en Ut|tt »M *15 Ä« j,"""1 $or' ert,'n Wen t 2 ium *ffe! ,-lb t?' ^Bener >>m. orl0?" S“™'- " IWgs, mit , *n tonnt,, r*" Sd!®ira: I“ halten, «annj^at, nox h d-" bie Ni,. 'Wien tonnten. • MO ®5tner. Min. ' >n Zunächst dm gleichwertige mit einem 9er Mannschaft ?*m etwas wehr Fall war. Die n einen Gegner lien Mannschaft uhdach. m. wie sich die ngen Ruhepause Dehlar. beweisen haben, i wieder in der 6s ist bekannt, i Platz immer haft schon über 'lügen muß, um iffe iets ......... ’fWer“'n' iS* sm 1.51 Stu Uten fl IQ p.m rebe fl ]K p.m 6,1 mo- 3 25 p. m »* ß ßS p.m und 3 35 p. m * 0'4.35 p.m ' liehe, agj ,p. m n,w "*°1- 5.50 i,pm 5 oh , p.ifl "ro* 7 80 l.p-1’ Nr. 203 Erstes Blatt 186. Jahrgang Montag, 3l.August 1936 ErscheMt tLgUch, außer Sonntags and Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener FamUienblättet Heimat im Bild Die Scholle MonatS'vezugspretr: Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr.. . -25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zentsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Siehe« Postscheckkonto: Sranlfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche UuiverfilätrSuch- und Steindruckerei «.Lange in Sieben. Schristlettung und Seschüftrstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzetge« für die Miltagsnummer bis 8'/.Uhr des Dormittags Grnndpretfe für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen oon 70 m m Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25O/a mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-., Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder», Unterrichts- il behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B erschien, flohen sie. Se- Lon d o n, 31. Aug. (DRV. Funkspruch.) In einem Sonderbericht aus Valencia berichtet die „Times" über den in Madrid herrschenden roten Terror. Ieden Morgen könne man im Manzanares- Fluh die nackten Leichen von Ermorde- t e n sehen. Manche Erschossenen würden sogar am Tage mitten in der Stadt von fahrenden Kraftwagen auf die Strahe geschleudert. Die Mauern des Retiro, des berühmten Madrider Parks, in der Nähe der britischen Botschaft und viele andere Plätze seien über und über mit Blut bespritzt. Krankenhäuser am Rande Madrids hätten sich sogar bei der Regierung beklagt, dah die Kranken infolge der Schreie der Opfer, die jede Nacht in den Vororten Madrids umgebracht werden, nicht schlafen könnten. Der Berichterstatter führt dann aus, wie einzelne angesehene Spanier ohne Gerichtsverfahren von den Roten hingemehelt worden seien. lieber die Schreckensherrschaft der Marxisten in aus Grund einfacher Denunziationen bei den drei syndikalistischen Zentralen zusammengestellt. Der wirkliche Herrscher von Malaga sei ein Barbier. Er sitze in Hemdsärmeln im Salon des Zivilgouverneurs, wo er die Denunziationen lese und von 8 Uhr morgens bis spät abends die Todes- listen unterzeichne. Die französischen Kommunisten lasten nicht locker. Paris, 31. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die kommunistische „Hurnanite" hatte am Sonntag zu einer Massenkundgebung im Freien nach dem Pariser Vorort Garches aufgerufen. Dor mehr als 200 000 Kommunisten sprachen u. a. der Generalsekretär der kommunisttschen Partei Frankreichs, T h o r e z , und der französische Kommuni- stenhäuptling C a ch i n. In ihren Hetzreden ver» kündeten sie, die Solidarität mit den spanischen Marxisten. Cachin forderte die französischen Kommunisten auf, die Reihen fest um die kommunistische Fahne und um Stalin, den „Chef mußte, in Bewegung gesetzt, da wurde der Priester von den Roten erschossen. Der Führer des Wagens alarmierte sofort die französische Grenzpolizei, die eine Abteilung Mobilgarde an den Tatort schickte. Die Roten hatten inzwischen den Leichnam des Priesters mit Benzin begossen und an gezündet. Als die Mobilgarde “ Die Rationalisten kündigen Beschießung vonJrun an Die Stadt von Krauen und Kindern geräumt.-Ein Klüchtlingsstrom im Grenzort Hendaye. Nichtmarxisten von den Roten als Geiseln zurückbehalten. Diese Vermittlung würde im Namen des gesamten Diplomattschen Korps in Madrid mit den in jedem einzelnen Fall am besten geeigneten Mitteln erfolgen, besonders durch die Entsendung von Sonderbeauftragten durch Vermittlung von Militärattaches und durch die Anrufung des Roten Kreuzes. Das auf Anregung des Doyens des Diplomatischen Korps, des argentinischen Botschafters sowie des italienischen Botschafters in Madrid übergebene Schriftstück ist unterzeichnet von den diplomatischen Vertretern Italiens, Englands, Frankreichs, Belgiens, der Tschechei, Hollands, Norwegens, Finnlands und Schwedens. Die Vereinigten Staaten und Japan haben sich dem Schritt nicht angeschloffen. In den beteiligten Kreisen wird Wert auf die Feststellung gelegt, daß es sich hierbei in keiner Weise um einen Vermittlungsversuch zwischen den beiden kämpfenden Parteien handelt, sondern lediglich um die Absicht, die Kriegsführung humaner zu gestalten. SpamschesFlugzeugbombardierl amerikanischen Zerstörer. Amerikanischer Protest in Madrid und Burgos. Neu york, 31. August. (DNB. Funkspruch.) Auf seiner Inspektionsreise durch das von der Dürre betroffene Gebiet erhielt Präsident Roosevelt in der Stadt Rapid in Süddakota eine Mitteilung, daß der amerikanische 3er {toter „K a n e" 38 Meilen von der spanischen Küste entfernt von einem spanischen Flugzeug angegriffen worden sei. Das Flugzeug, dessen Beschriftung nicht festgestellt werden konnte, warf mehrere Bomben ab, ohne jedoch den Kreuzer zu treffen. Kane erwiderte sofort das Feuer. Dem Flugzeug gelang es aber, zu entkommen. Präsident Roosevelt veranlaßte das Staatsdepartement sofort, Protest bei den Regierungen in Madrid und in Burgos einzulegen. Ein französischer Priester in Andorra von Marxisten ermordet und verbrannt. Paris, 31. Aug. (DNB.) Ein französischer Priester war vor einigen Tagen mit einem Kraftomnibus in d i e Republik Andorra auf dem Berg Euvalira gekommen, wo der Omnibus von einer Gruppe roter Milizfoldaten angehalten wurde. Die Marxisten prüften die Papiere der Reifenden und nahmen den Priester fest. Kaum hatte sich der Omnibus, der zurückfahren Roter V wiener in Madrid und Maga Englische Berichte von den marxistischen Greueln. sunksendungen des Senders von vill a angehört hätten. Die Todeslisten wurden Neue Regierung in Rumänien ohne Titulescu. Außenpolitik bleibt unverändert.-Freundschast zu Frankreich besonders betont. Verstärkung der Rüstungen. - Auflösung aller Wehrformationen. ganzen Lande herrsche Ruhe. Die Massen der Bauern und Arbeiter genössen bereits die Vorteile der beginnenden Wirtschaftsbelebunb, die auf die dreijährige Aufbauarbeit der Regrerung zurückzuführen fei. Die alten Quellen der Unzufriedenheit seien fast völlig verstopft. Indessen sei in letzter Zeit eine k ü n st l i ch g e s ch a f f e n e Unruhe zu bemerken gewesen, die die Neigung zeige, sich in eine ständige Kette von Ausschreitungen und Gewalttätigkeiten umzuwandeln. Diese Strömungen würden im Zaume gehalten werden. Alle politischen Organisationen würden sich weiterhin im Rahmen der bestehenden Gesetze entwickeln können, aber alle Ausschreitungen würden unterdrückt werden. Die Regierung werde die Entwaffnung alle W e h r f o r m a t i o n e n, sei es der Rechten, sei es der Linken, durchführen. Der Ministerprast- dent fügte hinzu, daß es einer der ersten Schritte der Regierung sein werde, die Politik aus den Universitäten zu verbannen. Auf die Außenpolitik übergehend, drückte Tata- rescu zunächst dem scheidenden Außenminister Titulescu den Dank für die großen Dienste aus, die er dem Lande geleistet habe. Rumäniens Außenpolitik, die unverändert weiterge« führt werden würde, fei keine Politik rein persönlichen Charakters und fei auch keine Oppor» tunitätspolitik. Sie fei keineswegs die Politik eines einzelnen Menschen, noch die Politik einer Parte', sondern die Politik der ganzen Ration. Die ständigen Ausgaben der rumänischen Außenpolitik seien die Sicherung der Grenzen und die Auf- Bukarest, 29. Aug. (DNB.) Ministerpräsident Tatarescu teilte dem Ministerrat mit, daß er dem König die Demission des Kabinetts überreicht habe und vom König mit der Neubildung der Regierung betraut worden sei. Das neue rumänische Kabinett, das am Sonntag um 1 Uhr morgens auf Schloß Pelesch König Carol den Treueid leistete, hat folgende Zusammensetzung: Ministerpräsident: Georg Tatarescu: Staatsminister und stellvertretender Ministerpräsident: Z n c u l e tz; Inneres: Luca; Aeuhe- res: Antonescu: Finanzen: Cancicov; Justiz: Djuvara: Handel: Baler P o p; Oesfent- liche Arbeiten und Verkehr: F r a n a s o v i c i; Arbeit: Ni stör: Landwirtschaft: Sassu: National- oerteidigung: General Paul Angelescu: Gesundheitswesen: Dr. Costinescu: Kunst und Wissenschaft: Jam an di; Oeffentlicher Unterricht: Dr Angelescu; Staatsminister ohne Portefeuille: L a p e d a t u und N e h u r a. Ministerpräsident Tatarescu hat der Presse eine Erklärung über die Politik der neuen Regierung abgegeben. Dabei führte er u. a. aus, daß fein Kabinett in der neuen Zusammensetzung d l e se l b e Innen» und Außenpolitik verfolgen werde wie in den letzten drei Jahren, in denen er bereits die Führung der Regierung innehatte. Die größere Geschlossenheit des neuen Kabinetts werde ein Höchstmaß von Einheitlichkeit beiallenRegierungshandlungen sicher» stellen. In erster Linie werde die Ordnung im Innern aufrechterhalten werden. Im rechterhaltung immer enger werdender Bezieh ungenzuden Verbündeten, zur Kleinen Entente, zur Balkan-Entente, zu Polen, England und vor allem zu Frankreich, mit dem Rumänien durch unlösbare Bande verbunden sei. Freundschaftliche Beziehungen zu allen Staaten, zur Sowjetunion und zu allen Nachbarn seien das ständige Ziel. Zum Schluß erklärte der Ministerpräsident, daß die Regierung mit größter Energie die Verstärkung der Wehrmacht fördern werde, und kündigte an, daß sich der Ministerrat in seiner ersten Sitzung sofort mit der Frage neuer Kredite in Höhe von fünf Milliarden Lei für Heereszwecke beschäftigen müsse. Titulescu ertranft Paris, 31. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der ehemalige rumänische Außenminister Titulescu, der sich seit dem Abschluß der Verhandlungen von Montreux in Kap Martin an der franzosi» schen Riviera aufhält, wo ihn auch die Nachricht oon seiner Ausbootung aus der rumänischen Regierung erreichte, ist plötzlich erkrankt. Am Sonntagabend hatte er hohes Fieber, so daß man sich in feiner Umgebung ernste Sorge machte. Ein Arzt aus Monte Carlo wurde an das Krankenlager gerufen. — Der neu ernannte Unterstaatssekretär im rumänischen Außenministerium Radulescu ist in Kap Martin eingetroffen. tteberraschuug in Paris. Die Ausbootung Titulescus verursacht Besorgnis. Das Hauptquartier der spanischen Militär- Gruppe teilt in später Abendstunde des Sonntag mit, daß die nationalen Truppen m A st u r i e n Dich des Ortes Espuna bemächtigt und fünf Lastwagen mit Waffen und Munition erobert hätten. In der Gegend von Saragossa sollen die Marxisten bei Atienza zuruck geworren worden fein. An der Guipuzcoa-Front (San Sebastian) hätten die Nationalisten die Hohen er Dbert, die die Umgegend von Lasarte beherrschten. Den nationalen Kräften, Die a u f X o»le■*> o mar» sichreren, soll es gelungen sein, bis auf Gartera mnb Torriojo vorzudringen. Beide Orte seien b e - sieht worden. Für Schuh der Zivilbevölkerung. Ein Schritt des Diplomatischen Korps. Hendaye, 31. Aug. (DNB.) Der Madrider Regierung ist von den in Madrid beglaubigten diplomatischen Vertretern, die sich zur Zeit in dem ffranzösischen Badeort SamtJean be Cup auf- halten, folgende Note überreicht worden. „Auf An regunq des Doyen des Madrider Diplomatischen Korps hat ein Gedankenaustausch ftaügefunöen, der beweist, mit wie tiefem Schmerz öieBipIomaten die beiden der spanischen Zlvilbevo . lerung während der gegenwärtigen Ereignisse Mitempfinden. Diese Leiden eraeben f'ti aus ber Ginterterung der Geiseln und nicht Sümpfender Zivilpersonen, aus dem Mangel an Medikamenten, Leb e n s - Mitteln und aus dem Verlust an Menschenleben infolge der Bombardierung unoertei- Digter Städte. .... Um diese Leiden der spanischen Bevölkerung zu mildern, erklärt das Diplomatische Korps sich bereit, sich an die Regierung der spanischen Republik BU wenden, feine Vermittlung anzubie» len, um in beiden Lagern Maßnahmen und Vereinbarungen zu treffen, die — fern von jeder Politischen ober militärischen Einmischung — b i e Aivilbevölkeruna gegen die obenerwähnten iinb gegen andere Leiden schützen könnten. Paris, 31.Auq. (DNB.) Der „Jntransigeant" behauptet, Titulescu soll stets für den Frieden em» getreten sein. Seine Anhänglichkeit an Frankreich sei bekannt. Er habe in politischen Kreisen Europas ein „unvergleichliches Ansehen" genossen. Da er auch innerhalb Rumäniens eine besondere Stellung zu den verschiedenen Parteien habe, könne man sein Ausscheiden nur als vorläufig ansehen. Anderseits dürfe aber auch die Anhänglichkeit des neuen Außenministers Antonescu an Frankreich nicht in Zweifel gezogen werden. — Der außenpolitische Korrespondent des „Paris Soir", Sauerwein, nennt die Nachricht von der Umbesetzung im rumänischen Außenministerium überraschend. Seit mehr als 17 Jahren habe Titulescu die Diplomatie seines Landes geleitet. Als er feine Absetzung erfahren habe, habe er feiner Ueberraschung und feinem Unwillen Ausdruck gegeben; denn er habe niemals gedacht, daß man ihn während feiner Abwesenheit und ohne ihn zu befragen, so brutal seines Postens berauben würde. „Das ist ein Kom - p l o 11", habe er ausgerufen, „ich kenne die Hintergründe und ich behalte mir meine ganze Handlungsfreiheit vor." Ohne annehmen zu wollen, fo sagt Sauerwein weiter, daß Rumänien nun das französische Bündnis aufgeben würde, wofür allein schon die Person des neuen Außenministers eine Gewähr gebe, könne man doch vielleicht von einer gewissen Entwicklung sprechen, die sich in der rumänischen Jnnenpolitk und wohl auch parallel bazu in der Außenpolitik abspielen werde. Es sei eine starke Bewegung entstanden, die ihre Sympathien auf Deutschland richte, die im übrigen ihre kommerzielle und intellektuelle Propaganda mit einer großen Meisterschaft führe und eine starke Opposition gegen eine (Entente mit den Sowjets vertrete. Wenn B r a t i a n u zahlreiche Broschüren und Schriften veröffentlicht habe, in denen die Möglichkeit des Durchmarsches eines Teiles der roten Armee durch Rumänien im Kriegsfälle erörtert werde, fo feien gegen diese Idee zahlreiche Kritiken aufgetaucht. Der „Temps" schreibt, die Erklärung, die man für Titulescus Ausbootung gebe, fei die, daß Tatarescu und der Chef der Liberalen Partei Bratianu sich darüber einig gewesen seien, eine homogene liberale Regierung zu bilden. Das andere Gerücht, daß Titulescu wegen feiner persönlichen Sympathien für eine aktive Zusammenarbeit mit Svwj etrußland nicht in die neue Regierung miteinbezvgen worden fei, könne man wohl nicht ganz glauben. (?) Anschließend lobt der „Temps" den neuen Außenminister Antonescu als Freund Frankreichs. Sehr betrübt über die Abschiebung Titulescus zeigt sich das „Journal des Dö- bats". Die Nachricht habe, fo heißt es in dem Blatt, in allen französischen Kreisen größte lieber» rafdjung hervorgerufen. polnische Stimmen. Warschau, 31. Aug. (DNB. Funkspruch.) Zum Sturz des rumänischen Außenministers Titulescu schreibt „Kurjer Poranny", Titulescu habe seine Politik lediglich unter persönlichen und egoistischen Gesichtspunkten geführt. Wenn man überhaupt von einem Leitgedanken der Politik Titulescus sprechen könne, so habe er die Tendenz befolgt, ein solches Gewirr gegenseitiger Garantien zu schaffen, daß sich schließlich niemand mehr darin zurecht finden konnte. Am schmerzlichsten werde für Titulescu wohl der Verlust der Dispositionsfonds fein, über die er als Außenminister verfügte, und mit denen er einen Luxus getrieben habe, w i e ein indischer Nabob, weit über die wirtschaftlichen Möglichkeiten seines Vaterlandes hinaus. Wenn es Titulescu nicht gelinge, in die politische Arena zurückzukehren, so werde das ein Beweis fein, daß das verbündete Rumänien in feine Außenpolitik durchaus andere Grundsätze auf« genommen habe, als die, zu denen Tttulescu sich bekannto. Front vor Jrun, 31.Aug. (DNB.) In den späten Abendstunden des Sonntags hat die F ü h - ru n g der nationalistischen Truppen einen Aufruf abwerfen lassen, in dem mitgeteilt wird, daß die Stadt Jrun, falls sie sich nicht bis Mitternacht ergebe, am Montag um 5 Uhr von 22 Geschützen der Landartillerie, der Schiffs- artillerie und von Flugzeugen aus bombardiert werden müsse. Es wird empfohlen, die Stadt von Frauen und Kindern räu- menzulassen. Tatsächlich hat am Sonntag um 22 Uhr die Räumung Jruns begonnen. Das sich beim Schein des Vollmondes an der internationalen Brücke abrollende Bild ist sehr traurig. Frauen und Kinder kommen i m endlosen Auge von Greisen und Knaben begleitet Die waffenfähigen IHänner bleiben in Jrun, zum äußersten Widerstand gegen die Nationalisten entschlossen. Frauen schleppen Matratzen und Betten für ihre Kinder, die mitten aus dem Schlaf gerissen, großenteils in ihren Nachthemdchen gegen die Kühle der Rächt notdürftig mit Decken geschützt, sich weinend an den Röcken ihrer Mütter sesthalten. Französische Gendarmen bringen die Flüchtlinge am Bahnhof von hendaye in einem Güterschuppen unter, der notdürftig in aller Eile zu einem Massenquartier hergerichtet worden ist. ■Bei den Landwirten in der Umgebung von Hendaye mürbe Milch für die Kinder bestellt. Bis 1 Uhr morgens haben etwa 1000 Frauen, Kinder und ■greife die Grenze überschritten, weitere 1500 werden bis zum Morgengrauen noch erwartet. Eharakteristisch für die auf dieser Seite der Grenze «herrschende Stimmung in einem großen Teil der Bevölkerung ist die Haltung ber franzo- siischen Bolksfrontleute, bie in lauten Protestkunbgebungen gegen bie „faschistischen Mör- toer" ihrer Sympathie für bie spanischen Marxisten ungehemmt unb unzweibeutig Ausbruck geben. Ohne »ort ber Polizei im geringsten gestört zu werben, Konnten biefe Leute in unmittelbarer Nähe bes i Wahnhofs vor ben bärtigen Hotels haltenbe fpa- ; mische Kraftwagen, bie bie Zulassungsnummer von Navarra tru^n, anpöbeln unb belästigen. Die Erlegung in ben antimarxistischen Schichten ber französischen Bevölkerung über dieses Verhalten 'st «ußerorbentlich groß. Besonders fällt hier auf, dah unter den ausgewanderten Frauen, Kindern und Greisen sich auch nicht ein Angehöriger der spanischen nichtmarxistischen Bevölkerung von Jrun befindet. Ls scheint, dah die roten Machthaber alle Richtmarxisten zurückgehalten haben, um ihren Bestand an Geiseln, der schon seit vielen Wochen in den Kellern des Forts von Guadalupe schmachtet, noch um ein bedeutendes zu erhöhen. Rach glaubwürdigen Berichten wollen die Marxisten sämtliche Geiseln — ihre Zahl hat inzwischen viele Hunderte er- reicht — rücksichtslos ermorden, falls die nationalen Truppen Jrun beschießen. Malaga berichtet der Sonderkorrespondent des „Daily Telegraph" In Gibraltar. Dort wurden viele Personen aus geringfügigsten Gründen er- ......v , schossen, teilweise nur deshalb, weil sie sich Rund- des Proletariats", zu schließen. Die Mchen der neuen Terrorwelle in Sowjelrußland werde wahrscheinlich denselben Standpunkt vertreten. in Gowjetrußland vor?" Das Auch die Witwe Lenins verhaftet? 11 „ p m i e i t Benins unmnieiuar ueuui. .......- ugeLe Verhaftun- , ch a f k a n d e r v e r s ch w ° r u n g g e g ° n d a s Leben Stalins beschuldigt. litauische Staatspräsident hat vier S4« 9fnf nun 1935 au ana- Der bleiben somit noch 57 in Haft. London. 30. Aug. (DRV.) Rach einer TNel- dung des „People" steht die Verhaftung der Witwe Lenins unmittelbar bevor. Sie sei der Mittäter- Sie Stalin-Sittalm. Meinungswandel der englischen Arbeiterpartei. da draußen vor der Stadt, denen mit der schwieligen Faust und dem treuen Herzen, denen, die mit dem Leben ringen und deren höchstes Gut die Arbeit ist. Er liebt die Musik und einen derben Tanz mit einer drallen Deern. „Zuviel Salon und Par- kett, sagt er einmal, — da ziehe ich mir doch den derben Bauerntanz vor, wo einem doch wenigstens Die Tanzlust in die Beine fährt." Wer kennt fein Lied nicht, welcher deutsche Soldat hat es im Weltkrieg nicht gesungen: Schatz, mein Schatz, reise nicht so weit von hier, Im Rosengarten will ich deiner warten, Im grünen Klee, im weihen Schnee... Kundgebung her Haus- und Grundbesitzer. Buenos Aires, 9. 