Mittwoch, 3. Januar W 184- Jahrgang auf s i ch Gefahrenzone Hindenburg hat in feiner Erwiderung auf die Glückwünsche der Reichsregierung darauf hinge- wiesen, daß der Umschwung der Verhältnisse in Deutschland in erster Linie das. Werk des Reichskanzlers Adolf Hitler ist, und hat besonders in bezug auf das Gelingen des Winterhilfswerkes und darauf, daß Millionen arbeitswilliger Hände wieder schaffen können, den Erfolg der kraftvollen Führung Hitlers und der hingebenden Arbeit seiner Mitarbeiter zugeschrieben. Der Führer selbst hat in einem Aufruf an feine Parteigenossen eine Bilanz seiner Arbeit gezogen. Sie atmet den Geist berechtigten Stolzes, kennzeichnet aber auch den festen Willen, auf der bisherigen Grundlage die Arbeit fortzusetzen, den unerschütterlichen Willen vor allem, den Kampf gegen die Not erfolgreich zu beenden. Mit Nachdruck hebt der Führer hervor, daß die Katastrophe unserer Arbeitslosigkeit nur behoben werden kann durch die äußersten Anstrengungen aller, denen allein das gläubige Vertrauen die Voraussetzungen zum Er- olge schaffen kann. Der Führer darf überzeugt sein, daß in diesem Bestreben das ganze Volk mit ihm einig ist und ihn dabei unterstützen wird. gleichzeitig 12 000 bis 15 000 Arbeiter beschäftigt werden. Der Bau dieser Strecke wirkt ungewöhnlich günstig auf den Arbeitsmarkt des ganzen Landes. Der dauernde Nutzen durch den gesteigerten Fremdenverkehr und der damit zusammenhängenden gewaltig gesteigerten Bautätigkeit in den Durchzugsgebieten der Autostraße ist gar nicht abzusehen. Die Reichsautobahn Stuttgart—Ulm erfordert einen Bauaufwand von etwa 40 Millionen Mark. Mit der Erbauung dieser Strecke wird die Landeshauptstadt Stuttgart möglicherweise zum Knotenpunkt der Reichsautobahnen werden. Württemberg hat sich verpflichtet, auf die Dauer eines Jahres eine Vorfinanzierung von sieben Millionen Mark zur Verfügung zu stellen, die von der Gesellschaft Reichsautobahnen verzinst werden. Der hierzu notwendige Grund und Boden wird vom württembergi- schen Staat unentgeltlich zur Verfügung gestellt. Die württembergische I n d u st r i e und die Städte Stuttgart und Ulm haben für die Kosten des Grunderwerbs eine beträchtliche Summe als freiwillige Spende aufgebracht. Die Reichsautobahn erschließt der Wirtschaft ein Gebiet, das seither überhaupt nicht erschlossen war und sich im Laufe von 10 bis 15 Jahren unbedingt entwickeln wird. lini und Macdonald, so betont das Blatt, hätten noch nicht abgerüstet. Wenn die Gerüchte zuträfen, wonach von einer befreundeten Macht in Paris Schritte unternommen worden feien, die Denkschrift in einigen Punkten abzuändern, so könne cs sich nur um England handeln. Diese Annahme werde außerdem durch die merkliche Zurückhaltung der englischen politischen Kreise bestärkt.. Der „T e m p s" schreibt, Frankreich wolle bewei- en, daß man nichts unversucht lassen dürfe, beoar man den Bankerott der Abrüstungskonferenz ver- R o m, 2. Jan. (DNB.) Der englische Außenminister Sir John Simon ist mit einem dreimotorigen Wasserflugzeug von der Insel Capri nach dem römischen Seeflughafen Ostia gestartet und von dort aus mit dem Kraftwagen in Rom e i n getroffen. Er hat in der englischen Botschaft Wohnung genommen. Die Verständigung zwischen London und Rom über die Art des Vorgehens in der Abrüftungs- und der Völkerbundsfrage ist zweifellos sehr gut vorbereitet. Es wird sich in den Unterredungen zwischen Mussolini und Simon wohl vor allem darum handeln, festzustellen, wie die Rollen in den beiden Fragen verteilt werden sollen, oder ob etwa ein auch äußerlich gemeinsamer Schritt unternommen werden soll. In der Frage der Völkerbundsreform erscheint das letztere wenig wahrscheinlich. Der römische Korrespondent der ,M o r n i n g - P 0 fr gibt folgenden Bericht über dieita- l i e n i s ch e n A b s i ch t e n: In der Abrüstungs- srage muß eine englisch-italienische Zusammenarbeit ein Wettrüsten verhindern. Bon einer Reuauflage der Vorschläge Simons (vom Oktober v. 3.) wolle Italien nichts wissen, weit es sie für schlimmer als zwecklos hält, denn es stehe bereits fest, daß sie für Hitler unannehmbar sind. Italien ist der Ansicht, daß eine weitgehende und wirksame Abrüstung nicht zu erreichen ist und glaubt daher, daß es besser wäre, wenn Deutschland etwas Spielraum gegeben werde, um dadurch künftige übertriebene Forderungen zu verhindern. Von einer schrittweisen Abrüstung will Italien nichts wissen. Was die Völkerbundsreform angeht, so wird Mussolini drei Gesichtspunkte vorbringen: 1. Die Vülkerbundssahung muh von den Friedens-Verträgen losgelöst werden. 2. Beseitigung derSanktionsverpslich- tung. 3. Abänderung der Stellung der verschiedenen Mitgliedsstaaten entsprechend der Last ihrer Verantwortlichkeiten. * Der Korrespondent glaubt, daß die italienische Regierung im Anschluh an die Besprechungen in Rom schriftliche Vorschläge nach Gens und an die Großmächte übermitteln wird. Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Reichspfennig; für Textanzeigen von 70 mm Breite 60 Reichspfennig, Platzvorschrift 25",, mehr Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H. Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Blumschein und für den Anzeigenteil i.V. Th. Kümmel sämtlich in Bietzen OasZahr des Ausbaues Die Zeit der Feste ist vorüber und damit die Zeit stiller Besinnlichkeit, innerer Einkehr und deutscher Weihnachtsfreude. Wie immer fand die Weihnachtswoche ihren Ausklang in der Silvefter- freude und in der Neujahrsfeier; aber auch sie war ruhiger als sonst, war frei vom lauten inhaltslosen Jubel und Trubel, dafür aber um so inniger und von dem festen Willen beseelt, mit neuer frischer Kraft an die Arbeit zu gehen. Die Neujahrs- empfänge beim Reichspräsidenten ent- prechen einer alten Tradition. Diesmal aber fehlte bei ihnen nicht die Wärme und Herzlichkeit, die dem Gefühl der Dankbarkeit für das große deutsche Geschehen im Jahre 1933 entsprachen. Aus den Bildern über die Empfänge des Diplomatischen Korps und der Reichsregierung ist zu ersehen, wie der Reichspräsident trotz seiner 86 Jahre aufrecht und kraftvoll die Reden des Päpstlichen Nuntius als Doyen des Diplomatischen Korps und des Reichskanzlers für die Reichsregierung entgegennimmt. Mit Recht hat Nuntius Orsenigo heroorge- hoben, daß die Glückwünsche des Diplomatischen Korps noch eine freundliche Note durch die Feststellung der Rüstigkeit des Reichspräsidenten, die der Arbeit und den Jahren zu trotzen scheint, erhalten. lin die Abrüstung auf der Grundlage des französischen Plans für durchführbar hielte und wenn auf jeden Fall alles für die Wiederaufnahme der Abrüstungskonferenz versucht werden würde. — ,,N o tr e Te mp s" erhofft von Deutschland eine Antwort noch vor Wiederaufnahme der Genfer Ab- rüstungsarbeiten. Je schneller die Antwort eingehe, umso besser sei es. Oie pariser Denkschrift wird geprüft Berlin, 2. Jan. (DNB.) Der französische Vot- schafter Franxois Poncet hat, wie bereits gemeldet, bei seinen mündlichen Erklärungen auch ein Aide mSmoire überreicht, bei dem es sich um eine sehr ausführliche Aufzeichnung handelt. Dieses Aide numoire wird gegenwärtig von den zuständigen Stellen der Regierung geprüft. Sein Ton ist höflich und entgegenkommend. Die Aufzeichnung bringt aber keinerlei Sensationen. Infolge der kürze der Zeit konnte bisher von deutscher Seite noch nicht dazu Stel- DieneueMchsaulodahnStuttgarWmdurchWI imlzweU kmlangenTmuiels die SchwälWeAib Zedeutende wirtschaftliche Belebung für Württemberg. Im halbamtlichen „G i o r n a l e d ' Italia" sagt Gayda in einem für den italienischen Standpunkt maßgebenden Artikel u. a., die Präventivkriegsidee französischer Militaristen sei zu toll, als daß sie von einer verantwortlichen Regierung ernsthaft erwogen werden könnte. Außerdem würde sie bald auf d i e feindliche Einstellung der geistig gesunden Völker stoßen, Italien und England in erster Linie. Aber im Rustungs- wettkarnps befinde man s i ch schon als Folge des anderthalb Jahre unnützen Geschwätzes in Gen,. Die Anhänger von Versailles schrien über Vertragsverletzung. Aber die unparteiischen Beobachter erkennen die Gefahr an, die um Deutschland herum entstehe, und die ihm die Entscheidung aufzwinge. Frankreich leiste der Sache des Friedens keinen guten Dienst, wenn es Vorschläge mache, die von vornherein für einen Teil unannehmbar schienen. Auch Italien sei nicht für Aufrüstung, sondern für ehrliche Abrüstung. Aber die zwei Jahre Genfer Diskussion hätten gezeigt, daß eine unmittelbare wirkliche und weitgehende Abrüstung noch nicht möglich sei, daraus müsse man fußen. Könne man denn nicht Deutschland ein wenig Vertrau- e n schenken? Das scheine das beste Mittel, um ein „eventuelles Uebermaß in seinen Forderungen zu verhindern". Das sei auch die englische Auffassung, wenn man nach den Reden von Macdonald und Simon und der Haltung eines großen Teils der britischen Presse urteilen dürfe. Was will Frankreich? Berlin, 2. Jay. (DNB.) Unter den eben vom Generalinspekteur für das deutsche Straßenwesen zum Bau freigegebenen 1000 Kilometer neuen Reichsautobahnstrecken befindet sich, wie der „Völkische Beobachter" meldet, auch das Teilstuck der großen West - Ost - Linie P f a l z—S! t u t t g a r t— Münche n—S a l z b u r g, von Stuttgart über die Schwäbische Alb nach Ulm. Auf verhältnismäßig kurzer Strecke muß ein erheblicher Höhenunie r- s chied , das Hauptgebiet der sich quer zur Laurichtung ziehenden Schwäbischen Alb, überwunden werden. . ,, . Die neue Reichsautoftraße folgt nicht dem uralten Saufmannsroeg durch Neckar- und Filstal, sondern geht über die Hochebene hinter Stuttgart in gerader Linie nach Wie, en steig im oberen Fllstal. Hier werden die neuen deutschen Straßenbauer in wörtlichem Sinne neue Wege gehen, indem man hier das Gebirge in i>«i Doppeltunnel von vier Kilometer Länge durch stößt. Das schmale, tief emge- schmtt?ne Filstal bei Wiesensteig wird mit einer Straßenbrücke von S00 Meter Länge überspannt. Diese kühne Anlage der Straße hat den großen Vorzug, daß sie ,n dem dicht besiedelten Teil des wurttembergischen Landes am wenigsten das vorhandene Straßennetz zerschneidet. Wo gue-rlausende Straßen und Bahn- (inten nicht zu vermeiden sind, wird ste die Auto- itraße unter- oder überführen. Die allgemeine Aus- ührung entspricht auch aus diesem besonders schwie- rigen Teil den sonstigen besonderen Richtlinien, also ,mei Fahrbahnen von je 7,5 Meter Breite mit dazwischenliegendem fünf Meter bre,- ten Grünstreifen und an den Seiten je 1,5 Meter ^Hü" Württemberg bedeutet der Ausbau dieses Teilstücks, mit dessen Bau bereits im ^°nuar begonnen wird, zunächst eine außerordentliche wirtschaftliche Belebung, ist doch die Unzeit auf zwei Jahre veranschlagt, wahrend hierbei Oie Wiederherstellung der nationalen Wirtschaft in LIGA Roosevelt plant keine Aenderung des grundsätzlichen Kurses. Washington, 2. Jan. (DNB.) Präsident Roosevelt hat die Feiertage dazu benutzt, um mit seinen Ministern und den Parteiführern die letzte Feile an den strategischen Plan für den Kongreß zu legen, der nach langer Pause seit etwa Mitte Juni am 3. Januar wieder zu einer ordentlichen Tagung Zusammentritt. Die Aussichten Roosevelts sind günstig, insbesondere, da die Republikanische Partei sich entschlossen hat, keine parteiliche Opposition zu treiben. Roosevelt plant keine Aenderung seiner bisherigen Methoden. Beweis dafür ist die endgültige Ernennung des auf neue Finanz- metyoden eingeschworenen M o r g e n t h a u zum Finanzminister. Weder eine Stabilisierung noch eine Devalvierung dürften unmittelbar bevorstehen. Immerhin wird durch Goldankäufe und Goldeinziehungen, sowie durch informelle Besprechungen mit der Bank von England die Vorbereitung für eine spätere Devalvation getroffen. Eine Inflation in Form ungedeckter Notenausgabe erscheint nach wie vor vollkommen unwahrscheinlich, dagegen ist bereits die Grundlage für eine gewaltige Kreditauswel- tung gelegt, die der Präsident durch eine behörd- Das Jahr der nationalen Erhebung hat die staatsrechtliche Voraussetzung für die Reichsregierung geschaffen, das Werk des Wiederaufbaus unbeeinflußt und ungestört unter Einsatz aller Kräfte in Angriff nehmen zu können. Alle innerpolitischen Reibungsflächen sind beseitigt worden, so daß nur noch ein starker Wille von oben nach unten dringt, um hier auf her Grundlage eines unbedingten Vertrauens sich auswirken zu können. Der Reichskanzler hat das Jahr 1934 selbst als das Jahr des Auf baus bezeichnet. Was bisher geschehen ist, ist außer her staatsrechtlichen Neugestaltung des öffentlichen Lebens im wesentlichen dazu bestimmt gewe- en, her ungeheuren Not jener Volksmassen ein Ende zu machen, die jahrelang den seelischen und wirt- chaftlichen Druck her Arbeitslosigkeit aushalten mußten. Die zweite Welle im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit hat schon eingesetzt, denn die Reichsregierung hat zu jeher Zeit und an jeher Stelle die Maßnahmen und Einrichtungen getroffen, um immer wieder Tausenhe von Krisenopfern in hen Wirt- schaftsprozeß einreihen zu können. Das Jahr des Aufbaus wird den Kampf gegen hie Arbeitslosigkeit insofern noch weiter treiben, als nunmehr auch die Landwirtschaft für hie Belebung und hie Entwicklung des Binnenmarktes eingesetzt werden kann. Das ist ja die überragende Leistung der Reichsregierung, haß sie nicht ab märtet, bis fid) außenpolitisch der Horizont aufklärt, bis hie Völker sich darüber einig werden, die Zollmauern und die fast unüber- fteigbaren Mauern des Mißtrauens abzutragen. Deutschland müßte nicht die Herzkammer Europas sein, wenn nicht der gewaltige Aufstieg der innerdeutschen Wirtschaft auf die anderen Länder einen starken Reiz ausübte. Das Ausland hat nun hie Er ahrung gemacht, daß das neue Deutschland die Kraft und die Stärke in sich trägt, sich r * * selbst z u stellen, um aus der G< her Wirtschaftskrise herauszukommen. Das Jahr des Aufbaues soll roirflid) dem Auf- bau dienen, dem Aufbau eines Staates und einer Wirtschaft, der die Nation als solche gegen jeden Angriff von innen oder von außen unüberwindlich macht. Der Aufbau wird sich nicht darauf be- schränken, die Krisenopfer vom Arbeitsmarkt wegzuziehen, sondern die Grundlagen einer Wirtschaft herzustellen, die sich nach menschlichem Ermessen als krisenfest bewähren wird. Wenn ine enge Verstrickung in dem Außenhandel immer wieder zu Rückschlägen führt, fo wird ein Volk von 60 Millionen die Mittel und Wege finden müssen, um diese Rückschläge aufzufangen. Es wird Sache der anderen Völker sein, den Außenhandel so zu entwickeln, daß er nicht nur dem Güteraustausch dient, sondern aud) der Befriedung der Völker. Daran ist zu erinnern, weil gerade das Ausland fid) unzufrieden zeigt mit der Politik, die Deutsd)laiid zum Schutz feiner Währung und Wirt- schäft hat einleiten müssen, zumal diese Politik nicht Selbstzweck ist, sondern Vorsorge treffen soll, daß nicht wieder Millionen von Volksgenossen fahre« lang ohne Arbeit und Brot bleiben. Die Sicherung der staatlichen und sozialen Grund« lagen läßt den Aufbau noch höher führen, laßt die stolze Wölbung zu, die der geistige Ueberbau dem deutschen Volke bedeutet. Das neue Reich will einen Ausbau, in dem soziale Bindungen eine Gliederung herbeiführen, die Staat und Volk unlösbar verketten. Je mehr das deutsche Volk an Simons Besuch in Rom. England und Italien beraten eine gemeinsame Marschroute Paris, 3. Jan. (DNB.-Funkspruch.) In gut unterrichteten französischen Kreisen weist man noch einmal darauf hin, daß die etwas übereilte Ueber- reichung der französischen Denkschrift in Berlin erfolgt ist, da dieVertreter einer „befreundeten Macht, die in dieser Frage mehrfach gezögert habe, und die nach ihren bisherigen Gewohnheiten an Vergleichslösungen denke", am Sonntag- nachmittag am Quai d'Orsay vorstellig geworden seien, um gewisse tatsächliche Abänderungen und wenn möglich eine leichte Lockerung der Haltung Frankreichs vorzuschlaaen In der radikalsozialistischen „Republique sagt Bayet, e- sei gut, daß man sich in Berlin dar- über im klaren sei, daß sich alle sranzosischen Republikaner in dem Willen zur Abrüstung und zur N-rltändiauna einig seien. Die augenblickliche Lage st esten Na?. De? Reich-kanzler habe sich bereit- 'erklärt, bi- auf da- letzte Gewehr abzuru -n vor- ausgesetzt, daß man Deutschland d>e Gleichberechtigung zugestehe. Frankreich habe diese Erklärung entgegengenommen und schlage deshalb f u r b e i d e Länder zwei herabgesetzte und gleiche 81 tT/ sozialistische „P o p u l a i r e" fordert noch «tnrnal beschleunigte Veröffentlichung der französischen Denkschrift, um allen Manovern, die In Vorbereitung sind, di- Spitze abzubrechen. Musi. - Reichspräsident v. Hindenbu r g empfing aus Anlaß des Gedenktages des 1 00 jähr i- gen Bestehens des Deutschen Zollvereins den Präsidenten des Rechnungshofes, Staatsminister Saemifch, und den Professor Geheimrat Dr. O n ck e n, die ihm unter Hinweis auf die Bedeutung dieses Gedenktages die von der Friedrich- List-Gesellschaft herausgegebenen Akten-Publikation „Vorgeschichte und Begründung des Deutschen Zollvereins" überreichten. Ur. 2 Erste; Blatt Erscheint täglich, außer Sonniaas und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gieyener Familienblätter Heimat ,m Bild Die Scholle monats--Be$ugspret$: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernfprechanfchlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Sranffurt am Main 11686 künde. Es sei falsch zu behaupten, daß die französische Denkschrift jeder deutsch-französischen Ansprache die Tür verschließe. Sie solle im Gegenteil günstigere Aussichten für eine nutzbringende Verhandlung schaffen. Wenn das neue Deutschland vorn Friedenswillen beseelt fei, dann könne es das von Frankreich empfohlene Experiment einer effektiven Herabsetzung der nationalen Streitkräfte nicht ausschlagen. —' Das „Journal des D e b a t s" lehnt die französische Denkschrift ab, weil sie feiner Ansicht nach die „deutsche Aufrüstung" mit einer entsprechenden Abrüstung Frankreichs kombiniere. Wenn man den Frieden ernstlich festigen wolle, dann müsse man ganz anders verfahren. Man müsse . ■' A m iirnhinn twt aufhören, die „Ein chüchterungsmanöver" Deutsch-Dung genommen wer e . D P f g lands zu erleichtern. — Das neufvzialistifche Blatt Schriftstückes wird noch einige läge dauern. „21 p p e l" würde es begrüßen, wenn man in Ber-1 ------ liche Kontrolle und durch hohe Steuern in angemessenen Grenzen zu halten hofft. Man kann also Roosevelts finanzpolitisches Ziel als Staatssozialismus zwecks Erhaltung des kapitalistischen Prinzips bei gerechterer Verteilung der Arbeitsfrüchte unter der großen Masse bezeichnen. Die Gefahr seines Experiments liegt darin, daß sich die öffentliche und private Verschuldung gewaltig erhöht. Ob diese Gefahr durch höhere Steuereinkünfte und durch Verbilligung der Schuldenlasten infolge der Geldentwertung erfolgreich bekämpft werden kann, ist die große Frage. Die Außenpolitik des Präsidenten wird ebenfalls unter dem Zeichen der Wirtschaftserholung stehen. Roosevelt hat wiederholt erklärt, daß die Union keine imperialistischen Ziele verfolge oder sich in nationale oder internationale Probleme anderer Staaten einmischen werde. Dagegen plant Roosevelt eine grundlegende Reformdesamerika- nischen Z o l l s i; st e m s zwecks Abschlusses vorteilhafter zweiseitiger Handels- und Zollverträge mit den fremden Ländern, um den amerikanischen Ausfuhrhandel zu beleben. Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche UniversttatrVuch- und Zteindruckerei R. Lange in Giehen. Zck riftle lung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7 dieser Arbeit des Aufbaues teilnimmt, je mehr es sich von seinem Geist durchdringen läßt, desto größer und entschiedener wird auch der Erfolg sein. Die Welt und das neue Deutschland. Kein Raum mehr Eine außenpolitische Jahresbilanz in Berichten unserer Korrespondenten. Europas entscheiden. Politik künftige Zn Warschau entdeckt man Deutschland Von unserem A-Äerichlerstatier. in Deutschland verweilen ließ. Vielmehr sprach in mit einem Gefühl der Inferiorität behafteten Psyche ger wurde zu a onaten Gefängnis Priesterseminars in Freisii zu verantworten. Dem 21: Daß die deutschen Ereignisse des letzten Jahres auch in Dftafien stärkstes Aufsehen erregt haben, ist selbstverständlich. Freilich: Dftafien liegt zu fern von Europa und hat zu sehr seine eigenen Sorgen, als Welt bolschewistisch geworden. Der russische Mensch war immer ein Gefühlsmensch, ein in den Urgründen der Mystik wurzelnder Phantast. Am 30. Januar 1933 brach das Traumgebilde der bolschewistischen Weltherrschaft zusammen. Man mußte sich zur Wirklichkeit zurückfinden. Und der Durchschnittsrusse hat diesen Weg mit bemerkenswerter Schnelligkeit gefunden. Heute ist Deutschland im Bewußtsein des Nüssen aus dem Gebiet der unmittelbar von der Komin- Es war nicht allein der wenig verantwortliche Hang zu leichtfertiger Betrachtungsweise, der die pol- die Gefahr des Kommunismus im eigenen Lande sehr wohl und bewundert es, wenn mit Tatkraft gegen diese Erzfeinde der Menschheit zu Felde gezogen wird. Deutschlands Politik in dieser Hinsicht ist hier als vorbildlich empfunden worden, und die Greuelpropaganda der Emigranten blieb ohne jede Wirkung. Besonders lebhaft aber hat man hier begreiflicherweise dem Austritt Deutschlands aus dem Völkerbunde und der Abrüstungskonferenz zugeftimmt. Es ist sicher, daß die männliche Haltung der deutschen Politik gerade in diesem Falle die besonderen Sympathien der japanischen öffentlichen Meinung gewonnen hat. Ueberraschenderweise liegen die. Dinge ähnlich auch in China. Das politische China hat nämlich das Gefühl, daß sein Schicksal dem deutschen verwandt ist, und man empfindet deshalb hier lebhafte Sympathie für die nationale Revolution in Deutschland, hinter der man den Freiheitswillen eines großen und geachteten Volkes spürt. Nicht ohne Neid hat man von der völligen Geschlossenheit der deutschen Nation Kenntnis genommen und bemüht sich nun, sich für den eigenen Freiheitskampf die deutschen Erfahrungen zunutze zu machen. Das ursprünglich sehr starke Mißtrauen ist heute einer ebenso lebhaften Achtung und Anerkennung gewichen. Zunächst hatte man in China vielfach die Befürchtung, daß das Reich vielleicht gezwungen sein könnte, einen Krieg zu führen, was freie Hand für Japan in Dftafien bedeutet haben würde. Die kluge Politik Hitlers, die diese Gefahr abwendete, hat daher um so größeren Anklang in der chinesischen Deffentlichkeit gefunden. Mit der Beseitigung einer europäischen Kriegsgefahr glaubt man auch die Gefahr für China vorbei — was sich allerdings wohl erst noch zeigen muß. Auf jeden Fall werden die deutschen Ereig- nisse heute auch in China verständnisvoll gewürdigt. Von Moskau aus. Von unserem Tl-Äerichterstaiter. Bei der großen Demonstration auf dem Roten Platz in Moskau anläßlich des letzten Dktoberfestes waren ausländische Beobachter Zeugen eines sehr bezeichnenden Vorgangs. Stalin nahm die Parade der roten Regimenter ab. Im Hintergrund seine zahlreiche Suite. Man sah da alle Mitglieder sämtlicher Sowjetregierungen, — eine unendliche schwinden, der ihn untergehen ließ, — er „nur" ein deutscher Kommunist, Vertreter der mehr bestehenden KPD. hat sich das russische Volk mit der Tatsache des nationalsozialistischen Deutschland, das im Innern so neue Wege geht, abgefunden — mehr noch: die so völlig neuartige mutige Selbständigkeit in der Außenpolitik imponiert dem Russen und ist ihm ein Beweis, was doch in diesem deutschen Volk trotz der 19 Elendsjahre für eine Kraft steckt. Denn im Grunde ist das russische Volk dem deutschen immer befreundet gewesen, im Grunde hat es Deutschland immer bewundert. Und der Kreml, die amtliche Politik? Litwinow hat in Rom erklärt, es bedürfe keiner neuen Pakte mit dem Reich, da Berlin und Rapallo eine ausreichende Grundlage bieten, und die „Jswestija" betont, nach dem Abschluß des Vertrages mit