Donnerstag, 8. Februar 1934 184. Jahrgang Nr. 33 Erstes Blatt Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8l/2Ut)r des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen oon70mm Breite 6ORpf.,Plahvorschrift oder schwieriger Latz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen--, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Vereins- u. Tageskaleoder Druck und Verlag: vrühl'sche UniversiiSts Such- und Steindruckerei R. Lange in Sietzen. Schristie-tung und Sejchäsisftelle: Schulstrahe 7 >m Textteil 12 Rpf. j- mm Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Kenifprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Srantfurt am Main 11686 Die Frontkämpfer fordern Auslösung der Kammer war er Handelsminister, 1909/10 Unterrichtsmlmster. Im Jahre 1910 wurde Doumergue zum Senator gewählt. 1913/14 war er erst Ministerprasl- deut, bann Außenmini st er und anschließend daran drei Jahre lang K o l o n i a I m i n i ft e_r. 1917 wurde er in besonderer Mission nach Rußland geschickt. Als die Neuwahlen 1924 zur Niederlage des nationalen Blockes gegen das Lmks- kartell führten und Poincare als Ministerpräsident und Millerand als Präsident der Republik zuruck- traten, wurde Doumergue am 13. Juni 1924 Präsident der Republik, und zwar als neutraler Kandidat zwischen der Mehrheit und der Minderheit. Er bekleidete sein Amt die vorgeschne- denen sieben Jahre und zog sich dann ins Privat- leben zurück. werden von den Anstaltsleitern im Anschluß an die bestandene Reifeprüfung an den Oberpräsidenten weitergereicht. Jedoch hat der Anstaltsleiter unter eigener Verantwortung in jedem Falle zur Frage der'besonderen Hochschulreife aus- sührlich gutachtlich Stellung zu nehmen. Der Oberpräsident wird von den Anträgen dem zuständigen Gauleiter der NSDAP. Kenntnis geben mit der Bitte, etwaige Bedenken gegen die politische Zuverlässigkeit des An- tragstellers mitzuteilen. Den Oberpräsidenten liegt die Sorge ob, öffentliche und private höhere Lehranstalten angemessen zu berücksichttgen. Eine schematische Unter- Verteilung auf die einzelnen Lehranstalten ist nicht zulässig. Der Oberpräsident wird vielmehr den besonderen Verhältnissen der einzelnen Schulen Rechnung zu tragen haben und deren Leistungshöhe bei der Verteilung berücksichtigen müssen. Die Zubilligung der Hochschulreife an Herbstabiturienten und Nichtschüler, die während des Jahres 1934 die Reifeprüfung bestehen, wird ebenfalls nicht außer acht zu lassen sein. Der Erlaß ermächtigt die Oberpräsidenten, das Zeugnis der Hochschulreife e r ft dann zu erteilen, wenn sich ergibt, daß die volle Zahl der zugebilligten Hochschulreifezeugnisse voraussichtlich nicht in Anspruch genommen werden wird. die Auflösung der Kammer zu verlangen und eine starke, saubere Regierung mit anständigen Männern zu bilden, um die Kammer und das Ansehen Frankreichs zu retten. Der bourbonische Thron- prätendeni meldet sich. Paris, 8. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Der im Exil lebende Anwärter auf den Thron von Frankreich Herzog Johann von Guise richtete durch die „Action Franchise" einen Aufruf an die Franzosen, in dem es heißt: „Jetzt seht Ihr, wohin Euch 60 Jahre republikanischer Herrschaft und Partei- wirtschaft geführt haben. Franzosen aller Parteien und aller Lebensstellungen! Die Stunde ist gekommen, den monarchistischen Grundsatz beizutreten, auf dem die Größe Frankreichs beruht und jahrhundertlang gedauert hat. Nur dieser Grundsatz kann den Frieden, die Ordnung, die Gerechtigkeit und die Kontinuität der Absichten und Handlungen sichern. Gegeben im Exil den 7. Februar 1934. Pläne folgendes erklärt: Ich bin fest überzeugt, daß sich noch alles ins Reine bringen l ü ß t, doch müßte die Kammer von sich aus alles für eine Einigung und Entspannung tun. Wenn sie die Führer aller großen Parteien und die ehemaligen INinisterprafiden- ten auffordern würde, zusammenzulreten und ihre Streitigkeiten zu begraben, wenn sie die Verpflichtung übernähme, diese Männer zu unterstützen, dann würde die Ordnung schnell wieder hergestellt sein. Aber ich betone, die Kammer muß diesen Schritt von sich aus tun. Ein derartiges Kabinett, dem beispielsweise ein Waffen st ill st and bis Ende dieses Iahres gewährt werden könnte und das von den Führern der großen Parteien und den ehemaligen Ministerpräsidenten gebildet wäre, würde im wahrsten Zinne des Wortes e i n Kabinett der nationalen Einigung sein. Es mühte sich einzig und allein mit der Verabschiedung des Staatshaushalts, der Wiederherstellung der Lage und der aufmerksamen Prüfung der äußerst ernsten auhenpoli- tischen Lage befassen. Nach OaladiersRückirittübernimmiDoumergue die Bildung eines Kabinetts der nationalen Einigung. Günstige Aufnahme in der Preffe.-Wird man um eine Auflösung der Kammer herumkommen? Wiederum eine unruhige Nacht. Schwere kommunistische Ausschreitungen. - Dreihundert neue Derhastungen. Bildungswesens in Deutschland in die Wege geleitet werden kann. Oie Hochschulreifezeugnisse in Preußen. Ein Erlaß des Kultusministers. Berlin, 7. Febr. Der preußische Kultusminister Rust hat in Durchführung des Gesetzes gegen die Uebersüllung deutscher Schulen und Hochschulen und des Erlasses des Reichsinnenministers für das Land Preußen die Zahl der Abiturienten und Abiturientinnen, denen im Jahre 1934 d i e Hochschulreife zuerkannt werden darf, auf 10 7 3 4 f e st g e s e tz t (darunter 1048 Abiturientinnen) und die Regelung der Zuerkennung der Hochschulreife getroffen. Nach diesem Erlaß erfolgt die Ausstellung der Hochschulreifezeugnisse im Rahmen der den einzelnen Provinzen zugewiesenen Zahlen durch den Oberpräsidenten. Nur auf Antrag d e s Abiturienten wird das Hochschulreifezeugnis erteilt. Der Antrag ist mit der Einwilligungserklärung des Erziehungsberechtigten und mit Angabe des erwählten Studiums dem Leiter derjenigen Schule einzureichen, an der die Reifeprüfung abgelegt werden soll. Die Anträge P a r i s, 8. Febr. (DNB.) In den Abendstunden des Mittwoch spielten sich auf dem Boulevard des Capucins, also zwischen dem Opernplatz und der Madeleine, wieder heftige Zwischenfalle ab Die Zahl der Demonstranten war nicht besonders groß, aber ihre Dorgangsweise besonders charf. Es handelte sich um etwa 8 0 0 Kommunisten, die alle großen Schaufensterscheiben bis nach dem St. Lazare-Bahnhof hin einschlugen alles brennbare Material — Bretterbuden, Banke usw. — abrissen und anzündeten, sowie außerdem an etwa sechs Stellen die Wasserleitung auf trugen, so daß die Straße überflutet wurde. Einige Gasleitungen wurden ebenfalls aufgeschlagen und das entweichende Gas angezündet. Die Kundgeber haben daran die Holzstücke entflammt, mit denen sie dann die Bretterscheiterhaufen in Brand steckten. Infolge dieser Vorkommnisse griff die Polizei energisch ein, und man trug eine ganze Anzahl von Verletzten Auf der Rue Royale wurden zwei Polizisten zu Rad von der Menge angehalten und ihrer Räder beraubt. Die Demonstranten zerbrachen die Fahrräder und streuten die einzelnen Teile umher. Auf dem Opernplatz haben Mitglieder der Patrio- Grunde ist eine Zusammenfassung notwendig, die mit der Reichsschaft der Studierenden auf Öen deutschen Hoch- und Fach schu- l e n geschaffen ist, und die eine einheitliche Richtung der gesamten studentischen Erziehungsarbeit gewährleistet. Die Reichsschaft übernimmt die Durchführung der gemeinsamen Aufgaben (z. B. politische Schulung, Arbeitsdienst usw.), der Führer der Reichsschaft, der selbst vom Reichsinnenminister ernannt wird, ernennt die Führer der Studentenschaft und der Fachschulschaft. In der Bewegung bestand die Reichsschaft schon durch eine Verfügung des Reichsjuqendführers vom Sommer des vorigen Jahres. Damit, daß sie nunmehr eine staatlich anerf annte Drganija tion ift, ift ihr Aufgabenkreis wesentlich erweitert, das Recht der Bewegung aber dadurch garantiert, daß der T - ger der gesamten politischen ^ö^hung der N - tionalsozialistische Deutsche Studen- ^Mtt"der Verkündung der Reichsschaft ist elne lange Entwicklung innerhalb der Studentenschaft abgeschlossen und zugleich die Grundlage der künftigen Arbeit vollendet Das Ziel dieser Arbeit ist klar: es gilt, die gesamte Stu- dentenschaft zu einer so entschiedenen einsatzfähigen sozialistischen Truppe zu formen daßt vori ihr aus die Umgestaltung des Studien- und Daß Männer, aus sämtlichen Parteien genommen, die Ordnung wiederherstellen müßten, ist auch die Auffassung des „Matin", der, wie die meisten Blatter nach einer Regierung der nationalen (Einigung ruft Das Blatt ist davon überzeugt, daß das Kabinett schon heute gebildet werde. Wenn das Lieber gefallen sei, könne man daran denken, Neuwahlen auszuschreiben. Andere Blätter glauben allerdings daß mit dieser Kammer überhaupt nichts anzufangen ist und daß sie sofort a u f g e l ö st werden müsse. Das Volk, erklären diese Organe, werde sich mit dem Rücktritt des Kabinetts Daladier-Frot nicht begnügen. Dem Abtritt der vorausgegangenen Regierung wird von keinem Blatt eine Träne nachgeweiht. Selbst die radikale Presse zieht es unter den obwaltenden Umständen vor, die Betrauung Doumergues zu begrüßen, weil sie in dieser Lösung immer noch eine bessere Garantie für die Wahrung der Verfassung erblickt, als m der Fortführung eines sehr unkartellistischen Exveriments. Größte Der Rücktritt des Kabinetts Daladier wird als logische Folge der Ereignisse bezeichnet und mit einem Gefühl der Erleichterung begrüßt. Die Betrauung Doumergues mit der Regierungsbildung löst, wenn man von den extremen linksstehenden Kreisen absieht, allgemeine ®e_s n u g t u u n g aus, da sie als alleinige Möglichkeit der Beruhigung der Geister angesehen wird. Doumergue wird als rechter Mann auf dem rechten Platz gefeiert, von dem man die Her- tellung des Friedens und die Bildung einer Regierung der nationalen (Einigung erwartet. Die An- ichten über eine Auflösung der Kammer und die Ausschreibung von Neuwahlen gehen hingegen auseinander. Der künftige Ministerpräsident hat einem Mitarbeiter des'„Jntransigeant" telephonisch über seine Paris, 7. Febr. (DNB.) (Eine Abordnung ehemaliger Frontkämpfer und Kriegsopfer hat sich ins Elysee begeben, um dem Präsidenten der Republik eine einmütig angenommene Entschließung zu überreichen, die folgenden Inhalt hat: Ehemalige Frontkämpfer, zumeist Verwundete aus der Kriegszeit, waren friedlich zusammengekommen, um gegen die schädlichen Skandale, die alle Tage auf gedeckt w e r d e n, zu protestieren und die so sehr ersehnte Auslösung der Kammer zu verlangen. Sie wurden ohne Grund von der mobilen Garde umstellt, verwundet, z u r ü ck g e t r i e b e n , geschlagen, ja sogar getötet, und dieses alles auf Anweisung des Innenministers und des Polizeipräfekten ohne irgendwelche Provozierung seitens der Frontkämpfer. Die Entrüstung ist groß. Gestern sind sie friedlich und ohne Waffen auf die Straße gegangen, aber angesichts dieser Herausforderung werden sie morgen mit Granaten und alten Kriegserinnerungen bewaffnet auf die Straße gehen. Dann wird man sie nicht zurückhalten können. Wir bitten Sie, Herr Präsident, um die Wiederholung dieser schmerzlichen Zwischenfälle zu vermeiden, vom Senat Empörung herrscht jedoch auf der äußer st en' Linken. Der sozialistische „Populaire" wirst dem zurückgetretenen Kabinett vor, daß es trotz aller UnterstützungsbereitschaftderSozla- l j st e n die Regierungsgewalt an die nationale Einigung ausgeliefert und vor der faschistischen Meuterei kapituliert habe. Oer neue Mann. Gaston Doumergue ist am 1.August 1863 geboren. Nach Abschluß des juristischen Studiums wurde er Rechtsanwalt in Nimes. Er war als Richter in Cochinchina und in Algerien tätig. Im Jahre 1893 wurde er zum ersten Male zum Abgeordneten gewählt. In den Jahren 1905/06 leitete er das Kolonialmini st erium. 1906/07 emn und Ausgabe der studentischen VeMung. Von Or. Staber, MdX, Führer der Reichsschaft der Studierenden an den deutschen Hoch- und Fachschulen. Inmitten der Kräfte, die für die Gestaltung der Zukunst eingesetzt werden können, hat die Studentenschaft eine Verpflichtung übernommen, die nicht von heute stammt, sondern schon Jahre hindurch das wesentliche (Element studentischer Arbeit und studentischen Geistes bildet. Es ist die Verpflichtung, aus dem Volke heraus unabhängig von Stand und Stellung eine Generation von Männern zu erziehen, die als einzige Ordnung die der Leistung anerkennen und denen das größere Maß des Wissens nur Antrieb zu höherer Leistung und härterer Pflichtauffassung ist. Dabei wurden alle Gegensätze der Zeit innerhalb der Stu- dentenschast mit besonderer Wucht ausgetragen, und im Kampf der Weltanschauungen selbst wurde schon frühzeitig manches sichtbar, was noch heut als Ausgabe besteht. Diese Klarheit der Zielsetzung und der entschiedene Einsatz gegen ein System der Verschwommenheit wurden deshalb von den Machthabern des Novembersystems bald genug als eine Gefahr erkannt, der man nur dadurch begegnen zu können glaubte, daß man der Deutschen Studentenschaft die staatliche Anerkennung entzog und ihr damit wesentliche Rechte nahm. Wie überall waren aber auch hier die Verbote nur ein Ansporn z u verstärkter Tätigkeit, und als der Nationalsozialistische Deutsche Studentenbund die Führung in der Studentenschaft an sich riß, war hier für den Nationalsozialismus eine Stellung erobert, die im großen Kampf um die politische Macht keine unbeträchtliche Rolle gespielt hat. Mit dem politischen Umbruch trat nun auch die Studentenschaft in eine neue Epoche ihrer Arbeit ein. Durch ein neues Studentenrecht wurde ihr die staatliche Anerkennung zurückgegeben, und es galt nun, auf dieser Basis eine studentische Verfassung zu schaffen, die in ihrer Gestaltung der neuen politischen und geistigen Wirklichkeit des Reiches gemäß war. Es ist einsichtig, daß hier aus den Versuchen und Erfahrungen gelernt werden mußte, und wenn nunmehr auf Wunsch des Führers durch den Reichsinnenminister die neue Verfassung der Deutschen Studentenschaft verkündet wurde, so ist in sie eine Reihe von Erfahrungen aus der Arbeit selbst eingegangen. Sie hat — in kurzen Umrissen — folgende Gestalt gewonnen. tischen Jugendorganisation sich um einen Fahnenmast mit der blauweißroten Trikolore versammelt und die Marseillaise angestimmt. Auf den Straßen herrscht in den Abendstunden (Erregung, und es kommt auch an mehreren Punkten zu Zusammenstößen, besonders da, wo nicht Polizei, sondern M o b i l g a r b e den Ordnungsdienst versieht. Heber« all fahndeten Polizeistreifen auf herumstreifende Gruppen von Kommunisten, denen sich viele lichtscheue Elemente in der Erwartung auf Peute angeschlossen hatten. Von einer Polizeistreife wurden im Tuileriengarten zehn Kommunisten überrascht, die im Schutze der Dunkelheit einen Schützengraben auszuheben versuchten und die Hüter der Ordnung mit Revolverschüssen empfingen. Sie wurden nach heftigem Widerstand festgenommen. Der polizeiliche Ord- nungsdienst ist um 2 Uhr zurückgezogen worden. Bei den Unruhen in der Nacht zum Donnerstag ist auch der Direktor der städtischen Polizei Marchand schwer verletzt worden. Insgesamt wurden 300 Verhaftungen vorgenommen. Zehn Polizisten werden als verletzt gemeldet. Das C a f e W e b e r an der Madeleine war wieder a l s Verbands st eile eingerichtet worden. Die verantwortliche Leitung liegt beim Führer d e r D. St., dem zur fachlichen Beratung zwei Gremien beigegeben find: der A r - b e i t s t r e i s , der die engeren Mitarbeiter umfaßt, und die Kammer, in der die Mitglieder der Reichsleitung des NSDStB. und die Kreisleiter vertreten find. Im Arbeitskreis befinden sich auch der Obmann des V e r b ä n d e b e i r a t s und der Führer des Allgemeinen Deutschen W a f f e n r i n g e s , der die Aufgabe hat, den studentischen Ehrbegriff aus feiner kastenmäßigen Absonderung zu lösen. Weiterhin stehen dem Führer der D. St. die beiden A e 11 e st e n zur Seite, von denen einer stets der ordnungsgemäß aus seinem Amt geschiedene Führer ist. Sie haben ledoch nicht mehr große Einflußmöglichkeiten, da der Führer der D. St. nicht mehr (wie in der vorigen Verfassung) von ihrem Vertrauen abhängig ist. Ihre Aufgabe besteht lediglich darin, in der Führung eine bestimmte Kontinuität zu wahren und Aufsichtsrechte guszuüben. Das entscheidend Neue dieser Verfassung besteht darin, daß s o w o h l i in A r b e i t s- krei^wie in der Kammersich Vertreter der N S B 0. befinden, die die enge Verbindung zwischen Arbeiterschaft und Studentenschaft garantieren. Aufbau der Deutschen Studentenschaft ist d a s großdeutsche Prinzip gewahrt, ftdoch entstehen durch die Zugehörigkeit zur D. St. für keinen Ausländsdeutschen Verpflichtungen die ihn mit den Gesetzen seines Staates m Konflikt bringen. Fast von größerer Bedeutung als die neue Verfassung der Studentenschaft ift jebod) die D er - ünbung der F a ch s ch u l s ch a f t. (Es gibt in Deutschland kaum etwas Unübersehbareres a s das Fachschulwesen. Und doch ist gerade der Fachschüler vom nationalsozialistischen Standpunkt aus wert- nniior nl<5 ber Hochschüler: denn er kommt aus den SL Lr Arbeiterschaft und des Mittelstandes M« in ffiefen uÄt des Volkes dadurch einen tieferen Einblick als viele Hochschuler, denen nur der Geldbeutel des Vaters das Studium ermogltdjte, ker EÄÜng des eine ^befon- wirkliche Durchdringung der Schuler mtt mthonn e?n1L al"°ma? gebrochen ist. Von jetzt ab ,ft auch nn/eeflieb’Fachschülers ■£ schäft Mitglied von Arbeitskreis und Kammer ö Studentenschaft ist, wie auch der Fuhrtt der^ Deutschen Studentenschaft zu den gleichen Gremien der Fachschulschaft gehört. So stehen in Studentenschaft und Fachschulschaft zwei Organisationen nebeneinander, die zum 9 p Teil gemeinsame Ausgaben haben. Aus diesem Paris, 7. Febr. (DRV.) Ministerpräsident Daladier Hal den Gesamtrücktritt der ranzösischen Regierung bekannlgegeben. Er wird damit begründet, daß man weiteres Blutvergießen vermeiden und die Bildung einer R o t - tandsregierung (du salut public) ermög- ichen wolle. Um 19 Uhr wird bekannt, daß der rühere Präsident der Republik, Gaston Doumergue, sich bereit erklärt hat, den Auftrag zur Regierungsbildung zu übernehmen. der Das Echo in England Die der um im- Die politische Führung einer Ration muh die wesentlichste Unterscheidung vom übrigen Volk nicht in einem niederen Genuh suchen, sondern in einer härteren Selbstzucht, wer s e l b st Sklave ist der primitivsten leiblichen Bedürfnisse, kann auf die Dauer kein Herr sein über die geborenen Sklaven, wer s e l b st disziplin. und zuchtlos ist, wird niemals auf die Dauer Führer sein einer innerlich nach einem festen halt suchenden und strebenden Menschheit. Alle die Millionen kleiner und schwer arbeitender Mitbürger eines Volks verReihen m i t g e k ä m p f t. Der Kampf der na- tionalfozialistifchen Bewegung für die Organisation der nationalsozialistischen Führung in unserem Volk, sowie die Erziehung unserer Führung zum Volk und des Volks zu unserer Führung, für das rücksichtsvolle gegenseitige Verständnis und die treue Brüderlichkeit der Repräsentanten der Arbeiter der Stirn langen nicht, dah der weise sich ihrem wissen anpaht oder der zur Kunst Begnadete mit ihrer Kultur vorlieb nimmt. Sie gönnen ihm immer das Seine, allein sie verlangen mit Recht, dah ihnen für ihre Mitarbeit an der Gemeinschaft das gegeben wird, was ihres Wesens ist. Und daher muh eine wahrhaft überlegene Führung einer politischen Ration innerlich erfüllt sein von einem hohen sozialen