Samstag, 1. Dezember MH 184. Jahrgang ür.281 «es Matt B! die führen soll. Bei keiner dieser Verhandlungen ver- fühl zu haben, daß demnächst etwas geschehen tenlassens herauszureißen, bevor die Welt wieder die zu i n in eine Katastrophe hineinschliddert, wie sie in ihren Auswirkungen noch allen in den Knochen sitzt. Aber die gute Absicht zugegeben, Anlaß und Methode, die man in London für diesen Antriebsversuch wählte, waren die denkbar ungeeignetsten. Die Rüstungsdebatte, die sich im britischen Unterhaus in gut klappendem Zusammenspiel zwischen Regierung und Parteien abrollte, hatte viel zu sehr den Charakter einer für die britische Öffentlichkeit bestimmten Stimmungsmache zugunsten der beabsichtigten Rüstungsvermehrung, als daß nicht davon die vielleicht im Unterton mitschwingende Absicht, das Abrüstungsproblem als solches wieder auf die Tagesordnung des politischen Gesprächs zu setzen, stark beeinträchtigt worden wäre. Man braucht Win- folgt Frankreich eigennützige Ziele. Ohne sich um die Innenpolitik oder die Form des Regimes zu kümmern, ist Frankreich bereit, mit allen Ländern diese Politik der Wiederversöhnung zu betreiben, die dasselbe Ziel verfolgen. Niemand ist ausgeschlossen, und deshalb kann diese Politik nicht als ein A n g r i f f s m a n ö o e r gegen irgendeinen Staat ausgenützt werden. Alle interessierten Länder sind bereits oder werden noch angegangen werden. Alle Regierungen, mit denen etwas weniger Selbstgerechtigkeit, die aus seinen leicht schulmeisterlich vorwurfsvollen Worten sprach, unschwer daran erinnern können, daß es nicht an Deutschland lag, wenn das im Versailler Vertrag gegebene Versprechen der allgemeinen Abrüstung von den andern Mächten nicht gehalten wurde und man auf dem Fuße der Gleichheit und unter Berücksichtigung ihrer Würde verhandeln wird, werden aufgefordert werden, sich genau zu äußern, ob sie ihren äuropäischen Pflichten nachkommen wollen oder sich ihnen entziehen. Cs gibt einen Grundsatz, dessen Notwendigkeit jeder anerkennen muß. Das ist die Aufrechterhaltung der gegen wärtigen Grenzen. Wer diese 'Grenzen anders ziehen will, stört den europäischen Frieden. ston Churchills Hetzrede, die am Anfang der Debatte stand, nicht weiter zu beuchten. Er ist als lich 5 ü b f l a ro i e n. Die Verhandlungen mit Italien müssen über Unabhängigkeit Oesterreichs hinaus einem Abkommen führen, das den Frieden Mittelpunkt der Pariser Besprechungen des rumänischen Außenministers T i t u l e s c u und seines türkischen Kollegen Tewfik Ruschdy Bey. Die Verhandlungen galten vermutlich einer irgendwie gearteten Angliederung der Balkanentente an den geplanten Ostpakt oder an das im Falle seines Mißlingens vorgesehene französischsowjetrussische Bündnis. Der Sicherung des Friedens können Mammutgebilde, wie die hier sich obzeichnenden unmöglich dienen. Dazu sind die Reibungsflächen zwischen den als Beteiligte in Aussicht genommenen Staaten und Staatengruppen viel zu lose, um in kritischen Augenblicken sich zu bewähren. Der südslawisch-ungarische Konflikt, der soeben durch die Überreichung des in der ersten Note Südslawiens an den Völkerbund angekündigten Materials für die von Südslawien behauptete Mitschuld Ungarns an der Ermöglichung des Marseiller Attentats eine beträchtliche Verschärfung erfahren hat. Die historischen Interessengegensätze der kleinen Verbündeten hindern die Großen an einer Verständigung. Mussolinis Gedanke der vertrauensvollen Zusammenarbeit der vier europäischen Großmächte für eine Befriedung Europas harrt immer noch der praktischen Auswertung. Inzwischen bringt der Streit der Kleinen den ganzen Erdteil in Gefahr neuer unabselcharer Verwicklungen. Man scheint auch in London das dunkle Ge- diesem Teile Europas festigt. Zur gleichen Zeit verhandelt Frankreich über Bedingungen eines gegenseitigen Beistandspaktes, der dieselben Ergebnisse für Osteuropa herbei- Sicherheit durch Bündnisse. Frankreichs Politik einer „Kollektiven Organisierung des Friedens". — Lavals große außenpolitische Rede vor der Kammer. — Oie Kontinuität der französischen Außenpolitik. in Schuld und Mitverantwortung für die Katastrophe des Weltkrieges verstrickt, als daß er heute anders könnte, als mit seinen neuen politischen Freunden auf dem ultrakonseroatioen Flügel der Regierungspartei (darunter auch dem Knegsmimster Lord Hailsham und dem ehemaligen Schatzkanzler Stf Robert 5) o r n e) mit der gleichen Sturheit wie vor dem Kriege einem vorbehaltlosen Militärbündnis mit Frankreich und einer hemmungslosen Aufrüstung das Wort zu reden, wobei jedes Kabinettsmitglied, das an die Folgen eines daraus entstehenden unkontrollierten Wettrüstens zu denken wagt, als schlapp verschrieen und der Deutschfreund- lich'keit verdächtigt wird. Aber sehen wir von Churchill ab, so haben auch B a l d w in 5 Darlegungen als Stellvertreter des Premierministers enttäuscht. Wenn er schon einen Rückblick auf die weltpolitische Entwicklung der letzten Jahre werfen wollte, um die für den britischen Steuerzahler recht schmerzhafte Aufrüstung vor dem Lande zu begründen, so hätte man erwarten dürfen, daß er durch einen Blick in die diplomatischen Akten seinem unzuverlässigen Gedächtnis nachgeholfen hätte. Er hätte sich dann bei Laval lehnt zweiseitige Verträge ab. Oie Einladung an Deutschland zur Teilnahme am Ostpakt erneuert. Paris, 1. Dez. (DNB.) Im Zeichen des verstorbenen Außenministers Louis Barthou begann vor mehr oder weniger leeren Bänken am Freitag um 21 Uhr die dritte Sitzung der Kammer, die dem Haushalt des Außenministeriums gewidmet ist. Nach ehrenden Worten des Vorsitzenden des Auswärtigen Ausschusses der Kammer B a st i d e und des Außenministers Laval für Louis Barthou nahm die Kammer einstimmig das Gesetz an, durch das bestätigt wird, daß Barthou sich um das Vaterland verdient gemacht hat. Außenminister Laval verlas dann eine außenpolitische Erklärung, in der es u. a. folgendermaßen heißt: „Die Interessen unseres Landes decken sich mit denen des Friedens. Um beide verteidigen zu können, muß unser Land stark fein, was wiederum die innere Ordnung und hie Gesundheit unserer Finanzen voraussetzt. Europa ist beunruhigt. Die Völker verfolgen die Haltung ihrer Führer und fordern von ihnen, ihre Hoffnungen in die Tat umzusetzen. Es gibt für einen Außenminister Frankreichs kein edleres Ziel als an diesem mehr denn je notwendigen internationalen Werk der W i e - deroersöhnung und der Stärkung des Friedens zu arbeiten. Diese Politik verfolgen wir. Frankreich hat Verhandlungen mit Italien ausgenommen, die sich unter günstigen Bedingungen abwickeln. Wenn man die Aufammenarbeil von allen Schwierigkeiten befreit, so werden beide Länder die geistige Freiheit wiedergewinnen, die notwendig ist, um sich in die europäische Verantwortlichkeit teilen zu können. Diese Verhandlungen können nicht ganz ihren Zweck erfüllen, wenn sie nicht gleichzeitig alle Garantien für eine Annäherung zwischen Italien und der Kleinen Entente und insbesondere mit Süd- f larolen bieten. Nichts wird die Treue Frankreichs zu seinen Verbündeten schmälern, diese Versicherung gilt umsomehr, wenn es sich um ein Volk handelt, das gerade in diesem Augenblick durch die gleichen traurigen Ereignisse betroffen worden ist wie Frankreich, näm- Hauptstädte hatte das Ergebnis, daß zwischen England, Italien und Deutschland eine fast lückenlose Uebereinftimmung über den von England vorgelegten Entwurf einer Abrüstungskonvention erzielt wurde. In diesem Augenblick, da das in langen Jahren erstrebte Ziel fast erreicht schien, war es Frankreich, das, wie sich Herr Baldwin freundlichst entsinnen möge, mit einem Schlage allen Hoffnungen ein Ende machte. Barthous berüchtigte Note vom 17. April 1934 schlug unter heftigen Beschuldigungen gegen das Reich die Tür zu allen weiteren direkten Verhandlungen zwischen Den vier Großmächten zu. Das Abrüstungsproblem stand wieder an seinem Anfang. Es hätte Baldwin gut angestanden, diesen Leidensweg Deutschlands in seinem Ehrenkampf um seine nationale Gleichberechtigung in seiner Bedeutung für die gewiß auch von Deutschland beklagte allgemeine politische Entwicklung zu würdigen. Lloyd George hat mit seiner schonungslosen Entschleierung des Angriffscharakters der französischen Riesenrüstungen und der richtigen Einschätzung des nationalsozialistischen Deutschlands als Bollwerk Europas gegen die Gefahr des asiatischen Bolschewismus einiges von dem nachgeholt, was Baldwin „vergessen" hatte. Statt dessen hat der konservative Parteiführer Deutschland sanft er* mahnt, doch wieder in den Schoß des Völkerbundes zurückzukehren, da seine geographische Lage Deutschland auf die Freundschaft mit seinen Nachbarn Hinweise. Baldwin scheint entgangen zu sein, daß gerade der Erkenntnis dieser Lage das deutsch-polnische Abkommen seine Entstehung verdankt und aus gleichem Grunde der Führer wieder und wieder seine Hand auch nach dem Westen hin ausgestreckt hat, um mit Frankreich zu einer Verständigung zu kommen. Die geographische Lage Deutschlands ist es aber auch, die uns zwingt, inmitten einer hochgerüsteten Welt auf dem Grundsatz der Gleichberechtigung zu beharren und für uns die Heeres- Verfassung und die Waffen zu fordern, die wir zur Verteidigung unserer Grenzen brauchen. Wir erkennen gern Englands Bemühungen an, den festgefahrenen Karren des Abrüstungsproblems wieder ins Rollen zu bringen, jede ernsthafte Initiative dazu wird Deutschlands aufrichtige Unterstützung finden, aber jedes Abrüstungsgespräch beginnt für Deutschland dort, wo es einst abgebrochen worden ist, bei der praktischen Verwirklichung der deutschen Gleich- berechtigung. Das muß sich auch Herr Baldwin gesagt sein lasten. müsse, um die Völker Europas aus ihrer dumpfen ' daß auch nicht an Deutschlands Haltuna der Plan Lethargie gedankenträgen und fatalistischen Glei-1 einer Abrüstungskonvention scheiterte. Am 11. De- - ,r- ' *• — -■ - v ' zember 1932 erklärten die Großmächte, daß „einer der Grundsätze, die die Abrüstungskonferenz leiten sollen, darin bestehen muß, Deutschland und den andern durch Vertrag abgerüsteten Staaten die und»! stiankreich liegen und im übrigen von uns aus gesech-n keinerlei Gründe gegen eine von der Vernums, Diktierte deutsch-französische Verständigung |pretd?T. DH man am Quai d'Orsay auch nach dem tra- gifcf:)ei Ausscheiden Barthous von einer solchen in 'ijrü-rhaft europäischem Geist verantwortungs- benxouitm Betrachtung noch weit entfernt ist, zeigen die tzvräche, mit denen Herr Laval die durch die [ Vertagung der Genfer Ratssitzung gewonnene Zeil! ivofüllt. Laval scheint zwar nicht mit der glei» chein Lwrrheit, aber doch nach dem vorgefundenen Mmstr die Fäden weiterzufpinnen, die Barthou eine Hi-eit hat. Seine Genfer Besprechungen mit ßirirmoro galten dem nach der Absage Deutschland: md Polens fast schon versackten O st p a k t- p r i'oje'f t. Don Paris aus ging dann endlich, an- scheiMO auf Anregung Litwinows, die lang ausge- bliel'b« Antwort nach Warschau auf die polnischen Einengungen. Man hat anscheinend Polen mit bemn igeständms zu beruhigen versucht, daß die im Ostp-cl, verlangten Grenzsicherungen nicht für die vorn (Hen nicht als endgültig betrachtete polnisch- tsche»Ä slowakische und polnisch-litauische Grenze geltM Men und daß das deutsch-polnische Abkom- mem n den Ostpakt hineinverarbeitet werden soll. Da d, französische Note nicht veröffentlicht worden ist, m inan über ihren Inhalt auf Vermutungen ongmicen, aber es ist immerhin mehr als fraglich, ob m (Erläuterungen des französisch-russischen Pro- jektsh U'ireichen werden, um den Ostpakt den Polen ttuuu; jiunu, muji weuer zu uvuuptn. »n nuiW ^nackhafter zu machen. Das gleiche Problem i fanatischer Jingo und Erster Lord der Admirali- ber "(Weiterung des Bündnisnetzes stand auch im'tat im liberalen Kriegskabinett Asquith viel zu sah» Gespräche. )ie für Anfang der Woche vorgesehene Sitzung besi 53» 1 f e r b u n b s r a t s , auf Deren Tagesord- nuig «als einziger Punkt die Saar abftim- m ninj steht, mußte verschoben werden, da der Be- rldit ks Dreierkomitees noch nicht vorlag. Nach Mvternngen aus Rom darf man diese Verzöge- ruirg Imrchaus als ein gutes Zeichen dafür nehmen, ba:f) nter der klug vermittelnden Leitung des Bchors Aloifi die Verhandlungen zwischen deutsche «nd französischen Sachverständigen über tech- nisht Einzelheiten der Volksabstimmung im Saar- getiiet ein auch sachlich befriedigendes Ergebnis bahenroerben. Es wäre schon zu viel gesagt, wollte man !«haupten, daß mit dem Ministerwechsel am Quni »'Orsay ein anderer Wind aus Paris wehe. Abiw man hat doch den Eindruck, daß Laval, den, »ie größere Schmiegsamkeit der jüngeren (9e-ien.tion mehr politische Möglichkeiten erlaubt, als- Innern greifen, in Vorstellungen und Vor- urhiün einer vergangenen Zeit befangenen Amts- doKginger, sich am Saarproblem nicht unrettbar feftoer en möchte, sondern sich Wege offen lassen will, he auch nach dem ja schon mit Sicherheit fest- ftehenaen, für Frankreich negativen Ergebnis der Silit immung vom 13. Januar zu einem modus vivüemn mit Deutschland führen könnte. Gedanken- aö (giüdieser Art spielen in den (Erörterungen der Minzwischen Presse hier und da eine gewisse Rolle. mbet in radikalsozialistischen Blättern gelegen!- IWeiL Andeutung, daß es nicht klug sei, wolle man fejü iner das Ergebnis des 13. Januar noch länger M'iiie Dunst vormachen, es sei vielmehr wün- fd)(irv. oert, heute schon bas Saargebiet für Frankreich Zbzuschreiben und ohne Hintergedanken von bteimneuen Grundlage aus das Verhältnis zu DeiiiMand zu orientieren. 0 ief.Tbert werden solche in der Presse, wie schon gehfigl immer noch sehr vereinzelten Erwägungen namcülich aus Kreisen der Frontkämpfer, die j jaoauef) in der inneren Politik Frankreichs in dies rm Jahr eine zusehends wachsende Bedeutung erlern haben. Der Führer einer der größten französisch« Frontkämpferorganisationen, der Abgeordnete o y , hat einen Besuch in Berlin zu einer A u ssv rache mit dem Führer und R c lchs k a n z l e r benutzt, die ihm wie allen Gutwillig- die ernste und aufrichtige Friedensbereit- schaisl lies deutschen Volkes und seiner national» sozimMschen Regierung erneut bestätigen mußte. Ws^nmun eine der Rüstungsindustrie und dem GenMtab hörige Pressecligue Herrn Goy bei seiner Rückkehr nach Paris mit Schmähungen und VelMstigungen überschüttete und sich der bekannte Der^c-nfresser Franklin-Bouillon zu so wüsten 'Bedingungen hinreißen ließ, daß daraus eine Du^s^derung entstand — der chauvinistische Ab- geoiirbd-te hat inzwischen renovieren müssen — so hat? M die Frontkämpfervereinigung den Berliner Belli» ihres Kameraden Goy vollinhaltlich ge- bilkigljunb sich zu einer Politik bekannt, die die Dellenwortung der Frontgeneratton betont, um einTi, -ieuen Krieg und den mit ihm unlösbar ver- burröe en Zusammenbruch der europäischen Kultur zu iwemieiöen, das Vertrauen zwischen den beiden groOi Nationen zu schaffen, auf dessen Grundlage attßlio uine politische Verständigung zwischen Frankreich .mb Deutschland und damit der Friede in Euch yi begründet werden kann. Herr Goy hat in Bettln-auch mit Kameraden des Nationalsozialistisch Frontkämpferbundes (Stahlhelm) Fühlung gcniioi-len und ein deutscher Frontkämpfer hatte feinwflits in Paris Besprechungen mit Führern fraiiririfdjer Frontkämpfer. Was beide, der Deutsche imtn ber Franzose, darüber berichten, ist eine Er- murtwng, auf dem Wege, den der Führer selbst untehcoen ihm vor allem Rudolf Heß und Franz 6c|b ;nmmer und immer wieder gewiesen haben, entßchll'ssen und unerschrocken weiterzugehen. Der SIpmMn die Verantwortlichkeit der Frontkämpfer für i| io- Schicksal Europas muß sie stark machen, den? Abel übelwollender Verdächtigungen, eigen« nüAst genährten Mißtrauens und Unverständnisses fieg;nd zu durchbrechen und der Wahrheit ans LilM/m verhelfen, die einzig und allein in dem Sßailri t:es Führers liegt, daß nach dem 13. Januar feinte territorialen Probleme zwischen Deutschland Mit I Beilagen RM. 1.95 Illustrierte * 180 MUUaedühr .. „ -25 AllH bei Nichterscheinen »en Einzelnen Nummern itffotie höherer Gewalt zimsprechanschlüfse WiteiSammelnummer 2251 Man fragt sich oft, wohin die Politik führt, die Frankreich seit einiger Zeit mit Sowjetrußland betreibt. Man fragt sich andererseits, ob die französische Regierung nicht daran denke, m i t Deutschland eine besondere Politik einzuleiten. Man versucht, Zweifel an der Kontinuität und Einheitlichkeit der französischen Außenpolitik aufkommen zu lassen. Die französische Regierung hat aber nur eine Haltung. Sie ist mit der Schaf- fun g einer internationalen Zusammenarbeit beschäftigt und wünscht dieser Zusammenarbeit keine zweiseitigen Verträge hinzuzufügen. Rußland ist vollkommen einig mit Frankreich über dieses kollektive Vorgehen, dessen Initiative es nicht ergriffen hat. Die französisch-russische Solidarität wird offen zu Tage treten zugunsten aller und zugunsten der Festigung des Friedens Osteuropas. Deutschland ist eingeladen worben unb wirb erneut unter ben gleichen Beengungen wie alle anberen Länber eingelaben, biefem gegenseitigen Beistanbspakt beizutreten, in bem es bie gleichen Garantien finbet rote bie, bie es ben anberen Cänbern zuteil roerben läßt. Der Reichskanzler Hitler hat feinen Willen zum Frieden kundgetan. Wir fordern ihn auf, feine Worte in Handlungen umzusehen, indem er sich der Politik an« schließt, die roir in Osteuropa verfolgen. Gewisse Leute fragen sich, warum Frankreich sich so eifrig an einer Paktpolitik beteiligt, die einen großen Teil der europäischen Länder umfaßt, und ob es sich dadurch nicht weit von seinen eigenen Grenzen entfernte Verantwortlichkeiten zuzieht, die es verhindern könnte. Die Wahrheit ist aber die, daß es mit einer derartigen Politik bie Risiken eines Krieges vermindert; denn in der heutigen Zeit würde ein solcher Krieg auf keinen besonderen Teil Europas beschränkt bleiben. Die Erfahrung hat dies gelehrt. Wir haben stets behauptet, bah bie Sicher- heit zunächst garantiert sein muh, um an bie Einschränkung ber Rüstungen zu gehen, mangels jeber Garantie eines gegenseitigen Beistanbes in einem verwirrten Europa mihlrauen bie einen Völker ben anberen, ba sie nur auf ihre eigenen Kräfte rechnen können. Deshalb müssen sie in ber Weiterentwicklung ihrer Rüstungen bas einzige Instrument für ihre Sicherheit suchen. Durch bie Herstellung eines weit genug ausgefpannlen Rehes von Kollektivpakten, bie feierlich unterzeichnet werben, kann man hoffen, unter ben Rationen bas Vertrauen roieber- herzustellen, bas allein als bie Vorbebingung für bas schönste menschliche Werk angesehen werben muh, nämlich bie internationale Verstänbigung für bie Einschränkung unb Begrenzung ber Rüstungen. Vorgestern hat Baldwin vor dem englischen Unterhaus die Beunruhigung dargelegt, die sein Land für den europäischen Frieden infolge der starken deutschen Aufrüstung in Mißachtung der militärischen Klauseln des Versailler Verttages fühlt. Der ehrenvolle Staatsmann hat nichtsdestoweniger die sofortigen Maßnahmen genauer darlegen müssen, die England ergreifen wird, um sich gegen die Gefahr zu schützen. Gelegentlich der Beratung des französischen Haushalts für das Kriegsminifterium hat eine ähnliche Aussprache ftattgefunöen. Sie interessiert alle Garantiemächte der europäischen Ordnung. Reichskanzler Hitler hat erklärt, daß die augenblicklichen Grenzen Deutschlands ihm genügten. Um seine Militärpolitik zu rechtfertigen, hat er auf die Würde seines Landes hingewiesen. Wie wird er morgen aber eine ähnliche Rechtfertigung finden, wenn Deutschland, das niemand bedroht, sich weigert, seinen Anteil an der kollektiven Organisie» Gleichberechtigung zu gewähren in einem System, das allen Nationen Sicherheit bietet, und daß dieser Grundsatz in dem Abkommen, das die Beschlüsse der Abrüstunaskonferenz enthält, verkörpert werden soll". Auf Grund dieser Erklärung beteiligte sich Deutschland wiederum an den Ar- ' beiten der Abrüstungskonferenz, als aber die praktische Folgerung aus diesem grundsätzlichen Anerkenntnis der deutschen Gleichberechtigungsforderung trotz weitgehenden deutschen Entgegenkommens niemals gezogen wurde, sah das Reich sich im Oktober 1933 gezwungen, der Abrüstungskonferenz erneut den Rücken zu kehren. Trotzdem wurden die Verhandlungen von Kabinett zu Kabinett weitergeführt. Die Reise des britischen Lordgroß- pogslbewahrers Mr. Ldeo durch dir europäischen Dich ml lag lich, auher W Annahme von Anzeige» S&tiiliags unb Feiertags ▼ für die Mittagsnummer tragen: Di. Illustrierte ▲ KA ▲ A A- A AA MW ÄÄ ▲ A A A AA bi-8'/,Uhrt>.sV°rmitt°g, fc- GiMiier Anzeiger m Ermäßigte Grundpreise: e a •• < < ** stellen-., Vereins-, gemein* sws General-Anzelger für Sberhessen mAfffAerffontO- behördlicheAnzeigenSRpf. MMrt am Main'll686 Druck und Verlag: Vrühl'sche UniverfitSts-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: rchulstraße 7 Mengenabschlüsse Staffel 8 rung des Friedens, so, wie er ihm angeboten worden ist, zu nehmen, d. h. in der ganzen moralischen Rolle, die einem großen Lande Vorbehalten ist, dessen Solidarität für das Gedeihen und die Zukunft der europäischen Allgemeinheit entscheidend sein kann. Wir denken nicht daran, vor der durch die deutsche Aufrüstung gegebenen Tatsache uns zu beugen oder uns den Verpflichtungen zu entziehen, die sie uns auferlegt. Aber wir wollen glauben, daß Deutschland in dem Augenblick, wo es feine Sorge um den Frieden versichert, verstehen wird, daß es feine moralische Verantwortlichkeit vor den anderen Ländern nur noch verstärkt, wenn es sich weigert, an dieser Politik der Zusammenarbeit mitzuarbeiten, zu der es von allen aufgefordert wird. Ich wiederhole, daß es sich um eine ehrliche Einladung handelt, die wir ihm gemacht haben. Laval bestätigt: Keine territorialen Streitstagen zwischen Deutschland und Frankreich. Frankreichs Interesse an der Volksabstimmung im Gaargebiet. Zwischen Frankreich und Deutschland gibt es keine territorialen Streitfragen. Die Saarfrage muh normal und für beide Lander zufriedenstellend geregelt werden. Sie ist durch den Friedensverlrag in einen internationalen Rahmen gebracht worden, den sie beibehalten muh. Es hängt von Deutschland ab. ob sich die Volksabstimmung unter normalen Bedingungen vollzieht. Wir für unser Teil haben nur den einen Wunsch, die Abstim- mungsfreihelt und das Abstim- mungsgeheimnis gewahrt zu sehen. Wir beugen uns von vornherein dem Ergebnis dieser Abstimmung. Wir geben der Hoffnung 1 Ausdruck, dah die Ordnung nicht gestört wird. Frankreich bleibt auch weiterhin bereit, seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen, wie es feine Pflicht ist. Wir bitten auherdem <^>ere Länder, mit uns zusammen die Aufgabe der Polizei zur möglichen Wiederherstellung der Ordnung zu übernehmen. Wir erklären vor Deutschland und vor der Weltöffentlichkeit ohne irgendeinen Hintergedanken unseren Wunsch, nichts zu übernehmen, was nicht strikt in den internationalen Rahmen fällt. Wir haben berechtigte Interessen zu vertreten. Unsere Unterhändler im Dreierausschuh haben Anweisungen erhallen, um diese Interessen zu verteidigen." Laval erklärte sodann, daß Frankreich seinen Glauben an die internationale Politik der Zusammenarbeit und an den Völkerbund nur wieder zum Ausdruck bringe, indem es bis zum Schluß sämtliche im Zusammenhang mit dem Saarproblem aufgeworfenen Fragen unter der Autorität des Völkerbundes behandele, die französische Regierung betrachte die Weiterentwicklung des Völkerbundes als eine unerläßliche Bedingung für die Aufrechterhaltung und Stärkung des Friedens. Nur im kollektiven Rahmen und in den Grenzen des Völkerbundspaktes wünsche Frankreich seine Bemühungen um den Wiederaufbau Europas fortzusetzen. Die berufensten Männer hätten kürzlich in London einer ähnlichen Treue Englands zu den Grundsätzen der kollektiven Organisierung des Friedens, die der Völkerbund vertrete, Ausdruck gegeben. Frankreich beglückwünsche sich, daß eine volle Ueberein- st i m m u n g in dieser Hinsicht es den beiden westeuropäischen Demokratien erlaube, in der augenblicklichen schwierigen Lage, in der sich die Welt befinde, eine Politik der engen Zusammenarbeit fortzusetzen, die als eine Hauptbedingung für den europäischen Frieden anzusehen sei. Die Fühlungnahme der Frontkämpfer. Die Rede des Außenministers wurde von den Abgeordneten häufig durch lebhaften Beifall unterbrochen, besonders als der Außenminister darauf hinwies, daß die französische Politik keine Angriffspolitik fei. Als er sich näher mit Deutschland befaßte, klatschte man auf allen Bänken. Als der Außenminister nach der Beendigung seiner Rede auf feinen Platz zurückkehrte, verließen die Abgeordneten zum Teil ihre Bänke, um ihm die Hand zu drücken und ihm für feine Erklärungen zu danken. Franklin-Bouillon, richtete dann außerordentlich scharfe Erklärungen gegen Deutschland. Er warf der französischen Regierung vor, eine falsche Saarpolitik getrieben zu haben. Mit dem nationalsozialistischen Deutschland sei niemals eine Verständigung möglich. Franklin-Bouillon versuchte den Einwänden zu begegnen, daß die nationalsozialistische Politik sich nach der Machtergreifung geändert habe, und ging dann zum Angriff gegen diejenigen Franzosen über, die glaubten, daß mit dem nationalsozialistischen Deutschland eine Verständigung möglich sei. Das trug