184. Jahrgang Gietzener Anzeiger Kr. 209 Erste; Blatt 184. Zahrgang «rcitag, 1. September 1934 Sonntags1 uni! ‘ feiertags d . A Annahme DOIt Anzeigen SSffÄffiÄ /3Ä* A-S* A** A-** KJ5-’ s-imar im Bild. Di-Scholle M WM | A V M.X j>|H fl VlT MW UM FM WV «nindpreise füll mm höhe mä tllllr ii4F!l!Fl Ohne Illustrierte , 1.80 ■ Bfl ■ MW H H ES W tfiSk W v,t A Hl «Bk N anzeigen von 70 mm Breite Zustellgebühr .. „ -.25 1^/ W V W ■ WWW W 60 Rpf.,Platzvorschrift oder Auch bei Nichterscheinen ~ ™ V ® V ▼ V’B schwieriger Satz 25»/„ mehr von einzelnen Nummern UVM WM infolge höherer Gewalt Lrmahigte Grundpreise: HM« General-Anzeiger für Oberhessen zranttur/am Main N6M Druck und Verlag: vrühl'sche UnioerfitStrvuch- und Steinönitferei «.Lange in Sietzen. Schristleitung und GeschSftsstelle: Schulftratze 7 Mengenabschlüsse Staffel B Oer Führer bei den Pionieren der Arbeit Der Arbeitsdienst hat sein Lebensrecht bewiesen Der Führer fährt die Front des Arbeitsdienstes ab. verständigen könnte, einschlafen zu lassen. Frankreich hat eine politische Bereinigung der Saarfrage durch einen Vorschlag Staaten mit Gefängnis nationalen Selbstbestim- die Rechtfertigung einer Die französische Denkschrift wendet sich an drei Adressaten: an die Saarbevölkerung, an den Völker- lbund und an die deutsche Regierung. Was die erste Detrifft, so ist die Antwort nicht zweifelhaft. Die Versicherung, daß. im Falle der Entscheidung für Frankreich die Einwohner der Saar vor dem französischen Gesetze gleich, daß sie ohne Unterschied der Religion, der Sprache oder Rasse- die gleichen Bürgerrechte genießen würden, wie die anderen französischen Staatsangehörigen, wird, so meinen wir, !*ein deutsches Herz an der Saar betören und fran- üösisch machen. Die Elsässer können ein Lied über die Achtung ihrer Art und Sprache in der ttraff zentralisierten Republik singen! Die 15 Jahre Äölkerbundregierung und ihre Schulpolitik haben Zessionen unter fremder Beherrschung, sondern Einreihung in die Rechte und Pflichten ihrer deutschen Volksgenossen. Die Rechte und die Mitwirkung des Völkerbundes an der Inkraftsetzung des Abstimmungsergebnisses sind im Versailler Vertrag ausdrücklich bestimmt und umrissen. Er hat nach 8 35c gegebenenfalls „für die Wiedereinsetzung Deutschlands in das Gebiet Sorge zu tragen". Deutschlands Bedingungen oder Verpflichtungen aufzuerlegen, die über den Charakter einer notwendigen Ueberleitung der Verwaltung und über die Verteilung der von der Saarregierung eingegangenen, insbesondere der inanziellen Verpflichtungen im Sinne des § 38 des Vertrags hinausgehen, liegt nicht in der Befugnis des Völkerbundes oder des Völkerbundrates: sie wären Eingriffe in innere deutschen An- gelegenheiten und stünden in Widerspruch mit dem in der Abstimmung von der Saarbevölkerung ausgesprochenen Willen, mit Deutschland vereinigt zu werden, so wie es i st, und nicht, wie es fremder Wille zu formen wünscht. Die deutsche Haltung zu den französischen „Anregungen" ist damit gegeben. Die französische Politik trägt selbst die Schuld daran, daß man ihr in Deutschland mit wachem Mißtrauen begegnet, und Aeichsarbeitssührer Hierl, der leuchtenden Auges und mit Stolz auf sein Werk sieht, nimmt nun das Wort, und der Führer, auf dessen Gesicht man die ganze Zeit die Freude über das sah, was mir alle erleben konnten, dankt ihm mit herzlich warmem Händedruck. Reichsarbeitsführer Hierl führt u. a. aus: Mein Führer! Wir danken Ihnen, daß der Arbeitsdienst heute zum erstenmal in Massen vor Ihrem prüfenden Auge steht und zeigen kann, was aus ihm im Laufe des letzten Jahres geworden ist. So wie hier die 52 000 auf diesem Platze, so stehen in dieser gleichen Stunde im ganzen Deutschen Reich in mehr als tausend Arbeitslagern 180 000 A r b e i t s m ä n n e r zum Appell angetreten, um mit uns diese Feierstunde des Arbeitsdienstes gemeinsam zu erleben. Sie alle tragen die gleiche Tracht, stehen in der gleichen festen Ordnung und sind beseelt vom gleichen Geist. Im harten Ringen gegen Anfeindungen, Schwierigkeiten und Hindernisse aller Art hat der Nationalsozialistische Arbeitsdienst im verflossenen Jahr seine Lebenskraft und damit sein Lebensrecht bewiesen. Die hohe Anerkennung, die Sie, mein Führer, bei der Besichtigung ren Sinn um die tiefere .Absicht des französischen Vorstoßes zu erblicken. Die Kundgebung der Saarbevölkerung haben auch wohl in Paris keinen Zweifel darüber gelassen, daß die Abstimmung ohne Rücksicht auf Sonderinteressen der Klasse, der Religion oder des wirtschaftlichen Vorteils unter dem alles beherrschenden Gefühl des Bekenntnisses zum Deutschtum stehen wird. Alle bisherigen Versuche, religiöse, soziale, wirtschaftliche oder politische Gegensätze zu Motiven der Abstimmung zu machen, sind immer wieder gescheitert. Wenn es Frankreich nicht gelingt, die Abstimmung von dem nationalen Ethos zu entfernen, von dem sie bis jetzt bestimmt wird, so ist seine Sache verloren. Deswegen werden jetzt die Bestimmungen des Versailler Vertrages als ungenügend befunden, und deswegen sollen nun neue Texte geschaffen werden, die den Saarländern die Vorteile der französischen Lösung ober zumindest der weiteren Regierung durch den Völkerbund verlockend vor Augen stellen, ihre Rückkehr zu Deutschland aber mit Nachteilen für den Einzelnen und für das Ganze belasten. Ein Stimmenkauf im großen, den, im kleinen geübt, die Gesetzbücher der zivilisierten ahnden, ein Ersatz des mungsrechtes, das allein genroärtlge Denkschrift enthält zu viel, um Mißtrauen über einigem, über das man sich von der Saar, um die wir kämpfen." Eine zweite Stimme fragt: „Kamerad, von welcher Arbeit komstt du?" Und wieder lösen sich die Antworten: „Vom Amboß, vom Schreibtisch, aus dem Hörsaal" und bann anklagenb „Ich war arbeitslos, unb meine Hänbe oerborrten mir am Leibe." „Ich halt' einen Kameraden" Nun schallt ein Chor heraus zur Tribüne: „Wir stauben nicht im Donner ber Granaten unb sinb doch Solbaten." Gebämpst unb getragen spielt bie Kapelle nun bas Lieb vom guten Kameraben. Die Arme heben sich zum Gruß im (Bebenfen an bie Toten unb bie Fahnen senken sich auf ben grünen Rasen, unter bem überall bie Toten bes deutschen Heeres liegen, unb aus ben grauen solchen Abstimmung ist, uuiu, »ikh ^uHu,iuy stchmcihlichen unb gegen die guten Sitten verstoßenden Seelenhandels. am 29. Juni d. I. unseren Leistungen gezollt haben, haben uns tief beglückt. Der Arbeitsdienst ist ja, wie kaum eine andere Einrichtung, sichtbarer Ausdruck Ihres staatsmännischen Wollens, nämlich durch Arbeit in Frieden und Ehre unserem Volke bessere Lebens- verhältnisse zu schassen. Wir bearbeiten deshalb im Deutschen Arbeitsdienst den deutschen Boden, um ihm bas abzuringen, was unser beut« sches Volk braucht, um seine wirtschaftliche Selb- ftänbigfeit unb Freiheit wahren zu können. Wir bearbeiten ben jungen beutschen Menschen im Geiste ber nationalsozialistischen Weltanschauung unb helfen so mit, unser Volk zu erneuern aus bem ewig sprubelnbem Quell beutschen Geistes und deutscher Kraft. Der Führer spricht. In atemloser Stille tritt bann ber Führer an bas Mikrophon: Mein Parteigenosse Hier!! Das Werk, bas ich hier vor mir sehe, ist, ich weiß es, Ihr Werk. Den Dank für triefe große Arbeit wirb bie ganze beutsche Nation abstatten, wenn ber Segen unb bie Früchte biefer Arbeit bereinft erblühen. Meine Arbeitsmänner! Zum ersten Male nehmt Blöcken lösen sich roieber Worte: „Flanbern, Somme, Lüttich, Düna, Jsonzo, Osten", unb bas (Bebenfen an bie Toten ber nationalsozialistischen Revolution schließt mit bem Ruf: „Kameraben, bie Rotfront unb Reaktion erschossen". Unb nun heben sich roieber bie Fahnen unb flattern im frischen Mor- genroinb. Unb ein hohes Lieb braust über ben Platz: „Wir bienen bir mit bem Spaten, benn wir sinb ber Arbeit Solbaten". Unb noch einmal hören wir beschroörenb: „Wir werben bich niemals verraten, benn wir sinb ber Arbeit Solbaten". Dem Nationalsozialistischen Arbeitsbienst, ber bie schönste Derförperung nationalsozialistischen Geistes barstellt, blieb es vorbehalten, aus echt nationalsozialistischem unb revolutionärem Geist eine Feier- ftunbe zu gestalten, bie wirflich eine Anbachtsstunde an Deutschland war. als Bestandteil unb psychologische Voraussetzung einer endgültigen Versöhnung beiber Völker nicht gewollt unb bie peinliche Erfüllung bes Vertrags verlangt. Seine plötzliche Neigung, den Vertrag zu ergänzen unb zu erweitern, macht uns stutzig. Wir werben die Rollen wechseln unb auf einen Notar unb Abvokaten anderthalbe setzen! Barihous Romreise. Eine Vereinbarung mit Italien wird dementiert. L o n b o n , 7. Sept. (DNB. Funkspruch.) Reuter melbet aus Paris, baß Außenminister B a r t h o u am Donnerstagabenb erklärt habe, bie Melbung, wonach Italien unb Frankreich eine Vereinbarung über bie Parität zur See, bie militärische unb politische Zusammenarbeit sowie bie Bilbung einer Einheitsfront gegen Deutschland) erreicht hätten, sei völlig unzutreffend Eine ähnliche Erklärung gab ber französische Botschafter in Rom, Graf b e Chambrun, einem Reuter-Vertreter ab. „Daily Telegraph" bagegen glaubt berichten zu können, man hoffe, baß ber Besuch Barth o u s in Rom im nächsten Monat eine Vereinbarung über bie brei wichtigsten MeinungsFrankreichs Saardenkschrist. Man hat bie französische Politik unb Diplomatie treffenb bamit charakterisiert, baß sie abvokatisch unb notariell sei, unb ber „Temps" hat neulich diese natürlich kritisch gemeinte Prägung sich zu eigen gemacht und sie als die „Ehre Frankreichs" bezeichnet. Man kennt das Pochen auf Verträge, mit dem die französischen Politiker, die allerdings zumeist aus dem Advokatenstande hervorgegangen sind, jede durch Zeit und Veränderung ber Verhältnisse gerechtfertigte Revision veralteter Verträge zu verhinbern suchen, auch wenn in diesen Verträgen selbst die Möglichkeit einer solchen Revision vorgesehen ist. In biesem Geiste haben sie sich einer rechtzeitigen Vernunft in ber Reparationspolitik wibersetzt, bis — zu spät für bie wirtschaftliche Genesung ber Welt — bas Kartenhaus ber Reparationen von selbst zusammenfiel; in biesem Geiste haben sie wegen ein paar Tonnen Kohlen unb einiger Waggons Telegraphenstangen bas leichtfertige Ruhrabenteuer in Szene gesetzt, bie Reparationskraft Deutschlands enbgültig gebrochen unb bie Grunblage für bie politische Entwicklung in Deutschlanb gelegt, über bie sie sich heute nicht laut genug beklagen können. In diesem Geiste haben sie ben großzügigen unb aus dem Wunsche ber Versöhnung geborenen Vorschlag Deutschlanbs, sich über bie Saarfrage zu einigen, bamit ber Stachel einer Abstimmungsniederlage bas künftige Verhältnis nicht belaste, zurückgewiesen mit ber angesichts ber Verhältnisse rein formalen Begrünbung, baß bas Recht ber Saarlänber auf Abstimmung nicht beeinträchtigt werben bürfe. Nun gut: bie Saar wirb ab stimmen, unb es ist fein Zweifel, w i e sie abstimmen wirb. Aber die französischen Advokaten unb Notare in Ministerämtern fommen aus ihrer Sorge für bie geliebten Bewohner bes Saarlanbes nicht heraus. In einer großen Denkschrift roenben sie sich selbst an den Völferbunb mit ber Anregung, jetzt schon eine Reihe von Fragen zu entscheiden, bie sich nach der Abstimmung unb, je nachdem wie sie ausfällt, ergeben fönnten. Dieses Verlangen ist fonberbar, denn im vierten Abschnitt bes brüten Teiles bes Vertrages von Versailles sinb alle Fragen in ben (Brunbünien geregelt, bes Vertrages, auf ben dis französische Politif sonst wie auf bie Bibel schwört unb an bem sie fein Komma vermißt unb keines geänbert wissen will. Plötzlich entbecft sie bas Bebürfnis zu Ergänzungen unb Ausführungsbestimmungen, wo sie sich sonst auf bie flare Sprache bes Vertragstextes beruft. Woher kommt bieses plötzliche Mißtrauen ber Notare in bie Einbeutigkeit ihrer Ur- funbe? Die Frage ist nicht schwer zu beantworten. Die Denkschrift begrünbet ihren Vorschlag natürlich mit ber Sorge um bie Interessen ber Saar- beoölferung, bie durch „unooUftänbige bzw. nicht genügenb überlegte Entschlüsse", bie nach ber Abstimmung gefaßt würben, verletzt werben könnten. Dies hört sich sehr harmlos unb treuherzig an, obwohl nicht einzusehen ist, warum bie zu fassenben Entschlüsse jetzt vollstänbig unb überlegt, nach der Abstimmung aber „unvollstänbia unb unüberlegt" sein müssen. Das kann es also nicht sein. Aber so geschickt bie Verfertiger bes Schriftsatzes auch sinb, sie haben es nicht oermeiben können, baß ber Pferbefuß unter ihrer Amtsrobe beutlich sichtbar wirb: „Die Zuverlässigkeit ber Volksabstimmung kann nur dadurch gewinnen, baß bie Bevölkerung bes Saarlanbes nicht im Zweifel über bie Tragweite unb Folgen ihrer Stimmabgabe gelassen wirb!" In biesem kleinen Satze, ber bem Politiker im Abvokaten entschlüpft ist, haben wir b en wah - Der Tag des Arbeitsdienstes. Nürnberg, 6. Sept. (DNB.) Der brüte Tag bes Parteitages 1934 war bem nationalsozialistischen Arbeitsbien st vorbehalten, ber mit 52 000 Mann in einem großen Zeltlager in Langwasser Quartier bezogen hatte. Währenb in ber Stabt ununterbrochen währenb ber ganzen Nacht Sonberzüge ber Politischen Organisation eintrafen, brach ber Arbeitsbienst schon gegen 6.30 Uhr in zwei gewaltigen Säulen mit flingenbem Spiel zur Zeppelin-Wiese auf, wo sich ber Einmarsch in mustergültiger Ordnung abwickelte. Die Spielmanns- unb Musikzüge nahmen vor ber großen, bas gewaltige Felb beherrschenben Tribüne Ausstellung, währenb bie Abteilungen innerhalb ber Gruppen in Linien zu vier ©liebem aufmarschierten. Ein großes Vorfelb blieb für bie Darbietungen ber Lehrabteilungen frei. In gewaltigen Dimensionen erhebt sich über ber Mitteltribüne bas Hoheitsabzeichen, rechts unb links von je brei Fahnen flankiert, bereu mittlere bie bes Arbeüsbienftes ist. Kurz vor 10 Uhr ertönt bas Kommanbo: „Arbeitsbienst, stillgestanben!" Wie aus Erz gegossen stehen in unübersehbaren Reihen bie braunen Kolonnen. „Spaten über! Achtung! Die Auaen links!" Heil- Rufe fünben schon von ferne bie Ankunft bes Führers an, ber nun in Begleitung bes Reichsinnenministers Frick unb feiner Abjutanten Brückner unb Schaub auf ben Platz fährt. Die Heil-Rufe steigern sich zu einem Orkan, als ber Führer zur Ehrentribüne hinaufsteigt. Die Musik spielt ben Bayerischen Avanciermarsch. Wie eines Messers Schneibe fliegen bie blinfenben Spaten ber Arbeitsmänner empor. Die vier Musik- züge vor ber Tribüne schlagen ben Präsentier- marsch. Als ber Führer auf ber Rebnertribüne eintrifft, melbet ihm ber Reichsarbeitsführer Hierl: „52 000 Arbeitsmänner zum Appell angetreten." Der Führer grüßt: „Heil, Arbeitsmänner." Donnernb schallt bie Antwort aus 52 000 Kehlen: „Heil, mein Führer!" Das Lied von der Arbeit. Die L e t) r a b t e i l u n g e n , bie in ber Mitte zwischen ben beiben riesigen Blocks in der graubraunen Tracht Aufstellung genommen haben, setzen sich in Bewegung. In der ersten Reihe Fanfarenbläser und Männer mit dumpf klingenden Landsknechtstrommeln, dahinter die leuchtend roten Fahnen des Arbeitsdienstes. Als sich die Kolonnen langsamen Schrittes in Bewegung setzen, hat man ast den Eindruck eines mittelalterlichen Lands- knechtsmarsches. Drohend unb murrenb kommen bie Trommeln näher. Nun ist bas erste (Blieb ber Blocks erreicht. Die Lehrabteilungen teilen sich, unb nach links unb rechts brechen nun bie langen Reihen ber Fahnenschwinger ab. Die Lehrabteilungen mar« chieren vor ber Führertribüne auf. Wenige Musik- tafte, roieber Trommelbröhnen, unb nun tönt ein altes Lanbsknechtslied auf: „Weit laßt die Fahnen wehen, wir roöln zum Sturme gehen, treu nach Landsknechtsart. Laßt den verlorenen Haufen voran zum Sturme laufen, wir folgen dicht geschart." Unb zum Takte schwingen bie Fahnenträger ihre Fahnen, ein wunberschänes Bilb in ber leuch- tenben Morgensonne, bie nun burch bie dunklen Wolken gebrochen ist, die den ganzen Morgen den Himmel verhüllten. Aus dem gewaltigen Block der erdbraunen Arbeitsmänner löst sich eine helle klare Stimme und schwingt sich über bas Feld: Ein Gelöbnis des Arbeitsdienstes an den Führer. Der Sprechchor antwortet erschütternd, aufwühlend und mitreißend seine Worte: „Hier stehen wir, wir sind bereit und tragen Deutschland in die neue Zeit." Symbolisch bringt der Arbeitsdienst nun zum Ausdruck diese riesige Volksgemeinschaft, die er in sich selbst verkörpert. Fragend erhebt sich eine Stimme: „Kamerad, woher kommst du?" Und aus allen Ecken des Feldes schallen nun die Antworten: „Aus Pommern, aus Bayern, vom Rhein, aus Königsberg, von der Waterkant, aus Thüringen, aus Schlesien, Verschiedenheiten zwischen den beiden Ländern bringen werde, d. h., über die Parität zur See, die Stellung Italiens in Tunis unb bie Regelung ber libyschen Frage. Der Pariser Korresponbent ber „Times" schreibt zu bem Dementi, es habe neuer» bings eine bemerkenswerte Besserung ber italienisch-französischen Beziehungen gegeben. Die Sorge Frankreichs unb Italiens um Aufrechterhaltung ber österreichischen Unabhängigkeit habe beibe Parteien ermutigt, ein Maß von Zusammenarbeit zu erstreben, bas nur erreichbar sei, wenn bie vorhanbenen Meinungsverschiedenheiten ausgeglichen würben. Aber eine Lösung bes Problems, falls sie erreicht werbe, werbe schwerlich bas M i ß- trauen Südslawiens unberücksichtigt lassen. Das italienische Königspaar besucht die Exkaiserin Zita. Rom, 5. Sept. (DNB.) Im strengsten Inkognito fanb am Mittwoch in Schloß Pianora bei Viaregaio eine Zusammenkunft zwischen bem italienischen Koniaspaar unb ber Exkaiserin Zita mit ihren sämtlichen Brübern unb Söhnen, außer Otto, sowie ber Großherzogin von Luxemburg unb ihrem (Batten, bem Prinzen Felix von Bourbon, einem Bruber Zitas, statt. Das italienische Königspaar hatte eine etwa breioiertelftünbige Unter» rebung mit ben Angehörigen bes Hauses Bourbon unb kehrte anschließend nach San Rosore, (einem Sommeraufenhalt, zurück. auch der Saarbevölkerung gezeigt, wo sie nach wei- bie gege; teren zehn Jahren stehen würben, wenn sich bie dieses M Beglückung mit französischer Kultur ungehemmt an r,,J ihr austoben könnte. Hier also ist keine Gefahr; die Saarländer wollen keine zweifelhaften Kon- WWM Abendliche Feierstunde in Mnberg Der Vorbeimarsch vor dem Führer Ein Standkonzert auf dem Adolf-Hitler-Platz. des Arbeitsdienstes ist den französischen Bericht- sich allerdings nicht versagen, Anspielungen auf erstattern vor allem die militärische Hal- den soldatischen Eindruck zu machen, den die junsoldatischen Eindruck zu machen, den die jun- Leute yervorgerufen hätten. „Times" sagt, Im Paris, 7. Sept. (DNB.-Funkspruch.) Das Fest der Arbeit in Nürnberg wird von den französischen Blättern eingehend gewürdigt. Bei dem Aufmarsch Von der englischen Presse wird der Aufmarsch des Arbeitsdienstes als äußerst eindrucksvoll geschildert. Einige Berichterstatter können es sien", sei die polnische Politik in letzter Zeit „so wenig beruhigend" gewesen, daß man vorUeber- raschungen nicht sicher sei. In Genfer Völkerbundskreisen behauptet sich das Gerücht, daß Barthou bald nach Beginn der Ratstagung einen Ratsbeschluß herbeiführen wolle, wonach Sowjetrußland ein ständiger Ratssitz zugeteilt werden soll. Damit wolle man die Vollversammlung vor eine vollendete Tatsache stellen und der Sowjetunion eine Brücke bauen, damit sie den formellen Zulassungsantrag stellen könne. Die Großmächte würden durch eine derartige Haltung ihre eigene Unsicherheit zeigen und die kleineren und nicht im Rat vertretenen Staaten vor den Kopf stoßen. Außerdem sei für ein derartiges Manöver Einstimmigkeit im Völkerbundsrat notwendig. Polens und Argentiniens Haltung in einem solchen Falle stünden keinesfalls fest. Nürnberg, 6.Sept. (DNB.) Nürnberg ist am heutigen Abend wie verzaubert. Der Volksjubel und -trudel ist auf einen gewissen Höhepunkt angelangt; Zug um Zug rollte heute in die Nürnberger Bahnhöfe, und die Stadt war erfüllt von dem Tritt marschierender Kolonnen und von schmetternder Marschmusik. In den Straßen ein Leben und Treiben wie noch nie. Die Wege des Führers sind Triumphstraßen. Heute empfinden wir alle das noch mehr als an den Tagen vorher. Standen gestern die Spaliere 10 und 15 Glieder tief, so ballen sich heute die Menschen au dichten Trauben zusammen. Dort, wo gestern zehn Glieder standen, stehen heute 40 und 50 Glieder, die Tausende, die wenigstens auf der Fahrt zu den Veranstaltungen den Führer sehen wollen. Die Spalierbildung durch die SA. macht es sehr schnell offenbar, welchen Weg der Führer von seinem Quartier aus zu den einzelnen Veranstaltungen nimmt, und dieser Weg wird dann zu einer wahren Straße des Triumphes. Heute am Abend sind die Häuser illuminiert, Lichterkette um Lichterkette säumt _ die Simse und Stockwerke. Um die Fenster und Türen ziehen sich Lichterkränze, und von den Dächern grüßen leuchtende Hakenkreuze und Huldigungen an den Führer. Das Wetter hat uns wieder einmal einen lauen Sommerabend geschenkt. In den Wassern der Pegnitz, an den Brücken und Stegen, zwischen Toren und Türmen, an geneigten Fachwerkgiebeln spiegeln sich Mond und Sterne und verAuf dem Adols-Sttler-PIutz. Die Zufahrtsstraßen zum Adolf-Hitler-Platz sind vollständig abgeriegelt. Die Schaulustigen, die sich schon in den Vormittagsstunden eingesunden hatten, hatten auf dem prächtigen alten Platz so viel zu sehen, daß ihnen die Wartezeit wie im Fluge verstrich. Der Platz ist in der gleichen Art geschmückt worden, wie es die kunstliebenden Bürger der alten Noris beim Empfang Karls IV. getan haben. Wieder hängen aus allen Fenstern rostrote und weiße Tücher mit goldenen und silbernen Fransenketten gespannt. Wieder flattern von allen Dächern und Erkern die alten Wimpel und Fahnentücher und wiederum prankt auch der Erker der Liebfrauenkirche in violett-braunem Baldachin. Wieder laufen auf Schlag 12 Uhr die Männlein des berühmten Uhrwerks, der Herold und die Kurfürstin oberhalb dieses Erkers um ihren Kaiser. Die zur Aufmarschstraße im offenen Viereck erbauten Tribünen, die fast bis zum Erker der Kirche emporsteigen, sind längst bis auf den letzten Platz besetzt. Leni R i e f e n st a h l trifft ihre letzten Vorbereitungen. Besondere Bewunderung erregt dabei ein Filmoperateur, der auf einer hohen Feuerwehrleiter aus einer Nebengasse heraus direkt über der Einmarschstraße in luftiger Höhe steht, ein Platz, um den ihn viele der in drangvoller Enge stehenden Menschen beneiden. Jubel kündet das Eintreffen des Führers an, der die Mitglieder der Reichsleitung des Ar- in der Grenzzonenfrage auszuüben. übrigen scheinen die Blätter überzeugt zu sein, daß Polen seine ablehnende Haltung aufgeben werde. Allerdings, so erklärt „Petit Pari- Der Aufmarsch des Arbeitsdienstes macht Eindruck im Ausland. Das Echo der presse in Paris und London. llm Rußlands Eintritt in den Völkerbund Will Barthou der Schweiz mit Repressalien drohen? Mit erhobener Rechten singen die Zehntausende das Deutschland- und das Horst-Wefsel-Lied, wahrend der Führer in seinen Wagen steigt, um nun durch das große Spalier wieder zurückzufahren in die Stadt, zum Adolf-Hitler-Platz, wo er den Vor- beimarsch des Arbeitsdienstes abnehmen wird. gen Leute hervorgerufen hatten. „Times sagt, das Aussehen und die Haltung der Mannschaften müsse bei vielen Deutschen die gleiche Ueberraschung hervorgerufen haben, wie bei ausländischen Zuschauern. Es sei ein maleriscbes Bild gewesen, als dieses große Arbeitsheer auf ein Kommandowort hin wie ein Mann den Spaten schulterte und stramm stand. „M o r n i n g Post" spricht von einem Anblick von außerordentlicher Schönheit. Die Arbeiterabteilungen hätten auf der Zeppelinwiese und später beim Vorbeimarsch vor dem Führer die gleichen Eigenschaften militärischer Disziplin gezeigt. Die Nationalsozialisten erklärten, die Veranstaltung solcher Hebungen mit Spaten seien das eindrucksvollste Symbol