ver- st ä n d n i s. Sie muh wissen, dah sie, indem sie der breiten Masse eines Volks das zum täglichen Leben Rotwendige in weitestem Umfang gibt, der Gemeinschaft eine hohe innere Festig- immerhin Millionen Menschen unseres Volkes bei Ausgang dieses furchtbaren Krieges an der Erhaltung des Reiches als den sichtbaren Ausdruck der oolklichen Einheit kein lebendiges Interesse mehr finden konnten. Zu welchen entsetzlichen Folgen das endgültige Gelingen eines solchen Versuches führen muß, liegt auf der Hand. Wenn die kommunistische Zersetzung der in einem Jahrtausende währenden geschichtlichen Prozeß entstandenen europäischen Völker gelingen würde und die bisherige führende und damit wahrhaft tragende Rassensubstanz einer neuen international-jüdischen Oberschicht zum Opfer fiele, wäre das Ende in ganz kurzer Zeit nicht nur der Verfall unserer tausendjährigen Kultur, sondern eine steigende vollkommene Verständnislosigkeit diesen Kulturwerten gegenüber. Der Kommunismus würde bei seinem Siege in Europa in dem kommenden halben Jahrtausend zwangsläufig zu einer vollständigen Ausrottung auch der letzten Ueberreste der Schöpfungen jenes arischen Geistes führen, der als Kulturspender seit den uns geschichtlich aufgehellten Jahrtausenden in seinen vielfältigen Verästelungen und Zweigen der heutigen weißen Welt die allgemeinen kulturellen und damit wahrhaft menschlichen Grundlagen gegeben hat. Dah der Kampf gegen eine solche Entwicklung aber nun ebenfalls zu den tiefsten und einschneidendsten Ereignissen gehören wird und gehören muh, kann nur den verwundern, der keine klare Vorstellung über die Gröhe der drohenden Gefahr und der damit gestellten Aufgabe besitzt. Wer daher in der nationalsozialistischen Bewegung nichts anderes sieht als eine politische Partei, die um einen bestimmten Ein- fluh im staatlichen Leben kämpft, hat weder aus der Vergangenheit etwas gelernt, noch die Aufgaben der Zukunft begriffen. Die Vergangenheit hat uns eindeutig gezeigt, dah auch die eifrigste Geschäftigkeit einer Staatsführung versagen muh, wenn auf solche Weife alle Grundlagen des Gemeinschaftslebens erst einmal ausgehöhlt oder bereits schon zusammengebrochen sind. Daraus ergibt sich aber in äußerster Klarheit das, was in der Zukunft zu geschehen hat: 1. Die Aufrichtung einer wirklich berufenen Führung des Volkes und 2. die Wiederherstellung solcher Grundlagen für unser Gemeinschaftsleben, die nach menschlicher Erfahrung bisher noch immer die Voraussetzung für die Gröhe der Völker und Reiche waren. Indem die nationalsozialistische Bewegung diese Aufgabe löst, nimmt sie den Kampf gegen eine ganze Welt spieherlicher, falscher oder schlechter Vorstellungen sowie ihrer Auswirkungen zugunsten einer Welt anderer Auffassungen, die ewig gültig waren und damit stets jung sein werden. Kann nun die ausschließliche Inanspruchnahme eines ganzen Volkes durch eine bestimmte Idee und deren Auswirkungen als schädlich angesehen werden oder nicht? Die Frage ist leicht zu beantworten. Richt in der fanatischen Hingabe eines Volkes an eine Idee an sich kann etwas schädliches liegen, sondern nur in den Auswirkungen einer Äee, die falsch und damit als solche schädlich ist. Was bedeutet es, wenn durch den Kampf um eine neue Weltanschauung vorübergehend Spannungen innerhalb verschiedener Kreise des Volkes eintreten, am Ende aber daraus die Zukunft der Ration eine un- erhörteStärkung erfährt? Was bedeutet er, wenn junge Menschen vorübergehend in Gegensatz geraten zu ihren Eltern, allein durch ihr Eintreten mithelfen, den Bau einer neuen Gemeinschaft zu errichten für Jahrhunderte und damit beitragen für eine neue Stärkung des künftigen Lebens und feiner Zellen, der Familien? Was hat es schon zu sagen, wenn Lehrer und Schüler sich in einem Augenblick nicht mehr verstehen, allein aus der Sturm- und Drangzeit einer begeisterten Jugend die Grundlagen einer neuen Bildung für die Zukunft erwachsen? und der Faust, ist so gewaltig, schön und erhaben, daß die Jugend der Ration in ihm ihr höch - stes Ziel, ihre in die Zukunft weisende Lebensaufgabe sehen muß. 14 Jahre kämpfte die Nationalsozialistische Partei in Deutschland um die Macht, und sie, dieausnichtsihrenWeg begann, konnte nach einer so kurzen Spanne Zeit dasDeutscheReicherobern. Ein Jahr lang fuhrt diese Bewegung nun Deutschland, und in knapp zwölf Monaten gewann sie sich das deutsche Volk. wenn die deutsche Jugend den Sieg mit der gewaltigen Tatsache richtig ersaht und sich ihn zu eigen macht, dann wird in ihr dereinst dem deutschen Volk eine Kraft gegeben werden, die das Leid und die Bitternis vieler Jahrhunderte löschen wird. Sie, meine jungen Freunde, die Sie das Glück besitzen, an einer grohen geschichtlichen Wende der deutschen Ration als lebendige Zeugen teilnehmen zu dürfen, werden dereinst dann Zeugen sein des inneren Glücks, das jedem Volk zuteil wird, dem es vergönnt ist, in Frieden und Freiheit die Kraft feines Geistes und feines Körpers arbeiten zu lassen, nicht nur zur Erhaltung des Leibes, sondern auch der Werke einer wahrhaft unsterblichen Kultur! Die Lugen- muß zur politischen Führung erzogen werden Während der langen Jahre des Kampfes nationalsozialistischen Bewegung in Deutschland die Macht wurde von vielen und keineswegs mer übelwollenden Kreisen oft bedauert, daß damit eine neue Erschütterung in unser gesamtes Leben gebracht werde. Besonders beklagenswert erschien es, daß bis hinein in das Innere der Familie Probleme getragen wurden, die, so meinte man, nur zu sehr geeignet seien, die eheliche Verbundenheit der beiden Gatten in vielen Fällen eher zu lösen, als zu stärken. Am allermeisten aber erschrak man über die Tatsache, daß besonders die Jugend von der Kraft der neuen Ideen in einem Umfang erfaßt zu werden schien, daß sie von den anderen, wie man glaubte, wichtigeren Aufgaben des Tages weggezogen wurde und damit nur zu häufig in einen Gegensatz sowohl zum Elternhaus, als auch zur Schule gebracht zu werden drohte. Oer Führer über die Aufgabe -er deutschen Hochschuljugend im Dritten Reich Berlin, 7. Febr. (DNB.) Im festlich geschmückten Großen Saal der Berliner Philharmonie, der vor wenigen Monaten bei der Schaffung der Reichskulturkammer ein ähnlich glänzendes Bild sah, fand am Mittwochnachmittag die feierliche Verkündung der Verfassungen der Reichsschaft der Studierenden an den deutschen Hoch- und Fachschulen, der Deutschen Studentenschaft und der Deutschen Fachschulschaft durch den Reichsinnenminister Dr. Frick statt. Die Anwesenheit des Führers unterstrich die Bedeutung dieses Tages. An der Feier nahmen die Rektoren fast aller deutschen Hochschulen, sowie Fahnenabordnungen aller studentischen Fachschaften teil. Als E h r e n g ä st e waren neben dem Führer und Reichsinnenminister u. a. erschienen: Vizekanzler von P a p e n, der preußische Ministerpräsident Reichsminister Göring, die Reichsminister Dr. Goebbels, von Blomberg, Darre, von Eltz-Rübenach, Graf Schwerin-Krosigk, der preußische Kultusminister Rust, der Chef der Heeresleitung General der Artillerie von Fritsch, der Adjutant des Führers Gruppenführer Brückner, Reichsbischof Müller, Oberpräsident K u b e, und zahlreiche andere Vertreter der Behörden, der Politischen Organisation, von Industrie, Wissenschaft und Kunst. Der Führer wurde bei seinem Erscheinen von der Studentenschaft mit gezogenem Schläger begrüßt. Das Philharmonische Orchester leitete die Feier durch den Vortrag der Ouvertüre von Wagners „Rienzi" ein. Unmittelbar darauf nahm der Reichskanzler das Wort zu einer Rede, in der er u. a. folgendes ausführte: Oer Führer spricht. Führung der Nation auf dem Gebiete der politischen Gestaltung unseres Lebens mehr und mehr z u r Ü ck t r a t gegenüber den Einflüssen einer aus ganz anderen Bedingungen erwachsenen bürgerlichen Gesellschaft. Ihrer Entstehung liegen zum größten Teil ökonomische Momente zugrunde. Diese, an der eigenen Berufung oft selbst zweifelnde Gesellschaftsschicht mußte aber zwangsläufig d i e Gewalt über öie Massen des Volkes verlieren. Denn wenn diese Schicht ihre Unfähigkeit selbst auch nicht bewußt erkennt, so fühlt sie aber der primitive Mensch um so instinktiver. Der Verlust einer innerlich berechtigten Führung des Volkes führt nach kurzer Zeit zum Verlust der inneren weltanschaulichen Gesetzgebung. Es ist aber auf die Dauer unmöglich, ein Volk oder gar einen Staat erfolgreich zu führen, wenn nicht über die wesentlichsten dieser Gemeinschaft zugrundeliegenden Lebensgesetze eine einmütige Auffassung herrscht. Wie soll ein Volk zu Leistungen für die Aufrechterhaltung seiner Freiheit und Unabhängigkeit begeistert werden können, wenn es in großen Teilen an diese Ideale einfach nicht mehr glaubt! Wie will man ein Reich Reichsimienminister Dr. Irilk verkündet die nein Verfassung der Deutschen Studentenschaft. London, 8. Febr. (DNB. Funkspruch.) Vorgänge in Paris werden mit gespannter und unruhiger Aufmerksamkeit verfolgt. Es wird beklagt, daß Frankreich in einer so kritischen Zeit wie der jetzigen keine wirkliche Regierung habe. Die französische Öffentlichkeit habe unzweifelhaft genug von dem Schauspiel, das ihr jahrein jahraus vom Parlament geboten wird: ©ine unzulängliche Regierung nach der anderen fei gebildet worden und wieder zerbrochen und die Parteien trieben mit jedem einzelnen Minister ihren kleinlichen und korrupten Kuhhandel. Die vaterländische Selbstlosigkeit des früheren Präsidenten D o u m e r g u e, der aus dem Ruhestand ins politische Leben zurückkehrt, findet warme Anerkennung. .Times" sagt: Es ist ein gutes Zeichen, daß alle wichtigen politi- fchen Parteien mit Ausnahme der Sozialisten sich geeinigt haben, eine „nationale" Regierung Doumergues zu unterstützen, aber die Erbitterung der letzten Tage hat die Spaltung zwischen den Parteien derartig vergrößert, daß diese Vereinbarung sich vielleicht als eine brüchige Grundlage für ein neues Kabinett erweisen wird. Wie andere Blätter spricht auch .Times" von der Möglichkeit, daß schließlich eine Parlaments - Auslösung wird erfolgen müssen. 3 keil verleiht. Alles, was an Menschenwerken schön ist auf dieser Welt, verdankt seine Entstehung und Vollendung dem Z u s a m m e n w i r k e n intuitiver geistiger Erfindung und gestaltender Kraft. Diese Vermählung aber wird auf die Dauer nur dann aufrechterhalten werden können, wenn die Kraft den Geist respektiert und der Geist einsichtsvoll die Kraft fördert. (Beifall.) Die deutsche studierende Jugend hat bisher in allen Zeiten, an der nationalen Bewegung Heinrich ORipplerf. Der frühere langjährige Chesredakteurder „Täglichen Rundscha u", Heinrich Rippler ist am Mittwoch verschieden. Heinrich Rippler ist' 68 Jahre alt geworden. Im Jahre 1892 trat er in die Schriftleitung der „Täglichen Rundschau" ein der er, seit 1896 als Hauptschriftleiter, bis zum 1. Oktober 1921, also fast 30 Jahre, das Gesicht gab Nachdem er dann kurze Zeit die volksparteiliche Tageszeitung ..Die Z e i t" herausgegeben hatte brachte er gemeinsam mit dem Führer des Evangelischen Bundes, Domprediger D. Doehring im Jahre 1924/25 die „N e u e T ä g l i ch e R u n d - schau" heraus. Heinrich Rippler hat sich außerdem von jeher viel in nationalen Verbänden betätigt Ebenso nahm er sich warm der journalistischen Berufsorganisationen an und war u. a. auch einige Zeit hindurch Vorsitzender des „Reichsverbandes der Deutschen Presse". Von 1920 bis 1924 war er auch Mitglied des Reichstages als Abgeordneter der Deutschen Volkspartei Stürmischer, langanhaltender Beifall dankte dem Führer für seine Worte. Beethovens Dritte Leo- noren-Ouvertüre leitete au der Verkündung d.r Verfassungen über, die der Reichsinnen- Minister Dr. Frick oornahm. Der Reichsinnenminister fuhr dann fort: Wenn ich als der Reichsinnenminister den Studenten diese Verfassung verleihe, so geschieht das nicht, um die Studentenschaften zu verstaatlichen. Eine Eingliederung der Studenten in den staatlichen Aufbau würde weder der Geschichte deutschen (Stubententums noch den (9runb= lafeen des Nationalsozialismus entsprechen. Wenn Akrsassungen von Reichs wegen erlassen werden, so soll damit der Studentenschaft und der Fachschul- Dollfuß in Budapest. Bu d a p e ft , 7. Febr. «DNB,, Bundeskanzler Dr. Dollfuß ist in Begleitung des Wiener ungari- m)6n Gesandten Nelky in Budapest eingetroffen. Der Bundeskanzler wurde vom Ministerpräsidenten Go m b o b und von den Mitgliedern der ungarischen Regierung begrüßt. Bei der Fahrt des Bundeskanzlers zum Hotel veranstalteten ungarische Nationalsozialisten Kundgebungen gegen Dollfuß und riefen: „Es lebe Hitler!" Polizei riegelte die Straßen ab, in denen die Demonstratio- nen stattfanden. Dollfuß hatte eine mehrstündige Unterredung mit Görnbös. Zu einem Teil der Beratung wurde auch der Außenminister Kanya der ungarische Wirtschaftsminister, die österreichischen Minister Hennet und Hornbostel und derita- l i e n i s ch e G e s a n d t e Prinz Colonna zugezogen. Bei einem Empfang erklärte Dollfuß, die Freund- schäft zwischen den beiden Nachbarländern sei selbstverständlich. Vielleicht zur argen Enttäuschung derer O'e weiß Gott was hinter seinem Besuch witterten bedürfe sie keines Vertrages oder Paktes Der feste Wille zur wirtschaftlichen und politischen Zusammenarbeit gelte mehr als jedes noch so schön stilisierte Papier. schäft vom Reich aus der Raum und Rahmen gesichert werden, innerhalb dessen sie in eigener Verantwortung ihre Angelegenheiten selbst Dermal- ten. Ferner soll durch den Erlaß von Reichs wegen ausgedrückt werden, daß diese Selbstverwaltung der Studierenden nicht um ihrer selbst willen, sondern um der höchsten Ziele von Volk und Reich willen besteht. Die Aufgabe der Studen- tenschaft bestebt darin, die ständige Gefahr der Absonderung des Studenten vom Volk zu überwinden. Sie soll ihm immer roiebet zeigen, daß die Hochschule keine in sich geschlossene, auf sich selber beruhende Welt ist und daß der Student sich für sein künftiges Wirken im Volk nur dadurch tauglich machen kann, daß er während verteidigen, wenn schon bei vielen Millionen der Begriff der Vaterlandsliebe nicht nur entwurzelt ist, sondern abgelöst erscheint von internationalen Vorstellungen und Bindungen? Wie will man Soldaten erziehen, wenn der Mut nicht mehr als eine Tugend und die Feigheit nicht mehr als Laster gilt! Wie will man ein höheres wirtschaftliches Leben garantieren, wenn über die primitivsten Begriffe von Mein und Dein keine einheitliche Vorstellung zu erzielen ist? Wie glaubt man eine Justiz walten lassen zu können, wenn das größte Verbrechen, nämlich der Verrat an Volk und Reich, ungestraft zum politischen Ideal gestempelt werden kann und die Treue zu beiden als reaktionäre und klassenmäßig bestimmte Dummheit gelten darf? Wie will man noch von einer Moral reden, wenn man alle Grundlagen dieser Moral von vornherein leugnet und ihr die Mehrheit b e t) i n g t e 1 ber Nation entfremdet hat? Herzob Johann von Guise, der sich mit diesem Aufruf m Erinnerung bringt, ist seit dem Verzicht des 1926 gestorbenen Herzogs Philipp von Orleans, Chef des französischen Zweiges des Hauses B o u r - don-Orl6ans. Nach dem Erlöschen der älteren Linie des Hauses Bourbon ging 1883 die Thronprä- tendentschaft auf die jüngere Lmie Orleans über. Letzter Orleans, der die französische Königskrone getragen hat, war der „Bürgerkönig" Louis Philipp, den die Februarrevolution des Jahres 1848 vom Thron stieß. Dessen Urenkel, der Herzog von Guise, der sich nun seinen französischen Landsleuten als Retter empfiehlt, ist 1874 geboren und wohnt abwechselnd in Belgien, Spanisch-Marokko und Parma. Verhaftung rechtsradikaler Journalisten. Paris, 7. Febr. (DNB.) Außer dem royalistischen Journalisten Charles M a u r r a s ist auch einer der Hauptschriftleiter und Mitbegründer der Cotyschen Zeitung „Ami du Peuple", Jacques Ditte, dxr sich auch politisch betätigt hat, heute früh verhaftet worden, als er sein Haus verließ. Dem „Notre Temps" zufolge soll der bekannte Royalistenführer und Schriftsteller Leon Daudet, gegen den noch nicht einmal ein Haftbefehl vorgelegen habe, Frankreich verlassen haben und bereits in Brüssel eingetroffen fein. „Notre Temps", der den politischen Gegenpol der „Action Fran- aaise" darstellt, erinnert in diesem Zusammenhang daran, daß Leon Daudet nicht zum ersten M a l e in seinem Leben die Flucht ergreife. Als 1914 die deutschen Truppen gegen Paris vorrück- ten, sei er tapfer nach Bordeaux marschiert. Sozialistische Gewerkschaften kündigen 24stündigen Generalstreik an. Die Ereignisse der letzten Jahrzehnte haben mit erschreckender Deutlichkeit gezeigt, daß erstens die natürliche und mithin rassisch bedingte^ Paris, 7. Febr. (DNB.) Der Verwaltungsausschuß des Allgemeinen Gewerkschaftsbundes hat beschlossen, am Montag einen 2 4 - stündigen General st reik „gegen die Drohungen des Faschismus und für die Verteidigung der öffentlichen Freiheiten" zu veranstalten. Der ständige Verwaltungsausschuß der Sozialistischen Partei hat beschlossen, den Allgemeinen Arbeiterverband aufzufordern, den Zeitpunkt des Generalstreiks v o r z u v e r l e g e n. Die Sozialistische Partei hat der CGT. mitgeteilt, sie sei bereit, mit ihr zusammen an der Kundgebung teilzunehmen, die am Tage des Generalstreiks den Bastille- Platz zum Ausgangspunkt haben wird. Die kommunistische „Humanitä" fordert die Arbeiter und Arbeiterinnen von Paris auf, am Freitag um 20 Uhr auf der Place de la Räpublique zu demonstrieren. Der Allgemeine Arbeiterverband fordert die ihm angeschlossenen oder nahestehenden Vereinigungen, wie Liga für Menschenrechte und die sozialistischen Vereinigungen der verschiedenen Richtungen auf, an dem 24ftünbigen P r o t e st st r e i k am Montag teilzunehmen und auch alle geplanten Demonstrationen in der Hauptstadt und in ' Provinz zu beschicken. (Beifall.) Alle wahrhaft großen, weltbewegenden Ideen haben die Menschen fanatisiert. So bedauerlich dies dem geruhsamen Mitbürger oder Beobachter einer Zeit auch für den Augenblick erscheinen mochte, so sind doch dadurch allein für das gesellschaftliche Zusammenleben der Manschen für viele Jahrhunderte Grundlagen geschaffen worden, ohne die der Aufbau und der Bestand größerer menschlicher Gemeinschaften einfach undenkbar wäre. Dies gilt aber für alle wirklichen Revolutio - nen mit weltanschaulichem Charakter. Der Zu- ammenbruch des Jahres 1918 toar keine Niederlage im Felde, sondern, wie schon die Bezeichnung sagt, etwas ganz anderes, eine feit vielen Jahrzehnten sich in Deutschland vollziehende Zer- etzung. Daß diese Gefahr nur von einem Bruchteil der deutschen Geistigkeit früher richtig erkannt und eingeschätzt wurde, zeigt, wie äußerlich und oberflächlich das sogenannte staatspolitische Denken )er Vorkriegszeit war. Man dachte in Staatsge- ichichte und hatte keine Ahnung über di e volklichen und rassischen Grundlagen des menschlichen Gemeinschaftslebens. Wenn wir aber auf die Erhaltung der Gemeinschaft des deutschen Volkes überhaupt Wert legen, müssen wir die politische Führung autoritär jenem Bestandteil überfragen, der nicht nur hierzu von Ratur aus geeignet ist, sondern auch durch seine geschichtliche feststellbare Tätig- keil die Bildung des deutschen Volkes ermöglichte und vollzog. Dieser Bestandteil unseres Volkes allein kann die Grundsätze des Gefell- fchaftsverlrages aus der ihm eigenen Tätigkeit für das ganze Volk aufflellen und ihre Einhaltung erzwingen. Ohne ein solches allgemein gültiges und anerkanntes weltanschauliches Fundament und einer in ihr verankerten autoritären Führung kann aber das deutsche Volk auf die Dauer keine Gemeinschaft aufrechter halten. bp?tn*!?CrAan(’eJ1,,citc.retlcf [’icr ctnc warnend- und S.6.!"