Donnerstag, 1. Abruar 195^ 184. Jahrgang Nr. 27 Erstes Blatt Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Text- anzeigen von70mm Breite 60Rps.,Platzvorschrift oder schwieriger Latz 25°/0 mehr Lrmähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. 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Die englische Regierung muß mit allem Ernst darauf bestehen, daß d i e e r st e M ö g l i ch k e i t, die nach ihrer < Ansicht bei weitem vorzuziehen ist und besser mit dem angestrebten großen Ziel in Einklang steht, nicht aufgegeben, sondern aktiv wei- endgültig scheitern. Da die anderen Mächte offenbar nicht auf das deutsche Niveau abrüsten wollten, müsse man zulassen, daß Deutschland eine Angleichung seines Rüstungsstandes vornehme. — Auch „Daily Mail" spricht voll Lobes über die Geschicklichkeit und Klugheit, mit der die englische Regierung vorgegangen sei. Für den Fall, daß auch diese Bemühung scheitere, müsse die englische Regierung sich endgültig von der Abrüstungskonferenz zeichnen, obwohl einige Blätter versuchen, diese Ablehnung mit angeblichen Vorbehalten zu umgeben. ! Der offiziöse „Petit Parisi en" will den englischen Beitrag zur Abrüstungsfrage nicht ohne weiteres ausschalten, da die Verständigung zwischen Paris und London über viele Anregungen durchaus möglich fei. Leider ergäben sich aber, wenn man auf die Einzelheiten eingehe, sehr ernste Mei - nungsoerschiedenheiten. Frankreich fordere eine substantielle Rüstungsherabsetzung der am stärksten gerüsteten Armeen, nicht aber die Aufrüstung Deutschlands. „Oeuvre" nennt das englische Dokument wenig befriedigend für Frankreich weil es Deutschland die Aufrüstung anbiete : und gleichzeitig die übrigen Mächte zwingen wolle, : ohne Probezeit abzurüsten. Die angeblichen neuen Garantien, die England anbiete, seien bereits von England mehrmals durch die Artikel des Döl- kerbundspaktes oder dem Briand-Kelloggpakt übernommen worden. Eine Frage an Daladier. Gustave Herve beneidet Deutschland um seinen Führer. aufzugeben. Die englische Regierung ist keineswegs bereit, sich diese letzte Annahme zu eigen zu machen. Sie muh darauf bestehen, daß nur eine Vereinbarung, die sowohl eine Herabsetzung wie eine Beschränkung der Rüstungen enthält, den Namen einer Abrüstungskonvenlion verdient. Heeresstärken und Maierialbeschrankungen sich schließt. Die englische Regierung hat mehr als einmal öffentlich erklärt, daß eine internationale Vereinbarung, die auf dem anerkannten Grundsatz der Gleichberechtigung in einem System der Sicherheit aufgebaut ist, notwendigerweise bedeutet, dah innerhalb der In einem solchen Abkommen vorgesehenen Etappen eine Lage erreicht werden muh, in welcher V affenarten, die dem einen Staat gestattet sind, dem anderen nicht weiter verboten sein können. Die Regierung sieht keine Möglichkeit, sich dieser Schluhfolgerung zu entziehen. Die Regierungen Englands und Wiens veröffentlichen ihre Denkschriften zur AbrWungssrage. Paris, 1. Febr. (DNB.-Funkspruch.) Gustav Herve schreibt im „Dictoire": Ich beklage die Franzosen, die an dieser großen deutschen Revolution vorübergehen, ohne etwas davon zu verstehen und ohne die große und weltbedeutende Tragweite zu begreifen. Wenn man die meisterhafte Rede des Reichskanzlers lieft, fühlt man sich gedemütigt bei der Feststellung, in welche Hand die Regierungsgewalt in Frankreich geraten is Die Sprache des nationalsozialistischen Führers i die eines Staatsmannes. Der Kanzler for dert das Saargebiet, das lOOprvzentig deutsch ist, das man aber von Deutschland abgetrennt. Als D e u t s ch - O e st e r r e i ch e r fordert er für die 7 Millionen das Recht zu dem unteilbaren Deutschland zurückzukehren. Zum zweitenmale innerhalb drei Monaten hat das deutsche Volk öffentlich und feierlich vor aller Welt dem fran- zö fischen Volk die Hand gereicht. Herr Mattier, werden Sie aus Furcht vor den Royalisten der Action Fran?aise diese Hand aus« Paris, 1. Febr. (DNB.-Funkspruch) In offiziellen Kreisen hat man bis jetzt weder zur englischen noch zur italienischen Denkschrift sich geäußert. Die englische Denkschrift, deren Bedeutung man höher London, 1. Febr. (DNB.-Funkspruch) Die britische Denkschrift zur Abrüstungsfrage findet m der ganzen Morgenpresse, wenn auch nicht begeistertes, i, so doch warmes Lob. Es herrscht Einigkeit darüber, ! daß die Vorschläge so gut erdacht seien, rote es bei _____ itrth hoiPlori JVrnnp mnalich zurückziehen. Die französische preffe stellt starke Meinungsverschiedenheiten fest. So war es also auch durchaus folgerichtig, daß der Nationalsozialismus, sobald er zur Macht gekommen war, durch das Reichs st atthalterge- setz dem Unfug gegeneinanderstrebender Gewalten, deren Kampf die nach dem verlorenen Kriege mühsam genug bewahrte Reichseinheit zu sprengen drohte, radikal ein Ende machte und mit der Unterstellung der Länderregierungen unter die vom Reichspräsidenten auf Vorschlag des Reichskanzlers ernannten Reichsstatthalter das Führerprinzip und eine einheitliche Staatsführung an die Stelle bisheriger Reichsohnmacht und Parteienherrschaft setzte. Ein weiterer Schritt in der gleichen Richtung war die im Herbst des vergangenen Jahres gleichzeitig mit der Reichstagsauflösung angeordnete Auslösung der Länderparlamente, der keine Neuwahl folgte. Nach den Bundesfürsten, die schon vor vierzehn Jahren ihren Thron verloren hatten, verschwand nun mit den Landtagen die letzte Grundlage einer Einzeljouve« ter verfolgt wird. r.,, Die englische Regierung ist der Ansicht, daß eine internationale Einigung bezüglich der Rüstungen nur erreicht werden kann, indem man hinsichtlich der drei Hauptfragen: a) Sicherheit, b) Gleichberechtigung, c) Abrüstung, eine befriedigende Regelung trifft. Nach Ansicht der englischen Regierung ist es wichtig, den Grundsatz der Beratung im Falle der Verletzung oder drohenden Verletzung des Kelloggpaktes auf den Fall der Verletzung oder drohenden Verletzung der A b r ü st u n gs k o n - vention selb st auszudehnen. Ein weiterer Beitrag zur Sache des Friedens und der Sicherheit wird durch die Bereitwilligkeit des deutschen Reichskanzlers zumAbschlußvonNichtangriffs- Pakten mit allen Nachbarn Deutschlands geliefert. Wenn solche Pakte ausdrücklich in Verbindung mit der Konvention eingegangen werden, dürfte ihr praktischer Wert für die Schaffung eines Sicherheitsgefühls nicht bestritten werden Die Fünfmächle-Erklärung vom 11. Dezember 1933 hak im Zusammenhang mit der Abrüstungsfrage den Grundsatz der Gleichberechtigung in einem System der Sicherheit für alle Nationen ausgestellt und erklärt, daß dieser Grundsatz in einem Abrüstungsabkommen Verwirklichung finden soll, das eine wesentliche Herabsetzung und Begrenzung der Rüstungen herbeiführt. Von dieser Erklärung ist die eng- tische Regierung niemals zuruckgetreten und sie bestätigt jetzt aufs neue, daß sie an ihr uneingeschränkt sest hält Die englische Regierung zögert nicht zu erklären, daß der Grundsatz der Gleichberechtigung m der Rüstungsfrage nicht weniger wesentlich ist als der Grundsatz der Sicherheit. Die englische Regierung entnimmt mit Jreube aus den Erklärungen des Herrn Hitler, dah Deu sch- tand darauf verzichtet, den Besitz von ,,A n- qriffswaffen" zu beanspruchen und sich auf eine normale ,,V e r t e i d i g u n g s b e - waffnung" beschrankt, wie sie für die Armee benötigt wird, die in dem Abkommen für Deutschland vorgesehen würde. Ueberdies mach der deutsche Kanzler diesen Vorschlag in der Annahme, daß die schwergerüsteten Staaten nicht bereit sind, auf Grund des Abkommens irgendeinen Teil ihrer jetzt bestehenden Waffen Der letzte Rettungsversuch Die encrlische preffe sur britischen AbrüstungSdenkschrist. Oie britische Denkschrift. London, 31. Ian. (DNB.) Die englische Regierung hat nunmehr ihr Memorandum über die Abrüstungsfrage der Oeffentlichkeit übergeben. Das 24 Seiten umfassende Schriftstück besagt im emzel- Don Abänderungen des ursprünglichen englischen Konoentionsentwu s gehalten sind: Ausgehend von der Annahme. ' aß die Abrüstungsvereinbarung auf zehn Iah abgeschlossen wird, wäre die englische Regien' g auch mit einer deutschen Heeres stärk von 300 000 Mann einverstanden, wenn nur der mit der Zahl 200 000 angestrebte Grundsatz der Parität zwischen Frankreich, Deutschland,JtalienundPolen zu einer entsprechenden Regelung führen würde. Auch einer Dienstzeit von zwölf statt acht Monaten würde sie zustimmen, wenn dies allgemein gewünscht würde. Eine schwierige Frage ist die sogenannte „m ilitärähnliche Ausbildu n g . Die englische Regierung schlägt vor, solche Ausbildung außerhalb des Heeres zu verbieten und dieses Verbot durch ein System ständiger automatischer Ueberwachung zu kontrollieren. Sie freut sich besonders, zu hören, daß die deutsche Regierung aus freien Stücken versprochen hat, ver- zerstört werden. In der Frage der ßuftrüftungen wird folgende Vereinbarung vorgeschlagen: Wenn die ständige Abrüstungskommission nach Ablauf von zwei Fahren die Abschaffung nicht beschlossen hat, sollen alle Länder das Recht auf eine Militärluftfahrt haben. Sie würden in den folgenden acht Fahren je nach ihrer Lage ihre Bestände schrittweise bis zu einem zu vereinbarenden Stand entweder vermindern oder erhöhen. — Bezüglich der überseeischen Landstreitkräfte bleibt die englische Regierung bei ihrem alten Konventionsentwurf. Die englische Regierung bestätigt schließ- ' lich ihre Bereitschaft zur Anwendung eines Systems : ständiger und automatischer Ueberwachung, ' die gleichzeitig mit den Verpflichtungen der Kon- : vention wirksam würde. mittels einer Kontrolle den Nachweis zu führen, daß die SA. und SS. keinen militari« f cf) e n Charakter haben und daß sie hinzuge- fügt hat, derselbe Nachweis werde auch für d e n Arbeitsdienst geführt werden. Weiter wird vorgeschlagen, sofort mit der A b - schaffung von Tanks über 16 Tonnen zu beginnen, die Zerstörung der Tanks über 16 Tonnen bis zum Ende des fünften Jahres zu beenden und der neuendeutfchenArmee Kampfwagen bis zu sechs Tonnen zuzubilligen. Bewegliche Landgeschütze mit einem Kaliber bis zu 15,5 Zentimeter will die englische Regierung schließlich auch Deutschland, ebenso Oesterreich, Ungarn und Bulgarien zubilligen. Geschütze über 35 Zentimeter sollen bis Ende des ersten Jahres über 22 Zentimeter bis zum Ende des vierten und über 15,5 Zentimeter bis zum Ende des siebenten Jahres Ueber den Wert von „Imponderabilien" in Poll- tik und Völkerleben, von Unwägbarkeiten, deren Einflüsse nach einem Wort Bismarcks oft mächtiger sind als die der Heere und der Gelder, hat man sich 'nach dem Sturz des großen Realpolitikers m Deutschland nicht mehr oft Gedanken gemacht. Dem ist es nicht zuletzt zuzuschreiben, daß die Politik schon vor dem Kriege so sehr die Verbindung mit dem Volke verloren hatte, daß nicht mehr zu übersehende Ereignisse, wie die Daily-Telegraph-Aftare oder der Kriegsausbruch, die breite Masse des deutschen Volkes geradezu wie aus einem Traum aufscheuchten. Im Weltkrieg rächte sich diese aus Mangel an Zivilcourage ebenso wie an psychologischem Fingerspitzengefühl beruhende Unsicherheit der Staatsleitung, als man in kritischen Augenblicken nicht die Kraft fand zur Antwort auf die Frage: „Wie sag' ich's meinem Volke?" Das ist mit der Mündigkeitserklärung des deutschen Volkes durch die Weimarer Verfassung nicht besser geworden. Das demokratisch-parlamentarische System lieferte den Staat den Parteien aus. Die Regierungen, soweit sie nicht bloße Vollzugsorgane der Fraktw« nen waren, zerrieben sich im Kleinkrieg mit Parteifunktionären und Jnteressencliquen. Das Volk sah dem politischen Intrigenspiel, das zumeist tm würdelosen Kuhhandel endete, ohne Anteilnahme, ja mit wachsendem Abscheu zu. Immer seltener vermochte es ein Mann von Format, dem das Weimarer System der Mittelmäßigkeiten notgedrungen und ungern genug den Weg in die Staatsleitung freigegeben hatte, die breiten Massen zu einer Auseinandersetzung mit seinem politischen Programm zu bewegen. Mit wachsender wirtschaftlicher Not legte sich dumpfe Lethargie über das Land. Erst der Nationalsozialismus brachte dank feines Wer- dens als echte Volksbewegung, geführt von einem Manne aus dem Volk und vorgetragen von Kämpfern, die mit allen Fasern im Volke wurzelten, auch das Volk wieder zur Teilnahme am politischen Leben, zu leidenschaftlichster Erörterung der großen Frage nach Schicksal und Zukunft. Und seinem Entstehen aus dem Volke, dieser wahrhaften Volk^ Verbundenheit, dankt der Nationalsozialismus auch den natürlichen, ungemein fein entwickelten Instinkt für den rechten psychologischen Augenblick, zugleich mit dem feinen Verständnis für die Bedeutung des Symbolhaften eine eminent politische Begabung, die dem Nationalsozialismus auf feinem Wege aus der Opposition zur Macht ein oft bewahrter Bundesgenosse gewesen ist und seitdem bei der Eroberung des Volkes für die nationalsozialistische Weltanschauung wesentlich mitgeholfen hat. Diese Abschweifung ist vielleicht nicht ganz überflüssig, will man die Wahl des ersten Jahrestages der nationalen Erhebung für die Verkündung des wahrhaft Geschichte zu machen berufenen Gesetzes über den Neuaufbau d e s Reiches recht Der- stehen. In einem Gespräch mit Hermann Hofmann, dem Chefredakteur der „Hamburger Nachrichten", hat Bismarck einmal gesagt: „Ein unerläßliches Requisit des Staatsmannes ist die Geduld. Er muß warten können, bisderrichtige Momen t herangekommen ist, und darf nichts überstürzen, selbst wenn der Anreiz noch so groß ist. Wenn man die schönste Pastete zu früh aus dem Feuer nimmt, ällt sie zusammen." Die Reichsreform hatte die Weimarer Verfassung im Grundsätzlichen nicht an- : gerührt, obwohl sie damit die einzige Gelegenheit, , die Novemberrevolte zu legitimieren, versäumt hat, i da nach dem Sturz der Bundesfürsten auch den ; meisten Ländergrenzen, soweit sie dynastischen Ur- prungs waren und nicht Stämme voneinander chieden, nur noch problematische Bedeutung zukam. Dom Materiellen her, da die Finanznot des Reichs und der Länder zu Verwaltungsvereinfachungen zwang und wirtschaftliche Bedürfnisse sich an fünft« liehen Grenzen stießen, kam dann später eine Diskussion über die Reichsreform in Gang, die aber trotz gewaltiger Aktenproduktion und zahlreichen zumeist recht komplizierten, weil im staatsrechtlichen Gestrüpp der Verfassung hängenbleibenden Vorschlägen und Anregungen im Sande verlief, ja zwangsläufig verlaufen mußte, weil das macht- politisch ausbalancierte System von Weimar niemandem die Macht gab, etwas von Bedeutung durchzusetzen, was auf eine Aenderung der Verfassung hinauslief und weil weiter dieselben Parteien, die im Reiche sich unitaristisch gebärdeten, in den Ländern aber, wenn sie im Regiment saßen, die wildesten Partikularisten waren. Wir erinnern uns noch, daß dank dieser Weimarer Konstruktion gerade der Reichsrat, die Vertretung der Länderregierungen, die letzte Bastion des schon mit dem Tode ringenden alten Systems war, daß der vom Reichskanzler von Papen seines Amtes enthobene Preußenzar Otto Braun noch in einem Prozeß um die Vertretung Preußens im Reichsrat feine Stellung glaubte retten zu können. nen u. a. folgendes: Die englische Regierung betrachtet ein lieberem« kommen über die Rüstungen nicht als Selbstzweck, sondern eher als eine Begleiterscheinung des Welt- riedens und als Folge einer Verbesse - rung der politischen Beziehungen der Völker untereinander. Dementsprechend hat ^nqajuii wuum "» sie stets den Zusammenhang zwischeri dem' Prinzip wesentlichen zu folgenden Vorschlägen, die st i Sinne der Gleichberechtigung und dem Grundsatz der a.---------« Sicherheit anerkannt. Aus dem gleichen Grunde begrüßt sie es, daß die kürzlichen Vorschläge Hitlers sich nicht nur mit technischen Rüstungsfragen, sondern auch mit politischen Garantien g e g e n e i n e n 21 n g r i f f befassen. Eine lieberem« stimmung der Ansichten würde am leichtesten auf einer breiten Grundlage erreicht, welche die Frage der Gestaltung der Rüstungen mit Garantien auf politischem Gebiet verbindet. Die Regierung würde auf eine Einigung hinarbeiten, selbst wenn mit Rücksicht auf den Grundsatz der Gleichberechtigung sich herausstellt, daß eine solche Einigung neben der Abrüstung bei den einen ein gewisses Maß von Ausrüstung bei den anderen tn Kontrolle und gegenseitige Befragung veranlaßt sehen wird, sich mit diesen Zugeständnissen einverstanden zu erklären. Ernste Einwendungen erhebt nur „News C h r o n i c l e" gegen den britischen Pan, der nach Ansicht des liberalen Blattes _____ in den Vorschlägen zur Abrüstung der schwer be- einzu'schätzen scheint'als die italienische, ist bereits roaffneten Staaten nicht weit genug gehe, ^as eingehend geprüft worden. Doch weist man darauf Blatt spricht von den Vorschlägen eines ^rlidjen UrteU der Presse über beide Denk- Maklers". Begeisterung könne man bei den Vor- ur nicht gerade ermutigend. Man kann es schlügen nicht empfinden, aber sicher fei der g sche Ablehnung des englischen Vorschlags be- $ o r Wäge 3t aUH e n L 3m Srunbe id)Ia8« -Rom «Minen, obwohl einige Blätter versuchen, diese Abnur vor, daß jeder behalten sali e roa 5 er ,, hat Bedauerlich sei, daß die englische Regierung ■ nicht für eine Herabsetzung der zulässigen Große der Tanks eingetreten sei. Ebenso hatte das Kaliber der > zulässigen schweren Geschütze noch herabgesetzt wer- den müssen. Was für den Fall einer Verletzung der Abrüstungskonoention ausgeführt werde, sei etwas verschwommen. Frankreich werde wohl deutlichere Zusicherungen verlangen, und die brityche Regie- rung werde sich in dieser Beziehung zu weiteren s Zugeständnissen bequemen müssen. i; Time s" bezeichnet schon in der Ueberschnft die Abrüstungsdenkschrift der englischen Regierung als einen kühnen Fortschritt Er gehe über alles hm- aus, was bisher in der Abrustungsfrage vorgeschla- qen worden sei. Was England vorschlagt, meint das Blatt, werde der Forderung Deutschlands nach Gleichheit ebenso gerecht wie Frankreichs Verlangen nach Sicherheit. Besonders hervorgehoben wird, daß die britische Regierung bereit ist, sich mit w- fortiqer Beratungrnit den anderen JJtaa)« t e n zu verpflichten, für den Fall, daß das neue Abkommen einmal verletzt werden sollte. Damit habe man der Forderung Frankreichs und anderer Länder nach Sicherheit entgegenzukommen versucht. Hoffentlich werde man auf dem Kontinent anerkennen, daß die britische Regierung damit die LlNie> der traditionellen englischen .ßolitii verlasse und Gefahr laufe, sich ihrem eigenen Volke gegenüber starken Kritiken auszusetzen. Allerdings sei von dem gesunden Menschenverstand der Engländer zu hoffen, daß sie die Notwendigkeiten der Lage erkennen. Die konservative „Morning Post" spricht von einem letzten Versuch. Der englische Vorschlag lei kühn England werde damit ein beträchtliches Risiko auferlegt. Vielleicht lohne es sich aber insbesondere wenn man im Austausch gegen dieses Opfer für die nächsten zehn Jahre mit e'nem gesicherten Frieden und der Vermeidung ledes kostspieligen Wettrüstens rechnen könne. Der sozialistische „Daily Herold" ist mit den neuen englischen Vorschlägen zufrieden. Die Lage werde dann o sen so behandelt, wie sie wirklich sei. Es komme jetzt auf das Verhalten Frankreich s an Be- harre es bei der Probezeit, jo werde die Abrüstung schlagen? Es scheinen nur zwei Möglichkeiten zu bestehen, ^^id) äne^Konvention zu einigen, welche' einer so verwicketten und heiklen Frage möglich ' den Verzicht auf gewisse Waffen-> war. Verschiedene Blatter glauben, daß es sich um aattunaen durch die hochgerüs eten den letzten Versuch handele, die ^tbru« Mächte in sich schoßt- stungskonferenz zu retten. Sie sprechen 2 sich auf der Grundlage zu einigen, daß die ferner von bedeutungsvollen Zugeständnissen.gegen- " hochgerüsteten Mächte nichtabrüstenkön« über Deutschand. Auf der anderen Seite wird die nen oder wollen daß sie sich aber ver- Hoffnung ausgesprochen, daß Frankreich sich gegenwärtigenRüstun- durch die vorgeschlagenen Bestimmungen über die “ .., «st . ____a uns nunonfottint» Beiraauna veranlagt j t na einen Offizier, Unteroffi« d Mann für ihre Arbeit, für ihre Lei- Erstes Echo -er Berliner presse er» des Heeresmate» derselben Mächte auf den gegenwärtigen Stand. Oie Heeresstärken Was Den würde famen wa schon die Generallösung der Abrüstungsfrage fei. — die „K r e u z z e i t u n g" ist der Ansicht, daß die englische Regierung mit der Veröffentlichung der Denkschrift offenbar den Zweck verfolge, die Regierungen, die bisher einer Entscheidung in der Abrüstungsfrage die größten Schwie- q u o und der von den deutschen Vorschlägen angebotenen Beschränkung zu verhandeln. Was die Etappen betrifft, in denen die Umformung und Vermehrung der deutschen Kräfte vor sich zu gehen hätte, so glaubt die italienische Regie- z i e r und Mann für ihre Arbeit, für ihre Leistung und für ihre Gesinnung. Mein Dank gilt in in gleicher Weife allen denen, die als Beamte, Angestellte und Arbeiter für das Heer wirken. Solange das Heer dem deutschen Volke vorlebt in Disziplin und Hingabe, wird unser Weg ■arnung gilt denjeni- püren sollten, sich zu Für» aufwärts gehen. Der neue Chef der Heeresleitung General der Artillerie Freiherr von Fritsch gibt bekannt: Durch das Vertrauen des Herrn Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg an die Spitze des Heeres berufen, übernehme ich mit dem heutigen Tage den Befehl. Ich tue dies in dem festen Willen, das Heer so zu führen, daß es, ruhmreicher Ueberlieferung folgend, auch zukünftig in selbstloser und vorwärts- strebender Pflichterfüllung das feste Rückgrat unseres neugeeinten Reiches ist. erlassen: Am Tage meines Ausscheidens danke ich jedem ein**'--- bare Sicherheit zu garantieren. Was die Sicherheit durch die Verträge betrifft, so ist es überflüssig, an den Pakt von Rom und an den Pakt von Locarno zu erinnern. Der Viererpakt erhält seinen Wert durch die in ihm vorgesehene dauernde und methodische Zusammenarbeit der großen Westmächte. Dem Locarnopakt fühlt sich Italien als Garant loyal verpflichtet und weiß sich hierin mit der Regierung von London einig. Die deutsche Regierung hat übrigens den Abschluß von 10jährigen Nichtangriffspakten mit allen seinen Nachbarn an geboten. Ein letzter und wesentlicher Gegenwert für die Annahme der deutschen Forderungen, der außerdem einen neuen Beitrag zur Sicherheit liefern würde, könnte d i e Verpflichtung Deutschlands sein, nach Genf zurückzukehren, nicht nur um >das Abrüstungsabkommen zu unterzeichnen, sondern um seinen Sitz im Völkerbunde wieder einzunehmen. Die italienische Regierung weist nachdrücklichst darauf hin, von welchem Interesse ein solches Ereignis fein würde. Zum Schluß betont die italienische Regierung ausdrücklich die Notwendigkeit, daß der augenblicklich im Gange befindliche Gedankenaustausch endlich so viel Fortschritte zeitige, daß er eine Zusammen- berufung der Außenmini st er oder Regierungschefs der vier großen West - m ächte rechtfertigen würde. Zu einer solchen Zusammenkunft könnten auch die Vertreter anderer Großmächte eingeladen werden. Dank des Reichskanzlers für die Glückwünsche znm Jahrestag der Machtergreifung. Berlin, 31. Jan. (DBB.) Zum Jahrestag der nationalen Revolution sind mir aus dem In- und Ausland so zahlreiche Glück- und Segenswünsche zugegangen, daß es mir leider nicht möglich ist, die guten Wünsche im einzelnen zu beantworten. Ich bitte daher alle, die meiner in Treue gedacht haben, meinen aufrichtigen Dank auf diesem Weg entgegenzunehmen. Reichskanzler Adolf Hitler. Italiens Denkschrift stützt den deutschen Standpunkt Oer Wechsel in der Leitung des Reichsheeres. Berlin, 1. Feb. (DNB.) Der Chef der Heeresleitung General der Infanterie Freiherr von Hammer stein hat aus Anlaß seines Ausscheidens aus dem Reichsheer folgenden Aufruf hier vorgesehenen Zugeständnissen gegenüber Frankreich einen sofortigen und wirk- Gegenwert erhalten in der Aufrecht- erhaltung seiner Gesamtrüstung. Ohne Zweifel würde das von der technisch-militärischen Seite gesehen genügen, um ihm für die ganze Dauer des Abkommens eine unbezweifel- Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" stellt fest, daß die englische und italienische Denkschrift vielfach Parallelen und übereinstimmende Gedankengänge zeigen. Der Plan Macdonalds sei keinesfalls aufgegeben, vielmehr noch weiter ausgebaut worden. Es komme England mehr auf die Qualität zwischen den Mächten an. Bemerkenswert sei, daß die englische Denkschrift mit besonderem Nachdruck die Rückkehr Deutschlands nach Genf und in den Völkerbund als wesentliche Bedingung einer Mächteeinigung hinstelle. Auch die italienische Presse spreche von einer Verpflichtung Deutschlands, nach Genf zurückzukehren, als Gegenwert für die Annahme der deutschen Forderungen. — Auch der „Berliner Börsen- zeitung" erscheint es nicht unbedenklich, daß die englischen Vorschläge sich auch auf andere S t a a t en beziehen. Das Blatt meint, man könne sich schwer vorstellen, daß eine solche Erweiterung der Diskussionsbasis einer raschen Lösung der ohnehin so schwierigen Fragen besonders förderlich sein könne. Man müsse den Engländern jetzt schon zu verstehen geben, daß ihre Denkschrift letzten Endes eben nur eine Denkschrift und nicht et- so großzügige Politik ist, wie sie der Führer des deutschen Volkes wünscht. Mit einer warmherzigen Huldigung für den greifen verehrungswürdigen Marschall-Präsidenten, den besten Garanten für die Ehrlichkeit der deutschen Friedensliebe und der deutschen Friedensarbeit, schließt der Kanzler. Sein Volk steht heute geschlossener denn je hinter ihm und seiner Friedenspolitik. Wird in Frankreich ein Staatsmann die gleiche Größe der Gesinnung und den gleichen Mut zur Beseitigung alter Vorurteile aufbringen, um einem gequälten Europa den wahren Frieden zu schenken? 