Dienstag, 2. Januar <934 IM. Jahrgang Annahme von Anzeigen für die Tagesnummer bis zum Nachmittag vorher Preis für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Reichspfennig; für Textanzeigen von 70 rnm Breite 60 Reichspfennig, Platzvorschrift 25% mehr Chefredakteur: Dr. Friedr. Wilh. Lange Verantwortlich für Politik Dr. Fr. Wilh. Lange; für Feuilleton Dr. H. Thyriot; für den übrigen Teil Ernst Diumschein und für den Anzeigenteil i. V. Th. Kümmel sämtlich in Gießen Hr. 1 Erstes Blatt Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gienener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte „ 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernfprechanschliifse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen Postscheckkonto: Zrantsurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Vrühl'sche Univerfitäts-Vuch- und Zteindruckerei R. Lange in Gießen. Scstriftlertung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Deutschland tritt über die Schwelle des neuen Jahres. Eine Reujahrsboischast des Führes: Dank für das Lahr der deutschen Revolution. — Parole für das kommende Lahr des deutschen Aufbaus. Berlin, 2. Ian. (DNB.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht in großer Aufmachung einen Neujahrsaufruf des Führers an die Partei, in dem es heißt: Nationalsozialisten, Nationalsozialistinnen, Parteigenossen! 12 Wahlkämpfe im Jahre 1932 hatten auch an unsere eigene Kraft und unsere Nerven d i e schwer st en und Höch st en Anforderungen gestellt und trotzdem! Niemals hatte ich die Notwendigkeit, den Kampf um die Macht ohne Kompromisse bis zur letzten Konsequenz sortzufüh- ren mehr erkannt, als damals, niemals war ich mehr bereit, dieser Erkenntnis blind zu gehorchen, niemals aber hat sich zugleich Euere Treue und Anhänglichkeit, meine Parteigenossen und -genossinnen, mehr bewährt als in dieser letzten schwersten und entscheidenden Zeit! Dreizehn Jahre lang habe ich als Nationalsozialist und als Euer Führer mit äußerstem Fanatismus die These vertreten, daß das Wort Kapitulation in unserem Lexikon nie zu finden sein darf. Es ist immer noch besser, in Ehren vernichtet zu werden, als sich Feinden freiwillig zu unterwerfen. Der Erfolg des 15. Januars 1933 in Lippe-Detmold führte zur endgültigen Entmutigung unserer Gegner und leitete damit jene große Umwälzung ein, die Deutschland seit vielen Jahrhunderten erlebt hat. Am 30. Januar wurde durch den großherzigen Entschluß des Herrn Reichspräsidenten die nationalsozialistische Bewegung mit der Führung des Reiches betraut. Was sich in den zurückliegenden elf Monaten seitdem in Deutschland vollzogen hat, ist ein Wandel von so wundervollem Inhalt und Ausmaß, daß ihn spätere Generationen schwerlich in seinem Umfange werden erfassen können. Am 12. November haben sich nahezu 50 Millionen Deutsche zu diesem Regiment und über 40 Millionen zu unserer Politik bekannt! Getreu dem Programm unserer Bewegung haben wir in diesen elf Monaten einen unerbittlichen Kamps ausgenommen gegen die Feinde und Zerstörer unseres Volkes und Vaterlandes. Die große mir selbst gestellte Aufgabe meines Lebens hat in knapp sechs Monaten ihre Erfüllung gefunden. Der Marxismus wurde vernichtet und der Kommunismus zu Boden getreten! Der Marxismus in Deutschland existiert nicht mehr! Der Nationalsozialismus ist Sieger geblieben und wird feine Gegner niemals mehr sich erheben lassen! Wir haben dem Marxismus nicht die Organisationen verboten, nein, wir haben ihm das Volk genommen. Der deutsche Arbeiter ist nicht mehr ein Fremdkörper im nationalen Staate, sondern die tragende Kraft der deutschen Nation. Und so wie der marxistische Feind vernichtet wurde, sind die bürgerlichen Parteien beseitigt. Die Organisationen der Klassenspaltung, des Klassenhasses und des Klassenkampfes sind auf beiden Seiten aufgelöst und weggefegt. Der Staat dieser Parteien aber, er existiert nicht mehr. Den parlamentarischen Geschäften mit ihren korrump- tierenden Kuhhandel ist ein für allemal ein Ende bereitet worden. Das nationalsozialistische Prinzip der Autorität bet 3üt)tung hat die parlamentarische Unfähigkeit besiegt. ken den Männern der Organisation unserer Bewegung, unseren Amtswaltern, will danken den Männern unserer Propaganda und unserer Presse, will danken den hunderttausenden Frauen, Mitkämpferinnen und Helferinnen für unser neues Reich. Und ich will weiterhin danken den Männern der großen Organisation m e i n er S A. und SS., und ich will dabei insbesondre auch jenen danken, die ähnliche Ziele verfolgend, aus einem anderen Lager zu uns gestoßen sind und nun heute als Stahlhelmkameraden zu uns gehören für immer. Ich will danken meinen alten treuen Mitkämpfern, die heute a l s Führer der gewaltigen Organisation unserer Bewegung, in der SA. und SS., dem Stahlhelm, in der Jugend sowie in der Presse oder im Staatsdienst die Garanten für das Gelingen der nationalsozialistischen Revolution waren und für immer sein werden, danken dem Manne, der als Führer des Stahlhelms über die persönliche Verbundenheit hinaus, in großherziger Weise seinen verband der nationalsozialistischen Bewegung eingegliedert hat, und will endlich auch jenen danken, die, obwohl nicht zu uns gehörend, dennoch mi t mir und mit uns im Sinne unserer nationalsozialistischen Idee und für unsere nationalsozialistische Revolution eingetreten sind und weiterhin mit uns kämpfen wollen. So verlassen wir das Jahr der deutschen Revolution und gehen als Nationalsozialisten hinein in das Jahr des deutschenAufbausmit dem gegenseitigen Versprechen, eine verschworene Gemeinschaft zu sein, erfüllt von dem einzigen glühenden Wunsch, unserem deutschen Volke dienen zu dürfen zu seinem friedlichen Glück. München, den 1. Januar 1934. Gez.: Adolf Hitler. Der Appell des Führers. München, 1. Jan. (DNB.) Der „Völkische Beobachter" veröffentlicht folgendes Geleitwort des Führers für 1934: Seid in den kommenden Mona- ten und Jahren hartund entschlossen, treu und zugleich diszipliniert. Kennt kein anderes Ziel, als Deutschland wieder glücklich und da- mit wieder frei zu machen, kein anderes Ziel, als den Millionen unserer Volksgenossen wieder ihre Ehre zurückzugeben. Am Anfang unseres Kampfes stand Deutschland, am Ende unseres Kampfes wird wiederum Deutschland stehen. gez.: Adolf Hitler. Gegenseitiges Vertrauen die Voraussetzung jeder Zusammenarbeit. Willensgemeinschast des Volkes. Wir alle sind uns dabei im klaren, daß die Durchdringung unseres öffentlichen Lebens mit diesen neuen Gedanken nicht in wenigen Monaten erfolgen kann, sondern einer jahrzehntelangen Erziehung und dauernden Weiterbildung bedarf. Gleichlaufend mit dieser Ueberwindung des Parteienstaates erfolgte die Stärkung der Autorität des Reichsgedankens. Diese Neubildung des Reiches erhält aber ihre höchste Bedeutung erst durch die Bildung einer wirklichen deutschen Nation. Das deutsche Volk hat sich über Parteien — Stände — Konfessionen und Weltanschauungen hinweg endlich zu ei a e r E i n - heit zusammengefunden. Den Schädlingen an dieser Gemeinschaft aber ist auf allen Gebieten unseres öffentlichen Lebens ein unbarmherziger Kampf angesagt worden. Wir haben uns bemüht, die W i r t s ch a f t von jenen Parasiten zu befreien, die in der organisierten Zersplitterung das heil ihrer eigenen Existenz erblickten. Wir haben daher den internationalen marxistischen Zerstörern unseres uralten Gewerkschaftsgedankens die Organisationen genau so aus den Händen genommen, wie umgekehrt auch den Vertretern großkapitalistischer Syndikate. Wir haben damit das Vertrauen der gesamten Wirtschaft in die politische Führung der Nation so gestärkt, daß sie nunmehr auch ihrerseits den großen Aufgaben gerecht werden konnte, die wir ihr zu stellen gezwungen waren. Denn die Katastrophe unterer Arbeitslosigkeit kann nur behoben werden d u r ch d i e ä u ß e r st e n A n st r e n- qungen aller, denen wieder allein das gläubigste Vertrauen die Voraussetzungen zum Erfolge schaffen kann. Und in knapp elf Monaten ist es uns gelungen, einen hohen Prozentsatz der deutschen Arbeiter und Angestellten wieder in eine allen nützliche Produktion zurückzuführen. Gewaltig sind die wirtschaftlichen Aufgaben, die wir uns stellten und an deren Erfüllung wir tätig sind. DieMotorisierungunseres Verkehrswesens hat in diesem Jahr einen außerordentlichen Aufschwung genommen. Ein gewaltiges Straßennetz befindet sich im Van. Heber 1,5 Millionen Bauarbeiter und Handwerker sind zur Zeit in Deutschland damit beschäftigt, Reparaturen an Häusern und Wohnungen anszusühren. Große öffentliche und private Staats- und Monumentalbauten sind begonnen worden. Der planmäßigen Zerstörung des B a uern- tu ms wurde von oben herunter Einhalt ge-> boten. Ungeheuere soziale hilfswerke sind ins Leben gerufen. Es ist unser unerfdjüt- terlicher Wille, genau so wie wir bisher in 14 Jahren den Kampf um die Macht erfolgreich bestanden haben, am Schluß auch den Kampf gegendieNot erfolgreich zu beenden! Indem wir das Zentrum vernichteten, haben mir nicht nur Tausende von Priestern wieder in die Kirche geführt, sondern Millionen von anständigen Menschen den Glauben an die Religion und die Priester zurückgegeben. Der Zusammenschluß der evangelischen K ' r ch e zur Reichskirche, das Konkordat mit der katholischen Kirche, sie sind nur Marksteine auf dem Wege zur Herstellung eines nützlichen Verhältnisses und einer nützlichen Zusammenarbeit zwischen dem Reiche und den beiden Konfessionen. Der Kampf gegen die religiösen, sittlichen und moralischen Verfallserscheinungen wäre aber zwecklos geblieben, wenn wir nicht d i e d e u t s ch e P r e s s e aus dem Niveau einer manchmal geradezu planmäßigen Zersetzungs- I arbeit berausqehoben hätten. 3u sich selbst zunickgefmiden. Oer höchste und schönste Erfo'g dieses Jahres. Wenn bas deutsche Volk den großen Kampf unserer Bewegung und der von ihr getragenen deutschen Regierung um den Frieden, die Ehre und die Gleichberechtigung am 12. November mit dem gewaltigsten Votum, das jemals abgegeben wurde, unterstützte, dann weih ich, daß dies nicht so sehr ein Zeichen für die Vorzüglichkeit seiner heutigen Regierung ist, als vielmehr ein Zeichen für die innere 21 n ft ä n - digkeit unseres Volkes selbst, das sich wieder zu seinem besseren Ich zurückgefunden hat. Und dies ist d e r h ö ch st e u n d s ch ö n st e Erfolg dieses Jahres! Wenn dieses große Werk der Reorganisation unseres Volkes und Reiches so erfolgreich m Angriff genommen werden konnte, dann war esnur möglich dank dem Geist der nat.onalsoz.al. t.scheu Partei. Ihr, meine Parteigenossen und -genossinnen, seid die Träger unseres K a m p f e s t n d e r Vergangenheit gewesen, und Ihr allein Cnnm di- Garanten sein für den Aufbau in der Zukunft! Ohne die nationalsozialistische Partei ohne die SA. und SS. hätte aber selbst eine deutsche Erhebung nur den Charakter eines blutigen Gemetzels annehmen können und nur dank ihr ist eine der größten Revolutionen der Weltgeschichte in einer Disziplin und einer Ordnung vollzogen worden, die nur in einem einzigen Staat der neueren Zeit em Vorbild und Gleichnis besaß: In Italien, der faschistischen Revolution. Das Ziel unseres Kampfes für die deutsche Nation auch nach außen ist kein anderes als unserem Volke die Ehre und die Gleichberechtigung zu geben und aufrichtigen Sinnes m i r z u - helfen an der Vermeidung eines Blutvergießens in der Zukunft, in dem wir ehemaligen Soldaten des Weltkrieges nur eine neue Völkerkatastrophe eines w ahn - finnig gewordenen Europas erblicken könnten. So will ich am Ende dieses Jahres nun all den Mitkämpfern der Partei d a n k e n, ich will ban- Deutschlands Wünsche an die Welt. Der Reujahrsmorgen in der Reichshauptstadt. Berlin, 1. Jan. (DNB.) Am Neujahrsmorgen fand in der Reichshauptstadt zum ersten Male seit vielen Jahren wieder ein großes Wecken statt. Der Tiergarten lag noch im Dunkeln, als das Musikkorps und die Spielleute der Landespolizeigruppe Wecke z. b. V. eintrafen, um zum großen Wecken aufzuziehen. Unter den Klängen des Deutschlandliedes und der Preußenhymne marschierte die Truppe durch das Brandenburger Tor, wo sich eine zahlreiche Menschenmenge versammelt hatte. Durch die Friedrichstraße ging der Marsch zum Potsdamer Platz und von dort zur Wohnung des Ministerpräsidenten Göring. Das Musikkorps nahm im Garten Aufstellung und spielte den Marsch des ehemaligen Regiments des Ministerpräsidenten, der 112er, sowie den Friedericus Rex und den York-Marsch. Von Tausenden begleitet zog darauf die Truppe wieder zurück. Kurz vor 10 Uhr marschierte d i e Ehrenwache für den Reichspräsidenten von der Kaserne in der Rathenower Straße ab. Der Marsch ging zunächst zum R eichsehrenmal Unter ben ßinben und von dort zum Reichspräsidentenpalais. Die Ehrenwache besteht aus einem Zug des in Neiße liegenden 7. Reichswehrregiments. Unter dem Jubel der Menge trat der Reichspräsident vor das Portal,'wo er die Meldung des Zugführers Leutnant Schindler persönlich entgegennahm. Die Wünsche des Diplomatischen Korps. Berlin, 1. Jan. (DNB.) Anläßlich des Neujahrstages fanden bei dem Herrn Reichspräsidenten die üblichen Empfänge statt, die um 10,45 Uhr durch das Aufziehen der Wache eingeleitet wurden, deren Meldung der Herr Reichspräsident an der Tür seines Hauses entgegennahm. Um 11 Uhr empfing der Herr Reichspräsident in seinem Arbeitszimmer eine Abordnung der „Salzwirker-Brüderschaft in Thale zu Hall e", die ihm altem Brauch der Halloren Salz, Schlackwurst und ein Neujahrglückwunschsgedicht, den sogenannten Neujahrscarmen, überbrachte. Der Herr Reichspräsident dankte mit herzlichen Worten und sprach der Abordnung seine besten Neujahrswünsche aus. Um 11.30 Uhr begann die Anfahrt des Dipl o m a t i s ch e n K o r p s. Die Chefs der beim Reich beglaubigten fremden diplomatischen Vertretungen, denen eine im Ehrenhof aufgestellte Abteilung Reichswehr unter Führung eines Offiziers bei'ihrem Eintreffen militärische Ehrenbezeugungen erwies, versammelten sich in dem großen Saal des Reichspräsidentenhauses. Um 12 Uhr betrat der Herr Reichspräsident den Saal, gefolgt vom Herrn Reichskanzler, dem Reichsminister des Auswärtigen Frh. v. Neurath nebst den Herren der Umgebung. der apostolische Nuntius Msar. Cesare Orseniao bracht-: als Doyen des Diplomatischen Korps dessen Glückwünsche in einer Ansprache zum Ausdruck, in der er u. a. ausführte: Das zur Neige gegangene Jahr ist für Deutschland außerordentlich reich an Ereignissen politischer, wirtschaftlicher und sozialer Art gewesen, und wir haben sie mit der lebhaftesten Aufmerksamkeit verfolgt. Für uns, die unmittelbaren Zeugen der Wechselfälle, von denen die Geschichte der letzten Jahre dieses Landes durchweht ist, war es nicht schwer, uns klar zu werden über den tiefgehenden politischenUm- s ch w u n g, der für Ihr Land einen wahren Wendepunkt der Geschichte bezeichnet. Unsere Herzen haben sich gefreut, als die Männer, denen Eure Exzellenz die Geschicke dieses Landes anoer- traut haben, feierlich ihre Bereitwilligkeit erklärten, die zwischen Deutschland und den anderen Nationen schwebenden Angelegenheiten auf dem friedlichen Wege freundschaftlicher Verständigung zu regeln. Im Glanze so edler Versprechungen begrüßen wir vertrauensvoll die Morgenröte des neuen Jahres und entbieten Ihnen, Herr Reichspräsident, die heißesten und aufrichtigsten Wünsche für die Wohlfahrt und das Gedeihen Ihres Vaterlandes. Der Reichspräsident erwiderte darauf in einer Ansprache, in der er erklärte: Mit Recht haben Sie darauf hingewiesen, daß das vergangene Jahr für Deutschland außergewöhnlich reich an Ereignissen von weittragender Bedeutung gewesen ist. Das Jahr 1933 muß in der Tat als ein Wendepunkt in der Geschichte Deutschlands bezeichnet werden. Das deutsche Volk hat binnen kurzer Frist eine völlig geistige und seelische Wiedergeburt erfahren. Es ist nach langen Jahren voller Not und Leid z u neuem Lebensmut erwacht. Die zielde- mußt Führung des Staates, getragen von dem Vertrauen und dem Opferwillen aller Volksgenossen, hat es ermöglicht, der fortschreitenden Verelendung der Bevölkerung zu steuern. Der innere Hader ist gebannt. Mit der Hoffnung sieht vor allem die deutsche Jugend wieder in eine bessere Zukunft. Diese Wiedergesundung eines großen Landes wird sich — davon bin ich überzeugt — immer mehr als eine Sicherung des Friedens und der internationalen Wohlfahrt auswirken. Sie selbst, Herr Nuntius, haben auf die feierlich verkündete Friedenspolitik der Reichsregierung hin- gewiefen. Ich, der ich als Soldat die Schrecken dreier Kriege erlebt habe, weih, daß Regierung und Volk nichts anderes wollen, als auf der Grundlage von Ehre und Gleichberechtigung in Eintracht mit allen anderen Nationen zu leben. Mit der deutschen Gleichberechtigung wird < u ch das Vertrauen wiederhergestellt fejK, das die unerläßliche vorausseh» "g für eine fruchtbare Zusammenarbeit der R^ierungen bildet. Die hessische Gtaat^egierung zum Lahres»^chlel. Darmstadt. 