsche Volk sich unter der Führung Adolf Hitlers aufgerafft hat, der Not entschlossen die Stirn zu bieten. Maßnahme: *. Erweiterung und Verlegung der gemeindlichen Wasser- und Elektrizilätsversor- gungsanlagen in E b e r st a d t und Pfungstadt durch den kreis Darmstadt Instandsehungs- und Verbesserungsarbeiten im Gaswerk durch den Gaswerksoerband R h e i n g a u AG. Die zahlreichen Abzeichen, Ansteckblumen und Plaketten, die das Wintevhilfswerk des deutschen Volkes herausgegeben hat, werden bereits von vielen Volksgenossen eifrig gesammelt. Andere dagegen scheinen diesen hübschen Kunstwerken wenig Interesse entgegenzubringen. Das ist falsch, denn wenn aüch mancher kein Verständnis für diese Ehrenabzeichen hat, so sollte er doch an seine Kinder denken, die ihn einmal mit großen Augen fragen werden, wie es im Jahre der nationlsozialistischen Revolution in Deutschland ausgesehen hat. Wie schön ist es, wenn wir ihnen dann Erinnerungszeichen vorweisen können, die ein Mahnmal an die siegreich überwundene Notdar- st e l l e n. Denken wir doch an unsere eigene Kindheit zurück: Mit ehrfürchtigem Staunen ließen wir uns von unseren Großvätern erzählen, die den Krieg 1870/71 mitgemacht und noch Bismarck mit eigenen Augen gesehen hatten. Ebenso fragen schon heute die Angehörigen der jungen Generation jeden Kriegsteilnehmer nach seinen Erlebnissen aus und können sich gar nicht satt hören. Die Abzeichen des Winter Hilfswerks haben bei der Herstellung zwar wenig Kosten verursacht, sind aber dennoch durchweg recht wertvolle und geschmackvolle kleine Kunstwerke. Die Reichsführung des Winterhilfswerks hat streng darauf geachtet, daß nur Entwürfe ausgeführt wurden, die künstlerisch einwandfrei waren. Der Erfolg hat diesen Bestrebungen recht gegeben. Es hat sich deutlich gezeigt, daß ein Abzeichen besonders begehrt war, wenn es ungewöhnlich gut ausgeführt war. Das gilt auch für die monatlichen Metallplaketten. Die Stempel, mit denen sie geprägt wurden, werden von erfahrenen Handwerkern nach Entwürfen guter scher Wertarbeit. Wenn sie heute, wo sie überall zu freudige Zustimmung, vor allem auch durch einen sehen sind, von manchem Volksgenossen auch nicht Vertreter des Siegerlandes, der auf die starken genügend geschätzt werden, so werden sie doch bald geschichtlichen, kulturellen und wirtschaftlichen Klam- begehrte Erinnerungszeichen sein an die Zeit, da mern hinwies, die das Siegerland mit Rheinfran- Fußball: Luxemburg - Deutschland. Die spannenden Endkämpfe in den deutschen Gauligen treten diesmal hinter der Bedeutung des 100. Länderspieles des DFB., den Fußball-Länderkampf Luxemburg — Deutschland in Luxemburg zurück. Der Kampf gilt als Ausscheidung für die im Mai und Juni in Italien stattfindende Weltmeisterschaft, zu der aus der Schar der 40 Bewerber 16 Nationalmannschaften zugelassen werden. Deutschland steht mit Luxemburg und Frankreich in der Gruppe XII, die zwei Teilnehmer nach Jta-1 lien schicken kann. Ein Sieg in Luxemburg ist mit | der Teilnahme an den Spielen in Italien gleichbedeutend, der zweite Teilnehmer der Gruppe dürfte Frankreich sein, das ebenfalls über Luxemburg siegen sollte. Die deutsche Mannschaft bestreitet den 100. Länderkampf des DFB. in folgender Aufstellung: Tor: Buchloh (Speldorf); Verteidiger: Hundt (Schwarzweiß Essen), Haringer (Bayern München); Läufer: Janes (Fort. Düsseldorf), Szepan (Schalke 04), Lehm (1. FC. Nürnberg); Stürmer: Albrecht, Wigold (beide Fortuna Düsseldorf), Hohmann, Rasselnberg (beide VfL. Benrath), Kobierski (Fortuna Düsseldorf). Als 100. Länderkampf des DFB. hat der Kampf in Luxemburg besondere Bedeutung. Von den 99 ausgetragenen Spielen haben die deutschen Fußballer 36 gewonnen und 42 verloren, während 21 Kämpfe unentschieden endeten. Der Kampf in Luxemburg sollte den 37. deutschen Sieg ergeben, zumal der DFB. von den fünf Länderkämpfen dieser Saison nicht einen verloren hat. Aeichstagung derReichsbahn-Turn-undGportvereine Die Arbeitsgemeinschaft der Deutschen Reichsbahn- Turn- und Sportvereine, die rund 100 000 Mitglieder in etwa 400 Vereinen umfaßt, wird am 10. März zu Potsdam ihre erste Reichstagung abhalten, zu der etwa 600 Vertreter aus allen Teilen des Reiches erwartet werden. Durch den großzügigen Werbefeldzug, den die Arbeitsgemeinschaft innerhalb der deutschen Eisenbahnerschaft unternimmt, ist die Mitgliederzahl ständig im Wachsen. Ein Verdienst der Arbeitsgemeinschaft ist darin zu erblicken, daß sie in den acht Jahren des Bestehens der Bewegung kürzlich alle ihre Mitglieder für die Leibesübungen neu gewonnen hat. Die Vereine führen von jeher Mitglieder den Fachsäulen zu. Suche nach dem „ Unbekannten Gtraßenfahrer." Der Deutsche Radfahrer-Verband führt am Hitler schafft Arbeit! Weitere bewilligte Maßnahmen im Arbeitsbeschaf- fungsprogramm des Rhein-Main-Gebietes: Am 11. März trägt die Anstecknadel das Bild des Ritters Georg, der den Drachen tötet. Dieses Bild soll das Symbol des Sieges über Hunger und Kälte sein. Alle Volksgenossen, die mitgeholfen haben, den Endsieg sicherzustellen, werden am 11. März weiterkämpfen und ihre Spende dankbaren Herzens an das Winterhilfswerk abführen. Die Gauführung des Winterhilfswerks. 3um 11. 1934. Mord und Totschlag — sie haben's gedroht, da war Deutschland von Sozis rot.' Heut hilft Hitler. Kopf hoch, Mann! Der Sozialismus fängt erst an! Für Volk und Führer, bis zum Tod: Dem letzten Volksgenossen Brot! Die Gauführung des WHW. Die Landesgrenzen feien gefallen, früher feien fie leider oft auch Grenzen der Wissenschaft gewesen. Das habe aufzuhüren. Die bestehenden Vereine und Zeitschriften sollten nicht zerschlagen, sondern gefördert werden zu gemeinsamer planvoller Arbeit. Man dürfe die Kulturarbeit nicht in ein Schema einspannen. Ministerialrat Ringshausen verglich die Kultur mit einem bunten Blumenstrauß, an dessen Vielfarbigkeit man sich freuen müsse. Die fähigsten Köpfe sollten mi einem wissenschaftlichen General st ab vereinigt werden. Aus den historischen Kommissionen solle ein Wissenschaft- lich er Landesausschuß entwickelt werden, der außer Geschichte im weitesten Sinne auch die Naturwissenschaft bearbeiten müsse. Diesem Ausschuß läge in Zukunft die Führung der wissenschaftlichen Forschung ob, natürlich im Einvernehmen mit dem Staate. Die wissenschaftlichen Ergebnisse könnten durch eine Heimat- a k a d e m i e, die an keinen Ort gebunden sei, in Vorträgen verbreitet werden; vor allem sei der Lehrer st and zu einem Mittler zwischen Wissenschaft und Volk berufen. Die neue Lehrerbildung werde ihn dazu besonders befähigen. Es gehe um eine große Sache. Alle Berufenen müßten mithelfen. Wo ein Wille fei, da sei ein Weg. Lin hohes Ziel fei gesteckt: Die Lrweckung aller Kräfte, die in der deutschen Seele schlummerten. In jeder Gemeinde werde in Zukunft eine Chronik geführt werden; jede Gemeinde werde eine Ortsgeschichte erhalten. Ueberall müßten die Kirchenbücher verzettelt werden, damit jeder Volksgenosse seine Ahnen kennen ler- . n e n könne und durch das Wissen um Ahnen- Ischicksal, Ahnenleid und Ahnenfreude sich einge- LPD. Frankfurt a. M, 6. März. Hier fand eine Tagung der Führer der Altertumsvereine der Landschaft Rheinfranken- Hessen-Nassau statt. Nach kurzer Begrüßung durch den Leiter des Fachamts Heimatgeschichte und Denkmalspflege, Pg. Dr. Adolf Müller, Direktor der Stadtbücherei Darmstadt, ergriff der Landschaftsführer Ministerialrat pg. Ringshausen das Wort zu folgenden richtungweisenden Ausführungen: Es fei unsere Aufgabe, dem Leben Sinn und Inhalt zu geben. Nicht das Wissen, die T a t wandle die Welt. Dazu gehöre ein klares Ziel und ein fester Wille. Man dürfe nichts dem Zufall überlassen. Der Wissenschaft habe die Verbindung mit dem Volke gefehlt. Das Volk habe nicht teilnehmen können an den Gütern der deutschen Kultur. Der nalionalsozialislische Staat werde die Kluft schließen und die geistigen Errungenschaften möglichst schnell dem Volke zuführen; denn das Volk sei der wahre Mutterboden jeder Gröhe. Der Nationalsozialismus schätze die Wissenschaft sehr hoch. Der Staat sei entschlossen, die Arbeit der Gelehrten mit allen Mitteln zu fördern und zu unterstützen. Die Pflege der Geschichtswissenschaft sei besonders notwendig. Nach ihren Ergebnissen verlange das Volk Heimatliebe, vaterländische Gesinnung, staatspolitische Einsicht müßten verbreitet werden. Das ganze neue Gebiet sei zu erfassen. Es dürfe keine Lücken geben. Daher sei die Zu- sammenfassung der Altertumsvereine ein Gebot der Stunde. Er wolle nichts Wertvolles zerschlagen, doch Fehler und Mängel seien auszumerzen. Das gleiche gilt von den G l a s p l a k e t t e n, die demnächst für das Winterhilfswerk verkauft werden sollen und von den Porzellanabzeichen, die in verschiedenen deutschen Gauen ausgegeben worden sind. Sie alle sind Erzeugnisse bester deut- April in allen deutschen Gauen die Suche nach dem „Unbekannten Straßenfahrer" durch. Zu diesem Zweck wird es in allen Radfahrer-Gauen ein 100- Kilometer-Straßenrennen geben, an dem sich alle über 18 Jahre alten Radler, die bisher noch nicht öffentlich in Erscheinung getreten sind, beteiligen können. Die drei Ersten einer jeden Fahrt erhalten Erinnerungsmedaillen und werden von da ab der besonderen Obhut des DRV. unterstehen. Schiedsrichter- und Spielwarte- Sitzung in Gießen. Am Samstag fand in Gießen eine Sitzung der Schiedsrichter und Vereinsspielwarte des 8. Kreises 'Lahn-Dill unter dem Vorsitz des Kreisspielwarts L u h - Allendorf statt. In der Sitzung wurden die nunmehr einsetzenden Aufstiegspiele zur Kreis- j klasse 1 behandelt und die bereits festgelegten Termine bekanntgegeben. Ferner wurden Richtlinien I über «ommerspiele und Lehrgänge für Schiedsrichter und Vereinsspielwarte angegeben. Nach der Durchsprechung der neuen Spielordnung der Deutschen Turnerschaft wies L u h noch auf das am 15. April von der Gießener Turnerschaft vorgesehene Hallenhandballturnier hin. Spielvereinigung 1900 Gießen 1900 1. Jugend — Spv. Lollar 1. Jugend 10:0 (3:0). Die 1. Jugend von 1900 besiegte die gleiche Mannschaft des Spv. Lollar mit 10:0 Toren. Bereits vor der Pause war das Spiel entschieden. Die Gäste setzten den Einheimischen in den ersten 30 Minuten stärksten Widerstand entgegen, konnten jedoch nicht verhindern, daß der Platzverein nach 15 Minuten in Führung ging. Bis zur Halbzeit erhöhten die Einheimischen auf 3:0 Tore. Nach der Pause wurde Lollar vollständig in seine Spielhälfte eingeschnürt und kam nur noch zu einzelnen Durchbrüchen. Das Spiel wurde auf beiden Seiten sehr fair durchgeführt. Bei den Gastgebern war kein schwacher Punkt. Der Sieg in dieser Höhe war verdient. VfB. Gießen 1. Jugend — 1900 2. Jugend 1:0. Die neu zusammengestellte 2. Jugend von 1900 konnte gegen VfB. 1. Jugend ein ehrenhaftes 0:1 erzielen. Das Spiel war jederzeit offen. Ein Handelfmeter entschied das Spiel zugunsten des Lokalgegners. 1900 1. Schüler — Spv. Wehlar 1. Schüler 1:2. Das Spiel fand in Wetzlar statt. Die Kleinsten von 1900 unterlagen mit 2:1 Toren bei gleichmäßig verteiltem Spiel. Handball im Gau XII der OT. OSL. gegen Tv. Hausen 11:3 (7:1). Am Sonntag trafen sich beide Mannschaften auf dem VfB.-Sportplatz zu einem Freundschaftsspiel. Beide Mannschaften traten nicht ganz vollzählig an. Das Ergebnis entspricht dem Spielverlauf. Die Turnermannschaft, die nach längerer Zeit wieder spielte, hatte einen guten Tag. Insbesondere gefiel der schußfreudige Sturm. Kurze Sportnotizen. Der neue „?"