4. Beschränkung rials Berlin, 1. Febr. (DNB.) Die Berliner Presse nimmt zu den am Mittwoch veröffentlichten englischen und italienischen Denkschriften zur Abrüstungsfrage vorerst sehr zurückhaltend Stellung, da eine eingehende Prüfung der Auswirkungen der gemachten Vorschläge in der kurzen Zeit noch nicht hat erfolgen können. Die Blätter werfen besonders die Frage auf, welche Gründe die britische Regierung geleitet haben mag, die Denkschrift im gegenwärtigen Zeitpunkt zu veröffentlichen, nachdem die diplomatischen Verhandlungen über die Abrüstungsfrage bisher vertraulich behandelt worden ränitcjt der Länder. Dieser tatsächlich also schon damals geschaffene Zustand wird durch das am Jahrestage der nationalsozialistischen Revolution von allen verfassungsmäßigen Instanzen angenommene und vom Reichspräsidenten verkündete Gesetz über den Neuaufbau des Reiches legalisiert. Darüber hinaus macht aber das Gesetz auch die Wege frei, für eine planmäßige Weiterführung der Reichsreform auf das Ziel des kraftvollen nationalen Einheitsstaates hin, der die tausendjährige Sehnsucht der Besten unseres Volkes, den uralten Traum vom völkischen Nationalstaat erfüllt, um dessen Besitz die Deutschen seit den Tagen des frühen Mittelalters die beiden großen westeuropäischen Nationen beneiden mußten. Reichsinnenminister Dr. Frick hat in seiner gestrigen Rundfunkansprache auf die furchtbaren Folgen hingewiesen, die aus dem Fehlen einer starken Reichsgewalt und dem Ueberwuchern eines eigensüchtigen Territorialfürstentums für das deutsche Volk erwachsen waren. Deutsches Land, den Einfällen mächtiger Nachbarn schutzlos preisgegeben, war Jahrhunderte hindurch Kriegsschauplatz aller politischen Konflikte zwischen West und Ost, Nord und Süd, und die deutschen Fürsten, deren dynastische Interessen häufig genug über die Reichs- gremen hinausgriffen, achteten tm Bunde mit fremden Mächten nicht selten den Schaden gering, den die Kriegsfurie in deutschem Lande verursachte. Wozu das Bismarck-Reich den Grundstein gelegt hatte, wird nun vollendet werden: die Zersplitterung der Gewalten, die so oft dem deutschen Volke in kritischen Augenblicken seiner Geschichte zum Verhängnis geworden ist, weicht der einheitlichen starken Reichsgewalt. Die Landesregierungen werden zu bloßen Ausführungsorganen des künftighin einzig bestimmenden politischen Willensträgers, des Reichs. Und das Reich allein wird die Gliederung des Reichsgebiets nach den Eigentümlichkeiten der Stämme und Landschaften und den Bedürfnissen der Wirtschaft und des Verkehrs vornehmen. Reifen lassen, was werden will, und im rechten Augenblick mutig und sicher zupacken, diesen Grundsatz hat der Nationalsozialismus sich auch bei der Behandlung der Reichsreform zur Richtschnur genommen. So vertraut das Volk auch der Hand des Führers bei der Neugestaltung feines Lebensraums im nationalen Einheitsstaat des Dritten Reiches. Mit Bedacht haben wir den genialen Wurf der Reichseinheit aus der Fülle großer Eindrücke vorweggenommen, die die staatsmännische Rede des Führers vor dem am Jahrestage der nationalen Erhebung versammelten Reichstage hinterlassen hat. Wenn der Führer das Gesetz, zu dessen Begründung er sprach, auch selber kaum erwähnte, so wird es doch einst diesem 30. Januar 1934 seinen Platz in der Geschichte anweisen als dem Tage, an dem ein Volk auch in seiner äußeren Form den Schritt zur Nation tat, den das erste Jahr der nationalen Revolution innerlich vorbereitet hatte. Rückschau und Programm war des Führers Rede in einem. Ein Blick klarer Erkenntnis der Ursachen und Zusammenhänge zurück auf die dunklen Irrwege deutschen Schicksals und ein mutiger, gläubiger und vertrauensvoller Blick in die Zukunft deutschen Wollens. Als Volksmann hat der Kanzler mit sechs Getreuen den Weg zur politischen Macht begonnen und stolz bekennt er, daß er auch als Führer des Reiches der Volksmann geblieben ist, dessen redliches Mühen es war, „die in der Macht liegende Autorität in die Stärke des Vertrauens zu ver- Oie Neuordnung des evangelischen Zugendwerks. Berlin, 31. Jan. (DNB.) Der Jugend- Pfarrer der Deutschen Evangelischen Kirche für die Neuordnung des evangelischen Jugendwerkes und Eingliederung in die Hitler- Auyend hat für die einzelnen Gebiete Bevollmächtigte ernannt und zwar für das Ober- gebiet West Pfarrer Dr. Voß in Düsseldorf- Obertasse! und unter ihm für das Gebiet 13 Hessen-Nassau Lehrer Both (Frankfurt-M.), Pfarrer von der Au (Darmstadt) und Pfarrer Fries (Wiesbaden), für das Gebiet 14 Kur- dessen Pfarrer Meyer in Arolsen, Pfarrer Lic. Schäfer in Kassel. wandeln". Nächst der eigenen nationalsozialistischen Partei galt der Dank des Führers dem Stahlhelm sowohl wie dem Führer der ehemaligen Deutschnationalen. Beide, S e l d t e sowohl wie Hugenberg, haben als wahrhafte Patrioten sich dem Gebot nationaler Notwendigkeiten untergeordnet, als die Stunde es erforderte. Ein besonders warmes Wort des Dankes zollt der Führer der Reichswehr, deren vorbehaltlose Gefolgschaft zum neuen Staat erst den Erfolg dieses Jahres ermöglicht hatte. Die Kirchen werden ermahnt, dem Staate zu geben, was des Staates ist und eine nach dem mancherlei Spuk der letzten Tage wohl zu wartende besonders scharfe Warnung gilt denj aen, die Neigung verst " ' " " sprechern dynastiscyer Interessen zu machen. Hier fällt die ausgezeichnete Formulierung „Die deutschen Stämme sind gottgewollte Bausteine unseres Volkes, die politischen Gebilde der Einzelstaaten sind Menschenwerk und daher vergänglich". Mit großer Entschiedenheit erklärt der Kanzler unter dem Beifall des Hauses: „Die Frage der endgültigen Gestaltung der Staatsform steht außer jeder Diskussion, wer Deutschlands letzte Spitze verkörpert, erhält feine Berufung durch das deutsche Volk und ist ihm allein ausschließlich verpflichtet". Ein besonders sarkastisches Wort des Führers gibt die üblen Konjunkturritter, die „durch überlautes Geschrei und hundertzehnprozentiges Betragen" peinlich auffallen, der allgemeinen Lächerlichkeit und Verachtung preis. Millionen nicht der schlechtesten Deutschen werden dem Führer dankbar sein für den Trennungsstrich, den er mit aller Deut- lichkeit zwischen diesen „aufdringlichen Parasiten" und jenen „innerlich anständigen Menschen" zog, die aus Furcht vor Mißdeutung ihres Handelns sich bislang ferngehalten haben. Die außenpolitischen Darlegungen des Kanzlers knüpften an an die Schuld des Versailler Diktats. an dem moralischen, politischen und wirtschaftlichen Chaos, das erst den Boden für die kommunistische Drachensaat gelockert habe. Den destruk- tiven, vertrauenzerstörenoen und Unfrieden verewi- genben Tendenzen dieser Politik von Versailles stellte der Kanzler das völkische Prinzip einer Außenpolitik entgegen, die aus der Erkenntnis der rassischen Grundgesetze für die Erhaltung des eigenen Volkes auch die Achtung vor der Eigenart anderer Völker folgert. Das Derständigungs- abkommen mit Polen kann als erster Erfolg dieser Politik gebucht werden. Das Verhältnis zu Oesterreich wurde dann vom Kanzler besonders eingehend erörtert. Dem Dollfuß-System, das sich nur durch rücksichtslose Brutalisierung der bewußt deutschempfindenden Bevölkerung Oesterreichs am Ruder zu halten vermag, empfiehlt der Kanzler, vor aller Welt durch eine Volksabstimmung den Beweis anzutreten, ob es noch eine Mehrheit des Volkes hinter sich habe. Die Generalbereinigung mit Frankreich, das schwierigste Problem der europäischen Politik, kommt trotz oes immer wieder be- kündeten ehrlichen Willens Deutschlands zu einer „endgültigen Begrabung des historischen Kriegsbeils' nicht vorwärts. Eine sofortige Bereinigung des Saarproblems, die der Kanzler voraefchlagen hatte, um später begreifliche Gefühle der Ent- täuschung und Verstimmung zu vermeiden, ist von Frankreich abgelehnt worden. Die Abrüstungsfrage, die um Frankreichs Furcht vor mangelnder Sicherheit und Deutschlands vertraglich begründeter Forderung nach Gleichberechtigung' kreist, liegt als drohender Klotz zwischen beiden Nationen. Das Echo des Mißtrauens, das die Kanzlerrede in der Pariser Presse gefunden hat, zeigt, wie wenig reif noch im- m§r die öffentliche Meinung Frankreichs für eine rung, daß sie sich aus technischen Notwendigkeiten von selb st ergeben und daher auch verpflichtend festgelegt werden könnten. Es ist auch zu beachten, daß der Vorgang der Umformung an sich schon eine Schwächung der Schlagkraft nicht nur der offensiven, sondern auch der defensiven mit sich bringt. Während es schwer zu sein scheint, den deutschen Forderungen in bezug auf defensive Rüstung (15-Zentimeter-Geschütze, Flugabwehrgeschütze, Panzerwagen zu sechs Tonnen, Erkun- dungs- und Jagdflugzeuge) grundsätzlich die Zustimmung zu versagen, so können die Grenzen und die Verhältnisse zwischen Defensivwaffen und Effek- tivstärken noch Gegenstand der Diskussion bilden. Für die Seerü st ungen müßte man eine Revision zur nächsten Seekonferenz vorbereiten. Oie Gicherhett die E f f e k t i v st ä r k e n betrifft, so geht die deutsche Forderung nach 300000 Mann von der Tatsache aus, daß die bewaffneten Mächte ihre Effektivstärken nicht auf die Ziffern des Mac- donald-Planes heruntersetzen, sondern die augenblicklichen Ziffern beibehalten. Wenn die Herabsetzung in Betracht gezogen wird, er» klärt sich Deutschland bereit, über die oben genannte Ziffer mit s i ch reden ä u lassen. Bei dieser Lage zweifelt die italienische Regierung, wenn sie die augenblicklichen Effektivstärken zum Beispiel Frankreichs, Polens und der Tschechoslowakei betrachtet, ernstlich daran, ob man mit Recht die Behauptung aufstellen kann, daß die im Macdonald-Plan angedeuteten Verhältnisse in den deutschen Vorschlägen zugunsten Deutschlands verändert worden seien. Das Problem der Herabsetzung und gegenseitigen Abwägung der Effektivstärken ist so kompliziert und wirft so viel Fragen auf, daß dadurch der Abschluß eines A b - kommens in Frage gestellt würde. Es ist deshalb besser, auf der Basis des Status Oer Ernst der Lage zwingt zu Taten. Rom, 31. Jan. (DNB.) Die Agenzia Stefan i veröffentlicht eine Verlautbarung zu dem Standpunkt der italienischen Regierung zum Abrüstungsproblem, so wie er bereits von Mussolini Anfang Januar Sir John Simon bei seinem Besuche in Rom bargelegt worden war. Der Text umfaßt etwa zehn Schreibmaschinenseiten. In der Einleitung stellt die italienische Regierung fest, daß in der Abrüstungsfrage köine Zeit mehr verloren werden darf, und daß der tote Punkt überwunden werden muß, wenn nicht ein Verfallen Europas in feindliche Mächtegruppen und ein Rüstungswettlauf eintreten soll. Daher muß jede Regierung nunmehr ihre eigene Verantwortung übernehmen, indem sie sich entscheidet, eine klare Haltung einzunehmen und sie auch öffentlich bekanntzugeben. Es besteht die Gefahr, daß, wenn man nicht zu einem Abkommen gelangt, die Tatsache der Gleichberechtigung sich vollzieht außerhalb jener Übereinkommen, die sie zulassen und ihre Form regeln. Die Feststellung birgt in sich die Frage nach der Möglichkeit und dem Willen eventueller Sanktionsanwendung, um Ueberschreitun- aen der Verträge zu unterdrücken. Aber die einfache Erwägung einer solchen MöalMeit läßt schon den Ernst einer Lage ermessen, die im Falle einer nicht zustandekommendey^Tinigung eintreten wurde. OeutschlanLs Forderung auf Gleichberechtigung ist wohl begründet. Es ist unleugbar, daß Deustchland und den an- beren durch die' vertrage entwaffneten Staaten die Gleichberechtigung feierlich zuerkannt worden ist. Die Unmöglichkeit, in der sich die bewaffneten Unlerzeichnermächte der vertrage befinden, sofort ihre materiellen Rüstungen auf ein Nweau herabzusehen, das sich dem der deutschen Abrüstung in vernünftigem Waße nähert, verleiht den deutschen Forderungen nach Erhöhung des Rüstungssiandes eine juristisch moralische Kraft, deren Vorhandensein nicht leicht zu leugnen ist, und man kann darlegen, daß auch die Frage der Sicherheit zugunsten Deutschlands spricht. Die italienische Regierung kann nicht umhin, den Friedenserklarungen des Präsidenten Hindenburg und des Reichskanzlers Hitler die größte Beach- t u n g zu sche nken. Abgesehen davon, daß Abkommen nicht aus/ Mißtrauen aufgebaut werden kön- n,tx* mu6 Man zugeben, daß die wiederholten gleichlautendein Erklärungen des deutschen Regie- rungschefs ein sicheres Unterpfand da- lur sind, tnafo klare und freiwillig angenommene Abkommen nicht nur nicht gebrochen, sondern nicht einmal für I die Dauer ihrer Geltung durch weitergehende und auf Abänderung zielende Forderungen diplomatisch ausgeschaltet würden. Die italienische Regierung ist der Ansicht, daß es noch möglich ist, zu einem Abkommen zu gelangen, unter Bedingungen, die dem weltgewissen eine vielleicht nur teilweise, aber immerhin positive Genugtuung verschaffen würden. Klare Anzeichen liegen dafür vor, daß auch in neutralen Ländern die öffentliche Meinung sich damit abfindet, daß die praktische Hauptfrage nicht mehr die ist, die deutsche Wiederaufrüstung ja verhindern, sondern die, zu vermeiden, daß sie sich ohne Regelung und Kontrolle vollzieht. Oer italienische Vorschlag. Die italienische Regierung hält folgendes Abkommen als im Rahmen des Möglichen liegend. Es könnte gelten bis zum 31. Dezember 1940 und müßte vor allem folgende Verpflichtungen enthalten: 1. Abschaffung des chemischen Krieges mit Kontrolle über Vorbereitung und Ausbildung, 2. Verbot des Bombenabwurfes auf Zivilbevölkerung, wobei zu bemerken ist, daß auf dem Gebiete der Abschaffung des Luftbombardements noch radikalere Maßnahmen erreicht werden können. Diese Maßnahmen würden die Lösung der Frage der deutschen Gleichberechtigung in der Luft sehr erleichtern. 3. Beschränkung der Militärausgaben der durch die Friedensverträge nicht o e - schränkten Mächte auf ihren gegenwärtigen Stand. Oer Gtavisky-Gkan-al. Der ehemalige Finanzminister Bonnet schwer belastet. Paris, 1. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Rechtsbeistände des verhafteten Direktors der Bayonner städtischen Kreditanstalt, T i f f i e r, haben den Untersuchungsrichter in einem Schreiben aufgeforbert, mehrere höhere Beamte bes französischen Handels- unb Arbeitsministeriums, sowie ben frühren Kolonialminister Dalimier und ben ehemaligen Finanzminister Bonnet zu vernehmen. Bonnet soll Aufschluß über seine Beziehungen zu bem verhafteten Direktor ber „Vo- lontä", Dubarry, geben unb bie Frage beantworten, ob er auf ber Konferenz von Strefa mit Stavifky zusammen getafelt habe. In parlamentarischen Kreisen hat die Veröffentlichung gewisser Schriftstücke durch den „Ami du Peuple" großen Eindruck gemacht. Es handelt sich um urkundliche Belege dafür, daß Finanzminister Bonnet auf Empfehlung Dubarrys einen Mitarbeiter in seinem Kabinett angeteilt hat, während Bonnet von der Kammertribüne aus bei der Aussprache über den Stavisky- Skandal in Abrede gestellt hat, den Betreffenden, es handelt sich um einen Rechtsanwalt, überhaupt zu kennen. — „Le Jour" veröffentlicht einen geheimen Polizeibericht, ber vor dreieinhalb Jahren abgefaßt ist, aus bem hervorgeht, daß bereits damals die Pariser Polizei die Staatsanwaltschaft auf die Umtriebe Staviskys und seine Beziehungen zu bekannten Persönlichkeiten aufmerksam gemacht hat. Schwere Unruhen in Westaustralien. Sidney, 31. Jan. (DNB.) In Westaustralien ist es zu schweren Tumulten gekommen. In Kal - goorlie sollte ein ausländischer Barmixer, der sich des Totschlags schuldig gemacht hatte, verhaftet werden. Mehrere taufend Personen rotteten sich zusammen und verlangten die gewaltsame Entfernung sämtlicher Auslän- d e r. Als diese Forderung abgelehnt wurde, erging sich die Menge in wüsten Ausschreitungen. Fünf Hotels und dreizehn Läden, von denen man an» nahm, daß sie sich in ausländischem Besitz befänden, wurden geplündert und alles, was nicht niet- und nagelfest war, auf der Straße verbrannt. Dabei wurde noch eine Person erschlagen. Polizei und Feuerwehr erwiesen sich machtlos, die Straßenbahn wurde gestürmt und Autos beschlagnahmt, um in der Nachbarstadt Bouldercity ebenfalls bie Läben unb Lokale von Fremden zu stürmen. Aus Perth wurde ein Polizeikommando zur Verstärkung geschickt, das die Ruhe wiederherstellte; dabei wurden 20 Verhaftungen vorgenommen. Sämtliche Bergwerke liegen jedoch auch jetzt noch st i l l. Die Mißstimmung gegen die Ausländer ist in den betroffenen Bezirken schon feit langem festzustellen gewesen. Man macht ihnen zum Vorwurf, daß sie die Löhne der Einheimischen unterbieten. In Kalgoorlie dauerten die ganze Nacht über die Kämpfe zwischen den Bergarbeitern und den Ausländern, die einen Schützengraben ausaehoben hatten, an. Gegen Morgen begann nach einem heftigen Feuergefecht ber Sturm auf bie Verschanzungen, bie genommen und 3 e r ft ö r t wurden. sind. Aus ber Veröffentlichung ber Denkschrift, so schreibt der „Völkische Beobachte r", kann man ben Wert ermessen, ben bie ßonboner Regierung selbst biesem Dokument zuerkannt hat. Alles in allem genommen versucht bie britische Regierung in großem Wurf das Zustanbekommen einer allgemeinen Abrüstungskonvention zu ermöglichen, indem sie die Forderungen der Sicherheit, der Gleichberechtigung und der Abrüstung einheitlich zusammenfaßt, die nach ihrer Ansicht unter den heutigen Umständen zu dem erstrebten Ziele führen. Als Vermittlungsaktion zwischen Deutschland unb Frankreich, so meint das Blatt weiter, könne die britische Denkschrift nicht in Frage kommen, weil sie sich nicht nur an Frankreich und Deutschland, sondern auch an alle an der Abrüstung interessierten Staaten mit neuen Vorschlägen wendet. Das ... M1V Blatt hofft, daß die britische Regierung gute Gründe jrigkeiten bereitet haben, zu einer klaren St el- fur die Annahme haben möge, daß ihre Vorschläge lungnahme zu zwingen. auf fruchtbaren Boden fallen. | —---- : i Rechtsverordnungen und allgemeinen Verwaltungs- l- Vorschriften erläßt gemäß Artikel 6 der Staats- e • Minister. der anderen er- Aus aller Welt Sabotage aus nichts infameres mit dem lieben Dann jetzt schon Leokrem besorgen, damit die Haut nicht Schaden leidet! einen Seite, müßten wir sie auch lauben. Aehnlich ist es auch mit der Vo — 5 Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. DA. 11700. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K. G., sämtlich in Gießen. Anleihe, zu beschaffen. Die zur Durchführung des Gesetzes erforderlichen _og sein, daß monarchistische Propaganda national ist, aber es darf keine Propaganda geben, Das Gesetz über die Auseinandersetzung zwischen dem Volksstaat Hessen und dem vormals regierenden Fürstenhaus. Staatsrat v. Morozowicz-Wuhden gestorben. Frankfurt a. £)., 31. Jan. (DRB.) In den frühen Morgenstunden des Mittwochs verstarb im Krankenhaus in Frankfurta.O. an den Folgen eines kürzlich erlittenen Kraftwagenunfalls Staatsrat Rittmeister v. Morozowicz-Wuhden. — Elhard v. Morozowicz, am 14. April 1893 in Berlin geboren, trat als Fahnenjunker in das 3. Ulanen-Regiment Fürstenwalde ein zeugt, daß wir ihnen den Arbeiter nicht als Ausplünderungsobjekt überantworten werden. (Beifall.) Wenn monarchistische Vereine erklären, zum erstenmal sei es jetzt wieder möglich, in größerem Rahmen eine Kaiser-Geburtstagsfeier abzuhalten, so können wir nur darauf verweisen, daß wir H i tl er - G e b ur ts ta gs fe i er immer EineGoebbels Rede amZahrestag -er deutschen Revolution. LPD. D a r m st a d t, 31. Jan. Auf Grund des § 1 des Dori. Gesetzes zur Gleichschaltung der Länder mit dem Reich vom 31. März 1933 hat die hessische Staatsregierung ein Gesetz über die Auseinandersetzung zwischen dem Volksstaat Hessen und dem vormals in Hessen regierenden Fürstenhaus beschlossen, das am 3 0. Januar 19 3 4 durch Verkündung im Hessischen Regierungsblatt i n Kraft trat. Artikel 1 des Gesetzes bestimmt: „Für die Auseinandersetzung zwischen dem Volksstaat Hessen und dem vormals in Hessen regierenden Fürstenhause ?ilt die Uebereinkunft vom 6. Mai 9 3 0, die als Bestandteil dieses Gesetzes in der Anlage abgedruckt ist." Artikel 2 sagt: „Das Familieneigentum des Grohherzoglichen Hauses — vergl. Artikel 7 der alten hessischen Verfassungsurkunde vom 17.12. 