30. Dez. Das Jahr 1933 hat der Nationalsozialist^ Bewegung den hark erkämpften Sieg gebrack unö lwgczeigl, daß die Bewegung anb faWfl lst, die Ge- und feinem Volke. Jung, Slaalsminiffer. lweg mit dem :t der fpieß- 'z, der die -e Stelle und Le- "schenkt im tun '.gen dienst, wenn schon nach wenigen Jahren dieses politische Instrument jene Kraft entfalten konnte, die es mir ermöglichte, den Kampf um die Macht und die Niederringung des marxistischen Gegners endgültig zu bestehen. — 21 n den Reichsführer der SS., Himmler, schreibt 2ldolf Hitler u. a.: Aus diesen wenigen Schutzstaffeln eine gewaltige und in ihrer Art einzig dastehende Organisation entwickelt zu haben, ist Ihr Verdienst. Sie haben damit der nationalsozialistischen Revolution eine blind ergebene Stoßtruppe, dem nationalsozialistischen Staat eine unerschütterliche politische Garde gegeben, die den Grundgedanken unserer Bewegung in ihrem eigenen Fleisch und Blut verkörpert. — In dem Schreiben an Dr. Goebbels heißt es: Die Eroberung der Reichshauptstadt für die Bewegung ist Ihr Verdienst. Sie haben aber darüber hinaus die Propaganda der Partei zu jener unerhört scharfen Waffe gemacht, der im Laufe der Jahre ein Gegner nach dem andern erlegen war. neuen Jahr 1934 für unser Volk erho wir es im eisernen Willen und mit der ÄeujahrsbolschastandieVeamten Berlin, 30. Dez. (ERB.) Wie der Beamtennachrichtendienst mitteilt, richtet Reichsminister des Innern Dr. Frick eine Neujahrsbotschaft an die Beamten. In der Botschaft heißt es: danken des Führers zur Tak werden zu lassen. Das neue Jahr wird die zweite Etappe unseres Kampfes darstellen. Wir sind noch weit von dem Ziele entfernt, und Schwierigkeiten in großem Ausmaße müssen überwunden werden. Aber wir Rationalsozialislen haben den 7Nut und sind entschlossen, so lange zu kämpfen, bis wir die Ideen, wofür wir uns eingesetzt haben, auch die Idee des Sozialismus verwirklicht haben, wir werden nicht auf halbem Wege stehen bleiben, sondern in zäher unermüdlicher Arbeit unser Ziel erreichen. In diesem Kampfe muß sich jeder aber bewußt fein, daß der einzelne nicht mehr feiner Familie gehört, sondern dem Staate Der Führer dankt seinen hervorragendsten Mitkämpfern willige Winterhilfswerk ins Leben gerufen und dadurch denjenigen unserer Brüder, die Entbehrung leiden, Schuh vor hunger und Kälte gebracht. So konnte die deutsch? Not, die noch vor einem Jahre fast hoffnungslos auf uns lastete, in weitestem Umfange gemildert werden. Dieser Umschwung ist in erster Linie Ihr Werk, Herr Reichskanzler, ist der Erfolg Ihrer kraftvollen Führung und der hingebenden Arbeit Ihrer Mitarbeiter. Es ist mir daher gerade in dieser Stunde, wo wir auf das vergangene Jahr zurückblicken und in das neue ausschauen, ein Herzensbedürfnis, Ihnen für alles, roaa Sie für unser deutsches Volk und Vaterland geleistet haben, meinen tief empfundenen D a n k zu sagen. Ebenso danke ich Ihnen, meine Herren Reichsminister, und allen, die in der Reichsregierung und draußen im Lande an diesem Wiederaufbau m i t g e h o l f e n haben. Wöge das Jahr 1934 uns auf dem festen Boden, den wir durch unseren Zusammenschluß zur einigen Ration wiedergewonnen haben, weiter emporführen. Wöge es uns im Innern den Endsieg über Wirtschaftsnot und Arbeitslosigkeit bringen und möge es uns auch nach außen weiterführen auf den Weg zum wahren Frieden, dem Frieden der Ehre und Gleichberechtigung. So lassen Sie uns in dem festen vertrauen auf die deutsche Zukunft und auf Gottes Hilfe in das neue Jahr eintrelen und gemeinsam weiterarbeiten für unser geliebtes Vaterland! Weitere Empfänge. Huldigungen für Reichspräsident Hindenburgs Dank an den Führer. Oer Reichspräsident empfängt Reichskanzler und Reichskabinett. (Selbstlosigkeit und Kameradschaft! Oie Reujahrsbotschast des Reichsjugendführes. Reusahrsaufruf des Reichsministers der Lustfahrt. „3m Jahre 1933 hat der Sieg der nationalsozia- ustischen Revolution auch der deutschen Luftfahrt Um 11.30 Uhr fand der Empfang der Reichsregierung statt. An diesem nahmen teil: der Reichskanzler, der Vizekanzler, die Reichsminister sowie die Staatssekretäre des Reichs, ferner waren Reichsbankpräsident Dr. Schacht und preußischer Finanzminister Dr. P o p i tz anwesend. Reichskanzler Adolf Hitler begrüßte den Herrn Reichspräsidenten mit folgender Ansprache: „5)err Reichspräsident! Am Ende eines schicksalschweren Jahres haben sich heute die Mitglieder der Reichsregierung zu Ihnen. Herr Reichspräsident, begeben, um durch mich den Empfindungen des Dankes und der Verehrung Ausdruck zu verleihen, die in diesen Stunden nicht nur die Regierung, sondern das ganze deutsche Volk bewegen. Als Sie, Herr Reichspräsident, am 30. Januar 1933 die neue Reichsregierung beriefen und mir den ehrenvollen Auftrag ihrer Führung erteilten, wurde der Aufbruch des deutschen Volkes in eine würdigere und bessere Zukunft geleitet. Denn dieser Ihr damaliger Entschluß, Herr Reichspräsident, führte in der Folge zu jener unerhörten Geistes- und Willenseinheit in unserem Volke und zwischen ihm und seiner Führung, die am 12. November einen so denkwürdigen geschichtlichen Ausdruck fand. Das deutsche Volk aber ist glücklich geworden im Erleben dieser so lange entbehrten Einheit, die, ausgehend von Ihnen, Herr Generalfeldmarschall, bis zur deutschen Jugend alle umschließt. Die Kraft, die aus dieser Gemeinschaft strömt, hat es uns ermöglicht, in einer Zeit schwerster wirtschaftlicher und politischer Krisen das Reich in seinem Gefüge zu festigen, die Autorität der Regierung und die Achtung vor den Gesetzen zu erhöhen, dem religiösen, moralischen und kulturellen Verfall unseres ganzen Volkes Einhalt zu gebieten, den wirtschaftlichen Zusammenbruch aber nicht nur aufzuhalten, sondern auf vielen Gebieten sogar eine kraftvolle Wendung zum Besseren herbeizuführen. Getragen und gestärkt von dem Vertrauen und der Zustimmung, die Sie, Herr Reichspräsident, mir und der Regierung schenkten, konnten wir in Wahrung der Ehre und Gleichberechtigung des deutschen Volkes eine Politik verfolgen, deren letztes Ziel immer nur b i e Her- stellung eines wirklichen und aufrichtigen Friedens war und für alle Zukunst sein wird. Wir empfinden es dabei als eine besondere, gnädige Fügung des Schicksals, inJhnen.Herr R e i chs Präsident, als unserem oder- sten Schirmherrn für unser Wollen und sandeln einen Zeugen zu besitzen, der der ganzen Welt die Aufrichtigkeit unserer Absichten beweisen kann und muß. So spreche ich denn in diesem Augenblick nicht nur in meinem und im Namen der Reichsregierung, sondern im Namen des ganzen deutschen Volkes Ihnen, ehrwürdiger Herr Generalfeldmarschall und Präsident des Deutschen Reiches, für die durch Sie beschirmte Entwicklung dieses Jahres den tief st en und ehrerbietig st en Dank aus und verbinde ihn mit dem herzlichen Wunsche, der allmächtige Gott möge auch im kommenden Jahr Ihr Leben und Ihre Gesundheit in seine Sorge nehmen und mit seinem Segen bedecken zum Glücke des Reiches, dem in inniger Verbundenheit unter Ihrem Vertrauen zu dienen das Glück und die tiefste Genugtuung aller Mitglieder der Reichsregierung ist." Der Reichspräsident erwiderte mit folgender Ansprache: Herr Reichskanzler! Weine Herren!. Rehmen Sie meinen aufrichtigen Dank entgegen für die Glückwünsche, die Sie mir in so freundlicher Weise ausgesprochen haben. Ich erwidere Sie von Herzen mit meinen besten Wünschen für Erfolg und Segen Ihrer weiteren Arbeit und für Ihr aller persönliches Wohlergehen. Als ich heute vor einem Jahre meine Reu- sahrswünsche aussprach, gab ich der Hoffnung Ausdruck, daß das neue Jahr die seelische Verfassung des deutschen Volkes erneuern und uns den Geist innerer Verbundenheit und enger Schicksalsgerneinschafl wiederbringen möge. Ich kann heute mit Befriedigung und Dankbarkeit seststellen. daß dieser Wunsch Erfüllung gefunden hat. Das Jahr 1933 Hal Deutschland aus der inneren Zerrissenheit, aus den Kampf der Parteien und dem Gegensatz der Jntv-essen heraus und aufwärts geführt zur kaatsbewuhten Einigkeit und zum uiauben an fich selbst. Gestühl aus dieser»neuen Geist ist es der Reichsregierung in ZusamMnarbeit mit der deutschen Wirtschaft gelungen, W Honen arbeitswilligen Wenschenn.-^tzxxAxbeitzuschaffen und denen, die ^ch auf Beschäftigung warten, die Hoffnung ”l^*-)ugeben, daß auch sie nicht ewig feiern mu,^n*3n dem wieder erlangten Bewußtsein untosbck Schicksalsgemeinschaft h°< das deutsch« BoUbas gtofoe fcel. stehen bleiben werde bas Ringen b e r Jugend nach Wahrheit und das Streben nach Vollendung. Das Jahr 1934 werde in der Geschichte der nationalsozialistischen Bewegung das Jahr der Schulung genannt werden. Vier Millionen deutscher Junten gehörten heute zur Bewegung, und fast eine Million deutscher Mädels seien mit dem Bund deutscher Mädels in der Hitler- Jugend. Die Hitler-Jugend habe die ungeheure Aufgabe vor sich, die vielen Tausende, die seit der nationalen Erhebung zu uns gestoßen sind, im kommenden Jahre zu wirklichen Hitler- jungen zu machen. Der Nationalsozialist werde nicht durch Litzen oder Schnüre gekennzeichnet, sondern durch Haltung und Gesinnung. Die revolutionäre deutsche Jugendbewegung Adolf Hitlers werde das Jahr 1934 benutzen, um die letzten Reste liberalen, bürgerlichen Denkens und marxistischen Verrats auszurotten. Das Ziel sei die totale Verwirklichung des Nationalsozialismus. Die Fahne der Hitler-Jugend sei die Fahne der Selbstlosigkeit und der heiligen Kameradschaft. । Berlin, 1. Jan. (DNV.) Reichsjugendführer Baldur von Schirach richtete heute über alle deutschen Sender eine Neujahrs-Botschaft an die deutsche Jugend. Die deutsche Jugend habe im harten Ringen unserer Zeit gelernt, daß dienen und opfern die Voraussetzungen wirklichen staatlichen Lebens sind. Diese Jugend wolle nichts als Kameradschaft. Die Größe des Geldfacks und die Größe des Profits gelten nichts bei ihr. Sie kenne nur die Größe des Opfers und der Hingabe. Baldur von Schirach bezeichnete die Hitler-Jugend als die Garde des Führers, das Instrument seines Willens, dem sie in blindem Gehorsam und unbeugsamem Vertrauen folge, selbst gegen die Hölle, wenn er es so wolle. Von Adolf Hitler selbst stamme das Wort, die Jugend müsse von der Jugend geführt werden. Schule und Hitler-Jugend seien keine Gegensätze. Neben der schulischen Erziehung durch den Lehrer stehe die Erziehung in der Jugendgemeinschaft. In der Schule gelte die Autorität des Lehrers, außerhalb der Schule die des Jugendführers. Ununterbrochen be- gewidmet haben. , Ich erwarte, daß im neuen Jahre die gesamte B e r 1 i n, 2. Jan. (DNB.) Aus Anlaß der Jahres- deutfche Beamtenschaft unter Ueberwindung aller wende hat, dem „Völkischen Beobachter" zufolge, der Reste von Standesdünkel und Klassenverhetzung zu Führer an eine Reihe der ältesten füh- einem völlig geschlossenen, vom Geiste senden Parteigenossen persönliche Schreiber Volksgemeinschaft ebenso wie vom Geiste un- &en gerichtet. Der „Völkische Beobachter" veröftent- erschütterlicher Disziplin durchdrungenen Organis- licht im Wortlaut die Schreiben an den Stellver- mus zusammenwächst. Durch das Zusammen- treter des Führers, Rudolf Heß, den Reichsfchatz- wirken der Beamtenschaft und des ganzen deutschen meister Schwarz, den Verlagsdirektor Amann, den Volkes konnten im Jahre 1933 Leistungen von un- Stabschef Röhm, den Reichsführer der SS. Himm- erhörtem geschichtlichen Ausmaß vollbracht werden, ^r, den Reichspropagandaleiter Dr. Goebbels und Nicht weniger gewaltige Aufgaben wird uns das den Reichsleiter Alfred Rosenberg. Jahr 1934 stellen. Ich bin überzeugt, daß die deut- 3n dem Schreiben an den Stellvertreter sche Beamtenschaft auch im neuen Jahre im Dienste des Führers heißt es: Seit dem Jahre 1920 der Nation ihre Pflicht tun wird, von Stolz haben Sie Ihre Treue und Ihre Fähigkeiten mir und erfüllt, mitwirken zu dürfen an dem Aufbau und damit der Bewegung zur Verfügung gestellt. Freud Ausbau des nationalsozialistifchsn Staates, der die und Leid bis in das Gefängnis hinein haben Sie Zukunft unseres Volkes für alle Zeiten sichern soll. ’n diesen langen Jahren mit mir geteilt. In dem 1 Brief an den Stabschef Röhm sagt der Führer u. a.: Als ich Dick, mein lieber Stabschef, in Deine heutige Stellung berief, durchlebte die SA. eine schwere Krise. Es ist mit in erster Linie Dein Ver- schmuck einher, verlangt gute Wohnung! Nehmt teil an den Gütern der Kultur unseres Volkes! Mit einem Wo»t, verlangt alles das, was Deutschland ohne neue Programme und ohne schöne Konstruktionen geben kann, weil Deutschland es hat! Oberstes Gesetz muß fein, daß, wer arbeitet, wer was leistet, wer sich der Gemeinschaft fügt, auch ein Recht auf bas L 1 e n hat. Der barf forbern, ja er muß forbem! Haß, hinweg mit bem Neib, hinr bürgerlichen Angst! Hinweg mit b Wurzel alles Uebels ist, unb fetzt roieber bie Lebensfreude, Lebensbeja benskraft unb -energie! Wir wollen haben, wenn wir bas Glück unb bt Ich danke am heutigen Tage allen Beamten, die durch den Einsatz ihrer Person, durch Kampf unb Opfer den Weg ber nationalsozialistischen Bewegung mit vorbereitet haben. Mein Dank gilt aber zugleich auch allen benen, bie feit bem Siege ber Revolution sich selbstlos und hingebungsvoll dem Dienst am Aufbau bes neuen Reiches « die ihr gebührende Stellung im neuen Staat ge- , geben. Ich danke an her Jahreswende allen, bie a m Neuaufbau her nunmehr einheitlich zusammengefaßten deutschen Luftfahrt mitgearbeitet haben und wünsche ihnen in kameradschaftlicher Verbundenheit ein erfolgreiches Neues Jahr. Wir geloben: Das Jahr 1934 wird bie gesamte Deutsche Luftfahrt, wie bisher, in selbstloser Arbeit und treuer Gefolgschaft hinter unserem Führer Adolf Hitler finden. gez.: Göring." An die Wehrmacht! Reujahrserlatz des Reichspräsidenten und des Reichswehrministers. An die Wehrmacht! Am Abschluß eines für das gesamte deutsche Volk bedeutsamen Jahres übermittle ich allen Angehö- rigen bes Reichsheeres unb ber Reichsmarine meine herzlichsten Neujahrswünsche. Mit meinem Dank unb meiner Anerkennung' für bie Leistungen bes vergangenen Jahres verbinde ich die feste Zuversicht, daß bie Wehrmacht — bie Hüterin bes Staates — in gehorsamer treuer Pflichterfüllung unb unermüdlicher Arbeit weiterhin ihre Schuldigkeit tut. gez.: v. Hindenburg. Generalfeldmarfchall. An bie Wehrmacht! Reichsheer und Reichsmarine spreche ich zum Jahreswechsel meine herzlichsten Glückwünsche ans. Waffenträger der Nation zu fein, verpflichtet. Das deutsche Volk, bem bas vergangene Jahr bas Glück ber Einigung roieber beschert hat, sieht in Euch ben Ausdruck seiner Wehrhaftigkeit. Dient ihm weiter in treuer Pflichterfüllung und in den alten Soldatentugenben, bie Ihr als Erbe einer großen Trabition übernommen habt. gez.: v. Blomberg, Generaloberst. Günstige Aussichten für 1934. Die Entwicklung der deutschen Botts- wirtschast. Berlin, 30. Dez. (WTB.) Der Staatssekretär im Reichsflnanzministerium, Reinharbt, weist in einem Rückblick unb Ausblick zur Jahreswenbe barauf hin, daß bie Umsätze in ber beutschen Volkswirtschaft im Kalenberjahr 1933 um min = heftens 10 Milliarden Mark gestiegen seien. Fünf Milliarben bavon stellten neues Volkseinkommen bar. Im Jahr 1934 mürben die Um- fätze in der deutschen Volkswirtschaft wahrscheinlich um weitere 12 bis 14 Milliarden und das Volkseinkommen um weitere 6 bis 7 Milliarden Mark teigen. Die Folge dieser Entwicklung werde fein, daß bie Arbeitslosenziffer im Laufe des Jahres 1 934 wahrscheinlich um weitere zwei Millionen sinken unb das Aufkommen an Steuern, Abgaben unb Sozialversicherungsbeiträgen im Jahre 1934 in noch roe- entlich höheren Ziffern steigen werde als 1933. Die Gesamtaussichten für bas Jahr 1934 seien denkbar günstig. Die soziale, wirtschaftliche und manzielle Gesundung werde im Jahre 1934 noch wesentlich größeren Umfang erreichen als im Jahre 1933. Die Hauptsache werde fein, daß alle Volksgenossen im Rahmen der von ber Reichsregierung aufgegebenen Richtlinien nach wie vor unentwegt ihre Pflicht tun. Die durch Staatssekretär Reinharbt geförberte freiwillige Spende zur Förberung ber nationalen Arbeit- hat Enbe Dezember 100 Millionen Mark überschritten. Die Zahl ber bis Enbe Dezember gewährten Ehe- stanbsdarlehen beträgt 150000. Die Nachfrage nach Ehestandsdarlehen ist nach rote vor außerordentlich groß. Im Jahr 1934 sollen 200000 bis 2 5 0 0 0 0 Ehestandsdarlehen gewährt werden. Kraft, weiterzufchaffen und roeitergu* kämpfen Tag und Nacht, bis das Volk von feinen Fesseln befreit ist! Kraft durch Freude, bas soll für bas neue Jahr bie Devise für bie nationalsozialistische Gemeinschaft fein! Deshalb helft alle mit, jeder an feinem Platz! Rottet jede Mießmgcherei aus? Jeder Schieber und Gauner muß unverzüglich aus Deutschland ausgemerzt werden. Volk! Es liegt an dir, jene Luft zu erzeugen, in ber allein ber anständige Mensch leben kann. Vorwärts mit Adolf Hitler in das Reich der Kraft und der Größe unb ber Freude ... . unb bes Glücks! Um 12.45 Uhr empfing ber Herr Reichspräsident deSBezifkSlejikrS derOeuW-eN bie Mitglieder ber preußischen Staarsre- Arbeitsfront Hessen undHessen-Tlassan. abC,Äm Varteigenoffen, Kameraden. Amtswalter. Mit. Preußens^ die? herzlichsten' Miickwünsche T* " Mitglieder in unserer NSB0. und Ar- dst historstch^^Be^eu?una"^Nreuken^erm?derte «" öcr Schwelle des neuen Jahres stehend, erken- R"e i ch kt°g^p'r7s i^u^? das L"S?aa" AS&Ä'Sfo’Ä" M g“! "1 e "UStf »s ?5‘$-'S ”1 »?»■w»"- den, Staatssekretär Gr auert als Vertreter l k1 ff? tt. D Vreuüens hp« ftnnorHrhon /t>i4>olksgemeinschaft des nationalsozta- des Reichsrats aus. Der Herr Reichspräsident er- P/l $ f u n ß r b 111 - widerte die Glückwünsche mit herzlichen Worten. — n geleistet hatte. Die Glückwünlcke der TO e h r m n rh i iihprhrn.4if»n I 2ßort unseres Führers Adolf Hitler, daß die anschließend der Reichswehrminister Generaloberst ^^maa° Euck^d^ür V v. Blomberg sowie ber Chef der Marineleitung ° Euch dafür ber stolzeste Dank sein. Wir Abmiral Dr. h. c. R a e b e r. __ hieran fthlnü ii.