Nr. 125 Erstes Blatt 184. Jahrgang Zreltag.I.Iiml 1934 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Bezugspreir: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sichen Postscheckkonto: Zranlfurt am Main 11686 MetzenerAnzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitats vuch- und Zteindruckerei N. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschöftrfteve: Schulftrahe 7 Annahme von Anreigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Dormittag« Grundpreise für 1 mm Höhr für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text» anzeigen von 70mm Brette 60 Rpf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein« nützige Anzeigen sowie ein« spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei« gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Reaktion in Frankreich. 23on Or. Max Clauß. Der blutige 6. Februar in Paris hat nicht zur Revolution, sondern zu einer kalten Reaktion geführt, die durch die Autorität des alten Herrn Doumergue gedeckt und mit dem vaterländischen Begriff der „Nationalen Einigung" schonend umschrieben wird. Die Abgeordnetenkammer, seit beinahe sechzig Fahren der selbstbewußte Mittelpunkt der Republik, hat nicht nur die Mär^Ermächtiaung gegeben, sondern am Samstag vor Pfingsten bereits zum zweiten Mal abgedankt. Mit 360 gegen 205 Stimmen wurde jede innerpolitische Aussprache abgelehnt, weil die Regierung Doumergue darauf die Vertrauensfrage gestellt hatte. So trat die große „Linkspartei" der Radi- kal-Sozialisten unmittelbar nach ihrem außerordentlichen Kongreß von Clermont-Ferrand bedingungslos an die Seite der Rechtsgruppen und machte aus deren „reaktionärer" Minderheit eine „st a a t s e r h a l t e n d e" Mehrheit von beachtlichen Ausmaßen. Von den beiden politischen Staatsministern, die als Geiseln des Burgfriedens vor einem Vierteljahr ins Kabinett ausgenommen worden waren, erscheint der radikale Führer Herriot samt seiner breiten Gefolgschaft heute schon ein Gefangener seines antidemokratischen Gegenspielers Tardieu. Die paar Fung- radikalen, die gegen die Regierung gestimmt haben, machen dabei ebensowenig aus wie die in Clervnont-Ferrand abgesplitterte Gruppe Cudenet. Auch die Neu-Sozialisten, die soeben in Paris tagten, sind in ihrer Bewegungsfreiheit gehemmt durch die Anwesenheit ihres Freundes, des Arbeitsministers M a r q u e t, im Kabinett. Vor allem aber ist die „Linke" gründlich zerstört, weil niemand mehr den hoffnungslos beschränkten Marxisten Leon Blums die Hand reichen kann und will. Frankreich besitzt heute, als erstes Ergebnis der allgemeinen Zeitentwicklung, e'i n gleichgeschaltetes Parlament und eine autoritäre Regierung. Wo aber bleibt die neue Volksgemeinschaft, die bei uns im Nationalsozialismus sieghaft zum Durchbruch gekommen ist? Volksgemeinschaft setzt ein durchgehendes B e - wußtseinsozialerZusammengehörig- k e i t und Verantwortung voraus, und gerade dieses Gefühl ist beim Franzosen in verhängnisvoller Weise verkümmert. Man kann sogar ohne Ueber- treibung sagen, daß das Mißtrauen aller gegen alle im Land regiert, und daß das Ideal der französischen Demokratie mehr und mehr einer zuchtlosen Anarchie ähnlich zu werden droht. Die große Revolution von 1789 hat die staatsbürgerliche Gleichheit verwirklicht, den bürgerlichen Besitz in Stadt und Land jedoch aufrechterhalten. So ist der kleine und mittlere Eigentümer das Maß aller Dinge geworden, und seine hervorstechenden Züge wiederum sind in einem Volk, das zu mehr als der Hälfte aus Bauern besteht, sparsam und streng rechtlich, allein zugleich eng und kleinlich bis zum Geiz. Die erste Nachkriegszeit hat dank Poincarös Eingreifen 1926 keine ernstliche Inflation gebracht, und die später ausgebrochene Wirtschaftskrise machte zwar Der schwunghaften Spekulation ein Ende, den Wert des Geldes als Spargut aber hat sie eher noch gesteigert. Derselbe Bürger, der sich mit Recht über Den Stavisky-Skandal und die mit der Politik in unanständiger Verbindung stehenden „Diebe" entrüstet, kommt nicht auf den Gedanken, daß d i e 40 Milliarden Francs gehortetes Geld einen unerlaubten Dieb stahl an der Volkswirtschaft bedeuten. Der Staat ist für ihn vor allem der verhaßte Fiskus, und deswegen waren z. B. Doumergues Abstriche an den staatlichen Gehältern und Pensionen sofort populär. Ja vielleicht haben die ersten Notverordnungen hauptsächlich aus dem Grund die Renten wieder zum Steigen gebracht, weil Bürger und Bauern, deren Geschäfte schlecht und schlechter gehen, jetzt sehen, daß auch die „privilegierten" Beamten und Angestellten in den sauren Apfel beißen müssen. Ein solches tiefeingewurzeltes Gefühl, als sei jede Berufsgruppe, jeder Stand des anderen Feind, bedeutet jedoch natürlich das genaue Gegenteil der schöpferischen Kräfte, die in anderen Ländern aus dem in Leid und Opfer gewonnenen sozialen Erlebnis wachsen. Die soziale Erstarrung droht zur nationalen Verkrampfung zu werden, wenn der Franzose sich der großen und schrecklichen Erinnerung an den Weltkrieg hingibt und nur noch an seine angeblich ewig bedrohte „Sicherheit" denkt. Diese Haltung ist nun dem nationalsozialistischen Deutschland und seinem klaren Anspruch auf Gleichberechtigung gegenüber wieder weitgehend Tatsache geworden, und die Regierung Doumergue zögert nicht, die „äußere Gefahr" als treibendes Element in ihre Innenpolitik einzusetzen. 3'/2 Milliarden zusätzliche Rüstungskredite sind so gut wie bewilligt, eine Wiedereinführung der zweijährigen Dienstzeit steht bevor, und so stark ist der allgemeine Pessimismus und die Angst vor dem erwachenden Deutschland, daß niemand aufbegehrt. Wahrscheinlich allerdings ist die Zeit noch nicht gekommen, wo die A n g st vor der Isolierung im französischen Volk stärker wird als der deutsch-feindliche Reflex von 1914. Inzwischen drückt der hochgerustete Staat wie ein Bleigewicht auf die internationale Zukunft und stellt die deutsche Geduld auf harte Proben. Denn wo gestern nur ein Unterschied der politischen Temperamente und der historischen Erfahrungen festzustellen war, klafft heute ein Abgrund zwischen französischer Reaktion und deutscher Revolution. Der Nachbar, der sich selbst in nichts verändert hat, will einfach nicht glauben, daß unser Nationalsozialismus das gerade Gegenteil eines rück» Am Totenbett der Abrüstungskonferenz. Heute ein kritischer Tag in Genf.-Oie englischen Blätter erwarten das Scheitern derKonferenz London, 1. Juni. (D11B. - Funkspruch.) Der Lordgeheimsiegelbewahrer Eden hielt Donnerstagabend von Genf aus eine Rundfunkrede, in der er sagte, die Hoffnungen auf eine erfolgreiche Beendigung der Abrüstungskonferenz, die bereits vorher schwach gewesen seien, feien nach Schluß der Sitzung am Mittwochabend (gemeint ist natürlich nach der Rede Barthous) noch geringer geworden. In den 18 Monaten, in denen er, Eden, an der Konferenz feilgenommen habe, seien viele Wechselfälle und einige kritische Augenblicke zu verzeichnen gewesen, aber niemals feit Beginn der Konferenz feien d i e Aussichten f o schwarz gewesen wie jetzt. Eden fügte hinzu, er habe eine düstere Schilderung der Aussichten gegeben, aber es sei ihm nichts anderes übrig geblieben, wenn er offen sprechen wollte. Die tatsächliche Lage sei so, daß ein allgemeines Abkommen im gegenwärtigen Augenblick unmöglich sei, wenn weder Frankreich noch Deutschland ihre letzten Erklärungen abänderten. * Die Meldungen der englischen Morgenblätter aus Genf sind in dem gleichen pessimistischen Ton gehalten; sie bezeichnen es als fast unvermeidlich, daß der heutige Tag das Ende bet Abrüstungskonferenz bringen werde. An diesen Erwartungen ändern auch nichts die Nachrichten von den „tapferen Bemühungen" der kleineren Mächte, die die Denkschrift vom 14. April verfaßt haben, also Spanien, die Schweiz, Holland, Schweden, Norwegen und Dänemark. Diese Staaten sind zweifellos durch die Zustimmung, die ihnen der englische Außenminister Sir John Simon in seiner gestrigen Rede erteilt hat, in ihren Vermittlungsbestrebungen ermutigt worden. Fm Gegensatz zu Frankreich tritt diese Gruppe bekanntlich für eine tatsächliche Durchführung der Gleichberechtigung und für eine Anerkennung einer begrenzten Rüstungs- Verstärkung für Deutschland ein, verlangt aber gleichzeitig erhöhte Sicherheits- garantien und ein geringes Maß tatsächlicher Abrüstung. Der Genfer Korrespondent des „Daily Telegraph" sagt in seinem Bericht, es herrsche eine 2l r t Verzweiflung. Allerdings würden die sogenannten neutralen Mäche heute ein Abkommen Vorschlägen, das im Einklang mit ihrer Erklärung vom 14. April stehe. Die Vereinigten Staa- t e n und die Sowjet-Union würden diesen Vorschlag unterstützen. Da Frankreich es bereits abgelehnt habe, die wesentlichen Punkte dieser Vorschläge in Erwägung zu ziehen, so sei es zweifelhaft, ob ihre Erörterung Wert habe. Einen anderen Erörterungsgegenstand könnte Litwi- n o w s Anregung bilden. Henderson habe gestern erwartet, daß Litwinow eine Entschließung einreichen werde, aber dieser habe es nicht getan. Statt dessen habe er Unterredungen mit Benesch, Titu- lcscu und Rüschdy Bey gehabt, dessen Vorschlag auf Wiederbefestigung der Dardanellen anscheinend sehr gut in den russischen Plan des gegenseitigen Beistandes hineinpasse. Der Berichfersfaffer des „Daily Heralb" fagf, die Annahme, daß Barthous erstaunliche Angriffe auf Sir John Simon nur auf eine plötzliche Gereiztheit zurückzuführen gewesen feien, sei dadurch zerstört worden, daß das französische Kabinett die Rede ausdrücklich gebilligt habe. In weiten Kreisen herrsche die Meinung, daß Barfhou nicht nur Frankreichs Haltung gegenüber der deutschen Aufrüstung habe klarmachen wollen, sondern daß er auch zeigen wollte, daß Frankreich jetzt mehr aus Rußland als auf England als seinen Berbün- beten für die Sicherheit blicke. Der „Time s"-Berichterstatter sagt in seiner Meldung aus Genf, wenn kein Wunder geschehe, bann könne bie Abrüstungskonferenz schwerlich fortbauern. Barthous Rebe habe bie letzten Hoffnungen auf fruchtbare Vereinbarungen zerstört. Sie habe zum minbeften für 1 ben Augenblick jeber Form eines Kompromisses bie Tür verschlossen. Obwohl es bie britischen Vertreter beutlich gemacht hätten, baß ihre Bereitschaft zu privaten Erörterungen mit ben l Franzosen burch bie Rebe Barthous keineswegs | oerminbert worben fei, fei am Donnerstag keine Besprechung angesetzt worden. Die 1 Kluft zwischen dem britischen und dem französischen Standpunkt bleibe vorläufig bestehen. Simon habe I zum erstenmal angedeutet, daß die britische Regie- । rung der langwierigen Erörterungen | m ü b e sei. Vielleicht habe sie gefühlt, baß ber Gegensatz zwischen ber britischen unb ber französischen Politik unüberbrückbar sei. Den französischen Kreisen sei es anscheinend selbst unbehaglich geworden, wegen des vollkommenen „Rein“ Barthous. Die stärksten Ausfälle Barthous seien übrigens aus dem stenographischen Bericht gestrichen worden, aber wenn man die Rede zusammen mit der Litwinows gelesen habe, dann zeige sich, daß eine vorsätzliche Weichenstellung von dem Abrüstungsgleis auf das Sicherheitsgleis vorgenommen worden sei. Die einzige schwache Möglichkeit, die sich noch zeige, sei eine Bewegung in Richtung aus den italienischen Plan. Der Berichterstatter wendet sich dann gegen Ifl« cherliche Spekulationen der französischen Politik, bie an sich keiner Widerlegung bedürften. Der Bericht« erftatter erklärt, die Haltung der französischen Re« gierung sei teilweise beeinflußt gewesen von einer naiven Spekulation auf einen Sturz Hitlers. Die französische Politik sei von dem Glauben beeinflußt, daß das französische Nein Hitler in die Enge treibe und daß dieser daher i n sechs Monaten mehr Bereitschaft zeigen werde, als jetzt, auf den Anspruch auf Aufrüstung zu verzichten. Diese französischen Hoffnungen widerlegt ber „Times"-Berichterstatter bamit schlagend, baß er erklärt, alle, bie in letzter Zeit über Deutsch- lanb Erfahrungen gesammelt hätten, seien der Ansicht, daß fick diese Spekulation aus sehr zweifelhafte Annahmen gründe. Oie Feier des Gkagerrakiages. Oer Reichsbischof spricht Berlin, 31. Mai (DNB.) Als Auftakt der Feiern am Skagerrak - Gedenktag in der Reichs- Hauptstadt fand heute um 8 Uhr am Skagerrak- Platz am Tiergarten eine feierliche Flaggenparade statt, die mit einem Platzkonzert verbunden war. Außer der in Berlin weilenden 4. Marine-Artillerie-Abteilung waren die Marine- Vereine unb Verbänbe von Groß-Berlin, ferner bie Marinestürme ber Hitlerjugenb und bie Technische Nothilfe angetreten. Konterabmiral a. D. Lützow erklärte, wenn auf bem Skagerrak-Platz heute bie Flaggenparabe in berselben Form wie an Borb ber Kriegsschiffe erfolge, so solle bamit zum Ausbruck gebracht werben, baß Seefahrt unb Seegeltung nicht Befriebigung romantischer Wünsche eines kleinen Teiles ber Bevölkerung, fonbern ein Lebensbedürfnis bes ganzen beutschen Volkes feien. Die See fei bas wichtigste Tor zur Welt, unb biefes Tor bürfe uns nicht zugeschlagen werben. Nach ber „Verglasung" (Zeitangabe) burch vier Dvppelschläge an ber alten Schiffsglocke bes großen Kreuzers „Moltke", ber 1919 bei Scapa Flow versenkt würbe, unb ber Flaggenhissung spielte bie Kapelle ben Präsentiermarsch ber beutschen Marine unb anschließenb bas Deutschland unb Horst-Wessel- Lieb. Dann zogen bie Formationen zum Ehrenmal, wo R e i ch s b i s ch o f M ü l l e r ber 35 000 Gefallenen ber Marine gebuchte. Voll großer Dankbarkeit gegen ben ewigen Gott hätten wir 14 Jahre hinburch in unserer Seele bie Gewißheit getragen, baß einst bie Stunben kommen müsse, wo bie blutige Saat unserer gefallenen Helben aufgehen müsse. Heute könnten wir sagen, sie seien nicht umsonst gefallen. Nicht Hurra-Patriotismus, fonbern Arbeit unb fchweigenbe T a t feien wir unseren Toten schulbig. Jeber, wo er auch stehe, bet biefe Einheit auch nur leise störe, oerfünbige sich an Volk unb Vaterlanb unb an bem Gebächtnis unserer Toten. Es gelte, bas Vaterlanb zu schirmen unb zu schützen mit ber ganzen am Berliner Ehrenmal. Kraft unserer Seele. Nachbem bas Lied vom guten Kameraden verklungen war, zogen bie Fahnen- aborbnungen in ben Jnnenraum bes Ehrenmals, wo Aborbnungen ber Verbänbe Kränz« überlegten. Der Reichsbischof schloß bie Gedenk- ftunbe mit einem Vaterunser. Gegen 13 Uhr schwenkte die W a ch a b t e i l u n g in bie Wilhelm- straße ein. Im Parabemarsch zieht sie an bem greifen Generalfelbmarschall vorüber, während di« Wachmannschaften in ben Vorgarten einschwenken. A u f bem Balkon steht ber Reichspräsident. Donnernde Heilrufe bringen aus ber Wil- helmstraße herüber. Er bankt unb grüßt immer roieber unb folgt mit großem Interesse der Ablösung. Aus ber Ferne klingt bereits bie Marschmusik ber zum Reichswehrministerium weiterziehen- den Marine-Wache, als bie Menge bie Absperrung mit bonnernben Heilrufen auf ben Reichspräsibenen burchbricht. ♦ In Kiel fand vor Tausenden von Zuschauern eine Parade der Reichsmarine statt, in deren Mittelpunkt eine Rede des Stationschefs Vizeadmiral Albrecht stand. Auf dem grünen Rasen hatten im großen Viereck sämtlich« Flottenteile des Standortes Kiel Aufstellung genommen, ferner eine Abordnung bes gegenwärtig in Kiel weilenben Schulschiffes „D e u t f ch l a n b", Polizei, Mavine-SA., SA., SS^ NS.-Frontkämpferbunb, Marinevereine, Kyffhäuser- bunb, eine Abvrbnung vom 3. Geschwader, der Freiwillige Arbeitsdienst, Teno,. NSBO., und Arbeitsfront. Bei präsentiertem Gewehr der Truppenteile erklang spontan von der Menge gesungen das Deutschland- und Horst-Wessel-Lied marchtvoll über bas weite Gelänbe. Anschließenb marschierte di« Marine im Paradeschritt am Stationschef vorbei. 