1820 —, insbesondere alle dazugehörenden Liegenwies an einer Brust eine faustgroße Wunde auf, die bis auf den Brustkorb ging und eine Rippe bloßgelegt hatte. Erst 14 Tage vor dem Hinscheiden der jungen Frau hatte der Heilkundige ihr einen Zettel mit dem Rat zur sofortigen Operation ge- sandt. Er behauptete allerdings in der Verhandlung, er habe dauernd auf eine Operation gedrungen, was jedoch in der Beweisaufnahme widerlegt wurde. Wegen fahrlässiger Tötung wurde er zu 1% Jahren Gefängnis verurteilt, gleichzeitig wurde ihm die Ausübung seines Berufes auf die Dauer von zwei Jahren untersagt. Jünf Geschwister 412 Jahre alt. Eine bemerkenswerte Langlebigkeit trifft man bei der Kreuznacher Familie F ö r st e r an. Der älteste Vertreter der Familie ist der in Kreuznach wohnhafte Phlilipp Förster, der 90 Jahre zählt. Ein Bruder von ihm ist 84 Jahre alt, eine Schwester 82 Jahre, eine weitere Schwester 80 Jahre und der jüngste der fünf Geschwister ist 76 Jahre alt. Zusammen sind die Geschwister Förster 412 Jahre alt. Ihr Vater erreichte das hohe Alter von 93 Jahren. Wieder ein Reger in USA. gelyncht. Nach einer Reutermeldung aus Hazard (Kentucky) brachen 30 bis 40 bewaffnete und maskierte Männer in das Perry-County-Gefängnis von Hazard ein, bemächtigten sich eines 20jährigen Negers, Rex Scott, schleppten ihn in einen Kraftwagen und fuhren davon. Ungefähr 300 Personen, die sich vor dem Gefängnis angesammelt hatten, sahen zu. Eine Anzahl Kraftwagen folgte. Als die Grenze der Stadt erreicht war, wurden hunderte von Freudenschüssen abgegeben. Der Sheriff nahm mit 50 Mann die Verfolgung der Menschenräuber auf. Sie konnten aber nur die Leiche des Negers, die an einem Baum hing, finden. Sie war von 40 Schüssen durchbohrt. Scott war beschuldigt, einen Bergmann lebensgefährlich verletzt zu haben. — Das Lynchen in den Vereinigten Staaten hat beträchtlich zugenommen. Im Jahre 1932 waren im ganzen nur sechs Lynchmorde zu verzeichnen, im Jahre 1933 dagegen wurden 42 Neger und fünf Weiße gelyncht. Zwei Todesopfer in einer Braunkohlengrube. Auf dem Tagebau Deuben, einer Braunkohlengrube bei Weißenfels, wurden zwei Beamte der Berliner Waggonfabrik Orenftein und Koppel, der Oberingenieur Röder und der Monteur von Mecheln, beim Ueberfchreiten der Gleise des Grubenbahnhofs am Uebergangsweg von einer Lokomotive überfahren und auf der Stelle g e - tötet. Röder und von Mecheln hatten auf dem Grubenbahnhof einen neuen Wagen vorgeführt und beim Ueberfchreiten des Bahnkörpers infolge des dichten Nebels das Herrannahen der Lokomotive nicht bemerkt. Ein Brief ist 22 Jahre unterwegs. In Marktheidenfeld (Unterfranken) erhielt dieser Tage eine- Familie einen Bries zugestellt, der im Jahre 1911 in Amerika abgeschickt worden ist. Der Brief hat somit vom Absender zum Empfänger nicht weniger als 22 Jahre gebraucht. , Das ist selbst für eine Postsendung aus Amerika, , die heute normalerweise knapp acht Tage braucht, : ein bißchen viel. Kunst und Wissenschaft. Auszeichnung eines Mainzer Kunstgewerbeschülers s durch Mussolini. i Dem Schüler der Kunstgewerbeschule Mainz, - Georg Weckbach aus Darmstadt, wurde vom ita- ! lienischen Regierungschef Mussolini eine F r e i - : stelle an der Akademie der bildenden Künste in i Rom verliehen. W. hatte im Sommer die Reise - der Jungfaschisten durch Deutschland mitgemacht und = bet dieser Gelegenheit den Professor Antonio Q u a- t randotto, Pola, kennengelernt, durch dessen Ver- = mittlung ihm auf Grund der eingereichten Zeugnisse ? und Arbeiten nunmehr die erfreuliche Auszeichnung i zuteil wurde. t -------------------------- Wettervoraussage. Da sich der hohe Druck sehr schnell nach Skandinavien ausgebreitet hat, ist eine flache Störung nach Deutschland gedrängt worden und hat hier allgemein zu Schneefall geführt. Die aus dem skandinavischen Hoch ausfließende Kaltluft wird das Festland überfluten und weiteren Temperaturfall veranlassen. Dabei kommt es zunächst noch zu wechselhafter Bewölkung und vereinzelt auch zu etwas Schneefall, später wird jedoch mehr Aufklaren ein- setzen. Aussichten für Freitag: Roch etwas wechselnd-wolkig und nur vereinzelt etwas Schnee, dann vielfach aufklarend und Frostverschärfung, nordöstliche Winde. Aussichten für Samstag: Vielfach ausklarend und trocken, starker Frost. Lufttemperaturen am 31. Januar: mittags 2,5 Grad Celsius, abends 0,2 Grad; am 1. Februar: morgens —0,3 Grad. Maximum 2,8 Grad, Minimum — 0,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 31. Januar: abends —0,2 Grad; am 1. Februar: morgens —0,2 Grad Celsius. — Niederschläge 1,5 mm. — Schneehöhe 3,5 cm. Amtliche Wintersportnachrichten. c 1 d entgegenzunehmen. * . n tünt Helfershelfer oes Der potnifdje Sejanbte Liplki hatte d i - D - r. Franz «w^geElmaren de/ Unlerzeichnun/ del de/t,ch-P°lni,chen^rklärung bettiligt S-w°s°u zu stin.^ich^ Fehler-,schuld,g zu einem Frühstück geladen, an tcUnahm n ch nd Zw g ch^^Ear R u m p f L^SSnt^^ PchD^ aus Ä uÄforö'6' biC S|C Sammer5|begiinstigtzuhabem Da- Gericht verurteilte den sehen. Reichsminister Dr. Goebbels wandte sich schließlich noch gegendieunsichtbareReaktion. Das sind die Menschen, die jeden Satz mit den Worten anfangen: „Wir Nationalsozialisten". Das sind die Radikalinskis, die wilde Reden von Weltanschauung halten, damit keiner auf den Gedanken kommt, wie lange sie schon dabei sind. Diese Moraltrompeter wollen uns auf einmal vorschreiben, was schicklich ist. Sie machen in übelstem Muckertum, und wir werden das in Zukunftnichtmehrzulassen. (Lebhafter Beifall.) Wir werden ihrem verderblichen Treiben nicht länger untätig zuschauen, wir werden den Nationalsozialismus von diesen Schlacken reinigen. Die Sicherheit unseres Regimes ruht nicht bei diesen Schreiern, sie liegt bei der Partei, bei der alten Garde, die Sicherheit liegt bei uns! aelsbera, Hoherodskopf: Schneefall, „ Grad, 50 Zentimeter Schnee, 12 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut. — Herch en Hainer Höhe: Bedeckt, — 3 Grad, 25 Zentimeter Schnee, 15 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeit gut. Sauerland. Winterberg: Wolkig, —6 Grad, 38 cm Schnee, 6 bis 7 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut. Schwarzwald. Feldberg: Starker Schneefall, —4 Grad, 100 cm Schnee, 21 bis 30 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeit sehr gut. Alpen. Garmisch-Partenkirchen: Wolkig, —7 Grad, 82 cm Schnee, 3 bis 5 cm Neuschnee, Pulverschnee, Sportmöglichkeit gut. Egelsbach liegende Gärtnerwohnhaus nebst Garten. 2. Die beiden Dienerwohnhäuser Bes- junger Straße 38 und 40 in Darmstadt sowie dazugehörender Hofraum und Gartenland. 3. Gelände bei Schloß Kranich st ein und am Steinbrückerteick. 4. Weiteres Gelände, dessen Anfallen an den vormals regierenden Großherzog — namentlich zur Abrundung, zur Herstellung zweckmäßiger Grenzen, zu verbesserter Geländegestaltung — vom Staatsminister etwa besonders angeordnet wird. Die Anordnung nach Nr. 4 wird durch Verordnung getroffen und soll nur erfolgen, wenn für das Gelände ein Entgelt entrichtet wird. In Artikel 4 wird festgelegt, daß alle Verhandlungen über die Auseinandersetzung und die daraus entspringenden Rechtsvorgänge von hessischen Steuern und Gebühren befreit werden. Artikel 5 ermächtigt den Staatsminister, die Mittel, die zur Ausführung des Gesetzes und der Uebereinkunft erforderlich find, im Wege des Staatskredites, insbesondere durch Aufnahme einer Kreisen der Kirche. Es gibt als die Sabotage an dem Staat Gott in Verbindung zu bringen. Ich habe kein Verständnis dafür, daß die Kirchen in einer solchen Notzeit wie der heutigen ihre Kraft in orthodoxen Streitigkeiten verschwenden, anstatt sozial und karitativ das zu tun, was ihr göttlicher Lehrmeister ihnen aufgegeben hat. Wenn ich statt in die Politik in eine Kirche hineingetrieben worden wäre, ich hätte die Kirche zu andren Zielen geführt. Ich hätte dann nicht zugelassen, daß der Staat ein Winterhilfswerk aufbaut, sondern das hätte ich von den Kirchen aufbauen lassen. Dann brauchten die Kirchen auch nicht Über Mängel an Tuchfühlung mit dem Staat zu klagen und liefen auch nicht Gefahr, daß das Volk ihnen davonläuft, sondern dann würde das Volk auch wieder in den Kirchen die Heimstätten nicht nur des christlichen Wortes, sondern auch eine christliche Tat Hilfsarbeiter Heinrich Vogel zu vier Jahren Zuchthaus und drei Jahren Ehrverlust. Der Taglohner Otto Geiger erhielt ein Jahr und sechs Monate Gefängnis, der Bäcker Erwin Vogel ein Jahr und sechs Monate Zuchthaus und drei Jahre Ehrverlust, der Maurer Friedrich Löhner ein Jahr und sechs Monate Gefängnis und die Ehefrau Katharina Löhner ein Jahr Gefangms. Zwei SA.-Aiihrer auf einer Diensifahrl tödlich verunglückt. Wie aus Bad Freienwalde an der Oder gemeldet wird, ereignete sich in einer der vergangenen Nächte zwischen Straußberg und Prötzel ein Kraftwagenunglück, dem der Führer des Sturmbanns IV/207, Sturmbannführer Kurt Hückel aus Wriezen, und fein Adjutant, Sturmführer Ernst Klee aus Wriezen, die sich auf einer Dienstfahrt befanden, zum Opfer fielen. Sturmbannführer Hückel wurde schwer verletzt ins Straußberger Krankenhaus gebracht, wo er bald darauf ft a r b, Sturmführer Klee war sofort tot. Der dritte Insasse des Wagens, SA.-Mann Petz old, wurde schwer verletzt. Drei Todesopfer einer Explosion. Bei Lucinico (Oberitalien) ereignete sich ein Expl o s i o n s u n g l ü ck, das drei Todesopfer forderte. Ein Schrankenwärter hantierte mit einer Röhre, ohne zu wissen, daß sie Dynamit enthielt (!). Plötzlich erfolgte eine Explosion, durch die der Eisenbahnbeamte und zwei in diesem Augenblick vorübergehende Frauen getötet wurden. Außerdem wurde die kleine Tochter des Schrankenwärters verletzt. Kurpfuscher wegen fahrlässiger Tötung zu Gefängnis verurteilt. Mit einem Fall übelster Kurpfuscherei hatte sich das Kasseler Schöffengericht zu begaffen, vor dem sich unter der Anklage der fahrlässigen Tötung der 47jährige Heilkundige Robert Wehr aus Niedervellmar zu verantworten hatte. Eine jung verheiratete Ehefrau hatte über Knoten in der Brust geklagt. Der Angeklagte verschrieb ihr Mittel für Blutauffrischung und verordnete einen Brei zum Auflegen. Auch hielt er eine Bestrahlung für erforderlich, die jedoch nicht durchgeführt wurde. Bei einem der nächsten Besuche verschrieb er eine Salbe ,um Ausheilen von Wunden. Die Behandlung zog sich von August 1932 bis zum Oktober 1933 hin. Am 26. Oktober starb die Behandelte. Zehn Tage vor dem Tode wurde ein Arzt hinzugezogen, der nicht mehr helfen konnte, da es sich um Krebs handelte, der zu weit vorgeschritten war. Die Kranke „ . . schäften, Rechte, beweglichen Bestandteile und Zu- und wurde 1913 zum Leutnant befördert Nach dem — ist volles Staatseigentum. Es Krieg schied er mit dem Charakter als Rittmetster burd) Rechte des vormals regierenden Groß- aus. Er schloß sich dann der S t ai h! l h e l m b e w e - Herzogs und seines Hauses nicht beschränkt." g u n g an und wurde Lande s f u h r e r ^er Provinz Artikel 3 bestimmt als freies Eigentum Brandenburg. Im April ^?2 wur^ ^ Landtags- desvormalsregierendenGroßherzogs: abgeordneter der Kampffront Schwarzweitzrot, L Das Jagdschloß Wolfgarten nebst dem da- Wahlkreis Frankfurt a.O., legte aber bereits im gehörenden Gelände sowie das am Bahnhofe August 1932 sein Mandat nieder. Morozowicz hat>o 8 » sich an der Herstellung eines engeren Verhältnisses zwischenSA. und Stahlhelm hervorragend beteiligt. Im August 1933 wurde er in den Preußischen Staatsrat berufen und zum Gruppenführer beim Stab der Obersten SA.-Führung ernannt. Stabschef Röhm sagt in einem Nachruf für Morozowiecz, daß dieser ununterbrochen nach seiner $ ~ e, einer qr0Hen •E iS“52ÄÄM8Ä8» rozowicz seinen Platz. , Partei und Staat vollzogen. Das Lindenbura gibt eroberte schottische soll nicht heißen, daß jeder in der Par- cYrrtmmotn ittrotrf tei sein muß. Jeder soll n a t l o n a l s o z i a l l- Lrommetn zurucr. stisch denken, empfinden und handeln. Berlin 31. Jan. (DNB.) Heute fand im Aber er -braucht nicht Parteigenosse zu Reichswehrministerium die feierliche Ueberreichung f e i n. Genau so wie nicht jeder, derms Thea er der T r o rn rn e l n der G o r d o n H i g h l a n d e r s geht, auf der Buhne rmtzufpielen hat. (Heiterkeit.) durch den Reichswehrminister Generaloberst v o n Dr. Goebbels fuhrt dann u. a. weiter aus: Mit Blomberg an ihren Regimentschef Sir John Wirtschaftsfrieden ist nicht gesagt, daß tn der Wirt- Hamilton statt. Die Trommeln fielen 1914 schäft nichts geändert werden soll. Das soll nur i n O st e n d e wo sie bei der Landung der eng- nicht von der Straße her geschehen, sondern lifdien Truppen in Verwahrung gegeben waren, d a s machen wir, und Zwar radikal. Die kapi- in deutsche Hände. Ihre jetzige Rückgabe er- talistisch-liberalistischen Capitolshuter seien uber- fa[gt _ einem englischen Wunsch entsprechend — I "-"t mir ihnen hon Arbeiter nickt als Aus- mit Genehmigung des Herrn Reichspräsidenten. Generaloberst von Blomberg hob in seiner Ansprache die Achtung der Soldaten vor jedem ritterlichen tapferen Gegner hervor und die soldatischen Gefühle innerer Verbundenheit in dem hohen , _ . Beruf der Verteidigung von Land und Volk. „Sie unsere Hitler-Geburtstags fe i e r ir sind heute in ein Deutschland gekommen", so schloß begangen haben. (Langanhaltender stürmischer der Retchswehrminister, „das nach langen dunklen fall.) Mag fein, daß monarchistische Propagandi Jabren des Unglücks, der Zerrissenheit und ber t_.._: " 7 Schande sich wiedergefunden hat. Mögen deren Ziel sich der Staat nicht selbst zu eigen ge- Sie hier erkennen, daß das deutsche Volk keinen macht hat. Und erlauben wir die Propaganda der anderen Wunsch hat, als in einem ehren-' vollen Frieden als freies und gleichberechtigtes V o l t feinen Platz im Kreise der Nationen einzunehmen." . Reichspräsident von Hindenburg empfing General Sir John Hamilton, der für Die 0- gar( Eduard von Sachfen-Eoburg und Golha Rückgabe der Trommeln seines Regiments dankte. ' Kommissar der Freiwilligen Krankenpflege. . Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes, Her- Kleine volitiscke Nachrichten, zog Sari Eduard von Sachsen-Coburg und V W Gotha ist vom Reichspräsidenten zum Kommis- Am 7. Februar wird, wie der „Völkische Beo- [at b e r Freiwilligen Krankenpsl ege bachter" meldet, Reichsinnenminister Dr. Frick die ernannt worden. Zugleich hat der Reichsminister Verfassung der R e i ch s s ch a f t der S t u d i e- ^^s Innern den stellvertretenden Präsidenten des r e n d e n, der Deutschen Studentenschaft und der Deutschen Roten Kreuzes, Generalinspekteur des Deutschen Fachschulschaft verkünden. Die Kundgebung Sanitätswesens der SA. und SS., Sanitäts-Ober- findet in Berlin in der Philharmonie statt. aruppenführer Generaloberstabsarzt a. D. Dr H o ch - * eisen zum ersten und den Generaloberstabsarzt Dr. von Renteln wurde am Mittwochnach- a. D. Dr. Rapp zum zweiten.Stellvertreter des mittag vom Führer empfangen. In seiner Kommissars ernannt. Der bisherige Kommissar der Begleitung befand sich der neuernannte Reichs- Freiwiligen Krankenpflege, Neichsminister a.^D. Handwerkerführer Schmidt -Wiesbaden und dessen Dr. G e ß l e r, der sein Amt nut Rücksicht auf die Stell7ertreter Karl Z e l e n y. Neugestaltung des deutschen Roten Kreuzes zur Der- * I füqung gestellt hatte, ist von dem Reichspräsidenten Der Führer hat Alfred Rosenberg mit der mit einem herzlichen Dankschreiben, dem sich der »tebunq der Partei und aller gleichgeschalteten worden. . Verbände sowie des Werkes „Kraft durch Freude" Journalistenwetlbewerb „INit Hitler in die ?Nachl • beauftragt. Die Funktionen des Reichsfchulungs- $m deutschen Journal i st enwettbewerb leiters Pg. Otto Gohdes werden hierdurch nicht! Mit Hitler in die Macht" hat, wie Die berührt. NSK. meldet, das Preisgericht unter dem Vorsitz * . . . des Reichsministers Dr. Goebbels seine Ent- Dem Sozialen Amt der DAF. roirb eine L^ung getroffen. Die fünf preisgekrönten Arbei- fünfte Abteilung „ D o l k s d i e n ft" ungegliedert. tcn werden der gesamten deutschen Tagespresse ohne Die Leitung übernimmt der Leiter der NS.-Volks- i^e Kennzeichnung der Prämiierung zum Abdruck Wohlfahrt, Pg. Hilgen feldt. zur Verfügung gestellt. Bekanntlich werden nun- * mehr die deutschen Zeitungsleser bzw. die Bezieher tirPiiElifrhe Minister des Innern hat die der deutschen Tageszeitungen aufgefordert, darüber I m v s a e a n e r- und Jmpfzwangsgegner-zu urteilen, in welcher Reihenfolge das Preisgericht d e r m n t q u n g e n für Preußen a u f g e l ö ft und die Prämiierung vorgenommen bat. Für die nch- impst ^mfendun, P °°n, Dr. D, . ch^°n den gegnerische Betätigung * Preis von 1000 Mark, der bei mehreren richtigen Ministerpräsident Göring -mpsing in Ans- Mdungen in stns Presie zu je 2°°«rark^us. Übung der ihm von dem Reichskanzler übertragen n S-t-" '“ bcn B-iugnilie des Reichsstatthalters d e n n - u - n B.- gungen werben veianmg-g $«m d°n"im gÄM* °u"' | legen fünf Helfershelfer des Doppel m ö rders L8 U 1 . ' 1 . ...... cnihö Pio mnrpn Leokrem Das Rätsel einer Frühlingsnacht Vornan von Gert Nothberg. Urheberrechtsschutz: Fünf Türme-Derlag, Halle, Saale 13 Fortsetzung. Nachdruck verboten! Die blausamtene Nacht des Südens spann ihn immer mehr ein in dieses bittere Bewußtsein. Und die Gedanken suchten das jüngste Kind: die kleine blonde, schöne, wunderschöne Gertraude. Wie war das doch gleich gewesen? Sie hatte zu ihm kommen sollen. Sie sollte Lelias Stelle einnehmen. Und sie hatte sich geweigert! War geflohen! Hatte recht daran getan! Dor solch einem Vater konnte man nichts Besseres tun als fliehen. Er hatte geflucht und gewütet! Ja, das hatte er! Er hatte Gertraude eine undankbare Kreatur gescholten. Wie aber hatte sie erfahren können, zu welchem Zweck er sie in dem vornehmen Pensionat der Madame Chere in Genf erziehen ließ? Das blieb ein Rätsel. Wer konnte ein Interesse daran gehabt haben, ihm dieses Kind zu entfremden? Müde setzte sich der alte Mann auf eine der Bänke. Süß und berauschend duftete es zu ihm herüber. Vereinzelt gingen Menschen auf den Nebenwegen. Einmal ertönte ein kurzer, scharfer Knall. Nicht weit im Gebüsch. Der alte Spieler kannte diesen Knall. Guido Schwarzkoppen stand auf, langsam ging er weiter, ging zu seinem Hotel zurück. Seine Gedanken schweiften zurück in die Vergangenheit, in die Zeit, als Guido Schwarzkoppen noch ein anständiger Kerl war und zu den Freunden Lord Wellingmoores gehörte. Er hieß damals Mac Kellser und trug die Offiziersabzeichen. Vorbei! Lange war das her. Sehr lange. Seit V 'er Zeit kannte man in allen Erdteilen den internationalen Spieler und Lebemann Guido Schwarzkoppen! Die Vergangenheit kannte niemand. Das war gut so. War gut bis jetzt gewesen. Doch nun mußte einer wissen, wie es in Wirklichkeit im Leben des Guido Schwarzkoppen aussah. Einer mußte und sollte es endlich wissen. Einer, der Ehre im Leibe hatte. Einer, der ein Vertrauen niemals mißbrauchen würde. Rudolf von Härtlingen! Er! Er allein! Wo war eigentlich der Maler Venjo Holm? Auf ihn hatte man sich auch immer verlassen können. Bis — Lelia den Grafen nahm. Da war Venjo Holm feindselig gegen die Schwarzkoppens geworden. Was tat es? Man brauchte ihn ja nicht. Er hatte längst kein Vermögen mehr. Er mochte wohl verdorben, gestorben sein. Irgendwo in einem einsamen Winkel. Wo mochte Gertraude sein? Ein Vermögen konnte er ihr nun hinterlassen. Ein Vermögen, das ehrlich erworben war. Nicht im Falschspiel gewonnen! Aber — wo war sie? Er war alt. Sehr alt und müde. Er fühlte nicht mehr die Kraft in sich, sein Kind zu suchen. Er mußte einen anderen. Jüngeren, bitten. Graf Härtlingen! Er, gerade er? Dem Lelia so weh getan hatte? Der ihn, den Vater, verachtete? Der diese Verachtung am vergangenen Abend so deutlich gezeigt hatte? Dieser Mann sollte Gertraude suchen? „Ja! Er!" Ganz laut sagte es Guido Schwarzkoppen, dann setzte er sich an den Schreibtisch und schrieb einen fangen Brief. Dann nahm er das Geld, das viele Gelo, das nach einem langen, abenteuerlichen Leben Fortuna ihm in den Schoß geworfen hatte, und packte es in ein Paket. Obenauf legte er sorgfältig den Brief. Adressierte das Paket an Graf Härtlingen. Ganz genau vermerkt stand das Hotel, in dem der Graf Wohnung genommen hatte. Schwarzkoppen hatte sich die Wohnung des Grafen noch an diesem Morgen sagen lassen. Am anderen Morgen fanden die Hotelbediensteten Herrn Schwarzkoppen tot in seinem Bett. Auf den Lippen glänzte noch ein letzter Tropfen des furchtbaren indischen Giftes, das ihm einst ein reicher Inder in einer kunstvoll geschliffenen Viole geschenkt hatte. Der Hoteldirektor war außer sich und ließ eine Bemerkung fallen, dahingehend, daß die Anlagen des Kasinos für unglückliche Spieler da seien und nicht sein honettes Hotel. Die Adresse, die sich auf dem sorgsam verschnürten Paket oorfand, besänftigte die hochgehenden Wogen der Entrüstung etwas. Graf Härtlingen? Ließ sich hören! Hoffentlich würde der Herr nun wenigstens alles Weitere veranlassen. Sorgfältig verschloß der Direktor einstweilen die Tür. Dann verständigte er die Polizei. 