,a« 2 - 3 ija* «5 USBsZ S = g»? -Je o «2*52 2' S ! ~d 3 er 15 5§ 2 ™ *■ M n - n f\3 on3 g 0 J »* ' C« 1*3 &!* fi«. i ! 2 q ^?Lvs yä*« $^| ro» er 01 ?3§3 s SvL 3 ?* *»•4 Bz« 3 2.-n a 3 4:;« crS-3 3: c L» 1 3Ss2. - a-ZS-o * oS-S "I r* r 0 " K; 3^5? -6-- £ fcegrf; B;ch ’4ih: 3$; fO o^-. 7 h O:C7rra ' > 3 '»3"» 5: 5^5.« r-"^L-l p '-ßgr- j ä 1 ?/•' s Zr-" rMk Irgsp W.s! /mJ ZL $; s ■' gfj t ILL a Nr. 285 Erstes Blatt 184. Jahrgang Dienstag, 4. Dezember 1934 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle Monats-Sezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ - 25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehrn Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Uuiversttütt vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Schristlettung und Geschäftsstelle: Zchulftraße 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Bormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text» anzeigen von 70mm Breite e0Rpf.,Platzvorschrist oder schwieriger Satz 25°/0 mehr (Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die Saarverhandlungen in Rom zu einer Einigung geführt. Ein deutsch-französisches Abkommen über finanzielle und politische Punkte der Rückgliederung unterzeichnet. Ein Sieg der Vernunft. In die trübe Atmosphäre des Mißtrauens, der ! aöigen Verdächtigungen und der heimlichen Kriegs- ! rohungen, die seit geraumer Zeit das Verhältnis ' ter Völker zueinander vergiften, dringt wie ein Lichtstrahl die Nachricht, daß zwischen der französi- ! Ichen und der deutschen Regierung eine E i n i - ;i 1 u n g in allen Saarfragen zustandegekommen ist, !j mit denen sich der Dreierausschuß des Völkerbunds- । intes in der letzten Woche befaßt hat. Dieses Ab- : bimmen, das bereits von den diplomatischen Ver- ;| tietern der beteiligten Länder unterzeichnet ist, sollte jeeignet sein, nicht nur zu einem ruhigen und gesetzmäßigen Verlauf der Abstim- ru n g und zu einer schnellen, reibungslosen irledigung der dann folgenden A b - t icklungsgeschäfte beizutragen, sondern auch inne bespielhafte Wirkung auf andere große fragen der internationalen Politik auszuüben. Gewiß, diese Saareinigung gibt noch keinen :runb zu lautem Jubelgeschrei, aber es offenbart LH in ihr doch ein Sieg der Vernunft, Ise man in den diplomatischen Verhandlungen der Nachkriegszeit so selten finden konnte. Der Erfolg deshalb hoch einzuschätzen, weil die Auffassungen Irr deutschen und französischen Regierung über die lmfgeworfenen Probleme zunächst im schroffsten begensatz standen, weil im besonderen auch die fran- sisischen Diplomaten versuchten, durch solche Manö- nr wie die Ausarbeitung eines neuen Saarstatuts fnr den Status quo d i e Abstimmung selbst z beeinflussen. Die Franzosen haben während des Hinzen Verlaufs der Verhandlungen eine große k stigkeit gezeigt und ihre Position mit äußerster fyirtnätfigfeit verteidigt. Wenn man schließlich doch jf\ einem Uebereinfommen gelangt ist, so ist das ir erster Linie auf die rein sachliche Einstellung und bin Verständigungswillen der deutschen und deutsch- |c«rländischen Vertreter zurückzuführen, aber auch asf die große Geschicklichkeit, mit der der Vorsitzende b» Dreierausschusses, Baron Al 0 isi, eine An- güchung der beiden Standpunkte zuwege gebracht htt. öEs hat in den vergangenen Monaten ja nicht 0 Versuchen gefehlt, die Saarbestimmungen des 3-rsailler Vertrages in einem für Deutschland un- $3 astigen Sinne falsch auszulegen und lmzubiegen. So wurde der Gedanke einer zweiten Abstimmung in die Debatte ge- torfen, so wurde die Frage eines besonderen Emi- lanten-Rechts ventiliert. Dazu kam die Drohung einer militärischen Beset - jung des Saarlandes durch französische Truppen sTvie die finanzielle und moralische Unterstützung t:r Statusquoisten durch die Pariser Saarpropa- pnba. Es gab vor noch nicht langer Zeit viele jiwichtige Stimmen im Auslands, die die Saar- ai|timmung als einen möglichen Kriegsfall hin- stMten. Als aber dann am 5. November Sir John Enmon im englischen Unterhaus die Erklärung ab= pb, daß keine Entsendung britischer huppen ins Saargebiet in Frage komme, da verstanden auch die Franzosen, daß sie aus der Mischen Entlastungsaktion für Herrn Knox allzu vi-itgehende Folgerungen für sich gezogen hatten, M der französiche Außenminister Laval fühlte das Bibürfnis, vor dem Auswärtigen Ausschuß der Kummer bekanntzugeben, daß Frankreich nichts Diiter als den normalen Ablauf des für ii Entscheidung über das endgültige Schicksal des 6:1 argebietes vorgesehenen Verfahrens wünsche, strsmand bestreitet Herrn Laval, daß tiefgehende Unterschiede in der Auffassung von Recht und ktcherheit zwischen Berlin und Paris bestehen, aber Hi Saareinigung hat auch ihm gezeigt, daß diese S^ensätze nicht unüberwindbar sind, wenn sie i m Bf* i ft e der Versöhnung durch unmittelbare Brrfjanbhingen geklärt werden. Die Vereinbarung. Der Vericht für den Völkerbundsrat heute abgefatzt. Hom, 3. Dez. (DNV.) Amtlich wird mifge- M: Der Dreierausschuß hat TNontagmor- >ei seine letzte Sitzung in Hom abgehalten, ie der französische und der deutsche 8101 f d) a f t e r beiwohnten. Der Präsident stellte u Namen des Ausschusses fest, daß zwischen der Icinzösifchen und der deutschen Regierung eine I Einigung in allen Fragen erzielt werden Irmfe, die dem Ausschuß zur Prüfung vorlagen. l>ss Abkommen wurde für die französische und ieiltfche Regierung von den beiden Botschaftern und !e beiderseitigen Vertretern unterzeichnet, iti Dienstag wird der Dreierausschuh in Genf 1 ammenfreten, um den Bericht zu verfassen, der lem für den 5. Dezember einberufenen Völker- teiidsrat vorzulegen ist. Baron Aloisi dankte, indem il idie Arbeiten in Rom schloß, im Kamen des wsschusses den franwsischen und deutschen Verlierern und Sachverständigen und insbesondere dem siiranziellen Anterausschuh des Völkerbundes für Iie tatkräftige Mitarbeit. Mr die Abfindung aller Ansprüche leis französischen Staates (Saargruben, Kstnbahn, Grenzbahnhüse ufro.) zahlt Deutsch- land eine Pauschalsumme von 15 0 Millionen R M. in französischen Franken (900 Millionen Franken). Außerdem wird Frankreich die zinsfreie Ausbeutung der Warndtgruben, die aus Schächten erfolgt, die auf französischem Gebiet liegen, zugestanden. Die Ausbeutung wird auf fünf Jahre beschränkt und darf eine bestimmte Förderungsmenge (durchschnittlich 2,2 Millionen Tonnen Kohle) nicht überschreiten. Vorkehrungen sind getroffen worden, um zu verhindern, daß durch die Barzahlung der Pauschalsumme eine Verschlechterung der deutschen Devisenlage eintritt. 3m politischen Teil der Abmachungen handelt es sich in erster Linie um die Garantiefrage. Die Garantien, wie sie im Ratsbeschluß vom 4. Juni für die Stimmberechtigten vorgesehen sind, sollen zu im wesentlich gleichen Bedingungen auch auf die Richt st immberechtigten ausgedehnt werden, soweit sie am Tage der Abstimmung drei Jahre im Saargebiet ansässig sind. Außerdem ist vorgesehen worden, daß Bewohner des Saargebietes während der Dauer eines Jahres aus dem Saargebiet abwandern können. Diese Bestimmung greift aber in keiner Weise der deutschen Gesetzgebung auf dem Gebiet der Staatsangehörigkeit vor. Schließlich fand ein Rotenwechsel über die Handhabung der Sozialversicherung nach der | Rückgliederung zu Deutschland statt. Die Berliner preffe vom Ergebnis befriedigt Oie Grundlage für eine vollkommene Bereinigung der Saarfrage. Berlin, 3. Dez. (DNB.) Die bet den Saarverhandlungen in Rom erzielte Einigung wird von den Berliner Morgenblättern eingehend gewürdigt. „Die Einiguna", fo schreibt der „Völkische B e 0 b « achte r , „wird nicht nur von der Bevölkerung an der Saar, sondern von der ganzen Weltöffentlichkeit mit Befriedigung zur Kenntnis genommen werden können. Denn durch die Tatsache dieser Einigung wurde ein Problem aus der Welt geschafft, dessen Bestehen bisher immer als eine mögliche Quelle von Schwierigkeiten und Konflikten bezeichnet werden konnte. Die Verhandlungen um die Einigung in Rom haben für Deutschland zweifellos große Opfer gefordert. Deutschland hat sich aber zu Konzessionen bereiten« den lassen, weil es das große Ziel der deutsch-französischen Entspannung nach wie vor im Auge hat, und weil das nationalsozialistische Deutschland nicht nur in Worten den Frieden preist, sondern auch bereit ist, seinen Friedenswillen durch eigene, selbstlose Leistungen unter Beweis zu stellen. Wir können allerdings anerkennen, daß auch der französische Verhandlungspartner die Verantwortung der Stunde erkannt hat und Deutschland nicht Vorschläge zugemutet wurden, die es unmöglich hätte annehmen können. Man hat wohl auch auf französischer Seite den Wunsch, das Saarproblem nicht immer wieder mit neuen Mißverständnissen und Streitpunkten zu belasten. Durch das Abkommen in Rom ist nunmehr ein Weg gefunden worden, um möglich st reibungslos die Rückgliederung der Saar vor sich gehen zu lassen. Man kann damit hoffen, daß alle trüben Hoffnungen auf Reibungen zwischen Frankreich und Deutschland nach erfolgter Abstimmung zunichte gemacht sind. Damit wird, so hoffen wir, auch der Abstimmungskampf selbst in seiner Schärfe gemildert, und man kann weiterhin annehmen, daß darüber hinaus das römische Abkommen die Grundlage für die vollkommene Bereinigung der Saarfrage zwischen Deutschland und Frankreich sein wird." Die „Berliner B ör se n z e i tu ng" meint, daß das in Rom erreichte Ergebnis sich vorteilhafter auswirke im Vergleich mit dem bekannten Barthou- Memorandum. — Die „Deutsche Allg. Zeitung" möchte annehmen, daß der Völkerbundsrat die römische Einigungsformel anerkennen werde. — In der „Germani a" wird mit Befriedigung fest- gestellt, daß durch die jetzige Verständigung die Saarfrage viel von ihrer Schärfe verloren hat, die noch vor wenigen Wochen ihr Kennzeichen war. — Der „Berliner L 0 k a l a n z e i g e r" ist der Ansicht, die schiedlich-friedliche UebereinEunft zwischen Berlin und Paris vor dem Dreier-Ausschuß bedeute, daß alle Welt die Rückkehr der Saar zum Reich als selbstverständlich ansehe. — Das „Berliner Tageblatt" bezeichnet es als gewiß, daß das gesamte deutsche Volk der jetzt getroffenen Regelung gern zustimme, weil sie im Sinne des Friedens und der Versöhnung getroffen worden ist. — Die „Kreuzze i tu n g" findet besonders bemerkenswert die in dem Abkommen vorgesehene Rücksichtnahme auf die deutsche Devisenlage. Große Befriedigung im Saargebiet. Saarbrücken, 4. Dez. (DNB. Funkspruch.) Mit Genugtuung nimmt die gesamte saarländische Oef- sentlichkeit von der römischen Saarentscheidung Kenntnis. So schreibt die „Saarbrücker Zeitung" u. a.: Daß beide Regierungen zu einer Uebereintunft gelangt sind, nehmen wir als günstiges Zeichen für die weitere Entwicklung der deutsch-französischen Aussprache. So könnte gerade die Saarfrage, mehr in böswilliger Absicht als mit sachlichen Gründen als der „Gefahrenherd Europas" bezeichnet, der Ausgangspunkt einer guten Atmosphäre werden. Für Baron Aloisi bedeutet das Zustandekommen der >deutsch- franzöfischen Vereinbarung einen weiteren großen Erfolg. Die absolute Voraussetzung der Vereinbarung von Rom ist die sofortige und bedingungslose Rückgliederung des Saargebietes. Ohne sie bleibt die Absprache unverständlich. Für die Zeit bis zum Abstimmungstag darf man von der Vereinbarung in Rom eine wesentliche Beruhigung der Stimmung und eine Vereinfachung der Situation erhoffen. Denn es kann nur der Klärung der Lage dienen, wenn in Zuttinst mit einer eine nochmalige Abstimmung propagandie- renben 8tatu8-qu0-Propaganda nicht mehr operiert werden kann. Die Saarbrücker Landeszeitung schreibt: Mit dem Abschluß der römischen Verhandlungen sind Schwierigkeiten ausgeräumt worden, die nach der Abstimmung noch manche Wochen ausgefüllt hätten. Der Weg nach Deutschland ist also, so hoffen wir, kürzer und freier geworden, und das ist es ja, was uns Saarländer am meisten berührt. Es liegt nun bei u n s, am 13. Januar durch eine glänzende Abstimmung d i e Voraussetzungen dafür zu schaffen, daß die Rückkehr des Saargebietes in das deutsche Vaterland auf Grund der jetzt getroffenen Vereinbarungen möglichst bald erfolgt. Das Echo im Ausland. Genugtuung in London. L 0 n d 0 n , 4. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die Morgenblätter begrüßen die Saarvereinbarung mit großer Genugtuung und Erleichterung. Das Arbeiterblatt „Daily H e r a l d" erklärt, die Vereinbarung müßte eine friedliche Regelung der Saarfrage nach der Volksabstimmung sichern. Dies sei ein wichtiger Beitrag zu der neuen Bemühung um die allgemeine Beruhigung Europas, die sich seit einigen Tagen sehr deutlich bemerkbar mache. Die Saarvereinbarung werde sicherlich, wenn der gesunde Menschenverstand maßgebend bleibe, den Weg für eine ernst ,e re Bemühung umeine deutsch-französische Verständigung frei machen. Die Vereinbarung sei Triumph für den Völkerbund, die Völkerbundsorganisation und die Völkerbundsmethoden. „Dor allem aber", so heißt es weiter, „und dies ist das beste an ihr, bedeutet sie einen Triumph für die deutsche und die französische Regierung. Sie haben gemeinschaftlich einen Sieg für den Frieden und die Vernunft, über Vorurteile und Uebelwollen errungen. Es könnte wirklich kein besseres Vorzeichen für die Zukunft Europas geben. Die Saarregelung ist eines von den vielen Zeichen, das gerade in der scheinbar dunkelste» und an Gefahre» reichsten Stunde die Kräfte des gefunden Menschenverstandes sich wieder fühlbar zu machen beginnen." In der rechtskonservativen „M 0 r n i n g P 0 st" wird ausgeführt, mit dem Heranrücken des Tages der Saarabstimmung werde die Besorgnis, daß sie eine Quelle europäischer Unruhe werden könne, allmählich immer geringer. Innerhalb des Saargebietes herrsche wohl noch eine große Spannung, aber außerhalb des Gebietes setze sich doch eine ruhigere Stimmung durch. Es sei kein Grund erkennbar, an der Zusicherung des Reichskanzlers Hitler zu zweifeln, daß von deutscher Seite kein Putsch beabsichtigt werde, und die an die SA. ergangenen Weisungen, sich während der kritischen Woche vom Saargebiet fernzuhalten, würden wohl eigenmächtige Unternehmungen verhindern. Die Sorge, daß bei dem zu erwartenden Ergebnis zugunsten Deutschlands nachträglich Verwicklungen besonders wegen finanzieller Fragen eintreten könnten, sei durch die in Rom erreichte Vereinbarung ebenfalls beschwichtigt worden. „Time s" sagt, die Wichtigkeit liege nicht in dem Inhalt der Vereinbarung, sondern in der Tatsache ihres Zustandekommens. Wenn Deutschland und Frankreich keine Neigung gezeigt hätten, auf die gegenseitigen Ansichten einzugehen, und bei der Beseitigung von Reibungsursachen zusammenzuwirken, würde eine Vereinbarung nicht möglich gewesen sein. Die Vereinbarung sei willkommen, weil sie die Hoffnung errege, daß andere Meinungsverschiedenheiten, die Deutschland und Frankreich hätten, im Laufe der Zeit ebenfalls im Geiste vernünftigen Entgegenkommens friedlich geregelt würden. — „Daily Expreß" sagt: Wenn die «Saarfrage erst einmal erledigt ist, wird Europa wieder aufatmen. Die Kriegspanik läßt bereits nach. Die Menschen reden von kommenden Friedensjahren. Gebe Gott, daß wir von ihnen einen guten Gebrauch machen. Der Eindruck in Parte. Genf hegt weitgehende Hoffnungen. Paris, 4. Dez. (DNB. Funkspruch.) Die in Rom erfolgte Vereinbarung wird, wie „Information" mitteilt, in hiesigen politischen Kreisen als ein wichtiges Ereignis bezeichnet, das vor allem dem guten Willen der deutschen und der französischen Unterhändler zu verdanken sei. Man vernehme mit Genugtuung, daß die römischen Abkommen einen entscheidenden Schritt auf dem Wege zum europäischen Frieden darstellten. Die Vereinbarungen könnten nach der Regelung der deutsch-französischen Wirtschaftsfragen in Paris den Eindruck der Entspannung, die sich zwischen Frankreich und Deutschland fühlbar zu machen beginne. Der- ft ä r f e n. „Oeuvre" gibt den guten Eindruck wieder, den das Zustandekommen der Einigung in Genfer Kreisen gemacht habe, wo man für die Mittagssitzung eine Flut von Glückwünschen über den glücklichen Abschluß der römischen Verhandlungen erwarte. Besonders die nunmehr gelöste Fraae der Garantie für die Gegner der Rückkehr Des (Saargebietes an Deutschland habe in Gens einen vorzüglichen Eindruck hervorgerusen. Das Generalsekretariat des Völkerbundes sehe der kommenden Sitzung optimistisch entgegen. Auch die Besprechungen des französischen Außenministers mit dem deutschen Botschafter und dem deutschen Abrüstungsbevollmächtigten von Ribbentrop seien in Genf aufmerksam verfolgt worden. Wan schließe daraus, daß eine spätere Ver- ständiguug möglich sei. Gewisse Genfer kreise wollen sogar wissen, daß Baron Aloisi sich angeboten habe, als Vermittler bei einer Verhandlung über eine Rückkehr Deutschlands in den Völkerbund tätig zu sein. Die Wöglichkeit einer solchen Rückkehr sei nach einer Anerkennung der deutschen Rüstungen gegeben. Die gleichen kreise hielten es nicht für ausgeschlossen, daß die Verhandlungen auf der Grundlage einer erneuten Unterzeichnung einer Gleichberechtigungserklärung nach dem Wüster derjenigen vom 11. Dezember 1932 geführt werden können. Das gleiche gilt jedoch nicht für den südslawisch - ungarischen Falll Gewisse Kreise behaupten, daß der englische Vertreter strikte Anweisung von seiner Regierung erhalten habe, die eingehende Aussprache über diesen Fall auf den kommenden Januar zu vertagen. Der englische Vertreter werde sich ferner bemühen, die ganze Angelegenheit dem Völkerbundsrat zu entziehen, um sie in die Hände eines b e - sonderen Ausschusses zu legen, der sich aus Vertretern der vier Großmächte zusammensetzen soll. Die Kleine Entente stände diesem Plan aber ablehnend gegenüber. „Echo d e Paris" weist auf die Schwierigkeiten hin, die die Anwesenheit Italiens in einem solchen Ausschuß verursachen würde. Das Vernünftigste sei daher, daß man von der Bildung eines solchen Ausschusses überhaupt absehe. Das „Journal" führt aus, daß die ganze Genfer Sitzung unter vollkommen anderen Umständen stattfinden werde, als man ursprünglich angenommen hatte. Das klarste Ergebnis der Umwälzung, die sich vollzogen habe, sei die Ausschaltung der Meinungsverschiedenheiten über die Saarfrage, und es scheine, als ob man nunmehr, in Erwartung der Abstimmung, einem Burgfrieden entgegengehe. Ribbentrops pariser Vesuch. Die Rücksprache mit dem kriegsblinden Frontkämpferführer Lcapini. Paris, 3. Dez. (DNB.) Der kriegsblinde Abgeordnete S c a p i n i, Vorsitzender der Vereinigung kriegsblinder Frontkämpfer, der mit Herrn von Ribbentrop eine längere Unterredung hatte, erklärt in der Presse u. a.: Die Tatsache, daß Herr von Ribbentrop nach Paris gekommen sei und Fühlung mit zahlreichen Persönlichkeiten zu nehmen versuchte, sei ein deutlicher Beweis dafür, daß Deutschland nach einem anderen modus vivendi suche. Frankreich müsse dem Rechnung tragen. Scapini verlangt eine Erklärung, daß Frankreich keinen Zwischen» fall bei der Abstimmung im Saarge» bist zu befürchten habe. Wenn der Führe, wolle, werde es keinen Zwischenfall geben, lieber die deutsche Aufrüstung müsse man unter Berücksichtigung der gegebenen Tatsachen auf dem Fuße der Gleichheit miteinander verhandeln, d. h. ein aegenfeitiges Abkommen schließen, auf Grund dessen die Rüstungen der bei- den Länder sowohl vom organisatorischen wie materiellen Gesichtspunkt aus der Kontrolle unterworfen würden. An ein Bündnis mit Sowjetrußland zu denken, fei Wahnsinn. Mit den Sowjets trage man den ständigen inneren Kampf nach Frankreich. „Excelsior" erklärt, die Unterredung Ribbentrop- Laval habe rein informatorischen Cha- ratter getragen und sei für beide Teile sehr nützlich gewesen. Ob es sich um die Rüstungen, um die Ostpaktfrage, wirtschaftliche ober juristische Fragen handele ober ob von der Saarfrage oder dem österreichischen Anschluß die Rede sei, dgs Dritte Reich fordere in erster Linie, daß man ihm Vertrauen schenke. Niemand in Frankreich denke daran, es in bezug auf seine Wünsche ober seine lebenswichtigen Interessen in eine schwierige Lage zu bringen. Der allgemeine Wunsch jebes Franzosen gehe vielmehr dahin, daß sich Deutschland aus der Isolierung freimache. Aber man könne von Frankreich nicht verlangen, daß es die Kosten für die Rückkehr Deutschlands zu normalen internationalen Beziehungen trage. Was für Frankreich gelte, gelte ebenso für feine Freunde und Verbündeten. Der rechtsgerichtete Abgeordnete Henrio t sprach über das Thema „Gegen den Krieg". Henriot erklärte, er fei kein Anhänger der Unveränderlichkeit der Verträge, denn gewisse Grenzpfähle seien ein Hindernis für den Frieden. Fast gleichzeitig sprach in der Sorbonne vor der intellektuellen Jugend der Schriftsteller Jules R o - main über das gleiche Thema. Die Abstimmung im Saargebiet möge den Auftakt zu einer Entspannung zwischen beiden Ländern barf1?!':::. „Wenn es nach mir ginge..." Lord Isothermere für großzügige Ausräumung der Konfliktstoffe. C o n b o n. 4. Dq. (DJtB.-Juntfprud)). „Daily 211 a i I “ veröffentlicht einen an den Chefredakteur des Blattes gerichteten Brief Lord Rothermeres. Das Schreiben behauptet kurzerhand, daß Deutschland bereits über 1 0 000 Flugzeuge verfüge. Dabei muß der Verfasser selbst einraumen, daß diese Angabe eine ganz subjektive Schatzung sei. „3d) gehöre", so heißt es weiter, „zu den Leuten, die glauben, daß Deutschland und Großbritannien Freunde fein sollten. Ls gibt zwischen beiden Landern keine Gegensätze. Die meisten Bachrichten, die in England über Deutschland veröffentlicht werden, sind Schwindel. Hitler ist der glänzende Führer eines großen Volkes. Das hitlerregime fleht nicht vor dem Zusammenbruch, und Deutschlands Wirtschaftslage ist nicht so tragisch. Denn es nach mir ginge, so würde ich die Kriegsschuldfrage des Versailler Vertrages preisgeben, Deutschland alle unter britischem IHanbat stehenden afrikanischen Kolonien zurückgeben und der deutschen Regierung Mitteilen, daß Großbritannien kein Interesse an der deutschen Politik in Osteuropa habe. Ferner sollte es ein englisch-französisch es Verteidigungsbündnis geben, das die Unverletzlichkeit der beiden Länder mit Einschluß ihrer überseeischen Besitzungen verbürgen würde. Ein solches Bündnis werde Frankreich in den Stand fetzen, sich von der Kleinen Entente loszulösen, d. h. von einer Verbindung, die für Frankreich selbst voller Drohungen und Gefahren ist." brungene Äugt durchschlagen h< Das Attentat von Leningrad Großes Aufräumen bei den Eicherheitsbehörden. bet wird. Das Volkskommissariat bes Innern (OGPU.) hat ben Leiter der Polizeiverwaltung in Leningrad, M e b ro e b, feinen Stellvertreter Fomin unb weitere sechs Mitarbeiter der OGPU. in h a ft genommen. Gegen sie soll ein Verfahren wegen Fahrlässigkeit beim Schutze ber Sowjetbe- hörben eingeleitet werben. Bei Mebweb, Fomin unb ben übrigen OGPU.-Beamten hanbelt es sich um alte Mitglieber ber Kommunistischen Partei, bie zudem etwa 17 Jahre lang im Dienste ber sowjetrussischen Geheimpolizei stauben. Mebweb ist wegen seiner Verbiensie zweimal mit dem Orben ber Roten Fahne ausgezeichnet worben. Wegen ber Unterbrückung eines Aufstanbes in Mittelasien hatte er ferner eine Ehrenwache erhalten. Als Chef ber Geheimpolizei im Kaukasus war er bekannt als außerorbentlich guter Tschekamann, ber keine Mühe scheute. Fomin gehörte ber Kommunistischen Partei ebenfalls feit 1917 an unb war ber befonberen Abteilung ber OGPU. zum Kampf gegen Koltschak in Sibirien zugeteilt. Die verhafteten OGPU.-Beamten werben von einem Son- bergericht ber OGPU. abgeurteilt. Bei weiteren 73 Festgenommenen hanbelt es sich durch- weg um Sowjetbeamte, bie bisher noch nicht in bte Oeffentlichkeit getreten waren. Aus Grunb bes Son- bergesetzes vom 3. Dezember droht allen Verhafteten die Todesstrafe. Da bie Politische Polizei in Leningrad vollkommen versagt hat, beauftragte ber Ches ber Geheimpolizei Jagoda feinen Stellvertreter Agranow mit ber Säuberung ber Polizeibehörbe. Außerdem wurde eine Säuberungsaktion bei ber Obersten Staatsanwaltschaft in Leningrad angekündigt, da die amtlichen Stellen keine genügenden Maßnahmen für die Bekämpfung der regierungsfeindlichen Elemente getroffen habe. Die Untersuchung habe gezeigt, daß es sich bei dem Mord an Kirow nicht um einen Einzelfall handele, sondern daß gegenrevolutionäre Elemente Maßnahmen getroffen hätten, um gegen die Sowjetbehörden mit Terrormitteln zu arbeiten. * Die Schüsse, durch die der Sekretär der Leningrader Parteiorganisation, Kirow, niedergestreckt wurde, Haden eine neue Terrorwelle ausgelöst. Der Täter gehört nicht, wie zuerst verlautete, unzufriedenen Bourgeois an, sondern er war in einer Leningrader Filiale der Arbeiter- und Bauerninfpektion angestellt, also ein siebenfach gesiebter Kommunist. Daß der Mord im Smolny«Institut gewissermaßen unter den Augen der Staatspolizei geschah, ist deshalb rätselhaft, weil die Machthaber bes Bolschewismus auf das Schärfste bewacht werden. Kirow war einer der Großen im Reiche des Bolschewismus. Abgesehen von feiner Rednergabe, mit ber er die Massen faszinierte und durch die er sich abgab. Der Tater wurde sofort festgenommen. Der fchwerverwundete Kirow fiel bewußtlos zu Boden und wurde in fein Zimmer getragen. Die herbeigerufenen Aerzte fanden Kirow ohne Puls und ohne Atem; Wiederbelebungsversuche waren erfolglos. Die Aerzte stellten den Tod Kirows fest. Die Leiche Kirows wurde geöffnet. Dabei wurde festgestellt, daß die in den Nacken einge« Äugel den Kopf bis zum Stirnknochen )at, wodurch der Schuß soforttöd- l i ch wirkte. Der Mörder benutzte einen Nagan- Revolver, der in der Roten Armee verwen- Moskau, 4. Dez. (DNB. Funkspruch.) Das Volkskommissariat gibt folgende Einzelheiten des Todes Kirows bekannt. Am 1. Dezember befand sich Kirow im Smolny-Palais, wo er sich in feinem Arbeitszimmer zu einer Rede in einer Leningrader Parteiversammlung vorbereitete. Neben feinem Arbeitszimmer hielt sich Nikolajew auf, ber, als Kirow das Zimmer verließ, von hinten einen Revolverschuß in öen Nacken Kirows Wie liest der Italiener feine Zeitung? Von unserem römischen E.