Nr. 3V Erstes Blatt 184- Jahrgang Montag, S. 8ebruarlstZ4 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Krontfurt am Main 11688 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitäts Such- und Zteindruckerei R. Lange in Sietzen. 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Die politische Ausschlachtung der Regierungsumbildung wirkt sich in der Presse besonders aus. Die Opposition sagt der Regierung und ihrer Links- mehrheit schärfste Fehde an. Das „Echo de Paris" behauptet, daß Innenminister Frot die Rundfunkoerbreitung des Schreibens Chiappes an Daladier unterbunden habe. Frot habe auch gelogen, wenn er erkläre, daß die Pariser Polizei die Maßnahmen der Regierung ruhig hingenommen habe. — „Le Jour" befürchtet, daß das gesamte Parlament in eine Krise gerate. — Die Linkspresse versucht, die verschiedenen Zwischenfälle zu verkleinern. Sie sieht in dem Vorgehen der Regierung nur den Beweis für ein autoritäres Durchgreifen, das ihr auch eine parlamentarische Stabilität sichern werde. Der Beschluß der Sozialisten, ihre feindselige Haltung gegenüber dem Kabinett aufzugeben, wird von diesen Blättern besonders begrüßt und als Wiederaufleben des Kartells der Linken gefeiert. fügungen befannfgegeben, die er erlassen hat; um Zuwiderhandlungen gegen die Gesetze über den Schuh des Getreidemarktes sofort zu ahnden. stimmungen, sondern den grundlegenden Charakter des Balkanplanes. Es handelt sich darum, ob dieser nur die Bedeutung eines Nichtangriffsabkommens oder das eines Grenzgarantie- zufrieden fein. Gegner Chiappes machten diesem zum Vorwurf, daß er d i e letzten Straßen- kundgebungen in Paris zu wenig energisch unterdrückt, ja sie sogar so ein bißchen selb st vorbereitet habe. Auch sei das Gerücht im Umlauf, daß der Ministerpräsident die Entsendung einer beträchtlichen Abteilung Mobil- garde aus Versailles nach Paris angeordnet habe, die vor allem die Aufgabe hätte, am Dienstag das Kammergebäude während der Sitzung z u f ch ü tz e n , in der sich das Kabinett dem Parlament vorstellen werde. Dem „Journal" erklärte der Abgeordnete T a r d i e u , die Absetzung Chiappes sei eine rein politische Maßnahme. Die Regierung habe den Altsozialisten im Austausch ihrer Stimmen den Kopf Chiappes angeboten. „Journ£e industrielle“ sagt kurz und bündig: Marokko ist nicht eine Strafkolonie für Polizeipräfekten. Die Sozialisten sind mit der Maßnahme gegen Chiappe zufrieden. Der „Peuple" schreibt, die öffentliche Meinung werde die Absetzung Chiappes mit großer Genugtuung aufnehmen. Die Bevölkerung von Paris habe einen mächtigen Polizeimann satt gehabt, der die Regierungen im Schach ge- Zuschauer empörte, die Hochrufe auf Fabre ausbrachten und die Entfernung des neuen Intendanten Thome forderten. Sie riefen im Chor: „p f u i! Daladier zurücktreten! z u r ü ck t r e t en !" Der Lärm dauerte minutenlang an. Das Stück konnte erst beginnen, nachdem die dem Finanzmini ft erium anzugliedern. 3m Einvernehmen mit dem Landwirtschaftsminister hat der 3ustizminister ferner die 13er- Belgr ad, 4. Febr. (DNB.) Die Balkan-Konfe- renz ist am Sonntag zum Abschluß gebracht worden. lieber das Ergebnis wurde folgende amtliche Mitteilung ausgegeben: Die Außenminister der Türkei, Griechenlands, Rumäniens und Süd- s l a w i e n s traten am Sonntag zur Schluh- konferenz zusammen und paraphierten den endgültigen Wortlaut des Valkaupaktes. Die Minister entschlossen sich, dieses Dokument noch im Laufe der kommenden Woche in Athen zu unterzeichnen. Der Wortlaut des Paktes wird nach der Unterzeichnung veröffentlicht werden. Die Einigung scheint einige Schwierigkeiten bereitet zu haben. Programmgemäß hätte die Konferenz nämlich schon am Sonntag beendet sein sollen. Wie verlautet, soll es bis zuletzt ungewiß gewesen sein, ob eine Einigung Zustandekommen werde. Die Außenminister von Griechenland, Rumänien und der Türkei verlassen Belgrad heute abend, um ihren Regierungen Bericht zu erstatten. Die gegensätzlichen Auffassungen betrafen nicht nur einzelne Be- Paul-Boncour tritt als Kriegsministerm das Kabmerl Daladier ein Der pariser Polizeipräfekt Chiappe entfernt.-Oaladier muß zwei Minister austauschen. - Oie pariser Bevölkerung äußerst erregt. — Gespannte Erwartung auf den Verlauf der Kammersihung am Dienstag. Die erste Panne. Paris, 4. Feb. (DRV.) Kriegsminister Fabry und Finanzminisier pletr i haben dem Ministerpräsidenten Daladier ihren Rücktritt erklärt, weil dieser den pariser Polizeipräsidenten Ehiappe von seinem posten-entfernt hat und ihm das Amt des Generalresidenten für Marokko angeboten hat. Der Ministerpräsident hat das Rücktrittsgesuch der beiden Minister angenommen und den radikalsozialistischen Abg. Marchandeau, der im letzten Kabinett Ehautemps Bubgetminiffer war, zum Finanz- und Budgetminister und den Abg. Paul- Boncour, der im Kabinett Ehautemps das Außenministerium leitete, zum Kriegsmini st er ernannt. Die beiden zurückgetretenen Minister schrieben an Daladier, daß das Kabinett die Aufgabe übernommen habe, das Ansehen des Staates wieder herzustellen. 3m Ministerrat vom Samstag fei aber zwischen der Mehrheit der Kabinettsmitglieder und dem Kriegs- und Finanzminister eine tiefgehende Meinungsverschiedenheit über d i e Wege und Mittel entstanden, die im gegenwärtigen Augenblick geeignet seien, zum Ziele zu führen. Wir halten es daher für eine Pflicht der Loyalität, so erklärten die beiden Minister in ihrem Oer Balkanpakt paraphiert Wird Bulgarien die Möglichkeit des Beitritts erhalten? Paktes erhalten solle. Für die erste Lösung trat Jugoslawien ein, um damit Bulgarien entgegenzukommen, das sich bekanntlich zum Abschluß von Nichtangriffsoerträgen bereiterklärt hatte. Um die zweite Lösung bemühten sich Rumänien, Griechenland und die Türkei. Die Verhandlungen werden voraussichtlich ein Kompromiß zwischen den beiden Vorschlägen ergeben haben. Wie verlautet, will Südslawien noch vor der Veröffentlichung den vereinbarten Text in Sofia bekanntgeben und um die Bulgarische Stellungnahme ersuchen. Die Unterzeichnung soll bann ™ den nächsten Wochen in Athen erfolgen. Chiappe!" und „Nieder mit dem Ministerium Daladier!" wechselten sich ab. Bei den Kundgebungen traten neben den Anhängern der Action Frangaise einige Abteilungen von Blauhemden auf, die der jungen Bewegung der „F r a n c i st e n" angehören, die faschistischen Grundsätzen huldigen. 57 Verhaftungen wurden oorgenom- men. Der neue Pariser Polizeipräfekt Bonnefoy- S i b o u r leitete persönlich die polizeilichen Abwehrmaßnahmen. Oie Vorbereitungen für den kritischen Dienstag. Auswärtige Garnisonen werden herangezogen. Paris, 5. Febr. (DRV. Funkfpruch.) Die Spannung in Paris ist fast bis zum Siedepunkt gestiegen. Richt nur die r e ch t s st e h e n- ben Verbände fordern ihre Anhänger auf, a m Dienstag gegen die Regierung zu manifestieren, die „eine Herausforderung an alle ehrlichen Elemente fei", sondern auch die Komin u n i st e n scheinen sich zu rüsten. Die Sozia- l i ft e n ihrerseits haben eine Art Alarmbereitschaft eingerichtet. Die „Action Fran^aise“ hat die Parole ausgegeben, sich für einen neuen Schlag gegen das Regime bereitzuhalten. Angesichts dieser, von den verschiedenen politischen Richtungen angekündigten Kundgebungen hat die Regierung es für notwendig gehalten, Vorkehrungen zu treffen. Einige Blätter berichten, daß nicht nur die pariser Polizei und Garni- s o n zum Einschreiten bereit siehe, sondern daß auch verschiedene Garnisonen in der Rähe von Paris Befehl erhalten haben, sich marschbereit zu halten. „Le 3our“ meldet, daß Truppen aus Eompiögne nach Paris unterwegs seien und daß man insgesamt zwei Divisionen bei den um Paris liegenden Garnisonen angefordert habe. Äiesenkrach in der Eomedie Aanyaise pfuige änge auf Daladier.-Die Slraßenkundgebungen halten an. In den späten Abendstunden des Sonntags kam es auf den großen Parisek Boulevards in der Nähe der Oper wieder zu Kundgebungen der Anhänger der Action Fran$aise. Es hatten sich etwa 2000 Demonstranten eingefunden, die immer wieder Rufe gegen das Kabinett Daladier ausbrachten. Die Hauptursache der Kundgebung scheint die Absetzung des Pariser Polizeipräfekten Chiappe zu sein, weil man in rechtsstehenden Kreisen darin einen Sieg der Sozialisten erblickt, die seit langem den Rücktritt des Polizeipräfekten gefordert haben. Unter Absingen royalistischer Lieder gingen die Demonstranten verschiedent- ' die Polizei los. Rufe wie „Es lebe stungsverhandlungen hervor. Der Zwiespalt in der Dolisuß-Froni. Starhemberg gegen die Christlich-Sozialen Innsbruck, 4. Febr. (DNB.) Am Sonntag- fxüh $raf der Führer der österreichischen Heimatmehren, Fürst Starhemberg, in Innsbruck em. Mittags fand ein Appell der in der Landeshauptstadt aufgebotenen Heimatwehrabteilungen statt, bei dem Dr Steidle und Fürst Starhemberg Ansprachen hielten. Bemerkenswert in der Rede Starhembergs war die außerordentliche Schärfe, mit der er sich ausschließlich gegen die Führer der Christlich-Sozialen Partei wandte. Er erklärte, wenn der Obmann der Christlich-Sozialen Partei, Abg. Czermak, in Oesterreich noch reden wolle, habe die Heim- wehr in dieser Front nichts mehr zu suchen. Wenn Dollfuß noch länger mit durchgreifenden Maßnahmen zögere, dann würden die österreichischen Heimwehrleute bald nicht mehr hinter ihm stehen. Starhemberg forderte schließlich die Entfernung aller demokratischen Parteiführer aus dem jetzigen Regime. Die Verhandlungen zwischen der Heimatwehr und der Bundesregierung wegen der bekannten Forderungen sind noch nicht abgeschlossen, haben sich aber so zugespitzt, daß mit einem offenen Konflikt gerechnet werden muß. Im Laufe des Tages find zahlreiche Papierböller zur Erplo^ fion gebracht worden. 15 Nationalsozialisten aus Tirol wurden am Sonntag in ein Konzentra- tionslager nach Niederö st erreich gebracht. Unter ihnen befindet sich der Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Erdkunde, Universitäts- Professor Dr. Friedrich Metz. Die Häftlinge wurden gefesselt abgeführt. Englische Bedenken gegen eine Anrufung des Völkerbundes. London, 5. Febr. Zur Frage einer Anrufung des Völkerbundes durch Oesterreich schreibt „Daily Telegraph": Das österreichische Kabinett wird morgen über seinen n ä ch st e n Schritt im Streit mit Deutschland entscheiden. Es ist f ü r e i n e Berufung an den Völkerbund, würde aber gern vorher Gewißheit darüber haben, daß es die Unter st Ützung Frankreichs, Großbritanniens und Italiens erhält. Während des Wochenendes empfing Dr. Dollfuß die Vertreter der drei genannten Mächte in Wien, die österreichischen Gesandten in London, Paris und Rom suchten die dortigen Außenministerien auf. Die britische Regierung wird einer Berufung Wiens an Genf kein Hindernis in den Weg legen, denn als Mitgliedsstaat hat Oesterreich unzweifelhaft das Recht dazu. In London und Rom bestehen aber beträchtliche Bedenken hinsichtlich der Frage, ob ein solches Verfahren und der dafür gewählte Augenblick am besten geeignet für die Lage ist. Berufungsverhandlung im Prozeß gegen Kommerzienrat Röchling. Saarbrücken, 3. Febr. (DNB.) Am Samstagvormittag begann vor dem Obergericht in S a a r l o uis die Berufungsoerhandlung im Prozeß gegen den Kommerzienrat Röchling wegen Aufreizung der Bevölkerung durch ein Flugblatt, für das Röchling verantwortlich ist. Gegen Verlagsdirektor Hall von der „Landeszeitung" als Drucker dieses Flugblatts und die Erwerbslosen August M e r ch e r, Ernst H i l l m a n n und D i b o wegen Verbreitung des Flugblatts. Im ganzen sind 45 Zeugen geladen. I n er st er Instanz waren sämtliche Angeklagten von der Strafkammer Saar- brücken freigesprochen worden. Den Vorsitz i» Handlungen jene Auffassung vollständig durchgesetzt habe, die eine weitgehende gegenseitige Garantie der Grenzen gegenüber Bulgarien, aber auch gegenüber allen anderen Staaten fordert. Die halbamtliche „Wreme" erklärt, daß Südslawien, Rumänien, Griechenland und die Türkei, die gegenseitige Bürgschaft für ihren politischen und territorialen Status quo übernommen und sich darüber hinaus zu völliger Solidarität in allen wirtschafts- und handelspolitischen Fragen verpflichtet hätten, die für die vier Länder von Belang seien. Die politischen Folgen dieses Abkommens seien bedeutend. Die Unterzeichnermächte brauchten von nun an nicht mehr für ihre Sicherheit zu fürchten, weil sie mit vereinten Kräften ihre Interessen verteidigen würden. Sie stellten nunmehr a uch gebietsmäßig eine Einheit dar, die sich gegen jeden Angriff, komme er von welcher Seite, immer zur Wehr setzen müßten. Bulgarien könne dem Pakt beitreten, wenn es glaube, daß es seine Pflicht sei, an der Befriedung des Balkans mitzuarbeiten. Auch die „Politika" teilt mit, daß die vier Mächte alle Garantien übernommen hätten, um sich ihren gegenseitigen Besitzstand zu verbürgen. Das Blatt fragt, welchen Standpunkt Bulgarien gegenüber dem Pakt einnehmen werde. Wolle Sofia auch weiter „im Kielwasser fremder Intrigen" schwimmen, oder wolle es sich vor vollendeten Tatsachen beugen und sich zu seinen Nachbarn gesellen? Die Politik des Zauderns sei für Bulgarien fruchtlos. Nur der Beitritt zum Balkanpakt stelle die rettende Lösung dar. Beide Blätter heben die Bedeutung des Paktes gegenüber der fortschreitenden Ohnmacht des Völkerbundes und gegenüber den A b r ü • 3m Anschluß an den Kabinettsrat hat Minister- Menge ihrem Unmut durch einen pf uigefang Präsident Daladier folgende Erklärung abge- auf Daladier nach einer bekannten geben: Der Ministerpräsident, der verantwortlich ist Schlagermelodie Ausdruck gegeben hatte, für die Regierungsautorität, lehnt jedePresfe- Diese Szenen wiederholten sich; in den Wandel- Polemik ab. Er ist nur darauf bedacht, seine gängen sind einige Zuschauer beinahe handge- Dfl'.chl gegenüber dem Lande zu erfüllen. Er ist mein geworden. Rach Schluß des Theaters seh- entschlossen, volle Klarheit über die Sta- (en viele Zuschauer auf der Straße ihre Pfuirufe visky-Angelegenheit zu schaffen und in gegen die Regierung und besonders Daladier fort. Zukunft Unregelmäßigkeiten, wie sie vorgekommen > sind, unmöglich zu machen. Er wird sich durch nichts aufhalten lassen. Der Ausschuß, der nach dem Zusammentritt des Parlaments beauftragt werden wird, die Stavisky-Angelegenheit bis auf den Grund zu prüfen, wird sofort alle notwendigen Schriftstücke erhalten, die er für die Erfüllung feiner Aufgabe benötigt, und vor allem die vollständige Liste der von Stavisky ausgestellten Schecks. Der Sturz ßbiar Heftige Kritik in der Rechtspresse. Die Sozialisten sind beftiedigt. P a r i s , 4. Febr. (DNB.) Der bisherige Pariser Polizeipräfe.kt Chiappe hat an den Ministerpräsidenten Daladier ein längeres Schreiben gerichtet, in dem er sein Erstaunen über feine plötzliche Absetzung zum Ausdruck bringt. Der Ministerpräsident und der Innenminister hätten ihm noch vor wenigen Tagen, der letztere sogar noch kaum vor 24 Stunden, so viele Versicherungen der Achtung und der Anhänglichkeit gegeben, daß er in keiner Weise ihre-Absicht, ihn abzusetzen, hätte ahnen können. Die unerklärliche, allzu edelmütige Beförderung, die man ihm anbiete, sei nach seiner Ansicht nur eine auf Mißtrauen zurückzuführende Maßnahme. Deshalb lehne er sie ab. Der Präfekt des Seine-Departements, R e n a r d , hat dem Innenminister seinen Rücktritt mitgeteilt. Seine Tätigkeit sei zu sehr mit der des Polizeipräfekten Chiappe verbunden gewesen, als daß er nach dessen Absetzung noch im Amte bleiben könne. Er stehe auf dem Standpunkte, daß die gegen Chiappe getroffene Maßnahme nicht dem Interesse der Stadt Paris entspreche. „Echo de Paris" berichtet, daß Ehautemps in den Wandelgängen der Kammer erklärt habe, die Absetzung des Sicherheitsdirektors Thome fei ebenso ungerechtfertigt, wie die Chiappes. Er, Chau- temps, finde es fairer, die Regierung meilergelegt zu haben, als auf diese Weise im Amte zu bleiben, wie es jetzt die Regierung Daladier tue. ,,L Ordre fügt hinzu, daß Ehautemps die Absetzung T h o m e s als einen Skandal bezeichnet Habe, auch mit der Versetzung seines Schwagers, des bisherigen Generalstaatsanwaltes P r e s s a r d , könne man nicht Gegenseitige Garantie des Besitzstandes. Belgrad, 5. Febr. (DNB. Funkspuch.) lieber den Inhalt des am Sonntag paraphierten Balkanpakts berichten die Blätter, daß sich bei den Der- Schreiben, Sie zu bitten, auf unsere