weil wir uns hinter unserem Führer von ganzem Herzen zu einem aufrichtigen und ehrlichen Frieden bekennen, einem Frieden unter freien und gleichberechtigten Nationen, so frei und gleichberechtigt wie jene Athleten unter dem heiligen Feuer, das die Läufer vom alten Olympia über Berg und Ebene zu uns herantragen. Die Völker können wahrhaft olympische Freude und Herzlichkeit gebrauchen. Es ist nicht das neue Deutschland, das Schatten und Wolken über dieses oder jenes Land getrieben hat, zumal das neue Deutschland als obersten Grundsatz verfolgt, andere Völker nicht m ihrem Lebensrecht und ihrem Lebenswillen zu stören. Auf einer Olympiade soll sich zeigen und erweisen, daß es nicht die räumliche Ausdehnung allein ist, die ein Volk groß und stark macht, sondern daß Größe und Stärke, daß innere und äußere Freiheit, daß seelischer und geistiger Gehalt auch da vereint sein können, wo ein Volk auf engem Lebensraum zusammengedrängt ist. Nicht nur, weil es der olympische Geist so verlangt, sieht das deutsche Volk die Wettkämpfer antreten, um denen Dank und Preis zu sagen, die das um ihrer Leistung willen verdienen, das deutsche Volk will darüber hinaus in echt sportlichem Geist aus dem Gefühl heraus, daß es immer nur auf die Leistung ankommt, alle Wettkämpfer, ganz einerlei woher sie kommen, mit gleichem Maßstab messen. Als vor Beginn der Olympiade die für den Wettkampf auserwählten Mannschaften in der Reichshauptstadt eintrafen, wurden sie ohne jede Ausnahme mit Begeisterung und Herzlichkeit begrüßt, die die Gewähr dafür bieten, daß jede Mannschaft, wenn sie ihr Bestes hergibt und leistet, auch Beifall und Zustimmung findet, wie sie dem Sieger gebühren. Wie die olympische Fackel über Grenzen hinweg nach der Reichshauptstadt getragen werden mußte, so soll auch der olympische Geist, der Geist des friedlichen Wettspiels der Völker, über die XI. Olympiade hinweg die Völker selbst einander näherbringen. Wenn es schon ein Wettkampf der Völker sein muß, dann ein Wettkampf, der dem Aufstieg der Völker gilt, dem Friede n , der F r e i h e i t und der V e r st ä n d i g u n g. Keine Bevingunq. London, 31. Juli. (DNB.) Der arbeiterpartei- liche Abgeordnete Fletcher fragte am Donnerstag den Außenminister im Unterhaus, ob an die Einladung an Deutschland an einer Fünfmächtekonferenz irgendwelche Bedingungen geknüpft worden seien. Anstelle Edens antwortete Unterstaatssekretär Lord Cran- b o r n e, daß an die Einladung an Deutschland keine Bedingungen geknüpft worden seien. Italien wartet ab. Rom, 30. Juli. (DNB.) In der Frage der Teilnahme Italiens an der im Herbst geplanten Funserkonfe.renz ist, wie von unterrichteter Seite verlautet, noch keine Entscheidung gefallen. Auch sei eine Entscheidung in der allernächsten Zeit nicht zu erwarten. Oer italienische Propagandaminifter in Berlin. Berlin, 30. Juli. (DNB.) Einer Einladung von Reichspropagandaminister Dr. Goebbels zur Teilnahme an den Olympischen Spielen folgend, traf am Donnerstagabend der italienische Propagandaminister Dino Alfieri in Berlin ein. In seiner Begleitung befand sich der Direktor der Filrn- abteilung im italienischen Propagandaministerlum Fre d d i. Zur Begrüßung hatten sich von deutscher Seite Staatssekretär Funk in Vertretung des Reichspropagandaministers, ferner ein Vertreter des Chefs des Protokolls im Auftrag des Reichsaußenministers und der Präsident des Organisationskomitees für die XI. Olympischen Spiele, Staatssekretär a. D. L e w a l d , auf dem Anhalter Bahnhof einqefunden. Außerdem waren der ltaliemsche Botschafter A t t o l i c o , Botschaftsrat Graf M a - gistrati und mehrere andere Mitglieder der italienischen Botschaft, der Präsident des itaUem- schen Olympia-Komitees, General Vaccaro, Der Ortsgruppenleiter des Berliner Fascio und zahlreiche Mitglieder der italienischen Kolonie anwesend. Staatssekretär Funk hieß den italienischen Gast im Namen des Propagandaministers herzlich willkommen und übermittelte ihm die besten Wünsche des Reichspropagandaministers und der Reichsregierung für seinen Aufenthalt in Berlin. Minister Alfieri, der etwa fünf bis sechs Tage in der Reichshauptstadt verbringen wird, dankte für die herzliche Begrüßung und den Empfang Neubesetzung englischer Negierungspol?en. London, 30. Juli. (DNB.) Die Neubesetzung einiger Posten innerhalb der englischen Regierung, die vor kurzem angekündigt wurde, ist heute vollzogen worden. Mit Zustimmung des Königs wurde der parla- mentarische Sekretär des Landwirtschaftsmimste. riums Ramsbotham zum Pensionsmini- st e r ernannt. Der bisherige Unterstaatssekretär für die Kolonien Lord Plymouth wurde auf den Posten des parlamentarischen Unterstaatssekretärs für Auswärtige Angelegenheiten berufen. Diesen Posten hatte bisher Lord Stanhope inne, der nach dem Rücktritt des Kolonialministers Thomas zum Kommissar für öffentliche Arbeiten ernannt worden war. Zum Unterstaatssekretär für die Kolonien wurde Lord de la Warr ernannt, der bisher das Erziehungsministerium im Oberhaus vertrat. Lord Ferersham wurde zum parlamentarischen Sekretär des Landwirtschaftsministeriums ernannt. Der bisherige parlamentarische Sekretär des Gesundheitsministeriums Shakespear wurde auf die gleiche Stelle im Erziehungsmini st erium berufen. Sein Nachfolger im Gesundheitsministerium ist der Unterhausabgeordnete Spear Hudson. Die Ernennungen werden erst am 1. September wirksam. Sie wurden durch das Ausscheiden des Kolonialministers Thomas sowie durch die Tatsache notwendig, daß das Landwirtschaftsmimste» rium und das Auswärtige Amt bisher keinen Vertreter im Oberhaus hatten. ’* «in S olnvJS - hug begch dsleute. 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Schristleitung und Seschästsitelle: Schulstrahe 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25O/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Oer Rus an die Welt. Freie Männer, keine Sklaven kämpften im alten Griechenland um den Lorbeer von Olympia. Darin log das bahnbrechende Neue dieser Spiele im Ltertum, die ein Volk einten, das in sich so spalten war wie das heutige Europa. Und das weite war dies: Gerungen wurde nicht um Geld inb Trophäen, sondern um die Ehre, der Beste iiwesen zu sein. Zutiefst verwurzelt in der Gemein- siaft der Heimatgemeinde gewann der Lorbeer- tüger von Olympia erst seine eigentliche Weihe j rch den Sieg für die Vaterstadt, die dem Sieger z Ehren die Mauer einriß und ihm ein Denkmal tote. So gewaltig schien diese Idee der friedlichen S^rtretung der Staaten durch ihre besten Kämpfer, d'ß zur Durchführung dieses Wettkampfes aller Ävist im Lande ruhte und sich auf dem heiligen fcben Menschen trafen, die sonst eine fast tradi- ibmell erbitterte Feindschaft trennte. Mit diesen Kämpfen untrennbar verknüpft war die Ideedes siedens, der Ruf an das allen Gemeinsame. Der Führer des neuen Deutschland hat sich in a.en seinen Reden vor der Nation immer wieder leidenschaftlich zu den allen gebildeten Abendlän- iarn gemeinsamen Idealen der euro- siiischen Kultur bekannt. Es war stets em iniges Bejahen, das zwangsläufig aus berech- t-item Stolz auf die kulturellen Großtaten des iier alles geliebten eignen Volkstums entspringen rußte. Nicht von ungefähr vereinten in der parallel tufenben „Deutschland-Ausstellung die Schöpfer t'fer wunderbaren Schau in einer Ehrenhalle die justen derer, die den deutschen Genuis für alle iten verkörpern und zugleich damit untrennbar tm Genius der abendländischen Kultur, rnl sie aus unserem Volkstum erwachsend und ii ihm denkend und lebend zugleich allen anderen Mkern unendlich viel gaben, um von ihnen wieder zu empfangen. Nicht umsonst ist noch bei kei- nm olympischen Wettkämpfen die alte Idee des bumit verbundenen g e i st i g e n Wettbewerbs sl stark in die Tat umgesetzt worden wie auf die- fun, die unter dem Protektorat des Nationalsozia- liimus stehen, dem alle feine Gegner mit Dor- HD e Feindseligkeit gegen alles Geistige und gegen a.ie Kultur vorzuwerfen sich bemühten. Auch diese । I ststellung müssen wir treffen! Wir sahen nicht umsonst ein ganz wesentliches K-nnzeichen der klassischen Olympiakämpfe in dem Hingen von gleichen und freien Männern und Staaten miteinander. Dies schied diese Spiele grund- liglich von den Veranstaltungen der orientalischen ? -jpotien des Altertums. Niemals war die abend- «indische Kultur in größerer Gefahr, als wenn der Ersuch gemacht wurde, wesentliche Träger dieser Mur zu Unfreien zu machen. Jene Feinde der VS allen gemeinsamen Ideale konnten darum nicht hndern, daß die deutsche Mannschaft bereits 1928 jiit denen der andern Nationen in das Stadion von Amsterdam einzog und daß heute diese weltver- hibenben Wettspiele im Stadion von Berlin statt- f »den. Kann man aber einem Volke, das man moralisch wieder rehabilitiert hat und das durch men beispiellosen Aufstieg in den letzten drei Jah- m wieder mit Erfolg den ihm zustehenden Platz i der Gemeinde der Völker errungen hat noch jenes Maß an politischer Freiheit versagen, auf das e: Anspruch erheben muß? . Dieses nationalsozialistifche Deutschland kämpft in b:?fem friedlichen und edlen Wettstreit — zur Ehre bs Vaterlandes wie es im Schwur heißt — unter glichen Bedingungen mit allen anderen, die sich z üch ihm zu dem Geiste dieser Spiele bekennen. (F. wäre diesem neuen Deutschland niemals einge- jcUen, seine Weltanschauung als trennende Schran- hn zu benutzen und mit der Absicht, diese allen ge- irnnfame Kultur zu zerstören, so etwas zu unter« nchmen, wie den jetzt inmitten des spanischen Bur- iiTfrieaes erstickten Versuch einer „Arbeiterolym- pinöe" in Barcelona. Könnte es überhaupt em besse- re>5 Kriterium für das Zugehörigkeitsgefuhl zur °l»ndländischen Kultur geben und zu jenen Ideen ki' es geordneten Gemeinschaftslebens aller Volker ni der Grundlage des gleichen Rechtes, als die !>c!spiellose Hingabe, mit der das neue Deutschland )i Organisation dieser Wettspiele in die Hand ge- Oie Weltpresse bei Neichsmim'sier Or. Goebbels. Oie Olympiade ein Fest des Friedens und eine Brücke zur Begegnung aller Nationen. Berlin, 30. Juli. (DNB.) Am Donnerstagabend empfing der Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda Dr. Goebbels vor Beginn der Olympischen Spiele in den Räumen des Zoo die namhaftesten Vertreter der Presse, des Films, des Rundfunks und der Bildberichterstat- tung, die aus allen Teilen der Welt, aus dem Reich und aus Berlin gekommen waren. Unter den mehr als 1200 Teilnehmern an dem großen Empfang fah man auch viele hervorragende Persönlichkeiten des deutschen und des internationalen Sportlebens und der Staats- und Parteidienststellen. Es waren anwesend sämtliche Mitglieder des IOK. mit ihrem Präsidenten Graf d e Baillet-Latour und ihrem Senior Dr. Willam May Garland an der Spitze, die Männer des Organisation - Komitees für die XI. Olympischen Spiele mit dem Präsidenten des OK. Staatssekretär a.D. Dr. Lewald, sowie die Präsidenten der nationalen Olympischen Ausschüsse und der internationalen Sportverbände. Unter den ausländischen Gästen sah man weiter u. a. Sir Robert V a n s i t - tart und den ehemaligen französischen Kriegsmarineminister Pietry. Von deutscher Seite waren zugegen Reichsminister Rust, Reichsleiter Bo uhler, Botschafter von Ribbentrop, Staatssekretär Funk, Staatskommissar Dr. Lippert, Generaldirektor Dr. Dorpmüller, Gau- leiterstellvertreter G ö r l i tz e r und der stellvertretende Pressechef der Reichsregierung Ministerialrat Berndt. Aus der großen Zahl der deutschen und ausländischen Journalisten seien der Präsident des internationalen Sportpresseverbandes Boin (Belgien), der Leiter des Reichsverbandes der deutschen Presse SA.-Gruppenführer Weiß und der Leiter des Reichsausschusses der Sportschriftleiter Dr. B o l l m a n n genannt. Staatssekretär Funk begrüßt die Gaste. Der Pressechef der Reichsregierung Staatssekretär Funk begrüßte die Gäste mit folgender Ansprache: „Als Pressechef der Reichsregierung begrüße ich die aus Anlaß der XI. Olympischen Spiele hier versammelten 1200 Pressevertreter, Bild-, Rundfunk- und Filmberichterstatter aus allen Teilen der I Welt auf das herzlichste. Noch nie hak die Welk eine derartige Zusammenkunft der internationalen Presse gesehen. Sie sind nach der Reichshauptstadt des nationalsozialistischen Deutschlands nicht zu politischen Auseinandersetzungen gekommen, sondern um die ganze Welt das Fest der Jugend, der Schönheit und des Friedens miterleben zu lassen und um ein Schrift- und Bilddokument von dieser einzigartigen Feier der Völker der Nachwelt zu überliefern. Wir haben alles nur Mögliche und Erdenkliche getan, um Ihnen Ihre Arbeit zu erleichtern und zu einem Genuß zu gestalten. Lassen Sie die Drähte spielen, die Ihnen zur Verfügung stehen, und erfüllen Sie die oberste Pflicht eines jeden Berichterstatters: Verkünden Sie der Welt die Wahrheit! In diesem Sinne wünsche ich Ihrer verantwortungsvollen Arbeit vollen Erfolg. Ansprache von Gras de Baillet-Latour. Die Rede von Staatssekretär Funk wurde ebenso wie die weiteren Reden des Abends sofort, nachdem sie gehalten war, in englischer und französischer Übersetzung wiedergegeben. Dann ergriff Graf de Baillet-Latour das Wort zu einer kurzen französischen Ansprache. Er beglückwünschte die Presse zu der Arbeit, die sie in Unterstützung des Organisationsausschusses für die Olympischen Spiele geleistet hat. Auf seinen weiten Reisen durch die Kontinente habe er die Spuren dieser Arbeit angetroffen. Er habe gesehen, wie sie dafür gesorgt haben, daß die wahren Ziele, die mit den Olympischen Spielen verfolgt werden, überallhin verbreitet worden feien. Dadurch, daß die Weltpresse diese Arbeit geleistet habe, habe sie nach Berlin sehr viele Zuschauer geführt, die, wenn sie einmal diesen Spielen beigewohnt haben werden, von dem olympischen Geist erfaßt als wertvolle Mitarbeiter und Träger der olympischen Idee in der Zukunft wirken würden. Auf diese Weise habe die Presse sich ein großes Verdienst um die Jugend der Welt erworben, und er danke ihnen allen dafür. Aeichsmimster Dr. Goebbels begrüßte die Vertreter der Weltmacht Presse im Namen des Führers und der deutschen Reichs- regierung auf das herzlichste. Er wies sie darauf hin, daß Deutschland große und wahrhaft monumentale Vorbereitungen für die Durchführung der Olympischen Spiele getroffen und den Männern von Presse, Rundfunk und Film jede nur mögliche Erleichterung gewährt habe. „Sie sollen hier in Berlin als willkommene Gäste empfangen und bewirtet werden", so sagte Dr. Goebbels, „und niemandem von Ihnen wird seine Uebergeugung verwehrt. Es liegt nun nichts näher, als zu erwarten, daß, wenn Deutschland die Uederzeugung seiner Gäste respektiert, auch die Gäste die Üeberzeugung des jungen Deutschlands respektie - r e- n." Aus der Erinnerung an seine eigene journalistische Tätigkeit sprach Reichsminister Dr. Goebbels zu den Männern der Weltpresse über die innere Befriedigung und die Freude, die die Aufgabe, Mitbildner der öffentlichen Meinung zu fein, bedeute. Die Presse krage die ungeheuer schwere Verantwortung. daß ihr scharfes Instrument in den Dienst der Wohlfahrt und des Friedens aller Völker gestellt werde. Diese Verantwortung sei bei allen Journalisten, sei es in demokratisch-liberalen Ländern, sei es in autoritativ regierten Ländern, dieselbe. Reichsminister Dr. Goebbels verwahrte sich mit Nachdruck gegen den Vorwurf, daß Deutschland die Absicht habe, mit den Olympischen Spielen Propaganda für seinen Staat zu betreiben. „Ich kann Sie versichern, daß das nicht der Fall ist. Wenn es der Fall wäre, würde ich es vermutlich wissen! (Heiterkeit.) Deutschland will allerdings sich seinen Gästen selbstverständlich von der besten Seite zeigen. Das gebietet uns die Höflichkeit, hat jedoch mit politischer Propaganda nichts zu tun. Wir möchten, daß Sie Deutschland so sehen, wie es ist, und wir haben nicht die Absicht, Ihnen Potemkinsche Dörfer vor Augen zu führen!" Reichsminister Dr. Goebbels forderte die ausländischen Journalisten auf, das deutsche Volk bei seiner Arbeit und bei seinen Festesfreuden zu beobachten. Sie würden dann wahrscheinlich an den lachenden Gesichtern feststellen, daß das deutsche Volk in den letzten drei Jahren besser und glücklicher geworden sei. Reichsminister Dr. Goebbels ging nun auf den Einwand ein, daß die deutsche Presse nicht mehr ihrer Meinung entsprechend schreiben dürfe. Er erinnerte insbesondere die ausländischen Gäste daran, in welchem Zustand der Nationalsozialismus den deutschen Staat übernehmen mutzte, und führte ihnen vor Augen, daß Deutschland Wertvolleres und Besseres zu tun hatte, als eine uneingeschränkte öffentliche Meinung am Ende in eine geiftige Anarchie ausmünden zu lassen. Der Minister rief die deutschen Journalisten als Zeugen dafür auf, daß die Presse heute in Deutschland wieder große nationale Interessen und Aufgaben zu erfüllen habe, und daß die Männer der deutschen Presse stolz und dankbar seien, an dieser nationalen Aufgabe mitzuarbeiten. Im weiteren Verlaufe seiner Rede erklärte Reichsminister Dr. Goebbels, daß die Achtung vor der Meinung des anderen auch die Pflicht des anderen zur Achtung der Meinung des Partners in sich berge. „Nur auf diese Weise", so erklärte Dr. Goebbels unter lebhafter Zustimmung der in« und ausländischen Zuhörer, „kommen wir auf die Dauer zu einem Weltpressefrieden, der die Voraussetzung zu einem politischen Weltfrieden