Nr. 305 Erstes Blatt 186. Zahrgang Donnerstag, Zk. Dezember 1036 ErjcheMi tflgltd). außer Sonntage und Feiertage Beilagen: Vie Illustrierte ©teReuet Familienblätter Heimat im Bild Die Scholl» monats«Bc3ug$prei$: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Hernsprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten. Anzeiger Gießen Postscheckkonto: firanffurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche llniversitats-vuch- und Steindruderei R. Lange In Gießen. 5christlettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für Die yiittagenummer bis8'/,Uhr Des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen oonTOmm Breite 50 Rpf.,Plahvorschrift nach oorh Derembg.25"/«, mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins«, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Die Aufgaben des neuen Jahres fordern unser aller Einsatz. Don Or. Wilhelm Frick, Reichsminifler des Innern. Das alieZahr. Die Sicherung des Reiches stand als Symbol über dem heute zu Ende gehenden Jahre. „Zum ersten Male" so konnte der Führer am Abend des 8. November bei der historischen Gedenkfeier im Münchener Bürgerbräukeller stolz und froh erklären, feiere ich diesen Erinnerungstag ohne tiefe Sorge für unser deutsches Volk, zum ersten Male kann ich es nun offen aussprechen, der Bolschewismus wird Deutschland nicht mehr überrennen können. Um Deutschland herum hat sich ein eherner Panzer gelegt und hinter diesem Panzer steht das deutsche Volk friedliebend wie je zuvor, aber auch abwehrbereit wie zuvor." Die Worte des Führers kennzeichnen die Hauptmerkmale deutscher Politik im Jahre 1936: die Bereitschaft des von den letzten Fesseln des Versailler Diktats befreiten Reichs, seine wiedergewonnene Freiheit gegen den Ansturm des Weltbolschewismus mit allen Mitteln und bis zum letzten zu verteidigen. Die volle Wiederherstellung der deutschen Souveränität in der bisher entmilitarisierten Rheinlandzone am 7. März war Deutschlands Antwort auf das am 28. Februar in der Pariser Kammer ratifizierte französisch-sowjet- russische Militärbündnis, das die Grundlagen des Locarnovertrags zum Nachteil Deutschlands einseitig verschoben hatte und die deutschen Grenzen dem Druck hochgerüsteter Staaten aussetzte. Deutschland sah sich genötigt, auch den letzten Gebietsstreifen im Westen des Reichs in den Schutz seiner eigenen Wehrmacht zu stellen, es zeigte sich jedoch zu Verhandlungen bereit über neue vertragliche Grundlagen für den europäischen Frieden, aber die am 31. März in London überreichten ausführlich begründeten konstruktiven Vorschläge des Führers über einen Sicherheitspakt mit den Westmächten, entsprechende Verträge mit den andern Nachbarn Deutschlands, über eine Sanierung der Weltwirtschaft in Zusammenhang mit dem Rohstoff- und Kolonialproblem, schließlich über Abrüstung und Milderung des Luftkrieges, dieser Friedensplan des Führers fand zwar vielfach Zustimmung, namentlich in englischen Kreisen, aber die englische Regierung fand nicht den Schwung, die einzigartige Stunde zu nrrtzen. Die Verhandlungen, die sich sehr bald auf den Versuch beschränkten, an die Stelle des Lo- carnooerfrags einen neuen Westpakt der fünf Mächte zu setzen, haben das ganze Jahr über gedauert ohne daß man freilich sagen konnte, wenigstens dies eng umschriebene Problem habe schon irgendwelche greifbare Gestalt angenommen. Andere Ereignisse haben inzwischen die Grundlinien der europäischen Politik wesentlich verändert. Der italienische Feldzug in Abessinien, der in den ersten Monaten des Jahres durch die Forcierung der Völkerbundssanktionen zu einer gefahrdrohenden Zuspitzung des englisch-italienischen Verhältnisses geführt hatte, wurde nach schweren Niederlagen der letzten abessinischen Armeen mit der Flucht des Negus aus feiner Hauptstadt am 1. Mai und dem Einrücken des Marschalls Badoglio in Addis Abeba praktisch beendet. Bis Ende des Jahres sind auch die letzten Widerstandsnester in Westabessinien durch die planmäßige Säuberungsaktion der italienischen Truppen ausgeräumt worden. Schon am 9. Mai verkündete Mussolini das neue italienische Imperium. Dem Sanktionsfeldzug des Völkerbundes war durch die unerwartet schnelle Entscheidung auf dem afrikanischen Kriegsschauplatz der Boden entzogen. Trotzdem konnte man sich am 15. Juli in Genf nicht entschließen, aus den Tatsachen die Folgerungen zu ziehen. Zu einer Anerkennung der italienischen Annexion kam es nicht, der englisch-italienische Interessengegensatz im Mittelmeer hat in diesem Jahr noch keine Ueber- brückung finden können, wenn auch aussichtsreiche Verhandlungen zwischen London und Rom angebahnt sind. England hat aus dem Mißerfolg seiner Völkerbundspolitik im Abessinienkonflikt die Erkenntnis gezogen, daß nur eine Außenpolitik, die sich auf ausreichende eigene Machtmittel stützen kann, die vielgestaltigen Interessen des Britischen Weltreichs zu wahren vermag. England setzt seitdem alles daran, die Ausrüstung aller Wehrmachtsteile zu beschleunigen. Italien hat währenddessen die Bande zu den Mächten enger geknüpft, die während des Sanktions-Feldzuges auf strikte Neutralität besonderen Wert gelegt hatten. Das deutsch- österreichische Abkommen vom 11. Juli hatte die letzte Ursache von Mißverständnissen zwischen Berlin und Rom beseitigt. Der Besuch des italienischen Außenministers Grafen Ciano in Berlin Ende Oktober und später in Wien und Budapest deuteten die Bildung der neuen Achse Berlin- Rom an, deren entschieden antibolschewistisches Vorzeichen Mussolini in seiner Mailänder Rede besonders unterstrich. Die Gemeinsamkeit der Interessen in der Abwehr der revolutionären Umtriebe des' Weltbolschewismus führte schließlich am 25. November zu dem deutsch-japanischen Abkommen, das die antikommunistische Front auch im Fernen Osten deutlich macht. In wie hohem Maße der Bolschewismus die Aufmerksamkeit verdient, die ihm das nationalsozialistische Deutschland und die ihm durch eine gemeinsame weltanschauliche Grundanlage verbundenen Völker mit allem Nachdruck widmen, das haben die Vorgänge des vergangenen Jahres in Frankreich und noch deutlicher die Ereignisse in Spanien bewiesen. In Frankreich hatten am 3. Mai die Kammerwahlen der Volksfront, in der sich Radikalsozialisten, Sozialdemokraten und Kommunisten zusammengeschlossen hatten, einen vollen Erfolg gebracht. Die eigentlichen Sieger waren die Kommunisten, die es aber vorgezogen haben, hinter den Kulissen zu bleiben und das aus den beiden anderen Dolksfrontparteien gebildete Kabinett Blum, das parlamentarisch auf ihre Unterstützung ange» Das Jahr 1936 war das vierte Jahr der Regierung Adolf Hitlers. Es bildete den Abschluß des ersten Vierjahresplanes, den der Führer und Reichskanzler verkündete, als er die Macht übernahm. Das Ziel dieses Planes war die Rettung des deutschen Bauern und die Beseitigung der Erwerbslosigkeit des deutschen Arbeiters. Wie immer man die unerhörten Anstrengungen der Reichsregierung und des deutschen Volkes beurteilen mag, eines weiß heute alle Welt: Sie waren von vollem Erfolg begleitet. Wer die nationale, politische, kulturelle und wirtschaftliche Lage des deutschen Volkes an der Jahreswende 1932/33 mit der gegenwärtigen Lage vergleicht, muß zugeben, daß selbst die größten Optimisten in ihren Erwartungen übertroffen wurden. Das Deutsche Reich, am Anfang 1933 noch ein ohnmächtiger Staat, ist heute in seinem nationalen Bestand durch ein starkes Heer vor jedem Angriff gesichert. Politisch ist das einst in unzählige Parteien und Klassen zerrissene Volk zu einer Schicksals- und Volksgemeinschaft geeint und an Stelle des drohenden Bürgerkrieges von 1932 ist straffe Ordnung, Disziplin und größte politische Zucht getreten. Das Kulturleben des deutschen Volkes, das im völligen Verfall begriffen war, ist von fremden und zersetzenden Einflüssen gesäubert und dient wieder der Aufrichtung und Erhebung des deutschen Volkes. Hand in Hand mit diesen sichtbaren Erfolgen ist — trotz aller Boykottbestrebungen des Weltjudentums — auch der wirtschaftliche A u f st i e g des deutschen Volkes unverkennbar einhergegangen. Die dauernd sinkende Zahl der Erwerbslosen, die gewaltige Zunahme der nationalen Erzeugung, die Riesenbauten des Führers und feine für Jahrtausende geplanten Straßen, der gesteigerte Bahn-, Schiffs-, Luft- und Autoverkehr, all das zeugt für den Erfolg der Regierung Adolf Hitlers. Das zu Ende gehende Jahr 1936 war ein Jahr großer politischer Ereignisse. Hatte schon das Jc' 1935 die Rückgliederung des Saarlandes aus d-.m Willen des Saarvolks aus dem kühnen Entschluß des Führers und Reichskanzlers die Wehrfreiheit dem deutschen Volke geschenkt, so brachte das Jahr 1936 d i e volle Souveränität des Reiches. Am 7. März befahl der Führer und Reichskanzler den Einmarsch der deutschen Truppen in die entmilitarisierte Rheinlandzone. Ein schwerer Entschluß von geschichtlicher Bedeutung! Noch stehen die historischen Worte des Führers vor dem Deutschen Reichstag in aller Erinnerung: „In dieser geschicht- roiefen ist, nach ihrem Belieben zu gängeln. Durch die von ihnen schon im Sommer inszenierten Streiks und Betriebsbesetzungen zwangen sie das Kabinett zu umfangreichen Lohnerhöhungen und anderen sozialpolitischen Maßnahmen, die für die französische Exportwirtschaft eine schwere Belastung brachten und zu empfindlichen Preiserhöhungen führten. Die am 25. September verkündete Abwertung des Franken hat den Kreislauf von Lohn- und Preiserhöhungen nicht zu durchbrechen vermocht. Die auf Anweisung Moskaus van den Kommunisten eifrig geschürten sozialen Spannungen dauern auch um die Jahreswende noch unvermindert an. Noch deutlicher zeigte sich der Einfluß Moskaus in der französischen Außenpolitik, die ganz im Zeichen des französisch-sowjetrussischen Militärpaktes stand, dessen Schattenseiten sich allerdings auch bald in dem Verhältnis Frankreichs zu seinen älteren Verbündeten zeigen sollen. Zwar gelang es der französischen Diplomtie, die Fäden zu Polen bei dem Pariser Besuch des polnischen Generalinspektors Nydz-Smigly durch Gewährung einer Rüstungsanleihe wieder enger zu knüpfen und die Tschechoslowakei sogar zum Anschluß an das französischsowjetrussische Bündnis zu bewegen, aber in R u - m ä n.i e n stürzte Titulescu, der bedingungslose Freund Frankreichs über der Abneigung von Volk und Herrscher, das Land zum Vasallen des Bolschewismus zu machen, und Belgien, der älteste und treueste Verbündete Frankreichs, verkündete, erschreckt durch die drohenden Folgen der französischen Bündnispolitik, durch den Mund König Leopolds für sich den Grundsatz der Nichtbeteiligung an Konflikten, die belgische Interessen nicht berührten. Frankreich suchte diese Rückschläge durch engere Anlehnung an England auszugleichen. Es kam zu Erklärungen gegenseitiger Beistandsverpflichtungen im Falle nicht herausgefvrderter Angriffe, wobei der britische Außenminister indessen betonte, daß England Deutschland gegenüber zu dem gleichen Zugeständnis bereit fein werde, wenn ein neuer Westpakt zustande kommen sollte. Der friedenstörende Einfluß Moskaus kam am chärfsten zur Geltung in der spanischen Frage. In Spanien war nach den Parlamentswahlen vom 18. Februar eine Regierung der „Volksfront" gebildet worden, die bald unter den beherrschenden Einfluß von kommunistischen, syndikalistischen und anarchistischen Gruppen geriet und dem nun einetzenden Vernichtungsfeldzug gegen die bürgerliche Ordnung feinen Widerstand entgegenzusetzen vermochte. Die Ermordung des Monarchistenführers Calvo Sotelo am 13. Juli rief die nationale Ge- genberoeguna auf den Plan. General Franco begann, unterstützt von nationalen Gruppen, in allen Teilen des Landes, von Marokko aus den Kampf gegen die drohende Bolfchewisierung Spaniens. Mit lichen Stunde, da in den westlichen Provinzen des Reiches deutsche Truppen soeben ihre künftige Frieoensgamison beziehen, vereinigen wir uns alle zu zwei inneren Bekenntnissen: Erstens zu dem Schwur, vor keiner Macht und vor keiner Gewalt in der Wiederherstellung der Ehre unseres Volkes zurückzuweichen und lieber der schwersten Not ehrenvoll zu erliegen, als jemals vor ihr zu kapitulieren und zweitens zu dem Bekenntnis, nun erst recht für eine Verständigung der Völker Europas und insbesondere für eine Verständigung mit unseren westlichen Völkern und Nachbarn einzutreten." Der Führer erklärte, daß die-Bestimmungen des Locarno-Vertrages von Frankreich durch den Abschluß des französisch-sowjetrussischen Waffenbei- stands-Vertrages auf das schwerste verletzt worden waren und sagte in seiner großen Rede, daß die Reichsregierung alle Maßnahmen zum Schutze des Deutschen Reichs und des Friedens Europas treffen mußte und daß das Reich nach Abschluß des Kampfes um die volle Wehrhoheit bereit sei, mit allen Mächten für die Aufrechterhaltung des Friedens zusammenzuwirken. Am 24. August 1936 führte der Führer in Anbettacht der Riesenrüstungen Sowjetrußlands die zweijährige Dien st zeit ein und zerstörte damit jede Aussicht der roten Kriegs- Heller auf einen Erfolg ihrer Angriffe. Im letzten Jahresviertel vervollständigte der Führer die Befreiung vom Versailler Diktat durch die Aufhebung derJnternationalisierung der deutschen Ströme und stellte so die deutsche Souveränität auf allen Gebieten wieder her. Es ist nicht zuviel gesagt: Das Jahr 1936 brachte das innenpolitische Ende des Diktats von Versailles. Neben der Wiederherstellung der Freiheit nach außen setzte der Führer den Kampf um die innere Stärkung des Reiches fort. Außer der Durchführung der Deutschen Gemeindeordnung, die zum ersten Male in der Geschichte der Nation eine einheitliche Gemeindeverwaltung in allen Teilen des Reiches sichert, ist als wichtiger Schritt in der Fortführung des Neubaus des Reiches die Vereinheitlichung der d-eutschen Polizei unter dem Reichsführer SS. Heinrich Himmler als Chef der deutschen Polizei im Reichsministerium des Innern zu nennen. Vor der Machtergreifung gab es im Deutschen Reich 17 verschiedene Staatsgewalten. Das Polizeiwesen war in ebenso viele Organisationen zersplittert. Jetzt erst hat der nationalsozialistische Staat Adolf Hitlers auch das Polizeiwesen im gesamten Reichsgebiet einheitlich in einer Spitze zusammengefaßt und damit einen bedeutenden Abschnitt der Reichsreform abgeschlossen. dem Fall Jruns und San Sebastians im Nordosten und dem Entsatz der heldenmütigen Verteidiger des Alkazars von Toledo im September dieses Jahres hatten die nationalen Streitkräfte das Uebergewicht errungen und konnten mit der Belagerung Madrids beginnen, obwohl die spanischen Kommunisten sich vom ersten Kampftage an der tatkräftigen Unterstützung sowohl Moskaus wie der französischen Volksfront hatten erfreuen können. Der daraus entspringenden Gefahr für den europäischen Frieden suchte ein im August zustandege- fommener Nichteinmischungspakt aller interessierten Mächte zu begegnen, aber dem seitdem in London tagenden Ausschuß gelang es nicht, rechtzeitig durchgreifende Maßnahmen durchzusetzen, vielmehr ging Moskau nach der Einschließung Madrids zu offener Unterstützung der spanischen Bolschewisten über durch Entsendung von Kriegsmaterial und Truppen von den sowjetrussischen Schwarz- Meer-Häfen aus mit dem Ziel, aus Katalonien einen Sowjetstaat zu machen, von dem aus die Bol- fchewisierung Westeuropas vorangetrieben werden soll. Inmitten dieser von Krieg, Verwirrung und Ratlosigkeit erfüllten Welt ist das nationalsozialistische Deutschland eine Insel des Friedens, der Ordnung und des zielbewußten Aufbaues. Die Wiederherstellung der Souveränität des Reichs in dem bislang entmilitarisierten Rheinland wurde am 15. November ergänzt durch die Rücknahme der vollen Staatshoheit über die deutschen Ströme. Deutschland hat die letzten Fesseln des Versailler Diktats abgestreift, es ist wieder Herr im eigenen Hause. Das beispiellos einmütige Wahlbekenntnis vom 29. März war der Dank an den Führer für feinen mutigen, klaren und zielbewußten Kampf für Freiheit, Ehre und Frieden des deutschen Volkes. Der Verteidigung dieser höchsten Güter galten die umfassenden Maßnahmen, Deutschlands Wehrmacht in Bezug auf Stärke, Ausrüstung und Ausbildung auf den Stand zu bringen, der zur Behauptung inmitten hochgerüsteter Staaten notwendig ist. Die gewaltige, mit aller Energie vorangetriebene Aufrüstung der revolutionären roten Armee Sowjetrußlands zwang Deutschland zur Wiedereinführung der zweijährigen Dienstvflicht, die nicht nur den Ausfall der schwachen Kriegsjahrgänge ausgleichen wird, sondern auch jedem Heeres- angehörigen die volle Beherrschung der immer komplizierter gewordenen technischen Seite der modernen Waffenausrüstung sichern soll. Die große Leistungsprüfung der Herbstmanöver im Bereich des Gruppenkvmmandos 2 zeigte dem deutschen Volke, daß es in feiner jungen Wehrmacht eine modern ausgerüstete und zum Schutz der Grenzen einsatzbereite Armee besitzt, die den höchsten an Truppe und Material gestellten Anforderungen gerecht Von größter außen- und innenpolitischer Bedeutung war ferner im abgelaufenen Jahr der Nürnberger Parteitag. Wie ein Warnungssignal stand über ihm das im Bürgerkrieg brennende, von Bolschewistenhorden heimgesuchte Spanien. Der Parteitag wurde ein einziger Aufruf an die gesunden Instinkte der Welt gegen die Kriegs- und Mordhetzer des Bolschewismus. Der Ruf von Nürnberg wurde in aller Welt g e • hört. Ein Wille der Abwehr gegen die kulturzerstörenden Bestrebungen des Kommunismus nahm von hier seinen Ausgang durch die ganze Welt. Im Innern Deutschlands organisiert der Nationalsozialismus nicht nur politisch den Abwehrkampf gegen die Zersetzung, auch wirtschaftlich trifft er alle Vorbereitungen für die Sicherung des neuen Aufstiegs. Dieser Aufgabe dient der neue Vier- jahresplan, den der Führer auf dem Nürnberger Parteitag verkündet und mit dessen Durchführung er den Ministerpräsidenten Göring beauftragt hat. „Es gilt Deutschland auch wirtschaft- lich unabhängig zu machen!" Das ist der Sinn des Vierjahresplanes. Dieser Aufgabe gilt im Jahre 1937 und in den folgenden Jahren unser aller Einsatz. Großes wurde in den vergangenen 4 Jahren von der Regierung Adolf Hillers geleistet. Größeres bleibt noch zu tun. Wichtige Aufgaben harren auch auf dem Gebiet der inneren Verwaltung noch der Lösung. So ein einheitliches Reichsbeamtenrecht, die Aeberführung der Landesbeamten in das unmittelbare Reichsbeamlenverhaltnis, die Ausgestaltung des Reichsbürgerrechts durch Einführung des Reichsbürgerbriefes und vor allem die Vereinigung der aus dynastischen Zeiten überkommenen und durch die politische und wirtschaftliche Entwicklung längst überholten territorialen Gliederung des Reiches. Das Jahr 1937 wird uns auch hier an der Arbeit sehen und der Lösung ein Stück näher bringen, mit dem einzigen Ziel, Deutschland groß und stark zu machen und es zu wappnen im Kampf gegen zerstörende unterirdische Kräfte. Des Führers Mut und Entschlossenheit lenken das Staatsschiff und ein mutiges und entschlossenes Volk grüßt voll Dankbarkeit und Stolz an der Jahreswende seinen Führer. wird. Daß auch die Kriegsflotte im Rahmen der vertragsmäßigen Bindungen zu einem schlagkräftigen Instrument der Verteidigung deutscher Interessen ausgebaut wurde, haben wir erst vor wenigen Tagen unseren Lesern von sachkundiger Seite barlegen lassen. Deutschland als Exponent des Weltfriedens konnte nicht markanter in Erscheinung treten, als durch feine Rolle als Gastland für den Weltkongreß für Freizeit und Erholung, der Ende Juli m Hamburg stattfand, und die XL Olympischen Spiele. In Hamburg hatten führende Sozialpolitiker aller Länder Gelegenheit, die vorbildlichen Einrichtungen zu studieren, die das nationalsozialistische Deutschland mit seiner Organisation „Kraft durch Freude" für seine schaffende Bevölkerung hingestellt und mit Leben erfüllt hat. Die Durchführung der XL Olympischen Spiele in der Reichshauptstadt errang die Bewunderung der ganzen Welt und wird als sichtbarer Beweis deutschen Friedenswillens und deutscher Verständigungsbereitschaft auch noch in Zukunft feine Früchte fragen, haben doch Millionen Gäste aus allen Teilen des Erdkreises in diesen Augustwochen Gelegenheit gehabt, den wahren Geist des nationalsozialistischen Deutschlands kennen zu lernen, das friedliebende deutsche Volk bei der Arbeit zu sehen, wie es aus eigener Kraft verstanden hat, ein Millionenheer von Arbeitslosen wieder in den Wirtschaftsprozeß einzugliedern, wie es durch eine den Zusammenhang von Blut und Boden erkennende Gesetzgebung und ordnende Maßnahmen das Bauerntum seiner Aufgabe als Ernährer des Volkes zurückgegeben hat, wie es durch schrittweise Zusammenfassung von Staatsführung und Verwaltung das alte deutsche Erbübel des P a r - tifularismus überwunden hat, wie es durch die Zusammenführung aller Werktätigen in der Einheit des Betriebes in einzigartiger Weise den sozialen Frieden sichergestellt'und das Problem Kapital und Arbeit gelost hat, wie es im Winterhilfswerk, das nun zum vierten Mal das ganze deutsche Volk zu einer Notgemeinschaft zusammenschmiedet und beispielsweise am Oer Führer nach Berchtesgaden zurückoekehrt. Berlin, 30. Dez. (DBB.) Der Führer und Reichskanzler, der anläßlich der Beisetzung des Generalobersten Hans von Seeckt zu einem kurzen Aufenthalt in Berlin eingetroffen war, hat am Mittwochabend Berlin wieder verlassen und sich nach Berchtesgaden zurückbegeben. K * - i N.yz-x.A 1 A'E'E«' f i j » <3. » ' &>!