8. Kapitel. Graf Härtlingen im schwarzen, eleganten, seidenen Hausanzug, betrat soeben sein Wohnzimmer. Er setzte sich in die gemütliche Nische ans Fenster, wo der kleine runde Tisch schon sorgfältig gedeckt war. Er klingelte, damit man ihm das Frühstück bringen konnte. Nachdenklich lehnte er sich zurück. Merkwürdig, wie wenig ihn dieses Wiedersehen mit Lelias Vater erregt hatte! Eigentlich hatte er sich das schlimmer vorgestellt. Nun war er mit sich zufrieden. Gottlob, er war endgültig mit dieser Episode in seinem Leben fertig. Episode? War es nicht vielmehr eine furchtbare Tragödie gewesen? Nein! Doch nur eine Episode! Frauen dieses Schlages konnten nur eine Episode bilden. Für ihn! Für Venjo Holm war es eben doch eine Tragödie gewesen. Aber nun auch an nichts mehr denken! Schade war es um Venjo Holm, um ihn und feine große Kunst! Er war an der Frau zugrunde gegangen! Aber — ging er, Graf Härtlingen, denn nicht auch zugrunde an dieser Frau, wenn auch auf eine andere Weise wie Venjo Holm? Das Zimmermädchen brachte Frühstück, Zeitungen und die Post. Ein dickes, längliches Paketchen! Der Absender? Guido Schwarzkoppen! Soso! Was hatte denn um alles in der Welt dieser Herr noch mit ihm zu korrespondieren? Und noch dazu war es ein Paket, das er ihm schickte? Doch nicht etwa irgendein Andenken an Lelia? Nun gut — man legte das eben einstweilen beiseite; es hatte ja Zeit. Das Zimmermädchen war ein hübsches Ding. Blond, blauäugig, lieblich und schlank. Graf Härtlingens große graue Augen gingen über das Mädchen hin. In feine Augen kam es wie Haß. War — Lelia nicht blond und blauäugig gewesen, und traf jene Philosophenweisheit nicht zu — von der blonden Bestie? Er mied feit der Episode „Lelia" die blonden Frauen. Grundsätzlich mied er sie. Die Hand des Grafen Härtlingen griff lässig nach dem Einglas. „Wollten Sie mir etwas sagen?" Stotternd, halb schluchzend kam die Antwort: „Nein, Herr Graf." Und das junge Mädel ging hinaus. Sinnend sah Härtlingen ihr nach. Dann legte sich ein hartes Lächeln um seinen Mund. Es war das grausame Lächeln eines Mannes, der keine Frau mehr achtet. Härtlingen trank seinen Kaffee, nahm das vorzügliche Frühstück zu sich und brannte sich nachher eine Zigarre an. So, nun die Postsachen. Nichts Wichtiges. Ein Brief von Daisy Leden- brook, einer von Jeanette Versy, eine dringende Einladung zu Baron von der Greve, eine Menge Angebote von Geschäftsleuten. Das Paketchen: Von diesem Herrn Schwarzkoppen! Mißtrauisch ging der Blick über das kleine Paket. Sollte man es öffnen? Wozu? Sicher suchte doch dieser Herr da Anschluß. Erneuten Anschluß! Hm! Geld würde er vorläufig nicht haben wollen, denn er hatte doch am Vorabend da unten im Kasino ein beinah fabelhaftes Glück gehabt. Bestimmt! Fabelhaft war diese ganze Geschichte gewesen. Also? Was wollte man bann von ihm? Eine Geldforderung wäre zu erfüllen gewesen. Nur keine persönliche Annäherung! Die nicht! Die bestimmt nicht! Wie auf einen Feind blickten die grauen Augen auf das kleine Paket. In Ruhe sollte man ihn lassen von dieser Seite her. Gras von Härtlingen hüllte sich in den blauen Rauch seiner vorzüglichen Zigarre. Das Paket lag vor ihm auf dem Tisch. Aus dem blauen Rauch bildete sich eine Gestalt, ein Gesicht: Lelia! „Fort, du! Ich hasse dich!" Der Rauch zog durch das offene Fenster hinaus. Warm sandte die Morgensonne des Südens ihre Strahlen ins Zimmer. Rudolf von Härtlingen griff nach dem Paket, öffnete es. m Geld? Wozu dieses viele Geld? Und em Brief? Ein Brief von dem Vater jener Lelia? Und Graf Härtlingen las das Bekenntnis Guido Schwarzkoppens. Er wußte, daß jener inzwischen sterben würde! Er las die letzten, verzweifelten Worte dieses Mannes; er nahm, zunächst ohne jedes Verständnis, die Worte in sich auf: „Meine jüngste Tochter Gertraude floh vor mir. Weil sie nichts mit meinem Leben zu tun haben mochte. Ich weiß nicht, wer sie aufgeklärt haben muß. Genug, als ich glaubte, nun könne ich sie meinem Leben dienstbar machen, sie, die jung und schön, noch schöner als Lelia war, da, als ich sie holen wollte, war sie geflohen, hatte sie heimlich die Pension der Madame Chere in Genf verlassen. Ohne Geld! Wo mag sie sich aufhalten? Ich wollte sie suchen, aber ich kam immer wieder nicht dazu. Das Leben ließ mir keine Zeit. Jetzt, nach dem großen Glück, das endlich auch einmal zu mir gekommen ist, wäre es möglich, nach Gertraude zu forschen. Doch ich bin müde. Unsagbar müde. Ich kann nicht mehr. Und ich will auch nicht länger leben. Doch Ordnung will ich erst schaffen. Ordnung! Gertraude ist meine Erbin! Sie allein. Es ist Geld, an dem keine Unehre klebt. Sie kann es also nehmen. Die kleine, stolze Gertraude. Nun kommt meine Bitte an Sie, Graf Härtlingen: Suchen Sie Gertraude! Uebergeben Sie ihr das Geld! Seien Sie ihr ein Freund! Sie hat keinen Menschen auf der Welt, der es gut mit ihr meint. Es läge fo nahe, daß Gertraude mit einem Manne geflohen wäre! Doch Madame Chere legt ihre Hand dafür ins Feuer, daß dies nicht der Fall ist. Sie ist nirgends hingekommen, hat gelebt wie eine Nonne. Trotzdem war sie im ganzen Pensionat beliebt. Es wäre doch möglich, daß sie zu dieser oder jener Bekannten, die inzwischen das Pensionat der Madame Chere verlassen hat, gegangen ist. Vielleicht müßte man dort den Hebel zuerst ansetzen. So viele Freunde hatte ich im Leben. Aber nicht einer ist darunter, dem ich die kleine Gertraude anvertrauen möchte. Nur Ihnen! Unfaßlich wird Ihnen das scheinen nach all dem, was die Familie Schwarzkoppen Ihnen angetan. Und dennoch! Ich bitte Sie, bitte Sie von ganzem Herzen, Graf Härtlingen, Gertraude zu suchen. Weil sie anders ist. Ganz anders als ihre Schwester! Und wenn Sie die Kleine finden, dann sagen Sie ihr ein gutes Wort von mir: Ich bin froh, daß sie vor mir floh; denn es war das Beste für sie. Guido Schwarzkoppen." (Fortsetzung folgt.) Todesanzeige Heute verschied nach langem, schwerem, in Geduld getragenem Leiden unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder und Onkel Herr Anton Huber im Alter von 74 Jahren Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Familie Huber Familie Hartmann Großen-Buseck, Gießen, den 31. Januar 1934 Die Beerdigung findet am Samstag, dem 3. Februar, nachmittags 2.30 Uhr, statt ____________655 D Be annimachung. Der Voranschlag der Gemeinde Heuchelheim für das Rj. 1934 liegt vom Donnerstag, dem 1. Februar 1934, ab eine Woche auf der hiesigen Bürgermeisterei zur Einsicht der Beteiligten offen. Einwendungen können daselbst während dieser Frist schriftlich oder zu Protokoll vorgebracht werden. Heuchelheim, den 30. Januar 1934. 629D Hessische Bürgermeisterei. Rinn. i-Zimm-Wohnii. (Mansarde), mit Küche v.l.März zu üerm.(25 Mk. Miete-.Beding.: Gewährung von 1500 Mk. Hrwo- thekg.Sicherheit Schr.Ang.u.0530 an den Gß. 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M AW ■ Mchkiche Totenfeier für Hans Eberhard Mikowfti Aufhebung von Ortsbürger der Aus der Provinzialhauptstadt mit dem Unterton des Bedauerns, daß so viel ur- Mütter — die NSV. kämpst für Euch! Werdet Mitglieder der 7ISV. Memel am 30. Januar, ungefähr um 13 Uhr, folgenden Funkspruch aufgefangen haben: . spricht Stratosphärenballon, mitteilt dies ... Ballon geriet in Zone Niederschläge, vereiste. Wir befinden uns auswegloser Lage .. Eisbedeckt fallen wir ... Zweien meiner Genoßen ist sehr übel..." Das Telegraphenbüro bemerkt, daß diese Mitteilung noch einer aufmerksamen Prüfung bedürfe. Der Untersuchungsausschuß ist nach dem Ort der Katastrophe abgereist. Ueber die Ursache des Unglücks wird angenommen, daß der Ballon durch starke Luftströmungen aus der Moskauer Gegend fortgetragen worden und in großer Höhe in überaus schlechte atmosphärische Verhältnisse geraten ist. In der jetzigen Maitowskistraße, der früheren Wallstraße in Charlottenburg, in der am Tage der nationalen Erhebung der Sturmführer M a i k o w s k i und der Polizeiwachtmeister Z a u- r i tz den Kugeln der Kommunisten zum Opfer fielen, fand am Dienstagabend eine nächtliche Gedächtnisfeier statt, bei der Stabschef Röhm eine Ansprache hielt. verstärken würde. Die Gymnastik aber möchte dem Menschen spürbar machen, wie sich der Körper von Natur aus zu verhalten hat, um eine solche Hebung zweckentsprechend auszuführen. Den Sinn einer Sache wird ein Lehrer aber nie durch Einreden auf den Schüler klar machen können. Nein, der Lernende wird sich selbständig durch Ausprobieren, durch Erfühlen des Vorganges über den Sinn der auszuführenden Aufgabe klar werden müssen. Die Natürlichkeit einer Bewegung wird er als leicht, gesund, kraft- und nervenstärkend empfinden. Er wird sich aus Ueberzeugung bemühen, seinen Körper natürlich zu handhaben. Ja, er trägt von da ab die Verantwortung für die Wiedergesundung seines Körpers, die nur er sich erarbeiten kann; kein Lehrer kann sie ihm anerziehen: denn sie steht im Zusammenhang mit feinem geistigen Menschen, seiner Erkenntnis, feinem Wollen. Diese natürliche Körperbeherrschung bedingt auch das Zurückfinden zu den geistigen Eigenkräften des Menschen. Was vorher durch Unselbständigkeit, durch Minderwertigkeitsempfinden verschüttet war, wird nach und nach durch Mut, Aufgaben selbständig gegenüber zu treten, auch im täglichen Leben feine Auswirkung haben. Sv gesehen, ist Gymnastik nicht mehr eine Luxusbeschäftigung Wohlgestellter, sondern sie gehört mitten hinein in unser heutiges Leben des Kampfes, wo es gilt, wieder Liebe zur Arbeit, Mut zum selbständigen, sinnvollen Handeln zu wecken. Gymnastik als Lebenshilfe. Es wurde in den verflossenen Jahren so viel vom schöpferischen Kinde geredet und geschrieben, immer linie Moskau—Kazan. Anscheinend ist die Gondel vom Ballon abgerissen und zu Boden gestürzt. Wie das Unglück geschah. Moskau, 31. Jan. (DNB.) In der heutigen Sitzung des Kommunistischen Parteikongresses der Sowjetunion machte der erste Sekretär im Bundeshauptvollzugsausschuß Ienukidse über den Absturz des Stratosphärenballons folgende Mitteilungen: nutzen am Attmendqut. Ein neues hessisches Gesetz. LPD. D a r rn st a d t. 31. Jan. Der Fortgang gesehenen bedarf. Hier liegt der Anfang zu Minderwertigkeitsgefühlen. Die Gymnastik möchte den Menschen zu einer Kraftquelle zurückführen: der Körper ist uns hierbei Mittel zum Zweck. In stiller selbständiger Arbeit versuchen wir, seine durch den Verstandeswillen seit langem mißbrauchten Lebensäußerungen wieder in die rechte Wirkung treten zu lassen. Beachten wir beispielsweise den Vorgang einer Kniebeuge. Wir könnten, um unsere Beinmuskulatur zu kräftigen, eine Reihe Kniebeugen ausführen, ohne Fühlung zu den naturbebingten Lebensäußerungen genommeji zu haben, d. h. die Knie- und Fußgelenke würden nicht in ihrer Zwangsläufigkeit zueinander stehen, sondern sie befänden sich in einer fälschlichen Verschiebung zu einander, wodurch jede Kniebeuge die Fehlerhaftigkeit der Muskelzüge nur Arbeiten in Durchführung des Meliorations- arbeits- und S i e d l u n g s p r o g r a m m s erforderte dringend eine den Zeitverhälnifsen entsprechende gesetzliche Regelung dahingehend, daß eine Aufhebungsmöglichkeit be st ehender Ortsbürgerrechte am Allmendgut geschaffen wurde. Die Bewirtschaftung der als Allmendfelder ausgewiesenen Grundstücke war häufig mit den heutigen Anschauungen über eine intensive Wirtschaftsführung nicht mehr zu vereinbaren. Die Regelung des Ortsbürgernutzens am Allmendgut trug den nationalsozialistischen Anschauungen über die Nutzung von Grund und Boden und den heutigen Wirtschaftsverhältnissen nicht mehr Rechnung. Ein hessisches Gesetz vom 27. Januar sieht an Stelle einer Ablösung von Ortsbürgerrechten am Allmend- 20600 Meter! TU o s f a u , 30. 3 an. (DNB.) Der russische Stratosphärenballon »Hssoaviachim" erreichte bei seinem Aufstieg am Dienstag in zwei Stunden und 38 Minuten eine höhe von 20600 Mete r. Er hat damit einen Weltrekord aufgestellt. Die Ballonhülle hat einen Rauminhalt von 24 090 Kubikmeter und die kugelförmige Gondel einen solchen von 6,5 Kubikmeter bei einem Durchmesser von 2,40 Meter. Die Gondel hat drei Seitenfenster und unten ein besonderes Fenster für Lichtbildaufnahmen und Beobachtungen. 3n der Gondel sind Instrumente zur Erforschung der Stratosphäre eingebaut Der Ballon wurde geführt von dem Ingenieur Pawel Fedossejenko, der der Zivilluftflotte angehört und im 36. Lebensjahre steht. An dem Fluge nahm ferner teil Ingenieur Dassenko, der ein Sachverständiger auf dem Gebiete der Aerologie ist, und ein weiterer Begleiter. Um 9.56 Uhr Moskauer Zeit meldete der Ballon, daß er 15 000 Meter höhe erreicht habe. 18 Minuten später war der Ballon bereits weitere 4000 Meter gestiegen. Nachdem man eine Zeitlang über das Schicksal der Stratosphärenflieger im Ungewissen war — Gerüchte sprachen teils von einem tödlichen Absturz, teils von einer Landung des Ballons in der Nacht zum Mittwoch — liegt nunmehr eine Reutermeldung aus Moskau vor, wonach die drei Insassen des Stratosphärenballons in der Gondel tot auf- gefunden worden sind. Die Fundstelle befindet t e n Fliegern wurde aufgefunden. Nach Bekundungen von Augenzeugen ergab sich folgendes Bild der Katastrophe: Beim Absturz loste sich plötzlich die Hülle des Ballons, wobei zwei laute Explosionen zu vernehmen waren. Die Leichen der drei verunglückten Stratosphärenflieger wurden in der Gondel liegend aufgefunden. Einer davon ist bis zur Unkenntlichkeit verstümmelt. Sämtliche Geräte und Gegenstände in der Gondel sind zertrümmert. Letzter Funksprucv Moskau,!. Febr. (DNB- Funkspruch.) Von dem verunglückten russischen Stratosphärenballon will, wie die Nachrichtenagentur der Telegraphenunion mitteilt, ein Radioamateur in der Umgebung von rnu UcTTi urueriun ues zjeuuuvrns, uuß jo uiei ur- sich in der Nähe des Dorfes Potiufky an der Bahn- sprüngliche Kraft des jungen Menschen durch me= ..... - ■ ' chanisches Lernen, Nachahmen, Künstelei und Gliilk und Ende ruUcher Strniosphärenflieger Tödlicher Absturz nach Erreichung des Höhenweltrekordes. Krampf verschüttet würden und somit der von Natur aus bestehende Reichtum des Menschen an Schaffens- und Kampfesfreude erstürbe. Wie ist es möglich, daß solch reiche Quellen zugedeckt werden, so daß meist nur kleine getrübte Rinnsale aus ihnen heraussickern, die allzu oft als nervöse, quälende krankhafte Erscheinungen zu Tage treten. Der Grund zu dieser Verarmung liegt oft in der Beeinträchtigung der selbständigen Entwicklung, die meist schon beim kleinen Kinde einsetzt. Der allzu ängstliche und verzärtelnde Pfleger mochte in falsch verstandener gut deren Aufhebung durch den Staatsminister In einer Kann- Vorschrift vor. Soweit die Aufhebung erfolgt, erloschen die Nutzungsrechte der Berechtigten am Allmendgut. Den Berechtigten steht ein Anspruch auf eine Entschädigung nicht zu. Ueber die Verwendung des durch die Aufhebung von Nutzungsrechten freigewordenen Allmendguts dürfen die Gemeinden nur nach Weisung des Staatsministers, ober der von ihm beauftragten Stellen verfügen. Die Verwendung kann in Richtlinien des Staatsministers des Näheren geregelt werden, wobei auf die wirtschaftlichen und sozialen Bedürfnisse der durch Aufhebung der Nutzungsrechte Betroffenen Rücksicht zu nehmen ist. Grundsätzlich soll das frei» gewordene Land abzüglich eines nicht unter ein Fünftel betragenden Teiles, über den die Gemeinde selbst verfügen kann, zur Aufrundung von Ackernahrungen, gegebenenfalls sonstigen Bereitstellung von Siedlungsgelände Verwendung finden. Der der Gemeinde zur selbständigen Verwendung überlassene Teil des freigewordenen Landes fetzt die Gemeinde in die Lage, be» dürftigen Ortsbürgern Grundstücke kostenlos oder gegen geringes Entgelt zu überlassen. Neue hessische Gesetze. LPD. Darmstadt, 31. Jan. Das Hessische Re- gierungsblatt Nr. 3 vom 29. Januar enthält u. a.: Gesetz über Aufhebung von Ortsbürgernutzen am Allmendgut: Aenderung des Versicherungsgesetzes für gemeindliche Beamte; Waldbereinigungsgesetz; Gesetz über die Bildung eines Forstbeirats. Regierungsblatt Nr. 4 vom 30. Januar: Gesetz über die Auseinandersetzung zwischen dem Volksstaat Hessen und dem vormals in Hessen regierenden Fürstenhaus; Gesek über Ausnahme von Anleihen für Ar- | beitsbeschafsungsmaßnahmen. m .. ... 1E. on n, . x Liebe dem Kinde alle Schwierigkeiten und Kämpfe Gestern zwischen IS 30 Uhr und1^Uhr sturzte , Dorentl)a[t „ beraubt es somit seines natürlichen d^e losgeloste Gondel des Strawspharenballons ^deck s- und selbstoerstSndiqen Tätiqkeitsdran- Oßaamachimi in der Nahe des Dorfes Pot'uski, „ macht aus ihm einen abhängigen M-nfch-n, Kilometer südlich von der Station hinein eigenen -Wagemut nicht mehr traut san! Kadosch der Bahnlinie^Moskau-Kazani ab. Beim ■ ^ । immcr » Rates des von ihm als klüger An- Aufprall loste sich die Ballonhülle und flog davon. - - • - -..... -- - —■ • Die Gondel mit den drei tödlich verungluck- ter, wie ihn die Allgemeinheit zu sehen gewohnt ist, stellt sich Liliencron in einem „Schmierrock vor mit oldurchtränkten wallenden Haaren, angekränkeltem Hemde, viertes Stockwerk pp., die Augen im Wahnsinn rollend pp.". Er bekennt sich mit bewußtem Stolz zu seinen dicken „Burgunderbacken" und seinem „Bierbrauer-, Rittmeister- und Gutsbesitzergesicht". Diese Haltung, in der die Selbstironie eine große Rolle spielt, ist für die Persönlichkeit und das Lebenswerk Liliencrons äußerst bezeichnend. In diesem Sinne ist er ein Mensch, dem das Leben mitsamt seinen Himmeln und Hollen, das Mittendrinstehen in den Dingen, das Mitmachen und Erleben der Inbegriff höchster Menschenseligkeit war. Er schwang den Säbel mit einer hinreißenden Gebärde, und alles, was er schrieb, war erfüllt von einer Unmittelbarkeit und Gegenwartsnähe, die nur einer empfinden konnte, der mit beiden Füßen fest im Geschehen stand. Liliencron war eine ausgesprochene Herrennatur, ein ewiger Kämpfer, ein Mensch von elementarer Triebhaftigkeit. Wer ihn nur flüchtig kannte, mochte ihn für einen skrupellosen Schwerenöter und leichtsinnigen Schuldenmacher halten, für einen flotten, lebenslustigen Offizier, der das Glück bedenkenlos in die Arme schloß, ohne sich viel um die Zukunft zu kümmern. Nur die, die in die Hintergründe dieses Lebens schauen durften, wußten, daß der Schuldenbarvn und Grandseigneur in Wirklichkeit ein einsamer Mann war, der eine feine, empfindsame Seele hatte. £iliencron. Dichter, Baron Offizier. Dor fünfzig Jahren hat Detlev von Liliencron seine berühmten „Adjutanten- ritte" erscheinen lassen. Dieses Buch ist in seiner menschlichen Frische und ursprünglichen Straft als das Werk eines temperamentvollen und genialen Draufgängers gerade für unsere Zeit der nationalen Erhebung von besonderem Wert. Die Gestalt Liliencrons hat nichts von ihrer ungeheuren Vitalität verloren. Sein Leben ist gerade für unsere Zeit von symbolhafter Bedeutung. Er liebte seine Heimat Schleswig-Holstein, das „Ländchen der roten Grütze", wie er selbst scherzt, mit einer männlichen, blutvollen Inbrunst und wurde von der mächtigen geschichtlich-politischen Schwerkraft Preußens unwiderstehlich angezogen. Aus einer leidenschaftlichen vaterländischen Begeisterung wurde Liliencron zum unsterblichen Dichter der preußisch-deutschen Einigungskrieqe von 1866 und 1870/71. Das große Zeitalter Kaiser Wilhelms I. bildet den Gefühlsraum seiner Schöpfungen. Nach Besuch der Erfurter Realschule bestand Liliencron im Jahre 1863 die Fähnrichsprüfung und wurde 1865 Leutnant. Er hat während seiner zehnjährigen Laufbahn als Offizier siebzehn Garnisonen in den verschiedensten preußischen Provinzen lennen- gelernt und 1863 auch die Erhebung in Polen mit- erlebt. Llli-ncron war im Gegensatz zu manchen anderen Schriftstellern seiner Zeit nicht ein phrasenhafter Schreibtischpatriot, sondern mit Leib und Seele Soldat, der als junger Offizier in den Kriegen von 1866 und 1870/71 wiederholt verwundet wurde. Das -.....Wider- „Am Schlößchen ging es bunt her. Wie zwei aufeinander gegangene wütende Messerhelden rangen bie beiden Gegner. Ein kleiner General mit golöner Brille und ganz kurz geschorenen schneeweißen Haaren führte hier und suchte den Feind auf alle mögliche Weise zu verdrängen. Als ich ihn traf, riß sein Pferd mit hochgestrecktem Hals an einem Buchenzweig. In stark ausgeprägtem thüringischen Dialekt zog er den Zügel nervös zurück mit den Worten- Ei, tu Luder". Mich sprudelte er heftig an als ich ihm meinen Auftrag kundgab: Er sende alle halbe Stunde über den Weitergang des Gefechtes Bericht an Seine Exzellenz. Und als wenn er plötzlich höchst ärgerlich geworden ser rief er: „Ei, da woll'n mer doch ämal de Ludersch an n Kopp nährn'". Damit sprengte er auf einen yabnentrager -u entriß ihm das heilige Zeichen und schwenkte es hoch hin und her. Alle Trommeln und Horner ließ er zum Angriff schlagen und blasen und ging so zum l7tz,en Sturm Üb-r, Ich blieb an einer Seite, um Gewißheit über den Ausgang zu erlangen Kem Blei traf uns oder unsere Pferde. Und umflattert von der Sahne, die der tollkühne kleine Genera, noch immer im steten Vorwärts über feinem Kops hm und her schwang, ritt ich in den Hollenrachen hinein. In dieser Schilderung liegt der ganze Lilien - cron. Für ihn ist der abenteuerliche wilde verwegene Kamps eine Lebensnotwendigkett, ohne d,e er nicht sein kann. So wie er m s-w°n .,Adiu- t a n t - n r i t t e n" in einer bezaubernd srischen und plastischen Art die gefährlichsten Szenen MteUl, so ist sein gesamtes Leben vom Anfang bis zum Ende ein einziges Kriegführem Es 'st ichwer zu sagen, wo bei Liliencron der Humor anfaagt und der Ernst aufhört. Für ihn war das Leben immer eine ungebrochene Einheit, und o vielseitig und unergründlich wie das Leben war ,m ^unde er selbst. Wer ihm zum erstenmal begegnete, hatte Nicht den Eindruck, einen Lnriker vor sich Zu sehen. Er selbst schreibt einmal. „Es ist geradezu mem Stolz, daß ich fcir «tnon Altwarenhändler gehalten werde. Der ron uno iö/u/m luieurivuu felhnnfp" haft man ihn für einen Dichter halten Leben Liliencrons ist die eindrucksvollste könnte/war ihm unerträglich. Einen wirklichen Dich- I legung der Annahme, daß sich Soldaten-'und Kunst- lerberuf gegenseitig ausschließen. Er war Zeit seines r Lebens ein idealistisch gesinnter Realist, ein Mann, in dessen Brust die Wirklichkeit des Lebens und die Traumwelt seiner Gedanken zu einer unlösbaren Einheit verschmolzen. Das entscheidende Erlebnis Liliencrons war der Krieg. Alles, was er geschrieben hat, ist von diesem Erlebnis wesentlich beeinflußt worden. In Liliencron verbindet sich das Kriegerische und Menschliche, das Gemütvolle und Abenteuerhafte, Vaterlandsliebe und eine fast animalische Lebensfreude zu einem unteilbaren Ganzen. Er ist einer der prachtvollsten deutschen Männerchpen, einer, der sich nie unterkriegen ließ, der die härtesten Entbehrungen lachend ertrug, angekurbelt von einer naiven, unen'chopf- lichen Lebenskraft, mit allen Nerven und Sinnen den Geheimnissen der Welt aufgeschlossen. Ein Nachfahre dänischer Barone, mit normannischem und portugiesischem Blut in den Adern. Der Schöpfer der . Adjutantenritte", dieser meisterhaft geschriebenen Kamvfszenen, in denen ein wundervoller Humor die ernsteste Tragik verklärt, gehört in seiner beispiellosen, überfdjäumenben Urwüchsigkeit und seinem furchtlosen Draufgängertum zu den liebenswertesten Gestalten der deutschen Literatur. Wie siebt der neue Zepp aus? Das neue Luftschiff „L Z 1 2 9", das in der großen Montagehalle der Friedrichshafener Werft zur Zeit im Bau ist, wird wiederum ein Verkehrsluftschiff für die Beförderung von Fahrgästen, von Post und Fracht über lange, besonders transatlantische Strecken sein. Die Höchstgeschwindigkeit des Schiffes wird etwa 135 Stundenkilometer betragen. Seine Kroße beträgt 190000 Kubikmeter Nenngasvolumen. Der Schiffskörper, desien größte Länge 248 Meter und dessen größter Durchmesser 41,2 Meter beträgt, hat Stromlinienform. Er wird in der bewährten Bauart aus verspannten Hauptringen, unverspannten, zwischen den Hauptringen ungeordneten Hilss- ringen und ßängsträgern bestehen. Als Baustoff für das Gerippe dient eine besonders feste Spezial- Duralumin-Legierung. Die Maschinenanlage, Dieselmotoren, wird eine Marimalleistung von 4400 PS aufweisen. Der Betriebsstoffvorrat von etwa 60 000 Kilogramm Schweröl ist im Kielgerät unter» gebracht und leicht zugänglich. Im Bugteil ist die Führergondel angebaut, die ähnlich wie beim „Graf Zeppelin" Steuer-, Führer- und Navigationsraum enthält. Oberhalb der Führergondel befindet sich die Funkkabine. Unter den verschiedenen Neuerungen des „LZ 129* ist die neuartige Anlage der Fahrgasträume zu ermähnen. „LZ 129" wird zwei große Gruppen von Ausenthattsräumen mit Wandelgängen und ferner 25 Schlafkabinen mit insgesamt 50 Bettplätzen erhalten, was eine Verdoppelung gegenüber den bisherigen bedeutet. In einem besonders gesicherten Raum kann auch geraucht werden. Insgesamt nehmen die Fahrgasträume eine Grundfläche von 400 Quadratmeter ein. Sie sind auf zwei übereinanderliegenden Decks angeordnet. Ein oberes Hauptdeck enthält auf der einen Seite den großen Speisesaal, auf der anderen eine Halle und ein Schreib- und Lesezimmer sowie die Wandelgänge mit den langen Fensterfluchten. Zwischen diesen Tagesräumen sind auf dem oberen Deck die Schlafkabinen untergebracht. Das kleinere Unterdeck enthält die Nebenräume, das Schiffsbüro und die Rauchkabine. Die Ausstattung der Räume wird in allem sehr zweckmäßig gehalten sein, jeglicher unnötige Luxus wird streng vermieden. Sämtliche Räume erhalten künstliche Belüftung und eine Luftheizung. Die Beleuchtung ist elekttisch, ebenso die Heizungsanlage für die Küche. Die elektrische Zentrale befindet sich in einem gegen das Schiff sicher abgeschlossenen Raum im Mittelschiffsteil. Die Räume für die Besatzung sind innerhalb des Schiffskörpers ange- ordnet. Das Schiffsgerippe ist nach dem Bug zu schon weitgehend fertiggestellt. In den nächsten Monaten wird das Heck mit dem Leitwerk gebaut. Auch die Gerippearbeiten für den Fahrgastraumaufbau sind schon weit vorgeschritten. Die Bauarbeiten gehen gut voran, so daß das Schiff im Jahre 1934 fertiggestellt sein wird. 6od)fd»ulnochrid>fen. Der ordentliche Professor für romanische Philologie an der Universität Berlin, Dr. Ernst G a» mil lscheg hat einen Ruf auf den planmäßigen Lehrstuhl für romanische Sprachwissenschaft an der Universität Heidelberg erhalten. Der o. Professor Dr. Johannes Heckel von der Universität Bonn erhielt einen Ruf auf den durch den Tod von Prof. Dr. Rothenbücher frei gewordenen Lehrstuhl für Kirchenrecht, Staatsrecht und Gesellschaftslehre an der Universität München. In der Medizinffchen Fakultät der Universität München sind, wie kürzlich gemeldet, durch die Emeritierung von Professor Dr. Friedrich von M ü 11 e r und durch das Ableben von Professor Dr. Ernst v. Romberg die Ordinariate für innere Medizin und medizinische Klinik frei geworden- diese Lehrstühle wurden setzt den Professoren Dr. Alfred S ch i 11 e n h e l m von der Universität Kiel und Dr. Wilhelm Stepp von der Universität Br es- lau angeboten. GG bläst zum Gammeln gegen Hunger und Kälte So einmSRn* wr T aleich- merfeihmq'sfteUe in” FranksuttaM Hermann-s""" =u,=,uung zu,ranne unu oaH oer kon/ten iiberbaüvt no^"nt»^ t' mKöring-Ufer 15, zu Händen von Herrn Dr fflr ch - Unterhalt ,n Wahrheit in Erfüllung dieses Rllckqe- ™"nh‘„ SrP r[px.no$ ,mit Buchern bedachten er, Leiter der Fachgruppe Sckristtum den «dömn- w^ranspruches geleistet fei. roerben. Soll also die Arbeit einen endgültigen Sr-i buntes für deutsche Kultur, gerichtet werden Gm^ I Der Reichsfinanahof hat dieses ^orbrinapn mrürf« Eintrittskarten zu 5V Pf sind zu haben bei den Ortsgruppenleitern der RSDAP^ im RS.