lr die iC R i mö9i.NiiiS -:K- billig. 6,1 crfal1 inK) ' ’ÄY >*WÄ» SZ KL "ft;,,* ,ef bwn Ö 2S«wU?k . e. ^usanges,, verfallenen an? , er Räuber h- mönr Wehten, iljtni eU5fem*!* !?Allferch der? «1 der beibfr Wen um Som, ■ Der Räuber ®er^n konnte', fern. Die poljze^ er Urtoffioit ^ng Ihrer ^efkostenauskuri 'wag wird m glichen Derhäd ehend burd)fprec. nn ollaemeinen ümer Maßnahme 9■ ck. Die Tatsache, baß Oberst Beck nicht nach Äms komme unb baß bie polnische Regierung i. ch nicht auf bie letzte französische Rote antworten werbe, bevor b i e S a a r- hoa g e vollkommen gelöst sei, beweise, baß d:s beutsch'polnische Abkommen auf g ßerst festen Füßen stehe. Außenminister Lüval habe aber trotzbem festes Vertrauen trf einen glücklichen Ausgang ber eingeleiteten Lihanblungen. MM Bericht fertiggeffeOt Die Garantieerklärungen Deutschlands und Frankreichs überreicht. 55enf, 4.Dez. (DRV.) Der Vertreter des Deut- se?n Reiches in Gens Konsul Dr. Krauel hat am k?nstagnachmittag entsprechend den in Rom ge- ftflffenen Vereinbarungen dem Vorsitzenden des §2 arausfchusses Baron Aloifi zwei Briefe ins Reichsauhenministers übergeben, die Rügelungen in ber $aran(iefrage ent- jcSten. In gleicher Weife hat der ftanzösische Außen- nnifter Laval am Dienstagnachmittag Baron Ibolfl eine in den meisten Punkten gleichlau- icmbefranzosischeGarantieerklärung il-rgeben. Der gesamte Bericht des Dreierausschusfes ist in te Dienstagsihung des Dreierausfchusses n o ch - Bills durchberaten und, soviel man hört ttlbgültig fertiggestellt worden. Man rech- to mit ber Veröffentlichung dieses Berichtes am Hlttrood). Kritik an Laval. Betteleien chauvinistischer Blätter in Paris. Baris, 5. Dez. (DNB.-Funkspruch.) Genf feit wieder im Vordergrund des Interesses der icnzösischen Oeffentlichkeit. Die Morgenblätter be» sis^n sich vornehmlich mit der Sa ar frage, hixf) die der südslawisch-ungarische Zwischenfall sorge getroffen werden, daß auch noch bei Beginn der Vollstreckung oder während ihrer Durchführung der Schuldner sich auf die Schutzvorschrift berufen kann. Deshalb kann der Gerichtsvollzieher die Vollstreckung bis zur Entscheidung des streckungsgerichtes a u f s ch i e b e n. Verbraucherschuh bei der Fleischpreisgestattung. Berlin, 4. Dez. (DRB.) Der Reichskommiss^ für Preisüberwachung hat die Ueberwachungsstellei angewiesen, dafür Sorge zu tragen, daß die heu. Ligen Preise für Fleisch und Fleisch,, waren unter keinen Umständen erhöHz werden. Falls die zur Preisfestsetzung befugtem Stellen heute geltende, örtliche Preise ffir solche Waren für überhöht halten, so hat eir<. Ab-änderung der Preise im Einvernehmen nti dem Reichskommissar für die Vieh-, Milch, uitz Fettwirtschaft zu erfolgen, der seinerseits im vernehmen mit dem Preiskommissar handett. Preisnotierungen f ü r Lebendvi,^ werden im übrigen so geregelt, daß sie d e n K l e ii. Verkaufspreisen entsprechen. Die Fle, scher haben es in der Hand, lieber preife für Lebend vieh nicht zu bewilligen. 1861 zuerst versucht, so etwas wie verfassungsge* mäße Instanzen zu schaffen, aber erst durch eint Akte vom Jahre 1909 wurde verheißen, sie weitet auszubilden, und 1917, also mitten im Kriege, fagit der damalige Staatssekretär für Indien eine „allmähliche Entwicklung selbstregierender Körperschaften" zu. Rach dem Simon-Bericht hat jetzt nach neunzehn Monaten Beratung das Joint Select Committee einen Bericht fertiggestellt. In dem ft* mitee saßen die hervorragendsten Vertteter des fa tischen Imperialismus: Drei ehemalige Vizekö^ von Indien, drei ehemalige Staatssekretäre fiir> dien, drei ehemalige Unterstaatssekretäre für vier Mitglieder des Simon-Komitee, sechs MO« der einer Studienkommission für Indien und |iR* lich zwei Mitglieder des Unterhauses, die jahrelang die indischen Angelegenheiten behandelten. D" Komitee ist außerordentlich sorgfältig zu Werke flf bleibt. Eine solche Verpflichtung würde formal auch für den Fall wirken, daß der Rückstand aus U n - g l ü ck s f ä l l e, wie z. B. Krankheit zurückzuführen ist. Aehnliche Fälle sind bei Abzahlungsgeschäften denkbar. Das Gesetz zur Verhütung mißbräuchlicher Ausnutzung von Dollstreckungsmöglichkeiten gibt nun dem Vollstreckungsgericht die Ermächtigung, auf Antrag des Schuldners Dollstreckungsmaßnahmen, die eine dem gesunden Volksempfin- den gröblich widersprechende Härte darstellen würden, zu unterbinden oder aufzuschie- den. Da die Berücksichtigung des Schutzbedürfnisses des Gläubigers ausdrücklich angeordnet ist, ist für eine mißbräuchliche Ausnutzung durch böswillige Schuldner kein Raum. Ob das Gericht die Vollstreckung ganz oder teilweise unterbindet oder nur teilweise aussetzt, ist seinem pflichtgemäßen Ermessen überlassen. Da die Vollstreckung gerade durch einen plötzlich beim Schuldner eintretenden R o t st a n d Provokation des Deutschtums. Memel, 4. Dez. (DRB.) Der neu ernannte Präsident des Direktoriums, Jürgis Pruvelaitis, hat am Dienstagnachmittag sein Direktorium gebildet. Er hat zu Landesdirektoren die beiden Mitglieder der memelländischen Landwirtschafts- Partei, Besitzer Ludwig B u t t g e r e i t aus Ruß, M. d. L., und Besitzer Marttn G r i g a t aus Sonaten, sowie den Gouvernementsrat Dr. Martin Anisas berufen. Wie aus zuverlässiger Quelle verlautet, wird der Landtag schon für die nächsten Tage einberufen werden. Die beiden sogenannten Mitglieder der Landwirt- schaftspartei sind Männer, von denen man bisher gar nichts oder nur wenig Rühmliches gehört hat. Grigat hat sich schon früher, so gelegentlich der Auflösung einer Landwirtschaftskammer im Memelgebiet, mißbrauchen lassen und erfreut sich keines guten Rufes im Memelgebiet! Buttgereit dürfte sich aus durchsichtigen Gründen, vermutlich unter wirtschaftlichem Druck haben gewinnen lassen, da es ihm außerordentlich schlecht geht. Er dürfte außerdem keineswegs die geistigen Fähigkeiten besitzen, die ihn für den Posten eines Landesdirektors geeignet erscheinen lassen. In unterrichteten Kreisen hält man es für völlig ausgeschlossen, daß die memelländi- chen Parteien bereit sein werden, einem olchen Direktorium das Vertrauen auszu- prechen. Die memelländischen Parteien können und müssen nach dem Statut fordern, daß sie den Präsidenten des Direktoriums stelleil Jetzt führt der Exponent der kleinen litauisch,,! Gruppe, die nur fünf von 29 Abgeord- neten des Landtages hat, das Präsidium. neu hinzugekommene vierte Direktor, Dr. Anisa, ist überhaupt nicht Memelländer, so» dern Großlitauer. Die Memeler Blätter veröffentlichen die Le» ordnung des soeben zurückgetretenen Direktorium Reisgys über die Neuregelung der Unter- richtssprache in den memelländischen Schulen. Daraus ergibt sich ein ungeheuerlicher Rechtsbruch, der alle bisherigen Maßnahmen der Litauer ouj kulturellem Gebiet in den Schatten stellt. Don den 228 Volksschulen des Gebiets werden diejenigen aufgeführt, die in Zukunft die litauisch, und diejenigen, die die deutsche Unterricht,- spräche haben werden. 222 Schulen, also nahezu sämtliche, sollen künftig -die litauische un) ganze sechs d i e deutsche Sprache an* wenden. In der Verordnung stützt man sich auf die Erhebungen über die deutschsprechenden Schuld deutscher Abstammung und die Nachprüfung utftr Listen durch die zuständigen Schulräte. Soweit Erhebungen angestellt mürben, war das E rgtb« nis für Litauen katastrophal, da Jß 98 o. H. der Schüler erklärt hatten, daß bei ihnen a u Hause deutsch gesprochen wird. Bish» hatten die Litauer noch nicht 10 o. H. sämtlicher Schulen — es waren noch nicht 20! — mit litauischer Unterrichtssprache führen können, wäh rend weit über 2 0 0 Schulen d i e deutsch« Unterrichtssprache hatten. gebiete s. 50 Jahre Lrheberrechksfchutz. Berlin, 4. Dez. (DNB.) Das Gesetz vom 4. Dezember verlängert den Urheberrechtsschutz von Werken der Literatur, der Tonkunst und der bildenden Kunst, der jetzt 30 Jahre nach dem Tode des Urhebers endet, um 20 Jahre a u f die Dauer von 50 Jahr en. Diese Maßnahme, die die besondere Würdigung der an der Bereicherung des Kulturgutes schöpferisch beteiligten Kräfte durch den nationalsozialistischen Staat zum Ausdruck bringt, stellt einen Teilschritt aus der in Vorbereitung befindlichen Neugestaltung des Urheberrechts dar. Die Berner Uebereinkunft sieht grundsätzlich eine Schutzdauer von 50 Jahren nach dem Tode des Urhebers vor, die in der Mehrzahl der Vertragsstaaten bereits eingeführt ist. Sie kommt aber auch dort nicht denjenigen Werken zugute, die zuerst in einem Lande erschienen sind, welches selbst nur eine kürzere Schutzdauer gewährt. Dies trifft bisher für Deutschland zu. Damit entgeht dem deutschen Volke nicht nur ein materielles Entgelt für sein reichliches geistiges und künstlerisches Schaffen, sondern mit der vorzeitigen Beendigung des Urheberschutzrechtes entfällt auch eine Handhabe, um einer solchen Behandlung der Werke entgegentreten zu können, die ihrem Ansehen und dem ihrer Schöpfer abträglich ist. Die Neuordnung des Vörsenwesens. Berlin, 4. Dez. (DNB.) Die Neuordnung des Börsenwesens wird am 1. Januar 1935 in Kraft treten. Auf gehoben werden die Wertpapierbörsen zu Königsberg, Magdeburg, Stettin und Zwickau. Zusammengelegt werden die Wertpapierbörsen in a) Augsburg und München zu der Bayerischen Börse mit dem Sitz in München, b) Bremen, Hamburg und Lübeck zu der Hanseatischen Börse mit dem Sitz in H a m b u r g, c) Chemnitz, Dresden und Leipzig au der Sächsischen Börse mit dem Sitz in Leipzig, d) Düsseldorf, Essen und Köln zu der Rheinisch-Westfälischen Börse mit dem Sitz in Düsseldorf, e) Frankfurt a. M. und Mannheim zu der Rhein-Mainischen Börse mit dem Sitz in Frankfurt a. M. Die Warenbörsen und Getreidegroßmärkte werden von der Neuordnung nicht betroffen. Unverändert bestehen bleiben die Wertpapierbörsen in Berlin, Breslau, Hannover und Stuttgart. Die Verhütung mißbräuchlicher Ausnutzung von Vollstreckungsmöglichkeiten. Berlin, 4. Dez. (DNB.) Die Vorschriften über Schuldnerschutz weisen insofern eine Lücke auf, als immer noch der im Besitz eines Vollstreckungstitels befindliche Gläubiger das ihm zustehende f o r- m a l e Recht in einer Weife mißbrauchen, kann, die als unbillige Härte erscheint. Die Möglichkeit ergibt sich vor allem noch für die Voll- treckung von Ansprüchen auf Herausgabe von Sachen und bei der Räumungsvolltreck u n g, namentlich in den Fällen, in denen )er Vollstreckungstitel ein Vergleich ist. Hier ist z. B. der Fall möglich, daß der Mieter sich vergleichsweise zur Räumung seiner Wohnung verpflichtet, selbst wenn er mit einer noch so geringen Mietzinszahlung im Rück st and standes von Reichsdeutschen im Aus lande genehmigt, durch das nicht mehr zeitgemäße Vorschriften auf diesem Gebiet durch neue Bestimmun- Die deutsche Romantik in der Musik. Eine Veranstaltung des Musikwissenschaftlichen Seminars. Man schreibt uns: Das Musikwissenschaftliche Seminar bereitete unter der Leitung seines Direktors, Prof. Dr. Gerber, im Großen Hörsaal der Universität den Musikliebhabern Gießens einen ganz außergewöhnlichen Genuß. Zwei als Musiker unbekannte Künstler der deutschen frühen Romantik brachte man zu Wort: Ernst Theodor Amadeus Hoffmann und Prinz Louis Ferdinand von Preußen. Zum Eingang zeigte Prof. Gerber die Bedeutung jener beiden Menschen als Musiker, ihren Ort im Ablauf der großen deutschen Geistesgeschichte und ihre Leistung im musikalischen Werk, von dem die Vortragsfolge einen lebendigen Eindruck vermittelte. Gerade heute ist es wichtig, solche Kunst zu pflegen. Musik ist ein wesentliches Stück deutsches Lebenselement, und ebenso Romantik, die es zu allen Zeiten gab in deutschen Landen, nicht nur vor hundert Jahren. So kann die deutsche Seele gerade hier in deutscher romantischer Musik besonders rein und unvermittelt zu uns sprechen. E. T. A. Hoffmann und Prinz Louis Ferdinand von Preußen gehören der ersten Generation des ausgehenden 18. Jahrhunderts an, die nicht mehr klassisch zu nennen ist, die in Parallele steht mit der Dichterischen Frühromantik von Novalis und der Brüder Schlegel (Hoffmann selbst ist ja auch Dichter.) Sie stehen zwischen Beethoven auf der einen und Schubert und Weber auf der andern Seite. Aber noch eins hebt sie heraus aus der Reihe der Tonkünstler: sie sind von Haus aus keine Musiker, sondern die Musik ist nur eine Seite ihres Wesens, die sie brauchten und übten, um ihrem Dasein die Fülle zu geben, um ihrem eigentlichen Beruf ein ausgleichendes Gegengewicht zu schaffen. Und eine io reiche Generation rote die der siebziger Jahre des 18. Jahrhunderts hat damit, fast nebenbei, geniale Werke entstehen lassen, wie sie eben nur In der deutschen Romantik möglich sind. Das Trio inEs-Durop. 3 von Prinz Louis Ferdinand zeigt bei aller romantischer Klangfreudigkeit eine helle, klare Thematik. Der Variationensatz verliert sich bis in eine Kadenz; leidenschaftlich wird das abgeroandelte Thema wieder aufgegriffen und zu einem sehnsuchtsvoll verhaltenen Schluß geführt. Das Rondo mit feinen romantischen Längen und Wiederholungen gibt in wundervollen Schluß- taften einen Vorklang von C. M. v. Webers Waldhörnern. Ganz anders trat uns E. T. A. Hoffmann entgegen in feiner E-Moll-Sonate für Klavier, von Herrn Georg Kuhlmann reif und sicher oorgetragen: in dämonischer Düsterkeit beginnt der erste Sag, von einem unheimlichen Fugato weiter- gesponnen. Ein klangseliges, sehr feines, sehr stilles Adagio löst ab, diese Stimmung wird weitergeführt, und am Schluß steht wieder der dämonische, gespenstische Anfang. Man sieht: ganz und gar nicht eine gewohnte Sonatenform! Die beiden Marianischen Hymnen, vierstimmige A-cappella-Chöre, zeigen Hoffmann von ganz anderer Seite: der strenge, getragene Rhythmus ist choralhaft, und trotz aller satztechnischen Virtuosität klangen sie ernst und innig und tief, der erste (Ave maris stella) vielleicht mehr als der zweite (O sanctissima). Dem Collegium musicum gebührt hohes Lob für die saubere und seelenvolle Wiedergabe dieser schwierigen Sätze. Den Abend beschloß das Quartett in Es- D u r op. 5 für Klavier, Violine, Viola und Violoncello von PrinA Louis Ferdinand von Preußen. Das herrliche Adagio, der zweite Satz, war vielleicht der innere Höhepunkt der ganzen Dortrags- folge. Dagegen fällt das Menuett etwas ab, aber bas Rondo macht mit feiner unglaublichen und fast beethovenschen Steigerung alles wieder gut! — Man kann lange suchen, bis man von unserer Musiktradition ein Stück, so echt und so unbekannt, wieder aufgeführt findet. Und wir sollten dem Musikwissenschaftlichen Seminar unserer Universität und seinem Leiter, Herrn Prof. Dr. (Berber, herzlich dankbar fein, daß er uns diese Kunst, auf weiten Strecken völlig unbekannt, nahegebracht hat! Derselbe volle Dank gebührt allen Mitwirkenden: Frau Ingrid Müller, der Viola des Quartetts, Herrn Georg Kuhlmann (Frankfurt), der den schwierigen Klavierpart übernommen hatte, Herrn Ernst Schneider, dem Cellisten des Stadttheaters, und dem Collegium musicum. Alle stellten ihre Kräfte kostenlos zur Verfügung, und man hätte der wohlaelungenen Veranstaltung noch mehr Besuch gewünscht, besonders von selten der Schulen. 0. Diehl. Furtwängler tritt von seinen Aemtern zurück. Berlin, 4. Dez. (DNB.) Staatsrat D r. Wilhelm Furtwängler hat den Reichsmini- fter Dr. Goebbels um Entlassung aus feinen Aemtern als Vizepräsident der Rsichsmusik- fammer und als Leiter des Berliner Philharmoni- scheu Orchesters ersucht. Gleichzeitig bat er den preu- st'scheu Ministerpräsidenten, ihn von feinem Amte als Direktor her Berliner Staatsoper zu entbinden. Beide Reichsminister haben die an sie ergangenen Gesuche bewilligt. Wilhelm Furtwängler wurde 1886 in Berlin als Sohn des bekannten Universitätsprofessors und Archäologen Adolf Furtwängler geboren. 1894 kam er nach München, wo er seine musikalische Ausbildung genoß, zuletzt bei Max von Schillings. Er wurde dann Kapellmeister in Zürich, Straßburg, Lübeck und Mannheim. Von 1919 ab war er auch Dirigent des Wiener Tonkünstler-Orchesters; 1920 ging er als Nachfolger von Rich. Sttauß nach Berlin, wo er die Leitung der Sinfonie-Konzerte des Orchesters der Berliner Staatsoper übernahm. Auch dirigierte er für kurze Zeit an Stelle von Mengel- berg die Frankfurter Museumskonzerte. 1922 wurde er Rikifchs Nachfolger am Leipziger Gewandhaus und übernahm gleichzeitig die Leitung des Berliner Philharmonischen Orchesters, mit dem er 1925 erst- mals nach dem Krieg in Neuyork außerordentliche Erfolge erzielte. Seit 1927 teilte er sich mit Schalk in die Leitung auch der Wiener Philharmoniker. Dies war die Veranlassung, daß er 1928 seine Beziehungen zur Leipziger Gewandhaus-Konzertdirektion löste. 