Mitarbeit zu verzichten, noch bevor sich die Re- , _ _ gierung dem Parlament vorgeslellt hat und solange Eomedie Frane deutsche Kunst des Mittelalters in der Holzplastik, wofür die vielgestaltige Figurenreihe am Chorgestühl des Ulmer Münsters eindringlich Zeugnis ablegt. — Ein zahlreiches Auditorium folgte den anregenden Ausführungen von Professor Rauch mit lebhafter Aufmerksamkeit. Oie Festigung polens gegenüber unmittelbar verantwort- LNachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Warschau, 28. Januar 1934. l i ch ist. Schließlich wird der Senat, der nach , q 3 4 ift für «Bolen em histo- bem der Auslese durch eine besonders hier- uaortioer Ausdrucks! °?i und N berufene Jt8rper|*ak der fog. ..Legion der £ eine [Slhafte « - r d r e n st o ° l i e n" gewählt werden soll, zu Äufterliff nidit Das Er überragenden Stellung erhoben und als In- Der 2 6. Januar So war der mnerpolitifche Kampf des Marschalls il eine neue gemeinsame Grund- für die künftige Gestaltung freundschaftlicher Schicksal eine neue polar-LanMast am Brandenburger Tor ze zwischen den beiden Nachbarländern eingeleitet, foöern viel mehr noch ein dauerhafter Am Pariser Platz türmen sich gewaltige Schneehügel, hinter denen das Brandenburger Tor fast verschwindet — so glaubt man wenigstens, wenn man dieses Bild betrachtet, das ein scherzhafter Photograph aus der Frosch-Perspektive aufnahm. kommens haben sowohl in polnischen Regierungskreisen als auch in der Öffentlichkeit des Landes lebhafte Befriedigung und Genugtuung ausgelöst. Und mit Recht gibt ein Regierungsblatt der bestimmten Hoffnung Ausdruck, dieses Abkommen werde nunmehr der Ausgangspunkt sein für die Regelung einer Reihe weiterer Fragen wirtschaftlicher und kultureller Natur. So ist dieser Berliner Vertrag nach polnischer Meinung nicht allein nur der Ausdruck einer Friedensbereitschaft beider Länder, sondern vielmehr ein Beweis des Mutes, den die Reichsregierung und die Regierung der Republik Polen gezeigt haben, indem sie in der Zeit allgemeiner Verneinung mit dem Willen zu einer positiven Lösung an die schweren Fragen herangetreten sind. läge s . „ . „ ..... Beziehungen geschaffen Gerade diese beiden vorspringenden Merkmale des deutsch-polnischen Abland Als der polnisch-sowjetrussische Nichtangriffspakt zustande kam, da fehlte es namentlich in Polen nicht an Stimmen, die darin dos Entstehen einer neuen Front gegen das erwachte Deutschland ver- niuteten und nicht zuletzt wünschten. Durch die damals vielfach hemmungslos aufgepeitschte Stimmung in Polen schien sich die Spannung zwischen Deutschland und Polen bis zum äußersten zu verschärfen. Da war es Reichskanzler Adolf Hitler. daß am gleichen Tage, als dem innerpolitischen Werk die Krone aufgesetzt wurde, auch die bedeutsamste Entscheidung in der Außenpolitik Polens gefallen ist: Der Abschluß des lOjährigenVer- ständigungsabkommens mit Deutsch - Suforifäre Staatsverfasiung. - Derständigungsabkommen mit Deutschland. Don unserem A.-Äerichterstatter. Der durch jeme mutigen und gewichtigen Erklärungen über das Verhältnis Deutschlands zu Polen den Bann gebrochen und einen lichteren Ausblick für die Zukunft eröffnet hatte. Es lag nun an Polen, die ausgestreckte Hand zu ergreifen. Marschall Pil- s u d s k i, dem zugestandenermaßen nie feindliche Gefühle dem deutschen Volke gegenüber nachgesagt werden können, hatte den Mut, trotz der ringsum das neu- Deutschland angeifernden feindlichen Welt, die Hand des Reichskanzlers zu ergreifen und so den Weg einer neuen Politik zu beschreiten, der in überaus kurzer Zeit zu dem Ergebnis vom 26. Januar d. I. geführt und nach dem maßgeblichen Regierungsblatt, der „Gazeta Polska" eine neue Lage in Europa geschaffen hat Diese neue Situation in Europa ist vor allen Dingen in zwiefacher Hinsicht von bahnbrechender Bedeutung Einmal wurde der Beweis erbracht, daß die deutsch-polnische Spannung entgegen der vielfach in der Welt mit Vorliebe vertretenen Meinung keinesfalls einen dauernden B e - standteil der unlösbaren europäischen Probleme darstellt. Ferner wurde unabhängig von den bestehenden internationalen Institutionen, vornehmlich des Völkerbundes unb beren wechselvollem bei neuen polnischen Staates gefestigt erheben wirb. I u- a- w der Aenderuna ber Staatsverfassung ihren Lurch den Abschluß bes Vertrages mit Deutsch-' beredtesten Ausbruck fanb, beschleunigt fortgesetzt. lOiD würbe nicht nur eine Befriebung ber Beziehun- Vielleicht ist es nicht nur ein symbolhafter Zufall, Aiiebenszustanb in biefem Teil Europas ge- jictert. Unb durch bie Annahme ber neuen polni- d;ri Verfassung ist ber achtjährige Kampf um bie Stlaltung ber innerpolitischen Staatsform in Polen Dicklich z u Enbe geführt; em neuer Zeitab- mrift ber ruhigen Aufbauarbeit kann beginnen, öinn ein polnisches Regierungsblatt erklärt, baß )ei Abschluß eines solchen Freunbschaftsvertrages tu dann herbeigeführt werden kann, wenn an der sptze der beiden Völker Männer von histo- :i chem Ausmaß stehen, deren Machtstellung :it im Volke verankert ist, so hat es damit das ttqe und schicksalverbundene Wechselspiel zwischen .ftnem und Außenpolitik in seinem innersten Wesen :u,ezeigt. Die beiden großen Männer, der Führer IMf Hitler und Marschall Josef Pilsudski, tö?n durch ihre historische Tat, jeder auf seine Art, ^iqUnumstößlichkeit &er Wahrheit wieder bestätigt, Üaf nur ein g e f e ft i g t e r und einheitlich .. e ührter Staat in der Lage ist, eine ziel- nnr kraftvolle Außenpolitik zu führen. ks ist entschieden das Verdienst der Führerper- ^»liichkeit Marschall Pilsudskis, daß er als «rsl-r mit rücksichtsloser Offenheit auf die Ursachen 'M Schäden der polnischen Verfassung vom .7 März 1921 hingewiesen und mit starkem Zu- <;rü bie Herrschaft des Sejm gebrochen jof Auch in den Jahren von 1923 bis zum Mai- im urz 1926, als sich Pilsudski von der aktiven poli- iif(f?n Tätigkeit äußerlich zurückzog, hat der Kampf nn eine neue Staatsform nicht geruht. Und als' j er Marschall im Mai 1926 die Geschicke Polens iDie' er in seine Hände nahm, geschah das unter der .'los. ng: „Um die moralische Wiedergeburt des (Stpites" Die neue, am 26. Januar d. I. durch Len Sejm, vielmehr durch feine regierungstreue Mehrheit, angenommene Staatsverfaffung gründet f'd) auf den ursprünglichen Entwurf, der bereits im' 'We 1926 vorn Regierungsblock eingebracht und im Februar 1931 abgeändert wurde. In ihren wich- Imten Zügen aber wurde diese Aenderung durch La? bedeutsame Interview Marschall Pilsudski inj lscf-e 1930 bestimmt, wonach der Staatsprä- fi bent nicht, wie bis'jetzt, durch die Nationalver- f imiilung, sondern durch Volksabstimmung {, ii ä l) I e n und mit Machtbefugnissen auszustat- 1 Hilft, die ihm vom Parlament und ande- iiei Staats st eilen völlig unabhängig iiötNen. Dieser Leitgedanke bildet die Grundsäule, < llf iber ber Bau ber neuen Staatsoerfassung fußt. (ÄePeht in ihren Grundzügen ferner vor, baß b i e , leg i e r u n g burch ben Staatspräsiben- t:tr, bem nahezu unumschränkte Vollmachten ein- Sierciiimt werben, ernannt wirb unb nur i h m rrifi)er Tag von einzigartiger roiittragenber Bedeutung. Durch eine schicksalhafte Fügung sind zwei Tatsachen, die äußerlich nicht das gc ingfte miteinander zu tun haben, zu einem gro- ßm Ereignis geworden, das in seiner überwäl- tusnben Auswirkungsmöglichkeit auch zu einem einigen Ergebnis führt: Zur enbgültigen unb tat- siiwlichen Festigung bes polnischen . -------v-——r. —- ----, S aat sgefüges nach innen unb außen, von Anfang an von bem Gebauten erfüllt, ben pol- S> bewirkt biefes Ergebnis, baß biete beiben Tat- Nischen Staat innerlich zu untermauern unb zu soqen in ihrer wesentlichen politischen Gestaltungs- festigen, um so erst bie erforberliche Grunblage für ttijt gewissermaßen innerlich miteinanber aufs ?me folgerichtige unb mutige Außenpolitik zu en fte verbunben sind. Das b e u t s ch - p o l n i f ch e schaffen. Je naher der Zeitpunkt heranrückte, wo V rstänbigungsabkommen unb bie neue meittragenbe außenpolitische Entscheibungen brin- 6 aat-versassung Polens sinb bie beiben genb notroenbig würben, um so energischer unb ziel- en'cheibenben Tatsachen, bie für lange Jahre bie bewußter wurden die Arbeiten an der inneren Giandlage bilden werden, auf der sich der Bau > Festigung des polnischen Staatsgebäudes, wie sie l ° - . r « i i _ . c _ ri • i _.. ... ___ • v I II n in hör önhörnn a hrtr IUvah ftrument und Stütze der Regierung eingesetzt. Auf diese Weise ist in Polen eine auf autoritärer Grundlage aufgebaute Regierungsform zur , Tatsache geworden. MM. W Gießener Konzertverein. VI. Konzert: Reger-Abend. penft am Freunde war es, daß Professor Dr. Stein aus Berlin trotz der ungeheuren '.lüb-itslaft, die durch die Neuorganifierung der L.Al'chen Musikverhältnisse auf seinen Schultern ruhl es ermöglichte, hier in Gießen Persönliches 1M Menschliches über M ar Reger zu berichten. 2Do5 war für jeden echten Reger-Verehrer eine besondere Freude und zugleich Erlebnis. Denn das 88ilb von Max Reger als Mensch war leider man- Mjfsch verzerrt worden. Gerade Professor Stein scheint für diese Mission besonders berufen, da ihn llbig* Jahre innigster Vertrautheit mit Max Reger verbunden haben. Seine schlichte, natürliche Art zu tiebei, getragen von warmem Menschentum und GEm für Humor, knüpften schnell das Band zwischen Rednerpult und dem Hörer. Ausgehend von ber Tatsache, daß Reger, der Miller, von vielen nicht verstanden wurde, beachtete er kurz sein Schaffenswerk, um dann überaus anschaulich zu zeigen, welcher Mensch bei Reger titidir dem Werke steht. Als ein Feind aller Pose ii:nb jeglicher Künstlereitelkeit umgab sich Max Reger giein gegen Fremde mit einem Stachelzaun der Ba- malii.it und setzte sich damit vielen Mißdeutungen am?. Freunden gegenüber ließ er sein Menschentum WberDig werden und sich in einen Strom voll ele= imeniorer Kraft und Lebensfülle in die Werke er- M-n, damit Beethovens Ausspruch bestätigend: „jMt ist die Moral der Menschen, die sich vor amtieren auszeichnen." vhon rein äußerlich prägte sich in der Statur rScgus starke Gegensätzlichkeit aus. Dem kraftvollen, M Zyklopisch zu nennenden Körper selbst waren anmutige Züge eigen, so fein Kinn mit dem Grüd- ogei Der robusten Gesundheit, ein Erbteil bäu- visihir Ahnen, entsprach eine fast animalische Ur» flbojt; seine Freude am Essen, die der Vortragende mit irefflidjen Beispielen belegte, wie er Regers MmLe an einem kräftigen Trunk von dem Vor- DDiir| der Alkoholergebenheit befreite. Pysische Kraft und seelische Gesundheit standen Biei hm in engster Wechselbeziehung. Er besaß eine umbei'iegbare Frohnatur, immer war er bereit zu OEdie-yroorten, Schnurrpfeifereien, aufgeknöpft zu ?3ioben unverwüstlichen Humors. Köstlich waren die SMpiele der Doppelsinnigkeit, die Reger vielen Worten unterzulegen wußte. Alles Pathetische, Meietliche haßte er, um so größere Freude hatte er cm geistreichen Witzen. Es erscheint, daß sein BeHitler schafft Arbeit! Deilere Maßnahmen im Reinhard-Programm zur Arbeitsbeschaffung im Rhein-Main-Gebiet: Maßnahme Tagewerke Umwandlung ertraglosen Niederwaldes in Hochwald, Riederjosbach 340 Aufforstung von 7 ha Gemeindeödlanb, Gemeinde Dorfweil 240 Umwandlung ertraglosen Niederwaldes in Hochwald, Münster i. T. 595 Umwandlung ertraglosen Niederwaldes in Hochwald, Gemeinde Eppstein 479 Umwandlung ertraglosen Niederwaldes in Hochwald, Nordenftad 425 Umwandlung ertraglosen Niederwaldes in Hochwald, Kriftel 515 Umwandlung ertraglosen Niederwaldes in Hochwald, Hornau 425 Aufforstung einer Waldftäche von 4,5 ha, Obergladdach 300 Aufforstung im Stadtwald Herborn 600 Aufforstung einer 6 ha großen Gemeindewaldfläche, Varftadt 480 Aufforstung einer 3 ha großen Gemeindewaldfläche, Ramfchied 240 Aufforstung einer 6 ha großen Gemeinbewaldfläche, Adolfseck 480 5119 Regierungsbaumeister Kohl, Leiter des Landessiedlungsamtes. Das Staatspresseamt teilt mit: Das hessische Lanbessieblungsamt ist nunmehr ber Abteilung le (Lanbwirtschaft) unterstellt unb mit ber Sieblungs» stelle zusammengelegt worben. Als Leiter würbe Regierungsbaumeister Pg. Kohl- Darmstabt bestimmt. Damit werben alle gehässigen Anwürfe, bie gegen Pg. Kohl seitens seiner Wibersacher aus ber Systemzeit erhoben worben sinb, einbeutig roiberlegt unb bestätigt, baß bas Verhalten unb Hanbeln von Pg. Kohl in jeber Hinsicht korrekt war. Gefängnis für Vergehen gegen das Arbeitszeitgefeh. LPD. Mainz, 3. Febr. Der 64jährige Bäckermeister Jakob Weiganb aus Mainz ist 14mal wegen Vergehens gegen das Gesetz betreffend Arbeitszeit in den Bäckereibetrieben vorbestraft, zuletzt mit einem Monat Gefängnis. Trotzdem 3roang er feine Gehilfen weiter, um 3 Uhr mit der Arbeit zu beginnen, obwohl bie tägliche Arbeitszeit vor 5 Uhr nicht beginnen barf. Mehrere feiner Gehilfen würben infolge Ueberanftrengung bei ber Arbeit krank. Der Richter verurteilte ben Meister zu b r e i Monaten Gefängnis und ordnete wegen Fluchtverdachtes die sofortige Verhaftung an. Der Staatsanwalt hatte ein Jahr Gefängnis beantragt. ßin Fuhrmann und zwei Pferde getötet. LPD. Frankfurt a. M., 3. Febr. Gestern gegen Abend erfolgte auf der Schwanheimer Straße in der Nähe ber Staustufe Griesheim ein Z u - f a m m e n ft o fj zwischen einem Pferdefuhrwerk und einem Lastkraftwagen. Der Führer des Pferdefuhrwerks wurde derart schwer verletzt, daß er kurz nach seiner Einlieferung in das Höchster Krankenhaus [t a r b. Ein Pferd wurde auf der Stelle getötet, während das andere so schwer verletzt wurde, daß es getötet werden mußte. Der Sohn des Pferdehalters konnte sich durch Bei- feitefpringen retten. Die Ursache des Zusammenstoßes ist noch nicht geklärt. Aus der Provinzialhauptstadt. Oie Inanspruchnahme von Schülern durch nationale Organisationen. Die Ministerialakteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum gibt folgende Anordnung an die Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsanstalten und die Kreis- und Stadtschulämter heraus: Es tft in der letzten Zeit wiederholt vorgekommen, daß von unteren Parteidienststellen, Ortsgruppenleitern, örtlichen Leitern der Volkswohlfahrt, des Winterhilfswerkes und ähnlicher Organisationen Schüler zum Sammeln von Spenden und dergleichen in und außerhalb der Schulzeit unmittelbar von den betreffenden Schulen angefordert wurden. Zur Aufrechterhaltung eines geordneten Schulbetriebes muß dieses Verfahren künftig unterbleiben. Wir ordnen daher an, daß für. die Folge nur noch mit unserer schriftlichen Genehmigung von den Schulleitern Schüler zur Verfügung gestellt werden dürfen. Soweit die Mitwirkung von Schülern an derartigen Veranstaltungen geboten und es im Schulinteresse vertretbar ist, wird es auch in Zukunft der Schuljugend ermöglicht werden, durch tätige Mithilfe an nationalen Feiern und Veranstaltungen den Dienst am Volk kennenzulernen und sich so auf die jedem Volksgenossen obliegenden Pflichten vorzubereiten. Die Leiter der örtlichen Veranstaltungen, bei allgemeinen Veranstaltungen jeweils die oberste Dienststelle für alle ihr unterstehenden Stellen, haben unter Angabe des Datums der Veranstaltung, der Zeitdauer und der Art der Mithilfe, für die die Schüler benötigt werden, der in Betracht kommenden Schule und der Anzahl der Schüler auf dem vorgeschriebenen Wege rechtzeitig und schriftlich unsere Genehmigung einzuholen. und Freiburg auf Welle 251) dürste natürlich noch einige Zeit vergehen. Der Südwestfunk dankt der Hörerschaft für die starke Unterstützung, die er durch die vielen Tausende von Zuschriften erhalten hat. Er bittet die Hörer, ihre neuerlichen Beobachtungen bezüglich des Empfangs des Südwestfunks mitzuteilen (Südwest- funk, Frankfurt a. M., Efchersheimer Landstr. 33). Daten für Montag, 5. Februar. 