sein muß." Reichsminister Dr. Goebbels bezeichnete die Männer der Weltmacht Presse als die Vorhut der vielen Hunderttausende von Gästen, die nach Deutschland strömen. Er gab dem stolzen Glück des ganzen deutschen Volkes Ausdruck, nmmen hat? Düne Viermillionenstadt und em 67-Mlllwnen- 8Hk vereinen sich in diesen Tagen des olympischen siedens, um der Welt ein Beispiel von Gast- liqiteit und Sportgeist zu geben, um bei allen bvenschaftlichen Wünschen für den Sieg der eige- nm Farben in rückhaltloser Anerkennung neidlos fern Besten den verdienten Beifall zu spenden. T r haben nicht nur durch die Initiative des F u y- nrs selbst Bauten und Anlagen für diese Wett- ipsle geschaffen, wie sie die Welt noch nicht gesehen ki , sondern haben auch das ganze Volk m emem Nutze geistig auf dieses Ereignis vorbereitet, wie 15 sicherlich bislang noch niemals der Fall war. Mes Volk ist stolz auf das, was es «n Schon- ielen feinen Gästen zu bieten vermag stolz auf Ijnie wiedergewonnene Sicherheit, auf feine Dro- rinq, auf den Frieden im eigenen Lande und die Kifolge in der Bekämpfung sozialer Mißstände. Unmittelbar vor den Olympischen Spielen hat es in ganzen Welt in dem Kongreß für Freizeit und ■ Polung zu zeigen versucht, was es an sich selbst Ar: eitet, um seinen Angehörigen em Höchstmaß an Mtur, an Lebenshaltung und Gesundheit zu ff Dir haben die Jugend der Welt prüfenweil Wi- ihr eine sichere friedliche Kampfstatte bereiten Äb nten, eine Stätte friedlicher Be^gnung aller ■ilter, die gleich uns guten Willens sin^ an Wei Sicherung der uns allen gememfamen ©utei ■yuarbeiten. Wir haben niemanden ausdeschloL ■r es fei denn, daß er sich selbst aus« M-jsse. Wir haben die Jugend der Welt gerufen, i ■ . . W ■ v, M M: । lien 9 das Sie ^iegierungsvertreter der einzelnen Länder wurden, deutschen deutschen Büchern, sind seht die treuesten Diener der Nation. Das war die Tat unseres Sozialismus, der sich nicht so sehr io sondern in Taten dokumentiert. Veil des arbeitenden Menschen aufzusütten. Dazu dient uns die Freude, heute ist das ganze deutsche Volk von dieser Kraft und dieser Freude erfüllt. Ls ist wieder zu seinem Land zurück- gesührt worden und hat wieder den Weg zur Heimat gefunden. Millionen Menschen, die sonst im zermalmenden Wirtschaftsprozetz zwangsläufig zu Bolschewisten und Anarchisten das Wort zu einer Ansprache. Er sprach in warmen Worten hoher Bewunderung über den Empfang, der allen ausländischen Gästen in Berlin zuteil wurde, über den festlichen Blumenschmuck in allen Straßen, über die spontane Begeisterung der Bevölkerung, aber gleichzeitig auch über die Modul- sierung der Technik, über das Wunderwerk der Präzision, das die Vorbereitungen zu den Olympischen Spielen darstellen. Er erinnerte an den greisen Wiedererwecker der olympischen Idee, Pierre de Coubertin, dessen Gedanke nach 40 Jahren nun in Berlin eine so ideale Verkörperung Festakt des IOK. an den Stufen des Pergamon-Altars. Auf Einladung des Reichsinnenministers Dr. Frick fand am Mittwochabend im Pergamon-Museum in Berlin an den Stufen des herrlichen Pergamon-Altars eine eindrucksvolle Feier zu Ehren des Inter- nationalen Olympischen Komitees statt, hier ist eine Tanzgruppe vor dem Pergamon-Altar. (Presse-Bild-Zentrale-M.) eierlichen Schlußsitzung Auch diese letzte Sitzung war in ihrem ganzen Verlauf von höchster Begeisterung getragen. Der Stimmung des ganzen Kongresses gab Professor Galvez (Chile) Ausdruck, als er erklärte, er betrachte es als eine besondere Ehre, neben Dr. Ley itsen zu dürfen, der seine ganze Kraft zum Wohle )er Jugend der Welt, der Zukunft Deutschlands und zum Weltfrieden einsetzte. Reichsorganisationsleiter Dr. Ley richtete herzliche Dankesworte an alle Mitarbeiter sowie an die Stadt Hamburg. Unter begeisterter Zustimmung und Händeklatschen wurde dann die D an k a d r e s s e des Kongresses an Deutschland und seinen Führer verlesen. Mit der gleichen Begeisterung wurde das Danktelegramm an den Schirmherrn des Kongresses, Reichsminister Rudolf Heß, und an den abwesenden amerikanischen Abordnungsführer Kirby angenommen. Es folgte die Verlesung zahlreicher Entschließungen und der Generalentschließung, sowie die-. Mitteilung von der Errichtung des „Internationalen Zentralkomitees für Freude und Arbeit" und des Internationalen Forschungsinstituts. Mit Händeklatschen und lauten Beifallsgrüßen nahm der Kongreß zur Kenntnis, daß Dr. Ley elbst die Leitung des Internationalen Zentralbüros übernimmt und daß der nächste Kongreß bereits 1938 inRom stattfindet. Der italienische Der- H a m b u r g, 30. Juli. (DRB.) Der W e l t k o n - , r e ß für Freizeit u n d E r h o l u n g beendete am Donnerstag seine Beratungen mit einer fänden. „(Eine schöne französische Idee und eine wundervolle deutsche Durchführung — ist das nicht ein Symbol, ist das nicht ein Trost für die Zukunft? (Lebhafter Beifall.) Wenn Coubertin den Geist sähe, in dem die Olympischen Spiele wieder stattfinden, dann wäre er sicher sehr glücklich. Der Redner erinnerte daran, was der Reichssportführer bei der Begrüßung der Sieger der Olympischen Winterspiele 1936 gesagt habe, daß es nämlich keine Sieger und Besiegten unter ihnen gebe, sondern nur Sieger, die die Schwäche und die Kleinlichkeit besiegt hätten und zu starken Mannern gereift seien. Wenn Reichsminister Dr. Goebbels von dem guten Willen gesprochen habe, den man zeigen müsse, dann könne er bei der Sportpresse sicher sein, daß diese guten Willens sei, denn sie sei von jeher an Zusammenhalten und Zusammenarbeit gewöhnt, wenn die Sportpresse zu entscheiden hätte, dann würden nicht mehr Kanonen donnern, sondern längst überall Friedenszweige sichtbar sein. (Lebhafter Beifall.) Nachdem Bo in den Dank an alle diejenigen ausgesprochen hatte, die bei der Vorbereitung und Durchführung der Olympischen Spiele mttgewirkt hätten, sagte er, daß die Sportpresse gewissermaßen den ersten Olympischen Rekord aufgestellt habe, indem sie in einer Stärke von 1200 Journalisten erschienen sei. (Beifall.) Zum Schluß erinnerte Bom an das Wort des Führers, daß der Sport etwas Ritterliches sei und den besten Fähigkeiten und Qualitäten des Menschen zum Durchbruch verhelfe. Nach den Ansprachen blieben die in- und ausländischen Journalisten noch lange als Gäste des Reichsministers Dr. Goebbels in den schonen Raumen des Zoo bei angeregtem Meinungsaustausch beisammen. Das Volk steht im Mittelpunkt aller Dinge. Reichsmmlster Dr. Goebbels spricht aus dem Freizeit-Weltkongreß in Hamburg. Das „Glück der Bürger unseres Staates ist die festeste Stühe unserer Natron." Wort. Mit begeisterten Worten pries der chilenische Vertreter Professor Dr. Galvez die Arbeit dieses Kongresses, der von internationaler Eintracht beherrscht gewesen sei. Mit Freude hätten die ausländischen Teilnehmer die kraftvolle Wiedererstehung des Deutschen Reiches festgestellt, ebenso das ehrliche und mannhafte Be st reben Deutschlands, dem Weltfrieden zu dienen. B o n v o i z i n (Frankreich) drückte die Gefühle aus, die die französische Abordnung beherrsch^ Die Franzosen kehrten mit sehr optimistischen Ansichten über die Möglichkeit einer Verständigung in ihr Vaterland zurück. Dr. Ley gab der Auffassung des ganzen Kongresses Ausdruck, als er daraufhin erklärte, er empfinde, daß von diesen Tagen eine ganz große Wirkung ausgehe. In den gleichen herzlichen Worten drückte der Höbe TelW, daß es die ganze Welk bei sich aufn eh- Ni e n und bewirten könne. In hinreißenden Worten sprach Dr. Goebbels über die schöne Aufgabe der Journalisten, allen Völkern von den Kämpfen der Jugend zu berichten. „Ungezählte Millionen werden durch Ihre Augen und Ihre Herzen", so rief er ihnen zu, „an diesen Kämpfen teilnehmen. Ungezählte Millionen in der ganzen Welt werden Deutschland mit Ihren Augen sehen. Ich halte es deshalb für richtig, daß wir Männer von der öffentlichen Meinung es uns zu ernstem Vorsatz machen, daß wir nach all dem Unglück, das in den vergangenen Jahrzehnten über die ganze Welt hereingebrochen ist, in Zukunft mehr vom Glück als von den Sorgen der Völker sprechen. Dadurch helfen wir mit am Glück der Völker. Das Glück der Völker aber ist der politische, wirtschaftliche und kameradschaftliche Friede unter uns allen." Reichsminister Dr. Goebbels schloß mit dem Wunsche, daß diese Olympiade in der Tal ein wahrhaftes Fest des Friedens fein möge, daß sie mithelfen möge, das Glück der Völker zu fördern, der Wohlfahrt aller zu dienen und eine Brücke zu bauen, auf der alle Rationen sich irgendwo begegnen. Die Ansprache des Reichsministers Dr. Goebbels wurde von den in- und ausländischen Zuhörern mehrfach durch lebhafte Zustimmungskundgebungen unterbrochen. Am Schluß dankte langanhaltender Beifall der Männer der Presse dem Reichsminister für seine Ausführungen. Im Anschluß hieran ergriff der Präsident des Internationalen Sportpresseverbandes Voin (Belgien) treter Puccetti dankte tief bewegt für die Jta- zuteil gewordene Ehrung. Darauf nahmen Lemoi Weihe linge, tungsj nichik Wie i dieser Le nacht tag sterrat SBeroMu; N oon Mn nn Poliiiiifo - 5000 Pech Mui a Nfinge i b 3ie A ?°che burc M Wito Vertreter Englands die Ueberzeugung aus, daß Deutschland an der Erhaltung des Friedens arbeite. Der Vertreter Nordamerikas erklärte, er werde nach seiner Rückkehr nach Amerika alles tun, um seinen Mitbürgern das wirkliche Deutschland zu schildern. Polens Vertreter gab dem Wunsch Ausdruck, daß das Symbol des Kongresses, die Friedenstaube, bald über allen Ländern fliegen werde. de Fahr Dr. Goebbels, Führers herrsche Kapitalismus, wenn das Volk der Wirtschaft und die Wirtschaft dem Gelde diene. „Sozialismus dagegen", so erklärte Dr. Goebbels, unter begeisterter Zustimmung der Zuhörer, „bedeutet, daß das Geld zum Dienst an der Wirtschaft und dis Wirtschaft zum Dien st am Volke gezwungen wird. Das Volk steht im Mittelpunkt aller Dinge, und des Volkes edelstes und kostbarstes Gut find die Menschen! Deshalb ist es nach unserer Meinung nicht damit getan, daß man sich nur um die kranken kümmert, man muß vielmehr für die Gesunden sorgen, damit es in Zukunft weniger kranke gibt Darum bauen wir nicht allein Krankenhäuser, sondern auch Volks- erholungsstätten, nicht nur Sanatorien, sondern auch Sportplätze und Theater, um die seelische, geistige und leibliche Gesundheit des Volkes zu erhalten und zu fördern." „Die Stabilität des Staates ruht nicht zuerst auf der Menge der Kanonen, sondern auf der Menge der Herzen, die ihm gehören. Das Glück der Bürger unseres Staates ist die festeste Stütze unserer Nation. Wehe den Staatsmännern, die nur Macht besitzen und sich nur auf d i e Macht berufen können!" „Schauen Sie in die Gesichter der deutschen Menschen!" so rief Reichsminister Dr. Goebbels den ausländischen Gästen zu, „und Sie wissen, was sich in Deutschland geändert hat. Sie brauchen keine Theater, Autostraßen, Sportplätze und Monumentalbauten — Sie brauchen sich nur die Menschen in Deutschland anzusehen, und Sie wissen, daß Deutschland schöner und glücklicher geworden ist!" Reichsminister Dr. Goebbels ging nun auf die durch die NS.-Gemeinfchaft „Kraft durch Freude" geschaffene „organisierte Freizeit" des schaffenden deutschen Menschen ein, die eine der wichtigsten Einzelleistungen des großen nationalsozialistischen Aufbauwerkes sei. „Wir haben die Freizeit, mit der Freude vermählt und beide als Geschenk des nationalsozialistischen Staates den breiten Massen zu treuen Händen übergeben. Gerade das heutige wirtschaftliche Leben beansprucht Kräfte, und so haben wir uns bemüht, die Kraftreserven Aus grehte'N- sch-fU fer uud dtt * L-» 1 iret< SonÄ. 1-5«; » M gaste kow nach längere A « Aach.b Aeichsiuch Neichsregi Atlantik । ReichsoH das >fi Gäste er|t nonnnen O tengrriM sang te'l V bafb die 3 Worte der M. Der C vorgesehen in herM über Au; Freunden Früchte Menschhe würden. Goebb Ländern Der i dankte d (Stupper Trachten einen h< sträuße schied in Deutschland sollte das Opfer dieses „Friedensschlus- es" sein, der über unser Land Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit und inneren Zerfall aebrächt habe. Nun habe der deutsche Arbeiter allerdings Zeit im Ueberrnaß gehabt; es fehlte ihm aber an Arbeit und Entlohnung, um an den Glückschätzen des Lebens Anteil nehmen zu können. Mer diese Erscheinung fei nicht auf Deutschland beschränkt geblieben, sondern hätte wie eine fressende Krankheit ganz Europa ergriffen. Die Schwere der Zeit habe die Menschen härter und sentimentalitätsloser, aber auch wahrer, echter und ehrlicher gemacht. Don diesem seelischen Erneuerungsprozeß sei das deutsche Volk, gerade weil es am meisten gelitten habe, am ersten und tiefsten erfaßt worden. Da der Nationalsozialismus der Meinung sei, daß jedes Unglück, das Menschen als Urheber hat, nur durch Erneuerung der Menschen geändert werden könne, habe man in Deutschland zunächst damit begonnen. „Wir haben nicht die Technik, die Wirtschaft und die Rationalisierung unseres Lebens verneint", so fuhr der Minister fort, „sondern sie tapfer bejaht mit dem unbeirrbaren Entschluß: wirtschaft, Technik und Rationalisierung nicht zu Tyrannen über die Menschen zu erheben, sondern sie zu Dienern der Menschen zu machen. Das moderne wirtschaftliche Leben erfordert den Menschen ganz und gar und als Aequivalent dafür muß dem Menschen Freizeit und Erholung gegeben werden, nicht aus Mitleid und Erbarmen, sondern auf Grund der Vernunft einer höheren staatlichen Rotwendigkeit und einer höheren staatlichen Moral." In mitreißenden Worten sprach Dr. Goebbels von den Elementen einer neuen stählernen Romantik unserer Zeit, die in den monumentalen Stahlgerüsten, in riesigen Brückenbauten, in Tausenden von Kilometer neuer Straßen, im Singen und Summen der Maschinen und Sirenen ihren Ausdruck fänden. Das fei keine blumige Romantik einer vergangenen schwärmerischen Zeit, sondern eine Romantik, die ihre Urelemente aus dem Donnern der Kanonen des großen Krieges empfangen habe. Das schönste Ergebnis dieser neuen revolutionären Erscheinung seidieinnereBeseelungdesMaschi- nenz eit alters. Die Maschine habe die Arbeit der Menschen auf vielen Gebieten des menschlichen Lebens leichter und einfacher gemacht; aber nur eine kleine dünne Oberschicht sei früher in den Genuß 1 ihrer Errungenschaften gekommen. Demgegenüber । stünde unsere Forderung, daß möglichst viele ! Menschen des arbeitenden Volkes - mit an diesem Genuß teil hätten und damit der » Maschine ihr unheilvoller und verderblicher Cha- ; ratter genommen werde. Nicht das Vorhandensein t von Kapital und Maschinen an sich sei verderblich, i sondern nur ihre verantwortungslose Anwendung - durch eine kleine hauchdünne Oberschicht gegen das Wohl des Volkes. Nach einem Wort des Ham Schlußsit Erholum Teilnehn Weltlono Führe" „Es mi grefo bun nem Wr der dem K Mts MpW otboltn i FortM bens- u nutzbrin fpenbenl beohach! Reichsmimfler vorn Kongreß mit lebhaftem Händeklatschen und türmischen Heilrufen begrüßt sprach sodann zu den Kongreßteilnehmern. Der Minister riß mit seinen Ausführungen den ganzen Kongreß immer wieder zu stärksten Beifallskundgebungen hin. Noch niemals hat bisher ein deutscher Reichsminister vor einer Versammlung so vieler Nationen gesprochen, wie heute Dr. Goebbels. Nach minutenlanger tie- er Stille — niemand wollte sich die Worte entgehen lassen, mit denen Dr. Goebbels aufzeigte, was Deutschland ist und was es will — klang dann immer wieder anhaltender Beifall auf. Er ührte in feiner Ansprache etwa folgendes aus: „Richard D e h m e l hat in einem Gedicht vor dem Großen Kriege der echifchen und sozialen Not des deutschen Arbeiters einmal erschütternden Ausdruck gegeben; er klagte damals, daß der Arbeiter ein Bett und ein Kind und Regen und Wind habe, daß ihm nur eines fehle, um so frei und glücklich wie der Vogel zu sein: nur Zeit! — Dieses Gedicht ist im damaligen bürgerlich-kapitalistischen Deutschland als eine wahre Sensation ausgenommen worden; es war geboren aus einer skeptischen Derzicht- timmung heraus." lieber diese Verzichtstimmung ei der Große Krieg hereingebrochen, den die ganze Tulturmenschheit verloren und der Europa um Jahrzehnte zurückgeworfen habe. Einer der verhängnisvollsten Fehlschlüsse des diesem Kriege folgenden sogenannten Friedens sei es gewesen, daß man glaubte, das Glück einer Gruppe von Völkern dadurch sichern zu können, daß man andere Völker in das tiefste Unglück stürzte. wir diesen praktischen Sozialismus verwirklich, ten, sind alle deutschen Sozialisten zu uns gekommen! Freilich wollen wir den Besitz nicht abschaffen, sondern ihn so verbreitern, daß ein ganzes Volk daran Anteil hat. Wir haben die Ar, beit mit einem neuen Ethos erfüllt, dem Ar bei. ter den Weg zur Nation geöffnet und damit in Deutschland in der Tat die Volksge« m e i n s ch a f t geschaffen. Es ist vielleicht das be. glückendfte Gefühl für die arbeitenden Menschen in Deutschland, zu wissen, daß an der Führung des Staates Arbeiter oder Arbeiterkinder weitgehend mitbeteiligt sind. Der Reichsminister wandte sich nun den Auf. gaben d e s Weltkongresses für Frei, zeit und Erholung zu. Er sprach die Hoffnung aus, daß alle die Grundsätze und An« schauungen, die hier von fachmännischer Seite behandelt worden seien, nun überall den Willen zur Tat wecken möchten. Ungezählte Menschen hätten auf diesen Kon- greh geschaut und jeder gute Entschluß werde ungezählten Millionen, und zwar