1929 übernahm F. die Leitung des „Musikinstitutes für Ausländer". Im gleichen Jahre wur- dtzy ihm mehrere Ehruirgru enmejm der Orden Pour le msrite für Kunst und Wissenschaft, das Ehrenbürgerrecht der Universität Jena und der Stadt Mannheim. Die Universität Heidelberg hatte ihm schon vorher Die Ehrendoktorwürde verliehen. M wurde der Vertrag zwischen Furtwängler und her Berliner Philharmonischen Orchester - Gesellschaft m. b. H. erneuert, der ihn als Dirigenten des Dr* chesters verpflichtete. 1930 legte Furtwängler dann offiziell die Leitung der Wiener Philharmoniker me* der. In der Presse viel erörtert wurde seinerzeit Furtwänglers Absage des für Oktober 1930 sestgestM Konzerts der Berliner Philharmoniker in $ra^ntv den bekannten dortigen Zwischenfällen und Kuw* gedungen gegen deutsche Kultur. Frau Winifred Wagner berief dann 1^ F. zur musikalischen Leitung der Festspiele in SW reuth. 1932 trat F. von dieser Leitung zurück. dieser Schritt mit Toscanini in Zusammenhang bracht wurde, veröffentlichte er die Gründe JF® Absage an Frau Winifred Wagner, die darin £ standen, daß ihm durch Frau Wagner Schmiß feiten in der Ausübung der musikalischen der Festspiele gemacht wurden. Nach dem schen Umsturz in Deutschland wandte sich wängler in einem Brief an Reichsminister Goebbels, in dem er seine Stellung zu ° Erfordernissen einer Umgestaltung im deuM Musikleben klarlegt. Seine im folgenden MA Paris gegebenen Konzerte bedeuteten einen m phalen Erfolg für den Künstler. Im Luni erso seine Bestätigung auf weitere fünf Jahre als en Staatskapellmeister der Berliner Oper und I Ernennung zum preußischen Staatsrat. ♦ Furtwänglers Rücktritt von seinen Staa^ ämtem dürfte auf die grundsätzlichen Mem Verschiedenheiten zurückzuführen fein, Die 1'5 schen ihm und der Reichsleitung der gemeinde im Anschluß an einen Aufsatz Icrs über Paul Hindemith ergaben: yup? A ler hatte sich in diesem Aufsatz nachdruckUY ' Hindemith und seine musikalische Leistung Hjn setzt und ihn gegen verschiedentliche Angr,n Schutz genommen. Die Reichsleitung der Jty- turgemeinde hatte dem gegenüber ^inDerni v Persönlichkeit mit Entschiedenheit abgelepa» . I"I Aus aller Well Eine gehaltvoll-wunige Mischung nach echt macedonischer Art imAegygterfonnat Odyssee der Marmorgöller Oie seltsamen Abenteuer der herrlichsten Bildwerke der Erde Don Professor Or. Emil Waldmann, Direktor der Bremer Kunsthalle. rö tliche indische Zentralregierung ebne, wie es der Bericht des Indien-Ausschusses tihnge. 8ialdwin bat, den Bericht des Jndienaus- hilses zu billigen, und fügte hinzu: Sie haben lei die günstige Gelegenheit, Indien inner- I schlag ein, daß man zwar bereit sei, eine Maß- 1 it'gine anzunehmen, die als provinziale Lei b stre gier ung Indiens zum Zwecke der Eiterung der Polizeiverwaltung an- Hie- en werden könne, daß man aber ernstlich hoffe, Parlament werde keine unrotberruf» ftse Maßnahme treffen, die eine verant - e iark, um nicht die Verfassung Gesetz werden zu . all in, und die Opposition ist nur aus doktrinären 'Br.mben in England für eine weitergehende 23er» a[|. ng Indiens, dürfte aber wohl kaum in der ? 3nxis den Versuch machen, eine solche, selbst wenn I .r 'n der Herrschaft wäre, zu gewähren, da bei der •Eimmung der indischen Rationalisten dann tatsäch- !lii).„bas Ende der britischen Herrschaft in Indien glimmen" wäre. Wenn die Diehards das dem L;,cht vorwerfen, ist dieser Vorwurf wenigstens ■ iin!-redjtigt. Nidersprechende Meinungen. loo n b o n, 4. Dez. (DRB.) Etwa 2000 Kon- | ( öd a t i d e aus allen Teilen Großbritanniens, ; txrnnter bie K a b i n e t t m i t g l i e d e r, sind un° t bieAnsicht vertritt, daß die Empfehlungen des Aus- I Avises eine billige Grundlaae für die indische 23er» H4ingsregelung darstellen sollten. imellffl 8 gebildet. ^oriumsslei kleinen L °n 29 üb * PräsidiA 'rektor, Dr. ^melländki röffentlichen bii erretenen DiE elung berU, !wckänbifchen 6* neuerlicher Retzj )men ber ßüoiif 'chatten stellt, els werben bk> 'ft bie litai; Ätsche Unta schulen, a(fo ni| 'die litauisch, ische Sprach, lg stützt man ji utschsprechendenk die Nachprüsuac Schulräte. Sow , war bas Ei strophal.ba allen, daß bei II prochen wirb, f i nicht l0s.^/5 noch n$20!-n füN tonnen, wäl lules-iebtui^ itten. traten '-xS !' i .•Mim »I |pr°ch«»"L'l lrt«Preifef5^ riifin, wird Indien ihnen unweigerlich leri'orengehen, bevor zwei Generationen das $| f e r e s O b st - und Gartenbauvereins. Fast alle Mitglieder waren erschienen. An Hand von schönen Lichtbildern sprach der Vorsitzende, Lehrer D e b u s, über das Thema „Praktischer Mercedes Mk. 182.- monatlich Mk. 7.90 FranzNlAEo., Gießen Seltersweg 44 47ma Sööeüö! für die dortig. Bezirksfiliale als General- Vertreter ges. Hob. dauernd. Verdienst. Beruf gleich. (kostenlos.) Gehring & Co. G. m. b. H. Unkel/Nh.410 W 7145 D 1 Mit dem Inkrafttreten der im März d. I. in Kairo abgeschlossenen neuen Weltpostvereinsverträge ändern sich zum 1. Januar 1935 einige Po st Vorschriften für den Verkehr mit dem Ausland. Die Gebühr für offene Päckchen wird von 15 auf 10 Pf. für je 50 Gramm ermäßigt, Mindestgebühr 50 Pf. In einigen Ländern, in Deutschland nicht, wird für ankommende Päckchen vom Empfänger eine Gebühr bis zum Gegenwert von 60 Pf. erhoben werden. Diese Länder können Anfang Januar bei den Postanstalten erfragt werden. Ferner werden herabgesetzt: die D e r s i ch e - rungsgebühr für Wertsendungen auf 30 Pf. für je 500 (bisher 300) Mark, die Gebühr für dringende Pakete auf die doppelten (bisher dreifachen) Beförderungsgebühren, die Gebühren für Nachfragen (Laufschreiben) nach Postsendungen sowie nachträglich verlangte Rück- und Auszahlungsscheine auf 40 (bisher 50) Pf. Weiter ermäßigt sich die Gebühr für die Nachsendung von Zeitungen, die durch die Post bezogen werden, auf 40 Pf. bei wöchentlich einmal oder seltener erscheinenden Zeitungen und auf 80 Pf. bet öfter als einmal wöchentlich erscheinenden Zeitungen, und zwar in beiden Fallen für die ganze Bezugszeit. Die Gebühren für Postpakete werden hauptsächlich für den Seeverkehr, in manchen 23er« kehrsbeziehllngen herabgesetzt. Der Preis der Antwortscheine für das Ausland wird von 35 auf 30 Pf. gesenkt. Der Antwortschein, der am Postschalter gekauft werden kann, dient dem Zwecke, dem Absender eines Briefes die Vorauszahlung der Gebühr für den Antwortbrief zu ermöglichen. Bei Postkarten darf man die Freimarken nicht auf die Rückseite kleben, sonst sind sie ungültig. Die Freimarken sind vielmehr in der rechten oberen Ecke der Aufschriftseite anzubringen, wie dies auch allgemein für Brieffendungen vorge- fchrieben ist. Die Höchstmaße für alle Briefsendungen (mit Ausnahme solcher in Kartenform) Das Corps betrauert aufs tiefste den Tod seines lieben A.H. Hessischer Forstrat L R. Karl Wallenfels rez.: 26. XI. 1880. Gestorben am 2. Dezember 1934 in Gießen. Donnerstag, d. 6. Dezember 1934, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich im Löwen, Neuenweg 28 dahier, zwangsweise gegen Barzahlung: 1 Sessel, 3 Vertikos, 1 Schreib- maschine, 3 Chaiselongues, 1 Opel- Wagen, 3 Diwans, versch. Sotten Papier, 2 Schreibtische, 4 Gläser- schränke, 1 Badeofen mit Wanne, 1 Trumeaufpiegel, 1 Wirtschaftsbüfett, 1 Klavier 7149 d Ferner an Ort und Stelle (Bekanntgabe erf.im Versteig.-Lokal): 1 Cautsch, 1 Diwan, 2 Grammophone, 1 Bücherschrank, 2 Büfetts, 1 Klavier, 4 Schreibtische, 2 Registrierkassen, 3 Ladentheken, 1 Vertiko, 2 Warenschränke, 1 Kleiderschrank, 1 Schreibmaschine, 39 Aluminiumtöpfe, 1000 Fensterbänder, 200 Türbänder, 60 Fensterbascüll, 30 Schilder, 300 Fensterscheeren, 30 Drücker, 10 Jauchevetteiler, 70 Blumentöpfe, 20 Waschkessel, 40 Feldflaschen, 20 Gießkannen, 5 Cinkochavvarate und 7 Eimer. KwU Gerichtsvollzieher in Gießen Ludwigstratze 33- Telephon 3239. Große Lebensversicherungsbank sucht noch tüchtige Inspektoren gegen Festanstellnng. Bewährte Fachleute wollen ausführliche Bewerbung einreichen. Rasche Aufstiegsmöglichkeit geboten. Geeignete Nichtfachleute werden berücksichfigt und erhalten bei Bewährung ebenfalls Festanstellung. Angebote unter F. HL 30618 an Ala Anzeigen-A.-G., Frankfurt M. 7mv Aufbauwerk unseres Führers. Mit dreifachem „Cieon Heil!" auf den Führer und mit dem gemeinsame, Gesang des Horst-Wessel-Liedes fand die Vettamm lung ihren Abschluß. xf Elpenrod, 4. Dez. Im Rahmen des Di, terhilfswerks veranstaltete die hiesige ZeH> des NSV. im Saale der Gastwirtschaft Hühnergox einen Theaterabend. Zellenwart Stroh begrüfjt> die Besucher. Die Theatergruppe Nieder-Gemünde; brachte sodann zwei Theaterstücke zur Aufführung Die Mitwirkenden, die sich uneigennützig zur 3k{, fügung stellten, ernteten wohlverdienten Beifall, Junges Mädchen für 1. Jan. in kl. Haush. gesucht. Persönl.Vorstell. Samstag,8.Dez. vorm. erwünscht. Wo?sagtd.G.A. Fleißiges hmD Mädchen als Beihilfe für die Kaffeeküche f. sofort gesucht. Cafe Amend. | Verkäufe Eil- ciesemMll drei- u. vierräd., mit Heckmotor, fast 100% Kraft- ausnuüung, zu vettaufen. emD O. Faber, Fahrzeuge, Mühlfttaße 22. Telephon 3096. Mädch. Toilette- Tischchen (weiß lackiert) u. noch versch. and. weg. Plavmang. billig t.öerf. 05762 Kaiser aller 8II. ■ Mwdw lang],; ‘Wer: mich, « ; °m 5. d 112,4 Grad, M | ■nJn 10 cm Tip, 'ad. — Es ist eine bankbare Aufgabe, zur Vertiefung bes Geschichtsbilds breiter Volkskreise baburch bei» zutraaen, baß bie Möglichkeit geschaffen wirb, auch ben Laien an bie großen klassischen Darstellungen ber Weltgeschichte heranzuführen. Dieser Aufgabe bienen vorzüglich bie Ausgaben bes Phaibon-Ver- lags, bie bie Hauptwerke ber Kulturgeschichtsschreibung großer beutscher Autoren in bem burchweg ungekürzten Text bes Originals, aber befreit von bem kritisch-wissenschaftlichen Apparat bringen unb ihnen als Ergänzung ein Bilberwerk beifügen, bas ausschließlich zeitgenössische Darstellungen enthält unb baher, unter Verrneibung jeben unwissenschaftlichen Kitsches, gerabe bem Laien, bem ber Weg zu ben Quellen meist verschlossen fein wirb, ein ausgezeichnetes unb einroanbfreies Anschauungsmaterial bietet. Diese für alle uns bekannten Phaibon-Ausgaben geltenden Feststellungen finb er» forberlich, um bies einer wahren Volksbilbung bienenbe Unternehmen von früheren ähnlichen, aber burch üblen Kitsch ber Bebilberung unb zurechtgeschnittenen Text tatsächlich unbrauchbaren sogen, „populären" Unternehmen zu unterscheiben. Mommsens „Römische Geschichte" hat mit Fug unb Recht bie Reihe ber Phaibon-Ausgade eröffnet. Ihr folgte als Nachtrag, ebenfalls mit einem aufschlußreichen Geleitwort von Ebuarb Norben versehen, „Das Weltreich ber Cäsaren", ber einst 30 Jahre später erschienene 5. Banb ber Mommsenschen Geschichte unb bie aus bem ersten Teil zusammengetragenen Kapitel über Literatur, Kunst unb Kultur im vorchristlichen Rom. Beibe Werke würben hier früher schon besprochen. Nun ist soeben als wertvolle Ergänzung Lubwig Frieb- laenbers „Sittengeschichte Roms" herausgekommen (mit 120 Kupfertiefbruckbilbern nach antiken Vorlagen, ungekürzte Textausgabe, Preis 4,80 Mark — 459). Der unglückliche Titel ift, nach bem heutigen Sprachgebrauch burchaus irreführenb. Es ist eine burch bie Fülle bes Stoffes unb feine ungemein anschauliche Darstellung bis heute nicht übertroffene Kulturgeschichte Roms zur Kaiserzeit. Frieblaenber beginnt mit einer farbigen Schilberung bes Lebens unb Treibens in ber Stabt Rom bes ersten nachchristlichen Jahrhunberts; bie gesellschaftliche Schichtung, bie Stellung ber Frau, alle Zweige ber Kunst unb Literatur werben auf Grunb exakter Quellenforschung bis in bie Details beutlich gemacht unb in ben Schlußkapiteln wirb auch über Religion unb Philosophie ber Zeit ein ausreicfjenb lebenbiger Einbruck vermittelt. Die Auswahl ber Silber berücksichtigt vornehmlich solche Funbe, bie in ©e- brauchsgegenstänben bes täglichen Lebens ober in Darstellungen auf Vasen, Denkmälern, Gemälben bie Höhe ber Lebenskultur einbrucksvoll veranschaulichen. Die weiteren neu herausgekommenen Bände der Phaidon-Ausgabe treten an bie Stufe ber Neuheit. Leopolb von Rankes Deutsche Geschichte im Zeitalter ber Deformation (mit 120 Kupfertiefbruckbilbern nach zeitgenössischen Vorlagen, ungekürzte Textausgabe, Preis 4,80 Mark — 519) oerbinbet wie kaum ein ähnliches Werk ber Geschichtsschreibung wissenschaftliche ©rünblichkeit mit Kraft unb Plastik ber Dar- nch Wilhelm Lc> )r- Friedrich Uz Wiot, für Den ft Weiter: fjanj der Anzeigen: i- Druck unb & ", und Steindl, llich in Gießen. '5 einschließlich j Werten 15 Pf. > und Samstags li 15 Pf. mehr. iom 2. Juli W -- Gerharb Bohlrnann: Der verges- 1h e Kaiser. Roman. Preis geheftet 4,50, in Kleinen 6,50 Mark. Verlag PH. Reclam jun., 5?-ojig. — (473) — Aus bem Uebermaß ber 'üherproduktion bes vergangenen Jahres ist von bemann3 Jean-D'Arc-Roman „Die silberne Jung- la'l" ein starker Einbruck haften geblieben. Zu bem «um Buch scheint ber Dichter bie Vision in ben faltigen Trümmern bes spätrömischen Kaiser- ^,-lstes von Spalato an ber grellfarbigen felszer- ü::eten Küste Dalmatiens zu empfangen. Der ver- Mne Kaiser ist Diokletian, besten Name burch jun große Reichsreform aus ber großen Reihe k spätrömischen Militärkaiser auch über bie Chile hinaus unvergessen bleibt. Der balmatinische ^erfnabe, ber vom Glabiator zum Führer ber Sdorianer aufsteigt und mit gleichgesinnten Heer- fiüErn einem altersschwachen Imperator die Herr- jftlt entreißt, sucht in gewaltiger Kraftanstrengung ndi einmal dem drohenden Zerfall des Reichs vor- zümgen. Die Grenzen werden gegen die andrin- fi en Germanen und Perser gesichert, die Ver- ctLung straff aegliebert unb burch Teilung über» fttich unb schlagfertig gestaltet. Der Kaiser sieht 1 hü :9Bert vollbracht, einem Gelübbe gemäß, zieht । e tyt) in seine balmatinische Heimat zurück. Aber ffüi. Mitregenten unb Nachfolger geraten schnell bänbchen Nr. 459, bas vor kurzem erschienen ist, nennt sich Bilberbogengeschichte unb bars als ein bichterisches Weihnachtsmärchen für kleine unb große Leute gelten, als ein miniaturhaftes Gegenstück zu „Klick" aus bem Spielzeuglaben, ben wir voriges Jahr hier besprochen haben, unb ein wenig auch zum „Sternenbaum", besten sich bie Leser bes Gießener Anzeigers aus ben Familienblättern erinnern werben. Das „ßanb ohne Tränen" ist die bunte Welt, bas weihnachtliche Paradies eines Spielzeuglabens, traumhaft unb boch in schöner Wirklichkeit bevölkert mit Puppen unb Soldaten, mit Nußknackern und Matrosen, mit Teddybären und einer Weihnachtskrippe unb noch manchen anbern Dingen, bie bas Herz ber Kinber erfreuen. In einer lyrisch- melobramatischen Folge von Silbern gehen zwei arme unb sehnsüchtige Kinber, Hans unb Grete, burch bie zauberhaft geöftneteSchaufensterscheibe in bas weihnachtliche Parabies vieler Herrlichkeiten ein unb beginnen mit ben Spielzeugkameraben eine märchenhafte Reise. Das ist alles mit Musik begleitet, von vielfältigem Chorgesang belebt, ganz auf weihnachtliche Stimmung unb kinbertümlichen Ton gestellt, bennoch spürt man, etwa in ber sanften Weise Des „großen Spielzeugkameraben", baß hier ein echter unb ernsthafter Dichter am Werke war. Willy Har werth hat bem hübschen Bänbchen einen luftigen bunten Umschlag gegeben, ber bem Inhalt entspricht unb bas Ganze zu einer freunblichen unb festlichen Gabe unter bem Lichterbaum macht, -y- stellung. Heute, wo Fragen des Glaubens wieder die Seelen von Millionen unserer Volksgenossen zutiefst bewegen, wo man sich wieder besinnt auf bie Quellen unb ©runblagen bes reformatorischen Bekenntnisses, kommt biefe Neuausgabe ber Rankeschen Reformationsgeschichte bem Verlangen entgegen, eine Geschichtsepoche kennenzulernen, bie politisch wie weltanschaulich ebenso eine Zeiten- roenbe war, wie wir unsere Gegenwart empfinben. Das unbestechliche Urteil unseres größten beutschen Geschichtsschreibers ist ber zuverlässige Maßstab für bie Erkenntnis ber Dinge, bie heute roieberum in unseren Herzen brennen. Die ber Neuausgabe beigegebenen Silber aller bebeutenben Persönlichleiten ber Zeit unb Proben bes Schrifttums unterstützen bas Verstänbnis ber Zeit. Was bie Reformation für ben Norben, war bie Renaissance für ben ©üben unb kein besserer Führer in biefe großartige, an kraftvollen politischen Führern wie an genialen Künstlern unb bahnbrechenben Gelehrten so verschwenberisch reiche Welt bes Umbruchs vom Mittelalter zur Neuzeit als Jacob Surck- harbts Kultur der Renaissance, mit deren Neuausgabe ber Phaibon-Verlag seine bisherigen Leistungen noch übertroffen hat. (Ungekürzte Textausgabe mit Anmerkungen unb 421 Kupfertiefbruckabbilbungen nach zeitgenössischen Vorlagen in Ganzleinen gebunben 4,80 Mark. — 544) Wilhelm Waetzolbt, ber frühere Direktor der preußischen Staatsmuseen, hat der schönen Ausgabe ein Nachwort mit auf ben Weg gegeben, bas die eigenartig Persönlichkeit des großen Vaster Forschers und die tieferen Gründe feines ungewöhnlichen Einflusses auf Kunstaefühl und Lebensbetrachtung von Generationen feinsinnig gedeutet. Waetzoldt sagt mit Recht, solche Zaubergewalt pflege nur von Süchern auszugehen, die Wissenschaft und Kunstwerk zugleich sind, bei dem ein Poet dem Historiker über die Schulter geblickt und ihm ins Ohr geflüstert hat wie der Engel dem Evangelisten Matthäus. Das edelste Geschenk, bas bie Musen bem universalen Manne in bie Wiege gelegt hatten, war bie bichterische Anlage, bie als Einfühlungsfähigkeit in frembe Menschen, Zeiten, Anschauungen, als Schmiegsamkeit der Phantasie, als Gabe intuitiven Verstehens der charakteristischen Situationen, als bildhafte Vision und als Kunst der Sprachbeherrschung sich regte. So haben wir in Vurckhardts Kultur der Renaissance eine der köstlichsten Früchte deutscher Geschichtsschreibung, die in einer Reihe großer klassischer Autoren mit Fug und Recht besonders herausgehoben zu werden verdient. Die Neuausgabe kommt dem Gefühl für die Geschlossenheit des Werkes dadurch entgegen, daß es die Silber in einem zweiten Teil zusammenfaßt, ber besten Glieberung nur in großen Zügen an ben Gang bes Textes hält. Es ist hier mit befonberer Sorgfalt alles bas aus ber Ueberfülle bes Materials ausgewählt unb ver- ftänbnisvoll zusammengestellt worben, was einen lebenbigen Einbruck von ben beroegenben Kräften ber Zeit, ber Vielseitigkeit ihres Schaffens, ber Neuartigkeit ihrer Gebauten geben kann. —e. Neue Bücher mit Bildern. 