-W agen der Auto-Union, mit dem Hans Stuck am Dienstag auf der Berliner Avusbahn drei neue Weltrekorde aufstellte, wird voraussichtlich am 6. Mai beim Autopreis von Tripolis an den Start gehen. Führer des Wagens wird auch dort Hans Stuck sein. fördert. Und die Zwiebeln hatten auch ihr Geld gebracht. Ja, die Moorscholle lohnte schon seinen Fleiß. Wenn nur der Schacktarp nicht wäre, der Schacktarp mit seinen Schrecken! Wieder seufzt der Alte und blickt auf das steigende Wasser. Dor ihm rauscht das Haff, das mit kurzen, schlagkräftigen Wellen gegen den Strand wütet; seitab tost der Strom, Dem sein Bett zu eng wird. Wie lange noch —? Dem Rehwilde, das neulich noch in nebelfeuchter Frühe auf den Wiesen äste, ist der Zutritt zu dem weiten Plan versperrt: Wasser, Wasser. Und so zieht es dem Hochwalde zu — vorsichtig, jede noch so unscheinbare Erhebung nutzend. Den Graben, den es sonst zu überfallen pflegt, umgeht es: trügerisch ist das jenseitige Eis, das schon manch Stuck um seine gesunden Gliedmaßen brachte. Und drüben, auf der Wiesenschlänge am Waldrande, ist es nicht anders. Das morsche Eis bricht bei jedem Tritt. Im Walde gibt es neue Hindernisse. Die gewohnten Wechsel hat der Sturm gesperrt. Hier legte er dem Wilde eine Fichte in den Weg, dort schleuderte er einen abgedrehten Wipfel herab und warf noch allerlei dürres Reisig hinterher. Weiter- ab brach er einen Stamm mit faulem Kern und wieder ein wenig weiter entwurzelte er ein paar Schirmfichten und warf sie auf schon halb vermoderte Windbuchriesen. Schon sind die Trichter zur Hälfte gefüllt mit Wasser. Zusammengedrängt stehen die Rehe. Ihre Lauscher spielen; ihre Lichter gehen hierhin und dorthin- Überall ist es anders als neulich, lieber ihnen heult der Sturm in Wipfeln und Zweigen; um fie herum pfeift es in dürrem Gras, raschelt es im Rohr und Schilf. Da ziehen sie weiter waldwärts, vorbei an Trichtern und Gräben, die sich zusehends füllen. r Kaum sind ihre zierlichen Gestalten tm Dunst verschwunden, da zieht es heran — plump und massig: Elchwild. Denselben Weg nimmt es, den vor ihm die Rehe zogen. Aber weder Wasser noch Kämpen können die Elche von ihrem Wege abbringen. Für sie, diese Urbewohner des schwankenden Moores, gibt es hier kein Hindernis. Nur brüchiges Eis hemmt für Augenblicke ihre Bewegung. Auf schmalem Damm hält mitten in der Wildnis des Bruchwaldes ein Elch, ein alter Hirsch. Seit er damals im Julmond, als der Winter hierzulande seine größte Kraft aufbot, fein kapitales SchaufelSchacktarp. Von Edmund Scharein. Tag für Tag heult der Sturm fein schauerliches Lied. Erst kam er vom Meere her, brachte den Dünensand der Kurischen Nehrung in Bewegung, wühlte das Haff auf und polterte durch den Forst. Und als er sich ausgetobt, brachte der Nordwind über die weit ins Haff vorspringende Winden- burger Ecke frische Grüße vom Baltikum und deckte mit Schnee die Wunden, die sein Vorgänger dem Hochwald geschlagen. Wiederum schlug das Wetter um; wiederum heult der Frühlingssturm seine Weisen, der Tauwind, der den Schacktarp bringt und das flache Land an der Küste des Kurischen Hasss in Knechtschaft schlägt. Schacktarp: Eis und Wasser, weichendes Eis und steigendes Wasser. Schacktarp: Zeit, in der das Eis nicht mehr die Festigkeit hat, Lasten zu tragen, in der aber der Verkehr im Kahn hier im Lande der Ströme nicht möglich ist. Schacktarp: Ueberschwemmung und Not bringt er Mensch und Tier. Da ist er Mensch zur Untätigkeit verurteilt; da bangt er um feine Habe. Da ist das Wild auf der Flucht vor dem vordringenden Wasser. Vor seiner Hütte steht der alte Fischer. Er prüft den Wind. Der kommt noch immer vom Haff her und wehrt dem Eise des Stromes den Zutritt zum offenen Wasser, daß sich die Schollen flauen und Eis und Wasser nach den Ufern drängen. Seitwärts geht der Blick des Alten über der Wiesen weithin überschwemmte Tafeln. Hier und dort blinkt noch das Eis, aber mehr und mehr nimmt das Wasser überhand. Schon bedroht es das Heu auf hohen Gerüsten, den Rest einer spärlichen Ernte. Schon füllt es die tiefen Furchen zwischen hohen, schmalen Dämmen; schon geht es gegen den schmalen Psad, die einzige Verbindung mit dem Nachbar, an. Wie lange noch wird es dauern, bis das Wasser die Hütte gefährdet, bis es die Menschen zwingt, auf Rettung ihres Lebens, ihres Viehs und ihres kärglichen Hausrats bedacht zu Der alte Fischer seufzt. Es war ein hartes Jahr: der Fang war schlecht, im Sturm ging das Gezeuge verloren. Das einzige waren die „Blanken , diese begehrten Kartoffeln, die in Königsberg> g - len Absatz finden und von dort aus weiter verschickt werden. Mit der Anke, seiner schmucken Tochter, hatte er sie im Kahn nach der großen Stadt gegeweih verlor, wurde er noch einsamer als vorher. Und so folgte er auch jetzt nicht den andern, den Tieren und Kälbern und geringen Hirschen, die rechtzeitig vor dem Hochwasser ihre Zuflucht zu den Rettungshügeln jenseits des Stromes nahmen, sondern schlug sich abseits und harrte aus, obschon das Wasser ihn hart bedrängte. Was schert ihn das Wasser? Wasser und Moor sind ihm vertraut, seit er als Kalb unter dem Schutz der treusorgenden Mutter durch diese Gründe zog. Weit schlimmer als das Wasser ist das trügerische B l a n k e i s , das ihn so oft zu Fall gebracht. Er hebt den Kopf, holt sich Witterung. Es ist immer dasselbe: Nebel und Moder und lang, wie sie das Hochwasser bringen. Er äugt mit den kleinen Lichtern dorthin, wo ein Schatten auf das Wasser fällt. Da ist er ja schon wieder, der große Vogel, vor dem fast alles Getier, ob es nun Flügel oder Beine hat, auf der Hut ist. Der Uhu aber blockt abseits auf wasserumspültem Weidenstamm und plustert sich auf zu einem unförmigen Federklumpen. Dann glättet sich fein Gefieder und feine großen Augen tasten die übrr- schwemmten Gräben ab und verweilen auf den wenigen Stellen, die das Wasser noch nicht erobern konnte. Dort im Buschwerk schlug er an blauem Herbsttag den Igel, hier in den Kämpen überraschte er an grauem Wintermorgen den Hasen, der gerade dabei war, sich in feiner Sasse einzurichten. Aber mit dem leidigen Wasser kam eine karge Zeit. Nichts zeigt sich heute; nur ab und zu tönt von den fernen Blänken her ein Entenruf. Da nimmt sich der Uhu auf. Mit lautlosen Schwingen strebt er dem Rande des Hochwaldes zu, der blauen Dämmerung entgegen. Dort in den Fichten beziehen lärmende Krähen allabendlich ihr Nachtlager. Noch immer hält der Elch auf dem Damm. Ein paar Knospen hascht er vom Weidenstrauch — die letzten. Nichts hat das Strauchwerk um ihn herum mehr herzugeben, weder Knospen noch Rinde. Und drüben, hinter dem Strome liegen die Rettungs- hüael — Oasen in dieser Wasserwildnis. Dort ist Aesung genug und übergenug. Da zieht der Elch den Hügel hinunter. Hochaus spritzt hinter ihm das Wasser. Durch die Erlen plantscht er, die selbst im trockenen Sommer unter Wasser stehen, und rinnt durch breite Gräben. Aber dann fühlt er unter feinen Schalen diese Polster, die dem schwankenden Moore eigen sind. Ungleichmäßiger wird der Boden, höher das Wasser und schwieriger das Dorwärtskommen. Endlich hat er den Strom erreicht. Gut sind die Aussichten, das andere Ufer zu gewinnen, nicht. Der Elch kennt die Äraff des Wassers, die Tücken der Strudel und weiß um die Gefahren, die die treibenden Schollen bringen. Aber jetzt gibt es kein Zaudern mehr. Der Abend ist da mit Nebel und Mulm. Jenseits des Stromes jucht der Uhu, fernab dem Haff zu ruft der Eisbrecher, der sich feit gestern müht, Bresche in das Eis zu schlagen. Schon ist der alte Elch in der Mitte des Stromes. Er weiß den Strudeln auszuweichen und dem Treibeis. Alles ging gut bislang. Schon eräugt er das Ufer. Da naht das Verhängnis — eine Eisscholle, zackig und spitz. Der Elch'weicht aus, rinnt gegen die Strömung, kommt in den Strudel, dreht sich einmal um sich selbst und noch einmal. Hinter ihm — breitfeit — eine Scholle in schaukelnder Bewegung, vor ihm ein riesiger Keil, dessen Spitze gegen das kämpfende Wild gerichtet ist... Nur mit äußerster Kraftanstrengung entgeht es der gefährlichen Zange. * Drüben auf dem Hügel steht der alte Elch, schält und verbeißt. Die Aesung ist hier ganz nach seinem Geschmack, und der Uhu, der da in seiner Nähe unentwegt sein Hochzeitslied heult, stört ihn nicht. Er kennt diese absonderliche Weise. Jedes Jahr, wenn das Wasser kommt und das Eis auf den Strömen in Bewegung gerät, erschallt dies Fauchen und Juchen des großen Vogels. Vor feiner Hütte steht der alte Fischer. „Es geht gut ab", sagt er dankerfüllt zu seiner Tochter. „Der Sturm hat nachgelassen, das Eis ist in Bewegung." 6ocbfcbulnarf>rid)ten. Professor Dr. Friedrich Klaus in g von der Universität Frankfurt a. M., Mitglied der Akademie für deutsches Recht, ist jetzt auch in den Reichsausschuß für Bank- und Börsenrecht der Akademie für deutsches Recht berufen worden. Professor Klausing gehört ferner dem Akademieausschuß für Aktienrechtsreform an. Der durch die Emeritierung von Professor A. Döderlein freigewordene Lehrstuhl für Geburtshilfe und Gynäkologie an der Universität M ü n - ch e n ist dem ordentlichen Professor Dr. Heinrich Eymer an der Universität Heidelberg an- geboten worden. Die Preußische Akademie der Wissenschaften in Berlin hat den Professor der deutschen Literatur an der Universität Turin, Arturo Farinelli zum korrespondierenden Mitglied ihrer Philosophisch-Historischen Klasse gewählt. Vor dem Frankfurter großen Reitturnier. Oas Programm. Die Frankfurter Reitturniere haben einen guten Ruf. Diesmal ist ein Turnier im Werden, das alles bisherige in den Schatten stellen wird, denn nicht mehr im Hippodrom, sondern in der weit größeren Festhalle, dem mächtigen Kuppelbau der Ausstellungen, Messen und Feste wird das Turnier stattfinden. Ein Massenaufgebot von Pferden und Reitern SS.-Reiter in ihrem großen Schaubild. ist zum Wettbewerb aemeldet. Heber 500 Pferde sollen erscheinen. Der Züchter, der Reiter, jeder der am Pferd seine Freude hat, wird Stunden der Erbauung erleben, die unvergessen bleiben werden. Sportlich ist das Turnier in Frankfurt a. M. auf großer Höhe. Die allerbesten Dressurreiter wie A. Staeck, O. Lörke, R. Wätjen, Sattelm. Eckhardt und von den Offizieren Rittm. Gerhard, Oblt. Stubbendorf, Lt. Riemack, Rittm. v. Görne, die Amazonen Frau Franke, Frau v. Opel, Frau Gömöri, Frau Glahn usw. erscheinen mit Pferden wie Draufgänger (Olympiasieger 1928), Fels (Doppelsieger in Berlin und Dortmund), Germane, Pardubitz, Alp, Elch, Kronos, Absinth. Kavalier, Burgsdorfs, Maharbal, Packard, Tantris, Bacharach, Artus, Lausbub, Moselländer um nur einige allerbeste zu nennen. Natürlich fehlt der Champion- Sieger von 1933 und 1934 Frau Frankes Bacharach nicht. Bon den Springpferden ist Egly, das allerbeste deutsche Pferd des Jahres, das in Berlin mehrmals den Franzosen das Nachsehen gab, ferner Landsknecht, Kronprinz, Erhard, Ursus, Harcherz, Ahnherr, Nanuk, Arnim, die Siegerin im großen Preis der Nationalen Erhebung Sabina zuerst zu erwähnen. Axel Holst, Gust. Lange, L. Seiferth, Lt. Niemack, H. Wienand sind Springreiter von Format. Die Amazonen Frau Franke, Frau v. Opel usw. werden es ihnen gleichtun. Diele Reiter der SA. und SS. treten zu Wettbewerben an. Die großen Schau-Nummern. Dem gewaltigen Ausmaß des Reitturniers in der Frankfurter Festhalle entsprechen auch die vorgesehenen Schaunummern. Diese bilden heute mit einen Hauptanziehungspunkt für alle bedeutenden reiterlichen Veranstaltungen. Das Frankfurter Turnier beschreitet dabei ganz neue Wege. Massenaufgebot ist die Grundidee und trotzdem ist alles auf die Wucht des Eindrucks abgestimmt und peinlich genau geordnet. Fesseln wird besonders der große Aufmarsch der SA.