-Buchladen, Seltersweg, in der Geschäftsstelle des „Gießener An- Zeigers", in der Geschäftsstelle der „Oberhessifchen Tageszeitung". Die SS. marschiert am 4. Februar 1934 in der Volks« Halle zu Gießen. Oie Abzugsfähigkeit von Änterhalts- leistungen vom steuerlichen Einkommen In den vom Wirtschaftsprüfer Hermann Will ZU Gießen herausgegebenen „Aktuellen Steuerfra- gen (Rundschreiben Nr. 3) lesen wir folgendes: Der Schwund des Kapitalvermögens hat es mit sich gebracht, daß diejenigen Personen, die heutigen Tages noch über ein gutes Einkommen verfügen melst nahe^ Verwandte mit zu ernähren haben. Das' Bestreben der Pflichtigen geht nun dann dahin, diese zum unterhalt ihnen nahestehender Personen gezahl» Oie Volkshalle wird seit Dienstag geheizt. tungen sei nur erwähnt, daß eine kabarettistische Kurzweil aufgezogen wird, die die beste Grundlage ™!erf //ohlichen Karnevals-Vorstimmung schafft. Alle sollen kommen können, daher die ganz kleinen Preise! Siehe heutige Anzeige. Ke n übertriebener Aufwand frei HaMngsve?anffatturwen. erDie nächsten Wochen bringen uns wieder Fastnachtsveranstaltungen, die schon jetzt ihren Anfang nehmen und bis zum Aschermittwoch — oft auch über diesen Termin hinaus — dauern. In diesem Jahre ist jedoch die Forderung aufzustellen, daß jeder übertriebene Aufwand bei solchen Veranstaltungen auf alle Fälle vermie- den wird. Die Rücksicht auf notleidende Volks- jenöffcn, die auf Unterstützung durch das Winter- hllsswerk angewiesen sind, macht es für wirtschaft- hd) besser gestellte Volksgenossen unmöglich, in den Tag hmemzuleben und so zu tun, als wären Hunger und Kälte lediglich zwei Worte, mit denen man sich leicht abfinden kann, solange man nur selber nicht darunter zu leiden braucht. Das be Denkt jetzt schon an das Eintopfgericht am 4. Februar! Die große Durchbruchsschlacht, die das Vinterhilfswerk des deutschen Volkes gegen hunger und Kälte führt, geht der Entscheidung entgegen. Der endgültige Sieg ist durch den Opferwillen aller Volksgenossen gewährleistet. Am 4. Februar wird wiederum das Eintopfgericht gehalten als ein äußeres Zeichen der nationalen Verbundenheit, die freudig bereit ist, für bedürftige Volksgenossen ein Opfer zu bringen. Die Sammlung am 4. Februar darf nicht hinter den Sammlungen der vorhergehenden Monate Zurückbleiben. Roch sind bei weitem nicht alle Familien dazu übergegangen, das Eintopfgericht zu halten. Richt eine Abnahme, sondern eine Zunahme der Erträgnisse ist daher erforderlich und möglich. Der am 4. Februar versagt, daß er den Sinn der Volksgemeinschaft nicht verstanden hat. Am Tage des Eintopfgerichtes gilt einzig und allein die Parole: Lin Topf! Ein Volk! Ein Dille! Die Gauführung des Dlnterhilfswerks. Die Bücherspende für den Arbeits dienst der RGDAP. in Hessen. inierhilfswerk Kreisführung Gießen. Sie Be Smp urig der K-efrskr^nkheit. Dem Reichsgefundheitsblatt ist vom Reichsaus- Ichuß für Krebsbekämpfung folgende Mitteilung zu- gegangen: Sn letzter Zeit sind durch Zeitungen und Zeit- griffen Nachrichten über die Entdeckung neuer Mittel zur Heilung der Krebskrankheit bekannt- gegeben worden. In alle Kreise der Bevölkerung, in Stadt und Land, wurde durch diese aufsehenerregenden Mitteilungen unbegründete Hoffnung getragen. Wissenschaftliche Institute, Kliniken, Krankenanstalten, Aerzte werden mit Anfragen überhäuft. 1 ° Der Reichsausschuß für Krebsbekämpfung betrach- als feine Aufgabe, mit Sorgfalt allen Dor- nachzuyehen, die eine Um au* ^gen die Krebskrankheiten im mmöeften erhoffen lassen. Die planmäßige Durchführung dieser Versuche ist soeben hÄ m?rbhen- Leider ist bisher noch fein Hnba! — fei es allein ober auch nur hantüuna1 ?CF Dper?rtion ober Strahlonbe- fnfAP eJfner gewissen Regelmäßigkeit Er- Behandlung von Krebskranken aufzu- imh tibi«Qt!°n; Strahlenbehandlung sind und bleiben die einzig wirksamen und erfoiqoer- ^Ä?r2öaffe£”i.9e9en öen Krebs, bis es gelingt em Mittel zu finden, das diese Waffen wirksam unterstützt ober womöglich ersetzt. An unzähligen Instituten m Deutschland und im Ausland wird mit Die Bücherspende, die für die Lager des deutschen Arbeitsdienstes in Hessen bestimmt ist, wurde vor einem halben Jahre durch die Fachgruppe Schrifttum der Frankfurter Ortsgruppe des Kampf- bundes für deutsche Kultur ins Leben gerufen. Zweck der Sammlung war die in den hessischen Arbeitslagern befindlichen Arbeitsfreiwilligen mit gutem, deutschen Schrifttum, besonders mit gutem Anlerhaltungslese- stofs für die langen Winterabende zu versehen. Außerdem sollten Bücher belehrender Art, insbesondere geschichtliche, naturwissenschaftliche, technische uni) geographische Bücher, vor allem aber auch Werke über die nationalsozialistische Bewegung den jungen Arbeitsfreiwilligen in den Arbeitslagern zur Verfügung gestellt werden. Maßgebend für die Buchevsammlung war die Erfahrung, daß die meisten Arbeitslager fernab von größeren Städten liegen und die Versorgung der Lagerinsassen mit geeigneter Literatur sehr erschwert, wenn nicht in vielen Fällen unmöglich gemacht war Dank der regen tätigen Beihilfe des RS.-Leh- rerbundes und anderer Volksgenossen, die sich für dieses geistige Winterhilfswerk einsehten, ist es bisher gelungen, in 25 Lagern des deutschen Arbeitsdienstes in Hessen den Grundstock zu einer Lagert» licherei zu schaffen. KreisielterOt-. Lana zum Kreisdirektor des Kreises Lauterbach ernannt. SPD Lauterbach, 31. Jan. Der bisherige Kreisleiter der NSDAP, im Kreise Lauterbach, Dr. Otto Langzu Grebenhain, ist gestern zum Kreis- direktor des Kreises Lauterbach ernannt worden. Gleichzeitig ist Regierungsa^ssor Kessel beim Kreisamt Lauterbach zum Regie- rungsrat ernannt worden. Gtadtrat in Darmstadt. Oberbürgermeister Dr. Müller verabschiedet sich. LPD. Darmstadt, 31.Jan. In der heutigen ^ltzung des Stadtrats verabschiedete sich der bisherige Oberbürgermeister Dr. Müller, der zum Abteilungsleiter im Landesfinanzamt Darmstadt berufen wurde, von feinen Mitarbeitern. Im Na- men des Stadtrats sprach Kreisleiter Zürtz dem scheidenden Oberbürgermeister herzliche Worte des Dankes aus für die geleistete erfolgreiche Arbeit zum Wohle der Landeshauptstadt. Ohne Debatte wurde dann die Tagesordnung erledigt. Zu Ehren des verstorbenen völkischen Vorkämpfers Theodor Fritsch erhielt die bisherige Martinsstraße seinen Namen Außerdem trat die Stadt dem Rhein-Maini- Ichen Garantieverband mit einer Garantieübernahme von 18 000 Mark bei. Betr.: Geschästsplaketten. Die Anforderung der Plaketten für den Monat Februar muß mit der Bescheinigung, daß die Voraussetzungen zum Erwerb der Plaketten erfüllt sind, bis spätestens zum 5. Februar schriftlich an die Kreisführung, Amtsgericht, Zimmer 202, gerichtet werden. Die Ausgabe derselben erfolgt in der Alten Klinik, Liebigstraße. Betr.: kohlenscheine, Serie D (Giehen-Stabl). Die Kohlenscheine der Serie D sind bis spätestens ZUM 5. d. M. an die Geschäftsstelle der Kreisführung des Winterhilfswerks, Amtsgericht, Zimmer 202, einzureichen, woselbst die Wertquittung in Empfang genommen werden kann. Nach dem Termin eingereichte Kohlenscheine können nicht berücksichtigt werden. Betr.: Schulungskursus der Amtswalter der RS.- Volkswohlfahrt. Der dritte der vier Schulungsabende der Amtswalter der NS.°Dolkswohlfahrt findet am Freitag, 2. Februar, 19.30 Uhr, im Hause der Deutschen Arbeitsfront, Schanzenstraße, statt. Es spricht über das Thema: „Aufgaben des Wohlfahrts- vflegers" Oberinspektor Neumann vom Wohlfahrtsamt Gießen. Dieser Vortrag behandelt speziell die Prüfung der Hilfsbedürftigkeit, was besonders die Amtswalter interessieren dürfte. Heil Hitler! Gez.: K l ö ß , Kreiswalter der NSV. F. d. R..- gez.: Mo Haupt, Kreisgeschäftsführer I des WHW. I r~"s. eie , , ----- 1 I1“V vic JAUHIier ues - . stfunks bemüht, dieser Vielfältigkeit ihres &e- 1 ^e^nung zu tragen. Neben den schon bereits ur Kassel und Trier, Freihung und Kaiserslautern sowie die Besprechungsstellen Karlsruhe und Mann-' heim vorgesehenen abendlichen kurzen Sonbersen- dungen von 22,45 bis 23 Uhr, die ein allgemeines unterhaltsames Programm bringen sollen ist nunmehr vom Südwestfunk eine Nackmittaassendung freigemacht worden, die allwöchentlich Mittwoche von 14,30 bis 15,15 Uhr unter dem Titel: S 15 Minuten aus dem Senderbezirk" Einblicke in bie vielfältigen landschaftlichen und stammesmäßi- gen Besonderheiten der verschiedenen Gebiete den Sudw-stsunks vermitteln soll. Pfälzisches und Ober- hessisches, Alemannisches und Mo-selländisches Volkstum von der Saar und vom Neckar sollen in diesen Sendungen zum Hörer sprechen und Brücken schla- gen zwischen diesen verschiedenen deutschen Landschaften und ihren Menschen. an der Erwachsenen- und Jugendpflege. H. Sf. Standartenführer Lutter Regierungsrat in Bad-Nauheim. Standartenführer Lutter, der feit Juli v. I. mit der Führung der SA.-Standarte 116 in Gießen beauftragt ist, wurde jetzt zum Regierungs- r a t ernannt. Stadartenführer Regierungsrat Lutter ist mit der Wahrnehmung Der Geschäfte des Polizeibirektors in Bab Nauheim beauftragt. Die Führung ber Stanbarte 116 wirb Regierungsrat Lutter auch nach feiner jetzigen Ernennung beibehalten, ebenso feinen Wohnsitz in Gießen. Gießener Dozenten an der Universität Frankfurt. Zur Aufrechterhaltung bes Unterrichts an der Universität Frankfurt a. M. sind zur Zeit vier Professoren der Universität Gießen mit Vertretungen in Frankfurt beauftragt worden. Herr Professor Dr. W. Fischer wurde mit der Vertretung des in den Ruhestand versetzten Ordinarius für englische Sprachen und mit der Direktion des englischen Seminars betraut. Herr Professor Dr. Th. Mayer hält in Frankfurt ein zweistündiges Seminar über mittelalterliche Geschichte. Herr Professor Dr. W. Schultze vertritt das Fach der Dermatologie in theoretischen und klinischen Vorlesungen und ist außerdem stellvertretender Leiter der betr. Abteilung des Städtischen Krankenhauses. Ferner hat Herr Professor Dr. R. Gerber für das Winter- Semester 1933/34 in Frankfurt einen Lehrauftrag für Musikwissenschaft erhalten. NSLB, Kreis Gießen. Betr.: Reichsbund Volkstum und Heimat. Alle Volksbildungs- und wissenschaftlichen Vereine, sowie die Sing-, Tanz- und Laienspielgruppen des Kreises Gießen werden gebeten, bis zum Samstag, dem 3. Februar 1934, ihre Anschriften Herrn Lehrer Dem, Gießen, Frankfurter Straße 90, Zugehen zu lassen. Gez.: Nebeling. Rechtsbetreuungsstelle Gießen »er NGO Ap. Für den Bezirk bes Amtsgerichts Gießen ist eine Rechtsbetreuungsstelle eingerichtet worben. Zweck der Rechtsbetreuungsstelle ist die unentgeltliche Rechtsberatung aller unbemittelten deutschen Volksgenossen. Sprechstunden ber Rechtsbetreuungsstelle finben jeden Mittwoch, von 16 bis 18 Ahr, im (Schäube des Lanbgerichts Gießen, hillerwall 15 p, Zimmer Rr. 12, statt. Erste Sprechstunbe: Mittwoch, 7. Februar 1 9 3 4. Die bisher bei ber Kreisleitung Gießen bestandene Rechtsauskunftstelle stellt mit dem 1. Februar 1934 ihre Tätigkeit ein. Der Leiter der Rechtsbetreuungsstelle Gießen. L u l e y, Rechtsanwalt und Notar. Deutsche Arbeitsfront. Der Schulungskurs für die Amtswalter der DAF. findet am Samstag, 3. Februar, 15.30 Uhr, im Hause ber Deutschen Arbeitsfront in Gießen, Schan- zenstraße, statt. Der Führer der Gießener Studenten- , schaff spricht zu den Korporal onen. Hierfür standen rund 4000 Bände zur Verfügung. Freilich sind manche Lagerbüchereien noch nicht über 150 Bände hinaus gekommen, o daß Deshalb wirb sie auch ihren Weg finben zum Volk. Mütter unb Lehrer werden in Hinsicht auf bie Erziehung bes Kinbes sich immer stärker mit ihr beschäftigen, unb sie wirb ihren Weg der langsamen Er- kämpfung von Lebenswerten zielbewußt weiterschreiten. In diesem Sinne darf Gymnastik Mitarbeiten an ber Entwicklung von Frauentum unb Volkstum, Der Reichsfinanzhof hat biefes Vorbringen zurück» ......... ........ .., gewiesen, es könne nicht zu einer steuerrechtlich oer- — I schiedenen Behandlung führen, wenn in dem einen Fall eisernem Fleiß gearbeitet und um den Erfola ae- Seri\ llnte.r6a“ «-leistet weil runqen. Die fioffnuna mirh nbmnfJ Cln Bedürfnis besteht, unb in einem anberen Falle, werben daß diesen aemalfinen N^iihimnl969^60 e5 f°IIe durch die Unterhaltsleistung ein Anspruch Taaes der Erfolg befchieden sein" wird auf Rückforderung einer Schenkung abgelöst werden. Mit aller Entschiedenheit muh hn^hnih x J $n b^den fallen enthält die Unterhaltsleistung Einwerden, daß ieder Kranke oberer’r^ert J^n^^^^ßnbung unb kann deshalb nicht vom bächtige, der Anzeichen des Krebses an sich bemerkt ®infommen «bgezogen werden, oder an dem diese Erkrankung ärztlich festgestellt BornoUzctt. f011?' •* • j?1 Bewußtsein seiner Pflicht zur Ge-1 — Tageskalender für Donnerstaa* änt^AeV^nh^f6*" ^Volksgemeinschaft — der Oberhessischer Kunstoerein, Turmhaus am Brand,' unh niX s? focharzthchen Behandlung unterzieht 16 bis 17 Uhr, Ausstellung. — Lichtspielhaus ?uruckfchreckt, die vorn Arzt und Bahnhofstraße: „Die Stimme der Liebe". — Asto- ^6anblunosmafenahme, es fei ria-L chtspiele, Seltersweg: „Ein Unsichtbarer geht nn sÄ ." oder Strahlenbehandlung ober beibes, durch die Stadt". - Saal der Christlichen Ver- Behand^na^n"dn"a nK”* Verzögerung der sammlung, 20.15 Uhr, Eoangelisationsversammlung. ae. kosten. —Aus dem Stadttheaterbüro. Mor- gez. Borst, gez. H e u b n e r.. gez. König. gen, Freitag, abend Operngastspiel der „Deutschen . ^ez. Aul er. Musikbühne": „Die lustigen Weiber von Windsor", 6me N^UP Kinrichtuna komisch-phantastische Oper von Nicolai. (Siehe Heu» des Südwefffunks Am Sonntagabend sprach der Führer der Gießener Studentenschaft Herr cand. jur. Heinz-Jürgen 9rvßen Hörsaal der Landesuniversität zu den Gießener Korporationen und nahm Stellung zu dem neuen Erlaß des Führers ber Deutschen Studentenschaft. Adam führte u. a. aus: Kameraden! Ich habe Sie hier zusammengebeten, um kurz zu dem neuen Erlaß von Dr. Stäbel Stellung zu nehmen. Sie haben ja inzwischen erfahren, daß die studentischen Verbände alle dem Führer der Dcut- wen Studentenschaft unterstellt worden sind. Die Verbandsführer werden von ihm ernannt unb ab-- nicht so, als ob dies nun ein weiterer , llur Zerschlagung der Korporationen sei, denn dafür seien die Führer eben Garanten. Hier geht es nur um eine einheitliche Gliederung, um endlich alle Studenten SA.-mäßig zu erfassen und von einer stelle aus zu leiten. Wir wollen, daß in Zukunft S^u!e nur ous Korporationsstudenten be« Ikbhk- Wir betrachten die Korporation als einen »unb für bas Leben, wir stehen zum erwählten P'mer oder brechen damit. Wer die Fahne verläßt, den trifft bie Verachtung aller. Meine jetzige Auf- gabe als, Führer der Gießener Studentenschaft sehe ich nicht in irgendeiner Interessenvertretung, sondern nur in ber Wahrung der Rechte. Die Korporationen können heute mit Recht sagen: „Wir haben etwas se eistet. Das stimmt. Ich brauche nur an die ver- a) leben en Kundgebungen usw. erinnern; wer war oa bie Korporationen, wer war nicht da, die Frei^ t 'deuten. Man will uns heute vorwerfen, ihr seid überlebt, ihr seid m einem liberalistischen Zeitalter 9-l?rt1?- 3ugegcben, aber mir brauchen noch lange nicht diesen liberalistischen Geist zu tragen Genau wie die NSDAP, in einem demokratischen Zei^tter gerade als Abkehr davon geboren wurde, so sind die' Korporationen im liberalfttischen Zeitalter als Pro- test gegründet rooröen. Wir haben heute die Aufgabe, diese Gemeinschaftsform an der Hochschule auch in Zukunft zu erhalten und zu stärken. Das können wir nur in gemeinsamer Arbeit tun. Schenken Sie mir Ihr Vertrauen, so haben Sie das meinige! Das Stadttheater Hilst der Winterhilfe Unter dem Motto: „Wir helfen mit!" haben bie Theaterleitung unb bas gesamte Personal bes Stabttheaters sich in ben Dienst bes beutschen Dol- kes und bes großen Winterhilfswerkes gestellt. Die Jntenbanz läbt daher alle Bürger zu einem bunten luftigen unb unterhaltsamen Abenb ein für Sams- tag, 3. Februar, 20.15 Uhr. Unter ber Leitung von Z°Ü^Eeren, Kapellmeister Fritz Cuj6 unb Ballettmeister Theo Bäulke werben bie Inten- danz unb bas mitwirkenbe Personal des Stabt- theaters alles baransetzen, bie besten unb künstle- rischsten Leistungen zu bieten. Wer Interesse baran hat, einmal einen Blick hinter bie Kulissen eines engagierenben Theaterbirektors zu werfen, bem ist an diesem Abend bie benfbar beste Gelegenheit Mu geboten. Unb was sich alles auftut, gibt einen solchen bunten Reigen kabarettistischer Abwechslun- gen, baß bies hier nicht alles aufgeführt werben kann. Es fmbet zum großen Teil eine Wieder- holung des mit großem Beifall aufgenommenen Sllvester-Kabaretts statt. 3m Rahmen der Darbie- folg haben, so müssen nochmals ungefähr 4000 Bände beschafft werden. Aus einer Fülle von Dankschreiben, die aus den Lagern an den Organisator der Sammlung gerichtet wurden, geht deutlich hervor, wie außerordentlich! dankenswert und nützlich das Unternehmen ist. Eine Rundfrage, die an alle Lageroerwaltungen gegangen ist, hat ergeben, daß besonderer Wert auf na- t i o na l 's o zi a l i st i s ch e s Schrifttum, auf politische und geschichtliche Werke gelegt wird. Ferner werden technische Bücher und Zeitschriften, beA barban^r7^^^ am kommenden Sonntagnachmittag zur letzten ^bmunaen nafinnn^r "ß 2Berbun9 für öas Konzert unter Vorantritt des v Prägung und technischer Musikzuges der 2. SS.-Standarte ^/cht^umfan'areicki^ Zum Teil Wie sbad'en in einem Propagandamarsch durch redjt umfangreiche Bucherspenden gegeben haben. die Straßen unserer Stadt, um auch auf diese Weise Es wäre bringend zu wünschen, daß bas Un- bem großen Ziel des W i n t e r h i l f s w e r k e s zu ternehmen von allen BeoölferungsFreifen geför- dienen. berf würbe, bamit es in einigen TNonaken be- »er Südwestdeutsche Rundfunk in Frankfurt am , "Anhaltender Schneefall ist im Laufe ' ' ^rr? Gleichwellennetz feiner Sender .r letzten Nacht erneut eingetreten, nachdem schon Frankfurt .._v » • 'in der Nacht vorher Schnee gefallen war, der aber hei ber gestrigen Milben Temperatur im Weichbild der Stadt ziemlich schnell wieder verschwand. Heute früh war alles mit einer mehrere Zentimeter hohen Schneeschicht zugedeckt. (SpCnöCU fÖr die IIS -Äastsrpvhlfahrt Die Sortragsfolge des Konzertabends verspricht werden eingezahlt auf Konto Nr 4513 den Besuchern einen wertvollen musikalischen Ge- NS.-Volkswohlfahrt des Kreises Gießen nu$- Man ist bei der Zusammenstellung der Musik- bei ber Bezirkssparkasse Gießen. folge mit gutem Geschmack verfahren, der sicherlich die volle Zustimmung ber Besucher finben wird. Ferner ist für bie Veranstaltung die Mitwirkung des Tenors am Wiesbabener Staatstheater Pg. Münich gesichert worben. Für die Jugend dürfte der Abend noch dadurch gewinnen, daß nach bem Konzert Tanz zur Musik von zwei Kapellen vorgesehen ist. d-u-t noch längst nicht, daß Fastnacht-v-ranstaltun.' Frankfurt ^°,le7 S"?iner Sendet gen überhaupt zu unt-rbleib-n haben. Rur^sallten burg^strahlt f ne Wellen wab L'da-'b ’ sen-Rasfau sollte an feine jungen Arbeitsfreiwilligen in den Arbeitslagern denken. Das !?.n ^^träge vom steuerpflichtigen Einkommen zu Opfer erfordert diesmal kein Geld. Der Sven- Hei!' ^Rechtsprechung des Reichsfinanzhofes der bat nur den (Enfrhfnh m frtn<,n lst diesen Bestrebungen ständig entgegenqetreten, und Bücherschrank ui frefpn „nh nl’L ’ aud) ben neuesten Versuch, eine Abzugsmöqlichkeit ZE’LT £ , * e ninen 3U konstruieren, hat er wieder zurückqewiesen. guten Büchern deutscher Verfasser volkseigener Ein Vater hatte seinem Sohn vor Jahren einen zu trennen. größeren Betrag geschenkt und in der Zwischenzeit Wer fein Volk kennt, wird wissen, welche Sü(her Hc?n gesamtes Vermögen verloren. Der Sohn, ber er zu wählen hat. seinem Vater Unterhalt gewährte, machte geltend, Bücher werden überall durch Den NS.-Lehrerbund seinem Vater, der in der Zwischenzeit in Not ge- gesammelt, können aber auch an die Sammel- unb Fftcn roar' ein Anspruch auf Nückgewährung ber -----" • - - — f)ArmnnnJ gemachten Schenkung zustänbe unb baß ber Feiern am 30. Januar tötete Wetzlar. Landkreis GrcKen. (D Krofdorf. 31. Jan. Äm 30. Januar, dem X Wieseck, 31.Jan. Der Tag der Ratio- 9.A.