1808: der Maler Karl Spitzweg in München geboren (1885 gestorben); — 1861: der Luftschifser August von Parseval in Frankenthal (Pfalz) geboren; — 1881: der englische Historiker Carlyle in London gestorben (geboren 1795); — 1929: Ozeanflieger Freiherr von Hünfeld in Berlin gestorben. Das Stadttheater im Dienste der Winterhilfe. Das Stadttheater stellte sich am Samstag abend in den Dienst der Winterhilfe. Das Programm brachte jene lustige bunte Folge, die am Silvesterabend zur Aufführung gelangte und auch diesmal mit großer Freude ausgenommen wurde. Leider war die Veranstaltung nicht so gut besucht, wie es in Anbetracht des guten Zweckes wünschenswert gewesen wäre. Das Programm in seiner geschickten Rahmenhandlung brachte einige „Novitäten", einen Akt der Parterre-Akrobatik, einen lustigen Grotesktanz usw. In buntem Wechsel zeigten sich Hellseher und Kunstradfahrer, die inzwischen recht bekannt gewordenen Lahngirls, ein Verwandlungskünstler, ein Mime ältesten Stils, es gab zwei sehr unterhaltende Sketch's, ein kleines Tanzspiel, Solo- und Paartänze mit viel Schwung, eine bunte Fülle also, die von den Besuchern mit lebhaftem dank- Gegenüber allen anderen Strahlen ist das ungeheuer große Durchdringungsvermögen der Höhenstrahlung, ihre „Härte", die ausfallendste Eigenschaft. Der Durchtritt durch die Atmosphäre vermindert zwar (durch Absorption) ihre Energie, wie Ballonaufstiege mit Besatzung (Piccard 17 Kilometer) oder mit Registrierapparaten (Regener 25 Kilometer) nachgewiesen haben, aber auch in 250 Meter tiefes Wasser dringt die Höhenstrahlung noch ein (Versuche von Regener im Bodensee). Da^ ist eine Härte, die eine lOOOmal größere Energie verlangt, als die härteste ^-Strahlung; nur tiefe Bergwerkschächte würden gegen die Höhenstrahlung völligen Schutz bieten. Die Messung der Absorption der Höhenstrahlung in Luft und Wasser hat ihre Zusammensetzung aus Strahlen verschiedenen Härtegrades erwiesen, die man zunächst mit bestimmten Zerstrahlungs- und Neubildungsoorgängen an Materie in außerirdischen Räumen in Verbindung zu bringen suchte. Die Voraussetzungen dieser Erklärung haben aber näherer Prüfung nicht standgehalten, und man ist augenblicklich noch nicht in der Lage, bestimmte Angaben über Herkunft und Entstehung der Höhenstrahlung zu machen. Sicher ist, daß die Jonisationswirkungen nicht von Wellen, sondern von Korpuskularstrahlen herrühren, die nicht in ganz regellos statistischer Verteilung zu uns gelangen, sondern mit überraschender Häufigkeit zu Schauern vereint auftreten, die ihren Ursprung in mit großer Energie zerfallenden Atomkernen nehmen. Es ist gelungen, die Bahnen dieser Elementarteilchen zu beobachten; neben negativen Elektronen treten bemerkenswerterweise auch solche mit positiver Ladung auf. Im Anschluß an den mit lebhaftem Beifall auf« Oie Hochschulreife der Abiturienten. Ministerialrat Ringshausen gibt ein Rundschreiben des Reichsinnenministers bekannt, das die Unterrichtsverwaltungen der Länder ermächtigt, die Entscheidung über das Prüfungsergebnis künftig nicht mehr von Mehrheitsbeschlüssen des Prüfungsausschusses abhängig sein zu lassen, sondern sie dem Leiter des Prüfungsausschusses (Regierungsvertreter oder Schulleiter) verantwortlich zu übertragen. Diese Umstellung des Verfahrens sei auch mit Rücksicht auf die Aufgabe erforderlich, die den Schulen durch die Anordnung über die zahlenmäßige Einschränkung des Zugangs zu den Hoschulen gestellt ist. Die Entscheidung über die Zuerkennung oder Versagung der Hochschulreife setzte eine Beurteilung der Gesamtpersönlichkeit des Schülers (die nach der hessischen Verfügung schriftlich niedergelegt werden muß) voraus, die nicht aus zusammengezählten Schulleistungsnoten und aus Konferenzmehrheiten gewonnen, sondern nur durch die verantwortliche Entscheidung des Leiters der Prüfung verwirklicht werden könne. * Kann der Sauer zum Bezug einer bestimmten Zeitung verpflichtet werden? Infolge vieler Rückfragen, hauptsächlich aus der Äauernschast, sehen wir uns veranlaßt, nochmals aufden Erlaß vom 1.11.1933 des Präsidenten der ^eichspressekammer Amann hinzuweisen, wonach eine Verpflichtung zum Äezug einer bestimmten Zeitung nichtzuläsflgist-insbesonderenichtdurchAnordnungenoderÄefehle. Es besteht für Organisationen lediglich das Recht,für den Äezug einer Zeitung empfehlend einzutreten. Ss sieht also jedem Deutschen frei, dieZeitung zu lesen, die er für sich beansprucht Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volksbildung gibt folgende Anord-: nung an die Direktoren des höheren Schulen (Vollanstalten) heraus: Unter Hinweis auf unsere Verfügung vom 23. Januar 1934 fügen wir noch folgendes an: Die praktischen Erfahrungen einer höheren Schule haben ergeben, daß es zweckmäßig ist, bei der allgemeinen Beurteilung der Abiturienten wie folgt zu verfahren: Die Prüfungskommission, zum mindesten diejenigen Lehrer, die infolge ihres besonders gearteten Unterrichts das Wesen der Schüler genau zu beurteilen vermögen, stellen zunächst ohne Rücksicht auf die Leistungen und unabhängig voneinander fest, welchen Schülern sie auf Grund ihres Charakters und der Gesamtpersönlichkeit die Hochschulreife zuerkennen würden. Es wird sich hier auch empfehlen, nicht nur im Zweifelsfalle auch das Urteil derjenigen Lehrer heranzuziehen, die die Schüler in früheren Jahren längere Zeit in der Klasse und im Umgang mit ihren Mitschülern beobachten konnten. Der Direktor stellt dann auf Grund dieses Ergebnisses eine Rangliste auf, an Hand deren dann der Referent bzw. die Prüfungskommission die letzte Entscheidung zu treffen vermag. Um da und dort entstandene Unklarheiten richtitz- zustellen, weisen wir erneut darauf hin, daß die Erteilung des Scheines zur Berechtigung zum Hochschulstudium unabhängig ist von den Wünschen und Berufsangaben der Abiturienten. Winterhilfswerk Kreisführunss Gietzen. Die Kreisführung des Winterhilfswerkes, sowie die Kreiswaltung der NS.-Volkswohlfahrt sind unter Nr. 2297 dem Telefonnetz angeschlossen. Heil Hitler! gez.: M o h a u p t Kreisgeschäftsführer des WHW. Die Gewmnmöglichkesten der Straheniotterie. Bei den zahlreichen Gewinnen, die letzthin wieder bei der Straßen-Lotterie des Winter-Hilfswerks gezogen wurden, besteht vielfach die Meinung, daß die großen Gewinne jetzt ausgespielt seien. Das ist keineswegs der Fall. Die Straßen-Lotterie des Winter-Hilfswerk des deutschen Volkes, die unter der Aufsicht der Reichsleitung der NSDAP., Abteilung Lotterie, München, steht, wird in dreißig Serien gespielt. Aus jede dieser Serien entfallen: 1 Hauptgewinn zu 5000 Mark, 2 Hauptgewinne zu je 1000 Mark, 10 Gewinne zu je 500 Mark, 51 Gewinne zu 100 Mark, 101 Gewinne zu je 50 Mark, 335 Gewinne zu je 10 Mark. Dazu werden noch rund 150 000 kleinere Gewinne ausgespielt. Außer diesen Gewinnen, die sofort ausbezahlt werden, wird im März dieses Jahres für jeoe Serie eine Prämie von 500 Mark ausgelost. Deshalb kann auf jede gezogene Niete immer noch diese Prämie gewonnen werden. Es braucht sich also niemand entmutigen zu lassen, wenn gemeldet wird, daß Hauptgewinne gezogen worden seien. Die grauen Glücksmänner tun weiterhin ihre Pflicht und bieten die Garantie dafür, daß die Gewinne in ihren Kästen gerecht verteilt sind. Tu auch du dein Pflicht und gib dein Scherflein zur Linderung der Not im Kampf gegen Hunger und Kälte! Wieder besserer Empfang des Südwestfunks. Wie der Südwestfunk mitteilt, ist es den Bemühungen der Reichspost nunmehr gelungen, die meisten Störungen im Empfang des Gleichwellen- netzes des Südwestfunks zu beseitigen. In zwei bis drei Tagen dürfte sich in allen Teilen des Sendegebietes der Empfang wesentlich verbessert haben. Bis zum endgültigen und völlig reibungslosen Einlaufen des Gleichwellennetzes des Südwestfunks (also der Sender Frankfurt, Kassel, Trier, Kaiserslautern baren Beifall ausgenommen wurde. In der Pause stellten sich die Künstlerinnen und Künstler des Stadttheaters zur Sammlung für die Winterhilfe zur Verfügung. Reichsbeihilfe für Aeupflanzung von Obstbäumen. Für das Gebiet Hessen der Landesbauernschaft Hessen-Nassau stehen noch erhebliche Reichsmittel für Beihilfen für Neupflanzung von Obstbäumen zur Verfügung. Die zuständigen Obstbauinspektionen nehmen Anmeldungen entgegen. Meldungen in Frankfurt bei der Landesbckuernschast sind zwecklos. Spätester Meldetermin ist der 12. Februar 19 3 4. Die Obstbauinspektionen ent- jcheiden über Zu- und Ablehnung, und zwar innerhalb weniger Tage nach Überprüfung der Meldungen. Für die Zuteilung gelten die bisherigen Richtlinien, etwas geändert, die gegen Einsendung von 12 Pfennig in Briefmarken von jeder Inspektion zu beziehen sind. Rasche Entschließung jedes Interessenten ist notwendig, auch zunächst unver- bildliches Benehmen in den Baumschulen, da bei in Ordnung gehender Zuteilung Vorlage der Rechnung über die gekauften Obstbäume spätestens zum 10. März 1934 erforderlich ist. Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde In der letzten Sitzung der Oberhessischen Gesellschaft für Natur- und Heilkunde sprach Professor Dr. Gerthsen über „Kosmische Strafy« l u na". An Hand zahlreicher Experimente führte der Redner etwa folgendes aus: Die Erforschung der in den letzten Jahren nachgewiesenen sog. „Höhenstrahlung" hat ihre besonderen Schwierigkeiten, weil es sich um Strahlen außerirdischer Herkunft handelt, die nicht im Laboratorium hergestellt, sondern nur „auf der Empfangsseite" geprüft werden können. Für die dabei nachgewiesenen Energien fehlt jeder Vergleich aus irdischer Erfahrung. Welcher Natur sind diese kosmischen Strahlen und wo kommen sie her? Eine Reihe von Experimenten vermittelte zunächst einen Einblick in das Wesen von Strahlungsoorgängen im allgemeinen Es konnte gezeigt werden, daß Wellen strahlungen verschiedener Wellenlängen (sichtbares Licht, Röntgenstrahlen, 7-Strahlen des Radiums) aus den Atomen der betroffenen Materie Elektronen in Freiheit fetzen, daß Absorption eines Teiles der Strahlungsenergie sich in „Ionisation" äußert. Geeignete Geräte (Ionisationskammern) vermögen den Jonisationsgrad oder gar (Spitzenzähler, Zählrohr) jedes atomistische Einzelteilchen (Elektron) nachzuweisen. Ein besonders eindrucksvoller Versuch zeigte, wie mit Hilfe eines „Geigerfchen Zählrohrs" das Auftreffen der einzelnen Elektronen nicht nur hörbar gemacht (Lautsprecher), sondern auch mit Hilfe eines Zählwerks automatisch registriert werden kann. Die dabei feststellbare ungleichmäßige, sozusagen „unordentliche" Verteilung der atomistischen Einzelvorgänge läßt auf eine ebensolche der Lichtquanten schließen. Im Gegensatz w Wellenstrahlen erweisen sich Korpuskular strahlen als ablenkbar im magnetischen Felde und bestehen aus geschleuderten Elektronen (Kathodenstrahlen, ^-Strahlen des Radiums) oder aus Atomkernen («-Strahlen des Radiums), die Materie un6 Luftraum mehr oder minder weit zu durchschlagen vermögen. Die zur Erzeugung solcher Strahlen notwendigen riesigen Energien (5 Millionen Volt zur Erzeugung von «-Strahlen) lassen sich heute im Laboratorium bereitstellen. Die Demonstration eines Teslatransformators im Betrieb vermittelte den Zuhörern einen nachhaltigen Eindruck davon, was es bereits mit dem zehnten Teil dieser Energie, nämlich % Million Volt, auf sich hat. genommenen Vortrag fand eine Diskussion statt, die vor allem die Frage nach der möglichen Beeinflussung von Lebewesen durch die kosmische Strahlung aufwarf. Der eindrucksvolle Versuch, die Bahnen von «-Strahlen sichtbar zu machen (sie hinterlassen in einer mit Nebel gefüllten Kammer durch Ionisation Spuren ihres Weges) wurde vor einer Reihe von Zuhörern noch mehrmals wiederholt und erregte besonderes Interesse. Weitere Veränderungen in der hessischen Justiz. Nach der Bekanntmachung des Personalamts über die Ernennungen in der hessischen Iu- st i z sind, im Anschluß an unseren Bericht vom Samstag, noch folgende Ernennungen zu berichten: der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Osthofen Dr. Walter Buch zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht Mainz, der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Osthofen Philipp Karl Friedrich Ham m zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Mainz, der Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht in Darmstadt Karl Pfannstiel zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht Darmstadt, der Gerichtsassessor in Mainz Dr. Hans Schröder zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Offenbach unter Berufung in das Beamtenverhältnis, der Gerichtsassessor in Darmstadt Walter laut« phaeus zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Offenbach unter Berufung in das Beamtenverhältnis, der Gerichtsassessor beim Hessischen Staatsministe- rium Kurt Vetsberger zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Darmstadt unter Berufung in das Beamtenverhältnis, der Gerichtsassessor in Darmstadt Ludwig Wagner zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Darmstadt unter Berufung in das Beamtenverhältnis. der Gerichtsassessor bei dem Hessischen Staatsministerium Dr. Wilhelm Will zum Amtsgerichts- rat bei dem Amtsgericht Worms unter Berufung in das Beamtenverhältnis, der Gerichtsassessor in Darmstadt Dr. Hans Wiß - mann zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Langen unter Berufung in das Beamtenverhältnis, der Staatsanwalt am Amtsgericht in Mainz Ernst Josef C a r l e b a ch zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Mainz, der Staatsanwalt bei dem Amtsgericht Darmstadt Dr. Karl Specht zum Staatsanwalt bei dem Landgericht Darmstadt, der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Reinheim Friedrich Karl Kramer zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Darmstadt, der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Mainz Dr Karl L a n g zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht Mainz, der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Offenbach Wilhelm Orth zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht Darmstadt, der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Michelstadt im Odenwald Paul S c r i b a zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Reinheim, der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Offenbach Dr. Adolf T a u t p h a e u s zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht Darmstadt, der Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Langen Dr. Willy Wellmann zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht Darmstadt, der Staatsanwalt bei dem Landgericht Mainz Rudolf Reitz zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht Mainz, der Staatsanwalt bei dem Landgericht Darmstadt Heinrich Orth zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht Darmstadt. der Staatsanwalt bei dem Landgericht Darmstadt Reinhold Schlamp zum Landgerichtsrat bei dem Landgericht Darmstadt, der Landgerichtsrat bei dem Landgericht Darmstadt Dr. Friedrich Werner zum Landgerichtsdirek- tor bei dem Landgericht Darmstadt mit Wirkung vorn 1. April 1934, der Oberamtsrichter Karl Rudolf Becker bei dem Amtsgericht in Wöllstein zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Mainz mit Wirkung vom 29. Januar 1934, der Staatsanwalt bei dem Amtsgericht Offenbach Dr. Robert Schwab zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Offenbach, der Justizinspektor bei dem Landgericht der Provinz Starkenburg Wilhelm H a n st zum Bürodirektor bei dem Landgericht in Darmstadt, mit Wirkung vom 29. Januar 1934, der Justizpraktikant Wilhelm Kohlbacher unter Berufung in das Beamtenoerhältnis zum Oberjustizsekretär bei einem noch zu bestimmenden Amtsgericht mit Wirkung vom 1. Februar 1934, der Justizpraktikant Hans Gerber unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum Oberjustizsekretär bei dem Amtsgericht Wörrstadt, mit Wirkung vom 1. Januar 1934, der Kanzlist bei der Staatsanwaltschaft Mainz Hans Zimmender zum Justizsekretär mit Wirkung vom 1. Januar 1934, der Kanzlich bei dem Amtsgericht Worms Josef V e i t h zum Justizsekretär mit Wirkung vom 1. Januar 1934, der Kanzleiassistent bei dem Amtsanwalt in Worms Adam Lorenz zum Justizfekretär mit Wirkung vom 1. Januar 1934, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Darmstadt Heinrich Ruths zum Justizsekretär mit Wirkung vom 1. Januar 1934, der Kanzlist bei dem Generalstaatsanwalt Darmstadt Otto Kraft zum Justizfekretär mit Wirkung vom 1. Januar 1934, der Kanzlist bei dem Amtsgericht Darmstadt Hans D a s ch e r zum Justizsekretär mit Wirkung vom 1. Januar 1934; unter Berufung in das Beamtenverhältnis mit Wirkung vom 29. Januar 1934: der Gerichtsassessor bei dem Amtsanwalt I in Darmstadt Otto A x t zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Seligenstadt, der Gerichtsassessor z. Z. am Amtsgericht Seligenstadt Ludwig Bormuth zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Michelstadt, der Gerichtsassessor bei dem Landgericht Darmstadt Dr. Karl Dörr zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Worms, der Gerichtsassessor bei dem Amtsgericht Darmstadt Dr. Wilhelm Friedrich zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Groß-Gerau, der Gerichtsassessor bei dem Polizeiamt Darmstadt Arthur B u ß zum Staatsanwalt bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt, der Gerichtsassessor bei dem Amtsgericht Mainz Dr. Walter Gerhard zum Staatsanwalt bei dem Amtsgericht Mainz, der Gerichtsassessor, bei der Staatsanwaltschaft Mainz Fritz Heinrichs zum Staatsanwalt bei dem Landgericht der Provinz Rheinhessen in Mainz, der Gerichtsassessor bei dem Amtsgericht Offenbach Karl Herbert zum Staatsanwalt bei dem Amtsgericht Offenbach, der Gerichtsassessor in Worms Heinrich Koch zum Amtsgerichtsrat beim Amtsgericht in Offenbach, der Gerichtsassessor bei dem Hessischen StaatsniiL fterium Karl König zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsaericht Offenbach, der Gerichtsasieffor in Darmstadt Otto Küchler zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Darmstadt, der Gerichtsassessor bei dem Hessischen Staatsministerium Rudolf Kröning zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Üffenbach a. M., der Gerichtsassessor Dr. Hans Joachim Lehr zum Amtsgeri^^rat bei dem Amtsgericht Lorsch, der Gerichts^, ssor in Osthofen KurtMüller zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Darmstadt, der Gerichtsassessor bei dem Amtsgericht in Mainz Josef Murmann zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Osthofen, der Gerichtsassessor bei dem Amtsgericht Mainz Karl Neuenhagen zum Amtsgerichtsrat bet dem Amtsgericht Wöllstein, der Gerichtsassessor bei dem Amtsgericht Alzey Paul Reiff zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Alzey, der Gerichtsasiesior bei dem Landgericht in Mainz Dr Jakob Reyl zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht in Mainz: der Gerichtsassessor am Landgericht Mainz Meinhard Quart zum Amtsgerichtsrat bei dem Amtsgericht Bad Wimpfen, der Gerichtsassessor bei der Staatsanwaltschaft Darmstadt Dr. Fritz K n ö ß zum Staatsanwalt bei dem Landgericht in Mainz, der Gerichtsassessor bei dem Amtsgericht in Worms Leo Natale zum Staatsanwalt beim Amtsgericht in Mainz, der Gerichtsassessor bei dem Amtsanwalt I, Darmstadt Kurt Neuenhagen zum Staatsanwalt bei dem Amtsgericht Darmstadt, der Gerichtsassessor bei dem Landgericht Darmstadt Ludwig R e r r o t h zum Staatsanwalt bei dem Landgericht Darmstadt. Bornotizen — Tageskalender für Montag: Ortsgruppe Gießen des VDA., Saal des Studenten- Hauses, Leigesterner Weg, Vortrag über „Die evangelische Kirche und das Auslanddeutschtum". — — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Großfürstin Alexandra". — Cas6 Leib, Schulungskurs, Vortrag von Pg. Dr. Schmidt. — NS.-Frauenschaft Gießen- Mitte, Süd und Ost, 20.15 Uhr, Turnhalle des Gymnasiums, Turnstunde. — Aus dem Stadttheaterbüro. Morgen, Dienstag, abend das Lustspiel „Das Konzert" von Hermann Bahr. — Ein Kolonial-Lichtbildervortrag findet auf Veranlassung der Kolonialen Arbeitsgemeinschaft Gießen am heutigen Montag abend in der Aula der Universität ^statt. (Siehe Änzeige.) ** Die Eröffnung der Luftschutz- schule Gießen findet nicht, wie in unsere Samstagausgabe in dem Hinweis irrtümlich zu lesen war, am Freitag, sondern bereits am morgigen Dienstag, 6. Februar, in Verbindung mit einem Vortrag über „Notwendigkeit und Umfang des zivilen Luftschutzes" statt. ** Der Leichenfund auf der Bahn- strecke Gießen-Rödgen, über den wir am Samstag bereits berichteten, hat feine Aufklärung gefunden. Es handelt sich bei dem Toten um einen alten Mann, der zuletzt in Gießen wohnhaft war und offensichtlich freiwillig aus dem Leben geschieden ist» K)er$ pr Ic M de P fü di' dc 1 NSK. ü-em ich Id-r gr»l !Zwe> 2 ' Medaktic • Lc'l UN l leim M Ich st' iielrieh r D^enh er »entgegen tfcäger ihaben. m-g a gewartet „Natü So net Do mit Mi pro r-r Sja ,7, Wren mu ? fe f$°Pf ' °nn(e "Br die hai 2 °"der Scannt Duttererde L,k sieche E>er £7 öle ür ft > । hat Stilb er Kleber^ Mr0>s ptnn e p fei! dH M °' taals ? > | i Dann «in pfähl 3d) rour änderte toter M< Sendung 1 Eines > f „B-U ! „Sehr ich uchzen schule, i 1 Erst oii Indessen Hi in ange stachen S stchnstleite Sn Dichte, Ws ljodte siebte sich ui vielen t Mi ihn he Mn ihm t( Gerungen Daqeserei Hierein Ei Dauwerk, Seifenblo j ' Meist »nichts Di Sdimerm '„Die £ Mal, als i tinerfen bi Sir merbei Deshalb Möerleim. Es war ei jfJjonoluM SU. Am ne e Bericht, b Mhren m Wagen, womit. , Sin- Aich Zu Kenklich , ninler des Tags b EBa ich hx yu urteilt Oie schluchzende Schwester. Eine Preisarbeit des Deutschen Zournalisten-Wettbewerbs. Wir veröffentlichen hier die zweite der fünf preisgekrönten Arbeiten aus dem Deutschen Journalistenwettbewerb „Mit Hitler in die Macht" und verweisen gleichzeitig auf die in der Samstagausaabe veröffentlichte erste Preisarbeit und die genauen Bedingungen für den Leserwettbewerb. Jeder Bezieher des „Gießener Anzeigers" kann sich daran beteiligen. Für die richtige Lösung sind 10 0 0 Mark ausgesetzt. NSK. Es war zu Anfang meiner Laufbahn, nach- Irn ich den Geruch der Druckfarbe und das Rollen -!- großen Maschinen in mich ausgenommen hatte $Dei Tage wanderte ich durch alle Stuben der R daktion, um endlich am dritten im Vermischten Til und Unterm Strich bei Herrn Achim Zucker- lerm zu landen. Ich stand vor seiner gezückten Füllfeder wie Winkeried vor den Speeren der Hahnenschwänze, während er mit spitzen Fingern meinen ersten Artikel Sr-gegennahm. Er war mit Feuer geschrieben, dlrubt mir, denn ich war mit großen Vorsätzen zu Ackerleim gekommen. Ich wollte beweisen, daß Ehriftleiter Volkstribunen sind und als Banner- tr ger der öffentlichen Meinung eine Sendung hiben. „Sie sind mein Mann", mußte er — so glaubte id — gleich sagen. „Auf Sie haben wir schon immer Verein lahmer Streichholzhändler noch nachträglich ein Diplom widmen wird. So tüchtig war Zuckerleim. Er zeigte sich überhaupt als ein Meister der Verwandlung. Ich schleppte ihm Berichte herbei über Parlamentssitzungen, die wie Schlafpulver wirkten. Ich stöberte in den Gerichtssälen herum und entwarf mit der Sicherheit eines Photographen Charakterskizzen abgrundtiefen Untermenschentums. Ich schilderte ihm, wo ich nur konnte, alle die Lockungen und Lockerungen unseres vielgestaltigen Lebens. Zuckerleim hörte mich aufmerksam an. Dann begann er zu schreiben. Meine Parlamentsschilderun- aen lasen sich aus seiner Feder spannender als ein Boxmatsch über fünfzehn Runden mit knockout und Tiefschlag. Unübertroffen geradezu waren seine Abhandlungen, wenn er die Geheimgänge seelischer Verirrung und Verwilderung erforschte. Der nüchternste Tatbestand glich einem Kriminalroman im letzten Kapitel. Die Gestalten der Bösewichter wuchsen unter seiner Feder zu stiller Größe und ihre Taten zu einer Anklage gegen alle, die diese Armen schuldig werden ließen. Seiner Verteidigung war kein Staatsanwalt gewachsen. Als er seinen 50. Geburtstag feierte, wagte rch einen Vorstoß. „Es ist zwecklos", meinte er. „Sie werden niemals erste Garnitur werden. Ein Zeitungsschreiber Ihrer Art ist ein Mensch, der seinen Beruf verfehlt hat. Sie wollen nur immer Schlachten schlagen. Aber unsere Zeit verlangt die Demut. Dann wurde seine Stimme weich und vertraulich, „Sie ist hart, diese Zeit", fuhr er fort. „Man muß sich anpassen können, einfühlen und mit ihr gehen. Sie wollen sie formen. Aber Sie werden zerbrechen." „Oder siegen", gab ich zurück und war damit für Zuckerleim endgültig erledigt. ♦ Als die Sturmfahnen der braunen Bataillone über alle Straßen wehten, wurde aus Zuckerleims demutsvollem Jammern ein Schrei schmerzlicher Entrüstung. Damals erst erkannte ich, weshalb man ihn die schluchzende Schwester genannt hatte. „Ich verstehe die Welt nicht mehr", bemerkte er bitter. Dann verließ er die Stube und räumte mir seinen Platz ein. Er ging freiwilliger als ich gedacht hatte. Gesehen habe ich ihn selloem nicht wieder. Eines Tages erfuhr ich, daß er nun doch wieder am Rollruf entdeckt habe. Er sei jetzt Hilfsbremser am Rollwagen einer durch Europa ziehenden Zirkustruppe. Theateraufführungen unter freiem Himmel Eine Anordnung der Reichstheaterkammer. fltrnrtet." .Natürlich", war alles, was Zuckerleim heraus- biichte. „Ein Anfänger." Dann warf er die Arbeit in den Papierkorb und er pfähl mir, zunächst seine Korrekturen zu lesen, äoi wurde zwar blaß wie weißer Käse, aber das äoerte nichts an der Tatsache, daß ich zunächst ein teer Mann blieb und meinem Ehrgeiz und meine Endung unter Zuckerleim-Artikeln begraben mußte. fines Tages lief ich dem Direktor über den Weg. .Wo sind Sie denn jetzt?" fragte er beiläufig. .Bei Herrn Zuckerleim ', gab ich höflich zurück. .Sehr gut für Sie", meinte er kurz. '„Bei der ftt ächzenden Schwester. Das ist gerade die rechte Siule. Diese Leute können wir brauchen." rrst viel später begriff ich, was er damit meinte. Indessen blieb ich viele Monate an Herrn Zucker- len angehängt. Sein Wesen glich einer gleißenden, ftrchen Scheibe. Er war mehr als ein tüchtiger Z^riftleiter oder ein gewürfelter Reporter. Er war ei' Dichter eigener Art. Wenn er hinterm Tintengis hockte, wuchs er über sich selbst hinaus. Dann dwhte sich das Kaleidoskop seiner Einfälle und wurde ZU vielen hundert kleinen und kleinsten Geistern, die uir ihn herumsaßen und ihm lauschten. Sie erzählter ihm tausend Geheimnisse, die er in seine Schil- dkiiungen einwob. Die zähe Masse der belanglosen To^esereignisse, die er bearbeitete, wurde unter ihi-m Einfluß zu einem glitzernden, schillernden Buroerf, lockend und seltsam wie eine hauchdünne St fenblase. Neist schrieb er neckische Dingerchen, die ihn zu mts verpflichteten. Nur mitunter sprach tiefe Et-wermut aus seinen Abhandlungen. ,5)ie Börse war schlecht", erwiderte er mir ein- mc, als ich ihn nach dem Grund fragte. „Aber Sie mcFen das nicht. Sie haben keine Fingerspitzen. Eii werden es zu nichts bringen." deshalb blieb ich im Schlepptau des Herrn ZuLerleim. Endlich bot er mir eine Gelegenheit. Es war ein Bericht über einen Dauertanz in der Haiolulu-Bar. Acht Tage lang sah ich dort stumm vi.'Am neunten brachte ich meinem Zuckerleim einen icht, der unbedingt zur Schließung des Lokals füllen mußte. Ich hatte mal ordentlich vom Leder ae^gen, wie man so sagt. Es war mir sehr ernst fonit. .Sind Sie denn total übergeschnappt?", fragte lüi-j Zuckerleim, und seine Augen kamen be- dtitklich aus den Höhlen. „Die Honolulu-Bar ist nn'-'r bester Auftraggeber im Anzeigenteil." lags darauf erscheint ein Zuckerleim-Tanzbericht Bo ich befangen war, muß ich es ablehnen, darüber zu urteilen. Ich bezweifle aber nicht, daß ihm der Der Leiter der Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda, Müller-Scheid, gibt bekannt: Nachfolgende Anordnung gilt für das Gebiet der Landesstelle Hessen-Nassau. Es wird nochmals darauf hingewiesen, daß die Landesstelle Hessen-Nassau des Reichsministeriums für Dolksaufklärung und Propaganda die Provinz Hessen-Nassau und das Land Hessen umfaßt, d. h. die Gebiete des Gaues Hessen-Nassau sowie Kurhessen der NSDAP. Gemäß § 25 der ersten Verordnung zur Durchführung des Reichskulturkammergesetzes vom 1. November 1933 wird hiermit nachstehende Anordnung getroffen: I. Alle Theaterunternehmer einschließlich der Leiter der von deutschen Ländern, Städten und sonstigen Körperschaften des öffentlichen und privaten Rechts betriebenen Theater sowie die Inhaber von Theaterkonzessionen, die beabsichtigen, im Jahre 1934 Theater-Aufführungen unter freiem Himmel (Freilichtaufführungen) zu veranstalten, müssen bis spätestens 1. Februar 1934 der für ihren Sitz zuständigen Landesstelle des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda über diese Pläne unter Angabe des Spielorts und der aufzuführenden Werke Anzeige erstatten. Der unter Leitung des Präsidenten der Reichs- theaterkammer stehende Reichsbund der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele e. V., dem alle Frei- llcht-Unternehmungen als Mitglieder angehören sollen, ist mit der Durchführung des Organisationsplanes der Freilichtspiele beauftragt. Er wird tn Verbindung mit den Leitern der Landesstellen des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda die Absichten der einzelnen Theater prüfen und auf dem Wege der Verhandlungen zu erreichen suchen, daß bei diesen sommerlichen Spielen in erster Linie solche Schauspieler und Regisseure beschäftigt werden, die während der Wintermonate erwerbslos waren, und erforderlichenfalls die Theaterbetriebe veranlassen, auf ihre Absichten zugunsten der unter der Leitung der Landesstellen des Reichsminifteriums für Volksaufklärung und Propaganda stehenden „Spielgemeinschaften für nationale F e st g e st a l t u n g" zu verzichten. 'Wenn zwischen den Beteiligten eine Einigung über die Durchführung der Sommerspielzeit nicht erzielt wird, so wird die Reichstheaterkammer auf Antrag der Beteiligten entscheiden. • II. Die Bestimmungen unter I beziehen sich auch auf alle sonstigen Vereine und Einzelpersonen, die im Jahre 1934 öffentliche Theateraufführungen mit Berufsdarstellern oder Dilettanten veranstalten wollen. Ihre Anträge werden in gleicher Weise geprüft. Öffentliche Theateraufführungen unter freiem Himmel durch Dilettanten sollen jedoch nur ausnahmsweise und nur dann zugelassen werden, wenn Grenzland- oder reichswichtige Interessen vorliegen, oder wenn es sich um Dheateraufführungen vor einer beschränkten Öffentlichkeit und irn Zusammenhang mit Kundgebungen oder ähnlichen Vereinsveranstaltungen handelt, und die Veranstalter durch Beitritt zum Reichsbund der deutschen Freilicht- und Dolksschauspiele sich dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda unmittelbar unterstellt haben. Wenn zwischen dem Anttagsteller und dem Reichsbund der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele eine Einigung nicht erzielt wird, so wird die Theaterkammer auf Antrag 5er Beteiligten entscheiden. III. Die Vorschriften über die Erteilung einer Theaterspielerlaubnis nach § 32 der Reichsgewerbeordnung werden nur hinsichtlich der Prüfung der Bedürfnisfrage gemäß Bekanntmachung des Bundesrats vom 3. August 1917 berührt. Sämtliche für die Erteilung von Theaterkonzessionen im Gebiete des Deutschen Reiches zuständigen Behörden werden ersucht, vor Entscheidung über Anträge auf Erteilung von Konzessionen für Freilicht-Theaterunternehmungen der Reichstheaterkammer Mitteilung zu machen und deren Entscheidung zu beachten. Die Konzessionsbehörden werden ferner ersucht, in allen Fällen in Freilicht-Theaterunternehmen betreffenden Konzessionsangelegenheiten ein Gutachten des Neichsbundes der deutschen Freilicht- und Volksschauspiele in Berlin-Südende einzuholen. IV. Die Landesstellen des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda werden ersucht, in allen Fällen der Zuwiderhandlung gegen die Anordnungen zu Ziffer I und II unverzüglich der Reichstheaterkammer und der zuständigen Kvn- zessionsbehörde Anzeige zu erstatten und die örtlichen Pvlizeiverwaltungen zu veranlassen, die beabsichtigten unerlaubten Theateraufführungen zu verhindern. Ausgefertigt Reichstheaterkammer. Der Präsident: Der Geschäftsführer. gez. Otto Laubinger. im ese Der Acker des Jürgen Ooskocil Don Ernst Wiechert. Aus dem von der Raabe-Stiftung mit dem Volkspreis für deutsche Dichtung ausgezeichneten neuen Roman „Die Magd des Jürgen Doskocil" von Ernst Wiechert bringen wir mit Erlaubnis des Albert Langen/Georg Müller Verlags, München, folgende Leseprobe zum Abdruck. 