:3 0'0'3^ ssZ^Sj- 184. Jahrgang Zrettag, 7. Dezember M4 Deutschland mit Lavals Vorschlag einverstanden 1. 2. Genf eingetroffen find für England General daß .„französisch-deutsche Heirat" noch nicht voll- Jdj beehre mich, den Empfang Ihres Tele- mn vom 5. Dezember über die Sitzung des ne illustrierte telgebühr.. Temperley — sollen hier die Einzelheiten über die internationale Truppenabteilung feffgetegt werden, wobei auch derDreierausschutz im Auftrage des Rates verantwortlich mitsprechen wird. jci e n Abkommens beweise außerdem, Der Völkerbundsrat nimmt den Saarbericht einstimmig an. Deutschland der geplanten Vereinbarung z u st i m m e n. Das konservative Mitglied Rhys betonte, Simon möge sich vor Augen halten, daß die Entsendung britischer Truppen nach dem Kontinent eine Frage von sehr großer Bedeutung für das britische Volk sei, und daß es sich um ein Recht handelt, das das Unterhaus in Zukunft sehr eifersüchtig zu wahren wünsche. Auf die Frage, ob die Sowjetregierung sich bereit erklärt habe, an dieser Vereinbarung mitzuwirken, erwiderte Simon, aus praktischen, wenn nicht aus anderen Gründen, werde das Zusammenwirken in diesem Fall natürlich unter einer Anzahl von Staaten herbeigeführt werden, die paffend zu diesem Gebiet gelegen seien. Auf die weitere Frage, ob die französische Regierung ihre Truppen von der Saargrenze a u f d i e 2 5 - M e i l e n - G r e n z e zurückziehe, antwortete Simon, ich glaube, es besteht kein Grund, Genf, 6. Dez. (DRV.) Nach einer kurzen Geheimsitzung setzte der Völkerbundsrat die Beratung des Saarberichtes fort. Der französische Außenminister Laval dankte dem Saarkomitee für die erfolgreiche Durchführung seiner Aufgabe. Frankreich stimme den Vorschlägen in vollstem Maße zu. Der Bericht sei im Gei st e der Unparteilichkeit und der Voraussicht abgefaßt, die Frankreich immer gewünscht habe. Frankreich habe seine Verständigungsbereitschaft bewiesen. Laval erwähnte kurz die neuen Garantien, die durch die besonderen Schreiben der deutschen und französischen Regierung festgelegt worden sind, und wiederholte noch einmal seine Erklärung in der Kammer, wo er betont hatte, daß für den Fall einer Volksabstimmung zugunsten des Status quo die volle Souveränität über das Saargebiet rechtlich und tatsächlich auf den Völkerbundsrat übergehen würde. Wenn eines Tages die Saarbevölkerung den Wunsch haben sollte, zum Reich zurückzukehren, dann wäre es Sache des Völkerbundsrates, darüber zu entscheiden. Frankreich werde sich dem nicht widersetzen. Wenn Deutschland den gleichen guten Willen zeige, so werde die Frage entsprechend dem Willen der Saar» bevölkerung gelöst und zu keinen Schwierigkeiten führen. Der englische Großsiegelbewahrer Eden betonte, daß England die Vorschläge des Dreierausschusses a n n e h m e. Er rühmte die staatsmännischen Fähigkeiten des Vorsitzenden A l o i s i, der sich um den Völkerbund und den Frieden verdient gemacht habe. Besonders bemerkenswert sei die Zusammenarbeit beider beteiligten Staaten in Rom gewesen, die wesentlich zu dem Erfolg beigetragen habe. Er hoffe, daß dies ein gutes Vorzeichen.für die späteren Beziehungen zwischen den beiden Staaten und für die friedliche Entwicklung in Westeuropa sei. Der sowjetrussische Volkskommissar Litwinow schloß sich dem Dank an Aloisi und seine Mitarbeiter für die in Rom geleistete Arbeit im Interesse des Friedens an und suchte dann in längeren Aus- Zusammenhang hineingezogen. Das Abkommen bilde eine Schuhmauer, die die französischen Frontkämpfer vor Unvorsichtigkeiten bewahre. Sollte aber der O st Pakt nicht zum Abschluß gelangen, so würden Frankreich und Sowjetrußland ihre Zusammenarbeit eingehend f e st l e g e n. Auch das „Journal" meint, der besondere Vorteil des Abkommens liege darin, daß Frankreich nunmehr dem Druck entgehe, der in der ständigen Drohung einer Wiederholung des Rapallo- Abkommens bestanden habe. „Figaro" erklärt, das neue Abkommen sei außerdem dazu bestimmt, die alarmierenden Gerüchte von einem französischsowjetrussischen Bündnis zu widerlegen und die französische öffentliche Meinung zu beruhigen. „Oeuvre" glaubt zu wissen, daß Frankreich, Sowjetrußland, die Tschechoslowakei und die baltischen Länder einen Ostpakt mit der Zustimmung Englands und Italiens abschliehen würden, wenn sich Deutschland und Polen weigerten, ihm beizutreten. Ät.286 Erster Blatt täglich, außer ddrnngs und Feiertags A Heßla«n: Die Illustrierte ■ Dsti k er Familienblätter ■ Hk imcnm Bild - Die Scholle ■ Ilo Ltr-Vezugspreir: < Beilagen RM.1.95 wähi'i Frankreich verhindert sein würde, Maß- nahnnn, zu seiner Verteidigung zu ergreifen. Die Unke Rechnung des sowjetrussisch- f ran- Die Verbündeten mißtrauen einander. Pariser Furcht vor einem zweiten Rapallo. Genf, 6. Dez. (DRB.) Zwischen dem französischen Außenminister Laval und dem russischen Volkskommissar Litwinow ist ein Vertrag geschlossen worden, worin Rußland und Frankreich sich verpflichten, keine Verhandlungen über zweiseitige Verträge zu führen, ohne fich vorher miteinander in Verbindung zu sehen. Dieses Abkommen, so schreibt pertinax im „Echo de Paris", sichere Frankreich vor einer Wiederholung von Rapallo, während die sowjetrussische Regierung gegen das Risiko einer unmittelbaren deutsch-f ranz ü- sischen Verständigung geschützt sei. Auch die Fühlungnahme französischer und deutscher Frontkämpfer werde in diesen führungen vom Standpunkt des Selbstbestimmungsrechtes der Völker aus die Möglichkeit einer zweiten 21 b ft immun g im Falle der Einführung des Status quo als völlig natürlich hinzustellen. Als letzter Redner dankte Baron Aloisi für die seiner Arbeit gezollte Anerkennung und sprach die Hoffnung aus, daß die Einigung eine Atmosphäre schaffen werde, in der die Saarbevölkerung sich frei darüber aussprechen könne, unter welche Souveränität sie zu treten wünsche. Der Vorsitzende Be- nesch stellte so dann fest, daß der Bericht vom Rat einstimmig angenommen worden sei. Einreiseverbot insGaargebiet für SA. und SS. Reustadt a. d. h., 6. Dez. (DRV.) Der s a a r- bevollmächtigte des Reichskanzlers, Bürckel, erläßt folgende Anordnung: „An alle SA.- und SS.-Männer im Reich! Kommunisten und Emigranten versuchen unter dem Hinweis, daß aus dem Reich „größere Trupps" von SA.- und SS.-Männern in das Saargebiet kämen, die Oeffentlichkeit wieder von angeblichen deutschen P u t s ch a b s i ch t e n zu unterrichten. Um auch diese Zweckmeldung von vornherein entsprechend zu beleuchten, wird angeordnet: Allen SA.-und SS.- Männern ist es strengstens untersagt, in das Saargebiet einzureisen, gleichviel aus welchem Grunde dies geschehe, es sei denn, daß es sich um Abstimmungsberechtigte handelt. Diese haben sich selbstverständlich an den vorgeschriebenen Einreisetermin zu halten. Wer trotz dieser Anweisung den Versuch macht, in das Saargebiet einzureisen, wird von der zuständigen Parteidienst- stelle sofort zur Rechenschaft gezogen. Reustadt / Haardt, 6. Dezember 1934. Gez.: Bürckel Saarbevollmächtigter des Reichskanzlers. 1.80 -.25 1'’ Äüh Ibei Nichterscheinen oo ir änzelnen Nummern «Wit- höherer Gewalt Mraths Antwort an Aloisi. (iljeiif, 6. Dez. (DRB.) Der deutsche Konsul in Zerff nt am Donnerstagnachmittag dem Vorsihen- enibe Saarausschusses, Baron Aloisi, im Auftrage Herr Ministerialrat sammelt. Auflauf an toer Straßenecke. Menschen drängen, schieben und stoßen sich. Alles strebt wie rnaanetisch nach einem Mittelpunkt. Ist dort etwas passiert? Ein Unglück vielleicht? Das scheint nicht -der Fall zu sein. Die Menschen würden sich dann anders benehmen. Aber was mag es nur sein? Das Gedränge wird stärker. Und je mehr wir uns durch die Menschen- massen hindurchwinden, je näher wir an den Mittelpunkt herangelangen, desto lauter werden die Zurufe, desto lebhafter die Worte und Bitten. Denn die Menschen, die sich da drängen, schimpfen nicht etwa, sondern bitten inständig, endlich auch ihr Scherflein in die Sammelbüchse des Herrn — Ministerialrats hineinstecken zu dürfen. Das also ist es! Ein Ministerialrat steht an der Straßenecke, mitten im Gewühl der Großstadt, umtost und umstürmt von einem Haufen freudiger Geber und sammelt für das deutsche Volk! Etwas am Rande des Menschenknäuls, etwas abseits, aber doch nahe genug, um alles beobachten zu können, stehen zwei gutgekleidete Ausländer, zwei Franzosen. Schon lange beobachten sie diesen freudig erregten und freudig bewegten Menschenhaufen, bis einer von ihnen sagt: „Voila la soli- darite nationale!“ Dann gehen sie sinnend weiter. Dieser Franzose, der den Ausruf tat, der ihn tun wird, hat Recht! Voila la solidarite nationale! Das i ft nationaler Gemeinschaftssinn! Unmöglich, daß ein feierlicher, mit weißem, gepflegten Knebelbart behafteter höherer Beamter eines französischen Ministeriums auf dem Boulevard Montmartre in Paris steht und sammelt! Unmöglich, daß ein würdevoller Lord im hohen Zylinderhut an der Downing-Street in London steht und sammelt! Und unmöglich — seien wir ehrlich! — daß vor demKrieg ein Ministerialrat am Alexanderplatz in Berlin gestanden und dort stundenlang gesammelt hätte! Nichts über unsere damaligen Ministerialräte! Aber wären sie nicht zur Salzsäule erstarrt, wenn man an sie das „Ansinnen" gestellt hätte, mit einer blechernen Sammelbüchse „unter das Volk zu gehen"? Und nun wird da an der Ecke nicht nur der Herr Ministerialrat mit dem Sportabzeichen, sondern es werden an vielen anderen Ecken Berlins, an vielen anderen Straßenecken der deutschen Groß- und Kleinstädte am kommenden Samstagnachmittag, am Tag der nationalen Solidarität, noch viele andere Ministerialräte, hohe Reichsbeamte, Minister, Oberbürgermeister, Bürgermeister, Professoren, Künstler von Weltruf, Theatersterne, Propagandaleiter, führende Männer der Partei, Menschen von Rang und Würden stehen, und werden sammeln. Und da wird es mit einem Male keinen Rang und keine Würde mehr geben! Denn alle sind eins geworden und gleich im Streben, auch ihre Person einzusetzen für das große Winterhilfswerk des deutschen Volkes. O ja, man wird von diesem Tag der nationalen Solidarität in aller Welt berichten! Wird schreiben, telegraphieren, kabeln! Vielleicht der eine oder der andere ausländische Berichterstatter mit etwas verkniffener, verbissener Miene! Weil wiederum sichtbar wurde: die deutsche Solidarität der Tat! Denke daran, du deutscher Mann und du, deutsche Frau! Und dränge dich in den Haufen hinein, wenn der Herr Ministerialrat sammelt... Feierliche Eröffnung des Berliner Weihnachtsmarktes. Der große Berliner Weihnachtsmarkt im Lustgarten ist feierlich eröffnet worden, nachdem vorher Knecht Rupprecht, begleitet von 500 Kindern, feinen Einzug durch das Brandenburger Tor gehalten hatte. Wohl 300 000 Berliner waren zufammengeströmt. Weihnachtsbäume mit unzähligen Kerzen schmückten die Freitreppen des Domes, des Alten Museums sowie die Vorderfront des Schlosses. Nachdem Knecht Rupprecht mit feiner fröhlichen Kinderschar den Lustgarten erreicht hatte, erschienen die Minister Göring, Goebbels und Schacht, von der Menge stürmisch begrüßt. Ratsherr Protze sprach dem Winterhilfswerk für das Zustandekommen des Weihnachtsmarktes herzlichen Dank aus. Staatskommissar Dr. Li pp e r t betonte, daß mit dem heutigen Tage die gute alte Tradition des Berliner Weihnachtsmarktes wieder aufgenommen worden fei. Er solle in erster Linie ein Appell an Herz und Gemüt sein. Auch die Erwachsenen sollten wieder jung und froh werden und auf diesem Weihnachtsmarkt ein Abbild finden des Zusammenhangs aller Berufsklassen und Volksgenossen. Ser Führer besichtigt den Film „Triumph des Wittens". Der Führer stattete den Geyer-Kopier-Werkstätten in Neukölln, in denen Leni Riefen st ahl den Film vom Reichsparteitag 1934 „Triumph des Willens" schneidet, einen Besuch ab. lieber zwei Stunden sah sich der Führer Ausschnitte und bereits fertiggestellte Teile des Films an. Leni Riefenstahl zeigte dem Führer die modern eingerichteten Schneideräume und gab einen Einblick in das System der Organisation, nach dem das gesamte Bild- und Tonmaterial, das nicht in diesem Film Verwendung findet, für spätere Zwecke archivmäßig aufbewahrt wird. Dann wurden dem Führer Teilausschnitte des im Entstehen begriffenen Filmwerkes gezeigt. Die Vorführung hinterließ einen starken Eindruck. Beim Verlassen der Arbeitsstätte äußerte sich der Führer außerordentlich anerkennend der Künstlerin und ihren Mitarbeiterin gegenüber. Die Sicherung des Ostpaktes. Ein französisch-russisches Abkommen zur Verhinderung zweiseitiger Verträge. die Franzosen zu ersuchen, mehr zu tun, als sie augenblicklich getan haben, ich freue mich, den Geist zu sehen, in dem die französische Regierung handelt. Die Zusammensetzung der polizettruppe. Genf, 6.Dez. (DRV.) lieber die Zusammensetzung der internationalen Truppenabteilung für die Saar verlautet aus englischer Quelle, daß es sich voraussichtlich um Abteilungen in der Gesamt st ä r k e von 2 0 0 0 b i s 3 0 0 0 Mann handeln werde. Man nimmt an, daß englische und italienische Truppen sich an der Aufstellung beteiligen werden, und daß man mit Schweden und Holland verhandelt, ohne aber hier eine bestimmte Antwort zu haben. Die englische Truppenableilung kann etwa fünf Tage nach dem Beschluß des Völkerbundsrates im Saargebiet einkreffen. Die Uebergangszeit im Saargebiet würde spätestens im April nächsten Jahres ihr Ende finden und dann das neue Regime in Kraft treten. Von italienischer Seite sind B e r s a g l i e ri für das Saargebiet in Aussicht genommen. Rachdern die Sachverständigen der verschiedenen Staaten in 2 IT 3° S.» - - - daß andere Länder, die geeignet für diesen Zweck gelegen sind, ebenfalls bereit sind, ein Kontingent zu stellen, und daß sowohl Frankreich als auch Gez.: Freiherr von Reurath Reichsminister des Auswärtigen. Das Scho in Paris. tot immer mißtrauische Kommentare rechtsradikaler Blätter. P Aor s, 7. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Annahme -einer internationalen Polizei im Saargebiet iturti) die Reichsregierung hat unbestreitbar zu einer« rLsentlichen Entspannung der irter» natia in -n Atmosphäre geführt. Die französische Presste hitet fid) zwar, das Entgegenkommen der ReickbWerung, das allein diese Entspannung er- mögitd)! hat, zu stark zu unterstreichen, um im Entert i|' der französischen Rüstungen keinen zu großen i 7 Nlmsmus aufkommen zu lassen. Aber die Blätter rniitEn doch zugeben, daß nunmehr ein gro - fjenerfyritt auf dem Wege der deutsch- f r a imgii sischen Annäherung gemacht worden HC|t „Wgceo" versäumt es nicht, darauf hinzuweisen, daß Stellungnahme der Reichsregierung kei- n e r (e Zugeständnisse Frankreichs auf dem lie biete der Rüstungen zur Folge babeon iiürbe. Die Annahme einer internationalen Poli^kickedeutete noch nicht, daß die deutsch-fran- zösisirheWerständigung nunmehr zur Tatsache ge- 5 K^öregierung die Antwort Dcuff < wäre. (Beifall.) Auch Herr Laval hat gestern m Genf darum gebeten, daß der R a t felbHliie Verantwortung übernimmt, wie -bi Aufgabe der Aufrechterhaltung der Ordnung ; in' Saargebiet erfüllt werden soll. Eden hat bann* (bart, die richtige Art, diese Frage zu be- handeich bestehe nicht darin, Vorkehrung zu treffen, n a d)ii| k itn Schwierigkeiten entstanden sind, sondern - ji lieben, ob nicht jetzt mit der Autorität des und mit Zustimmung Frankreichs und DeutfÄibs Schritte getan werden können, um die ! 1 ichkeit eines Entstehens der^ Aufiteöierhaltung von Ruhe und Ordnung im Saar- 2 EK^-1-gebM nährend der Abstimmungsperiode abgegeben worivei find. Sie ist ihrerseits zwar der Ansicht, daß §dii Verhältnisse im Saargebiet eine heran- @£057;: u e k im g auswärtiger Kräfte für die ^8 Auf Verhaltung von Ruhe und Ordnung nicht o Inn n 6 i g erscheinen lassen; sie will sich a brÜr^leichwohl damit einverstanden e«k»l c en, daß, sofern der Rat dies beschließt, ;2$?^o:ine i|it rnle internationale Kontingente ;" 5 » n /,Uhrdes Vormittags tCnCnct ziiHCtmr ZMZ W E W W" E W B V VWWv 60 Rpf.,Platzvorschrift ober ■ |B schwieriger Satz 25"/tz mehr Ermäßigte Grundpreise: — A«# d a dG w- aa Stellen-,Vereins-,gemein- General-Anzeiger für Oberhessen sMW ^»Kübeckkonto: behördliche Anzeigen 6Rpf. Irtiinfuirt am Main 11686 Druck iittö Verlag: Vrühl'sche Univerfitätz Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Zchriftleitnng und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7 Mengenabschlüsse Staffel K Ein Lahr Reichskuliurkammer Ä.W-* an MS M Ländern mit starker Zentralisation Anlaß Mde: t tltserhö behörden abgezweigt werden können. Vereinigung ■ »3 hnr fDoirk&hlfitiel Wmg der Die vollständige Landesjustizverwaltungen mit der ReichsjustiM Magnus betar waltung bleibt einem späteren S chr itt oi" ?;]0 HJlar II r $i|en und qi Wffriel n Berlin, 6. Dez. (DNB.) Das Reichskabinett verabschiedete in seiner Sitzung vom 4. Dezember d i e Provinzialbehörden (Präsiden ta Oberlandesgerichte und Generalstaatsanwältei . latfxr Art i '2 -e Gtaatsfe 000 M. (stunde t den oto tsberatur daß diese )i|t Der Rund funk leidet an den Seitenkulissen und die Lichtträger auf den Rängen ein zauberhaftes Licht schufen. Wie sehr die Ausschmückung der Riesenhalle der Akustük zustatten kam, erwies sich bei der vom Phil- harmoniischen Orchester unter Peter Raabes Stabführung gespielten Hymne Beethovens „Weihe des Hauses". Lothar Muethel sprach mit reifer Künstlerschaft das Bekenntnis zum wahren Idealismus aus des Führers „Mein Kampf". Diesem Bekenntnis gab Hans Pfitzner in seiner romantischen Kantate „Von d e u t s ch e r S e e l e" erschütternd Gestatt. Ern Ausschnitt aus der Dichtung des Arbeitsmannes Konrad Liß „Deutsche Der Film ist vielfach auf ein Niveau [j^ gesunken, das künstlerisch gar nicht mehr bish* werden kann. Wir suchen jene tragisch-heroj! Stoffe, die unserer Zeit das Gesicht und k heiterbeschwingten Vorwürfe, die diesem Gesich/ versöhnenden Zug geben. Die deutsche Kunst $ Begriff, sich zu einer wirklichen Darstellung Hz schaftlich bewegter Weltanschauung eyiporzu^ grammsorgen! er muß für Millionen nl schen täglich geistige Kost in Hülle und Fülle H-- halten. Darunter senkt sich manchmal das Ai,, andererseits aber sind vielfach auch die Anlr/ Der Führer besucht Mackensen. Besondere Ehrung des Feldmarschalls zu seinem 85. Geburtstag Ministerium zur Verfügung. Auch die beamten- verwaltungsrechtlichen Verhältnisse der justizbehörden bleiben unberührt. ' Zur Iung5 °bnur L5 Plai M Fall zu F sich da 'Ji £'”uuen d Gseiilkoni Äibtfi umf niiten des E-iirrat Dr Wen Ausga kÜWs liqu »cjon von A Irtn desselben begrüßen. Auch in Stettin war der schwarz von Menschen; die Menge brach in^ endenwollende Heilrufe aus. Gauleiter unb IF Präsident Schwede begrüßte den Führer , Zuge.So wurde die Rückfahrt des Führers zu einer herzlichen Kundgebung der Freu«* Bevölkerung. General von Hutier gestört Berlin, 6. Dez. (DNB.) Im Alter von ren ist in den Räumen des Nationalen «Iw» Berlin General der Infanterie Oskar' H u t i e r nach einem Schwächeanfall infolge R fchlages verschieden. äjentii** b/ "rilßrungsb« HAtiex 'Koto M i M Ich glaube, daß die kommenden großen Bildhauer, Baumeister, Maler und Dicht reits auf dem Wege find. Daß man nicht vernimmt, ist kein Beweis dafür, daß da sind. Jede große Kunst braucht Zeit. Unterdes aber wollen wir die großen Wei deutscher Kunst an das Volk heranbringen, das Volk wieder zur Kunst zurücksindet. können nicht ohne einander leben und Das deutsche Künstlertum aber insgesamt sich in Ehrfurcht und Dankbarkeit vor jjj Führer, dessen künstlerischer Dämon der btutfc. Politik den mitreißenden Zug und dessen fyy der deutschen Kunst den leidenschaftlichen gab. Glücklich ein Künstlertum, das über sich Staatsmann weiß, der ihm nicht nur kraft £ Amtes, sondern auch kraft seines Herz und kraft seiner glühenden Hin» verfallen ist! Die Größe des nationalsozi Aufbauwerkes im Politischen gibt Dorstellun Umriß der Größe des kulturellen Aufba an dessen Anfang wir stehen. Im Zuge des ( marschieren wir alle nach dem Gesetz, nach d angetreten sind. Adolf Hitler zeigt uns den 6 r 2ii5 ^lleutna pW Kren ‘>t der t telbare Leitung der Justizverwaltungen unter Fortfall der Landesministerien für Justiz. Das Gesetz gibt dem Reichsminister der Justiz jedoch für die Ueberganqszeit die Befugnis, für einzelne oder mehrere Länder oder Landesteile Beauftragte zu bestellen, die die Bezeichnung „Beauftragte des Reichsministers der Justiz" führen. Diese Beauftragte leiten ihre Dienststellen als Abteilungen des Reichs ju st izmini st eriums nach den Weisungen des Reichsjustizministers. Die Einrichtungen, Beamten und Hilfskräfte der früheren obersten Landesbehörden stehen dem Beauftragten als Dienststellen zur Verfügung. Solche Abteilungen wurden gebildet für Bayern, Sachsen-Thüringen, Württemberg-Baden und für die Länder Hamburg, Mecklenburg, Oldenburg (ohne Birkenfeld), Bremen und Lübeck: Reichsjustizministerium Abteilung Nord. Die Befugnisse der Länderjustizverwaltung in den Ländern Hessen, Braunschweig, Anhalt, und beide Lippe werden von der Reichsjustizverwaltung unmittelbar übernommen werden. liflichtsra Mhohe. 2 in i $ 'o .Berlin, $ kichskor DNB. Falkenwalde, 6. Dez. Dem großen Heerführer und letzten Feldmarschall des alten Heeres, Generalfeldmarschall von Mackensen, wurde aus Anlaß seines 85. Geburtstages eine außerordentliche Ehrung bereitet. Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler begab sich in Begleitung von Reichswehrminister Generaloberst von Blomberg, des Chefs der Heeresleitung, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, und des Reichsaußenministers Freiherr von Neurath nach Falkenwalde in Pommern, um dem greisen Generalfeldmarschall persönlich die Glückwünsche des deutschen Volkes zu seinem Ehrentag zu überbringen. Auf der Fahrt dorthin wurde der Führer von der Bevölkerung lebhaft begrüßt. In Falkenwalde wollte das ganze Dorf den Führer begrüßen. Der Generalfeldmarschall, der die Uni». form seines alten Husarenregiments trug, empfing den Führer bereits an der Tür seines Hauses, umgeben von seiner Familie. Der Führer sprach dem Generalfeldmarschall in überaus herzlichen Worten den Glückwunsch des gesamten deutschen Volkes aus, worauf der Jubilar in bewegten Worten für die unerwartete Ehrung, die ihm überraschend zutell geworden fei, dankte. Er erklärte u. a.: „Herzlichen Dank Herr Reichskanzler und Führer, daß ich Sie heute in meinem Haufe begrüßen kann, und daß Sie mir und meiner Familie die große Freude und Ehre erweisen, hier persönlich zu erscheinen. Mein ganzes Leben lang habe ich mich begnügt, meine Pflicht zu tun und meinem Vaterlande zu dienen, soweit es in meinen Kräften stand/ Nachdem der Generalfeldmarschall auf die Bedeutung des preußischen G e i st e s für sein Lebenswerk hingewiesen hatte, dankte er noch einmal dem Führer: „Ihre von Herzen kommenden Worte haben mich tief bewegt, und ich danke Ihnen für Ihr persönliches Erscheinen aus tiefstem Herzensgrund. Es ist jedenfalls für mich am heutigen Tage die größte Freude und Ehre, auch das Reichs- oberhaupt in meinem Haufe begrüßen zu können." Dann sprach der Reichswehrminister Generaloberst v. Blomberg dem Generalfeldmarschall die Glückwünsche der deutschen Wehrmacht aus. Der Generalfeldmarschall dankte auch diesem für die so ehrend dargebrachten Wünsche der Wehrmacht. General der Artillerie Frhr. v. Fritsch, der Chef der Heeresleitung, überbrachte die G l ü ck- wünsche des Reichsheeres und teilte mit, daß das Reichsheer dem Generalfeldmarschall ein Reitpferd zum ständigen Gebrauch als Geschenk darbringe. Anschließend sprach Reichsaußenminister Frhr. v. Neurath seine Glückwünsche aus. Noch den zahlreichen Gratulationen zogen sich der Füh- Die Presse Ist sichtbar in ihre Ausgabe blnLI gewachsen. Der ewige Streit zwischen Verleger 3 Schriftleiter ist endgültig zu überwinden .tl durch Verständnis beider füreinar g und erhöhte Arbeitsgemeinschaft^ der weder der eine der herzlose Brotgeber lediglich der Zahlmeister, noch der andere • Schreibkuli oder der Federfuchser ist. Berlin, 6. Dez. Die Reichskulturkammer, die Trägerin des kulturellen Lebens im neuen Deutschland, beging heute in einer festlichen Kundgebung die Feier ihres einjährigen Bestehens. Der Sportpalast trug ein festliches Gewand. Die Ränge und ihre Decken waren mit weißem Tuch verkleidet. Ueber die weinrote Decke des Mittelraumes zogen sich breite weiße Bänder. Die beiden Halbbogen waren zu festlichen Kuppeln verwandelt. Der stufenförmige Aufbau der früheren Empore war ebenfalls ganz in Weiß gehalten. Von ihm aus strebten an den Seiten Pfeiler empor, deren Zwischenräume, mit rotem Tuch beschlagen, das silberumrandete Hakenkreuz trugen. Dor dem Mittelfeld, das das Wappen der Kunst zeigte, stand inmitten hoher silberner Säulen, die von den goldenen Adlern der Bewegung gekrönt waren, das Rednerpust. Vor der Empore warfen hochschäftige Feuerschalen eine Lichtflut in das blendende Weiß, während die großen Scheinwerfer den Seitenkulissen und die Lichtträger auf den R »iMsieinn von b lieh, 1000 Mai N nkzeitsli D1 rtnaltur I Smnahmen a M agnus nkgesel Not und Wende" erfuhr durch die Lehrabteilung der Reichsführevschule des Arbeitsdienstes in Potsdam eine prachtvolle Wiedergabe. Johann Sebastian Bachs Arie aus der v-Dur-Suite zauberte Peter Raabe auf dem prächtigen Klangkörper des Philharmoniischen Orchesters mit wundervoller Klarheit hervor. Aeichsmimster Dr. Goebbels führte dann in seinem Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit der Reichskulturkammer u. a. etwa folgendes aus: Unsere erste Aufgabe bestand darin, aus dem Wirrwarr der Vereine und Verbände eine klare und homogen wirkende Organisationseinheit zu schaffen. Auch eine zweite Gefahr, die der Erfüllung der uns in der Reichskulturkammer gestellten Aufgaben drohte, wußten wir glücklich zu Überwinden: die Meinungs- und Richtungsstreitigkeiten, die seit mehreren Jahrzehnten das deutsche Kunstschaffen bis zu seiner vollkommenen Verödung ausgesüllt hatten, durften auf dem Boden dieser großen neuen Organisation keineswegs ein neues Betätigungsfeld finden. Hier galt es, dem künsllerischen Schaffen nach den schweren geistigen Fieberkrisen der vorangegangenen Jahrzehnte überhaupt erst wieder ein klares Ziel und eine fefte Richtung zu geben. Dabei dürfte es keinen Augenblick besstitten bleiben, daß die nationalsozialistische Weltanschauung eben als Weltanschauung in die Erscheinung trat und deshalb auch souverän sein mußte in der Formung ihres nationalen Kulturwillens. Zum Fall Hindemith. Ein Jdeenwechsel bedingt einen Personenwechsel. Und wo das auch vielfach aus Mangel an Talenten praktisch nicht durchgeführt werden konnte, da mußte denn doch, wenn nicht Begeisterung und Hingabe, so minde- ftens Verständnis und Loyalität für die neue politische Gestaltung des Reiches verlangt und gefordert werden. Wir sind in dieser Umstellung der Kräfte nicht kleinlich verfahren. Aber es kann und darf der nationalsozialistischen Bewegung und ihren Wortführern nicht verwehrt werden, zum deutschen Kulturstand eindeutig und kompromißlos Stellung zu nehmen. Es entspricht nicht der Loyalität, die der schaffende Künstler dem neuen Staate schuldet, wenn nationalsozialistische Forderungen, die im Geiste der kämpfenden Bewegung ihre Rechtfertigung finden, als von gewissen Kreisen kommend, verdächtigt und Diskreditiert werden. Denn der Nationalsozialismus ist nicht nur das politische und soziale, sondern auch das kulturelle Gewissen der Nation. Es bedeutet auch keinen Freibrief für jenen Nachwuchs, der als Wortführer einer vergangenen Epoche fungierte, daß er sich der väterlichenPatronanzunbestrlttener K ü n st l e r, die es in diesem Falle an dem nötigen politischen Instinkt ermangeln lassen, erfreut. Man kann weltanschauliche Entgleisungen schlimmster Art aus der Vergangenheit nicht damit entschuldigen, daß man sie als Jugendwerke abtut, bei denen ihr Schöpfer und Vater noch gar nicht wußte, ob er überhaupt Maler oder Komponist werden wollte. Verantwortlich dafür ist nicht der viel- berufene Zeitgeist, sondern der Künstler selbst, der mit seiner Person und mit seinen Namen hinter dem Werk steht. Technische Meisterschaft entschuldigt nicht etwa, sondern verpflichtet! Es ist bann bequem unb billig, zu behaupten, es hanble sich babei um schnell hingeschriebene Gelegenheitswerke. Das ist es ja, baß Gelegenheit nicht nur Diebe, fonbem auch atonale Musiker macht, bie, um der Sensation zu dienen unb bem Zeitgeist nahe zu bleiben, nackte Frauen auf ber Bühne in obszönsten unb kitschig-gemeinsten Szenen im Babe auftreten lassen unb sie babei zur Verspottung eines feigen Geschlechts, das zu schwach ist, sich dagegen aufzulehnen, mit den mißtönenden Dissonanzen einer musikalischen Nichtskönnerei umgeben. Unsere altdeutschen Meister werden sich dafür bedanken, in solchem Zusammenhang Senannt zu werben. Und wenn sich die musikalische ugend in Deutschland dazu bekennt, so ist bas nur ein Beweis bafür, wie notroenbig es ist, rücksichtslos dagegen anzugehen. Das festzulegen, hat nicht das mindeste mit politischem Denunziantentum zu tun. Wir sind erhaben über den Verdacht, wahrer und echter Kunst kleinliche und schikanöse Vorschriften machen zu wollen. Gewiß können wir es uns nicht leisten, angesichts der auf der ganzen Welt herrschenden, unsäglichen Armut an wahrhaft produktiven Künstlern auf einen echten deutschen Künstler zu verzichten. Aber es soll bann eben ein wirklicher Künstler fein, fein atonaler Geräuschemacher. Das mußte gejagt werben, um in dem Widerstreit der Meinungen Klarheit zu schaffen. Die Arbeit der Kammern. Die Arbeit der Reichsmusikkammer gilt der Hebung des deutschen Musiklebens und der Verminderung der Erwerbslosigkeit, die im abgelaufenen Jahr im Durchschnitt um 50 v. H. herabgedrückt, in Einzelfällen sogar ganz beseitigt wer- Mit General von Hutier ist wieder ei .g.tf Heerführer des großen 5Ben unffN zur Großen Armee abberufen worden. ' 1857 in Erfurt als Sohn eines 9f jors geboren. Seine Erziehung genoß dettenkorps. Als Leutnant trat er tn o rie-Regiment 18 ein. Seit 1889 w«r stabsoffizier. Als Oberst fommanbierte - n bis 1910 das Hessische Leibgaroe behalten. Dies gilt insbesondere für die lüto nähme der Iustizhaushalte auf den hosi JIUV)t. u halt des Reiches. Bis dahin stehen die im :Mmsgebühr haushalt für die bisherigen obersten Kanbrsjufr behörden bereitgestellten Mittel dem Reichs Iden konnte. Das Gesetz über die Vermittelung von Muftiaufführungsrechten stellt die kulturpolitischen ! Gesichtspunkte gegenüber den bis dahin waltenden wirtschaftlichen Interessen stark in den Vordergrund. Als internationaler Erfolg ist die Gründung des „Ständigen Rates der internationalen Autoren" hervorzuheben, an dessen Spitze Richard Strauß steht. Daneben sind die Ausbildung des musikalischen Nachwuchses, die Betreuung der deutschen Musik im Auslande, die Unterstützung notleidender Musiker und die Pflege der Hausmusik die Hauptaufgabengebiete der Kammer, für welche aus Reichs- und Kammermitteln der Betrag von insgesamt 180 OOO Mark angesetzt worden finb. D i e Reichskammer ber bilbenben Künste sah ihre erste Aufgabe in ber Schaffung einer organischen Einheit des Berufsstanbes. Maß- gebenb für bas Schaffen sind Berufsgrundfätze, die den Künstler zum Treuhänder und Sachwalter deutscher Kultur und Kunstgesinnung adeln. Durch meinen Erlaß, bei allen öffentlichen Bauvorhaben Mittel für Zwecke der bildenden Kunst auszuwerfen, sind den schaffenden Künsllern Aufgaben erwachsen, die es ihnen ermöglichen, dem Kulturwillen des Staates Ausdruck zu verleihen. Durch Veranstaltung von Ausstellungen und Wettbewerben, Schaffung einer Alters- und Hinterbliebenenversicherung usw. bemüht sich die Kammer mit allen Kräften, die soziale Notlage der bildenden Künstler zu beheben. An staatlichen Mitteln wurden für Zwecke der bildenden Kunst 200 OOO Mark aufgewendet. Das Theatergesetz nimmt das gesamte Theaterwesen aus der früheren gewerbepolizeilichen Regelung heraus und unterstellt es hinsichtlich der Erfüllung feiner Kulturaufgabe der Führung des Reichsministers für Dolksaufklärung und Propaganda. Der Theaterveranstalter ist nicht mehr in der Hauptsache ein auf Gewinnerzielung bedachter Unternehmer eines Gewerbebetriebes, sondern ein ÄulturfaEtor, der die Aufgabe der Führung und Verwaltung seines Theaters nach bester künstlerischer und sittlicher Ueberzeugung im Bewußtsein nationalsozialistischer Verantwortung zu erfüllen hat." Für soziale und kulturelle Zwecke haben bie Fachoerbände ber Kammer 370 000 Mk. aufgebracht. An staatlichen Mitteln wurden für das deutsche Theaterwesen rund 12 000 000 Mk. eingesetzt. Die erste Ausgabe der Reichsschrifttums- Eammer war eine Säuberungsaktion auf allen Gebieten des Schrifttums. Nicht weniger als 40 v. H. betrug allein der Anteil des Judentums am deutschen Schrifttum. Weiter galt es, ein einheitliches Standesbewußtsein der deutschen Schriftsteller zu schaffen und ihnen ihre große Verantwortung vor Staat und Nation zum Bewußtsein zu bringen. Auch der Buchhandel und das Leihbüchereiwesen mußten gereinigt werden. Kontrolle der Preis- und Geschäftsgebarung einerseits, Ausstellungen und großzügige Werbe- aEtionen wie die deutsche Buchwoche andererseits sorgen dafür, daß das Buch wieder zu einer Sache des ganzen Volkes werden kann und wird. Diese Aufgaben schließen in sich auch die soziale Betreuung des deutschen Schriftstellers. In ungezählten Fällen konnte das Schlimmste an Existenzsorgen ab- gewendet werden. Eine Kranken- und Altersversorgung wird nach ihrem Abschluß eine wertvolle Sicherung für den Schriftsteller bedeuten. 130 000 Mark betragen bie staatlichen Aufwendungen für das deutsche Schrifttum. Die führungslose, zersplitterte P r e s s e in Deutschland zu einem ft arten Instrument des Staatswillens zu machen, war die Aufgabe, vor der sich die R e i ch s p r e f s e k a m m e r sah. Es galt zunächst, bie Auseinandersetzung innerhalb der Presse selbst abzustellen und ihr die wirtschaft- Eichen Existenzgrundlagen aufs neue zu sichern. Beides ist gelungen. Im Verlagswesen wurden die persönlichen und sachlichen Voraussetzungen geschaffen und die wirtschaftliche Beftiedung durchgeführt. Wichtig war bie Regelung ber Bezieherwerbung, bie teilweise zum Schaben ber Presse unglaubliche Formen angenommen hatte. Die Gesamtarbeit der Reichspressekammer hat bas Ergebnis zu verzeichnen, daß zahlreichen Verlagsbetrieben die Existenz erhalten blieb. Damit sind nicht nur in den Betrieben selbst zahlreiche Arbeitsplätze erhalten geblieben, sondern es wurde auch die Möglichkeit erhalten, für einen vielgestaltigen Einsatz geistiger, kulturschöpferischer Kräfte. Das Schriftleitergesetz verleiht dem Schriftleiter eine grundsätzliche neue Stellung. Er wird nicht mehr lediglich als Angestellter des Verlegers aufgefaßt, sondern als selbständiger Träger einer e r z i e h u n g s p o li ti s ch e n Aufgabe an der Nation. Demgemäß wird seine geistige Unabhängigkeit gegenüber störenden wirtschaftlichen Einflüssen gesichert. Träger des Gesetzes ist der Reichsverband der deutschen Presse, in welchem alle an der Presse Tätigen zusammengefaßt werden, nachdem ihre Berufseignung geprüft ist. Die Voraussetzung für bie Berufsausübung ift bie Eintragung in bie Berufs- liste, bie heute runb 15 000 Schriftleiter umfaßt. Ungeeignete Elemente (etwa 1500) wurden ausgemerzt. Daneben beschäftigte sich ber Reichsverbanb ber deutschen Presse mit dem Ausbau feiner sozia - len Einrichtungen unb ber Neuformulierung ber arbeitsrechtlichen Bedingungen der Schriftleiter (Versorgungswerk der deutschen Presse, Tarifwerk); die Verhandlungen schweben noch. Die Zusammenfassung aller am Rundfunk Schaffenden zur Erzielung einer Höchstleistung aus der Gemeinschaft ist Ausgabe der Reichsrundfunkkammer. Die Hörerorganisation garantiert Propaganda und Widerhall im Volk. Ueber eine Million Volksempfänger wurden in einem Jahre aufgelegt. Der Hörerzuwachs beträgt in einem Jahr rund eine Million. Die Konstruktion eines Spezialkurzwellenempfängers für Uebersee, die Schaffung des deutschen Richt st rahlers in alle Erdteile sind sichtbare Leistungen deutschen Rundfunkschaffens. Dazu kommt ein Finanzierungsabkommen m i t Elektrizitätswerken für Volksempfänger, nach bem in 18 Monatsraten von 4,40 Mark dieses leistungsfähige Instrument erworben werden kann. 80 v. H. aller Finanzierungsanträge laufen von Arbeitern und Angestellten. Die Arbeitsbeschaffung für bie Funk- Inbuftrie ist in ihrem Umfange kaum abzumessen. Der Funk selbst ist aufgebaut als Instrument ber politischen Staatssuhrung. Das Gesetz über bie Errichtung einer vorläufigen Filmkammer stellte Filmwirtschaft und Filmkunst auf neue Basis. Die Filmkreditbank wurde gegründet zur Sicherung der deutschen Produktion. Sie hat 8V2 Millionen Mark Kredite gegeben; 62 Spielfilme und 68 Kultur- - Das: o'l trffe 1 fein wird. In Betracht kommt hier namentlich^ Uebejtragung der Zuständigkeit-,' Jll uh^ers 2 phen bi 1934 ein zweites Gesetz zur Ue derlei tun g , _____ der Rechtspflege auf das Reich. Mit, Hörden zu übertragen, wozu in manchen Heinere ■ diesem Gesetz übernimmt das Reich auch in den v außer preußischen Ländern die unrnit- Ni). Dr Ma | IW beim R ' irjntomm rer und der Generalfeldmarschall zu einer IN® - Unterhaltung zurück. Inzwischen hatten sich twr/' Geburtstaghaus zahlreiche Volksgenossen, 5^ HI. usw. eingefunden, die in stürmische ausbrachen, als sich ber Führer mit bem Ä®51’. felbmarschall unb besten Familienangehöqfi ber Freitreppe bes Hauses zeigte. , Um 13 Uhr trat ber Führer mit feinet W'* tung bie Rückfahrt nach Pölitz an. Dort faU® W inzwischen Tausenbe von Bauern Umgegend eingefunden, bie ben kleinen “J- •' Hof umlagerten, um ben Führer zu sehen J Reichs^ . 1 Gottfr srufung ,0 1 Missa « H (Bemal Gesetz trifft Vorsorge, baß biefe Provinz,«:; ben sogleich mit den erforderlichen ÜJZitarbtitcjj -rx versehen werden können. Es sollen zu biefemW 'SXn,Trr entsprechende Kräfte von den obersten LandesM' ■ filme wurden damit ohne Verlust finanziert. Das Lichtspielgesetz ersetzt bie früher polizeilich gehandhabte Zensur durch positive Mitarbeit an der Gestaltung des Filmes durch staatliche Stellen. Der Reichsfilmdramaturg wurde eingesetzt zur Aktivierung dieser positiven Mitarbeit. Der Film- n a ch w e i s hat schon sichtbare Leistungen zu verzeichnen. Das Reichssilmarchio umfaßt heute schon 1200 Filme von künstlerischem ober kulturellem Wert. Die Förberung bes Tonschmalfilmes unb bes Kulturfilmes würbe befonbers betrieben. Seit 1. Oktober b. I. muß in jeber Vorstellung ein Kulturfilm von mindestens 300 Meter Länge gezeigt werden. Zugleich wurde der Schulfilm aus- gebaut. Künftige Aufgaben. Auf dem Gebiete der Musik unb Oper gilt es, ben Spielplan zu aktualisieren und ihn durch Oualitätswerke junger,moderner Musiker wirkungsvoll zu bereichern. Dieses Bestreben jedoch muß begleitet sein von einem rücksichtslosen Kampf gegen jene Art von Nichtskönnern, die hinter einer modischen Dissonanzsucht ihre eigene Unzulänglichkeit zu verbergen suchen. Dasselbe gilt für die bildende K u n st. Der Führer selbst hat der edlen Baukunst nicht nur schöpferische, sondern auch materielle Initiative zurückgegeben, so daß wir hier besonders imponierende Werke für die nächsten Jahre zu erwarten haben. Dem Theater fehlen noch in weitem Maße die Dichter der Zeit, die die Kraft besitzen, die großen tragischen Spannungen unserer Epoche für die Bühne zu gestalten. Solange sie auf sich warten lassen, wird es geboten sein, vor allem in einer von modernem Geist erfüllten Pflege der Klassiker die darstellende Kunst zur letztmöglichen Reife der geformten Schau emporzuführen. Das Schrifttum muß den patriotischen Schund überwinden unb an feine Stelle bie wirklich gekonnte Darstellung ber großen nationalen Lebensimpulse unserer Zeit vorrücken lassen. Oas Reich übernimmt die Rechispfle-t. M, Fortfall der Landesjustizministerien. ■ Das Gesetz gibt bem Reichsminister der ZEl etom ferner bas Recht, bie Befugnisse der bishech obersten Landesbehörden auf Nachgeordnete 5| |6f Dfl” । und nstl 1 hat « vinbes V dtretuM6« Miü und oc &n Delban Lendete uiiuciei|eii9 uuer juiu uitijauj uuaj uie Zinißr^ 9hr zu hoch gefetzt. Es muß ein B oltsf unV i{ör^,a? t wahrsten Sinne des Wortes fein. • 4t, die er ' k -Regiment 115, 1910 wurde er als M- AM gej s che Fälle seien ihm bisher c ngilt ommen. noch nicht Aus aller Well mit hier Heilbronn Karls, 0Eftlingen e % R°, Baden / Esslingen Ruhestand versetzt. t! n, 6. Dez. (DNB.) Nach einem Erlaß chsers und Reichskanzlers vom 4. Dezember lun gswerks sowie die Angelegenheiten BDie Weihnachtsfreude für den Herrn: , EEin großes Paket ALVA »RUNDE SORTE« non 3 0 bis 40 Mark für d i e Per- grnacht würden, antwortete der Sachverstän- Eine gehaltvolbwuruge Mischung nach echt macedonischer Art im Aegypterformat aus nachM*" « in manche alisation F elli n, 6. Deg. (DNB.) Im Rundfunkprozeß ^nZch noch einmal die beiden Wirtschaftssachver- ■i^in Geheimrat Dr. Kastl und Dr. Jessen queren wollte. Der Packwagen und der erste Personenwagen entgleisen, die Lokomotive stürzte um. Der Lastwagen wurde vollkommen zertrümmert und seine beiden Insassen, die Fahrer Schick und Schurr aus Lnzvaihingen, wurden g e f ö - t e L Auch der Lokomotivführer Schaber, Karlsruhe, und der Heizer Weidling, dem beide Beine abgefahren wurden, kamen ums Leben. Hilfszüge aus Mühlacker und Stuttgart wurden sofort an die Anfallstelle entsandt. Die Hauptgleise der Strecke Pforzheim—Stuttgart sind gesperrt, der Verkehr wird über Heilbronn umgeleitel. Die Reisenden des verunglückten Zuges wurden in Kraftomnibussen nach Stuttgart weiterkransportiert. Das Unglück ist darauf zurückzuführeu, daß die Schranke an dem Bahnübergang nicht geschloffen war. Bis jetzt sieben Todesopfer des Kinobrandes bei Perpignan. Von den Personen, die, wie bereits gemeldet, bei einer Vorstellung eines Wanderkinos in der Nähe von Perpignan durch den plötzlichen Brand eines Films verletzt wurden, haben 20 nach Anlegung eines Verbandes nach Hause gehen können. 