21 u 5 meinem kleinen Garten. Scheren- schnitte unb Worte von 21. M. Schwinbt. Preis 2,85 Mk. Hessischer Heimat-Verlag, Darmstadt 1934. — (424) — Dieies Such kann als ein Gegenstück zu ben bekannten SlumLnbüchem von Rudolf Koch gelten; was bort gezeichnet unb farbig ausgemalt war, erscheint hier als Silhouette, unb es ist erstaunlich, mit welcher unverwechselbaren Deutlichkeit unb do- tonischen Realistik der Charakter jeder Slume fest- gehalten ist, es sei nun Anemone ober Hahnenfuß, Storchschnabel ober Klatschmohn. Dennoch hat die Art ber Darstellung nichts nüchtern Lehrhaftes an sich, sondern es wirken alle Blätter sehr anmutig unb gewissermaßen poetisch auf den Leser, was durch die jedem Scherenschnitt beigegebenen Verse noch unterstrichen wird. So mag das Gartenbuch des Darm, ftäbter Graphikers Schwindt, aus einem heiter-besinnlichen Gemüt hervorgegangen, vielen gerade heute nicht nur Belehrung unb Anregung, sondern auch Freube an der Natur wie an der selten geübten Kunst des Scherenschnittes vermitteln. — Ein überaus anmutiges Bändchen ist unter der Nummer 236 in der illustrierten Reihe der Insel- Bücherei des Insel-Verlags erschienen: Wer will unter die Soldaten. Deutsche Soldatenlieder mit farbigen Bildern von Fritz Kredel. Preis 80 Pfennig. — (545) — Aus bem reichen Schatz ber beutschen ©olbatenlieber ist hier eine Auswahl ber schönsten unb markantesten zusammengestellt. Neben schon historischen unb literarisch berühmt gerooebenen — wie „Wohlauf, Kameraden", „Zu Straß- bürg auf der Schanz'", „Kein schön'rer Tob ist in ber Welt", „Morgenrot, Morgenrot" unb „So leben wir, so leben wir" — finden wir ganz gegenwärtige und noch heute von Unzähligen gesungene Lie- ber wie „Ein Schiftlein sah ich fahren", „Ich hatt' einen Kameraden", „Drei Lilien", „Lippe-Detmold" unb „Schatz, ach Schatz, reife nicht so weit von hier"; und wenn die Sammlung, literarisch betrachtet, etwa von Schiller über Brentano, Hauff unb Uh land bis zu Löns und Zuckermann führt, so stehen daneben mit gleichem Anspruch auch die namenlosen Lieder, die im Volk von Mund zu Mund von Jahrhundert zu Jahrhundert weiterleben und oft nach Volksliedweise „zersungen" werden. Den besonderen Reiz der kleinen Sammlung bilden 'die mehrfarbigen Bilder von Kredel, der mit Liebe, viel Humor und genauer Sachkenntnis an seine Aufgabe herangegangen ist. Und wenn die bunten Soldatenfiguren zu Fuß und zu Pferd auch aussehen, als kämen sie aus der Nürnberger Spielzeugschachtel, so kann man sich im Register davon überzeugen, daß hier nichts von ungefähr gezeichnet und gemalt wurde, sondern von einem, der in den historischen Uniformen der deutschen Armee genau Bescheid weiß: zu jedem Bild ist hinten der Truppen- teil angegeben, und mir hier freuen uns besonders über die Musketiere der Hesten-Darmstädtischen Leibbrigade von 1803 und den vom Jnfanterie-Leib- regiment „Großherzogin" (3. Grohh. Hess.) Nr. 117 von 1913. — Das Bändchen wird sehr schnell die weite Verbreitung finden, die es verdient. -y- — Im Propyläen-Verlag, Berlin, erschienen die ersten beiden Bände einer neuen Serie „Bücher bes Leben s". Banb 1: Dr. Karl With: Das Hohelieb ber Sonne. Ein Buch vom Quell bes Lebens. 128 Seiten, mit 157 Bilbern im Text. Kartoniert 3 Mk. — Banb 2: Dr. Karl With: Mutter unb Kinb. Ein Buch vom kostbarsten Lebensgut. 128 Seiten, mit 152 Bildern im Text. Kartoniert 3 Mk. — (489/90) — Karl With, bekannt durch seine Reisen und Forschungen, seine vielseitigen Arbeiten auf dem Gebiet ber Kunst unb Kultur, hat mit ber Serie „Bücher bes Lebens" eine Buchform geschaffen, bie ebenso neuartig wie sesselnb unb volkstümlich ist. Jeber bieser Bände behandelt in zusammenfassender Gesamt- schau, die den Leser durch die verschiedenartigsten Wissensgebiete hindurchführt, ein großes Lebensgebiet. Der erste Band erzählt von der Sonne, von ihrem Wanbel, ihrem Wesen und ihrem Wirken, von ber Kraft der Sonne, die Menschen, Tieren unb Pflanzen Licht, Leben unb Wärme fpenbet. Von ber Bewegung von Sonne unb Erbe, von Frühling unb Sommer, Herbst unb Winter, von Sonnenverehrung unb Lichtglauben ber Völker, von Sonnengöttern unb Lichthelden, ben Zeichen und Symbolen, ben Festen unb Volksgebräuchen. — Der zweite Banb erschließt die unerschöpfliche Erlebnisfülle, die im Erleben zwischen Mutter unb Kind beschlossen liegt. Vom Wunder der Geburt an verfolgt es das Werden des Kinbes unb schil- bert, wie das Kind, von der Mutter betreut, aufwächst, bis cs größer geworden das Elternhaus verläßt. Das Buch geht zu den Tieren und zu fremden Völkern, es umfaßt Alltag und Feiertag im Leben der Mutter, es berichtet vom Leben der Familie und vom Leben der Gottesmutter Maria. Doch so weit auch diese Wege scheinen, immer führen sie ins Menschliche unb zu uns selbst zurück. albten. In ^gro- chankastmowie kaufsmm sete ihl schöner nni mit denen Si men. II •,nd,jngend-fi Cfi irMang. »«vv ffekbfollen- 'beim* ichnM--, 0 7fc eider..... itzück* Sta Kunstseide Modebeson- 'toff iürMÖ igskleid...*-* X in in schwarz. »her aus Seide, and Wte____ l0 Gesche^ Deutsche Crzähler. — Hans Caroffa: Eine Kindheit und üurmanblungen einer Jugend. 380 <5eile.. 5 Mark. Im Insel-Verlag zu Leipzig. — (401) — vorigen Jahre Haden wir Carossas Lebens- guoentbud) „Führung und Geleit" an dieser Stelle diqprochen; nun legt uns der Insel-Verlag bie beiben 'K-rftufen bazu, bie bas Ganze zur Einheit fügen, a.: ben Weihnachtstisch: ben Freunben bes Dichters pur schon bekannt, in ber nun erfolgten Vereini- -mg dennoch wie etwas Neues wirkend. Man lieft oldes wiederum, spürt die innere Zusammengehö- ’r'lteit, die Beziehungen, die zwischen den beiden '^igendbüchern sich spinnen und von diesen zu jenem D-nöerbaren Buch der Reife und des Rückblicks von b: Mittagshöhe des Lebens führen. Und während mn wieder blättert unb, aufs neue angezogen unb "01 verzaubert, sich festliest, jenes Kinberkapitel „Der ■gutberer" etwa ober ben köstlichen „Einstanb" im Emiinar, spürt man, wie sehr biefe Schilberungen ikr den privaten Umkreis hinausreichen ins Allge- tninere unb menschlich Gültige, spürt man in jebem le einfachen, klaren, zuchtoollen Sätze, wie biefe lHzeichnungen aus dichterischen Händen kommen, -lut einer Weisheit und männlichen Reife geschrieben niirben, welche um die Geheimnisse unb bie ent- h ibenbe Bedeutung einer zum Leben erwachenden nti erwachsenden, erst noch paradiesisch-unbewußt -fd regenden Kinder- und Knabenseele weiß. Man ?rrt da ab unb zu auch ben Arzt Carossa zwischen ! li Zeilen, viel häufiger aber unb immer roieber le- gütigen unb heiter-gelassenen Kenner bes ichschlichen Herzens, bem nichts ferner läge, als ft selbstgefällig in ben Bilbern seiner Jugenb zu iqgeln: er selber hat bie Quintessenz dieser Auf- Ahnungen andeutend zusammengefaßt mit den Torten: „Was einer in seinen ersten zehn Jahren jibebt und getan hat, bas wirb er immer lieben, in-ner tun." Nicht besser als mit biesen einfachen Inten kann man bem Buch von ber Kinbheit unb von itr Verwanblungen einer Jugenb seinen Stanbort «weifen. Es ist übrigens auch äußerlich ein schöner in? stattlicher Banb geworben, ber bas nämliche Ge- »:.b trägt wie bas Lebensgebenkbuch, neben bas es üe Freunbe bes Dichters mit Freuden stellen einen Orkan gerät, der ihn inmitten des Stillen Ozeans zum Landen zwingt. Auf einer kleinen, unbekannten, unbewohnten Insel erlebt der kühne Mann eine siebenjährige Robinsonade, bis es ihm gelingt, mit Hilfe eines felbftgebauten Segelflugzeuges die Wasserwüste zu überqueren und bewohnte Gestade zu erreichen. Ein Buch voll Abenteuer, dabei durchtränkt von reichem technischem Wissen, von einem Fachmann geschrieben, eine Fundgrube für alle jungen Freunde des Flugsportes. — Kasperle-Bastelbuch. Eine Anleitung zur Herstellung von Handpuppen aus verschiedenem Material, von Bühnen und Kulissen, von Ella unb Fritz Martini. Farbiger Pappbanb, 32 Seiten mit Photos unb Zeichnungen. Preis RM. 1,20. Verlag Otto Maier, Ravensburg. —(542)— Ein Heft, entstauben aus ber praktischen Arbeit im Werklehrerseminar, aus bem lebenbigen Spiel mit Kinbern, bas allen Bastel- unb Spiellustigen ausprobierte Vorschläge machen will. Einleitenb ift ein kurzer Ueberblid gegeben über Herkunft unb Entstehung bes Puppenspiels. Dann wirb aus führlich die Herstellung von Kasperle-Köpfen aus verschiedenem Material beschrieben. Große, klare Photos veranschaulichen im einzelnen Material unb Arbeitsgang unb zeigen als Beispiel jeweils einige fertige Köpfe unb Puppen. Im zweiten Teil finb Anregungen gegeben zur Setleibung unb Ausstattung ber Figuren. roieber auf eigene, falsche Wege, bie Spannung im Innern wächst, bie Grenzoölker, bie die starke Hanb Diokletians nicht mehr spüren, fallen wieber ins Reich ein. Diokletian bietet feine Hilfe an, aber aus selbstgerechtem Trotz wirb sie erst angenommen, als es zu spät ist. Nach einer furchtbaren Schlacht am Po brechen bie Germanen in Mittelitalien ein. Diokletian kehrt nach Spalato zurück. In ben Trümmern seines von einem Brand zerstörten Palastes suchen Christen Zuflucht vor ben anbrängenben Reiterhorben slawischer Völker. Ein unbekannter alter Mann kauert im Schatten ber neuerrichteten christlichen Kirche: ber vergessene Kaiser. — Schon bieser äußere Umriß bes Romans beutet an, baß es sich nur ganz annähernb um ben historischen Diokletian hanbelt, es geht dem Dichter sehr viel mehr um bas innere Gesicht ber Zeit, bie erhellt war von bem fahlen Licht ber unter« gehenben römischen Welt unb ben grellzuckenben Blitzen ber furchtbaren Schlachten, in benen bie Germanen sich ben Eintritt in ben Kreis ber alten Völker erkämpfen. In biefe mit großartigem Schwung unb ungeheurer Farbigkeit gefchilberte Atmosphäre stellt ber Dichter bie tragische Gestalt bes Diokletian, besten Schicksal es ist, burch Macht unb Einsamkeit einen Weg zu gehen, an besten Enbe ber Abgrunb geistert. —e. — Friebrich Schnack: ßanb ohne Träne n. Eine Bilberbogengeschichte. 49 Seiten. Im Insel-Verlag zu ßeipzig. — (501) — Das neue Insel- W A. Stu ir Preußen 1935 ist bi« Aussicht für Bauhamdwerk«r nicht schlecht fünf 6.30; 6 il Wirtschaft Ha Der Rentenmarkt war ebenfalls freundlich, Att- bcsitzanleihe plus 0,40 v. Schuldbuchforderungen mit 97,13 bis 97,25 (97). schwer verkäuflich. Bei sehr langsamem Geschäft ■X Devisenmarkt Berlin — Frankfurt 0.21t. w 63,31 80,51 33,88 Man rechnet mit dem Neubau von vier bis Wohnhäusern. klangen »ar ein ja mehr •. «Wn, ber M her fei । »Lasset Sor^üi gesund Dolk i mittel Slrtb hinter Gelb 2,442 58,00 54,81 12,28 16,35 167,78 21,08 61,69 Große Strafkammer Gießen. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelti das Gericht gestern gegen den K. I. aus Rudlos., der wegen Verbrechens im Sinne des §176 fiiff. 38 RStGB. angeklagt war. Auf Grund des Gesetzes« über die Gewährung von Straffreiheit wurde dar- Verfahren eingestellt, da eine Gefängnisstrafe vorn über sechs Monaten unter Annahme mildernd«! Umstände nicht zu erwarten war. 63,57 80,83 34.02 zur „Rhein-Mainischen Börse mit dem Frankfurt" zusammengelegt worden. Frankfurter Börse. Millagsbörse fester. j Kar Eigens im P, j Stiirf würdig hing ii und sch » 3a leffUng °usgetvi cr1ten B nähme ( '' beid! offenbar M ta Die freun daß Urauj nicht durch fertigt als h als A; Bullen b) 30 Hs 32, c) 25 bis 29; Kühe a) 31 bl« 33, b) 26 bis 30, c) 21 bis 25, d) 10 bis 20; Färse« a) 38 bis 40, b) 32 bis 37, c) 27 bis 31. Wölber a) 45, b) 34 bis 44, c) 27 bis 33, d) 20 bis 26. Schafe nicht notiert. Schweine a) 53, b) 52 bis 53 c) 50 bis 53, d) 45 bis 52. Marktverlouf: Rinder mittelmäßig, geräumt. Kälber ruhig, langsam qe. räumt. Schweine mäßig belebt, Ueberstand. Kinfrermarft in (Breven Auf dem gestrigen Rinder-Rutzoiehmarkt in Gie- ßen standen 669 Stück Großvieh, 123 Fresser und 191 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe 1. Qualität 330 bis 440 Mk 2. Qualität 210 bis 280, 3. Qualität 100 bis 160- Schlachtkühe a) 160 bis 280, b) 50 bis 100; Rinder' bis -Ljährig, 60 bis 85, %« bis 2jährig 80 bis 160, tragend 180 bis 330 Mark; Kälber, das Pfund Lebendgewicht 20 bis 30 Pf. Ausgesuchte Tiere über Notiz. — Marktverlauf: Geschäft mittelmäßig. Nach,, frage nach guten Milchkühen. Schweinemarkt in Hungen. ♦ Hungen, 4. Dezember. Bei dem gestrigen. Schweinemar-kt waren 437 Ferkel zum Ver.. kauf aufgetrieben. Bei mäßigem Handelsgescha" verblieb Ueberstand. Man bezahlte für bis zu sech Wochen alte Ferkel 8 bis 12 Mark, sieben Woch« alte Tiere 13 bis 14 Mark, acht Wochen alte Ferkü 15 bis 16 Mark, neun bis dreizehn Wochen all, 17 bis 22 Mark. Rundfunkprogramm. Donnerstag, 6. Dezember. Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. Amtsgericht Gießen. Sechs Anwohner der Kläranlage wurden J* Geldstrafen, und zwar der Haupttäter zu 10, w anderen zu 3 und 5 Mark, verurteilt. <ßoi 1934/: Die Deuts vorde daß einer leber 2Ii nicht das hast 20' untere und Wozu h Frankfurt a. M., 4. Dez. Die Vereinbarungen in Rom für den Uebertzang des Saargebiets an Deutschland, die bereits im gestrigen Abendbörsen- verkehr einen günstigen Eindruck gemacht haben, wirkten auch an der heutigen Mittagsbörse anregend fort und führten fast auf der ganzen Linie zu Kursbefestigungen. Don der Kundschaft waren einige Kauforders eingetroffen. Nach deren Erledigung wurde das bis dahin ziemlich lebhafte Geschäft wesentlich ruhiger, da sich innerhalb der Kulisse eine gewisse Zurückhaltung bemerkbar machte. Sie dürste darauf zurückzuführen sein, daß diese Kreise vor der Veröffentlichung des Kapitalstockgesetzes keine langfristigen Engagements unterhalten möchten. Die Grundtendenz blieb aber auch später durchaus fest. Verstärkte Nachfrage zeigte sich auf Käufe aus dem Revier für den Montanmarkt, und die Umsätze waren recht lebhaft, besonders für die Werte der Stahlvereins - Gruppe, also Gelsenkirchen 60,50 (59,25), Phönix 47,90 bis 48,13 (47) und Sahlver- ein selbst mit 41 (40,25). Die übrigen Papiere erhöhten sich von 0,50 bis 0,75 v. H., nur Buderus lagen mit 84,25 um 0,75 v. H. leichter. Größeres Geschäft hatten außerdem IG.-Farben mit 136 bis 136,50 bis 136,25 (135), wogegen andere chemische Werte still und nicht ganz einheitlich lagen. Der Elektromarkt brachte bei kleinem Umsatz für Gesfürel und Schuckert Erhöhungen bis zu 1,40 v. H., während Bekula 0,40 v. H. und Siemens 1,25 v. H. nachlieben. Fest lagen ferner ZellstoffakUen, Wald- hos plus 0,50 v. H., Aschaffenburg etwa plus 1 v. H. Schiffahrtspapiere sowie AG. für Verkehrswesen blieben gut behauptet, ebenso Daimler Motoren. Von Einzelwerten kamen Conti Linoleum Zürich mit 59,40 (am 29. 11. 56,50), Deutsche Linoleum 0,50 v. H. fester zur Notiz. Reichsbankanteile und Moenus Maschinen sowie Mainkraft waren nur knapp gehalten. J«ä 6 Selm w ?.CN Ws °ls da Kommunal-Umschuldung lagen 5 Pf. höher, Zinsvergütungsscheine waren unverändert. Von Industrie-Obligationen setzten Stahlverein-Bonds 0,25 vom Hundert höher, Mittelstahl-Bonds behauptet ein. Von fremden Werten bröckelten Mexikaner etwas ab. Nachdem nach den ersten Kursen sich teilweise leichte Rückgänge ergeben hatten, zeigte sich in der zweiten Börsenstunde wieder etwas Nachfrage, so daß ein Teil der Papiere wieder etwas befestigt war. Das Geschäft erfuhr aber keine Ausdehnung, das Gros der Aktienwerte blieb auf dem Anfangsstand unverändert. Zellstoff Aschaffenburg lagen schließlich 1,65 v. H. fester, ferner sind Scheideanstalt mit plus 2 v. H., anderseits Lahmeyer mit minus 1,25 v. H. zu erwähnen. JG.