2In der Parade nahm auch eine zu Studienzwecken in Kiel weilende chinesische Kommission teil, bie vorher am Marine-Ehrenmal in Laboe an ber Förbe einen Kranz niebergelegt hatte. ben, bie phantasielos unb träge genug ist, sich eine französische Volksgemeinschaft nur im Schützengraben vorstellen zu können. Berlin, 30. Mai. (DNB.) Im Herrenhause fanb eine öffentliche Kundgebung statt, in ber ber Reichskommissar für bas Sieblungswesen, Staatssekretär Feber, bie Gesichtspunkte entwickelte, nach denen bie großen Aufgaben des beutschen Sieblungswerkes burchgeführt werben sollen. Ver- ftäbterung bringt bie schwersten Gefahren für Wachstum unb Bestaub ber Nationen mit sich. Der zerstörende Einfluß ber Großstabt auf Volksgesundheit und Kinderreichtum macht die Altstabtsanierung zu einem untrennbaren Teil des deutschen Sieblungswerkes. Die Auflockerung ber Groß- ftabt stellt uns vor große gesetzgeberische Aufgaben, wie sie nicht minber bie Möglichkeit zu großartigen baukünstlerischen Leistungen eröffnet. Die grünbsätz- lichen Fragen ber Baupolizei werben einer eingehen- ben Revision unterzogen werben müssen, unb bie Schaffung eines allgemeinen Reichsbaugesetzes wird zur zwingenden Notwendigkeit. Als entscheidender Wendepunkt schwebt mir der Gedanke vor, neue Land- unb Kleinstäbte zu bauen unb ihnen auch bie wirtschaftliche Existenzgrunblage zu sichern. Die Standsichtslosen Imperialismus darstellt. Noch immer Zögert die Pariser Politik, sich zu der Achtung vor dem fremden Volkstum und feinen unveräußerlichen Rechten zu bekennen, die uns selbstverständlich ist. Unb boch liegt in einem fommenben Vertrauen von Volk zu Volk, genau wie im tätigen Vertrauen unter ben eigenen Volksgenossen, bie einzige Möglichkeit, ben gefährlichen Bankerott ber papiernen Genfer Verstänbigung roieber gutzumachen. Wir bürfen an einer enblichen Wenbung ber Geister in Frankreich trotz allem nicht verzweifeln, benn ohne sie ist ein befriebetes Europa unb also auch ein glückliches Deutschland» auf bie Dauer nicht ZU benken. Das fühlen bie jungen Fran- Z o f e n , von ben Frontkämpfern angefangen, natürlich auch, unb zwar teilweise sehr stark unb ehrlich. Allein noch ist es ihnen nicht gelungen, bie heilige Flamme bes Volksbewußtseins so rein unb stark zu entfachen, baß sie bie Kruste eines uralten Mißtrauens im Innern unb nach außen wegschmilzt. So bleibt ber Welt nichts übrig als bie Hoffnung auf bie wirkenbe Kraft ber Zeit, gemäß bem allgemeinen Gesetz, wonach bie bloße Reaktion nie bas letzte Wort sein kann. Mit ruhiger Entschlossenheit geht Deutschlanb seinen verantwortungsbewußten Weg, unbekümmert um alle Verbächtigungen unb nur feiner inneren Erstarkung unb (Befunbung zugewanbt. Diese Haltung wird auf bie Dauer nirgenbs ihren Einbruck verfehlen unb brüben ber Reaktion ihr Spiel Derber« Die Ziele des deutschen Siedlungstverks Grundlegende Ausführungen des Gtaatssekreiärs Feder. angewiesen finb. Alle übrigen können mehr ober weniger überall angefiebelt werden, wenn nur für die Lösung ber verkehrspolitischen unb energiewirtschaftlichen Fragen Vorsorge getroffen Für bie Bautätigkeit mußte sich ber hoh < Zinsfuß gerabezu wie eine Sperrklinke auswirken. Es kann nicht weiter verantwortet werden, im großen Ausmaß öffentliche Mittel für Wohnungsbau zur Verfügung zu stellen, falls dies nicht in einer gewissen Uebergangszeit sich als notwendig erweisen sollte, bis eine einheitliche Regelung der Finanzierung burchgeführt sein fann< Da bie gewaltigen Mittel ber Arbeit-« front nicht zinskapitalistischen Zwecken, sondern nationalwirtschaftlichen Aufgaben zu dienen haben, unb ba es sich um Beiträge hanbelt, bie an sich nicht zurückerstattet, fonbern nur im Dienste Del Allgemeinheit bestens verwaltet werden müssen, gibt es für sie kaum eine bessere Verwendung, als Hunderttausenden bie Möglichkeit zu schaffen, wie- ber mit Heimaterde unb Heimcttbvben verwurzelt zu werben. Auswahl unb Betreuung der Siedler wird eine besonders wichtige Aufgabe des Heim« ftättenamts der D A F. fein. Wenn wir 1000 neue Städte bauen — ein kühnes Wort, und doch für ein halbes Jahrhundert rooM nur ein Mindestmaß, denn 1000 Städte von 1u baden in allen 'Apotheken. m?a uninmniniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiuiiniiiiiiiNiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiniiiiiiiiliiiiiiiiiliiiillillillllilllllllllllllllllllllllllllilllllllllllllllllllllllllllilll Kirschen- und Erdbeermarkt in Ober-Rosbach. Der seit Jahren weit und breit bekannte Ober Rosbacher Kirschen- und Erdbeermarkt wird ab Sonntag, den 3. Juni 1934, wieder eröffnet. Wer in den vorhergehenden Jahren einmal den Ober-Ros bacher Kirschen- und Erdbeermarkt besucht hat, wird stets seinen Bedarf an Kirschen und Erdbeeren in Ober-Rosbach decken. Die Ober-Rosbacher Kirsche findet ihresgleichen im weiten Umkreise nicht bezüglich ihrer Qualität und, was vor allem für unsere Hausfrauen von größter Wichtigkeit ist, die Rosbacher Kirsche ist frei von Maden. Schon vor dem Weltkrieg wurde die Rosbacher Kirsche bis nach Eng land verschickt, ein Beweis für die Haltbarkeit un serer Kirschen. Heute gehen alljährlich große Mengen unserer Kirschen nach Norddeutschland. Begünstigt durch die 'Sage Ober-Rosbachs, am Fuße des Taunus, und durch den unermüdlichen Fleiß seiner Bewohner in Kirschen und Erdbeerkulturen ist der Ruf der Ober-Rosbacher Kirsche und Erdbeere begründet. Ober-Rosbach liegt an der Bahnstrecke Friedberg—Bad Homburg und ist durch gute Autostraßen ebenfalls sehr gut erreichbar. Der Obstmarkt findet ab Sonntag, den 3. 3uni 1934, täglich (auch Sonntags) von 6 Uhr abends an auf dem „Schühen- rain“ statt. Die Kirschen «sowie die Erdbeerernte verspricht eine Vollernte zu werden. Wer auf Qualitätsware Wert legt, besucht nur den Ober-Rosbacher Kirschen- und Erdbeermarkt. 3287D E ß t deutsches Ob st! Die IHarftoerroalfung. hessische Bürgermeisterei Ober-Rosbach. Rothenhäuser. Moderne Wäsche für die kleine Welt Baby-Hemdchen, schöne Ausführung......0.60, 0.40, 0.30 Baby-Jäckchen, B’wolle u. merzeresiert .0 90, 0.60, 0.50, 0.35 Baby-Röckchen und Kleidchen gestrickt und Stoff.........................1.25, 0.95, 0.85, 0.60 Taufkleidchen,Voile, m. schön. Garnit., 3.95, 3.50, 2.95, 2.75 Strampelanzüge, schöne Farben...... .1.50, 1.20, 1.00, 0.90 Mullwindeln, 70/70 und 80/80 cm.......0.75, 0.50, 0.30, 025 Wickeldecken u.Bänder,weißu färb., 1.00,0.75,o.65, 0.55 Badetücher, Frotte, schöne Pastellfarb. .2.40, 1.95,1.75,1.20 Baby- Ausstattungen Wagendecken — Kiesen — Steppdecken Große Auswahl - Entzückende Neuheiten Spezialhaus rdr.Teipel Beachten Sie bitte mein Spezialfenster Markt 16 .................................................................................................................................................... Vermietungen Habe ca. 85 qm Raum gegenüber dem Schlachthof, für Lager oder Arbeitsraum geeignet,pkrl.Juu d.J. zu vermiet. Rampe vorhanden. 02830 Ludwig Tüll, Rodheim.Str.30 Ehrliche, saubere Zrau ob. auch Fräulein das etw. kochen kann, auf einige Zeit bis nachm. 2 Uhr zu älterem Ehepaar gesucht. Sckiffenoerger Weg 15 v. Rückspr. zw. 6 u. 8 Uhr abos. 02825 llllllllllllllllllllllllllllll Ehrl., fleißiges Mädchen für halbe Tage gesucht. 3297V HrauA.Havvel, Rodheimer Straße 42 II. llllllllllllllllllllllllllllll Solides älteres Mädchen gesucht. 02827 Ludwigstr. 40 I. Braves, solides Mdchen fürKücheu.Haus sofort ges., nicht unt.18Iahr. 3300D Walltorstr. 27. Gehr Garten-Kleider in Zeph.,Dirndl, reizend aufgemacht, 6.30, 5.- 38° Imheuser Am Markt 3290 Verschiedenes") llllllllllllllllllllllllllllll Beamt.-Wrve. s. sofort, am liebst, von Selbstgeber 200 — 300 Mk. zu leih. Sicherheit vorhanden. Schr. Ang. unter 02826 a.d.G.A. llllllllllllllllllllllllllllll Verkäufe Gbr. Gasbadeofen m.Heizung weg. Umz.bill. z.verk. Kaiserallee 15III. Tüchtiges 02835 Mädchen für! ganz, auch halbe Tage ges. Slmpfhays Greh SelterSweg 47. e* Sonntag,3.Iuni 7,50 Uhr vorm. Antreten aufOs- waldsgarten.Ab« marsch zurNeuen Kaserne 8 Uhr. Teilnahme a. d. Fahnenweihe d. Reichstreubund. ehem. Berufssoldaten. 13299V Möglichstdunkler Anzug, Bereins- mütie. Auf zahlreiche Beteiligung an der2Uhr nachm.i.d.Volkshalle stattfinden. Kundgebg. werd nochm. hingew. M.125 Zweites Blatt Aeitag.l.Zuni 1954 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Hindenburg grüßt die Skagerrak-Wache. Die Ablösung der Marine-Posten vor dem Reichspräsidenten-Palais, der der Reichspräsident auf dem Balkon beiwohnte. Der Tag her Skagerrak-Schlacht in Berlin. i K :-r F '(> , Die Feier auf dem Skagerrak-Platz während der Ansprache des Kontreadmirals Lützow, der als Kommandant an der großen Seeschlacht teilgenommen hatte. Auf dem Skagerrak-Platz versammelten sich die Marine-Verbände, um mit einer Flaggenparade des Ehrentages der deutschen Flotte zu gedenken. ÄnnhganghnrchhasVerlinerSchmggler-Msenm liebe Hergaben, sondern — dem Salvarsan zuliebe, das in den ausgehöhlten Stämmen versteckt war. mehr zog, ließ man von Bäckern, die jenseits der Selbst die unbequeme Korpulenz hat ihre Vorzüge, wenn man sie nicht immer nur unterm hygienischen Gesichtswinkel betrachtet. Im Berliner Schmugglermuseum hängen Blechbäuche und ausgehöhlte Brotlaibe; und als dieser Trick nicht wiegter* Schmuggler zu arbeiten wagt. Auch quitätenhändler; ist aber unter allen Umständen unveräußerlich. Wiewohl man gleich von Anfang an im Besitze des Schlüssels war, mit dem der Tresor geöffnet werden konnte, ließ sich lange Zeit mit dem Schlüssel überhaupt nichts anfangen, weil man nämlich trotz eifrigsten Suchens — das Schlüsselloch hat nicht mehr finden können! Oauerskat an der Elbe. — Bäume mit Salvarsan. - Eisenbahnwagen als „HochachtungSgesckenl^ In der Reichshauptstadt gibt es ein Museum, das mit den gefährlichsten und ausgefallensten Schätzen angefüllt ist: das Museum der Schmuggler und der Devisenschieber. Man wird es begreiflich finden, wenn die vielen merkwürdigen Dinge, die hier zusammengetragen sind und die gewissermaßen unter Denkmalschutz" stehen, sich vor dem ßidjrte der Öffentlichkeit verborgen halten. Die Leute, die diese oft ungemein raffinierten, ja beinahe genial ausgeklügelten Attrappen geschaffen haben, hatten natürlich nichts anderes im Sinn, als Betrüger am Staate zu werden und sich über das Gesetz hinweg zu setzen. Hätte jedermann Zutritt zu den Museumsräumen, dann wäre Menschen mit dem Schuhe mit Hohlräumen in den Absätzen, in denen hicyi Laibe hineinbacken. dient wie die Autoreifen, die mit besonderer Vor- i Eines der raffiniertesten und zugleich eines der liebe als Verstecke für Kaffee und Tabak benutzt । wertvollsten Stücke des Museums bleibt ein Tresor wurden. (Entstehungsjahr 1721), das Entzücken aller Anti- Jn das Gebiet der höheren Technik gehört eine ..... ........ andere Schmugglererrungenschaft: der Spritkanister. Diese Kanister, die seinerzeit häufig auf der Elbe in die Hände der Polizei fielen, waren mit weißen Fähnchen versehen und zugleich mit salzgefüllten Säckchen behängt. Kamen den Schmugglern zufällig Beamte der Flußpolizei in den Weg, dann warf man die Kanister kurzerhand Ein anderes Stück in der Abteilung für Kuriositäten stellt sich in einem kleinen Eisenbahnwagen (!) vor. Man hat es hier aber nicht etwa mit einem Beuteobjekt zu tun, sondern mit einem — Geschenk! Edler Spender war ausgerechnet ein Schmuggler. Das kam so: auf einem Abstellbahn» Hof schnappte man einen Mann, der sich in verdächtiger Weise an Eisenbahnwagen zu schaffen machte. In die Enge getrieben, gestand er, daß er feit Jahren schon zum Zwecke der Schmuggelet in Eisenbahnwagen Geheimfächer einbaute — und zwar wie er stolz hinzufügte — „Geheimfächer nach eigener'Erfindung." Der Mann kam für fünf Jahre hinter Schloß und Riegel. Während dieser fünf Jahre stellte der Sträfling, um „der Zolldirektion einen besonderen Beweis seiner Hochachtung und Verehrung zu geben", einen Eisenbahnwagen mit einer ganzen Serie von Geheimfächern auf die Beine und als die Stunde der Freiheit schlug, übereignete er der Zolldirektion den Wagen als Geschenk . . . bekannten weiten Gewissen nur Gelegenheit zur Aneignung gesetzwidriger Kenntnisse und Fertigkeiten gegeben. Allgemein läßt sich sagen, daß es kaum einen Gegenstand, den Mmschen zu gebrauchen pflegen, gibt, der von den Schmugglern nicht in den Dienst ihe r dunklen Tätigkeit gestellt worden wäre. Ob an der tschechisch n ob an der polnischen, ob an d'r holländischen Grenze, — überall arbeiten die Schmuggler mit einer Spitzfindigkeit und V^r- w genheit, daß nur ein außergewöhnlicher Spürsinn gegen ihre Schliche erfolgreich arbeiten kann. Die Milchkannen mit doppeltem Baden und die Koffer mit raffiniert angelegten Geheimverstecken sind nur Harmlosigkeiten, die man technisch in so viel Nuancen abgewandelt hat, daß von denen, die an der Grenze ihre scharfen Augen und ihren noch schärferen Verstand anwenden müssen, sich niemand mehr durch solche Mittelchen irreleiten läßt. Auch die Fahrräder, die so konstruiert sind daß sich ihre Teile leicht auseinandei nehmen lassen und daß im Inneren der Rahmen Zigarren, Zigaretten und Pfeifentabak untergebracht werden kann, sind so weithin bekannte Tricks, daß mit ihnen heute kaum noch ein einigermaßen ge- in die Elbe. Da die Kanister sofort sanken, waren sie den Augen der Flußpolizisten ebenso schnell wie angenehm entzogen. Als „harmlose Spaziergänger" setzten sich die Schmuggler dann an den Ufern nieder droschen einen Skat oder machten sich sonst einen Zeitvertreib. Die Art der Unterhaltung war im Grunde nebensächlich, Bedingung war nur, daß sie sich mindestens drei Stunden hinzog, denn nach dieser Zeit hatte sich das Salz in den Kanister- säckchen dann wieder aufgelöst, und die fähnchen- aeschmückten Spritbehälter stiegen wieder aus dem Wasser empor. War die Luft rein, dann wurden die Kanister rasch herausgefischt Auch dieser-Trick hat sich heute überlebt, und zum Skatdreschen brauchen sich heute an der Elbe keine Aßiäger mehr niederzulassen, denn dank der Aufmerksamkeit der Flußpolizei könnte ihnen die Zeit reichlich lange werden Es gibt kaum etwas Unverdächtigeres m der Welt als einen Baumstamm. Und weil Leute, die Baumstämme schleppen, so fleißig und anständig aussehen, gab es eine Zeit, da die Herren Schmuggler sich mit Baumstämmen abquälten Bis man schließlich dahinter kam, daß diese „Schwerarbeiter" ihre Schweißtropfen nicht dem Baumstämme zu©JlXfl&OTt Das 2. Bahnradrennen in Gießen. Das größte sportliche Ereignis des kommenden Sonntags, das 2. Bahnradrennen des Gießener ■ ahrer-Vereins v. 1885 e. V., steht vor der Tür. D ch Entgegenkommen der hiesigen Kreisleitung bet NSDAP, wurde es dem' Verein ermöglicht, dasselbe nach der großen Kundgebung zu veranstalten. Das Eröffnungsrennen zu Anfang Mai hatte schon starke Mannschaften am Start zu verzeichnen. Die jetzt eingegangenen Meldungen übertreffen jedoch diejenigen des ersten Nennens bei weitem. Neben den Paaren Gebr. Schorn (Köln). Gebr. Koch (Köln), Zacharias-Müller (Koblenz), wurden zwei Mannschaften, und zwar Hohbein- E i ch h o r st und Guggau-Bischoff, die zu den Spitzenmannschaften Frankfurts zählen, verpflichtet. Außerdem sind vertreten die Mannschaften Göbel (Wetzlar), T r i n k s (Westig Westfalen), Becker-Roth (Cransberg) sowie Preis-Faust (Germania Gießen). Die Fahrer des RD. v. 1885 Mebus und Muhl haben als Partner Kopf (Köln) und C h i a p p i n i (Neuwied). Neben dem Flieger- und Mannschaftsfahren kommen noch ein Jugend-Ausscheidungsfahren sowie ein Punktefahren zur Austragung, wozu zahlreiche Fahrer aus dem Bezirk Gießen an den Start gehen. Prüfung für das Turn- und Sportabzeichen im Paddeln. Am kommenden Samstag, 2. Juni, 18 Uhr, findet die Abnahme von Prüfungen für das Deutsche Reichsabzeichen für Leibesübungen (Deutsches Turn- und Sportabzeichen) im Paddeln statt. Die Bedingungen lauten in Gruppe IV: 1000 Meter im Faltbooteiner der Klaffe F 1 (Renneiner) 6,55 Min. für Männer und 7,45 Min. für Frauen; in der Kopenhagener Kleinigkeiten. Von hattet Hoffte Copyright by I. L. A., Wien „Die Stadt^der Türme . . . Die Stadt der Gärten . . Die Stadt der Feinschmecker Das Paradies des Nordens Das Venedig der Ostsee ." Die Anpreisungen der dänischen Hauptstadt kann nichts übertreffen. Nichts — nur die Wirklichkeit. Denn Kopenhagen ist einzigartig. Wer an der Ostsee ist und den kleinen angenehmen Trip hinüber nicht macht, dem ist nicht zu helfen. Können ein paar Kleinigkeiten, Beobachtungen einiger Tage, ihm Appetit machen? (Aber Kleinigkeiten, die der Reisende flüchtig aufnimmt, ersetzen oft die genaue Kenntnis des Kundigen. Um dieser Kleinigkeiten will ist das Reisen ein Vergnügen.) ♦ Es ist Mitternacht. Ich streife durch die Parks an der Langen Linie. Die Musik verebbt, die Lichter erlöschen. Ich schlendere heimwärts, zum Rathausplatz. Um halb eins bin ich dort. Ich möchte, etwas trinken, sehe ein erleuchtetes Lokal. Hinein also. Nein, es geht nicht; ein Cerberus weist mich fort. Ich verchehe ihn nicht, schüttle den Kopf, suche ein anderes Lokal auf, das noch Betrieb hat. Dasselbe. Ein drittes Mal. Diese Nachtkellner scheinen, wie auf Verabredung, nicht deutsch zu sprechen (sonst spricht fast jeder deutsch). Aber da kommt ein Herr, der