36 Personen wurden an hals, Händen und Gesicht so schwer verbrannt, daß sie ins Krankenhaus gebracht werden mußten, wo die Aerzte die ganze Nacht hindurch mit ihrer Behandlung be= J in gleich" h e. Außerdem Ijatte er die 10 000 Mark x t 'n die Aufgaben des Reiches und Preu- Förderung des deutschen ungsbetrag von 3000 Mark. Auf eichsminister8 fugnisse der Schnellzug Paris—Wien mit einem Kraftwagen zusammengestoßen. Bier Tote. Bei der württembergifchen Oberamtsstadl Vaihingen an der Enz ist der Schnellzug D 37 Paris—Wien am Donnerstagvormittag 8.55 Uhr nach der Durchfahrt des Bahnhofs Vaihingen verunglückt. Der Zug stieß mit einem Lastkraftwagen zusammen, der einen Bahnübergang überund 1 sott wirtschaft auf dem Gebiete der Neubil- dung chujschen Bauerntums bleiben unberührt. Das Ende des Flotienverirags Amerika beruft seine Abordnung aus London ab. Washington, 6. Dez. (DRB.) Die amerikanische Regierung wird die Kündigung des Flottenvertrages durch Japan dahin auslegen, daß I a - pan die Londoner Verhandlungen zu beenden wünsche. Sie wird daraufhin d i e amerikanische Abordnung abberufen. Sie hofft jedoch, daß sich innerhalb der zwei Jahre, während der Vertrag in Kraft bleibe, ein Weg finden lasse, der sowohl die Begrenzung der Seerü st ungen wie die politische Stabilität auf den Weltmeeren verbürge. Der amerikanische Sonderbotschafter in London, Rorman Davis, erklärte Pressevertretern, daß Amerika den Standpunkt vertrete, der jeder Ration das Recht auf gleiche Sicherheit zugestehe. Diese Gleichheit der Sicherheit sei aber nicht gleichbedeutend mit Gleichheit der Rüstung und Bewaffnung. Eine Abänderung des durch Vertrag festgesetzten Kräfteverhältnisses müsse zu Unsicherheit, Argwohn und Wettrüsten führen. Keine Ration würde aus ihr Ruhen ziehen. Amerika selbst habe sich zur Verminderung der Rüstungen zur See um 2 0 v. H. bereit erklärt. Amerika erwartet natürlich keineswegs, daß irgendein Land einen Vertrag eingehe, den es für unvorteilhaft Halle; das Washingtoner Abkommen habe jedoch hinsichtlich der Erhaltung des Friedens im Pazifik fegensreich gewirkt. Amerika würde daher eine Kündigung des Abkommens durch Japan außerordentlich bedauern. Dies bedeute mit anderen Worten, daß die Regierung der Vereinigten Staaten die Forderung Japans nach Rüstungsgleichheit zur See ablehne und sich mit der Beendigung des Flottenpaktes abgefunden habe. Oer memelländischeLandiag einberufen Memel, 6. Dez. (DNB.) Der Gouverneur des Memelgebietes hat den memelländischen Landtag auf den 13. Dezember zu der angekündigten außerordentlichen Sitzung einberufen. Die litauischen Organe im Memelgebiet haben ihre Polizei angewiesen, die Abgeordneten an den Vorbereitungen für die Landtagssitzung zu hindern. So ist der lirhebung hat er mit warmem Herzen be- i und mitgemacht. Durch langjährige Dorar- nlhat er die Gründung des Rei'chsver- i!ld-s deutscher Offiziere, der Spitzen- tzeing der Offiziere der alten Wehrmacht ange« t und den Deutschen Offiziersbund in diesen nüßerbanb übergeführt. f dem Berliner Rundfunkprozeß. Einkommen des Angeklagten Magnus. tim st w e i l i g e n Ruhestand versetzt. Ä!IS Reichsarbeitsministerium iifie Instanz für Siedlungs- und Wohnungswesen. it! Planung und der Kleinsiedlung e5 iw**-. IM». «tH und in Preußen auf den Reichs- fanterie y r b Ml • m i n i ft e r über. Als beratendes oöcheaMiOrg.n in Fragen des Siedlungs- und Woh- nungsV' ns kann der Reichsarbeitsminister einen „ft ä niiiig e n Siedlungsbeirat" errichten. Die 2! liifnben des Reichsministers für Ernährung «5 Ls? « $omon d«, ¥» «nd dch Jm- das über 1 W nur hi i diese PM ^gnus erwiderte, daß seine juristische Tä- irdeMen »i der Reichsrundfunkgesellschaft rein rund- s Men?v-^""^e-jiischen Fragen galt, während er für Rechts- • ?er Funkstund- Emz-Ifrag-n st-u-rt-ch. fag. ufch«r Urt usw. zu erledigen hatte. Außerdem )abei Luatssekretär Sautter seine Zustimmung zur ArrtinitzU'ayZahlhlni der 10 000 Mark jährlich gegeben. Dr. ü ta ^echchMagLU! bekam bei der Reichsrundfunkgesellschaft em 4 0 [>0 IR a r f jährliches Gehalt und eine sÄufi icytsratseNtschädiguNg : *• -alle auf bed) e r .r ; “ ; 1 [tefyn bie irSyniv la-sgebühren von der Funkstunde, den V e r - oberften ß'f i ch d a(Gr sind. Daß * > Stuttgart 1 Schakel elngeschlägen. Samtllche Möbel 6^5 Hauses waren durchsucht worden. Aber man stellte nur den Diebstahl von Wertpapieren im Betrage von 150 Franks fest. Die Potizei verfolgt bereits eine bestimmte Spur, und man rechnet mit einer sen- sationallen Aufklärung des Mordes, da es nicht ausgeschlossen erscheint, daß der Täter ein naher Verwandter der Opfer ist. Reliquen- und llrkundensunde aus dem . 14. Jahrhundert. Bei Erneuerungsarbeiten fand man am Hochaltar der Pfarrkirche von Nörtershausen bei Simmern im Hunsrück einen aus Blei hergestellten Reliquienbehälter, in dem sich u. a. Reliquien von Märtyrern aus der Paulinuskirche in Trier befanden. Ferner wurde eine aus dem Jahre 1321 ftam- menbe Pergamenturkunbe bes Dechanten von St. Paulin in Trier in gut erhaltenem Zustand ge- borgen. Die eigene Frau ermordet? Unter dem Verdacht, feine Frau ermordet zu haben, wurde Vincenz K u r tz aus Lauchhammer (Provinz Sachsen) verhaftet. Die Frau wurde im dichten Gestrüpp hinter dem Friedhof erhängt auf- gefunden. Kurtz, der auch mit anderen Frauen Liebschaften unterhält, gibt an, daß seine Frau Selbstmord begangen habe. Es besteht jedoch der Verdacht, daß Kurtz seine Frau erwürgt und erfragen und die Leiche, um einen Selbstmord vorzutäuschen, aufgehängt hat.Etwa 300 Meter von der Fundstelle sand -man auch Spuren eines Kampfes. Von einer Steinlawine getötet. Ueber die Weißbachklamm bei Strobl im Salzkammergut ging infolge plötzlichen Tauwe11ers eine riesige Steinlawine nieder. Ein zufällig vorübergehender Jäger aus Strobl wurde von der Lawine ersaßt. Er sand unter den Trümmern ben Tod; feine Leiche konnte nach Wegräumung der Schuttmassen geborgen werden. „kaviarjack" gibt der Polizei einen Tip. — Reuyorker Banknotenfälscherbanbe ausgehoben. Kriminalbeamten ber Bunbespolizei glückte in Neuyork ein großer Schlag gegen Banknotenfälscher. Sie konnten eine der größten Noten- fälfcherbanden, die feit Jahren in den Vereinigten Staaten „arbeiteten", in mehreren Stadtteilen Neu- yorks und Newarks festnehmen. Es wurden bisher eine Frau und elf Männer verhaftet. Außerdem wurden in mehreren Schlupfwinkeln, die die Bande benutzte, 7000 äußerst geschickt gefälschte 100-Dollar-Scheine sowie drei Druckpressen aufgefunden. Die Bande soll in wenigen Jahren Falschnoten in Höhe von 2 Millionen Dollar in Umlauf gebracht haben. Auf die Spur der Bande kam man durch die Festnahme eines Verbrechers mit dem Spitznamen „Kaviarjack", der in vielen teuren Gaststätten mit 100 - Dollar - Scheinen zahlte, bie erst später als Fälschung erkannt würben. Ein hessisches Dialektstück. Die Laienspielschar der Darmstädter Spielgemeinschaft erzielte mit der Uraufführung des neuen Oden- wälder Dialektstücks „Die schöne Melusine" im Kleinen Haus des Hessischen Landestheaters einen vollen Erfolg. Der Verfasser, der sich hinter dem Pseudonym Karl Friedrich verbirgt, ist ein Lehrer aus dem Odenwald. Kokainschmuggler verhaftet. Darmstadt, 6. Dez. (LPD.) Wieder einmal versuchte ein Ausländer, mit leitenden Angestellten einer hiesigen Großfadrik pharmazeutischer Produkte zwecks Rauschgiftschmuggel in Verbindung zu treten. Es handelt sich um den 43 Jahre alten Händler Paul Rossier aus Genf, der sich jedoch in feinen eigenen Schlingen fing und in Untersuchungshaft kam. Der ausgeschreckle Zirkuslöwe. LPD. Frankfurt a. M., 6. Dez. Im Schu- rnanntheater gastiert augenblicklich ein Artist, der sich mit einem dressierten Löwen vroduziert. Als am Mittwochnachmittag ein junger Angestellter des Schuhmanntheaters im Kulissenraum ein Fenster öffnen wollte, sprang er auf den dort aufgestellten Löwenkäfig, um bas Fenster besser erreichen zu können. Der Löwe, ber ruhig in seinem Käfia lag, würbe durch die Erschütterung des Käfigs so erschreckt, daß er mit der Tatze durch das Gitter e i n Bein des unvorsichtigen Angestellten erfaßte und es so schwer verletzte, daß der junge Mann dem Krankenhaus zugeführt werden mußte. Aufgeklärter Raubüberfall. LPD. Frankfurt a. M., 6. Dez. Der Kriminalpolizei ist es in kurzer Zeit gelungen, den R a u b ü b e r f a l l in der Roseggerstraße aufzuklären und die Täter fest zunehmen. Bekanntlich wurde eine Kinobesitzerin am vergangenen Samstag gegen 22 Uhr von einem jungen Mann überfallen, zu Boden geworfen und eines Handkoffers beraubt, in dem sich neben einigen Kleinigkeiten ca. 140 RM. Bargeld befanden. In der Nähe des Tatortes wurden zwei weitere Männer beobachtet, die sich um die Hilferufe der Ueberfallenen nicht kümmerten, fo daß von vornherein angenommen werden mußte, daß es sich um Komplizen des Räubers handelte. Tatsächlich haben die beiden nach dem Geständnis der jetzt ermittelten und festgenommenen Täter bei dem Raubüberfall Schmiere gestanden. Er handelt sich um den 20 Jahre alten, in Oberursel geborenen Johann Schmitt, um ben 23jährigen, aus Mannheim ftammenben Adolf Stempfle unb um den in einem Orte bei Germersheim geborenen 21 Jahre alten Josef Kuhn. Alle drei trieben sich ohne feste Wohnung in Frankfurt umher. Von dem geraubten Geld hatten sie bei ihrer Festnahme nur noch 28 RM. im Besitz, den Rest hatten sie bereits verjubelt. ien(leutnant unb später Kommanbeur ber 1. ix Division, die er auch ins Felb führte, in ben jci n Kämpfen an ber Pser, in ber Winter- J<5 der Champagne usw. Unter seinem Ober« hl «wurde im September 1917 Riga einge- Imm e n. Seiner Führung ist auch die über- |i)?'l)e Besetzung der Inseln Oesel und , '«ns;-u zu verdanken. Neuen Ruhm erwarb er sich Ulf • im miHjahr 1918 als Oberbefehlshaber der 18. Ar- ir J? 9lh)temCsf' tie er bis vor bie Tore von Amiens führte, i JW W * h» PW pi'Nt Tobe des Generals von Hutier ver- .b Tchchs^jft^tcht ber Führer des Reichsverba nb es b“' k ' il djer Offiziere, Generalmajor a. D. a von ber Goltz, einen Nachruf, in dem i. ausführt.- Hutier gehörte zu ben erfolgreich iib berühmtesten Heerführern bes Weltkrieges. qroU< eheilafen gehören ber Geschichte an. Für uns -k - - außerdem von 1919 bis 1933 Führer D u t s ch e n Of f i z i e r s b u n d e s. Die natio- )U «■ I- 1 ’nKyvincni jl J. u, ioiu ivuiuc et ui» xyc- Äßilr ajor Kommandeur der 74. Jnfanterie-Bri- •’ij. Als Oberquartiermeister und Mitglied der WV*fci-nfommiffion der Kriegsakademie kam er 1911 ho* ijBlei Großen Generalstab zurück, wurde dort 1912 Wer ÖQ jy' >»> id btm '©rund) ter Notverordnung wurde fein Einkommen Ävich bie besauf M Mark gekürzt, dazu kamen Einnahmen hÄtmsje ber aus «feiser Syndikatstatigkeit für die Funkdienst- riihrt ZmbiH,llvon durchschnittlich 10—11 000 Mark jähr- ich, ’ilOi» Mark aus der Breslauer Rund - un kz itschrift unb aus einer Nachlaß- ) e r tüt® t u n g jährlich 6—11000 Mark. Dazu t Linmhmn aus seinem Vermögen, seinen Erspar- Nissen t ib aus einem Miethaus 3000 Mark jähr- llp“* lief). :Li Magnus hat also während seiner Tätig- feit ben Rundfunk ein durchschnittliches imlnmmen von über 85000 Mark jäh : ltch bezogen. **1^ Feder in den einstweiligen SS Ruhestand verseht. r in stüM »Ar in, 6. Dez. (DNB.) Der Führer und ührer m ^R e i «ll'Sk a n z l e r hat den Staatssekretär samilienonge-jm ! ^chswirtschaftsministerium, Diplomingenieur zeigte- .Prof. Gottfried Feder unter gleichzeitiger A b - I^rer mOb erji1!: n g von dem Amt als Reichs- liDf f a r f ü r das Siedlungswesen Eiwährung des gesetzlichen Wartegeldes in li1 a nus hatte als Vorstandsmitglied der Reichs- dBulgesellschaft fü n f I ah re hindurch je „ Ätzens zmr 1 - o „ , * ..des nungswesens, der Reichs- und jImM.Lan! 1 1 ....... es Atio°1im R Ar - =^UVURnEMBERG hingen Zfw/m OLudlvi9sbur3 fetzige Fraktionsführer der Latidwlrtschaftsportel Killus-Wannagen auf dem Bahnhof in Prökuls von der politischen Polizei f e st g e h a l - t e n worden, als er sich zu einer Besprechung seiner Fraktion nach Memel begeben wollte. Ebenso ist ein anderes führendes Mitglied der Landwirtschaftspartei durch die Polizei an der Teilnahme an dieser Besprechung verhindert worden. Der jetzige Präsident Bruvelaitis hat die politische Polizei am 3. dieses Monats veranlaßt, die Einladungen an die Landtagsabgeordneten zu den Fraktionssitzungen anzuhalten. Am 4. dieses Monats ist ein Teil dieser Einladungen zum Postversand freigegeben worden. Diese Maßnahmen lassen darauf schließen, daß man mit der für den 13. Dezember anberaumten Landtagssitzung etwas Aehnliches vorhat wie mit denen am 27. Juli und am 6. September, die man durch allerlei gesetzwidrige Machenschaften beschlußunfähig gemacht hat. Maffenentlaffungen Danziger Eisenbahner durch die polnische Staatsbahndirektion. Danzig, 6. Dez. (DNB.) Die polnische Staatsbahndirektion hat annähernd 170 deutsch-danziger Eisenbahnarbeiter und Handwerker entlassen und weitere Entlassungen angekündigt. Dieses Vorgehen, das an überholte, alte Methoden erinnert, hat in Danzig lebhaftes Befremden hervorgerufen. So erklärt der offiziöse „Danziger Vorposten", daß er hierin einen Verstoß gegen den ©etft der Verständigung erblicken müsse. Das Blatt schildert die illegalen Methoden der polnischen Staatsbahndirektion gegenüber den vertragsmäßig übernommenen deutschen Bediensteten. Der polnischen Behauptung, es handele sich bei den Entlassenen um Saisonkräfte, steht die Tatsache gegenüber, daß sich unter den Betroffenen eine große Anzahl von Eisenbahnern befindet, die auf eine jahrzehntelange Dienstzeit zurückblicken können. 200 Angehörige der in Moskau und Leningrad Hingerichteten nach Sibirien verbannt. Moskau, 6. Dez. (DNB.) Die Angehörigen ber in Leningrad und Moskau Hingerichteten 71 Personen wurden auf Veranlassung bes Bundeskommissariats des Innern auf drei bis zehn Jahre nach Sibirien verbannt. Die Zahl der Verbannten beträgt gegen 200. Ihr Eigentum verfällt dem Staat. fchäftigt waren. Fünf Kinder unb zwei Erwachsene sind an ihren Brandwunden gestorben. Man nimmt an, daß noch weitere Todesfälle zu erwarten sind, da sich mehrere Krunke in hoffnungslosem Zustand befinden. Die Untersuchung scheint ergeben ZU haben, daß der Brand durch Kurzschluß verursacht worden ist. Es ist festgestellt worden, daß nicht alle Sicherheitsvorfchriften beachtet worden sind. Der Besitzer des Lichtspieltheaters wird sich voraussichtlich wegen fahrlässiger Tötung vor Gericht zu verantworten haben . Die Toten von ben Galapagos-Jnseln. Kapitän Allan Hancock, ein Millionär aus Los Angeles, ber sich, wie bereits bekannt, nach den Galapagos-Jnseln begeben hatte, um die geheimnisvollen Leichenfunde auf der kleinen Felseninsel Marchena aufzuklären, hat funkentele- graphisch mitgeteilt, daß es sich bei den Toten um den Deutschen Rudolph Lorenz unb den Norweger Nuggeruud handelt. Sie sind an den Folgen der Hitze unb bes Wassermangels zugrunde gegangen. Neben ben Leichen von Lorenz und Nuggeruud wurde auch noch die Leiche des schwarzen Dieners der beiden Männer gefunden. Sie waren, wie Kapitän Allan Hancock ergänzend mitteilt, von ber Baronin Wagner von ber Charles- Insel vertrieben worden und sind nach einer Irrfahrt auf der Marchena-Jnsel verdurstet. Hancock gab weiter bekannt, daß Dr. Ritter am 21. November auf der Charles-Insel einem Herzschlag erlegen sei. Die Baronin Wagner sei seit dem 5. Juli mit einem ehemaligen Angestellten ihres früheren Pariser Modesalons namens Philippsohn von der Charles-Insel verschwunden. Golbfieber in Kalifornien. Ein Ausbruch von G o l d f i e b e r hat eine wahre Völkerwanderung nach der Stadt Mojove verursacht, die in der kalifornischen Einöde gelegen ist. Alle Unterkunftsräume ber Stadt sind überfüllt, und bie angrenzenben Hügel finb mit Zelten hoffnungsvoller Golbgräder bedeckt. Den Anlaß hierzu bildet der Umstand, daß eine im September v. I. von einem vormaligen UniDerfitätsftubenten entdeckte Goldader sich als viel reichhaltiger herausgestellt hat, als anfangs vermutet wurde. Der Bergwerkssachverstän- bige, ber bie Wiederaufnahme des Betriebes finanzierenden Gefellfchast, ber sich an Ort und Stelle befindet, hat erklärt, die Goldader fei groß und ungewöhnlich reich und werde vielleicht große Bedeutung für Kalifornien und die ganze amerikanische Nation gewinnen. Dreifacher Raubmord bei Straßburg. Ein schweres Verbrechen wurde in der Nacht zum Freitag in Remmelsang bei Straßburg verübt. Ein greises Ehepaar, das dort mit einem ebenfalls hoch- betagten Verwandten ein großes Haus bewohnte, wurde in den Morgenstunden vorn Ortsgeisttichen tot aufgefunden. Allen war mit einer Stange ( MarkfürRechtsberatung von der it [ftnbe bekommen. Die Anklagebehörbe stellt sich v.« nac^f r* Standpunkt, daß Magnus sowieso die ^uftänbior^1 Erratung für die Funkstunde zu machen hatte rben N1 diese Gebühren eine v e rs ch le ie rte G e - «ralftarf “ tafteUten. _ , senden fir xz - !■ .«„wijni «>er) n oiht *rei umfangreichen S pese n l i qu i d a - Iturelhn m H®1111 des Angeklagten Dr. Flesch zu äußern. !i % V"Dr. Kost! erklärt«, in geroijsem Umfang x ^'-Ausgaben für Bewirtungen im Interesse des er liquidiert werden. Wie es mit der Liqui- j 91 uns loa limnon Ausgaben für Einladungen von Direk- ' ^sfelben Konzerns gehalten werde, das müsse Fel zu Fall entschieden werden. Auf eine Frage, er sich dazu stelle, wenn bei derartigen Zusam- liten Luxuslokale besucht und Ze- Büchertisch. — O. F. Heinrich, Die 8-Kurve bei Remberg. Kühne Tat eines Eisenbahnerjungen. 112 Seiten. Mit farbigem Titelbild und 13 Textbil- dern von Willy Planck. In Ganzleinen gebunden mit farbigem Schutzumschlag 2,50 RM. Herold-Der- lag R. & E. Lenk, Stuttgart-W. — (505) — Otto, der Held dieser packenden Jugenderzählung, ist der Sohn eines Lokomotivführers. Unter Einsatz seines eigenen Lebens bringt er es zuwege, den durch einen Erdrutsch gefährdeten D-Zug Berlin—Wien —Budapest kurz vor der 8-Kurve zum Stehen zu bringen und damit im letzten Augenblick vor einer ungeheuren Katastrophe zu bewahren. Nur ein kleiner Junge ist Otto, aber ein Kerl, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. — Daß der Verfasser nebenher auch einen Einblick in die Technik des Eisenbahnbetriebes gewährt, wird jedem Jungen willkommen sein. — Alice Verend, Zwei Kinder fahren den Rhein hinab. Eine Erzählung für die Jugend. 136 Seiten. Mit einem Titelbild und 34 Textbildern von Gertrud Colsman. In Ganzleinen gebunden mit farbigem Schutzumschlag 3,60 RM. Herold-Verlag R. & E. Lenk, Stuttgart-W. — (504) — Dieter und Erika sind rechte Glückskinder! Kommt da eines schönen Tages Onkel Emanuel und sagt: „Wollt ihr mitfahren? Den Rhein hinab auf einem ganz einfachen Frachtbockt mit Jan Kül- ler und dem Pudel „Stump", von Basel bis hinab zum Niederrhein? An vielen stolzen Burgen vorbei, hochstrebenden Domen, herrlichen Städten. Viele Schifflein mit bunten Wimpeln ziehen vorüber, frohe Menschen singen und winken, die Rebenhügel glänzen in der Sonne. Wollt ihr mitfahren?" Hättet ihr da nein gesagt? Ich glaube nicht, und Dieter und Erika sagten auch nicht nein. Was sie auf der Fahrt sahen und erlebten, und welche Bewandtnis es dann noch mit „Tulipan" hatte, das könnt ihr in diesem schönen Buche lesen. — Maria Grengg: Edith ganz im Grünen. Ein Roman für junge Mädchen. Oktav. 160 Seiten. Mit 20 Textbildern von der Verfasserin. In Ganzleinen gebunden mit farbigem Schutzum- schlag 3,60 Mark. Herold-Verlag R. & E. Lenk, Stuttgart-W — (509) — Aus Stadtstaub und Schule kommt Edith zu Tante Doktor ins Sonnenhaus auf dem waldumrauschten Berg. Was erlebt ein junges Mädchen alles in solch einer herrlichen Sommerseligkeit! Der geliebten Tante wird beim Doktern geholfen; in der kleinen Landwirtschaft wird mitgearbeitet; der Natur, dem Getier, der Scholle, der man zum ersten Male dienen lernt, wird weit das überströmende sechzehnjährige Herz aufgetan. Das Stadtkind lernt seine Heimaterde lieben und betreuen und sieht im schlichten Dienen um sie eine Zukunft, die der künftigen Frau würdig ist. — Frieda Hauswirth: Hanuman. Eine Erzählung von den heiligen Affen Indiens. Geh. 4,80 Mk., Leinen 6,25 Mk. Rotapfel-Derlag, Erlenbach-Zch. und Leipzig. — (483) — Frieda Hauswirth, die vor Jahresfrist das Buch über „Meine indische Ehe" veröffentlicht hat, bringt nun als zweites dieses entzückende, ergreifende Affenbuch, eine Erzählung von den heiligen Hanuman-Affen, die da und dort in Indien scharenweise vorkommen und im Dorfleben eine bedeutungsvolle Rolle spielen. Frieda Hauswirth hat es verstanden, das Dasein und Handeln der Menschen und Tiere in lebendigen Bildern dazustellen, die großes Wissen und reiche Erfahrung vom Dorf und vom Dschungel, von den heiligen Stätten, von Hungersnot und Dürre verraten. Das Buch ist vor allem eine Tiergeschichte der besten Art. Die indische Atmosphäre, die Vegetation, das Dschungelleben werden überaus anschaulich. — Das Ständebuch, ein neuer Bilderband der Insel-Bücherei. Es hat den Menschen immer Vergnügen gemacht, die Stände und Berufe, Lebensalter oder Geschlechter aufmarschieren zu lassen. Solche „Revuen" begegnen uns in den alten Totentänzen wie in den Fastnachtsspielen, und noch im Abzählvers unserer Kinder hören wir ein Echo davon. Eins der schönsten Zeugnisse dieser Art aus der Mitte des 16. Jahrhunderts ist die „Eygentliche Beschreibung aller Stände", eine Folge von 114 Holzschnitten des Jost Amman mit Reimversen von Hans Sachs. Dieses kleine, in künstlerischer und namentlich kulturgeschichtlicher Hinsicht so ergiebige Werk ist jetzt getreu nach dem Original als „Das Ständebuch" in der Insel-Bücherei des Insel-Verlags zu Leipzig erschienen (in farbigem Pappband 80 Pf.). — (528) — Vom Papst bis hin zu den Narren reicht die Reihe der Bilder, und es ist eine anmutige Belehrung, die man beim Durchblättern des Büchleins erfährt. Man blickt in die Apotheke und in die Singschule, in die Werkstätten von Drucker und Buchbinder, Glaser und Schneider. Auf die Zusammen- hänge mit den alten Totentanzfolgen weist das Nachwort von Richard Graul hin, der auch mit Amman und seinem Schaffen bekannt macht. Die treuherzigen Verse von Hans Sachs ergänzen aufs schönste die Bilder. Seine Sprache ist oft eigenwillig, und man ist dankbar für ein Wörterverzeichnis, das zuweilen, auch kleine kulturgeschichtliche Exkurse gibt. So bietet das Buch eine Fülle von Anregungen. 