-Farben schwankten zwischen 135,90 bis 136,40. Am Rentenmarkt traten ReichsbahnVA. mit 115 bis 115,13 (114,90) stärker hervor, während sonst keine nennenswerten Veränderungen eintraten, späte Reichsschuldbuchforderungen lagen jedoch etwas ruhiger und leichter. Goldpfandbriefe waren teils gefragt, teils etwas angeboten, während Liquidationspfandbriefe zumeist um 0,25 v. H. anzogen und auch einige Kommunal-Obligationen etwas höher lagen. Stadtanleihen waren zumeist unverändert, auch Staatsanleihen lagen ruhig. — Tagesgeld war zu 3,75 v. H. weiter erleichtert. Abendbörse gut behauptet. Die Abendbörse nahm bei fester Grundstimmung einen ruhigen Verlauf. Gegen die Berliner Schlußnotierungen war das Kursniveau im allgemeinen gut behauptet. Etwas höher lagen u. a. Farbenindustrie, Gesfürel und einige Montanpapiere. Andererseits gingen Lahmeyer um 1,25 v. H. und Verein. Ultramarin auf 123,50 (126) zurück. Am Rentenmarkt bröckelten Altbesitz gegen Berlin 0,25 v. H. ab, sonst traten bei kleinem Umsatz keine Veränderungen ein. Von Auslandswerten waren 4 v. H. und 3V2proz. Schweiz. Bundesbahn um je 1 v. H. auf 164 bzw. 153 erholt. U. a. notierten: Altbesitz 103,13, 6 v. H. Stahlverein 87,40, Braubank 102,50, Gelsenkirchen 60,25, Mannesmann 74,13, Phönix 47,75, Rheinstahl 89,50, Stahlverein 40,40, Aku 54,75, Bekula 139,75, Scheideanstalt 212, Licht und Kraft 121. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 4. Dez. Arn Gemüse2,462 58,24 55,03 12,32 16,41 168,46 21,16 61,93 Das toar n ■ft der uh d- «bet , pinöer °rmu( fPenfti( d; >ucht „| ♦ „Rhein-Mainische Börse" in Frank- fu r t. Im Zuge der Neuordnung des deutschen Dörsenwesens, die zum 1. Januar 1935 durchgeführt wird und in deren Rahmen die Zusammenlegung von 13 zu 5 Börsen erfolgt, ist die Mannheimer Wertpapierbörse mit der Frankfurter Börse Sitz in Erde ihren Acker bebauen für chre S^ne wie bisher. Zu tragischem Ende führt der Kampf. Eine deutsche Möglichkeit ist vertan für alle Zeiten. Statt drüben ein germanisches Reich zu gründen, werden auf 2 Jahrhunderte hin die Völker Deutschlands sich zerfleischen in Glaubenskämpfen, während die glücklicheren Portugiesen und Spanier, Columbus folgend, ihre Weltmacht in Amerika begründen. Ein Stoff von hohem historischen Rang ist in diesem Werk gestaltet. Packende Landschaftsschilderung wie lebendige Formung eigenwilliger Charaktere und Gestalten gestalten diesen Stoff, ber wahrhaft ein deutscher Stoff ist. — Kurt Faber: Unter Eskimos und Walfischfängern. Eismeerfahrten eines jungen Deutschen. Volksausgabe mit einem Geleitwort von Josef Ponten. Preis 4,50 Mark. — (448) — Verlag Robert Lutz Nachf., Stuttgart. Nicht weit von der Stelle, wo Kurt Faber fein wandermüdes Haupt auf einsamem Schneefeld Kanadas zur letzten Ruhe barg, hatte der damals Neunzehnjährige, vom Wandertrieb mächtig gepackt, vor 25 Jahren die Wanderung begonnen, die ihn trotz der furchtbar harten Schule seiner ersten Reise auf dem modernen Sklavenschiff eines Walfischfängers über alle Meere, durch alle Länder in warmen und kalten Zonen führen sollte. Von dieser ersten Reise ins nördliche Eismeer spricht dieses Buch. Unmenschlich hart ist der Dienst für den jungen Matrosen, verkommene Subjekte aus aller Herren Ländern sind die Kameraden, niederdrückend die unendliche Weite des Meeres und die schweigende Einsamkeit der ewigen Schneefelder. Aber Kurt Faber setzt sich durch, zwei Fluchtversuche mißlingen zwar, doch im Guten gelingt es ihm schließlich, von dem ungastlichen Schiff zu scheiden und mit einer Eskimofamilie auf monatelanger Schlittenfahrt wieder zivilisierte Gegenden zu erreichen. Die Schilderung dieser Reise durch die nordkanadischen Tundren, der stete Kampf gegen Hunger und die Unbilden der Natur, das romantische Leben unter den nomadisierenden Eskimos gehört zum fesselndsten dieses Buches. Besonders interessant ist auch Fabers Begegnung mit dem großen norwegischen Polarforscher Amundsen, der ge° rage damals auf seiner „Gjöa" die nordwestliche Durchfahrt gefunden hatte. Der Verlag hat die Volksausgabe des berühmten Buches mit hübschen Bildern ausgestattet. Statt der beigegebenen Karte Notlandung eines Frankfurter Freiballons. LPD. Buchenau (Kreis Biedenkopf), 4. Dez. In Elmshausen mußte ein Freiballon, der in Frankfurt a. M. aufgestiegen war, infolge einer Beschädigung an der Hülle eine Notlandung vornehmen, die sich dadurch sehr schwierig gestaltete, daß der Ballon in Gefahr geriet, mit einer Hochspannungsleitung in Berührung zu kommen. Einer ber Balloninsassen ließ sich an dem Haltetau, das auf dem Boden schleifte, zur Erde nieder, und es gelang ihm mit Hilfe einiger inzwischen herbeigeeilter Ortsbewohner, den Ballon zur Erde zu ziehen. In der Gonbel befanden sich drei Insassen. Hülle und Gondel wurden nach Buchenau gebracht, von wo aus der Abtransport mit der Bahn nach Frankfurt erfolgte. Kreis Wetzlar. <£ Rodheim a. d. Bieber, 4. Dez. Wie in allen größeren Orten des Kreises Wetzlar, ist auch in unserem Orte auf Anregung des Landratsamtes eine Fortbildungsschule für d i e weibliche Jugend errichtet worden, die in diesen Tagen ihren Betrieb ausgenommen hat. Kreis und Gemeinde haben selbst recht ansehnliche Geldopfer nicht gescheut, um bie erforderlichen Vorbedingungen für eine gedeihliche Arbeit zu schaffen. Heute steht ber Fortbildungsschule ein freundlicher, heller Raum mit genügend Tischen und Sitzgelegenheiten und 4 Kochherden zur Verfügung, fast alles neu beschafft. Die Unterrichtsstunden werden von den Jungmädchen der Jahrgänge 1932/34 der Gemeinden Rodheim, Bieber und Vetzberg besucht. Es wird in zwei Abteilungen unterrichtet. Als Lehrerin wurde Fräulein Martha Helwig (Gießen) verpflichtet, die schon seit Jahren an der hiesigen Volksschule den Handfertigkeits- und Kochunterricht mit gutem Erfolg geleitet hat. Wenn man noch bedenkt, daß von feiten der Arbeitsfront in unserer Gemeinde Näh- und Kochabende abgehalten werden, in denen die jungen Mädchen von tüchtigen Lehrerinnen auf ihren künftigen Hausfrauenberuf vorbereitet werden, fo muß man wohl sagen, daß speziell für die weibliche Jugend Rodheims bestens gesorgt ist. Es ist außerordentlich erfreulich, daß die maßgebenden Stellen mit soviel Interesse, aber auch mit soviel Tatkraft und Energie diese Seite der Volkserziehung in die Hand genommen haben. Der Erfolg dieser Anstrengungen wird sicherlich nicht ausbleiben, und bann wird einmal die Allgemeinheit den Nutzen haben. Kreis Biedenkopf. T Bischoffen, 4. Dez. In den Waldungen von Bischoffen und Ni oder weibbach wurde mit den Holzfällungsarbeiten begonnen. — In unferm Ort wurden für das Winterhilfswerk 84 Zentner Kartoffeln gesammelt. In Niederweidbach wurden 72, in Roßbach 33, in Wilsbach 64 und in Oberweidbach 70 Zentner aufgebracht. Di« Kartoffeln wurden nach Wiesbaden verladen. — Durch die Gaufilm stelle der NSDAP, gelangte hier der Film „Seekadett" zur Aufführung. — Die Bauarbeiter in unserer Gemeinde sind noch gut beschäftigt. Eine hiesige Firma läßt eine große Lagerhalle bauen. Die damit verbundenen Ausschachtungsarbeiten gaben auch den hiesigen Fuhrleuten Derdienstmögrichkoit. Auch für das Jahr ebenfalls freundlich, Alt- markt blieb das Anaebot sehr stark. Eskarol, H., etwas lebhafter späte Feldsalat, Spinat, WeHkraut und Wirsing sind Kleine Strafkammer Gießen. Zwei Zigeunerinnen Th. und Ch. L. wurde« wegen Betrugs vorn Amtsgericht Lauterbach zu vier bzw. drei Monaten Gefängnis verurteilt. Dagegen legten die Angeklagten Berufung ein. Die gestrige Hauptverhandlung ergab,, daß die Angeklagten am Buß- und Bettag in eim; Bäckerei in Lauterbach kamen, für 30 Pfennig Backwaren kauften und diese mit einem Fünsmarl- stück bezahlten. Während die Tochter des Bäckers, bie allein im Laden war, das große Geld wechselt i ging, nahmen die Angeklagten das FünfmarkM' weg. Durch die eingeleitete Unterhaltung mit ber Tochter bes Bäckers würbe biefe nach ihrer W kehr von bem Verlust bes Gelbstückes abgeknft Die Angeklagten gaben zwar zu, bas Geld genommen zu haben, wollen jeboch aus Versehen? hanbelt haben. Bezüglich ber Th. L. stellte Staatsanwalt bie Entfcheibung in bas ErrM bes Gerichts, ba ein gemeinschaftliches DoM" nicht erwiesen sei. Bezüglich ber CH. L. beantrag ber Staatsanwalt Verwerfung ber Berufung- Berufung ber CH. L. würbe verworfen, wahres Th. L. zu brei Monaten Gefängnis verurteilt ourot Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt desch lossenen Dividende an. — Retchsbankdtskont 4 o. H, Lombarbzinsfuß 5 v. H Äerlin^. Dezember Amertlani>che ’Jioten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten .................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Noten................ von den Weltreisen Fabers hätte sich eine Spezialkarte ber kanabischen Küsten bes Eismeeres empfohlen. —®- — Krieg auf sieben Ozeanen. Neue Folge von „Unsere Marine im Weltkrieg". Herausgegeben von Korv.-Kapt. a. D. F. O. Busch unb Korv.-Kapt. a. D. Frhr. v. F o r st n e r, mit 121 Bilbern unb 26 Karten im Text. Leinen 6,80 Mk. Brunnen-Verlag, Willi Bischoff. Berlin SW 68. — (470) — Korvettenkapitän a. D. Busch hat sich mit seinen Karneraben Korvettenkapitän a. D. Freiherr v. Forstner unb anberen Männern zufarnrnengetan, um ben zweiten, ben Schlußbanb seines Seekriegs- wertes herauszubringen, in ben auch zahlreiche Geschichten unb Geschichtchen aus ber Feber von Mitkämpfern im Weltkriege eingeflochten sinb. Nicht jebermann kann sich große Abmiralstabswerke kaufen, unb sie sinb auch nicht für jebermann getrieben, fonbem für Fachleute. Die zwei Bänbe Busch- Forstner aber sinb so allgemeinverstänblich, stellenweise so feuilletonistisch unterhaltsam, baß sie Familienlektüre werben können. Unsere Jungen vor allem werben sich begeistert in bie Erzählungen von Torpebobooten, Minensuchern, Sperrbrechern, Hilfskreuzern, Flugzeugen, Marineluftschiffen hineinlesen, auch in bie Taten ber Marine zu ßanbe unter Abmiral v. Schroeber in Flanbern. Vieles barin ist auch bem erwachsenen Leser neu unb hoppelt fesselnd. — Auf Kaperkurs. Helbentaten deutscher Hilfskreuzer. Von Walter von Schoen. Mit 25 2IbbÜbung«n unb Karten. Seinen 2,85 Mk. Verlag Ullstein, Berlin. — (467) — Immer roieber durchbrachen während des Krieges -deutsche Kaperschiffe di« englische Blockade und steuerten als „Schwarze Schiffe" hinaus in eine ungewisse, gefahrvolle Zukunft. Losgelöst von ■ber Heimat waren biefe Schiffe kleine Welten für sich, bie sich selbst erhalten mußten durch ben Mut ihrer Besatzung. Umringt unb gejagt von Feinben, zogen sie ihre Bahnen vom ewigen Eis ber Polarmeere bis zu ben parabiesischen Inseln ber Sübsee. UeberaU kaperten unb versenkten sie feindliche Schiffe, überall lauerten ihre Minensperren. Ritterlichkeit unb Menschlichkeit begleitete stets bie heldenhaften unb abenteuerlichen Taten bi es er Männer, von ■denen dieses Buch erzählt. Es wird auch von ber jungen Generation mit Spannung und Freude gelesen werden. Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgen, spruch, Choral. 7: Frühkonzert. 8.30 dis 8.45: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 12: Mittabskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittags, konzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaft;- bericht. 15: Nachrichten ber Gauleitung. 15.15: Kinberstunbe. 16: Nachmittagskonzert. 18: Deutsches Helbentum. Der letzte beutsche Marschall bei Weltkrieges: General August v. Mackensen, zu» 85. Geburtstag. 19: Stunbe ber Nation: Der Nikolaus ist da! 19.45: Saar-Umschau. 20: Reichs, sendung. 21.30: Geistliche Abendmusik. 22.10: Nachrichten. 22.20: Nachrichten aus bem SenbebeM 22.30: Große Volksmusik. 24 bis 2: NachtmusL waren bie Preise kaum verändert. Am O b st - markt blieben die Zufuhren in Aepfeln und Birnen immer noch stark. Für Apfelsinen nimmt das Angebot zu. Die Nachfrage nach bester Ware, besonders für Goldparmänen (14 bis 16) war gut. In guter Ware nahm bas Geschäft einen befriebi» genben Verlauf, im übrigen blieb es sehr flau. Für besonbers gute Auslese liegen bie Preise 20 bis 30 v. H. über Notiz, sonst waren sie unver- änbert. Frankfurter Pferdemarkt. Frankfurt a. M., 4. Dez. Der Auftrieb für den letzten Pferdemarkt in diesem Jahre war deson- ders lebhaft. Vom schwersten Belgier bis zum klein- sten Esel standen Zugtiere zum Verkauf. Der Handel setzte gleich bei Beginn des Marktes lebhaft ein und hielt auch späterhin an, so daß bereits gegen Mittag gut breioiertel der Gesamtzufuhr verkauft war. Doll- jährig« Pferde guter Beschaffenheit erzielten auskömmliche Preis«. Schlachttiere waren billig und brachten nur etwa 18 bis 20 Mk. je 50 Kilo Schlachtgewicht; fett« voll fleischig« Tiere wurden je nach Qualität entsprechend höher im Preff« gehandelt. Mainzer Schlachtviehmarkt. Mainz, 4. Dez. Auftrieb: 31 Ochsen (zum Schlachthof direkt 4 Stück), 34 Bullen, 299 (10) Kühe, 183 (2) Färsen, 320 (15) Kälber, 21 Schafe, 834 (25) Schwein«. Notiert wurden pro 50 Kilo Lebendgewicht in Mark: Ochsen b) 32 bis 36, c) 27 bis 31; | M 1° I (eilig h . S s I fiiijiw rjil feil Mahre 5n 3eil I Verzicht I schen ii Lasse I unb all tzeschlof I durch! I Gin D I fclbft a Nur I 3" F | S)unt K Am I Konze I tett) 1 I Art. I Gemi Guar rocrbi I in ®i I nertes 1 bered! I alte t I sogar | auch r Züglich vorgetl zu Höri unb za Jronftun a. 1)1. Berlin .yrannuL u. 2)L Äerlm Sranffun <1.1)1. Lerlln Schluß. kurS Schlüße. Abend- börse Schluß- hird Schlußt. Mittag- börse Schluß- hird Schluß'. Abendbörse Schluß- fürs Schlußt. Mittagbörse Schluß« fur< Schluß'. Abend» börse Gchluß« turs Schlußt. Mittagbörse Datum 3-12- 4-12- 3-12- 4-12- Datum 3-12- 4.12- 3.12- 4-12- Datum 3-12- 4-12- 3-12- 4-12- 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% ehem.7% Dt.ReichSanl.v. 1929 bZ4/L Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ............. Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8% Hess. BollSstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 5y»% Hess. LandeS-Hypotheken- bank Darmstadt Liqut......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Eammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ehern. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 16 unkündbar bis 1936 6%% ehem. 4y.% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbrtese....... 6J4% ehem. 4yt% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.^Soldpse. .... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand, briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Cteuergutsch. Verrechnungskurs.. 4% Oösterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4yt% deögl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 ®aflbab6a^n*jLnIcil,p 96-25 97.25 103 96-5 93 93-25 101-25 93 93 93-75 94 103-2 35 1,05 6,45 6,4 11,5 96,4 96,9 103,13 96,5 93,25 93,5 101,65 93,25 93,25 93,75 94,25 95,5 95,5 103,2 25,5 1,15 6,75 6,35 6,4 12,25 96,65 97 103,2 96,25 93 101-9 94 103,2 25,25 1,1 6,8 6,5 6,5 12 - 96,75 97,25 103,4 96,5 101,5 94,13 103,2 25,75 1,2 6,8 11,75 6 4 4 2 1 9 S y c s 2 9 S 8 G £ § S € £ lk S <3 1 T % desgl. Serie II ............. % Rumän. vereinh. Rente v. 1903 Z4A>Rumän.vereinh.Rentev.l918 % Rumänische vercinh. Rente .. Y*% Anatolier ............... )amburg-Amerika-Paket ..... O )amburg-Südam. Dampfschiff. o )ansa-Dampfschtff...........o !orddeutscher Lloyd ..... o l-G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 berliner Handelsgesellschaft ... 4 ^mmerz- und Privat-Bank ... O beutsche Bank und DiSconto- Gesellschaft................o dresdner Bank..............o ietchSbank ............... 12 l.E.G....................... iekula.....................0 lektr.Lieferungsgesellschaft... 6 tcht und Kraft .............6 eiten & Guilleaume.........0 )esellsch.f.Elektr.Unlernehmung. 6 rheinische Eleküsiität ........ 6 Schuckert L Co............... 6 -iemenS S Halske............ 7 ahmeyer L Co............. 10 hiberus ...................0 deutsche Erdöl .............. 4 Gelsenkirchener............. 0 arpener................... 0 oesch Eisen—Köln-Neuesten .. 0 lse Bergbau ............... f> lfe Bergbau Genüsse........ 6 löcknerwerke...... 0 stanneSmann-Röhrea........0 8 4,25 6,75 3,75 32,13 27,75 30,5 78,25 94 69,25 71,5 73,75 149,5 27,75 140,25 98-5 121,25 75,25 107 99,75 94 143,25 85 104 59,25 104 117,5 73,5 73,75 8 4,13 6,75 3,8 32,25 27,25 30,65 78,75 94 69,5 72 74,5 149,25 28 139,75 98,5 121 75,75 108 99,5 94,65 141,5 111 84,25 104 60,25 104,5 73,75 74,13 4,2 6.75 3,8 32,4 27,5 23 30,5 78,4 93,5 69,25 71-5 73,75 149 27,4 139,5 98 121 75 107,25 99,9 94 141,75 113 84,25 103 59,25 104,9 75,65 151 108,5 73 73 8 4,25 6,7 3,8 31,75 27,25 24 30,4 78,4 93 69,5 72 74,5 149 27,75 139,9 99 121 76 107,65 100,5 93,75 141,75 112,25 84,75 105 60,25 104,9 76,13 151,5 118 73,25 74,13 Mansfelder Bergbau......... 0 KokSwerke................. O Phönix Bembau.............0 Rheinische Braunkohlen ..... 