-b fonnen weiter darauf stolz fein, baß unsere Arbeit ber Gratulationsempfang ber Vertreter bes Reichs- l"r hr a" Ehrender Stelle im Reich bantbireftorii ms sRräfihont tv ,2 * als vorbildlich anerkannt worden ist. Dies Geh Finanzrat Dr. B^rnb ar b unb @eb Hinan,.' Euch V e r p f li ck t u n g un d A n f p o r'n ! rat Dr. Vocke, sowie ber Hauptverwaltung ber s 9^- fe9nrn! Gu€rc Arbeit und Ihr wißt mit mir, Deutschen R - i ch S b ° h n gesell,chast Genera Idireksi^ b,e Forderungen, die dar neue Jahr an uns tot Dr. - Jng e b D o r d m ü I [ e r Dirpftnr fteUen roirb' eher noch großer als bie bes vergan- Kleinmann und Direktor Staats,ekretär^a^ tz'". werden Deshalb wird auch das kom- 23 0 n t ’ "i menbe Jahr tm Zeichen bes alten Jahres stehen: Währenb des ganzen Vormittaas mar di- toh- 2Irbeit .unI? Disziplin! Glückauf 1934! Helmstraße von einer großen Menschenmenge er- ?e£ f füllt, welche bie fremden Diplomaten und die ein- Clter# ber Deutschen Arbeitsfront Seinen Abordnungen mit Interesse begrüßte. Rach Hessen unb Hessen-Nassau. “95upn9räHbÄtoteas* s7nför Reichsführer des WHW. B°g?ister^g ^un7"m i "'d e L" L"u't fch - zum Jahreswechsel. blieb begrüßt. Derselbe Vorgang roieber- Berlin, 30. Dez. (TU.) Der Reichsführer des Holle sich vor der Reichskanzlei, wo sich WHW. und Reichswalter der NSV., Pg. Hilgen- d e r Führer zu wiederholten Malen den be- f e l b t, richtet anläßlich bes Jahreswechsels unb geisterten Massen zeigen mußte. der beginnenden zweiten Hälfte des WHW. u. a. $)ftt folgende Worte an feine Mitarbeiter unb alle deutschen Volksgenossen: Der erste Abschnitt bes Berlin, 30. Dez. (CNB.) Der Führer ber Winterhilfswerks liegt hinter uns. Wir können mit Deutschen Arbeitsfront Dr. Ley richtet im Deut- Z^".^tuung auf bas bisher Geleistete zuruckblicken. scheu" an die Deutsche Arbeitsfront eine längere mir ein Bedürfnis, den un^hligen deutschen Neujahrsbotschaft, in der es zum Schluß heißt: Dolksgenoffen im Namen der Bedürftigen für Arbeiter und Arbeiterinnen! Seid stolz, erhebt ‘ a *6 p.f e r f p enden z u danken, die es (Euer Haupt, habt Selbstachtung, geht sauber unb aUem ^0911^611 bie Notleidenden gegen Hunger rj------> - - ' ■ 1 7 — ' a 7 - 1 Unb Kalte zu schützen unb bas vergangene Weihnachtsfest zu einem F e st bes ganzen V 0 1- kes zu gestalten. Mein befonberer Dank gilt jeboch meinen unermüblichen rastlosen Mitarbeitern in Stabt unb Land, bie Dag unb Nacht rast- los im Dien ft e bes W 1 n t e r h i 1 f s w e r k s tätig waren. An alle Volksgenossen richte ich die Bitte, auch im neuen Jahr in treuer Kameradschaft zu Führer unb Volk zu halten unb ben Kampf bis zum Enbsieg burchzuführen, getreu unseres Neujahrsspruches: „Aufwärts aus eigener Kraft." gen Wirtschaftsabschnittes bedeutend verbessert werden. Führer die Möglichkeit zur Rückreise von Amerika Neubauten sind geplant u. a. für Industrie und nach Deutschland erhalten hat, wurde vom Führer Landwirtschaft Die großen Industriezentren sollen in der Reichskanzlei nut seiner Frau und feinen in wohloraanisierte Städte umgewandelt werden. Das drei Kindern zum Kaffee emgeladen. Sem ^iiegs” A n a l v d^ab e te n tu m und Halbanalphabetentum kamerad Huber, der ihn m Bremerhaven abgeholt Ä endlich v/r schwindeln, "sowohl in der Stadt als hat, begleitete ihn. In der Wohnung des Führers Sckii.lv Nickt ein- nahm Mar Amann, der Leiter des Zenyal- .remerhaven abgeholt auch auf dem Lande wird die Schu Pflicht e\xv geführt. Am Ende des zweiten Fünhahresplanes oll der Kapitalismus in Sowjetruhland endlich genthau, der im 43. Lebensjahr steht, ist ein Sohn des bekannten Botschafters Henry Morgenthau. Belagerungszustand in Rumänien Angelesku der Nachfolger des ermordeten Ministerpräsidenten. Die französische Abrüstungsdenkschrist dem Reichskanzler überreicht. Brüssel beendet. Der Führer der finnischen Spionageliga verhaftet. In Uleaborg (Nordfinnland) ist dieser Tage ein Mann namens Behm verhaftet worden, der nach Ansicht der finnischen Polizei der Führer der bekannten Spionenliga in Wasa ist. Behm glückte es seinerzeit zu entkommen, als seine Mitarbeiter verhaftet wurden. Es ist jetzt erwiesen, daß die Spionageliga schon vor fünf Jahren versuchte, den bekannten finnischen Bildhauer A a l t o n e n zu ermorden, der mit der Spionin Frau Stahl bekannt geworden war und durch einen Zufall von der Spionage erfahren hatte. Auf der Reise versuchten zwei Männer den Bildhauer auf dem Fährschiff zwischen Saßnitz und Trelleborg zu ermorden. Aaltonen konnte sich jedoch in Sicherheit bringen. Die finnische und schwedische Presse steht seit mehr reren Tagen im Zeichen der Spionageangelegenheit, die täglich neue Sensationen bringt und deren Nachspiel sich jetzt in Paris abwickelt. Auch der Tod des Leiters der Pulverfabrik in Lappo, des Oberstleutnants Asplund, ist jetzt endgültig geklärt. Seine Hausangestellte Jenny A n t t i l a, hat eingestanden, ihn im Auftrage eines „roten Offiziers", wahrscheinlich Behms, vergiftet zu haben. Sie hat ange- geben, daß sie geglaubt habe, das Gift wurde nicht tödlich wirken, sondern Oberstleunant Asplund solange ans Bett fesseln, bis die technischen Geheim- nisse der Pulverfabrik gestohlen waren. Die Haus- angestellte hat von ihrem Auftraggeber 500 Mark Belohnung erhalten. Wahrscheinlich ist auch der Hausmeister der Pulverfabrik in Lappo auf gleiche Weise vergiftet worden wie der Oberstleutnant Asplund. Er hat während des Krieges auf deutscher Seite im Jägerbataillon 27 am Kriege terlge- nommen. Mord an einem SA.-Slurmführer. In der Nacht auf Sonntag wurde der 24jährige SA.-Sturmführer August K u h l e m a n n aus Rinteln (Weser) unterhalb Todenmann von dem 21jäh- rmen Sparkassengehilfen Friedrich Grebooicz erschossen, lieber das Motiv der Tat wird bekannt, daß zwischen beiden persönliche Streitigkeiten bestanden. Der Körper des Kuhlemann weist insgesamt vier Einschüsse auf. Im Interesse der Untersuchung können nähere Angaben noch nicht gemacht werden. Kunst und Wissenschaft. Jakob Wassermann t- Der Schriftsteller Jakob Wassermann ist auf seiner Besitzung in Alt-Aussee (Ste'ermark) plötzlich einem Herzschlag erlegen' er ist 60 Jahre alt geworden. Wassermann ist vor allem durch seine Romane „Die Juden von Zirndorf , „Das Gänsemännchen", „Christian Wahnschaffe , „Kasvar Hauser", „Der Fall Mauritius" und „Etzel Andergast", ferner durch die Lebensbeschreibungen „Christoph Columbus, der Don Quichote des Mee- res" und „Bula Matari" (Das Leben Stanleys) bekanntgeworden. Eine grundsätzliche Auseinandersetzung versuchte Wassermann mit der kleinen Schrift „Mein Weg als Deutscher und Jude". — Wettervoraussage. Die Jslandstörung hat sich weiter vertieft, den hohen Druck über Skandinavien bereits abgebaut und nach dem Baltikum und Polen hin abgedrängt. Die Warmluft an seiner Südseite hat bereits über Südengland Platz gegriffen und verbreitete Nieder- schlüge hervorgerufen. Für Deutschland wird der Witterungsumschlag vorerst den Norden und Nord- westen ergreifen, während sich der Störungselnsluß in unserem Gebiet noch auf stärkere Dunst- und Wol- kenbildung beschränkt, wobei erst später auch oer- einzelte Niederschläge auftreten. Aussichten für Mittwoch: Neblig, dunstig und bewölkt, Temperaturen langsam weiter ansteigend, vereinzelte Niederschläge. AussichtenfürDonnerstag: Mildes und etwas wechselhaftes Wetter mit einzelnen Nieder- ^Lufttemperaturen am 1. Januar: mittags 1,9 Grad Celsius, abends 1,8 Grad; am 2. Januar: morgen» 1,6 Grad. Maximum 2 Grad, Minimum 0,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 1. Januar: abends —0,4 Grad; am 2. Januar: morgens —0,3 Grad Celsius. Bankier Melchior gestorben. H a m b u r g, 30. Dez. (TU.) Der bekannte Hamburger Bankier Dr. jur. Karl Melchior, der Inhaber des Bankhauses M. M. Warburg & Co., ist am Samstagnachmittag im 63. Lebensjahr an einem Herzschlaa gestorben. Melchior war feit den Waffenstillstandsverhandlungen der Führer vieler deutscher Wirtschaftsabordnungen und galt als erster Fachmann des deutschen und internationalen Bankwesens. Im Auslande genoß er den Ruf eines der ersten Vertreter des deutschen Wirt- sckastslebens. Sein schweres inneres Leiden wußte Dr Melchior immer wieder zu überwinden, um den ihn gestellten großen Aufgaben gerecht zu werden. Vom Reichspräsidenten wurde er in Anerkennung seiner Verdienste um das -Vaterland mit dem Adlerschild des Reiches ausgezeichnet. Berlin. 1. Ian. (DRB.) Der Reichskanzler und der Reichsmini st erdesAuswariigen empfingen anläßlich ihrer Anwesenheit bei den Reu- jahrsfeierlichkeilen in Berlin am Blonfag um 17 Uhr den französischen Botschafter Fran- xois Poncet. Die Mitteilungen des Botschafters bezogen sich aus das A d r ü st u n g s p r o b l e m über das der Botschafter auch ein aide m 6 m o i r e überreichte. Dieses enthielt die hauptsächlichsten Punkte feiner mündlichen Mitteilungen. ♦ Zu einer französischen Information, daß die britische Regierung am Samstag den Quai d'Orsay gebeten habe, die Ueberreichung der Denkschrift in Berlin um einige Tage zu verzögern, und daß dieses Ersuchen a b g e l e h n t worden sei, bemerkt „Daily Telegraph": Der Grund der Anregung war, daß der britische Botschafter in Berlin Gelegenheit erhalten sollte, durch vorherige Besprechungen mit der deutschen Regierung den Weg für den französischen Schritt zu ebnen und es Sir John Simon zu ermöglichen, mit Mussolini den wesentlichen Inhalt des Schriftstücks zu besprechen, bevor es in Berlin überreicht werde. Die ablehnende Haltung des Quai d'Orsay ist wahrscheinlich folgendermaßen begründet: Die französische Regierung hat vorige Woche erwogen, die Denkschrift vor der Absendung nach Berlin Großbritanmen, Italien und Belgien und den osteuropäischen Verbündeten Frankreichs zurZustimmung zu unterbreiten. Dieser Gedanke fand aber in London und Rom keine Billigung, da möglicherweise Berlin darin ein Zeichen des Vorhandenseins einer englisch - französisch - italienischen Einheitsfront gegenüber Deutschland hätte erblicken können. pariser Pressestimmen. Berlin,!. Jan. (VDZ.) Der Reichsarbeitsminister hat die von der Reichsregierung vor einiger Zeit in Aussicht genommene wesentliche Erleichterung in der Krankenversicherung durch Verbilligung des Arzneikostenanteils nunmehr versügt. Der Minister hat versuchsweise auf ein halbes Jahr den vom Versicherten zu tragenden Arzneikostenanteil von 50 auf 25 Pfennig herabgesetzt. Er hat ferner jur denselben Zeitraum bestimmt, daß die Krankenkassen den Familienangehörigen der Versicherten die Kosten der Arznei und kleineren Heilmittel b t s zu 7 0 v. H. wieder erstatten können. Paris, 2. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Nach der Ueberreichung der französischen Note in Berlin verhält sich die Pariser Presse noch stark zurückhaltend. Von den großen Informationsblättern nimmt lediglich der „H e t i t P a r i s i e n" Stellung. Die Reichsregierung, so sagt das Blatt, werde bei der Feststellung ihrer endgültigen Haltung nicht sagen dürfen, daß Frankreich nur ein taktisches Manöver verfolge. Die französische Regierung habe greifbare Vorschläge unterbreitet, die einen von der bisherigen deutschen Auffassung abweichenden Grundsatz aufrecht erhielten. Frankreich fei nämlich der Ansicht, daß die A b r ü ft u n g s b e ft r e b u n= nicht zum Scheitern verurteilt beseitigt fein. Von dem Bericht, den Molotow vor dem Bundeshauptvollzugsausschuß über den Dolkswirftchafts- plan 1934 erstattet hat, ist jetzt eine ausführliche Fas- unq veröffentlicht worden. Im Dolkswirtschaftsplan 1934 soll vorgesehen werden, daß die P r o d u k - Hon her Großindustrie um weitere 21 v gesteigert werde. Die S t r o m e r - Zeugung werd- auf 19 Milliarden Kilowattstun. den gesteigert werden. Auf dem Gebiete der Landwirtschaft werde man sowohl den Ertrag an Getreide als auch den der Jndustriepfbanzen-Kulturen, vor allem Baumwolle, Flachs und Zuckerrüben stei- aern. Man werde 5 4 0 n eu e T ra k t o r e n - S ta- tionen schaffen. Der Traktoren-Park werde um 42 v. H. vergrößert werden. Militärische Vorsichtsmaßnahmen Englands in Indien. London, 2.3an. (DNB..Funk,pruch.) Di- britische Regierung beabsichtigt gemeinsam mit der Re. aierunq für Indien einen neuen militari- ^chen Stützpunkt in Indien zu errichten, um der indischen Nordgrenze weitere Sicherheit zu geben. Als Stützpunkt soll Srinagar, die Hauptstadt von Kaschmir, in Aussicht genommen werden. Falls die im Gange befindlichen Dechandlungen erfolgreich seien, werde Kaschmir die Stadt S alkot als Hauptstadt erhalten. Anlaß zu diesen Hanen gebe die zunehmende Unruhe, die Furcht vor Unruhen infolge des Todes des Dalai-Lama und di- Möglichkeit, daß ch"-ft1ch° AuMandsich- die Regierunastruppen besiegen und die Herrschaft er langen tonnen. Der Führer empfängt seinen Kriegskameraden Westenkirchner. Berlin, 3». Dez. (CNB.) Der Kriegskamerad des Führers Jgnaß W e ft e n k i r ch n e r. der vom Bukarester Garnison einschließlich der Offiziere in den Kasernen befohlen. Auf der Polizeipräfektur herrscht Hochbetrieb. In den Straßen der Stadt ist ein starker Patrouillendienst eingerichtet worden. Die Verhaftungen von Mitgliedern der Eisernen Garde werden fortgesetzt. Die Festgenommenen werden in Massen auf Last- automobilen nach dem Polizeigefängnis Jlava geführt. Aus den Aussagen des Mörders geht hervor, daß es sich nicht um eine Verschwörung, sondern u m bie T a t eines jugendlichen Fanatikers und Wirrkopfes handelt. Es gelang auch, den zweiten Attentäter, den Studenten Beli Maci, dingfest zu machen. Als man den Möder bei der Verhaftung lynchen wollte, bat er um fein Leben und versprach, ein offenes Geständnis abzulegen. Er erklärte, daß er die Tat nicht bedauere. Er fei bei der Auflösung der Eisernen Garde verhaftet worden. Bei dieser Gelegenheit habe er den Plan der Ermordung des Ministerpräsidenten mit zwei Freunden gefaßt. Der Führer C o d r e a n u fei in den Plan nicht eingeweiht worden. Er wünsche, daß auch weiterhin mit der notwendigen Energie gegen die internationalen Freimaurer ge- nahm Max Amann, der Leiter des Zentral- parteiverlages der NSDAP, und Kompaniefeldwebel des Führers und Westenkirchners im Kriege, diesen in Empfang und konnte dem Heimgekehrten die freudige Mitteilung machen, daß er im Zentral- parteiverlaae der NSDAP, eine gute Stelle erhalten werde. In der Dämmerstunde erscheint dann auch der Führer. Er schüttelt Westenkirchner freudig die Hände, dann wendet er sich den Kindern zu und streicht ihnen über die Blondköpfe. Westenkirchner hat viel zu erzählen und zu berichten, und nachdem seine erste Scheu verflogen ist,, plaudert er ungezwungen wie einst und manches „Weißt du noch" füllt die Stunde. Dann ruft die Arbeit den Führer wieder an den Schreibtisch zurück. Alvensleben begnadigt. — Frauenfeld und Leopold freigelaffen. Wien, 1. Jan. (DNB.) Der im Zusammen- hang mit dem Attentat auf Dr. Weihmuller m Innsbruck im Juli vorigen Jahres zu drei Jahren Kerker verurteilte Werner v. Alvensleben wurde auf ein Gnadengesuch seines Vaters vorn Bundespräsidenten mit Rücksicht auf fein Lungenleiden begnadigt und Silvesterabend auf freien Fuß gesetzt. Er hat bereits Oesterreich verlassen. Wie aus privater Quelle verlautet, ist die gegen Gauleiter Frauenfeld wegen Hochverrats emge- leitete Untersuchung eingestellt und Frauenfeld heute vormittag aus der Hast e n 11 a | f e n worden. Ferner wurde Hauptmann Leopold, der Gauleiter der NSDAP, von Niederosterreich, aus dem Konzentrationslager Wöllersdorf entlassen. ©er zweite Fünfjahresplan der Sowjetunion. Moskau,!. Jan. (DNB.) Die Telegraphenagentur der Sowjetunion veröffentlicht die Grundzüge des zweiten Fünfjahresplanes, wie sie dem bevor- ftehenben 17. Parteitag der Kommunistischen Partei Sowjetrußlands vorgelegt werden sollen. Der Mn sieht eine Steigerung des Reallohnes und eine Hebung des Konsumniveaus um das zweieinhalb- bis dreifache vor. Am Ende des zweiten Funftahres- planes soll die Erzeugung der GesamtiN- b u ft r l e einen Wert von 103 Milliarden Rubel haben (Mise von 1926 bis 1927). Am Ende des ersten Fünfjahresplanes betrug er 43 Milliarden. Ich Vergleich zur Vorkriegshohe bedeutet das eine Steigerung um das neun fache. Wahrend des zweiten Fünfjahresplanes soll die Erzeugung d e r La n dw i r t s ch a ft um em zweifaches im Verhältnis zum ersten. ^unftahresplan gesteiger^ werden. Das Ergebnis der Viehzucht soll u n f» gesteigert werden. Auch die V e r ’ e p r Verhältnisse sollen während des kommenden Meine politische Nachrichten. Der Reichsbauernführer Walther D a r r 6 hat den Landesbauernführer Dr. Wagner nunmehr auch gesetzlich bestätigt. Gleichzeitig hat der Reichs- bauernführer Dr. Wagner auch die gesetzliche Vertretung des Reichsnährstandes in den in den Bereich der Landesbauernschaft Hessen-Nassau fallenden Angelegenheiten übertragen. * Auf Anforderung des Reichsführers der SS., Himmler, wird Regierungsrat Dr. B e ft zur Dienstleistung ab kommandiert. Regierungsrat Dr. Best wird daher bis auf weiteres berurtoubt. * Am 2. Januar 1934, 22.20 Uhr, spricht Staatssekretär H i e r l als Führer des Deutschen Arbeits- dienstes zur deutschen Jugend über ben Deutschland- sender. Anschließend spricht der Instrukteur der ^ührerschule des Arbeitsdienstes Dr. Decker über nationalsozialistischen Arbeitsdienst 1934. * Der Finanzberater Roosevelts, Henry Morgen th au jr., ist zum Schatzsekretar der Bereinigten Staaten ernannt worden, nachdem er dieses Amt nach dem Ausscheiden Woodlns bereits einige Zeit provisorisch verwaltet hat. Mor- Bukarest, 30. Dez. (WTB.) Der frühere Un- terrichtsminister Angelescu ist zum Ministerpräsidenten ernannt worden. Er legte noch um vier Uhr morgens in Sinaia den Eid als Chef der Regierung in die Hände König Karols ab. Um 5.30 Uhr kehrte er nach Bukarest zurück, wo heute um 10 Uhr der erste Minister rat unter einem