des Wunsches, in Frieden zu arbeiten. Der Ausländer könne nicht umhin, festzustellen, daß diese sonnenverbrannten jungen Männer solide praktische Uniformen trugen und eine ausgezeichnete militärische Disziplin bewahrt hätten. Die Reichswehrgenerale schienen von dem Anblick der Freiwilligen der Arbeit befriedigt zu sein. „Daily Telegraph" meldet, die Arbeiterbataillone hätten ein Bild militärischer Disziplin und Stärke geboten, das nur durch die deutsche Vorkriegsarmee hätte übertroffen werden können. Niemand, der ihren Hebungen zusah, habe Zweifel hegen können, daß in dieser Truppe einiges von Deutschlands künftiger militärischer Stärke stecke. Der Aufmarsch sei so vollkommen gewesen, daß General von Blomberg und seine Stabsoffiziere uneingeschränkten Beifall gespendet hätten. werde. Jedenfalls sei die Beteiligung dieser neuen Truppe und der Reichswehr das bezeichnendste Ereignis des Nürnberger Parteitages. Den Eindruck eines deutschen Sparta will „Petit Journal" von der Kundgebung mitnehmen. Die nationalsozialistische Begeisterung sei immer noch ungebrochen. Von „großen militärischen Manöverm und „Verschwendung" glaubt die „Journäe Industrielle" angesichts der aus Nürnberg eintreffenden Nachrichten sprechen zu sollen. dieses Ver? nicht menget! kann) (Jubelnde Zustimmung.) Durch Eure Schule wird die ganze Nation gehent (Anhaltende Beifallskundgebungen.) Die Zeit wird kommen, da kein Deutscher hineinwachsen kann in die Gemeinschaft dieses Volkes, der nicht zuerst durch Eure Gemeinschaft gegangen ist. (Brausender Beifall und stürmische Heill-Rufe.) Hnd wir wissen, daß dann für Millionen unserer Volksgenossen die Arbeit nicht mehr ein trennender Begriff sein wird, sondern ein alle gemeinsam verbindender, und daß insbesondere dann keiner mehr in Deutschland leben wird, der in der Arbeit der Faust etwas Minderes sehen will als tn irgendeiner anderen. (Stärkster Beifall.) , Wir wollen nicht Sozialisten der Theorie sein, sondern als wahrhafte Nationalsozialisten auch dieses Problem wahrhaftig anfassen und wahrhaftig lösen. Und dieses große Werk wird gelingen, weil hinter ihm nicht nur die Weltanschauung einer Deutschland beherrschenden Bewegung, son- dern weil hinter ihm unser Wille steht! schmelzen sich mit den Konturen Altnürnberg zu einem zauberhaften Märchenbild. Vor dem Hotel „Deutscher Hof", in dem der Führer wohnt, bietet sich immer wieder dasselbe Bild. Tausende haben sich hier zusammengeballt, jedes Aussichtsplätzchen ausgenutzt und harren hier nun — man könnte jagen, Tag und Nacht —, um die Anfahrt des Führers und feiner Mitarbeiter mitzuerleben, und das Leben und Treiben, wie es Kennzeichen eines Sammelpunktes von führenden Männern ist, aus nächster Nähe zu sehen. Viele haben sich sogar Klapp st ühle mitgebracht, und die man vormittags um 10 Uhr dort sitzen sah, trifft man auch jetzt noch abends um 8 Uhr an der gleichen Stelle. Sie haben sich ausreichend verproviantiert und können es sich leisten, sozusagen an bevorzugter Stelle Zeuge von Ausschnitten vom Reichsparteitag zu sein. Ab und au hallen Sprechchöre und man hört jene Verse, die das Erlebnis des 19. August auf dem Wil- Helmsplatz in Berlin populär gemacht hat: „Lieber Führer, sei so nett, komm doch mal ans Fensterbrett" und „Lieber Führer, komm doch raus, sonst geht uns die Puste aus". Immer wieder werden das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied gelungen. — Ein Ausländer, der Zeuge dieser Tage ist, verglich sie mit einem riesigen Volks- f e ft; aber uns sind diese Tage doch mehr als ein Volksfest, aus der Stimmung aller derer, die hier zusammengeströmt sind, spricht es ganz deutlich, daß sie sie empfinden als Feierstunden der Nation. Schweden für die Ausnahme der Sowjetunion. Gegen den Widerspruch der öffentlichen Meinung. Stockholm, 6. Sept. (DNB.) Der schwedische Außenminister erklärte, daß Schweden eine Aufnahme der Sowjetunion in den Völkerbund befürworten werde. Die liberale Zeitung „Aston- Habet" stellt baAU fest, man müsse von der Macht, die in den Völkerbund einzutreten gedenke, erwarten, daß sie die Verpflichtungen, die eine solche Mitgliedschaft mit sich bringe, auch anerkenne und sich den Regeln des internationalen Verkehrs unterwerfe, die der Völkerbund aufgestellt habe. Durch den Eintritt Rußlands sei die Möglichkeit gegeben, dieses Land zu kontrollieren und vielleicht auch einen Einfluß auf feine Politik und feine Mentalität auszuüben. Rußland müsse seine weltrevolutionäre Propaganda aufgeben. Die Aufnahme Rußlands würde dann einen großen Gewinn für die allgemeine Ruhe bedeuten können. Sollte jedoch Rußland seine Wühlarbeit fortsetzen, ohne daß der Völkerbund die Macht oder den Willen habe, dies zu verhindern, so würde der Völkerbund damit alles Ansehen verlieren. Der Völkerbund würde dann vor der ganzen Welt in krassestem Maße als Werkzeug einer französisch - russischen Militärallianz erscheinen. Die konservative „Nya Dagligt Allehanda" schreibt u. a.: Was die Wahl der Sowjetunion in den Völkerbund betreffe, so könne man kaum daran zweifeln, daß die schwedische öffentliche Meinung ein solches Ereignis als Skandal ansehen werde, der geeignet sei, dem bereits schwer erschütternden Ansehen des Völkerbundes den Rest zu geben. Gewaltherrschaft im Memelland. Scharfer Protest des Landtags gegen erneuten litauischen Nechtsbruch. Memel, 7. Sept. (DNB.) Am Donnerstagnachmittag ist der Memelländische Landtag zusammengetreten, um die Regierungserklärung des vom litauischen Gouverneur verfassungswidrig eingesetzten litauischen Direktoriums entgegenzunehmen. Durch Gewaltmaßnahmen des Gouverneurs aegen eine Anzahl Abgeordneter und durch das geschlossene Fernbleiben des litauischen Blocks wurde der Landtag erneut beschlußunfähig gemacht. Trotzdem gelang es dem Vertreter der memelländischen Parteien, noch vor der Vertagung einen flammenden Protest zu verlesen, in dem 18 memelländische Abgeordnete — d. h. zwei Drittel der Gesamtheit der Abgeordneten — gegen die wiederholte Lahmlegung des Landtages durch künstlich herbeigeführte Beschlußunfähigkeit, gegen die zahlreichen vom Gouverneur verfügten willkürlichen Mandatsentziehungen feierlich Verwahrung einlegen und geschlossen dem litauischen Direktorium ihr Mißtrauen aussprechen. Gleichzeitig proteftierte der Landtagspräsident Waschkies dagegen, daß ihm als amtierenden Drä- sidenten das Hausrecht unter Bruch des Memel st atuts vom litauischen Direktorium beitsdienstes und die SA.-Führer begrüßt. Als er sich der Ehrentribüne zuwendet, brauft erneut der yubel los, der kein Ende nehmen will, während der Führer zunächst die Minister, die Generalität, den Reichsbischof, den Abt Schachleitner und die Angehörigen der für die deutsche Freiheit in den Tod gegangenen Kämpfer begrüßt. Punkt 13.30 kommen die vier Spielmanns- und Musikzüge des Arbeitsdienstes die Straße herauf und schwenken stramm vor den Tribünen ein. Hinter ihnen folgen vor den ersten Fahnen Reichsarbeitsführer Hier! und die Reichsleitung, und dann zieht mit geschultertem Spaten oder Hacke in vier Gruppen zu je 12 Mann eine endlose Kolonne vorüber. Brausender Jubel empfängt die prächtigen braun gebrannten Gestalten in ihren schmucken erdbraunen Uniformen, mit einem frischen Eichenbruch an den schutenförmigen Mützen oder Blumensträußen an der Brust und am Koppel. In den blitzenden Spaten fängt sich das Sonnenlicht. Es ist eine ungetrübte Freude, diese gesunden, kraftstrotzenden Prachtgestalten zu sehen, die Pioniere des Friedens, die Träger der Arbeit, die ihren Spaten mit jenem Stolze tragen, den ihnen das Bewußtsein vermittelt, daß der neue deutsche Adel der Adel der Arbeit ist. Dann schlägt das Meer des Jubels und der Verehrung erneut zusammen, als der Führer des Reichsarbeitsminister Hierl dankt und dann durch die Straße des Triumphes zur Kongreßhalle fährt. t u n g der Arbeitsdien st männer ausgefallen, so daß die Tendenz aller Berichte darauf yinausläuft, es handele sich um einen Ersatz für d i e allgemeine Wehrpflicht bzw. die Vorbereitung auf den Kriegsdienst. „Matm" will in der Erklärung des Führers, daß die ganze Nation durch die Schule des Arbeitsdienstes gehen werde, eine Bestätigung sehen, daß noch vor Ablauf des Jahres 1935 der allgemeine obligatorische Arbeitsdienst eingeführt werden würde, so daß die deutsche Armee die allgemeine Wehrpflicht (?) neben ihrem Berufsheer haben werde. „Journal" schreibt, dieser Arbeitsdienst flöße der französischen Oeffentlichkeit großes Mißtrauen ein. Im Grunde genommen handele es sich wohl um einen alten Gedanken. Müsse der Aroettsdienst zu einer Kriegsmaschine werden? Man wolle nicht behaupten, daß dies nicht der Fall fein könne, doch glaube man, daß nach Hitlers Ansicht der Arbeitsdienst gleichsam der geistige Ersah für die Armee als Element der Erziehung fein Ihr an dem Parteitag ver nationalsozialistischen Bewegung Deutschlands teil. Zum ersten Male seid Ihr in dieser Form zum Appell vor mir und damit vor dem ganzen deutschen Volke angetreten. Ihr repräsentiert ei ne große Idee. Was ich gestern in der Proklamation an das deutsche Volk verkünden ließ, erführt durch Euch f e i ne lebendige Verkörperung. Der Nationalsozialismus ist als Weltanschauung eine Angelegenheit der Erziehung und damit der Zucht des ganzen Volkes. Ihr seid nicht Nationalsozialisten deshalb, weil Ihr ein äußeres Lippenbekenntnis auf ein Programm abgelegt habt, sondern weil Ihr innerlich Euch bemühen wollt, nachdiesemPro- oramm z u leben und nach ihm zu handeln. Das, was diesem Programm aber seinen tiefsten Sinn gibt, ist die Bildung einer wahrhaften Volksgemeinschaft und der Glaube an sie. Wir alle wissen, daß diese Volksgemeinschaft nicht bestehen kann, solange nicht über die bisher trennenden Auffassungen von Beruf, Klasse und Stand hinweg eine e i n- 3 i g e gemeinsame Auffassung unser Volk erfüllt. And dazu ist es nötig, zuerst den Begriff der Arbeit herauszustellen gegenüber dem nur mammonistischen Denken, eigensüchtigen Zwecken und eigensüchtiger Absicht. Ihr seid die er st en Zeugen dafür, daß Paris, 7. Sept. (DNB.-Funkspruch.) Die Dor- berichte der Pariser Presse zur Dölkerbundstagung heben mit Bedauern und teilweiser Entrüstung d i e Haltung der Schweiz gegen den Eintritt Sowjetrußlands in den Völkerbund hervor. Die Erregung der Schweizer Kreise soll so groß sein, daß das „Echo de Paris" lärmende Kundgebungen in Genf gegen Barthou vorausfagt und „Oeuvre" die bereits von einem anderen Blatt verzeichnete Meldung bestätigt, daß der Gedanke einer Volksbefragung in der Schweiz große Fortschritte mache. Barthou werde in Genf sofort mit Motta Fühlung nehmen und ihm klar machen, wie wenig ritterlich es wäre, die Mitarbeit am Frieden zu verweigern, wenn soviele Mächte wie Frankreich, England und die Vereinigten Staaten mit hohem Interesse die Freundschaft Sowjetrußlands befürworteten. „Oeuvre" läßt sogar die Möglichkeit offen, daß Barthou Motta mit der Verlegung des Dölkerbundssitzes von Genf nach Wien drohen werde. Es fei daher nicht unwahrscheinlich, daß Motta den ganzen Feldzug nur inszeniert habe, um einen Druck zur Beschleunigung der französisch-schweizerischen Verhandlungen genommen und die Inhaber der von ihm recht- mäßig ausgestellten Einlaßkarten zum Publikumsraum durch Polizeiaewalt am Betreten des Landtages verhindert wurden. Das Direktorium hatte stattdessen für eine aus großlitauischen Parteigängern zusammengesetzte Zuschauermenge gesorgt, die bei der Verlesung des Mißtrauensvotums in höhnisches Gelächter ausbrach. Es war bezeichnend, daß der Führer des litauischen Aktionskomitees, der neu ernannte Oberbürgermeister Simonaitis, der sich ebenfalls unter den Zuschauern befand, die Menge zu einem jeder parlamentarischen Sitte widersprechenden Verhalten persönlich anfeuerte. Simonaitis ist der bekannte Führer des litauischen Einfalles von 1923. Die Schmiergelder der Rüstungsindustrie. In allen Ländern Agenten und bestochene „Vertrauensleute". Washington, 7. Sept. (DNB.) Die vom Senatsausschuß am Donnerstag fortgesetzten Verhöre über die amerikanische Rüstungsindustrie ergaben, daß die amerikanische Electric Boot Company, die gleichsam das Monopol für U* Bootbauten besitzt, weitreichende Geschäftsabkom- men mit ähnlichen Firmen in Frankreich, Italien, Rußland, Japan, Belgien, Holland, Norwegen und Spanien besitzt und daß Regierungsabkommen zwischen diesen Ländern sowie mit England, Kanada, Dänemark und Schweden zum Zwecke einer erfolgreichen Regierungskontrolle des Baues von 0-Booten erforderlich wären. Ferner wurde fest- gestellt, daß Sir Basil Zahar off Großaktionär der Chase National Bank, der englischen Firma Vickers Armstrong und der amerikanischen Elektric Boat Company ist, und daß die letztgenannte Firma im Jahre 1916 unter Verletzung der nordamerikanischen Neutralität und entgegen dem Verbot dem Staatsdepartement vier Boote^für die italienische Flotte in Kanada bauen ließ. Im Jahre 1924 versprach die Elektric Boat Company dem türkischen Krieasminister für einen O-Boot- Austrag 12 500 Dollar; der Auftrag wurde jedoch einer italienischen Firma erteilt. Der Elektric Boat Company gelang es im Jahre 1928, zwei Vertrauensleute in den wichtigen Geschäftsordnungsausschuß des Repräsentantenhauses hinein- zubnngen. Auf Grund der Geschäftskorrespondenz der Electric Boat Company wurde festgestellt, daß der Generaldirektor und der Generalsekretär des französischen Werftkonzerns Penhoet im Jahre 1922 je 5 0 0 0 0 Dollar für einen H-Boot-Auftrag forderten, und daß der Leiter der Ausländsabteilung dieses Konzerns sowie der Herausgeber des französischen Magazins „Moniteur de la Flotte" je 3 3 3 3 3 Franks Schmiergelder beanspruchten. Die Verhandlungen ergaben, daß die Rüstungskonzerne H u n • derttausende von Dollars für H - Boot- Au f t r äg e Argentiniens sowie zur Bestechung der argentinischen Presse zahlten. Das Ausschußmitglied Senator N y e stellte den Beweis dafür in Aussicht, daß Rüstungsagenten während der Panamerikakonferenz Oer zweite Tag -es Parteikongresses Lern und 9 Karten. — Deutsche Gedichte.! Ein oolksdeutsches Hausbuch. Herausgegeben oon | In Museum errichtet worden. In dem Museum sind Aus aller Welt. Am geschmuggeltem Golde erstickt. auf 14 000 000 die Verwaltungsunkosten der Deutschen Arbeitsfront auf die Hälfte gesenkt werden konnten. Auch als der Redner auf die Leistungen der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" zu sprechen kam, rauschte immer wieder der Beifall durch die Halle. Brausende Heilrufe stiegen erneut auf, als Dr. Ley dem Führer das Gelöbnis ablegte, nie in der Arbeit zu erlahmen, bis die Freiheit der Nation gesichert sei, und unter jubelnden Heilrufen dankte der Führer dem Stabsleiter der PO. und Leiter der DAF. Dr. Ley mit einem Händedruck für seine Arbeit. — Als nächster Redner des Kongresses nahm dann Dr. Goebbels das Wort. Rudolf M ü r b t. — Tex Harding : D i e Indes Nachtmärchens. Ein abenteuerlicher Ro- VolksauWnmg und Propaganda als Voraussetzung ausbauender poM man aus den Tropen. — Heimat. 30 Novellen oon deutscher Landschaft. — Luis Trenker: Der verlorene Sohn. Roman. — Hans Friedrich Blunck: Die Frau auf dem Holm. Ballade in 18 Holzschnitten von Klaus Wrage, eingeleitet von Hans Arens. — Deutsche Ku n st. Eine Auswahl ihrer schönsten Zeugnisse. Mit einer Einleitung von Dr. Wolfgang Graf von Rothkirch und einem Geleitwort oon Geh. Regierungsrat Prof. Dr. Wilhelm Pinder. 70 Seiten, 350 Abbildungen und 8 farbige Tafeln. — Kart With: Mutter und Kind. — Richard Boleslawsky: Polnische Ulanen. Roman. — Kurt Eggers: Hutten. Der Roman eines Deutschen. — L. A. G. Strong: Männer am Meer. Roman. — Theodor Kröger: Erinnerungsbuch aus Sibirien. Goelhebund in Australien. In der australischen Stadt Brisbane wurde zur Pflege deutschen Geisteslebens vor einiger Zeit ein Goethe-Bund errichtet, der einen raschen Ausstieg nahm. In den letzten Jahren hat dieser Bund regelmäßige literarische Vorträge und musikalische Abende veranstaltet. Die Vorträge wurden fast alle in deutscher Sprache gehalten und behandeln Fragen der deutschen Literatur und Wissenschaft. Auch in den anderen größeren Städten Australiens und Neusee- lands gibt es derartige Vereinigungen. Ein Karikaturenmuseum. In B o st o n ist vor kurzem ein interessantes den Goldminen von Kikana (Südafrika) hat sich ein merkwürdiger U n g l ü ck s f a l l ereignet Die Arbeiter in den Goldminen werden unter Kunst und Wissenschaft. Die Tagung der Geschichts- und Allerlumsvereine in Wiesbaden. Auf der Tagung des Gesamtoereins der deutschen Geschichts- und Altertumsoereine in Wiesbaden sprach der pfälzische Volkskundler Prof. Dr. Albert Becker-Heidelberg über das Thema , .Volkstum und Heimat vom R^ein zur Saar". In inner nach den Grundsätzen der Kulturraumlehre gesehenen Gesamtschau des südwestdeutschen Raumes mtwarf der Vortragende ein anschauliches Bild «er deutschen Westmark und ihres Volkstums, lieber •ie Stellung Rhein-Frankens in der deutschen Ge- chichte verbreitete sich Prof. Dr. Th. Mayer- Ziehen. Der Redner ging von der räumlich-geo- raphischen Einheit des rhein-fränkischen Gebietes (U5, die auch als kulturelle und Sprachlandschaft «irsichtlich ist, und besprach dann die Frage der Stammesbildung und die politische Bedeutung der Stämme für das Reich. Des weiteren wies er auf lie Anregung zur Schaffung des Preußisch-Hessischen Zollvereins von 1828 hin, die von Hessen-Darmstadt Esgegangen ist und zur Errichtung des Deutschen < ollvereins von 1834 führte. Was 1834 wirtschaft- lch begonnen worden sei, sei 1871 staatlich durch- xsführt und 1933 volklich vollendet worden. Das reue Reich, das ein starkes Reich sei, vertrage wie- t?r eine Gliederung, weil es eine starke Einheits- Die politische Propaganda als Prinzip, fo führte Dr. Goebbels in feinem Vortrag u. a. aus, ist ein aktives und revolutionäres Element. Sie wendet sich ihrem Sinn und Zweck nach an die breiten Massen. Sie spricht die Sprache des Volkes, weil lie sich dem Volke verständlich machen will. Ihre Aufgabe ist es, die manchmal komplizierten Vorgänge und Tatbestände einer politischen Situation mit höchster schöpferischer Kunst so zu vereinfachen, daß sie auch dem Mann oon der Straße eingehen. Sie steht auf dem Standpunkt, daß es nichts gibt, was ein Volk nicht verstehen könnte, daß es sich vielmehr nur darum handelt, es ihm in der i h m gemäßen Art, Beweis- führung und Sprache nahezubringen. Es gibt deshalb keine Propaganda, die ihrem Prinzip und Wesen nach gut oder böse wäre. Der moralische Wert ihrer Tendenz wird entschieden oon der Höhe des Zieles, das sie zu erreichen versucht. Propaganda muß schöpferisch sein. Sie ist keineswegs eine Sache der Bürokratie oder amtlicher Verwaltung, sondern sie ist eine Angelegenheit produktiver Phantasie. Wesentlich anders ist es um den Begriff der Volksaufklärung bestellt. Sie hämmert und trommelt nicht. Sie ist gemäßigterer Art und sucht zu belehren. Sie erläutert, erklärt und legt dar. Die Propaganda haben wir seitdem zu einer wahrhaft schöpferischen Kunst gestattet. Sie war unsere stärkste Waffe bei der Eroberung des Staates. Sie bleibt unsere stärkste Waffe bei der Behauptung und beim Aufbau des Staates. Die Propaganda kann nur im Dienste großer Ideale und zukunftsträchtiger Prinzipien zum Erfolge führen. .Auch die Propaganda muß gelernt sein. Der erfolgreiche Propagandist muß die Gabe besitzen, die großen Mittel der öffentlichen Massenbeeinflussung wie Presse, Film und Rundfunk souverän in den Dienst seiner Ideen und Zielsetzungen zu stellen. Eine gute Propaganda braucht nicht zu lügen, ja sie darf nicht lügen. Sie hat keinen Grund, die Wahrheit zu scheuen. Es ist ein Irrtum, anzunehmen, das Volk könnte die Wahrheit nicht vertragen. Gewiß kann es das. Es handelt sich nur darum, dem Volk die Wahrheit in einer Art verständlich zu machen, daß es sie am Ende auch versteht. Propaganda, die sich der Lüge bedient, beweist damit, daß sie für eine schlechte Sache ficht. Ohne zu übertreiben, kann man sagen, daß Deutschland heute auf dem Gebiet der Propaganda für die ganze Welt vorbild- l i ch ist. Wir haben es in der Kunst der ZUaffen- beherrschung zu einer Fertigkeit gebracht, der gegenüber ähnliche Versuche in anderen Ländern geradezu stümperhaft wirken. 3n 14jähriger Opposition haben wir die Unsumme von Kenntnissen, Erkenntnissen, Wissen und Erfahrungen sammeln können, die uns nunmehr inslandsehk, uns erfolgreich der weitreichenden staatlichen Propagandamittel zu bedienen, ohne Gefahr zu laufen, den Geist zu verlieren, der sie treibt und in Bewegung hält. Tritt zu dieser Art einer aktiven Massenbeeinflussung durch die Propaganda die auf längere Sicht eingestellte systematische Aufklärung eines Volkes als Ergänzung und werden beide als einheitliches Ganzes auch dauernd mit Genauigkeit getrieben, dann wird die Verbindung zwischen Führung und Nation immer lebendig bleiben und es entwickelt sich aus Autorität und Gefolgschaft jene Art moderner Demokratie, die Deutschland als Vorbild der Staatsauffassung des 20.3ahrhunderts der ganzen Dell vor Augen gestellt hat. * 1 Man schaue über hie Grenzen unseres i Landes und beobachte mit Lächeln die Bestrebun- I gen parlamentarisch-demokratischer Parteien, die alle auf den einen Satz hinauslaufen: Wie sage . idee besitze, die durch die Gliederung nicht gefährdet, sondern gefestigt werde. Mit dem Problem „Mittelrhein und Reichsgedanke" befaßte sich ferner ein Vortrag von Dr. Eduard Ziehen. Gegenüber jeder sogenannten Mainlinie und Rheingrenze betone der Gesamtverein die bodenständige, gewachsene Einheit h-r historischen Landschaft des Mittelrheins. Im Rahmen der Tagung fand auch die Flurnan^enkunde eine gebührende Würdigung. Prof. Bach- Bonn forderte fruchtbare Mitarbeit der Flurnamenforschung an der Erkenntnis des Werdens und Seins der deutschen Landschaft. Herbst-Neuerscheinungen im Ullstein-Verlag. Der Verlag Ullstein, Berlin, wird im Herbst folgende Neuerscheinungen Herausbringen.