10 Ryeinstahl..................0 Vereinigte Stahlwerke........O Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth.....?y2 I. G. Farben-Industrie.......7 Scheideanstalt................ Goldschmidt ................0 RütgerSwerke ...............0 Metallgesellschast.............O Philipp Holzmann........... O Zementwerk Heidelberg ......0 Cementwerk Karlstadt.........O Schultheis Patzenhofer .......O Aku sAllgemeine Kunstseide) .. O Bemberg...................O Zellstoff Waldhof ............0 Zellstoff Aschaffenburg .......O Dessauer Gas...............7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum...........O Orenstein L Koppel..........O Leonhard Tietz..............O Chade......................10 Arrumulatoren-Fabrü........0 Conti-Gummi...............O Gritzner.................... 0 Mainkraftwerke Höchst a.M,... 4 Süddeutscher Zucker.........8 79,25 47 215 89 40,25 12 109,4 150 135 210 90,4 38,75 82 77,25 109 54,5 131,25 46 64,9 48,25 63,5 31,75 201 133 27,25 80,25 178,5 47,75 215 89,5 40,4 12 109 109,5 152,25 136,13 212 90,5 38,75 81 ,8 54,75 132 46,5 66,5 48,25 64 31,75 196 133,75 27,5 80,5 182 79 93,75 46,75 213,5 89 39,9 11,75 108,5 109,5 152 134,5 90,25 96,75 82 n z 102 55 131 45,75 65.25 116,5 47,9 63,5 88 31,4 203 160 133 - 180 79 94,25 47,5 215 89 40,25 11,4 109 109,5 153 135,75 90,25 97,4 81 77,9 102,25 55 130,5 47 67,75 116 48,25 64 88 31,4 196 159 134 27 irö 3.Dezember 4. Dezember ___ Amtliche Notierung Amtliche flotiaww c^eld | Ärie Geld Buenos Atre> 0,628 0,632 0,628 TöT 58.« 0,206 3,# 5S,J Brüssel..... 58,17 58,29 58,26 Rio de Jan. 0,204 0,206 0.204 Cotta ...... 3,047 3,053 3,047 Kopenhagen. 55,09 81,07 55,21 54,96 Danzig..... 81.23 81,15 Ä Ä 21-5 0,721 5,7* kl- 49,0$ 11,L 63,66 80,85 34-08 10,46 London ..... 12,34 12,37 12,315 HelsingforS.. 5,45 5.46 5,435 Paris ...... 16,39 16,43 16,39 Holland ... 168,07 168,41 168,20 Italien..... 21,30 21,34 21,30 Japan ...... 0.720 0,722 0,719 Jugoslawien Oslo.....: 5,694 61,99 5,706 62,11 49,05 5,694 61,85 Wien....... 48,95 48,95 Lissabon.... 11,215 11,235 11,19 Stockholm... 63,63 63,75 63,48 Schweiz .... 80,79 80,95 80,69 Spanien.... 33,99 34,05 34,02 Prag....... 10,38 10,40 10,38 Budapest ... Neu York ... 2,488 2,492 2,490 Bantnoten. Ur. 284 Zweites Matt GlehenerAnzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Mittwoch, 5. Dezember (934 Tag ber„nafiona1en Solidantäi"im Kreis Gießen j jeg- zählen dürfte. dis 6. Pflug feien vom Der Beifall steigerte sich nach jedem Akt; es gab viele Vorhänge und zuletzt Angebinden für den Autor. als ü d,n ii und frommem habe, das be- der Beteiligten Reinhardt, der all« plötzlich beendet, aber sich trotzdem alsbald in den Herrn des Hauses verliebt und ihn — mit Hilfe seines alten und getreuen Faktotums — auch her- umbekommt. Truppführer an aufwärts. SA.-Führer vom bestätigten Scharaufwärts. SS.-Führer vom bestätigten Rotten- aufwärts. hoheitsträger der pO„ sämtliche Glück haben, Glück schaffen, beides durch Arbeitsbeschaffungslose! Ziehung: 22. und 23. Dezember 1934. Heu vom S. Sämtliche führer an 10. Sämtliche führer an 11. Sämtliche Hicht nur jedes Haus, jede Familie opfert an diesem Tage für das größte soziale Hilfswerk aller Zeiten, sondern jeder Volksgenosse erfüllt seine pflicht und opfert für das Dinterhilfswerk. Zeder mutz eine der großartigen Veranstaltungen und Kundgebungen des Tages der nationalen Solidarität besuchen. Die ganze Welt soll erfahren, daß Deutschland e i n Volk und e i n Dille geworden ist. Line Arbeitsleistung für das DHD. ist Ehrendienst am deutschen Volk und Vaterland. Es sammeln an diesem Tage im Bereich der Stadt Gießen: 1. Sämtliche HI.-Führer vom bestätigten Scharführer an aufwärts. 2. Sämtliche BDVl.-Führerinnen von der Scharführerin an aufwärts. 3. Sämtliche ordentliche Universitätsprofefsoren, der Rektor, der Senat der Universität, sowie olle Führer der Studentenschaft. 4. Sämtliche Regierungsräte, Oberregierungsräte, Amtsgerichtsräte, Landgerichtsräte. 5. Der Oberbürgermeister, Bürgermeister, die Direktoren der städtischen Werke. Oesterreicher bei Leuthen; — 1791: Wolfgang Amadeus Mozart in Wien gestorben (geboren 1756); — 6. Sämtliche Schulleiter, Rektoren, Direktoren staatlicher Schulen. 7. Sämtliche Künstler und der Intendant des Stadttheaters. 8. Sämtliche Führer des RS.-Arbeitsdienstes Gie- 12 !9 >e >3 ZI !3 17 16 13 II M n )6 II 15 15 15 )5 )5 10 n Das Wildschwein und Einars Rache Von Marie Hamsun. Amtsleiter, Abteilungsleiter und Unterabtel- lungsleiter der Kreisleitung, sämtliche Amtsleiter der Gießener Ortsgruppen. Der erste Appell all dieser Sammler findet am Mittwoch, 5. Dezember, um 20.30 Uhr, im Laf6 Leib statt. Die Sammler haben sich ferner am Samstag, 8. Dezember, in der Zeit von 15 bis 23 Uhr restlos Stelle tief zu vergraben. Da die Verbreitung Räude von Jahr zu Jahr wächst, müssen Jäger an ihrer Bekämpfung mithelfen. Daten für Mittwoch, 5. Dezember. 1757: Sieg Friedrichs des Großen über Herr Lindt spielte auch noch die männliche Hauptrolle, und es ist unter diesen Umständen kein Wunder, daß es die beste Leistung wurde, die wir bisher von ihm gesehen haben. Er 'hat sich die Rolle selbst geschrieben, und er mußte wissen, was ihm stehen würde; sie gibt ihm Gelegenheit, hübsch all° mählich aus sich herauszugehen und sich von kühler Konversation zu herzhaften Ansprachen nicht nur an die Geliebte, sondern auch an ihren und seinen (vermeintlichen) Sohn im Kinderwagen zu steigern, was nebst den zugehörigen Handreichungen alle Welt in Entzücken versetzte. nicht mehr dabeistanden, holte Ola seinen Frosch heraus und ließ ihn in Einars Hemd springen. Dies hatte eine unglaubliche Wirkung zur Folge. Einar stieß ein Geschrei aus, das jedem Ferkel Ehre gemacht hätte, und führte einen wahren Jndi» anertanz auf, ohne daß ihm dies auch nur die geringste Linderung gebracht hätte. Der Frosch krabbelte und kribbelte auf seinem Rücken und kitzelte ihn, daß er beinahe starb. Da ließ er in der äußersten Rot einfach die Hose fallen und schoß wütend, nur mit dem kurzen, kleinen Hemd bekleidet, hinter Ola her. Aber Ola lachte und drehte ihm eine lange Rase und lief ihm mit seinen langen Beinen davon. Weinend zog Einar seine Hose wieder an; oh, grausam, blutdürstig grausam sollte seine Rache sein! Die kleinen Mädchen waren ja lieb und gut und trösteten ihn, Martha sagte, Ola sei kolossal. Dies war ein großes und gefährliches Wort, Martha fand wohl, daß man über einen Menschen nichts Schlimmeres sagen könne. Und sie versprachen beide, zu Einar zu halten, damit er diese Schandtat vergelten könne. Die drei Geschwister steckten nun eine Weile dis Köpfe zusammen und berieten; endlich beschlossen sie einen gehörig schlimmen Streich, den sie dem Bruder spielen wollten. Gegen Abend bann sprang die Mine. Einar und die kleinen Mädchen saßen auf dem Stallhügel und waren sehr vergnügt. Ola bemerkte, daß sie aus einer großen schönen Tüte, die Einar herumbot, Zuckerzeug naschten. Wo in aller Welt hatte Einar das Zuckerzeug her? Richt etwa, daß er es ihnen nicht gönnte, Ola hatte selbst Zuckerzeug, er hatte eine große Tüte vom Ladenhändler bekommen, an dem Tag, an dem er wegen seines Stammdrittels abrechnete, er brauchte also die anderen nicht. Aber Einar war nie geizig, er hielt auch jetzt Ola seine Tüte hin und teilte mit ihm, als er herankam. Ra, das war ja sehr schön von Einar, und Ola begann schon fast seinen Streich mit dem Frosch zu bereuen. Sie saßen nun alle vier da und ließen sichs gut gehen und lutschten das Zuckerzeug in zunehmend guter Laune. „Bitte!" sagte Einar freigiebig und ließ die Tüte im Kreise wandern, es war das reine Schlaraffenleben, und Einar und die kleinen Mädchen wurden immer lustiger und luftiger. „Worüber lacht ihr penn so schrecklich?" fragte 'Ola. „Ueber dich!" antwortete Einar und schmiß Ola plötzlich die leere Tüte ins Gesicht. „Und schönen Dank auch!" rief er und rollte vor Lachen den Hang hinunter. „Ha-ha- ha!" jubelten die kleinen Mädchen und rollten nach. Ola blieb allein zurück. Ein fürchterlicher Verdacht stieg in ihm auf, er stürzte ins Haus und sah unter seinen Sachen nach — die Tüte war weg! Und jetzt hätte am liebsten Ola vor Wut geweint. .'larl-Ludwig Lindt, der sich so in dreifacher ^Mnschaft auf der Bühne präsentierte, plaudert -n: Programmheft einiges darüber aus, wie das Ciirf zustande kam. Er beruft sich, um die ehr- milbige - Tradition der von ihm bevorzugten Gat- tir.j ins rechte Licht zu setzen, auf Hans Sachs ui schildert auch, um andererseits die Aktualität br Fabel zu betonen, wie segensreich die Aus- sssmg der Ehestandsbeihilfe sich auf einem Gebiet ctoqeroirft habe, wo man es in der Tat auf den feji-n Blick nicht vermutet haben würde; diese Maß- nihne gab sozusagen das erlösende Stichwort für d- Beiden Autoren, die zuvor ihre Phantasie mit osclibar nicht den richtigen Mitteln anzuregen ver- sch hatten. Las Stück beherbergt zwei zwar verschiedenartige, ■ ak* äußerst berühmte Zitate; das eine stammt von ' üikielm Busch und endet mit den Worten „Vater sm! dagegen sehr", das andere ist sogar aus den ,Saubcrn", letzter Akt, letzte Szene, letzter Satz: ricm Mann kann geholfen werden", und was das Anische ist: sie passen alle beide als Motto über «'J5 Stück, in dem an sich nicht viel mehr passiert, c; daß zwei sich heiraten. imetW sentlichkeit wfa! ien O M M Sinne btipM < if W Uch- itraW Mck ie e MMM k M. zur Verfügung zu stellen. Diese Zelt ist von licher anderer Verpflichtung frei zu halten. Heil Hitler! I. V.: Schmelz, kreivpropagandaleiter. Der Autor führte, wir sagten es schon, persönlich Regie; roer_ anders hätte sein Stück hier besser inszenieren können, und ihm kam überdies zustatten, daß seine Kollegen offenbar mit allen Kräften bemüht waren, bas ihre zu einem siegreichen Abschluß bes Abends beizutragen. Herr Löffler hatte bas sommerlich freunbliche Bühnenbilb bazu gestiftet. gewisse Verbote und Verfügungen zu umgehen, um auf alle mögliche Art sich solche Stoffe zu „be- schaffen", bie nun einmal dazu gehören, das Leben an sich erträglicher zu gestalten. Seine Erlebnisse bei der „Kartoffelernte" riefen Helle Begeisterung bei den Zuhörern hervor. Dann schilderte der Redner, wie allmählich die Weihnachtszeit herangerückt sei und mit ihr die Sehnsucht nach dem Vaterlands Gauführer Weigel (Gießen) noch einige Worts über Ziel und Aufgaben der Guttempler-Bewegung. In diesem Zusammenhang sprach er noch dem Ordensführer Weber (Gießen) Dank für dessen ersprießliche Arbeit aus, die er bereits fünf Jahrs der Bewegung geleistet habe. Mit dem Wunsche, daß jeder aus der Adventsfeier etwas mit nach Haufe nehmen möge, um es im Kreise seiner Angehörigen zu verwerten, wurde die Feier geschlossen. Keine Lebensmittelpakete für Strafgefangene. Vom Bund Nationalsozialistischer Deutscher Juristen, Justizpressestelle Gießen, wird uns mitgeteiltt Es wird darauf hingewiesen, daß nach neuerer Anordnung die Zusendung von Lebensmittelpaketen an Strafgefangene auch für die Weihnachtstage nicht gestattet ist. Fuchsräude in den Jagdrevieren. Unser Jagd-Mitarbeiter Hubertus teilt uns mit, daß in den Revieren die Fuchsräude, durch d-ie große Werte vernichtet werden können, sehr stark herrscht. Er schreibt dazu: Es muß versucht werden, die befallenen Tiere in möglichst großer Zahl abzu- schießen. Es besteht auch die Gefahr der Uebertra- gung der Milben auf Hunde beim Bringen kranker Füchse, oder beim Arbeiten im verseuchten Bau. Von sachverständiger Seite wird empfohlen, solche Hunde nach der Arbeit mit einer 2 v. H.-Kreolinlösung zu behandeln, um dadurch der Krankheit vorzubeugen. Geschossene oder gefundene Räudefüchfs sind entweder zu verbrennen, oder an Ort und Minin, ezember. Gymnastik 11 Men. 6.55: fr t. 8.30 bis 8.45: (• Schulfunk.! uKe und hau- nsh Nachrichten! ezirk. 13.15: U- n. 14.30: Dich ' Gauleitung, r gskonzert. 18: ’ deutsche MaG t v. Macken^ >er Nation: ier! ilmschau. 20: 1 endmusik. 22.10J ius dem Senbel bis 2: Nachtm Damit wäre aber der Schwank schon im zweiten Akt aus, überdies ist der bekehrte Wüterich noch nicht von seiner Babyfeindlichkeit geheilt, und siehe da, es rollt, von ungefähr, aber immerhin ein Kinderwägelchen mit Inhalt über die Veranda, und obwohl weder Kind noch Wagen ihr gehören, hat die mehrfach erwähnte junge Dame die Stirn, beides für ihr rechtmäßiges Eigentum zu erklären, wo sie doch nicht einmal einen Mann hat, sondern erst einen haben will. Und der, den sie meint, besteht in der Tat die ihm auferlegte Feuerprobe und ist am Ende so weit, daß er dem zur Unzeit auftauchenden rechtmäßigen Vater seinen Säugling erbittert streitig machen will. Ra, mehr kann weder die junge Dame noch das ergötzte Publikum verlangen, und alsbald wird die in der Ueberschrift gegebene Parole auf bie einzig mögliche Weise besiegelt. ■ Es gibt kaum ein>erfrischenderes Buch Die Langerudkinder" von Marie 12'8 tu (I-* nid||k “ °«-> Di« fr Rach dem Vortrag von Pfarrer der bei den Zuhörern starken Beifall fand, sprach rcr (’M mb Dy. 2. fc pnty filterte aten @tfänf die Ängeklagien: lUpivechMung «i iß- wd Mag in ■ men, für 30 W > mit ffltm tfünM t Iiifls* 15 grofot W rten bas W Unterhalts w diese nach N; GeldM M jedoch aus W & Ä JÄ ingnis °n--» einen Kinderwagen mit hth. Adventöfeier im Heim „Hassia" des Guttempler-Ordens. Der Deutsche Gutternpler-Orden, Heim „Hassia" Gießen, hatte am gestrigen Dienstagabend seine Mitglieder zu einer Adventsfeier in die Herberge zur Heimat, Hinter der Westanlage, eingeladen. Dem Rufe der Ortsgruppenführuna waren die Mitglieder mit ihren Angehörigen zahlreich gefolgt. Stimmungsvolle Weihe lag über dem Raum, her mit Tannenzweigen, Adventskränzen und Kerzen geschmückt war. Echte und frohe Weihnachtsvorstimmung spürte man, als die auf den Tischen aufgestellten Kerzen entzündet und beim Scheine der trauten Lichter die Adventsfeier mit einem gemeinschaftlichen Lied eröffnet wurde. Ordensführer Weber (Gießen) begrüßte die Besucher und wies mit kurzen Worten auf die Bedeutung der Veranstaltung hin, die traditionsgemäß in jedem Jahre veranstaltet wird. Wie das erste entzündete Licht des Advents Wegweiser sein solle für das Kommende, so soll die mit jedem weiteren Sonntag entzündete Kerze Symbol sein für das Leben; Kraft wolle matt schöpfen für die weitere Entwicklung der Dinge, bis endlich strahlend und leuchtend Weihnachten hereinbricht. Anschließend sprach Pfarrer Reinhardt (Gießen) über seine Erlebnisse als englischer Kriegsgefangener und insbesondere über seine Eindrücke von Weihnachten in England. Mit einfachen und zu Herzen gehenden Worten verstand es der Redner, seine Zuhörer von vornherein zu fesseln. Wenn man auch im allgemeinen wüßte, was der deutsche Frontkämpfer mitgemacht habe, so sei es doch nicht weiter bekannt, wie die deutschen Soldaten in den Tretmühlen der Gefangenenläger gelebt hätten. Umgeben von einem harten und schweren Schicksal hinter Drahtverhauen, abgeschnitten von der Freiheit der Bewegung in der Natur, abgeschnitten vom Vaterland und vom Betätigungsfeld für das deutsche Volk, stets sei man umgeben gewesen von einer trüben Hoffnungslosigkeit, befangen von dem Gedanken, für die menschliche Gesellschaft verloren zu sein, und dann doch immer wieder der Hoffnungsschimmer: Es muß doch einmal anders werden. Der Redner, der als junger Theologe im Jahre 1917 in ein englisches Krankengefangenen- Elisabeth W i e l a n d e r machte die bewußte junge Dame namens Ferdinande mit dem richtigen Instinkt, mit trockenem Humor und gutsitzenden Pointen. (Auch die schon erwähnte Ohrfeige saß.) Herr D o l ck spielte den Diener Wilhelm mit Ab- geklärtheit und Gemüt als einen segenstiftenden Hausgeist. Heini Göbel und Luise Decker als stürmisches und jugendlich verliebtes Brautpaar, Herr Geiger als sächsischer Hochtourist mit Kin- - —gnwp 58,26 Ä h 160'2 Ä , ib ; d,V I ij,j» - i 2,<86 Hamsun. Eben bringt der Verlag Albert Langen / Georg Müller in München davon eine illustrierte Neuausgabe heraus, der wir mit Erlaubnis des Verlags den folgenden Absatz entnehmen. Das Wildschwein war in seinen Auslauf hinausgelassen worden, zum großen Vergnügen für es selbst und die anderen. Ja, sogar Vater und Mutter mußten sich Zeit nehmen und dem Ferkel eine Weile zuseyen und lachen. Es war unbedingt das großartigste Tier auf der Alm. Als man es in dem geräumigen Auslauf frei- gelassen hatte, war es lebendig geworden! Erst glaubte es ja nicht, daß dies wahr sei, einen Augenblick lang stand es vollkommen still, dann aber machte es plötzlich einen Satz, und als es ihm klar wurde, daß es hier herumlaufen konnte, wußte es sich vor lauter Freude gar nicht mehr zu fassen. Es machte die seltsamsten Sprünge, dick war es ja und hatte nur ein paar winzig kleine Beine, aber es sprang wie ein Ball umher und quiekste vor Freude. Die Kinder konnten deutlich hören, daß dies ein Freudenschrei war, und da schrien sie aus ganzem Herzen mit. Einar geriet über das Schwein so in Entzücken, daß er über die Einzäunung sprang und anfing, auf allen Vieren zu krabbeln und zu springen und zu kollern, genau wie das Ferkel. Da aber fürchtete sich bas Schwein und stand ganz still in einem Winkel und wollte nichts mit Einar zu tun haben. Ola mußte Einar zurechtweisen: „Komm doch wieder heraus, du machst dem Wildschwein Angst!