?'',.3" derselben Zeit, da Bi-, scken st!?°°t-p°l'ti,che Einigung der deut- A ,n°hm d° Ä «Vf nS. Sf S $ ft E' TamatSber hrih” ,CilYen Anfang. Mit der Pra- letariot"" b »en großen Sammelbegriffe „Pro- uelle Fiibrüna "b®OUr9oif 1. die intellek- “ “ ,’ „Un9 d?r marxistischen Lehre d i e A u f - w°r bis -um Jahre'igL'N^-iVngkn?^ Was hätte es aber für einen Sinn, eine solche Ar-,, ... , y, .> - - --------------„ beit für die Zukunft der Nation zu beginnen, wenn endigen Ar^eil nehmend, in den vordersten sie nicht in erster Linie die Jugend des Volkes! —c v für diese neue Welt zu gewinnen versuchte. Der! Appell des idealistischen Opfers der Volksgemein-! schäft findet bei ihr am elften Gehör, denn sie ist noch nicht erstickt unter der Last einer nur Zu leicht die Stimme -es gesunden Instinkts überwuchernden Scheinbildung oder den Scheinargumenten einer sogenannten wirtschaftlichen Vernunft. Und wenn überhaupt die Erziehung noch etwas tun kann zur besseren Formung und zur Stärkung des inneren Menschen, dann jedenfalls am ehesten in diesem jugendlichen Alter. Gerade deshalb richtet der Nationalsozialismus an die Jugend seinen schärf st en und eindring l i ch st e n Appell. So wie aus ihr die spateren Berufsgruppen des Volkes erwachsen, die dieFührung auf Öen verschieden st en Lebensgebieten einnehmen, so muß sie auch einst der Ration in einer Auslese fähigsten und geeignetsten Menschentums die natürlich erlesene und damit bestimmte politische Führung sicherstellen helfen. Der ständische Aufbau der kullurellen Veruse eltn des Studiums die ganze Weite und Tiefe des Vol- kes mit erlebt. Oer neue Landesbischof für Hessen-Nassau. Pfarrer Lic. Dr. Dietrich vom Reichs bischof berufen. Nächster Grundsatz ist gröhle Sparsamkeit in allen Aufwendungen der Kammern und Verbände. Ich könnte es nicht verstehen, daß man den armen Künstlern Geld abnimmt, um einen Riesenapparat aufzubauen. Das gibt es nicht: und zwar im Interesse der Künstler! Daraus erhebt sich auch die nächste Forderung, dah die Beiträge möglichst niedrig sein müssen, und zwar grundsätzlich niedriger als früher, vor unserer Riachtübernahme. Es ist ohne weiteres möglich, die rNitgliedsbeiträge niedrigzuhallen, weil der einzelne, der seinen Beitrag an den Fach- verband oder an die Kammer abgeführt hat, dann von allen anderen Abgaben für Berufsorganisationen befreit ist. Ich kann in keinem Falle zugeben, dah Mitglieder der Reichskulturkammer, die dies laut Gesetz zu sein haben, auherdem noch Mitglieder anderer Organisationen sein müssen. Der Arbeitsfront ist die Reichskulturkammer korporativ beigetreten. Eine Mitgliedschaft der einzelnen bei Verbänden der Arbeits- gefunDen. Der atapuun unu uie uienupjiyc o satzung muß als verloren betrachtet werden. Schutzhaft für einen unsozialen Arbeitgeber. deutschen Volkes zu verwalten. Die RKK. wurde gegründet aus dem einzigen Zweck heraus, den bestehenden Organisationsunfug im kulturellen Leben Deutschlands zu beseitigen, weil dieser Organisationsunfug den gesamten kulturschaffenden Menschen allmählich schwersten Schaden zufügen muhte. Reichspräsident von Hindenburg empfing am Dienstagvormittag den Besuch S. M. des Königs von Schweden, der sich auf der Durchreise nach dem Süden einen Tag in Berlin aufhielt. * Reichspräsident von Hindenburg gab Mittwoch zu Ehren des Diplomatischen Korps ein Abendessen, an dem die in Berlin beglaubigten Botschafter, Gesandten und Geschäftsträger mit ihren Damen teilnahmen. Ihre Majestäten der König und die Königin von Dänemark sind in Berlin auf ihrer Durchreise nach Cannes eingetroffen. Der König stattete dem Herrn Reichspräsidenten einen Besuch ab. sozialer Be- U1. U nie L IMUUIVUVV; r r V’ freutung für das gesamte Volk ist. Sie haben die feste Zuversicht, daß durch diese Schöpfung der Frau erstmalig diejenige Stellung eingeräumt wird, die ihr nach ihrer inneren Berufung in der Volksgemeinschaft z u st e h t. Wir danken Ihnen, hochverehrter Herr Reichsminister, für diese Tat und geloben treue Gefolgschaft zu allen Zeiten." Entfernung von dem zerstörten Haus verläuft, wurden durch die Ruhrgas-ÄG., der die Leitung gehört, aufgenommen und der Schaden behoben. Das Gas konnte wieder in die Leitung gelassen und die Gaslieferung nach dem Siegerland, an die Stahlwerks in Siegen und Wissen wieder aufgenommen werden. Die technisch-wissenschaftliche Untersuchung über das Entstehen des Risses und über die Maßnahmen zur Ausschließung solcher bedauerlichen Unglücksfälle für die Zukunft wird mit Eifer betrieben. Wettervoraussage. Ein kräftiger Sturmwirbel hat sich über Süd- fkandinavien entwickelt und breitet sich südwärts aus. Der hohe Druck wird daher zurückgedrängt, und bei dem engen Verlauf des Isobaren wird unter lebhaften Winden ozeanische Luft nach dem Kontinent vorgetragen. Dabei gestaltet sich das der Erde weiter, drang schließlich in das Haus ein, wo sich im Keller das Gasluftgemisch entzündete und die folgenschwere Explosion verursachte. Die Jnstandsetzungsardeiten am Leitungsrohr, das in einem Meter Tiefe unter der Erde in ziemlicher leiterberufen ausgefchieden sind, allmählich in den Kulturberufen auftauchen. Wenn jemand aus bestimmten Gründen als unzuverlässig oder ungeeignet angesehen werden muß, kann man ihm die Mitgliedschaft in den Verbänden verweigern, und nach meiner Ansicht und Erfahrung ist ein jüdischer Zeitgenosse im allgemeinen ungeeignet, Deutschlands Kulturgut zu verwalten! Kleine politische Nachrichten. Der Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft Darre und der Reichswirtschaftsminl- fter Schmitt sind über die Einordnung der vom Reichsnährftandsgesetz berührten Gruppen der Industrie, des Handels und des Handwerkseinig geworden. Die erwähnten Wirtschaftsgruppen werden in sich straff organisiert und für ine Frage der Marktregelung vom. Relchsmimster für Ernährung und Landwirtschaft, im übrigen vom Reichswirtschaftsminister geführt werden. Hölzl in Schutzhaft genommen. Ein Reichsverband der Deutschen Tierärzte. In Berlin wurde von den Vertretern der verschiedenen tierärztlichen Vereinigungen und Verbänden auf Grund eines vom Reichsminister des Innern gebilligten Satzunysentwurfes der Reichs- verband der Deutschen Tierärzte gegründet. Der Reichsverband wird unter die Aufsicht des Reichsministers des Innern gestellt. Die Mitglieder der bisherigen tierärztlichen Verbände und Vereinigungen werden in den Reichsoerband übergeführt. Die Unwetterschäden in Italien. Reich! I Oer Führer der Deutschen Studentenschaft Dr. Staebel dankte sodann dem Führer, der durch seine An-1 Wesenheit den Studenten einen besonderen Beweis des Vertrauens gegeben habe, und dem Reichs-1 Innenminister. Die Aufgaben, die der Studentenschaft durch die neuen Verfassungen gestellt wurden, seien zweierlei Art: 1 Die Erziehung zum anständigen deutschen Menschen mit unbedingter nationalsozialistischer Grundhaltung, 2 . die Ausbildung zum tüchtigen F ad)» mann. An den Führer sich wendend schloß Dr. Staebel: In dieser ernsten Stunde spüren wir alle, meine Kameraden und ich, die große V e r», pflichtung und wissen um die Verantwortung, die uns aufgegeben ist. Wir Studenten aber wollen nichts anderes fein, als ein Teil dieser großen nationalsozialistischen Volksgemeinschaft und wollen kein anderes Vorrecht als dieses: an erster Stelle in freudiger Pflichterfüllung mitzuhelfen und dienen zu dürfen am Wiederaufbau des Reiches. Mein Führer! Hier, bei diesem Symbol der Standarte unseres Freiheitshelden HorstWeffe l, des Korpsstudenten, der zum deutschen Arbeiter ging, gelobe ich, daß wir Studenten getreu Dem Vorbild unseres Horst Wessels und Axel Schaffels uns an Treue und Einsatzbereitschaft bei der Erfüllung unserer Aufaaben gegen Volk, Reich und Bewegung, Hochschule und Elternhaus von niemand, aber auch von niemanb ü per- treffen lassen wollen. Unb ich lasse dieses Gelöbnis ausklingen in den Ruf: Unser geliebtes deutsches Vaterland, unser Reichspräsident von Hindenburg und unser Führer — Sieg-Hell! — Das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied beschlossen die Feier. Auf Grund verschiedener Klaaen nahm in München die zuständige Fachschaft der Deut» schen Arbeitsfront eine Kontrolle der Schlaf- und Arbeitsräume der Angestellten und Arbeiter der Bäckereifirma Hölzl vor. Der Zustand der Schlafräume zeigte, wie der „Völkische Beobachter" meldet, daß die Klagen berechtigt waren. Die Räume waren verwahrlost, schmutzig, unhygienisch unb voll Ungeziefer. Für vier weibliche Angestellte Rio ranehen vielt Da heißt es besonders aus "L die Zähne achten, damit ,rW irr ..km«“- - sik Nicht Ihk j (f) Ö 6 5, weißes Aussehen verlieren. Machen Sie es, wie so viele andere Raucher auch: Pflegen Sie Ihre Zähne regelmäßig mit Chlorodont — dann kann der Tabak Ihren Zähnen nichts anhaben. Mit Chlorodont läßt sich leicht der gelbe Belag beseitigen, der sich durch starkes Rauchen auf den Zähnen bildet. Vor allem aber erfrischt Chlorodont den Mund durch seinen kräftigen Pfefferminzge- schmack. Stets bleibt 2hr Atem frisch und rein! Wie ber Evangelische Pressedienst mitteilt, hat sich ber Württembergische Pfarrernotbund a u f g e l ö ft und erklärt, gemäß dem Wunsch Der kirchlichen unb staatlichen Führung an ber Befrie- bung bes kirchlichen Lebens helfen zu wollen. In ben burch bie Lawinen st ürze geschädigten italienischen Gebieten werden die Aufräu- mungsarbeiten noch immer durch starke Schneefälle erschwert. So hat die Schneedecke in Gamerino und Umgebung einen Meter Höhe erreicht, was den Einsturz verschiedener verlassener Bauernhäuser verursachte. An ber sizilianischen Ostküste unweit ber Hafenstadt Riposto kenterte infolge eines Seebebens eine Fischerbarke, wobei bie brei Mann Besatzung den Tod fanden. Die Hafenanlage wurde beschädigt. Auch in Sardinien hat bas Unwetter ber letzten Tage Opfer -geforbert. So stürzte in Ozieri ein Haus ein. Zwei Bewohner sanden unter ben Trümmern ben Tob, eine dritte Person mürbe lebensgefährlich verletzt. In der kaladresischen Provinz Potenza wurde eine Landstraße durch einen Bergrutsch in einer Länge von über zwanzig Meter verschüttet. An anderen ftonf ist damit unvereinbar. Stellen derselben Provinz sind Straßen und Land- Wir mästen vermeiden, daß die Kutturkammern h°uf-r durch Erdrutsche und Ueberschwemmungen weiter "darüber hn *ttaren ^ern^ba^'ber^'^I^äfiben^ Russischer Dampfer auf einen Seifen gelaufen. nZ her Rührer ber Kammer ist unb Rach einer Melbung aus Moskau fingen mehrere I i n die lekte^ Entscheidung trif t. Es russische Funkstationen SO S.-Rufe eines ruf b geht nicht an, baß wir auf bem Boben einer Örga- scheu Dampfers auf, ber bei Murmansl'^Holbinfel nifation bie überhaupt burch ben neuen Staat erft ®ola) a u f e t n en Se I fe n g e I auf e n ift Auf möglich geworben ist, Richtungsftreitigkeiten ausfech- dem Dampfer befinben sich über IW SRen^en. ten lassen bie nicht aus bem Geiste unserer Zeit ge- 15 Todesopfer einer Feuersbrunst in Aegypten, hören sind, sondern noch dem Geiste der oergange- Eine riesige Feuersbrunst hat m Meholla- nen unb überrounbenen Epoche entstammen. So be- Kebir im unterägyptischen Baumwollgebiet 800 Nie- bauere ich es auch bei ber beutschen Presse, baß berlassungen vernichtet. Dabei erlitten 15 Personen sie so schwer einen golbenen Mittelweg innehält, den Tob. Entweber ist sie anarchisch, alles zerstörend unb Eine Bisamratte in der Lahn, unterhöhlend, oder kuscht wie ein Schoßhündchen. £tn her unteren Lahn wurde, wie aus Bad Ems Ein Mittelding kennt sie offenbar gar nicht, näm- gemeldet wird, dieser Tage eine Bisamratte ge- lich eine souveräne, edle, wohlwollende Krim an schossen. Diese schädliche Rattenart hat sich in Mitteleinzelnen Maßnahmen, die dann aber vermischt ist deutschland stark verbreitet unb ist jetzt von Osten mit positiven unb guten Ratschlägen! her allem Anschein nach in bie Lahn gelangt. Das Wenn jemanb in ber Hauptsache Beamter ist, xier, das eine Abart des Bibers ist, ist wegen seines so gehört er natürlich nicht in bie Kammer hinein. Pelzes sehr geschätzt. In Mitteldeutschland werden Wenn er aber als ein in ber Hauptsache kultur- aber auch Klagen über das Abfressen von Baum- schaffenber Mensch ein Amt erhält, bann gehört er wurzeln ,unb das Eingehen der Bäume laut, hinein. Wenn ein Minister nebenbei Fächer schreibt, Ursache des Explosionsunglücks in Plettenberg, dann «-hart er E 'N die Schrlstti^skamn^ gn Plettenberg ist es den Störungskolonnen der ST b-lsp.elsw^ -m ^ß-r Kompochst wie Ruhrgas-AG., di- unter Leitung des vberingenieurs Richard Strauß an c}"7r. bß u n f d) in fieberhafter Tätigkeit den Ursachen des fesior ernannt wird, so ist er P f ss Explosionsunglücks nachspürte, gelungen, bie un- mC^t hHAwirklich ber große dichte Stelle der Ferngasleitung zu finden. In der ?^nn ber 1 Fernleitung wurde ein Riß feftgeftellt, durch den ^rd a^diestm Gebiete °n sÄnb Das, Gas wanderte unter chend. Ich bitte Sie, niemals bie Organisation zu überspitzen unb zu überschätzen unb auch über Ihre Tätigkeit bas wun- ' berbare Wort zu schreiben, bas über manchem Deutschen Theater steht: „Hier gilts ber beutschen Kunst! Wetter stark veränderlich. Bei wechselhafter Bewölkung treten zeitweise Regenfälle auf, die später mehr als Schauer niedergehen. Die Temperaturen bleiben vorerst meist über Rull, dürften aber späterhin wieder etwas sinken. Aussichten für Freitag: Wechselnd wolkig unb zeitweise Nieberschläge, Temperaturen meist über Null, lebhafte westliche bis nordwestliche -mty «k I Winde. Aus aller tocit. AussichtenfürSamstag: Weiterhin wech- ., , . felhaftes Wetter mit einzelnen Schauern. Die Leiche seiner Frau im kuhslall vergraben. Lufttemperaturen am 7. Februar: mittags 3,2 In Sibfchin, Kreis Grünberg (Schlesien) ist ber Qr_ t -w —— _ _ _ KochflschePfd.von30Pf.an Grüne Heringe 3 Pfd. 50 Pf. Seezungen,Limandes,Heilbutt Fischhaus Cuxhaven Marktstaße 23 794a Teleph.2417 T7T) Milch- und Nntz- rvU tieh-Auhtion von hochtrag. u. frischmelkenden Kühen und Rindern des schwarzweißen Kassel-Waldecker Viehs, der Simmentaler Heckviehrasse und des roten Vogelsberger Schlages in 782v Gießen, Rodhcinier Str. 50 veranstaltet von der Nntsvieh- beschaffung e. 8. m. b. H., Frankfurt a. M. (Landstandham) Donnerstag, d. 15. Hornung (Febr.) 1934, vorm.1V/, Uhr. Reichhalt. Auswahl gutLeistungstiere! Besichtigung ab 13. Hornung erb. Stadt Maschinenbauschulen DARMSTADT Landgraf-Philipps-Anlage 6 Höhere Maschinenbauschule Maschinenbauschule Beginn des Sommer-Halbjahrs: Montag, den 16. April 1934. y(nD 3m ” MW MIMkll MWVeUslelsW. kraul Astoiia-Lichtspiele Heute Donnerstag bis Sonntag „Tiger" Hai Ein sensationeller Tonfilm aus d. Leben derThunfisch-Fänger des Golfs v.Mexiko Hauptrollen: Richard Arien, Zita Johann Unerhörte Spannung — atemraubende Kämpfe zwischen Menschen und Haien —Kampf mit den Elementen der Tiefe — ein hohes Lied von Mut u. Kameradschaft Ferner 787c reichhaltiges Beiprogramm n. Üfa-Tonwoche mm W Coiuin Morgen Freitag: oew WWW MUWIMkNMIÜM. Zur Winterspritzunt der Obsibäume! Laurll-Obstbaumkarbolineum, AvenariuS'Dendrin, Kupfer-Karbolineum, Schwefelkalkbrühe gegen überwintertes Ungeziefer und Pilzkrankheiten. Bei größeren Mengen Sonderpreise! Samenbaus Heinrich Hahn Bahnhofstraße Ecke Wolkengasse Telephon 3403 734 a Gebild.Fräulein evangel., 30 I., sucht Stelle als Stütze oder Haustochter in gutem Hause. Beoing.guteBe- handlung u.voll. Familienanschl. Angebote zu richten an oew MllMekieilhltttn Wachenheim (Pfalz). Mädchen 21 Jahre, sucht Stellung in rub. Haushalt, am l. bei ält. Ehepaar. Schr. Ang. unt. 0648 an d. G. A. (Gediegenes jg. Mädchen sucht Haustochterstelle. Näheres oese Goethestr. 42 L MW« 24 Jahre alt, mit allen Hausarbeiten gut vertraut, sucht p. 15.März ob. 1. April 1934 Stellung in ein. ruhig. Haushalt. Schr.Ang. unter 8001) a. d.G.A. Vereine Sektion Gießen. 2. Wanderung: Sonntag,11. Fb. Abfahrt nach Wetzlar 8.06Uhr. Münchholzhausen- Allendorf- Klein- Linden - Theodorsruh - Schiffenberg - Ludwigsbrunn. -Gießen. 5 Std. Skumimlel Gießen 703D Freitag,den9.2. 20—22 Uhr 18. Freit.-Abon. Gewöhnt. Preise Bob macht sich gesund Lustspiel in 3 Akten 0. Axel Jvers Lichtfpielhaus Gießen Heute Donnerstag Premiere I Gustav Fröhlich Jarmila Novotna in dem wundervollen Tonfilm: Die Nadit der Men Liebe Iln der zauberhaften Landschaft d. Orients H spielt diese bittersüße Liebes-Geschichte HB eines Seeoffiziers und einer schönen Frau, die mit ihrer Tochter um den geliebten ■ Mann kämpft. — Hauptrollen: 788c B Frau Thormaelen.......Jarmila Novotna W Ulla, ihre Tochter.....Christiane Grantoff B Oblt. z. See Holger Rhon.. Gustav Fröhlich | Der Konsul ............. Fritz Odemar ■ Martini, Impresario.......Max Gülstorf! B Konsulatssekretär.. . . Hubert von Meyrink Leutn. z. See Baron Danner Walter Gross B Gutes Beiprogramm, Ufa-Tonwoche | Das beliebte 793 d Rosenmontags- Konzert! Ausgeführt von der Kapelle des 1. Bataillons Infanterie-Regiments Nr. 15, unter Leitung des Herrn Obermusikmeisters E. KRAU SSE, im Cafe Leib Eintritt 50 Pfennig / Anfang 8 Uhr Kein Kappenverkauf. Karten vorverkauf Cafe Leib Oer überall bekannte große, öffentliche Hiflüleniflli findet am Samstag, dem 10. Februar 1934, in sämtlichen festlich hergerichteten Räumen der Müllt HWklW Ersttlas-ges Tanzorchester. Eintritt so pf. Anfang 2OXM. Donnerstag, 8. Hebruar X93< Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesten) Nr. 33 Zweites Blatt W: W'T* |T -i : ^WWW Bilder von der pariser Bluinachi. Die Lawmen-Kaiastrophe in den Apenninen. -1 Man mußte sich zu mancher Wiederholung oer- n stehen. Karl Löffler schuf zu den bewegten und Auf- Gießener Stadttheater. Brammer und Grünwald: „Die goldene Meisterin". Daten für Donnerstag, 8.Februar. 1859- die Dichterin Gabriele Reuter geboren; — 1906: der Geograph Alfred Kirchhoff in Mockau bei Leipzig gestorben (geboren 1838); — 1920: der Dichter Richard Dehmel in Blankenese gestorben (geboren 1863). ______ farbenprächtigen Szenen den ebenso lebhaften Hintergrund, und L. Keim trug durch geschickte Beleuchtung sein Teil zum Erfolg bei. Die vielen chönen Kostüme stellte K. H u b e r. Die Operette in ihrer Gesamtheit war Augen- und Ohrenschmaus zugleich, Unterhaltung in unbe- chwerter Heiterkeit, aus dem Milieu einer sorglosen Zeit geschöpft, einer Zeit, in der „ein golden Handwerk noch einen goldenen Boden hatte", geschaffen allein zu dem Zweck, einige sorglose Stunden zu tiaes Wesen, der die Sehnsucht nach beiden Heimaten der der Geburt und der der blutmäßigen Herkunft, stets begleitet. In ihrer literarischen Anfangszeit war sie dichterische Revolutionärin der bürgerlichen Frauenwelt: ihre Romane „Aus guter Familie" und „Das Tränenhaus" waren Anklagen gegen ein Zeitalter, das die nicht zur Ehe gelangende Frauenkraft zum dürren Gespenst der „alten Jungfer" vertrocknen ließ, die es nicht verstand, auch löst worden war. Bereits seit mehreren Tagen hat Holzer dem Mädchen, das auswärts in Stellung war, aufgelauert und mit Erschießen bedroht. Heute abend wartete er am Bahnhof, bis sie nach Lorsch zurückkehrte. Am Postamt stellte er dann das Mädchen und gab den tödlichen Schuß ab. neuburg, die längst mit den richtigen Namen ver- ehenen Ringe zwischen der Meisterin und ihrem Gesellen gewechselt werden, dieweil der Ritter von Greifenstein abziehen muß. Um Meisterin und Gesellen, um Jaromir und den pfiffigen Gumpendors schart sich viel Volk, Damen und Herren der Ge ell- schaft, Gäste und Bürger, Bürgerinnen, Gesellen und Lehrbuben, Musikanten und Magde, Troubadoure usw. Und immer herrscht Leben in Ueberfulle Brücken zur Wirtschastsbelebung! Wirtschaftsbelebungl Das ist ein Wort, das als i eins der wichtigsten Lebensprobleme unserem Volke heute viel zu denken gibt. Wir lesen in der Zeitung, wir hören durch den Rundfunk: „Wirtschasts- belebung durch Arbeitsbeschaffung!" Aber ist es oft nicht schwer, Arbeit verteilen zu müssen, wenn anscheinend gar keine Möglichkeit für sie besteht? Im Binnenhandel und -verkehr alle Deutschen in einigermaßen zufriedenstellenden Posten unterbringen zu können, das ist wahrlich ein Problem! Da gibt nun die einzigartige „N S D A P.