-'$poit Westdeutschlands Fußballelf für den am 18. Februar in Lille stattfindenden Kampf gegen Nordfrankreich wird wahrscheinlich mit Buchloh, Hundt, Busch Janes, Szepan, Gladbach; Timpert, Billen, Hohmann, Rasselnberg und Kobierski antreten. nalsozialistischen L _------ in unserer Gemeinde in schlichter, aber überaus ein- j durch Werbe-Wochen, Wander-Ausstellung. Film, Rundfunk, Presse, Fühlungnahme mit den nationalsozialistischen Frauen- und Mädchenbünden, um die Einheitlichkeit in den Leibesübungen zu gewährleisten. Mitarbeit in der Vorbereitung der Olympischen Spiele soweit Frauen dafür in Frage kommen. Es ist beabsichtigt, für die Arbeit des Ausschusses weitere sachverständige Frauen hinzuziehen. Nas Reitturnier in Berlin. Beim Berliner Reit-Turnier kam am Dienstagabend als Hauptereignis des Tages das I n I ä n - der-Jagd springen zur Durchführung, an dem sich nicht weniger als 53 Pferde beteiligten. Bier Pferde qualifizierten sich nach ausgezeichneten Leistungen für das Stechen. Sieger wurde schließlich Rittmeister M ä m p e l s „Bullv" (Besitzer) mit 0 Fehlern und 33 Sekunden vor Oblt. Hasse mit „Derby" und Elsa (Schäffer). Der Preis von Hannover (Materialprüfung für Reitpferde) sah in der leichten Klasse Stall Sachsen „Gvldreigen" (Abe) als Sieger, während in der Klasse der schweren Pferde Hptm. F o u e t s „Altgold" erfolgreich blieb. Im einleitenden Amazonen-Jagd- springen siegte Frau Marcks auf „Kurfürst" mit 0 Fehlern und 62,6 Sekunden vor „Ahnherr" (Frau Glahn) und Profoß (Frau K. Franke). Kurze Gporinotizen. Beim Rekord-Skispringen auf der Mammutschanze in Villars wurde der Schanzenrekord von Sigmund Ruud, der auf 84 Meter steht, bei weitem nicht erreicht. Den weitesten Sprung des Tages führte Fritz Kaufmann (Schweiz) aus, der 68 Meter weit sprang. Ein japanischer Skispringer, Jtsuya, zeigte in Grindelwald famose Leistungen. Mit gut gestandenen Sprüngen von 50, 52 und 53 Meter Weite wurde er Gesamtsieger vor Fritz Steuri. Italien hat se i n e T e i l n a h m e am Mitropa-Borvokal zurückgezogen, da ihm angeblich für die Durchführung der Begegnungen im eigenen Lande die geeigneten Kampfstätten fehlen. lassen und sich mit aller Tatkraft den Gebieten zuwenden, die ihre ureigenste Aufgabe sind." Heil Hitler! Der Führer der Standarte 116. gez. Münker, Sturmbannführer u. Adj. F. d. R.: Der Referent für Turnen und Sport der Standarte 116. Vetter. Fraueu-Ausschuß für Leibesübungen gegründet Die Press estelle des Reichssportführers teilt mit: „Am 30. Januar d. I. gründete der Reichssport- sührer von T f ch a m m e r / Osten einen Frauen- ausschuh für d i e Leibesübungen der Frauen und Mädchen im Reich. Der Reichssportführer erläuterte in einem längeren Vortrag die Bedeutung und die Hauptarbeitsgebiete dieses neu gegründeten Ausschusses, dem je eine Vertreterin der Verbände für Turnen und Sport angehören. Die Leitung des Ausschusses ist Frau H e n n i Warninghoff- Hannover übertragen worden. Als Haupt-Arbeitsgebiet haben sich ergeben: 1. Gestaltung einer Leibesübung, die für die Entwicklung eines gefunden Frauengeschlechtes , Grundlage ist, Verhinderung aller Uebertreibungen, die sich als schädlich für den Frauenkörper herausgestellt haben. 2. Großzügige Werbung für den Gedanken „Gesunde Frau durch Leibesübungen". Llniversiiäismeisterschastskampf Gießen—Heidelberg. Oie Führer des italienischen Handwerks in Frankfurt und Wiesbaden. LPD. Frankfurt a. TI., 31. Jan. Die nur einige Tage mit ihrem Führer Professor B u r a n z o in Deutschland weilenden italienifchenHand- werksführer werden am Freitag dem bisher!- gen Wirkungsbereich des Reichshandwerksführers und Handwerkskammerpräsidenten Schmidt- Wiesbaden ebenfalls einen Besuch abftatten. Die italienischen Gäste werden am Freitag um 14.35 Uhr in Begleitung des Reichshandwerksführers und feines Stellvertreters Zeleny auf dem Kankfur- ter Flugplatz eintreffen. In Wiesbaden werden ihnen am gleichen Tage die Ober-, Alt- und In- nungsmeister vorgestellt. Am Samstag werden die italienischen Handwerksführer durch die Wiesbadener Stadtverwaltung empfangen und die Sehenswürdigkeiten der Stadt besichtigen. Sie begeben sich hierauf nach Frankfurt, wo sie von Reichsstatthalter und Gauleiter Sprenger empfangen und feiner Einladung folgend der Vorführung des Handwerkswerbefilms „Einer für alle, alle für einen" beiwohnen werden. 4 Lauterbach, 31. Jan. Zum Jahrestag der nationalsozialistischen Revolution outeten um 12 Uhr alle Glocken und vom Turm spielte die Stan- dartenkapelle einen Lob- und Dankchoral, anschließend das Horst-Wessel-Lied Auf dem Marktplatz und im Rathaussaal waren Lautsprecher A^Astellt, um auch denjenigen, die nicht über em ^"munk- Empfangsgerät verfügen, Gelegenheit zu geben, die große Rede des Führers mit anhoren zu tonnen. 3m Anschluß an die Rede des Führers veranstaltete die Standartenkapelle auf dem Marktplatz ein Platzkonzert. Gegen Abend wurde bekannt daß Kreisleiter Dr. Lang zum Kreisdirektor des Krei- fes Lauterbach ernannt worden war. Damit ist em schon lange gehegter Wunsch der ®eDOtferung in Erfüllung gegangen. Herrn Kreisdirektor Dr. L a n g, der einer der ältesten Kämpfer des Kreises und ein Sohn unseres engeren Heimatbezirkes ist, wurden aus diesem Anlaß viele Ehrungen zuteil. Obertjeffen. Kreisliedertag in Schotten. Z Schotten, 1. Febr. Der Kreis linder, tag des Sängerkreises „Niddatal" findet in diesem Jahre am 3. Juni in der Turnhalle zu Schotten statt. Bei dieser Veranstaltung sott dem Volkslied, das seit dem Ueberhandnehmen der sog. Kunstchöre jeglicher Richtung in eine Aschenbrödelstellung gedrängt war, wieder die Bedeutung im Männersang zugemessen werden, die ihm gebührt. So werden von jedem Kreisverein je zwei Volkslieder gesungen, von denen das eine womöglich polyphonen Tonsatz aufweisen soll. Als Masse n ch ö r e wurden bestimmt „Sonnenaufgang und „Maienschein". Der dritte Chor wird den diesjährigen Pflichtchören entnommen und noch bekanntgegeben. Wertungsrichter ist wieder Musiklehrer Blaß (Gießen), der schon über ein Jahrzehnt mit dem gesanglichen Leben unseres Niddatals aufs engste verwachsen ist. Lanvtrcis Metzen SA. und Sport. Der „Amtlichen Sport-Rundschau" des Gaues XII des DFB. entnehmen wir folgende Mitteilung der SA. der NSDAP., Standarte 116: „In der letzten Führerbesprechung der Standarte 116 wurde für den Standartenbereich der Befehl herausgegeben, daß zwei festliegende Tage der Woche von der SA. dienstfrei gelassen werden, um den Vereinen die Möglichkeit $u bieten, geregelte Uebunasftunben einzurichten. Wir geben Ihnen von dieser Anordnung Mitteilung und bitten Sie, dies den Vereinen Ihres Kreises, soweit er dem Bereich der Standarte 116 angehört, bekanntzugeben. Die Vereine sollen sich dann mit den zuständigen örtlichen Dienststellen der SA. ins Benehmen setzen und in gütlicher Übereinkunft die beiden Abende festlegen. Für die Stadt Gießen sind auf Anordnung des Standartenführers der Montag- und Mittwochabend von der SA. dienstfrei zu lassen. Wir dürfen Sie noch auf eines Hinweisen: Vielfach wird in befl Vereinen Geländesport getrieben, der wohl nicht das erfüllt, was er eigentlich bezwecken soll. Wir halten es für besser, wenn die Vereine diese Seite der Ausbildung völlig der SA. über- 3 Alten-Buseck, 31. Jan. Der Zusammenschluß der hiesigen beiden Gesangverein e, des Gesangvereins „Sängeroereinigung" und des ehemaligen Gesangvereins „Germania", ist erfreulicherweise nunmehr endgültig vollzogen worden. In der am Samstagabend abgehaltenen gemeinschaftlichen Versammlung gelang es dem Ortsgruppenleiter der NSDAP., Heinrich Freund, durch seine taktvollen und von echt nationalsozialistischem Geiste durchdrungenen Ausführungen die bisher noch bestehenden Bedenken zu zerstreuen und allseitige, aufrichtige Zustimmung für ein kameradschaftliches Zusammengehen zu erzielen. Z A l t e n - B u s e ck, 31. Jan. Für die W i n t e r- nothilfe wurden durch den BDM. 66 Pfund Fleisch- und Wurstwaren in unserer Gemeinde gesammelt. Das Ergebnis aus dem Verkauf der P l a* ketten betrug 11 Mark. Vom Keglerbund des Lahn- und Buseckertales wurde der Ertrag eines Preiskegelns im Einhäuserschen Saale in Höhe von 56 Mark ebenfalls der Winternothilfe überwiesen. ♦ Allendorf a. d. Lahn, 31. Jan. Am Samstag hielt der Turnverein in seinem Vereinslokal seine Winter-Hauptversammlung ab. Der erste Führer, Karl Faber, gab einen kurzen Rückblick auf das Jahr 1933. Sodann folgten die Berichte der Fachwarte. Im allgemeinen lauteten die Berichte recht zufriedenstellend. Der Bericht des Schatzmeisters wies einen guten Kassenstand aus. Im Mittelpunkt der Versammlung stand die Ehrung Der- bienter Mitglieder unb bie Ehrung ber Sieger von 1933. Der Dietmar! A. Luh überreichte im Auflas ber Ortsgeistliche jobann Worte aus Hitlers Reben, bie so recht bie Verbunbenheit unseres Volkskanzlers mit seinem Gott zeigten. Einen er- greifenben Abschluß nahm ber Gottesbienst mit dem gemeinsam gesungenen Deutschland- und Horst- Wessel-Lied, das für alle und besonders die früher so verführte Wiesecker Einwohnerschaft an diesem Ort ein eindrucksvolles Erlebnis war. Nach dem Gottesdienst versammelte sich noch die Partei mit ihren Organisationen bei Gastwirt Döbus zu einer schlichten Nachfeier, bei der Bürgermeister unb Ortsgruppenleiter Karl Euler bas Wort zu einer kernigen Ansprache ergriff, bie ganz auf bie Beben- tung bes Tages, besonbers auch für unsere Heimat- gemeinde, zugeschnitten war. Anknüpfend an bie Ansprache bes Pfarrer in ber Kirche betonte er, baß grabe wir in unserer Gemeinbe allen Grunb haben, unserm Führer Dank zu sagen. Denn es war vor noch nicht langer Zeit undenkbar, baß bie Wiesecker Einwohner sich in einer solchen Einmütigkeit zu einer Feier zusammenfanben. Unb es war nicht eine Re- Dolution burch Blut, burch bie unser Führer uns alle rettete sonbern sein unbesiegbarer Glaube an sein von Gott erhaltene Idee, an bas Gute, Eble unb Kraftvolle im beutschen Menschen ermöglichte es ihm, sein Ziel zu erreichen. „Denn nicht", so schloß ber Ortsgruppenleiter, „ber freimaurerische Sozialismus unb Bolschewismus, sonbern ber Donnerruf Christi an bie verpflichtend Barmherzigkeit gegenüber seinen notleibenben Mitmenschen ist ber einzige Retter aus bem Chaos." ten. Ganz abgesehen davon, daß bie Handball-Elf körperlich weitaus kräftig war, zeigte sie bebeutenb bessere Zusammenarbeit und Einzelleistungen. Die fehlende Zusammenarbeit wurde zwar zunächst durch großen Eifer ersetzt, so daß zum mindest ein ausgeglichenes Spiel zu beobachten war. Es hätte sogar im ersten Teil des Spieles zum Führungstreffer kommen müssen, wenn die Spielweise des Mittelläufers vom Sturm besser verstanden worden wäre. Nachdem die Elf ihre Reserven verausgabt hatte, wurde die Gegenseite drängend und erzwang kurz vor ber Pause den Führungstreffer. In ber zweiten Hälfte zeigte sich zunächst bas gleiche Dilb. Großer Eifer vermochte roieber eine Zeitlang bem besseren Können ber Gegenseite stanb- zuhalten. Jedoch würben im Verlauf ber zweiten Spielhälfte bie Heidelberger stark überlegen. Das zweite Tor wurde zwar aus Abseitsstellung erzielt, demgegenüber blieben aber einige Chancen (u. a. zwei Elfmeter) unausgenutzt. Das Ergebnis 0:2 entsprach dem Spielverlauf. Wenn es nicht zu einer höheren Niederlage kam, so war es hauptsächlich bem Mittelläufer Roth zu bauten, ber auffallend sicher in Abwehr unb Aufbau arbeitete. trage bes Gauausschusses ben beiben besonders bewährten Turnern, bem langjährigen 1. Führer Karl Faber unb bem Dberturnroart W. Luh II., ben Gauehrenbrief. Mit einem breifachen „Gut-Heil" auf unseren Volkskanzler unb auf bie Deutsche Tur- nerfthaft würbe bie Versammlung geschlossen. = Rüdbings hausen, 31. Jan. In der Wirtschaft Müßig fand die Generalversammlung des hiesigen Gesangvereins „M ä n n e r ch o r" statt, mit ber ein Familienabenb verbunden war. Der erste Vorsitzende, Wilhelm Dietz V., eröffnete die Versammlung unb begrüßte alle Anwesenben. Der Schriftführer, Lehrer Becker, verlas sobann ben Jahresbericht. Der Verein zählt heute 74 Mitglieber, barunter 15 passive; bie Zahl hat sich bauemb vermehrt. Die Leistung bes Vereins hat sich, seit Herr Lehrer Flath Dirigent ist, bedeutend gehoben. Das zeigt bie Bewertung feiner Vorträge auf bem letzten Wertungssingen in Londorf. Der Vermögensstand ist recht günstig. Alle Beitrüge sind fast restlos eingegangen. Hierauf hielt Bundesvorsitzer ©eng- nagel (Grünberg) eine kurze Ansprache. Er gab einer Freude über bie glücklichen Verhältnisse im Männerchor Ausbruck unb ermahnte zu weiterer sorgsamen Pflege des deutschen Liedes zum Wohl bes Vaterlandes. Seine Worte klangen aus in einem Heil auf bas deutsche Volk unb seine großen Führer. Hieraus ermahnte Dirigent Flath nochmals zu engem Zusammenschluß unb regelmäßigem Besuch der Singstunde. Dann ging man zum gemütlichen Teile über, zu dessen vorzüglichem Gelingen vor allem die Sangesbrüder Zahrt, Müßig und Z i n n f a n n beitrugen. In später Stunde wurde Kaffee getrunken. Während der Veranstaltung brachte der Verein eine Reihe gelungener Chöre zu Gehör. Großen Anteil an der Ausgestaltung des musikalischen Teiles des Abends hatte Frau Flath durch ihr Klavierspiel. Kreis Schotten. □ Laubach, 31. Jan. Gestern vormittag erlegte Kammerdirektor Dr. Homeyer im Distrikt „Winterberg" der Graf zu Solms-Laubachschen Waldungen einen Keiler mit wohlgezieltem Blatt- schuß. □ Laubach, 31. Jan. Die Hauptversammlung des Krieger- und Militäroereins fand am Samstagabend bei gutem Besuch im „Schützen- hos" statt. Nach dem Jahresbericht durch den 23er- einsführer Hermann Stotz wurde die Rechnungsablage, die einen Ueberschuß ergab, entgegengenommen. Den Kameraden Heinrich Metzger, Rudolf Driefel und Reinhold D b ft wurde das Ehrenzeichen für 25jährige treue Mitgliedschaft verliehen. Es wurde zur Teilnahme an dem 60jährigen Jubiläum des Hasfia-Krieger-Verbandes, welches vom 9. bis 11. Juni in Darmstadt festlich begangen wird, aufgeforbert. Die Anschaffung einer Bundesfahne würbe beschlossen. Mit einem Sieg-Heil auf ben Reichspräsibenten unb ben Volkskanzler nahm die Versammlung ihr Enbe. I. Rubingshain,31. Jan. Am Sonntag fand die Hauptversammlung des hiesigen Krieger- Vereins statt. Der Vereinsführer K. Fischer II. erstattete den Jahresbericht. Dem Kassenwart O. Lincker konnte nach Prüfung der Rechnung Entlastung erteilt werden. Als neuer Vereinsdiener wurde Karl Frank verpflichtet. Im weiteren Verlaufe der Versammlung erfolgte die Ehrung verdienter langjähriger Kameraden. Kamerad Gg. Heinrich Müller erhielt das „Hassia"-Abzeichen für 50- jährige Mitgliedschaft, Polizeidiener Gg. Frank III. wurde für 40jährige Mitgliedschaft und die Kameraden Otto Hartmann I., Georg Straub und Bürgermeister Otto Hartmann II. für 25jährige Mitgliedschaft geehrt. Nachdem noch verschiedene Vereinsangelegenheiten besprochen worden waren, schloß der Vereinsführer mit einem dreifachen „Sieg- Heil!" auf den Reichspräsidenten und den Volkskanzler die Versammlung. csd Ober-Schmitten, 31. Jan. Der von bet hiesigen Ortsjelle ber NSDAP, am vergan- , genen Sonntag im Kirchhofschen Saale veranstaltete Deutsche Abenb war nicht nur inhaltlich, son- bem auch finanziell ein voller Erfolg. Don bem Reinerlös konnten ber Winterhilfe 200Mark ' zugeführt werben, ein Betrag, ber unter Be- 1 rücksichtigung bes kleinen Dorfes als hoch angesehen werben muß. Der Abenb würbe burch Ansprachen des Zettenleiters K. Kirchhof und des Kreislei- Am Montag fanden in Heidelberg auf bem dortigen Universitätssportplatz zwei Spiele um die Universitätsmeisterschaft statt. Handball: Heidelberg-Gießen 2:1O Die Gießener Universitätsmannschaft trat zum Handballspiel in folgender Aufstellung an: Lott; Pfaff, Frey; Schott, Grünig, Lindenstruth; Guttan- bin, Stengel, Kissel, Wolf, Acker. Der aufgetaute Boden aewährte den Spielern bie denkbar ungünstigsten Aussichten für em flottes Kombinationsspiel. Trotzdem begann bas Spiel mit raschen Angriffen, bie einen spannenden Spielverlauf versprachen. Nach kurzer Zeit ging Gießen durch eine hervorragende Kombination des Jnnensturms in Führung. Bald daraus wurde durch Strafwurf das Ergebnis auf 2:0 erhöht. Die Heibelberger Elf setzte alles daran, um einen Gegentreffer zu erzwingen; sie scheiterte jedoch an der Gießener Verteidigung unb ber großen Sicherheit des Torhüters. In kurzen Abständen konnte Gießen zwei weitere Tore buchen, bevor bie Gegenseite zu ihrem ersten Treffer gelangte. Bei einem Torverhältnis von 6:1 würben bie Seiten gewechselt. Von Beginn der zweiten Spiel« hälfte an beschränkte sich bie Heibelberger Elf mehr auf bie 23erteibigung, was aber nicht hinderte, baß Gießen noch vier weitere Tore erzwang, während die Gegner nur noch einmal durch ein offensichtliches Versehen eines Gießener Spielers, der einem freistehenden Gegner den Ball zuwarf, diesen Ball )U einem Tor verwandelte. Das Ergebnis 10:2 entsprach nicht einmal dem Spielverlauf. Nicht weniger als sechs scharf geworfene Bälle wurden von Pfosten und Querlatte abqewehrt. Ebenso muß erwähnt wer- den, daß die Leistungen in her zweiten Spielpal te durch die zunehmend schlechten Bodenverhältnisse gegenüber ber ersten Spielhälfte abfallen mußten. Die Gießener Elf besaß ihre Ueberleaenheit beson- bers barin, daß sie über einige Torschützen oerfugt, die auf der Gegenseite vollkommen fehlen. In Abwehr und Kombination dürfte die Heidelberger Mannschaft fast ebenbürtige Leistungen ausweisen. Obwohl kein Spieler der Gießener Mannschaft ent- täuschte, verdienen besonders erwähnt zu werden: Acker, Kissel, Pfaff und Lott. Hußball: Heidelberg-Gießen 2:0. Die Gießener Fußballelf trat in„MS'nbet Mufr stellung an: Schlarb Becker, Vfeiffer, Bechtold I., Roth, Wagner: Schneider, Psliger, Wlttmann, 3UDi’eff'&iftun0enl'ber Fuhball-Els vermochten mit denen der Handball-Els keinesfalls Schritt zu hal. mannsguges marschierten bann die SA. und ihre Nebenformationen mit der verhüllten neue Fahne in den Saal. Kreisschulungsleiter Kleemann, in Vertretung des verhinderten Kreisleiters, hielt eine Ansprache, in der das Symbolhafte der Fahne für Partei und Vaterland zum Ausdruck kam, weihte die entrollte Fahne und übergab sie dem Stützpunktleiter zu treuen Händen, gleichzeitig mitteilend, daß mit dem heutigen Tage der Stützpunkt Krofdorf zur Ortsgruppe erhöhen sei. Ortsgruppenleiter Schmidt legte ein Treugelöbnis ab, und er gedachte in warmen Worten des verstorbenen Kameraden Wilhelm Wagner, der als einer der ersten und eifrigsten in Krofdorf die nationalsozialistische Idee verfechten half und dessen Andenken mit der neuen Fahne in aller Herzen weiterleben soll. Ein dreifaches Sieg-Heil auf den Führer und Gesang des Horst-Wessel-Lied beschlossen den feierlichen Akt. Nach bem Ausmarsch der Verbänbe sprach noch -Kreisschulungsleiter K l e e m a n n in längeren Ausführungen über die am 30. Januar jebes beutfche Herz bewegenden Fragen. Mit dem ersten Vers des Deutschlandliedes fand die Veranstaltung ihren Abschluß. <£ Lumda, 31. Jan. Am Abend des denkwürdigen 3 0. Januar fand im Saale des Bürgermeisters Schultheiß eine Kundgebung ber ■ NSDAP, statt. Als Rebner war Pg. Bull- : mann, Kreisleiter z. b. V., gewonnen worben. Die Versammlung wurde burch ben Ortsgruppenleiter Pg. Seipp- Geilshausen eröffnet. In feiner Ansprache gebuchte er ber Bedeutung bes Tages; er ermahnte zur Dankbarkeit gegen Gott, ber uns bie- sen herrlichen Führer schenkte. Zum Gedächtnis ber i toten Kämpfer bes Krieges und ber Revolution spielte bie Musik bas Lieb vom guten Kameraden. Dann sprach Pg. BulImann zu uns. Dieser । temperamentvolle Vokksredner brachte es fertig, zwei ' Stunden lang unsere Aufmerksamkeit mit seinen packenden Ausführungen zu fesseln. Sozialismus sei 1 das Wesen der neuen Bewegung. Menschen sollen , wir werden, die, ihr selbstsüchtiges „Ich" bekämpfend, ein Herz voll Liebe haben für den deutschen Bruder. Nicht das braune Hemd, nicht das noch so laute „Heil Hitler-Rusen", sondern das warme, treue Herz mache den Nationalsozialisten. Unser Haupfeind sei der Jude. Er sei es, der mit allen Mitteln von außen versuche, Hitlers Werk zu untergraben, um als Blutsauger wieder in sein altes Arbeitsfeld zurückzukehren. Nationalsozialisten seien Revolutionäre. Wir stünden am Anfang der Umformung unseres Volkes. Lasset uns unentwegt und zielbewußt weiterkämpfen, daß wir dereinst mit Ehren unser Werk ber Heranwachsenden Hitlergeneration übergeben können. Reicher Beifall wurde dem Rebner zuteil. Die NS.-Frauenschaft trug zum Schluffe mehrstimmige Volks- unb Kampflieber vor. Unermüdlich spielte bie Musik, bie von der Schar Stangenrod bes Musikzuges ber NSKK. 5 ausgeführt würbe, ihre schneidigen Märsche. Kreis Schotten □ Laubach, 31. Jan. Die hiesige Ortsgruppe ber NSDAP, veranstaltete gestern abenb im Schützenhof eine gutbesuchte Mitglieder- versammlung, mit welcher eine schlichte Feier aus Anlaß bes Jahrestags ber Machtübernahme burch ben Volkskanzler Abolf Hitler verbunben war. Zunächst sprach ber 0G.-Schulungsleiter Pg. Heinrich Siaun über bie Aufgaben bes Nationalsozialismus unb gab Jobann einen Rückblick unb Ausblick über bas abgelaufene Jahr. In längeren Ausführungen schilderte er bie burch ben Volkskanzler gebrachte Errettung bes beutschen Vaterlanbes vor ben marxistischen unb bolschewisti- schen Gefahren, bie unserem Volke brohten. Der Vortrag klang aus in ben Worten: „Ich bin nichts, das Vaterland über alles!" Ortsgruppenleiter Pg. Otto Braun bankte bem Rebner für feine treff- liehen Ausführungen unb forberte zur weiteren un- bebinaten Treue zum Führer unb Vaterlanb auf. 3um Schlüsse nahm er im Auftrage ber Ortsgruppe die Ehrung ber beiben ältesten Laubacher Partei- mitglieber burch Ueberreichung je eines Hitlerbttbes vor Es finb bies Pg. Sturmbannführer Karl Hahn unb Pa. Seigeorbneter Dr. Fritz Roßbach. Beibe dankten mit bewegten Worten. Mit einem bret- fachen Sieg-Heil auf ben Führer, in das die An- nHenben begeistert einstimmten, war bie offizielle Feier zu Enbe. Die fleißige Kapelle bes Laubacher Musikvereins hatte es sich roieberum nicht nehmen lassen, den Abenb mit flotten Marschwegen zu verschönen. Kreis Lauterbach Jahre sw enbe würbe ersten Jahrestag bes neuen Reiches, würbe ber ... U..|c.e. ... ichlichter. aber überaus ein- Stutzpunkt Krofdorf der RSDAP. zur Orts, brurtsootler Weile begangen. Kaum ein Haus, das 9r u P Pc erhoben, und es fanb bte Weihe ber nicht Flaggenschmuck angelegt hatte. 3m Mittelpunkt »->si ” « Ortsgruppe statt Rach bem von ber bes Zages »anb ber Festgottesbien,t am Abend, der i Kirchenbehorde angesetzten. gut besuchten Dankaot. hor ■■uorL;nt<>„ 6sr*J ftnfffnnh Die rieliae Fahne' tesblenst am Abenb, welchem Pfarrer Wiebel in der'7van ichen K Z Ä’G-i,.Verlesung un?Ansprache bie brei Dinge men geschmückten Altar angebracht, slankiert von Buße. Gehorsam unb Fürbitte zugrunbegelegt hatte, ben beiden Fahnen des neuen Reiches. Die „Sänger- lallte sich bis auf den letzten Platz ber Moosfche Vereinigung" brachte unter der bewährten Leitung ©M wo zunächst der Drts[d)u[ungsleiter Kühne ihres Dirigenten Philipp Groß ben Chor „Das >m Rahmen bes sechsten Schu ungsabenbs aus bas ist ber Tag bes Herrn" unb wunbervoll gesungen °.