- Paul Wiegler: Berühmte Prozeffe. — I ch fyab \ o gern gelebt. Die ßebenserinne« rungen von Fedor v. Z o b e l t i tz. — H. H. Hou - den: Sturm auf den Südpol. Abenteuer und Heldentum der Südpolf-ahrer. Mit 3 Karten und 46 Abbildungen. — Carl Reinhard Raswan: Im Land der schwarzen Zelte. Mein Leben unter den Beduinen. — Bruno H. Bürgel: Die kleinen Freuden. Ein besinnliches Buch vom Glück im Alltag. — Paul Karlson: Du und die Natur. Eine moderne Physik für jedermann. — Der deutsche Wald. Sein Leben und «seine Schönheit. — Die Jahreszeiten der Küche. Das große deutsche Kochbuch. Herausgegeben von Dr. Erich Urban und Barbara von Treskow. — „Der unerschöpfliche Ratgeber". Ein Handbuch für das deutsche Haus. — Walter von Schoen: Auf Kaperkurs. Heldentaten deutscher Hilfskreuzer. — Richard S k o - wronnek: Muttererde. Zwei Romane aus strenger Kontrolle gehalten, damit sie in ihrer Kleidung kein Gold durch die Absperrung schmuggeln können. Ein eingeborener Arbeiter, der ein Goldklümpchen gefunden hatte, das er für sich behalten wollte, steckte das Metall in den Mund und schluckte es hinunter. Das Gold blieb ihm aber im Halse stecken, und er erstickte, bevor ein Arzt es hätte entfernen können. Russischer Stratosphärenballon explodiert und verbrannt. Der sowjetrussische Stratosphärenballon „UdSSR/ ist auf dem Moskauer Flugplatz beim Aufstieg plötzlich explodiert und verbrannt. Menschen kamen bei dem Vorfall nicht zu Schaden. Der Ballon war für einen neuen Aufstieg fertig gemacht worden, um den eigenen Rekord von etwa 18 000 Meter zu schlagen. Nack den bisherigen amtlichen Mitteilungen scheint es, daß die Explosion technische Gründe hatte. Der Ballon war mit etwa 50 000 Kubikmeter Wasserstoffgas gefüllt. Mit diesem Unglücksfall scheidet Sowjetrußland auf längere Zeit aus dem Wettkampf um die Erforschung der Stratosphäre aus. Der zweite Ballon, der jetzt in Leningrad gebaut wird, ist noch nicht fertig. Dcr Oer Führer legt das Frontkampferkreuz an. Nürnberg, 6. Sept. (DNB.) Der Reichsminister des Innern D r. F r i ck hat am 4. September in Nürnberg den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler gebeten, das vom verewigten Reichspräsidenten von Hindenburg gestiftete Frontkämpferkreuz anzulegen. Reichsminister Dr. Frick überreichte dem Führer das Fronlkämpferkreuz unter gleichzeitiger Übergabe des folgenden Schreibens: „Mein Führer! Als der von dem verewigten Reichspräsidenten Generalfeldmarfchall von Hindenburg mit der Durchführung feiner Verordnung über die Stiftung eines Ehrenkreuzes beauftragte Reichsminister bitte ich Sie, als Frontkämpfer des Weltkrieges das von ihm gestiftete Frontkämpferkreuz anlegen zu wollen/ Oer Führer und Reichskanzler erklärte sich zur Annahme des Frontkämpferkreuzes bereit. Einheitliche Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche. Berlin, 6. Sept. (DNB.) Die Pressestelle der Reichskirchenregierung teilt mit: Der Rechtswalter der Deutschen Evangelischen Kirche hat auf Grund der ihm von der N a t i o n a l- synode erteilten Ermächtigung eine Verordnung erlassen, wonach die Vorschriften des Paragraph 1 2lbs. 1 und 3 des Kirchengesetzes vom 9. August 1934 über die Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche und der Landeskirchen in der evangelisch- lutherischen Kirche in Bayern rechts des Rheins und der evangelischen Landeskirche in Württemberg in Kraft treten. Damit sind alle Landeskirchen hinsichtlich ihrer Gesetzgebungsgewalt der Deutschen Evangelischen Kirche unterstellt und die Landesbischöfe an die Weisungen des Reichsbischofs gesunde n. Das bekenntnismäßige Eigenleben und idas Gebiet des Kultus bleiben von dieser zusammen- ffassenden, den einheitlichen Aufbau der Deutschen «Evangelischen Kirche fördernden Regelung unberührt. aus der Steinzeit Europas (die vielleicht aber nur verunglückte Porträts sind), Indianer,Zeichnungen karikaturistischen Inhalts, Karikaturen der Chinesen und Neger sind hier in einzigartiger Auswahl zusammengestellt. Namentlich die Abteilung „Neuzeit" verläßt kein Besucher, ohne laut zu lachen. in Montevideo die Friedensbemühungen im Gran-Chaco-Konflikt durch riesige Waffenaufträge und Rüstungspropaganda hintertrieben hät- len. Ein deutsch-belgisches Wirtschaftsabkommen. Berlin, 6. Sept. (DNB.) Im auswärtigen Amt wurde eine leckste Zusatzvereinbarung zum deutsch-belgischen Handelsabkommen vom 4. April 1925 und ein Abkommen über die Zahlungen im Warenverkehr (Verrechnungsabkommen) unterzeichnet. Die Zusatzvereinbarung enthält eine Reihe von Zoll- und Kontingentsabreden zum deutschen Zolltarif. Ferner die Einsetzung von Regierungsausschüssen, die im unmittelbaren Geschäftsverkehr die mit der Durchführung der bestehenden Wirtschaftsvereinbarungen zusammenhängenden Fragen behandeln sollen. Das Verrechnungsabkommen über den Zahlungsverkehr regelt die Bezahlung des Warenverkehrs zwischen Deutschland und der belgisch-luxemburgischen Wirtschaftsunion über Verrechnungskonten, die die Neichsbank und die beb giscye Nationalbank sich gegenseitig einrichten. Das Abkommen geht davon aus, daß Deutschland aus der Aktivität seiner Handelsbilanz ein Devisenüberschuß verbleibt Dieser Ueberschuß steht lausend zur freien Verfügung der Reichsbank, nachdem ein Teil hiervon für Zwecke des Transfers von Zinsen der Reichsanleihen (Dawes- und Younganleihe) und der privaten Anleihen sowie für den teilweisen Transfer aus den Markabkommen abgezweigt worden ist. Ferner verzichten die Gläubiger aus den privaten Anleihen, soweit sie auf Grund des Abkommens befriedigt werden, auf einen wesentlichen Teil ihrer Zinsansprüche. Das Abkommen erstreckt sich auch auf den Zahlungsverkehr mit dem belgischen Kongo und den belgischen Mandatsgebieten. Der Devisenüberschuß zugunsten Deutschlands ist im Zahlungsverkehr mit diesen Gebieten gleichfalls sichergestellt. Endlich ist noch eine vorläufige Regelung für die Einfuhr deutscher Kohle nach Belgien bis Ende 1934 getroffen worden. Die amerikanischen Textilarbeiter lehnen Schiedsverfahren ab. Washington, 6. Sept. (DNB.) Der Vorsitzende des Generalstreikausschusses Gorman erklärte am Donnerstag, die Textilarbeitergewerkschaft werde einer schiedsrichterlichen Beilegung des Streikes erst zustimmen, nachdem alle Textilfabriken geschlossen sind. Er meine damit, daß die streikende Arbeiterschaft die Fabriken schließen werde. Der Streik ginge auf jeden Fall weiter. Die Erklärung Gormans erfolgte, nachdem Gouverneur W i n a n t von Newhampshire, der Vorsitzende des von Roosevelt ernannten Schlichtungsausschusses, bekannt gegeben hatte, daß öer Ausschuß am Freitag in Washington feine Tätigkeit beginnen werde. * ich's meinem Kinde? Die Angst vor dem : Volk ist das charakteristische Merkmal liberaler : Staatsauffassung. Die Jagd nach der Popularität i führt dabei meist zu nichts anderem als die Wahr- - heit zu verschweigen und dem Unsinn das Wort zu reden. Man hat nicht mehr den Mut, Unpopu- 1 läres auszusprechen, geschweige denn zu tun. Die Folge davon ist, daß die großen europäischen Probleme in fruchtlosen Debatten versacken und über den Debatten politische, wirtschaftliche und soziale Krisen von ungeahnten Ausmaßen über die Völker hereinbrechen. Staatsmänner müssen zu gewissen Zeiten den Mut haben, auch Unpopuläres zu tun. Aber das Unpopuläre will rechtzeitig vorbereitet werden und es muß in seiner Darstellung richtig formuliert sein, damit die Völker es verstehen. Der Mann von der Straße ist im allgemeinen nicht so unvernünftig wie man ihn schilt. Aber er, der meistens die schwerste Last unpopulärer Politik zu tragen hat, hat damit doch mindestens ein Anrecht darauf, zu wissen, warum es so und nicht anders gemacht werden muß. Möge die Helle Flamme unserer Begeisterung niemals zum Erlöschen kommen. Sie allein gibt auch der schöpferischen Kunst einer modernen politischen Propaganda Licht und Wärme. Auch die Propaganda ist eine Funktion des modernen Staates. Ihre Reichweite ist der feste Grund, auf dem er stehen muß. Aus den Tiefen des Volkes stieg sie empor und zu den Tiefen des Volkes muß sie immer wieder herniedersteigen, um dort ihre Wurzeln zu suchen und ihre Kraft zu finden. Es mag gut sein, Macht zu besitzen, die auf Gewehren ruht. Besser aber und dauerhafter ist es, das Herz eines Volkes zu gewinnen und es auch zu behalten. Langanhaltende Heilrufe klangen auf, als Dr. Goebbels des unbekannten Propagandisten der Bewegung, des nationalsozialistischen Parteiredners, gedachte, dessen Arbeit in der oppositionellen Zeit die Voraussetzung gebildet habe für die Erreichung der nationalsozialistischen Hochziele. Eindrucksvolle Zustimmungskundgebungen unterstrichen die Ausführungen von Dr. Goebbels über die entscheidende Mitwirkung der Propaganda an der erfolgreichen Durchführung des Winterhilfswerkes. Als Dr. Goebbels feine große Rede beendet hatte, wollten die Beifallsrufe kein Ende nehmen. Als letzter Redner der heutigen Kongreßtagung sprach sodann der Reichsärzteführer, Hauptamtsleiter Dr. Wagner-München über • „Rasse und Gesundheit/ Die größte Gefahr für das Bestehen der Völker, Staaten und Kulturen, so führte Dr. Wagner aus, ergebe sich nicht aus wirtschaftlichen Katastrophen oder kriegerischen Verwicklungen; sie sind letzten Endes durch rassischen Zerfall bedingt. Dieser geht vor sich im Rückgang der Zahl, der solchen Lenkung der Auslesevorgänge und schließlich in der Vermischung mit Trägern fremden Blutes. Mit dem Predigen von Geburtenverhütung und Kinderarmut im marxistischen Zeitalter war der Niedergang unseres Volkes besiegelt, mit dem fortschreitenden Geburtenrückgang zugleich das ganze' System der deutschen Sozialversicherung gefährdet. Es gilt nicht nur, die Geburtenzahl'an s i ch zu erhöhen, es gilt auch, die besten, ft ä r f ft e n A n lagen des Volkes zu erhalten und zu nähren. Wissenschaftler der verschiedensten Kulturstaaten haben erst jetzt wieder auf dem internationalen eugenischen Kongreß in Zürich die Richtigkeit der deutschen Bevölkerungspolitik bestätigt. Ueber die wirtschaftliche Belastung durch Erbkranke in Deutschland gab der Reichsärzteführer geradezu erschütternde Zahlen. In Deutschland werden für Erbkranke jährlich noch 1,2 Milliarden aus dem Arbeitsertrag der Nation aufgebracht und dem Gesamteinkommen des Volkes entzogen. Dr. Wagner schilderte weiterhin die Gefahren, die in der Rassenmischung eines Volkes liegen, und bezeichnete die erbgesunde kinderreiche Familie als das Unterpfand unserer Zukunft. Der Aufbau der Deutschen Arbeitsfront. Nürnberg, 6. Sept. (DNB.) In Anwesenheit des Führers wurde heute nachmittag der Parteikongreß fortgesetzt. Nach dem Einzug Adolf Hitlers und der führenden Männer her NSDAP, wurden wieder feierlich die Standarten in die Halle geführt. Dann spielt das NS.-Symphonie-Orchester die Freischütz-Ouvertüre. Anschließend sprach Der Stabsleiter der PO. Dr. Ley über das Thema: „Was brachte der Nationalsozialismus dem deutschen Arbeiter?" Dr. Ley zeichnete ein Bild der Verfassung, in der sich vor der blitzschnell durchgeführten Uebernahme der Gewerkschaften der deutsche Arbeiter befand. Mit den wirtschaftsschädigenden Folgen der politischen Verhetzung und des Klassenkampfes wurden die Organisationen des Arbeiters völlig wertlos und gingen dem Verfall entgegen. In planloser Zersplitterung arbeiteten Gesellschaften jeder Art nebeneinander, wobei es den Gewerkschaftsfunktionären und Angestellten der Verbände hauptsächlich darauf ankam, sich selbst machtvolle Positionen mit hohen Gehältern und möglichst auf Lebensdauer zu schaffen. Als erste Notwendigkeit ergab sich, die Verbände machtpolitisch der NSDAP, zu unterstellen und alle ehemaligen verantwortlichen Führer völlig auszuschalten. Die organisatorischen Maßnahmen der NSDAP, auf diesem Gebiet führten sofort dazu, daß die Massenflucht aus den Verbänden aufhörte, der Beitragseingang zunahm, das Vertrauen zu den wirtschaftlichen Unternehmungen stieg. Der völlig neuartigen Propaganda gelang es, die Zahl der Mitglieder von 5 Millionen am 2. Mai auf über 9 350 000 im Dezember 1933 zu steigern. Ziel einer neuen Sozialordnung konnten jedoch nicht die Einheitsverbände sein, vielmehr galt es, Unternehmer und Arbeitnehmer in einer Organisation zusammenzuführen. Wie gewaltig dieser Gedanke vom Volk erfaßt wurde, beweist, daß vom 1. Dezember 1933 bis 1. März 1934 4,5 Millionen Einzel- m i t g I i e b e r, darunter besonders viele Unternehmer, ihren Beitritt zur Arbeitsfront erklärten. Am 1. März 1934 betrug der Mitgliederstand der Deutschen Arbeitsfront 13 000 000 Arbeiter, Angestellte und Unternehmer und 4 000 000 Mitglieder aus dem Handel, Handwerk, Gewerbe und den freien Berufen. Dr. Ley verwies dann auf die Schöpfung eines Werkes, für das es bis dahin kein Vorbild gab: Die NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" und deren Organisation, für die bis heute 25 000 000 Mark aufgewendet wurden, die sich bis zum abgelaufenen ersten Jahre auf 40 Millionen Mark erhöhen werden. Bis zum 1. September hat das Amt für Reisen und Wandern eine Million Menschen, die noch niemals ihre dumpfe Großstadt verlassen hatten, für sieben bis zehn Tage in Erholung geschickt. Allein 80000 Menschen wurden von eigenen Dampfern sieben Tage zur See gefahren. (Eine weitere Million fuhr im Wochenende zu gemeinsamen Wanderungen. Vom Amt für Schönheit der Arbeit wurden bereits mehr als 1000 Betriebe betreut. Das Sportamt verfolgt das Ziel, die Altersgrenze, bis zu der man Sport treibt, für die Masse des Volkes von 30 auf mindestens 50 Jahre hinaufzusehen. Dr. Ley verwies bann barauf, baß ein Zusammenbruch ber Konsumvereine mit einem investierten Wert oon mehr als einer Milliarde einen ungeheuren Schaben für bie deutsche Wirtschaft bebeutet hätte unb bie Arbeitslosigkeit von vielen hunberttausenben Volksgenossen nach sich gezogen haben würbe. Trotz größter Schwierigkeiten gelang es, auch bie Konsumvereine zu erhol t e n. Wie gewaltig auch alle biefe Leistungen sein mögen, so liegen boch bie Hauptaufgaben ber DAF. bei ben Betriebsgemeinschaften unb bei den Berufsgruppen. Die Lösung ber sozialen Frage sei kein Lohnproblem, sonbern liege in ber Neubilbung einer Gesellschaftsordnung, für bie bie NSDAP, allein als Vorbilb in Frage komme. Die Rebe Dr. Leys würbe häufig von Beifallskundgebungen unterbrochen. Lebhaft begrüßt wurde insbesondere die Mitteilung Dr. Leys, daß bei einem Ansteigen der Mitgliederzahl von 5 000 000 dem großen Krieg: 1. Die schwere Not, 2. Morgen- wai^eum errnyvei woroen. oem rot. — Rudolf van Wehrt: To n n e n b e r g. I nur Karikaturen zu «sehen, unb zwar von den prt» Wie Hindenburg bie Russen schlug. Mit vielen Bil-Imitivsten bis zu den modernsten. Urzeitkarikoturen Ballon sollte eigentlich Anfang Oktober fertig werden, der Bau hat sich aber verzögert. Zur Zeit ist nicht zu übersehen, wann er fertig wird. — Die Unglücksstätte ist sofort von Militär besetzt worden. Weder ausländische noch sowjetrussische Berichterstatter werden bis zum Abschluß der Untersuchung, für die eine besondere Kommission eingesetzt wurde, auf den Platz gelassen. Eisenbahnunglück in Glasgow. — Zwei Tote, über vierzig Verletzte. Kurz vor dem Glasgower Hauptbahnhof ereignete sich ein schweres Eisenbahnunglück, durch das ein Lokomotivführer und ein Heizer getötet und mehr als 40 Fahrgäste mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Die Lokomotiven zweier Personenzüge fuhren ineinander und stürzten um. Die drei ersten Wagen der beiden Züge stürzten um und wurden vollkommen zertrümmert. Bier Bahngleise sind durch zersplitterte Holzteile und Der-- bogene Eisenstangen vollkommen blockiert. Sämtliche Rettungswagen der Stadt mit zahlreichen Aerzten wurden an die Unfallstelle entsandt. Schwarzer Regen über Buenos Aires. Die Stadt Buenos Aires wurde von einem mehrstündigen schwarzen Regen heimgesucht. Das ganze Stadtgebiet war in tiefe Dunkelheit gehüllt. Eine mikroskopische Untersuchung des Regenwassers ergab eine Vermischung mit Kohleteilchen und Petroleum. Man nimmt an, daß es sich um Auswirkungen des Riesenbrandes in der Stadt Campana handelt, wo zahlreiche Oeltanks ausbrannten. Verheerender Taifun über den Philippinen. Der Nordteil der Insel Luzon (Philippinen) ist von einem zweitägigen heftigen Taifun heimgesucht worden. Die leichten Bambus-Wohnhäuser der Eingeborenen-Bevölkerung wurden zu Hunderten zerstört. Aber auch Gebäude europäischer Bauart sind dem Sturm zum Opfer gefallen. Diele Tausende von Bewohnern sind infolgedessen obdachlos, lieber Verluste an Menschenleben lagen bisher noch keine sicheren Nachrichten vor. Schwerer Aulozusammensloß. — 4 Tote, ein Schwerverletzter. Ein schweres Verkehrsunglück ereignete sich in Niederblecher, das zum Stadtgebiet von Leverkusen gehört. Zwei Personenkraftwagen stießen mit einem Lastkraftwagen aus Wuppertal zusammen. Dabei wurden vier Personen getötet und eine schwer verletzt. Hochwassergefahr in Aegypten. Aegypten erlebt gegenwärtig die höchste Nil- f l u t seit mehr als 40 Jahren. Der Höhepunkt der Flut passiert gegenwärtig Kairo, und der Wasser- stand dürfte weitere zehn Tage lang auf der ietzi- gen Höhe bleiben. Die Behörden haben das Anschwellen der Flut mit Sorge beobachtet. Große Bemühungen sind unternommen worden, um eine Katastrophe zu verhindern. Eine Armee von Arbeitern war während der letzten drei Wochen mit einer Verstärkung der Dämme beschäftigt. Viele Städte und Dörfer sind teilweise überschwemmt worden. Dies gilt auch von den nördlichen und südlichen Vorstädten Kairos. Im alb gemeinen dürfte aber der Schaden nicht allzu hoch fein. Alle Gebäude, bei denen Einsturzgefahr besteht, werden unter Beobachtung gehalten, um die Bewohner notfalls in Sicherheit zu bringen. 300 000'7Nark Gewinn gezogen. In der Donnerstag-Vormittagsziehung der Preußisch - Süddeutschen Klassenlotterie wurde der 300 000- G e w inn auf die Nummer 20 498 gezogen. Das Los wird in der ersten Abteilung als Ganzes in Berlin gespielt, in der zweiten Abteilung als Achtel in Bayern. London ohne Nachtlärm durch hupende Autos. Nach einer neuen Verfügung des Londoner Polizeipräsidenten, die vor einigen Tagen in Kraft trat, ist es streng verboten, innerhalb der Londoner Stadtgrenzen von 23.30 bis 7 Uhr Hupsignale zu geben. 3000 „Bobbys", wie der englische Spitzname für ihre Polizisten lautet, sorgen gewissenhaft für die Beachtung der neuen Vorschrift und sind zunächst noch nachsichtig, bis sich die Autofahrer den Griff an den Gummiball der Hupe wenigstens für die Nacht abgewöhnt haben. Ist jedoch erst die Schonfrist vorbei, dann wird mit unerbittlicher Strenge nach dem Huper gefahndet. Man soll jedoch nicht glauben, daß jetzt eine varadiesische Ruhe nachts in den Straßen der Metropole herrscht. Der schlimmste Lärm wird nach wie vor durch das Quietschen der Bremsen und das Geräusch der Elektrischen verübt. Die Londoner Autofahrer haben sich auch schon vor dem Hupverbot bemüht, möglichst wenig von diesem Signal Gebrauch zu machen. Trotz des viel größeren Autoverkehrs in London und Paris ist Berlin die Stadt, in der wohl am meisten unnötigerweise gehupt wird. Aber ein Hupverbot für Berlin kommt einstweilen nicht in Frage. Offenbar will man erst die Londoner Erfahrungen abwarten. Wettervoraussage. Der hohe Druck, der sich von Skandinavien über Deutschland bis nach dem Mittelmeer erstreckt, bestimmt weiterhin die Wetterlage. Unter dem Einfluß absinkender Luft wird es tagsüber aufheiternd, wenn auch in den Morgenstunden stellenweise Nebelbildungen aufkommen. Zwischen Tag und Nacht bleiben weiterhin stärkere Temperaturgegensatze bestehen. Aussichten für Samstag Stellenweise Frühnebel, sonst meist heiter, tagsüber warm, nachts lichen noch Fortdauer der Schönwetterlage. Gewinnauszug 5. September 1934 363143 394702 25985 380741 846 426 Gewinne zu 396421 396656 398448 308710 182031 335557 271564 273705 63356 137804 269527 169679 225013 253851 304247 354176 10417 23691 38393 41667 62624 66496 73527 85079 99303 208399 225959 261887 305510 356712 209503 236251 271076 322659 370554 300 M. 317277 290759 53826 271403 45544 129808 55099 146497 220076 252877 304205 346920 10167 ‘ 14915 ! 38339 : 41528 < 60574 ( 66089" < 73170 1 83810 I 97499 107931 115294 131552 147863 160454 169523 184586 202924 217624 223594 234762 252293 263260 271638 283797 293524 303250 307360 324426 331835 347999 363814 373440 381350 10572 25965 39432 44498 62851 68034 75372 85495 101512 110406 122084 135676 151507 161414 175367 188325 208721 220634 230126 236648 257821 266898 274860 285960 296513 305029 314574 326868 340190 359038 367079 377780 387185 6605 14011 38001 40272 60095 64756 71418 81221 91163 108744 115758 134666 148115 161375 170170 186868 203280 219055 230012 235650 255105 265547 273084 285217 294106 304071 314141 326836 331906 348522 364656 374046 381417 102872 111792 122311 138470 151911 162978 175568 198300 210332 221608 233484 236959 258524 269920 282607 288642 300666 305522 320913 328907 341706 359566 371516 378506 390710 6722 14163 38164 41317 60304 64832 72928 81925 96367 105497 114513 131105 146152 159330 167449 184382 200435 217151 223286 234438 250455 261641 270581 283338 289302 302924 307204 322637 330511 344846 362481 372934 379774 395254 103209 113154 126090 141577 156147 163333 180615 200075 212543 221983 233779 243783 259531 270022 282964 288674 302697 306348 321166 330150 342930 361301 371786 379461 393109 10682 26497 39545 56933 64293 68221 75492 86583 5725 11470 35702 39629 59337 64515 69277 80366 90254 216888 218950 243219 249442 290619 300082 333170 342122 289390 _ 6 Gewinne zu 2000 M. 34 Gewinne zu 1000 M. 2 Gewinne zu 10000 M. 6 Gewinne zu 5000 M. 8 Gewinne zu 3000 M. frisch, trocken. _ . . Aussichten für Sonntag: Im wesent- 25. Ziehungstag Ön der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen "'"76 Gewinne" zu 500 M. ~ 25152 67697 81472 88586 94538 100538 113469 265372 3717 78899 99017 ' 100069 122613 ------ 166617 183226 197359 205059 220739 Lufttemperaturen am 6. September: mittags 21,5 Grad Celsius, abends 14 Grad: am 7JSeptember: morgens 11,6 Grad. Maximum 22,3 Grad, Mini- mum 8,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm 5. Klasse 43. Preußisch-Süddeutsche (269. Preuß.) Staats-Lotterie Tiefe am 6. September: abends 19 Grad; am 7. Sep. tember: morgens 14,6 Grad Celsius. — Sonnen« fd)einbauer 7,1 Stunden.____ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. VIII. 34: 10100. Druck und Verlag» Brühl'jche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 138932 134494 3594 8523 9283 74 Gewinne zu 500 M. 4740 6269 7887 300 M. 292 Gewinne zu 145748 218163 299251 354790 12367 28035 46539 65792 81252 40467 230286 352315 166998 334567 112210 149932 232866 304621 394095 122779 160870 234975 322547 33716 47927 305509 22252 33203 56770 73088 96056 392463 64494 333317 41070 239254 364908 171162 267616 331402 10807 27198 38867 - 62178 । 79306 ; 105230 127627 152603 166804 194306 202683 230080 244063 251628 265594 284383 300043 314374 325982 346402 357921 364752 393685 117217 128428 152737 166983 195894 208236 231700 246705 252154 273431 290303 300993 316084 328409 348553 358658 371482 394884 119049 141898 155315 172950 199483 210277 232717 247119 253116 277099 291866 307670 317197 336118 350723 360196 371676 396115 165444 238184 326596 123178 147202 163913 182025 201646 220526 235161 250177 257113 281139 298952 310241 325183 341791 353897 360738 383415 396872 9371 26448 36355 58867 76337 101434 127502 152304 165341 188187 201850 223893 235378 251319 261259 281746 299708 312312 325701 345350 354703 361828 392089 26197 34283 56964 75622 101179 70064 250134 380209 22591 106784 133500 192246 279992 335092 13267 32414 62890 69208 82598 21257 32441 56235 70936 85255 119840 143774 161301 175650 200564 215872 235079 247892 253658 279023 294204 308011 324297 339507 351542 360415 376517 396531 12 Gewinne zu 5000 M. 180198 257644 397176 2 Gewinne zu 20000 M. 182581 --- . ----30198 27730 49694 66849 90690 92947 95250 ------ ------ ------ 125199 130841 4 Gewinne zu 3000 M. 22 Gewinne zu 2000 M. 168287 230156 272242 337453 382509 30 Gewinne zu 1000 M. 123269 147284 188065 264144 275607 317887 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu je 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abtellungen I und II: 40873 80701 109265 124048 197007 242817 269477 357691 380129 395052 Im Gewinnrade verblieben: 100 Tagesprämien zu 1000 M. ferner 2 Gewinne zu 1000000, 2 zu 300000, 6 zu 10000, 22 zu 5000, 54 zu 8000, 132 zu 2000, 260 zu 1000, 652 ru 500, 2578 zu 300 M. ____ Die Herbstsaison beginnt! Der neue Herbst Mantel Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Besetzte Mäntel Gießen (Kirchstraße 11), am 7. September 1934 5172 D Gisleben, den 5. September 1934 Gebr 5186 D Imheuser am Markt Linkinann sie nicht benutzt werden, bleiben die Anträge un- Gießen, den 6. (September 1934. 5180C besichtigt. -rl°rd°rlich°n B°weisftllck° sind ° . 5 .. , o, .. ° moghdjft sofort beizufugen, da sich sonst die Ver- Der Vorsitzende des Umlegungs-Ausschusses. leihung erheblich verzögert. Die Bürgermeister sind Dr. Hamm, Bürgermeister. 1 zu jeder Auskunft und Beratung bereit. 5183C 5173 D Ss ladet ein Oev ^lvthenvovstand dev Lukas-Gemeinde. Beachten Sie bitte unsere Ausstellung! Wir zeigen in sehr reichhaltiger Auswahl hochmoderne und gute Mäntel zu wirklich niedrigen Preisen: mit gutem Lammkragen, neue Form, in Velour, Bouclö, Ma- rengo und gern. Stoffen, 26.- 29.- 32.- 39.- 42.