Italien besitze die Union jetzt mit allen europäischen Großmächten außer England Nichtangriffspakte. Wir begrüßen diese Erklärung als Beweis, daß Litwinow nicht die ihm zugeschriebene Absicht hat, vom Reich einen neuen Vertrag als Sicherung gegen angebliche Angriffsabsichten des neuen Deutschland zu fordern. Denn diese Erfahrung hat auch der Kreml im ersten Jahr der Hitler-Regierung gemacht: Mit dem deutschen Nationalsozialismus, dem italienischen Faschismus und der türkischen Diktatur. Auch Litwinow, der viel Sinn für politische Realitäten hat, läßt die stärkste europäische Realität — das nationalsozialistische Deutschland — nicht unbeachtet. Seine auf Sicherung des russischen Rückens in Europa im Falle einer fernöstlichen Auseinandersetzung hinauslaufende Politik wird in Deutschland voll verstanden. In der Abrüstungs-, der Dölker- dunvs-, der Revisionspolitik — nirgends sind künftige Politik < die Interessen der beiden Staaten entgegengesetzt. Voraussetzung bleibt allerdings, bafi bie lnneren Und fron der heute noch in Moskau wirkenden per- staatspolitischen Formen bei den Beziehungen der sönlichen und parteimäßigen Empfindlichkeiten wird Staaten zueinander nicht ausschlaggebend sein Dur- auf der Linie Berlin—Moskau—Rom sich d i e zu- fen. Ostasien: Festigung des deuischen Ansehens Von unserem H-Äerichierstatter. Soldaten des Friedens. Oie Aufgaben des Freiwilligen Arbeitsdienstes im neuen Jahr Berlin, 2. Jan. (DNB.) Reichsarbeitsführer Staatssekretär Hierl richtete im Rundfunk zum Jahreswechsel eine Ansprache an die deutsche Jugend, in der er erklärte, daß der Arbeitsdienst etwas viel größeres sei als nur eine vorübergehende Aushilfe im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Er fei als die große Schule der politischen Erziehung zum neuen deutschen Arbeiter- t u m nicht zu entbehren. Arbeitsdienst der Jugend als Ehrendienst am Volk bedeutet Abkehr von der Auffassung, daß Arbeit nur ein Mittel zum Gelderwerb fei, ebenso wie von der Auffassung, daß Arbeit nichts anderes als eine käufliche Ware sei. Arbeitsdienst als Ehrendienst bedeutet weiter Absage an das Vorurteil, daß grobe Handarbeit etwas Minderwertiges, Niederdrückendes fei, und bekennt sich zu der Auf- faffung, daß jede pflichtgetreue Arbeit ehrtundadelt. Arbeitsdienst als Dienst am Volk ist Verwirklichung des Grundsatzes „Gemeinnutz geht vor Eigennutz". Die gleiche Arbeitsdienstpflicht für alle arbeitsfähigen jungen Deutschen ist praktisches Beispiel deutscher Arbeitsgemeinschaft, ist vorbildlicher deutscher Sozialismus. Die Staatspolitik der Regierung hat in diesem Jahr den Zeitpunkt zur Einführung der Ar- und Tragimg der Kosten verurteilt. Der Staatsanwalt hatte zehn Monate Gefängnis beantragt. Neujahrsglückwünsche für den Reichspräsidenten. Berlin, 2. Jan. (DNB.) Anläßlich des Jahreswechsels hat der Herr Reichspräsident mit zahlreichen Staatsoberhäuptern telegraphisch Glückwünsche ausgetauscht, u. a. mit den Königen von Bulgarien, Dänemark, England, Norwegen und Schweden sowie dem öfter- re i ch i s ch e n Bundespräsidenten und dem Reichsoerweser des Königreichs Ungarn. Ferner ist dem Herrn Reichspräsidenten eine große 3af)I Glückwünsche seitens der deutschen Landesregierungen, des Reichsgerichts und anderer hoher Reichsund Landesbehörden, von Oberbürgermeiftern und Bürgermeistern deutscher Städte, von Verbänden und Vereinigungen sowie von Persönlichkeiten des öffent- llchen Ledens, von Deutschen und deutschen Vereinigungen im Auslande und von Privatpersonen zugegangen. würfen und Verdächtigungen überschüttet. Der noch den großen außenpolitischen Erklärungen des Reichskanzlers vom 17. Mai unterdrückte Ruf nach „Ein- mütigfeit der Siegermächte zu bestimmtem Vorgehen" wurde jetzt mit doppeltem Stimmaufwand von neuem erhoben, bezeichnenderweise in der vorgefaßten Meinung, daß durch diesen Austritt b»e Lage wiederhergestellt sei, in der „als einzige Grundlage der Beziehungen zwischen Deutschland und Europa die Bestimmungen des Vertrages von Versailles gelten". Dann tarnen die überwältigenden Wahlen vom 12. November und unmittelbar darauf das bedeutsame Gespräch zwischen Hitler und dem neuen polnischen Gesandten Lipski. Beide Tatsachen haben trotz anfänglicher Vorbehalte und Ausflüchte offenbar die entscheidende Bresche bei einem wesentlichen Teil der polnischen Presse in die bisherige Stimmungsmauer geschlagen. Man mußte unumwunden zugeben, daß „der absolute Sieg Hitlers in feinem Ausmaß alle Erwartungen übertroffen hat", und man wies ferner nicht ohne Genugtuung auf die Bedeutsamkeit und den Ernst der deutsch-polnischen Gespräche hin, wodurch „die p o - litifche Position Polens in Europa eine hervorragende Festigung erfahren hat". Noch eine andere Erscheinung ist sehr charakteristisch: Die bereits erwähnte nationaldemokratische Presse schwenkte, wenn auch zögernd, nach dem Gespräch Hitler-Lipfki uifter der anrüchigen Losung „keine Verständigung ohne Frankreich" wieder ins Lager der Friedensstörer ab, und die ernste Regierungspresse trat ihre „Entdeckungsreise" durch Deutschland an. Das Fußballtreffen einer deutschen und einer polnischen Nationalmannschaft in Berlin war sozusagen die Probe aufs Exempel. Die Berichte der Regierungsblätter hierüber waren durchweg freundlich und objektiv. Es war e i n S ch r i tt w e i t e r auf dem Wege zum Verständnis, wo bislang böswillige Vorurteile herrschten. Wir möchten hoffen, daß die ernsten polnischen Politiker auch im neuen Jahre fortfahren, mit Gewissenhaftigkeit das wahre Deutschland weiter zu entdecken und daß sie sich darin nicht durch die franzosenfreundlichen Kreise stören lassen, die gerade jetzt wieder alles Erdenkliche tun, um die sich anbahnende deutsch-polnische Zusammenarbeit zu vereiteln. Pfarrer Zahn - Zugendpfarrer der Deutschen Evangelischen Kirche. Berlin, 2. Ian. er Vergangenheit — und noch bis in die letzten Ganz, ganz hinten aber, verdeckt durch zehn Monate hinein — hierbei ein scheinbar unüderwind- Reihen Davorstehender, der deutsche Ä o m = bares Gefühl von Uebelroollen mit, wodurch munift Wilhelm Pieck. Nicht allein sein för= । ber größte Teil der Blätter bedenkenlos die besten perlicher Mittelwuchs war es, der ihn ganz ver- i Absichten Deutschlands verdrehen, Traum einer baldigen Weitrevolution durch einen Sieg in dem „sturmreifen" Deutschland vorzugaukeln. Freilich unterläßt es die Parteipresse noch nicht, die „Faschisierung Deutschlands" mit den abfälligsten Bemerkungen zu begleiten, die je gegenüber einem fremden Staat gebracht wurden, sie sagt Hitler und seinen Unterführern auch jetzt noch Eroberungspläne nach, sie braucht dieses billige 2Uibi gegenüber den eigenen hungernden Volksgenossen. Denn die Komintern wurmt die Niederlage der KPD. schwer. Sie wird als das größte Fiasko angesehen, das die rote Internationale je erlitten hat. tern zu bearbeitenden politischen Dbjekte t)eraus» fDmmunif^^^^^en2öe^t^err^^^af^5pläne immer_ noch Aten e^gtbe^ | Tatsache, daß Deutschland heute keine machtpoliti- | schen Interessen in Dftafien hat, stimmungsmäßig । recht günstig aus. Deutschland gilt heute im pazisi- I schen Raum als einzige Großmacht, die wirklich ! neutral ist. Die Unterschiede in der Bewertung ver- I Absichten Deutschlands verdrehen, die schicksals- war bedingten Vorgänge und Wandlungen im deutschen nicht Volke verzerrt wiedergeben und selbst den Führer . . . unlauterer Motive verdächtigen zu müssen glaubte. Der Sinn dieses Vorgangs ist: Man denkt auch Die nationalsozialistische Bewegung wurde in all in Moskau heute schon real. Man hat es a u f - Sauren nor Dur beutln« gegeben, den Massen der Proletarier weiter 'os von der gesamten polnischen Desfentlichkelt l n Sand in die Augen zu streuen und ihnen den geschlossener Front aufs heftigste be- — • ' '* • —..... *■ ' t a m p f t. Teilweise wurde das nach der nationalen Erhebung im Reiche anders. Während die polnische Re- gierungspresse mit ganz geringen Ausnahmen den Haßfeldzug fortsetzte, zog sich die nationafbe« mokrat'is che Presse, nicht zuletzt aus Gründen innerpolitifcher Opposition, aus der geschlosst- nen Front zurück und nahm gegenüber Deutschland eine abwartende, ja sogar in gewisser Hinsicht zeitweilig zustimmende und freundliche Haltung ein. Es war vor allen-Dingen die Judenfrage, die diese zugestandenermaßen antisemitische Partei bewog, die Maßnahmen der deutschen Revolution mit größter Aufmerksamkeit und anerkennender Bejahung zu Man bedenke: Wirtschaftlich sitzt dem Mutter- ! verfolgen. float des Kommunismus das Mefstr an der Gur- Restlos haben aber auch die siegreiche Wahl vom gel, die Pleite der Fünfjahrespläne ist unvorhüll- ' 5. März und die berühmten Reden Hitlers vor dem bar, der Lebensstandard des russischen Ard nters Reichstag vom 23. März und 17. Mai das Netz von ---r- Ä---------1 s‘- Vorurteil, Lüge und Haß nicht zerreißen können, .........j in Warschau ihren Eindruck war nie so niedrig, die Hungersnot der Bauern- ;Vorurteil, Lüge und Haß nicht zerreißen können, massen nie größer, die Aussichten für die Zukunft obwohl sie offenkundig in Warschau ihren Eindruck nie düsterer — nur d e r Anschluß eines „jcht verfehlten. Deshalb wurde auch von der pol- „S 0 w j e t d e u t s ch l a n d" hätte alle, alle Not nischen Deffentlichkeit das erste Gespräch zwi- gewendet. Die Pläneschmiede in der Komintern da- dem Reichskanzler Adolf Hitler und dem den in Gedanken schon die „rätedeutschen" Import- polnischen Gesandten Wysocki mit Mißtrauen artikel zwangslos verteilt, den deutschen Fleiß, die ausgenommen, und es fand eher Mißdeutung und Organisationsgabe, die Maschinen und das Kapital, Verständnislosigkeit als gebührende Würdigung, die Ingenieure und Techniker — es schien alles nur > Diese Tendenzen traten noch deutlicher in Erschei- noch eine Frage des Transports. Und v 0 mStil - „ring nach dem Austritt Deutschlands aus dem le n 0 3 e a n bis an den Rhein wäre die Völkerbund. Der Schritt der Reichsregierung uonr 14. Oktober wurde von der polnischen Presse wieder mit einem wahren Wust von Beschuldigungen, An- wir das Ifntrumpdt den ^ausboden hat eine Hülle aus Leicht- gung Aus aller Welt d s |0 n n Eugen Pabst die Musik schrieb, Leitung von Georg Lang. Nach o V Dienststellen geworbenen fördernden Mitglieder zahlen ihre Beiträge nach wie vor an die zuständige SS.-Dienststelle. Weitere Dankschreiben des Führers an hervorragende Mitkämpfer. Kunst und Wissenschaft, Erstaufführung des Deihnachlsspiels in Oberammergau. Ihr AbolfHi 11er. ♦ Außer den schon gemeldeten Schreiben an den Stellvertreter des Führers Rudolf Heß, den Stabschef der SA. Ernst Röhm, den Reichsführer der SS. Himmler und Reichspropagandaminister Dr. Goebbels ergingen weiter noch Schreiben an den Reichsschatzmeister Schwarz, Verlagsdirektor Reichsleiter Amann und Reichsleiter Alfred Rosenberg. Schützt Euch gegen Brandbomben. Viel gefährlicher als die Gasbombe ist die Brandbombe. Ein Flugzeug kann Tausende davon mitführen, denn eine Brandbombe hat nur ein Gewicht von etwa 1 Kilogramm. Die brandstiftende Wirkung ist ungeheuer groß, darum mutz feder für Schutzmaßnahmen Sorge tragen, die Bodenräume entrümpeln und wie die Darstellung auf der rechten Seite zeigt, einrichten. Die Brandbombe Oberammergau führte an Silvester erstmals deutsche Weihnachtsspiel von Max Mell in einem Uebungstheater aus. Das Passionsdorf war ( Ur Jahreswende von mehr als 3000 Personen beucht. Besonders interessant war, daß bei der Anführung des Weihnachtsspiels bereits eine Reihe )on Passionsdarstellern mitwirkte. Das Weihnachtspiel, zu dem der bekannte Hamburger Dirigent ' " *' ‘ ' stand unter der der Ausführung 3. Personen, die das 55. Lebensjahr zu Beginn des Steuerabschnitts oder mindestens vier Monate vor Beendigung des Steuerabschnitts vollendet haben. Dem Gesetz ist eine Tabelle über die B e - rechnung der Einkommens st euer beigefügt, bei der die Zuschläge zur Einkommenssteuer für die Einkommen über 8600 Mark, die Zuschläge für die Ledigen und die Krisensteuer der Veranlagten mit eingerechnet sind. Nach dieser Tabelle beträgt z. B. bei einem Einkommen von 1200 Mk. (nach Abzug der Werbungskosten der Sonderleistungen und des steuerfreien Einkommensteils) die Einkommenssteuer für den zuschlagspflichtigen Ledigen 134 Mk.; für den Ledigen, der dem Zuschlag nicht unterliegt, ohne daß ihm Familienermäßigun- qen zustehen, 119 Mk., Verheirateten ohne Kind 96 Mk., mit einem Kind 89 Mk., mit zwei Kindern 75 Mk., mit drei Kindern 48 Mk. B e i einem Einkommen von 50 00 M k. (nach Abzug des steuerfreien Anteils) betragen die Einkommenssteuersätze für den zuschlagspflichtigen Ledigen 582 Mk., den Nichtzuschlagspflichtigen ohne Familienermäßigung 539 Mk., für den Verheirateten ohne Kind 481, mit einem Kind 441, mit zwei Kindern 401, mit drei Kindern 361, mit vier Kindern 321 Mark. t , Die Steuersätze steigern sich dann bei lieber* schreitung der 8000-Mark-Grenze entsprechend den im Einkommenssteuergesetz vorgesehenen Bestimmungen, so daß bei einem Einkommen von 8500 Mark (nach Abzug des steuerfreien Teils) der Steuerabzug beträgt für den Zuschlags- Pflichtigen Ledigen 1086 Mark, den Ledigen ohne Familienermäßigung 1025 Mark, den Verheirateten ohne Kind 930 Mark, mit einem Kind 867 Mark, mit zwei Kindern 804 Mark, mit drei Kindern 741 Mark mit vier Kindern 678 Mark. — Von dem Einkommensbetrag von 8500 Mark ab ist in der Steuerabrechnungstabelle eine Zweiteilung gemacht, und zwar außer der eben genannten Berechnung, die für einen Deranlagungspflichtigen gilt mit einem Einkommen von weniger als 50 d. ft. aus Arbeitslohn und eine solche für den, dessen Einkommen zu 50 v. H. und mehr aus Arbeitslohn besteht. Für diesen betragen bei der Einkommensstufe 8500 Mark die entsprechenden Satze, die bei den beiden Ledigen-Klassen gleich sind, beim Verheirateten ohne Kind 909 Mark, mit einem Kind 825 Mark, mit zwei Kindern 741 Mark mit drei Kindern 657 Mark, mit vier Kindern 573 Mark. bränat es mich daher, Ihnen, mein lieber Parteigenosse Dr. Ley, aus ganzem Herzen für die wirklich großen Verdienste zu danken, die Sie sich um die nationalsozialistische Bewegung und damit um das deutsche Volk erworben haben. In herzlicher Freundschaft und dankbarer Würdigung Ihr (gez.) Abolf Hi 1 ler." An den Reichsarbeitsminister und Bundesführer des Stahlhelms Franz Seldte: Mein lieber Parteigenosse Seldte! Eine der schwersten Aufgaben war die Herstellung einer nationalen Einheitsfront durch Zusam- menfügen der Kräfte, die in der großen Linie gleiche Ziele verfolgten. Es ist Ihr außerordentliches Verdienst, mein lieber Parteigenosse Seldte, wenn es gelang, den nach der Nationalsozialistiischen Partei größten nationalen Verband mit uns zu einer Einheit zu verschmelzen. Die Einaliederung des Stahlhelms in die SA. wird als seltenes Beispiel einer groß gesehenen nationalen Pflicht für immer in höchsten Ehren unter denen weiterleben lassen, die im Jahre 1933 durch die nationale Revolution die Erhebung des deutschen Volkes gelingen ließen. Am Abschluß des Jahres der nationalsozialistischen Revolution drängt es mich daher, Ihnen, mein lieber Parteigenosse und Kamerad Seldte, für Ihre großherzige Haltung und damit für Ihre überaus großen Verdienste zu danken, die Sie sich um die nationale Erhebung und damit um das deutsche Volk erworben haben. In herzlicher Freundschaft und dankbarer Würdi- Kleine politische Nachrichten. Der amerikanische Botschafter in Berlin ist von seiner Regierung angewiesen worden, wegen der deutschen Maßnahmen in der Transfer f r a g e vorstellig zu werden. Die für den 5. bis 7. Januar auf den Obersalzberg einberufene Reichsführertagung der NSDAP, ist auf Ende Januar verschoben worden und wirb bann in Berlin stattfinben. Die für ben 4. Januar angesetzte Tagung der Reichs- (eiter und Amtsleiter in München findet ,edoch statt. sammelten sich die Oberammergauer Buben zu dem allbekannten Sternsingen. Deuische Gesellschafl für Soziologie. Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Gesellschaft für Soziologie in Berlin wurde eine durchgreifende Neuordnung in Würdigung der Pflichten der deutschen Wissenschaft im neuen Reich beschlossen. Die Führung wurde Prof. Dr. Hans F r e y e r (Leipzig) übertragen, der einen Beirat berufen wird. Die Gesellschaft wird die Eingliederung in die Akademie für deutsches Recht beantragen. Interessante Gräberfunde in der Rheinprovinz. Bei Straßenbauarbeiten an der neuen Straße von Koblenz nach Wollstein wurde ein römisches Grab freigelegt. Neben einer Anzahl Scherben sand man eine 13 Zentimeter große verzierte Spange und ein markstückgroßes Bronceblech mit einem geprägten Wolfskopf. Beide Funde stammen aus dem ersten und zweiten Jahrhundert nach Christus. Ebenfalls bei Straßenarbeiten wurde ein weiterer kulturgeschichtlicher außerordentlich weciooller Fund gemacht. Arbeiter stießen auf ein Menschen- skelett, das aus der frühen Eiszeit stammen muß. Dieses Skelett, das in einem Hockergrab beigeseyt war, wurde leider von den Arbeitern in Unkenntnis der Bedeutung des Fundes beschädigt. werden. Höchste Leistung könne immer nur aus höchstem Willen geboren werden. Es genüge nicht, daß eine Jugend arbeite, wenn sie nicht zugleich auch das innere Verhältnis zu dem Ewigkeitswert biefer Arbeit gewinne. Darum trete im Anfang vielleicht noch sehr verbesserungsbedürftig, aber doch schon gewiß und planmäßig die staatspoliti- sche Erziehung im neuen Jahr in ihre Rechte. Wir wissen, so fuhr Dr. Decker u. a. fort, daß es Kritiker gibt, die unseren Zielsetzungen heute noch Die EinlommelisbefleuenW für 1933 Oie Anwendung des neuen Gesetzes. - Zusammenfassung der Einkommenssteuerarten. Der Führer hat zur Jahreswende an den preußischen Ministerpräsidenten Göring folgendes persönliches Schreiben gerichtet: „Mein lieber Göring! Als im November 1923 die Partei zum ersten Male versuchte, die Macht im Staate zu erobern, haben Sie als Kommandeur der SA. in außerordentlich kurzer Zeit das Instrument geschaffen, mit dem man einen solchen Kampf wagen konnte. Es war höchste Notwendigkeit, die uns zum Handeln zwang, weise Vorsehung, die uns damals den Erfolg versagte. Sowie nach Ihrer schweren Verwundung die Umstände es ermöglichten, sind Sie als t r e u e ft e r Mitkämpfer in dem Kampf um d i e Macht an meine Seite getreten. Sie haben wesentlich mitaeholfen, die Voraussetzungen zum 30. Januar zu schaffen. Es drängt mich daher, am Abschluß des Jahres der nationalsozialistischen Revolution Ihnen, mein lieber Parteigenosse Göring, aus ganzem Herzen für diese großen Verdienste zu danken, die Sie sich um die nationalsozialistische Bewegung, die nationalsozialistische Revolution und damit um das deutsche Volk erworben haben. In herzlicher Freundschaft und dankbarer Würdigung Ihr (gez.) Adolf Hitler." An Dr. Robert Ley: „Mein lieber Dr. Ley! Es war die Aufgabe der nationalsozialistischen Bewegung, nicht zu versuchen, durch falsche Maßnahmen die anderen Parteien zu zertrümmern, als vielmehr durch eine unerhörte Aufklärung ihnen die Arbeiter zu entziehen und durch eine vorbildliche Organisation in der neuen Bewegung zu verankern. Am Aufbau dieser Organisation in einer schweren Zeit treu und hervorragend gewirkt zu haben, ist Ihr Verdienst, mein lieber Parteigenosse Dr. Ley. Insbesondere wird die Ueberfüh- rung der ehemals marxistischen Arbeitermassen in unsere nationalsozialistisch organisierte Welt für immer mit Ihrem Namen verbunden bleiben. Am Abschluß des Jahres der nationalsozialistischen Revolution Berlin, 2. Jan. (DNB.) Das Reichsgesetzblatt vom 2. Januar veröffentlicht das neue Gesetz über die Einkommensbesteuerung für 1933. In Abschnitt! des Gesetzes wird über die Einkommensbesteuerung für 1933 im wesentlichen bestimmt, daß die Krisen st euer der Veranlagten und der Zuschlag zur Emkom- menssteuer für die Einkommen von mehr als 8000 Mk. auch für d i e S t e u e r a b s ch n i 11 e erhoben werden, die im Kalenderjahr 1 933 enden. Der Zuschlag zur veranlagten Einkommenssteuer der Ledigen wird in Ausführung der Vorschrift des Gesetzes zur Förderung der Eheschließungen für Steuernd schnitte, die im Kalenderjahr 1933 enden, in Höhe der Hälfte des Iahresbetrags erhoben. Für die in dem Kalenderjahr 1933 endenden Steuerabschnitte werden die veranlagte Einkommenssteuer, die Krisensteuer der Veranlagten, der Zuschlag zur Einkommenssteuer für die Einkommen von mehr als 8000 Mk. und der Zuschlag zur veranlagten Einkommenssteuer der Ledigen zu e i n e r E i n h e l t zusammengefaßt. Bei Steuerpflichtigen, m deren veranlagten Einkommen Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit enthalten sind, mindert sich der (Steuerbetrag für die im Kalenderjahr 1933 endenden Steuerabschnitte um 1,5 v. H-, der bei der Veranlagung feftgestellten Reineinkunfte aus nicht selbständiger Arbeit, wenn diese den Betrag von 16 000 Mk. nicht übersteigen. Die Steuerermäßigung wird Haus geh 11 t t n 5 n e n bei der Veranlagung für die im &alenöerfabr 1933 endenden Steuerabschnitte in der Weise gewährt, daß der Arbeitgeber für jede Hausgehilfin, die zu seiner Haushaltung zählt, für jeden vollen nach dem 30. Juni 1933 beginnenden Kalendermonat, in dem die Hausgehilfin bei ihm angestellt war, einen Betrag von 50 Mark von seinem Einkommen abziehen darf. Ueberfteigt der Arbeitslohn des Steuerabschnitts nicht den Betrag von 1500 Mark, oder bestanden nicht die steuerabzugspflichtigen Einkünfte nur aus steuerabzugspflichtigen Kapitalerträgen, so hat eine Veranlagung nicht zu erfolgen, sondern das sonstige Einkommen ist als alleiniges Einkommen zu veran- l02)enr Abschnitt II über die Ehestandsh i 1 f e b e r e r a n l a g t e n für 1933 bestimmt: Bei Fest- setzung der Ehestandshilfe der Veranlagten findet das Gesetz zur Förderung der Eheschließungen mit der Maßgabe Anwendung, daß nicht als ledig gelten: 1. Personen, die zu Beginn des Steuerabfchnitts ' verheiratet waren. 