- S t r a ß e n- Lotterie für das deutsche Winterhilfswerk" glänzende Möglichkeiten, Brücken zur Wirtschaftsbelebung und folglich auch zur Arbeitsbeschaffung zu bauen. Es hat wohl noch keiner ernstlich daran gedacht, daß die billigen 50-Pf.-Losbriefe dieser Lotterie — außer der sehr begrüßenswerten Winterhilfe für die Armen — vielen Deutschen neue Erwerbsmöglichkeiten bieten. Da ist zunächst der Straßenverkaufer der Lose: der graue Glücksmann! Er wartete schon lange auf Arbeit. Jetzt ist er untergebracht, jetzt kann er wieder seine Familie ernähren, jetzt kann er seinen Kindern und feiner Frau die notwendigen warmen Jacken kaufen! Und dann: Haben Sie solch einen Glücksbrief gekauft und geöffnet, fallen Ihnen gleich die drei schönen Bildpostkarten, die Reproduktionen m Kupfertiefdruck herrlicher, alter, deutscher Meister- bilder oder Photos deutscher Geschichtshelden dar- stellen, entgegen. Die Photoarbeiten für diese Karten schenken doch auch wieder so und so vielen Leuten einen Verdienst! Schließlich die Papierherstellung, der Reklameentwurf für diese Lospackung, alle diese scheinbaren Kleinigkeiten setzten die Arbeitskräfte vieler deutscher Menschen in Bewegung, stifteten glückliche, gewinnbringende Beschäftigung. An all das müssen Sie fortan denken, wenn Sie dem Glücksmann auf der Straße oder im Lokal Links oben: Gaston Doumergue, der ehemalige Präsident der Republik, der mit der Neubildung des Kabinetts beauftragt wurde. — Rechts: Ein großer Gaskandelaber, der an der Place de la Concorde um- geworfen wurde. Demonstranten bemächtigen sich eines Omnibusses, um den schweren Wagen als Barrikade gegen die Polizei zu benutzen. begegnen! So werden Sie sicherlich von jetzt a8 gern Lose kaufen und Ihr Lohn wird — auch wenn Sie vorläufig Nieten ziehen sollten — Ihnen gewiß sein. Denn je mehr Erwerbsmöglichkeiten geschaffen sind, desto mehr Geld ist in deutschen Händen im Umlauf, desto höher wird der Umsatz! Das werden auch Sie bald in Ihrem Geschäft oder Betrieb merken. Letzten Endes will Ihnen aber diese Winterhilfe-Lotterie nicht nur Probleme zu lösen aufgeben, sie will Ihnen auch ein nettes Vergnügen bereiten. Erstens können Sie sofort ein recht annehmbares Geldsümmchen gewinnen, vielleicht gar 5000 RM.k Die sind bei der nächsten Geschäftsstelle der Lotterie oder bei einem öffentlichen Bankgeschäft gleich aus- zahlbar. Klappt es das erstemal nicht mit dem Gewinnen, so bleibt Ihnen ein ausreichender Trost mit dem angehefteten Prämienschein, der im März zur Verlosung gelangt und Ihnen vielleicht doch noch einen der Haupttreffer von 5000 RM. bringen kann. Was sagen Sie nun zu diesen z w e i schwerwiegenden Gewinnaussichten in einem einzigen Losbrief? Ich glaube, jetzt werden Sie um so lieber helfen, Brücken zur deutschen Wirtschaftsbelebung zu schla- gen und dem großen Wiederaufbauwerk unseres Führers treu zur Seite stehen. $ür 50 Pfennige 1OOO Mark! Am Dienstagnachmittag hatte in Gießenein Volksgenosse aus einem Vororte unserer Stadt besonderes Glück in der Winterhilfe-Lotterie. Er kaufte sich bei einem der bekannten Glücksmänner ein Los für 50 Pf., das ihm den sehr erfreulichen Gewinn von 1000 Mark einbrachte. In seiner Freude über das Lotterieglück vergaß er das Winterhilfswerk nicht, dem er den Betrag von 50 Mark spendete. Die braunen Glücksbriefe der Winterhilfe-Lotterie haben in den letzten acht Tagen wiederholt recht beachtenswerte Gewinne auch in I unsere engere Heimat gebracht. Mord und Selbstmord aus verschmähter Liebe. LPD. Lorsch, 7. Febr. Heute nach 18 Uhr ereignete sich vor dem Postamt in Lorsch ein tragischer Vorfall. Der ledige Zigarrenarbeiter Ludwig Holzer gab dort auf die Juliane W a h l i g einen Schuß ab, der das Mädchen in den Kopf traf und aufderStelletötete. Nack der Tat schwang sich der Mörder auf sein Fahrrad und fuhr in die elterliche Wohnung, wo er f i ch durch einen Kopfschuß tötete. Holzer hat die Tat aus verschmähter Liebe begangen. Er hatte mit dem Mädchen ein Verhältnis, das von der Wahlig ge- bereiten. . Ofe. Es gab, besonders nach den ersten zwei Akten, anhaltenden und dankbaren Beifall. N. Gabriele Reuter 75 Jahre alt. Die bekannte deutsche Erzählerin begeht am 8. Februar ihren 7 5. Geburtstag. 1859 wurde sie als Kind auslandsdeutscher Eltern in Alexandrien "geboren — wie sie selbst bekennt, als ein zwiespäl- Junafer" vertrocknen liefe, Die es nicht verfeano, auch > und von Hugo Boesen: „Der Rang des Seelischen diese Kräfte für einen überpersönlichen Dienst ein-tim Feierabendwerk." zusetzen. „Ellen von der Weiden", Frau Bürgelm und ihre Söhne", „Liselotte von Reckling", „Frauen- seelen" sind leidenschaftliche Auseinandersetzungen mit der damaligen geistigen Umwelt. Immer lockte und reizte das Zeitgeschehen. Gabriele Reuter zur künstlerischen Formung und kritischen Betrachtung. Ihr biographisches Werk „Geschichte meiner Ju- gend", 1922 erschienen, hat den Reiz geistiger und seelischer Kultur einer Persönlichkeit, die es sich im Leben nie leicht gemacht, sondern um Wissen und Erkenntnis heiß gerungen hat. Zeitschriften. — Das innerste Wesen der deutschen Revolutionen zeigt R. Stadelmann im Februarheft der „Zeitwende" (C. H. Beck Verlag, München) in seinem Beitrag: „Vom geschichtlichen Wesen der deutschen Revolutionen". Es ist eine große geschichtsphilosophische Ueberschau über die weltbedeutenden Revolutionen von 1520 und 1810, aber diese anscheinend historische Betrachtung ist durchglüht von dem Atem unserer Zeit. In dieselbe Richtung weist das, was Walther Künneth über „Luthertum und Deutschtum" schreibt. Er zeigt, wieviel zur grundsätzlichen Besinnung auf diese die Gegenwart bewegende Frage Werner Elerts „Morphologie des Luthertums" beiträgt. In „Staat und Kirche nach katholischer und evangelischer Anschauung" zeigt Rudolf Oeschey, wie grundverschieden Augustin und Luther das Verhältnis dieser beiden Mächte zueinander ansahen. Hans ßiermann bespricht, welche Wandlung die nationale Revolution auch in unser Rechtsleben gebracht hat. lieber den „Kampf ums Saarland" unterrichtet Hans-Siegfried Weber klar und sachlich. Friedrich Langenfaß arbeitet in seinem Beitrag „Die Kirche in der Entscheidung" die überragende Bedeutung der Bekenntnisfrage klar heraus. — Die Januarnummer der „Rheinischen Blätter": Das Feierabend-Werk, das der Kampfbund für deutsche Kultur im Rheinland herausgibt, ist ein erster Versuch, den großen Gedanken des Feierabendwerks geistig (nicht nur organisatorisch) zu Ende zu denken, sich über seine außerordentliche Möglichkeiten klar zu werden. Eingeleitet wird das Heft von den programmatischen Ausführungen des Führers der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert Ley, und des Landesleiters im Rheinland des K. f. d. K., Beigeordneter Robert Brandes. In einzelnen Aufsätzen werden die Aufgabenkreise des Feierabendwerkes abgegrenzt, die sich jeweils einer aus dem anderen entwickeln und so eine Einheit bleiben. Von grundsätzlicher Bedeutung sind die Aufsätze von Anton Heinen: „Sinn und Zweck der Erziehung" auf der Bühne. Die Aufführung verdient uneingeschränktes Lob. Die Spielleitung — Paul W r e d e — bewahrt den notwendigen Schwung bis zur letzten Szene Die Musik unter der Leitung von Fritz (5 u je halt den Charakter und den Rhythmus der Operette mit überraschender Sicherheit und Frische. Die Darstellung ist ohne Tadel. Die Kräfte des Ensembles sind sehr glücklich eingesetzt. Im Zusammenwirken aller entsteht eine gerundete Leistung. Die „qold'ne Meisterin" wird von Maria P e r r y mit der hier angebrachten Koketterie, mit gut dosierter Eitelkeit und Drolerie verkörpert. Ihr quicklebendiges Auftreten ist voll liebenswürdigsten Charmes. Alfred F i e r m e n t zeigt sich als Christian in einer frischen jungenhaften Keckheit, die sein Spiel m jedem Augenblick bestimmt. Heinrich Hub als der dicke, weinseliae, scharmutzierende, bauernschlaue Fridolin von Gumpendors erscheint unübertrefflich, <>r bringt seine Witze immer im rechten Ton an den Mann. Sein Freund, Graf Jaromir von Greifenstein, der auf Meisterin und Geld spekulierende, ausgepowerte Ritter im gepumpten Staatskleid, der mit einer Braut und vier Kindern vorbelastete Freier, wird von Heinz-Albrecht Mar cks überzeugend dargestellt; eine ausgezeichnete ßeijtung. Erna Renz als mannstolle Haushälterin Port- schunkula von zweimal zwanzig Jahren reizt bei jedem Erscheinen zu stillem Schmunzeln und macht aus ihrer Rolle ein Kabinettstückchen Hansi S ta d - l e r umgibt sich als Comtezza Giuletta mit freundlicher Würde und feinem Humor. Grroal)nensmen sind der freche, vorlaute ßausbub und £^rlun-}* non Elisabeth Wielander, der ernste Altgeselle Kar! Michel, der gutmütige Bruder Ignatius von Karl Volck, der die Leute so geschickt aus- fragt, ferner der etwas beschrankte Geselle Wenzel (Peter Schorn) und die Brüder Severmus und Peregrini (Wilhem Sieten und Paul Nier en). Alle Mitwirkenden helfen die Stimmung verbretten die der Operette von Textbuch und Musik her zu eigen ist. ,, _ . Aus der Handlung heraus wachsen Tanz und Reigen die von Theo Bäulke einstudiert, mel Originalität' offenbarten und in Verbindung mit bem gelungenen Wort lebhaften Beifall fanden. Die Rettungskolonnen bei den ersten Bergungsarbeiten am Monte Robbiano, wo herabstürzende ßaroinen zahlreiche Menschen töteten und andere verletzten. Aus der Provinzialhauptstadt Das Stadttheater brachte gestern abend die führung einer lustigen Wiener Operette. Der wieder zu großen und verdienten Ehren gekommene Dreivierteltakt echt „weanerifcher" Prägung beherrscht die Bühne und Die Zuschauer, Denen es m Den Beinen kribbelt, die gerne mitschwingen mochten im Walzertakt, gleichwohl aber auch keinen Blick von der Bühne wenden möchten. Die drei unsterblichen Begriffe: Frauen, Walzer und Wein werden für drei Stunden einer unbeschwerten Unterhaltung qrofe geschrieben, und man vergißt während dieser Zeit ganz, daß es auf der Welt auch noch andere als diese drei Dinge gibt. Wiener Musik! Man braucht kein Prophet zu fein, wenn man ihr im voraus Erfolg verspricht. Ihr ist ein alter Zauber zu eigen Die Seele schwingt mit. Der Äbend war em Singen und Gingen nicht nur auf der Buhne, sondern tn allen die Öhren hatten, zu Horen. Die Musik der Operette stammt von Edmund E y h l e r (einem gebürtigen Wiener), sie ist beschwingt, unverfälschten Wiener Geistes in ihrem Charakter gut gewahrte Tradition, karb a ideenreich trotz mancherlei Wiederholung, Lononh hem Tbema der Operette in glücklicher fiamonU mit dem Text, ja, sie erfährt in manchen Partten (hauptsächlich in den Choren) eine feine Steigerung nach der Spieloper hin. Da- Libretto stammt ebenfallsvon ,«« Menern, s°°"Ä"d^ÄL7 Linie.,ll°E°rm°ben aus S nette Wortspiel, viele von .urwuch igem Sjam leh^Jm Mittelpunkt der Handls >unge möglichst aber sogar einen Fürsten - mtt Schloll natürlich, mit Dienern und vielen Pferden uno einem ganz feinen Namen von und zu yaven möchte. Es treiben sich auch Lwe, leider star^am- nanierte Ritter in der-Gold chrmede herum, um an di- Frau bzw an das Geld zu kommen Und das wäre den beiden Gaunern vielleicht auch gewttSl , wenn der Christian, G°ldschm,°d°g°I°ll° der die beiden lockeren Vogel schon von früh Y kennt, Dies nicht zu verhindern gewußt hattt ^acy mancherlei Schwierigkeit ist es dann g uckl rt) 1 weit, daß zwischen Dem „Faßlrutsch n und unge wollten Beichten auf Der Stiftsschenke zu Kloster LvyAkXlL Opfert am 11 Februar? Die Faschingszeit ist dal UeberaU werden Feste und Vergnügungen veranstaltet. Auch du, deutscher Volksgenosse, hast das Recht, dicht zu freuen und fröhlich zu sein, wenn du deine Pflicht getan hast. Denke aber daran, daß noch Millionen täglich von Hunger und Kälte bedroht werden, wenn du ihnen nicht hilfst. Jeder vierte Deutsche ist auf die Hilfe des Winterhilfswerkes angewiesen. Laß deine Volks- genossen nicht im Stich! Wir brauchen nicht Spenden, sondern Opfer. Drei für einen — das ist nicht leicht, aber es geht, wenn jeder tief genug in den Beutel greift. Erhaltet den Notleidenden den Glauben an ihr Volk! Sorgt durch Opfer für ihr tägliches Brot! Am 11. Februar muß jeder Volksgenosse die Plakette des Winterhilfswerks tragen. Die drei Roggenähren sind das Symbol des täglichen Brotes, das keinem Deutschen fehlen darf Der 11. Februar wendet sich an den Opfersinn aller volksbewußten Deutschen. National sein heißt sozial sein! Denkt daran am 11. Februar! Äerbot bäuerlicher Trachten für Fastnachtsveranstaltungen. Die Ministerialabteilung la (Polizei) der hessischen Regierung gibt folgendes bekannt: Es ist in früheren Jahren häufig vorgekommen, daß bäuerliche Volkstrachten zu Kostümen für Fastnachtsoeranstaltungen herhalten mußten. Wenn derartigen Verkleidungen auch keine böse Absicht zugrunde liegen mag, so muß es in ländlichen Kreisen gleichwohl Empörung erregen, daß das Ehrenkleid des deutschen Bauern als Mummenschanz verwandt wird. Die Behörden werden daher angewiesen, das Tragen bäuerlicher Trachten auf Maskenbällen und ähnlichen Fafchingsveranftaltungen zu verbieten. Als Rechtsgrundlage ist nötigenfalls die Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat heranzuziehen. Durch velehrende Hinweise in der Presse dürften sich Zwangsmaßnahmen vermeiden lassen. Tagung des Aeichöbundes „DolkStum und Heimat" in Frankfurt. Der Landschaftsführer Ministerialrat Rings- hausen hat für Samstag, 10. Februar, 15 Uhr, eine Zusammenkunft der Führer aller Sing-, Tanz- und Laienspiel-Gruppen der Landschaften Rheinfranken, Nassau und Hessen nach Frankfurt a. M., Restaurant „Zum Storchen", Saalgasse, einberufen. Es ist vollzähliges Erscheinen angeordnet. Im Verhinderungsfälle ist ein Vertreter zu entsenden. Oie Einlösung von AuslanvSnachnahmen. Dor einiger Zeit ist ein Urteil des Reichsgerichts vom 4. Dezember 1933 (2 D 304/33) mitgeteilt worden, in dem zu der Frage der Einlösung von Auslandsnachnahmen Stellung genommen wird. Aus der Form der Mitteilung ist teilweise der irrtümliche Schluß gezogen worden, die Einlösung einer ausländischen Nachnahme durch den inländischen Empfänger einer Ware gegenüber dem die Nachnahme präsentierenden inländischen Spediteur stelle keine genehmigungsbedürftige Handlung dar. Demgegenüber muß festgestellt werden, daß die hierauf bezüglichen Ausführungen in den Urteilsgründen sich auf den Rechtszustand beziehen, der vor Inkrafttreten der 12. Durchführungsverordnung vom 20. Mai 1932 bestand. Das Urteil läßt aber keinen Zweifel darüber, daß nach der jetzt geltenden Devisenverordnung vom 23. Mai 1932 Die Einlösung der Nachnahme ohne Genehmigung eine nach § 14 der Devisenveroronung strafbare Handlung darstellt. Oie Zuschüsse für Lnstandsehungsarbeiten. Von der Handwerkskammer Darmstadt wird mitgeteilt: In letzter Zeit sind dem Reichsstand des Deutschen Handwerks mehrfach Anträge zugegangen, die auf eine Erweiterung der gültigen Bestimmungen für die Gewährung von Reichszuschüssen abzielen; insbesondere wird die Einbeziehung von Arbeiten in gewerblichen Räumen (Ladenumbauten usw.) beantragt; teilweise haben sogar Unterorganisationen direkte Eingaben an Ministerien gemacht. Der Reichsstand teilt daraufhin folgendes mit: Vom Reichsarbeitsministerium wird jeoe Erweiterung des Begriffs der Jnstandsetzunasarbeiten abgelehnt. Man hält daran fest, daß Reichszuschüsse nur gegeben werden dürfen für Arbeiten in Räumen, die Wohnzwecken dienen; man rechnet damit, daß die zur Verfügung stehenden Mittel bis März voll aufgebraucht sind und damit ihr Zweck hinsichtlich der Arbeitsbeschaffung in den Wintermonaten erreicht worden ist. Für die Arbeiten in gewerblichen Räumen treffen meist andere Voraussetzungen zu (Gründe des Wettbewerbs usw.), die solche Arbeiten und ihre Ausführung der reien Wirtschaft zuweisen. Don dieser Auffassung des Reichsarbeitsministeriums gibt der Reichsstand Kenntnis mit dem Emp- iehlen, auf eine beschleunigte Inangriffnahme der etzt noch laufenden Anträge für Reichszuschüsse inzuwirken, um so Terminschwierigkeiten zu vermeiden und eine Bezuschussung der begonnenen Arbeiten sicherzustellen. 3n diesem Zusammenhang verweist der Reichsstand auch auf eine Pressenotiz des Reichsarbeitsministeriums, die folgenden Wortlaut hat: „Da bei der großen Zahl der laufend eingehenden Anträge damit gerechnet werden muß, daß nicht allen Anträgen wird entsprochen werden können, darf nicht mehr zugelassen werden, daß ein Zuschuß bei solchen Anträgen gewährt wird, die nach dem 31. Januar 1934 gestellt wurden, sofern mit den Arbeiten vor Erteilung des Vorbescheides begonnen ist. Irgendwelche Anträge an das Reichsarbeitsministerium auf Zulassung von Ausnahmen sind zwecklos und deshalb zu unterlassen." Ser Seidelbast blüht' In unseren heimischen Wäldern findet man vereinzelt den Seidelbast, auch Kellerhals genannt. Verhältnismäßig stärker ist er noch in der Umgegend von Gießen, am Hangelstein, am Lollarer Kopf und in der Nähe des Flughafens anzutreffen. Er ist der erste Strauchblüher des Jahres. Zwischen Schneefleckchen, Rauhreifzauber und braunem Laub leuchten schon jetzt seine lilaroten Blüten hervor und verbreiten einen mandelsüßen Duft. Kurze Deckblättchen die die stiellosen, vierzipfeligen Kronenblätter umgeben, sind dos einzige Grün der langen, dünnen, nur wenig gegabelten Ruten. Der Seidelbast war unseren Vorfahren, den alten Germanen, heilig. Er war dem Gotte Ziu, dem Beschützer des lickten Frühlingshimmels, geweiht und hieß bei ihnen Ziulinda Sowohl die roten Früchte, als auch alle anderen Teile des Strauches sind überaus giftig. Eine Beere vermag schon ein Kind zu töten. Da auch der Seidelbast hier und da noch in Haus- „Mit Hitler in die Macht." Oie preisarbeiien des deutschen Zournalisten-Wettbewerbs. Letzt hat der Leser das Wort! Tausend Mark für die richtige Lösung. wir beendigen im folgenden den Abdruck der im Deutschen Journalistenwettbewerb ,,M i t Hitler in die Macht" vom Preisgericht ausgewählten Arbeiten. Der Abdruck der fünf preisgekrönten Arbeiten erfolgte in beliebiger Reihenfolge ohne Kennzeichnung der erfolgten Prämiierung. Die Reihenfolge der Prämiierung (mit dem 1.» 2., 3., 4., 5. Preis) ist nur dem Preisgericht bekannt. Die deutschen Zeitungsleser sollen nun selbst darüber urteilen, welche der Arbeiten mit dem L, 2.» 