- MX. Rechtzeitige Einkäufe aus maßgebenden deutschen Kollektionen ermöglichen uns größte Preiswürdigkeit Wir führen in Geschmack und Qualität. Jeder Kunde wird bei uns auf das sorgfältigste und fachmännisch bedient Mariechen Burger Adolf Möhl Wir bringen: Neue eleg.Wollstoffe für Kleider, Mäntel u. Komplets hochaparte, reinwollene Schottenmuster bester Qualität elegante Seidenstoffe in großem Farbsortiment und allen modernen Geweben neue, moderne Seiden-Drucks in Krepp, Satin u. 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Betr.: Baulandumlegung zwischen Wilhelmstraße, Aulweg, Wartweg der Gemarkung Gießen; Verkaufe MagaultoWeiwkl süße Weintrauben 3 Pfund 70 und 85Pf.;Orangenu.Zitronen 10Stück35Pf.;Aevfel,Zwiebeln, Tomaten und Pfirsiche 10 Pfund 80 Pf.; Frische Preißelbeeren 10 Pfund 2.50 Mk. 04334 HeinnMIer.Olleffltalia.M. In obiger Sache ist das Kreisamt Verleihungsbehörde. Der Antrag zur Erlangung des Ehren- kreuzes ist bei der Ortspolizeibehörde zu stellen, in deren Bereich der Antragsteller wohnt. Die vorgeschriebenen Formulare sind dort erhältlich; wenn Bekanntmachung. | Betr.: Baulandumlegung zwischen Wilhelmstraße, Aulweg, Wartweg der Gemarkung Gießen. Samstag, den 22. September 1934, 9 Uhr, wird in dem Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. v, über den Umlegungsplan verhandelt und abgestimmt. Die Pläne und Unterlagen liegen vom 8. September bis einschließlich 22. September 1934, werktäglich von 7 bis 12 Uhr, in dem Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 15, offen. Don der Umlegung werden die Grundstücke: Flur V Nr. 167n/ioo, 1685/io, 172, 173, 174, 175, 1756/io, 176, 177, 1775/io, 1783/io, 1787io, 1785/io, 1786/io, 1787/io, 17827ioo, 17823/ioo, 17825/ioo, 17827/ioo, 179, 180, 181, 182, 1837io, 1835/io, 1847io, 1857io, I88V10, 1887io, 189, 1907io, 1937io (teilw.), 233, 236, 237, 238, 239, 240, 2417io, 2417io, 2427io, 2427io, 2427io, 2427io, 2427io 243, 244, 245, 246, 247, 2507io, 251 (teilw.), 253710*, 256 (teilw.), 257, 258, 259, 260, 3557io, 3557io, 356, 3567io, 357, 358, 360 (teilw.), 361, 368, 369 (teilw.), 372 betroffen. Beteiligte Grundeigentümer sind: Adolph, Heinrich Dr., und Ehefrau; Balser, Karl, in Nürnberg und Kons.; Brüggemann, Alfred, zu 14, und dessen Ehefrau zu 14; Buchacker, Richard; Dauernheim, Robert Dr., in Fränkisch-Crumbach, zu 14, und dessen Ehefrau zu Gräf, Margarete Elisabeths, in Darmstadt; Grünewald, Jakob, und Ehefrau; Grünewald, Wilhu.in; Koch, Fritz Dr., Ehefrau, geb. Kempff, in Frankfurt u.M.; Lanz, Heinrich, zu 14, und dessen Ehefrau zu 14; Lich, Georg jun.; Lich, Georg, zu 14; Stremmel, Heinrich Ehefrau, in Dillenburg zu 14, und Gräf, Margarete Elisabeths, in Darmstadt zu 14; Lich, Wilhelm; Linkmann, Heinr., und Ehefrau; Löber, Otto, in Darmstadt; Meister, Fritz, und Ehefrau; Möbus, Karl Ludwig, zu 14; Erb, Karl Ehefrau, zu 14; Möser, Wilhelm I. Wwe.; Pfeiffer, Wilhelm Dr. Professor, und Ehefrau; Plank, Karl II., zu >4, und dessen Ehefrau zu 14; Poppe, Wilhelm, zu 14; Wilhelmi, Hans Dr. Ehefrau, zu 14; Richter, Edmund, zu 14, und dessen Ehefrau zu 14; Rudersdorf, Karl Wwe.; Schäfer, Wilhelm Louis, und dessen Ehefrau; Schnecko, Karl; die Stadt Gießen; Stremmel, Heinrich Ehefrau, in Dillenburg; Verein Klosterhaus e. V. in Gießen; Weiß, Adam, zu 14, und dessen Witwe zu 14; Welcker, Hermann, & Co. „Firma" 0. H. G. in Gießen. 5181C Die auf den Grundstücken lastenden Rechte und Ansprüche Dritter sind, soweit sie im Grundbuch eingetragen wurden, aus dem offenliegenden Umlegungsverzeichnis ersichtlich. Alle Beteiligten werden hiermit aufgefordert, in der vorangegebenen Tagfahrt zu erscheinen und ab- hier: Bildung des Umlegungs-Ausschusses. Gemäß Artikel 28 Absatz 3 des Gesetzes über die Umlegung von Bauland in der Fassung der Bekanntmachung vom 10. Oktober 1927 mache ich die Namen der Mitglieder des Umlegungs-Ausschusses und deren Stellvertreter öffentlich bekannt: Mitglieder des Umlegungs-Ausschusses. a) Vorsitzender: Bürgermeister Dr. Hamm. — Stellvertreter: Oberbürgermeister Ritter. b) Vertreter der Stadt: Stadtratsmitglied G r a h l- mann. — Stellvertreter: Stadtratsmitglied S 0 ldan. c) Vertreter der beteiligten Grundeigentümer: Dr. Heinrich Adolph. — Stellvertreter: Wilhelm Pfeil. d) Höherer Vermessungs-Beamter: Vermeffungsrat Karle. — Stellvertreter: Dermefsung'sinspektor Lang. e) Bausachverständiger: Baurat Gravert. — Stellvertreter: Bauamtmann Wettläufer. zuftimmen, widrigenfalls sie als zustimmend angesehen werden. Etwaige Einwendungen gegen den Umlegungsplan und^die vorgesehene Ausgleichung find in der Tagfahrt vorzubringen, auch sind spätestens hierbei noch nicht angemeldete Ansprüche und Rechte einschließlich derjenigen der Mieter und Pächter, denen ein vorbezeichnetes Grundstück auf Grund des Miet- oder Pachtverhältnisses überlassen ist. bei Meidung des Nachteils anzumelden, daß sie widrigenfalls im Verfahren unberücksichtigt bleiben. Gießen, den 7. September 1934. Der Umlegungs-Ausschuß. Dr. Hamm, Vorsitzender. Heute wurde uns ein Töchterchen geboren! Dies zeigen in dankbarer Freude an Irmgard Birnbaum, geb. Berger Or. jur. Walther Birnbaum 6emeiolieiflglier£ölfl5-6emtinlit Sonntag, den 9. September, nachmittags 3 Uhr, aus dev „LiebksshShe" Musikalische und gesangliche Darbietungen, Ansprachen, gemeinsamewieder Alle Schweine MÄ3Ä und iolcbe mit »leiten Beinen, aeiunden und entwickeln sich überraschend schnell wenn Sie durch tedes ftutter 1 Eklöllel voll echtes RASSOLxi mengen. 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Zum ersten Male kreuzten unsere Vertreter Aus dem Bestreben, diesen krebszettösenden Stoss, Schweden Olsson geleitet Der deutschen Mann- für Heilzwecke zu verwerten, ergab sich Anreiche.! wird eine recht große Zahl von deutschen j Schlachtenbummlern, man rechnet mit 5000 deut- Nachdruck verboten! 11 Fortsetzung „Setz dich ruhig in den Garten, Detlef! 's ist mz warm drauße." der Talerbrosche Donatas ähnelte. Daß die Rückseite auch abgeschliffen und ebenfalls griechische Buchstaben darauf eingraviert waren. Donata hatte ihm erzählt, der Vater besäße, mit den Broschen der ander flüstern, aber er verstand Die Unterhaltung interessierte grübelte nur darüber nach, wie daß der Taler, der ihm vor die keine Silbe mehr, ihn auch nicht; er sonderbar es war, Füße gerollt war. Taler, die von Juwelenhändler sollte verloren- der sechste, der eben in seinen Bald stand ein Glas des goldbraunen Getränks tar ihm, und er vertiefte sich beim Schein des riektrischen Lichts in eine Abendzeitung. Es war rach früh, die meisten Gäste pflegten erst später Professor H e u b n e r, Mitglied des Reichsausschusses für Krebsbekämpfung und Direktor des Pharmakologischen Instituts der Universität Berlin, hat erklärt, daß umfangreiche Nachprüfungen nicht den Beweis dafür erbracht hätten, daß die von Dr. von Brehmer entdeckten Erreger die der Krebskrankheit seien. Mutter und der ihren, fünf solche ihrem Urgroßvater stammten, der gewesen war. Ein sechster Taler gegangen sein. Vielleicht war das oerlorengegangene Taler, den er Fingern gehabt hatte? schen Besuchern, den notwendigen Rückhalt bieten. Fußball im Bezirk Gießen-Dlt. Paarungen für Sonntag, 9. September. Naunheim II — Nauborn (Grote, Mainzlar). Tgde. Wetzlar — Sportfr. Wetzlar (Keller, Naunheim). Werdorf — Burgsolms (Schneider, Gießen). Büblingshausen — Wetzlar 05 II (Post, Wieseck). Erda — Fellingshausen (Lind, Wetzlar). Frankenbach — Hohensolms (Roth, Altenkirchen). im Dezember vorigen Jahres im Berliner Poststadion mit den Polen die Klingen. Unsere östlichen Nachbarn verrieten damals gutes Können und nur 1:0 konnten unsere Vertreter siegen. Für das am Sonntag stattfindende zweite Spiel, das in ganz Polen ungeheures Interesse findet, erwarten wir einen weiteren deutschen Sieg. Die deutsche Mannschaft spielt bei diesem Kampfe in folgender Aufstellung: Buchloh (Speldorf); Janes (Düsseldorf), Busch (Duisburg); Cielinski (Hamborn), Münzenberg (Aachen), Bender (Düsseldorf); Lehner (Augsburg), Siffling (Waldhof), Hohmann (Benrath), Fath (Worms). Der Kampf wird von dem werden muß. Sie eilt den Möglichkeiten, den Krebs nach bisher üblichen Methoden zu erkennen, voraus und ermöglicht die Stellung einer richtigen Diagnose im Frühstadium, was natürlich für die frühzeitige Behandlung von größter Bedeutung ist. Sie läßt auch bei Patienten nach ausgeführten Geschwulst-Operationen erkennen, ob Aussicht auf Dauerheilung vorhanden ist oder ob eine Steigerung der Abwehrkräfte nötig ist, um eine Dauerheilung zu erzielen. zu kommen. Nur mitten im Garten saßen zwei alte Männer. Jetzt betrat ein Herr den Garten, und Detlef Westkamp blickte flüchtig von feiner Lektüre auf. Irgend so ein eleganter Mosjö von drüben, von jenseits der Brücke!, dachte er und las weiter. Gleich darauf glitt ein leichter Fuß näher, und als der Lesende wieder aufschaute, sah er ein sehr geschminktes, hübsches Frauengesicht mit dreistem Ausdruck, sah platinblondes Haar, das fast ganz weiß schimmerte unter schickem, schwarzen Samthut. Detlef Westkamp fand, die Dame paßte gut zu dem Mosjö, an dessen Tisch sie Platz nahm — und er verglich sie unwillkürlich mit Donata Olden. Dachte stolz: Wie vornehm sähe Donata neben der Blonden aus! Ihr reines Profil, ihre tiefen, dunklen Augen und der weichgeschwungene Mund mit dem köstlichen Lächeln — der Mund, den er küssen durfte! Nur er! Die Blonde sah aus, als hätte sie allzu willige Lippen. Er vertiefte sich wieder in die Lektüre, bis ihn ein etwas lautes Lachen störte. Er hörte dann, wie eine Frauenstimme erklang: „Hoffentlich hat sich die Mühe gelohnt und ist nun alles in Ordnung. Die Klimperei kommt mir schon lange zum Halse raus!" Danach klang es, als ob ein paar schwere Geldstücke etwas zu kräftig auf eine Tischplatte geworfen würden und eins davon auf den Holzboden der Halle rollte. Im nächsten Augenblick rollte wirklich eine Silbermünze bis vor Westkamps Füße und blieb dort liegen. Unwillkürlich bückte er sich und hielt im nächsten Moment einen alten Taler in den Händen. Er legte ihn auf den Tisch und sah zu dem Paar hinüber, das durch die Länge der halben Halle von ihm entfernt war. Sowohl der Elegant als auch feine blonde Dame waren aufgesprungen, und der Herr kam jetzt mit schnellem Schritt näher. Er hatte ja gesehen, daß der silberne Ausreißer aufgehoben worden war. Detlef Westkamp nahm den Taler vom Tisch und hielt ihn jetzt zufällig mit der Rückseite nach oben. Während er ihn dem Herrn hinreichen wollte, blickte er unwillkürlich noch einmal darauf nieder und behielt ihn fast um einen Atemzug zu lange in der Hand, obwohl der andere schon danach langte. Aber die Rückseite fesselte seine ganze Aufmerksamkeit. Er mußte an die spießbürgerlich anmutende Talerbrosche Donatas denken. Genau so hatte die Rückseite der Brosche ausgesehen wie die des Talers. Seltsam war das! Der Fremde zog ihm die Münze einfach aus der Hand. „Dielen Dank, mein Herr!" Er musterte die Kleidung des vor ihm Sitzenden, lächelte etwas herab- richtet wurde, haben einige maßgebliche Fachgelehrte zu den Arbeiten Dr. v. Brehmers kritisch Stellung genommen. Der Direktor des staatlichen Instituts für experimentelle Therapie Geheimrat profeffor Dr. W. kokte äußerte sich skeptisch und ablehnend. Die Frage, ob der neue Erreger des Krebses gefunden sei, könne als erledigt betrachtet werden. Brehmers Zeichnungen hierzu seien der Phantasie entsprungen. Von anderer Seite wurde daraus aufmerksam gemacht, daß ähnliche Trugschlüsse seinerzeit bei der angeblichen Entdeckung des Gelbsieber-Er- rgers entstanden seien. Professor Dr. Viktor Schilling, der, wie gemeldet, mit einer Durchprüfung der Angelegenheit beauftragt worden war, äußerte sich zwar zurückhaltend und vorsichtig, gelangte aber ebenfalls zu einer Ablehnung der Vrehmerschen Ergebnisse. rung und chemisches Studium dieser Substanz und Methoden zur Prüfung ihrer Wirkung im Körper. Im Städtischen Krankenhaus Ludwigshafen hat Professor Simon, wie er anschließend an Professor Klein ausführte, mit feinen Mitarbeitern die Methode zur Erkennung der Erkrankung an bösartigen Geschwülsten eingeführt und an Tausenden von Patienten auf ihren Wert g e - prüft. Die Treffsicherheit der diagnostischen Probe erwies sich als so hoch, daß sie mit in erster Linie Aus den Erfahrungen der diagnostischen Krebsmethode ergeben sich sehr wichtige Tatsachen, die auch für die Behandlung von Krebskranken und Krebsgefährdeten von allergrößter Wichtigkeit find; diese wurden im Städtischen Krankenhaus Ludwigshafen von Professor Simon mit einem Erfolg, der zu weitqebenden Hoffnungen berechtigt, seit vier TNonaten zur Anwendung gebracht. S.jlxfporrf Mballkämpse des Sonntag» Elle Hill war eine Schul- und treue Lebensfreundin von Charlotte Weftkamp. Detlef lächelte: „Aber natürlich, Mutter — geh nur zu Fräulein Hill! Stell mir mein Abendbrot zurecht — vorher möchte ich ein bißchen laufen. Hab lange keinen Apfelwein außer dem Hause getrunken." „Siehst du dein Mädel heute?" fragte sie. Er wehrte ab: „Bewahre! Sie meint, jeden Tag dürfe ich den Weg nach Bornheim nicht machen. Wir werden tuns morgen sehen. Und wenn es dir recht ist, Mutter, bringe ich sie dir dann her, damit Ihr Euch tkennenlernt!" Die Mutter sah ihn zärtlich an. „Wenn sie nichts dagegen hat, daß du mein Herzensbub bleibst, will ich sie lieb haben wie eeine eigene Tochter." Eine Stunde später wanderte Detlef Westkamp erft ein Stückchen nach dem Walde zu, dann machte er kehrt und bog ein in die engen Gassen von Dachsenhausen mit seinen kleinen Häusern und iTteilen Dächern. Es fing an zu dunkeln, und die ^schritte der wenigen Passanten hallten scharf auf tiem Pflaster wider. Hinter den Fenstern brannte schon Licht; aber Vie Gäßchen waren nur schwach erhellt, und es war, als lägen schwarzgraue Schleier über allem hier. Detlef Weftkamp blieb vor einem windschiefen Fachwerkhause stehen — ein Tannenzweigkranz iling über dem Eingang, zum Zeichen, daß hier „Aeppelwoi" ausgeschenkt wurde. Im Hausflur traf rtr den Wirt. Man kannte sich aus Knabentagen. Der riet: die Rückseite von Talern abzuschleifen und mit rätselhaften Inschriften zu versehen. Er hatte davon noch nichts gehört; aber das schloß die Möglichkeit nicht aus. Er ging nach vorn in die Gaststube und unterhielt sich ein Weilchen mit dem Wirt. Der schüttelte ihm kräftig die Hand. „Habe von deiner Mutter schon gehört, du bist jetzt zünftig geworden und bleibst Gärtner wie alle Westkamps. Das hat mich gefreut, 's hat mir immer leid getan, daß du nicht mehr mitmachen wolltest." Als Detlef Westkamp dann ging und gerade überlegte, ob er noch ein Weilchen durch den linden Abend bummeln sollte, sah er vor sich das Paar gehen. Sie schritten in der Richtung des Mains davon — und er dachte, ein bißchen Mainluft würde ihm auch gut tun. Der Abend war noch lang; es dunkelte ja schon so früh. Unwillkürlich folgte er dem Paar, das nun die Brücke erreicht hatte. Auf der Brücke war es belebt, hin und her flutete der Perkehr. Er hörte einmal den Elegant sagen: „Heute möchte ich früh nach Hause. Suse, die Sache beschäftigt mich natürlich außerordentlich!" Warum er den zweien nachging, wußte Detlef Westkamp nicht; aber ihn beherrschte jetzt ein förmlicher Zwang, sie zu verfolgen. Er beobachtete, wie der Elegant die Blonde bis vor ein Haus in der Brückhoffftraße brachte und sich bann verabschiedete. Er blieb ihm auf den Fersen, wanderte hinter ihm her den Mainkai hinauf, bog mit ihm in das Bahnhofsoiertel ein, sah ihn dann ein Haus aufschließen und prägte sich ein, daß sich ein Laden in dem Hause befand, über dessen niedergelassenem Rollvorhang er „Leihbücherei" las. Er lächelte. Das Haus war sauber; aber besonders reiche Leute wohnten hier kaum. Er hatte den Mosjö auf ein vornehmes Viertel eingeschätzt. Leise vor sich hinpfeifend ging er jetzt heim, dachte, es war ja verdreht, daß er den beiden nachgelaufen war wie ein Romandetektiv. Er verspürte Hunger, dachte sehnsüchtig an fein kräftiges Abendbrot daheim, und müde war er auch. So ein ganzer Tag in Feld und Garten verschaffte ihm immer eine angenehme, wundervolle Müdigkeit. Als er dann wieder am Main entlang ging, war es ihm, als schritte eine schlanke Mädchengestalt leichtfüßig neben ihm her, als schimmere ein feines Profil aus dem weichen Dunkel. Es war Donatas Gestalt, Donatas Profil Er lächelte glücklich, sagte inbrünstig und leise: „Mädel — du — Donata, ich habe dich lieb!" (Fortsetzung folgt.) Wie im Gießener Anzeiger vom 5. d M. berichtet wurde, hat Regierungsrat Dr. W. von Brehmer, Mitglied der Biologischen Reichsanstalt in Berlin-Dahlem, dieser Tage in der „Medizinischen Welt" Ergebnisse seiner Forschungsarbeiten zusammengefaßt, die darauf hinauslaufen, daß es gelungen fei, den Erreger des Krebses festzustellen. Zur Ueberprüfung der Arbeiten von Dr. v. Brehmer waren Professor Dr. Viktor Schilling, Dr. C. Börner und Dr. O. fein. — Im Vorraum des Hörsaals war der von Brehmer gefundene Mikroorganismus in allen Entwicklungsstadien unter dem Mikroskop zu sehen. Zu dem Thema der Krebsdiagnose und der Ursache der Krebskrankheit führte Professor Dr. Caspari (Frankfurt a. M.) aus, daß die bisherige Annahme, der Körper sei den Trägern der Krebskrankheit wehrlos verfallen, vollkommen falsch sei. Wie gegen jeden anderen Krankheitserreger wehre sich der Körper auch gegen die Träger des Krebses. Bei dem Zerfall der Geschwulstzellen würden Stoffe frei, die in das Blut eingedrungen geradezu als Anti-Krebsserum wirkten und so die Widerstandsfähigkeit des Körpers erhöhten. Ihren Höhepunkt fand die Erörterung des Krebs- problemes während der Internationalen Wissenschaftlichen Woche in Frankfurt in den Ausführungen von Prof. Klein (Ludwigshafen), der in großen Zügen über feine im biologischen Laboratorium der I. G. Farbenindustrie durchgeführten Untersuchungen über die Entstehung des Krebses, die Schaffung und Erkennung der Disposition und die daraus sich ergebenden Folgerungen für eine Krebsdiagnose und möglicherweise eine Krebs- therapie berichtete. Entgegen der herrschenden Auffassung konnte gezeigt werden, daß die Krebszelle aus der Körperzelle durch ein spezifisches Agens gebildet wird, das aus bösartigen Geschwülsten isoliert werden kann, und mit dem am Tier wieder eine bösartige Geschwulst erzeugt werden kann. Voraussetzung hierfür ist eine Schädigung der im Organismus normal vorhandenen Abwehr-Einrichtungen. Schädigend wirken alle die Faktoren, die man bisher als Reizfaktoren zur direkten Krebserzeugung bezeichnete. Aus dem Bedürfnis, die Abwehr wie die Schädigung der Abwehr messend zu verfolgen, ergab sich in mehrjähriger Arbeit eine Krebsdiagnose, die auf dem von Freund schon vor 25 Jahren entdeckten Prinzip beruht, daß im gesunden Organismus ein Stoff vorhanden ist, der Krebszellen auflöst. Der Ausbau dieser Diagnose führte dazu, daß es nunmehr möglich ist, in 90 bis 95 Prozent aller Blutproben von beliebigen Patienten die sichere Diagnose auf krebsfrei oder Vertust der Abwehr (krebsgefährdet bzw. krebskrank) ju stellen. Die Diagnose wurde im Krankenhaus Ludwigshafen an einem sehr großen Material erprobt und an einer Reihe anderer Kliniken überprüft und vollauf b e st ä t i g t. Sie gibt die hofnung, bei entsprechender Organisation Krebskranke, vielleicht sogar erft Krebsgefährdete, im Frühstadium zu erfassen und den bisher bewährten Behandlungsmethoden zuzuführen und dadurch die Möglichkeit der endgültigen Heilung zu erhöhen. lassend: „Ihre Zeche brauchen Sie heute abend nicht zu bezahlen, junger Mann!" Detlef Weftkamp lachte: „Das wird sich kaum machen lassen. Der Wirt hier ist's van mir nicht gewohnt, daß ich pumpe." Der Fremde schüttelte den Kopf. „So ist's nicht gemeint! Ich bezahle heute abend für Sie!" Detlef Westkamp erhob sich, stand sehr groß, mit breiten Schultern, den anderen weit überragend, vor dem Gönnerhaften. „Ich danke! Aber ich pflege das, was ich trinke, selbst zu bezahlen. Und nun trollen Sie ab, ich möchte meine Zeitung weiterlesen! Verstehen Sie doch, Mensch!" • Es schien, als wollte der Elegant eine zornige Erwiderung geben, aber der kühle Blick, die große Gestalt rieten zur Vorsicht. Er wandte sich stumm ab und kehrte an den Tisch zu der Blonden zurück. Detlef Weftkamp hörte die beiden eifrig mitein* ;,anz warm orauße. Detlef Westkamp folgte dem Rat und nahm Platz m der Halle, die nach dem Garten zu offen war. Er trug kurze Hosen und über grauer gestrickter Weste eine ältere Jacke. Er schonte gern feine gute Kleidung. Und wenn er, wie jetzt, zum Schoppen ding, wollte er nicht anders aussehen als der, der (t war: ein Sachsenhäuser Gärtner. Oer Kampf gegen -en Krebs. Kritik an den Forschungsergebnissen Dr. von Brehmers. — Professor Klein und Professor Simon, Ludwigshafen, über ihre Arbeiten. Jahncke zugezvgen worden. In der letzten Sitzung der Wissenschaftlichen Woche in Frankfurt a. M., über die ebenfalls bereits chen — Jahn Regensburg und Schweinfurt gegen 1860 München. Fußball-Länderkampf Deutschland-Polen. Er lehne es ab, das bisher Gefundene als den Krebserreger zu bezeichnen. Nach Brehmers Arbeiten handele es sich um ein einheitliches Agens als Erreger bösartiger Tumoren; diese brauchten jedoch nach der Auffassung von Prof. Schilling, der feine Anschauungen diagnostisch und therapeutisch von denen Brehmers scharf abgrenzte, nicht unbedingt Krebsgeschwülste zu! bei der Frage einer D p e r a t i o n berücksichtigt Er stand plötzlich auf und ging außen um die Halle herum. Der weiche Sand verschluckte jeden Schritt seiner Füße. Er wußte hier gut Bescheid und kannte ein Astloch in der Bretterwand der Halle, nahe dem Platz, wo das Paar saß. Er fand es und sah, daß auf dem Tische vor den beiden noch mehrere Taler lagen, horte deutlich, wie die Blonde sagte: „Verrückt ist das, sowas auf Taler zu schreiben! Aber allerhand Arbeit macht die Schose noch bis zum guten Ende." Detlef Westkamp schämte sich plötzlich feines Lauscherpostens. Pfui Teufel! So ein Geschäft paßte nicht zu ihm. Und es war geradezu lächerlich, daß er sich um Dinge kümmerte, die ihn nicht das geringste angingen. Lächerlich war es auch, irgendwelche Zusammenhänge zwischen den alten Talern, die Donatas Vater geerbt hatte, und den Talern zu suchen, über die sich das Paar unterhielt. Vielleicht war es früher einmal Sitte gewesen, MlSMWiMlAU Vornan von Anny von panhuys. Urheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) Die Punktkämpfe haben am letzten Sonntag begonnen. Noch haben nicht alle Vereine eingegriffen und auch an diesem Sonntag ist das Programm noch kein vollkommenes. Erst der 16. September wird alle deutschen Fußballer im Kampf um Sieg und Punkte finden. Spiele in Rordhessen. In Nordhessen tritt wieder die gesamte Gauliga auf den Plan. Gaumeister Borussia Fulda trifft zu Hause auf den Spielv. Kassel. Ferner spielen: Kurhessen Kassel — Germania Fulda, Hessen Hersfeld — Kassel 03, Spvg. Langenselbold gegen Hanau 93, VfB. Friedberg — Sport Kassel. In den süddeutschen Gauen ist das Programm noch schwach. Vollbetrieb herrscht im G a u Südwest. Der Gaumeister Kickers Offenbach muß hier am Bornheimer Hang gegen den FSV. Frankfurt antreten, der „Geheimtyp" Eintracht Frankfurt spielt in Neunkirchen gegen die Borussen. Die übrigen Spiele: Wormatia Worms — Saar 05 Saarbrücken, Phönix Ludwigshafen — FK. Pirmasens, 1. FC. Kaiserslautern — Sportfreunde Saarbrücken. Im Gau Bayern hat das vorgesehene Programm mit Rücksicht auf den Parteitag eine Einschränkung erfahren. Es spielen nur: Wacker Mün- Kinzenbach — Krofdorf-Gleiberg II (Graulich, Obern- dorf). Vetzberg — Heuchelheim II (Weinandt, Leihgestern). Launsbach — Rodheim (Kaletsch, Wetzlar). Biskirchen — Leun (Schnabel, Wieseck). Ulm — Albshausen (Rech, Burgsolms). Bissenberg II — Holzhausen (Ott, Bonbaden). Stockhausen — Allendorj (Steuernagel, Nauborn). Bechlingen — Werdorf II (Wolf, Bissenberg). Bonbaden — Oberndorf (Presber, Stockhausen). Braunfels — Schmalbach (Heinz, Stockhausen). Steinbach — Lollar II (Dietzel, Wetzlar). Wieseck II — Lich II (Koob, Wetzlar). Steinberg II — Leihgestern II (Niersbach, Wetzlar). Garbenteich — Allendors (Hunger, Wetzlar). Wieseck III — Alten-Buseck (Gerhardt, Steinbach). Grünberg II — Wißmar (Sack, Heuchelheim). Londorf — VfB.