% ' Das Staatsbegräbnis für Generalobersten von Seeckt VerKühnr undOdersi-B-fthIshadri derW-hrmachterw«ist demgroß«« Soldaten »te leite Ehre Holländischer Pöbel schmäht die Hakenkreuzflagge. Polizei und Regierung dulden deutschfeindliche Demonstrationen offenen Grabe einen Kranz nieder und ehrte großen Soldaten mit erhobener Rechten. Der Dank des Heeres. Der Führer vor dem Katafalk auf dem Invaliden-Friedhof; rechts von ihm Generalseld- marschall von Blomberg, weiter rechts Generaloberst Heye, hinter dem FeldmarschaL Generaloberst Göring; links vom Führer Generaladmiral R a e d e r und Generaloberst FreiherroonFritsch. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Das deutsche Volk hat mit herzlicher Anteilnahme die Vorbereitungen verfolgt, die in ganz Holland für die am 7. Januar stattfindende Hochzeit der Kronprinzessin I u l i a n a mit dem deutschen Prin- zen Bernhard zur Lippe getroffen werden.' Es hat wohl nicht mit Unrecht sich dem Glauben hingegeben, daß diese Verbindung der künftigen Königin der Niederlande mit einem Fürsten deutschen Geblüts die traditionellen freundschaftlichen Beziehungen zwischen dem Deutschen Reich und abgeneigten Varlamentsregierung die undankbar st e zu sein schien, die einem Soldaten von heißem Wollen und dem Bewußtsein starken eigenen Könnens geboten werden konnte. „Sein Geist, sein Wille und seine Charakterstärke haben etwas ganz anderes daraus gemacht. Aus heiligem Erbe schuf er den Beginn eines neuen Lebens, den Beginn des Volkes in Waffen, von dem wir glauben, daß es aufblühen wird unter den Händen des Führers und uns in neue, größere Zukunftsbahnen weist. Der Genius unseres Voltes ist unsterblich. Mit ihm werden es die sein, die ihm Werkzeug waren, in Tagen schwerer und großer Rot. Er, den wir hier, angetan mit den Abzeichen des Cbefs eines brandenburgischen Regiments der neuen Wehrmacht, ins Grab senken, er ist einer von ihnen. In tiefer Dankbarkeit legt das deutsche Heer diesen Kranz hier nieder an dem Grab dieses großen Mannes und Soldaten. Er wird uns stets unvergeßlich sein." Der lehle Salut. Nach der Ansprache des Oberbefehlshabers des Heeres erklangen die Nationalhymnen. Die Trauergemeinde ehrte den großen Soldaten mit dem Deutschen Gruß. Eine Kompanie der Wachtrupp« und die Batterie des Artillerieregiments 23 schossen den Ehrensalut. Nach altem militärischem Brauch folgte der Parademarsch des Gardegrenadierregiments Nr. 1. Der Führer sprach der Witwe und den Hinterbliebenen sein Beileid aus. Zum Zeichen, daß mit dem Tode des Generalobersten verletzte seines Stammes dahingegangen war, zerbrach der Neffe des Verstorbenen am Grabe das Hauswappen. — In der überaus großen Zahl der Kränze befanden sich solche der NSDAP., der Wehrmacht, der Kriegskameraden des großen Kämpfers, der ausländischen Botschafter und Gesandten, der befreundeten Armeen, der österreichischen und der ungarischen Militärabordnung, die an dem Staatsbegräbnis teilnahmen, zahlreicher hoher Dienststellen der Partei und des Staates und vieler persönlicher Freunde des Verstorbenen, ein Lorbeerkranz des schwedischen Forschers Dr. Sven Hedin in den blau-gelben Farben Schwedens mit der Inschrift: „In Bewunderung, Verehrung und Dankbarkeit — Sven Hedin", des Reichsministers Dr. Goebbels, des Reichskriegerbundes „Knfft Häuser", des Soldatenbundes, des Reichsverbandes Deutscher Offiziere und der Stadt Berlin. und eine Batterie des Artillerieregiments 23. Unmittelbar vor dem Sarg werden die Fahnen des alten Kaiser Alexanoer- Garde-Grenadier-Regiments getragen. Dann folgen zwei StabsoffUiere mit den Ordenskissen und die Kranzträger. Hinter der Lafette geht der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr von F rj t s ch, ihm zur Linken der Amtsnachfolger des Verstorbenen, Generaloberst Heye. Dann schließen sich sämtliche Mitglieder des Generalstabes des Heeres an, die kommandierenden Generale und Admirale in gleicher Dienststellung folgen. Weiter bemerkt man den Korpsführer Hühnlein, den Reichssportführer von Tschammer und Osten und Obergruppenführer von I a g o w, sowie zahlreiche Botschafter und Gesandten und sämtliche Militärattaches, Offiziere des Reichskriegsministeriums, des Heeres, der Kriegsmarine und der Luftwaffe. Auf dem weiten Weg bildet eine nach vielen Tausenden zählende Menschenmenge Spalier. Glockengeläute begleitet die Trauerparade durch die Straßen der Reichshauptstadt. In der Jnvalidenstraße bildeten Männer des Schwarzen Korps Spalier. Auf dem Znvalidenfriebhof Dor dem Invaltdenfriedhof hatte sich eine große Trauergemeinde eingefunden. Unter den feierlichen Klängen eines Chorals wurde der Sarg zu dem Katafalk getragen, der an der ersten Kreuzung des Friedhofsweges aufgestellt war. Die Befehlshaber der Heeresgruppen und die Kommandierenden Generale und Admirale bildeten das Ehrenspalier. Hinter dem Sarge folgten die Fahnen des Gardegrenadierregiments Nr. 1. Der Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Reichskriegsminister Generalfeldmarschall von Blomberg, entbot nun in einer kurzen Ansprache dem Toten den letzten Gruß der neuen deutschen Wehrmacht: „In dankbarer Verehrung entbietet die deutsche Wehrmacht dem Generalobersten von Seeckt ihren letzten Gruß. Sein Name ist nicht fortzudenken aus der Geschichte der deutschen Armee Unbesiegt aus dem Felde heimgekehrt, nahm er mit zäher Energie und unbeirrbarem Willen den Neubau des deutschen Reichsheeres auf. Diese Tat gelang ihm besser, als wohl je der Glaube des Feindes vermutet hatte. Diese Tat macht auch ihn zu einem Retter des Vaterlandes. Nun «ft er als einer unserer großen Soldaten heimgegangen zur großen Armee. Dort kann er melden, daß hinter ihm wieder eine große deutsche Wehrmacht steht, die er geholfen hat mitaufzubauen, die st o l z a u f i h n i st und die sein Andenken hoch in Ehren halten wird, solange eine deutsche Wehrmacht lebt." Nachdem Generalfeldmarschall von Blomberg für die neue deutsche Wehrmacht einen Kranz nieder- gelegt hatte gab der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr von Fritsch dann in bewegten Worten ein Lebensbild des Verstorbenen, das durch ruhmreiche Taten an allen Fronten des Weltkrieges gekennzeichnet ist. Nach dem Krieg aber sei Generaloberst von Seeckt eine Auf- aabe zugefallen, die unter dem Druck einer wesensfremden, jeglichem Stolz und jeglicher Auflehnung Die Feier im Trauerhause. Berlin, 30. Dezember. (DNB.) In feierlichem Staatsbegräbnis wurde die sterbliche Hülle des Generalobersten v. Seeckt auf dem Jnvalidenfried- hof der Erde übergeben. Der Begründer der Reichswehr, die zum ehernen Fundament für die neue wiedererstarkte deutsche Wehrmacht wurde, hat da- mit seine letzte Ruhestätte gefunden neben den großen Soldaten, deren Namen mit der ruhmreichen Geschichte Preußens und Deutschlands untrennbar verbunden sind. Vor dem Trauerhaus in der Liechtenstein-Allee ist seit dem Morgengrauen ein Dop- pelposten ausgezogen. Im Arbeitszimmer ist .die Leiche, umgeben von Blattgrün und einer Fülle von Kränzen, aufgebahrt. Vier Stabsoffiziere der 23. Division halten die Ehrenwache. Der Sarg, der mit der Reichskriegsflagge bedeckt ist, trägt als einzigen Schmuck Degen und Stahlhelm; zwei Ordenskissen liegen zu Füßen des Toten. Generalfeldmarschall o. Mackensen begibt sich ins Totenzim- mer, um hier in einer Minute stillen Gedenkens Abschied zu nehmen von seinem Kameraden; auch der greise Zar Ferdinand von Bulgarien, in der uniform eines preußischen Generalfeldmarschalls, verweilt kurze Zeit an der Bahre. An der kirchlichen Feier nimmt an der Spitze der Generalität der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Frhr. v. Fritsch, teil. Feldbischof D. Schlegel schildert oen Verstorbenen als den großen Soldaten, der mit heißem Herzen und kühlem Kopf gearbeitet hat, solange es Tag war. „Er hatte ein festes Herz als Schild im Kampf gegen das Schicksal, das ihn Großes erleben ließ, das ihm aber auch große Kämpfe brachte und viel durchleiden ließ; er hat gearbeitet bis an sein Lebensende, denn er trug nach wie vor die Verantwortung." Das dankt ihm das Vaterland. Der Führer hat sich zu seinem Werk bekannt und ihn durch dieses Staatsbegräbnis geehrt. Die Trauerparade. Inzwischen war die Trauerparade aufmarschiert. Wahrend die Soldaten präsentieren und das Musikkorps den Dräfentiermarsch spielt, wird der Sarg von Feldwebeln des 67. Infanterieregiments, dessen Chef der Verstorbene war, durch ein Spalier von Offizieren der alten Armee hinausgetragen. Wieder begleiten Stabsoffiziere der 23. Division als Ehrenwache die sterbliche Hülle Der Sarg wird auf eine Geschützlafette gesetzt. Die Trauerparade setzt sich unter dumpfem Trommelwirbel in Bewegung, geführt von dem Kommandeur der 23. Division, Generalmajor Busch. Voran reitet eine Schwadron des Kavallerieregiments 9. Dann folgt ein Bataillon des Infanterieregiments 67, ein Bataillon des Infanterieregiments 9 Lahr der Heimbeschaflung. Ein Neujahrsausruf des Jugendführers des Deutschen Reiches. Berlin, 31. Dez. (DNB.) Der Iugendführer des Deutschen Reiches, Baldur von Schirach, hat an die Hitler-Jugend folgenden Neujahrsaufruf erlassen: Wieder stehen wir am Anfang eines neuen Arbeitsjahres. Die Parole des vergangenen Jahres, das wir „das Jahr des Deutschen Jungvolks" nannten, ist verwirklicht. Der 1. Dezember 1936 brachte mit dem Gesetz über die Hitler-Jugend den feierlichen Abschluß unserer Jahresarbeit, die ganz im Zeichen oer Werbung stand. Viele Hunderttausende neuer Kameradinnen und Kameraden werden im kommenden Jahr in unsere Gemeinschaft erntreten. Damit ergibt sich für die Führung der Jugend die Notwendigkeit, an die Lösung einer Frage heranzutreten, die für unsere zukünftige Arbeit entscheidend geworden ist. Die Hitler-Jugend hat immer das Heim als eine wesentliche Voraussetzung ihrer Gemeinschaftsarbeit empfunden. Nach unserer Auffassung soll die Jugendbeweaung Adolf Hitlers für ihre Zusammenkünfte, Die dem Dienst an der Idee gelten, eigene Räume besitzen. Sie soll unabhängig sein von solchen Bierwirtschaften und anderen Lokalen, die ihre Nebenräume nur dann zur Verfügung stellen, wenn ihnen die Garantie geboten wird, daß die Jugend dort Alkohol und Nikotin konsumiert. Wir brauchen Heime für die Hitler-Jugend! Schon sind viele gebaut worden, keine wilhelmimschen Dillen, sondern schlichte, zweckmäßige und schöne Jugendheime, die Ausdruck unserer Zeit sind und damit jener Bau- gesinnung, die Adolf Hitler mit dem Wort bekannt hat: „Deutsch fein heißt klar sein!" Diele deutsche Gemeinden haben sich bereits in ihrem HI.-Heim ein Denkmal ihrer nationalsozialistischen Gesinnung geschaffen. In Verbindung mit dem Heimbeschaffungsausschuß der Reichsjugendführung, der ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht, errichteten sie vorbildlich schöne Gebäude, die des Ehrennamens Heim der HI. würdig sind. Aber dies ist nur ein kleiner Anfang! Viele tausend Hitler-Jugendheime müssen noch gebaut werden! Das Heim der Hitler- Jugend ist ein Wahrzeichen der kompromißlosen Kameradschaft der neuen Generation. Es ist zugleich Ausdruck ihres Lebensgefllhls und Lebensstils. Meine Kameradinnen und Kameraden! Ihr s e l b st müßt die Voraussetzungen für eure Arbeit schaffen! Das Jahr 1937 soll das Baujahr der Hitler-Jugend sein! Darum erkläre ich das Jahr 1937 zum JahrderHeimbeschasfung. „Tage der nationalen Solidarität" mit einem Ertrag von 5,3 Millionen Mark das Ergebnis des gleichen Tages im Jahre 1935 um fast ein Drittel überschritt, sich zu praktischem Sozialismus bekennt, wie es schließlich in Kunst und Kultur, wie unser gestriger Sonderbericht im einzelnen über- zeugend nachwies, den andern Völkern in nichts nachsteht, vielmehr die Bahn freigemacht hat für tatfrohes Schaffen auf allen Gebieten. Alles dies ist auch in diesem Jahr nationalsozialistischer 'Staatsführung so sichtbar geworden, daß sich auch alle gutwilligen und vorurteilslosen Ausländer ein Bild von dem wahren Deutschland unoerzerrt durch jüdisch-kommunistische Greuelhetze machen konnten. Greisen wir aus der Fülle innerpolitischen Geschehens dieses Jahres nur einiges Wenige heraus: Die gesamte deutsche Polizei wurde dem Reichsführer SS. Himmler unterstellt und damit ein weiteren Schritt zu einer einheitlichen deutschen Verwaltung getan. Der Entwurf eines neuen Strafgesetzbuches stellt das deutsche Strafrecht auf nationalsozialistische Grundlage. In der Jugenderziehung wurden neue Wege eingeschlagen. Um dem Bedarf an Nachwuchs in den akademischen Berufen Rechnung zu tragen und für -Die zweijährige Dienstzeit einen Ausgleich zu schaffen, wurde die zwölfjährige Schulzeit eingeführt. Um die Vielgestaltigkeit oer höheren Schule in Deutschland mit all ihren Nachteilen zu beseitigen, begrenzte ein kurz vor der Jahreswende bekannt gewordener Erlaß des Reichserziehunas- ministers die Schulformen auf zwei Typen. Die gesamte deutsche Jugend wurde durch Reichsgesetz vom 1. Dezember in der Hitler-Jugend zusammengefaßt und mit ihrer körperlichen und charakterlichen Bildung im Geiste des Nationalsozialismus der zu einer obersten Reichsbehörde erhobene Iugendführer des Deutschen Reiches betraut. Daß am 18. Oktober 50 neue Jugendherbergen ihrer Bestimmung Übergeben werden konnten, ist ein schöner Beweis dafür, daß man auch mit materiellen Mitteln der Jugend unter die Arme zu greifen gewillt ist. Verkehr und Technik haben auch cm vergangenen Jahr die Förderung erfahren, die dem großen Interesse des Führers für diese Fragen entspricht. So konnte der Führer am 27. September den tausendsten Kilometer der R e i ch s a u t o - bahn für den Verkehr freigeben. Die Fertigstellung Des Derkehrsluftschiffes „Hindenburg" am 28. Februar, die Weihe des W e l t l u f t s ch t f f- hafens Rhein-Main in Frankfurt am 8.Juli und die Eröffnung des Rügendammes am 5. Oktober sind Weitere Merksteine einer fortschrittlichen deutschen Verkehrspolitik. Das letzte Vierteljahr stand ganz im Zeichen des auf dem Nürnberger Parteikongreß am 9. September verkündeten Vierjahresplans, der die deutsche Wirtschaft in all den Rohstoffen von der Einfuhr aus dem Auslande unabhänaig machen soll, die deutscher Erfindergeist und deutsche Energie aus deutschem Boden und m deutschen Laboratorien selbst beschaffen können. Am 18. Oktober wurde Ministerpräsident Göring mit der Durchführung beauftragt und ihm alle Vollmachten gegeben, die eine einheitliche, zielbewuhte Lenkung aller Kräfte zu sichern vermögen. Die Ernennung des Gauleiters Joseph Wagner zum Reichskommissar für die Preisbildung und sein Verbot von Preiserhöhungen für Gegenstände und Leistungen des täglichen Bedarfs hat jeder eigennützigen Konjunkturpolitik einen Riegel vorgeschoben. So geht das deutsche Volk in das neue Jahr, auf sich allein gestellt in einer durch Blindheit und Willensschwäche aus den Fugen geratenden Welt, aber zu einer glaubensstarken, tatfrohen, opferbereiten Gemeinschaft zusammengeschweißt im Wissen um die Leistungen von vier Jahren deutschen Aufbaues unter nationalsozialistischer Staatsführung und im Wissen um die Kräfte, die diese Leistungen vollbracht haben und die uns auch weiterhelfen werden in eine glückhafte Zukunft unseres Volkes. Dr. F. W. L. Esfen, 30. Dez. (DNB.) Unter der Ueberschrist ..