gerade im Begriff stand, seinen prachtvollen Wagen zu besteigen, auf mich zu, lüftet den Hut und erklärt, es fei strenges Polizeigesetz, daß nach Mitternacht fein Gast mehr ein Lokal betreten darf; sitzt er dort, so darf er bleiben — doch hinein darf er nicht mehr. Nur einige „Nachtlokale" haben Konzession. Ich danke ihm. Wo ist das nächste dieser „Nachtlokale"? Oh, sehr weit. Aber der Herr fährt fort: „Sie sind ein Fremder? Es wäre mir eine Freude, Sie dorthin fahren zu dürfen." Er tut es wirklich, fetzt mich dort ab — und wehrt lächelnd meinen Dank ab. Aber genau fo freundlich sind Kellner, Schaffner, Schupos, Verkäufer. Es ist ein Vergnügen. * Das Tivoli! Man weiß, was das ist. Ein großer Lunapark, und eine ganze Stadt von Lokalen, Restaurants Cafes, Bierhallen, Eisftuben, Aquaoit- häuschen ufw. Man geht hin und hofft, sich zu vergnügen Der Kopenhagener aber geht hin, weil er vergnügt ist Da ist zum Beispiel eine Bude im Tivoli, die Hinterwand mit Porzellan gedeckt, mit Tellern, Tassen, Vasen, Kannen, Krügen, alles blitzblank ausgerichtet und auf Regalen säuberlich ausgestellt, und vorne verkauft man — Pfannkuchen; schwere, dicke, nußbraune Pfannkuchenbälle aber sie sind nicht zum Essen da, sondern zum Werfen Man wirft, nach dem Porzellan. Nun gut. Was gewinnt man, wenn man trifft? Aber gar nichts Warum, frage ich den Budenmann, warum tut man es dann? — Der lächelt mitleidig, sieht mich von oben bis unten an, dann sagt er, wie ein Lehrer zu einem dummen Schüler: „V o r Vergnügen!" Und er schüttelt den Kopf, daß ich da habe fragen können Jede Stadt hat ihre Bauten und Mufeen, und immer sieht der Fremde mehr von ihnen als der Einheimische. Ich ging also in die Carlsberg-Glyp- tothek. Ich wußte, daß ich dort die großartige Jm- pressionisten-Sammlung finden würde; eine Serie Gauguins (aus der bretonischen Zeit); und einen Saal Meuniers Am Eingang fand ich Marmorschinken, um 1880 geliefert, und' ich suchte hilflos umher. Da trat ein Museumsdiener heran, sprach einiges mir Unverständliche, aber immer kehrte der Name Kai Nielsen wieder, und er deutete energisch nach oben. Ich fand dann auch die Skulpturen des großen dänischen Bildhauers, der bei uns zu wenig bekannt ist (er starb vor acht Jahren), die großartige Büste des Borers Andreasen, die Porträtbüste des Malers Niels Larsen Stevens. Ich aestehe, ich wäre vorbeigelaufen (Schicksal aller Museumsbesuche; man läuft an zu vielem vorbei!), denn es gibt genug in der Carls- berg-Glyptothek zu sehen — der kunstverständige Diener wußte, was not tat: Ehrenrettung eines zu wenig Anerkannten ♦ Da ist das Schloß Amalienborg, nahe dem Hafen, der in das empirehaft stilisierte Rund des großartigen Schloßplatzes feine realistischen Requisiten einbaut — und vom Schloß weht der Danebrog, der König ist also da, aber man beschreitet den Platz, als ob in dem Palast ein Herr Müller wohnt. Ein Schupo — völlig unbewaffnet! — geht auf und ab, und vor dem Schilderhaus ein Gardist mit der Bärenmütze. Ich hebe den Photoapparat und der Gardist bleibt stehen, er lächelt, er stellt sich in Positur, er läßt sich knipsen, bann geht er feinen Wachschritt weiter Kopenhagen, voll von Ueberrafchungen Die Stadt'der köstlichen Ö-Laute. Denn alles Gute hat diesen charakteristischen, halboffen gesprochenen Vokal: Smörre-bröd, das Frühstück der vierzig Vor- speiseschüsseln. Flöd, die Sahne und Jödbaer, die Erdbeere, Röd-Gröd, die rote Grütze, und schließlich Oere, mit denen wir alle Köstlichkeiten bezahlen müssen „Oer schwarze Wach'sch." Lichtspielhaus. „Der schwarze Walfisch" steht nicht, wie bei Scheffel, in Askalon, sondern an der norddeutschen Waterkant, vielleicht in Hamburg, in der literarischen Vorlage, nach der das Drehbuch dieses Films geschrieben wurde, hieß die Schifferkneipe „Zum goldenen Anker" und stand am Hafen von Marseille. Wir haben das Schauspiel „Marius ahoi" des Franzosen Marcel P a g n o l vor längerer Zeit hier auf dem Theater gesehen; die Fortsetzung des Stücks unter dem Namen „Fanny" wurde hier nicht gegeben, aber man erinnert sich vielleicht noch ungefähr, worum es sich handelt. Es find hier wie dort — an der Nordsee wie am Mittelmeer — im Grunde die gleichen Gefühle und Konflikte, aus denen tiie dramatische Fabel erwächst. Da ist wieder der junge Mensch, Sohn des Hafenwirts, in dem das Erbteil väterlichen Blutes stärker ist als der väterliche Wille, und die Sehnsucht nach Welt und Meer, nach blauer Ferne, nach Abenteuern und fremden Küsten stärker als die Liebe zu dem Mädchen, das ihn erst zurückhalten möchte wie der Vater und dann doch gehen läßt und gehen heißt. Aber als er wieder kommt, ist das Mädchen nicht mehr allein, sondern verheiratet mit dem älteren Bewerber, der das späte Glück seines Lebens nicht nur in der jungen Frau, sondern auch in dem Kinde gefunden hat, das ihm nicht gehört. Es ist das alte Motiv vom Heimkehrer, das schon oft in - der Literatur behandelt worden ist, und dessen gute und endgültige, innerlich befriedigende und befreiende Lösung so schwer gefunden wird. (Wir können uns vorstellen, daß auch im vorliegenden Falle der Abschluß nicht jeden vollauf zustimmen läßt.) Man wird vielleicht an Storms schöne Novelle „Carsten Curator" denken; zwar ist hier im „Schwarzen Walfisch" vieles, aus mancherlei Gründen, sehr anders, aber wesentlich ist hier wie dort die Gestalt des Vaters, die im Film sogar weit über alle andern hinauswächst. Das mag gewollt fein oder nicht — es ist fo und sehr begreiflich, denn diesen Vater, Peter Petersen, Wirt „Zum schwarzen Walfisch" stellt Emil ^IL: n i n g s dar, und niemand könnte ihn schöner spielen. Welch eine Rolle für ihn, den Vollblutjchau- spieler, wie wir in Deutschland nur wenige besitzen. Wir haben Jannings schon großartiger, heroischer und vielleicht dämonischer gesehen — wenn wir uns an den „Letzten Befehl" erinnern oder an den „Patrioten" —, aber nirgends menschlicher als hier, wo er einen Vater spielt, nichts weiter, aber so aus der Fülle heraus, so mit Herz und Gemüt, mit Güte und Humor. Er läßt sich Zeit, er holt aus und nimmt es genau;' er setzt den einfachen Charakter aus vielen kleinen Einzelzügen zusammen, und es tut der Kraft seiner Darstellung keinen Abtrag, wenn er sich liebevoll ins Detail vertieft, weil jeder kleine Zug richtig und echt ist, in den Zusammenhang paßt und zum Gesamtbild; dabei ist es einerlei, ob er einen Gast vor die Tür setzt mit mächtigem Schwung, ob er feinem Jungen einen liebevollen Klaps auf die Backe gibt, ob' er auf den feit Wochen heimlich und schmerzlich ersehnten Brief feines Einzigen da draußen lauert, oder ob er mit einem Schaukelpferd unterm Arm vor der Tür steht, hinter der fein Enkelchen eben geboren wird —: man sieht einen lebendigen und liebenswerten Menschen vor sich, nichts weiter. Das ist vielleicht nicht viel, aber das können, fo wie Jannings es kann, nur ganz wenige. Das Mädchen Fanny — der Name wurde von Pagnol übernommen— ist Angela ©allo f er: ein neuer Name, ein neues Gesicht; zweifellos eine starke, junge Begabung, sehr weiblich auch und an sich geeignet für eine solche Aufgabe, aber doch wohl ein wenig zu zart und zu gepflegt für diese Umgebung, und auch dem Typus nach vielleicht eher im „Goldenen Anker" als im „Schwarzen Walfisch" beheimatet. Das gleiche gilt von Gülstorfs (Pannies), wenn man die äußere Erscheinung allein ins Auge faßt; sonst füllt er die Figur mit sicherem Instinkt vollkommen aus. Der Junge, Martin, ist Franz N i ck l i s ch : recht gut gesehen, aber die Rolle ist hier nicht so ergiebig wie im Schauspiel. Zwei charakteristisch gerundete Frauengestalten: Margarete Kupfer und Käthe Haack. — Für Drehbuch und Spielleitung ist Fritz Wend- hausen verantwortlich; er inszeniert mit klarem Gefühl für episodische Szenen, für volksstückmäßige Züge und auch mit gesundem Humor. Allerdings war im „Marius" für unser Empfinden das ganze Stück noch stärker als hier lokalisiert und von der eigentümlichen und unverwechselbaren Atmosphäre des mittelmeerischen Küstenstrichs erfüllt. ♦ Der Film läuft seit gestern im Lichtspielhaus; im Beiprogramm findet man u. a. schone L Schafts- und Trachtenbilder aus dem Schwarzwald. — Wirtschaft besiegt. * Oie Zag- imZum kann unter im Klee an solche Bauern, die ein Nest vor dem Vermähen bewahrten, so daß das Gelege wirklich zum Ausfallen kam. Gegen Nesträuber, die versuchen, die gefundenen Eier daheim ausbrüten zu lassen, mutz unbedingt vorgegangen werden. Dieses Verhalten ist Wilderei und strafbar, kommt aber hausiger vor als angenommen wird. „ • Im Mutterbau sind Jung fuchse. Wer das denaufttägen zeigte auch die Kulisse keine Unterneh- munqslust. Im allgemeinen war das Kursmveau im Vergleich zum Berliner Schluß behauptet. Für Far- benindustrie machte sich etwas Nachfrage geltend und die Notiz lag um 0,40 v. S). höher. Von lokalen Pa- neren blieben Scheideanstalt stramm gesucht, die Taxe erhöhte sich auf 195 (zuletzt amtlich am 30. 5. 190 v. H.). Der R e n t e n m a r k t lag bei gut behaupteten Kursen geschäftslos, Altbesitzanleihe zogen um 0,13 v.H. an. Der Verlauf der Abendbörse war ohne Anregung, die Kurse erfuhren kaum eine Veränderung, nur Farbenindustrie waren nochmals um 0,25 v. S). befestigt. Scheideanstalt kamen schließlich mit 195 vom Heute beginnt die Lustfahrt-Werbewoche! Spendet reichlich für die Förderung des deutschen Luftsports! werdet Mitglied der Flieger-Ortsgruppe Gießen. Anmeldung bei der Geschäftsstelle der Flieger-Ortsgruppe Gießen, Kreisamt. Deutschland schlägt Schweden 2:1 Oer Eintritt in die Vorschlußrunde der Fußball-Weltmeisterschaft erzwungen Hundert zur Notiz, wobei aber nur etwa 40 vH. auf die Kaufaufträge zugeteilt werden konnten. Die Börse schloß in ruhiger, aber zuversichtlicher Haltung. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 96,50, Stahlverein-Bonds 71,75, Dresdner Bank 59,25, Harpener 90,75, Kali Aschersleben 106, Phönix 46,50, Rhem- stahl 90,50, AKU 55,90, Bekula 131,75, Bemberg 64, Conti Gummi 145,50, Scheideanstalt 195, Deutsche Linoleum 61,25, Licht und Kraft 103, JG.-Farben 136 bis 136,25, Gesfürel 96,75, Holzmann 58,50, Schlickert 85, AG. für Verkehr 64,75, Nordd. Lloyd 27,75. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. TI., 31. Mai. Auftrieb: Rinder insgesamt 114 (gegen 63 am letzten Don- nerstagsmarkt) darunter befanden sich 33 Ochsen, 14 Bullen, 13 Kühe und 54 Färsen. Kälber 893 (459), Hämmel 32 (13), Schafe 20 (3), Schweine 583 (612). Notiert wurde pro 1 Zentner Lebend- gewicht in Mark: Kälber Sonderklasse —, andere a) 53 bis 54, b) 49 bis 52, c) 42 bis 48, d) 33 bis 41; Hämmel bl) 36 bis 37, c) 30 bis 35; Schafe e) 30 bis 33, f) 26 bis 29; Schweine a2) 37 bis 40, b) 36 bis 40, c) 36 bis 40, d) 33 bis 39. Im Preisvergleich zum letzten Donnerstagsmarkt gaben Kälber um 4 Mart und Schweine um 1 Mark nach, für Hämmel und Schafe beweaten sich die Preise etwa auf Basis von vor drei Wochen. Marktoerlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, geräumt. Schweine langsam, später abflauend, Ueberstand. 12:3 (15 Nationen waren vertreten) eine eindeutige Zusage an Deutschland. Auch die Frage der Beteiligung Deutschlands an den Wettkämpfen wurde zugunsten unserer Turner entschieden. Kurze Sportnotizen. Schwedens Handballer standen in ihrem dritten Deutschland-Gastspiel in Darmstadt einer Stadtelf gegenüber und wurden mit 16:3 (5:2) Geheck nicht auslaufen laßen will, muß sich mit dem etwaigen Abschuß beeilen, sonst führt die r^ahe es ins Feld, oder es läuft bald auseinander. Der Dachs hat in Hessen wieder Schußzett. Jnstandhalten von Suhlen und Lecken, Kurzhalten der vierbeinigen Räuber und Ruhe im Revier sind die wichtigsten Erfordernisse der Jagdhege und -pflege im Juni. Hubertus. Gottfried von Cramm spielte sich bei den Französischen Tennismeisterschaften in Paris durch einen Sieg von 3:6, 6:4, 6:1 3:6, 6:2 über den Italiener de Stefani in die Schlußrunde, wo er auf den Australier Crawford trifft, der Boussus ausschaltete. Bei den Damen wurde Cilly Äußern in der Vorschlußrunde von der Engländerin Scriven 7:5, 6:2 geschlagen. Ungarische Fußballer waren am Donnerstag in Frankfurt zu Gast. Gegen eine Kombination Eintracht-Fußballsportoerein unterlag die Els von Budai Budapest mit 0:3 {0:2). ♦ Erneut über 70 Meter kam der finnische Speerwurf-Weltrekordmann Matti Järvinen bei einer Veranstaltung in Wasa. Er schleuderte diesmal den Speer 73,04 Meter. Weitere Zunahme der Sparkaffen- Einlagen im April. Die Spareinlagen bei den deutschen Sparkasien stiegen im April 1934 um 51,6 Mill RM auf 11669,3 Mill. RM. Der Einzahlungsuberschuh hat sich gegenüber dem Vormonat saisonmähig erhöht, er ist um 12,5 Mill, größer als im Marz 1934, jedoch infolge der Wirtschaftsbelebung um 3,5 Mill, niedriger als im April 1933. Die Auszahlungen um 17 auf 457,3 Mill. RM. zu. * Die Belegschaftserhöhung bei den A d l e r w e r k e n. Die Belebung der Kraftverkehrswirtschaft hat auch im Jahre 1934 bei der Gesell- schäft zu einer starken Belegschaftserhöhung geführt. Nachdem Anfang Januar d. I. im Frankfurter Betrieb und bei den Filialen insgesamt 4718 Mann beschäftigt waren, stellte sich die Gefolgschaft Ende Mai auf 5842 Mann. Dabei ist zu berücksichtigen, daß die Lohnstundenzahl des einzelnen Arbeiters in der gleichen Zeit um durchschnittlich ca. 12 Prozent gestiegen ist. * Einkaufsverbot für Textilien ver- längert. Durch, eine 8. Durchführungsverordnung zum Gesetz über den Verkehr mit mdustriel- len Rohstoffen und Halbfabrikaten vom 30. Mai 1934 wird das Einkaufsverbot für Textilien, das am 31. Mai abläuft, für wollene Rohstoffe und Halbfertigfabrikate bis zum 30. Juni 1934 verlängert. ~ . *HerabsetzungdesfranzosischenDis- kontsatzes. Die Bank von Frankreich hat ihren Diskontsatz von 3 auf 2,5 v. H. gesenkt. Frankfurter Börse. Gruppe V: 10 000 Meter im Faltbooteiner der Klasse F 1 für Männer 75 Min. und für Frauen 85 Min. — Die Prüfling« haben sich pünkttich auf dem Gelände der Paddlerailde Gießen e. D. im DKV., Gießen, Bootshausstraße 20, einzufinden. Die Urkundenhefte sind unbedingt mitzubringen, desgleichen Sportbekleidung. Die Bewerber müssen Freischwimmer sein und volle Verantwortung jeglicher Art tragen. Aus der Bezirksklaffe, Gruppe Oberheffen. Der SV. Bad-Nauheim hat ganz unerwartet seine erste Mannschaft von den Aufstiegspielen in die Gauliga zurückgezogen. Am vergangenen Sonntag unterlag der SV. Bad-Nauheim ganz knapp mit 2:3 gegen Langenseelbold, das wird wohl auch der Umstand gewesen sein, daß Bad-Nauheim sich von den Aufstiegspielen zurückzieht. Langenseel, bald war nicht mehr aufzuholen und wird in die Gauliga aufsteigen. Der Sieger der Gruppe Kassel steht noch nicht fest, man tippt auf Germania Fulda. Deutschlands Turner anerkannt. In einer Ausschuß-Sitzung faßte der Internationale Turner-Verband am Donnerstagnachmittag m Budapest nach dreistündiger Beratung den Ent- schluß, Deutschland in den Internationalen Verband aufzunehmen. Die Abstimmung ergab mit Frankfurt a. M., 31. Mai. Die heutige Mit- tagsbörse hatte allgemein eine freundliche Tendenz. Das Geschäft nahm aber kein größeres Ausmaß an, da aus den katholischen Gegenden infolge des Feiertages Orders fehlten. Im Mittelpunkt des Interesses stand naturgemäß die Neubesitzanleihe, die auf das Umtauschangebot in eine neu aufzulegende 4proz. Reichsanleihe .zunächst sehr lebhafte Umsätze verzeichnete und im Freiverkehr bis auf 22,10 nach gestern abend 17,65 v. H. stieg. Die amtliche Notiz wurde für heute ausgesetzt und später wurde auch der Handel im freien Markt auf Anordnung des Bövsenvorstandes untersagt mit der Begründung des heutigen Teilfeiertages, weil ein Teil der Kundschaftslimite deshalb nicht ausgeführt werden könne. Auch der übrige Rentenmarkt erfuhr hierdurch einen Auftrieb, wobei Altbesitzanleihe 0,25 v. H., späte Reichsschuldbuchforderungen 0,65 v. H., Stahlverein- Bonds 1,75 v.H. und Reichsmark-Anleihen etwa 0,25 bis 0,50 v. H. gewannen. Der Aktienmarkt lag noch etwas uneinheitlich, aber doch überwiegend leicht befestigt. Sonderbewegungen waren heute indes nicht zu verzeichnen. Die Kursgewinne am Man- tan-, Elektro- und Chemiemarkt betrugen von 0,50 bis 1 v. H., ferner lagen Aku 0,50 v. H., Holzmann 1 v. H., Daimler 0,25 v. H. freundlicher. Transportwerte waren hingegen etwas abgefchwächt und zwar verloren AG. für Verkehr 1 v. H., Hapag 0,50 v.H., Reichsbahn-VA. 0,25 v.H., während Nordd. Lloyd behauptet blieben. Von sonstigen Werten gaben Cement Heidelberg 0,50 v. H., Conti Gummi etwa 1,50 v. H. nach, Südd. Zucker AG. blieben mit 175,25 v. H. unverändert. Im Verlaufe blieb die Haltung fest. Lebhafte Umsätze hatten JG.