3., 4., 5. Preis ausgezeichnet worden ist. Jür die richtige Lösung ist vom Reichspressechef der RSDAP. Dr. Dietrich ein Preis von R M. 1 0 0 0 ausgesetzt worden. Gehen mehrere richtige Lösungen ein, so wird der Preis in fün Preise zu je RM. 200 geteilt. Gehen mehr als fün richtige Lösungen ein, so werden die fünf mit einem Preis von RM. 200 bedachten Lösungen unter Ausschluß des Rechtsweges durch das Preisgericht durch Los bestimmt. Die Einsendungen sind bis zum 15. Februar zu richten an den Reichsverband der Deutschen presse, Berlin W 10, Tiergartenstrahe 10. Jeder Einsendung muh die letzte Bezugv- quittung des Giehener Anzeigers beigefügt werden. Einsendungen ohne ordnungsgemäße letzte Bezugsquittung werden nicht berücksichtigt. Hitler schafft Arbeit! weitere Maßnahmen im Reinhardt-Programm zur Arbeitsbeschaffung im Rhein-Main-Gebiet.- Maßnahme: Tagewerke: Wasserversorgungsanlagen. Main-Taunuskreis 1900 Aufforstung von 5 ha verlassener Haldenfläche, preußischer Staat, Forstverwal- tung 450 Jnstandsehungsarbeiten in Schulen, Kirchen und Gemeindehäusern, Hersfeld 3150 Jnstandsehungs- und Ergänzungsarbeiten an öffentlichen Gebäuden in 13 Landgemeinden des Kreises Worms 2810 Jnstandsehungs- und Ergänzungsarbeiten in Rathäusern. Schulen sowie Lehrerwohnungen verschiedener kreisangehöriger Gemeinden, Kreis Büdingen 2800 Regulierung des Ringbaches, Gemeinde Braach 1500 Reichsautobahnen als Wirtschaft- und Friedenswege. Oie letzte der fünf Preisarbeiten NSK. Ein Volk, das nicht Schritt hält mit den Verkehrsforderungen der Zeit, trägt den Todes- keim in sich. Einschränkung der Lebenshaltung, Bevölkerungsrückgang und Unterordnung unter das Uebergewicht fortschrittlicher Nationen lind die Folgen des Stillstandes. Man könnte in diesem Sinne auf Spanien oder China deuten, hätte nicht die deutsche Vergangenheit den besten Beweis erbracht. Wie oft wichen die Machthaber des Systems den Zeiterforderniffen aus! Materielle Bedenken bestimmten sie, sich auf den „Boden der Tatsachen" zu stellen und große Gedanken preiszugeben. Nur eine Weltanschauung, die es vermochte, auch die ideellen Volkskräfte zu mobilisieren, eine Idee, die den völligen Bruch mit allen Halbheiten bedeutete, konnte Ueberroinberin der Gefahr werden. In dem Augenblick, wo diese Erkenntnis sich durchsetzte, mußte der nationale Sozialismus zur Macht kommen. Damit war dem Verfall ein Ende bereitet. Aufgaben, an denen Dutzende von Systemkabinetten scheiterten, konnten reibungslos gelöst werden, Ideen von großartigster Einfachheit wurden geboren und ihre Durchführung sofort in Angriff genommen. Immer überraschten sie durch den Weitblick des Führers. Oft vermochte das Volk die Tragweite eines Gedankens nicht zu fassen, und es bedurfte längerer Zeit, um seine Zweckmäßigkeit zu begreifen. Besonders eines der gigantischsten Probleme, das der Reichsautobahnen, wurde nie — auch heute noch nicht — in seinem ganzen Ausmaße erfaßt. Ein Blick auf die Geschichte des Landverkehrs lehrt jedoch Besseres. Nie wäre es den Römern gelungen, ihr gewaltiges Imperium von Gibraltar im Westen bis zum Jaxartes im Osten zusammenzuhalten, hätten nicht gute und tragfähige Straßen das Reich durchzogen. Die Römerkulturen im germanischen Westen, in Gallien, in Nordafrika und der Walachei waren nicht zuletzt Folgeerscheinungen der gepflegten Verkehrswege. Und umgekehrt wäre unmöglich Deutschland der ungeheuren territorialen Zersplitterung verfallen, hätte die Möglichkeit des Güteraustausches auf durchgehenden Verkehrslinien bestanden. Schon daraus ergibt sich, daß die Bedeutung der Reichsautobahnen keineswegs nur auf rein wirtschaftlichem Gebiete liegt. Immerhin würde der Wirtfchaftszweck allein schon das große Unternehmen rechtfertigen, denn Millionen von Menschen werden Arbeit und Brot finden und in den Produktionsprozeß zurückgeführt. Der rasche Umsatz gewaltiger Kapitalien wird der Erzeugungsindustrie neue Lebensimpulse bringen und Handel und Wandel wieder in Gang etzen helfen, der schnellere und billigere Transport wird eine Ausdehnung des bisher gebietsgebundenen Marktes und demzufolge wieder eine bleibende Erhöhung des Güteraustausches, der Gütererzeugung und des Güterverbrauchs nach sich ziehen. Trotz des zu erwartenden gewaltigen wirt- chaftlichen Auftriebes kann man im Zwei- el fein, ob nicht die politischen Rückwirkungen des ntenjioeren Verkehrs höher zu veranschlagen sind. Innenpolitisch gesehen, werden soziale Verkehrseinrichtungen großen Formates immer auch das Gemeinschaftsgefühl des gesamten Volkes stärken, die Verbundenheit von Süd und Nord, von Ost und West enger gestalten und damit die aanzen sozialen Auswirkungen geistiger und politischer Kräfte vollkommener beleben. Unter diesem Gesichtspunkte tauchen mit dem Problem der Reichsautobahnen neue Möglichkeiten der festeren Bindung der Volksgemeinschaft auf. Auch vom außenpolitischen Gesichtspunkte müssen die durch die Autobahnen neugeschaffenen Bindungen begrüßt werden, lieber die Grenzen des Vaterlandes hinaus werden die wechselseitigen Beziehungen der Völker lebhafter. Heute ist unser Vaterland noch eine von den Fremden vielfach gemiedene Verkehrsinsel. Eisenbahnlinien und schlechte Straßen allein sind nicht imstande, den Anforderun- aen des Nachkriegsverkehrs zu genügen. Wenn das Ausland aber einmal erfahren hat, daß Deutschland auch für den automobilisierten Durchgangsverkehr, den Personenverkehr naher Zukunft, kein Hindernis mehr ist, wird ein Strom fremder Besucher ins Land kommen. Die zu erwartende persönliche Fühlungnahme wird am ehesten dazu beitragen, ein gegenseitiges Verstehen der Völker untereinander zu fördern und nachzuweifen, daß unser Volk ein Hort der Ordnung und des Friedens ist. Schon deshalb muß Deutschland das Verkehrsherz Europas werden. Komme niemand und sage, daß die letzte Konsequenz dieses Gedankens dem nationalsozialistischen Rassegedanken im Wege steht: der nationalsozialistische Rassegedanke ist kein Gegensatz, sondern die Grundlage gegenseitiger Achtung der Völker. So werden die Reichsautobahnen Wege des wirtschaftlichen Aufstieges und Wege des Friedens, neue Wege, Die wir bauen, um den Frieden zu fördern und den Krieg zu überwinden! Vordruck zur Einsendung der Lösung. Nach meiner Beurteilung hat von den im deutschen Journalistenwettbewerb „Mit Hitler in die Macht" veröffentlichten Arbeiten den 1. Preis die Arbeit......... 2. Preis die Arbeit......... 3. Preis die Arbeit......... 4. Preis die Arbeit......... 5. Preis die Arbeit......... vom Preisgericht zugefprochen erhalten. Die letzte Bezugsquittung des „Gießener Anzeigers" liegt bei. Name: Wohnort: Straße und Hausnummer: gärten als Zierpflanze vorkommt, fei die Aufmerk- amkeit der Eltern und Erzieher besonders auf bißen Giftling gelenkt. Bornonzen. — Tageskalender für Donnerstag: Stadttheater, 20 bis 22.45 Uhr, „Alle gegen Einen — Einer für Alle" — Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde, 20.15 Uhr, Neue Aula, Lichtbilder- Vortrag von Professor Dr. L a u t e n s a ch über „Reisen in Korea". — Lichtspielhaus, Bahnhyf- traße: „Die Nacht der großen Liede" — Astoria- Lichtspiele, Selterswea: „Tiger Hai". — Konsumverein Gießen und Umgebung, 20.30 Uhr, Turnhalle am Oswaldsgarten, Mitglieder-Versamm- lung. — NS.-Frauenschaft Gießen-Ost, 20.30 Uhr, Haus der Deutschen Arbeitsfront, Ortsgruppen* abend. — Aus dem Stadttheaterbüro: Morgen, Freitag abend, das Lustspiel „Bob macht sich gesund" von Axel Jvers. (Siehe heutige Anzeige.) — Die Funktionen des Nervensystems behandelt ein Vortrag von Professor Dr. ? ü r t e r im Rahmen der öffentlichen Vorträge über Physiologie am kommenden Sonntag im Physiologischen Institut. (Siehe gestrige Anzeige.) ~ $in Rosenmontagskonzert im yi/ Le i b, ausgeführt von der Gießener Mi- /'hi ?c e' m*rb *m heutigen Anzeigenteil ange« • * U P V * * m AlNag. $mci Arbeitslose 6'ugen dieser Tage nachdem sie ihre Unterstützung geholt hatten durch die Straßen der Stadt, unterhielten sich darüber, was sie sich kaufen würden, wenn sie z. B. in der Winterhilfe-Lotterie Glück hatten ... Da bog auch chon einer der grauen JJlanner um die Ecke. Das sahen sie als einen Wink . Schicksals an und grif en in den Kasten Der eine der beiden Erwerbslo en zog eine Niete der anbere em Freilos. Aber auch das Freilos wurde zur Niete. Im gleichen Augenblick ging ein gut- gelleioeter Herr vorüber, der Losverkäufer wandte . lhm zu, rief ihn an: „Los gefällig?!" — „Keinen Bedarf!" lautete aber die kurze, harte Antwort. Da konnte sich einer der beiden Arbeitslosen nicht enthalten, zu saaen, so daß es der Ablehnende noch hören mußte: „Armer Mann!" Fünf Minuten später sahen sie den gleichen Herrn doch noch, als er einem Losverkäufer ein Los abnahm. Die Bemerkung hatte allo ihren Zweck erfüllt. Und da waren die beiden Arbeitslosen der Meinung, daß sie trotz ihrer Nieten gewonnen hatten. Stillvergnügt gingen sie nach Hause. ** Das Werk ei nes Gießener Malers und Graphikers. Wie man uns mitteilt, ist die aeftern von uns im Bild nach einer Photo- graphie abgedruckte Schenkungsurkunde Sr. Erlaucht des Grafen zu Solms-Laubach für die jungen Kämpfer des Dritten Reiches ein Werk des Malers u.ck Graphikers Heinrich H. Walther, Mitglied der Reichskammer der bildenden Künste, in Gießen. ** Ster besä Ile inGießen im Januar. Es oerftarben in der Zeit vom 1. bis 31. Januar: 1.: Karl Herr, Invalide, 75 I., Wetzsteinstraße 32; Elisabeths Pauline Muhl, geb. Klaus, 41 I., Liebig- straße 105. 3.: Berta Loth, geb. Zöll, Witwe, 68 I., Kaiserallee 27; Minna Schäfer, Hausangestellte 27 I-, Leihaesterner Weg 24. 4.: Maria Winberger' ohne Beruf, 68 I., Wilhelmstraße 11, Wilhelm Möser, Mühlenbesitzer, 65 I., Zu den Mühlen 12. 5.: Christ. Friedr. Walter, Forstrat i. R., 68 I., Hof- mannstraße 1. 7.: Johanna Kath. Dehe, geb. Gunst, Witwe, 70 I., Marburger Straße 56 Wilhelmine Elisabeth Emilie Velten, Verkäuferin, 21 I., Stein-, straße 68. 8. Dorette Austerlitz, geb. Levi, Witwe 72 I., Frankfurter Straße 11; Karl Kerber, Rent- ner, 73 I., NodHeimer Straße 54. 10.: Christine Stein, geb. Backhaus, Wwe^, 73 I., Asterweg 10. 12.: Katharina Lemp, geb. Köhler, 63 I., Linden- gaffe 11. Otto Altendorf, Oberstudiendirektor i. R. 64 I.. Bismarckstraße 4. 14.: Philipp Müller, Kri-' minal-Oberinspektor i. R., 69 I., Roonstraße 14; Christoph Dieckmann, Kaufmann, 56 I., Weser- straße 27. 15.: Therese Lux, geb. Fischer, Wwe., 82 I., Dammstraße 36; Emma K. Spruck, geborene Kipper, 23 I., Ludwigstraße 28. 16.: Ernst A. Schaumann, Maler 39 I., Stephanstraße 9; Hilde Karl, Schneiderin, 19 J^ Mittelweg 9; August Pasbach, Invalide, 69 I., Lindengasse 2. 17.: Wilhelm Schwarz, Invalide, 51 I., Steinstraße 23; Magda- Raheregulierung, Errichtung einer Stützmauer von der Rahestrahe bis zur Drususbrücke, Stadt Bingen 3350 Längsbedämmung der Rahe, Bolksstaat Hessen 3333 Aufforstung von 9,2 ha Oedland, Gemeinde Herbstein 1400 Grd- und Holzfällerarbeiten zwecks Anlage eines Flughafens im Stadlwald und dergleichen 300000 lene Dorothea Schäfer, geb. Tänzer, 43 I., Aulweg 38; Else Krüger, Buchhalterin, 38 I., Stephanstraße 27 18.: Philipp Mertgen, Kaufmann, 41 I., Ebelstraße 26. 20.: Friedrich Schmidt, Former, 72 I., Bruchstrabe 8. 22.: Marie Wenzel, geb. Stein, 69 I., Posener Straße 7. 23.: Salomon Klebe, Kaufmann, 74 I., Schanzenstraße 1. 25.: Peter Urrigshardt, Zugführer i. R., 72 I., Schott- straße 17. 26.: Marie Peter, geb. Bellof, Wwe., 69 I., Am Kugelberg 21; Jakob Hofmann, Arbeiter, 45 I., Hammstraße 15. 28.: Daniel Zahrt, Fabrikarbeiter, 44 I., Eichweg 6. 29: Wilhelm Leschhorn, Optikergehilfe, 30 I., Ederstraße 6; Wilhelm Klein, Kaufmann, 48 I., Neustadt 45. 31.: Anna Kath. Kratz, geb. Schmidt, 69 I., Wolsstraße 21. ** Das Fundsachen-Verzeichnis. Von der Polizeidirektion wird uns mitgeteilt: Das Verzeichnis über die im Monat Januar gefundenen vzw. abgelieferten Gegenstände kann an der Anschlagtafel im Flur der Polizeidirektion, Landgraf- Philipp-Platz 1, eingesehen werden. Die Empfangsberechtigten werden aufgefordert, ihre etwaigen Rechte innerhalb zwei Monaten beim Fundbüro während der Dienststunden geltend zu machen. ** Sperre für Leihbüchereien. Die Reichsschrifttumskammer gibt bekannt, daß auf Grund der Verordnung zur Durchführung des Kulturkammergesetzes die Neugründung und Wiedereröffnung von Leihbüchereien für das gesamte Gebiet des Deutschen Reiches bis einschließlich 30. Juni 1934 gesperrt ist. In der gleichen Mitteilung wird ausdrücklich festgestellt, daß den Leihbüchereien das Recht des Bücherverkaufs nur dann zusteht, wenn eine gewerbepolizeiliche Genehmigung vorliegt. Große Strafkammer Gießen. In her jüngsten Sitzung wurde unter Ausschluß der Oeffentlichkeit gegen einen Arbeiter aus Lich, der sich zur Zeit in dem Landeszuchthaus Marien- schloß befindet, Beschluß erlassen, in dem die Entmannung des Angeklagten ausgesprochen wurde. Der Angeklagte war schon wiederholt wegen schwerer Sittlichkeitsdelikte vorbestraft. Der Angeklagte hatte selbst den Antrag auf Entmannung gestellt. Schöffengericht Gießen. Ein Milchhändler von hier fälschte Milchquittungen, um sich auf diese Weise Geldbeträge zu verschaffen, die er für seine Zwecke verbrauchte. Das Gericht erkannte gegen den Angeklagten auf eine Gefängnisstrafe von 3 Monaten und 2 Wochen. 1 Monat und 3 Wochen erlittener Untersuchungshaft wurden auf die Strafe angerechnet. Wegen schwerer Urkundenfälschung in Tateinheit mit Unterschlagung und Untreue erhielt ein Schreiner aus Grünberg 3 Monate und 2 Wochen Gefängnis; 1 Monat und 2 Wochen Unter- uchungshaft gelten als verbüßt. Der Angeklagte war Zellenwart der NSDAP, in Grünberg. Außerdem verwaltete er noch verschiedene kleinere Kassen. In dieser Eigenschaft eignete er sich zu Unrecht Gelder an und verbrauchte sie für sich. Um seine unsauberen Machenschaften zu verdecken, fälschte er die für die verschiedenen Beträge ausgestellten Quittungen. Ein Reisevertreter Gustav Brünneck aus Berlin, chon erheblich vorbestraft, vertrieb bei Behörden und Geschäften Azurlampen. Er versicherte, daß bei Benutzung der Birnen eine Stromermäßigung von 50 Prozent eintrete, so daß es einem unbefangenen Zuhörer Vorkommen mußte, daß er einmal die Hälfte Strom, zum anderen zwangsläufig weniger Kosten habe. Der Angeklagte wurde zu einer G e - ängnisftrafe von 3 Monaten verurteilt, unter Anrechnung von 1 Woche Untersuchungshaft. Der Vertreter der Anklage hatte 5 Monate Ge° ängnis beantragt 3m Laufe der gestrigen Sitzung wurde tn Oberhessen die e r ft e Sicherungsverwahrung beschlossen, und zwar gegen den schon 1 4 m a l meist wegen Eigentumsdelikts vorbestraften Reisevertreter F i l p e r, zur Zeit in der Zellenstrafanstalt in Butzbach. Amtsgericht Gießen. Ein Autofahrer von Wieseck verursachte einen Zu- ammenstoß mit einem Radfahrer, da er an der Ecke Marburger Straße-Hitlerwall fein Signal gab. Er faßte mit dem Kraftwagen den Radfahrer und chleifte ihn noch ein Stück nach. Das Gericht erkannte auf eine Geldstrafe von 30 Mark. Die ehemalige Angestellte bei einem Laboratorium in Göttingen, die aus Gi§ßen ist, wurde wegen Unterschlagung zu drei Wochen Gefängnis verurteilt In einem Beschluß wurde ihr die Strafe bedingt erlassen. Die Probezeit beträgt fünf Jahre. Die Angeklagte verkaufte für ihren Arbeitgeber allerlei Drogenartikel und kassierte gleichzeitig die älligen Beträge. Statt diese an die Firma abzu- liefern, verbrauchte die Angeklagte das Geld für eigene Zwecke. MM B ■ H in 2:52,1. Bei den Damen konnte Frl. Hei Kraulschwimmen in 6:43,2 gewinnen. whdßwt! e r t fur kure Das Geleitwort des Ministerpräsidenten Göring. - Tagung der Kreisspielwarte im Zeder muß bis zum 10. Februar die Hausplakette erworben haben! Der Schirmherr der Deutschen Ski-Meisterschaften in Berchtesgaden, Ministerpräsident Hermann G ö - ring, gibt zu den Kämpfen das folgende Geleitwort: Willens und Wollens wesentlich dazu beitragen, den deutschen Volkskörper insgesamt gesund und widerstandsfähig zu erhalten. den Reichspräsidenten und den Reichskanzler wurde die Versammlung geschlossen. # Nonnenrot h, 6. Febr. Der im Jahre 1932 gegründete Obst- und Gartenbauverein hielt dieser Tage seine Generalversammlung bei ordnung nahm die neue Spielordnung der DT. In Bremen wurden am Sonntag Olympia-Prü- fungs-Wettkämpfe im Schwimmen zum Austrag gebracht, das erfreulicherweise wieder eine glänzende Leistung eines Nachwuchs - Schwimmers brachte. Im 400 - Meter - Kraulschwimmen erzielte der erst 15jährige Freese die für ihn ganz glänzende Zeit von 5:18,2. Aber auch sonst waren die Ergebnisse ausgezeichnet Das 100-Meter-Kraul- schwimmen gewann der deutsche Meister Fischer (Bremen) in 1:01,4 vor dem Hannoveraner Leisewitz-Wasserfreunde (1:02,8), der sich dafür den Sieg im 200-Meter-Kraul in 2:26,5 sicherte. Das daß die Meisterschaftswoche in Berchtesgaden fü den deutschen Skisport nicht nur ein Ereignis voi größter sportlicher Bedeutung sein wird, sonderi daß sie sich auch zu einer machtvollen nationale, Kundgebung gestalten wird. Möge darüber hinau die Meisterschaftswoche unseren ausländischen Gäste, auch ein ebenso eindrucksvolles wie Wirklichkeit« treues Bild vom neuen Deutschland vermitteln." gez. Göring. IS-Kilometer-heerespatrouillen-Lauf der Flachlandlruppen. Die Deutschen Skimeisterschaften nahmen ar Mittwoch mit dem 18-Kilometer-Heerespatrouiller lauf der Flachlandtruppen ihren Anfang. Berchte- gaüen prangte in schönstem Flaggenschmuck ur herrliches Winterwetter tat ein Uebriges dazu, de Auftakt der Meisterschaften glanzvoll zu gestalte. Zum ersten Wettbewerb der Meisterschaften tr< leider der Titelverteidiger, das 1. Batl. des I. R. 2 Würzburg wegen Erkrankung zweier Läufer nid an. Neuer Meister wurde das 1. Batl. Inf. R e 11 F r e i b e r g / S a ch f e n. Die aus Oblt. Philipp Uffz. Schmiedel, Obergefr. Kluge und Gefr. Huk bestehende Mannschaft erreichte einen überlegene Sieg, denn erst mit vier Minuten Rückstand traf d Patrouille des 1. Batl. I. R. 13 Stuttgart a Zweiter am Ziele ein. schließend in grundlegenden Ausführungen die Z kunftsarbeit aufzugreifen. Der Gauobmann für d Sommerspiele, Gutzschebauch - Kassel, rot Wege, die zur Hebung des Betriebes in den schon Sommerspielen führen sollen, von denen vor alle auch der leider stark vernachlässigte urdeutsc Schlagball wieder mehr Förderung erfahren soll.. bestimmter Absicht wird im Gau auch weiterhin d F a u st b a l l der älteren Turnerklassen durchgefüh um vor allem den Turnerspielern, die als akti Handballspieler nicht mehr in Frage kommen, E legenheit zu spielerischer Betätigung zu geben. Die Sommerspiele werden im Gau so durch- geführt, daß die Vesten der 12 Turnkreise in vier Areisgruppen zusammengefaht werden, die dann in der Endrunde auf dem Gauspieltag (19. August) den Gaumeister ausspielen. Die Gruppenspiele der Turnkreisbesten sind c den 29. Juli angesetzt. Für alle Vereine, die d Handballspiel betreiben, besteht die Meldepflicht den Sommerspielreihen. Gautennisobmann B r e tenstein - Kassel berichtete über das Tennisspi das in den letzten Jahren in der Turnerschaft Boden gewonnen hat. Ein Gautennisturnier kom im Sommer zum Austrag. Eine gründliche Lehrarbeit, deren Schwergewi in den Turnkreisen liegen wird, hat allenthalb einzusetzen. Die Richtlinien für die Lehrgänge roi den aufgestellt. Gauspielwart Denn schloß die arbeitsreiche 3 gung mit dem Gelöbnis, dem neuen Gauspielwl der DT. treue Gefolgschaft zu leisten, und mit em „Sieg-Heil!" auf die DT., das deutsche Vaterla und seinen Führer. nicht nur studiert, sondern er hat sie in seiner Heimat, sowie als deutscher Professor in Prag erlebt. Der Vortrag gab nicht nur einen Begriff von dem geschichtlicher Gang der Besiedlung an der Donau, in den böhmischen Randgebieten, im Land östlich der Elbe und Saale, dem Gebiet, das von