2. Personen, die im Laufe des Steuerabschnitts geheiratet haben, wenn die Ehe im (Steuerab* schnitt mindestens vier Monate bestanden hat. 3 verwitwet ober geschiedene Personen, aus deren Ehe ein Kind hervorgegangen ist. Von der Ehestandshilfe der Veranlagten sind metall und die Füllung besteht auS Thermit. Durch den Zünder wird beim Aufschlag der Schmelzprozeß eingeleifet und eS entwickelt sich eine Hitze bis zu 3000 Grad. Mit Wasser kann diese Flamme nicht erstickt werden. Die einzige Möglichkeit ist, mit Sand die Flamme auf einen kleinen Raum einzudämmen. Der Reichsluftschutzbund hat die Aufgabe, die Bevölkerung über die Luftgesahren auszuklären. Alle Maß- tiahmen, die in dieser Richtung getroffen werden, erhallen weilgehendste Unterstützung. kommunistische Unruhen in Sofia. Auf einer Neujahrsveranstaltung der Gewerk- chaft der Zuckerbäckergehilfen in Sofia kam es zu schweren blutigen Zusammen st äßen mit der Polizei. Da der Leiter der Veranstaltung, die hauptsächlich von kommunistischen Elementen besucht war, trotz polizeilichen Verbotes staatsfeindliche Reden hielt, schritt die Polizei ein und forderte die Räumung des Saales innerhalb einer Viertelstunde. Als Antwort zerschnitten die Kommunisten die Telephondrähte, um die Heranholung polizeilicher Verstärkung zu verhindern. Sie gingen gegen die Beamten mit Stühlen, Flaschen und Revolvern vor. Die Polizei mußte sich mit der Waffe wehren. Die Schießerei und Saalschlacht löste eine allgemeine Panik aus. Viele Besucher flüchteten durch die Fenster ins Freie wo ebenfalls eine Schießerei begann. Erft nach schweren Kämpfen wurde die Polizei Herr der Lage. Bei den Zusammenstößen wurde ein Kommunist getötet, zwei wurden lebensgefährlich und zahlreiche weitere Kommunisten leichter verletzt. Auch auf feiten der Polizei gab es mehrere Verwundete. Die Ueberfchwemmungen in Kalifornien. Die durch den verheerenden Rege n st u r m verursachte Ueberschwemmung hat Los Angeles und die naheliegenden Städte schwer heimgesucht. Der Regen stürzte 24 Stunden lang wie eine undurchdringliche Wand zur Erde. Innerhalb kurzer Zeit verwandelten sich ftiedliche Flüsse in reißende Ströme. Einige Hauptstraßen der Stadt stehen vollkommen unter Wasser. Die Filmstar-Siedlung ist stark verwüstet worden. Die Zahl der Verwundeten beträgt über 100. Die Lichtversorgung der Stadt wurde unterbrochen. Viele Familien sind obdachlos geworden,. Hunderte von Menschen mußten in Rettungsbooten aus ihren Wohnungen geholt werden. In Montrose würben zwei Sani- tätsschwestern getötet. Beim hochzeitsschießen löblich verunglückt. Bei einem Hochzeitsschießen im Ortsteil Unter* kanbel bei Kanbel (Pfalz) kam es zu einem löblichen Unfall. Als bie Labung nicht sofort losging, schaute man nach. In biesem Augenblick ging bem 22jährigen Sohn bes Walbhüters unb Lanbwirts Michael Günther, ber sich am Gewehrlauf vorbei entfernen wollte, bie volle Labung in ben Unterleib. Trotz sofort vorgenommener Operation war ber junge Mann nicht mehr zu retten. Im Krankenhaus erlag er feinen schweren Verletzungen. Zwei ber beteiligten Burschen finb vor- übergehenb verhaftet worben. Ban Dycks „Chor ber Engel" durch Feuer zerstört. Bei einem Brande im Hause des Kunstsammlers John Gleeson in Ottawa (Kanada) wurde bas Gemälde „Chor der Engel" von Van Dyck zerstört. Der Wert des Kunstwerkes wirb auf 150 000 Dollar geschätzt. Untaten unb verwegene Flucht eines Tobsüchtigen. Der Reichsschatzmeister ber NSDAP, weist barauf hin baß keine Organisation ber NSDAP, bie Der-chttaung hat, förbernbe Mitglieder ,U Serben ^Lebiglich die Organisation der SS zur Werbung fordernder Mitglieder besteht xu Recht. Jedoch Darf eine Werbung neuer for- b°rn°r Mitglieb-r der^SL b>, a u f n,e i ere. In einem Hause in Zehlendorf bei Berlin gab es einen aufregenden Zwischenfall. Der Kunstmaler Waldemar Hanne mann, der in der Wohnung feiner Verwandten Übernachtet hatte, erlitt plötzlich einen Tobsuchtsanfall. Er ergriff ein Küchen- messer, mit dem er wie rasend um sich schlug unb die Angehörigen bedrohte. Diese zogen sich in ein Hinterzimmer zurück. Inzwischen demolierte der Tobende die Wohnungseinrichtung, riß die Bilder von den Wänden unb zertrümmerte bie Fensterscheiben. Der bebrängten Familie, der der Weg nach außen abgeschnitten war, blieb nichts anderes übrig, als den Sohn vom Fenster der im zweiten Stock gelegenen Wohnung an einem Strick auf die Straße hinunterzulafsen. Er benachrichtigte bann bas lieber* faUfommanbo. Auch ber Polizei gegenüber setzte sich ber Tobsüchtige heftig zur Wehr; bie Beamten alarmierten nunmehr bie Feuerwehr, bie mit einem Wasserstrahl gegen ben Rasenben vorging. Nun sprang Hannemann aus bem Fenster auf ben Hof hmab, stürzte babei burch eine Olasoeranba unb iog sich erhebliche Schnittwunben zu. Blutüberströmt I lies er auf ben nahen Wald zu, wo er spurlos ver* schwank). Die Polizei hat bie Verfolgung aufgenommen, konnte feiner jeboch bisher nicht habhaft werben. Der Finanzfkandal von Bayonne. Die Betrügereien bei bem „Cr£dit Muni- cipai“ von Bayonne, über die bereits berichtet wurde, ollen die Höhe von 4 0 0 Millionen Franken erreichen. Einige Blätter sprechen sogar von 475 Millionen. Die „Liberte“ behauptet, politische Persönlichkeiten wirkten hinter den Kuliffen mit, um ben Russen Straviski, der die gefälschten Bonds in Umlauf gesetzt hat, zu decken. Eine Reihe belastender Schriftstücke sei bereits beseitigt worden. Seit bem Panarna-Skanbal habe man nicht wieber eine Betrugsangelegenheit wie die von Bayonne erlebt. Das Blatt stellt bie Frage, wer sich einer gerichtlichen Untersuchung in Paris wibersetzt unb verhindert habe, daß die Ehefrau des Russen, sowie dessen Helfershelfer feftgenommen werden konnten. Der Direktor der großen Pariser Singspielhalle „Th^atre Empire“ war mit Straviski bekannt und scheint einen großen Teil der Gelder, die aus Betrügereien flammen, an fein Unternehmen gebracht zu haben. Als feine Geldquelle zu versagen drohte, hielt der Theaterdirektor H a y o t t e es für geraten, das Weite zu suchen. Das Theater hat seine Pforten schließen müssen. An rückständigen Gagen haben die Schauspieler 150 000 Franken zu beanspruchen. Den eigenen Sohn erschossen. Am Silvesterabend ereignete sich auf dem Kotten bei Kaiserslautern ein schrecklicher U n g t ü d s f a 11. Der Fabrikarbeiter Christian Michel wollte seinem 7jährigen Söhnchen zeigen, wie ein Schuß vor sich geht. Nachdem der Vater mit seinem Browning im Hausflur einen Schuß abgefeuert hatte, krachte beim Zurückziehen der Waffe ein zweiter Schuß, der den Knaben mitten ins Herz traf. Der Knabe brach tot zusammen. Der unglückliche Vater stellte sich selbst der Polizei. Born elektrischen Strom getötet. Ein Unfall, ber erkennen läßt, daß unbefugte eigene Anschlüsse an das elektrische Stromnetz schwerwiegende Folgen haben können, ereignete sich in bem Hunsrückdorf Lamscheid. Dort hantierte ein Landwirt mit einem Motor an seiner Häckselmaschine, erlitt dabei einen elektrischen Schlag unb brach zusammen. Obwohl sogleich ärztliche Hilfe zur Stelle war und zwei Stunden lang Wiederbelebungsversuche angestellt wurden, gelang es nicht mehr, den Unglücklichen ins Leden zurückzurufen. Nach den Ermittlungen ist ber Unfall durch eine fehlerhafte Erdung, die der Landwirt selbst angelegt hatte, verursacht worben. Bier Personen an Fleischvergiftung gestorben. In einer Kellerwohnung in Lemberg würbe eine aus vier Personen bestehenbe Familie t o t ausgefunden. Es wird angenommen, daß sie infolge des Genusses von verdorbenem Speck an Vergiftung gestorben ist. Wettervoraussage. Die Jslandstorung breitet sich weiter östlich aus unb bringt ihre Warmluft zum Aufgleiten. Dabei entstehen Dunst- unb Wolkenbilbungen, boch treten bei uns, da wir noch im Bereich des Hochdruckrückens liegen, vorerst noch keine oder nur ganz geringe Niederschläge auf. Die Temperaturen bewegen sich um den Gefrierpunkt, dürften aber späterhin, besonders am Tage, etwas anfteigen. Aussichten für Donnerstag: Dunstig unb bewölkt mit vorübergehendem Aufklaren, Temperaturen um Null, meist trocken. Aussichten für Freitag: Etwas milder, vereinzelt auch etwas Niederschlag, wolkig mit kurzem Aufklaren. m . Lufttemperaturen am 2. Ian. mittags: 2,2 Grab, abenbs 1,2 Grab; am 3. Jan. morgens: 0,2 Grad Celsius.. Maximum 2,2 Grab, Minimum —0,4 Grad. — (frbtemperaturen in 10 cm Tiefe am 2. Ian. abends: —0,4 Grad, am 3. Jan. morgens: —0,3 Grad Celsius. Von der Verteidigung der Gebrüder L a h u - e n wird gegen das Urteil, das die Brüder Lahusen zu fünf Jahren bzw. zwei Jahren neun Monaten Gefängnis verurteilte, Revision eingelegt werden. Die Revisionsschrift ist fertiggefteUt und von zwei Verteidigern unterschrieben. Sie wird nach Vollziehung der dritten Unterschrift eingereicht werden. die Unzulänglichkeit einer jungen Organisation entgegenhatten. Wir wissen, daß Schwierigkeiten dazu da sind, um überwunden zu werden. Wir haben als Nationalsozialisten gelernt, daß die Stetigkeit unseres Willens zuletzt doch Sieger bleibt. Mit Stolz und Freude sehen wir, wie im Jahre 1933 unsere jungen Kameraden an der Front jeden Tag schon oorgelebt haben, was wir eigentlich erstreben unb wollen. Sie haben sichtbar gezeigt, baß Solbalen bes Friebens finb. befreit: 1. unverheiratete Frauen, denen Kind-r-rinaßi- aunaen zustehen, wenn die Voraus,-tzungen hierfür bestanden haben, entweder zu Begmn des Steuerabschnitts oder mindestens vier Monate in dem Fall, daß sie erst ,m Lauf- des Steuerabschnitts eingetreten ftnb. 2 Personen, bie rninbestens ein Sechstel ihres Einkommens zum Unterhalt lhrerge:schi,ebenen Ehefrau ober eines bebürftigen Elternterls im Steuerabschnitl aufgewenbet haben unb denen aus diesem Grund die Einkommenssteuer für zu Recht, d-n Slouerabschnitt nach § 56 des Einkommens- d-rner V fteuergesetzes ermäßigt wirb. nl n)l 1 Hier H fann fid) frin §curr ausbreitml Hvonnes Geheimnis Vornan von Klothilde von Stegmann Llrheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag Hatte (Saale) 23. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Außer sich vor Scham und Empörung hatte Irene Franz von Malesius verlassen. Also Franz wußte, wie es um sie stand! Hatte es schon gewußt, ehe sie selbst sich darüber klar gewesen. Ja, er hatte recht! Sie liebte Seeburg. Sich selbst durfte sie es ruhig eingestehen. War es denn etwas Unwürdiges, jemand zu lieben? Sie wollte ja nichts von dem heimlich Geliebten. Aber dennoch, wie weh es tat, daß er nur Augen für Yvonne Dumont hatte! Sie hatte es ja voll Kummer bemerkt. In den letzten Tagen allerdings — feit die merkwürdige Sache mit Yvonnes „Reise" und Seeburgs Koffer gespielt hatte — sprachen die beiden nicht mehr miteinander. Aber vielleicht war dies auch eine Maske. Vielleicht trafen die beiden sich an einer anderen Stelle? Irene war inzwischen am Nollendorfplatz angelangt. Dort hing am Zeitungsstand die „Große Glocke". Irene kaufte eine Nummer. Sie faltete das Blatt so zusammen, daß niemand den Titel und die Ueberschrift lesen konnte. Sie schämte sich bei dem Gedanken, daß neugierige Blicke wiederum auf den Namen des Geliebten und diese Skandalafsäre fallen sollten. Auf der Straße wollte sie nicht lesen. Aber da war ja ein Cafe, da konnte man wohl ruhig hineingehen. . Sie trat schnell ein. An allen Tischen fast saßen in Lektüre vertiefte Zeitungsleser. Hier würde sie bestimmt nicht auffallen. Irene setzte sich an einen Eckplatz. Nun. begann sie verstohlen zu lesen. Der Kellner mußte zweimal nach ihren Wünschen fragen. So vertieft war sie in den Artikel. Kein Zweifel war möglich. Yvonne und Seeburg waren damit gemeint. Die dritte Person war Perlain. Jetzt fiel ihr auch ein, daß Direktor Friedrich in ihrer Gegenwart mit einem Kollegen telephonisch über diesen Artikel gesprochen. Damals, hatte sie nicht weiter darauf geachtet. Was hatte Direktor Friedrich doch am Telephon gesagt? Eine richtige Intrige wäre es, deren Zweck ihm auch noch nicht klar sei. Offenbar solle da jemand im Auswärtigen Amt abgesägt werden. Franz von Malesius hatte also nicht gelogen. Irene ließ das Blatt langsam sinken. Ihre Gedanken jagten angstvoll hin und her. Ob dieser infame Aufsatz Seeburg wirklich geschadet hatte? Wie konnte man im Auswärtigen Amt auf so ein Geschreibsel etwas geben? Aber sie kannte ja vom Vater her diese Abneigung amtlicher Kreise gegen die Oeffentlichkeit. Dieser Artikel hier in der „Großen Glocke" war doch ohne Zweifel ein vorsätzlicher Angriff. Zu welchem Zweck? Sollte er nur Seeburg schaden? Aber wer sollte Seeburg durchaus schaden wollen? Wer hatte etwas davon? Hier ging es wohl um den Film „Ostfront". Ob sie Friedrich einmal fragte? Aber nur, wenn sich eine Gelegenheit dazu bot. Am besten, wenn sie mit Friedrich wieder einmal in ein Filmatelier fuhr. Neulich die Fahrt nach Babelsberg war ja ganz interessant gewesen. Von den Aufnahmen hatte sie allerdings nicht viel zu sehen bekommen. Nächstens würden sie noch in ein paar andere Ateliers fahren, hatte Direktor Friedrich ihr erzählt und dabei erwähnt, daß auch Aufnahmen mitunter noch spät abends stattfinden, weil ein wichtiger Mitwirkender durch das Theater und die Proben dazu manchmal wochenlang am Tage für Filmaufnahmen einfach keine Zeit fand. Mit einer schnellen Bewegung nahm Irene da,s Blatt vor das Gesicht. Sie erbleichte. Das war ja Yvonne Dumont, die da eben eintrat. Sie war in Begleitung eines mittelgroßen eleganten Herrn. Wenn man sie nur nicht sähe!, dachte Irene. Jetzt setzten die beiden sich so, daß Irene beim Ausbruch an ihnen hätte vorbeigehen müssen. Da war es besser, noch sitzen zu bleiben. Wie Yvonnes Stimme zu ihr herüber tönte. Jeder Ton kam deutlich bis zu ihr. Das war wohl die geschulte Stimme der Schauspielerin. Schade! Verstehen konnte man doch nichts. Sie sprachen auch nicht französisch. Wie russisch klang das. Aber doch wieder anders. Viel weicher. Italienisch klang so ähnlich. Aber doch wieder anders in der Lautbildung. Und nun — hatte sich denn an diesem Tage alles gegen sie verschworen? Jetzt kam zu allem Unglück auch noch Franz von Malesius herein. Irene verbarg sich wieder hinter einer hastig aufgenommenen Zeitung, die neben ihr auf einem Stuhle lag. Da — Irene hätte vor Erstaunen fast ihre Vorsichtsmaßregeln vergessen und ihre Zeitung hingelegt — begrüßte ja Franz von Malesius Yvonne Dumont und ihren Begleiter wie alte Bekannte. Woher kannte Franz denn Yvonne? Das war doch eigentümlich! Während Irene darüber noch grübelte, erhoben sich die drei, nachdem nur wenige Worte gewechselt waren, beglichen ihre Rechnung und gingen. Aber nicht nach dem Eingang zu, sondern in entgegengesetzter Richtung. Irene war froh, nun wirklich ungesehen das Lokal verlassen zu können. Sie machte sich zum Gehen fertig und fragte den auf ihren Wink herantretenden Kellner, ob das Lokal noch weitere Räume habe. „Ja! Säle im ersten Stock und weiter hinten noch Billardzimmer. Sie sind im Sommer aber geschlossen." Nachdenklich verließ Irene von Mertens das Caf6. Wohin mochten Yvonne, Malesius und der Herr, den sie nicht kannte, gegangen sein, wenn es im Lokal keine weiteren Räume gab? Irene stellte sich an die in der Nähe befindliche Haltestelle! man mußte doch sehen, ob Yvonne und Franz bald herauskamen! Nach einer halben Stunde gab sie das Warten auf. Gerade als Irene ihr Haus betrat und auf den Fahrstuhl zuging, kam auch Seeburg heim. Am Fahrstuhl trafen sie beide zusammen. „Darf ich mich nach Ihrem Befinden erkundigen, mein gnädiges Fräulein?" begrüßte Seeburg Irene. „Ich habe schon lange nicht Gelegenheit gehabt, Sie zu sehen oder zu sprechen." „Danke! Mir geht es gut, Herr Baron!" Irene versuchte krampfhaft das ominöse Blatt mit dem Artikel zu verbergen. Aber es war schon zu spät. Seeburg hatte es bereits gesehen. „Aha! Sie haben den famosen Artikel auch schon gesehen?" „Ja! Ich schwankte, ob ich Ihnen heute abend das Blatt hereinschicken sollte, weil ich so empört über den Inhalt bin." „Man hat schon dafür gesorgt, gnädiges Fräulein, daß dieser Artikel im Auswärtigen Amt genügend bekannt wird. Es scheint wirklich so, als ob mir jemand Unannehmlichkeiten machen wollte. Der Versuch ist ja freilich fehlgeschlagen." Irene atmete befreit auf. Unwillkürlich sah sie See- burg. warm an. „Das freut mich! Haben Sie auch herausbekom- men, woher der Angriff stammt?" „Nein, Fräulein von Merten! Darüber wissen wir auf dem Amt leider noch gar nichts. Der Minister hat mir aber abgeraten, gegen den unbekannten Verfasser vorzugehen." Seeburg öffnete Irene die Fahrstuhltür, da sie oben angelangt waren. Zum erstenmal seit Seeburg bei ihnen wohnte, betraten sie zusammen die Wohnung. Wie anders hatte Irene sich das Zusammenleben vorgestellt! Irene lächelte schmerzlich. Daß sie auf der Welt sei, das wußte Seeburg manchmal nicht. 16. Kapitel. Im Amt fand Legationsrat von Seeburg am nächsten Tage die Nachricht vor, daß Staatssekretär Dr. Berg um zehn Uhr seinen Besuch wünsche. Er traf dort auch Legationsrat von Matzow an. Doktor Berg ersuchte Seeburg, von Herrn von Matzow eine eilige Arbeit zu übernehmen, da von Matzow die „Ostfront"-Angelegenheit bearbeite. Staatssekretär Doktor.Berg fuhr fort: „Herr Legationsrat von Matzow wird Ihnen Einzelheiten über die Angelegenheit sowie alle Unterlagen am besten in meiner Gegenwart übergeben. Die Herren Botschafter müssen schnellstens alle Einzelheiten in Händen haben. Der Herr Minister hat für die Bearbeitung dieser Angelegenheit auch die Vorschriften über die Entnahme von Geheimakten ausdrücklich aufgehoben. Es wird genügen, wenn ich auf der Bescheinigung, die Herr von Matzow für diesen Zweck in Händen hat, Ihren Namen einsetze. Herr von Seeburg, und die Aenderung mit meiner Unterschrift beglaubige. Bitte, nehmen Sie also dieses Schriftstück an sich." Es folgte dann eine kurze Besprechung zwischen den drei Herren. Zum Schluß ersuchte der Staatssekretär Herrn von Matzow, ihn noch einen Augenblick mit Seeburg allein zu lassen. Als Matzow sich verabschiedet hatte, wandte sich Doktor Berg an Seeburg.' „Wie Sie ja wissen, Herr Legationsrat, ist der Herr Minister durch Krankheit heute am Erscheinen im Amt verhindert. Ich habe es deswegen übernommen, Ihnen die Bearbeitung dieser Angelegen- beit zu übergeben, und zwar auf ausdrücklichen Wunsch des Herrn Ministers. Dieser ist leider verhindert, Ihnen selbst zu sagen, daß die Uebergabe dieser schwierigen Angelegenheit an Sie, Herr Legationsrat, gleichzeitig einen Ausdruck des Vertrauens darstellen soll, mit dem der Herr Minister zu dokumentieren wünscht, daß die peinlichen Presseangriffe ihren Zweck verfehlt haben, und daß der Herr Minister nach wie vor volles Vertrauen in Sie setzt." Indem Doktor Berg Seeburg verabschiedend die Hand reichte, fuhr er fort: „Ich darf wohl hinzusetzen, daß ich mich dieses Auftrags mit besonderer Freude entledige." Seeburg verbeugte sich knapp und erwiderte nur kurz: „Darf ich ergebenft bitten, dem Herrn Minister mit dem Wunsch guter Besserung meinen gehorsamsten Dank auszusprechen. Für die freundliche Form der Eröffnung danke ich gleichfalls Ihnen, Herr Staatssekretär, ergebenft.", * In sein Zimmer zurückgekehrt, mußte Seeburg infolge dieses Sonderauftrags einen Teil der Akten, die sonst noch zu erledigen waren, seinen Hilfsarbeitern übergeben. Franz von Malesius, der in Seeburgs Ressort arbeitete, kam erst an die Reihe, nachdem Seeburg einen Teil der Arbeit bereits verteilt hatte. Malesius macht? einen besseren Eindruck, als an dem Tage, an dem Seeburg mit ihm über seine Verschuldung hatte reden müssen. Er sah gepflegter aus, und sein Blick hatte nicht mehr den flackernden Ausdruck des Spielers, der feine Nächte im Klub verbringt. Nur den listigen Zug fand Seeburg noch stärker ausgeprägt als früher. Dann ging Seeburg zur Geheimkanzlei und besprach mit dem Vorsteher der Abteilung alles Notwendige über schnelle Herausgabe erforderlicher Geheimakten. Der Vorsteher Weterkamp war ein kleiner, älterer Herr, der in seiner Abteilung mit eifersüchtiger Energie seine Herrschaft aufrecht erhielt. Man sagte ihm nach, daß er nur ungern ein Aktenstück herausgäbe. Wie ein Geizhals seine Schätze bewacht, so hütete er die ihm anvertrauten Akten und Dokumente. ’ (Fortsetzung folgt.) H Lichtspielhaus» Gießen | I Heute Mittwoch: Premiere! H V Eine Sensation für Gießen! I I Maria Jeritza | I der Welt größte Sängerin I in dem Monumental-Film: B I Großfürstin | Alexandra mit Paul Hartmann, Johannes Riemann,Szoke Szakall, Leo Slezak Auserwähltes Beiprogramm u. Ufa-Ton-Woche NAGANA" der atemraubende Afrika-Film ab morgen Donnerstag 31 c ■ Astoria-Lichtspiele Bekanntmachung Nachstehende Bekanntmachung des Hess. Kreisamts vom 15. Dezember 1933 geben wir zur Kenntnis. Gießen, den 2. Januar 1934. Bürgermeisterei Gießen: I. V. Dr. Hamm. Bekanntmachung. Betr.: Ueberwachung von Aufzügen. Unter Bezugnahme auf die §§ 3, 13 und 15 der Aufzugsverordnung vom 5. Mai 1930 und die Strafandrohung des Gesetzes, den Erlaß einer Verordnung über die Einrichtung und den Betrieb von Aufzügen betr., vom 3. April 1930, fordern wir die Besitzer und Vermieter von Aufzügen ausdrücklich auf, bis zum 15. Januar 1934 diese bei der Dampfkessel- mspektion Darmstadt anzumelden, soweit dies noch nicht geschehen ist. Wird die Errichtung von Aufzugseinrichtungen beabsichtigt, so ist dies bei der zuständigen Baupolizeibehörde (in den Landgemeinden bei dem Hessischen Hochbauamt in Gießen, in der Stadt Gießen bei dem Städtischen Bauamt) und der Dampfkesselinspektion anzuzeigen. 30C Gießen, den 15. Dezember 1933. Hessisches Kreisamt. I. V.: Dr. Kayser. Zu verkaufen sind: 1. Zwei Bauplätze in guter Lage in der Nähe des Bahnhofs 2. Wohnhaus, 3 mal 3 Zimmer und Köche, Stallung 3. Wohnhaus, 4 mal 4 Zimmer, Küche und Bad in ruhiger Lage zu günstigen Bedingung. Sehr. An. u. 36D a. d. G. A. | Vermietungen | fTT, QCXXX X^rTrr-m; i Wegen Versetzg. ist eine 028 5Zimmer Wohnung mit Zentralheiz. und Balkon zum 1.4. zu vermiet. Bekanntmachung. In unser Handelsregister Abteilung A wurde eingetragen: Am 22. November 1933 bei der Firma Carl Nowack in Gießen: Geschäft nebst Firma ist auf den Kaufmann Carl Nowack in Gießen übergegangen. Die Haftung des Uebernehmers für alle im Betriebe des Geschäfts begründeten Verbindlichkeiten der früheren Inhaber ist ausgeschlossen. Kaufmann Carl Heinz Schlüter in Gießen ist als weiterer persönlich haftender Gesellschafter in die Firma eingetreten. Die offene Handelsgesellschaft hat am 29. September 1933 begonnen. Kaufmann Carl Nowack in Gießen ist durch Tod aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden und diese erloschen. Carl Heinz Schlüter führt das Geschäft unter der seitherigen Firma weiter. Am 24. November 1933 die Firma Lauer & Wöll in Gießen. Gesellschafter sind: Johannes Lauer, Kaufmann, Bellnhausen, und Ludwig Wöll, Kaufmann, Gießen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 7. November 1933 begonnen. Am 25. November 1933 bei der Firma Heinrich Brinkmann, Radiogesellschaft in Gießen: Die Firma ist geändert in: Heinrich Brinkmann, Radiogesellschaft, Gießen, Inhaber: Johann Heinrich Rams. Ingenieur Heinrich Brinkmann ist aus der offenen Handelsgesellschaft ausgeschieden und ist diese am 30. September 1933 erloschen. Inhaber ist Elektro-Jngenieur Johann Heinrich Rams in Gießen. Am 28. November 1933 die Firma Manfred Volz in Gießen. Inhaber ist der Kaufmann Manfred Volz in Gießen. Am 29. November 1933 bei der Firma Gebr. Seelbach in Gießen: Otto Seelbach ist durch Tod ausgeschieden und die offene Handelsgesellschaft erloschen. Das Geschäft nebst Firma ist auf Karl Seelbach als Alleininhaber übergegangen. Der Karl Seelbach Ehefrau Emma, geb. Pfaff, in Gießen ist Prokura erteilt. Am 2. Dezember 1933 bei der Firma Willy Elsoffer in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 6. Dezember 1933 bei der Firma Ludwig Stern in Gießen: Die Firma ist erloschen Am 12. Dezember 1933 bei der Firma Gebrüder Bär in Gießen: Geschäft nebst Firma ist auf Georg Rühl und Elisabeth Rühl, Kaufleute, Frankfurt a. M., übergegangen. Die Firma ist geändert in: Möbelhaus Rühl vorm. Gebr. Bär. Kaufmann Leopold Stern von Gießen ist ausgeschieden. Die offene Handelsgesellschaft hat am 20. November 1933 begonnen. Die Haftung für die im seitherigen Betriebe des Geschäfts begründeten Verbindlichkeiten ist ausgeschlossen. Zur Führung der Geschäfte der Gesellschaft ist die Elisabeth Rühl allein und ausschließlich berechtigt. Am 12. Dezember 1933 bei der Firma Karl Buß in Gießen: Die Firma ist erloschen. Am 14. Dezember 1933 die Firma Pfaff & Heckroth in Gießen. Gesellschafter sind: Karl Hermann Pfaff, Kaufmann in Krofdorf, und Karl Heckroth, Kaufmann in Gießen. Die offene Handelsgesellschaft hat am 12. Dezember 1933 begonnen. Zeichnungs- und vertretungsberechtigt ist allein Karl Hermann Pfaff in Krofdorf. 29D Gießen, den 30. Dezember 1933. ______________Hessisches Amtsgericht.______________ Landwirtschaftliches Entschuldungsverfahren. Heber das Vermögen des Johann Dietrich Käs und seiner Ehefrau Marie, geb. Kreiling, in Treis a. d. Lumda, wird heute am 19. Dezember 1933, vorm. 11 Uhr, das landwirtschaftliche Entschuldungsverfahren eröffnet. Zur Entschuldungsstelle wird die Bezirkssparkasse in Gießen bestellt. Die Gläubiger werden aufgeforbert, bei Meidung der in § 11 des Gesetzes vom 1. Juni 1933 angedrohten Nachteile, ihre Forderungen bis zum 18. Januar 1934 bei Gericht anzumelden und die in ihren Händen befindlichen Schuldurkunden einzureichen. 28D Gießen, den 19. Dezember 1933. Hessisches Amtsgericht. Staatliche Fischereien. Dienstag, den 16. Januar, werden um 14 Uhr in der Gastwirtschaft von Karl Jö ckel9. (Oberscholtes) zu Grünberg nachverzeichnete Fischwasser auf 10 Jahre neu verpachtet: Der Linsenbach (Aeschersbach) in den Gemarkungen Grünberg, Queckborn, Harbach, und die Joßholler in Gemarkungen Ettingshausen und Hattenrod mit Grenzgräben usw., sowie die Seenbach und Ilsbach nebst zugehörigen Mühlgräben in den Gemarkungen Flensungen, Ilsdorf, Kirschgarten und Merlau. Unbekannte Pachtliebhaber haben sich vor dem Termin bei dem Unterfertigten auszuweisen. 