ihm einen Zuruf des neufozialiftifchen Abg. Montagnon ein, der betonte, daß der Friede nicht gesichert sei, solange d i e deutsch - französischen Beziehungen nicht geregelt seien. Er warf Franklin-Bouillon vor, daß er die Verständigung mit Deutschland störe. Er habe die nationalsozialistische Bewegung überhaupt nicht verstanden. Franklin-Bouillon ging dann auf die Unterredung der französischenKriegs- tcilnehmer mit dem Reichskanzler ein und richtete scharfe persönliche Angriffe gegen Stadt- r In der vom Club du Faubourg veranstalteten Aussprache über d i e Reise von Goy und Monnier nach Berlin betonte Monnier, daß er von der Aufrichtigkeit der Per fön- l i ch k e i t e n , mit denen er und Goy gesprochen haben, überzeugt sei. Gewiß rüste Deutschland, aber nichtsdestoweniger müßte man versuchen, die deutsch- französischen Beziehungen zu bessern. Durch die Berliner Reise sei die Öffentlichkeit und die Presse gezwungen worden, die Frage von der rick- tigen Seite zu betrachten. Ferner sei die Panik wegen eines unmittelbar bevorstehenden Krieges dadurch beseitigt worden. Oberst Picot, der Führer der gesichtsverletzten Frontkämpfer, billigte jeden Versuch einer deutsch-französischen Annäherung, wies aber zur Vorsicht, da sich die deutsche Jugend und das deutsche Volk in einer gefährlichen Erregung befänden. Im Namen der Solidarite Fran$aise beglückwünschte Jagues Ditte Goy und Monnier zu ihrer Initiative und sagte, die „Verschwörung des Schweigens" müsse gebrochen werden, die Frankreich eines Tages der Gefahr der Bolschewisierung im Falle eines neuen Krieges ober der Prufsianifierung im Falle einer Niederlage ausfetze. Oer deutsche Botschafter bei Zlandin. Paris, 30.Koo. (D71B.) Der französische Ministerpräsident Aland in hat am Freitag den Deutschen Botschafter Roland Köster empfangen. Heber den Inhalt der Unterredung ist nichts bekannt geworden. Herr von Ribbentrop ist heute um 10.30 Uhr auf dem Pariser Nordbahnhof aus Berlin kommend in Begleitung seiner Frau ringe t r o f f e n. Der Besuch Herrn von Ribbentrops in Paris ist rein privater Natur. Herr von Ribbentrop wird morgen, den 1. Dezember, wieder in Berlin sein. Amtsübernahme des neuen Präsidenten von Mexiko. Mexiko-Stadt, 1. Dez. (DNB. Funkspruch.) Freitagmittag mexikanischer Zeit fand im Stadion nor versammelter Kammer und dem Senat die feierliche Amtsübernahme durch den neuen Präsidenten von Mexiko, General L a - zaro Eardenas, der im 40. Lebensjahr steht: statt. Nach der Eidesleistung verkündete er fein gierungsprogramm. Er führte aus, feine Regierung wolle die Zivilisation und die Kultur des Landes heben und für einen höheren Lebens, standard des Volkes arbeiten. Seine Regierung werde sich streng an die Grundsätzg des Sechs-Jahresplanes halten und durch ein Arbeitsbefchaffungsprogramm dis Arbeitsmöglichkeiten vermehren. Er wolle den Bau v o n S ch u l e n fördern und der fozialistj, f cf) e n Schulform Auftrieb geben. Das neue mexikanische Kabinett, dax der Präsident gebiloet hat, ist nicht besonder; radikal, so daß ein Friede mit der Kirche möglich erscheint. Die radikaleren mente haben die Innenpolitik weniger berührende Posten erhalten. Der „Excelsior" sagt, eine Kjx, djenfrage bestehe nicht. Was als KoiM hingestellt werde, sei nichts anders als irrig, Auslegungen, die durch die Leidenschaften ”uc beiden Seiten verschärft worden seien. Glückliche weise habe Eardenas hierüber taktvolle Ansichten,^ als Vorläufer für eine glückliche Beendigung Streites erscheinen. Das katholische Blatt „Palabr- erwartet von Eardenas die Einigung aller Mer, kaner auf der Grundlage seiner großen Achtung bc Gewissensrechtes jedesEinzel ne n. Ak hungerten und dürsteten nach Gerechtigkeit und frei, I)eit. Die Einigung der Mexikaner sei das grch Werk, das allein die mexikanische Revoluton rechi. fertige. Frankreichs Ziel im Kamps um die Saar der Status quo. Von Professor Or. Friedrich Grimm, Rechtsanwalt in Essen. Aus dem hier schon ausführlich besprochen nen neuen Werk des bekannten Verteidigers deutschen Rechts im Westen „Frankreich an der Saar" (Hanseatische Verlagsanstalt, Hamburg) entnehmen wir den folgenden Abschnitt. Der Verfasser wird, wie wir hören, auf Einladung des Goethebundes am 3. Dezember in Gießen sprechen. Mit Sirenentönen versucht man den Saarländern klarzumachen, daß sie unter dem Status quo den Himmel auf Erden hätten. Jean de P a n g e , der Verfechter der „Libertes rh&ianes“, der rheinischen Freiheiten, d. h. der rheinischen Knechtschaft, schildert allen Ernstes das „Land der Seligen an der Saar" folgendermaßen: „An den glücklichen Gestaden der Saar wurden einige Weife aus den verschiedensten Ländern berufen, eine Re- gierungskommission zu bilden und das Glück der Bevölkerung eines der hauptsächlichsten Industriezentren Europas zu gewährleisten. Sie werden durch kein Parlament im Zaume gehalten. Sie unterliegen keiner Kontrolle, außer der des weit entfernten Völkerbundes, dieser höchsten Behörde, die einer höheren Welt anzugehören scheint. Sie können also in Frieden über die besten Mittel beraten, wie sie das Glück ihrer Untertanen herbeiführen können. Glückliche Saarländer! Von ihnen könnte man sagen: O fortunatos nimium sua 8i bona normt! Wie die Landleute Virgils schienen sie mir nicht immer dankbar genug über ihr glückliches Geschick." Man weiß nicht, worüber man sich hier mehr wundern soll, die Unkenntnis oder den Zynismus. Die undankbaren Saarländer! Die Glückskinder, die mit ihrem Glück nicht zufrieden find! Die im Landesrat noch gern etwas zu sagen haben möchten! Die nach Freiheit und Selbstbestimmung verlangen und gar nicht erkennen, daß doch gerade ihre Unfreiheit und Schwäche für sie vorteilhaft ist! Die nicht von Chinesen und Japanern beherrscht fein wollen und gar nicht einfehen, wie schön es ist, eine Obrigkeit zu haben, die so fern ist, daß sie in den Wolken thront. In großzügigster Weise wird diese Status-quo- Propaganda organisiert. Drbinaire macht hierfür folgende Vorschläge, wobei er die Neutralität des Völkerbundes in ein eigenartiges Licht stellt: Das Völkerbundssekretariat soll eine große Propaganda zugunsten des Status quo entfalten. Das Saarvolk darf nicht im Unklaren darüber gelassen werden, daß es die Möglichkeit hat, indem es für die Autonomie, d. h. den Status quo, stimmt, feine fo günstige wirtschaftliche Lage zu erhalten. Dazu soll man den Saarländern, wenn sie brav für den Status quo stimmen, größere politische Freiheiten, ein Parlament und eine Art Selbstverwaltung wie in Danzig versprechen. Frankreich müßte diese Völkerbundspropaganda noch entsprechend ergänzen und erklären, daß es im Falle der Aufrechterhaltung des Status quo den Saarländern noch weitere wirtschaftliche Vorteile zufagt. Man verspricht den Saarländern einen Zustand w i e in Danzig. Als ob sich die Danziger bei ihrer jetzigen Lage wohlfühlten! Der Status quo ist demnach jetzt die französische Lösung. Daraus ergibt sich für uns klar das eine: Die Verfechter des Status quo sind heute d i e Feinde Deutschlands. Sie sind es überall, in allen großen Fragen der deutschen Freiheitspolitik, des Kampfes gegen das Unrecht von Versailles, in besonderem Maße aber im Kampf um die Saar. Wer für den Status quo an der Saar eintritt, besorgt Frankreichs Geschäfte. Wer für den Status quo stimmt, ist ein Verräter an der deutschen Sache, ist ein Separatist, weil er das Saargebiet endgültig vom Mutterlande trennt. Wer für den Status quo wirbt, zerbricht die Gemeinschaft mit dem deutschen Volke. Nur Frankreich ist an dem Status quo interessiert. Was man erstrebt, sagt Jean Reviro ganz deutlich, wenn er seine Landsleute fragt, ob sie nicht „sehen können, daß die Selbständigkeit des Saargebietes oder eines Teiles des Gebietes dem Deutschtum einen empfindlichen Stoß versetze?" Also weg mit dem Status quo, der eine vollendete Tatsache schaffen würde, den endgültigen Verzicht Deutschlands auf das Saargebiet! Denn bis jetzt besteht die Souveränität Deutsch- lands über das Saargebiet noch. Nur die Verwaltung des Gebietes ist Deutschland vorübergehend entzogen. Die Entscheidung für den Status quo erst würde eine endgültige Trennung von Deutschland bedeuten. § 35 des Saar- tatuts besagt: „Beschließt der Völkerbund für das sanze Gebiet oder einen Teil die Beibehaltung der mrch den Vertrag und die gegenwärtige Anlage geschaffenen Rechtsordnung, so verpflichtet sich Deutschland schon jetzt, zugunsten des Dol- kerbundes auf feine Souveränität, fo wie dies der Völkerbund für nötig befindet, z u verzichten, und dessen Sache ist es, durch geeignete Maßnahmen die endgültig ein geführt« Rechtsordnung mit den dauernden Interesse» des Gebietes und dem allgemeinen Interesse in Einklang au bringen." Bis jetzt sollten noch die „Rechte und die Wohlfahrt der Bevölkerung" oberste Richtschnur der fremden Verwaltung sein. So besagte es Artikel 46 und 50 Versailler Vertrag und bie Bevölkerung konnte sich darauf berufen. Wenn der Status quo aber endgültig würde, würde da; bedeuten, daß der Völkerbund frei wäre, gewisse letzte Maßnahmen zu treffen, auf die das Saar- volk selbst keinen Einfluß haben würde. An die Stelle des Begriffes „Recht und Wohlfahrt der Bevölkerung" aber würde alsdann ein anderer Begriff treten, von dem man noch nicht weiß, zu wel- cher Auslegung er führen kann. Der Begriff der „dauernden Interessen des Gebietes" würde bei der neuen Begriffsbestimmung eine höchst bedenW Ergänzung durch den Begriff des „allgemeinen Interesses" erhalten, mit dem man alles fertigen könnte. Diese weitgehenden Folgen sollten sich alle Deut* schen überlegen, an die der Versucher mit gleißenden Worten herantritt, um sie für den Status quo zu werben. In Wirklichkeit bedeutet nämlich die Entscheidung für den Status quo gar nicht die Aufrechterhaltung des jetzigen Zustand e s. Das ist eine grobe Täuschung. Das1 Ergebnis ist ja ein ganz anderes. Einen Status quo wird es nach dem 13. Januar 1935 nicht mehr geben. Die einfache Beibehaltung des jetzigen Zustandes ist nicht möglich. Status quo bedeutet vielmehr den Pufferstaat, einen Pufferstaat m Frankreichs Gnaden, ein neues Zwischenreich, bas der Völkerbund nach gewissen Richtlinien autoritär zu schaffen hätte. Eine neue Aera der Politik bet „fortgesetzten Schöpfung" würde beginnen. Der Status quo von heute würde sehr schnell in einen verbesserten Status quo französischer Färbung umgestaltet werden. Das Saar- gebiet wäre dem Spiel neuer Intrigen, neuer Anschläge auf Volk und Heimat ausgesetzt. Naudeau verrät, wohin die Reise gehen würde. Weil das Saargebiet wirtschaftlich nicht von Elsaß-Loihrin- gen getrennt werden darf, so muß „die Losung darin bestehen, aus dem Saargebiet einen stcinbv neutralisierten Staat, verwaltet durch den Wr- bunt), zu machen". Das Saargebiet müßte btt „Embryo" der Vereinigten Staaten Europa; W den. Dieser Embryo wäre aber nicht einmal bin anderen autonomen Zwergstaaten — wie etwa Luxemburg — zu vergleichen. Eine wirklich« , Autonomie läßt sich bei allen Auslegung;- fünften aus dem Saarstatut heraus nicht entwickeln, fo verlockend auch die Freiheitsversprechun- gen sein mögen, die französische Propagandisten für den Fall des Status quo bereithalten. Dieser Embryo würde zeitlebens dazu verurteilt fein, eine Mißgeburt zu sein, die nicht leben unb nicht sterben kann, das Erzeugnis eines gefähr- licken Experiments, das aus dem Zustand des Provisorischen und Ungewissen nie herauskäme. Der Zustand der Unsicherheit wäre in Permanenz erklärt. Es wäre ein ständiger Faktor der Beunruhigung und die Grundlage neuer Kriege. Alle Welt wartet heute daraus, daß die Volksabstimmung klare Verhältnisse schafft. Das ist der Sinn der Volksabstimmung; mit diesem Sinn ist die Ungewißheitslosung des Status quo unvereinbar. Die Emigranten hauen ab. Ritzel auf der Flucht nach Zürich. LPD. Darmstadt, 30. Nov. Das „Darm- städter Tageblatt" berichtet: In der Saar- i o l i z e i hat mit Hilfe des Präsidenten Knor ti"1 Reihe von Emigranten Unterschlupf gefin^ die regelmäßig unangenehm aufgefallen sind. Teil handelt es sich um Leute, denen J** Staatsanwalt in Deutschland auf den war. Zu diesem Kreis gehört auch ein R i tz e l, den besonders die Hessen aus seiner feit “in Michelstadt im Odenwald und später>" Oberhessen noch in unangenehmer Erinnerung haben. Der Oberregierungsrat a. D. Ritzel hat al Polizeibeamter des Herrn Knox stin Aufgabe darin gesehen, genau wie der berüchnß M a ch t s die Separatisten und Kommunisten nacy Möglichfeit zu unterstützen und die heimattreu ©aarbeoölferung mit ihren Kampforganisation zu schädigen und zu zerstören. Inzwischen haben i )ie Emigranten sehr eingehend mit dem Pro-" der Dolfsabstimmung beschäftigt. Sie sind'in gensatz zu ihrer oft äußeren Haltung innerlich zu der Ueberzeugung gefommen, daß d a s Sa gebiet für |t e nur eine Z w i f 4c Fi o n war, die sie schnellstens verlassen muii um sich ein neues T ä t i g f e i ts fe ld au 5 suchen. Auch Ritzel hat die Vorsicht als den bell Teil der Tapferfeit auserwählt und es vorgez fl | feine Familie aus dem Saarge fortzufchaffen. Er hat die Richtung naw in jedem Radio c bietes wohnhafte abstimmungsberechtigte Personen genügt zur Einreise der Abstirn- Die neue Verordnung muß eine schwere Lahnung des Verkehrs des Saargebietes mit Innen Nachbarländern zur Folge haben. Es muß mit allem Ernst gefragt werden, ob es wirklich verkehr ergeben haben. Außerdem ist die Frage der rückständigen Warenforderungen behandelt worden. Künstlerisches Edelholzgehäuse mit wertvoller Handschnitzerei Neue Synchroluxskala mit zwangsläufiger Rückführung Wechselstrom mit Röhren Gleichstrom 264.50 mit Röhren Selbstverständlich auch ovf Teilzahlung Unverbindliche Vorführung . v , , )er Beifall. Zum Schluß wurden Richard Strauß und den Mitwirkenden langanhaltende Ovationen dargebracht. Auch die holländische Presse, die dem Straußschen Werk lange Betrachtungen widmet, gibt so nut wie einmütig ihrer großen Bewunderung Ausdruck. In Reval wurde von 26 Angehörigen der deutsch-baltischen nationalsozialisti- schen Bewegung der ehemalige Leiter der Bewegung, von zur Mühlen, zu 150 Kronen Geldstrafe, 17 weitere Angeklagte zu Geldstrafen von 50 bis 100 Kronen verurteilt. Acht Angeklagte wurden freigesprochen. Auch der Staatsanwalt stellte fest, daß die baltische nationalsozialistische Bewegung dem estnischen Staat nicht feindlich gegenüberstand, noch unerlaubte Beziehungen zu ausländischen Stellen unterhielt. uernden ewen Mrtf. i‘ Men no; evölkerung" J itun9 sein. « ailler Ißertto: rungs ausweis in Verbindung mit dem Ein- rifepaß. M I ROS beglückt Sie und die Ihren täglich aufs neue. Mühelos, auch in schwierigster Empfangsloge, bringt er eine Fülle von Sendern, automatisch getrennt und hinreißend klangecht. Was ihn vor anderen ouszekhnet: Optimaler Schwundausgleich. Der vollendete und doch preiswerte Helmsuperl dienstes in Berlin abgeschlossen wurden, nur umlken Eindruck. Die meisterhafte Stabführung des die Zuhörer völlig in ihren Bann. König Fuad von Aegypten erließ ein Dekret, das die Verfassung außer Kraft setzt und das Parlament aüflöst. Kunst und Wissenschaft. Richard Strauß dirigiert mit großem Erfolg seine „Arabella" in Amsterdam. Im Rahmen des zur Zeit in Amsterdam stattfindenden Richard-Strauß -Fe st es fand im Stadttheater die von der Wagner-Vereinigung veranstaltete holländische Erstaufführung der Oper „Arabella" statt, die sich zu einem glänzenden Erfolg gestaltete. Das Haus war bis auf den letzten Platz gefüllt mit einem festlich gestimmten Publikum. Die vom Generalintendanten der Hamburger Staatsoper Heinrich S t r o h m unter Mitwirkung bewährter Hamburger Kräfte vorbildlich inszenierte Aufführung wurde von Richard Strauß persönlich dirigiert. Fast alle Solistenrollen waren von namhaften deutschen Opernsängern und Sängerinnen besetzt. Die Titelrolle sang Diorica Ursuleac (Berlin). Der Abend hinterließ einen äußerst star- r-uerte Genehmigung berechtigt sie zu wiederholter (!in= und Ausreise. Die Gebühr für die Einreise- x nehmiguna beträgt 20 Franks und kann bei Be- tirftigkeit, falls ein dringlicher Anlaß zur Einreise erliegt, erlassen werden. Für außerhalb des Saar- , ktofoa mnhnhnTfo n k H > vn w» I, n r. U y n tbcn lebe ' rabita?'* 1 *9 «5er Weh unb; bas t e Swinton' w u. a.: Die Kirche glaube, daß wir uns als Reforma- toren austpielen wollten. Nichts, was uns ferner liegt. Wir sind keine Reformatoren. Wir sind politische Revolutionäre. Wenn die Kirche weiterhin das Bedürfnis habe, ihre Streitigkeiten vor dem deutschen Volke zu erörtern, und auch nicht davor zurückschrecke, im Angesicht der Oeffentlichkeit ihre schmutzige Wäsche zu waschen, dann nur unter zwei Bedingungen: 1. daß darunter der Staat keinen Schaden erleidet, und 2. dann nicht in unseren Dersammlungssälen, sondern in ihren Kirchen, im Angesicht ihres Gottes, wenn sie den Mut dazu haben. (Lebhafter Beifall.) Wir haben nicht den Ehrgeiz, auf ihre Kanzeln zu steigen, aber wir dulden auch nicht, daß sie auf unsere Rednertribünen kommen. Denn da haben sie nichts verloren. Ein 66-Millionen-Dolk kann nicht 28 Landeskirchen haben. Es ist an der Zeit, diese 28 Landeskirchen zu einer gr o ße n Reichskirche zu vereinigen. Wir haben geglaubt, daß das reibungslos vor sich ginge. Dann es war nur zum Guten und Nutzen der Kirche erdacht gewesen. Es ging um große christliche Aufgaben. Wir haben gehofft, daß sie uns einen Teil der Arbeit und Sorge abnehmen würde. Sie hat es nicht getan, sondern ist sich in dogmatischen Haarspaltereien ergangen. Wäre es nicht besser von der Kirche gewesen, wenn sie stattdessen innere Belebung der seelischen Kräfte gegeben hätte? Die Regierung wird für das ganze Volk ein großes Weihnachten veranstalten und wird die sozialen Wunden, die die Zeit den Aermsten unseres Volkes geschlagen hat, wenigstens zur Vernarbung zu bringen suchen. Die Partei wird nicht das Gefühl der Müdigkeit aufkommen lassen dürfen, sondern sie wird mit großer neuer Kraft an die Aufgaben des Tages herantreten, auch wenn sie grau und unromantisch sind. Die Partei wird hart bleiben in ihrer Taktik, sie wird ebenso hart bleiben in ihrer Prinzipien, und sie wird für die Aufgaben, über die zu sprechen noch nicht die Zeit i st, die Geschlossenheit dieses Volkes garantieren. Denn diese Aufgaben sind von gewaltiger historischer Bedeutung, und Deutschland wird damit das kühnste Experiment durchführen, das jemals die Geschichte gesehen hat. Niemand bezweifelt die Krise und sucht die Anstrengungen zu verkleinern, die Deutschland machen muß, um der Not und Krise Herr zu werden. Aber das glauben wir sagen zu können: Deutschland wird nie untergehen, wenn es den Mut hat, stärker x u sein als d i e Not, die uns zu Boden geworfen hat. -00. ®’V tef: 3« 6‘L, ' % „Iif w se^' rM i V. Reichsminister Dr. Goebbels besuchte in Stettin in Begleitung des Gauleiters Schwede, der selbst alter Angehöriger der Marine ist, und des Gruppenführers Friedrich den im Hafen liegenden Kreuzer „Königsberg". Er wurde am Fallreep vom Kommandanten, Kapitän z. S. S ch m u n d t, empfangen, begrüßte die Angehörige des Offizierskorps und verweilte eine halbe Stunde auf dem Schiff. aten - Eine wir allen heraus nie freiheitsM che W. bereithM' u veM die nicht I* tgnis em« I Hutand.tk e herauf, it wäre mj iger E ' "euer ,6 di- nit ««»', Status qü0' «t’ÄH Die Königin der Niederlande hat Richard Strauß in Anerkennung seiner großen künstlerischen Verdienste das Großkreuz des Oranien - Nassau-Ordens verliehen. Die Bekanntgabe dieser hohen Ehrung erfolgte anläßlich eines vom deutschen Gesandten Grafen Zech gegebenen Empfangs, an dem neben dem Komponisten und dem Spielleiter der Amsterdamer „Arabella"-Auffüh- rung, Generalintendant S t r o h m (Hamburg), der Präsident der Amsterdamer Wagner-Vereinigung von Tienhoven teilnahmen. Der Minister für Unterricht, Kunst und Wissenschaften Dr. Marchant überreicyte Richard Strauß die Auszeichnung nach einer Rede, in der er in sehr herzlich gehaltenen geistvollen Worten die großen Verdienste des Komponisten würdigte und besonders dessen enge Beziehungen zum holländischen Kunstleben hervorhob. „Ich für Dich — Du für mich." — Ein Film der Reichspropagandalettung der RSDAP. Der Film ist der erste einer Serie von Propagandafilmen, welche die Reichspropaganda- leitüng der NSDAP, in eigener Erzeugung von jetzt an herausbringen will. Er ist in Verbindung mit der Deutschen Arbeitsfront entstanden und verschafft uns einen lebendigen Einblick in das Lagerleben des männlichen und weiblichen Arbeitsdienst e s. Im Lager treffen sich junge Menschen aller Schichten. Das Lagerleben schweißt sie in treuer Kameradschaft zusammen: im Gemeinschaftsgeist und in strengster Pflichterfüllung zeigt sich ihnen der Weg in das neue Deutschland. Die erste Aufführung dieses Filmes erfolgte im Frankfurter Ufapalast vor einem geladenen Publikum. Gaupropagandaleiter Müller-Scheld sprach einleitende Worte. Das gemeinschaftlich gesungene Deutschlandlied schloß die Vorstellung, die einen nachhaltigen Eindruck hinterließ. Timmermans besucht die Relchsjugendführung und liest aus eigenen Werken. Dieser Tage besuchte der bekannte flämische Dichter Felix Timmermans die Reichsjugendführung zur Besichtigung der Reichsjugendbücherei. Anschließend las der Dichter vor dem Führerkreis der HI. aus eigenen Werken. Im Auftrage des erkrankten Obergebietsführers Nabersberg begrüßte der Auslandspressereferent der Fugendführung des Deutschen Reiches, Herbert C u r t i u s, den Dichter. Er führte u. a. aus: Die Abteilung Ausland freue sich, daß der Dichter von jenseits der Grenzen ein so schönes Interesse an der Fugend des Dritten Reiches habe, die sich doch feit jeher bemüht, gute Verbindungen mit der Jugend anderer Völker aufrechtzuerhalten und die Träger des Geisteslebens im Ausland mtwendig erscheint, bereits während des Ä eihnachtsfestes einen derartigen Aus- ni hmezustand über das Saargebiet zu verhängen, Lib ob überhaupt eine Abschnürung des Saarge- Mtes für eine so ausgedehnteZeitspanne wirtschaft- liflh und psychologisch gerechtfertigt werden kann. Überdies müßten zahlreiche außerhalb des Saar- gbietes wohnende Abstimmungsberech- t gte, die schon vor dem 6. Januar ins Saarge- fet kommen wollen, ebenfalls unter diese Ver- eLnung fallen, da ja der für die ungehinderte Ein- rise notwendige Abstimmungsausweis voraussicht- lch nicht vor dem 6. Januar fertigge- fs l l t werden wird. Wenn die neue Verordnung nicht als letzter Will- hratt gegen die natürliche Verbundenheit zwischen Im Saaraebiet und seinem Heimatlande Deutsch- lnd aufgefaßt werden soll, so muß erwartet wer- ln, daß die neuen Maßnahmen mit gleicher Schärfe auch auf den Grenzverkehr rii t Frankreich angewandt werden. Vor a.9 en Dingen könnte aber die Verordnung dann । einen wirklich heilsamen Erfolg haben, wenn sie be- inrken würde, daß das Saargebiet während der A'stimmungsperiode nicht mehr wie bisher den Tummelplatz für unruhige, landfremde Elemente hergibt. Der König von England hat an den Führer und Reichskanzler ein Telegramm gesandt, in dem er, zugleich im Namen der Königin, seinen herzlichen Dank für die Glückwünsche zur Vermählung des Herzogs von Kent ausspricht. Ebenso haben der Herzog und die Herzogin von Kent dem Führer und Reichskanzler telegraphisch ihren Dank für die ihnen persönlich übermittelten Glück- und Segenswünsche ausgesprochen. Uten sich di 18 fucher mM- für hMsquo heutig M o Yuichi di । /W» L' MäM. ti 1935 nW e ■ Des zeiget uo bebeuitV Pufferstaat Mchemeich, Mmen oui" ra der AM beginnen. ' ' $nell in iw o frangö(i M Das 6ae itiepi, neuer Kn WAAcka» vM. N das von WW® M > gebiet tintn V durch bin J rgebiet IW aten Empc r nicht einn würde, lvüri, r e i wäre, t ’uf die das i )en wurde, t nd Wohlsch ’n ein anhetr nickt weiß, i. Der ’Bejrr les" mürbe i höchst bebe des „allgi m man alle. mli ihr vertraut zu machen. Die deutsche Fugend begrüße Felix Timmermans so herzlich, weil er für sie ein Begriff der flämischen Bodenständigkeit und ein Sprecher des dem deutschen blutsverwandten flämischen Volkes sei. Dürers „Rofenkranzfesl" in der tschechischen Staatsgaterie. Dieser Tage wurde Albrecht Dürers berühmtes Gemälde „Das Rosenkranzfest", das sich im Besitz des Klosters Strahov befand, von der tschechischen Staatsgalerie in Prag übernommen. Damit finden jahrelange Verhandlungen ihren Abschluß. Das berühmte Bild, das sich seit 1793 im Besitz des Stiftes Strahov befand, sollte seinerzeit ins Ausland verkauft werden, doch hat der Staat dies nicht zugelassen und das Bild selbst vom Stift Strachoo gegen eine Entschädigung an Grundbesitz übernommen. Das Gemälde wird nach einer Renovierung der Oeffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Aus aller Wett. Zcharlachepldemie in einem Hunsrückdorf. In dem Hunsrückdorf Pfeffelbach mußte wegen einer unter den Kindern ausgebrochenen Schar» lachepidemie die Schule geschlossen werden. 