-Reiter. Vier Schulreiter auf bewährten Dressurpferden erscheinen unter dem Tiefstrahler und zeigen die schwierigsten Gänge der hohen Schule. Das ganze Bild klingt in den großen Zapfenstreich aus. Die straffe und genau abgestimmte Quadrille der SS.-Reiter wird wieder ein ganz anders geartetes Bild bieten. Wieder voll eigener Wirkung und auf ganz anderer Linie bewegt sich die große Schaunummer der berittenen Landespolizei. Die Polizisten werden ein „Bahn-Manöver" in der Uniform der Kavalleristen des früheren 18. Armeekorps und anderer hier in guter Erinnerung lebender Regimenter zeigen. Schließlich folgt noch die Schau edler Ostpreußen. Manöver der Landespolizei in Uniformen der alten Armee. £ Wirtschaft. Günstige Lage am kaufmännischen Arbeiismarkt. Nach den Beobachtungen der Kaufrnannsgehilfen- Stellenverrnittlung der Deutschen Angestelltenschaft konnte sich die relativ günstige Stellennachweislage auch im Februar voll behaupten. Ein jahreszeitlich bedingter Rückgang ist also nicht erfolgt. Ausgehend von der Beschäftigungslage für Arbeiter war in diesem Winter hierzu allerdings auck) kein Anlaß gegeben. Dafür lieh sich aber jetzt eine Zurückhaltung in der Einrichtung neuer Posten erkennen. Es herrschte in gewissem Umfange das Bestreben vor, erst die Betriebskapazität, ausgehend von den Frühjahrsaufträgen und Arbeitereinstellungen, abzuwarten. Analog den Arbeitereinstellungen sollen dann notwendige Angestellten-Personalergänzungssn durchgeführt werden. Trotz solcher Zurückhaltung, die im wesentlichen Neuplanungen von offenen Stellen betrifft, übersteigt die Meldung offener Posten auch im Februar wieder ganz erheblich die Zahl der Anmeldungen von Bewerbern aus gekündigter Stellung. Sie bleibt, entsprechend der verschwindend kleinen Zahl von Stillegungen und Betriebseinschränkungen, sowie Konkursen so niedrig, daß die durch sie begründete Bewerberbewegung als absolut normal angesprochen werden darf. Im großen und ganzen erledigten sich die der Stellenvermittlung aufgetragenen Besetzungsvorschläge flott. Früher oft beobachtete mehrfache Zurückstellung von Entscheidungen gehört wieder zu den Seltenheiten. Gesteigerte Vorsicht in den personellen Entscheidungen kam allerdings wiederum etwas mehr, und zwar im Abschluß von Aushilfsver- trägen mit Klauseln,' in denen die Uebersührung des Aushilfsverhältnisses in einen Festanstellungsvertrag in Aussicht gestellt wird, zum Ausdruck. Ausgesprochene Zurückhaltung übten wiederum nur die die auf Exportgüterherstellung und -Handel angewiesenen Firmen. Alle Stellengesuche konnten durch die Kaufmannsgehilfen - Stellenvermittlung der Deutschen Angestelltenschaft restlos befriedigt werden. * Verstärkte Jnlandaufträge im S i e- mens-Konzern. In der gestrigen GV. der Siemens & Halske AG. führte Dr. C. F. v. S i e - mens u. a. aus, daß der Eingang der Jnlandbe- stellungen sowohl bei Siemens & Halske, als auch bei Siemens-Schuckert sich auch in den letzten Monaten des neuen Geschäftsjahres erfreulich gesteigert habe. Dies sei nur zum geringen Teil auf direkte Aufträge aus dem Arbeitsbefchaffungsprogramm der Reichsregierung zurückzuführen, sondern auch die Industrie hole jetzt seit langem aufgeschobene Erneuerungen nach. Die Beschäftigung würde durch das Wachsen der Jnlandaufträge noch weiter gestiegen sein, wenn nicht die Auslandaufträge, insbesondere auch die russischen, erheblich zurückgegan- gen wären. Die Versammlung genehmigte einstimmig den Abschluß für 1932/33 mit wieder 7 Proz. Dividende. Ferner wurde die Verlängerung der Frist zur Durchführung der Kapitalerhöhung um den Restbetrag von nom. 4,410 Millionen Mark bis zum 31. März 1935 beschlossen. Frankfurter Börse. INittagsbörfe: ruhig. Frankfurt a. M., 7. März. Nach den letzten lebhaften Börsen war der amtliche Beginn der heutigen Mittagsbörse bei kleinem Geschäft sehr ruhig. Die geringe Beteiligung des Publikums und auch der Kulisse ist nicht als Zurückhaltung schlechthin aufzufassen, sondern als Reaktion auf die Bewegung der letzten Tage. Die außenpolitische Lage blieb für heute ohne Einfluß. Von Wirtschaftsmomenten wurden der Jahresbericht der Reichsbank günstig kommentiert. Eine gute Stütze für den gesamten Markt bot der voll den Erwartungen entsprechende bisherige Verlauf der Leipzigs Messe. Das Aktieninteresse ist heute erstmals wieder durch Bevorzugung des Rentenmarktes abgelöst worden. Altbesitz lagen 0,25 v. H. höher, Neubesitz konnte sich nach knapp behaupteter Eröffnung bis auf 19,80 (19,70) befestigen, wobei die Umfatz- tätigkeit ein lebhaftes Ausmaß annahm. Etwas gedrückt waren späte Reichsschuldbuchforderungen (—0,13 o. H.). Das Geschäft in Reichsmark-Obligationen blieb weiterhin still, jedoch zeigten die Kurse keine Veränderung. Am Aktienmarkt eröffneten IG. Farben voll behauptet, Metallgesellschaft gewannen 0,65 v. H. Montanwerte lagen zumeist bis 0,25 v. H. freundlicher, Stahlverein gewannen L 4 v. H. Abendbörse: freundlich. Die Abendbörse verkehrte in freundlicher Haltung. Das Hauptinteresse konzentrierte sich wieder auf den Rentenmarkt, wo speziell die Neubesitzanleihe gefragt blieb und bei lebhaftem Geschäft um insgesamt 20 Pf. anzog. Altbesitzanleihe und die übrigen Rentenwerte lagen ruhig und gut behauptet. 0,75 v. H., dagegen verloren Ilse Genuß und Har- pener je 0,50 v. H. Elektroaktien lagen gut gehalten, Licht & Kraft 0,50 höher. Schiffahrtswerte waren leicht erhöht, auch Zellstoffaktien befestigten sich bis zu 0,75 v. H. Don Einzelwerten waren Deutsche Linoleum ohne besonderen Grund stärker angeboten und 3 v. H. niedriger, auch Gebr. Junghans gaben nach der gestrigen Aufwärtsbewegung 2 v. H. nach, ferner verloren Reichsbankanteile 1 v. H. und am Kunstseidenmarkt Aku 1,25 v. H. Im übrigen waren Gement Heidelberg und Holzmann um je 0,50 v. H., im Freiverkehr Wayß & Freytag mit 71 um 1 v. H. freundlicher. Autowerte lagen ruhig, aber gehalten. Im Verlaufe konzentrierte sich das Hauptinteresse weiter am Rentenmarkt auf Neubesitzanleihe, die bei lebhaften Umsätzen um ca. 0,50 v. H. auf 20,25 v. H. anziehen konnte. Altbesitz blieb unverändert 96,75 o. H., späte Reichsschuldbnchforderun- gen waren um 0,13 o. H. auf 94,25 v. H. erholt. Bon Industrie-Obligationen waren Stahloerein- Bonds lebhafter und mit 74,75 um insgesamt 1,65 v. H. fester. Stadtanleihen lagen meist gut behauptet, teilweise auch etwa 0,50 v. H. fester, während Staats- und Länderanleihen kaum verändert waren. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen konnten überwiegend um 0,25 bis 0,50 anziehen, Liquidationspfandbriefe blieben etwa behauptet. Fremde Werte lagen ruhig und zeigten kaum Veränderungen. Am Aktienmarkt war die Haltung im Verlaufe überwiegend etwas fester, und bei einzelnen Spezialpapieren wurde auch das Geschäft etwas lebhafter. Im Vordergrund standen Elektroaktien, besonders Schuckert 104,50 bis 106,75, Siemens 149 bis 153,50, ferner Gesfürel 102 bis 103,25 und AEG. 31,40 bis 32, andererseits aber Betula 132,50 bis 133 (— 1 v. H.). Außerdem waren Deutsche Linoleum um 1,50 v. H. auf 53 v. H. erholt, auch Daimler wären lebhafter 54,13 bis 55. Reichsbankanteile konnten sich um 0,75 o. H. auf 167 v. H. erholen, ferner waren Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 113 um 0,75 v. H. höher, während Montan- aktien meist nur knapp gehalten blieben. Chade- aftien lagen 2 Mark, Lahmeyer, Kaliaktien und Scheideanstalt je 1 v. H. schwächer. Am Kassamarkt standen sich Kursbesserungen von etwa 1 bis 1,50 i). H. auch Verluste im selben Ausmaße gegenüber. Frankfurter Hypotheken-Dank verloren darüber hinaus 2,50 v. H., andererseits konnten die seit Tagen gesuchten Oberbedarf-Artikel heute mit 19,50 (gestern 18) voll zugeteilt werden. Tagesgeld weiter erleichtert und 3,75 v. H. nach I Dieburg ■I Alzey Am Aktienmarkt war die Stimmung eben- falls freundlich. Farbenindustrie, Aku, Licht 6-Kraft und andere Papiere lagen bis 0,50 v. H. höher, Rheinstahl gewannen 0,75 v. H. Die Mehrzahl der Aktienwerte blieb gegen den Berliner Schluß gut behauptet. Die Börse schloß in freundlicher Tendenz. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 20,30 bis 20,40, Altbesitzanleihe 96,75, 6proz. Stahlverein-Bonds 74,50 big 74,75, Schutzgebietsanleihe 9,50, Reichsbank 167, Harpener 96,75, Mannnesmann 70, Rheinstahl 91,75, Laurahütte 34,75 bis 34,50, Aku 59 bis 59,50, AEG. 31,90, Bekula 132,75, Daimler 54,75, Scheweanstalt 183,50, Daimler 54,75, Deutsche Linoleum 53,50, Licht & Kraft 108, IG. Farben 134,75, Gesfürel 104, Holzmann 77,25 Schuckert 106,50, Siemens 152,50, Zellstoff Waldhof 54,50, Reichsbahn-Vorzugsaktien 113, Hapag 30,40, Nordd. Lloyd 34,75. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 7. März. Das hervorstechendste Moment am Frankfurter Getreidegroßmarkt war die erneute Befestigung am Hafermarkt, wo die Notiz erneut 2,50 Mark per Tonne anzog. Das Angebot darin ist sehr klein geworden, während der Konsum lebhaftere Kauflust bekundete und darüber hinaus gute Nachfrage des Exports nach Holland bestand. Die übrigen Futtermittel lagen ruhig, Kraftfuttermittel z. T. etwas abbröckelnd, so Sojaschrot, Palmkuchen und Treber. Von Brotgetreide blieb Weizen stetig, Roggen war aus Norddeutschland und Ostpreußen stark angeboten. Das Mehlgeschäft nahm auch heute bei unveränderten Preisen einen schleppenden Verlauf. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 197; Roggen 172,50 bis 173; Sommergerste für Brauzwecke 175 bis 177,50; Hafer (inl.) 155 bis 157,50; Weizenmehl (Spez. 0, mit Austauschweizen) 29,40 bis 29,95, do. (ohne Austauschweizen) 27,90 bis 28,45; Roggenmehl (0—60 d. H.) 23,50 bis 24, do. (südd., Spez. 0) 24; Weizenkleie 10; Weizenfuttermehl 11 bis 11,25; Roggenkleie 10,60 bis 10,70; Sojaschrot 15,25 bis 15,40; Palmkuchen 15,05; Erdnußkuchen 16,30 bis 17,20; Treber 15,50; Trockenschnitzel 9,70 bis 9,80; Heu (fübo.) 6 bis 6,40; Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt oder gebündelt) 1,90 bis 2. Schweinemarkt in Alsfeld. * Alsfeld, 7. März. Der heutige Schweinemarkt war mit 252 Ferkeln zum Verkauf be- schickt. Es kosteten Ferkel bis zu 6 Wochen alt bis zu 20 Mark, ältere Tiere 22 bis 24 Mark. Das Handelsgeschäft war gut. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt, 8. März. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb 84 Rinder, 1177 Kälber, 120 Schafe, 774 Schweine. Es kosteten: Kälber 25 bis 45 Mark, Hümmel 28 bis 35, Schafe 22 bis 30, Schweine 36 bis 47 Mark. — Marktverlauf: Kälber und Schweine ruhig, Hümmel und Schafe mittelmäßig. Oie Reichsbank imIahre 4933. Fwd. Berlin, 6. März. Aus dem umfassenden Bericht der Reichsbank über das Geschäftsjahr 19 3 3 ergibt sich, daß starke Initiative und Aktivität, dank der hinter ihr stehenden Staatsautorität und des Vertrauens der Wirtschaft, die Kennzeichen der neuen Politik der Reichsbank geworden sind. Die Leistungen des Jahres 1933 lassen sich wie folgt zusammenfassen: Die Reichsbank ist heute wieder ein deutsches, behördliches Institut. Die bisherigen Vefchrän- hingen der Souveränität des Staates gegenüber der Leitung der Reichsbank sind gefallen. Der Generalrat ist endgültig aufgehoben. Die Stabilität der deutschen Währung ist inmitten eines internationalen Währungschaos aufrechterhalten worden. Durch Rückzahlung der kostspieligen ausländischen Hilfskredite ist der Schleier über der deutschen Devisenlage entfernt. Anderseits wurde der Kampf um die Erhaltung der Gold- und Devisenbestände der Reichsbank durch Transfergesetzgebung und Volksverratsgesetz aufgenommen, der Umtausch von Dollarbonds in Reichsmark-Anleihen lag in derselben Richtung. Damit in Zusammenhang geschah das möglichste für die Aufrechterhaltung und Förderung des deutschen Exports durch das Instrument der Scrips, durch die Regelung von Bondskäufen und die Zusammenfassung des Handels in Sperrmark bei der Golddiskontbank. Der Ausfuhr diente auch der verstärkte Ankauf von Kurssicherungstratten, wodurch die Reichsbank dem Exporteur das Risiko der Währungsverluste abnahm. Devisenabkommen suchten dem Devisenverkehr und Warenaustausch zu dienen. Die aus der Zahlungskrise herrührenden Stüt- zungskredite haben sich stark verringert, die auf regulären Warenumsätzen beruhenden Kredite vermehrt. Dadurch ist die Reichsbank liquider geworden. Die großzügigen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen der Reichsregierung wurden durch die Gewährung von Zwischenkrediten von der Reichsbank aufs wirksamste unterstützt. Es war möglich, eine namhafte Senkung des Landeszinsniveaus zum Durchbruch zu bringen. Die Rentenkurse hoben sich binnen Jahresfrist um 13 v. H., besonders durch die Auflockerung des Kapitalmarktes im Gefolge der Offen-Markt-Politik der Reichsbank. Die Aufnahme von einer Viertelmilliarde Reichsmark Steuergutscheinen gab den Banken und dem gesamten Geld- und Kapitalmarkt neuen Impuls. Die Entwicklung findet in der Ertragsrechnung ihren Niederschlag: Die Einnahmen ermäßigten sich auf 129,4 (185,8) Mill. Erträge aus Wechsel, Schecks und Lombardgeschäften gingen infolge des ermäßigten Zinsniveaus auf 106,7 (170) Mill, zurück, der Gewinn aus Wertpapieren stieg auf 11,1 (1,3) Mill. Die Verwaltungskvsten nahmen im Zusammenhang mit der Devisenbewirtschaftung und Stillhaltung auf 86,1 (83,9) Mill, zu, die Steigerung entfällt allein auf personelle Unkosten. Die Ausgaben stellen sich insgesamt auf 89,3 (145,8) Mill. Es ergibt sich ein Reinge - winn von 40,1 (40,0) Mill. Dem gesetzlichen Reservefonds werden wieder 4 Mill, überwiesen. Von dem Rest erhalten zunächst die Anteilseigner 8 v. H. Dividende auf 150 Mill. Anteilskapital, der alsdann verbleibende Restbetrag von 24,075 Mill, wird mit 3/i an das Reich, mit ’A an die Anteilseigner verteilt. Das Reich erhält somit 18,056 Mill., die Anteilseigner insgesamt 12 v. H., wovor» 6 v. H. bereits als Abschlagsdividende am 1. November 1933 ausgezahlt worden sind. 3Ä Kurszettel her Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe Der zuletzt beschlossenen Dividende an — Relchsbankdtskoni 4 o H Lombardzinsfuß 5 o. H. Sranffun a. 2J1 3erhn Dalum 6-d 7. 8- 5- 93,75 93,9 93,75 93,75 92,5 92,5 92 91,5 91 92,5 93 94,75 95,5 95 95,8 92,5 92,75 92,5 92,5 91,5 91,65 92,25 92,25 94 94 94 94 97, 96,5 19,705 96,5 19,7 97,5 100,2 93.75 96,7 20,25 87,13 100 93,75 97,25 100 93,9 96,75 20,4 97,5 101 93,75 94 97,13 94 97,13 94 97,13 6% Deutsche Reichsanleihe D. 1927 6% efcem.7% Di. Retchsanl. v. 1929 6/i% Young-Anleihe von 1930 . Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti AuSlos.-Rechten Desgl. ohne AuSlos.-Rechte...... 6% ehe m.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rückzahlb. 102%) .......... 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 13 .......... 6%% Hess. Landes-Hypotheken, bank Darmstadt Ltqui. . Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten Deutsche Komm. Eammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyv.-Bank Aoldpse. 15 unkündbar bis 1935 8% ehern. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6/i% ehem. 4/4% Franks Hyp.- Bank-Ltqu.-Pfandbriese. 6/i% ehem. 4/3% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe 6% ehem. 8% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehcm. 7% Pr. LandeSpfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 kteuergutsch BerrechnunaskurS 94 ,13 | Ä hlrt börse Echlußk. mittag- börse 7. 4% Oeslerrelchtiche Goldrenre.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staalsrente v. 1910 4/i% desgl. von 1918......... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe (Serie I.....................I r8,5 1,35 6,75 86,5 6,65 8,75 6,65 6,75 18,3 1,35 6,85 6,5 6,6 6,65 6,7 16,3 1,35 6,8 6,5 6,65 18,5 1,4 6,75 6,65 6, 5 6,6 Frankfurt a. 31. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schlußkurs Ecklußk. Mittag- börse Datum 6-3. 7.3 6-3 7-o. 4% desgl. Serie II ..... 6.75 6,7 6,65 _ 6% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 5,25 5,13 5,13 4/i%Rumän.vereinh.Rentev.l913 /,25 7,65 7,4 7,5 4% Rumänische vereinh. Rente 4,5 4,45 4,3 4,4 2%% Anatolier 31,25 31 30,75 31 pamvurg-Amerika-Paket ..... 0 30,25 30,4 30,75 30,4 Hamburg-SÜdam. Dampfschiff. 0 39,13 Hansa-Dampfschtss.......... 0 —- — — Norddeutscher Lloyd ......... 0 35 34,75 35,5 35,25 A-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 71 70,5 71,25 70,5 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 96,25 96,25 96 96 Commerz- und Privat-Bank .. 0 52 52 52 52 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft............... 0 65,5 65,5 65,5 65,5 Dresdner Bank.............. 0 67 67 67 67 Reichsbank .............. 12 167,25 167 167,25 166,75 A.E.G...................o Bekula o ffleta. Lieferungßgesellschaft... 6 Licht und Kraft .... 6 Felten & Guilleaume 0 Gesellich.f.Eiektt.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Schuckert L Co.............. 5 Siemens L Halske 7 Lohmeve, L Eo............. 10 Buderus .....0 Deutsche Erdöl Gelsenkirchener 0 Harpener................... feoefd)Eisen-Küln-Neuessen.. 0 Mse Bergbau ........... g Ilse Bergbau Genüsse 6 Klöcknerwerke 0 Mannesmann-Röbrru ....... 0 31,65 134 102,5 107 61,75 31,9 132,75 102,75 108 62 31,4 134 103 106,25 61,75 32,13 132,4 102,75 107,5 62,9 102 104 101,5 104 96,25 —— 96 96,25 104,5 106,5 104,5 106,5 149 152,5 148,5 152,5 124 123 123 121 80,75 79,65 -0 80 111 110,5 110 110 66 66 66,13 66,25 97,5 96,75 97,25 96,5 — — 76,25 75,4 140,75 — 140,75 139,75 119 118,5 118,75 118 68,75 68,65 69 68,25 70,25 70 70,4 69,65 Frankfun a. JJl. Berlin Schluß- kurs Echlußk. Abend- börfe Schluß- kurs Echlußk. Minag- börfe Datum 6-3. 7-3. 6-3- 7-3. ManSselder Bergbau .. 0 39,5 40 39,4 40 Sokswerke .... ....... 0 — — 91,5 90,5 Phönix Bergbau ..... 0 52,75 52,5 52,65 52,9 Rheinische Braunkohlen LO 203,25 202,5 203 201,25 Rheinstahl ........ O 91,5 44,4 91,75 92,25 91 Bereinigte Stahlwerke. M M M M M M M O 45,13 44,65 44,75 Otavi Minen O 15,5 16,25 • 15,9 16 Kaliwerke Aschersleben. ....... 5 121,5 120,5 120 120,5 Kaliwerke Westeregeln. 5 120 120 120 119,5 Kaliwerke Salzdetfurth ..... 7/i 151,5 152,5 152,5 153 3. G. Farden-Jnvustrtv 7 134,5 134,75 132 134,4 SchetdeanstaU........ 9 184 183,5 — — Goldschmidt ......... O 64,4 64 64,25 63,65 RütgerSwerke........ O 59,5 59 59,25 59,25 Metällgeiellschaft...... 0 85,75 86 85 86,25 Philipp Holzmann .... 0 76,75 77,5 76 77 Zementwerk Heidelberg Lewen tweri Karlstadt.. 0 0 94,5 95 — Schultheis Patzenhoser 0 — — 103,75 102,25 Aku ^Allgemeine Kunstseide) .. 0 61 59,5 61,5 59,13 Bemberg...... ... . ... 0 58,75 —— 59,13 57,5 Zellstoff Waldhof ..... 0 54,5 54,5 54,75 54,9 Zellstoff Aschasfenhurg 0 44 44,75 42,75 44 Dessauer Gas ........ 7 — —- 124,4 123,75 Daimler Motoren..... 0 34,25 54,75 53,9 54,75 Deutsche Linoleum ... 0 54,25 53,5 54,75 53,75 Orenstetn & Koppel ... 0 — — 70,75 72 Leonhard Tietz ....... 0 20,75 21,75 21,13 22,4 Ehade ............... 10 169,5 167,25 168 167,5 Aeeu mul atoren-Fabrü 0 184,65 184 184,75 182,5 Lonti-Gummt ....... •.... 0 154,5 157 154,4 156,5 Gritzne, O| — 28,9 1 29,75 Mainkraftwerke Höchst 4i — | 77,5 I — Süddeutscher Zucker ........ Ss — | 177,25 1 179 28,5 178 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Hl. Banknoten. Berlin, 7-Märs 65,47 80,84 34,04 ~ZneT 2,485 58,53 56,84 12,745 16,52 169,19 21,49 64,08 65,73 81,16 34,18 Amerikanische Noten.............. Belgische Noten.............. Dänische Noten Englische Noten Französische Noten............... Holländische Noten Italienische Noten .. Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, I 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten................ Spanische Noten....... Ungarische Not« ................ Geld 2,465 58,29 56,62 12,685 16,46 168,51 21,41 63,82 6. März 7.Mär, Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brie« Geld Brie Helstngso«.. Wien ...... 5,614 47,20 10,38 5,626 47,30 10,40 5,619 47,20 10,38 5,631 47,30 10,40 Budapest ... Sofia ...... Holland .... Oslo....... 3,047 168,88 63,84 56,74 3,053 169,22 63,96 56,86 3,047 164,93 63,99 56,87 3,053 169,27 64,11 56,99 Kopenhagen. Stockholm... 65,48 65,62 65,63 65,77 London ..... 12,70 12,73 12,73 12,76 Buenos Aires 0,628 0,632 0,628 0,632 Neuyori .... 2,512 2,513 2,512 2,518 Brüssel..... 58,47 58,59 58,45 58,57 Italien..... Paris ...... 21,55 21,59 21,53 21,57 16,50 16,54 16,50 16,54 Schwetz .... 80,92 81,08 34,25 - 81,02 81,18 Spanien.... 34,19 34,18 34,24 Danzrg..... 81,75 81,91 81,73 81,89 Japan...... 0,752 0,754 0,752 0,754 Rio de Jan. . 0,212 0,214 0,212 0,214 Jugoslawien. Lissabon .... 5,664 11,57 5,676 11,59 5,664 11,59 5,676 11,61 fiani Quf t war Wich $ir h $ plas sich. van al? U vom fdjin Am an j beim aus den Pflu Aarc plan sein iedex arbej E Amtsverkündigungsblatt für die Provinzialdirektion Oberheffen und für das Kreisamt Gießen Nr. 10 Erscheint Dienstag und Freitag. 9. März Hur durch die Post zu beziehen.1^34 Fnbaltsübersickt' Ueber den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. — Außergewöhnliche eichamtliche Prüfungen. Einfuhr von Vieh aus stark verseuchten Gebietsteilen. — Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben. — Dienstnachrrchten. Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen am 15. Februar 1934. Kreis Gemeinden (Gutsbezirke) Gehöfte insgesamt davon (SP. 1) neu insgesamt davon (SP. 3) neu 1 2 _____-_____ 4 1 1 en Kreise waren seu 1 2 chenfrei. 1 Alzey .......... Alle übrig Bekanntmachung über außergewöhnliche eichamtliche Prüfungen. Vom 19. Februar 1934. Gebr.-Norm. Kontr.-Norm. RM. RBt. c) Bandmaße: von 2 Meter und wertiger 5,— — — von meyr als 2 bis 20 Nieter 10,— , für jede weiteren angefangenen 20 Meter _ „ 10,— —— d) Die Gebühren gelten für Maßstäbe und Bandmaße mit nur einer Gesamtlänge und Einteilung. Für jede weitere Gesamtlänge und Einteilung, auch wenn sie sich auf verschiedenen Setten der Matze befinden, ist autzer- dem die halbe Gebühr zu erheben. IB Flächen für die Prüfung von Flächenmeßmaschinen. Gebr.-Norm. Kontr.-Norm RM RM. von 55 Quadratdezimeter und weniger 0,50 von mehr als 55 bis 105 Quadratdezimeter 1'— von mehr als 105 bis 155 Quadratdezimeter 2,— von mehr als 155 Quadratdezimeter 3,— II. Flüssigkeitsmaße und Eichkolben. Gebr.-Norm. Kontr.