-Korrespondenten. Rom, Anfang Dezember. An der Zeitungsbube stehen die Männer und fliegen das Morgenblatt durch, bis die Straßenbahn kommt; sie lesen hastig die Mittagsblätter in Erwartung des Autobus; sie kaufen ebenso das Abendblatt. Das ist auch anderswo nicht anders. Die Damen bleiben im Vorbeigehen nur einmal ein bifferl recht lange stehen, um sich die Modenblätter von außen anzusehen und die gewagten Umschlagbilder der französischen Zeitschriften und Magazine mit einer unnachahmbaren Grazie zu übersehen. Blätternde und nicht kaufende Leserinnen soll es auch in anderen Ländern geben. Heber den Schuhen der Großen, lieber noch auf dem Pflaster und auf dem Bauch, liegen die Kinder und lesen so unentgeltlich ihre Zeitung. So etwas sieht man bei uns nicht, denn nur in Italien haben die Kinder ihre Zeitung. Die Bilder sind nicht süß und traut und geschmacklos, sondern witzig, luftig, draufgängerisch. In diesen Kinderzeitungen wird nicht bloß jede Woche einmal auch für die Kleinen etwas gebracht, o nein, sie können sich's leisten, ihre Leserschaft zufrieden zu stellen, denn sie erscheinen in Millionenauflage, wie keine einzige Taaeszeitung sie erreicht, nicht einmal Mussolinis Popolo d’Italia. Sie brauchen sich vor dem Analphabetentum nicht mehr zu fürchten, denn im Gegensatz zu den Großen, von denen noch immer jeder vierte drei Kreuze machen muß, wenn er seinen Namen schreiben soll (was natürlich nicht für die Städte zutrifft), können die Kinder Mussolinis alle lesen. Und sind sie noch keine Balillas, so verstehen sie die köstliche Bildersprache. Und für diejenigen, die keine vier Saldi aufbrinaen können, heftet der gute Mann in der Bude eben bie schönsten Seiten unten an, unter normaler Kniehohe. So spricht sich's in der Kinderwelt herum. Klein oder groß, darin unterscheidet sich die Zeitungsleserschaft des Südens von der unfrigen, daß sie die „Öffentliche Meinung" nicht abonniert, sondern auf der Strotze kauft und am liebsten auch dort gleich lieft. Abonnenten gibt es freilich auch, der Sttatzenkauf ist jedoch die Regel. Er hat den Vorteil der Auswahlmoglichkeit. Man lieft nut, was gerade reizt. Seit es keine Innenpolitik mehr gibt und in der Außenpolitik nur die amtliche Linie, sucht man um so mehr nach interessanten Begebenheiten des Alltags, und der Ausländer staunt oft, was alles für eine große Zeitung interessant genug scheint, um es mit allen Einzelheiten aufzutischen und gewöhnlich noch mit einem doppelt so großen Grünzeugkranz xu garnieren, den der Reporter in feinem höchsteigenen Phantasiepark zusammenrupft. Die sogenannte schwarte Chronik, in der aus den Unglücksfällen und Verbrechen ein Hintertreppengewerbe gemacht wurde, ist allerdings verboten worden; für die unglücklich Liebenden, die das nächstbeste Tintenfaß austrinken, soll keine Reklame gemacht werden; aber da nun einmal das Verlangen des Zeitungslefers nach aufregenden Nachrichten so unstillbar ist wie der Hunger der Rotationsmaschine nach Papier, werden auch die für unsere Begriffe gänzlich uninteressanten Dinge „aufgemacht", oft viel auffallender und umfangreicher als Tatsachen von wahrhaft weltbewegender Bedeutung. Nehmen wir einmal eine solche Spalte von über 200 Zeilen her. Da ist zunächst der tägliche Zusammenstoß mit dem Radfahrer, der nach römischer Sitte ohne Licht und Glocke fährt. Sein Name wird mit allen erreichbaren Einzelheiten genannt, seine elterliche Abstammung, seine Wohnung bis auf die Nummer des Türeingangs (in Rom gibt es außer der Hausnummer noch eine Wohnungstürnummer), nicht fehlt die Marke feines Fahrrades, und der Held selber erhält immer ein schmückendes Beiwort, er ist der Kentaure, der Ritter vom stählernen Flügel, der arme Teufel. Dann kommen die Verletzungen, die ärztliche Meinung, die vermutliche Zahl der Krankheitstage. So wird man in feinem Quartier bekannt. Folgen „Die Ausreden von Adalgisa". Adalgisa ist ein bildhübsches Mädel, ihr Vater heißt Alfred Bettoni, sie wohnt da und da, sie arbeitet in dieser und jener Fabrik von 8 Uhr morgens bis 8 Uhr abends. Und so weiter. Nun. Adalgisa ist gestern einmal zu spät nach Hause gekommen, die Familie in Aufregung, der Vater, wie sie endlich kommt, haut. 30 Zeilen für dieses Ereignis. Jetzt kommen die Würste, die Hannibal nicht vertragen konnte, Hannibal Quintilianus Forconi. 40 Zeilen. Der fecchino Josaphat Faggi ist gewöhn^ zu ■ Die Waffen in -er deutschen Arbettsschlacht. Köln, 3. Dez. (DNB.) Im Verband rheinischer Industrieller sprach der Präsident der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversiche- rung Dr. Syrup über das Thema „Arbeit und Arbeitslosigkeit im neuen Deutschland". Seit der Uebernahrne der Staatsgewalt durch Adolf Hitler seien in der Arbeitsschlacht ganz große Erfolge erzielt worden. Die Zahl der Arbeiter und Angestellten, die in der deutschen Wirtschaft b e - schäftigt würden, sei von 11,0 auf 15,6 Millionen geftiegen, während die Zahl der Arbeitslos en fast auf 2,25 Millionen gesunken fei. Hochburgen der Arbeitslosigkeit seien auch jetzt noch die Großstädte und Industriegebiete. Von den 2,282 Millionen Arbeitslosen entfielen am 1. Oktober allein 1,236 Millionen auf die Großstädte mit mehr als 100 000 Einwohnern. Staatsnotwendigkeiten und erkennbare Entwicklungstendenzen der deutschen Wirtschaft sprächen für Strukturveränderungen, die natürlich nur auf lange Sicht vorgenommen werden konnten. Dr. Syrup erörterte die Huzugssperre für Bezirke mit besonders hoher Arbeitslosigkeit, sei jedoch nicht angängig, das Reichsgebiet mit zahlreichen Sperrmauern zu durchziehen, denn dadurch werde die Bewegungsfreiheit der Arbeiter und Angestellten in starkem Umfange eingeschränkt und die eigene Initiative der Tüchtigsten gehemmt. Weiter behandelte der Vortragende die notwendigen Erschwerungen der Landflucht. Die Landwirtschaft bemühe sich unter Opfern, ihr, Arbeiter auch während des Winters xu behalten und Jahresverträge abzuschliehen. Diese Entwicklung dürfe nicht durch industrielle Anwerbung gestört werden. Die Reichsanstalt habe infolgedessen die Einstellung landwirtschaftlicher Arbeitskräfte für industrielle Betriebe, die erfahrungsgemäß gern solch, Arbeiter vom Lande aufzunehmen pflegten, ge. hemmt. Im Wege der L a n d h i l s e habe sie daneben rund 150 000 junge Leute aus den Städten und Industriegebieten in Bauernwirtschaf, t en übergeführt. Diesem Ziel diene auch der Arbeitsplatzaustaufch. Jeder Unternehmer müsse sich klar darüber werden, ob der alters, mäßige Aufbau seiner Gefolgschaft der richtige sei, und ob er nicht an Stelle einer Ueberzahl on jugendlichen Arbeitern ältere Familienväter unter Inanspruchnahme der geldlichen Zuschüsse ber Reichsanstalt einstellen könne. Es müsse aber durch aus sichergestellt fein, daß die jungen Arbeitskraft in der Landwirtschaft ober im Arbeitsdienst Aus. nähme finden. Die Reichsanstalt werde für bie Textilindustrie zum Ausgleich von Kurzarbeit infolge Rohstoffmangels eine verstärkte Kurzarbeiter« Unterstützung einführen, und in besonderen Fällen die Herstellung von Rohstoffen, die an die Stelle bes Auslanbbezuges träten, finanziell erleichtern. Bei weiterem Rückgang ber Arbeitslosigkeit werbe bie Reichsanstalt in ber Lage sein, überwiegend ihre Mittel bafür einzusetzen, ben Arbeitswilligen unb arbeitsfähigen Arbeitslosen Arbeit zu geben. von allen anberen Bolschewistenführern unterschieb, gehörte er zu ben Säulen ber Partei. Kirow hat in ber Vorkriegszeit sich nicht in bie westliche Emigration begeben, sondern ließ sich in Sibieren einsperren. Er war bie rechteHandStalins. Da er gleichzeitig Mitglied des Polit-Büros war, also der zehn Männer, die mit Stalin die höchste Gewalt in Rußland verkörpern, ist sein Tod um so bemerkenswerter. Aber sollte nicht der Mörder doch andere als persönliche Antriebe zum Mord gehabt haben? Nach außen hin erweckt Räterußland das Bild einer homogenen Masse. Sie hungert und darbt und ist von asiatischer Geduld. Sie hat die Lasten des zweiten Fünfjahresplanes auf sich genommen und wenn auch nur wenige Bolschewisten mit den modernen Maschinen umzugehen verstehen, so trägt doch der Glaube an die allesbe siegende Technik, von dem man im Westen längst abgekommen ist, gewissermaßen einen religiösen Charakter. Gerade weil der Durchschnittsrusse der Ma- chine fremd gegenüber steht, haßt oder verehrt er ie als höheres Wesen. Nun hat aber die Techni- ierung Rußlands, ganz abgesehen von ihrer Produktion, vor allem die Bauern zum Teil wurzellos gemacht. Alle bolschewistischen Berichte stimmen darin überein, daß ber russische Muschik, ber immer mehr in ben sozialisierten Betrieben zusammengefaßt wird, von einer gerabezu krankhaften Wanbersucht unb von einer innerlichen Unrast erfaßt ist, zu der bie Unbeweglichkeit bes Staatswesens in schroffem Widerspruch steht. Diese innere Unruhe ist vom Bolschewismus bekämpft, aber nicht besiegt worben. Im Gegenteil berichten bie bolschewistischen Blätter von einer Zunahme ber Unrast, bie ziel- unb planlos bie Menschen burch bie Gefilbe Rußlanbs jagt. Es kann sein, daß Nikolajeff von dieser Unruhe erfaßt würbe. Denn er war Mitglied bes Angestellten- unb Bauernrates, unb baß aus so^ialrevolutionären Gebankengängen sich bei ihm bte Jbee festsetzte, burch eine Tat bes inbivibuellen Terrors sich selbst gewissermaßen Lust zu schaffen. Das Ergebnis ist eine noch schärfere Ausübung der Staatsgewalt und wahrscheinlick auch eine noch schroffere Form der Unrast der russischen Massen. Das japanische Kabinett beschloß, ben Unterzeichnern des F l o 11 e n v e r t r a g e s von Washington, und zwar jedem einzelnen, be- kanntzugeben, daß ber Vertrag als beenbet angesehen werbe. Es ist bamit zu rechnen, daß ber Geheime Staatsrat ihn einstimmig billigt. Hause eine warme Suppe vorzufinben, lieft man voll Erregung, unb gestern, was sagen Sie bazu, war sie nicht fertig! Er nimmt also ben halbheißen Topf unb will ihn zum Fenster hinauswerfen, stoßt aber bamit an ber Kommobe an, der Topf zerbricht usw. usw. Noch Schrecklicheres hätte passieren können, wenn Herr Scipio Testa, sein Vater ist gestorben, um nur eine Minute später aus dem Spezereiladen in der Cavourstraße Nr. 39 herausgetreten wäre. Er geht zu feinem Auto und — wer beschreibt sein Entsetzen — sieht darin einen fremden Mann sitzen! Ein versuchter Autodiebstahl also! Nummer des Wagens. Wohnung. 50 Zeilen. Es ist klar, daß in allen genannten Straßen und Wohnungen das Zeitungsblatt von Hand zu Hand geht. Nicht selten findet man boccacciohafte Liebesabenteuer geschildert, die ein Spalte für sich einnehmen. Eine Zeitung bringt das alles sogar in Reimen. Es wäre verfehlt zu glauben, daß das Niveau der italienischen Presse nach solchen Einlagesuppen für das popolino, das kleine Volk, beurteilt werden dürfte. Der Gebildete greift vielmehr zur „dritten Seite", wo Kunst und Literatur nicht minder liebevoll bedacht werden. Jede Woche hat der Film seine Vollseite mit musterhaften Bildern, was die technische Ausführung anbelangt. Der Arbeiter und Angestellte, der mit feinem Brotherrn in eine Meinungsverschiedenheit gerät, kann sich in feiner Rubrik ruhig aussprechen und erhält auf dem gleichen Wege Rat. Für die wohlmeinende Kritik, zuweilen darf sie sogar bissig sein, bann nämlich, wenn sie ber Allgemeinheit bient, ist eine Beschwerdetafel da, die der Gouverneur aufmerksam lieft. Wie man denn überhaupt auf Schritt und Tritt Anklänge an das öffentliche Leden im antiken Rom beobachten kann. Alles in allem genommen, muß der italienischen Zeitung ein ungemein reicher Textteil, eine Vielfältigkeit und Vollständigkeit nach- gerühmt werden, die sie zum richtigen Auskunftsorgan macht. Wie es draußen in der übrigen Well aussieht, das schildern die Ausländskorrespondenten, die Botschafter der Presse. Auf ihnen ruht häufig bas vo- litische Schwergewicht des Blattes und sie steyen daher, wie in den angelsächsischen Ländern, in hohem Ansehen. Im Argen aber liegt vielfach noch das Anzsigen- wesen. Di« buchdicken Sonntagsnmnmer» wurde Arbeitsdienstpflicht in China. Deutsche Einigkeit ein Beispiel für das chinesische Bott. Schanghai, 4. Dez. (DNB. Funkspruch.) Zur Beschleunigung der Wiederaufbauarbeit in China hat Marschall T s ch i a n g k a i s ch e k die Einführung der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht angeordnet. Die Pläne für die Wiederaufbauarbeiten, bie Deich« bauten, Bewässerungsanlagen, Straßenbau unb Aufforstung müssen innerhalb einer bestimmten Frist beim Marschall eingereicht werben. Die Heranziehung ber Bevölkerung zur Arbeit soll unter Rückficht« nähme auf wirtschaftliche Bebürfnisfe turnusmäßig erfolgen. Gestellung von Ersatzleuten ist verboten. Beamte, bie sich Nachlässigkeiten zuschulben kommen lassen, sollen streng bestraft werben. Jebe Division bes chinesischen Heeres muß monatlich 30 Kilometer Straßen bauen. Der von einer Europareife zurückgekehrte Vize« ptäjibent bes Gesetzgebenben Reichsamtes, To/,« t s ch a n g, hielt eine Rede über die Lage Europa». Die fortgesetzten Rüstungen veranlaßten zu pejj' misttschen Betrachtungen. Japan werde dadurch Ge« legenheit zur Fortsetzung seiner imperialistischen Politik gegeben. Für China sei Einigkeit und der Wille zum Wiederaufbau notwendig. Auf feiner Reife durch Deutschland habe er den Ein« druck gewonnen, daß das deutsche Volk in uner« schütter!icher Einigkeit unbedingtes Vertrauen zum Führer habe. Der Geist der Hingabe und die Einigkeit des deutschen Volkes sollten ein gutes Beispiel für das chinesische Volk fein. Dom Begen in die Traufe. NotorischerDeutschenfressermitNeubildung des Memeldirektoriums beauftragt. Alemel, 3. Dez. (DBB.) Der Gouverneur des INemelgebleles hat am Sonntag den Vorsitzenden der litauischen Landtagsfraktion und Führer der litauischen Schützen- und Jugendverbände im IHe- melgebiet PruvelalNs mit der Bildung des neuen Direktoriums beauftragt. ♦ Bestand zunächst noch die leise Hoffnung, daß ber Rücktritt bes Direktoriums Reizgys einen Kurswechsel ber Litauer im Memelgebiet antünbigte h wissen wir jetzt, baß man in Kowno nicht io entfernte st en baran benkt, auf bie W ber Memelkonvention zurückzukehren unb bem Land' man in Rom vergeblich suchen. Zum „richtigen Zeitungslesen braucht es eben boch Muße, wie sie bie Straße niemals gewähren kann, unb so ergibt sich, wenn man ben (üblichen Zeitungsleser betroch- iet, ein eigenartiger Zusammenhang zwischen Zei' tung unb — Heim. Äeifereforbe in alter Zeit. Wenn wir heute ben „Fliegenben Hamburger" wie einen silbernen Blitz auf feinem geraden Schienen« roea von der Hauptstadt nach der größten deutschen Hafenstadt rasen sehen, dann haben wir nur ein ( überlegenes Lächeln für die umständlichen unb tony welligen Reisen unserer Großväter übrig. Damit , machen mir uns von den Ueberlandfahrten in der guten alten Zeit eine recht einseitige Vorstellung, da wir immer nur von den Mühen und Entbehrun« gen der Reisenden hören und nicht auch an ihrer । Rekordfreude und ihrem oft bewundernswerten j sportlichen Ehrgeiz auf dem Rücken der Pferde oder , bei den Eilfahrten in den Postkutschen teilhaden. । Denn trotz der wenig vollkommenen Hilfsmittel wur> den auch in alten Zeiten bisweilen geradezu ver« bläffende Reisegeschwindigkeiten erzielt. Der Kurier, der im Jahre 1574 Heinrich III. den Tod stin^ Bruders Karl IX. mitteilen sollte, legte die fernung von Paris bis nach Warschau in nur zehn Tagen zurück. Nicht weniger verblüffend ift N Leistung^ die ein anderer reitender Kurier aufstellle. der die Reise von Versailles nach Rom in knapp j60 Stunden bewältigte. Bis zum Jahre 1836 wurden die Ergebnisse der Lotterie in ganz Frankreich burj) reitende Boten bekanntgegeben, die bisweilen HE beachtliche Geschwindigkeiten erzietten; einer ihnen hat den Ritt von Paris nach Bordeaux in «w Stunden zurückgelegt, eine rühmlicye Leistung, nx» man bedenkt, daß die Entfernung mehr als w Kilometer betrug. Mit größerer GÄuld mußten freilich die Reifenden wappnen, die in früheren Jay Hunderten die Postkutschen benutzten. Wenn man 0 schwerfällige ungefüge Bauart jener alten W bedenkt, die überdies mit keiner Federung aus» rüstet waren, kann man sich leicht vorstellem Qualen die Reisenden bei der schlechten beschall beit der damaligen Landstraßen zu erdulden yan Man war herzlich froh, wenn man an einem 6 . lichen Tag im Verlauf von 24 Stunden eine 'on von 40 Kilometer hinter sich gebracht batte, dies waren bereits Höchftleiftunaen, die nur vo. sonder» gut ausgerüsteten Kutschen erreicht t< WNN, Alf i>eta oelai^ yänge' San! trauer e" i das 2 sollen lull gehet 1 * bereit stey < t all" unW! üiiserfla ßoliMl W1 Pichle" -es rie Serl yttchsch üeichsmi Dr. Goe aalen die Lrw Samai Dölbau llonalen Aeichsn flen 5 rungi hohe' Die Reichs' auftlai die be len | Zäh jügun ©fei Be l beabfii ein m nad)i ! zuregei vor 3n steuer hat der * einmalig genöen komme zur A -ilfe de (ein (oller V Re De: 2. Dir ve 2li bei ' 3. Di m n1 be Die dar nicht' Begeb Gru Tarif Steue Weih, beitne Mark steue Erw B e; hat eii lchuhes Entsi Arbeit« ßrbnur nen kai Lericht vigun eine D 3al|re M es Wiens Michl Alle, “rbe'd)af ^'Nschgs tarn. Dg 1 eine In Ablana in der Nähe der nordspanischen Stadt Voran erkennt man Mühlen Franck? Das bekannte, hochwertige Erzeugnis wir- immer in orangeroten Rollen mit -em Namen Mühlen Franck auf blauem Zickzackbanö un- -er Schutzmarke Kaffeemühle — -em Echtheitszeichen -er Zirma Heinrich Zranck Söhne — geliefert. Wan verlange in -en einschlägigen Geschäften Mühlen Franck. Das ^-pfun--paket kostet nur 22 pfg. tiß Befugnis, bei der Bemessung der Entschädigung bis zur vollen Höhe eines Jahresarbeitsverdienstes hinaufzugehen, wenn es feststellt, daß die Kündigung ganz offensichtlich willkürlich oder aus nichtigen Gründen unter Mißbrauch der Machtstellung im Betriebe erfolgt ist. Außenminister Laval empfing am Montag- nachmittag den deutschen Botschafter K ö st e r sowie den englischen und den sowjetrussischen Geschäftsträger. Er wird gemeinsam mit dem südslawischen Außenminister I e f t i t s ch nach Genf reisen. m. ZM I doch Mck, ' kann, uiü 1^ ^itungM.- nhang 8* I irrigen für die Fälle gegeben, in denen die Wei- tieib'schäftigung von einer wirklichen betriebsge- lini'schriftlichen Gesinnung verlangt werden Ilm. Darüber hinaus gibt das Gesetz dem Gericht Mckgekehrte! ieichsamtes, $ die Lage Tun ranlaßten zu; werde da-uch i er imperis/Ä . EiniM icti Str vench Hilf (mit ) hck a Öen fieMtnunit' t unbtVvHtv habe. Der 5 deuten W für bas chimf itijt «rw- v. ReiWseM! gebiet an!* Somno nid;1 nft, ttuj bte ehren und dein Den größten und wichtigsten Raum nehmen in den dänischen Zeitungen immer noch Mitteilungen aus und über Deutschland ein. Es ist erfreulich festzustellen, daß nicht nur der Umfang der Kommentare, sondern auch merklich das Bestreben wächst, dem neuen Deutschland Verständnis entgegenzubringen. Ein Schritt näher diesem Ziel brachte ein interessanter Vortragsabend, den kürzlich der Studentenverein Kopenhagen veranstaltete. Im Mittelpunkt stand eine Rede des deutschen Abgeordneten im dänischen Reichstag, Pastor Schmidt, der sehr besonnen und doch ebenso unbeugsam im Grundsätzlichen über die deutsch- m'McubW I beauftragt t (Bouoerneut ta I dta M* i Mb Mm ta MMt l® >n Chik Aclftrdi! • FunksprM •, auarbeit in H k die Einsthn cht angeorbnti' 'beiten, die fr. Straßenbau, er bestimmten^ L Die heranzii 'll unter RüH 'snisse hirnust leuten ist nert: zuschulden!or rden. Jede Dir Mich 30 Kiler Asturien, der frühere Präsident des asturischen Provinziallandtages und Generalsekretär des Asturischen Minenarbeitersyndikats Gonzalez P e n a verhaftet. Damit ist der Hauptverantwortliche für die entsetzlichen Barbareien bei den Kämpfen in Asturien unschädlich gemacht worden. ♦ In der Schweiz wurde zum W a f f e n ch e f der Kavallerie an Stelle des verstorbenen Oberstdivisionärs S ch u e Oberst Jakob Sabhart Die belgische Regierung hat für die Durchführung des außerordentlichen Staatshaushaltes im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit mit Holland einen Anleihevertrag über Milliarde Franken abgeschlossen. Oviedo wurde der Organisator und Führer des Oktoberaufstandes in ilfer M d-r £ Soifer i»*;. nicht alich < t ulken bet',A 5& xvK W Äs ’M '.er ML .tel der Mitglieder des geistlichen Ministeriums demnächst vornehmen und das Ministerium in Kürze zu einer Sitzung einberufen. Warnung vor Eiedlerfang. Seit der Ernennung von Pg. Dr. L u d o w i c i zum Siedlungsbeauftragten im Stabe des Stellvertreters des Führers und zum stellvertretenden R e i ch s s i e d l u n g s kommt s f a r ist der Siedlungsgedanke durch das von Dr. Ludowici geleitete Reichsheim st ätten- Nordischer Bilderbogen Von unserem B.-Äerichierstatter. ml es bisher nur auf eine Entschädigung bis zu fristens Vir erkennen konnte. Es wird damit die Mlichkeit eines stärkeren Zwanges zur ?Veit erbe sch äftigung eines Gefolgschaftsan. sch I S8Z Wieniät * ■äjJ srri Qlt werde fii, h2e FUraQfbt: sonderen $ b'k an die L. Aiell erlejtz blosigkeit on Lber®iec ^beits< ^b«t zu geb« Die einmalige Zuwendung muß im Monat Dezember gegeben werden. Die einmalige Zuwendung muß über den vertraglick (tariflich) gezahlten Arbeitslohn hinaus gewährt werden. Die Steuerbefreiung gilt nur für Arbeitnehmer, deren vereinbarter Arbeitslohn nicht mehr als 3600 Mark jährlich beträgt. 162 000 Kronen haben in diofem Jahre d i e Empfänger des Nobelpreises auf ben verschiedenen Gebieten erhalten: jeder für sich, versteht sich. Diese Summe, die diesmal wegen der Zinsentwicklung in Schweden um 8000 Kronen niedriger ist als im Vorjahr, ist gewiß eine schöne Belohnung für die Männer der Kunst und der Wissenschaft, die ja bekanntlich nicht ausschließlich auf Rosen gebettet sind. Und es müssen schon außerordentliche und ungewöhnliche Leistungen vollbracht werden, bevor die schwedische Akademie sich entschließt, einen der Preise auszuteilen. Die Auswahl soll jetzt noch weiter verschärft werden: die Nobelstiftung hat bei der Stockholmer Akademie angeregt, eine A e n d e - rung der Satzungen durchzuführen. Danach soll ein Preis, der zwei Jahre hintereinander nicht verteilt werden konnte, a u f g e l ö st und zu dem Hauptfonds gelegt werden. Auf Grund eines besonderen Beschlusses können jedoch Teile davon für das betreffende — zwei Jahre nicht bedachte — Ge- biet verwendet werden, ohne daß dazu die Form einer Preisverteilung gewählt zu werden braucht. Der Sinn dieser Neuregelung liegt auf der Hand: es können tüchtige Physiker oder Aerzte oder Schriftsteller, die noch keinen Anspruch auf die hohe Auszeichnung des Nobelpreises haben, mit Geldmitteln unterstützt und zur Weiterarbeit ermuntert werden. ♦ Mit einem großzügigen Plan zur Schaffung eines Verkehrsflugnetzes beschäftigt sich die Regierung Norwegens. Man will vor allem längs der Westküste eine Reihe von Flughäfen anlegen, die die norwegischen Städte untereinander und gleichzeitig mit den mitteleuropäischen Staaten verbinden sollen. Das Hauptgewicht wird dabei auf den Bau von Wasserflughäfen gelegt werden. Das hat den Vorzug der weitaus größeren Billigkeit und erfüllt weiter die Forderung nach größtmöglicher Sicherung im Flugverkehr. Der Flug über offenes Wasser ist gefahrlos für den Passagierdienst nur mit mehrmotorigen Maschinen durchzuführen. Flugzeuge solcher Größe kann sich natürlich eine im Aufbau befindliche Verkehrsluftfahrt nicht leisten. Soweit möglich, werden die Verbindungen der Küstenstädte daher mit Wasserflugzeugen hergestellt werden. Daneben werden einfache Landflugplätze angelegt. Der erste Arbeitsplan umfaßt den Bau von Lufthäfen in Kristiansand, Stavanger, Bergen, Aalesund und Trondheim, denen später weitere Haupt- und Zwischenlandungsplätze folgen werden. Der Betrieb und die Durchführung des Verkehrs soll monopolartig einer einzigen Gesellschaft überlassen werden, die jedoch die Voraus- setzuna der absolut sicheren finanziellen Fundierung äu erfüllen haben wird. Die Kosten für die Anlegung der Plätze werden die Kommunen auf- bringen, staatliche Zuschüsse von 30 bis 60 v. H. werden ihnen die Lasten erleichtern. Bei einer Verwirklichung dieses Planes, die ziemlich sicher ist, wird der gutentwickelte nordische Luftverkehr einen weiteren Aufschwung nehmen. Auch die dänische Luftfahrtgesellschaft trägt sich mit dem Gedanken einer interessanten Ausweitung ihres Dienstes. Sie will, im Einvernehmen mit der deutschen Lufthansa, die Strecke Berlin—Kopenhagen zweimal täglich befliegen lassen und hat zu diesem Zweck schon eine große Fockermaschine in Auftrag gegeben, die 16 Personen befördern und eine Reisegeschwindigkeit von 230 Stundenkilometern erreichen kann. Bei einer solchen Verdoppelung des Verkehrs würde ein wirklich phantastisches Ziel erreicht werden: der Berliner Geschäftsmann würde am Morgen in Tempelhof starten, nach anderthalb Stunden in Kopenhagen eintreffen, er könne hier feine Besprechungen erledigen, in Ruhe sein Mittagessen verzehren und seinen Nachmittagskaffee trinken, um am Abend desselben Tages in den Schoß der Berliner Familie zurückzukehren. Das größere Frankreich. Engere Wirtschaftsbeziehungen zu den Kolonien. Paris, 3. Dez. (DNB.) In Paris wurde die Kolonial -Wirtschaftskonferenz eröffnet. Präsident Lebrun betonte, daß man dem „gesamten Frankreich eine W i r t s ch a f t s r ü st u n g" geben müsse, die den Erfordernissen der Zeit entspreche. Kolonialminister R o l l i n verwahrte sich gegen die Annahme, daß die Wirtschaftskonferenz die Gründung eines gewaltigen französischen Wirtschaftsreiches bezwecke, das sich selb st genügen könnte und jeder ausländischen Einfuhr verschlossen sein würde. Das größere Frankreich wolle sich keineswegs wirtschaftlich von der übrigen Welt losfagen. Frankreich wünsche im Gegenteil nach und nach zu einer Beseitigung der Handels- u n o Zollschranken zu gelangen. Die Wirtschaftseinheit des größeren Frankreich schließe die Belebung der Wirtschaftsbeziehungen zum Auslands nicht aus. Aber in den letzten Jahren fei die französische Ausfuhr dauernd zurückgegangen. Von 29,5 Milliarden im Jahre 1913 fei sie auf 12,4 Milliarden im Jahre 1933 gefallen. Aus diesem Grunde müsse Frankreich versuchen, seine wirtschaftlichen Beziehungen zu den Ueberseebesitzungen enger z u ge ft alten. Frankreich werde daraus achten, daß das Ausland die französischen Kolonialerzeugnisse besser berücksichtige. Kleine politische Nachrichten. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley erklärte in einer Ansprache vor der Belegschaft der Vereinigten Elektrizitätswerke Dortmund u. a., daß er den Führer bitten werde, am nächsten 1. Mai einen „Ehrenrat der Arbeit" zu verkünden, der sich aus den hervorragendsten Männern der Deutschen Arbeitsfront zufammensetzen soll. j»ie steuerfreien Weihnachtsgeschenke können in Irr oder in Sachen geleistet werden. Es ist »bit erforderlich, daß sie in Bedarfsdeckungsscheinen Beleben werden. Für Weihnachtsgeschenke, die auf ©junb des Arbeitsvertrages, z. B. des Tciifoertrages, gewährt werden, kommt also die Eimerfreiheit nicht in Frage. Auch find alle Achnachtsgeschenke des Arbeitgebers an seine Ar- Ltmehmer, deren Arbeitslohn mehr als 3600 M:rk im Jahr beträgt, als Arbeitslohn zu b e - fieiu er n. ^Weiterung des Kündigungsschutzes. Berlin, 3. Dez. (DNB.) Die Reichsregierung hä, ein Gesetz zur Erweiterung des Kündigungs- fces erlassen, das b i e Höch st grenze b er 1 Cnit schäbigung heraufsetzt, auf die das ■ 2j1 ?it5gerid)t nach Paragraph 58 des Gesetzes zur iDHung der nationalen Arbeit für den Fall erken- inml fann, daß der Unternehmer den vom Arbeits- gischt ausgesprochenen Widerruf einer Kün- Slciung ablehnt. Das Gericht kann in Zukunft Entschädigung bis z u Vir des letzten Ziiiresarbeitsverdienstes vorsehen, wäh- Staatsrat Dr. Graf von der Goltz verabschiedet sich als kommissarischer Führer der Wirtschaft in einem Rundschreiben von den Führern der Wirtschaftsgliederungen in der Gesamtorganisation der deutschen Wirtschaft, nachdem die Organisation der Wirtschaft mit der ersten Durchführungsverordnung für das Gesetz zur Vorbereitung des organischen Aufbaues der deutschen Wirtschaft ihre gesetzliche Form erhalten hat. dänischen Beziehungen sprach. Zu der Grenzfrage in Nordschleswig erklärte er, daß dieses Problem nicht aktuell sei, im übrigen warnte er vor der vorschnellen und nicht immer sachlichen Beurteilung, die die in der Entwicklung und im Werden befindlichen Verhältnisse in Deutschland von ausländischer Seite gesunden haben. An seinen Vortrag, der stärkstes Interesse fand, schlossen sich lebhafte Diskussionen, bei denen die gegensätzlichsten Anschauungen zur Geltung kamen. Ein Kopenhagener Abendblatt, das sonst vor dem „Vorwurf" der Deutschfreundlichkeit sicher ist, gab in größter Aufmachung den Ausführungen eines englischen Journalisten Raum. Der wesentlichste Punkt des Artikels war die Versicherung des Verfassers, daß er von dem tiefen Friedenswillen des deutschen Volkes überzeugt sei. Er fügte die Erklärung hinzu, daß eine Aeußeruna wirklicher Verständigungsbereitschaft von französischer Seite in Deutschland mit größter Freude und Herzlichkeit aufgenommen werden würde ... Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Kopenhagen, November 1934. Die Hauptstadt Dänemarks treibt mit vollen Segeln in ihre Wintersaison, die sich mit einer Fülle interessanter Ereignisse auf politischem, wirtschaftlichem — und auf jenem Gebiet ankündigt, das nicht anders als mit dem Worte „Klatsch" gekennzeichnet werden kann. Themen der letzten Art werden, wie es der liebenswürdigen Art der Dänen entspricht, mit freundlicher Harmlosigkeit, wenngleich nicht ohne Eifer diskutiert. Da steht im Vordergrund der Aufmerksamkeit und an sichtbarer Stelle des „Kongens Nytorv" — des Hauptplatzes der Stadt — der sogenannte „Starkaste n". Ein monumentaler, etwas seltsamer Bau, der seinerzeit mit vielen Kosten dem seriösen, altertümlichen Königlichen Theater angeklebt worden ist. Ein großer Kasten, auf einem weiten Rundbogen ruhend, war er dem Zwecke bestimmt, das Konzertbedürfnis des dänischen Rundfunks zu befriedigen. Diese mit fein- tem Verständnis gerade auch für deutsche Kultur und deutsche Kunst geleitete Einrichtung veranstaltet regelmäßig große Konzertabende, die nicht nur gern gehört, sondern auch gut besucht werben. Der „Starkasten" sollte der repräsentative Konzertsaal dafür werden. Er wurde es aber nicht, weil er völlig verbaut und auch akustisch unmöglich ist. Nun dient er nur noch einem Ziel: Kopenhagener Schönheitsfanatiker zu ärgern. Weil — Gott sei Dank — zur Zeit keine anderen Sorgen grassieren, ist von einem Kopenhagener Kaufmann eine Bewegung ins Leben gerufen worden, die fast täglich die feinen Nerven der öffentlichen Meinung durch den Schrei erbeben läßt: Fort mit dem „Starkasten". Für große Ziele müssen Opfer gebracht werden, und so hat die Bewegung schon 10 000 Kronen zusammengescharrt, die der Beseitigung des Opernauswuchses dienen ollen. Man will den Bau abtragen und so die einsame Schönheit des Königlichen Theaters wieder Herstellen lassen. Mit kaltem Hohn erklärt die Verwaltung diesem Bemühen gegenüber, daß wohl noch weitere 90 000 Kronen aufgebracht werden müßten, wenn das Zerstörungswerk einer befriedigenden Lösung zugeführt werden sollte. Und im übrigen sei der „Starkasten" sehr schön — das würden kommende Geschlechter bestimmt besser zu würdigen wissen. a m t und seine Gauheimstättenämter in weiteste Kreise des deutschen Volkes getragen. Dies machen sich geschäftstüchtige Zeitgenossen zu nutze, die unter dem Vorwand der Gemeinnützigkeit Siedlungswillige sammeln und ihnen unerfüllbare Versprechungen machen oder ihnen Eigenheime gegen Uebernahme unerträglicher Saften verschaffen. Wo diefe unmoralische Handlungsweise zum Betrug wiro, haben die Staatsanwaltschaften auf Anregung der Gauheim- stättenämter bereits eingegriffen und verschiedene dieser Volksbetrüger hinter Schloß und Riegel gebracht. Ebenso macht man die Beobachtung, daß bei der Bildung von sogenannten Siedleranwärtervereinen vielfach mit der Behauptung gearbeitet wird, als ob Siedlerbewerber, die Aussicht auf eine Siedlung haben wollen, solchen Vereinen angeschlossen sein müßten. Diese Behauptung ist unwahr und die Werbung mit solchen Behauptungen entbehrt der rechtlichen Grundlage, ja sie kann sogar mit dem Gesetz in Widerspruch kommen. In Wahrheit sind diese Vereine oft gar nicht in der Lage, ihren Mitgliedern eine Gewähr dafür zu bieten, daß sie zu einer Siedlung kommen können. Die Zusammenfassung von Siedlungswilligen zu Sieolergemeinschaften hat nur dann und soweit Sinn, als ein konkretes Siedlungsvorhaben in Aussicht steht und wenn der Zusammenhang mit den für die Siedlerauswahl entscheidenden Stellen von vornherein gegeben ist. Dieser Zusammenhang wird nur dann Keine Aussprache in Versammlungen mit religiösen oder weltanschaulichen Themen. Berlin, 3. Dez. (DNB.) Der Reichs- und preußische Minister des Inneren hat über die Aussprache in öffentlichen Versammlungen mit religiösem oder weltanschaulichem Thema folgenden Erlaß an die Landesbehörden gerichtet: Wiederholt ist beobachtet worden, daß die Aussprache, die sich an Vorträge in öffentlichen Versammlungen mit religiösem oder weltanschaulichem Thema anschließt, in Formen geführt wird, die nicht nur der würdigen Behandlung des Vortrags- iiegenstandes abträglich, sondern auch den ö f - entlichen Frieden z u stören geeignet ind. Es ist daher geboten, eine Aussprache in öffentlichen Versammlungen dieser Art grundsätzlich nicht zu gestatten. Will Der Versammlungsleiter tatsächlich Berichtigungen oder Anfragen zulassen, die auch sachlich einwandfteien Rednern gegenüber unter Umständen notwendig werden, so ist hiergegen vom polizeilichen Standpunkt nichts einzuwenden. Konferenz der evangelischen Landeskirchenführer. Berlin, 3. Dez. (DNB.) Die Deutsche evangelische k i r ch e n a m t l i ch e Pressestelle teilt mit: vag wieder das Dorschlagsrecht für die Zusammenlegung der Memelregierung zu überlassen. Der neue Mann, dem die Gewalt übertragen werden soll, ist als ein notorischer D e u t s ch e n f r e s s e r gekannt, er führt eine ausgesprochen deutschfeindliche Organisation, bringt also keineswegs die erforderliche Eignung für fein Amt mit. Aber Pru- nelaitis will taktisch etwas anderes als fein Vorgänger tnanöoerieren. Er will s i ch nicht dem Landtag vor stellen, um den Grad des Verbauens zu erkunden, das man ihm entgegenbringt Pruvelaitis genießt weitestes Mißtrauen!), er will ihn Programm entwickeln und den Memelländern !nas Blaue vom Himmel herab versprechen. Damit rollen die Garantiemächte erneut einge- ullt werden, die, wie es scheint nur vorübergehend, eine leichte Energieanwandlung hatten und '.ich durch ihre Sachverständigen über die Verhältnisse im Memelgebiet aufklären ließen. Wir wissen icreits heute, daß die Juristen schon bei der näch- len Gelegenheit neues Material über li- «auische Rechtsbrüche erhalten werden, denn jnter der Regierung Pruvelaitis werden die Me- TieUänberdoch nurvomRegen in dieTraufe kommen. Daß der Memelgouverneur einen Mann uiserwählt hat, der noch um einige Grade deutsch- limdlicher als Reizgys ist, wundert uns allerdings ' cht- Bisher ist ja nichts geschehen, um die toronoer Regierung etwas nachdrücklich an die Er- ptung der in der Memelkonvention niedergelegten Plichten zu erinnern. Der Tag der nationalen Solidarität. Die höheren Beamten sammeln mit. '.Serkin. 3. Dez. (DNS.) Die der Reichs- und peuhische Minister des Innern Dr. Frick dem Wchsminister für Bottsaufklärung und Propaganda 1*. Goebbels mitteilt, hak er den höheren B e- uwien feines Dienstbereichs gegenüber fe- Erwartung ausgesprochen, daß sie sich an der Zaammelaktlon des Reichsministeriums für 1'lksaufklärung und Propaganda am „Tag der na- llmalen Solidarität" beteiligen. Ebenso hat Nichsminister Dr. Frick die übrigen oberen Reichsbehürden und Länderregie- n ngen gebeten, ähnliche Erlasse an ihre h'Heren Beamten ergehen zu lassen. Die Staatssekretäre der Präsidialkanzlei und der Mchskanzlei haben dem Reichsminister für Botts- afflärung und Propaganda bereits mitgeteilt, daß d bei ihren Behörden tätigen höheren Beamtin sowie dieperlönlichen Begleiter des Fahrers sich für die Sammelaktion zur Ber- fiiung stellen. Steuerfreiheit fürWeihnachtSgefchenke Berlin, 3. Dex. (DNB.) Viele Unternehmer bbdsichtigen, in diesem Jahr ihren Arbeitnehmern «mmalige Zuwendungen zu Weih- A'chten äu machen. Um die Gebefreudigkeit an- zusegen und um den Arbeitnehmern bereits schon »t Inkrafttreten der neuen Lohnsteuertabelle eine kinuerliche Erleichterung zu gewähren, ho der Reichsminister der Finanzen bestimmt, daß eirmalige Zuwendungen zu Weihnachten unter folgeren Voraussetzungen frei von der Ein - kommensteuer (Lohnsteuer), Abgabe ;3»r Arbeitslosenhilfe, Ehestands » bi f e der Ledigen und der Schenkungssteuer feir sollen: Die Landeskirchenführer waren vom Reichs- bischof zu einer Tagung zusammenberufen wor- . .. .... v_(_.........v___ö____ den, um Vorschläge für die Berufung der theologi- i hergestellt, wenn solche Sie'dlergemeinschasten m i t schen Mitglieder im geistlichen Mini st e-dem zu ständigen Heimstättenamt bzw. rium der Deutschen Evangelischen Kirche zu einem von ihm beauftragten Träger in Vermachen. Der Reichsbischof wird die Ernennung Iblnbung stehen. ’^SAI (Bern) ernannt, als Nachfolger von VberstblvistonSr B r i d e l wurde Oberst Georg Maremard (Bern) Waffenchef der Artillerie. Aus aller Wett. Das kapland von riesigen Heuschreckenschwärmen heimgesucht. Die Heuschreckenplage hat in Südafrika dieses Jahr ungewöhnliche Ausmaße angenommen. Eisenbahnzüge, die vom Norden her in Kapstadt eintreffen, haben gewöhnlich bis zu zwei Stunden Verspätung. Die Heuschrecken tummeln sich auf dem Bahndamm und bedecken die Schienen in einer höhe bis zu 15 Zentimeter. Kommt ein Zug, so werden die Insekten zermalmt und machen die Schienen so schlüpfrig, daß die Züge kam von der Stelle kommen. Der von der Regierung organisierte Feldzug, bei dem Gift angewandt wird, hat den Nordwesten der Provinz fast völlig von der Plage befreit, aber in den mittleren Bezirken sind bisher kaum Fortschritte gemacht worden. Die Methode der Vergiftung der Heuschrecken mit einer Arseniklösung ist eine zweischneidige Waffe; denn wenn dasselbe Gebiet immer wieder damit besprengt wird, um neue Heuschreckenschwärme au vernichten, setzt sich das Gift im Grase f e st und weidendes Vieh und Vögel, die die hauptverbündeten der Farmer im Kampfe gegen die Heuschrecken sind, finden den Tod. Die Vorhut der Heuschrecken ist nur noch 160 Kilometer von K a p st a d t e n t f e r n t. Wenn kein Südostwind einsetzt und die heranrückenden Jnsettenheere zurückweht, dann werden die ausgedehnten Ob st- und Weinbezirte des südwestlichen Kaplandes in höchste Gefahr gebracht werden. Schrecklicher Tod eines vierjährigen Kindes. Ein schrecklicher U n g l ü ck s f a l l ereignete sich hn Hause des Juweliers Paul Müller in Oberstem (Nahe). Das vierjährige Töchterchen Müllers spielte, als es eine kurze Zeit allein in der Küche war, an dem Küchenherd. Dabei muß es an die Herdtür gekommen sein, so daß einige glühende Kohlen herausfielen, die das Kleid des Kindes in Brand setzten. Als die Mutter auf die Hilferufe ihres Töchterchens herbeieilte, stand das Kind bereits in Hellen Flammen. Die Verletzungen waren so schwer, daß das Kind schon kurze Zeit nach seiner Einlieferung in das Städtische Krankenhaus st a r b. Zuchthaus für einen Volksschädling. Vor dem Koblenzer Gericht hatte sich der frühere Kreisbetriebszellenobmann Karl Kaufmann aus Sinzig wegen fortgesetzter volksschädigender Untreue zu verantworten. Bei der Revision durch die Gauleitung war in der Kassensührung des Angeklagten ein Fehlbetrag von rund 1600 Mark festgestellt worden, der einkassierte Mitgliedsbeiträge, Erlös aus dem Vertrieb von Abzeichen und Schriften betraf. Der Staatsanwalt beantragte ein Jahr und neun Monate Zuchthaus. Das Gericht erkannte wegen fortgesetzter volksschädigender Untreue auf ein Jahr und sechs Monate Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf drei Jahre. In der Urteilsbegründung hob der Vorsitzende hervor, daß hier ein besonders schwerer Fall der Untreue vorliege, der Tatbestand klar vor Augen liege und alle Ausreden nichts helfen könnten. Obechessen. Hessisches Gondergericht in Gießen. Unter dem Vorsitz von Landgerichtsdirektor häckler tagte gestern das hessische Sondergericht in Gießen. Ein junger Mann aus Gießen namens S ch e f t« l e r wurde zu 5 Monaten Gefängnis ver- urteilt, weil er als Werber der „Oberhessischen Tageszeitung" in Zell bei Alsfeld durch Drohung den dortigen Bürgermeister zum Bezug des Blattes zu veranlassen versuchte. Wegen schwerer Beleidigung des Deutschen Reiches wurde ein auf der Wanderschaft befindlicher Mann namens F r e i e n z e h n e r, der aus dem Saargebiet ausgewiesen worden war, zu 1 Jahr 3 Monaten Gefänanis verurteilt. Wegen Bettelei erkannte das Gericht auf eine Woche haft, die mit der erlittenen Untersuchungshaft als verbüßt gilt. Eine weitere Sache fand wegen Gefährdung der Staatssicherheit unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt. Schnellgericht. Am Samstag gegen 24 Uhr saß ein SS.-Mann in einer Wirtschaft im Neuenweg. Der Angeklagte Max Behling (Gießen) kam zum Tisch des SS.-Mannes und erwiderte dessen Gruß mit „Rot- Front". Während Behling zu vier Wochen haft verurteilt wurde, mußte ein weiterer An- aeklagter, der Behling beleidigte, mangels Beweises freigesprochen werden. Wieder ein Postdiebstahl in Bellersheim ♦ Bellersheim, 4. Dez. In der vergangenen Nacht wurde in der hiesigen P o st h i l f s st e l l e wieder ein Diebstahl verübt. Dem Dieb fielen 270 bis 280 Mark in die Hände. Das Kleingeld, das in einer Zigarrenschachtel aufbewahrt war (etwa 38 Mark) wurde im Verlaufe der Untersuchung durch die Gendarmerie in einem Spalt zwischen zwei Häusern versteckt gefunden und sichergestellt. Der Dieb hatte anscheinend die Schachtel, um sich durch das Klappern des Geldes nicht zu verraten, fortgeworfen. Innerhalb weniger Monate ist dies bereits der vierte Diebstahl, der in der Posthilfsstelle Bellersheim verübt wurde. Schweres Autounglück bei Bad-Nauheim. LPD. Bad-Nauheim, 3. Dez. Sonntagabend ereignete sich auf der Straße nach Butzbach, nördlich der Eisenbahn-Blockstelle Ober-Mörlen, ein folgenschweres Verkehrsunglück. Wohl infolge des Regens und weil der Fahrer geblendet wurde, fuhr ein mit vier Personen besetzter Kraftwagen mit voller Wucht gegen einen Baum. Der Anprall war so heftig, daß die im Wagen sitzende Frau V e n i tz aus Bad- Nauheim auf der Stelle getötet wurde. Die andern Mitfahrenden, zwei Enkelinnen der Verunglückten, sowie der am Steuer sitzende Bäckermeister h. Ohl aus Bad-Nauheim, wurden e r« heblich verletzt und mußten dem Krankenhaus in Bad-Nauheim zugeführt werden. Wie wir erfahren, soll bei den Verletzten keine Lebensgefahr bestehen, heute morgen weilte die Staatsanwaltschaft aus Gießen an der Unfallstelle, um den Tatbestand aufzunehmen. Wie ergänzend noch mitgeteilt wird, wollten die Insassen des verunglückten Personenkraftwagens nach Butzbach, um dort an der Geburtstagsfeier der Tochter der Frau Venitz teilzunehmen, die am dortigen Postamt beschäftigt ist. Das Unglück ereignete sich in einer Straßenkurve, wo bereits mehrere Verkehrsunfälle passiert sind, die Todesopfer forderten. Wie von sachverständiger Stelle erklärt wird, ist die Entfernung der an der Straße stehenden Bäume gerade an dieser gefährlichen Stelle im Interesse der Verkehrssicherheit unbedingt notwendig. LPD. B i n g e n, 3. Dez. Bei einer Verkehrs- f entrolle an der Abzweigung der Straße nach Gau-Algesheim von der Straße Mainz-Bingen am Freitagabend fiel ein aus Richtung Bingen kommendes Auto dadurch auf, daß es sich inrafen- der Fahrt der Kontrolle entziehen wollte. Ein SS.-Mann und ein Gendarm nahmen auf einem Motorrad die Verfolgung auf. Zuerst ging die Fahrt in Richtung Ingelheim. Als die Bahnschranken in Nieder-Jngelheim die weitere Flucht versperrte, machten die Insassen des Wagens kehrt und rasten nach Frei-Weinheim zu. Nachdem der Ort durchquert war, endete die Flucht am Rheinufer, wo die Insassen des Wagens, zwei Männer, keine an- dere Möglichkeit sahen, sich vor ihren Verfolgern zu retten, als in den Rhein zu springen. Dieser letzte verzweifelte Fluchtversuch wurde von den beiden Verfolgern nicht sogleich bemerkt, der Gendarm rief vielmehr in den abgestoppten Wagen hinein, die Fremden sollten herauskommen. Nachdem er keine Antwort erhielt, gab er, in der Annahme, die Verfolgten wollten sich widersetzen, einige Schreckschüsse ab. Gleich darauf aber mußte er fest- stellen, daß der Wagen bereits verlassen war. Von den beiden Autofahrern war zunächst keine Spur zu finden. Einige Zeit danach aber hörte man Rufe vom Rhein her, ohne jedoch zunächst feststellen zu können, wo sich der ober die Rufer befanden. Nach längerer Zeit kam bann ein Mann in völlig durchnäßten Kleibern zu einem Frei-Weinheimer Einwohner, ber von ber Jagb wußte unb ben Mann festnahm. Bei ber polizeilichen Vernehmung gab ber Verhaftete an, ben Wagen in Soest gestohlen zu haben. Nach den vorläufigen Ermittlungen handelt es sich dabei um das Auto, mit dem vor kurzer Zeit der Raubüberfall in Kempten im Allgäu verübt wurde. Der zweite Auto- i n s a f s e ist bei fernem Fluchtversuch im Rhein ertrunken. Seine Leiche ist inzwischen bei Frei- Weinheim gelänget worden. Es handelt sich um den 20jährigen Johann S e r o v y aus Gladbeck, zuletzt wohnhaft in Brambaur bei Dortmund. Sein festgenommener Komplize Otto Kraus aus Dort- Landkreis Gießen. • Grünberg, 4. Dez. Gestern abend kam die 59jährige Ehefrau Luise B ö ch e r von hier, als fie mit einem Kruge in der Hund über die Straße gehen wollte, zu Fall. Im Sturz ging der Krug in Trümmer, und die bedauernswerte Frau fiel mit einem Arm in bi e Scherben. Sie erlitt schwere Schnittwunden und mußte in ant. liche Behandlung nach Gießen gebracht werden. Preußen. Kreis Wehlar. • Dutenhofen, 4. Dez. Der 66 Jahre alle Rentner Friedrich Wagner von hier kam am Sonntag sehr schwer zu Fall und erlitt dabei einen Schädelbruch. Er mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Der. bedauernswerte Mann erlag heute morgen feinen schweren Verletzungen. mund, zuletzt in Waltrop wohnhaft, macht über die Person des Mittäters keine Angaben. öetteroorausfage. In ber Nacht zum Dienstag ist ein neues aus- gebehntes Regengebiet über West- unb Süddeutsch' land hinweggezogen und hat vor allem im Süden außerordentlich ergiebige Regenmengen (Hochschwarz, wald etwa 40 Liter Wasser pro Quadratmeter) gebracht. Unter kräftigem Luftdruckfall zieht bereits ein neues Regengebiet heran. Nach seinem Durch- zug kann mit zunehmender Abkühlung gerechnet werden. Aussichten für Mittwoch: Zunächst wie- der vorwiegend Regentätigkeit, später bei teilweise nördlichen und östlichen Winden beginnende Ab- tühlung. Aussichten für Donnerstag: Immer noch unbeständig mit wiederholten Niederschlägen, weitere Abkühlung. Lufttemperaturen am 3. Dezember: mittags 11,5 Grad, abends 10,4 Grad; am 4. Dezember: morgens 8,6 Grad. Maximum 11,7 Grad, Minimum 8,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 3. Dezem- ber: abends 6,9 Grad; am 4. Dezember: morgens 6,7 Grad Celsius. — Niederschläge 4,1 mm. Hauptschristleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Langt, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. X. 34: 10600. Druck und Verlas: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pj. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf* mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vorn 2. Juli 1934 gültig. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschlossen. Lag- auf zwei Verbrecher bei Bingen. Vor den Verfolgen, in den Vhein gesprungen.-Ein Toter. MAGGPWÜRZE, •&‘ä& Schon wenige Tropfen geben Suppen, wie auch Soßen, Gemüsen, Salaten usw. kräftigen Wohlgeschmack. Vorteilhaftester Bezug in großer Originalflasche Nr. 6. [Stellengesuche! ( Verkäufe | Ordentl., ehrlich. Tracht. Vogelsb. ncNalMi Tracht. Vogelsb. 712-D Stellvertr. des Gerichtsvollziehers Junker, Gießen, Wiesecker Weg 16. Statt Karten Louis K. Schmitt und Kinder. | Kaufgesuche | Gießen, den 4. Dezember 1934. 05759 [Verschiedenes | Werbe-Drucksachen bei Brühl, Schuletr.T unter aller Garantiezuverkauf. Grüningen Adolf-Hitler- Straße 54. 05749 Frische 7mA Muscheln Mh„Cuxhaven' Mädchen sucht tagsüber Aushilfestelle. Schr.Angeb.unt. 05752 a.d.G.A. Gebr.,gut erhalt. Puvvenherd u. Dampfmaschine mit Zubehör zu kaufen gesucht. Schr.Angeb.unt. 05746 a.d.G.A. 200 Dttstbeetfenster. Schwalb, MeineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und geleien. Familiendrucksachen Verlobungsanzelgen Vermihlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 Mädchen 23 Jahre alt, für Hotel ob. besser. Haushalt, m. all. vork. Arbeit, vertraut (mit guten Zeugn.)suchtver fof. ob. 15.12.34 pass. Stell. Schr. Angeb. u. 05758 and. Gieß. Anz. Für die vielen Beweise der Teilnahme bei dem Heimgang unserer lieben Entschlafenen danken wir herzlichst. Gebr.,betriebst., gut erhaltene Heizung s kessel ILWCMleffeUO Glieb., 7,5 qm Hzfl^52500WE/h ILWIa’SMfel, 7 Glied.,8arnHzfl., 64000 WE/h, 1 Logana-Zim.