05785 X Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Hinscheiden unserer lieben beiden Entschlafenen, für die zahlreichen Blumenspenden, für die liebevolle Pflege durch die Krankenschwester und besonders für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Böning sagen wir auf diesem Wege unseren herzlichsten Dank. Familie Wilhelm Jost Familie Christoph Balser, Gießen Marie Balser, Witwe Marie Becker, Witwe Rödgen, Gießen, am 6. Dezember 1934. J. Hirz Seltersweg 22 • Gegründet 1875 Das führende Fachgeschäft für 7192 D Bilder und Einrahmungen modernes Kunstgewerbe Statt Karten Für die vielen Beweise inniger Anteilnahme beim Heimgang unseres lieben Verstorbenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. Insbesondere danken wir dem Herrn Pfarrer für seine trostreichen Worte. Ebenso dem Kavallerie- Verein Gießen für die unserem lieben Toten erwiesenen Ehrungen. Familie KnobeL Gießen, den 7. Dezember 1934. MonhlöoCQ von3 bis 20v.H. erhalten Sie bei wieder- ndLniduSu holten Veröffentlichungen einer Anzeigei ra -1\ A Wn-nnö Men-SlWllAlMrW öer Stadt Gietze«. Das in den städtischen Waldungen im Winter 1934/35 anfallende Eichen- und Vuchenslammholz, und zwar: 7167C rd. 155 fm Eichenstammholz, N, 1. Klasse ii 545 „ ,, „ 2. ,, „ 550 „ „ „ 3. „ „ 95,, „ „ 4. „ „ 15 „ „ „ 5. „ H 70 „ „ A, 3. ,, ii 50 „ „ „ 4. „ „ 5 „ „ „ 5. „ hauptsächlich aus den Abteilungen 30, 31, 44, 45 und 54 (Försterei Rödgen) rd. 50 fm Buchenstammholz, N, 3. Klasse ii 25 „ „ „ 4. „ ii 40 ,, „ ,, 5. ,, ii 25 ,, ,, A, 3. ,, „ 15 „ „ „ 4. „ ii 5 „ „ ,, 5. „ hauptsächlich aus den Abteilungen 31, 44, 45 und 54 (Försterei Rödgen) soll auf dem Wege des schriftlichen Angebots verkauft werden. Das Holz wird ohne Rinde gemessen, nach der Homa aufgearbeitet und an die Abfuhrwege gerückt. Entfernung von der nächsten Bahnstation 4—5 km. Nähere Auskunft erteilen das Hessische Forstamt Gießen (Fernruf Gießen 2936) und Förster Brück in Rödgen bei Gießen. Schriftliche Angebote, getrennt für jede Holzart und Klasse und mit der Aufschrift „Nutzholzverkauf vom 15. XII. 34" versehen, sind bis zum Samstag, dem 15. Dezember 1934, 12 Ahr. an die Bürgermeisterei Gießen, Zimmer 8, einzu- reichen. Gießen, den 5. Dezember 1934. Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister. Wte helfe« r Am Montag, io. Dezember 1934, findet im Lass Leib, Walltorstraße, eine Veranstaltung der Fachgruppe Gaststattengewerbe zugunsten des Winierhilfswerkes 1934/35 statt 4 (Zs ist gelungen, folgende Mitglieder des Stadttheaters zur Mitwirkung zu gewinnen: Heinz Weiser, Lieder und Arien Hansi Salzmann singt aus unseren Operetten Franz Valckenberg, heitere Lieder Maria Perry, Lieder und Arien Gert Geiger, Ernstes und Heiteres Hilde Plank, Tänze Paul Nieren, Ansager Vorgesehen ist ferner die Aufführung eines Skeffches durch Mitglieder des Stadffheaters RnMttstzeW Lam Den musikalischen Teil der Veranstaltung bestreitet die Kapelle Krengel 4 Beginn der Veranstaltung 21 Uhr Eintritt 50 Pfennig. Vorverkauf: Zigarrenhaus Eubana, Marttstr., Wilhelm Möser, Seltersweg IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIN Äla Anzelgen-Miiengefellfchaft Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften Gietzen / Stbulfivatze 2 3Kit viel liebe und Freude bereitet die Hausfrau das Weihnachts-Gebäck. Die Zutaten bietet ihr in bekannter Güte zu billigen Preisen der Kaufmann 1ÜL* Was sich ein Photofreund zum Feste wünscht? Sicher fehlt ihm dies oder jenes Teil zur Ergänzung seiner Photo-Ausrüstung. Hier sind einige solcher Tips: Ombrex gibt Ihnen unfehlbar die richtige Belichtungszeit! EahrickluufeM ptrrjÄ entwickelt bei l’a- I Q geslicht! n'R Ätativ, klein, für II Ihre Rocktasche LL sHM passend! /TA Hetaüa*pe gibt vGV'J Ihnen das stim- AWMfc mungsvolle Fami- lienbild! Selbstaaeldser. Sie können sich hiermit selbst photographieren ! Photoalben, der alleinige Platz für Ihre Bilder! VacnbUtn gibt Ihnen die beeten Photos! Jastophot, der genaue Belichtungsmesser! Kugelgelenk gestattet Ihnen die leichte Kamera- Ausrichtung! könnte. Alles für die Photo- Ausrüstung finden Sie in großer Auswahl und sämtlichen Preislagen im Fach-Geschäft Fragen Sie Ihn, was er wohl brauchen Bollfilm-Kanette. Hiermit wird Ihre Plattenkamera zur Rollfilmkamera! 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Maximum 11,1 Grad, Mini^I 3 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe: am 6 £1 abends 7,3 Grad, am 7. Dez.: morgens 5,4 Celsius. — Niederschläge 2,4 Millimeter. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm ße{ Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übS Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans ö verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: The^ Kümmel. DA. XI. 34: 11500. Druck und fori?- Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steinbrutftn R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 y Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. niet» Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 % mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vom 2. Juli 1934 gity Saarkundgebiity der Gießener BurschenscM Am Sonntag, 9. Dezember 1934.20 findet in der Neuen Aula der UnlvenZ eine Saarkundgebung der Gießener £ schenschatt statt. — Es wirken u,it: Der Männergesangverein Groß-Rosse- (Saar); der Akademische Gesangvert:: unter Leitung von Prof. Temesvary; k- Musikzug der Reserve-Standarte 116 C, Festrede hält der Leiter der B.O.si brücken: Pg. Dr. Schumacher. Die Feier ist für jeden alten und jungen Bundi», Schalter hochoffiziell. Auch laden wir die Bevölh rung der Stadt Gießen herzlichst ein. Pr.Coburger, B.O.-Leiter, cand. med. Martin,örtl.Syrtcw Aetchsfarmmwe 3m(er e. D. ortsgnwveGletze» Sonntag, 9.d.M. nachm. 2.30 Uhr VersWvla«? dkISooskU>.Akken Metzels» am Samstag, dem S. Dezer. । Job. Rinn 8i qitdt b r>uho uni Süs uni) der ■ Aalins hilft, er Minako' Der M das B gedru blick ab, das er' lung zu lallen k bereitun läge Z> feines 5 hatte 0pftrs < liir das nahm, Die Tür Der Gei in den sich alle; Wie sich dies« eines je 6tali zeit d e ausüt oerneur den Ku tcn odi heute i oolutio höchste! zu ven heu jvergrc zu tonst | wieder z i Ännenpc mitte' I Freili aus p 1? -ine1 '«“ment. ;r°ubf u '? nientf S i ,!r leien ( fc* irg I 2)er3 der für; folg sei dieser $ grundsä fierfjani lern Hai !>>e ryefti perweise Hellt, üraufj ur ihre mtete. Der FL ervinnun 'rMn| (b Jilnif 'eden Dü Kr. 2P6 Zweites Blatt GiehenerAnzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zreitag, 7. Dezember 1934 Buntes Allerlei Das Pferderennen in Nachthemden. nächst unbeantwortet blieben. Wie konnte der Täter der Täter und Ausdauer übertreffe, was von seinen Kame- gelangen, raden in Zweifel gezogen wurde. Da warf Hansum e und in • inrrrirr fetrton utrit/# nnh - t * Zeitschriften. 8 r d 8 n 2 t. d L Öl Ä Be- und jede »S'ieRettervonDeutsch-Ostasnka' Festvorstellung im Lichtspielhaus. uinalroman lesen sich die Einzelheiten der Tat. '"er Mörder, der auf ungeklärte Weise bis in !>as Vorzimmer des Gewaltigen vor- i>e d r u n g e n war, wartete geduldig den Augen- ick ab, als Kirow die Vorarbeit an einem Referat, ns er am gleichen Tage in einer Parteioersamm- mg zu halten hatte, beendete und das Haus ver- .s:sfen wollte. Der Täter wußte von dieser Vor- !!?reitungsarbeit Kirows, denn er war vierzehn ixige zuvor, eigens zum Zweck der Ermordung ines Widersachers, in die Stadt gekommen und !itte Gelegenheit, sich in die Gepflogenheiten seines l^fers einweihen zu lassen. Da — als er hinter der lur das Geräusch eines weggerückten Stuhles oer- i "hm, sprang er hinter d i e Portiere, l Tür öffnete sich, der Mörder drückte ab. tisr Getroffene sank zu Boden, von einem Schuß r den Nacken getroffen. Mit Blitzesschnelle hatte I fe alles abgespielt... Wie aus einem schlechten Kriminalroman lesen fo diese Einzelheiten — oder wie aus dem Bericht eines jener Bolschewiken-Terroristen, die — w i e tot a l i n und Kirow selbst — in der Zaren- i ztt den aktiven Terror predigten und W s ü b t e n. Damals waren es Großfürsten, Gou- rrneure und andere „Zarenschergen", die unter dn Kugeln der „Volksrächer" ihr Leben aushauch- t i oder von ihren Bomben zerrissen wurden, — lute ist es Kirow, der aus einem fanatischen Re- ri utions-Terroristen selbst zum Inhaber eines der lichsten Posten geworden war, die der neue Staat z vergeben hatte; früher war es Kirow, der schoß - heute ist er das Opfer. Und wie früher, so t - Fen die Terroristenschüsse alarmierend, lösen SirDofität aus, lassen Rückschlüsse auf gewaltige irnere Spannungen zu, die zu Bestürzung und Be- frngnis Anlaß geben. )0ie Sowjetbehörden haben von vornherein dar- «i verzichtet, dem Vorfall nur eine lokale Bedeu- zuzuschreiben. Dazu war die Persönlichkeit Kiiows nicht angetan, haß sie durch die Erklärung eii's nur persönlichen Racheaktes in ihrer Bedeu- tiry herabgesetzt worden wäre. Und auch die Sow- sjctiresse fand sofort das Stichwort, das nie bisher , Denagt hat, die Erklärung, die immer noch zutraf, jph'ie die größte Deutungsmöglichkeit besaß: „Der ; Mussen feind hat einen der größten Söhne schnitt aus dem heldenhaften Kampf unter der Führung Lettow-Vorbecks um den Besitz unserer deutsch-ostafrikanischen Kolonie gegen eine unerhörte englische Uebermacht während des Weltkrieges. Er gibt ein Bild vom Leben und von der Kulturarbeit Im Beiprogramm sahen wir zwei interessante Kulturfilme, „Allerhalterin Sonne" und „Thüringen, Land und Leute", ferner die neue Wochenschau und einen Vorspann zu dem Ufa-Film „Fürst Woronzoff". —r— Das ist in großen Zügen die Fabel, die der Spielleiter Herbert Selpin in schönen klaren Bildern und lebendigen, spannenden und mitreißenden Szenen gestaltet hat. Ein winziger Ausschnitt nur aus einem jahrelangen, mit übermenschlichen Opfern, unendlicher Hingabe und heißer Liebe zum größeren Deutschland geführten Kampf; ein Schicksal, das sich hundertfältig so oder ähnlich damals auf verlorenem Posten in Ueberfee abgespielt hat; aber die Ereignisse rücken uns heute wieder nah, die Gestalten rühren uns lebendig und brüderlich an und lassen uns empfinden, was da draußen geleistet worden und oerlorengegangen ist, — daß wir stolz darauf fein dürfen, daß wir ein wohlerworbenes Recht darauf haben, und daß es bitter nottut, den deutschen Kolonialgedanken nicht untergehen zu lassen. Die Handlung wird von ausgezeichneten Darstellern getragen, deren unmittelbare Wirkung darauf beruht, daß sie nicht „spielen", sondern einfach da sind, denken und handeln, wie alle damals draußen gedacht und gehandelt haben. Vor allem sind Sepp Rist (Hellhof) und Peter Voß (Creßwell) zu nennen, zwei prachtvolle Offiziere, aufrecht und anständig, männlich in Wort und Haltung, ritterlich und pflichtbewußt. Schlicht und überzeugend auch Ilse S t o b r a w a als die tapfere kleine Farmersfrau, die ihrem Mann als gute Kameradin im schweren Kampf unerschütterlich zur Seite steht, und Rudolf Klicks als der junge frische Volontär, der sein Versprechen mit dem Tode besiegelt und sich für die deutsche Truppe aufopfert. — Hand den Entschluß gefaßt, die Freuden der „Tschel- luskin -Leute zu teilen, ohne an ihren Gefahren und Leiden irgendwie Teil gehabt zu haben. Er lM lns Wolgagebiet und trat dort als einer der „Tscheljuskin"-Helden auf, als Erinnerungszeichen an feine Polarreife ein kleines Eisbär-Moskottchen im Knopfloch tragend. Und nun hielt er, gastfreundlich aufgenommen und von Empfang zu Empfang und von Festmahl zu Festmahl geschleppt, ausführliche Vorträge über „feine Erlebnisse" in der Arktis, über Hunger und Kälte, über das fieben auf der Eisscholle und über die abenteuerliche Rettung durch die wackeren Flieger, die ihr Leben wagten, um das feine zu retten. Die Leichtgläubigkeit' der Be- wohner der abgelegenen kleinen Orte, die er vorsich- tigerroeife mit feinem Besuch bedachte, ermöglichte es ihm, fein Spiel eine geraume Zeit lang förtzu- fetzen, bann aber wurde fein Reifeprogramm auf unerwartete und ihm sehr unangenehme Weife durch höhere Gewalt abgeändert; da der falsche Polarfahrer sich getrost seines eigenen Namens bediente, unbf eine Erzählungen immer phantastischer wurden, so wurde eine höhere Regierungsstelle des Distrikts mißtrauisch und durchforschte die Lifte der Mitglieder der „Tscheljufkin"-Expedition. Und als ein Mann dieses Namens nicht darunter war, wurde eri n Haft genommen. Vor Gericht wird ihm nun selbst sein Eisbär-Maskottchen nichts mehr helfen. der GPU. im Gebrauch ist? Wie kam er ungehindert in das Palais, das stets bewacht und gesichert ist? Wenn man hört, daß zehn Offiziere der Armee am Attentatstage verhaftet und eine Stunde später erschossen wurden, daß der Leiter der Leningrader GPU., der verdiente Bolschewist Medwedj, und mit ihm eine große Anzahl anderer leitender Beamten ihrer Aemter entsetzt und dem Gericht übergeben wurden, daß die oberste Rätebehörde eine drakonische Verschärfung des Gesetzes gegen die Feinde des Staates beschlossen hat, daß künftig st a nd rechtliche Erschießungen ohne lästige Gerichtsformalien verfügt und daß die Verwandten des Mörders und die Angehörigen aller sonstigen Verdächtigen verhaftet und mit abgeurteilt werden sollen, dann erhellen diese Maßnahmen noch mehr die dunklen Hintergründe dieser Tat. Die dumpfe Ruhe, die bisher über dem Lande brütete, ist jählings zerrissen worden. In den großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, in denen sich die dächtige Anhänger des Regimes ausgenommen wurden. Dann aber ist auch sein Alter ein Beweis, daß er im b e ft e n Sinne Sow - j e t m a n n war. Als Dreißigjähriger gehört er zu jener Generation, die sich auf eine andere Vorkriegszeit nicht mehr entsinnen kann, die stets von Stalin als die stärkste Stütze des Regimes in Anspruch genommen und — zu Recht — erkannt wurde. Wenn in räterussischen Parteikreisen heute dieser Zusammenhang zugegeben wird, wird damit auch anerkannt, daß es sich nicht um ein „weißgardi- stisches Unternehmen" handelt, sondern um eine interne Auseinandersetzung, um eine Angelegenheit der Opposition. Das ist das lieber« raschende an diesem Mord! Der Vorgänger Kirows auf dem Leningrader Poften war Sinowjew, der Führer der längst verschollenen — wie es schien! — „Abirrung von der Parteilinie". Nach seiner Entfernung schaffte Kirow auf radikale Weise Ordnung. Der ermordete Freund Stalins war einer der stärksten Vertreter der Richtung, die die völlige Vernichtung der „Deklassierten", der „Gestrigen" verlangte. Mit eisernem Besen kehrte er in Leningrad aus — um van einer Kugel aus dem Hinterhalt niedergestreckt zu werden. Es ist wenig beachtet worden, für die Hintergründe dieses Anschlags aber von größter Bedeutung, was die vorgesetzte Behörde des Mörders Nikolajew in ihrem Traueraufruf sagt. Mit aller Schärfe wendet sie sich gegen die „Ueberbleibsel der S i - n o w j e w i st e n", die noch immer unter der Oberfläche in Leningrad ihr dunkles Handwerk betreiben, und i h n en schreibt sie die Schuld an der Tat des Mörders zu. Viele Fragen warf dieses Attentat auf, die zu- unseres Volkes auf afrikanischem Boden; er ist ein Ehrenmal für die Männer und Frauen, die im Frieden und im Kriege da draußen bis zum letzten Tropfen Wasser und bis zum letzten Tropfen Blut ihre schwere Pflicht erfüllt haben; er führt dem schauer vor Augen, was wir verloren haben, was wir doch nötig haben — „so nötig wie andere Macht". Oer falsche Polarheld. Die russische Regierung hat die Teilnehmer der „Tscheljuskin"-Expedition auf Vortragsreisen durch die Sgwjetrepubliken geschickt, um durch ihr persönliches Auftreten ein lebendiges Interesse für die geplanten neuen Polarunternehmungen wachzurufen. In allen Städten und Dörfern, in denen die tapferen Männer das Wort ergreifen, werden ihnen stürmische Huldigungn zuteil, und oft sind sie nicht imstande, allen Bitten und Ersuchen nachzukommen, noch in dieser oder jener Vereinigung zu sprechen. Diese Vorträge hat sich nun ein früherer russischer Ballettmeister aus der im Ural gelegenen Stadt Ufa in aller Ruhe mitangehört und dann kurzer- meraden' auf, sofort mit ihm, wie sie gingen und 'landen, einen Wettritt zu wagen. Fünf der Herren nahmen seine Herausforderung an, und einer schlug vor, da es doch nachtschlafene Zeit sei, das Rennen in Nachthemden auszutragen. Da ließen sich die Offiziere ihre Pferde und Hemden bringen, zogen die Hemden über ihre schmucke Uniform, schwangen sich auf. ihre Pferde, und dann ritten sie, wie vom Teufel Besessene, los, wohl vier Meilen über Stock und Stein, und Major Hansum, der Herausforde- rer, gewann. Das wiederbelebte alte Spiel, das den englischen Reitern viel Freude machte und beträchtliche Anforderungen an ihre Reitkunst stellt, soll naturgetreu in Tracht und Spiel und unter den gleichen Bedingungen auf der Olympiade aufgeführt werden, wie es auf der Internationalen Pferdeschau im Juni 1921 schon einmal gezeigt wurde. In neuer Gestalt soll also der alte Major Hansum dort den Beweis für seine Herausforderung erbringen, daß sein Pferd das beste sei! Oer fliegende Schneider. Ein Schneider, der zu Dalby, dreihundert Kilo- meter von der Hauptstadt von Queensland — Brisbane — entfernt, wohnt, besucht seine Kunden im Flugzeug. Er mietet sich zu diesem Zweck eine Maschine, wozu er ohne weiteres berechtigt ist, da er seine Fliegerprüfung bestanden hat. So stieg er kürzlich um 1 Uhr von Dalby auf, flog 80 Kilometer bis Chinchilla, nahm dort Bestellungen für sechs Anzüge auf und war um 4 Uhr zu Hause, worauf er sofort mit der Anertigung begann. Em andermal brauchte ein Bräutigam zu Cecil Plams em Hochzeitsgewand schon am nächsten Tage. Am folgenden Morgen um 7 Uhr landete der fliegende Schneider vor seinem Hause, nachdem er in der Frühe die 40 Kilometer zurückgelegt hatte, und brachte ihm den Anzug. Der Schneider erklärt, daß das Fliegen viel billiger sei als die Eisenbahnfahrt und daß er, seit er dieses moderne Verkehrsmittel benutzt, vorzügliche Geschäfte macht. Oer Esel als Millionär. Dor einem halben Jahrhundert etwa hat sich diese Geschichte von einem reichen Grautier in den Gold- feldern von Zentral-Idaho in den Vereingten Staaten zugetragen, und viele Augenzeugen haben mit den heiligsten Schwüren versichert, daß jedes Wort an ihr lautere Wahrheit ist. Zwei Goldsucher, Peck und Kellogg, hatten viele Monate zusammen in den Gebirgen von Zentral-Idaho ihr Glück versucht, aber kein Stäubchen Gold geriet in ihre Hände. Schließlich trennten sie sich, um nach ihrer Heimat zuruckzukehren. „Ueberlasse mir deinen Esel", sagte Kellogg, „du kannst zu Fuß nach Hause gehen, da es kaum ein paar Tagereisen sind, während ich H fetzt m ** nEiseo-S^ hristbauei so1 ich den Tisch jsführwgen Iwstbaemst» 3. Häi m Oswalds; n-R^ - - - *n den Besitz eines Revolvers gelangen, raden in Zweifel gezogen wurde. Da warf Hansum rechte Hand I der nachweislich nur in der Roten Armee und in 1 zornig feinen Stuhl zurück und forderte feine Ka- ndgeb eschen» Araber Ity en Aula der l- wvß der Giea ~ Es wirket herein Gro; iemische Ges n Prof. Tem? terve-Standr: ‘ Leiter der 6 Schumacher, i und jungte i laden wir di zlichst ein. MNartiii.fr w J/SP«'*""” ge/SP»' benkl»* istoff ,nt>‘ lopp*1 Hinter -en Kulissen -es Mordes von Leningrad Äon unserem 7l.-Berichterstatter. Ein junger deutscher Farmer, Peter Hellhof, der sich in jahrelanger zäher Arbeit am Kilimandscharo seine Pflanzung aufgebaut hat, ist eines Tages am Ziel seiner Wünsche: er kann seine Braut Gerda aus Deutschland zu sich kommen lassen und mit ipr ein neues Leben beginnen. An dem Abend, als er mit ihr Hochzeit hält, erreicht ihn die Kunde vom Kriegsausbruch. Er muß sich stellen; sein bester Freund, Creßwell, ein Engländer, rückt eben« i.olls ein, und sie stehen sich nun als Gegner gegen» über. Sie deutsche Farm wird ein Brennpunkt im Kleinkrieg der englischen Uebermacht gegen die win- £ige deutsche Truppe, die Lettow-Vorbecks Rückzug decken soll. Creßwell erhält den Befehl, die Farm zu besetzen. Peter, der auf einem Erkundungsritt einen Abstecher nach Hause gemacht und Wiedersehen mit feiner Frau gefeiert hat, muß mit seinen x-eUff>rr s Ibhen, als Creßwell anrückt. Der besetzt oie Pflanzung — schweren Herzens, aber als rit= lerlicher Gegner. Hellhof lagert unweit und tut dem Feinde Abbruch, wo er kann, fängt einen Munitionstransport ab und steht durch Brieftauben und Lichtsignale heimlich mit seiner Frau in Verbindung. Creßwell merkt das und warnt Gerda, aber als die Engländer beschließen, durch Besetzung der wenigen Wasserstellen die Deutschen niederzuzwingen, bricht sie nachts heimlich mit ihrem getreuen kleinen Volontär Klicks und einer Eingebore- n«n auf, ihrem Mann und den Seinen, die dem Verdursten nahe sind, Wasser vom Ueberfluß der Farm zu bringen. Das Unternehmen wird entdeckt, Gerda von den Engländern gefangen, nur Klicks, obwohl zu Tode getroffen, kommt durch, bringt den Deutschen Wasser — und die Nachricht, daß ln Gefahr sei. Hellhof mit seinen Leuten überfallt nachts die Farm, überrumpelt die Posten, rettet Gerda, läßt den Engländern die Pferde fortlaufen, steckt die Pflanzung in Brand und reitet nad) kurzem Gefecht siegreich davon mit seiner yrau und seinen Reitern — hinaus in die Nacht, m Die. weite afrikanische (Steope, zu Lettow-Dorbeck. * Sowjetregierung befindet, und bei der übermüd)» tfacn Spannung, die der neue Feldzug der Gottlosen und die heraufziehende Hungersgefahr mit r-4?