-Farbenindustrie, die um 0,50 v. H. auf 137 v. H. anzogen. Stärker gesucht und bis zu 1,50 v. H. erhöht waren noch Schiffahrtsaktien, auch AG. für Verkehr glichen ihren Anfangsverlust aus. Im übrigen betrugen die Kursbesserungen von 0,25 bis 0,50 v.H. . rr;ff v , Der Rentenmarkt war spater sehr still, doch zogen Altbesitz, späte Schuldbücher und Stahl- Bonds nochmals leicht an. Am Pfandbriefmartt blieben die Kurse ziemlich unverändert, teilweise er- gaben sich geringfügige Erhöhungen. Stadtanleihen lagen weiterhin uneinheitlich, Staatsanleihen ruhig. Am Auslandrentenmarkt erhielt sich Interesse für schweizerische Anleihen sowie für einige ausländische Stadtanleihen. — Tagesgeld war zum Ultimo etwas gefragt und auf 4 v. H. erhöht. Frankfurter Abendbörse gut behauptet. Frankfurt a. TL, 31. Mai. Im Abendbörsenverkehr herrschte zwar eine durchaus freundliche Grundstimmung, das Geschäft bewegte sich aber in sehr engen Grenzen. Infolge des Fehlens von Kun- Schon seit Wochen, seitdem er die ersten Fege- und Plätzstellen fand, ist der Weidmann immer wieder hinausgezogen in sein Waldrevier, um Musterung zu halten unter seinen Böcken, und nun ist der 1. Juni herangekommen, der ihm den roten Waldfreiherrn freigibt zu gerechtem Jagen. Die Jagd auf den Rehbock stellt für den größten Teil deutscher Jäger die Krone des Weidwerks dar. Jetzt wenn des Bockes Decke rot leuchtet im Frühsonnenschein in blumiger Wiese, ist für ihn die schönste Zeit des Jagdjahres gekommen. Der Abschluß vollzieht sich dieses Mal noch unter verschiedenen äuße- ren Bedingungen, denn in Preußen überwacht ihn bereits ein von weidmännischem Geiste erfülltes Jagdgesetz, während leider in Hessen der weniger weidmännisch Denkende sich noch ausleben kann, da das Reichsjagdgesetz noch auf sich warten läßt. Für den rechten Weidmann war es seither schon selbstverständlich, daß er seinem Abschuß selbst Grenzen setzte, einen Abschuhplan aufstellte und danach handelte und nicht einfach nahm, was gerade vor ihn kam. Das Ideal des Abschusses besteht darin, zunächst das abzuschiehen, was sich als ungeeignet erweist, um die „Heranzucht eines körperlich starken und gesunden Wildes" zu fördern, gute, abschußreife Stücke dagegen sich erst vererben zu lassen und dann abzuschiehen. So haben auch einzelne Kreisjägermeister in Preußen zunächst nur den Abschuß von geringen, abschußwürdigen und erst ab 1. August den von starken Böcken freigegeben. Es wäre wünschenswert und ein gutes Zeichen für. das Denken der Jägerei, wenn sie auch ohne Zwang sich bereits zu einem Handeln nach ähnlichen Grundsätzen entschließen würde. Der Stand der Vegetation hat übrigens in diesem Jahre zu nächst gar nicht. Beide Mannschaften spielten nach dem VV-System und die Schweden waren eben|o darauf bedacht, ihr Tor mit allen Kräften rein zu halten, wie unsere Abwehr. So verlief die erste Halbzeit torlos. . , . . .. Rach der Pause war das Spiel in der ersten Viertelstunde noch völlig offen. Die Entscheidung fiel erst, als der schwedischen Läuferreihe em Malheur passierte. Rosen und Andersson prallten zusammen und Andersson mußte mit einer stark blutenden Kopfwunde für kurze Zeit das Spielfeld verlassen. Dadurch gerieten die Skandinavier etwas aus dem Konzept. Die Deutschen wurden zusehends überlegen. Kaum waren die Schweden wieder vollständig, als Grämlich einen Strafstoß trat. Der Ball wurde zwar von der schwedischen „Mauer" abg^ wehrt, aber im Nachschuß traf Hohmann doch noch das Ziel. Bereits drei Minuten später fiel durch eine Glanzleistung Hohmanns das zweite Tor Gute Schüsse von Conen und Lehner verfehlten knapp das Ziel. Mit gutem Spiel erkämpfte sich unsere Mannschaft eine klare Ueberlegentjeit, als aber kurz vor Schluß die Schweden zu eineni energischen Endspurt einsetzten, fiel noch ein Gegentor. Als der Schlußpfiff kam, da hatte die glückstrahlende deutsche Mannschaft zwar nur knapp, aber verdient gewonnen. einem auffallend frühen Auswechseln des Rehwildes aus dem Wald ins Feld geführt. Gar mancher in Gedanken schon gestreckte Bock ist bereits aus dem Wald verschwunden und hat irgendwo in einem Roggenfeld seinen Einstand aenommen, von wo er unmittelbar auf Wiese oder Kleefeld austreten kann und weniger von Mücken geplagt wird. Die Ricken haben gesetzt und führen ihre Kitze. Drum achte der Jagdschutz vor allem auf Hunde, die für die Zukunft des Rehstandes z. Zt. die größte Gefahr darstellen. Jede unangebrachte Rücksicht muß unterbleiben. Rot- und Damhirsch schieben ihr neues Geweih. Schon immer wieder ist an dieser Stelle daraus hingewiesen worden, daß es eigentlich unglaublich sei, daß der König des deutschen Waldes, der edle Hirsch, auf Grund eines über 80 Jahre alten Gesetzes keine Schonzeit habe. So konnte es kommen, daß mitunter die bestveranlagten Hirsche irgendwann im Sommer schon im Bast abgeknallt wurden. Umso herzlicher ist der Dank der weidgerechten Jäger an den hessischen Staatsminister dafür, daß er nun endlich auch dem Rot- und Damwild beiderlei Geschlechts eine dem preußischen Gesetz angeglichene Schonzeit zugebilligt hat. Danach ist also jetzt auch der Abschuß von Hirschen in Hessen im Juni verboten. Die Tiere setzen, Ruhe im Revier ist dringend notwendig. Das Federwild brütet, Enten haben z. T. schon Junge. Der frühe Kleeschnitt kann unter Umständen den Gelegen von Hühnern und Fasanen verhängnisvoll werden, da diese ja eine außerordentliche Vorliebe für die Deckung im Klee an den Tag legen. Auf Grund guter Erfahrungen in verschiedenen Revieren sei den Revierinhabern wiederholt empfohlen, Belohnungen auszuloben für Strafkammer Gießen. Gegen den schon außerordentlich viel vorbestraften Gustav Im h e u s e r wurde auf Antrag des Staatsanwalts die Sicherungsverwahrung ausgesprochen. Am 6. Dezember vorigen Jahres wurde der Wolfgang Engelhardt aus Frankfurt vom hiesigen Schöffengericht wegen fahrlässiger Tötung zu 500 Mark Geldstrafe verurteilt. Der Angeklagte sollte in Lieblos bei Büdingen gegen einen Motorradfahrer gerannt Jein. Durch den heftigen Anprall sollte der Soziusfahrer heruntergeschleudert und getötet worden sein. Die heutige Beweisaufnahme ergab nichts für die Schuld des Angeklagten und er mürbe deshalb, die Staatskasse mit den Kosten belastend, freigesprochen. Kirchliche Nachrichten. katholische Gemeinden. Freitag, 1. Juni. 20 Uhr: Segensandacht. Mit vier Spielen der Zwischenrunde wurde am Donnerstag in Italien der Kampf um die Fußball- Weltmeisterschaft fortgesetzt. Deutschland spielte in Mailand gegen Schweden. Zur Freude der ganzen deutschen Sportgemeinde kann auch von diesem Spiel ein deutscher Sieg gemeldet werden. Schweden wurde in einem harten, packenden Kamps mit 2:1 (0:0) Treffern geschlagen. Damit hat sich der deutsche Fußball den Eintritt in die Vorschlußrunde erkämpft. Deutschland steht unter den „letzten Vier" der Weltmeisterschaft... Plötzlicher Regen hatte das Spielfeld aufgeweicht, so daß nur schwer zu spielen war. Während die Schweden mit der gleichen Mannschaft antraten, die in Bologna Argentinien besiegt hatte, war die deutsche Mannschaft aus einigen Posten ausgewechselt. Es spielten: Kreß; Haringer, Busch; Grämlich, Czepan, Janes; Lehner, Hohmann, Conen, Sifsling, Kobierski. Unter den etwa 15 000 Zuschauern befand sich eine stark« deutsche Kolonie, die in der zweiten Halbzeit mit einer wachsenden Begeisterung den Kampf verfolgte. In der ersten Halbzeit hatten die deutschen Zuschauer allerdings wieder bange Minuten zu überstehen. Die Schweden spielten in dieser Zeit schwungvoller. Ihr gefährlicher Jnnensturm stieß immer wieder vor. Aber bie deutsche Abwehr war auf der Hut. Der deutsche Angriff fand sich zu- Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. HL Berlin Frankfun o. M. Brie Geld Brie- Gell» 30.5. | 31-5. Datum 96,5 96,4 20,75 21,5 vamdurg-Amerika-Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff 0 94 93,5 93 93 90,5 90,5 90,25 90 89,5 95,5 95,25 92,75 92,2 92,5 92,4 90 90,5 90,25 90 90 90 89,25 89,25 90 90,13 94,5 94 94 24,8 v 21,65 Ol Grttzner 175,5 6,6 Lombardzinsfuß 5 v. H. 4 v. Die hinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzi 45,75 61,25 94 98,4 97,13 99,4 91,9 96,4 17,45 94 98,4 94 98,4 53,5 59,25 151,25 96,4 17,65 94 98,4 97 99,8 91,5 97,5 99,5 92 o 0 0 0 0 0 53,5 59,25 151 111 63,5 60,4 Schluß» tur< 17,5 171 169,5 145,5 102,75 55,9 63,75 45,5 41,75 123 45 61,9 59,5 17,13 170 169,5 147,25 26,25 64,5 84,5 50,25 23,4 132,65 98,9 103 57 96 95 85,5 133,5 116 45,75 61,75 17,25 170 169 147,25 55,9 64 45,75 41,75 24,13 133 98,5 103 57 96 94,75 85 133 116,5 53 59,25 151 20,25 23 55,5 63,5 46,25 42 131,75 98,25 103 57,75 96,75 94,75 85 133,5 116 27,75 64,75 84,25 50 26,13 64 83,75 50,25 23 131,5 98,65 103,25 56,5 96,5 95 85,75 131 115,5 öatnttnftoerte Höchst o-DL... 4 Süddeutscher Buder ......... I| tiUbCTBi ...... Deutsche fct>N . Selsenkircheu« . 53 59,25 151,5 4% brtfll. eene U ........... 6% Äumän. veretnh. Rente v. 1903 4H°/<>Rumän.vereinh.Renlev.lS18 4% Rumänische veretnh. Rente .. 116% Anatolier ............ 73,75 116,65 59 92 69,25 140 25 110,5 62,25 60,75 101,75 55,75 64,75 45 41 121,65 45,65 61,4 60 17,25 172,5 169,75 145 140,5 110,25 63 61 73,65 117,75 60 90,75 21,5 2JT 96,5 99,9 91,25 .. 0 0 Hansa-Dampfschisf Norddeutscher Lloyd 2L®. für Verkehrswesen Alt. 7 7,3 7,8 6,8 73,5 115,9 58,5 91 68,25 140 110,65 63 60 25 1,05 7,55 7,05 7,25 7,65 6,75 4 6,6 3,6 31 25 1,05 7,5 7,2 7,2 8 6,75 25 1,1 7,5 6,85 7,13 7,5 6,75 7,2 4 6,5 3,55 31,25 7 4,1 6,5 3,6 30,8 27,5 64,9 84,75 50 73,75 | 117,4 59 92 Berliner Handelsgesellschaft . 4 Gemmen- und Prioat-Bank .. 0 Deutsche Boni und Disconv» Gesellschaft................ o Dresdner Ban! .........o Reichsbant 12 4% Oesterreichttche »olbrentt. . 4,20% Oesterretchische SUberrcntt 4% Ungarische Soldrente....... 4% Ungarische Staatdtentt v. 1910 4%% deSgl. von 1913.......... 6% abgest. Soldmexitaner von VS 4% luetische Zoll anleihe von 1911 4%rürtische Bagdadbahn-Anleihe Schulldeis Patzenhofer 0 QIfu z u r Rieden (Offenbach) zum Schriftführer. Lied „Allein Gott in der Höh' fei Ehr". Seiner n*' ~ "" Ansprache legte Pfarrer Schäfer (Bad-Nauheim) Matth. 28, 16—20 zugrunde. Er zeigte, wie die Kirche immer wieder in der gegenwärtigen Krise von der Mission lernen kann. Kirche ist geboren aus der Kraft des heiligen Geistes und wird nur erneuert aus der Kraft, die sie schuf. Im Gehorsam Fronleichnamsfest der katholischen Pfarrgemeinde Gießen. Bei herrlich schönem Sonnenwetter hielten am gestrigen Tage die Katholiken unserer Stadt ihr Fronleichnamsfest. Auch die Katholiken der weit ausgedehnten' Diaspora der Pfarrei Gießen und Lich hatten sich mit den vielen katholischen Soldaten unserer hiesigen Garnison zur aktiven Teilnahme am Feste eingefunden, so daß sich der Jnnenraum der noch nicht fertig ausgebauten Kirche als zu klein erwies, um alle Gläubigen fassen zu können. Daher fand in diesem Jahre zum ersten Male auch an einem Altar an der Außenseite der Kirche das bl. Meßopfer statt. Das Charakteristische am Fron- leichnamsfest ist jedoch die sakramentalische Prozession, die sich an das feierliche Hochamt anschloß und sich unter großer Beteiligung der Gläubigen durch die Wilhelmstraße, Ebelstraße und Liebigftraße in der bekannten schönen Ordnung bewegte. An vier Stationsaltären wurde nach den kirchlichen Gebeten der sakramentalische Segen gegeben. Es ist ein ehrenvolles Zeugnis für die Auffassung bürgerlicher Toleranz, daß die vielen Mitbürger unserer Stadt, die in den Straßen des Prozessionsweges Spalier standen, durch ehrfürchtige Ruhe ihre Teilnahme an dieser katholischen Glaubenskundgebung bekundeten. Nach der Prozession fanden sich die vielen Diaspora-Katholiken zu einem gemeinsamen Kaffee im großen Saal des katholischen Dereinshauses ein. Am Nachmittag, nach der feierlichen Festandacht, kamen die Katholiken sehr zahlreich zu ihrem Volksfest auf der Waldesluft zusammen, um sich nach einem Ausflug dorthin bei einem Unterhaltungskonzert einer hiesigen Musikkapelle mit Groß und Klein einige Stunden zu erfreuen. Rote Kreuz ein reiches Feld der Tätigkeit. In Hessen arbeitet eine Schwesternschaft von 431 Schwestern in 30 hessischen Krankenhäusern und Krankenpflegeftationen. 150 freiwillige Sanitätskolonnen bz'w. selbständige Züge und Gruppen mit rund 4000 Mitgliedern wirken ohne jede Entschädigung im Dienst der Allgemeinheit. Das Rote Kreuz betreibt Mittelstandsfürsorge und Studentenhilfe, unterstützt Veteranen und Invaliden von 1866 und 1870/71 und hilft Kriegshinterbliebenen und Kriegsbeschädigten aus dem Weltkrieg. Darum helft helfen! Werdet Mitglied des Roten Kreuzes und gebt reichlich am Rotkreuztag am 10. Juni 1934! ♦♦ Mitglieder - Versammlung des Evangelischen Männerwerks Gießen. Die Ortsgruppe Gießen des Evangelischen Männerwerks hielt am Mittwochabend im Dereinshaus eine Mitgliederversammlung ab, in der Derbands- sekretär Lauser (Darmstadt) über das Evangelische Männerwerk sprach. Der Redner schilderte zunächst die Entwicklung der Männerwerksbewe- gung, die seit 29. Avril dieses Jahres ungehemmt arbeiten könne. Die Anerkennung des Evangelischen Männerwerks durch die Reichskirche sei inzwischen erfolgt: die gesetzliche Verankerung geschehe in der gierung immer mehr Platz griff, eine Unentschlossenheit, mit der der Geist der Sieger nichts mehr gemein hatte. Da sei an die Stelle des Geistes der Helden die klügelnde Vernunft getreten und an die Stelle des Mutes die Feigheit. Der Wille, der Deutschlands Flotte so groß machte, starb und die Führung fehlte. Aber deshalb feierten wir heute den Tag der Skagerrakschacht mit umso freudigerem Herzen, weil nun das Volk wieder in Einigkeit hinter seinem Führer steht, weil der Geist wieder eingezogen sei, der jene Helden beseelte, die für das Vaterland fielen. Es sei deshalb nicht vergessen, der Gefallenen zu gedenken, die auf dem Wasser ihr Leben liehen. Aber nicht in verzweifelter Trauer sei ihrer gedacht, sondern in Stolz und Dankbarkeit. Unsere Aufgabe aber sei es, so zu leben wie sie starben. Und so wolle der Warineverein nicht Verein an sich sein, sondern er sehe seine grohe Aufgabe darin, die Erinnerung an die grohen Taten unserer ehemaligen Kriegsmarine wach zu hatten. Der Führer messe der Flotte eine große Bedeutung zu und deshalb dürften auch wir nicht müde werden, für eine starke Flotte uns einzusetzen, denn Deutschland brauche eine starke Flotte, brauche Kolonien, die ohne Flotte nicht denkbar fein würden. Das bedeute nicht Krieg oder Kriegsgeschrei, sondern nackte Notwendigkeit für unser Volk. So sei uns im Marineverein die Flotte Ziel und Richtung der Gedanken. Auf dem Schiffe müsse jeder an seinem Platze stehen und seinen Platz ausfüllen, da höre der einzelne auf, ein ,Zch" zu sein. Da müsse jeder Kamerad sein im Bewußtsein dessen, daß er unentbehrlich sei. Jeder ist mit dem Schiff auf Tod und Leben verbunden. Wenn das Schiff sinke, sei auch sein Leben verfallen. Auch unser Vaterland sei ein einziges grohes Schiff, auf dem sich jeder einsehen müsse um seines Volkes, um der Gesamtheit willen. Der Platz eines jeden einzelnen inmitten des Vaterlandes und inmitten des Volkes fei nichts anderes als der Platz auf einem Schiff. Dgs Entweder — Oder von Sieg oder Tod müsse wieder in uns lebendig werden. Die Begeisterung allein schaffe es nicht, sie schaffe es nur in Verbindung mit harter Arbeit. Vom Binnenlande aus betrachte sich der Marinedienst anders als vom Schiffe aus. Nicht mit dem Munde fei es zu schaffen, sondern nur mit der ganzen Kraft und der Bereitschaft zum restlosen Opfer. Im Schiff unseres Vaterlandes haben wir einen neuen Kommandanten. Wir müssen in Vertrauen zu ihm stehen, so wie der Matrose, der Kamerad auf dem Schiff in der Schlacht dem Kommandanten vertraue. Im Geiste von Skagerrak müssen wir so leben, wie jene starben. Wir müßten uns einsetzen für das Deutschland, das uns geboren habe, das uns mit feinem Geist erfülle, dem jeder in Treue dienen müsse, jeder an seinem Platz. Es komme nicht auf das Leben des einzelnen an, wohl aber auf den Einsatz des Lebens für das Vaterland Mit dem Worte: „Deutschland muß leben und wenn wir sterben müssen" und mit einem eindrucksvollen Vers beschloß der Redner seine Ansprache. Gemeinsam