den Germa- rekben Beifall. Den musikalischen Teil erledigte in guter Weise die Kapelle Menges (Heuchelheim). ck Heuchelheim, 7. Febr. Der Gefai verein „Teutonia" hielt am Samstagaben! der Turnhalle sein diesjähriges Winterfest ab. Vorsitzende Hermann V o l k m a n n begrüßte Gäste besonders den Ortsgruppenleiter der NSD Herrn W o b k e r und wies in seiner Ansprache die große Umgestaltung in Deutschland durch Machtergreifung Adolf Hitlers hin. Mit er „Sieg-Heil!" auf den Führer beschloß er seine festgestellten Gewerbekapital und Gewerbeertl wesentlich vermindert hat. Der Bürgermeister c sodann über den finanziellen Stand der Feldberei gung Aufschluß. In Zukunft soll jährlich über l Stand dieser Finanzen berichtet werden. Im wann Altenberg soll im Lause des Sommers e Oedung von rund 30 Morgen aufg forstet werden. Die Arbeiten sollen als Notstan arbeiten durchgeführt werden. Die von der St in diesem Falle aufzubringenden Mittel betrat 650 Mark. Die Mittel für die Anlage ein Kirsch Plantage wurden genehmigt. Der B aermeister berichtet sodann über den Stand der T Handlungen zum Kauf des Kasinos. Die seither i der Stadt erhobenen Wiegegebühren ro u den gesenkt. Die kommunale Grund- und < bäudesteuer für Grundstücke, die von vaterländisd Organisationen im unmittelbaren Staatsinteresse nutzt werden, ist künftig auf Antrag des Gru stückseigentümers zu erlassen. Für den diesjähri Prämienmarkt ist der Verkauf von 10 Losen vorgesehen. Zum Ankauf eines Zuchtbullen teilte der Rat nachträglich seins Genehmigung. Landkreis Gießen. qlieber ober ber beschäftigten Arbeiter bewältigt wirb. Dieses Verhalten steht im Wiberspruch zu den Absichten ber Reichsregieruna, bie mit ber Bereit- stellung biefer Mittel in erster Linie eine Entlastung des Arbeitsmarktes und der A r b e i t s l o s e n h i l f e zu erreichen hofft, und ist ei im übrigen auch strafbar. Die Polizeibehörden und |ro bie Gewerbeaufsichtsämter finb beshalb angewiesen worben, in biefer Richtung örtliche Nachprüfungen ber Hanbwerksbetriebe vorzunehmen." pingen) knapp vor Wittenberg (Berlin) in 1:15,9 Minuten. Im Wasserballspiel zwischen einer Berliner und Magdeburger Mannschaft siegte die Berliner Vertretung mit 6:2 (3:1). Olympra- Schwimmen in Bremen. Internationales Gchwimmfest in Berlin Ein voller Erfolg war das Internationale Schwirnrnfest im Berliner Stadtbad Mitte, das sowohl ausgezeichnet besucht war als auch hervorragende Leistungen zeitigte. Besonders gespannt war man natürlich auf das Zusammentreffen der beiden Rekordmänner Deiters (Köln) und Car - tonnet (Frankreich) im 200-Meter-Crawlschwim- „Es liegt im Wesen des Nationalsozialismus, daß er alle Lebensgebiete ergreifen und mit seinem Geiste erfüllen will. Auch vor den Stätten des „neutralen Sports" machte der neue Staat mit seinem Totalitätsanspruch nicht halt. Er zögerte nicht, alle Turn- und Sportverbände jeder Disziplin seiner Führung zu unterstellen und ihre Tätigkeit einzuspannen in die großen Aufgaben, die die Zeit und ein glückliches Schicksal unserer Nation gestellt haben. Wir wissen wohl, daß eine harte Schulung des menschlichen Körpers in sportlichen Wettkämpfen und die damit verbundene Stärkung des men. Die Zuschauer wurden nicht enttäuscht, denn es entspann sich ein harter und spannender Kampf, den schließlich Deiters in ber glänzenden Zeit von 2:23,1 mit zwei Meter Vorsprung für sich entschied, Deiters wartete am gleichen Tage außerdem noch mit einem neuen deutschen Rekord auf. Im 800-Meter-Crawlschwimmen kam er auf 10:49,7 und schlug damit den alten Rekord um 3,3 Sekunden. Im 400-Meter-Crawlschwimmen ber, oieg im m Damen gab es eine ausländische Siegerin. Fräulein 200-Meter-Brustschwimmen gewann Witt (Bremen Schrämet (Brünn) schwamm 6:16,4, womit sie in 2:52,1. Bei den Damen konnte Frl. Hemdors einen neuen tschechischen Rekord erzielte und Frl. (Hildesheim) das 100-Meter-Kraulschwimmen ir Hanicke (Dresden) sowie Frl. Stege mann 1:17 und Frl. Ohlenhoff (Bremen) das 400-Meter- (Magdeburg) hinter sich ließ. Das 100-Meter- Kraulschwimmen in 6:43,2 gewinnen. iBru st schwimmen holte sich Schwarz (Göp- ------ Oberheffen. , Kreisleiter Seipel bleibt in der Bauernschaft. LPD. Friedberg, 7. Febr. Der Landeshauptabteilungsleiter I der Landesbauernschaft Hessen- Nassau und Kreisleiter der NSDAP, für den Kreis Friedberg Willi Seipel (Fauerbach), MdR., war von der hessischen Regierung zum Kreisbirek- tor für den Kreis Friedberg ernannt worden. Kreisleiter Seipel hat sich jetzt entschieden, dieses Amt nicht anzunehmen. Neue Bürgermeister in Hessen Wie das Personalamt mitteilt, wurden folgende j Bürgermeister in Oberhessen ernannt: Kreis Gießen: Hermann Stein in Climbach, Heinrich Fischer in Klein-Linden. Kreis Friedberg: Wilhelm Bruckmann in Ildenstadt, Karl Bernhard in N i e d e r w ö list a d t, Hermann Glaser in O b e r - M ö r l e n und Friedrich Thiele in Wisselsheim. Vortrag eines Gießener Gelehrten in Alsfeld. xf Alsfeld, 7. Febr. Im Rahmen ihrer diesjährigen Wintervorträge sprach in der hiesigen D ü- rergesellschaf t Universitätsprofessor Dr. Th. Mayer aus Gießen über „Ostdeutsche K o- I o n i f a t i o n". Der Redner, der aus Oesterreich stammt, zeigte eine souveräne Beherrschung des Stoffes, denn er hat bie deutsche Ostkolonisation 2) aubringen, 8. Febr. Frau Marie S e u - n g von hier, die vor etwa 14 Tagen auf ber mbstraße von einem Auto angefahren wurde und bei Verletzungen am Kopf und einen Unter« »enkelbruch erlitt, erlag gestern in der Chirur- schen Klinik zu Gießen leider den Folgen des Un- lles. Die bedauernswerte Frau stand im 57. rbensjcchr. _. <5 Allendorf a. d. Ld a., 7. Febr. Die ammlung vom Eintopfgericht am vori- n Sonntag erbrachte in unserer Stadt den an« hnlichen Betrag von 162 Mark. 1- Grünberg, 7. Febr. Die GelÄsamm- i n g am Sonntag des Eintopfgerichts er- ib diesmal 476,91 Mark, gegenüber 421,45 Mark n vorigen Monat. Auf die einzelnen Orte verteilt ch der Betrag folgendermaßen: Grünberg 334,11, iöbelnrod 17,50, Stangenrod 20,35, Queckborn 1,15, Weickartshain 38,65, Stockhausen 13,10 und auter 29,05 Mark. 00 Grünberg, 7. Febr. Dieser Tage hielt ?r hiesige Männerchor seine ordentliche Haupt- ersammlung ab. Der Führer des Vereins, Uhr- iachermeister Rich. I ö ck e l, erstattete den Jahres- ericht. Der Verein zählt gegenwärtig 59 aktive >änger, ferner elf Ehrenmitglieder und 66 passive Ritglieber; Chormeister ist Musiklehrer Fritz Leib Gießen). Der Verein wirkte bei verschiedenen Ver- nstaltungen mit; sein diesmaliges öffentliches Kon- ert war als Silcher-Abend ausgestaltet. Die Jahres- echnung ergab eine Einnahme von rund 1400 Mk. mb schloß mit einem kleinen Ueberschuß ab. Der eitherige Rechner, Steinhauer Hch. Schmibt IV., ier bieses Amt 21 Jahre innehatte, sah sich aus Itters- und Gesundheitsrücksichten zur Niederlegung les Postens genötigt. Es wurde ihm für feine treue mb gewissenhafte Rechnungsführung der Dank des Hereins ausgesprochen. Sangesbruder Feichten- .einer wurde als Kassierer des Vereins berufen. Jn ausgiebiger Weife wurde bann über das in liefern Jahre stattfindende 100jährige Jubi- äum des Vereins gesprochen. Aus diesem Ilnlaß wird vom Sängerbund Ohm-Lumdatal, dem »er Verein jetzt angehört, am 30. Juni und 1. Juli in Gruppensingen hier veranstaltet. An dieser Ver- mstaltung nehmen nochmals sämtliche Bunbesver- ine des ehemaligen Lahntal-Sängerbundes teil, da »er hiesige Verein jahrzehntelang Mitglied dieses öundes war. Man rechnet auf über 2000 Sanges- irüder, die an diesem Sangestreffen sich in Grün- )erg treffen werden. Demnächst sollen in einer jffentlichen Versammlung die Ausschüsse gebildet Derben, welche bie Vorarbeiten für dieses Fest eisten sollen. + Lang-Göns, 7. Febr. Dieser Tage fand )ier eine Grundstücksversteigerung statt. Da es sich durchschnittlich um Qualitätsboden han- )elte, waren die Preise entsprechend. Für je einen Morgen (2500 Quadratmeter) Ackerland wurden 1650 Mark und 1350 Mark geboten und bezahlt. Tine Wiese von 2200 Quadratmeter Größe, nahe am Dorfe gelegen, galt 1600 Mark; eine andere oon geringerer Güte und 2000 Quadratmeter Größe fand einen Käufer für 850 Mark. Der Kaufpreis ist noch in diesem Jahre zu entrichten. < Hungen, 7. Febr. Dieser Tage hielt der hiesige Kriegerverein im Gasthaus „Zur Traube* eine Hauptversammlung ab. Der Vereinsführer, Bauunternehmer Koch, gedachte zunächst der gefallenen Helden des Weltkrieges und der Kämpfer des Dritten Reiches sowie der im abgelaufenen Jahre verstorbenen Mitglieder. Nach einem eingehenden Bericht über das Geschäftsjahr 1933 erstattete der Rechner Bericht über den Kassen- und Mitgliederbestand. An (Einnahmen waren 381,36 Mark, an Ausgaben 294,33 Mark, so daß ein Kassenbestand von 87,03 Mark verblieb. Der Mitgliederstand betrug am 31. Dezember 1933: 95 aktive und 5 passive Mitglieder. Anschließend gab der Vereinsführer die Mustersatzungen des Kyffhäuserbunbes bekannt, die gleichzeitig als Satzungen des Vereins anerkannt wurden. Zu ber am 9., 10. und 11. Juni stattfindenden Feier des 60jährigen Bestehens der Kriegerkameradschaft „Hassia" in Darmstadt wurden 10 Kameraden gemeldet. Im Verlaufe des Abends konnte noch die Ehrung verdienter Kameraden erfolgen. Das langjährige Vorstandsmitglied Kamerad Friedrich Schauermann wurde zum Ehrenmitglied ernannt. Weiterhin wurden mehrere Mitglieder für Auszeichnungen in Vorschlag gebracht, und zwar für die Hassia-Ehrenmünze Wilhelm August Hofmann und Hermann Schäfer, für das Hassia-Ehrenkreuz Ferdinand Kammer und Hch. Weck II. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf Mit um so größerer Freude habe ich die mir an* getragene Schirmherrschaft über die Deutschen Ski- Meisterschaften, die in der Zeit, vom 7. bis 12. Februar in Berchtesgaden, in herrlicher bayerischer Winterlandschaft stattfinden, übernommen. Besonders begrüße ich dabei, daß es sich hat ermöglichen lassen, mit den Deutschen Ski-Meisterschaften 1934 die Heeresmeisterschaften und die SA.- und SS.- ein bieK vom Gauspielwart eingehend erläutert । wurde. Der Entwurf lehnt sich in bezug auf den i Handball an die deutsche Handballordnung an und sieht für die Durchführung der Sommerspiele eine wesentliche Umgestaltung vor. i Die Fachberichte der Gauobmanner und die Hin- Oemeinderat in Schotten. weise des ®auPre|feroart eines Steuerpflichtigen sich gegenüber dem zuletzt nen während der Völkerwanderung geräumt worden war, sondern auch eine Darstellung von der technischen Ueberlegenheit der Deutschen gegenüber den Slawen, die sie befähigte, die Sümpfe zu entwässern und in fruchtbares Ackerland zu verwandeln. Alle Stände, Ritter, Mönche, Bauern und Kaufleute arbeiteten an dem großen Werke mit. Die Bedeutung der Mission für Kultur und Politik wird erst offenbar in einer solchen weiten Betrachtung, man versteht die Grenze zwischen abendländischer und rus- sisdher Kultur. 40 o. H. des deutschen Bodens sind in jenen Jahrhunderten gewonnen worden. Der Osten lehrte weiträumig denken, und so entstanden ........... auf Kolonialboden die beiden deutschen Großmächte Skimeisterschaften zu verbinden. Ich bin überzeugt, Preußen und Oesterreich. Auch die deutsche Schriftsprache, ohne die wir kein einiges Volk fein könnten,1 — - - - - ist im Osten in der kaiserlichen Kanzlei in Prag geschaffen worden. Im Kampf gegen die Slawen ist der große Gedanke des deutschen Volkstums geboren i ~ ~ . worben. Die Zuhörer dankten lebhaft für den außer- In Marburg tagten am Samstag unb Sonntag orbentlich inhaltreichen unb fesselnden Vortrag. erstmalig die Kreissprelwarte in Gemeinschaft mit _ e v"* B ME M /M ^4T*F < w 'Easse) ck) ein Qeorj Has« its 31 schwer bereits >r Wil. aufge. vel* a>'r' fn< AK S * Äs Jto ‘Hin ftiti 1 bi Sh Dbtti % sofnrj Donnerstag, 8.$ebruarJ934 Girtzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Ur. 53 Drittes Blatt Frage kommen ion Garbenteich Die ersten Arbeiten am Hochbehälter. Preußen Brunnenbau beim Rathaus. Die Decke des Hochbehälters wird hergestellt. )( Marburg, 4. Febr. In Form eines Festabends, zu welchem auch der Reichsführer der Deut- Kurhessens dankend anerkannt. Seit 15 Jahren schen Gebirqs- und Wandervereine, Ministerpräsi- steht der Verein unter Leitung von Lehrer Wal- dent a D Prof Dr. Werner aus Darmstadt, t e r - Marburg. Etwa 150 Mitglieder, welche dem erschienen war, konnte gestern der O b e r h e s s i s ch e Verein 25 Jahre und länger angehoren, konnten an Gebirgsverein im großen Stadtsaal sein dem Festabend Ehrun geN—empfangen. Arbeiten im Brunnen. richten vor allem bei der zweiten der drei Erzählungen, der Krieg. (Auf das dichterische Dokument dieses Erlebnisses, das Buch „Jedermann", fei hier noch eim mal mit allem Nachdruck hingewiesen.) Was nach dem Kriege kam, das ist wohl noch nicht reif, besprochen zu werden. Aber inzwischen hat Wiechert, nach dreißig Jahren der Verdammnis, des Lebens in den Städten, den Weg zurückgefunden zu den Ursprüngen, in die heilsame Stille einer großen und einfachen Natur- vielleicht werde man in seinem nächsten Buch etwas davon spüren. jedoch ebenfalls ohne Erfolg. Als er 1899 fast den 82. Breitengrad erreicht hatte, fiel er in einen Eisspalt und trug schwere Beinverletzungen davon. Die Forschungsreisenden konnten aber wichtige Ergebnisse mit nach Hause bringen. — Nach seiner Rückkehr begann sich Wellman lebhaft für die Entwicklung des Flugwesens einzusetzen und beschloß, den nächsten Vorstoß zum Pol mit einem Luftschiff von Spitzbergen aus zu machen, ein für die damalige Zeit unerhört kühner Plan. Das Schiff, die „Amerika", war aus Holz mit Stahlstreben gebaut und wurde von zwei Motoren getrieben, von denen der eine 55 und der andere 25 PS hatte. Die Besatzung bestand aus fünf Personen, die ein leichtes Stahlboot und Schlitten mit sich führten. Der erste Versuch im Jahre 1906 endete mit einem Mißerfolg. Nach der Verbesserung des Luftschiffes wurde im September 1907 eine zweite Fahrt gewagt. Das Schiff geriet aber bald in Nebel und mußte, als der Kompaß nicht mehr richtig arbeitete, den Anker herunterlassen. Das Luftschiff wurde zerstört, und die Expedition war schon drei Stunden nach der Ausfahrt zu Ende. Wellman aber hält zäh an seinen Plänen fest. 1909 wurde noch einmal ein Aufstieg von Spitzbergen unternommen, jedoch wieder mit einem Mißerfolg, der ihn nicht zu verlassen schien. Ein norwegischer Dampfer mußte das manövrierunfähig gewordene Luftschiff in Schlepp nehmen, und bald darauf wurde es durch einen 40jähriges Bestehen feiern. Gründer des Vereins war der im Jahre 1920 verstorbene Hauptlehrer Emil Schneider, der bekannte Herausgeber der Führer und Wanderkarten durch Operhessen. Als Schneider von 1890 an Oberhessen und die angrenzenden Gebiete kreuz und quer durchwanderte, um Stoff für einen herauszugebenden Führer zu sammeln, fiel ihm auf, daß für die touristifche Erschlie- zung dieses an Naturschönheiten so reich gesegneten Landstriches so gut wie nichts geschehen war. Kein Wanderweg war bezeichnet, kein Aussichtsturm ließ den Wanderer grünende Wälder und Täler schauen und keine Schutzhütten gewährten ihm Unterschlupf bei einsetzendem Unwetter. Dank der Initiative Schneiders konnte dann am 8. März 1894 der „Oberhessische Touristenverein" — so nannte er sich früher — mit der Zentralleitung in Marburg gegründet werden; im gleichen Jahre gründeten sich Ortsgruppen in Biedenkopf, Wetter, Frankenberg und Gladenbach. Da sich die Tätigkeit des Vereins bis nach Laasphe, Dilleizburg, Treysa, Alsfeld und Gießen erstreckte, wurde innerhalb dieses Gebietes für die Wandersache mit dem Erfolg geworben, daß der Verein heute 17 Ortsgruppen mit über 1000 Mitgliedern umfaßt. Eine gewaltige Arbeit hat er in den 40 Jahren feit feinem Bestehen für die Erschließung der oberhessischen Heimat und für die Erweckung der Heimatliebe durch regelmäßige Wanderungen geleistet. Viele hundert Kilometer'markierter Wanderstrecken ermöglichen es heute den Naturfreunden, an Hand einer Wanderkarte die schönen Bergwälder und Täler dieses Gebietes zu durchstreifen. Auf den schönsten Aussichtsbergen, wie Rimberg bei Caldern, Hünstein und Sackpfeife bei Biedenkopf, Kirchberg bei Gladenbach usw. entstanden Aussichtstürme, zahlreiche Schutz- Hütten wurden errichtet. Hauptlehrer Schneider, der 20 Jahre hindurch den Vorsitz des Vereins führte, zog während der Ferien tagelang mit seinen Volksschülern, die mit Leitern, Farbtöpfen und Pinseln bewaffnet waren, in den Wäldern umher und kennzeichnete die Wanderwege. Diese für die Allgemeinheit in uneigennütziger Weise geleistete Arbeit des Vereins wurde gelegentlich des wohlgelungenen Festabends durch Prüf. Werner und die Vertreter der verschiedenen anderen Gebirgsvereine reichen wird. Hochgelegene Quellen, die für eine Wasserver- orgung mit natürlichem Zufluß in Frage kommen konnten, waren in der Umgebung von Garbenteich nicht vorhanden. Trotzdem gestaltete sich die Aus- ührung der Wasserversorgungsanlage verhältnismäßig einfach. Zur Wassergewinnung wurden die beim Rathaus auftretenden, seither den hier vorhandenen Weiher speisenden Quellen benützt. Durch zwei Bohrungen und einen größeren Brunnen sind diese Quellen neu gefaßt worden. Eine Erhaltung des Rathausweihers war nicht möglich, so schade dies auch für das Ortsbild ist. Aus dem Sammelbrunnen wird das Wasser unter Be- Oer erste Atlantik-Flieger Mit Walter Wellman, dessen Tod im Alter zu 20 und mehr Eimer Wasser heranholen lassen, und dies mitunter eine nicht unbeträchliche Strecke. Diese sehr oft recht beschwerliche, bei Wind und Wetter auszuführende Arbeit war vielfach eine Angelegenheit der Frauen. Daß bei den vorliegenden Verhältnissen Menschen und Tiere nicht über einen Ueberfluß an Trink- und Gebrauchswasser zu klagen hatten, ist ohne weiteres verständlich. Nur der Bau einer modernen Wasserversorgungsanlage konnte dem dringenden Bedürfnis nach einwandfreiem und ausreichendem Wasser gerecht werden. Zweifellos war es angebracht, mit der Ausführung der Wasserversorgungsanlage auch diejenigen eines O r t s k a n a l i s a t i o n zu verbinden. Besonders für die tiefer gelegenen Gehöfte war die Kanalisation ein dringendes Bedürfnis. Auf dieser Grundage wurde schon vor Jahren ein Entwurf über die gesamten Anlagen ausaearbeitet und die Nutzung elektrischer Kraft nach einem rechts des Grüninger Wegs auf einem Hügel gelegenen etwa einen Kilometer vom Dorf entfernten Hochbehälter von 250 Kubikmeter Fassungsraum gepumpt. Der von den Pumpen zu überwindende Nach so persönlichem Bericht hörten wir drei kleine, in sich geschlossene Geschichten, die jenes zu Anfang ausgesprochene Bekenntnis unwiderleglich bekräftigten, in fc:r.cr. -""schach" ffrUhm« mit den dichterischen zu einer bezwingenden Einheit verschmolzen ist: zunächst^ die - R ......... wird die Arbeitsbeschaffung in der kommenden Zeit durchgeführt werden müssen, wenn das vorgesteckte Ziel erreicht werden soll. Daneben sollte auch den Gemeinden und sonstigen Verbänden die Anerkennung nicht versagt werden, welche bereits größere Arbeiten zur Durchführung gebracht und dadurch ihre Mitglieder nicht unerheblich finanziell belastet ‘ haben. Der Nutzen einer Anlage darf für eine Ge-, meinde noch so groß sein, so ist ihre Ausführung doch nur dann möglich, wenn die Gemeindemitglieder in gemeinschaftlichem Zusammenschluß zu f i - nanziellen Opfern bereit sind. Das Beispiel einer solchen Ausführung bildet die W a s s e r verso r g u n g s a n l a g e der Gemeinde Garbe n t e i ch. Die seitherigen Wasserverhältnisse in Garbenteich waren dringend der Abhilfe bedürftig und forderten eine endgültige Lösung. Zwar befanden sich in den tiefer gelegenen Dorfteilen Brunnen, aber sie lieferten in 'niederschlagsreichen Zeiten teilweise ungenießbares Wasser. Dieses durch äußere Zuflüsse verunreinigte Brunnenwasser war in solchen Abschnitten noch nicht eiitmal zum Aufputzen der Stubenböden zu gebrauchen. „Noch stundenlang st... t das Haus nach Jauche, wenn ich die Stub mit aufgewafche hab", meinte einmal eine neben einem solchen Brunnen wohnende Frau. In den höher gelegenen Orts- teilen Garbenteichs herrschte Wassermangel. Vielfach mußten Haushaltungen und Landwirtschaftsbetriebe, die über eigene Brunnen nicht verfügten, täglich bis Sturm völlig vernichtet. Das war der letzte Vorstoß zum Pol. — 1910 aber versuchte der Unermüd- liche eine Ueberquerung des Atlantik. Nachdem er mit seinem Luftschiff ungefähr 1600 Kilometer zurückgelegt hatte und mehr als 72 Stunden in der Luft gewesen war, zwangen ihn die Winde zum Niedergehen auf das Wasser, wo er von einem zu Hilfe herbeigeeilten Dampfer ausgenommen wurde. Diese Unternehmung verdient schon deshalb besondere Hervorhebung, weil während der Durchführung des Fluges zum erstenmal drahtlose Nach, von einem Luftschiff abgesandt wurden nen Kühe. v . ... . Mit her aelassenen Heiterkeit und Weisheit des von der Höhe seines Lebens zurückblickenden Mannes schilderte er die Freuden und Leiden der Kna- den- und Schüler, eit d.