2Iug. (MÄ) Di- Geheimpolizei der Bundeshauptstadt und der Provinz ' r 3-.,. . .t___n Gnitaiitfriiinn in Meuterei in der Roten Armee. Sowiettruppen müssen Bauernaufstände in der Ukraine unterdrücken. aufschlußreicher Pläne über die beabsichtigte Zersetzung der Truppen von Heer und Marine im ko mmun isti sch e n Sinne. Als Auftraggeber wurde einwandfrei der kommunistische Zentralausschuß festgestellt. Die Fäden der Verschwörung liefen nach fast allen Garnisonen Argentiniens. Bisher wurden 18 Personen verhaftet. Weitere zahlreiche Verhaftungen im ganzen Lande sind zu erwarten. Flugzeugen. Moskaus Faden in Südamerika. Kommunistische Verschwörung Das ist Hermann Löns, der Dichter, Jäger und Mensch, der Deutsche, wie wir ihn kennen und lieben der die Natur in sein Herz geschlossen hat und ihre Geschöpfe, der die Menschen liebte in ihrer ungebrochenen und unverbildeten Kraft und denen er ihr Leben ablauschte, um es in seinen Gedichten und Romanen hell ausstrahlen zu lassen zum Ruhm der Heimat. „Der Lehm mag wohl daran schuld gewesen sein, daß ich Sandlandleute schreiben muhte, und die geduckten Nacken, daß es mich danach hungerte, wirkliche Manner hinzu- stellen." __________ Heue Sladtthealermllglieder stellen sich vor. Hansi Prinz. Kiel, 29. Aug. (DNB.) Den Höhepunkt der 57. Derbandstagung des Zentralverbandes deutscher Haus- und Grundbesitzervereine, zu der etwa 2000 Vertreter aus allen Teilen des Reiches in Kiel weilen, bildete am Samstagabend eine Kundgebung in der „Waldwiese". Der Kieler Oberbürgermeister Behrens wies darauf hin, daß die Arbeit der Haus- und Grundbesitzer einen großen Schritt auf dem Wege des Ausgleiches der gegenseitigen Interessen aller deutschen Menschen weiterführen müsse. Ministerialrat Dr. K n o l l, der Leiter der Hauptabteilung für Städtebau, Siedelungs- und Wohnungswesen im Reichsarbeitsministerium, sprach in Vertretung des verhinderten ReichsmiNlsters S e l d t e über das Thema „Der deutsche Hausbesitz in Wirtschafts- und Sozialpolitik". Der Redner erläuterte im einzelnen die Bedeutung der Stellung des Hausbesitzes im deutschen Wirtschaftsleben. Der Hausbesitz habe vor allem als Auftraggeb e r eine wichtige Aufgabe im Kampf gegen bi» Arbeitslosigkeit. Die vier Millionen deutscher Hausbesitzer hätten M i l l i a r d e n b e t r a g e v o n Kapitalien zu verwalten die das z T. mühsam ersparte Vermögen von Millionen deustcher Es sind die letzten Zeilen, die Hermann Löns am 25. September 1914 schrieb. Den nachs- folgenden Taa überlebte der Kriegsfreiwillige «ich wehr. Beim Angriff des Füsilierregiments Nr 73 auf der Straße Berry au Bac—Reims erlag Lons der Heide unb Sän. ger deutschen Bauerntums hat sich einen.Ehrenplatz un deutschen Volk errungen. Umfangreich ist seme geistige Hinterlassenschaft und mehr noch hatte der knapp Achtungvierzigjährlge uns geschenkt, wenn das Schicksal es anders gewollt hatte. Lons bekennt, daß er, ohne durch Bücherstudium befangen zu sem vor die Natur trat und - »ich lernte sie so besser kennen, als wenn ich vor der Zeit mich mit Einzelheiten beschwert hatte; und daß ich nicht em kalter, weltkluger Mensch geworden bm, das ha mir oft geschadet, aber im Grunde bm ich froh Elefanten - die Tanks des Altertums. Daß die Kriegselefanten der Antike Vorgänger der heutigen Tanks waren, ist eine Behauptung, die Dr. Frieling in der Leipziger „Jllustrirten Zeitung" durch verschiedene Vergleichspunkte zu begründen sucht. „Beide nehmen jedesi Gelände, beide jagen durch ihren unvermuteten Anblick lahmenden Schrecken in das feindliche Heer, und hinter beiden rückt — gut gedeckt — .die -Infanterie heran ..." Die Frage, was für Elefanten es waren, die in der alten Kriegsführung benutzt wurden, ist oft umstritten worden. .Die indischen Elefanten werden ja noch heute m .Asien als Lastenträger verwendet, sie sind ungemein anstellig und lassen sich leicht abrichten. Der afrikanische Elefant wird heute dagegen kaum als Haustier verwendet, und man hat vielfach bestritten, datz er sich dressieren läßt. Historiker und.Zoologen haben nun aber nachgewiesen,.daß beide Arten als Kriegswaffen dienten. Beide Elefantenarten standen im Jahre 217 v. Ehr. in der Schlacht bei Raphia in Syrien einander gegenüber, die Syrer mit 102 indischen Elefanten waren den AegYMr mit ihren 73 afrikanischen Elefanten west über legen, und seitdem galt der indische Elefant als besser verwendungsfähig für den Krieg. Schon Jahr vor dieser Schlacht, 217 vChr warmer Hannibal mit seinen Elefanten ^er die Pyrenäen und Alpen gezogen, und diese stammten Afrika. In Karthago gab es Smllungen für o Kriegselefanten. stellen vorgenommen. 5000 Flugzeuge jährlich. Paris,29. Aug. (DNB.) Der französische Flugzeugkonstrukteur Breguet der von einer Studienreise durch die sowjetrusilsche Flugzeug- und Flugzeugmotorenwerke zuruckgekehrt ist, erklärte einem Vertreter des Jntransigeant: Sowsetruß- land könne mit seinen 200 000 in der Flugzeugindustrie beschäftigten Arbeitern e t w a 20m al s o viel Flugzeuge, Motoren und Fluyzeugemzelteile Herstellen wie Frankreich. Er habe sich überzeugen können, daß die fünf großen Motorenwerke und die vier hauptsächlichsten Flugzeugwerke m ber Sage seien, 5000 Flugzeuge Iahrlich herzustel^ len. In den Werken würde im Laufe vo n 24 Stunden in d r e i S ch, ch ten gearbeitet Beispielsweise würden m dem Werk XXII 25 000 Arbeiter in drei Schichten beschäftigt und vier Flugzeuge verließen täglich das Werk st artbereit. Es handele sich hierbei um Aweimotorige leichtere Bombenflugzeuge, die eine 'Stundengeschwindigkeit von 400 Kilometer erreichen könnten. In Nischnmowgorod wurden sogar fünf moderne Jagdflugzeuge täglich hergestellt. Wester baue man zwei Typen von viermotorigen schweren Unter den Mitgliedern der sowiFEschen Kolonie Londons herrsche die^ starke Befürchtung daßdie nachLondon entsandtenVertr e t e rve r G D U die Absicht hätten, eine vorher best mmte Anzahi von Opfern auszuwählem Kem Mitglied der fowjetrussischen Kolonie in London wisse, wer als'nächster nach Moskau abberufen" werde um dort möglicherweise einen schnellen Tod zu erleiden. Moskau _ ... fordert Ausweisung Trotzkis. Diplomatischer Schritt m Oslo. Hermann Löns zum 70. Geburtstag.! 3m Vaterländischen Museum in Celle befindet sich ein Stück Papier, das diese Zeilen enthalt. „Es steht auf blankem Haibrink Am grauen Findelstein Ein alter, hoher Machangel So Hagestolz und allem. Der Stein, der wird zerschossen, Der Baum der Axt verfästt. Der Brink wird abgegraben. Sie passen nicht mehr in die Welt---- 0 Ber Slang zur Einsamkeit, der sich in Dielen ie>- ner Dichtungen stark ausprägt, bringt ihn der über alles geliebten Natur immer naher. Seme 3a-ü>-, Tier- und Natur,childerungen .atmen e Liebe zur Landschaft, sie künden ine innige .Verbundenheit mit dem Hennatbadeni seine Leiden- schäft aber gilt der Heide. „Ich konnte vor Freude nahe Augen bekommen über die Pracht des maigrünen Buchenwaldes, aber die Heiden, Kiefernwälder, Moore und Bruche lockten mich doch mehr." Von den Menschen sagt er, daß ihn auch bei ihnen das Ursprüngliche lockte; er sucht Um- aang mit schlichten Waldarbeitern, mit Fstcher- ?n«§ten und Hütejungen, so daß er sich als Schiner einst von einem Lehrer sagen lassen muß: „Gewöhnen Sie sich die Tendenz nach unten ab ! Löns selbst sagt, daß ihm die Befolgung dieses Hinweises nicht gelungen ist; sein Werk beweist es am besten, daß dem o ist. Die großen Auflagezif- kern seiner vielen Liederbücher und seiner Romane, um nur .Das zweite Gesicht" und den Wehrwolf als die bekanntesten zu nennen, sprechen für die Volkstümlichkeit des Dichters, der m seinen Schil- . derungen immer das Herz seines Lesers zu treffen weiß. „Mein Interesse oder mein Herz ist bei dem breiten Unterbau meines Boltes geblieben, au dem das Leben der Nation schließlich beruht, bei den Bauern, Handwerkern und Arbeitern. Mir schmeckt es stets besser, wenn ich am gescheuerten Ti ch über den Daumen frühstücke, als wenn ich mich in Frack und Lack zwischen weißen Schultern durch zehn Gänge durchesse und Konversation m2knn feinen Volke sagt er: „Leben muß man darin, ganz darin aufgehen, sich als eins mit feinem Volke fühlen, um etwas Großes zu schaffen, wie es Jeremias Gotthelf glückte". Welche nahe legenden Parallelen ergeben sich aus dieser Auffassung des Volkstums, des Menschseins, welche große Gute spricht aus diesen, mit schlichter Selbstverständlichkeit geprägten Worten und wieviel Starnrnesbe- wußtsein und Mannesturn liegt darin. Den sungen Studenten packt nach Absolvierung des Gymnasiums Heißhunger nach Bildung. Aber- sein Wissensdurst gilt zuerst und immer der westfalischen Ge- sckickste. — — und es waren kaum zwei Jahre vergangen, da war ich bewußt das, was„ ich unbewußt immer gewesen war, Niedersachse. Der Lönsbiograph Griebel sagt von Löns, daß, wenn dieser erst in Münster ferne Stammeszugehörigkeit zu empfinden und sich als Nieder sachfe zu fühlen begann, dann im Pulsschlag seines Herzens und feines Blutes ein Gleichklang mit ber Sinnes- und Lebensart des Volkes, mit der Seele der Stadt und der Landschaft entstanden sein mutz, und daß zugleich aber auch eine seelische Verbundenheit mit ber geschichtlichen Vergangenheit bieses Lanbes in ihm Wurzel geschlagen haben muß, denn Stammesbewußtsein ohne geistiges unb seelisches Heimatgefühl ist nicht gut möglich. Unverkennbar ist, wie Persönlichkeit unb (H)a= ratter den Menschen und seine Kunst beeinflussen, und es ist unabweisbar, daß das Schaffen Hermann Löns' untrennbar ist von feiner rahebebingten Bodenverwurzelung, Löns' Kunst ist Zugleich fein Charakter; die Geradheit und Sauberkeit der von ihm geschaffenen Gestalten, mögen sie Helmu Hagenrieder oder Göde Hehlmann heißen, entspricht der Aufrichtigkeit unb Wahrheitsliebe ihres Schöpfers Den Acker zu bestellen, das ist der wahre ^D^'M-nschen'L, Wb .er frei ist vom Werk- dienst, zieht es hinaus in die Natur, zur Heide, deren Lied er singt. Dort lebt er, einfach, schlicht, ohne Pose unb erfreut sich ber Anteilnahme feiner Freunde aus dem Volke. Sein Herz gehört denen Die englischen Morgenblätter beschaf- tigen sich mit dem Ersuchen der Sowietregi-rung, Trobki aus Norwegen auszuweisen. „Daily Tele oravk" meint daß England zwar uberfteferungs- gemaß feine Neigung den perfolgten Persönlich^ Paris, 30. Aug. (DNB.) Nach einer Havas- Meldung aus Moskau haben Truppen der Roten Armee in Rjasan (250 Kilometer von Moskau entfernt) den Gehör s am v e r w e i - gert. Die Meuterei soll sedoch sch n e l l un ter drückt worden sein. Ferner heißt es m der Mel^ düng, daß in verschiedenen . Testen ber Uframe 58 au er nauf ft änbe ftattgefunben hatten. Die Truppen hätten äußerst scharfe Befehle zur Unterdrück u n g dieser Aufstande erhalten. In einer anderen Meldung aus Moskau wird berichtet, daß die Reinigungsaktion weiter anhalte. Obwohl die Verhaftung des Londoner Handelsv^- treters Ozerski dementiert worden sei, herrsche über dessen Schicksal größte eit Weiterhin würden dauernd oorbeugeni. . , gen in den höheren Beamten- und Kommisiariats- vor, die der deutsche Hausbesitz als Eig-ntll. mer von rund 17 Millionen Wohnun- gen zu erfüllen habe. Dem Schutz der Mieter diene auch di- vorläufige Einstellung des weiteren Abbaues des Mieterschutzes, die durch die Deifchar- sunq der Lage des Wohnunasmarktes notwendig geworden sei Das Hauptziel der Regierung bleibe die möglichst baldige Beseit, gung der Woh- nungsknappheit durch Siedelungs- und ESe7"St°rialdirekt°r im Reichsjustiz. Ministerium Dr. V o l k m a r über „Neuerungen un Grundstücks- und Hypothekenrecht gesprochen hatte, schloß Präsident T r i b i. u s die Kundgebung. Er wurde einstimmig auf weitere ^rer Jahre in seinem Amte vom Reichsausschuß seines Ver banbes bestätigt. Oer Ehrentag her heutigen Felhariitterie. Der Oberbefehlshaber des Heeres bei der Enthüllung des Ehrenmals in Köln. Köln, 30. Aug. (DNB.) Das. große Treffen der ehemaligen Feldartilleristen, die anläßlich der Weihe des Ehrenmals der deutschen Feld artiüerie nach Köln gekommen sind, wurde am Samstag mit einer großen H e b e n g e b e n k ° - feier für die im Weltkrieg Gefallenen aller Na- tionen auf dem Südfriedhof eingeleitet. Den Höhepunkt bildete am Sonntaa die feierliche Weihe und Enthüllung des neugeschaffenen E h r e n m a l s ber beutschen felbartillerie am Nieberlanber User. Tau senbe von Zuschauern umsäumten ben am Nieberlänber Ufer. In langen Kolonnen waren Aborbnungen ber Wehrmacht, SA., SS., NSKK., NSKOV. des Soldatenbundes, des Kyffhauseroun- bes bes Bunbes ber Waffenringe, Subwestasrika- unb Chinakämpfer unb bie alten Solbaten ber ehe- maligen beutschen Felbartillerie mit ihren Fahnrn- kompanien aufmarschiert. Von verschiebenen Ka- meradschaften der alten Regimenter wurden Kriegspferde ber Felbartillerie rnitgeuhrt Fuh. renbe Persönlichkeiten ber Wehrmacht unb ber alten Armee, ber Partei unb ihrer Formationen, ber staatlichen unb stäbtischen Behörben nahmen an ber Weihestunbe teil. Nach einer kurzen Begrüßungsansprache von Generalmajor a. D. Dr. Sammer, bem Führer bes ßanbesuerbanbes Rheinlanb ini Kyffhauser- bunb, unb bem Vortrag eines von Rudolf Her. zog verfaßten Prologs ergriff der Führer des Waffenringes der ehemaligen deutschen Feldartille. rie, Generalleutnant a. D. Freiherr von W a t« ter, das Wort zur Weiherede. Er feiertedie Treue und Kameradschaft der ehemaligen deutschen Feldartillerie, die stets bereit gewesen sei, für jhr Vaterland das Letzte hinzugeben. Für btese Haltung sei bas Denkmal Symbol. Wahrenb Fackeln entzünbet würben unb ein Musikzug ber Wehr macht bas Lied vom guten Kameraden intonierte, die Fahnen sich senkten und Salutschüsse ertönten, fiel die Hülle des Denkmals. , , .. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherrvon Fritsch sprach dann 5" seinen alten Kameraden von der Feldartillerie. Es sei ihm, so sagte er, eine besondere große unb aufrichtige Freube, baß er am heutigen Ehrentag seiner alten Stammwaffe teilnehmen könne. Im Auftrage bes Oberbefehlshabers ber Wehrmacht, Generalfeldmarschalls v o nJBlo m b e r o[, ^rTnit- teile er dellen besondere Gruße. Die deutsche Ar tillerie, in öfteren Namen er jetzt einen Kranz me- derlege, werde in diesem Ehrenmal eine erhebende unb mahnenbe Verpflichtung s^n. Zum Abschluß der Weihestunde nahm der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr von Fritsch, den Vorbeimarsch ber Formationen ab. Moskau, 29. Aug. (DNB.) Wie bie „Taß mitteilt, hat ber sowjetrussifche Gesanbte Jakubowitsch bem norwegischen Auhenminister erklärt, daß die Sowjetregierung auf Grund der Ergebnisse de Prozesses Sinowjew und seme Mitangeklagten da. mit rechne, daß die norwegische Regierung Trotzki bas weitere Zufluchtsrecht auf norwegischem Gebiet entziehe Trotzki sei der Organisator und Leiter der terroristischen Hand- lungen9 die die Ermordung der Mitglieder der Sowjetregierung und der Führer des s?mietru si- schen Volkes zum Ziele hätten. Erne weitere Auf- enthaltsbewilligung für Trotzki wurde der zeitgemäßen Auffasiung über bie Normen internationaler Beziehungen wibersprechen. Man könne sich erin- neni, daß in Verbindung mit der Ermordung des @nni(i5 Alerander von Jugoslawien unb des fran zösstchen Außenministers Barüjou ber 5ßölterbunb5-- rat als Pflicht ber Völk-rbunbsm.tglieber festgestellt bade f i d> gegenfeitig im Kampf gegen den Terrorismus zu helfen. Der n°rw ° gifche Außenminister hat ben foroJe,trl!*’tI^mnrme- fanbten barauf aufmerkfam gemacht, bafe ^orrne' gen kein einschlägiges internationales Abkommen unterzeichnet habe. Der einzige Gesichtspunkt, ber also nach internationalem Recht in Betracht gezogen werben könne, der aber auch in Betracht sy»gen roerben fei bas Weiterbestehen der freundschaftlichen Beziehungen zu Sowjetrußland. * London, 31. äug. (DNB. Funkspruch), Blatt ber Arbeiterpartei „D aily Her ald> , das bisher dem „Sowjetparadies große Sympathien entgegengebracht hat, greift heute die ^^ormah nahmen Stalins in scharfer Form an. Der gegem märtige Terrorfeldzug erinnere m einem Um ang an den roten Terror des Jahres 1918. Die Ansicht, daß die Sowjetunion sich rasch einem neuen Zeitalter der Freiheit nähere, müsse man letzt a us° neben; er werde nicht durch Tatsachen gerechtfertigt. Auch die neue Verfassung ändere nichts an dem Fortbestehen der Stalindiktatur. Ist der Terror", so fragt bas Blatt, „die Antwort auf eine weitverbreitete Verschwörung gegen Stalin, die in ganz Sowjetruhland Inh gefaxt hat, sämtliche Zweige der Regierung und der Armee durchdringt, die verlahlichsten Bol- ichewisten ansteckt und so gefährlich ist, dah man ihr mit den Methoden von 1918 entgegentreten muh? Wenn ja, dann muh etwas in der ganzen inneren Ordnung in Sowjetruhland von Grund auf falsch sein. Oder handelt es sich etwa um die E r o ff - nung eines neuen Abschnittes, der dem Bolschewismuh ein Ende seht und der die Entstehung eines neuen Bonapartismus einleitet? bamen. Trotzbem ist meine Spielfreube nicht geringer geworben. Ich freue mich schon sehr auf mein brittes Jahr beim Theater! In Gießen! Hans Geitzler. Ich bin ebenso wie meine Eltern geborener Hamburger, habe bie Oberrealschule besucht, bann eine zweijährige kaufmännische Lehrzeit in einer Ham« burger Firma absolviert unb meine bramatiscye Ausbilbung burch meinen Vater erhalten, ber 30 Jahre lang Mitglied bes Stabttheaters Altona (Elbe) war. 1916 ging ich als Freiwilliger ms Feld, würbe 1917 in ber Flanbernschlacht verwunbet, war bald barauf bis 1918 an ber Front unb wurde 1919 bei ber Demobilmachung entlassen. Meine Engage» ments waren Neiße und Schweidnitz als Anfänger, bann Liegnitz, Beuthen-Kattowitz, Heidelberg, ab 1925 Schillertheater Altona als Regisseur unb Schauspieler (zugleich Oberspielleiter), später Thalia- theater und 1935/36 Neues Theater Hamburg. Ich bin Wienerin. Natürlich habe ich als Kind so reizend Gedichte aufgesagt, daß meine Tanten einstimmig der Ansicht waren, es würde einen un- fchätzbaren Verlust für das deutsche Theater be- deuten, wenn ich nicht zur Bühne ginge. So würben in der Volksschule sämtliche Schulfeiern durch meinen Bortrag oerfchönert. Meine Eltern legten mir nicht das Geringste m den Weg. Nur brachten sie meinen beruflichen Erfolgen und Mißerfolgen anfangs große Gleichgültigkeit entgegen. Das lahmte meine Energie. Schauspieler sollen sich m *br*r Jugend mit ihrer Familie verkrachen, das gehört zum guten Ton! Plötzlich entschloß ich mich, eimge Theaterkanzleien aufzusuchen, und ich hatte Gluck. Gleich in der Scala wurde ich für Die Operette Die verliebte Königin" verpflichtet und kam noch in demselben Jahre an bas Raimunbtheater als jugenbliche Liebhaberin. Für bie vergangene Spiel- zeit schloß ich nach Aussig an der Elbe abl ich habe gespielt: Naive, Soubretten und jugendliche Salon- Volksgenossen darstellten. Ministerialrat Dr. Knoll ging bann auf bie Ma^mhmen & riattonalf 3 ^udithausftrafen verurteilt worben waren, Paris, 31. Aug. (DNB. Funkspruch.) „Was geht in der Sowjetunion vor? , fragt der rechtsstehende „Jour" und beantwortet diese Frage mit dem Hinweis auf die Massenverhaftungen Meute- reien, Selbstmord-, Auflösung^ des Syndika - der Intellektuellen. Der „Figaro £9? Meldung, in der behauptet wird, daß d,e 16 Hm richtungen im Sinowjew-Prozeß 'N Wirklichkeit nicht stattgefunden batten Sas aanAe fei nur eine geschickt aufgezogene Ko ^ödie gewesen. Die 16 zum Tode Berurte,len würden in einem Ponzerzug über Samara und,11 a nach Irkutsk transportiert roo sie angeblich m einem militärisch bewachten Dorfe äaiischen bem Lena-Fluß unb Dem Baikal-See untergebracht werden sollen. (eiten zuwenbe, erinnert aber gleichzeitig a n b« s p-"-!'-?!- -«LS- Programmpunkte sei es gewesen, baß bi mee”unter seiner Führung M°rd und Brand durch Europa tragen solle. Jnzwiscyen leien in Moskau die blutigen Maßnchmen gegen die Anhänger Trotzkis im Gange. Em Sow^tbeamter, der gegenwärtig aufgeforb^t werbe, nach Moskau au kommen brauche möglicherweise keine Ruck Ua “t'e\u lösen Stalin bedauere es ohne Äif-l s-hr, daß er Trotzki aus seinem ursprung- ücben Verbannungsgebiet an der Grenze von 6bme> W-Turkestan entlassen habe. Daß der englischen Regierung nahestehende Blatt stellt dann d,° Frag , w a o n u n m i t T r o tz k i geschehen, solle, und w°l- ches Land ihn wohl aufnehmen wurde. Eme der wenigen klugen Maßnahmen, die bie arb eiter parteiliche Regierung Gnglanbs seinerzeit ergriffen habe, fei bie Verweigerung der Einreiseerlaubnis nach England für Trotzki gewesen. Der jetzige englische Innenminister Sir John Simon Aus aller Welt ita- am Sine Rede Mussolinis. Vor Abschluß der großen Manöver. Rom, 30. Aug. (DNB.) Zum Abschluß der Paris, 31. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Rede Mussolinis zum Abschluß der italienischen Manöver in Avellino widmen die Frühblätter große Aufmerksamkeit. Die rechtsstehende Zeitung „Jour" schreibt, man müsse den Wortlaut der Rede Mussolinis vergewaltigen, wollte man auch nur eine Andeutung davon finden, daß die Rede gegen irgend jemand gerichtet sei. Es handele sich um eine Bekräftigung der Macht, aber auch der Wille, zu beruhigen sei in der Rede zum Ausdruck Fragen zu sprechen. Bezüglich der Verwendung von Keramik- uiib Metallegierungen bei der Zahnbehandlung sei es klar, daß der deutsche Dentist die Verwendung dieser beiden Stoffe anc " " "" /rK'' Ua* brafyte. Es ist der Gei st der Revolution der Schwarzhemden, der populäre kriegerische Geist des heutigen Italien, der auf dem Meere wie zu Lande und in der Luft wachsam bleibt, der Geist, den wir während der Manöver aus den Augen der Soldaten leuchten sahen, der Geist, der morgen, wenn das Vaterland und der König rufen, der gleiche sein wird. Seit dem letzten großen Manöver sind zwölf Monate, nur zwölf Monate dahingegangen, aber wieviele Ereignisse, wieviel Geschichte! Diese zwölf Monate sind reich an Ereignissen, deren Einfluß heute schon zu spüren ist, aber mit der Zeit immer noch fühlbarer werden wird. Bevor ich diese Versammlung abschließe, frage ich euch: Sind alle alten Schulden beglichen worden? (Tosender Beifall.) Weiter: Haben wir bis jetzt geradenwegs auf unser Ziel zugehalten? (Erneuter stürmischer Beifall und Zurufe: Ja!) Wohlan, ich sage euch und verspreche euch, daß wir morgen und immer so oorgehen werden!" — Nicht endenwollende Ova- die Zusammenarbeit am Werke des Friedens der Völker zu leisten. Allein nach dem katastrophalen Scheitern der Abrüstungskonferenz und angesichts des bereits entfesselten und nicht mehr aufzuhaltenden Wettrüstens wie auch im Hinblick auf die politische Lage kann das Losungswort für das faschistische Italien nur sein: Stark sein, immer stärker dann, so stark werden, daß wir allen Möglichkeiten entgegen- treten und jedem Schicksal fest in die Augen blicken können. Diesem höchsten kategorischen Imperativ muh das ganze Leben des Volkes untergeordnet fein, und es wird ihm untergeordnet werden. sich mitten unter der Volksmenge befand, wurde überall sofort erkannt, die Venetianer bereiteten ihm nach Beendigung der Rede des Duce spontane Kundgebungen, die zugleich ein Dank dafür waren, daß er es sich nicht hatte nehmen lassen, diese große Stunde des italienischen Volkes mit zu erleben. Am Abend war Reichsminister Dr. Goebbels mit seiner Frau Gast des Ehrenpräsidenten der Biennale, Graf Volpi, in seinem italienischen unter der von der völlig mitgerissenen faschistische Kundge- Besucher ein unge- iprache doh dem Mu il KMäustt' | Ludolf her« • Führer te - i Feldartik von Ws» ; feierte a i gen deuW i sei, für « I ir diese ftd- hrend FM g der Sehr« »en intonierte, lüfte ertönten, politischer Situationen" ,als eine Friedensbedrohung. Auf jeden Fall habe der Duce gegenüber der allgemein herrschenden Verwirrung wieder einmal den Wunsch ausgesprochen, die Weltmeinung über die von Italien verfolgten Ziele zu beruhigen, aber auch den festen Willen erklärt, kein Abenteuer zu ermutigen. Deshalb sei auch Mussolinis Rede in den politischen Kreisen der italienischen Hauptstadt so sympathisch beurteilt worden. Der „Matin" gibt eine Meldung seines Sonderberichterstatters aus Avellino wieder, in der es u. a. heißt, die in Avellino versammelten Politiker und Diplomaten hätten geäußert, daß die Rede der Ausdruck eines nationalen Wil- gekommen. Der „Figaro" weist daraufhin, daß der Duce in einem Augenblick, wo die Ereignisse in Spanien die Gefahren in Europa vergrößern, erklärt habe, Italien habe seine alten Rechnungen ausgeglichen, und wolle sich nunmehr seinem Imperium widmen und in Frieden leben. Die italienische Politik richte sich auf die Verwirklichung europäischen Zusammenarbeit, nahmen die Minister eine Gondelfahrt. Als die Minister an der Seufzerbrücke in die Gondel stiegen, wurden sie von der Bevölkerung herzlich durch Händeklatschen und Zurufe begrüßt. Im Anschluß an die Rundfahrt folgte Dr. Goebbels einer Einladung des Herzogs von Genua, des Kommandanten der oberadviatischen Flottenstation von Venedig, zu einem Essen im Palazzo Pisani am Canal Grande. Am Nachmittag nahm Dr. Goebbels eine Motorbootsfahrt durch die Lagunen vor. Am Abend war Dr. Goebbels Zeuge der Uebertragung der Rede des italienischen Staatschefs fchismus geeinigten Nation, er stand mitten Ueberzeugskraft des Duce Menschenmenge. Diese echt bung war für die deutschen , , mein eindrucksvolles Erlebnis. Dr. Goebbels, der Italiens Schlagfertigkeit schützt den Frieden In wenigen Stunden können acht Millionen mobil gemacht werden. Für alle Möglichkeiten stark sein. Der Widerhall in Paris. Oer Wunsch Italiens nach Zusammenarbeit wird von der pariser presse hervorgehoben. rreube M £ schon sehr flUl 5n Giehen! Reichsminister Or. Goebbels in Venedig. Besuch der Kunstausstellung und der Filmschau.