- heizk.,2,lamHzfl. 25200 WE h, vreisw.abzugeb. Schriftl.Anfr.u. 7106V a.d.G.A. Vertreters für Schilder, Bestecke u. Neuheit, ges. Hoher Berd, rötters&^chüler, W .-Barmen 200Fabrik Zur zeitw. selbst. Führung ein.Ge- schäftshaushalts a. d.Lande z.sot. Eintr. tatkr., jg., gebildet., evang. Mädchen 2.5-30 Jahre, mit Haus-u.Garten- arb. best. vertr., b.voll.Familien- anschl. ges.Handschrift!. Bem. m. Zeugn. -Abschr., Bild u. Lebens!, sow. Ansvr. unt. 7116va. d.G.A. Neu erbautes LaoMolw m. groß. Garten, Nähe Gießen,bei 3-4000 RM. An- zablung zu verk. Schr.Angeb.unt. 7128V a.d.G.A. Rind gelernt, zu verk. Reiskirchen bei Gießen Sandgasse 2. | Mietgesuche | Ehepaar sucht schone 2-Zim. Wohng. ver sofort ober später. Schrift!. Angebote unter 05753 a.b.&M. | Vermietungen | Groß., sch. möbl. Zimmer | (Zentralb., Meß. Wasser)Nähe der Klintken z. verm. Wartweg 50 v. Haus J mit kl. Kolonialwarengeschäft u. Backof.l Bäckerei ruht seit einigen Jahren) in guter Lage, in ein. Industrie ort Nähe Wetzlar, zu verk. Die Bäck, konnte mied, in Betrieb genomm. werd. Näheres durch Friedr.Neuhaus Immobilien (RDM), Wetzlar. Fleißiges Mädcheo auch vom Lande, in allen Hausarbeiten erfahr., per 15.Dez. oder l.Jan.35f.halbe Tage gesucht ev. kann dasselbe nachmittags das Nähen lernen. Schr.Angeb.unt. 05754 a.d.G.A. #x>8 Deutscher end OeOpeiwein Sekt. Oberhessen Die f. Mittwoch, den 5. d.M., an- beramnte Monals-Versammlung wird auf Mittwoch,IZCezember verschoben. Die Halbtages-Wan- derung a. Samstag,8.Dezember, fällt aus. 7125D DerSektionsleiter Kohlen Koks .,„D Briketts Eiform Happel&C0. Mühlstr.18,Ruf3925 Vereine Volks- i Hochschule Heute(Dienstag) Beginn: Grundbegriffe d. natio- nalsozialist.Welt- anschauung. 20 Uhr, Univ. Hör- saal 33, 1. St. l. [Stellenangebote Keine Ursprünge- Zeugnisse, wndern nur Zeugnis- ablchrifien dem Be werbungslchretben beilegen! — Lichtbilder unvBewerbungsunler- lagen müssen zur Bee meidung von Berlusten aus der Rückseite Namen und Anschrift des Bewerbers tragen I Mittwoch, den S.Dezember 1934,1 nachm. 2 Uhr, versteigere ich dahier, Neuenweg 28 „8um Löwen"1 zwangsweise gegen Barzahlung: 1. Bestimmt: 1 Schreibmaschine (Rvfa), 5 Bde. Wedekinds Werke, ISchmetterlingssamml., IPartie Herren- u. Knabenmützen, Hüte «.Selbstbinder, Pfeifen, Mutzen, Tabakdosen, Schwämme u.a.m. 2. An Jürt und Stelle (Bekannt- 5abe im obigen Lokal): Personen- und 1 Framo-Liefer- wagen, 1 Nähmaschine, Schreib- masch., Registrierkassen, 1 Flügel, 1 Pianino, Büfetts, 1 Kassenschr., 1 Gewehrschrank, Bücherschränke, Kleider- u. Wäscheschr., Schreibtische, Sofas, Chaiselong., Sessel, Tische, 1 Kommode, 1 Küchenbüfett, 1 Flurgarderobe, Spiegel, Uhren, Grammophone, Radioapparate, 1 Teppich, 1 gr. Partie Bücher, Stiefel und Schäfte, eil. Flaschen Wanzen-Fluid, Haarwasser, versch. Pakete Nährsalz, I taut,,,. Maare* Ort* 0# Dienstag,! Ter. 20,30 Ubr Mitglieder' Versammlung im ,Bürgerbot. M.-Ä Staatslotterie Letzter Erneuernofistefi zur IO. Klasse am 5. Dez. 1934 Zum sofortig. Eintritt Lehrmädchen oder Lehrling von hiesigem Schuhgeschäft gesucht. Selbst- yeschr. Bewerbung. u. 05757 a. d. G. A. erb. Fräulein Anna und Fräulein Gertrud lind stolz auf Ihre Heizung. „Ich spare" — sagt Fräulein Anna — „für ein Bad brauche ich nur 3 Briketts!" »Aber Anna" — sagt Fräulein Gertrud — »das ist doch nichts neues. Ich koche ja mit 3—4 Briketts das ganze Mittagessen für die Herrschaften. Ich habe aber auch nur .Sonne'I „Na, meinen Sie vielleicht" — sagt Fräulein Anna und lacht — „Ich nicht? Bei der Heizkraft! Ich habe sogar gehört, dafr „Sonne?* das meistgekaufte Brikett der Welt sei, gerade wegen seiner tieiakraftl^ «WM Gießen 7081D Mittw., 5. Te,.. 20 b. 960.22 UW 9. Mtttw.-Abon. und freier Len kauf in ber Mu"' kalten hdlLhallier (1.-, 1.50, 2.2a und 3- Rin. 2. Smnphonie' Konzert. des Konzertvef eins Gienen Leitung: vber musikmeistr.Ermk Krautze. So im. ErickiFlinschs.^' vier).Stadttl>e2 ter-Qrchesterulis Reichswehr' kavelle.^ Programm E spiel zu Meistersinger Nürnberg" ner,„Totenlnni für Klavier un Orchester, Lnl» „EineFaun-i.u vertüre",Wagn^ „Tasso, snmobo nische Dichtung Liizt. Frau Henriette Sickert Wwe., geb. Balser Gießen, Bochum und Offenbach, den 4. Dezember 1934. 05756 Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 5 Dezember, nachm. 2% Uhr, von der Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. Statt Karten! Am Sonntag entschlief nach langem, schwerem Leiden unsere Hebe Mutter, Großmutter und Tante im Alter von fast 76 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. ar. 283 Zweiter Blafl Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Dberheffen) Dienstag, 4. Dezember 1934 Otto Wortletzung. Nachdruck verbotenl Ding unmöglich. Warum sollte nicht einmal eine elegante junge Frau ihrem Manne von Jrnitatio- einen guten Einfluß auf sie ausüben zu können und sie wieder zu dem liebevollen, gütigen Geschöpf früherer Zeit machen zu können. Es gelang mir bisher nicht. Unsere Ehe wurde durch immer häufigere Szenen um nichtige Dinge mehr und mehr gestört. Auch heute früh gab es eine scharfe Auseinandersetzung wegen eines Planes von Eva, den Herbst in Schottland auf der Besitzung des Lords Brend- ford zu verbringen. Die Einladung Lord Brend- fords paßte mir aus mehreren Gründen nicht. Einmal habe ich, wie Sie ja wohl wissen, den großen Tropenkongreß für den November vorzubereiten, so daß eine längere Abwesenheit von London im Herbst für mich nicht in Betracht kommt. Zum andern habe ich überhaupt nicht viel Sympathien für Lord Brendford. Dieser Typ des englischen Adels ist mir im Gegensatz zu dem feinen und verantwortungsvollen Typ der wahren englischen Aristokratie sehr unangenehm. Als ich Eva sagte, daß wir der Einladung Lord Brendfords nicht folgen könnten, erklärte sie, dann würde sie eben die Aufforderung allein annehmen. Ich wollte den Konflikt nicht auf die Spitze treiben, indem ich ein striktes Verbot aussprach. Ich wollte erst die ganze Stimmung zwischen Eva und mir wieder friedlicher werden lassen, um dann noch einmal auf die Einladung Lord Brendfords zurückzukommen. Um Eva zu versöhnen, wollte ich ihr irgendeine Freude machen. So kam ich auf den Gedanken, ihr ein schönes Schmuckstück zu bestellen. Sie klagte immer darüber, daß sie noch nicht im Besitz von wirklich wertvollem Schmuck wäre und sich mit allerdings sehr guten französischen Imitationen behelfen müßte." „Aha", sagte Mac Lean, „da gingen Sie zu einem Juwelier und bestellten ein echtes Schmuckstück?" „Ich wollte es bestellen, und zwar einen Armreif. Ich nahm batu als Modell einen imitierten Armreif. Können Sie sich aber mein Entsetzen vorstellen, als mir der Juwelier nach einer kurzen Prüfung erklärte ..." „Daß der Armreif echt wäre? Das meinten Sie doch?" Friedrich Borglob sah Mac Lean fassungslos an: „Woher wissen Sie das?" Mac Lean lächelte: „Das ist nicht schwierig. Bisher ist mir zwar nur der umgekehrte Fall bekannt, daß nämlich leichtsinnige junge Frauen echte Schmuckstücke verkauften und sich Imitationen machen ließen, um den Ehemännern Sand in die Augen zu streuen und nicht zuzugeben, daß sie irgendwie Schulden hätten. Aber bei Gott und den Frauen ist kein „Aber warum um Gottes willen hätte Eva das tun sollen, frage ich Sie, Mac Lean? Sie hätte sich doch auch echten Schmuck kaufen können. Ich hätte doch nicht mit einem Wort dagegengeredet. Freilich", fuhr Borgloh fort und stutzte, „Eva hat ja bis zu ihrer Volljährigkeit nicht das alleinige Verfügungsrecht über ihr Vermögen. „Da sehen Sie also, daß es doch nicht so leicht für Ihre Frau gewesen wäre, sich kostbaren Schmuck zu kaufen. Und da Sie, lieber Borgloh, ein sehr bescheidener und bedachter Mann sind, mußte Ihre Frau vielleicht fürchten, daß Sie ihr ihre Wünsche nach Luxusschmuck nicht erfüllen würden. Was war einfacher, als auf diese Weise, wie Frau Eva es getan, den Ehemann dazu zu bringen, ihr echten Schmuck zu kaufen." „Das wäre also die Lösung des Rätsels", sagte Friedrich Borgloh nachdenklich. „Ra, da haben Sie es wieder einmal getroffen, Mac Lean. Natürlich, das ist ja eine ganz einleuchtende Erklärung. Eine kleine Unwahrhastigkeit. Aber die will ich Eva nicht einmal zu sehr anrechnen." Er sah förmlich erleichtert aus. Mac Lean legte die Hand auf den Arm Borglohs: „Lieber Borgloh, ich würde Sie ja bei Ihrem Glauben lassen. Aber ich darf es nicht. Die Erklärung, die ich Ihnen gab, hätte gelten mögen, hätte es sich in Ihrer Darstellung um nichts anderes gehandelt als eben nur um diese kleine Frauenlist. Aber da Sie mir erzählen, Frau Eva wäre auch sonst in allen Dingen jo verändert, kann ich mich bei dieser Lösung nicht beruhigen. Da muß noch etwas anderes dahinterstecken." „Aber was, Mac Lean? Sagen Sie es mir doch." Friedrich Borglohs Gesicht sah wieder verstört aus. Mac Lean lächelte etwas wehmütig. „Das ist nicht einfach zu sagen, lieber Borgloh. Ich bin schließlich kein Hexenmeister. Es heißt, dahinterkommen!" „Aber wie?" „Ja, darüber denke ich im Augenblick nach. Lassen Sie mir ein wenig Zeit!" Die beiden Männer schwiegen. Mac Lean hatte die Augen geschlossen. Er rauchte heftig wie immer, wenn er feine Gedanken auf irgendein Ziel konzentrierte. Friedrich Borgloh sah erregt auf das verschlossene Gesicht Mac Leans. Woran dachte Mac Lean? Was sah er vor sich, jetzt, da er mit geschlossenen Augen offenbar die Umwelt vergessen zu haben schien. Ein eiserner Zug von Entschl'osjen- heit lag um den bartlosen Mund des Detektivs, gab dem ganzen Kopf etwas Unerbittliches. Jetzt öffnete Mac Lean die Augen: „Sie werden unter irgendeinem Vorwand ver- reisen, Borgloh." „Verreisen? Ich? Warum?" (Fortsetzung folgt!) Die Verschollenen -er großen Städte. Line traurige Liste von Scotland ssard. - Oer verschwundene Abgeordnete. Vermißte Kinder. 22. Dezember in Friedberg unter Leitung von Turnlehrer S i n n w e l l (Bad-Nauheim) nochmals zu einer Schulung zusammengefaßt werden, bevor die Kreisriege für den Hanauer Kampf endgültig aufgestellt wird. Die Ergebnisse. 1. Sieger (Kreismeister) Alfred Eckhardt, Tv. Nidda, 141 Punkte; 2. Jakob Klöß, Tv. Vilbel, 130; gen geriet nun aus dem Konzept. Mit zwei weiteren Toren für die Gastgeber und einem vierten Tor der Gäste schloß der Kampf. 3. Hrch. Dechent, Tgm. Friedberg, Wilh. Billajch, T. u. Spv. Friedberg-Fauerbach, 129; 4. Richard Kraft, Tschft. Büdingen, 128; 5. Hrch. Eichenauer, Tv. „Jahn" Dauernheim, 124; 6. Wilh. Hafner, Tv. Massenheim, 122; 7. Hrch. Haas, T. u. Gesangv. Schotten, Phil. Klöß, Tv. Vilbel, 118; 8. Gottfried Eichler, Tv. Dorn-Assenheim, 111; 9. Ernst Rold, Tgm. Friedberg, 109; 10. Kurt Raschke, Tgm. Friedberg, Fritz Bitzer, Tv. Vilbel, 108; 11. Gg. Schaaf, Tgm. Friedberg, Rob. Günther, Tgm. Wölfersheim, 106; 12. Gg. Rahn, Tv. Groß-Eichen, Karl Rühl, Tv. Nidda, 105; 13. Wilh. Elmiger, Tv. Vilbel, 103; 14. Hrch. Kipper, T. u. Spv. Ober- Seemen, Erich Hofmann, Tv. Okarben, 102; 15. Hrch. Heydt, Tv. Okarben, Otto Michel, Tv. „Jahn" Dauernheim, 100; 16. Karl Römer, Tgm. Friedberg, 99; 17. Otto Peter, Tv. Groß-Eichen,'96; 18. Heinz Müller, T. u. Spv. Friedberg-Fauerbach, Knöß, Tv. Groß-Eichen, 93 Punkte. Winlerhilfsspiele im Handball des Lahn-Oillkreises! Tv. Lützellinden — Gießen komb. A 12:8 (4:3). Bei schlechtem Wetter und vor wenigen Zuschauern wurde ein überaus spannendes und jchönes Spiel geboten. Ausgezeichnete Leistungen sah man auf beiden Seiten. Der Sieg des Bezirksklassenvertreters ist vollauf verdient und wurde erzielt durch den größeren Kampfgeist und den besseren Sturm. Die Mannschaft hatte bis zur Pause bei verteiltem Das Spiel hatte den typischen Charakter eines Punkte- und Lokalkampfes und wurde mitunter hart durchgeführt. Im Spiel fand sich zunächst die Gästemannschaft besser zusammen als die Gastgeber und übernahm bald die Führung. Bei ab- wechselnden Torerfolgen stand der Kampf bis zum Wechsel 4:3 für die Gäste. Die zweite Hälfte brachte allmählich eine Wendung des Kampfes zugunsten der Platzbesitzer, die bald ausglichen und mit einem weiteren Tor die Führung an sich rissen. Grünin- gen aeriet nun aus v ren Toren für die Spiel mit einem Tor die Führung übernommen und konnte nach dem Wechsel bei leichter lieber- legenheit, besserer Schußkraft und Entschlossenheit vor dem Tor einen verhältnismäßig hohen Sieg erringen. Rach den gezeigten Leistungen ist mit der Platzmannschaft in den nächsten Spielen der Bezirksklasse wieder ernsthaft zu rechnen. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. Tv. Holzheim — Tv. Grüningen 7:4 (3:4). abgetrennt von dem Straßenlärm hier. Dann würde Friedrich Borgloh langsam Fassung gewinnen und Kraft zum Erzählen. Schweigend steuerte Mac Lean auf die kleine Weinstube in der Nähe von Enbankment los, die, wie er wußte, jetzt um diese Zeit vollständig leer war. Der Besitzer des kleinen Lokals stand vorn im ersten Zimmer und öffnete auf einen Blick Mac Leans sofort die Tür zu einem kleinen Raum, der nur drei Tische und ein paar behagliche Sessel aufwies. Er wußte, wenn Mac Lean ihn so ansah, wünschte er mit irgendeinem sorgenbeladenen Menschen ganz ungestört sprechen zu können. „Ich denke, wir nehmen einen guten Rotwein und eine Pastete", schlug Mac Lean vor, denn Friedrich Borgloh stand vollkommen entschlußlos und immer noch mit diesem gramvollen, verlorenen Blick da. „Der Rotwein ist etwas für vernünftige Männer und der beste Begleiter eines vernünftigen Gesprächs." Friedrich Borgloh nickte mechanisch und ließ sich müde in einen der dunklen Ledersessel fallen. Mac Lean mochte draußen seine Bestellung. Der Kellner erschien sehr schnell, die dampfende Fleischpastete und den Rotwein bringend. „So", sagte Mac Lean, nachdem die Tür sich wieder geschlossen, „nun fangen Sie einmal an, Borgloh! Denken Sie nur daran, daß ich Ihr Freund bin, und daß ich Jbnen helfen will." Friedrich Borgloh aß hastig ein paar Bissen. Man merkte, er wollte Zeit gewinnen. Dann trank er mit einem Schluck das Glas Rotwein leer. Und nun, als hätte er endlich Kraft gefunden, begann er: „Also hören Sie gut zu, Mac Lean! Lösen Sie mir, wenn Sie können, das Rätsel dessen, was ich Ihnen jetzt erzähle: Sie wissen, daß Professor van Koster in seinem Testament den Wunsch ausgesprochen hat, daß ich seine einzige Tochter Eva heiraten sollte. Diese Aufforderung kam einem geheimen Wunsche von mir entgegen. Ich habe Ihnen ia oft genug erzählt, wie sehr ich an der kleinen Gua hing. Daß sie mir beinahe Ersatz für meine arme kleine Schwester Margarete geworden. Als ich nun von Afrika zurückkehrte, fand ich Eva van Koster zu einem hinreißend lieblichen Menschenkind erblüht. Die Neigung zu ihr, die schon lange in mir geschlummert, erwachte bei dem Wiedersehen mächtig in mir. Da auch Eva mir eine warme Neigung entgegenzubringen schien, bedeutete es für mich das größte Glück, den Wunsch meines verehrten, väterlichen Freundes zu erfüllen und Eva zu heiraten. Vermißt — verschollen —: schreckliches Wort aus !iem größten aller Kriege, das unsagbar viel Leid .:ber zahlreiche Familien gebracht hat. Aber zu den verschollenen der Feldzüge sind in neueren Zeiten :nbere Verschollene getreten, bie man, als für nnmer vermißt, hat aus ber Liste ber Lebenben ^reichen müssen: bie Verschollenen ber gro - i e n Städte, die nur noch in mit nüchternen jjiffem versehenen Aktenstücken bei den Polizeibehörden ein paragraphiertes Schattendasein führen. .Oie größte Zahl dieser Verschollenen weist wohl ,e Weltstadt London auf — soeben nämlich |nt Scotland Yard, bie Kriminalpolizei von Lonbon, «ntlich zugegeben, baß alljährlich ungefähr hrei-fcigtaufenb Menschen innerhalb ber uglischen Hauptstabt verschwinben! Dreißig- t.usenb Existenzen, bie währenb eines einzigen dhres von ihren Angehörigen ber Polizei als r rmifjt gemelbet werben ... Nicht alle bleiben ver- forounben, aber immerhin rechnet man mit sage mb schreibe achthunbert Jnbivibuen pro Jahr, Iw nie roieber, roeber kbenb noch tot, zum Vor- focin kommen — für immer verschollen auf bem Schlachtfeld des Lebens, auf ewig verirrt im lichungel der großen Stadt! 'Alle Berufsstände sind unter diesen Vermißten nrtreten, Angehörige sowohl der niedrigsten wie dr höchsten sozialen Schichten: der Bettler, der 2-beiter genau so wie der Lord. Zur Zeit sind zum ?°ispiel nicht weniger als zwanzig G e i st - l ch e in England als vermißt gemeldet; niemand wrmag ihren Aufenthaltsort fe'stzustellen. Ferner fllhen auf der Liste der Vermißten von Scotland Yird rund taufend Frauen und Mädchen - und nicht zuletzt ein Mitglied des englischen Unterhauses. Dieser Fall bildet noch heute eine cpfc Londoner Sensation, obschon diejes Unter» hiusmitglicd bereits vor vierzehn Jahren ver- stnvand. Es handelt sich um den hochehrbaren Hrrn Victor G r a y s o n. Im Jahre 1920 befand e sich auf einer Wahlreise, hatte gerade in Liver- pol vor großen Menschenmassen gesprochen und bi'tieg den Zug nach London. Seine Anhänger brachten ihn bis zum Abteil, statteten ihn noch mit Lchisky und Lektüre für die Fahrt aus, verab- fiedeten sich mit kräftigem Händedruck, der Zug rttte an, der Schaffner kontrollierte noch die Fahr- Me des Abgeordneten — und von diesem Augen- kÄ an hat kein lebendes Auge den keineswegs bekannten, sondern im Mittelpunkt des politischen Löens stehenden Herrn Victor Grayson mehr ge- sesen. Er ist verschollen geblieben bis auf den gültigen Tag. $s steht nun keineswegs so, daß diese jährlichen «^hundert Vermißten unbedingt auf mysteriöse Sir ums Leben gekommen sein müssen. Viele der „vermißt" und „verschollen" gemeldeten Lon- to er werden später durch die Polizei wieder- entdeckt, unter anderem Namen und meist auch in-einem anderen Beruf lebend. Sie haben es eines 2cjes vorgezogen, einfach ihr gegenwärtiges Dasein w sich zu werfen und in ein anderes unter« zniuchen. Jede Vermißtenzentrale der Wltstäbte kennt diese Fälle — nicht zuletzt auch die 1" Berliner Polizei, ber es noch immer gelungen ift, bie meisten Fälle bes Verschollenseins «mzuklären — bie meisten, wenn auch nicht alle. Nch heute liegt bei ihr ein Aktenstück, bas mit bem <5! inum „ R. 313" gekennzeichnet ist und einen W' wenigen bis heut unaufgeklärten Fälle umgreift. birgt die erschütternde Angelegenheit „Elli N i n f e l d t", die vor nunmehr sieben Jahren hat das bergische Land, das ganze Rheinland sozusagen „durchgekämmt", Spuren schienen nach Holland zu verweisen, man suchte auch hier. Neben den offiziellen Polizeiorganen stellte ber unglückliche Vater geradezu eine kleine Armee von Privatdetektiven in den Dienst ber Suche nach seinem Kind — und das Ergebnis: nichts ... man hat niemals auch nur bie kleine gelbe Schülermütze, niemals auch nur ein Schulbuch des Verschollenen gefunden; fein Mensch auf Erden weiß bis heut, was mit ihm geschehen sein mag ... Aehnlich liegt noch ein Fall aus Berlin. Er jährt sich bald zum zwanzigsten Mal. In den ersten Wochen des Jahres 1915 ging ber Schlosserlehrling I. von Hause ifort, nach seiner Arbeitsstätte. Er traf hier ein, wurde von seinem Meister auf einen Be- sorgungsgang geschickt — unb von biesem ist er nie mehr wieder heimgekehrt. Es handelte sich dabei um einen völlig normalen, fröhlichen Siebzehnjährigen, ber keinerlei Konflikte mit sich herumtrug. Es hätte nun die Möglichkeit bestanden, baß ber junge Mensch irgendwie bei der Truppe als Kriegsfreiwilliger untergeschlüpft und bei irgendeiner Kampfhandlung gefallen sei. Man ist dieser Möglichkeit nachgegangen, und sie hat sich als Unmöglichkeit erwiesen. Jahre später würbe einmal den Eltern anonym mit« geteilt, ihr Sohn sei bei den Ruhrkämpfen unter falschem Namen dabeigewesen und gefallen. Auch diese Behauptung erwies sich als unwahr. So liegt noch heut das Schicksal des verschollenen Schlosserlehrlings vollkommen im Dunkelndes stellt einen der spärlichen Fälle dar, die in Deutschland bis jetzt nicht aufgeklärt wurden. Oie Gerätemeisterschasten des Turnkreises Weiterau-Vogelsberg. Eckhardt (Nidda) kreismeisler. In ber Turnhalle ber Turngerneinbe zu Bab- Nauheirn würben am Sonntag bie Gerätemeisterschaften des Turnkreises XI: Wetterau-Vogelsberg im Gau XII: Nordhessen ausgetragen, zu denen über 30 der besten Geräteturner des heimischen Turnkreises gemeldet hatten. Kreisoberturnwart Dr. S i e g e r t (Stockheim) hieß zu Beginn Gauober- turnroart R. Paul (Gießen) und den Kreisbeauftragten des Reichssportführers, Sturmbannführer Walther (Bad-Nauheim), herzlich willkommen und wies auf die Bedeutung des Wettkampfes hin. Es fei Ehrenpflicht der Turner aus Wetterau und Vogelsberg, bei dem Treffen in der Kreisgruppe in Hanau, die guten Ueberlieferungen des alten Hessengaues weiterzuführen und den Sieg zu erstreben. Turnkreisführer Thierolf (Friedberg) sprach die Erwartung aus, daß der Bad-Nauheimer Wettkampf ei,. Ansporn sein möge, bas schone Geräteturnen als eine urbeutsche Uebungsform noch mehr als bisher zu pflegen. Das Turnen an ben verfchiebensten Geräten — bie Turner hatten einen Sechskampf zu bestreiten — ging flott und reibungslos oonftatten und zeigte zum Teil auch recht gute Leistungen. Die Höchstpunktzahl 141 (von 160 erreichbaren) holte sich Alfred Eckhardt vom Tv. Nidda, der damit Kreis- ©erälemeifter wurde. Anschließend an bie (Sieger- oerfünbigung, bie in ein „Sieg-Heil!" auf ben Führer bes deutschen Volkes und auf ben Reichssportführer von Tschammer unb Osten ausklang, gab Kreisoberturnwart Dr. Siegert bekannt, baß bie 13 Besten bes Kampfes, zu benen noch bie Turner Richard Künstler (Friedberg), Gabrian (Vilbel) und Ernst Eß (Dornaffenheim) kommen, am 9. und eines Tages von zu Hause wegging und nie mehr zum Vorschein kam. Der Fall hat seinerzeit Jahre hindurch die Oeffentlichkeit heftig bewegt — und für die Vermißtenzentrale bes Berliner Polizei- präfibiums ruht er auch heute noch nicht. Hier kennt man keinen „hoffnungslosen" Fall unb bleibt an der Arbeit, solange die Möglichkeit zu einer Aufklärung überhaupt noch in Menschenermessen steht. Verschollen — dies Wort und seine grausigen Folgeerscheinungen kennt nun nicht etwa nur die Weltstadt, sondern fast jede moderne Großstadt. Ein besonders unheimlicher Fall datiert aus dem Jahre 1906 ereignete sich in Barmen, im bergischen Land. Eines Nachmittags nahm der zwölfjährige Sohn des begüterten Kaufmanns I. brav feine gelbe Schülermütze, klemmte sich seine Bücher unter den Arm und begab sich auf den Weg zur Schule, zum Realgymnasium, der ihn durch die belebteste Innenstadt führte und normalerweife nur eine knappe Viertelstunde dauerte. Aber der Tertianer erschien an diesem Tag nicht zum Nachmittagsunterricht — er erschien auch nach Schulschluß nicht wieder zu- hause — er wurde nie mehr gesehen. Und seltsamerweise hat sich nie ein Zeuge gefunden, ber den Jungen an jenem Nachmittag auf dem Schulweg beobachtet hat. Jahre hindurch gingen die Recherchen nach dem verschollenen Jungen weiter. Man Tv. Garbenteich-Hausen — Albach-Lich 7:16 (5:5). Die Kombination ber Gastgeber konnte nicht bie erwartete starke Mannschaft in ben Kampf stellen und hatte Ersatz in ihren Reihen. Wohl spielte bie Mannschaft in den ersten Minuten gut zusammen und vermochte sogar durch schnelle Angriffe 5:1 zu führen. Die Gäste griffen aber ihrerseits ungestüm an und verstanden es durch den restlosen Einsatz eines jeden Spielers, den Kampf bis zur Pause noch remis zu stellen. In ber zweite Hälfte verloren bie Einheimischen burch Verletzung einen ihrer Besten, bie Läuferreihe versagte unb eine hohe Niederlage war die Folge. Die Gäste hatten es unter diesen Umständen natürlich leicht, bei starker Ueberlegenheit in regelmäßigen Abständen Tor auf Tor zu erzielen. Bedauerlich war es, daß bas Spiel nicht ben Zuspruch fanb, den es dem Zweck entsprechend verdiente. Um so erfreulicher ist bie Tatjache, daß die wenigen Zuschauer doch noch einen ansehnlichen Betrag einbrachten. Fachamt für Handball, Kreis VIII. Schiedsrichter, Bereins-Spielwarle und Führer! Aus gegebener Veranlassung heraus haben wir uns veranlaßt gesehen, eine Vereinfachung in dem Verfahren betr. Ansetzung der Schiris eintreten zu lassen. Die Schiris werden in Zukunft nicht mehr direkt benachrichtigt, sondern durch die Presse gesammelt angesetzt. Es hat also jeder Schiri die Pflicht, seine Zeitung daraufhin durchusehen und auch die Vereinsspielwarte und Führer sind gehalten, die ihrem Verein angehörigen Schiris auf etwaige Ansetzungen hinzuweisen. Die Vereinsspielwarte sind verpflichtet, spätestens 4 Tage vor dem Spiel dem angesetzten Schiri Umkleidelokal, Lage des Platzes, Spielbeginn usw. bekanntzugeben und auch die gegnerische Mannschaft entsprechend zu benachrichtigen. Versäumnisse in dieser Beziehung haben Spielverlust zur Folge. Schiedsrichteransehungen für den 9. Dezember. Atzbach—Groß-Rechtenbach (O. Ohly, Holzheim); Hörnsheim—Krofdorf (E. Ploch, Gießen, Welcker- straße); Hochelheim—Spv. 05 Wetzlar (K. Hell- hund, Münchholzhausen); Krofdorf II — Münchholzhausen II (O. Bodenbender, Ruttershaujen); Holzheim I — VfB.