41 Kinder aus dem Ort, darunter 33 Schulkinder, sind von der ansteckenden Krankheit ergriffen worden. Bisher ist ein Todesfall zu verzeichnen. Die starke Ausbreitung der Krankheit kam dadurch zustande, daß ein Teil der erkrankten Kinder weiter die Schule besuchte und die übrigen Kinder anstecktev Alle Vorsichtsmaßregeln gegen eine weitere Ausdehnung der Erkrankungen sind getroffen. Glatteis fordert zwei Todesopfer in Kärnten. lieber weiten Gebieten Kärntens, namentlich aber über der Stadt Klagenfurt liegt dichter Nebel, der durch die herrschende Kälte zu starker Eisbildung führte. Durch das Zusammentreffen van Nebel und Glatteis kam es im Laufe des Tages zu zahlreichen Unfällen, die insgesamt drei Tote und mehrere Schwerverletzte forderten. Unter die Jauchepumpe geraten und schwer verletzt. Im Hunsrückdorf Kisselbach waren verschiedene Einwohner eines bäuerlichen Anwesens damit beschäftigt, einen Wagen in die Scheune zu drücken. Hierbei wurde die in der Nähe des Scheunen-tores stehende Jauchepumpe gestreift, die umfiel und eine im Alter von 70 Jahren stehende Bäuerin traf und zu Boden riß. Die alte Frau trug schwere Kopfverletzungen, Beinverletzungen und eine schwere Brustquetschung davon. Die Verunglückte wurde sofort dem Krankenhaus in Simmern zugeführt. Die Verletzungen sind so schwerer Natur, daß mit dem Ableben der alten Bäuerin gerechnet werden muß. Zwei Frauen vom Erstickungstode gerettet Bei einer Streife der Polizei in Bodenheim bei Bad Kreuznach bemerkten die Beamten, daß aus dem Wohnwagen einer Schaustellerfamilie starke Rauchwolken ins Freie drangen. Als auf das Klopfen niemand erschien, rissen die Beamten die Tür des Wagens auf, drangen ins Innere und fanden zwei Frauen bewußtlos vor. Sie wurden sofort dem Krankenhaus zugeführt, wo die angeftell- ten Wiederbelebungsversuche von Erfolg waren. Wie später festgestellt wurde, war der Ofen schadhaft geworden, wodurch der Wagen in eine undurchdringliche Rauchwolke eingehüllt wurde. Ein Skttehrgang der Reichsjugendführung. Die Abteilung Ertüchtigung der Reichsjugendführung teilt mit: Die Abteilung E (Ertüchtigung) der Reichsjugendführung führt einen Skilehrgäng vom 2. bis 21. Dezember auf der Wildegund-Ski- hütte bei Jmmenstadt (Allgäu) durch. Aus jedem Gebiet nehmen zwei bis drei gute Skiläufer teil, die nach erfolgreicher Ablegung ihrer HJ.-Skiwart» Prüfung in den Gebieten neben den HJ.-Skilehrern den Grundstock zur Skiausbildung der HI. bilden werden. Bei der ersten Abschlußprüfung der Skiwartanwärter wird der Leiter der Abteilung E, Obergebietsführer Stellrecht, anwesend fein. Wettervoraussage. Mit der Ostwärtsentwicklung des europäischen Hochdruckgebiets hat sich sein Einfluß auf die Witterung Deutschlands zunächst verstärkt. Dabei ist es vielfach zu Aufheiterung und leichten Nachtfrösten gekommen, gleichzeitig setzt sich aber die jetzt vom Ostatlantik ausgehende kräftige Wirbeltätigkeit weiter fort, und es kann erwartet werden, daß sie auch auf die nördlichen Gebietsteile Deutschlands stärkeren Einfluß nehmen wird, der sich in abgeschwächtem Maße auch unferm Bezirk mitteilen wird. Aussichten für Sonntag: Vielfach Frühnebel und nachts leichter Frost, sonst zunächst aufheiternd, aufkommende Bewölkung, meist südliche Winde. Aussichten für Montag: Etwas unbeständigeres und bei Südwestwinden milderes Wetter, besonders nach Norden zu auch vereinzelte Niederschläge. Lufttemperaturen. Am 30. November, mittags 8,1 Grad Celsius, abends 5,1 Grad. Am 1. Dezember, morgens 4,9 Grad. Maximum 8,2 Grad, Minimum 3,5 Grad. Niederschläge 0 Millimeter. Son- nenscheindauer 0,8 Stunden. — Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe. Am 30. November, abends 5,4 Grad. Am 1. Dezember, morgens 4,8 Grad. Hauptfchriftleiier: Dr Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich W. Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. X. 34: 10 600. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis: 10 Pf. und Samstags 15 Pf* mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 2 vorn 2. Juli 1934 gültig. Mr haben den Aliit, stärker zu sein als die Hoi Aeichsminister Dr. Goebbels über den Kampf gegen die Krisis. Süden eingeschlagen und ist zu den Eidgenossen geächtet. Er hat in Zürich seine Zelte aufgeschla- $n, sich allerdings eine Stadt ausgesucht, deren Bevölkerung im gegenwärtigen Augenblick wegen les Auftretens deutscher Emigranten besonders erlegt ist. Ob er gut daran tat, sich ausgerechnet lurich auszusuchen, wird sich später Herausstellen. Oichtig ist vorerst nur die Tatsache, daß auch der geschäftstüchtige Ritzel die Sache der Separatisten und Franzosen im Saargebiet für verloren hält, veshalb er als „überzeugungstreuer Anhänger" chon den Rückzug in die gesicherte Deckung in die Wege geleitet hat. Unnötige SinreiseerschwenWen Saarbrücken, 30. Nov. (DNB.) Die Regie- mngskommission hat besonders einschneidende Ein- i e i s e e r s ch w e r u n g e n für die Zeit vom 27. De- pmber bis ?6. Januar angeordnet. Mit Ausnahme !«r Saarläyder und der Abstimmungsberechtigten tieöürfen für diesen Zeitraum alle Personen zur . inreije ins Saargebiet einer besonderen G e - ehmigung der Abteilung des Innern. Diese Genehmigung berechtigt zu wiederholter Einreise in Ins Saargebiet innerhalb des in dem Genehmi- xungsvermerk bezeichneten Zeitraums. Personen, de- r»n die Genehmigung zum vorübergehenden Aufent- Hilt im Saargebiet erteilt ist, müssen diese Geneh- r igung vor dem 27. Dezember e r n e u e r n. Die er- Stettin, 1. Dez. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels sprach in den Messehallen. Schon Stunden vor Beginn waren die Hallen, die über 15 000 Menschen Platz bieten, so besetzt, daß Parallelversammlungen angesetzt werden mußten. Unter der Menge der Zuhörer ragte die starke Abordnung des gerade in Stettin eingelau- senen Kreuzers „Königsberg" heraus. Dr. Goebbels, mit minutenlangem Beifall begrüßt, führte u. a. aus: Eine Regierung kann nicht schlim- mer irren, als wenn sie versucht, es allen recht zu machen. Eine Regierung, die die Absicht hat, Geschichte zu machen, muß auch den Mut besitzen, ganz große und kühne Entscheidungen zu treffen. Jede Regierung habe aber die Pflicht, der nach ihr kommenden Generation mehr zu hinterlassen, als sie selbst übernommen hat. Sie muß dabei unter Umständen auch das Glück der lebenden Generation in gewissem Umfange einschränken, denn wenn durch die vergangene Politik schon die Reserven des Volkes angegriffen worden sind, muß die Regierung den Mut haben, diese Reserven wieder auszu füllen. Die Regierung muß dann harte Maßnahmen treffen. Die Opfer, die wir forderten, sollten dazu dienen, dem Volke wieder seine nationale Existenz zu festigen. Die Regierung kann nur soviel Sorge dem Volke entgegenbringen, als das Volk ihr an Vertrauen entgegenbringt. (Lebhafter Beifall.) Niemand wird aufstehen können, um zu behaupten, daß wir ein Himmelreich auf Erden versprochen hätten. Was wir versprachen, das war: Wir werden arbeiten, wir werden uns für das Volk einsetzen, wir werden mutig sein und kühne Entschlüsse fassen. Wir haben im vergangenen Winter im Winterhilfswerk 356 Millionen umgesetzt, und in diesem Winter werden es nicht weniger, sondern eher noch mehr werden. (Beifall.) Wenn man mir sagt: Aber wir haben es ja gegeben. — Selbstverständlich! Wer soll denn anders geben? Die Regierung? Ja, die hat ja nichts. Die kann nur vom Volk nehmen und es dem Volk wiedergeben. Das ist schon eine Tat, daß das Volk uns diese Summe gibt. (Stürmischer Beifall ! Das nationale Aufbauwerk „Kraft durch Freude" hat über zwei Millionen Menschen zu billigsten Preisen Deutschland und seine Schönheit kennenlernen lassen. Hunderttausende von Kindern sind verschickt worden. Zehntausende von Müttern haben ihre Ferien erhalten. Wir haben auf dem Gebiete der Sozialfürsorge getan, was wir überhaupt nur tun konnten in einer Zeit, in der die Welt in tiefsten Krisen verfangen war. Zur Kirchenfrage bemerkte der Minister drei Monate verlängert werden. Die Ab- Komponisten zog die Zuhörer völlig Ordnungen waren besonders bemüht, die Unzuträg- Don Szene zu Szene steigerte sich Di lichkeiten abzustellen, die sich im V e r r e ch n u n g s- Schluß wurden Richa^ D r . DIETZ & RITTER GMBH Staat und Partei. Ene Erläuterung des Reichsinnenministers Dr. Frick. Berlin, 30. Nov. In der Zeitschrift „Deutsche Nrwaltung" nimmt Reichsinnenminister Dr. Frick bfs Wort in der Debatte, die über das Problem „’j artei und Staat" im Anschluß an die Rede des Flhrers auf dem Nürnberger Parteitag entstan- bm ist. Der Reichsinnenminister führt ü. a. aus: Me hätten in dieser Debatte die Parole aufge- JlUt, daß nunmehr d i e Parteidien st stellen b n Staatsbehörden vorgesetzt seien. Süchsminister Dr. Goebbels habe bereits auf bm Gautag Groß-Berlins aufklärend gesprochen. Inraus habe sich ergeben, daß die Schlagzeile: ,r' i e Partei befiehlt den Staat" das Iiort des Führers „nicht der Staat befiehlt uns, (riibern wir befehlen dem Staat" schief wieder- g:l>t. Es fei nunmehr klargestellt, daß eine iiggenbroie geartete Änweisungsbe- ll.ignis von Parteidien st stellen gegen- r er staatlichen Behörden nicht bell h e. Die staatlichen Behörden erhielten ihre Misungen lediglich von ihren vorgesetz- krtn Stellen. Umgekehrt hatten auch die Par- Moienftfteüen in ihrem Wirkungsbereich keinerlei üweijungen von Behörden anzunehmen, sondern 'rwn nur den Vorgesetzten innerhalb liir Partei zu Gehorsam verpflichtet. Partei- [nanifation und Behördenorganisation ständen sich ebrr nicht fremd gegenüber, wie schon das Gesetz ;ir Sicherung der Einheit von Partei und Staat :bringe. Der Staat sei der Oberbegriff. Er im" auf zwei Säulen, nämlich der Parteiorgani- ihon und dem Staatsapparat. Die Einheit- ichkeit der Auffassungen werde immer nchr hergestellt, je mehr die junge, nationalsozia- Mjsch geschulte Generation die alte, in der Ver- ngenheit wurzelnde ablöste. Zur Abgrenzung des Mändigkeitsbereiches stellt der Minister fest, daß i • Parteidien ft stellen keine unmit- i bare Exekutive vornehmen, weil wir fönst tn unheilvolles Nebeneinanderregieren In! Doppelarbeiten auf allen Gebieten litten. Kleine politische Nachrichten. Ilie deutsch - französischen Wirt- Itwftsverhandlungen sind zum Abschluß kommen. Das Wesentliche ist, daß die Vertrage, im Juli zur Regelung des deutsch-französischen ^iren- und Zahlungsverkehrs und des Anleihe- KÖRTING RADIO Kragenstiefel für empfindliche Fusse, mit echtem Lammfellfutter gegen Gicht und Rheuma im ir von 7089Ö ,1 * . WN,«6 Heimaipreffe Schon mit 7085V 'durch Mietgesuche Verschiedenes I Geschästspreffe 200 ccm Jüngeres Mädchen W-Wser- 7M«nn f. halbe o. ganze Wü-MUll bitt. z. verk. 05733 Radioapparat Oanzleinenbaiid.. . . RM.4.60. Wenn Sie noch Miete zahlen hönnen Sie nicht rechnen. ist die Ausdrucksform enger Gemeinschaft von Familie, Heimat und angestammter Zeitung seit Jahrhunderten Aus der Verbundenheit von Familie und Heimatzeitung ergibt sich deren Bedeutung für die Geschäftswelt als Willi Vogel, Mainzlar. An alle Hausfrauei Haben Sie denWunsch 1,1,16 Woch. alt (Körzucht), billig abzugeben. 05723 Heuchelheim, Bachstraffe 96. 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Durch das Geräusch, das tli Linbrecher verursachten, wurde die Dame des j )cu$5, die früh schlafen gegangen war, aufgeweckt, (s-war sich bald gewiß, daß es sich nur um Ein- bicter handeln könne, aber ihr Mann kam erst am rikhten Tage von der Reise zurück, ihr Mädchen hißt« Ausgang erhalten, der Gärtner hatte sich zu s iir schwerkranken Mutter begeben, und der Die- rie- Mtte Urlaub. So war sie allein auf sich an- gigai-fen. Das wußten offenbar auch die Einbrecher, dch uan5 ungeniert die Schränke und Kommoden a Ursachen und sich dabei unterhielten. Die Frau b ei Hauses besaß zwar einen kleinen eleganten gi^-tioer, doch traute sie der Waffe nicht recht, auch früi^ete sie, daß die Einbrecher sie ihr entwinden uin egen sie benutzen könnten. Um Hilfe zu schreien, sch? in der menschenleeren Gegend aussichtslos. kam sie auf eine Idee, die sie sofort in Geschichten aus aller Welt. Sanfte Ansprache ans Auw. (ns) Tokio. Es gibt drei Möglichkeiten, um den schlechten und bisen Autofahrern das Handwerk zu legen. Ent- Mder man redet ihnen gut zu oder man straft sie wuchtig. Oder man verbietet ihnen das Autofahren üierhaupt. Japan ist erst bei Etappe eins angelangt. Es stellt üerall große Tafeln auf mit weithin sichtbaren Sprüchen, die wirklich ans Herz gehen und etwa sl lauten: „Oh, du Automobil — du bist groß und mächtig uub prachtvoll. Du hast Kraft und Stärke und Schönheit. Aber mißbrauche die negativen Seiten d-ser Eigenschaften nicht. Hab Mitleid mit denen, b- nid)t in der Lage sind, mit dir in Wettbewerb ji treten. Als da sind: Hunde, Pferde und Fuß- ginger. schütze die Hunde vor deinen Rädern. Erschrecke di Pferde nicht mit deinem Hupen. Schone die tz.ßganger, denn sie haben vielleicht morgen auch Ieht so etwas nicht zu Herzen? Gewiß, gewiß, - nur als man einen Automobilisten fragte, ob sich denn das nicht zu Herzen genommen habe, fliianb er: — nein, er habe keine Zeit gehabt, das in 80-Kilometertempo zu lesen. Und so lasen es d-,n nur die Pferde, die Hunde und die Fuß- (jciger ... Der Mann mit den 51 Bräuten. ,(un) Port Said. Tinen „Mann mit den drei Frauen" gab es ein» Ml auf der Operettenbühne, und auch im wirk- lian Leben sollen manchmal Mannsbilder herum- lalen, die sich mit einer Lebensgefährtin nicht be° gtiigen, sondern sich mehrere leisten. Daß sich aber eir unverheirateter Jüngling gleichzeitig nicht we- mier als 51 Damen verspricht, ist auch dann ein R5ord, wenn der Betreffende als Matrose ständig große Welt bereist! Und noch einzigartiger ist bfe Fall, wenn man hinzunimmt, daß der jetzt in eir*m Port Saider Krankenhaus verstorbene Bi- gslmisten-Häuptling vom Scheitel bis zur Sohle, jtg richtiger: vom Hals bis zu den Fingern — töv'wiert war. Er trug die mehr oder minder ge- lirgenen Abbildungen aller einundfünfzig Herz- Llinliebsten auf dem Körper: Chinesinnen, japa- itige Teemädels, Inderinnen, Damen aus Mada- gcBar, aus Brasilien, Rußland und aus zahlrri- ip anderen Ländern der Welt. Eine Woche Urlaub — ein Kuh — vierzehn Tage Gefängnis. (th) Neuyork. .'er amerikanische Seekadett Thomas Wilson von bei Seefahrtschule in Annapolis ist kürzlich zu vierteln Tagen strengen Arrestes verurteilt worden. Et ■ will an und für sich, auch bei einem Kadetten, tidät allzuviel oder etwas Besonderes besagen, — fern nicht der Grund zu dieser Strafe etwas ab- Im erlich wäre: Wilson, der eine Woche Urlaub lots, verabschiedete sich nämlich, als er wieder zu eir-r Schule zurückfahren wollte, auf dem Bahn- |«s von Washington von seiner hübschen jungen Brent mit einem derartigen langen Kusse, daß ii ne der Mitpassagiere seines Zuges, vor allem । linigo ältere Herren, Anstoß daran nahmen und tin feststellen ließen. Das Militärgericht gab dieser lEtyroerbe statt, und nun muß der verliebte Ka- i Mh vierzehn Tage lang in einer verdunkelten ®a= litt der abgetakelten Brigg „Reina Mercedes" ] MrIfeine Leidenschaftlichkeit büßen. In der Urteils» k?c ündung wurde nachdrücklichst betont, daß ein I Raiaett sich gerade beim Küssen äußerster Diskwon zu befleißigen habe ... • Bärenjagd >irch die Zoos von Britisch-Columbia. (—ns) Vancouver (Britisch-Columbia). ugden auf Grizlybären sind selten geworden; voimds, wenn sie sich in einem Rahmen bewegen ®i diesem: der frühere Polizeichef von Bedford- Donald Gandarpower, hastet von einem Zoo jur anderen und von einem Tierpark in den jiiciften. Ohne Gewehr zwar, aber dennoch als Jä- gtnauf der Pirsch nach Grizlybären. : ins ist eine kornische Geschichte. Er „jagt" närn- Ihsiür einen Freund, den jetzt 90 Jahre alten Sir itort Hudson Borwick, einen Sonderling, der in i M-land seine letzten Tage verbringt. jv'nn Jahre 1900 war Borwick in Britisch-Columbia ! I't schoß im Hinterland eine Bärin, von der er Illi; wußte, daß sie sieben Junge hatte. Als der iiicT die kleinen Bären entdeckte, ließ er sie dem it d jtgelegenen Zoo übereignen, der sie dann zum 'Li. weitergab an andere zoologische Institute. lltzt auf einmal interessiert sich nach 34 Jahren 1X: i alte Borwick für das Schicksal dieser Bären. iiat deshalb seinem noch jüngeren Freund eine jjfcl» finanziert und ihn beauftragt, genau nach den !ten Ausschau zu halten. Kein leichtes Stück Nid it, denn Borwick hat vergessen, wie der Tier- jic:l hieß, dem er die kleinen Bären schenkte. So 6 dort sich also die Bärenjagd von Britisch-Colum- k>v.Jn England aber wartet ein alter Sonderling (iß'pmnt auf den Gesundheitsbericht über eine yof- fMilch recht zahlreiche Grizlybären-Familie ... Das Gespenst. DZD. Paris. Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) 5amrtag/. Dezember Ml Oberhefsen. Ein guter Fang. *Lang°Gons, 30. Nov. In der Nacht zum Freitag wurden in unserem Orte zwei E i n • bruchsdiebstähle ausgeführt. In der Wirtschaft von Hebbel am Bahnhof wurden etwa 30 Pfund Wurst und außerdem zwei Flaschen Kognak gestohlen, in der Weinhandlung und Weinstube Bopp hieß der Dieb vier Flaschen Kognak und 16 Flaschen Wein mitgehen. Die Gendarmerie, die sich sofort mit der Angelegenheit beschäftigte, konnte drei Personen fest nehmen und in das Amtsgericht Gießen einliefern. Der mutmaßliche Haupttäter ist ein 18jähriger hiesiger junger Mann, der bereits vorbestraft ist und schon einmal in einer Erziehungsanstalt untergebracht war. Der zweite Feftgenommene ist ebenfalls ein gebürtiger Lang-Gönser, der gegenwärtig außerhalb wohnhaft ist. Außerdem wurde die Inhaberin einer Gaststätte festgenommen, die wahrscheinlich um das Vorhaben der jungen Leute wußte. Landkreis Gießen. $ Alten-Buseck, 30. Nov. Gestern abend fand in dem mit zahlreichen Hakenkreuzfahnen geschmückten Saale von Philipp Einhäuser eine öffentliche Versammlung der NSDAP., Ortsgruppe Alten-Buseck, statt. Hierzu hatten sich außer den Mitgliedern der Partei und den Gliederungen zahlreiche Einwohner aus den Nachbargemeinden Trohe und Rödgen eingefunden. Unter den Klängen der SA.-Kapelle Großen-Buseck erfolgte der Einmarsch von SA. und BdM. Nach herzlichen Begrüßungsworten durch den Ortsgruppenleiter Freund und nach dem gemeinschaftlichen Gesang des Liedes „Volk ans Gewehr" sprach Pg. Klostermann über aktuelle Tagesfragen. Er beschäftigte sich zunächst mit der von dem Nationalsozialismus ge- leisteten Arbeit, die sich auf allen Gebieten zum Nutzen des gesamten schaffenden deutschen Volkes auswirke. Die Partei selbst sei der geiftge Impuls, der das Leben in Deutschland bestimme. Er hob besonders hervor, daß durch die Stabilisierung der Preise für landwirtschaftliche Produkte und durch den Vollstreckungsschutz der Landwirtschaft geordnete und stabile Verhältnisse geschaffen seien. Zum Schluß appellierte der Redner an alle Volksgenossen, für das Winterhilfswerk eine offene Hand zu haben und unseren Führer bei seinem großen Werk zu unerstützen. Der Redner schloß seine allgemein verständlichen mit Humor gewürzten Ausführungen, die den lebhaften Beifall der Versammlung fanden, mit dem dreifachen „Sieg-Heil!" auf unseren Führer. Ortsgruppenleiter Freund dankte für den vorzüglichen Vortrag. Mit dem Gesang des Horst- Wessel-Liedes wurde die Versammlung geschlossen. Die SA.-Kapelle unterhielt noch geraume Zeit mit guter Musik. * Lollar, 30. Nov. In dem gestrigen Bericht über die Feier der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude hat sich ein unliebsamer Fehler eingeschlichen. Der Ortsgruppenführer heißt Pg. Bromacher. -Q: Harbach, 28. Nov. Anläßlich des Jubiläums der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" hatte sich die hiesige NSBO. im Partei- lokal Herzberger eingefunden. Man hörte voll Spannung die Uebertragung aus Berlin. Anschließend fand Tanz statt. Die Dorfjugend verbrachte beim Klange der volkstümlichen Ziehharmonika einige schöne Stunden. — Seit etwa acht Tagen ist in in dem hiesigen Gemeinde- und Staatswald das Holzmachen rege im Gange. Infolgedessen ist unsere Gemeinde frei von Arbeitslosen. Sogar verschiedenen Kleinbauern ist es ermöglicht worden, für einige Wochen lohnenden Nebenverdienst zu finden. Gegenwärtig sind fünf Rotten beschäftigt. Wie man hört, soll in diesem Jahre ein prozentual höherer Holzeinschlag als im Vorjahre vorgenommen werden, um einerseits eine größere Einnahme zu erzielen und anderseits eine längere Arbeitsdauer zu gewährleisten. Darüber ist man in Arbeiterkreisen sehr erfreut, zumal sich hier in der industriearmen Gegend nur sehr geringe Verdienstmöglichkeiten bieten. * Queckborn, 1. Dez. Johann Heinrich Albert von hier wurde zum Beigeordneten unserer Gemeinde ernannt. (D Grüningen, 30. Nov. Die Ortsgruppe der NSDAP, versammelte sich, bei guter Beteiligung sämtlicher Formationen im Saale des Gasthauses Fay. Ortsgruppenleiter M a r st e 1- l e r eröffnete die Versammlung und gab in kurzen Zügen einen Ueberblid, von der Durchführung des Winterhilfswerkes in der hiesigen Gemeinde, und forderte sämtliche Anwesende auf, an dem großen sozialen Werk mitzuhelfen. Niemand darf sich der in Stadt und Land bewiesenen Opferfrcudigkeit entziehen. Nur wenn jeder Deutsche im Geiste der bedingungslosen Hilfsbereitschaft spende, dann könne dieses Werk vollendet werden. Wer verdiene, habe derer zu gedenken, die ihn wieder verdienen ließen. Weiterhin gab Ortsgruppenleiter Marsteller einen Rückblick über die abgehaltene Fahnenweihe. Am 2. Dezember wird in Dorf-Gill eine Frauen- Versammlung stattfinden, in welcher Pg. Hopfenmüller sprechen wird. Mit dem dreifachen „Sieg- Heil!" auf den Führer wurde die Versammlung geschlossen. oo Langsdorf, 30. Nov. Unserer Gemeinde wurde eine große Freude zuteil: der Führerund Reichskanzler übersandte dem Gemeinderat ein eigenhändig unterzeichnetes Schreiben, in dem er das ihm im Vorjahr verliehene Ehrenbür- gerrecht dankend annimmt und die besten Glückwünsche für das Blühen und Gedeihen Langsdorfs ausspricht. Besonders sympathisch berührt die große Schlichtheit des -Briefes in Form und Inhalt. — Die Ortsgruppe der NSDAP, veranstaltete im Rathaussaale einen wohlgelungenen Abend für das Auslandsdeutschtum. Nach Begrüßung durch den Zellenleiter ergriff Dentist Weiß von Hungen das Wort zu einem mehr als zweistündigen Vortrag über die Deutschen in Siebenbürgen. Da er selbst Sachse aus Mediasch ist, konnte er aus reicher Erfahrung schöpfen. Don zahlreichen Bildern unterstützt, erzählte er von dem schweren, 700jährigen Kampf der dortigen Deutschen in Vergangenheit und Gegenwart mit den sie umgebenden fremden Volks- tümern. Die ganze Tiefe deutschen Wesens und die sieghafte Kraft deutscher Geisteskultur leuchtete auf, zumal gegenüber den mit tiefer stehenden andersartigen Kulturen. Herr Weiß erwirbt sich mit diesen Vorträgen ganz gewiß ein dankenswertes Verdienst um seine siebenbürgische Heimat. > Nonnenroth, 29. Nov. Auch in unserer Gemeinde wurde am vergangenen «Sonntag in würdiger Form der Toten gedacht. Das Familienleben stand schon tagelang vorher im Zeichen des Totensonntags. In fast allen Häusern wurden die Tat umsetzte. Sie hüllte sich in das Bettlaken und schritt feierlich durch den vom Mond beleuchteten Korridor. Die Einbrecher wollten gerade die Treppe hinaufgehen, um auch die oberen Räume der Villa zu durchsuchen, als sie die weiße- Gestalt erblickten. Sie, die jedem Menschen sofort mit der Waffe in der Hand entgegengetreten wären, erschraken vor der weißen Gestalt, die sie für ein Gespenst hielten. Sie ließen ihre Laterne und gestohlenen Sachen fallen und rannten entsetzt aus dem Hause. Das Pech wollte dazu noch, daß sie, als sie über den Gartenzaun fliegen, von einer Polizeipatrouille bemerkt und in Empfang genommen wurden ... Amtsschimmels Ehrenrettung. (—) London. Vor etwa zwei Jahren verstarb in Melksharn ein wohlhabender Bürger namens Ludlow Bruges. Er vermachte sein Vermögen, bestehend aus Wertpapieren, dem städtischen Krankenhaus. Die Erbschaft bestand aber nicht nur aus Bargeld, sondern aus - Wertpapieren, etwa in Höhe von 100 000 Pfund. Obwohl es sich um „gute", d. h. sichere und solide Aktien handelte, weigerte sich die «Spitals» mal hing zunächst, diese zu verkaufen. Sie meinte, eine städtische Dienststelle habe sich nicht mit „Bör- senmanövern" zu beschäftigen. Endlich kam ein neuer Direktor, der die Meinung vertrat, gelegentlich könne man auch etwas „zu Fuß", d. h. ohne den Amtsschimm-ll, erledigen. Er ließ die Papiere verkaufen, und siehe da, ihr Kurs hatte sich in der Zwischenzeit beinahe verdoppelt: Man erhielt statt 100 000 genau 195 000 Pfund in bar ausgezahlt! Immerhin eine «Summe, die ein Krankenhaus ganz gut gebrauchen kann. Schreckliche Folgen einer Prophezeiung. (a. d.) Mailan d. Signora Ulrica in Mailand steht im Rufe, eine Wahrsagerin zu sein. Kürzlich besuchte ein Kaufmann sie, der Zweifel über die Treue seiner Ehehälfte im Busen nährte, seit ein Bekannter ihm anvertraute, er habe sie in Begleitung eines jungen Mannes auf dem Domplatz gesehen. «Signora Ulrica rief den König der Hölle an, was 20 Lire kostete, dann legte sie die Karten und behauptete, klar in der Angelegenheit zu sehen: sie riet ihrem Klienten, unverzüglich nach Hause zu eilen, da werde er des Rätsels Lösung finden ... Tatsächlich der verstörte Ehegatte fand seine Frau in Gesellschaft des ihm beschriebenen jungen Mannes! Ohne überhaupt eine Erklärung abzuwarten, versetzte er ihm eine gehörige Tracht Prügel. Und erst auf der nächsten Polizeiwache kam der Bedauernswerte zu Wort: er sei Reisender in seidenen Bettdecken und habe der jungen Frau eine solche auf Ratenzahlung verkauft. Nun sei er erschienen, um die fällige Rate einzukassieren. Er hatte auch in der Tat tüchtig einkassiert, — wenn