-Rre’5cr^un$ ousgelöst haben, können sich die Schüsse von Leningrad verderblich auswirken. Innerhalb der Partei brodelt es ja bedenklich, und die Opposition greift zu Mitteln, die die Partei bisher nur gegen wirkliche Klassenfeinde kannte. Die GPU. freilich braucht die neue Aktion, um das eingeschläferte Gewissen der die höchsten Posten begleitenden und sich im behaglichen bürger- lichen Wohlleben befindlichen Gefolgschaft aufzu- rütteln. Die ganze Geschichte des Regimes ist Beweis dafür, daß jetzt mit einer neuen blu- •J. 9 e ” Woge, in der Stalin auch den kleinsten Widerstand ersticken will, zu rechnen ist. Aber die geheimen Konventikel und die Zirkel in der Partei fefbft, die sich gegen die geistige und materielle Verelendung wenden, gewinnen erschreckend an Zu- lQJ,r2QtJinö, keineswegs bloß Fanatiker und „Weißgardisten'. Und so ist das Attentat im Smolny doch ein Fanal. cdiialpolitik hervorragende Verdienste erworben; e^sii nur an die erfolgreiche Bekämpfung der Erbkrankheit erinnert und daran, daß noch heute iiirm-r wieder Rutsche Wissenschafller und Aerzte i'iitr Kolonien berufen werden. Daß die einge- v cie-e Bevölkerung von uns nicht unterdrückt wor- dlei rei, beweise wohl am besten ihre vorbildliche A |4™ng im Weltkriege. Während die Nachkriegszeit -ie deutschen Kolonialbestrebungen eine schwere J9etMen sei, sei mit der Machtübernahme d lud: ben Nationalsozialismus ein neues Morgenrot pmiam deutschen kolonialen Gedanken angebrochen. Hfa r sagt: Deutschland braucht Kolonien so nötig wm ; afoSl °.®1 tiefe:’.” -W'Uimettr. -Nett te "5 Pf- mehr 'M 2. Juli H itag, demaDi loh. Rim MM« ieri mk M Jii mbrem fe pi' Film, der unter Mitwirkung des Reichskolo- nriaiTHÖes geschaffen wurde, gibt im Rahmen einer uru ähnlich spannenden Spielhandlung einen Aus- (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Moskau, Anfang Dezember. Ein geheimnisvolles, in seinen Zusammenhängen noch wenig geklärtes und in den Auswirkungen »öllig unübersehbares Verbrechen hat sich ereignet. Im Leningrader Smolny-Institut, das in ..er Zarenzeit eine vornehme Anstalt für Privilegierte war, das in den Sturmzeiten der Oktober- Evolution Lenin zu seinem Hauptquartier machte inb das seitdem der Sitz der dortigen Verwaltung inö der höchsten Parteivertretuna war, ist Kirow, Malins persönlicher Freund und sein zweiter Ge- lilfe, erschossen worden. Wie in einem Kri- Dsr Führer der Vereinigung für koloniale Wieder- lvInnung Gießen, K. Tetzner, hielt darauf eine Äz Ansprache, in der er über Zweck und Sinn e; Films etwa folgendes ausführte: Der Schand- 'Ä-n von Versailles habe uns unserer Kolonien E'o.ibt und uns unter Vorbringung lügnerischer Ramente das Recht und die Fähigkeit zur Ver- idting überseeischer Schutzgebiete abgesprochen. Gr ifeien aber besser befähigt, Kolonien zu Dermal» I u Hs irgendein anderer Staat, was der Redner Jri eine knappe Widerlegung jener gegnerischen I ijumente eindringlich vor Augen führte. Besonders (hutsche Wissenschaft habe sid) um die praktische W.U Frankfurt a. M., 6. Dez. Auftrieb: Obecheffen ihn und den Gestern vor. Wirtschaft IKs eii n bl B Kurszettel -er Berliner un- Frankfurter Börse Devisenmarkt Berlin — Frankfurt 0.3L 78,25 77 11,8 Gritzner Vs Mainkraftwerke Höchst a.M—.. 4 Süddeutscher Zucker 8i Bi 178 8.4 -1* >4a Dividende an. — Retchsbankdtskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt um 0,90 v. Sy und Mainkraft blieben Bergwerkspapieren 9 0 0 0 134,65 202,5 89,5 38,75 80 134,4 89,5 96,65 80 133,13 88,75 95 79,75 63,31 80,54 33,85 bis 75. aus hik. bis 80, o 0 0 , 7 0 0 . 0 0 .10 0 0 54,75 127,5 46 64,25 47,25 62,75 31 197,5 132 27,5 I 80,25 1 178 i liebt. Deutschlandlied, Saarlied und Lied beschlossen das Sieg-Heil auf Abend. wg. Großen-Buseck, 6. Dez. 25 1,13 6,7 2,442 58,01 54,81 12,275 16,35 167,72 21,08 61.69 58,25 55 03 12,315 16,41 168,4° "'S 61,93 mittag nahmen die in unserem Orte zu einem fünf« wöchigen Ferienaufenthalt untergebrachten Saarkinder Abschied. Im Schulhof fand eine M- schiedsfeier statt, an der sich sämtliche Klassen der hiesigen Volksschule beteiligten. Rektor Inder« t h a l hielt die Ansprache. Den Saarkindern wurden sodann durch die erste Schulklasse Blumen- sträuße überreicht. Nach dem gemeinsam gesiWe- nen Saarlied wurden die Kinder von allen SA« klassen zum Bahnhof begleitet. — Bei einer sammlung f ü r das W i n t e r h i l f s weil, die durch Vorstandsmitglieder unserer Ortsverein durchgeführt wurde, gingen in Großen-Buseck 90I> Mark ein. Zelle Burkhardsfelden brachte 37,76 Mark, Oppenrod 7,30 Mark. Insgesamt konnte von der hiesigen Ortsgruppe der Betrag von 135,30 Mark abgeführt werden. Der Plakettenverkauf vom vergangenen Sonntag brachte in Oppenrod 9 Mark, in Burkhardsfelden 18 Mark, in Großen-Buseck 41,83 Mark, insgesamt also 68,83 Mark. — Dieser Tage konnte der Landwirt Heinrich Dort im Kreise seiner drei Geschwister, die ebenfalls in hohem Alter stehen, seinen 7 8. Geburtstag feiern. (T) Harbach, 6. Dez. Am Dienstagabend sand im hiesigen Schulsaal eine Abschiedsfeier für d i e Säartinder statt. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Der geräumige Schulsaal war überfüllt. Förster Decher, der Stützpunktleiter der NS.'Dolkswohlfahrt, eröffnete die Feier und übergab Lehrer S ö h n g e n die weitere Ausführung. Anschließend trug eine Schülerin mannhafte Worte des Saarbevollmächtigten B ü r ck e l vor. Tunt folgten abwechselnd gemeinsame Lieder und Saargedichte, die von den Konfirmanden und Konfirmandinnen mit Lust und Liebe vorgetragen wurden. Lehrer S 5 h n g e n schickte seiner eigentW' Abschiedsrede einen aufklärenden Vortrag über Saargebiet voraus. Nach einem kurzen geM liehen Rückblick erläuterte er an zwei übersichtlir' Karten die wirtschaftliche >inb politische Bedli^' des Saargebietes für das Mutterland. Dann derte er die Drangsale unserer Volksgenossen Saar während ihrer 15jährigen Leidenszelt richtete anschließend herzliche Abschiedsworte m W Saarkinder. Als Vertreter der Dolkswohlfahrt w dankte sich Förster Decher bei den Pflegeellern!nr die gute Aufnahme und Betreuung der Kinder um überreichte diesen ein kleines Geschenk. sangen alle Anwesenden das Saarlied. Nach verM> denen Gedichtvorträgen wurde die 23eranftW auf die übliche Weise geschlossen. 70, c) 56 bis 62. Hammelfleisch b) 70 Schweinefleisch b) 72 bis 75.'Roher Speck siger Schlachtung unter 7 Zentimeter 77 Flomen 90. Marktverlauf: sehr ruhig. Schweinemarkt in Butzbach. pb. Butzbach, 6. Dezember. Zum heutige, Schweinemarkt waren 220 Ferkel aufgetrieben Es wurden gezahlt für Ferkel bis sechs Wochen alt 11 bis 15 RM., von sechs bis acht Wochen 15 bis 19, von acht bis dreizehn Wochen bis 23 RM. Der Handel war rege, der Markt geräumt. Abendbörse: Renken weiter fest. Auch im Abendbörsenverkehr lag das Hauptinter- esie am Rentenmarkt, an dem bei weiter anziehenden Kursen verhältnismäßig lebhafte Umsätze stattfanden. Neben späten Reichsschuldbuchforderungen 98 bis 98,13, Kommunal-Umschuldung und Zinsoergütungsscheinen (je plus 10 Pfennig) zeigte sich Kaufmeinung für einige Reichsmark-Anleihen aus umgetauschten Dollar - Bonds, insbesondere für 1951er Stahlverein zu 87 bis 87,25 (nach heute mittag 86,50 bis 86,75). Die Altbesitzanleihe lag unter einigen Schwankungen behauptet. Am Kassarentenmarkt lagen Goldpfandbriefe fest und bis 0,65 v. H. höher, auch Kommunal-Obligationen zogen bis 0,75 v. H. an, während Stadtanleihen etwas ruhiger lagen und unverändert blieben. Der Aktienmarkt blieb vernachlässigt, doch konnten sich die Berliner Schlußkurse ziemlich behaupten. Farbenindustrie bröckelten allerdings um 0,65 v. H. ab, ferner gingen Rheinische Braunkohlen gegen Berlin um 2,75 v. H. auf 198,50 zurück. Trotz wieder neunprozentiger Bardividende erfuhren Scheideanstalt keine Erholung, Schiffahrtspapiere lagen bis 0,50 v. H. niedriger. U. a. notierten: Altbesitz 104,50 bis 104,25 bis 104,40, 6 v. H. Stahlverein 87,75, Schutzgebiete von 1911 9,65, 6 v. H. Stadt Mainz von 1928 89, 6 v. H. Stadt Pforzheim von 1927 88,50, 6 v. H. Stadt Koblenz von 1928 88,75, 6 v. H. Nassauische Landesbank Gold Ausgabe 8 bis 10 94,50, 5,50 v. H. Nassauische Landesbank Liquidation 95, 6 v. H. Frankfurter Hypotheken-Bank Gold R 1 bis 15 94,25, 5,50 v. H. Frankfurter Hypotheken - Bank Liquidation 94,50 v. H., 6 v. H. Frankfurter Pfandbriefbank Gold R III, X 94,25, 5,50 v. H. Rheinische Hypotheken-Bank Liquidation 94,75, 6 v. H. Rheinische Hypotheken Gold-Kommunal 93, Reichsbayk 145,50, Gelsenkirchen 60,13, Mannesmann 74,50, Phönix 47,65, Rheinische Braunkohlen 198,50, Stahlverein 40,50, Betula 137, AKU. 54,50, Scheideanstalt 195, IG. Farben 133 bis 132,50, Gesfürel 63, J 80,86 33,99 Iren W BS 54,5 126 45,25 63,25 47,4 62,9 31 197 132,75 25,5 1,15 6,7 6,3 6,5 11,6 101,9 54,75 126,25 46,5 63,5 115,5 47,25 62,75 87 31 198 151 131,5 25 1,13 6,6 6,1 6,4 11,65 101,5 54,4 126,25 45,75 117,25 47,25 62,75 86,5 31,5 194,5 148 133,5 Siemens um 0,50 v. H. zurück, mit 80,25 unverändert. Don eröffneten Harpener etwa 2, Schultheis Patzenhofer 0 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 25,5 1,15 6,7 6,2 6,4 11,5 Dir deutsche Reichsbahn im Oktober. Der Güterverkehr nahm im Oktober gegenüber dem Vormonat etwa im Umfange früherer Jahre zu. Die Betriebsleistungen im Güterzugdienst sind gegen den Vormonat um 4,59 v. H. gestiegen. Im Personenverkehr war der Fernreiseverkehr im Oktober noch verhältnismäßig lebhaft. Die Zahl der Sonderzüge ging erheblich zurück, dagegen war der Ausflugsverkehr an schönen Tagen noch recht rege. Die Betriebsleistungen im Personenzugdienst zeigten eine Abschwächung gegen den Vormonat, waren aber um rund 6 v. H. höher als zur gleichen Vorjahreszeit. Die Gesamteinnahmen der Reichsbahn betrugen im Oktober 302,12 Millionen RM. gegen 294,60 Mill, im Vormonat. Hiervon erbrachten der Personen- und Gepäckoerkehr 72,71 (84,13) und der Güterverkehr 207,29 (191,52) Mill. RM. Anderseits erforderten die Ausgaben für Betriebsführung usw. 329,00 (317,29) Mill. RM. Die Monatsrechnung schließt danach mit einer Mehrausgabe von 26,8 (22,7) Mill. RM. ab. Der Personalbestand von 639 828 Köpfen ist gegenüber dem September 639 537) kaum verändert. Frankfurter Börse. Mttagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a M., 6. Dez. Bei verhältnismäßig kleinen Umsätzen war die Haltung bei Eröffnung uneinheitlich und die Kursveränderungen nach beiden Seiten hielten sich in engen Grenzen. Kaufaufträge der Kundschaft lagen kaum vor, es erfolgten vielmehr weitere Glattstellungen, da man bis zum Erlaß der Durchführungsbestimmungen zu den neuen Wirtschaftsgesetzen eine abwartende Haltung einnimmt. In sog. schweren Werten lag im Tausch gegen gute Anlagepapiere weiteres Angebot vor, mittlere und kleine Papiere waren zum Teil etwas fester. Stark im Angebot lagen weiterhin Scheideanstalt', die Taxe stellte sich zunächst auf 195 bis 198 nach gestern abend 202,50. Von anderen chemischen Werten büßten Farbenindustrie mit 133,65 bis 133 1,65 v. H. ein, ferner gaben Deutsche Erdöl 0,40 vom Hundert nach. Für Elektroaktien war die Kursbildung besonders ungleichmäßig. Elektr. Licht und Kraft und AEG. gewannen je 0,75 v. H., Lahmeyer 1,25 und Schuckert 1 v. Sy, dagegen gingen Bekula Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. I. G. Färben-Industrie Scheideanstalt........ Goldschmidt Rütgerswerke Metallgesellschast Stig 6Lg 49.£ 11.V 63 g 80.# 34,ö 10.« 2,«* Rheinstahl 1,25, Gelsenkirchen, Phönix und Stahlverein bis 0,75 v. H. schwächer, Mannesmann und Klöcknerwerke lagen um Bruchteile eines Prozentes gebessert. Rhein. Braunkohlen lagen nach der gestrigen Schwäche mit 200,50 behauptet. Von Einzelwerten setzten Reichsbankanteile 0,50, Daimler Motoren und Feinmechanik Jetter je 0,13 v. H. freundlicher ein, Schiffahrtspapiere verloren bis 0,50 v. H., Zellstoff Waldhof 0,75 v. H. und Hanfwerke Füssen 0,25 v. H. Am Rentenmarkt wirkten sich die neuen Maßnahmen zur Förderung des Kapitalmarktes in weiter anziehenden Kursen aus und die Umsatztätigkeit war etwas lebhafter. Besonders Kommunal- Umschuldung, Zinsvergütungsscheine sowie späte Reichsschuldbuchforderungen und Reichsbahn-DA. waren beachtet und bis 0,25 v. H. fester. Die Altbesitzanleihe lag ruhig und mit 103,40 v. H. gut behauptet. Von Industrie-Obligationen gingen Stahl- verein-Bonds um 0,50 v. H. auf 87,65 v. H. zurück. Im Verlaufe war das Geschäft am Aktienmarkt bei im ganzen wenig veränderten Kursen klein. Einzelne Montanpapiere sowie IG.-Farben und Reichsbankanteile bröckelten weiter etwas ab, während Elektroaktien gut behauptet blieben. Auf den Nebenmärkten herrschte Geschäftsstille. Scheideanstalt kamen schließlich mit 195 (202,50) zur Notiz. Schwach lagen außerdem Löwenbräu München mit etwa 183 nach 191. Am Kassamarkt waren Dürr- werke Ratingen weiter gesucht und fest. Der Rentenmarkt hatte auch späterhin lebhaftere Umsätze zu verzeichnen, wobei die Kurse mehrfachen Schwankungen unterlagen. Altbesitzanleihe mit 103,40 bis 103,25 bis 104,50 traten mehr hervor, ferner späte Schuldbuchforderungen 98 (97,50) v. Sy, und auch Kommunal-Umschuldung, Zinsvergütungsscheine sowie Reichsbahn-VA. lagen fest. Pfandbriefe waren allgemein gesucht und von 0,25 bis 0,50 v. Sy fester. Stadtanleihen tendierten durchweg fest und erschienen zumeist mit „Plus-Zeichen", die Erhöhungen lagen bei 0,75 bis 1,25 v. H. Gesucht waren ferner einige Industrie-Obligationen. Staatstitel und fremde Werte lagen ruhig. — Tagesgeld blieb zu 3,50 ü. Sy unverändert. Ortsgruppe Wieseck. Am Sonntag, 9. Dezember, abends 8 Uhr, findet im großen Saal bei Gastwirt Pg. Heinrich Braun eine öffentliche Kundgebung statt, in welcher der Kreisleiter Pg. ÄIo ft ermann (Gießen) sprechen wird. Es ist Pflicht aller Parteigenossen und der Nebengliederungen der Partei, an dieser Kundgebung teilzunehmen. Zug überfährt Personenauto. Eine Tote. Butzbach, 6. Dez. (LPD.) In der Nähe des Bahnhofes Butzbach überfuhr am Donnerstagabend gegen 18.30 Uhr ein Güterzug einen Personenkraftwagen. Von den Insassen wurde eine Dame getötet, xroei Herren blieben unverletzt. Die Ursache des Unglücks ist darin zu erblicken, daß die Schranke, die den Bahnkörper von der Straße trennt, nicht rechtzei - t i g geschlossen wurde. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 6. Dez. Am Mittwochabend führte Probst Meyner von der Leipziger Missionsgesellschaft hier Filmbilder aus Indien, aus dem Gebiet von Madras, wo der Redner als Missionar gewirkt hatte, vor. Er zeigte die Schäden der Gliederung des dortigen Volkes in Kasten und die Ueberwindung ber Gegensätze dieser Kasten durch das Christentum. Der Ortsgeistliche, Pfarrer Bremmer, wies in der Schlußansprache auf die umwälzende segenbringende Arbeit des Christentums hin. Gemeindegesänge umrahmten den Abend. Die Kollekte von 10 Mark kommt der Leipziger Mission zugute. csd Daudringen, 5. Dez. Hier fand gestern im Beisein der örtlichen politischen Führung der Abschiedsabend der Saarkinder statt. Die Teilnehmer, Pflegeeltern, Saarkinder, Schuljugend, politische Leitung trafen sich im festlich geschmückten Saale der Schule. Gemeinsame Lieder, Gedichtvorträge, Gesangsvorträge verschönten den Abend. NS.-Sachwalter Henkel hielt die Abschiedsrede an die Saarjugend und gab in herzlichen Worten der innigen Verbundenheit Ausdruck, die unser Volk empfindet und uns hat mit leiden lassen. Möchten die Kinder die Erinnerung mitnehmen an die Wochen der empfangenen Gastfreundschaft in einem Volke, das den Bruderhaß überwunden hat und eins geworden ist im Aufblick zu unserem unvergleichlichen Führer, dessen Gefolgschaft in Kürze auch die Jugend des Saarlandes antreten kann. Nach ebenso herzlichen wie eindringlichen Worten von Blockwart Stein und Zellenleiter Dr. B u - ding schloß der Abend mit einer Bildfolge, einer Reihe von Aufnahmen, die unfern Führer zusammen mit feiner Jugend zeigte. Diese Bilder erwiesen mehr wie alle Wort« die unübertreffliche Verbunden- o| 78 | o 105,75 o| 135 I heit und Treue, mit der unser Führer die Iugeiü Horst-Wessel- !-inten Köni nr.r vMy WrMdm t»r weist Jimterbun wiiifjres Stk gelingen ii Ansagl Hgerm MY ihren 7 Rinder (gegen 26 am letzten Donnerstagsmarkt) darunter 4 Ochsen, 2 Kühe und 1 Färse. Zun, Schlachthof direkt zugeführt: 8 Kühe. Kälber 785 (1303), Schafe 122 (197), Schweine 350 (401). No« tiert wurden pro Zentner Lebendgewicht in RM.: lJI& Oeräu| Steins nte Ml ewu u unfl a : Am wurde er unter dem Verdacht der Spionage fest- gehalten und später wegen Betruges an Frankreich ausgeliefert. Hier begann erst wirklich fein abenteuerliches Treiben, das sich nach den bisherigen Ermittlungen bis 1930 zurück verfolgen läßt. Obwohl er mit einer reizenden Pariserin, der Tochter eines angesehenen Rechtsanwaltes, verheiratet ist und nach ihren Aussagen ein wahrer Mustergatte und zärtlicher Vater eines kleinen Töchterchens ist, suchte er wiederholt die Bekanntschaft mit vermögenden Frauen und hatte es verhältnismäßig leicht, sich durch sein faszinierendes Auftreten ihre Zuneigung zu gewinnen und sie meist gegen ein Eheversprechen zu veranlassen, ihm beträchtliche Geldsummen und Schmuckstücke anzuoertrauen. Seine Hochstapler-Laufbahn begann mit Beziehungen zu der Frau eines französischen Obersten, die ihm Wertpapiere und Juwelen übergab, dann schloß er im Schlafwagen Paris—Biarritz Freundschaften zunächst mit einer reichen Amerikanerin, Mrs. Juliet D., die ihm, der sich für einen Zeitungsmann ausgab, ein Darlehen von 100 000 Mark verschaffte, wofür er ihr für einen Bruchteil dieser Summe einen prächtigen Wagen zum Geschenk machte; beim zweitenmal ebenfalls im Süd-Expreß mit einer Französin, Mlle Suzanne P., die ihm 25 000 Mark „lieh . Nur durch einen Zufall entdeckte sie den Betrug. Inzwischen aber hatte David feine Zuneigung bereits einer jungen Dame zugewandt, die er als Sekretärin engagierte und deren Ersparnisse in Höhe von 15 000 Mark er gleichfalls bereitwilligst entgegennahm. An ihre Stelle in seiner Gunst trat schließlich Mme. Louise R., die ihm ebenfalls Schmuck und Geld im Gesamtwert von 8000 Mark bedingungslos aushändigte. Die meisten dieser Bekanntschaften schloß er in Begleitung feiner Schwester, deren Anwesenheit natürlich das Vertrauen der Damen zu dem fremden Kavalier festigte. Sie ist nur der Beihilfe an seinen Betrügereien angeklagt. Wenn aber die Pariser, die dem erfolgreichen Schwindler den Beinamen „Don Juan im Schlafwagen" gegeben haben, hofften, ihn als „einen König mit sechs Frauen" vorgestellt zu sehen, so wurden sie sehr enttäuscht. Nur eine der geschädigten Damen trat vor das Gericht, um gegen ihn auszusagen; die anderen saßen nicht auf der Zeugenbank, obwohl sie dafür eine Gerichtsftrafe yinnehmen müssen. Der „Don Juan im Schlafwagen" scheint noch immer feine Wirkung auf das weibliche Geschlecht auszuüben, das sich scheut, die Anklage vor seinem Angesicht zu bekräftigen. 4% Oesterretchitche Goldrente.... 4/20% Oesterreichtsche SÜberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanlethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe 6etic I••••••••••••••••••••• » in so j k flj ibmeld hnn w rührte T veiselt 108,75, Metallgefellschaft 80,50, Rheag 99,75, Reichs. bahn-DA. 115,40, Hapag 27, Norddeutscher Lloyd 29,50. Frankfurter Schlachtviehmarkt. 