-Reichsbahn (P. Schneider, Münchholzhausen); Holzheim II — W.-Niedergir- mes II (P. Schneider, Münchholzhausen); Alb ach'— Heuchelheim (H. Becker, Gießen, Wernerwall); Erda gegen Tv. Wetzlar II (Weller, Atzbach); Nauborn- Dutenhofen (Fr. Jacobi, Dornholzhausen); Garbenheim — Cleeberg (Brück, Dorlar); Staufenberg — Lollar (Wallenfels, Allendorf a. d. Lumda); Ruttershausen — Wißmar (W. Zörb, Großen-Linden); Mtv. Gießen II — Hausen (Luh, Allendorf a. d. Lahn); Hochelheim II — Grüningen (Hellhund, Willis im to. Vornan von Rainer Zewen. llcheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag, Halle (S.) Muten Tag, Mac Lean!" sagte Borgloh mühsam. |{’(ine Hand lag kalt in der Mac Leans. „Es geht .ui' in der Tat nicht gut unb ..." Mac Lean faßte Borgloh unter ben Arm: i ,Hnb wir werben jetzt in irgenbein stilles Wein- frifnurant gehen, unb Sie werden mir Ihren Oi-nmer erzählen, Borgloh. Es muß etwas Schlirn- r? fein, wenn es einen Menschen wie Sie ber- freien burcheinanberbringt." i ,Etwas Schlimmes ist es schon, Mac Lean. Aber kü schäme mich, es Ihnen zu gestehen. Wieberum ftaieint es mir wie ein Wink bes Schicksals, baß 0 gerabe Sie hier getroffen habe. Das hat boch igrnbeine tiefere Bebeutung." „Zunächst bie", lachte Mac Lean, in bem Bete, en, Borgloh ein wenig aufzuheitern, „baß ich lif meinem Gelb am Enbe war unb mir von nfirer lieben Bank of Englanb ein paar Pfunb hl lt habe. Unb zum zweiten hat es bie Bebeu- tfiV, baß Sie mir nun wirklich erzählen sollen. Hrgott, Borgloh, v,vr mir braucht man sich boch ' ch zu schämen. Sie wissen ganz genau, wieviel zwickte Sachen mir so vorgetragen werden. Unb Lei oft es mir gelungen ist, sie roieber in Orbnung , i ringen." tHebrid) Borgloh nickte. Iiatsächlich, sich vor Mac Lean, bem berühm- ' Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.N 101,75 -.101.9 94 94 103,13 103,2 96,5 96,5 96,25 93 96,25 93 96,65 97 103,2 63,46 80,61 33,85 25,25 1,1 6,8 6,5 6,5 12 63,72 80,93 I3J» Frankfurter Börse. Mllagsbörse freundlich. rankfurt a. M., 3. Dez. Die Börse lag zum 24 6,9 6,4 6,3 11,5 Der DFB. fjabe sich große Ziele gesetzt, die es mit allen Mitteln zu erreichen gelte. Das was bisher geleistet worden fei, berechtigte zu schönsten Hoffnungen. Das Programm, das nunmehr festgelegt worden sei, müsse sofort von den Kreisjugendführern in die Vereine hinausgetragen werden. Mit der Organifations- arbeil sei sofort zu beginnen. Mannschafts-, Jahrgangs-, Jung- und Oberjungführer müßten sobald wie möglich genannt werden. Im Gau Nordhessen sei hinsichtlich der Jugendarbeit noch sehr viel zu tun. Die Aufbauarbeit müsse sich in kameradschaftlicher und einheitlicher Weise vollziehen. Die Jugendarbeit werde immer an erster Stelle stehen. Der Geschäftsführer des Gaues XII, Hensel (Kassel) erinnerte im Auftrag des Gauführers an die große Bedeutung der Aufgaben, die uns hier bevorftün- den, an die große Mission, die zu erfüllen sei. Wenn man müde zu werden drohe, dann solle man sich nur dessen erinnern, was die alten Sportler im ersten Vorstoße gegen jene leisteten, die dem Sport keinen Raum gönnen wollten, heute sei uns diese Arbeit leicht gemacht, denn tatkräftigste Unterstützung sei durch den Staat gesichert. Der neue Staat habe alle Organisationen benutzt, um den Gedanken des Sportes zu propagieren, und zwar deshalb, um den Vereinen den Zustrom derer zu sichern, die erkannt haben, daß körperliche Hebung nottue. Das bedeute eine gewaltige Erhöhung der Stoßkraft der Vereine. Der Verein habe dafür aber auch ungeheuer wichtige Aufgaben in der sportlichen Ausbildung der Jugend zu erfüllen. Die Sportjugend müsse eine wohldisziplinierte Jugend sein, damit dereinst das deutsche Volk stark werde und die Zukunft zu tragen vermöge. Daran habe jeder Verein mitzuarbeiten. Der weitere Verlauf der Tagung, die sich bis in die Nachmittagsstunden erstreckte, brachte die Klärung rein technischer Fragen. anstatt 210, Deutsche Linoleum 63,50, Licht a Kraft 121,25, IG. Farben 135, Gessürel 107, Anis- mann 77,25, Mainkraft 80,25, Rheag 99,75, ftü* gerswerke 38,75, Schuckert 94, Zellstoff Waldhof 45 frankfurter Schlachtviehmarkt. H XIII 163,50, H XIV 165,50, alles Großhandelr-. preise ab Station. Bei Wasserverlcrdung über 10ÖÖ Norwegische Noten Deutsch Lesterretch, * 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten ........... Spanische Noten..... ..... 2,46 58,15 55,16 12,345 16,41 168,33 21,1$ 62,07 5, 62, 49 11, 63 80 s.« Rundfunkprogramm Mittwoch, 5. Dezember: z. Dezember Amtliche Not (Selb | 8 irtenstrah i Ofiitut de- iAachen ge! !hen do »issest. kindei t Reihe hort ur Die Sä er Sta n M MMn Ärbei trajcr auch l(3i vielen Mherrschu tut- außen Vinge befo Wen, was betreten bei t n Steppen. Wrifc, aus Wrrall wai wm golbgfö MM ’M i MnchiMLr tollen, Kote sach sehr 0 sah Q Winirusinen, Lldventsker jöen geierti' iltleine Rec t stand unte 1 rnan vertr r ihn die qi Der Aeuausbau der Jugendarbeit im DM Tagung der Kreisjugendwarte im Bezirk Gießen. 4% Oesterreichiiche Goldrente.... 4,20% Oesterretchische Stlberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y,% deSgl. von 1913.......... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollaniethe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% ehem.7% Dt. Reichsanl. v. 1929 by,% Boung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablüs.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. DeSgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ehem.8°/<> Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12.................. 6Y$% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadt Liqui......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten •% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6%% ehem. 4y,% Franks. Hyp.- Bank-Liqu^Pfandbriese....... 6U% ehem. 4y,% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpse 6% ehem. 3% Pr. Landespfand- vriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch. Verrechnungskurs.. Frankfurt a. M., 3. Dez. Auftrieb l 1250 am letzten Montag .....v, uuuuu Ochsen, 98 Bullen, 393 Ä und 398 Färsen. Kälber 649 (666), Schafe 62 (843 Schweine 4000 (3875). Notiert wurde pro ein Zentner Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 38 bi- 40, b) 33 bis 37, c) 28 bis 32, d) 23 bis 27. Luller ein Ae, I Richard hiJromo eine $ zusehen sein, dem seinerseits wieder der Oberjungführer vorgesetzt sei. Der Oberjunaführer solle ein absolut zuverlässiger junger Sportler sein, der mit einer gewissen repräsentativen Erscheinung auch wertvolles Menschentum verkörpere. Die Oberjungführer im Reiche sollten die Elite der Sportjugend sein. Dem Vereinsführer unterstehe die ganze Jugend im Verein. Nachdem der Vortragende noch kurz über die speziellen Aufgaben der verschiedenen Führer gesprochen hatte, beschloß er seine Worte mit dem Hinweis darauf, daß die ganze Arbeit nicht nur im Dienste der Sache des deutschen Sportes, sondern gleichzeitig im Dienste der Olympiaoorberei- tung stehe. a) 35 bis 36, b) 31 bis 34, c) 27 bis 30, d) 24 bi- 26. Kühe a) 31 bis 33, b) 24 bis 30, c) 18 bis 23 d) 11 bis 17. Färsen a) 38 bis 40, b) 33 bis 31 c) 28 bis 32, d) 24 bis 27. Kälber a) 45 bis 5Q b) 35 bis 44, c) 27 bis 34, d) 18 bis 26. ßätnmu und Härnmel b2) Weidemast 35, c) mittlere 30 bis 33. Schafe nicht notiert. Schweine al) 53, a2) B bis 53, b) 49 bis 53, c) 48 bis 53, d) 45 bis 51. gl) 47 bis 50, g2) 39 bis 46. Im Preisvergl zum letzten Montagsmarkt gaben Kühe 1 M Kälber 6 bis 8 Mark, Lämmer und Härnmel 1 2 Mark und mittlere und geringe Schweine 1 3 Mark nach, alles übrige blieb unverändert. M verlauf: Rinder ruhig, nahezu ausverkauft (Ile stand: 6 Ochsen, 1 Bulle, 1 Kuh, 2 Färsen). Kä schleppend, geräumt. Härnmel und Schafe r bei Schafen 4 Stück Ueberstand. Schweine r geringer Ueberstand (65). Großhandelspreise für Fleisch u für Fettwaren: Beschickung des Fleischar Marktes: 523 Viertel Rindfleisch, 109 ganze Kalb 26 ganze Hämmel, 191 Schweinehälften. Pr pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch b) bis 62, c) 52 bis 56. Bullenfleisch b) 54 bis 5t Kuhfleisch b) 42 bis 48, c) 28 bis 38. FärsenfleG b) 58 bis 62, c) 52 bis 56. Kalbfleisch c) 64 bis d) 56 bis 62. Hammelfleisch b) 70 bis 75. Schweiz fleisch b) 72 bis 75. Roher Speck aus hiesig« Schlachtung unter 7 Zentimeter 80 bis 83, Flaum 90. Marktverlauf: ruhig. Frankfurter Getreidebörse. F r a n k f-iu rt a. M., 3. Dez. Das Angebot btr Landwirtschaft hat trotz der höheren Festpreise feint Zunahme erfahren und war für die starke Nachfrvg! viel zu gering. Futtergerste und Hafer fehlten fas: vollkommen. In ölhaltigen Artikeln sind seitens bei Fabriken noch keine Zuteilungen erfolgt, daneben blieb das Angebot in Mühlennachfabrikaten für bu allenthalben starke Nachfrage völlig unzureichend Das Meh^eschäft war weiter schleppend. Don einer stärkeren Nachfrage für die bevorstehenden Festtage war nichts zu bemerken. Am Futtermittslmarkt fa* men Trockenschnitzel aus neuer Kampagne heute erst mals zur Notiz. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilo) in Mark: Weizen W IX 203,50, WAT// 207,50, W XVI 211,50, Roggen R IX 163,50, KM 167,50, R XV 171,50, alles Großhandelspreis w Mühlen des genannten Preisgebiets. Futtergeche G IX 165,50, G XI 168,50, G XII 170,50, Hast, 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: ’Dlorgw sprach — Choral. 7: Frühkonzert. 8.30: Gymnori 9.15: „Der Schauspieler". Eine Legende oon > Hannes Günther. 10: Nachrichten. 10.50: SchuM- Musik um Friedrich den Großen. 11.45: W* dienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst, M richten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendeten 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14“- Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Dreimal 15 Minuten aus dem Sendebezirk. 16: Nachmittag konzert. 18: Aus Zeit und Leben. 18.50: Bunte Stunde. 19.45 Das Leben spricht! 20: Nachrichten. 20.10: Unsere Saar — den Weg frei zur Verständigung. 20.40: Stunde der jungen Nation. 21-W- Unterhaltungskonzert. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Tanzmusik- " bis 2: Nachtmusik. Mal4 8! Ws kurz vor dem Abpfiff gelang es dem Halbrechten von Heuchelheim, einen unhaltbaren Ball einzusenden. Nach der Pause spielten die Gießener offener und bedrohten auch ab und zu bas Heuchelheimer Tor. Die einheimische Hintermannschaft war aber nicht zu überwinden. Die Platzbesitzer eröffneten zuerst den Torreigen. Danach gelangten die Gäste durch Handelfmeter zu einem Erfolg. In der Folge mußten sich die Gäste wieder mehr auf die Verteidigung beschränken, da Heuchelheim stark überlegen spielte. In kurzen Abständen fielen noch drei weitere Treffer für die Einheimischen. Schiri Volkmer (Wetzlar) war dem Spiel ein gerechter Leiter. Vor dem Kampf der 1. Mannschaft erzielte die hiesige 2. Mannschaft bei einem Gesellschaftsspiel ein 3:0-Ergebnis gegen die 1. Elf vorn Spv. Launsbach. Fußball in t>er BezirkSklaffe Marburg. Vottenhorn — Germania Marburg 4:1. Arn Sonntag spielte Germania Marburg gegen Bottenhorn. Das Spiel endete mit 4:1 für Botten- Horn. Es war vorauszusehen, daß die Gäste in Bottenhorn eine Niederlage hinnehmen mußten. Bottenhorn steht somit an zweiter Stelle in der Tabelle der Bezirksklasse Marburg. Im Zuge des Neuaufbaues der Jugendarbeit im Deutschen Fuhballbund konnte, nachdem zwischen dem Reichssportführer und der Reichsjugendführung klare Bahnen geschaffen wurden, die Aufbauarbeit des DFB. in den Gauen, Bezirken und Kreisen beginnen. Zu diesem Zwecke fand am Samstag und am Sonntag in Gießen im Hotel „Bayerischer Hof" unter der Leitung des Gaujugendführers Von- dran (Gießen) in Anwesenheit des stellvertretenden Gaujugendführers Geßner (Kassel) und des Geschäftsführers im Gau XII, Hensel (Kassel) eine Tagung der Kreisjugendführer im Bezirk Gießen (der die Kreise Gießen, Friedberg, Hanau, Limburg, Dill, Ober- und Unterwesterwald, sowie den Kreis Rhein erfaßt) statt. Die Tagung nahm einen sehr anregenden Verlauf und wies klare Wege für den Aufbau der Jugendarbeit in den fußballsporttreibenden Vereinen. Der Gaujugendführer vondran leitete die Tagung mit einem großangelegten grundsätzlichen Vortrag ein, in dem er zunächst die zwischen dem Reichssportführer und der Reichsjugendführung festgelegten Richtlinien zur Kenntnis gab. Er umriß ferner das Wesen des Sportes, seinen Sinn, und stellte dabei die Pflichten eines jeden Volksgenossen dem Vatrlande und dem Staate gegenüber heraus. Er widmete sich ferner der Frgge der Erhaltung, der Sicherung und der Mehrung des Nachwuchses in den Vereinen, gab praktische Vorschläge für die Werbung der Jugendlichen und referierte außerdem über die Förderung des Verständnisses für den Sport im Eltern Hausund in derSchule. Die Dietarbeit in den Vereinen, die Veranstaltung von Werbe-, Eltern- »jnb Kameradschaftsabenden wurde ebenfalls gewürdigt. Der Sonntagvormittag war insbesondere der Erörterung grundsätzlicher Fragen der Organisation in der DFB.-Jugend gewidmet. Nach einer großen Ueberschau über den Äufbau des Jugendwerkes im DFB. — Gaujugendführer Vondran sprach — beschäftigte sich der ffcüverfrefenbe Gaujugendführer Geßner (Kassel) mit dem Aufbau inben Gauen, Bezirken und Kreisen. Seinen Ausführungen, die für die Vereine von allgemeiner Bedeutung sind, fei folgendes entnommen: Bisher feien allzuhäufig unbrauchbare Vereins-1 jugendführer im Amte gewesen. Entscheidend für die Jugendführung in der Zukunft seien Autorität, Disziplin und Kameradschaft. Die kleinste Einheit im Sport sei die Mannschaft, ihr Führer, der Mannschaftsführer. Ihm übergeordnet seien Jahrgangsführer, Jungführer, Oberjungführer, Dereins- jugendführer. In den Monaten Januar, Februar und März würden Schulungslehrgänge für diese verschiedenen Führer ftattfinben. Fußball-Lehrer Leinberger werde voraussichtlich im März 1935 im Bezirk Gießen die technische und taktische Ausbildung übernehmen. Die übrige Ausbildung der Jugend werde den Schulungsleitern überlassen bleiben. Der Dereinsjugendführer werde in Zukunft tatkräftige Unterstützung von feiten des DFB. finden. Der Vereinsjugendführer müsse sich aber auch seinerseits mit allen Kräften einsetzen. In weiteren Ausführungen umriß Herr Geßner die Zuständigkeiten der einzelnen Führer im Sport. Der Mannschaftsführer (bisher Spielführer) habe über die Mannschaft Befehlsgewalt. Ueber den Mannschaften stehe der Jahrgangsführer. Der älteste Jahrgangsführer werde als Jungführer an- Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe der zulegt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 0. H., Lombardzinsfuß 5 0. H. Münchholzhausen): Burggemünden — Alsfeld (C. Seyb, Gießen, Ludwigstrahe); Atzbach — Münchholzhausen Jugend (Ohly, Holzheim). Fußballergebnisse in den Kreisklassen. Tgde. Wetzlar — Aßlar 4:4; Büblingshausen — Burgsolms 0:2; Albshausen — Ulm 5:1; Stock- » — Leun 1:2; Wieseck — Lollar 6:5; Großen- — Krofdorf 2:2; Heuchelheim — 1900 II 5:1; VfB. II — Grünberg 1:1; Leihgestern — Lich 1:1; Ehringshausen — Wetzlar III 1:2; Oberndorf — Berghausen 1:1; Fellingshausen — Frankenbach 5:2; Erda — Rodheim 0:2; Kinzenbach — Hohensolms (H. nicht angetreten); Wieseck II — Lollar II 0:0 (Gesellschaftsspiel); Steinbach — Allendorf 1:1; Londorf — Wißmar 0:1; Grünberg II — Alten- Buseck 1:5. Sportverein 1920 Heuchelheim Spv. 1920 Heuchelheim I — 1900 Gießen II 5:1 (1:0). Beide Mannschaften zeigten ein wechselvolles, flüssiges Spiel, bei dem die bessere Mannschaft Sieger blieb. In der ersten Halbzeit verteidigten die Gäste mit viel Glück und sehr zahlreich. Fast Wen es, als sollte diese Hälfte torlos verstreichen. Jeooch schäft Hessen-Nassau fallen. Sojaschrot mit Mono^/' Zuschlag (m. M.) 13, Palmkuchen m. M. 13,30, to* nußkuchen m. M. 14,50 alles Fabrikpreise ab M Fabrikstation. Treber —, Trockenschnitzel 9,30 bis 9,70, Heu südd. 11, Weizen- und Roggenstroh, drahi- gepreßt oder gebündelt, 4,50 bis 4,70. Kartoffeln: gelbsleischige, hiesiger Gegen-,, unverändert 2,80 bis 2,90 per 50 Kilo bei Waggon- bezug. Tendenz: ruhig. Tonnen 3 Mark mehr. Sommergerste für Brauzwecktt - alben mit 200. Weizenmehl W XII und W XVI 27,15 plus 0,500 4 wäre fei Mark Fvachbausgleich, Roggenmehl R XIII 23,60,, R XV 24 plus 0,50 Mk. Fvachtausgleich, Weizennach- mehl 16,50, Weizenfuttermehl 12,75. Weizenkleit! W XIII 10,58, W XVI 10,79, Roggenkleie R XIII 9,81, R XV 10,05 alles Mühlenfeftpreise ab Mühlen- ftation, soweit sie in ben Bereich der Landesbauern- Wochenanfang wohl weiter freundlich, das Geschäft war aber im Vergleich zu dem vom Samstag recht gering. Seitens der Bankkundfchaft lagen nur in kleinem Umfange Aufträge vor, was bei der Kulisse, die sich am Wochenschluß im Hinblick auf die allgemein gebesserte Lage stärker engagiert hatte, eine gewisse Enttäuschung auslöste und die daher verschiedentlich zu kleinen Realisationen schritt. Es ergaben sich zumeist noch durchschnittliche Kursbefestigungen von 0,25 bis 0,50 v. H. Weiteres Kaufinteresse bestand in der Hauptsache für Montanpapiere. Buderus gewannen 0,90 o. H., Mannesmann 0,65 v. H., Klöckner 0,40 v. H., Rheinftahl und Stahlverein je 0,25 v. H., Gelsenkirchen blieben mit 59,65 unverändert, während Harpener 1 v. H. und Phönix 0,25 v. H. nachließen. Elektro- bzw. Tarifwerte wurden von der erneuten Stromabsatz- fteigerung im Oktober kaum beeinflußt und die Kurse waren meist unverändert. Auch chemische Papiere hatten nur sehr kleinen Umsatz zu verzeichnen, wobei Farbenindustrie mit 136,50 (136,75) nur knapp behauptet lagen , Scheideanstatt notierten unverändert 210 u. H. Recht fest lagen AG. für Verkehrswesen mit plus 2 v. H., auch Reichsbankanteile konnten sich um 1 v. H. erhöhen, ferner waren Moenus Maschinen und Zellstoff Waldhof um je 0,65 v. H. gebessert. Anderseits blieben Westdeutsche Kaufhof, Zellstoff Aschaffenburg und Hapag sowie Nordd. Lloyd nur knapp gehalten. Kunstseide AKU. eröffneten mit 56 v. H. unverändert. Am Rentenmarkt war die Umfatztätigkeit ebenfalls klein. Etwas fester waren wieder Zinsver- gütungsfcheine mit plus 10 Pf., während im übrigen die Kurse gegen den Wochenschluß keine Veränderungen aufroiefen. Die Altbesitzanleihe kam ex. Ziehung mit 103,25 v. H. wieder zur Notiz. Don fremden Werten waren Mexikaner etwas beachtet und hoher. Auch in der zweiten Börsenstunde erfuhr das Geschäft keine Ausdehnung, da keine nennenswerten Aufträge Vorlagen. Infolge der Geschäftsstille bröckelten einige Papiere etwas ab, so Farbenindustrie auf 136, ferner einige Montanwerte und Reichsbankanteile von 0,25 bis 0,50 v. H. Später zur Notiz gekommene Papiere wiesen im Vergleich zum Samstag keine nennenswerten Abweichungen auf. Die Grundstimmung der Börse blieb aber auch späterhin zuversichtlich und freundlich. Am Rentenmarkt gingen Altbesitz unter kleinen Schwankungen auf 103 zurück, während Zinsver- gütungsscheine nochmals 10 Pf. fester lagen und sonst keine Veränderungen eintraten. Am Pfandbriefmarkt zeigte sich etwas Nachfrage, was in den Kursen aber kaum zum Ausdruck kam. Liquidationspfandbriefe notierten meist etwas fester. Stadtanleihen lagen uneinheit bei kleinen Abweichungen. Staatsrenten waren still. Don Auslandrenten notierten Anatolier 0,65 v. H. höher, 4proz. Rumänen 0,25 v. H niedriger. Schweiz. Bundesbahnen waren weiter etwas höher gefragt. Im Freiverkehr waren Neue Ballgesellschaft Wayß & Freytag AG. auf den großen Auslandsauftrag um 3 v. H. auf 79 erhöht, auch Ufa-Aktien durch die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 2 v. H. etwas angeregt und auf 48 (46,75) befestigt. Tagesgeld war zu 4 v. H. (4,25) etwas leichter. Abendbörfe: gut behauptet. Die Abendbörfe lag nach den Abschwächungen im Mittagsschlußverkehr wohl sehr ruyig, aber doch etwas freundlicher. Die Einigung des Dreier-Aus- schuffes über die Saarfrage in Rom machte hierbei einen guten Eindruck und hat die Zuversicht für die internationale politische Lage weiter etwas gehoben. Angesichts des nur kleinen Auftragseinganges aus der Kundschaft konnte sich jedoch kein nennenswertes Geschäft entwickeln. Die Kulisse war eher zu kleinen Rückdeckungen geneigt, so daß gegen die niedrigen Berliner Schlußnotierungen leichte Besserungen zu verzeichnen waren, so u. a. bei Farbenindu- strie, Betula, Reichsbank und einigen Montanpapieren. Zumeist blieben die Kurse gut behauptet. Etwas niedriger notierten Harpener und Holzmann. Am Kassamarkt blieben Großbankaktien unverändert, von Versicherungswerten gingen Mannheimer Versicherung um zwei Punkte auf 37 zurück. Der Rentenmarkt lag fast gefchäftslos. Etwas Interesse erhielt sich für Zinsvergütungsscheine zum letzten Mittagskurs. Von Auslandswerten gingen 4 v. H. Schweizer Bundesbahn auf 166 (169), 3,50 v. H. do. auf 156,50 (157) und Kunstseide AKU. auf 54,50 (55) zurück. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 103, 6 v. H. Stahlverein 87,25, 6 v. H. Daimler-Benz 93, 6 v. H. Stadt Mainz von 1928 86, 5,50 v. H. Rheinische Hyp. Bank Liquidation 94, 5 v. H. innere Mexikaner 5,05, Commerzbank 69,25, OO-Bank 71,50, Dresdner Bank 73,75, Reichsbank 149,50, Gelsenkirchen 59,25, Harpener 104, Mannesmann 73,75, Phönix 47, Rheinftahl 89, Stahlverein 40,25, AKU. 54,50, Bekula 140,25, Conti Gummi 133, Scheide- ÄucnoS Mtreä Brüssel..... Otto de Jan. . Sofia...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... HelsingforS.. Paris ...... Holland .... Italien Japan ...... Jugoslawien Oslo : Wien....... Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spante».... Prag....... Budapest ... Neuyoü ... i in Llick in N )oeiüs-Ka1 Geld 2,44 57,91 54,94 12,305 16,35 167,65 21,08 61,83 Lerlin^. Dezember' Amerikanische Noten...... Belgische Noten.......... Dänische Noten .... Englische Noten 3,0! 81! Fraiwun u. JJI. äcni.i Gchluß- turü Schlußk. Bbmd» börse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börse Datum 1-12. 3.12. 1-12. 1 3-12. .vrantiur ü. Di. Berlin Frankfurt o.M. Serkin Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schlußkurs Schlußk. Mittagbörse Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börse Datum 1.12. 3-12. 1.12- 3.12. Datum 1-12. 3-12. 1.12. 3-12- 4% besgl. Sene 11 .......... 8 4,2 8 4,25 Mansfelder Bergbau......... Kokswerke.................. 79,5 79,25 79,5 94,75 79 93,75 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4,3 4,2 0 4y,%Rumän.vereinh.Rentev.i9i3 6,8 6,75 6,8 6-75 Phönix Bergbau............. 0 47,75 47 47,5 46,75 4% Rumänische vereinh. Rente .. 4 3,75 3,95 3,8 Rheinische Braunkohlen .... 10 215 215 214,5 213,5 2 %% Anatolier ............... 32,13 31,9 32,4 Rheinstahl.................. Vereinigte Stahlwerke........ 89,5 40,5 89 40,25 89,4 40,5 89 39,9 0 Hamburg-Amertka-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. O Hansa-Dampsschtff......... o 27,75 27,75 24,5 27,5 23 Otavi Minen ............... (1 11,5 109 12 109,4 11 75 11 75 28 Kaliwerke Aschersleben........ Kaliwerke Westeregeln........ 5 6 108,5 108,5 108,5 109,5 Norddeutscher Lloyd .........o 31 30,5 30,75 30,5 »ranwerre lsatzdetsurty.....?y2 — 150 151 152 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Ö 77 78,25 77,75 78,4 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 92,75 94 93,25 93,5 I. G- Farben-Jndustrie....... 7 136,75 135 136,5 134,5 Commerz, und Prtvat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft............... o 68,75 69,25 68,75 69,25 Scheideanstalt.............. C) 210 90,25 38,5 83,25 210 90,4 38,75 Goldschmidt ................ 91,75 98 90,25 96,75 82 70,75 72,75 148,75 71,5 73,75 149,5 70,5 72.75 149,5 71.5 73,75 149 Rütgerswerke ............... Dresdner Bant..............o Metallgesellschaft............. Reichsbank .................. Philipp Holzmann........... 0 78 110 77,25 109 75,75 77,75 A.E.G....................... 27,75 140,25 27,75 140,25 27,75 139,75 27,4 139,5 Zementwerk Heidelberg ...... Cementwerk Karlstadt......... O Bekula................... 0 Elektr.Lieferungsgesellschaft... 6 O - — — — 98 98-5 98 98 Licht und Kraft .............g 120,5 121,25 120,5 121 Schultheis Patzenhoser ....... 0 — —- 102,5 102 Felten & Guilleaume.........0 74 75,25 74,75 75 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 56 54,5 56,13 55 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 108 107 107,5 107,25 Bemberg................... 0 131 131,25 131 Rheinische Elektrizität ........5 99,5 99,75 99 99,9 Zellstoff Waldhof ............ 0 46 46 45,75 45,75 Schuckert L Co......... 5 94 94 143,25 94,5 142,75 94 141,75 Zellstoff Aschaffenburg ....... Dessauer Gas ............... 65,13 64,9 64,75 117,4 65.25 116,5 Siemens L Halske............ 7 143 7 Lahmeyer L Eo........... 10 111 — 112 113 Daimler Motoren............ 0 48,5 48,25 48,65 47,9 Buderus ....... O 84,13 104 59,65 105,5 85 84 84,25 Deutsche Linoleum........... Orenstein L Koppel.......... 0 0 63 63,5 63,5 88,75 63,5 88 Deutsche ErdSI ............ 4 104 59,25 104 105,5 59,9 105,25 103 59,25 104,9 Leonhard Tietz......... ... Cbade..................... 