(Eigenartige holländische Hochzeitssitten. — Polizei und Regierung sehen Schmähungen der Hakenkreuzflagge zu" schreibt die „Nationalzeitung" in Essen u. a.: Holland schmückt sich zum Feste der Hochzeit seiner Kronprinzessin Juliane mit dem deutschen Prinzen Bernhard zu Lippe-Biesterfeld. Wie das selbstverständlich ist, haben Angehörige der reichsdeutschen Kolonie als Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem Gastland auch ihr Haus mit Fahnen geschmückt, und da es sich um einen deutschen Prinzen handelt, der als Prinzgemahl nach Holland kommt, wurde von diesen Deutschen die Reichsflagge gehißt. Die Aufziehung Der Hakenkreuzflagge hat gewissen Kreisen Der holländischen Bevölkerung Anlaß gegeben, lärmende „Prote st"- Kundgebungen vor den Häu- fern der Deutschen vorzunehmen, unter Schmährufen forderte die Volksmenge die Entfernung der Hakenkreuzflagge. Die Polizei, die von den bedrohten Hausbesitzern herbelgerufen wurde, beschränkte sich darauf, der Menge zum Ausein- andergehen zu raten und empfahlden Hausbesitzern, die — Hakenkreuzflagge einzuziehen, „um so Tätlichkeiten au vermeiden". In einem Falle riß der Pöbel die deutsche Flagge sogar herunter und besudelte s t e! Es ist wenig erbaulich, anzusehen, wie ungehin- bindert von den dafür verantwortlichen Stellen der holländische Pöbel das Vaterland des zukünftigen Gatten der Kronprinzessin schmäht. Es liegt System in dieser Nichtachtung derartiger Zwischenfälle, denn, wenn bei offiziellen Veranstaltungen neben der holländischen Nationalhymne nicht die deutsche Nationalhymne, sondern zu Ehren des Prinzen das Spottlied „Lippe-Detmold, eine wunderschöne Stadt ... bum bum" erklingt, so ist das bei aller Komik doch ein Symptom für die Einstellung, die man höheren Orts Deutschland gegenüber hat Erstaunlich ist, daß der deutsche Prinz Bernhard zu Lippe-Biesterfeld selber sich nicht veranlaßt sieht, gegen einen derartigen groben Unfug wie das Ab- spielen jenes Liedes an Stelle der deutschen Nationalhymne sich aufzulehnen. Der Prinz wird an der Seite semer zukünftigen Gattin sicher ein guter Holländer werden, der die Aufgabe, die die Zukunft ihm stellen wird, zu lösen vermag. Er sollte jedoch nicht schon vor seiner Eheschließung vergessen, daß er als Deutscher geboren wurde! seinem holländischen Nachbarn noch fester knüpfen werde. Die jüngsten Vorgänge in Holland lassen freilich befürchten, daß die Hochzeit weit eher der Ausgangspunkt tiefgehender Verstimmungen zwischen beiden Völkern sein könne. Jahrelang hat die holländische Regierung widerspruchslos zugesehen, wie die marxistische Presse des Landes einen üblen Schmähfeldzug gegen das nationalsozialistische Deutschland führte. Jetzt erntet die Regierung die Früchte ihres Treibenlassens. Der von der marxistischen Presse verhetzte Teil des holländischen Volkes nimmt die Hochzeit seiner Kronprinzessin mit einem deutschen Prinzen zum Anlaß für neue Schmähungen, die alles bisher Da- gewesene weit überbieten. Wenn hie Nationalflagge des Deutschen Reiches, die Angehörige der Deutschen Kolonie zu Ehren des Brautpaares gezeigt haben, vom Pöbel herunte r e r issen und besudelt wird, ohne daß die Polizei mit aller Energie dagegen einichreitet, wenn man sich bei einem Fußballspiel in Haag weigert, d i e deutsche Nationalhymne zu spielen, und in anderen Fällen das bekannte Soldatenlied „Lippe- Detmold eine wunderschöne Stadt", das in Deutschland nur mit leichtem Schmunzeln gesungen wirb, als Nationalhymne des Heimatlandes des künftigen Prinzgemahls der Niederlande ausgibt, f» möchte man in Deutschland zunächst annehmen, daß der Prinz selbst diese offenbaren Be- leioigungen seines Vaterlandes nicht widerspruchslos hinnehmen wird. Und man möchte glauben, daß auch der anständige Teil des holländischen Volkes, der Wert darauf legt, daß der Gemahl seiner künftigen Königin ein Mann von Charakter ist, mit uns Deutschen der Meinung sein wird, daß nur der künftighin ein guter Holländer werden wird, der sich auch in schwierigen Lagen als ein guter Deutscher gezeigt hat, der für die Ehre seines Vaterlandes mannhaft eintritt. L. Flaagenzwischensall im Haag. Beleidigung deutscher Fußballmannschaft. A m st e r d a m, 30. Dez. (DNB.) Am 23. Dezember hat sich bei einem Fußballwettspiel zwischen einer deutschen Mannschaft und einer Haager Mannschaft in Den Haag ein Flaggenzwischenfall ereignet. Als das Fußballspiel zwischen dem Kreissport» sührer für das Land Lippe und dem Vertreter der holländischen Mannschaft abgesprochen wurde, verpflichteten sich die holländischen Veranstalter, wie es bei jeder internationalen Veranstaltung üblich ist, zum Hissen der deutschen National» flagge und zum Spielen der deutschen Nationalhymne. Als die deutsche Mannschaft am Tage des Spieles den Sportplatz in Den Haag betrat, waren auf der Tribüne zwei schwarz-rotgelbe und zwei schweiz-weiß-rote Flaggen gehißt Dagegen keine Hakenkreuzflagge. Der deutsche Mannschaftsführer erhob sofort Einspruch Um 13 Uhr betrat der Führer und Reichskanzler den Friedhof. Unter den Klängen des Liedes „Ich hott' einen Kameraden" wurde der Sarg sodann vom Katafalk herabgetragen und in die Gruft hinabgelassen. Als erster legte der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht am den und beschaffte von der deutschen Gesandtschaft eine Hakenkreuzflagge. Unter dem Gejohle eines Teiles des holländischen Publikums und Beifallsbezeugun- aen eines anderen Teiles wurden dann die vier aufgezogenen Flaggen niedergeholt und die Haken- rreuzflagge gehißt. Als Die Nationalhymnen ^spielt werden sollten, stellte es sich heraus, daß die Kapelle angeblich das Deutschland- lied nicht spielen konnte. Die deutsche Mannschaft bestand daher darauf, daß selbstverständlich dann auch das Spielen der holländischen Hymne unterbleiben muhte. Schließlich schickte der hollän- di che Beranstaltungsleiter, um allen unliebsamen Zwischenfällen vorzubeugen, die Musikkapelle fort. Eine Anregung, das Spottlied „Lippe-Detmold, eine wunderschöne Stadt, bum, bum" als nationale Hymne spielen zu lassen, lehnte die deutsche Mannschaft entrüstet ab, da sie sich nicht verhöhnen lasse. Moskau stellt Bedingungen. Paris, 30. Dez. (DNB.) Die Sowjetregle- rung hat auf den Hinweis der englischen und französischen Regierung in der spanischen Nicht- einmischungsfrage geantwortet. Wie bekannt wird, hat die Sowjetregierung ihr zukünftiges Verhalten an eine Reihe von Bedingungen geknüpft. * Die italienische Presse weist die Moskauer Antwort als „dreistes" und „schamloses" Manöver zurück, dessen Unehrlichkeit und Zweideutigkeit auf der Hand liege. „Tribuna" beklagt, daß die in London und Paris betriebene Politik dem Mos- kauer Bolschewismus eine bevorzugte Situation schaffe, die ihm erlaube, in Genf als Friedensapostel, in Madrid aber in voller Kriegsrüstung und in Paris als Ohrenbläser aufzutreten. Diese Lage werde der Kommunismus solange ausnutzen, als der trüben Zweideutigkeit mcht ein Ende gemacht werde. Dabei werde aber von allen jenen Staaten, die von der Erkenntnis der einzigen, tragischen und unmittelbaren Gefahr des Bolschewismus für Europa noch weit entfernt feien, auch fernerhin munter auf die sowjetrussische Karte gesetzt. Auf diese Fehler, auf Verständnislosigkeit und Blindheit baue jedoch die Sowjetpolitik ihr Spiel auf. Man brauche nur die amtliche Radiopropaganda Moskaus anzuhören, um sich zu überzeugen, daß dort in aller Offenheit für den Umsturz der allgemeinen Ordnung gearbeitet werde. Für dieses Ziel werde durch die ununterbrochene dutzendweise Entsendung von Schiffen mit Freiwilligen und Kriegsmaterial nach Spanien in einer Zeit gearbeitet, in der Moskau mit der größten Unschuld das Gegenteil behaupte. Man brauche sich deshalb nicht zu wundern, wenn Sowjetrußland der Unterzeichnung einer internationalen Verpflichtung keinerlei Gewicht beilege. Don ihm Garantlen über die Ein- daltung moralischer und sozialer Normen, die es selbst verneine und ablehne, zu verlangen, komme der an einen Mohammedaner gerichteten Aufforderung gleich, einen Schwur auf das Evangelium abzülegen. Erbitterung bei der „Internationolen Brigade". Große Berpflegungsschwierigkeiten in Madrid. Toledo, 31. Dez. (DNB. Funkspruch.) Wie verlautet, sind die Angehörigen dern t e r n a t i o- nalen Brigade" sehr erbittert über die Gewissenlosigkeit, mit der sie von den roten Anführern zu völlig aussichtslosen Gegenangriffen eingesetzt werden. Die Verlustziffer dieser Kolonne soll sich auf mehr als 1000 belaufen. Die Zivilbevölkerung Madrids wurde über den Madrider Sender erneut aufgefordert, die Hauptstadt zu verlassen, um die noch vorhandenen Lebensmittel ausschließlich den kämpfenden Bolschewisten zukommen zu lassen. Ueberlaufer sagen aus, daß deren Verpflegung f a st nur aus s o w j e t r u s s i s ch e n Konserven bestehe. Aus Valencia wird berichtet, daß alle „Beamten" zum Eintritt in die Liga der Gottlosen gezwungen werden. Außerdem werde in Valencia auf Anregung des roten „Fi- nanzministers" ein „halbstaatliches" kaufmännisches Unternehmen gegründet, daß die Regelung des Handelsverkehrs zwischen Sowjetspanien und Sowjetrußland zur Ausgabe hat. An der Madrider Front gerieten am Mittwoch zwei weibliche „Rötst a r d t st e n" im Alter von 16 und 17 Jahren m Gefangenschaft, die aus dem Frauenbataillon „Pasionaria" stammten. GrsolqreHe Gefechte. Salamanca, 31. Dez. (DRV. Funkspruch.) Nach dem Heeresbericht des obersten Befehlshabers in Salamanca haben die nationalen Truppen der Südarmee die Ortschaft Cargagina in der Provinz Jaen besetzt. Im Norden haben keinerlei Kampfhandlungen stattgefunden. Im Frontabschnitt Teruel verloren die Bolschewisten in zweitägigen Gefechten 1250 Tote. An der Madrider Front hat die „Internationale Brigade" unter Einsatz von 14 sowjetrussischen Tanks und nach heftiger Artillerie-Vorbereitung die nationalen Stellungen an der linken Flanke bei Dillanueoa de la Eanada angegriffen. Dank der vorzüglichen Haltung der nationalen Truppen wurde der Feind nach mehrstündigem Kampf zurückgeworfen, wobei er hundert Tote auf dem Schlachtfeld zurücklassen mußte. Auch zwischen Carabanchel und Basu- rero auf dem rechten Flügel der Madrider Front erlitten die roten Horden ungewöhnlich hohe Verluste. Ein Ueberläufer bestätigte die zunehmende Mutlosigkeit bei den Bolschewisten, die durch die hohen Verluste und die schlechte Ernährung verständlich wird. Durchsichtige Greuelmeldungen über Danzig. Danzig, 30. Dez. (DNB.) In ausländischen Blättern sind ausgehend von einer polnischen Agenturmeldung, phantastische Greuelmeldungen über Danzig verbreitet worden. Danach soll die Danziger Politische Polizei während der Weihnachsfeiertage Hunderte von Nationalsozialisten verhaftet und einige sogar erschossen haben. Unter den Verhafteten sollen sich 3 0 bis 4 0 SS.-Führer aus der Umgebung des Gauleiters Forster befinden. Die zuständigen Danziger Stellen stellen fest, daß die Meldungen vonAnfangbis Ende frei erfunden sind. Weder ein einziger SS.-Führer noch irgendeine Persönlichkeit aus der Umgebung des Gauleiters ist verhaftet worden, von den angeblichen Erschießungen ganz zu schweigen. Damit entfallen auch alle Kombinationen, die in ausländischen Blättern an die Greuelmeldungen geknüpft worden sind. Im übrigen sind die Kreise bekannt, die mit derartig plumpen Mitteln während der Danzig-polnischen Besprechungen Unruhe zu schaffen versuchen. W e die Freimaurer in Bulqarien arbeiten. Sofia, 30. Dez. (DNB.) Die größte bulgarische Zeitung Utro veröffentlichte in den letzten Tagen eine Artikelreihe, die Enthüllungen über die bulgarische Freimaurerei brachte. Dabei stützt sich das Blatt auf zahlreiche Originaldokumente, Photos und Sitzungsberichte aus dem Geheimarchiv der Frei- maurerloae Saria in Sofia. In allen Einzelheiten schildern die Artikel die Geschichte und das Ritual oer bulgarischen Freimaurer. Gestern brachte das Blatt eine erste lange Liste bekannter Logenbrüder aus Sofia und der Provinz. Großes Aufsehen erregte die Tatsache, daß nahezu 40 v. H. der Logenbruder Juden sind, obwohl die Juden in Bulgarien kaum mehr als 1 o. H. der Gesamtbevölkerung ausmachen. Der „Utro" hatte die Fortsetzung der Namensliste sowie Einzelheiten Über die politischen Umtriebe der bulgarischen Freimaurerlogen angekündigt. Heber- raschenderweise hat er jedoch seine Enthüllungen abgebrochen. Wie man erfährt, haben maßgebliche Freimaurerkreise gedroht, sie würden über die Zeitung schärf st en wirtschaftlichen Boykott verhängen, wenn die Veröffentlichung der Artikelreihe fortgesetzt würde. Der „Utro" hatte gemeldet, daß er im Besitz wichtiger politischer Beschlüsse der Freimaurerei sei. Ein Beschluß ziele z. B. darauf ab, die Leitung aller wichtigen Organisationen des Landes, vor allem die des Frontkämpferverbandes, in die Hand von Logenbrüdern zu bringen. Schwerwiegende Folgen amerikanischer Streiks. Im amerikanischen Seemanns st reik, der jetzt bereits zwei Monate andauert, besteht immer noch keine Aussicht auf eine Beendigung des Aus- Landes. Die verhängnisvollen wirtschaftlichen Folgen, die aus diesem Streik erwachsen, werden be- onders deutlich in einem Beschluß einer der größ- Neuer Schlag für die sudetendeutsche Selbstverwaltung. Die Zentralbank der deutschen Sparkaffen in der Tschechoslowakei aufgelöst. Prag, 30. Dez. (DNB.) Zwei Regierungsverordnungen betreffen die Liquidierung der Zentralbank der deutschen Sparkaf- s e n und der Karlsruher Vereinsbank und die Errichtung der Gelüzentrale der tschechoslowakischen Sparkassen unter der Firma „Zentral- bank der tschechoslowakischen Sparkassen". Zur Aus- aung der Forderungen der beiden liquidierten en wird Die Geldzentrale der tschechoslowakischen Sparkassen zur Ausgabe von Schuldverschreibungen bis 600 Millionen Tschechenkronen zu 3 v. H. verzinslich und binnen 40 Jahren vom Jahre 1647 angefangen amortisierbar, ermächtigt. Die Verordnung über die Zentralbank tschechoslowakischer Sparkassen besagt, daß die Sparkassen wenigstens 5 o. Sy ihrer Einlagen dort anzulegen haben und daß die Bank verpflichtet ist, jährlich ein Fünftel des Reinertrages als Beitrag zur Liquidierung der beiden deutschen Banken abzuführen. Den Minderheitennationalitäten wird die Beteiligung am Aktienkapital und in allen Organen sowie bei der Bestellung der Angestellten der Bank sichergestellt. Die „Zentralbank der deutschen Sparkassen" war die Geldausgleichsan st alt für die deutsch e n S p a r k ass e n in der Tschechoslowakei. Sie wurde vor drei Jahren immobil, da die deutschen Sparkassen infolge der schweren Krise im sudetendeutschen Gebiet ihre Einlagen zurückziehen mußten. Die Bank mußte um ein Moratorium ersuchen. Im Gegensatz zu ähnlichen Fällen bei tschechischen Banken wurde nun nicht die Sanierung des Instituts, sondern seine Liquidierung üerfüat Die Zentralbank der deutschen Sparkassen verschwindet. Die Einleger werden nicht, wie bei tschechischen Banken,- voll befriedigt, sondern erhalten niedrig verzinsliche Schuldverschreibungen. Die Regierung benutzt die Gelegenheit, um die bisher national getrennten Geldausgleichsinstitute zu vereinheitlichen. Die deutschen Sparkassen werden ihre Vertreter in diesem gemeinschaftlichen Institut nicht frei wählen können, sondern aus den von ihnen vorgeschlagenen Vertretern wird die Regierung (Ernennungen vornehmen. Das Ende der Zentralbank der deutschen Sparkassen in der Tschechoslowakei bedeutet einen weiteren Schritt zum Abbau der sudetendeutschen wirtschaftlichen Selbstverwaltung. Schulform und Schulbildung. Es ist ein Verdienst des nationalsozialistischen Staates, Ordnung in oas vielfach verwickelte und gespaltene Schulwesen gebracht zu haben. Seit Jahrzehnten ist die Neuordnung des höheren Schulwesens im Gange, wenn sich dieser Gang in der Regel auch darauf beschränkt hat, eine neue Schulform zu der alten Schulform hinzuzu- fügen. Erst der Nationalsozialismus tonnte nach der Machterareifung an die Neuordnung gehen, wobei aber die wichtigste Voraussetzung Die war, ein einheitliches Reich zu schaffen. Wir hatten vor dem Kriege in den einzelnen Bundesstaaten eine unterschiedliche Verfassung des höheren Schulwesens, was sich auch nach dem Kriege nicht wesentlich änderte. Daß sich die Neuordnuna nicht übers Knie brechen läßt, ist zu verstehen, Denn es kommt ja nicht nur auf die Schulsorm an, sondern auch auf den Inhalt, also auf die Schulbildung selbst. Nach dem Stand von 1935 bestehen in Deutschland 1950 höhere Schulen (öffentliche und private). Davon sind rund 500 (26 v. H.) Gymnasien, rund 600 (32 v. H.) Real- und Reform-Gymnasien, 650 (34 v. H.) Oberreal- und Realschulen, 175 (9 v. H.) deutsche Oberschulen (130) und deutsche Aufbauschulen (45). Von den 600 Alleinschulen am Ort sind rund 10 0 Gymnasien, für die jetzt vor allem zu prüfen fein wird, wie weit sie die von dem Reichserziehungsminister angegebenen Bedingungen der Tradition und der besonderen Güte erfüllen, um auch weiter bestehen bleiben zu können. Künftig gibt nur eine Dreiteilung, wobei die Scheidung so klar getroffen ist, daß es für die Eltern nicht schwer fällt, die richtige Schulform xu wählen. Die Hauptform bildet künftig die deutsche Oberschule, deren Lehrplan als erste Fremdsprache das Englische vorsieht, dem das Lateinische sich anschlietzt. Künftig gibt es a l s Nebenform nur noch Gymnasien ohne Beifügung irgendeines Zusatzes wie Realgymnasium oder Reformgymnäsium. Im Lehrvlan der Gymnasien kommt zum Ausdruck, daß sie die Schüler heranbilden sollen, die die Absicht haben, sich rein wissenschaftlichen Berufen zuzuwenden. Deshalb bleibt im Lehrplan des Gymnasiums zwar auch das Lateinische als Hauptfprache bestehen, allein es kommt das Griechische als Pflichtsprache hinzu, so daß also Schüler, die eine Schulbildung suchen, die sie unmittelbar in die Arbeit und m das Leden hinüberführt, nicht mit Dingen belastet werden, für die sich später keine Verwendung findet. Das bedeutet aber nicht, daß die Antike ober das klassische Bildungserlebnis nur den Gymnasien Vorbehalten bleibt, sondern im Gegenteil, die Oberschule soll das klassische Bildungserlebnis mit an erster Stelle im Lehrplan aufnehmen. Wer das klassische Bildungserlebnis erfassen will, muß sich daran erinnern, daß der antike Mensch nicht in Den Schulen der Philosophen zu finden war, auch nicht auf den Marktplätzen um irgendeinen berühmten Redner versammelt, sondern der antike Mensch war das Ergebnis einer Erziehung, die auf die geistige Schulung ebenso großen Wert legte wie auf die körperliche Ertüchtigung. Das ist ein Bildungsziel, das auch der Nationalsozialismus immer aus dem Gefühl des zeitgeschichtlichen Wandels heraus sich gefetzt hat, weil die nationalfozialistifche Staats- auffaffung mit ihrer unbedingten Hingabe an Staat und Volk zum Ausdruck kommen muß. Außer der Hauptform der Oberschule sowie der Nebenform des Gymnasiums bleibt die sechsjährige Aufbauschule erhalten, um der deutschen Jugend, soweit sie nicht zu Berufen übergehen will, die eine umfassende Schulbildung voraussetzen, die Möglichkeit zu geben, sich einen Bildungsstoff anzueignen, der sie befähigt, all das zu leisten, was Staat und Volksgemeinschaft von inr fordert. Die Uebersichtlichkeit des dreigliedrigen Aufbaues wird nicht nur den Erziehungsberechtigten, sondern auch den Schülern selb st die Wahl der Schulform leichter machen. Wie gründlich überlegt worden ist, ehe der Reichserziehungsminister die Zeit für gekommen hielt, um dem deutschen Volke Mitteilung von der endgültigen Verfassung des höheren Schulwesens zu machen, geht daraus hervor, daß an alles gedacht worden ist. Wieviel Sorgen gab es nicht für Die Eltern, wenn sie den Wohnsitz wechseln mußten, aber an dem neuen Wohnsitz sich nicht die Schulform vorfand, der sich die Kinoer bisher bedienten. All das wird durch die einfache Dreigliederung sowie durch eine übersichtliche Verteilung der Schulform über das ganze Reich unter strenger Wahrung der Einheitlichkeit weggeräumt. Ev. Oie Befestigungen im Pazifik. England wünscht die Aufrechterhaltung des Status quo. Tokio, 30. Dez. (Ostasiendienst des DNB.) Di« englische Regierung hat Japan den Vorschlag un» terbreitet, trotz Ablaufes des Washingtoner Flöt« tenvertrages vom Jahre 1924 die