wurde sodann das Deutschlandlied gesungen, wurde ein dreifaches „Sieg-Heil" auf den Führer Adolf Hitler ausgebracht und dann noch der 1. Vers des Horst-Wessel-Liedes gesungen. Im weiteren Verlauf des Abends sah man ein prächtiges symbolisches lebendes Bild, das die enge geistige Verbindung der einstigen Marine mit dem heutigen Dritten Reich veranschaulichte. Gleichzeitig wurde damt der gefallenen Kameraden gedacht. Der feierliche Fahnen'ausmarfch beschloß den ersten Teil des Abends. Im weiteren Teil der Feier hörte man einige unterhaltsame Darbietungen. Musikvorträge, gesangliche Darbietungen von Kamerad Broma - cher, der verschiedene Lieder in der Vertonung von Pg. B u ch w a l d zum Vortrag brachte, sowie sehr flotte Musik von Kameraden des Marinesturms auf Bandoneons und Geigen zum Vortrag gebracht, ernteten bei den Zuhörern dankbaren verdienten Beifall. Die Feier in ihrer Gesamtheit nahm einen ebenso würdigen wie anregenden Verlauf. Reichskirchenverfafsung. Der Redner tarn dann auf die Umstellung der Evangelischen Arbeitervereine zu sprechen, die restlos im Evangelischen Männer- werk aufgegangen feien. Obwohl die Tätigkeit des Männerwerks sich von den bisherigen Aufgaben der Evangelischen Arbeitervereine unterscheide, solle doch das Evangelische, Soziale und Vaterlän- oische erhalten bleiben. Der Redner schildert dann die Organisation des Evangelischen Männerwerks, um sich dann eingehend mit den Aufgaben der neuen Organisation zu beschäftigen. Es gelte, die evangelischen Männer kirchlich und evangelisch zu interessieren, sie für die evangelische Gemeindearbeit zu erfassen. Auch hier gelte der Grundsatz:\ „Gemeinnutz geht vor Eigennutz", und „Nicht der einzelne, sondern die Gemeinschaft kann Nutzbrin- aendes für die evangelische Kirche schäften". Das kirchliche Leben dürfe nicht nur von den Frauen, sondern müsse vorwiegend von den Männern getragen werden. Auch unser Führer habe den Wert der Religion für Volk und Vaterland erkannt. Zum Schluß sprach der Redner noch über die praktische Durchführung der Arbeiten des Evangelischen Männerwerks. An das Referat schloß sich eine rege Aussprache an, an der sich die Herren Bi e rau, Weller, Zschunke, Kirchner, sowie der zufällig hier weilende Leiter des Landesamts Nassau-Hessen im Evangelischen Männerwerk, Pfarrer Heß (Darmstadt) beteiligten. ** VHC. -Gießen. Die Maiwanderung des Zweigvereins führte am vergangenen Sonntag nach der Bahnfahrt bis Schotten über Eschenrod, wo gerastet wurde, an den Gederner Seen vorbei nach Gedern. Bei Beginn der Fahrt war es noch etwas kühl, allmählich zeigte sich jedoch die Sonne am klaren Himmel. Es p>ar eine schöne Wanderung über die Wiesen und Weiden, auf denen die Blumen miteinander wetteiferten in leuchtender Farbenpracht. Unter starker Beteiligung weiter Kreise der Bevölkerung und zahlreicher Organisationen in unserer Stadt fand gestern Abend im Cafö Leib die diesjährige Skagerrakfeier des Marinevereins Siezen statt. Der Saal war mit den Farben des Dritten Reiches, mit den Flaggen der Reichsmarine und mit vielen Signalwimpeln prächtig geschmückt. Der Einmarsch des Marinefturms der SA. in den Saal bildete den Auftakt der Feier. Diesem Einmarsch war ein Marsch des Sturmes durch die Stadt vorausgegangen, der vom Brandplatz seinen Ausgang nahm und die Marine-SA. unter । den Klängen der Standartenkapelle zunächst zur Standarte (wo die Fahne abgeholt wurde) und dann über den Hitler-Wall, durch Neuen Bäue, Neuenweg, Seltersweg, Horst-Weffel-Wall, Bahnhofstraße, Neustadt, Oswaldsgarten, Dammstraße, zur Walltorftrahe und zum Cafö Leib führte. Mit dem Marsch „Unsere Marine" wurde das Programm des Abends eingeleitet. Zu einem feierlichen Akte gestaltete sich die Einbringung zahlreicher Fahnen des Refervesturrns der SA., verschiedener Ortsgruppen der NSDAP., der Kameradschaft der Polizei, des Marinevereins und einiger Fahnen der Militär- und Regimentsvereine. Von den verschiedenen Organisationen in unserer Stadt waren Ortsgruppen der NSDAP., die SA. und SS., die Peichswehr und die Polizei, der Nationalsozialisti- che Frontkämpferbund, die Teno, die Freiwillige Sanitätskolonne, die drei hiesigen Rudervereine (GRG., Rudersport und Hassia), der Schwimmverein und die verschiedenen Militärvereine vertreten. Unter den Gästen des Abends bemerkte man unter anderem den Standartenführer Lutter, Standartenführer fünfer, Sturmbannführer Sol - ) a n , Sturmbannführer Walther, SS.-Sturm- ührer H a i n b a ch und Admiral Wilke. Nach einer kurzen Pause wurde an der Bühne Flagge der ehemaligen Kriegsmarine in der den' Schiffen üblichen feierlichen Form gehißt. an. Ist der Botschafter ein Feiger, so taugt sein Gott auch nichts. Zur äußeren gehört auch die innere Autorität des heutigen Geistes. Sein Ziel ist die Führung des einzelnen und der Gemeinde zu Gott, das Ziel ist die Kirch e. Das missionarische Amt ist das Uramt, das Christus eingesetzt hat. In- halt der Verkündigung ist die Wahrheit Gottes im Alten und Neuen Testament. Das Alte Testament ist schon immer verkannt worden. Die zehn Gebote sind Dolksordnung. Im Alten Testament sehen wir Volkswerden und Dvlkswerte, Rasfenfrage, Volks- schonung, Dolksrichtung, Volkserziehung, Volksfeste. Religion ist Volksangelegenheit: es gibt Dolksent- scheide auch im Alten Testament. Die Zeit des Alten Testaments kommt in der Mission noch: die Entwicklung vom Alten zum Neuen Testament enthält eine pädagogische Weisheit, die Verkündigung muh volksmäßig sein nach Inhalt und Form. Für das Verstehen von Kreuz und Auferstehung gehört Zeit. Ein Ziel ist in der Verkündigung konsequent zu verfolgen: auch Predigt o-hne Text und Freiheit im Gebrauch der Liturgie ist nötig (das sagt ein strenger Lutheraner!). Auch der Chorrock wird nicht immer angelegt. In symbolischen Vorführungen wurde bei wilden Menschenfressern dauernde Versöhnung ereicht. Die Evangelisationen werden in großem Stil von der Gemeinde vorgenommen: einfache Gespräche sind wertvoll und freies Wort herrscht bei aller Ordnung auch im Gottesdienst. Die Verkündigung ist bewußt einseitig. Hauptsache, daß der Missionar ein Mann Gottes ist. Es sind Beichten ohne Abendmahl, Tauf, und Kon- firmationsprüfungen ohne Taufen und Konfirmationen möglich. Bei den Entscheidungen, zu denen aufgerufen wird, steht die Gemeinde wie ein Mann gegen die widerchristlichen Mächte. Bei Volksentscheiden können ganze Ortschaften aus einer Ge- meinde ausgeschlossen werden. Die heimatkirchliche Art erzeugt draußen nur tote Gemeinden. Das langsame Erwachen einer solchen wurde gezeigt. Auch die Kirche soll schweigen können. So wurde ein Gotteshaus geschloffen gehalten, „weil die Gemeinde Gott nicht folgt" (wie ein Anschlag an der Kirchentür besagte). Mit dem Vers „O laß uns deine Gotteskraft empfinden" schloß der packende Vortrag des bedeutenden Fachmannes. 0er Ausklang. Am Nachmittag versammelten sich Vorstand und Dekanatshelfer zu einer Besprechung über „Unsere rNifsionsarbeil in Gemeinde und Bruderkreis". Die Einleitung bot Missions-Inspektor Dr. Key- her (Neuen-Dettelsau, Bayern). Neben der Gemeindeversammlung behalte der Bruderkreis der sich verantwortlich fühlenden Führer feine Bedeutung. Der Missionar habe ebenso eine unbedingte Verantwortung für seine Gemeinde und die Mis- sion sei Gemeindesache und -aufgabe. In einer recht ausgiebigen Aussprache äußerten sich Dekan G u h- m a n n (Kirchberg) über die Mitarbeit der Gemeinde, Oberkirchenrat Zentgraf (Mainz), demnächst Pfarrer in Bingenheim über rechte Autorität und Freiheit, Pfarrer Schäfer (Bad-Nauheim) über Ziel und Aufgabe der Kirche, Pfarrer Heinzerling (Selzen) über Bruderschaft unter den Pfarrern. Im Schlußwort zeigte Misf.-Jnsp. Dr. K e y ß e r wie auf Neu-Guinea altes Volkstum als Denkmal der allen Zeit bei christlichen Jahresfesten der Jugend dargestellt wird. Den Eindruck der Verhandlungen faßte der Leiter, Studienrat Knäpp mit dem Jeremiawort zusammen: „Und das Volk gewann ein Herz zur Arbeit". Gemeinsames Lied: „Die Sach ist dein, Herr Jesu Christ" beschloß die Sitzung. Den INissions-Gemeindeabend in der Stadtkirche eröffnete Gemeindegesang „Einer ift’s, an dem wir hangen". Missions-Inspektor Dr. Keyßer sprach über „Unsere Missionsarbeit auf Neu-Guinea". Das Wort Jer. 10, 6: „Aber dir Herr ist niemand gleich..." zeigt sich auch in diesem Missionsgebiet, in dem der Redner 21 Jahre stand. Dos sogenannte „Glück" dieser Leute zeichnete er an der Art, wie sie einer Pockenepidemie zu begegnen suchen, ihrem Verhalten bei Todesfällen, bei Festen und Tänzen. „Du bist groß und dein Name ist groß und du kannst es mit der Tat beweisen." Die ersten Missionare wurden verlacht von den Eingeborenen und von vielen Weißen, die auf der Hinreise von ihrer Absicht erfuhren. Unbekanntsein mit der Chinin- prophylare ließ die Missionare oft krank liegen und brachte ihnen den Vorwurf, der Gott der Christen sei klein. Aber das Wort Gottes erwies sich als Same, der seine Zeit braucht und keimt. Ein Mann meldete sich nach zwei Stunden Nachtmarsch von einem Traum aufgeschreckt, der ihn zur Enftchei- düng aufforderte, zur Taufe. Ein furchtbares Erdbeben von 1906 kam, nachdem sie in Massen Drohungen gegen den Gott der Weißen ausgestoßen hatten und brachte sie zu dem Ruf: „Gott ist da und Gott ist groß!" Es ist lächerlich zu glauben, hunderttausende Menschenfresser ließen sich von ein paar Missionaren vergewaltigen: höchstens vergewaltigt sie Gott: aber das ist seine Sache! Don der Freude, daß Gott ihnen hilft, überwältigt, vereinen sich dort Stämme, die seit alters in Fehde lagen. Es ist rührend, wie dort einzelne in Geschenken ihre Dankbarkeit bezeugen. „Wir braunen Menschen waren früher gejagt wie die Tiere im Walde von Gespenstern und Geistern, jetzt können wir ruhig schlafen." Gott ist auch bei uns jedem großer, je mehr der einzelne sich ihm erschließt. Mit einem Wort der Dankbarkeit gegen Gott für die Rettung vor dem Bolschewismus durch Adolf Hitler schloß der anschauliche Vortrag und mit dem Vers „Schau auf deine Millionen" der Abend. Nach einem dankbaren Rückblick auf die Tagung und eindringlichem Rufe („Greif zu!) zur Mitarbeit sprach Studienrat Knöpp (Darmstadt) Ge- bet, Vaterunser und Segen. Schulungstagung des Hessischen Gemeindetags. * Mainz, 31. Mai. Am vergangenen Dienstag fand in der hiesigen Stadthalle unter der Leitung des Vorsitzenden des Hessischen Gemeindetages, Oberbürgermeister Ritter (Gießen), eine Tagung der Kreisabteilungsvorstände des Hes- sischen Gemeindetags statt, an welcher die Vorsitzenden, deren Stellvertreter, sowie die Schriftführer der 18 Kreisabteilungen teilnahmen. Zu Beginn der Tagung begrüßte Oberbürgermeister Dr. Barth (Mainz) die Teilnehmer im Namen der Stadt Mainz in herzlichen Worten, wobei er darauf hinwies, daß einer der vielen Vorzüge des Nationalsozialismus darin bestehe, die Gegensätze zwischen Stadt und Land auszugleichen. Es fei ein günstiges Zeichen, daß an der Spitze des Hessischen Gemeindetages Oberbürgermeister Ritter ft ehe, der auf Grund feiner früheren Tätigkeit im Koni- und ge- Oberheffen der Hausfrauenberatung die Hausfr zu einem Vortrag von Frau Luise C r e u tz , Wies- ■ ÜBERBALLON-REIFEN >r n selbst auf schlechten Straßen, ist die Fahrt mit dienstjahr, das von der NS.-Frauenschaft geleistet wird, überzuwechseln. Zu sagen wäre noch, daß die in allen Städten arbeitenden Berufsberatungen die Am Mittwochabend hatte die hiesige Ortsgruppe srauen Gießens losigkeit zu steuern. Zu den Aufgaben, die unser Führer Adolf Hitler uns, älteren Hausfrauen, gestellt hat, gehört in erster Linie, die kommende Generation aufzuklären, ihr mit gutem Beispiel vorzuleben und sie verantwortungsbewußt zu den großen Aufgaben, die ihrer in Volk und Staat warten, zu erziehen. Viele unserer jungen Mädchen haben jetzt wieder den Wunsch, ihren eigentlichen natürlichen Beruf, Frau und Mutter zu werden, auszuüben, sie in die verschiedensten Arbeitsgebiete der Hausfrau einzuführen, sie mit den kulturellen und seelischen Aufgaben der Hausfrau und Familienmutter, wie sie innerlich in jedem gesunden deutschen Mädchen leben, bekanntzumachen, soll die Aufgabe der „h a u s w i r t s ch a f t l i ch e n Lehre" sein. Die kommende „hauswirtschaftliche Lehre" umfaßt die Ostern zur Entlassung kommenden Mädchen aller Stände, aller Schularten und diejenigen Mädchen, die bereits Ostern aus der Schule entlassen worden sind, aber noch in keiner festen Berufsausbildung stehen. Von den Gedanken geleitet, schulentlassenen Mädchen nutzbringende Beschäftigung zu geben und uns Hausfrauen zu entlasten, kann die hauswirtschaftliche Lehre im fremden haushalt im Austausch bei Verwandten und Freunden und im Hause der Mutter abgeleistet werden, aber unter der Bedingung, daß ein richtiger Lehrvertrag abgeschlossen wird mit 4 bis 6 Wochen Probezeit und achttägiger Kündigung und daß am Ende der 2- bis 3jährigen Ausbildung die erworbenen praktischen hauswirtschaftlichen Kenntnisse in einer Prüfung, zu der das 17. Lebensjahr erreicht fein muß, nachgewiesen werden. Als Entgelt stehen den jungen Mädchen im ersten Jahr monatlich 5 RM., im zweiten Jahr 8 RM. und im dritten Jahr monatlich 11 RM. Taschengeld zur Verfügung. Für die geringen sozialen Lasten bat die Lehrfrau aufzukommen. Das junge Mädchen steht in keinem Arbeits- sondern in einem reinen Lehrverhältnis, die Lehrfrau verpflichtet sich, ihm die Pflichten einer Familienmutter beizubringen und es durch Mitarbeit zu dem eigenen späteren Beruf als Hausfrau und Mutter vorzubereiten, ihm das zu übermitteln, was jede tüchtige Hausfrau selber weiß, einfachste Grundlagen der Hausarbeiten in einem geordneten Haushalt, Wäschebehandlung, Herstellung einfachster Gerichte und ganz einfache Haushaltsbuchführung. Alles Sonstige, besonders Flicken und Ausbessern übernimmt die hauswirtschaftliche Berufsschule in 6 Wochenstunden und der BDM., dessen Besuch Pflicht ist, an einem Abend jeder Woche. Nach bestandener Prüfung in der Berufsschule unter Aufsicht der Regierung und Damen der Berufsschule und -beratung kann das junge Mädchen ein sogenanntes Praktikantenjahr mit Schlußprüfung durchmachen, um eine leitende Stellung mit guter Bezahlung in größeren Betrieben bekleiden zu können. Auch bleibt ihm die Möglichkeit, ins Arbeits- usw. zu vermitteln hat. Alle diesbezüglichen Fragen betreffs Lehrfrau und Lehrmädchen beantwortet unentgeltlich die Berufsberatung. Durch enges Zusammenarbeiten mit der NS.