0 10 32,25 201 163 133,25 31,75 201 133 31,9 202 164 133 31,4 203 160 133 Harpener...................0 Lttumulatoren-FabrK........ 0 0 Hoesch Eisen—Köln-Neuesse» .. O — 75,5 75,65 Ilse Bergbau ...............6 —- — — 151 Ilse Bergbau Genüsse........ 6 Klöcknerwerke........ 0 117,5 73,5 73,75 117,25 73,65 108,5 73 Griyner.................... 0 27,25 80,5 178,5 27,25 80,25 178,5 £ H 74 Matakraftwerke Höchst o.M^.. Süddeutsch« Zucker.«•.«•••< 4 Mannesmann-Röhre« O 13,75 74,25 73 8 780,5 180 1 .Dezember Amtliche Notierung Geld | Srie' 0,628 0,632 0,628 58,17 58,29 58,17 0,204 0,206 0,204 3,047 3,053 3,047 55,23 55,35 55,09 81,07 81,23 81,07 12,37 12,40 12,34 5,465 5,475 5,45 16,39 16,43 16,39 168,08 168,42 168,07 21,30 21,34 21,30 0,723 0,725 0,720 5,694 5,706 5,694 62,15 62,27 61,99 48,95 49,05 48,95 11,25 11,27 11,215 63,79 63,91 63,63 80,71 80,87 80,79 33,99 34,05 33,99 10,38 10,40 10,38 2,488 2,492 2,488 Banknoten. 96,25 96.25 96,25 97-25 — 103 — — 96,25 96.5 93 93 93,5 93.25 — — 101,25 101.25 93 93 93 93 93,65 93-75 93,65 94 — — _ 103,13 103.2 24 35 1.1 1,05 6,8 6,5 6,45 6,65 6,4 11,4 11,5 — — 8 8 'M I H J K v EMM <1 X M x ". Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) r285 Drittes Blatt Dienstag. 4. Dezember l9Z4 waren len und Ziehbrunnen, Wagen und Pferde, säuberlich in seinen Räumen des Hauses an der itestraße einen Teil der Arbeit, die in diesem lpagne hW oben: Back- ■ Freudigkeit und Bejahung wird jeden immer wieder unwiderstehlich hinreißen. festli Hör« Wie das Telephon bekannt wurde. Das erste praktisch verwendbare Telephon, dessen Ausbau auf den Amerikaner Graham Bell zurückgeht, wurde im Jahre 1876 auf der Ausstellung in Philadelphia gezeigt. Dabei ereignete sich ein eigentümlicher Vorfall, ohne den die neue Erfindung wohl kaum so schnell die Bedeutung erlangt hätte, die sie tatsächlich innerhalb kürzester Zeit erreicht Anschließend kann man über diesen Film nur sagen, daß er die beiden Hauptbedingungen eines solchen großen Kulturwerkes voll und ganz erfüllt. Er ist mit wahrhaft innerer Vornehmheit gedreht, und die Darsteller setzen sich auch aus innerster Ueberzeugung für ihre Rollen ein. Dadurch entsteht jener Zauber eines unbedingten Zusammenhangs zwischen Menschen und Landschaft, der diesem Film rkiqIlinsch (Klavier) wirkt als Solist im zwMii Lvymphoniekvnzert des Konzertoereins mit. Letzte Vorbereitungen. — Einige Tannenzweige erhöhen den freundlichen Eindruck der leckeren Knusperhäuschen. Dieser Film ist bester Spielfilm, denn er ermöglicht allen Darstellern den vollsten Einsatz und die beste Entfaltung ihrer Kräfte. Es ist besonders zu begrüßen, daß die Hauptdarsteller Ilse S t r a b o w a als tapfere und zugleich liebliche Farmersfrau, Sepp R i st als deutscher Farmer Hellhoff, Peter Voß als englischer Farmer und Offizier und Rudolf K l i x als Farmerjunge nicht allein ihre Rollen spielen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes erleben. Das Fröbelfeminar ließ es diesmal nicht bei der Ausstellung bewenden, sondern verband damit noch Anregungen zu eigenem Schaffen, die in breiteren Kreis hinauswirken sollten. Kindern war in eigens dafür vorbereiteten Räumen Gelegenheit gegeben, nach Vorlagen einfache Dinge zu basteln, die sie im Laufe zweier Nachmittagsstunden Herstellen konnten. Sehr stark war das Märchentheater besucht, in dem im Schattenspiel das Märchen vom Schneewittchen sehr fein zur Aufführung gebracht wurde. Die Mädchen hatten sich die Gestalten des Märchens aus starker Pappe selbst hergestellt. Das gesprochene Wort unterstützte die Darstellung, die den Kindern sehr gut gefiel und sicherlich auch den Erwachsenen Freude bereitete. Die Ausstellung und die damit verbundenen Veranstaltungen bewiesen, daß im Fröbel- seminar im besten Sinne deutsche Arbeit geleistet wird. scheinen dieses Kolomalfilms, denn er ist staats- wichtig, weil er den Weitblick des deutschen Menschen formen will und die Verbindung zwischen dem Deutschtum und den in der Ferne lebenden Deutschen lebendig in den Tag stellt ... Der Film ist ganz ausgezeichnet und zeigt nicht allein einen Ausschnitt aus der riesengroßen Arbeit, die unsere Kolonialdeutschen in Ostafrika geleistet haben, sondern auch die unvergleichlich schöne Landschaft. Darüber hinaus bewegt sich der Film auch auf einem überaus hohen künstlerischen Niveau. Die Menschen und die Handlung sind so fein geformt und dabei doch in ihren Charakteren so stark ausgeprägt, daß jeder Besucher seine Freude an diesem Werk haben wird." Wagner und Liszt. Ium zweiten Gymphonietonzeri des Konzertvereins. Vom Vorstand des Gießener Konzertver- iins werden uns die folgenden Zeilen zur Verfügung gestellt: Wagners Vorspiel zu seinem Musik- ,.,2 i e Meistersinger'^ kann sehr wohl • Art sinfonische Dichtung gelten und wird ^Schöu ist jeder Tag, den du mir schenkst, Marie Luises Dieser Film, nach einer Novelle von Schaeffers und S ch w e n n von der Aafa gedreht, gehört zu der langen Reihe jener Schlagersilme, die um ein musikalisches Leitmotiv herum komponiert sind. Hier ist es die von Will M e i s e l zart und melodiös instrumentierte Serenade „Schön ist jeder Tag, den du mir schenkst, Marie Luise". Diese Marie Luise hat aber weder mit dem Hause Habsburg noch mit dem Kaiser Napoleon etwas zu schaffen, sondern ist ganz einfach eine moderne Stenotypistin in einer Motorradfabrik. Der Film, der den Ausstieg eines kleinen und namenlosen Arbeiters aus dieser Fabrik zu einem weltberühmten Sänger schildert, zeigt in seinem Handlungsaufbau die für seine Gattung schon typisch gewordene Mischung von volksstückmäßigem Realismus und operettenhafter Unwahrscheinlichkeit. Es wird übrigens beinahe furchtbar traurig, aber nur beinah, und zuletzt umspielen, wie nicht anders zu erwarten war, die Klänge der Serenade ein zärtliches happy end. Unter der Regie von Willy Reiber spielen Charles K u l l m a n n, der mit tenoralem Schwung seine Lieder an die Sonne und an die blonde Geliebte schmettert, und Reva H o l - i e y als Marie Luise, zart, sehr jung, ein wenig heiter und ein wenig traurig, die Hauptrollen. Am kommenden Donnerstagabend findet für Gießen die Erstaufführung des ersten großen deutschen Kolonial-Tonfilms „Die Reiter von D e u t s ch - O st a f r i k a" statt. Dieser Terra-Film, der unter der Schirmherrschaft des Reichskolonialbundes in unserer geraubten Kolonie, dem herrlichen Tropenlande Deutsch-Ostafrika, gedreht wurde, setzt dem Heldenkampfe und todesmutigen, entbehrungsreichen Ringen unserer Schutztruppe ein grandioses Denkmal. Er handelt von dem Schicksal deutscher Männer und Frauen, von Seelenkämpfen und heroischen Abenteuern, von weißer und schwarzer Treue im Kampfe um die geliebte Heimaterde. Hochsckmlnachrichten. Professor Dr. Hermann August K o r f f, Drbini* rius der neueren deutschen Sprache und Literatur an der Universität Leipzig, der früher in G i e« ß e n und Frankfurt wirkte, ist als Gastprofessor an die Harvard-Universität in Cambridge (USA.) eingeladen worden. Der nichtbeamtete außerordentliche Professor an der Universität Marburg, Dr. med. Martin Schubert, ist zum ordentlichen Professor für Dermatologie und zum Direktor der Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten der Universität Frankfurt ernannt worden. Professor Schubert war seither schon mit der Leitung der genannten Klinik vertretungsweise beauftragt. Professor Dr. Rabe, Extraordinarius an der Universität München, hat einen Ruf auf den zur Zeit unbesetzten ordentlichen Lehrstuhl für Astronomie an der Universität München erhalten. Professor Dr. Helmut D e n n i g, Leiter der II. inneren Abteilung des Rudolf-Virchow-Kranken- Hauses in Berlin, ist als Nachfolger des nach Münster berufenen Professors Viktor Schilling zum Direktor der inneren Abteilung und der IV. Me- dizinischen Universitätsklinik des Krankenhauses Moabit ernannt worden. Rick in die Ausstellung des Fröbel-Seminars. — Links oben: Eine schöne Krippe. — Rechts »eüts-Kalender, Transparente, Kerzenhalter. — Links unten: Lustige Kerle aus Feigen und pflaumen. — Rechts unten: Ein afrikanisches Idyll in Miniatur. barunr uuch im Konzertsaal immer wieder gerne gehüMwerden. Der Farbenreichtum dieses Werkes, sein ^chtvoller Ausbau, die rhythmische Diel- seitigM vor allem aber diese besondere Art von Welch hoher Wert und welch hohes künstlerisches Niveau diesem Film beizumessen sind, zeigen u. a. folgende Ausführungen des Reichsleiters des Kolo- nialvolitischen Amtes der NSDAP., D i 11 r i ch (München): „Das Kolonialpolitische Amt der NSDAP, in München begrüßt deshalb das Er- Dor 20 Jahren — 1914: Die Furie des Weltkrieges greift mit gieriger Faust hinüber über den Ozean nach den blühenden deutschen Tochterländern. Statt des Pfluges muß der Deutsche das Schwert führen zum erbitterten Kampfe um die zweite Heimat. Dem friedlichen Vorwärtsstreben gebietet der Krieg ein grimmiges Halt! In den Rahmen des gewaltigen deutschen Kolonialgeschehens eingeschlossen ist des einzelnen Schicksal, das sich ihm auf deutschem Boden Afrikas erfüllt. Von Tausenden eines: Die Reiter von Deutsch-Ostafrika. Dieser Film erzählt das Leben eines deutschen Pflanzers, der in der Hochzeitsnacht durch den Kriegsausbruch von der Seite feiner geliebten Frau gerissen wird, sich mit einer Handvoll deutscher Reiter und Askaris tapfer mit dem übermächtigen Feinde schlägt und — dem Verdursten nahe — durch den hingebenden Opfermut seiner Frau gerettet wird ... Das Schicksal der ganzen Kolonie, der zweiten Heimat, ist hier im Schicksal des einzelnen verkörpert. ter reichlicher Verwendung von Papiermache ein ganzes Dorf und eine Burg entstanden. Müh- Die Reiter von Deutsch-Ostafrika. Ein Heldenlied von schwarzer und weißer Treue -Ein Denkmal den Männern und Krauen von Oeutsch-Ostafrika. Von E. Tehner, pressewart der Vereinigung für Koloniale Wiedergewinnung. Durst Szene aus dem Terra-FUm «Die Reiter von Deutfch-Ostafrika' WM Sä! 568) sl'Sl wd 97 v b|s 27 ?' I LiK io ,. ) 45 h;.. 1 t bis 26 (K 'eine . "^rändert i N l ii k § ! a j [ X 6,5 gleitj gan«M ÄMH t lf'e,IV) 54 k ÄH wd öped QUS k *80 bis 83, M eidebörse. Liszts „Totentanz" für Klavier und Orchester ist ein Variationenwerk über die gregorianische Melodie des „Dies irae“ aus der Totenmesse und ist eines der packendsten Klavierwerke mit Orchester. Stärker als die beiden Klavierkonzerte zeigt es die besten Seiten des Meisters: leidenschaftliche Phantastik, dazu noch in knappster und daher eindringlichster Form. Smetanas „Moldau" mußte für diesmal von der Vortragsfolge abgesetzt werden. Damit ist nichts gegen Smetana gesagt oder getan, sondern nur gegen seine heutigen Nachfahren, die sich in so empörender Weise an Symbolen deutscher Kultur vergriffen haben. Im zweiten Teil des Abends folgen daher die „Faust-Ouvertüre" von Wagner und die sinfonische Dichtung „T a s s o" von Liszt unmittelbar aufeinander. In der Faust- Ouvertüre können wir geradezu ein Gegenstück der Meistersinger-Ouvertüre erblicken: tiefste Düsterkeit, erhellt von Lichtern, die nicht völlig durchzudringen vermögen, ist die Grundhaltung dieses seltsamen Srückes, das geistig und in der Tonsprache wesentliche Elemente einer späteren Epoche in Wagners Entwicklung vorausnimmt. Dafür find vollste Entfaltung aller Klangmittel und eine schwelgerische Thematik im „Tasso" Gewähr für einen krönenden und abschließend-kraftfreudigen Abschluß des Abends. Darum herum: Kämpers und Iessie Vihrog, Sophie Pa gay und Jakob Tie d tk e, Rudolf Platte und Max G ü l st o r s f, jeder von ihnen tüchtig an seinem Platz. — Im Beiprogramm bringt das Lichtspielhaus einen Kulturfilm aus Indien, die neue Wochenschau und je einen Vorspann zu den Filmen „Die Reiter von Deutsch-Ostafrika" und „Der Doppelgänger" (nach Wallace). hat. Don Pedro, der Kaiser von Brasilien, wurde durch einen Zufall auf die bis dahin noch gar nicht beachtete Neuerung aufmerksam. Während der Herrscher, von einem glänzenden Gefolge begleitet, die Ausstellung beschritt, fiel ihm plötzlich die Gestalt Graham Bells auf, den er als Lehrer an einer Taubstummenschule von früher her kannte. Er sprach ihn an und erkundigte sich nach seinem Wohlbefinden; natürlich geriet die Unterhaltung bald auf den Apparat, den Graham Bell ausgestellt hatte. Der Kaiser wollte das merkwürdige Instrument erproben. Ein Draht führte durch den ganzen Saal von Wand zu Wand. Don Pedro nahm das Höhrrohr und legte es an das Ohr, während sich Bell über den Aufnahmeapparat beugte. Eigentlich wußte niemand genau, um was für einen Vorgang es sich hier überhaupt handelte. Plötzlich schrie der Kaiser in höchster Aufregung: „Üm Gottes willen, er spricht!" Alle bei diesem Vorfall anwesenden Gelehrten stürzten sich nun auf den Apparat, um sich von dieser außerordentlichen Tatsache zu überzeugen. Einer nach dem andern erlebte nun das gleiche Wunder. Die allgemeine Aufregung, die auf diese Weise entstanden war, verbreitete die Kunde von der neuen Erfindung wie ein Lauffeuer. Innerhalb kürzester Zeit war das Telephon, das in feinen ersten Anfängen bekanntlich auf den Arbeiten des deutschen Lehrers Philipp Reis beruht, in der alten und neuen Welt bekannt geworden. 7 Kirschau fand von feiten der Elternschaft un- uw, an« $ | er dir :5tabt starke Beachtung. Unter der Leitung w IX 203,50,7 oou fH. Dr. Boeder und unter der aufopsern- n RIX 163,50, beni H-beit der Lehrkräfte des Seminars waren Vroßhandelspn aber .ich ausgezeichnete Ergebnisse erzielt worden. Wbiets. FuÜL'Vn livllen der ausgestellten Dinge kam eine gute u XII 170^0, Herd)ung des Handwerklichen zum Ausdruck 0, alles AsMundi Werdern auch viel schöpferische Arbeit, die die eroeMUM/l'Di'vg? besonders wertvoll macht. Es wurde allent- rgerfkaltien'mit sehr viel Liebe zur Sache gearbeitet. XIWchsM? 'WiBe sehr schwer, wollte man im einzelnen auf* !iM^ M N,Hahlen,«was da alles geschaffen wurde. Schon beim ausgesägte Adventslaternen mit schönen figürlichen Darstellungen, die auf die Weihnachtsgeschichte Bezug nahmen, erregten berechtigtes Staunen. Adventskalender sah man in den verschiedensten Formen. Mit viel Freude wurden auch jene schönen Transparente betrachtet, deren Zeichnung aus schwarzem Holz geschnitten war und dann mit buntem Papier hinterklebt wurde. Neben der Anfertigung von Kinderspielzeug nahm auch die Herstellung von Kleidungsstücken (zum Teil auch für die Winterhilfe) breiten Raum ein. Aus Resten, mit einfachem Material, wurden sehr brauchbare Dinge gefertigt. Eine weitere Abteilung der Schau war dem Backwerk gewidmet. Aus einem einzigen Grundrezept waren die verschiedensten Leckereien hergestellt worden, die sich sehr appetitlich barboten. Außerdem sah man eine ganze Reihe von Hchön verzierten Lebkuchenhäuschen, die sich unter dem Weihnachtsbaum sicherlich reizend ausnehmen. Tanzabend Maja von Rabenau. Maja von Rabenau gab gestern abend im Saale des Katholischen Vereinshauses einen recht gut besuchten Tanzabend. Die Vortragsfolge brachte im ersten Teil fünf Solotänze, im zweiten eine Kindertanzgruppe. Von den Solotänzen hinterlieh eine Sarabande von Bach den tänzerisch reifsten Eindruck: der ruhige Rhythmus der alten Schrittweise scheint dem körperlichen Ausdrucksvermögen von Frl. von Rabenau am glücklichsten zu entsprechen. Weiches, fließendes Kostüm, leichte Anklänge an eine pantomimische Verdeutlichung der Musik und zuletzt eine Erinnerung an den berühmten „Sterbenden Schwan" rundeten das Gesamtbild ab. Als (Einleitung der Vortragsfolge gab es den „Auftakt" von Scharwenka: eine heitere, vom Schatten- bild luftig verdoppelte Bewegungsstudie. Volkstümlicheren Charakter trug die „Zigeunerweife" von Dvorak, rhythmisch stark akzentuiert und wiederum leicht pantomimisch gefärbt. Als neckisches Scherzo wirkte die „Spielerei" von Johann Strauß, die im Stil des alten Balletts auf Spitze getanzt wurde und sogleich wiederholt werden mußte. Als Abschluß ein Walzer von Richard Strauß, dessen tänzerische Pointe auf einem pikanten Tempowechsel beruht; auch hier belohnte eine Wiederholung den rauschenden Beifall. Nach der Pause gab es „Dornröschen", ein Tanzspiel in sieben Bildern, das die bekannte Märchenfabel in rhythmisch bewegte und pantomimisch belebte kleine Darftellergruppen aufzulösen versuchte. Die mit einfachen Mitteln bewerkstelligte Aufführung bereitete den dreißig Kindern auf der Bühne, die mit Feuereifer bei der Sache waren, sichtlich ebensoviel Vergnügen wie den Zuschauern, die freundlich erheiterten Beifall fpen- deten und in Weihnachtsmärchenstimmung angeregt den Saal verließen. 9- 2°, Sh* - Men FeftpH „..(Kls*»deckeln, Faßspunden, Atabehältern, Faden- EHmtzet v rollu v.Uokosnußfchalen, Pappschachteln) war viel- L RWenM |cnr originelles Spielzeug geschaffen worden. H5 v?' _, McM Eifenbahnzüge, Puppenwagen und Auto- *;e'limmfien, Flugzeuge und Schiffchen, daneben iüMM MS^ldy^j^rzenhalter, die, obwohl sie aus Faßspun- den je fertigt, zu edlen Formen geführt waren. Eine tleiiht Iltegerfieblung mit Palmen und Kraal ent- ftanto roter geschickten Fingern, einen Schäfer sah jgiUWW« mam rrträumt vor feinem Wagen stehen, während ^erntet. ibnnbijaus Wolle gefertigten Schafe umgaben. Un= ■ GymM l bungen- njert 8.30* iine Legende TÄ aus dem W 15: ME -ichten. 15.15-, Leben. % pridltl 20: jj Weg ste* jungen N» achrichten.^ . 22.30: W stets einen Ehrenplatz In der deutschen Produktion sichern wird. * Die Eröffnungsfeierlichkeiten werden durch die Darbietungen des Musikkorps unserer Garnison unter persönlicher Leitung von Obermusikmeister Krautze eine besonders schöne Note erhalten. Auch wird der Vereinsleiter der hiesigen Vereinigung für koloniale Wiedergewinnung in einer kurzen Ansprache unserer geraubten Kolonien und jenes unvergleichlichen Heldenkampfes der deutschen Schutztruppe gedenken. Oie Anerkennung des ersten deutschen Kameradschastshauses. Wie wir erfahren, weilt der Gründer des ersten vom NSDStB. der NSDAP, reichsamtlich anerkannten deutschen Kameradschaftshauses Schlageter in Leipzig, zur Heit in Gießen. Es ist der Führer des Kameradschaftshauses der Gießener Universität, Pg. P a l l m a n n. Das Leipziger Kameradschaftshaus, das bereits am 1. November 1933 seinen vollen Betrieb auf« nahm, umfaßt zur Zeit 135 Mann. Seine vorbildliche Ausgestaltung und vor allen Dingen die Einsetzung eines der ältesten Kämpfer der NSDAP, als Führer des Hauses durch den jetzigen Kameradschaftsführer der Universität Gießen wurde bereits im Dezember 1933 durch seine Berufung in die Reichsleitung der deutschen Studentenschaft anerkannt. Er wirkte hier bis Anfang Juli 1934 als Amtsleiter für Kameradschaftserziehung und konnte während dieser Zeit den Aufbau der Kameradschaftserziehung an den deutschen Hochschulen besonders durch eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den studentischen Verbänden und Korporationen fördern. Die Mittel, die während seiner Amtszeit durch die Opferwilligkeit der Altherren- Derbände von privater Seite für den Ausbau und die Einrichtung von Korporationshäusern zu Wohn- kameradschaften investiert worden sind, übersteigen die Summe von 6 Millionen Mark Dolksvermögen. Dem Kameradschaftsführer der Gießener Universität, Pg. Pallmann, ist durch die Anerkennung des von ihm gegründeten Leipziger Kameradschaftshauses eine besondere Auszeichnung seiner bisherigen sachlichen Arbeit zutÄl geworden. Aus der Provinzialhaupistadi. Oie Befreiung vom Turnunterricht. Die Ministerialabteilung für Bildungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum hat an die Direktionen der höheren Schulen und die Kreis- und Stadtschulämter folgende Verfügung über die Befreiung vom Turnunterricht erlassen: „Die Bedeutung der Leibesübungen im nationalsozialistischen Staat verlangt es, daß bei vollster Auswertung der planmäßigen Turnzeit alle Schüler und Schülerinnen der körperlichen und charakterlichen Erziehung auf diesem Gebiet teilhaftig werden. Beurlaubungen bzw. Befreiungen vom Turnunterricht und allen damit zusammenhängenden Maßnahmen und Veranstaltungen sind daher nur in wirklich dringenden Fällen vorzunehmen. In Erweiterung einer vorjährigen Verfügung bestimmen wir, daß das erforderliche Zeugnis für eine Befreiung vom Turnunterricht vom Schul- ooer Kreisarzt ausgestellt fein muß. Völlige Befreiungen müssen in der Regel vierteljährlich nachgeprüft bzw. von den genannten ärztlichen Stellen neu angeordnet werden. Hierbei, wie auch ganz allgemein, halten wir eine enge Fühlungnahme und Zusammenarbeit zwischen Arzt und Turnlehrer für erforderlich. Bei Befreiungen von der Mitarbeit in einzelnen Stunden haben in der Regel die betreffenden Schüler und Schülerinnen beim Unterricht zugegen zu sein. Erziehliche Gründe und die Sicherung einer ungehemmten Fortführung der Unterrichtsarbeit mit allen Jungen und Mädchen verlangen diese Maßnahme. Bei längeren Befreiungen ist von dieser Anordnung nur dann abzuweichen, wenn nach Ansicht des Arztes dadurch eine wesentliche Beschleunigung der Heilung erzielt wird." Laßt die Anwartschaft nicht verfallen! Von der Reichsversicherungsanstalt für Angestellte wird uns geschrieben: Wer den Anspruch auf spätere Leistungen der Angestelltenversicherung nicht gefährden oder verlieren will, muß die Anwartschaftsbestimmungen beachten. Alle in der Angestelltenversicherung erworbenen Anwartschaften gelten als bis zum 31. Dezember 1925 erhalten, und zwar auch dann, wenn bis dahin für einzelne Jahre kein Beitrag oder nur wenige Beiträge entrichtet sind. Vom 1. Januar 1926 bis 31. Hezember 1933 ist die Anwartschaft erhalten, wenn der Versicherte für das 2. bis 11. Kalenderjahr feiner Äersicherung mindestens je 8 und vom 12. Kalenderjahr an mindestens 4 Beitragsmonate jährlich nachmeist. Für die Zeit vom 1. Januar 1934 an ist die Anwartschaft erhalten, wenn nach dem Schluß des Kalenderjahres, in dem der erste Beitrag entrichtet worden ist, bis zum Beginn des Kalenderjahres, in dem der Versiehe» rungsfall eintritt, jährlich mindestens 6 Beitragsmonate zurückgelegt sind. Als Beitragsmonate für die Erhaltung der Anwartschaft gelten auch sogenannte Ersatzzeiten. Solche sind z. B. Zeiten seit dem 1. April 1933, für die der Versicherte als Arbeitsloser versicherungsmäßige Arbeitslosenunterstützung oder Krisenunterstützung erhalten hat oder aus der öffentlichen Fürsorge unterstützt worden ist, oder Zeit feit dem 1. April 1933, für die für den arbeitslosen Versicherten, der selbst keine Unterstützung erhält, ein Zuschlag zur Unterstützung eines anderen Arbeitslosen oder Hilfsbedürftigen gewährt worden ist. Der Versicherte tut gut daran, wenn er bis zum Schluß jeden Jahres dafür sorgt, daß den Anwart- schastsbestimmungen Rechnung getragen ist, denn die Antwartschaft erlischt zunächst, wenn die erforderlichen Anwartschaftsmonate nicht vorhanden sind. Die erloschene Anwartschaft lebt allerdings wieder auf, wenn der Versicherte die zur Erhaltung der Anwartschaft noch erforderlichen freiwilligen Beiträge innerhalb der 2 Kalenderjahre nachentrichtet, die dem Kalenderjahr der Fälligkeit der Beiträge folgen. Für ein Jahr zurück können freiwillige Beiträge für jeden Monat entrichtet werden. Der Versicherte kann also bis zum 31. Dezember 1934 a) für jeden Monat des Jahres 1934 freiwillige Beiträge entrichten, b) etwa noch fehlende Anwartschaftsbeiträge für 1932 nachentrichten. Die Nachentrichtung fehlender Anwartschaftsbeiträge für 1933 ist noch bis zum 31. Dezember 1935 zulässig. Es ist indes nicht ratsam, die Entrichtung freiwilliger Beiträge bis zum letzten zulässigen Zeitpunkt hinauszuschieben, da nach Eintritt des Versicherungsfalles freiwillige Beiträge nicht mehr entrichtet werden dürfen. Freiwillige Beiträge zur Angestelltenversicherung sind in der dem jeweiligen Einkommen entsprechenden Gehaltsklasse zu entrichten. Wer kein Einkommen oder nur ein Monatseinkommen bis zu 50 Mark hat, muß die freiwilligen Beiträge mindestens in der Gehaltsklasse B zahlen. Unter Einkommen ist das tatsächliche Gesamteinkommen zu verstehen. Oie Viehzählung am 5. Dezember. LPD. Die Pressestelle der Landesbauernschaft Hessen-Nassau teilt mit: Am 5. Dezember werden die Bürgermeistereien in den einzelnen Gemeinden wiederum eine Viehzählung durchführen, die sich auf Pferde, Rindviey, Schafe, Schweine, Ziegen, Kaninchen, Federvieh und Bienenvölker erstreckt. Gleichzeitig wird in Hessen eine Erhebung über nichtbeschaupflichtige Hausschlachtungen von Schweinen durchgeführt werden, die in der Zeit vom 1. September bis 30. November geschlachtet worden sind, ferner eine Zählung der Kälbergeburten, soweit sie in den Monaten September bis Dezember stattgefunden haben. Im Hinblick auf die große Bedeutung der Viehzählungsergebnisse als Veurteilungsgrundlage für agrarpolitische Maßnahmen der verschiedensten Art ist es dringend erforderlich, daß jeder einzelne Viehbesitzer vollständige und wahrheitsgetreue Angaben macht. Den Bürgermeistereien wurde empfohlen, den zuständigen Ortsbauernführer zur Mitwirkung, insbesondere bei der Prüfung der Glaubhaftigkeit, heranzuziehen. Die Ergebnisse dürfen keiner anderen Behörde als den Landesstatistischen Aemtern mitgeteilt werden. Die Angaben dürfen nur statistischen Zwecken dienen, keinesfalls aber zu steuerlichen Zwecken Verwendung finden. Wir richten deshalb an die Angehörigen des Reichs- näyrstandes im Bereich der Landesbauernschaft die dringende Bitte, die Durchführung dieser Erhebung nach Kräften unterstützen zu wollen, damit die zum Neuaufbau der Ernährungswirtschaft erforderlichen Maßnahmen auf Grund einer einwandfreien Statistik getroffen werden können. Pfundsammlung der Ortsgruppe Gießen-Mitte. Am Mittwoch, 5. Dezember, wird im Bereich der Ortsgruppe Mitte die zweite Pfundsammlung dieses Winters durchgeführt. Mr richten an alle Volksgenossen der Ortsgruppe die Bitte, angesichts des bevorstehenden schönsten deutschen Festes ihre Spenden recht reichlich zu bemessen. Die Hausfrauen werden gebeten, die Pfundpäckchen ab 9 Uhr bereitzuhalten und den Inhalt durch Auftchrift auf die Umhüllung kenntlich zu machen. Die Abholung erfolgt durch die NS.