Vorsitz zusammentrat und eine Proklamation an das Volk erlassen hat, in der zur Aufrechterhaltung der Ordnung und Ruhe und nationalen Einigkeit in Anbetracht des schweren Unglücks, das das rumänische Volk durch den Tod Ducas getroffen hat, aufgefordert wird. Der Ml- nifterrat trat nachmittags nochmals zusammen und be chloß die Ausrufung des Belaaerunas- z u ft a n b e s vom 30. Dezember 24 Uhr an. Der Ministerrat beschloß außerdem, sämtliche Angestellten im öffentlichen Dienst ihres Amtes zu entheben, wenn sie sich irgendwie in politischen Vereinigungen terroristischen Charakters betätigt haben sollten. Die Leiche des Ministerpräsidenten Duca ist tm Bukarester Athenaeum aufaebahrt. Die Mitglieder des Kabinetts wachten heute nacht abwechselnd an der Bahre Ducas. - Der Kommandierende General des 2. Armeekorps, I kämpft werde. Jonescu, hat die Zusammenziehung der' Im Populaire teilt der sozialistische Abgeordnete Löon Blum mit, daß die von Coty geschaffene Zeitung A m i d u p e u p l e ein gerichtliches Vergleichsverfahren eingeleitet hat; das Blatt werde anfangs nächsten Monats verkauft werden. Die Auflage der Zeitung betrage gegenwärtig noch 400 000 und die Zahl der Abonnenten 80 000. Aus aller Wett. Englisches Flugzeug brennend abge- stürzt. - Zehn Insassen verbrannt. Lin schweres Flugzeugunglück ereignete sich auf der Flugstrecke Köln—Brüssel—London. Lin englisches Verkehrsflugzeug der Imperial Airways stieß bei Ruysielede, in der Rühe von Brügge, gegen einen Antennenmast und geriet in Brand. Zehn Insassen, acht Passagiere und zwei TNann der Besatzung sind verbrannt. Das Flugzeug, das von Köln nach London auf- gestiegen war, hatte nach einer Zwischenlandung den Brüsseler Flughafen um 12.30 Uhr verlassen. Bei seinem Weiterflug stieß es gegen einen der Türme der Funkstation Ruysselede in der Nähe von Brügge und stürzte brennend zur Erde. Sämtliche acht Passagiere sowie der Flugzeugführer 111 e n s und der Bordfunker Lack konnten nur als verkohlte Leichen geborgen werden. Der Turm der Rundfunkstation, der 285 Meter hoch ist, war erleuchtet. Aber man nimmt an, daß der Nebel in diesem Augenblick so dicht war, daß der Flugzeugführer den Turm erst im Augenblick des Zusammen- toßes sah. Augenzeugen eilten sofort an die Unglücksstelle, um den Passagieren zu Hilfe zu kommen. Aber das Flugzeug bildete nur noch eine Riesenfackel, so daß die Bemühungen vergeblich waren. Nach den bei der Imperial Airways in Köln em- gezogenen Erkundigungen befinden sich unter den verunglückten Fluggästen keine Deutschen. Nach den bisherigen Feststellungen sind in Köln ein Fräulein Dismont und em Mr. Poung, beide Engländer, sowie ein Herr Mes, der Skandinavier ist, in das Flugzeug eingestiegen. Von den in Brüssel eingeftiegenen fünf Passagieren waren drei Engländer und einer Pole. Ein deutscher Staatsangehöriger hatte das verunglückte Flugzeug in Köln bestiegen, aber seine Reise bereits in seien. Die verschiedenen großen Mächte, denen die Denkschrift überreicht worden sei, hätten nun die Pflicht, ihren Teil der Verantwortung zu übernehmen. Deutschland st ehe nicht vor e in er g e - meinsamen Front die ihm eine Lösung aufzwingen wolle, sondern befinde sich inmitten von internationalen Verhandlungen. — Der „Figar o" schreibt, daß die französische Regierung keine negative Haltung einnehmen, sondern in ihrer Note einer gewissen Erhöhung der deutschen Streitkräfte zustimme, während Frankreich bereit sei, im gewissen Rahmen abzurüsten. — Der sozialistische „Populaire" fordert sofortige Veröffentlichung der Denkschrift, denn man dürfe keine Geheimdiplomatie betreiben, sondern die Oeffentlicheit wolle wissen, wie der Wille des Volkes durchgeführt werde. Eden scheidetaus dem Auswärtigen Amt London, 1. Jan. (DNB.) Der bisherige Unterstaatssekretär im englischen Auswärtigen Amt Eden ist zum neuen Jahr zum Geheimen Lordsiegelbewahrer ernannt worden. Eden wird seine Arbeit im Auswärtigen Amt aufgeben. Er behält jedoch die Bearbeitung der Dölkerbunds- angelegenheiten. Än die Ernennung Edens knüpft die englische Presse zahlreiche Vermutungen. Ein Blatt spricht in diesem Zusammengang sogar von einer e r n ft e n Erschütterung der Stellung Sir John Simons. Es steht mit Sicherheit fest, daß der Nachfolger Edens als Unterftaatsfetretär des Aeußeren ein Mitglied d e s Oberhauses fein wird. Man nennt dabei Lord d e la Warr, einen zur Nationalen Arbeiterpartei gehörenden Pair, der augenblicklich parlamentarischer Sekretär des Landwirtschaftsministeriums ist. RothermerefordertrSOOOMilitärflug- zeuge für die Verteid'aung Englands. London, 2. Jan. (DNB.) Lord Rothermere fordert in einer Neujahrsbotschaft die Leser feines Blattes auf, den Vorsatz zu fassen, Großbritannien gegen Luftangriffe zu sichern. Er geht aber jetzt über seine bisherigen Forderungen weit hinaus. Während er bei Beginn seiner Luftschutzpropaganda 3000 bis 4000 Militärflugzeuge gefordert hatte und dann 5000, wird nach seiner heutigen Kundgebung England binnen drei Jahren 25000 Militärflugzeuge zu seiner Verteidigung brauchen. Die französische Luststreitmacht sei zahlenmäßig drei bis viermal so stark wie die britische. „Schneller, bequemer und billiger!" Was bie Reichsbahn zum neuen Jahr bringt. Berlin, 30. Dez. (CNB.) Dr.-Jng. ehrenhalber I. Dorpmüller, der Generaldirektor der Deutschen Reichsbahngesellschaft, entwickelte in der „Börsenzeitung" das Programm der Deutschen Reichsbahn für das beginnende Jahr. „Schneller, bequemer und billiger soll das Reifen mit der Eisenbahn werden." Der Anfang wird bei einer Reihe von Zügen schon zum Sommerfahrplan 1934 gemacht mit dem Erfolg, daß starke Verkürzungen von Reise - zeiten erzielt werden. Nach dem Muster des Berlin—Hamburger Schnellbetriebswagen, des sog. „Fliegenden Hamburger", sollen weitere Schnell- sahrten mit ! 5 0 K i l o m e te r G e s ch windig ke i t zwischen Berlin und den wichtigsten Großstädten Deutschlands sowie im Verkehr dieser Großstädte untereinander eingerichtet wenden. Die Reichsbahn plant eine systematische U m st e l l u n g des Personenzugverkehrs auf Triedwa - ge n, die schnell fahren, rasch eine Stundengeschwindigkeit von 120 Kilometer erreichen und schnell zum Stehen gebracht werden können. Sie sollen die langsamen Personenzüge (mit Ausnahme der stark besetzten Züge des Berufsverkehrs) völlig ersetzen und eine viel häufigere Fahrgelegenheit bieten als jetzt üblich ist. Gerade auch auf Nebenbahnen soll eine wesentliche Fahrplanverdichtung und Beschleunigung durch Triebwageneinsatz erfob gen. — Weiter kündigt Dr. Dorpmüller Tanf- s e n f u n g e n an. Die Reichsbahn nimmt in das Jahr 1934 die vor wenigen Tagen neu eingeführten Winterurlaubskarten hinüber. Vor allem prüft die Deutsche Reichsbahn eingehend die Möglichkeit einer allgemeinen Senkung der P e r f o n e n t a r i f e. Die Tariftenkuna wird, wenn sie kommt, mindestens die bisher auf Urlaubskarten gewährte Ermäßigungvon20v. H. betragen. Äetriebsvertretungen bleiben bis 30. April. Berlin, 1. Jan. (VdZ.) Das Reichskabinett gibt ein Gesetz bekannt, wonach die Amtsdauer der am 31. Dezember 1933 im Amte befindlichen Beisitzer der Arbeitsgerichtsbehörden aus den Kreisen der Arbeitgeber und Arbeitnehmer bis zum 3 0. April 1934 verlängert wird. Eine entsprechende Regelung wird für die Beisitzer der Schlichtungsbehörden verfügt. Hinsichtlich der Betriebsvertretungen wird an- georbnet, daß die Wahlen zu den gesetzlichen Betriebsvertretungen bis zum 30. April 1934 ausgesetzt werden, und daß die bisherige Betnebs- oertreteung bis zu diesem Zeitpunkt im Amte bleibt. Es wird ausdrücklich bestimmt, daß diese ganze Regelung mit dem 30. April 1934 außer Kraft tritt. Bis dahin erhoffen also offenbar die maßgebenden Stellen eine neue Dauerregelung auf diesen wichtigen Gebieten des Arbeitsrechtes erreicht zu haben Arzneikosienanteil nm die Halste ermäßigt! 1foonnes Geheimnis Vornan von Klothilde von Stegmann Llrheberrechtsschutz: Fünf-Türme-Verlag Halle (Saale) 22. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Matzow überlegte einen Augenblick. Fragend sah er Seeburg an. „Perlain hat doch seine Mißbilligung des Artikels erklärt. — Ich kenne das Telegramm. Es macht nicht den Eindruck, als ob sein Absender ein Riesenschweinehund wäre! Dann steckt also diese Filmschönheit hinter der Sache. Lieber Seeburg, ich warne Sie! Sie müssen diese verwöhnte Dame, wahrscheinlich unabsichtlich, tödlich gekränkt haben. Frauenrache ist ein böses Ding, Seeburg! Haben Sie eine Ahnung, womit Sie der Dame zu nahe getreten sein können? Geht es gutzumachen?" Leise kam Seeburgs Antwort: „Ich kann und will nichts gutmachen." Matzow pfiff leise durch die Zähne. „Dann wollen wir von was anderem reden, See- bürg. Möglich, daß ich auf einer ganz falschen Fährte bin. Also geben Sie mir die Akten Ostfront' und denken Sie nicht mehr an mein Gerede." Die Herren schüttelten sich die Ho d. Seeburg blieb in wesentlich besserer Stimmung zurück. 15. Kapitel. Als Irene nach Beendigung ihres Dienstes auf die Straße trat, begegnete ihr, wenige Schritte vom Bureau der Filmgesellschaft entfernt, ihr Vetter Franz von Malesius. Er begrüßte Irene erfreut und beantwortete ihre erstaunte Frage: „Wie kommst du denn um diese Zeit gerade hierher?", offen mit den Worten: „Ich habe auf dich gewartet; ich wollte dich schon lange gern sprechen." Kühl erwiderte Irene: „Ich wüßte zwar nicht, Franz, was wir zu besprechen hätten. Aber warum sagst du dich da nicht einfach mal bei uns an?" Sie war über die Begegnung mit Franz nicht sonderlich erfreut. Was sie gegen ihn hatte, war ihr nie ganz klar geworden. Vielleicht lag es daran, daß ihr Vater davon gesprochen hatte, wie wenig ihm die Lebensweise von Franz gefiele. Er hatte gehört, daß Malesius hoch spiele und über seine Verhältnisse lebe. Das war bei der strengen Beamtenauffassung des Vaters ein sehr schwerer Vorwurf. Außerdem mochte Irene die Glattheit nicht, mit der Franz auch jetzt, völlig unberührt durch ihr zurückhaltendes Benehmen, antwortete: „Mir lag daran, dich einmal allein zu sprechen." Als ob er Gedanken lesen könnte fuhr er fort: „Ich weiß genau, daß du im Grunde genommen etwas gegen mich hast und mich so ein bißchen als schwarzes Schaf betrachtest. Onkel mochte mich auch nicht. Aber, Irene, ich mag dich um so mehr und —" Hier fiel ihm Irene ins Wort: „Ich möchte dir und mir peinliche Augenblicke ersparen. Deshalb bitte ich, wenn du mich durchaus weiter begleiten willst, ein anderes Gesprächsthema zu wählen. Laß mich dabei aus dem Spiel." „Gerade das geht nicht, Irene. Einmal mußt du mich anhören. Diese Bitte darfst du mir nicht abschlagen. Ich weiß, du hast ein Vorurteil gegen mich. Vielleicht hast du auch in manchem recht. Ich wiederhole: recht gehabt! Aber ich habe mich geändert und will mich weiter ändern." „Sehr schön und sehr gut für dich, Franz — aber wozu muß ich das alles wissen? Ich habe dir nie Vorwürfe gemacht, habe auch gar kein Recht dazu!" Die beiden waren inzwischen in die wenig belebte Kurfürstenstraße eingebogen. „Irene, wenn ich dir sage, daß es sich für mich um alles, um mein ganzes zukünftiges Leben handelt, dann wirft du mich bis zu Ende anhören. Ich habe gespielt, ich habe die Vergnügungen der Großstadt vielleicht mehr ausgefoftet, als gut war. Aber weißt du, warum ich das getan habe? Weil ich bisher nicht hoffen konnte, dich zu erringen. Bitte, unterbrich mich jetzt nicht, Irene! Du hast in dieser Frage doch das letzte, das entscheidende Wort. So höre mich an. Seit meiner Knabenzeit liebe ich dich, Irene, ich habe dich immer geliebt! Gezeigt habe ich es dir nie. Auch nicht, als ich erwachsen war — bis heute nicht. Weil ich nichts war und nichts hatte und nicht mit leeren Händen vor dich hintreten wollte. Nein, laß mich weiterreden! Jetzt bin ich aus meinen Schulden heraus, habe etwas zurückgelegt, ich habe ..Franz von Malesius brachte die nächsten Worte zögernd heraus: „... eine glückliche Spekulation gemacht. Jetzt darf ich dir sagen, Irene, daß ich dich lieb habe und ..." Wiederholt hatte Irene versucht, den Redestrom zu unterbrechen. Aber sobald sie einen Ansatz dazu machte, hatte Franz seine Stimme erhoben. Die Menschen, denen sie begegneten, hatten Bruchstücke der Unterhaltung hören müssen, und das war Irene so peinlich, daß sie schwieg. Aber nun ging es nicht mehr. Länger konnte und wollte sie Franz nicht anhören. „Genug, Franz! Ich will jetzt kein Wort mehr hören! Sonst lasse ich dich einfach hier auf der Straße stehen. Ich will deine Liebe wie auch deine Bekenntnisse nicht. Und wenn du bis an den Hals im Golde säßest, an meinen Empfindungen würde das nichts ändern!" Sie war stehengeblieben und sah ihren Vetter mit zornblitzenden Augen an. „Also, entweder wechselst du das Thema —- oder wir trennen uns!" Ein häßliches Lachen entstellte das glatte, blasse Gesicht vor ihr. Wutschnaubend erwiderte er: „Ist es der Seeburg, der dir im Kopfe steckt? Ha — nun wirst du verlegen! Denkst du, ich weiß nicht, daß du in ihn verschossen bist? Schlag dir den nur aus dem Kopfe, Kusinchen! Aus der Sache wird nichts. Der tanzt, wie Yvonne Dumont pfeift. Daß du auf der Welt bist, das weiß er überhaupt nicht! Damals, als du die unangenehme Geschichte in der Bayrischen Gesandtschaft hattest, habe ich gleich gewußt, wie es um dich steht. Aber lies nur die vorige Nummer der »Großen Glocke'. Da kannst du sehen, wie sich der Legationsrat mit seiner Verliebtheit schon in Schwierigkeiten gebracht hat. Jetzt soll es ja vertuscht werden — aber daß man ihm bereits einen Auftrag abgenommen hat, das steht fest. Und wenn wieder mal was passiert — und er hat mehr Feinde, dis er denkt, der hochnäsige Herr —, dann wird man ihm in irgendeiner Form den Stuhl vor die Tür setzen. Und das ist nur gerecht, denn wenn die Dumont winkt, nur so ganz leise mit dem kleinen Finger, dann begeht der Herr Baron ja doch jede neue Dummheit. Laß dich nicht mit Leuten ein, die schon halb erledigt sind, Kusinchen! Bei mir geht es aufwärts. Und bei dem Seeburg ist bald Schluß. Das pfeifen die Spatzen von den Dächern!" Als Malesius angefangen hatte, von Seeburg zu sprechen, hatte Irene ihn einfach stehengelassen. Aber dann war der Name Yvonne gefallen. Da blieb Irene wie gelähmt stehen. Jede Erwähnung Seeburgs in Verbindung mit Avonne war wie ein erneutes Aufreißen der ewig schmerzenden Wunde. Aber sie mußte hören, was Franz über Seeburg sagte. Wer konnte wissen, was für eine neue Gefahr hinter seinen bösen Worten lauerte! Also stand es schon so, daß alle Welt über Seeburg und Uvonne sprach! Wie das schmerzte! Was sagte Franz da noch? Die „Große Glocke" sollte sie lesen? Das hatte man ihr im Bureau auch schon gesagt. Allerdings war dies eine Kollegin gewesen, die von der Bekanntschaft Irenes mit Seeburg nichts wußte. Es mußte doch eine aufsehenerregende Sache fein. Sofort mußte man sich das Blatt verschaffen. Aber Franz sollte nichts spüren von dem, was sie bewegte. Indem sie sich zum Gehen anschickte, sagte sie so ruhig wie möglich: „Ich wäre froh, du hättest mir diese Unterhaltung erspart, Franz. Eins will ich dir aber noch sagen, damit du weißt, woran du bist: Wenn Seeburg, und sei es selbst durch eigene Schuld, ins tiefste Unglück käme — er wäre mir noch immer zehntausendmal lieber als du, wenn es dir noch so gut ginge!" Damit ließ sie Malesius stehen. Schmerz und Beschämung malten sich auf dessen Gesicht, als er ihr nachblickte. Er liebte Irene wirklich. In sein wüstes Leben hatte er sich Immer mehr verrannt, weil er wußte, daß sie für ihn unerreichbar war, solange ihn der Spielteufel immer mehr in Schulden gehetzt. Irene war für ihn die seelische Verbindung mit der Welt, aus der er selbst kam. Jetzt hatte er Ordnung in seine Verhältnisse Dringen können. Auf welche Weise er das Geld erworben hatte, das hätte er allerdings Irene nicht erklären dürfen. Gespielt hatte er in der letzten Zeit nicht mehr. Solange er nichts besaß und beim Spiel nur der Gewinnende sein konnte, so lange war ihm kein Einsatz zu hoch, kein Spiel zu verwegen, kein Partner zu schlecht gewesen. Aber seitdem er mit den unverhofften Einnahmen sich von seinen gar nicht so bedeutenden Verpflichtungen hatte frei machen können, seitdem barg das Spiel für ihn die Gefahr, das Wenige, das er hatte, zu verlieren. i Irene gegenüber hätte er sich als gewiegter ' Spieler nicht so hinreißen lassen dürfen, sagte sich Franz. Aber wenn er an Seeburg dachte, stieg der alte Haß wieder auf. Hatte doch dieser Mensch in einer Art mit ihm gesprochen, die Franz von Malesius noch in der Erinnerung erbleichen ließ. Diese verdammte kühl-liebenswürdiae Art, die in Wirklichkeit doch eine hochmütige Ablehnung war! Nun, man würde schon noch einmal Gelegenheit finden, sich zu rächen. Bei dem Staatssekretär Doktor Berg hatte man ja schon verstanden, sich einzuschmeicheln. Wenn Seeburg eines Tages wirklich strauchelte — und Franz von Malesius rechnete auf diesen Tag —> dann konnte man vielleicht doch noch hoffen, selbst sein Nachfolger zu werden. Die Personalakten konnten dann schnell gereinigt werden; man hatte nach dieser Richtung schon oorgearbeitet. Dann hieß es nur noch diesen Lasten, den jungen Walburg, der seine Nase in alles steckte, loswerden. Ob er bann noch einmal sein Heil bei Irene versuchen konnte? Wenn sie es merken würde, daß er nicht bloß drauflos geschwatzt hatte, daß es ihm ernst war, das Spielen und Bummeln zu lassen, dann wurde er vielleicht doch ein annehmbarer Bewerber, wenn Seeburg wirklich erledigt war. Ein Schupo war langsam nähergekommen. Der gut angezogene Herr, der da seit Minuten unbeweglich auf dem Bürgersteig stand und den — allerdings nur schwachen — Verkehr behinderte, war ihm ausgefallen. Er trat an Franz von Malesius heran: „Ist Ihnen nicht gut, mein Herr? Kann ich Ihnen behilflich sein?" „Danke, mein Freund!" erwiderte lachend Malesius. „Mir fehlt nichts. Ich habe wohl eine ganze Zeit auf einem Fleck gestanden?! Ich will die geheiligten Verkehrsvorschriften nicht verletzen. Ich gehe schon weiter." (Fortsetzung folgt.) Gießen (Hitlerwall 15), den 2. Januar 1934. Die Geburt ihres zweiten Jungen zeigen an 191) mieten. Beteiligung Der Vorstand Lichtspielhaus Gießen findet morgen (Mittwoch), 14^ Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Um zahlreiche Beteiligung wird gebeten Hörnsheim (Wehlar-Land) z. Z. llniv.