° Gouvernanten und die Hauslehrer und Später ble erste Auseinandersetzung mit der völlig "°uen, sremd und unheimlichen Welt der Stadt Königsberg, Oie Gymnasialjahre hort, di- Entwicklung von der ganten'« zur welischmerzlichen P-r-ode, m der d.e ersten Gedichte des Primaners W>«ch«rt ««or«n wurden, Schilflieder, aber sehr mel schöner als die Nach 16 Jahren die Eltern wiedergefunden. In diesen Tagen fährt ein junges russisches Mädchen namens Galina Bogatirow auf einem japanischen Dampfer nach Sydney und von dort weiter nach Neu-Seeland, um zu ihren Eltern zu kommen, die sie bisher nie gesehen hat, und damit findet die Geschichte eines langen Suchens nach einem verlorenen Kind ein glückliches Ende. Vor 16 Jahren floh nach der russischen Revolution der russische Vater mit seiner Frau und seinem Kinde aus der Heimat. Da das Kind die Strapazen der Reise nicht aushalten konnte, waren die Eltern gezwungen, es bei freundlichen, ihnen aber kaum bekannten Leuten zurückzulassen. Die Eltern gelangten schließlich nach Neu-Seeland und begannen sofort, nach ihrem Kinde zu forschen, aber sie fanden nirgends eine Spur. Sie verloren doch nie die Hoffnung, ihr Kind wiederzufinden, und legten Woche für Woche etwas Geld zurück, um im Notfall das Geld für die Reife nach Neu-Seeland für ihre Tochter bereit zu haben. Im Dezember 1928 hielt ein Sekretär der Roten Kreuzgefellfchaft von Neu-Seeland in Wellinghton einen Vortrag vor ehemaligen Soldaten, und bei dieser Gelegenheit erwähnte ein Teilnehmer der Versammlung, ein Nachbar der russischen Familie, die Geschichte des Kindes und der vergeblichen Bemühungen der Eltern, es wieder zu erlangen. Vom Roten Kreuz wurde darüber nach Paris berichtet, und nach dreieinhalb Jahren eifrigen Suchens gelang es, das Kind in Strentensk in Sibirien aufzufinden. Die Sowjet-Regierung verlangte 1400 Mark für einen Paß für das junge Mädchen, aber auch diese Schwierigkeit wurde über- wunden, das Geld wurde aufgebracht, und da« junge Mädchen konnte Rußland auf dem Wege über China nach Japan verlafjen, um zu feinen Eltern zu fahren. ■ — BÄ' können, etwas sehr Einfaches und m Jemen Tatbeständen fast Alltägliches wird hier erzählt, aber wie das kleine Bau'ernschicksal sich in der sinnfal- ügen Begegnung mit der uralten Weihnachtsgeschichte ins Legendäre wendet, das hebt em aus Wirklichkeit und Wunder zusammenfließendes Erlebnis ganz ins Dichterische. Mit der dritten Erzählung kehrte Wiechert zum Ausgangspunkt (nicht nur dieses Abends) zurück, sie heißt „Der Todeskandidat", und den Leiern der „Deutschen Zeitschrift", des ehemaligen „Kunst- warts", wird sie schon bekannt gewesen fern. Aus der Welt der Kindheit und aus der Welt des Krieges formt Wiechert hier eine Schilderung, die — dem grimmigen Humor einer episodischen, miewotjl bedeutsamen Szene zum Trotz — dämonisch genannt zu werden verdient: wie hieraus der er- schütternden Wiederholung eines Kn°b-n°r ebnisies in der bitteren Sterbestunde tm Trichterfeld des grosien Kriegs eine Wandiung geschah, wurde mit einer wahrhaft herzbewegenden Reife und Sprachgewatt zum nachhallenden Eindruck dieses qenden Sätzen erzählte er, hnr anschaulich sprechend, vom 1,.. . - sterhaus von Mutter und Brüdern vom Geschenk zweier Schlittschuhe an die drei Geschwister, von der Ie7b tgebauten Geige, non der Freunüschaf mit Lern' Kranich und von den bitterer> Kindertränen des kleinen Hütejungen um die im -Wald entriope Arbeiten ausgeschrieben. Finanzielle Schwierigkeiten verhinderten jedoch damals die Ausführung. Der Kosten wegen war auch ein nicht unerheblicher Teil der Einwohner Garbenteichs Gegner des Wasserleitungsbaues. Als im vergangenen Jahr die Regierung ihre groß angelegten Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen in Gang brachte, stellte auch die Gemeinde Garbenteich Antrag auf Bewilligung der Mittel für die Ausführung der gesamten Anlage. Während von der dafür maßgebenden Stelle ein Betrag von 60000 Mark für den Wasserleitungsbau als Darlehen bewilligt wurde, erfolgte Ablehnung des Antrages auf Bewilligung der Mittel für die Ortskanalisation. Die' Gemeindevertretung war sich der Schwierigkeiten einer Ausführung der Wasserversorgungsanlage ohne gleichzeitige Kanalisation wohl bewußt. Allem nach einer genauen Prüfung der gesamten Fragen gelangte die Leitung der Gemeindevertretung zu der Ueb'erzeugung, daß die Ausführung des Gesamtent- ^^fe^i^Zei^mausführbar^md^iU^i^emeir^ finanziell nicht tragbar fei. Aus dieser Erkenntnis heraus setzte sie sich dann entschlossen für den Bau der Wasserleitung ein. Dem bei den Gemeinden im Dritten Reich zur Geltung gelangten Führerprinzip und dem neuen Gemein- schaftsgeist war es zu danken, daß alle Schwierigkeiten, die sich der Ausführung entgegenstellten, in kurzer Zeit restlos behoben wurden. Heute sind ast alle Einwohner an die Wgsserlei- tung angeschlossen, und die Gemeinde kann mit Stolz die Durchführung einer Anlage verzeichnen, die der ganzen Einwohnerschaft zum Segen ge- Höhenunterschied zwischen Brunnen und Hochbehälter beträgt etwa 50 Meter. Das Ausbringen der für die Verzinsung und Til- qunq des Baukapitals erforderlichen Mittel m Forin von Wasserzins ist für die rund 1000 Einwohner Garbenteichs eine wesentliche finanzielle Leistung, die um so höher zu bewerten ist, als sich heute noch eine Anzahl arbeitsloser Volksgenossen darunter befindet. Aber die unverkennbare Besserung der wirtschaftlichen Verhältnisse, die auch in Zukunft ihren Weg nach aufwärts beibehalten wird, schafft auch hier Erleichterungen und führt zu Einkommen und Verdienst. Einwandfreies Wasser ist unentbehrlich für einen rationellen Landwirtschaftsbetrieb und ein Erfordernis für moderne Gewerbebetriebe. Der Hausfrau erleichtert die sachgemäß angelegte Wasserleitung ihre tägliche Arbeit nicht unbeträchtlich, und sie empfindet die Annehmlichkeit der Leitungsanlage am allermeisten. Beigefügte Abbildungen zeigen Ausschnitte aus den Arbeiten für die Ausführung der Wasserversorgungsanlage, bei der bis zur gänzlichen Fertigstellung etwa 3000 Arbeitertagewerke geleistet sein werden. Da aber eine großer Teil der Kosten auf die Lieferung von Zement, Sand, Ziegelsteine, Gußröhren, Armaturen, Motoren und Pumpen entfallt, müssen auch die in den betreffenden Fabriken entstandenen Arbeitertagewerke zugunsten der von der Gemeinde Garbenteich ausgeführten Wasserversorgungsanlage verbucht werden. Goethe-Bund. Dichterabend Ernst Wiechert. Der ostpreußische Dichter Ernst Wiechert, geboren am 18. Mai 1887 im Fmsthaus Kleinort in ber Johannisburger Heide, Schöpfer eines der fdwnften und reifsten deutschen Kriegsbucher, weiteren Kreisen in jüngster Zeit bekannt geworden durch seinen mit dem Raabe-Preis ausgezeichneten Roman .Die Magd des Jürgen Doskocil", aus dem wir dieser Tage einen Abschnitt im Feuilleton veröffentlicht haben, sprach gestern abend in der Neuen Aula. Er legte nach etlichen einleitenden Worten ein Bekenntnis ab zu der unauflöslichen Einheit von Leben und Werk des schöpferischen Menschen; es fei schwerer sagte Wiechert. ein anständiges Leben zu Ühren, als ein anständiges Buch 3" schreiben; er persönlich finde Wurzeln und Urgrund allen dichterischen Erlebnisses und Schassens m der Kindheit, also wolle er damit beginnen, von feiner armen und gleichwohl paradiesischen Kindheit m den weiten Wäldern Masurens zu berichten. Der Gladenbacher Riesenprozeß Gladenbach, 7. Febr. Arn heutigen vierten Verhandlungstag der Marburger Großen Strafkammer gegen die wegen Betrugs angeklagten Gladenbacher Viehhändler Adler wurde die Beweisaufnahme zu den unter Anklage stehenden 36 Fällen zu Ende geführt. Sehr belastend für die Angeklagten waren die Aussagen einiger Leumundszeugen. Tierarzt Dr. Dexheimer (Gladenbach) bekundete, daß sehr häufig Landleute heulend und schimpfend zu ihm gekommen seien und sich über unreelle Geschäfte der Angeklagten beschwert hätten. Ohne Erfolg hätten ihn auch die Angeklagten wiederholt aufgefordert, falsche Bescheinigungen über Untersuchungsergebnisse von Tieren auszustellen. Veterinärrat E st o r (Marburg) wurde als Sachverständiger über das Polieren und Verschönern der Kuhhörner befragt. Der Sachverständige erklärte, daß die Verschleierung des Tieralters durch Polierung der Hörner im Viehhandel zwar nicht gestattet, 'aber vielfach üblich fei. Ohne Mühe werde ein Viehhändler auch feststellen können, ob eine Kuh vier- bis fünfmal oder zehn- bis zwölfmal gekalbt habe. Dem Gendarmeriewachtmeifter B i l s aus Hartenrod, der die Angeklagten feit neun Jahren in feinem Bezirk kennengelernt hat, ist es aufgefallen, daß Leute, welche mit den Adlers handelten, wirtschaftlich zurückgingen. Die Leute deckten aber ihre durch den Handel mit den Adlers bedingten wirtschaftlich schlechten Verhältnisse nie so weit auf, daß die Einleitung von Ermittlungsverfahren möglich gewesen wäre. Der Zeuge hatte den Eindruck, daß die Leute nicht gern zugaben, wenn sie bei einem Kuhhandel übervorteilt waren. Wie das Gericht weiter mitteilte, haben die Angeklagten im März-April vorigen Jahres ihre Geschäftsbücher vernichtet. Sie erklärten dazu, daß sie die alten Bücher immer vernichteten, wenn neue begonnen würden. 40 Lahre Oberhessischer Gebirgsverein von 75 Jahren aus Neuyork gemeldet wurde, ist ein Mann dahingegangen, dessen Leben in einer verwirrenden Fülle von kühnen Entdeckerfahrten und -stügen zum Gipfel des Ruhmes stürmte, um dann in den beiden letzten Jahrzehnten still und von der breiteren Oeffentlichkeit fast unbemerkt dahinzufließen. Walter Wellman begann als Journalist. Zum erstenmal zog er die Aufmerksamkeit auf sich, als er 1892 eine Reise nach der zu den ?toa)rat Bahama-Jnseln gehörenden Watling-Jnsel unter- denen das menschliche Erlebnis mit nahm und behauptete, die Stelle entdeckt zu haben, T lyrHucH Einheit vor-! an der Columbus den Boden der neuen Welt be- zunächst die „Rede an die junge trat. Dann traf er Vorbereitungen zu einer Nor^ Mannschaft" vor fünf Jahren entstanden, in der pol-Expedition von Spitzbergen aus, für die er sich schlimmsten Zeit fern von der ostpreußischen Hei-! mit Aluminium-Booten ausrustete, die auch als mat ein Bekenntnis zur jungen Generation aus Schlitten benutzt werden konnten. Aber schon kurz arotzer Einsamkeit dunkel dahinströmende und feier- nach der Ausfahrt im Jahre 1894 wurde das Schiff vom Eis zerstört. Auch em zweiter Versuch Miß- lich ausgeformte P I g». A t lang wegen der unüberschreitbaren Eismassen. Nun Ueberhaupt wird man m &em, tnas ußteiijert n:nerte Wellman, her sich durch keine Ent- spricht und schrakt, ost einen ap°k°.YPttA°n °d« schrecken eine Expedition, um den evangelistischen Kl an g spur en, der an den P g - $no’®po(9DOm Franz-Josefs-Land aus zu erreichen, stil der lutherischen Bibelübersetzung denken laßt. ebenfalls ohne Erfolg. Als er 1899 fast den Die Wasserversorgung von Garbenteich Von Kulturinspektor Vogt, Gießen. Die vordringlichste Aufgabe im neuen Deutschland ist die Wiedereingliederung arbeitsloser Volksgenossen in Den Kreislauf derWirtschaft. „Nicht Sozialunterstützung, sondern Beschaffung von Arbeit für den letzten unbeschäftigten deutschen Arbeiter" heißt bi? vom Führer des nationalsozialistischen Dritten Reiches aus- gegebene Parole. Durch Bereitstellung umfangreicher Geldmittel hat das Reich bereits die Inan- griffnahme und Durchführung größerer Arbeiten ermöglicht. Millionen Arbeiter haben dadurch wieder frbeit und Brot gefunden. In noch höherem Maße von Lenau. , , „ Dann kommt, nach dem Abitur, die Mehrer. zeit bei emer baltischen Famcki-, em erster zum Glück nie gedruckter Roman; die Periode Der un Sprachgewalt zum nmyyauen^.z. reife wechselt hinüber in die Periode der Reife, f^nen und wesentlichen Abends gesteigert. deren tieffte Unterschiede doch dem Skeptiker Wie- chert nie völlig klar geworden seien, — um) Dannl -„ kommt, als große Wende und tiefstes Erlebnis, der I Kreis Wetyfav. * Krofdorf, 8. Febr. Der Sohn eines hiesigen Einwohners, der 7jährige Erwin Weber, fiel gestern so unglücklich von einem Stuhl, daß er einen Unterarmbruch erlitt und in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden mußte. * Crumbach, 8. Febr. Die 16jährige Luise O e ch l e r von hier kam gestern so unglücklich zu Fall, daß sie einen Unterarmbruch erlitt und nach der Chirurgischen Klinik in Gießen überführt werden mußte. O Niederkleen, 3. Febr. Bei der dieser Tage durchgeführten Holzversteigerung im Gemeindewald Niederkleen wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheite 10 bis 12 Mk., Buchenknüppelholz 8 bis 9 Mk., Eichenscheitholz 7 bis 7,50 Mk., Eichenknüppel 6 bis 7 Mk. pro Raummeter. Für Buchenwellen wurden 8 bis 9 Mk., für Durchforstungswellen 10 bis 12 Mk., für Astwellen 4 bis 5 Mark und für gemischte Wellen 4 bis 5 Mk. fe 50 Stück bezahlt. Bohnenstangen 4. Klasse kosteten pro Stück 4 bis 5 Pfennige. T Waldgirmes, 7. Febr. Bei der ersten diesjährigen Brennholzversteigerung ergaben sich folgende Preise: Je zwei Raummeter Buchenscheit 20 bis 22 Mark, Knüppel 15 bis 18 Mark; Eichenschekt 14 bis 16, Fichtenscheit 10 bis 13, Knüppel 6 bis 9 Mark, acht Raummeter Ast- reiser Buchen 14 bis 16, Eichen 12 bis 13, Fichten 9 bis 12 Mark. Es kamen über 1000 Raummeter Derbholz zum Ausgebot. Kreis Marburg. LPD. Marburg, 7. Febr. Gegen den ehemaligen, seit vielen Jahren in Marburg ansässig gewesenen Rechtsanwalt und Notar B a ch a r a ch schwebt ein Verfahren wegen fortgesetzten Wuchers und Ueberhebung der ihm zustehenden Anwaltgebühren. Bacherach hielt sich zuletzt in Frankfurt a. M. auf, von wo aus er jetzt verschwunden ist. Man hat gegen ihn einen Steckbrief erlassen und sein in Deutschland befindliches Vermögen beschlagnahmt. Wirtschaft. Der Wert der Einfuhr für den Binnenmarkt. 900 Millionen BM. Gpareinlagen- Zuwachs in 1933. brochene Sammeltätigkeit der deutschen Sparkassen schäft wieder erfolgreich fortgesetzt werden. verdoppelt. Die Landmaschinenindustrie hat im Jn- geschäft blieb gedrückt. Im Automobilgeschäft waren Die Einlagen der deutschen Sparkassen Im Dezember. Auch im Dezember hat sich die g ü n st i g e B e - von dem Gesamtverbrauch Deutschlands an eingeführten Früchten und Gemüsen in Höhe von rund 831 Millionen Mark etwa 406 Millionen Mark, gleich rund 50 Prozent, auf die deutsche Jnland- wirtschaft selbst entfielen, wobei noch nicht einmal die Einnahmen der deutschen Schiffahrtslinien mit berück- i iiuyseiiigung irog oer nur oer weuoronung oes i Marktes verbundenen Belebung im Dezember noch fast auf der Höhe des Januar 1933. Aehnlich war Einzahlungsüberschusses von 357,7 Mill. RM. sind also den Spareinlagen der deutschen Die rhein-mainische Wirtschaftslage im Januar. wegung der Spareinla gesetzt. Obwohl saisonmäßig eine fuhr von Südfrüchten beträgt beispielsweise der Verbraucherpreis in Deutschland per Kiste durchschnittlich etwa 27 Mark, der Preis aber, den der . .. ■ . -■ ■ - - - - - ausländische Produzent fordert und erhält, beträgt a s s e n r u n d 9 0 0 Mill. RM. Zuge- nur etwa 6 bis 7 Mark. 20 bis 21 Mark, also ? 5 -h l e n Emschüeß ich der Giroelnlagen, die sich weitaus der größte Teil des deutschen Verbraucher- l", "ch 136,9 Mill. RM. erhöhten, haben die Preises, kommt den deutschen Schiffahrtslinien, den ^osamtemlagen der deutschen Sparkassen 1933 über deutschen Seehäfen, der Reichsbahn und dem deut-1 J Milliarde zugenommen. Die m der Krise unter- schen Handel zugute. Entsprechend diesen Ziffern er- /,M‘* V/ . -" ' 'ch. ?ch gibt sich, daß beispielsweise für das Jahr 1929 ? 1° 1933 zum Wohle der deutschen Wirt- einlegern gutgebrachten Zinsen dar. Die Gesamthöhe der Jahresabschlußzinsen wird man für das Jahr 1933 für alle deutschen Sparkassen auf 390 Mill. RM. schätzen können. Unter Berücksichtigung dieses Zinsbetrages, sowie aus der Aufwertungsrechnung übertragenen 154,2 Mill. RM. und des gen weiter fort- _ . _ ... „ w Verminderung der Spareinlagen zu erwarten war, waren die Einzahlungen (408,1 Mill, gegen 401,8 Mill. RM. im November) bei den deutschen Sparkassen im Dezember um 11,4 Mill. RM. größer, als die Rückzahlungen (396,7 Mill, gegen 342,0 Mill. RM.). Einschl. 86,3 Mill. Zins- und 29,5 Mill. RM. Aufwertungsautschriften haben sich die Spareinlagen im Berichtsmonat um 127,2 Mill. RM. auf 10,808.3 Der „Westdeutsche Beobachter", amtliches Organ der NSDAP, in Köln, berichtet — wie man uns aus den Kreisen des Fachhandels berichtet — folgendes: Es gibt in der Einfuhr eines jeden Landes zweifellos Dinge, die in Krisenzeiten und in Tagen wirtschaftlicher Depression entbehrlich sind. Das Problem der Einfuhr läßt sich indessen nicht so ohne weiteres nur von diesem Standpunkt aus betrachten. Denn ganz davon abgesehen, daß die Einfuhr derjenigen Rohstoffe, die ein Land weder besitzt, noch selbst erzeugen kann, die aber zur Herstellung anderer Güter notwendig sind, unbedingt erforderlich bleibt, schafft die Einfuhr auch im Innern eines Landes Werte und vor allem Arbeit. Mit anderen Worten, gerade auch die Binnenwirtschaft kann nie ganz auf die Einfuhr verzichten. In erster Linie schafft die Einfuhr eines Landes für die Binnenwirtschaft schon dadurch Arbeit, daß sie eine entsprechende Ausfuhr ermöglicht. Darüber hinaus sorgt sie aber aus sich selbst heraus für die Arbeitsbeschaffung, denn von der Einfuhr erhalten Schiffahrt, Seehäfen, Eisenbahnen, Groß- und Kleinhandel Verdienst und Arbeit. Wenn man sich einmal die Bestandteile des Preises betrachtet, der im Inlands vom inländischen Verbraucher für eine ausländische Ware bezahlt wird, so ergibt sich, daß mit der einzigen Ausnahme der Kosten des ausländischen Produzenten alle anderen Preisbestandteile.der Binnenwirtschaft des importierenden Landes Mgutekommen. Bei der Ein- Mill. RM. erhöht. Auch die Giroeinlagen der deutschen Sparkassen haben sich trotz der jahreszeitlichen Ansprüche befriedigend entwickelt. Der Rückgang von nur 17,6 Mill. RM. liegt erheblich unter der Einlagenminderung von 1932 und 1931. Für das ganze Jahr 1933 betrug demnach der Einzahlungsüberschuß rund 360 Mill. R M. Dieses Jahresergebnis ist der beste Beweis dafür, daß das Vertrauen der Spareinleger, das in der Julikrise 1931 stark erschüttert worden ist, im Berichtsjahr den deutschen Sparkassen voll entgegengebracht wurde. Die in der Dezemberstatistik erscheinenden 86,3 Mill. RM. Zinsgutschriften stellen nur einen Teil der am Jahresschluß den Spar- Die rhein-mainische Wirtschaft zeigt bei dem T Ueberblick über die Entwicklung im Januar eine ?tes abc£ etroa 120000 deutschen noch langsame, aber st e t i q e Au fwärtsbewe- ®r°Bhcmbr.ern- 2hgeftel»en unb g u g Ber früher gewohnte foifonmägige Ruck- h« ’n rLm®cWaf®9Un?