^ „Geht dich das etwas an?" erwiderte Einar. „Glaubst du etwa, es ist dein Schwein?" sagte Dia. „3a, gerade, hätte ich es nicht gefangen auf dem Weg zur Alm herauf damals, als du nicht mehr konntest, bann hätten wir es jetzt nicht!" Auf diese unangenehme Wahrheit gab Ola keine Antwort. Aber da Vater und Mutter glücklicherweise los Sichkennenlernen, sagt Herr Lindt selber, v::i nicht schwer, aber bas Sichverstehenkönnen um ^schwieriger, ba es sich um zwei grunbverschiebene 2inperamente hanbelt. Auf biefer Schwierigkeit i l her ganze Schwank aufgebaut, benn es hanbelt R tfbarum, einen aufs Stanbesamt zu schleppen, i dl hwar bie Beihilfe nicht so furchtbar nötig hat, icm ein ausgemachter Weiberfeinb ist und kleine ! tor nicht ausstehen kann. Wenn man es klassisch j fraHieren wollte, könnte man sagen: bes Wider- ssMigen Zähmung. bis fängt mit einem saftigen Streit um ein ver- thHnes Backfischkleid an und geht mit einer mit 12' i und Tücke ertrotzten Heiratsanzeige weiter, t mer weiß, wie bas geendet hätte, aber bestimmt rroil als Schwank, wenn nicht eines Tages eine fes SK 50 bis loo 'm.1'1 ^ungeti 37 ■Qciti & öutn fiebe [ ®0l*>en alt, 3» reiM» Wachei' )er „Drücker" entfchie- e, Herr Kühne und Fräulein Ensemble noch genannt. lazarett in einem Vorort von Manchester eingeliefert wurde, schilderte dann in eingehender Weise fein und bas Leben seiner Kameraben in biefer Gefangenschaft. Ausgehend von der Verpflegung, die in den ersten Jahren des Krieges in en-gkifcher Gefangenschaft vorzüglich mar, im Jahre 1917 jedoch und beim Einsetzen des U-Boot-Krieges sich bedeutend verschlechterte, ging er über zu der Wiedergabe von lustigen Erlebnissen, sprach von dem Geist der Kameradschaft und von dem Bestreben, sich gegenseitig das schwere Los zu erleichtern. Der Vortragende erzählte frohgestimmt und natürlich, wie man es immer wieder verstand. f Hießen üläranl^/;' fiauptia r9 ' verurteil!- Gießener Stadttheater. iüans dc Neve und Karl-Ludwig Lindt: „Parole: Heiraten!" Ne Aufführung dieses Schwankes fand unter so srmnblicher, ja zuletzt stürmischer Anteilnahme statt, v man fast glauben konnte, einer erfolgreichen Aufführung beizuwohnen. Dies war nun zwar liai't der Fall, die Lautstärke des Erfolges aber küh den besonderen und seltenen Umstand gerecht- ir;igt, daß ein Mitglied des Ensembles nicht nur de. Hauptdarsteller und Spielleiter, sondern sogar Autor mitgewirkt hat. Amt für Volkswohlfahrt, Ortsgruppe Sießen-Süd. Die Pfundsammlung in her Ortsgruppe Gießen- Süd wird am Donnerstag, 6. Dezember, von der Fvauen-schaft hurchgefüyrt. Die Hausfrauen werben gebeten, die Pakete bereitzustellen und auf den Umhüllungen Gewicht und Inhalt zu verzeichnen, ba für jede Spenbe eine Quittung erteilt wird. Amt für Volkswohlfahrt, Sießen-Nord. Die von her Ortsgruppe Gießen-Nord verausgabten Kohlengutlscheine sind von ben Ktzhlenhänblern bis spätestens Freitag, 7. Dezember, auf unserer Geschäftsstelle, Walltorstraße 16, gegen Empfang von Wertquittungen vorzulegen. Verspätet eingereichte Gutscheine werben nicht mehr berücksichtigt. Deutsche Arbeitsfront. Abteilung Jugenb. Der Nähkursus der Deutschen Arbeitsfront finbet am Donnerstag, 6. Dezember, 20 Uhr, im Sackl der Deutschen Arbeitsfront, Schanzenstvahe 18, statt. Alle Möbels, bie für diesen Kurs eingeteilt find, sind verpflichtet, regelmäßig zu kommen, nur im Krankheitsfall vorherige schriftliche Entschulbigung. Berufshauptgruppen in der OAI. Verufsgemelnfchaft bet Kaufmannsgehilfen. Die diesmonatllche Zusammenkunft findet am Donnerstag, 6. Dezember, 20 Uhr, im Ortsgruppen- heim der Berufshauptgruppen in der DAF., Gießen, Lonystraße 18, statt. Es spricht Diplom-Kaufmann W. Wertes über „Die Aufgaben des Handels in der deutschen Volkswirtschaft^. Reichsbund Volkstum und Heimat. Unsere Mitglieder werden auf ben Lichtbildervortrag von Museumsdirektor Dr. Kunkel über „Bineta" am Donnerstag, 6. Dezember, 20K Uhr, im Kunstwissenschaftlichen Institut hingewiesen. (Eintritt frei! Aus der Provinzialhauptstadt. Tatgemeinschast. Vom Gau Hesfen-Nasfau des Winterhilfswerks 934/35 wird uns geschrieben: Die Zeiten, in denen ein innerlich zerrissenes Deutschland beim Ausland um Hilfe bettelte, sind vorbei. Das deutsche Volk ist sich bewußt geworden, ?taf3 es, wie jedes Volk auf der Erde, ein Recht auf iinen Platz an der Sonne hat. Unser Volk will stben. Auch der Winter kann uns unsere Zuversicht nicht trüben! Die Erfolge der Arbeitsschlacht und vas Ergebnis des vorigen Winterhilfswerkes haben Inas bewiesen. Wenn Deutschland seinen bedürftigen Volksgenossen im letzten Winter fühlbare Hilfe liegen Hunger und Kälte gewähren konnte, dann juirb auch in diesem Jahre niemand Not leiden nüffen! Es kommt lediglich auf uns selbst an, auf ■ Msere unbeugsame Opferwilligkeit und unsere un- »rdrossene Mithilfe. Klagen wir nicht über die Zeit mb ihre Härte, warten wir nicht auf Wunder! Dazu haben wir unsere Geisteskräfte, wenn wir nicht gebrauchen? Sind wir ein Volk, eine leben- •ge Tatgemeinschaft, wenn wir uns nicht gegen« iitig tragen und stützen? Wir wollen an- Zacken und handeln und damit selb st !>a s Wunder unserer Rettung voll- ür i n g e n! Wenn das Schiff auf ruhiger See durch 'ie Wellen gleitet, ist es ein leichtes Arbeiten für iffiziere und Matrosen. Bricht aber ein Sturm iit feiner Urgewalt herein, drohen Klippen und ^fahren, dann heißt es: „Alle Mann an Deck!" !n Zeiten der Not können wir auf keinen Mann I i'rzichten. So muß der jetzige Winter alle Deut« foen im stärksten Lebenswillen vereinigt finden. Lassen wir darum alle kleinmütigen Gedanken rnb alle Zweifel schweigen! Ein Millionenvolk, bas ij schlossen auftritt, kann seine Notleibenben auch Iirch Notzeiten hindurchbringen, muß es können! (in Volk, bas nicht bazu bereit märe, gibt sich |lhft auf. ?Nur eine Losung geht burch Deutschlanb: „Treu /u Führer und Volk im Kampf gegen fju n g e r u n b Kält e!" Kirchenkonzert in ver Gtadtkirche. !Am Montaqabenb fanb in ber Stabtkirche ein -'"nzert bes Leipziger Soloquartetts (Röthigquar- tüt) statt. Es war eine Feierstunde ganz besonderer Ü't. Und man hätte gewünscht, daß sich mehr li'meindeglieher dazu eingefunben hätten. Dem inartett geht ein guter Ruf voraus, unb viele t?rben es früher schon einmal bei einem Konzert ii Gießen gehört haben. Das Programm des Kon- ;rtes war sehr sorgfältig ausgewählt und legte kredtes Zeugnis ab von gutem Geschmack. Ganz c* kirchenmusikalische Sätze wurden geboten, einer fio.ar aus dem 15. Jahrhundert. Welche Weise man "-H erwähnt, sie waren alle in der gleichen nördlichen Stimmenführung und Stimmengestaltung I Nffletragen. Man glaubt da einen ganzen Chor jil hören. Voll unb wuchtig, unb bann roieber fein uo zart klangen bie Lieder, fein dynamisch aus« tzlllichen. Besonders ist der wunderbare Ausklang 2k einzelnen Lieder zu erwähnen. Fein abgestuft tlcngen die Lieder, je nach ihrem Inhalt, aus. Es pT ein Genuß, der sich von Lied zu Lieb steigerte, simrehr als ein Genuß, es war über aller Kritik trmben, was ba gesungen würbe; es war mehr cl ein Konzert, ein feiner Gottesdienst zu Beginn ü Vdventszeit. Und mit vollem Recht stand über h feierlichen Stunde im Gotteshaus das Wort: griffet uns fingen von ber Gnade des Herrn!" 8-rzügliche Stimmen haben sich da zufammen- Mnden, die in uneigennütziger Weife dem deutschen Lllk diesen herrlichen Schatz alten Liedgutes über- inltefn wollen, und die zugleich aus der ganzen !1 des Vortrages erkennen lassen, was für sie da- bnlter ftefjt. und nach dem Erleben eines deutschen Weihnachtsfestes. Wie man aber schließlich mit den einfachsten Mitteln, mit Kameradschaftsgeist Eifer ein Weihnachtsfest gefeiert stimmt zu den größten Erlebnissen fouragierte junge Dame in das Haus des Frauen- berroagen, Frau Schubert-Jüngling, deren Verächters geschneit käme, die zwar die erste ein- Spiel durch Vermeidung etlich« gehendere Zwiesprache mit einer Ohrfeige etwas den gewinnen würde, Herr K 1835: der Dichter Graf August von Platen in Syrakus gestorben (geboren 1796). Voruotizen. — Tageskalender für Mittwoch: NSLB., Kreis Gießen, 15.30 Uhr, ,Liebigshöhs", Kreisoersammlung. — Cafe Leib, 20.30 Uhr, Appell der Sammler am Tag der nationalen Solidarität. — Stadttheater, 20 bis gegen 22 Uhr, 2. Symphonie- konzert des Gießener Konzertvereins. — Lichtsvielhaus, Bahnhofstraße, „Marie Luise". — Turmhaus am Brand, 16 bis 18 Uhr, Weihnachtsausstellung der Reichskammer der bildenden Künste, Gruppe Gießen. — Industrie- und Handelskammer Gießen, 20 Uhr, Cafö Ebel, Kundgebung des Fachhandels für Gas-, Elektro- und Baumaterialien. — Reichalle am Brandplatz, 21 bis 22 Uhr, Beginn eines Son- dertrockenfkikurfes. — Stadttheater Gießen. Im Stadtcheater findet heute, 20 Uhr, als 9. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement das 2. Symphonie-Konzert des Konzertoeroins statt. Ausführende: das Orchester Sine geschloffene Front erfordert das Mnkerhilfswerk nicht nur beim Opfern, sondern auch beim Dienst für die hilfsbedürftigen Volksgenossen, hier gelten weder Rang noch soziale Stellung, bei diesem Dienst kommt es zu jeder Zeit nur auf die echte Volksverbundenheit aller deutschen Menschen an. Dieser Gesinnung, daß keiner im Leben zu hoch steht für diesen Hilfsdienst, keiner zu vornehm ist, neben dem einfachsten Manne aus der Volksgemeinschaft zu sammeln für die edlen Zwecke des winterhilfswerkes, soll Ausdruck gegeben werden am Samstag, 8. Dezember, dem Tag der Rationalen Solidarität! des Stadttheaters und die Reichswehrkapell«; als Solist Erich Flinsch, Frankfurt (Klavier); Leitung hat Obermusikmoister Ernst K r a u ß e. An Stelle des Werkes „Die Moldau" von Smetana kommt Richard Wagners Vorspiel zu „Die Meistersinger von Nürnberg" zum Spiel. Dauer von 20 bis gegen 22 Uhr. — Oberhessischer Geschichtsverein. Man schreibt uns: Den ersten Vortragsabend dieses Winters hat Museumsdirektor Dr. Kunkel aus, Stettin übernommen. Der Vortragende ist bekanntlich Gießener und war bis 1922 Geschäftsführer des Oberhessischen Geschichtsvereins. Sein Lichtbilder- vortrag am nächsten Donnerstag, 6. Dezember, im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts, wird unter besonderer Berücksichtigung Pommerns mit einigen Haupttatsachen der urgeschichtlichen Besiedlung des Ostseegebietes, also mit einem wichtigen Ausschnitt der altgermanischen Vorzeit beginnen. Vorzugsweise soll er dann das frühe Mittelalter behandeln, wo Nordostdeutschland noch von Slawen bewohnt war, kulturlich und politisch aber auch mit den „Wikingern" manche Beziehungen hatte. Im Bereich der Odermündungen spielen bte chronistischen und sagenhaften Ueberlieferungen um Iumne — „Vineta" — Jomsburg, Namen, die von der Ge- schachtsforschung heute zumeist auf das alte Julin, das heutige Wollin am Dieoenowstrom, bezogen worden. Hier haben in den Sommermonaten große Ausgrabungen stattgefunden. Ihre Beschreibung wird im Mittelpunkt des Vortrages stehen, um mit einem kurzen Blick auf die Deutschwerdung des Ostens abzuschließen. Es wird auf die Anzeige am Samstag, 1. Dezember, verwiesen. — Die Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde, Naturwissenschaftliche Abteilung, hält am morgigen Donnerstag eine Sitzung ab, in der Unioersitätsprofessor Dr. Küster über das Thema „Das Problem der Pflanzengallen" sprechen wird. (Siehe heutige Anzeige.) — DerSA.-Sturmbann Vl/116 versammelt sich am morgigen Donnerstag, 20 Uhr, im Saale des Kameradschaftshauses der Studentenschaft (Studentenheim) zu einem Kameradschaftsabend. * ** Das Oberhessische Schwurgericht wird, wie wir vor einigen Tagen bereits meldeten, am Dienstag und Mittwoch nächster Woche zu einer Sitzung zusammentreten. Am Dienstag wird gegen Richard Jung aus Efpa wegen Totschlags verhandelt, am Mittwoch folgt der Prozeß gegen Karo- line O r t w e i n aus Kaulstoß wegen Mordes. ** Bettlerrazzien im Kreise Gießen. Im Verlaufe der vergangenen vier Wochen wurden in den Landgemeinden des Kreises Gießen durch die Gendarmerie Bettlerrazzien durchgeführt. Es wurden insgesamt 41 Personen verhaftet und mehrere — soweit sie feste Wohnsitze hatten — wegen Bettelns angezeigt. ** D i e Gemeindehunde st euer betrifft eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei in unferm heutigen Anzeigenteil, auf die besonders hingewiesen sei. ** Preußisch-Süddeutsche Klassen, lotterte. Die Erneuerung der Lose muß bis heute, 18 Uhr, erfolgt sein. (Siehe gestrige Anzeige.) ** E i n Münzfernsprecher - und Wert- Zeichen-Automat wird gegenwärtig an der Straßeninsel auf dem Lindenplah errichtet. Diese neue Einrichtung der Post im Dienste des öffent- lichen Verkehrs verdient alle Anerkennung. ** Richtigstellung. In unserem gestrigen Bericht über den Schulungsvortrag in der Ortsgruppe Gießen-Süd muß es bei der Erwähnung des Ausfuhrüberschusses vom Oktober nicht 60 Millionen, sondern 16 Millionen hoißen. Der von dem Vortragenden erwähnte neue Textilrohstoff Heißt auch nicht Wikrabant, sondern Distragarn. ** Feuer in der Sandgrube. Die Feuerwache wurde in der vergangenen Nacht, um die Mitter- nachtsstunde, über den Bahnhof durch den Bahn- Blockwart an der Strecke Gießen—Fulda (Rädgener Straße) alarmiert und nach der Sandkaute an der Rädgener Straße (kurz vor dem Flughafen) gerufen. Dort brannte die Bretterbude. Die Löschmannschaft ging dem Feuer mit dem in der Motorspritze stets mitgeführten Reservewasser zu Leide und konnte der Flammen bald Herr werden. Ein Hausen Briketts, dicht an der Bude, der ebenfalls Feuer gefangen hatte, wurde sofort mit abgelöscht. Die Feuerwehr wurde heute gegen 6 Uhr ein zweitesmal zu der Brandstelle gerufen, da die Briketts erneut auf- flammten. Nach geraumer Zeit konnte die Wehr wieder einrücken. * • Der Obst- und Gartenbauoerein Gießen hielt am vorigen Sonntag im Kaufmännischen Vereinshaus seine erste Mitglieder-Ver- sammlung im Winterhalbjahr 1934/35 ab. Im Verlaufe der Tagung hielt der Vorsitzende einen interessanten Vortrag über die verschiedenen Humus- dünger, die als Ersatz für den immer schwerer zu beschaffenden Stallmist gelten könnten, lieber ben Dortrag wird in der landwirtschaftlichen Beilage des Gießener Anzeigers „Die Scholle" näher berich- tet werben. Weiter wurde über Neuerscheinungen auf dem Gebiete des Gemüsebaues, der Blumenzucht und des Liebhaber-Obstbaues Mitteilung gemacht und eine Zusammenstellung neuerer und wenig bekannter älterer Obstsorten erwähnt, die etwa 30 haltbare Wintersorten umfaßt. Als Früchte von besonderer Schönheit seien erwähnt: Apfel Freiherr von Berlepsch, Cascognes scharlachrote Parmäne, Geheimrat von Oldenburg, Martens Gravensteiner, Peasgoods Unvergleichlicher, Riesen- boikenapfel, Schöner aus Herrnhut und Signe Til- lisch. Letztere Sorte erschien in diesem Herbst öfter auf dem hiesigen Wochenmarkt. Die Vorträge wurden mit großem Interesse ausgenommen. * * Der Schwan bei Ruttershausen. Zu unserem Bericht aus Ruttershausen über ben bort auf ber Lahn gefangenen Schwan (Gießener Anzeiger Nr. 278 und 280) wird uns von einem Leser in Laubach mitgeteilt, daß am 25. November, gegen 11 Uhr, bei Freienseen ein großer weißer Vogel gesichtet wurde, der bei der Entfernung des Vogels nicht mit voller Sicherheit angesprochen wer- den konnte, aber für einen Storch oder Schwan gehalten wurde. Der Vogel flog in ber Richtung Freienseen—Weickartshain—Grünberg. Gießener Hugend nimmt Abschied von den Gaarkindern. Ein Bunter Abend im Eafs Leib. Der Saal im Caf6 Leib war gestern abend wieder einmal erfüllt vom Leben und Treiben einer quicklebendigen Jugend. Es galt diesmal Abschied zu feiern von den Saarkindern, die am heutigen Mittwochoormittag nach fünfwöchigem Ferienaufenthalt unsere Stadt verlassen. Der Abschiedsabend nah einen sehr anregenden Verlauf. Viele Kräfte bemühten sich um feine Ausgestaltung. Da war es zunächst die Kapelle der Hitlerjugend, die in starker Blechmusikbesetzung mit schneidigen Märschen den Abend einleitete und auch in dessen Verlauf immer wieder gute Musik machte. Die Einbringung der Fahnen der HI., der Wimpel des Jungvolks und des BdM. gestaltete sich zu einem kurzen feierlichen Akt. Die Hitlerjugend trug dann drei ihrer frischen Lieder vor, deren Rhythmus immer wieder neu erfreut. Außerdem befindet sich der Chor fest in der Hand des jungen Dirigenten, so daß die Lieder sehr geschlossen wiedergegeben wurden. Christel B r o s ch a