-Frauenklinik Gießen Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 3. Januar, nachmittags 2% Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt Steffen 31.12. 1933 ^eöeutöe. Wäsche- Fabrik sucht z. Berkaus v. Haushalt, u.Ausfteu.-Wäsche Reisende f. Private. Reich, baltiae Kollektion kostenlos. Hoher sofortiger Barverdienst Schließfach 252 Plaue« s. Ball Die Beerdigung unseres Kameraden Heinrich Balser ÄeulscheMne Kartenausgabe für 3aniw: Donnerstag - Abonnenten (blaue Mitgliedskarten) am Donnerstag, 4. Januar. Samstag-Abonnenten (gelbe Mit- gliedsk.) am Samstag, 6. Jan. jeweils von 16 bis 19 Uhr an der Theaterkasse. 4D Dr. med. Watz und Frau Ilse, geb. Klug Bet I.Mrll 5-fi-Zia-W. mögl.m.Dampf- beizung, Bad u. Balkon, i. l.St., in ruh. Lage von älterem, linset lofem Edevnnt zu miet, gesucht. Schr. Ang. u. 9D an d. Gieß. Anz. Morgen Mittwoch Premiere Maria Jeritza 5C in dem Monumentalfilm: sssAlexandra 2 tüchtige Mädchen P. sofort gesucht. Lyncker, Bahnwediteur, Erlengasse. 2iD Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Georg Gerlacb XII. Familie Hein rieh Cramer Frau Emma Leib, geb. Gerlacb Fritz Leib und alle Angehörigen. Fellingshausen, den 1. Januar 1934. Die Beerdigung findet am Mittwoch, 3. Januar, nachm. VgS Uhr statt. [Stellengesuche] 20i. tücht., fleiß. Mädchen ausBayern sucht Stell, im Hausli. Schr. Ang. unt. 071!.“«) a.d.G.A. Der Naturforscher Natur und Technik Bebilderte Monatsschrift für das gesamte Gebiet der Naturwissenschaften und ihre Anwendung in Naturschutz, Unterricht, Wirtschaft und Technik. Herausgeber: Dr. Oskar Prochnow „Der Naturforscher“ ist die allgemeinverständliche, hochwertige naturwissenschaftliche Monatszeitschrift für geistig Anspruchsvolle, die bei hervorragender Ausstattung nicht auf oberflächlichen Aufputz, sondern auf Gehalt eingestellt ist. „Der Naturforscher“ bietet Beiträge in Bild und Wort von angesehenen u.bedeutenden Mitarbeitern aus allen Gebieten derNaturwissen- schaften. Preis: vierteljährlich nur RM. 2.50. Probehefteu. Werbeblätter kostenlos Hugo BermUhler Verlag • Berlin-Lichterfelde Am 30. Dezember verschied plötzlich und unerwartet an einem langen, mit großer Geduld ertragenem Leiden durch Herzschlag mein lieber Mann, unser guter Vater, Sohn, Bruder, Schwager und Onkel Heinrich Balser Ober "Wachtmeister i. R Heute früh um 6 Uhr entschlief nach kurzem schweren Leiden unser lieber Sohn. Bruder, Schwager und Onkel Friedrich Gerlach, Sattler im blühenden Alter von 30 Jahren. im 59. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Lina Balser, geb. Plaum.und Kinder. Geschäftsübernahme Ab 1. Januar habe ich als seitheriger langjähriger Angestellter und Füialleiter das Zweiggeschäft der Firma Josef ChambrA Gießen. Bahnhofstraße 66, neben Cafö Amend käuflich erworben und firmiere unter Zigarrenhaus Rudolf Gemmer Meine Geschäftsgrundsätze werden sein: Reellste Bedienung, billigste Preise, erstklassige Qualitäten bei größter Auswahl. Das mir seither erwiesene V ertrauen bitte ich deshalb freundlichst aufrecht erhalten zu wollen und ich werde jeweils bestrebt sein, es zu rechtfertigen. zD Rudolf Gemmer, Bahnhofstraße 66 [Stellenangebote! Ab 1. April 1934 sino meine GmHmbiI lageneue anderweitig zu vermieten. 03 Oümann, Blockstraße 14. | Vermietungen MM 2.51011 5 Zimmer, Bad, Balkon, Zubehör auf den 1. Avril anderweit zu ver- Altersvereinignng 1875—1925 Wir erfüllen hierdurch die traurige Pflicht, unsere Alterskollegen von dem Ableben unseres treuen Mitgliedes Herrn Heinrich Balser in Kenntnis zu setzen Die Beerdigung findet am 3. Januar, nachmittags 21/2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Wir bitten um zahlreiche GleRenerKfuizertverein Sonntag, 7. Januar 1934, 17 Uhr, Universitätsaula. Viertes Konzert Das HiiiHirtl Prof. C. Wendling — Herrn. Hubl Prob L. Netterer — Prof. A. Saal Quartette: Brahms op. 51 Nr. 2 A-Moll — Beethoven op.135 F-Dur Haydn op. 76 Nr. 1 G-Dur. Eintrittskarten: 1.50, 2.25, 3.00 Mk. bei Ernst Challier, Neuenweg 10, und abends an der Kasse, Stu- "entenkarten 80 Pf. bei Herrn Sekretär Ritter und im neuen StudentenhaüS. 1D wird immer größer, wenn Sie ein schleehtsitzendes und lästiges Bruchband tragen. Brucheinklemmung kann zur Todesursache werden. Fragen Sie Ihren Arzt. Durch meine Spezial-Bandagen nach Maß u. ärztl. Verordnung haben sich viele Bruchleidende selbst geheilt. Garantieschein. Probezeit 14 Tage. Bandagen v. RM. 15.- an. KostenL Besprechung in: Gießen, Mittwoch, 3. Jan., von 8 bis 11 Uhr, im Bahnhofhotel „Lenz“. Nidda, Samstag. 6. Januar, von 8 bis 10 Uhr, im Hotel zur Traube. 3D B AikkiHflAMi nach Maß i.garan- Außerdem LßlBUllKO K. Ruffing, Spezialbandagist, Köln, Richard-Wagner-Str.16 Lehrfräulein f.Laden u.Buch- halt. sof. gesucht. Metzgerei 78s«v mimann.lMa Tüchtige, (01 saubere, ehrliche Frau zum Putzen ges. Grabenstraße 8 M Heute Dienstag zum letzten Male: Frans Lehars schönste Operette: H Der Zarewitsch Schön möbliert. Zimmer evtl, mit Pension zuvermieten.102 Dammer, Diezstraße 6 II | Mietgesuche"! 68-Zimm. (m. Garten) oder GinmMous zum 1. April zu mieten gesucht. Schr.Ang.u.l2D an d. Gieß. Anz. Gesucht 5-Zimmerwohnung mit Zubehör von Beamtenfamilie z. 1. 4. 34. Schr. Angeb.m.Preis- ang.unt. 10D an denGieß.Anzeig. 3-4-Ziminerwolin. Altbau, möglichst Gartenanteil, z. l.Apr.z.zeitgem. Pr.von 2 älteren Person, (pünktl. Zahlern jz.m.ges. Schrsttl. Angeb. unter 04 an den GießenerAnzeig. Näb.Aliveo8rr.43 llllllllllllllllllllllilllllli Sonnige, sehr geräumige 5-Ziim.W. mit Küche, Bad, gr. Diele, Man- sardeu.Zubehör, 1. bester Südlage, z.1.4.33z. verm. Schr. Ang. u. 07 a.d.Gieß.Anzeig. illllllllllllllllllllllllll VL-W m. Zubehör zum 1 Avril zu vermieten. Näh. 11D Seltersweg 69 (Löwen-Drogerie) LUv suchen f.d.Bertr.ein.b. d. Landwirtsch. starkbegehrt. Artikels (deutsches Reichspatent) energ., zielbew. Herren m. eig.Auto od. Motorrad u.ca. JUt 500.-Kap., diei.d.Lages.,e. Verkaufsbez.er- aschöpf. auszuw. 1s Bezirksvertr. Arbeitsfreudig. Herren ist sich.u. gute Exist. geb. Gerling-Ges. m. b. H., Kassel, Markt- gasse 7.«v Jg. Bäcker-1. MUttt der in der Kond. selbständ. arbeit, kann und darin etwas Gut.leist., auf einige Woch. zur Aushilfe ges. Schr. Ang. mit Gehaltsanspr. u. 18Da.d.G.Anz. WIW f. hies. Kolonialwaren-und Drogengeschäft per sofort od. Ostern ges.Selbstgeschr. Angebote unter 17D an den Gießener Anzeiger. Verkäufe | Gr zilelderschr. il Wäschetruhe z. verk.,20u.5 >e Bahnhofstr.39II Eich.Kleidersehr. weiß. Kinderbett, Stnhlschlitten, Dir.-Pnlt, kl. Oien zn verkanten.a72U Kai eral'ee 33, I. (Verschiedenes I Hühneraugen Warzen, Hornh. werd, infolge der Tiefenwirkung a. i.d.bartnäck.Jäll. todsicher u. Gar. i.5-6Tag.restl.m. Wurzel beseit, d. Hühneraugen Rapid. (Srbält.nur «-owen- Drogerie W.itilbinger lacht, fllferswerfiä Slumnem Gießen. 7894D Mittwoch, 3. 1. 19,30 bis 22 Uhr, Jubiläums-Vorstellung anläßlich der 25iährigen Bühnenzugehö- rißfeitKarlVoleke 13.Mittw.-Abon. Gewöhn!. Preise Der Serr Senatoc. Lustspiel in 3 Aufzügen von Schönthan» Kadelburg. Dienstag, Z.Ianuar 1934 Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Kr. 1 Zweites Blatt nab, legt die Vermutung nahe, daß er Wirkungen des neuen Zollsystems erkc i. f 3 Ü V e V wirkt und immer von neuem das Leben eines Volkes, ja einer Welt, befruchtet und umgestaltet. Gin Ghrenabzeichen für verdiente Feuerwehrleute. Das preußische Innenministerium hat eine Verdienst. Medaille für solche Feuerwehrleute herausgegeben, die entweder 25 Jahre im Dienst sind oder sich sonst ganz besonders ausgezeichnet haben. Zwischen dem Potsdamer und Anhalter Bahnhof in Berlin, in der Nähe der Hochbahnstation Gleis- ! dreieck, befinden sich die weit ausgedehnten riesigen her dort im Umlauf waren. Den Wirrwarr auf handelspolitischem Gebiet beseitigte das Zollgesetz von 1818 mit einem Schlag. Den Kleinmütigen jener Zeit erschien es freilich als ein unerhörtes Beginnen, daß Preußen durch dieses Zollgesetz seine rein landwirtschaftlichen, seit dem Befreiungskrieg in schwerster wirtschaftlicher Not befindlichen Ostprovinzen mit den industriell schon fortgeschritteneren Rheinlanden zu einem einheitlichen Wirtschaftsgebiet verband. Der Segen des kühnen Schrittes stellte sich jedoch überraschend schnell ein. Der Erfolg machte aber die preußische Handelspolitik im übrigen Deutschland keineswegs so populär, wie die preußische Regierung wohl selbst gehofft hatte. Nicht nur die Hofe und Regierungen, die sich durch die neue preußische Politik in ihrer „Souveränität" bedroht fühlten, sondern auch die Massen des Volkes, ja selbst viele der besten Patrioten griffen das preußische System zuerst aufs heftigste an. Bei dem Unverstand, der fast das ganze Deutschland in den Klein- und Mittelstaaten' damals beherrschte, muß es noch heute Bewunderung erregen, mit welcher hervorragenden diplomatischen Kunst die preußischen Staatsmänner jener Zeit unbeugsame Entschlossenheit in der Verfolgung ihres Ziels mit freundlichstem Entgegenkommen gegen alle Sonderwünsche verhandliings- bereiter Partner verbunden haben. Wenn das große Ziel darunter nicht zu leiden drohte, so schonten sie jede Empfindlichkeit des kleinsten Staates und bauten jedem goldene Brücken, auch wenn er sich vorher noch so ungebärdig betragen hatte. Wo freilich im Interesse des Erfolgs ein Widerstand gebrochen werden mußte, gab es für sie kein Nachgeben und i I keine Rücksicht. Es ist umstritten, ob die preußischen Staatsmänner bereits bei der Vorbereitung ihres neuen Zoll- qesetzes die staatspolitischen Möglichkeiten erkannten, die es der preußischen Politik dichten, unübersehbaren Wagenkette zu verschwinden und neue Sendungen in den umliegenden Straßen- 3m Lazarett der pakeie. 85000 Sendungen verlaffen Berlin. — Sei den Packärzten der Reichspost. Kampf der wahren und Kampf der falschen Romantik, das ist die Losung! Am Abend des Ramasan leuchten jetzt an den Minaretts der zahllosen Moscheen am europäischen und am asiatischen Ufer die elektrischen Glühlampen auf. Freilich, das war schon vor der nationalen Revolution Kemal Paschas Was aber nicht war, das find die Sprüche, die an den Moscheen jetzt sichtbar werden, die Hinweise auf das Wirtschaftsprogramm der Hingen türkischen Republik Die Weihnachtsfeiern der hiesigen Christen erstrecken sich weit in das neue Jahr hinein. Denn nach den Katholilen und Protestanten kommen noch die Armenier, die Griechen und d,e Russen. Sie alle hatten sih fast an den deutschen Weihnachtsbaum gewöhnt, und trotz völlig fremder Umgebung konnte mm sich sonst hier zur Zeit des weihnachtlichen" Ramasan fast heimisch fühlen. Nur der Schnee fehlte. Aber mit dem sink> wirja auch zu Hause in den letzten Jahren nicht allzu sehr verwöhnt w-rden. Und nun ,st dieser Schnee gekommen, aber Die Weihnachtsbaume fehlen Em Gesetz zum Schitz des türkischen Waldes hat das Schlagen unmöglich gemacht. Man muß sich anders behelfen. . Das Wohl be< Staates herrscht vor — und wird begeistert anerkennt, auch wenn Althergebrachtes dabei verschwinden muß. Man raucht noch die Nar- aileh die berühmte Wasserpfeife, und ihr glucksen- des Geräusch mscht sich nach wie vor m den Kaffee- ftuben mit dem Geklapper der Würfel die den nationalen Brettstielen ihren Lauf vorschreiben. Jetzt mehr denn je, denn die Kälte treibt die Menschen in die warme, Räume, wo die frierenden Fuge auf kostbaren Teppichen ruhen, und wo man den orientalischen Gesängen lauschen kann, welche die Lautsprecher vermitteln oder einheimische Künstler vortragen. Aber auch hier der Einbruch einer neuen Zeit. Nicht das Radio, nicht das Grammophon! Nein, es ist der unverkennbare Geist der Zuversicht und der Freude, der schon aus vielen Gesängen klingt, und nach und nach die unendliche Wehmut vertreibt, den Schmerz, die Klage über das, was niemals erreicht werden kann, mit einem Wort alles was früher der türkischen Musik das Gepräge gab. Kein Wunder das, bei einem Volk, das nur dem Krieg, dem Kampf und der Anerkennung eines unerbittlichen Schicksals lebte. Dieses Volk )at jetzt erkannt, daß man sehr wohl seines eigenes Glückes Schmied sein kann. Es hat unter dem Wort seines Führers energisch zugepackt, hat Erfolge über Erfolge geerntet und wird seines Lebens froh. Das türkische Lied, das türkische Buch, sie atmen mit einem Mal Hoffnung und Zuversicht. Der unerwartete Schnee des Ramasan gibt Gelegenheit, das alles so recht zu begreifen. Und es wird begriffen! Sollte sich die Natur ein wundersames Spiel erlauben? Sollte an den Mittelmeerküsten in Zukunft der Winter ein hartes Wort zu reden haben? Sache der Gelehrten, das festzustellen! Den Türken von heute wird es nicht schrecken. Anatolien ist niemals in dieser Hinsicht verwöhnt worden. Dort ist Schnee zur Zeit des Ramasan nichts Ungeroöhn-- liches. Und Anatolien, in dessen Hauptstadt Ankara der Führer sein Stabsquartier aufgeschlagen bat, Anatolien, das soll ja die Zukunft sein. Dort gibt es gelbes und „schwarzes" Gold, das Naphtha. Dort baut man Fabriken, dort gibt es Arbeit ftir Jaffr- hunberte. Dort herrscht der „Anatolismus Mustafa Kemal Paschas. Mag immer Schnee fallen zur Zeit des Ramasan! Es wird auch Istanbul nicht in Verlegenheit bringen. Ein harter Winter treibt zur Arbeit an. Arbeit ist die Grundlage des türkischen Aufbauprogramms. Die Möven, die von den Stürmen im Schwarzen Meer ins Goldene Horn geflüchtet sind und nun die Brückenpfeiler und Straßenbahnmasten zieren, wundern sich vielleicht, daß nun auch hier für sie kein Paradies mehr ist, denn es gibt kein Paradies, in dem man frieren muß. Der Bewohner Istanbuls aber denkt an die Zukunft. Er hat keine Zeit mehr, sich zu wundern und zu philosophieren, und er tröstet sich mit mehr als mit der Hoffnung, daß der Schnee nun bald schmelzen und daß in wenigen Wochen bei wundervollem Sternenschein am Ufer des Bosporus das Schluchzen der Nachtigall ertönen wird... t>jch«n Entwicklung der jüngsten V-rgangenh-ft.! ~ H 7""^ Von Folgerichtigkeit und' Z-°»l°ch°,t^/°un°n w.r! ^dene Autos, mit Paketen leider erst letzt in unserer Volltlk wieoer reoen, Heerzüge und Straßenbahnwagen hier an. nachdem enb- Ununterbrochen überqueren kleine und große Fuhr- Volkes m unb „ynterellentenbauren eno , Hof sausen gelbe Postautos an der Paket- N..