auch etwas anderes, als er erwartet hatte. Der Ehemann ließ sich übrigens versöhnen, und als Entschädigung erstand er sogar eine zweite seidene Decke für das Ehebett. Ursula schreibt aus Christkind... Ja, das ist nun so in diesen Wochen: eines Mittags kommt der Vater nach Hause, hat den Kopf voll mit schwierigen und ernsthaften Gedanken und ist ganz erstaunt, auf seinem Schreibtisch zwischen allerhand wichtiger und unwichtiger, aber jedenfalls geschäftlicher Post einen Brief vorzufinden, der entschieden nicht für ihn bestimmt ist, denn auf dem Umschlag steht in großen und etwas zittrigen Buchstaben, so wie man sie ungefähr in der zweiten Klasse zu malen pflegt: An das Christkind, im Himmel. Punkt. Der Punkt scheint ein Klecks zu sein, aber soviel wird dem tag ausgedacht hat in ihrem kleinen Herzen und Gemüt. Der Vater, mit großen Augen den etwas krakeligen Sütterlinbuchstaben folgend, lieft ja nun auch allerhand, was offenbar nicht bloß allein für das Christkind zu wissen wichtig und nützlich ist, als zum Beispiel, daß dem armen Bullyhund leider, leider schon vor einiger Zeit das linke Schlappohr abgegangen ist, was der gute Onkel Doktor bis heute noch nicht wieder heilzumachen imstande war. Daß ferner Ursulas Puppenwägelchen sehr dringend eines neuen Verdecks bedürfe, sintemalen das alte beklagenswerterweise nicht nur entsetzlich erstaunten Vater in seinen ernsthaften und vorerst gar nicht himmlichen Gedanken klar, daß dies unfehlbar bie Handschrift seiner kleinen Tochter Ursula ist, und daß außerdem der Brief mit der postalisch so überaus klaren Anschrift nicht von ungefähr auf seinen Schreibtisch gekommen fein kann... Er nimmt also den Schrieb, dreht ihn hin und her, beschnuppert ihn auch mal und guckt sich um; aber Ursula, die ihm vorhin mit einem so verschmitzten und geheimnisvollen Gesichtet die Tür aufgemacht hat, als er nach Hause kam, ist einstweilen unsichtbar und hat sich ins Kinderzimmer oder zu Mutti in die Küche gemacht, um den Vater bei dieser unvermuteten und weihevollen ersten Begegnung mit den himmlischen Mächten diskret allein zu lassen .. Na, der Vater ist ja inzwischen ein bißchen nachdenklich geworden; er hat sich auf seinen Stuhl gesetzt, und es ist ihm auf einmal und gewissermaßen greifbar eingefallen, daß so in vier Wochen, schlecht gerechnet, Weihnachten sein muß. Wer hätte das gedacht. Und siehe, dieser Brief hier ist nicht mal zugeklebt; an Spucke pflegt es, mit Verlaub, seiner Tochter Ursula sonst nicht zu mangeln, also steckt am Ende was dahinter, und der gute Vater macht sich nun wahrhaftig kein Gewissen daraus (wegen Verletzung des Briefgeheimnisses und solchen Sachen) — das Schreiben behutsam zu öffnen. Sieh mal einer an: „Gießen", steht da, „den soundsovielten...", schon und gut, aber dann heißt es gleich, wo sonst meist „Sehr geehrter Herr" steht —: „Siebes Christkind!" Und dann ist da alles zusammengetragen und vertrauensvoll abgeladen worden, was die Tochter Ursula sich so seit ihrem letzten (siebten) Geburts- Aufn.: E. Hase. schmutzig, sondern sogar ziemlich kaputt sei. (Und auch dieser Schaden ist nicht etwa erst von gestern!) Ja, und dann hat doch die kleine Ursula neulich auf dem Heimweg in einem bestimmten Schaufenster so ein süßes Baby im Körbchen gesehen, ein ganz winziges, klitzekleines, aber mit „zuen" Augen und mit einem richtigen Milchfläschchen und alles ganz in Rosa... Ursula ist schon viele Nachmittage daran vorbeigegangen und hat geguckt und sich davon überzeugt, ob es nicht am Ende vom Christkind schon abgeholt wäre, denn es könnte ja doch immerhin möglich sein, obwohl eigentlich nicht ganz auszudenken, daß ein anderes kleines Mädchen, vielleicht sogar eins aus Ursulas Klasse, ebenfalls seine Augen begehrlich auf dieses süße Rosababy geworfen hätte, nicht wahr?... Ja, das alles liest der Vater mit Staunen und auch mit einem kleinen, gerührten Lächeln — „Viele Grüße" lieft er zum Schluß, „Deine Ursula". (Punkt.) Da macht der Vater, der inzwischen Ursulas Stimme von der Küche her sich nähern hörte, den Brief behutsam wieder zu und steckt ihn, ohne dies für Unterschlagung zu halten, in die Brusttasche, links überm Herzen, und beschließt, mit einem ebenso verschmitzten und geheimnisvollen Lächeln (wie Ursula vorhin) sich zu Tisch zu setzen und so zu tun, als ob er außer etlichen Geschäftsbriefen rein,gar nichts auf feinem Schreibtisch vorgefunden hätte. Hernach aber, wenn die kleine Ursula sich wieder davon- gemacht hat, wird er ja wohl mit Mutti über die zweckmäßige Weiterbeförderung des himmlischen Schriftstückes ein ernstes Wort reden müssen. —y— e Große 6879 ö zessen spricht über 69940 TAUSENDE VTT/7 ft dient bei voieA FRANKFURT A. M. Gäste willkommen. 7076 D 9 3. Verschiedenes. 7098D Der Aufsichtsrat. Der Vorstand. 7060 D [7069D an. 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Die Viehbesitzer haben den ZÄ» lern die notwendigen Angaben bezüglich ihrer W bestände bereitwilligst zu erteilen. Wir weisen 006« mals besonders darauf hin, daß unrichtige oder n« vollständige Angaben mit Geldstrafe oder Gesängm geahndet werden. Gießen, den 1. Dezember 1934. Bürgermeisterei Gießen: Ritter, OberbürgermeW Er dänis einer nicht, hier wuht Barn selben Schlit „8(15'' NUN (1 sein so x/egi Schlitt« ^ewjssx nun nn l'ch unt nen Elt . Sein Unb Der Qrb?itsf Mi beit Nllln Un öen sein! barg ui berrl mit e,9en. er..f)ii Bekanntmachung. Die nächsten Viehmärkte in Gießen finden ftott Dienstag, den 4. Dezember 1934, Rindvieh- (M vieh-) Markt; Mittwoch, den 5. Dezember 1934, Schweins Auftriebszeit an beiden Markttagen von 8 bis Uhr vormittags. Auf dem Rindoiehmarkt wird sämtliches Mh ZWWeWgW am Mittwoch, dem 5. Dezember 1934 in Älsßeld in der Diehhalle auf dem LindenM Zur Versteigerung kommen über 40 Äifltata Kess. 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Interessenten- Versammlung am Montag, dem 3.Tez.,20Ubr, im Hotel Viktoria. Vauspavkasse 06596 Deutsche Ban- und Siedlungs-Gemeinschaft e.G.b.H., Darmstadt. 4-ofiketlev Samstag, den 1. Dezember und Sonntag, den 2. Dezember Großes Schlachtfest mit Konzert der Kcwelle Daubertsbäuser. 05708 Kirche und Schule. £ Eroß-F-lda 30. Nov Zur Erinnerung an das 400sähnge Jubiläum der Lutherbibel wurd« auf Veranlassung des Ortspfarrers im Turm de, Kirche eine Bibelausstellung veranstaltet Es ist erstaunlich, welche Schätze in unseren Häuser, verborgen liegen. Eifrigst hatte die Schuljugend, Bibeln, Gesangbücher, Gebet- und Predigtbiiche^ aus deml7. und 18. Jahrhundert zusammengetragen Zahlreiche Abbildungen von Luther und seinen, Werken vervollständigten das Bild. Besondere Ve. achtung fand die Nachbildung einer Totenmaske auf Luthers Sterbebett von einem Künstler i. Wachs abgenommen, sowie eine Nachbildung seinen Hand. Auch ein Nachdruck her Reichsacht von 1521 war zu sehen. Daneben waren die Bibeln neuesten Zeit ausgestellt, die ein Zeugnis dafür gaben, boj unsere neuzeitliche Buchdruckerkunst aus der ist. So waren auf zwei großen Tischen die Schilf ausgebreitet, und die Bevölkerung zeigte groß-:- Interesse für die Ausstellung. Alle Mühe wurde belohn durch den starken Besuch im Laufe des Sonntags. -s- Schwickartshausen, 30. Nov. Die S h, tistik des Kirchspiels Schwickartshau» mit den Filialdörfern Bellmuth, Bobenhaufen I ui- Eckartsborn verzeichnet für das verflossene Kirche jahr 1934 59 in der Mutterkirche gehaltene Haup: gottesdienste, die im ganzen von 2526 Person« besucht waren, nämlich von 2033 Männern, 2041 Frauen und 1816 Kindern; in Bobenhaufen mürben 19, in Eckartsborn 15 Gottesdienste geholt« mit einer Besucherzahl von 743 Männern, 1011 Frauen und 802 Kindern. Besondere Nebengotte-, dienste fanden statt am Hagelfeiertag, Tag der nationalen Arbeit, Reformationsschulgottesdienste, bei Hindenburgs Ableben. Am heiligen Abendmahl beteiligten sich öffentlich und privat 569 Männer uni 593 Frauen. Konfirmiert wurden am Sonntag Ostern 11 Buben und 13 Mädchen, getauft wurden 22 Kinder, getraut 8 Paare und kirchlich beerdix 11 Personen. Die Wtezc zählt h W' E 1 iE W MÄkeru ßrrunfl- 1878 « hes rullM Jorläu ben Sriec rung eJ! fritg;191 jürtei ve D aus zur ftgieruni fioner) u tioen aus 12 ( etimme heit aus und 'S kluge W und ton liebte. Der 1931 ri auf. D Derfl nach t zur D nung nung, in die englif hat 1 leidig und i verfül Ginmi die S ordnu - in Ki nunge Geldsti . zur W, der 2k Der I str Ber Unter Nach die ratter Der Gou Lchchrv \\\ lischen Unterri lieber, griechi Mud meii scheu unb gerne non Gern vor Gou „Der Abslimniungskanipf an der Saar“ Eintrittskarten: bei Challier und an der Abendkasse; Bundesmitglieder bis zu 2 Plätzen frei, Gutschein Nr. 1; Verbandsmitglieder Kaufm. Verein, Kontroll- abschn tt Nr. 7; N>.-Lehrerbund, NS.-Volkshoch- schulc, Reichsbund Volkstum und Heimat, V erband lür Deutsche Frauenkultur zu 75Pf.; Nichtmitglieder zu Mk. 1.50; Studenten zu 40 Pf.; Mitglieder der Deutschen Angestelltenschaft zu 75 Pf. auf der Geschäftsstelle Lonystr. 18. Die Plätze sind numeriert. sangen dann das Lied „Es wollt ehr Qagerfetn1 jagen" mit Begleitung sämtlicher Instrumente. Mit dem gemeinsam gesungenen Lied „Kein schöner Land" und einem Sieg-Heil auf Heimat, Vaterland und Führer schloß die mit großem Beifall aufgenommene Veranstaltung. Kreis Alsfeld. <£ Nieder-Ohmen, 28.Nov. Der Toten, s 0 n n t a g wurde in unserer Gemeinde würdig gefeiert. Der gut besuchte Frühgottesdienst war den in diesem Jahre Dahingegangenen gewidmet. Pfarrer Alt gedachte der Toten und ermahnte alle, nach dem Vorbild unseres Heilandes zu leben. An dem Gottesdienst nahm ferner die Gliederung des Stahlhelm teil. Zur Verschönerung der Feier wirkte der Gesangverein mit. — Anläßlich desIahres - tages der NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude" fand im Saale von Ziegenhain eine würdige Feier statt. Durch Lautsprecher hörte man gemeinsam die Reden von Berlin. Anschließend führte der BDM. einige Keulenübungen vor. Durch verschiedene Gesangsvorträge des Gesangver- eins und Musikstücke der Arbeitsfront-Kapelle wurde die Feier verschönt. Nach Abwicklung des Programms verbrachte man noch einige Stunden gemütlich beisammen. Der Reinertrag des Abends wurde an das Winterhilfswerk abgeführt. st. Ober-Gleen, 29. Nov. Am Jahrestage des einjährigen Bestehens der N S G. „Kraft durch Freude" wurde auch hier eine Feier veranstaltet, die sehr gut besucht war. Der Ortswalter der DAF., Pg. G 0 n t e r , begrüßte die Teilnehmer und brachte den Rechenschaftsbericht zum Vortrag. Ortsgruppenleiter Pg. Becker sprach sodann über die Aufbauarbeit im nationalsozialistischen Staat und über Wesen und Bedeutung der NSG. „Kraft durch Freude". Anschließend hörte man die Uebertragung der Feier in Berlin. Gesangliche Darbietungen des gemischten Chores, Volkstänze und gemeinsam gesungene Lieder verschönten den Abend. Anfang abends 8 Uhr! Montag, den 3. Dezember, 20 Uhr im Math. Vereinshaus, Liebigstr. Tanzabend Maja von Rabenau 1.Teil: Solotänze. 2.Teil: „Dornröschen", getanztes Märchen, ausgeführt von 30 Kindern. Preise: 0.50,0.80 Mk., num. Plätze 1.20 M. Vorverkauf: Ernst Challier Neuenweg. Abendkasse. 7044d nach aller Sitte an den sttllen Menden Kränze gewunden und die Gräber bereits am Samstag pietätvoll geschmückt. Das auf unserem Bergfriedhof stehende Kirchlein war am Totensonntaa bis zum letzten Platz besetzt. Nach der eindrucksvollen Predigt über Christenglauben und Ewigkeitshoffnung begab sich die Gemeinde zum Ehrenham, wo Pfarrer Hotz am Kriegerdenkmal in einer Gedenkrede die Erinnerungen an den großen Krieg und den Opfertod unserer Gefallenen wachrief. Herr K. Rinker legte im Namen des Krieaeroereins einen Kranz am Gefallenendenkmal nieder. Der Schüler F. Metzger trug ein von Herrn F. Brück für diesen Tag verfaßtes Gedicht vor: „Unseren Toten". Der Gesangverein Liederkranz umrahmte Gottesdienst und Gedenkfeier durch den Vortrag von zwei stimmungsvollen Liedern. Kreis Friedberg. 4- Butzbach, 29. Nov. Ein Schulungsabend des Amtes für Beamte fand im Gasthaus Scharre statt und hatte guten Besuch. Der Schulungsleiter, Studienrat R 0 eschen, leitete den Abend ein, indem er den beiden großen verstorbenen Soldaten Hindenburg und Kluck ehrende Nachrufe widmete. Es folgte darauf ein Vortrag des Amtsgerichtsdirektors Stumpf (Friedberg) über das Reichserbhofgesetz. In leicht verständlicher Weise erläuterte er die wichtigsten Teile dieses Gesetzes, wobei er auch die Ausführungsbestimmungen eingehend besprach. — Das Ergebnis der Reichsgeldsammlung für das WHW. hat hier den ansehnlichen Betrag von rund 400 Mark gebracht. Kreis Büdingen. -s- Wallernhausen, 30. Nov. In dem zur Försterei Finkenloch gehörigen, zwischen Wallernhausen und Bobenhaufen gelegenen Waldgebiet Or- litz wurden von dem Jagdaufseher eines Frankfurter Jagdpächters kürzlich drei Wildschweine ausgemacht. Da in den Waldungen der ganzen Umgegend seit Jahren fein Schwarzwild mehr heimisch ist, kann es sich bet diesen Tieren wahrschein- Goethe-Bund Gießen Montag, den 3. Dezember 1934 abends 8 Uhr, Neue Aula der Universität Rechtsanwalt Prof. Dr. Friedrich Grimm-Essen der bekannte Strafverteidiger aus den Ruhrpro- Oberhessischer Geschichts-Verein Donnerstag, 6. Dezember 1934, abends 8/4 Uhr. im Hörsaal des Kunstwissenschaftlichen Instituts (Ludwigstr, 34): Lichtbildervortrag von Museumsdirektor Dr. Kunkel (Stettin): VIIN ETA Altgermanische Vorzeit im Ostseegebiet MORGEN SONNTAG fflZ S Liebig* llch nur um vom Rudel versprengte Stücke handeln, die schon länger umhergeirrt sein müssen. -s- Schwickartshausen, 29. Nov. Heute erfolgte hier unter Vorsitz des Feldbereinigunas- kommisiars Regierungsrat Ohly (Lauterbach) die Schlußsitzung der Vollzugskommission, in der Flurbereinigungssache Schwickartshausen. Als Ergebnis des endgültigen Kostenausschlags stellte sich heraus, daß von den Landbesitzern außer den bereits früher bezahlten Kosten noch ungefähr 63 Mark pro Moraen aufgebracht werden müssen. Damit ist die Feldoereinigung, die in unserer Gemarkung bereits im Jahre 1925 begann, beendet. Die Gesamtfläche des neuvermessenen und bereinigten Geländes beträgt etwa 1300 hessische Normalmorgen. Kreis Schotten. ch Groß-Eichen, 30. Nov. Gestern abend fand im Saale von Gastwirt Faust ein Volks- tum- und Heimat-Abend statt, der zugleich auch der deutschen Hausmusik gewidmet war. Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Der vor nicht langer Zeit von Lehrer Appenheimer ge- gründete Blockflötenchor wirkte zum ersten Male mit und spielte zu Beginn ein Musikantenkanon. Die Kinder haben in der verhältnismäßig kurzen Zeit ihre Instrumente trefflich spielen gelernt. Es folgte dann ein Volkstanz „Wir sind die Musikanten" mit Gesang, Gitarren und Blockflöten. (Lehrer Appenheimer unterrichtet auch eine Anzahl Kinder im Gitarrenspielen.) Weitere Volkstänze „Mit meinem Mädelchen" und „Drei lerrena Strimp" folgten. Zwei Menuetts von Beethoven, gespielt von Lehrer Appenheimer, Groß- Eichen (Cello), Lehrer Bell, Groß-Eichen (Violine) und Lehrer Müller, Lardenbach (Violine), fanden ebenfalls großen Anklang bei den Zuhörern. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand eine Lichtbildervorführung mit schönen Aufnahmen aus der oberhessischen Heimat. Der Ortsführer des Bundes „Volkstum und Heimat", Lehrer Bell (Groß- Eichen), erläuterte die Bilder. Die Schulkinder Eiim sowie Modernisieren | EinztlIIKWCM der Möbel 5158 0 A. Rudi, Roonstr» 5, am Ludwigsplatz Günstige Zahlungsbedingungen Ehestands-Darlehen werden entgegengenommen. I. Steinbach, , Wolkengasse 21. ' Prima junges sw Pfund 40 Pf. f. Privatschlacht, bei grüß. Quantum billig. 7U07D Ernst Fleck SchützenstratzeZ. linnen- $ ArnuMch abzugeb. Bestell, erb. wir v Postk. Dampisägewerklollar B.NuhnA.G., Lollar. BoMnllffle Mn» nWW in reichbebilderten, leichtverständl. Wer» Ken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Derlagserzeug. nisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durch er/ weiterles Wissen er» höhteFreudeanden vielfältigen Schönheiten der Natur. 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November 1934, vormittags züglich des Wilhelm Dort III. und seiner fron Lisette, geb. Huber, in Großen-Vusea- Cntschuldungsstelle zu 1 bis 3: Landesbaue ' Rhein-Main-Neckar e. G. m. b. H. in Frankfu Die Gläubiger werden aufgefordert, W ter,, spräche bis zum 31. Dezember 1934 bei dem ( zeichneten Amtsgericht anzumelden und oie .1|| Händen befindlichen Schuldurkunden dem einzureichen bei Meldung der in § H Aop schuldungsgesetzes angedrohten Rechtsnach Eß es .0 ’ 'III £ Nr. 281 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Samstag, 1. Dezember 1934 Selbstbestimmungsrecht auf Cypern. Don unserem R'-CSericfyferflafter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten! Athen, Mitte November 1934. Die Insel Cypern, die im Altertum in ihren Blütezeiten über eine Million Menschen ernährte, zählt heute 340 000 Einwohner. Davon sind allein 280 000 Griechen, den Rest stellen in der Hauptsache Türken, Armenier, Levantiner und Engländer. Än letzter Zeit sind Juden hinzugekommen, die sich der Bodenkultur, speziell der Orangenzucht zuwandten, und auch gewisse Industrien zu verpflanzen suchten. Doch wehrt sich die einheimische Bevölkerung heftig gegen eine jüdische Einwan- iberung. 1878 nahmen d i e Engländer die Gelegenheit ibe£ russisch-türkischen Krieges wahr, um Cypern ,„v o r l ä u f i g" zu besetzen. Sie wurden von !den Griechen als „Befreier" mit großer Begeiste- rrung empfangen. Diese „vorläufige" Besetzung -währte bis zum Eintritt der Türkei in den Weltkrieg; 1914 erfolgte die Annexion Cyperns. Die ^Türkei verzichtete im Friedensvertrag von Sevres 1920 auf alle Rechte auf Cypern. 1925 wurde die lInsel zur englischen Kolonie erklärt und der !Regierung eines Hohen Kommissars (High Comis- ffioner) und eines Scheinparlamentes, dem legisla- ltiven Rat, unterstellt. Dieses Parlament bestand «ms 12 Griechen, 3 Türken und 9 Engländern; die Stimme des Kommissars war bei Stimmengleichheit ausschlaggebend. Die Engländer spielten den ßchroffen Gegensatz zwischen Türken mnd Griechen geschickt aus, waren auf diese Kluge Weise immer im Parlament in der Mehrzahl mnd konnten schalten und walten, wie es ihnen be- lliebte. Der Auf st and der Griechen im Jahre 3931 räumte auch mit dieser scheinbaren Freiheit «uf. Der Gouverneur hob die bestehende Werfassung auf und nunmehr wurde Cypern mach der „Cyprus Defence Order" (Verordnung zzur Verteidigung Cyperns) regiert. Diese Verord- mung wieder gründet sich auf eine generelle Verord- mung, der „Defence Order of certain Colonies", nn die Cypern einbezogen ist und die für fast alle »englischen Kolonien gilt. Nach dieser Verordnung chat der Gouverneur einer Kolonie, die in „Ver- iteidigungszustand" erklärt wird, alle Executiven mnd gesetzgeberischen Machtmittel in der Hand; er werfügt über Vermögen, Freiheit und Leben der -Einwohner der Kolonie, soweit nach seinem Ermessen Die Sicherheit der Kolonie das erfordert. Diese Ver- wrdnung ist augenblicklich nur auf der Insel Cypern üin Kraft. Auf Grund derselben wurden Verban- mungen, Vermögensbeschlagnahmen und schwere -Geldstrafen verhängt, Geldbußen wurden angeblich gur Wiedergutmachung des Schadens verwandt, den Der Aufstand der Regierung gekostet hat. Der Gouverneur von Cypern hat auf Grund dieser Verordnung im Mai 1933 das „Gesetz für Unterricht und Schulwesen" erlassen. Nach diesem Gesetz wird der griechische Charakter des Schulwesens abgeschafft. Der Gouverneur übt die Kontrolle über Lehrer und L>chulprogramme aus und der Zwecks des Schulgesetzes ist, aus der Jugend Cyperns Bürger des englischen Imperiums zu formen. Deshalb find im Unterricht griechische Geschichte, griechische Volkslieder, kurz und gut alles das, was die Schüler ggriechisch beeinflussen könnte, verboten. Auch das Gesetz über die Städte - und G e- inneindeverwaltungen nimmt der griechischen Bevölkerung alle Rechte. Die Stadtverordneten mnd Gemeinderäte werden nicht mehr vom Volke ! gewählt, sondern vom Gouverneur ermannt. Sogar die von den Bürgermeistern und -Gemeinderäten einzustellenden Beamten bedürfen ooor ihrer Dienstübernahme der Bestätigung des -Gouverneurs. Ein besonderes Kapitel, das die griechische Bevölkerung der Insel in steter Erregung hält, ist die Behandlung der Kirchenfrage durch die eng- lische Regierung. Seit dem Jahre 485 n. Chr. war die griechisch-orthodoxe Kirche völlig unabhängig auf Cypern. Der Erzbischof von Cypern besaß ge- wisse Vorrechte, die sonst nur der Kaiser von Byzanz innehatte. Als äußeres Zeichen dieses Vorrechtes durfte der Erzbischof von Cypern seinen Namen mit roter Tinte unterzeichnen und in seinen Hirtenstab einen Apfel einschneiden — beides Privilegien, die nur dem Kaiser zustanden. Bis zum Aufstande von 1931 schien die englische Regierung diese Rechte zu achten. Jedoch, der orthodoxe Klerus auf Cypern, wie Übrigens immer in der Geschichte und in ganz Griechenland und Kleinasien, steht nicht allein die Erfüllung feiner kirchlichen Pflichten als oberstes Gesetz an, sondern erfüllt auch bis zum Aeußersten sei nationalen Pflichten. So spielte natürlich bei der Erhebung des cyprischen Volkes von 1931 die Kirche eine führende Rolle. Don den vier Bischöfen, die Cypern besitzt, sind noch heute zwei ausgewiesen, während der dritte gestorben ist, so daß zur Zeit in Cypern nur ein einziger Bischof weilt. Da die Engländer den anderen beiden Bischöfen die Rückkehr nach Cypern ver- । boten haben, kann eine Synode zur Wahl neuer 'Bischöfe und eines Erzbischofs nicht zusammentreten und so bleibt die Kirchenfrage ungeregelt, die Bevölkerung der Insel ohne geistige Führung. Man fragt sich, wie diese hohen und gebildeten Geistlichen im Verein mit den angesehensten Bürgern der Insel sich gegen eine Weltmacht erheben, wie 280 000 unbewaffnete Griechen den Kampf gegen eine überhaupt nicht zu vergleichende Heber» macht aufnehmen konnten, wo sie doch von vornherein wußten, daß das Ringen einen vergeb- lichen Einsatz von Blut und Geld kosten würde. Die Absicht der Führer des Aufstandes war auch nicht, mit Gewalt die englische Herrschaft abzuschütteln und die Vereinigung mit Griechenland zu proklamieren, sondern das Weltgewissen auf das große Unrecht hinzuweisen, das in Cypern seit 1878 geschieht. Die Engländer hatten dieses Weltgewissen durch falsche Berichte aus Cypern, die die dortige Bevölkerung als von der englischen Herrschaft begeistert hinstellen, einschläfern wollen. Da diese Meinung ständig mehr Glauben zu finden schien, beschlossen die Führer des Aufstandes, die Welt von dieser falschen Vorstellung zu befreien und griffen zum letzten und äußersten Mittel, das ihnen noch Übrigblieb: zum Aufstand! So find alle Versuche der Engländer, die Griechen auf Cypern zu treuen Bürgern des Imperiums umzuwandeln, vergeblich. In den Herzen der Griechen von Cypern schlummert nur e i n Gedanke — frei z u fein und eins mit dem Mutterland, mit--Griechenland. 1192 sahen die Griechen Cyperns die Franz o- f e n kommen, etwa 400 Jahre später sahen sie sie wieder verschwinden und die Italiener einziehen. 