-Norm M RM. Gießener ZamilieMatter Unterhaltungsbeilage zum Gießener Anzeiger Jahrgang 1934 Freitag, den 9. März Rummnsö Balder Frühling. Von Johann Georg Fischer. Springt der Bube das Dorf hinauf: „Vater, es ist schon Frühling draus, Zum Schmetterlingssang die beste Zeit." Ist zwar kein Frühling noch weit und breit, Fing kaum der Staub des Märzen an: Doch die Jugend will ihren Willen Han. — Wie, wenn ich nach dem Jungen ging, Zu schauen, was er im Garne fing? Freute mich ja so ein Falter selber, So ein roter oder zitronengelber! Richtig! da flattert's schon: — doch wie! — Sah ich doch all mein Leben nie Einen so artlichen Schmetterling: Ein milchjung, geschlacht und huschrg Ding, So scheu halb und so flüchtig noch, So dreist halb und fürwitzig doch, Minder im Fluge, mehr im LaM, Ein herziger Kindskopf obenauf, Schwarzaugen, so funkelnd und feuernd schon, Zöpfe, so lang als die ganze Person, Eine rote Masche als Halsgeschmew, Statt der Flügel ein fliegend Kleid, Und ein lustiges Kreuzband zum Beschluß Kurzweilig zeichnet den muntern Fuß. Ein Extra-Märzenvogel der! Mein luftiger Aergster hinterher Das Schmetterlingsgarn verächtlich weggeschmrssen. Ja, nun, nun freilich muß Frühling fern, Er blüht mir ja selber zum Haus herein: — Was doch die Jungen alles besser wissen! und daß es schiefgehen würde. Als Willi mit Ach und Krach dreimal herumgekommen war und die Furche hinuntersah, bekam er es selber mit der Angst zu tun. Das war nicht mehr Vater Bem- michs gerade Pflugschnur, sondern es sah aus, als hätte man den Weg, den ein Betrunkener im Zickzack zurückgelegt, nachgezeichnet. Da der Bauer aber immer noch nicht zu sehen war, pflügte Willi weiter. Er hoffte nämlich, die Furche wieder gerade zu bekommen. Sie bekam aber nur mehr Buckel. Am liebsten wäre er jetzt einfach davongelaufen, aber er mußte doch auf die Pferde achten. Sie rührten sich nun nicht vom Fleck, und Willi unternahm nichts, sie anzutreiben. Die Peitsche knallte nur noch ganz schwach und höchst unlustig, so daß die Pferde nur die Köpfe schüttelten. Das Nandpferd fing plötzlich zu wiehern an: es hatte den Bauern bemerkt. Ein triumphierendes Wiehern war das, als wollte das Pferd zum Ausdruck bringen: „Nun wirst du was erleben! Der Bauer kommt!" , Nichtsahnend stieg der Bauer vom Rad, sprang über den Graben und sah ... Sah ... Da weinte Willi plötzlich los, als hätte er die Prügel schon bekommen. „Na warte!" sagte der Bauer. „Na warte!" Mehr konnte er nicht über die Lippen bringen, so erstarrt war er im ersten Augenblick. Aber dann stürzte er auf Willi los. Doch Willi wartete nicht, bis der Vater bei ihm war, er lief davon, wie ein Jagdhund nach einem Hasen, war im Nu auf der Chaussee, schwang sich auf das Rad und raste in das Dorf zurück... K Vemmich kam noch dreimal herum, dann schmiß er den Pflug hin und spannte die Pferde aus. Heute war jede weitere Muhe vergebens. Es war zu spät. Dumm, daß morgen Sonntag war. Und dann noch Kirmes. Aus dem Dorf und von drüben aus Kunnersbach würden sie hier vorbeispazieren und die krumme ^"^Wem gehört' denn das Stück hier?" hörte er sie im Geist schon fragen. Und ein leises Gekicher klang in seinem Ohr: „Dem Bemmich Mar! Der ist wohl hinter dem Pflug eingeschlafen. Da nahm sich der Bauer vor, seinem Sprößling zum Abendbrot eine anständige Tracht Prügel zu verabreichen. Als er daun die Pferde im Stall besorgt hatte und in die Stube trat, wo auf dem Tisch schon die Suppe dampfte, sah er sich immer wieder ungeduldig nach Willi um, doch der war nicht zu erblicken. Wo steckt denn der Bengel?" fragte er stirnrunzelnd, wahrend er mit dem Löffel in der Suppe rührte. 4sch er kam ganz blaß nach Hause und sagte, ihm wäre nicht aut" Und wie ich nach dem Melken aus dem Kuhstall komme, liegt er schon im Bett. Da muß ihm wirklich nicht gut sein '.erwiderte die Bäuerin. „Ich werde ihm einen Tee kochen, vielleicht hat ex sich erkaltet.^ ^ee!" meinte der Mann, „der Junge hat nur Angst. Er hat mir heute die Pflugfurche versaut. Eine Schande 111 Heftigkmrte^er^das Brot. Ein Lächeln huschte über das Gesicht'der Frau. Sie kannte ihren Mann. Die krumme Furche ging ihm nicht aus dem Sinn. Davon würde er heute noch träumen. Vielleicht ging im Traum der liebe Gott über seinen Ack^ und siigte mit erhobenem Zeigefinger zu Bemnnch: „Bauer, Bauer, die krumme Furche hättest du mir zum Sonntag nicht laßen 'OlIE§ hätte der Bauer wirklich ähnliche Gedanken, sagte er plötzlich: „Nun kann ich morgen die Gäule anspannen und den Schand- ^b^Ab^r'Ä?ann!" fuhr die Bäuerin erschreckt auf. Morgen, zur Kirmes Das gibt es nicht! Was sollen die Leute denken? Wir sind doch nicht in der Ernte. Nein, nein, der Sonntag ttt ein Ferer- tnfli Meinst du, nun läuft das ganze Dorf hinaus und hat seinen Spaß an der krummen Furche? Die haben morgen einen besseren Spaß. Und außerdem — die Seidewrher Kirmes nt leit sechs fahren noch jedesmal verregnet. Da sitzen sie im ^>aale. Meinst du?" schöpfte der Bauer plötzlich Hoffnung. Sie meinte es sehr überzeugt. Als er nachher an Willis Bett trat, war diese Hoffnung noch in ihm lebendig. Er beugte sich über den Zungen, der auffallend laut schnarchte. Dem Vater schien es, als hatte Willi einmal mit den Augen gezwinkert. Lausbub! dachte der Bauer, eine Weile stand er noch unschlüssig neben dem Bett, dann aina er leiser, wie er gekommen, in seine Kammer hinüber. Als die Tür ins Schloß fiel — es gab nur ein kleines schnappendes Geräusch —, streckte Willi plötzlich seine Beine wie zwei Fahnen aus dem Bett heraus. Doch er hatte sich zu früh gefreut. Als er am Sonntagmorgen, schüchtern zwar, doch voll Vertrauen, sich dem Vater näherte, ergriff ihn der ganz unerwartet und legte ihn über das Knie ... Krumme furchen. Eine Geschichte von K. R. Neubert. Um 4 Ubr rief die Sirene der Ziegelei, die zwanzig Minuten vom Dorf entfernt lag. Jetzt machten die Arbeiter ^erabend schwangen sich auf ihre Räder und fuhren nach Han,e. Der Bauer Bcmmisch aber, der drüben seinen Acker xflngte dachte noch mch an Feierabend. Als die Sirene über das Land blies, lnawre beim Wenden an der Anwand nur «ne Pause, um -rn-n Schluck aus seiner Kassecslasche zu nehmen und Nch em Stuck Wt den Mund zu schieben. Dann hatte er schon wieoer ore Psluqgrisse in den Händen und ries den Pferden ein ® Schnuraeradc ging die Furche oon öet UAe Krümmung. Feldes zur anderen. Da gab es nicht die leu^ 6ie Daraus achtete Bemmich, wie die Katze vordem r w Maus, Es hat halt jeder so -'nen Ehrgeiz. Auver-em « sein Acker an der belebten Chaussee ua» ^’^Xöenttid) ge- jeder, der vorbeikam, ob h^r ordentlich nichts. arbeitet wurde. Und nachreden.ließ sich ^^^dpferdes etwas in Er war gerade dabei, am Geschirr ö - Auf der Chaussee Ordnung zu bringen, als er Acker gelaufen. Es La? Bauern Jüngster, „Was gibt's?" ries ihm Bem- "^D7'Kst"glch«hH°mm?u!Mt der Kuh istP nicht richtig, ^^.Ärdinnnich!"^"sluchte "der^B^uer. Die beste Milchkuh war krank. , cv-xi mal rasch mit dem Rad rein. Vin^glcich^wieder »um Jungen und.rannte schon auf die Chaussee. * Willi begann zunächst eine ^/.^ÄÄs^mehr ^zu^s^en wußte, dann als er »-m Wallach eigentlich ntcht^mehr schließlich hob er klerne Sternchen auf und warf i cr langweilte ;,ÄS S «- Hand und trieb dw Pferde.an. bie Gäule den Pflug, al?wüß°t°n1ik"dab Willi'^no» kein Recht habe, hier zu i-slügen, Aeitag.y.MSrzMH Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer A, A bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für \ mm höhe I ■ für Anzeigen von 22 mm ■ Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheilsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalender Zchulftratze 7 im Textteil 12 Rpf. je mm Mentalität aber hatte um so üblere Aus- >n, als sich aus ihr heraus zwei Erschei- ergaben: Die deutsche Automobilindstrie st angesteckt von der Auffassung des l u x u - Charakters dieses neuen Verkehrsmittels chte dies in ihren Produktionsprogrammen aktiv und preismäßig mehr oder unklug zum Ausdruck. Die deutschen Re- a aber bemühten sich ihrerseits, durch men der B e st e u e r u n g sowohl als der ) geleisteten Verkehrspolitik, den chen Grundsätzen jeden neuen Luxusartikel r eindringlich Geltung zu verschaffen. vereinten Bemühungen mußte es gelingen, »reitung und Entwicklung des neuen Vereis — wenn auch langsam, so doch sicher vürgen. Und es gelang ihnen! Das Jahr leutete hier ohne Zweifel den Höhepunkt mirkung dieser Tendenzen und damit den t der deutschen Automobilwirtschaft. aber irgendwo, dann mußte gerade hier zum neu Angriff des neuen Regiments angesetzt jn einer Zeit, da über sechs Millionen len» rwerbslos waren, konnte die Wirt- itik sich nicht mit Plänen und Projekten die normal, wenn überhaupt, nur schwer bar sind, in einer solchen Krise aber ge» s verbrecherische Illusionen gelten müssen, ste alles einem einzigen Befehl gehorchen: t Arbeit! Auf welchem Gebiet kann mnftigerweise mehr Arbeit geschaffen wer- ort, wo man am rückständigsten ist?, rüfe und ermesse doch einmal die Ve- j eines Bestands von 2,5 bis 3 Millionen □gen in Deutschland für unsere gesamte irtschaft. Abgesehen von der enormen ten Arbeitsbelebung durch den sn jährlich 200 000 bis 300 000 Kraftwürden auch die indirekten Folgen ganz (deutliche fein. Ein wirksamer E x- B. wird überhaupt nur dann möglich, s uns gelingt, durch die höhe des itierten deutschen Vinnenab- Fabrikationszisfern zu erreichen, die großen Werken die Möglichkeit geben, Preisgestaltung konkurrenz- auf dem Weltmarkt aufzutreten. >ie Frage des Exports deutscher Kraft- ist für uns in erster Linie nicht ein n des technischen Könnens oder der Ge- rit unserer Arbeit, hier werden wir von S in der Welt geschlagen! Es ist aber ß die enormen Produktionsziffern aus- >r Automobilfabriken eine andere bildung ermöglichen als dies bei fo bescheidenen Serien der Fall sein kann. nke weiter die ungeheure Befruchtung der . Nebenindustrien durch eine solche ig Angefangen von der Zubehörindustrie sauhandwerk, das die neuen Garagen her- nt fast lückenlos die ganze Wirt- rgenbroie an dieser Entwicklung einen Anteil. Es kann gar keinen Zweifel i in dieser Industrie heute eine ungeheure t für die Ueberwindung der Arbeitslosig- )amit der Not für viele, viele Hundert- on deutschen Menschen liegt. lle her Freude und des Glucks. nicht nur aus dieser rein wirtschaft- Erwägung will der nationalsozialistische ie Motorisierung unseres Verkehrs mit tteln fördern. Solange das Automobil nur kehrsmittel besonders begüterter Kreise ;rb es schwer sein, ihm seinen früher nun ngehängten klassenbetonenben unb tber aber auch klassenspaltenben : zu nehmen. Es ist aber ein bitteres Ge- l vornherein Millionen braver, fleißiger iger Mitmenschen von ber Benutzung eines nstrumentes ausgeschlossen zu wissen, bas für biete in ihren sonstigen Lebens- lten beschränkteren Schichten nicht nur ein könnte, sonbern ihnen vor allem n Sonn- unb Feiertagen zur eines uns bekannten freubi- i ck e s würbe. daher der Wille ber nationalfozialisti- laatsführung, durch die Förderung des «bilwefens nicht nur die Wirtschaft an- ln und hunderttausenben von Menschen und Brot zu geben, sonbern damit auch größeren Massen unseres Volkes die Geil zu bieten, dieses modernste Verkehrs- u erwerben. Wenn die Regierung ihrer- er alles tut und tun wirb, um biefe Ent- g zu fördern, dann zweifelt sie nicht daß auch die deutsche Wirtschaft ihre erfüllt und die ernstesten Anstrengungen acht zur Erreichung dieses Zieles. gierung wird bas im vergangenen Jahr -r Programm beharrlich unb konsequent 'en. Sie wirb bem gesamten Krast- fen ben großen Impuls geben, ist, um bie allgemeinen Vorurteile einer- bie Trägheit andrerseits zu überwinben. versuchen, bie birekte unb inbirekte A b - ntlastung bes Krastwagenbe- veiter fortzuführen. Das Reich wirb neben baubesgewaltigenAutobahn- Netzes nunmehr auch ber Verliesse- er bisherigen Hauptstraßen Bor dem Frankfurter großen Mhimier. Das Programm. Die Frankfurter Reitturniere haben einen guten Ruf. Diesmal ist ein Turnier im Werden, das alles bisherige in den Schatten stellen wird, denn nicht mehr im Hippodrom, sondern in der weit größeren Festhalle, dem mächtigen Kuppelbau der Ausstellungen, Messen und Feste wird das Turnier stattfin- iden. Ein Massenaufgebot von Pferden und Reitern SS.