gerade denen, die der Wohlfahrt am meisten bedürfen, unermeßliches Glück bringen. Dr. Goebbels sprach den Kongreßvertretern den Dank des Führers und der Reichs« regierung dafür aus, daß sie sich dieser edlen Friedensarbeit, die des Schweißes der Besten wert sei gewidmet hätten. Er rief die Delegierten und alle, denen das Wohl der Menschheit am Herzen liegt, zu einem friedlichen Wettstreit zur Wohlfahrt der Menschen auf. Die Völker könnten nur glücklich sein, wenn es den Staatsmänyern gelinge, den Frieden z u erhalten, und die äußerste Stütze des Friedens sei die soziale Wohl« fahrt der Menschen. Reichsminister Dr. Goebbels schloß unter dem begeisterten Beifall der in- und ausländischen Zuhörer mit dem Appell an die Delegierten, als Pioniere des Friedens und des Glückes ihrer Völker zu arbeiten, zu leben und zu kämpfen. Begeisterter Dank des Kongresses. Als der Minister feine große Rede schloß, erhoben sich alle Kongreßteilnehmer von ihren Plätzen. In das Händeklatschen und die Beifallsrufe der Ausländer tönten die Heilrufe der deutschen Tagungsteilnehmer. Der Kongreß dankte dem Minister mit einer so eindrucksvollen Kundgebung, wie sie auf einer internationalen Zusammenkunft sicher noch nicht erlebt wurde. Hunderte von Blumen, die die Brüstung der Ränge schmückten, wurden von den begeisterten Menschen abgerissen und dem Minister zugeworfen. Auf Aufforderung des Vizepräsidenten Professor Galvez erhoben sich dann noch einmal alle Kongreßteilnehmer von den Plätzen, um auf diese Weise der deutschen Reichsregierung und ihrem Sprecher Reichsminister Dr. Goebbels zu danken. Dann sprach nochmals im Namen aller ausländischen Vertretungen Constinowitsch (Jugoslawien) der deutschen Regierung, dem Kongreß und der Stadt Hamburg Dank und Anerkennung aus. Mittelmeerfahrt König Eduards. L o n b o n, 30. Juli. An Stelle der aufgegebenen Erholungsreise nach Süd frankreich wird K ö n i g Eduard VIII. von England, wie am Donnerstag amtlich mitgeteilt wirb, in etwa zehn Tagen eine mehrwöchige Fahrt an Bord einer Segelnacht an ber Dalmatinischen Küste und im östlichen Mittelmeer unternehmen. Voraussichtlich wirb ber König in Dubrowmk (Ra- qusa) an Bord gehen, doch ist ber genaue Reiseweg noch nicht bekannt. Die Segelyacht wirb von zwei britischen Zerstörern begleitet werben. Es ist Vorsorge getroffen worben, daß ber König wahrend ber Zeit seiner Abwesenheit von Englanb bie laufenden Staatsgeschäfte erledigen kann. Frauenwahlrecht in Frankreich. Mit488gegen eine Stimme bon derKannner beschlossen. Paris, 30.Juli. (DNB.) Die französische Kammer, die am Donnerstagvormittag zu einer Sitzung zusammengetreten war, um über dieWah V- rechtsr esorm zu beraten, vertagte nach kurzer Aussprache die Weiterbehandlung dieser Frage mit 322 gegen 233 Stimmen auf eine spätere Sitzung. Anschließend beschäftigte sich die Kammer mit einigen Regierungsvorlagen zur Unterstützung ber kleinen Unternehmer unb Kaufleute. Kurz vor Schluß ber Vormittagssitzung beantragte Louis Marin überraschend im Namen von 50 anderen Abgeordneten die sofortige Aussprache über die Frauenwahlrechtsvorlage. Durch Handaufheben entschloß sich die Kammer, dem Wunsche Marins stattzugeben. Da niemand das Wort verlangte, schritt man gleich zur Abstimmung, und in seltener Einmütigkeit mit 488 g e - gen eine Stimme nahm die Kammer den Gesetzesvorschlag an, der den Frauen in Frankreich das gleiche aktive und passive Wahlrecht wie den Männern zuerkennt. Unmittelbar nach der Abstimmung versuchte Marin einen weiteren Ueberraschungsvorstoh und verlangte die sofortige Aussprache über die Außerkraftsetzung der noch in Kraft befindlichen Notverordnungen. Der Vorsitzende des Finanzausschusses der Kammer verlangte die Vertagung dieses Antrages, da die Regierung erst hierzu Stellung nehmen müsse. Unter heftigem Lärm und Zwischenrufen wurde der Antrag Marins auf einen späteren Termin verschoben. HAUS DER GUTEN äebigstraße 41 (4793DI Ruf Stück 18 4 Neue Mattes emvsiehlt 4784A Jetzt täalick feinste deutsche Fett-Bückinge......250 g 25-) Nene deutsche Fett-Heringe Stück 8 und 10 4 A.^o«h«achfolg. Mciusburg 15 Telefon 3612 bedauern es, daß die Wiener Olympia-Feierlichkeiten gestört worden sind, wir bedauern aber noch mehr, daß die Amnestie ausgesetzt wurde. Wir möchten aber auch der Erwartung Ausdruck geben, daß dieser Wiener Beschluß alsbald wieder aufgehoben wird, eben weil die Voraussetzungen für diesen Beschluß nicht zutreffen. Eine Richtigstellung der deutschen Gesandtschaft in Wien. Wien, 30. Juli. (DNB.) die deutsche Gesandtschaft gibt bekannt: „Die Havas- Agentur, Wien, verbreitet die Nachricht, daß unter den Demonstranten, welche die gestrige olympische Feier zu stören gesucht haben, sich auch ein „nationalsozialistischer Anführer von reichsdeutscher Staatszugehörigkeit" befinde. Offensichtlich beabsichtigt sie damit den Eindruck zu erwecken, als ob diese Demonstration von reichsdeutscher Seite inszeniert worden sei. Dieser Brunnenvergif- a m e r a d Mein Sommer-Schluß-Verkauf geht unverändert weiter! 4781D FERNSPRECHER NUMMER 2096 UND 4276 4778A ls schloß unterK ) ausländischen Ze >ie Delegiert, ii und des Mei zu leben B Li Beachten Sie bitte meine Schaufenster-Auslagen, welche Ihnen einen kleinen Ausschnitt meines großen Lagers und meiner enormen Preiswürdigkeit zeigen. • Ich erbitte Ihren zwanglosen Besuch meines Hauses, um Ihnen Gelegenheit zu geben, sich persönlich hiervon zu überzeugen. 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Die Ursache für die Nichtdurchführung der Amnestie ist in einigen Vorkommnissen zu suchen, die sich während der Feierlichkeiten aus Anlaß des Eintreffens des Olympischen Fackelträgers in Wien abgespielt haben. Wie einwandfrei feststeht, ist diese Feier von marxi- tischen Elementen benutzt worden, um unter Mißbrauch des Nationalsozialismus Demonstrationen zu veranstalten. Die marxistische Gesellschaft hat sich, wie das schon öfter vorgekommen ist, nationalsozialistisch getarnt, um den Nationalsozialisten Schwierigkeiten zu bereiten. Wir auf dieseri fi* Entschluß mü 'ar gerade bm 1 bedürfen, unr ingen. Kongreße nd der Reih I sie sich dieser es der Besten: >ie Delegierten^! Weit am hr. treit zur AM mnten nur M: nyern gelinge,! und die äu^r soziale 8o|l> ’ tung gegenüber haben wir das folgende fefhu- stellen: Unter 150 insgesamt Verhafteten befindet sich ein Reichsdeutscher, welcher in der Mariahilfer Straße, also weit vom Schauplatz der Olympischen Feier entfernt, mit einigen anderen Demonstranten „Ein Volk, ein Reich!" gerufen hatte. Nach polizeilichen Feststellungen ist dieser in Mauer bei Wien wohnhafte Reichsdeutsche politisch unbekannt. Daraus ergibt sich, wie tendenziös die Feststellung ist, daß es sich um einen „reichsdeutschen nationalsozialistischen Anführer" handelt. Im übrigen hat die Reichsregierung wiederholt betont, daß sie jeden Mißbrauch der Olympischen Idee zu politischen Zwecken auf das schärfste mißbilligt. Schon deshalb ist es abwegig, anzunehmen, daß diese Demonstrationen, die auch dem Sinne des Ueberinkommens vom 11. Juli 1936 widersprechen, etwa von reichsdeutscher Seite gefördert worden sein könnten." legen ist, nach heftigem Kampf wieder zurücker. obert haben. Oie Krise in der spanischen Diplomatie. London, 30. Juli. (DNB.) Einer Reutermeldung zufolge sollen auf Befehl des Hauptquartiers der Militärgruppe in Burgos sämtliche spanischen Botschafter, Gesandten und sonstigen Missionschefs im Auslande ihrer P 0 st e n enthoben worden sein. Zu ihren Nachfolgern seien ihre bisherigen Stellvertreter ernannt worden. Rom, 30. Juli. (DNB.) Der neue spanische Botschafter beim Quirinal, Aguirre de Carcer, der erst vor wenigen Wochen von Brüssel nach Rom versetzt worden war und sein Beglaubigungsschreiben noch nicht überreicht hcst, hat sein Amt n jede r g e l e g t. Der Militär- und der Marineattachs der hiesigen spanischen Botschaft hatten bereits vor einigen Tagen General Franco mitgeteilt, daß sie der von ihm geführten nationalen Bewegung vollkommen zu stimmen und deshalb beschlossen hätten, „der Pseudo-Regierung von Madrid nichts mehr ihre Dienste zu leisten." Aalionalregieruna und London. London, 31. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der diplomattsche Korrespondent der „Times" meldet, daß im Foreitzn Office ein Telegramm des Generals Carbanellas, des Präsidenten des von den Nattonalisten in Burgos eingesetzten nationalen Verteidigungsausschusses, eingetroffen sei, in dem der General die britische Regierung von der Bildung der neuen spanischen Regierung unterrichtet. Der General hätte dann den Wunsch ausgesprochen, mit der britischen Regierung die gleichen freundschaftlichen Beziehungen zu unterhalten, die die beiden Länder von jeher verbunden hätten. Das Foreign Office habe auf das Telegramm hin Paris, 31. Juli. (DNB. Funkfpruch.) Die Hrage der Waffenlieferungen an die Madrider Regierung ist jetzt aus dem Bereich der Presse in den der V 0 l k s v e r s a m m l u n g übergegangen. So hielt am Donnerstagnachmittag der sog. „Weltausschuß gegen Krieg und Faschismus" in Paris eine Sitzung ab, die recht aufschlußreich gewesen ist. Der Hauptausschuß der katalanischen s 0 z i a l i st i- schen Partei hatte einen Vertreter namens A r - l a n d i nach Paris entsandt. A r l a n d i wurde von dem französischen Sozialisten Zyr 0 mfky in der Versammlung befragt, ob die Madrider Regierung bei der französischen einen amtlichen Schritt unternommen habe, um Waffenlieferungen zu erhalten. Rach dem „Journal" hat Art an di ausdrücklich erklärt, daß die spanische Regierung ihren Votschafter in Paris mit einem solchen Schritt beauftragt habe. Der damalige Botschafter Cardenas habe aber „die Volksfront-Regierung verlassen" und die „reaktionären Beamten der Botschaft" hätten nicht reinen Wund gehalten: infolgedessen sei die französische Oeffentlichkeit in Erregung geraten. „Wir glauben", so führt Arlandi fort, „daß die fron- fische Regierung eine allzu schwächliche hal- Auf Aufforderung von Dr. Ley legten die Kongreßteilnehmer ein Gelöbnis der Äamerab = ijchaft zur Erhaltung der hohen Kultur der Dol- Ifer und zur gemeinsamen Arbeit um die Freude Iber Völker und damit um den Frieden ab. Dr. Iß e n gedachte der Staatsoberhäupter aller ver- Itretenen Länder und brachte mit Zustimmung des !Kongresses auf das Staatsoberhaupt des Tagungs- llandes, den Führer des Deutschen Reiches, ein begeistert aufgenommenes Sieg-Heil aus. Der Gesang der deutschen Nationalhymnen stand tarn Schluß der Tagung. Der Hamburger Weltkongreß hat sein Ende erreicht. Zahlreiche ausländische Wüste kommen jetzt zu den Olympischen Spielen mach Berlin, verschiedene Gruppen unternehmen längere Reisen in die deutschen Gaue. Aufgehobene Amnestie- maßnahmen. Wien, 30. Juli. (DNB.) Wie amtlich rnit- g geteilt wird, wird infolge der politischen iDemonftrationen bei der Olympia- iWeihestunde die Amnestie der Häftlinge, welche nach dem sogenannten Der wal- ttungsstrafverfahren abgeurteilt wurden, uni d)t durchgeführt werden. Wie wir von zuverlässiger Seite hören, wurde «dieser Beschluß von einem bis lange nach Mittermacht tagenden a u ß e r 0 r den 11ichen . M i n 1 = i]ft errat gefaßt. Die Amnestie der Häftlinge im 2 Verwaltungsstrafverfahren — das sind jene, die micht von den Gerichten, sondern von den Poltzel- ijstellen und den Bezirkshauptmannschaften wegen Apolitischer Delikte verurteilt wurden — umfaßt etwa :5000 Personen und war in einem amtlichen Com- ununiquö anläßlich der Amnestie der gerichtlichen Häftlinge in der vorigen Woche angetünbigt wor- Äen. Die Amnestie sollte bis längstens Ende dieser Woche durchgeführt werden. Diele politische gericht- i'iche Häftlinge, die vorige Woche auf freien Fuß Wiedereröffnung am Samstag, dem 1. August Empfehle meine erstkl.Weine bekannter Weingüter per Liter 0.65, 0.75, 0.80, 0.85, 0 90, 1.00, 1.10, 1.20, 1.30, 1.50, 1.60 Mark Flaschenweine von 0.65 b. 2.80 Mark Rotweine / Süd weine / Sekt roter und weißer Traubencht abjf ?6 em g,,' i m xl,aben dem är “ «eöffnei * 11 Hie Soll, "'elleidjt b« I *n M-ch, : d» 8üf)ru„, * “nbM ,ie * t* "ich> io |tb '“menlitti. i 11115 öerrolrt jrafibenten N bann noch eine den Plätzen, । •n Reichsregienl liniffet 5r. w». - Anläßlich der Olympischen Spiele veranstaltete der Aeroklub von Deutschland am 29. und 30. Juli einen Internationalen Sternflug, an dem sich 15 Nationen beteiligten. Außerdem findet in Rangsdorf bei Berlin, wo jetzt dieser neue Spvrtflughafen fertiggestellt wurde, ein Internationaler Kunstflug-Wettbewerb um den Preis der Nationen statt. — (Presse-Bild-Zentrale-M.) 3n Bereitschaft zum ritterlichen Kamps. DeutschlandsKämPferimOlymPischenDorf. Die deutschen Olympia-Kämpfer bezogen am Donnerstag ihre Quartiere im Olympischen Dorf. Um 18 Uhr versammelten sich sämtliche deutsche Olympia- Mannschaften mit Ausnahme der Boxer und Reiter vor dem Eingang zum Olympischen Dorf zum feierlichen Einzug. Vertreter fast sämtlicher ausländischer Mannschaften und eine große Menge von Volksgenossen hatten sich eingefunden, um die deutschen Olympia-Kämpfer zu empfangen. Unter den Ehrengästen bemerkte man Reichsminister Dr. Frick und Staatssekretär P f u nd t n e r. Die deutschen Sportsleute waren in ihren braunen Trainingsanzügen in Reih und Glied angetreten, als der Reichssportführer von Tschammer und Osten eintraf und die Front abschritt. Nach der Begrüßung durch den Kommandanten des Olympischen Dorfes Freiherr von und zu Gilsa ging unter den Klängen der Nationalhymnen die deutsche Flagge neben den Fahnen der übrigen Nationen am Mast empor. Unter Vorantritt der Kapelle der Luftwaffe hielten die deutsche Mannschaft, an ihrer Spitze der Reichssportführer und die beiden der deutschen Mannschaft beigeordneten Ehrenoffiziere ihren Einzug in das Olympische Dors. Vor dem Haus „Vogesen" nahmen die Mannschaften erneut Aufstellung und Hauptmann Mühlenbrink übergab dem Reichs- sportsührer als seinem alten Kriegskameraden die Quartiere. Darauf nahm der Reichssportführer von Tschammer und Osten das Wort zu einer kernigen Ansprache. Er ermahnte die für die Vertretung der deutschen Farben auserwählten Sportsleute zur höchsten Einsatzbereitschaft im olympischen Geiste. Nach einem dreifachen Siegheil auf den Führer stieg auf dem Haus „Vogesen , das nunmehr für drei Wochen das Quartier der deutschen Olympia- Kämpfer sein wird, unter den Klängen des Deutsck- landliedes und des Horst-Weffel-Liäies die deutsche Flagge empor. 4844 Athleten sind gemeldet.. J Am 28. Juli lief der letzte Meldetermin für die Olympischen Spiele 1936 zu Berlin ab. Nach einer Aufstellung der namentlich gemeldeten Olympia- Kämpfer und -Kämpferinnen wird die Gesamtzahl der Anwärter auf die olympischen Medaillen mit 4844 angegeben. Davon sind 4503 Männer und 341 Frauen. Die meisten Meldungen hat Deutschland abgegeben, und zwar insgesamt 427, 382 Männer und 45 Frauen, dann folgt USA. mit 367 Startern, wovon 323 männlich und 44 weiblich sind. Die Länder mit den größten Meldeziffern sind: Deutschland 427 Nennungen, USA. 367, Ungarn 366, Großbritannien 304, Frankreich 238, Italien 231, Schweiz 230, Oesterreich 219 und Tschechoslowakei 194. Ueber 100 Meldungen gaben noch ab: Belgien, Dänemark, Finnland, Holland, Japan, Kanada, Polen, Schweden und Jugoslawien. 25 Nationen mit 90 Booten bei der Olympia-Regatta. Für die Olympische Ruder-Regatta, die in Grünau in den Tagen vom 11. bis 14. August ausgefahren wird, wurden von 25 Nationen 95 Boote mit 337 Ruderern gemeldet. Vier Länder werden in allen sieben Bootsgattungen an den Start gehen, und zwar die Schweiz, Ungarn, USA. und Deutschland. Die stärkste Beteiligung fand der Einer mit 21 Unterschriften. Für den Vierer „mit" wurden 16, für den Zweier „ohne" 14, für den Achter 13, für den Doppelzweier und Zweier „mit" je 11, für den Vierer „ohne" 9 Nennungen abgegeben. Die Einteilung der Vorläufe wird am 5. August im Hause des Berliner Regatta-Vereins in Grünau vorgenommen. Deutschlands Reitervertretung. Deutschlands Olympia-Retter und -Pferde wurden wie folgt bestimmt: Vielseitigkeitsprüfung: Hptm. Stubbendorf (Nurmi oder Fortuna), DblL Frhr. von Wangenheim (Kurfürst oder Guntram), Rittm. Lippert (Fasan oder Fortuna); Große Dressurprüfung: Major Gerhard (Absint oder Burgs« W | n I Ein prächtiger Ueberblick über die Sprunganlage im Olympia-Schwimmstadion, wo zur Probe erstmalig die Fahnen aufgezogen wurden. Gerade trainiert ein Japaner beim Turmspringen. (Presse-Bild-Zentrale-M.) borff), Oblt. Pollay (Kronos oder Emir), Rittm. von Oppeln-Bronikowski (Gimpel oder Fels); Großes Jagdspringen: Rittm. Brandt (Alchimist oder Thora), Hptm. von Barnekow (Olaf oder Nordland), Oblt. Kurt Hasse (Thora oder Baccarat). Olympia-Sternfahrer in Berlin. In stattlichem Flaggenschmuck stellte sich am Don- nerstaa die Nordausfahrt der Avus vor, um die Teilnehmer an der Olympia-Sternfahrt für Wagen und Krafträder zu empfangen, die aus 22 Nationen nach Berlin kamen. Kurz vor 12 Uhr, eine halbe Stunde vor Oeffnung der Zielkontrolle, fegte ein schnittiger Singer dis Avus herunter: der erste Teilnehmer. Am Steuer saß eine Frau, die Engländerin Miß H a i g. Als Vertreter des Korpsführers hieß sie Stabsführer von Bayern-Ehrenberg herzlich willkom- Wirtschaft ver- Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.Al. Sranffurf a.M. Berlin Elektr. Lieferungsgesellschaft ... 