Bestimmungen des Artikels 19 aufrechtzuerhalten, wonach über den bisherigen Status der Befestigung der Besitzungen im Stillen Ozean hinaus keinerlei neue B e- festigungen und Flotten st ützpunkt« errichtet werden sollen. Man spricht davon, daß Ja» van, da ihm aus strategischen und geographi» scheu Gesichtspunkten die Sicherheit gegenüber den amerikanischen und englischen Befestigungen gefährdet erscheint, neue Vorschläge machen will. Bei grundsätzlicher Aufrechterhaltung der Nichtbefestigung der Jnselbesitzunaen im Pazifik wird Japan darauf Hinweisen, daß es im Gegensatz zu England und den Vereinigten Staaten über keinen Stützpunkt im Stillen Ozean verfügt. Verhinderung von Vertragsbrüchen. Berlin, 30. Dez. (DNB.) Vielfach haben Gefolgschaftsmitglieder innerhalb der konjunkturbegünstigten Gewerbe und in der Landwirtschaft unter Bruch des Arbeitsvertrages ihre Arbeitsstelle vorzeitig verlas- f e n. Dadurch mürbe ein ordnungsmäßiger Arbeitseinsatz gefährdet. In einer 7. Anordnung zur Durchführung des D i e r j a h r e s p l a n e s sind deshalo Bestimmungen über die Verhinderung rechtswidriger Losung von Arbeitsverhältnissen erlassen worden. Hiernach kann in der Eifen- und Metallwirtschaft, dem Baugewerbe, der Ziegelinduftrie und in der Landwirtschaft der Unternehmer im Falle einer unberechtigten vorzeitigen Lösung des Arbeitsverhältnisses durch das Gefolgschaftsmitglisd das Arbeitsbuch bis zu dem Zeitpunkt zurückbehalten, in dem die Beschäftigung im Falle einer ordnungsmäßigen Lösung des Arbeitsverhältnisses enden wurde. Zum Schutz der Gefolgschaftsmitglieder gegen eine mißbräuchliche Zurückhaltung des Arbeitsbuches ijt vorgesehen, daß im Streitfälle die sofortige Rückgabe des Arbeitsbuches durch einstweilige Verfügung des Arbeitsgerichtes angeordnet werden kann. Aus aller Wett. Veränderungen In der Spihenorganlfaliou der Angestelllenkrankenkaffeu. In einer außerordentlichen Hauptoerfammlung des Verbandes kaufmännischer Berufskrankenkassen (VkB.) wurde beschlossen, den bisherigen Namen abzuändern in „Verband der Angestellten- Krankenkassen e. 23." (VdAK.). Zum Leiter wurde Dr. Walter L e m m e r (Barmer Ersatzkasse) und zum stellvertretenden Leiter Fritz Meckel (Kaufmännische Krankenkasse Halle a. d. Saale) bestellt. Eine wirksame Zusammenarbeit aller Verbandskassen ist sichergestellt. Der 2krbanD umfaßt die wichtigsten Angestellten-Krankenkassen Deutschlands. Lady Houston gestorben. — Line aufrichtige Freundin Deutschlanfis. In London ist Lady Houston, die Witwe des bekannten Schiffahrtsmagnaten Houston, g e ft o r ■ b e n. Als Herausgeberin der Wochenzeitschrift „Saturday Review", in der sie stets für Freundschaft mit Deutschland und Italien warb, war sie in letzter Zeit auch politisch hervorgetreten. Besonders zäh war ihr Kampf gegen den bolschewistischen Weltseind, vor dem zu warnen sie nicht müde wurde. In England erregt die Tatsache veträcht- liches Aufsehen, daß Lady Houston offenbar fein Testament gemacht hat. Dis zum Mittwochabend ist es jedenfalls nicht gelungen, ein Testament aufzufinden. Lady Houston hinterläßt ein Vermögen von 7 M i ll io n e n P f u nd (100 000 000 Mark). Drei Todesopfer eines Autounglücks in München. ten Schiffahrtsgesellschaften der Vereinigten Staaten, der Dollar-Line. Die Leitung der Gesellschaft hat beschlossen, bis auf weiteres ihren gesamten Schiffsverkehr einzustellen. Acht Passagier- und Frachtdampfer der Schiffahrtslinie liegen bereits an der Westküste und in Honolulu fest. Im Hafen von Neuyork liegen fünf Dampfer der Gesellschaft, die infolge des Streiks nicht ausfahren können. Auch der „President Harrison", der jetzt von einer Weltreise zurückkehrte, soll stillgelegt werden. Der Schaden, den der Seemannsstreik bisher der Schiffahrt der Vereinigten Staaten zugefügt hat, wird auf mindestens 4 00 Millionen Dollar geschätzt. * Die Aus stände in einigen Detroiter Werken, die Automobilteile und -Zubehör Herstellen, haben zu Betriebseinschränkungen in vielen hundert Auto- zubebörwerken des Landes geführt. Die auf Grund der Materialknappheit durchgeführten Betriebseinschränkungen mach"N Tausend? n n n Arbeitern brotlos. Alle Versuche, den Streik beizulegen, sisid bisher gescheitert. Warum England rüstet. Eine Neujahrsbotschaft Baldwins. London, 30. Dez. (DNB.) Premierminister Baldwin richtete zum neuen Jahre an die Prim- rose-Liga, einen der Hauptträger der Konservativen Partei in England, eine Botschaft, in der er daraus hinweist, daß das britische Wiederaufrüstungsprogramm angesichts der Weltlage und des rapiden Anwachsens der Armeen in Europa eine Notwendigkeit fei, die keine britische Regierung außer acht lassen dürfe. Die Streitkräfte Großbritanniens würden niemals für einen Zweck gebraucht werden, der sich nicht mit der Völkerbundssatzung in Ueberelnftlmmung bringen lasse. Keine ausländische Macht brauche zu befürch« ten, daß England aggressive Absichten habe. Die britische Regierung habe alles getan, um eine Verringerung der Rüstungen durch ein internationales Abkommen herbsizusühren, und erst, nachdem es offensichtlich geworden sei, daß alle diese Anstrengungen fehlgeschlagen waren, habe sich die Regierung entschlossen, die eigene Derteidigungsaufrüstung zu vermehren. Derteidigungslos sein, heiße zum Angriff einzuladen und Angreifer ern an ihm erstrahlt, doch wenigstens einen sicheren Punkt hat, an dem man sich zurechtfinden fann, so strahlt das Licht der Weihnacht wie ein heller Schein auf unseren Weg. Wir wissen, daß der Glanz der Gottesliebe, der unter dem Lichterbaum erstrahlte, mit uns geht und noch weiter still erglänzt in unserer Seele, die vom Weihnachtsglanz erfüllt ist. Dann wandeln wir im Lichte auch in der Dunkelheit. „Du führst mich doch zum Ziele, auch durch die Nacht". So stehn wir an des neuen Jahres Schwelle ... Und das wollen wir uns erbitten von Gott aus tiefstem Herzen, daß „der Weihnacht wundervolles großes Freuen" täglich mit uns gehen und sich erneuern möge. Denn dann haben wir Kraft genug für alles Kommende. Dann find wir gerüstet für flute und schwere Tage, die das neue Jahr uns bringen wird. „Komme, was kommen mag, Sonnenschein, Wetterschlag". Dann fragen wir nicht zaghaft und zweifelnd, was es für uns in feinem dunklen Schoß birgt, dann soll es uns bringen, was es bringen muß. Und wir treten allem Dunkel gegenüber mit dem hellen Schein, den Gott uns 3ur Weihnacht ins Herz gegeben hat, und der als Freude am Leben von uns ausstrahlt in die Zukunft hinein und sie uns hell und freundlich macht. Dann empfinden wir es immer wieder: "Das große Freu'n: Der Heiland ist gekommen! das legt den Balsam mir auf jede Wunde, Durchglänzt mit Ewigkeit die bängste Stunde, Hat aller Not die Bitterkeit genommen." Und wenn wir von allem, was das neue Jahr uns bringen wird, auch nichts wüßten als das Eine: es bringt uns auch den Heiland, der zur Weihnacht uns geschenkt ist, auch im neuen Jahr ist Gott mit uns, dann genügt uns das. Mehr brauchen wir nicht zu wissen. Denn dann wissen wir auch zugleich, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen müssen. Froh und unverzagt und ohne Grauen gehen wir dann ins neue Jahr. Aus dem Licht der Weihnacht ins Licht eines neuen Zeitabschnittes, der uns von Gott erhellt ist, weil wir ihn selbst und seine Liebe darin wissen. Das nimmt allem Bösen den Stachel und die Bitterkeit, allem Dunkel und Ungewissen das Unheimliche und Furchterregende. So greifen wir fröhlichen Mutes zum Wander- stab, fest das Herz und hell der Blick. „Ich bin ein Wandrer in dem Staub der Erden Im alten Jahr, im gottgeschenkten neuen. Doch mit mir geht er selbst im heil'gen Freuen Und läßt der Heimatnähe froh mich werden." Dornoiizen. Tageskalender für Silvester. Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr: „Charleys Tante". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Truxa". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Nacht mit dem Kaiser". Tageskalender für Neujahr. Stadttheater: 19 bis 21 Uhr Gastspiel des Meister- Sextetts (früher Comedian Harmonists). — Gloria- Palast, Seltersweg: „Die Julika". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Nacht mit dem Kaiser". Das Stadltheater zu Silvester und Neujahr. Heute, Donnerstag, findet ein großer Silvester- Abend statt. Es geht „Charleys Tante" Schwank von Brandon Thomas in Szene. Die Spielleitung führt der Intendant, der auch die neue Bearbeitung und die Gesangstexte geschaffen hat. Die Musik schrieb Richard Röhrl. Ernst Bräuer hat die musikalische Gesamtleitung. Es wirken mit: Inge Birkmann, Maria Gerhardt, Charlotte Krause, Hansi Prinz; Victor von Gschmeidler, Heinrich Hub, Paul Nieren, Peter Schorn, Fritz Walter, Karl Dolck und die Tanzgruppe. Die Einstudierung der Tänze und choreographische Leitung liegt in den Händen der Ballettmeisterin Irmgard Zenner. Karl Löffler schuf die Bühnenbilder. Die Kostüme wurden in eigener Werkstatt unter der Leitung von Willi Endrich angefertigt. — Dieser Abend findet außer Miete statt und beginnt um 20 Uhr, Ende 22.30 Uhr. Der 1. Januar 1937 bringt ein einmaliges Gastspiel des berühmten „Meister-Sextetts" früher „Comedian Harmonists". Seit Jahren find sie gefeiert und weltberühmt. Der Erfolg ist ihnen überall sicher. Und was viele nicht wissen: diese sechs luftigen Männer, im Rundfunk, Tonfilm, auf der Schallplatte und tm Konzertsaal, „Comedian Harmonists", im Einvernehmen mit der Reichsmusikkammer jetzt „Das Meister-Sextett" genannt, fingen nicht nur deutsch, sie sind auch gute Deutsche. Anfang des Gastspiels 19 Uhr, Ende 21 Uhr. — Außer Miete. Noch einmal Weihnachtsmärchen im Sladllhealer. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Aus vielseitigen Wunsch der Schulen und einzelner Kinder hat sich die Intendanz des Stadttheaters entschlossen, noch eine Vorstellung des Weihnachtsmärchens „Prinzessin Allerliebst" oder „Der wundersame Regenschirm" von Friedrich Forster am 10. Januar anzusetzen. Die Vorstellung beginnt um 15 Uhr und endet 17.15 Uhr. Wir machen darauf aufmerksam, daß dies unwiderruflich die letzte Aufführung des Weihnachtsmärchens ist. Artilleristen-NeujahrsgrüßevomMein. Der Kommandeur der I. Abt., Art.-Rgt. 36, Major Welte, übermittelte uns heute eine Zuschrift, in der er „allen lieben Gießenern" zum Jahreswechsel in alter treuer Anhänglichkeit seine und seiner Abteilung herzlichste Wünsche ausspricht, verbunden mit den besten Grüßen vom freien Rhein. Diese Neujahrswünsche und -grüße werden von den Gießenern in gleicher herzlicher Verbundenheit erwidert. Ortsgruppe Gießen-Aord. winlerhilfswerk 1936/37. Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die in Zahlung genommenen Kohlengutscheine (Serie e) bis spätestens Montag, 4 Januar 1937, 20 Uhr, auf unserer Geschäftsstelle, Walltorstraße 38, einzureichen. Später eingehende Gutscheine können nicht mehr angenommen werden. Aus der Rückseite der Gutscheine ist die Art des gelieferten Brennmaterials anzugeben, gleichzeitig müssen die Gutscheine den Stempel oder Namen der Kohlenhändler und die Unterschrift des Hilfsbedürftigen tragen. Mit neuer Kraft an die Arbeit! Das Arbeitsjahr der Deutschen Arbeitsfront beginnt am 4. Januar mit einem Betriebs- appell, der vom Reichsfender Frankfurt a. M. übertragen wird. Der Gauobmann der Deutschen Arbeitsfront in Hessen-Nassau Willy B e de r, M. d. R„ wird im Rahmen dieser Feierstunde über die Ausgaben sprechen, die das neue Jahr uns allen bringt. öer „Schipkapaß"-Wirt Jean Arnold 80 Jahre att. In geistiger und körperlicher Frische kann am morgigen Freitag, 1. Januar 1937, der in weiten Kreisen unserer Stadt bekannte Wirt der Gaststätte „Zum Schipkapaß" (Bahnhofstraße 7), Jean Arnold, seinen 80. Geburtstag feiern. Er gründete die Wirtschaft, der er noch heute vorsteht, im Jahre 1895 In die ersten Jahre seiner Tätigkeit fiel der Umbau des gesamten Anwesens in seine heutige Gestalt. Jean Arnold stellte sich schon frühzeitig in den Dienst gemeinnütziger Einrichtungen. Seit dem Jahre 1880 gehört er der Freiwilligen Gotischen Feuerwehr an, die ihn in Anbetracht seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannte. Auch der Gesangverein „Heiterkeit" zählt ihn seit langer Zeit, seit 1882, zu seinem Mitglied und ernannte ihn ebenfalls zum Ehrenmitglied. Im Jahre 1895 wählte der Gesangverein „Heiterkeit" das Lokal seines Mitglieds zum Vereinslokal und behielt es bis auf den heutigen Tag inne. In den Räumen des Jubilars ist ein großer Kreis treuer Freundschaften geschlossen worden. Nicht nur die hiesigen Sänger, sondern auch Sangesfreunde von außerhalb geben sich bei ihrer Anwesenheit in Gießen gerne ein Stelldichein im „Schipkapaß". Der Männergesang- d er ein Friedrichsthal (Saarland), der zur Zeit der Saarabstimmung einmal in Gießen gastierte, verehrte dem Sängerkameraden Arnold, der noch bis vor kurzem als aktiver Sänger in der „Heiterkeit" mitwirkte, eine Bergmannslampe, die alljährlich am Neujahrstag entzündet wird. Leider hat Herr Arnold vor kurzer Zeit seine treue Lebensgefährtin nach 53jähriger Ehe verloren. Der beliebte Wirt gehört feit über 50 Jahren zum treuen Leserkreis des Gießener Anzeigers. ilnferer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Richard Bornemann und Frau Neuen Bäue 22 __8551 D Unseren werten Gästen, Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Ernst Becker Gastwirtschaft a.Oswaldsgarten M464D Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten em glückliches neues Jahr! Paul Bender und Familie Bäckerei, Schubertstraße ____________________________________8491 D Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Heinrich Dippel „Burghof" 8508 » Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche! Theodor Dörfner Malergeschäft, Marb. Str. 36 8574 D Meinen werten Gästen, Freunden u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! Äeinr. Georg, „Zur Linde" Frankfurter Straße 175 8492 D Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! Theodor Erb u. Familie Tapeziergeschäft Sonnenstraße 12 8497 D Allen Geschäftsfreunden u. Bekannten die besten Wünsche zum Jahreswechsel! Familie W. Feuerbach Gießen, Marburger Straße 30 ____________________________________8471 D Ein glückliches neues Jahr wünsche ich meinen werten Kunden Ludwig Haas Blockstraße 7 Ausstattungsgeschäft für Qar- dinen, Betten, Bettwäsche usw. 8598 A Unseren werten Kunden, Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Willy Loelters und Frau Bäckerei, Konditorei und Cafe 8434 D Meiner werten Kundschaft sowie Freunde t und Bekannten herzliche Glückwünsche zum neuen Jahre! Karl Lerling und Frau Marktstraße 12 Spenglerei und Installation 8504 D Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! Cafe u. Konditorei Haas Neuenweg 2 ________________________________84c7 D Meinen werten Kunden, Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Schuhhaus Haas Marktplatz Nr. 7 8495 D Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Wilh. Äappel und Familie Fahrradhandlung, Asterweg 3 _______________________________855 JD Unseren werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Leopold Herr und Fran Restaurant „Zum Krokodil" 8594 D Meiner werten Kundschaft ein glückliches neues Jahr! Dipl.-Jng. A. Kuntzemüller K.-G. Rundfunk- und Elektrohaus Neustadt 45 8501 D Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Fritz Medebach u. Familie Marburger Straße 22 8507 p Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! allen unseren werten Gästen, Kunden, Freunden u. Bekannten Carl Heckmann und Frau Metzgerei und Gastwirtschaft Kaiserallee 32 '______________'_____________, 8500 D Unserer werten Kundschaft sowie allen Freunden und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! Georg Kronenberg Bäckermeister, und Frau Gießen, Löwengaffe 23 __8496D Ein glückliches neues Jahr Wünscht Heinrich Lich jun. Installation 8472 D Prosit Neujahr! Emil Lutter uni) Frau „Zum Augustiner" 05929 Meinen werten Kunden Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Maier elektr. Mietwaschküche Walltorstraße 4 8506 D Unserer werten Kundschaft sowie allen Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahre! Gießener Privatfahrschule Heinrich Appel Motorfahrzeuge — Reparatur Willi Appel 8498 D Unserer werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannten beste Neujahrswünsche! Heinrich Balser u. Frau Elektroinstallateur 8466 D Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Fahrradhaus Aßmaun Neustadt 20 ,8503 D Unserer werten Kundschaft zum Jahreswechsel 8592 d die besten Glückwünsche! Beleuchtungshaus Wilhelm Aßmann Gießen, Ludwigstraße Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! L. Best, Bleichstraße 11 8549D SS Ein glückliches neues Jahr, mit herzlichem Dank für das unserem Lause entgegengebrachte Vertrauen, wünschen wir allen unseren Kunden und Freunden Möbelhaus Gießen, Marktstraße 29—30 8444A Meiner werten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Heinrich Luch und Frau Gesundheitstechnische Anlagen Krofdorser Straße 24 8539 D Unseren werten Kunden, Freunden, Verwandten u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! Jakob Schupp u. Familie Fahrradhandlung Kaplansgaffe 18 Steinstr. 38 4?3D Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Meiner werten Kundschaft, Verwandten, Freunden u. Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! Friedr. Nau, Schlossermstr. und Familie 84^5 D Wilh.Nebhuch u.Familie Seilerei, Rodheimer Str. 56/58 8537 d 7626 A Bringen Sie uns auch weiterhin IhrVertrauen entgegen. Das ist derschönste Lohn f.uqsere Mühe um alle Ihre Kundenwünsche Schön und gesund das neue Jahr 1937 Viel Glück soll es Ihnen bringen und alles Gute. Und auch Im neuen Jahr führt Ihr Weg zum vorteilhaften Einkauf, durch niedere Preise, sorgfältige Beratung, gute Auswahl Ins bekannte Fachgeschäft Das große Spezial- Haus für Herren- und Knaben-Kleidung KOHLER Gießen / Seltersweg _____________________8440 A Die besten Wünsche zum neuen Jahr! Gastwirt Fritz Euler und Frau Lammstraße 16 8536D Unserer werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannten wünschen wir ein gMckliches neues Jahr! Neils & Kraft 8470 D Hotel „Hindenburg" wünscht Freund und Gästen für 1937 das allerbeste! B. Otto-Walster 8552 D Meiner verehrten Kundschaft, Verwandten und Bekannten in Stadt und Land wünsche ich ein gMckliches neues Jahr! Eugen Pletsch Kraftfahrzeug-Reparatur 05938 Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! Otto Nahnefeld u. Frau Caft Leib 8505 D Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Karl Velke Auto-Neparatur,Frankf.StrL9 8494D Ein glückliches neues Jahr verbunden mit herzlichem Dank für das meinem Geschäft im vergangenen Jahr entgegengebrachte Vertrauen, wünsche ich allen meinen Kunden Joseph Albersmann Auto-u. Motorrad-Reparatur Spezialität: Zylinder-Schleiferei Großgarage und Tankstelle Frankfurter Str. 31, Tel. 2131 8433 D All meinen Kunden wünsche ich ein glückliches neues Jahr! Gleichzeitig danke ich herzlich für das mir im abgelaufenen Jahre entgegen- gebrachte Vertrauen und bitte, es mir auch ferner bewahren zu wollen. Georg Eidmann Bahnhofftraße 24, Telephon 2872 Zentralheizungen, Jnstallationsgeschäft 8563 D Ein glückliches neues Jahr! Familie Karl Haas II. Unserer verehrten Kundschaft die besten Glückwünsche zum neuen Jahr! Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei, R. Lange in Gießen 8389 D Ein glückliches neues Jahr! Großwäscherei Edelweiß Friedrich Wörner »d Ein glückliches neues Jahr Herren - Bekleidungshaus Marktplatz Gießen 8443 A mit herzlichem Dank für das unserem Hause entgegen gebrachte Vertrauen im Unserer werten Kundschaft ein recht glückliches neues Jahr! Gießen — Seltersweg 27 8442 A Ein glückliches, gesegnetes neues Jahr wünscht allen &nstncliL 8616 A * ip^ Winterhilfswerk des Deutschen Volkes Anseren werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Albert Euler und Familie Bäckerei und Konditorei Am Ludwigsplatz Empfehle gleichzeitig meine Pfannkuchen und Kräppel in bekannter Qualität 8499 d MenLesern.Mitarbeitem und Freunden des Gießener «Anzeigers wünschen wir ein gesegnetes neues Jahr! Schristleitung und Verlag des Gießener Anzeigers 8390 0 Die besten Wünsche zum neuen Jahre! Schuh-Instandsetzung „Hansa“ A. v. S O 0 SIE N 6. m. b. H. Das Geschäft der guten Schuhreparatur MARKTPLATZ Nr.2 8582 A Bäckerei, Konditorei und Caft / Bleichstr. 21 Empfehle gleichzeitig zu Silvester und Neujahr Berliner Pfannkuchen, Kräppel sowie alle Konditoreiwaren in bester Ausführung 8562 d Ein recht glückliches Neues Jahr voll Arbeit und Erfolg wünscht Ihnen Gießen, Marktstr.27 Bekleidung und Ausstattung 8477 A Wenn die Neujahrsglocken klingen, Soll’n sie meine Wünsche bringen Und ich rufe: Prosit Neujahr! Jedem Kunden, der mir treu war; Kauft bei mir nur weiter fleißig Auch im Jahre 37 Giessen Zum Jahreswechsel entbieten wir allen Mitgliedern herzliche Glückwünsche Vorstand und Aufsichtsrat der Verbrauchergenossenschaft Gießen e.G.m.b.L. ------------------------------ MSv _ Unserer werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! Karl Lapp und Familie Dachdeckergeschäft und Bauklempnerei — Diezstraße Nr. 7 -- Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! Herren-u. Knabenkleidung. Marktstrabe 4-Ü 8445 A glückliches neues Jahr! 8547 V Karl Faber, Gießen Fahrschule 8475 A gotez£c herzliche Neujahrswünsche! 8273 D Gießen die besten Wünsche zum neuen Jahr! die besten Neujahrswünsche! Wir wünschen Allen unseren verehrten Kunden wünschen wir ein erfolgreiches neues Jahr ein glückliches neues Jahr JLKaessIMw Kreuzplatz 15 Dießen 8346 A 8348 A HAUS DER GUTENj UALITÄTEN Meinen werten Kunden, Freunden und Bekannten Meinen verehrten Gästen, Kunden, Freunden und Bekannten Meiner werten Kundschaft von Gießen und Umgegend Meiner werten Kundschaft und Gönnern in Stadt und Land und verbinden damit den Dank für das uns 1936 entgegengebrachte Vertrauen und die Bitte, dasselbe auch auf 1937 zu übertragen die besten Wünsche zum Jahreswechsel! Zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche! Unserer werten Kundschaft, Freunden und Gönnern ein gesegnetes neues Jahr! Herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr! Meiner werten Kundschaft sowie Freunden und Bekannten die besten Wünsche zum neuen Jahr! Sonnenstraße 31 8469D Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Karl Zeller, Kunst- und Bau- schlosserei, Frankfurter Str. 59 8493 D Unserer werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel! Friedrich Stein u. Familie Brot-u.Feinbäckerei,Kl.°Linden 81 76 v Gottfried Schneider Metzgerei u. Wirtschaft „Zum Deutschen Eck", Bahnhofstr. 34 8538 D viel Glück und Segen im neuen Jahr! Familie Johann Steinbach Fahrrad- u. Nähmaschinenhdlg. 8564D Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Jak. Günderoth und Frau „Z.Ludwtgsburg"Leuchelheim ________________________________8275 D Ein glückliches neues Jahr wünschen ihren Kunden, Freunden ».Bekannten Volkmann & Kreiling Buchdruckerei, Leuchelheim 8274D Bäckerei W. Schomber, Walltorstraße 8548 D Familie Kunz, Metzgerei, Bleichstr. 29 8435 D Unserer werten Kundschaft die herzl. Glückwünsche zum neuen Jahre! Wilhelm Döpp und Familie Mineralwafferfabrik, A.-Buseck _______________________________8392 D Ein glückliches neues Jahr wünscht allen Bekannten Josef Gentner, Leuchelheim Gastwirtschaft z.Wilhelmshöhe 8277 V Meiner werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Eduard Bieker Maßschneiderei, Klein-Linden _______________________________8178 D Kraftfahrzeug-Neparatur-Werkstatt _______________________________________6463D Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein Unseren werten Gästen, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Friedrich Dörr ,3um Adler", Lausen _______________________________8238D Unserer werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannten Lans Oppermann und Frau Alten-Buseck Gastwirtschaftu.Schuhmacherei 8393 v Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie August Menges Schuhwaren, Leuchelheim «278 D Unseren werten Gästen, Verwandten und Bekannten die besten Glückwünsche zum neuen Jahre! Karl Becker und Familie „Zum kühl.Grund", Garbenteich 8234 V Unseren Freunden und Gästen ein glückliches neues Jahr! Familie Leinrich Fink „Zur Jahneiche", Lausen 8237 D Wilhelm Rinn VIII. Leuchelheim-Abendstern Spezial-Betonwaren, überall hoch anerkannt 05905 Daniel Ludwig Christ, Kunstmühle Leuchelheim Meiner werten Kundschaft ein gesegnetes neues Jahr! Paul Schmidt Lebensmittel, Leuchelheim 8279 V Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel Meiner werten Kundschaft und meinen Gästen sowie allen Freunden, Verwandten u. Bekannten die besten Glückwünsche -um neuen Jahr! PH. Weber XI., Fellingshausen Gastwirtschaft und Metzgerei ________________________________8610D Ein glückliches neues Jahr wünscht Selene Zöller Klein-Linden, Turnerheim 8177 D Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ernst Seim, Nähmaschinenfachgeschäst Unseren werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Leinrich Sommerlad und Familie Ofensetzer und Kachelofengeschäft Mühlstraße 28 Meiner werten Kundschaft Prosit Neujahr! Fritz Lahnemann Weine und Spirituosen — Plockstraße 12 8544 v Unserer werten Kundschaft, Gästen, Freunden u. Bekannten wünschen wir ein glückliches neues Jahr! Familie Leinr.Lotz, Garbenteich Metzgerei und Wirtschaft . 8235 V Allen Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Fahrschule W. Müller Gießen, Friedrichstraße 1 Ecke Wetzlarer Weg 83 98 D Herzliche Glückwünsche zum Jahreswechsel entbieten Gloria-Palast Lichtspielhaus A. Lenrich Brückner & Mund Lerren- und Knabenkleidung Berufskleidung Gießen, Seltersweg 31 8581 A Slüdz, Erfolg und Wo hier heften allerseits sind unsere aufrichtigen Wünsche für das Neue Jahr Willy Letsch Audi-, Lorch-, Wanderer-Wagen 8601 D Borrmanns Ihr Fachgeschäft für Eisenwaren, Haus- und Küchengeräte Gießen ♦ Neustadt 5 « Ruf 4165 Prosit Neujahr! Meiner werten Kundschaft, Freunden und Bekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! Familie Jean Weisel Mineralwasser-Großhandlung Sonnenstraße 6 8593D Meinen Gästen und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Kaffee-Nestaurant Nheingold Frau E. Wenz Ludwigstraße 6 8565 d Unseren werten Kunden, Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Paul Wenz und Familie Bäckerei, Konditorei und Cafö Licher Sttaße 29 8502 D 3m Heuen Ja Are wird es unsere vornehmste Aufgabe sein, durch Preiswürdigkeit, sorgfältige und reichhaltige Auswahl sowie zuvorkommendste Bedienung allen Wünschen gerecht zu werden 3m Alten Jahre danken wir unserer geschätzten Kundschaft für das bisher entgegengebrachte Vertrauen und Ludwig Weber und Frau Krofdorfer Sttaße 30 8602 D | Lerzlichen Glückwunsch zum Jahreswechsel allen Kunden, Freunden und Bekannten Auto-Bedarf Meinem Spezialhaus für Auto-Ersatzteile Frankfurter Sttaße 36 8432 V Unserer verehrten Kundschaft ein glückliches neues Jahr! Familie Lch. Weber IV. Cafe, Brot- und Feinbäckerei Leuchelheim 8276 V Meiner werten Kundschaft, Ver- wandten, Freunden u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! Leinrich Adolph und Frau Kolonialwaren, Tabak, Zigarren und Zigaretten Klein-Linden 8180 V und nehmen gleichzeitig Veranlassung, für das uns entgegengebrachte Vertrauen zu danken HORN UND SOHN Die -Kaufleute GK M31A. Allen Hausfrauen ein frohes und gesegnetes neues Jahr! Giefeener ■=Xui Brauhaus Das Produkt langjähriger Erfahrung 7060 D *>,y Mit csso-Kleidung ins neue Jahr! Ein glückliches Jahr 1937 allen Trägern und Freunden der guten Lsso-Kleidung KLEIDUNG 8347 A Ein glückliches neues Jahr wünscht Wilhelm Fourier Lebensmittel, Klein-Linden 8182 V Meiner werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Anton Mohr Kl.-Linden, Maß- u. Reparatur- Werkstatt, Schuhlager 8179 Unserer werten Kundschaft ein glückliches neues Jahr! P. Rudolf Schneider Brot- und Feinbäckerei Klein-Linden 8181 v Die besten Glückwünsche zum neuen Lahre! Friedrich Weller u. Familie Gastwirtschaft „Zum Seidenen Strümpfchen", Klein-Linden 8183 D Ein glückliches neues Jahr wünscht Fritz Weller Schuhgeschäft, Klein-Linden Lützellindener Sttaße 12 8184 D Unserer werten Kundschaft ein glückliches neues Jahr! Heinr. Beppler, Lang-Göns Manufatturwaren und Bekleidung 8$41 D Unserer werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ludw. Steinmüller u. Fam. Brot-u.Feinbäckerei,Lang-Göns 8186 D Unserer werten Kundschaft, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Lugo Weitzel u. Familie Brot°u.Feinbäckerei,Lang°Göns 81 8t d Unseren werten Kunden, Gästen, Verwandten und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Hermann Stein und Familie Gastwirtschaft u. Metzgerei, Lich 1233 D Zum Jahreswechsel die besten Wünsche Wilhelm Haupt Restaurant Klostermühle Kloster Arnsburg ____________________________8540 D Allen Freunden u. Bekannten herzlichen Glückwunsch zum neuen Zahr! Familie Heinrich Bremer Lebensmittel- und Gemischtwaren, Lollar 8462 V Ein glückliches neues Jahr wünscht Ernst Rinn und Frau Gastwirtschaft, Launsbach 8396D Allen Geschäftsfreunden und Bekannten in Stadt u. Land ein glückliches neues Jahr! Familien Christ und Friedrich Holzmühls bei Lollar 8609 D Unserer verehrten Kundschaft, Freunden und Bekannten ein herzliches Prosit Neujahr! Fritz Dampf und Familie Lollar 8314 D Zum Jahreswechsel die besten Glückwünsche! Fritz Lettche und Familie Möbelgeschäft und Schreinerei, Lollar 8304 V Ihren werten Gästen u. Gönnern die besten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Heinrich Hettche u. Familie Gastwirtschaft „Zum Schwan" Lollar, Neujahr 1937 8312D Herzlicher Glückwunsch zum neuen Jahre! Heinrich Heyer und Familie Textilwaren, Lollar 311 v Ihren werten Gästen und Gönnern ein recht fröhliches neues Jahr! Familie Hofmann Lollar Gasthaus „Zur Linde" u.Tabakwaren-Großhandlg. 8309 V Herzlichen Glückwunsch zum neuen Jahr! KarlA.Mülleru. Familie Lollar 8306 V Unserer Kundschaft u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! K.F. Gundrum — Reiskirchen Gasthaus „Zum Hirsch" 8266 v Meiner geschätzten Kundschaft die besten Wünsche zum Neuen Jahre Gießen, Marttstraße 17 ___________8579 D i^-SruRM Unseren werten Kunden, Gästen, Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ludw. Hofmann VI. u. Familie Gastwirtschaft „Zum Löwen" und Metzgerei, Lollar 8313 v Zmn Jahreswechsel die herzl. Glückwünsche! Familie Beruh. Nürnberger Metzgerei, Lollar 8315 V Herzliche Glückwünsche zum neuen Jahr! Karl Römer u. Fam., Lollar Radio, Fahrräder, Nähmasch. 8307 V Unseren werten Kunden, Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Carl Seipp u. Familie, Sattler- und Polstergeschäft, Lollar 8310 V Unseren werten Kunden, Gästen, Freunden und Bekannten ein frohes neues Jahr! Familie Ludwig Geißler Gastwirtschaft, Staufenberg 8394 V Ein glückliches neues Jahr wünscht Ludwig Hahn II. u. Familie Gastwirtschaft „Zum Einhorn" und Metzgerei, Steinbach 8236D Ein glückliches neues Jahr wünscht Georg Häuser und Familie Steinberg, Gasthaus „Zur Krone" 822/ v Ein glückliches neues Jahr wünscht Fam. K. HäuserX., Steinbg. Metzgerei und Gastwirtschaft „Zur Wilhelmshöhe" 8226 V Pilsner man. tunkt es mit Verliebe Für die Festtage empfehlen wir unser la Bockbier BRAUEREI JHRING - MELCHIOR, LICH 8371 D Herzlichen Glückwunsch zum neuen Zahr! Konrad Moos u. Familie Metzgerei u. Gastwirtschaft Lollar 8305 D Unseren werten Kunden, Gästen, Verwandten und Bekannten die herzl. Glückwünsche zum neuen Jahr! Familie Earl Volkmann Lollar Metzgerei und Gastwirtschaft 8308 D Meiner werten Kundschaft und allen Bekannten die besten Wünsche zum Jahreswechsel! Schuhmacherei Otto Junker Rödgen, Gießener Sttaße 6 05895 Unserer werten Kundschaft, Gästen, Freunden und Bekannten die herzl. Glückwünsche zum neuen Jahr! Familie I. Bechtold Metzgerei und Wirtschaft Rodheim a. d. Bieber 8395 V Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten wünschen wir ein glückliches neues Jahr! Ludwig Säufer und Frau Bäckerei, Steinberg 8221 D Meiner werten Kundschaft, allen Freunden u. Bekannten ein gesegnetes neues Jahr! Alwin Lecke Schneidermeister, Steinberg 8223 V Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Pfaff & Lecke Polster- und Tapeziergeschäst Steinberg/Gießen 8222 V Herzliche Glückwünsche zum neuen Fahre! Fam. Rudolf Süßmuth Bäckerei, Steinberg 822 , D Ein glückliches neues Jahr wünscht Fam. Gg.Bußll., Metzgerei Watzenborn 8230D Gästen, Freunden u. Bekannten ein glückliches neues Zahr! Christine Faber und Familie Karl Philipp XI. „3. goldn. Stern", Watzenborn 8231 v 8460 A -^d&Sobn Bet»””* »i>‘ ■r alte*' 1 | die M ä Ansern werten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Wirtschaft „Zur Ludwigshöh" Wilh. Pfaff, Watzenborn 8228D Ein glückliches neues Jahr wünscht Ernst Sommer und Familie Bäckerei und Wirtschaft, Watzenborn 8229 D Unserer werten Kundschaft, Gästen, Freunden u. Bekannten wünschen wir ein gesegnetes neues Jahr! Gg. Sommer VI. u. Familie Metzgerei und Gastwirtschaft „Zum Löwen", Watzenborn 8220 D Kundschaft und Bekannten ein frohes neues Jahr! Heinrich Sommer, Watzenborn Maß- und Schuhgeschäft 8232 V Unseren werten Kunden, Verwandten, Freunden u.Bekannten ein glückliches neues Jahr! Otto Häuser I. und Familie Watzenborn-Steinberg Wein- und Bierhandlung, Mineralwasser, Limonade 8224 D Unseren verehrten Gästen, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Wilhelm Dorfeld u. Karl Schwalb, Wieseck Am Neujahrstag ab 4 Uhr: Tanz! 8271 D Unserer verehrten Kundschaft, Gästen, Verwandten und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum Jahreswechsel! Otto Haas und Familie Metzgerei u. Wirtschaft, Wieseck Alicesttaße 826 D Zum neuen Zahr wünscht allen Freunden, Bekannten u. Gästen ein fröhliches neues Jahr! Familie Otto Hofmann Wirtschaft, Wieseck 8564 V Unserer werten Kundschaft ein gesegnetes neues Jahr! Ludwig Ostwald u. Familie Molkereiprodukte, Feinkost, Wieseck 8461 v Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! Familie Karl Lein Brot- u. Feinbäckerei, Wieseck 8269D Unserer werten Kundschaft, allen Freunden und Bekannten die herzlichsten Glück- und Segenswünsche zum neuen Zahre! Valth. Leyerer u. Familie Sattler- und Polstergeschäft, Wieseck, Kirchsttaße 6 8270d Unseren werten Kunden, Verwandten, Freunden u. Bekannten ein glückliches neues Jahr! Otto Rohrbach und Familie Elektrofachgeschäft / Wieseck 82/2v Allen Gästen Freunden und Bekannten ein fröhliches neues Jahr! Adolf Schepers und Frau Gasthau zum kühlen Grund Wieseck 8535D Meinen werten Kunden, Freunden und Bekannten ein glückliches neues Jahr! Ernst Schöffmann Dachdeckergeschäft, Wieseck 8391 d Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Jahr! Familie Gustav Weller Brot- u. Feinbäckerei, Wieseck 8267 D Herzlichen Glückwunsch zum Jahreswechsel! Ludw. Weller IV. Gastwirtschaft, Metzgerei und Viehhandlung, Wieseck 8545 D Unserer werten Kundschaft, Verwandten, Freunden u.Bekannten ein glückliches neues Jahr! Familie Daniel Seibel Bäckerei, Wißmar 8397D Unserer werten Kundschaft, Freunden und Bekannten die herzlichsten Glückwünsche zum neuen Zahre! Hermann Ullrich u. Familie Brot- u. Feinbäckerei, Wißmar 8398 D Gießen wünscht allen ein glückliches, gesegnetes neues Jahr! ,____________________________8441 A ttr.705 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Donnerstag, Zl. Dezember (936 Aufschwung in Gießen im Jahre 1936 Gute Entwicklung der Finanzen und der Wirtschaft. - Hege« Schaffen auf allen Gebieten. - Wieder 116er, dazu noch Artilleristen. Wieder geht ein Jahr der angestrengten Arbeit, aber auch voll schöner Erfolge zu Ende. Es brachte — und konnte das natürlich auch nicht — keineswegs die Erfüllung aller Wünsche und Hoffnungen, jedoch ließ es uns die Freude erleben, wiederum ein erhebliches Stück vorwärts und aufwärts zu marschieren und dabei nicht nur materielle Erfolge zu erringen, sondern auch den ideellen Gehalt unseres Lebens zu bereichern. Das war, im großen gesehen, im Reiche so, und es trat erfreulicherweise auch in unserer Stadt Gießen in gleicher Art in Erscheinung. Wir sind uns darüber klar gnd einig, daß dieser Gemeinschaftsgewinn aus dem ablaufenden Jahre 1936 nicht etwa unserer Arbeit allein im Raume der engeren Heimat zuzuschreiben ist, sondern daß er einen Teil der erfreulichen Wiedergesundung und Wiedererstarkung Deutschlands darstellt, die allein der Führer mit seinem Aufbauwerk herbeigeführt hat. In seinem Geiste und nach seinem Willen war auch unser Wirken im kleinen Kreise der engeren Stadt- und Landschaftsheimat ausgerichtet, und daß wir dabei wiederum gut beraten, gut geführt waren und dadurch einen positiven Jahresabschluß erzielen konnten, verpflichtet uns alle nicht nur zu erneuter Anhaltsein den an- Arbeits- für die sind arbeitsfähige Männer und Frauen, die aus verschiedenerlei Gründen bisher noch keinen Arbeitsplatz finden konnten, von rund 250 zu Beginn dieses Jahres auf 120 beim jetzigen Jahresschluß zurückgegangen. Interessant ist bei dieser Gelegenheit ein Vergleich der Zahlen der Wohlfahrtserwerbslosen in den fünf größten hessischen Städten nach dem gegenwärtigen Stand: es werden zur Zeit an Wohlfahrtserwerbslosen betreut: in Offenbach a. M. 3095, Darmstadt 1275, Mainz 1059, Worms 485, Gießen 120. Ferner war das städtische Wohlfahrtsamt in der Lage, aus seinen etatsmäßigen Mitteln fortlaufend Aufwendungen zur Förderung des Kampfes gegen die Arbeitslosigkeit machen zu können. lehren des gegenwärtig laufenden Rechnungsjahres 1936 (nämlich vom 1. April bis 30. September 1936) zeigt folgendes Bild: Einkommen- und Körperschaftssteuer Umsatzsteuer Grunderwerbsteuer (Reichsüberweisung) Grund- und Gebäudesteuer Gewerbsteuern Filialsteuer Sondergebäudesteuer Bürgersteuer Grunderwerbsteuer (Gemeindezuschlag) Wertzuwachssteuer Gemeindebiersteuer