-Reiter in ihrem großen Schaubild. ist zum Wettbewerb gemeldet. lieber 500 Pferde sollen erscheinen. Der Züchter, der Reiter, jeder der am Pferd seine Freude hat, wird Stunden der Erbauung erleben, die unvergessen bleiben werden. Sportlich ist das Turnier in Frankfurt a. M. auf großer Höhe. Die allerbesten Dressurreiter wie A. Staeck, O. Lörke, R. Wätjen, Sattelm. Eckhardt und von den Offizieren Rittm. Gerhard, Oblt. Stubbendorf, Lt. Riemack, Rittm. o. Görne, die Amazonen Frau Franke, Frau v. Opel, Frau Gömöri, Frau Glahn usw. erscheinen mit Pferden wie Draufgänger (Olympiasieger 1928), Fels (Doppelsieger in Berlin und Dortmund), Germane, Pardubitz, Alp, Elch, Kronos, Absinth. Kavalier, Burgsdorfs, Maharbal, Packard, Tantris, Bacharach, Artus, Lausbub, Moselländer um nur e-ini^- n\\ov-_ beste zu nennen. Natürlich fehlt der Sieger von 1933 und 1934 Frau Franke nicht. Bon den Springpferden ist Egli beste deutsche Pferd des Jahres, das mehrmals den Franzvsen das Nachsehen Landsknecht, Kronvrinz, Erhard, Ursus, Hartherz, Ahnherr, Nanuk, Arnim, die Siegerin im großen Preis der Nationalen Erhebung Sabina zuerst zu erwähnen. Axel Holst, Gust. Lange, L. Seiferth, Lt. Niemack, H. Wienand sind Springreiter von Format. Die Amazonen Frau Franke, Frau v. Opel usw. werden es chnen aleichtun. Diele Reiter der SA. und SS. treten zu Wettbewerben an. Die großen Schau-Nummern. Dem gewaltigen Ausmaß des Reitturniers in der Frankfurter Festhalle entsprechen auch die vorgesehenen Schaunummern. Diese bilden heute mit einen Hauptanziehungspunkt für alle bedeutenden reiterlichen Veranstaltungen. Das Frankfurter Turnier beschreitet dabei ganz neue Wege. Massenaufgebot ist die Grundidee und trotzdem ist alles auf die Wucht des Eindrucks abgestimmt und peinlich genau geordnet. Fesseln wird besonders der große Aufmarsch der SA.-Reiter. Vier Schulreiter auf bewährten Dressurpferden erscheinen unter dem Tiefstrahler und zeigen die schwierigsten Gänge der hohen Schule. Das ganze Bild klingt in den großen Zapfenstreich aus. Die straffe und genau abgestimmte Quadrille der SS.-Reiter wird wieder ein ganz anders geartetes Bild bieten. Wieder voll eigener Wirkung und auf ganz anderer Linie bewegt sich die große Schaunummer der berittenen Landespolizei. Die Polizisten werden ein „Bahn-Manöver" in der Uniform der Kavalleristen des früheren 18. Armeekorps und anderer hier in guter Erinnerung lebender Regimenter zeigen. Schließlich folgt noch die Schau edler Ostpreußen. 1 0,75 v. H., dagegen verloren Ilse Genuß und Har- pener je 0,50 o. H. Elektroaktien lagen gut gehalten, Licht & Kraft 0,50 höher. Schiffahrtswerte waren leicht erhöht, auch Zellstoffaktien befestigten sich bis zu 0,75 v. H. Bon Einzelwerten waren Deutsche Linoleum ohne besonderen Grund stärker angeboten und 3 v. H. niedriger, auch Gebr. Junghans gaben nach der gestrigen Aufwärtsbewegung 2 v. H. nach, ferner verloren Reichsbankanteile 1 v. H. und am Kvnftseidenmarkt Aku 1,25 v. H. Im übrigen waren Cement Heidelberg und Holzmann um je 0,50 v. H., im Freiverkehr Wayß & Freytag mit 71 um 1 v. H. freundlicher. Autowerte lagen ruhig, aber gehalten. Im Verlaufe konzentrierte sich das Hauptinteresse weiter am Rentenmarkt auf Neubesitzanleihe, die bei lebhaften Umsätzen um ca. 0,50 v. H. auf 20,25 v. H. anziehen tonnte. Altbesitz blieb unverändert 96,75 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen waren um 0,13 o. H. auf 94,25 v. H. erholt. Bon Industrie-Obligationen waren Stahloerein- Bonds lebhafter und mit 74,75 um insgesamt 1,65 v. H. fester. Stadtanlechen lagen meist gut behauptet, teilweise auch etwa 0,50 v. H. fester, während Staats- und Länderanleihen kaum verändert waren. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen konnten überwiegend um 0,25 bis 0,50 anziehen, Liquidationspfandbriefe blieben etwa behauptet. Fremde Werte lagen ruhig und zeigten kaum Veränderungen. Am Aktienmarkt war die Haltung im Verlaufe überwiegend etwas fester, und bei einzelnen Spezialpapieren wurde auch das Geschäft etwas lebhafter. Im Vordergrund standen Elektroaktien, besonders Schuckert 104,50 bis 106,75, Siemens 149 bis 153,50, ferner Gesfürel 102 bis 103,25 und AEG. 31,40 bis 32, andererseits aber Bekula 132,50 bis 133 (—1 v. H.). Außerdem waren Deutsche Linoleum um 1,50 v. H. auf 53 v. H. erholt, auch Daimler wären lebhafter 54,13 bis 55. Reichsbankanteile konnten sich um 0,75 v. H. auf 167 v. H. erholen, ferner waren Reichsbahn-Vorzugsaktien mit 113 um 0,75 v. H. höher, während Montanaktien meist nur knapp gehalten blieben. Eh ade- aftien lagen 2 Mark, Lahmeyer, Kaliaktien und Scheideanstalt je 1 v. H. schwächer. Am Kassamarkt standen sich Kursbesserungen von etwa 1 bis 1,50 v. H. auch Verluste im selben Ausmaße gegenüber. Am Aktienmarkt war die Stimmung ebenfalls freundlich. Farbenindustrie, Aku, Licht 6-Kraft und andere Papiere lagen bis 0,50 v. H. höher, Rheinstahl gewannen 0,75 v. H. Die Mehrzahl der Aktienwerte blieb gegen den Berliner Schluß gut behauptet. Die Börse schloß in freundlicher Tendenz. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 20,30 bis 20,40, Alt- besitzanleihe 96,75, 6proz. Stahlverein-Bonds 74,50 bis 74,75, Schutzgebietsanleihe 9,50, Reichsbank 167, Harpener 96,75, Mannnesmann 70, Rheinstahl 91,75, Laurahütte 34,75 bis 34,50, Aku 59 bis 59,50, AEG. 31,90, Bekula 132,75, Daimler 54,75, Scheideanstalt 183,50, Daimler 54,75, Deutsche Linoleum 53,50, Licht 6- Kraft 108, IG. Farben 134,75, Gesfürel 104, Holzmann 77,25, Schuckert 106,50, Siemens 152,50, Zellstoff Waldhof 54,50, Reichsbahn-Vorzugsaktien 113, Hapag 30,40, Nordd. Lloyd 34,75. frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 7. März. Das hervorstechendste Moment am Frankfurter Getreidegroßmarkt war die erneute Befestigung am Hafermarkt, wo die Notiz erneut 2,50 Mark per Tonne anzog. Das Angebot darin ist sehr klein geworden, während der Konsum lebhaftere Kauflust bekundete und darüber hinaus gute Nachfrage des Exports nach Holland bestand. Die übrigen Futtermittel lagen ruhig, Kraftfuttermittel z. T. etwas abbröckelnd, so Sojaschrot, Palmkuchen und Treber. Von Brotgetreide blieb Weizen stetig, Roggen war aus Norddeutschland und Ostpreußen stark angeboten. Das Mehlgeschäft nahm auch heute bei unveränderten Preisen einen schleppenden Verlauf. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen 197; Roggen 172,50 bis 173; Sommergerste für Brauzwecke 175 bis 177,50; Hafer (int.) 155 bis 157,50; Weizenmehl (Spez. 0, mit Austauschweizen) 29,40 bis 29,95, do. (ohne Austauschweizen) 27,90 bis 28,45; Roggenmehl (0—60 v. H.) 23,50 bis 24, do. (südd., Spez. 0) 24; Weizenkleie 10; Weizenfuttermehl 11 bis 11,25; Roggenkleie 10,60 bis 10,70; Sojaschrot 15,25 bis 15,40; Palmkuchen 15,05; Erdnußkuchen 16,30 bis 17,20; Treber 15,50; Trockenschnitzel 9,70 bis 9,80; Heu (südo.) 6 bis 6,40; Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt oder gebündelt) 1,90 bis 2. SdüWßinßmurf* in StlLrelb 1 Günstige Lage am foufmän Arbeitsmarkt. Nach den Beobachtungen der Kaufma Stellenvermittlung der Deutschen Angc konnte sich die relativ günstige ©teilem auch im Februar voll behaupten. Ein j bedingter Rückgang ist also nicht erfolgt, von der Beschäftigungslage für Ar bei diesem Winter hierzu allerdings aurf) gegeben. Dafür ließ sich aber jetzt eine Zi in der Einrichtung neuer Posten er herrschte in gewissem Umfange das Be erst die Betriebskapazität, ausgehend Frühjahrsaufträgen und Arbeitereinstei zuwarten. Analog den Arbeitereinstellv dann notwendige Angestellten-Personalc durchgeführt werden. Trotz solcher Zu die im wesentlichen Neuplanungen r Stellen betrifft, übersteigt die Meldung ften auch im Februar wieder ganz e Zahl der Anmeldungen von Bewerber k ü n d i g t e r Stellung. Sie bleibt, entfi verschwindend kleinen Zahl von Stille. Betriebseinschränkungen, sowie Konkurs rig, daß die durch sie begründete Bei gung als absolut normal angesprochen r Im großen und ganzen erledigten sich d lenoermittlung aufgetragenen Besetzun- flott. Früher oft beobachtete mehrfache lung von Entscheidungen gehört wieder tenheiten. Gesteigerte Vorsicht in den Entscheidungen kam allerdings wiede mehr, und zwar im Abschluß von Aus > trägen mit Klauseln,' in denen die U des Aushilfsverhältnisses in einen Fes» vertrag in Aussicht gestellt wird, zun Ausgesprochene Zurückhaltung übten wied die auf Exportgüterherstellung und -H- wiesenen Firmen. Alle Stellengesuche ko die Kaufmannsgehilfen - Stellenoermi, Deutschen Angestelltenschaft restlos befriei * * Verstärkte Jnlandaufträg mens-Konzern. In der gestriger Siemens & Halske AG. führte Dr. C. Die hinter 0 Sranffun a. M ■Datum 6-d 7., -fremden Iütr Orients gegenüber niemals ausbringen können. „L sagen", schreibt Jaeger, ,,daß unsereGeschichte^ mit Hellas beginnt, so muffen wir uns - efrfiicbfe" in diesem Beiuuftt sein, in welchem wir den Begriff „iNeicyiw Falle anwenden. Als Geschichte^.^eichncn ^wir^ ^bcT von der düng wunderbarer und rätselhafter Fr Betrachtung der Geschichte in diesem schicksal- Geschichte, die eine in unv noch veno^g ^ur bei dieser haste Geistesverbundenheit zur Vorau fet^ A^rstehen von innen Art der Geschichte gibt es bberhanp Abendland in heraus. In solcher Gemeinschaft führenden Völker für sich seiner Gesamtheit als auch jede „ Epochemachende des und auf seine besondere Art dur Anti . Bedeutung als Kul- Griechentums das seine"Zer aeocnwärtiöen Ziel turwert bezeichnet, prägt sich in dem stellte: die Forans, unter das der Hellene sich und sei«: ' Erziehung er- mnng des höheren Menschen. "Der Geda Ringens, schien ihm reprasentat o für »en Sinn alles menfch- Sie wurde ihm zur letztenRech f g h^hen auf dem Gipfel kicher Gemeinschaft vnd Jn^vidualitat. Un?) tn öer regt, muß nach tieferer historischer Nolwendlgfefl zugleich mit dem Verlangen zu den Quellen des eigenen Volkstums der Trieb erwachen, zu den tiefen Schichten historischen Seins hinabzudringen, wo der artverwandte Geist des griechischen Volkes sich aus glühendem Leben die Form bildet, die diese Glut bis auf den heutigen Tag bewahrt und den schöpferischen Augenblick des Durchbruchs verewigt." Die Griechen haben den Menschen „als Idee" entdeckt, als allgemeingültiges und verpflichtendes Bild der Gattung, und die Erziehung zu dieser wahren Form, dem eigentlichen Menfchsein, wird in unermüdlichem Ringen erstrebt mit einer Leidenschaft und Innerlichkeit, die nirgendwo sonst erreicht worden ist. Und zwar ist es der mütterliche Boden der Volksgemeinschaft, der dem einzelnen diese allgemeingültige Prägung verleiht, der ihn zum echten, zum politischen Menschen macht. Durch Heldentum zum Staat — das ist der Weg, den d.ie griechische Erziehung schreitet. „Die größten Werke des Griechentums", sagt der Verfasser, „sind Monumente einer Staatsgesimiung von einzigartiger Großartigkeit, deren Ringen sich in einer lückenlosen Reihe durch alle Stufen der Entwicklung entfaltet vom Heroentum der Gedichte Homers bis zu Platos autoritärem Staat der Herrscherlichen Wissenden, in dem Individuum und soziale Gemeinschaft auf dem Boden der Philosophie ihren letzten Kampf ausfechten." Bei Homer findet sich die Hochgemutheit oder Grotzgesinntheit als eine besondere Tugend gepriesen, die eine Steigerung der Tüchtigkeit bedeutet. Hier ist die fundamentale Bedeutung der altgriechischen Ethik für die Formung des Menschen bereits klar zu erkennen. Aristoteles hat später die „Selbstliebe" in diesem Sinne als höchste Hingabe an das Ideal bezeichnet: „Denn kurze Zeit in höchster Freude zu leben, wird einer, der von solcher Selbstliebe erfüllt ist, .einem langen Dasein in träger Ruhe vorziehen. Er wird lieber ein