32D Grünberg (Hessen), 2. Januar 1934. Hessische Forstämter Grünberg und Nieder-Ohme«. I. A.: Eckstein, Oberforstmeister. Güinverger WM-MWriiiW - Verein zn Werg (Hessen). Die Besichtigung und Neuaufnahme der Pferde findet statt: Für die Orte der Rabenau: Mittwoch, den 10. Januar 1934, in Londorf: 2 Uhr nachmittags. Für die Orte des Busecker Tals: Montag, den 8. Januar 1934, in Reiskirchen: 9 Uhr vormittags. Für Gießen und Umgegend: Montag, den 8. Januar 1934, in Gießen: 12y2 Uhr mittags (am Rheinischen Hof). Für Schissenberg und Umgegend: Montag, den 8. Januar 1934, in Garbenteich: 2 Uhr nachmittags. Die Pferde sind ausgespannt und ohne Geschirr vorzuführen. Die nicht vorgeführten Tiere werden auf Kosten der Besitzer besichtigt. 39D Grünberg/Hessen, den 2. Januar 1934. Schäfer, Direktor. Mr. 16 (Parterre) s 7-Zimm.-Mflung m. 2 Mansarden, Bleichplatz und Gartenanteil ver 1. April eo. früh, zu vermiet. Sehr öeeign. f.Praxis- räume ob. Etag.- Geschäft. Näh. Alicenstraßeltzl Telephon 3910. Schöne, sonnige 5-Ziiwm im 3. Stock, mit Bad, Balkon, Loggia und zwei Mansarden zum 1. April 1934 zu vermieten. 027 Liebigstr. 76 I. Mjhl.ZiMer gut heizbar, im Zentrum, sofort oder später billig zu vermieten. Zu erfr.in d.Geschst. d. Gieß. Anz. 05 | Mietgesuche| 5-Z.-Wolinung gesucht, mögl.rn. Heizung, v. Akademiker-Familie 2 Pers., z. 1.4.34. Schrift!. 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Das beruhigte ihn ein wenig. Lachen. ihn, ein wenig müde und sehr glücklich stand er in den Polargewässern am schlimmsten toben oder Mädchen, das bcrantrat. Einen Augenblick stand Gerd regungslos. War es den dort viele junge Sattelrobben erlegt, daß selbst Frauen mit Leichtigkeit ihre 10 Pfund verdienen ihm noch um das Mädchen gegangen während di schreibt Major W. Howe Greene äußerst dramatisch in seinem in London erschienenen Buch „Hölzerne Mauern im Eisfeld". In jedem Frühling nämlich kommen die „Sattelrobben" und die „Klappmützen", die in den Gewässern nördlich von Neufundland beheimateten Seehunde, zu Hunderten und Tausen- hat ein Recht, so zu mir zu sprechen, Gerd. das verbitterte Gesicht des Jungen, strich ihm leicht über das hellblonde Haar. „Nicht so heftig sein, Junge! Später vielleicht siehst du das alles ganz anders. Und dann ist immer noch Zeit zur Entscheidung." „Drake?" fragte Gerhard Lettow höhnisch. Und ohne die Antwort abzuwarten, fügte er, beinahe mehr für sich, aber doch sehr laut und voller Eifersucht hinzu: „Natürlich Drake. Gib es doch schon zu!" „Ja", sagte das Mädchen eisig. „Damit du es genau weißt. Im übrigen befinden wir uns in einer Hotelhalle. Wie ei-n dummer Junge benimmst du dich." Sie wandte sich ab, ging langsam die Treppe Elf Bewerber gingen an den Start. Oben auf der Tribüne, von der aus man die ganze Bahn übersehen konnte, saß Ursula mit ihren Eltern. Soeben raste, an achter Stelle Drake los. Wie der Teufel ging er in die erste Kurve. Atemberaubend kam noch vor ihm. f Die Stimme des Rennleiters riß ihn hoch. Man hatte von unten die Zeit heraustelefoniert. Er sah auf die Meldetafel, ließ den Blick nicht von den Zahlen, die sich da langsam vor ihm aufbauten. Ein unglaubliches Ergebnis war das, weitaus die beite Zeit bisher. Und fast vier Sekunden besser, als die Zeit, die er gestern gefahren hatte. Drake ... ihm einen Augenblick, sich hier hinübertragen zu lassen, in die Leere über ihm, dann brach etwas anderes in ihm burch. eine wilde Freude, gemischt aus Trotz und dem Willen zum Siege, so daß er den auf das große Eisfeld ihrer gemeinsamen Stätte mit hartem Griff den Schlitten packte und ihn hin-, der Familiengründung. Vor 150 Jahren noch wag- untorzwang in die lange wttße Schlucht. Ausatmen ten sich die Fischer in offenen Booten und später in ging durch die Tausende. Gebannt blickten sie dem teilweise bedeckten Fahrzeugen von ihrer Küste zu Manne nach, der hier unter dem ganzen Einsatz diesem Hauptplatz. Jetzt aber tun Stahlschiffe diesen Das Schlitten' e- Son Udo Wolter sich ihm zögernd entaegenstreckte: „Auf gute Kameradschaft, Ursel!" „Gib ihm ein-n Kuß, Mädel", sagte Drake vergnügt. Arm in Arm gingen sie alle drei hinauf zur Tribüne. Männer sind manchmal romantisch, dachte Ursula. Aber sie fühlte doch, daß das gut so war. Mädel." , Das lachende Gesicht des anderen wurde hart. Du hast vor dem Mädel erzählt, daß du besser fahren würdest als idy Hast mich ein wenig schlecht gemacht, mein Junge. Auch das war ein wenig unehrlich. Seit gestern bin ich mit Ursula verlobt. Die beiden sahen sich au. Keine Kameradschaft war mehr zwischen ihnen. Die Stimme des Melders rief zum Start. Mit einem Ruck schloß Gerd die Kappe. Sem Wort muß man einlösen, dachte er. Er vernahm das Kommando, warf den Schlitten voraus und sich darüber, Schnee stob ihm schneidend über das Gesicht. Fahren, dachte er noch einmal, fahren bis auf den Tod. Verbissener Trotz stieg in ihm hoch. Die Men- Wie seit jeher erblicken um die Zeit der Jahreswende die Wächter an den nördlichen Küsten Neufundlands über dem Horizont ein Glühen und Glitzern, das sie das „Eis-Blinken" nennen. Dann nähert sich von der Arktik die ungeheure Eisscholle und verheißt einen neuen „Seehungs-Frühling" und mit ihm das Wiederaufleben eines der ältesten Gewerbe der Inseln. Nur noch wenige der berühmten Seehundsfänger zeigen stolz die „Flagge des Eises", wenn sie zu ihrer abenteuerlichen und — wenn das Glück hold ist — erfolgreichen Fahrt auskonnten." In einem solchen Frühling sah die Bevölkerung von St. John die Seehundsfänger mit gewaltiger Beute durch die Straßen ziehen. Zu Fuß war man vom Hafen aus über das Eis bis zum Eisfeld gekommen. Dort wurden die Tiere getötet, gleich an Ort und Stelle enthäutet, über das Hart schlug er in die Hand des Freundes ein. ..Auf gute Kameradschaft wieder, Drake," sagte er. Dann nahm er fest die Hand des Mädchens, die .Eis geschleppt und Speck und Häute an den Türen I der Kaufleute verkauft. Aber noch häufiger brach die Jagdflotte in den ersten Märztagen zu ihrer gefährlichen Reise auf, und jeder Kavitän hoffte, sein Schiff, bis zum Rand gefüllt, zurückzubringen. Im Jahre 1872 soll ein Schiff so schwer von Beute gewesen sein, daß die Mannschaft ihre Hände leicht vom Deck aus in der See waschen konnte, so tief lag das Fahrzeug. 1898 ereignete sich auf einer derartigen Jagd ein furchtbares Unglück. 154 Men« sch-m waren gerade auf dem Eis, als ein entsetzlicher Schneesturm einsetzte. Plötzlich tat sich inmitten der Eisscholle ein großer Riß auf und ein Teil der Mannschaft war abgeschnitten. Einen Tag und eine Nacht lang war es unmöglich, sie zu erreichen. Als der ausgesandte Hilfstrupp endlich bei teilweise eingetretener Windstille zu den Unglücklichen Vordringen konnte, waren 48 Männer erfroren oder verhungert. Die meisten der lieber- lebenden hatten schwere Frostverstümmelungen. ein Rennen fuhr, wie sie es noch nie gesehen. i selben noch immer abenteuerlichen Dienst. Eine Es war eine außerordentliche Zeit und noch nie- „ ' „ ' ~ 1 ~ mals auf dieser Bahn erreicht. Menschen umringten! rabc bann, wenn bie Stürme im Norbatlantik und „Größer bin ich unb stärker als sie", dachte er. „Unb halb werbe ich achtzehn Jahre." Mit verkniffenen Lippen wanbte er sich unb trat hinaus in bie belebte Straße bes Winterkurorts. Drake mußte bei ber Bobbahn sein. Achtunbzwanzig Jahre war Drake. Er traf ihn beim Training. In seinem brennend- roten Sturzhelm raste er gerade unten durch die dritte Kurve der Bahn. Ein ganz neues Schlittenmodell hatte ihm die Fabrik zur Verfügung gestellt. Mißmutig holte Gerd den ,Winfried", seinen Schlitten aus dem Schuvpen, überprüfte ihn noch einmal unb setzte Sturzhelm unb Brille auf. Die Stoppuhr schob er unter bie bicken Hanbschuhe, so daß er sie mit dem Ballen auslösen konnte. Dann begab er sich zum Start. Vielleicht besann stch Ursula, wenn er morgen die Meisterschaft gewann. Unten traf er Drake, begrüßte ihn unb begutachtete bas neue Modell. Nebeneinander wanderten sie wieder hinauf. Verstohlen betrachtete Gerd dos braune, hagere Gesicht des Freundes, bis es Drake ausfiel. „Gibt's was, Junge?" ~ . ....... „Nein", sagte Gerd einsilbig. Zorn schoß Plötzlich hoch in ihm. Alle nannten sie ihn „Junge Ursula, Drake unb noch viele andere. Schrecklich ge- bemütigt fühlte er sich. . , Er riß sich zusammen. „Gute Zeit gefahren, Selbst wenn er noch ein wenig von ber Zeit des Freunbes abrechnete, denn sicher sagte Drake ihm nicht sein bestes Ergebnis, war er schneller gewesen. I scheu schrien auf, wie er in bie erste Kurve ging, i brechen, wenn sich bie Dampfer krachenb unb knir- ch.. ?...____Wenn Drake auch ein Hart am Boben jagte er entlang, wurde hinaufge- schend ihren Weg zur Seehundsjagd durch die Dutzend Meisterschaften gewonnen hatte, morgen tragen in den zweiten Vogen, geworfen von einer schwimmende Eiswüste bahnen. Welchen Mut unb würbe er ihn schlagen, besser fahren als sein Lehr- ungeheuren Macht, bie ihn bie steile Wanb bes ' welche Ausbauer biese Seehunbsfänger von ber ■■ - ' .Ar mtnhrfwMG G'nr? ser Fahrt? Er lächelte. Ungeheurer Stolz war in S 8$ «-- >•» I-»- »-«« Den Helm hatte er abgenommen. 9 - ■' - ~ • - - - < Gerd sah hinunter über bie Bahn, bie umjaumt war von Tausenben, bie Zeuge von Drakes Triumph geworben. Aber es schmerzte ihn nicht so, wie, baß aerobe bie eine dort oben ... _ f Ein Schatten fiel über ihn. Er sah auf. „Du hast mich gestern belogen, Drake", sagte er traurig. Nicht'um eine ober zwei Zehntelsekunden, wie das so üblich ist zwischen Konkurrenten, sondern ganz gemein. Du wolltest mich herabsetzen vor dem Mittwoch. Z.Zanuar 1934 Kr. 2 Zweites Blatt Gießener Anzeiger lGeneral-Anzeiger für lvberhesien) Die Lanuar-Makeiie 228. Hausplaketle 231. 237. 238. ANsi§ckUKd§l Darmstadt, Staatsministerium, Adolf- schriftliche Angaben zu 2, folgende des Vereins. Vereins. Trefz, Leiter der Reichspropagandaftelle Hessen. 229. 230. Hiermit öffentliche Konzerte, valistische werden sämtliche hessischen Vereine, die Veranstaltungen durchführen (Vorträge, Weihnachts- und andere Feiern, karne- Sitzungen, Kurse, Sport- und andere Die Plakette für Den fllonal Zanuar trägt Big bymdol der Familie einen Eichensprvh 226. 227. 232. 233. Joseph Max Bihlrnaier Johann C a r r a in Offen- Karl Bopp in Nidda, Wettkämpfe, Gesangs- oder Theaterdarbietungen usw.) und die Oefsentlichkeit zur Teilnahme einladen, aufgefordert, bei der Reichspropagandastelle Offenbach a. M. Berufsschullehrer in Mainz. Berufsschullehrer bad) a. M. Hessen in Hitler-Platz machen: 1. Name Oer Iieichsminister für Ernährung und Land wirtschaft Darre erlieft: Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes hat ! die Volksgemeinschaft des Nationalsozialismus zur j Tat werden lassen In den verflossenen Winter- ! monaten hat sich gezeigt, daß der Appell an den ' Opfersinn der Deutschen auf einen überaus frucht- | baren Boden gefallen ist. Das deutsche Volk hat nicht gespendet, sondern geopfert. Auch unser ! Bauerntum hat trotz ber Verwahrlosung ber Betriebe burch bas überrounbene liberalistische System ! von Weimar nichts unversucht gelassen, um nach Kräften Lebensmittel unb auch Gelbmittel für bas Die bereits ernannten Bezirksleiter bes K D A I., bie gleichzeitig Kreisfach - bearbeiter ber Abteilung „WJTAB." (Wirtschaftstechnik unb Arbeitsbeschaffung) bei ber Gauleitung Hessen-Nassau sein müssen unb von bieser ernannt mürben bzw. noch werben, bitte ich, sich wegen Ueberleitung ber bisher bei ber „Bezirksleitung Oberhessen" geführten Mitglieber ihrer Bezirke mit mir in Verbinbung zu setzen, sobalb sie bie Dienstanweisung für ben KD AI. von ber Gebietsleitung Hessen-Nassau empfangen haben unb bie betr. Bezirksleitung ihre Tätigkeit ausgenommen hat. Reichsbund Volkstum und Heimat. Alle Bevölkerungskreise unserer Lanbschaft zeigen an bem Reichsbunb Volkstum unb Heimat großes Interesse. Die Zahl ber Anmelbungen beläuft sich bereits auf weit über 10 000. Die Jugenbzeitschrift „Der junge Heimatfreunb" wirb in mindestens 30 000 Exemplaren erscheinen. Im Hinblick darauf, daß in manchen Teilen unserer Landschaft die Werbung für den Reichsbund erst in den letzten Wochen eingesetzt hat, brauchen alle, die sich bis zum 1. April 1934 anmelden, eine besondere Aufnahmegebühr nicht zu entrichten. in Mainz. Der Abschied der vorgenannten Beamten ist nach unserer Verfügung vom 8. Mai 1933 — K. M. IV. 20819 — mit einer würdigen Feier zu umrahmen. Darmstadt, den 28. Dezember 1933. Hessisches St-iafsminifterium. Mnislerialabl-nlung für Bildungwesen, Kultus, Kunst unb Volkstum. Ringshausen. Dere rifachung im hessischen D?rm"silmaswesen Durch Verordnung des Hessischen Staatsrninisters Jung vorn 30. Dezember 1933, bie am gleichen Tage in Kraft getreten ist, wirb das gesamte Vermessungswesen in Hessen weiter wesent - lich vereinfacht. Die an Hanb der Tagebücher der Vermessungsbeamten ermittelten Ergebnisse aus ben Jahren 1930 unb 1932 haben, wie amtlich betont wirb, deutlich gezeigt, daß es nicht notwendig ist, die Leitung jedes Vermessungsamtes einem höheren Beamten zu übertragen. Nach der Verordnung gliedert sich bas Vermessungswesen in Hessen a) in das Landesvermessungsamt. b) in bie Lokalbehörden (Dermessungsämter). Das Lanbesvermessungsamt ist gleichzeitig bie Aufsichtsbehörbe für bas Landesver- meffungswefen. Die Zahl ber Vermessungsämter wirb auf acht festgesetzt, denen zwölf Vermessunas- Dienststellen angegliebert werden. Sie verteilen sich wie folgt: Provinz Rheinhessen: Vermessungsamt Bingen mit Dienststelle in Mainz, Vermessungsamt Oppenheim mit Dienststellen in Worms unb Alzey; ProvinzOberhessen: Vermessungsamt Gießen mit Dienststellen in Friedberg, Gründerg unb Alsfelb, Vermessungsamt Nibba mit Dierst- stellen in Lauterbach unb Bübingen; Provinz Starkenburg: Vermessungsamt Darmstabt mit Dienststellen in Dieburg unb Groß-Gerau, Vermessungsamt Bensheim mit Dienststelle in Fürth, Vermessungsamt Offenbach unb Bermessungsamt Michelstabt mit Dienststelle in Höchst. Dem Vermessungsamt Darmstabt wird bie Abteilung für Triangulation angegliebert. Die polygonometrischen Wieberherstellungsarbeiten in ben nichtbereinigten Bezirken werben, soweit sie Grenzherstellungen nicht bienen, sofort eingestellt. Der Gebührentarif wirb aufgehoben. An Stelle desselben tritt für auszuführende Arbeiten eine Berechnung ber Selbstkosten nebst angemessenen Verwaltungszuschlag, der aus den gesamten Derwaltungskosten anteilmäßig auf die einzelnen Tagewerke der Beamten auszuschlagen Winterhilfswerk zur Verfügung zu stellen. Aber noch größere Aufgaben stehen uns bevor. Die kommenden Wochen unb Monate stellen an bie Hilfsbereitschaft von uns allen noch erhöhte unb erweiterte Anforderungen. Dem Wunsche bes Führers wirb sich keiner entziehen können. Es muß gelingen, aus eigener Kraft Not unb Elenb wirksam zu be- kämpfep. Die gesamte Kraft muß neben bem Kampf gegen bie Arbeitslosigkeit auf das Ziel gerichtet werben, in echtem nationalsozialistischen Gemeinschaftsgefühl ben Kampf gegen Hunger unb Kälte siegreich zu bestehen. 234 235. 236. pensiomenmg als nationale Tat. Unter befonberer Würbigung bes im nationalen Interesse betunbeten Opfersinns traten weiter fot- Oer preußische Ministerpräsident Görrng sagt: Das Winterhilfswerk bient ber selbstverstänblichen Verpflichtung, bie Folge ber Not unter Anspannung aller Kräfte zu linbern. Niernanb bars unb wirb sich ausschließen. Mögen bie hungernben Volksaenossen bie Unterstützung nicht als Almosen hinnehmen, son- bern in bem felsenfesten Glauben, baß halb bie Zeit kommt, wo sie aus eigener Arbeit unb Kraft ihren Tisch allein bccken werben. Gaubetr ebszettenleiter Willi Becker dankt. Die Fülle von Neujahrsglückwünschen macht es mir unmöglich, jebem einzelnen zu bauten. Id) sage allen Parteigenossen an bieser Stelle herzlichen Dank unb erroibere alle Wünsche aufs wärmste unb beste. Heil Hitler! Gez.: Willi Becker, Gaubetriebszellenleiter, Bezirksleiter ber Deutschen Arbeitsfront. Kampfbund der deutschen Architekten und Ingenieure. Der Bezirksleiter Gießen (bisher Bezirk Oberhessen) Oberingenieur K u r z - Gießen gibt über bie neue Kreis-(Bezirks-)Einteilung bes Kampfbundes der deutschen Architekten und Ingenieure (KDAI.) folgendes bekannt: Seitens ber Gebietsleitung Hessen-Nassau ist eine neue Kreis-(Bezirks-)Einteilung vorgenommen worben. Der Bezirk „Oberhessen" wirb aufgelöst, an seine Stelle treten bie fünf Bezirke (entspre- chenb ben Kreisleitungen) Gießen, Alsfelb, Lauterbach, Bübingen, Schotten unb Friebberg. Aus ver provmzialhaupMaOt. Leseabende. Wer ein Ohr für bie Stimmen ber Zeit hat, wirb heraushören, baß man sich allenthalben ber seelischen Werte bewußt wirb, bie aus einem rechtschaffenen Familienleben emporwachsen. Die Gefahr war groß, baß bie Familie zu einer bloßen Wirtschaftskollektive herabsank, benn nur allzuviele bemühten sich ängstlich, nicht in ben Verb acht zu geraten, sieben Meilen weit „hinter ber Zeit her- zulaufen", bie uns mit bem merfmürbigen Gebilbe einer „mobernen Familie" beglücken wollte. Die Familie ist bie konservativste Gesellschaftsform unb ber eigentliche Träger ber Trabition. Unb wenn es auch wahr ist, baß viele trabitionelle Dinge im Laufe ber Zeit inhaltlos geworben finb, so gibt es doch noch eine Anzahl anberer, bie es lohnt, neu zu beleben, weil ihr seelischer Inhalt bas Leben wesentlich bereichern kann. Was ist aus ber Familienkunst bes Vorlesens geworden? Ist sie völlig abgestorben? Kaum hört man noch von ihr. Und sie war doch früher so lebendig! Wie wurde sie noch zur Zeit unserer Großeltern geübt! Unvergeßliche Stunden edelsten Genusses müssen es gewesen sein; die Augen der Großeltern leuchteten auf, wenn sie sich daran erinnerten. Schon in der Jugend unserer Eltern wurde bie Verbinbung mit bieser guten Trabition lockerer, unb beim jetzt herrschenben Geschlecht scheint bas regelmäßige Vorlesen in ber Familie, vor Freunben unb guten Kameraben meist ganz unbekannt zu sein. Warum? Ist bas Vorlesen eine fterbenbe Kunst? Keineswegs. Es gab noch nie so viel Votleseabenbe mehr ober weniger bekannter Autoren, unb bie Vortragskunst findet überraschend viel Zuhörer. Wäre es nicht eines Versuchs wert, an den lan- 239. 240. 241. gen Abenden ben Familienkreis enger um einen. aeiftigen unb seelischen Mittelpunkt zusammenzu-' schließen, ben ein gutes Buch bildet, aus dem! Vater oder Mutter vorliest? Anfänglich wirb „man" i vielleicht feststellen, baß ber Mutter bie technische | Vollenbung fehle, ober „man" wirb es komisch: finben, wenn gar Vater eine Kellersche Novelle vorläse, benn „man" ist ja schon so verwöhnt. Aber wenn bie Familie still beisammensitzt, kann auf Vortragstechnik verzichtet werben; ber Familientisch ist fein Vortragspult unb bie Stimme ber j Mutter ober des Vaters schwingt viel tiefer im1 inneren Ohr. Sie vermitteln uns auf ganz anbere Weise bie geistige unb seelische Fülle eines Dichterwerkes. Das Kinb, bas Mutter ober Vater brängt, ihm Märchen ober Geschichten vorzulesen — unb welches Kinb tut bas nicht? — besitzt noch bie Feinheit bes inneren Ohrs, es wurzelt noch fest im seelischen Erbreich ber Familie unb schätzt ganz unbewußt bie alte Familienkunst bes Vorlejens, bie Quellen ebelften Genusses erschließt. Versucht es einmal mit ben Leseabenben in ber Familie. Aly. An sämtliche hessischen Vereine. Berufsschullehrer Techn. Lehrerin Sophie A n t h e s in Gießen. Berufsschullehrer Karl Joseph Kinsberger 2. Genaue Anschrift bes 3. Zweck bes Vereins. 4. Zahl ber Mitglieber. gez. genbe Beamten in ben Ruhestanb: Direktor Heinrich Schäfer in Darmstadt. Berufsschullehrer Karl Hofmann in Büdingen. Technische Lehrerin Sophie S t a u tz in Darmstadt, Technische Lehrerin Betty H o r st in Darmstadt. Technische Lehrerin Emma ©immer in Darmstadt. Technische Lehrerin Doris A n t o n in Darmstadt. Technische Lehrerin Anna Balz in Worms. Technische Lehrerin Katharina Stein in Mainz. Berufsschullehrerin Therese Dorth in Mainz. Direktor Dr. Friedrich Ritter in Mainz. Gewerbestudienrat Bernhard Berger in Helft -er Winterhilfe! Ein Appell führender Männer. ist Gleichzeitig werden Artikel 8 Absatz 2, 3, 4, 5, 6 des Gesetzes über die Abmarkungen vom 9 Januar 1926 außer Kraft gesetzt. Die weiteren Ausführun- gen der Verordnung regeln die Büroarbeiten im Vermessungswesen. Oie Zuvilaumövorstellun uir Karl Volck In dieser Spielzeit feiert Karl 93 o I cf ein doppeltes Berussjubiläum. 25 Jahre sind es her, daß er den „Brettern, die die Welt bedeuten" dient, und mit diesem 25jährigen Jubiläum seiner Bühnenlaufbahn verknüpft er das nur sehr wenigen Schauspielern vergönnte Jubiläum einer 25jährigen ununterbrochenen Tätigkeit am selben Theater. Da der Jubilar außerdem in dieser Spielzeit seinen 50. Geburtstag feiern konnte, nimmt die Theaterleitung dieses gewiß seltene Ereignis des Zusammentreffens zum Anlaß, des Kollegen auch in würdiger und herzlich-schöner Form zu gedenken. Wei-mochts.eter Der I, Stah - Helm-Nord und -West. Die Kameradschaften Nord und West des Stahlhelm vereinigten am Neujahrstage ihre Mitglieder und Kameraden im Cafe Leib zu einer gemeinsamen Weihnachtsfeier. Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Schneidige Märsche und musikalische Darbietungen leiteten den Abend ein. Kameradschaftsführer Schmidt hielt die Begrüßungsansprache und dankte allen, die sich für den Abend zur Verfügung stellten Nach einem von Frl. Wack gesprochenen Prolog und dem gemeinsam gesungenen Lied „Stille Der halbe Winter ist besiegt, die andere Hälfte droht noch! Fangt das Jahr mit Opfern an, dann wird es mit Segen enden! Nacht, heilige Nacht" hielt Kam. Gans die Festansprache. Weihnachten sei das einzige Fest, das der Stahlhelm festlich begehe. Man habe nach saurer Arbeit ein Anrecht auf eine besinnliche und freudige Stunde. Aber man werde auch vergangener Zeit gedenken müssen, einer Zeit, da sich zwei Fronten — die der Zerstörung und die des Aufbaues — gegenüberftanden, der Tod Ernte hielt unter Volksgenossen, aber aus dem Blut der Gefallenen neue Streiter für Deutschlands Ehre erwuchsen. Wenn Weihnacht 1932 fein Fest der Freude gewesen sei, so habe Weihnacht 1933 der Verzweiflung die Tür gewiesen, Hoffnungen wieder lebendig werden lassen, die begraben schienen, die wahre Volksgemeinschaft gebracht, die sich allenthalben äußere. Der Kampf sei erfolgreich geführt worden. Die Männer der Regierung seien Herren der Lage, der Volkskanzler Adolf Hitler an der Spitze, und Helfer neben ihm, die in feinem Geiste w rken. Der Glaube habe gesiegt, Deutschland steige w!?der in der Achtung der Welt, stolz könnten wir wieder sein daraus, Deutsche zu sein. Das begeistert aufgenommene Sieg-Heil des Redners galt dem Reichspräsidenten von Hindenburg, dem Führer und Volkskanzler Adolf hi kl er und dem S^ahlhelmführer Franz S e l d t e. Der weitere Verlauf des Abends brachte verschiedene gesangliche Darbietungen des Gesangvereins „Frohsinn" und des Quartettoereins unter Leitung von Musiklehrer Fr. Lei b. Die Chöre gelangten hervorragend zu Gehör, die Sänger ernteten lebhaften Beifall. Musikalische Darbietungen füllten die Pausen. Das Interesse wandte sich weiterhin den verschiedenen theatralischen Aufführungen zu. Ein weihnachtliches Lebensbild in einem Auszug, eine humorvolle Duettszene und ein lustiges Stück aus der Militärzeit fanden lebhaften Beifall. Nachdem eine Geschenkoerlosung den glücklichen Gewinnern viel Freude bereitet hatte, hielt der Ortsgruppenführer Oberstleutnant L o p p e eine kurze Ansprache, dankte für die Freude der Weihnachtsfeier und erinnerte an ein Wort des Stahlhelmführers Franz S e l d t e, der sagte, daß man nicht die Macht im Staate wolle, sondern den machtvollen Staat. Der Volkskanzler Adolf Hitler habe den machtvollen Staat gebaut, dessen Untermauerung ein Teil der Arbeit des Stahlhelm sei. Der Stahlhelm Helse weiterbauen am Bau des Dritten Reiches und werde sich im Jahre 1934 der Vergangenheit würdig zeigen. Mit Musik klang der Abend aus. E n dreifacher Goldatenvater. Aus Offenbach a. M. wird berichtet: Der Fall, daß ein Vater drei Söhne bei der Reichswehr hat und diese drei Söhne in einer Schwadron desselben Reiterregiments dienen, dürfte eine Seltenheit fein. Es handelt sich um die Söhne des Offenbacher Reichsbahnsekretärs i. R. Lang im Alter von 20 21 und 22 Jahren. Ein weiterer 17jähriger Sohn ist bereits bei der gleichen Schwadron angemeldet. Von dieser „Schwadron Lang" sagt ihr Rittmeister, daß sie gern aus lauter Langs bestehen würde. Es handelt sich um eine oberhessische Beamtenfamilie aus Gießen, die ihren kinderreichen Stammbaum durch neun Generationen bis 1654 zurückverfolgt. Mtefccn ■.;! rktprei-r. * Gießen, 3. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Landbutter, das Pfund 1,20 bis 1,30 Mark, Kochbutter 1 bis 1,10 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier (inländische) 14, Wirsing, das Pfund 12 bis 20, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 12, Gelbe Rüben 10, Rote Rüben 10, Spinat 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 15, Rosenkohl 30 bis 35 Pf., Feldsalat 1,50 Mark, Meerrettich 45 Pf.. Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, das Pfund 3 bis 3% Pf., der Zentner 2.80 bis 3 Mark, Aepfel, das P^und 15 bis 20 Pf., Birnen 12 bis 15, junge Hähne 80, Suppenhühner 65 bis 70, Ganse 70. Blumenkohl, das Stück 40 bis 60, En- divien 5 bis 20, Lauch 10 bis 15, Sellerie 10 bis 20 Pf. Bornotizcn. — Tage skatender für Mittwoch. Stadt- theater: 19.30 bis 22 Uhr, „Der Herr Senator".— janbr "^aUS' Bahnhofstraße: „Großfürstin Ale- ^Evangelische P f a r r p e r s o n a l i e n. Durch die evangelische Kirchenregierung wurde Pfarrer Theodor P a l m e r zu Lindenfels auf sein Nach- suchen und unter Anerkennung seiner langjährigen treuen Dienste in den Ruhestand versetzt und dem Pfarrer Karl H a r t m a n n zu Schlierbach die evangelische Pfarrstelle zu Lindenfels, Dekanat Erbach übertragen. - Pfarrer Adolf Allwohn zu Wahlen, Kreis Alsfeld, wurde mit der Führung der Dekanatsgeschäfte des Dekanats Alsfeld bis auf Weiteres beauftragt. ** Unbestellbare Postsendungen. Bei der Oberpostdirektion in Darmstadt mußten im Jahre 1933 5044 Briefe und 7332 Postkarten, sowie zahlreiche Drucksachen, die infolge ungenügender Anschrift weder dem Empfänger ausgehändigt, noch an den Absender zurückgegeben werden konnten, vernichtet werden. Hierdurch mögen für die Beteiligten Unannehmlichkeiten mancherlei Art entstanden sein Auch wird das Fehlen dieser Sendungen zu ungerechtfertigten Vorwürfen gegen die Postverwaltung und ihre Beamten Anlaß gegeben haben. Ohne genaue und vollständige Anschrift des Empfängers, zu der bei größeren Orten außer dem Vor- und dem Zunamen der Stand, die Straße und die Hausnummer gehören, ist die Zustellung einer Postsendung selbst dem findigsten Zusteller nicht immer möglich. Auch ist es unumgänglich nötig, auf allen Postsendungen stets Name, Wohnort unb Wohnung des Absenders anzugeben, damit diesem die Sendung im Falle der Unzustellbarkeit zurück- gegeben werden kann. ** Sonntags - Rückfahrkarten zum Dreikönigsfest. Wegen des Festes Heilige drei Könige am Samstag, 6. Januar, werden im Bezirk der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. die eingeführten Sonntagskarten schon ab Freitag 12 Uhr ausgegeben. Die Karten können also schon von dieser Zeit an zur Fahrt b"nutzt werden. Rückfahrt spätestens am Montag bis 12 Uhr. ♦* Unfälle. Der 51jährige Bahnarbeiter Ludwig Lenz aus Klein-Linden, der bei dem hiesigen Bahnbetriebswerk mit Wagenputzen beschäftigt war, stürzte bei feine-. Arbeit von einem Wagen und fiel so unglücklich, daß er anscheinend innere Verletzungen erlitt. Der bedauernswerte Mann wurde in die Chirurgische Klinik gebracht. — Das siebenjährige Söhnchen des Arbeiters H ö s e s von Alten- Buseck erlitt einen Unterschenkelbruch und mußte ebenfalls in die Chirurgische Klinik gebracht werden. — Aus Lichtermöhrendorf im Westerwald wurde der 15jährige Kurt Müller in die Chirurgische Klinik eingeliefert. Der bedauernswerte junge Mann hatte beim Rodeln einen Schädelbruch erlitten ** Freie Lehrer st eilen. Erledigt sind die Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Steinberg, Kreis Schotten (Dienstwohnung ist vorhanden und frei); eine Lehrerftelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Nieder-Kainsbach, Kreis Erbach (Dienstwohnung ist vorhanden und frei); die Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Fraurvmbach. Kreis Lauterbach (Dienflwohnung vorhanden); eine Lehrerst^lle für einen evangelisch"n Lehrer an der Volksschule in Frisch b o r n, Kreis Lauterbach (Dienstwohnung vorhanden). F o n h o s (Lißberg), Gustav Röder (Merkenfritz), Otto Schottes (Hartmannshain), Hrch. Ruhl (Hartmannshain), Jobs. Ruhl (Grebenhain), Hrch. Eirich (Grebenhain), Will). Schädoel (Crain- seld), Wilhelm Gier Hardt (Ober-Seemen). In einer kurzen Ansprache schilderte der Leiter des Ortsgruppenverbandes Gedern vom Deutschen Arbeiter-Verband der öffentlichen Betriebe, Richard Stöhr (Gedern) die politische Ereignisse der Nnch- | kriegszeit und betonte, daß nun auch dem deutschen Arbeiter wieder die ihm gebührende Ehre zuteil werde. Allen' Jubilaren würde das Buch unseres Führers Adolf Hitler „Mein Kampf" als Geschenk 1 überreicht Kreis Alsfeld Alsfeld, 2. Jan. Der hiesige Turnver - e i n hielt im großen Saale des „Deutschen Hauses" feine diesjährige Weihnachtsfeier ab. Der 1. Vereinsführer, Bankvorftand Ebeling, sprach über den Sinn der deutschen Weihnacht, die von den Turnern von jeher in echtem deutschem Geist gefeiert worden sei. Mit einem Treugelöbnis für den Reichspräsidenten und den Volkskanzler des Deutschen Denkt an die „Giisiung Odecheffen. für Opfer der Arbeit"! Einzahlungen an ReichskredilgejcUschaft Berlin W 8, Behrensstrahe 21 22, sowie auf deren Reichs- Groß euer in ewer Lackfadnk in Friedberg. Die Fanntie des Be tzers unter dem Verdacht der Brandstiftung festgenommen. Die Kriminalpolizeistelle Gießen berichtet heute folgendes: 3n der Rächt zum 2. Januar 1934 brach in der Vorbachschen Lackfabrik in Friedberg Großfeuer aus. Das Feuer fand in den lagernden Materialien, wie Lacke und Kitte, reichlich Rah- tung, fo daß beim Eintreffen der Feuerwehr das Anwesen bereits in Hellen Flammen stand. Das Wohngebäude konnte zum größten Teil gerettet werden, dagegen brannte das Fabrikgebäude bis auf d i e Grundmauern nieder. Da Brandstiftung vermutet wurde, nahmen Beamte der KriminalvolizeifteUe Gießen die Ermittlungen sofort auf. Die Feststellungen förderten hinreichend Beweismaterial gegen den Besitzer zutage, so daß Vorbach, seine Frau und Sohn in Untersuchungshaft genommen werden konnten. tlnnom * o>i * Wieseck, 2. Jan. Am Neujahrstag wurde bei einem hiesigen Einwohner während dessen Abwesenheit eingebrochen. Der Dieb, der mit den Oert- Uchkeiten vertraut gewesen sein muß, hat sich anscheinend mit Hilfe eines Nachschlüssels Eingang in die Wohnung verschafft. Dem Einbrecher fielen zehn Mark in die Hände Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. £ 2ß i e f e rf, 2. Jan. Am Samstagabend fanD die Generalversammlung der Spar- und Dar- l e h n s k a s s e statt. Der stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrates, Gustav Seibert, eröffnete die Generalversammlung und gedachte der im Laufe des Jahres verstorbenen Mitglieder, die von der Versammlung durch Erheben von den Plätzen geehrt wurden. Die Ersatzwahl zum Vorstand erbrachte die Wiederwahl von Lehrer Karl Schneider und die Wahl von Heinr. Roden Häuser VI. für das verstorbenen Vorstandsmitglied Jakob S ch ü f e r. In den Aufsichtsrat wurden Gustav Schneider und Otto Moser wiederHewählt. An Stelle von Karl Scho mb er, der freiwillig zurückgetreten ist, wurde Heinr. Werner gewählt. Im weiteren Verlauf konnte Geschäftsführer Werner mitteilen, daß die Kasse den Tiefpunkt überwunden habe und daß niemand mehr Bedenken zu haben brauche, da durch die Sanierung der Kasse durch das Reich bte Risiken verschwunden sind. Ein erfreuliches Zeichen ist auch, daß der Umsatz bis 24. Dezember 1933 bereits etwa 2000 Mark hoher ist, als im Jahre 1932. Auch hat sich die Neueinrichtung der Schulsparkasse gut bewährt. Sind doch bereits in der kurzen Zeit über 700 Mark einbezahlt worden. Der Kassenumsatz ist bereits um 8100 Mark hoher, als im Vorjahr. Alles in allem kann man von einer guten Entwicklung im letzten Jahre reden. Mit einem Sieg-Heil auf den Volkskanzler Adolf Hitler wurde die Versammlung geschlossen. * Heuchelheim, 2. Jan. Am Neujahrstag brachte das Gießener Stadttheater in der Turnhalle die Strauß'sche Operette „Wiener Blut" zur Ausführung. 900 Besucher hatten sich eingefun- ben. Die Operette wurde, trotzdem die Bühne der Turnhalle keine allzu großen Möglichkeiten gibt, ausgezeichnet wiedergegeben. Die Darsteller, erfreut über den guten Besuch, gaben ihr Bestes und ernteten stürmischen Beifall. Mit besonderer Freude wurde auch die musikalische Untermalung des Werkes ausgenommen (Leitung Kapellmeister C u j 6). Das Orchester mußte sich zu einigen Zugaben verstehen. Das Neujahrsgastspiel des Gießener Stadttheaters war für dieses ein großer Erfolg. * Querfborn, 2. Jan. Dieser Tage hielt Landwirtschaftsrat Dr. Lehr vom Landwirtschaftsamt Grünberg hier einen Vortrag über das Thema: „Die Fütterung der Milchkühe". Er betonte die Notwendigkeit der Freimachung von ausländischen Futtermitteln, forderte zur Leistungszucht auf und gab eine Fülle von praktischen Anregungen. Nachdem der Vortragende, dem für seine Ausführungen lebhafter Beifall zuteil wurde, noch verschiedene Fragen aus Der Versammlung heraus beantwortet hatte, 'sand die Veranstaltung mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf Bolkskanzler Adolf Hitler ihren Abschluß. ^Weickartshain, 2. Jan. In dem bis auf den letzten Platz besetzten Hockschen Saale hielt dieser Tage der hiesige Männergesangverein einen Unterhaltungsabend ab, dessen Einnahmen 4.um Teil der Winterhilfe zu Gute kamen. Der hiesige Mandokinenklub „Gut Klang" unterhielt die Teilnehmer mit guter Musik Nach der Begrüßungsansprache des Führers Knöß brachte der Chor des Vereins unter der Leitung von Lehrer Ranft- Stockhausen zwei Chöre zum Vortrag. Höhepunkte des Abends bildeten die Aufführungen eines drei- ?"lgen Dramas und eines Volksstückes in oberhes- Üfcher Mundart. Die Aufführungen fanden verdienten starken Beifall. Humorvolle Gedichtvorträge und Tanz beschlossen den Abend. — Am Samstagabend hielt der hiesige Kriegerverein unter Mitwirkung des Männergesanqvereins und des Mandolinenklubs einen Familienabend ab. Ein Chorlied des Gesangvereins und Darbietungen des Mando- folge brachte u. a. Freiübungen der Turner und anftaltung wurde mit dem herkömmlichen Tanz ab» s. Utphe, jährige treue Dienste bei eichs Mann gemeine sehr gut Brand" aufgeführt. Der Film löste all- Begeisterung aus. Die Veranstaltung war besucht. gebacken, sowie einige Körbe Gebäck gesammelt und geschlossen, an die Winterhilfe abgeliefert word.n. bahn folgende Volksgenossen geehrt: August Müller (Selters), August Seipel (Lißberg); Karl banfgicofonto und Deren Postscheckkonto Berlin 120 unter Angabe Der Kontobezeichnung: „Stiftung |üt Opfer De* Arbeit" Turnerinnen, exakt ausgeführte Volkstänze und Tanzszenen, die mit Recht viel Beifall fanden. Die Uebungen der aktiven Turner am Barren legten Zeugnis ab von der zielbewußten Arbeit des Vereins und fanden starke Anerkennung bei allen Zuschauern. Die in allen Teilen wohlgelungene Ver- morvolle Gedichtvorträge und weitere musikalische Darbietungen des Mandolinenklubs zur Unterhaltung der Teilnehmer bei. Eine Tellersammlung, deren Ertrag der Winterhilfe zugedacht war, erbrachte den Betrag von 15 Mark. — Für die Weihnachtswoche waren von den Einwohnern unserer Gemeinde insgesamt 2 2 Kuchen gemeinschaftlich Bezirksführer hielt sodann eine Ansprache, erinnerte an den mannigfachen Niedergang und Aufstieg des deutschen Volkes im Laufe der Jahrhunderte und zog sinngemäße Parallelen zur Gegenwart. Im Anschluß an seine beifällig aufgenommenen Ausführungen übermittelte er dem Kameraden Adam Weitzel für feine 35jährige Tätigkeit als Schriftführer im Verein die Hassia-Ehrenmünze. Nachdem verschiedene organisatorische Fragen erledigt waren, sand die Versammlung mit einem dreifachen „Sieg-Heil!" und mit dem gemeinsam gesungenen Horst-Wessel-Lied ihren Abschluß. ch Nieder-Gemünden, 2. Jan. Dieser Tage wurde hier durch Herrn Müllberger (Homberg) in der Gastwirtschaft Decher der Tonfilm „SA - fer der deutschen Freiheitsbewegung weiter zu wir- Reichs schloß der Vereinsführer seine mit Beifall ken. Mit einem „Sieg-Heil" schloß er seine begeistert: angenommenen Ausführungen. Die abwechselungsausgenommenen Ausführungen. Nachdem das Horst- reich und geschmackvoll zusammengestellte Vortrags- Wessel-Lied gemeinsam gesungen war, trugen hu- (folge brachte u. a. Freiübungen der Turner und meinsamen Gesang des Horst-Wessel-Liedes wurde ein Theaterstück ausgeführt, das den Kampf dieses Freiheitshelden darstellte. Ein zweites Stück schilderte die innere Wandlung eines Kommunisten. Nach dem Deutschlandlied und Sieg-Heil auf den Führer schloß sich Tanz an. Der Gesamtertrag des Abends fließt dem Winterhilfswerk zu. Kreis Büdingen * Nid d a, 2. Jan. Dieser Tage sand hier im Gambrinus die erste Brennholzversteige- rung Des Forstamts Eichelsdorf aus dem Bezirk Der Försterei Michelnau statt, wobei runb 600 rm Scheiter unb Knüppel unb eine größere Menge Reisig zum Ausgebot kamen. Es würbe durchschnitt- lich gelöst für 1 rm Scheiter 7 Mark, 1 rm Knüp- zel 5 Mk., 1 rm Stöcke 4,50 Mk., 1 rm Stamm- reifer 1,30 Mk., 1 rm gewöhnliche Reifer 50 Pf. — Nit Neujahr traten am hiesigen PostamtPerso- laloeränberungen ein. Oberpostmeister Bach würbezumPostamtmannbeförbert unb nach Nienburg versetzt. Er hat fast 11 Jahre bem hiesigen Postamt üorgeftanben unb sich währenb biefer Zeit bie allgemeine Wertschätzung bes Publikums erworben, so baß man sein Scheiben von hier bebauert. Ob"rpolt- sekretär Iansohn tritt nach Erreichung ber Dienst- rltersgrenze in benwohlverbientenRuhestanb An seine Stelle wirb Postsekretär Katzenmeyer von Groß-Karben am hiesigen Amte eintreten. Kreis Schotten. V Gebern, 2. Jan. Hier würben in ber Gastwirtschaft „Zur Eisenbahn" für 2 5 - b zro. 3 0 - ' . ~ ■ | ll. Merlau, 2. Jan. Der hiesige „H a s s i a" • 2. San. Im Saale Der Wirtschaft K r i e g e r v e r e i n hielt in Anwesenheit Des Be- I a g veranstaltete die NS D A P einen Deut- zirkssührers Roth (Grünberg) in Der Wirtschaft sehen Abend. Stutzpunktleiter Albert Schwarz Hörle eine Generalversammlung ab. Der Führer, betontem einer kurzen Ansprache, Daß Der AbenD , KameraD Hörle, begrüßte Die Mitglieder. Der dem Gedenken Horst Wessels gelte. Nach dem ge= ~ • -....... - ■ ~ • - linenklubs leiteten die Veranstaltung ein. Der Präsident Des Kriegervereins, Bürgermeister Brüller, begrüßte Die Teilnehmer. Sodann sprach KameraD Reuter von Dornholzhausen. Er umriß Die jüngste Deutsche Geschichte vom Ausbruch des Weltkrieges an bis zum Dritten Reich unb ermahnte bie Jugenb, im Geiste ber Frontkämpfer und der Kämp- E-naezogene V rmögen. LPD. D a r m ft a ö t, 2. Jan. Auf Anordnung des Hessischen Staatspolizeiamts wird bas Vermögen der Darmstädter Organisationen der KPD., der Freien Arbeiterunion, Der Kommunistischen Partei-Opposition, Der Sozialistischen Arbeiterpartei, Der SPD. mit sämtlichen Hilfs- unD Nebenorganisationen (einschließlich Turn-, Sport- und Gesangvereine), des Friedensbundes deutscher Katholiken, des Windt- horstbundes, der Kreuzschar, des Kampfringes junger Deutschnationaler, der Kampfstaffeln der Deutsch- nationalen Front, der Kampfgemeinschaft revolutionärer Nationalsozialisten (Schwarze Front), des Tannenberg-Bundes und Des Deutschvolks eingezogen unb in Das Eigentum Des fianDes übergeführt. Preußen. Kreis Wetzlar SchmiDt unD zu weiteren Vorstandsmitgliedern Die Richarb-Wagner-Wohlfahrlsbriefmarken versinnbildlichen die Werke des großen Deutschen Meisters. Jeder Deutsche sollte sie fein eigen nennen! Die beiDen gleichnamigen KameraDen L. Stein- m ü 11 e r bestimmt. Der Vereinsführer Dankte für Das ihm entgegengebrachte Vertrauen unD gelobte, sich stets für Den Verein einzusetzen. Als Grundstock für Die Vereinskasse spendete Der kriegsblinDe KameraD L. <5 t e i n m ü 11 e r Den Betrag von 10 Mark. Nach herzlichem Willkommgruß Des Kreisführers Schütz, Der für Den Kyffhäuserbund sprach, fanD Die GrünDungsversammlung mit einem Dreifachen „Sieg-Heil!" auf Den Volkskanzler ADolf Hitler ihren Abschluß. Mit Dieser VereinsgrünDung wirD Dargetan, Daß nun auch in unserem einst marxistisch eingestellten Dorfe ein anDerer Geist einaegogen ist. * ODenhausen (Lahn), 2. Jan. Dieser Tage fand hier im Klinkelschen Saale eine Versammlung Veremsfuhrer wurde Lehrer Bürbach, zum zwei- eine die Ceitunq zu übertragen. Die Varstandsmii. en V-remssuhrer Kamerad Ritzel zum Echris- glieber wurden bis auf den Schriftführer in ihren sichrer W S t e > n m u l l e r . zum Kasfenfuhrer W. Aemtern belassen. Für den Schriftführer Wilhelm Kneler, Der zum Turnführer gewählt rourDe, rourDe Lehrer Willig ernannt. Dann rourDen Die Einzelheiten Des Zusammenarbeitens erläutert unb gutgeheißen. Ein Antrag von Heinrich Roth, Den ge- allenen TurnbrüDern eine GeDenktafel zu errichten, anD ungeteilte Zustimmung. Der Gesangverein beißt bereits eine GeDenktafel. Ferner rourDe beschlafen, einen Betrag für Das Winterhilfsroerk abzuführen. Den Schluß Der Veranstaltung bildete ein vom technischen Leiter Der Turnabteilung Fritz Karler gut eingeübter Sprechchor Der Turner, Schüler und Schülerinnen, ein Feuerspruch, eine Ansprache ber Führer ber Vereine, bas Horst-Wessel-Lieb unb ein „Sieg-Heil!" auf bas beutsche Vaterlanb unb feinen Führer Abolf Hitler von Stützpunktleiter Schneider ausgebracht. auch acht Turnern bestehenden Führerrat und den aus sieben Mitgliedern bestehenden Turnrat. Sodann wurden Die für 1934 vorgesehenen Veranstaltungen bekanntgegeben. Zur Anschaffung einer Fahne rourDe ein FonDs errichtet. Dem Turner W. Schleenbecker rourDe für Die Stiftung zweier Bilder Dank gesagt. Mit einem Dreifachen „Sieg-Heil!" auf Den ' Volkskanzler, mit Dem Deutschland- und Dem Horst- Wessel-LieD wurde Die Desammlung geschlossen. * Vetzberg, 2. Jan. In unserem Orte wurde auf Anregung von zwei hiesigen Kameraden Des Nachbarvereins RoDheim ein Kriegerverein gegrünbet, ba Diese GrünDung einem allgemeinen Wunsche entsprach. Nach Vereinbarung mit Dem VerbanDskreisführer Schütz (Wetzlar) fand Dieser Tage Die GrünDungsversammlung statt. Zum Dem seitherigen Führer Des Gesangvereins „ßieDer- kranz", Pg. GvttfrieD Fritz, wurde einstimmig das Vertrauen Der MitolieDer ausgesprochen. Für Den freiwillig, infolge VerhinDerung, zurückgetretenen Führer Des Turnvereins GvttfrieD Heuser rourDe Wilhelm Kneler einstimmig gewählt. Es rourDe beschlossen, Dem Führer Des Gesangvereins Fritz bei allen öffentlichen Veranstaltungen beider Ver- | statt mit Dem Ziel, engstes Zusammenarbeiten zwi- fKinzenbach, 2. Jan. Der hiesige T u r n v e r-! scheu Dem Turn- unD Sportverein unD Dem e i n hielt Dieser Tage eine gut besuchte Hauptver- Gesangverein „LieDerkranz" herbeizusüh- sammlung ab. Der Vereinsführer L. B e p l e r er-! ren. Stützpunktleiter S ch n e i D e r gab einen kurzen stattete Den Geschäftsbericht, Der Kassenwart Otto Rückblick auf Das vergangene Jahr unD forDerte Die ManDler berichtete über Den Stand Der Kasse, AnwesenDen auf, treu Dem Werk Der Vvlksgemein- Die einen Ueberschuß ausroies. Der Verein kann, wie schust zu Dienen. Nach Prüfung Der beiDerjeitigen aus Dem Geschäftsbericht hervorging, mit Befriedi- Kassenbericht rourDe Dem Rechner jeDes Vereins gung auf Das vergangene Jahr zurückblicken. Den Entlastung erteilt unD zur Führerwahl geschritten. notroenDig geroorDenen SatzungsänDerungen rourDe' Wehr und Waffen. gesetzliche Dienstzeit ist von 18 Monate Ansiedlunq ii । i c u i u n “IW" "•i — ' y 1 ' , Für die Versorgung der ausscheldenden Soldaten! kann er seine Abfindung zur Ansasslgmachung IN Ulf wi u «UHU v______ । ) _____ h Qnnhmirf rhnH erbo ten. Ausnabmen besteben schleunigst in Deckung gezogen. und Es war allmählich 3 Uhr morgens geworden uns und „hauptamtliche Truppenunterrichtsleiter" geleitet. Diese leiten auch mit Landwirtschaftsassessoren als vollbeschäftigte, nebenamtliche Landwirtschaftslehrer die landwirtschaftlichen Lehrbetriebe, aus denen die anfallende Arbeit durch die Soldaten verrichtet wird. Der Unterricht in den landwirtschaftlichen Heeressachschulen schließt sich eng an die Praxis an und wird teils theoretisch (in drei je dreimonatigen Kursen im 10. und 11. Dienstjahr), teils praktisch erteilt. Die praktische landwirtschaftliche Ausbildung vollzieht sich in landwirtschaftlichen Lehrbetrieben (Größe 80 bis 150 Tagwerk) und dauert im 10. Dienstjahr drei Monate und im 12. Dienstjahr, nach Ableistung der theoretischen Abschlußprüfung, noch 9 Monate. Nur wenn der Soldat Zeugnisse über die bestandene theoretische und praktische Abschlußprüfung erworben hat. der Landwirtfchaft erhalten. Ausnahmen bestehen nur bei Einheirat oder bei Uebernahme des elterlichen Anwesens. Besonders wichtig ist natürlich auch die Auswahl einer passenden Frau! wehr Die Eidgenossenschaft verteilt zu diesem Zweck jährlich rund 4 Millionen Franken (3,2 Mill Mk.) an die Kantone und überwacht durch ihre Offiziere die Verwendung dieser Mittel und die sachgemäße Durchsührung des Schießbetriebes Dieser findet in den einzelnen Gemeinden i n Schießoereinen statt, denen alle Wehrpflichtigen des Auszuges und der Landwehr angehören müssen, den Landsturmpflichtigen ist die Teilnahme freigestellt, sie nehmen aber in der Mehrzahl an den Schießübungen auch teil Insgesamt beteiligen sich jährlich fast 500 000 Mann an den Schießübungen Jede Gemeinde verfügt über ihren eigenen Schießplatz mit Ständen bis zu 400 Meter Entfernung. manche auch darüber hinaus Die Schießübungen werden an den Sonntagen unter Aufsicht von Offizieren abgehalten- bei Versäumnissen hat der Wehrmann ohne Sold bei besonderen Schießkursen nachzubienen; auch für die Teilnahme an den sonntäglichen Hebungen wird kein Sold gezahlt. Die Munition liefert der Staat, geschossen wird nur mit dem Militärqewehr, das der Wehrmann (in Zivilanzugs selbst mitbringt; denn die Leute des Auszugs und der Landwehr haben ihr Gewehr ebenso wie die Uniform bei sich zu Hause Die gute Instandhaltung der Ausrüstung wird übrigens außer bei Gelegenheit der Schießübungen auch noch bei besonderen Kontrollversammlungen streng geprüft. Nebenbei bemerkt ist in dieser Aushändigung der Waffe ein starker Ausdruck des Vertrauens in die sie weitestgehend unterstützt. Das Heer zählt, tn 4 Landes-Militärkommandos (Prag, Brünn, Preßburg, Kaschau) zusammengefaßt, 12 Infanteriedivisionen und 3 selbständige Kavallenebrigaden mit 8000 leichten und 2500 schweren Maschinengewehren, 792 leichten und 412 schweren Geschützen, 100 Flakgeschützen, 140 Mmen- , auf 14 herabgesetzt, das jährliche Kontingent an Rekruten als Ausgleich um 5000 erhöht. Trotzdem wurde es nötig, eines der vier Infanterieregimenter jeder Division in ein Rahmenregiment umzuwandeln Es soll künftig Schulungs- und Unterrichtszwecken dienen und im Mobilrnachungs- Schon?