-Oer Minister hört auf dem Markusplatz die große Rede des Ouce. ; hat Virk i Ogg ju lang' , worden waren, ! eren 6d* i e s, Gerhard t und" -erMNN 87 Verurteilten Mia W ^Oh, Vn. 1 "er lerie. 1 bei bt, Söln. weisen bei Ach bet Hen ^[b. i wurde om gedenk. ''<■ 'aller 9lü. Jen W Weche unb i m q l s bet User. Tau. reslplatz am nen waren! V-..WKL,! nhäuserbun- ; ldwestafrita. "n der che> 'en Fahn-n- i ebenen äq- er wurden. führt Füh. ' x und ber Formationen, i nahmen an lienischen Sommermanöoer hat Mussolini Sonntagabend in Avellino vor einer hunderttausendköpfigen Menschenmenge eine durch den italienischen Rundfunk verbreitete Ansprache gehalten. Mussolini führte, ständig von stürmischem Beifall laesichts der Edelmetallknappheit bejahe, aber seine Wünsche und seine Ratschläge mühten auch Beachtung finden. Zum Schluß ging der Redner auf die Aufgaben ein, die der Dentist hinsichtlich der Ernährungsfrage zu erfüllen habe. Täglich kämen bei ihm Fälle vor, aus denen klar ersichtlich sei, daß die Zahnerkrankung auf Fehler in der Ernährung zurückzuführen ist. Da sei es die Aufgabe des Berufskameraden, zu! veranlassen, daß der Zahnkranke auch in ärztliche Behandlung komme, um das Grundübel zu besei- Ligen. Der Kampf gegen die Karies (Zahnsaule) Generaloberst inn zu seinen erie. Ls sei ße und aus» n G-rentog tonnt. Om Wrmad)i, i, üdernilt- Hi* hj txWnbt ehlHader des i Fritsch. htN i ab. gesetzt worden fei, was zur Sicherheit unseres Vaterlandes in hohem Maße beitragen werde. Der Bundesführer schloß mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler; die Nationalhymnen beschlossen den feierlichen Akt. Dann fand der Ehrenvorbeimarsch an den Altveteranen-Ka« meraden und den Ehrengästen statt. Die Leipziger Herbstmesse. Der erste Tag der Leipziger Herbstmesse pflegt von den Besuchern zur Information verwendet zu werden. Im allgemeinen sind es die Einzelhändler, die schon am Eröffnungstage mit Aufträgen heroortreten. Eine Reihe von Branchen hat jetzt schon einen erfreulichen Auftragseingang zu verzeichnen. So konnten größere Aufträge holländischer Firmen in Textilwaren hereingenommen werden. Einen breiten Raum auf der Messe nehmen die Haus- und Küchengeräte und K l e i n m ö b e l ein. Die Industrie trägt mit ihrem Angebot besonders auch dem Bedarf wirtschaftlich schwächerer Kreise Rechnung. Im Messeauslandsgeschäft erwartet man eine weitere Zurückgewinnung verlorenen Bodens. Namentlich in Haushaltsmaschinen und -apparaten, in denen die deutsche Industrie führt, erhofft man ein gutes Geschäft, daneben in Aluminium- und Email- l e w a r e n sowie in Solinger Stahlwaren. Die deutsche Sportartikelwirtschaft sieht einem zufriedenstellenden Ergebnis der Herbstmesse mit gewisser Sicherheit entgegen.Der Blick des Exporteurs ist in erster Linie auf den überseeischen Absatzmarkt gerichtet. Eine wichtige Rolle bei der Erfüllung dieser Aufgaben spielt die h a n s e a t i s ch e Exporthandelsbörse am Sonntagabend. Der stellvertretende Vorsitzende des Afrikaoereins, E. Brettschneider, beschäftigte sich mit den in Westafrika bestehenden Absatzmöglichkeiten. Oie »Queen Mary" gewinnt das Blaue Band. London, 31. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der englische Dampfer „Queen Mary“ brach am Sonntag den Rekord für die schnell st e U e b er» querung des Atlantik von West nach Oft mit einer Durchschnitsgeschwindigkeit von 30.63 Knoten. Die „Queen Mary“ gewann, damit zum ersten Male seit 1929 das Blaue Band des Atlantik für England zurück. Das Riesenschlff passierte Bishop Rock am Sonntag um 20.12 Uhr MEZ., nachdem es die 2939 Meilen betragende Strecke vom Ambrose-Leuchtfeuer bei Neuyork bis Bishop Rock in drei Tagen, 23 Stunden und 57 Minuten zurückgelegt hatte. Diese Zeit ist um drei 1 Stunden 31 Minuten schneller als die bisherige : Rekordzeit der „Normandie" Reichstreffen der ehemaligen Deulfchostafrikaner. Die ehemaligen Deutschostafrikaner halten ihr drittes Reichstreffen in Eisenach ab. Nach internen Besprechungen, in denen auch der Stand der Vorarbeiten für den K o l o n i a l e h r e n h a i n erörtert wurde, vereinte am Samstagabend eine große Wiedersehensfeier die alten Kameraden im Fürstenhof. Exzellenz Schnee wies darauf hm, wie der Deutsche durch Fleiß und Energie in Frieden und Krieg gezeigt habe, daß er sich aufs Kolonisieren verstehe. Unvergessen seien die Kolonien; wie gut das Verhältnis der Deutschen zu den Eingeborenen gewesen sei, davon legten viele Beispiele lebendiges Zeugnis ab. General von Let- tSw-Vorbeck gedachte besonders der Toten, die in der Ferne ihr Grab fanden, und des Pioniers auf afrikanischer Erde, Karl Peters Der Reichs- kolonialehrenhain solle, wenn er Wirklichkeit werde, nicht nur Erinnerung an Vergangenes sein, sondern auch eine stete Mahnung zur Erhaltung der Wehrkraft des deutschen Volkes. Am Sonntag besichtigten die Ostafrikaner unter Führung des Schöpfers des Reichskolonialehrenhains, Majors R u ck d e f w e l (München), das in Frage kommende Gelände Am Montag unternehmen die ehemaligen Deutschostasri- faner eine Rundfahrt durch das Thüringer Land. Reichstagung des Guftav-Adolf-Vereins. Die Reichstagung des Guftav-Adolf-Vereins i n Kassel begann am Samstag mit Feftgottes- bienften in zahlreichen Kirchen Hessens, bei denen Pfarrer evangelischer Auslandsgemeinden und Leiter des Gustav-Adolf-Werkes predigten. Im Rahmen einer volkstümlichen Versammlung in der Stadthalle kamen Vertreter der evangelischen Diaspora aus Jugoslawien, Brasilien, Sowjetrußland und Oesterreich zu Wort. In der öffentlichen Hauptversammlung, die mit einer Ansprache des Präsidenten Professor Dr. jur. Gerber eröffnet wird, wird Generalsekretär Geißler den Jahresbericht erstatten und der frühere evangelische Pfarrer von Swakopmund, Konsiftorialrat Basenkamp - Düsseldorf, über den Dienst der Heimatkirche an den Volksgenossen in den Kolonien sprechen. Auf dem Schlußgottesdienst predigt Propst v o n zu r Mühlen- Reval, der Leiter des deutschen Kir- chenwesens in Estland. Der Reichstagung ging eine viertägige Freizeit voraus, an der 50Junge ausländische Pfarrer teilnahmen. Der Präsident des Zentralvorstandes hat an den Führer und Reichskanzler ein Begrüßungstelegramm gesandt, für das der Führer und Reichskanzler ihm seinen Dank übermittelt bat. Jüdische Devisenschiebungen ausgedeckt. Die Kölner Zollfahndungsstelle ist einer großen Kapitalverschiebung auf die Spur gekommen, deren Hauptbeteiligte jüdische Geschäftsleute sind. Die Kaufleute Simon Gaben und Hermann Frank betrieben in Köln die Konserven- und Marmeladenfabrik „Rhenania", mit der sie ungeheure Gelder verdienten. Mit echt jüdischer Gerissen- beit verschoben sie in den letzten Monaten ibr Vermögen ins Ausland. Sie täuschten den Behörden gewinn- und devisenbringende Auslandsgeschäfte vor und exportierten Waren im Werte von über 1 000 000 RM. nach Ueberfee. Zur Bezahlung der Waren in Deutschland hatten sie ihr in Deutschland festliegendes Vermögen flüssig gemacht. Der Gegenwert für die ausgeführten Waren, der normalerweise in Devisen einkommen und an die Reichsbank abgeliefert werden mußte, leiteten sie ihrem im Ausland befindlichen Bankkonto zu. Noch bevor sie aber ihren Plan zu Ende geführt batten, mußten sie, da die Gefahr der Entdeckung bestand, aus Deutschland flüchten. Sie ließen Betrieb und Gefolgschaft im Stich. Nach der Flucht der Juden konnte deren restliches Vermögen beschlagnahmt werden. 24. Gordon-Bennett-Wettfahrt in Warschau gestartet. Am Sonntag fand auf dem Warschauer Flugplatz Mokotow in Anwesenheit des polnischen Staatspräsidenten, von Mitgliedern der polnischen Regierung und zahlreichen Vertretern der ausländischen Diplomatie der Start zur 24. Gor - d o n-B ennett-Ballonsahrt statt. Von den gemeldeten zwölf Ballons mar der spanische Bal» könne gar nicht ernst genug genommen werden angesichts der erschreckenden Zahl von Kindern, die von dieser Krankheit schon befallen sind, und angesichts des großen Prozentsatzes von Militäruntauglichen wegen schlechten Zahnzustandes. Beichstreffen der Altveteranen des Deutschen Heichskriegerbundes. Arn Sonntag fand im Rahmen des Reichs- treffens der Altveteranen des Deutschen Reichskriegerbundes am Krieger- bentmal in Bad Ems eine Feier st unde statt, an die sich ein Vorbeimarsch der Abordnungen des Landesverbandes Westmark sowie der Ehrenformationen der NS.-Gliederungen anschloß. Am Abend vorher hatte der Bundesführer, SS.-Oberführer Oberst a. D. Reinhard, die Altveteranenkameraden im Kurtheatersaal begrüßt, wobei Haupt- schriftleiter Rogge einen Lichtbildervortrag über das Thema „Der Rhein, des deutschen Volkes Schicksalsstrom" hielt. Bad Ems prangte am Sonntag im Flaggenschmuck. Auf dem Gedenkstein von 1870 lag ein großer Eichenstranz. Zu beiden Seiten hatten die greifen Soldaten Platz genommen; 2000 Kameraden des Landesverbandes Weftmark mit 150 Fahnen waren angetreten, ferner Ehrenformationen sämtlicher NS.-Gliederungen. Bundesführer Oberst a. D. Reinhard schritt die Formationen ab und begrüßte die Ehrengäste. Der Landesführer Westmark Oberstleutnant a. D. Bornhausen hieß die alten Kameraden sowie den Bundesführer herzlich willkommen. Er sei der Mann gewesen, der Berlin vom Spartakismus befreit habe; 1158 tapfere Soldaten feien damals im Kampf für des Vaterlandes Rettung gefallen. Der älteste Altveteran, der 94jährige Eduard Lindner (Chemnitz), legte einen Kranz für die Gefallenen der Einigungskriege nieder. Oberstleutnant a. D. Börnhausen leate je einen Kranz für die gefallenen Kameraden des Weltkrieges, der Freikorps und für die Gefallenen der Bewegung nieder. Anschließend ergriff Bundesführer Reinhard das Wort: Alle die hier versammelt seien, seien durch die Schule des deutschen Heeres gegangen. Mit großer Anteilnahme habe er vor einigen Tagen den Befehl des Führers verlesen, nach dem die Dienstzeit im neuen Heer aus zwei Jahre herauf- geborener 5^ 3s $ lt verwEjgis - kW“16' ti . h«"' nnfant‘r,'| • \ ong PV . ,f'm» ■ '‘W# * SxK Venedig, 29. Aug. (DNB.) Der Schirmherr ; des deutschen Films Reichsminister Dr. Goebbels traf am Samstagmittag in Begleitung feiner Gemahlin im Flugzeug in Venedig ein, um einer Einladung des italienischen Propagandaministers A l f i e r i folgend dem festlichen Abschluß der internationalen Filmkunst schau im Rahmen der Biennale beizuwohnen. Auf dem Flugplatz St. Helena am Lido hießen Minister A 1 f i e r i und der Ehrenpräsident der Biennale Graf Volpi den Minister und feine Gemahlin herzlich willkommen. Nach der Begrüßung schritt Reichsminister Dr. Goebbels die Front der aufmarschierten Ehrenkompanien und der Ehrenformationen der faschistischen Verbände ab. Er fuhr sodann im Motorboot durch die Lagune zum Hotel Exzelsior, wo ein Frühstück stattfand, an dem zahlreiche italienische, deutsche und ausländische Biennale-Ehrengäste teil- nahmen. Im Anschluß daran besichtigte Dr. Goebbels die Kunstausstellung der Biennale. Die Führung der Gäste ü/ernahm der künstlerische Leiter der Ausstellung und Direktor im italienischen Propagandaministerium M a r a i n i. Zunächst besuchten die Minister die große italienische Halle, Die einen umfassenden Querschnitt durch das künstlerische Schaffen Italiens auf dem Gebiet der Malerei und Bildhauerei bot. Der eindrucksvolle Mittelpunkt der Ausstellung war ein Erker, in dem als einziger Ausstellungsgegenstand eine B ü ft e ö e s 2) u c e vor einer künstlerisch ausgeführten Wandkarte mit den italienischen Besitzungen zu sehen war. Eine der wertvollsten Malereien, die die Ausstellung überhaupt aufzuweisen hat das Werk „A 1 e d * 11 a 1 i a“ (Die Schwingen Italiens) erregte das besondere Interesse des Reichsminlsters und er erwarb das künstlerisch einzigartige Bild für Deutschland. Nach der Besichtigung der italienischen Halle statteten die Minister dem deutschen Pavillon des Ausstellungsparkes einen Besuch ab. Infolge der örtlichen Beschränkung konnte in diesem Pavillon nur em verhältnismäßig kleiner Teil der neuesten deutschen Schöpfungen m Malerei und Plastik gezeigt werden; doch« die reizvolle Lage des kleinen Kunsttempels bietet einen idealen Rahmen für die hervorragenden deutschen Werke. ,, r Nach der Besichtigung unternahm Dr. ©oebbeb eine Motorbootfahrt aus dem Fanale Grande Am Markusplatz wartete eine unübersehbare menge um Dr. Goebbels zu begrüßen. Dr Goeb- bels^besichtigte die Markuskirche und folgte dann einer (Einlabung des Ehrenpräsidenten der Biennale, Graf Volpi, auf seine in den Lagunen liegende Jacht „Misurata". Mit der Au fuhrung des deutschen Trenker-Films -Der Kaiser von Ka i tornien" schloß dieser Tag. Der Aufführung ging ein Diner im Hotel Excelsior voraus, an dem zu Ehren von Reichsminister Dr. Goebbels-und seiner Frau zahlreiche hohe italienische ten mit ihren Damen teilnahmen. Der Trenrer-Film „Der Kaiser von Kalifornien" hatte als echt deutsches, mit saubersten künstlerischen Mitteln durch- geführtes filmdramatisches Meisterwerk starken Bei- fall. Das Publikum gab feiner aufrichtigen Be- rounberung für Luis Trenker als Autor, Regisseur und Darsteller rückhaltlos Ausdruck. Sonntag Vormittag besichtigte Dr. Goebbels mit seiner Frau gemeinsam mit Minister 2Ilfien unter Führung des Präfekten von Venerng, Graf Catalano, den Dogenpalast. Danach unter» Oer Reichskongreß der Dentisten in Frankfurt am Main. Der erste Tag des Reichskongresses der Dentisten in Frankfurt a. M., der mit der Eröffnung der Industrie-Ausstellung und mit einem Appell der Amtswalter des Reichsverbandes Deutscher Dentisten eingeleitet worden war, nahm seinen Abschluß mit einem Empfang dieser Amtswalter durch die Stadt, wobei Bürgermeister Linder der Ausstellung , des Reichsoerbandes „Unsere Zähne" ein Lob zollte und dem Verband vollen Erfolg seiner Tagung wünschte. Der größte Teil des zweiten Kongreßtages war der Fachtagung vorbehalten. Der Reichsdentiftenfüh- rer Karl Schaeffer eröffnete die Tagung mit einer Ansprache: er freue sich, daß seinem Rufe so viele Kollegen Folge geleistet und damit zum Ausdruck brächten, daß sie sich hier das Rüstzeug für ihren Kampf zum Wohle der Volksgesundheit holen wollen, denn auch die Dentisten wollten nicht bei Seite stehen, sondern ihr Scherflein beitragen bei dem allgemeinen Wiederaufbau des Volkes. Der Reichsreferent für Berufsausbildung, Dentist Büch e-Frankfurt, behandelte die Zwecke der Fachtagung und die Aufgaben des Dentisten sowie seine Stellung zu einer Reihe von akuten Fragen. Auch betonte" er die ausgezeichnete Organisation der Dentisten; der Reichsoerband erfasse fast olle Berufskameraden — 20 000 an der Zahl. Dann tarn er auf die heute besonders interessierenden unterbrochen, etwa folgendes aus: „Die großen Manöver find abgeschlossen. Sie gingen in einer Atmosphäre größter Begeisterung vor sich. Morgen werden in der Voltura-Ebene 60 000 Mann, 200 Panzerwagen, 400 Kanonen, 400 Mörser, 3000 Maschinengewehre und 2800 Wagen vor Seiner Majestät dem König von Italien und Kaiser von Abessinien in Pa - rade vorbeiziehen. Diese Masse von Männern und Mitteln ist imponierend, aber nur ein verschwindender Teil von Männern und Mitteln, auf die Italien heute unter seiner Totalität sicher zählen kann. Ich fordere die Italiener auf, meine Erklärungen absolut b u ch st ä b l i ch zu nehmen. Richt etwa trotz des abessinischen Krieges, sondern infolge dieses Krieges verfügt die italienische Wehrmacht über eine größere Schlagfertig keit als früher. Dir können jederzeit im verlaufe von wenigen Stunden durch einen einfachen Befehl acht Millionen Männer tnobi- lifieren, ein ungeheurer Block, den 14 Jahre Faschismus zu den Temperaturen gebracht haben, die für Opfer und Heldenmut notwendig find. Das italienische Volk muh wissen, daß sein innerer und fein äußerer Frieden gefchüht ist und daß mit feinem Frieden auch der Frieden der Welt geschützt ist. Nachdem einer der gerechtesten Kriege, den die Geschichte kennt, mit einem vernichtenden und blitzartigen Siege abgeschlossen ist, besitzt Italien i m Herzen von Afrika endlose und reiche Gebiete, in denen es seine Arbeitstüchtigkeit und seine schöpferischen Geistesfähigkeiten entfalten kann. Wir werden den Widersinn eines ewigen Friedens nicht rnitrnachen, der der faschistischen Lehre widerspricht. Wir wünschen, mit allen Ländern in Frieden zu leben und den Frieden möglichst lange zu erhalten, und sind deshalb bereit, unseren täglichen und konkreten Beitrag für lens sei, in einem Regime, das s i ch selbst genügen wolle, das sich aber auch gegen alles verteidigen werde, wenn es notwendig werde, ber Es sei nicht weniger bereit, mit seinen Nachbarn e u r 0 P u 11 a, e n .................... als zusammenzuarbeit-n zur Aufrechterhaltung des einziges Mittel, den Frieden zu festigen, aber sie Friedens, den es wünsche und gegen das Risiko betrachte gleichzeitig die Entwicklung „gewisser eines Krieges, den es nicht wünsche. Das Imperium ist nicht aus diplomatischen Kompromissen, sondern aus fünf sieg- und ruhmreichen Schlachten hervorgegangen, die in einem Geist durchgekämpft wurden, der die unge- v^y^» -------- heuren Schwierigkeiten materieller Art und eine I tionen schlossen sich an diese feierliche Erklärung des fast universelle Staatenkoalition zum Nachgeben > italienischen Regierungschefs. anläßlich der Schlußparade der großen italienischen Manöver. Inmitten der begeisterten Men- ... . - schenmenge auf dem Markusplatz erlebte Dr. । Palast am Canal Grande. Goebbels die geballte Kraft der im Fa - > --- gegen Vaitonis bzw. L u ck i s. Rellftab Ergebnisse nach ^enDigung Der jjangeparncn. schlug Abramovicius, Heinicke schlug Lettland — TschechDslDwakei 5/- .2-S, Island g,-g.e Tautvaisas und Ernst den Litauer B a i k o -> Rumänien 3/:4/, Oesterreich — Finnland 4.4, gemeinsamen Belange erkennen, die I während Alzey ihren Volker im Großformat zeigt. x im Gau Hessen-Nassau eigen sind Entzückende Sing- und Tanzgruppen nutzen jede en diese Einheit zum Ausdruck drin- Stockung des Zuges aus um die dicht gestaffelt ste- Bezeichnung, die die Landschaft die- henden Zuschauer mit lustigen Liedern und Tanzen n-Mainisches Weinbauge- zu erfreuen. Eine ernsthafte Angelegenheit ist die müssen die ,anzen vicius. Ergebnisse der 19. Runde: Brasilien gegen Norwegen 1 :3, Finnland — Bulgarien 4 :2, Ungarn — Schweden 3:1, Italien — Jugoslawien 1 :1, Rumänien — Frankreich 5 :1, Tschechoslowakei — Holland 5/ : /, Schweiz — Oesterreich VA :2/, Polen — Dänemark IV2: V2, Deutschland gegen Litauen 4 :3, Lettland — Island 3:2; spielfrei: Estland. Nach der Erledigung von etwa 180 5)angepai> tien am Sonntag ergab sich folgender Stand: 1. Ungarn 98 Punkte (2 Hängepartien); 2. Polen 95/- Punkte > (4); 3. Deutschland 94 (4); 4. Jugoslawien 93 (4); 5. Tschechoslowakeit 91 (3); 6. Oesterreich 87/2 (1); 7. Lettland 86/- (2); 8. Dänemark 84 (4); 9. Schweden 81 (1); 10. Estland ^8/ (1), 11 Finnland 66 (1); 12. Litauen 65/ (5); 13. Ru- märLn 64/ (5); 14. Holland 62/ (2); 15^ Brasilien 59 (4); 16.. Norwegen 57 (1); 17. Schweiz 54 (1); 18. Italien 52/ (2); 19. Island 52 (3); 20. Frankreich 39 (0); 21. Bulgarien 35 (2). Erqebni se nach Beendigung der Hangepartien: dem Weinbau im - „ und wir müssen diese Einheit zum Ausdruck bringen in einer Bezeichnung, die die Landschaft bietet: Rhein -Mainisches Weinbauge biet. Ohne Ueberheblichkeit dürfen wir sagen, daß in unserem Gebiet die Weine wachsen, die den Weltruhm des deutschen Weines mitbegründet haben. Davon soll das deutsche Volk Kenntnis erhalten und es soll in Zukunft jede Werbung für das Rhein-Main-Gebiet gleichzeitig immer werben für unseren schönen herrlichen Oer erste „Rhein-mainifche Winzertag" in Mainz. Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger vor den Vertretern des rhein-mainischen Weinbaues. bildhafte Zusammenstellung der harten und schweren Winzerarbeit: Von der Rebe bis zur Lese. Aber nicht lange dauert die „Lektion", Bingens Mauseturm reizt mit humorvollem Grausen die Zuschauer! Gleich dahinter ein vielsagender Wagen mit der Aufschrift: „Rotwein ist für alte Knaben eine von den besten Gaben!" Ein reizendes Km- derorchester aus einem Weindorf der Bergstraße, das aus vielen Liedern bekannte „Wirtshaus an land abgebrochen. Die restliche Partie R ö d l gegen Arlauskqs, die abgebrochen wurde, dürfte remis werden. Richter remitierte gegen Mikslas, Ahues gegen V i st a n e 0 k i s. Engiles und Carls verloren ihre Partien NSG. Der ,Fih ein-Mainische Winzer- tag" in Mainz, mit dem der rhein-maimsche Weinbau zum erstenmal geschlossen in einer Gemeinschaftswerbung hervortrat, nahm seinen Anfang mit der Haupttagung des rhein-mainischen Weinbaues in der Mainzer Stadthalle. Gauleiter Reichsstatthalter Sprenger, der die Zusammenfassung des rhein-mainischen Weinbaues mit allen Kräften gefördert hat, sprach grundsätzlich zu den Aufgaben, die sich nach dem Zusammenschluß im rhem-rmlnischen Weinbau ergeben. Mit dem Gauleiter waren erschienen Gaupropagandaleiter Mu l« ler - Scheld , Landesobmann Seipel, der Vorsitzende der Hauptoereinigung der deutschen Wem- bauwirtschaft K. Schmitt, der Standortalteste der Wehrmacht, Gauarbeitsführer ,5 a atz, sowie weitere Ehrengäste. Zu Beginn der Tagung spielte der Musikzug der Motorstandarte 150 des NSKK., bann führten Künstler des Mainzer Stadttheaters ein Feierfpiel um den deutschen Wein auf, das Kurt Kölsch zum Verfasser hat. Der Oberbürgermeister der Stadt Mainz Kreisleiter Dr. Barth begrüßte den Gauleiter und die übrigen Versammelten. Gauleiter Heichsstatthatter Sprenger wies darauf hin, daß er die Schirmherrschaft über ben ersten „Rhein - Mainischen Winzertag" gern übernommen habe, weil er die Not der Winzer aus eigenem Erleben kenne und schon in der Kampfzeit den Weg zum Ausstieg gezeigt habe. Eine Hilfe auf die Dauer ist nur dann gegeben, wenn dem Volk der Wein selbst nahe gebracht wird. Das Rhein-Main-Gebiet darf in Zukunft ruhig in der Anpreisung seiner Weine mehr in den Vordergrund treten und laut und ständig für feine Weine werben. Dieser erste „Rhem- Mainische Winzertag" wird Nachfolger haben und in diesem Jahr der Auftakt zu einer intensiveren Werbung sein. Die Grundlage ist geschaffen, indem der rhein-manische Weinbau nunmehr zu- sammengeschlossen ist. Wir müssen lernen. Uns nicht mehr als rheinhessisches, rheingauer oder Wein. Nach dem Gauleiter gab der Vertreter des Landesbauernführers, Landesobmann Seipel, ein Bild von der geographischen Verteilung des Weinbaues. Der Landesobmann wies darauf hin, daß die Landesbauernschaft Hessen-Nassau und der Wein- bauwirtschastsverband Hessen-Nassau die Führung der rhein-mainischen Weinbauwirtschaft übernommen habe. Das Ziel fei, dem Winzer unter Einschaltung und gleichberechtigter Mitarbeit der Weinverteiler für lohnenden Absatz seiner Erzeugnisse zu sorgen und jedem Volksgenossen einen guten, einwandfreien Wein zum mäßigen Preis zugänglich zu machen. — Der stellvertretende Vorsitzende der Hauptvereinigung der deutschen Weinbauwirtschaft, Dr. Karl Schmidtlll. behandelte ausführlich die Absatzprobleme des Winzerstandes. Ein großartiger Festzug. der Lahn", auf dem eine tolle Gesellschaft der hübschen Wirtin das Leben schwer macht, lassen die Stimmung bereits nahe an den Höhepunkt gelangen. An der Ehrentribüne wurde mehr als einmal von den Wagen herunter der Wein kredenzt; Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger und Prinz August Wilhelm leerten den dargebotenen Pokal zum Jubel der Zuschauer. Die weltberühmte Weinstadt R ü d e s h e i m hatte mit einen der geschmackvollsten Wagen gestellt, ein Weinschiff, dessen Fässer die Namen der besten Lagen trugen. Fahnenschwinger und Küferchöre aus dem Kreis Oppenheim boten ihre Kunst den Zuschauern. Herrliche Wagen der Stadt und des Kreises Mainz, des Rhein-Main-Gebietes und die Mainzer Stadtgarde beschlossen einen Festzug, der nach einstimmigem Urteil selbst für die Mainzer ein erstmaliges Erlebnis war. Und das will viel bedeuten! Kleine politische Nachrichten. Der Führer traf am Samstagnachmittag von Bayreuth kommend, in Nürnberg ein. Nach einer Besichtigung des Reichsparteitagfeldes hatte der Führer eine Besprechung mit führenden Männern der Partei über Organisation und Vorbereitung zum Reichsparteitag 1936. Der ungarische Reichsverweser von Horthy traf in Velden am Wörther See ein, wo er dem Holland — Brasilien noch nicht erledigt, Frankreich aeaen Estland 2/:5/, Jugoslawien — Norwegen 4:4, Schweden — Bulgarien 6/:l/. In per 15. Runde wurden folgende Begegnungen erledigt: Norwegen — Schweden 3/:4/, Brasilien gegen Frankreich 6:2, Ungarn — Oesterreich 4/:3/, Italien — Dänemark 1:7, Schweiz — Lettland 3:5, Polen — Deutschland 4/:3/. In der 16. Runde war das Endergebnis: Lettland — Polen 4/:3/, Island — Schweiz 5:3, Oesterreich — Italien 7:1, Holland — Ungarn 2/:5/, Frankreich — Finnland 2:6, Schweden gegen Estland 4/:3/. Ergebnisse in der 17 Runde: Estland — Bulgarien 6:2, Brasilien — Schweden 2:6, Ungarn — Frankreich 7:1. Ergebnisse in der 18. Runde: Dänemark gegen Schweiz 5/:2/, Oesterreich — Tschechoslowakei 1:7, Holland — Rumänien 5:3, Frankreich — Italien 4:4, Schweden — Finnland 4:4, Norwegen gegen Estland l/:6/. Ergebnisse der 19. Runde: Rumänien — Frankreich 6:2, Tschechoslowakei gegen Holland 6/ :1/, Deutschland Litauen 4/:3/, Lettland — Island 5/:2/. DundesprSsidenten Miklas einen Besuch atz. stattete. * Wie „Evening News" meldet, beabsichtigt Lloyd George demnächst in Begleitung seiner Tochter Megan eine Reise nach Deutschland zu unternehmen. Er werde u. a. die deutschen Land» siedlungen und mehrere HJ.-Lager besuchen. OaS Lustverkehrsgesetz in neuerFassung Berlin, 29. Aug. (DNB.) Im Reichsgesetzblatt 1936 Teil I Nr. 78 ist das L u f t v e r k e h r s g e. s e tz in der neuesten Fassung veröffentlicht. Gleich, zeitig mit dieser Neufassung, die an sich keine grundsätzlichen Aenderungen enthalt, wird eine neue Verordnung über Luftverkehr vom 21. August 1936 bekanntgegeben, die vor allem der neuen Organisation der Luftfahrtverwaltung Rechnung trägt, nach der an die Stelle der früher zuständigen Landesbehörden jetzt die Lu f tarn» ter getreten und alle Hoheitsbefugnisse auf dem Gebiet der Luftfahrt in der Hand des Reichsmmi- fters der Luftfahrt vereinigt sind. Außerdem sind noch Vorschriften aus anderen einschlägigen Ge. setzen wie der Segelflugzeugverordnung und der Lustfahrtslaggenverordnung hineingearbeitet wor. den, um eine möglichste Zusammenfassung der luftrechtlichen Vorschriften zu er. reichen. Im übrigen sind die Bestimmungen über das Zulassungswesen und die Verkehrsregeln den Erfahrungen der letzten Jahre angepaßt, msbe. sondere auch das F l u g f u n k w e s e n einer eingehenden Regelung unterzogen. Wetterbericht des Relchswelterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Das europäische Hochdruckgebiet hat seinen Schwer» punkt westwärts verlagert, so daß die gleichzeitige Ver. stärkung der über Skandinavien hinwegführenden Wirbeltätigkeit auch für uns eine Witterungsver» schlechterung bringen mußte. Mit der Zufuhr feuchter Meeresluft stellte sich bereits am Sonntag Be. wölkungsaufzug ein, der vielerorts auch schon zu Niederschlägen geführt hat. Mit dieser Entwicklung kann die Schönwetterperiode als beendet angesehen werden, doch wird sich bei an und für sich unbeständig gern Wetter zwischendurch für kürzere Zeit immer wieder Besserung durchsetzen können. Aussichten für Dienstag: Vielfach dunstig, sonst zunächst wieder zeitweilig aufhei- ternb, später jedoch neue Verschlechterung mit Regenneigung, Tagestemperaturen zwischen 15 und 20 Grad, westliche Winde. Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der unbeständigen, zu Niederschlägen geneigten Witterung, aber nicht durchweg unfreundlich. Lufttemperaturen am 30. August: mittags 25,S Grad Celsius, abends 16,9 Grad; am 31. August: morgens 16,2 Grad. Maximum 26,1 Grad, Minimum heute nacht 15,2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 30. August: abends 20,9 Grad; am 31. August: morgens 18,8 Grad. — Niederschläge 0,2 mm. — Sonnenscheindauer 8,5 Stunden.______ Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: i. V. Dr. Fr. W. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. ®. 21. VII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Die Mainzer haben nun einmal die nötige Erfahrung mit Festzügen, die ihnen auch beim Aufbau von D e u t s ch l a n d s gr ö ß t e m W e i n f e st- 3 u g am Sonntag sehr zu statten kam. Kreisweise zogen die bekannten Weinorte des Rheingaues vorüber und weckten Gelüste nach den gesegneten Lagen und Jahrgängen (die man übrigens in einer hervorragenden Qualitätsweinprobe in der Stadthalle versuchen konnte). Aus der großen Zahl i der mitgeführten Wagen die besten herauszuheben, „irht m()hr m, rn(*innenttuiex> uim.uuuu vw J ift sehr schwer. Worms überrascht mit einer aus- mtttelrheüiisches Weinbaugebiet' zu fühlen, sondern'gezeichneten Darstellung des Nibelungenschatzes^ (on nicht erschienen. Die Ballons nahmen zunächst südöstliche Richtung. Zwei Stunden vor dem Start wurde auf dem Warschauer Flugplatz von dem deutschen Botschafter von M o l t k e die Taufe der drei deutschen Ballons vorgenommen, der der Präsident des Aero-Klubs von Deutschland, von Gronau, beiwohnte. Schach-Olympia München 1936 vor dem Abschluß. Das Schach-Olympia München 1936 geht dem Ende entgegen. In der am Sonntag gespielten 19. Runde wurde der Kampf Deutschland — Litauen beim Stande 4:3 für Deutsch- Ottilie Franz und Sohn. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen, den 31. August 1936. 5368 D Gießen (Wolkengasse 23), den 31. August 1936. Kameras, Filme, gestellt. Alle Wünsche zu erfüllen Herr Heinrich Keller im Alter von 48 Jahren durch den Tod entrissen. Mainzlar, den 29. August 1936. Tüchtiger 5371 A Saasen, im August 1936. 5367V gesucht. Schrift!. Angebote unter 5351d an d. Gieß. Anz. Platten und Alben und was überhaupt in der Photographie gebraucht wird, verkautt Ihnen OBERHESSENS GRÖSSTES SPEZIAL-HAUS EIGENE UNIFORM- U. ZIVIL* MASS-SCHNEIOEREI Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Nach einer langen, schweren und mit großer Geduld ertragenen Krank- heit wurde uns unser guter, treusorgender Vater rlachlSffe-« 20 v. 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Familie Willi Schepp FÜR HERREN UND KNABEN „OR Selters Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen, für die vielen Kranzspenden, dem Krieger- und Obstbauverein von Saasen und allen denen, die ihm das letzte Geleit gaben, unseren herzlichsten Dank. Frau Margarethe Reul Wwe. nach kurzem, schwerem Leiden im 60. Lebensjahr zu sich zu nehmen. Schön möblierte, sonnige [03645 Zimmer zu vermieten. HindeDborgwainV.p. KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und oelefpn. [Stellenangebote] Keine Zeugnisse in Urschrift wndern nur Zeugnis» abschrtsten dem Be» werbungsschretven beilegen — Lichtbilder undBewerbungsunter» lagen müssen zur Ber» meidung von Verlusten aus ver Rückseite Jia» men und Anschrift veS Bewerbers tragen 1 Gewandter jung. Mm als Lägerarbei- ter ver sofort ge- sucht.Schriftliche Angeb. u. 53741) an d. Gieß. Anz. 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Wir betreten einen großen anstoßenden Raum, hinter einem Tisch drei Frauen. Die Präsidentin sieht aus wie eine Lehrerin, die beiden anderen mögen Stenotypistin oder Verkäuferin gewesen sein. Ein Dutzend Kandidatinnen stellen sich diesem Komitee vor. Sie überreichen der Präsidentin einen Zettel, auf dem sie ihren Namen, Adresse, Familienstand und ihren Wunsch für ihre Der - wendung in der Miliz ausgeschrieben haben Meine Führerin nimmt ungefähr 20 solcher Zettel vom Tisch. „Sehen Sie." Alle 20 drücken tatsach- lich die Bitte aus, an die Front geschickt zu werden. Aber in neun Fällen hat die Präsidentin am Rand anders vermerkt: Laboratorium, Lazarett, Proviantamt. „Sie sehen," sagt meine Führerin, als wir zurückgeben, „daß wir Sie nicht getaufcht drei verschiedene Ausbildungsstellen geschickt, |e nachdem, ob wir sie zur Infanterie oder Artillerie oder zur Fliegerei bestimmen. Wir brauchen Flugzeugbeobachterinnen. Rach 8—10 Tagen Ausbildung gehen sie an die Front." „Sind schon viele gefallen?" „Unge- Die deuischen Physiologen tagen in Gießen. Oie heutige Eröffnungssitzung im physiologischen Institut der Universität. seinen Partner! . Schon nach den ersten Zügen des neuen Spiels bemerkte er, daß der andere ein guter Schüler war. Er murmelte etwas vom Glück des Anfängers und nach Verlust der Partie sogar von typischem Zufall. Aber dieser Zufall wiederholte sich zu regel- mäßig! Der Europäer konnte Gegen den Malayen nicht gewinnen. Zum Schaden kam noch der Spott. Wie ein Lauffeuer ging es durch den Kampong, wie schlecht der toewan im Schachspiel sei, das sie, die Bataker, doch schon lange vor seiner Ankunft in Sumatra mit großer Virtuosität beherrschten. Dieses Zeichen ungewöhnlicher Klugheit — die Bataker sind vielleicht der klügste Stamm unter den Malayen — erklärt möglicherweise auch etwas anderes. Ein bekannter Architekt auf Java, der viele Regierungsgebäude errichtet hatte, worunter die Markthalle in Medan z. B. jeder europäischen Großstadt zur Ehre gereichen würde, plagt sich noch heute mit dem Problem des Hausbaues bet den Malayen und bei den Batakern insbesondere. Er versucht noch immer vergeblich die Verteilung der Druck- und Zugverhältnisse in der Eingeborenenarchitektur zu finden, die schon seit undenklichen Zeiten besteht, und die es ermöglicht, mit nur 50 v. H. des Materials auszukommen, die der Europäer, bei einem Versuch im malayischen Stil zu bauen benötigte, lieber dieses Geheimnis hinaus sind die Häuser oer Bataker auch noch die vielleicht schönsten, sicher aber die in der Form elegantesten des Archipels. Schade, daß nur noch so wenig Originale vorhanden sind, vor allem die Schnitze- an den Marktständen, wo heute Reis und Früchte liegen, auf ihr Schicksal zu warten. Eine Flucht war bei der Fülle von Menschen, die ein malayischer Pasar immer aufweist, unmöglich. Wie heute, so drängten sich auch damals die Käufer in dichten Scharen an den Ständen vorüber: Schwatzendes Volk, kokette, buntgekleidete Frauen. Sachkundig wurden die Gefangenen abgetastet. Begehrliche Hände prüften Maus und Wangen, die als besonders wertvoll galten. Und dann begann das Handeln. Wer den Orient kennt, wird die Qual der Menschen ermessen, die Gegenstand dieser „Aussprache" waren. Rur die Unwissenden — und dazu werden die Missionare gehört haben — ahnten nicht, was kommen würde. War nämlich das Geschäft abgeschlossen, so erhob sich der Käufer und schnitt mit der Sicherheit eines Chirurgen die er» worbenen Stücke vom lebenden Menschen ab. Heute liegt mitunter, fast im geheimen, an diesen Ständen eine andere Ware, wenn man wieder einmal vom Reis, Gemüsen und Früchten absieht, die von dem hochzivilisierten Europäer auch nicht qutgeheißen wird. Zunächst hält man die fein äuberlich sezierten Stücke für Spanferkel. Bei näherer Betrachtung kann man bann aber feststellen, daß es Hunde sind, fein zerteilt in Brust-, Lenden- und Rückenstücke. Die Furcht, in Balige Hundeflersch zu bekommen, ist aber unberechtigt, weil es eine Delikatesse ist, die der Bataker um fahr 30." .... Draußen finde ich immer noch die Kämpferinnen in ihren Schaukelstühlen. Sind diese jungen Frauen wirklich zu fürchten? Wenn man sie da sieht mit ihren Augen, aus denen die Lebenslust lacht, kann man daran zweifeln. Aber ich habe sie an der Front gesehen, wie sie töteten und starben — wie Männer. Sie sind mitleidloser als Männer. Sie sind es, die den lob für Gefangene verlangt haben, die die Männer retten wollten. Unb sie haben das Todesurteil nicht nur ausgesprochen, sondern vollstreckt. An diesem selben Abend sah ich 1500 Kämpfer zur Front abmar- schieren. An der Spitze hinter der roten Fahne schritten b i e Frauen. Sie hatten nicht wie manche Männer eine Blume zwischen ben Lippen unb am Gewehr. In blauer Bluse, ben Tornister auf bem Rücken, den Patronengürtel umgefchnallt, die Hand um das Gewehr geklammert, schritten sie mit einem Ausdruck wilder Entschlossenheit gerade- aus, ohne einen Blick rechts ober links auf bis Menge zu werfen, die ihnen Beifall klatschte. In fast allen Häusern sind die Lichter gelöscht. Rur hier unb da sieht man in einer großen, ausgeräumten, von der Miliz beschlagnahmten Woh- Wie furchtbar die Leidenschaften in dem spam- chen Bürgerkrieg aufgewühlt sind, zeigt sich in nichts stärker als in der Teilnahme der Frauen am Krieg. Der Berichterstatter des „Pariser Soir", Louis Delapröe, hatte Gelegenheit, die Frauenformationen der Rotxn Miliz in Spanien zu besuchen und berichtet darüber. „Das Zentralkomitee der Antifaschistischen Frauenmilizen hat sein Hauptquartier in einem Hotel in Barcelona aufgeschlagen. Auf einem kleinen Vorplatz ruhen in Schaukelstühlen einige dreißig weibliche Soldaten, schwatzend, rauchend, träumend, und so ruhig, so nichtachtend, als be- änben sie sich auf der Terrasse eines Cafss ober am Straub. An einer Tür ein Schild- Generalsekretariat. Unb ba stehe ich vor ben Mitgliebern bes Komitees. Fünf Frauen. „Seit wann", frage ich, „haben Sie Ihre Milizen ge- bilbet?" „Seit brei Wochen." „Welches ist ihre Kampfstärke?" „Wir sinb heute in Katalonien nur 3 000 Frauen. Wir können uns leicht verboppeln unb verbreifachen, aber wir üben eine strenge Auslese. Wir nehmen nur solche Frauen an, bie körperlich kräftig unb sittlich einwanbfrei sind." „Wieviele von den 3 000 Frauen sind an der Front?" „Die Hälfte. Aber wenn es nach ihnen ginge, würden sie alle in der Feuerlinie sein. Seitdem wir unsere Annahmestelle eröffnet haben, hat keine einzige unserer Freiwilligen auf die Frage, was sie tun wollte anders geantwortet als mit dem einen kleinen inhaltsschweren Wort: Kämpfe n." Kommen Sie mit, Sie sollen selber keinen Preis an die Fremden abgibt. Alles das, was hier über die Bataker gesagt wurde, dürfte ihnen keinen Freund geschaffen haben. Nun erfordert es allerdings die Gerechtigkeit, zu sagen, daß sie auch lobenswerte Eigenschaften besitzen. Eine von ihnen mußte ein holländischer Beamter zu seinem größten Leidwesen erfahren. Dieser saß, wie so viele seiner Kollegen, auf einer einsamen Station, von der er nur selten in ben Club einer entfernten Kleinstabt unb nur alle sechs Jahre nach Europa kam. Was tun? Da er in Holland als bebeutenbes Amateur im Schach- spiel bekannt war, versuchte er es bamit. Aber die vielen Musterpartien waren auf bie Dauer ermüdend. So rief er kurzerhand seinen Boy zu sich herein und versuchte diesem das Spiel zu erklären. Er atmete auf, als der Bataker grinsend zu verstehen gab, alles begriffen zu haben. Nun hatte er Schweine und keinen der zerzausten Hunde zu Überfahren, die hier so schmutzig wirken, weil sie anscheinend mit den Menschen hausen. Wir sind in den Bataklanden. Eine weihe Kirche auf einem kleinen Hügel zeigt uns an, daß wir christliches Land betreten haben. Es ist das Wirkungsgebiet der Barmer Mission. Deutsche waren es, die, noch bevor die holländischen Beamten ins Innere vorstießen, hier zu kolonisieren begannen. Mit aufopfernder Liebe und beträchtlichen Summen find sie an das mühselige Werk gegangen. Zahlreiche Schulen und Krankenhäuser wurden mit deutscher Gründlichkeit erbaut. Nach den Anfangserfolgen steuerte bann auch bie hollänbische Regierung Subventionen bei. Der ausschließliche Umgang ber „Jnlanbers" — Eingeborene barf man in Nieberlänbisch-Jnbien nicht sagen — mit ben beutschen Missionaren brachte es mit sich, daß sie anfingen, beutsch zu verstehen, soweit sie es überhaupt für nötig halten, eine europäische Sprache zu erlernen. Auch ihre Vornamen sinb, neben solchen biblischer Natur, überwiegend, besonders in Balige, deutsch. So lesen wir an ben Schildern: Karl Heinrich und Ernst, suchen aber leider vergeblich nach Goethe, Hohen- zollern und Bismarck, die es hier gleichfalls zahlreich gibt. Wenn man ehrlich ist, muß man bei aller Vorliebe für fein christliches Europäertum eingestehen, daß die Erfolge der Mifsionare doch noch immer oberflächlich geblieben sind. Den Batakern war nämlich auf die Dauer der eine Gott der Christen ju wenig. Zunächst ganz im stillen und jetzt hochoffiziell haben sie sich noch einen Singamaharadja geschaffen. Neuerdings zeigen die Bataker, und das entspricht ganz ihrem Selbstbewußtsein bem Europäer gegenüber, erfolgreich Neigung, ihre christliche Kirche noch unabhängiger zu gestalten. Sie forbern eine Nationalkirche, ähnlich ber auf Nordcelebes unb ber Molukkeninsel Ambon. Als bie ersten Missionare in bie Bataklande kamen, hatten sie allerdings noch andere als politische Schwierigkeiten zu überwinden. Damals entgingen wenige — bem Kanibalismus, ber in feiner Grausamkeit einzigartig war. In aller Frühe, als es noch bunfel war, zogen bie Bataker mit ihren Gefangenen auf bie Pafars — HKärfte — von Baligä unb Porfea. Mit Angstschweiß auf ber Stirne folgten biese ihren Besitzern, um schließlich Am heutigen Montagvormittag begann bie Deutsche Physiologische G es e l ls ch a f t unter Leitung ihres Dorsitzenben, Professor Dr. Rein (Göttingen), in bem vollbesetzten großen Hörsaal bes Physiologischen Instituts ber Universität Gießen ihre 14. Tagung mit einer Er- Öffnungssitzung. Der Vorsitzende Pros. Dr. Rein betonte in feiner kurzen Einführungsansprache ben Charakter einer Arbeitstagung für biese Zu- sammenkunft ber beutschen Physiologen, bie burch sich selbst gerechtfertigt sei. Er bezeichnete es als politische Pflichterfüllung, wenn bie Männer, bie zur Wissenschaft berufen sinb, in ber vollen Erfüllung dieser wissenschaftlichen Mission ihre Aus- gäbe erblicken unb verwirklichen. Nach bem Gedenken an bie seit ber letzten Tagung vor zwei Jahren verstorbenen Mitglieber erwähnte ber Vorsitzende ben Eingang zahlreicher Grüße unb guten Wünsche von öffentlichen Stellen unb von Gelehrten. Er bankte fobann bem Direktor bes Physiologischen Instituts der Universität Gießen, Prof. Dr. Bur- (er, für die ausgezeichnete Vorbereitung der Tagung. Anschließend horte die Versammlung die Be- grühungs- und Einführungsrede von Professor Dr. Vürker, der unter starker Aufmerksamkeit der Versammlung u. a. folgendes sagte: Namens ber Veranstalter ber Tagung heiße ich Sie in Gießen, bem Sitz ber alten Academia Lu- doviciana, ber Hessischen Lanbesuniversität, herzlich willkommen. Nach bem Beschluß bes Dorstan» bes soll biese Tagung eine äußerlich schlichte, wissen- (Nachbruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) V. 3n den Vataklanden. Prapat, August 1936. Kurz hinter ben riesigen Gummiplantagen, an ber Straße von Meban nach Pabang, steigt unser Auto in zunächst weiten unb bann immer kürzeren Kurven langsam auf über breizehnhunbert Meter Höhe. Tannenwälber unb kühle Luft lassen in uns wirklich den Gedanken an einen „sumatranischen Schwarzwald", wie meine holländische Begleiterin meint, aufsteigen. Aber die Illusion ist nur kurz. Sie wird schon wenige Augenblicke später erschlagen von ber Wucht bes Bilbes, bas sich bann vor uns auftut. Heber 400 Meter tiefer liegt plötzlich bas gewaltige Tobameer vor uns, wie ein überbimenfionaler norwegischer F j o r b. Ihn zu beschreiben, besonbers wenn bie Sonne in allen erdenklichen Farben untergeht, ist einfach unmöglich. Wirklich unb wahrhaftig setzt mein Herzschlag aus, angesichts bieser gewaltigen, zerrissenen unb wilben Mürchenlandschaft. Neugierig und mit hohen Erwartungen fahren wir in steilen Kurven abwärts. Noch ehe wir den ersten Ort dieses Landes, Prapat, erreicht haben, wissen wir, daß die Gebirgskette uns von einer anderen Welt getrennt hat. Das Auto hat Mühe und Not, keines der zahlreichen und grohköpfigen nung im ersten Stock eine oergoioere ©rucroeae unu einen riesigen, strahlenden Kronleuchter wie ein Anachronismus. In dieser von dumpfem Trommelwirbel erfüllten Nacht scheint diese Fülle von Licht und Kristall aus einer anderen Welt zu kommen. Eine der Soldattnnen hat wohl dasselbe Gefühl. Plötzlich bleibt sie stehen. Sie fetzt ein Knie auf die (Erbe, zielt, brückt ab. Der erste Schuß geht in bie Decke, ber zweite trifft einen Kristallanhänger, ber dritte zerreicht genau bie Kette. Der Kronleuchter stürzt herab, und das Klirren des zersplitternden Kristalls, das auf ben Schuß folgt, klingt wie Ge- lächter oder Schluchzen einer menschlichen Stimme. Die Soldatin lächelt, vollkommen glücklich. Im Laufschritt holt sie ihre Kameradinnen ein. Der Tambour verstummt. Und ich höre diese Frauen» Soldaten lachen, lachen wie Schulmädchen. Sie als wir wrutfaetien oan wir öie ma^ Muuu|u;i s finden es wohl ebenso spannend einen Kronleuchter haben Die fünftigen' Kämpferinnen werden an > zu zertrümmern wie einen Menschen zu erschießen. (Sturm auf em Herz. Lon Horst Thieme. Als Robert Wehling aus dem Fenster seines Arbeitszimmers blickte, erschrak er. denn auf bem Kies- weg der durch den kleinen gepflegten Garten vor dem Haufe führte, fchritt ein Mann der Haustur zu, in dem Robert Wehling zu seiner größten Bestur- zung Martin Pachwitz erkannte . r 6 •aroar — es lag kein erkennbarer, wirklicher Grund vor, weshalb Robert Wehling durch das Erscheinen dieses Mannes beunruhigt werden konnte, denn bisher hatte er mit Martin Pachwitz stets in gutem geschäftlichen Verkehr gestanden, und bis zu dieser Stunde hatte sich das, was man so allgemein von Pachwitz erzählte - daß er nämlich em ruck- sichtsloser und brutaler Geschäftemacher sei — nicht bewahrheitet. Aber - wenn Pachwitz I» “«™" auftauchte, dann blieb es mcht aus. daß Robert Wehling mit Herzklopfen und Sorge dem Grunde dieses seltenen Besuches entgegensah. Er erhob sich vom Schreibtisch, als er vernahm, wie draußen die Tür geöffnet wurde und Stimmen laut wurden. Harte und feste Schritte näherten sch, ein kurzes Klopfen an der Tür Rauh und heiser vor beiden Männer persönlich nähergekommen h "Mwerden natürlich uberrafch. !