1571 erschienen öle Türken, die nach 300 Jahren, 1878, wieder abziehen mußten, und dann landeten die Engländer. Aber die Cyprio- ten, auf Grund ihrer mehrtausendjährigen Geschichte wissen, daß auch diese einstmals die Gestade Cyperns werden verlassen müssen, wie alle anderen Eroberer ... Inzwischen aber geht der Kampf auf der Insel weiter. Die Engländer, die die Insel regieren wie einen Negerstaat in Jnnerafrika, vergessen anscheinend, daß sie es hier mit einer europäischen, gebildeten und zivilisierten Bevölkerung zu tun haben, die über eine größere Geschichte verfügt als England selbst und die bedeutenden Männern, wie Zenon und anderen das Leben schenkte ... Nach der Trauung in London. "VT 5 <<> ><5 X :r -, l -V Das junge Paar auf dem Balkon des Buckingham-Palastes. Don links: Die Mutter der Braut, Prinzessin Nikolaus von Griechenland; Prinzessin Elisabeth, die achtjährige Tochter des Herzogs von York, das älteste Enkelkind des Königs; Herzogin Marina von Kent; Prinzessin Mar- g a r e t - R o s e , die Schwester der Prinzessin Elisabeth; Herzog Georg von Kent; der Vater der Braut, Prinz^ N i k o l a u s von Griechenland; Königin Mary von England. MM MH ,/j. W; B- , MMMLM -1 Die Herzogin von Kent im Brautkleid. Deutsche Flugzeugtechnik inparis Die Fliegerausstellung in Paris ist vom Präsidenten der Republik Lebrun unter den feierlichen Klängen der Marseillaise eröffnet worden. Danach ließ sich der Staatspräsident mit großem Interesse durch die Stände führen und viele Einzelheiten erklären. Seine Sachkenntnis rührt daher, daß Lebrun früher selber Flieger war und die Entwicklung der Flugzeugtechnik dauernd verfolgt hat. Dann aber weiß er auch, daß die Luftflotte sowohl für den Transport von Gütern und Personen als auch als militärische Streitkraft für den Staat unentbehrlich gerooröen ist. Wir dürfen stolz darauf sein, daß das Interesse des Präsidenten vor allem den deutschen Fracht-, Verkehrs- und Sportflugzeugen galt, die höchste Qualitätsarbeit darstellen. Die immer höheren Geschwindigkeiten und ! die Möglichkeit, immer größere Nutzlasten aufzu- | nehmen, sind der beste Beweis für die Leistungs- ' fähigkeit gerade der deutschen Konstruktionen. Im Mittelpunkt der gesamten Ausstellung stand das deutsche Riesenflugzeug „J u 5 2", das durch die neuartige Anwendung des Schwerölmotors starke Anziehungskraft ausübte. Präsident Lebrun kletterte sofort in den Jnnenraum und beschäftigte sich eingehend mit den Vorzügen des Motors und versäumte darüber sogar die Mittagspause, die sonst in ganz Frankreich streng eingehalten wird. Aber auch das andere Publikum zeigte sich iß^hohem Maße an dem deutschen Flugzeug interessiert, es stand in langen Reihen an, um ebenfalls den Jnnenraum besichtigen zu dürfen. Da der Andrang am ersten Tage so stark war, wird die Polizei in der nächsten ZKt die Regelung des Zustroms zur „Ju 52" übernehmen. Die Italiener bringen mit ihrem zweisitzigen Wasserflugzeug etwas durchaus Neues. Tragflächen, Rumpf und Schwimmer der Maschine wurden aus Stahlblech von einem Viertelmillimeter Stärke her- gestellt. Durch die neuartige elektrische „Punktschweißung" wurden alle Einzelteile miteinander verbunden. Die Maschine kann übrigens durch zwei Hebelgriffe in ein Landflugzeug verwandelt werden. Frankreich selbst ist als einzige Nation mit Haupt, die trockene Zunge hängt ihm aus dem bewußtheit. ’nen Eltern ... Zeit ieger, von der Leiche fortreißen. der anderen bedenklich den Kopf. „Um so zu veralt das geht an ihm vorbei. Halse, er versucht aufzustehen, fällt aber gleich wieder nieder. Da hinten sieht er bas ersehnte Schiff, und der Rauch wälzt sich aus seinem Rücken, und an der einen Seite — ach, da schwimmt das große Tier, das so viel Fleisch hat für arme Hunde, blutig Die Perle. Bon £anei B Waqensett. Copyright by I. L. A., Wien. dem berühmtesten Goldschmied seiner jgu ihm waren, wo er sich einen fetten Bissen schnap- > Ven durfte, ohne allzu harte Strafe befurchten zu imüffen, und wo der Pelz noch so kurzhaarig war, idaß man an Aufhängen nicht zu denken brauchte. NEr wußte ja von klein auf, daß grönländische SSchlittenhunde, die nicht mehr fähig sind, ihre Ar- $beit zu tun, aufgehängt werben, und bann zieht man ihnen bas Fell ab, gerbt es und verkauft es. Unb dann die ebenso glückliche Jugendzeit mit all fl)en lustigen Tollereien und dem schönen Verliebt- flein! Er dachte an jene Stunde, als er von Nachbars Bas den ersten wirklichen Schmiß erhielt, weil er um dessen Lieblingsfrau gebuhlt hatte. Und die »herrlichen Schlittenreisen nach fernen Orten, wo er mit seinesgleichen kämpfte. Teils mußte er feine (eigenen Frauen bewachen, ja. Ader meistens war ier hinter den Frauen der anderen her. Waren das Prächtige Touren! Dann kam er heim mit frischen Wunden und bunten Erinnerungen, und im nächsten Jahr konnte er an den fernen Orten seine Kinderchen treffen, unb er war immer so stolz ;auf sie! * Wie bunkle Silber glitten diese Geschehnisse an ttym vorüber. Plötzlich lebte es auf in den matten Augen. Deutlich stand sein größtes Erlebnis vor chm. Das war der Kampf mit dem Bären, der alle linderen Kämpfe bei weitem übertraf. Ein scharfer Pfiff ruft ihn noch einmal in die Wirklichkeit zurück. Er gilt nicht den jungen Hunden, er kommt von einer Schiffssirene. Und wie er ijein sollte. Und die jüngeren Kameraden, über die sr regiert und denen er beigebracht hatte, wie man Sd)litten fährt, würden ihm ohne die geringsten Wewissensbisse die Haut vom Leibe reißen. Das war nun mal so. Früher war er selbst einmal so grüß- üch undankbar gewesen, unb zwar gegen seine eige- unb noch warm. Traurig, entsagend blickt er auf. Dann streckt er sich, der Kopf liegt wieder zwischen den Pfoten, und während sich das schöne Bild in seinen Augen widerspiegelt und bas Geheul aller Hunde der Kolonie in feinen Ohren tönt, gleitet er Sein müdes Haupt lag zwischen den Vorderpfoten. Die einst so glänzenden Augen waren stumpf mnd verschleiert. Er lag und erinnerte sich vergange- mer Tage. Der glücklichen Kindheit, jener sorglosen Der alte Schlitteuhund stirbt Aus dem Dänischen frei übersetzt von Waldemar Keller. Er kam überraschend, am meisten vielleicht für den Bären, der hinter Eisblöcken lag und döste. Hunde der Kolonie in ß'inen Ohren tönt, hinüber in die sorglose arbeitsfreie unendliche Un- Der Hunger nagt und tut weh. Er schaut suchend in die Runde. Vielleicht kommt Rettung von dem kleinen Schiff, das dicke Rauchmasfen aus seinem Rücken stößt und mit der einen Seite üb erhängt, unb an dieser Seite schwimmt ein riesiges Tier, das die Menschen Wal nennen, unb dieses Tier hat so viel Fleisch für arme hungrige Hunde, so viel zartes Fleisch, daß leibst seine alten Zähne es noch beißen könnten. Ach, wenn bas Schiff doch kommen wollte! Vielleicht konnte er bann noch ein bißchen leben; wer weiß, am Ende mürbe man ihn sogar noch einmal vor den Schlitten spannen. Seit sieben Tagen hat er keine feste Nahrung gehabt. Nur das lächerliche Geschling, bas aus den überfüllten Näp-1 aWagen Dann aber ging stand gebrochen sein. Er merkt, daß alle Muskelnj er um der Ehre jcmer Zunft willen dennoch dar- schlaff werden, er zittert die leeren Eingeweibe ' auf ein. Kaum aber war der Abgesandte fort, da sind nicht länger imstande,'Stoff abzugeben, um die bereute er seine Eiligkeit bitter und raufte sich den Maschine in Gang zu halten. Langsam nimmt bas Bart und hatte von Stund an nicht Ruhe mehr Pulsen des Blutes ab, er steht dem letzten Augen- noch Rast. Wohl hundertmal hatte er im Lauf der blick diesseits des Todes gegenüber, sanft umhüllt Tage den Bohrer schon angesetztz aber immer wieder chn ein alles vernebelnder Schlummer. * fehlte ihm der Mut, das Gewinde spielen zu Er lag — so erzählt der Erste Steuermann eines Wolfsnatur Haire sich geregt. Dänischen Grönlandfahrers — im spärlichen Schutz' Die Riemen wurden zerrissen, und wie die Wilseiner Erdhütte, angenehm war ihm diefer Platz den stürmten sie davon. Hinter ihm stand sein Herr imicht, aber er hatte ihn dennoch sorgsam ausgewählt, i mit dem Gewehr im Anschlag. Anfangs war es ' ' 1 n"' ' mehr ein Sport; der Bär war viel zu faul, um am zugreifen, ybwohl er sich von allen Seiten bedrängt sah. Schließlich wurde er aber doch anderen Sinnes, er stellte sich auf die Hinterbeine, und als einer der eifrigsten Hunde allzu nahe kam, kriegte er dessen Kopf zwischen die Zähne unb knackte ihn wie eine Nuß. Das Schicksal wollte es, daß ber getötete Hunb seine Lieblingsfrau war, bie Lieblingsfrau des Bas, und ba war es aus mit dem Sport. Mit einem Satz sprang er bem Bären an bie Kehle, achtete nicht bes drohenben Gebisses, das feine schlanken Glieder zu fassen versuchte, kümmerte sich um nichts, fühlte nur das warme herabströmenbe Blut des Bären, das ihn selbst überrieselte. Ein tiefes Stöhnen, und der mächtige Gegner sank in sich zusam- fahren, sei es nötig, die Perle anzubohren, um sie fein artig auf ein Stiftlein oder Dorn zu nadeln. Hier aber liege, mit Verlaub zu sagen, der Hund begraben! Denn eine Perle von solcher Große habe leicht ihre Mucken und könne im Augenblick, wo ihr der Stahlbohrer ins Herz fahre, auch in der geschicktesten Hand zerspringen." So aber wollte der Abgesandte das Geschäft nicht wahr haben. „Er habe", sagte er und ließ ein wenig die Mundwinkel fallen, „wohl zu Unrecht so viel des Lobes von des Meisters Kunst und Können gehört. Wer sein Geschäft verstehe, der sei des Erfolges auch gewiß. Kurz und gut: entweder fei der Meister mit Haupt und f)abe Bürge, oder . er solle auch den Preis und die Ehre nicht haben." - Dem Meister schoß das Blut in den Kopf. Erst -'wollte er den Handel abschlagen. Dann aber ging Ach ja, bas waren Zeiten! Damals galt er noch □rLit'5afreie"3eUUmoU,fa,ft"aiir'gut unb* sreEch was. Nun liegt er mühe neben einem Abft-llhaufen nroeusjceien p!] i .___wirr— unb weiß recht wohl, baß er ba auch hmgehort. Nichts ringsum interessiert ihn mehr. Das Jaulen der jungen Hunde, bas strenge Brummen ber Base, bie Raufereien, mißglückter und geglückter Flirt, — hatte ihn dennoch sorgsam ausgewählt.! »Hier fiel er keinem lebenden Wesen zur Last er Wußte, daß er ein Alter erreicht hatte, in dem i Warmherzigkeit nicht mehr zu erhoffen war. Die-| jelben Füße, die gemütlich hinter ihm auf dem, Schlitten gelegen hatten, den er als allgewaltiger' „„Bas" über bas weiße Land geführt, würben ihn ■ rnun in bie Seite treten, wenn er ihnen im Wege > ...... _________ ... Zu , men. Mit Gewalt mußte man ihn, ben Bas und kam einmal ein Abgesandter des Königs und brachte ~ ' ihm eine Perle, die war größer als ein Taubenei. Diese Perle sollte der Meister so fassen, daß sie aufrecht und wie ein schwebender Stern auf einem goldenen Reifen zu sitzen käme, um das Haupt der Königin zu zieren. Der Meister hielt das unschätzbare Juwel in der einen Hand und kraulte sich mit Der Schlitten war beinah schon vorbeigefahren, als , .. . er und seine Kameraden den zottigen Gesellen er- die Auaen aufmacht, sieht er--ja, was sieht er! schnupperten. Da waren mit einemmal aller Ar- i Seine Augen werben a/oß, mit Mühe hebt er bas beitsernst und aller Gehorsam zum Teufel, bie lassen, so daß er Werkzeug und Juwel hinwarf, feinen Hut auffetzte und vor sich selbst davonlief. Er ward ganz wunderlich und irrte durch die Stadt, murmelte in feinen Bart und machte verzweifelte Gebärden wie einer, der nicht ganz recht ist im ’ Kopf. Des Nachts floh ihn der Schlaf, so daß er stöhnte und ächzte und selbst im Traum jammerte, wie ihm die Perle unter dem Bohrer zersprang. Die Meisterin hatte bald heraus, wo ihren Mann der Schuh drückte. Sie sann, wie sie ihm helfen könnte. Eines Tages, als ihr Alter wieder fort war auf Grillenfang, glaubte sie das Rechte gefunden. Einen Augenblick, als ihr der rettende Gedanke durch den Kopf schoß, blieb ihr das Herz stille stehen. Dann aber holte sie entschlossen die Perle aus dem Behältnis und ging hinüber in die Werkstatt. Dort stand gerade der Lehrbub an der Drehbank und hatte vor sich eine Schachtel mit allerhand Tand stehen, Japanperlen und böhmische Glaskugeln und Zierat aus Italien. Da griff er munter hinein, ließ den Bohrer fingen und pfiff und nadelte auf und reihte bunte Glasketten. Die Meisterin warf ihm so, als sei es billiger Tand, die kostbare Perle hin unb sagte leichthin: „Geh, Theodor, bohr mir mal eben den Klunker an". Damit drehte sie sich um und schlug ein Kreuz. Der Bub griff zu, es knirschte und splitterte ein wenig — und bas Werk war getan. Der Bub wunderte sich nicht wenig, als ihm die Meisterin um den Hals fiel. Als der Meister heimkam, lag die Perle fein säuberlich auf einem roten Samt- fiffen. Vor Staunen konnte er kein Wort hervorbringen. Da lachte die Meisterin und sagte, ihn am Ohr zupfend: „So mußt du denn wieder beim Lehrbuben in die Schul' gehen. Oder weißt du nicht mehr, daß zu einem guten Handwerk vor allem eins gehört: munteres Drangehen und eine frohe Unbefangenheit?!" Hochsckulnachnchten. Der ao. Professor Dr. Friedrich W a ch t s m u t h an der Universität Marburg ist zum Ordinarius für Vorderasiatische Kunst in Marburg ernannt worden. Professor Dr. F. C. Faber, der Vorstand des Pflanzenphysiologischen Instituts an der Universität Wien, hat einen Ruf auf den ordentlichen Lehrstuhl für Botanik und als Direktor der Botanischen I Staatsanstalten ber Universität München erhalten unb bereits angenommen. Professor Dr. Karl Kellermann, Extraorbi- narius für physikalische Chemie und Technologie an ber Bergakademie Clausthal, ist zum Ordinarius an der Technischen Hochschule Aachen ernannt worden. Gras Wolff-Metternich f. gekünstelte Wesen der Soldaten angenehm ausgefallen sein. Unser Stolz ist, nach den großen Anstren- 1 geworden. Abends hat man dann genug zu tun. Allmählich nähern wir uns dem Standort. Unsere alles wieder in Ordnung zu bring, Bürger hören die Musik und wollen es sich natürlich Die Menschen bilden Spalier. ien. Neues für den Büchertisch nicht nehmen lassen, uns zu empfangen. Na, denen werden wir's zeigen! Jetzt schlapp machen? Kommt als Botschafter in außerordentlicher Mission in Konstantinopel verwendet. Gral Wolff-Met« tigter Stolz, so wie er in den neuen Pflichten des deutschen Soldaten beschrieben steht: „Nur Lei- ff 11 n /i o n Linser Stolz. Von Gefreiter Buhmann 6 /35^ 6. kennt jeden — und sie warten darauf, daß sie ge- grüßt werden. Aber nein, heute sieht der Soldat geradeaus. Rechts und links fliegen die Fenster auf: hier sieht ein schwarzer Lockenkopf, dort ein Mädel mit blonden Zöpfen heraus. Man weiß genau — zu jeder anderen Zeit würde man auch darauf „hereinfallen", — sie warten darauf, daß „er" heraufsieht, aber nein ... scheinbar ist er untreu einigen bewaffneten Großbombern vertreten. Die riesiaen Kampfmaschinen verfügen über drohende Geschützstände im Bug und an der Unterseite des Rumpfes und über schwere stählerne Klammern an den Tragflächen, in denen eine Bombenlast von 1000 Kilogramm mitgenommen werden kann. Rußland hat ein Werbeflugzeug „Maxim Gorki" ge- — „Die südo st deutsche Volksgrenze". (Der Grenzraum Wien—Preßburg—Radkersburg— Osttirol.) In Zusammenarbeit mit Waldemar W u - cher herausgegeben von Friedrich Heiß. Berlin: Volk und Reich Verlag. Mit 33 Karten und 174 Abbildungen. Preis 6,60 RM. — (420) — Das Buch geht in wissenschaftlich unterbauten Untersuchungen von der mitelalterlichen deutschen Siedlung nach dem Südosten aus, um die völkische Herkunft und den volksmäßigen Zusammenhang dieses Grenzdeutschtums mit dem Gesamtvolk zu zeigen. Die zweite Voraussetzung zum Verständnis der Grenzfrage ist die Kenntnis der geographischen Lage und Funktionen Deutschösterreichs und seiner einzelnen Landschaften, die in einem meisterhaften Aufsatz des verstorbenen Grazer Geographen Robert Sieger untersucht werden. Im Einzelnen werden dann die Verkehrsprobleme Deutschösterreichs als Folge der Zerschlagung der Donaumonarchie, die Bedeutung Wiens als Grenzstadt in Geschichte und Gegenwart, das Burgenland mit seinem Vorfeld, die Kroatensiedlung in Oesterreich, die Untersteiermark, die Kärtner Grenzfragen, insbesondere das Mießtal mit Unterdrauburg und das Kanaltal (Tarvis), endlich das deutsche Sprachgrenzgebiet in den Karnischen Alpen behandelt. Die wichtigsten Untersuchungen sind durch Kartendarstellungen unterstützt. Durch das ganze Buch läuft zugleich eine Bilddarstellung des gesamten Grenzraumes, die die Text- Kartendarstellung eindrucksvoll verlebendigt. Ohne zu den aktuellen Ereignissen in Deutschösterreich irgendwie Stellung zu nehmen, hat das Buch — vielleicht gerade deshalb — eine bedeutsame politisch-erzieherische Aufgabe. — Gerhard Günther: Deutsches Kriegertum im Wandel der Geschichte. Kart. 2,80 RM., Leinen 4,40 RM. Hanseatische Der- lagsanstalt Hamburg 36. — (450) — Es war nicht die Absicht des Verfassers, mit seiner Geschichte des Kriegertums eine Geschichte der Kriege oder Kriegskunst zu schreiben: vielmehr kam es ihm darauf an, den Kriegertypus, die Wehrverfassung und den Geist des Kriegertums in Zusammenhang mit dem jeweiligen Zeitalter herauszuarbeiten. Diese Auf- I empfangen uns mit lauten Heilrufen. Vorbei sind I alle Mühen; hier gibt's eine kur^e Rast. Wenn jetzt die Dorfbewohner fragen, ob wir tüchtig geschwitzt haben, bekommen sie zur Antwort: „So ganz schlimm war es heute nicht". Weiter. — Nach einiger Zeit macht sich die Schlaff- heit wieder überwältigend bemerkbar. Man kämpft dagegen an, aber es geht nicht mehr; da ruft einer von Dorn: „Die Musik komm t!" Wir merken es wieder einmal: unsere Führung ist gut. Herr Hauptmann weiß es immer so einzurichten, daß im ! entscheidenden Augenblick wieder Stimmung in die ' Kompanie kommt. Drei Minuten später marschieren wir nach den Klängen „Preußens Gloria". gungen des Tages bei dem Einmarsch in die Stadt noch einen frischen und strammen Eindruck zu machen. Ganz unberechtigt ist der Vorwurf des Stolzes nicht, das wissen wir; aber versetzt euch mal in un- sere Lage: Der Tag war anstrengend, mehr als das, man mußte das Letzte hergeben. Sollen wir da nicht stolz auf unsere Leistung sein? Jekt marschieren wir durch die Stadt. Vorweg Spielmannszug und Kapelle. Der Musikmeister und der Bataillonshornist wollen sich schier überbieten. Einen Marsch nach dem anderen, einen noch schneidiger, schwungvoller als den anderen schmettern unsere braven Musiker und Spielleute durch die Straßen der Stadt. Die Straßen stehen voller Menschen — und so ist es doch in der Kleinstadt: Jeder Am 29. d. M. ist der Botschafter a. D. Wirklicher Geheimer Rat Paul Graf Wolff-Metter« n i ch im 81. Lebensjahr gestorben. Aus dem preu« y_ ..... ... ßischen Justizdienst hervorgegangen, trat er im .. jpalier. Hier und dort hört 2ahre 1882 in den auswärtigen Dienst des Reiches man anerkennende Worte, etwa wie: „Sieh mal der ein. 1897 wird er preußischer Gesandter in Ham« Peter, wie der sich macht!" Peter hat das natürlich bürg und 1901 Botschafter in London. Nach ganz genau gehört, seine Augen glänzen förmlich, seinem Uebertritt in den Ruhestand im Jahre 1912 aber Hinsehen darf er nicht. Das ist Stolz, bered)« wurde er in den Jahren 1915 und 1916 nochmals ternich hat sich in den verschiedenen wichtigen Stellungen, die er innehatte, hervorragend bewährt und dem Reich ausgezeichnete Dienste geleistet; er hat sich auch in schwierigsten Lagen als aufrechter und gerader Charakter gezeigt. Ein dauerndes ehrenvolles Gedenken ist ihm sicher. W hänglichen Lesergemeinde diesen Roman vom heutigen Auslandsdeutschtum. Das Buch will dem Volksgenossen in seiner ewig deutschen Sehnsucht in die Ferne zurufen: Nur die stärksten Kämpfer gehören heute ins Ausland, die besten der Männer und Frauen, um die deutsche Rasse in Ueberfee stark zu erhalten. So werden in einer Handlung von großer Eindringlichkeit die Schicksale deutscher Ueberfeer im Karibischen Meer geschildert, wird uns vor Augen geführt, wie vier deutsche Mädchen und zwei deutsche Männer 1932 die geliebte hei« mat verlassen, um sich im äquatorialen Südamerika Arbeit, Brot und neues Glück zu erkämpfen. — Gustav Schröer: Volk im Schmied,« feuer. Roman. 355 Seiten. Preis geb. RM. Verlag C. Bertelsmann in Gütersloh. — (587) — Vor dem Hintergrund der Schicksalsjahre 1796 bis 1815 gestaltet Schröer seinen Roman, einen gelben- gefang deutschen Opfer- und Freiheitswillens. Denn diese Thürinaer Menschen von damals und ihre Schicksale, diese Bauern, Flößer und Kleinbürger, — ein paar vergessene Ehrentafeln mit Namen hängen noch verstaubt in den Dorfkirchen. Namen und Schicksale sind längst verweht, die Gedanken der Freiheit und des Opfers aber werden wieder neu mit jedem Geschlecht. — Alfred Funke: Paradies im Urwald. Roman. 471 Seiten. Halbleder 2,90 Mark, Volksverband der Bücherfreunde, Wegweiser-Verlag G. m. b. H., Berlin-Charlottenburg 2. — (499) — Funke, ein erprobter Vorkämpfer des nationalen Gedankens, insbesondere des Auslandsdeutschtums, gibt hier aus der Fülle feiner Erlebnisse in Brasilien das Fesselndste, das dieses phantastische Land und seine Bewohner charakterisiert. Den Rahmen für diese spannenden Schilderungen bildet die Schicksalsgeschichte eines nach Brasilien ausgewanderten Deutschen, der seine neue Lebensaufgabe darin sieht, im Urwaldgebiet eine deutsche Kolonie 3U gründen. Nach Jahren harten Kampfes und bitterster Enttäuschungen inmitten der grünen Hölle des tropischen Brasiliens gelingt es ihm endlich, dir schwere Aufgabe zu meistern. gäbe hat der Verfasser vorbildlich gelöst. So ziehen an uns vorüber: Urkrieger, Vasallen, Ritter und Landsknechte, Söldner und die Soldaten Friedrichs des Großen. Wir erfassen in seinem Wesen den Krieger der Volksheere und den des Weltkrieges, den Freikorpsmann und den Politischen Soldaten Adolf Hillers. Jeder Typ ist feiner Zeit verhaftet, aber alle sind Träger der ewigen Werte des Krieges. Wo anders sollte sich Sieg, Wende und Not eines Volkes schärfer spiegeln als in dem Krieger, der zur Entscheidung anzutreten noch Zeit seines Lebens willens war. Sie sind die großen Gestalter der Reiche und Nationen, gleich ob sie sie im Einsatz verteidigt oder geschaffen ober auch nur mit ihrem Bestand gesichert haben. — Carl O. Petersen: Mein Lebens- Lexikon. Mit 33 Zeichnungen des Künstlers. (Verlag Knorr & Hirth, München). Geheftet 3,80 Mark, Leinen 4,90 Mark. — (486) — Carl O. Petersen stammt aus dem nordischen Städtchen Aalborg. Vor einem halben Menschenalter siedelte er sich bet Dachau am Rande des Moors an. Wie er sich diese Landschaft und ihre Menschen mit Herz und Sinn eroberte, das hat er uns in feinem früheren Buch „Dix Moosschwaige" erzählt. Waren bis dahin Pinsel und Zeichenstift allein sein Handwerkszeug, so wurde döm deutschen Schrifttum mit diesem Buch ein neuer Maler-Dichter geschenkt! Mit feinem neuen Buch breitet er unter dem Motto „alle Menschen denken nur an sich: nur ich allein muß an mich denken---" das Kunterbunt seines Lebens vor uns aus: Kindheit, erste Liebe, Soldatenzeit, Erlebnisse mit Menschen, Tieren und Pflanzen, Jagdgeschichten, häusliches Zwischenspiel — alles ist an Hand von Stichworten fein säuberlich in eine alphabetische Ordnung gebracht und mit entzückenden Zeichnungen gespickt! Das Ganze liest sich von A bis Z in einem Zug. Ein Buch voll Liebe zur Natur und allen ihren Geschöpfen, voll Tiefe und Humor. — Rudolf Herzog: Heber das Meer Verwehte. Roman. 382 Seiten. Paul Neff Verlag, Berlin, 1934. — (546) — Zu seinem 65. Geburtstag bescherte Herzog feiner großen und an- schickt, das dazu bestimmt ist, im ganzen weiten l chen; trotzdem wird jedem, der einmal die „grauen russischen Reich Propaganda für die Maximen des Jungs" näher kennenlernte, das frische, gerade, un» Staates zu machen. Außerdem kann man als denk- *" " würdige Schaustücke das Rettungsflugzeug der Tscheljuskin-Expedition und die Gondel des russischen Stratosphärenballons besichtigen. Um dem deutschen Volk erneut ein Bild oom Denken und Wirken des heutigen deutschen Soldaten zu geben, hat Reichs- wehrminister Generaloberst von Blomberg im Frühjahr dieses Jahres e i n Preisausschreiben „Aus dem Leben des Soldaten^ veranstaltet, an dem sich alle Unteroffiziere unb Mannschaften des Heeres und der Marine beteiligen konnten. In leicht faßlicher und lebendiger Darstellung sollten Ausschnitte aus dem dienstlichen und außerdienstlichen Leben des Soldaten gegeben werden. Von mehreren tausend Beiträgen wurden etwa 50 Beiträge mit Preisen ausgezeichnet. Ein großer Teil der preisgekrönten Artikel wird Ende November in Buchform unter dem Titel „Waffenträger der Nation" herausgegeben. Daraus wird uns der fol- genbe Beitrag zur Verfügung gestellt: Glühende Hitze — 28 Grad im Schatten. 5 Stunden lang hat man in der brennenden Sonne ge- kämpft. Man ist fertig. Da tönt vom Bataillons- aefechtsstand das Signal: „Das Ganze — Hall!" herüber. Endlich! Ein Seufzer der Erleichterung, heute war's fast zu schlimm. Man rafft sich hoch und geht zum Sammelplatz und denkt schon mit gemischten Gefühlen an den Rückmarsch zur Kaserne — gute 20 Kilometer! Da sind sie ja schon, die Ka- m-eraden. Aber wie sehen sie aus? Abgesehen davon, daß der Karl die Hose von oben bis unten zerrissen hat..., die Gesichter muß man sich ansehen. Schwarz vom Staub wie die Neger, der Schweiß, der heruntergelaufen ist, hat Kanäle hinterlassen. Wenn man nicht allzu abgespannt wäre, man müßte lachen. Aber keinem ist nach Lachen zu Mut. Eine Viertelstunde ist noch Rast. Alle liegen platt, keiner spricht ein Wort, kaum einer raucht. Nur ab unb zu sieht man irgenb einen aus ber Felbflasche trinken, mit geschlossenen Augen. Drei hübsche junge Mädchen kommen auf Rädern vorbeigefahren. Nicht ein Scherzwort fliegt hinüber. Jetzt weiß ich es genau: Die Sache ist ernst! So lange ich Soldat bin, ist es noch nicht vorgekommen, daß niemanb ein Wort sagte, wenn ein paar junge Mädchen vorbeikamen, zumal wenn sie hübsch waren. Wenn der Soldat darauf nicht mehr reagiert, dann ist er bestimmt fertig. Schlafen und in Ruhe gelassen werden, so denkt jetzt jeder. „Fertig machen!" Jetzt geht's los. Der Anmarsch zur Kaserne ist noch das Schlimmste von allem. Langsam setzt sich die Kompanie in Bewegung. Die Sonne brennt unbarmherzig auf die erschlafften Glieder. Der Schweiß bringt überall burch die Kleiber. Die Kehle ist trocken, bie Beine wollen nicht mehr. Gerade hat man das Gefühl: Jetzt geht's nicht mehr, jetzt mußt du Umfallen... da geschieht das Wunder: Es gibt da einige Kameraden, fabelhafte, unbezahlbare Jungs sind es — jeder, ber Soldat gewesen ist, kennt sie unb weiß sie zu schätzen — bie es verstehen, einen im letzten entscheidenden Augenblick wieder Hochzureißen. Einer von ihnen hat angefangen zu fingen. Man hört es w-hl, achtet aber nicht darauf. Er aber läßt nicht locker, halb fallen einige Beherzte ein. Lauter unb lauter wirb ber Gesang. Schon langt man nach ber Felbflasche, nimmt einen kräftigen Schluck, unb ... schon singt man mit. Ein neues Lieb ertönt, es geht sich schon wieder etwas leichter. Als dann der Gesang verstummt, wagt man selbst einen Witz zu erzählen und fühlt sich durch das Lachen ber Kameraden reichlich belohnt. Vor uns liegt ein Ort. Jetzt heiß es: Zusammenreihen! Die Bewohner stehen auf bem Dorfplatz unb nicht in Frage! So ist es doch in ben Garnison- ftäbten, die Leute behaupten manchmal, wir trügen bie Nase zu hoch, wir seien überheblich. Das Bewußtsein, zu ben auserwählten 100 000 _____.... ... Mann zu gehören, bie Deutschlands Stolz unb I ft u n g e n berechtigen zum Stolz . Sicherheit bebeuten, könnte uns ja überheblich ma» | -------- Mond- [Viertel lOtlb 1» 1 N'si« H t: t letztes Vi tr nur lai des Orion neben seii achteten steigen. 