t, eines der gegenwärtig hier weilenden Mädchen von der Saar, trug das Gedicht von Fritz Barthels „Das Herz von der Saar^ vor und erntete dafür starken Beifall. Der Kreisamtsleiter der NSV. Gießen, pg. Klös hielt bann eine kurze Ansprache. Den Kindern von der Saar solle hier noch einmal gezeigt werden, wie die freie Jugend im neuen Deutschland lebt, wie sie arbeitet, spielt, singt, wie sie für Adolf Hitler steht. Bald werde auch für die Kinder an der Saar die Zeit gekommen fein, auch fo auftreten zu dürfen, wie es jetzt die Jugend im Reiche tue. Jungvolkjungens, die sich lagermäßig in einem Halbkreis auf der Bühne niederließen, zeigten bann wieder ihren Heimabend, sangen ihre schnurrigen Lieder und Moritaten, erzählten kleine Geschichten, die stark mimisch unterstützt wurden. Sie brachten sofort die Lacher auf ihre Seite. Der Kreisschulungsleiter pq. Michel wandte sich dann in unmittelbarer Ansprache an bte Saartinoer: ,Zhr feiert heute Abschied , so sagte er. „kehrt zurück in eure Heimat, aber die Tage, die ihr hier verlebt habt, sollt ihr im Herzen behalten. Wir alle helfen, daß auch die deutsche Jugend an der Saar befreit wird. Ihr Saarkinder habt nun -fünf Wochen mit deutscher Jugend zusammengelebt, habt das Deutschland Adolf Hitlers gesehen, und fehrt nun zurück in das Land, in dem noch die Franzosen und fremde Mächte regieren. Ihr sollt aber froh an die Saar zurückkehren, ihr wart im freien Vaterland und werdet bald in freier Heimat fein. Bald wird auch bei euch eine Jugend fein, die sich freuen darf, fpielen darf, froh fein kann, die nicht mehr zu hungern und nicht mehr zu frieren braucht, bald auch nicht mehr bei den Eltern trübe Augen sehen muß. Kehrt nach hause, fröhlich, wie ihr es hier sein konntet! Auch euch wir bald der Tag der Freiheit beschert sein!" Die Kinder antworteten der Ansprache mit lebhaftem Beifall. Gemeinsam wurde das Saarlisd gesungen. In der Folge wartete die Jugend im Jungvolk und im BDM. mit lustiger Unterhaltung auf. Mädchen führten einige rasch improvisierth humorvolle und drastische Szenen auf. Sehr gut gefielen dann einige Volkstänze, von den Mädchen in schönen bunten Kleidern getaugt. Die Saarkinder trugen ebenfalls zur Unterhaltung bei, zeigten ein Reigenspiel, brachten Gedichte zum Vortrag und hatten sogar einen kleinen Sprechchor eingeübt, der erkennen ließ, daß sie es dem Jungvolk und dem BDM. gerne gleichtun möchten. Der erste Versuch ist denn auch recht flut gelungen. Im Sprechchor luden sie auch die Gießener Jugend in das Saarland ein. Nachdem noch bas Jungvolk bas Lieb „Berg op Zorn" gesungen und 'bann gemeinsam mit Jungmädels einen sinnvollen Sprechchor zum Vortrag gebracht hatte, fand ber Abenb mit einer kurzen Ansprache eines Saarländers, der heute die Kinder wieder zurückbegleiten hilft, seinen Abschluß. Der gemeinsam gesungene erste Vers des Deutschlandliedes beschloß den Abend, an den die Kinder von der Saar lange zurückdenken werden. Oberheffen. Schweres Motorradunglück. — Ein Toter. * Alsfeld, 4. Dez. In der Nähe des Dorfes Leusel (Kreis Alsfeld) sauste ein mit zwei jungen Leuten besetztes Motorrad in voller Fahrt gegen einen Baum. Beide stürzten mit der Maschine, wobei der eine Fahrer, ein junger Mann aus Leusel, zum Glück mit leichteren Verletzungen davonkam. Dagegen trug der andere, ein junger Mann namens K ü ft e r aus Alsfeld, einen Schädelbruch und sonstige Verletzungen davon, an denen er in der Marburger Klinik g e - ft o r b e n ist. Kundgebung der NSDAP, in Lich. ? Lich, 2. Dez. Eine öffentliche Kundgebung der Ortsgruppe Lich der NS DAP., die einen außerordentlich guten Besuch aufwies, fand in Steins Saal statt. Neben den Gliede- rungen der Partei und den Verbänden waren insbesondere die Frauen in stattlicher Anzahl erschienen, so daß der geräumige Saal bis auf den letzten Platz besetzt war. Nach einigen von der SA. gesungenen Kampfliedern eröffnete der Ortsgruppenleiter, Pg. Karl Kuhn, die Kundgebung und erteilte nach der Begrüßung dem Redner des Abends, Kreisschulrat Pg. Nebeling (Gießen) das Wort. Pg. Nebeling sprach in etwa eineinhalbstündigen Ausführungen über den „Sozialismus der Tat". An den Beginn seiner Darlegungen stellte ber Reb- ner ben burch ben Weltkrieg hervorgerufenen gewaltigen Umbruch auf allen Gebieten und in aller Welt, schilberte als Folge biefes Umbruchs ben Zusammenbruch ber Weltanschauungen bes Kapitalismus, bes Liberalismus, Marxismus und bgl. unb zeigte im Anschluß hieran ben unaufhaltsamen Aufbruch einer bisher wenig beachten Nation im fernen Osten, Japan, bas uns Deutschen gerabezu als Dorbilb dienen könne, wie Deutschland nach Ausführungen von führenden Japanern in vielem Japans Vorbild sei. In seinen weiteren Ausführungen gab der Redner dann klare Auskunft auf die so oft aufgeworfene Frage „Wie steht der Nationalsozialismus xum Krieg . Er wies hierbei auf den vom Führer bei vielen Gelegenheiten erklärten Friedenswillen Deutschlands hin, betonte aber auch, daß Deutschland sich wehren würde und müßte, wenn man ihm sein Lebensrecht nehmen wolle. Nachdem der Redner in anschaulicher Weise die Begriffe Volk, Arbeiter, nationaler Sozialismus, Volkswirtschaft ufro. dargelegt hatte, widerlegte er das oft gegen den Nationalsozialismus angewandte Wort „Politik verdirbt ben Charakter" unb stellte als Beweis bes Gegenteils hierzu unseren Führer und Volkskanzler Adolf Hitler hin. Nach einigen Worten über die Außenpolitik ging der Redner insbesondere auf die Stellung der Frau im Reiche Adolf Hitlers ein. Die deutsche Frau, so führte er u. a. aus, sei heute ebenfalls in das politische Leben gestellt und habe auch die große und heilige Pflicht, zur Erfüllung der Volksgemeinschaft beizutragen, zu ber sie in erster Lime befähigt sei. Sie sei bte erste, die das Wort „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" verstehe, denn ihr ganzes Leben als Frau unb als Mutter fei eine immerwährende Erfüllung dieses Wortes. Eine große Pflicht obliege ferner der Frau als Mutter in der Jugenderziehung, die die wesentlichste Grundlage der Entwicklung des deutschen Menschen sei. Weiterhin sprach der Redner noch über bte Leistungen bes vorjährigen Winterhilfswerkes unb forberte bazu auf, baß auch im bevorstehenben Winter alle, befonbers bie Frauen, zu ihrem Teil bazu beitragen, bie Not unserer ärmsten Volksgenossen lindern zu helfen. Mit den Worten „Deutsches Volk! Dein Führer ruft! Folge seinen Worten!" schloß er seine beifällig aufgenommenen Ausführungen. Mit dem Gruß an unseren Führer und dem gemeinsamen Gesang des Horst- Wessel-Liedes schloß die Kundgebung. Landkreis Gießen. cic. H e u ch e l h e i m, 4. Dez. Der Gefangner- ein „T e u t o n i a" veranstaltete am Sonntag in ber Turnhalle ein Konzert, bas sehr gut besticht war. Die Veranstaltung, ein deutscher Volksliederabend, ließ erkennen, welche wertvolle Aufgabe di« Männergejangvereine erfüllen. Unter Leitung seines Dirigenten Otto Bender (Steinberg) brachte ber Verein Lieder der besten deutschen Komponisten zu Gehör, bie allgemein Anklang fanben. Den instrumentalen Teil bes Abends führte bie Kapelle bes Marinesturmes Meßen aus. Der Gesangverein „Teutonia" kann bie Veranstaltung als vollen Erfolg buchen. r Klein-Linden, 3. Dez. Das Leipziger Solo-Quartett für Kirchengesang von Professor R ö t h i g , geleitet von Dr. Kurt Taut, gab am Sonntagabend in unserer Kirche bei starkem Besuch ein Konzert. Es wurde allen Freunden der Kirchenmusik ein erlesener Kunstgenuß geboten. Die Vortragsfolge zerfiel in drei Teile, in Lieder „Auf der Weihnachtswarte", „Unterm Weihnachtssterne" und „An der Weihnachtskrippe". Das Quartett, zwei Männer- und zwei Frauenstimmen, bot kirchliche Musik in höchster Vollendung, wie sie in unserer Gemeinde in den letzten Jahren noch nicht gehört worden ist. 00 Klein-Linden, 3. Dez. Das Jung- volk von Klein-Linden hatte Eltern und Freunde für Samstagabend zu einem Werbeabend in den Saal des Gasthauses „Zur deutschen Eiche" eingeladen. Der Saal war schon vor Beginn ber Veranstaltung stark besetzt. Auch ber Iungbann- fuhrer bes Jungbannes 1/116 Jakob S ch u st e r (Gießen), ber Stammführer bes Stammes Geusen Heinz Fischer (Gießen) und weitere Jungvolkführer nahmen als Gäste an dem Abend teil. Unter den Wirbelschlägen des Svielmannszuges marschierte das Jungvolk mit feinen Wimpeln in den Saal ein, worauf gemeinsam das Lied „Wir sind die Sturmkolonnen..." gesungen wurde. Standort- führer Rudolf Holler grüßte die vielen Besucher unb sprach davon, daß der Abend ben Zweck habe, ben Eltern rechten Jungvolkgeist vor Augen zu sich- ren. Im ersten Teil bes Abenbs zeigte das Jungvolk einige Bilder aus der Kampfzeit der HI. in den verflossenen Jahren. Der zweite Teil brachte Bilder aus dem Leben ber Pimpfe von heute. Passende Einzelvorträge, Sprechchöre, Lieder aus der Bewegung und gut dargebotene Theaterstückchen gaben einen Einblick in das Wollen einer vorwürts- fchreitenden Jugend, die nur das eine Ziel kennt, das, was der Führer fordert, restlos durchzuführen. Mit dem Lied des jungen Deutschland „Vorwärts, vorwärts ..." wurde ber schön ausgestattete Abenb geschlossen. Stanbortführer Holler warb zum ber Anerkennung für die Darbietungen unb ti Ausblicke für die Zukunft. Die Führerin w i g brachte ein Sieg-Heil auf den Führer U und das Lied „Die Fahne flattert uns voran" sich an. Der Reinertrag des Abends kommt ta Winterhilfswerk zugute. * Lang-Göns, 3. Dez. Der hiesige ©tun des NSKK. hielt am heutigen Abend trm Kameradschaftsabend ab, ber recht c besucht war, auch zahlreiche Kameraden aus ff.1.' heim, Grüningen, Allendorf, Leihgestern ufro. v ren erschienen. Die Kapelle des Sturmes (pti einige schneidige Märsche. Darauf begrüßte führer Wilhelm Boller (Lang-Göns) die Grito neuen. In zahlreichen humoristischen SBortr;1' taten sich Wilhelm Velten, Wilhelm ®'.' Walter Iänike (Lang-Göns) und Richard^! (Allendorf) hervor. Der Abend verlief bei Minder Unterhaltung und Tanz in herzlicher schäft. * Lang-Göns, 4. Dez. Die Pferde Landwirtes Wilhelm Wentzel in der Breiig scheuten, scheinbar vor einem großen LastcM und gingen durch. Dadurch kam der Besitzer zu und zog sich starke Verletzungen zu.,/ mußte ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. '■9 Pferde nahmen keinen Schaden. > Holzheim, 4. Dez. Bei der H a u s s a m1' I u n g für das W i n t e r h i l f s w e r k, die Ortsgruppe der NSDAP, durchführte, würben' unserer Zelle über 100 Mark gestiftet. Die toffelsammlung bradjte ungefähr 220 N ner ein. — Dieser Tage fanb in unserer kung durch bie hiesige Jagbaesellschaft eine Tre«> jagd statt, bei ber 205 Hasen zur Strecke geb^ würben. Gegenüber anberen Orten ist hier der gang der Jagd recht zufriedenstellend. — Tage wurde die Autobahn, die auch unsere Gemarkung führt, endgültig abgesteckt führt auch hier, wie in anderen Orten, durch - beste Land. Etwa 60 Normalmorgen gehen bal®j für unsere heimische Landwirtschaft verloren. fentlich werden bei den Bauarbeiten der Bahn^, reiche Arbeiter unserer Gemeinde eingestellt, es sind hier immer noch eine ganze Anzat werosloser vorhanden. — Arn Samstagabends, im Saale des Pg. S a m e s durch die Gaufn^ der Film „Rosen blühen auf dem Heidegrab j* zeigt. Der Besuch hätte besser sein dürfen. •- Ausführungen wurden mit großem Interesse genommen. e sehr sie imstande ist, auch da einzuspringen in itiern und selbstoerleugnendem Heldentum treuer keitragsleistung geregelt worden war, wurde die 'j-agung geschlossen. < Ruttershausen, 4. Dez. hier fand in !>rr Wirtschaft von Otto Schön eine gutbesuchte i; ationalsozialistische Versammlung mtt, die von Pg. Petrasch (Lollar) eröffnet und Tiit kurzen, herzlichen Worten geschlossen wurde. mk stellvertretende Kreispropagandaleiter Pg. 'n e ß hatte den Vortrag übernommen. Er stellte der iüderen liberalistischen Weltanschauung die natio- ^sozialistische gegenüber, betonte die Kamerad- chaft, erinnerte an die wichtige Arbeit der Frau nb Mutter im Dritten Reich und stellte zuletzt das nichtige Winterhilfswerk mit eindringlichen Borten in den Vordergrund. Nachdem der Borgende ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer (•isgebrad)t hatte, wurde die Versammlung in üblicher Weise geschlossen. baWimyn ir TM Wrerin i i\ auf den 5W flattert uns Daran des Neids te iguie. ez. Dn W 6h i fyeuifyl Neid r mb ab,kt.Ä he Äamotottslr irf, Leihst N eile des Am; Darauf begrüß < (ßang«®öns) bu humoristifchin » (ten, W Jöns) uni [benb oerhef 61 n$ in herzlichere Dez. Die W -ntzel in der- r eine? E h tarn der W l-rletzE l Anspruch ™ der h""' -rhun»', I. durchfuhr"'. Mark gE x *-S äsffyi Zeineinde h eine e-durchs besser " $ nit0* .M Och Ä 9m S&W litete h- ‘ leinlanien »ent1»? rend bem L? n fatiatii* babei h fn? noch bie, ;?U sprechen, d- Jemals bestand^ r Die 8n;. efungenen ersten j LH®* $ ä h"8 i/Ä ber mil Endchen brair- Theaterstücke i mgen Lieber uni Eme SJerlofuna l vurben NähM "91 hatten, aus: den weilenden & ■ 1 S cherung 8- Die 3ungmi zu einem Ed : el eingeladen. Sir ! Bruder Jung (Großen-Buseck), über bie letzte Aus- ähußsitzung im Gau Hessen-Nord. U. a. teilte er mit, :«aß durch Verhandlungen zwischen bem Reichssport- Ährer von Tscharnrner und Osten und dem Führer der deutschen Gebirgs- und Wanbervereine Professor Dr. Werner (Darmstadt) bie deutschen Dandervereine als Sportverein« im Sinne ber körperlichen Ertüchtigung anerkannt seien, wenn sie •nmbeftens eine monatliche Wanderung mit anschlie- sender Körperschule durchführten und außerdem noch line entsprechende Zahl Wochenend- und Mittwochs- Wanderungen in den Wanderplan aufnähmen. Wei- lurhin sei vom Hauptverein bestimmt worden, daß .de jährliche Sternwanderung und die Iahreshaupt- Zußballobteilung des Turnvereins Wieseck. wieseck l — Collar I 6:5. Im fälligen Derbandsspiele der Rückrunde standen sich am Sonntag in Wieseck die Mannschaften von Lollar und Wieseck gegenüber. Dem Unparteiischen (Schneider, Gießen) stellte sich Lollar in stärkster Ausstellung, während Wieseck Ersatz für seinen Mittelläufer und den Halblinken einstellen mußte. Beide Mannschaften lieferten sich ein sehr temperamentvolles Spiel, das manchmal hart an bie Grenze des Erlaubten ging. Schon wenige Minuten nach Spielbeginn gelang es dem Halblinken ber Gäste burch einen überraschenden Schuß seiner Mannschaft die Führung zu geben. Beide Torhüter mußten bann öfters eingreifen. Wohl war Wieseck mehr im Angriff, doch dauerte es geraume Zeit bis ber Ausgleich gelang. Lange währte diese Freude aber nicht. Lollar übernahm abermals die Führung und erhöhte sogar auf 1:3. Doch stellte Wieseck bis Halbzeit das Resultat auf 2:3. Nach Seitenwechsel lag Lollar im Angriff. Ein Selbsttor der Platz- besitzer brachte den Gästen ein weiteres Tor, doch ist und damit in die Familien eine Dorweihnachts- freube brachte, die nach den langen Jahren der Hoffnungslosigkeit doppelt groß ist. § Mainzlar, 3. Dez. Gestern abend veranstalteten die hiesige NS. -Frauenschaft und die Frauenhilie eine öffentliche Kundgebung für bas Winterhilfswert. Nach einleitenben Worten des hiesigen Ortsgruppenleiters Pg. Schroth sprach Schulrat Pg. Nebeling über die Winterhilfeaktion. Nach dessen Ausführungen schloß Pg. Schroth den Abend mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer. ch Allendorf a. d. Lumda, 3. Dez. Daß zur Zeit aroße Nachfrage nach Bau-, Nutz- und Werkholz herrscht, zeigte die hiesige erste städtische Holzsubmission. Es standen zirka 1700 Festmeter zum Verkauf. 30 Angebote, teils aus Hessen, Hessen-Nassau, Rheinland und Westfalen waren eingegangen. Die Höchstgebote waren für den Festmeter: Buchen-Stammholz: 3. Kl. 19,15 Mk. (66 v. h.), 4. Kl. 22,32 Mk. (62 v. h.), 5. Kl. 28,80 Mk. (67 v. h.). Kiefern-Stammholz: Id-Kl. 13,26 Mk. (66,3 v. h.), 2a-Kl. 17,15 Mk. (75 v. h.), 2d-Kl. 24,30 Mk. (90 v. h.), 3a-Kl. 27,90 Mk. (90 v. h.), 3d-Klasse 33,30 Mk. (90 v.h.), 4a-Kl. 36 Mk. (90 v. h.). Fichten-Stammholz: la-Kl. 13,65 Mk. (68 v. h.), Id-Kl. 13,90 Mk. (63,5 v. h ), 2a-Kl. 16 Mk. (64 v.h.), 2d-Kl. 17,75 Mk. (63,5 v. h.), 3a-Kl. 20,80 Mk. (69,5 v. h.), 3d-Kl. 24,10 Mk. (73 v. h.). Lang-Grubenholz: Kiefern: 12,01 Mk. (67 v. h.). Schwellenholz: Buchen: 14,10 Mk. (70,5 v. h.). 