132,5 195 89,25 80,5 771 103| ' 9fcort|e$ , lief fi ic e, sie Kälber a) 50 bis 52, b) 35 bis 44, c) 29 bis 34 d) 22 bis 28. Lämmer und Hämmel b2) Weide- masthämmel 35 bis 36, c) mittlere 30 bis 34. Schafe mittlere 25 bis 28. Schweine al) 53, a2) 50 bis 53 b) 50 bis 53, c) 48 bis 53, d) 47 bis 50. Im Preisver«' gleich zum letzten Donnerstagsmarkt blieben Käl. ber unverändert, Hämmel zogen um 1 Mark an, Schafe gaben 1 Mark und mittlere Schweine 1 bis 2 Mark nach. Marktverkauf: Kälber ruhig, ausver, kauft. Schweine ruhig, Ueberftanb (21 Stück). Großhandelspreise für Fleisch unb für Dettmaren. Beschickung des Fleischqroß. rnarktes: 1154 Viertel Rindfleisch, 160 ganze Kälber 10 ganze Hämmel, 767 Schweinehälften. Prch pro 50 Kilogramm in RM.: Ochsenfleisch b) 58 ü 62, c) 52 bis 56. Bullenfleisch o) 54 bis 56. Ku! fleisch b) 40 bis 46, c) 26 bis 36. Färfenfleife b) 58 bis 62, c) 52 bis 56. Kälberfleisch b) 62 bis viele Wochen werde unterwegs sein müssen." Sobald ein Transport nach deiner Heimat bei mir zu Hause vorbeikommt, werde ich dir deinen Esel wieder zurückschicken." Peck als guter Kamerad willigte ein, und ihr gemeinsamer treuer Begleiter bei ihren langen Wanderungen wechselte seinen Führer und trottete mit Kellogg weiter. Nun begegnete sein neuer Herr aber bald zwei anderen Goldsuchern, die Baer und Götz hießen. Die wollten sich durch seinen trostlosen Bericht, daß hier in den Bergen nichts zu finden sei, nicht abschrecken lassen; sie setzten ihren Weg vielmehr fort und so schloß Kellogg sich ihnen mit seinem Esel wieder an, denn er dachte in seinem Sinn, wenn es nichts nützt, so kann es doch auch nicht schaden. Einige Stunden später jedoch wurde der Esel mit einem Male störrisch und blieb unbeweglich an einer Stelle stehen. Als die Männer sich genau umsahen, fanden sie dort — Gold, richtiges Gold. So wurden die berühmten Goldlager von Bunkarkill und Sullivan entdeckt! Kellogg sagte von seinem Glück kein Wort, sondern begnügte sich damit, seinem allen Freund Peck bei Gelegenheit den glückbringenden Esel zurückzuschicken. Da aber ein Goldlager im Wert von vielen Millionen Mark nicht leicht verheimlicht werden kann und Kellogg sich überdies bald mit seinen beiden neuen Freunden entzweite, plauderten diese die entscheidende Rolle aus, die der Esel bei der Auffindung gespielt hatte. Peck strengte nun einen Prozeß gegen Kellogg an und gewann. Die Richter erklärten, die Entdeckung hätte ohne den Esel gar nicht gemacht werden können und sie sprachen dem Grgutier die Hälfte des gesamten Ertrages zu. Peck ließ sich seine Millionen auszahlen und lebte mit seinem „goldenen Esel" in Herrlichkeit und Freuden und ließ dem guten Tier nichts abgehen, bis es endlich an Altersschwäche starb. Oon 3uc/i im Gch'afwagen. Es ist gewiß ein ungewöhnlicher Mann, der in diesen Tagen vor den Schranken des Pariser Gerichts steht, beschuldigt, in wiederholten Fällen Heiratsschwindeleien durchgeführt zu haben, die ihm die stattliche Summe von rund anderthalb Millionen Mark einbrachten. Jean Octave David hat eine glänzende Kriegsvergangenheit aufzuweisen; zweimal verwundet und fünfmal wegen besonders gefährlicher Meldegänge rühmend erwähnt und für die Ehrenlegion vorgeschlagen, wurde er zum Leutnant befördert. Nach dem Krieg scheint er sich indessen nicht so recht wieder in der Welt zurechtzufinden; bei einem Aufenthalt in Deutschland Bemberg........... Zellstoff Waldhof . ... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer GaS....... Daimler Motoren .... Deutsche Linoleum... Lrenstein & Koppel .. Leonhard Tietz...... Thade .............. Accu mul atoren-Fabrü Lonü-Gummt....... 5.Dezember Amtliche Jloherunq (Relf I »rief 27,5 1 27,75 1 80,25 - -I im TW Ur W MU-l" ’lfluaW. Camera Minnen w Mn des % Mert zu lu I Der tRamcroW M M iwrd) ufiutN de Itbni-6 muri Erinnerung Jgs Ser S< Malische pemeinfam Wirers brt juturm 51/1 r m Willlor j ;i er betoi m Mühe uiöen und tSmeradsch Äm Derll dt einem ( Mchastsse iHt mitge Wgen un «es in be lüften und tililtc er i fiter die Amerikanische Vtoten Belgische Noten.................. Dänische Noten .......... Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Lest-rreich, t 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten ......... Schweizer Noten..... ...... Spanische Noten ........... Ungarische Note»...............» eL ber ve ® Bn ÖQS 2t* oon 5tBor M । 4 ?n Z ^Ttt, WOrt lös W-Vie' b sfc b-d X“""« ."•Wen K «ufi u W«" B- 8.Dezember Amtliche AotiMA Geld MUwerk ii 1 i |r murdi : iSpielwarer II] uem Liens! qqnns VI, -i ng eine n Äöenstgebra fyfirgermeift fei» Rdeinh (Malt eine flätitoermalte rJöii feines. lüue, die be kinermeifte liMbmlten Frankfurt d. DL Äerlln Gchluß- kurs Echlußk. Abend- dürfe Schluß» kurS Schlüße. Mittag, börie Datum 5-12. 6.12. 5.12. 6-12. ManSselder Bergbau .. .......0 78,75 — 79 78,75 Kokswerke........... .......( — — 94,4 94,4 Phönix Bergbau...... Rheinische Braunkohlen .......0 47,5 47,65 47,25 47,65 .....10 200 198,5 203 200,25 Rheinstahl ........... .......0 88,5 87,75 88,25 88 Bereinigte Stahlwerke. .......0 40,5 40,5 40,4 40,75 Otavi Minen ........ .......0 12 12 11,75 12 Kaliwerke Aschersleben. .......6 108,5 108,5 108,5 Kaliwerke Westeregeln . h 109,5 109,5 109,25 109 25 Kaliwerke Salzdetfurth .....7y, 152 151 151 150 Frant'uri a. Dl. Berlin Schluß» kurs Schlüße. Abend» bSrse Schlußes Schlüße. Mittag- börse Datum 5-12. 6.12. 5.12. 6.12. 6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 96,4 97 96,75 96,9 6% ehem.7°/o Dt.Reichsanl.v.1929 — — 6^% Doung.Anleihe von 1930 .. 97,13 97,25 97,5 98 Deutsche Anl.-Ablos.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 103,3 104 4 Desgl. ohne Auslos.-Rechie...... _ _ 6% ehem.8°/o Hess. Bollsstaat 1929 leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 101 101,9 101,25 101,65 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 93,5 94,25 93,25 93,75 6% ehem. 7% Franks. Hnp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 93,5 93,75 _ 8Vt% ehem. 4y,% Franks. Hyp.- Bank-Liciu.-Pfandbriese....... W/o ehem. 4y,% Rheinische Hyp.-Bank.Liau.^öoldpfe..... 94 94,75 94,13 94,5 6% ehem. 8% Pr. Lanbespkand. briejanstalt, Pfandbriefe R. 19 95,5 95,5 95,5 95,5 6% ehem. 7% Pr. Landespfand. briefanstall, Pfandbriefe R. 10 95,5 95,5 95.5 95,5 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. 103,25 103,3 103,25 103,3 .vrannur u. DI. Berlin Echluß- kurs Schlüße. Abend» börse Schluß- fure Schlüße. Mittagbörse Datum 5-12. 6-12- 5.12- 6.12. 4% desgl. Serie 11 ............. 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^%Rumän.veretnh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 254% Anatolier ............... Hamburg-Amerika-Paket .....o Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschifs...........O Norddeutscher Lloyd .........o A G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................o Dresdner Bank......... o Retchsbank ...... 12 A.E.G....................... 8 4 3,75 31,25 27,5 30,25 78,5 93,5 69,5 71,5 74 145,5 27,25 137,9 98 119,25 75,5 107,75 100 92,75 137,5 110,25 8 4 3,8 31 27 29,5 77 93 69,25 70,75 73,5 145,5 27,75 137 97,75 120,75 75,75 108,75 99,75 93,75 137 111,5 84,25 4,13 6,6 3,75 31,5 27,25 23 29,75 78 92,5 69,75 71,5 74 145,5 27,5 137,5 97,75 119 75,5 107,5 100 93,25 138 110,5 84,75 4 6,6 3.75 31 27,5 23,5 29,9 77 92,75 69,25 70,75 73,5 145,65 27,5 137,13 98 120,75 76 108,5 99,75 94 136,5 111 85,25 Bekula...................... Elektr. LteferungSgesellschaft... 6 Licht und Kraft ............. e Felten & Guilleaume.........0 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektt^ität ........5 Schuckert L Co...............6 StemenSLHalske............ 7 Lahmeyer LLo............. 10 BoderuS ................... 0 Deutsche Erdöl .............. 4 103 60 102,5 150 116,25 73,25 73,75 102,65 60,13 101 117 74,25 74,5 103 102,5 Gelsenkirchener..............O Harpener.......... 0 Hoesch Eisen—Löln-Reuesseu .. O Ilse Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse........ 6 Klöcknerwerke ...............0 Mannesmann-Rohren........ 0 60,25 102,5 75,4 150 117,5 73,75 74,13 60,4 101,5 76 146 116,65 73,75 74,4 Buenos Aire^ 0,628 0,632 0,628 Brüssel.... 58,17 58,29 58,17 Rio de Jan. 0,204 0,206 0,204 Sofia..... 3,047 3,053 3,047 Kopenhagen 54,83 54,93 54,96 Danzig .... 81,15 81,31 81,13 London.... 12,28 12,31 12,31 HelstngforS. 5.42 5,43 5,435 Paris ..... 16,39 16,43 16,39 Holland ... 168,27 168,61 168,14 Italien.... 21,30 21,34 21,30 Japan ..... 0,716 0,718 0,718 Jugoslawien 5,664 5,676 5,664 Oslo..... 61,69 61,81 61,85 4.R Q5 49 05 48,95 Lissabon... 11,16 11,18 11,19 Stockholm.. 63,31 63,43 63,48 Schweiz ... 80,72 80,88 80,72 Spanten... 33,99 34,05 33,99 10,38 Budapest .. — Neuyork... 2,490 2,494 2,490 Banknoten. SerlinH.Dezember Geld _ __ 286 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) <5A.-Kameradschastsabend und Mkolansseier der Kapelle flott musiziert, so daß bald in allen von to^and lonnlt d; MMkllM W in ü ein Stadttheaterabonnement überreicht, fer» Der Besuch des Nikolaus. Oben -Mßetzung. Nachdruck oerboteni vor: ter wie sehr er sich auch mühte — sie rückte und KeÄusch — er wandte sich um. Die Quadern ein öüinfußbodens in der Mitte des Zimmers Ä würgend zusammen. Er schlug mit den aus > des? nui 9. luiie-sbiufen ein Siedlungshaus in Handgröße fix und lmr ig in die Hand gedrückt, damit er auf diese Wei« '.V 000 RM. erspare, dem Stadttheaterinten- dantirn König wurde zur Hebung des Theater- vlurden noch mancherlei ähnliche hübsche Schnauben aus dem großen Sacke ausgeteilt. Führer die ' und Hochs l auf ihn unt ei Oeffnung ein Mensch, hielt in nervigen ilidas Seil. Umschnürt, wie ein Tier aus der t von dem geworfenen Lasso, wurde Mac Zentimeter um Zentimeter. Nun fühlte Mac Lean schon den Luftzug, den die Schneide, am Pendel hin und her schwingend, verursachte. Es blitzte in der Halbdämmerung des Raumes jedesmal kurz auf, wenn das Beil von der einen zur anderen Seite schwang. Seine Augen schmerzten. Feurige Kreise tanzten vor seinem Blick. Das Zifferblatt der Uhr mit dem Zeiger schien sich vor seinen Blicken zu verändern — wurde ein Gesicht — ein tückisches, grinsendes Gesicht. Das leise Sausen des Beils war wie eine Geisterstimme, die ihm höhnische Worte zuflüsterte. Aber er durfte nicht schwach werden. Er mußte die Uhr verfolgen. Er mußte denken — er wollte nicht sterben. Er wollte nicht. Diesen Triumph wollte er den Schurken nicht gönnen, daß sie ihn Mac Lean, zur Strecke gebrachte hatten. Er zwang sich, wieder klar zu sehen und den Zeiger der Uhr genau zu verfolgen. Nun war es eine Minute vor der Zeit. Das Beil war dicht über seinem Hals. Jetzt, gerade wie das Pendel mit dem Beil seinen Hals zu berühren drohte, warf sich Mac Lean mit einem letzten Aufgebot aller Kräfte mit einem jähen Ruck zur Seite. Sein Kopf war nun aus dem Bereich des Pendels. Dann bäumte er sich mit äußerster Anstrengung empor, so daß seine gefesselten Füße den Körper ein wenig emporschoben. Das Beil schnitt in eine der Fesseln ein. Dadurch gelang es ihm, sich ein Stückchen seitwärts zu rollen. Und nun zerschnitt das Beil die Fessel an einem Arm. Wieder ein Ruck. Nun war er aus dem Bereich der mörderischen Schneide, die leer über dem Boden hin und her pendelte. Mac Lean lag einen Augenblick still. Nun er der furchtbaren Gefahr entronnen, fühlte er doch ein Zittern des tödlichen Schreckens in den Gliedern. Aber er hatte keine Zeit — er durfte nicht eine Minute verlieren. Denn es war anzunehmen, daß der Verbrecher binnen kurzem wieder aus der Falltür am Boden auftauchen würde, um sich von dem Gelingen des Mordplanes zu überzeugen. Daß die Tür zum Korridor ohne Geräusch aufzubrechen wäre — diese Hoffnung hatte Mac Lean aufgegeben. Durch die Falltür durfte er nicht. Da hätte er dem oder den Verbrechern in die Hände laufen können. Der einzige Ausweg war der durch das Fenster an der Decke. Wie aber die Eisenstäbe durchbrechen? Mac Lean dachte einen Augenblick nach. Dann näherte er sich der pendelnden Uhr. Der Verbrecher — soviel hatte er deutlich gesehen, hatte den Mechanismus durch den Druck auf den seitlichen Knopf zum Funktionieren gebracht. Also mußte man vermutlich das gleiche tun, um den Apparat außer Betrieb zu setzen. Mac Lean drückte auf den Knopf. Und wirklich, die Pendelschwingungen wurden langsamer und hörten kurz danach ganz auf. Nun nahm er aus der Tasche sein kleines Unioersalwerkzeug, das er festigt. Der Verbrecher drückte auf einen Knopf dieser elektrischen Uhr. Sie begann zu ticken und sich vorwärts zu bewegen. Zugleich senkte sich das Pendel mit dem scharfen Beil millimeterweise langsam tiefer. Dann wandte sich der Verbrecher zu dem reglos daliegenden, verschnürten Mac Lean. „Sehen Sie diese Uhr und dieses Pendel? Ich werde Sie nun genau darunter postieren. In jeder Minute senkt sich das Pendel genau um einen halben Zentimeter. In einer Stunde etwa wird das Beil Sie treffen." Mac Lean bemühte sich, ein Aufstöhnen zu unterdrücken. Aber ein leiser Laut kam von seinen Lippen. „Vielleicht glauben Sie mir nicht?" fragte der Verbrecher höflich. „Nun, ich werde jetzt Ihre Armbanduhr Ihnen vor die Augen halten. Sie können sich überzeugen, daß Ihre Uhr mit unserer genau übereinstimmt." Er nahm dem hilflos Daliegenden die Armbanduhr vom Gelenk. „Sehen Sie wohl — genau auf die Minute stimmt es. Ein Meisterwerk ist unsere Apparatur, mein Herr, von einem der besten Fachleute gearbeitet. Ein Versagen gibt es da nicht. In genau einer Stunde — denken Sie daran und achten Sie auf die Uhr. Leider werden Sie mir hinterher nicht berichten können, ob unser kleiner Apparat präzise arbeitet — denn dann wird es mit Ihnen vorbei sein." Mit diesen Worten ergriff er die Enden der beiden Seile, die rechts und links von Mac Leans hilflosem Körper herabhingen, und zog den Detektiv, wie man ein Last zieht, dicht unter die teuflische Apparatur. „Liegen Sie gut?" fragte er. „Es ist wichtig, daß Ihr Hals direkt unter das Beil zu liegen kommt. Dann werden Ihnen unnütze Qualen erspart. Und nun leben Sie wohl, soweit Sie das in dieser Situation vermögen." Er verbeugt sich mit zynischer Höflichkeit und verschwand durch die unterirdische Falltür, durch die er aufgetaucht war. Mac Lean lag nun einsam genau unter dem furchtbaren Pendel mit dem schwingenden Beil. Die Uhr tickte und tickte. Der Minutenzeiger rückte langsam, aber unerbittlich vorwärts. Das Pendel mit der teuflischen Schneide senkte sich tiefer und tiefer. Max Lean bemühte sich, ruhig zu denken. Eine Rettung von außen her war nicht zu erwarten. Selbst wenn der Taxischauffeur seinen Diener sofort benachrichtigt hatte, so würde der doch vor Ablauf von vier Stunden Scotland Yard nicht alarmieren. Selbst wenn ihm Beamte von dort zu Hilfe kamen — das Beil würde bis dahin seine furchtbare Arbeit verrichtet haben. Eine halbe Stunde war dahingegangen. Dreiviertel Stunden. Mac Lean lag bewegungslos, starrte den Mechanismus an, der unablässig sich abrollte. Hin und her schwang das metallene Pendel, senkte sich, genau wie der Verbrecher gesagt. Räumen des Studentenhauses, die für den starken Besuch in Anspruch genommen werden mußten, froheste kameradschaftliche Stimmung herrschte. Das Hauptvergnügen für die junge Welt war natürlich der Tanz, der zu stärkster und langanhaltender Betätigung Anlaß gab. Daß man bei diesem schönen Abend auch der ersten Pflicht dieser Zeit Rechnung trug, wird dadurch bekundet, daß der Reinerlös des Abends dem Winterhilfswerk zufließt. Der SA.-Sturm- bann VI/116 kann mit dem ausgezeichneten Verlauf dieser Veranstaltungen in vollem Umfange zufrieden sein. i Testen, Orte zu einen "gebrachten? ulhos sand em amtliche Klch i Rektor 3, n Saarkinden Schulklasse $ gemeinsam gi )er von allen — Bei einer nterhilssik unserer Orten Großen-MJ eßen broiit 3! Heinrich Dvi! bie ebenft ?. Aebur Chansons waren besonders erfolgreich um die Unterhaltung der Besucher bemüht, daneben wurden noch mancherlei Gesangsvorträge geboten, die in gleicher Weise zur Bereicherung des Abends beitrugen. Insbesondere war es — man muß das schon hervorheben — Paul Nieren, der durch seine schneidige Art als Ansager viel Betrieb und gute Stimmung in den Abend brachte. Dazu wurde Eg ? ten iMLinhessens wurde ein heimatlicher Gruß in »V am einer Flasche Wein überreicht, Standarten- SiS ,, geld^cnvalter Moosbach erhielt zur Verbesse- r-'1 '""‘VomJ rum« frnes Kassen-Registrierbetriebs eine Registrier- ’Wi !! kassch le bequem in einer Rocktasche Platz findet, BmHcnneister Dr. Hamm wurde für seine Sied- Lats: Pg. Klo st ermann, der rechte Fuß ruht auf dem NikolausHeschenk, dem großen Aufbaustein, daneben Standartenführer Lutter. — Oben rechts: Standartenführer Lutter empfängt sein Reserveauto. — Unten links: Obersturmbannführer M ü n k e r erhält die neue Signalpfeife. — Unten rechts: Oberbürgermeister Ritter betrachtet sein heimatliches Nikoläuschen. (Aufnahmen: Photo-Pfaff.) fcwiagobeit! jäjtebsftiei' t toiftolfong' ! gfyi[faol uw 11'- SWMlilel I bie'^ttwH weiten toW in mw*: ürtfel eotJ ie Lieder und - manden md - be vorgedG ■te ferner e>f en Bortrag t' iem kurzenf n zwei übej. politische itterland. Volksgenosse' flen Leidens' abfdjiebs* r Volkswot»,' i den W uung her» Seschenl oarlieb-N je die Dem in. dez. «. ’ nb fSd Ahe M ii?e 35o"S «30 bis ä N «50. «Äi ere «"‘1 s} <1 Ä M6o’ MU "'Meter 77 2 ruhig. L Etzbach. ’S- 3um fjeE "r -chs Wch, acht Wochen p en bis 23 RA 'räumt zog ; o „ . . . „ Häniü i und Füßen um sich. Aber schon erschien MeWüiiiiito. Vornan von Rainer Felde». Urt'teirechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) itoo leicht aufging, schien innerhalb des Holzes irgsiplnelche Eisenbekleidungen zu haben. LeamBoden gerissen. Lag da wie ein hilfloses Bünchl gu Füßen eines unbekannten Mannes, der eineiAske vor dem Gesicht trug. „Ciriln Tag, mein Herr!" klang eine unbekannte fpöttipt Stimme. „Was verschafft uns das Der- ßügein Sie hier zu sehen?" „Sm-t lösen Sie das Seil", sagte Mac Lean ächzet. Die Schlinge um den Hals würgte ihn schrecke.. .,LÜ yaben Sie Beschwerden beim Atmen?" ftagi-telchnisch der Vermummte. „Das wollen wir nichtz ^statten Sie —" Eft dmgte sich herunter und lockerte die Schlinge um Leans Hals. Dann verknüpfte er das Sell forq'fcüig so, daß Mac Lean vollkommen einge- fdjnmit war. „Sic wedaure sehr, daß Sie sich solchen Unan- Sehirrlü'ikeiten aussetzen, mein Herr", sagte der iertmnrmte weiter. „Aber wir haben Sie nicht eingcrlüm, hierherzukommen. Ich hoffe, daß Ihnen die Iß-'i, zu derartigen Abenteuern ein für allemal vergnrln wird. Wir haben so unsere Methoden, mit [tobfamen Gästen fertig zu werden." Deiir vermummte Verbrecher ging langsam und beha'M an eine der Wände. Dort drückte er auf einem siNen Haken, der scheinbar zwecklos an der Wan» befestigt war. Da wichen die Wände zur Seiten Man sah, daß die Wand an dieser Seite dopp el stark war und nun, auseinandergetrennt, eine A'che freigab. In dieser Wandnische befand sich er ver Decke eine eigentümliche Vorrichtung wie !|k Art Pendelapparatur. An dem Pendel dwg M scharfes Beil. Darüber war eine Uhr be» des i öli infußbodens in der Mitte des Zimmers hattur.ich verschoben. Ehe Mac Lean noch richtig zumi öllwußtsein kam, tauchte ein Kopf aus einer Deffr um auf, reckte sich ein Arm. Ein Seil flog burdi Zimmer, warf sich um Mac Leans Hals, De Sturmbann VI/116, der von dem Stan- bcirhiabjutanten Obersturmbannführer Münker owülktt wird, ooranstaltete gestern abend in den Munen des Kameradschaftshauses der Studenten- fdfcifl (Studentenhaus am Leihgesterner Weg) einen KLmradschaftsabend, verbunden mit Nikolausfeier, dck h allen Teilen den in großer Zahl versammeltet Sturmbannkameraden und Gästen mit ihren Aö'Mörigen einige sehr genußreiche Stunden be- rfite:.. Die vorbehaltlose kameradschaftliche Gesin- n mf in der SA. war auch bei dieser Gelegenheit b<8> .'eitmotiv, dem sich alle gerne anschlossen. Zsider Veranstaltung waren die führenden Man- nX her Partei und der SA. von Stadt und Kreis Gjichn, ferner die Leiter unserer Gießener Stadt- nwniltung, Vertreter der Universität und viele SÄ. '«ameraden aus anderen Sturmbannen und Seinen erschienen, um gemeinsam mit den Kameraden des Sturmbanns VI in einigen frohen Stunde r tms span nun g und Erholung von dem Alltags- wEkgu suchen und auch zu finden. Sturmbann bereitete den Besuchern eine KtSm adschaftsfeier, die in schlichtem Rahmen verlief Iber in allen Teilen beste Unterhaltung bot iurd) die Verbindung von Schlichtheit und Qüalat der Darbietungen zu dem schönen Er- leltiRii wurde, das allen Teilnehmern noch lange in Crjni rung bleiben wird. Angehörige des Musik- zu^s »er Standarte 116 erfreuten durch vortreffliche mnsiklische Vorträge, daneben wurden SA.-Lieder geific! sam gesungen. Im Auftrage des Sturmbann- füftrei» brachte Oberscharführer Grebe vom Stdrr 51/116 den Besuchern in einfachen Worten den iliillkommengruß des Sturmbanns VI dar, wobei! ei betonte, daß die Führung des Sturmbanns ihre !Tühe reichlich belohnt sehe, wenn den Kame- ratien und den Gästen ein Abend voll schönster Kamendschaft und herzlicher Freude bereitet werde, 'm Verlaufe des Abends stattete der Nikolaus, min ehern ansehnlichen Sack ausgestattet, der Kame- radüichstsfeier einen Besuch ab, bei dem er die Rute nidiit nitgebracht hatte, weil nach seinen Beobach- tumze und Erfahrungen in diesem Sturmbann alldf n bester Ordnung ist, der Nikolaus also nur lobmunb zufrieden sein konnte. Aus dem Sacke teilte ur mancherlei Gaben aus, die viel Freude uttz-rLie Zuschauer brachten. U. a. erhielt Pg. Kl') ja? r m a n n einen großen Stein für sein Auf- barjllvlk im Kreise Gießen, Standartenführer Lutte, mrbe mit einem Auto (allerdings aus einem Sp-eluarengefchäft stammend) als Reserve zu seinem- jenftroagen bedacht, der Führer des Sturmbann,-VI, Obersturmbannführer Münker emp- fi«?' eie neue Signalpfeife, die aber für den <521.= Dienst!-brauch die Probe nicht bestehen dürfte, Ober- bürhemeister Ritter als Sohn des rebenbekränz- - ■**$rn?hiC< -—Ö$T 58, 0,2% 3 ,°g 54,96 «'S 12,31 16,?? 