6 Licht unv Kraft 7 Banknoten. Selten & Guilleaume 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Berlin, 30- 3uh 64,08 81,00 33,48 0 8 6 6 6 6 7 38,75 154,75 132,5 156,5 137 143,5 137,4 162,5 202,75 142,5 119,G 135 136,5 122,5 138 122,5 116,25 15,75 16,75 119,5 126 102,5 104,5 104,5 195,5 15,75 47,75 16,75 118,25 126 102 103,75 104 195,25 118,5 134,4 133,5 121,25 171 137,75 121,75 115 6 6 8 3 15,75 16,75 119,13 126 102,25 104,25 104,25 196 118,65 134,5 134,5 121,75 138 115,25 38,65 155,5 132 157,75 139,5 143,5 133,25 136,13 163,75 204 144 38,65 155 9 132,25 157,75 139 143,5 133,25 137,65 163,5 203,75 143,5 64,34 81,32 33,62 38,75 155 132,25 156 138 143,75 132 137,4 162,5 203 143 A.E.G. Bekula 15,75 47,5 16,9 119 125,75 t-102,5 104,5 104,5 196 119,25 134,75 136,75 122,75 172,5 137,25 122,65 115,5 Juenos titcv Brüssel .... (Rio de Jan. Sofia..... Kopenhagen Danzig.... London.... HelstngsorS. Varis ..... Holland ... Italien.... Japan ..... Jugoslawien Oslo..... Wien Lissabon... Stockholm.. Schweiz ... Spanten... Prag...... Budapest .. Neuyork... 6,7 10,05 5,5 6,7 10,1 5,5 44,65 ken (198 P.), Kopp. Böblingen (191 P.), Falk (188 P.) und Tank- Bremen (180 P.). Ferner befinden sich unter den vorn liegenden Teilnehmern G r e s i tz a - Frankfurt a. d. O., Ministerialdirigent im Reichsluftfahrtministerium M ü h l l g - Hofmann und der Danziger Braun. kleinen Anschaffungen. Der Aktienmarkt brachte zu den ersten Notierungen zumeist durchschnittliche Erhöhungen von 0,50—-1 v. H. In Montanwerten war das Geschält lebhafter, besonders Verein. Stahlwerke gesucht und auf 116,25—116,50, später 117 (115,75) erhöht. Auch Harpener weiter fest mit 136 (134,50), ferner zogen Hoesch, Buderus und Mannesmann bis 1 v. H. an; Laurahütte etwas erholt mit 21,65 (21), Otaoi Minen 29,50 (28,75). IG. Farben nach der starken Vernachlässigung etwas belebt und auf 170,25 bis 171,25 (170) befestigt, ferner Goldschmidt plus 1 v. H. und Deutsche Erdöl plus 0,50 v. H. Elektro- aktien lagen heute zumeist bis 1 v. H. fester, Felten gewannen 2,50 v. H., Lahhneyer 2 v. H. und Sie- Buderus 4 Deutsche Erdöl 4 Harpener................. LZ4 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 8 um tags darauf nach Athen, dem von ihnen gewählten Startort zu fahren. Am 20. Juli machten sie sich von dort mit ihrem Ford-Diesel auf den Weg, erreichten am 22. Juli schon Belgrad, zwei Tage später Budapest und meldeten am 25. Juli ihre Ankunft in Dresden. Zum Großen Preis von Deutschland fanden sie sich am 26. Juli auf dem Nürburgring ein, von dem aus sie in einer Kreuz- und Querfahrt über deutschen Kontrollstellen Berlin anfuhren. 6,75 10,2 5,5 44,13 10 5,5 43,25 waren. Beschickung: 380 Viertel Rindfleisch, 301 halbe Schweine, 139 ganze Kälber, 11 ganze Häm- mel, 4 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) 80. Bullenfleisch a) 76. Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54. Färsenfleisch a) 80 (alles jeweils Höchstpreise). Kalbfleisch b) 95 bis 105, c) 85 bis 95. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Schweinemarkt in Butzbach. * Butzbach, 30. Juli. Auf ' dem heutigen Schweinemarkt waren 493 Ferkel aufgetrieben. Bei flottem Handel verblieb geringer lieber- stand. Es kosteten bis zu vier Wochen alte Tiere bis 15 RM., vier bis sechs Wochen alte Ferkel 15 bis 18 RM., für sechs bis acht Wochen alte Tiere wurden 18 bis 22 RM., für ältere Ferkel bis 25 Reichsmark bezahlt. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 650: Bekanntmachung KP 172 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. — 651: Umrechnungskurse in den Güter- und Tierverkehren mit dem Auslande. ist die Preisentwicklung für Öelsaaten aus 1937er Ernte sichergestellt worden. Nbein-Mainische Börse. Mtlagsbörse fest. Günstige Entwicklung der Spareinlagen bei den Spattaffen im Juni. Preisentwicklung für Öelsaaten weiterhin sichergestellt. Fwd. Die Reichsregierung hat die erforderlichen Mittel bereitgestellt, die die Oelmühlen auch im Erntejahr 1937 in die Lage versetzen, den Anbauern von Öelsaaten hierfür wie bisher angemessene Preise zu zahlen. Darüber hinaus werden auch im nächsten Jahr die Anbauer von Öelsaaten wieder die Möglichkeit haben, die bei der Verarbeitung dieser Saaten anfallenden Oelkuchen zurückzukaufen. Auch werden die Anbauer von Lein, Raps, Rübsen und Ilse Bergbau ....... Ilse Bergbau Genüsse Rlödnerwerte ....... Mannesmann-Rohren Rheinische Elektrizität Rhein. Wests. Elellr. Schuckert L Co...... Siemens & Halske... LahmeyerLCo..... Frankfurt a. M., 30. Juli. Die Börse kehrte bei Eröffnung in überwiegend fester Haltung. Don der Kundschaft lagen Kaufaufträge, insbesondere für Montanwerte, vor, auch die Kulisse beteiligte sich an dem nicht sehr lebhaften Geschäft mit itimerttanndje Roten Belgische Noten.................. Dänische Noten ... Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten................. Spanische Noten ........... Ungarische Noten Depositen-, Giro- und Kontokorrentverkehr auf 2229,6 Mill. RM. Faßt man die Spareinlagen und die Depositen-, Giro- und Kontokorrenteinlagen der Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken zusammen, so ergibt sich, daß die Gesamteinlagen um 7,4 Mill. RM. aus 16 295 Mill. RM. zurückgegangen sind. Ohne die Gutschriften von Zinsen sowie die übrigen, nicht nur durch den reinen Zahlungsverkehr bedingten Veränderungen haben sich die Gesamteinlagen um 10,9 Mill. RM. vermindert gegenüber einem Zugang von 84,8 Mill. RM. im Vormonat und einem Rückgang von 35 Mill. RM. im Juni 1935. - Fwd. Die Spareinlagen bei den deutschen Sparkassen haben sich im Juni 1936 verhältnismäßig günstig entwickelt, sie sind um 19,3 Mill. RM. auf 14 065 Mill. RM. gestiegen. Von dem Einlagenzuwachs entfallen 12,1 Mill. RM. auf den Einzahlungsüberschuß, 4,5 Milb RM. auf Zinsgutschriften und 2,7 Mill. RM. auf sonstige Buchungsvorgänge. Der Einzahlungsüberschuß ist zwar um 5,3 Mill. RM. niedriger als im Vormonat, aber doch beachtlich, da saisonmäßig — wie in den Jahren 1931 bis 1935 — mit einem Auszahlungsüberschuß gerechnet werden mußte. Er ist aus Einzahlungen in Höhe von 406 Mill. RM. und Auszahlungen im Betrage von 393,8 Mill. RM. entstanden. Die Einzahlungen liegen damit erstmalig wieder über Vorjahreshöhe (um 11,2 Mill. RM.), die Auszahlungen bleiben hingegen (um 5,8 Mill. RM.) darunter. Berücksichtigt man, daß im Jahre 1935 noch eine Reihe von Sparkassen die Gehaltszahlungskonten im Sparverkehr führten, fo sind im laufenden Jahre erstmalig nicht nur die Einzahlungen, sondern auch die Auszahlungen über Dorjahreshöhe gestiegen. Im Gegensatz zur Entwicklung des Sparverkehrs sind die Depositen-, Giro- und Kontokorrenteinlagen der Sparkassen, Girokassen und Kommunalbanken saisonmäßig zurückgegangen. Sie verminderten sich rechnerisch um 26,7 Mill. RM. auf 2229,6 Mill. RM. unter Ausschaltung der Umbuchungen in den Sparverkehr und der nicht durch den reinen Zahlungsverkehr bedingten Veränderungen um 23 Mill. RM. (gegenüber 30,2 Mill. RM. im Juni 1935 und 46,8 Mill. RM. im Juni 1934). Die Abnahme war also geringer als in den beiden Vorjahren. Ende Juni 1936 belief sich der Einlagenbestand im Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß S v. H. Deutsche Sporlflieger beim Olympia-Stemflug Großer Tag von Rangsdorf. Büchertisch. — Zu Beginn der Olympischen Spiele wird die Dietrich-Eckart-Bühne in Berlin mit der Uraufführung einer neuen dramatischen Dichtung von E. W. Möller eröffnet. Das Werk führt den Titel „D a s Frankenburger Würfelspiel" und behandelt die Tragödie deutscher Bauern, die von einem gewaltsamen Landvogt aezwungen werden, paarweise untereinander um ihr Leben zu würfeln. Diese dramatische Begebenheit aus der Geschichte des kämpfenden Volkes ist für die Verhältnisse eines kolossalen Arena-Theaters mit einer dreistufigen Bühne und einem Zuschauerraum von 20000 Plätzen geschrieben; das Werk bedeutet einen wichtigen dramaturgischen Vorstoß zum neuen großräumigen Volksspiel. Das fesselnde, auch theatergeschichtlich interessante Spiel erscheint als Buch im Theaterverlag Albert Langen/ Georg Müller, Berlin. Preis gebunden 2,80 RM., Halbleder-Prachtband 4,80 RM. — (252) Auto tlwon baut „Weltrekordbrecher". Hans Sluck will Campbells 484 Stundenkilometer angreifen. Die englische Sportzeitung „Sporting Life" ver- öffentlicht eine Meldung über Rekordpläne der Auto-Union. Das deutsche Werk beabsichtigt einen Rennwagen zu bauen, mit dem Hans Stuck den in englischem Besitz befindlichen absoluten Geschwindigkeits-Weltrekord von 484 Stundenkilometer verbessern soll. Stuck erklärte dem Vertreter des „Sporting Life": „Mein Rekordbrecher wird nicht mehr als eine Tonne wiegen in rennfertigem Zustand, um die Reifen nicht zu sehr zu beanspruchen. Er wird eine in höchster Vollendung ausgeführte Stromlinien- Verkleidung erhalten. Bisher wurde diese noch nicht angewandt, obgleich sie überaus wichtig ist, wie die Tatsache zeigte, daß einer unserer Wagen mit wissenschaftlich einwandfreier Stromlinie 85 St-mdenki- lometer mehr schaffte, als das aleiche Modell mit gewöhnlicher Karosserie. Wo der Rekordversuch stattfindet, steht noch nicht fest, wahrscheinlich auf einer Reichsautobahn." Gporiamt „Kraft durch Freude-. Heute folgende' Kurse: Allgemeine Körperschule, Frauen und Männer: Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Schwimmen, Anfänger und Fortgeschrittene: Don 20.30 bis 21.30 Uhr und von 21.30 bis 22.30 Uhr, Frauen und Männer, Volksbad. Reiten: Von 20 bis 21 Uhr, Universitäts-Reitinstitut, Brandplatz. tamburg-Amerika-Paket 0 amburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Baut und Disconto- Gesellschaft................ 4 Dresdner Bank 4 Reichsbank 12 Gei!) 2,437 41,80 55,47 12,435 16,355 168,47 62,45 men. Schlag auf Schlag folgten dann die Eintragungen an der Meldestelle, wo sich eine große Zahl von Wagen und Krafträdern ahs allen Gauen Deutschlands oder mit den internationalen Kennzeichen aus Danzig, Oesterreich, Lettland, Livland, Rumänien, Holland, Jugoslawien, Schweden, Ungarn, sogar aus der Türkei und aus USA. ein- land. Eine großartige Leistung vollbrachten die westdeutschen Brüder A u f er m a n n aus Essen. Nach einer Nachtfahrt erreichten sie Berlin am 14. Juli, ~w 2,457 41,96 55,69 12,475 16,415 169,15 62,71 Don den insgesamt gemeldeten 154 deutschen Olympia-Stern-Fliegern erreichten bis Donnerstagmittag bis zum Beurkundungsschluß (13 Uhr) 109 Teilnehmer das Endziel: den Sportflughafen Rangsdorf: Soweit sich bisher übersehen läßt, ist mit 16 Ausfällen zu rechnen. Bedauerlicherweise ereigneten sich bei dem Fluge auch zwei schwere Unfälle, bei denen zwei Flieger ums Leben kamen. Ein Flugzeug der Fliegerschule Braunschweig verunglückte am Dienstagabend bei der Landung auf dem Flugplatz Altona; hierbei wurde der Beobachter, Oberleutnant Seng« haus, getötet, der Flugzeugführer Feldwebel Kelle r verletzt. Am Mittwochnachmittag ging im Harz bei Nordhausen ein Flugzeug der Uebungsstelle Schwarza des Luftsportverbandes bei einer Notlan- duna infolge Motorschadens zu Bruch, wobei der Beobachter Göbel ums Leben kam und der Führer Kreutzmann verletzt wurde. Unter den Teilnehmern des deutschen Olympia- Stern-Fluges, die bis 13 Uhr rechtzeitig in Rangsdorf eingetroffen waren, befand sich auch der Staatssekretär der Luftfahrt General der Flieger Milch als Teilnehmer mit seinem Flugzeugführer Major Polte. Er weihte am Nachmittag im Auftrage des Reichsluftfahrtministers Generaloberst Göring den neuen Sporflughafen Rangsdorf ein und übergab die vorbildlichen Anlagen dem Reichsluftfport- führer und dem Aeroklub von Deutschland. Die Flugzeuge der Teilnehmer, die rechtzeitig, d. h. innerhalb der Wertungszeit, Rangsdorf erreichten, verteilen sich wie folgt auf die nachstehend aufgeführten Flugzeugmuster: 51 Klemm-Tiefdecker, 23 Focke-Wulf, 9 Arado, 7 Fieseler, 6 BFW., 4 Bücker, 4 Heinckel, 2 Gerner, l Erla, 4 Schwalbe, 1 Motte. Vorläufiges Ergebnis: An erster Stelle liegt mit 224 Punkten Fliegerhauptmann Seidemann. Ihm folgt Hauptmann Freiherr Speck v.Stern- b n r q , ebenfalls vom Reichsluftfahrtministerium, mit 216 Punkten. Es folgen S ch a r f b i e r - Staa- mens 1,25 v. H., dagegen RWE. 1,25 v. H. schwächer, auch Gessürel nur knapp gehalten. AEG. unv. 38,75. Lebhafles Geschäft verzeichneten erneut Westdeutsche Kaufhof mit 57,40—58 (57,25). Kurserhöhungen von 0,25—1,25 v. H. wiesen noch auf: Daimler Motoren, Bayr. Motoren, Gebr. Junghans, Holzmann, Zellstoff Aschaffenburg plus 1,50 v. H. auf 119,50. Schiffahrtsaktien lagen behauptet. Reichsbankanteile 0,50 v. H. niedriger. Auch späterhin blieb die Tendenz am Aktienmarkt fest. An den R e n t e n m ä r kten ist noch keine nennenswerte Gefchäftsbelebung eingetreten, wenngleich sich auch hier immer etwas Nachfrage bemerkbar macht. Altbesitz 112,50 (112,40), Zinsvergütungsscheine waren zu 93 v. H. in größeren Beträgen gefragt, im übrigen blieben die letzten Kurse behauptet. Von Auslandsrenten neigten Mexikaner etwas zur Schwäche, auch Ungarn nicht voll behauptet. In der zweiten Börsenstunde wurde das an sich nicht große Geschäft am Aktienmarkt sehr ruhig und die höchsten Kurse für Montanaktien konnten sich nicht voll behaupten. Verein. Stahl 116,50 nach 117, Hoesch 122 nach 122,75, Mannesmann 116,25—116 (115,75). Westdeutsche Kaufhof bei ruhigeren Umsätzen voll behauptet mit 58,25 nach 58. Auf den übrigen Marktgebieten ergaben sich kaum Veränderungen. Die später notierten Werte lagen zumeist etwas fester, niedriger aber Salzdetfurth Kali und Chade-Aktien. Variable Renten blieben sehr ruhig, Industrie- Obligationen lagen z. T. etwas höher. Pfandbriefe bei kleinem Umsatz unverändert, Pfälz. Hyp.-Liquid. 101 (101,25). Stadtanleihen nicht ganz einheitlich, aber zumeist wenig verändert. Auslandsrenten lagen still. Jugoslawische Restquoten weiter fest, Salzkammergut 1,25 Rudolf Silber-Bahn 1,20, 1913er Eisenbahnern!. 0,45. Der Freiverkehr lag still. Etwas höher Adlerwerke mit 116 (115,50) und Wayß & Frentag mit 123 (122), dagegen Kali Wintershall 128 (129). Schlußkurs 29.7 lagesgelb unv. 3 v. H., die Lage am Geldmarkt ist trotz des Ultimos sehr flüssig. Abendbörse fest. Bei verhältnismäßig lebhaften Umsätzen brachte die Abendbörse am Aktienmarkt weitere Befestigungen, wenngleich das Interesse sich mehr einigen Spezialpapieren zuwandte. Fest und lebhaft waren besonders Kunstseide AKU. mit 60,75 bis 61 (59,75), ferner setzten Zellstoffaktien ihre Erhöhung noch leicht fort, Aschaffenburger 121,50 (120,25, Berlin 121). Montanwerte lagen etwas ruhiger, aber voll behauptet, Mannesmann 0,75 v. H. über Berlin mit 116,25. Auf den übrigen Marktgebieten war die Kursbildung gegen den Berliner Schluß nicht ganz einheitlich. Der Einheitsmarkt lag still, Großbankaktien blieben unverändert. Deutsche Renten lagen ruhig und gut behauptet. Von zertif. Dollar-Bonds gingen Preußen mit unv. 67,50 und 6 v.H. Spargiro mit unv. 67,40 um. Am Auslandsrentenmarkt waren Ungarn Gold lebhafter gefragt mit 9,13 bis 9,20 (9), ferner zogen Schweiz. Bundesbahn-Anleihen stärker an; 4prozentige 229 (225), 3,5prozentige 215 (212). U. a. notierten: Altbesitz 112,65, 6 v. H. IG. Farben 130,65, Reichsbahn-Dorzugsaktien E 123,13, 4 v. H. Ungarn Gold 9,13 bis 9,20, 4 v. H. Rumänen 5,50, 4 v.H. SBB. 229, 3,5 v.H. do. 215, Commerzbank 102,50, DD-Bank 104,50, Dresdner Bank 104,50, Buderus 119,50, Harpener 136,50, Mannesmann 116,25, Hoesch 122,50, Rheinstahl 152, Verein. Stahl 116,50, AKU. 60,75 bis 61, AEG. 38,65, Bekula 155,50, Deutscher Eisenhandel 144, Deutsche Erdöl 135, Scheideanstalt 270, Licht & Kraft 157,75, IG. Farben 171,25, Feldmühle Papier 136,50, Gesfürel 133,50 Goldschmidt 119,75, Holzmann 132,25, Junghans 107,25, Mainkraft 99, Muag 118,75, Metallgesellschaft 140,75, Moenus 97,75,' Schuckert 163,75, Westdeutsche Kaufhof 58,50, Zellstoff Aschaffenburg 121,50, Waldhof E 155,50, AG. für Verkehr E 119,50. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 30. Juli. Auftrieb : Rinder 52 (gegen 48 am letzten Donnerstagsmarkt), darunter 3 (6) Ochsen, 3 (5) Bullen, 37 (34) Kühe, 9 (3) Färsen. Kälber 690 (760), Hämmel und Schafe 109 (85), Schweine 875 (1224). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mk.: Ochsen a) 45 (am 23. 7. —), Bullen a) 43 (—), Kühe a) 41 bis 43 (40 bis 43), b) 35 bis 39 (35 bis 39), c) 27 bis 33 (26 bis 29), d) 25 (23 bis 25). Färsen a) 42 bis 44 (—). Kälber andere a) 68 bis 73 (64 bis 68), b) 62 bis 67 (57 bis 63), c) 54 bis 61 (48 bis 56), d) 40 bis 53 (38 bis 47). Hämmel b2) 48 (48 bis 49), c) 45 bis 47 (44 bis 47), c) 39 bis 44 (—). Schafe e) 41 bis 45 (42 bis 46). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (55 bis 56). Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber, Hämmel und Schafe lebhaft, ausverkauft. Großmarkt für Fleisch und für Fett- Schlußkurs 29 7. Dalum 4% oeegi. Serie n 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^A>Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Numäntscke vereinh. Rente . 