-Reichsbahn III (Schäfer, Heuchelheim). 1900 III — Treis (Seitz, Heuchelheim). Leihgestern — Grünberg (Prinz, Albshausen). Großen-Buseck — Lollar (Schars, Wetzlar). Lich — 1900 II (Klier, Wetzlar). Heuchelheim — Krofdorf - Gleiberg (Offenbacher, Gießen). Hermannstein — Wetzlar III (Birk, Naunheim). Nauborn II — Sportfr. Wetzlar II (Küster, Berghausen). Waldgirmes — Tgde. Wetzlar II (Wenzel, Schmalbach). „!?6.Teuionia"Watzenborn-Gieinberg Die ersten Punktkämpfe in Watzenborn-Steinberg! Damit dürfte sich das Sportinteresse wieder in verstörtem Maße dem Fußball zuwenden. Das erste Verbandsspiel findet auf einheimischem Gelände statt. Gegner ist die Ligamannschaft von „Oranien" Fronhausen. Die Gäste spielen schon jahrelang in der Bezirksklasse und dürften eine starke Mannschaft ins Feld stellen, lieber die Be- jetzung im einzelnen läßt sich nichts voraussagen, da die Mannschaft hier noch unbekannt ist. Sie wurde bei Neueinteilung der Bezirksklasse zur Gruppe Gießen genommen. Die Teutonen treten in der bekannten Aufstellung an und man rechnet mit einer Elf, in der ein Spieler den anderen genau versteht, sich gegenseitig auf Stärken und Schwächen einftetlt, im allgemeinen aber eine geschlossene Einheit bildet. Sollte die Mannschaft den unbeugsamen Siegeswillen wie seither aufbringen, dann dürfte man mit guten Aussichten dem Spiel entgegensehen. Als Schiedsrichter amtiert Miller- Wetzlar. Vorher tritt die zweite Mannschaft gegen dieselbe von Leihgestern zum Verbandsfpiel an. Tragen Begegnungen zwischen Leihgestern und Watzenborn- Steinberg auch immer lokalen Charakter, so blieben sie seither erfreulicherweise stets in sportlich anständigem Rahmen. Man erwartet daher auch jetzt wieder einen befriedigenden Kampf. Die Teutonen treten mit stark verjüngter Mannjchaft auf den Plan, der es gelang, vorigen Sonntag über die spielstarke zweite Mannschaft von Wieser? einen 7:1-Sicg zu erringen. Der Ausgang dieses ersten Verbandsspieles ist ungewiß. Abschluß der technischen Prüfungen zum Europa- Rundflug Die technischen Prüfungen des diesjährigen, von Polen veranstalteten Europa-Rundfluges, wurden am Mittwoch beendet. Nur die über 600 Kilometer führende Brennstoff-Verbrauchsprüfung steht noch aus. Ohne Wertung dieser Prüfung liegt der Pole Bajan (RWD. 9) mit 915 Punkten an der Spitze. Der Deutsche H u b r i ch folgt an dritter Stelle, Seidemann an 7. und Wolf Hirth an 8. Stelle, wie die Deutschen überhaupt recht günstig im Wettbewerb liegen. Nach der Brenn st offverbrauchs-Prü- fung liegen beim diesjährigen Europa-Rundflug die drei Polen Bajan (994 Punkte), Karpinski (954) und Plonczynski (953) vor den beiden Deutschen Oblt. Seidemann (939) und ch u b r i ch (936) in Führung. Oie Gerätemeisterschasten der Deutschen Turnerschast. Gau Nordhessen mit 4 Alaun vertreten. Die Geräte-Meisterschaften der Deutschen Turnerschaft finden bekanntlich am 3. und 4. November in der Dortmunder Westfalenhalle statt. Teilnahme- berechtigt sind 100 Turner. Der Gau Sachsen stellt mit 14 Mann die größte Vertretung, dann folgen Gau Mitte und Südwest mit je 10 Turnern. Die 61,50, Hen sich um 1 bis 5 verbessern, Presse lagen. ♦ Die wirtschaftliche Lage im August Deutsche Schwimmer siegen in Kopenhagen. 71,75, AEG. Dcürn- zwei Göp- Beim Training für den Großen Automobil- Preis von Italien fuhr am Donnerstag Hans Stuck auf Auto-Union mit 2:14 Minuten die schnellste Runde. Caracciola hatte es am Vortage auf 2:21 Minuten gebracht. bis 5,50, Irrt 7,75 bis 8. Frankfurter SHlachtvrelrmarkt. Frankfurt a. M., 6. Sept. Auftrieb: Rinder insgesamt 56 (gegen 97 am letzten Donnerstagsmarkt), davon 17 Ochsen, 2 Bullen, 17 Kühe und 20 Färsen. Kälber 1218 (940), Hämmel 120 (80), Schafe 72 (85), Schweine 412 (446). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebendgewicht in Mark: Kälber Sonderklasse —, andere a) 46 bis 47, b) 39 bis 45, c) 33 bis 38, d) 25 bis 32; Lämmer und Hämmel b2) Weidemasthämmel 32 bis 34, c) mittlere Maftlämmer und ältere Masthämmel 29 bis 31, d) geringe Lämmer und Hämmel 25 bis 28; Schafe e) beste 30 bis 32, f) mittlere 26 bis 29, g) geringe 22 bis 25; Schweine a) 51 bis 53 b) 51 bis 53, c) 48 bis 53, d) 46 bis 51, e), f), gl) und g2) nicht notiert. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagsmarkt blieben Kälber und Schweine unverändert, Hämmel und Schafe konn- jinö Marktpreise für nüchtern gewogene ^iere und schließen sämtliche Spesen des Handels ab Stall für Fracht-, Markt- und Verkaufskosten, Umsatzsteuer sowie den natürlichen Gewichtsverlust ein, müssen sich also wesentlich über die Stallpreise erheben. Marktverkauf: Kälber, Hämmel und Schafe ruhig, ausverkauft. Schweine lebhaft, ausverkauft. Kurze Gportnotizen. Admira Wien gewann das erste Endspiel um den Mitropa-Cup gegen den FC. Bologna in Wien vor 45 000 Zuschauern mit 3:2 Toren, nachdem die Italiener bei Halbzeit noch mit 2:0 in Führung Phönix 48, Stahlverein 41,40, AKU. 65,75, 27,75, Bekula 146,50, Chade Lit. A—C 215, ler 49, Scheideanstalt 220,50, Deutsche Linoleum 58, Licht und Kraft 114, IG. Farben 147,13, Gesfürel 112,50, Goldschmidt 93,75, Holzmann 79,25, Metallgesellschaft 88, Schuckert 96,25, Aschaffenburger Zellstoff 63, Reichsbahn-VA. 112,75, Hapag 26,25. Nachbörse : IG. Farben 147, 4 v. H. Goldmexikaner 8,25 Geld, 3 v. H. Silbermexikaner 5,25 Beim Kopenhagener Schwimmfest kamen deutsche Schimmer zu schönen Erfolgen. Der pinger Paul Schwarz gewann das 200-Meter- Brustschwimmen überlegen in 2:48,4 Minuten vor seinem letzten Bezwinger Hans M a l m st r ö m (2:50,2) und Finn Jensen (2:51,1). Der Stettiner Gerhard N ü s k e holte sich das 500-Meter-Crawl- schwimmen klar mit vier Meter Vorsprung in 6:45 vor Jörgensen. Nüske erhielt damit gleichfalls den für diesen Wettbewerb ausgesetzten Wanderpreis, der zum ersten Mal vor zehn Jahren von dem bekannten Schweden Arne Borg errungen wurde. Fleischgroßmarkt. Beschickung: 1095 Viertel Rindfleisch, 236V- ganze Kälber, 9 ganze Häm- mel und 835 Schweinehälften. Preis für 1 Zentner frisches Fleisch in Mark: Ochsenfleisch II 50 bis 54, Rindfleisch II 44 bis 49, Bullenfleisch 48 bis 52, Kuhfleisch II 38 bis 44, III 25 bis 35, Kalbfleisch II 64 bis 70, III 56 bis 62, Hammelfleisch 70 bis 75, Schweinefleisch I 68 bis 75. Geschäftsgang des Fleischgroßmarktes: lebhaft. Schweine- und Schafmarkt in Marburg. H Marburg, 6. Sept. Der heutige Schaf- und Schweinemarkt war mit 508 Ferkeln und Läufern, sowie 815 Schafen beschickt. Auf dem Schweinemarkt kosteten bei schleppendem Handel bis 6 Wochen alte Ferkel 8 bis 10, 6 bis 8 Wochen alte 12 bis 14, 8 bis 10 Wochen alte 15 bis 18 und Läufer 26 bis 35 Mark das Stück. Auf dem Schafmarkt konnte u. a. eine etwa 80 Stück umfassende Herde nach der Gegend von Höchst a. M. abgesetzt werden. Lämmer und Schafe kosteten 21 bis 26, Hämmel 30 bis 32 Mark das Stück. übrigen Teitn^mer: G-ue Ostpreußen ir-d ' Bc-n? 75,50, V -brru-; 87,40, G:lstn?'.rchen mern je 1, Brandenburg 6, Schlesien 4, Nordmark Harpener 105, Klöckner 78, Mannesmann 4, Niederschlesien 7, Westfalen 8, Niederrhein 5, orcs-n ar 7R Mittelrhein 5, Nordhessen 4, Baden 5, Württemberg 8 und Bayern 8. Dazu kommen noch die Vertreter des Gaues Ausland. Wirtschaft. Anhaltende Belebung des ZnlandgeschästeS. Sparkaffenorganisation und zweite Hypotheken. In der Oeffentlichkeit ist in der letzten Zeit vielfach erörtert worden, ob und inwieweit die Sparkassen bzw. die öffentlichen Bausparkassen ihre Hilfe zur Lösung des Problems der zweiten Hypotheken zur Verfügung stellen können und werden. Dabei ist hier und da von einem Plan des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes gesprochen worden, der darauf hinauslaufe, daß die Sparkassen einen bestimmten Hundertsatz ihrer Einlagen für diese Zwecke zur Verfügung stellen würden. Um Mißverständnissen oorzubeugen, wird vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband darauf hingewiesen, daß es sich hierbei um einen privaten Vorschlag aus Organisationskreisen handelt, der der Sparkassenorganisation unterbreitet worden ist. Der Deutsche Sparkassen- und Giroverband sei zur Zeit noch mit der Prüfung des Vorschlages beschäftigt, so daß die Pressemitteilungen, insbesondere auch, soweit sie bereits Zahlen nennen, vorauseilen. Es dürfe dabei nicht übersehen werden, daß die Verwirklichung des durch die Pressemeldungen bezeichneten Planes der Zustimmung der beteiligten amtlichen Stellen bedürfe. Erst nach Durchführung der pflichtgemäßen Prüfung des Vorschlages durch den Deutschen Sparkassen- und Girooerband und nach angerufener Entscheidung der zuständigen amtlichen Stelle könne abschließend zu dem angeschnittenen Problem Stellung genommen werden. ♦ ♦ Vom Frankfurter Schlachtvieh- markt. Aus Frankfurt wird gemeldet: Es wird ausdrücklich darauf hingewiefen, daß der Frankfurter Schlachtoiehmarkt ungeachtet der jüdischen Feiertage am Montag, 10. September, abgehalten wird. Die Metzger und Schlachtoiehkäufer von Frankfurt, sowie seiner näheren und weiteren Umgebung können also durchaus an diesem Tage ihren Bedarf in üblicher Weise decken. Es ist sogar mit einem starken Auftrieb zu rechnen, der auf etwa 1200 Stück Großvieh und 4600 Schweine vorausgeschätzt wird. Frankfurter Börse. Mltagsbörse: ruhig. Frankfurt a. M., 6. Sept. Die Börse eröffnete in sehr ruhiger Haltung, da besondere Anregungen nicht Vorlagen und auch der Ordereingang seitens der Kundschaft zunächst zu wünschen übrig ließ. Infolgedessen hielt die Kulisse zurück, zumal die Erörterungen in der Presse über die derzeitige Bewegung am Aktienmarkt weitergehen. Zunächst erfolgten einige Glattstellungen, so daß die Anfangskurse zwar nicht ganz einheitlich, aber doch überwiegend leicht ermäßigt waren. Bemerkenswert ist, daß auch am Rentenmarkt keine spürbare Geschäftsbelebung zu verzeichnen ist und auch die Kurse kaum verändert waren. Lediglich Stahloerein-Bonds und Zinsvergütungsscheine wiesen neben einigem Umsatz Kursbesserungen von 0,25 bis 0,40 v. H. auf. Dagegen setzten Altbesitz 10 Pf. niedriger ein und auch späte Reichsschuldbuchforderungen und 4 v. H. Kommunal-Um- schuldung gingen bis zu 0,25 v. H. zurück. Am Atienmarkt waren chemische Werte etwas mehr gedrückt, so gaben Farbenindustrie, Deutsche Erdöl und Goldschmidt je 0,75 v. H. nach. Elektrowerte notierten ebenfalls meist niedriger, wobei AEG. 0,65 v. H., Siemens 0,75 v. H. und Schuckert 0,25 v. H. verloren, andererseits aber Gesfürel und Bekula gut behauptet lagen. Am Montanmarkt hielten sich die Veränderungen nach beiden Seiten bei kleinem Geschäft in engen Grenzen. Nur Mansfeld (— 1 v. H.), Klöckner (— 0,75 v. H.) und Phönix (— 0,75 v. H.) waren über den Durchschnitt von 0,25 v. H. hinaus abgeschwächt, während Harpener, Mannesmann und Rheinstahl je 0,13 v. H. höher einsetzten. Kunstseideaktien gaben von 0,25 bis 0,50 v. H. nach, daneben büßten Aschaffenburger Äell- stofs 1,50 o. H., Waldhos 0,90 v. H., AG. für Verkehrswesen 1,25 v. H. und Cement Heidelberg ca. 1 v. H. ein. Schiffahrtsaktien, Reichsbankanteile und Holzmann blieben behauptet. Am Auslandsrentenmarkt zeigte sich auf Grund festerer Meldungen aus London neuerliches Interesse für mexikanische Anleihen. In der zweiten Börsenftunde hielt die Geschäftsstille in vollem Umfange an. Vorübergehend zeigten die Anfangskurse auf Grund von Kundenorders Befestigungen von durchschnittlich 0,25 bis 0,50 v. H., darüber hinaus gewannen Schuckert, Goldschmidt und Daimler je 1 v. H., die aber späterhin nicht immer voll behauptet blieben. Am Rentenmarkt lagen Reichsmark-Anleihen zunächst ziemlich matt, später waren sie jedoch wieder erholt. Reichsaltbesitz blieben behauptet, während die meisten anderen variablen Werte um 0,13 o. H. nachgaben. Stadt- und Staatsanleihen lagen ruhig. In der-4prozentigen Reichsanleihe von 1934 hat sich das Angebot weiter wesentlich verringert, der Kurs wurde unverändert 95 v. H. Am Pfandbriefmarkt zogen die Kurse überwiegend um etwa 0,25 v. H. an, das Geschäft war aber ruhig. Von fremden Werten gaben Ungarn und Anatolier sowie Mexikaner etwas nach. Schweizer Bundesbahnen lagen behauptet. —'Tagesgeld blieb unverändert 3 v. H. Abendbörse: Mexikaner fest. Die Abendbörse hatte sowohl für Aktien als auch für deutsche Renten nur sehr kleine Umsätze zu verzeichnen, zumal wirtschaftliche Anregungen fehlten und vor allem der Ordermangel anhielt. Die Stimmung war indessen freundlich, die Kursgestaltung allerdings im Vergleich zum Berliner Schluß uneinheitlich, wobei sich die Veränderungen jedoch in engen Grenzen hielten. Lebhaftes Geschäft hatten dagegen am Auslandsrentenmarkt mexikanische Anleihen und Scripps bei bis zu 0,75 v. H. steigenden Kursen. Das lebhafte Geschäft in diesen Werten erhielt sich bis zum Börsenschluß, während Aktien und Anleihen vernachlässigt blieben. 11. a. notierten: Altbesitzanleihe 95,25, 6 v. H. Stahlverein 80, 5 o. H. Silbermexikaner 6 bis 6,40, 5 v. H. äußere Gold 12 bis 12,25, 4 v. H. Gold 8 bis 8,13, "3 v. H. Silber 3 bis 3,50, Bank für Brauindustrie 113,25, Commerzbank 66, Dresdner Nach dem in den Wirtschaftsnachrichten veröffentlichten Lagebericht hat die Belebung des I n l a n d s g e s ch ä f t e s angehalten. Die Lage in der G r o ß e i f e n i n d u ft r i e ist weiter günstig. Die Erzeugung von Roheisen und Stahl hielt sich auf der Vormonatshöhe. Im M a - schinenbau war der Geschäftsgang teilweise etwas ruhiger, die Landwirtschaftsmaschinenindustrie hatte gesteigerte Nachfrage zu verzeichn^. In der Eis en- und Stahlwarenindustrie waren im allgemeinen Beschäftigung und Auftragseingang behauptet. Im Waggon- und Lokomotivbau liegt eine Reihe neuer Aufträge vor. Der Ansatz der Kraftfahrzeug- i n b u [i r i e hat sich ebenfalls günstig entwickelt. Die Beschäftigung der Textilindustrie ist anhaltend gut und dürfte zum großen Teil auf mehrere Monate gesichert sein. In der H o l z i n d u - st r i e wird zumeist voll gearbeitet. Die Zement- industrie war weiter gut beschäftigt. In der Bauwirtschaft hält der günstige Beschäftigungsstand im Tiefbau an, während sich im Hochbau Abschwächungen zeigen. Die Spielwaren- i n b u ft r i e meldet zum Teil eine erfreuliche Belebung der Lage. Die Verordnung zur Ordnung der Getreidewirtschaft hat den gesamten G e - treibemarft umgestaltet. Die neuen Festpreise für Weizen, Roggen, Gerste und Hafer wurden im August in Kraft gesetzt. Auf den V i e h m ä r k- t e n bestand ein starkes Angebot in Rindern. Auf Anordnung der Reichsregierung wurden größere Mengen von Rindern für die Konservenindustrie aus dem Markt genommen, so daß die Preise leicht anziehen konnten. Die Schweinepreise sind trotz größerer Auftriebe fest geblieben. Im Einzelhandel war der Geschäftsgang wenig einheitlich. Die Urlaubs- und Reisezeit wirkte sich in einer Verringerung der Umsätze aus. Demgegenüber war infolge der Saisonschlußverkäufe und der Ernte teilweise eine Belebung des Geschäftsganges zu verzeichnen. Oer Auftrieb in der Krastfahrzeug- inöustrie. In den erstes sieben Monaten 1934 Kraftwagen- Produktion des Gesamtjahres 1933 erreicht. Im Juli hat sich die Produktion der Kraftfahrzeuge trotz des Fortschreitens der Jahreszeit gut gehalten. Es wurden laut „Kraftve kehrswirtschaft" 18 716 Personenwagen hergestellt. Diese Zahl liegt eine Kleinigkeit über dem Juniergebnis von 18 571 Stück. Die Julivergleichsziffer 1933 beträgt 10 398 Personenwagen. In den. ersten sieben Monaten wurden damit 69 124 Personenwagen hergestellt gegen 52 691 in der gleichen Zeit 1933 und 26 671 in der Zeit Januar bis Juli 1932. Die Nutzwagenproduktion war im Juli mit 2479 Stück nur etwas niedriger als die Juniproduktion (2565). Im Juli 1933 waren 1122 Nutzwagen erzeugt worden. Die Nutzwagen- produktionsziffer der ersten sieben Monate ist für 1934 14 309, 1933 6681, 1932 4677. Weiter rückläufig ist die Omnibusproduktion mit 81 im Juli gegen 121 im Juni und 54 im Juli 1933. Die Kraftradherstellung zeigte sich sehr widerstandsfähig. Es wurden im Juli 9585 Krafträder hergestellt gegen 10 301 im Juni und 3515 im Juli 1933. In der Zeit von Januar bis Juli 1934 wurden insgesamt 51632 Motorräder moduliert gegen 25 911 in der gleichen Zeit 1933. Außerdem wurden im Juli 1287 Dreiradfahrzeuge hergestellt gegen 1462 im Juni und 6539 in der Zeit von Januar bis Juli 1934. Die Kraftwagenproduktion der ersten sieben Monate 1934 erreicht die des Gesamtjahres 1933. Unterschlagene Ltnierstützungsgelder. Frankfurt, 6. Sept. (LPD.) Unter außerordentlichem Andrang des Publikums verhandelte das Schöffengericht am Donnerstag gegen drei Angeklagte, die aus der Untersuchungshaft vorgeführt wurden. Am meisten belastet war Th. Berger, der zuletzt Betriebszellenleiter im städtl- schen Fuhrpark in Bornheim war. Er hatte dort ein Büro und mußte u. a. auch eine Unterstützungskasse' verwalten, in die die Angehörigen der Belegschaft jede Woche einen gewissen Betrag einbezahlten und aus der Bedürftige Unterstützungen erhielten und bei Sterbefällen Zuwendungen gemacht wurden. Am 21. Juni sollte um die Mittagszeit in das Büro eingebrochen und etwa 400 Mark gestohlen worden fein. Aus einer Reihe von Indizien schloß man, daß dieser Einbruch fingiert war und als Täter eben dieser Betriebszellenleiter und ein mitbeschuldigter Mann in Frage kamen. Die Angeklagten leugneten anfangs. Berger gab aber bann zu, Unterschlagungen in Höhe von 150 Mark aemacht zu habens Der dritte Angeklagte, der ebenfalls in dem Büro beschäftigt war, gestand, aus Nst etwa 200 Mark aus der Unterstützungskasse entnommen zu haben. Der Staatsanwalt beantragte gegen Berger wegen Unterschlagung und Untreue anderthalb Jahre Zuchthaus und fünf Jahre Ehrverlust, gegen die beiden Mitangeklagten ein Jahr, bzw. neun Monate Gefängnis. Der Staatsanwalt nahm hierbei an, daß die beiden Anaeklagten, die des fingierten Einbruchs verdächtig feien, di eie Tat auch begangen hätten. Der Vertreter der Anklage geißelte das unkameradschaftliche Verhalten des Angeklagten, der sich an den sauer verdienten Groschen der Arbeiter vergangen habe. Als B. wußte, daß in der Kasse Gelder fehlten, habe er den Einbruch inszeniert, um die Spuren zu verwischen. Wenn auch der unterschlagene Betrag nicht sehr hoch gewesen sei, so sei doch bei der Strafzumessung die verwerfliche Gesinnung zu bedenken, die B. in seiner Handlung offenbart habe. Das Gericht hielt die Möglichkeit für gegeben, daß der Einbruch auch von anderer Seite begangen wurde und sprach die beiden Beschuldigten hier mangels Beweises frei. Berger wurde wegen Unterschlagung zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Der dritte Angeklagte, der aus Not unterschlagen hatte, wurde amnestiert. Alle An- aeklagten, die der NSDAP, angehörten, wurden sofort aus der Partei ausgeschlossen. Sie haben sich mit ihrem verwerflichen Tun außerhalb der Volksgemeinschaft gestellt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdtskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Franksuri a. DL Berlin Schluß« furt Schluß». Abendbörse Schluß» fort Scblußk. mittag» börse Datum 5.9. 6-9. 5.9 6-9. •% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 95 94,75 95 95 •% ehem.7% Dt. Reichsmil. ö. 1929 — — — 6Vi% Boung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.»Ablüs.»Schu1d mit 93 92,75 92,75 93 AuSlos.-Rechten ............ 95,4 95,25 95,3 95,4 Desgl. ohne Auölos.-Rechte...... <% eöem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ............ 92,25 92,25 92,25 92,5 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 ........... 89,5 89,5 89,25 6Vi% Hess. Lander-Hypotheken. bank Darmstadt Ltaut........ 89,75 89,75 Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.»Rechten ............. 97,25 97,25 —— Deutsche Komm. Sammelabi. An» leihe Serie 1 mit AuSIos.»Rechten 96,9 97,75 97,5 97,5 6% ehem. 6% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 1% ebcm. 7% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 90 90 90,25 — — 90,25 — — Wt% ehem. *y,% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriese...... 90,13 90,13 — — 8h% ehem. 4'/,% Rheinische Hyp.-Bank-Utqu.-Goldpse 6% ehem. 8% Pr. LandeSpsant» 91,25 91 — — brteiansialt, Psandbriese 81 19 6% eycm. 7% Pr. LandeSpsand» 93 93 93 93 briesanstalt, Pfandbriefe 8L 10 93 93 94 93 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. 101,4 101,4 101,4 101,4 <% Oesterretchtsche Goldrente... 30,25 30,5 _ 31 4.20% Oestcrreichische Silberrentr 1,1 7,6 1,1 1,1 4% Ungarische Goldrente 7,55 7,5 7,5 4% Ungarische Siaaisrente v. 1910 7 7 7 4'i% desgl. von 1913 ..... /, 13 7 — 6% abgefl. Goldmexikaner von 99 11,75 12,25 11,4 11,9 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdaübahn» Anleihe — 6edr 1.................... 8 8 — Franksun a.M. Berlin Schlußkurs Echiußl. Abend» börse Schluß» furd Gchlußk. Mittag» börse Datum 5-9- 6.9- 5.9. 6.9. 4% desgl. Serie 11 ............ 8,1 8,1 — — 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4,3 4,2 4,55 —— 4H%Rumän.vereinh.Rentev.l913 6,75 6,75 4% Rumänische vereinh. Rente .. 3,85 4 4 4 814% Anatolier ............... 37 36,75 36,65 Pamvurg-Amertka-Paket ..... o 26,5 26,25 26,9 26,75 Vamburg-Südam. Dampfschiff. Ö Vansa-Dampsschifs..........o Norddeutscher Lloyd ......... o öl.@. für Verkehrswesen Akt. .. o 30,65 73,5 30,25 72,25 30,65 73 30,25 72.5 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 iLvmmerz. und Privat»Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto» 94,75 65 94,5 66 95,5 64,75 96 65,75 ®eieU|d)art................ 0 Dresdner Bank......... n Reichsbank ................ 12 73 76 155,25 73,75 76,5 156 78 76 155,9 73,75 76,5 155,9 A.S.G................. 0 Bekula.................... 0 E'ekrr. Lteferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ... e Felten L Guilleaume....... c Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........ 5 Schuckert L Co..............5 Siemens L Halske............7 Lahmeyer L Lo............. 10 28,25 27,75 27,9 27,65 146,25 102,65 114,5 77,75 112 94,65 148,5 123 146,5 102,5 114 77,5 112,5 102 96,25 148,25 146,65 103 114,75 ,7,75 112 96,5 148 122,9 146,75 102,5 114,25 78 112,75 96,5 148,5 124 Buderus ..................0 88 87,4 88,25 88 Deutsche Srdöl .............. 4 116 115,25 114,75 115,5 Gelsenkirchener .............. c ,75 61,5 61,75 61,65 Harvener ............ l 105 105 105,5 104,75 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 0 — 72,13 72,25 Ilse Bergbau ............... ( — 170,5 Zlse Bergbau Genüsse........( 132 129,65 132,25 131 Klöcknerwerke ...............( 79 78 78,65 78 ManneS mann-Röhren........0 71,9 71,75 72 72 Frankfurt a. 2)1. Berlin Schlußkurs Gchlußk. Abend» börse Schluß» kurs Echlußk. Minag- börse Oaium 5.9. 6-9- 5-9- 6-9- Mansselder Bergbau .. .......O — — 79 78 Kokswerke ......... .......0 —■ — 99,5 100,5 Phönix Bergbau...... .......0 47,75 48 47,9 48 Rheinische Braunkohlen .....10 245 245 246,75 Rheinstahl ........... .......0 90,13 •— 89 90,13 Bereinigte Stahlwerke. .......0 41 41,4 40,9 40,9 Olavi Minen ........ .......0 14,25 14,25 13,9 14,13 Kaliwerke Aschersleben. .......6 129 128 129 128,5 Kaliwerke Westeregeln . .......6 .....IV, 128,5 128,25 128,75 129,65 Kaliwerke Salzdetfurth 164 163 164 163,5 I G. Farben-Jndustrt« .......1 147,4 147,13 148 147,25 Scheideanstalt........ .......9 221,13 220,5 — .......O 91,5 93,75 90,75 94,4 Rütgerswerke........ .......0 42,4 42,25 42 42,65 Metollgesellschaft...... .......0 87,9 88 87,5 87,5 Philipp Holzmann . ... .......e 78,25 79,25 78,65 79,5 Zementwerk Heidelberg ...... 0 108 Zementwerk Karlstadt.. ....... 0 128,5 128,5 Schultheis Patzenhoker .....0 — — 115,75 114,25 Aku tAllgemeine Kunstseide) .. O 67 65,75 67,9 66,13 Bemberg............ .......c 69,5 —d 139,5 142,75 Zellstoff Waldhos ..... .......c 47 47 46,25 47 Zellstoff Aschaffenburg .......0 64 63 64 63 Dessauer Gas ...... .......: — — 126,5 127 Daimler Motoren..... .......0 47,75 49 47,75 48,65 Deutsche Linoleum .... .......0 58 58 58,4 58 Orenstetn & Koppel ... .......0 •* —- 83,5 84 Leonhard Tietz ....... .......0 26 26,5 25,9 26,25 FbaDe............. .......10 216 215 215,5 215 SUtu mulatoren» Fabrik .......0 176,5 177 177 Lonri-Gummi........ ....... 0 131,75 131,25 132 131 Gritzner................. 0 Matnkraftwerke Höchst a M 4 I 27,25 79 1 78,5 127>“ 1 27,5 süddeutscher Zucker M »aateti 1 1 185,25 1 186,5 I 185,7 5 Devi enmarfl Berlin — Frankfurt a. M. 5. September 6-September Amtliche Notierung Amtliche Dotierung Geld Brie Geld | Brie« Buenos Aires 0,673 0,677 0,671 0,675 Brüssel..... 58,545 58,665 58,545 58,665 Rio de Jan. . 0,184 0,186 0,184 0,186 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 55,44 55,56 55,37 55,49 Danzig..... 82,02 82,18 82,02 82,18 London ..... 12,42 12,45 12,40 12,43 Helsingsors.. 5,475 5,485 5,47 5,48 Paris ...... 16.50 16,54 16,50 16,54 Holland .... 169,73 170,07 169,73 170,07 Italien..... 21,65 21,69 21,70 21,74 Japan ...... 0,741 0,743 0,741 0,743 Jugoslawien. 5,664 5,676 5,694 5,706 Oslo.....: 62,41 62,53 62,32 62,44 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 11,27 11,29 11,255 11,275 Stockholm... 64,04 64,16 63,94 64,06 Schweiz .... Spanien.... 81,67 81,83 81,67 81,83 34,32 34,38 34,32 34,38 Prag....... 10,44 10,46 10,44 10,46 Budapest ... — ’Jleutjod ... 2,475 2,479 Banfnoten. 2,482 2,486 Berlin, 6-September Geld Bries Amerikanische Noten.............. 2,434 2,454 Belgische Noten.................. 58,385 58,625 Dänische Noten ................. 55,22 55,44 Englische Noten . .. ... ... . .. 12 365 12,405 Französische Noten.............. 16,46 16,52 Holländische Noten ............... 169,99 Italienische Noten................ 2h 58 21,66 Norwegische Noten .............. 62,16 62,40 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling —• Rumänische Noten............... —— —— Schwedische Note» ............... 63,77 64,03 Schweizer Noten................. Spanische Note» 81,49 34ÜB 81,81 34,32 Uaaarische Note» ................ Nr. 209 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vderheffen) Hreitag, 7. September 1934 PO. fahrt nach Nürnberg. Die Nürnbergfahrer aus den Reihen der PO.! fanden sich gestern gegen 18 Uhr auf Oswalds, garten ein. Sie sammelten sich zum Abmarsch nach dem Bahnhof unter dem Kommando von Amtsleiter Pg. Dr. K o p p. Einige Kommandos klangen über den Platz, in drei Reihen standen die Parteigenossen angetreten, rasch wurden die Namen der Teilnehmer verlesen und dann ging es in gleichem Schritt und Tritt über den Horst-Wessel-Wall und durch die Bahnhofstraße zum Bahnhof. Biele Zuschauer hatten sich auf Oswaldsgarten eingefunden und begleiteten die PO. zum Bahnhof. Etwa 80 Mann der PO. im Kreise Gießen nehmen an dem großen Marsch in Nürnberg teil. Alle trugen vollgepackte Tornister mit Zeltbahnen. Außerdem fuhren einige Hundert sog. „Schlachtenbummler" mit. Neun Fahnen wurden miweführt, in erster Linie die neue Fahne der NSDAP, des Kreises Gießen. Diese neue Fahne trägt an Stelle der bekannten blauen Gösch eine solche in brauner Farbe. In das Feld ist lediglich der Name unserer Stadt eingestickt. Diese Fahne soll in Nürnberg geweiht werden. Ferner wurden die Fahnen der vier Gießener Ortsgruppen (Nord, Mitte, Süd und Ost), sowie die Ortsgruppenfahnen von Heuchelheim, Bersrod, Großen-Buseck und Hungen mitgeführt. Auf dem Bahnhofsvorplatz nahmen noch einmal olle Fahrtteilnehmer Aufstellung, die Namen der Hinzugekommenen wurden noch verlesen, dann marschierter) alle auf den oberhefsischen Bahnsteig zum Zuge. Mit dein Sonderzug, der um 19.59 Uhr den Gießener Bahnhof verließ, fuhr auch Georg Heß von Leihgestern mit einem großen Teil seiner Trachtengruppe, die in Nürnberg durch ihre Aufführungen unser Hessenland würdig vertreten soll. Die Mädchen waren alle luftig und guter Dinge und vertrieben sich die Zeit bis zur Abfahrt des Zuges, indem sie, ganz wie zu Haufe, singend auf und ab gingen. Die schönen Trachten wurden hiel bewundert. Der Sonderzug hatte fahrplanmäßig heute morgen um 4 Uhr in Nürnberg einzutreffen. Die Teilnehmer des Reichsparteitages aus der Stadt und dem Kreise Gießen werden, wie auch ein großer Teil der Parteigenossen aus dem Gau Hessen- Nassau, in der ehemaligen Faberschen Bleistiftfabrik in der Schanzäckerstraße für die Dauer ihres Nürnberger Aufenthaltes untergebracht fein. Am Mittwoch nächster Woche kehrt die PO. voraussichtlich wieder nach Gießen zurück. 2Reid)«iparfeifag — 66 Züge passieren den Gießener Bahnhof. Aus Anlaß des Reichsparteitages passieren den Gießener Bahnhof in der Zeit vom 4. bis 12. September 66 Züge. Der gesteigerte Verkehr ist bereits feit einigen Tagen im Gange. Drei Züge fahren von Gießen als Sonderzüge direkt ab. Die übrigen Züge passieren unseren Bahnhof und nehmen zum großen Teil auch kurze Verpflegungsaufenhalte. Am Dienstag fuhr der erste dieser außerplanmäßigen Züge nach Nürnberg ab. Er brachte die Angehörigen'des Marburger und des oberhessischen Arbeitsdienstes in die Stadt des Reichsparteitages. Der Zug kam von Marburg und nahm hier die Arbeitsdienstwilligen von Alsfeld, Nieder-Gemünden, Büdingen ufw. auf. Dieser Zug, der 1200 Arbeitsmänner beförderte, kehrt bereits heute abend wieder zurück. Der zweite Zug fuhr gestern abend. Er brachte 1100 Personen nach Nürnberg. 600 Personen stiegen in Gießen ein, die übrigen auf den Stationen Nidda, Stockheim, Büdingen und Gelnhausen. Der nächste Sonderzug fährt heute nachmittag um 17.40 Uhr von Gießen ab. Er bringt die SS. aus unserem Abschnitt nach Nürnberg. Der letzte Sonderzug wird am morgigen Samstag früh um 5 Uhr den Gießener Bahnhof verlassen. Er bringt die SA. aus Gießen und Umgebung zum Reichsparteitag und wird sehr stark besetzt sein. Heute, Freitag abend, kommt von Arolsen ein Zug, der mit einem Zug von Dillenburg vereinigt wird. EG fährt nach Nürnberg Der Abschnitt 30 der SS. wird heute nachmittag vom Bahnhof Gießen aus die Fahrt nach Nürnberg zum Reichsparteitag antreten. Die SS.-Formationen werden von Heuchelheim her, wo sie sich versammelt haben, durch die Rodheimer Straße, Horst-Wessel- Wall und Bahnhofstraße zum Bahnhof marschieren. <■. ■ ■ Das Vorkommando der Gießener PO. in Nürnberg. In der Mitte (im Mantel) Kreisleiter z. b. V. B u l l rn a n n, anschließend nach links Kreispropagandaleiter Schmelz, Kreispressewart Michel, Kreisamtswalter der NSV. Klöß, HJ.-Gefolgschaftsführer K ä p p e l e, Adjutant des Kreisleiters. — (Aufnahme: Photo-Pfaff.) Die PO. auf Oswaldsgarten vor dem Abmarsch zum Bahnhof. — (Aufnahme: Photo-Pfaff.) Die Marschmusik wird die SS.-Standartenkapelle 83 ausführen. Die Abfahrt erfolgt um 17.40 Uhr vom Personenbahnhof Gießen aus über Hanau. Der Zug wird in Hanau von dem aus Königstein kommenden Abschnitt 11 der SS. bestiegen. Der Marsch der SS.-Formationen durch unsere Stadt zum Bahnhof wird für unsere Volksgenossen ein sehenswertes Ereignis sein. Aus der proviuzialhauptstavl. Deutsches Obst im deutschen Haus. Die Monate August und September sind es, die uns den reichsten Segen an Früchten bringen. Da man zum Teil nicht wußte, was man mit dem Ueberfluß anfangen sollte, ging man dazu über, die Früchte auch für die Dauer verwertbar zu machen. Man erkannte jedoch mit der Zeit, daß der Wert der Früchte durch die üblichen Konservierungsmethoden so bedeutend herabgesetzt wird, daß Man danach strebte, möglichst immer frisches Obst und Gemüse zu verwerten. Und so kamen denn ungezählte Mengen ausländischen Obstes, ausländischer Früchte und Gemüse zu uns herein, in einer Jahreszeit, in der wir in Deutschland entsprechend unserem Klima natürlich derartige Dinge nicht haben konnten. Man glaubte, damit der Volksgesundheit zu dienen und übersah dabei, daß diese Gemüse, Obste und Früchte durchaus nicht dem gleichzusetzen sind, was wir in unserer Heimat bauen, reifen lassen und ernten können. Wenn wir die Tomaten, die im Frühjahre immer wieder angeboten werden, mit den in unserem Heimatboden gewachsenen und gereiften Früchten vergleichen, so müssen wir uns davon überzeugen, daß den aus dem Auslande bezogenen Früchten alle die wesentlichen Nährstoffe fehlen, die unsere voll ausgereiften Früchte unter der Einwirkung der Sonne, des Lichtes und aller anderen klimatischen Einflüsse enthalten, so daß wir uns letzten Endes nur von der schönen Farbe und von der Seltenheit der Erscheinung haben blenden lassen. Wir müssen uns doch überlegen, daß selbstverständlich Früchte, in unserer Heimat gewachsen und ausgereift, einen ganz anderen Nährwert haben, als die unreif abgenommenen und dann nur künstlich hergeputzten Früchte. Wir müssen ferner bedenken, daß wir es unseren Gärtnern und Landwirten damit nicht leichter machen, wenn wir ihre Waren nur zum geringeren Teil verwenden. Vor allen Dingen können wir unseren Obst- und Gemüsebau nur dadurch fördern, daß wir ihn weitest- gehend in Anspruch nehmen und ihm so die Mög- lichkeit geben, sich immer weiter und höher zu entwickeln. Im Augenblick spielen für uns hier die Tomaten, die Birnen, die Aepfel, die Zwetschen u. ä. die wichtigste Rolle. Sie können in allen Formen und für alle Lebensalter verwandt, von dem Kleinkind sowohl wie von den Erwachsenen genossen werden. Auch das Einmachen der Früchte lohnt sich unter allen Umständen, und sofern die Haltbarmachung der Früchte einigermaßen sachgemäß durchgeführt worden ist, können wir bestimmt damit rechnen, daß wir ein ebenso wertvolles Nahrungsmittel vor uns haben, als wenn wir das unreife, nicht bei uns gewachsene Obst genießen. An sich sollte im heutigen Staate eine Bekanntmachung im Sinne der Werbung für den Verbrauch deutschen Obstes und Gemüses gar nicht mehr notwendig sein; allein die vernünftige Ueberlegung müßte den Verbrauch fremder Waren ausschließen. Wenn dennoch geworben wird, so geschieht es, um auch den letzten Volksgenossen, der von diesen Dingen noch nichts weiß, zu gewinnen und zu überzeugen. Gelingt dies der Werbung, dann hat sie ihren Zweck erreicht. Jeder Volksgenosse aber hat die Pflicht, hierzu fein Möglichstes beizutragen. Holunderbeeren. Wir haben in diesem Jahre eine so reiche Holunderbeerernte wie selten und sollten sie in dieser Zeit nicht verkommen lassen, zumal wir sie an den überall wild wachsenden Holunderbüschen ganz leicht umsonst haben können. Da gut ausgereifte Holunderbeeren neben wenigen eiweiß- und stickstofffreien Stoffen auch 5 bis 6 v. H. Zucker enthalten und alle aus diesen Beeren hergestellten Speisen und Marmeladen sehr bekömmlich sind und gut schmecken — es wird ihnen sogar eine gewisse Heilwirkung zugeschrieben —, damit die Hausfrau die süßen Beeren auf irgendeine Weise konserviert ober für den Tisch zubereitet. Es gibt ja eine ganze Menge einfache Derwertungsverfahren und Rezepte, nach denen diese Beerenfrucht zu verwenden ist. Aehnlich wie Kirschen werden sie zu Mus bereitet, indem man die von den Kämmen gepflückten und gewaschenen Beeren ohne Wasserbeigabe in der Pfanne über Feuer bringt, wo man sie etwas durchschüttelt, damit sie den Saft besser und rascher hergeben. Wenn nach der Ausscheidung des Saftes die Beeren zusammenfallen kann man nach Belieben etwas Gewürz (Zimt, Nelken, Vanille) zusetzen, auch den Beerenbrei, wie bei der Zubereitung Gepiember-Siimmung. Don Will Scbeller. Seltsam, beklemmend seltsam, wie so ein abgeleierter Singsang im Bewußtsein sich festhakt — einem winzigen Dorn vergleichbar, der, unversehens in die Haut eingedrungen, zuerst kaum wahrzunehmen ist, bei einer gewissen Bewegung oder Berührung aber aufbegehrt und so zu brennen anfängt, daß es im nächsten Augenblick in wirklichen Schmerz umzuschlagen zu wollen scheint. Und du reibst und reibst, ohne mit dem Auge zu erkennen, wo der Eindringling sitzt, die Stelle, wo es juckt und sticht, aber die peinliche Empfindung wird nur ärger davon; bis etwas anderes die Aufmerksamkeit ablenkt — und auf einmal, wenn nur erst eine Spanne Zeit vorüber ist, erinnert nichts mehr daran, daß da irgendwo in der Haut ein winziger Dorn gesessen und dich noch unlängst buchstäblich bis aufs Blut gepeinigt hat. Unsichtbar und unmerkbar, wie er kam, ist er verschwunden. „Noch sind die Tage der Rosen ..." Wann tauchte doch diese Zeile aus dem Dunkel unbewußter Erinnerung? Vielleicht in dem Blumenladen neulich, beim Anblick der hohen Kristallvase, um deren Fuß, wie kleine Boote — Boote für Elfen — gewölbte Blätter sich sammelten, und die Verkäuferin, etwas blaß unter üppigem Blond, erwiderte gereizt: ..... aber sie sind ganz frisch hereingekommen!" Vielleicht war es das. Vielleicht aber war es auch der Blick über einen Gartenzaun, wo, noch am schlanken Stamm, die roten Blumen aussahen, als kehrten sie ihr geheimnisreiches Innere, den Bronnen ihres Dufts, gewaltsam nach außen, unter einem hitzigen Zwang, der die Ränder jedes Blumenblattes schwärzlich vertrocknen und sich spalten läßt, ein Bild der Betrübnis — und dennoch mußtest du verweilen? Mag sein, daß es damit anfing. „Noch sind die Tage der ..." Und wirklich, noch winkt ja von einem blauen Himmel, über den erst einzelne feidenweiße Wolken segeln, langsam, wie zum Spiel (zu einem ersten Spiele freilich!), die Sonne wie zuvor, und es hat gar den Anschein, als wäre es durchaus ihr sommerliches Uedermaß gewesen, was den Rosen diese traurige Schlaffheit frühen Verblühens aufgenötigt, ein stilles Opfer dem Gestirn, das eben noch zu sinken zögert. „Noch sind die Tage... Aber geh nur durch die Alleen alter Linden, Ulmen oder Kastanien! Schau dir den leise rauschen- weiß. Noch sind die Tage ... ahn, „Noch sind die Tage ..." Andre sind es, nicht mehr die der Rosen, die längst entblättert sind, aber Tage, Lebenstage, Leier, um einen holden Trug zu fristen, als daß es freiwillig und stolz der Wahrheit eine Stätte bereitet. Aber das Gift der Herbstzeitlose ist nicht umsonst aufgestiegen aus dem schwärzlichen Bereich fetter Erde; schon fühlst du ja, wie die alte Zeile verblaßt in deinem Innern, wie ihre Magie als eitel Täuschung enthüllt und abgetrieben wird wie Sommerfäden im Abendhauch. Was frommt es, ihnen nachzuschauen, gar mit umflortem Blick? Die Herbstzeitlose!? beleuchten, kühle Fackeln, was vergeht, beleuchten, was entsteht — im fruchtbaren Boden der Vergängnis. sind gegen den Anblick sich wandelnden Lebens, des scheinbar schmerzlichen. Wer aber Gift verträgt, dem zeigen sie sich, die heimlichen Fußtapfen des Werdens im Vergehen, glitzernd wie eine eilige Schlange im Gras. Wohl ihm, der ihrem Gleiten zu folgen Die Herbstzeitlose? . , .. ,E1 , Giftig ist sie, heißt es, und w-rkl.ch sie vergiftet das Bild dieses Tages einer herbstlichen Selbst. fnnf*..nrt. nhor wie alles Gift, wirkt sie auch kla- täuschung; aber wie alles Gift wirkt sie auch rend läuternd, befreiend nämlich von diesem Wi . der sich an den Nachhall eines verlorenen, eines verkommenen Liedes hing. „Noch sind die Tage der Rosen .. Nein die sind vorüber, die Tage, die jener Smg- fam preist, und wenn er weiterdudelt, leise und aufdringlich, wie ein winziger Dorn in der Haut zuweilen brennt, so mag es davon fein, daß das Herz des Menschen noch immer nicht gelernt hat, fid) dem Unentrinnbaren ohne Widerstand und ohne Widerspruch zu fügen. Lieber singt es eine alte Zeitschriften lieber das Thema Staat und Wissenschaft spricht Paul Hövel im Augustheft der „Z e i t w e n d e" (C. H. Beck, München). Seine Ausführungen machen uns deutlich, wie sehr die Ueberwindung des übe« ralistischen Staatsgedankens auch das Verhältnis zwischen Staat und Wirtschaft beeinflußt. Daß der Staat sich nicht von den Wirtschaftsmächten beherrschen läßt, sondern die Wirtschaft durch ziel- bewußte Aufsicht, Planung und Führung leitet, dient nicht nur der Sicherung seiner eigenen Hoheit, sondern ebenso auch dem Nutzen der Wirtschaft selbst. — Gestaltung des Wirtschafts- und Soziallebens nach geistigen Grundsätzen, ohne Bindung an angeblich unabänderliche Gesetze der Wirtschaft — für diesen Gedanken haben in den angelsächsischen Ländern die Quäker schon seit rund 3 Jahrhunderten Pionierarbeit geleistet. Wenn uns Magda Keiber im gleichen Heft der „Zeitwende" anschau- üch und fesselnd über ihre Sozialarbeit berichtet, so erinnert trotz dem Gegensatz der Staatsauffassung im einzelnen doch vieles an unsere heutigen deutschen Bestrebungen — Das Heft enthält noch einen Vortrag von German Bestelmeyer über „Baukunst und Gegenwart", der klar die Stellung der Kunst im nationallsozialistischen Staat umreifet, eine feinsinnige Betrachtung über den Lyriker Rudolf Alexander Schröder und die Fortsetzung des be« blick, als wäre das Getön des Rasens lauter geworden: „Noch sind die Tage..." Der Pfad wendet sich zum Hügel. Durch Buschwerk, an Bänken vorüber quert er eine Brücke; der Gebirgsbach darunter schäumt über flachen Kieselgrund. Dem weiteren Anstieg begegnet der Wald, seinerseits durch Wiesenstücke gelichtet. Die Sonne steht, eine goldene Scheibe, im Mittagsdunst. Em schöner Tag--schöne, goldene Zeit--Tage der Rosen--- Von den Wiesen jedoch, die hügelaufwärts den Fichtenstand verdrängen, züngelts auf, em blasses, nach dem Lila hinüberbleichendes Biolett schlanker Flammen aus kränklich weißem Gestiel. Einsam jede dieser kelchförmigen Flammen, abgesondert, schier gemieden von allem übrigen Wachstum wie — nun, wie Verrufene, die Unwiderrufliches zu künden haben. den Regen gelber Blätter an, die, von letzter Schwüle getragen, in weiten Kreisen zur Erde schweben, wo sie hier und dort schon dem Boden jene beängstigende Färbung geben, die das untrügliche Anzeichen nicht nur eines nahen Abschieds ist, sondern auch einer nahen Ankunft. Auf dem weißen Weg zwischen den zum zweitenmal gemähten Wiesen, in denen es vielstimmig zirpt, sitzt eine Zikade, wie ein Menschenfmger lang, grün wie ein Laubfrosch, und rührt sich nicht. Sie ist so träge, daß sie nicht einmal dem Schritt des Spaziergängers ausweicht. Der beugt sich nieder, redet ihr gut zu, aber es ist, als wäre sie in der Mittagswärme mit ihren feinen Beinen an den Sand geschmolzen, und es braucht Zeit, das,.....~ Tier allmählich von dem Weg, der dem träumenden ; steigende Spur im sinkenden Jahr. Möglich, daß Wesen Gefahren bringt, weg zur Wiese zu lenken. Sonntagskinder das nicht sehen, weil sie glücklichere Endlich ist es gelungen, und das grüne Geschöpf,! Augen haben sollen als andre Menschen, und gefeit spukhafter Rest entwichener Vorwelt, verschwindet ri-K-----a-u— krabbelnd im Gras. Und es ist für einen Augen- deutenden nordisch-protestantischen Romans „Die Sünderin" von Hildur Direlius. Das Augustheft von „Volk und Reich" gedenkt in einem das Wesentliche erfassenden lehrreichen Kartenüberblick der politischen Entwicklung von 1890 bis zu den Friedensdiktaten und der unübertrefflichen Kriegsleistungen der deutschen Heere und Flotten. Die wichtigsten Kampfhandlungen werden in 22 Schwarz-Weiß-Skizzen mit knappem erläuternden Text bargefteUt. In einem an die Welt» friegsbarfteUung anknüpfenben Aufsatz wirb ber Wanbel ber politischen Grundanschauungen bes beutschen Volkes seit 1914 untersucht unb ber Rückblick auf bas Geschehen vor 20 Jahren als notroen- big für unser geschichtliches Bewußtsein erwiesen, bas an wirkliche Sinnlosigkeit vergangener Entwicklungen nicht zu glauben vermag. Das Heft wird somit zugleich von einem erzieherischen Gedanken getragen. Auch in weiteren Beiträgen des Dielfeiti» gen Heftes klingt die Erinnerung an den Weltkrieg an. Werner Wirths würdigt unter dem Titel „Dichtung der Volkswende" bas Schaffen Hans Friebrich Bluncks. Marc. R. Breyne gebeult bes flämischen Dichters Cyriel Verschaeve. Berichte über ben Wanbel ber Auffassung vom Völkerbunb unb bie neueste Entwicklung in Eupen-Malmeby unb kleinere Beiträge schließen bas Heft ab, besten Hauptteil ein Bilbbericht über wichtige Phasen unb Ereignisse bes Weltkrieges eingefügt ist. Öocbfdbiilnacbricbten. Die Naturwissenschaftliche Fakultät ber Universität Frankfurt a. M. hat bem Geheimen Mebi- zinalrat Professor Dr. med. Wilhelm Ko11e in Frankfurt, dem hochverdienten Erforscher von Tropenkrankheiten, in dankbarer Anerkennung seiner besonderen Verdienste um bas Zustandekommen von Gemeinschaftsarbeiten auf bem mebizinisch- naturwissenschaftlichen Grenzgebiet in Frankfurt ehrenhalber Titel und Würde eines Doktors der Naturwissenschaften verliehen. Professor Dr. Kurt Gutzeit, Ordinarius für innere Medizin an der Universität Berlin, wurde auf den Lehrstuhl für innere Medizin an der Universität Breslau berufen. Der Würzburger Extraordinarius Professor Dr. Max Meyer wurde als Direktor an die Staatliche Hals-, Nasen- und Odrenklinik in Ankara (Türkei) berufen: der ao. Professor Dr. Siegfried Skraup in Würzburg wurde auf den orben»* lichen Lehrstuhl für Chemie an der Landwirtschaftlichen Hochschule in Ankara berufen. Döif Klrschennnls, tnff einigen Löffeln kn Milch angerührtem Mehl binden. Bei der Bereitung von Holundersaft werden die mit der Hand entkämmten, gut ausgereiften und gewaschenen Beeren mit ganz wenig Wasser gekocht bis sie genügend Saft abgegeben haben und zusammenfallen, dann gießt man den saftigen Brei in einen Stoffbeutel und läßt den Saft aus dem aufgehängten Sacke in ein untergestelltes Ge- äß ablaufen. Wenn kein Auspressen stattfindet, ließt der Saft klar ab und kann in Flaschen ge- üllt und sterilisiert, der Brei im Sack aber, wie oben angeführt, zu Mus verarbeitet werden. Der Saft eignet sich als Zugabe zu Mehlspeisen ganz vorzüglich. In gleicher Weise wie aus allen anderen Beerenfrüchten wird aus Holunderbeeren auch Gelee und Marmelade bereitet, wobei man auf den Liter Saft oder Brei etwa ein Pfund Zucker rech- Volk,fliege wieder, und Du wirft Sieger durch Dich allein! Werde Mitglied im Deutschen Luftsport-Verbandl net. Dagegen kann aus dem ungesüßten Saft durch langsames Einkochen eine Latwerge bereitet werden, die als Arznei bei Halsentzündung, Husten, Verschleimung eine gute Wirkung zeigt. Das S t e r i l i si e r e n der Holunderbeeren erfolgt auf die gleiche Weise wie das anderer Beerenfrüchte. Ebenso kann man sie auch trocknen und d ö r e n. So können sie wie Heidelbeeren oder getrocknete Kirschen für den Tisch zubereitet werden. Die Konservenfabriken, welche den Sammlern die Holunderbeeren gern abnehmen, bereiten daraus einen guten wohlschmeckenden Sirup. Jedenfalls lohnt es sich, die Holunderbeeren zu sammeln und zu verwerten. Or. Los von Versailles! Immer und immer wieder, warum die deutsche Fliegerei dich braucht und deshalb sucht! Der „Frie- dens"vertrag von Versailles, der, sich aufbauend auf einer infamen Lüge, ein ganzes Volt für alle Zeiten knebeln wollte, zerschlug nicht nur auch die Fliegerei als einen der stolzesten Teile der deutschen Waffenrüstung. Nein, die Furcht vor dem „Flieger- aeist", dem Geist eines Richthofen, eines Boelcke ließ unseren Feinden keine Ruhe, so daß sie in dem Versailler Schanddiktat auch die Verpflichtung festlegten, daß Deutschland keine staatlich getragene oder aus staatlichen Mitteln geförderte Fliegerei mehr unterhalten dürfe. Und weil man fürchtete, daß deutscher Fliegergeist doch einen Ausweg aus dem unwürdigen Zustand der Versklavung finden könnte, mußten Zusatzverträge von Paris und London herhalten, um nicht allein Motorstärke, sondern