- Frauenschast, die sich auch bereit erklärt hat, bedürftigen Eltern für das Anlernjahr mitmachenden Töchtern Wä che, Schuhe usw. zu überlassen, hoffen wir, daß die deutsche Hausfrau ihre Kenntnisse zur Verfügung stellen wird und nicht versagen darf zum Wohl ihres deutschen Vaterlandes, ihrer Kinder und einer besseren deutschen Zukunft. Wenn die deutsche Hausfrau fest auf ihrem Platze steht und ausharrt, steht sie fester als Bataillone, sagte Bismarck und Frl. Olga Friedemann, Königsberg, die vor etwa 10 Jahren die Hauswirtschaftslehre einführte, sagte: „Das schwerste Hemmnis für die Einführung des Bolschewismus ist die deutsche Hausfrau". Mit einem Aufruf an die anwesenden Hausfrauen, sich bei der Berufsberatung zwecks Einstellung und Anlernung von jungen Mädchen in ihrem Haushalt zur Verfügung zu stellen, beschloß Frau Kalbfleisch mit einem dreimaligen Sieg-Heil auf unseren Führer den überaus belehrenden Abend. Werbeabend des TV. „Gutheil", Grüningen. * Grüningen, 28. Mai. Der T v. „G u t Heil" Grüningen veranstaltete im Rahmen der Werbewoche der Deutschen Turnerschaft am Sonntagabend m der Sing- und Turnhalle einen Werbeabend. Als Auftakt führten alle Abteilungen einen stattlichen Fackelzug durch die Straßen des Dorfes aus. An der Turnhalle angekommen, marschierten alle Turnerinnen und Turner in Reihen im Saale auf. Der erste Führer I s h e i m begrüßte die zahlreich erschienenen Turnfreunde und Gäste und leitete mit einer Gedächtnisfeier für den Freiheitshellren Albert Leo S ch l a g e t e r ein. In feinen weiteren Ausführungen setzte er sich mit den Aufgaben der DT. auseinander und wies auf die Zielsetzung der Leibesübungen im nationalsozialistischen Staate hin. Mahnende Worte richtete er an die Jugend gemeinsam weiter zu arbeiten am Aufbau unseres Vaterlandes. Die noch Fernstehenden forderte er zum Eintritt in die DT. auf. Die turnerischen Darbietungen zeigten die Vielgestaltigkeit einer Turnstunde. Unter der tatkräftigen und umsichtigen Leitung des Turners und Sportlers Wilhelm Fay, führten die einzelnen Abteilungen Bodenübungen. Freiübungen, Turnen an den Geräten und am Schaukelreck, Hindernislauf, Keulenübungen und mehrere Spiele und Reigen in bunter Folge vor Jeder konnte so einen Einblick in die Arbeit des Turners gewinnen und schon die Kleinsten waren bei ihren Ausführungen zu bewundern. ' Der zweite Vorsitzende Lehrer Ei ff ergriff am Schlüsse der turnerischen Darbietungen das Wort 3u längeren Ausführungen und nahm bei dieser Gelegenheit Anlaß, zwei verdienstvollen Turnbrüdern, dem ersten Führer Christian Adam I s - heim und dem Vorstandsmitgliede Wilhelm B i n - g e l den Gauehrenbrief des Gaues Hessen der DT. zu überreichen. Die beiden Turnbrüder stehen lange Jahre ihrem Verein mit Rat und Tat treu zur Seite und haben sich besondere Verdienste bei der Erbauung der Sing- und Turnhalle erworben. unentgeltliche Vermittlung von Lehrmädchen Lehrfrauen übernommen haben. Der zweite Teil des Vortrages behandelte „Das Anlernjahr für junge Mädchen." Es ist noch nicht Reichsgesetz, aber schon davon „Oie hauswirischafiliche Lehre." Aufschlußreicher Vortragsabend bei der Gießener Hausfrauenberatung. baden, über „Die hauswirtschaftliche Lehre" und „Das Anlernjahr für junge Mädchen" zusammengerufen. Frau Kalbfleisch als Vorsitzende der hiesigen Ortsgruppe begrüßte im Namen der Reichsgemeinschaft deutscher Hausfrauen die Rednerin. Frau Kalbfleisch betonte, daß der Zweck der Zusammenkunft eine Eine Musikkapelle trug zur Verschönerung der Werbeveranstaltung bei. tlnnötrcio binnen * Lang-Göns, 1. Juni. Ein hervorragender Erfolg auf der 1. Reichsnährschau in Erfurt war dem Schweinezuchtoerein Lang-Göns (Deutsches Edelschwein) vergönnt. In schärfstem Wettkampf mit den bekannten Zuchtoerbänden aus Oldenburg, Schleswig-Holstein, Thüringen, Sachsen, Ostpreußen und Schlesien konnten mit 4 Zuchtsauen und 3 Ebern folgende Preise erzielt werden: zwei L, zwei II., em III., ein IV. Preis, eine Anerkennung. Der mit dem 1. Preis ausgezeichnete Jungeber „Lothar" (Züchter und Besitzer Wilh. L. Luh) wurde für einen hohen Zuchtpreis an die Jever- länder Zuchtgenossenschaft verkauft. Ein schöner Erfolg unserer oberhessischen Schweinezüchter! * Hausen, 1. Juni. Das Ehepaar Kaspar Schäfer und Frau Margareta, geb. Jammer, feiern am morgigen Samstaa, 2. Juni 1934, das Fest der goldenen Hochzeit. Der Jubilar steht im 80., die Jubilarin im 79. Lebensjahr. Beide erfreuen sich noch aller körerlichen und geistigen Frische ? Li ch, 31. Mai. Der Turnverein 1860 L i ch hielt dieser Tage im Hotel „Zum Löwen" seine Generalversammlung ab. Der Vereinsführer Karl Volz gedachte zunächst der verstorbenen Mitglieder des Vereins und gab dann einen Bericht über das verflossene Vereinsjahr. Aus diesem ging hervor, daß das Jahr 1933 nicht nur politisch, sondern auch in die Vereinsgeschichte einen Umschwung gebracht habe und der Verein trotz mancher Wirrnisse und Widerstände seine Stellung behauptet habe. Erfreulicherweise habe sich der Turn- und Spielbetrieb im Verein weiterhin gut ■ entwickelt. Der Vereinsführer brachte zum Ausdruck, daß kein Verein oder Verband vom Umschwung der Revolution von 1933 unerfaßt geblieben wäre und es darum Pflicht für jeden einzelnen sei, sich fernerhin mit aller Kraft und Disziplin für die Evolution einzusetzen. Jeder Turner ein Nationalsozialist, aber auch jeder Nationalsozialist ein Turner! Vom Verein wurden alle politischen Veranstaltungen in unserer Stadt durch aktive Mitwirkung unterstützt. Den Kassenbericht erstattete der Rechner Ehr. Völz. Die Berichtszahlen ergaben ein günstiges Bild von der sparsamen Wirtschaft des Vereins. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Nach Erledigung der Tagesordnung gedachte der Vereinsführer K. Volz in einer Ansprache des großen Nationalhelden Albert Leo S ch läge t e r. Ferner machte er auf die Werbewoche der DT. und auf die im Juni stattfindende Reichsschwimmwoche aufmerksam. Nachdem noch kurz die Stellung des Vereins zur HI. und BdM. klargelegt worden war, fand die in voller Einmütigkeit und echt Jahnfchem Geiste verlaufene Jahreshauptversammlung mit einem „Gut-Heil" auf den Führer der Deutschen Turnerschaft von Tscham- m e r und O st e n , den Turnvater Jahn und unseren Führer Adolf Hitler ihren Abschluß. ? Lich, 29. Mai. Unmittelbar bei den Wasserbehältern der Stadt Lich im Gewann Wingerte zeigte sich vor kurzem im Straßengraben klares Quellwasser, das auf einen Rohrbruch der städtischen Wasserleitung schließen ließ. Daraufhin ließ die Stadtverwaltung Ausschachtungsarbeiten bei den Quellfassungen vornehmen, wobei durch einen Zufall die wohl bisher älteste Wasserleitung der Stadt Lich freigelegt wurde. Man fand eine alte Fassung und mehrere frühere Leitungsstränge. Das Wasser wurde der Stadt, die damals noch Festung war, durch eine noch gut erkennbare Sickerleitung von der Gießener Straße her zugeführt, die später durch eine ebenfalls noch deutlich erkennbare Leitung aus Holz und diese wiederum im Laufe der Jahre durch eine solche aus handgedrehten konischen Tonrohren ersetzt worden war. Auch diese Tonrohrleitung hat dann anscheinend Mitte des vorigen Jahrhunderts einer Gußrohrleitung von fünf Zentimeter Durchmesser Platz machen müssen, die dann aber auch durch Ansätze im Innern der Rohre vollständig unbrauchbar geworden war. Im Jahre 1888 wurde daraufhin die Quelle neu gefaßt, das Wasser durch eine neue Gußrohrleitung in den im gleichen Jahr« errichteten ersten Wasserbehälter der Stadt geleitet. Dieser Behälter, dem noch Wasser aus zwei web teren Quellen zugeführt wurde, versorgte banr lange Zeit die Stadt mit Wasser, bis dann um die Jahrhundertwende weitere Quellen erschlossen und der Wasserversorgung dienstbar gemacht wurden. Durch die derzeitige Instandsetzung der bisherigen Fassungen und Freilegung seither unbekannter Quellfassungen erhofft man, noch mehr Wasser als bisher zur Verfügung zu haben und gleichzeitig, wohl in der Hauptsache, die Qualität des Wassers zu verbessern. Die Funde bei diesen Arbeiten bilden ein interessantes Stück Heimatgeschichte. Dem Heimatmuseum der Stadt Lich wurden einige guterhaltene Tonrohrstücke überlassen. In der Zeit vom 1. bis 8. Juni wird die all- jährlich stattfindende Deutsche Luftfahrt- Weroewoche im ganzen Reiche veranstaltet. Ent- sprechend dem Aufschwung unseres Lustsports im letzten Jahr wird sie in erheblich größerem Umfang als bisher durchgeführt werden. Sie soll ein machtvollem Bekenntnis des ganzen deutschen Volkes für die deutsche Luftfahrt darstellen. Noch ist unsere Fliegerei nicht Allgemeingut der Nation, viele unserer Volksgenossen stehen ihr noch fremd gegenüber und haben ihre große Bedeutung für unser Vaterland noch nicht erfaßt: Die Ausübung des Luftfporls ist nicht Selbstzweck, sondern fie dient allein der Erhaltung unseres Vaterlandes. In schwerem Kampf hat sich unsere Fliegerei in den 14 Jahren nach dem Kriege notdürftig durchringen müssen, ohne auf die Hilfe und das Verständnis der damaligen Regierungen rechnen zu können. Mit dem Sieg der nationalsozialistischen Revolution begann auch für sie eine bessere Zeit. Eine schöne Zukunft liegt nun vor ihr, eine Zukunft, die ihr den Erfolg mühevoller Arbeit bringen muß und wird. An Stelle selbstloser Aufopferung einzelner Flugbegeisterter schafft jetzt ein straff durchorganisiertes Ganzes in gemeinsamer Arbeit eine neue Luftfahrt. Kameradschaft und Pflichtbewußtsein bilden den Grundstock dieser neuen Entwicklung. Mit besonderem Vachdruck soll die diesjährige Deutsche Luftfahrt-Werbewoche betonen, daß die deutsche Fliegerei lebt und an dem Wiederaufbau unseres Volkes an führender Stelle mitarbeitet. Der Deutsche Luftsport-Derband sieht es deshalb als feine Pflicht,an, an das Gewissen eines jeden Volksgenossen zu appellieren und durch diese große über das ganze Reich ausgebreitete Veranstaltung zu beweisen, daß das Volk eines Richthofen, Boelcke und Jrnrnelmann und all der Pioniere der Luftfahrt sich fliegerischen Geist bewahrt hat, dem Manne dankbar ist der es zu neuem Ansehen geführt hat und den festen Willen hat, Luftsport und Luftverkehr weiter auszubauen im friedlichen Wettbewerb der Nationen. Die Reichs- und Landesbehvrden haben dieser großen Werbekundgebung weitgehendste Unterstützung angedeihen las- sen, so daß örtliche Werbeveranstaltungen und Sammlungen überall zugelassen sind. Wenn in den Tagen dieser Werbewoche die blaugrauen Flieger zusammen mit den Hitlerjungen, aus deren Flugabteilungen der fliegerische Nachwuchs entnommen wird, für unseren Flugsport sammeln, so mögen unsere Volksgenossen eines bedenken, was zwar den Fliegern nur allzu gut, ihnen aber noch immer viel zu wenig bekannt ist: 3n allen auherdeulfchen Ländern wird der Flugsport durch die Behörden unmittelbar auf das tatkräftigste unterstützt. Die ausländischen Lustfahrtvereine und Fliegerklubs erhalten jährlich zahllose Flugzeuge geschenkt. Die Ausbildung zum Sportflieger bezahlt zum größten Teil der Staat, der auch die fliegerische Weiterbildung finanziell unterstützt. Vichts dergleichen ist in Deutschland möglich, da internationale Abmachungen jede behördliche Unterstützung des Motorflugsports untersagen. Darum haben alle deutschen Volksgenossen die Pflicht, jeder an seinem Platze, an dem Wiederaufstieg unserer Fliegerei, an der Zukunft des Volkes und Vaterlandes milzuarbeilen. Nur so wird es uns gelingen, die Worte unseres Luftfahrtministers Göring in die Tat umzusetzen: „Das deutsche Volk muß ein Volk von Fliegern werden!" bergrunb des Interesses stehenden Fragen der Kom- munalpolitik in eingehender Weise behandelt, wobei allgemein die Arbeitsfreudigkeit zur Mitarbeit am Aufbau unserer Gemeindeverwaltungen im Sinne der nationalsozialistischen Staatsführung zum Ausdruck kam. Am Schlüsse der Tagung richtete Ober- bürgermeister Ritter in schwungvollen und kernigen Worten einen Appell an die Teilnehmer der Tagung, mit aller Tatkraft mitzuarbeiten an dem großen Werke unseres Führers Adolf Hitler. Hierzu seien die Gemeindeverwaltungen in besonderem Maße berufen. Scharf wandte er sich gegen die Nörgler und Miesmacher, die das Werk des Führers zu sabotieren versuchten. Mit einem begeistert aufgenommenen dreifachen „Sieg-Heil!" auf den Führer fand die erste Tagung der Kreisabteilungs- ovrftände des Hessischen Gemeindetages ihr Ende. sprachen worden, daß kein junges Mädchen fortan zu einem Beruf zugelassen werden soll, wenn es nicht die Tätigkeit im hauswirtschaftlichen Anlernjahr nachweisen kann. Da diese Hilfskraft nur eine zusätzliche ist und nicht bezahlt werden soll, darf auch keine bisher im Haushalt vorhandene bezahlte Kraft dieser Neubeschäftigung wegen entlassen werden. Jede Hausfrau muß sich bewußt sein, daß sie bei Einstellung eines jungen Mädchens als unbezahlte Hilfskraft ein Stück soziale Arbeit schafft, oaß sie ihm ebenfalls sechs Wochenstunden für die Berufsschule und einen Abend für den BDM. freigeben muß, daß die Krankenkasse nur 1.50 RM. monatlich beträgt und sie den jungen Mädchen ebenfalls die einfachsten Grundbegriffe der Hausarbeit: Zimmerreimgung, Gemüseputzen, Eintopfgericht, einfachste Krankenkost, Wäsche vorbereiten Werbung zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit unserer weiblichen Jugend sein solle. Die Hausfrau von heute müsse es sich zur Aufgabe und Pflicht machen, mitzuhelfen, daß die schulentlassenen Mädchen in einen Pftichtenkreis gestellt würden, um ihnen die seelischen Nöte der Arbeitslosigkeit möglichst fernzuhalten. Nach diesen kurzen erklärenden Einführungsworten behandelte die Rednerin, Frau C r e u tz , zunächst das Thema: „Die hauswirlschaflliche Lehre". Sie führte hierzu etwa folgendes aus: Die Hausfrauentätigkeit galt schon früher vor dem Krieg, als der Hausfrau genug billiges Hilfspersonal zur Verfügung stand, nicht viel. Die Heranwachsende Tochter lernte zwar viel, alle möglichen Dinge, die sie aber in der Ehe kaum verwerten konnte. Die meisten jungen Mädchen hielten es vor der Ehe sogar unter ihrer Würde richtig, haushalten, einteilen und kochen zu lernen, denn die Tätigkeit *der Hausfrau, die sozusagen ihren ganzen Tag ausfüllt, stand auf der untersten Stufe der gesellschaftlichen Ordnung. Sie war, so betrachtete ein Beruf, den jeder ungelernt ausüben konnte. Daher kam es, daß die jungen Frauen in der Ehe versagten und manch eine Ehe unglücklich wurde und zerfiel. Nach dem Kriege trat durch das große Stellenangebot auf dem Arbeitsmarkte, durch die Befchäftigung in Fabriken und Büros eine wahre Flucht der jungen Mädchen aus dem Haushalt ein. Beruf, Verdienst, Freiheit und Selbständigkeit lockten und verdrängten alle anderen weiblichen Regungen. Erstmalig im Krieg, als alle Mittel täglich knapper wurden, erkannte man den Wert einer tüchtigen, wirtschaftlichen Hausfrau und in dieser Zeit wurden in vielen Städten Deutschlands Hausfrauenverein ge- gründet. Frauen, die ihre Hausfrauentätigkeil als einen richtigen, vollwertigen Beruf ansehen, stellten ihr ganzes Willen und können in den Dienst der guten Sache, von dem Gedanken geleitet, daß jede Hausfrau unlöslich verbunden ist mit dem Wohlergehen des Staates und der Zukunft ihres Volkes. Und als in den Nachkriegsjahren mit der Krisenwirtschaft die katastrophale Arbettslos'gkelt emtrat, waren diese Frauen ständig bemüht durch Hinweise und Belehrungen: soviel wie möglich deutsche Waren, deutsche Gemüse, Eier usw. zu kaufen den deutschen Arbeitsmarkt zu beleben und der Arbeits- munatbienft besonders geeignet sei, hier ausgleichend zu wirken. Dor Eintritt in die Tagesordnung begrüßte der Vorsitzende den Vertreter der Hessischen Regierung, Ministerialrat Weber, sowie die Vertreter der Hessen-Nassauischen Landesversicherungsbank Wiesbaden. Er bezeichnete derartige Tagungen als eine Notwendigkeit im Interesse der Pflege des Gedankenaustausches über die bis jetzt vorliegenden Erfahrungen auf dem Gebiete der Kommunalverwaltung, und um den berufenen Vertretern der Hessischen Gemeinden Gelegenheit zu geben, Wünsche und Anträge vorzubringen. Die Tagung, welche mit Unterbrechung durch eine kurze Mittagspause den ganzen Tag in Anspruch nahm, ergab einen sehr anregenden Verlauf. Es wurden die gegenwärtig für die hessischen Landgemeinden besonders wichtigen und im Vor- Große Kundgebung der ASOAp. in Grünberg. 4- Grünberg, 31. Mai. Die Ortsgruppe Grünberg der NSDAP, veranstaltete am Mittwochabend in der hiesigen Turnhalle eine große öffentliche Kundgebung, zu der Kreisleiter und Kreisdirektor Pg. Klo st ermann (Gießen) gewonnen war. Nach dem Erfcheinen des Redners und dem Einbringen der Fahnen in die festlich geschmückte Halle eröffnete Propagandaleiter Harder die Versammlung. In etwa emstündiger Rede führte Pg. Älo ft ermann u. a. folgendes aus, daß Miesmacher und Nörgler die geistige Idee, die hinter der nationalsozialistischen Revolution stehe, nicht verstanden hätten, sondern ähnlich wie bei der Revolution von 1918 in materieller Weise Vorteile für sich erhofft hätten. Es wird dieser Sorte von Menschen eigentlich zu viel Ehre angetan, wenn man sich so eingehend mit ihnen beschäftigt. Wir wissen, daß wir als Menschen nicht ohne Fehler find, aber wir fordern Vertrauen und verlangen, daß man uns genügend Zeit zum Aufbau dessen gibt, was andere in 14 Jahren in Grund und Boden gewirtschaftet haben. So soll nicht jeder einzelne Berufsstand das dritte Reich danach beurteilen, welche Vorteile es ihm bringt, denn das ist lidera- listisch gedacht. So sei für den Bauer eine größere ober geringere Rentabilität nicht von so ausschlaggebender Bedeutung, als daß er jetzt für alle Zeiten Herr auf seiner Scholle sei. Es komme auch für den gewerblichen Mittelstand nicht so sehr darauf an, von Tag zu Tag steigende Einnahmen in der Ladenkasse zu haben, sondern sein Fortbestehen sei von Wichtigkeit und das sei erst gesichert, wenn die breite Schicht der Verbraucherschaft ausreichend entlohnt wird, was bedauerlicherweise heute noch nicht überall möglich sei, beispielsweise reiche der Lohn für Notstandsarbeiten gerade zum nackten Leben. Wir ziehen uns die Jugend heran, daß sie das von uns begonnene Werk dereinst in unferm Sinne weiter führt. Wir organisieren die deutsche Volkskraft, wir wollen der Welt zeigen, daß wir arbeiten und nichts als arbeiten wollen, aber nicht kriegerischen Abenteuern nachjagen. Wie wir innenpolitisch — Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, Reichseinheit u. a. — langsam erfolgreich sind, so werden wir auch in absehbarer Zeit außenpolitisch zu Erfolgen kommen. Wir brauchen zu unserer Arbeit einen neuen Menschentyp, den politischen Leiter, der als Führer von hohem Verantwortungsgefühl getragen wird. Mit der Verpflichtung der Versammlung auf das Vaterland und unfern Führer schloß der Redner seinen packenden Vortrag, der reichen Beifall auslöfte. Nach Dankes- roorten von Propagandaleiter Harder und dem Gesang des Horst-Wessel-Liedes schloß die Kundgebung. nüNl'O5"p,a * Bellersheim, 1. Juni. Am kommenden Sonntag, 3. Juni, findet hier im Saale Angermüller in der hiesigen Ortsgruppe die Einweihung der Fahne der Deutschen Arbeitsfront statt. + (Srünberg, 31. Mai. Gegenwärtig wird hier mit der U m p f l a st e r u n g der Markt.