3«er Hafer stand dicht und grün. Jürgen begriff es «nicht. Er konnte, wenn er nicht aufs Wasser Ionien mußte, lange auf dem Findlingsstein sitzen, btr wie eine Bank der Unterirdischen geformt war, ün Kopf in beide Hände gestützt, und nachdenken. Es konnte der Wald sein, der den Acker umgab, ürfcie Halme vor dem Verschmachten schützte. Aber rillt andere Aecker lagen am Walde und waren »tri rannt und tot. Es konnte die unverbrauchte Qu' tererbe sein, die seit Jahrhunderten ruhig ct!i"f. Es konnte das Grundwasser sein, wenn es )iti höher stand als auf den Feldern. Er wußte es ilich: und begriff es nicht. Er starrte auf die dunkel- pihe Fläche, in der es sich mitunter leise rührte, ib striche eine Hand an den Wurzeln entlang, ntb immer mehr, wenn auch verstohlen, nährte er )en Gedanken, daß es die Unterirdischen sein könnten, die für den Hafer sorgten. Vielleicht hatten sie ■ ’S kühler in ihren Wohnungen, vielleicht hörten jie -ie Halme über sich wie einen Wald rauschen, iDiell2id)t erwarteten sie, daß Jürgen ihnen von der «ihie einen Teil zu winterlicher Speise ließ. Er :ret leise auf, wenn er zu seinem Steinsitz ging, :nid er unterließ nicht, sich zu verneigen, wenn er miet er aufftanb, um in fein Haus zurückzukehren. MiglN gingen mit seinen Stiefeln mit, den schwe en, I Wen Wasserstiefeln, deren Leder rötlich schimm rte I Mn Der täglichen Nässe. I 2ber eines Morgens, lange vor der Ernte, stand Der Hafer nicht mehr da. Jürgen konnte von der 15c) jeüe feines Hauses das grüne Feld sehen, und mfm er den ersten oder den letzten Fuß auf die «shivelle setzte, pflegte er nicht nach dem Strom zu lÄn ober zum Himmel über bem Moor, wo bie iiiunlrigen Wolken immer zuerst aufzogen, fonbern noi] ber Lichtung im Hochwalb, von ber bas einzige ■'Mn in ber ganzen Runbe schimmerte. Uitb eines Morgens war ba<5 einzige Grün er« kbchm. Er rieb sich nicht bie Augen, er lief aÄch wii)t er rief auch nicht nach Marte. Langsam, jmt Widm Knien, ging er ben Steig zum Acker, tun CSdiippen vorbei, vor bem bas Eisen gelegen ha te, otni Zaun entlang, wo er bie Spur des Frem »en tiimls gesehen hatte, über bie vertrocknete A M id)ief hängenden Birke an der Waldecke. S ine Am Stein erst blieb er stehen und sah langsam auf. Der Hafer war geschnitten, mit Sicheln, dicht über der Erde. Er sah es an der Unregelmäßigkeit der Stoppeln. Hier und da lag ein verstreuter Halm, der sich in der Mvrgenschwüle schon krümmte und bräunte. Sonst lag das Feld wie das Gesicht Ernst Wiechert. eines Erschlagenen, mit offenen Augen, Schatten in den grauen Falten, Schmerz um den verzogenen Mund. Er setzte sich auf den kühlen Stein und blickte in das erschlagene Gesicht. Zorn und Haß schliefen noch in seiner schweren Seele. Ueberlegun- gen schliefen noch, wer es gewesen sein könnte. Er hatte einen Schlag empfangen, aus dem Hinterhalt, und sein Blut stürzte in ihn hinein. Wie Regen von den Aesten eines Baumes, den die Axt an der Wurzel trifft. Matte, verfließende Bilder standen auf und schoben sich vor seinen offenen Augen: das weiße Tuch, in das er das Kind gehüllt hatte, das Pferd, dem er die Haferkörner in die Krippe schüttete, das Kruzifix, das er mit den Händen gerade bog, die Axt, die sie ihm heimlich angesägt hatten. Aber hinter allen Bildern, die wie Nebel über dem Strom vorüberzogen, lag unbeweglich das Gesicht des Feldes. Und dann wußte er es plötzlich: daß es nicht der Diebstahl war, noch der Verlust einer Ernte, sondern daß sie gemäht hatten, bevor es Zeit war. Daß es dasselbe war wie mit dem Kind. Daß sie den Hafer aus der Muttererde gerissen hatten, wie das Wasser fein Kind aus dem Mutterleib gerissen hatte. Daß sie nicht gestohlen, sondern gemordet hatten. Er stand auf und umschritt das Feld in immer größeren Kreisen. Er fand ein paar Halme zwischen Feld und Strom und wußte, daß sie mit Kähnen gekommen waren, weil es keine Spuren gab. Er sah Marte vom Hause kommen und ging ihr entgegen. Sie meinte, lautlos, ohne die Tränen abzu- wischen, ohne ein Wort. Sie gingen zusammen zurück, bis zur Fähre, und blickten von dort nach dem grauen Dorf hinüber. Die Ziehbrunnen schnitten wie Galgen in den dunstigen Himmel. Ein Wagen fuhr die Dorfstraße hinunter, dem Walde zu, und eine gelbe Staubsäule stand hinter ihm auf, mit leise mahlenden Rändern, und ging hinter ihm her wie ein Gespenst... Leben unter Tag. Don Peter Bauer. Es verrät sich durch die vielen kleinen Hügel, die die niedrigen, winterfahlen Grasbüschel der Wiesen mit dem frischen Braun aufgeschichteter Erde überragen. Größe und Form dieser Erdhaufen sind so charakteristisch und einmalig, daß sie untrüglich auch auf das Tier schließen lassen: den Maulwurf. Er hält keinen Winterschlaf wie viele andere Vierfüßler, sondern ist unermüdlich zu jeder Jahreszeit Hintern den Engerlingen und Würmern her. Seine Jagdleidenschaft kennt keine Schonzeit. Mögen sich die Weichtiere des Frostes wegen in tiefere Erdstriche zurückziehen oder bei zunehmender Erwärmung des Bodens durch die stärker werdenden Strahlen der Sonne der Oberfläche näherkommen, der Maulwurf bleibt ihnen stets auf der Spur. Sein scharfer Geruchsinn wittert jedes Lebewesen, und seinem feinen Gehör entgeht nicht der leiseste Fall eines beiseitegeschobenen Erdkorns. Rasch füylt der oielneroige Rüssel des spitzen Kopfes in der Richtung des verdächtigen Geräusches vor, und dieses unvergleichliche Tastwerkzeug erspürt sofort jedes Opfer. Wühlt sich der Maulwurf mit feinen breiten Schaufelhänden, deren kräftige Finger scharfe Grabkrallen tragen, vorwärts, so scharrt er die Erde solange hinter sich, bis ihn ihre Ansammlung beim Weiterarbeiten hindert. Dann stößt er ein Loch Gin Riesenprozeß im Hinterland. )( Gladenbach, 3. Febr. Unter großem Äu- Hörerandrang begann gestern vormittag vor der Großen Strafkammer in Marburg, welche aus Ersparnisgründen die Sitzuna im Gebäude des Gladenbacher Amtsgerichts abhält, die Verhandlung gegen die feit Ende Juli vorigen Jahres in Untersuchungshaft bfinblichen Viehhändler Adolf und Felix Adler (Vater und Sohn) aus Gladenbach. Die Anklage leat den Adlers Betrug und Wucher in insgesamt 40 Fällen zur Last. Sie sollen in den letzten Jahren beim Vieh- Handel viele Landwirte und Arbeiter des hessischen Hinterlandes durch unrichtige Angaben über Alter und Eigenschaften der verkauften oder vertauschten Tiere getäuscht und durch wucherische Gewinne übervorteilt haben. Da ßur Beweisaufnahme 124 Zeugen und drei Sachverständige geladen sind, rechnet man mit einer mehrtägigen Prozeßdauer. Die am Freitag zur Sprache gebrachten betrüge« rischen Handlungen lagen in den meisten Fällen so, daß die Angeklagten den Landwirten Kühe mit Fehlern (schlechter Milchertrag, keine Zugfestigkeit usw.) billig abkauften und sie dann als erstklafsige Tiere mit gutem Gewinn weiterverkauften oder vertauschten. Mehrfach konnten die Angeklagten auch Tiere abfetzen, nachdem sie den Käufern erklärt hatten, daß die Kühe bald kalben würden. Die meist kleineren Landwirte wurden aber in ihrer Hoffnung, eine alsbald frischmelkende Kuh in den Stall zu bekommen, getäuscht, denn die Kühe kalbten oft Wochen ober Monate später. Die Angeklagten stritten bei ihrer Vernehmung in den meisten Fällen ab, beim Verkauf oder Tausch der Tiere die angeblichen Zusicherungen gemacht zu haben und bezeichneten ihre Händelchen ols Risiko- ober sogar Verlustgeschäfte. Zeugen, bie bei ben Angeklagten ver- schulbet waren, mußten bei ben Angeklagten eine viel höhere als bie Schulbensumme betragenbe Hypothek auf ihr Grunbstück eintragen lassen. Die Angeklagten machten babei noch allerlei Versprechungen in bezug auf Viehlieferung usw., bie aber nicht innegehalten würben. In einem Falle hatten bie Angeklagten auch eine alte Kuh gekauft, sie burch Verschönerung Der Hörner verjüngt unb bann als junges Tier weiterverkauft. Sein früherer Besitzer konnte bas Tier bei einer Besichtigung kaum roieberertennen. Am Samstag kamen roieber zahlreiche Fälle zur Verhanblung, in benen sich bie beiben Angeklagten beim Viehhanbel bes Betrugs ober Wuchers schul- big gemacht haben sollen. Der Geschäftsbereich ber Angeklagten war, wie aus ben zur Sprache gebrachten zahlreichen Füllen hervorging, äußerst umfangreich: er vefchrünkte sich nicht allein auf bie Orte in unmittelbarer Umgebung Glabenbachs, Jon» bern bis in bie Gegenben von Herborn, Laasphe unb Biebenkopf. Viele Zeugen — meist hanbelte es sich um kleine Lanbwirte unb Bergleute mit geringem Grunbbefitz unb 1 bis 2 Kühen — bekundeten, daß sie immer wieder mit den Angeklagten handeln mußten, wenn sie auch in vorhergehenden Jahren von diesen ein- oder mehrmals übervorteilt worden waren. In manchen Fällen waren die Leute jahrelang arbeitslos, benötigten aber zum Lebensunterhalt eine Kuh, bie sie natürlich nicht auf einmal bezahlen konnten. Sparkassen unb Banken bewilligten keinen Krebit. Um so bereitwilliger waren bie Angeklagten mit ber Krebitgewähruna. Sie gaben nicht nur Vieh, fonbern sogar Bargeld zu weiterer Schulbentilgung unb ließen sich bann Hypotheken auf bie kleinen Besitztümer überschreiben. Hohe Zinsen trugen bazu bei, baß bie Leute immer mehr verschulbeten. Sie waren gezwungen, mit ben Angeklagten weiter zu hanbeln, weil biefe sonst mit Künbigung ber Hypotheken brohten. Interessant ist babei, baß viele Schulbner über ihre Gelbgeschäfte mit ben Angeklagten überhaupt kein Buch führten, Abzahlungen vielfach ohne jebe Quittung leisteten unb sich bezüglich ber Gelbgeschäfte ganz auf bie Angeklagten verließen, bie natürlich keine Abrechnungen zu eigenem Nachteil aufstellten. Vor Gericht konnten in biesen Fällen mehrere Zeugen überhaupt nicht angeben, wieviel Schulben sie bei ben Angeklagten hatten. Die Männer erklärten auf Befragen bes Gerichts, baß ihre Frauen hie Geld- burch bie Bobenoberfläche ins Freie unb wirft mit energischem Kopfbruck bie Erbe hinaus, woburch bie kleinen Hügel sich anhäufen. Ihre Zahl unb ihre Verbreitung über ein Wiesenstück hin geben bie Größe eines Jagbgebietes zu erkennen, in bem ein Tier sich unumschränkter Herr fühlt. Denn ber Maulwurf ist ein Eigenbrötler unb Einsiebler, ber sich bie kleinste Zeit seines Lebens, wohl nur wäh- renb feiner Kinberstubenwochen, mit feinesaleichen verträgt, im übrigen aber abgefonbert lebt unb bissig sein Revier gegen {eben Einbringling unb lästigen Mitfresser oerteibigt. Die schwere Erbarbeit hat ihn zum Vielfraß gemacht. Er durchstreift nicht nur öfter währenb bes Tages feine Jagbgänge, fonbern er legt auch immer roieber neue Kanäle an unb wirst frische Erbhaufen auf. Ein Laufgang führt aus bem Jagbbezirk zum Kessel unb zwar zunächst zu einem mehrfachen Gürtel von Gängen, bie um ben kugelförmigen Wohnraum gezogen unb untereinanber selbst verbunden finb. Von ihnen zweigen vereinzelte Vorratsröhren ab, in bereu Wänben ber Maulwurf lebenbe Regenwürmer einmauert, nachbem er ihnen zuvor ben Kopf abgebissen unb sie damit unfähig gemacht hat, sich in ber Erbe fortzubohren. Diese Konserven speichert er sich in feuchten Tagen bes bes Ueberflusses für trockene Sommerwochen auf. Mehrer Ausgänge bes Kessels münben in Fluchtkanäle, burch bie sich bas von einem Einbringling überrumpelte Tier in höchster Not zu retten sucht. Alle zum unmittelbaren Wohnbezirk gehörenben Gänge haben, im Gegensatz zu ben Jagbkanälen, glatte, gefestigte Wänbe. Selten wirb biefes Leben unter Tag zu einem kurzen Ausflug an bie Oberfläche unterbrochen. Die feiste, etwa hanbgroße, samtschwarz bepelzte Walze, rutscht unb humpelt nur unbeholfen vorwärts. Weber bie schlechten Gangbeine, noch bie schwachen Augen finb geeignet, ben Maulwurf zu einer längeren Wiesenpromenabe zu verführen. Die kleinen Augen, bie wie Mohnkörner tief im Pelz sitzen unb nur an Finsternis gewöhnt finb, versagen in ber Tageshelle, auch wenn sie, wie bei einer Gefahr, großer unb weiter hervortreten. Gestern sah ich einen Maulwurf am Wege zwischen einer Wiese unb kleinen Schrebergärten liegen. Von einiger (Entfernung aus konnte^ man meinen, er habe sich bei einem Spaziergang überraschen lassen. Sein Fell war stark bestaubt. Aber als ich mich bückte, gewahrte ich einen kleinen blutigen Fleck, ber im schwarzen Pelz klebte. Da hatte ihn wohl bie Hacke bes entrüsteten Kleingärtners getroffen, als er, im Jagbeifer sein Gebiet erweiternd, ahnungslos in bas Besitztum bes Mannes einbrach unb unter feinem bescheidenen Pflanz- stück Wege wühlte unb Erbe warf. geschafte erledigten, und die Frauen wußten auch nicht viel mehr. Indem sie. nach den Angeklagten hinübersahen, meinten sie, daß wohl diese über die Geldgeschäfte Bescheid wüßten. Sie hatten nur das Gefühl, von den Angeklagten übervorteilt au sein unb erstatteten erst jetzt — mehrfach lagen die an- aezeigten angeblichen Betrugsfälle bereits mehrere Jahre zurück — Anzeige Natürlich konnte das Ge- Deutscher Sieg im „Preis der Nationen". Vor den Augen unseres Führers Adolf Hitler erkämpfte sich die deutsche Reiter-Mannichaft am Samstag beim Berliner Reitturnier wieder einen großartigen Sieg. Der „Große Preis der N a t i o n e n", der den sportlichen Höhepunkt des Turniers bildete und auf dessen Ergebnis man auch außerhalb Deutschlands infolge der Teilnahme französischer und irischer Reiter gespannt war, ergab einen einwandfreien deutschen Erfolg mit nur 24 Fehlern vor Frankreich (36) und Irland (64 Fehler). Die drei deutschen Pferde Baccarat II (Oblt. Mom m), Derby (Oblt. Hasse) und Tora (Oberstlt. Brandt) erhielten je acht Fehler, viermal gingen die Deutschen fehlerlos Über die Bahn, und Egly kam im ersten Umlauf zu Fall. Ein ganz besonderes Gepräge erhielt natürlich die Veranstaltung durch die Anwesenheit unseres Führers Adolf Hitler, der mit Interesse die Kämpfe in der Arena verfolgte und es sich zum Schluß nicht nehmen ließ, die siegreiche deutsche Mannschaft für ihren schönen Erfolg, der wieder einmal einen Beweis für den Hochstand der deutschen Pferdezucht und der deutschen Turnierreiterei geliefert hat, zu beglückwünschen. — Diesem großen Ereignis voraufgegangen war am Freitagabend das Jagdspringen um den „Großen Preis von Berlin", den sich der Ire Limerick Lace mit Capt. O'Dwyer im Sattel und der Franzose Tenace (fit. de Catries) als Sieger freundschaftlich teilten. Deutsche Mnterkampsspiele. Die Eisläufer auf dem Plan. Die Deutschen Winterkampfspiele in Braunlage- Schierke hatten an ihrem vorletzten Tage noch einmal ein stattliches Programm aufzuweisen. Bei schönem Winterwetter kamen auf der Schierker Eis- Ataxi Herber und Ernst Baier, die deutschen Kunstlaufsieger 1934. « i 'Ci bahn die Wettbewerbe der Eiskunstläufer und Eisschnelläufer zum Austrag. Die Bobfahrer ermittelten ihren Zweier-Meister. Im Lager der Eisschnelläufer wurde der deutsche Meister S a n d t n e r (München) erwartungsgemäß auch Meister über 5000 Meter, ebenso war er auch über 10 000 Meter in 18,58,6 vor den Berlinern Games und Müller erfolgreich. Heber 15 0 0 Meter hatte er vorher trotz schwacher Gegnerschaft mit 2,31,8 einen neuen deutschen Rekord aufgestellt. Da er auch über 1500 Meter vor Barwa und Games (beide Berlin) erfolg- richt mit solchen Zeugenbekundungen nichts anfan- aen. Nach einer Zeugenaussage hat der Angeklagte Adolf Adler auch einmal versucht, gelegentlich eines Wechselprozesses den Zeugen zu einer falschen Aussage zu verleiten. Das Gericht erklärte hierauf, Voruntersuchung wegen versuchter Verleitung zum Meineid gegen Adolf Adler zu erheben. Die Verhandlung nimmt Dienstag ihren Fortgang. reich blieb, war ihm der Sieg im Gesamtergebnis und der Titel eines deutschen Meisters niemals zu entreißen. Deutscher Meister im Herren-Kun st laufen wurde ganz überlegen der bisherige Titelhalter Ernst Baier mit beträchtlichem Vorsprung vor Härtel, Laß und Schmitz. Meisterin der Damen wurde abermals die Münchenerin Maxie Herber vor der Berlinerin Edith Michaelis. Zu einem Aweiten Meistertitel kam Maxie Herber im Paarlaufen, wo sie mit Ernst Baier zusammen einen ganz überlegenen Sieg vor den bisherigen Titelträgern Hempel-Weiß erfocht. Den Titel eines Zweier - Bobmeisters sicherten sich auf der 1750 Meter langen Bobbahn in Schierke Grau-Brehme auf Bob „Berolina III" mit einer Gesamtzeit von 3,00,6 Minuten. Der Schierker Bob „Delphin" kam in 3,02,5 auf den zweiten Platz. (5er arötl 900, beim Olympia Kursus Der Langstreckler in Ettlingen. In dem vor kurzem zum Haupttrainingslager der DSB. erklärten süddeutschen Verbandsheim Wil- helmshöhe - Ettlingen bei Karlsruhe fand vom 25. Januar bis 1. Februar d. I. ein Olympia- Sonderkursus für Langstreckler unter Leitung von Reichstrainer W a i tz e r, Direktor Brechen- b a ch e r sowie dem Langstrecklerbetreuer von der Planitz (Berlin) statt. Aus allen Teilen des Reichs waren talentierte Kräfte (insgesamt 36) entsandt. Der Gau Nordhessen war durch 1900'5 bekannten Marathonläufer Paul Gerhardt sowie durch Schranket (VfB. Diez) vertreten. Die Ausbildung war sehr vielseitig. Eine Menge neuer Anregungen wurde den Teilnehmern mit auf den Weg gegeben. Natürlich fehlte auch ein kleiner Probelauf nicht. Er ging am Sonntag auf der Strecke Ettlingen—Rastatt vonstatten und führte die Marathonläufer über die Distanz von 15 Kilometer. Gerhardt legte in dem Rennen, das von namhaften Leuten wie B r ä s e ck e (Berlin), Lenz (Stuttgart) usw. bestritten wurde, eine ausgezeichnete Form an den Tag. Nach etwa 5 Kilometer ging er an die Spitze, passierte die 10-Kilometer- Kontrolle in einer Zeit von knapp über 34 Minuten und sah schon als sicherer Sieger aus, als er Ein Bild der straffen Gliederung und Organisation vermittelte in der Nacht zum Sonntag das Nationalsozialistische Kraftfahr-Korps (NSKK.) der Gruppenstaffelführung Hessen und Der Deutsche Automobil-Club (DDAC.) Gau 3 Hessen durch eine bis in die kleinsten Einzelheiten vorbildlich durchgeführte Winterveranstaltung, deren Abwicklung in den Händen des DDAC.