einziges Jahr für ein hohes Ziel leben als ein langes Leben führen für nichts. Er wird lieber eine einzige und große Tat vollbringen als viele geringfügige." In diesen Worten liegt „das ureigenste Lebensgefühl des Griechen ausgesprochen, in dem wir uns ihm art- und raffeverwandt fühlen, der Heroismus. Sie sind ein Schlüssel zum psychologischen Verständnis dieser kurzen und doch so unvergleichlich herrlichen Aristeia." Die Spartaner wurden dann die eigentlichen Hüter dieser heldischen Tugenden. In ihnen ist die Eigenart der nordischen Einwanderer, die sich mit der alteingesessenen Mittelmeer-Bevölkerung vermischten, am reinsten erhalten. Von dem dorischen Stamm hat wohl Pindar sein Ideal des blonden hochrassigen Menschentypus hergenommen, als den er sich die „blondhaarigen Danaer" der Helden-Vorzeit des Hellenentums vorstellt. Der Sänger dieser spartanischen Weltanschauung ist Tyrtaios, der das homerische Ideal der heroischen Tugend zum Heroismus der Vaterlandsliebe umschmilzt und mit diesem Geist sein ganzes Volk durchdringt. Der Ruhm der homerischen Helden tritt nun in den Schatten vor dem Ruhm des einfachen spartanischen Kriegers, der tief in der bürgerlichen Gemeinschaft verwurzelt ist: „Wer unter den Vorkämpfern fällt", singt er, „und fein liebes Leben verliert, nachdem er seine Stadt, feine Mitbürger und feinen Vater mit Rulim bedeckt hat, wenn er von vielen Geschossen vorn durch die Brust und durch den buckligen Schild und den Panzer getroffen daliegt, den beklagt allzumal jung und alt, und fein Grabhügel und feine Kinder sind unter den Menschen geehrt und seine Kindeskinder und sein späteres Geschlecht, und nimmer gebt sein Ruhm und fein Name zugrunde, sondern ob er gleich unter der Erde liegt, wird er unsterblich." Nur durch die Gemeinschaft erhält der einzelne seinen idealen Wert. Und nur die selbstaufopfemde Staats- aefinnuna verleiht ihm die echte Tugend, zu der Tyrtaios feine Mitbüraer erzieht. Die heroische Nuhmesidee hat stets diesen politischen Klang in der griechischen Geschichte behalten, und der Staat, die Volis, trat in den Mittelpunkt seines ganzen Wesens und Denkens, wurde zum Kraftzentrum der Kultur. Das Erziebunas- ideal der griechischen Adelsgesinnung ist von Theognis und Pindar noch großartiger ausgestaltet worden. Die Ionier und im Anschluß an sie die Athener brachten dann ein anderes Element hinzu, indem sie den neuen philosophischen Menschen ersteben ließen, der sich mit seinem Denken tief in die Ge^imnisse der Erde und des Alls vergräbt. Durch sie erreicht die Entwicklung des volftifchen Tugendbegriffes ihren Höhepunkt: mit der Tapferkeit Besonnenheit und Gerechtigkeit vereint sich die Weisheit^ ein Zusammen klang von Eigenschaften, der noch für Plato das Ideal der Erziehung darstellt und seitdem durch die Jahrhunderte als Leitmotiv aller menschlichen Vervollkommnung weiterhallt. Ein Mann namens Schmitz. Novelle von Wilhelm Schäfer. (Fortsetzung.) lNachdruck verboten.) Glauben Sie etwa, Herr Doktor Schmitz, es wäre eine Laune oder ein Uebermut gewesen, daß ich mir die Rusche auf setzte? cYrf. hin als die Verlegenheit der Professorentochter bekannt wurde, in alle'möglichen Hilfestellungen verschoben worden, wo ich am Ende doch nur lästig, eine Last war. Ich habe zusehen müssen, wie sicli weiß Gott wer — und aus weiß Gott welchen Nebenabsichten — in Verlegenheiten um mich brachte, und habe mir zuletzt ein Gelöbnis getan, mir nicht mehr helfen zu lassen, sondern mir Si/ftlwn^ja, daß ich es kann. Ich habe das Brot in Deutschland um einen Esser erleichtert, indem ich hier in eine Stellung gegangen bin, wo ich wirklich gebraucht und dafür entlöhnt werde, wie es heißt. Sie mögen von sich aus meine Lage schrecklich finden, wie Sie gesagt haben: von mir aus war alles, was vorher ging, Freitag, 9. März 193H er Zchulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Sah 25°/0 mehr (Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- il behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Rpf. je mm Mentalität aber hatte um so üblere Musin, als sich aus ihr heraus zwei Ersehet- ergaben: Die deutsche Automobilindstrie st angesteckt von der Auffassung des luxu - Charakters dieses neuen Verkehrsmittels chte dies in ihren Produktionsprogrammen aktiv und preismäßig mehr ober unklug zum Ausdruck. Die deutschen Re» a aber bemühten sich ihrerseits, durch nen der Besteuerung sowohl als der ) geleisteten Verkehrspolitik, den chen Grundsätzen jeden neuen Luxusartikel r eindringlich Geltung zu verschaffen. vereinten Bemühungen mußte es gelinaen, ireitung und Entwicklung des neuen Berels — wenn auch langsam, so doch sicher Bürgen. Und es gelang ihnen! Das Jahr jeutete hier ohne Zweifel den Höhepunkt Wirkung dieser Tendenzen und damit den t der deutschen Automobilwirtschaft. aber irgendwo, dann mußte gerade hier zum nen Angriff des neuen Roaiments angesetzt in einer Zeit, da über sechs Millionen Men - rwerbslos waren, konnte die Wirt- itik sich nicht mit Plänen und Projekten die normal, wenn überhaupt, nur schwer bar sind, in einer solchen Krise aber ge- s verbrecherische Illusionen gelten müssen, ste alles einem einzigen Befehl gehorchen: t Arbeit! Auf welchem Gebiet kann lünftigerweise mehr Arbeit geschaffen rocr- ort, wo man am rückständigsten ist? •rüfe und ermesse doch einmal die 23e- j eines Bestands von 2,5 bis 3 Millionen agen in Deutschland für unsere gesamte irtschaft. Abgesehen von der enormen ten Arbeitsbelebung durch den an jährlich 200 000 bis 300 000 Kraftwürden auch die indirekten Folgen ganz :dentliche fein. (Ein wirksamer Ex - z. B. wird überhaupt nur dann möglich, s uns gelingt, durch die höhe des liierten deutschen Binnenab- Fabrikationsziffern zu erreichen, die großen Werken die Möglichkeit geben, Preisgestaltung konkurrenz- auf dem Weltmarkt aufzutreten. >ie Frage des Exports deutscher Kraft- ist für uns in erster Linie nicht ein n des technischen könnens oder der Geeit unserer Arbeit, hier werden wir von ) in der Well geschlagen! Es ist aber h die enormen Produktionsziffern aus- ?r Automobilfabriken eine andere bildung ermöglichen als dies bei so bescheidenen Serien der Fall fein kann. nke weiter die ungeheure Befruchtung der . Nebenindustrien durch eine solche ig Angefangen von der Zubehörindustrie jauhandwerk, das die neuen Garagen her- nt fast lückenlos die ganze Wirt- rgendwie an dieser Entwicklung einen Anteil. Es kann gar keinen Zweifel I in dieser Industrie heute eine ungeheure t für die Ueberroinbung ber Arbeitslosig- lamit ber Not für viele, viele Hunbert- on deutschen Menschen liegt. tte der Freude und des Glucks. nicht nur aus dieser rein wirtschaft- Erwägung will der nationalsozialistische vl wejen prch Ware von Seldt -eß, lugen! rer de v-tn uhrer d-rP< chaher wie bei Schier Mene RDA. Net öer t« H r, er ut >z. It. 50 mt in-. Amtsverkündigungsblatt für die Provinzialdirektion Oberheffen und für das Kreisamt Gießen bis .75, Li. den tert 150, rdd. Tlr. 10 Erscheint Dienstag und Freitag. 9. Aiärz 'Nur durch die Post zu beziehen. 1934 Jnkaltsüberückt: Ueber den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen. — Außergewöhnliche eichamtliche Prüfungen. Einfuhr von Vieh aus stark verseuchten Gebietsteilen. — Kinderarbeit in gewerblichen Betrieben. — Drenstnachrrchten. Gebr.-Norm. Kontr.-Norm. RM. RM. c) 10,— 10 — d) Kreis Gebr.-Norm. Alle übrigen Kreise waren seuchenfrei. von mehr als 55 bis 155 Quadratdezi- als 105 Quadratdezimeter als 155 II. Flüssigkeitsmaße glä- b) an 0,10 a 10 — b) Gebühren wie für die Normale für Flüssigkeitsmaße (II). Gebr.-Norm Kvnlr.-Nvrm. RM. RM. 1,50 0,75 1,— 0,50 VI. Waagen. der Eich- Genauigkeit a) b) Dieburg Alzey . lbehagen t Fruga- uber ge- igclodcit ng ihres etwa in würde, ,’rff; und > feinen •be nun WJJt 0,50 icr Ver- m dürfe, 1,50 2,— rrüväiel >m roten nicht aus erbitten )rtgesetzte 1,50 3,— meter von mehr meter von mehr 2,— 3,— 3,— 4,50 0,— Bandmaße: von 2 Nieter und weniger von mehr als 2 bis 20 Nieter für jede weiteren angefangenen 20 Nieter 1,50 2,25 3,— Kontr.-Norm. RNi. Kontr.-Norm. RM. V. Gewichte. Gebr.-Norm. Kontr.-Norm. Kontr.-Norm. RM. 5,— 10,— 20,— 40,— Kontr.-Norm. RM. Maßstäbe aus Metall: von 1 Meter und weniger längere Maßstäbe aus anderen Stoffen: von 2 Meter und weniger längere a) von 0,2 Liter und weniger von mehr als 0,2 bis 2 Liter von mehr als 2 bis 10 Liter von 20 Liter von 50 und 100 Liter von mehr als 100 Liter von 50 Gramm und weniger von 100 Gramm bis 500 Gramm von 1 bis 5 Kilogramm von 10 bis 50 Kilogramm zu erheben. b) Für die Prüfung von Apparaten zur Eichung von Kranwaagen ist das Doppelte der für Handelswaagen gleicher Hochstlast vorgeschriebenen Eichgebühren zu erheben. Bekanntmachung über außergewöhnliche eicharnjliche Prüfungen. Vom 19. Februar 1934. Die Gebühren gelten für Maßstäbe und Bandmaße mit nur einer Gesamtlänge und Einteilung. Für jede weitere Gesamtlänge und Einteilung, auch wenn sie sich auf verschiedenen Setten der Matze befinden, ist außerdem die halbe Gebühr zu erheben. IB Flächen für die Prüfung von Flächenmeßmaschinen. 20,— 30,— 40,— 50,— 60,— »erneigen, - er dasaß i sich die e sprachen it Hut im ms Frau- n Männ- Unter Aufhebung der Bekanntmachung, die Gebührenordnung für eichamtliche Prüfungen und Beglaubigungen außerhalb des eichpflichtigen Verkehrs betreffend, vom 17. Juli 1912 — Reg.-Bl. S. 420 — wird bestimmt, daß die Erhebung von Gebühren für außergewöhnliche eichamtliche Prüfungen nach folgenden Bestimmungen zu erfolgen hat: ..... f, Unter außergewöhnlichen eichamtlichen Prüfungen sind solche von Eichbehörden ausgeführte Prüfungen zu verstehen, die an die Stelle von Eichungen oder Besundprüfungen treten, wenn eine dieser Prüfungen nicht in Frage kommt. Für Meßgeräte, die im eichpflichtigen Verkehr angewendet werden sollen, ist Eichung er- orderlich. Erster Abschnitt. Gebühren. 1. Für die Prüfung von Meßgeräten, die sich von eichfähigen Meßgeräten nicht oder in Größe, Werkstoff, Gestalt, Einrichtung, Einteilung oder Bezeichnung unterscheiden, werden, sofern eine Prüfung auf Innehaltung der Eichfehlergrenzen beantragt wird, die Sätze der Eichgebührenordnung erhoben, und zwar die der gleichen Stufe oder in deren Ermangelung die der nächst höheren Stufe der Eichgebühren. In gleicher Weise werden die Gebühren berechnet für die Prüfung solcher Prüfungshilfsmittel (Fehlergewichte, Zulagegewichte, Büretten und Pipetten, Moßpipetten, Fehlergläser, S)Kfen= und Tiefenmasse, Lehren, Maßstäbe usw.), deren Genauigkeit der Genauigkeit eichfähiger Meßgeräte entsprechen soll. 2 Wenn für Meßgeräte der unter Nr. 1, Abs. 1, genannten Art eine Prüfung auf Einhaltung einer Fehlergrenze beantragt wird, die weiter als die Eichfehlergrenze ist, werden Gebühren nach Maßgabe des Aufwandes an Prüfungsarbeit, ledoch mindestens die halben Eichgebühren erhoben. 