üb°rn-und«n ist. Di« ch-cht- des Deutjch-n q . um bann ebenso schnell aus der Zollvereins lehrt es uns beutlich, baß nur eine Politik auf lange Sicht, im Besonberen eine Hanbelspolitik, bie mit langen Fristen rechnet, dem ganzen Volke Nutzen bringen kann, eine Hanbelspolitik, bei ber bas eigennützige Interesse einzelner Wirtschaftsgruppen bem Gesamtwohl des Staates untergeordnet wirb. Das neue Reich steht jetzt zufällig wieber vor einem neuen A b- s ch ni 11 seiner Hanbelspolitik und es ist ein großes Glück, daß uns bei dem Beginn dieses Abschnittes das Geschick eine im Volk fest verankerte Regierung geschenkt hat, die in der Lage ist, eine dem Ganzen dienende Wirtschaftspolitik gegen alle Sonderinteressen durchzusetzen. Diese Stadt fiel aufs neue einem stürmenden Gegner zum Opfer: bem Winter. Lange wahrte 6er9 Stampf. Wütend blies der Feind seinen Eises- hauch aus bem frierenben Europa über Thrakien und Bosporus. Aber immer wieber stemmte sich der heiße Brobem Afrikas bagegen unb erstickte die Heeressäulen Winter-Obins m einer Flut von Wasser Doch nach unb nach errang ber Gegner bie Oberhanb. Schon brang ber Schnee über Abna- nopel hinaus, bem kein noch so helbenhafter Schukr' Pascha genutzt hätte, bie Tschatalbscha-Lime, gegen die Bulgaren, Serben unb Griechen vergebens an- neftürmt waren, mürbe genommen. Schnee lag ve reits im Belgraber Wakbe unb im Tal ber Süßen Wasser von Europa, Schnee bebeckte ganz Anatolien von ben Schluchten bes bythmischen Olymp bis'xu ben süblichen Hängen bes Taurus, boch norfAielt Istanbul stanb. Bis in ber ersten Nacht ^nmafan ber Fastenzeit, auch Konstantinopel Masten str-L Schnee fiel auf die Kuppeln der fiaq a Sophia und der Sultan-Achmed-Moschee MSZM-- MM-WZ gut. Aber die Schuhputzer an den Stratzenecren Am 1. Januar 1934 waren hundert Jahre vergangen, seitdem zum erstenmal in der deutschen Geschichte der größte Teil des deutschen Landes, das Bismarck bann fast 40 Jahre später xum Deutschen Reich zusammenfaßte, wirtschaftlich geeinigt würbe. Die grunblegenbe Bebeutung dieses großen, in frieblicher Arbeit gewonnenen Sieges ber preußischen Politik für bie Einigung des beutschen Volkes ist unbestritten. Die heutige beutsche Generation aber ist mehr als jebe vor ihr verpflichtet, den Staatsmännern, bie damals in zähem Kampf ben ersten großen Erfolg auf bem Weg ber deutschen Wiedergeburt errungen haben, ein dankbares Gedenken zu widmen, weil es ihr vergönnt ist, das vor hundert Jahren begonnene Werk ber deutschen Einigung unter Hindenburgs unb Hitlers Führung zu vollenben. Es waren natürlich zunächst bie inneren Verhältnisse, bie ber preußischen Regierung nach ber langen napoleonischen Kriegszeit eine Aenberung des zum Teil sehr ehrwürdigen Zollwesens dringend nahelegten. Bestanden boch in bem burch ben Wiener Kongreß erheblich vergrößerten preußischen Staatsgebiet bis zum 1. Januar 1819, an bem ber neue, einheitliche Zolltarif mit ber Erhebung ber Zölle an ber Landesgrenze in Kraft getreten war, nicht weniger als 67 verschiebene Zolltarife mit runb 3000 Warenklassen. Daneben aber galten in ben neuerworbenen sächsischen Gebieten noch bie sogenannte kursächsische General- accise unb in Neuvorpommern bas schwebische Zollwesen, währenb im Rheinlanb nach der Aufhebung des französischen Douanensystems völlige Anarchie herrschte. Die wirtschaftliche Zerrissenheit des Landes wird noch deutlicher, wenn man hört, daß neben der preußischen Talerwährung in Pommern und Posen noch 48, in den Gebieten westlich der Elbe gar 7 1 fremde Ge 1 dsorten amtlich anerkannt werden mußten, weil sie seit alters* Der Erfolg beweist, daß ihm das in hervorragendem Maße gelungen ist. Als das Gesetz bem Staatsrat zur Beschlußfassung vorgelegt wurde, führte eines seiner Mitglieber aus, daß „dem Notstanb des Gewerbekreises in Schlesien und Sachsen nur durch die Freiheit zu begegnen sei", und 53 von den 56 anwesenden Mitgliedern stimmten danach für das Gesetz. Die Baumwoll- und Kattunfabrikanten aus Schlesien und Berlin, denen durch das neue Zollwesen geholfen werden sollte, und tatsächlich auch geholfen worben ist, ließen dagegen ihre Notschreie weithin durch das Land erschallen und behaupteten, baß sie burch das Gesetz ruiniert werben würben. Wie unberechtigt ihre Klagen waren, bewies sehr schnell die tatsächliche Entwicklung. Ein paar Jahre I später erklärte Huskisson, den die Engländer einer der erleuchtetsten Geister der Welt nennen unb ber sein Land in mühseligen Kämpfen nach und nach bem Gedanken des Freihandels gewann, im engli- Moment blitzschnell mit Rotstift aus die einzelnen Glieder dieser endlosen Paketreihe zu schreiben. . lieber 85 0 0 0 Sendungen verlassen j e - d e n T a g die Reichshauptstadt: fast ebensoviel kommen täglich an. Um die Weihnacht- und Osterzeit ist die Zahl der Pakete allerdings noch wesentlich höher, trotzdem der Berliner Paketverkehr in den letzten Jahren infolge ber wirtschaftlichen Lage beträchtlich zurückgegangen ist! Unaufhörlich schlängeln sich immer wieder neue beladene Bänder durch die weiten Hallen. Farbige Lampen leuchten von Zeit zu Zeit kurz auf, und eine Lärmsymphonie aus Klingeln- und Hupensignalen betäubt die Ohren. Dort hat man einen Tisch aufgebaut, welcher mit einer Staubsaugevorrichtung versehen ist. Aller Schmutz unb Staub, ber an ber Verpackung haftet, wirb auf biefe Weise entfernt. Plötzlich wirb bie gleichmäßige verantwortungsbewußte Arbeit ber Beamten durch einen Zwischenfall unterbrochen. Die Umhüllung eines mangelhaft verpackten Kartons ist entzwei gegangen. Eine dickliche schwarze Flüssigkeit quillt aus einer offenen Flasche und ergießt sich über die in der Nähe liegenden Sendungen. Schnell sind ein paar Beamte zur Stelle und heben vorsichtig alle in Gefahr befindlichen Päckchen heraus, legen sie behutsam in einen besonderen sauberen Wagen unb transportieren bie verwundeten Patienten ber Reichspost in ein eigentümliches Paketlazarett. Unzählige mit farbigen, chemischen Flüssigkeiten gefüllte Flaschen unb seltsame Apparate stehen an ben hell getünchten Wänben dieses „Operationssaales", lieber 300 Pakete werben täglich hier eingeliefert und „verarztet". Wenn man es nicht mit eigenen Augen erleben würde, niemals würbe man es für möglich halten, wie unvorsichtig unb leichtsinnig bie Menschen mit bem oft kostbaren Gut umgehen, bas sie der Post anvertrauen. Wertvolle Gegenstände werben in halb zerrissene, schmutzige, dünne Papierbogen eingewickelt. In durchlöcherten, fadenscheinigen Beuteln sollen die Sendungen ihre oft viele hundert Kilometer lange Reise antreten. Aus einem hölzernen Tisch liegen alle die eben zügen aufzunehmen. Aus diesem Paketamt in der Luckenwalder Straße werden alle Päckchen und Pakete, die vom Potsdamer ober Anhalter Bahnhof abgehen sollen, sorgfältig verloben. Neu anfommenbe Sendungen werden an andere bestimmte Berliner Postämter weitergeleitet. Eine neue technisch vollkommene, besonders konstruierte Förderanlage ermöglicht schnellste Abfertigung aller hier eintreffenden Pakete. Jedes einzelne Päckchen wandert sofort aus dem gelben Post- auto direkt auf eines der laufenden Bänder, welches die vielen Sendungen auf mechanischem Wege in die nie ruhende Arbeitshalle dieses großen Paketamtes bringt. Die runde Hutschachtel fährt neben ber stabilen Holzkiste, ber schon etwas morsche Korb gleitet als Nebenmann einer liebevoll verpackten Konfektschachtel an ben Händen ber aufmerksamen Beamten vorbei. Jebes einzelne bieser Pakete wirb von einem ber hier Beschäftigten von bem srieblich bohinsließenden Band genommen, unb mit einer geheimnisvollen Zahl versehen. Sämtliche Orte Deutschlands und alle wichtigen Stationen bes Aus- lanbes haben — wie der liebenswürbige Vorsteher bieses Postamtes berichtet — nämlich ganz bestimmte Zahlen, unb jede bieser Nummern müssen bie Beamten auswendig wissen, um sie dann im gegebenen HundettZahre deutsche WirtschastSemheit Zur Erinnerung an die Gründung des Deutschen Zollvereins. Von Or. $. Pfeffer Aamafan im Schnee. Strenger Winter am Goldenen Horn. Von unserem A S.-Sonderberichterstatier. Istanbul, Ende Dezember. Istanbul ist gefallen! - Noch einmal wurde Konstantinopel erobert. Nach hartnäckigem Kamps, wie jo oft im Laufe der Gefchichte, fett ber saaen- hafte Byzas aus Megara mit feinen Mannen, bem delphischen Spruche folgend, die Landzunge besetzte auf der später die Römer bauten, wo dann der erobernde Türke den Sultanspalast schuf. Und auch dieser Palast ist übrigens längst Museum geworden, währenb bort, wo sich zwischen zwei Kontinenten zwei Meere vermählen Gegenwart und Zukunft versinnbildlicht sinb im Denkmal des Führers Mustafa Kemal Pascha. Die Errichtung des Deutschen Zollvereins war eine große politische Tat, weil aus ihm in eiserner Konsequenz schließlich das Bis- m a r ck s ch e Reich hervorgegangen ist Aber es wäre falsch, seiner rein wirtschaftliche Bedeutung für bie Entwicklung von Hanbel unb Verkehr in Deutschlanb barüber zu übersehen. Ohne bie Möglichkeiten, "bie der Deutsche Zollverein gegeben hat' wäre weder bie überaus schnelle Entwicklung bes' beutschen Eisenbahnwesens noch bie von Hanbel, Gewerbe unb Lanbwirtschaft überhaupt denkbar gewesen. Im Zollgesetz von 1818 suche Maaßen — zum erstenmal in ber Wirtschaftsgeschichte eines großen Staates — die Jbeen ber Wirtschaftsschule von Abam Smith, ber er von früh anhing, mit ben Erforbernissen der politischen Praxis zu oerbtnben blicken sehnsüchtiger denn je nach Kunbschaft aus, um wieder einmal ihre Glieder regen ZU können, unb wer sich jetzt hier bie Stiefel putzen aßt, der kann gewiß sein, daß sich selbst bas abgeschabteste Leber unter ben Hänben ber Fröstelnben in glan= xenben Lack verwanbelt. Unb in ben Abenbstunben, wenn ber Ramasan unterbrochen wirb, dann füllen sich die Kaffeestuben. Der kalte Wind vertreibt bie Leute von ben Straßen, auf benen sie zu dieser Zeit so gerne lustwandeln. Das gewohnte Bild ist üeränbert. Ramasan im Schnee! Das ist eine eigenartige Laune der Natur. Soll sich benn alles oeränbert haben? Der Ramasan ist ohnebies nicht mehr bas, was er war. Weiß Gott, er hat sich geroanbelt! So, wie jebes Ding m ber mobernen Türkei, bie vor allen Dingen nur eines kennt: Das Wohl ber Nation, bem sich alles, aber । auch alles unterzuorbnen hat. Täglich gelangen in Berlin über 300 mangelhaft verpackte Postsendungen zur Ausbesserung in das größte beutsche Umschlagspostamt in der Luckenwalder Straße. für die Umgestaltung der deutschen Verhältnisse bot. Manche Äußerungen des Staatskanzlers Fürsten Hardenberg, der den Anstoß zu der Reform ' ‘ ‘ ~ ' ig nahe, daß er die weiteren _______o... ... ... Zollsystems erkannt unb gewollt hat. Sicher ist, baß vom Jahr 1820 ab bie politische Bebeutung bes Werkes allen preußischen Regierungsstellen klar war, währenb bie oberen beutschen Regierungen von dieser Seite des großen Werkes nichts merkten. Vor allem der im Jahre 1825 vom König zum Finanzminister berufene Friedrich von Motz sorgte durch die klaren schen Parlament: „Ich hoffe, daß der Tag kommen Richtlinien die er der preußischen Handelspolitik wirb, wo ber Tarif bieses Landes ebenso frei sein qab dafür', daß seitdem keine preußische Regierung ! wird wie der preußisch-". Wir Deutschen nennen mehr dos politische Ziel neben der ungeheueren i England das klassische Land des Frechandels, in der wirtschaftlichen Bedeutung aus den Augen oerlor. Tat aber sind diese große Gedanken die die Welt- Ihm war es allerdings nicht mehr beschieden, den । wirtschaft für ein halbes Jahrhundert beherrs-yt und großen Erfolg seiner Politik im Jahre 1834 zu er- i zu ihrer ungeahnten Entwicklung beigetragen haben, leben, denn er starb allzu ftüh für den preußischen j zuerst in Preußen mit den politischen Erfordernissen Staat und das deutsche Bolk, erst 54 Jahre alt, schon der Nation verbunden worden von Mannern, deren am 30 Juni 1830 Sein Mitarbeiter unb Nachfol- Namen in Deutschlanb heute wenig mehr Menschen ger im Finanzministerium, M a a ß e n, ber ber Ver- als bie Fachgelehrten kennen. In uns aber bie wir aller bes Zollgesetzes von 1818 war, hat bas Werk, jetzt wieber eine große Epoche ber beutschen Ge- zusammen mit Eichhorn, ber bie beutschen An-! schichte burchleben, vermag bie Gründung bes beut» Gelegenheiten im Auswärtigen Amt leitete, mit bem schen Zollvereins bie Erkenntnis zu befestigen baß jungen Lubwig K ü h n e ‘ unb manchen anberen, i eine in ber Zeit liegende, von klar blickenden Man- beffen Namen'eigentlich noch genannt zu roerben | nern erfaßte Äbee, zielbewußt unb entschlossen nerbient, getreulich fortgesetzt. Sie haben ben jahre-1 burchgeführt, noch in ferner Zukunft segensreich langen Kampf gegen beutsche Klein st a a - ter ei, partikularistische Eigenbrötelei unb oster- reichische Ränke bis zum Erfolg geführt. Kem ge-; ringeres Verbienst kommt aber auch bem König Friebrich Wühlern HL zu, besten gerabe unb ehrliche Haltung schließlich bas Mißtrauen ber anberen Fürsten überroanb, ber aber auch seinen Beamten trotz aller Anfeinbungen, bie gegen sie an ihn herange- tragen würbe, unverbrüchliche Treue hielt unb ba- burch allein bas jahrelange Fortschreiten auf bem eingeschlagenen Weg ermöglichte Bei ber Betrachtung jener Zeit brängt sich unwillkürlich ein Vergleich auf mit bem Gang ber politischen, vor allen Dingen auch ber hanbelspoli- Was alles in einer Minute passiert. Machen wir uns einmal Gebauten barüber, was alles in einer Minute passiert. Das menschliche Herz schlägt ungefähr 72 Mal in ber Minute. Wie wir aus einer interessanten englischen Aufstellung erfahren, kommen im Jnselreich in jeber Minute 90 Kinber zur Welt, unb 76 Menschen sterben in ber gleichen Zeit. In jeber Minute wirb eine Person im Straßenverkehr verletzt. In ber gesamten zivilisierten Welt heiraten in jeber Minute 20 Paare. In jeber Minute werben in Englanb 834 Tassen Kaffee getrunken. Zeitschriften. — In ber Zeitschrift „Stänbifches Leben". Blätter für organische Gesellschaft- unb Wirtschaft» lehre (3. Jahrgang, 12. Heft. Erneuerungs-Verlag, Berlin-Wümersborf, Berliner Straße 6/7) erscheint u. a. ein Aufsatz von Professor Dr. Wilhelm A n - b r e a e über „Nationalwirtschaft unb Wirtschafttheorie. Der Aufsatz gibt bie Antrittsvorlesung bes kürzlich nach Gießen berufenen Grazer Gelehrten wieber. — Währenb in ben Anfängen ber Wirtschaftswissenschaft biefe sich immer nach ben vorgegebenen Zielen ihres Staates richtete, hat sie sich in ber Zeit bes Liberalismus von biefen Zielen losgelöst unb eine auf sich selbst gestellte Wissenschaft vorstellen wollen. Daher kommt es, baß bie Wirtschaftswissenschaft zur Erneuerung ber Nation nicht beigetragen hat. Denn auch bie geschichtliche Schule hatte sich überroiegenb, trotz völkischer. Ansätze, bem Liberalismus verschrieben. Die neue Nation braucht eine Wissenschaft, bie um bie völkischen Ziele weiß unb ihnen gerecht werben kann. Diese Wissenschaft ist mittlerweile erwachsen. Auch bie Wissenschaft hat ihre Erneuerung, bie ihrerseits, nachbem bie politische Erneuerung geschehen ist, bas, was sie an reichem Forschen gesammelt hat, nun bem neuen Staate zur Verfügung stellen wirb. &odtfdMiln16,5 116,5 116,25 116.75 88 88 88,5 88 96,75 96,4 96,9 96,5 51,5 52 52,65 51,5 85 85,75 85 84,75 90 91 90 90 100 100 100,25 100 142 142,25 142 142 110 110 — 109 71,25 71,25 71,75 71,25 104 104,65 104 104,65 55 54,75 55 55 <7,5 87,75 87,9 87,5 — — 64,65 64,25 — 140 138 141,5 107 107,5 107 109 58 57,5 58 58 60,25 60 60,65 59,75 Geld Srie, 2,64 2,66 58,06 58,30 60,88 61,12 13,64 13,70 16,37 16,43 168,01 168,68 21,86 21,94 68,61 68,89 — —— — —— 70,41 70,69 80,84 81.16 34,33 34,47 — Nr. l Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)Dienstag, 2.Zanuar 193< Hitler schafft Arbeit! 686 5700 3000 4500 1300 Interessent: Oer Sparer Hilst aufbauen Tagewerke an der Baustelle: Verwendet die Richard-Wagner-Wohlfahrtsbrief- marken auch nach dem Ausland, sie tun Kunde von höchster deutscher Art und Kunst! Zeitungsmann: „Allerdings! Jeder muß sich vorsehen, daß er nicht zu seinem eigenen Vorteil oder zum Vorteil seiner Firma oder seiner Behörde einem Schriftleiter die Aufnahme einer Mitteilung zumutet, die tatsächlich in den Anzeigenteil gehört. Denn das wäre Anstiftung zu einer Gesetzesübertretung, die sehr schwerwiegende Folgen haben kann!" Interessent: „Ich sehe. Sie stehen in Ihrer Pressearbeit ab 1. Januar 1934 in der Tat vor ganz ungewöhnlichen, tief einschneidenden gesetzlichen Maßnahmen. Für Sie und auch für das Publikum ist damit ein grundlegender Wandel im Pressewesen eingetreten. Das Publikum wird also darauf verzichten müssen, von der Schrift- leitung Hinweise für die Werbung im redaktionellen deutlich die demnächst einsetzenden Jnventurverkäufe zeigen. Denn viele Volksgenossen, die bei dieser Gelegenheit ihren Bedarf an Wäsche usw. befriedigen, können dies nur, weil sie sich eben im Laufe des Jahres den erforderlichen Betrag durch Sparen bei einem Geldinstitut zurückgelegt haben. Oie Beisetzung von Kirchenrat Strack. Maßnahme: Aufforslungsarbeiten in der Oberförsterei Reuen st ein Dränung von Ländereien der Drängenossenschaft Llm Räumung bzw. Regulierung des Heegbaches des hessischen Forstamts Groß- Gerau Herstellung von Entwässerungsgräben und Vcrschleifung des alten Heegbachbettes in der Gemeinde Groß-Gerau Auswechslung des Oberbaues der Hasenbahnstrecke Mainz-hauptbahnhof bis Mainz-Hafen, Stadt Mainz Mit Wirkung vom 1. Januar 1934 ist das vom Werberat der deutschen Wirtschaft ausgearbeitete Gesetz vom 12. September 1933 über die Regelung der Wirtschaftswerbung in Kraft getreten. In diesem Gesetz sind Bestimmungen enthalten, die für die Zeitungen und für das Publikum von größter Tragweite sind. Soweit der Anzeigenteil dabei in Betracht kommt, ist durch die Kundgebung des Rhein-Mainischen Zeitungsoerleger-Vereins über „Die Neuregelung des Anzeigenwesens" in unserer Nr. 305 vom 30. Dezember 1933 die erforderliche Klarheit geschaffen worden. lieber die neuen gesetzlichen Bestimmungen für die Leitung des redaktionellen Teils mag folgendes Zwiegespräch zwischen einem Vertreter der Zeitung und einem Interessenten Aufschluß geben, wobei die Vorschriften des Gesetzes über Wirtschaftswerbung und des am 1. Januar 1934 in Kraft getretenen Schriftleitergesetzes zugrunde gelegt sind. Zeitungsmann: „Sind Sie nicht Vorsitzender eines Vereins? Da muß ich Sie auf etwas aufiu uu= wuu —. Geldinstituten nicht in Tresor eingeschlossen, sondern geht als Kredit rung schützen, was der einzelne Bolksgenoge in einem Leben von Arbeit sich für sein Alter und für seine Kinder geschaffen hat. In diesem Vertrauen wird das deutsche Volk zum Sparen und zur Bildung neuen Vermögens angeregt werden. Das ist das beste und in Wahrheit das einzige Mittel, um der deutschen Volkswirtschaft aus eigener Kraft das für die Zukunft benötigte Kapital zur Verfügung zu stellen und im übrigen auch der einzige Weg, um den Preis für Leihkapital, den Zinssatz, natürlich zu Heule treten Die neuen gesetzlichen Vesiimmungen im Pressewesen in Kraß. Oie Aufnahme kostenloser Werbemitteilungen int redaktionellen Teil ist gesetzlich verboten. —Strengste Scheidung aller geschäftlichen Ankündigungen vom redaktionellen Teil. merksam machen. Wenn Sie Ihre Veranstaltungen haben, müssen Sie jetzt Mittel für die Bezahlung der Hinweise werbenden Charakters bereitstellen. Der Werberat hat allen deutschen Zeitungen mit Gesetzeskraft verboten, derartige Hinweise kostenlos aufzunehmen. Es ist in Zukunft nicht mehr erlaubt, versteckte Anzeigen im lokalen Teil unterzubringen, um die Kosten zu sparen. Sie können zwar am Schluß des redaktionellen Teils, aber dann nur zum Textanzeiaenpreis ausgenommen werden. Es wird überhaupt eine ftrenge Scheidung des Anzeigenteils vom Textteil erfolgen. Die amerikanische Vermischung von Text in weltanschaulicher Hinsicht restlos genügen und sich in den politischen Kampforganisationen und im Freiwilligen Arbeitsdienst betätigt haben. Die schriftliche Zufage der etwaigen Aufnahme in den Vorbereitungsdienst wird nur bei ganz besonderer Eignung für die gewählten Studienfächer und für den Lehrerberus erteilt werden. 