-Gau- Sportleiters Heinemann und der Sportkommissare Gruppenstaffelführer Prinz Richard von Hessen und Gauführer des Gau 3 Hessen des DDAC. Obersturmbannführer Dr. Behrens lag. Am Samstag gegen 20 Uhr wurden in Frankfurt a. M. 23 Kraftwagen und 13 Krafträder mit und ohne Seitenwagen auf die Winterreise geschickt, um eine schwere und interessante Winternachtfahrt im Wettkampf zu bestreiten. Im Abstand von einer Minute starteten die Fahrzeuge dem Vogelsberg zu, um in Rudingshain die erste Streckenkontrolle zu passieren. Bis dahin schon hatten verschiedene Fahrtteilnehmer mit ihren Fahrzeugen aufgeben müssen, während andere größere Durchschnittsgeschwindigkeiten herausholten als vorgesehen waren und teils mit großem Vorsprung der' hauplkontrolle Gießen zueilten. Da die Fahrtteilnehmer erst beim Start in Frankfurt die vorgeschriebene Fahrtstrecke mitgeteilt bekommen hatten, mußte jeder Fahrer ober dessen Beifahrer ein guter Kartenleser sein, um sich schnell im unbekannten Vogelsberg-Gelände zurechtzufinden, denn Zeitverluste brachten Strafpunkte. Die Ankunftszeit eines jeden Fahrtteilnehmers in der Hauptkontrolle Gießen war vorgeschrieben. Es zeigte sich, daß fast alle diese Aufgabe sehr gut lösten und nur sehr wenige mit Verspätung in Gießen ankamen, wo sie von ausgestellten SA.-Kameraden durch die Moltkestraße—Hitlerwall—Wernerwall —Horst-Wessel-Wall an das Zwischenziel Ecke Horst- Wessel-Wall — Bahnhofstraße geleitet wurden. Eine große Zuschauerzahl hatte sich hier am Zwi- infolge einer Irreleitung kurz vor dem Ziel ab- stoppte und den Sieg mit wenigen Metern Vorsprung dem ausgekommenen Westdeutschen Siegers (Eschweiler) überlassen mußte. Der Futzball des Sonntags. Gau Nordhessen: SC.03 Kassel — Chattia Kassel 6.2 Borussia Fulda — FC. Hanau 93 5:0; Hessen Hersfeld — Kurhesfen Marburg 6:0; Sport Kassel — VfB. Friedberg 5:10. (Sau Südwest: Eintracht Frankfurt — 1. FC. Kaiserslautern 6:1; FSV. Mainz 05 — FSV. Frankfurt 3:1; Bor. Neunkirchen — Sportfr. Saarbrücken 2:1; Kickers Offenbach — SV. Wiesbaden 5:2. Wormatia Worms — Phönix Ludwigshafen 7:2. Gau Bayern: Bayern München — Jahn Regensburg 0:2; Wacker — 1860 München 0:1; ASD. Nürnberg — 1. FC. Nürnberg 0:1; Spvgg. Fürth — FC. Bayreuth 2:2; Schwaben Augsburg — FC. Schweinfurt 3:1. Kurze Sportnotizen. Der Oesterreichifche Skiverband hat allen in Deutschland wohnenden Oesterreichern generell Starterlaubnis für die Deutschen Skimeisterschaften vom 6. bis 12. Februar in Berchtesgaden erteilt und sich auch damit einverstanden erklärt, daß diese Sportler für die Farben deutscher Vereine starten. ♦ Westdeutscher Hochschul-Handballmeister wurde die Universität Köln, die im Endspiel gegen Bonn mit 7:1 (5:0) siegreich blieb. * Gegen d i e Reklame - Auswertung motorischer Gau- ufib Ortsgruppenveranstaltungen wendet sich in einem Aufruf die Oberste Nationale Sportbehörde. Die Auswertung sportlicher Erfolge solcher Veranstaltungen zu Reklamezwecken ist für alle Erzeugnisse der Kraftfahrzeug- und Zubehör- Industrie verboten. Europameister im Eisschnelläufen wurde in der Gesamtwertrung der Norweger S t a k s r u u d vor dem überraschend nach vorn gekommenen Wiener S t i e p l. ♦ Thüringischer Skimeister wurde Otto Wahl (Zella-Mehlis) mit Note 410,1 vor Altmeister R. Wagner (Oberschönau) mit Note 404,8. ♦ Deutschlands Eishockey-Mannschaft wurde im ersten Spiel der Weltmeisterschastskämpfe in Mailand von Oesterreich in einem unglücklichen Spiel knapp mit 2:1 (0:1, 1:0, 1:0) geschlagen. ♦ Dr. Edmund Neuendorff, der stellvertretende Führer der Deutschen Turnerschaft, ist zurückgetreten. schenziel eingefunden als die ersten Fahrtteilnehmer um 10.30 Uhr ankamen, darunter Standartenführer Münch mit dem Fahrer D11 e r b e i n von Lauterbach. Ein reges Treiben herrschte bald an der Hauptkontrollstelle und glänzend waren die trefflichen Vorbereitungen, die von dem Gießener Ausschuß unter der Leitung des hiesigen DDAC.-Sportleiters Geyer getroffen worden waren, um eine glatte Abwicklung während des Eintreffens und Abfahrens wie auch in der einstündigen Zwangspaufe zu gewährleisten. Dank aber gebührt auch den SA.- Kameraden der Kraftwagenbereitschaft 1 Gießen und der Motorstaffel Gießen, die die glatte Durchführung ermöglichen halsen. Gegen 0.45 Uhr verließen die letzten Fahrtteilnehmer wieder unsere Stadt, um über Klein-Linden—Lützellinden— Branboberndorf—Camberg—Felbberg ben zweiten Teil ihrer beschwerlichen Nachtfahrt zurückzulegen. Unter ben Teilnehmern war auch ein Gießener Fahrer, SA.-Kamerab L ü b k e, ber mit einem Kraft- rab mit Seitenwagen bie Winternachtfahrt bestritt. Alles in allem zeigte bie Veranstaltung ben erwarteten gryßen Erfolg. Die Ergebnisse: Motorrabfahrer: 1. Poths-Wiesbaben (Jmperia) 20 Strafpunkte; 2. Nagl-Frankfurt (NSU.) 21 P.; 3. W. Kirr (NEU.) 46 P.; 4. A. Knirr (NSU.) 48 P.; 5. Plapp-Hanau (Triumph) 49 P.; 6. Roth-Hanau (Triumph) 51 P.; Lübke-Gie- ßen (Puch) 51 P.; 8. Naujoks-Frankfurt (NSU.) 57 Strafpunkte. Wagenfahrer: 1. Heil-Frankfurt (Hanomag) 4 Strafpunkte; 2. Helm. Glöckler (BMW.) 9 P.; 3. Hauptmann von Sachs (Abler) 9 P.; 4. Möller- Frankfurt (Röhr-Junior) 11 P.; 5. Walter Glöckler- Frankfurt (Hanomag) 14 P.; 6. Staffelführer Becker-Frankfurt (Abler) 14 P.; 7. Josef Klein (DKW.) 21 P.; 8. ßöbering (Hanomag) 29 P.; 9. Otterbein-Schlitz (Mercebes) 10 P.; 10. Prinz Wolfgang von Hessen (Horch) 10 Strafpunkte. Studenten -Skimeisterschasten auf dem Hoherodskopf. Auf bem Hoherobskopf herrschte gestern wieber reger Wintersportbetrieb. Der gemelbete hohe Schnee hatte viele Wintersportler angelockt. Allerbings hatte, bas merkte man schon dalb, nachbem man bie Skier an ben Füßen hatte, ber Schnee nicht bie erwünschte Beschaffenheit. Er war reichlich schwer. In bieser Hinsicht stanb bie Austragung ber Stu- benten-Skimeisterschaften unter einem ungünstigen Stern. Die Temperatur lag nahezu um Null Grab. Am Samstag war bie Austragung ber Stu- benten-Skimeisterschaften mit Eifer vorbereitet, bie Rennstrecke abgesteckt, bie Bahn für ben Slalomlauf mit Fähnchen markiert, auf ber großen Sprung- schanze ber Anlauf gestampft unb was sonst noch alles zu tun war. Zu ben Wettkämpfen selbst hatten sich bie Stubenten schon am Samstag recht zahl- reich eingefunben. Marburg war sehr stark vertreten. Zu früher Stunbe am Sonntag würbe ber Lang, lauf gestartet, ber über eine Strecke von 14 Kilometer führte. Diese Konkurrenz stellte bie Mannschaften auf eine harte Probe. Der schwere Schnee — von Pappschnee gar nicht weit entfernt — machte ben Skiläufern bas Vorwärtskommen reichlich schwer unb bie erzielten Zeiten hätten unter besseren Schneeverhältnissen bestimmt anbers lauten können. Den Sieg brachte ber Darmstäbter Müller in ber Zeit von 1:13,55 Stunben an sich. Brüning unb Hofmann (Gießen) folgten an 7. dzw. an 10. Stelle. Noch im Laufe bes Vormittags würbe auch ber Slalomlauf ausgefahren. Die Strecke führte vom Jägerhaus über ben Hang so steil, wie es bas Gelänbe ergab, zu Tal, einige kurze Kurven er- schwerten ben Lauf, ber an sich ohne befonbere Schwierigkeit zu bewältigen war. Immerhin wirkte sich auch hier ber schwere Schnee ungünstig aus, so baß bie Läufer nicht so recht in Schwung kamen. Erster würbe Bartofchik (Marburg) in 2:18 Minuten. Poppert (Gießen) konnte sich mit 2:21 Minuten an 3. Stelle, I ü n g st (Gießen) mit 2:26 Minuten an 7. unb Knauß an 8. Stelle behaupten. Den Slalomlauf ber Stubentinnen brachte Fräulein H e y b (Gießen) in ber vorzüglichen Zeit von 2:39 Minuten an sich, gefolgt von Gräfist Schwerin in 2:45 Minuten. Mit befonberem Interesse sah man bem Sprunglauf entgegen. Eine stattliche Anzahl von Zuschauern umlagerte schon lange vor bem Beginn bes Wettbewerbs ben Sprunghügel. Leiber beteiligten sich nur drei Mann an dieser Konkurrenz. Man sah einige ausgezeichnete Sprünge von dem Norweger L y n g, der gegenwärtig an der Technischen Hochschule Darmstadt studiert. Er startete aller, bings außer Konkurrenz. Die beiben gewerteten Bewerber blieben weit hinter ihm zurück. Der Norweger gefiel burch seine ausgezeichnete Haltung, durch seine unbeirrbar sichere Art, die allen Norwegern in gleichem Maße zu eigen zu sein scheint. In der Bewertung ber Sprünge blieb Rest (Marburg) von O s w a l b (Friebberg) Sieger. Die Ergebnisse: ßanglauf (Einzellauf): 1. Müller (Darmstabt) 1:13,55 Stb.; 2. Rabbenauer (Marburg) 1:20,6; 3. Steinmetz (Marburg) 1:22,34; 4. G r ö n k e (Darmstabt) 1:23,25 ; 5. Bartofchik (Marburg) 1:24,46 ; 6. Mühlner (Marburg) 1:25,50 ; 7. Brüning (Gießen) 1:26,6; 8. Siebe n l i st (Darmstadt) 1:27,5; 9. Ride (Darmstadt) 1:28,30; 10. Hofmann (Gießen) 1:28,44. Mannschaftslauf: 1. Marburg, 1. Mannschaft, 16 Punkte; 2. Darmstadt 22 P.; 3. Gießen 1. Mannschaft 41 P.; 4. Gießen 2. Mannschaft 71 P.; 5. Marburg 2. Mannschaft 80 P. Slalom-fiauf der Studenten: 1. Barto s ch i k (Marburg) 2:18 Minuten; 2. Müller (Darmstadt) 2:19; 3. Poppert (Gießen) 2:21; 4. Gronke (Darmstadt) 2:22; 5. Wehlner 2:28; 6. Kleedehn (Marburg) 2:28; 6. Denker (Marburg) 2:31; 7. Iüngst (Gießen) 2:26; 8. Kil- per (Darmstadt) 2:36; 9. Knauß (Gießen) 2:37; 10. Steinmetz (Marburg) 2:41; 11. Becker (Gießen) 2:42. Slalom der As sistenten: 1. Wahlkan (Marburg) 2:27; 2. fiotz (Gießen) 2:45; 3. Dr. Wagner (Gießen) 2:56 Minuten. Slalom der Studentinnen: 1. Heyd (Gießen) 2:39; 2. Gräfin Schwerin (Frankfurt am Main) 2:45; 3. Dannenberg (Marburg) 2:48; 4. Knapp (Marburg) 2:56 Minuten. Sprunglauf: 1. Rest (Marburg) Note 134; 2 Oswald (Friedberg) Note 129,5. Außer Konkurrenz: fiyng (Darmstadt) Note 352. Siegerehrung: Nach den Wettkämpfen traten die Studentinnen und Studenten vor dem Jägerhaus an und horten die Siegerverkündigung. Dr. M o ck e l m a n n , ber Leiter des Instituts für ßeibesübungen, dankte allen, die sich zur Ausgestaltung der Wettkämpfe zur Verfügung gestellt hatten und schloß die Veranstaltung mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Reichspräsidenten, auf den Volkskanzler und auf die Sieger des Tages. Familie Leschhom Gießen, den 5. Februar 1934. 0560 735 " 1864 1914 Nachruf! denken bewahren. Der Vorstand. Gießen, den 4. Februar 1934. 739i Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme, für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrers, sowie für die zahlreichen Kranzspenden bei dem Heimgang unseres lieben Sohnes und Bruders, sagen wir herzlichen Dank. Ganz unerwartet verschied heute morgen infolge Schlaganfalles mein unvergeßlicher lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Georg Renker, Oberpostschaffneri. R. im 70. Lebensjahr. heftig. Husten und schwerem Katarrh befreit - Seit 10 Jahren litt ich an Husten und Atembeklemmungen, nachVerbrauch von zwei Flaschen war das Leiden völlig verschwunden. Viele lobende Anerkennungen von Krankenhaus- Aerzten und -Professoren. Nehmen auch Sie nur Husta-Clycln Flasche RM 1.-. 1.65 und 3.25. Hustobons Dose RM 0.75. Drog. Otto Winterhoff, Kreuzplatz 10; Adler Drog. Haus Hindenburg ; Kaiser-Drogerie Ernst Noll, Lindenplatz 5. 549 v Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Johannes Schombert Gießen (Crednerstraße 6), den 4. Februar 1934. Die Beerdigung findet am Dienstag, dem 6. Februar, um 15.30 Uhr, in Laubach statt. Unser lieber Alterskollege Herr Georg Renker ist gestern unerwartet verstorben Die Beerdigung findet in Laubach statt. Wir werden dem Entschlafenen, der stets treu zu uns hielt, ein ehrendes Ge- Atemnot infolge starker Verschleimung beseitigt-Alten Vater in 8 Tagen von /Istinna T Beschwerden Husten? WörishoierBrust- and Husten - Tee geg.alt.Schleim, Katarrh ufro. 0374 Tees gegen alle Leiden v. 65 Pf. ab.Jachrn.Berat. BKränterhaus JUNG Gießen in d. Schulstraße. nmimitiHiinmiimiiii Ihre Geschäfts- Drucksachen stellen dieVerblndung her zu Ihren Erzeugnissen.Man stellt sich die Bsschaffenhelt Ihrer Waren so vor, wie man Briefbogen. Brief Umschläge, Postkarten. Rechnungen, eeschäftskarten Ihres Hauses beurteilt. Legen Sie deshalb Wert auf gepflegte Drucksachen! Wir bieten sie Ihnen preiswert I Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7, Ruf 2251 WSIiNiM öflOnetoügeCM’S fenwirk. a.i.d.bartnäck.Fäll.todsich. u.Gar.innerh.5-6Tg.restl.m.Wurz. befett d. Hühneraugen-Rapid. Best, erb.: Löwen Drog.w KilbinqerNacht Seitersw.ßP Begebung oonßanoWn. Für die Allg. Ortskrankenkasse Dießen-Land soll das (Erbauen einer massiven Autogarage unter Hinweis auf die Reichsverdingungsordnung vergeben werden. Zu vergeben sind: Erd-. Mauer-, Beton-, Schreiner-, Glaser-, Schlosser-, Dachdecker-, Spengler, und Weißbinderarbeiten. Die Angebote sind bis zum 15. Fe- bruar 34 einzureichen und mit der genauen Anschrtft zu versehen. Freie Auswahl bleibt ausdrücklich vorbehalten.—Zuschlagsfrist 14Tage. Gießen, den 31. Januar 1934. Wem. Ortskrankenkasse Gleben-cauo Der Vorstand: 732 D 3. 2L: Jung, Geschäftsführer. Unwiderruflich Ziehung: 9. Februar 1934 Eisenacher Geld-Lotterie 3386 Gewinne zusammen RM 12500 Höcbstgewinn auf 1 Doppellos RM. 5000 Hauptgewinn auf 1 Einzellos RM 2500 lese ä 50 Pfg. Ooppellose äIM. Nachnahme 20 Pfg., Porto und Liste 30 Pfg. mehr. Zu haben bei • alL StaatL Lott.- Einnahmen u. d. Plakate kenntL Verkaufsstelle« 11111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111 la Kaphal-Anlagel 1. Hypoth. 4500-5000^ zu GV'o auf 3-5 Jahre v. pünkti. Zinsz. für Neubmi gesucht. Näh. durch Archttekt Seibert, Gießen, Wall- torstr.21 (Pfeiffersche Buchhdl.), Eingang Asterweg.______605D IIIIUIIIIIIIIIIUIIIIIIUIIIIIIIIUlillUIIIIIIIIIIIIHUU* Nr. 70 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, 5. ßebruar r, —■ . —. — ———— — SS. im Kampfe gegen Hunger und Kalle. Eifrige Sammlung in den Straßen. — Ein schneidiger Werbemarsch. — Glänzendes Konzert in der Bolkshalle. In anerkennenswerter Weise stellte sich die Ss. unter ihrem Sturmbannführer Nickel am Samstag und am gestrigen Sonntag aufopferungsvoll in den Dienst des W i n t e r h i l f s w e r t e s. Als besonders wirkungsvolles Instrument für diesen Kampf ließ die Gießener SS.-Führung den M u - s i k,z u g der 2. SS. -Standarte Wiesbaden nach Gießen kommen, um mit seiner Hilfe die Arbeit für das Winterhilfswerk besonders wirkungsvoll und ertragsreich zu gestalten. Die selbstlose Tätigkeit unserer SS. für den guten Zweck wurde — um es von vornherein zu betonen — ein voller Erfolg für das Winterhilfswerk Schulstraße, Neuen Baue, Gartenstraße, Ludwig- straße, Alicenstraße, Bahnhofstraße, Kaplansgasse, Seltersweg, Hindenburgwall bis zum Stadttheater fortgesetzt. Ueberall auf dem Marsche wurde die SS. von einer großen Menschenmenge, die den größten Teil der Marschstrecke mehrere Glieder tief auf dem Bürgersteig umsäumte, herzlich mit dem deutschen Gruß begrüßt. Die Hundertschaft machte durch die prächtigen großen Menschen und durch ihre hervorragende Marschdisziplin den denkbar besten Eindruck, der noch durch den zackigen, prächtigen Marschrhythmus der Abteilung verstärkt wurde. .Dieser Marsch der SS.-Hundertschaft wurde nicht W'dM 4M • Die SS.-Fahne wird unter Führung des SS.-Sturmvannführers Nickel (vor der Fahnengruppe marschierend) von der Polizeidirektion am Landgraf-Philipp-Platz abgeholt. und zugleich ein besonderer Ruhmestitel, den sich die SS. durch diese christliche Liebestätigkeit mit vollem Recht erworben hat. Biele notleidende 1 Familien werden den Männern in der schwarzen Uniform von ganzem Herzen Dank wissen für die ..Munition", die sie in den Geldsammelbüchsen und aus dem Eintrittskartenverkauf zu dem Konzert in der Volkshalle dem Kampf des Winterhilfswerks 1 gegen Hunger und Svälte zugeführt haben. Oie Sammeltätigkeit m den Straßen. I Bereits am Samstagmittag bezogen die Sammel- Bosten der SS., mit ihren Sammelbüchsen der Winterhilfe „bewaffnet", ihren Dienst an allen nur einigermaßen begangenen Stellen der Stadt. Daß den SS.