- gaffe begonnen. Damit wird nun auch die letzte Hauptverkehrsstraße unserer Stadt endlich in einen guten Zustand gebracht, nachdem im vorigen Jahre die beiden anderen Derkehrsstraßen Rabegasse und Rosengasse, neu hergerichtet wurden. Jedenfalls werden dann endlich die meist aus den Kreisen der Autofahrer stammenden Klagen über den schlechten Zustand der Grünberger Straßen verstummen. Kreis Büdingen. Babenhausen, 1. Juni. Gestern beging hier in großer körperlicher und geistiger Frische unser ältester Ortsbürger, Polizeidiener und Flurschütz Heinrich A l b r a n d , seinen 80. Geburtstag. Schon seit 26 Jahren steht er im Dienst der Gemeinde und versieht noch bis heute zur vollsten Zufriedenheit seinen täglichen Dienst — Auf Anregung der Ringführerin des BdM, Thekla Kuhl- Ranstadt wurde hier eine BdM.-Gruppe gegründet, der fast alle hiesigen Mädels beitraten. Kreis Schotten. rl. Schotten, 31. Mai. In der hiesigen Turnhalle fand heute eine Versammlung d e s Kreisoereins Schotten des RSLB. statt. Im Mittelpunkt der Tagung stand ein sehr beifällig aufgenommener und anregender Vortrag des Hilfsarbeiters im hessischen Schulministerium, Rektors Siebert (Darmstadt), über „Reue deutsche Erziehung und deutsche Schule". Er wies gleich von vornherein darauf hin, daß er nicht als Vertreter der Behörde, sondern als Jungvolkführer, als Vertreter der jüngsten Generation rede. Zunächst sprach er von dem vom Führer angeordneten Kampf gegen einen Reihe von Menschen in unserem Volke, der nicht aus einer Verteidigungsstellung geführt werde. Gut unterrichtet über die bestehenden Verhältnisse in Land und Stadt schilderte er lebenswahr die drei hauptsächlichen derzeit bestehenden Gefahren für eine erquickliche und stetige Aufbauarbeit:' das oft verständliche und trotzdem durchaus als ausbaufeindliche Meckern unter Bauern, Beamten und Spießern aller Art, die Gefahr des politischen (negativen) Witzes und die besonders zu beachtende „schwarze Gefahr". Auch die dagegen notwendigen und von Fall zu Fall geeigneten Kampfmaßnahmen gab er im einzelnen an. — Auf fein eigentliches Thema eingehend, wies er zunächst aus das Hin- und Herschwanken zwischen allen möglichen Bildungs- und Erziehungszielen in den 14 Jahren nach dem Kriege hin. Unser Lehrerführer Schemm habe uns endlich aus solchem unerquicklichen Zickzackkurs herausgeführt. Heute gelten für uns nur noch zwei Ziele: Volk und Gott. Dem überstarken Betonen des „Rur- Wissens" steht nun entschieden die Betonung des Charakters entgegen. Wissen und körperliche Tüchtigkeit kommen erst in zweiter Linie. Die Lehrer als Erzieher stehen vor einem vollkommen neuen Zustand: Zu den alten Erziehungsfaktoren Elternhaus und Schule tritt nun Jungvolk und Hitler- Jugend. Heber die vielen erklärlichen Unstimmigkeiten hinweg ist es Pflicht der doch erfahreneren Lehrergeneration, eine geeignete Grundlage zur Zusammenarbeit zu schaffen. Wo wirklich untragbare Führer in der Jugendbewegung sind, wurden und werden sie durch geeignetere ersetzt. Die Lehrer müssen unumwunden der HI. und dem Jungvolk einen Erziehungsanspruch zugestehen. In den oberen Stellen ist eine Einigung längst vollzogen. Wenn die drei genannten Erziehungsfaktoren gegeneinander stehen wollten, so wären sie alle auch Feinde des nationalsozialistischen Staates. Wir wollen doch nicht eine Arbeit tun, die nur die Gegenwart ausfüllt, nein, sie soll ganz und gar auf die Zukunft abgestellt sein. Diese Jugend muß einmal in Stand gesetzt werden, das Erbe so zu gestalten, daß es niemals mehr eine Zeit gibt, wo die in allen Teilen deutsche (nationalsozialistische) Weltanschauung aus unserem Volk herausgerissen wird. Reicher Beifall bewies die Uebereinstimmung der Versammlung mit den oorgetragenen Gedanken. Kreisobmann Schneider dankte dem Redner und mahnte, diese Gedanken mit^unehmen, zu ringen und zu kämpfen um die neue Weltanschauung, die in uns noch nicht volle Wirklichkeit geworden ist. Danach erledigten die verschiedenen Fachschaften noch eine umfangreiche Tagesordnung. = Schotten, 31. Mai. Der Straßenzug Schotten — Nidda, der wegen seines schlechten Zustandes seither zu berechtigten Klagen Anlaß gab, soll noch im Laufe dieses Jahres in feiner ganzen Länge instandgesetzt werden. Die Strecke Rain rod —Eichelsdorf wurde bereits hn Vorjahre verbreitert und hergerichtet. Die Verbreiterung und Kurvenüberhöhung an dem Straßenteu Schotten —Rainrod ist schon im Gange. Anschließend an den Stadtrand von Schotten werden 1V2 Kilometer der Strecke gepflastert. Die Verbreiterung der Straße Eichelsdorf — Nidda, an deren Rand die Bahnlinie entlang führt, macht etwa 35 000 Kubikmeter Erdbewegung notwendig. Viele prächtige ' Chausseebäume müssen entfernt werden. Aber wichtiger ist es, die Straße gefahrenfrei für den Verkehr zu machen, was bislang nicht der Fall war. Eine Verlegung des Schienenstranges der Eisenbahn scheint nicht geplant zu sein ♦ Laubach, 31. Mai. Am Samstag veranstaltete die Ortsgruppe der NSDAP, im gut- besetzten Saale des „Solmser Hofes" einen Deutschen Abend. Es wirkte hierbei der in Laubach zu Gast weilende Posaunenchor aus Arheilgen unter der Leitung des ehemaligen Militärmusikmeisters E. B r e i t r ü cf (Darmstadt) mit. Der erste Teil des Abends war eine vaterländische Weihestunde anläßlich des Todestages des Freiheitshelden Albert Leo Schlage ter. Ansprachen hielten Ortsgruppenleiter Braun und Kreisleiter Krornm (Schotten). Jrn zweiten Teile des Programms, deutsche Klänge alter und neuer Meister betitelt, hatte der Arheilaer Posaunenchor Gelegenheit, sein ausgezeichnetes Können unter Beweis zu stellen. Starker Bestall wurde ihm nach jedem Musikstück zuteil. Am Sonntagoormittag sand ebenfalls unter Mitwirkung des Pofaunenchors ein starkbesuchter Gottesdienst statt, in dem zum ersten Male in Laubach Pfarrassistent Göbel (Arheilgen), ein Sohn unserer Stadt, predigte. Nachmittags versammelten sich die Laubacher Vereine und das weibliche Arbeitslager auf dem Marktplatz und zogen unter Dorantritt des Posaunenchors auf den nahegelegenen Ramsberg zu einer Feier, mit der eine Werbung für die Deutsche Turnerschaft verbunden war. Ansprachen hielten dortselbst Pfarrer Kornmann und Reallehrer Haas. Die Feier, die einen schönen Verlauf nahm, wurde umrahmt von turnerischen Vorführungen, Musikstücken des Posaunenchors und Liedern der Vereinigten Männergesangvereine'Eintracht und Harmonie. = Ober-Schmitten, 31. Mai. Zum ersten Mal nistet int Gebüsch am „Wehr" der Moufang- schen Papierfabrik ein Nachtigallenpär ch en. Zu den späten Abendstunden stellen sich viele Zuhörer ein, dem Lied des unermüdlichen Nächstem« gers zu lauschen. Manchmal ziehen sie aber wieder enttäuscht ab, wenn die Nachtigall aus unbekannten Gründen stumm bleibt, oder erst viel später mit ihrem Gesang einsetzt. — Die Leitung der Staffelschen Papierfabrik bekundet ihre Verbundenheit mit der Belegschaft in nachahmenswerter Weise. Sie schickt alljährlich 10 ihrer Arbeiter mit den Urlaubszügen der NS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" nach den verschiedensten Erholungsgebieten und übernimmt dis Kosten für Fahrt und Verpflegung. Zwei Arbeiter, die dem Betrieb am längsten angehören, sind bereits mit dem ersten Urlaubszug abgefahren. Kreis Alsfeld. △ Alsfeld, 31. Mai. Der Alsfelder Turnver- ein begann die Werbewoche der Deutschen Turnerschaft mit einer eindrucksvollen Kundgebung für Albert Leo Schlageter, die in Verbindung mit einem Fackelzug auf dem Marktplatz stattfand. Unter klingendem Spiel mit der Kapelle des hiesigen Arbeitsdienstlagers nahm der Zug, umloht von Fackelschein, auf dem Marktplatz Aufstellung. Der Platz war von einer dichten Menschenmasse gefüllt. Heber dem Portal des Wein- Hauses erstrahlte in zahlreichen Glühlampen das Sinnbild der Deutschen Turnerschaft, darunter das Sinnbild des Dritten Reiches. Der Führer des Turnvereins Alsfeld, Bankvorstand Ebeling, hielt eine Ansprache, in der er darauf hinwies, datz man kaum einen würdigeren Akt zur Einleitung einer Werbung für, die deutsche Turnsache finden könne, als eine Gedenkfeier für den deutschen Hel- den Albert Leo Schlageter, der sein ganzes junges Leben für die Freiheit seines Volkes gekämpft habe und für fein Vaterland gestorben fei Der Redner gab alsdann ein Bild des Lebens des jungen deutschen Helden, welcher der erste Soldat des Dritten Reiches gewesen sei. Ernst Moritz Arndts Freiheitslied „Der Gott, der Eisen wachsen ließ" und das Horst-Wessel-Lied beschlossen den feierlichen Akt, der einen tiefen Eindruck hinterlieh. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstag nachmittag geschloffen. Sonntag, 3. Juni, nachm. 4% Uhr, auf der Aschenbahn der Spielvereinigung 1900 2. Bahn-Radrennen 3284 D iiiHiiiiiiiiiimimiiHiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiimiiiiiimiiiiHiiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Das größte Sportereignis! Am Start: Fahrer aus Köln, Koblenz, Kassel, Frankfurt/M., Fulda, Cransberg, Gießen Während der Rennen Musik der SA.-Standartenkapelle 116 ................................................................................................................ Veranstalter: Gießener Radfahrer-Verein 1885 e.V. Am Mittwoch, 30. Mai, wurde durch einen Unglücksfall unser SA.-Kamerad aus unseren Reihen herausgerissen Sturm 4/M 147 Gießen, den 31. Mai 1934 96 D Mein lieberMann,unser guterSohn,Schwiegersohn,Bruder und Schwager Hans Laberenz Wir verlieren in ihm einen treuen Kämpfer von lauterem Charakter, der in Dienstauffassung und Verhalten stets ein mustergültiges Vorbild war. Ehre seinem Andenken Die Beerdigung findet am Samstag, dem 2 Juni, vormittags um 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Gießen (Kaiserallee 70), den 30. Mai 1934 Die Beerdigung findet Samstag, den 2. Juni, vormittags 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Das Seelenamt ist Samstag, den 2. Juni, 7.30 Uhr 3>93 D ist uns nach Gottes unerforschlichem Ratschluß im blühenden Alter von 28 Jahren durch einen Unfall plötzlich entrissen worden Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Leny Laberenz, geb. Wehrum Joseph Laberenz und Familie Karl Wehrum und Familie SA-Mann Hans Laberenz Sturm 4/M 147 OeieüiivK.Gerz Bad-Nauheim Kurstraße 17, er- ted. alle vertrauliche Privat- und Gefchaftsangele- aenheiten, wie Auskünfte,Beobachtungen, Ermittelungen,Be- schanungvonBe- weismaterial in Straf-und Zivlt- vro;., streng diskret. Svrechft.: B-G Mn. ZweckSÄekömpsimgoer Schwarzarbeit können Arbeits-Ange- bote von Handwerkern nur mit Namensnennung u. unter Dorloge besSewerbenachweiies ausgenommen werden. Derlag desGiebenerÄn^eiger Für die zu unserem 40jährigen Ge- schästsjubiläum in so reichem Maße entgegengebrachten Glückwünsche u. Älumenspenden banken wirherzllchst Bäckermeister K. (Luler und Frau Gießen, Ludtvigsplatz 3 02829 Postauto zum Internat. Autorennen auf dem Kirrbtrvs Mus Abfahrt Sonntag, den 3. Juni. Postamt am Bahnhof, 4 Uhr. Fahrkarten zu RM. 8 am Schal- ter 6, Postamt I.s2ssv Waldesluil am Flughafen Sonntag, den 3. Juni: SalonordieMomert m. Blasquartetteinlagen, ausgeführt von Mitgliedern der Reichswehrkapelle ssoM Eintritt frei! Anschließend: Tanzmusik Billige • G Angebote Mattseidenstrumpf 4QQ bes. dehnbar und feinfädig, I lang und in Knieform ■ Damensöckchen OE in weiß und farbig, Strap.- J1J1 Qualitäten........65, 45, ww ■ Straßen- und Haus- 425 kleider, viele Färb., flotte I Macharten- 2.50,1.95, I Trachtenstoffe H Q für Dirndlkleider, Blusen 11K usw Meter 95, 80, 75, w w<$ Infolge eines Unglücksfalles verschied plötzlich und unerwartet unser lieber Jungkollege Hans Laberenz. Die Beerdigung findet Samstag, den 2. [uni, vormittags 11 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt. Wir bitten um zahlreiche Beteiligung. Die Pflicht-Innung der Maler- und Weifibindermeister/Giefien-Stadt ______________3298 D iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiim .... und zum Bauen Äbermann. III,I',IIII!!IIIII!IIIIII^IIII!l!IIIIll!I!IIIIIIII!IIIIIIIIIIIIIIiIIIIIllIIIIII!I!illlIII!III Geschänsdrucksachen Rechnungen Brlefbl4tter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karten bei Brühl, Schulstr. 7 Volkstümliche Naturwissenschaft in reichbebilderten, leichtverständlichen Werken und in verschiedenen Preislagen bieten unsere Verlagserzeugnisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick In die Geheimnisse des Naturgeschehens und damit durcherweitertesWissen erhöhte Freude an den vielfältigen Schönheiten der Natur. Verlangen Sie Prospekte und auch Probehefte der Zeitschrift „Der Naturforscher“ Hugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde Kreppstoffe weiß und farbig, f.Kleider, 1 1 Blusen, Hemden... 95, 85, ■ Polo-Sweater und 100 -Blusen Stück I Sonnenhütchen in weiß ^25 und farbig, für Damen und I Kinder 1.75,1.60,1.50, ■ M.G.Grode Frankfurter Stra Geranien, Begonien, Fuchsien entfalten eine wunderbare unaufhörliche Blütenpracht durch wöchentliche Zugabe von einer Messerspitze iMalreC im Gießwasser 1598V Nur mit Nährsalz Mairol erzielt man solche Erfolge. Drogerien, Blumengeschäfte u. Samenhandlung, empfehlen Mairol als den besten Pflanzendünger, Dose 50 Pf. Statt Karten! Die Geburt eines Mädels zeigen an Or. med. vet. Fell; Schmid und Frau Emmy, geb. Hochenadl Gießen, Am Riegelpfad 10 8 z. 3- Kreiskrankenhaus Alsfeld Machen Sie sichs doch leicht 1 Leinen-Röcke 2.40 3.60 Tussor-Sakkos 3.60 5.20 Lüster-Sakkos 7.50 9.30 Trachten - Leinenjoppen 3.90 4.80 Sommerhosen 3.80 5.60 Fresko-Anzüge, ganz leicht, reine Wolle, hellgrau 48.00 Sakkos mit einer hellen Hose als Kombination 24.00 4.20 5.50 7.40 8.20 12.80 14.50 5.40 6.20 8.70 12.50 58.00 64.00 34.00 44.00 Sport-Anzüge, ap.flott. Form. u. auserwählt schöne Stoffe 24.00 38.00 48.00 58.00 Auch bessere für ganz hohe Ansprüche I Janker und Flößerjacken, Bazersakko.s aus leichter Wolle oder Leinen, Wanderhosen und Kletterwesten, Motorradkleidung aus Leder od. wasserdichten Leinenstoffen, Motorradstaubanzüge, Windjacken, Jagdleinenanzüge, Tennishosen usw. Als Spezialität führe ich alle Arten Sommerbekleidung für Herren in UebergröBen bis Leibumfang von 132 cm Aenderungen sofort und kostenlos. ÜKOHLER Herren- und Knabenkleldung Oberhessens größte Auswahl GIESSEN :: SELTERSWEG 17 Ä- 02822 Nr. 126 Lrftes Blatt M. Jahrgang Samstag, 2. Juni 1954 Erscheint täglich, anher Sonntags und Fei^ags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Bezugsprelr: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanschluffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfilSts-Vuch- und ZteindruSerei R. Lange in Stehen. Schristleitung und Seschastsfteve: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8"/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Npf., für Textanzeigen von70mm Breits 60 Npf.,Platzvorschrift oder schwieriger Satz 25°/0 mehr (Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Npf. Mengenabschlüsse Staffel B JwölfIahre später. Fast schon wie eine Leichenrede am Grabe der Abrüstungskonferenz klangen die düsteren Worte, die Englands Lordgeheimsiegelbewahrer unter dem niederschmetternden Eindruck der Rede Barthous von Genf aus durch den Rundfunk an seine britischen Landsleute richtete. Und auch die britische Presse daheim und in Genf ist ganz auf den gleichen elegischen Ton gestimmt, ohne viel Hoffnung, daß noch irgendein geschickter diplomatischer Schachzug die Konferenz in letzter Minute retten könne, nachdem der Appell an Gerechtigkeit, Vernunft und Verantwortungsgefühl, in den der amerikanische und der britische Delegierte ihre Stellungnahme zur gegenwärtigen kritischen Lage des Abrüstungsproblems hatten ausklingen lassen, bei dem Wortführer Frankreichs nichts anderes, als einen ast schon hysterisch anmutenden Ausbruch äußerster Gereiztheit und offener Feindseligkeit gegen jedes tatsächliche, wenn auch in seinen Ausmaken noch (Simon Hai Genf verlassen. Oer französische Außenminister kündigt einen Versöhnungsbesuch in London an. Oie Abrüstungskonferenz macht bis Mittwoch Pause. London, 1. 