auch bestimmte Bauarten von Flugzeugen nach unten zu begrenzen. Die „Sieger" kannten einem waffen- und wehrlosen Deutschland gegenüber nichts anderes als: „Sicherheit!" Fliegergeist fand doch einen Ausweg: ging es nicht mit Motoren, dann mußte es eben ohne Motore gehen! So erstand die Segelfliegerei und eroberte sich in der Welt eine Spitzenstellung! Und in zahlreichen sportlichen Flugkonkurrenzen der Nachkriegszeit belegten deutsche Flieger mit ihren schwachen Maschinen oft genug die ersten Plätze. Fliegergeist siegte, der Geist, der Mann für Mann beseelt, die am Steuer sitzen oder sonstwo in der Fliegerei ihren Dienst tun! Die Weltgeltung eines Volkes ist heute mitbestimmt von der Gröhe seiner Luftfahrt! Solange Versailles, Paris und London dem Staat eine staatliche Fliegerei verbieten, mußt auch du, deutscher Volksgenosse, sie tragen helfen! Deine Mitarbeit ist Dienst am Volke! Wann bist du Mitglied im Deutschen Luftsport-Verband? Anmeldungen bei der Fliegerortsgruppe Gießen (Kreisamt), Fernruf 2951, 2952. Die Sammlung für»Mutter und Kind" im Kreise Gießen. Die am vorigen Sonntag durchgeführte Sammlung für das Hilfswerk „Mutter und Kind" hat im Kreise Gießen insgesamt 2104 Mk. ergeben. In dieser Summe sind die im Stadtbezirk Gießen gesammelten 1112,10 Mk. einbegriffen. Zuschüsse zum Iestanzug sind kein »Entgelt". In den vom Wirtschaftsprüfer Hermann Will (Gießen) herausgegebenen „Aktuellen Steuerfragen" (Rundschreiben Nr. 14) lesen wir folgendes: „Angesichts der Tatsache, daß immer mehr Unternehmer dazu übergehen, ihrer Gefolgschaft den Festanzug der Deutschen Arbeitsfront entweder völlig kostenfrei zu spenden oder wenigstens Zuschüsse zur Beschaffung des Festanzugs zu gewähren, war die Frage ausgetaucht, ob derartige Zuschüsse oder Geschenke als Entgelt im Sinne des § 160 der Reichsversicherungsordnung zu bewerten seien und also die Höhe der einzubehaltenden Sozialversicherungsbeiträge, Abgabe zur Arbeitslosenhilfe usw. beeinflussen. Der Reichsstand der Deutschen Industrie hatte in dieser Angelegenheit eine Anfrage an den Reichsarbeitsminister gerichtet. Der Reichsarbeitsminister hat in seiner Antwort festgestellt, daß er die unentaeltliche Lieferung des Festanzuges der Deutschen Arbeitsfront oder die Gewährung von Barzuschüssen hierzu nicht als Entgelt im Sinne des § 160 RBO., sondern als einmalige freiwillige Unterstützung ansehe. Diese Zuwendungen, so erklärt der Minister, sind daher bei der Bemessung der Versicherungsbeiträge in der Sozialversicherung und der Abgabe zur Arbeitslosenhilfe nicht zu berücksichtigen." Lernt stenographieren! Von der Deutschen Stenographenschaft, Ortsgruppe Gießen, wird uns geschrieben: Jeder Deutsche ist sich heute darüber klar, daß die Beherrschung der Kurzschrift zur zwingenden Notwendigkeit geworden ist. Es gibt heute keinen Geistesarbeiter mehr, für den die Kurzschrift nicht zum selbstverständlichen Rüstzeug gehört. Besonders unserer Jugend kann die Erlernung gar nicht dringend genug anempfohlen werden. In der Pestalozzischule, Wernerwall, eröffnet die Deutsche Stenographenschaft, Ortsgruppe Gießen, wiederum einen Anfänger-Lehrgang. Man beachte die heutige Anzeige. Obsternte und Obstverkauf. Wichtige Anordnungen des Reichsnährstandes. LPD. Dom Reichsnährstand als Gebietsbeauftragter für den Gau Hessen-Nassau für Regelung des Absatzes von Gartenbauerzeugnissen bestimmt, bringe ich hiermit folgende Anordnung zur Kenntnis: Die Verbrauchermärkle sind zur Zeit noch derart mit leicht verderblichem, wohlschmeckendem Herbstobst überfüllt, daß es unverantwortlich erscheint, seht schon haltbare Winteräpfel und Dirnen überhaupt zum verkauf zu bringen. Dabei ist der Begriff „haltbar" so aufzufasien, daß darunter sämtliche Aepsel und Birnen fallen, die erst nach Ablauf von frühestens 3 bis 4 Wochen ihre Genußreife erhalten. Daraus ergibt sich, daß die Ernte erst erfolgen darf, wenn das Obst tatsächlich pflückre if ist. Ich warne daher, Winteräpfel und Birnen zu pflücken oder zu schütteln, bevor die normale und natürliche Pflückreife eingetreten ist. Besonders beauftragte Vertrauensleute werden die Märkte und Derkaufs- plätze daraufhin beobachten und insbesondere bei gepflücktem Tafelobst sich davon überzeugen, daß )ie Stiele der Früchte nicht beschädigt sind, wie es beim Pflücken und Schütteln unreifer Früchte die Regel ist. Soll also das bei normaler Reife gepflückte und geschüttelte Obst die Märkte jetzt nicht unnötig belasten, so hat dieses zur Voraussetzung, daß das Obst nach erfolgter Ernte für kurze Zeit zweckmäßig gelagert wird. S ch ü l t e l o b st (Mostobsi) für Kellerzwecke, das noch fest am Baume hangt, zu einer Zeil zu schütteln, in der überhaupt noch kein lleber- blick über den Preis vorliegt, muh dieses Jahr besonders vermieden werden. Solches Obst wird besser, wenn es seine volle Reife am Baum hat und vor der Kelterung noch einige Zeit ablagert. 0 b ft zum Frischgenuh muß vor der Lagerung entsprechend sortiert werden, damit nur vollwertige Früchte der besonderen Behandlung unterliegen. Dieses besteht darin, daß das Obst in Grasgärten und auf Feldstücken, beim Hause oder Hofe, auf Haufen geschichtet wird. Wo Grasflächen nicht vorhanden sind, wird der Boden mit einer Strohschicht abgedeckt. Das Obst kommt auf Haufen von etwa 3/< bis 1 Meter Höhe, mit einem Fußpunkt von etwa 2 Meter, so daß der Haufen nach oben spitz ausläuft. Die Länge des Haufens kann beliebig sein. Das Obst gewinnt bei dieser Lagerung an Wohlgeschmack, Haltbarkeit und Aussehen. Derartig gelagert kann das Obst selbst mehrere Kältegrade überdauern und kann im übrigen vor leichten Frösten durch leichte Strohdecken geschützt werden. Es wird voraussichtlich nur wenige Wochen in den September hinein dauern, bis die Ueberfüllung der Märkte mit wenig haltbarem Obst aufhört, so daß bann mit dem Verkauf des auf Haufen gesetzten Winterobstes begonnen werden kann. Erscheinen die Marktverhältnisse dem einzelnen nach diesen Wochen noch nicht genügend geklärt, so wird dieses Obst sich vorzüglich dafür eignen, in geeigneten, frostgeschützten Lagerräumen noch weitere Wochen aufbewahrt zu werden. Die Verhältnisse sind für eine längere Lagerung für die kommenden Monate wesentlich günstiger wie in anderen Jahren, weil die Aepfelernte in llebersee außerordentlich knapp ausfällt, Deutschland also nicht wie in anderen Jahren mit der starken Uederschwemmung von dieser Seite her zu rechnen braucht, hierdurch schon dürfte sich eine größere Wirtschaftlichkeit der Obsteinlagerung ergeben. Der Reichsernährungsminister legt Wert darauf, daß der Waggonoersand unter Durchführung der eingeführten Kontrolle, soweit irgend möglich, durch- aesuhrt wird. Die Landesbauernschaft ist in der Lage, die Kontrolleure für diese Kontrolle zu stellen und dem Handel und dem Erzeuger damit zu dienen. Mit Rücksicht auf die ungleichen Auswirkungen des trockenen Sommers sehe ich davon ab, für die einzelnen Obstarten und -sorten Pflücktermine zu bestimmen. Die Vertrauensleute sind jedoch beauftragt, alle Obsterzeuger mir sofort zu melden, welche vor Eintritt normaler Pflückreife das Winterobst ernten. Gez.: Trui Gebietsbeauftragter für die Regelung von Gartenbauerzeugnissen. . ■! AG-Lehrerbnnd Gießen. Fachschaft 2 (höhere Schule). Zu Beginn der Sitzung am Mittwoch machte der Fachschaftsleiter einige Mitteilungen, denen wir folgendes entnehmen: Die Zeit des politischen Kampfes, der grundsätzlichen Auseinandersetzung und aufbauenden Organi- ation ist vorüber. Zwar wird die nationalsoziali- tische Gedankenwelt immer die Grundlage des ge- amten Unterrichts und der Facharbeit bilden, aber die politische Schulung liegt in der Hand des NSLB. als solchen, der als Gliedstelle der Partei das Primat in allen politischen Fragen hat. Aufgabe der Fachschaften ist es, die praktischen Folgerungen für ihr engeres Arbeitsgebiet zu ziehen. Jedes einzelne Mitglied hat persönlich mitzuarbeiten und sich gemäß den Richtlinien des Gaufachleiters die Frage oorzulegen: welche Sinndeutung erhält mein Fach von dem grundlegenden Gedankengut des Nationalsozialismus aus? Es ist nicht etwa so vorzugehen, daß man fragt: wie finde ich von meinem Fach aus, in dem im übrigen alles beim alten bleibt, den Anschluß an den Nationalsozialismus, wie schlage ich von meiner alten, mir lieb gewordenen und festgefügten Welt aus Brücken zu den neuen Ideen, sondern: wie wirb mein Fach vom Nationalsozialismus her aufgewühlt, gelockert, umgewälzt? Wie wirkt sich die neue Zielsetzung umbil- benb auf meine ganze Lehrtätigkeit, ja auf mich elbst als Lehrer aus? Waren die alten Ziele richtig, ober müssen sie preisgegeben, umgebaut, einem neuen, höheren Ziel bienftbar gemacht werden? Wie verhält es sich mit dem Stoss? Ist er umzu- ormen, zu erweitern, ober zu beschränken? Welche Methobe muß ich anroenben, um ben Stoff an die Kinder heranzubringen und sie dem vorgesteckten Ziel entgegenzuführen? Dieser dreifachen Aufgabe: Zielsetzung, Stoffgestaltung, Lehrverfahren ist die Arbeit der Fachschaften für die nächste Zeit gewidmet. Es wird dabei vorausgesetzt, daß das nationalsozialistische Ideengut zum festen Grundbestand der Erzieherwelt geworden ist. Doch wird das Studium grundlegender Schriften die pädagogische Einsicht vertiefen. Die kommenden Gesamtsitzungen der Fachschaft 2 werden in der Hauptsache der praktischen Auswertung der Facharbeit, der gegenseitigen Befruchtung der einzelnen Fachgebiete, sowie der Herausarbeitung verbindender Gesichtspunkte dienen. Die hier skizzierte Arbeit ist innerhalb der Gießener Kreisfachschaft bereits im Gang. Sie muß nur noch vertieft und schärfer auf die praktischen Ziele hin abgezweckt werden. Dabei hat sich gezeigt, daß mit der rein theoretischen Durchbenkung fachlicher Möglichkeiten noch nicht bas Letzte getan ist und daß die ganze, schwere Gedankenarbeit sozusagen in der Luft hängt, wenn sie nicht praktisch geprüft und am lebenden Modell durchgeprobt wird. So wie ein neues Exerzierreglement nur im Gelände mit der Truppe selbst erarbeitet werden kann, so muß sich auch die neue Unterrichtsform in der lebendigen Wirklichkeit bewähren. Die Fachschaft 2 wird daher dazu übergehen, Lehrproben auszuarbeiten und ganz konkret Schule zu halten, damit am anschaulichen Beispiel klar werde, worum es sich handelt, damit jeder einzelne Lehrer noch unmittelbarer in fein Arbeitsgebiet hinekngestoßen werde und die neue Idee leibhaftig Gestalt gewinne. Es wäre zweckmäßig, schon bei der nächsten Tagung mit solchen Vorführungen zu beginnen. Mitarbeitertagung der Deutschen Angestelltenschaft in Marburg. u t5orÄ9C.1} Sonntag hatte die Deutsche Ange- stelltenschaft ihre Mitarbeiter aus ben Unterbezw- ken Mtttel- und Niederhessen zu einer Tagung in die Stadtsale der Stabt Marburg eingelaben. 300 Teilnehmer aus ben verschobenen Ortsgruppen dieser Unterbezirke waren — so berichtet man uns — dem Rufe gefolgt, um dort Anweisungen für die Berufserziehungsarbeit des kommenden Win- terhalbjahres entgegenzunehmen. Im festlich geschmückten Saale eröffnete der Un- terbezirksleiter R o t h a a r die Tagung. Nach Begrüßung der Vertreter der Wirtschaft, der Partei, der Teilnehmer und des Bezirksleiters der Deutschen Angestelltenschaft, Pg. Stein, erteilte er diesem das Wort. Pg. Stein führte ben Mitarbeitern die Notwenbigkeit der Verbandsarbeit vor Augen. Kämpfer, schöpferische Menschen müssen denken können, d. h. sie müssen zur geistigen Hochleistung erzogen werden. Gerade weil das der Gesamtheit dienende Denken zugunsten eines Zweckdenkens in weitestem Umfang in Vergessenheit geraten war, einer wurzellosen asozialen Geisteshaltung Platz gemacht hatte, müssen wir uns daran erinnern, daß es zu diesem Gesamtdenken einer Folgerichtigkeit, eines Willens zur Meisterschaft bedarf. Diese Erziehung zur geistigen Hochleistung wird neben charakterlichen und körperlichen Ertüchtigungen unsere Aufgabe fein. Nachdem der Referent des Bezirksbildungsamtes zu der allgemeinen Ausgestaltung des Winter- Bildungsplanes grundsätzliche Ausführungen gemacht hatte, wurden die einzelnen Berufsgemeinschaften der Kaufmannsgehilfen, der Büro- und Behördenangestellten, der Techniker, der Werkmeister und der weiblichen Angestellten in Sonderberatungen erfaßt und hierbei die in Angriff zu nehmende Arbeit der einzelnen Berufsgemeinschaften besprochen. Die Bezirksreferenten der Fach- und Betriebsgruppen führten die Notwendigkeit der Facharbeiten für alle Berufsgemeinfchaften vor Augen. Der Leiter der Bezirksstellenvermittlung machte Ausführungen über die Notwendigkeit der Zusammenarbeit der Bildungsämter mit der Stellenvermittlung, denn jeder muß an den Platz gestellt werden, wozu er die höchsten Fähigkeiten besitzt. Der Appell, der zum Schluß von dem Bezirksleiter Pg. Stein an die Erschienenen gerichtet wurde und diese zur tatkräftigen Mitarbeit an der Gestaltung des Berufswissens der Zukunft auffor- berte, dürfte nicht nutzlos gewesen f.in, denn eine Reihe von Arbeitsplänen, die aus den Unterbezirken vorliegen, zeigt deutlich, mit welchem Eifer diese Pläne aufgestellt wurden und wie vielseitig die in Angriff zu nehmende Bildungsarbeit in dem Winterhalbjahr 1934/35 sein wird. Daten für Freitag, 7. September. 1533: Königin Elisabeth von England geboren (gestorben 1603); — 1654: der schwedische Staatsmann Graf Axel Oxenstjerna in Stockholm gestorben (geboren 1583); — 1838: der Nordpolfahrer Karl Weyvrecht zu König im Odenwald geboren (gestorben 1881). Bornonzen — Tages kalender für Freitag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Csardasfürstin". — Aquarien- und Zierfischverein: 9 bis 21 Uhr, Hotel Köhler, Werbeschau. — Der Gemeindetag der Lukasge- m e i n d e findet am kommenden Sonntag auf der „Liebigshähe" statt. Näheres siehe Anzeige. * ** Justizpersonalien. Auf Grund des § 5 des Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums vom 7. April 1933 wurden der Oberjustizinspektor in Gießen Ludwig Steller und der Bürobirektor beim Amtsgericht Worms Jakob Neff mit Wirkung vorn 1. September ab in die Stelle eines Oberjustizinspektors bei dem Amtsgericht Offenbach bzw. beim Amtsgericht Friedberg versetzt. ** Baulandumlegung. Eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei gibt in unserem heutigen Anzeigenteil Kenntnis von der Bildung eines Umlegungs-Ausschusses für die Baulandumlegung zwischen Wilhelmstraße, Aulweg und Wartweg. Der Ausschuß arbeitet unter dem Vorsitz von Bürgermeister Dr. Ham m. Näheres in der Bekanntmachung. — Eine weitere Bekanntmachung betrifft das Verzeichnis der für die Baulandumlegung in Betracht kommenden Grundstücke und Eigentümer. ** Das Ergebnis der Schweinezwi- fchenzählung. Bei der am 4. September in der Stadt Gießen und in der Gemarkung Schiffenberg durchgeführten Schweinezwi'schenzählung wurden insgesamt 561 Schweine gezählt. Unter diesen Tieren befinden sich 4 Zuchteber, 14 Zuchtsauen unter einem Jahr alt, 25 Zuchtsauen über 1 Jahr alt, 79 Ferkel unter 8 Wochen und 9 Schweine über 1 Jahr alt. — An Kälbern wurden im Juni 11, im Juli 13 und im August 9 geboren. ** Das Auto abgeholt. Das gestern morgen im Straßengraben zwischen Heuchelheim und Atzbach herrenlos angetroffene Personenauto ist gestern vormittag von dem Eigentümer abgeholt worden. Der Kraftwagen hatte am Abend vorher bei der Fahrt Schaden erlitten, durch den das Weiterfahren unmöglich geworden war- " ** Fllmvo?suhrvngen für die SchuleK im Lichtspielhaus. Gestern und heute besuchten die Schüler der Stadtschule, der höheren fiepranftalten und der Volksschulen der Orte Heuchelheim, Klein-Linden und Wieseck das Lichtspielhaus, um der Vorführung zweier Kulturfilme beizuwohnen. Im ersten Film wurde den Kindern ein neuzeitlicher Tiergarten gezeigt. Während in vielen zoologischen Gärten Die Tiere fremder Erdteile heute noch in engen Käfigen gehalten werden, zeigten die Bilder aus dem neuzeitlichen Tiergarten, wie wohl sich die Tiere in großen Gehegen fühlen, die ihren Eigenheiten und ihrem Leben nach der Natur angepaßt sind. Der zweite Film brachte Bilder aus der deutschen Nordsee. Von Hamburg mit seinen Hafenanlagen wurden die Besucher in Gedanken mit Dem Schiff vorbei an Cuxhaven und den Leuchtschiffen nach Helgoland geführt. Die Bilder von der Insel ließen u. a. erkennen, wie infolge des Schandvertrags von Versailles sämtliche Befestigungen völlig geschleift wurden. Weitere Bilder zeigten das Wattenmeer, Teile der Küste, vorgelagerte Inseln, Die interessanten Arbeiten Der staatlichen Biologischen Versuchsanstalt von Helgoland, die Fischdampfer, die schwere Arbeit beim Fang von Fischen aller Art und die Verwendung Der Fische. Beiden Filmen wurde größtes Interesse entgegengebracht. ** Fahrpreisermäßigungen der Reichsbahn zur Frankfurter Messe. Zur Frankfurter Messe vom 16. bis 19. September gibt Die Reichsbahn von allen Fahrkartenausgaben im Umkreis von 100 Kilometer um Frankfurt Sonntagsrückfahrkartn aus. Gültigkeit: Hinfahrt vom 15. September 12 Uhr bis 19. (September 24 Uhr; Rückfahrt vorn 15. September 12 Uhr bis 19. September 24 Uhr (Antritt Der Rückfahrt). Die Karten gelten nur dann zur Rückfahrt, wenn sie auf Der Rückseite von der Messekasse abgestempelt sind. Fahrpreis ab Gießen für Hin- und Rückfahrt 2. Klasse 5,20 Mark: 3. Klasse 3,60 Mark; bei Benutzung von Schnell- und Eilzügen ist außerdem Der tarifmäßige Zuschlag zu zahlen. Schnellzugzuschlag: 2. Klasse 1 Mark, 3. Klasse 0,50 Mark; Eilzugzuschlag: 2. Klasse 0,50 Mark, 3. Klasse 0,25 Mark. ** Pflichtanmeldung für Schokola« gen-, Kaffee- und Teespezialgeschäfte. Der Reichsverband Der SchokolaDengeschäftsinhaber Deutschlands (Schokoverband) macht alle ihm nicht als Mitglieder angehörenden Inhaber von Schokoladen-, Kaffee- und Teespezialgeschäften darauf aufmerksam, daß sie bis spätestens 15. September die Pflicytanmeldung entweder bei der zuständigen Kreisbauernschaft, oder bei der zuständigen Bezirksstelle des Refokei zu vollziehen haben. Für Mitglieder des Schokoverbandes erübrigt sich die Ein- zelanmeldung, da sie insgesamt bereits durch die Leitung des Schokoverbandes zur Refokei angemeldet worden sind. Eingesandt. (Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt Die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.) Zur Frage: Gefallenen-Ehrenmal in Gießen. In der letzten Woche erließ Herr Valentin Frey im Gießener Anzeiger Nr. 199 vom 27. August einen Ausruf zur Errichtung eines Denkmals unserer Gefallenen im Weltkriege. Der Einsender ist uns persönlich bekannt und wir können daher aus Erfahrung sagen, daß dem Einsender alle persönliche Ehrhuberei abgeht und daß sein „Eingesandt" aus reinem Herzen kommt. Es ist ausgeschlossen, daß hier ein Hervortreten einer Person vorliegt, Die gern eine Rolle in Der Öffentlichkeit spielen möchte. Wir fassen sein „Eingesandt" so auf, wie es gemeint war: einen Stein ins Rollen zu bringen, Der eigentlich schon längst am Ziele sein müßte. Gießen ist eine Stadt von nahezu 40 000 Einwohnern, ist Provinzialstadt, Kreisstadt, hat Garnison, Universität, Theater usw. Kommt man heute durch das kleinste Dorf in Den ärmsten ©egenDen, so sieht man mit besonderer Freude, daß überall der Helden in z. T. außerordentlich finniger Weise gedacht wurde und daß oft mit sehr schwachen Mitteln Gedenksteine, Heldenhaine und Anlagen errichtet sind, die in schönster Weise zeigen, daß die Pflicht Der Dankbarkeit Doch nicht überall ein leerer Wahn ist. Es sind in unserer Stadt zwei Denkmäler vorhanden: Das der 116er und das des Marinevereins. Die beiden Vereine sollen stolz darauf sein, daß sie eines solchen Mahnrufes nicht bedurften. Wir sind aber auch überzeugt, daß auch sie sich bei der Arbeit für ein künftiges Ehrenmal beteiligen werden. In Gießen gibt es eine ganze Reihe von Militärvereinen. Alle Gefallenen, die zu anderen Truppenteilen zählten und ihr Leben für Deutschlands Freiheit und Größe ließen, haben ebenso ihre heiligste Pflicht getan. Sie sollen und dürfen nicht Der Vergessenheit anheimfallen. Es ist uns schon gesagt roorDen, Daß Die Zeit zum Sammeln sehr schlecht gewählt ist. Das können wir unD mit uns Die meisten FelDsolDaten, Die Geschwister und Eltern der gefallenen Helden nicht anerkennen. Es soll ja, wie Der Einsender ausdrücklich betont, nicht eine Sammlung bevorzugter Mitbürger fein, die in der glücklichen Lage sind, auch heute noch größere Summen zu zeichnen, sondern der Einsender legt ja Die Technische Nothilfe ist ein Machtmittel des Staates. gerade den Hauptwert -auf Die kleinen Beiträge aller Volksgenossen, so wie es heute von Der überaus großen Mehrzahl Der Deutschen verstanDen wird. Es wäre nun doch das Richtige, wenn die Stadtverwaltung, die Behörden, Die Krieger-, Militär- und alle, alle Vereine den Gedanken des Ehrenmals für unsere Gefallenen in einer Versammlung zur Sprache bringen und die Berufenen zu einer internen Aussprache zusammentreten würden. Dort würden dann schon die Schritte beschlossen werden. Die unbeDingt getan werben müssen, wenn die Anregung nicht wieder einschlafen soll. Unsere Meinung ist Die: Zwanzig Jahre sind Zeit genug, es muß jetzt endlich etwas geschehen. Herr Valentin Frey hat sehr vielen aus Dem Herzen gesprochen und wir halten es für Pflicht aller Derer, Die Brüder, Söhne und Verwandte zu betrauern haben, nicht stillschweigend an dem Mahnruf vorbeizugehen. Die zahlreichen Frontkämpfer und Kriegsteilnehmer werden in Erinnerung Der unsäglichen ßeiDen, die der Weltkrieg mit sich brachte, derer gedenken, die nicht das Glück hatten, die Heimat wieder sehen zu dürfen und einem gütigen Geschick, das es Jo gut mit ihnen meinte, dadurch zu danken, daß sie sich an einer so ehrenhaften Sache mit Wort und Tat beteiligen. Das ist wahre Kameradschaft, die auch über das Grab hinaus lebt. Der Gedanke, den der Einsender ausspricht, darf nicht zur Ruhe tommem Mitbürger tut eure Pflicht! Verein ehemaliger. Pioniers Gießet Oberhessen. rSLahreGemeindehebamme in Beuern t ffl H° fS^W f 5 W Frau Marie Huber, geb. Sommerlad, konnte dieser Taae (wir berichteten schon kurz darüber) auf eine 25jährige segensreiche Tätigkeit als Hebamme in der Gemeinde B e u e r n zurückblicken. Gemeinderat in Schotten. K S ch o t t e n, 6. Sept. In seiner gestrigen Sitzung befaßte sich der G e m ei n d e r a't mit der Anlage der Zentralheizung im Finanzamtsgebäude. Der Firma Heinrich Imhof (Schotten) wurde der Zuschlag erteilt, da deren Angebot nach eingehender Prüfung als das annehmbarste angesehen wurde.— Das Ehrenmal auf der Warte wurde behandelt, eine Rückfrage soll über die Verwendbarkeit von Sand- bzw. Lungsteinen stattfinden. — Die Krankenhausrechnung für 1933, die mit einem guten Ueberschuß abschließt, wurde angenommen.— Der Voran schlag der Realschule für Rechnungsjahr 1935 wurde genehmigt. Landkreis Metzen. £ Wieseck, 7. Sept. Gestern ereignete sich bei der Grummeternte ein Unglücksfall. Eine Familie aus Wißmar hatte ihr Enkelkind mit. Dies kam so unglücklich unter den Wagen, daß ihm der Wagen über den Körper ging. Nach erster ärztlicher Hilfe wurde es in die Chirurgische Klinik Gießen gebracht. wg. Großen-Buseck, 6. Sept. Bei der Sammlung für das H i l f s w e r k „M utter und Kind" wurden durch die hiesige NS.