-Frauenschaft; für jede Spende wird eine Quittung erteilt. NSLB., Kreis Gießen. Fachschaft körperliche Erziehung. Betr. Geländesport-Arbeitsgemeinschaft. Infolge verschiedener Umstände konnte die Arbeitsgemeinschaft am vergangenen Samstag nicht tagen. Den gemeldeten Kollegen ist dieses mitgeteilt worden. Nächste Zusammenkunft Samstag, 8. Dezember, 14.30 Uhr, am Schützenhaus. Schießen, Sport und Geländekunde. Alle Anfragen sind zu richten an W. Mohr, Gießen, Wilsonstraße 8. NSLB., Fachschaft Höhere Schule. Deutschkundliche Fachgruppe. Unsere nächste Sitzung findet Freitag, 7. Dezember, um 16 Uhr, im Seminarzimmer der Oberrealschule statt. Dr. Kiefer, Fachschaftsleiter. Saar-Treue-Kundgebung in Frankfurt Vom Bund der Saarveveine, Ortsgruppe Gießen, wird uns geschrieben: Am 9. Dezember, 15 Uhr, findet im Hippodrom in Frankfurt a. M., veranstaltet von der Landesgrup- venleitung für Hessen und Hessen-Nassau, eine Saar- Treue-Kundgebung statt. Es sprechen der Herr Reichsstatthalter für Hessen, Sprenger, Landeskirchenrat D ü r r f e l d (Bad-Pyrmont), sowie der Landesgruppenleiter Anschütz. Für alle abstirn- rnungsberechtigten Saardeutschen in Gießen und Umgebung ist es eine Ehrenpflicht, an dieser Kundgebung teilzunehmen. Auch würden wir uns freuen, wenn auch andere Volksgenossen an dieser Kundgebung teilnehmen würden, um damit ihre Verbundenheit mit den Saardeutschen zu bekunden. Zu diesem Zwecke geht am 9. Dezember ein Sonderzug von Gießen nach Frankfurt. Der Fahrpreis einschl. Eintrittskarte beträgt 2,50 Mark. Fahrkarten, sowie Eintrittskarten sind im Derkehrsbüro Seltersweg erhältlich. Die Mitglieder der Ortsgruppe Gießen werden wegen dieser Kundgebung dringend aufgefordert, zu Der am heutigen 4. Dezember, 20.30 Uhr, im Caf6 Bürgerhof stattfindenden Versammlung zu erscheinen. Auch den abstimmungsberechtigten Saardeutschen, die nicht dem Verein angehören, wird ans Herz gelegt, zu erscheinen, da dort Fragen der Abstimmung besprochen werden, die auch sie angehen. (Siehe heutige Anzeige.) Keine Mindestpreise für Schokolade. DNB. Die Nachricht, daß der Reichsverband der Schakoladenhändler einen Mindestpreis für Schoko- ladetafeln festgesetzt oder gar eine Heraufsetzung von 20 auf 25 Pf. vorgenommen habe, gibt dem Reichs- kommissar für Breisüberwachung Veranlassung, zu erklären, daß diese Festsetzung null und nichtig ist. Es braucht sich niemand an sie zu kehren. Die Verantwortlichen werden zur Rechenschaft gezogen. Keine Knappheit an billigem Kakaopulver. DNB. Nachdem eine Zeitlang eine gewisse Knapp- heit an billigem Kakaopulver im Kleinhandel — wahrscheinlich im Zusammenhang mit größeren Hamsterkäufen der Bevölkerung — eingetreten zu sein schien, ist nunmehr, wie zuverlässig verlautet, diese Knappheit überwunden. Kakaopulver kann wieder in allen Preislagen, schon von 15 Pf. das Viertelpfund an, bezogen werden und ist in ausreichender Menge im Kleinhandel, so daß irgendwelche Besorgnisse bezüglich der Versorgung der minderbemittelten Bevölkerung mit billigem Kakaopulver nicht bestehen. ftiger Frische ihren 70. Geburtstag. W schließlich ti Verbrauch! MiMoerj Dank aus. den Pich r.. 40, 21.: Lina Schmitt, geb. Valentin, 53 Jahre 2 Schützenstrahe 11, 22.: Christoph Bischoff, Beni rungsagent, 46 Jahre alt, Gutenbergstraße ü Hevählt. Di 23.: Sophie Hamel, geb. Schneider, Witwe, 68 '1,(11 von d b ** Eine Siebzigjährige. Frau Theh Vogel, Mtwe, Schützenstraße 5, feierte am - gen Montag, 3. Dezember, in 1 ! Der Dorj ■mkrung d r und jprach । 'hre selbst! ttf. lit Bet’ 0 auf und literung ai Wb WM uh ir (hüW MßrstondM l#*!1 puppen in 1 Der Abstimmungskampf an der Sa« Professor Grimm spricht in Gießen. |ie wirti- L fr"; fällig 8* fein fr" le lei * ibt won» Das gl iber fei“ Lrnigr^ 1? Et!",«. «t ■ ^VfSe Rationale Solidarität! 3n der Bereitschaft zum Opfern und helfen für das Winterhilfswerk 1934/35 sind sich alle Volksgenossen einig, die das Ziel haben, unter Führung Adolf Hitlers die deutsche Erneuerung zum vollen Erfolg zu bringen. Dazu gehört auch die Betreuung unserer Hilfsbedürftigen in diesem Winter mit allem, was zur Erhaltung ihrer Kraft und Arbeitsfähigkeit im Interesse des gesamten Volkes und der Stärkung der Kinder als junge deutsche Generation erforderlich ist. Alle verantwortungsbewußten deutschen Männer und Frauen fördern dieses Hilfswerk durch ihre Opferfpende am nächsten Samstag, dem Tag der nationalen Solidarität! Reichslustschuhbund, Bezirksgruppe Oberheffen. Am vergangenen Sonntag fand eine Ortsgruppen- führertagung der Bezirksgruppe Oberhessen des Reichsluftschutzbundes unter Vorsitz des Bezirksgruppenführers Bürgermeister Dr.-Jng. Hamm im „Deutschen Haus" zu Alsfeld statt. Der Tagung wohnten der Landesgruppenführer der Landes- aruppe Hesfen-Rheinland-Süd e. V., Frankfurt a. M., uberft a. D. Oldenburg, sowie der Stabsführer Jaeger bei. Mit Ausnahme von wenigen entschuldigten Ortsgruppen waren sämtliche Ortsgruppenführer und eine Anzahl Amtsträger der einzelnen Ortsgruppen von Oberhessen und dem der Bezirks- gruppe angegliederten Kreise Weßlar anwesend. Die Versammlung verlief äußerst anregend und dauerte bis zum Spätnachmittag. Zu den einzelnen Punkten der Tagesordnung referierten außer dem Vorsitzenden Dr. Hamm, der Adjutant Der Dezirksgruppe Oberhessen Diplom-Kaufmann Braubach und der Schulungsleiter der Bezirksgruppe Gewerbelehrer Schuchardt. In der Aussprache, an der sich zahlreiche Ortsgruppenführer beteiligten, wurden alle Fragen des Luftschutzes eingehend behandelt. Auch der Landesgruppenführer Oberst a. D. Oldenburg gab zahlreiche Anregungen für die Führung i>er Ortsgruppen. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler wurde die Versammlung geschlossen. Vorsicht beim Baumfällen. In der Zeit des Baumfällens werden an den Straßen und in den Ortschaften die Reichs-Telegraphen- und Fernsprechleitungen durch umstürzende Bäume oder durch herabfallende Aeste häufig beschädigt, weil die Personen, denen das Baumfällen obliegt, in der Regel die zur Sicherung der Telegraphenanlagen gegen Beschädigungen erforderlichen Vorkehrungen überhaupt nicht oder in ungenügendem Maße treffen und es unterlassen, von den bevorstehenden Arbeiten der nächsten Postanstalt rechtzeitig Mitteilung zu machen. Da auch fahrlässige Beschädigungen der Telegraphenanlagen im § 318 des Reichs-Strafgesetzbuches mit Strafe bedroht find, wird den Baumbesitzern empfohlen, die nächste Postanstalt von der bevorstehenden Baumfällung so zeitig zu benachrichtigen, daß die Entsendung eines Beamten zur Sicherung der Leitungen veranlaßt werden kann. Gießener Dochenmarktpreise. * Gießen, 4. Dez. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,50 bis 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (ausländische) 10 bis 13, (inländische, Kühlhaus) 10 bis 13, Wirsing (grün), das Pfund 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 10 bis 12, Gelbe Rüben 8 bis 10, Rote Rüben 8 bis 10, Spinat 12, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 30, Feldsalat 70 L s*11' Eiäiw L der Egen F st- ff bantrew. Eitel an 1 W * man die ** Sterbefälle in Gießen. Es verstarb Äiamm/unf in der Zeit vom 16. bis 30. November: 17.: Deichert, geb. Schmidt, Witwe, 75 Jahre i! Goethestraße 68, 18.: Luise Katharine Töp/er, /Ä Schupp, 36 Jahre alt, Wetzsteingasse 8, 20: Decker, Hausmeister i. R., 74 Jahre alt, Äaifeiti gehabt. Bei den Waffenstillstands- und Friede Verhandlungen sei die Saarfrage der krid» Punkt gewesen. Frankreich habe im Laufe einer taufenbjä^riflfl' Geschichte höchst unberechtigt, das SaargcbW I nur zweimal kurze Zeit besessen und teile bar ■ aus in juristischer Konstruktion ein Anrecht a» - In feinen weiteren Ausführungen beschäftigte Wl\ Redner eingehend mit Einzelheiten der Friedens Handlungen und charakterisierte besonders Wilsons in diesem Streit um die Saar. habe sich lange und heftig gesträubt und se>^,. lich auf Clemenceaus Lüge von den 150(XX) franzosen hin umaefaüen. Das sei im gewesen. Einer Lüge sei also die gegWjJ^ Lage des Saargebietes zu verdanken. Am 1»JV 1919 sei das verhängnisvolle Saarstatut 3W,6l. gekommen, das das Saargebiet für 15 Iahst Deutschland trennte, Frankreich Die Gruben antwortete, und die „150 000 Gaarfranw* freite!" Frankreichs Politik am Rheine eine Etappe erreicht, von der aus in > Schöpfung" Steinchen auf Steinchen für j* , nexion gelegt werden sollte. Das Rheinland . zum Pfand für die „große Reparation", das^', gebiet zum Pfand für die „spezielle 9tepflrfl Die Reparationen aber sollten nach ceaus Wünschen unerfüllbar fein, daam Franzosen Gelegenheit gegeben fein sollte, , Besatzung am Rhein ausrechtz verhalle^ ’ immer und — das Land allmählich an Ae reich bringen. Die Gefahr für Deutschloo ungeheuer groß gewesen. Ltemenceav ho der Verfolgung feiner Ziele eine wähnst Forderung auf die andere Aber die Entwicklung habe andere Weste men. Die Rheinlandräumung sei von celMj rischer Bedeutung gewesen und wurde MW erste Niederlage. Die Entscheidung „5? «gerb1'* müsse zur zweiten Niederlage seiner Poun . Nach der harten Zeit, die das ^arg das Rheinland zur Zeit der ®affenfhu|* g** der Friedensverhandlungen habe durchm M sen, versuchte Frankreich in „friedlich bis 80, Zwiebeln 10 bis 12, Meerrettich 30 J Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, das M 4 Pf., der Zentner 3,20 bis 3,40 Mark, Steokii x Pfund 7 bis 12 Pf., Birnen 6 bis 10, Nüsse 50, Honig 40 bis 45, junge Hähne 85 bv 5 Suppenhühner 70 bis 75, Gänse 65 bis 75 «J 90, Tauben, das Stück 50 bis 60, DlumenkM i bis 50, Endivien 10 bis 15, Lauch 5 bis 10 jL 5 bis 10, Sellerie 10 bis 20 Pf. ' Vornoklzen. — Tageskalender für 2) i e n 51 a 0. e.,1 amtsleituna der NSV., Caf6 Leib, 20 Uhr,zn schiedsfest der im Kreise Gießen weilenden kinder. — Stadttheater, 20 bis 22 Uhr: Heiraten!" — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Qu Luise". — Bund der Saarvereine, Ortsgruppe 01 ßen, 20.30 Uhr, „Bürgerhof", Mitglieder-Dey lung. — Volkshochschule, Beginn des „Grundbegriffe der nationalsozialistischen Dg schauung". — Reichskammer der bildenden Jfy Gruppe Gießen, Turmhaus am Brand, 16 b5 Uhr, Weihnachts-Ausstellung. alt, Goethestraße 68, 23.: Ida Mickel, geb. i)oto stern, 47 Jahre alt, Stephanstraße 53, 24.: Philipp, Uhrmachermeister, 58 Jahre alt, Bahn» straße 48, Hermann Übrig, Heizer, 77 Jahre i Krofdorfer Straße 39, 27.: Rosina Schneider, '! Schmidt, Witwe, 79 Jahre alt, Ebelstraße! 28.: Agnes Holl, geb. Steigenberger, Witwe, 77fct alt, Neustadt 59, 28.: Leonhard Schäfer, 61 Jahre alt, Maigasse 15, 30.: Hermann Leutnant a. D., Gendarmerie-Oberwachtmeistss -- 90 Jahre alt, Kleine Mühlgasse 10. — Stadttheoter Gießen. Heute zum ersten Male unter der Spielleitung des 3k der Schwank: „Parole: Heiraten!" von Karl L Lindt und Hans de N6ve. ! 'äW As ■ Lockag- nähme an den seitherigen Kursen so stark ist, »n-J ftaltet der Skiklub Gießen unter Leitung gtpr-J Lehrkräfte einen Sondertrockenskikurs, der vor Dingen auch auf ältere Teilnehmer eingestellt5 wird. Spätechin werden diese Kurse im Schn« x gesetzt. (Siehe heutige Anzeige.) ?°nlunto Irnich,, !?’ «rt % Ä Der Goethebund hatte für den gestrigen Montag den bekannten Verteidiger deutscher Volksgenossen an Saar und Rhein vor französischen Gerichten und den Schiedsgerichten der saarländischen Reaie- rungskommission für einen Vortragsabend in Der Neuen Aula gewinnen können. In einem groß- angelegten Vortrag, gehalten aus einem umfangreichen Wissen um die Geschichte des Rheinlandes und die französische Rheinlandpolitik heraus, gab der Redner in souveräner Beherrschung des Stoffes eine Ueberschau über ein Thema, das gegenwärtig im Mittelpunkt unseres volksdeutschen Interesses steht. Der Abstimmungskampf an der Saar sei, so führte er u. a. aus, nur aus der historischen französischen Rheinlandpolitik heraus zu verstehen. Die klassische französische Rheinlandpolitik wolle den Rhein als Grenze. Es habe den Anschein, als solle jede Generation hüben und drüben in diesem Kampfe stehen. Die Politik Frankreichs sei immer darauf ab- gestellt gewesen, in die deutsche Volksgemeinschaft keile zu treiben, mit dem Ziel, den ein Iahrtaufend alten Traum — der Rhein die Grenze — zu erreichen. Die Schaffung und Unterzeichnung des Versailler Vertrages sei Das bewußte Gegenstück zu Bismarcks Proklamationen von 1871 im Spiegelsaal zu Versailles gewesen. Die Derschworenheit der ganzen Welt gegen Deutschland während des Weltkrieges sei den Franzosen willkommene Gelegenheit gewesen, in der Rheinlandpolitik erneut vorzustoßen. Wenn sich Frankreich auch gegenwärtig mit der Aufrechterhaltung des gegenwärtigen Zustandes im Saargebiet begnüge, so sei der Sinn doch auf Annexion gerichtet. Bereits 1915 sei der Kampf um die Saar eröffnet worden. Eine wissenschaftliche Kommission sollte schon damals die Annexion vor- bereiten. Sie wurde in der Folge systematisch propagandistisch gefordert. Frankreich habe 1917 bereits auch die „Sicherheiten und Garantie-Politik" aufgenommen und schon während des Krieges habe Frankreich mit Rußland ein Abkommen getroffen, in dem die Ansprüche auf bas Saargebiet festgelegt wurden. Äon all diesen Dingen habe man in Deutschland beim Friedensschluh keine Ahnung Hlitötr umi fl Malischer liftnlliche : [Der Do, 1 ßchneide l mb 21 Sie 1 jlnosievjcho r limfd), bi ä »Schien, d I »ssenschas! Durch b ' seujchasl ©enoffei ' d-mil f — D ie Volkshochschule macht i)araufl merksam, daß heute abend der Lehrgang „Grundbegriffe der nationalsozialistischen M anschauung" seinen Anfang nimmt. Nähens heutige Anzeige. — Sondertrockenfkikurs. Da die ** Singkonzert in derCHirur Klinik. Arn Sonntagnachmittag weilte ax Ivo ii schließlich liehe Mädchenchor von Klsin-Lindsn in der 1 Verbrauch! gischen Klinik und sang den Patienten geM rtor ausgef heimatliche und Vaterlandslieder. ZwischenVar^MÜcheit trugen einige Kinder Advents- und WeihnalliMeinnug gi gedichte vor. Sichtlich erfreut über die schönen »molfenichaft btetungen sprachen Die Kranken und die leid»' Ter Dors Schwester den Sängerinnen und ihrem Divig«^Ma Genosse, ** Kundgebung Des Gas-, Elek!>< und Baumaterialienhandels. Die S dustrie- und Handelskammer gibt im heutigen b zeigenteil bekannt, daß am morgigen Mtta, 5. Dezember, im Caf6 Ebel eine Kundgebung« Gas-, Elektro- und Baumat evialien-Fachhaftzd stattftndet, in der u. a. Aufklärung über MögW ten der Umsatzsteigerung gegeben werden soll, y die Anzeige sei besonders hingewiesen. ** Rußbrand. In der Kaffeerösterei n Firma Geiße in Der Kaplansgasse war in morgen Der Ruß in einem Abzugsrohr in Sri geraten. Die Feuerwache wurde alarmiert und^j rasch ein. Das Feuer wurde schnell bemällir.,» daß die Löschmannschaft nach zehn Minuten.^ der abrücken konnte. e 5, feierte am $ ^>e.S.M körperlicher unm uri ■ 1 ültn unferhal fi nsiatieie ? schilderie I /Ken und n 5-stzästsji »Oere die 1 dem Kam Umfaj L ^achden *®Olfsgenol jM und 1 Elü'üffen, J® kde, un Mng ge bote du O? des du dieser f E-W s " d-b d°, d I m, Sf ■ bi, f i aus diesem Grunde ungeheurer Druck ausge- Kreisamtsleiter der NSV. Tag -«„nationalen Solidarität"!«! kreis Gießen )uu gefegt worden sei., beschloß der Vortragende seine hochinteressanten der gefährlichsten Ausführungen. Langanhaltender Beifall dankte dem lpf um den Rhein I Redner. Wung über Li Brennende deutsche Wirtschastsfragen verzeichnete einen deutung unumstritten. derChirur Ttnrnögens bedeutet und daß samtumsähe wieder möglich. bereits wieder unter einem Krise zu leiden hätten. Da erster Linie Industrieland naturgemäß Rohstoffe aus Rückschlag der Deutschland in fei. müsfe es dem Auslande Richt nur jedes Haus, jede Familie opfert an diesem Tage für das größte soziale Hilfswerk aller Zeilen, fondern jeder Volksgenosse erfüllt seine Pflicht und opfert für das Winterhilfswerk. Ieder muh eine der großartigen Veranstaltungen und Kundgebungen des Tages der nationalen Solidarität besuchen. Die ganze well soll erfahren, daß Deutschland ein Volk und ein Wille geworden ist. Eine Arbeitsleistung für das whw. ist Ehrendienst am deutschen Volk und Vaterland. Es sammeln au diesem Tage im Bereich der Stadt Gießen: 1. Sämtliche HJ.-Führer vom bestäliglen Scharführer an aufwärts. 2. Sämtliche BDM.-Führerinnen von der Scharführerin an aufwärls. 3. Sämtliche ordentliche llniversitälsprofefforen, der Rektor, der Senat der Universität, sowie alle Führer der Studentenschaft. 4. Sämtliche Regierungsräte, Oberregierungsräte, Amtsgerichtsräte, Landgerichtsräte. 5. Der Oberbürgermeister, Bürgermeister, die Direktoren der städtischen Werke. alfoÄ> Drtst fe gelungen. Nur die Familie Röchling habe sich d rn französischen Einfluß entziehen können. Auf Wr In g u n g* wirtschaftlicher und kultureller Art che Bevölkerung an Rhein und Saar für Frank- Ssrte die Konsumgenossenschaften erwähnt und la- daher ein Kampf gegen sie im Programm mie Stütze findet. begeisterten Worten des Führers Adolf Hitler, auf der Kundgebung am Niederwalddenkmal gesprochen, in ihren jungen Seelen das Bewußtsein mitnehmen, unvergänglich schöne Tage in ihrer deutschen Heimat verlebt zu haben. Wir fordern deshalb die Pflegeeltern, sowie die Bevölkerung der Stadt Gießen auf, zu diesem Abschiedsfest zahlreich zu erscheinen und damit äußerlich ihre Verbundenheit mit der Saar zu bezeugen. Eintritt 20 und 30 Pf. — Kassenöffnung 7V? Uhr. Vorverkauf in den einzelnen Ortsgruppen. heil Hitler! Di Verbrauchergenossenschaft Gie. >! n . G. rn. b. h., die in 31 Ortschaften der Kreise Friedberg und Wetzlar 40 Verteilungsstel- « nterhält, in denen 99 Angestellte und Arbei- U b'chäftiat sind, und die weit über 10 000 Mit- M umfaßt, hielt am Sonntagvormittag im Mtl 'lischen Vereinshaus" ihre diesjährige o r ■ chnül i ch e Mitgliederversammlung ab. Di!ii Einflüsse von wirkschaftsnot, Arbeitslosig- ke!til iiioykottversuche usw. machten sich am Um- sanh bemerkbar, der eine Minderung von 15,5 gegenüber dem Vorjahre erfahren hatte. WÄ sei der llmsahtiefstand erreicht und eine Atliivirtsbewegung der Einzel- und der Ge- i« wirtschaftliche Eroberung des Saargebiets fei m| französischen Wirtschaftsimperialismus nahezu Rch der wirtschaftlichen Angliederung hoffte nun die politische Angliederung um so leichter durchführen zu können. 6. Sämtliche Schulleiter, Rektoren, Direktoren staatlicher Schulen. 7. Sämtliche Künstler und der Intendant des Stadttheaters. 8. Sämtliche Führer des RS.-Arbeitsdienstes Gießen vom Truppführer an aufwärts. 9. Sämtliche SA.-Führer vom bestätigten Scharführer an aufwärts. 10. Sämtliche SS.-Führer vom beftäligten Rottenführer an aufwärts. 11. Sämtliche hoheitsträger der PO., fämlliche Amtsleiter, Abteilungsleiter und llnterabtei- lungsleiter der Kreisleitung, sämtliche Amtsleiter der Gießener Ortsgruppen. Der erste Appell all dieser Sammler findet am Mittwoch, 5. Dezember, um 20.30 Uhr, im Cafe Leib statt. Die Sammler haben sich ferner am Samstag, 8. Dezember, in der Zeit von 15 bis 23 Uhr restlos zur Verfügung zu stellen. Diese Zeit ist von jeglicher anderer Verpflichtung frei zu halten. heil Hitler! I. v.: Schmelz, Kreispropagandaleiler. Vertreter-Versammlung ter Verbrauchergenossenschast Gießen Abschiedsfest zu Ehren der Gaarkinder im Kreise Gießen. die Rationalsozialisten in die Verbrauchergenossenschaften eingesetzt wurden, damit diese Volks.oermögen gerettet wurden und eine Beruhigung einsehe. „Wir waren uns der schweren Aufgabe bewußt, aber wir haben mit zäher Ausdauer die Arbeit ausgeführt im Hinblick auf das Wohl der Allgemeinheit." Der Vorsitzende gab hierauf den Bericht des Aufsichtsrates, den er mit Dankes- und Anerkennungsworten für den Vorstand einleitete und auf den großen Kreis der Mitarbeiter erweiterte. Die eingesetzte Kommission des Aufsichtsrates fand bei ihren Prüfungen keine bemerkenswerten Anstände. Es fanden durch den Verbandsleiter Dr. Zapp und die Verbandsreviforen P i ch - l e r und Venter, sowie durch den Verteilungskontrolleur Philipp eingehende Revisionen statt. Den Revisionsbericht erteilte Genossenschaftler Zimmer, der besonders darauf hinwies, daß dem Borg- und Kreditgeschäft besondere Beachtung geschenkt werden müsse, aus Billigkeits- gründen gegen die Mitglieder; denn nur die Erfüllung finanzieller Pflichten gewährleiste den Bestand einer Genossenschaft. Zum Geschäftsbericht wurde durch Geschäftsführer Schneider nachträglich noch festgestellt, daß die hessische Regierung das Verbot für die Beamten durch eine Verfügung zurückgenom- Arn heutigen Dienstag, 4. Dezember, abends 8 Uhr, findet im Eaf6 Leib Walltor- straße, ein A b s ch i e d s f e st für die hier weilenden Saarkinder statt. Zu dieser Veranstaltung haben die Hitlerjugend, das Jungvolk und die Jungmäbels ihre Teilnahme zugesichert. U. a. werden ein Heimabend des Jungvolks, Vorträge des Musikzuges der HJ^ Lieder und Volkstänze der Jungmädels zur Verschönerung des Abends beitragen. Die uns liebgewordenen Saarkinder sollen mit leuchtenden Augen zu ihren Eltern zurückkehren und NIVEA mild, leicht echfluraend, ganz wundervoll im Geschmack ^Haften den nationalsozialistischen Grund- WM widerspricht und auf das schärfste gegen Ermann geahndet werden wird, der sich ihrer H.Üdig macht." wüßten, nachdem die Klärung c^^^insberechtigung der Verbraucher^- noff enciaften erfolgt sei, daß damit den Angriffen geg gezeigt. y gehobene Umsatz werde die Senkung dieses Satzes von selbst bewirken. Trotz der schweren letzten Zeit werde ein Betrag von rund 42 000 Mark, bzw. 3 v. H. als Rückvergütung zur Ausschüttung gelangen, nachdem im letzten Jahr nur 2J4 v. H. zur Verteilung kamen. Dies stellte eine besondere Leistung bar. Die Rückentwicklung des Umsatzes habe sich in der Bäckerei, in der Kaffeerösterei und in der Fleischerei besonders bemerkbar gemacht. Die Sterbekasse habe in 82 Fällen einen Gesamtbetrag von 1875 Mark an die Hinterbliebenen zur Auszahlung gebracht. An Steuern wurden ins- Frvitt * körperlicher- utistag. ' __________________ ige cAWs JJid zu gewinnen. Es sollte zum Beispiel „eine O Mlimdische Seele" geschaffen werden, verschieden bi8VÄ! io 5 gewesen. Der Rhein wurde damals, so schrieben die Franzosen selbst — zum deutschen Sieg. Die Fahr- tausendfeier der Rheinlande sei zu einer einzigartigen deutschen Kundgebung geworden. Frankreich habe sich daraufhin in die Ausgangsstellung, in das Saargebiet zurückgezogen. Ja, es erschien sogar eine Möglichkeit einer Bereinigung der Saarfrage in greifbare Nähe gerückt, sie fei aber von wirtschaftlichen Interessenten auf französischer Seite hintertrieben worden. Durch die Emigranten habe aber die französische Politik an der Saar wieder neuen Auftrieb erhalten. Frankreich hoffe erneut auf die Aufrechterhaltung des bestehenden Zustandes, den man als harmlos darzustellen versucht habe. Der Saarländer habe allen französischen Vor- tellsversprechungen Dlderstanb entgegengesehl. Der Stetus-quo-Sfaaf fei den Saarländern bisher nicht schmackhaft zu machen gewesen, sie würben auch am 13. Januar nicht bafür stimmen. Die (Stimmung in Frankreich sei heute schon so, daß eine Bereinigung ber Saarfrage in beutschern Sinne gewünscht werde. Wenn dies geschehen könne, dann sei der Weg zur Verständigung zwischen Deutschland und Frankreich offen. Der Tag der Abstimmung werde ein deutscher Sieg an der Saar und ein Tag eines großen Festes werden. Mit einem h; die Partei mit vollem Bewußtsein zu dem «Ebenen Wort steht, daß die Uebernahme der Äfsumgenossenschaften durch die DAF. nicht lÄnnichtung, sondern Erhaltung des Arbeiter- 'mbl= 22 Die Ortsgruppe Gießen-Süd der NSDAP, veranstaltete gestern abend im Saale des Kameradschaftshauses der Gießener Studentenschaft (Studentenheim) einen öffentlichen Schulungsabend, bei dem der Saal voll besetzt war. Ortsgruppenleiter Schwarz begrüßte nach dem Einbringen der Fahne die zahlreichen Besucher, darunter den SA.