°m,H°-rWch. ls.“ Ä ÄS beftimmt bamit ~ inSgnbe bedeute?!" ’Va'Ä touü bnQuV «Uf feiner falten J0aKe herum und machte eine anbers aung. Dann meinte er: .§4 kann nicht anders. Ich brauche das Geld, Herr Wehling! . — es lag eine halb neugierige, halb gestellten Leser bie Ausführungen uberdenAlpen-. I tropf von Professor Webmger interessieren. I ängstliche Frage barin. Der Mann blieb stehen. Sie sahen sich stumm an. Eine ganze Weile. Dann glitt ein Lächeln über bas runbe Kinbergesicht, bie rosigen Fingerchen griffen nach bem Manne, ber ba so still und hilflos stand, und ein helles Jauchzen kam aus dem kleinen — „Die 16 Olympischen Tage" heißt das neue Sonderheft der „Berliner Slluftrirten , das Bilder über Bilder zeigt von der Eröffnung bis zum Ausklang. Tabellen über bie Rekorb-Lei- ftungen, Aufnahmen von ben erregenbften Kampf- Momenten, bem Beqeisterungstaumel ber Masten, den Sieger-Feiern unb der Leistung ber Olympia- Organisation machen bieses Heft zu einem wert- vollen Andenken. — Eine Besteigung bes Olymp tragt zwar keine Golbene" ein, es wird aber doch jeder von einer solchen Bergfahrt Näheres wissen wollen. Alfred Graber berichtet darüber im August-Heft der Al- penvereinszeitschrift „Der Ber g st e i g e r (Verlag F. Bruckmann, München) in seinem Beitrag „Parnaß und Olymp". Wir erfahren von Kristas Kakalos, bem Erstersteiger, und können uns durch die Bildbeigaben eine lebhafte Vorstellung biefer Gegend machen. Aus dem Heft ist ferner em eben, falls reich und schön bebilderter Fahrtenbericht „Kleine B-rninapäst-" von Henry 50ef Schilderung der zweiten Begehung der Matterhorn Rordwand durch Sepp Schmidbauer Den Naturfreund werden die Be trage .^Blaue Enziane" und „Bergdahlen den >>°lk-kundl,ch ein genommen hatte. Ironisch meinte er zu seinem Sekretär: „Ich weiß schon, warum mich der Bankier heute nicht mehr eingeladen hat." „Ja, warum denn —?" „Weil ich mir immer die besten Stücke aussuche! , meinte der Direktor schmunzelnd. Jarno und ber Librettist. Der Schriftsteller F. quälte jeden Theaterdirektor mit feinen Erzeugnissen. Einmal erwischte er Direk- tor Jarno beim Weggehen. „Darf ich Sie ein Stück begleiten, Herr Direktor? „Ein Stück schon", erwiderte Jarno schmunzelnd, „aber es darf nicht von Ihnen fein." Marionetten. Der wegen seines scharfen Witzes bekannte Theaterdirektor P. besuchte unlängst Professor Tesch- ners Marionettentheater. Nach Schluß der Vorstellung suchte er den Meister auf. „Ich beneide Sie, lieber Herr Professor", meinte Direktor P., ber gerabe unter ben Launen eines Stars zu leiben hatte, sarkastisch lächelnb. „Sie können nach jeher Vorstellung Ihre Schauspieler aufhängen." Der unbekannte Bekannte. Burgtheaterbirektor Schlenther würbe von einem Theateragenten gefragt, ob er ben Schauspieler Po» lipny kenne. Der Direktor schüttelte ben Kopf. „Parbon, Herr Direktor, aber ben Neudegg kennen Sie boch sicher", erkunbigte sich ber Agent weiter. „Nein!", antwortete Schlenther. ,F)a kenne ich I noch eher den Polipny!" Der Mann mit ben kalten, harten Augen war etwas gelangweilt. „Das Kind —", sagte er langsam. „Was geht mich Ihr Kind an?! — Ich kann nicht mehr warten, Herr Wehling ... Er erhob sich, er wollte dieser Auseinandersetzung em Ende machen. Was er zu sagen hatte, war gesagt worden, alles andere war ihm höchst gleichgültig. Er streckte Wehling, der ganz zusammengesunken war die Hand entgegen. Wehling sah es nicht, er wandte sich ab, er wußte, daß es keine Worte gab, bie bas Herz dieses kalten nüchternen Menschen zu rühren vermochten. Er zuckte nur ein wenig zusammen, als bie Tür mit einem harten Schlag zufiel. Martin Pachwitz schritt burch bie Diele bem ©arten zu. Ein etwas belustigtes Lächeln lag auf feinem kantigen Gesicht. „Das Kmb —", sagte er halblaut unb schüttelte ben Kopf. Was bieser Mann sich eigentlich bachte! Um eines kleinen Kmbes willen, bas ihn nichts anging, sollte er sich eines seiner besten Geschäfte entgehen lassen?! Nee, so bumm war Pachwitz nicht! Er trat in ben Garten hinaus. Da stanb — im Schatten eines hohen Kirschbaumes - ber Kmber- wagen. Das Krähen unb Jauchzen bes Kindes er- reichte das Ohr bes Mannes. Pachwitz runzelte bie Stirn. Kinder -? Er hatte in I-m-r Ehe k-ne Kmber gehabt, auch kerne gewollt. Spater freilich, als er ein alter einsamer Mann geworben war, hatte es ihn manchmal wie ein leises Bebauern er- saht, aber bas war ihm selbst kaum recht zum Be- wuhtsein gekommen. Er wollte vorbeigehen, ohne hinzusehen. Das Gestammel, bas Helle Jauchzen bes Kinbes, das mit feinen kleinen bicken Fingerchen nach einem herab- bängenben Ast bes Baumes greifen wollte, wurde immer aufgeregter. Martin Pachwitz warf einen schnellen Blick auf das Kind. Unb 'm selben Augen- blick hatte bas Kinb ben fremben Mann erspäht. Es hielt in feiner Beschäftigung inne, es verstummte. mrofeffor und (chaute den Mann mit (einen großen dunklen l tropf von Prosestor Munbe. . Da trat Martin Pachwitz an ben Wagen heran. Plötzlich schlug sein Herz wie ein schwerer Hammer. Er wußte gar nicht, baß er seinen Arm hob, baß er bem Kinde bie Hanb hinreichte. Und warme, tolpatschige Händchen griffen danach, und fragend blickten die dunklen Kinderaugen. Ein feiner, weher Schmerz erhob sich in der Brust des Mannes. „Du kleiner Kerl —", sagte er leise und war wundersam berührt, als er merkte, wie feine Stimme schwankte. Er strich dem Kinde über das feine weiche Haar — bann roanbte er sich um unb schritt roieber zurück zum Hause. Ohne anzuklopfen trat er in Wehlings Zimmer. „Ich hab mir's überlegt", knurrte er, „ich will bie Frist verlängern." Unb ehe Wehling noch ganz erfassen konnte, was Pachwitz eben gesagt hatte, fiel bie Tür schon roieber ins Schloß. — Zeitschriften. Theaterdirektoren schmunzeln. Talent und Frechheit. Zu Heinrich Laube, dem berühmten Direktor des Wiener Burgtheaters, kam eines Tages ein recht flotter, junger Mann und bat ihn, doch fein fchau- fpielerisches Talent zu prüfen. Der Jüngling fügte die Worte hinzu: „Talent ist die Hauptsache, aber ohne Frechheit kommt man auch nicht vorwärts." Direktor Laube ließ sich etwas vorsprechen und sagte dann: „So, junger Mann, nun versuchen Sie es mal mit der Frechheit ..." Die besten Stücke. Einem Budapester Theaterdirektor war es passiert, daß er durch Zufall nicht mehr 3U einem Souper eingeladen wurde, an dem er sonst immer teil» Wehling sprang auf. „Und was wird aus mir?! I Augen an Ich habe Ihnen doch gezeigt, wie sich mein Geschäft anafthdie » immer besser und besser gemacht hat, wie ber Gewinn ein immer größerer aeroorben ist! Aber wenn Sie jetzt so unvermutet unb plötzlich Ihr Geld herausziehen — dann stehe ich vor dem Nichts —, dann ist es aus mit mir, Herr Pachwitz! — Ich habe eine Frau — Sie wissen doch — vor zwei Jahren erst habe ich geheiratet, und vor acht Monaten ist das Kind gekommen — ein kleiner Junge, ein kleines unschuldiges Kind! Wenn Sie meinetwegen, unserer langen Geschäftsverbindung wegen, keine Einsicht haben wollen — dann denken'Sie wenigstens an das Kind — an das kleine Kind, das darunter leiden wird —" O Der Werdegang der Physiologie in Gießen Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Berlin Sranffurt a. M. börse >Ur* bdrfe 121 120 120,13 37,65 I 36,75 Elektt. LteserungSgeiellschaft... 6 Licht und Kraft 7 TO ..O| 34 1 33,75 1 341 ... 4 94,5 93,5 - . XO| 209 1 209,25 1 210,5 1 Die hinter den 101,25 97,9 160,75 273 115,5 130,5 133 114 100 4 4 Dr 0 0 6 0 8 37,5 152 125,75 147,65 130,5 135 125,5 130,25 151 185 142,5 36,75 150,5 123,5 145,5 126,75 132 128,75 148,5 181,75 139 107 122,75 128 104,9 133 107,5 103 13,9 14,25 113 123,5 99 99 99 182,5 14 14,5 114,9 124,5 100 100 100 183,5 158 271,5 129 131,25 158,13 111,75 128 131,5 101,25 97,9 102,9 113,25 100,13 98,75 97 14,13 14,5 115 100 100 100 184 110,5 124,5 128 107 134 110,9 106,5 152 125,65 147,65 130,5 135 125,5 131 151,25 184,75 142,5 110,5 124,9 129,5 107,65 163 134,5 111 106,75 151,25 124 145 126,25 132 124 129 147,13 181,5 138,75 107,5 121,65 128 104 161 133,5 108 103 o 6 6 0 7 0 8 0 0 L 12 11 60,5 83,5 145 118,5 122,5 168 52,75 388 175,25 160,65 115,5 130,75 134,25 105,5 60,25 83 144 118 106,9 122,25 168 84,4 53 386 175 101,25 97,75 102,25 113 100 98,75 97 101 93,4 126 120 97 100,75 101 97,5 95 109,65 101,13 97,5 95 109,65 14 40 14,25 112,13 124 99 99 99 182,25 60 83,25 141,5 115,65 118,75 166,65 BI 199,5 171 102,75 60 82,4 141,5 115,75 105,5 118 166,5 81,5 5£ 200 169,13 33,5 13,4 9 A.E.G. Bekula Norddeutscher Lloyd ......... A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und DiSconto, Gesellschaft................ Dresdner Bank Retchsbank ................ 2,9 8,8 8,15 8,3 I 3,25 2,9 8,85 132 103 30,5 Anregung erlauben, die Deutsche Physiologisch« Gesellschaft möge mit dem Verein, der sich jetzt Deutscher Naturkundeverein nennt, in nähere Verbindung treten und bei dem entsprechenden Reichsministerium die Beteiligung der Physiologen an der Ausbildung der Lehrer der 2Hit- lelschulen in Physiologie anregen, dann wird die Physiologie noch mehr volksverbunden sein als sie es jetzt ist, und die Physiologen erhallen vielleicht zukünftig eine Einladung zu einer Olympiade, stellt doch diese geradezu ein großzügiges physiologisches Experiment dar. Deutsche Linoleum Orenstetn & Koppel Westdeutsche Kaufhof Chade.................... Accumulatoren-Jabrik . Tonst.Gummi.............. Srttzner..................- Malnkrastwerke Höchst a.M.» Süddeutscher Zuck«...... 101,25 97,9 102,5 113,75 100,05 98,75 97 101 93,13 126 120,4 97 100,75 101 97,5 95 109,6 29 3 8,8 8,1 8,5 13,5 101,13 97,5 95 109,65 29,3 2,95 8,9 8,3 8,5 13,5 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. 6% Deutsche Reichsanlethe v. 1927 1 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6y,% Doung-Anleihe von 1930 .. 1 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mii Auslos.-Rechten ............ ctigften W Aenthalben mil ijj) vor dem Aner Mannschi foingoolf beschri uges auf diesen O-Meter-Lau iiber den Kopf, md schließlich e Ungte, der gl< Welentigteitsüdi Die Hitler-Ä vchsidungskämp jchlatz aus, ui liien Mannfcha dchiedene Einz mittag die En Die Auf die Zeit der Naturphilosophie folgte bte Zelt der exakten N a t u r w i s s e n s ch a f t e n , als deren Vertreter Justus Liebig in Gießen austrttt, ein Hessenkind aus Darmstadt. Er hatte gerade das 21. Lebensjahr vollendet, als er hier im Jahre 1824 die außerordentliche Professur für Chemie übernahm; nach anderthalb Jahren war er Ordinarius, tm Sinne Ostwalds ein Romantiker. Hier hat er das erste Unterrichtslaboratorium der Chemie in Deutschland gegründet und, wie Ostwald sich ausdrückt, die ganze Kulturwelt mit Professoren der Chemie versorgt. 28 Jahre hat er in Gießen gewirkt und ferne größten wissenschaftlichen Taten hier vollbracht. In Gießen standen sich in W i l b r a n d und Sie« b i g zwei Welten gegenüber, die des Naturphilosophen und des Experimentalchemikers; als Mitglieder der gleichen Universität wirkten sie wohl nebeneinander, aber nicht miteinander. Von weiteren Dozenten am Anatomisch-Physiologischen Institut seien noch K. H, K. H o f f m a n n, der später Botaniker wird, und HA. B a r d e lebe n , der bekannte Chirurg, genannt. Nachfolger Milbrands wurde auf Vorschlag Liebigs Th. L. W. Bischoff aus Hannover, der sich durch seine entwicklungsgeschichtlichen Arbeiten lehr bekannt gemacht hatte. Hier in Gießen baute Bischoff ein großzügiges, zum Teil schon von Milbrand geplantes Anatomisch - physiologisches Institut, das seinesgleichen in Deutschland nicht hatte und das heute noch als Anatomisches und Zoologisches Institut dient, in einer besonderen Schrift, die ich ihnen hier vorlege, hat er es genauer beschrieben. Eine der reichsten Sammlungen über Entwicklungsgeschichte wurde in dem Institut aufgebaut. Besonders bekannt geworden ist seine hier durchgeführte Bestimmung der Gesamtblutmenge des Menschen. Als Liebig 1852 dem Ruf nach München folgte, zog er Bischoff im Jahre 1855 nach, der dort zusammen mit Carl Voit als seinem Assistenten arbeitete, an den er später die Physiologie abtrat, während er selbst sich mit Anthropologie. Darwinscher Abstammunaslehre, Anatomie und Anthropoiden und Großhirnstudien befaßte. Im Jahre 1878 trat er vom Amt zurück. Bischoff, der durch Liebig so gefördert , wurde und 30 Jahre lang in persönlichem Ver- . kehr mit ihm stand, hat diesem großen Mann ein bedeutsames Denkmal in einer Schrift „lieber den Einfluß des Freiherrn Justus von Liebig auf die Entwicklung der Physiologie" errichtet, die ich hier vorweise, in der er Mißverständnisse, die Liebigs Schriften hervorgerufen haben, zu beseitigen sucht. Eigentümlich sei es auch gewesen, daß keiner der schaftlich gehaltvolle sein, wobei auf kurze Vorträge, aber ausgiebige Vorweisungen besonderer Wert gelegt wird. Bei den 82 Vorträgen und Vorweisungen, die die Tagesordnung vorsieht, und nur 3 Tagen, die uns zur Verfügung stehen, bitte ich namens des Vorstandes unsere verehrten Gaste, es uns nicht zu verdenken, wenn wir von besonderen Begrüßungsansprachen absehen; wir danken aber Regierung, Universität, Fakultät und Stadt herzlichst für die Gastfreundschaft, die sie den Mitgliedern und Gästen der Deutschen Physioloaischen Gesellschaft gewährt hat und freuen uns, auch Kollegen aus dem Ausland begrüßen zu können. Bei unserer letzten Tagung in Göttingen hat unter erster Vorsitzender Herr Rein in kaum zu übertreffender Weise dargelegt, was unsere Physiologie in heutiger Zeit sein will, wie sie, weit entfernt von Scholastik und Stubengelehrsamkeit, ihr Heil nur sieht in der klaren Fragestellung und der sauberen Durchführung des Versuchs auf ^xakt naturwissenschaftlicher Grundlage, wie ihr Wirkungsraum nicht das enge Laboratorium, sondern die weite Welt ist. Auch sei es bei der Vielseitigkeit der Physiologie nur Gemeinschaftsarbeit, die zu einem großen Ziel führen könne, wobei er besonders an die Männer der Klinik, an die Aerzte, die biologische Medizin treiben, an die Vertreter der exakten Naturwissenschaften und an Die Techniker denkt, die die Umweltkräfte so wunderbar gebändigt und der Menschheit nutzbar gemacht haben, die aber auch ihrerseits die Eleganz bewundern können, mit der die Natur im Lebensgeschehen technische Probleme löst. Er meinte ferner, daß Die Wissenschaft Physiologie sich nicht auf das eigene Volk beschränken dürfe, sondern bei Wahrung aller Eigenart Die physiologischen Probleme anzusassen, doch die Beziehungen zu möglichst verschiedenen anderen Nationen pflegen und von ihnen lernen müsse. Aus Den so gewonnenen physiologischen Erkenntnissen entsprieße aber nicht eine mechanistische unD nur anthropomorphe Weltanschauung, Dem wiDerspreche Die UnergrünDlickkeit und ungeheure Vielseitigkeit des Lebens. Und wie nur Da, wo Kräftegefälle, wo Verschiedenheiten und Spannungen herrschen, das Leben möglich sei, so müsse das Anstreben non Gleichheit n-rderbl.ch wirken In- nerste Berufung sei es endlich, Die uns m Forschung und Lehre zu unserer Arbeit treibe, und ferner unser Gewissen, das uns Dabei leite. Vor Der C habenheit Des Lebensgeschehens vergehe dem Forscher und Lehrer Der Physiologie jegliche Selbstherrlichkeit. Wie sehr diese damals in Göttingen gesprochenen Worte v»n Herzen tarnen und zu Herzen gingen unD mit Den GeDanken übereinstimmten, Die ich mir selbst in Dieser Beziehung gemacht hatte, ging aus der sympathischen Reaktion hervor, Die ich beim Zuhörern aus meinem Herzen als positiv motrope unD posiUv chronotrope Wirkung verspürte. logen geprüft wahrend in der ärztlichen Prüfung der Wechselbalg „pathologische Physiologie" eine unerfreuliche Rolle spielt. Dann gab Der ReDner seinen Hörern m großen Züaen eine Beschreibung von Den Einrichtungen des Gießener Physiologischen Instituts er knüpfte Daran den Wunsch, daß Die Tagungsteilnehmer ihre Erwartungen voll erfüllt sehen möchten unD dankte chließlich Den Optischen Werken von E. Lei tz in Wetzlar für Die Bereitstellung eines besonDers leistungsfähigen Projektionsapparats für diese Tagung, sowie allen seinen Helfern bei Deren Vorbereitung. M .. „ , Am Schlüsse seiner mit starkem Beifall auf genommene Ansprache sagte er: Nietzsche hat einmal Das Wort ausgesprochen: „Ein Deutscher ist 3U großen Dingen fähig, aber es ist unwahrscheinlich, datz er sie ausführt". Dieses Wort hat unser Reichskanzler Adolf Hitler widerlegt, indem er aller Welt zeigte, wie auch das schier Unmögliche möglich gemacht werden kann. Möge das uns em Leitstern fein für unsere Forschungen zur Aufklärung der Rätsel der so wunderbaren lebenden Substanz. Uns aber möge hier bei Den jetzt beginnenden wissen- 0 schaftlichen VerhcmDlungen Der olympische , beseelen, Der in Berlin so große und schone,, Triumphe gefeiert hat. Pünktlich zur | Hnioerjität5ipor mina, zu her ne । Wehrmacht unt I e'maelo । 8 So bot \\fy \wc - Aus ben Xeno -Teil sehr span uum das grol Äugend lager Kämpfen ftar War etwas t machdeni sich Kraft der So, ■ Das Progr *var sehr abwi p der Hitler-? Ifiung der Zug -ordentlich ang^ 5!e Wettkämpsi Helligkeit al Kauer immer 8°K gab. Dü Zuschauer wurd Mn Verlauf d Mdenen Wett £nn’ °uch bei »schauer, gut m öbie Geduld der !x Anspruch 6 I J’Ä I . H?»“ HS*» ®rup| SÄ® ^ute durch ? !Än bes Al • iZTrn eine 1L-K Don?9®115 s öqc ei '' bei I «eI?V°°» Hit n?!nn gk 29-8- 147 28-8. ’ 150 222,5 135,5 106,5 31,75 119 28-8. 15Ö" 130,75 222 136,25 106,65 31,5 119 173 29.8. 147 126,25 218,5 131,5 103 30,13 116 117 damals lebenden Physiologen, auch Ludwig und Eckhard in dem nahen Marburg nicht, unmittelbare Schüler von Liebig gewesen seien, alle Physiologen hätten sich Der Physik oder Dem neu- aufgezogenen Gestirn, Der Mikroskopie, zugewanot. Bischoffs Schrift schließt in bezug auf Liebig mit Den Morten: „Die Menschheit unD Die Wissenschaft merDen nie Dankbar genug für Das Geschenk eines olchen Geistes sein können." . Nachfolger Bischoffs auf dem Lehrstuhl Der Anatomie wurde K. W. L. Bru ch aus Mainz, Der aus Basel hierher berufen, aber geisteskrank rourDe. Auf ihn folgte Bischoffs Prosettor EckharD. Er wurde 1882 in Homberg an Der Efze, im ehemaligen Kurfürstentum Hessen, geboren. In Marburg trieb er Gymnasialstudien und erwarb sich Dort auch Die nötigen Mittel zum Lebensunterhalt Durch Privatunterricht. Von 1845 bis 1849 studierte er zuerst in Marburg, Dann in Berlin. Nach Marburg zurückgekehrt, würbe er provisorischer Pro- fetter am Anatomischen Institut. Im Jahre 1849 iedelte er nach Gießen zu Bischoff über wo er Nachfolger Bardelebens wurde unD sich habilitierte. 1855 wurde er außerordentlicher Professor und gleich Darauf, als Bischoff nach München ging, OrDinarius Der Physiologie. Nach Der Pensionierung Des schon genannten Anatomen Bruch wurden die Ordinariate Der Anatomie und Physiologie unter Eckhard wieder vereinigt. Von 1855 bis 1891 vertrat EckharD beide Fächer, von Da an Physiologie allein, Die eine besonDere Anstalt in Der Senckenbergstraße erhielt. Den anatomischen Lehrstuhl übernahm R. K. E. Bonnet aus Augsburg, später in Bonn a. Rh. Bis zu seinem 84. Lebensjahr harrte Eckhard in seinem Amt aus, 1905 starb er und ist auf Dem Neuen Friedhof begraben. EckharD hat in Gießen eine sehr erfolgreiche Tätigkeit als Forscher unD Lehrer ausgeübt, auf Die ich in Diesem Kreise nicht näher einzugehen brauche, lieber Den alten Geheimrat Eckhard, der seines einfachen, leutseligen Wesens und Derben Witzes wegen bei jung und alt sehr beliebt war, erzählt man sich in Gie- PhUipp Hol»mann 4 ßemeniroen Heidelberg 7 ttementroerf Karlstadt.........6| Der Redner gab hierauf seinen Zuhörern in großen Umrissen ein Bild von der ^uDschaftlichen Umgebung unserer Stadt und verwies hinsichtlich der Stadt Gießen auf das Führerheft des Verkehrs- Vereins. Er erinnerte Dann kurz an Die ®runDung Der Universität Gießen im Jahre 1607 und schilderte anschließend den Werdegang d e r P h Y - siologie auf der Universität Gieße n. In diesem Zusammenhang feiner Ansprache sagte %Un dem Jahrhundert Der GrünDung der Uni- versität und ihrer Facultas medica gab es eine Physiologie als selbständiges Fach noch nicht. In den Vorlesungsverzeichnissen fand ich das Wort Physiologie zuerst in einer Ankündigung Des Pro- fessors Hleronimus R ö t e l aus Dem Wintersemester 1664/65. — Die Physiologie wurDe Damals unD biß zum EnDe Des 18. JahrhunDerts in Der fcho- lastischen Weise betrieben. . Auch zu Beginn Des 19. Jahrhunderts ist em be- sonderer Vertreter Der Physiologie in Der MeDizi- Nischen Fakultät noch nicht oorhanDen, es tritt aber Physiologie als befonDeres Fach Doch stärker hervor, nur steht sie unter Dem Einfluß Der Natur- Philosophie unD wird meist vom Anatomen gelehrt. Das war auch der Fall bei Dem damaligen Anatomen I. B. W i l D b r a n D , einem Westfalen, Der ein sehr vielseitiger unD weitbekannter Gelehrter war. Er war ein FreunD Goethes und Anhänger seiner Farbenlehre. Von Der Chemie nahm er an, Daß sie Der Physiologie nur Täuschungen bereiten würde, und warnte vor einer chemischen Analyse Der Körperflüssigkeiten, weil diese dadurch ja zerstört, getötet würden. Auffallend war geradezu seine Sucht, in allen Naturvorgänaen Polarität zu sehen. Er hat viele Bücher geschrieben und mit A. Rit- q e n ein „Gemälde der organischen Natur in ihrer Verbreitung auf der Erde" herausgegeben. Das Goethe A. v. Humboldt und Blumenbach gewid- Hhein-Mainische Börse. Aktien schwach. Frankfurt a.M., 29.Aug. Den vorbörslichen Erwartungen entsprechend lag Die Wochenschluh- borse am Aktienmarkt schwächer. Es lag einiges Angebot Der Kundschaft und Der Kulisse vor, Das zwar keinen allzu großen Umfang hatte, bei Der herrschenDen Zurückhaltung aber nur schwer Aufnahme fanD. Die Erhöhung Der Körperschafts- teuer blieb auf Die Kursgestaltung nicht ohne Em- luß. Die ersten Notierungen setzten Durchschnsttlich 2 v.H. unter gestern abend ein. Am Montanmartt gingen Mannesmann auf 103,50 (106,50), Verein. Stahlwerke auf 103,75 (106,50), Rheinstahl auf 132,75 (135,50) unD Hoesch auf 104,90 (107) zu- rück; Harpener blieben zu 128 behauptet. Am Chemiemarkt ermäßigten sich JG.