^9.e*“.ufen® .f,ncl}. Rückblick roarfunb sich IN ben Rütlischwur aus Tell ..Mr wollen sein ein. t^schurfender Weste m,t ben aus allen Gebieten bes einig Bolk von Brübern..." zu Gehör. Pfarrer K.s paliistchen. wirtschaftlichen unb ku turellen Lebens Sattler leate seiner Festprebigt bas Wort aus ergriffenen Maßnahmen unb Leistungen ber fRe= Psalm 18. Z dis 24; „Das ist vom Herrn ge- tzierung Aböls Hitlers befaßte. Die für ,eben schehen unb ist ein Wunber vor unseren Augen, wann begreifbaren Ausführungen fanben lebhafte Dies ist ber Tag. ben ber Herr macht; laßt uns Zustimmung. Unter ben Marschklangen eines Spiel' freuen und fröhlich darinnen fein." Am Altar ver- ter Kromm (Schotten) eröffnet. Mehrstimmige Gesänge der Frauenschaft, Sprechchöre mit eingeflochtenen Liedern der Schuljugend, Spiele aus der Kampfzeit der Partei veranlaßten das übervolle Haus immer wieder zu stürmischem Beifall. Der zweite Teil des Abends, von vier klangschön und beseelt wiedergegebenen Lönsliedern der Frauenschaft und flotter Marschmusik der Standartenkapelle umrahmt, war auf Humor und Heiterkeit eingestellt. Lustige Einakter, von den Darstellern trefflich wiedergegeben, ließen die Lachmuskeln nicht zur Ruhe kommen. Anschließend sprach die Kreisleiterin der Frauenschaft, Frau B r i n k h o f f - Laubach eindrucksvolle und beherzigenswerte Worte über die Stellung und den Aufgabenkreis der Frau im Dritten Reich. Die von der hiesigen Frauenschaft reich ausgestattete Tombola beglückte viele der Zuhörer mit wertvollen Gewinnen. Deutscher Tanz beschloß den erfolgreichen Abend. Zum Kreisleiter in Offenbach ernannt LPD. Offenbach, 31. Jan. Der kommissarische Oberbürgermeister Dr. Schranz, früher Ortsgruppenleiter der NSDAP, in Rüsselsheim, wurde zum Kreisleiterder NSDAP, des Kreises Offenbach ernannt. Freiplah für kinderreiche Mütter im Landestheater. LPD. D a r m ft a d t, 31. Jan. Der Herr Staatsminister hat anläßlich der Eröffnung der Ausstellung „Gesunde Frau — gesundes Volk" denjenigen Ehefrauen, die mehr als drei Kindern das Leben gaben, monatlich einen Freiplatz im Hessischen Lan- destheater versprochen, um damit zum Ausdruck zu bringen, daß der neue Staat den Müttern kinderreicher Familien in Zukunft besondere Aufmerksamkeit und Anerkennung zuteil werden läßt. Alle Ehefrauen Darmstadts, die mehr als drei Kindern das Leben gaben, werden jetzt aufgefordert, sich bis zum 10. Februar 1934 bei dem zuständigen Polizeirevier zur Aufnahme in eine Liste zu melden. Preußen. Reichsverband für Volksmusik. LPD. Bad Homburg, 31. Jan. Standarten- Musikzugführer L ü d e ck e (Bad Homburg) wurde vom Führer des Reichsverbandes für Volksmusik, Professor Dr. Fritz Stein, mit der Führung des Gebiets Hessen-Nassau im Reichsoerband beauftragt. Bei dieser Gelegenheit seien alle Volksmusikoereine (Blas- und Streichmusik) darauf hingewiesen, daß sie zur Anmeldung an den Reichsverband verpflichtet sind, andernfalls ihnen die musikalische Betätigung, auch für wohltätige Zwecke, verboten würde. Die Anschriften der hessen-nassauischen Vereine sind umgehend an Stan- darten-Musikzugführer Wilhelm L ü d e ck e , Bad Homburg, Luisenstraße, einzusenden, damit die Zustellung des Fragebogens erfolgen kann. Totschlag an seinem Kinde. Weil es ihn beim Radiohören störte... LPD. Marburg, 31. Jan. Das Schwurgericht verurteilte heute den landwirtschaftlichen Verwalter Daniel Keßler aus Frankenberg wegen Totschlags zu zwölf Jahren und neun Monaten Zuchthaus. Der Angeklagte hatte sein neun Monate altes Kind, das ihn durch Schreien beim Radiohören st orte, mit dem Kopf gegen die Wand geschlagen, so daß der Tod bald danach eintrat. Der Staatsanwalt hatte für den Rohling die Todesstrafe beantragt. Slrcie Wctttar 0 Crumbach, 31. Jan. Unsere Gemeinde beabsichtigt, eine größere Fläche Waldes — 20 Hektar — vom Staat zu erwerben, um es urbar zu machen und als Siedlungsland (Anliegersiedlung) zur Verfügung zu stellen. Es handelt sich um den Distrikt „Lammert", der als fiskalische Enklave mitten in unserer Gemarkung liegt. Durch das Abholzen der Waldbestände und die Kultivierung des Bodens würde für längere Zeit vielen arbeitslosen Volksgenossen Arbeit geschaffen. Um Schwierigkeiten vorzubeugen, hat sich die Gemeinde bereiterklärt, ihren Walddistrikt „Pfaffenmark", der mitten im Staatswald in der Oberförsterei Krofdorf gelegen ist, mit dem Staate zu vertauschen. Die entsprechenden Anträge sind bereits gestellt. Der Ortsbürgermeister ist ermächtigt worden, alle notwendigen Schritte zu unternehmen. 0 Münchholzhausen, 31. Jan. Die diesjährige Holzversteigerung im Gemeindewald erbrachte gute Preise. Es wurden bezahlt: für Buchenknüppelholz 10 bis 12 Mark je Raummeter, Buchenreiser in Haufen (16 Raummeter) 25 Mark, Eichenreiser in Haufen (10 Raummeter) 19 bis 20 Mark, Eichenstammholz (Wagnerholz) 18 bis 19 Mark je Festmeter. Fichtenstangen 1. Klasse 70 bis 80 Pf., Fichtenstangen 2. Klasse 60 bis 70 Pf. und Fichtenstangen 3. Klasse 40 bis 50 Pf. je Stück. 0 Groß-Rechtenbach, 31. Jan. Im hiesigen Gemeindesaal fand die erste Holzversteige- rung der Gemeinde statt. Es wurden folgende Preise bezahlt: Buchenscheitholz 21 bis 24 Mark, Buchenknüppel 17 bis 19 Mark je zwei Raummeter, Buchenwellen 8 bis 12 Mark je 50 Stück, Eichennutzscheit 12 bis 13 Mark, Eichenknüppel 10 bis 12 Mark je zwei Raummeter, Eichenwellen 6 bis 7 Mark je 50 Stück, Fichtenknüppel 8 bis 9 Mark je zwei Raummeter, Fichtenstangen 1. Klasse 9 bis 10 Mark je 10 Stück, Fichtenstangen 2. Klasse 7 bis 8 Mark je 15 Stück. > Hochelheim, 31. Jan. Bei der ersten diesjährigen Holzversteigerung, die an Ort und Stelle stattsand, wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheit 21 bis 23 Mark, Buchenknüppel 18 bis 19 Mark je zwei Raummeter, Buchenwellen 13 bis 14 Mark je 50 Stück. Eichenscheit 15 Mark, Eichenknüppel 10 bis 12 Mark je zwei Raummeter, Fichtenstangen 1. Klasse 60 Pf., 2. Klasse 40 Pf. und 3. Klasse 30 Pf. je Stück. oo Dornholzhausen, 31. Jan. Nach Beratung mit dem Gemeinderat beschloß der Ortsbürgermeister den Erlaß eines Nachtrages zur Ge» meindebierfteuerordnung, wonach als Einführer des Bieres sowohl der im Gemeindebezirk wohnende Empfänger, als auch der außerhalb des Gemeindebezirks wohnende Lieferant (Brauerei), gilt. Beide haften für den Eingang der Gemeindebiersteuer selbst- und gesamtschuldnerisch. Der Nachtrag tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. T Waldgirmes, 30. Jan. Gestern kam hier das neue F e st s p i e l von Bernt Glöckner „Luthers Kampf und Sieg" von Berufsschauspielern zweimal in dem gefüllten Saale Weimer zur Ausführung. Am Nachmittag stellte der Frauenverein von Dorlar-Atzbach die meisten Besucher. Die Darbietungen hinterließen einen tiefen Eindruck. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.- F. k. in R. Auf Neubauten werden keine Reichszuschüsse oder verbilligte Darlehen gegeben, wenn der Neubau mehr als 10 000 Mark kostet. Bleiben die Kosten unter 10 000 Mark, so erhalten Sie 1500 Reichsmark Reichszuschuß, die beim Staatlichen Hochbauamt Gießen zu beantragen sind. Wegen Zuschußleistung zur Anschaffung eines Grasmähers wenden Sie sich an die Landesbauernschaft Hessen- Nassau, Hauptabteilung 2, Frankfurt a. M., Bockenheimer Landstraße 25. y/cizrt • *Ka£4- gegen spröde Haut Werdende JKütter bevor Sie Ihre kleine Ausstattung kaufen, machen Sie sich mit der tFrocftenftettunö des Säuglings vertraut, denn es ist die Bettung Mullwindeln Wickelbänder ohne Einlegedeckchen Moltondecken und Gummistoff. Im Trockenbett kommt der Säugling mit viel weniger aus. Sie sparen bei der Anschaffung und bei der Wascherei. Die Bettung ist geruchlos, der Säugling gedeiht, hat Strampelfreiheit, liegt trockener und wird nicht wund. — Falsch wäre, eine neue, erprobte Methode abzulehnen; - sie ist besser und billiger. Nehmen Sie das 50/100 cm große Fahrbett, so sparen Sie Körbchen und später das Kinderbett, denn aus dem Fahrbett kommt das Kind gleich in ein großes Bett. So viele Mütter Gießens und Umgegend wenden es bereitsan, daß ^ie es auch beruhigt nehmen können. 'C.Slötir&'to. Bahnhofstraße 44 °si a Bekanntmachung. Die Anmeldung der mit Beginn des neuen Schul- jahres (17. April 1934) schulpflichtig werdenden Kinder hat zu erfolgen: 518D 1. für alle Knaben: Montag, den 5. Februar 1934, 9 bis 11 Uhr. in der Peftalozzischule, Werner' wall 8; 2. für alle Mädchen: Mittwoch, den 7. Februar 1934, 9 bis 11 Uhr. in der Schillerschule, Schiller- straße 8. Bei der Anmeldung ist der Jmpsichein und bei auswärts geborenen Kindern auch der Geburtsschein vorzulegen. Die Schulpflicht besteht für alle Kinder, die bis zum 1. Mai 1934 das 6. Lebensjahr vollendet haben. Es können jedoch zu derselben Zeit auch solche Kinder angemeldet werden, die bis zum 30. September 1934 das 6. Lebensjahr vollenden, und die geistig und leiblich als schulreif erkannt werden. Ein weiterer Termin für die Schulaufnahme findet nicht statt. Gießen, den 24. Februar 1934. Stadtschulamt. Bartholomäus. Freitag, den 2. 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Tuberkulose-Auskunfts- und -Fürsorgestelle. Die Fursorge-Sprechstunden im Monat Februar finden im Untersuchungszimmer des Neuen Kreis« Hauses Wetzlar statt: 640C Freitag, 2. Februar 1934, Freitag, 9. Februar, Freitag, 16. Februar, Freitag, 23. Februar 1934. jedesmal von 9 bis 12 Uhr vormittags. Nr 27 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesfen) Donnerstag, 1 5ebruar 1034 < WK UM « s t W J ,/y 'M " 6- X'tiÄt- MM ««WWW* W I L I */ ■ Blick in die Kesselbearbeitungshalle während der Kundgebung. müsse die Gemeinlebendig sein müsse, allen deutschen Menschen t e r u s , Baron Brukenthal und zuletzt im waren auch so großen Schicksalsschlägen wie die schäft, die Kameradschaft noch enger werden, jeder müsse die Glut in sich tragen, die in würdigen wüßten Innerhalb des Betriebes zur Wolga. Soweit drangen unsere Vorfahren in bewegten Jahrhunderten vor. Und wer in den östlichen Städten herumkommt, wird wohl oft vergessene Spuren des Deutschtums finden. Er wird Orte sehen, die vordem ganz deutsch waren, wo heute kein Einwohner ein deutsches Wort spricht — nur die Kirche zeigt noch die Form, die ihr der deutsche Bauherr gab, und die Straßenführung ist deutsch. Aber er wird zugleich, Hal er gute Ohren und Siebenbürgens und damit auch die Geschichte der Deutschen dieses Landes. Mehr als ein Jahrhundert herrschten die Türken über das Gebiet, aber die deutschen Städte waren damals schon so wehrhaft, daß sie sich die fremden Horden meist vom Halse halten konnt"n. Und in den furchtbaren Kämpfen, die die drei siebenbürgischen Stande, der Adel, die Jahre 1848, als die Sachsen an des Kaisers Seite gegen die ungarische Revolution stritten, Stephan Ludwig Roth, der von den Ungarn in Klausenburg erschossen wurde. Während früher die Deutschen in Siebenbürgen einen großen Teil der Bevölkerung ausmachten, sind sie heute nur ein Zehntel. Die Rumänen, die im Mittelalter kaum beachtet wurden, und auch die Mit der Fahne der NSBO.-Betriebszelle auf dem Wege durch das Werk zum Versammlungsraum. Reihe deutscher Helden wie der Hermannstädter Bürgermeister Georg Hecht, der nach dem Sieg auf dem Brotfeld neben dem wüsten ungarischen Helden K i n i z s i saß, der mit einem erschlagenen Türken in den Zähnen den Triumphtanz tanzte. Unter ungarischen Königen, siebenbürgischen Fürsten, später unter dem Kaiser und noch später wieder unter dem ungarischen König und heute unter dem rumänischen blieben die Sachsen dem Boden treu, wandelten sie sich und hielten sie sich. In der Reformation wurden sie evangelisch und schufen sich eine eigene Kirche, die heute noch besteht, wenn auch in großer Rot. Denn sie erhält 263 Volksschulen, 9 Gymnasien, 6 Lyzeen, 1 Handelsmittelschule, 2 Lehrerseminare und ungezählte Kindergärten. All diese Schulen aber für 240 000 Menschen. So viel sind nämlich heute die Sachsen, die so unzählige Städte, die von Deutschen gegründet wurden! Kein einziges osteuropäisches Land, wo Deutschen nicht ausgeliefert. Wo sich heute der Sachse rührt, stößt er an fremdes Volk. Die Beamten sind anderer Sprache. Die Gesetze oft wesenhaft fremd. Die Lebensmöglichkeiten beengt. Ganze Berufe, wie das staatliche Beamtentum, den Deutschen meist versagt, wenn sie ihr Volkstum nicht opfern wollen. In solcher Umgebung sich deutsch zu erhalten, erfordert von jedem einzelnen ein ständiges waches Volksempfinden. Der Landfremde, der nach Siebenbürgen kommt, merkt von diesen Dingen wenig. Ihn überwältigt die Schönheit der Gegend. Da fährt er zum Beispiel von Budapest her durch die ungarische Tiefebene, wo ihn alles fremd anmutet und grenzenlos. Er kommt durch Hügelland und gleitet schon eine gute Weile an siebenbüraischen Flüssen und Bergen hin. Plötzlich reibt er sich die Augen. Welch ein Turm grüßte durch die Gärten eines Dorfes? Ein Turm mit Wehranlagen und Festungsmauern. Und steigt er nun aus — da tritt er in eine Gemeinde mit breiten Straßen. Die Häuser kehren die Schmalfront zur Gasse, meist mit zwei Fenstern. Das Dach hebt sich hochgegiebelt. Er blickt in den ersten Hof. Sieht einen kleinen Treppenaufgang, der ins Wohnhaus führt. Er sieht im Hintergrund die Scheune wuchtig und hoch. Die Kirche ftehttirau und stark. Ganz anders als die Kirchen in rumäni- scher, und ungarischen Gemeinden und ganz anders auch als Dorfkirchen gemeiniglich im Reich sind. Denn dies sind Kirchen, wo die Pechnase und Schußscharte neben dem Bogenfenster liegt. In den wüsten Jahrhunderten der Kämpfe konnten sich die deutschen Bauern vor den Feinden nicht anders wehren nur der beanspruchen, der zuvor Pflichten erfüllt habe. Roch gebe es 4 Millionen Arbeitslose, die Regierung werde aber nicht aus Barmherzigkeit, sondern aus sozialem. Verantwortungsbewußtsein dafür sorgen, daß allen geholfen werde. Mit aller Kraft würden jene bekämpft, die kein Interesse an Deutschland zeigten. Nicht Internationalismus könne uns helfen, sondern nur der deutsche Nationalsozialismus. Nur ein Volk, das Opfer bringe, werde leben. (Anhaltender lebhafter Beifall!) Direktor Jantzen kam in einer kurzen Ansprache auf die Worte des Betriebsratsmitgliedes Pg. Zück, zurück und betonte u. a., daß sich die Werkleitung bisher stets sehr um das Wohl der Arbeiter und Angestellten bemüht habe. Nach einem dreifachen „Sieg-Heil!" als Treubekenntnis zu Führer und Vaterland fand die eindrucksvolle Kundgebung mit dem Gesang des Horst- Wessel-Liedes ihren Abschluß. und Arbeitgeber zum Arbeitnehmer zu machen. Der Wirtschaftsführer sei für seinen Betrieb dem Staat verantwortlich. Deutschland könne nicht gerettet werden durch eine Clique, sondern nur bann, wenn alles zusammenhelfe. „Hinweg mit allem Standesdünkel" und „Her mit der Standesehre" laute die Parole. An Stelle der Bezeichnung „Prolet" müsse der Begriff „Deutscher Arbeiter" treten. Ulit der Schaffung des Gesetzes der nationalen Arbeit habe die Regierung den Willen gezeigt, mit aller Energie für alle Schaffenden einzutreten. Das Gesetz sei aus nationalsozialistischem Geist geboren und werde 100prozentig durchgeführt. Der Wirtschaftsführer und der Arbeiter gehörten zusammen. Wirtschaftsführer könne nur derjenige sein, der zuvor seine Pflicht lOOprozentig erfülle. Der Wirtschaftsführer sei der Volksgemeinschaft gegenüber verantwortlich. Rechte könne in Zukunft Wer einmal eine Volkskarte Europass ungarischen Grenzstämme der Szekler und die Sach- sah, der bemerkte in der Mitte den großen Abdruck 1 sen, mit den Türken schlugen, erstand auch eine des' deutschen Volkes. Davon aber sprangen Flecken und Streifen in der gleichen Farbe in den Osten hinaus, ein ganzes Netzwerk gleichen Blutes. Wie eine Riesenhand liegt unser Volk auf Europa. Der Handteller unserer Siedlung bedeckt das Reich und Oesterreich, Teile der Schweiz und der Tschechoslowakei, die Finger greifen in die östliche Ferne. Sie reichen sogar bis in die russische Ebene, bis Stolz, sagen zu können, er habe d e m Deutschen Reich den Arbeiter zurückgewonnen. Der Arbeiter solle nicht vergessen, was ihm vor Jahren von seinen „Führern" über die Braunhemden gesagt worden sei und diese Aussagen den heutigen Tatsachen gegenüberstellen. Es sei kein Leichtes gewesen, die deutschen Gewerkschaften — einen einzigen Schutthaufen, ein Sammelbecken der Korruption — zu übernehmen. Nun sei die Arbeitsfront geschaffen worden Die Deutsche Arbeitsfront habe es übernommen, den deutschen Unternehmer getreten. Der Nationalsozialist sei sich darüber klar, daß es einen modernen Staat ohne den Arbeiter nicht geben könne. Adolf Hitler hätte ohne dieses Bewußtsein sein Werk nicht in Angriff genommen. Am 12. November habe das deutsche Volk gezeigt, daß es bereit sei, für seine Ehre einzutreten. Ein Appell an die Ehre des deutschen Arbeiters sei nie vergeblicher Ruf. Wenn allerdings die Reaktion das für Deutschland geleistet hätte, was der Arbeiter für den Marxismus geleistet habe, jo hätte unserem Volke das bittere Geschick der letzten Jahre erspart bleiben können. Für den Marxismus werde nie mehr ein günstiger Wind wehen. Die Monarchisten, die des Kaisers Geburtstag feierten, hätten besser getan, mit ihm über die Grenze zu gehen. Die Reaktion werde mit Slumpf und Stiel ausgerottet. Für die Zukunft werde nicht die Form, sondern der Inhalt den Staat ausmachen. Wir kennen heute nur e i n Bolt, einen willen und einen Führer. Das Schkcksal des deutschen Volkes werde in Zukunft von dem Schicksal des Arbeiters mit abhängig sein. Aus dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung solle geschehen, was nur geschehen könne. Die Einheit des deutschen Volkes bedeute für dieses Vorhaben ein großes Aktivum. Was die Arbeitsbeschaffung anbetreffe, so gebe man sich keiner Illusion hin, wohl aber vertraue man dem Führer Kein Unternehmer solle glauben, daß er aus den Groschen der Arbeiter seinen Profit erhöhen könne. Die deutsche Wirtschaft sei nicht Selbstzweck, sondern Mittel zum Zwecke der Bedarfsdeckung. Die Wirtschaft müsse dem Wenschen dienen. Immer wieder müsse der oberste Grundsatz lauten: „Gemeinnutz geht vor Eigennutz". Der Arbeiter tolle dem Nat,°nal!°zial,smuo ge^ muroen, Meul emä,g„ u|leulupul|u,c, wonnen werden Dem Führer sei es der größte .$ aud) deutsche Bauern den Pflug führen. Kein —»" »’• h"h’ h ™ 71 -1111 * e i, einiges, bas nid)t wesentliche Kulturgüter dem ^deutschen Volk verdankte. Denn der Ritt ins Ost- 1 land war nicht ein leerer Abenteuererzug. Er brachte Bauern und Städter ins öde Land, Roder und Schaffer, so daß ganze Gebiete ein deutsches Gesicht bekamen, durch all die Jahrhunderte hindurch. , Ein solches Gebiet ist Siebenbürgen. Es ist > Ungarn, vermehrten sich bedeutend rascher. Sie ein schönes Gebirgsland im Ostbogen der Karpathen f- -~£- und dem Westen Europas wie eine Burg vorgelagert. Als die deutschen Einwanderer zur Zeit der Staufen hier, von den ungarischen Königen gerufen, eindrangen, kamen sie zum Schutze der ungarischen Krone und des westlicheren Erdteils, als Soldaten und Grenzwehr, lieber sie brauste der M o n g o l e n- sturm hinweg. Sie standen schwer erschüttert wieder auf und bauten ihre Mauern höher. Sie legten Burgen und Städte an. Wenn der Feind sie niederwarf, errichteten sie sie zum nächstenmal noch fester. Sie zogen Straßen durch das unwegsame Gelände, pflanzten die Weintrauben an den warmen Lehnen, legten immer neue Dörfer an den Flüssen an. Und inmitten der unzähligen Kriegsfahrten, die sie zu bestehen hatten gegen fremde Feinde, die immer durch Siebenbürgen aus dem Osten ins westliche Europa eindrangen, inmitten auch vieler Kämpfe mit den Adligen und fremden Völkern des eigenen Landstrichs, wuchs doch ihr eigenes Heimwesen, kräftigte sich, schuf sich Rechte und' Besitztümer, so daß im Mittelalter der ganze Süden Siebenbürgens ein deutsches Land war unter deutscher Eigenverwaltung, mit deutschem Recht, deutschen Münzen, Städten, Dörfern und sogar kleinen Heeren im Solde der deutschen Gemeinschaft. Unerhört blutig und wild ist die Geschichte Der stellvertretende Kreisbetriebszellenleiter Pg. Hahn während seiner Rede. Im H'^tergrund links das Betriebsratsmitglied Zück, rechts der Betriebszellenobmann Hofmann. „Rach Ostland wollen wirreilen..." Bei unseren deutschen Brüder in Siebenbürgen. Äon Or. Heinrich Zrllich, Kronstadt. jeder müsse sich als ein Kämpfer fühlen, weil es noch sehr zu kämpfen gelte, denn in einem Iahre könne nicht alles erreicht werden, was erreicht werden solle. Der Weg sei aber frei, denn der Marxismus sei niedergerungen und jene hinweggefegt, die sich die dicken Bäuche mästeten, aber nichts für den Arbeiter taten Wer sich der neuen Gemeinschaft anschließen wolle, werde mit offenen Armen aufgenommen. In Lollar sei man schon ein großes Stück vorwärtsgekornmen Der Arbeiter müsse in Zukunft wieder geachtet sein. Die Leitung der Deutschen Arbeitsfront werde sich restlos für den deutschen Arbeiter einsetzen. Sodann ergriff der ftelleertr. Kreisbetnebszellenleiter pg Hahn Ojetzen das Wort zu einer längeren Ansprache Seinen Ausführungen fei folgendes entnommen: Große Umwälzungen innerhalb eines Volkes feien nur möglich, wenn ein Bedürfnis dazu vorliege Eine innere Umwandlung vollziehe sich nur nach großen Notwendigkeiten. Ein Volk, das sittlich und moralisch kranke, müsse auch in der Wirtschaft kranken. Man habe es zur Genüge erlebt. Revolutionen entstünden aus Vernunft oder Unvernunft. Die französische Revolution sei aus Unvernunft erwachsen. Die Revolte von 1918 sei lediglich von materialistischen Gedanken getragen, die Gesetze des vergangenen Systems seien gegen die Natur gewesen. Als Folge sei der Klassen kam pf entbrannt. Das große Geschehen der Gegenwart zwinge selbst den erbittertsten Gegner zur Anerkennung, denn die Revolution von 1933 sei eine Revolution der Vernunft gewesen. Es solle nun ein Wirtschaftsgebäude geschaffen werden, in dem sich das ganze deutsche Volk wohlfühle. v. ö„._ _v... Großes in der Geschichte leisteten und viele Jahr- Augen, merken, daß die'deutsche Einwanderung nach Hunderte hindurch ein kleiner Staat im Staate dem Osten bis heute nicht ganz abgerissen ist. Es | waren. Eine so kleine Anzahl, die man in einer riefelt noch immer deutsches Volk in den Osten. Wie ' Berliner Vorstadt unterbringen könnte, hat hier der Süden, lockt uns auch der Osten. Und seit acht- ! Geschichte gemacht. Eine so kleine Zahl schlug j hundert Jahren ist das Lied nicht tot, das die Ein- ! den Handel um vom Osten in den Westen durch die glied im Werk, Pg. Zück hieU, nachdem der erste Vers des Deutschlandliedes gesungen worden war, zunächst eine Ansprache, in der er an den Tag der Machtergreifung durch Adolf Hitler erinnerte, die Zeit vor dem 30. Ja-1 nuar 1933 in die Erinnerung zurückrief und dar-1 auf hinwies, daß der Arbeiter vor über einem Jahre noch nicht gewußt habe, wo er fein Recht zu finden habe. Das fei inzwischen anders geworden, denn es feien Männer erstanden, die hie Arbeit zu wunderer fangen, die ihre Pferde zur großen Fahrt Püffe der Karpathen. In ihre regsamen Hande war irgendwo am Rhein sattelten: „Nach O st l a n d das Band vom Orient zum alten Deutschen Reich roo 11 e n m i r r e i t e n . . ." ; gelegt. Wenn sie oft im Laufe der Kampfe er- Nein, dieses Ostland ist ohne die Deutschen gar j matteten, erstanden ihnen immer wieder neue Füh- nicht denkbar. Keine einzige Stadt, wo nicht deutsche ; rer, die sie Hochrissen. Ihre Namen sind unvergessen. 