-Sturm 18/116, und verlas anschließend ein kurzes Wort aus dem Buch des Führers „Mein Kampf". Hierauf sprach der Ortsgruppen-Propagandaleiter Ewald über das Thema „Brennende deutsche Wirtschaftsfragen". Einleitend betonte er, daß leider noch allzu viele Volksgenossen über die wirtschaftlichen Dinge zu wenig Bescheid wüßten und infolgedessen allen möglichen Einflüsterungen zugänglich seien. Gewiß sei unsere Wirtschaftslage in dieser Übergangszeit ernst, aber in keiner Weise verzweifelt. Die Reichsregierung sei fest entschlossen, auch diese Schwierigkeiten zu meistern. Zur Beurteilung unserer Devisenschw.ie- r i g f e i t e n erinnerte der Redner an die großen Ergebnisse des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit und den dadurch berbeigeführten starken wirtschaftlichen Aufschwung, der natürlich den Bedarf an Rohstoffen erheblich gesteigert habe und eine entsprechende Einfuhrvermehrung zur Folge hat. Erfreulicherweise halte in Deutschland die Besserung ber Wirtschaftslage immer noch an, wie aus der anbauemb rückläufigen Bewegung der Arbeitslofenziffer hervorgehe, im Gegensatz zu den anderen Ländern, die Verkauf des DilbelerElektrizitätswerks LPD. Vilbel, 3. Dez. Der Stab trat hat in feiner letzten Sitzung beschlossen, das städtische Elektrizitätswerk für den Preis von 600 000 Mark an das Ueberlandwerk der Provinz Oberhessen zu verkaufen. einführen, wodurch natürlich der Devisenbedarf gesteigert werde. Als Gegenstück zu der Einfuhrsteigerung werde zur Zeit unsere Ausfuhr beeinträchtigt, vor allem durch die Abwertung des englischen Pfunds und des amerikanischenDollars, weiter durch die hohen Zollmauern der übrigen Länder und durch den von Juden und Marxisten im Ausland betriebenen Boykott gegen deutsche Waren. Durch alle diese Erscheinungen sei nicht nur unsere Handelsbilanz passiv, was an sich nicht weiter schlimm sei, sondern auch unsere Zahlungsbilanz passiv geworden, wozu die starke deutsche Auslandverschuldung durch die früheren Regierungen und die daraus entstandenen großen Zahlungsverpflichtungen erheblich beigetragen hätten. Die Reichsregierung lehne jegliche Autarkie ab, aber sie habe sich angesichts ber ganzen Lage ber Dinge zur Einstellung sämtlicher Zinszahlungen an das Ausland, zur Drosselung ber Einfuhr und zur Zwangsbewirtschaftung ber Rohstoffe, sowie zur Einfuhrkontrolle durch lleberwachungssiellen entschließen müssen. Daburch sei ber Einfuhrüberschuß im September schon erheblich gesenkt worden, im Oktober habe sich sogar ein Ausfuhrüberschuß von 60 Millionen Mark durch Steigerung unserer Ausfuhr ohne Verringerung der Einfuhr ergeben. Es gehe jetzt um die Frage, wer in diesem Wirtschaftskampfe den läng st en Atem haben werde, wir oder das Ausland? Damit kam der Vortragende zur Besprechung unserer Rohstoffversorgungslage. Er hob besonders hervor, daß für unser Volk kein Grund zu Besorgnissen bestehe, da wir noch mit Rohstoffen aller Art auf längere Zelt ausreichend eingedeckt seien, außerdem der Ersah der ausländischen Rohstoffe durch Produkte der heimischen Erzeugung durch vermehrten Anbau und Erschließung neuer heimischer Quellen mit allem Rachdruck betrieben werde. Dabei handele es sich nicht etwa um minderwertige Ersatzstoffe, wie in den Kriegsjahren, sondern um vollwertige neue Rohstoffe deutscher Art, die den ftoffe die erheblich gesteigerte Produktion von deutscher Kunstseide, einen neuen deutschen Textilrohstoff Wiskrabant als gleichwertiger Ersatz der Baumwolle, ferner legte er die Dringlichkeit und die gute Aussicht einer wesentlich vermehrten Schafhaltung zur Gewinnung von deutscher Schafwolle, des verstärkten Anbaues von Hanf und Flachs usw., dar, um auf diesem Gebiete die Einfuhr ausländischer Materialien zum Vorteil unserer Handelsbilanz und Devisenlage erheblich zu senken. Zur Minderung der Erz- und Metalleinfuhr sei die wesenllich stärkere Inanspruchnahme heimischer Gruben und Fundstätten erforderlich und auch möglich, ferner die vermehrte Inanspruchnahme von Aluminium, das wir aus deutschen Stoffen unbeschränkt erzeugen können, schließlich eine sorgfältigere Verwendung ber Metalle zur Verhinderung von Materialverschwendung. Hinsichtlich der Versorgung mit Treibstoffen feien ebenfalls keinerlei Besorgnisse am Platze, da wir dank ber Erfinbertätigkeit unserer chemischen Wissenschaft unb Jnbustrie durch weitgehende Verschwelung ber Braunkohle Treibstoff in ausreichendem Maße gewinnen können, ferner die Erdölgewinnung in Deutschland nachhaltig betrieben werde und neuerdings die Verwendung von Holzgas als Antrieb fürLastfahrzeuge hinzukommen. Auf dem Gebiete der Holzversorgung seien wir von der Einfuhr ebenfalls in hohem Maße entlastet worden durch eine deutsche Erfindung, die die Verwendung der deutschen Kiefer zur Herstellung von Papier möglich mache. Zu betonen sei noch die Erfindung des synthetischen Kautschuks als Ersatz für den ausländischen Kautschuk. Zur Steigerung unserer Fettoer- sorgung sei es erforderlich, daß unsere bäuerliche Bevölkerung noch mehr als bisher Fettschweine zücktet und der Rapsanbau gesteigert werde. In diesem Zusammenhang betonte der Redner, daß zur Vermehrung der Buttererzeuguna die Milchzwangswirtschaft erforderlich gewesen sei. Angesichts dieser ganzen Sachlage könne nur Immer wieder betont werden, daß keinerlei Be- forgnisse hinsichtlich unserer Versorgungslage notwendig seien. Dringend müsse aber gefordert werden, daß die Bevölkerung Disziplin bewahre und vor allen Dingen Hamsterkäufe unterlasse. Durch Warenhamsterei werde nur eine künstliche Verknappung der zeitweiligen Warenbereitstellung und im Gefolge davon auch ein ungünstiger Einfluß auf die Preise ausgeübt Wer die völlig unbegründete Hamsterei begehe, versündige sich an der Volks- gemeinschaft. Jeder deutsche Volksgenosse müsse sich gegen die Hamsterer und gegen die Hamsterpsychose wenden, da wir die Gewißheit haben dürften, daß von der Regierung alle Maßnahmen angewandt würben, um unser Volk über biese Uebergangs- 3eit gut hinwegzubringen. Delegierung müsse volles Vertrauen geschenkt werden, unter Leitung des Führers würden wir auch diesen Wirtschaftskampf bestehen. (Lebhafter Beifall.) Im Anschluß an den Vortrag machte Ortsgruppenleiter Schwarz noch einige geschäftliche Mitteilungen, die sich auf die Förderung des Winterhilfswerks, ferner auf eine Kundgebung am nächsten Samstag abend im Saale des Studentenhauses, bei der Standartenführer Lutter- Gießen sprechen wird, bezogen. Mit einem Wort aus Hitlers „Mein Kampf" und mit dreimaligem Sieg-Heil auf den Führer schloß dann der Ortsgruppenleiter den Abend. li) 8 5 men habe. Zu den Rückvergütungen sagte Dietz noch, daß von diesen Beträgen in erster Linie pflichtgemäß die Genossenschaftsanteile, aber auch evtl. Rückstände einbehalten und der restliche Bettag in Gutscheinen ausgehändigt werde. An diese ersten Vorträge schloß sich eine längere, im genossenschaftlichen Geiste getragene Aussprache an, in der Anregungen gegeben und Wünsche vor- gebracht wurden. Aus dieser Aussprache war auch em Einverständnis der Mitglieder mit den Arbei- ten des Vorstandes und Äuffichtsrates ersichtlich. Auf Antrag aus der Versammlung heraus wurden Vorstand und Auftichtsrat die erforderliche Entlastung erteilt und ihnen der Dank und die Anerkennung für ihre Arbeit ausgesprochen. Der Anstellung des Geschäftsführers Paul SA neider sowie Günderoths als unbesoldetes Vorstandsmitglied wurde zugestimmt. Neu m den Aufsichtsrat gewählt wurden auf die Dauer D°n 3 Jahren: Schneider (Butzbach), Baum und Bruckmann (Gießen), sowie Bolz (Gießen) auf die Dauer eines Jahres. Kuhl (Gießen) wurde als Ersatzmann benannt. Eine besondere Ehrung wurde Heinrich Schnei- der sen„ Crednersttaße 42, für 15jährige genossen- schaftliche Arbeit durch die Ueberreichung zweier wertvoller Geschenke zuteil, wofür der Geehrte seinen herzlichen Dank sagte und alle aufforderte, dem Genossenschaftsgedanken die Treue zu wahren. In fernem Schlußwort sagte der Aufsichts- ratsvorsitzende Schneider, daß die wichtigste Aufgabe die Erziehung der Mitglieder im Geiste und im Sinne des Genossenschaftswesens sei. Darüber hinaus müsse es möglich werden, den Arbeiter wieder mit dem Genossenschaftswesen vertraut zu macken, da diese Einrichtung ja in erster Linie von seiner Organisation ihm zur Verfügung gestellt fei. Genossenschaftsgeist sei Pflege der Volksgemein, schäft. Die Arbeit der Genossenschaft geschehe darum im Sinne der Volksgemeinschaft. Nach 5stündiger Beratung wurde die Versamm- lung mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler geschlossen. hmittag weilte ^SMillilich sei dadurch auch die Anerkennung der M-Linden in üe/BerLv uchergenossenschaft als wirtschaftlicher Fak- den Patienten ttorü asgesprochen. Durch ihren Dienst an der All- lldslieder. Mger?ieiHeit erfülle sie auch soziale Aufgaben. „Ge- vents- ypj MMitewiufj geht vor Eigennutz" gilt auch bei der Oe- ut wstrtthaft als Richtschnur. xanlen wd bit V T u! Vorsitzende gedachte bann ber 77 verstorbe- n i/nö ihrm Kiinem 8i nassenschaftler, befonbers bes nach 25jähriger läßfllüit verstorbenen Lagerhalters Petersen. Die üdßewfanmlung ehrte bereu Anbeuten burch Erheben hip ^nnfumnpnnffpnfrhnffpn prmnhnt unh ! gefträubt Das stl i also bief periianfej:^ gesamt 54 750,78 Mark, bas finb 5,2 v. H. vom Umsatz, bezahlt. Die Mitglieberbewegung verzeichnete einen kleinen Zugang von 10 016 auf 10179 Mitglieber. Die von Genossenschaftler Dietz oorgetragene Bilanz unb Verlustrechnung schloß mit 561 250,86 Mark. Daraus war ersichtlich, baß an Löhnen und Gehältern rund 165 000 Mark, an sozialen Abgaben rund 24 NO Mark bezahlt wurden. Für Rückvergütungen werden rund 42 000 Mark, das sind 3 v. H., also die zulässige Höchstgrenze des Nachlasses aufgewendet. Der Referent berichtete dann noch über die Werbemaßnahmen, wobei er besonders auf den Erlaß des Stellvertreters des Führers Rudolf H e ß vom 9.7.1934 hinwies, in dem es u. a. heißt: „Wegen Zugehörigkeit zu Verbrauchergenossenschaften darf kein Partei- oder Volksgenosse angegriffen oder benachteiligt werden." Er betonte weiter, daß iirt worden. m T-r größte Unheil für Deutschland an der Saar > e!|fei ber verbrecherische Separatismus, ber von rmiranten getragen werbe. Frankreich bebiene >h.-.Hier großem Geldaufwanb jener Menschen, bie tzl und Gewissen zu verkaufen bereit seien. Aber ;-e wiarbeDÖlferung habe nun 15 Jahre lang aller «! iösierungspolitik stanbgehalten, immer wieder Ito*! j».r Deutschtum bewiesen, sie werde auch dieser ^ «rcShverigkeit Herr werden. Im weiteren Verlauf $ Vortrags hörte man von der kurzen Separa- icrierrfdjaft im Rheinland und in der Pfalz, die it H). November 1923 hinweggefegt worden sei. 1 ausländischen Erzeugnissen gleichwertig seien. Der Redner erwähnte bann hinsichtlich der TeMroh* liier „deutschen Seele". Die Bergwerksverwal- tcin zwangen die Kinder deutscher Bergarbeiter be französischen Schulen, die Wirtschaft sei an aÄreich angegliedert, der Franken als Zahlungs- r itl l an der Saar eingeführt worden. 9.am ’’ ®os., 6|, '^Handels ' n Ot im heut lm woraigen 1 Vorsitzende des Aufsichtsrates, Heinrich i e r, entbot den erschienenen 81 Vertretern r *L|m) L Stellvertretern, sowie den Mitarbeitern den petzen werden ge jio'i nschaftlichen Gruß unb verband damit den Angewiesen. daß die Beratungen dazu angetan sein ber KasfeeröWc^chm, denen, die die Genossenschaft bilden, ge- ütaplansgaffe kNvise chaftlichen Nutzen zu bringen. wrhÄÄ die Eingliederung ber Verbrauchergenos- ln ölc DeuIIche Mrbdlsftonl fei die nach -ebn M ’ ^Dfsenfchaft staatliches Organ geworben, unb 1 KrJif sei ihre soziale unb wirtschaftliche Be- titUr, . ) itzirrhin fei biese Zeit eine bei im tausenbjährigen Kampf -rV- ick die 1 jb Art von Boykottaufforberung ober sonstige " M ^e'rormaßnahmen gegen bie Verbrauchergenos- ’S*;!) M' Ir,i # V 1 samtumsähe wieder möglich. Dls« Unkosten, bie vorn Umsatz gerechnet 19,28 p. S). \ fragen, ließen sich kaum mehr brücken, erst 681 restlose Bedarfsdeckung aller Mitglieder Giadtrechner Oippell Der heimliche Wunsch aller Männer ist eine so hübsche Hausjacke von Köhler I KOHLER Gießen • Seltersweg 17 6 interessante Weihnachts - Schaufensterl Aquarium durch: 05744 VAAVfr Handel usw. 7120 D Industrie- und Handelskammer Gießen. Wer aulyepaßl! 7130D 32b A fDerbeblott Kosten!. II Dip. Dienst d o r« beson- müsse. Oberhessens größtes Spezialhaus für Herren- und Knaben-Kleidung. Evtl. Aenderungen sofort und kostenlos in eigner Hausschneiderei. Stta AnZeigen-Miengesellschast Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen undZeitschrifien Gietzen / Sthulftvatze z besondere beglückwünschte er Stadtrechner pell, der ebenfalls vor 25 Jahren in den der Stadt Alsfeld getreten sei und dessen bildliche Geschäftsführung mit derer Anerkennung hervorgehoben werden llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllll Wissenschaftliche Werke Sondergebiet der Brühl'schen Druckerei iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiii .DasDollenbetste.wa» man antRatumeut unö zugleich Kunst» lirischer Wiedergabe verlangen bann.* Photo-Beobachter und zum Bauen Abermann Karl Walther,Wieseck-Oießen Dudwigstraöe 11. richtig erkannt werden würde. In Anerkennung seiner langjährigen Verdienste um die hessische Kommunalpolitik überreichte er dem Jubilar im Auftrag des Deutschen Gemeindetags eine Ehrenurkunde zugleich mit den besten Wünschen für seine fernere Zukunft und Tätigkeit. Bürgermeister Or. Völsing dankte in bewegten Worten für die ihm dargebrachten Glückwünsche, Geschenke und Ehrungen. Er dankte dem Stadtvorstand für die weihevolle Stunde, die man ihm bereitet habe und die für ihn eine innere Erhebung und Stärkung bedeute. Er stellte fest, daß das Zusammenarbeiten mit dem neuen Stadtrat in allen Teilen ein ausgezeichnetes sei, und dankte für das ihm entgegengebrachte Vertrauen. Die ihm zuteil gewordenen anerkennenden Worte und Ehrungen müsse er an seine Beamten, Angestellten und Arbeiter weitergeben, die ihm in den 25 Jahren seiner Amtstätigkeit allezeit als treue Mitarbeiter zur Seite gestanden hätten. Er dankte ihnen für ihre treue Pflichterfüllung. Jns- gu beziehen durch jede Buchhandlung oder »om Hugo Verinühler Verlag ♦ Berlin-Lichterfelde dern auch ein väterlicher Freund und Berater aller Angestellten der Stadt sei. Die Stadt könne stolz darauf fein, daß ein solcher Mann an ihrer Spitze stünde. Als äußeres Zeichen der Wertschätzung überreichte er im Namen der städtischen Beamten und Angestellten eine geschmackvolle Schreibgarnitur. Oberstadtsekretär S e i p p e l überbrachte zugleich die Glückwünsche des Ortsgerichts, in dessen Auftrag er dem Jubilar ein prächtiges Blumengebinde überreichte. Gleichzeitig gratulierte er namens seiner städtischen Köllen auch dem Stadtrechner Dippel! zu seinem 25jährigen Dienstjubiläum unter Hingabe eines würdigen Geschenks. Oberbürgermeister Kiffer (Gießen) als Vertreter des Deutschen Gemeindetags und dessen Landesdienststelle Hes- sen/Hessen-Nassau sprach deren Glückwünsche aus und verband damit zugleich seine persönlichen Glückwünsche. Die Verdienste von Dr. V ö l s i n g beschränkten sich nicht nur auf das Wohl der von ihm verwalteten Gemeinde Alsfeld, sondern erstrecken sich ganz besonders auch auf das Gebiet der hessischen Kommunalpolitik, insbesondere sei er immer ein fleißiger, pflichttreuer Mitarbeiter im Hessischen Gemeindetag gewesen. Diesem habe er besonders wertvolle Dienste geleistet mit seiner reichen Erfahrung und seinem Wissen. Auf Grund feiner Verdienste um die hessische Gemeindepolitik und wegen seines freien und offenen Bekenntnisses zum nationalsozialistischen Staat fei er auch zum Mitglied des Gesamtvor- standes der Landesdienststelle hessen/hessen- Rassau des Deutschen Gemeindetags durch den Vorsitzenden, Oberbürgermeister Fiehler-Wün- chen, berufen worden. Die letzten 25 Jahre feien schwere Zeiten für die Gemeindeverwaltungen gewesen, da Reich und Staat alle Verantwortung auf die Gemeinden abgewälzt hätten. In dem Widerstand gegen diese Bestrebungen des früheren Systems habe sich Bürgermeister Dr. Völsing allezeit bewährt, und die Stadt Alsfeld müsse ihm dankbar sein, daß an ihrer Spitze ein Mann stehe, der ihre Verwaltung sauber geführt und in Ordnung gehalten habe. Die Verdienste einzelner Persönlichkeiten würden immer erst richtig gewürdigt werden, wenn eine geraume Spanne Zeit dazwischen liege, gerade so wie die Größe der gegenwärtigen Zeit erst später J. B. Häuser Am Oswaldsgarlen Gießen - Ruf Nr-2145^ Darlehensscholne werden In < Glanzvolle Zeiten hoher Blüte unseres deutschen Vaterlandes, aber auch schwere Zeiten voll größter Sorgen und tiefster Erniedrigung habe er in den 25 Jahren seiner Tätigkeit auf dem Rathause erlebt. Lr fei heute stolz darauf, daß es ihm gelungen fei, die unheilvolle Mißwirtschaft von der Stadt Alsfeld fernzuhalten, die in den letzten 14 Jahren leider in vielen deutschen Gemeinden durch die Parteiwirtschaft und den Marxismus geherrscht habe. Die zahlreichen Beweise von Vertrauen, die ihm heute aus allen Kreisen der Bevölkerung entgegengebracht worden seien, gäben ihm neuen Mut und Zuversicht, auch fürderhin seine ganze Kraft zur Arbeit am Wohle unserer schönen, alten Stadt Alsfeld einzusetzen. Mit ganz besonderer Genugtuung dürfe er dabei feststellen, daß die Stadt Alsfeld gerade im Dritten Reich mit froher und fester Zuversicht einer bedeutsamen, aufstrebenden Entwicklung entgegenblicken dürfe. Erfüllt vom Geiste des Nationalsozialismus und feinen tragenden Ideen wolle die Stadt Alsfeld und ihre Verwaltung in treuester Gefolgschaft zu unserem erhabenen Führer Mitarbeiten an dessen großem Werk, ein neues und schöneres Deutschland erstehen zu lassen. Diesem großen Werke könnten gerade die Verwaltungen der deutschen Kommunen am besten dadurch dienen, daß sie sich in allen ihren Entscheidungen und Maßnahmen stets und immerdar allein von dem Grundsatz leiten lassen: Gemeinnutz vor Eigennutz! Horöeroog (Ein deutsches Dogelparadies Natururkunden von den Halligen u. vom Wattenmeer Don P. F. Weckmann- Wittenburg Linführend.TexiDon Prof. Dr.^s.Dietrich Mit 64 Kunstdruck- tafeln. — Broschiert WER. 3.—, gebunden RM Donnerstag, den 6. Dezember, nachmittags, kommt der M Cale beeil I 2S Jahre Bürgermeister von Alsfeld Feier im Alsfelder Siadtrat. (Silit Sehr wichtig! Alle in den Kreisen Gießen, Alsfeld und Lauterbach ansässigen Firmen und Fachgeschäfte des Gas-, Gleltro-noö BamnoletlülieiWanöels werden hiermit zu einer Kundgebung des Fachhandels auf Mittwoch, S. Oerembev 1034 abends 8 Uhr, im (5aft EbeLGießen, Burggraben 9 (am Marktplatz) eingeladen Aufklärung über Steigerung der Umsatz- Möglichkeiten, Vergünstigungen im Rahmen der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, Elek- tro-Gasfront, Baufront, Richtlinien für den ▼WB Stadt* am Nm WetA*wcfchfe* türtr *HMt< Der Blodiwarl des WHW. zeigt euch den Weg! £ Alsfeld, 2. Dez. Anläßlich des 2 5 j ä h r i» gen Dienstjubiläums von Bürgermei- st e r D r. Völsing fand am Samstag in dem würdig geschmückten Sitzungssaale des Rathauses eine schlichte Feier statt, zu welcher der Stadt- v o r st a n d und die st ä d t i s ch e n Beamten, Ange st eilten und Arbeiter erschienen waren. Beigeordneter Trips überbrachte in herzlichen Worten die Glückwünsche der Stadtoertretung. Er gab dabei einen Rückblick über die Tätigkeit in der Alsfelder Stadtverwaltung in den letzten 25 Jahren. Auch die Stadtverwaltung Alsfeld habe nach dem Kriege schwere Zeiten erlebt. llebergehend auf die Zeit des nationalen Umbruchs wies der Redner darauf hin, daß bei diesem die Stadt Alsfeld in vorderster Linie gestanden habe, und auch der Bürgermeister habe sich sicherlich gefreut, als am 5. Wär; 1933 die Hakenkreuzfahne am Rathaus gehißt worden fei. Im Dritten Reich sei die Verwaltung einer Stadt wieder ruhiger und leichter geworden, allerdings trage jetzt der einzelne, der an der Spitze der Verwaltung stehe, mehr Verantwortung als früher. Er hoffe, daß die der Stadt Alsfeld gestellten Aufgaben durch Bürgermeister Dr. Völsing restlos im Sinne des nationalsozialistischen Programmes erfüllt würden. Als Zeichen der Anerkennung für das verdienstvolle Wirken von Bürgermeister Dr. V ö l- f i n g für die Stadt Alsfeld überreichte ihm Beigeordneter Trips ein von einem Alsfelder Kunstmaler hergestelltes prächtiges Gemälde vom Alsfelder Marktplatz. Weiter gab Beigeordneter Trips bekannt, daß der hessische Slaatsminisler anläßlich des 25jäh- rigen Dienstjubiläums von Bürgermeister Dr. Völsing diesem feine Anerkennung für die langjährigen treu geleisteten Dienste ausgesprochen habe. Beigeordneter Trips beglückwünschte sodann den ebenfalls vor 25 Jahren in den Dienst der Stadt Alsfeld getretenen heutigen Stadtrechner Dippel und überreichte ihm unter Anerkennung seiner mustergültigen Dienstführung ebenfalls ein Bild des Alsfelder Marktplatzes. Oberstadtsekretär Geippel brachte in seiner Ansprache dem Bürgermei- st e r die Glückwünsche der städtischen Beamten und Bediensteten in herzlichen Worten dar, wobei er besonders betonte, daß Bürgermeister Dr. V ö l - sing nicht nur ein wohlwollender Vorgesetzter, son- dankte seinerseits dem Bürgermeister und fen* städtischen Amtskollegen für die ihm zuteil ge30] bene Anerkennung und Ehrung und wünscht? u die gegenseitige, vertrauensvolle Zusammen^ auch in Zukunft so bleiben möge. Mit einem begeistert aufgenommenen dreist, Sieg-Heil auf den Führer und DolkskLu l er schloß Beigeordneter Trips die schlichte, j!,' sehr eindrucksvolle Kundgebung. Heute Dienstag 05751 Metelfaroe Nächtlicher Raubüberfoll in Franks Täter erbeuten 140 Wark. LPD. Frankfurt a. M., 3. Dez. Ein Raubüberfall wurde in der Nacht zum tag gegen 22 Uhr in der Roseggerstrahe in furt verübt. Von der Haltestelle der Straßes ging die Frau eines Frankfurter Lj^ spieltheaterbesitzers nach ihrer Wohx»' An der Straßenecke Roseggerstraße—Grillp^ straße bemerkte die Frau einen Mann, her j offensichtlich hinter einem Mauervorsprung jf .| gen halten wollte. Die Frau wurde ängstlics^k auf die andere Straßenseite und versuchtes lautes Rufen Hilfe heranzuholen. Der jj. sprang ihr daraufhin über die Straße nach, ;.j sie von hinten, warf sie zu Boden und r ai-i i h r ein kleines Stadtköfferchen -■ 14 0 R M. Der Räuber lief dann durch die frj parzerstraße in Richtung nach Ginnheim banor. ‘ dem Ueberfall berichtet eine Hausangestellte durch die Hilferufe der Ueberfallenen an bas fr fter gelockt würbe, baß ber Räuber bei Flucht in der Grillparzerstraße zwei Männer 2, holte, die keinerlei Anstalt machten, ihm den ft zu verlegen. Nach dieser Aussage müssen die beu Unbekannten auch schon die Hilferufe der Fr«^, hört haben. Aus dem Verhalten der beiden sH, die Polizei, daß es sich bei ihnen um K 0 m p li,- des Räubers handelt. Der Räuber, bein jetzt noch nicht identifiziert werden konnte, solly scheu 20 und 25 Jahren fein. Die polizeilichen,! mittlungen find im Gang. Briefkasten der Redaktion. 3- T. 999. Die Beantwortung Ihrer Anfrageü über den Rahmen einer Briefkastenauskunft hii^> Eine zuverlässige Beurteilung wird nur mfei fein, wenn Sie die tatsächlichen Verhältnisse lr einem Rechtsanwalt eingehend durchsprechen, f* können Ihnen nur ganz im allgemeinen miftn.- daß ein Grundstückseigentümer Maßnahmen, di<-i öffentlichen Interesse erfolgen, trotz ihrer schöW-k Einwirkung auf seinem Grundstück dulden mujj, inet aber im Falle einer schuldhaften Verletzung Eigentums Schadensersatz verlangen kann. ÄeZc: jährungsfrist beträgt drei Jahre. Sie roerhr zweckmäßigsten die Beteiligten auf ben Ihm > hssnden weiteren Schaden baldigst 1 machen. Hotel BayrM Mittwoch, den 5. Dezemb*' Metzelst# MeMnkiH Jeden Mittwoch (beginnend am 5. Dezember 1934) von 21 bis 22 Uhr, in der Reithalle am Brandvlatz, verbunden mit Skigymnastik, insbesondere auch für ältere Skiläufer. 7118d Für jedermann kostenlos. Sanierungen,Finanzierungen Darlehen und Hypotheken Bar- und Tilgungskredite Selbst die Weihnachtsmänner sind sich darüber einig, daß praktische Geschenke noch lange keine prosaischen sind. — Eine Hausjacke ist für jeden Mann wirklich der Inbegriff aller Gemütlichkeit und dabei kosten die moMigen Joppen nicht einmal die Weltl Hausjacken aus einfarbigem grauen oder violettem Flausch Hausjacken aus sammetweichem Flausch oder Velour, und anderen molligen Stoffen mit flotten Mustern, mit 3 Agraffen kamelhaarfarbig und andere geschmackvolle Musterungen. Erste und schöner Kordel-Einfassung, an rn IAEA 10 EA 11 Markenfabrikate: Prodoma u. Eres nn ne rn «en Eft 17 Efl Kragen und Aermelaufschlägen 10.UU, I4.0U, l&.OU, II." bieten Gewährt gute Form u. Qual. ^0.", &0.UU, lO.uU, If.UU Messen Sie, wenn möglich, die Brustwelte und Leibwelte Ober die Weste. - Umtausch auch noch nach dem Welhnachtefeet gestattet Schlafröcke, Frackwesten, Smokings, Tanzanzüge, Skiblusen, Kletterwesten, Pullover, Jankers, Knickerbocker, Lederwesten, Ledermäntel, Sportanzüge, Pelzmäntel, Gehjacken auf echte und imitierte Pelze gefüttert, Lodenmäntel von Frey, München, für groß und klein, Windjacken, Gummimäntel, Lackmäntel, Lodenjoppen, einzelne Hosen. Das alles sind Geschenke, die um so höher eingeschätzt werden, wenn man hört, daß sie aus einem so fortschrittlichen Spezialhaus stam m e n Jedes Gerlt soll Arbeit erleichtern und doch p sein. Lassen Sie für Ihre KOchen-AW»- steuer beraten duft* das bekannte Fall'-