3 Für die Prüfung von Meßgeräten mit der Genauigkeit entsprechender Gebrauchs- oder Kontrollnormale werden die un folgenden festgesetzten Gebühren erhoben: I A Längemaße. deutsche von Geburt aus zu höherem bestimmt und durch einen jahrtaufendtangen Wirtfchafts- prozetz dafür organisiert und eingerichtet ist. So war es möglich, daß in unserem Volk noch in einer Zeit der Vesih eines Kraftwagens als Luxus galt, da in Amerika auf jeden fünften Einwohner, Frauen und Kinder eingerechnet, bereits ein Automobil kam. Kubizierapparate mit einem Inhalt von 125 Liter und weniger von mehr als 125 bis 250 Liter von mehr als 250 bis 500 Liter von mehr als 500 bis 750 Liter von mehr als 750 bis 1000 Liter von mehr als 1000 Liter für jede volle oder angefangene Stufe von 250 Liter mehr Für die Prüfung des Gewichts oe» Schwimmers, des Gegengewichts und der Länge des Schwimmerdrahtes als Ersatzteile werden Gebühren nach Nr. 1 Abs. 1 erhoben. IV. Hohlmaße. oor= rofc irkt, Zog. icjh- unb HQd) 'gen io irot- aus >ten. iber-- tier- kilo- bis 1,50; Z. 0, ohne nehl • 0) i,25; bis bis 5,80; 'troh Nachweisung über den Stand der Maul- und Klauenseuche in Hessen am 15. Februar 1934. Geheimrat Dr Allmers, der Präsident des Reichsoerbandes der deutschen Automobil- Industrie, begrüßt am Eingang der Ausstellung den K a n z l e r. a) Für die Prüfung von Waagen mit der . - amtswaagen für Handelsgewichte ist das Vierfache, für die Prüfung von Waagen, deren Genauigkeit die der Eichamts- waageu für Handelsgewichte übersteigen soll, das Sechsfache der Eichgebühren für entsprechende eichfähige Handelvwaagen 2,— 3,— 4,— für die Prüfung der Teilung _ fernen Eichkolben für jeden Abschnitt Gebr.-Norm. RM. III. Fässer. Gebr.-Norm. RM. und Eichkolben. Gebr.-Norm. RM 2,— 3,— 5,— 10 — 20,— 40 — von 55 Quadratdezimeter und weniger "" bis 105 Quadratdezi- Berhältnis zu den westlichen großen euro- päischen Nachbarstaaten müßte Deutschland heute einen Bestand von rund 3 Millionen Kraftwagen besitzen. Tatsächlich laufen zur Zeit in Deutschland aber nur etwas über 500 000. 3u behaupten, daß dies dem allgemeinen Lebensstandard, dem wirtschaftlichen oder technischen Ver-I mögen unseres Volkes entspräche, ist unsinnig. Das' t! scherzte inute der t und sie In späte- zlbendbrot ten neuen cagen Sie msien wst wissen 1«, d nicht so . Leute im ^röhlichke't stUlh E re letzten ägekalbert e? fertig, zusah- lack einem :n er W q. mit einem n fragte- ,6 -US Ad« befien 'hie : eön*'. L rumen - "AA jrockL W b\t K-l für Handelsgewinne^ vt e t uj y piujtuenien von Z)inoenvurg, während darüber in Ueberlebensgröße ein Augenblicksbild vom Reichskanzler auf dem Nürnberger Parteitag herabgrüßt. Ringsherum haben Hunderte von Abordnungen der Motor- SA. Berlin-Brandenburg Aufstellung genommen. Punkt 11 Uhr ertönte, von der Adolf-Hitler-Leibstandartenkapelle gespielt, der Fanfarenmarsch. Adolf Hitler erscheint in Begleitung der Reichsregierung im Ehrenraum. Unter den Anwesenden bemerkte man als Vertreter des Reichspräsidenten Staatssekretär Dr. Meißner, weiter waren erschienen die R e i ch s m i n i st e r Freiherr von Neurath, Schwerin von Krosigk, Schmitt, Seldte, von Eltz-Rübenach, Göring, Dr. Goebbels, Heß, Röhm, Vertreter der Reichswehr, den Reichsjugendführer Baldur von Schirach, den Führer der Motor-SA. und NSKK., Kronprinz Wilhelm in der Uniform der Motor-SA., den Reichsführer der SS. Himmler und Persönlichkeiten der Partei, der Wirtschaft und Industrie, die Botschafter von Frankreich, England und Italien, sowie den Gesandten von Oesterreich. Als der Kanzler erschien, wurde er von den Ehrengästen mit erhobener Hand begrüßt und vom Präsidenten des RDA. Allmers zum Platz geleitet. Der Präsident des Reichsverbandes der Automobilindustrie Geheimrat Dr. Allmers hielt die Begrüßungsrede. Eingangs dankte er dem Reichspräsidenten für die Uebernahme der Schirmherrschaft. Sodann verwies er auf d-n rapiden unaufhaltsamen Rückgang der Absatzzisfern . Jahren 1930 bis 1932, dem nach.dem Bekenntnis des Führers zum Kraftwagen in feiner bedeutungsvollen Rede vom 11. Februar °- 3- doppelung des Absatzes un letzter, Jahr gcqenüberftehe. Der Redner erinnerte an die Auf Hebung der Paufchalsteuer für n°uerz-uf;te Personenwagen und Motorräder, an das gotisch Werk der R e i ch s a u t o b a h n e n, das em Friedenswerk von größter Bedeutung fei. Dem schließe sich an der Frieden zwischen der Reichs für Präzisionsgewtchte ---- RM. it seinen igte mit licken - Mähren sachlich Gemeinden (Gutsbezirke) Gehöfte insgesamt davon (Sp. 1) neu insgesamt davon (Sp. 3) neu i 2 4 1 — 1 — 1 — 2 1 »M'U J.u, Zreitag.y.MrzMH er Zchulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 mm Breite 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen--, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskalender im Textteil 12 Rpf. je mm Mentalität aber hatte um so üblere Aus- in, als sich aus ihr heraus zwei Erschei- ergaben: Die deutsche Automobilindstrie st angesteckt von der Auffassung des l u x u - Charakters dieses neuen Verkehrsmittels hte dies in ihren Produktionsprogrammen aktiv und preismäßig mehr oder unklug zum Ausdruck. Die deutschen Re- ti aber bemühten sich ihrerseits, durch 'nen der Besteuerung sowohl als der ) geleisteten Verkehrspolitik, den chen Grundsätzen jeden neuen Luxusartikel r eindringlich Geltung zu verschaffen, vereinten Bemühungen mußte es gelingen, »reitung und Entwicklung des neuen Berels — wenn auch langsam, so doch sicher vürgen. Und es gelang ihnen! Das Jahr deutete hier ohne Zweifel den Höhepunkt Wirkung dieser Tendenzen und damit den t der deutschen Automobilwirtschaft. aber irgendwo, bann mußte gerade hier zum nen Angriff des neuen Regiments anaesetzt jn einer Zeit, da über sechs Millionen Men - rwerbslos waren, konnte die Wirt- itik sich nicht mit Plänen und Projekten die normal, wenn überhaupt, nur schwer bar sind, in einer solchen Krise aber ge- s verbrecherische Illusionen gelten müssen, ste alles einem einzigen Befehl gehorchen: t Arbeit! Auf welchem Gebiet kann lünftigerweise mehr Arbeit geschaffen wer- ort, wo man am rückständigsten ist? rüfe und ermesse doch einmal die Be- ; eines Bestands von 2,5 bis 3 Millionen agen in Deutschland für unsere gesamte irtschaft. Abgesehen von der enormen ten Arbeitsbelebung durch den on jährlich 200 000 bis 300 000 Kraftwürden auch die indirekten Folgen ganz (deutliche fein. Ein wirksamer E x - z. V. wird überhaupt nur dann möglich, s uns gelingt, durch die höhe des liierten deutschen Binnenab- Fabrikationsziffern zu erreichen, die großen Werken die Möglichkeit geben, Preisgestaltung konkurrenz- auf dem Weltmarkt aufzutreten. ne Frage des Exports deutscher Kraft- ist für uns in erster Linie nicht ein n des technischen Könnens oder der Geeit unserer Arbeit, hier werden wir von ) in der Welt geschlagen! Es ist aber ß die enormen Produktionsziffern aus- ?r Automobilfabriken eine andere bildung ermöglichen als dies bei so bescheidenen Serien der Fall sein kann. nke weiter die ungeheure Befruchtung der . Nebenindustrien durch eine solche ig Angefangen von der Zubehörindustrie Zauhandwer'k, das die neuen Garagen her- nt fast lückenlos die ganze Wirt- rgendwie an dieser Entwicklung einen Anteil. Es kann gar keinen Zweifel i in dieser Industrie heute eine ungeheure t für die Ueberwindung der Arbeitslosig- )amit der Not für viele, viele hundert- on deutschen Menschen liegt. tte der Freude und des Glücks. Allein nicht nur aus dieser rein wirtschaftlichen Erwägung will der nationalsozialistische Staat die Motorisierung unseres Verkehrs mit allen Mitteln fördern. Solange das Automobil nur ein Verkehrsmittel besonders begüterter Kreise bleibt, wird es schwer sein, ihm seinen früher nun einmal angehängten klassenbetonenden und damit leider aber auch klassenspaltenden Charakter zu nehmen. Es ist aber ein bitteres Gefühl, von vornherein Millionen braver, fleißiger und tüchtiger Mitmenschen von der Benutzung eines Verkehrsinstrumentes ausgeschlossen zu wissen, das gerade für diese in ihren sonstigen Lebensmöglichkeiten beschränkteren Schichten nicht nur nützlich sein könnte, sondern ihnen vor allem auch an Sonn- und Feiertagen zur Quelle eines uns bekannten freudigen Glückes würde. Es ist daher der Dille der nationalsozialistischen Slaatsführung, durch die Förderung des Aulomobilwesens nicht nur die Wirtschaft anzukurbeln und hunderttausenden von Menschen Arbeit und Brot zu geben, sondern damit auch immer größeren Massen unseres Volkes die Gelegenheit zu bieten, dieses modernste Verkehrsmittel zu erwerben. Wenn die Regierung ihrerseits aber alles tut und tun wird, um diese Entwicklung zu fördern, dann zweifelt sie nicht daran, daß auch die deutsche Wirtschaft ihre Pflicht erfüllt und die ernstesten Anstrengungen macht zur Erreichung dieses Zieles. Die Regierung wird das im vergangenen Jahr verkündete Programm beharrlich und konsequent weiterführen. Sie wird dem gesamten Kraft- fahrwesen den großen Impuls geben, der nötig ist, um die allgemeinen Vorurteile einerseits und die Trägheit andererseits zu Überwinden. Sie wird versuchen, die direkte und indirekte A b - aabenentlastung des Kraftwagenbe- s i tz e r s weiter fortzuführen. Das Reich wird neben dem AusbaudesgewaltigenAutobahn- straßennetzes nunmehr auch der V e r b e s f e - rung der bisherigen Haupt st raßen Vor dem Franks Oas Programm. Die Frankfurter Reitturniere haben en Ruf. Diesmal ist ein Turnier im Werden, bisherige in den Schatten stellen wird, d mehr im Hippodrom, sondern in der weit Festhalle, dem mächtigen Kuppelbau der 21 gen, Messen und Feste wird das Tur nie den. Ein Massenaufgebot von Pferden un r SS.-Reiter in ihrem großen Schau! ist zum Wettbewerb aemeldet. lieber 5< sollen erscheinen. Der Züchter, der Reiter, am Pferd seine Freude hat, wird Stunde bauung erleben, die unvergessen bleiben r Sportlich ist das Turnier in Frankfurt großer Höhe. Die allerbesten Dressurreit Staeck, O. Lörke, R. Wätjen, Sattelm und von den Offizieren Rittm. Gerhard, S bendorf, Lt. Riemack, Rittm. v. Görne, d nen Frau Franke, Frau v. Opel, Frai Frau Glahn usw. erscheinen mit Psi Draufgänger (Olympiasieger 1928), Fels sieger in Berlin und Dortmund), Germar bitz, 2llp, Elch, Kronos, Absinth. Kavalil dorff, Maharbal, Packard, Tantris, Bach tus, Lausbub, Moselländer um nur e*’ beste zu nennen. Natürlich fehlt der Sieger von 1933 und 1934 Frau Franke nicht. Bon den Springpferden ist Egli beste deutsche Pferd des Jahres, das mehrmals den Franzosen das 9tachsehen Günstige Lage am kaufmän Arbeitsmarkt. Nach den Beobachtungen der Kaufma Stellenvermittlung der Deutschen Ange konnte sich die relativ günstige Stellenr auch im Februar voll behaupten. Ein j bedingter Rückgang ist also nicht erfolgt, von der Beschäftigungslage für Arbei diesem Winter hierzu allerdings aud) gegeben. Dafür ließ sich aber jetzt eine Zi in der Einrichtung neuer Posten er herrschte in gewissem Umfange das Be erst die Betriebskapazität, ausgehend Frühjahrsaufträgen und Arbeitereinstel zuwarten. 2lnalog den Arbeitereinftellu dann notwendige Angestellten-Personall durchgeführt werden. Trotz solcher Zu die im wesentlichen Neuplanungen r Stellen betrifft, übersteigt die Meldung sten auch im Februar wieder ganz e Zahl der Anmeldungen von Bewerber k ü n d i g t e r Stellung. Sie bleibt, entß verschwindend kleinen Zahl von Stille« Betriebseinschränkungen, sowie Konkurs rig, daß die durch sie begründete Bei Bung als absolut normal angesprochen r m großen und ganzen erledigten sich d lenvermittlung aufgetragenen Befetzun flott. Früher oft beobachtete mehrfache lang von Entscheidungen gehört wieder tenheiten. Gesteigerte Vorsicht in den Entscheidungen kam allerdings miede mehr, und zwar im Abschluß von Aus' t r ä a e n mit Klauseln,' in denen die U des Aushilfsverhältnisses in einen Fes, vertrag in Aussicht gestellt wird, gun Ausgesprochene Zurückhaltung übten mied die auf Exportgüterherstellung und °H wiesenen Firmen. Alle Stellengesuche kc die Kaufmannsgehilfen - Stellenvermü Deutschen Angestelltenschaft restlos befrie'1 * * Berstärkte Jnlandaufträg mens-Konzern. In der gestrige, Siemens & Halske AG. führte Dr. C. Dte hinter t Sranffuri a. JD1 Schluß- kurs Schluß,. Abend- börfe Z • w— - v