- ®er°be heute im Rahmen fchlng ist bis auf die besonders witterungsbeeinslutz- 1 ten Bronchen nicht eingetreten. Selbst auf bos 2W fUr ^ut>ch- nochtsgeschost hin war ber Rückschlag selten, so baß von außerordentlicher Bcbeutung. i tüe Entwicklung ben Beweis dafür bringt, baß die Es ist vor kurzem von fachmännischer Seite der Kaufkraft der Bevölkerung sich dem vergrößerten Versuch unternommen worden, die zahlenmäßige Produktionsrahmen angepaßt hat. Bedeutung der Einfuhr für die deutsche Wirtschaft | lieber einzelne Wirtschaftsgebiete ist folgendes zu Dabei hat sich herausgestellt, daß im sagen: Im Erzbergbau im Lahn-Dillgebiet, in der Durchschnitt der Gesamteinfuhr etwa 35 Prozent des Basaltindustrie und in d?n Marmorbrüchen, sowie für eine "US dem Ausland einge-' bei der Kalkindustrie ober auch im Tonberabau war führte Ware bezahlten Verbraucherpreises im Lande die saisonmäßige Beeinflussung durch die Wetterver- C sDerbtol r?' vbeantwortet sich die Frage hältnisse in einem leichten Beschäftigungsrückgang 2er\kosten der deutschen Einfuhr. 1 vorhanden. Im Metallgewerbe machte die hessische Nach der soeben angeführten Berechnung sind , Metall- und Maschinenindustrie bei teilweise er- /«m Einfuhrwert des vergangenen Jahres/ hähter Belegschaft und Ueberstunden gute Fort- oer 4,6 Milliarden betrug, mehr als eine Milliarde schritte. Das Jnlandgeschäft der Eisengießereien hat .^0^ die Einfuhr in Wirk- zuaenvmmen. Im Zentralheizungsbau wurde die lichkeit nur etwa 3,6 Milliarden gekostet hat. Alles Belegschaft gegen die gleiche Vorjahrszeit mehr als in allem zeigt sich also, daß man die Einfuhr nicht. verdoppelt. Die Landmaschinenindustrie hat im Jn- 1° °bne weiteres in Bausch und Bogen verdammen land einen stärkeren Auftrieb gehabt, das Ausland- v un? einmal zu sagen, gefchäft blieb gedrückt. Im Automobilgeschäft waren Umsätze für die Binnenwirtschaft, erzeugt Werte im \ die Abrufe naturgemäß etwas geringer. Der Auf- nHn 'nn/'k zugleich auch Arbeit: sie trägt: tragseingang lag trotz der mit der Neuordnung des also auch ihrerseits zur Stärkung des Bin-'""' " f ~ 9 - nenmarktes bei. die Lage im Karosseriebau. Günstiges berichtet die elektrotechnische Industrie, nur ist der Export hier schlecht. Das gleiche gilt auch für die Schmuckwarenindustrie. Im Baugewerbe ist die Tätigkeit ziemlich rege, nach der Frostperiode wurden die Tiefbauarbeiten und im Hochbau vornehmlich Jn- standsetzungsarbeiten wieder ausgenommen. Eine bemerkenswerte Entwicklung nimmt das Bekleidungsgewerbe ein, das ununterbrochen gut geht. In der Lederindustrie berichtet Offenbach über weiteren Rückgang des Auslandgeschäftes, der nur teilweise durch den erhöhten Jnlandabfaß ausgeglichen werden kann. Der Auftragseingang in der Schuhindustrie war bei Bevorzugung billiger Artikel gut. Erwartungsgemäß blieb der Absatz des Weinhandels, der Schaumwein- und Weinbrandindustrie auch im Januar noch gut. Die Weinpreise zogen teilweise noch an. Eine größere Anzahl von Arbeitern wurde neu eingestellt, die chemische Industrie stellt keine Veränderung ihrer Geschäftslage, die bekanntlich nicht ungünstig ist, fest. * * D i e Richtzahlen der Großhandelspreise im Monatsdurchschnitt Januar. Die Richtzahl der Großhandelspreise im Monatsdurchschnitt Januar ist mit 96,3 gegenüber dem Vormonat (96,2) wenig verändert. Die Richtlinien der Hauptgruppen lauten: Agrarstoffe 92,9 (minus 0,9 v. H.), Kolonialwaren 73,0 (plus 0,6 v. H.), industrielle Rohstoffe und Halbwaren 89,9 (plus 0,9 v. H.) und industrielle Fertigwaren 114,1 (plus 0,2 v. H). * Die Kapitalzusammenlegung bei der AEG. An der Börse laufen Gerüchte um, daß bei der AEG. nunmehr die Absicht bestehe, das Kapital nur im Verhältnis 2:1 zusammenzulegen. Von informierter Seite wird hierzu mitgeteilt, daß derartige Vermutungen zu „höchst gefährlichen Spekulationen" führen könnten. * Eiereinfuhr und Meldepflicht. Die von der Reichsstelle für Eier, Berlin C 25, Alexan- derplatz 2, angeforderte Meldung über die Einfuhr von Eiern in den Jahren 1932 und 1933 ist bisher nur von einem Teil der Importeure, und dann größtenteils auch noch unvollkommen, gemacht worden. Die Importeure werden hiermit zum letztenmal aufgefordert, der Reichsstelle für Eier — für jeden einzelnen Monat und nach den einzelnen Herkunftsländern getrennt — die Eiereinfuhr anzugeben. Importeur im Sinne dieser Aufforderung ist nur derjenige, der die Ware im Ausland kauft und sie auch in ausländischer Währung zu zahlen hat. frankfurter Börse. IMtkagsbörse freundlich. Frankfurt a. M., 7. Febr. Die Börse eröffnete bis auf wenige Ausnahmen in fester Haltung. Die Umsätze waren teilweise lebhafter, besonders traten einige Spezialbewegungen hervor. Außenpolitische Betrachtungen, besonders englische Stimmen, trugen zur Festigkeit bei. Von der wirtschaftlichen Seite regten die zuversichtlichen Handelskammerberichte über die Wirtschaftsentwicklung im Januar an. Im Vordergründe standen AEG., wo einmal die finanzielle Entlastung durch die Währungsschulden zu beachten ist, und bann Verlautbarungen über eine Zusammenlegung von nur 2:1 vorliegen. AEG. um 1,25 v.H., daneben Gesfürel 0,90 v.H. erhöht, anderseits Siemens 0,75 v. H. niedriger. Auch Daimler und sonstige Motorenwerte fest, Daimler um 1,75 v. H., Adlerwerke Kleyer 0,50 v. H. freundlicher. Farbenindustrie waren nach knapp behauptetem Beginn später leicht erhöht, Scheideanstalt 0,75 v. H. schwächer, Rütgerswerke 0,50 v. H. fester. Montanwerte setzten ihre Kurserbolung fort, angeregt durch günstige Beschäftigungsziffern. Gelsenkirchen 0,75 o. H., Mannesmann 0,90 v. H., Mansfelder 1 v. H., Rheinstahl 0,50 v. H., Stahlverein 0,75 v. H. und vor allem Phönix 1,75 v. H. höher. Schwach lagen Schiffahrtswerte, Nordd. Lloyd minus 1,25 v. H., Hapag minus 0,25 v. H. Zellstoffaktien lagen etwa behauptet. Ziemlich fest lagen Kunstseideaktien unter Führung von Aku, die insgesamt 2 v.H. anzogen. Im einzelnen noch Reichsbank 1,50 v. H., L. Tietz 1,75 v. H., Cement Heidelberg 0,75 v. H., Südd. Zucker 0,50 v. H. fester. Der Rentenmarkt hatte überwiegend Kursbessernngen, nur R"ichsmark-Obli- gationen etwas schwächer, dagegen Neubesitzanleihe auf den verminderten Umtaufsbeftanb um 0,25 v. H., Altbesitz um 0,40 v. H. höher. Auslandsrenten lagen wieder still. In der zweiten Börsenstunde wurde das Geschäft ruhiger, und die Tendenz entwickelte sich an allen Märkten uneinheitlich; die Schwankungen betrugen bis zu 1 v. H. nach beiden Seiten. Reichsbank gaben ihren Anfangsgewinn wieder ab, ferner verloren Farbeninduftrie, AEG., Gelsenkirchen, Rheinstahl, Gesfürel, Phönix und andere bis zu 1 v. H., während Aku ihre Befestigung um 0,50 v. H. fortsetzten, und auch Daimler weitere 0,50 v. H. fester lagen. Am Rentenmarkt gaben Altbesitz 0,40 v. H., Neubesitz 15 Pf. nach, letztere waren gegen Schluß wieder 10 Pf. höher. Späte Reichsschuldbuchforderun- gen blieben zu ca. 94,40 v. H. behauptet. Staats-, Länder- und Stadtanleihen lagen bei ruhigem Ge- schäft etwa behauptet. Am Pfandbriefmarkt waren Goldpfandbriefe verschiedentlich etwas gebessert, während Kommunal-Obligationen und Liquidations- Pfandbriefe etwas zurückgingen. Von Auslandsrenten stiegen Monopol-Rumänen um 3 v. H. auf 33 v. H., Ungarn wurden heute ex Kupon gehandelt. Tagesgeld war leicht, Satz 3,25 v. H. nach 3,50 v. H. Abendbörse: still. Die Abendbörse verkehrte im ganzen in stiller Haltung. Nach den im Mittagsschlußoerkehr teilweise erfolgten Abschwächungen war die Stimmung aber durchaus freundlich, wenn dies auch in der Kursgestaltung kaum zum Ausdruck kam. Die erneute Regierungskrise in Frankreich blieb ohne Einfluß. Interesse erhielt bei Eröffnung für AEG. zu 31,40 v. H., für Aku, Daimler Motoren, Rheinstahl, daneben in kleinerem Maße für Bekula und JG.- Farben. Im allgemeinen lagen die Berliner Schluß- kurse gut behauptet. Im Verlaufe trat keine Ge- fchäftsbelebung ein, auch die Kurse erfuhren kaum Veränderungen, die Stimmung blieb jedoch zuversichtlich. Etwas schwächer lagen Bemberg (— 1 v.H.), ebenso bröckelten Aku 0,25 v. H. ab. Dagegen zeigte sich Interesse für Siemens zu etwa 145,50 v. H. Am Rentenmarkt entwickelte sich recht lebhaftes Geschäft in Neubesitzanleihe, die insgesamt 40 Pf. gewann. Altbesitz sowie späte Reichsschuldbuchforderungen waren gut behauptet. Umgetauschte Reichsmarkanleihen lagen geschäftslos. Von fremden Werten konnten sich Ungarische Goldanleihe um 0,5 auf 7 v. H. befestigen, während Schweizer Bundesbahn- Anleihen etwas nachließen, 4-v. H.-SBB. von 1912 136 nach heute mittag 138,50 v. H. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 19,25 bis 19,40, Altbesitzanleihe 97,65, Schutzgebietsanleihe von 1908 9,40 Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M. 7. Febr. Der Getreidegroßmarkt lag nahezu umsatzlos. Das schleppende Mehlgeschäft hemmte jede Unternehmungslust. Daneben beobachtete man im Hinblick auf die bevorstehende Kabinettssitzung, in der wichtige getreidewirtschaftliche Vorlagen zur Beratung stehen werden, gewisse Zurückhaltung. Die Preise zeigten gegen den Montagsmarkt kaum eine Veränderung, lediglich am Futtermittelmarkt schwächten sich Treber,'Trockenschnitzel und Weizenkleie leicht ab. Weizen 195 bis 196, Roggen 172,50 bis 173, Braugerste 175 bis 177,50, Hafer 146 bis 148, Weizenmehl Spez. 0 mit Austaufchweizen 29,40 bis 29,95, do. ohne 27,90 bis 28,45, Roggenmehl 0 bis 60 Prozent 23,50 bis 24, do. füdd. Spez. 0 24, Weizenkleie 10,40, Weizenfuttermehl 11,50, Noggenkleie 10,50 bis 10,60, Soya- fchrot 15,20, Palmkuchen 15,15, Erdnußkuchen 16,30 bis 17,20, Treber 16,85 bis 16,75, Trockenfchnitzel 10, Heu füdd. 6,50 bis 6,75, Weizen- und Roggen- stroh drahtgepreßt oder gebündelt 1,90 bis 2 Mk. Frankfurter Obst- und Gernüsemarkt. Frankfurt a. M., 7. Febr. In Gemüse herrschte sehr starkes Angebot in ausländischem Eskarol und Blumenkohl, sowie in Spinat, während es in inländischen Gemüsearten außer Feldsalat und Rosenkohl gut war. Preiserhöhungen ergaben sich für Feldsalat, Rosenkohl, Wirsing und Winterkohl. Der Verkauf gestaltete sich nur teilweise befriedigend. Blumenkohl, Steige 12 und 18 Stück, 425 bis 450 (ital.); Eskarol, Steige 24 und 32 Stück, 225 bis 275 (ital.), 24 und 36 Stück, 300 bis 450 (fpan.); Feldsalat 110 bis 120; Gewürzel (gr. Bdl.) 30 bis 40; Karotten 6 bis 8; Industrie-Kartoffeln per 50 Kilogramm 310 bis 325; Kopfsalat, Steige 24 Stück, 300 bis 450 (franz.); Meerrettich I 20 bis 25, II 12 bis 15; Rettich 5 bis 8; Rosenkohl 25 bis 30; Rote Rüben 5 bis 7; Rotkraut 6 bis 7, dito 6 bis 7 (holl.); Sellerie, je nach Größe, 5 bis 30; Spinat, 0,5 Kilogramm brutto, 18 bis 20 (ital.); Schwarzwurzeln 12 bis 17; Weißkraut 5Vs bis 7; Wirsing, spitz, 14 bis 15, rund, 10 bis 12; Winterkohl 12 bis 15; Weiße Rüben 7 bis 8; Zwiebeln 6. Bei Obst und Südfrüchten war das Angebot in Aepfeln gut, in Apfelsinen und Mandarinen stark. Preisveränderungen gegenüber der letzten Notiz traten jedoch nicht ein, der. Verkauf war aber langsam. Aepfel I 20 bis 25, II 14 bis 18, Wirtschaftsäpfel 11 bis 13, amerikanische Aepfel, Kiste etwa 40 Psd., 800 bis 1000; Apfelsinen, blond, 9 bis 14 (span.), kernlos 13 bis 18 (fpan.), Blut 12 bis 14 (fpan.), ital. Apfelsinen, blond, 13 bis 18, Blut 18 bis 23; Bananen, Kiste 12,5 Kilogramm netto, 500 bis 550; Birnen I 15 bis 20, II 10 bis 12, Kochbirnen 5 bis 8, amerikanische Birnen, Kiste etwa 40 Pfd., 1000 bis 1100; Erdnüsse 13 bis 15; Kokosnüsse 15 bis 18; Mandarinen 11 bis 17; Zitronen, Korb 240 bis 280 Stück, 400. Frankfurter Sä?lachtviedrnarkt. Frankfurt a. M.. 8. Februar. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 930 Kälber, 226 Schafe, 674 Schweine. Es kosteten: Kälber 23 bis 45 Mark, Härnrnel 25 bis 32, Schafe 20 bis 29, Schweine 42 bis 49 Mark. — Marktverkauf: Kälber, Hümmel und Schafe mittelmäßig, Schweine ruhig. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter öen Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzi beschloßenen Dividende an - Reichsbankdlskont 4 o H Lombardzinsfuß 5 o. H lYrantruri u. 2JI. Berlin Schluß- kurs Schlußk. Abend« bürse Schluß- für d Schlußk. mittag- börse Dalum 6-2- 7-2- 6.2. 7-2. •% Deutsche Reichsanlethe v. 192? 95 94,65 94,9 95 6% et)em.7% Di. Reichsanl. v. 1929 100,13 100,1 100,1 100,1 6l/i% Doung-Anleihe von 1930 . 94,9 94,25 95 94/5 Deutsche Anl.-Mlös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten . .. 97,25 97,65 97,6 97,5 Lesgl. ohne AuSlvI.-Rechte...... 18,95 19,4 18,95 19,1 6% ehern.8% Heft. BoUSstaat 1929 (rückzahld. 108%).......... 94,75 94,25 94,5 94*25 6% Heft. Landesbank Darmstadt Gold R. 12........ — 92 6Vi% Heft. Landes-Hypothekenbank Darmstadt filgui....... 92,5 92,25 vberheften Provinz-Anleihe mit Ausios.-Rechten ....... — 94,5 Deutsche Komm. Eammelabl. Anleihe Serie 1 mit AuSloj.-Rechlen 95,9 95,65 96,13 96 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe 15 unkündbar bis 1935 92,75 92,75 «°/° «hem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 92,75 92,75 _ 6K% ehern. 4*6% Franks. Hyp.- Bank-LIqu..Psandbrlefe....... 91,9 91,75 _ Wi% ehern. Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. .. 92,13 92,25 _ 6% ehern. 8% Pr. Landespfand. briefanstalt, Pfandbriese R. 19 94 94 94 94 6% ehern. 7% Pr. LandeSpsand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 94 94 94 94 bteuerautsch DerrechnunaskurS 97,1 97,1 97,1 97,1 *% Oelterretchlsche Goldrente... 23 20,5 23,13 21 4,20% Oesterreichische Silberrente 1,25 1,3 1,25 4% Ungarische Goldrente ... . 7,45 7 7,4 6,5 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 7,3 7 6,13 4tz% vesgl. von 1913 ...... — 7 6*7 6% abgest. Goldmexikaner von 99 8,45 _ 8,2 8*2 4% Türkische Zollanleihe von 1911 6,25 6,25 6,4 6,15 4% Türkische Baadadkahn-Anleihe Serie 1 ....... 6,1 6,1 Fronkfun a. M. Berlin Schluß- kurs Schluß!, Abendbörse Schluß» kurs Schlußk. mittag» börie Dalum 6.2. | 7-2. 6-2. 7-2- 4% desgl. Serie 11 ............. 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 6rt 5,13 6,1 5,2 6,1 5,4 5 4Zi%Rumän.vereinh.Renteo.l913 7,9 7,25 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2%% Anatolier 4,2 28 4,13 27,75 4,25 28,25 4,2 28 vamvurg-Amerika-Paket ... 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschif,..........0 Norddeutscher Lloyd ......... 0 w.®. für Verkehrswesen 9ÜL .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 ^ommerj- und Privat-Bank ... O Hatsch,e.Bank und Disconto. 28,75 31,25 65 93,25 54,5 28,25 29,25 65,25 93,5 54 28,9 23 31 65,5 93 54,5 27,9 21,25 29,4 65,5 93,5 54 Gesellschaft................ 0 Dresdner Bank..... n 67 68,5 66 67,75 67,75 68,5 66 68,5 166 165,75 166 164,75 A.I5.®........... n fflebiln . ....... v 30,5 31 29,75 31,25 RAr. Lieferungsgescllschaft... 6 Licht und Kraft £ Selten & Guilleaume........ 0 Rheinische Elektrizität ....... 6 Schuckert LEv....... £ Siemens & „ 124,25 96,65 124,5 97 124,5 96 124,13 96,25 102,5 60 94,13 94,5 102,5 102,5 95 94,5 101,5 102,75 60,13 94,5 95,5 101,5 102,25 60 95 94,5 101,65 Labmever L Lo........V.V.V1O 145,4 116 145 115 144,75 115 145,25 115 Bube nu ......... n Deutsche fcbfll.........* Gelsenkirchener......... barvener ...... ’** 0 Hvesch Etsen-Köln-Reuessen '' 0 Ilse Bergbau ■ Ilse Bergbau Genüsse....... a Klöcknerwerke ....... 0 Mannesman„,M”‘ 0 74 105,75 60,25 74,13 105,5 59,75 74,251 105,13 60,75 1 74,4 105,25 60 90,75 145 110 60,75 62,13 90 145 110,75 60,5 62,5 90,75 71,5 144,5 I 109,751 61,25 62,4 1 90 71,75 145,5 112 60,25 62,5 Fronlfuri a,m Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schluß» kurs Schlußk. minag- börse Datum 6-2- 7-2. 6-2. 7.2. Mansfelder Bergbau .. ....... 0 32,5 33 33,13 33 Koksmerke .... ....... 0 87 7 Phonir Bergbau .... .......0 46,5 47 47 47,13 Rheinische Braunkohlen ..... 10 199,25 199,5 200 200,25 Rheinstahl ........ ....... 0 87 88,13 86,75 87,65 Bereinigte Stahlwerke. .......0 39,25 40 40,25 40,13 Otavi Minen ..... .......0 15 14,5 14,13 14,13 Kaliwerke Aschersleben. ....... 6 115,25 116 115 Kaliwerke Westeregeln. .......6 119 116 118 117 Kaliwerke Salzdetfurth .....IVi 153 154 154 155 3. ®. Farden-Znouslrie .......7 128 127,25 128 127,13 Scheideanstalt........ .......V 179 177,5 Goldschmidt ......... .......O 54 53,25 54,25 53,5 Rütgerswerke........ .......O 53,5 53,65 53,75 53,5 Metallgesellschaft...... .......0 74,5 73,5 74,13 73,5 Philipp Holzmann ... .......O 68 67 68 67,25 Zementwerk Heidelberg ......O 86 86,25 Lementwerk Karlstadt.. .......O 98 98 — Schultheis Payenhoser Aku (Allgemeine Kunsts ... 0 — — 95,5 95,13 etbe) .. 0 45 47 44,25 47 Bemberg........... ...... 0 44,25 45,75 43,75 46,75 Zellstoff Waldhof ..... .......0 48,75 48,4 48,5 48 Zellstoff Aschaffenburg ......0 38 37,5 38,5 37,75 Dessauer Gas....... ....... 7 — — 115,5 115 Daimler Motoren..... ......0 42 44,5 42,25 44,5 Deutsche Linoleum .... ....... 0 47,65 47,5 48 47,5 Orenstein L koppel ... .......0 — 63 63,5 Leonhard Tiey . .... .......0 20,75 22,5 21,5 21,9 Lbade ............... ......10 164,25 164,5 164 164,5 Acru m ul atoren-Fabrik. ......0 179 179,75 179 Iontt-®ummt ...... 0 154,4 152,5 153,25 152,25 Gritzner............. ...... O| 25,9 ____________________1 26,25 Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4 — 72,75 Süddeutscher Zucker.........ej 182 182,5j 182 — Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M 6-Februar 7-Februar Amtliche Jlotierunq Amtliche Jlpticrunn Brie Gelb Brie HelfingforA.. 5,704 5,716 5,734 5,746 Wien....... 47,20 47,30 47,20 47,30 Prag....... 12,427 12,447 12,427 12,447 Budapest ... — —— Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 167,83 168,17 168,03 168,37 LSIo....... 64,93 65,07 65,33 65,47 Kopenhagen. 57,69 57,81 58,04 58,16 Stockholm .. 66,68 66,82 67,03 67,17 London ..... 12,915 12,945 13,005 13,035 Buenos Aires 0.668 0,672 0,671 0,675 Reuvork.... 2,617 2,623 2,587 2,593 Brüssel..... 58,29 58,41 58,19 58,31 Italien..... 21,94 21,98 21,95 21,99 Paris ...... 16,42 16,46 16,41 16,45 Schweiz .... 80,92 81,08 80,94 81,10 Spanien.... 33,92 33,98 33,92 33,98 Danzig..... 81,37 81,53 81,32 81,48 Japan ...... 0,768 0,770 0,771 0,773 Rio de Jan. . 0,215 0,217 0,215 0,217 Ingoslawieu. 5,664 5,676 5,664 5,676 Lissabon.... 11,77 11,79 11,84 11,86 Banknoten. Berlin, 7.Februar Geld Brief Amerikanische Roten.............. 2,54 2,56 Belgische Roten.................. 58 03 Dän' che Roten ................. 57 78 Englische Roten ................. Französische Roten............... 16*37 16,43 Holländische Roten............... Italienische Roten................ 21,83 21 91 Norwegische Noten .............. 65,17 65 43 Deutsch Oesterreich, d 1OO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... 66,87 80,76 67,13 Schweizer Noten................. Spanische Noten................. 33,78 33/12 Ungarische Note» ................