-Frauenfchaft 135 Blumen verkauft. — Die NS. - Frauenschaft hielt dieser Tage eine Versammlung ab, in der die Führerin Frau Schneider über die Bereitung von Süßmost sprach. Sie gab an Hand praktischer Beispiele eingehend Aufschluß. Ihre Darlegungen fanden viel Anklang. Die Führerin erklärte sich bereit, bei ersten Zubereitungen helfend zur Seite zu stehen. — Durch das trockene Wetter nehmen die Feldmäuse sehr überhand. Da wegen der Feldbereinigung die Stoppeläcker noch nicht umgepflügt sind, vermehren sich die Nager sehr stark. Die Gemeinde hat nunmehr Gaspatronen beschafft und läßt Bekämpfungsmaßnahmen durchführen. — Durch das zahlreich austretende Rehwild wird an den Kleeäckern großer Schaden angerichtet. # Londorf, 6. Sept. Auf Befehl des Feuerwehrkommandanten trat gestern die Pflicht- feuerwehr zu einer Hebung an, zu der auch Kreisfeuerwehrinspektor B o u f f i e'r - Gießen und eine Abordnung der Grünberger Freiwilligen Feuerwehr mit der Motorspritze erschienen waren. Im Anschluß an die Vorführung der Motorspritze sprach Kreisfeuerwehrinspektor Bouffier über Zweck und Ziel einer Freiwilligen Feuerwehr und forderte zu deren Gründung auf. 36 Feuerwehrmänner erklärten sofort ihren Beitritt. Danach wird wohl in aller Kürze mit der Gründung einer Freiwilligen Feuerwehr zu rechnen sein. Man hofft, daß der gemeinnützige Plan allgemeine Unterstützung finden wird. * Bettenhausen, 7. Sept. Gestern gegen 18.30 Uhr ereignete sich hier ein Verkehrs- Unfall, der zum Glück noch glimpflich verlief. Als ein mit zwei Personen besetztes Auto aus Leipzig die ziemlich enge und steile Stelle unserer Ortsdurchfahrt passierte, kam aus einem schmalen Seitengäßchen der 14 Jahre alte Sohn des Lehrers Glück (Langsdorf) auf einem Fahrrad herausgefahren. Der Junge wurde an der sehr unübersichtlichen Straßenstelle von dem Auto erfaßt und kam im Handumdrehen auf den Kühler zu liegen. Zum Glück blieben aber die Verletzungen des Jungen nur leicht. Nach Lage der Dinge ist der Unfall durch einen unglücklichen Zufall entstanden. <5 Villingen , 6. Sept. Gestern wurde die älteste Einwohnerin unseres Ortes, Frau Marie Elisabethe Graf, geb. Zimmer, im Alter von 88 Jahren zu Grabe getragen, nachdem es ihr vergönnt gewesen war, 64 Jahre vereint mit ihrem Manne zu leben und die Silberne, die Goldene und die Diamantene Hochzeit zu feiern. Der überlebende Ehegatte steht im 90. Lebensjahre. Kreis Schotten. b. Schotten, 6. Sept. Die Ortsgruppe Schotten hielt in der Turnhalle ihren Schulungsabend ab. Volkstänze wurden vorgeführt, Harmonikaweisen erklangen, der BdM. trug mehrere Stücke vor, die Turner zeigten eine Musterriege. Alsdann hielt Oberforstmeister D e u st e r einen lehrreichen Vortrag über die Familie im neuen Staat. Die Familie muß die Keimzelle des neuen Staates bilden, sie muß sich ihrer Verantwortung gegenüber der Volksgemeinschaft stets bewußt bleiben. Eine Reihe von Parteimitgliedern wurde unter Überreichung des Mitgliedsbuches in Pflicht genommen. Zum Schluß wurde noch ein Lichtbildervortrag über Brandschadenverhütung gezeigt. * ßaubacf), 6.Sept. Gestern vollendete Herr Lehrer i. R. S pilger sein 8 6. Lebensjahr. Er ist einer der ältesten Einwohner Laubachs, war Jahre lang Mitglied des Kirchenoorstandes, dem er auch heute noch als Ehrenkirchenvorsteher verbunden ist. □ Laubach, 6. Sept. Am Mittwoch nachmittag tarnen aus Köln-Bickendorf 10 7 Mann Jungvolk im Alter von 8 bis 14 Jahren an, die von dem dortigen Amt für Volkswohlfahrt auf die Dauer von vier Wochen im gräflichen Kasinogebäude zur Erholung untergebracht wurden. Das Laubacher Jungvolk ließ es sich nicht nehmen, mit seinem Trommlerkorps die Gäste vom Bahnhof bis in das Quartier zu führen. Gegen abend fand die feierliche Flaggenhifsung statt, bei der Bürger- eifter Högy namens der Stadt Laubach und Pg. Otto Braun im Auftrage der hiesigen Ortsgruppe der NSDAP, die Jungens willkommen hießen. Für die herzliche Aufnahme dankte der Vertreter der NSV. Amt Köln-Bickendorf Pg. Andre. Die Feier fand mit dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes ihr Ende. Kreis Alsfeld. I Alsfeld, 6. Sept. Am Dienstagabend fand im Gasthaus hessischer Hof" eine Mitgliederversammlung des neugegründeten Stützpunkts Alsfeld im Deutschen Luftsportver- band, Landesfliegergruppe VII Südwest, statt. Ortsgruppenleiter Kimmel wies auf die Bedeutung des deutschen Luftsports hin, der mit allen Kräften gefördert werden müsse. Das deutsche Volk dürfe nicht eher ruhen, bis es wirklich ein „Volk von Fliegern" geworden fei. Durch gründliche und unermüdliche Werbetätigkeit ist es in wenigen Wochen gelungen, in Alsfeld nahezu 40 Flugsportanhänger für die Mitarbeit an dem neuen Stützpunkt zu gewinnen. Schon in allernächster Zeit soll mit dem Bau von Modellen und mit dem Bau eines Schul-Segelflugzeuges in der zur Verfügung gestellten Werkstätte begonnen werden. Fluglehrer Neuhaus gab feiner Freude darüber Ausdruck, daß nunmehr auch in Alsfeld eine Heimstätte für den Luftsport geschaffen worden sei und wünschte der neuen Gründung erfolgreiches Wirken zum Segen des deutschen Vaterlandes. Sodann gab der Vortragende einen fesselnden Ueberblick über den geschichtlichen Werdegang des Flugwesens und des Segelflugsports. Für die Uebungsflüge des Alsfelder Stützpunktes ist der Hang des in nächster Nähe der Stadt gelegenen Münchebergs in Aussicht genommen, der von fachmännischer Seite für sehr geeignet befunden worden ist. n. Flensungen, 6. Sept. Gestern abend versammelte sich die hiesige NS. - Frauenschaft im Schulsaale, wo die Führerin, Frau Fischer, den Frauen die Mitgliedskarten überreichte und die Verpflichtung auf den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler vornahm. Anschließend hielt Stützpunktleiter Pg. Münch eine kurze Ansprache. Die Versammlung schloß mit Sieg-Heil-Rufen auf den Führer und mit dem gemeinsamen Gesang des Horst- Wessel-Liedes und des Deutschlandliedes. Tierprämiierung in Nidda. Nidda, 6. Sept. Mit dem am Montag hier abgehaltenen Herbstmarkt war gleichzeitig eine Prämiierung her auf getriebenen Tiere verbunden. Eine Ziegenprämiierung wurde auf Veranlassung des Kreisziegenzuchtvereins Büdingen ebenfalls 'durchgeführt. Es waren zahlreiche Ehrenpreise in Form von praktischen Gegenständen gestiftet worden. Außerdem gelangten Geldpreise zur Verteilung. Die Prämiierungen zeitigten folgende Ergebnisse: hessisches Fleckvieh. Bullen, 15 bis 24 Monatealt: 3. Preis: Hch. Ulrich, Ober-Widdersheim. Anerkennung: Karl Stein, Wallernhausen. Rinder, 15 bis 24 Monate alt: Ehrenpreis: Rod. Weitz, Heuchelheim. 2. Pr.: Karl Dietz, Rabertshausen. 3. Preise: Adolf Beutel, Theodor Luft, Wallernhaufen; Karl Eifer, Borsdorf. Rinder, erkennbar tragend: Ehrenpr.: Karl Gambach, Ober-Widdersheim. 2. Preis: Rob. Weitz, Heuchelheim; Otto Jäger, Ulfa. 3. Pr.: Adolf Diehl, Geiß-Nidda; Adolf Beutel, Wallernhaufen. Anerk.: Otto Nieß II., Wallernhaufen; Rich. Waltyer, Dauernheim; Inifp. Grauer, Haubenmühle; derselbe. Kühe mit 1 bis 2 Kälbern: Ehrenpreis: Karl Strauch II., Borsdorf; Friedr. Karl Schäfer, Reichelsheim. 1. Preis: Rich. Naumann, Dudenrod. 2. Preis: Louis Diefenbach II., Albert Pointeau, Borsdorf; Insp. Grauer, Haubenmühle. Kühe mit drei und mehr Kälbern: Ehrenpr.: Friedr. Karl Schäfer, Reichelsheim; Rich. Naumann, Dudenrod; Heinr. Lohfink, Bingenheim. 2. Preis: Theodor Luft, Wallernhaufen; Inspektor Grauer, Haubenmühle; Otto Döll II., Borsdorf. 3. Preis: Albert Pointeau, Borsdorf. Familien: Ehrenpreis: Frdr. Karl Schäfer, Reichelsheim. 3. Preis: Rich. Naumann, Dudenrod. Anerkennung: Insp. Grauer, Haubenmühle. Vogelsberger Rotvieh. Rinder, 15 bis 30 Monate alt: 2.Pr.r Hch. Reinhardt, Nidda. 3. Preis: Karl Strauch II., Borsdorf. Rinder, erkennbar tragend: 1. Preis: Rod. Laubach, Ober-Mockstadt. 2. Preis: Rich. Deckmann, Fauerbach. 3. Preis: Eugen Noll, Unter- Lais. Anerk.: Hch. Laubach, Ober-Mockstadt. Kühe mit 1 bis2Kälbern: 2. Preis: Rob. Laubach, Ober-Mockstadt. 3. Preis: Heinr. Laubach, Ober-Mockstadt. Anerk.: Heinr. Laubach und Rob. Laubach, Ober-Mockstadt. Kühe mit drei und mehr Kälbern: 1. Preis: Hch. Laubach, Ober-Mockstadt. 2. Preis: Herrn. Müller, Fauerbach; Karl Strauch II., Borsdorf; Hch. Laubach, Ober-Mockstadt; Louis Diefenbach II., Vorsdorf. 3. Preis: Karl Lamp, Kohden; Rob. Laubach, Ober-Mockstadt; derselbe; derselbe; Eugen Noll, Unter-Lais. Anerkennung: Rob. Laubach, Ober-Mockstadt; Karl Strauch II., Borsdorf. Familien: Ehrenpreis: Hch. Laubach, Ober- Mockstadt. 1. Preis: Rob. Laubach, Ober-Mockftadt. 5iegen-prämiierung. Ziegen, 1 Jahr alt:l. Preis: F. Appel, Borsdorf und H. Ulrich, Ober-Widdersheim. 2. Pr.: K. Schmidt, Borsdorf. 3. Pr.: K. Rühl, Michelnau; K. Müller, Nidda; W. Pfeffer, Borsdorf und G. Kreuder, Nidda. Ziegen, 2 Jahre alt: 2. Preis: K. Zörr, Nidda. Ziegen, 3Iahre alt unb alter: 1. Pr.: K. Schmidt, Borsdorf. 2. Pr.: F. Appel, Borsdorf, und K. Hofmann II., Ober-Widdersheim. 3. Preis: K. Reitz und K. Müller, Nidda. Mutterlämmer: 1. Preis: A. Bauer, Ober- Mockstadt. 2. Preis: W. Geist, Ober-Widdersheim und G. Kreuder, Nidda. 3. Preis: K. Zörr, Nidda; H. Knaus, Borsdorf. Anerkennungen: H. Knaus und W. Pfeffer, Borsdorf. — Außerdem wurden durch das Tierzuchtamt Gießen 3 Ehrenpreise überreicht, und zwar an F. Appel, Borsdorf, H. Ulrich, Ober-Widdersheim, und K. Schmidt, Borsdorf. Preußen. Zubiläumsziegenschau des Kreisziegenzuchtvereins Wetzlar. Ehringshausen, 6. Sept. Der Austrieb der Tiere zur 10. Jubiläums-Ziegenschau des Kreisziegenzuchtvereins Wetzlar begann zu früher Stunde, so daß bald mit dem Richten begonnen werden konnte. Als Preisrichter walteten Balthasar Philipp aus Watzenborn-Steinberg und Direktor Irautmann aus Wetzlar ihres Amtes. Nach Mittag versammelten sich die Vereinsmitglieder, Preisrichter, Gäste und Freunde der Veranstaltung im Gasthof Hoffmann. Gemeindeschulze Nell (Ehringshausen) begrüßte die Erschienenen und Direktor Trautmann erstattete Bericht über das Ergebnis der Schau. Tierzuchtinspektor Dr. Tor- n e b e ermahnte bie Vereinsmitglieder zu weiterer tätiger Mitarbeit; Obersekretär Kunz erstattete einen anschaulichen Bericht über bie Entwicklung des Vereins. Zum Schluß bankte der Vorfitzenbe Albert Engel nochmals allen Erschienenen für ihre Mitarbeit unb nahm bie Preisverteilung vor. Gleichzeitig mit bem Jubiläums-Ziegenmarkt fanb auch ein Viehmarkt statt. Der Schafmarkt war ziemlich ausverkauft. Der Auftrieb hätte reichlicher sein bürfen. Der Viehauftrieb war gering, ber Verkauf sehr schleppenb, so baß Ueberftanb verblieb. Sechs bis acht Wochen alte Ferkel wurden mit 14 bis 15 Mark abgegeben. Ergebnisse der Prämiierung. A. Formenwettbewerb. Ziegenböcke, über 3 Jahre alt: Gemeinde Hörnsheim 1. Preis, Gern. Werdorf 2. Pr., Hermann Leib, Atzbach, und Gern. Ehringshausen 3. Preis. Ziegenböcke, 2 bis 3 Jahre alt: Gemeinde Burgsolms 1. Pr., Gern. Klein-Altenstädten 3. Preis. Ziegenböcke, 1 bis. 2 Jahre alt: Gemeinde Burgsolms 1. Pr., Hermann Leib, Atzbach, 2. Pr., Gern. Aßlar und Gern. Leun 3. Preis. Ziegen, über 3 Jahre alt: Friedrich Hofmann, Ehringshausen, Karl Franz, Hochelheim, 1. Pr., Friedrich Jung, Hochelheim, Wilhelm Lang II., Hörnsheim, Fr. Mack VII., Hochelheim, 2. Pr., Walter Betz, Ehringshausen, Friedrich Hofmann, Ehringshausen, Georg Weber, Hörnsheim, 3. Pr., Anton Ohly, Hörnsheim, Wilh. Kuhl, Hörnsheim, Hch. Hofmann, Ehringshausen, 4. Pr. Ziegen, 2 bis 3 Jahre alt: Heinrich Bopf 1. Pr., Georg Hedrich und Albert Engel 2.Pr., Philipp Paul 3. Pr. (sämtlich Hörnsheim), K. Neuweger, Ehringshausen, 3. Pr., Hch. Volk I., Hörnsheim, 4. Preis. Ziegen, 1 bis 2 Jahre alt: Gg. Hedrich, Hörnsheim und Fr. Zörb, Lützellinden 1. Pr., Alb. Engel, Heinr. Bopf (beide Hörnsheim), Fr. Kahn, Aßlar, 2. Pr., Frdr. Jung, Hochelheim, Ph. H. Kreuter, Aßlar, und Wilh. Kreuter, Ehringshausen, Z e i t z i e g e n : Karl Franz, Hochelheim, 1. Pr., Jak. Lind, Hörnsheim, 2. Pr., Friedrich Schmidt, Ehringshausen, 3. Preis. INilchleistungswettbewerb. Gg. Weber, Hörnsheim, 1. Pr., Friedr. Jung, Hochelheim, 2. Pr, Anton Ohly, Phil. Paul (beide Hörnsheim), 3. Preis. In den Reihen der Bock- und Mutterlämmer fand sich zum Teil sehr gutes Materil, das auch entsprechend prämiiert wurde. ♦ Kreis Wetzlar. <£ Wißmar, 6. Sept. Für die Zeit der Ernte wurden vom Gemeinderat die Einwohner Albert Mattern und Heinrich Leib zu Ehrenfeldhütern ernannt. Förster Kleinschmidt wurde mit Wirkung vom 1. August dieses Jahres ab endgültig angestellt. Der als Notstandsarbeit im Zuge des Umlegungsverfahrens durchgeführte Ausbau des Hauptwirtschaftsweges ist soweit vorangekommen, daß nunmehr mit den Walzarbeiten begonnen werden kann; die Straße wird in Kürze für den Verkehr freigegeben. Zur weiteren Verminderung der Arbeitslosigkeit sollen der Verbindungsweg von Wißmar nach Crumbach in Länge von 4 Kilometer, der Verbindungsweg von Wißmar nach Salzböden in Länge von 5 Kilometer und der Erlenbachtalweg als Notstandsarbeit ausgebaut werden. Ferner sind eine Teilkanalisation innerhalb des Ortes und die Entwässerung der Erlenbachtalwiesen vorgesehen. Amtseinführung des Oberbürgermeisters in Worms. LPD. Worms, 6. Sept. Im festlich geschmückten Stadtratssitzungssaal erfolgte durch Kreisdirektor Kreisleiter Otto Schwebe! die feierliche Einführung des neuen Oberbürgermeisters oer Stadt Worms, Bartholomäus, bisher Beigeordneter der Stadtverwaltung Gießen. T re 1 •--7o Ma ~;V;Z V:' SCHWARZ WILDLEDER - DIE GROSSE H ERBST MODE ! mit echt Schlangt garniert mit klein geschweiftem Absatz weiß unterlegt xl weiß gesteppt Scftiift^aus$)aTie-9iejien-^eUersiDe^81 die Mode von morgen, Garnitur echt Schlange mit Lack und imit Eidechs- Garnitur NEUE HERBSTMODELLE in noch nie dagewesener Auswahl alle ein getroffen 5123 A Der Deiriebsaufwand -er deutschen Landwirtschaft. Das Statistische Reichsamt veröffentlicht im zweiten Augustheft von „Wirtschaft und Statistik" eine Schätzung der für die Betriebsführung wichtigen Ausgabeposten der deutschen Landwirtschaft. Diese als Versuch einer volkswirtschaftlichen Gesamtschätzung bezeichnete Arbeit bietet einen sehr bedeutsamen Einblick in die Struktur und die Veränderung des Produktionskostenaufwands der Landwirtschaft. Hiernach waren vom Wirtschaftsjahr 1928/29 bis 1932/33 die Betriebsausgaben der Landwirtschaft von 8 Milliarden auf 5,25 Milliarden RM. oder um 35 Prozent eingeschränkt worden. Am st ä r k st e n waren die Einsparungen bei den Ausgaben für neue Maschinen und Geräte mit 62 Prozent und für Neubauten mit 50 Prozent; der Menge nach betrug der Rückgang bei diesen beiden Posten 56 und 32 Prozent. Am gering st en waren die Einsparungen bei den urdnittelbar ertragsteigernden Ausgaben für Düngemittel. Obgleich die Landwirtschaft den Bezug an gewerblich erzeugten Betriebsmitteln der Menge nach um etwa 0,25 drosseln mußte, hat sich die Menge der zum Verkauf gelangenden Produkte um 7 bis 8 Prozent erhöht. Soll diese Leistung aber aufrechterhalten bleiben, so müssen die zurückgestellten Betriebsaufwendungen in absehbarer Zeit nachgeholt werden. Bereits im Jahre 1933/34 hat die Landwirtschaft die Ausgaben für gewerblich erzeugte Betriebsmittel um rund 16 0 Millionen R M. steigern können. Der Menge nach ist der Betri e b s a u f w a n d um 10 Prozent gestiegen. Im Gegensatz hierzu sind die Ausgaben für Futtermittel ausländischer Herkunft auch im letzten Wirtschaftsjahr weiter zurückgegangen. Sie lagen 1933/34 um 60 Prozent niedriger als 1928/29; der Menge nach wurden rund 45 Prozent weniger an Auslands- suttermitteln verbraucht. Trotz dieses Ausfalls hat sich die Leistung der Viehwirtschaft bei steigender Eigenerzeugung an Futtermitteln erhöht. Die der landwirtschaftlichen Bevölkerung für Konsumgüter (Hausrat, Kleidung usw.) zur Verfügung stehenden Geldmittel sind schätzungsweise von 4,3 Milliarden RM. im Jahre 1928/29 auf 2,25 Milliarden RM. im Jahre 1932/33 g e - fünfen. Das bedeutet eine Schrumpfung der Kaufkraft der Landwirtschaft für Konsumgüter um rund 25 Prozent. Im Jahre 1933/34 haben sich die Absatzmöglichkeiten für Derbrauchsgüter an die landwirtschaftliche Bevölkerung bereits wieder merklich gebessert. Keine Neugründung von Geldinstituten sowie Errichtung von Zweigstellen. Berlin, 6. Sept. (DNB.) Angesichts der Uebersetzung im Kreditgewerbe, die zu schweren Unzuträglichkeiten für die deutsche Wirtschaft geführt hat, hat es sich als erforderlich erwiesen, Neugründungen im Bankgewerbe zu begrenzen.'Zu diesem Zweck ist eine Verordnung erlassen worden, die die Neugründung von Geldinstituten, sowie die Errichtung von Zweigstellen allgemein untersagt. Die Sperre ist zeitlich begrenzt; sie soll mit einer allgemeinen Regelung des Zulassungsverfahrens im Bankgewerbe, spätestens aber am 31. Dezember 1936 enden. Ausnahmen von der Gründungssperre können in dringenden Fällen vom Reichswirtschafts- minifter und, wenn es sich um landwirtschaftliche Kreditgenossenschaften handelt, vom Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft bewilligt werden. „Tag des NSKK" verschoben. Berlin, 6. Sept. (DNB.) Die Prefsestelle des NSKK. teilt mit: Der für Sonntag, den 2 3. September, in den verschiedenen Teilen des Reiches als „Tag des NSKK." festgesetzte NSKK.-Aufmarsch wird im Hinblick auf die sich durch Zusammenfassung von Motor- SA. und NSKK. zu einer selbständigen Gliederung der Bewegung ergebenden organisatorischen Maßnahmen abgesagt und bis zum Frühjahr 1935 verschoben. Der Führer beglückwünscht einen verdienten Schuhtruppenkommandeur. Der Führer und Reichskanzler hat dem General Zimmermann in Hanau a. M., dem letzten Kommandeur der Schutztruppe in Kamerun, zu seinem 7 0. Geburtstag am 7. September folgendes Telegramm zugehen lassen: Zu Ihrem 70. Geburtstage spreche ich Ihnen in dankbarer Anerkennung Ihrer vaterländischen Verdienste, insbesondere Ihrer hervorragenden Leistungen als Kommandeur der Schutztruppe in Kamerun, meine herzlichsten Glückwünsche aus. Adolf Hitler. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag gefchlosfen. Rrmdfrmkyrogrümm. Samstag, 8. September. 5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. 8.15 bis 8.35: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.10: Schulfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.20: Mittagskonzert II. 13.50: Nachrichten. 22.40: Leichtathletische Europameisterschaften. 14: Mittagskonzert III. 14.30: Quer durch die Wirb, schäft. 15.10: Lernt morsen! 15.30: Fröhliches Wochenend! 16: Nachmittagskonzert. 18: Stimm- der Grenze. 18.20: Wochenschau. 18.35: Stegreifsendung. 19: Blaskonzert. 20: Nachrichten. 20.05:" Saarländische Umschau. 20.15: Von Königstein i. T.t Aus dem Burghotel: Lustiger Abend. 22.20: Nachrichten. 22.35: Nachrichten aus dem Sendebezirk.- Gewinnauszug 5. Klaffe 43. Preußisch-Süddeutsche (269. Preuß.) Staats-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 24. Ziehungstag 4. September 1934 3n der heutigen Vormitlagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 5000 M. 325782 295622 14 Gewinne zu 3000 TL 158180 254475 310558 352735 354754 392407 127874 20 Gewinne zu 2000 TL 33403 55676 155331 189985 231982 262720 280208 394826 349104 30 Gewinne zu 1000 TL 3197 22229 72211 94019 94521 141253 173746 226956 240939 269660 357488 366236 380353 382309 241414 88 Gewinne zu 500 TL 173 1186 19747 23613 27927 43083 62332 64347 72452 86474 86757 94718 99276 103994 107292 115085 119710 136553 149962 159486 171183 172846 182418 224095 239749 240512 255651 275514 283465 295964 302941 304947 311027 336470 336483 345041 349181 357215 364315 366163 369159 370448 371447 367396 350 Gewinne zu 300 M. 1617 2423 6220 9217 9514 11913 13465 19570 21446 22584 28321 29844 33565 36592 37280 41600 41936 42454 45230 45358 56901 56985 60572 62877 62972 63838 67162 67782 68326 70003 74646 78742 84314 84480 84696 86473 95933 103335 104187 106208 110130 110776 111849 113630 114312 114584 115349 115457 118157 119811 120419 121950 124123 124663 126501 127241 128071 131099 134975 135505 136971 133909 139478 140369 141726 143894 144442 144460 144943 147254 149036 149587 152261 152384 153465 160160 160890 162928 170737 172655 172833 174781 177254 178032 178534 178539 179449 179543 179950 182056 183387 183906 188268 190763 191698 192489 194740 194973 197941 198533 199552 200611 203605 205417 205618 206353 206910 211874 218573 224625 225338 225403 226655 227671 237710 245132 250638 254251 255823 255921 264451 265313 271485 273008 273048 275212 284014 284045 284338 286171 286292 287305 289105 289742 293889 295566 297880 305581 305582 306129 306591 308786 310249 310882 311524 312059 317425 318461 318939 319968 324509 331949 335542 342479 351566 351630 351885 370693 370786 371717 373188 374642 377932 378129 379190 379744 382635 387288 389325 391578 398229 398498 398526 399170 393069 Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 4 Gewinne zu 5000 TL 17786 212920 344753 243737 6 Gewinne zu 3000 TL 17630 56862 12 Gewinne zu 2000 TL 128309 230197 257494 334373 336543 _____ _____ 28 Gewinne zu 1000 TL 4993 15649 22433 26475 60433 101804 102606 236214 260712 269547 282438 324440 328783 380327 80 Gewinne zu 500 TL 4178 15458 26769 67123 71195 88241 116546 119948 126200 133378 147272 150657 174440 189439 200334 202686 212992 221497 224269 230953 232596 235366 239726 241391 244147 245384 279473 311152 315296 319903 345732 346112 357076 359984 360847 361198 362482 383286 394808 396068 300 Gewinne zu 300 TL 893 5026 6309 7893 8449 12439 16154 18079 18640 21454 22865 23924 25301 26603 28157 29950 34383 34994 36860 38651 49357 50102 53635 54303 58044 63976 65180 71083 71323 72833 81566 81635 82658 84499 91856 92627 96833 98892 107327 113331 113362 114950 115814 117568 117822 118334 118967 124739 126987 129147 132071 143432 151461 151838 152126 155647 156493 156768 158053 158699 159488 159830 160999 175796 176081 176833 178869 183870 184685 186437 187596 189023 191847 195541 196324 198123 198944 199153 200560 203440 213144 216438 216896 223366 223895 224262 226467 226797 229025 236499 238765 241229 242190 247452 249067 251067 256668 258813 259090 263378 265152 267319 268372 268797 273273 275000 282419 284555 285762 288208 288678 290730 295234 299053 302003 302342 305314 305689 309218 314730 317423 321937 323561 329025 333389 333391 337326 340920 344194 345028 346085 351060 351355 357804 369585 374020 377795 379331 379720 382961 384768 387866 389101 390142 393372 393598 395641 396909 399074 399135 20 Tagesprämien. Auf jede gezogene Nummer sind zwei Prämien zu f< 1000 RM gefallen, und zwar je eine auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II: 70642 95869 100844 105530 133937 139092 142554 171320 292628 354282 Im Gewinnrade verblieben: 120 TageSprämien zu 1000 M. ferner 2 Gewinne zu 1000000, 2 zu 300000, 2 zu 20000, 8 zu 10000, 40 zu 5000, 66 zu 8000, 160 zu 2000, 824 zu 1000, 802 zu 500, 8296 zu 800 M. Am 6. September entschlief nach kurzem Krankenlager Obergrenadier Kurt Autor im Alter von 23 Jahren. Die Kompanie verliert an ihm einen tüchtigen, bis zur letzten Minute pflichtbewußten, begeisterten Kameraden, dem die Kompanie stets ein ehrenvolles Andenken bewahren wird. Im Namen der 1. (Hess.) Grenadier-Kompanie 15. Inf.-Regt I. V.: Twellmann, Leutnant Gießen, den 6. September 1934. 5176 D 04333 Großen-Linden, den 6. September 1934 Die Beerdigung findet Samstag, den 8. September, nachmittags 37a Uhr, vom Sterbehause Frankfurter Straße 1 aus statt Todesanzeige Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, daß unsere liebe Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Urgroßmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Frau Elisabeth Schmidt, geb. Menges Wwe. des verstorbenen Hilfsbürodieners Ph. Schmidt gestern abend 61/* Uhr im 84. Lebensjahre sanft entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen WFD RE DRUCKSACHEN ■■ ™ S* Km Brühl'sche Druckerei Graue Orfa Haorfqrbe-Wiederherfhiler | Einfache Anwendung^™ Sichere Wirkung FL 1.80 extra stark Drogerie Wlnterhoff,Kreuzplatz 10 I art. E. Koch & Sohn, SelterswegTo Seme Steimrasen- W Sllsgr. (Biegen 1. Eröffnung unserer Winterlehrgänge durch ein großes Familienfest: lOOWnutenMounl am samotag, 8. September, auf der „Karlsruhe", Beginn 20 Uhr. 2. Unser WM-WWg und unsere sonsiig. eedlgmge beginnen am Montag, dem 10. 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