-Männern die G e l d s a m m I u n g für den edlen Zweck eine Sache eifrig st er Pflichterfüllung war, konnte man überall immer wieder beobachten. Kein Straßenpassant ging ihnen „durch ine Lappen", seder bekam mit einer freundlichen Neste und einem ebenso verbindlichen Wort oder Scherz die Sammelbüchse hingehalten, damit er sein Portemonnaie öffnete und den Inhalt in die Büchse ^umschichtete", je mehr das war, um so größer war Sie Freude der Sammelnden. Eine hübsche Plakette, die die SS. eigens zu diesem Zwecke hatte Herstellen lassen, wurde den Spendern als sichtbares Zeichen ihrer bekundeten Opferbereitschaft überreicht, und sie wurde schon bald das Zeichen für alle Straßenpassanten, von denen sich wohl kaum jemand oei dem gemeinnützigen Sammelwerk ausschließen wollte. Das eifrige Klappern der schwarzen Sammler konnte man denn auch bis weit in den Abend >es Samstag hinein hören, ebenso wurde am Sonntag die Sammelbüchse eifrig geschwungen und der Absatz der Plaketten noch erheblich gesteigert. Oer Werbemarsch. Gestern nachmittag trat eine Hundertschaft ix er S S. unter dem Kommando des Sturmbann- lührers Nickel auf Oswaldsgarten an, um von t*ort aus nach dem Gebäude der Polizeidirektion auf dem Landgraf-Philipp-Platz zum A b h o l e n b« e r Fahne zu marschieren. Unter Vorantritt des Spielmannszuges und der Kapelle der 2. SS.- Standarte Wiesbaden ging der Marsch so pünktlich »or sich, daß die Hundertschaft zur festgesetzten Zeit Ium 15 Uhr) vor der Polizeidirektion ankam, wo fie von einer großen Menschenmenge erwartet und freubig begrüßt wurde. Feierlich wurde dann von der Fahnengruppe unter persönlicher Führung des Sturmbannführers Nickel bei den fchneidigen Klängen des Präsentiermarsches die Fahne der SS. D'On ihrem Standort, dem Polizeiamtsgebäude, ab- xeholt. Hierauf wurde der Marsch durch die Land- trafenftrafee, Hitlerwall, Walltorstraße. Kirchenvlatz, nur zu einer Werbung für die Winterhilfe, für die auch bei dieser Gelegenheit die Sammelbüchsen eifrig in Betrieb gefetzt wurden, sondern er wurde zugleich auch zu einer Vertiefung der Verbundenheit zwischen der SS. und der Bürgerschaft. Im Anschluß an den Marsch gab die Kapelle der 2. SS.-Standarte vor dem Stadttheater ein gut halbstündiges Anlagenkonzert, bei dem sie mit prächtigen musikalischen Leistungen erfreute und dafür den vollen Beifall der Zuhörer erhielt. Das Konzert in her Volkshalle. Zu dem Höhepunkt der Werbeveranstaltung, dem Konzert in der Volkshalle, hatte sich unsere Bürgerschaft so zahlreich eingefunden, daß die große Halle unter Ausnutzung aller Raummöglichkeiten bis zum letzten Platz vollbesetzt war. Die Zu- •fage der SS., durch gründliche Heizung die Volkshalle trotz des Winters zu einem angenehmen Aufenthaltsort zu machen, wurde in vollem Maße erfüllt; Gas- und Kohlenöfen hatten den Raum schön durchwärmt, außerdem waren die Türen und Fenster gegen das Eindringen der Kälte gut abgedeckt worden. Damit hatte man schon eine wesentliche Vorbedingungen für die gute Stimmung der Besucher erfüllt. Nachdem die S S. - H u n d e r t f ch a f t unter dem Kommando des Sturmbannführers Nickel mit der Fahne unter den Klängen schneidiger Marschmusik in die Halle einmarfchiert war und vor der Bühne, mit Front nach dem Publikum, Aufstellung genommen hatte, hielt SS.-Sturmbannführer Nickel eine kurze einleitende Ansprache, in der er für den außerordentlich starken Besuch des Konzerts dankte und den Massenbesuch als Beweis dafür bezeichnete, daß der Geist der Volksgemeinschaft in unserer Stadt lebendig geworden sei. Er begrüßte sodann noch besonders die Kameraden der SA., der Vertreter der Wehrmacht, der Polizei, der Universität und aller übrigen Behörden, und wies weiter auf die Bedeutung des Wortes „SS.-Mann deine Ehre heißt Treue"'hin. Er betonte dabei die besondere Aufgabe der SS., stets in unbedingter Zuverlässigkeit, Treue und größter Hingabe für den Führer und fein Werk einzustehen, was auch bei dieser Veranstaltung dadurch bewiesen werde, daß die SS. sich bestrebe, dem brennenden Wunsche des Führers Adolf Hitler, daß kein Volksgenosse hungern und frieren dürfe, Erfüllung zu verschaffen. Er begrüßte es mit Genugtuung, daß dabei die SS. das volle Verständnis und die bereitwillige Mithilfe der Gießener Bevölkerung gefunden habe. Hierauf begann der Musikzug der 2. SS.-Standarte Wiesbaden unter Leitung des Musikzugführers, SS.-Sturmführer M a f ch u i (Wiesbaden), mit den reichhaltigen Darbietungen der Vortrags- ft M --SH Mi *1 Das Anlagenkonzert der Wiesbadener SS.-Kapelle vor dem Stadttheater. Man beachte besonders links den prächtigen Schellenbaum. — (Aufnahmen: Photo-Pfaff, Gießen.) folge. Im ersten Teile wurde Blasmusik geboten, bei der natürlich die Marschmusik durch einige programmäßige Märsche, daneben aber auch durch gute Einlagen in schneidigster Weise zur Geltung gebracht wurde. Ferner fand gefällige Operettenmusik in prächtiger Wiedergabe der Kompositionen den gebührenden Platz und die gleiche starke Beifallsfreu- digkeit der Zuhörer, wie sie auch bei der Marschmusik zutage trat. Die Musikkapelle und ihr vortrefflicher Leiter hatten schon mit diesem Teile der Vortragsfolge den besten Eindruck bei den Zuhörern erzielt. Der zweite Teil des Programms, der Streichmusik mit Begleitung durch einige Blasinstrumente brachte, war durch feine hervorragende künstlerische Ausgestaltung nur geeignet, den starken Erfolg der Kapelle noch bedeutend zu steigern. Hierbei hatte die Operettenmusik die überragende Stellung des Programms inne, wobei ganz besonders ein Potpourri aus der Operette ,^Schwarzwaldmädel" unbestreitbar die Spitze in Leistung und Beifall erzielte. In diesem Teile der Vortragsfolge hatte man auch die Freude, den Tenor Pg. M ü n i ch vom Staatstheater in Wiesbaden in einer Anzahl Gesangsdarbietungen aus Operetten zu hören und sich dabei an feiner reifen Kunst und feiner prächtigen Stimme zu erfreuen. Der Künstler, der schon bei seinem Erscheinen mit lebhaftem Beifall empfangen wurde, konnte im Verlaufe seiner Mitwirkung riesige Beifallsstürme für seine glänzenden Darbietungen ernten. Musikzugführer Maschui war ihm dabei ein feinsinniger und dezenter Begleiter auf dem Flügel. Die Kapelle konnte sich in gleicher Weise an ständig anwachsenden Beifallsstürmen erfreuen, wie das Publikum von der ausgezeichneten Musik in steigendem Maße entzückt war. Für den Wiesbadener SS.-Musikzug, dessen künstlerische Leistungen man in unserer Stadt nach den gestrigen vortrefflichen Darbietungen immer wieder gerne hören wird, wie auch für den Sänger und die Gießener SS. als Veranstalter des schönen Abends war das Konzert ein glänzender Erfolg. Für die Jugend fand der Abend mit Tanzvergnügen noch einen besonders frohen Abschluß. Das oberhessisthe Schäfersejl in Laubach. - Der Festzug der Schäfer mit der Schäjerfahne. □ ßaubad), 5. Februar. Gestern fand hier der diesjährige oberhessische Schäfertag statt, der sich dank des günstigen Wetters eines sehr großen Besuches von nah und fern erfreute. Am Vormittag tagte im „Schützenhof" der jetzt in den Deutschen Landarbeiterverband eingegliederte Schäferverein. Nach der Begrüßungsansprache durch den Kreisleiter der Deutschen Arbeitsfront, Pg. Otto Braun- Laubach, der über die Neuorganisation des Verbandes berichtete, sprachen der Kreisfachschaftsleiter für Schafzucht, Pg. Wirth- Wetterfeld, ferner Bürgermeister Högy als Vertreter terverbandes Pg. Kleist, Frankfurt a. M., eine kernige Ansprache. Bürgermeister H ö g y überreichte dem Gemeindeschäfer Konrad Köhler, der seit 25 Jahren im Dienste der Stadt Laubach steht, ein Geschenk. Am Schluß des Schäfertages wurde unter Leitung des oberhesfifchen Heimatdichters Georg Heß-Lei- geftern eine volkstümliche Darbietung „Deutsches Wort, deutscher Sang, deutscher Tanz" in den überfüllten Sälen des „Solmser Hofes" und „.Schützenhofes" gezeigt, die großen Beifall fand. Eine Tombola wurde durchgeführt, deren Reinertrag dem Winterhilfswerk zufließt. Das Fest kann in allen Teilen als vollkommen gelungen bezeichnet werden. Die Volksgesundheit fördern, heißt Elend verhüten. Werdet Mitglieder der NG.-Volkswohlfahrt. der Stadt Laubach. In trefflichen Ausführungen umriß der Geschäftsführer des Süddeutschen Schäferverbandes, Theodor Körner -Stuttgart, die volkswirtschaftliche Bedeutung der Schafzucht und setzte sich für deren Hebung und Förderung durch vermehrten Absatz ihrer Produktion ein. Kreisveterinärrat Dr. Metz- Schotten sprach über die Pflege der Schafe und Bekämpfung der die Schafzucht bedrohenden Seuchen. Die Grüße des am Erscheinen verhinderten Landesbauernführer Dr. Wagner, überbrachte Kreisbauernführer Straub- Nainrod. In zwangloser Aussprache wurde zum Schluß noch eine Reihe von Schäfereifragen besprochen. Nachmittags fand ein großer Festzug statt, der in 21 Schaunummern die Schafhaltung und ihre wirtschaftliche Bedeutung, sowie Ausschnitte aus dem Landvolkleben zeigte. Aus dem traditionellen S ch ä f e r l a u f in der Schloßgasien-Allee gingen Wilhelm Köhler- Laubach als Schäferkönig und Elisabeth Vonderheid - Villingen als Schäferkönigin hervor. Anschließend hielt im „Schützenhof" der Verbandsbezirksleiter des Deutschen LandarbeiDer Schäferkönig und die Schäferkönigin. Hessische Schaf er familie. — (Aufnahmen: Photo-Pfaff. Gießens fr f >. i \ r VI Verantwortlich: Oberheffen sigen Landwirten zugute. Wirtschaft [timmum Kreis Friedberg. 3mal sg. Wassergeflügel. tragen. * Frankfurt a. M., 3. Febr. Die Wochenschluß' waren zu beachten. des Kriegervereins, des Beigeordneten Rohn Vortragende zeigte an Hand von Beispielen, daß Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. !R. Berlin 95,9 96,25 96,25 Reichsbank . 12 Banknoten. Zeder muß bis zum 10. Februar die Hausplakette erworben haben! 94 94 97 98,25 19,3 96 92,5 93,25 96,25 92,5 92,5 92,25 92,75 94 94 97 94,7 100,1 96 97,9 19,2 95,75 92,5 o 0 0 0 0 4 0 0 0 Schluß- furd 98 19,25 95,25 92,5 92 93,5 96,5 92,25 92,25 91,75 92,25 94 94 97 22,5 1,25 7,65 7,05 7 6,13 Schluß?. Mi iag» bürle Schluß- lurs Minag- dürfe 22,5 1,25 7,1 6,5 6,4 8,9 6,3 94 94 97 23 1,3 7,6 7 7,05 8,75 6,25 N. Flensungen, V ?•••• der Kriegerverein Flensungen seine Generalversammlung ab. Der Vereinsführer Wilhelm Schumann verlas zunächst den Jahresbericht von 1933. Sodann wurde dem Kassenwart Joh. wichtigsten Industrien des Saarlandes beschickt wird. “ " die in Halle 7 auf der Großen *) ein Gesüßt sie aus einem abgelegenen Walddistrikt das Holz in einen anderen Distrikt fahren und aufsetzen, der vier Kilometer näher an der holzarmen Gegend der Wetterau liegt. Der hierdurch erzielte Mehrerlös bei der Versteigerung kommt also indirekt den hie- Erste Anordnung zur Regelung des Eiermarktes samtbild der industriellen Erzeugung des gefährdeten deutschen Grenzgebietes geben. Frankfurter Börse. Weiler fest. 21 1 7,15 6,2 6,225 8,65 6,13 95,13 100,1 95,75 98,25 19,15 95,25 Weitere ZnstandsetzungSzuschüffe für Bad-Nauheim. LPD. Bad-Nauheim, 3.Febr. Das hessische Staatsministerium hat der Stadt Bad-Nauheim, nachdem sie bereits 100 000 Mark als Zufch ü s s e für Jnstandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten an Gebäuden und Wohnungen erhalten hatte, wegen der hier vorliegenden besonderen Verhältnisse weitere 80000 Mark bewilligt. Eriolge oberhessischer Geflügelzüchter. Auf der vom 19. bis 21. Januar in Leipzig veranstalteten „1. Reichsschau des Reichsoerbandes der Geflügelwirtschaft" errangen unter außerordentlich starker Konkurrenz (insgesamt über 16 000 Nummern mit etwa 20 000 Tieren!) die Züchter unseres 95,5 100,13 einsführer Lepper dankten den Rednern für ihre lehrreichen Ausführungen und ersuchten die dem Kriegerverein noch Fernstehenden, ihren alsbaldigen Anschluß zu vollziehen. Die Mitgliedschaft eines Kriegervereins sei gleichbedeutend mit der Zugehörigkeit zur SA.-Reserve II. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf unsere obersten Führer und mit dem Deutschlandlied fand der geschäftliche Teil der Versammlung seinen Abschluß. Im nachfolgenden gemütlichen Teil der Versammlung erbrachte die Versteigerung eines von Pfarrer N a u m a n n zur Verfügung gestellten Schießpreises den Erlös von 6,80 Mark, der der Winterhilfe überwiesen wurde. Heitere Vorträge, lustige Anekdoten und Vorkom- nisse aus dem Soldaten- und Zivilleben, womit hauptsächlich Kamerad B o n h a r d reichlich aufwarten konnte, hielten die Versammelten noch mehrere Stunden in bester Stimmung beisammen. hessischen Landesverbandes hervorragende Preise. Unsere Züchter bewiesen, daß Hessen nach wie vor in der deutschen Geflügelzucht eine führende Stelle einnimmt. Nachfolgend nennen wir die besten Leistungen der oberhessiscyen Züchter: Rassegeflügel, Hühner (einzeln). Rhodeländer: O. M u h l (Reichelsheim), 3mal sg.; K. S t o l l (Lang-Göns), Imal E, 2mal sg., Imal g. Weiße Leghorn: Ludw. E m r i ch (Röthges) 2mal E., 2mal sg., 2mal g. Schw. Rheinländer: H. Kraft III. (Wallenrod), Fachschafts-E., 3mal E., 5mal sg.; F. Stotz (Laubach), 3mal E., 4mal sg. Schwarze Wyandotten: Aug. Gutmann (Vilbel), 4mal E., 4mal sg. Rebhuhns. Wyandotten: W. N e r n (Pohl- Göns), 4mal E., 7mal sg. Barnevelder: L. E m r i ch (Röthges), 2mal E., 2mal sg., 2mal g. Kraienköppe: B. Riegel (Bad-Nauheim), 2mal b. Schw. Italiener: W. W a l t h e r (Groß-Linden), Imal E., Imal sg. Gelbe Italiener: W. Bechtold (Butzbach), Siegerpreis (bester Hahn), Fachschafts-E., 2mal E., vamvurg-Amertka-Pakei Vamburg-Südam. Dampfschiff Hanja-Dampfschisf Norddeutscher Lloyd A.G. für Berkebrswesen Ml Berliner Handelsgesellschaft Commerz, und Privat-Bank Deutsche Ban! und Diskont» GeseUschafi ........... Dresdner Bank............ Nach einer Anordnung des Reichsbeauftragten Frhr. o. Kanne werden zur Regelung des Absatzes und der Verwertung von Hühnereiern 15 Wirtschaftsbezirke gebildet, denen je ein Bezirksbeauftragter vorsteht. Dieser hat für Erfassung und Verwertung der in seinen Bezirk anfallenden Eier und für die geregelte Versorgung der Verbraucher zu sorgen. Alle Eier, ausgenommen die für den Haushalt der Hühnerhalter und die für den unmittelbaren Verkauf an den Verbraucher bestimmten, sind an Sammelstellen abzuliefern. Einzelerzeuger können hiervon befreit werden, wenn sie sich zur Befolgung aller Anordnungen des Bezirksbeauftragten über die Verwertung der Eier verpflichten. Kennzeichnungsstellen haben die Eier zu kennzeichnen und zu verpacken. Die geschäftliche Abwicklung des Eierabsatzes wird von Bezirkszentralen besorgt, sie haben die Eier dem Verbrauch zuzuführen. Don dort aus nicht verwertete Eier werden der Reichs- eierverwertung zugeführt oder nach deren Anweisung weitergeleitet. Die Reichseierverwertung G. m. b. H. stellt auch den Ausgleich zwischen lieber« schuß- und Zuschußgebieten her. Die Belange des Handels sind bei allen diesen Maßnahmen angemes- sen zu berücksichtigen. Als oberster Grundsatz gilt es. b>',% Doung.Anleibk von 1930 Deutsche Ant.-Ablös.-Schuld mit Autzlos.-Rechten Desgl. ohne Auslos.-Rechte 6% ehern.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rückzahlb. 102%) 6% Hess. Landesbank Darmfladt Sold R. 12 ■6y*% Hess Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Ltoui Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten Deutsche Komm Sammelabl. An- leihe Serie 1 miiAuSlos.-Rechten 6% ehern. 8% »Franks Hyp.-Bank ®olbpfe 15 unkündbar biS 1985 6% ehern 7% Franks Hyp.-Bank Goldpse iß unkündbar bis 1986 *%% ehern <*/,% Franks Hyp.- Bank-Liqu.-Psandbriese 6K% ehern V/t% Rheinische Hyp.-Bank-Llau.-Golbpfe 6% ehern. 8% Pr LandeSpfand- brtesanstalt, Pfandbriefe R 19 \6% ehern. 7% Pr Lanvespsand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 ycuerfluticb BerrechnunaSkurS i'X Oelterrelchlsche Goldrente *'•0% Oesterreicyische Silberrente Ungansche Goldrente •jj Ungarische Staatsrente o. 1910 desgl. von 1913 abgest. Goldmexikaner von 99 ^Türkische Zollanleihe von 1911 ^Türkische Bagdadbahn-Anleihe Evangelische Gemeinden. Dienstag, den 6. Februar. Wahenborn-Steinberg. 20 Uhr: Eo.Kirchl. Frauenverein. Mittwoch, den 7. Februar. Watzenborn-Steinberg. 20 Uhr: Ev. Mädchenbund. Donnerstag, den 8. Februar. Daubringen. 