1 eternbilt neueren puntte. übersteh erste als net — werben, bas gü der St< auch ih Auge si heißeste, bie Bet bä Hlttl Größe. . Oie Den Hessen, Siß Die Ar! unter aus Heuchle ; hwMi' unb Pion arbeit. N tung für also best sachbera 1 ungeste! Bem1 einer Dien leist! Arb Erinnerung an „Gösta Verfing." Don Sigrid Llndset. Copyright by I. L. A., Wien. Zu „Gösta Berling" kehrt man immer zurück — ober ich wenigstens werbe immer zu ihm zurück- kehren. Mir war, als stünbe ich unter einem Zauder, als ich ihn bas erstemal las. Ich war noch nicht recht erwachsen, es war in ben neunziger Jahren. Nie habe ich etwas Aehnliches erlebt. Das Tosen ber arohen Problembücher war über meinem Kopfe zusammengeschlagen, als ich klein war. Tanten unb Onkel unb anbere Erwachsene hatten über Ibsen unb Björnson, Strinberg unb Hans Jäger gesprochen unb debattiert, so daß das Zimmer von Stimmengebraus erfüllt war und die Prismen des Kronleuchters klirrten. Sie kamen von Versammlungen, in denen sie gegen Beschlagnahmen protestiert hatten, und ich bekam zu hören, daß ich, wenn ich einmal groß genug fein würde, auch „Die Gespenster" unb „Man flaggt in Stabt unb Hafen" unb „Das rote Zimmer" unb „Niels Lyhne" lesen bürfe. Als bann bie Zeit kam unb biefe Bücher mir zur aeiftigen Nahrung gegeben würben, ba hatten sie für mich bereits einen pädagogischen Beigeschmack. Abgesehen baoon, baß sie vielleicht für eine Halberwachsene nicht ganz verstänblich waren: es ist so schwer, einen unmittelbaren Einbruck von Büchern zu empfangen, von benen man weiß, daß man sie lesen soll, um erziehlich baoon beeinflußt zu werben. Ader bie Reaktion gegen bie Problembücher fiel merkwürbig matt unb unfrisch aus. Sie war ja sehr ernst unb sehr natürlich, biefe Reaktion, bie in ben neunziger Jahren bie jüngste Jugenb bazu brachte, von ben gasbeleuchteten Dortragslokalen unb Dersarnrnlungssälen ber Melieren ins Freie hinauszustreben, in bas Leben, bas aus ber Erbe selbst erwächst. Aber für viele kam bei dieser Flucht nichts anderes heraus als ein Herumspazieren unter dem hellen Himmel der Sommernächte, und die Laute des sprießenden Grases und des lebendigen Lebens der Tiere wurden nur als eine neu- romantische, melancholisch rauschende Begleitmusik den Stimmungen der Spazierengehenden empfunden. Es war nur au begreiflich, daß bie lauten Diskussionen ber Melieren über Gesellschaftsprobleme die Neugier ber Jugenb jenen Tatsachen zuwanbte, die ber Grund bafür sinb, baß Gesellschaftsprobleme unablässig in neuen Formen erstehen — nämlich ben verborgensten Schichten ber Menschennatur. Aber meist blieb biefes jugenbliche Gefallen an ber Seltsamkeit ber Menschen in selbstgefälliger Jch- beirachtung stecken. Diele von uns hatten bas Gefühl, baß ber Realismus ber früheren Generation kurzsichtig war, auf mangelhaftem Wirklichkeitssinn fußte — aber bie großen Begabungen hatte boch eben biefe frühere Generation aufzuweisen; sie, bie Melieren, waren es, bie bas konnten, was sie wollten. Die Neuen wollten zwar berichten, wovon wir erfüllt waren: baß bie Welt tiefer unb weiter war als bie Realisten es sich träumen ließen, baß bie Ungerechtigkeit ber Gesellschaft aus Quellen entspringt, benen nur bie wenigsten unserer Onkel unb Tanten in bie Nähe gekommen waren, baß bas Leben uns Reichtümer bot, von benen sie nichts ahnten. Aber all bas würbe nur selten so gesagt, wie es gesagt werben sollte. Was herauskaum, war nur eine Art oerbünnter, unbestimmter Neuromantik... Da fiel uns „G ö st a Berling" in ben Schoß! Ich glaube, was uns mehr als alles anbere erschütterte, war, baß wir erkannten: hier war bie volle, realistische Neugestaltung ber alchimistischen Prozesse, bie Erinnerungen aus Ereignissen machen, Sagen aus ben Erinnerungen, Helben unb Heldin- nen aus ben Menschen, bie etwas an sich hatten, bas von bem arabischen Pulver ber Phantasie ent- zünbet werben kann. Hatte man uns, bie wir mit bem Realismus ber achtziger Jahre unb ber Neuromantik ber neunziger Jahre ausgewachsen waren, bamit geschreckt, baß „Wirklichkeit^ unb „Dichtung" bie eingeoorene natürliche Tenbenz haben, ein- anber zu fliehen, so gewahrten wir nun in bem munberbaren Fluidum von Selma L a a e r I ö f s Kunst, wie bie Elemente ber „Wirklichkeit^ von ber quellenben Dichtung ans Licht getrieben würben, so wie bie kleinen Schollenkörner von bem quellen» ben Wasser emporgetragen werben — unb Wasser unb Körnchen entströmen bemselben Erbenschoß. Gösta Berling, aber auch ber vertrunkene Priester, ber geizige Brobypastor, rohe unb dumme, schlaue unb döse Gutsherren, strenge unb werktätige, untüchtige unb unnütze Frauen: so unenblich viele unb verschiebens Silber von ihnen konnten baraus werben, weil sie sich in verschiedenen Augen unb Sinnen spiegelten unb jeber Sinn unb jedes Augenpaar ebenso wirklich ist wie alles, was sich in dem Kavalie^sflügel auf Ekeby spiegelt. Die Kavaliere und bie „alten Kutschen" — sinb sie nur (Berümpel, bas vom Leben kassiert würbe, ober sinb sie Reliquien einer heroischen Zeit? Ein einziaes Mal bin ich burch Värmland oe- fommen — Dem Frykensee entlang gefahren —, da war klares Wetter und Sonnenschein. Aber ich konnte mir denken, wie es hier aussehen muß, wenn Sonne und Nebel über dieser weiten Landschaft miteinander kämpfen. Dies bedeutete Selma ßagerlofs Buch, als es zuerst tarn: eine Atmosphäre gleichlich diese Erzählungskunst ist, das erkennt man erst so recht, wenn man das Buch jetzt wieder lieft. Es ist in der schrecklichsten Weise illustriert wor- ruhen, die mit den Scholle in ihrem ihr gleichnishaftes Beleuchtungen in der Welt, deren wir uns nie bewußt worden waren. Wie wunderbar und unver- Gefühl da, an einer Quelle zu kleinen Staubkörnchen uralter süßen, eröbuftenben Wasser Spiel treibt. ben, man hat Prospekte von Sommerpensionen gesehen, bie Anspruch barauf erheben, mit ben Mar- chenschlössern aus Gösta Berlings Reich identifiziert zu werden, man hat es auch gefilmt. Aber bann lieft man „Gösta Berling" wieber, unb biefe Fabelwelt, bie Selma Lagerlof, lang, lang ift’s her, geschaffen hat, umschließt uns so be» hexenb neu, unb wieber sitzt man mit bem alten tung zu unb er äußerte sich Eckermann gegenüber, ber ihn babei überraschte, wie er mit ben Enkeln spielte: „Ich habe nichts baroiber, daß bie Knaben ihre müßigen Stunden mit solchen Torheiten ausfüllen. Es ist, besonders in Gegenwart eines kleinen Publikums, ein herrliches Mittel zur Uebung in freier Rede und Erlangung einiger körperlichen unb geistigen Gewanbtheit, woran wir Deutschen ohnehin keinen Uederfluß haben. Der Nachteil allenfalls entstehenber kleiner Eitelkeit wirb burch solchen Gewinn ausgewogen." Luch über ben Einkauf biefes Geschenkes für bie Enkel haben wir Aufzeichnungen. Im November 1830 schrieb Goethe nämlich an Frau von Wi11emer nach Frankfurt, sie möge ihm einen Spielzeugkasten Goethe als Zauberlehrling. Geschichten um einen Spielzeugkasten Nicht nur bie Kinde/ träumen schon vorn weihnachtlichen Spielzeug unb brücken ihre Nasen an ben Scheiben ber Spielwarenläden platt, wo bie Traurngesichte eine rounberbare greifbare Verwirklichung finben, auch bie Erwachsenen werfen schon einen Blick in bie Fenster unb bleiben an biefem ober jenem Spielzeug haften, bas sie einst in ihrer Kinbheit beglückt hat. So rüsten sich bie Kleinen aufs Wünschen unb bie Großen aufs Schenken, unb wenn bas Spielzeug — bescheibener vielleicht als in ben kühnen Träumen, aber sofort in bas kostbare Gewanb ber Phantasie getleibet, so baß es jeben Wunsch noch weit übertrifft — bann auf bem Gabentisch liegt, werben auch bie Erwachsenen wieber zu Kindern unb schämen sich besten nicht. Auch Schiller ist in harmloser Freude auf allen Vieren unter bem Lichterbaum herumgekrochen, um seinem Buben als Reittier zu bienen, unb sogar ber greife hoheitsvolle Goethe hat sich von bem Bann eines Zauberkastens gefangen nehmen lassen, ben er selbst einmal seinen Enkeln geschenkt hat. Dieser Spielkasten ist heute noch erhalten unb wirb als „aus siebzehn Gegenständen destehenb" beschrieben: „zwei Polichinels, ein magisches Quob- libet, ein Zauberquadrat, ein Domino, em Zusam- mensetzspiel unb anberes mehr" befinbet sich bann, unb „beiliegenb fünfundzwanzig Zettel mit Hand- schriftlichen Angaben von Zauberkunststücken. Alles in einem blau überzogenen Holzkasten." unb eine Beleuchtung ber Wirklichkeit, bie es lange i Der alte Goethe maß biefem Zauberkasten ob nicht gegeben hatte. Dies war ganz unb gar ihre einem Mittel zur Erziehung ber Kinber zur @t* Kunst: sie öffnete uns bie Augen für eine Unenb» schicklichkeit unb Hanbfertigkeit eine große Bedeu- lichkeit von atmosphärischen Schattierungen unb besorgen, „worin mancherlei) Geräthschaften zu Taschenkünststücken mit Anweisung zum Gebrauch beysammen sinb, wie es einem Anfänger, einem Knaben von zwölf Jahren, genügen könnte". Am 19. Dezember bankt er „für gefällige schnelle Besorgung" unb fenbet gleichzeitig ben Betrag für ben Taschenspielerkasten, ber 8 Florin 30 Kreuzer kostete. Weihnachten 1830 würbe also ber kleine Walter mit biefem Kasten beschenkt, unb bald N er vor einem sehr erlesenen Publikum, in dessen Mitte fein Großvater thronte, feine Künste gezeigt Aber ber Großvater nahm bas Zaubern sehr err- unb war ganz bamit einverstanden, baß sich aus ein richtiger Zauberkünstler einmal als ZuschauN unb Berater bei biefen Vorführungen einfand. Onl Juni 1831 erschien nämlich in Weimar ber künstler Seiner Majestät bes Königs von Preußen etc. etc." Professor Ludwig Döbler aus Die"- ein Taschenspieler unb Zauberkünstler, ber viel in Goetheschen Hause verkehrte unb sich ber besonderen Wertschätzung des Dichters erfreute. Das Tagebuw berichtet denn auch von Döbler, baß er „Walther einige Kunststücke gelehrt" habe. Die Sachen au bem Zauberkasten bekamen nun eine gestehe Bebeutung, unb bie Enkel konnten sich als klei Meister bes Faches mit großem Erfolg vor o betfaüsfreubigen Zuschauern beweisen. So lesen w in ben Tagebuchaufzeichnungen: „Abends snit Familie. Walther machte seine Becherkünste r sy artig" und „Walther gab eine Vorstellung I erlernten Taschenspielerkunststücke". Großvater d) Stolz mischt sich hier mit einem echten 3*} <5 des Dichters an dieser Zauberei, wenn er Nch Lehrling dieser Künste auch nicht vermaß, log-n- Kunst be« wahren Master- AU »«Ä Denn unter Döblers Portrat schrieb Goetye anerkennenden Verse: u», „Bedarfs noch ein Diplom beftegeur e Unmögliches hast du uns oorgefptegeu. lt5M trefc,lanu frlPo. Ql h m k l fierte eine l H.inbli denen d'ckeln Ulk ^chreij uhi § N, 5 !&e' ®ltl bi,® ' it Sie r Selbst flrupp, front gedani verwa. unbiiri tung, lung q ur die 'ann c einen absolut feines Leim starker dem mi wann - Sporte, fiitnmten Mstellu Es gib eignet befkand Oer Sternhimmel im Dezember L * aM M- tt)Tt idMürtztt,- i/Mn 'W Rmrn ur- ! Trdmten bti eben meder w Mei im lli !ier 2,90 D eaxßeiler-^erfj 2. - (499)- des notionok anbsMdN •bniffe in Sra1' r ntaftiffy M Den Mmen i?n bißet bit Lm ausgetnen- t Wmchabk dMMM »n Ä* M- der grmntz !5 ihm tiM' mengerürff und gedeckt werden. Alle Lände halsen mit, alles schrie und stieß durch, einander, hier ging eine Taffe ,u Bruch, und dort drohte ein ganzer Tisch um- gestoßen zu werden. Es war wunderbar! - Schließlich saß alles. Die Schoko« ,ade tonnte eingegoffen und di« denkwürdige Schlacht um di« Kuchenteller eröffnet kÄ Himmels ist, so dankt er das seiner ungeheuren 1 links. Klöße. Der ganze Stern ist ein gewaltiger Gas° I Der die 24 Stundenzahlen von Mitter* nacht bis Mitternacht eines Tages ent* haltende Kreis und die dick punktierte Linie, der sogenannte Horizont, sind fest* stehend zu denken. Der Sternhimmel dreh» sich samt dem auf Mitternacht zeigenden geraden Pfeil — gewissermaßen dem Zei* ger der Himmelsuhr — in 23 Stunden und 56 Minuten im Sinne des gebogenen Pfeils einmal um seinen Mittelpunkt. Der eingezeichnete Horizont umrahmt die zu der Stunde, auf die der gerade Pfeil zeigt, um die Monatsmitte sicht• baren Sterne. Unsere Karte zeigt also den Zustand um Mitternacht der Mo* naismüte. Will man zu einer anderen Stunde beobachten, so denke man sich den Sternhimmel samt dem geraden Pfeil so gedreht, daß dieser auf die Be* obachtungsstunde zeigt; dadurch werden die zu dieser Zeit sichtbaren Sterne in den nicht mitzudrehenden Horizont hineingedreht. Für je 5 Tage vor der Mo* natsmitte ist der gerade Pfeil Vs Stunde bittenden, bettelnden Kinder- V | äugen. Dieser A Kampf um ihr Herz war heiß, beschämt gestand die Frau, der große Augenblick für Geschenk umspannten, ging auch ihr das Herüber, und auch sie wurde glücklich. Seitdem ist sie wie umgewandelt, hat das Vergangene vergessen und blickt froh in die Zukunft. Und die Weihnachtspläne für dieses Jahr sind schon geschmiedet / Vie Moral von der Ge- / schichte? Glück findet immer, wer Kinder zu Weih- nachten glücklich macht. Zauberkchn ■ Kinder M ine große l ermanns wie er M dawider, M mit solche"- >rs in N; ;rliches N Erlangung 0 Mit, flf; kleiner f. ■«$ rff rZH ng zuni w*\ ige» «SÄ! Ä'S- K i d--> Ä kK K?S Ak der \ löeitu°/ tyd iblel. pie sich L X. W ri jW «ii* Es war ein schwieriger Fast. Ast« möglich«n Umstände und unglückseligen Verstrickungen der Kriegs- und Nachkriegszeit hatten dazu geführt, daß die Frau meines Freundes gegen alles Heutige ihr Her, ver. steinern ließ. Sie lebte nur in der Vergangenheit und glaubte, das unglücklichste Wesen auf der Welt zu sein / Oas schmerzte den Mann sehr, denn er erwartet« von der Zukunft noch manches Schöne. Oie Advents« zeit jetzt brachte ihm eine Idee, bei deren Durchführung ich ihm helfen mußte. Mit zwei Dutzend Kindern aus Haus und Nachbarschaft wurde die geheime Abmachung getroffen: Wenn an diesem Fenster eine weiße Fahne erscheint—dann kommt sofort zur WeihnachtSbescherung / Wir mußten vorsichtig Vorgehen. Tagelang brachten wir heimlich in kleinen Paketchen die Geschenke ins Haus und versteckten sie sorgfältig. Dann mußte Weihnachtsgebäck in ungeheuren Mengen angeschafft werden, für Schokolade war zu sorgen, und schließlich war auch ein Bäumchen in die Wohnung zu schmuggeln. Endlich kam der Tag, und wir sahen nun im Zimmer meines Freundes und warteten darauf, wann seine Frau wohl ihren Spaziergang machen würde, denn wir mußten sie ja vor die vollendete Tatsache stellen / Es wurde drei t« wurde vier llhr. Noch immer war sie nicht gegangen. Von der Straße erschott ständig onschwellendeS Gemurmel. Oie Zahl der wartenden Kinder nahm jede Minute zu. Endlich! Kur, nach 4 tlhr schlug die Haustür zu. Wir warteten noch ein paar Minuten, und dann wurde das verabredete Zeichen gegeben / Was nun folgte, war ein unbeschreiblicher <7> Tumult. Zn aller Eile mußten Tische zusam« Es Ist sowohl im Sinne des sozialen 3nter- esses des einzelnen Angestellten, als auch der Volksgemeinschaft falsch, wenn sicy jeoer Betrieb sozusagen seine Spezialisten züchtet ux.v im folgenden eifersüchtig darüber wacht, daß die Personalinzucht des Betriebes nicht gestört wird. Wettbewerbsklauseln in solchem Zusammenhang haben in unserer Zeit ihren Sinn verloren, nicht minder aber der Egoismus oder die Bequemlichkeit von Abteilungsleitern, die sich nicht selten wehren, „eingearbeitete" Angestellte selbst an andere Abteilungen des gleichen Betriebes abzugeben. Wir tragen noch heute schwer an den Folgen einer Personalführung verbürokratisierter Großbetriebe, die uns im Verlaufe der Wirtschaftskrise ein Meer von absolut einseitigen, kaum noch einsatzfähigen An-, gestellten zur Betreuung überantwortet haben. Es ist hohe Zeit, Umkehr zu halten, wenn das Facharbeiterproblem, das durchaus auch ein Problem der Angestellten ist, gelöst werden soll. Wir können also die Facharbeiterfrage in den Angestelltenberufen nicht lösen, indem wir uns beschränken auf die fach- und sachgemäße Leitung und Einführung von Berufsanwärtern in die Berufe der Angestellten. Berufsfachberatung und Lehr- stellenvermitllung durch wirklich berufener« bunbene Berater und Vermittler i ft notwendig. Darüber hinaus aber bedarf es einer Füh- rung jugendlicher Angestellter in den Betrieben und schließlich von Betrieb z u Betrieb, um das Ziel zu erreichen: einen Stamm von Arbeitsmenschen in den Angestelltenbernfen heranzubilden, der fähig und willens ist, durch die Leistung jedes einzelnen unserem Volk den zukommenden Platz unter den Völkern zu erkämpfen und im Wettbewerb der Wirtschaft zn behaupten. aber kurz. Oi« Kinderaugen hatten gesiegt, und daß fl« garnichtS ,u bescheren habe / Das meinen Freund. Sr nahm seine Frau beiseite und übergab ihr die vielen, vielen Paket«. Als sie dann beim «usteilen der Gaben immer wieder da^Slück in di« Kinderaugen kommen sah, wenn di« Händchrn ihr firnes Berufes. Beim Techniker tritt die Spezialisierung wohl farker in Erscheinung, als beim Kaufmann. Trotz- Dtm muß auch hier das Ziel — analog dem Kauf- mann — der Techniker fein, der im Rahmen seiner fcparte, also nicht nur einseitig in einer ganz be- stimmten Herstellung, oder gar nur des Teiles einer Herstellung, Bescheid weiß. 6s gibt in allen Betrieben Stellungen, die geeignet sind, jungen Menschen nach ordentlich «bestandener Lehre Gelegenheit zu beruflicher Fortentwicklung zu geben. Cb handelt sich da z. B. um Posten, auf denen fr-ebfame Angestellte aus der im Diktat angesagten Korrespondenz ohne weiteres Einblick in bedeu- t-nde Geschäftsvorgänge nehmen können. Sie er- Hilten also Gelegenheit zur Hebung im kaufman- risch selbständigen Denken. Sie begreifen so viel- ibldjt sogar schon die Anforderungen, die an den i-isponierenden Korrespondenten gestellt werden, solche Stellen dürfen nicht weiterhin besetzt wer- d-n mit Angestellten ohne regelrechte Lehre, ein- s itig auf Kurzschrift und Maschinenschreiben dres- frsrte Stenotypisten und Stenotypistinnen, für die altung einer solchen Tradition ist nur möglich bei ßl chzeitiger Pflege der Leistungen. Für Einkäufer ur* Verkäufer ist somit die wieder eingetretene R!.7kkehr zum Qualitätsgedanken von größter Wich- tifieit; sie dient zudem der Förderung von Kultur ur> Wirtschaft. deshalb: Kaufe Qualitätsware beim Einzelhändler. Der Adventskranz. Lch hatte mir einige Ballen Tannenreisig gekauft, j lir bei Gelegenheit meine Rosen im Garten ein- be- en zu können. Sie lagen im Vorgarten. Als ich ern nachmittag nach Hause kam, sah ich, daß, 5ei Draht von einem Ballen gelöst war und et» lic? Tannenzweige auf dem Gartenwege lagen. Dclh brauchte ich nicht lange zu grübeln, wer hier bei kleinen Raub vollführt hatte. Ich hatte kaum bit Flurtüre geöffnet, da sah ich schon die Tan-1 ire^weige über der Lampe dicht an der Decke l)ä1 gen. Mine Kinder hatten einen alten Spielreif i irr dem Grün des Waldes umwickelt, dazwischen i eilige schmale rote Seidenbänder gebunden und I nie Kerzen aufgesteckt. Am Sonntag wird nun bä; erste Licht angezündet am Adventskranz. Aus bei Augen der Kinder strahlte mir die ganze Evigfeit der kommenden Weihnachtszeit entgegen. Rn noch einige Wochen und dann-- ür die ganz Kleinen ist das freilich eine recht loige Zeit, aber sie sehen am ersten Adventslicht be Anfang einer schönen Zeit. Sie wissen nun, ber nichts mehr abgeändert werden kann, daß nie» nwib imstande ist, daß Eintreffen des Weihnachts- | zu verhindern. Nur ungeduldig werden sie michrnal. Sie schauen zum Abreißkalender und fri en sich an jedem Abend, wenn wieder ein Blatt (■Griffen werden kann ... Dann kommt der zweite Mhent, das zweite Licht wird angezündet ... i-o vergessen die Kinder die Gegenwart und trennen von der schöneren Zukunft. Denn alles, ®i • hinter dem Adventskranz kommt, ist doch lchin und herrlich. Und was nach dem Feste tsrnnt? Danach fragt kein Kind. Sie sehen nur den •linm Höhepunkt. I Mr Erwachsenen aber denken daran, daß das öslim auch nach dem Weihnachtsfeste weitergeht. Di«. Zeiten sind immer noch hart, und vielleicht gibt i« iann wieder neue Sorgen. Für die Kinder ist Itas Weihnachtsfest der Tag der Erfüllung ihrer 'Pünsche. Ob wir aber diese Wünsche alle erfüllen I pn; en, darüber haben wir Eltern nachzudenken. 1 ir werden eines Tages die geschriebenen ! Vimschzettel der Kleinen auf dem Schreibtisch oder ^Briefkasten (manche mit der Aufschrift: An den Nkchnachtsmann — persönlich!) finden. Wir wer- btn lächeln und ungläubig den Kopf schütteln und ■« manchmal sagen müssen: „Leider geht das Kitt!" — hinn aber fällt uns wieder unsere eigene Kind- W ein. Was waren das für fdjörre Tage, wenn un eine Freude hevorstand! Wie konnten wir lau- !«-> haben! ^Ubertu, l'ndech ^r{9en Sams- ?*hf 1 eine fiekr ! M? He" brache Glieder, bie. "EN und Etz S 'h«r Eiy Aruna ihre» E t verfehltem; ten m vollk^ dch Sieber,’ tr Familie, ic degenharren,. kennnen k Kinder ertti® ’len des & etreut werden !sand ein b in Gießen Jeder schen Kindech lngiiltigkeit k 5 entnommen: Zt (ein, dH r KinderstA: 6er Familie ) nicht (uni 6 Adventszeii Hinweise übe :r Kinderstiib, Denn schöne l n der fester deM/On- ! enwNt ifeiwÄr mcmty eMg bt'w, ttz,eit rck M iebet Wl« e DetpWw (dfont Vmk liern and) ft ra (Buten bai L. sich ein frll ■ i/ye beulte 5 finigt. Wie W das Weihnacht- der hinausDll tbtm milgenoni' yw.te sei bin ‘ MsWeni >inen\ [glaub üm M )e, bann \ti ierinneW t aber auch eit setze eine' ten voraus, endig. Ein'' he, denn Die . Ueberafl; die Helles t in denS her EmM' als ledigli^ ung langM t Herinnen'^ 15 beste r öi/ 'W chen nicht ssen bleibe^ sy xS> M S .eint f«1- * *Ä n es be> leit se^' Eld- 2Ä S% LZ l.A * r, x " V.,, !Xfahrtenhe Motorwagen-Verkauf s^esellschaft m.b.H, Telephon Nr. 2847. Bis zu nm 200«' Ersparnis - kostenloses fahren im Minier Die Minter-Sonderpreise Das 5onöer-Pcogcamm gilt nur für IDagen, öie oom Opel- Händler bis zum IS.februar 1935 jur Ablieferung gelangt find. Am I4.februar 1935 werden die flreife wieder erhöht. Alle breiTypen werden auch im nächsten fahr weitergebaut. Opel 1,2 ftr. Modelle m.4 JyI.vier-fakl Motor: Limousine. 2-türig ... statt RAI 1880.- BM 1750.* Cabr.-£im., 2-türig .. statt RIT) 1990.- RR1 1860.» Spez.-Lirn.. 2-türig .. statt RITI 2200.- RM 2070 * Opel U Hr.4JyLrn.Opel Synchron federung: ks war beabfuhtigt, die Preise dieser Type wie folgt ju erhöhen: Limousine. 2-türig von RM 2650.- auf RAI 2850.- Labr.-Lim.. 2-türig von RM 2750 - auf RAI 2950.- Limousine. 4-türig von RM 2950.- auf RUI 3 I 50.« Cabriolet,i 4-siHig von RM 3250.- auf RUI 3300.« Don dieser Preiserhöhung wurde im Zuge des Winter-Programms abgesehen. und es bleibt bis jum 14. februar 1935 bei den alten Preisen. Opel 6 3yL 2 ftr. m.Opel-Synchron-federuny: Limousine. 4-türig ... statt RUI 3600.« RM 3400.- Cabriolet, 4-sitzig .... statt RAI 4000.- RM 3800.* Preise ob IDerh. • flbom Opel 0.-6.' Hüffelsheim em Mein. OPEL der Zuverlässige SJL^fpont Vor dem Lokalkamps VsV.-R -Spielvgg.1900 darauf bedacht fein, ihre günstige Position Tabelle zu festigen, die Grünweißen habe in der irünweißen haben nach Am ich Großen-Buseck. Man ist gespannt, ob Kros- rs die Ruhepause genügend ausgenutzt hat, die na. gewonnenen, einem unentschiedenen und vier Derbe» 1900: VfB.-R. Die Spielvereinigung 1900 ist dadurch, daß Schmelz noch nicht spielen darf, in allerlei Sorgen fährliche Mann jein wird. Die Mannschaften gegnen sich in folgenden Aufstellungen: Einen überraschenden Erfolg erzielte die in den österreichischen Meisterschaftsspielen an letzter Stelle stehende Wiener Austria im ersten Spiel ihrer Englandreise. Dor 17 000 Zuschauern konnten die Wiener über den FC. Liverpool mit 2:0 (0:0) einen schönen Sieg erringen. Schlarb Zeiler Lippert Hauptfeld Lehrmund Schwan. Iußballabteilung des Turnvereins Wieseck. kommenden Sonntag wird der Sportverein Deutsche Jungen wollen Heime, die sie aus- gestalten, wie es sich für ihre jungenhafte Art schickt, Heime, in denen sie sich während des Dienstes wohlfühlen! Volksgenossen, gebt der HI. Helme, erfüllt die wünsche und fördert den Aufbauwillen deutscher Jugend! im Endspiel auf Ellsworth Dines, der auch der Endrunden-Gegner Nüßleins in London war. Lenkitsch schwimmtZahresbestzeit. Bei einem Angriff auf den 200-Meter-Kraul- rekord von Deiters mit 2:16,1 erreichte der Aachener Meisterschwimmer Lenkitsch die gute Leistung von 2:16,5 und stellte damit eine deutsche Jahres» bestzeit auf. Earaceiolas Weltrekordversuch auf der Avus abgebrochen. Rudolf Caracciola unternahm am gestrigen Freitag mit dem Mercedes-Benz mit Limousinenaufbau auf der Avus einen neuen Weltrekordversuch. Die Fahrt muhte nach 140 Kilometer abgebrochen werden, da sich eine Schraube gelöst hatte und das Del auslief. Während die Weltrekorde Hans Stucks im Laufe der gefahrenen sieben Run- lorenen Spielen 9 Plus- und 9 Minuspunkte. Die Minuspunkte wiegen schwer. Außerdem hat die Elf der Grünweißen ein Spiel mehr hinter sich. Der Unterschied in der Spieltechnik zwischen beiden Mannschaften ist offensichtlich. Die Elf der Spielvereinigung hat in ihren letzten Spielen gezeigt, daß sie, wenn sie ihrem System treu bleibt, wenn sie flach und weiträumig kombiniert, schwer 0u schlagen »ft. Dazu kommt, daß die Blauweißen in Lippert und Zeiler eine ausgezeichnete Verteidigung stellen können, in der Läuferreihe über hinreichend gute Kräfte verfügen, wenngleich dem Sturm etwas mehr Elan zu wünschen wäre. Bei den Grünweißen, denen es zwar an Eifer nicht gebricht, ist das Verständnis der Mannschaft untereinander gegenwärtig nicht ausgeprägt genug, so daß sie in dieser Hinsicht dem Gegner unterlegen sein werden. In ihrem Sturmführer Birke n b i e l haben sie eine sehr brauchbare Kraft, der in den letzten Spielen mehr und mehr gefallen konnte und der für die Blauweißen auch der ge° Der SC. Rieherfee bezog auch in seinem zweiten Londoner Spiel um die Eishockey-Europa- Meisterschaft eine Niederlage. Er verlor gegen die Wembley Lions 5 : 2. Mank Heilmann heinbach Wilhelmi Hammer Koch horz Dörr. Ritter Feuster Birkenbiel Fehling Mattern Sauer Knauß Heß ob ihrer Aufstellung geraten. Für die Mannschaft der Grünweißen ist es zweifellos ein Nachteil, daß Lehrmund in der Verteidigung mitwirken muß, wo er an anderer Stelle besser am Platze wäre. Immerhin erscheinen beide Mannschaftsaufstellungen in Anbetracht der bestehenden Möglichkeiten doch recht günstige Lösungen. Man wird einen harten Kampf zu erwarten haben. Die Mannschaft der Spielvereinigung wird Der Waldsportplatz ist am morgigen Sonntag wieder einmal der Schauplatz eines sportlichen Wettkampfes, dem zweifellos m den Kreisen der Gießener Fußballanhänger mehr Interesse entge- aengebracht werden wird, als den sonstigen Spielen. Die Rivalen — Grünweiß und Blauweiß, VfB.