Gemeindegetränkesteuer Vergnügungssteuer Hundesteuer Insbesondere ist an dieser Aufstellung das sehr gute Anwachsen der städtischen Steuereinnahmen aus der Einkommen- und Körperschaftssteuer sowie aus der Umsatzsteuer hervorzuheben, die in dem halben Jahre 1936 einen Ertrag gebracht haben, der jetzt schon eine ganz ansehnliche Ueber- höhung des Ertrages des Vorjahres erwarten läßt. Diese Steigerung offenbart auf der einen Seite die erhebliche Zunahme der Wiedereingliederung von Arbeitskräften in die Betriebe, zum anderen ein erfreuliches Anwachsen der Kaufkraft der Bevölkerung; beide Steuersummen stellen insofern also auch einen bemerkenswerten Beitrag dauernd erfolgreichen Kampf gegen losigkeit dar. Rach dieser Richtung hin ist ferner punkt bemerkenswert, den man bei der Tätigkeit des städtischen Wohlfahrtsamtes erkennen kann. Bei dieser städtischen Dienststelle ist die Zahl der betreuten Wohlfahrtserwerbslosen, das RM RM. 494 225 354 861 64 264 64 133 25 626 13 092 378 301 186 770 311 737 138 698 21 324 23 854 443 774 199 470 309 860 155 853 15 709 6 357 1140 1999 127 697 71134 23 252 10 870 26 658 15 794 20169 8 395 Der Turm- und Erweiterungsbau der Katholischen Kirche wurde in diesem Jahre vollendet. Dankbarkeit an den Führer, sondern ebenso zu weiterer rückhaltloser Einsatzbereitschaft für sein Werk, das auf unser aller Wohlergehen gerichtet ist. * Ein bedeutsamer Gradmesser für die Gesundheit und Stärke eines Gemeinwesens und seiner Glieder ist der Stand der Steuereinnahmen. Rach dieser Richtung hin haben wir in Gießen allen Grund, die Entwicklung mit Zufriedenheit zu betrachten, denn sie zeigt uns klar und eindringlich, daß die allgemeine Wiederbelebung des Wirtschaftslebens und damit die Steigerung der wirtschaftlichen Stärke der einzelnen Volksgenossen in unserer Stadt zur erfreulichen Auswirkung kommt. Eine Gegenüberstellung der Steuereinnahmen der Stadt Gießen für das ganze Rechnungsjahr 1935 (vom 1. April 1935 bis 31. März 1936) mit dem Steueraufkommen der Stadt in den zwei ersten Viertel- Einen erfreulichen Aufschwung in unserer Gießener öffentlichen Wirtschaft kann man auch aus einigen zahlenmäßigen Angaben des Elektrizitätswerkes und der Straßenbahn feststellen. Dabei steht bei dem letztgenannten städtischen Betrieb die rege Benutzung durch unsere Soldaten im Vordergrund, denn man kann täglich beobachten, daß unsere Infanteristen und Artilleristen gute Kunden der Straßenbahn sind. Städtische Elektrizitätswerke: Kalenderjahr Stromabgabe 1935 11 622 000 kWh 1936 12 611000 „ Städtische Straßenbahn:. Kalenderjahr Beförderte Personen Wagenkilometer 1935 1 900 000 651 000 1936 2 001 000 641 000 Wenn nun in allernächster Zeit der st ä d t i s ch e Omnibusbetrieb als Pendellinie von der Straßenbahn-Haltestelle an der „Stadt Lich" nach dem Ostmarkenviertel und der Waldkaserne hinzu- HW AM II W | ,, V Wiedererstehung des Infanterie-Regiments 116; ein hoher Offizier des alten J.-R. 116, General a. D. M o h r, begrüßt das neue Regiment auf dem Kasernenhof. * w • — K --------»»„m Das Pharmakologische Institut erhielt einen neuen Hörsaal. (Aufnahmen: Pfaff, Gießen |2j; Neuner, Gießener Anzeiger [5].) kommt, dürfte im kommenden Jahr die Straßenbahn eine weiter ansehnliche Frequenzsteigerung erfahren. * Von großer Bedeutung für das gesamte Wirtschaftsleben ist weiterhin die Tätigkeit der Bau- wirtschaft. Auf diesem Gebiete hat das Jahr 1936 gleichfalls einen guten Erfolg gebracht. Von der privaten Bautätigkeit wurden im Wohnungsbau in dem scheidenden Jahre 60 Einfamilienhäuser mit insgesamt 94 Wohnungen, ferner 52 Mietshäuser mit zusammen 242 Wohnungen geschaffen. Aus dem' städtischen Wohnungsbau gingen 7 Wohngebäude mit 31 Wohnungen hervor. Insgesamt können wir also am Jahresende einen Zuwachs von 119 W o h n - gebäuden mit 367 Wohnungen verzeichnen. Dabei sei hervorgehoben, daß es sich bei den vorerwähnten Angaben nur um wirklich fertiggestellte Häuser handelt, die noch im Bau befindlichen Wohnhausbauten, darunter auch die 32 städtischen Wohnhäuser an dem Leimenkauterweg nicht mitgerechnet sind. AnöffentlichenGe- b ä u d e n für Verwal- tungs-, Wirtschafts- und sanitäre Zwecke wurden in diesem Jahre geschaffen: das neue Verwaltungsgebäude desSchlacht- hofes, die große Viehoersteigerungshalle beim Güterbahnhof und die schon seit langen Jahren immer wieder als dringendeNot- wendigkeit geforderte Errichtung eines Bedürfnis- Hauses mit einigen Nebenräumen am Oswalds- garten. Von diesen Bauten hat namentlich die große Viehversteigerungshalle am Güterbahnhof eine weit über unsere Stadtgrenzen hinausreichende wirtschaftliche Bedeutung, denn hier werden ja nunmehr nicht nur die Gießener Viehmärkte unter wesentlich günstigeren Bedingungen als bisher abgehalten, hier sollen vielmehr auch die Zuchtviehoersteigerungen der Landesbauernschaft Hessen- Nassau und andere einschlägige Märkte ihren Platz haben. Zum Teil war diese Aufgabenerweiterung schon zu verzeichnen dadurch, daß vor einigen Wochen Rindvieh- und Ziegenoersteigerungen von Zuchtverbänden dort stattfanden. Auf dem Gebiete des städtischen Tiefbaues wurde im Jahre 1936 folgendes geleistet: Straßen-Neubauten 35 075 qm, fertiggestellte Straßendecken 32634 qm, Planierung des großen Platzes vor der Dolkshalle mit 27 000 qm. Kanal-Neubauten: für Ableitung von lvchmutzwasser 3608 laufende Meter, für Ableitung von Regenwasser 3283 laufende Meter. Im Hinblick auf die starke Nachfrage nach mittleren und kleineren Wohnungen wird der Zuwachs von Wohnraum aus dem Jahre 1936 allenthalben mit Genugtuung begrüßt werden. Es fei in diesem Zusammenhangs aber auch hervorgehoben, daß der Wohnungsbau in unserem Stadtgebiet mit dem vorliegenden Jahresergebnis durchaus nicht erschöpft ist. Es Jinb vielmehr in fast allen Stadtteilen weitere Wohnungsbauten im Gange, mit deren Nutzbarmachung im kommenden Frühjahr gerechnet werden kann. Aber auch diese Bauten werden ihre weiteren Nachfolger finden, zumal der Wohnungsbedarf in unserer Stadt noch eine ziemliche Spanne gegenüber dem Wohnungsoorrat aufweist. An anderen öffentlichen Bauten hat unserer Stadt das Jahr 1936 den Erweiterungsund Turmbau der katholischen Kirche an der Liebigstraße gebracht, dessen Fertigstellung neben der Befriedigung der kirchlichen Interessen unserer katholischen Volksgenossen auch eine erfreuliche Verschönerung des Straßenbildes zur Folge hatte. Im Bereiche der Universität ist vor allem die Erweiterung des Pharmakologischen Instituts durch den Hörsaalanbau her- oorzuheben, durch den auch die Bedeutung dieses wissenschaftlichen Instituts eine erfreuliche Steigerung erfahren hat. Verheißungsvoll — vom bauwirtschaftlichen und vom gesamtwirtschaftlichen Standpunkt aus mit Befriedigung zu verzeichnen — ist in den letzten Wochen dieses Jahres der Bau eines neuen Garnisonlazarettes in dem südlichen Stadtviertel in Angriff genommen worden. Es handelt sich dabei um ein sehr umfangreiches Grundstück, bei dem die jetzt sichtbaren Ausmaße des Fundaments bereits eine Möglichkeit der Gesamtvorschätzung des Umfang dieses Gebäudes ermöglichen; auch hierbei hat man es mit einem Wirtschaftsfaktor zu tun, der für das gesamte Gießener Wirtschaftsleben der Zukunft eine sehr hervorragende Rolle spielen wird. r iw' l MMR i ”, I Im Baugelände der „Gießener Ostmark" erstanden viele neue Wohngebäude. Auf einem großen Gelände zwischen Heilstätte Seltersberg und der Bergschenke entsteht das neue Garnisonlazarett. Die neue Zuchtviehoersteigerungshalle in Gießen, ein Zentrum ländlichen Wirtschaftslebens. Für den Gießener Schlachthof wurde ein neues Verwaltungsgebäude geschaffen. .' &<• ch 'sch ■, - ; Mit ganz besonderer Freude verzeichnen mir als Gewinn aus dem Jahre 1936 die Wieder- erstehung des Jnfanterie-Regimenrs 116. Mit dieser Truppenformation hat unsere Stadt ihr altes, nach dem Kriege schmerzlich vermißtes Regiment wiedererhalten. Die Gießener Bevölkerung ist dem Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht für die Wiedererrichtung des Regi- mente in unserer Stadt besonders dankbar, denn hier- bei handelt es sich ja nicht nur um rein wirtschaftliche | Erwägungen, die nun einmal mit jeder Garnison verbunden sind, sondern es kommt hier auch die Erfüllung einer langjährigen Sehnsucht der alten Soldaten, insbesondere der alten 116er in Betracht, die geeignet ist, langerprobte und in Krieg und Not bewährte Verbundenheit zwischen Bevölkerung und Soldaten aufs neue zu festigen und zu vertiefen. Daß wir neben unseren 116ern auch noch Artille- r i ft en in Stärke einer Abteilung zu unserer Garnison zählen dürfen, ist eine weitere Freude und Genugtuung unserer Stadt. Erfreulicherweise kann man denn auch überall die Wahrnehmung machen, daß zwischen unserer Gießener Wehrmacht und der gesamten Bevölkerung ein sehr herzliches Verhältnis besteht, zur Genugtuung beider Teile und zum Nutzen der Gesamtheit unserer Stadt. Die Wiedererstehung des alten Gießener Regiments und die Garnisonierung von Artillerie hat auch weithin in der Provinz Oberhessen herzlichen Widerhall gefunden. Es ist bekannt, daß vor dem Kriege viele Söhne unserer Provinz ihrer Militärpflicht beim Gießener Infanterie-Regiment genügten, andere junge Männer aus Oberhessen dienten dem Vaterland in hessischen Artillerie-Regimentern, wofür die große Zahl der alten 116er und hessischen Artilleristen in Gießen und in Oberhessen überzeugender Beweis ist. Nunmehr haben die Söhne unserer engeren Heimat wieder die Möglichkeit, bei den 116ern und bei einer Artillerie-Formation im Hessenlande, insbesondere in Oberhessen, ihrer Wehrpflicht Genüge leisten zu können. * Dieser Rückblick in ganz großer Linie auf die Hauptpunkte der Ereignisse und Entwicklungen im Jahr 1936 gibt uns allen Anlaß zur Genugtuung und Dankbarkeit. Insbesondere gilt dieser Dank unserem Führer Adolf Hitler und seiner Regierung, deren Wirken auch in unserer Gießener Stadtgemeinschaft als großer Segen empfunden und mit aller opferbereiten Liebe vergolten wird. B. Aus der Provinzialhauptstadt. Aerdunkelungsübung in Stadt und Kreis Gießen. 3m Anschluß an die gestrige Veröffentlichung weisen wir noch einmal darauf hin, daß am Man- tag, 13. Januar, in der Stadt und im ganzen Kreis Gießen eine große Derdunkelungsübung statt- findet. Volksgenossen, die sich bisher mit den Verdunke- lungsmahnahmrn nur sehr behelfsmäßig befaßten, oder die Verdunkelung ihrer Wohnung dadurch her- beiführten, daß sie einfach kein Licht brannten, seien cheute erneut darauf aufmerksam gemacht, daß die Hebung am 13. Januar sich über eine Dauer von mehr als vier Stunden erstrecken wird und gerade die Abendbrotzeit mit erfaßt. Es ist daher unumgänglich notwendig, rechtzeitig und von langer HaiÄ her für ausreichende Verdunke- lungsmaßnahmen Sorge zu tragen. Dazu gehört die Beschaffung von Verdunkelungs- material; insbesondere empfehlenswert ist dafür nach den bisherigen Erfahrungen schwarzes Material. Niemand schiebe diese Vorsorge bis zum letzten Tag, oder gar bis zur letzten Stunde auf! Jedermann handle schon unmittelbar nach Neujahr, damit er zur gegebenen Stunde in vollem Umfange gerüstet ist. Ä we deutsche Rrbcifofront n.S.=OcmcinfdLifi „firaft durch Freude" „Wir tanzen ins neue Jahr." Am Samstag, 2. Januar, abends 8.30 Uhr, findet im Cafs Leib ein Abend für jung und alt statt, der dem Tanz und geselligen Beisammensein gewidmet ist. Die Polizeistunde ist verlängert. Eintritt einschl. Tanz- gelb 50 Pfennig. Karten sind an der Abendkasse zu haben. Gießener Wochen Marktpreise. * Gießen, M. Dez. Auf dem heutigen Wochen- markt kosteten: D. f. Molkereibutter, % kg 1,57 Mk., f. Molkereibutter 1,52, Markenbutter 1,55 bis 1,60, Landbutter 1,42 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, ungezeichnete 10, holländische, Kl asst B 11, Wirsing, % kg 8 bis 10, Weißkraut 6 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 28 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Tomaten 60, Zwiebeln 8 bis 10, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln, kg 5 Pf., 5 kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,40 Mk., Aepfel, kg 15 bis 20 Pf., Tafeläpfel 25 bis 30, Birnen 10 bis 20, Nüsse 45 bis 60, Hähne 1 vis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 80 Pf. bis 1,10 Mk., Tauben, das Stück 50 Pf., Blumenkohl 30 bis 70, Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 8, Sellerie 10 bis 30, Rettich 5 bis 15 Pf. ** Sterbefälle in Gießen. Es starben in Gießen am 23. Dezember: Gertrud Altmann, 14 Stunden alt, Schillerstraße 19. — 24. Dez.: Karo- line Klees, geb. Rossel, 54 Jahre, Stephanstraße 3. — 26. Dez.: Margarete Emilie Müller, 80 Jahre, Friedensstraße 47. — 27. Dez.: Willi Albach, Packer, 17 Jahre, Kleine Mühlgasse 10; Philipp Pfaff, 68 Jahre, Neuenweg 29. — 28. Dez.: Ka- roline Storck, geb. Crombach, 76 Jahre, Kaiserallee 11. — 29. Dez.: Katharine Altmann, geb. Becker, 83 Jahre, Ebelstraße 30; Auguste Büttner, geb. Henrich, 56 Jahre, Landgraf-Philipp-Platz 12. — 30. Dez.: Frieda Brauer, geb. Zimmermann, 39 Jahre alt, Asterweg 12. — Auswärtige: 23. Dez.: Johannette Kraft, geb. Schmidt, Zigarrenarbeiterin, Krofdorf, 33 Jahre alt. — 24. Dez.: Emmi Weller, geb. Külbach, 22 Jahre, Wieseck; Elli Schmidt, 52 Jahre, Lich. 26. Dez.: Hermann Richard Hörstel, 13 Tage, Lollar; Karl Körbächer, Arbeiter, 42 Jahre, Allertshausen. — 27. Dez.: Wilhelm Wagner, Wagnermeister, 41 Jahre, Londorf. — 28. Dez.: Karl Oßwald, 48 Jahre, Wieseck. — 29. Dez.: Heinrich Zehner, Bergmann, 35 Jahre, Rodheim a. d. Bieber. ** Reichsverbilligungsscheine für Speisefette zugunsten der minderbemittelten Bevölkerung. Im heutigen Anzeigeteil ruft das Wohlfahrtsamt alle bei ihm zum Bezug von Fettverbilligungsfcheinen berechtigten Volksgenossen zur Abholung der Scheine für Januar, Februar und März 1937 auf. Auf diese Bekanntmachung und die darin für Bezugsberechtigte und Verkaufsstellen enthaltenen Hinweise werden alle Interessenten aufmerksam gemacht. ** Reichsbezugsscheine für Konsum- Margarine. Im heutigen Anzeigenteil befindet sich eine Bekanntmachung des Oberbürgermeisters (Wohlfahrtsamt) über die Zuteilung von Reichsbezugsscheinen für Konsummargarine (ohne Der- billigung) an solche in der Stadt Gießen wohnhafte Volksgenossen mit geringem Einkommen, die seither nicht bezugsberechtigt für die Reichsfettverbilligungsscheine waren. Auf diese Bestimmungen werden Bezugsberechtigte und Verkaufsstellen für Konsummargarine zur Beachtung hingewiesen. Auch alle Arbeitgeber werden gebeten, diese neue Maßnahme der Reichsregierung zur Fettversorgung der minderbemittelten Bevölkerung zur Kenntnis zu nehmen, da Bescheinigung des Einkommens und der gesetzlichen Abzüge für die Antragsteller erforderlich ist. ** Die Ergebnisse der Bodenschätzung bzw. deren Offenlegung betrifft eine Bekanntmachung des Finanzamtes Gießen im heutigen Anzeigenteil. Es fei besonders darauf aufmerksam gemacht. LPD. Die Reichspost unterstützt das Winterhilfswerk. Nach einer Verordnung des Reichspostministeriums wird bis Ende März 1937 für Postanweisungen und Zahlkarten über Beträge an das Winterhilfswerk von den Landzu- stellern keine besondere Annahmegebühr erhoben. Solche Postanweisungen und Zahlkarten müssen entweder an das Winterhilfswert oder seine Ver- tretungen, oder an die NSV. oder ihre Beauftragten gerichtet oder zur Gutschrift auf deren Postscheckkonto bestimmt sein. Auf den Abschnitten muß der Vermerk „Gaben für das Winterhilfswerk" ober „Winterhilfe stehen. Amtsgericht Gießen. Dem 44jährigen H. Kl., wohnhaft in Gießen, war von einem hiesigen Gastwirt das Betreten des Lokals verboten worden. Trotzdem erschien er kurz darauf wiederum in der Wirtschaft und kam der wiederholten Aufforderung des Wirtes zum Verlassen des Wirtsraumes nicht nach. Er setzte sich zur Wehr, drückte den Gastwirt gegen das Büfett und stieß Drohungen gegen diesen aus. Wegen Hausfriedensbruchs und Bedrohung wurde der erheblich vorbestrafte Angeklagte zu fünf Wochen ®efäng« n i s und zur Kostentragung verurteilt. o.ji.-tfpOTt Rosemeyer im Kamps um den Großen preis von Südafrika. M „Kraft durch Freude" ius ueue lahr. Das ersteVierteljahrs-programm des Gießener Sportamts „Kraft durch Freude* Sportes und des Reichsbundes für Leibesübungen gewonnen worden fein. Eine gesteigerte sportliche Tätigkeit bahnte sich bei Hitler-Jugend, B D M. und Jungvolk an, die ja für die Zukunft größeren Einfluß auf die sportliche Betätigung der Jugend nehmen werden. Bann- und BDM.