>er Schutz gegen Sicht bedeutet eine Herabminderung der Luftempfindlichkeit oder das Abseitsliegen von Verkehrswegen und -Zentren Deswegen wird schon seit langem in Frankreich die A u f f o r - st u n g so gefördert, weil der Wald immer noch das beste Tarnungsmittel ist. Ein Werk, das in einem Wald liegt, wird zumindest vom Gegner schwerer zu finden sein, als ein solches auf dem Prasentierbrett an seinem Anflugweg. — Sicherlich spielen auch klimatische, geographische Momente eine Rolle m der Beurteilung der Luftempfindlichkeit durch die Lust- schutzmaßnahmen, die eine unter Umständen aus- ichlaggebende Bedeutung gewinnen können. Am wichtigsten aber ist es für die Ueberwindung der Luftempfindlichkeit, daß jeder Volksgenosse wieder lernt, all sein Tun unter dem Gedanken der Wehrhaftigkeit zu stellen. Das gilt im besonderen Maße für die Techniker, welche im süßen Giftrausch des Pazifismus so hochempfindliche Anlagen schufen, daß nur ein leichter Luftangriff genügt, um sie außer Betrieb zu setzen Sie müssen lernen, daß alle leicht faßbaren und schwer wieder- herstellbaren Anlagen entweder unter d i e Erde gehören oder abseits der luftempfindll- ch e n Ze n t r e n liegen müssen Wenn jeder wehr- haft denkt, ist schon viel geholfen. Die Wehrschule des Schweizer Dorstchießstandes B | roerfern, 30 bis 50 Strahenpanzerroagen, ein paar Dutzend Tanks, 1000 Flugzeuge. Seine Kopf- I stärke beträgt im Sommerhalbjahr- 140000, im Winterhalbjahr 100 000 Mann, fein Heeres- Ganz anders verhält es sich heute mit der im Wehrgesetz verankerten landwirtschaftlichen Berufsausbildung in den landwirtschaftlichen Heeresfach- fchulen Diese sind je einem Truppenteil angegliedert und werden durch Landwirtschaftsräte als Grab zu schaufeln. Wir arbeiteten hastig weiter, um den neuen Graben so schnell wie möglich in Verteidigungszustand zu setzen und dem entsetzlichen Leichengeruch zu entgehen Ein dichter, undurchdringlicher Nebel senkte sich auf die Erde, der Geruch' wurde immer unerträglicher. Drüben bei den Engländern bellte ein Hund, hie und da ertönte ein eigenartiger Vogelschrei, durch den sich offenbar die indischen Patrouillen im Vorgelände Zeichen gaben. Die Augen brannten von dem scharfen Ausguck, den man- halten mußte, um sich vor lieber« raschungen zu bewahren. Hielt man einen Augenblick inne mit der Arbeit, dann durchrieselte es einem eiskalt Nochmals wurde der Versuch gemacht, an den Toten heranzukommen. Endlich gelang es einem meiner Leute. Er nahm ihm Geldtäschchen, Uhr und Brieftasche ab und versuchte, den Körper mit Erde zu bedecken. Da zuckte plötzlich der blendende Strahl eines englischen Scheinwerfers durch die Dunkelheit und suchte hin und herwedelnd das ganze Vorgelände ab Wie erstarrt blieb der Mann bei der Leiche liegen, um sich nicht durch eine Bewegung bemerkbar zu machen. Kaum war der blendende Lichtstrahl verschwunden, da gina wieder die Schießerei los Zischend fegten die Geschosse über den Boden und zwangen unseren Kameraden zum schleunigen Rückzug Kriechend gelangte er wieder an den Naud unseres Grabens und wurde an den Beinen hat die Heeresleitung segensreiche Einrichtungen geschaffen. Sie steht dem Soldaten nicht nur mit geldlichen Beihilfen (Abfindung und Uebergangsgebühr- niffe etwa 7000 bis 8000 Mark) zur Seite, sondern läßt ihn auch während seiner Dienstzeit in seinem Berus weiter ausbilden. Daß eine kostenlos gewährte Fachausbildung ein wertvolles und unzerstörbares Kapital ist, das wird heute mehr denn je eingesehen. Es können also auch zweite und dritte Bauernsöhne, die den elterlichen Hof sonst nicht bekommen können, sich durch den Dienst im Heer ein eigenes landwirtschaftliches Anwesen „erdienen", sich vom Knecht zum Besitzer emporarbeiten Nicht überall ist ein solcher wirtschaftlicher Aufstieg möglich! Dies kann für viele ein Grund zum Eintritt in das Heer fein, und wir wissen, daß von jeher gerade der Bauernstand gute Soldaten geliefert hat. Wie ist nun der unterrichtliche Ausbildungsgang des Soldaten? Auf der Unterstufe der allgemeinen Heeresfachschule wird vom zweiten Dienstjahr ab bei allen Angehörigen des Reichsheeres während der Dauer von sechs Jahren die Ausbildung für einen bürgerlichen Beruf gefördert. In der Oberstufe tritt eine Gliederung im Schulsystem ein Es bestehen nebeneinander 1. Die Heeressachschulen für Verwaltung und Wirtschaft, die den Soldaten für die Tätigkeit als Beamten und Kaufmann Dorbereiten; 2 die Heeressachschulen für Gewerbe und Technik, die für den technischen Beruf vorbereiten (nur bei den technischen Truppenteilen); 3. die Heeressachschulen für Landwirtschaf t, die den aus der Landwirtschaft stammenden Soldaten die Berufskenntnisse vermitteln oder erweitern, die zur erfolgreichen Bewirtfchaftung eines bäuerlichen Betriebes nötig find. Im folgenden soll nur von landwirtschaftlichen Heeressachschulen gesprochen „Landwirtschaftliche Soldatenkurse". Diese fanden allwöchentlich ober m größeren Zeiträumen statt, je nach dem vorhandenen Interesse. Die Leute versammelten sich in dienstfreien Abendstunden in Kafernräumen ober lanbwirtfchaftlichen Schulen und wurden von Fachleuten durch Vorträge unterrichtet. Der Besuch war freiwillig, doch erfolgten auch Abkommandierungen; es wurde aber fein Unterschied gemacht zwischen Leuten, die vom Land ober aus ber Stabt gebürtig waren Europäische Milireu. „Miliz" ist heute ein höchst aktuelles Wehr- Problem geworben, nicht zuletzt für uns Deutsche. Wenn wir als Hauptmerkmal aller Milizen bie sehr kurze, in Rekrutenschulen unb Wieberholungs- Übungen zusammengebrängte Dienstzeit annehmen, so stehen uns in Europa vier Milizen. und zwar viererlei Milizen, zum praktischen Studium zur Verfügung: Das Schweizer Milizheer, Sowjet« rußlands Territorialmiliz, Englands Territorialarmee, Italiens faschistische Miliz. Aber nur bei ber Schweiz haben wir ein absolutes Milizsystem, sozusagen in Reinkultur, vor uns, währenb die Milizen ber brei Großmächte, zwar jebe eine eigene Abart barfteUenb, bas gemeinsame Charakteristikum an sich tragen, baß sie nur einen mehr ober minbsr wesentlichen Bestanbteil ber Gesamtwehrmacht neben bem regulären Heer hüben. Nur mit ein paar In meinem niebrigen Erbloch, bas burch eine Zeltbahn nach außen verhängt war, öffnete ich beim flarfernben Schein einer Stearinkerze bie Brieftasche. Das Bilb einer jungen Frau mit brei nieb- lichen Kinbern fiel mir entgegen. Wie oft mag sich ber tote Kamerab an biefem frieblidjen Bilb . rfreut haben! In ber fernen Heimat faß auch meine liebe Frau mit brei Kinbern unb wartete von Tag zu Tag tn aufregenber Spannung auf Nachricht Und wie sollte ich nun dieser armen Frau mitteilen, daß sie ihren Mann unb ben Vater ihrer brei Kinber verloren habe? Sollte ich ihr schreiben, baß er noch unbeerbigt ba braußen vor bem Graben läge, und daß es nicht möglich war, ihm ein Grab zu schaufeln? Werden bie Deinen nicht auch einmal einen Brief erhalten, in bem bas schicksalfchwere Wort „Helbentob" steht? Ich suchte in ber Nacht meinen Felbwebel auf, übergab ihm bie paar Erinnerungs- stücke und bat ihn. der Familie die Trauerbotschaft zu übermitteln Ich ging wieder zurück in mein kaltes nasses Erdloch. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Der Gedanke an den toten Kameraden da draußen ließ mich nicht mehr zur Ruhe kommen. In dieser Nacht habe ich das Grauen des Krieges in tieffter^«Seele empfunden, und wenn ich an diese einsame Stunde im flandrischen Erdloch zurückdenke, bann sehe ich immer roieber bie Silhouette des Toten am nächtlichen Himmel vor mir, ich sehe ben Strahl des Scheinwerfers über die Erde zucken und das Bild vor mir in Licht tauchen und ich spüre noch heute ben Leichengeruch, ber von bem Toten ausging, von biefem unbekannten Solbaten, der noch vor wenigen Tagen tapfer, lebensfroh unb hoffnungsfreudig gegen den Feind stürmte, um mit feinem Leben die Heimat zu schützen. L. G. fall den Stamm für eine bei 12 aufzustellenden Refervebioisionen abgeben. 3 Gebirgsartillerieabteilungen werben in reitenbe Abteilungen für bie 3 Kavalleriebrigaben umgeftaltet, eine Reihe von Beigaben wirb motorisiert Das Heer vermag sich aus eine starke, tn ben Sokols, ben altberühmten tschechischen Turnvereinen, verankerte militärische Iugenbaus- b i 1 b u n g zu stützen Eine Versorgung mit Waffen, Munition unb Gerät wirb d»urch bie hochentwickelte, vom alten Oesterreich übernommene unb von Frankreich finanziell gestützte R ü st u n g s i n b u st r i e (an ber Spitze Skoba in Pilsen) mehr als reichlich gebeckt Disziplin unb Ausbilbungsgrab bes tschechoslowakischen Heeres werben gelobt, unb es kann wohl kein Zweifel barüber bestehen, bah im Falle eines europäischen Konfliktes bas Heer eine beachtliche Rolle spielen würbe. By. startbereiten Luftarmeen umgeben ; Deutschland ist z B unter Berücksichti- igung ieiner jetzigen Sieblungswerse fast dreimal so luftempfinblid) als Frankreich, oier- mal so luftempfinblid) als bie Tschechoslowakei und sechzigmal so luftempfinblid) als Rußland. Eine Stadt- und Landesplanung soll dieser Gefahr Rechnung tragen, z. B. durch Auflockerung der Großstädte. Deutschland besitzt nämlich die größte Anzahl der Großstädte in Europa. Aber nicht nur bie Menschenmassierung erhöht bie ßuftempfmb« lichkeit, sondern auch die Zusammendran» g u n g d e r Industrieanlagen wie an ber Ruhr, in Sachsen, in Oberschlesien. Jedes Werk, bas unmittelbar ber Erhaltung des Lebens und der Arbeit der Bevölkerung dient, kann als luftempfinblid) bezeichnet werden (Elektrizitäts-, Gas- und Wasserwerke z.B.) aber auch alle Verkehrsanlagen, Eisenbahnen, Bahnhöfe, Flughäfen, Hafenplatze usw. Dann natürlich auch Regierungszentren (Berlin!) und Führungszentralen (Kvrnmandvbehorden, Garnisonen aller Art). Alle solche Plätze werden stets die ersten Angriffsziele feindlicher Bombengeschwader sein, um das Hinterland unb bie Zufuhrquellen Zuverlässigkeit bes Schweizer Wehrmannes zu erblicken; ob auch große Staaten biefe Einrichtung übernehmen könnten, ist minbeftens fraglich Die Hebungen werben vorwiegenb im Anschlag liegenb, einige fnienb geschossen; die Anforderungen für die (Erfüllung der Bedingungen sind beachtenswert hoch unb entsprechen minbeftens den Bedingungen, die unserem ersten Jahrgang im alten Heer gestellt waren Dazu ist allerdings noch zu bemerken, daß fast in der ganzen Schweizer männlichen Bevölkerung ein überaus starkes Interesse am Schießwesen vorhanden ist Wer als alter deutscher Soldat Gelegenheit gehabt hat, persönlich an solchen Sonntagsübungen auf einem Dorfschießplatz ber Schweiz teilzunehmen, wirb jebenfalls gerne anerkennen, daß in dieser Richtung von der Eidgenossenschaft das Bestmögliche geschieht, um ihre Wehrmänner zu tüchtigen Schützen auszubilden, und wird auch feftfteUen. daß die erzielten Erfolge aller Achtung wert sind Deshalb kann der Schweizer Schießbetrieb auch jenen Staaten gute Lehren bieten, die ganz ober teilweise zum Milizsystem übergehen wollen v. G Das Heer derTschechoftowokei Wie ein Keil springt bie Tschechoslowakei in ben Südosten Deutschlanbs hinein Aus Hunberte von Kilometern begleitet sie Deutschlanbs Grenze. Wenige Kraftfahrstunben nur steht ihr Heer vor Breslau, Dresben unb Nürnberg. Ein gewichtiges ©lieb in ber Kette ist es, die Frankreich um Deutschlanb schlang. Unb boch hören unb wissen wir wenig von ihm Unsere Blicke sinb weiter nach Osten gerichtet, wo ber Pole uns der gefährlichere Gegner bünkt Kriegserinnerungen lassen uns ben Tschechen in weniger günstigem militärischen Licht sehen: ein unwilliger Kämpfer im Rahmen bes österreichisch-ungarischen Heeres, ber, sobalb sich Gelegenheit bot, zum Fembe über« lief. Auch als tschechoslowakischer Legionär an ber Seite ber Alliierten verbesserte er nicht gerabe feinen Rus. Seitbem hat sich manches geänbert. Als telbftänbiger Staat hat bie Tschechoslowake, alles darangesetzt, sich ein v o 11 w e r t i g e s n e u- zeitliches Heer zu schaffen, und ihr Beschützer an der Seine hat mit Geld und weisen Ratschlagen Die Ansiedlung konnte bisher wenig Fortschritte machen, weil zuviel Hemmnisse verschiedener Art vorhanden waren. Durch die erfreuliche Initiative unserer jetzigen Reichsregierung kommt jedoch ein neuer Zug in die deutsche Siedlungspolitik, unb baburd) wirb hoffentlich auch bie Ansieblung lanb« wirtschaftlich ausgebilbeter Solbaten anbere Fortschritte machen wie bisher Trotzbem bleibt bie wichtigste unb von ben Solbaten am meisten gewünschte Art ber Ansässig- machung: ber Erwerb schon bestehenber lanbwirtschaftlicher Anwesen. Währenb aber für bie Ansieblung verhältnismäßig große Mittel vorhanben sinb, ist es bis jetzt nicht möglich geworben, auch ben Ankauf schon bestehenber lanbwirtschaftlicher Anwesen burch niebrig verzinsliche Darlehen zu förbern. Hierüber schweben jeboch zwischen den einschlägigen Stellen Verhandlungen. Aus bie Ansieblung usw. näher einzugehen, verbietet ber enge Raum bieses Artikels. Vielleicht gibt sich später Gelegenheit, über bieses Thema zu sprechen Jebenfalls glaube ich gezeigt zu haben, baß ber aus ber Lanbwirtfchaft ftammenbe Solbat, auch wenn er vorher in bienenber Stellung war, einen wirtschaftlichen Aufstieg erleben kann, wenn er ben ihm von ber Heeresleitung in seltener Weise vorbereiteten Weg geht. Dabei erweist er nicht nur sich selbst einen Dienst, fonbern auch seinen Kameraben unb seinem Vaterlanb; denn ber übergroße Zubrang zur Beamtenlaufbahn wirb geminbert unb unsere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wirb gestärkt. „Den Reichtum bes Staates macht bie Zahl ber tüchtigen Bewohner aus. Wer Bauern st eilen Wiafff *"»r nützt Volk unb Vaterland " Oer tote Kamerad ,m Niemandsland Naßkalt war bie Nacht vom 6. zum 7 November 1914, einen eisigen, feinen Sprühregen fegte uns der Sturm, ber vom Kanal herwehte, ins Gesicht, Mantel unb Uniform waren klitschnaß Tagelang schon standen wir in den nassen Gräben, fchliefen in ben verschlammten Erblöchern bes lehmigen Lodens, die wir mit ben einfachsten Mitteln stützen mußien, um sie vor bem Einsturz zu bewahren Tagelang waren wir bem englischen Feuer aus« gesetzt, bem wir aus Mangel an weittragenden Geschützen und Munition, nicht so antworten konnten, wie wir gerne mochten Wir durften je Mann und Tag nur 5 Patronen verschießen. Das Essen war mangelhaft und konnte uns nur in der Nacht 'n Kochgeschirren zugetragen werden, da tagsüber das hinter uns liegende Gelände fast ständig unter Feuer lag Namentlich waren es die englischen Maschinengewehre, die mit nur geringen Unterbrechungen in Tätigkeit waren und fast leden Verkehr unmöglich machten In der Nacht vom 31 Oktober Aum 1 November hatte unser Schwesterregiment die 224er, leider vergeblich versucht, die englische Stellung, die etwa 300 bis 400 Meter vor uns ag unb in bem von einer mächtigen Mauer umrah nten Schloß Chartreu; vor La Bouttllerie eine starke Stütze hatte, zu stürmen. Zahlreiche Tote lager. noch vor uns, unb ber „mer.schenfreunbstche engl Iche Abschnittskommanbeur hatte es abgelehnt, einen JHafbmfnllftanb für die Beerdigung der Gefallenen au bewilligen. Unsere Artillerie mußte die ^t.llung erft sturmreif schießen. Wir bekamen Befehl, unsere Stelluna vorAi'Vb-n ^Den" landwirtschaftlichen Unterricht finden wir schon im alten Heer unter dem Nam^ 7iii^i-neüerr©raben auszuheben unb diesen mit dem Hinteren Graben zu oerbmben Mit meinem Felbwebel Reumschu fei um) zehn Mann, bie sich freiwillig aemelbet hatten id)lid) ich mich nach vorne. Eine rabenschwarze Nacht umgab uns man konnte kaum einige Meter weit bltaen Etwa 80 Meter vor uns stießen wir aus einen natürlichen von Weibenbüschen umrahmten Wassergraben. ' ber sich parallel zur englischen Stellung hinzog. Wir beschlossen, ihn auszubauen unb ben Verbinbungsgraben nach hinten festzulegen Die körperliche Arbeit in ber feuchten Käste tat uns wohl Die Erbarbeiten mußten in größter Stille oorgenommen werben, um bic Engländer nicht auf unsere Tätigkeit aufmerksam zu machen Außer einigen englischen Patrouillen — wir hatten Indier vor uns liegen - die sich im Vorgelande bemerkbar machten, und durch einige Schüsse vertrieben wurden war nichts Verdächtiges zu bemerken. Der Wind trieb uns einen entsetzlichen Leichengeruch ent» gegen Der Geruch war kaum zu ertragen. Der Ta- Lf in ber Pfeife, bie Zigarre, bas Stückchen Korm misbrot, das man aß, alles schmeckte unb rod) süßlich unb ekelerregenb Einige Meter vor uns lag em toter 224er, brf unb aufgebunfen hob sich fein Leib gegen ben nächtlichen Himmel ab Wer mochte es fein? Drei Mann krochen langsam unb vorsichtig aus bem Graben, um ben toten Kameraben nut Erbe zu beberfen. aber waren sie in seiner Nahe, ba sausten xikhenb bie Geschosse eines englischen Maschinengewehrs über unsere Köpfe Alle bückten >ich tief aus bie (Erbe, ich rief meinen Leuten zu, zuruckzu- kriechen unb sich nicht unnötig ber Gefahr getroffen ’UÄ“ VmL. bem toten Kameraden ein ^ustempfindlichkeit. Durch bie Einführung des Luftraumes, der dritten Dimension, als Schauplatz des Krieges und der „Straßen der Luft" als Anmarschwege feind- lieber Streitkräfte wurden bie dis bahin keines unmittelbaren Schutzes bebürfenben Lebenszentren im Hinterlanbe plötzlich Angriffen aus ber Luft ausgesetzt. Sie wurden empfindlich gegen Heb er falle aus bem Luftraum sie würben luftempfi.nbl ich Je leichter es einem Gegner wirb, auf bem Luftwege an ein Ziel heranzukommen, je leichter bujes Ziel zu finden und zu treffen ist und je aussichtsreicher die Wirkung eines solchen Luftangriffes ist, um jo luftempfindlicher ist ein Land, eine -stabt, ein Ort. - Man hat gesagt, daß in bieser Hinsicht (Englanb bas luftempfinblichsteLand E u r o p as wäre, aber England besitzt ungeheure Luftstreitkräfte, bie es sogar noch zu oer- doppeln strebt England ist nur vom Osten her angreifbar, läßt man bie Flugzeugmutterschiffe aus dem Spiel, bie etwa von einer andern Seite her angelegt werben können Nein, Deutschlanb stt allein schon deshalb so hoch luftempfindstch, weil es keine eigenen ßufttruppen hat, die einen Angreifer im Kampf zurückwerfen könnten, aber nicht genug: Deutschland ist von allen Seiten von phantastisch starken und stets Der Vauemsvhn und die Reichswehr 23on Oderlcmdwirtschaftsrcit Or. Wendte. Die stärkste Stütze des Staates ist seine Wehrmacht. Nur das Vorhandensein einer verläßlichen Truppe verbürgt Ruhe und Ordnung im Lande, und nur unter diesen Voraussetzungen kann ein geordnetes Wirtschaftsleben bestehen. „Das Schwert ist ba, ben Pflug zu schützen, ber Pflug tft’s, ber bas Schwert erhält." Nicht zuletzt unsere Lanbwirtschaft hat ein Interesse baran, baß bas burch ben Versailler Vertrag zugestanbene kleine Heer zu einem zuverlässigen Schutz bes Vaterlanbes ausgebaut unb gesunberhalten wirb. Hierbei ist aber einer ber wichtigsten Momente bie Versorgung ber ausscheibenben Solbaten. Denn von ber befriebigenben Lösung bieser Frage hängt bie Ersatz f r a g e ber Truppe ganz wesentlich ab Im Gegensatz zu früher ist heute em großer Teil ber nach zwölf Dienstjahren ausscheibenben Solbaten auf bas Unternommen im freien Erwerbsleben angewiesen. Die aus ber Landwirtschaft stammenden Soldaten werden am besten auf die Unterbringung im landwirtschaftlichen Berufe verwiesen; sie müssen von dem Zudrana zur Veamtenlaufbahn — schon in ihrem eigenen Interesse — abgebracht unb möglichst bem Lanb zurückgegeben werben. Die besonbers günstigen Fälle der Uebernahme bes elterlichen Anwesens ober bie Einheirat sinb ja verhältnismäßig selten Auch bie Unterbringung in lanbwirtschastlichen Stellen kommt verhältnismäßig weniger in Frage Die hauptsächlichste Unterbringungsart ist bie Ansässigmachung auf lanbwirtfchaftlichen Anwesen ober bie ländliche Die Achillesferse des M 11 i z s y st e m s liegt offen» Haushalt nach den offiziellen Angaben: 1800 kundig in ber knapp bemessenen Ausbil - Millionen Tschechenkronen, unter Hinzurechnung bungs pit Man sucht bieser Schwäche burch in- aller nach jranzosischem Muster in Haushalten anbe- tenjioe Ausnützung ber Ausbilbungsperioben (Re- rer Ministerien getarnter Wehrmachtsausgaben: krutenschule unb Wieberholungsübungen) nach ber £235 Millionen, bas sinb 18 bis 20 v. H bes kriegsmäßigen Seite hin. burch häufige Wieber-G e f a m t h a u s h a l t e s ober 122,5 Kronen auf holungskurse unb burch militärische Iugenbvorbe-1 oen Kopf ber Bevölkerung. Leitungen soweit als möglich zu begegnen In ber! Zur Zeit ist bas Heer in ber Umbildung be° Schweiz tritt zu diesen Behelfen vor allem die! griffen Die gesetzliche Dienstzeit ist von 18 Monate gründliche fortlaufende Erhaltung und Förderung der Schießfertigkeit des Wehrmannes in der Reserve (Auszug) unb ber Lanb- bie Stellung in großen Zügen so Doroereuct, daß bie Kompanie am anderen Tag einrücken und den Graben weiter ausbauen konnte. Wir zogen •'**'' vorsichtig nach links an die rue du Turques gelangten durch ben verschlammten Straßengraben wohlbehalten in unseren alten Graben. Gedenkt der hungernden Vögel! korps für llniDerfitötsftubenten und höhere Schüler Mit etwa 40 000 Reserveoffiziersanwärtern. Italien: 1931 aus. Damals ging die Nachricht die ganze will Danksagung. im 71 Lebensjahre. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Rodheimer Straße 23), Alsfeld, den 3 Januar 1934. Alten-Buseck, Wieseck, den 2. Januar 1934. 17 38 D Fisch-Zentrale Büsei Kursus I Frische Sisrhe irische Seefische Mflrkllaubß bügeln beginnt wieder am 8. Jan. und Fisch-Filetü 30 "1 r ü n e H e r i n g e, erste Sendung bügeln beginnt wieder am s. Jan. beute eintreffend, weitere Send. treffen Donnerstag früh ein Frau M.Balser Witwe Lairdgraf-Pbil.-Plab 8 'Anmeldungen jederzeit Am 28 Dezember verschied nach kurzem Kranksein unsere liebe, unvergeßliche Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme beim Tode unseres lieben Entschlafenen saßen wir allen, die ihm das letzte Geleit gaben, tür d e vielen Kranzspenden und Kranzniederlegungen, den Behörden, Schulen, Organisationen und Verbänden für die zahlreichen Ehrungen, insbesondere auch tür die tiostreichen Worte des Herrn Pfarrer Naumann am Grabe, aut diesem Wege unseren innigsten Dank. tagen. Außer zu militärischen Faschistische Miliz vornehmlich Diensten verwendet. Margarete Schmidt Witwe Jahanna Schmidt Familie Dr. Schmidt Ein Mami,delaFein eine Stadt eimrahm Ein Mann, der vor nicht langer Zeit ohne jede Strichen sollen die vier Milizen hier skizziert werden: Schweiz: Ausschließliches Milizheer — restlose Mercedes Kleinschreibmaschine nur 182.— RM. schon für mtl.RM.7.90 Franz Vogt & Co. Seltersweg 44 Ruf 2464 R735A Arbeitsfront der Pg. v. Watoch-Rekowski, Gaubetriebszellen - Propagandaleiter und Propagandaleiter der Deutschen Arbeitsfront Hessen-Nassau, ernannt. Die erste größere Arbeitstagung wird in Kürze stattfinden. Auch in den Kreisen steht die Organisation bereits. Die Kreiswarte sind ernannt und haben sich wiederum ihre Mitarbeiterstäbe geschaffen, so daß die organisatorische und propagandistische Grundlage zum Beginn der Arbeiten in unserem Gau gegeben ist. Strecke entlang, daß die japanische Militärmacht gegen die Mandschurei vordringe und alle chinesischen Städte in der Eisenbahn-Zone besetze. Da wollte auch Watanabe nicht Zurückbleiben: er bestieg seinen großen Schimmel, der in der Umgehend ebenso bekannt war wie er, ritt nach der nächsten chinesischen Stadt und erklärte den Bewohnern, daß der Ort besetzt sei und daß er die Herrschaft im Namen der japanischen Regierung übernehme. Alles fügte sich seinem Willen: er war ein guter und gerechter Herrscher und sorate auch dafür, daß die chinesische Schule, die aus Mangel an Mitteln geschlossen worden war, wiedereröffnet wurde, und er gab von seinem ärmlichen Gehalt selbst ein Zehntel für diesen Zweck. Die außerordentliche Macht dieses schlichten Schutzmannes sollte ich bald darauf aus eigner Erfahrung kennen lernen. Als der „General" anlangte, teilte er mit, daß in einem benachbarten Bezirk sich ein anderer früherer Bandit zum Schutz- AufWunsch der Verstorbenen fand die Beisetzung in aller Stille statt amtlichen Herausgabe keineswegs „fiskalisch" oder „bürokratisch" aufgezogen ist. Das Leitwort des Kalenders „Die Eisenbahner und ihre Reichsbahn" zeigt gerade die enge Verbundenheit des Eisenbahners mit seiner Verwaltung und das innige Verhältnis des größten deutschen Arbeitgebers zu den schaffenden Menschen seines Betriebes im nationalsozialistischen Geiste. Die Blätter „Aus dem Betriebe der Reichsbahn", „Kundendienst der Reichsund volkstümliche Darstellung der Verkehrsmöglich-' feiten der Neichspost. Er weist die bequemsten und vorteilhaftesten Wege, sich der zahlreichen, z. T. noch viel zu wenig bekannten Verkehrseinrichtungen zu bedienen, und bietet dem Beschauer nicht nur anregende Unterhaltung und willkommene Unterrichtung über alles mögliche Wissenswerte, sondern hilft ihm durch eine Fülle praktischer Hinweise Zeit und Geld ersparen. Das Titelbild zeigt in freier künstlerischer Gestaltung den Hamburger Hafen, im Vordergrund das Bismarckdenkmal und davor einen ichnittigen Kraftomnibus der Deutschen Reichspost. Die dann folgenden 128 Blätter werfen in Wort, Bild und Zeichnung interessante Schlaglichter auf Einzelheiten aus dem weitschichtigen Arbeitsgebiet der Neichspost und lassen erkennen, wie sehr sie auf technischen, organisatorischen und wirtschaftlichen Fortschrift bedacht ist. Daß die hingebende Teilnahme der Reichspost und ihrer Angehörigen an der nationalen Erhebung unseres Volkes ebenfalls im Bilde festgehalten ist, versteht sich von selbst. Ausführliche G^bührenübersichten schließen den Kalender ab. Auch dieser Jahrgang zeichnet sich durch gediegene neuzeitliche Aufmachung, künstlerisches Bildwerk, knappe klare Texte und vorzüglichen Druck aus. BüchervondenWundernderKleinwelt Die Mikroskopie. Eine Einführung in gemeinverständlicher Darstellung von Dr. W. Effenberger. Mit Abbildungen auf 32 Kunstdrucktafeln nach photographischen Aufnahmen dis Verfassers. RM. 3.60 Einfachste Lebensformen des Tier- und Pflanzenreichs. Naiuigeschkhte der mikioskopis.hen Süßwasserbewohner von F. Eyferth. Fünfte, von Prof. Dr. W. Schoenichen vollständig neu bearbeitete Auflage Mit über 1500 Abbildungen. 