3unl (DNB.) Wie Reuter aus Genf meldet, ist der britische Staatssekretär für Auswärtige Angelegenheiten, Simon, am Freitag aus Genf abgereist. Gr wird am Samstag in London eintreffen, um an dem am Montag aus Anlaß des Geburtstages des Königs stattfindenden Feierlichkeiten teilzunehmen. Ld e n wird in Genf als Leiter der britischen Abordnung bleiben. Der sranzöfische Außenminister B a r t h o u teilte mit, daß er i n - lisch-französischen Militärbündnis, das sich aber nicht gegen Deutschland richten solle. Wiederanknüpfungsversuche der pariser presse. Paris, 2.Juni (DNB.-Funkspruch.) Die Abreise des englischen Außenminsters konnte den Eindruck entstehen lassen, als ob zwi- irfion i u vth l-Liter-Flaschen 10000 RM. bestraft. d . Diese Anordnung tritt mit Wirkung vom 1. Juni 1934 in Kraft. Frankfurt a. M., den 26. Mai 1934. Der Beauftragte des Reichskommissars für die Milchwirtschaft für den Milchversorgungsverband Rhein-Main. gez. Birkenholz. Dienstnachrichten des Kreisamts. Das Hessische Staatsministerium, Ministerialabteilung Ib (Innere Verwaltung) hat nachstehende Sammlung genehmigt. Dem Hessischen Diakonieverein e.V. Darmstadt die Erlaubnis zur Sammlung von Geldspenden durch Haussammlungen zu Gunsten der Ausbildung von Schwestern in der Krankenpflege t mgebiet ist auf den setzt worden. NicheS Ergebnis der Dreier« enf. auf den Tag warten, an dem sie sich fütf ches Vaterland entscheiden könne. Der r werde ein Ehrentag des Saar- in der deutschen Geschichte sein. Dem l l o i s i sei es nicht zuletzt zu danken, chland und Frankreich sich auf eine Lösung ligen können, gegen die manche dunkle rig gearbeitet hätten. Wir gehen unseren :er, an dessen Ende ein herrlicher ir unser Deutschland stehen wird. )as Londoner Echo. reinigung„der erste Erfolg in Genf" an, 2. Juni. (DNB.-Funkspruch.) Die Presse verzeichnet mit Befriedigung, daß sch-französische Einigung über die Saar- ig erzielt worden ist. In dem Times» eißt es: Das deutsch-französische Abkom- er e r st e Erfolg für die Methoden der ig und der freundschaftlichen Besprechung, 15 den gegenwärtigen Sitzungen in Genf at. Es wird daher vielleicht den ersten aus der hoffnungslos Deren Lage zwischen Deutschland und ) darstellen. „Daily Mail" meldet: Das n beseitige eine der Gefahren topäischen Friedens. Heber das der Saarabstimmung könne natürlich kein bestehen. Jedermann wisse, daß das biet z u Deutschland zurück- werde. französische preffe zufrieden. , 2. Juni. (DNB.-Funkspruch.) Die Blät- darauf hin, daß Frankreich in der Saar« igsfrage nicht mehr habe erreichen können reicht habe. Pertinax stellt fest, daß es um eine diplomatische Klugheit handele, »rständlich nicht alle französischen Wünsche i könne. Deutschland fjabe erreicht, daß die mmung s o früh wie möglich statt- r französische Außenminister habe es für gehalten, in der Saarabstimmungsfrage t a b 3 u ro e r f e n", um sie nicht noch ispitzen. Man müsse jedoch trotz des zu- ommenen Abkommens daran zweifeln, ob alle Meinungsverschiedenheiten als beige- chtet werden könnten. Die Blätter unter- m übrigen die große Aufrichtigkeit der ;en des italienischen Vertreters Ä l o i f i, ?inen Verhandlungen völlig u n p a r • ind unabhängig gewesen sei. periments nicht lockt. Deshalb stand Eng- nge an der Seite Frankreichs, wie es urch eine Stabilisierung der in Versailles n neuen Form Europas — mochte diese r für britische Augen so mangelhaft fein, ollte — die Ruhe auf dem Kontinent er- können. Als die wirtschaftlichen Erschütte- r folgenden Jahre die Erkenntnis von der feit dieser Politik brachte, war Frankreich är- und Finanzmacht geworden, die nicht sich reden ließ, wenn man von ihr Opfer europäischer Gemeinschaftsarbeit forderte, betreibt England eine Politik der kleinen Aber die Freundschaft mit Frankreich, trotz aller Fährnisse in London stets treu suchte, hat erst einen bedenklichen Knax als die Franzosen im Frühjahr statt die Abrüstungsvorschläge wenigstens in Er- u ziehen, Sicherheitsgarantien über Lo- ommen und Kelloggpakt hinaus verlang» nach den Erfahrungen des Weltkrieges Ische Regierung ihrem Volke zumuten ne von der öffentlichen Meinung hinwegwerden. Frankreich scheint nun in Ruß- Bundesgenossen gefunden zu haben, den giand vergebens gesucht hat. Diese neue in der Konstellation der Mächte kann nicht ohne Sorge betrachten. Nicht mir r europäische Friede eine erhebliche Beach die überseeischen Interessen des brb ♦ Bellersheim, 1. Juni. Am kommenden Sonntag, 3. Juni, findet hier im Saale Angermüller in der hiesigen Ortsgruppe die Einweihung der Fahne der Deutschen Arbeitsfront statt. 4- Grünberg, 31. Mai. Gegenwärtig wird hier mit der U m p f l a st e r u n g der Markt,- gaffe begonnen. Damit wird nun auch die letzte Hauptverkehrsstraße unserer Stadt endlich in einen guten Zustand gebracht, nachdem im vorigen Jahre die beiden anderen Derkehrsstraßen Rabegasse und Rosengasse, neu hergerichtet wurden. Jedenfalls werden dann endlich die meist aus den Kreisen der Autofahrer stammenden Klagen über den schlechten Zustand der Grünberger Straßen verstummen. Kreis Büdingen. Bobenhausen, 1. Juni. Gestern beging hier in großer körperlicher und geistiger Frische unser ältester Ortsbürger, Polizeidiener und Flurschütz Heinrich A l b r a n d , seinen 80. Geburtstag. Schon seit 26 Jahren steht er im Dienst der Gemeinde und versieht noch bis heute zur vollsten Zufriedenheit seinen täglichen Dienst — Auf Anregung der Ringführerin des BdM, Thekla Kuhl-Ranstadt wurde hier eine BdM.-Gruppe gegründet, der fast alle hiesigen Mädels beitraten. Kreis Schotten. rl. Schotten, 31. Mai. In der hiesigen Turnhalle fand heute eine Versammlung d e s Kreisoereins Schotten des NSLB. statt. Im Mittelpunkt der Tagung stand ein sehr beifällig aufgenommener und anregender Vortrag des Hilfsarbeiters im hessischen Schulministerium, Rektors Siebert (Darmstadt), über „Neue deutsche Erziehung und deutsche Schule". Er wies gleich von vornherein darauf hin, daß er nicht als Vertreter der Behörde, sondern als Jungoolkführer, als Vertreter der jüngsten Generation rede. Zunächst sprach er von dem vom Führer angeordneten Kamps gegen einen Reihe von Menschen in unserem Volke, der nicht aus einer Verteidigungsstellung geführt werde. Gut unterrichtet über die bestehenden Verhältnisse in Land und Stadt schilderte er lebenswahr die drei hauptsächlichen derzeit bestehenden Gefahren für eine erquickliche und stetige Aufbauarbeit:' das oft verständliche und trotzdem durchaus als auifbaufeindliche Meckern unter Bauern, Beamten und Spießern aller Art, die E des politischen (negativen) Witzes und die besonders zu beachtende „schwarze Gefahr". Auch die dagegen notwendigen und von Fall zu Fall geeigneten Kampfmaßnahmen gab er im einzelnen an. — Auf sein eigentliches Thema eingehend, wies er zunächst auf das Hin- und Herschwanken zwischen allen möglichen Bildungs- und Erziehungszielen in den 14 Jahren nach dem Kriege hin. Unser Lehrerführer S ch e m m habe uns endlich aus solchem unerquicklichen Zickzackkurs herausgeführt. Heute gelten für uns nur noch zwei Ziele: Volk und Gott. Dem überstarken Betonen des „Nur- Wissens" steht nun entschieden die Betonung des Charakters entgegen. Wissen und körperliche Tüchtigkeit kommen erst in zweiter Linie. Die Lehrer als Erzieher stehen vor einem vollkommen neuen Zustand: Zu den alten Erziehungsfaktoren Elternhaus und Schule tritt nun Jungvolk und Hitler- Jugend. Heber die vielen erklärlichen Unstimmigkeiten hinweg ist es Pflicht der doch erfahreneren Lehrergeneration, eine geeignete Grundlage zur Zusammenarbeit zu schaffen. Wo wirklich untragbare Führer in der Jugendbewegung sind, wurden und werden sie durch geeignetere ersetzt. Die Lehrer müssen unumwunden der HI. und dem Jungvolk einen Erziehungsanspruch zugestehen. In den oberen Stellen ist eine Einigung längst vollzogen. Wenn die drei genannten Erziehungsfaktoren gegeneinander stehen wollten, so wären sie alle auch Feinde des nationalsozialistischen Staates. Wir wollen doch nicht eine Arbeit tun, die nur die Gegenwart ausfüllt, nein, sie soll ganz und gar auf die Zukunft abgestellt sein. Diese Jugend muß einmal in Stand gesetzt werden, das Erbe so zu gestalten, daß es niemals mehr eine Zeit gibt, wo die in allen Teilen deutsche (nationalsozialistische) Weltanschauung aus unserem Volk herausgerissen wird. Reicher Beifall bewies die Uebereinstimmung der Versammlung mit den vorgetragenen Gedanken. Kreisobmann Schneider dankte dem Redner und mahnte, diese Gedanken mit,zunehmen, zu ringen und zu kämpsen um die neue Weltanschauung, die in uns noch nicht volle Wirklichkeit geworden ist. Danach erledigten die verschiedenen Fachschaften noch eine umfangreiche Tagesordnung. = Schotten, 31. Mai. Der Straßenzug Schotten — Nidda, der wegen seines schlechten Zustandes seither zu berechtigten Klagen Anlaß gab, illll nndl im P.nufp hipfp« flnhrp« in ioinor nnnaon Naln rod — Eichelsdorf wurde bereits tm Vorjahre verbreitert und hergerichtet. Die Verbreiterung und Kuroenüberhöhung an dem Straßenteu Schotten —Rainrod ist schon im Gange. Anschließend an den Stadtrand von Schotten werden IV2 Kilometer der Strecke gepflastert. Die Verbreiterung der Straße Eichelsdorf — Nidda, an deren Rand die Bahnlinie entlang führt, macht etwa 35 000 Kubikmeter Erdbewegung notwendig. Diele prächtige ' Chausseebäume müssen entfernt werden. Aber wichtiger ist es, die Straße gefahrenfrei für den Verkehr zu machen, was bislang nicht der Fall war. Eine Verlegung des Schienenstranges der Eisenbahn scheint nicht geplant zu sein ♦ Laubach, 31. Mai. Am Samstag veranstaltete die Ortsgruppe der NSDAP, im gut- besetzten Saale des „Solmser Hofes" einen Deutschen Abend. Es wirkte hierbei der in Laubach zu Gast weilende Posaunenchor aus Arheilgen unter der Leitung des ehemaligen Militärmusikmeisters E. Breitrück (Darmstadt) mit. Der erste Teil des Abends war eine vaterländische Weihestunde anläßlich des Todestages des Freiheitshelden Albert Leo S ch l a g e t e r. Ansprachen hielten Ortsgruppenleiter Braun und Kreisleiter K r 0 m m (Schotten). Im zweiten Teile des Programms, deutsche Klänge alter und neuer Meister betitelt, hatte der Arheilger Posaunenchor Gelegenheit, sein ausgezeichnetes Können unter Beweis zu stellen. Starker Beifall wurde ihm nach jedem Musikstück zuteil. Am Sonntagvormittag fand ebenfalls unter Mitwirkung des Posaunenchors ein starkbesuchter Gottesdienst statt, in dem zum ersten Male in Laubach Pfarrassistent Göbel (Arheilgen), ein Sohn unserer Stadt, predigte. Nachmittags versammelten sich die Laubacher Vereine und das weibliche Arbeitslager auf dem Marktplatz und zogen unter Vorantritt des Posaunenchors auf den nahegelegenen Ramsberg zu einer Feier, mit der eine Werbung für die Deutsche Turnerschaft verbunden war. Ansprachen hielten dortselbst Pfarrer Kornmann und Reallehrer Haas. Die Feier, die einen schönen Verlauf nahm, wurde umrahmt von turnerischen Vorführungen, Musikstücken des Posaunenchors und Liedern der Vereinigten Männergesangvereine'Eintracht und Harmonie. = Ober-Schmitten, 31. Mai. Zum ersten nifh>i im fiUhiii* am SHtohr" her Onnfnnn« Zu den spaten Abendstunden stellen sich viele Zuhörer ein, dem Lied des unermüdlichen Nachtscm« gers zu lauschen. Manchmal ziehen sie aber wieder enttäuscht ab, wenn die Nachtigall aus unbekannten Gründen stumm bleibt, oder erst viel später mit ihrem Gesang einsetzt. — Die Leitung der Stasfelschen Papierfabrik bekundet ihre Verbundenheit mit der Belegschaft in nachahmenswerter Weise. Sie schickt alljährlich 10 ihrer Arbeiter mit den Urlaubszügen der NS.- Gerneinschaft „Kraft durch Freude" nach den verschiedensten Erholungsgebieten und übernimmt die Kosten für Fahrt und Verpflegung. Zwei Arbeiter, die dem Betrieb am längsten angehören, sind bereits mit dem ersten Urlaubszug abgefahren. Kreis Alsfeld. △ Alsfeld, 31. Mai. Der Alsfelder Turnverein begann die Werbewoche der Deutschen Turnerschaft mit einer eindrucksvollen Kundgebung für Albert Leo Schlageter, die in Verbindung mit einem Fackelzug auf dem Marktplatz stattfand. Unter klingendem Spiel mit der Kapelle des hiesigen Arbeitsdienstlagers nahm der Zug, umloht von Fackelschein, auf dem Marktplatz Aufstellung. Der Platz war von einer dichten Menschenmasse gefüllt. Ueber dem Portal des Weinhauses erstrahlte in zahlreichen Glühlampen das Sinnbild der Deutschen Turnerschaft, darunter das Sinnbild des Dritten Reiches. Der Führer des Turnvereins Alsfeld, Bankvorstand Ebeling, hielt eine Ansprache, in der er darauf hinwies, daß man kaum einen würdigeren Akt zur Einleitung einer Werbung für, die deutsche Turnsache finden könne, als eine Gedenkfeier für den deutschen Helden Albert Leo Schlageter, der sein ganzes junges Leben für die Freiheit feines Volkes gekämpft habe und für sein Vaterland gestorben sei. Der Redner gab alsdann ein Bild des Lebens des jungen deutschen Helden, welcher der erste Soldat des Dritten Reiches gewesen sei. Ernst Moritz Arndts Freiheitslied „Der Gott, der Eisen wachsen ließ" und das Horst-Wessel-Lied beschlossen den feierlichen Akt, der einen tiefen Eindruck hinterließ. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstaa Sonntag, 3. Juni, nachm. 4% l Aschenbahn der Spielverein 3284 D lllllllllllllllllllllllllilllllllllHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIII Während der Rennen Musik der SA.-Stand. 11111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111111 Am Mittwoch, 30. Mal, wurde d € aus unseren Reihen herausgeris; Gießen, den 31. Mai 1934 Äberman 9326 A siII!I!!!IIIIII,II!!!!II^IIII!lIIIIII!IIIIlIIIIII!II!!!IIIIIl»I!l!I!»I!Il!lIIIIII j Gießen (Kaiserallee 70), den 30. Mai 1 Die Beerdigung findet Samstag, den 2. Neuen Friedhof statt. Das Seelenamt Wir verlieren in ihm einen treu Dienstauffassung und Verhalten seinem Andenken ist uns nach Gottes unerforschlichen von 28 Jahren durch einen Unfall plöi Im Namen > Leny Labt Joseph La Karl Weh Die Beerdigung findet am San auf dem 1IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII .... und zum Bauen Infolge eines Unglücksfalles verschie unerwartet unser lieber Jungkollege Hans Laberer Die Beerdigung findet Samstag, den 2. 11 Uhr auf dem Neuen Friedhof statt, zahlreiche Beteiligung. Die Pflicht-Innung d< Weifibindermeister/( Hans Stu Mein ÜeberMann,unser guterSohn.Sch Hans La und Unterhaltung von Schwesternstationen, für das Gebiet des Volksstaates Hessen. Die dem Hessischen Landesverein für Innere Mission, dem Earitasverband Mainz und dem Roten Kreuz erteilte Genehmigung zu einer Haussammlung für Wohlfahrtszwecke, sowie die dem Landesverband für Innere Mission und dem Caritasverband Mainz erteilte Genehmigung zur Sammlung für Zwecke der Müttererholungssürsorge haben wir zurückgenommen zu Gunsten der gemeinsamen Sammelaktion der vier Reichsspitzenverbände der freien Wohlfahrtspflege unter Führung der NSV. unter dem Motto „Hilfswerk für Mutter und Kind". Johann Melchior II. aus Weickartshain wurde zum Beigeordneten für die Gemeinde Weickartshain bestellt und verpflichtet. Wilhelm Schwarz III. aus Mainzlar wurde als Beigeordneter für die Gemeinde Mainzlar bestellt und verpflichtet. Willi Weller von Wieseck wurde als Nachtwächter für die Gemeinde Wieseck bestellt und verpflichtet. Heinrich Faber VI. von Großen-Linden wurde als Beigeordneter für die Gemeinde Großen-Linden bestellt und verpflichtet. Heinrich Andreas Becker aus Londorf wurde als Beigeordneter für die Gemeinde Londorf bestellt und verpflichtet. Eduard Köhler von Langsdorf wurde als Beigeordneter für die Gemeinde Langsdorf bestellt und verpflichtet. Heinrich Jung aus Billingen wurde als Beigeordneter für die Gemeinde Villingen bestellt und verpflichtet. Emil Nau von Geilshausen wurde als Beigeordneter für die Gemeinde Geilshausen ernannt und verpflichtet. Emil Theis von Weickartshain wurde als Polizeidiener für die Gemeinde Weickartshain bestellt und verpflichtet. Druck der Brühl'schen Tlniversitäts - Buch- und Steindruckerei, R. Lange, Gießen.