3. lieber die Aufnahme in die Anwärterliste wird erst nach der Staatsprüfung entschieden. Nur solche Assessoren kommen in Frage, die während des Vorbereitungsdienstes die unbedingt erforderlichen cha- , ........—--------, v „ - rakterlichen Eigenschaften gezeigt und in beiden und Anzeigen und Bezahlung des Textes und Nicht- Prüfungen mindestens die Gesamtnote „gut er- hezahlung von Anzeigen, die in anderen Ländern halten haben. I zur Bestechlichkeit und Käuflichkeit der Presse ge- 4. Die Wiederholung einer Prüfung zwecks Ver- führt hat, ist in Deutschland verboten." besserung der Gesamtnote wird in der Regel nicht Interessent: „Der Grundsatz ist ja durchaus gestattet. I anzuerkennen. Aber wie soll nun eine zu bezahlende 5. Assessoren, die nicht in die Anwärterliste auf- Anzeige so genau von einer kostenlosen Textmittei- genommen sind, werden in der Regel nicht zur lung unterschieden werden? Das ist doch gar nicht freiwilligen Beschäftigung an einer öffentlichen f0 einfach? — Gehört z. B. die Mitteilung eines höheren Schule zugelaffen. Finanzamtes über eine Steuerermäßigung in den Wenn auch in diesem Jahre in Hessen eine An- Text- oder Anzeigenteil? Darf die Reichsbahn oder zahl junger Assessoren überraschend schnell Verwen- Stadtverwaltung nicht mehr „Hinweisen" auf düng gefunden hat, so sind doch die Aussichten für I cjne wichtige Angelegenheit? Ihre Leser sind doch die jüngeren Assessoren und Referendare sehr schlecht, daran außerordentlich interessiert!" da in den nächsten Jahren die Abgänge verhalt- Zeitungsmann: „Trotzdem gehören diese nismäßig gering sind und eine weitere Schrumpfung Mitteilungen in den Anzeigenteil, denn der Staat hat im höheren Schulwesen zu erwarten ist. Abitunen- öa5 unbedingte Interesse, daß alle seine Emwoh- ten, die sich trotz aller Warnung dem höheren Lehr- ner an der Steuer-Vergünstigung teilhaben. Ganz amt widmen wollen, sind besonders darauf hin-1 anders ist die Sachlage, wenn die Zeitung einen zuweisen, daß es auf die Dauer nicht möglich ist, bedeutenden Steuerberater bittet, in möglichst klarer Referendare und Asfefforen, die den Anforderungen einfacher Weife in einem kleinen Artikel den Lesern zur Aufnahme in die Anwärterliste nicht entspre- ber Zeitung die Möglichkeiten der Steuervergunsti- chen, im Volksschuldienst unterzubringen. gung darzulegen. Eine solche Arbeit gehört in den Mit Rücksicht auf die UeberfüHung der Hochschu- Textteil. Dasselbe gilt auch für die Stadtverwal- len und der akademischen Berufe ist es dringend tung und andere Behörden. Und nun die Reichsgeboten, immer wieder vor jedem Hochschulstudium! bahn! Aenderungen im Fahrplan der Züge werden zu warnen, da nur diejenigen Studierenden Aus- bie Zeitungen natürlich im Textteil der Oeffentlich- sicht auf erfolgreiche Vollenduna ihres Studiums I ^ur Kenntnis bringen. Dagegen kann die Reichsund auf Weiterkommen im Beruf haben, die neben hahnverwaltung ihre Ankündigungen über Aus- ben unbedingt erforderlichen charakterlichen und kör- siugsfonderzüge usw. in Zukunft nur noch im An- perlichen Eigenschaften auch eine ganz befand zeigenteil veröffentlichen, da es sich hierbei um bere Begabung aufweisen. eine geschäftliche Werbung handelt, die für den redaktionellen Teil gesetzlich verboten ist. Für Reisebüros, Kraftomnibusbetriebe, Gesellschaftsfahrten von Vereinen usw. gilt das gleiche." Wie aus dem jüngsten Amtsverkündigungsblatt des Kreisamts Gießen ersichtlich ist, hat das Hessische Staatsministerium, Abteilung Id (Finanzen), für das Arbeitsgebiet der nördlichen Wetterau und des Gießener Beckens folgende Vertrauensleute und Mitglieder des Ausschusses für Naturschutz bestellt: 1. Vertreter im Ausschuß und Obmann: Professor Dr. Henneberg, Gießen. 2. Vertrauensleute: Dr. K. R. F i s ch e r, Gießen; Studienrat H ö l z e l, Gießen; Studienrat Schaaf, Gießen. Weihnachtsfeier Der erblindeten Krieger Der Bund erblindeter Krieger (Fachabteilung der NSKOV.) hielt am letzten Tage des Jahres 1933 im Katholischen Vereinshaus feine Weihnachtsfeier ab. Nach einleitenden Musikstücken von Mitgliedern der Kapelle der SAR. und nach einem Prolog von Frl. Weber (Friedberg) hielt der Obmann des Bezirks Gießen des Bundes erblindeter Krieger, Reallehrer Kranz (Friedberg), die Begrüßungs- anfprache. Er sprach von dem tieferen Sinn des Weihnachtsfestes für die Blinden, gab einen hoff» nungsvollen Ausbück auf das Jahr 1934, erinnerte an die Opfer, die von den Kriegsblinden für das Vaterland gebracht worden find und dankte allen, die beigetragen haben, daß die Weihnachtsfeier auch in diesem Jahre wieder in der bisher gepflegten Form durchgeführt werden konnte. Eine eindrucksvolle Ansprache hielt der Landesobmann der NSKOV., Ziegler (Darmstadt). Er sagte u. a.: Der Kreis der Blinden sei zusammengefügt worden von einem gleichen schweren Geschick. Die Opfer des Krieges sollten wissen, daß sie nicht nur wirtschaftlich versorgt seien, sondern auch, daß Deutschland die erblindeten Krieger so ehre und achte, wie es notwendig sei. Wenn das Leid der Blinden als das Leid aller betrachtet werde, dann erst sei die Volksgemeinschaft Wirklichkeit. Hier sei besonders auch der Frauen der Blinden gedacht, die alles Leid mittragen müssen. Heute dürfe aber auch nicht vergessen werden, daß wir das Weihnachtsfest nicht so feiern würden, wenn nicht der Gefreite des Weltkrieges die deutsche Seele zu sich selbst zurückgeführt hätte. Gott habe wohl gewußt, was er tat, als er dem Führer die schwarze Binde von den Augen genommen habe, die er für einige Zeit im Krankenhaus zu Pasewalk habe tragen müssen. So habe der Führer erfahren müssen, was es heiße, das Augenlicht nicht zu haben; umso mehr fühle er sich heute den Blinden des Weltkrieges verbunden. Der deutschen Jugend müsse in das Herz gehämmert werden, daß das Heiligste das Opfer für das Vaterland sei. Das Opfer der Blinden könne nicht mit Geld und Gold aufgewogen werden, sondern allein durch die Ehre und die Achtung des ganzen Volkes. Das Jahr 1933 werde beschlossen in dem Glauben, daß das neue Jahr das „Vorwärts" bringe und alle Ziele erreichen lasse. (Lebhafter anhaltender Beifall.) Bürgermeister Dr. Hamm sprach als Vertreter der Stadt, Provinzialdirektion und anderer Behörden. Weihnachten sei ein Vermächtnis. Der Blinde habe Anspruch darauf, daß das Vermächtnis des Opfers weitergetragen und erfüllt werde. Die Volksgemeinschaft habe der ehemalige Frontsoldat schon immer oewünscht, er habe sie draußen vor dem Feind als Wirklichkeit erlebt, sie aber leider in der Hemmt zerstört sehen müssen. Um so viel leichter find« gerade er sich heute hinein. Hoffnungsvoll sehe man dem Jahre 1934 entgegen. Die Weihnachtsfeier brachte neben den Ansprachen ein sehr unterhaltsames Programm. Der Grosfchs zeigen durch Mitteilungen im Lokalteil zu unterstützen. Das Kino wird Ihnen Nachrichten über ! Filmstars und Besprechungen der Filme zuleiten. Auch verlangt man eine Kritik nach den ersten Spieltagen. Insbesondere werden Sie auch das . Konzert-, Theater- und Vortragswesen in unserem Ort durch Texthinweise und Besprechungen fördern müssen. Die sog. „Sportvorschauen" werden Sie doch gewiß weiterhin bringen? Und dann alles was Kunst heißt. Es ist doch geradezu eine unabweisbare Pflicht der Zeitung, alles kulturell Wertvolle zu pflegen! Gedenken Sie sich wirklich dieser Aufgabe zu entziehen?" Zeitungsmann: „In keiner Weife! Aber die Reinhaltung des Textteils von Bekanntmachungen Muß auch auf diesem Gebiet aufrechterhalten werden. Hinweise und Anzeigen müssen also sowohl von Kinos als auch von Theater-, Konzert- und Vortragsunternehmungen, von Vereinen und bann auch im allgemeinen (einschließlich Sport), von Behörden, Verbänden bezahlt werden sobald sie werbenden Charakter haben. Interessent: „Ich denke, der Anzeigenchef hat darüber zu entscheiden, ob etwas als Anzeige mittommt ober nicht?" Zeitungsmann: „Sie sinb im Irrtum! Nach bem neuen soeben in Kraft tretenben Schriftleitergesetz ist ber Schriftleiter verpflichtet, alles aus bem Textteil fernzuhalten, was eigennützige Zwecke mit gemeinnützigen in einer bie Öffentlichkeit irre« führenben Weife vermengt. Wenn e r entfchieben hat, baß eine Sache nicht in ben Textteil gehört, fo kann ber Anzeigenchef sie freilich wegen ihres Inhalts, ihrer Herkunft ober ihrer technischen Form auch noch für ben zu bezahlenben Anzeigenteil ablehnen. Im allgemeinen werben ja aber für ben Anzeigenchef Ablehnungsgrünbe nicht vorliegen. Interessent: „Was geschieht bann aber, wenn ein Schriftleiter nun boch einmal eine Mitteilung, bie eigentlich ben Charakter einer Anzeige trägt, in ben rebaftioneüen Teil aufnimmt?" Zeitungsmann: „Dann kommt er vor bas Berufsgericht. Wenn er für schulbig befunben wirb, kann er zunächst verwarnt werben, ober es wirb ihm eine Orbnunasstrafe bis zu einem Monatsgehalt auferlegt. In schweren Fällen wirb seine Löschung aus ber Berufsliste verfügt. Mit ber Löschung enbet seine Befugnis, ben Schriftleiter^ beruf auszuüben unb sich Schriftleiter zu nennen. Interessent: „Das ist hart! Da muß man sich ja hüten, baß man nicht einen Schriftleiter zu einer Übertretung feiner Berufspflichten verleitet!" Aus Oer provmzialhauptstaoi. OieZutaffuug zum höheren Schuldienst in Heften. Die Ministerialabteilung für Bil- dungswefen, Kultus, Kun ft unb Volkstum empfiehlt ben Direktionen ber Vollanstalten, bie Abiturienten auf folgenbe Bestimmungen über bie Zulassung zum höheren Schulbienst aufmerksam zu machen: 1. In ben nächsten Jahren können nur wenige Kanbibaten zum Vorbereitungsdienst für bas höhere Lehramt zugelassen werben. Die Auswahl erfolgt nach ben Lehrfächern unb nach ben Leistungen; selbstverftänbliche Voraussetzung ist bie charakterliche unb körperliche Eignung. Kanbibaten, bie als Gesamtnote ber wissenschaftlichen Prüfung nicht mindestens „gut" erhalten haben, kommen nicht in Frage. 2. Vom Jahre 1935 ab werden bis auf weiteres nur diejenigen Kandidaten zum Vorbereitungsdienst zugelassen, denen die Ministerialabteilung für Bil- dungswesen, Kultus, Kunst und Volkstum die Aussicht auf Zulassung schriftlich eröffnet hat, die in der wissenschaftlichen Prüfung die Note „gut" und in mindestens zwei Hauptfächern „gut" erhalten haben, Die Feier der Bestattung des Kirchenrates Karl Strack, bie am Samstag auf dem Neuen Friedhof stattfand, hatte eine große Trauergemeinde in ber Kapelle zusammengeführt. Pfarrer Bechtols- Heimer hatte seiner Gebächtnisrebe bie Worte aus dem Evangelium Lukas zugrunde gelegt: „Herr, nun lassest du deinen Diener in Frieden fahren, wie du gesagt hast; denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen." Er schilderte die Treue und Aufrichtigkeit der Gesinnung des Entschlafenen, seine Herzensgüte, sein soziales Wirken, vor allem sein langjähriges erfolgreiches Wirken als Pfarrer und erwähnte, daß, seitdem der Urgroßvater des Dahingeschiedenen Johann Christian Jeremias Strack im Jahre 1768 Pfarrer in Queckborn geworden war, dessen direkte Nachkommen in ununterbrochener Linie Pfarrer in oberhessischen Gemeinden gewesen sind. Dekan Gußmann (Kirchberg) sprach für das Dekanat Gießen, Pfarrer R e u s ch für die Kirchengemeinde und Bürgermeister Heß für die bürgerliche Gemeinde Leihgestern, dabei wurden besonders die Verdienste erwähnt, bie Kirchenrat Strack sich um die Wiederherstellung ber künstlerisch vollendeten Kirche zu Leihgestern erworben hat. Pfarrer Becker (Gießen) vertrat ben Vor tanb bes Hessischen Hauptvereins ber Gustav-Abol -Stiftung, Prost sor L a m p a s (Friedberg) die He s. (Friedberger) Konferenz. Kaufmann Emil Horst (Gießen) sprach für den Vorstand des Oberhessischen Vereins für Innere Mission, Studienrat Dr. G e b h a r d t (Gießen) für die Burschenschaft Germania, in bie der Entschlafen« beim Beginn seines UniverMtsstudmms im Jahre 1863 eingetreten war und der er bis zu seinem Ableben als ältestes Mitalied und als Ehrenmitglied, angehört hatte. Alle Ansprachen am Grabe waren mit ber Niederlegung von Kränzen verbunden, sie gaben Zeugnis von ber segensreichen Lebensführung des verdienten Mannes, der in den beiden letzten Jahrzehnten seines Lebens eine markante und als rüstiger Greis im Silberhaar Ehrfurcht gebietende Erscheinung auch im Straßenbilde der Stadt Gießen war. Beflaggung Der evangelischen Kirchen in Heften. Auf Anordnung ber Obersten Kirchenbehörbe sind am Neujahrstage unb am 8. Januar bie evangelischen Kirchen unb Gebäube zu beflaggen. Neben ber Kirchenfahne unb den Hoheitszeichen des Reichs kann auch bie Landesfahne gezeigt werden. Oer 1. hessische Zuristerttag. Arn 6. und 7. Januar findet in Darmstadt der erste Hessische Juristentag statt. Am Samstag, 6. Januar, erfolgt um 16.15 Uhr die Eröffnung der Tagung durch den Gauführer, sowie die Weihe der Gaufahne. Um 17 Uhr spricht der Oberregierungs- rat im Reichsjustizministerium Pg. R. S ch r a u t über „Blutgebundenes Recht". Um 20.15 Uhr spricht in einer großen öffentlichen Kundgebung Rechtsanwalt und Notar Dr. Erwin N o a ck - Halle, Gauführer des DNSDJ. und Generalinspekteur der Reichsleitung des BNSDJ., über „Staatsrechtliche Gedanken aus Hitler: ,Mein Kampf". Am Sonntag ist um 10 Uhr ein Appell der Amtswalter. Um 12 Uhr folgt eine Tagung der Referendare und Assessoren. Um 15.30 Uhr hält Pg. Rechtsanwalt Dr. S ch o e tz a u - Hamm i. W. einen Vortrag über „Volksgemeinschaft und Rassenfeele." Mit einer Veranstaltung um 17 Uhr findet der 1. Hessische Juristentag seinen Abschluß. Naturschutz in Der Wetterau unD im Giehener Becken. Oas Winterhittswerk für Das Deutschtum im Au-tanD^ 1°°« 77-n mw. bod) nid)t nach d°n g-s.tzNch.n Die Ministerialabteilung für «il-k herumkommen, in gewissen Fällen bie An-'Vorschriften abgelehnt werben müssen. d u n g s w e s e n, K u l t u s, K u n st u n b V 0 l k s- SÄlt“ W Stoni. di-!-- E-n °°n tote.«» »i. unter. „Der Reichssiihrer des Mnterhilsswerks h-tt m .eien Schriftlettungen entscheiDen. Wir fctfen unsere M tburger in Stadt w I und L«nd, die Behörden, Vereine usw. Dieser Sachlage Rechnung zu tragen. Volksgenossen ausgebehnt unb ben Dolksbunb für ~ . das Deutschtum im Ausland, als die Stelle, die die Gießen, dSN 2. JOttUOr 1934. besten Beziehungen auf diesem Gebiet hat, gebeten, ba®^SSMf1ir(f"n,ert sollen °US sand Gckristleiiung bes Gießer Anzeigers. Än ‘.TÄwÄ bmitbünwun" Gchristleitung der OberbeWchen Tageszeitung. seines Reichsführers veranstaltet. __________ ____________________ Wir empfehlen den uns unterstellten Schulen, I —— zur Förderung des Hilfswerkes an den Sammel- ; s;p oirbeit der Regierung, wenn jeder tagen - am 16. Januar und am 16. Februar I«’^ifsaenoffe 0^* vernünftiges Verhalten 1934 - Jugendliche als Helfer und Sammler zu-1 vor allem, wenn zulaffen und von jeder Schule 20 bis 30 ^verlas- ^en er nicht für Käufe, Anschaf- » WS» hat unb rbin Spargelb Kredite für Housreporotur-N usw. geben stellt. Die Verbundenheit oller Jnlondsdeutschen mit können. ^M^nierung die aus- den Deutschen jenseits ber r'S nt*r Verpflichtung zu haben, soll von der Amnestie Gebrauch sein Gewissen und gibt das Zweck. Aus dem Kreise Wetzlar, 1. Jan. Die dem Kreise Wetzlar von der Nassauischen Brand- Ottawa Shamrocks siegen in Füssen. Die „Ottawa Shamrocks" absolvierten am Neu- jahrstaq in Füssen ein Gastspiel. Bei guten Eis- verhältnissen besiegten sie den EV. Füssen sicher mit 6;0 (1:0, 2:0, 3:0) Toren. Am Tage zuvor schlugen sie in München den SC. Nießersee vor 4000 Zuschauern mit 5:0 (2:0, 1 0 2 0). Das Rückspiel auf dem Rießersee konnten' die kanadischen Eishockeyspieler nur mit 2:0 (2:0, 0:0, 0:0) gewinnen. * Der Reichssportführer von Tscham- mer und Osten besichtigte zum Jahreswechsel in Braunlage-Schierke die für die Deutschen Winter- kampfspiele geschaffenen Anlagen und druckte seine volle Befriedigung für die geleistete Arbeit aus. DfB. Gießen. horas — VfB. Gießen 7:1. Die Liga des VfB. weilte am letzten Tage des vergangenen Jahres in Horas zu Gast und erfüllte dort eine alte Rückspielverpflichtung. Die (Brun» weißen schnitten sehr schlecht ab und mußten sich hoch geschlagen bekennen. 7:1 lautete auch hier das Ergebnis für den Platzverein. Weitere Fußball-Ergebnisse: Das Verbandsspiel FC. Ockershausen — SV. Lollar endete mit 2:1 für den Platzverein und wurde bei diesem Stande abgebrochen. Der Tabellenführer der Bezirksklasse empfing auf eigenem Platz den Vertreter der Gauliga im Gau XIII, VfB. Friedberg, und konnte sich mit einem 1:2 recht gut behaupten. 