-R. und Spielvereinigung 1900 — stehen sich im Kampf um die Punkte gegenüber. Noch ist das Vorspiel in lebendiger Erinnerung, in dem die Blauweißen einen überlegenen Sieg erfochten, der in dieser höhe und in dieser Eindeutigkeit — 4:0 — nicht erwartet worden war, der von der Spielvereinigung aber verdient errungen wurde. Die Grünweißen enttäuschten ihre Anhänger seh» heftig. Wie wird das Rückspiel der zweiten Runde enden? Diese Frage liegt auch für diesmal in der Luft. Es wäre jedoch vermessen, lediglich auf den Vorspielsieg hin, oder der Papierform der Spielvereinigungs-Mannschaft nach, den Blauweißen den Sieg zuzusprechen. Die besseren Chancen liegen aus der gegenwärtigen Disposition heraus bei der Elf der Spielvereinigung. Das scheint auch der Tabellenstand beweisen zu wollen. 1900 liegt bei acht ausgetragenen Spielen mit 10:6 Punkten an der zweiten Stelle in der Tabelle. Fünf Spiele wurden gewonnen, drei verloren. Das Torverhältnis lautet Hoffnung, daß sie dem Gegner eine glelchwerttgS Partie liefern wird. Die Kleinsten im VfB. werden vor dem Lokalkampf der Liga versuchen, gegen den Lokalgegner eine gute Partie zu liefern. Spielvereinigung 1900 Gießen. Die Liaareserve der Spielvereinigung 1900 steht vor der Lösung einer sehr schweren Aufgabe, denn sie muß dem Tabellenersten und voraussichtlichen Meister ihrer Spielgruppe, dem Sportverein Heuchelheim, entgegentreten. Bereits das Vorspiel auf eigenem Platz ging bekanntlich 3:1 verloren, so daß die Aussichten für ein erfolgreiches Abschneiden der Gießener in Heuchelheim noch schlechter sind, es sei denn, daß der eingestellte Ersatz sich besonders gut anläßt. Die dritte Mannschaft ist erneut spielfrei. Jugendspiele. Auf dem Sportplatz an der Liebigshöhe hat die Jugend das Wort. Vormittags trifft die erste Jugend auf die gleiche der Sportabteilung des 1920 Lollar mit zwei Mannschaften in Wieseck zu Gast sein. Das Spiel der ersten Mannschaften, das als Verbandsspiel der Nachrunde ausgetragen wird, dürfte ein spannendes Treffen werden. Obwohl Wieseck mit Ersatz antreten muß, wird es bett Gästen, die in stärkster Aufstellung erscheinen wer* den, ein gleichwertiges Spiel liefern, dessen Blust gang völlig offen ist. Im Spiel der zweiten Mannschaften beider Vereine, das vorher als Freundschaftstreffen zum Austrag kommt, werden wohl die Platzbesitzer, vorausgesetzt, daß sie vollzählig zum Spiel erscheinen, den Sieg für sich behalten. Sportverein 1920 Heuchelheim Die 1. Mannschaft des Sportvereins Heuchelheim erwartet am morgigen Sonntag die Reserve von 1900 Gießen zum ersten Verbandsspiel der Nachrunde. Die Gäste verfügen zur Zeit über gute Kräfte, während Heuchelheim mit Ersatz antreten muß. Trotzdem sollte man annehmen dürfen, daß die Punkte in Heuchelheim bleiben. Es dürfte ein spannendes Spiel zu erwarten sein. Die unteren Mannschaften sind spielfrei. Zußbattabteilung des Tv. Kinzenbach. Zu einem fälligen Verbandsspiel empfängt am morgigen Sonntag die erste Mannschaft des Turnvereins Kinzenbach die gleiche des SpV. Hohensolms. Den Gästen geht der Ruf einer kampfstarken Mannschaft voraus, so daß die Einheimischen auf der Hut sein müssen. Diese müssen wieder einmal mit Ersatz antreten, sollten aber trotzdem in der Lage sein, die beiden Punkte zuhause zu halten. Endtermine der Fußball-Meisterschaft. Bis zum 31. März haben die einzelnen (Baue ihre Meister dem DFB. zu melden. Die 16 Meister werden in vier Gruppen eingeteilt, die eine Doppelrunde mit hin- und Rückkampf austragen. Die Spieltage der ersten Runde sind der 7., 14. und 28. Aprjl. Die Rückspiele werden am 5., 19. und 26. Mai durchgeführt. Am 2. Juni bestreiten die Gruppensieger die beiden Dorschlußrundenspiele und am 16. Juni steigt der Endkampf. den nicht ganz erreicht werden könnten, befand sich Caracciola auf dem besten Wege, den Stundenweltrekord, der auf 217 Kilometer-Stunden steht, zu brechen. Die bis zum Abbruch der Fahrt erzielte Zeit entsprach einem Stundenmittel über 220 Kilometer. Kurze Sportnotizen. Richard Hofmann, einst Deutschlands berühmtester Stürmer, wurde wegen Schiedsrichter- beleidigung für §wölf Tage, bis zum Abschluß des ordentlichen Verfahrens, gesperrt. 21:11. Die VfB.-Mannschaft steht ungünstiger. Sie borj . „ u ... . ... „. ... rangiert auf ben vierten Platz und hat bei vier Spieler zu trainieren. In Leihgestern tritt Lieh gewonnenen, einem unentschiedenen und vier ver- an. Ein spannendes Spiel ist zu erwarten. Man gibt dem Platzverein einen kleinen Vorteil. Wieseck empfängt Lollar und wird versuchen, die im Vorspiel erlittene Niederlage wettzumachen, was der Mannschaft auch gelingen sollte. Allendorf muß nach Steinbach und wirb Mühe haben, auf bem kleinen Platz in Steinbach zu Punkten zu kommen, trotzbem rechnen wir mit einem knappen Sieg ber Allenbörfer. Alten-Buseck tritt in Grünberg gegen bie zweite Mannschaft bes Vereins an. Ein knapper Sieg Alten-Bufecks ist möglich. Lonborf spielt auf eigenem Platz gegen Wißmar und wird versuchen, wenigstens das Rückspiel zu gewinnen. In Treis tritt VfB. III an. An einem Sieg ber Gießener ist nicht zu zweifeln. Fellingshausen — Frankenbach heißt die nächste Begegnung, Fellings- Hausen sollte bas Spiel gewinnen können. Robheim fährt nach Erba unb muß sich anstrengen, wenn die Punkte mit nach Hause genommen werben sollen. Kinzenbach hat auf eigenem Platz Hohensolms zu Gast. VfB.-ReichSbahn Gießen. Die zweite Mannschaft spielt auf eigenem Platze gegen bie Erste aus (Brünberg unb sollte bie Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, durch einen ein» heutigen Sieg bie Schlappe bes Vorspieles wettzumachen. Die Dritte fährt nach Treis unb bürste ben Vorspielsieg, wenn auch nicht in biefer höhe, wieber- holen. Jugendfuhball: Die erste Jugendmannschaft hat am Sonntag bie erste Jugend bes VfR. Lich zu Gast. Die letzten Leistungen ber VfB.-Jugenb berechtigen zu ber Turnvereins Wieseck. Noch immer führt 1900s Jugenb ohne Punktverlust die Tabelle an. — Die zweite Jugenb beabsichtigt, sich an ber ersten Jugenb ber Spielvereinigung Leihgestern für bie im Vorspiel erlittene knappe Niederlage schablos zu halten. Leicht wirb biese Aufgabe auf bie hiesi- Sen nicht sein. Dor bem Lokaltreffen ber Liga- Mannschaften auf bem Walbsportplatz bestreiten die Kleinsten einen Lokalkampf. ben letzten Spielverlusten an Terrain aufzuholen, wenn sie in ber Spitzengruppe verbleiben wollen, hoffentlich gelingt es bem Schiebsrichter, Minus n f e l d (Fulda), bas Spiel jeberzeit in ber Hand zu behalten. Erfreulich wäre es außerbem, wenn sich bie Spieler aller Ritterlichkeit befleißigen möchten unb bas Publikum ebenfalls. Oie Kreisklaffenspiele des Sonntags. DfB. II empfängt Grünberg. Ein knapper Sieg ber DfB.er ist zu erwarten. Heuchelheim hat 1900 II zu Gast unb wirb bem Gegner bie Punkte abnehmen. Erstmals tritt Krofborf nach langer Pause roieber zu ben Verbanbsspielen an unb muß 1000 Winterhilfe-Spiele im Handball. Den gleichen Dpferfmn, wie ihn bie Fußballer im Bußtag mit ihrer großen Hilfsaktion bewiesen, oeseelt auch bie große beutsche hanbballgemeinbe. Dem Ausruf bes Fachamtsleiters für hanbball im Dtffi., Brigabeführer Herrmann, entsprechend, inb in allen beutschen Gauen zugkräftige Spiele ür bie Winterhilfe angefetzt worben. Runb 4000 Mannschaften stehen am 2. Dezember im Dienste Der großen Hilfsaktion. Recht geschickt würben bie Spiele ausgewählt, unb es gibt in einigen Gauen einige Großveranstaltungen, bie ihre Zugkraft nicht verfehlen sollten. In ber Reichshauptstadt verbient ein Hallenturnier befanbere Erwähnung. Ueberall -"inb große Treffen angesetzt unb auch bie hand- valler werben für ben wohltätigen Zweck einen annehmbaren Betrag abliefern können. Tagung her Oieiwarte. Die Sietmarte ber Turnvereine haben am Sonnig, 2. Dezember, zu einer sehr wichtigen Tagung m „Aquarium" zu Gießen zu erscheinen. Der Diet- Dari steht in ben Vereinen ber Deutschen Turner- chaft vollberechtigt neben bem ersten Turnwart. Dieser hat vorzugsweise bie turnerische Ausbilbung, Ins in erster Linie eine körperliche ist, zu leiten; l«r Dietmar! bagegen übernimmt bie geistige unb selische Schulung bes Turners unb ber übrigen Bereinsmitglieber. Er hat sie mit bem Geiste bes Kationalsozialismus zu burchbringen unb ihre rraft in bie nationalsozialistische Aufbauarbeit ein« pfpannen. Darüber soll ber Dietmar! allerlei Weg- o»eisung erhallen. Aus dem Turnkreis 11 Wetterau-Vogelsberg. Ausscheidungstumen in Vad-Nauheim. Am morgigen Sonniag oeranfialie! ber Turnkreis Beiierau - Vogelsberg, ber aus ben Unierkreisen Tübingen, Schotten unb Friebberg besteh!, in ber Turnhalle ber Bab-Nauheimer Turngemeinbe ein I! usscheibungslurnen, zu bem sich eima 30 ber besten h«eräie» unb Kunstturner gemelbet haben. Der r Kampf, ber von Kreisoberturnrnart Dr. Sieger! ^Stockheim) unb Kreismännerlurnmar! Eschen» slber (Bübingen) geleiiei roirb, gilt in erster nnie ber Ermittlung ber Kreisbestmann- Ichaf!. Diese roirb bann zu Beginn bes neuen I mhres in Hanau a. M. mii ben enifpreefjenben Nannschaften ber Turnkreise 10: Rhein-Taunus unb .2: Main-Kinzig in Wettbewerb treten. Die Mannhaft, bie aus biefem Kreisgruppenkampf in Hanau lCs Sieger hervorgeht, kommt bann mit ben Best- 'lannschaften ber brei anberen Kreisgruppen bes laues in ben Enbkampf, ber bie beste (Bau« l nannschaft feststellen roirb. Jeber Turner hat je eine Kürübung am Reck, harren, Pferb (quer), Pferb (lang) unb eine Kür- faeiübung zu turnen. Sieger ist, wer 65 unb mehr fainfte erreicht hat. Der 1. Sieger ist Kreis- r e i ft e r am Gerät. Die acht Besten bilden bie Srreisbeftenriege bes Turnkreises 11. Oer olympische Amateur. Der Ausschuß zum Stubium ber Amateurfrage, bir auf ber Tagung bes Internationalen Olympismen Komitees in Wien ins Leben gerufen würbe, bi t bie Basis für bie Definition bes Ama - ti urbegriffes gefchaffen. Amateur ist ber» jnige Sportsmann, Der weder birekt noch inbirekt ligendwelche gelblichen Vorteile hat. Ein Berufs- fioortier kann nicht in einer anberen Sportart hnateur fein. Ein Sportler barf bie ihm von einer f rma angebotene Stellung annehmen, voraus- kl setzt, baß er auch bie Arbeit verrichtet, für bie c verpflichtet ist. Auslanbsreisen bürfen nicht länge als 21 Tage bauern. Künftig werben auch Offene" Veranstaltungen vorgesehen, b. h. solche mit bmateuren unb Profis. Mßlein schlägt Tilden. ; 3m Internationalen Tennis-Turnier ber Profis t Paris schlug ber beutsche Weltmeister Hans ! ü ß l e i n ben Amerikaner W. T. T i l b e n nach lser Sätzen mit 6:2, 6:4, 4:6, 9:7 unb trifft nun Das Opel-LDinter-Programm ermöglicht, burch bie LDinter- Sonöerpreife öie»ffanöerltaufenb«bcn ID in ter über in Arbeit zu halten. Die einschneidenden Preisnachlässe decken die normalen IDinterbetriebskosten des eigenen Opel-IDagens für Ulonate durch die beim kauf erzielten Erfparniffe.- IDor jetzt feinen Opel kaust, hat die Auhniestung eines eigenen IDagens schon im LOinter - zu einer ]eit, in der er ihn vielleicht ebenso dringend benötigt toie im Sommer. J 6 f) f mehr Denn je: 5 i c handeln gegen‘3 hr eigenstes Interesse, wenn Sie den Opol-fiänölor nicht auffuchen. ehe S i e häufen! Gießener Einzelhändler werben! Denke verantwortungsbewußt. kaufe 6117 nP1 G»IL, LEIB Kirchstrahe Jlr. 2 14 . D -51 4A D ovelle 6083 U 6102 L» D D *?■< K sio* D ZentRa-Uhren .ft? Hüte u. Mützen in großer Auswahl ■X ■ 123 D •’ i|l' Stol M^eLhauA%?uhL Brennholz 456 D ' ’ 't i. 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Die Meldepflicht gemäß Abschnitt I wird durch Anmeldung bei den aus dem Meldestellenverzeichnis ersichtlichen Meldestellen erfüllt. Zur Anmeldung ist das bei den Meldestellen kostenlos erhältliche Meldeformular zu benutzen. Die Meldestellen können nach Bedarf Melde- Nebenstellen errichten, die in einem Melde-Nebenstellenverzeichnis von ihnen bekanntgegeben werden. 2. Die Meldefrist läuft bis zum 15. Dezember 1934. Die Anmeldungen sind innerhalb der vorbezeichneten Frist zu bewirken. Jeder meldepflichtige Betrieb ist nur einmal anzumelden. III. Meldegebühr. 1. Bei der Meldung ist von jedem meldepflichtigen Bettiebe eine einmalige Meldegebühr in Höhe von 2 Mark zu enttichten. 2. lieber die ordnungsgemäß erfolgte Anmeldung und Entrichtung der Meldegebühr erhält der Meldepflichtige für jeden meldepflichtigen Betrieb eine Quittung. In unserem Weihnachts-Verkauf 1 Gießen, Bahnhofstraße 2-4 NB,: Gegen kleine Anzahlung legen wir gerne alle gekauften Waren bis zum Feste zurück. 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Blick in eine Mannschaftsstube. d«: (Mineinschaftsgedankens gestellt, wie ihn Ii d d 1 ni bC sLhrer und Reichskanzler Adolf Eitler aus rnroßen Fronterlebnis des Weltkrieges über die ii ses deutschen Niederganges hinweg als Gründet iiiir den Aufbau des Dritten Reiches erhalten hat in den Arbeitsdienstlagern sollen unsere jungen M Linker, im Frauenarbeitsdienstlager auch unsere jung'n Mädchen, lernen, die Gedanken und Wünsche de - iigenen Ich den höheren Erfordernissen der (9li>innn(d)aft unterzuordnen, die jungen Menschen süsk im üblichen Arbeitsgang erforderlichen Geld- niirtle nicht vorhanden sind. Neben diesem hohen gemeinnützigen Zweck ist dem Arbeitsdienst als Auf- ga 21 r b e i t s b i e n ft a b t e i • I ijm 5/222 Gießen auf dem Grundstück des frPhr en Philosophenwald - Gasthauses vom Reichs- ft^ttlnltcr Gauleiter Sprenger seiner Bestimmen übergeben. Dieses Ereignis, dem viele Volks- ddbwen als Vertreter von Behörden und als 3) tarier des öffentlichen Lebens beiwohnten, hat deim Urbeitsdienft in Stadt und Kreis Gießen in bc||i Vordergrund des öffentlichen Interesses gerückt. J) 14 trug auch der schmucke Hausbau bei, den die Tlüb^tsdienstabteilung neben dem früheren Philo- su^hnwald-Gasthaus errichtet hat. D Arbeitsdienst hat nicht die Aufgabe, dem bdlmtätigen deutschen Menschen Konkurrenz zu mmdm und ihm seine wirtschaftliche Existenzgrundlage-zu beeinträchtigen. Er soll vielmehr Ar- b.liii-s aufgaben im Dien st e der Volks- g'«i jiim t h e i t lösen, deren Verwirklichung zum N'dtzin aller deutschen Menschen ohne den Arbeits- biihrf: nicht erreicht werden kann, weil dazu die ans loen verschiedensten sozialen Schichten sollen butidi die Kameradschaft des Arbeitsdienstes einem« dcir räher kennenlernen und dadurch gutes 23er» stißnüüs für einander gewinnen und es weitergeben ato Lle Volksgenossen ihres Lebenskreises, damit hiierrüs die wahre deutsche Volksgemeinschaft er- ftitt?' kann. L^elite ist der Eintritt in die Reihen der Arbeits- bii»Kämpfer für das neue Deutschland noch frei» wnilli . wenn auch bereits für einen erheblichen Ä >1 inferer jungen Generation der Weg zum Auf- be j ’iner Existenz über den Arbeitsdienst gehen irtlti Man darf aber wohl die Hoffnung hegen, bflif, m nicht allzu ferner Zeit die Gesamtheit un» leipj jungen Männer und Mädchen mit an dem SSftil helfen wird, dem die jetzige Mannschaft des Sprsbienftes sich mit großer Liebe und Opfer- ftfpiflfeit für Volk und Vaterland widmet: die Sprung einer alle Schichten des Volkes erfüllen- dA wahren Volksgemeinschaft und die E iiw i t e r u n g unserer deutschen Nähr- biid nfläche! Was man bis jetzt nach dieser Mt.ing hm im Arbeitsdienst sieht, ist außer- oiibrJHd) erfreulich und verheißungsvoll für die 3|l‘u:|.ft. _ S3i" sehen z. B. im Arbeitsdienstlager Gießen Volksgenossen aller Stände und Berufe in kaMiiadschaftlicher Gesinnung als vorbildliche 83 cl" s gerne in schäft vereinigt: da sind neben juwi Handwerkern aller Fächer ungelernte Arbeit und Männer der geistigen Berufe, u a. aus berr Fach der Ingenieure, Techniker, der .)0urna- litiil unb Schriftstellerei, ferner eine Anzahl Abi- tuTirten, zu gemeinsamem Werk Deremigt. Mit ifynn eng verbunden ist die Führerschaft des Lagers, die mit den Arbeitsdienstmännern nicht nur auf den Arbeitsplätzen schafft, sondern auch in der Unterkunft und bei den Mahlzeiten in vorbildlicher Kameradschaft zusammenlebt und aus einem Kessel der Küche ißt, also d i e Gemeinschaft praktisch bekundet, die den Frontsoldaten des Weltkrieges als selbstverständlichste Grundlage der Kameradschaft bekannt ist und hier im Arbeitsdienst wieder auflebt Bei aller Wahrung der erforderlichen Disziplin verbindet auch ein kameradschaftlicher Verkehrston die am gleichen Werke als Führer und Gefolgschaft wirkenden deutschen Menschen. An den Geist der selbstlosen Hingabe werden die Arbeitsdienstmänner auch in ihrer neuen Heimstätte oft erinnert durch Inschriften, die über den Türen ihrer Stuben angebracht sind. Dort kann man z. B. folgende ernste Mahnungen lesen: „Führer sein, heißt Vorleben", „Arbeit adelt", „Ich diene", „Du bist nichts, dein Volk ist alles". „Ehret die Gießener Stadtwald und weitere Wegebauten in der Gemarkung Wieseck ausgeführt. Daneben sind zwei Außenzüge des Gießener Arbeitsdienstlagers in Kirchners und in Damm (Kreis Marburg) untergebracht, in deren Gemarkungen die Mannschaften Wegebauten in Feld und Wald, Entwässerungen und Bewässerungen der verschiedensten Art bauen, durch die einerseits die Fläche des landwirtschaftlich nutzbaren Bodens erweitert und der Ertragswert der Aecker gesteigert wird, während anderseits durch die Verbesserung des Wegenetzes in den Waldungen die Holzabfuhr wesentlich günstiger als bisher gestaltet werden kann, woraus wiederum erheblicher Vorteil für die Allgemeinheit erwächst. Für die Zukunft sind weitere umfangreiche Kulturarbeiten in Feld und Wald im Kreise Gießen vorgesehen und jetzt schon genehmigt, u. a. in den Gemarkungen Klein-Linden, Großen- schaft. Im Obergeschoß des alten Hauses befinden sich Schlafräume für einen Teil der Führer. Das kleine Haus neben dem alten Gebäude ist die Wirkungsstätte der Handwerker des Lagers, die auf ihrem Handwerkerstuhl für die Bedürfnisse der Arbeitsdienstmänner schaffen. An Stelle des früher wenig ansehnlichen Geländes hinter dem alten Hause hat der Arbeitsdienst durch saubere Planierung und Herrichtung eine prächtige Hoffläche geschaffen, über die ein gepflasterter Weg zu dem neuen Laaergebäude führt« In diesem neuen Hause, das die Form eines offenen Vierecks hat, befinden sich die Stuben der Arbeitsdienstmänner, die hier in truppweiser Zusammenfassung untergebracht sind. Die Lagerleitung hat in diesem Neubau Wohnräume mit reichlich Licht und Luft geschaffen, dazu breite Korridore vor den Stuben, so daß man beim Besuche des Hauses einen guten Eindruck bekommt. Neben den Mannschaftsstuben, über deren Eingangstüren die oben erwähnten Spruchworte als stete Mahnung stehen, befindet sich im Parterre auch eine mustergültige große Wasch- und Duschhalle, die ringsum mit Kacheln ausgelegt, mit breiten Wasserbecken und mit zahlreichen Brausen ausgestattet ist. Im Obergeschoß befinden sich, abgetrennt von den weiteren Mannschaftsstuben, die Räume der Sanitätsabteilung mit Revierstube, Untersuchungszimmer usw. Ferner sah man im Oberbau gelegentlich der Besichtigung am vorigen Samstagabend mehrere Modelle von den bisherigen Arbeiten der Lagerinsassen ausgestellt, die ein getreues Abbild des neuen Unterkunftshauses und mehrerer größerer Außenarbeiten zeigten. Als Ganzes muß die Unterkunft der Arbeitsdienstabteilung 5/222 Gießen, auch dank des großzügigen Entgegenkommens der Gießener Stadtverwaltung, nach jeder Richtung hin als mustergültig und sehr befriedigend bezeichnet werden. Dazu kommt der gute Geist, der in dieser Unterkunft vom Abteilungsführer an bis zum jüngsten Arbeitsdienstmann herrscht, der eine fruchtbare Charakter- geftaltung der jungen deutschen Menschen gewährleistet und sich dadurch weit über den Rahmen der unmittelbaren Arbeitsleistung hinaus in segensreicher Weise auswirken wird zum bleibenden Nutzen des einzelnen Arbeitsmannes und der Volksgemeinschaft. Das neue Unt« Arbeit", „Die Treue ist das Mark der Ehre", „Deutscher lerne schweigen", „Jeder Führer ein Idealist", „Arbeit bildet den Inhalt des Lebens", „Wir kennen keinen Klassendünkel", Gemeinnutz geht vor Eigennutz" usw. Die vorbildliche Erziehung der jungen Menschen wird noch vertieft durch staatspolitische Schulungsarbeit, die von der Führerschaft geleistet wird. Der praktisch sichtbare Erfolg des Arbeitsdienstes besteht in Werken, die wegbereitend für die E r - Weiterung der deutschen Nährstoff- b a f i s und damit für die Erringung der deutschen Brotfreiheit sind. Hierbei handelt es sich naturgemäß um Aufgaben, die der bäuerlichen Wirtschaft der Zukunft besonders förderlich sein werden. Nachdem das Arbeitsdienstlager Gießen sich feine neue Unterkunft gebaut hatte und nebenher noch Wegebauten in der Gemarkung Wieseck und Rodungen in der Gemarkung Annerod vollbrachte, kann es sich nunmehr mit allen Kräften den großen Kulturarbeiten in unserer engeren Heimat widmen. Geaenwärtig werden Rodungen im Linden, Mendorf (Lahn), Leihgestern, Watzenborn- Steinberg, Steinbach, Albach, Schiffenberg, Annerod, Rödgen, Alten-Buseck, Großen-Buseck, ferner in den Gemarkungen Krofdorf und Odenhausen- Friedeihausen. Hierbei handelt es sich um Wegebauten, Drainagen, Rodungen, Feldbereinigungen, Lahnregulierung usw. Alles in allem bieten diese Projekte dem Arbeitsdienst ununterbrochene Be- schäftigung auf viele Jahre. Alle Arbeiten werden unter Aufsicht der Führerschaft des Arbeitsdienst- lagers ausgeführt und hinsichtlich der sachlich einwandfreien Gestaltung vom Kulturbauamt Gießen als aufsichtsführende Behörde überwacht. Das Arbeitsdienstlager Gießen, das von Oberfeldmeister L 0 e s ch geführt wird, umfaßt zur Zeit, einschließlich der beiden Außenzüge in Kirchners und in Damm, 265 Führer und Mannschaften. Es gehört zur Arbeitsdienstgruppe 222 Marburg, die von Arbeitsführer Schmid geführt wird. Das Gebäude des früheren Philosophenwald-Gasthauses dient in der Hauptsache Verwaltungszwecken und den Erfordernissen des Tagesaufenthalts. In diesem Handelsdisziplinlosigkeit. GPA Frankfurt a. M., 30. Nov. Der Preisüberwachungsstelle war gemeldet worden, daß eine größere Firma des Rhein-Maingebiets durch ein vertraulich bezeichnetes Rundschreiben an ihre Kundschaft die Aufforderung ergehen ließ, in gewissen Textilwaren Eindeckungen vorzunehmen, da später Mangel eintreten werde. Eine Nachprüfung ergab die Richtigkeit der Meldung. Das Vorgehen der Firma war zweifellos geeignet, Angstkäufe herbeizuführen und damit Anlaß zu geben zu einer gewissen Hamsterei. Auf Veranlassung der Preisüberwachungsstelle hat die Firma umgehend ihr Rundschreiben widerrufen und in einem neuen Rundschreiben zum Ausdruck gebracht, daß ein Grund z u Angstkäufen keineswegs vorliegt. Es ist bedauerlich, daß ein solcher Fall von Handelsdisziplinlosigkeit noch Vorkommen kann. Künftige Fälle dieser Art werden unnachsichtlich zur Anzeige und strafgerichtlich zur Verfolgung gebracht. Blick in die Dusch« und Wajchhall«. -t -m rw ■ MMN Wvx"* ■- 4 »v. Gebäude ist der frühere Haupteingang als Kantine hergerichtet worden, an die nach der Stadt zu bet große Saal angrenzt, der als gemeinschaftliches Speiselokal für die Führer und Mannschaften des Arbeitsdienstlagers, ferner als Unterrichtsraum unb bei ungünstigem Wetter auch als Stätte ber sportlichen Betätigung bient. Nach ber anberen Seite hin begegnet man zunächst ber Wachstube, baran anschließenb befinbet sich bas Planungszimmer bes Technikers, in bem an Hanb von Karten, Statistiken unb sonstigen Gerätschaften bie technischen Dinge der Arbeitsaufgaben bearbeitet werden. Daneben ist die Schreibstube des Lagers, anschließend der Arbeitsraum des Abteilungsführers Auf der gegenüberliegenden Seite befindet sich der Aufbewah- rungsraum für Kleidungsstücke. An der rückwär- tigen Seite des Hauses ist der Lebensmittel-Vorratsraum eingerichtet, auf der gegenüberliegenden Seite liegt die modern ausgestattete Küche mit drei Kochkesseln von je 300, 200 und 100 Litern Fas- [ungsoermögen, ferner einem großen Herd, Spül- decken und einer Reihe von Kühlschränken: von der Küche aus stellt ein Schiebefenster die direkte Verbindung mit dem Saal her, an dieser Stelle erfolgt die Ausgabe des Essens an die zur gemeinsamen Speisung im Saale versammelte Lagerdeleg- Die bewerf tube. — (Aufnahmen: Photo-Pfaff.) 