2*4% Qlnotolier .............. Von den ausländischen Teilnehmern des Internationalen Sternfluges waren bis 16 Uhr bereits 25 Maschinen gelandet. Auch der Internationale Sternflug hat leider zwei Todesopfer gefordert. Das tschechoslowakische Flugzeug OK-LFG stürzte am Donnerstag kurz nach 8 Uhr in der Nähe von Herzberg im Harz ab, wobei die Besatzung, Führer Neme - c e k und Beobachter Windsor, getötet wurde. Das Ergebnis des internationalen Kunstflugwettbewerbs. Das Kürprogramm des internationalen Kunstflugwettbewerbs wurde Donnerstagnachmittag reibungslos von den Bewerbern erledigt. Das genaue Ergebnis lautet wie folgt: 1. Graf Hagenburg (Deutschland) auf Focke-Wulf 658,83 Punkte; 2. Siroky (Tschechoslowakei) auf Avia 651,41 P.; 3. Novak (Tschechoslowakei) auf Avia 641,66 P.; 4. Fleurquin (Frankreich) auf Moräne 225 639,99 P.; 5. Achgelis (Deutschland) auf Focke-Wulf 631,41 P.; 6. Stör (Deutschland) auf BFW. 628,66 P.; 7. Hörning (Schweiz) auf Bücker 619,83 P.; 8. Ambrus (Tschechoslowakei) auf Avia 597,08 P.; 9. Ercolani (Italien) auf Breda 544,50 P.; 10. Dola (Italien) auf Breda 516,82 P.; 11. Careistiato (Italien) auf Breda 487,33 P.; 12. Pa- pana (Rumänien) auf Bücker 435,00 P.; 13. Ca° oalli (Frankreich) auf Gourou-Leseurre 418,41 P. Die Ergebnisse des Franzosen B l a n und der drei deutschen Kunstfliegerinnen Liesl. Bach, Vera von Vissing und Ilse Fastenrath stehen im Augenblick noch aus. Schluß!. Abend« borfe 30.7- Mohnsaat, die diese Saaten im Lohnvertrag schlagen lassen, im Erntejahr 1937 die gleichen Vergünstigungen wie im laufenden Jahr erhalten. Damit der Schluß!. Mittag« börie 30.7. Frankfun a. M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend« börse Schluß« lurs Schluß!. Mittag« börse Dalum 29.7. 30-7. 29.7. 30.7. ManSseider Bergbau....... 6¥t — 151 150,5 151 Kokswerke ................ . 6 — — 132,9 133,5 Rheinische Braunkohlen .... 12 228 225,5 228 225,9 Rheinstahl ................ .. 4 152,5 152 151,25 152 Vereinigte Stahlwerke...... sy, 115,75 116,5 115,4 116,4 Otavt Minen ............. .. 0 28,75 30,5 29,25 30,75 Kaliwerke Aschersleben...... .. b 127 127,25 126,4 127,5 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 126,25 — 126,5 Kaliwerke Salzdetfurth..... ?y, —* 183 184,4 182 I. G. Farben-Jndustrte..... .. 7 170 171,25 170,25 171,4 Schetdeanstalt............. .. y 270 270 — —— Goldschmidt .............. .. 5 118 119,75 118 120 Rülgerswerke ............. .. 6 133 132,75 132,5 132,75 Metallgelellschaft........... .. b 140,25 140,75 140 141 Philipp Holzmann......... Zementwerk Heidelberg .... Cemenlwerk Karlstadt....... .. 4! 131,25 132,25 131,75 131,5 ::i 151 1EH — Schultheis Patzenhofer ..... .. 4 — — 110,75 109,75 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O 57,75 61 58,13 59,75 Bemberg................. .. 6 88 87,25 87,5 87 Zellstoff Waldhof .......... .. 6 153,75 155,5 155 155,5 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. O 118 121,5 118,13 121 Dessauer Gas ............. .. 7 — — 118,25 117 Daimler Motoren.......... .. O 131 133,25 131,5 133 Deutsche Linoleum......... .. 8 173,25 173,25 172,75 173,65 Orenstein & Koppel ........ .. 0 — — 87,25 87,9 Westdeutsche Kaufhof....... .. O 57,25 58,5 56,25 58,13 Chade ................... .. 9 395 394 395 394 Accumulatoren-Fabril...... . 12 — 218 216 218 Conti-Gummi............. . 11 188,75 187,65 189,25 188 Gritzner.................. .. O 1 34,5 I 36,25 1 34,25 I 36 Matnlraftwerke Höchst a.M.. .. 4 98,5 99 —— - Süddeutscher Zuck«....... . 10 1 227 l 228 1 226 I - Frankiurt a. Ul. Berun Schlußkurs Schluß!. Abend« börse Schluß« lurs Schluß!. Mittag, börse Oalnm 29.7 30 7 29.7 30.7 6% Deutsche Reichsantethe o. 1927 101,25 101,25 101,25 101,25 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 97,75 97,65 97,5 97,65 5yx% Young-Anleihe von 1930 . 101,9 102 102,13 102,25 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.«Rechten ............ V/i% Deutsche Reichspostschatz an Weisungen von 1934, 1....... 112,4 112,65 112,13 112,65 100 100 100,2 100,4 4/2% ehem. 8% Hessischer Bolls- staat 1929 (rückzahlb. 102%) ... 98,75 98,75 _ — *¥2% ehem. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold N. 12... 97 97 ___ 97 t>¥i% ehem. 4s4% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstavtLiau. 101 101 _ _ <’/2% ehem. 8% Darmst. Komm Landest».Goldschuldverichr. R.6 93,75 93,75 _ — Oberhesjen Provinz-Anleihe mti Auslos.-Rechten ............ 123,75 123,75 — Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 119,25 119,25 119,25 4%% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 97 ' 97 b/i% ehem. 4/i% Franks. Hyp. Bank-Ltqu.-Pfandbriefe....... 101 101 _ 6/i% ehem. 4-/r% Rheinische Hyp.-Baak-Ltqu.-Goldpse. ... 101,4 101,4 101,4 101,4 4/i% ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 97,5 97,5 97,5 97,5 4/i% ehem. 7% Pr. Landespfano bciefanst., Gold Komm. L-bl. 20 95 95 95 95 Lteuergutich.Verrechnungsk. 34-38 109,5 109,5 109,5 109,5 4% Oesterreichische Goldrente... 29,75 — 29,75 29,4 4,20% Lesterretchische Silberrente 2,6 2,55 2,5 2,65 4% Ungarische Goldrente....... 9 9,2 9,1 9,13 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/i% desgl. von 1913 ..:....... 8,5 8,5 8,65 8,5 8,65 8,65 8,6 8,6 6% obgest. Goldmexikaner von 99 14,65 14,5 14,5 14,4 4% Tückische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1..................... — — — — 29-3UÜ 30 Iu i Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld | Brief Geld Brief 0,682 0,686 0,683 0,687 41,92 42,00 41,96 42,04 0,142 0,144 0,143 0,145 3,047 3,053 3,047 3,053 55,66 55,78 55,67 55,79 46,80 46,90 46,80 46,90 12,465 12,495 12,47 12,50 5,495 5,505 5,499 5,511 16,41 16,45 16,405 16,445 168,79 169,13 168,89 169,23 19,57 19,61 19,57 19,61 0,727 0,729 0,727 0,729 5,654 5,666 5,654 5,666 62,65 62,77 62,67 62,79 48,95 49,05 48,95 49,05 11,325 11,345 11,33 11,35 64,28 64,40 64,30 64,42 81,18 81,34 81,18 81,34 33,92 33,98 33,82 33,88 10,275 10,295 10,27 10,29 2,485 2,489 2,485 2,489 Ir. 177 Dritter Blatt freufce'. iversitäts-M n intverkehi«( Sedier*. "i'enfiiomeit! -'k’5L .1 -7 Ä S-l°^ 'M 41,96 DJ« 3,047 55,67 46,80 12,47 5,49? 16,405 168.8 19,57 0,727 5,654 62-67, 46,95 n 33 64'3° 81' 33,o$ ,oF 2,485 Deutschland ist ein geographischer Raum. Ist der hben, worauf das Deutschtum erwachsen ist und röt dem es verwachsen ist. Aber dieser Raum allein is noch nicht Deutschland. Die 67 Millionen Men- |caen, die ihn zur Zeit bevölkern, gehören mit Kgu, um den Begriff Deutschland zu bilden. Und nicht diese allein. Mit dazu gehören die ungezähl- tei Geschlechter, die einander auf diesem Boden glmlgt sind. Und mit dazu gehört das geschichtliche kÄebnis, das sie in diesem Raume gehabt haben mtib durch das sie gerade diesem Raume verhaftet stiÜd. Dazu gehört auch der Lebenswille, der die VLnschen dieses Raumes zur Gemeinschaft zusam- ; r mbindet und zur Fortführung der Arbeit im >°hr als eine um die wird eine . Stromlinien- ich. noch nicht ig ist, wie die en mit wissen- Strmdenki- e Modell mit Rekordversuch rscheintich anj !, Frauei 1.45 Ufo Ly. id Fortge- Uhr und non länner, Volk-- Vom deutschen Genius Von Dr. Paul Harms. 'ne 2eE- • GpaiW"? ufammen, h M 7,4 W. sind. m bie übrigen, ntzsverkehr be- die Tesamtein- idert gegenüber im Vormonat ' NM. im 3uni ir.Z J0'1’ 4 0,6j 42,04 0,1 3'°S 55,J 46,J 12,50 5,511 16,44’ 169,23 19,61 5,^ 62-J 49,{ 11/$ 64'ii 81'2 Ü- 1 ölte j;. *e Ferkel u n alte ließen KP 17-) K • Ä ^üter-mi W* Der, “Jbpläne dei W einen Li den in ^eichwindiq. L01* Der- Vertreter de; liegen wird. aitn Mittelpunkt der Ausstellung, im Raume, der hm deutschen Genius gewidmet ist,,Ite£L6l?r®IV lenberq-Bibel. Sie ist das Stnnbito für d - liklleicht stärkste Leistung, die die deutsche Kultur !n Menschheit geschenkt hat: für die K u n st d e s chdrucks. Und indem ste m den Mittelpunkt 1« ganzen Ausstellung gerückt ist, verkündet sie em- länglicher, als mit Warten g-fchehe. daß Mr das Billen des Begriffs Deutschland im Geistigen fu- Spiele wird dir t der UraM tung von 6- benXitel J« et" und behb die von einem 'erben, paa1®«1!1 rseln. Diese dra Lite des kämpsei" eines kolossal^ aen Bühne uni ätzen geschch^ dramaturgisch Dolkssp'el-L nteressante Sp AlberiL°S mden 2,80» .(252) 5g 1,80 .,435 i-35 V, >2-45 H 1)0 Olympiade undAusland Von Dr. Gustav Sberlein, Zfiom. Wer die olympischen Spiele sportlich betrachtet, s zusagen nur vom Turm der Kampfbahn aus, Unn sich in die höchste Begeisterung hineinsteigern md muß sich am Ende doch sagen, daß alles nur eine Angelegenheit weniger Wochen, ein kurzes' Zeitereignis war, wie schließlich jede sportliche !«eistung. Bald würde man von neuen Rekorden Ibrea, m längstens vier Jahren die schöne Erinnerung einer näherliegenden Wirklichkeit weichen. Für ms Deutsche liegt daher der höhere, weil bleibende Aert der Olympiade auf anderem Gebiet: uns geht um den Sieg, den das ganze Deutschland cringen wird. Den Sieg über Zweifel und Unver- vndnis, den strahlenden Sieg über die falschen ! o r st e l l u n g e n , die sich die Welt noch immer iier das deutsche Land im allgemeinen und das Tritte Reich im besonderen macht Rur Auslanddeutsche, die sehr lange draußen ge- fot und unter diesen verzerrten Bildern und irri- $ n Anschauungen gelitten haben, können ganz er- mssen, was „auf dem Spiele steht". Auch der letzte ! ympiakämpfer, mag er schließlich ganz hinten s-hen, wo kein Bildberichterstatter mehr auf einen (chnappschuß lauert, kann für uns draußen zu riem Vorkämpfer ersten Ranges werden, und in i$fem Sinne steht auch jeder fremde Besucher, den tejer Sommer nach Deutschland zieht, dem Sieger crich. Die Augen der ganzen Welt sind cji f Deutschland gerichtet: einiges wird j s Wort vermitteln, mehr der Rundfunk, Wesent- lches das Bild, sei es in der Presse oder im Film, tner das Entscheidende bringen die O l y m - s afahrer selber mit nach Hause. Soll es ?-uer oder Asche sein? Darum geht es. Wir wissen, daß das schönste Land das deutsche Lind ist, es schwebt nicht bloß als Fata Morgana vir den heimsüchtigen Augen der Auslanddeutschen. Air haben die Möglichkeit, den vergleichenden Maß- ft:b anzulegen, sowie unser Fuß die Grenze über- jt reitet. Wir kennen die Mängel unseres Volkes irib unserer Scholle so gut wie die Vorzüge anderer linder, aber auch sehr kritische Naturen, ja der Hmat entwöhnte Volksgenossen fürchten niemals te Gegenüberstellung. Es gibt Dinge, die selbst die erbitterten und böswilligen Emigranten nicht leug- tin. Wie aber stellen sich die anderen Völker dieses tird) politische Zerrspiegel verzeichnete Deutsch- Inb vor? ^Irn ganzen Süden geistert noch immer, wie seit in Zeiten des Tacitus, das Bild eines dunklen, iin unwegsamen Wäldern verdüsterten Landes, ,;oo es immer regnet und immer Nebel herrscht". 2nß uns das W e t t e r g l ü ck der winterlichen Aorolyrnpiade beschieden sei! Allerdings brauchen tnr den Regen nicht über die Maßen zu fürchten, llias die Südländer anbelangt, denn die haben ja dm „ewigblauen Himmel" satt bis zum Halse, aus einem täglichen Schwitzbad um die 35 Grad herum- b-inrnneln können, so kommt ihnen das gerade zu- M. Immerhin, eine Reihe von schönen Olympia- tlMn ließe sich ertragen. Dann, als zweites, beherrscht die Verbots- t fei den Gemütszustand des Auslandes. Beson- brs die Franzosen glauben, es gäbe bei uns mehr Lirbote als Bäume. Sie sehen die Straßen mit hlmspitzen besetzt wie einen Igel mit Stacheln. De Schweizer fürchten die „preußische Schnauze" einen allesverschlingenden Rachen. Daß wir USS fast nur von Sauerkraut ernähren, ist welt- biieQnnt. Nürnberg ist für den Italiener die Pup- pmstadt und damit basta. Wenn man ihm sagt, v. sei größer als Florenz, lächelt er nachsichtig, fyrt klingt es, aber es wäre falsch, zu übersehen, dH in manchen recht östlichen Landstrichen die putschen Sebro-nne" gang und gäbe lind, daher |cDn in der Kindesseele merkwürdige Begriffe sich bÄen. Von der „braunen Pest" der deutschfeind- Dxnfte der Menschheit treibt, die ihnen von den Litern her überliefert ist. Dazu gehören also end- lici auch alle Ausstrahlungen, die vom deutschen Ä;ium aus in die Weite ergehen und deren Haupt- irjger die Deutschen außerhalb des geographischen Ä .um&s Deutschland sind. Man sieht, es ist durchaus kein einfacher Bis griff, den das Wort Deutschland bezeichnet, ki bezeichnet einen lebendigen, raum- und zeitge- drndenen Begriff, der hinüber wächst über seine icumlichen und zeitlichen Grenzen in rein geistige selten, und der von dieser seiner Geisttgkeit her feine bestimmenden Wesensmerkmale erhalt, -llrle la-.in man von diesem Begriff Deutschland eine finilich wahrnehmbare Anschauung geben? VZie !am man die Fülle der Erscheinungen, die das Dort heraufbeschwört, so bändigen, daß sie das Fclsungsvermögen des Einzelmenschen nicht uber- ch-eiten? Und wie kann man die geschichtlichen ßo-- hmente des Deutschtums so auswählen und zu- limmenftellen, daß aus ihrer Anschauung der Be- tr:f Deutschland mit zwingender Beweiskraft her- roitritt? Das war die ungeheuer schwer zu losende mit dadurch zur Lösung verlockende Aufgabe, die h- Ausstellung Deutschland m den Hal- ’n um den Berliner Funkturm gegeben man Und li( so darf man hinzufügen, in ^rem Kern wit irsm Erfolge gelöst worden ist, der bei jedem deut- hm Besucher ebensoviel Stolz rote Bewunderung Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zreilag, Zl.ZuliMH lichen Hetzblätter, von dem alles niedertretenden Militärstiefel und den übrigen Knalleffekten gewisser unzerreißbarer Bilderbücher wollen wir gar nicht reden. Und nun tut sich also die Wirklichkeit auf! Schon an der Grenze grüne Willkommenspforten. Wer einmal, sei es auch nur auf ein paar Stunden, danebengestanden und die Gesichter der ankommenden Fremden beobachtet hat, im Umgang mit den Grenzern vor allem, der weiß, wie die ersten Schuppen förmlich sichtbar von den Augen fallen. Da wird man nicht barbarisch durchsucht und durchleuchtet wie ein Verbrecher, alles geht glatt, schnell und mit äußerster Liebenswürdigkeit vonstatten. Ueberhaupt die deutschen Beamten! Da staunt der Schweizer und der Franzose wundert sich. Diese Freundlichkeit der Schaffner, diese Selbstverständlichkeit einer Reinmachefrau in den Schnellzügen! Und die Speisewagen sind keine oollgekeilten Abfütterungströge, wo zur Eile an- getrieben wird, man kann dort behaglich verweilen wie in einer Gaststätte und nach der Karte essen. Das gibt es nicht überall. Selbst in der fahrenden Klause dritter Klasse liegen Seife und Handtücher auf! Ja, man kann im kleinsten Cafs hinausgehen. Wie die Waschräume im großen wirken, das muß man in den Augen solcher Fremden lesen, die nicht gerade aus England oder Holland kämmen. Dann die deutsche Klein st a d t, vielleicht das Köstlichste, was wir haben! So sieht es anderswo vielleicht in Städten mit fünfzigtausend und mehr Einwohnern aus, und dann haben sie noch lange nicht den baulichen Seelenadel von Dinkelsbühl oder Ueberlingen. Die deutschen Dome und Burgen! Wie, das Ulmer Münster soll nicht etwas Einzigartiges sein, es gäbe noch andere gotische Wunder? ' Welch ein Reichtum an blühenden Städten zwischen den weiten Wäldern! Im Süden bildet eine Pineta von ein paar Kilometer Länge schon eine vermeintlich unübertreffliche Herrlichkeit. Unsere mannigfaltigen Gaststätten! Nürn- berg, München, Mainz, Heidelberg, Köln, Leipzig, Berlin, Königsberg, Breslau — man würde des Aufzählens nicht fertig werden. Immer und überall Eigenart. Und die Blumen an den Fenstern, die traumhaften Erker neben den gewaltigen Bauten der neuen Zeit, die eleganten Frauen und das unübersehbare Heer wandernder, blondbezopfter Mädel. Dieses Land soll eine einzige Kaserne sein, schlimmer: ein Zuchthaus? Welch eine unfaßbare Verwechslung mit Sowjetrußland! Ja, Kasernen wachsen da und dort wie Pilze aus dem Boden, aber den Stil des Vorkriegssimplizissimus, den müßte man darin mit der Laterne suchen. Auf Schritt und Tritt lachende Gesichter, bewimpelte Schiffe, Sonntagszüge, ein einziges Singen und Klingen, Kraft und Macht, gewiß, aber auch Sonne und Freude. Das olympische Dorf, na schön, mag ja zu- treffen, was man darüber hört und lieft, aber Re- nomierausnahmen hat jeder Staat! Und nun stellt sich heraus, daß das kein Blendwerk ist, keine Kulisse für eine Festaufführung, sondern nur ein Griff ins deutsche Land. Daß der Zweifler auf Geratewohl in diesen Staat hineinfahren kann, mit Bahn und Wagen, und allerorten die gleiche Überraschung erlebt. Wem da das Herz nicht aufgeht, dem ist nicht zu helfen. In weitaus den meisten Ländern erlebt man immer die gleiche Peinlichkeit, sowie man von der Hauptstraße abbiegt oder die im Führer verzeichneten Sehenswürdigkeiten links liegen läßt, um die Geschichte einmal von hinten zu betrachten. In Deutschland haben wir diese Fassadenkultur nicht Echt und wahr geht es da zu, wie in der alten Meisterkunst. Wir brauchen daher auch keine festgelegten Besichtigungsleinen wie in potemkinischen Gegenden, ja, gerade abseits vom Wege liegen oft die deglückendsten Wunder. Das ist Deutschland. Wir haben nichts zu verbergen, unsere Schau ist wie das Getriebe, und, politisch gesehen, unser Drittes Reich offen und klar wie ein rechtes deutsches Antlitz. Wir machen auf den Olympischen Spielen keinen Rummel vor, vom Brunnen vor dem Tore bis zum Baum im Odenwald, von der Maas bis an die Memel öffnet sich eine einzige Landesausstellung. Je mehr sich darin umschauen, angezogen vom Olympischen Feuer, um so lieber soll es uns sein. Dann wirken die Spiele noch in ferne Zeit hinein. Abschied von den toten GA.-Kameraden. x4 ' 'MURÄ Am Mittwoch wurden die beim Kraftwagenunglück im Schwarzwald tödlich verunglückten SA.