20.30 Uhr: Bibelstunde. Freitag, den 9. Februar. Mainzlar. 20 Uhr: Bibelstunde. DA behauptet. Im einzelnen verloren Daimler 0,90 v. H., L. Tietz 0,13 v. H., Reichsbankanteile 0 75 v. H. Am Rentenmarkte lagen Reichsmark- Obliqationen 0,25 bis 0,50 v. H. fester. Preußen- Dollar 58,25 bis 58,75 v. H., RWE. 84,25 bis 84,50 v.H., 1951er Stahlverein 79 bis 79,50 v. H. Neubesitzanleihe etwas lebhafter und behauptet, Alt- besitz 0,50 v. H. schwächer. Stahloerein-Bonds gewannen 1,25 v. H. Don Auslandsrenten waren Rumänen und Ungarn weiter fest, besonders 5 v. H. Rumänen um 1 o. H., Ungarn Gold erneut um 40 Pf. fester. . , ,, Im Verlaufe blieb das Geschäft relativ lebhaft. Die Kursgestaltung war weiterhin uneinheitlich, wobei aber meist Besserungen von 0,25 bis 0,75 o. H. überwogen. Darüber hinaus gewannen Rhein. Braunkohlen 2,50 v. H., andererseits büßten Süddeutsche Zucker, Mannheim, 2,25 v. H. ein. Der Kassamarkt verzeichnete überwiegend Befestigungen von 1 bis 2 v. H. Sehr fest lagen erneut einige Bankaktien, u. a. OÖ-Bank 64,75 (+ 1,75 v. H ). Am Rentenmarkte konnten Altbesitzanleihe ihren Anfangsverlust wieder ausgleichen, gegen Schluß bröckelten sie wieder 0,25 v. H. ab, auch Neubesitz waren nur knapp gehalten, ebenso späte Reichsschuldbuchforderungen. Stahlverein - Bonds waren um weitere 0,75 v. H. befestigt. Arn Pfandbriefmarkt traten bei kleinem Geschäft nur geringfügige Veränderungen ein, auch Staats- und Länderanleihen waren behauptet. Stadtanleihen tendierten uneinheitlich bei Abweichungen bis zu 1 v. H. nach beiden Seiten. Don fremden Werten schloffen Rumänen, Ungarn und Bosnier in fester Haltung. — Tagesgeld war zu 3,75 v. H. etwas leichter. Frankfurter Eierrnarki. Frankfurt a. M., 3. Febr. Der Monatswechsel brachte im Frankfurter Eiergroßhandel eine leichte Belebung, um so mehr, als die Preise einen mäßigen Rückgang erfahren haben. Die Zufuhren hielten sich in normalen Bahnen. Seit langem waren wieder Rumänen und Bulgaren im Markt. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt a. M.: deutsche Frischeier Klasse 8 12,50, Kl. A 11,75, Kl. B 11,25, Kl. C 10,50. Holländer Klasse S 11,50, Kl. A 11, Kl. B 10,50, Kl. C 10. Flandern Kl. S 11,25, Kl. A 10,75, Kl. B 10,25, Kl. C 9,75. Bulgaren 10, Rumänen 9,50. Frankfurter Butlermarkt. Fran kfurt a. M., 3. Febr. Die Stimmung am Buttergroßmarkt ist etwas zuversichtlicher geworden; die Nachfrage war auf der ermäßigten Basis etwas besser. Die Anlieferungen von deutscher Butter übersteigen aber immer noch den Bedarf, aus Holland sind die Zufuhren infolge der Beschränkungen klein. Deutsche Markenbutter 132 bis 134, holländische Markenbutter 135 bis 137, ausgeformt 140 Mark. Die Preise verstehen sich per 50 Kilo frei Frankfurt a. M. Frankfurter Sckta^tvielmiarkt. Frankfurt a.M., 5.Febr. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dvrauftrieb: 1348 Rinder (345 Ochsen, 120 Bullen, 520 Kühe, 363 Färsen), 445 Kälber, 84 Schafe, 4410 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 22 bis 32 Mark, Bullen 22 bis 30, Kühe 13 bis 28, Färsen (Kalbinnen) 22 bis 32, Kälber 23 bis 43, Schweine 40 bis 48 Mark. — Marktverlauf: Rinder und Schweine schleppend, Kälber, Hümmel und Schafe ruhig. nete die gut besuchte Versammlung, gedachte der im letzten Jahre verstorbenen Kameraden und nahm die Ehrung mehrerer älterer, langjähriger Mitglieder durch Ueberreichung von Ehrendiplomen vor. Als Redner sprachen Bezirksführer des Haffiaver- bandes Prof. Kraemer, Herr Bonhard und Herr Klein aus Gießen über die Bedeutung und Aufgaben der Kriegervereine im alten und neuen Staat, Fürsorgeangelegenheiten der Kriegsbeschädigten und Hinterbliebenen und andere äußerst wichtige Zeitfragen. Die Dorträge fanden lebhafte ’ ig. Ortsgruppenleiter Freund und Der- Lepper dankten den Rednern für ihre Tempo der Gefchäftsbelebung im Zusammenhang damit, daß allmählich bei den gestiegenen Kursen hochstehende Berkaufslimite erreicht werden. Die Kaufaufträge der Bankkundschaft überwogen, zumal Anregungen aus der Wirtschaft und aus Der Politik einliefen. Der Abschluß der Reichs-Kredit-Gesellschaft, die Steigerung des Güterverkehrs, die festen Eisenmarktberichte und für Renten besonders das Umtauschangebot der preußischen Schatzanweisungen Indische Laufenten: W. Jacobi (Dilbel), 3mal E., 4mal sg., Imal g. Cayuga-Enten: O. Heß (Lang- Göns), Imal E., 4Mal sg. Zwerghühner. Weiße Zwerg-Wyandotten: L. M o g k (Echzell), 3mal E., 6mal sg., 4mal g. Zwerg-Kämpfer: K. PhilippIV. (Steinberg), Siegerpr. (bester Hahn), Imal E., 3mal sg., 2mal g.; Jean Kolter (Bad- Nauheim), 4mal E., 4mal sg. Schwarze Bartzwerge: L. W e i g a n bIV. (Großen-Linden), Siegerpr. (beste Henne), 2mal E., 2mal sg., Imal g.; H. s) ottes (Friedberg i. Hess.), 2mal E., 2mal sg., Imal g. Feder- füfjige Porzellans. Zwerge: O. S o e d l e r (Nieder- Gemünden), 3mal E., 4mal sg. Herdbuch. Weiße Leghorn: Geflügelfarm „Wilhelrnshöhe" (Butzbach), 2mal g. Rebhuhns. Italiener: I. Nebel (Ortenberg), Imal fg., 2mal g. Tauben. Hess. Kröpfer: Th. Vogt (Reichelsheim i. Wett.), Imal V. (vorzüglich), 7mal E., lOmal sg., Imal g/ H Mogk III. (Echzell), Imal E., 2mal sg., Imal g.; H. Harth (Nidda), 2mal E., 3mal sg.; W. Gros (Echzell), Imal E., Imal sg., 2mal g ; W L i ch (Londorf), Imal E., 2mal sg., Imal g. Strasser: W. I a - t o b i (Dilbel), 5mal E., 6mal sg.; A. Vogel (Bad- Nauheim), Fachschafts-E., Imal E., sg., 2mal g. Brünner: A. Heil (Ossenheim), Siegerpreis (beste Täubin), 4mal sg. Landkreis Gießen csd Großen-Linden, 5. Jan. Der Gesangverein „Germania" hatte für den Samstag zu einer Abendunterhaltung eingeladen. Nach einem schneidigen Marsch hielt der Vereinsführer Landwirt Wilhelm Wenzel die Begrüßungsansprache, die in einem Treubekenntnis zu Führer und Vaterland ausklang. Gemeinsam wurden im Anschluß daran die ersten Verse des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel-Liedes gesungen. Im weiteren Verlaufe des Abends folgten verschiedene gesangliche und musikalische Darbietungen, die unter Leitung von Musiklehrer Blaß (Gießen) recht gut wiedergegeben wurden. Für alle Darbietungen wurde reicher Beifall gespendet. Im Mittelpunkt des Abends stand die Aufführung einer Operette, die von Mitoliedern des Vereins gut wiedergegeben wurde. Die Mitglieder August Weigel, Wilhelm Volk, Philipp P i r r, Wilhelm Faber und Karl Datum 4% desgl. Serie 11 5% Rumän. vereint). Rente v. 1903 SVr%Ruman.vereinh.Rentev.lSi3 4% Rumänische vereint). Rente 8%% Anatolier Schmidt wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Für eifrigen Gesangsftundenbesuch wurden Wilhelm Keßler, K. Steinnagel, Wilh. Schmidt, Ludwig H a n k e l und Ferdinand Rinker aus- 9ennih n-Buseck, 3. Febr. Am Donnerstagabend veranstaltete der K r i e g e r d e r e i n eine öffentliche Versammlung, zu der alle ehemaligen Soldaten, insbesondere die Frontkämpfer, eingeladen waren. Der Vereinssührer Lepper eröff- Schlug). Abend. 1UT* börjc Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Zistern geben Du Hohe Der zuletzt beichlossenen Dividende an — ReichsbankDiskont 4 o H Lombardzinsfuß 5 o H. pb. Butzbach, 3. Febr. Gemäß einem Beschluß der Gemeindevertretung soll auch hier in allen den Fällen, in denen Unterstützungsempfänger von auswärts nach hier zuziehen, die Unterstützung auf 10 RM. monatlich für die .... <,------ ... ■ - ~ . Haushaltung und 3 RM. für jedes Kind be- die Eier auf kürzestem Wege und unter dem gering- schränkt werden. — In die hiesigen Standes- ften Kostenaufwand zum Verbraucher gelangen zu amtsregister wurden im Jahre 1933 62 Ge- lassen, ausreichende Versorgung der Verbraucher zu bürten, 43 Trauungen und 35 Sterbefälle singe- sichern und jeden sonstigen Leerlauf zu vermeiden. , Die Bezirksbeauftragten werden ermächtigt, für ihre I Wirtschaftsbezirke die Preise für die einzelnen Stel- Ljt'ptÄ *81 1 5 f ClD * 1 ' ---- - - , - - - v 2 ftebr Dieser Tage hielt len, die Hühnerhalter und gegenüber dem Handel ~ PeDr: v 1 ' ° V festzusetzen. Sie werden weiter ermächtigt, die für den örtlichen Handel maßgebenden Preisspannen festzulegen und für die Einhaltung der Preise und Preisspannen zu sorgen. Allerdings bedürfen die Maßnahmen der Genehmigung des Reichsbeauftragten. Bei Verstößen können Angehörige des Reichsnährstandes mit Ordnungsstrafen bis zu 1000 Mk., in leichteren Fällen bis 20 Mk. belegt werben. für diesen Tag bestimmten Lebensmittel und Brenn-, Die Kurssteigerungen verteilten sich ziemlich gleich- stoffgutscheine an die Bedürftigen zur Ausgabe, mäßig auf alle Märkte. Farbenindustrie eröffneten Mit dreifachem „Sieg-Heil" auf den Führer und gut behauptet, desgleichen Scheideanstalt und Metall- mit dem Horst-Wessel-Lied schloß die denkwürdige gesellschaft, Deutsche Erdöl gewannen 1,25 v. H., Feier. . Rütgersrverke verloren 0,65 v. H. Am Elektromarkte Kreis Schotten. j lagen Siemens 1,25 v. H., Gesfürel 0,65 v. H., Gonterskirchen, 3. Febr. Dieser Tage Bekula 0,40 v. H. und AEG. 0,25 v. H. fester, sprach hier nach einleitenden Worten des 1. Führers Montanwerte zumeist freundlich, ohne daß die des Kriegervereins, des Beigeordneten Rohn, Kurssteigerungen ein größeres Ausmaß annahmen, der Schriftsteller Wilhelm Reuter aus Dornholz-1 Harpener 1 v. H., Gelsenkirchen 0,65 v. H., Manneshausen über „Der alte Soldat im Dritten Reich", mann 0,25 v. H. höher, dagegen Ilse Genuß 1,65 Spannende Fronterlebnisse wurden geschildert. Der । v. H. schwächer. Stärker gedrückt waren nach der Vortragende zeigte an Hand von Beispielen, daß gestrigen Steigerung Schiffahrtsaktien, Hapag 0,25 die Geburtsstätte des Nationalsozialismus das I v. H., Nordd. Lloyd 1,25 v. H. niedriger, Rsichsbahn- s% Deutsche Reichsanleihe o 19271 ~ 6% ehe m.7% Dt.ReichSant. v. 1929 100,13 •öubenu ............. q Deutsche Erdöl ............. < Geilenkirchener ............ q Harpener ............o poeld) Eisen—Köln-Neuessen . o 3Ue Bergbau g alle Bergbau Genüsse........ s Klöcknerwerke ...........o Mannesmann-Rbbre»........0 A.E.«. o Bekula .......... o Stein. LieferungSgesellschä'fk" 6 Licht und Kraft q Selten & Guilleaume o Rheinische Elektrizität ... 6 Schuckeri L Co. ........ z Siemens L Halske........ " 7 Labmever L Eo. ........***10 Vranf*ur 0. Vl Abend. ! bSrl Sprenkel nach Prüfung der Rechnung Entlastung erteilt. Ferner wurden zwei neue Dereins- biener auf je ein halbes Jahr gewählt. Für bie Bezirkstage bes laufenben Jahres würben zwei Mitglieber als Vertreter bestimmt. Ferner würben „ . . . den Kameraden Karl Peppler I., Konrad« ® a a r I an btfdjeSIus ft e a Theiß I. und Konrad Theiß II., die am Kriege L e i p z i g er M e s s e. Bei der Fruhiahrsmesse 1934 1870/71 teilgenommen hatten, das Hassia-Ehrenab-1 wird erstmals eine Gemeinschaftsausstellung der zeichen für 40jährige Mitgliedschaft durch den Ver-1 saarländischen Industrie stattflnden, die von den einsführer überreicht. Im Anschluß daran fand die c t w* Nagelung des HJ.-Schildes statt, bei der etwa 100 Die Ausstellung, die m Halle 7 auf bei Nägel verkauft würben. Mit gemeinsam gesungenen technischen Messe untergebracht ist, wirb Versen bes Deutschlanbliebes unb bes Horst-Wessel- r Liebes würbe bie Versammlung geschlossen. — Am er ft en Jahrestage bes Dritten Reiches fanb in unserer Kirche Gottesbienst statt. Frauenschaft, BDM., HI., Jungvolk, ber Gesangverein und ber Kriegeroerein nahmen baran teil. v _____,__________ w _ Der Gesangverein sang zwei Lieber, bie Jung- börse blieb fest. Allerbings verlangsamte sich bas männer vorn Bibelheim sagten einen Sprechchor. - ‘ ' "r‘ ' ' ' ' ' ** Nach bem Gottesbienst versammelte sich bie Gemeinde im Saale des Gastwirts Rudolf Reitz. Blockwart Bergen hielt eine kurze Ansprache. Danach wurde, von der Musikkapelle Bloß begleitet, das Niederländische Dankgebet gesungen. Die Schulkinder sagten einen Sprechchor aus „Wilhelm Tell" und fangen ein Lied, anschließend sang der Gesangverein. Lehrer Fischer hielt bie Hauptansprache bes Abenbs. Hierauf tarnen bie von ber Regierung TriAterfelb Frankreichs gewesen sei. Wie draußen und DolksNeder hielt die Dersammlungsbesuche- im schwersten Trommelfeuer ber Solbat, vor allem noch einige Zeit beisammen. — In diesem Winter mich unter Führer unter Zurückstellung bes eigenen mußten verschiebene Lanbwirte aus unserer Ge- Ich sichL s-in Vott und V-Llund, fo b-- m-inde. um die fto I j t) a u e r oit b ei t e n für bie sää» wÄWÄöi hi 9rationalsozialisten zu fein, denn nur dann, wenn wir uns alle bedingungslos hinter den Führer stellen, sei der Aufstieg des deutschen Volkes gesichert. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf Reichspräsident und Reichskanzler, sowie mit dem Gesang des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes schloß die Versammlung. Das gemeinsame Singen alter Soldaten- Sraniiun a. vl Öcrln vrantiur .. JJI flernu (Schluß» hird Schluß!. Abend« börfe Gchlub» fur< Schluß! Millaq- börse Dalum 2-2. 3-2. 2.2. 3.2. 2.Februar Z.Februar Amtliche loticrunc Srle Amtlichr Jlolitrun« (Steif' ?rir Helflngfoe».. 5,594 5,606 5,644 5,656 Wien .... 47,20 47,30 47,20 47,30 Prag .... 12,445 12,465 12,435 12,455 BuvaveB ... Sofia .... — — — — 3,047 3,053 3,047 3,053 Holland .... 167,83 168,17 167,93 168,27 C8lo ..... 63,39 63,51 64,09 64,21 Kopenhagen. 56,34 56,46 56,94 57,06 Stockholm 65,03 65,17 65,78 65,92 llondon . . 12,605 12,635 12,745 12,775 Buenos Aires 0,648 0,652 0,656 0,660 Reuyort ... 2,547 2,553 2,597 2,603 Brüssel..... 58,19 58,31 58,29 58,41 Italien..... 21,93 21,97 21,93 21,97 Paris ...... 16,43 16,47 16,42 16,46 Schweiz .... 80,72 89,88 80,72 80,88 Spanien.... 33,87 33,93 33,87 33,93 Danzig .... 81,27 81,43 81,32 81,48 ,1av an ... 0,759 0,761 0,759 0,761 Mo de 3an. 0,214 0,216 0,214 0,216 Jugoslawien. Littaho» .... 5,664 5,676 5,664 5,676 11,49 11,51 11,61 11,63 2-2. 3-2. 2-2. 3-2. Datum 2.2. 3.2. 2-2. 3.2. 6,1 4,75 7,1 4,15 6,15 4,7 7,5 4,13 _ Mcmsseider Bergbau . 0 31,5 32,4 31,75 32,75 5,65 7,75 4.4 5,75 8 4,4 0 89,13 48.13 198,5 89,5 48,13 199 0 47,9 197 48 Rheinische Braunkohlen 10 199,5 28,5 28,25 28,75 28,7 Rheinstahl 0 89,75 90,5 90,4 90 Bereinigte Stahlwerke. 0 40,5 40.75 40,75 41 30 29,5 29,75 Ctaot Minen • e e e • e 0 13,25 14 13 14,75 30,5 Kaliwerke Aschersleben. 6 117 116,5 116 116 — — 23,5 — Kaliwerke Westeregeln . ...... 5 117,5 117,5 118 118 —- — —• Kaliwerke Salzderfurtb . . . . . 1Vt 152 151 151 32,5 31,25 31,75 32 67,25 67 67 67 ). G. Farden-Znousme Scheideanstall........ 7 1271 179 127,5 179,75 126,9 127,5 89,5 52,5 92,5 52,25 90,5 52 92 52 9 O 54,5 55,25 74,25 54,25 55 74,5 55,5 55,4 74 54,75 64,75 65,5 • 63 64,75 65,5 63 Metallgesellschaft...... . O 74,25 64 166 166,25 165,75 166,13 . 0 70 86 68,75 85,5 98 69,_5 68,5 29,25 124,4 29,5 124,75 29,65 124,9 29,75 124,75 Zementwerk Heidelberg Lementwerk Karlstadt ..... . 0 . 0 97,25 97,25 97 97 99,25 102 102,5 102 102,75 Lchulldets Patzenyoter 0 *■* — 96,5 60,75 60 60,5 59,75 Aku (Allgemeine Kunstseide) . . 0 43,5 43,25 43,13 43 94,75 95,4 95,25 95,9 Bemberg . 0 45,5 44,75 45 45 96,75 102 96,5 101 95,4 103,5 147 Q>llftnfF Waldbot . 0 49.25 49 49 49 39,9 102,5 Zellstoff Aschaffenburg . 0 39 40,25 38,25 144,25 145,5 144 Dessauer Gas . 1 — — 115,75 115,4 114,5 115 115 Daimler Motoren ... . 0 45,25 45 45,4 47,9 64,75 20,25 161,5 44,9 48 64,5 20,4 163,5 179,25 D?n'sche Linoleum .... . 0 48 48,13 76 104,25 61,4 90,5 75,75 105,75 62,4 91,75 75,5 104 61,75 90,5 75,25 106,4 ä Koppel ... . 0 . 0 20,65 162 20,65 .10 163,75 62 91,65 Aerumulcnoren-Fabrik . 0 178 179,5 179 71,9 71,9 143,5 - — — — . 0 155 154 155 153,25 140,5 141 111,9 110,25 61,5 111,5 61,13 110 61,4 (Srlftnpt 0 1 23,25 73 j 23 - 60,75 Mainkraftwerke Höchst a.M^„ 4 72,25 64,5 64,75 64,25 64,5 Süddeutscher Zucker .. ! 184 181,75 1 181 181,5 Serlln, Z.Februar (Selb Sdel Amerikanische Roten.............. 2,55 2,57 Belgische Noten ............... 58,13 58,37 Dänische Noten ................ 56,69 56,91 ILnglische Noten .... .. . .... 12,70 12,76 Französische Noten ............... 16,38 16,44 Holländische Noten ............... 167,51 168,19 Italienische Noten .............. 21,81 21,89 Norwegische Noten ............. Deutsch Oesterreich. * 1OO Schilling 63,92 64,18 Rumänische Noten .............. — Schwedische Noten............... 65,62 65,88 80,54 80,86 Spanische Noten................. 33,73 33,87 Ungarische Noten •••••••••••.••••