2 Bände in Halbleder geb. RM. 38. -. Neue Ganzleinen-Ausgabe RM.30.— Die Infusorien des Süßwassers und Meeres. Hilfsbuch zum Bestimmen nebst einer kurzen Einführung in deren Biologie. Von Prof. Dr. ). Lepsi. Mit 550 Abbildungen. Gebunden RM. 4.— Hugo BermUhler Verlag • Berlin-Lichterfelde Kunstwerk. Der neue Jahrgang wird sicher dazu beitragen, die Zahl der Freunde dieses Kalenders bei jung und alt weiter zu vermehren. Deutscher Reichspo st- Kalender 1 9 3 4. Herausgegeben mit Unterstützung des Reichspostministeriums. Konkordia-Verlag, Leipzig C 1, Goethe- slraße 6. Preis RMk. 2,80. — (558) — Der Deutsche Reichspost-Kalender für 1934 führt durch das umfangreiche Aufgabengebiet der Deutschen Reichspost und zeigt in gemeinverständlicher Form die umfassende Tätigkeit dieser großen Verkehrsoerwal- tung- in ihren vielseitigen Beziehungen zum deutschen Volks-, Staats- und Wirtschaftsleben und zur Weltwirtschaft. Der Kalender gibt eine lebendige zu innerpolitischen v. G. Berliner Trühkörse. Berlin, 3. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Im vorbörslichen Frühverkehr war die Tendenz abwartend, doch rechnet man mit dem Anhalten der z u v e r - jsichtlichen Stimmung. Aus Publikumskreisen werden auf Grund der Kuponeinlöse weitere Anlagekäufe, vor allem in festverzinslichen Werten, erwartet. Kurse waren noch nicht zu hören. Ledig- Verkehrskalender für 1934. Deutscher Re ichsbahn-Kalender 1 9 3 A Herausgegeben vom Pressedienst der Deutschen ichsbabn. Konkordia-Verlag, Leipzig, Goethe- straße 6. 160 Blätter auf Kunstdruckpapier mit buntem Titelblatt. Preis 3,20 Mark. — (652) — Vor uns liegt der Jahrgang 1934 des Deutschen Reichsbahn-Kalenders, der von jetzt an amtlich vom Pressedienst der Deutschen Reichsbahn herausqegeben wird. Schon zum achten Male erscheint dieser Kalender, der von dem Wirken und Schaffen der Deutschen Reichsbahn im Dienste des deutschen Volkes und der Wirtschaft Zeugnis ablegt. Die Art der Darstellung und die künstlerische Ausstattung mit Bildmaterial zeugen davon, daß der Kalender trotz der mann aufgeschwungen hatte und eine Bande seiner Leute in den reicheren Bezirk des „Generals" Tsui ausgeschickt hatte. Der General zog es vor, anstatt sofort gegen den Gegner auszurücken, sich erst bei Watanabe Rat zu holen. Der Sergeant sagte zu ihm: „Du tatest recht daran, zu mir zu kommen. Es braucht nicht gekämpft zu werden. Ich werde die Sache schon in Ordnung bringen." Später hörten wir, daß der Friede durch ihn wieder hergestellt wurde. Solche Fähigkeiten, Sprachkenntnisse und Einfühlung in Land und Leute sind bei der japanischen Polizei nicht häufig, aber sie sind auch keine Empfehlung bei den oberen Behörden. Irgendwer schwärzte Watanabe bei seinen Vorgesetzten an, und er wurde abgesetzt. Das Land und „General" Tsui sind jetzt ohne Ratgeber, es geht alles drunter und drüber, und beständige Kämpfe finden unter den Räubern statt, deren es in dieser Provinz etwa 36 000 gibt." Der jodreiche Schellfisch. Unter den Fischen, die wegen ihres Jodgehaltes eine besonders wertvolle Nahrung bilden, stehen neben den Heringen die Dorsch-Arten an erster Stelle. Unter den Dorschen aber hat wieder bei weitem ban größten Jodgehalt der Schellfisch. Der Jod- gehalt beim Kabeljau, der in Norwegen massenhaft gefangen wird, und bei dem ebenfalls sehr reich vertretenen Köhler ist viel kleiner. Es ist nun bedauerlich, daß die deutschen Fischdampfer, die den Hauptfang in den verschiedenen Eismeeren ausüben, nicht mehr so viel Schellfische mitbringen, sondern vielmehr andere Dorsch-Arten. In Norwegen dagegen sucht man die Ausfuhr des Schellfisches zu steigern, doch ist der Kabeljau-Fang sehr viel beträchtlicher und überschritt in den letzten Jahren 200 000 Tonnen, während der Schellfisch-Fang nur den zehnten Teil erreichte. Nach Angaben, die in der Frankfurter Wochenschrift „Die Umschau" gemacht werden, beträgt der Jodgebalt des Schellfisches auf 1 Kilogramm Trockensubstanz im frischen Zustand 34,17 Milligramm, im getrockneten 30,6; beim Kabeljau dagegen 22,2 und 16,6; beim Köhler 13.37 und 4,8 Milligramm. Der große Wert des Schellfischs zeigt sich darin, daß sich der Jodgehalt beim Trocknen wenig vermindert, während der am meisten zu Stockfisch verarbeitete Kabeljau einen sehr großen Teil verliert. Der Jodgehalt beim Schellfisch ist auch beträchtlich höher als der des Lebertrans. lich Neubesitz wurden gestern abend mit 17.60 bis 17,67 gebandelt. Farben taxierte man 124,75 bis 125. Beachtung fand die zuversichtliche Prognose von Staatssekretär Reinhardt für 1934. Arn Valutenmarkt war der Dollar gehalten. Pfunde bröckelten weiter ab und war-m mit 13,61 gegen Mark zu hören. Der Dollar stellte sich in Berlin auf 2,64 und London-Kabel auf 5,15. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 3. Jan. Um 10 Uhr war folaende Marktlage: Vorauftrieb: 1160 Rinder (359 Ochsen. 95 Bullen, 327 Kühe, 379 Färsen), 826 Kälber, 72 Schafe, 2784 Schweine. Es kosteten: Ochsen 22 bis 33 Mark, Bullen 20 bis 31. Kühe 12 bis 28, Färsen (Kalbinnen) 20 bis 33, Kälber 25 bis 42, Hümmel 20 bis 28, Schafe 15 bis 21, Schweine 44 bis 52 Mark. — Marktverkauf: Rinder mäßig belebt, Kälber, Schafe und Schweine mittelmäßig. „Kra^ durch Freude" in Heffen-Raffau. Wa. v. N. Kürzlich wurde ich gefragt, was Danksagu ng. Nachdem wir unseren lieben und uns unvergeßlichen Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Höhn zur letzten Ruhe gebettet haben, drängt es uns, für die Anteilnahme und die herrlichen Blumenspenden sowie für das Geleit zur letzten Ruhestätte, die erhebenden Worte des Herrn Pfarrer Vöinel und für das treue Gedenken der Alterskameraden unseren innigsten, tief gefühlten Dank auszusprechen. Geschwister Höhn, Familie Jak. Gerlach. Rodheim a. d. Bieber, im Januar 1934. Frau Katharine Kröck Witwe geb Römer die NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freud e", was bezweckt sie. Ich war ehrlich erstaunt, daß es heute noch jemand gibt, der Zeitungen liest, der das nicht weiß. Da es vielleicht aber doch noch mehr Zeitgenossen gibt, die über die Ziele der „Kraft und Freude" nicht genau unterrichtet sind, wollen wir doch noch einmal kurz barauf ein- gehen. Die NS.-Gemeinschaft „KdF." ist das große Feierabendwerk der deutschen Nation, die es sich besonders zur Aufgabe gestellt hat, dem arbeitenden Menschen die Güter unserer Kultur und Kunst näherzubrinqen, ihm die Schönheiten der Heimat zu erschließen und zu seiner körperlichen Ertüchtigung beizutragen. Entsprechend diesen Aufgaben gliedert sich die Organisation in verschiedene Abteilungen, die in unserem Gau Hessen-Nassau folgendermaßen besetzt find: Kultur: stellvertr. Gaukultnrwart der NSDAP. Bg. O. Müller; Sport: SS.-Standartenführer Pg. Schwarz: Reisen, Wandern und Urlaub: Pg. Wambach (Vebandsbezirks- leiter DAF.); Selbsthilfe und Siedlung: Pg. Schubert lPfleger der Gewerkschaftshäuser) und Pg. Weber (Baurat beim Magistrat der Stadt Frankfurt); Schönheit der Arbeit: ftellv. Gauvropaaandaleiter der NSDAP. Pg. David Müller; ^Ausbildung und Erziehung: Gaubetriebszellenfchulunqs - Leiter Pg. Demmer; Heimat und Volkstum: Gauorganisationsleiter der NSDAP. Pg. Mehnert; Presse und Propaganda: Pa. Woweries, Leiter des Gaü- prefseamtes der NSDAP.; Juaend: Pg. Erwin Mai, B"zirksiugendl"iter der DAF.; Personal- amt: Pg. Hünrich Ginkel, Adjutant des Gaubetriebszellenleiters; Organisation: Pg. Ewald Hahn, Organisationsleiter der NSBO.-HN.: Kasse: Pg. Ludwig Bender, Ga'tb''triebszellenkassenmart. Zum Gau wart der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" wurde vom Gaubetriebszellenl'iter Pg. Willi Becker, MdR., Bezirksleiter der Deutschen Svremfjunden Der Novation. II 30 bis 1? 30 Ubr 16 bis 17 Ubr Samslaq nochmittao Mollen Anzeigenaufträge find lediglich an die G e f ch ä Ft s ft e l l e zu richten. ...... ........ nm UM! 111 I Nachruf! Am 30. Dezember 1933 verschied unser WerkineislerLIt. Kari Schmidl, Kroidoif. Im fahre 1897 in unseren Betrieb einßetreten, leitete der Verstorbene verschiedene Filialfabiiken, zuletzt Krofdorf. Er war uns allezeit ein zuverlässiger und bewährter Mitarbeiter, dem ein dankbares Andenken sicher ist Rinn Verteidigung des Gebietes gegen andere Räuber tung, aud) für Ueberfee, auf vier Jahre — Uebun= i betraut waren, wendete ich mich zur Vermittlung gen am Wochenende und jährliche mehrwöchige der Begegnung an den japanischen Polizeibeamten. Truppenübungen, auch in Verbindung mit regu-' Ick; fand aber, daß dieser bescheidene Mann viel lärern Heer. Die höheren Führer sind aktive Offi- : interessanter mar als der Räuberhauptrnann. Poli- ziere. Außerdem gibt es ein Offiziersausbildungs- zci-Sergeant Watanabe empfing uns mit großer durchschnittlich 220 000 Mann) tritt im Mobil- machungsfall d i e Faschistische Miliz, sie ipiuu^n wh iym ..." wird auch zu den größeren Truppenübungen des nannten ihn nur „Ku Wen" d. h. „Ratgeber". Wir Heeres beigezogen. Ihre Stärke beträgt rund erfuhren dann, daß er in Anerkennung feiner 400 000 Mann,' davon 1000 Offiziere und 16 000 Dienste von der Manschukuo-Regierung zum offi- Unteroffiziere ständiges Ausbildungspersonal. Aus- zielten Ratgeber des ganzen Bezirkes gemacht wor- bildung an den Abenden und Sonn- und Feier- den war. Seine größte Tat führte er im September Zwecken wird hie itzki 0IÄi ■ rrrch Gvnnewald erbeten. I Balmlwfstr. 27 fternfot. 3631 Tonncrstag u. Freitag, empfiehlt A.-Hoch Nachfolger Mäusbura 15 37 d Tel. 3612 ^1 Gastfreunhlichkeit unb bewirtete uns, bevor wir zu ___________________ hem Ausflug ausbrachen. Bei näherer Bekanntschaft Zum aktiven Heer (Friedensstärke erfuhren wir allmählich, wie hervorragend die Stel- — ...... — ' •*, lrmg dieses kleinen Beamten war. Die Chinesen sprächen von ihm mit der höchsten Achtung und 032 22 D 23 D -M Nr. 2 Drittes Matt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch. Z.Zanuar 1934 Das furchtbare NlWeug-LlnM in Velgien Der Aeujahrsempfang beim ReichsvrWdenten S.jlxfporf Deutsche Vereinsmeister im Schwimmen wurden bei den Herren Hellas Magdeburg vor dem SSC. 89 Berlin und dem 1. Frankfurter Schwimmclub und bei den Damen die Charlottenburger „Nixen". Walter Neufel gestaltete auch seinen dritten Amerikastart erfolgreich. Gegen den „amerikanischen Camera", Ray Jmpellitiere, landete er trotz eines Gcwichtsnachteils von 50 Pfund im Neuyorker Madison Square Garden einen einwandfreien Punktsieg. * Schmelings nächster Gegner, der Amerikaner King Lewinsky, schlug in Chikago in einem Zehnrundenkampf den bekannten Südafrikaner Don Mc. Corkindale verdient nach Punkten. ♦ E i n Revanchespiel trägt der Sportclub Riessersee am Donnerstag in München gegen die kanadischen Eishockeyspieler „Ottawa Shqmrocks" aus. Die Bayern unterlagen bekanntlich am Silvestertage den Kanadiern nur knapp mit 2:0. Schön - Richli haben sich im Brüsseler Sechstagerennen nach 90 Stunden die Spitze erkämpft. Sie liegen allerdings mit sechs weiteren Mannschaften in der Spitzengruppe. * • Albert Richter gewann im „Großen Fliegerpreis von Basel" vor dem Schweizer Dinkelkamp, dem belaischen Weltmeister Scherens und Exwelt- meister Michard-Paris. Im Punktefahren der Amateure endete der Augsburger K. Steger in Front. Einen 75-Meter-Sprung erreichte beim Skispringen in Pontresina außer Konkurrenz der bekannte Norweger Badrutt. Der Wettbewerb selbst wurde von Kaufmann- Grindelwald mit Sprüngen von 60,5, 63 und 69 Metern gewonnen. schußmitglieder, die Aufstellung des Jahresplanes über Veranstaltungen und Lehrgänge, über die Arbeit in der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft usw. stehen auf der Tagesordnung. Die gemeinsame Arbeit mit anderen Verbänden usw. werden in einer arbeitsreichen Tagung behandelt werden. Nach den Richtlinien des Reichssportführers, der auch die Turnerschwimmer in die neue Front gestellt hat, werden die Schwimmwarte durch Arbeit, Dienst und Opfer für das Dritte Reich kämpfen. Handball im Gau XII der OT. Grüningen I — Holzheim I 0:3 (0:2). Am Neujahrstage trat die erste Mannschaft vom Turnverein Holzheim in Grüningen zum fälligen Rückspiel an. Beide Mannschaften spielten in voller Aufstellung. Holzheim spielte in der ersten Halbzeit mit dem Wind. Alle Spieler taten ihr möglichstes, jedoch blieb in der ersten Hälfte der Halbzeit jeder Erfolg aus. Grüningen blieb meistens in der Verteidigung. Erst kurz vor Halbzeit landete Holzheim seine beiden Treffer. Mit 0:2 für Holzheim ging es in die Pause. Nach dem Wiederanpfiff spielte Grüningen mit dem Wind, wußte aber die Chancen nicht auszunutzen. Holzheim kam abermals zu einem Erfolg. Mit 0:3 für Holzheim wurde bas Spiel abgepfiffen. Grüningen II — Holzheim II 1:5 (0:1). Grüningen spielte nur mit neun Mann, Holzheims zweite war körperlich überlegen. Kurze Sporinotizen. Im Rugby-Repräsentativspiel 'gegen eine französische Auswahlmannschaft wurde die deutsche Nord-Süd-Mannschast in Paris am Neujahrstag vor 15 000 Zuschauern mit 12:3 (9:0) nach tapferem Widerstand geschlagen. In Flandern stürzte eine Verkehrsmaschine der englischen Luftverkehrsgesellschaft „Imperial Airways* ab und geriet in Brand. Die zehn Insassen des Flugzeugs fanden dabei den Tod. Der Empfang des Diplomatischen Korps. Vor dem Reichspräsidenten der Doyen Nuntius Orfenigo; links: Reichskanzler Adolf Hitler; rechts neben dem Reichspräsidenten Außenminister Freiherr von Neurath, hinter ihm Staatssekretär Dr. Meißner. Eine Aufnahme vom Rückspiel der kanadischen Eishockey-Mannschaft der Ottawa-Shamrocks gegen den Schlittschuhklub Rießersee, das auf dem Rießersee bei Garmisch-Partenkirchen ausgetragen wurde und mit einem 2:0-Sieg der Kanadier endete. Kunstturnen $ranffyrt - München - Leipzig. Das zweite Zusammentreffen der Kunstturner- Mannschaften von Frankfurt, München und Leipzig soll im April in Frankfurt vonstatten gehen, rer erste Kampf sah im vergangenen Jahre die Sachsen knapp vor Frankfurt und München in Front. Frankfurt a M. ist übrigens auch der Austragungsort des Endkampfes um die Kunstturner-Mannschafts-Meisterschaft des alten Mittelrheinkreises. Die Austragung dieser Meisterschaften erfolgt noch im Januar. Tagung der Schwimmwarte des 12. Gaues Nordhessen OT. Arn kommenden Sonntag werden sich erstmals die neu ernannten Schwimmwarte der 12 Turnkreise des Gaues XII (Nordhessen) unter Führung des Gau- schwimmwartes Franz Sauer in Gießen zusam- rnenfinden. Der Neuaufbau im Sinne unseres Führers sl^ll sich vollziehen. Die Ernennung der Aus- Museum deutschen Kriegsruhmes Ein Gang durchs Berliner Zeughaus. von Werner Zibaso. Irn Obergeschoß des Berliner Zeughauses, etwas abseits, steht ein Glaskasten. Ein deutscher Infanterist, Unteroffizier mit Sturmgepäck. Er ist der eigentliche Mittelpunkt des riesigen Waffen- und Uniformenarsenals, unscheinbar wie er ist, in faserigen, kratzig grauen Ersatzstoff gekleidet, schlechtes rohes Leder, selbst der Riemen der Gasmaskenbüchse ist aus Papierfasergewebe. Man glaubt fast, das ausgemergelte Gesicht zu sehen, tiefliegende Augen, die scharf vorspringende Nase, die Backenknochen, über denen sich die gelbe Haut spannt. Und über ihm, schreiender Kontrast, ein englischer Seiden- fallschirm. — Seide! Viele Meter Seide für die kurze Spanne Zeit, während der die Leuchtrakete abbrannte, die er zu tragen hatte. Starr steht der Mann in Front gegen die achtmal so breite Glasvitckne, in der seine Gegner nebeneinander aufgereiht sind — der russische Muschik, der Serb'e im hellgrau vornehmen Mantel, Belgier und Poilu, Tommy, Japaner und Amerikaner. Helles Rindsleder, wärmer, fester Wollstoff — kein Ersatz, kein Papiergewebe, keine Pappsohlen, fein Hunger. Acht gegen einen. Eigentlich acht gegen vier, so wie die Vitrinen sich gegenüberstehen, denn hinter dem Sturmmann stehen noch die drei Verbündeten: Türke, Bulgare, Oesterreicher. „Die harn ooch nid) Dille gemacht!" bemerkt eine Frau und mustert kri- tifch die filzige Ersatzuniform des Türken. Vor einigen Tagen erst passierten die letzten „Interalliierten" ein — der OZA.'Jnfanterist und der Japaner. Mühselige Verhandlungen waren nötig, um diese Weltk r i egs - S o n d e r s ch a u zu vervollständigen; die Uniformen, komplett bis zur Gasmaske und den Patronentaschen wurden gegen deutsche ausgetauscht. Die Japaner schickten entgegenkommend sogar ein modernes Maschinengewehr mit. Die Sonderschau in der Gedächtnishalle beweist die Arbeit, die in den letzten vierzehn Jahren geleistet wurde. Vierzehn Jahre, in denen die Preise für Rüstungsstücke unaufhaltsam stiegen, während die Mittel''für Neuanschaffungen immer geringer wurden. Trotzdem: die Unifor m F r i e d r i ch s d e s Großen, Feldharnische, Landsknechtstrachten, Wikingerschwerte — eine Frau steht ganz versunken vor der Prunkrüstung eines polnischen Edelmanns. Einen halben Zentner hatte er darin, zu tragen — bei einer Taillenweite von 1,68 und 2,10 Meter Wir erfahren, daß die deutsche Fußball-Länder- mannschaft, die am 14. Januar im Frankfurter Stadion gegen Ungarn anzutreten hat, mit ziemlicher LZestimmtheit bereits feststeht. Besonders erfreulich ist dabei die Tatsache, daß in der Länderelf diesmal auch wieder nach langer Pause der frühere Frankfurter Willi Kreß aufgestellt wurde Die in Aussicht genommene Mannschaft hat folgendes Aussehen. K r e ß (Dresdner SC.); Ha r i na er (Bayern München), Stubb (Eintracht Frankfurt); Grämlich (Eintracht Frankfurt), Go ld b r un- n e r (Bayern München), Oehrn (1. FC. Nürnberg); scheint nicht dieser Meinung zu sein, er blickt an seinem bürgerlichen Anzug herunter. Jedenfalls werden es schönere Zeiten gewesen sein als vor vierzehn Jahren. Ein Stück nach dem anderen zerrte die interalliierte Abrüstungskommission aus dem Zeughaus — die Beutestücke des Weltkrieges, die Trophäen von 1870/71. Es durfte nicht wahr sein, daß Deutschland Kanonen erbeutet hatte und Fahnen; mit Notizblock und Füllfeder zogen die Agenten durch die Räume und schrieben auf, was vielleicht versehentlich vergessen worden war. Mit Mühe nur und nach endlosen Verhandlungen konnte das Zeughaus die deutschen G e - s ck) ü tz e für sich retten, nachdem ihre Verschlüsse unbraudjbar gemacht worden waren. Jahre hindurch wurde das Richthofen - Flugzeug in einer Box über dem Direktionszimmer versteckt gehalten, aus dem Boden, in den Kellern, überall, wo sie einigermaßen sicher waren, blieben die wenigen Beutestücke versteckt, die man heute noch sehen kann — Uniformen, den schottischen Dudelsack, die paar Maschinengewehre, die Hochländertrommeln. Wo früher die Geschütze von Sedan und Metz standen, sind leere Flecke. Aber damit löscht man Geschichte nicht aus ... Dreimal soviel Besucher als im gleichen Monat des Vorjahres hatte das Zeughaus im vergangenen Monat zu verzeichnen. Schulklassen, Militär, Publikum aus allen Schichten — sogar eine Bückeburgerin in ihrer bunten Tracht schaut in einer Mischung von Ehrfurcht und Entsetzen zu dem Langrohr- g e s ch ü tz im Ehrenhof auf. „Ein von hier abge- jeuerter Schuß würde in Neu-Babelsberg einschlagen" steht auf einer Tafel. „Du — wenn dir sowas auf den Kopf fällt, bifte rasiert —" Dabei hat es der Junge — schätzungsweise Quartaner — bestimmt noch nicht nötig. Aber das Interesse ist groß. Manchmal zu groß. Das Schlachtenrelief von St. Privat kann es bezeugen. In gewissen Abständen muß die Zeughaus» Verwaltung immer wieder die gelichteten Formationen der Bleisoldaten auffüllen, die ein unrühmliches Ende in den Hosentaschen eifriger Zeughausbesucher fanden. Auch die Tafel: „Berühren verboten!" ist mehr oder weniger illusorisch. Lehner (Schwaben Augsburg), L a ch n e r (Mün- djen 60), Conen (Saarbrücken), Noack , P o l i tz (beide Hamburger SV.). Der Nürnberger Oehm ist für Eiberle, der an einer Handverletzung leibet, in Aussicht genommen. Die Spieler der deutschen Meistermannschaft von Fortuna Düfseldorf und dem VfL. Benrath hat man für den Kampf gegen Ungarn nicht in Betracht gezogen, um den Meisterschaftsbetrieb am Niederrhein nicht noch weiter zu stören. Der Berliner SE in Gt. Moritz erfolgreich Das Internationale Eishockey-Turnier um den Goldpokal von St. Moritz nahm am Dienstag unter Beteiligung der acht besten europäischen Mannschaften seinen Anfang. Besonderes Interesse erhalten die Kämpfe insbesondere noch durch die Teilnahme des deutsck)en Meisters Berliner SC., der in seinem ersten Treffen gleich zu einem schonen Erfolg kam. Der Wiener EV. mußte sich nach durchweg überlegenem Spiel der Berliner glatt mit 3:0 (0:0, 2:0, 1:0) geschlagen geben. Die drei übrigen Kämpfe brachten folgende Ergebnisse: Queens Club London — Rapid Paris 2:1 (0:0, 2:1, 0:0), HC. Mailand — EHC. St. Moritz 3:2 (0:2, 1:0, 1:0), LTC. Prag — Budapester EV. 6:3 (1:1, 3:1, 2:1). „Ottawa Shamrocks" auf deutschen sbockeyfeldern. DfB. Gießen. ; Sportverein horas (Liga) — VfB. Gießen (Liga) , 6:2 (4.1). Die Ligamannschaft des VfB. war gezwungen, mit - fünf Mann Ersatz zum Rückspiel in Horas anzutreten, und mußte zum Abschluß des alten Jahres eine ziffernmäßig zu hohe Niederlage einstecken. Die Uneinheitlichkeit des Mannschaftsbildes trägt die Hauptschuld an der Niederlage. Die Grünweißen standen: Becker; Leutheuser II, Lehrmund; Michel, Knauß, Fenster; Leutheuser III, Ranft, Heller, Mattern II, Fehling. Der Anstoß der Gäste wurde vom gegnerischen Mittelläufer abgefangen, der sofort mit einer weiten Vorlage den Linksaußen, der der beste Mann auf dem Platze war, auf Reifen schickte. Aber alle Angriffe scheiterten vorerst an Lehrmund. Eine Flanke des Linksaußen verwandelte der Halbrechte zum Führungstreffer. Eine zu harte Elfmeter-Entscheidung führte zum 2. Tor für die Platzbesitzer. Bis hierhin hatten die VfBer gedrängt, konnten ober durch das Schußunvermögen des Jnnentrios zu keinen Erfolgen kommen. Bis zur Halbzeit waren die Platzbesitzer, die sich mit den Schneeverhältnissen besser als die Gäste abfanden, zeitweise stark überlegen und konnten durch zwei Tore, die beide aus klarer Abseitsstellung erzielt wurden, auf 4:0 erhöhen. Der Mittelstürmer der Gießener verkürzte durch einen Schuß aus dem Gedränge auf 4:1. Halbzeit! Die Gießener erschienen nach der Pause in veränderter Aufstellung, die sich für die Folgezeit bewährte. Sie konnten ein Tor aufholen. Der Rechtsaußen der Platzbefitzer brachte eine harte Note in das Spiel, ohne daß der Schiedsrichter dagegen ein-1 schritt. Durch die Verletzung Knauß' wurde dasi Schicksal der Gießener besiegelt. Die Platzbesitzer erzielten noch zwei Tore und stellten damit den Sieg sicher. Die 3. Mannschaft setzte ihren Siegeszug fort und schlug in überlegener Manier die 1. Mannschaft des SV. Adler Hausen mit 7:0 Toren, wovon L. Schmidt allein fünf auf fein Konto buchen konnte. „ ?C.Teutonia" Watzenborn-Steinberg Wahenborn Sleinberg — Sporte. Heuchelheim 6:3. Am letzten Sonntag des vergangenen Jahres hatten die „Teutonen" die 1. Mannschaft des Sportvereins Heuchelheim zu Gast. Wieder waren zahlreiche Zuschauer erschienen. Das Spiel konnte aber nicht besonders begeistern und beide Mannschasten konnten auch nicht überzeugen. Beim Stand von 3:0 in der Pause kam der Gast durch ein Selbsttor des linken Läufers von Steinberg zu feinem ersten Erfolg und dadurch angefeuert, gelang es ihm, das Ergebnis auf 3:3 zu stellen. Nun nahmen aber die Einheimischen das Spiel wieder ernster und stellten mit einem 6:3 den Sieg sicher. Die erste Mannschaft spielte am Neiyahrstag in Hausen gegen die dortige 1. Mannschaft. Haufen kämpfte in diesem fairen Kampfe unverdrossen und versuchte das Minus an Spielerfahrung. durch großen Eifer wettzumachen. Das Resultat lautete , . aber trotzdem 1:20! Hanau 93 siegt in Nordfrankreich „Velhunoise" 4:1 (1:0) geschlagen. Am Silvestertag weilte Hanau 93 in Bethune bei Arras bei dem Club „Bethunoise" zu Gaste und kam nach freundlichem Empfang vor 2000 Zuschauern zu einem verdienten Siege, der von der Menge, die auch den Deutschen Gruß erwiderte, beifällig aufgenommen wurde. Trotz des vereisten Platzes boten die Hanauer eine gute Leistung, sie waren ihrem Gegner überlegen. Philippi (2), Dorn und Bach schossen die Tore. D e deutsche Landerels für den Zutzbattkanwl gegen Ungarn. Verständnisinnig mad)en sich die Feldzugsteilnebmcr dpi emei ^LHwtniveut vuh i,uo unu 6,iu an dest Verschlüssen zu schaffen, fingern am Ziel- Große ganz angemessen „Das waren and) ganz fcrnrohr (auch wenn sie bei der Infanterie gerne- schöne, Zeiten..'