-Männer im Nibelungensaal des Rosengartens in Mannheim aufgebahrt und später in einem gemeinsamen Grabe beigesetzt. Bei der Trauerfeier widmete Stabschef Lutze seinen toten Kameraden einen letzten Nachruf. Hier ein Bild von der Aufbahrung im Nibelungensaal des Rosengartens in Mannheim. — (Scherl-M.) Volkstanz und Charaktertanz. Oie internationalen Tanzwettspiele 1936. Von Or. Johannes Günther. Im künstlerischen Rahmenprogramm der „Olympiade" finden, wie bereits berichtet, die „Internationalen Tanzwettspiele" statt. Von vierzehn Staaten wurde dieser künstlerische Wettstreit beschickt. Eine internationale Jury wertet die einzelnen Leistungen und verteilt, innerhalb der besonderen Tanzgattungen, die Preise. Die Bewertungen werden in Formen von Urkunden den Mitwir- kenden Überreicht. Die Tanzkunst hat im ersten Drittel unseres Jahrhunderts so- entscheidend neue Wege beschritten, daß sich eine internationale Ueber- schau dessen, was sich nun herausgebildet hat, lohnt. Wenn man das Programm dieser Tanzwochen, die sich in der Berliner „Volksbühne am Horst- Wessel-Platz" abspielen, durchsieht, dann stellt man sogleich fest, daß der Volkstanz stark betont wird; und zwar entweder der Volkstanz als Laien- Uebung ober der stilisierte Volkstanz: in jedem Fall hat der Volkstanz seinen art-erhaltenden Wert, er stärkt die Volksgemeinschaft und dem Künstler führt er gesunde Motive zu — naturgemäß soll sowohl der Laie als der Tanzkünstler sich nur solchen Volkstänzen zuwenden, die zu seiner besonderen Heimat gehören ..., sonst lebt die organische Ueber» Lieferung nicht weiter, sonst wird Fremdes ohne inneren Erfolg aufgepfropft. Gleich am ersten Abend tanzte die „Penzberger Volkstanzgruppe" Schuhplattler und dekorative Auszüge, und der „M ä r k i s ch e Tanzkreis" tanzte in seinen geschmackvollen Trachten mit auffallend seinem Schwungs vor allem der figurenreiche „Webertanz" wird in unserer Erinnerung bleiben. Drittens tanzten die Bulgaren: sie boten ein Schaustück des Volkslebens; sie gaben sich, „als wenn sie zu Hause wären", und wie Improvisationen kamen Volkstänze zustande, die aber jedesmal zu äußerst reizvollen Gebilden wurden, angefeuert und gestrafft von ihrem Meister, Boris Zonen, der immer aktiv auf der Bühne war, ein Prachtkerl mit mimischer Leidenschaft! An den folgenden Tagen zeigten sich Einzel- tänze. Die Italienerin Britta Schellander kann chen. Alle Geistlichkeit lebt von dem Vermögen, Gedankengut austauschen zu können. In Deutschland, dem Mutterlande der Reformation, war das Bedürfnis nach gesteigertem und erleichtertem Austausch von Gedankengut so stark geworden, daß die verfügbaren Mittel, gesprochenes oder mit der Hand geschriebenes Wort, die dem Altertum und dem Mittelalter genügt hatten, als unzulänglich empfunden wurden. Und in der Buchdruckerkunst schenkte das um den neuen Geist ringende deutsche Volk der Menschheit ein Mittel, woraus seitdem aller Austausch von Gedankengut, der geistige Verkehr also von Mensch zu Mensch und von Volk zu Volk, beruht. Fürwahr eine Spitzenleistung, worauf Deutschland um so mehr Grund hat stolz zu sein, als sie für das Wesen des Deutschtums, für seinen metaphysischen Drang, für sein faustisches Ringen um letzte Fragen und tiefste Probleme des Seins und des Menschentums kennzeichnend ist. So hat der deutsche Genius dem Ringen um die neue Lebensform den Weg erst frei gemacht. Einen Weg, der dann freilich von den Höhen reiner Geistigkeit zu feiner Zeit auch zurückführen muhte in die Welt der Dinge. Neben dem Austausch von Gedankengut fordert der Austausch von Sachgütern seine Rechte, und der Verkehr auf dieser harten Erde ist auf die Dauer nicht minder wichtig wie der Verkehr von Menschengeift zu Menschengeist. Wie die Bedürfnisse der Neuzeit auch hier gewachsen find, im Vergleich zum geruhigeren Tempo von Altertum und Mittelalter, und wie das Deutschtum hier nicht nur Schritt gehalten hat im Dienste der Menschheitskultur, sondern führend vorangeschritten ist, auch das muß dokumentarisch belegt werden, wenn der Begriff Deutschland anschaulich gemacht werden soll. Und so hat es einen guten Sinn, wenn neben Goethes Reisewagen — einem so soliden Bauwerk, daß es nach mehr als 100 Jahren noch die Reise von Weimar nach Berlin machen konnte — die erste deutsche Lokomotive steht. Das geistige Band zwischen beiden Verkehrsmitteln hat noch "Goethe selbst geknüpft, als er zu Ecker- mann sagte: „Mir ist nicht bange, daß Deutschland nicht eins werde; unsere guten Chausseen und künftigen Eisenbahnen werden schon das Ihrige tun." In der Tat, Deutschlands Eisenbahnen sind es gewesen, die als erste die viel zu vielen Binnengrenzen der Kleinstaaterei wirksam durchbrochen haben. Und wie ein Wahrzeichen der trutzigen Kraft und des gebändigten Lebenswillens des Dritten Reiches steht" dann' das neueste Lokomotiven- W und er der deutschen Reichsbahn da! Gebändigte Naturkraft in den Dienst der Menschheit zu stellen, ist die Aufgabe der ewig vorwärtsdrängenden Technik. Aber derselbe Genius, der immer größere Kraftmengen in einer Einheit zusammenballt, um die Aufgaben des Massenverkehrs zu bewältigen, arbeitet zugleich an einer Auflockerung und Verteilung an alle, die eines Anteils an neu erschlossenen Kraftquellen bedürftig sind. Massenverkehr — Einzelverkehr, hier gehen parallele Entwicklungen nebeneinander, und so gehört neben die erste deutsche Lokomotive der Urtyp des Fahrrads, dessen sich der Freiherr von Drais bediente, und der erste Kraftwagen, den Daimler gebaut hat. Und was für Goethes Altersweisheit „unsere guten Chausseen" bedeuteten, das setzen Adolf Hitlers Auto st raßen fort, „Straßen, die in die Zukunft führen", wie sie mit triftigem Grunde genannt werden. Bahnbrechend ist der deutsche Genius gewesen bei der Eroberung des Luftraumes für den Verkehr. Deß zum Zeichen steht nicht weit von der leistungsfähigsten Lokomotive der n e u e st e I unke r s t y p, dessen zweckerfüllte Formensprache die Ueberwindung der Erdenschwere überzeugend kündet. Und ist nicht der Name Zeppelin ein Begriff geworden, der unlösbar mit dem Begriff Deutschland verbunden ist? Darum hat es abermals einen guten Sinn, wenn im Ehrenraume nicht weit von Skizzen zu Beethovens Neunter Symphonie, die wie mit Peitschenhieben innerer Leidenschaft hingeschrieben sind, die sachliche Patentschrift des Grafen Zeppelin gezeigt wird. Spitzenleistung der Kunst und Spitzenleistung der Technik, sie sind Ausstrahlungen des einen deutschen Genius, der in ihnen seinen Beitrag zur Menschheitskultur darbringt. Um diese und verwandte Dokumente schlingt sich ein sinnvoll gegliederter Rahmen, worin alle dreißig Gaue von ihren Sonderleistungen und ihrer Eigenart, von der Vielfalt in der Einheit Zeugnis ablegen. Ewiges Deutschland! So klingt und rauscht es aus dieser Zusammenstellung überall auf. In mustergültiger Weise wird hier von Deutschland, dem Gastland der Olympischen Spiele, Pro- paaanda gemacht. Dokument- der deutschen Geschichte, Zeugnisse für das Wirken des deutschen Genius, werden ohne ein aufdringliches Wort vorgelegt, auf daß sie für sich selbst sprechen. Kommt und schaut! Das ist die einzige Aufforderung, die an die Fremden ergeht, und je mehr ihr Folge leisten, um so stärker wird diese stumme und doch so beredte Propaganda sich auswirken, im Geiste des Friedens und der Völkerverständigung. Hochschulnachnchien. — Professor Dr. Ernst L o m m a tz s ck, Ordinarius der klassischen Philologie an der Universität Marburg, Direktor des Philologischen Seminars, ist wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Welturaufführung des Films „Boccaccio" in Bad-Nauheim Es war ein glücklicher Gedanke der Ufa, eine ihrer bedeutendsten Filmschöpfungen im Olympiajahr in Bad-Nauheim zur Uraufführung zu bringen. Der große Festsaal des Kurhauses war von einem internationalen Publikum voll besetzt. Unter den ausländischen Gästen sah man u. a. den chinesischen Botschafter in London, Exz. Quo T a i - ch i und den rumänischen Minister Exz. C o n st a n Lines c u. Die Wiedergabe des „Römischen Karnevals" von Berlioz, gespielt vom Staatskurorchester unter Leitung von Walter Stöver, bildete den Auftakt zu dem fröhlichen „Boccaccio"- Film, der uns das farbenprächtige Leben der mittelalterlichen Residenzstadt Ferrara vorgaukelt. Um vier Paare schlingt sich die Handlung. Willy Fritsch ist der Darsteller des Stadtgerichtsschreibers und heimlichen Dichters Petrucchio, der das Treiben der schönen und reichen Stadt in seinen Dichtungen geißelt. Heli Finkenzeller, die heitere Münchnerin, ist in ihrer Anmut und Fraulichkeit seine große Gegenspielerin und Eheliebste Fiametta. Das Herzogspaar von Ferrara wird von Albrecht Schön- hals und Gina Falkenberg, der gestrenge Hauptmann der Scharwachen und seine Frau von Albert Florath und Tina Eilers meisterhaft verkörpert. Paul Kemp, der immer luftige und tüchtige Verleger Calandrino, und Fita B e n k - hoff als seine Ehefrau Bianca gehören weiterhin zu den Gestalten, um die sich die farbenprächtige, heitere Filmhandlung dreht. Dichtung und Wahrheit stehen in diesem Film beieinander. Die Geschichten des „Decamerone" erwachen nach 600 Jahren mit Hilfe der modernen Technik des Films zu neuem Leben. Unter der Produktionsleitung Max Pfeiffers ist ein neuer „Boccaccio" erstanden, der mit der Suppeschen Operette nichts zu tun hat. Das Manuskript schrieben Dr. Burrie und Dr. F o r ft e r. Die Musik verdanken wir Fritz D ö 11 e. In diesem Film fließen Musik, Handlung, Bild und Darstellung harmonisch ineinander. Auch der Regisseur, Herbert Maisch, ging neue Wege. Es ist kein historischer Boccaccio, der hier dargestellt wird, sondern ein zeitloser Mensch in einen frei stilisierten Renaissancerahmen gestellt, in den sich auch die anderen Hauptpersonen gut einfügen. Otto Hunde hat ein mittelalterliches Ferrara hingezaubert, das den prächtigsten Hintergrund für die heitere Handlung abgibt. Manon Hahn, die für die kostüm- liche Ausstattung des Films zeichnet, hat die schönste und wohl auch dankbarste Aufgabe, die ihr bisher gestellt wurde, gelöst. Sie schuf Kleider, die den Charme und die Lebensfreudigkeit der Renaissance widerspiegeln. L. mit guten körperlichen Anlagen an ihre Gestaltung geben, hat übrigens einen, unserer Meinung nach recht glückhaften Hang zur Groteske, die sie nur weiter ausbilden sollte. Sonst spürt man ihr leider nicht den entscheidenden Trieb, das Tanzen - M ü s - s e n an, sie verläßt sich auf übernommene, auch auf zeitlich schon überholte Formen. Ihr stand siegreich die deutsche Tänzerin P a l u c c a gegenüber mit ihren ausgereiften Leistungen in der immer wieder bewundernswerten Einheit der leichten und des wuchtigen, der Technik und der Gefühlskraft, des Strengen und des Spielerischen. Einen Griechen lernte das deutsche Tanzpublikum (das immer sehr zahlreich zu den Veranstaltungen kommt), am dritten Tage kennen: Angelo G r i m a n i. Wenn dieser werdende Künstler'sich nicht in der äußeren Ballet-Artistik verliert, wenn er eine störende Süßlichkeit abtut, wenn er den persönlichen Raum gewinnt, seine technischen und künstlerischen Anlagen zu vertiefen und zu stärken, dann wird er einmal wirkliche Beachtung beanspruchen dürfen. Daß freilich an den Deutschen Harald Kreutzberg wohl so leicht kein Tänzer — in ihrer Art auch keine Tänzerin und keine Tanzgruppe unserer Zeit — heranreichen kann, das zeigte einmal wieder recht überzeugend sein Auftreten an diesem dritten Abend: Kreutzberg bot, gelöst und zugleich künstlerisch diszipliniert wie immer eine gute Auswahl seiner besten Tänze: sie wurden denn auch mit einem Beifall gelohnt, den man, ohne in Uebertreibungen zu verfallen, orkanartig nennen kann. Der vierte Abend brachte zunächst einen Sonderversuch: Die australische Tänzerin Irene Vera Young hat eine besondere Stärke im Ausdrucksspiel ihrer Arme und Hände — und so sind denn auch ihre Tänze vorherrschend Handtänze: mit dieser Fertigkeit löst sie ernste, fast ergreifende Aufgaben und nimmt auch drollige Motive auf. Nach all diesen Einzeltänzen, vom zweiten bis zum vierten Abend, noch im zweiten Teil des vierten Abends Gruppentänze, und zwar die eindrucksvollen und künstlerisch richtungsweisenden Tänze der Dorothee-Günther-Schule (in München und Berlin). Den alten naturgemäßen Wunsch, daß Musiker und Tänzer ein und dieselbe Person wären, nimmt die Günther-Schule mit erfrischenden Erfolgen auf: Die Pauken-Tänzerinnen, die tanzenden Pfeiferinnen, die Schellen-Tänzerin- nen, sie strömen die beglückende Jugendkraft aus, die der Grundbau unserer neuen Künste ausmacht. ♦ Zweimal trat in diesen Tagen die „Tanzgruppe des Kärntner Konservatorium 5" auf: es soll ihr nicht abgestritten werden, daß sie an ihren Tänzen gearbeitet hat — aber es sind doch eigentlich nur Schablonen, die man da zu sehen bekommt; besonders wurde das gelegentlich ihres zweiten Auftretens deutlich. Persönliches, jedenfalls Besonderes, wollte wohl Lili Green bieten, aber es Hieb bei ärmlichen Ansätzen, es stellte sich bei ihr ein Mangel an Einfällen, ein Mangel an überzeugender Ausdruckskraft, ein Formenmangel heraus. Lili Green läßt sich als Niederländerin anzeigen, aber wir glauben nicht, von ihr auf die Tanzkunst der Niederlande schließen zu dürfen. Recht bezeichnend für Belgien aber scheint Lea Daan mit ihren Gefährtinnen Trui Hoste und Karin Groß zu sein: sie sind schwer und herb, fast scheu, bringen aber zu geladenen Gestaltungen vor und bringen auch einmal, eine dralle Karikatur zustande. Auch die Schweize - r i n Herta Bamert nimmt uns für sich ein: durch ihr solides Werk, durch ihre musikalische Gelassenheit. Kaum etwas aufzuweisen hat Gertha Heppners Tanzgruppe aus Wien; nur wenn sie zu Volkstanzmäßigem greift, ist sie ganz erfreulich. Die Tanzwettspiele geben überhaupt Gelegenheit zu der Erkenntnis, daß der Tanzkünstler gut tut, in die Volkstänze feiner Heimat einzudringen; schöpft er aus ihnen feine Motive, saugt er aus ihnen feine Kraft, kann er niemals ganz irregehen. Wie reich und eindringlich war z. B. Mascha Arsenjew mit ihren bosnisch-serbischen Tänzen! Aber vor allem sei dies für die Laientänzer gesagt. Wenn Lotte Wernicke (Berlin) mit ihrem Chorwerk „Geburt der Arbeit" (schon mehrmals und jetzt wieder) Erfolg hat, so liegt das daran, daß es eben nicht ein frei gestalteter „Jdeen- tanz" ist, sondern daß Lotte Wernicke mit ihren Burschen und Mädchen an deren Arbeits-, Daseinsund Feiertags-Vorgänge, da, wo sie schwer sind, und da, wo sie schön sind, unmittelbar anknüpft und Volkstänze schafft, freilich nicht aufbauend auf Ueberlieferungen, sondern aus eigener Kraft — Ein, zunächst verneinendes, Beispiel sind die kanadischen Tänzer Boris V 0 l k 0 f f s. Diese Laientänzer wagen sich an Jdeentänze und sind damit sehr unzureichend. Ein Bauerntanz (Boris Volkoff selbst tan3t ihn) wird dann natürlich schon besser, und ihr eigentlicher Erfolg ist die Darstellung einer indianischen Legende: hiermit kommen sie nahe heran an die zauberhafte Versonnenheit, an die schlichte Größe (und auch an den Humor) der alten Volksmysterien, in welchem Lande man sie auch uchen mag. Nun muß man freilich bedenken, daß liefe (zum Teil schon allzu) modernen Kanadier ich erst hineinfinden mußten in die Empsindungs- und Darstellungsart der Indianer. Anders ist das bei den Indern. Die indische Darstellungs- und Tanzkultur, in den Händen Berufener, hat noch heute unmittelbaren Anschluß an die kultische Schaukunst der Ahnen. Im Rahmen der Tanzwettspiele trat Menaka mit ihrer Hindugruppe, begleitet von ihrem Hindu-Orchester, auf: sie tanzten an einem Abend Solotänze und kleine Gruppen aus den Mythen und aus dem indischen Volksleben und führten am folgenden Abend ein alt-indisches Mysterienspiel auf — vom Gotte Shiwa, der sich dem höchsten Reiz der Sinne aussetzt, weil er meint, über ihn erhaben zu sein, ihm bann aber doch erliegt und in einen Taumel gerät, aus dem ihn erst die natürliche Erschlaffung und das Besinnen auf weise Haltung wieder erlöst. Das Publikum bewunderte den Uebergang von der Pantomime zum Tanz aus dem Wege der Bewegungssprache und gab sich hin dem Zauber der harmonischen Darstellung, der geschmackvollen Pracht der Kostüme, der unausweichlichen Macht der seltsamen Musik. Jugoslawien besitzt in Ma C 0 r a k - S lall e n s k a eine hervorragend leichte und sichere Spitzentänzerin, aber sie ist auch eine ebenso bedeutende freie Tanzgestalterin in moderner gymnastischer Schulung — das eine kommt dem anderen zugute, und in allem bringt sich eine schöne Empfindungstiefe zum Ausdruck. So reif scheint uns die Polin Olga Slawfka noch nicht zu jein, aber sie unternimmt den bemerkenswerten Versuch, die leidenschaftlichen Rhythmen der Mazurka in die Formen des Spitzentanzes zu 'binden. Polen hat Glück bei diesen Internationalen Tanzwettspielen. Nicht genug, daß Felix Parnell seine prachtvoll schmissigen Pantomimen-Tänze aus dem polnischen Volksleben, aus polnischen Schwänken und polnischem Brauchtum mit einem großen Erfolge vorführt, nein: wir werden auch noch mit Ziuta Bucuynska bekannt, der das Publikum (mit Recht) einen Beifall spendet, wie ihn (vor einigen Tagen) nur Harald Kreutzberg empfing: hier haben wir eine ganz große Könnerin vor uns. In ihrem starken Weibtum lebt noch eine echt kindliche Keuschheit — das gibt ihrem Krakowiak und ihrem Kujawiak einen unwiderstehlichen Reiz und macht daraus einmalige