168-j j ,38 0,711 5$ 41,!5 5,1$ I 03,J io,£ | 33,$ ! ’•? | 0 ' £j>r weitere Verlaus des Abends brachte dann „Kwnlcübunt und Vielerlei", wobei geschätzte Kräfte unfrei! Stadtheaters durch ihre künstlerischen Dar- bietiinc n in hohem Maße erfreuten. Paul Nieren als ' Mijager, in der gleichen Rolle auch Hans An gerne ier, ferner Maja von Rabenau mit.ihm Tänzen, Frau Rose Stirl mit ihren hlizf mit zwei Sprüngen zur Tür und ver- suchte ie zu öffnen. Aber vergeblich. Die Tür, die liinrte sick nicht. Ihm wurde heiß, wie er so Derjj'hrdelt arveitete, um die Tür zu öffnen. Da, greitag, 7. Dezember MH Aus der proviuzialhaupistadt. Sie Kreisleitung morgen geschloffen. Wie parteiamtlich bekanntgegeben wird, bleibt die Kreisleitung am Samstag, 8. Dezember, dem Tag der Nationalen Solidarität, geschlossen. NSV., Ortsgruppe Gießen-Ost. Samstag, 8. Dezember, Lebensmittelausgabe in der Geschäftsstelle, Kaiserallee 52. Zelle 1: 15 bis 15.30 Uhr; Zelle 2: 15.30 bis 16 Uhr; Zelle 3: 16 bis 16.45 Uhr; Zelle 4: 16.45 bis 17.15 Uhr; Zelle 5: 17.15 bis 17.45 Uhr; Zelle 6 und 7: 17.45 bis 18.15 Uhr. Bittbriefe. Der Reichs- und Preußische Minister des Innern hat mit Erlaß vom 24. November 1934 unter Vorbehalt jederzeitigen Widerrufs 1. den der Aufsicht der NS-Volkswohlfahrt unterstehenden, 2. den dem deutschen Roten Kreuz, 3. den dem Zentralausschuß für die Innere Mission der Deutschen Evangelischen Kirche, 4. den dem Deutschen Caritas-Verbande angeschlossenen Anstalten und Einrichtungen der geschlossenen und halboffenen Fürsorge die Genehmigung erteilt, in der Zeit vom 5. bis 11. Dezember 1934 Bittbriefe an die ihnen nahestehenden Kreise zu versenden. Der Versand von Bittbriefen als Beilage von Tageszeitungen ist nicht gestattet. Die Genehmigung gilt für das ganze Reichsgebiet. Sie Handhabung der Beerdigungspolizei. Nach einer Anordnung des Hess. Staatsministeriums obliegt der Bürgermeisterei Gießen nur die Verwaltung der eigentlichen Friedhofspolizei im engeren Sinne, während die Beerdigungspolizei (Erteilung der Beftattungserlaubnis usw.) künftig von der Polizeidirektion Gießen auszuüben ist. Anträge in Beftattungsangelegenheiten find daher an die Polizeidirektion Gießen zu richten. Schulungslager der Zungjuristen auf dem Gleiberg. Dienstag nachmittag wurde das Schulungslager des BNSDJ., Gruppe Jung- juristen,Gau Hessen, das durch die persönliche Unterstützung des Herrn Reichsstatthalters und Gauleiters Pg. Sprenger errichtet werden konnte und vom 4. bis 18. Dezember andauert, eröffnet. Um 15 Uhr trat die 21köpfige Lagermann- fchaft auf dem Turm des Gleibergs unter dem Kommando des Lagerleiters Pg. P u l l m a n n an, um in feierlicher Form die Flaggenhiffung vorzunehmen. Sodann ergriff der Gaugruppenleiter im BNSDJ., Pg. Denker (Schotten), das Wort, um das erste derartige Lager in Hessen seiner Bestimmung zu übergeben. Er ermahnte die Lagerteilnehmer in erster Linie, die Kameradschaft zu pflegen und in den 14 Tagen durch geistige und körperliche Tätigkeit in die nationalsozialistische Weltanschauung einzudringen. Dazu sollen eine ganze Anzahl Vorträge bekannter Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie Besichtigungen größerer Unternehmungen richtunggebend sein, wobei natürlich nicht die körperliche Ertüchtigung vergessen wird. Möge dieses Lager mit dazu beitragen, ein Juristengeschlecht heranzubilden, das den Anforderungen gerecht zu werden vermag, die das Dritte Reich an feine Rechtsdiener stellen muß. Daten für Freitag, 7. Dezember. 43 v. Ehr.: der römische Staatsmann Marcus Tullius Cicero bei Formiä ermordet (geboren 106 v. Chr.); — 1542: Maria Stuart, Königin von Schottland, in Linlithgow geboren (hingerichtet immer, genau so wie seine Pistole bei sich trug. Mit einem Schraubenzieher schraubte er das scharfe Beil vom Pendel ab. Nun hatte er ein festes Werkzeug in Händen. Dann kletterte er am Stab be* Pendels bis zur Decke. Dort oben, wo die Apparatur von der Decke herabhing, war. ja schon eine Vertiefung gegeben. Mit aller Wucht schlug er etwas seitwärts von der Stelle, wo das Beil befestigt gewesen, in dis Decke. Der Mörtel prasselte herunter — Steine krachten nach. In wenigen Minuten hatte Mac Lean ein Loch in die Decke geschlagen. Zwischen der Arbeit horchte er immer atemlos. Aber nichts rührte sich. Offenbar waren die Verbrecher ihrer Sache so sicher, daß sie sich um ihn nicht mehr kümmerten. Endlich hatte er das Loch so erweitert, daß er sich hindurchzwängen konnte. Der Raum, in dem er gefangen war, hatte im Untergeschoß gelegen. Jetzt sah er über sich ein leeres Zimmer. Vorsichtig legte er das Beil auf den Mauervorsprung. Und den Revolver schußbereit in der Tasche, klomm er hinauf. Dieses Zimmer war offenbar eine Art Abstellraum für irgendwelche Ware. Es stand voll leerer Kisten. Holzwolle war in eine Ecke zufammenge- fchichtet. Ein Glasfenfter mit einem einfachen Riegel schloß es gegen die Straße ab. Mac Lean öffnete den Riegel, kroch durch das Fenster hindurch, stand im Freien. Es war nun schon dunkel geworden, und kein Mensch war auf der Straße und hatte den Mann beobachtet, der aus dem Fenster gesprungen war. Aufatmend stand Mac Lean einen Augenblick still, dann klopfte er sich den Mörtelftaub von den Kleidern. „So!" sagte er. „Der Anfang wäre für mich beinah schlecht ausgegangen. Aber das Ende wird für die anderen schlecht sein." Dann eilte er rasch davon. Als er das Häusermeer um die Straßen von London Docks verließ, schlug die Uhr. Es war gerade anderthalb Stunden her, seitdem ihm der Tod unter dem schwingenden Beil zugedacht worden war. 6. Kapitel. Zur selben Zeit, in der Mac Lean wieder in den sicheren Vierteln Londons auftauchte, und in aller Eile seiner Wohnung zufuhr, verschoben sich wie- der die Qadern des Steinfußbodens in dem leeren Raum des unheimlichen Hauses. Ein Kopf tauchte auf — Stimmen wurden hörbar. Eine zweite Gestalt folgte. Es war die des jungen Mannes, den Mac Lean verfolgt hatte. Eine Blendlaterne blitzte auf. Ihr Schein geisterte an den Wänden entlang. Die beiden Verbrecher fuhren zurück: „Was ist denn das?" sagte der dunkle junge Mann heiser. „Was ist denn hier geschehen? —- Leuchte mal, Georges!" (Fortsetzung folgtI) 1587); — 1835: Eröffnung der ersten deutschen Eisenbahn, Nürnberg — Fürth. Saarkundgebung der Gießener Burschenschaft. Wie aus oer heutigen Anzeige ersichtlich, veranstaltet die Gießener Burschenschaft am Sonntagabend in der Neuen Aula eine Saarkundgebung. Es ist dies nicht die erste Kundgebung, die die Bur- sckenschaft im Rahmen ihrer Saarbetreuungsarbeit abhält, schon mehrere Jahre arbeitet die (Zießener Burschenschaft im Saargebiet hinsichtlich der Saarabstimmung, die gerade jetzt — es sind noch 35 Tage bis dahin — brennend nahegerückt ist. Die Betreuungsarbeit galt besonders dem Orte Groß- Rosseln im Warndtgebiet. Durch gemeinsame Veranstaltungen mit der dortigen Bevölkerung, durch die Weihnachtsbescherung 'für die Schuljugend, haben sich die jungen Burschenschafter, unterstützt von den Burschenschafter-Ortsgruppen, die volle Sympathie und das Vertrauen unserer Brüder von der Saar erworben. Nichts wurde unversucht gelassen, um darauf hinzuwirken, daß die kommende Abstimmung ein überwältigender, eindeutiger Sieg unseres Deutschtums an der Saar sein möge. Und wahrlich, die Gießener Burschenschaft ist heute stolz darauf, daß ihre jahrelange, unermüdliche Arbeit in kurzer Zeit durch dieses eine große Bekenntnis 3Xot schmiedet Volksgemeinschaft! Ein Volk in Rot — ein Volk von Brüdern. Gemeinsamer Kampf überwindet die JloL Einer für alle — alle für einen! dec Saarbevölkerung zum deutschen Volke gekrönt sein wird. Es sollte deshalb keinem Volksgenossen der Weg zu weit sein, um an dieser Veranstaltung teilzunehmen, die wieder einmal aufs Neue feste und starke Verbundenheit zwischen uns und unseren deutschen Brüdern von der Saar dokumentieren soll. Vornotizen. — Tageskalender für Freitag: NSLB., Fachschaft höhere Schule, deutschkundliche Fachgruppe, 16 Uhr, Seminarzimmer der Oberrealschule: Sitzung. — Stadttheater, 20 bis 22 Uhr: „Die Opferstunde". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Reiter von Deutsch-Ostafrika". — Astoria-Licktspiele, Seltersweg: „Der Doppelgänger". — Reichskammer der bildenden Künste, Turmhaus am Brand, 16 bis 18 Uhr: Weihnachts-Ausstellung. — Krieaer-Verein Gießen, 20.30 Uhr, Cafe Ebel: Monatsversammlung. — Stadttheater Gießen. Heute abend zum letztenmal Helmuth Ungers Drama „Opferstunde". Spielleitung dieses aufschlußreichen Werkes hat Anton Neuhaus. — Die Heimatoereinigung Schiffen- berg veranstaltet am Sonntag auf dem Schiffenberg eine Familienzusammenkunft, verbunden mit Weihnachtsfeier. Bei der vorausgehenden Feier in der Kapelle wirkt der Frauenchor Hausen mit. Die Weihnachtsansprache hält Pfarrer Steiner (Hausen). Bei der Nachfeier sind musikalische, gesangliche und deklamatorische Darbietungen vorgesehen, außerdem hält Rektor i. R. Müller einen kurzen geschichtlichen Vortrag. (Siehe heutige Anzeige.) ♦ ** Von der Landesuniversität. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der ordentliche Professor an unserer Universität Dr. Karl V a n s e l o w hat einen Ruf auf den durch die Emeritierung des Geh. Hofrats Prof. Dr. H a u s r a t h frei gewordenen Lehrstuhl für Waldbau an der Universität Freiburg i. Br. auf den 1. April 1935 erhalten. ** NS.« Frauenschaft. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Die von den Mitgliedern der NS.-Frauenschaft auf Listen bestellten Karten zum Besuch der Vorstellung „Opferstunde" im Stadttheater am Freitag, 7. Dezember, müssen an der Theaterkasse während der Kassestunden von 10 bis 13 und 17 bis 18 Uhr gegen Vorlage des Ausweises abgeholt werden. **StädtischerHolzverkauf. Die Bürgermeisterei kündigt in unserem heutigen Anzeigenteil einen Eichen- und Buchen-Stammholzverkauf an, zu dem schriftlich? Angebote gefordert werden. Näheres in der Bekanntmachung. ** Große Briefe gut verschließen! Von den Postanstalten ist in letzter Zeit mehrfach beobachtet worden, daß Briefe in langen Umschlägen, sog. Langbriefe, an den Bestimmungsorten offen eingehen, weil die Gummierung der Verschlußkappe ungenügend war und sich gelöst hat. Damit entsteht die Gefahr, daß der Inhalt der Sendung ganz oder teilweise in Verlust gerät. Zum Ankleben der Verschlußklappe muß guter Büroleim verwendet werden. Es empfiehlt sich, umfangreichere Briefe auch noch mit einem dünnen Bindfaden zu umschnüren, damit ein Aufplatzen des Briefumschlages während der Beförderung auf jeden Fall verhütet wird. ** Unfall. Der Dersicherungsreisende Fritz Beckmann aus Gotha, der gegenwärtig in Gießen weilt, kam gestern gegen 18 Uhr in der Licher Straße mit seinem Fahrrad zu Fall, erlitt eine Kopfverletzung und wahrscheinlich auch eine Gehirnerschütterung. Er mußte durch die Freiwillige Sanitätskolonne vom Roten Kreuz in die Klinik gebracht werden. ** Oeffentliche Bücherhalle. Im November wurden 1487 Bände ausgeliehen. Davon kommen auf: Literaturgeschichte 6, Zeitschriften 23, Gedichte und Dramen 6, Erzählende Literatur 978, Jugendschriften 186, Länder- und Völkerkunde 92, Kulturgeschichte 4, Geschichte und Biographien 98, Kunstgeschichte 6, Naturwissenschaft und Techno- logie 40, Heer- und Seewesen 5, Gesundheitslehre 5, Religion und Philosophie 8, Staatswissenschaft 25, Sport 3, Fremdsprachliches 2 Bände. ** Eierstempel sind nur Herkunfts- Zeichen! Der Deutschstempel auf dem Ei wird vielfach von der Hausfrau als Bürgschaft für besondere Güte angesehen. Das ist nur bedingt der Fall. Es werden zwar nur besonders ausgesuchte Eier mit dem Deutschstempel versehen, die anderen werden als „aussortiert" abgestempelt und verbilligt abgegeben. Der Reichsnährstand sorgt bereits feit mehreren Monaten dafür, daß von den Kennzeichnungsstellen nur beste Qualitäten an den Groß- und Kleinhandel abaegeben werden. Er hat aber keinen Einfluß darauf, wie lange die Eier in einzelnen Fällen dort gelagert werden. Deswegen ist nicht der Eierstempel, sondern das Schild die Güte- bürgschaft für die Hausfrau. Nur wenn ein Schild mit der Aufschrift „G 1, Vollfrische Eier" mit genauer Angabe der Gewichtsgruppe an den Eiern steht, haftet der Kaufmann für die vollfrische Be- schaffenheit der Ware. Es sei noch besonders betont, daß nur diejenigen Eier gekennzeichnet werden, die auch früher über den Handel gingen. Die Gammler für den Tag derNaiionalen Golidaritäi im Kreise Gießen. 3n der Stadt Gießen sammeln: Der Kreisleiter Pg. Klostermann. Der stellv. Kreisleiter Pg. Hopfenmüller. Ferner folgende Amtsleiter der Kreisleitung: Röder, Wagner, Schimmel, Frank, Pape, Michel, Nebeling (Kreisschulrat), Dörrschuck, Seyb, Heß, Kurz, Hofmann. Folgende Abteilungsleiter der Kreisleitung: Dörr, Christel, Lahr, Kreuder, Grahl- mann, Cujö, Hahn, Stühler. Oberbürgermeister Ritter. Bürgermeister Dr. Hamm. All diese Sammler sammeln am Oswaldsgarten, ferner beteiligen sie sich an der Sammlung in den Lokalen der Stadt und an der Haussammlung. Von der SA. beteiligen sich sämtliche SA.-Führer vom bestätigten Truppsührer an auswärts. U. a.: Standartenführer Lutter. Standartenadjutant Münker. Sturmhauptführer Ott. Sturmführer Walther. Obersturmführer Bender. Die SA.-Führer sammeln am Nachmittag im Seltersweg und anliegenden Straßen, beteiligen sich an der Haussammlung und an Der Sammlung in Lokalen am Abend. Von der SS. beteiligen sich alle Führer vom Unterscharführer an auswärts, u. a.: Der Führer der SS.-Standarte 83 Jakober. SS.-Sturmführer und Adjutant Grüner. Obersturmführer Unbehaun. Sturmführer Hainbach. Führer der SS.-Motorstandarte 30 Ruhl. Die SS. sammelt am Nachmittag in der Bahnhofstraße mit anliegenden Straßen, am Oswaldsgarten, beteiligt sich an der Haussammlung und der Sammlung in den Lokalen. Vom NS. - Arbeitsdienst, Abteilung V/222, sammeln: Oberfeldmeister Lösch, Unterfeldmeister Lind, Obertruppführer von Steynitz, Obertruppführer Lang, Truppführer Vieler, Truppfüher Herbert, Truppführer Baldus, Truppführer Wirbel- auer, Truppführer Hofmann. Die Arbeitsdienstführer sammeln am Nachmittag in den Straßen und Lokalen der Stadt, außer Seltersweg und Bahnhofstraße, am Oswaldsgarten und am Abend bei der Ortsgruppe Gießen-Süd. Es sammeln folgende HI.- Führer: Bannführer Heim, die Scharführer Schulz, Boß, Schneider, Wolkewitz, Dr. Boßler, Körner, Günther, Bötz, Fritzges, Waag, Gefolgschaftsführer Nachtigall, Kameradschaftsführer Stuhl. Die HI. sammelt am Stadttheater, ferner führt sie die Haussammlung in der Ludwigstraße durch; am Abend im Stadttheater. Vom BDM. sammeln: Ringführerin Latte Croon, die Gruppenführerinnen Gretel Guth, Ruth Göbel, Emmi Horn, Brunhilde Keil, sowie sämtliche Scharführerinnen, ebenso die Führerinnen der Jungmädel. Die BDM.-Führerinnen sammeln nur am Nachmittag auf den Straßen und Plätzen der Stadt. An den Abend- und an den Haussammlungen beteiligen sie sich nicht. Am Bahnhof sammeln: Ortsgruppen-Propa- gandaleiter Pg. 'Ewald, Pg. Holländer, SS.-Schar- sührer Evers, Schlarb, zwei SA.-Führer, ferner Oberbaurat Cellarius, Professor von Jaschke, Oberreichsbahnrat Wilke, Professor Dr. Walter Fischer (15 bis 18 Uhr), Professor Dr. Schumacher (19 bis 23 Uhr), Dr. Möckelmann (15 bis 19 Uhr), Reichsbahnrat Hallstein. An der Haussammlung und an der Sammlung in den Lokalen der Stadt beteiligen sich Direkter Wrede, Reichsbankdirektor Klipstein, Baurat Meinert, Oberstaatsanwalt Wo- baege, Regierungsbaurat Kuhlmann, Postdirektor Graefe, Amtsgerichtsdirektor Mickel, Landgerichtspräsident Thüre, ferner die ihnen unterstehenden Amtsgerichtsräte unb Landgerichtsräte, Oberzollrat Horn, Direktor Hechler. Am Stadttheater um 16 Uhr, am Oswaldsgarten und an der Abendsammlung nach der Kundgebung beteiligen sich: vom Stadttheater u. a. Intendant König, Karl Löffler, Kurt Richter, Luise Decker, Wilhelm Dieten, Gert Geiger, Heini Göbel, Heinrich Hub, Wolfgang Kühne, Karl Ludwig Lind, Karl Löser, Kurt Lüpke, Anton Neuhaus, Paul Nieren, Maria Perry, Lore Pflug, Will Quadflieg, Hansi Salzmann, Hans Seitz, Peter Schorn, Luise Schubert-Jüngling, Rose Siirl, Karl Tank, Franz Falkenberg, Karl Volck, Anton Wahlen, Heinz Weiser, Irmtraut Weyl, Elisabeth Wielander, Paul Wrede. Von den übrigen Behörden beteiligen sich: Finanzamt: Oberregierungsrat Schmidt, Regierungsrat Freiherr Schenck zu Schweinsberg, Regierungsassessor Dr. Dexheimer. Versor- g u n g 5 a m t: Regierungsrat Klahr, Regierungsrat Wecker. Regierungsmedizinalräte Kortüm und Trautmann, Verwaltungsamtmann Jbe. Arbeitsamt: Oberregierungsrat Dr. List, Regierungsrat Sälzer. K r e i s a m t: Oberregierungsrat Dr. Schönhals, Regierungsräte Grein, Weber, Dr. Krüger. Der Leiter des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Engau. All diese Sammler werden am Nachmittag bei der Haussammlung und am Oswaldsgarten eingesetzt, soweit sie ihre Haussammlung beendet haben. Am Abend sammeln sie in Lokalen und Straßen der Stadt von 20 bis 23 Uhr. Dasselbe gilt von den Professoren der Universität, die nachfolgend genannt werden. Don der Universität sammeln u. a.: Der Rektor Professor Pfähler, die Professoren Dr. Cordier, Bornkamm, Dr. Rudolph, Dr. Adolph, Dr. Haenchen, Dr. Koch, Dr. Gallas, Reinwein, Dr. Kuhn, Henneberg, Brügge- mann Hillebrandt, Herzog, Feulgen, Duken, Fischer, Haas, Pitzen, Zwick, Schauder, Käst, Rudolf Herzog, Rauch, Vietor, Süß, Colin, Gundel, Horneffer, Germer, Gottschalk, Weitz, Klute, Vanselow, Sessous, Cermak, Gerthsen, Andrae, Bechtel, Bechert, Geppert, Krollpfeiffer, Uller, Maennchen, Funk Hummel, Auler, Klüpfen, Köttgen, Stitzing, Merker, Stoltenberg, Behaghel. Universitätsmusikdirektor Temes- vary, Bildhauer Ködding, ferner die Privatdozenten Oberregierungsrat Schmidt, Dr. Hans Jungst, Ober- veterinürrat Dr. Monnard, Schlachthofdirektor Dr. Keller, die Lektoren Studienrat Dr. Fuhr, Dr. Karl Rudolf Fischer, Dr. Willy Tempel, Dr. Schröder. Die Leiter der Gießener Schulen, u. a.: Die Oberstudiendirektoren Angelberger, Leonhard, Wolkewitz (gleichzeitig Abteilungsleiter der Kreisleitung), Schellhom (gleichzeitg Ämtsleiter der Ortsgruppe Gießen-Mitte), Oberstudienrat Seiler. Es sammeln die Ortsgruppenleiter der vier Gießener Ortsgruppen: Horst, Thomas, Schwarz, Dr. Röder, ferner die Amtsleiter der Gießener Ortsgruppen. Ost: Kreuder, Seibert, Bahs, Drefer, Dollmoeller, Schneider, Wenderoth. Nord: Wenzel Willi, Wenzel Erwin, SBurpeleit, Schüßler, Jöckel, Zutt. Süd: Henning, Martin, Grahlmann. Nähere Anweisungen erhalten sämtliche Sammler am Samstagnachmittag um 15 Uhr, im Caf6 Leib. Kreis Gießen. In allen Dörfern wird eine Haus- und Straßensammlung durchgeführt. Es sammeln die von den Ortsgruppenleitern beauftragten Personen, u. a. die politischen Leiter des Dorfes, der Bürgermeister, Polizeidiener. Bersrod: Es sammeln Ortsgruppenleiter Hofmann, die Parteigenosien Heintz, Böcher, Karl Heintz, Stein, Ulrich. Winnerod: Die Pa. Zimmer und Bötz. Abends in den Lokalen Graulich und Kutscher, ferner Heiß und Hainbach. Reiskirchen: Es sammeln der Zellenleiter Pg. Rausch, Bürgermeister Launsbach, ferner die Pg. Scho mb er, Fritzel, Sack, Wendel, Reitz, Hammel, Lindenstruth, Debus, Moos. Von der HI. Sack, vom BdM. Launsbach und. Wendel. L i n d e n st r u t h : Es sammeln die Pg. Krug, Kronenberg, Bürgermeister Menz, ferner Krug II., Fatum, Schepp, Schäfer, Maurer. Beuern: Es sammeln Hermann, Sommerlad, Arnold, Otto, Spaar, Walther, Keil, Hahn. Don der HI. Dort, vom BdM. Lydia Edelmann und Margarete Otto. Bettenhausen: Ortsgruppenleiter Balser, Ortsbauernführer Kemmerer, Leiter der NS.-Hago Müller, Truppführer Stärk. Muschenheim: Zellenleiter Schäfer, Orts- bauernführer Weisel, Scharführer Schwarz, Blockleiter Wagner, Blockleiter Gasche, Blockleiter Müller, Blockleiter Viegener. Birklar: Zellenleiter Müller, Karl Müller, Karl Weisel I. Ettingshausen: der Ortsgruppenleiter Wil- Helm Weber, folgende Amtsleiter: Wilhelm Diehl, Ludwig Opper II., Wilhelm Jox, Wilhelm Erb, Ludwig Opper III., Wilhelm Simon, SS.-Scharführer Fritz, SA.-Truppführer Vogler, SA.-Scharführer Damm. Münster: Karl Fach, Theo Heß. Queckborn: Heinrich Albert, Hugo Horst, Ludwig Bück, Heinrich Weishaupt. Großen-Linden: u. a. Ortsgruppenwart der NSV. Willi Becker, Ortsgruppenleiter der Arbeits- front Steinnagel, Bürgermeister Lang, Ortsgruppen- kassenwart Karl Sauer, Ortsbauernführer Wenzel, Fauenschaftsleiterin M. Textor, die SA.-Führer Dr. Speck, Kolb, Stamm, Vorig, Höpfel, Schaum, 66.« Truppführer Becker. Leihgestern: Ortsgruppenleiter und Bürgermeister Will, Propagandaleiter Siegfried, Ortsfrauenschaftsleiterin Will, Ortsbauernführer Wagner, Funkwart Hasieldach, die SA.-Führer Brück, Hahn, Jäger, Velten, Ritz, Seipp. Ferner BdM. und HI. Grünberg: Fabrikant Almendinger, Rechts- anwatt Beilstein, Stammführer Faist, Gefolgschaftsführer Weber, Oberamtsrichter Dölp, Amtsgerichtsrat Horneff, Sparkassendirektor Diehl, Be-amtenfuh- rer Lang, Regierungsrat Klein, Fabrikant Schmidt, Bankier Jöckel, Dr. Fuchs, Ortsgruppenleiter der Arbeitsfront Otto Stein, K. Hamburger, Filmwart Schröder, Kapellmeister Horst, Oberforstmeister Eckstein, Forstmeister Sußner, Kassenwart Dreyling, Blockwart Reitz, Reichsbahningenieur Muskowitz, Bahnhofsvorsteher Feist, Frauenschaftsführerin De» cher, Klothilde Jöckel, NSV.-Amtsletter Mantel, Kassenwart Pfeffer, Ortsgruppenleiter Lind, Propagandaleiter Schmidt, SA.