13:9. FSV. Frankfurt verliert gegen Fulda. Die Borussen siegen 5:3 (4:2). Teil. Im zweiten Teile des Konzerts wurden Volksliedweisen in zweifacher Vertonung gespielt. Im Anschluß an das Lied „Morgen müssen wir verreisen", vorgetragen vom Gesangverein „Frobimn , hielt Pfarrer Karl Schlaudraff (Stembach ttn Taunus) eine Schlußrede, in der er vor allem der Lang-Gönser Einwohnerschaft für die außerordentlich entgegenkommende Gastfreundschaft, die alle auswärtigen Besucher in diesen Tagen gefunden hätten, herzlich dankte. Er selber war mit zehn Mann aus Steinbach erschienen. Die Feier klang aus mit dem gemeinsam gesungenen Lied: „Erhalt uns, Herr, bei deinem Wort.. Kreis Schotten. c. Schotten, 30. Dez. Der Gemeinderat hielt dieser Tage seine letzte Sitzung im alten Jahr ob. Er beschloß, daß hinsichtlich der Rückstände an kommunalen Grund-, Sondergebäude- und Gewerbesteuern die gleichen Maßnahmen und Steuernachlässe für Aufwendungen (Ersatzbeschaffungen, Instandsetzungen und dgl.) eintreten sollen, rote beim Staat. Die vom Ministerium festgelegten Grundsätze und Richtlinien sollen hierbei gelten Schriftliche Anträge sind bis zum 31. Januar 1934 bet der Bürgermeisterei einzureichen. Ebenso wurde eine Steuerbefreiung von n e u e r r i d) t e t e n 14 Mädchen Am hl. Abendmahl nahmen teil ins-1 gesamt 889 Gemeindeglieder. Todesfälle sind 20 zu verzeichnen. Die Eheschließungen erreichten eine verhältnismäßig hohe Zahl, nämlich 22. — Für! Krofdorf-Gleiberg den Luftschutz zu orgamsie- ron iinb eine Ortsgruppe des Reichslust - schutzbundes zu gründen war die Aufgabe einer aut besuchten Versammlung, die am Freitagabend km Weder Gastwirtschaft Leitung lag in Händen von Apotheker Ha b, ch rTnn hipr der einleitend allgemeine Ausführungen ^m-ck und Ziel des deutschen Luftschutzes Versicherungsanstalt in Wiesbaden zugeteilten Geld-1 betrüge zur Gewährung von Darlehen zur Beseitigung feuergefährlicher Zustände an Gebäuden sind, wie der Landrat bekannt gibt, aufgebraucht. Die Vorlage weiterer Darlehensantrage ist daher zwecklos. I Groh-Rechtenbach, 2. Jan. Für das Winter Hilfswerk wurden im , ^ejigen^ Orte bei denjenigen Familien, die ",k*k gesammelt: 47,5 Pfund Wurst, 51,5 Pfund Speck und Fleisch und 1,5 Pfund Rinderfett. Das Sammlungsergebnis wurde der Kreisführung des Win- verhilfswerks in Wetzlar zur Verfügung gestellt. A Niederkleen, 2. Jan. Der kommissarische Ortsbürgermeister Ohly wurde vom Landgerichtspräsidenten in Limburg zum Ortsgerichts» Jäckel Lippert ftembach Langsdorf Rinderknecht Heilmann Schmelz Koch Enders und war dadurch schon von vornherein besiegt, zumal die Reservemannschaft, die auch zum Verbands- spiel nach Wetzlar mitfuhr, keinen elften Mann an Erste abtrat. Das Spiel, das unter so -nglei- eben Verhältnissen begann, war trotzdem spannend und auch nicht einseitig. Die Gastgeber waren in bester Verfassung. Ihnen schien der glatte Boden (über Nacht war hoher Schnee gefallen) nichts an- haben zu önnen, während es bei den Blauweißen aerobe besMeyn Ausfälle «ab. Die Verte.dlgung Einschließlich Lippert) kam nicht ins Spiel und da, verschuldete wohl in erster Linie die hohe Nieder- Schanzenrekord in Schreiberhau. Beim Silvesterspringen auf der Himmelgrund- schanze in Schreiberhau wurde von dem Einheimischen Gebert mit einem 59-Meter-Sprung ein neuer Schanzenrekord ausgestellt. Gebert trug auch in der Klasse 1 den Sieg oavon. Vom Verband Deutscher Bücherrevisoren, Wirtschaftsprüfer und -treuhänder Sitz Berlin E. V. (VDB.) (Bau Darmstadt, im Bund Nationeilsozialistischer Deutscher Juristen (BNSDJ.) wird uns gegen Spielende zu einem sechsten Treffer. Der Spielleiter ließ dann ohne sichtlichen Grund zwei Minuten über die Zeit spielen. Ein Angriff über die aufgerückte Gießener Verteidigung ergab noch ein siebtes Tor, womit die 7:1-Niederlage der Blau- weißen besiegelt war. Die zweite Mannschaft hatte im Verden im’ hiesigen Orte I bandsspiel in Wetzlar nur ganz wenigen Ersatz in hausgeschlachtet haben, ihren Reihen, blieb aber trotzdem auch nur zweiter rft 51 5 Pfund Speck Sieger. Es war ein verhältnismäßig schönes Spiel. - Dem Führungstreffer der Gastgeber folgten bald zwei Gegentore der Gießener, so daß solche beim Seitenwechsel mit 2:1 führten. Nach der Pause ließ der Spielleiter in rascher Reihenfolge zwei Tore aus glatter Abseitsstellung zu, wodurch Wetz- lars Zweite mit 3:2 in Führung kam. Damit er- lahmte der Widerstand der Blauweißen. Der Wetzlarer Sportverein nutzte diese Lage aus und erhöhte bis zum Spielende auf 5:2. War schon die geringe Zuschauerzahl von etwa 1000 Personen eine Enttäuschung, so enttäuschte der FSV. seine Anhänger noch weit mehr. Die Leistungen der Mannschaft waren mehr als mäßig. Die Nordhessen dagegen waren wesentlich besser, sie fanden sich vor allem mit den schlechten Bodenverhältnissen besser ab und siegten verdient. Kammerl, Leugers und Mittelläufer Maintz waren ihre besten Waffen. Bald nach Beginn hatte Fulda durch Heß- berger und Pletsch zwei Tore vorgelegt, die Held- mann und Schuchardt ausglichen. Aber Kammer! und der Linksaußen sorgten für eine 4:2-Fühmng der Fuldaer bei der Pause. Heldmann brachte Bornheim auf 3:4 heran, aber Leugers sicherte den , Gästen mit einem fünften Treffer den Sieg. Muller , .. , m . s M (Offenbach) als Schiedsrichter befriedigte nicht. w?nn ‘am SitoeftetiaV den grofen Ab?°hrls!°nf 'in wettere Fuhballergebnlste. Berchtesgaden überlegen vor Kraify - München. G a u - L i a a - P f l i ch t f p i e l e : G a u B a b e n: D e r B e r l i n e r S ch l i 11 f ch u h c l u b gab em VfR. Mannheim — FC. Pforzheim 6:3, Phönix Gastspiel in Mailand. Er besiegte, durch den kana- Karlsruhe — SC. Freiburg 5:1, Germania Brotzm- dischen Trainer Heximer verstärkt, den HC. Mai- gen — SV. Waldhof 3:6. land überlegen 4:0 (2:0, 1:0, 1:0). Wüttemberg: VfB. Stuttgart — Ulmer FV. --------- 4:4, FC. Birkenfeld — Stuttgarter Kickers 1:2. Bayern: FC. München — Wacker München 0:0, Sp. Vg. Fürth — Jahn Regensburg 5:1. . Mittelrhein: VfR. Köln — Bonner FV. 2:4, FV. Neuendorf — Rhenania Köln 4:3, Sülz 07 ♦ Mühlheimer SV. 4:4, Westmark Trier — Köln 'läge. 19°°, bester Mannschaft-,eil war bi- Läufer- W 6.2, «Mm reihe und der Ersatztorwart B a l f e r, wahrend der ~Ä Düsseldorf 4-2 FSB. Frankfurt — Sörup Angriff auch selbst die totMerfbm BsR. Bürstadt - Eintracht Frank- Di- Naunheimer kamen unter diesen> Umstanden zu Amicitia Viernheim - VsL. Neckarau M7auch^E8 Marder unt°!eg-7e UÄ'-L --7. S-. Kaistrslaut-rn -K°rlruh°r FV abgesagt, aentreffer verdient gehabt. Der hohe Schnee stellte Münchener Stadtelf — hungaria Budapest 5.1 (5.1). an beide Parteien große Anforderungen, nm so Vor 10 000 jM$aucrn. ,f(?m "M ^""tag überraschender war daher der Eifer und die große München em Wmterhilfespiel zwischen ^ungana Fairneß, die bis zum Schlußpfiss des UnPartCi,(d,ra °D°r°rst° Treffer sie. schon in der ersten Spiel.1 minute durch Nachschuß. Norher ^L"e Balser samos bie Gäste den in Hochform spielenden Bayern aber leider zu knapp abgewehrt. In der 25 Min e ^jner Beziehung gewachsen waren. Schieds- wurde eine Flanke von links durch Kopfball em ft g $ n e r (Augsburg) hatte keine Mühe, gelenkt und als kurz darauf Balser gerade sein T fairen Kampf gut zu Ende zu bringen, verließ, landete ein hoher Ball über ihm im leeren oen fairen ^ampy gm öu o , « Tor. Ein vierter Treffer in die äußerste Ecke ergab £)lC deutsche Ländek-E?f spielt Mit Kreh den Halbzeitstand mit 4:0 Raunheim vbwohl ^ie deutsche Länderelf für den Kampf gegen Un- zwischendurch die Gießener nur ganz knapp zwei bereits ziemlich fest bestimmt. Erstmalig ist bis drei Gelegenheiten, Treffer zu erzielen, oer r g mieber bdbei. Mr kommen darauf zurück, gaben. . 1 ---- — — Nach dem Seitenwechsel flaute das Tempo zunächst ab. Erst nach einer Viertelstunde erzielte der Gastgeber Nr. 5, aber auch immer wieder wurden ÄS“0« bÄhnb|Liga) r^-^m'Vfidp^Wag >as stilllg- einzige Gegentreffer erzielen. Naunheim kam aber Spiel gegen d,e Liga des Turnvereins Wetzlar aus hierfür hinterzogene Steuer seht sich wie folgt zusammen: Einkommensteuer für 1932 300 Mark Umsatzsteuer 60 „ größere Basis gestellt. Der „Oberhessische Anzeiger" I Dorfes, für die der Luftschutz genau so wichtig ist sieht feine hervorragendste Aufgabe in der Pflege wie für die Städter, sollen der Ortsgruppe ange- des Heimatteils, die es ihm ermöglichte, um feinen hören. Der Vorstand wurde aus folgenden Herren Leserkreis ein Band treuer Verbundenheit zu schlin- gebildet: Ortsgruppenführer Apotheker O. Habich, ecu 3um Eintritt in das hundertste Geschäftsjahr 1. Stellvertreter Stützpunktleiter Wilh. Schmidt, wird wie bisher, Dienst an der Heimat und damit 2. Stellvertreter Oberförster Wörmbcke, Geschäfts- Dienst am Vaterland feine Parole bleiben. führer Gastwirt Aug. Bender, Werbewart Leh- Freizeit obechessischerPosaunenchöre. tn Lang-Göns, 31. Dez. Als Abschluß einer Ortsfachberater), Schleenbecker- Krofdorf und dreitägigen Freizeit oberhessischer Po-K. Leib - Gleiberg (Feuerwehr), Ortsbürgermeister faunend)öre, Die hier im evangelischen Ge- Will, Bezirksvorsteher Henkel- Gleiberg, Rich, meindehause stattfand, wurde mit Unterstützung des B e n d e r (SA.), Dr. Seipp (Sanitätswesen), Gesangvereins „Frohsinn" ein Konzert ver- Frau Habich (Frauenschaft), Lehrer Rinn (NS.- anftaltet, das außerordentlich gut besucht war. Lehrerbund). _ Eingeleitet wurde der Abend durch einen Weih-' nachtschor, der in Neujahrsglocken aus klang, vorgetragen von dem durch zahlreiche auswärtige Posaunenbläser verstärkten Posaunenchor unter Leitung von Verbandschorleiter Weißbindermeister Boller (Lang-Göns). Die Begrüßungsansprache hielt der Ortsgeistliche, der seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß die Freizeit der Posaunenchöre wieder einmal in Lang-Göns, das so oft den Mittelpunkt kirchlicher Musik bildete, stattgefunden hätte. Es folgten dann zwei geistliche Chöre des Gesangvereins „Frohsinn" unter Leitung von Chormeister Oberreallehrer Blaß (Gießen). Pfarrer Lenz (Gießen) hielt sodann eine Ansprache über die Aufgaben und Ziele der Posaunenchöre. Er hob hervor, daß neben der kirchlichen Musik auch das gute deutsche Volkslied gepflegt werden soll. Von weiteren Darbietungen des Posaunenchors seien die Tonsätze von Kiihlo (Posaunengeneral) und einige Volkslieder, darunter das schöne „Sei gegrüßt, schöner Frühling!", besonders hervorgehoben. Vom Gesangverein „Frohsinn" folgte „Ewig liebe Heimat" (Deine Wälder hör ich rauschen...), vertont von Wohlgemuth. Mit einem Marsch schloß der erste geschrieben: Das Arbeitsspendengesetz (abgekürzt ASG.) vorn 1. Juni 1933 gibt allen denen, die in den letzten Jahren irgend welchen Verstoß gegen die Vermögen-, Einkommen- und Umsatzsteuer begangen haben, Gelegenheit, noch einmal sich auf billige Art und Weise wieder steuerehrlich zu machen. Dadurch, daß diese Amnestie im ASG. enthalten ist, scheint die Kenntnis noch nicht in diejenigen Kreise, die es besonders angeht, gelangt zu sein, und es gibt immer noch Leute, die fteuerüd)e Sorgen haben, von denen sie sich aber befreien können. Daß es nebenher auch Leute gibt, die ihre steuerlichen Fehler nicht berichtigen wollen und dadurch an sich, ihrer Familie und am Staat leichtfertig handeln, muß leider auch festgestellt werden. Wer in irgendeiner Form Steuern verkürzt hat, die bis 1. Juni 1933 zu zahlen waren, hat weiter nichts zu tun, als einen Spendenschein zu zeichnen und zu bezahlen. Er ist dann von jeder Nachzahlung und Zinszahlung befreit. Der Spendenschein braucht nicht die volle Höhe der hinterzogenen Steuer zu betragen, denn er wird mit einem Auf- i gelt) von der Finanzkasse in Zahlung genommen. | Dieses Aufgeld beträgt bis 31. Dezember 1933 20 v. H. und für Zahlung im ersten Kalendervierteljahr 1934 15 v. H. Eine Zahlung von 1000 Mark hat also einen Wert von 1200 Mark dez. 1150 Mark. Wer nicht direkt zum Finanzamt gehen will, kann den Spendenschein auch bei irgendeinem No- tar in ganz Deutschland zeichnen. Der Spendenschein hat außer der Vergünstigung, daß Zinsen und Verzugszuschläge nicht erhoben werden, den Vorteil, daß auch Straffreiheit für Steuerhinterziehung eintritt. Wenn die Spende einschließlich des Aufgeldes wenigstens die Halste der hinterzogenen Steuersumme erreicht. Ein Beispiel mag dies erläutern: Im Jahre 1932 hat jemand irgendein Nebenge- erreiung oun = u«... ..... fd)äft getätigt und 3000 Mark ohne Meldung in Zz'o h n q e b ä ub e n nach einer näheren Verord- seiner Steuererklärung in die Tasche gesteckt. Die nung des Reichsfinanzministers beschlossen. Im Beisein des Führers des Arbeitslagers Eichelsachsen wurde eingehend über die Beteiligung der Stadt an dem neuen Zweckverband gesprochen Es besteht die Möglichkeit, daß das hiesige Arbeitslager mindestens als Sommerlager wieder bezogen wird uno daß die F e l d b e r e i n i g u n g s a r b e iten durch i NLUiabrs'Aufruf hn? hiefiae Laaer durchaefuhrt werden. Endgültige I Vivujupiv vtt1 Beschlüsse* übe/die Beteiligung der Stadt an dew' desSportbeauftragtenfÜrdenGauXIII Lager und am Zweckverband wird der Gemein era Gruppenführer B e ck e r 1 c, der Beauftrage des noch fassen. abqelaufenen Jahr Reichssportführers für den Gau XIIIl (Südwest) oer- rourbeu in die ^i'esigen ZanLmLreaister 34 Ge- öffentlichte zur Jahreswende folgenden Au uf: bürten (im Jahre 1932 36), 31 Todesfälle (41) und Turner und Sportler vom Gau XIII! 10 Eheschließungen (17) eingetragen. Hiervon ent- ^urch das Vertrauen des Führers ist die gesamte sollen 9 Geburten und 5 Sterbefälle von auswärts ^urn- und Sportgemeinschaft in den Kampf um die auf das hiesige Krankenhaus. Zukunft unseres Vaterlandes gestellt worden. Bei ^Groß-Eichen, I.Jan. Anfangs Dezember ungeheuren Zukunftsarbeit der Erziehung zur verletzte sich ein hiesiger Einwohner am F u ß e durch Volksgemeinschaft rourbe ihr ein .^lchttger Front- einen roftigen Nagel. Trotzdem ihm der Fuß gbschnitt eingeräumt. Diese Aufgabe stellt eine An- abaenommen wurde, ist nunmehr der bedauerns-1 erfCnnung bar! Sie ist aber zugleich eine Verpflich- werte Mann an B l u t v e r g i f t u n g g e st ° r b e n. pung und eine Verantwortung! tivoia, Sorgen Sie alle dafür, daß Sie dieser Aufgabe $trct9 »«ötttflClt. aerccht roerben! Sorgen Sie bafur, baß ber neue 0 53 o r s b o r f 31. ®eg. Der M a n n « ®au XIII restlos seine Pflicht erfüllt! sangoerein „Lieber h a in yat ig33 j,racf)te uns ben Führer, der eine Bereinsfa h n e 3U beschaffen, deren sei von^uns seine Ausgabe zuwies. Das Jahr liche Weihe am 8. Juli 1934 stattftnden soll, Mtt t °n UNS, daß wir uns dieses Führers ber Fahnenweihe wird das Bundesfest des Sanger- bundes „Mittleres Niddatal verbunden sein, 9 Jej( $[t(er! Ttrpttfcfn gez. Beckerle, Gruppenführer, Aus dem Reiche des Wintersports. Neujahrs-Springen auf dem Gudiberg ... An der Gubibergschanze bei Garmisch-Partenkirchen hatten sich 3000 Zuschauer eingefunben, um dem Neujahrsspringen beizuwohnen Die Bete- ligung war ausgezeichnet, u. a. starteten auch zahl- reiche Olympiakandidaten, Die beste Leistung bot Toni Bader mit 47-, 40- und 49-Meter-Sprungen und Note 331. ... und in Traunstein. Rhein-Mainiscker Garantieverband. F r a n k f u r t a, M,, 30, Dezember, (WEN,) Der Rhein-Mainische Garantieverband GmbH, hat ve- schlossen, Anträge auf Garantierung von Krediten für Inst°nd,etzungs- und Umbauarbeiten an Häusern nur von organisierten Hausbesitzern entgegenzunehmen, da nur bie Organisationen bes Hausbesitzes als ’Utit- alleber unb Träger bes Garantieverbanbes tn Frage kommen. Ferner roirb barauf aufmerksam gemacht, ----- --------- baß Anträige von berufsmäßigen Ber- u i au5geübt. Unter ben 46 Springern' ------- mi11lern nicht angenommen roerben. Bei bem große ^ugicu, y Verbanb liegen bereits Anträge im Betrage von - x äs-iäs-äSs Fußball zurLahresweude ^n^müsfen^sich"in^jebem^Falle mit einem Krebtt^ Ö V — - - - Institut (Bank, Bankfirma, Genossenschaft ober Sparkasse) in Verbinbung setzen. Es w'rb gebet n. von persönlichen Vorstellungen bet bem Büro bes Verbandes abzusehen, da ^1^^^° I ^^es?b^Muß"Ware'n^di'e^Leist'üngen besonders der zögerung des allgemeinen Geschäftsganges ntfteh ^hresabsd)l tz. W nid)t mehr befriedigend, Kreis Wet;1ar lfo in hiefem letzten Spiel in Naunheim am m Krofdorf-Gleiberg, 31. Dez. Ueber ^ilüeftedaq „och dazu, daß tatsächlich nur fünf unstre Kirch en gemeinde im abgelaufenen ^gaspiele/zur Verfügung fwnben und obendrein Jahre 1933 ist folgendes zu berichten: Es fanben nur insgesamt 10 Mann, ba Roth die Esf ab.rma, 25 Taufen statt. Konfirmiert wurden 8 Knaben unb I unentf(±)u(bigt im Stich ließ. 1900 verfugte in b . . —— , cif— uf OThöMhwinhf Mnhmpn teil ms-1 wichtigen Treffen somit nur über: Balser 360 Mark Mit einer Barzahlung bis 31. Dezember 1933 von 300 Mark als Spenbenschein ist hier jebe Schuld abgelöst, da ja der Schein mit einem Aufgeld von 20 v. H. angenommen wird. — Werden nur 240 Mk. gezeichnet, die aber einen Wert von 240 Mk. besitzen, so wird zwar ber Rest ber Steuer unb Verzugszuschläge unb Zinsen nadjgeforbert — es tritt aber Straffreiheit ein, weil mehr als bie Hälfte ber Steuerfchulb als Spenbenschein gezeichnet ist. I " 2:1' (2:1). ~ Wer mit seinem Namen nicht hervortreten will, »n diesem Derbanbsspiel legten beide Mannschaft der lasse sich die etwa hinterzogene Vermögen-, t fofort mächtig los. Jedoch zeigte sich bald eine Einkommen- ober Umsatzsteuer von einem Steuer- technische Ueberlegenheit ber Platzmannschaft. Der fachmann ausrechnen. Alsbann bezahlt er den Ve- qfaitc ^oben verhinberte aber vorerst Erfolge. In trag ober wenigstens mehr als bie Hälfte bei einem ber 2q Minute kamen bie Gäste nach einem Durch- Notar ein, ber dann das Geld ohne Namensnen- -burl ibrßn Mittelstürmer zu einem Tor. nung der Finanzbehörde zulettet. Den Spenden- 2;rDtibem murden bie Laubacher immer mehr über- schein hebe er alsbann sorgfältig auf, unb wenn ( « unb fonnten in her 39. Minute ben Ausgleich bann früher ober später einmal bas Finanzamt von «^elen unb fur, vor ber Pause in Führung gehen, bem Fall ber Steuerhinterziehung Kenntnis erlangt ° ber 3roeiten Halbzeit wurden die Gäste völlig in und mit großen Nachforderungen unö einem Sttaf- ibrß Spielhälfte zurückgedrängt und spielten nur verfahren kommt, so wird einfach der Spenbenschein I . defensiv. Der ausgezeichnete Tormann unb bie vorgelegt, unb jebe Gefahr ist beseitigt. gut zusammenarbeitenbe Verteibigung hielten sich Es ist bamit zu rechnen, baß nach bem 1. April — roenn auch manchmal mit Glück — sehr gut und 1934 für Steuerhinterziehungen drakonische Strafen verhinderten jeden weiteren Erfolg und verhüteten kommen werden. Auf vorsätzlicher Hinterziehung der |omif eine größere Niederlage ihrer Mannschaft. Vermögensteuer ab 1. Januar 1931 ruht bereits Ettenverhältnis 6:4. heute Gefängnisstrafe nicht unter brei Monaten, Keberrafcfcuna Ml