Kunstwerke... das läßt ihren Tanz „Kind ohne Heim" so rührend einsam erscheinen, das mag aber auch ihrem Tanz aus harter Wirklichkeit, der „Arbeiterin", die Aufschwungsmacht verleihen. Zur Rundung des Bildes, das wir hier unfern Lesern entworfen haben, gehört noch der Hinweis auf den schneidigen ungarischen Männer-Tanzchor (Studenten der Hochschule für Leibesübungen, Budapest) und dann besonders auf die rumänischen Volkstänzer, die in offenen Reihen ober im Kreise ihre derben verschiedenartigen Schritte zeigten, bald Männer und Frauen, bald Männer allein, bald Frauen allein, auch zu vier Paaren: begleitet von der Geige ober vom Gesangschor, der, wenn die Tänzer ruhten, mit schönen Liedern aufwartete und am Beginn das Horst-Wessel-Lied auf deutsch fang. Aus der Provinzialhauptstadt. Familiennamen erzählen! ZdR. Sollte es sich nicht lohnen, einmal den vorhandenen Spuren unserer Familiennamen nachzugehen? Freilich in vielen Fällen wird es nicht möglich fein, bis zum Urträger des Namens vorzustoßen, weil die Quellen versiegen. Nicht immer aber ist es schwierig. Oft sagt uns ein Name schon manches; dem einen, daß ein Ur-Vater ein „Schmidt" gewesen, der irgendwo in einem kleinen Dörfchen das glühende Eisen formte. Aehnliches sagen die Namen: Weber, Schneider, Schlosser, Gerber, Schuster und andere Berufsnamen. Bei diesen Namen liegt die Abstammung deutlich vor uns und die heutigen Träaer dieser Namen können feststellen, wie weit sie sich von den Berufs- und Lebensformen ihrer Ahnen entfernt haben. Doch auch die Berufsnamen sind keineswegs alle sofort erkennbar. Diele Berufe sind so gut wie aus- geftorben; deren Namen aber blieben. Wo gibt es heute noch „Nadler", „Rockenmacher", „Hafner", „Schäffler" usw. Andererseits haben sich viele Namen im Lause der Zeit sprachlich außerordentlich verändert, so daß man als Laie den sprachlichen Ursprung aar nicht erkennt. Oder liegt es vor jedermanns Auge klar, daß in „Schubert" der Schuhmacher, der Schuhwerker steckt? Wohl kaum! Der Name Hübner z. B. stammt vom Lande und ist gleichbedeutend mit dem norddeutschen Hufner ober Hüfner. In Hübner ober Hüfner steckt bie Hube ober Hufe, bas ist ein Stück Ackerland in der Größe von 30 Morgen; so daß also ein Hübner, Huebner, Hufner ober Hüfner ein Besitzer einer solchen Hufe ist. Wandert so ein Hübner von Süddeutschland nach Norddeutschland, so wird — im allgemeinen wenigstens — der Kern seines Namens unerkannt bleiben. Wer sich jedoch darauf versteht, erfährt also aus dem einen Namen nicht nur die berufliche, sondern auch die geographische Abkunft; insofern ist es immer wichtig, auch auf die Schreibweise des Namens zu achten. Müller und Möller, Schmid und Schmidt sind zwar die gleichen Berufsnamen, aber in verschiedenen Gegenden zu Hause. Die Befragung der sprachwissenschaftlichen Forschung empfiehlt sich eigentlich in jedem Falle. Denn häufig verbirgt sich selbst hinter scheinbar geheimnislosen Namen etwas ganz anderes, als man denkt. Der Name Zink z. B. könnte uns verleiten, dabei an das Metall zu denken; in Wirklichkeit aber ist Zink ein Spitznamen und ist von Zinken = Nase abgeleitet. Hier ist also ein Name lieber« tieferer eines körperlichen Merkmales, wie in den Namen: Klein, Lange, Dick, Kleindick, Groß usw. Nicht selten werden durch Familiennamen wesentliche Charakte 'genschaften übermittelt. Wir haben die Namen (bparmann und Spieler. Ersterer hat sicher seinen Besitz durch Fleiß, soliden Lebenswandel und kluge Wirtschaftlichkeit aufgebaut und erhalten. Der Name ist vermutlich schon recht alt, denn „sparen" kommt bereits im Althochdeutschen vor. Diese Beispiele zeigen welch ein sonderbarer Namenreigen sich in dem großen Buche der deutschen Familiennamen findet. Am ehesten fällt es dem auf, der ein Adreßbuch nach bestimmten Gesichtspunkten durchsieht. Man findet dort z. B. alle Wochentage, die gesamte Vogelwelt: Amsel, Drossel, Fink und Star ferner allerlei vom Gelde, den Seiner, Geldmeyer, Geldzahler, Pfennig, Pfinnigs- schmidt, Hundermark. Selbst an Gefühls- und Stimmungsnamen, wie: Freude, Fröhlich, Heiter, Sorge, Kleinsorge, Ohnesorge, ja sogar Frühsorge, fehlt es nicht. Nicht vergessen werden darf, daß die Familienforschung selbst mit der Namenforschung Hand in Hand gehen soll. Oft ermitteln mir aus alten Büchern und Urkunden eine ganz andere Schreibweise des Namens, wodurch plötzlich ein neues Licht in die Angelegenheit kommt. Die Forschung ist nun nicht allein Familiensache. Sie ist auch Angelegenheit des Volkes; denn Endziel dieser Bemühungen soll die Feststellung der großen deutschen Namenfamilien jein. Freilich sind wir heute noch weit von diesem Ziel entfernt, aber nicht mehr so weit, daß wir seine Erreichung nicht erhoffen könnten. Und sollte das nicht jeden reizen, der Deutung seines Namens nachzugehen? W. Ka. Vornotizen. Tageskalender für Freitag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Skandal um die Fledermaus". Erneuerung der Kapelle des Alten Friedhofs. Von dem Pfarramt der Luthergemeinde wird uns geschrieben: Zu unserer Nachricht vom 29. Juli teilen wir berichtigend mit, daß es der Luthergemeinde gelungen ist, für die Zeit, in der die Kapelle nicht benutzt werden kann, Gastrecht in der Johanneskirche oder in der Stadtkirche zu erhalten. Die Gottesdienste finden also nicht, wie ursprünglich geplant mar, in der Aula des Gymnasiums statt. Die Gottesdienste der Luthergemeinde werden einschließlich Christenlehre und Kindergottesdienst während der nächsten Sonntage ausdrücklich im Kirchenzettel angegeben. Gemeinschastswerk zugunsten der bildenden Künstler unseres Gaues. NSG. Die NSDAP. Kreisleitung Büdingen hat in Verbindung mit der Reichskammer der Bildenden Künste ein Gemeinschaftswerk in die Wege geleitet, das ungefähr 30 bildenden Künstlern des Gaues' Hessen-Nassau ab Mitte August 1936 für zwei bis drei Wochen freie Unterkunft und Verpflegung in verschiedenen Orten des Kreises Büdingen gewährt. Zur Teilnahme sind Maler und Graphiker aus dem Gau HessenMassau zugelassen. Die Anträge müssen umgehend an die Reichskammer der Bildenden Künste, Üandesleitung Hessen-Nassau, Frankfurt am Main, Moselstrahe 62, gerichtet werden. Fest der deutschen Schule am 20. September. Der Reichsstatthalter in Hessen — Landesregie, rung, Abteilung II — hat an die Direktionen der höheren Schulen, der gewerblichen Unterrichtsan. statten und an die Kreis- und Stadtschulämter die nachstehende Verfügung gerichtet: Der „Tag des deutschen Volkstums" wird auch in diesem Jahre als „Fest der deutschen Schule" im ganzen Reiche veranstaltet. Schule und Jugend, von jeher die Hauptträger der völkischen Schutzarbeit, werden auch diesmal heraustreten in die Öffentlichkeit und die gesamte reichsdeutsche Be- Dotierung aufrufen, teilzunehmen an dem Bekenntnis zur geistigen Gemeinschaft des Gesamtvolkes. Die Schnelligkeit, mit der sich dieses Fest durch, gesetzt hat, und die großen Erfolge, die es im Vorjahr erzielte, sind Beweis dafür, wie dank des Durchbruchs der nationalsozialistischen Weltanschauung der Gedanke der votksgenösjischen Verbundenheit über die Grenzen, die staatliche Willkür setzte, im Volke Wurzel geschlagen hat. Ziel ist, noch mehr als bisher das Fest zum Gemeingut aller werden zu lassen; die Schule aber soll nach wie vor die Trägerin bleiben. Ich erwarte, daß die Schulen dem Fest jede För« derung angedeihen lassen und bei den Vorbereitungen, wie bei der Durchführung ihre Mitwirkung zur Verfügung stellen. Darüber hinaus bitte ich, auch der Schülerschaft den Besuch der Veranstaltung wärmstens zu empfehlen. Der Herr Reichs- und preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat angeordnet, daß alle ihm unterstellten Schulen zum „Fest der deutschen Schule" zu flaggen haben. Diese Anordnung gilt nach dem Wortlaut des Erlasses auch für künftige Jahre. Ich bringe sie hiermit in Erinnerung. Die deutsche Arbeitsfront n.G.-Gcmeinfchaft „firaft durch Freude Sommerfest im Hardtwäldchen in Gießen. Anläßlich des Weltkongresses für Freizeit und Erholung in Hamburg findet in Deutschland eine Reichsfestwoche vom 1. bis 9. August statt. In allen Städten und Orten werden im Rahmen dieser Festwoche große Sonderveranstaltungen der NS.-Ge- meinschaft „Kraft durch Freude" durchgeführt, so in G i e ß e n am 1. und 2. August ein großes Sommerfest im Hardtwäldchen. Schon heute ist man auf dem Festplatz unter dem 50er Denkmal eifrig an der Arbeit. Die drei Bierzelte sind schon fast jerüg, 2000 Quadratmeter sind überdacht für den Fall, daß der Wettergott trotz aller günstigen Wettervoraussagen einen Regenschauer senden sollte. Unablässig werden Tische und Stühle angefahren, denn es soll für 4000 Personen Sitzgelegenheit geschaffen werden. Zwei Tanzflächen von ca. 200 Quadratmeter werden geschaffen, damit die Jugend voll und ganz auf ihre Rechnung kommt. Zwischen beiden Tanzflächen wird das Podium für die Standartenkapelle NW 4 Friedberg errichtet. 40 Musiker werden zum fröhlichen Tanz aufspielen. Schießbuden, Karussells und Schaubuden werden besonders zur Unterhaltung beitragen. Der bekannte Unkel Kuneroad kommt mit seiner Spielschar und wird auf der provisorisch errichteten Freilichtbühne durch sein Spiel seinem Namen alle Ehre machen. Aus Gute Möbel bei Koos Giessen Schuistr6 Unbekannte Fracht. Roman von Zranl z.vraun. 2. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Sie standen beide mit dem Rücken gegen das Licht und mußten sich umdrehen. Sicherlich waren beiße für die Ablenkung im Grunde dankbar. — Draußen stand ein Mann und schwenkte den Schlapphut zum Gruße. „Pserdeberger", stellte Hinrich Terbrügge mit Genugtuung fest. Er trat zum Fenster und öffnete es. „Komm herein, Pferdeberaer", forderte er den Draußenstehenden auf, und fein Groll war wie weggeblasen. „Wir sprachen gerade von dir." Pferdeberger grinste. Sein Lachen geriet immer so unausstehlich, weil ihm zuviel Zähne im Unterkiefer fehlten. „Also, bist du bereit zu verkaufen, Terbrügge? Seid ihr euch einig?" Der Bauer sah seinen Sohn an. „Ich will verkaufen", sagte er betont und wartete. Es kam keine Antwort. Rudolf Terbrügge drehte sich um und verließ die Stube. „Komm herein", sagte Vater Terbrügge nochmals; er war mit dem wortlosen Abgang seines Sohnes zufrieden. „Haft du den Vertrag gleich mitgebracht?" „Den Vertrag machen wir später. Aber du kannst deine Unterschrift zu dem Verkauf schon geben. Terbrügge: es geht bann alles rascher." „Gut, komm endlich herein, die Tür ist nicht verschlossen." In der Diele wurde der Händler Pferdeberger angehalten. Rudolf Terbrügge stellte sich ihm in den Weg. Breit und wuchtia stand er da und versperrte den Durchgang. „Pferdeberger", sagte er halblaut und war trotzdem heiser, „du darfst das nicht!" „Was darf ich nicht?" Rudolf Terbrügge schüttelte unwillig den Kopf. Er wußte genau, daß er verstanden worden war und hkelt sich nicht mit unnützen Erklärungen auf. „Du weißt, wie es geht", fuhr er fort. „Es ruht kein Segen auf deinen Geschäften, Pferdeberger. Denke an die Bauern in Wietze! Ihre Aecker sind verwüstet, auf toten Feldern ragt der verlassene Bohrturm; sie selber, Väter und Söhne, einmal Herren auf eigener Scholle, arbeiten um kümmerlichen Lohn unter Tag im Förderwerk. Das ist nicht das Leben, das ich für meinen alten Vater wünsche. Ich warne dich Pferdeberger!" Er hielt ihm unsanft die harte, geballte Faust unter die Nase. Aber Pferdeberger war selber ein wuchtiger Kerl. Er stieß den Jungen zurück. „Mache keinen Unsinn, Rudolf", sagte er grob. „Die Zeiten, auf die du am spielst, sind vorbei. Damals konnte man die Bauern betrügen und mit hundert oder zweihundert Mark im Jahr von ihnen die Erlaubnis kaufen, auf ihren Feldern zu bohren. Das ist vorbei. Wir erwerben gerecht und notariell den Hof, den wir haben wollen. Kein Bauer kommt heute mehr zu kurz." „Aber unser Hof, Pferdeberger, seit dreihundert Jahren ernährt er uns Bauern..." er wußte nicht weiter, vielleicht spürte er selber, daß solche Sätze für den Aufkäufer Pferdeberger keine stichhaltigen Gründe enthielten. Er stöhnte, beinahe, als schmerze ihn etwas körperlich. „Ich warne dich, Pferdeberger! Auf dein Haupt alles, was nun kommt!" „Rede keine Bibelverse, Junge. Dein Vater ist gescheiter als du und nützt die Konjunktur. Du stemmst dich nur dagegen, weil —" er lachte spöttisch —, „nun, weil du das faule Leben hier auf dem Hof dann aufgeben mußt." „Pferdeberger, du warst selber einmal Bauer. Du weißt wie der Boden hier trägt. Ein faules Leben tjat hier keiner." ,Zhr werdet es haben", entgegnete der Ankäufer sprunghaft und unlogisch. „Um so mehr Grund, den schlechten Boden zu verkaufen." Damit schob er den jungen Mann endgültig beiseite und trat in die Stube, wo der Bauer wartete. Was die beiden verhandelten, erfuhr Rudolf Terbrügge nicht. Er wollte es nicht wissen. Mit langen, schweren Schritten, die der Heideboden ihm angewöhnt hatte ging er über den Hof. Der Knecht rief ihn an und wollte etwas fragen. Terbrügge sah ihn nicht an, er hatte den Zuruf gehört, aber seinen Sinn nicht ausgenommen. Immer weiter schritt er; geradeaus. Ihm war, als sollte er nie mehr umkehren. Und der Gedanke daran, daß es das gab, dieses Davonlaufen, schien ihm nicht feige. Wogegen sollte er antämpfen? Gegen den Vater? Gegen ein Schicksal? Er schüttelte den Kopf. Der Hof war verloren. Hier hatte er im Grunde nichts mehr zu suchen. Vom Geld des Vaters leben? Er biß die Zähne zusammen, daß die Kiefer knackten. Der Vater mochte sein Geld für sich behalten. Was sollte er also hier noch, was hielt ihn...? Antje, ja. Aber Antje tat er vielleicht auch eine Hilfe, wenn er ging. Sie würde ihn vergessen. Der Gedanke tat weh, aber das Leben war wohl so; aus den Augen, aus dem Sinn. Was sollte er Antje sagen? Ich komme wieder? Wann, würde sie fragen: soll ich auf dich warten? Der starke, sehnsüchtige Wunsch war da, Antje noch einmal zu sehen, zu sprechen. Diese Zusicherung aus ihrem geliebten Mund mit auf den Weg zu nehmen: ich will auf dich warten, Rudolf, bis du zurückkommst! Sie würde das sagen. Er wußte es. Aber er wollte es nicht. Er meinte, er habe kein Recht, dieses Warten zu beanspruchen. Er blieb stehen. Es war am Birkenwäldchen, wo er Antje so oft getroffen hatte. Durch die hellen, jungen Stämme sah er empor zum Himmel, der mattblau durch das Grün schimmerte. Ich liebe dich, Antje, sagte er leise, gewiß, daß ihn keiner hören werde, aber ich weiß nicht, ob ich wiederkommen werde... Dann ging er weiter, über die Heide, am Wald entlang, bis er die große Landstraße traf. Am Hang hinter der Schneise hob sich zwischen den Birken ein struppiger Kops aus dem Kraut und blickte ihm nach. Aber das bemerkte Rudolf Terbrügge nicht mehr. Der alte Nickels richtete sich zum Sitzen auf. Er griff hinüber zu seinem Kasten, dem Bauchladen mit den Zwirnrollen, den Knöpfen, Schuhriemen und Nadeln. Der Kasten war noch da. Nickels rieb sich die Augen. Er hatte geschlafen. Eine Schande, am hellichten Tag zu schlafen! Aber der Branntwein, den ihm der Wirt im Krug geschenkt hatte, trug die Schuld. Langsam erhob er sich und schüttelte Halme und Sand aus seinem Zeug. Er kam seit manchem Jahr durch diese Gegend und kannte die Menschen, die hier wohnten, wie sie ihn kannten. Der Rudolf Terbrügge war das eben gewesen. Deutlich hatte er ihn erkannt und die verwirrte Rede vernommen. Der Junge lief also davon und die Antje Geltens auf dem Nachbarhof sollte das nicht erfahren? Er schnalzte mit der Junge. I, wozu gab es ben alten Nickels, der oft genug den Boten zwischen Liebenden gemacht hatte! • Er schulterte seinen Kasten; vorn, vor dem Leib trug er ihn nur, wenn er seine Waren anbot. Stolpernd, ein bißchen steif noch in den Beinen von der Mittagsrast, setzte er sich in Bewegung. Sein fuchsroter Stoppelbart leuchtete, als er aus dem Wald trat. Sie nannten ihn den alten Nickels. Gewiß, er war alt. Aber so alt, daß er von der Liebe nun gar nichts mehr verstanden hätte, war er wieder doch nicht. Dachte er. Und mit einem kleinen, feinen Plan im Kopfe schwenkte er zu ben Hofen hinüber. 2. Kapitel. Die Lastkraftwagen von Burgdorf, die Konservenladungen beförderten, pflegten regelmäßig unter Mittag den Bahnübergang zu passieren. Rudolf Terbrügge hatte nicht daran gedacht oder etwa ba- mit gerechnet. Aber als er vor dem Bahnwärterhäuschen anlangte und die Schranke gerade herun- terging, als die Reihe der sechs Lastwagen stoppte, um den Eilzug nach Hannover vorüberzulassen, schien ihm dieser gemeinsame Aufenthalt wie eine Fügung. Fort wollte er und nicht zurückkehren. 