-Farben auf 158,50 (160,75), ScheiDeanftalt auf 271,50 (273) und Deutsche ErDol auf 122 (124,50). Von Elektro- aftien verloren Elektr. Lieferungen 2,25 v. H., Schuckert 2,50 v. H. unD Siemens 3,50 v. H. Stärker geDrückt waren ferner Daimler Motoren mit 118,50 (122,50), Zellstoff Aschaffenburg mit 115,65 (118,50) unD Muag mit 116 (118,50). Reichsbank ließen 1,50 v. H. auf 182,50 und Rheinmetall 1 o. H. auf 141 nach. Schiffahrtsaktien bröckelten 0,25 v. H. ab. Nach den ersten Notierungen bröckelten Die Kurse zumeist weiter etwas ab, später zeigte sich etwas WiDerstanDskraft. Der R e n t e n m a r 11 lag fester, hatte aber nur kleines Geschäft. Altbesitzanleihe gewannen 0,50 v. H. auf 113,50, Kommunal-UmscbulDung 0,13 v. H. auf etwa 88,13, Zinsvergütungsscheine 93,15 und Städte-Altbesitz 113,75. Im Verlaufe bröckelten Die Aktienkurse bei kleinem Geschäft wieDer etwas ab. Mannesmann 103 nach 103,50, Verein. Stahl 103 nach 103,75, JG.-Farben 158 nach 158,50, Rheinmetall 140,75 nach 141, Deutscher Eisenhandel 130 nach 130,25. Die erst später notierten Papiere lagen durchschnittlich 2 bis 3 v. H. niedriger, so Gesfürel, Licht und Kraft, Buderus, Klöckner, Mansfelder und Westdeutsche Kaufhof. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 31. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 266 Rinder (31 Ochsen, 55 Bullen, 144 Kühe, 36 Färsen), 419 Kälber, 66 Schafe, 1068 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 43 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, ; Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, • Kälber 60 bis 92, Härnrnel 50 bis 56, Schafe 48 i bis 52, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: i Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber leb- - haft, Härnrnel und Schafe flott. Hamburg-Amerika-Pakei .....O Hamdurg-Südam. Dampfschiss. O Buderus - Deutsche Erdöl * Harpener................. 2yz Hoelck Eisen—Köln-Neuessen .. 8 Ilse Bergbau ...............« yl|e Bergbau Genüsse 6 Klöcknerwrrle ...............8 Mannes mann-Röhreu 8 Wirtschaft. Papierfabrik Oberschmitten, W.Lk Z.Moufang AG. Steigerung des Auslandsabsatzes. Fwd. Die Gesellschaft (Aktienkapital 900 000 RM.) konnte im Geschäftsjahr 1935 eine lebhafte Nach- frage verzeichnen. Der Auslandsabsatz erfuhr eine weitere Echöhung. Der Bruttoertrag stieg auf 1,01 (0,7) Mill. RM. Nach Abschreibungen von 0,11 (0,1) Mill. RM. wird ein kleiner Gewinn von rund 1000 RM. (im Vorjahr 6830 RM. Verlust) ausgewiesen, um Den sich Der bestehenDe Derlustvor- trag auf 15 486 RM. verringert. Dieser wirD aus Den sonstigen Reserven geDeckt, Die ^ann 426 880 Reichsmark betragen. Im laufenDen Geschäftsjahre ei Die Beschäftigung bis jetzt gut. Datum ManSseiver Bergbau....... 6% Kokswcrke .................. 6 Rheinische Braunkohlen 12 Rheinstahi.................. 4 Bereinigte Stahlwerke 8 V» Otavi Minen ...............O Kaliwerke Aschersleben k> Kaliwerke Westeregeln 5 Kaliwerke Salzdetfurth ?y, I. O. Farben-Jndustrie 7 Scheideanstalt...............9 Goldschmidt 6 Rütgerswerke 6 Metallgesellschaft 5 Stilen & Guilleaume 4 esellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität 6 Rhein. Wests. Elektr. 6 Schuckert L Co............... 6 Siemens L Halske 8 Lahmeyer L Eo 7 Den Darlegungen von Herrn Re l n rnocht ich nur noch weniges hinzufügen. Die Physiologie hat allen GrunD, sich mit Den Ergebnissen Der neuen Physik auseinanderzusetzen, geraten Doch Die Physiker bei ihren Verlegungen immer mehr auf das Gebiet Der Physiologie. Wenn Herr H eisen- berg sagt: „Die moderne Atomphysik handelt nicht vom Wesen und Bau Der Atome, sondern von Den Vorgängen, Die wir beim Beobachten Der Atome wahrnehmen", Herr Planck aber Dem gegenüber- stellt' Es gibt eine reale von uns unabhängige Außenwelt" und Herr Bohr hinzufügt: „Es ist fein optisches Instrument denkbar, das für feinen Zweck leistungsfähiger wäre als Das Auge Da ein Netzhautelement ja, wie Herr Trendelenburg Dargetan hat, gerade durch ein Quant erregt wird — so muß man Herrn 3or Dan •hedpt geben, Der es ausgesprochen hat: „Die Biologie wirD heute immer deutlicher zu einem zentralen Feld anderes Denkens." Wir können uns demnach nur besonders freuen, daß unsere vielseitige Physiologie auch in Dieser Beziehung noch allerlei zu sagen hat. Bei Der großen Bedeutung, die so Der Biologie zugemessen wirD, müssen wir Physiologen es bedauern, Daß wir viel zu wenig dazu herangezogen werden, physiologische Kenntnisse weiteren Kreisen als nur Medizinern zu vermitteln. Ich denke dabei besonders an die Lehrer Der Mittelschulen, Die Physiologie Des Menschen vorzutragen haben, aber ihre Ausbildung meist nicht bei der zuständigen Stelle, dem Physiologen, erfahren. Noch vor dem Krieg ist Der Deutsche Lehrerverein für NaturkunDe, Der Damals fast 40 000 Mitglieder zählte, in Tübingen an mich herangetreten, er wollte für seine Mitglieder ein Werk „MenschenkunDe" verlegen, ich selbst sollte Die Physiologie übernehmen unD Die nötigen Mitarbeiter für Die anderen Fächer gewinnen. Das ist zum Teil geschehen, aber Der große Krieg machte sich störenD geltenD. Ich möchte mir daher jetzt, da viele Dinge durch die politische Bewegung in Fluh geraten sind und physiologische Kenntnisse zum Verteil von Volk und Land gefordert werden, die 124,5 1 121 ,25 | 124,75 I 144 142,5 - 1561 156 1 -I Berlin, 29-August Amerllangche ‘Jtoien.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ..... Englische Noten Französische Noten ......... Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten • • Deutsch Lesterreich, i 1OO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten ....... Schweizer Noten............. Spanische Noten .. Ungarische Noten ••••••••••••»••• August i Notierung Brief 0,700 42,11 0,148 3,053 56,00 46,90 12,545 5,531 16,42 169,27 16,61 0,734 5,666 63,02 49,05 11,39 64,65 81,26 30,93 10,28 2,492 Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß». Abendbörse Schlußkurs Schlußt. Mittag- börte Datum 28-8- 29 8. 28-8 29-8- 4% vesgi. Serre h ............ — — 9,15 — 5% Numan, vereint). Rente v. 1903 6,75 — 6,7 6,5 4y,%Rumän.vereinh.Rentev.lS13 9,85 9,8 9,8 9,55 4% Rumänische veretnh. Rente . 2 y4% Anatolier .............. 5,4 5,4 5,4 5,4 43,5 43 44 43,5 Frankrurt a.M. Berlin Schluß- kurS Gchlußk. Abendbörse Schlußkurs Gchlußk. Mittag« börse Datum 28-8 29.8 28-8 29 8- 28-August 29- Amtliche Notierung Amtliche Geld Geld | Brief Buenos tim 0,695 0,699 0,696 Brüssel.... 41,99 42,10 42,03 Rio de Jan. 0,146 0,148 0,146 Sofia..... 3,047 3,053 55,95 3,047 Kopenhagen 55,83 55,88 Danzig .... 46,80 46,90 46,80 London.... 12,505 12,535 12,515 HelstngforS. Paris ..... 5,514 5,526 5,519 16,38 16,42 16,38 Holland ... 168,99 169,33 168,93 Italien .... 19,57 19,61 19,57 Japan ..... 0,732 0,734 0,732 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 LSlo..... : 62,85 62,97 62,90 Wien...... 48,95 49,05 48,95 Lissabon... 11,36 11,38 11,37 Stockholm... 64,48 64,60 64,53 Schweiz ... 81,10 81,26 81,10 Spanten... 30,87 30,93 30,87 Prag...... 10,27 10,29 10,26 Budapest .. — Reuyork ... 2,488 2,492 Banknoten 2,488 l. 2,44 41,88 55,68 2,46 42,04 55,90 12,48 16,33 168,51 12,52 16,39 169,19 Ule 5 s i’ jSWfc 62,68 64,31 624)4 64,57 80,92 30,54 81,24 30,66 St Ur. 203 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen) Montag, 31. August (936 Großer Tag der Hitler-Jugend im Bann 116 Ml - Pimpfe beim Kampf mit ihrer neuesten Waffe, dem Bambusspeer. I), 8i JO (107) (273) bant Treten Sie Fahne und Führer, der ). Son Elektro« n 2,25 o. H, 50 d. S). Stär« Motoren mit H H 11 Jl 6. ”p 000 301) - Ihr ganzes Leben lang vor diese ebenso vor die Idee, vor den durch diese Fahne symbolisch dar- gestellt wird. btöitVtn V\t ittr Mr sich ft r-5 Feldstall auf dem Trieb. (Aufnahmen (2): Pfaff, Gießen.) aller EL Nttti ui?nifl da llv und schü,. Feldzeichen der Standarte 116. Schriftltg.) berühre und damit zugleich übertragen mit der Blutfahne von der Feldherrnhalle von 19 23, so sei das für Sie alle Vermächtnis und heilige Verpflichtung. Denken Sie immer daran, wenn Sie hinter dieser Fahne, Ihrer: Sturmfähne hermarschieren. Standarte stattfindet. Gewiß ist auch aus diesem Grunde dieser Tag hervorzuheben, denn zum ersten Male sind Sie trotz mancherlei Schwierigkeiten hierhergekommen, um im Rahmen der gesamten Einheit sich auszusprechen und den Erfolg Ihrer stillen Einzelarbeit festzustellen. Sie können die Kraft der gesamten Einheit empfinden. Aber wichtiger als dies ist das Ereignis, das im Mittelpunkt dieser Veranstaltung steht. Sie sind hierhergekommen, um 12 Sturmfahnen nach Ihren Standorten zurückzunehmen, nachdem die Fahnen heute hier geweiht worden sind. Fahnenweihe! Es kann für einen Soldaten kein wichtigeres und kein heiligeres Ereignis geben. Die Fahne ist ja nichts Aeußerliches; sie ist als Richtlinie und Sammelpunkt für die Truppe nur von nebensächlicher Bedeutung. Ihre Hauptbedeutung ist das heilige, ist ihre innere Stärke als Symbol und Sinnbild des Ringens, des Ideals des Eintretens der hinter ihr Marschierenden. Schon bei den Landsknechtsheeren des Mittelalters war die gesamte Wehroerfassung auf die Fahne aufgebaut. Ehrlos war derjenige, der mit dem Schaft der Fahne berührt wurde. Und wir alle kennen ja die Bedeutung der Fahne für unser altes Heer und für unsere junge Armee, und wir wissen, daß der Soldat der deutschen Armee seinen höchsten Treuschwur in dem Fahneneid ablegt. Meine Kameraden, es gab aber wohl noch nie eine Fahne, die schon rein äußerlich so klar und eindeutig und in die Augen springend das Ringen, das Wollen und den Idealismus des die Fahne uns vorantragenden Mannes zum Ausdruck bringen könnte, wie unsere Sturmfahne. Schon rein äußerlich in ihrer Farben- zusammenstellung bringt fie unser Ringen für den Rationalismus, unser Eintreten für den deutschen Sozialismus und unseren Kampf gegen das für Deutschland Schädliche und Rachteilige zum Ausdruck. Liebe und haß zeigt unsere Fahne, dieselbe Liebe und denselben haß, den wir in der Brust tragen, glühende Liebe zu unserem Volk, glühende Liebe zu Deutschland, glühende Liebe zu unserem Führer und glühenden haß gegen alles, was unserem Volk, was Deutschland und was unserem Führer schädlich und nachhaltig sein kann. In diesen Gedanken will ich nun eure Sturmfahnen weihen. Wenn ich sie zum symbolischen Zeichen mit der hier stehenden Standarte (das Lande war, trotz der tapferen Gegenwehr, nur noch ein Erfolg möglich. Mit 7:3 Toren endete also der Raufballkampf für die Städter. Das Jungvolk zeigte dann in mehreren Gruppen die Fixigkeit im Zelt bau. In der kurzen Zeit von zwei Minuten und 45 Sekunden konnte das Fähnlein 1 das fertige Zelt melden. Mit nur wenigen Sekunden Unterschied folgten die anderen Mannschaften. Mit größter Spannung sah man dem Hindernis-Gepäcklauf der Hitler-Jugend entgegen, für den durch die umfangreiche Vorbereitung die besondere Neugier der Zuschauer ausgelöst wurde. U. gnet, die sich hier fast ungehindert austoben kön- r?n. Da auch den Zuschauern etwas geboten wer ten mußte, gab es hin und wieder bufe Knäuel I aif dem Boden, indem sich ein Dutzend Buben im den Ball stritt. Wo ber Ball war, waren meist 1 die zweiundzwanzig Spieler auch, Zunachs 9 0 iie „Städter" mit 3:0 in Führung, die Gegner holten dann auf 3:2 auf und barmt wurden auch 1 iie Seiten gewechselt. Nach der Pause spielten die U Jungens der Stadt weiterhin leicht überlegen unb I erzielten vier weitere Tore. Den Jungen vom ■ wteoa&ta So^en «ha & .. nä ber Sil:* Umfang h-rr I 8; U 8 7> > LU -t U 5, 294 Punkte; 3. W. Schwarz, Gefsch. 2, 280 Punkte. Linzelkämpfe der HI., Klasse A: 10 0. Meter-Lauf: 1. E. Kley, Gefsch. 1/116, 11,5 Sek.; 2. Moos, Gefsch. 10 (Großen-Bufeck) 11,5 Sek.; 3. Ott, Gefsch. 10, 11,9 Sek. Das Rennen brachte zum Schluß einen sehr interessanten Brust-an-Brust-Kampf zwischen Kley und Moos. 3000-Meter°Lauf: 1. Jmmel, Gfsch. 4/116, 9:50,0 Min.; 2. Rinn, Gefsch. 5 (Heuchelheim) 9:56,0 Min.; 3. Schirmer, Gefsch. 2, 9,57 Min. Ein prächtiger Sauf, der in der letzten Runde eine dramatische Steigerung erfuhr. Jmmel, der fast über sämtliche Runden führte, und nur zweimal die Führung kurz verlor, hatte im Endkampf heftia mit seinem schärfsten Gegner, Rinn-Heuchelheim, schwer zu kämpfen. In einem erstaunlich langen Endspurt, der fast über die ganze letzte Runde führte, kam Rinn aus den letzten 200 Meter zum Brust-an- Brust-Kampf mit Jmmel. In der Zielkurve wurde der Kampf entschieden. Rinn vermochte Jmmel nicht zu überholen und erreichte, da er sich anscheinend sehr verausgabe hatte, nur mühsam das Ziel. Es war der schönste Kampf des Tages. Weitsprung: 1. Kleiy, Gefsch. 1/116, 6,26 Meter; 2. Viel, Gefsch, 10 (Lollar), 6,14 Meter; 3. Moll, Gefsch. 1, 6,04 Meter. Hochsprung: 1. Schleenbecker, Gefsch. 10 (Lollar), 1,65 Meter; 2. Koos, Gefsch. 10, 1,60 Meter; 3. Moll, Gefsch. 1, 1,55 Meter. Kugel st oßen: 1. Schleenbecker, Gefsch. 10, 13,84 Meter; 2. E. Kley, Gefsch. 1, 13,80 Meter; 3. Ries, Gefsch. 1, 12,97 Meter. Keulenwerfen: 1. Schleenbecker, Gefsch. 10, 66 Meter; 2. Keil, Gefsch. 7 (Londorf), 60 Meter; 3. Düringer (Treis-Horloff) 56 Meter. 4X 100-Meter-Staffel: 1. Gefsch. 1 (Gießen-Süd) 47,5 Sek.; 2. Gefsch. 10 (Lollar) 48 Sek.; 3. Gefsch. 6 (Großen-Bufeck) 49,7 Sek. Eine Mannschaft des MG.-Bataillons beteiligte sich an diesem Wettbewerb außer Konkurrenz und erzielte die Zeit von 48,3 Sek. 200-Meter-hi ndern is-Gepäck lauf: 1. Gefsch. 1; 2. Gefsch. 2; 3. Gefsch. 3/116. Kleinkaliberschießen, Mannschaf t s - wertung: 1. Gefsch. 1/116, Gießen - Sud, 381 Ringe; 2. Gefsch. 7 (Londorf) 372 Ringe; 3. Gefsch. 2 (Gießen-Rord) 370 Ringe. Einzelwertung: 1. Weber, Gefsch. 7, 108 Ringe; 2. Müller, Gefsch. 7, 105 Ringe; 3. Klingelhöfer, Gefsch. 2, 102 Ringe. Die Kämpfe in der 8-Klasse. 100-Meter-Lauf: 1. Goß, Fähnlein 2, Gießen, 12,0 Sek.; 2. Göbel, Gefsch. 2, 12,5 Sek.; 3. Pletsch, M.-HI., 12,6 Sekunden. Berthold Goß sicherte sich hier einen klaren Sieg. 3000 -Meter-Lauf: 1. Rinn, Gefsch. 5/116, 10,21 Min.; 2. Gemmer, 4/116, 10,23 Min.; 3. Bachmann, Gefsch. 2, 10,38 Minuten. Der Sieger lies das Rennen unangefochten mit erheblichem Vorsprung nach Hause. Lediglich im Mittelfeld entspannen sich Kämpfe um den 2. und 3. Platz, da hier einige gleichwertige Läufer im Wettbewerb lagen. Weitsprung: 1. E. Rinn, Gessch. 5 (heuchel- heim), 6,01 Meter; 2. B. Goß, Gefsch. 2, 5,79 Meter; 3. E. höchstem, Gefsch. 6 (Großen-Bufeck), 5,68 Meter. Hochsprung: 1. Schwarz, Gefsch.2, 1,55 Meter; 2. Schreier, Gefsch. 1, 1,50 Meter; 3. A. Bin- zel, Gefsch. 4, 1,50 Meter. Kugel st oßen: 1. B. Goß, Fähnlein 2, 14,03 Meter; 2. W. Rinn, Gefsch. 5 (Heuchelheim), 11,36 Meter; 3. h. Adolf, Fähnlein 13, 11,0 Meter. Goß' Leistung ragt hervor. Er warf besser als der Erste der Klasse A. Keulenwerfen: 1. B. Goß, Fähnlein 2, 56 Meter; 2. Emmel, Gefsch. 4, 52 Meter; 3. Walter, Gefsch. 6, 51 Meter. Zeltbau des Jungvolks: 1. Fähnlein 1, 2,45 Minuten; 2. Fähnlein 21, 2,46 Min.; 3. Fähnlein 2, 3,04 Minuten. Jungvolk -Mannschafts -Kampf: 1. Fähnlein 4, 297,8 Punkte; 2. Fähnlein 21, 296,1 Punkte; 3. Fähnlein 22, 289,8 Punkte. Der Marsch durch die Stadt. Um 18 Uhr begann von der Dolkshalle aus der Marsch durch die Stadt. Als Ehrenformationen marschierten an der Spitze in straffem Marsch Abordnungen der Wehrmacht, des Reichsarbeitsdienstes mit geschultertem Spaten, der SA., des NSKK. und der Politischen Leiter. Dann folgten unter Trommel- und Pfeifenklang und mit dem Gesang ihrer Lieder die starken Formationen der Hitler- Jugend unter ihrem Bannführer he im,, sowie das Jungvolk unter Führung des Jungbannführers Taesler, nach den Klängen der Üandsknechts- trommeln und der Fanfaren. Der Marsch ging von der Dolkshalle aus durch die Kaiserallee, Moltkestraße, hitlerwall, Walltorstraße, Kirchenplatz, Schulstraße, Sonnenstraße, Kreuzplatz, Seltersweg, Frankfurter Straße, Alicenstraße, Lud- wigstraße. Vor der Universität fand ein Vorbeimarsch statt, bei dem die Wehrmacht, der Reichsarbeitsdienst, SA., RSKK. und PL. vor ihren unmittelbaren Vorgesetzten erschienen, während Hitler-Jugend und Jungvolk vor dem Gebietsführer Brandt vorbeimarschierten. Bei dem Vorbeimarsch stellten der Spielmannszug und der Musikzug der Standarte 116 in bekanntem Schneid die Marschmusik. Von der Ludwigstraße aus ging es über Ludwigsplatz, Gartenstraße, Neuen Bäue. Sonnenstraße zum Brandplatz. Auf der ganzen Marschstrecke und beim Vorbeimarsch waren die Formationen Gegenstand des starken Interesses und der herzlichen Sympathie einer großen Menschenmenge. Line eindrucksvolle Feierstunde. Nach dem Aufmarsch der Formationen auf dem Brandplatz begann gegen 19.30 Uhr die Feier- st u n d e , deren Verlauf in Gegenwart einer großen Zuhörermenge allen Teilnehmern starke Eindrücke von dem vortrefflichen Wollen und dem starken Willen der Jugend des Führers gab. Zunächst grüßte, nach der Meldung durch Bannführer heim, Gebietsführer B r a n d t seine jungen Kameraden. Dann folgte eine feierliche chorische Aufsüh-rung, bei der Sprecher, der Gesang von kleinen Einheiten, Fanfaren, Spielmannszug, Lands- knechttrommeln in prächtiger Folge zusammenwirkten und Zeugnis ablegten für den wunderbaren Geist in unserer deutschen Jugend und für ihre hohe und alle deutschen Menschen begeisternde Zielsetzung im hingebungsvollen Dienst für Führer, Volk und unser ewiges Deutschland. Anschließend sprach Gebietssührer Brandt. Er ermahnte einleitend seine jungen Kameraden, nach der Rückkehr in ihre Heimatorte das Erlebnis der Verunstaltungen dieses Tages nicht als ein einmaliges anzusehen, er ermahnte sie auch, nicht etwa zu glauben, daß mit dem regelmäßigen Diensttun in ihren Fvrmationen und mit dem Anziehen der Uniform alles getan sei. Die Jugend des Führers wolle etwas ganz anderes als alle anderen früheren Jugendorganisationen. Nachdrücklich sagte er seinen Kameraden: „Wir sehen vor uns als höchstes Ziel, daß jeder, der bei uns milmarfchierl, zuerst hiller- junge fein muh, mit Leib und Seele, und dann erst kommt alles andere. Vergeht nicht, daß es keine Phrase ist, wenn euch gesagt wird: Auf euch kommt es an, ihr seid die Zukunft Deutschlands!" Er betonte, daß die nationalsozialistische Bewegung, die alte Garde der Partei und die Kämpfer des großen Krieges voll Hoffnung und Stolz auf die junge Generation blicken. Die ganze deutsche Jugend müsse zusammenstehen und Tag für Tag an sich selbst arbeiten, damit sie vor den Führer hintreten könne mit reinem Gewissen, ihm stolz und frei in die Augen blicken und sagen könne: Führer, du gabst dein Alles für Deutschland, du gabst das Letzte für das deutsche Volk. Deine Jugend, die jetzt nachmarschiert, will dasselbe tun! Eindringlich warnte der Gebietsführer die junge Mannschaft, ihr Ohr den glcklicherweise überwundenen Anschauungen von Spießbürgern zu lechen, denen jeoes Kämpfen und Vorwärtsstürmen zuwider sei. Dagegen müsse es für die rechte Jugend des Führers immer nur eines geben: Vorwärtsstreben, Kämpfen, Arbeiten, immer den Blick auf neue Aufgaben richten. Vor der Jugend stehe eine große Aufgabe, die sich nicht von heute auf morgen lösen lasse, sondern nur durch Generationen: Der deutschen Ration ein hartes, stolzes und geschloffenes Geschlecht zu geben, damit ein neues deutsches Volk entsteht, in dem kein einziger von dem vom Führer gewiesenen Weg abzubringen ist. Den früheren Typ des deutschen Jungen dürfe es nie mehr geben; er sei überwunden. In der Arbeit der letzten Jahre sei die Hitlerjugend mit ihrer Neugestaltung des Types des deutschen Jungen bereits ein großes Stück Wegs erfolgreich vorangekommen. Dabei poche sie aber nicht auf Verdienste, denn sie sei eine bescheidene Jugend. Sie kenne nur eine große Aufgabe: Die grohe Dankesschuld an den Führer und seine Bewegung, sowie an die Männer des grohen Krieges auf sich zu nehmen und sie abzutragen durch Arbeit und Leistung für Deutschland! Wenn die Jugend so arbeite und weiterstrebe, dann werde der Führer ihr froh die deutsche Zukunft anvertrauen. So müsse die Jugend ihren Weg gehen im Geiste des Führers, ohne nach links oder rechts zu schauen. Es dürfe für sie immer nur eines geben: Der Führer und seine SA. haben sich eingesetzt und die Fahne über Deutschland hochgezogen, die heute über dem Reich weht. Die Jugend darf von dieser Fahne nicht weichen. Immer nur voran, immer weiter, von einer Aufgabe zur andern, niemals Stillstand, immer nur Kampf. Damit folgen wir dem Führer als treue Gefolgsmänner, damit werden wir treue Soldaten des Dritten Reiches fein! Nach kurzem Sprecherwort und Sprechchor übergab der Gebietsführer im Namen der Bewegung und der HI. dem Bann und Jungbann 116 zehn neue Fahnen, die er feierlich weihte. Kreisletter Dr. Hildebrandt betonte dann in feiner Ansprache, daß es kaum jemals einen Staat gegeben habe, der solchen Wert auf die Erziehung der Jugend legte, wie der heutige deutsche Staat. Er wies dabei auf die Versäumnisse und Sünden der früheren Zeit hin und machte in überzeugenden Worten den gewaltigen Wert der gründlichen Jugenderziehung unter dem Gesichtspunkt der Notwendigkeiten des Staates und feiner gedeihlichen Zukunft klar. Er hob hervor: „Wir wissen, daß es Stückwerk wäre, wenn Wänner einen Staat aufbauen und wenn nicht gleichzeitig daran gearbeitet wird, daß die Jugend des Volkes diesen Staat weitertragen kann." Der Nationalsozialismus habe deshalb sofort nach der Machtübernahme mit aller Konsequenz den einzig möglichen Weg eingeschlagen, durch die Erziehung der Jugend dafür zu sorgen, daß das R"ich das unser Führer geschaffen, nicht nur wenige Jahre dauere, sondern es sei der Grundstein qeleqt, daß unser Drittes Reich die Jahrhunderte überdauere, weil unsere deutsche Jugend dafür erzogen werde, welche auch die jetzt noch im Anfang der Entwicklung stehende wirkliche nationalsozialistische Volksgemeinschaft voll und ganz zur vollendeten Tat machen solle. Wir müssen unsere ganze Hoffnung auf unsere deutsche Jugend sehen, wenn wir unsere Jugend im Geiste des Führers haben, dann wissen wir, daß unsere Erwartungen in Erfüllung gehen werden. Der Redner betonte sodann u. a. die Friedensliebe b_e s deutschen Volkes, sprach aber auch klar aus, daß die Frage: Krieg oder Frieden? nicht allein von uns abhängig ist, sondern daß dabei die Strömungen jenseits unserer Grenzen stark mitbestimmen. Er wies in diesem Zusammenhang auf die in unserem Reiche glücklicherweise überwundenen, aber in anderen Ländern wirkenden ordnungs- und staatszerstörenden Machenschaften hin, die zum Ziele haben, den Unbekannte Fracht. Roman von Zrank z.vrann. 28. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Gegen Abend bei einer Besorgung stahl sie sich einen Augenblick zu ihrem Freund Fred. Sie klingelte unten. Oben ging die Tür auf. Frau Lorenz sah niemand draußen stehen und rief in den Flur: ,Es hat unten geklingelt, das wird wohl für Sie fein, Herr Lorenzen." Fred Lorenzen kam im Augenblick. „Ja, hast du denn heute Ausgang, Antje, das ist aber schön, daß du gekommen bist." „Ich habe nur ganz wenig Zeit, du wohnst jetzt au weit weg von uns Fred." Sie war außer Atem. „Ich muß gleich mit der Bahn zurückfahren." „Ist etwas geschehen?" Er sah ihrem Gesicht an, daß sie Wichtiges zu sagen hatte. Sie senkte den Kopf. Das Geständnis beschämte ie. „Frau Billing hat mir gekündigt. Ich soll ofort ausziehen. Vielleicht, wenn Sie darauf be- teht, muß ich noch heute Abend nach dem Essen aus dem Haus." Er starrte sie perplex an. „Weshalb denn?" Mehr brachte er nicht heraus. Antje sah auf ihre Uhr. Dann entschloß sie sich und berichtete die Vorgänge doch noch. „Ich komme zu spät. Sie werden merken, daß ich nicht nur die Besorgungen gemacht habe. Aber das ist nun alles ganz gleich." Fred Lorenzen vernahm erstaunt, was sich zugetragen hatte. Er unterbrach Antje zwei-, dreimal mit erregten Zwischenrufen. „Wie ist das möglich? Gibt es so etwas also wahrhaftig?" Aber dann begann er zu überlegen. „Es hat gar keinen Zweck", erklärte er, „daß du dort bei Billings zu Kreuze kriechst. Wenn der Alte womöglich ein Kleptomane ist, hast du denselben Spuk acht Tage später noch einmal. Ich will dir etwas sagen, du packst auf der Stelle deine sieben Sachen und gehst. Ich suche dir ein kleines, billiges Zimmer in der Friedrichstadt, und morgen früh bringe ich dich bei den Graphischen Werken A.-G. als Anlegerin unter. Die Leute suchen gerade für die nächsten Wochen intelligente Hilfsarbeiterinnen. Die Arbeit ist leicht, Metallbuchstaben ansetzen, du lernst es rasch." Er war ganz siegesgewiß. Antje wagte schüchtern die Anfrage: „Werden sie mich bei den Graphischen Werken so ohne weiteres nehmen? Ich weiß gar nicht, ob mir Frau Billing ein Zeugnis ausstellt." „Das muß sie, aber davon ganz abgesehen, ich kenne den Personalchef gut, weißt du, er täte mir den Gefallen." „Warum stellt er dich nicht an?" Fred Lorenzen lachte verlegen. „Das ist eine andere Sache, Antje. Ich würde eine sogenannte gut bezahlte Kraft sein. Ueber solche Einstellung aber darf er nicht allein entscheiden." Sie nickte ihm zu. Das hieß: abgemacht, Fred, ich verlasse mich auf dich. Er begleitete sie zur Haltestelle der Straßenbahn. Ihr längeres Ausbleiben war bemerkt worden. Frau Billing sah sie böse an, sagte aber nichts. Antje aß zum letzenmal in diesem Hause zu Abend. Sie packte ihre Sachen zusammen. „Morgen früh können Sie gehen", jagte Frau Billing. Das war ihr letztes Wort an Antje. Die Lohnzahlung und die Zeugnisübergabe am andern Morgen erledigte Herr Billing. Er war uninteressiert, daher freundlich, korrekt. Das Zeugnis war farblos lobend. Da der Knabe Hellmuth schon in seinem Kindergarten war, konnte sich Antje von niemand richtig verabschieden. Als sie auf die Straße trat, sah sie sich noch einmal um. Die Gardine des Herren- oder Bibliothekzimmers bewegte sich ein bißchen. Da wußte sie, daß ihr der Hofrat nachsah. Lachte er, rieb er sich erfreut die Hände? Sie wandte den Kopf wieder nach vorn. Auch das war ihr gleichgültig; sie vermochte schon ohne Groll an den alten Mann zu denken. 11. Kapitel. Antje Oelkens brauchte die Arbeit. Sie brauchte ihre Arbeit so nötig wie das tägliche Brot. Wenn sie die Tage mit Nichtstun hätte hinbringen sollen, wäre sie gestorben wie ein Fisch auf dem Trockenen, dem die Wellen fehlen und die stete Bewegung. Sie stand vor Herrn Birkmaier, dem Personalchef der Firma Graphische Werke AG. Der Mann sprach. Er redete ihr von fleißiger Arbeit; von nicht leichter Arbeit, die andere Meinung fei ein Irrtum. Antje nickte. Sie hatte Herrn Birkmaier angesehen, einmal im Anfang; das Gesicht hatte ihr nicht gefallen. Zahnlücken störten ihn beim Sprechen. Jetzt hörte sie ihm zu, ohne die Augen von ihren Schuhen zu erheben. Herrn Birkmaier gefiel solche Schüchternheit; sie mochte in Berlin sonst selten sein. Er beendete seine Rede. „Also wenn Sie wollen, Fräulein, können Sie gleich hierbleiben und anfangen." Im Ton lag eine Frage. Antje fuhr zusammen. „Ja", agte sie, „ich kann anfangen." Herr Birkmaier treckte ihr die Hand hin. „Also dann", sagte er innlos und starrte ihr ins Gesicht, denn er war kurzsichtig. Antje nahm die Hand. „Vielen Dank", sagte sie, „Sie sind sehr freundlich." „Nichts zu danken. Ich tue Herrn Lorenzen gern den Gefallen. Es ist das einzige, was ich für ihn tun kann." „Ach?" Antje blieb nun doch stehen. „Können Sie nicht die feste Anstellung befürworten, Herr Birkmaier?" Theodor Birkmaier verzog das Gesicht. „Selbst wenn ich es könnte, täte ich es trotzdem nicht, Fräulein Oelkens. Unter uns. Sie sind ja eine kluge Person und werden das nicht wiedererzählen." Er hatte ein Lächeln in den Mundecken, das sein Gesicht verzog; hübscher wurde er dadurch nicht. Antjes Hand zuckte zurück und blieb in der Luft stehen. „Warum sagen Sie das, Herr Birkmaier? Fred Lorenzen ist doch ein tüchtiger Mensch, immer auf dem Posten, hinter neuen Ideen her, stets unermüdlich fleißig. Sie müßten die Stapel von Entwürfen seyen, die er versucht Herr Birkmaier lächelte stärker. „Das ist es ja", sagte er, „Sie leisten ihm einen schlechten Dienst, wenn Sie mir das auch noch berichten." Er verschüchterte sie vollends und bemerkte es nicht ohne Zufriedenheit. „Sorgen Sie sich nicht, Fräulein, ich hätte ihn sowieso nicht genommen. Fred Lorenzen ist ein Phantast, wissen Sie, einer, der seinen Ideen nachläuft, kein ernsthafter, fachlicher Arbeiter. Reklamezeichner, das ist kein Kunstmaler; er verwechselt das. Womit keineswegs gesagt ist, daß ihm nicht hin und wieder ein guter Wurf gelingt. Wir bringen ja auch einiges gern von ihm. Nur in feine Gesamtproduktion können wir nicht soviel Vertrauen setzen, daß wir ihn fest anstellen möchten." Bolschewismus an die Stells der Ordnung I zu setzen. Dieser Gefahr wird am wirksamsten begegnet, wenn unsere Jugend im nationalsozialistischen Geiste erzogen wird. Daß die nationalfoziali- stische Jugendarbeit von Erfolg begleitet war, muh jeder zugeben, der mit offenen Augen durch die deutschen Lande geht und überall die prächtige Jugend in der HI. sieht. Die Ausländer, die zur Olympiade zu uns kamen und nun durch unser Vaterland fahren, beneiden uns um unsere Jugend, um unsere Ordnung im Reich, um unsere nationalsozialistische Bewegung. Ohne sie hätte Deutschland nicht zu den Erfolgen kommen können, die wir jetzt mit Stolz sehen: ohne sie hätten wir keine neue, starke Wehrmacht; ohne sie hätten wir Im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit nicht so gewaltige Erfolge erzielt: ohne sie hätten wir uns nicht wieder den hochgeachteten Platz in der Welt errungen. Weil mir wissen, daß die nationalsozialistische Bewegung nicht Selbstzweck ist, sondern eine Not- wendigkeit für Deutschland, deshalb stehen wir auch immer fester zusammen. Wir wer. den in Treue den Weg weitergehen, auf dem unser Führer führt. Wir haben nur einen Glauben: Deutschland! Wir folgen nur einem Manne: Adolf Hitler!, den wir in Treue grüßen mit dem Rufe: „Sieg-Heil!" Brausend erklang der dreimalige Ruf der Tausende von Menschen über den weiten Platz, anschlie. ßend wurden die Nationallieder gesungen. Damit fand die Kundgebung der Hitler-Jugend ihren Ab- schloß. Aus der provinzialhauptsta-t, Profefforen-Zubi'äum. Am 1. (September kann Professor Dr. Hein- r i ch Jakob, Direktor der Medizinischen und forensischen Veterinärklinik der Veterinärmedizini- schen Fakultät der Universität Gießen, auf eine 25jährige, sehr erfogreiche Lehr- und Forschungs- tätigfeit als ordentlicher Professor zurückschauen. Er wurde 1911 zum ordentlichen Professor an der damaligen Tierärztlichen Hochschule, jetzigen Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Utrecht ernannt. Dort konnte er nach seinen Plänen und Angaben eine mustergültige Klinik für kleine Haustiere erbauen und aufs beste einrichten lassen. Nach 19- jährigem, höchst anerkanntem Wirken in Utrecht folgte Jakob 1930, nachdem er 1923 einen ehrenvollen Ruf an die Universität Leipzig abgelehnt hatte, einer Berufung an die Veterinär-medizinische Fakultät der Universität Gießen als o. ö. Professor. Neben der Direkion der Medizinischen Vete-- rinärfünif obliegen ihm die Lehrgebiete der allgemeinen Therapie, speziellen Pathologie und Therapie, gerichtlichen Tiermedizin, Arzneiverordnungs- lehre, Pharmakognosie, Gas- und Tierschutz. Außer einer sehr großen Zahl von wissenschaftlichen Abhandlungen schrieb er als größere Werke: „Diagnose und Therapie der inneren Krankheiten des Hundes", 1913 und 1924, „Tierärztliche Augenheilkunde", 1920, „Tierärztliche Pharmakotherapie", 1922 und „Allgemeine Therapie", 1932. Am Festtag des hochgeschätzten Jubilars gedenken in Dankbarkeitt und Verehrung seine Schüler und Kollegen in Holland und dessen Kolonien, wie im Deutschen Reich ihres geliebten Lehrers und erfolgreichen Mitarbeiters mit den herzlichsten Wünschen. Dornotizen. Tageskalender für Wonlag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Weiberregiment". -• Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Königswalzer". Gleisumlegung auf der Main-Weserstrecke. tyffi I »er i bit in der Soi ■ ÄT p^‘e ♦♦ Ernenn Der Der usWw $or 80 C Mi berechtigt i iochort. und ; nöuftrie au « 3 on Deutschland nutet langen > Freibura im i maussuhtt un recke ist, ®ui icht weniger ö dbei neun s Mellt. Don t d)t von beut i i-jen erzielt. ! igreforö o j 8,7 km/st st t bon Delius ! fj. P. Müll I waten schnelle 1 fahrt im verc Dernd Ro schauern, die säumten, daß von bester S Bern mit s 800 Meter zum Ziel ur fahret im R Mit genau £ den absolute! des Tages u Preis von 1 ; meyer schon doch briiite bi btr Nennwagi Munden ihi Mt ’m 8:01,9 Mn. vor dem Ä Alsa Romei Hans Stu in Pescara Der dritte Meter unter In diesen Tagen wird auf der Strecke der Main- Weserbahn das Gleis auf der Strecke zwischen» Gießen und dem Rodtberg erneuert. Die AroeiL kann nur zu bestimmten Zeiten des Tages ausgeführt werden, und zwar in den Stunden des geringsten Verkehrs auf dieser an sich verkehrsreichen Strecke. Nahezu 100 Arbeiter werden deshalb während des zur Verfügung stehenden Zeitraumes eingesetzt. Der Betrieb der Bahn roirN während der Arbeitszeit nur eingleisig fortgeführt. «5 * 3 B6 d? ° ÄM ; «Jj "«rr; J * wi' k 01 roi' I«. ™ °>chl |o. onb'fn eine j| lQnb' d!!j ammen. Die t l,n- dem t ,l"«n ®att ' "« eil 'n Bit in j. > Rus bet l '“"M anjt ^Qefungen. & Mugenb ihren i so daß man öfter den Eindruck hatte, schon in den Verbandsspielen zu stehen. Die II. Mannschaft gewann gegen Sportfreunde Wetzlar mit 6:1 Toren. (Ueber den Verlauf der Kämpfe berichten wir morgen. Fußball-Freundschastskämpse. „Hessen" Bad Hersfeld — Kickers Offenbach 3.3. 1. FC. 1893 Hanau — VfR. Mannheim 1:0. „Union" Niederrad — Spv. Wetzlar 05 2:2. „Kurhessen" Kassel — „Rot-Weiß" Oberhausen 3:3. FSV. Mainz 05 — VfB. Friedberg 5:4. „Kuhessen" Marburg — FK. Pirmasens 3:6. Kreisschwimmfest des Turnkreises Wetterau - Vogelsberg in Laubach. In dem idyllisch gelegenen städtischen Schwimmbad zu Laubach sand unter Leitung des Kreis- Der Abschluß aus der Wasserkuppe Vorletzter Tag. Abgesehen von einigen Spielmomenten beide Mannschaften den typischen Sommerfußball. Rontag. ßeibtmgimenf- .LönigsmlzN' UNg serstttlte. T Streit er Streit F- l muetl$i-iK <» des r-p ■■ i den Stundt»- T an suh Irbetter w»* junj fiti*; »h Der eingleisig^ Ein Forscher hat berechnet, daß Corot, der 1, vorragende französische Maler, dessen Bilder lange im Kunsthandel sehr gesucht waren, etwa 4000 Gemälde in seinem Leben geschaffen hat. Ein anderer Forscher hat nun behauptet, daß von den 4000 Fälschungen wären. Wie man Fliegentüpfel herstellt. Bei den Fälschungen von Werken der Plastik kommt es in erster Linie darauf an, alle die Merkmale hohen Alters, wie Wurmstiche, Farbenreste, Sprünge usw., täuschend nachzuahmen. Bei einer Goldfassung mittelalterlicher Figuren, deren Wert man nach dem Grade ihrer Erhaltung zu beurteilen pflegt, dürfen auch die schwarzbraunen Fliegentüpfel nicht fehlen. Besonders gründlich ging darin ein Pariser Fälscher vor, von dem ein schwedischer Kunstforscher erzählte. Er entdeckte in einem alten Viertel von Paris eine „Fabrik alter Meister, Antiquitäten und Reliquien". Beim Betreten der Fabrik verspürte er einen brenzlichen Geruch und bekam schließlich heraus, daß man gerade eine „alte spanische Goldtapete" fabrizierte, die Szenen aus den Kämpfen der Kreuzritter reliefartig außerordentlich „echt" darstellte. Köstlich war die Art, wie man die kleinen Erhöhungen und Tüpfel, die altem Leder das eigentümliche Aussehen zu geben pflegen, herstellte. Zuerst strich man Sirup auf die Stellen, wo die Tüpfel sitzen sollten, und bann ließ man eine Menge Schwaben über den Sirup her- fallen. Diese für den Leckerbissen dankbaren Tiere machten sich eifrig an die Mahlzeit und setzten gleichzeitig die erwünschten kleinen Tüpfel ab, die das beste Zeichen für das hohe Alter und den antiken Wert bilden. Durch den Fortbestand der warmen Witterung turnten die Segelflieger auch den vorletzten Tag dir „17. Rhön", an dem noch im Rahmen der L.ettbemerbsbestimmungen gestartet wurde, zu gro- Streckenslugleistungen und Fernzielflugen aus- ^eSonbers bevorzugt waren die bayerischen Flug- vütze Würzburg (78 Kilometer) und Giebelstadt cfl Kilometer). Allein sieben Wettbewerbs-Tellneh- ir-r landeten in Würzburg. Auch in Frankfurt-M. bmj. seiner weiteren Umgebung ging biesmal eine mnze Reihe der Segelflieger nieder. Kuhn (Danzig) urb Krafft (Stuttgart) landeten im Frankfurter L adtteil Sachsenhausen nach 90 Kilometer mah- rnb der Stuttgarter Krafft Götzenham (99 Kilo- m-tter) erreichte. Die größte Entfernung durchflog Berliner Bartraude, der bis nach Mosbach am 71-cfar (145 Kilometer) kam. „Beliebt war am cnmstag fernerhin der Steigerwald in Franken, txr von vielen Fliegern erreicht wurde. Am Sonntag: 30000 bei der 17. Khön. fegelflieger treu geblieben unb begünstigte den ri'lauf dieses letzten großen Tages, an bem ciller- bhgs nicht mehr im Rahmen der allgemeinen Ürttbemerbsbestimmungen gestartet wurde, sondern nur noch Tagespreise ausgeflogen würben. i Den 30 000 Zuschauern bot sich durch den sruh-n ie-artbeginn und eine eifrige ffiettberoerbstatig leit wiederum ein unbeschreiblich schönes » uu -heftige Kämpfe gab es um die Erringung der Lgespreife. Die Segelpiloten mutzten ihr ganzes $ nnen einfetzen, um die durch die. mang Iimftige Witterung erschwerten Bedingungen zu er iUen Staatssekretär Milch weilte wahrend des Mzen Vormittags am Startplatz. <-11 Um 3 Uhr verkündeten die Sirenen den Start ^lluß der „17. Rhön". Ein Mu sikzua des Reichs. Inbeitsdienstes konzertierte inmitt^i des S g f »«r-Lagers. Vor dem festlich geschmückten G ^fsf-Haus marschierten pünktlich um 5 Uhr ^-ttbewerbs-Teilnehmer, die Organisations^und mehrerer Kunstwerke betraut hatte, weder den Erlös, noch die Werke selbst zurückgab, kam es zu einer Klage, die zur Aufdeckung des ganzen Schwindels führte. Millet schuldete dem Maler Cazeau eine hohe Geldsumme unb ließ sich von diesem überreden, Kopien nach Millets Werken als Originale zu verkaufen, indem er angab, daß es sich um alten, vererbten Familienbesitz handele. Die Kopien waren von Cazeau so geschickt ausgeführt, daß sich alle Welt täuschen ließ. Millet fuhr mit einigen Gemälden unb einer Anzahl Zeichnungen nach Lonbon, wo er 7 ober 8 ber ersteren zu je 50 000 Franken als „echte" Millets absetzte, während er für die Zeichnungen je 10 000 Franken erhielt. Ein Sachverständiger kaufte ihm die Fälschungen ohne weiteres ab, weil er sie um das Dreifache sofort nach Amerika weiter verkaufen konnte, da sie als „alter Familienbesitz" bestätigt waren. Der Enkel Millet wurde über Nacht zum Millionär, während er bis dahin sein Leben kümmerlich als Graveur gefristet hatte. Um keinen Verdacht zu erregen, brachte er nicht nur Fälschungen der Werke seines Großvaters, sondern auch solche von Corot, Diaz, Degas und anderen in den Handel. Cazeau wurde von der Polizei bei seiner Arbeit im Atelier überrascht und gestand, daß er Hunderte von Gemälden hergestellt habe, die man jetzt berühmten französischen Meistern zuschreibe; eine solche Fälschung, die in England wären, sei kürzlich für 1,5 Millionen Franken verkauft worden. Als man bei dem Enkel Millets in Barbizon Haussuchung hielt, erklärte dieser zum größten Erstaunen ber Anwesenben, baß sämtliche Millets im Museum zu Barbizon peier-Gemeinder-Gedenkfeier in Darmstadt. Arn 29. August 1931 wurde der damalige Gauleiter des Gaues Hessen der NSDAP, Peter Gemeinde r, nach einer großen Werbekund- gebung in der Stadthalle zu Mainz im Dienste für den Führer und die Bewegung vom Tobe überrascht. Aus Anlaß bes 5. Todestages fanb am Sarnstagabenb an der letzten Ruhestätte bes Gauleiters auf dem Waldfriebhof in Darmstadt eine Feier ft unde statt, zu der die Formationen und Abordnungen der Partei und ihrer Gliederungen sowie des Arbeitsdienstes angetreten waren. Wettbewerbsleitung, die zahlreichen Startmannschaften und die Helfergruppen zur Preisverteilung auf, die Reichsluftsportführer Oberst Mahnte mit einer bedeutsamen Ansprache über alle schwebenden Fragen des Segelflugsports eröffnete. Er erklärte, daß es mit Rücksicht auf den erneut in diesem Rhön-Segelflugwettbewerb erwiesenen hohen Stand des Segelflugsports bedauerlich sei, daß diese herrliche Sportart in diesen Olympischen Spielen in Berlin nicht vertreten gewesen sei. Die Erhebung des Segelflugsvorts zum olympischen Sport zwinge die deutsche Segelflugbewegung, sich nicht mit der Tatsache zu begnügen, augenblicklich in der Welt eine Vormachtstellung in dieser Sportart em- zunehmen, sondern verpflichte sie, alles daran zu setzen, um den Vorsprung zu halten. Der olympische Seqelslug-Wettstreit könne wohl am besten in einem Dreikampf Streckenflug, Zielstreckenflug und Kunstflug ausgetragen werden. Zum Schluß wies ber Reichsluftsportführer auf bie Bestrebungen zur Schaffung eines Kleinstflugzeuges in ben verschiedenen Ländern hin. Sodann schritt der Reichsluftsportführer zur Preisverteilung. Sieger: Schmidt (München) und Landesgruppe München. Aus dem 17. Rhön-Segelflug-Wettbewerb ging mit einem großen Punktvorsprung als Einzelsieger der Inhaber bes Dauerflug-Weltrekords, Kurt Schmidt (München) mit 1800 Punkten hervor. Den zweiten Platz sicherte sich mit 1210 Punkten ber Stuttgarter Hakenjos, während Peter Riedl (Reichsgruppe Lufthansa) mit 1132 Punkten den dritten Platz und Erwin Kraft (Stuttgart) mit 1085 Punkten den vierten Platz errang. . In der Landesgruppenwertung errang ben Preis des Reichsluftfahrtministers und den Preis des Reichsoerkehrsminifters die Landes gruppe München mit 1150 Punkten. Als nächste placierte sich bie Landesgruppe Stuttgart, die bannt ben bes Reichsluftsportführers gewann, vor Der Reichs- gruppe Lufthansa mit 738 Punkten (Preis des Reichsjugendführers). Oie Ergebnisse: Einzel-Wertung: 1. Kurt Schmidt (München), 1800 Punkte; 2. Hakenjos (Stuttgart), 1210; L« Arbeit selbst vollzieht sich in Anbetracht der kiczen Betriebspause unter dem Einsatz aller in pi-len Fällen erprobten Mittel, bie bie Reichsbahn fi: solche Fälle zur Verfügung hat. Tatsächlich ist V mit diesen technischen Vorrichtungen möglich, innerhalb einer verhältnismäßig kurzen Zeit bie E eise vollständig auszuwechseln. Das Haupthilfsmittel hierzu ist ein fahrbarer firan, der mit Hilfe von Akkumulatoren in Be- treb gesetzt wird und der in wenigen Sekunden m 15 Meter langes Gleisstück samt Schwellen auf- hibt und auf Bahnwagen verlädt. Kaum eine halbe Sunde vergeht und 120 Meter Gleis, die in der täglichen Arbeitsleistung über drei Stunden Dauer a.sgewechselt werden können, liegen zum Abtrans- irrt bereit. Wenige Minuten später verläßt der Z-g bie Baustelle. Ein weiteres großes Hilfsmittel besteht in einem Cvezialtransportwagen für Kleinfchlag, der burch einfache Regulierungen und ohne besondere Ar- bitsleistung durch die menschliche Hand, in kürzeste Zeit und je nach Bedarf ausläuft. ♦ Ernennung beim Kreisamt (Sie- ß n. Der Verwaltungs-Praktikant Heinrich Erb a.s Heuchelheim ist zum Kreisoerwaltungs-Jnspek- tr bei ber Kreisverwaltung Gießen ernannt worben. ** Arbeitsjubiläum. Am 30. Aug. konnte bc Konbitor Joh. Rink auf eine 25jährige Tätig- k<ä in ber Konbitorei unb Caf6 Hettler zurück- ticken. chwimmwarts Balzer (Friedberg) das Schwimmest des Turnkreifes Wetterau-Vogelsberg statt. Die portliche Veranstaltung wurde durch das herrliche Wetter sehr begünstigt. Die Wettkämpfe, bei denen gute Leistungen erzielt wurden, hatten folgendes Ergebnis: Brustschwimmen 50 Meter. Knaben: 1. Sieger Kurt Schmitt (Tv. Nidda). Mädchen unter 16 Jahren: 1. Siegerin H. Enders (Tv. Nidda) Brustschwimmen 10 0 Meter. Männliche Jugend, Klasse 2b: 1. Sieger Wilhelm Fertsch (Tg. Friedberg). Männliche Jugend, Klasse 3: 1. Sieger Hans Stein (Tg. Laubach). Weibliche Jugend, Klasse 3: 1. Siegerin Dora Perschinka (Tg. Laubach). Frauen, Klasse 3: 1. Siegerin Leni Schäfer (Tg. Friedberg). Frauen, Klasse 2: 1. Siegerin Henny Fisch (Tg. Laubach). Männer, Klasse 3: 1. Sieger Walter Höay (Tg. Laubach). Männer, Klasse 2b: 1. Sieger Franz Laundorf (Tg. Friedberg). Volkstümliches Springen. Knaben: 1. Sieger Heini Müller (Tv. Nidda). Mädchen: 1. Siegerin Herta Enders (Tv. Nidda). Springen. Männliche Jugend: 1. Sieger Otto Schmidt (Tg. Laubach). Brust st affe! 3X50 M e t e r. Knaben: 1. Sieger Turngemeinde Laubach. Mädchen: 1. Sieger Turnverein Nidda. Rückenschwimmen für Männer 100 9J1 e ter: 1. Sieger Franz Laundorf (Ta. Friedberg). Nach den Wettkämpfen fand die Siegerehrung statt, die von dem Kreisfachamtsleiter Balzer vorgenommen wurde. Er dankte in feiner Schlußansprache allen Teilnehmern sowie der Turngemeinde Laubach für bie Vorbereitung bes Festes. Mit einem begeisterten „Sieg-Heil!" auf ben Führer unb dem Gesang der beiden Nationalhymnen fand das Kreisschwimmfest seinen Abschluß. Kurze SporttwtMn versichert nach Amerika geschickt. Ehe das Bild aber drüben eintraf, war bei der amerikanischen Zollbehörde ein anonymer Brief angekommen, natürlich von den Fälschern selbst geschrieben, daß eine der, entgegen der unwahren um eine Kopie handle, ein Nach Musikvorträgen und dem Gedenkspruch eines Hitlerjungen nahm Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger das Wort, um des Toten zu gedenken, der nicht nur ein Kämpfer, sondern ein Vorkämpfer für den Nationalsozialismus gewesen sei. Peter Gemeinder sei getragen gewesen von dem Glauben, daß das deutsche Volk unter Adolf Hitler und im Nationalsozialismus gesunden würde. In diesem Kampf für die große Idee sei Peter Gemeinder, ein Kamerad im rechten ©inne des Wortes, aeblieben. Im Anschluß an diese Ausführungen ergriffen noch der Darmstädter Oberbürgermeister Warm- bolbt und SA.