." jmtsährt es ihr. Der Ehemann'sen sistd) und ftellenian der Visiercinridstung hermn. Der Frau, der Schwiegermutter, den Kindern, die alle nichts davon verstehen, muß es doch gezeigt werden. Auf einmal ist es geschehen: die Hände sind verschmiert, die Zeughausverwaltung weiß, daß Warnung an sich nichts nützt, und hat die Verschlußteile mit Fett eingerieben. Das überzeugt mehr. Za — sie imponieren am meisten, die Kanonen. Und es macht unbedingt einen heldischen Eindruck, sich rittlings auf einem Geschützrohr aufnehmen zu lassen. Leider hatte das Geschützrohr nicht das notige Kunstverständnis und senkte sich plötzlich vornüber. Der Mann fiel auf die Nase. Seitdem hat die Verwaltung die Lafettenkästen mit Steinen und Eisen beschwert. Und das Gleichgewicht ist wieder hergestellt. Es ist nicht zufällig, daß die Weltkriegsabteilung neu gruppiert wurde. „Einer gegen acht": — fast symbolisch wirken die beiden Flugkisten von Boelke und Richthofen unten in der Eingangshalle. Seelenverkäufer aus Draht, Blech und Holz, und doch die beiden einzigen Kriegsflugzeuge, die Deutschland noch hat. Erst jetzt, nach vierzehn Jahren, kann das Zeughaus von seinen Mitteln Gebrauch machen, die ganze Kraft seiner aufgehäuften Geschichte aktivieren. „Wer braucht Sicherheit im Westen — Wer braucht Sicherheit im Osten, zur See, in der Luft?" mahnen die Propagandatafeln rechts und links der beiden Flugzeuge. „W e r hat abgerüstet?" — die zerstörten Verschluß- stücke der letzten deutschen Geschütze klagen an. Und der Kranz, den die Jugend vor die Räder des Richthofen-Flugzeuges gelegt hat, ist nicht der einzige Ausdruck für die Besinnung des deutschen Volkes auf feine Vergangenheit. Die zu gleicher Zeit stattfindende Parallelversammlung der Spar- und Darlehnskaffe stand in Vertretung des erkrankten Vorsitzenden unter Leitung von Vorstandsmitglied K. G e r l a ch. Sie wickelte sich schnell ab. Außer der formellen Beschlußfassung über den Zusammenschluß, zu der Revisor I o l k und LKF. Langsdorf eingehende Ausführungen im ähnlichen Sinne, wie es in der anderen Kaffe geschah, machten, wurde die Erhöhung der Aufwertungsquote für alte Spareinlagen um ein weiteres Prozent beschlossen, ebenso die Erhöhung des Geschäftsanteiles auf 100 Mark mit Pflichteinzahlung von 10 Mark. Auch wurde die Vergütung für die alte Verwaltung zu dem vorjährigen Satz festgesetzt. Revisor Jolk dankte dem infolge seines hohen Alters ausscheidenden Rechner Abel, der in 28 Jahren treu und sicher die Geschäfte geführt hat. Vorstandsmitglied Wilhelm Mandler gedachte der jüngst verstorbenen Verwaltungsmitglieder Wilh. Krombach und Karl L a u tz, zu deren Gedenken sich die Anwesenden von ihren Sitzen erhoben. Nunmehr versammelten sich die Mitglieder beider Kassen zum ersten Ein genosienschastliches Musterbeispiel. Zusammenschluß der genossenschaftlichen Spar- und Kredittaffe und der Sparund Darlehnskaffe in Krofdorf-Gleiberg. G Krofdorf - Gleiberg, 31. Dez. Der vorletzte Tag des alten Jahres darf als ein Markstein in der Geschichte unseres Dorfes angesehen werden Was vor Jahresfrist noch nicht möglich schien, aber schon länger von einzelnen Persönlichkeiten im Interesse der Dorfeinheit erstrebt wurde, ist nun Tatsache geworden: die beiden hiesigen, im Dorfleben tiefverwurzelten Genossenschaftskassen, die Spar- und kredit- kasse und die Spar- und Darlehnskasse, haben sich zusammengeschlossen, zwei Kassen, die mit hohen Jahresumsätzen und mehr als 500 Mitgliedern mit an erster Stelle des Revisionsverbandes standen. Nachdem die Vorbesprechungen und Vorarbeiten, bei denen neben den Verwaltungsorganen beider Kassen Revisor I o l k (Gießen) hervorragend mit- wirkte, erledigt waren, fand am letzten Samstagabend zunächst eine Sitzung der Verwaltungen im Beisein der Herren Direktor I o l k (Frankurt, Ländl. Genossenschaftsverband Raiffeisen), Revisor Jolk und Landw. Kreisfachberater Langsdorf statt. Zur Erledigung stand die namentliche Benennung der der Generalversammlung vorzuschlagenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und Aussprache über die 22 Meldungen der Bewerber auf die ausgeschriebene Geschäftsstelle. Die Wahl des Geschäftsführers soll einer späteren Generalversammlung vorbehalten bleiben. Da nach den Reichsbestimmungen beim Zusammenschluß eine Kasse die ausnehmende sein muß, im vorliegenden Falle aber beide Kassen mit gleichen Rechten und Pflichten gemäß ihrer Gleichwertigkeit die Verschmelzung vornehmen, ließ man das Los entscheiden, das die S p a r - u n d K r e d i t k ä s s e als die aufnehmende bestimmte. Bei den folgenden, getrennt stattfindenden G e - neralversammlungen beider Kassen hatte dementsprechend die Spar- und Kreditkasse m i g beschlossen. Als letzter Punkt stand zur Verhandlung: Wahl der Verwaltungsorgane. Die Vorschläge der beiden alten Verwaltungen wurden angenommen, dazu der Vorstand auf Wunsch der Gewerbetreibenden um ein Mitglied aus ihren Reihen erweitert. Fast einstimmig wurden folgende Herren gewählt: Vorstand: Wilh. Wagner, Vorsitzender; Karl Gerlach, Stellvertreter; Wilhelm Leib 82, Karl Daubertshäuser, Wilh. Krombach, Karl Drescher, Karl Bender, Gleiberg und der LOF. Karl Bender 120. Aussichtsrat: Wilh. Mandler, Vorsitzender; Karl Bender 62, Stellvertreter; Karl Bender 89, Ferd. Jochem, Hermann Bender, Hermann Schleenbecker, Ludw. Bepperling, Wilh. Bender, Wilh. Winter und Wilh. Leib. Hierauf dankte K. Daubertshäuser mit anerkennenden Worten den freiwillig ausscheidenden Mitgliedern aus der alten Verwaltung. In seinem Schlußwort sprach Lehrer Praß der Versammlung für ihre Beschlüsse Dank aus. Er warf einen kurzen Rückblick auf das 28jährige Bestehen der Kasse, die nun, wie das ^ahr 1933, zu Ende gehe. Sie habe als ein stolzer Bau dagestanden, der jetzt nicht etwa in Trümmer gelegt werde, sondern mit der Schwesterkasse zu einem noch viel ?räßeren Bauwerk verbunden werde, um allen An- orderungen eines zeitgemäßen Kasseninstitutes zu entsprechen und allen Berufen und Ständen unseres Ortes und der Umgebung Rechnung zu tragen. Er schloß mit der Bitte, dem neuen Abschnitt genossenschaftlicher Arbeit zuversichtlich entgegenzugehen und an den Mann zu glauben, der heute Deutschlands Geschick in festen und guten Händen hält. Mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer endete die denkwürdige Versammlung. gemeinsamen Zusammensein. Freudig bewegt konnte Revisor Jolk den gefüllten Saal begrüßen und seiner Genugtuung über das Geschehene Ausdruck verleihen. Er pries die Arbeit der früheren Genossenschaften, insonderheit die der Verwaltungen. Das neue Institut sei nicht nur das größte seiner Art im Kreise Wetzlar, sondern auch ein Musterbeispiel für den ganzen Revisionsverband. Er schloß mit dem Wunsche, daß nunmehr nach dem Grundsatz: „Einer für alle, alle für einen" Aufbauarbeit im Sinne Adolf Hitlers geleistet werden möchte. LKF. Langsdorf zollte dem Geiste der Einmütigkeit Anerkennung. Er beleuchtete unter dem Eindruck der Zeiten- und Jahreswende insonderheit die landwirtschaftliche Seite der Genossenschaft, welche ungeheuren Aufgaben 1933 in der Landwirtschaft erledigt worden sind, wie die Reichsbauernfront von W. D a r r 6 geschaffen wurde. Die Krönung des Ganzen sei das Reichsnährstandgesetz, das ausführe, was zum Gedeihen des Bauernstandes dienlich fei. Adolf Hitler habe dem Bauern die Stellung gegeben, die ihm gebührt. In kernigen 'Worten faßte Lehrer Praß die Bedeutung des Tages für unseren Ort zusammen. In dem vollbrachten Werk zeige sich das Streben zum Ganzen als gewaltiger Fortschritt in der Dorfgemeinschaft. Er rief dazu auf, daß jeder Dorfgenosse es als Pflicht und Selbstverständlichkeit ansehen müsse, seine Geschäfte bei der zukünftigen Dorfkasse abzuwickeln. Er wünschte namens der Mitglieder der neuen Verwaltung, in ihrer Arbeit Glück und Erfolg, daß sie mit Klugheit und Verstand wirtschafte und auch nach außen hin das Institut vorteilhaft repräsenttere. Im anschließenden gemütlichen Beisammensein mit Trunk, Lied und Plaudern zeigten sich weitere Fortschritte im Ausgleich ehemaliger Gegensätze. Wirtschaft. die Hauptarbeit zu erledigen. Für diese Kasse eröffnete und leitete Lehrer Praß die Versammlung, die, wie die andere, von zahlreichen Mitgliedern besucht war. Lehrer Praß wies in seiner einleitenden Ansprache, ausgehend von der weltgeschichtlich-gigantischen Bedeutung der deutschen Revolution 1933 im Gegensatz, zu der von 1918, auf die Auswirkungen auf unser Dorf hin, wo die trennenden Schranken von Volksgenosse zu Volksgenosse gefallen sind und wo die dörfliche Zwietracht „einen Stich mitten ins Herz" erhalten hat. Die Dorfgemeinschaft marschiert, zu ihrer Stärkung solle auch diese Versammlung mit ihren wichtigen Beschlüssen beitragen. Redner machte dann eingehend Mitteilungen über die bereits geleisteten Vorarbeiten. Darauf gab Direktor I o l k zu verstehen, daß nach den Zusammenschlüssen der Landwirtschaftlichen Verbände nunmehr auch für das Nebeneinanderarbeiten der dörflichen Genossenschaftskasfen kein Grund mehr vorhanden sei. Für Gemeinde und genossenschaftliche Arbeit sei es besser, wenn die ganze Dorfbevölkerung hinter einer Kasse stehe; auch an Unkosten werde gespart. Er bat, da immerhin ein gewisser Kompromiß nötig sei, Sonderwünsche zurückzustellen. Da es hier weder Sieger noch Besiegte gebe, sei es ein Leichtes, das Ziel, Schaffung einer leistungsfähigen Genossenschaft, zu erreichen. Redner ging weiter-auf die zu erfüllenden Bedingungen betr. des Zusammenschlusses ein. Nach längerer Aussprache wurden die vom Reichsverband herausgegebenen Satzungen mit einigen notwendigen Abänderungen einstimmig angenommen. Das neue Institut soll den Namen Spar- und Dorschuhkasse Krofdorf-Gleiberg e. G. m. u. h. tragen. Nach Bekanntgabe des Verschmelzungsvertrages wurde der Zusammenschluß ein st im- Mathildenstist Butzbach, Bezirkssparkaffe. 00 Butzbach, 2. Jan. Dieser Tage fand im „Hessischen Hof" die ordentliche Mitgliederversammlung des Mathilden st ifts Butzbach, Bezirkssparkasse, statt. Aus dem oonr Sparkassedirektor Falter erstatteten Geschäftsbericht ging hervor, daß sich die Sparkasse günstig weiter entwickelt hat. Der Gesamtumsatz in 1932 beträgt 37 084 764 Mk., die Bilanzsumme 7513013,80 Mk. gegen 7348337,23 Mark im Vorjahre. Die Spareinlagen haben sich von 6 157 969,71 Mk. auf 6 278 664,11 Mk. erhöht. Die Anzahl der Sparkonten ist von 7146 auf 7794 gestiegen, gegen 4127 im Jahre 1913. Die Depositen-, Scheck-, Giro- und Kontokorrenteinlagen betragen Ende 1932 545 262,93 Mk,.die Aufwertungsbilanzsumme 1 076 695,06 Mk. Die Sicherheit der Einlagen ist nach wie vor im gleichen Maße unbedingt vorhanden. Die hereingenommenen Gelder sind satzungsgemäß wie folgt angelegt: Hypotheken 3203670,11 Mk.; Kaufgelder 746513,45 Mk.; Schuldscheine an Gemeinden, Kirchen usw. 897 934,37 Mk.; Schuldscheine an Private mit Bürgschaft 319 623,76 Mark; gegen Verpfändung von Wertpapieren 15 902,82 Mk.; Kontokorrentkredite 927 804,44 Mk.; Wechsel 15 233,68 Mk.; eigene Wertpapiere 70 000 Mark; Kasse, Guthaben bei Banken einschließlich Postscheckkonto pp. 446 054,02 Mk. Der Reservefonds beträgt 238 716,91 Mk. nach Zuschreibung des Reingewinnes von 16 764,15 Mk. Die Mobilien stehen mit 1 Mk., die Immobilien mit 20 001 Mk. zu Buch, das Geschäftsgebäude ist hierbei nur mit 1 Mk. bewertet. Auch im Jahre 1932 brauchte das Mathildenstist weder feine Organisation, noch die Akzeptbank in Anspruch zu nehmen. Die liquiden Mittel (täglich fällige Bankguthaben ohne eigene Wertpapiere) betragen zur Zeit über 600 000 Mk. Mit Wirkung vom 1. Oktober 1933 trat die neue Satzung, verfügt durch das Hessische Staatsministerium, in Kraft. Bei der Ergänzungswahl zum Verwaltungsrat wurde Bürgermeister Wetz (Münzenberg) gewählt. Nach Erledigung der Tagesordnung, bei der alle Beschlüsse einstimmig gefaßt wurden, schloß der Vorsitzende mit einem dreifachen Sieg-Heil die Versammlung. * Konkurse und Vergleichsverfahren im Dezember 193 3. Im Dezember 1933 sind durch den „Reichsanzeiger" 197 Konkurse und 65 Vergleichsverfahren bekanntgegeben worden. Die entsprechenden Zahlen für November 1933 stellen sich auf 221 bzw. 83. * GelsenkirchenerBergwerks-AG. Die Gesellschaft hatte Ende Januar 1933 den Inhabern der 6-v. H.-Notenanleihe von 1928 das Angebot gemacht, diele bei einer Rückzahlung von 10 o. H. in eine neue Anleihe der Essener Steinkohlen-Bergwerke AG. umzutauschen. Obwohl mehr als 65 v. H. der Noteninhaber dad Angebot angenommen haben, kann eine Wirksamkeitserklärung wegen der durch das Transfermoratorium eingetretenen Schwierigkeiten nicht erfolgen. Um jedoch den Noteninhabern die Vorteile des Angebots zu erhalten, wird zur Zeit über ein neues Umtauschangebot durch die Essener Steinkohlenbergwerke AG. verhandelt. frankfurter Börse. Mttagsbörse: fest, Renten lebhaft. Frankfurt a. M„ 2. Jan. Die erste Börse im neuen Jahre setzte in ausgesprochen freundlicher Grundstimmung ein. Im Vordergründe des Interesses stand der R e n t e n m a r k t, der ziemlich große Umsätze und beachtliche Kurssteigerungen aufwies. Diese Bewegung ist ein erfreuliches Zeichen und ein Vertrauensbeweis für Reichsanleihen, die im Mittelpunkt standen. Verursacht ist diese Bewegung in dem Anlagebedürfnis aus freigewordenen Zins- und Kuponeinnahmen. Die Altbesitzanleihe gewann zunächst 0,90 v. H. und dann nochmals 0,65 v. H., Neubesitz insgesamt 0,45 v. H. Späte Reichsschuldbuchforderungen lagen 1,50 v. H. fester. Auch für Pfandbriefe machte sich schon bei Börsenbeginn auf erhöhter Basis Kaufneigung bemerkbar. Dollarbonds durchweg fester. Auch Aktien waren fest. Es führten verschiedene Spezialwerte des Montan-, Chemie- und Automobilmarktes. Reichsbankanteile 2 o. H. höher. Reichsbahnvorzugsaktien ausschließlich Zinsen etwas fester. Nur Schiffahrtswerte bemerkenswert schwach, wobei Nordd. Lloyd und Hapag je 1,13 v. H. verloren. IG. Farben bei ziemlich großen Umsätzen insgesamt um 2,25 v. H. höher. Am Montanmarkt gewannen Klöckner 1,50 v. H„ Mannesmann 1 v. H. und Harpener 1,25 v. H. Daimler Motoren sehr gesucht und 1,40 v. H. fester, Zellstoffwerte leicht anziehend. Electro- werte ruhiger und nur teilweise etwas freundlicher. Im einzelnen Cement Heidelberg 1 v. H. höher, Südd. Zucker 0,50 v. H„ Aku 0,40 v. H, leichter. Im Verlaufe zogen verschiedene Werte am Aktienmärkte nochmals an, so Gesfürel (erneut 1,25 v. H ), Reichsbank (nochmals 1,75 v. H.), Mannesmann (4- 1,13 v. H.) usw. Aktien waren aber insgesamt etwas ruhiger, während Renten ihre beachtliche Umsätze aufrecht erhielten und ihre höchsten Tagesgewinne voll behaupteten. Pfandbriefe waren durchweg alle höher und 1 bis 1,50 v. H. fester, wobei vielfach nur beschränkte Zuteilung erfolgte. Auch Stadtanleihen bis 1 v. H. gebessert, Staats- und Länderanleihen zeigten ebenfalls Kurssteigerungen um 0,50 bis 1 v. H. Von fremden Werten wurden Schweizer Bundesbahn-Anleihen ausschließlich etwas fester notiert. Nach dem Ultimo trat am Geldmarkt die er- wartete Entspannung ein, Tagesgeld wurde mit 4 nach 4,50 v. H. festgesetzt. Abendbörse: weiter freundlich. Der Kupon-Termin machte sich auch an der Abendbörse in weiteren, wenn auch nur kleinen Anlagekäufen bemerkbar, wobei Rentenwerte wieder bevorzugt waren. So eröffneten von den variablen Reichsanleihen Alt- und Neubesitz bis zu 0,13 v. H. höher, ferner erhielt sich Nachfrage nach einigen Staats- und Städteanleihen sowie nach Pfandbriefen. Von Industrie-Obligationen waren Stahlverein- Bonds 0,25 v. H. fester. Der Aktienmarkt lag etwas ruhiger. Die Berliner Schlußkurfe waren größtenteils gut behauptet, vereinzelt weiter bis zu 0,25 v. H. befestigt. Stärker gesucht waren Schuckert, die insgesamt 1,50 o. H. gewannen. Von Schiffahrtswerten konnten sich Nordd. Lloyd nach ihrer Abschwächung von heute mittag um 0,40 v. H. erholen. Im Verlaufe hielten sich die Umsätze in bescheidenen Grenzen, doch ließen sich teilweise weitere Besserungen um 0,25 v. H. erzielen. IG. Farben gewannen 0,50 v. H. Renten waren zum Schluß etwas ruhiger, aber voll behauptet. Pfandbriefe kamen vielfach um 0,25 bis 0,50 v. H. höher zur Notiz. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 17,70, Altbesitzanleihe 91,90, 6proz. Stahlverein-Bonds 68,25, Schutzgebietsanleihe 8,90, Reichsbank 164,50, Gelsenkirchen 56,75 bis 57, Mannesmann 62, Meinstahl 89, Stahlverein 37,65, AEG. 24,50, Bemberg 45,50, Cement Heidelberg 83, Conti Gummi 148,75, Daimler 37,75, Licht & Kraft 97, IG. Farben 124,75 bis 125,25, Gesfürel 86,75, Holzmann 69, Metallgesellschaft 61,25, Schuckert 102,75, Siemens 144, Südd. Zucker 190,50, AG. für Verkehrswesen 58,50, Hapag 25, Nordd. Lloyd 28,50. Kölner Buttermarkt. Köln, 2. Jan. Nach dem Preisbericht der Kölner Warenbörse stellte sich der Großverkaufspreis für 100 Pfund ab Versandstation in Reichsmark einschließlich Faß unverändert wie folgt: Deutsche Markenbutter 133 bis 136, deutsche Molkereibutter 1. Qualität 132, 2. Qualität 127. Mainzer Schlachtviehmarkt. Mainz, 2. Jan. Auftrieb: 23 Ochsen, 5 Bullen, 445 Kühe oder Färsen, 181 Kälber, 763 Schweine. Nottert wurde pro Zentner Lebendgewicht in Reichsmark: Ochsen: oollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts 28 bis 32, sonstige vollfleischige, ältere 24 bis 27; Bullen: fleischige 21 bis 25; Kühe: jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts 22 bis 27, sonstige oollfleischige oder gemästete 17 bis 22, fleischige 12 bis 15; Färsen: oollfleischige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts 23 bis 33; Kälber: beste Mast- und Saugkälber 40 bis 42, geringe Kälber 22 bis 26. Schafe nicht notiert. Schweine: oollfleischige oon etwa 120 bis 150 kg 50 bis 52, von etwa 100 bis 120 kg 48 bis 52, von etwa 80 bis 100 kg 48 bis 50. — Marktverlauf: Großvieh anfangs ruhig, später abflauend, langsam geräumt; Kälber mäßig belebt, ausverkauft; Schweine ruhig, Ueberstand. Kurszettel der Berliner und frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskonl 4 v. H.. Lombardzinsfuß 5 v. H. Manhun u. J)L Berlin Franktun a. Berlin Franktun a. M. Berlin Schluß, turs Schlußt. Abend- börse Schluß- furti Schlußt. Mittag, dürfe Sch'nH- kurs Schlußl. Abend- bSrsc Schluß» fürs Schlußk. Mittag» börse Schlußkurs Schlußk. Abend- börse Schlußkurs Schlußk. Minas- börse Datum 30.12. | 2-1- 30-12- 2-1. Datum 30.12- 2-1- 30.12- 2-1- Datum 30.12. 2.1. 30.12- 2-1. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 6% efjem.7% Dl.Reichsanl.v. 1929 6¥i% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rech len ........... Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% ebem.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) ........... 92,75 101,5 92 89,9 17,15 92,25 92,5 100 92,9 91,9 17,70 93,25 92,5 101,25 92,13 90 17,1 92,25 92,9 100 92,9 91,75 17,65 93,25 89,25 4% desgl. Serie II ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^%Rumän.veretnh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 y*% Anatolier ... ..... Vamvurg-Amerika-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Hanja-Dampfschiff..........0 Norddeutscher Lloyd ......... 0 21.®. für Verkehrswesen Ml. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz, und Prioat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschafl............... o 5,05 4 6,5 3,25 27 26,25 5,1 4 6,5 3,25 27,25 25 5,4 3,9 3,35 27,4 25,65 5,25 3,25 27,5 25,13 Mansfelder Bergbau.........0 Kokswerke ......... 0 Phönix Bergbau.............0 Rheinische Braunkohlen .....10 Rheinstahl .............. 0 Bereinigte Stahlwerke........0 Olavi Minen ...............0 24 42,75 197 88,4 36,4 11,75 115,25 117 150 123,5 190 48 51,75 24,25 44,25 198,25 89 37,65 11,5 116 116 151 125,2fr 189,25 48 53 24 85,5 42,9 197 88 36 12 114,25 115,25 150 123,25- 47,5 51,5 24,25 86 44,4 198 89 37,65 12 114,5 115 151 124,5 52,9 6% Hess. Landesbank Darmstadt Gold R. 12 ............... 6¥i% Hess. Landes-Hypotheken, bank Darmstadt Ltgui........ Oberhelten Provinz-Anleihe mit Ausios.-Rechten .. . Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Ausios.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyv.-Aank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 90,5 90,5 86 88,65 91 90,75 92 84,5 90 93 93 90,5 M.9R 29,25 58,5 85,5 45 50 57,5 160,5 23,4 116,5 88 96,4 52 85,75 91 100 142,25 110 71,25 104,65 54,75 87,75 140 107,5 57,5 28,5 58,5 86,75 45,5 51 58 164,5 24,5 118 89 97 52,5 86,75 90 102,75 144 110 71 104,9 57 88,5 141,5 107,5 59,5 22,75 16,25 28,65 58 86,5 45,5 50 57,5 159,75 23,13 116,75 88 96,5 51,5 84,75 90 100 142 109 71,25 104,65 55 87,5 64,25 141,5 109 58 22,25 14,75 28,13 58,25 86,5 45,5 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth.....1Vt F. G. Farben-Jndustrie....... 7 Scheideanstalt...............9 Goldschmidt ............. 0 Rütgerswerke ......... 0 Dresdner Bank............ n Reichsbank ........ 12 A.G.G. .. n 58 164,5 24,5 87,25 96,5 53,5 87,13 101,25 143 108,65 71,75 104,65 57 88,75 66,25 141,5 108 59,9 Metallgesellschaft.............0 Philipp Holzmann....... 0 Rpmpntmprf .ftpfhprfiprfl ...... 0 60,25 63,5 61,25 8 90,5 42 45,5 47,5 36 60,5 68,75 61 69 6’A% ehem. 4'/,% Franks. Hyp^ Bank-Liqu.-Pfandvriese....... »¥,% ehem. iy2% Rheinische Hyp..Bank-Ltqu.-Goldpse. ... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand, brlefanftalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehem. 7% Pr. Landespfand, brlefanftalt, Pfandbriefe R. 10 Steuerguttch. Verrechnungskurs . 4% OesterretchtsLe Goldrenre.... 4,20% Oesterreichische Sllberrente 4% Ungarische ©olbrente ....... 8% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913 ......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4% Türkische Bagdadbahn-Aiüethe 90 91 92 92 95,4 17,25 0,725 91,75 93 92 92 95,5 16,75 0,75 92 92 92 92 Bekula....... 0 Keklr. Lieferungsgesellk'chaft... 6 Licht und Kraft a dellen & Guilleaume ... 0 Rheinische Elektrizität .... 5 Schütten 8 Co....... B Siemens L Halske..... T