4= Lauter, 4. Dez. Dieser Tage sand hier durch den Pächter der Gemeindejagd eine Treibjagd statt, bei der 40 Hasen, 3 Rehe und 3 Füchse zur Strecke gebracht wurden. taubes von 1521 zurückversetzte. Die Darsteller and en reichen Beifall. Ortsgruppenleiter Müller rankte dem Lehrer für seine Mühewaltung um diesen Abend. Mit dem gemeinsam gesungenen erste« Vers des Horst-Wessel-Liedes fand der Abend seinen Abschluß. ± Muschenheim,4. Dez. Die hiesige Orts- gruppe der NSDAP, hielt dieser Tage einen Schulungsabend ab, zu dem besonders die Frauen eingeladen waren. Redner des Abends war Pg. ÄI oft ermann. Die Ausführungen sanden ' allgemeine Aufmerksamkeit und starken Beifall. — !An der Ecke Bahnhofstraße-hefsengasse ereignete (sich ein Verkehrsunfall. Ein Motorrad und i ein Kraftwagen fuhren zusammen. Menschen kamen izum Glück nicht zu Schaden. Watzenborn-Steinberg, 4. Dez. Die I hiesige Ortsgruppe ber NSV. veranstaltete am Sams- I tag im Saale „Zur Krone" einen BuntenAbend -zu Gunsten des W i n ter h i lf s we r k s, der i unter dem Losungswort stand: „Keiner soll hungern! iKeiner soll frieren!" Pg. Euler hielt die Begrü- gßungsansprache. Bürgermeister Pg. Schäfer ge- Luchte in einer kurzen Ansprache des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler und des verewigten Weneralfeldmarschalls von Hindenburg, weiter Mab er Teile aus dem Briefverkehr mit diesen beiden Ehrenbürgern unserer Gemeinde bekannt, hierauf -erstattete er Bericht über die finanziellen Vorgänge nn der Gemeinde in den letzten Jayren. Der unterhaltende Teil des Abends wurde von Lehrer Karl (Philipp mit feinem Humor geleitet, ferner stell- iiten sich die hiesigen vier Gesangvereine, als weitere Mitwirkende Heinrich Degen, Georg Schäfer, Aräulein Bender, die BDM.-Trachtengruppe, die Turnerriege und die Kapelle des Marinesturms Gießen in bester Weise in den Dienst der guten Sache, o Rödgen, 4. Dez. Dieser Tage wurde das Ehepaar Ludwig Brück gemeinsam zu E3 r a b e getragen. Kürzlich erkrankten die hach- getagten Leute gleichzeitig und starben am selben Tage, die 75jähnge Frau in der Nacht, der 83jäf)» i'ige Mann gegen Abend. Eine große Trauer- gemeinde gab dem allgemein geschätzten und belieb« ,3en Ehepaar das letzte Geleite. = Aus dem Busecker Tal, 3. Dez. Der Zwei gverein Buseckertal im Vogels- • erger höhenclub unternahm gestern seine «tzte Monatswanderung nach Rödgen. Begünstigt nurch das gute Wanderwetter batte sich eine stattliche Teilnehmerzahl eingefunden. Nach herzlichen Begrü- Mngsworten berichtete ber Vereinsleiter, VHE.- Kegler im Dienste des Winterhilfswerk. Wettkampf der keglervereinlgung Lahn-Vusecker Tal. An dem am vergangenen Sonntag abgehaltenen Kegeln zugunsten der Winterhilfe beteiligten sich 69 Bunbesmitglieder, sowie 36 Verbandsmitglieder. Nachdem der Dereinigungssührer das Kegeln mit einer kurzen Ansprache eröffnet hatte, nahm der Wettkampf einen flotten Verlauf, fo daß es gegen abend beendet und die Siegerehrung vorgenommen werden konnte. Einen schonen Erfolg hatte der Kegler Ehr. Walter, Beuern, zu verzeichnen. Gelang es ihm doch, auf beiden Bahnen jemals die 1. Urkunde zu bekommen. Nachstehend die einzelnen Ergebnisse: Scherenbahn (Bundesmitglieder): 1. Ehr. Walter, Beuern, 65 Holz; 2. W. Lepper, Beuern, 64 Holz; 3. Fr. Müller, Alten-Buseck, 63 Holz auf je 10 Kugeln. Bohlenbahn (Bundesmitglieder): 1. Ehr. Walter, Beuern, 66 Holz; 2. W. Wagner, Alten- Buseck, 64 Holz; 3. Ld. Forbach, Wieseck, 63 Holz auf je 10 Kugeln. Scherenbahn (Gäste): 1. Ad. Dapper, Alten- Buseck, 67 Holz; 2. Fr. Funk, Beuern, 62 Holz. Bohlenbahn (Gäste): 1. L. Walter, Taubringen, 62 Holz; 2. K. Schäfer, Alten-Buseck, 59 Holz. Dem Winterhilfswerk konnte ein Betrag von 36 Mark überwiesen werden. Mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer und Reichskanzler wurde das Winterhilfskegeln beendet. Die Spiele der Bezirksklaffe in der Gruppe Marburg. In ber Bezirksklaffe „Gruppe Marburg" nahmen die Spiele den erwarteten Verlauf. Dr. FV. Ockers- Ha uien gewann auf eigenem Platze gegen den VfL. Bieoenkopf knapp 3:2, wobei mit ausschlaggebend war, daß der Biedenkopfer Torhüter einer Unsport, lichkeit wegen des Platzes verwiesen wurde. Die Marburger Germanen konnten sich in Bot- tenhorn nicht durchsetzen, sie mußten dem Platzverein mit 4:1 die Punkte überlassen. Der Neuling Gemünden fällt allmählich immer mehr zurück, er unterlag in Sarnau mit 7:1. Der SC. Gladenbach ist vom DFB. wegen Zah- lungsrückstand gesperrt. Die Spiele gegen VfB. Kur- hessen und FV. Breidenbach sind kampflos für die Gegner gutgefchrieben worden. Die Mannschaft hatte bis zur Pause bereits einen Stand von 4:2 herausgeholt. Nach dem Wechsel wurde die Überlegenheit deutlicher und weitere sechs Erfolge für die Gäste beschlossen den Kampf. Tv. Krofdorf-Launsbach — Tv. Heuchelheim 4:10 (2:8). Ein hartes Spiel! Die Mannschaft der Gastgeber enttäuschte sehr. Die Gäste boten eine abgerundete Leistung, ihr Sieg stand daher auch jederzeit außer Frage. Tv. Rutterhausen-Wihmar — T. Lollar-Staufenberg 7:4 (4:2). Der erwartete Sieg kam in dieser höhe verdient zustande. Die Mannschaft der Gastgeber fand sich vor allem im Zusammenspiel besser. Der Kampf war stets wechselvoll. Bis zur Pause hatte die Platzelf vier Tore vorgelegt, während die Gäste den Torwart ihres Gegners nur zweimal bezwingen konnten. Bei meist verteilten Leistungen wurde das Resultat in der zweiten Hälfte auf 7:4 gestellt. Tv. Garbenheim-Aauborn — Tv. Wehlar-Niedergirmes komb. 12:7 (6:4). Das Resultat überrascht etwas. Die Gäste hatten nur neun Spieler zur Verfügung. Die Mannschaft der Gastgeber hatte also leichtes Spiel, mußte sich aber trotzdem, was die erste Hälfte anbelangt, mächtig strecken. Die zweite Halbzeit entschied den Kampf deutlich für die Platzmannschaft. Das Spiel war gut besucht. Vor neuer Arbeit im Turnkreis Wetterau-Dogelsberg. Der Kreisführerring des Turnkreises Wetterau* Vogelsberg im Gau Nordhessen versammelte sich am Sonntag in Bad-Nauheim zu einer wichtigen Sitzung, die sich in der Hauptsache mit dem Arbeitsplan für das neue Turnjahr befaßte. Turnkreis- sichrer Thierolf (Friedberg) wies zunächst auf den Kunstturnkampf Saar — Hessen hin, der am 16. Dezember im großen Konzerthause zu Bad- Nauheim zu einem großen Treuebekenntnis Nord- Hessens für die Brüder und Schwestern an der Saar gestaltete werden wird. Um der Bedeutung des Tages Rechnung zu tragen, wurde beschlossen, den Kreisturntag, dessen Besuch allen Vereinsführern und Dereinsturnwarten der Unterkreise Bü- oingen, Friedberg und Schotten zur Pflicht gemacht wird, am Vormittag des 16. Dezembers in Bad- Nauheim zu veranstalten; außerdem werden die Vereinsdietwarte und die Vereinspressewarte des Turnkreises an diesem Tage nach Bad-Nauheim zu ihren Jahresversammlungen einberufen. Wie Kreisturnwart Dr. Sieger! (Stockheim) mitteilte, setzt im Januar auf allen Gebieten des Turnens eine rege Lehrgangstätigkeit ein. Innerhalb der Unterkreise werden im Januar und Februar Mannschaftskämpfe unter den Vereinen durchgeführt, denen dann im März als Abschluß der Winterarbeit ein Treffen der besten Geräteturner der Untertreife folgt. Erstmals soll 1935 ein Kr e is- turnfeft durchgeführt werden, das der Vorbereitung für das ©aufeft in Gießen gilt. Es wurde jetzt schon beschlossen, daß der Turntreis Wetterau-Vogelsberg Sondervorführungen als Massendarbietung zum Gaufest vorbereitet. Der Tum- treis wird auch wieder zwei Juaendturnen durchführen, eins für die Untertreife Büdingen und Schotten in Eichelsdorf, eins für den Unter- freis Friedberg. Die Veranstaltung eines Bergfestes auf dem hoherodstopf, dem schon lange in Turnfreifen das Wort geredet wird, wurde angeregt. Ein Beschluß wurde jedoch noch nicht gefaßt. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichteit der Schriftleitunq.) Wartha h., Gießen. Ihre Anfrage ist an folgende Adresse zu richten: Gemeinnützige Aftien- aesellschast für Angestelltenheime (Gagsah), Frankfurt a. M., Eschenheimer Landstraße 378. Pflichterfüllung, wo sonst ihr eigentlicher Platz nicht ist? Die Politik dürfe der Frau nichts Sonderbares und Fremdes mehr sein, denn was ihre Sorge im Haus und in der Familie, also im kleinsten Kreise, das sei die Sorge unserer heutigen Staatsführung im Großen: Politik ist Sorge für das Volk. Und sorgen für andere, wer verstünde das wohl besser als die deutsche Frau? So fei die Frau auch berufen, das große Werk des deutschen Volkes, das Winterhilfswerk, am ersten zu verstehen und zu tragen, da an erster und berufenster Stelle mitzuwirken, daß dieses Werk der Liebe und des Dpferfinnes eines geeinten Volkes gelinge, ja, darüber hinaus in seinem Endergebnis den Erfolg des vergangenen Winters überbiete. Die Ausführungen des Redners fanden dankbaren Beifall und werden dazu beitragen, die Opferwilligkeit in unserer Gemeinde, die darin nicht an letzter Stelle steht (wir reden nur nicht so viel davon), noch zu stärken. Im Anschluß fand noch eine kleine Verlosung von Handarbeiten, die die Schuljugend und die Frauen angefertigt hatten, statt, die allgemein viel Freude und Fröhlichkeit bereitete! Mit dem Deutschland- und dem Frauenschaftslied fand die Veranstaltung ihr Ende. — Eine erfreuliche Tatsache ist hier noch insofern zu verzeichnen, als unsere Gemeinde zur Zeit keine Arbeitslosen mehr hat. Die nun zum Teil abgeschlossenen Kanalisationsarbeiten im Orte und die Holzfällungsarbeiten — es handelt sich auch hier um bas Befchaffungsproaramm für inländisches Grubenholz — haben unseren letzten arbeitslosen Dorfund Volksgenossen Arbeit und Brot gegeben. Es ist zu hoffen, daß diese Arbeit längere Zeit vorhält. Diese Tatsache ist um so erfreulicher, als sie noch in dieses Jahr und vor die Weihnachtszeit gefallen zwei Minuten später half der Gästehüter dem Gegner zur alten Tordifferenz. Jetzt drängte Wieseck. Ein schöner Schuß brachte den Ausgleich. Ein Elfmeter wurde vom Hüter der Gastgeber glänzend gehalten. Der weite Abschlag, gut ausgenommen, brachte Wieseck dann die Führung. Lollar gelang aber nochmals der Ausgleich. Wieseck drückte dann wieder mehr. Wenige Minuten vor Schluß gelang es dem auf Links gegangenen Ersatz-Mittelläufer der Gastgeber, eine schone Flanke zum schönsten und zum Siegestore des Tages einzuköpfen. Vor diesem Spiele standen sich die zweiten Mannschaften im Freundschaftsspiele gegenüber. Von beiden Seiten wurden nur mäßige Leistungen gezeigt. Das Spiel endete unentschieden 0:0. Gpielvereinigung 1900 Gießen. Iugendsplele der Spieloereinigung 1900. Die 1. Jugend des Tv. Wieseck, die schon im Vorspiel zu Hause nicht antrat, blieb auch diesmal roieber aus. Der 2. Jugenb gelang bie im Vorspiel in Leihgestern erlittene Revanche nur halb. Nack einem schonen ausgeglichenen Spiel teilte man sicy beim Staube von 4:4 in die Punkte. Die Schüler verloren gegen bie Schüler bes VfB.-Reichsbahn mit 1:2. Diese Begegnung fanb auf bem Sportplatz an ber Liebigshohe statt. Um so mehr verwunbert bie Nieberlage der Blauweißen, da das Vorspiel einen sicheren 2:0°Sieg eingebracht hatte. Zugendfußbatt im VfB -Reichsbahn. Am Sonntag schlug die erste Jugendmannschaft Dom VfB.-R. die gleiche des DfR. Lich mit 2:1 (2:0) Toren. Es ist dies der erste Sieg in der neuen Spielzeit, und er sollte bie wirklich nicht schlechte Mannschaft zu weiteren Taten anfeuern. — Ein sehr feines Spiel lieferte bie erste Schülerrnannschaft, inbem sie 1900 auf bes Gegners Platz 2:1 schlug. Erda — Rodheim 0:2. Einen harten Kampf lieferten sich beide Mannschaften in Erda. Rodheim zog gleich vor des Gegners Tor, doch der scharf geschossene Ball ging über bie Latte. Erda war den Gästen körperlich stark überlegen. Rodheim spielte mit Ersatz. Zu Erfolgen kam die Platzmannschaft nicht, da Rodheims Torwart alle Angriffe meisterte. Bis Halbzeit kam keine Partei zu Erfolgen. Nach dem Wechsel stellten die Einheimischen um. Das wurde ihnen zum Verhängnis. Rodheim legte ein schönes Spiel vor und konnte zwei Erfolge buchen. Fellingshausen — Frankenbach 5:2 (3:1). Beiden Mannschaften trafen sich am Sonntag in Fellingshausen zum fälligen Verbandsspiel. Sofort nach Anstoß entwickelte sich ein flotter Kampf, Fellingshausen war im Feldspiel etwas überlegen und erzielte in gleichmäßigen Abständen drei Tore. Kurz vor Halbzeit konnte Frankenbach durch einen Handelfmeter ein Tor aufholen. Nach der Pause versuchten die Gäste den Gleichstand herbeizuführen, holten auch ein Tor auf. Unter den Anfeuerungs- rufen der Zuschauer machten sich bie Einheimischen aber roieber frei, unb konnten ihren Vorsprung auf 5:2 erhöhen. Sie Handball-Winterhilfsspiele im Gan XII (Lahn-Sillkreis). Im Gau Norbhessen würbe eine große Anzahl von Spielen ausgetragen, herunter allein in unserem Bezirk Gießen 40 Spiele. Don biefen bars als bas wichtigste erwähnt werben bas Auswahl- fpiel zwischen ben Mannschaften ber Kreise 11 unb 12 in Hanau. Mas Spiel selbst bot technisch her- oorragenbe Leistungen und sah mit einem Resul- tat von 11:5 Toren die Mannschaft des Kreises 12 in Front. Im Nachstehenden die weiteren Spiele unseres Kreises: Tv. Dorlar — Tv. Wehlar II / Spv. 05 wehlar komb. 10:5 (4:4). Dorlar ging bald in Führung und erhöhte auf 3:0. Dies war den Gästen zuviel. Bei leichter Ueberlegenheit der Gäste stellte die Mannschaft blS zum Wechsel noch ein Unentschieden von 4:4 her» Die 2. Hälfte sah die Gastgeber in weit besserer Form. Aus dem Remis wurde ein klarer Sieg für bie Platzmannschaft. Wetzlar wehrte sich tapfer. Tv. Ahbach/Dutenhofen komb. — Tv. Münchholzhausen 3:17 (3:6). Die Gäste revanchierten sich in biesem Spiel gegen bie am Bußtag gegen Dutenhofen erlittene Niederlage. Der Kampf stand bei der Pause schon 6:3 für die Gäste. Nach dem Wechsel wurden dis Leistungen der Gastgeber zwar besser, reichten aber trotzdem zu keinem Erfolg mehr, während M. durck seinen schußkräftigen Sturm bis zum Schluß noch weitere 11 Tore geschossen hatte. >• ,, -«wr? ms* gieren ^ Kr.mmer o» rwZZ". 19.75 ia-9° S®»Ö»»* ro-- rftRLNö^ UWW?>-I MO'? MS Mr E, 7. Sortierung. Nachdruck oerbotenl |u bi, ÜU5 d)UÜ ine Ar Denken Sie an STOFFE, denken Sie an BERNARD in a iföes * L.Sllthoff 713 8 D ‘l niud)( Die Reiter von I Deutsch-Ostafrika Ein Denkmal 7139 a rag für die unbesiegten Helden unserer Schutztruppei MM wenn Sie täglich etwas Sin neues £efdjenk6udj 7148D •ein fMfarfif Opfer Naturfreunde TOZ1® wird äMcm 40-50*/o mehr Eiei legen Ihre Hühner gerichtl. beeid. Taxator f. d. Land- gerichtsbezirk d. Prov. Oberhessen. W« mb eh ! einsi lVas wünscht sich die Dame zu Weihnachten? Zuschläge erhoben: für den zweiten Hund für den dritten Hund für den vierten Hund Gießen, den 29. November 1934. Hessisches Amtsgericht. RM. 24 — 48,— 96,— Preiswerte Schlaf-, Speise-, Herrenzimmer, Küchen und Polstermöbel 561OD Oben an einem der Fenster des großen 6QurM wurde ein Spitzenvorhang einmal auf- unb xUq^ zogen. Dann kehrte der junge Mann um, ginn g„ dem Händler vorbei und sagte so im Vorbeigehen« „Schönes altes Kraut, das Sie mir da verkauü haben, Mann. Wenn Sie nichts Besseres haben sollten Sie Ihre Ware in Castend feilbieten, aber nicht in Gegenden wie hier." Der Straßenhändler sah dem eleganten jungen Herrn einen Augenblick nach und zuckte die Ach ein Dann wandte er seine Aufmerksamkeit wieder der gegenüberliegenden Straßenseite zu. Eine Viertelstunde später trat aus dem Portal eines Hauses eine elegante junge Frau. Sie trug ein Kostüm von feinstem Schnitt in zartem $[Ql? Unter dem kleinen, hellblauen Filzhütchen quoll da; goldbraune Haar in weichen Wellen hervor unb umrahmte ein hinreißend schönes Antlitz. Scho» fuhr aus der Einfahrt des Hauses ein elegante; dunkelblaues Auto vor. Der Chauffeur sprang und öffnete ehrerbietig den Schlag vor der jungen Dame. Sie stieg ein. Im gleichen Augenblick winkte der Zigarette Händler einem Mietauto, das langsam an ihm beifuhr. „Na, so nobel?!" fragte mißtrauisch der Gfo feur der Taxe. „Wohin soll's denn gehen? Sie auch Geld, my boy?" Der Zigarettenhändler drückte dem Chauffeur,^ Fünfschillingstück in die Hand: „Das Doppelte", sagte er kurz, „wenn Sie bs, Auto dort nicht aus den Augen verlieren." Der Chauffeur lächelte verständnisinnig. Er hab, begriffen und fuhr an. MeflW MllWsl U VM-M öeiltnnöe Naturwissenschaftliche Abteilung Donnerstag, 6. Dezember, abends 8 Ubr, im Botanischen Institut: <>err Professor Küster: 7132D JllsMimimWNMgMl! Gäste Willkomm. Henneberg, Bors. Ma Anzeigen-AMengesellschast Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen u. Zeitschriften Gießen / Gchulstraße 7 ich erst erkannt, wer Eva so zum Schlechten beeinflußt, dann werde ich ja Mittel und Wege finden, sie diesem Einfluß zu entziehen." Mac Lean reichte Borgloh die Hand: „Bravo, nun sehen Sie wieder ganz anders aus. Nun ist doch wieder etwas von dem alten Glauben und der alten Energie in Ihnen. Reisen Sie ruhig! Was ich tun kann, um Ihnen zu helfen, das geschieht." ’jmeinba :uimn 311 ier! Arbeiter irl iirke aus Morgen-Ko oder WeUinfe,, TjiKo s- Q$seiigebul,( bet ■ 2rV einzK ** N- Ää 05763 Bekanntmachung. Die Gemeindehundesteuer für das Kalenderjahr 1935 ist wie folgt festgesetzt worden: 7141C 1. wenn der Beginn des Hundebesitzes in RM. die Zeit vor dem 1. Juli fällt 24,— 2. vom 1. Juli ab 12,— für jeden Hund. Für ben mehrfachen Hundebesitz werden folgende Ükihn«hk4aben- ******und.?™^ fähiger QtiaUtü einfar- ssiaöse 'Wto un[ 7 >'ch°n Mm fn5 V; Ersuch «reich । 1 ^ner ! Ifc den bie1, j 'Dfoen,