-Sporttage gestatteten einen Ueberblick über die Arbeit, die im Dienste der kör- perlichen Ertüchtigung von den Formationen der Jugend geleistet wird. — Auch in den Schulen gewann der Sport breiteren Raum. Im Korbball-, im Fußball- und im Handballspiel wurde um den Sieg und um die Titel in Kreisen, Bezirken und Provinz gekämpft. , v Selbstverständlich standen auch die Studente» unserer Universität in sportlichen Wettbewerben unf kämpften mit in den Runden um die Hochschul, Meisterschaften im Fußball und Handball. Wenn bat Ergebnis auch nicht immer auf Sieg lauten konnte so tat das dem Eifer und der Hingabe keinen Ak» bruch. Es ist erfreulich, daß sich nicht nur die Vereins der Stadt eine intensive Pflege der Leibesübung an» gelegen sein lassen, sondern vielmehr auch auf dem Lande die Leibesübung mehr und mehr zur Selbst- Verständlichkeit wird. Es gibt kaum mehr ein Dorf, in dem nicht ein oder mehrere Vereine ihre Arbeit der Leibesertüchtigung widmen. Im Fuß- und int Handballspiel, wie auch in turnerischen Wettbewerben, ist den Mannschaften der Stadt eine wertvolle Konkurrenz erwachsen, die man nie mehr missen möchte. „ , Für das Jahr 1937 bestimmt wohl alle jene, bte der Leibesübung Helfer und Förderer sind und auch weiterhin sein wollen, der Gedanke, den Sport nn- mer noch mehr hineinzutragen in die noch dichten Reihen derer, die mit der gesunden Kraft in der Leibesübung noch kein festes Verhältnis verbindet. In der Zusammenfassung aller Kräfte und in der Auswirkung des Zusammenschlusses im deutschen Sport durch den Reichsbund für Leibesübungen liegen die großen Hoffnungen begründet, mit denen auch wir in unserem heimischen Sportkreis Gießen dem Jahre 1937 entgegensetzen. N. als Letzter starten; fast eine Stunde — genau 53:24 Minuten — vor ihm macht der Südafrikaner Mills mit einem 1,5 Liter Aston Martin den Anfang, dem man mit 117,4 km/st den geringsten Durchschnitt zuttaute. Ernst von Delius als Zweitschnellster soll 170,5 km/st schaffen und erhält 2:06 Minuten Vorgabe vor Rosemeyer. Es folgen der unter dem Pseudonym „Mario" startende letzte Sieger Massa- curatti (3,7 Liter Maserati) und der Schweizer Hans Rüesch (3,3 Liter Alfa Romeo) mit je 6:34 Minuten Vorgaben auf Rosemeyer oder 4:28 Minuten auf v. Delius. Earl Howe (Bugatti) wurde als Fünfter gesetzt mit 16:30 Minuten Vorgabe vor Dick Seaman, der erfolgreichen Kleinwaaensahrer der vergangenen Rennzeit, auf seinem 1,5 Liter Delage mit 17:54 Minuten Vorgabe. Die beiden Deutschen sind dabei allerdings schlecht weggekommen. Hinzu kommt noch, daß die Auto- Union auf den wenigen und kurzen Geraden ihre Höchstgeschwindigkeit nicht voll einsetzen kann. Die Teilnehmerliste ist mit 25 Gemeldeten in der noch jungen Geschichte dieses Großen Preises umfangreich und gut wie noch nie ausgefallen. Allein neun Fahrer kommen aus Europa. Eines der eigenartigsten Autorennen ist das um den Großen Preis von Südafrika, der am Neu- jahrstag bei der Küstenstadt East London ausgetra- aen wird. Eigenartig wegen seiner Austragsweise. Zugelassen sind Rennwagen aller Klassen, die jedoch zusammengewertet werden. Als Ausgleich für die verschiedenen Motorenstärken werden Vorgaben gegeben, die sich auch nach dem Können des Fahrers richten. Nun glückt es aber nicht immer die richtige Formel zu finden. Das Rennen führt auf einer 17,8 Kilometer langen Rundstrecke über 18 Runden = 320 Kilometer. Die längste der spärlich eingeflochtenen Geraden erstreckt sich nur etwa über 1,2 Kilometer. Zuerst wird der am wenigsten schnell eingeschätzte Wagen auf die Reise geschickt, dann der nächst schnellere und so fort, bis als letzter der Favorit abgeht. Sieger ist, wer zuerst durchs Ziel kommt. Mit der Meldung der Auto-Union-Wagen waren die Favoriten von vornherein gegeben. Tatsächlich diktierte man dem Europameister Bernd Rosemeyer die höchste Geschwindigkeit zu. 173,8 km/st werden von ihm verlangt, das beoeutet, daß Bernd das Rennen in 1:50:06 beenden müßte. Er wird also und in den Sommermonaten viel ausgeübt, die eigentliche Wettkampftätigkeit trat in den Hintergrund. Trotz aller Ungunst der Witterungsverhältnisse in unserem heimischen Vogelsberg, hat der Wintersport, insbesondere der Skisport einen großen Aufschwung genommen. Zweifellos haben sich hier die Ereignisse von Garmisch-Partenkirchen ausgewirkt, lieber die Arbeit im Skiklub Gießen haben wir in jüngster Zeit des öfteren ausführlich berichtet. Unter sehr ungünstigen Umständen wurde die Erinnerung an den Eislauf wachgehalten. Es ist sehr schade, daß die neuen schönen Anlagen an der Wolfstraße zu wenig ihren Zweck erfüllen können. Die neu angelegte Rollschuhbahn wurde von den Eisläusern als Ergänzung gerne in Anspruch genommen, als ein voller Ersatz für den Eislauf kann der Rollschuhsport aber doch nicht angesehen werden. Das Paddeln, der Ergänzungssport der Skiläufer im Sommer, litt zwar ebenfalls unter ungünstiger Witterung, manche kleinere und größere Wanderfahrt wurde aber doch unternommen. Der Rennsportbetrieb konnte aber durch den Ausfall einiger bewährter Sportpaddler kaum ausgeübt werden. v. . Die Mitglieder der W a n b e r o e r e i n e, die ja ebenfalls dem Reichsbund für Leibesübungen angeschlossen sind, haben auf mancher langen Wanderung die Kenntnis um die Schönheiten der Heimat erweitert. Einen Höhepunkt stellte die Feier des 50jährigen Bestehens der Ortsgruppe des Deutsch- Oesterreichischen Alpenoereins dar. Eine rege allgemein-sportliche Tätigkeit auf fast allen Gebieten der Leibesübung entfaltete das Sportamt der NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude", das in zahlreichen Kursen viele Volksgenossen erfaßte und ihnen die Leibesübung lieb und wert machte. So mancher Volksgenosse dürfte auf diesem Weg der Sache des macht ausdauernd, mutig und gewandt und ftärft innere und äußere Organe in ungewöhnlichem Maße. Neben dem Training steht der Kampf Mann gegen Mann. Handschuhe usw. werden zur Verfügung gestellt. Tisch-Tennis, ein Spiel für die langen Wintermonate. Schärft das Auge, erzieht die Nerven Aur Ruhe und Sicherheit. Hallen-Tennis — für Männer und Frauen gemeinsam. Der „weiße" Sport wird ebenfalls volkstümlich. Gegen geringen Beitrag haben die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront heute die Möglichkeit, Tennis spielen zu lernen oder im Spiel sich fortzubilden. Sportfechten — für Männer und Frauen mit den leichten Waffen, wird ebenfalls betrieben. Aus der Vielseitigkeit der Sportarten ist zu ersehen, daß der KdF.-Sport auch in Gießen marschiert, daß immer mehr Volksgenossen für die Leibesübungen sich bekennen und so die Segnungen der körperlichen Ertüchtigung am eigenen Leibe verspüren. Die neuen Sport-Programme sind auf der Dienststelle der NSG. „Kraft durch Freude", Gießen, Schanzenstraße 18, erhältlich. Auch fernmündlich wird gerne Auskunft über Beginn, Uebungftätte und Gebührensätze erteilt. Aus dem Reichsbundgau XII Hessen. Der Gaupressewart des Gaues XII, Hessen, im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen, Dr. ßeidjer (Kassel), hat zum stellvertretenden DRL.- Gaupressewart den DRL.-Kreispressewart H. Oßwald (Bad-Nauheim) ernannt, den Gaupressewart des früheren Turngaues Hessen und jetzigen Gaufach- amtspressewart des Fachamtes 1: Turnen. Zugendspiele der Spv. 1900. 1900 1. Igd. — Sporkv. 05 Dehlar 1. 3gb. 4:2. Dor dem Spiel der Liga gegen Hanau 93 standen sich die beiden ersten Jugendmannschaften Wetzlars und 1900 gegenüber. Beide Mannschaften muhten mit Ersatz antreten, was sich besonders bei den Blauweißen bemerkbar machte. Jedoch erfüllten beide Mannschaften die in sie gesetzten Hoffnungen. Die 1900er konnten dabei den Gegner zum erstenmal in diesem Jahre einwandfrei schlagen. Schon bei Halbzeit führte 1900 mit einem Tor und im Laufe der zweiten Halbzett gelang es, den Vorsprung sogar noch zu vergrößern. 1900 3. Igd. — Sporkv. 05 Wehlar 2. Igd. 0:3. Die dritte Jugend war den Wetzlarern körperlich zu stark unterlegen um zu einem Sieg kommen zu können. Bis zur Halbzeit wehrte sie sich auch tapfer und konnte das Spiel offen gestalten. 1900 4. Igd. — Sporkv. 05 Vehkar 3. Igd. 1:1. Auch die vierte Jugend hatte gegen die dritte Wetzlars keinen leichten Stand. Jedoch ging diese Mannschaft mit Eifer an die Sache heran, uno zeigte das ganze Spiel hindurch eine leichte lieber- legenheit. Die Blauweißen waren den Gästen in technischer Hinsicht überlegen und bei etwas mehr Glück muhte das Spiel gewonnen fein. Das Sportprogramm der NSG. „Kraft durch Freude", Kreis Gießen, liegt für die Zeit von Januar bis März 1937 vor. Die Möglichkeit der vielseitigen körperlichen Betätigung für unsere Volksgenossen ist erfreulich. Die Erkenntnis, daß dem schaffenden Menschen eine regelmäßige sportliche Bewegung in erster Linie nottut, bricht sich immer mehr Bahn. Die NSG. „Kraft durch Freude" kann es als besonderes Verdienst ansehen, durch ihre Kurse dem Sport eine große Anzahl neuer Anhänger zugeführt zu haben. Wie der KdF.-Sport im Ansteigen begriffen ist, beweist, daß die Teilneh- merzahl im ersten Vierteljahr 1936 mit 1,5 Millionen fast die Hälfte der Besucherzahl des Jahres 1935 erreichte, so daß für 1936 mit einer Gesamt- besucherzahl von etwa 6 Millionen gerechnet wer- den kann. Wie im Reich, so hat sich auch prozentual die Besucherzahl in Gießen gehoben. Selbst im Monat Dezember, der meist einen Rückgang bringt — bedingt durch die Weihnachtszett — haben sich die Besucherzahlen gegenüber dem November wesentlich gehoben. Das ist erfreulich. Es zeigt sich immer mehr das Bedürfnis des schaffenden Menschen, frisch, frei und fröhlich auf den Turnboden herumzuspringen aber im Wasser herumzuplanschen. Das neue Sportprogramm bringt Kurse in „A l l- gemeiner Körperschule" für Männer und Frauen gemeinsam. Sie dienen der grundlegenden Körperertüchtigung. Sie sind darum vor allem auch Anfängern zu empfehlen. Auch die Aelteren, die den Entschluß fassen, nochmals mit Turnen, Spielen und Schwimmen anzufangen, gehören in diesen Kursus. „Fröhliche Gymnastik und Spiele" sind Kurse nur für Frauen. Leichte, mit Musikbegleitung durchgeführte gymnastische Hebungen für jedermann, fröhliches Tummeln und Spielen mit und ohne Ball, und zur Abwechslung zwischendurch ein frisches Lied geben diesen Kursen das Grpräge. Die Schwimm-Kurse für Männer und Frauen gemeinsam und für Frauen getrennt, vermitteln die Braukunst, die einem selbst und anderen einmal das Leben retten kann. Es bietet auch höchsten gesundheitlichen Wert. Nach modernsten Methoden und Grundsätzen wird das Schwimmen gelehrt. Darüber hinaus werden die Fortgeschrittenen in die verschiedenen Schwimmarten und in die Kunst des Springens eingeweiht. Die Ski-Trockenkurse dienen der Hebung der grundlegenden Bewegung und Fertigkeiten des Skilaufes in der Halle. Sie erleichtern dem, der das erstemal draußen im Schnee auf den Brettern steht, das Lernen ganz wesentlich. Die Schneeschuhe werden sogar gestellt. Weiter sind vom Sportamt T a g e s - S k i k u r s e in den Vogelsberg und Tau- nus vorgesehen. „Das höchste Glück der Erde liegt auf dem Rücken der Pferde". Dieses Sprichwort zu erproben, gibt das Sportamt ebenfalls Gelegenheit. War das Reiten früher ein Vorrecht der Begüterten, so ist es heute auf dem Wege, volkstümlich zu werden. Boxen ist ein typisch männlicher Kampfsport. Er erzieht zur Härte im „Geben und Nehmen", Sa« Mr 1936 im Spiegel de« pemischenSport« Das vergangene Jahr stand für die heimischen Vereine der Leibesübung weniger im Zeichen großer eigener Veranstaltungen, sondern vielmehr im Glanze der Ereignisse von Garmisch-Partenkirchen und Berlin. Aus der Kraftfülle der vielen Vereine in Stadt und Land bauten sich die großen Erfolge auf, mit denen unser Vaterland repräsentativ vor die Welt trat. Jeder Verein und alle seine Mitglieder trugen bei zum großen Geschehen der Olympischen Spiele. Heber Jahre ging die Vorarbeit, gemeinschaftlich im weitesten Sinne war das Mit- erleben, strahlenförmig ist die Rückwirkung der Ereignisse auf die Vereine, die durch die olympischen Erfolge neue Zuversicht und Selbstbewußtsein gewannen und ihre großen Aufgaben neu erkannten. Wenn mit Rücksicht auf die Olympischen Spiele große Heerschauen in den Gauen des Reichsbundes nicht abgehalten wurden, so war doch die Tätigkeit der Träger der Leibesübung auch in unserer Stadt ungemein vielfältig und auf manchem Gebiete wurden schöne Fortschritte und ausgezeichnete Leistungen erzielt. Für die Turner gab es das Jubiläum des Turnvereins 1846, der mit feinem 90jährigen Bestehen die Erinnerung an würdige Traditionen wachrief. — Lebhaft war die Lehrgangsarbeit ge- rade in diesem Fachamt und die Turnerinnen und Turner unterzogen sich willig einer Schulung, die bewußt auf körperliche Ertüchtigung und völkische Erziehung der Jugend eingestellt war. In zahlreichen Mannschaftskämpfen wurden mit den ländlichen Geräteturnern die Kräfte geprüft. In vielen volkstümlichen Wettbewerben traten Turnerinnen und Turner zu Hunderten an. Höhepunkte: das Kreisturnfest in Wieseck, das Hoherodskopfbergfest. Der Fußballsport zog auch in diesem Jahre wieder viele Sportfreunde in seinen Bann, obwohl gerade in diesem Jahre besondere Erfolge nicht er- zielt werden konnten. Die ersten Mannschaften der Spielvereinigung 1900 wie auch des VfB.-Reichsbahn kämpften wenig glücklich, da es kaum möglich war, eine Mannschaft in ihrer Besetzung kon- ftant zu halten. Viele bewährte Kräfte gingen den Vereinen durch (Einberufungen verloren und dauernde Hmstellungen waren die Folge. So schnitten die hiesigen Ligamannschaften in den Meisterschaftsspielen nicht sehr gut ab und haben gar in der laufenden Spielserie alle Anstrengungen zu machen, vom Tabellenende fortzukommen. Erfreulich ist jedoch, daß es beiden Vereinen möglich ist, zahlreiche Mannschaften zu halten. Insbesondere die Jugend ist mit unverbrüchlicher Treue bei der Sache und erzielt Leistungen, die sich vor denen der Aktiven nicht zu verstecken brauchen. Der Turnverein 1846 trat, wenn auch nicht sehr von Glück begünstigt, ebenfalls mit eifrigen Mannschaften auf den Plan. Der Handballfport in unserer Stadt bewegt sich auf beachtlicher Höhe. Mtv. und Spielvereinigung 1900 sind die hauptsächlichsten Träger und die Mannschaften beider Vereine standen sich auch in manchem interessanten Kampf gegenüber. Leider mußte die Mannschaft von 1900 aus wirtschaftlichen Gründen (hohe Fahrtkosten) aus der Gauliga zurücktreten. Auch in den Handballmannschaften konnte der Spielerbestand kaum ständig erhalten werden; die Spielvereinigung konnte von ihrer Gauliga- Mannschaft nur zwei Mann übernehmen. Reger Spielverkehr herrscht zwischen den Vereinen der Stadt und der Umgebung. In der Leichtathletik wurde in den Vereinen 1900, VfB.-R. und Mtv. eine stetige, sorgfältige Trainingsarbeit geleistet, die ihre Auswirkung in der (Erringung manches Gaumeistertitels fand. Die Leichtathleten beteiligten sich selbstverständlich und mit gutem Erfolg an den Meister- schaftswettbewerben, darüber hinaus wurde aber manche auswärtige Veranstaltung besucht. Der An- lagen-Staffellauf sah die Leichtathleten in breitester Oeffentlickkeit. Heber die Jahresarbeit der Leichtathletik treibenden Vereine berichteten wir bereits zusammenfassend und ausführlich. Der Schwimmsport hat, nach wie vor durch den Mangel an einer sportgerechten Schwimm- Kampfbahn, nicht so zur Entfaltung kommen können, wie es die Schwimmer sehnlichst wünschen. Man mußte sich darauf beschränken, scharfes Training zu halten. Die Erfolge, die bei den wenigen hiesigen Veranstaltungen, wie auch bei einigen auswärtigen Veranstaltungen erzielt wurden, ließen aber erkennen, daß die bewährten Kämpen des Gießener Schwimmvereins hochachtbare Gegner für die Offenbacher, Frankfurter und Kasseler Konkurrenz sind. Nachwuchsschwimmer taten sich etliche besonders hervor. Der R u d e r s p o r t lag im vergangenen Jahre sehr darnieder. Die Gießener Rudergesellschaft, die noch vor den Olympischen Spielen eine Olympiazelle stellte, deren Achter vor zwei Jahren mit zu den Besten Deutschlands zählte, konnte in der vergangenen Saison nur mühsam eine Achterbesetzung für den Städteachter aufstellen. Auch der Ruderklub Hassia hatte mit seinen Ruderern wenig Glück. Der Rennsport lag fast völlig darnieder. Bei den Radfahrern trug in erster Linie der Gießener Radfahrerverein von 1885 die Initiative für sportliche Veranstaltungen. Zwar war das Programm in der vergangenen Rennsaison nicht so reichhaltig wie im Jahre vorher, in dem der Radfahrverein fein 50jäbriges Bestehen feierte, immerhin gab es ein abwechslungsreiches Bahnradrennen, und die Freunde des Radsports bekamen auch einige Straßenrennen zu sehen. Bei den Schützen beschränkte man sich an örtlichen Veranstaltungen auf die traditionellen Veranstaltungen innerhalb der Vereine, bei auswärtigen Titelwettkämpfen stellten die Gießener aber auch diesmal wieder, wie all die Jahre vorher, ehrenvoll ihren Mann. Die älteren Schützen warteten auch diesmal wieder mit ihren zuverlässigen Ergebnissen auf, aber auch einige Jungschützen machten von sich reden. Die beiden Gießener Schützenvereine stellten ihre Anlagen auch den nationalen Verbänden zur Verfügung und fast Sonntag für Sonntag knallten auf den Ständen die Büchsen aller Kaliber. Der Reitsport fand auch in diesem Jahre seine Krönung durch die schöne Hubertusjagd, die von der hiesigen Abteilung des Artillerie-Regiments durchgeführt wurde. Der Kraftfahrsport brachte für die heimischen Kraftfahrer die Beteiligung an etlichen Geländefahrten des NSKK., bei den sich neben einigen Mitaliedern der Motorstandarte 147 auch die Wehrmachtfahrer hervortraten. Das Tennisspiel wurde in engstem Kreise Von den Olympischen Spielen zum Deutschen Olympia. Kußball im Tv. Allendorf (Lahn). Mendorf 1 — Klein-Linden I (4:1) 4:6. Am vergangenen Sonntag lieferten sich die erste Mannschaft des To. Klein-Linden und die gleiche Mannschaft des Turnvereins Allendorf ein schönes Wer das Ergebnis des Olympischen Jahres 1936 nuf den kürzesten Nenner bringen wollte, mußte roohMoflen daß es das glücklichste Jahr des deutschen Sports gewesen ist, seitdem er wurde und wuchs Noch nie. haben sich die Erfolge, die irn der Organisation oder m den Olympischen Me- Laillen der Aktiven sichtbaren Ausdruck fanden, so aebäuft wie nun, und noch nie hat ein ganzes Aolk io sehr mit dem Herzen inmitten des großen Geschehens gestanden. Noch nie auch — und das der größte Gewinn, den wir m die kommenden *Wire m't hinübernehmen — hat die Führung der Nation so sehr mit dem Herzen und mit der Tat Hinh-r dem deutschen Sport und mitten im Kreise seiner aktiven Träger gestanden wie die Regierung Ädolf Hitlers. Garmisch-Partenkirchen. Bei den Olympischen Winterspielen begann es. !In Eis und Schnee wurden die olympischen Hock- itage eröffnet. Kampf reihte sich an Kampf, Erlebnis an Erlebnis. Unsere Kameraden aus dem Normen und dem Süden, aus Europa und Uebersee fühlten sich wohl im Werdenfelser Land. Hunderttausende strömten zu den Kampsstätten Garmisch- Partenkirchens, Millionen saßen überall im Reich Dor den Lautsprechern und über den Zeitungen und es geschah nun das erste große olympische Wunder: !das deutsche Volk war plötzlich ein Sportvolk ge- ujorben. Die Medaillen die unsere tapferen Aktiven wie Christel Cranz, Franz Pfnür, Maxie Herber und Ernst Baier, Käthe Grasegger und Guzzi Lantschner gewannen, machten uns froh und stolz. Die Jugend der Welt lernte Deutschland sehen, wie es ist und denkt. So war der Beginn des Sportjahres 1936 ein Ereignis von Weltbedeutung, dessen ganze Last auf deutschen Schultern lag, die sie gerne trugen, ein Erfolg vieler Nationen, deren Kämpfer siegreich waren, ein Erfolg aber vor allen Dingen des deutschen Sports, der nicht die meisten Medaillen errang, aber die meiste Verantwortung gehabt hatte und deshalb auch die größte Genugtuung empfinden darf. Berlin. Zwischen den Februartagen von Garmisch-Partenkirchen und den Augusttagen von Berlin lag eine Zeitspanne, die mit nichts anderem ausgefüllt war als mit Arbeit. Kein Wunder, daß die Zeit im Fluge verging. Bald trafen dann die ersten Mannschaften ein, wenig später wurde der Fackelstaffellauf in Griechenland gestartet, aum Ruhm des alten Hellas und seiner olympischen Hochkultur. Vom Himmel wurde das Feuer geholt, das die Fackel entzündete, über Grenzen und durch Länder wurde es zum Olympischen Altar getragen, der im Stadion errichtet war. Was sollen wir sagen von jenen Tagen zwischen dem 1. und 16. August? Wir haben sie alle erlebt, im Stadion oder in Grünau oder — am Radio sitzend, und weil sie so eindringlich, so mächtig und so erlebnisreich waren, ist es uns doch, wenn wir die Erinnerung zurückrufen, als ständen wir wieder mitten im olympischen Geschehen. Denn eben hat ja Tilly Fleischer die erste und gleich darauf Hans Wollte die zweite Goldmedaille gewonnen, und nun spüren wir wieder Heiserkeit, denn was haben wir geschrien, als Dompert den Finnen jenen heldenhaften Kampf über die Hindernisse lieferte, und nun ist uns wieder, als müßten wir gleich den Mantelkragen hochschlagen, denn wir sitzen ja in Grünau, und in Grünau regnet es, aber die Wolken am Himmel durchbricht die Sonne in unseren Herzen, denn unsere Ruderer gewinnen ein Rennen nach dem anderen. So fügt sich Bild an Bild, und auf dem letzten steht dann in nüchternen, aber so verblüffenden und so vielsagenden Zahlen der herrlichste Erfolg verzeichnet: Deutschlands