-Gruppenführer Prinz August Wilhelm das Wort zu kurzen Gedenkreden f" Noch einmal pilgerten aber Taufende an diesem legten Sonntag der „17. Rhon zum "öeu,^ « rg der Flieger". Noch, b Jtfd^n lich. Leider warfen zwei schwere Stürze auch einen dunklen Schatten auf diesen Festtag des deutschen Motorsportes. Der Düsseldorfer NSU.-Fahrer Alb. Schneider verunglückte mit seiner Beiwagen- Maschine in der Gießhübel-Kurve tödlich. In voller Fahrt sprang der Vorderradreifen ab, wodurch die Maschine aus der Bahn geriet und gegen einen Felsen prallte. Albert Schneider erlitt dabei so schwere Kopfverletzungen, daß er auf der Stelle tot war. Sein Beifahrer Colle kam mit einem Unterschenkelbruch davon. Das mar der erste Todessturz bei dem nun seit 12 Jahren bestehenden Rennen. Ebenfalls mit einem NSU.-Gespann kam der Nürnberger E. Z i m m e r m a n n in ber Brünnele- Kurve zu Fall. Zimmermann zog sich dabei eine gefährliche Verletzung der Wirbelsäule zu. BMW. un d OKW.-Siege in Schweden Gemälden Corots sich allein schon in Amerika — 5000 befinden! Da es außerdem in Europa eine große Zahl echter Corots gibt, wie groß mag also die Zahl der falschen Corots sein? Diese Frage wirft Hubert Wilm in einem inhaltreichen Aufsatz auf, den er über die Fälscherkniffe in der bildenden Kunst in ber Augustnummer Der „Süddeutschen Monatshefte", die ganz den Fälschungen auf Den verschiedensten Kulturgebieten gewidmet ist, veröffentlicht. Aus der Fülle der Beispiele greifen mir einige besonders merfmürbige heraus. Oie amtlich beglaubigte Fälschung. Zu den beliebtesten Kniffen der Händler mit gefälschten Bildern gehört es, sich irgenbroie ein amtliches Zeugnis für die Echtheit zu verschaffen. Erfahrene Fälscher treffen zu diesem Zrneck oft mit großem Kostenaufwand umständlichste Vorbereitungen. So ließ eine Fälscherbande auf einem alten Malbrett eine getreue Kopie eines bekannten Gemäldes von Rembrandt Herstellen, die mit dem Namenszug und der Jahreszahl signiert wurde. Dann ließen die Fälscher die Signatur übermalen und auf den neutralen Ton den Namen eines Kopisten und den Vermerk „Kopie nach Rembrandt" setzen. So wurde das Bild in eine Kiste gepackt, und da es ja eine Kopie fein sollte, ganz niedrig 3. Peter Riedl (Lufthansa), 1132; 4. Erwin Kraft (Stuttgart), 1085; 5. Hanna Reitsch (Darmstadt), 1066; 6. Späthe (Chemnitz), 1042; 7. Heidrich (Düsseldorf), 973; 8. Reuter (Weimar), 966; 9. Haase (Berlin), 926; 10. Steinig (Breslau), 902 Punkte. Landesgruppen - Wertung: 1. München 1150 Punkte; 2. Stuttgart 911; 3. Reichsgruppe Lufthansa 738; 4. Breslau 625 ; 5. Weimar 602 ; 6. Berlin 575; 7. Essen 517; 8. Königsberg 516; 9. Dresden 467; 10. Hamburg 416; 11. Darmstadt 341; 12. Hannover 301 Punkte. Der Krollpreis mit 1000 Mark wurde dem Berliner Segelflieger von M i a k i f ch zugesprvchen, mährend den „Prinz-Heinrich - Wanderpreis" ebenfalls ein Berliner, nämlich Blech, ber die größte Höhe von 4480 Meter erreichte, erhielt. Derselbe Pilot kam auch In ben Besitz bes Ehrenpreises bes Reichsstatthalters und Gauleiters Sprenger. Telegramm an Generaloberst Göring. Der Reichsluftsportführer gab dann ein Telegramm zur Kenntnis, das er an den Reichsluftfahrtminister Generaloberst Göring zur Absendung gebracht hat. Darin meldet ber Reichsluftsportführer die großartigen Ergebnisse dieses Rhön-Segelflug- wettbemerbs und die Gruppensieger-Erfolge und Einzelsieger. Weiterhin mird in diesem Telegramm mitgeteilt, daß bie größte Höhe, die in diesem Wett- beroerb erreicht mürbe, eine neue deutsche Bestleistung von 4480 Meter darstellt und insgesamt 18 097 Kilometer Luftlinie von den Wettbewerbs-Teilnehmern im Segelflugzeug zurückgelegt worden sind. Dann erklangen die National-Lieder und mit einem Sieg-Heil auf den Führer unb Reichskanzler hauM i’äum. sesior Dr. tz. Medizinischen l [; Seierinärmebiv ' ließen, auf i ' und ^orschL r jurüctfäoueii; I roiessor an du. . . jetzigen Detur: ifuai Utrecht rn Plänen unM) I für kleine firne en lassen. NÄ Wirken in fr | 1923 einen r? ? Leipzig abtti ’ eterinär-meb^tt e n als 0. d. V-’ Medizinischen io bratbieie der iboloaie unb Ihm SrwiDerorfmur? tb Tierschutz. W isfenjchaftlichen B Here Werte: ,A- n Krankheiten de irjtlidje Äugend lafotfyrapit“, l11- Mit berechtigtem Stolz können der deutsche Mo- irfport unb bie deutsche Auto- und Motorrad- I dustrie auf den diesjährigen „Großen Berg-Preis vin Deutschland" zurückblicken. Aus der 12 Kilo- ir ter langen Rennstrecke, die in der Nähe von F>eibura im Breisgau zur Paßhöhe Schauinsland h,auffuhrt unb die Europas schwerste Berg-Renn- stscke ist, wurden die bestehenden Streckenrekorde licht weniger als 18mal unterboten und iibei neun neue Klassen-Rekorde aus- g teilt. Don diesen neun neuen Rekorden wurden 0:1.t von deutschen Fahrern auf deutschen Erzeuger sen erzielt. Dreimal wuvde der alte absolute L rgreforb von Hans Stuck gebrochen, der auf 8'7 km/st stand. Bernd Rosemeyer, Ernst r. n 2) e l i u s (beide Auto-Union-Rennwagen) und H P. Müller (500 - ccm - DKW. - Solomaschine) varen schneller als Hans Stuck bei feiner Rekord- fcort im vergangenen Jahre. Bernd Rosemeyer bewies den 80 000 Zu- jenuern, die bei großer Hitze die Rennstrecke um- jenmten, daß er auch „am Berg" ein Rennfahrer vm bester Klaffe ist. In 7:59,3 Minuten brauste rjß rn mit feinem fiibergrauen Auto-Union über 80 Meter Höhenunterschied und durch 170 Kurven !i-n Ziel und kam damit als erster Rennwagen- Mer im Rennen selbst über die 90-km/8t-Grenze. Jit genau 90,1 km/st verbesserte Bern Rosemeyer bn absoluten Berg-Rekord, mar schnellster Fahrer bis Tages und gemann damit den „Großen Berg- P eis von Deutschland". Im Training mar Rose- U-yer schon schneller über die Strecke gekommen, dich drückte diesmal die Hitze etmas auf die Zeiten .u fi# an aus s&i dem < ’ Kl itn selb" $ r WS/ Ä Ätt ber tf'rht treu APhfiohen und beguns »tt am65. >orn V'Lw i 1 -n I»»™ • -Ssi-LZ ®i< ■6,1 «tl*- 63 i«u«C , raWJ: oW, | die 8*^1 ' M ‘ im ' ,f,ähle" d r Ernst von Delius belegte hinter Bernd mit 8Dl,9 Min. und 89,9 km/st den zmeiten Platz o:ir dem Italiener Marchese B r i v i 0 , der auf Jljfa Romeo 8:27,6 Min. (85,1 km/st) benötigte, fjuns Stuck konnte megen seiner beim Training ii Pescara erlittenen Verletzung nicht starten. Wer dritte Fahrer, der Stucks 88,7 Stundenkilo- xjjvzö. n-ter unterbot, mar ber DKW.-Motorrabfahrer j besucht. H. P. Müller (Bielefeld), der in der Halbliter- Klasse auf 88,9 Stunbenkilometer kam unb bamit die beste Zeit aller Motorradfahrer herausholte. Schnellster Seitenmagenfahrer mar Hans Stärkle (Basel) auf NSU. in ber großen Klasse mit einem WV4l ................ Stunbenmittel von 77,12 Kilometer, bas ebenfalls Leiber kam hinzu, baß auch noch hart gespielt mürbe, Kategorien-Rekord bedeutete. ' ' "* ' ....... Zum ersten Male starteten beim Berg-Rekord auch Sportmagen ohne Kompressor. Hier mar der Hannoveraner Pätzold auf Ford ber schnellste Fahrer. Bei ben Sportmagen mit Kompressor erzielte ber Italiener Dr. gar in a auf bem alten als Sportmagen getarnten Alfa-Romeo-Monoposto mit 86 Stunbenkilometer die größte Geschmindigkeit und unterbot damit den seit 1931 bestehenden alten Rekord von 81,29 Stundenkilometer ganz beträcht- v «n L b E. i c üßr c ^-a EO? »qE S'.e<5 Äg - S.J eSi £ e!i kr Treue verbunden sei, und schloß mit begeistert ach genommenem Gruß- und Treugelöbnis an den Führer. Dem Festakt folgte nach gemeinschaftliche, Kaffeetafel der unterhaltende Teil, in dessen Ver, lauf geradezu bewundernswerte Leistungen aug dem Kreise der Betriebsgefolgschaft dargeboten wurden. Da erfreute die Gefolgschaft der Filiale Burkhardsfelsen mit sehr gefälligen Tänzen, Gre. tel Schmidt von der Gefolgschaft Großen-BusecZ zeigte sich als hervorragende Spitzentänzerin, bi« gute Tanzkunst veranschaulichte; die weibliche «Ze, folgschaft der Filiale Rodheim wartete mit hüb. scheu Liedervorträgen auf; die Mädels der Ge, folgschaft Garbenteich zeigten prächtige Leistungen auf dem Gebiete der Schwunggymnastik; eiy köstliches Spiel vom Tabak „Reife Blätter" brachte die Gefolgschaft der Filiale Wieseck in fei. ner Weise heraus; ein reizendes Ballspiel sah. man von der Gefolgschaft der Filiale Großen. Buseck; köstlich war der Beitrag „Unter bei Dorflinde", den die frohe Hessenjugend mit Ton; Gesang und Spiel der Gefolgschaft Altenoer- brachte. Dazu kam als weiterer sehr wertvolle, Helfer unser oberhessischer Heimatdichter Georg Heß, der durch seine köstlichen heimatlich^ Mundartdichtungen mit ihrem tiefen, im echten Volkstum wurzelnden Gehalt der großen Z,, Hörergemeinde herrliche Perlen seiner Volkstum;, kunst gab und dafür immer wieder mit gewaltigen Beifallsstürmen bedankt wurde. Kommerzienrat Roll sprach denn auch am Schlüsse des unterhaltenden Teils allen Teilneb-i mern voll und ganz aus dem Herzen, als er samt, lichen Mitwirkenden den aufrichtigsten Dank fii diese wunderbare Unterhaltung darbrachte, bi< allen Festtteilnehmern ein schönes Erlebnis be, reitet hätten. Rach dem gemeinsamen Abendessen, bei dem di, Familie Noll ihre Hunderte von Gästen mit einem guten Mahl zu stärken wußte, kam insbe. sondere die Juaend zu ihrem Recht, die nach ben vortrefflichen Klängen der Musik noch mehre» Stunden lang ausgiebig das Tanzbein schwingen konnte. Erst gegen Mitternacht fand die in allen Teilen prächtig verlaufene Jubiläumsfeier ihren Abschluß. Aundfunkprogramm. Dienstag, 1. September. 6.30 Uhr: Gymnastik. Von Köln: Frühkonzeri.! 8.10: Von Stuttgart: Gymnastik. 8.30: Von Kasse! ; (aus Bad Hersfeld): Bäderkonzert. 9.30: Von Frei:. ; bürg: Musik am Morgen. 10: Von München: Schulfunk. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst: । 12: Don Leipzig: Mittagskonzert I. 13: Nachricht ten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Von fie> zig: Mittagskonzert II. 14.10: Dem Opernfreund. 15: Volk und Wirtschaft. Neue Aufgaben der Pflam- zenzüchtung, 15.15: Die deutsche Frau, 16: Operetten- und Walzermelodien. 17: Vom Volkssenden: Nachmittagskonzert. 18: In alter Frische! 18.30: Vom Deutschlandsender: Wettbewerbs-Funkbsrichtr der Teilnehmer am Rundfunkfprecher-Wettbemem 1936. 19: Vom Volkssender: HJ.-Funk: Hitlerjugend stellt aus. 19.30: Hallo! Jetzt singt Herbent Ernst Groh! 19.45: Von München (aus Nürnbergs: Nürnberg-Echo des Reichsparteitages 1936, 20.1®: Von Koblenz-Trier (aus Bad Kreuznach): Frob sinn ist die Parole. 22: Nachrichten (auch aus 6e:nt Sendebezirk). 22.30: Von Hamburg: Unterhaltung p und Volksmusik. 24—2: Kammermusik von Ludw ig van Beethoven. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 705: Senatsbeschluh über Kreditrückzahlung auf Sperrkonto und Zahlung von Zinsen nach Fälligkeit der Hauptschuld. — 706: Sirrt der Einfuhrwaren von Wichtigkeit bei Askibewillii- gungen. — 707: Bekanntmachung KP 185 der Heben- wachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurspreisit. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) So. Die Adressen der genannten Firmen sind um leider nicht bekannt, ihre Nennung im Briefkasten ist übrigens auch nicht angängig. Wir empfehlen Ihnen, bei der Industrie- und Handelskammer üi Gießen direkt anzufragen. Worte der Anerkennung Die Mädchen aus dem Hinterland beim Festkaffee. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) Blick auf die versammelte Gefolgschaft während der Festfeier in der Volkshalle. (Aufnahme: Pfaff, Gießen.) der in günstigeren Verhältnissen, wenn auch für die Tabakbranche infolge von Hemmungen durch die Devisenlage noch manche Beschränkungen bestünden. Der Redner gab der aufrichtigen Bereitschaft aller Angehörigen seines Betriebes zu freudiger Mitarbeit und voller Hingabe an dem Aufbauwerk des Führers Ausdruck, weil nur auf diesem Wege das deutsche Volk wieder glücklichere Zeiten erleben könne. Mit herzlichen Wünschen zu einem frohgestimmten Verlauf der Jubiläumsfeier schloß der Redner seine mit starkem Beifall aufgenommene Ansprache. Die Reihe der Glückwunschansprachen eröffnete Prokurist Kuhl, der namens der Gefolgschaft dem Firmeninhaber und seiner Familie herzliche Glückwünsche aussprach, die starke Verbundenheit der Gefolgschaftsmitglieder und die freudige Bereitschaft zur Mitarbeit im Dienste des Unternehmens bekundete und dem Firmeninhaber als äußeres Zeichen des Dankes und der Verbundenheit ein von einem heimischen Künstler aus Eichenholz geschnitztes Bild — eine Tabakarbeiterin an ihrem Werktisch darstellend — überreichte. Oberbürgermeister Ritter sprach in herzlichen Worten den Glückwunsch der Stadt aus und hob hervor, daß unsere Stadt stolz darauf sein könne, ein derartiges Unternehmen in ihrer Mitte zu besitzen; er würdigte ferner mit warmen Worten der Anerkennung den von der Leitung der Firma Noll stets vertretenen Standpunkt des ehrbaren Kaufmanns, den er als Faktor von hohem moralischem Wert sowohl für das Unternehmen selbst als auch für die Gemeinschaft unserer Stadt und darüber hinaus pries; ferner sprach er seine volle Anerkennung über die vorbildliche Volks- und Betriebsgemeinschaft in der Firma Noll aus, von der für das Ganze unseres Volkes im Rahmen der betrieblichen Grenzen des Unternehmens reicher Segen ausgehen werde. Kreisdirektor Dr. Lotz stellte nach seinen Glückwunschworten das Schwergewicht seiner Anerkennung für das Haus Noll und alle seine Gefolgschaftsmitglieder unter die gleichen Gesichtspunkte, wie der Vorredner, ferner hob er hervor, daß es mit Freuden vermerkt werden müsse, wie in diesem Betrieb der (9ei|i des neuen Staates Platz gegriffen und alle erfaßt habe und als fruchtbarer Auftrieb dem Unternehmen, damit aber auch der Allgemeinheit nutzbringend sein werde. Kreisamtsleiter K l ö s sprach nach der Uebermitt- hing der Glückwünsche des Kreisleiters und seiner eigenen Wünsche mit besonderer Genugtuung über das vorbildliche gegenseitige Treuverhältnis im Hause Noll, dem er wünschte, daß es allezeit auf dieser guten Grundlage fortbestehen möchte. Dr. Fröhlich als Vertreter der Handelskammer, Oberstleutnant a. D. Wegeli als Vertreter des Bezirks Gießen und Unterfranken der Fachuntergruppe Zigarrenindustrie, sowie der Kreis- walter der Deutschen Arbeitsfront Herm. Wagner knüpften an ihre Glückwünsche ebenfalls aufrichtige und der für andere Unternehmungen vorbildlichen Herausstellung dieses Betriebs, von dem Kreis- walter Wagner namens der DAF. insbesondere das vorbildliche Treuenverhältnis von Mensch zu Mensch im Hause Noll rühmte. Der Juniorchef, Betriebsführer Dr. jur. Noll, brachte den herzlichen Dank des Hauses für die vielen Glückwünsche und Ehrungen zum Ausdruck, nahm sodann die Ehrung einer großen Reihe von Jubilaren für langjährige treue Mitarbeit im Betriebe der Firma vor, sprach mit tiefempfundenen Worten des Dankes und der Gefolgfchaftstreue von dem Rettungs- und Aufbauwerk unseres Führers, dem auch die Gemeinschaft der Firma Noll herzlich dankte und in 125 Jahre Zoh. Balch. Noll. ßitt prächtiges Bild der Volksgemeinschaft zwischen Stadt und Land in einem Gießener Betrieb. Anzeiger), bereits eingehend berichtet haben. Er schilderte dabei u. a. besonders die großen Schwierigkeiten und Nöte, die der Betrieb während der Kriegsjahre, dann in den Jahren des wirtschaftlichen Verfalls Deutschlands durch die Inflation und jahrelange Mißwirtschaft des Weimarer Systems auf sich nehmen mußte, die es aber durch die verständnisvolle Mitarbeit aller Kräfte des Betriebes zu überwinden vermochte. Mit besonderer Freude sprach er dann von dem gewaltigen, grundstürzenden Umschwung und die starke Wendung zum Guten durch die nationalsozialistische Revolution, durch die endlich der Weg freigemacht worden sei zu dem wunderbaren Aufstieg unseres .ganzen Volkes unter der Führung Adolf Hitlers, dem für dieses große Rettungswerk am deutschen Volke die ganze Liebe und tiefe Dankbarkeit aller Deutschen gebühre. Dank dieser Großtat des Führers und feiner nationalsozialistischen Bewegung befinde sich jetzt auch die Wirtschaft wie- Die Zigarrenfabrik Joh. Balth. Noll hatte am Samstagnachmittag ihre Gefolgschaftsmitglieder aus dem Gießener Hauptbetrieb und aus sämtlichen Filialfabriken zur Feier des 125-j ä h - rigen Bestehens der Firm in die Gießener Volkshalle eingeladen. Der weite Raum der Volkshalle war mit den Fahnen des Reiches, viel frischem Grün und schön gedeckten, mit Blumen geschmückten Tischen in ein festliches Gewand gebracht worden, das noch eine besondere Note durch die Aufstellung der überaus reichen Blumenspenden erhielt, die der Firma zu ihrer Jubiläumsfeier überreicht worden waren. Die Männer, Frauen und Mädchen des Betriebs scharten sich mit zahlreichen Ehrengästen um den Firmeninhaber und seine Familie, die in großzügiger Weise den Hunderten von Gästen aus Stadt und Land Gastfreundschaft gewährten und ihnen, aber auch sich selbst dadurch Stunden des schönsten Erlebens und der unvergänglichen Erinnerung an diese Jubiläumsfeier der in Gießen und weit darüber hinaus bekannten und angesehenen Firma bereitete. Die Darbietungsfolge wurde von dem Musik- zug der Standarte 116 unter Leitung von A. E i n b r o d t mit der Jubelouverture von Bach in schöner Weise eröffnet. Danach brachten die weiblichen Gefolgschaftsmitglieder der Filiale Rodheim unter der künstlerischen Leitung des Werkmeisters Kümmel, der diesem Filialbetrieb vorsteht, den Festgesang aus „Iphigenie in Aulis" von W. Gluck fein zu Gehör. Der Seniorchef des Hauses Noll, Kommerzienrat Adolf Noll, hieß sodann in einer herzlichen Ansprache seine vielen Gäste willkommen, an ihrer Spitze die zahlreichen Ehrengäste, u. a. Oberbürgermeister Ritter, Kreisdirektor Dr. Lotz, Kreisamtsleiters K l ö s, als Vertreter des Kreisleiters Kreiswalter der Deutschen Arbeitsfront Hermann Wagner, Dr. Fröhling als Vertreter der Handelskammer, Oberstleutnant a. D. Wegeli als Vertreter der Bezirksgruppe der Fachgruppe „Tabak", die Vertreter der Presse, die Bürgermeister der Orte, in denen die Firma Filialbetriebe unterhält, schließlich noch die Hunderte von Gefolgschaftsmitgliedern. Herauf gab Kommerzienrat Noll in großen Zügen einen Rückblick auf die Geschichte Des Unternehmens, über die wir in unserer Ausgabe vom Dienstag, 25 August (Nr. 198 Gießener Oieee S wesentlichen Eigenschaften der guten Lichtspielhaus Gießen Geschmackvoll Familien-Drucksache Wir haben uns verlobt Dr. Erwin tilieptte Druckerei, Schulstraße 7, Anruf 2251 Brühl'sche ElseHung Gewinnauszug Hermann Lecke KÖNIGS zurück Ohne Gewähr Nachdruck verboten Klein-Llnben Gießen im August 1936 5370 D 5364D 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 NM gezogen 19. Ziehungstag 29. August 1936 Ön der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 NM gezogen 91261 63424 202068 Heli Finkenzeller 141780 310897 323921 1000 RM. 14169 60008 52083 260767 354664 360089 ANTON T1PPL 16864 107212 5860A 53731 Der „Königswalzer“ ist ein filmgewordener Traum voller Liebenswürdigkeit. Schönheit und 1632 2023 Beiprogramm und Fox-Tonwoche 15074 Plockstraße 5 94360 98854 106881 1 Weiberregiment Eichener Laude Bücherschrank Wichtig für HJ. und BDM.l Schirwitz Grüne Heringe das 7, kg 26-5 Wichtige Neuerscheinung! das ’/2kg 53750 30 Seelachs Goldbarsch „ 324 Kabeljau 36 4 WM Im Gewinnrade verbliebene 2 Gewinne zu fall.-Ml 20983 146897 238356 321198 42218 168397 284120 342516 33024 42564 63670 91635 121406 212254 298071 373976 101062 137942 169544 195368 236223 284320 399921 18057 34137 45568 73270 96919 137658 161595 194909 221056 276109 386403 30558 34499 45652 75075 96990 33451 56910 69706 83648 99165 206003 297250 351982 146095 181777 231499 316551 350762 24835 35508 57255 72322 84635 25373 36453 57501 72712 85304 119234 145750 187592 204793 261020 298987 123152 146059 190768 213919 261738 365880 300 RM. 106314 117705 125759 133589 149894 159428 180560 190408 201811 209072 220054 228976 241307 263178 282761 303335 319641 331937 342502 356135 359853 369640 379732 3SS1SS 21743 380760 23161 392950 41031 172105 266383 391749 63300 139469 164983 211209 285385 348603 129305 237342 313217 392551 14700 25405 38714 58961 73699 87141 119121 160601 192857 262364 337893 391239 11587 28132 45513 65952 75124 87204 134765 164908 196362 268964 340501 393950 ' 15753 31512 52597 68002 75439 89471 113046 122600 130308 135664 150348 166597 185410 195203 240271 248142 267784 282331 293570 318493 328716 337822 353088 380434 394658 104633 112646 122547 131383 144908 152555 170169 188078 195049 205301 219821 224184 238727 257926 281628 296202 317959 328507 338496 353954 358409 365991 376198 SSS1ÜS 105377 115951 122989 131969 147567 153430 179561 189063 195529 205922 220027 224919 241138 259204 282068 299710 318110 329302 342359 355185 358965 366145 379138 2ÜSSS3 133518 161300 194770 215660 272718 374444 104498 110623 121395 129953 142636 152118 163755 187492 194505 204831 215634 223950 237103 257489 269610 290127 314341 326466 337269 351208 358337 363031 374765 382716 30723 35788 58598 78294 98298 108695 120802 125924 134432 151035 161350 181938 190445 202136 212944 223297 229480 249410 263604 285893 303393 321364 332537 348801 357542 361704 374132 380408 381642 5541 317712 16469 31862 41780 59800 89191 98466 109661 121321 129650 137535 151572 163221 184357 191844 203451 215460 223948 231911 249771 268007 288846 309351 323772 335674 350611 357922 361925 374202 381090 LSSSÜ4 33161 54168 68455 81547 89519 < 116468 122740 131420 139171 155170 167142 185608 202743 241020 253805 271179 286534 301672 318996 329636 338876 364939 381063 396073 112554 142720 187147 197130 236904 295010 15436 33759 42962 67081 93058 170894 295261 348620 16377 34046 45411 72783 94779 156124 183663 234525 320322 374054 300 RM. 111182 157010 192257 247735 329687 380093 ' 112262 122158 129718 135595 148460 161868 182399 194172 234781 245044 267755 279832 292049 307414 327016 337601 351131 374349 393696 Gloria-Palast letzter Tag 6 Gewinne 2 Gewinne 20 Gewinne zu 5000 RM. zu 3000 RM. zu 2000 RM. 46 Gewinne zu 1000 RM. 7845 12545 58871 77508 97941 119612 131536 147948 191062 200555 225548 229835 237120 283799 294426 346798 368843 375657 399778 1673 3110 4620 6966 314 Gewinne zu 15838 21567 a.Bahnh. 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