'Kaufleute und Handwerker schaffen oder schassten; H u e t, Markus Pemfflinger, Weiß, Honmann eröffnete die Kundgebung. Betriebsratsmit- und Herkunft beurteilt, sondern nach seinem Cha- -■ - • * ratter. Immer wieder habe sich bewiesen, daß des Vaterlandes ärmster Sohn auch immer sein getreuester gewesen fei Der Arbeiter sei in entscheidenden Augenblicken immer für sein Vaterland einbereit sein, alles hinzugeben, alle Fähigkeiten eingrüßt. Die SA.-Kapelle Lollar spielte den Baden-. zusetzen und selbst das Leben zu opfern, wenn es weiter Marsch Der Betriebszellenobmann Ho ff-! nötig fei. Der Mensch werde nicht nach Reichtum Bretter gelegt hatten. Kurz vor Beginn war die N S B O. - F a h n e des Betriebs aus dem Zimmer des Betriebsrats geholt worden, sie wurde bei der Einbringung in die Halle von der Belegschaft mit erhobener Hand be- Die Revolution habe nur den einen Sinn gehabt, das Volk der materialistischen Weltanschauung zu entreißen und es von Grund aus umzugestalten. Nationalsozialismus sei keine Theorie oder eine Zeiterscheinung, sondern die Idee aus Blut und Boden. Der Mensch müsse den Nationalsozialismus seelisch an sich erleben. Der Kampf in feiner Totalität gehe darauf hinaus, dem deutschen Volke wieder zur sittlichen und moralischen Gesundung zu verhelfen Nationalsozialist sein, heiße Kämpfer sein, heiße Arbeiisfroui-Belriebskuudgebung bei Buderus in Lollar. ♦ Lollar, 1. Febr. Gestern nachmittag wurde, früher als sonst, um 16 Uhr die Arbeit in den Buderusschen Eisenwerken beendet. Die Leitung der Arbeitsfront im Werk hatte zu einer Kundgebung in der Kesselbauhalle des Werkes eingeladen. Kopf an Kopf faßen die Männer der Arbeit auf großen Gußstücken, über die sie sich als durch die Befestigung des größten Gebäudes, das sie besaßen. Dies war natürlich die Kirche. Und so tragen in beinahe jedem deutschen Dorfe Siebenbürgens die Kirchen einen Festungscharakter. Oft umgibt sie eine Wehrmauer. Gleich neben der Kirche steht meist ein neues großes Haus. Das ist die S ch u l e, die sich die Bauern selbst bauten und die ihnen kein Staat hinstellte. Die Schule, die sie selbst erhalten, wenn es ihnen auch oft bitter schwer wird. Und in der Nachbarschaft steht noch das Pfarrhaus. Der Bauer ist in vielen Gegenden modern geworden. Er führt den Holzpflug nicht mehr, wie man ihn bei anderen Völkern Siebenbürgens noch hie und da sieht. Er drischt und sät und pflügt mit den neuesten Geräten. Genossenschaftliche Organisationen gibt es auf jedem Dorfe. Ohne innere Spannungen gehen solche Zuströme neuer Gedanken nicht ab. Der Wechsel der Staatszugehörigkeit, die Krise und der Krieg, der Siebenbürgen im Jahre 1916 zum Schauplatz gewählt hatte, verstärkten die innere Gärung, die heute alle sächsischen Dörfer durchzieht und die alten überkommenen Organisationen, besonders die Kirche, einer starken Belastungsprobe aussetzt und sie zwingt, sich anzupassen und doch immer die höchste Führung in den Händen zu behalten. Denn bei einem Volke, das wie dieses keine staatliche Unterstützung findet, das alles, was es hat und was es bedeutet, nur aus eigenster Kraft gegen Widerstände selbst erkämpfen muß, ist die umfassende Organisation der Kirche ein unschätzbarer Segen, der es erhält und leitet. Die jahrhundertalten Verbände der dörflichen Bruder- und Schwesterschaften gliedern die Jugend ein in einen festen Gemeinschaftsverband. In neuester Zeit entstanden überall sogenannte Selbsthilfearbeitsmannschaften als Auswirkung der nationalsozialistischen Bewegung im Reich, die bis hierher fruchtbar nachwirkte. Die Arbeitsmannschaften setzten sich zum Ziele, in freiwilligem Arbeitsdienst völlig unentgeltlich für die Gemeinschaft nötige Arbeiten zu leisten. Die Tracht der Bauern, die wochentags in manchen Gegenden schon verschwunden ist, wird am Sonntag überall angelegt. DieMädchen tragen, nach der Konfirmation, auf dem Kopfe ein seltsames Kleidungsstück, eine Art Zylinder ohne Krempe, von dem bunte Bänder herunterfallen. Die Kleidung ist reich und bunt. Und überdies von Ort zu Ort so vielfältig verschieden, daß eine Beschreibung gar nicht möglich ist. Auch die Farbe wechselt. Die Männer haben im allgemeinen einen langen Rock, blau, braun oder aus weißem Leder, Schaftstiefel, dunkle Hosen: ihnen hängt, in den meisten Gebieten, das Hemd über die Hose, eine Eigentümlichkeit, die man von den Rumänen übernahm. In den Städten häuft sich das Nebeneinander noch ganz bedeutend. In den wichtigsten deutschen Städten, in Kronstadt, Hermannstadt, Schäßburg, Mediasch und Bistritz, ist der äußere Kern noch deutsch. Die Anlage der Straßen und Gebäude ist deutsch. In Schäßburg gibt es Winkel und Ecken wie in irgendeinem fränkischen Städtchen. Aber selbst hier, zwischen alten Basteien und Mauern, lockt immer der Osten mit fremdem Völkergemisch und geht der ruhige deutsche Schritt wie von jeher seiner Arbeit nach. H e r m a n n st a d t, die Hauptstadt so vieler vergangener Jahre, ist noch heute der Mittelpunkt des deutschen Lebens in Siebenbürgen. Hier residiert das Oberhaupt der deutschen evangelischen Kirche Rumäniens, der Sachsenbischof, der nach dem Kriege zum Bischof aller Deutschen evangelischen Glaubens in Rumänien wurde. Hier liegt das große Brukenthalmuseum, eine der schönsten deutschen Provinzsammlungen, die es überhaupt gibt, in der man ein Bild all dessen gewinnt, was aus sächsischem Fleiß geschaffen wuroe. Am lautesten ist das Leben in K r o n st a d t. Die Stadt war früher von größter Handelsbedeutung für den ganzen Westen, der Umschlagplatz des Orienthandels für Wien und Nürnberg. Heute ist sie ein wirtschaftlicher Knotenpunkt Siebenbürgens, eine große Jndustrieniederlassung, der Sitz der mächtigsten deutschen Firmen im Lande. Sie ist zugleich die schönste Stadt Siebenbürgens. Die Karpathen umschließen sie. Der Wald flieht bis in die Straßenviertel hinein. Die Berghänge Überhöhen sie. Hier ist zugleich ein Mittelpunkt des siebenbürgischen Berg- und Wintersportes. Wie in grauen Zeiten ist auch heute die Aufgabe und die Bedeutung der Deutschen in Siebenbürgen an ihre Leistung gebunden, die unvergleichlich ist. Sie sind die Sämänner der Kultur, heute ganz ohne äußere Machtmittel, nur durch das Beispiel und die Tat. Damit aber übernehmen sie auch eine Sendung des ganzen deutschen Volkes, denn dieses wird in der Fremde in erster Linie nach denen beurteilt, die es dort vertreten. Es ist schwer, in der Fremde als Deutscher zu bestehen, ohne seine Art zu verlieren. Wo dies am reinsten und schönsten gelang, liegt Siebenbürgen. Wenn Kunde von siebenbürgischer Not, von der Bedrohung der deutschen Schule und Kirche, der deutschen Sprache und Zukunft in diesem Bergland ins Reich dringt, so erwidere es die Treue mit - Treue! Wirtschaft. * D i e Reichsrichtzahl für die Lebenshaltungskosten im Januar. Die Reichsrichtzahl für die Lebenshaltungskosten (Ernährung, Wohnung, Heizung, Beleuchtung, Bekleidung und „sonstiger Bedarf") ist für den Durchschnitt des Monats Januar mit 120,9 (1913/14 = 100) gegenüber dem Vormonat unverändert geblieben. * D i e Jahresabschlüsse der Siemens- Gesellschaften. In den am 31. Januar abgehaltenen Aufsichtsratssitzungen der Siemens- Schuckert-Werke AG. und der Siemens & Halske AG. wurde der Jahresabschluß für das Geschäftsjahr 1932/33 vorgelegt. Bei der Siemens- Schuckert-Werke-AG. gelangt eine Dividende wiederum nicht zur Auszahlung. Die Gesellschaft hat auch in diesem Jahre mit Verlust gearbeitet, der allerdings erheblich geringer war als im Vorjahr. Soweit der entstandene Betriebsverlust nicht Deckung in Erträgen aus Beteiligungen, Zinsen und außerordentlichen Erträgen fand, wurde er durch Inanspruchnahme von Rücklagen gedeckt. Bei der Siemens 6- Halske-AG. bleibt ein verfüg- barer Reingewinn von 6 140 749 (6 973 708) Mark, zuzüglich Vortrag aus 1931/32 von 2,89 Millionen mit zusammen 9 026 065 Mark. Der Generalversammlung am 7. März soll die Ausschüttung einer wieder 7prozentigen Dividende vorgeschlagen werden, während 2,76 (2,89) Millionen Mark zum Vortrag bleiben. Seit dem Tiefstand der Belegschaftszahlen am 1. März 1933 hat sich die Zahl der Beschäftigten in Deutschland bis zum Ende des Kalenderjahres um ca. 12 000 vermehrt. Daneben war es ersreulicherweife möglich, die z. T. erheblich unter 40 Stunden gesunkene Arbeitszeit nicht unwesentlich zu erhöhen. frankfurter Börse. IG. Farben gewannen 0,50 v. H., Bekula und einige Montanwerte bis zu 0,40 v. H. Am Rentenmarkt blieben Reichsanleihen und späte Reichsschuldbuchsorderungen bei kleinem Geschäft behauptet. Reichsmark-Obligationen gingen vereinzelt etwas lebhafter um bei allerdings unveränderten Kursen. Man nannte u. a. RWE. 83,90 bis 84,13, 1947er Stahlverein 76,75 bis 77,25, 4,-50 v. H. Bewag 84, Gulden-Phönix 76,50 bis 77, 6 v. H. Preußen 58,50 bis 59. , .. v Im Verlaufe blieb die Börse still und Veränderungen von Belang waren nicht festzustellen. U. a. notierten: Neubesitzanleihe 18,90, Altbesitzanleihe 96,40, 6 v. H. Stahlverein-Bonds 72,50 bis 72,75, Schutzgebietsanleihe 9,85, Reichsbank 165,50, Buderus 74,75, Gelsenkirchen 58,25, Harpener 86,75, Klöckner 57,75 bis 58, Mansfelder Bergbau 30,65, Rheinstahl 87,50, Stahlverein 37,75, Aku 42,50, Betula 123,75, Bemberg 43, Conti Gummi 153, Daimler 41,40, Scheideanstalt 177, Licht & Kraft 100,50, IG. Farben 126,Gesfürel 91,40, Holzmann 68,25 Metallgesellschaft 70,75, Schuckert 102,50, Zellstoff Waldhof 47,75, Südd. Zucker 185, Reichsbahn-Vorzugsaktien 112,65, Hapag 27,50, Nordd. Lloyd 29,50. frankfurter i^etrclveb rse. Frankfurt a. M., 31. Jan. Bei g-egen den Montag völlig unveränderten Preisen nahm der Markt einen schleppenden Verlauf, da jegliche Anregung fehlte. Das Angebot blieb in allen Getreidearten reichlich. Futtermittel waren seitens der Fabriken ebenfalls stärker offeriert, die Preise bröckelten zum Teil weiter etwas ab. Es notierte (Getreide per Tonne, alles übrige je 100 Kilo) in Mark: Weizen 195 bis 196, Roggen 172,50 bis 173, Braugerste 175 bis 177,50, Hafer 146 bis 149; Weizenmehl» Spezial 0 mit Austauschweizen, 29,10 bis 29,65, dasselbe ohne 27,60 bis 28,15, Roggenmehl, 0- bis 60prozentig, 23,50 bis 24, dasselbe südd. Spez. 0, 24, Weizenkleie 10,60, Weizenfuttermehl 11,50, Roggenkleie 10,50, Sojaschrot 15,20, Palmkuchen 15,50, Erdnußkuchen 16,40 bis 17,15, Treber 17,50, Trocken- schnitzel 10,25, Heu, südd., 6,50 bis 7, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 2 bis 2,20, dasselbe gebündelt, 2 bis 2,10. Tendenz ruhig. Allgäuer Butter» und Käsebörse. Kempten, 31.Jan. Allgäuer Molkereibutter, 1. Qualität, 125 (letzte Notiz: 125), Allgäuer Molkexei- butter 123 (123), Sennbutter 116 (116), Bauern- butter 86 (86), Rahmeinkauf bei 42,5 v. H. Fettern- heiten ohne Buttermilchrückgabe 123 (123), Allgäuer Weichkäse mit 20 v. H. Fettgehalt, grüne Ware, 23 bis 26 (23 bis 26); Marktlage normal. Allgäuer Emmenthaler mit 45 v. H. Fettgehalt, 1. Sorte, 70 bis 72 (70 bis 72), derselbe, 2. Sorte, 65 bis 67 (65 bis 67). Marktlage unverändert. Notiz: Die Preise sind Erzeugerpreise ab Lokal oder ab Station des Erzeugers ohne Verpackung für ein Pfund. Frankfurter Schlachtvielzmarkt. F r a n k f u r t a. M., 1. Febr.uar. Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 37 Rinder, 931 Kälber, 394 Schafe, 532 Schweine. Es kosteten: Kälber 22 bis 43 Mark, Hämmel 25 bis 32 Mark, Schafe 23 bis 28 Mark, Schweine 43 bis 49 Mark.— Marktverlauf: bei allen Viehgattungen ruhig. Die Zag- im Februar. TNiltagsbörse befestigt. Frankfurt a. M., 31. Jan. Die Börse lag sehr ruhig und uneinheitlich. Es erfolgten zum Ultimo noch geringfügige Glattstellunaen. Da die Kulisse auf die Reichstagsrede des Führers hin offenbar vorgekauft hatte, erfolgten gewisse Positionslösungen, auf der anderen Seite lagen einige Käufe der Kundschaft vor, so daß die Kursbesserungen überwogen. Die Rede des Reichskanzlers wurde nach wie vor zuversichtlich für die weitere Entwicklung der Wirtschaft an der Börse besprochen, außerdem regten Abschluherwartungen der Transferbesprechungen an. Farbenindustrie setzten 0,50 v. H., Deutsche Erdöl 0,40 v. H. schwächer, Metallgesellschaft 1 v. H. fester ein. Am Elektromarkte lagen Tarifwerte fest, es gewannen Bekula, Gesfürel und Rhein. Elektro je 0,75 v. H. Siemens vor der Bilanzsitzung, über deren Ergebnis an der Börse noch nichts bekannt wurde, 2,25 v. H. schwächer. Montanwerte eher freundlich, doch betrugen die Besserungen nur durchweg 0,25 v. H. Phönix allerdings 0,75 v. H. niedriger. Kaliwerte lagen fest, Aschersleben + 2 v. H., Kali Westeregeln + 3 v. H. Im einzelnen lagen Bemberg 2 v. H. niedriger, dagegen Zellstoff Waldhof 0,13 v. H., L. Tietz 0,75 v. H., Daimler 0,25. v. H., Reichsbankanteile 1,50 v. H. höher. Von Transportwerten Reichsbabn-VA. 0,13 v. H. freundlicher, AG. für Verkehr 0,65 v. H. niedriger, Schifffahrtswerte behauptet. Auch der Rentenmarkt lag ziemlich ruhig. Reichsmark-Obligationen bis 0,25 v. H. freundlicher. Von Reichsanleihen Alt- und Neubesitz je 0,13 v. H. schwächer, späte Reichsschuldbuchforderungen behauptet. Von fremden Werten zogen Ungar. Goldanleihe um 0,25 v. H. auf 6,45 v. H. an. Auch im Verlaufe blieb das Geschäft an allen Märkten recht ruhig und die Kursgestaltung weiterhin uneinheitlich. Von Aktien bröckelten IG. Farben erneut 0,50 v. H., Daimler 0,40 v. H., Lahmeyer 1 v. H. ab. Andererseits waren Kali Westeregeln erneut 1,50 v. H. fester. Die verspätet zur Notiz gekommenen Werte lagen meist etwas fester, außer Conti Gummi (—2 v. H.). Reichsanleihen gingen ebenfalls etwas zurück, Altbesitz 96,25 nach 96,40, Neubesitz 18,90 nach 18,95. Don Länderanleihen waren Hessen von 1928 und 1929 weiter erhöht, im übrigen traten kaum Veränderungen ein. Von Stadtanleihen waren Mainzer 0,65 v. H. gedrückt, die übrigen blieben behauptet. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen bei kleinstem Geschäft gut behauptet, Liguidationspfandbriefe dagegen zeigten Schwankungen bis 0,75 v. H. nach beiden Seiten. — Tagesgeld war zum Ultimo gefragt und um 0,50 v. H. auf 4 v. H. erhöht. Abendbörse: klein. Das Geschäft an der Abendbörse war infolge Ordermangels klein. Einige Umsatztätigkeit entwickelte sich lediglich aus der Kulisse heraus, so daß die Kurse gegen den Berliner Schluß meist leicht anzogen. Der Ultimo brachte keine Schwierigkeiten, ferner wirkten die Ausführungen des Reichskanzlers und ihr Auslandsecho nach. Der Monat Februar ist einer der stillsten Monate des ganzen Jagdjahres. Die meisten Wildar- ten haben Schonzeit. Rot- und Damwild genießen den Schutz des Gesetzes. Wenn in Hessen darin für das männliche Wild noch eine Ausnahme gemacht wird, so ist zu hoffen, daß es zum letzten Mal in diesem Jahre geschieht und daß übers Jahr auch darin einheitliche Bestimmungen für das ganze Reich bestehen. Der weidgerechte Jäger stellt an sich schon den Abschuß von sich aus ein. Gegen Monatsende beginnen die starken Hirsche oft schon mit dem Abwurf des Geweihes. Schwarzwild wird, wenn Schneefall die Möglichkeit zum Kreisen bietet, noch besagt. Das Rehwild ist bis jetzt ohne nennenswerte Verluste durch den Winter gekommen. Der seither meist herrschende Frost ist dem Gesundheitszustand des Wildes außerordentlich förderlich gewesen. Der erfahrene Jäger weiß, daß die schlimlnste Zeit beim Uebergang des Winters ins Frühjahr erst kommt. Im März und April haben wir in den letzten Jahren immer die größten Verluste gehabt. Um ihnen vorzubeugen, oder sie einzuschränken und für die Erhaltung eines gesunden Wildstandetz, sind ausgiebige Salzlecken von größter Bedeutung. Der Revierinhaber, der an der Ausgabe dafür herumzwackt, spart; am falschen Platz, weil er durch die Verluste am ; Wild einen um so größeren Schaden erleidet. Je häufiger dem Wild die Gelegenheit zum Lecken geboten wird, um so besser ist es. Ein Hegegang zeigt, I daß die stärkeren Böcke schon hoch geschoben haben. Der Januar ist nicht sehr winterlich verlaufen. Das hat immer zur Folge, daß frühzeitig Junghafen sich einstellen, die dann draußen im Felde kaum Deckung finden und den Elstern, Krähen, und anderem Raubgesindel wehrlos ausgesetzt sind.' Kurzhalten der schwarzen Gesellen und Wieselfang! in der Kastenfalle sind wichtige Hegemaßnahmen. Gerade im Interesse des für dar Jagdjahr so wichtigen ersten Hasensatzes ist es wichtig, darauf zu achten, daß das Sengen der Rains und Schneiden und Roden Hecken im Februar beendigt wird, wenn es nicht überhaupt unterbleiben kann. Gerade das Sengen wird sehr oft von Jugendlichen.ausgeführt, während nur der Jagdbefitzer dazu berechtigt ist. Ihm aber verbietet es das Gesetz auch nach dem 1. März. Es ist dabei einerlei, ob es sich um eine Behörde (Eisenbahn- oder Straßenverwaltung) handelt, oder um Privatpersonen. Die Organe des Jagd- und Naturschutzes sind gehalten, derartige von dem Naturschutzgesetz mit Strafe bedrohte Handlungen zur Anzeige zu bringen. Die Entenjagd ging zu Ende. Auch die F a- fanenhenne ist vom Abschuß zu verschonen. Ebenso hat das neue preußische Jagdgesetz die Jagd auf den bunten Hahn bereits geschlossen, der in Hessen noch geschossen werden kann. Jeder Jagdpächter sollte danach trachten, wie er dem Fascmenbesatz weiterhelfen kann. Die Erfahrungen 'mit dem Aussetzen sind in den meisten Revieren so erfreulich, daß Fortsetzung dringend erwünscht erscheint. Der Februar ist, nicht nur wegen des geringeren Preises, sehr gut geeignet dazu. Denn in ihm läßt sich der Fasan meist noch leicht an Fütterung und damit ans Revier fesseln. Der Dachs, der in Preußen schon Schonzeit hat, darf auch in Hessen vom 16. Februar ab nicht mehr besagt werden. Denn oft findet man schon vor diesem Termin Jungdächse im Bau. Das übrige Raubwild steht in der Roll- oder Ranzzeit, die bei den echten Mardern allerdings, wie wir jetzt wissen, eine falsche Nanz darstellt, während die echte in den Juli-August fällt. Die Gelegenheit, den Fuchs in dieser Zeit vor dem scharfen Erdhund auf dem Bau zu schießen, wird sich der Jäger um so weniger entgehen lasten, je mehr die Anwendung jeglicher Tellereisen, wie durch das neue preußische Jagdgesetz, verboten wird. Damit werden rasch tötende Fangarten wieder zu ihrem Recht kommen, oder aber wird sich der Jäger mit den verschiedenen Arten der Fuchsjagd (Reizen, Lappen, Luderplatz, Drücken) wieder mehr vertraut machen müssen. Wenn man zur Zeit ins Revier kommt, fällt einem sofort die auffallend große Zahl von Bussarden auf. Es unterliegt wohl keinem Zweifel, daß darunter zahlreiche Nordländer sind, die wieder verschwinden. Aber immerhin bleiben auch dann noch so viele zurück, daß sie u. U. für die Jagd unangenehm werden können. Daß sich unter ihnen Spezialisten mit besonderen Interessen für Fasanen- und Hühnerfütterungen befinden, ist längst erwiesen. Diele Jäger sind sich nicht darüber im Klaren, daß ihnen das Gesetz die Möglichkeit der Abhilfe bietet, und sie rechnen den Bussard zu den ganzjährig geschützten Raubvögeln. Dies ist verkehrt. Er darf in Hessen bis Ende März und in Preußen jetzt auch bis Ende Februar geschossen werden. Eine kleine Einschränkung ist dadurch möglich, ohne daß er von einer besonderen Gefahr für feinen Bestand bedroht würde. Denn die größte Gefahr für ihn waren die Eisen, die restlos verboten find. Der Jagdschutz muß sich vor allem der Bekämpfung der Hundeplage zuwenden. Der jagdliche Laie macht sich keine Vorstellung davon, welche Wildwerte alljährlich durch Hunde vernichtet wer- den. Die Gefahr wird um so größer, je mehr von Leuten, die von Dressur und Führung von Hunden keine Ahnung haben, hetz- und jagdlustige Rassen gehalten werden. Die Bekämpfung ist durch das neue preußische Jagdgesetz wiederum erleichtert worden in der richtigen Erkenntnis der hier drohenden Gefahr, die alle Hege und Pflege einer Jagd illusorisch machen kann. Leider verschwinden noch zu viele Hunde still, ohne daß der Besitzer zum Schadenersatz für gerissenes Wild herangezogen worden ist. Würde dies mehr geschehen, so wäre es bald anders. Hubertue. Daten für Donnerstag, I.Februar. 1874: der Dichter Hugo von Hofmannsthal in Wien geboren (gestorben 1929); — 1905: der Maler Oswald Achenbach in Düsseldorf gestorben (geboren 1827); — 1933: Aufruf an das deutsche Volk (Adolf Hitler verkündet feinen Vierjahresplan). Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Den Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzt beichlostenen Dividende an — Reichsbankdiskoni 4 o H. Lombardzinsfuß 5 o. H tfrrontiur u. 1>1 Berlin Hranktun o.M Berlin Schluß- hirt Schlußk. Bbend- börse Schluß- kurS Schlußk Mittag« bSrse Schluß- Iur4 Schlußi. Abend- dürfe Schluß« kurs Schlußk. Mi'iag« bürt Datum 30-1 31-1 30. L 31-1 Datum 30-1 31-1 30-1- 31-1. 6% Deutfrfie Reichoanleihe v 1927 «% cljem.7% Dl. Reichsanl. v. 1920 6^1% Doung-Anleihe von 1930 Deutsche lUnl.-Vlbloi.-GdiulD mit AuSlos.«Rechten ..... DeSgl. ohne AuSIol.-Rechte...... 6% e()em.8% -ess. Äolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%) .... 6% Hess. LandeSbank Darmstadt Gold fit 12 6Yt% Hess. Landes-Hypotheken- bank Darmstadl Liaui Oberhessen Provinz-Anleihe mit AuSlos.-Rechten Deutsche Komm. Eammelabl. Anleihe Serie 1 mit AuSlol.-Rechten 6% ehem. 8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar biS 1935 •% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe, 16 unkündbar bis 1936 6Yi% ehem. 4Vi% Franks Hyp.- Bank-Llqil.-Pfandbricse Wo ehem 4y,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Gvidpfe 6% ehem. 8% Pr Landespfand- briesanslall, Pfandbriefe R. 19 <% ehem. 7% Pr LandeSpsand- briefanstall, Pfandbriefe R. 10 Steuergutsch BerrechnungSkurS 4% Oesterretchiichr Gvldrenre 4,20% Lestcrceichilche Silberrente 4% Unganjche Goldrenle 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 *Vi% desgt. von 1913 6% adgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Zvllanleihe von 1911 4%^Türkische Bagdadbahn-Anleihe 94,13 100,3 95,75 96,5 19,1 95,5 92,5 91,9 93 95,13 93 93 91,65 92,4 94 94 97 20 0,90 6,2 5,7 5,65 7 6 94,65 100,25 96 96,4 18,9 96 92,5 91,9 94 95 93 93 92,25 92 94 94 97 20 0,90 6,45 5,7 5,75 7,25 6 93,75 100,3 95,65 96,4 19 95,65 95,25 94 94 97 20,5 0,90 6,1 5,7 5,6 7,3 6 6,05 94,25 100,2 96 96,4 18,85 95,65 92,5 95,5 94 94 97 21 1 6,4 6 5,75 7,75 6 6,1 4% deagl. Serie II 6% Rumcin. vereinh. Rente v. 1903