12'/,, MV 12, MC 11'/-. Dänen M8 12%, MA Schafsnase 6 bis 9, Apfelsinen 12 bis 15 w 12%, Kl. B ll'/2 bis 11%, M C IO3/» bis 11'/«, kernlos 14 bis 17 span., Birnen 112 bis 16, IlSbiZ'a M nachmittag geschlossen. bis 10, Kl. D 9. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 30. Nov. Am Gemüse- markt bestand reichliches Angebot von Eskarol, Feldsalat, Spinat, Wirsing, Weißkraut und von sämtlichen Wurzelgemüsen. Das Geschäft war völlig unbefriedigend, besonders schlecht war es in Spinat und Wirsing. Die Preise liegen weiterhin sehr gedrückt. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 9, 12 und 18 Stück 2,80 bis 3,50 ital., Eskarol groß 12 bis 15, klein 4 bis 8, Feldsalat groß 20 bis 25, klein 40 bis 45, Gewürze! gr. Bdl. 25 bis 35, Karotten 4 bis 5, Kohlrabi oder 3 bis 4, unter 3*/t bis 4, Kopfsalat 6 bis 15, Lauch 2 bis 3, Rettich 3 bis 10, Römischkohl 5, Rosenkohl 14 bis 17, Rote Rüben 3 bis 4, Rotkraut 5 bis 7, Sellerie ja nach Größe 8 bis 30, Spinat 3 bis 4, Schwarzwurzel 14 bis 18, Tomaten (Treibhaus) 45 bis 55, Weißkraut 23/< bis 3, Wirsing 3 bis 4, Winterkohl 5 bis 6, Weiße Rüben 3 bis 4, Zwiebeln 6. Für Obst und Südfrüchte nahm das Geschäft bei wenig veränderten Preisen auch einen schleppenden Verlauf. Aepfel, Birnen, Apfelsinen, Mandarinen, Nüsse und Trauben sind reichlich angeboten. Aepfel I 12 bis 16, II 8 bis 10, Wirtschaftsäpfel 6 bis 9, Goldparmänen I 12 bis 16, Boskop I 12 bis 14, Graurenette unfort. 9 bis 11, Großhandelsverkaufspreise notierten pro 50 kg frei Frankfurt a. M. wie folgt: Deutsche Markenbutter 145, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 140 bis 142, Landbutter 130, Kochbutter 120. Holländische Butter 148. Dänische Butter war in dieser Woche kaum am Markt, österreichische Butter kostet 145 bis 146 RM. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 30. Noo. Das Geschäft im Frankfurter Eiergroßhandel blieb während des letz» ten Monatsviertels minimal. Die Nachfrage des Verbrauchs ist weiter zurückgegangen, sie dürfte aber in den nächsten Tagen eine wesentliche Zu- nähme erfahren, zumal da die Preise, insbesondere für ausländische Eier etwas ermäßigt worden sind. Daneben sind die Vorbereitungen für das Weih- markt Hapag plus 0,50 v. H., ferner Daimler Motoren plus 1 v. H., Deutsche Linoleum plus 0,75 0. H., Moenus-Maschinen plus 0,75 v. H. und Westdeutsche Kaufhof plus 0,13 0. H. .. Am Rentenmarkt waren Zinsvergutungsscheme infolge von Tauschoperationen gegen späte Reichsschuldbuchforderungen, die mit 96,90 v. H. nur knapp behauptet lagen, lebhaft gesucht und 15 Pfennig fester. Kommunal-Umschuldung waren unverändert, Stahlverein-Bonds 0,13 v. H. höher. Für Altbesitzanleihe wird heute und morgen wegen der Ziehung am 3. Dezember keine Notiz vorgenommen. Im Freiverkehr wurden sie ausschl. Ziehung mit etwa 103 gehandelt. Lebhafter gefragt waren 1895er und 1909er Serben mit 8,50 bzw. 6,13 v. H. Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft ziemlich zusammen und infolge noch kleiner Glattstellungen zum Ultimo bröckelten die Kurse eher um 0,25 bis 0,50 v. H. ab. Das Gros der Aktienkurse blieb aber auf dem Anfangsstand unverändert. Höher zur Notiz kamen noch Zellstoff Aschaffenburg mit 64 (62,50), Kali Westeregeln mit 107,25 (106), andererseits Süddeutscher Zucker 177,25 (180), Zement Heidelberg 109 (109,50), AEG. 27,13 (27,50). Farbenindustrie gingen auf 135 zurück. Auch am Rentenmarkt war das Geschäft im Verlaufe sehr ruhig. Zinsvergütungsscheine lagen eher etwas leichter, während sonst die ersten Kurse unverändert blieben. Altbesitz ausschl. Ziehung galten 103,25. Für Gold- und Liquidationspfandbriefe bestand bei um 0,25 bis 0,50 v. H. höheren Kursen Nachfrage, Kommunal-Obligationen lagen zumeist mweränoert. Stadtanleihen waren bei kleinen Veränderungen etwas uneinheitlich. Staatsrenten lagen still, ebenso fremde Werte, wobei Schweizer Bundesbahnen eher etwas nachgaben. Tagesgeld war zu 4,25 v. H. (4 0. H.) noch gesucht. Abendbörse behauptet. Bei weiter freundlicher und zuversichtlicher Stimmung lagen die Kurse an der Abendbörse im ganzen wenig verändert. Verschiedentlich traten geringfügige Abweichungen nach oben und unten von etwa 0,13 bis 0,25 v. H. ein. Von lokalen Werten blieben Scheideanstalt gebucht und waren erneut 1 v. H. fester, auch Metallgesellschaft und Holzmann waren um je 0,25 v. H. erhöht. Etwas Nachfrage zeigte sich narf) Nordd. Lloyd mit 30,75 bis 30,90. Das Geschäft blieb infolge des nur geringen Ordereinganges ganz klein. Auch am Rentenmarkt waren die Ku^e kaum verändert bei ruhigem Geschäft. Zinsvergutungsscheine Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmartt. Der Geschäftsverkehr am Frankfurter Getreide- großmarkt blteb auch in der letzten Woche des Monats November geringfügig. Hauptsächlich wurde die Umsatztätigkeit dadurch beschränkt, daß in der Beschickung der einzelnen Märkte noch keine Wendung zum Bessern eingetreten ist. Am Weizenmarkt war das Angebot verschwindend klein, insbesondere aus der Wetterau blieb Angebot völlig aus. Die vorhandene Nach- frage konnte kaum befriedigt werden. Roggenangebot fehÜe fast gänzlich. Soweit aus dem hiesigen Erzeugergebiet welcher an die Provinzmühlen abgegeben wurde, war die Bedingung mit Rücklieferung von Kleie verbunden. Hafer und Futtergerste waren überhaupt nicht angeboten, so daß die anhaltend starke Nach- frage keine Befriedigung erfuhr. Sommergerste für Brauzwecke war beachtet und konnte ihren Preis um 5 RM. auf 200 RM. p?T Tonne erhöhen. Futtermittel aller Art blieben stark gesucht, ohne daß nur annähernd entsprechendes Angebot vorlag. An ölhaltigen Artikeln sind seitens der Fabriken Neuzuteilungen bisher nicht erfolgt und werden auch für die nächste Zeit kaum zu erwarten fein. Kleie war angesichts des nur schleppenden Mehlhandels auch nicht zu haben. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviehmartt. Am Schlachtviehmarkt machte sich das Monatsende in dieser Woche ziemlich bemerkbar. Das Fleischgeschäft nahm ebenso wie der Lebendvieh' markt einen sehr ruhigen Verlauf. Etwas ungünstig auf ditz Preisentwicklung wirkten die zum Teil sehr hohen Auftriebe. Für besonders gute Tiere lassen sich immer aber noch annehmbare Preise erzielen. Obwohl für Großvieh die Zufuhr mit 1280 um 63 Tiere geringer war, war das Geschäft im ganzen schleppend, so daß noch etwas Ueberftanö verblieb. Für gute Ochsen und Färsen blieben die letzten Preise bestehen, auch geringe Ochsen vermochten sich etwas zu erholen, dagegen gaben Kühe und Bullen je 1 bis 2 und mittlere und geringe Färsen 1 Mark nach. Auf dem Kälbermarkt war der Auftrieb mit 1969 (gegen 1036) für die Nachfrage viel zu stark. Nach scyleppendem Handel wurde Der Markt dennoch geräumt. Die Preise aber gaben erheblich nach, gute Kälber verloren 3 bis 5, mittlere und geringe vis zu 7 Mark gegen die Vorwoche. Die Preise für Kälber liegen indes auck auf anderen Großmärkten im Reich wesentlich niedriger, für den hiesigen Markt kam aber die zu starke Zufuhr erschwerend hinzu. Am Schweinemarkt nahm das Geschäft den normalen Verlauf und die Beschickung von 4275 (4141) entsprach der Nachfrage und wurde bei unveränderten Preisen nahezu geräumt. Für Hämmel bröckelten die Preise etwas ab, für Schafe blieben sie unverändert, geringe lagen togar etwas besser. Der Auftrieb von 281 (215) Stück wurde fast verkauft, nur in Schafen verblieb geringer Ueberftanb. Frankfurter Börse. AUtlagsbörse: freundlich. Frankfurt a. M., 30. Nov. Die gewisse Entspannung in der internationalen Politik blieb auch an der heutigen Börse wirksam und förderte eine weitere Erholung der Kurse. Das Geschäft war gegenüber gestern wesentlich ruhiger, da es sich meist nur auf die wenigen Aufträge aus der Kundschaft beschränkte, während die Großbanken, wie am Ultimo üblich, Zurückhaltung übten. Dadurch wurde auch das Ausmaß der Kurserhöhungen etwas gemindert, da verschiedentlich noch einige Glattstellungen Dorynommen wurden. Die Stimmung blieb aber zuversichtlich, zumal sie durch fortlaufend günstige Wirtschaftsnachrichten einen weiteren Auftrieb erhielt. Etwas mehr beachtet waren am Elektromarkt einige mittlere Werte, wie Felten mit plus 2 v. H. und Elektrische Lieferungen mit plus 1,75 v. H. Licht und Kraft gewannen 1,25 v. H., im übrigen ergaben sich Erhöhungen von 0,13 bis 0,40 v. H. Am Montanmarkt fand die günstige Entwicklung im Ruhrbergbau und die erneute Steigerung der Walzwerksleistung Beachtung. Harpener zogen 1 v. H., Ilse Genuß 1,25 v. H., ferner Klöckner, Buderus, Gelsenkirchen und Phönix bis 0,50 v. H/ an. Mannesmann lagen unverändert. Chemische Werte lagen ziemlich still, Farbenindustrie 135,65 (135,13), Deutsche Erdöl plus 1 0. H. Am Bankenmarkt erhöhten sich Reichsbankanteile um 1 v. H. und Bank für Brauindustrie um 1,25 v. H. Sonst eröffneten: Kunstseide AKU. 0,75 v. H., Bemberg 0,50 v. H. festerem Schiffahrts- Mainz, 30. Nov. Es notierten (Großhm^ preise je 100 Kilogramm loIo Mainz) in Mark:H zen 21, Roggen 17, Hafer 16,70 ab Station, A:-» gerfte 20 bis 20,75, Jndustriegerste 19,75 bis 1«H Malzkeime 16,50 bis 17, Weizenkleie 10,72 (MW JCal3teime 16,5U vis 1/, ^eizenrieie iu,/^ Li. bie preis), Roggenkleie 9,96 (Mühlenpreis), Wei^ ilRfW f futtermehl 13,75 bis 14, Soyafchrot 13 nom. Fak preis ab südd. Fabrikstation. Allgemeinkndw Brotgetreide gut gefragt, Gerste ruhig. Siimtk Futtermittel bei knappem Angebot gefragt. e, W,,(lAu ^7*^1 korrektheiten zur Last gelegt. Zu der Verhandln waren 20 Zeugen und zwei Sachverständige ft Gauamtsleitung des kurhessischen Winterhilfswl geladen. Das Urteil lautet folendermaßen: Verfahren gegen Kokott wird auf Grund is Amnestiegesetzes eingefteIlt. Werner nii wegen Untreue in zwei Füllen zu einer G e fän,, n i s ft r a f e von neun Monaten verun-i außerdem in jedem der beiden Fälle zu 100 W Geldstrafe, an deren Stelle Hilfsweise Gefäng-- tritt. Die Untersuchungshaft wird ungerecht Meyer wird freigefprodjen. Der hr befehl gegen Kokott wird aufgehoben, der gec*- Meyer aufrechterhalten. Kreis Wetzlar. 00 Groß-Rechtenbach, 29. Nov. Die tu dem Ortsbauernführer in Gemeinschaft mit biri Ortsbeauftragten des Winterhilfswerkes durch, führte Kartoffelsammlung ergab tnsg^r 171 Zentner, das sind rund 40 Zentner mehr jh listenmäßig gezeichnet wurden. Die Kartoffeln mw 1 den auf der Bahnstation Großen-Linden vnMr und nach Frankfurt a. M. zum Versand gebxart Aus dem Nachbarort Klein-Rechtenbach wuili Buenos Hteet Brüssel..... (Rto be Jan. Sofia ...... Kopenhagen. Danzig..... London ..... Hellingfor«.. Paris ...... Holland ... Italien..... Japan ...... Jugoslawien c«lo.....: Wien....... Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... Budapest ... fteuqod ... Z)erlln,3Q. Jlopemfeer Amentanifwe '.Koten.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Roten ................. S Noten............... Noten............... Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten ............... Schweizer Noten................. Spanische Noten ................ Ungarische Noten Lnbiei»: rttlr ' Mein . a & Ibis (manntia flt Lutherb zg.Novemb« Amtliche Geld 1^. von hier. Dornholzhausen, 29. Nov. Zn beri« 1 ftgen Gemeinde wurden durch den Ortsbaußnfr« I in Gemeinschaft mit dem Ortsbeauftragten des $"-r terhilfswerkes 102 Zentner Kartoffeln t>"' sammelt und auf dem Bahnhof Großen-Lin!^ nach Frankfurt a. M. zum Versand gebracht. wurden über 20 Zentner Kartoffeln mehr geltet als gezeichnet waren, ein für die hiesige kleine fr meinde erfreuliches Ergebnis. — In der MLd Schäfer geriet auf dem Speicher des Woi'l Hauses durch Kurzschluß ein Balken in ®ran Das Feuer wurde sofort bemerkt und tonnte dl. rasches Eingreifen des Hausbesitzers und die h von Nachbarn bald gelöscht werden, wodurch rrl größerer Brand vermieden wurde. — Das 4?.1 0,632 58,29 0,206 3,053 55,44 81,20 12,425 5,48 16,42 168,38 21,34 0,724 5,706 62,38 49,05 11,28 64,02 80,71 34,03 10,395 2,492 Banruolen. W '"kl. >t)ung mit zirka 105 unb exkl Ziehung b Q Deut,cher B ü r o a n g e ft e 111 e r und ?nt zirka 103, al|o ebenfalls unverändert Von Aus- Beamter des Saarlandes, Sitz Saat- [anbsii>ert<.n mären 4 ° Schweiz Bundesbahn brütfen- w am Samstag und Sonntag in Frank- unb 3,50 d. S). bo. mit 163 (163,50) bzw, 152 (153) ,ur[ ejne Tagung ab. Dreihunbert Mitglieber bes nur knapp gehalten. ! Verbandes werden zu dieser Tagung mit einem . U;a1\fino^en: Stahlverem 87 40 Reichs- Sonderzug hierherkommen. Die Teilnehmer treffen banf 148,JBuberus 83,50, ^ftnklrchen 58,65, Klock- am Samstag in Frankfurt ein und werden bei ihrer ner 71,90, Mannesmann 72,65, Rheinftahl 88,50, Ankunft von Bürgermeister Lindner begrüßt. ! an Tagung findet am Sonntag, um 9.30 Uhr, in i,yu, „Groß-Frankfurt" statt. Ihre freien Stunden werden die saarländischen Gäste au Stadtrundfahrten und Besichtigungen, bei denen der Frankfurter Verkehrs- verein die Führung übernehmen wird, benutzen. Die gemeinsame Rückfahrt ist bereits für Sonntagnachmittag vorgesehen. Frau, u Be .rrantdi .. JA. ■öeriui rrani ur a.JJi. Serlin Schluß- kurs Gchlußk. Abend. bSrse Schluß« kurs Schlußk. Mittag, börfe Schlußkurs Schlußk. Abend, börse Schluß. kurs Schlußk. Mittag« börse Schluß« kurs Schluß!. Abend« börse Schlußkurs Swlußk. Mittagbörse Datum 29.11 30 11 29 11 3011 Datum 29 11 30 11 29 11 30.11. Datum 29 11 30-11 29-11 30-11 8% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 6% efcem.7% Dt. Retchsanl. v. 1929 6!/i% Doung.Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mü AuSlos.-Rechten ............. Desgl. ohne Auslos.-Rechte...... 6% etem.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 6% Hess. Landesbanl Darmstadt Gold R. 12.................. 6’A% Hess. LandeS^ypotheken. ban! Darmstadt Liaut......... Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Cammelabl. Anleihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 6% ebem. 8% Franks. Htw.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar vis 1935 6% ehem. 7% Franks. Hqp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936 6¥i% ehem. *y.% Franks. Hyp.- Bank-Ltqu..Pfandbrtefe....... 6H% ehem. 4^% Rheinische Htzp.-Bank.Liqu..Goldpfe..... 6% ehem. 8% Pr. Landespfand. briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 6% ehcm. 7% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 10 Gteuerguttch. Verrechnungskurs .. *% Oesterreich tsche Gold re nie.... 4,30% Oesterretchische Stlberrente 4% Ungarische Goldrenle ...... 4% Ungarische Staatsrente«. 1910 96,13 96,4 105 96,25 93 101,5 92.75 92,75 93,4 93,75 95,25 103,2 24,5 1,05 6,75 6,25 96,25 96,25 96,25 93 101,5 93 93 94 94 103,2 24,75 1,05 6,9 6,65 96,5 96,25 104,5 96,25 101,25 93,25 94,13 95,25 103-2 7 6,65 96,4 96,25 93 101,25 94,13 103,2 1,1 6,9 6,6 4% desgl. Serie 11 ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^%Rumän.vereinh.Rentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente .. 8 y*% Anatolier ............... Hamburg-Amertla-Paret .....0 Lamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Hansa-Dampfschiff........... o Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. o Berliner Handelsgesellschaft ... 4 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiSconto- Gesellschaft................ o Dresdner Bank..............o Reichsbank ............... 12 2.G.G....................... Bekula...................... Slektr. LteferungSgesellschaft... 6 Licht und Kraft ...........6 Felten & Guilleaume......... o Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 5 Rheinische Elektrizität ........ b Schuckert S Co............... s Siemens & Halske............7 Lahmeoer L Co.............10 Buderus ....... o Deutsche Erdöl ......... 4 Gelsenkirchener..............o Harpener................... 0 4,1 6,7 3,75 31,75 27,5 30,75 77 92,5 67,75 69 71,75 147 27,5 139,65 96,25 120,5 71,5 107,25 99 93,5 139,5 108,5 83 101,25 58,25 103 8 4,1 6,75 3,3 31,5 27,75 30.9 77 92,5 68,25 70 72 148 27,13 139,25 98 121,25 73,4 107 99 92,75 140,5 83,5 102,25 58,65 103,5 4,15 6,75 3,85 31.65 27,9 23,5 30,75 77 92,5 67,5 69 71,75 147.25 27,4 139,75 97,5 120,75 72,25 106,5 99 93,5 140,75 109,25 83 100,25 58,13 103,25 4,2 7 3,95 31,65 28 30,75 76,4 93 68,25 70 72 148,25 27,13 139,4 97,75 121 73,5 106,9 93,25 141 112 83,5 102 58,4 103,65 Mansjelder Bergbau.........o Kokswerke.............. o Phonir Bergbau.......... o Rheinische Braunkohlen .....10 Rheinstahl ................ o Bereinigte Stahlwerke........0 Olavi Minen ........... o Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth.....iyt I. G- FarbenOndustrie.......7 Scheideanstalt...............9 Goldschmidt ...............0 Rütgerswerke .......... 0 Metallgesellschast.............o Philipp Holzmann ...........o Zementwerk Heidelberg ......o Cementwerk Karlstadt.........0 Schultheis Patzenhofer .......0 Mu (Allgemeine Kunstseide) .. o Bemberg................... 0 Zellstoff Waldhof ............0 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ....... 7 Daimler Motoren........ 0 Deutsche Linoleum...........o Orenstein L Koppel......... 0 Leonhard Tietz ........ 0 Ehade......................10 Aerumulatoren-Fabrü........o Conti-Gummt...............0 Grttzner....................0 Mainkrastwerke Höchst a.M-.». 4 Süddeutsch« Zuck« 8 78 46,13 212,5 88,25 39,25 11,25 107 106 151 135,13 206 90 38 81,25 75 109^5 54,75 131-5 45,75 62/5 46 61-5 31,9 199 159 130,75 26 79 180 78,4 46,5 88,5 39,5 11,5 107,25 152 134,9 208 90 37,75 82,75 76 109 135,25 54,5 130,5 45,75 64 46,75 62,5 31,65 197 132,75 26,5 79,9 177,25 78 93,5 46,13 214 88,25 39,25 11,25 107,5 104.5 152 134,75 90,5 95 81 1"? 101,25 55 132 45,75 63 117,25 46 61,5 86,75 31 75 198,5 159,75 130,9 ,s 79 93,5 46,5 217 88,9 39,4 11,75 107,25 106,75 151,75 134,75 90 95,13 82,5 75,75 101,75 54,75 132,5 45,75 64 117 47,25 62 75 88 31,75 197 161,5 133 27 178,5 4%% deSgl.von 1913 ......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zollanleihe von 1911 4^Türttjche Bagdaübahn» Aule ihr 6,4 11,75 6,5 11,25 e 11,25 6,35 11,5 Hoesch Eisen—Köln-Neuesseu .. o Ille Bergbau ............... 6 Ilse Bergbau Genüsse ........ 6 Klöcknerwerke ........ o MimnrSmanu-Röhreu........ 0 150 116,75 72,75 73 118 71,9 7fr, 65 74-25 150 117 72-5 73-25 74,65 150 117 72,13 72,9 Kirchliche Nachrichten Evangelische Gemeinden. norm. Gemarkt. 19.15: 1 «MAck, n ausgehoben,!»: Weihnachten naht! Wirkliche Festfreude empfinden Sie in neuer Bettdecken in Tüll und Kretonne Kleidung 7016 D Beachten Sie bitte unsere Auslagen! RKaessVkuM Kreuzplatz 15 7075 A Geschäfts-Drucksachen bei Brühl, Schulstraße 7 Heute Samstag: Damenmäntel Bitte besuchen Sie uns! 7098 a Gießen ■ Bahnhofstraße 2-4 7095 A Ruf Nr<2145-2145 G. Schaub, Apparatebauges.m.b.H., Pforzheim (Schwarzwald) «ß^AJiöhensonne "straJdtt, wlwjül! Auch die solide Sport- und Berufskleidung finden Sie bei uns in erstklassiger Herstellung. 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Dezember. 11: Kindergottesdienst; 20.30: Prediger Falk. Donnerstag, den 6. Dezember. 20.30: Bibelstunde, Prediger Lotz. Vesfentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Viel jünger aussefien sich wohler fühlen ist das Charakteristische an der Wirkung der dfialysia -Mieder Weder Gummi noch starre Stäbe werden an wesentlichen oder! empfindlichen Stellen verwendet. Die Wirkung jedes dieser Modelle ist bei aller Sanftheit doch energisch, die Formgebung tadellos, die Dauerhaftigkeit anerkannt. Ausführl. Würdigung d.Thalysia-Formenpflege u.der wichtigsten Modelle enthält der Katalog: „Die Frau, die auf sich hält" (im Laden kostenlos zu erhalten). INH: WILHELM HÖR N UND WcrBarßCid hranflil Nicuere «ich das liecht au« Barkredite dnreu Zvrecksparvertrag mit kleinen Monatsraten 1. EM 100. — RM 1,30 EM 1000 — RM 8,20 bei der Kvaima« Kredit-Mob.-ti_m.b.H. VtltU Osnabrück Later Ecicusanlslchi gern. 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Abendmahl für Alte und Kranke im Gemeindesaal; 13: Kindergottesdienst; 20: Bibelstunde in der Kirche. — Nieder-Bessingen. 14: Stifts- dechant Kahn. —- Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst. — Langsdorf. 11: Hauptgottesdienst.; 19.30: Abendmahlsfeier. — Birklar. 13.30: Hauptgottesdienst. — Hungen. 9.45: Gottesdienst; 10.45: Kindergottesdienst. — Langd. 13: Gottesdienst. — Göbelnrod. 10: Gottesdienst; anschließend Feier des hl. Abendmahls für die Alten und Kranken; Kollekte. — Beltershain. 13: Gottesdienst; anschließend Feier des hl. Abendmahls für die Verheirateten; Kollekte. — Kirtorf. Hauptgottesdienst und Kindergottesdienst fallen mit Genehmigung der Kirchenbehörde wegen Scharlach aus. Mittwoch: Andacht fällt mit Genehmigung der Kirchenbehörde wegen Scharlach aus. — Ober-Gleen. 13: Hauptgottes- rn \x Äh ?biz Aw u!eluS bi-KÄ /«■ lÄti 1,15 28, von Beethoven. 10.15: Chorgesang. 11: Josef Ponten liest. 11.15: Hausmusik für Advent und Weihnachten. 12: Mittagskonzert I. 13: lieber St. Borromäus, Blick vom Frankfurter Dom. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Kinderstunde. 15: Stunde des Landes. 16: Nachmittagskonzert. 17.30: Schummerstunde. 18: Jugendfunk. Reichsstatthalter Gauleiter Sprenger: Mein Verhältnis zu der Hitlerjugend. 18.30: Saar- ländische Städtebilder, Neunkirchen. 19: Volksmusik. 19.45: Sportnachrichten. 20 bis 21.25: Drunten im Unterland, Singspiel in 3 Akten. 21.30: 7. Meisterkonzert des deutschen Rundfunks. 22.10: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Der Zeitfunk bringt den Sportspiegel des Sonntags. 22.30: Funkbericht vom Boxländerkampf Deutschland-Polen. 22.45: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. Nlonlag, 3. Dezember. 6 Uhr: Bauernfunk. 6.15: Gymnastik I. 6.30: Gymnastik II. 6.45: Frühmeldungen. 6.55: Morgen- spruch — Choral. 7: Frühkonzert. 8.30 bis 8.45: Gymnastik. 10: Nachrichten. 10.15: Schulfunk. 10.45: Praktische Ratschläge für Küche und Haus. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Saardienst, Nachrichten. 13.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14.15: Nachrichten. 14.30: Wirtschaftsbericht. 15: Nachrichten. 15.15: Kinderstunde. 15.30: Der Zeitfunk sendet Kurzgeschichten aus dem Leben. 16: Nachmittagskonzert. 18: Jugendfunk. Gebietsführer Kramer: Unsere kommende Winterarbeit. 18.15: Aus Wald und Flur. 18.25: Neue deutsche Dichtung: Hermann Claudius. 18.35: Katechismus für Sprachsünder. 18.50: Unterhaltungskonzert. 19.45: Kundgebung zum Ehrentag der deutschen Arbeitsopfer. Funkbericht. 20: Nachrichten. 20.10: Volk und Wirtschaft an der Saar. Berichte und Gespräche. 20.30: Konzert. 21.15: „Der Kapland-Diamant , Kriminalhörspiel. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Kammermusik. 23: Fröhlicher Klang zur nächtlichen Stund'. Bunte Volksmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert. }lar. d), 29. M Gemeinschaft i erhilfswerk« ung ergab 40 Zentner < n. Die Kack roßen-Linben M BeckÄ. n-RechtM i ierlaben. )v. woriflt brat: in MshM, fr fler WW ist Lehrer l V. 91od. On1 itxt Qrtsbauei bi Kartoffel' Wof Aroßen, tierfanb gebro! löffeln mehr gt tit hiesige Weir.1. is. - Zn 6er 5 bes ®i sbesitzn^^ [ werten, wurde. - J1-; wirts Fnidr^i i einen ötw ßruch. Last ssitätsklinlk । eakops. iloo. Bei di' Gladenbach > ein belfere1 bas ®'nlf ess*. E w«»' Weltsuper 35 m. R. u. elekfrodyn. Lautsprecher W RM 296,-, GI.RM 30$,- Bali 35 mit Röhren u. elekfrodyn. Lautsprecher W RM 169^,GI.RM 173^ Lieferung auch auf Teilzahlung Bezugsquellen werden nachgewiesen durch die WerkVertretung; Jean H. Nies, Frankfurt a.M., Eschenheimer Tor 3 lEiebr. 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Dezember. 6.35: Hafenkonzert. 8.15: Nachrichten. 8.25: Gymnastik. 8.45: Choralblasen. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Deutsches Schatzkästlein, Klavierwerke Gelegenheit! ,oooD 1,7 Ltr. Merc.-Benz. (Rolldachlimousine) neuwertig, vreisw. zu verkauf. Kraftfahrzeug-Reparatur TleilssKrast,Gießen Marburger Str. 68, Tel. 2748 49 ^Weihnachtsgeschenk I da» mihx gißt; aßö 3nuidß. aßuin! Es ist elnGebot dar Vernunft zuerst en die Gesundheit tu de*» ken - Geeundheit für eich und die ganze Familie aollte deshalb allen anderen Aufgaben vorangestellt werden, noch dazu wen* es eich um ein so praktisches Weihnachtsgeschenk handelt wie die „Hanauer Höhensonne“. 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Abend- wirb auf LiaM; Kollekte; 13: Liturgische Lldventsfeier (Schü- l t. Wern l zu einer g,i Itonaten k m Fälle zu ü . hilfsweise i ft wirb mE 'rochen. & - -—; Sr uiiiiiiiii Juni s 6we hmecn, gehört das Schwein, c^6rhmuP es erst geschlachtet Denken Sie praktisch! Schenken Sie Stoffe ™ Bemard Unsere Läger sind gefüllt mit preiswerten Qualitätswaren erster deutscher Fabrikanten. Unsere Auswahl ist in diesem Jahre noch größer wie in früheren Jahren, so daß wir für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel das Richtige bieten Kleiderstoffe Klelder-Tweed (I OK 65 cm breit, in guter Ausmusterung p. m U.UJ Kinder-Schotten, 85cm br., halbwollene Strapazier- 4 HO wäre P m LZU Deutsch-Musselin, 75cm breit, ganz neue aparte 4 Qß Blumenmuster aus deutschem Vistragarn........p. m LZU Mooscrepe, 70 cm breit, reine Wolle in richtigen IOK Farben......................................P- m l.2u Bedr. 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