Sport an der Spitze in der Welt. Selbst Amerika geschlagen. Der Deutsche Reichsbund. Der Deutsche Reichsbund für Leibesübungen gab der deutschen Sportorganisation die neue Form. Ein einheitlicher Bund unter einheitlicher Führustg ist entstanden und damit die Sehnsucht von Generationen erfüllt worden. Wir dürfen und wollen gewiß nicht vergessen, daß die deutschen Sportler und Turner seit je unter den gegebenen Möglichkeiten ihr Bestes taten, daß sie immer das eine Ziel Deutschland sahen, und daß sie zu kämpfen und auch zu siegen verstanden. Aber die Verbände mit ihren Jnteressen-Streitigkeiten standen ihrem besten Wollen oft hindernd entgegen, und wenn nun diese Zeit auch vorüber ist, so mag es doch gut sein, sich des trostlosen Zustandes von einst zu erinnern, damit richtig erkannt wird, was in so kurzer Zeit erreicht wurde. Die Begründung des Deutschen Reichsbundes für Leibesübungen, der die Zerschlagung der Verbände ?SUo?ln®' ^er dritte große Erfolg des Jahres 1936. An uns und an den Vereinen liegt es, das j)aus, das errichtet ist, auszubauen. . ™ Adee der Leibesübungen in Deutschland hat im Jahre 1936 ihre Kraft weiterhin daourch bewiesen, daß sie durch ein so gewaltiges Ereignis, wie es die Olympischen Spiele waren, nicht einseitig gebunden wurde. Trotz oder vielmehr gerade wegen der Olympischen Spiele wurden neue Entwicklungen aufgezeigt, die weit in die Zukunft weisen. So wurde mit der Begründung der Reichsakademie für Leibesübungen, die in erster Linie eine Erziehungs- und in zweiter Linie ein Lehr- und Forschungsstätte des Reiches fein soll, ein völlig neuer Hochschultyp geschaffen. ^on ausschlaggebender Bedeutung war dann ferner das im Olympiajahr zwischen dem Reichs- sportführer und dem Jugendführer des Deutschen Reiches geschlossene Abkommen, wonach die gesamte Erziehung der deutschen Jugend außerhalb der Schule Angelegenheit des Jugendführers des Deutschen Reiches ist und bei der Durchführung der körperlichen Ertüchtigung der Jugend der Reichssportführer maßgeblich gehört und beteiligt wird. Abschluß und Krönung des Sportjahres 1936 war schließlich die Anordnung des Führers, mit der für die künftigen Reichsparteitage die Nationalsozialistischen Kampfspiele geschaffen wurden. Träger dieser Kampfspiele in Vorbereitung und Durchführung ist die SA. So können wir mit Stolz auf das Olympiajahr 1936 zurückblicken. Ungeheuer war der Auftrieb, den es mit sich brachte und gewaltig der Erfolg dieses Weltereignisses. Viel schöner und beglückender aber ist das Bewußtsein und die Gewißheit, daß der deutsche Sport auf den Lorbeeren, die er im Jahre 1936 errang, nicht auszuruhen gedenkt, sondern daß bereits heute mit neuer Kraft und neuem Mut Aufgaben von einer Größe und Bedeutung in Angriff genommen werden, wie sie nur die zielbewußte Führung des nationalsozialistischen Staates zu stellen vermag. Spiel. Die Platzbesitzer, die erstmalig mit ihrer Mannschaft auftraten, hatten sich einem schweren Gegner verpflichtet. Von Anfang an entwickelte sich ein schnelles Spiel, in dem die Allendörfer den Vorteil des eigenen Platzes ausnutzten und bis Halbzeit mit 4:1 in Führung gingen. Nach der Pause ging das Spiel vorerst im gleichen Tempo weiter, bis die jungen Spieler der Einheimischen an Schnelligkeit nachließen. In gleichen Abständen konnten die Gäste fünf Tore erzielen, so daß das Spiel mit einem 6:4-Resultat für die Gäste endete. Für das erstmalige Auftreten der Allendörfer Mannschaft kann man das erzielte Resultat gegen die Turner aus Klein-Linden als eine sehr gute Leistung betrachten, da der Gegner in der ersten Kreisklasse an erster (Stelle steht. Zwei Todesopfer bei einem Motorradunglück. LPD. Laasphe, 30. Dez. Ein schwerer Mo- torrabunfaH, der zwei Todesopfer forderte, ereignete sich in der Nähe der Ortschaft Elspe. Zwei Motorradfahrer aus Melbecke, die sich auf dem Heimwege befanden, wollten einen Lastkraftwagen überholen. Dabei streifte das Motorrad den Lastwagen und wurde auf die Straße ge- sckleudert. Die beiden Motorradfahrer erlitten so schwere Verletzungen, daß sie noch auf dem Wege ins Krankenhgus starben. Ein Postraub nach 16Iahr en aufgeklärt. LPD. Bingen, 30. Dez. Die Kriminalpolizei Mainz hat einen vor 16 Jahren verübten P o straub in diesen Wochen aufgeklärt. In der Nacht des 5. Juni 1920 drangen vier maskierte Männer vom Hinteren Eingang her in das Postamt Bingen und erbeuteten 230 000 Mark, deren größten Teil sie aber auf der Flucht verloren. Die damals durchgeführten polizeilichen Ermittlungen blieben erfolglos. Im vergangenen Monat erhielt nun die Binger Polizei durch Briefe und Gespräche erneut Verdachtsgründe und ermittelte vier Täter. Einer befindet sich in der Fremdenlegion, ein weiterer ist ebenfalls außerhalb der deutschen Reichsgrenzen, der dritte ist 1926 gestorben und der vierte Täter wurde feftgenommen. Wirtschaft. Rhein-Mainische Börse. IHiffagsbörfe schwankend. Frankfurt a. M., 30. Dez. Die Börse begann auf kleine Rückkäufe vorwiegend etwas fester, zumal nennenswertes Angebot nicht mehr heräus- kam, da man die Glattstellungen zum Jahresende für beendet betrachtet. Auch wurde das Abwertungsgesetz ruhiger beurteilt. Die Käufe kamen hauptsächlich von der Kundschaft, jedoch zeigte auch die Kulisse etwas Unternehmungslust. Die Kursentwicklung war am Aktienmarkt ziemlich uneinheitlich, und nach den ersten Notierungen unterlagen die führenden Werte lebhaften Schwankungen, da Angebot herauskam, andererseits wieder Nachfrage auftrat, letztere wahrscheinlich wieder für Sperrmarkrechnung, da die Frist zum genehmigungsfreien Erwerb abläuft. Montanaktien waren gefragt und zogen etwa 0,50 bis 1 v. H. an, Rheinstahl und Harpener gewannen je 2 v. H., Ilse Genuß verloren 1 v. H., auch Verein. Stahl gingen auf 121,50 nach 122,13 zurück. Am Chemiemarkt schwankten IG. Farben zwischen 171,50 bis 170,50 (171,25), Scheideanstalt stiegen auf 274,50 bis 274 (273), Deutsche Erdöl auf 149,75 (149), Metallgesellschaft bröckelten 0,40 v. H. ab. Don Elektrowerten zogen Lahmeyer 1,50 v. H., Gesfürel und RWE. bis 0,50 v. H. an. Maschinen- und Motorenwerte blieben voll behauptet, nur Daimler gingen auf 121,40 (123) zurück. Im einzelnen eröffneten: Cement Heidelberg 163,50 (161,50), AG. für Verkehr 124 (123), Deutsch-Atlan- ten nach Pause 117 (119,50), Reichsbank 187 (188), Zellstoff Waldhof 162 (164), ferner bröckelten Deutsche Linoleum, Westdeutsche Kaufhof je 0,50 o. H. ab. Am Kassamarkt waren von Auslandswerten IG. Chemie Basel volleingezahlte und teilgezahlte Stücke gesucht auf Vermutungen, daß diese beiden Werte vom Depotzwang befreit werden sollen, die Kurse wurden wieder gestrichen. Am Rentenmarkt bestand Nachfrage für Altbesitz zu 117 (116,70), auch Städte-Altbesitzanleihe wurden gesucht, Rheinische 115 (114,50), do. Süddeutsche 114.25 (115). Reichsbahn-Vorzugsaktien unverändert 127,25, dagegen waren Kommunal-Um- schuldung zu 90 v. H. (90,25) angeboten. Für Mexikaner bestand eher etwas Verkaufsneigung. Im Verlaufe ließ das Geschäft erheblich nach und die Haltung am Aktienmarkt blieb unsicher, und die Kurse unterlagen nach wie vor kleinen Schwankungen. IG. Farben 171,50 bis 171 nach 170,50, Hoesch 119 bis 119,50 nach 119,90, Klöckner 126,75 nach 127,25, Mannesmann 118,50 bis 118,75 nach 119, Rheinstahl 155,25 nach 156, Verein. Stahl 121,75 bis 121,50 bis 121,75 nach 121,50, RWE. 135,65 bis 135,75 nach 136, fester waren Holzmann mit 136,50 bis 137,25 (136). Am Rentenmarkt schwankten Kommunal- Umschuldung zwischen 89,90 bis 90,05. Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen sowie die meisten Stadtanleihen lagen unverändert, etwas höher 7 v. H. Frankfurter 95 (94,50). Liquidationspfandbriefe zogen vorwiegend 0,13 bis 0,25 v. H. an. Mexikanische Anleihen kamen etwa 0,50 v. H. schwächer zur Notiz: 5 v. H. äußere Gold 9,90 (10,40), 4Vz v. H. Irrigation 7,10 (7,30). Der Freiverkehr blieb ruhig. Tagesgeld unverändert 3 v. H. Abendbörse freundlich. In Fortsetzung der festen Schlußtendenz des Mittagsverkehrs war auch die Abendbörse vorwiegend freundlich gestimmt, wobei die bekanntgewordenen Durchführungsbestimmungen zum Ab- wertungsgefetz, die gewisse Milderungen vorsehen, etwas anregten. Die Kulisse nahm kleine Käufe vor, zumal auch von der Kundschaft einige Kauforders eingetroffen waren. Das Geschäft war jedoch nicht besonders lebhaft. Die erhöhten Mittagsschlußkurse wurden zumeist noch um Bruchteile eines Prozentes überschritten, oder blieben zumindest voll behauptet. Starter erhöht waren BMW. mit 142 (141) und Westdeutsche Kaufhof mit 56,65 (55,65), ferner Buderus und Rheinstahl um je 0,75 v. H. auf 124,75 bzw. 155,75, Verein. Stahl erholten sich auf 122,65 und RWE. auf 135,75 bis 136 (135,50), dagegen erreichten Holzmann mit 138 nicht den hohen Berliner Schluß von 138,75. JG.-Farben lagen mit 173 voll behauptet, Scheideanstalt zogen 0,50 v. H. an auf 274,50. Am Rentenmarkt waren Altbesitz zu 117,23 (117) beachtet. Kommunal-Um- schuldung nannte man mit 89,90 bis 90 v. H. In (WSilVHW XZiZ _____________w mexikanischen Anleihen bestand weiteres Angebot, dpch kamen Umsätze nicht zustande, lebhafter gefragt waren 1883er Steg* mit 18,25. Arn kommenden Samstag, 2. Januar, findet dis Effektenbörse wie gewöhnlich statt. Jranffurter Schlachtviehmarkl. Frankfurt a. M., Auftrieb: Rinder 641 (gegen 1042 in der Vorwoche), darunter 113 (218) Ochsen, 76 (176) Bullen, 349 (439) Kühe, 105 (187) Färsen. Kälber 1210 (857), Hämmel und Schafs 116 (55), Schweine 7286 (6469). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 43 bis 45 (42 bis 45), b) 41 (40 bis 41), c) 36 (36). Bullen a) 41 bis 43 (43), b) 39 (39), c) 34 (35). Kühe a) 40 bis 43 (43), b) 35 bis 39 (37 bis 39), c) 27 bis 33 (28 bis 33), d) 18 bis 25 (15 bis 25). Färsen a) 41 bis 44 (42 bis 44), b) 38 bis 40 (40), c) 35 (—). Kälber a) 56 bis 65 (60 bis 65), b) 41 bis 55 (45 bis 55), c) 35 bis 40 (40), d) 20 bis 34 (30 bis 40). Hämmel b2) 44 bis 46 (43 bis 46), c) 38 bis 43 (35 bis 42). Schafe nicht notiert Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 54 bis 56 (55 bis 56), g2) 48 bis 53 (50 bis 53). Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 30. Dez. Der letzte Groß- markt für (Betreibe und Futtermittel des Jahres 1936 nahm bei sehr schwachem Besuch einen ruhigen Verlauf. In den Angebots- und Preisverhältnissen trat gegenüber dem vergangenen Montagsmarkt keine Veränderung ein. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 211, W16 214, W19 218, W20 220, Roggen R12 174, R15 177, R18 181, R19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete; Weizenmehl Type 790 W 13 28,20, W16 28,30, W 19 28,30, W 20 28,65, Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich; Weizenfut- termehl 13,60, Weizenkleie W 13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20, Roggenkleie R12 9,95, R 15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenststion; Treber 14 Höchstpreis ab Erzeugerstation, Heu lose 5,00 bis 5,50, do. drahtgepreßt 5,40 bis 5,90, Weizen- und Roggenstroh draht- gepreßt ober gebünbelt 2,40. Tenbenz ruhig. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 1080: Verlängerung des Vertrages über den Handels- und Zahlungsverkehr mit der UdSSR. — 1081: Verlängerung der Geltungsdauer des deutsch-ftnnischen Verrechnungsabkommens. — 1082: Neuregelung der devisenrechtlichen Bestimmungen über den Personenverkehr auf Seeschiffen. — 1083: Neuer Artikeltarif für bulgarischen und türkischen Tabak nach Deutschland. — 1084: Anordnungen über: 1. Beschränkung der Herstellung von Röhren aus Stahl ober dessen Legierungen; 2 die Marktregelung für Hohlglas; 3. Beschränkung der Herstellung von gepreßten und gewalzten Blei- fabrifaten; 4. Beschränkung der Herstellung von Zinkwalzerzeugnissen; 5. Verbot der Errichtung von Anlagen zur Herstellung von Superphosphat. — 1085: Anordnung Nr. 6 der Ueberwachungsstelle für Edelmetalle (Inkrafttreten der Anordnung 5 vom 26. Oktober 1936 am 1. März 1937.) — 1086: Rechtsanwaltskanzlei für evtl. Rechtshilfe in Jugoslawien. — 1087: Beförderungssteuer für den Werkfernverkehr. Die werkverkehrstreibenden Unternehmungen werden ausdrücklich auf eine genaue Aufstellung der Nachweisungen und ordnungsgemäße Entrichtung der Beförderungssteuern hingewiefen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Dalum 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Steichsanl. von 1934 °V*% Dvung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablos.-Schuld mst Auslos.-Rechten ............ *Vt% Deutsche Reichspostschatzan roeilungtn von 1934, I....... *V?% ehem. 8% Hessischer Boltt- ftaat 1929srückzahtb. 102%) ... *Vi% ehem. SA, Hessische Landes banl Darmstadt Gold N. 12... Wt% ''hem. 4y,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstavtLiau. ehem. 8% Darmsl. Komm Lanoesb.Goldschuldverschr R.b Lberhessen Provinz-Anleihe mii Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. (Sammelobi. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten Wo ebem.8% Franks. Hyp.-Bant Goldpse. 15 unkündbar bis 1985 6&% ehem. 4*4% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Pfandbriese...... W« eh?m. 4y,% Rheinische >w -Bank-Liqu.-Goldpfe. ... 4 h ? ehem. 8% Pr. Landespfand. .Pfandbriefe R. 19 W/o ehem. 7% Pr. Landespsand bnesanst., Gold Komm. Obl.LO bteuergutich.Verrechnungsk. 34-38 ^^^?blterre1chische Goldrente... Testsrretchische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....... ÜHflirifdje Staatsrente v. 1910 «%% desgl. von 1913.......... 4V $r5&emi>nLC)i^onct von 99 6etie|^C A°adck)bahn.Anlethe Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 o.H., Lombardzinsfuß 5 o. H. FrankMn a. M. »crlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schluß- fürs Schlußt. Mittag, börse 29 12 30 1 29 1. 30 12 100,75 100,75 100,75 100,8 97,8 97,8 97,8 97,8 102 — 102,13 102,4 116,7 117,25 116,75 117,25 99,9 99,9 99,8 99,9 98,75 98,75 — 99 97 97 97 — 100,4 100,4 — — 93,5 93,5 — — — — — 121,25 — 121,75 121,75 97,25 97,25 97,25 97,25 100,5 100,5 — — 101 101,13 100,75 100,75 97,5 97,5 97,5 97,5 96 95 95 95 109,75 109,75 109,8 109,9 _ — 17,75 18 — — 1,35 1,35 6 6.13 6,13 6 5,45 5,05 5.3 4.9 —— 5,2 5,6 5,25 10,4 9,9 10,25 10 —■ *•. — Datum 4% vesgl. Lene U......... 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4HA>Rumän.vereinh.Rentev.l91ö 4% Rumänische vereinh. Rente . 2y4% Anatolier............ Hamburg-Amertka-Paket .....0 Öamburg.Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Prtvat-Bank... 4 Deutsche Bank und DiSconto- Gesellschaft................ 4 Dresdner Bank..............4 Retchsbank ................12 A.S.S......................0 Bekula.....................8 Elektr. Lieferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ............. 7 Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schubert L Co...............8 Siemens L Halske............8 Lahmeyer LLo.............. 7 Buderu« ................... Deutsche Erdöl ..............< Harvener................. 2% Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 8 Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse ........ 6 Klöcknerwerke ...............8 Mannesmann-Röhrra •••<«••• 8 Frankfurt a.M. Berlin Schluß- kurs Schluß!. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börle 29.12 30.12- 29.12. 30-12. — — — — — 5,95 5,9 5,9 9 9 9,13 9,13 4,9 5,025 5 5,1 22 22,5 22 22 15,25 15,25 15,5 15,5 — —— 39,13 — 15,5 15,65 15,25 15,4 123 124,5 121,5 124,4 — 125,25 124,25 124,75 109 109,25 109 109,25 111 111 111 111 107,5 107,5 107,5 107,5 188 187 186,5 186,65 _ _ _ _ 165,25 165,5 165,75 167,5 138 137,5 138 139,5 149,5 150,5 149,4 150,5 140,5 141,25 140,25 141 145,5 146,25 145,5 146,5 133,5 135 133,5 135,75 136 136,25 135,5 158,65 159 159,25 159,25 200 201 200 201,25 125,75 126,5 125,25 125,4 124 124,75 124,75 124 149 151,75 149 151,5 154,5 158 154,5 158 — 120 118,65 120,25 — — 188,5 — 149 148 149,5 148,9 126,25 126,75 1259 128.5 118,5 119,75 118,25 119,75 Frontfun a. M. 23erlln Schlußkurs Schlußk. Abend» börse Schluß- kurs Schlußk. Mittag» börse Datum 29 12 30.12- 29 12 30.12. Mansselder Bergbau...... ey. 158,5 158,75 158 160 KokSwerke ............... .. 6 142 145 Rheinische Braunkohlen ... . 12 229 — 229 231,25 Rheinstahl ............... .. 4 154 155,75 154,5 155 Bereinigte Stahlwerke..... uy, 122,13 122,65 122 122,25 Ctaui YRinen ............ .. 0 22,5 22,9 22,65 22,65 Kaliwerke Aschersleben..... .. b 139 139 138 138,65 Kaliwerke Westeregeln..... .. 5 135,25 133,5 134,5 134 Kaliwerke Salzdetfurth .... 7 y» 183,5 182 181,5 183 3- G. Farben-Industrie .... .. 7 171,25 173 171,5 173 Scheideanstalt............ .. 9 273 274,5 —— —— Goldschmidt ............. .. b 128,5 130 128 130 Rütgerswerke ............. .. 6 140,75 142 141 142,4 Metallgesellschaft.......... .. 5 154,5 154,75 154,25 154,2 5 Philipp HoHmann......... Zementwerk Heidelberg .... - * 135,5 138 136 138,75 .. 7 161,5 164,25 Cementwerk Karlstadt....... .. 6 161 161 Schultheis Patzenhofer ..... .. 4 — — 101,4 101,75 Aku ^Allgemeine Kunstseide) .. 0 53 53 53 53 Bemberg................. .. b 106 106,5 106,25 106,5 Zellstoff Waldhof .......... .. 6 164 162,5 162,75 163 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 142 25 140,9 142,5 141,25 Dessauer KaS ............. .. 7 / - —— 107,25 108,4 Daimler Motoren......... .. 0 122 122,5 121,65 122 Deutsche Linoleum......... .. 8 164,5 164 164,5 164 Lrenstein & Koppel........ .. 0 —— —— 89,4 90 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 56,75 56,65 57,25 55,65 Chade.................... .. 9 227 227 227 227 Accumulatoren-Fabrik...... . 12 •— — 199 200,25 Conti-Gummi............. . 11 167 171 166,75 171 Gritzner.................. Mainkraftwerke Höchst a.M.. .. 0 - 33,5 33,751 33,5 .. 4 - - - Süddeutscher Zucker ....... . ro 208 208 208 207,75 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. 29 Dezember 30-Dezember Amliche Notierung Geld | Brief Amtliche Notierung Geld | 25rie juenos üu. Brüssel .... Rio de Ian. Sofia ..... Kopenhagen Danzig .... London.... HelsingforS. Paris ..... Holland ... Italien.... Japan ..... Jugoslawien Oslo..... : Men...... Lissabon... Stockholm.. Schweiz ... Spanten... Prag....... Budapest ... ÄeuQod ... 0,758 41,99 0,149 3,047 54,64 47,04 12,235 5,405 11,64 136,20 13,09 0,707 5,654 61,50 48,95 11,11 63,08 57,17 18,98 8,691 2,488 0,762 42,07 0,151 3,053 54,74 47,14 12,265 5,415 11,66 136,48 13,11 0,709 5,666 61,62 . 49,05 11,13 63,20 57,29 19,02 8,709 2,492 Vanknoten. 0,758 41,94 0,149 3,047 54,52 47,04 12,21 5,395 11,615 136,20 13,09 0,700 5,654 61,37 48,95 11,09 62,95 57,16 18,98 8,681 2,488 0,762 42,02 0,151 3,053 54.62 47,14 12,24 5,405 11,635 136,48 13,11 0,702 5,666 61,49 49,05 11,11 63,07 57,28 19,02 8,699 2,492 Berlin,30-Dezember ®el6 Mes e Amenkannche Auren.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Noten 2,45 41,80 54,36 12,185 11,565 135,87 61,21 62,78 57,01 2,47 41,96 54,58 12,225 11,605 136,41 61,41 63,04 67,23 $3 (Ml jlKMMM, it6