-Sturmführer Dapper und Wetzig, Bürgermeister Dr. Mildner, Karl Schott, Karl Repp, Böcher (NSKOV.), Sturmführer Müller, Bauernführer Großhaus, Dberftubienbire! tor Hüchwohf, Rektor Weisel, Apotheker Probst' Schriftleiter Robert, Postmeister Carle, Sturmführer Hofmann. Heuchelheim: u. a. Ortsgruppenleiter Wob, ter, stellv. Ortsgruppenleiter Rehberg, Geschästssijz, rer G. Horeyseck, Kassenwart Kreiling, Propaganda leitet Dr. Reidt, Bürgermeister Rinn. Hungen: Obersturmbannführer Bender, Ober, sturmführer Würtz, Sturmführer Ebersohn, Och, gruppenleiter Kirchhöfer, Propagandaleiter Muller Pressewart Wiederstein, Geschäftsführer Hofman»' \\ Zellenleiter Zoppke, Ortsgruppenadjutant Ringführerin des BdM. Lotte Daab. Dillinaen: Zellenleiter Jung, Zellenodnisy I Zimmer, Bürgermeister Zimmer, Rottenfü,^ ! Langd: Zellenleiter Schäfer, Sürgermer? ; Fritz. Langsdorf: Zellenletter Fabian, Bürgers, fter Kneipp, Scharführer Kleinkurt, Blocks ! Schmidt I. Klein-Linden: u. a. Ortsgruppenleiter & Größmann, Bürgermeister Fischer, Propagach, leitet Karl Hof II., Kassenwart Hermann Üllr I Pressewart Rudolf Jung, H. Bechthold, Dbertrupp I führer Karl Kirchner, Truppführer Karl Nau, I dinand Neuser, Ortsgruppenleiterin der Frauen ! schäft Frl. Keil, Karl Haas jr. Lang-Göns: Bürgermeister Wenzel, geordneter Karl Faber, der gesamte Gemeinde^ die Amtsleiter der Ortsgruppe. Holzheim: Zellenleiter Kuhl, der Bingo meister. Mainzlar: Ortsgruppenleiter Schroth, Iru^ sichrer Wehn, Bürgermeister Kreiling, KassemvT Müller. R o d h e i m : Ortsgruppenleiter Rudel, stelb ! Ortsgruppenleiter Micklas, Karl Spieß, Fritz M. ] ler, SA.-Truppführer Hofmann, Scharführer Hof. j mann. Steinbach: Ortsgruppenleiter und Bürger- meister Rink, stellv. Ortsgruppenleiter Gerhard. Propaaandaleiter Größer und die übrigen politischen Leiter, SA.-Truppführer Müller unb hoa-, Garbenteich: Zellenleiter Stoll und Kulb-4 sowie die übrigen politischen Leiter, SA.-Tru^ führer Panzer und die übrigen SA.-Führer. Watzenborn - Steinberg: Ortsgruppe- leitet Philipp, der Bürgermeister, alle poMm Leiter, die SA.-Führer Richard Engel, Wn Habermehl, Karl Schäfer, Wilhelm Schön, Mm Fink. Bellersheim: Ortsgruppenleiter Amtsleiter der Ortsgruppe. Obbornhofen: Zellenleiter Kemmerer, Wägermeister Kammer, Frauenschaftsletterin Fr« Bommersheim, Frl. Lindemeier. Beltershain: Stützpunktleiter Heinrich Eck, Propagandaleiter Müller, Amtsleiter Schwaz Scharführer Ganz. Reinhardshain: Blockwart Albon und Buchner, Pg. Niebergall und Schneider. Stangenrod: Bürgermeister und Zellen« wart August Becker, Blockwart Schäfer, Karl Sauer und Karl Erbes. Weitershain: Bürgermeister unb MH' i punttleiter Nau, Beigeordneter Karl Löchel Rüddingshausen: Bürgermeister Heinrich Sohl, Lehrer und Zellenletter Philipp Flat. Harbach: Stützpunktleiter Müller, Heinrich Münch, Karl Stumps. Otto Münch, Förster Decher. Blockwart Wilhelm Keil. Hattenrod: Heinrich Menget, Kart Albach Eduard Walter, August Sing, Karl Rink, Tbeodvr Seipp, Heinrich Hahn, Heinrich Rau, Mhed Münster. Aendemngen im Programm. Oer Weg nach oben wird ein Weg des Opferns sein. 15 Ahr: sämtliche Sammler sind im EafL Leib an- getreten. Das gilt auch für diejenigen, die in der Presse nicht aufgezählt wurden, aber eine besondere Aufforderung inzwischen erhalten haben. 15 bis 15.30 Ahr: Verteilen der Sammelbüchsen und der Abzeichen. 15.30 Uhr: Feierliche Eröffnung des Sammelwerkes durch den Kreisleiter. 16 bis 16.45 Uhr: Konzert des Stadttheaterorchesters vor dem Stadttheaker. Es sammeln der Intendant und die Künstler des Stadttheaters, ferner die übrigen Sammler, soweit sie keinen Sonderauftrag erhalten. 17 bis 17.30 Uhr: Konzert der SA. - Standartenkapelle auf dem Kreuzplah. 17.30 bis 18 Uhr: Konzert der SA. - Standartenkapelle beim Eafö hettler. Es sammeln die SA.-Führer und die übrigen Sammler soweit sie keinen anderen Auftrag erhalten. 18.15 bis 19.15 Uhr: Große Serenade mit Fackeln aus dem Oswaldsgarten. ausgeführt vom 2Hu- fikkorps der Gießener Reichswehr unter Beteiligung des Offizierkorps. 150 Soldaten aus den hiesigen Teilen des Reichsheeres fingen. Diese Veranstaltung wird auf den Reichssender Frankfurt übertragen. Alle Sammler sind anwesend. 20 Uhr: Große Kundgebungen der 4 Gießener Ortsgruppen zum Tag der „nationalen Solidarität". EafL Leib Gießen-Rord. Es spricht der Führer der SS.-Standarte 83, Pg. Iakober. Kampfliederabend und Konzert der SA.-Skandartenkapelle. Vorführungen der Gießener Turnerschaft. Universitätsaula Gießen-Uritke. Es spricht der Rektor der LandesuniversikSt Prof. Pfähler. Konzert der Kapelle des Gießener TRarineffurmbannes, unter Mitwirkung des Bauerschen Gesangvereins. 3 m Sameradschaftshans der Studentenschaft am Lethgefieruer DegGiehen-Süd. Es spricht der Oberfeldmeister des Arbeitsdienstlagers Gießen pg. Loefch. Im Programm: Ernstes und heiteres aus dem Leben to 6 en er Arbeitsdienstes, unter RNtwirkM Singkreises der Arbeitsdienskmanner. 6^ ausgeführt von Teilen des Musikkorps der 3»l-‘ Regis. Gießen. 3 m Stadttheater G i e ßen-Oll Ls spricht Oberbürgermeister Pg. Konzert des Stadttheaterorchesters, D61^ langen einzelner Mitglieder des Stabff^W- 21.3 0 Uhr spätestens sind diese Ku ad gedungen zu Ende. Anschließend 5°* mein in der Stadt. heil Hitler! Schmelz, Kreispropagandaleiter- Oie Hilfe unserer Reichswebk- Die Truppen des Standorts Gießen beteiW sich am 8. Dezember, dem Tage der Nationalen vo darität, in folgender Weise an der Sammlung P“ das Winterhilfswerk: Ä Das Musikkorps, die Spielleute, sowie bas gerkorps, geführt von einem Feldwebel, rechts links begleitet von Fackelträgern, marschieren Führung von Oberleutnant Nietscheum 1«* Kaserne — Licher Straße — Ludwigsplatz - tenstraße — Hindenburgwall — Straßenkreuz denburgwall — Seltersweg (dort Anzünden Fackeln) über den Seltersweg — Kreuzplan^, Marktplatz — Neustadt zum Oswaldsgarten. rend dieses Marsches wird abwechselnd 0e’u und gespielt. m Am Oswaldsgarten nimmt die Abteilung Rechteck Aufstellung und wird folgendes PE zu Gehör bringen: „ 1. Deutsch in Ewigkeit die Saar! Marja) 2. Dem deutschen Volke! Vaterländische FestoUvek' iure von Zimmer. i & '.Ste 5.W- bflt 6- De' 9er 13® Den Hm i rftit ® i über. M c aus^ao , jeweils Sa iini 8m® ! bie Unir : ßpi'el ui j Handball i MN n x wrbienre t konnte. 1 c sprechend Wer Unii Stellung: -mann, S S Schott, § ;[ Dieselb tchas zwei Mast g« Üllusgank ; Aus j keisjw : deutsch \\ hielt 0 umsassei S Sport i olgeriöe 3 nicht au ti stellen, | ii| gesunder l Nach Pi uauch nid Moste 2lr rund @eij l)sn itaaL itotd)iig, t ilffentlidje vergötterte EM Sh mich heute Heine einer tonb stell I p Vv\Wv 1 über 6d)u' rmtbr bei i hierdurch lDer Fuh ii Entschloss o ordnung: 6 auch fai I Eigensch ii wie beir i den mü i durch ba i. 9n treu I ringen. - zu erre : Diszivlir J fanbcrn t nÄeberui «dem Ac ' Der r lunb rest! ^nwgfidj. 'Äot lerer Hetgesu Wv :Mi Ni E-i- 11* SJL-tfpont Oberheffen Ql ileiter 8«m, lenschaMm? leier. mM Mch E' Mkiin W Das bekannte große Motorradrennen „Rund um Schotten", das im letzten Jahr wegen Neuherstellung der Strecke ausfallen mußte, wird am 21. Juli fotaort Wm d 6d)*. •meiHer M 1 ' e^äfer, Aai bi« Jugendführer feien zu großen Aufgaben ver- pf!4iq *t. Die Leibesübung begnüge sich nicht mit Dein Schulung des Körper allein, sie erfasse viel- mnlrl bewußt den ganzen Menschen und erreiche hnnkmch eine Erziehung zu Charakter. Diir Fußballspieler müsse im besonderen über Mut, ErM-ossenheit, Einsatzbereitschaft, Gehorsam, Unter» orlümingsbereitschaft, usw. verfügen. Es gebe ja au:d) raum eine sportliche Hebung, bei der diese Elitzeitchaften in ihrer Gesamtheit so hervortreten, wiiiL Heim Fußballspiel. Alle die erwähnten Tugen- beirt iiüssen im einzelnen, wie in der Mannschaft buHnfjlOas Band der Kameradschaft umschlossen sein. Jnl hm er Gemeinschaft sei nur der Sieg zu er- ririge. Diese Gemeinschaft sei aber wiederum nur ZUII «reichen durch Unterordnung und äußerste DiWiin. Disziplin sei nicht nur äußere Haltung, fomWi Ausdruck des Pflichtgefühls. Pflichtgefühl rois>ieium baue sich auf aus der Verantwortlichkeit betir !lfolksganzen gegenüber. r E-r nationalsozialistische Staat fordere Leistung unDristlosen Einsatz. Beides sei ohne Disziplin nicht wdci. Disziplin bedeute Selbstbeherrschung. Nur um. i sein. US dem Cebffl unter sdienslmänW mafifforpi L Einzug der Götter in Walhall von Wagner. L Steuermannslied (gesungen vom Sängerchor JR. Gießen) von Schuger. !. Alte deutsche Treue! Ein Kranz deutscher Sol- datenmärsche von Frantzen. ! Der Badonviller Marsch (Musikkorps und Sängerchor) von Fürst. V Zwei Märsche mit Spielleuten. Den Sängerchor leitet Unteroffizier Dietrich. Preisklasse M. Tv. Holzheim II — To. Wetzlar-Niedergirmes Hf Tv. Krofdarf II — To. Münchholzhausen II. Jugendklasse. To. Atzbach — Tv. Münchholzhausen. Handball ihre Spielstärke konstant erhalten und Der Gchneelauf im Tv. 1846. Mit einer sehr gut besuchten Zusammenkunft in • urn^a?e begann die dieswinterliche Tätigkeit tn der Abteilung der Schneeläufer. Im ersten Teil n?r£r?a^e5°.r^nun9 öab der Obmann, Dr. Loh, Aufschluß über die in diesem Winter geplanten Veranstaltungen, über die Stellung der DT.-Schnee- laufer innerhalb der Fachschaft Skilauf im RfL., über Fahrten in die Schneelaufgebiete des Vogelsbergs, des Westerwaldes und der Rhön, die zu bedeutend ermäßigten Preisen durchgeführt werden können. Zu dem Kapitel Unfallversicherung erfuhr man, daß jeder Läufer gegen einen kaum nennens- roerten Beitrag eine Versicherung zu günstigen Bedingungen eingehen kann. Da Dr. Loh auch gleichzeitig den Schneelauf im Turnkreis Lahn-Dill betreut, konnte er Einzelheiten über die Gründung von Abteilungen in anderen Turnvereinen, Mitgliederzahl usw. berichten, die eine gute Entwicklung des Turnerschneelaufs für die nächste Zukunst im Lahn-Dillkreis erwarten lassen. Mit der eingehenden Pflege dieses Zweiges der Leibesübungen in der DT. wird eine verstärkte Lehrarbeit notwendig. Die Lehrkräfte hierfür zieht sich die Tur- nerschaft in ihren alljährlich stattfindenden kostenlosen Lehrgängen heran, von denen wieder zwei zu Beginn des kommenden Jahres die Schneeläufer aus allen Gauen im Allgäu zusammenführen. Auch der Gießener Turnverein hat dazu zwei seiner Läufer gemeldet. Die so ausgebildeten Lehrkräfte werden auch vom Deutschen Schiverband anerkannt, nachdem man sich über eine einheitliche Laufschule geeinigt hat. Neben diesen Hauptlehrgängen wird auch der Gau Hessen seine Schneeläufer an Weihnachten in einem Gemeinschaftslager in der Rhön und im Schwarzwald zusommenziehen, um sie vor allem im Hinblick auf Wettkämpfe in ihrem Sport zu fördern. Nach der Erledigung dieser organisatorischen und allgemeinen Fragen sprach der Lauf- roart des Vereins, Jüngst, über die Ausrüstung des Schneeläufers und gab an Hand von Lichtbildern einen Einblick in die Technik, aber auch in die Schönheiten des weißen Sports. Die anschließenden Trockenübungen gaben den Anfängern Gelegenheit, sich mit ihrem noch ungewohnten Sportgerät schon etwas vertraut zu machen. „Jtunfr um (5(6i>ffen//am21.3util935 M t M W i; ter Miss D iter Ä & Mch W MenÄ M * ig, MM* einrich M. * Die musikalische Oefamtleitung der Veransiakkung hat Obermusikmeister K r a u ß e. Die Veranstaltung wird im Ausschnitt vom Reichssender Frankfurt a. M. übernommen. Es ist zu erwarten, daß durch diese Darbietungen die Sammeltätigkeit aller derer, die sich am 8. Dezember in den Dienst der Allgemeinhett stellen, sowie auch die Gebefreudigkeit der gesamten Bevölkerung Gießens einen besonderen Ansporn erhalten wird. wer sich selbst beherrsche fei frei. Nur wer sich selbst züaeln könne, könne Führer sein. In diesem Sinne die deutsche Sportjugend zu erziehen sei die vornehmste Aufgabe auch im DFB. Der Jugendführer solle still und ehrenamtlich wirken. Die Jugendführer seien Pioniere. Die Staats» 1 Notwendigkeit der Leibeserziehung solle vom Jugend- 1 fuhrer in jedem Verein verbreitet und vertieft wer- - den. Der Verträge zwischen dem Reichssportführer - und der Reichsjugendführung beseitigten alle Zwei- . fei, Unklarheiten, Ueberschneidungen. Die gesamte [ Jugend stehe geschlossen da, als feste Einheit, als deutsche Staatsjugend. Der Sport fei als wichtiger Erziehungsfaktor anerkannt und bestätigt, er fei nicht mehr fortzudenken aus dem Aufbau unseres Volkes. Die Zielrichtung der Leibesübung fei in eine Bahn gelenkt, im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen geeint, erfüllt von deutschem Geiste, der die Jugend führt und lenkt. An alle Führer von Sporteinheiten würden durch die neue Aufgabe größere Anforderungen gestellt. Führertum sei dabei nicht etwa im Befehlen zu verstehen. Wer Führer sein wolle, müsse über das nötige Wissen verfügen, müssen können und wollen und gleichzeittg Kamerad sein. In der Gefolgschaft lerne der junge Mensch Gehorsam, Einsatzbereitschaft, Unterordnung. So solle auch eine Sportgemeinschaft in ihrem' Geiste gestaltet fein. Dazu bedürfe es aber der Erziehung und Schulung. Der Führer selbst müsse Vorbild fein. Wenn das in den letzten Jahren nicht immer der Fall gewesen sei, so müsse jetzt durch die Schulung, zunächst der Führer, erreicht werden, was nottue. Für die KreSsjugendführer ergebe sich die Notwendigkeit, daß sie bis in Kleinste orientiert seien, darüber, wie in den Vereinen schulungsmäßig gearbeitet werden müsse. Mit dem mahnenden Wort: „Der einzelne ist nichts, das Vaterland ist alles!" beschloß der Gaujugendführer seine von großem Ernst getragenen Ausführungen. Fußballabieilung des Tv. Kinzenbach. Zum letzten Verbandsspiel der ersten Runde tritt die 1. Mannschaft am Sonntag in Fellingshausen an. Der Gegner hat in den letzten Spielen manchen Punkt gesammelt und wird auch den Einheimischen zwei Punkte abknöpfen wollen. Die Mannschaft wird daher alles Können einsetzen müssen. „Kurhessen" Kassel zum Handball- verbandsspiel (Gauliga) in Gießen. In der nordhesstschen Handballgauliga ist für kommenden (Sonntag das Spiel 1900 — „Kurhessen" Kassel angesetzh Die Kurhessen waren vor Jahren schon einmal Gaste, auf dem 1900-Sportplatz. Sie erkämpften sich damals in schönem Spiel den Gaumeistertitel. Die Rdannschaft hat wie wenige int im Handball ihre Spielstarke konstant erhalten und wird daher für die Spieloereinigungsleute ein äußerst schwer zu nehmender Gegner sein. Der diesjährige Start der Kurhessen in die Verbandsspiele war zwar nicht ganz glücklich, inzwischen ist aber die Kasseler Elf wieder zu einer sehr entsprechenden Form aufgelaufen. In ihrem letzten Derbandsspiel tonnte sie das durch einen 10:5-Sieg über den spielstarken Tv. Kirchbauna dokumentieren. Die Gäste sind in der Hintermannschaft ganz ausgezeichnet besetzt, aber auch der Sturm versteht sich auf das Torwerfen. Welche Rolle werden die Einheimischen diesmal spielen? Zunächst wird es erforderlich fein, daß die notwendigerweise einzustellenden Ersatzleute einigermaßen ihrer Aufgabe gerecht werden. Zum anderen wird abzuwarten sein, wie sich die beabsichtigten Umstellungen, besonders im Sturm, auswirken. Handball im Gau XII (Lahn-Dillkreis) Die Fortsetzung der verbandsspiele. Vezirksklasie. Tv. Münchholzhausen — Tv. Lützellinden: Im Vorspiel mußte seinerzeit die Platzmannschaft eine klare Niederlage einstecken. Sie wird daher versuchen, den Spieß umzudrehen. Ob dies gelingt, hangt ganz von der Kondition eines jeden Spielers ab. Mtv. Gießen — Kurhessen Marburg: Gießen empfängt in den Marburgern eine in letzter Zeit stark nach vorn gekommene Mannschaft und hat bestimmt einen schweren Stand. Ein Sieg kommt nur dann in Frage, wenn die Mannschaft an die Form früherer Spiele anzuknüpfen vermag. Preisklasse I. Staffel I: Tv. Hochelheim — (Sporte. 05 Wetzlar: Die Gäste haben sich in letzter Zeit recht gut herausgemackt und werden den Platzbesitzern den Sieg schwer machen. Hochelheim sollte knapp gewinnen. Tv. Hörnsheim — To. Krofdorf: Die Gäste haben in Hörnsheim noch nicht gewonnen und werden sich mächtig strecken müssen, falls ihnen an den Punkten etwas gelegen ist. Tv. Atzbach — Tv. Groß-Rechtenbach: Auf eigenem Platz sollte Atzbach in der Lage sein, die Punkte für sich zu halten. Einen harten Kampf wird es trotzdem geben, denn die Gäste werden ohne weiteres nicht die Waffen strecken. Was die Platzbesitzer an Technik voraus haben, kann der Gast an Eifer und Wucht ausgleichen. Staffel II: Tv. Alb ach — Tv. Heuchelheim: Heuchelheim stößt in Albach auf einen, wenn nicht gerade gleichwertigen, so doch zähen Gegner, der sich ohne Kampf bestimmt nicht ab fertig en läßt. Ein knapper Sieg der Gäste wird erwartet. Sollte jedoch die Platzmannschaft zu einem knappen Sieg kommen, so wäre dies auch keine große lieber» raschuna. Tv. Holzheim — VfB.-R. Gießen: Trotz des eigenen Platzes muß sich Holzheim auf einen harten Kampf gefaßt machen, benn die Gäste sind nicht mehr die Mannschaft von ehedem und haben sich, wie die letzten Ergebnisse deutlich bewiesen, stark verbessert. Tv. ßi cf) — Tv. Lang-Gons: Lich sollte hier wieder zu zwei Punkten kommen, wird aber trotzdem alle Kunst spielen lassen müssen. Obwohl die Gästemannschaft an Kampfkraft etwas verloren hat, stellt sie doch einen gefährlichen Gegner dar. Preisklasse II. Staffel I: Tv. Garbenheim — Tv. Cleeberg; Tv. Nauborn — Tv. Dutenhofen; Tv. Erda — To. Wetzlar II. In Garbenheim sollte ein sicherer Sieg für die Platzmannschaft zu erwarten sein. Dutenhofen und Wetzlar müssen kämpfen, wenn sie erfolgreich fein wollen. öbttU. Kreils Ä erjHinV> Führer hrer A; SSch 8irle, tos Lechthold, Pterin her? ir. Bister Warnte ü Kuhl, bet j ■ Meiling, D, -nleiter AM hrl Spieß, i Qnn, Schars^ 'enleiter unb| iruppenleiter | ud die übrig;; ■er Müller mi iter Stoll unb1 m Leiter, A gen CA.-Fchc berg: Orist neister, olle p Hard Engel, i Wilhelm Schön, uppenleifer W h; Staat gründlich aufgeräumt. Wohl gebe es • eute Spitzenkönner, aber sie seien die Schluß- ftc aie seiner festen Pyramide, die die gesamte deutsche Ju»«Q stelle. Kundgebung der 7!G-Frauenschast Leihgestern. ’gp Leihgestern, 6. Dez. Die hiesige N S. - Frauenschaft veranstaltete gestern abend im Saale „Zur Krone" eine gut besuchte Kundgebung, zu der Pg. Schulrat N e b e l i n g (Gießen) als Sprecher gewonnen war. Der BDM. sowie die Jungmädelschar trugen wesentlich zur Ausgestaltung der Veranstaltung bei. Die Führerin der Frauenschaft, Frau Will, begrüßte die anwesenden Volksgenossen, insbesondere Pg. Schulrat N e b e l i n g und dankte für den zahlreichen Besuch. Der erste Teil des Abends wurde durch den BDM. und die Jungmädelschar bestritten. Mit einem Lied („Ich kenn ein' Hellen Edelstein") wurde das Programm eröffnet. Die im Verlauf des Abends vorgetragenen Lieder, Sprechchöre, Volkstänze und Tanzreigen, insbesondere die von den Kleinen gespielten Theaterstückchen, fanden den vollen Beifall der Zuhörer. Pg. Rektor Siegfried wies darauf hin, daß eine Tellersammlung zum Besten des Winterhilfswerks erhoben würde. Pg. Schulrat N e b e l i n g sprach dann in sehr anschaulichen und verständlichen Ausführungen zuerst über das Thema: „Was ist nationalsozialistische Politik?" In den vergangenen Jahren, so führte er u. a. aus, habe jede Partei für eine bestimmte Klasse gesorgt, während die Nationalsozialisten um das Wohl aller Schichten des deutschen Volkes be- Kahrplankonferenz in Nidda. Auf Einladung der Industrie- und Handelskammer Friedberg fand am Mittwoch im Rathaus- faal zu Nidda eine Fahrplanbesprechung statt, zu der zahlreiche Vertreter der oberhessischen Kreisämter, Bürgermeistereien, Industrie- und Handelskammern und Verkehrsorganisationen erschienen waren. Handelskammersyndikus Dr. G Ö - b e l (Friedberg), der die Sitzung eröffnete und leitete, wies auf die Notwendigkeit der Verkehrs- oerbefferungen auf den Nebenstrecken hin. Im Hinblick auf die Erschließung des Vogelsberges feien auch bessere Zugoerbindungen zu schassen. Der Sachbearbeiter für Fahrplanfragen im Rhein- Mainischen Industrie- und Handelstag, Handels- kammerfyndikus Dr. R o e f e n e r (Darmstadt) entwickelte im einzelnen feine Pläne und erörterte vor allem die Strecken Gießen—Gelnhausen, Hungen—Mücke, Friedberg—Nidda—Schotten usw. Auch die für die Strecke Lauterbach—Stockheim—Vilbel geplanten Verbesserungen wurden besprochen. Aus der Versammlung heraus wurden zahlreiche Wünsche laut, die weiterversolgt werden. Vor allem wurde gefordert, daß Oberheffen, das vor dem Kriege auf den Strecken Gießen—Fulda und Gießen—Gelnhausen Eilzüge hatte, in den Eilzugverkehr eingeschaltet werde. Kniverftfäf Gießen gegen Universität Marburg. Ur die Deutsche hochschulmeisterschaff im Fußball. m morgigen Samstag gelangt auf dem Sport- M der Universität das erste Vorrundenspiel um üeideutsche Hochschulmeisterschaft im Fußball zum tarag. Es stehen sich die Mannschaften der Uni- -er tat Gießen und der Universität Marburg gegen- itr. Wie der Kampf ausgehen wird, ist nicht vor- iw.ufagen, da die Mannschaften der Univertäten eviils einem starken Wechsel unterworfen sind. Handball: Universität Gießen — Universität Marburg 8:5 (4:1). !m Mittwoch spielte die Universität Gießen gegen liel Universität Marburg in Marburg das erste >pll um die Deutsche Hochschulmeisterschaft im .^aDball. Die Leistungen der Gießener Mannschaft loa-n im Allgemeinen besser, so daß Gießen als i ier. enter Sieger aus dem Spiel heroorgehen IpnRe. Der Sieg hätte sogar, den Leistungen ent» fbrgenb, hoher ausfallen muffen. Die Mannschaft Äser Universität Gießen spielte in folgender Auf- s-elling: H. Pfaff; H. Frey, E. Winter; Brück- jinani, K. Grünig, W. Herbert; Daune, Kissel, K. /4 Pfund 0.38 Mk. Farinzucker...............1 Pfund 0.45 Mk. Streuzucker, bunt, Hagel-Printenzucker usw. alles billig bei 7196a D rogerie Kreuzplatz 10 Ein schönes Weihnachtsgeschenft, ein guter ft off von (Richte r! 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