5)ier bot sich ihm die Gelegenheit, den Plan zu verwirklichen, ehe ihm Bedenken kommen konnten. Es galt sich selber zu überrumpeln. Er fühlte das und beeilte sich. Er rief den Führer des vordersten der Wagen an und bekam die Erlaubnis, mitfahren zu dürfen. Ehe die Bahnschranke hochging, sprang er, auf. Der Fahrer hatte an eine Fahrt bis vielleicht Celle gedacht. Ader Rudolf Terbrügge blieb sitzen. Er plauderte mit dem Mann aus Burgdorf. Zuweilen hatte er eine Art sich aufzuschließen uno lebhaft zu werden, die für ihn einnahm. Dem Fahrer war eine Unterhaltung lieb. Er fuhr täglich diese Straße und langweilte sich sonst. In der Gegend von Uelzen kam Rudolf Terbrügge damit heraus, daß er nach Hamburg wolle. Der Fahrer lachte. „Du bist frech", stellte er fest, „sparst das Fahrgeld für die Eisenbahn. Aber lav nur, zieh kein Gesicht. Ich habe dich gerne nutgej nommen. Bleibe sitzen." Und er grinste: ,,üQ9rl du am Ende auch gleich wieder mit zurück? (Fortsetzung folgt!) -■ Fühle mich jünger als mit 40 Jahren! SCHÄLKUR Packung 0.50 RH »u ji» Badl‘M. in AlLtN A^0THtK£H».9a0QtVtlt 60 Jahre IlVEDQE DRUCKSACHEN *IT EnDk Brühl, Gießen lur >es Möbelhaus Koos Gießen, Schulstraße 6 Telefon 3904 — Gegr. 1894 4774A Ein Vertreter des DNB. hatte Gelegenheit, mit dem Reichsabteilungsleiter der 3. V. C. III des Reichsnährstandes, Dr. Schweikhard, der die Abordnung des Reichsorganisationsausschusses führt, die gegenwärtig die westlichen Weinbaugebiete besucht, ausführlich über die Maßnahmen zu sprechen, die zur Hebung der Winzernot bereits getroffen sind oder noch in diesem Jahre durchgeführt werden sollen. Dr. Schweikhard führte aus, daß der Gedanke der Wein-Patenschaft in diesem Jahre erheblich ausgebaut worden sei, indem 8 0 0 Städte im Gegensatz zu 450 im vergangenen Jahre bisher Patenschaften übernommen hätten. Darüber hinaus sei die Werbung durch die Gauleitungen, die Deutsche Arbeitsfront, dem Gemeindetag, durch KdF. usw. bis in das kleinste Dorf hineingetragen worden. In bezug auf die Deine selbst sei in diesem Jahre die Kontrolle verschärft worden. Jeder Wein müsse vorher von dem zuständigen Ortsbauernführer als einwandfrei gekennzeichnet werden. Die Kontrolle erstrecke sich auch auf die Preise, die für diese Patenweine genommen werden dürften. Der Termin des Festes der deutschen Traube sei um vier Wochen vorverlegt worden, was die Dispositionen der Winzer außerordentlich erleichtert habe, zumal auch für das Jahr 1936 eine neue Rekordernte zu erwarten sei. Es seien auch Maßnahmen getroffen worden, um die Volksgenossen, die zum erstenmal Wein trinken oder noch wenig getrunken haben, zu verständnisvollen Weintrinkern zu erziehen. Als bemerkenswert hob Dr. Schweikhard hervor, daß durch die Patenweinwoche eine lebendige und dauernde Verbindung zwischen den Erzeugern und den Beziehern herbeigeführt worden sei, was bereits durch viele Besuche und Gegenbesuche zum Ausdruck komme. Durch das Fest der deutschen Traube solle aber nicht nur der Verbrauch an Wein, sondern auch der Absatz der Trauben selbst gehoben werden. Auch den Volksgenossen, die Äntialkoho- heute unsere Pflicht, unsere Aufgaben zu lösen, in demselben alten kampfgeisle, mit demselben Glauben, mit demselben Fanatismus. Alle sollen uns bei der Durchführung der uns gestellten Aufgaben helfen, keiner darf fehlen, jeder muß erkennen, daß noch unendlich viel zu tun ist. Unterstützt unsere Vachwerbung für das Erholungswerk des deutschen Volkes und die Kinderlandverschickung in der Zeit vom 1. bis 10. August 1936. heil Hitler! Haug, Gauamtslelter. sS Büfetts Kleider-Schränke Wäsche-Schränke Besen-Schränke Schuh-Schränke Putz-Schränke in allen Farben Tische und Stühle Schreib-Schränke Schreibtische Bücher-Schränke Aachwerbung zum Erholungswerk des deutschen Volkes 40jährige Tätigkeit als Hebamme zurückblicken. Während dieser langen Zeit hat sich Frau Kliebe bei ihren Mitbürgern größte Wertschätzung erworben. Auch ist die Jubilarin seit dieser Zeit Bezieherin ihrer Heimatzeitung, des Gießener Anzeigers. + Grünberg, 31. Juli. Am Donnerstag trafen hier 15 Arbeitsdienst männer ein, um den Landwirten bei der Einbringung der Ernte behilflich zu fein. Da hier wie auch anderwärts die Erntearbeiten stark im Rückstände sind und meist den Gebrauch der Maschine nicht zulassen, war durch den Ortsbauerrrführer L. Großhaus eine derartige Hilfe beantragt worden. Vorerst ist das Hiersein des Arbeitskommandos auf 14 Tage bemessen, eine Verlängerung dieser Zeit wird sich aber sicherlich als notwendig erweisen. ch Garbenteich, 30. Juli. Die Arbeiten an der Reichsautobahn, die in einem Teil durch unsere Gemarkung führt, schreiten rüstig voran. Die Autobahn schneidet unsere Gemarkung in der Richtung Südwest—Nord ost und wird hinter dem Stellwerk Pfahlgraben über die Eisenbahn Gießen—Gelnhausen geführt. Sie führt durch den Wald weiter und wird dann unter der Straße Garbenteich—Lich durchgeführt. Die Bäume wurden schon vor längerer Zeit gefällt und die Wurzelstöcke durch Sprengungen aus der Erde gehoben. Die schwierigen Erdarbeiten werden mit neuartigen Maschinen erledigt. Täglich finden sich neugierige Zuschauer beim Bauen ein, um diese Maschinen zu sehen und zu bewundern. Eisenbahnen sind am Werk, um die Erdmassen fortzubefördern. Besonders schwierig gestalten sich die Arbeiten direkt hinter der Kreisabdeckerei, wo der Boden aus hartem Gestein besteht. Mit Hilfe der neuen Maschinen wird hier dem Gestein zu Leibe gerückt, und was Menschenhand nicht oder nur mit größter Mühe leisten könnte, das vollbringen die neuen Maschinen mit Leichtigkeit. Viele Volksgenossen aus den umliegenden Ortschaften und auch aus entfernt liegenliker sind, wolle man durch den Süßmost Gelegenheit geben, sich an der Behebung der Winzernot zu beteiligen. Die Not der Winzer sei bereits erheblich gemindert worden. In früheren Jahren hätten die Rekordernten unbedingt zu einem ungeheueren Preissturz und damit zu weiterer Not der Winzer geführt. Durch den Reichsnährstand aber sei eine Preisregulierung herbeigeführt worden, durch die die Preise auf einer erträglichen Höhe gehalten würden. Der Vertreter des DNB. tonnte weiter aus Unterredungen mit Vertretern der Landesbauernschaften des Erzgebirges und Thüringens feststellen, daß auch in diesen Bezirken, in denen eine zum Teil selbst hilfsbedürftige Jndustriebevölkerung lebt, der Wille besteht, den notleidenden Winzern im Westen zu helfen. Der Gemeinschaftsgedanke habe auch hier seine lebendige Verwirklichung gefunden. Das Reichsnährstandsabzeichen für naturreine Weine. Der Reichsorganisationsausschuß für die diesjährige Weinwerbewoche hat in den letzten Tagen, wir berichteten bereits darüber, eine Reise durch die deutschen Weinbaugebiete unternommen, um die Verhältnisse in diesem Jahre zu studieren und vor allen Dingen zu versuchen, neue Absatzwege für die leider noch in reichlichem Maße vorhandenen Lagerbestände zu schaffen. Nach dem Besuch der Ahr und der Mosel am Montag und Dienstag ging es am Mittwoch und Donnerstag in das Gebiet der Landes- bauernschaft Hessen-Nassau. Der Landesbauernführer Dr. Wagner teilte u. a. mit, daß der Reichsbauernführer beschlossen habe, für alle naturreinen Weine das Reichsnährstands- abzeichen zu verleihen; in Zukunft werde also jeder wissen, daß mit diesem Abzeichen versehene Weine absolut rein seien. Daneben müsse eine scharfe Weinkontrolle durchgeführt werden, aber nicht nur beim Produzenten, sondern auch beim Händler. Auch der Verbraucher müsse in gewissem Sinne durch vernünftig gestaltete Weinproben erzogen werden. Der Reichsorganisationsaussch)rß wird den Rest der Woche den Weinbaugebieten der Pfalz und der Saar widmen. Preußen. Wieder ein Mann vom Blitz erschlagen. Frankfurt a. M., 30. Juli. (LPD.) Donners- tag vormittag zogen über Frankfurt mehrere, an sich leichte Gewitter, die zwar starke Regenfälle, aber nur geringe elektrische Entladungen brachten. Trotz der vielfachen Warnungen, nicht unter Bäumen bei Gewittern Schutz zu suchen, stellte sich in der Nähe der Reichsautobahn am Grenzweg ein Pilzsucher unter einen Baum, in den wenige Minuten später der Blitz schlug. Dabei wurde der unvorsichtige Mann g e • tötet. Schwerer Sturz vom Baugerüst. I Lützellinden, 30. Juli. Am Mittwoch ereignete sich hier ein Unglücksfall. Die Zimmerleute des Zimmermeisters Johannes Jung von hier waren mit dem Aufschlagen einer Scheune bei dem Landwirt Heinrich Schäfer beschäftigt. Hierbei stürzte auf bisher noch ungeklärte Weise der Zimmermann Karl L u h I. aus Allendorf an der Lahn aus bedeutender Höhe ab und blieb schwer verletzt liegen. Der bedauernswerte Mann, der bereits im Alter von 62 Jahren steht, erlitt einen Schädelbruch und eine Gehirnerschütterung. Ferner wurde eine Brust- quetschung festgestellt. Der Verunglückte mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Sein Befinden gibt zu ernster Besorgnis Anlaß. Der Kampf gegen die Not der Winzer 800 Städte haben Patenschaften übernommen. wird»M e" 6$ule". Wen Ech, «treten in j «Heutig i 'ton 8et» wmtwiiii J« 8e[t M we es im $. wie dank V n Weltanschs ien Verbund 1 llt, noch mt « aller wech ch wie vor i 1 Fest jede en yorbereitB )re Mitwirk inaus bitte jj der Verach >err Reichs- ti > Erziehung itz alle ihm unk. rutschen Schul? g gilt nach k: lstige Fahre, ty in Gießen. ir Freizeit uiü Deutschland w ist statt. 5n ob )men dieser P' m der MO durchgeM Io ein große- com- eute ist W E nhnal M ® f(f)on HM» für Öen M aen m Mr. Uick mtzejahren, bera zenheit geschA a. 200 QuaW Jugend voll w) Zwischen beifcu ür die 6toiN chtet. 40 W spielen. SM werden beforws ■ bekannte llT elschar und» eilichtbühne« ihre machen. * NSG. Dom 1. bis 10. August 1936 führt die Gauamtsleitung der NSV., Gau Hessen-Nassau, eine Nachwerbung für das Erholungswerk des deutschen Volkes durch. Gauamtsleiter Haug erläßt dazu folgenden Aufruf. 3m Kampf groß geworden, kennend die 3lo( und das Elend, hauen wir für nichts anderes gekämpft als für dieses Volk, für feine Gesundung, für fein Wohlergehen. And genau so wie früher ist es auch dem Weltkongreß in Hamburg waren seine Darbietungen ein beispielloser Erfolg. Auch für die .Kinder ist in jeder Weise gesorgt. Ein Kasperlthea- tier ist aufgebaut, Wurstschnappen, Sackhüpfen und lTopfschlagen ist für die Kleinen vorgesehen. Der 1. lunb 2. August wird also für Gießen ein Sommer- slest werden, wie es Gießen noch nicht gestehen hat. Als Eintrittskarten werden Festabzeichen zum Preise von 30 Pfennig verkauft; für Samstag in i®olb, für Sonntag in Silber, Kinber haben in ^Begleitung Erwachsener freien Zutritt. Die Fest- »abzeichen finb bei der Kreisdienststelle „Kraft durch sFreude" Schanzenstraße 18, sowie bei sämtlichen {Ortsgruppen der NSDAP, zu haben. Urlaubsfahrl 50/36 ins Saartal - Mettlach vom 10. bis 18. August. Unsere Urlauber fahren in dieses Land mit dank- Ibarem Herzen. Gehört doch die Saar zu den am Iheißesten umkämpften Gebieten in der deutschen iGeschichte. Ihre Bewohner haben in härtester Zeit iihre Treue zum Vaterland unter Beweis gestellt. Aber wer glaubt, dort einen ernsten und schwermutigen Menschenschlag zu finden, der wird schon mach den ersten Stunden seines Dortseins seine Meinung ändern müssen. Die Saarländer sind ein Volk won Frohsinn, das wie es zu arbeiten auch zu feiern versteht, und wer zum erstenmal im Saargebiet weilt, ist überrascht von der Fröhlichkeit seiner Bewohner und sein Staunen wird noch zunehmen, wenn er durch die Städtchen und Dörfer streicht. Unsere Urlauber werden in den herrlich gelegenen rstädtchen des Saartals untergebracht. Mit seiner reizvollen Landschaft hält dieses Tal einen Vergleich mit Rhein, Mosel usw. aus. Der herrliche Hochwald gibt viele Möglichkeiten zu Wanderungen und Spaziergängen. Das Saartal mit seinen herrlichen Ausblicken und weinfrohen Dörfern wird immer wieder überzeugen, daß gerade die weniger besuchten Ge- 1 igenden des deutschen Vaterlandes oft zu den schönsten zählen. Mit dieser Fahrt ist gleichzeitig eine Wanderung, sowie eine Radwanderung vorgesehen. Hierfür beträgt der Fahrpreis 8,50 Mark, lieber« Pachtung und Verpflegung, die vornehmlich in Jugendherbergen erfolgen wird, tragen die Teilnehmer im Ort und Stelle. Der Teilnehmerpreis für die Urlaubsfahrt (Fahrt mit Verpflegung) 18,50 Mark. Rheinfahrt am 16. August. Alle Teilnehmer der Rheinfahrt, die nun endgültig am 16. August stattfinden soll, müssen sich äs zum 8. August auf der Kreisdienststelle Gießen, schanzenstraße 18, anmelden. Die Fahrt führt dies- > nal auf dem Rhein von Braubach nach Rüdesheim ind zurück. Der Gesamtfahrpreis ab Gießen beträgt ,30 Mark. Die auswärtigen Teilnehmer erhalten ! jür die Zufahrt in fahrplanmäßigen Zügen 75 v. H. Zrmäßigung. ♦ ** Dienstjubiläum bet der Chirur- ischen Klinik. Am morgigen Samstag, August, kann der Pförtner an der Chirurgischen klinik, Franz Schneider, auf eine 25jährige Dienstzeit bei dieser Klinik zurückblicken. Der Jubi- nr hat sich durch große Gewissenhaftigkeit und treue Bflichterfüllung die Anerkennung seiner Vorgesetzten : jnb Arbeitskameraden erworben und erfreut sich Allgemeiner Wertschätzung. ** Evangelisch-kirchliche Pfarrper- wn allen. Der Dekan Dr. Adolf Wendel zu iober-Breidenbach, Dekanat Alsfeld, wurde auf -inen Antrag auf zwei Jahre zum Zwecke der Wahrnehmung einer Dozentenstelle an der Theolo- iischen Fakultät in Marburg beurlaubt. — Der Ufarramtsfanbibat Heinrich Uhrhan aus Lich i urbe zum Verwalter der Pfarrassistentenstelle der lmthergemein.de zu Worms ernannt. Ferner wurde ter Pfarroerwalter Walter Erich Zwinge! zu iranffurt a. M. zum Pfarrverwalter der Pfarrei ISber-Breidenbach, Dekanat Alsfeld, ernannt. Dem .farrassistenten Fritz Metzler aus Alzey wurde !de Verwaltung der Pfarrasfistentenstelle Kirchberg- .wllar mit dem Sitz in Lollar, Dekanat Gießen, übertragen. In den Ruhestand wurde der Pfarrer .'Carl Göbel zu Wolf, Dekanat Büdingen, mit Wirkung vorn 1. Oktober versetzt. Der Pfarrer Hein- «ch Büchner zu Treis a. d. Lba., Dekanat Gie- isen, wurde mit Wirkung vorn 1. November in den luhestcmb versetzt; zum gleichen Zeitpunkt auch der ifarrer Wilhelm Wolf zu Münster im Dekanat rriebberg. Die Versetzungen in den Ruhestand ge- ihahen auf eigenen Antrag der Geistlichen. *♦ Forstpersonalie. Der Forstamtssekretär llitto Heußinger in Grünberg, Forstamt Nieder- ilchmen, wurde in gleicher Diensteigenschaft mit Wirkung vom 1. Juli 1936 an das Forstamt Grün- wozu 8^ e52 i Boten M irn, vor deE Zaren anbot. den Beinen v Bewegung- » alten ül|ie'5n > tot) «J?, ’S s» HMN«- « i“’ iserg versetzt. ** Gedenken Friedrichs des Großen im den Schulen. In einer Bekanntmachung an Ide Direktionen der Höheren Schulen, an die Direktionen der gewerblichen Unterrichtsanstalten und an die Kreis- und Stadtschulämter erging vom Deichsstatthalter in Hessen — Landesregierung «Abteilung II) — folgende Bekanntmachung: Zi M. Wiederkehr des Todestages Friedrichs b> üroßen, am 17. August, ordnet der Herr Reichsmd Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung an, daß in sämtlichen schulen während des Unterrichts auf die Bedeutung dieses Tages hingewiesen wird. In den Land-steilen, in denen der 17. August in die (ferien füllt, hat dies an einem geeigneten Tage im Laufe dir ersten Schulwoche nach Wiederbeginn des Un- tirrichts zu geschehen. ** Vergaserbrand am Tankwagen. Siiiefer Tage ereignete sich am Professoreneck ein 8um Glück gut abgelaufener Unglücksfall. Im Mo- toeil et mit hilft und geholfen hat. . Habe seinerzeit viel Geld an unnötige Sachen vergeudet, welche alle versagten. Durch Zufall wurde mir Klosterfrau-Melissengeist empfohlen, und machte ich damit den letzten Derfuch. Von dieser Zeit an habe ich Appetit, die dicken Fuße find fort, und meine Nerven find beruhigt. Offene Beine, Ausschlag auf dem Kops und daS aufgeregte Wesen verschwanden nach Gebrauch von drei Flaschen. Appetit und gutes Aussehen kommt alles wieder wie in jungen Jahren, so daß ich nicht mehr ohne Ihren Kloster- frau-Melissengeift sein könnte, den ich schon in fünf Familien erngesuhrt habe. Ich empfehle überhaupt Ihren Melissengeist, wo ich kann, und sage Ihnen nochmals < x «4- t DoriWp Krr n ton* jj sühll-615 rsten y ÄÄ bw V ,r ( mit» Kunst und Wissenschaft. Besetzung der Hauptrollen des „Frankenburger Würfelspiels". Die Hauptrollen des „Frankenburger Würfelspiels" von Eberhard Wolfgang Möller, mit dem am 2. August unter der Spielleitung Mathias Wiemann- Dr. Pleister die Dietrich- Eckart-Bühne eröffnet wirb, liegen in Händen von Alexander G o l l i n g, Fritz Rasp , Curt Waitz- mann, Ferdinand xerpe, Kurt Daehn, Erwin Klietsch, Otto Collin, Joseph Renner, Robert Kleinert, Jakob Sinn, Arthur Wiesner, Otto Sauter-Sarto und anderen. — In zahlreichen Raum- und Mikrophonproben wurde hier aus den Theatern Berlins und aller deutschen Gaue eine junge Mannschaft zusammengestellt, die geeignet ist, die neue dramatische Dichtung auf dem neuartigen Monumentalbau eines Gemeinschaftstheaters vor 20 000 Besuchern dem Geist unserer Zeit gemäß zur Darstellung zu bringen. Reue evangelische kirchenkunsl in Berlin. Der Kunstdienst veranstaltete aus Anlaß der Olympischen Spiele in Berlin eine Ausstellung neuer evangelischer Kirchenkunst. Zur Eröffnung sprachen Bischof D. Heckel vom Kirchlichen Außenamt der Deutschen Evangelischen Kirche und Ministerialrat Dr. Julius S t a h n aus dem Reichsministerium für die kirchlichen Ange- legenheiten zur grundsätzlichen Bedeutung neuer kirchlicher Kunst. Die Ausstellung will den zahlreichen in- und ausländischen Besuchern der Reichs- Hauptstadt einen Ueberblick über die lebendigsten Kräfte auf dem Gebiet evangelisch-kirchlicher Gestaltung geben. Damit weist die Ausstellung auf die Wichtigkeit dieses Gebietes für die gesamte deutsche Kunst hin und versucht, über die gegenwärtigen Lösungen und Fragen Auskunft zu geben. Seit Über hundert Jahren bewährt sich das bekannte Hausmittel Klosterfrau-Melissengeist mit seinem allgemein gesundenden Einfluß auch bei mancherlei besonderen Gesundheits-Störungen. Unzählige Zeugnisse und Dankschreiben liegen darüber vor. So berichtet Frau C. Kurz, geb. Gille, Bonn, Hochstadenring 53, am 8. und 18. 3. 1936: „Ich muß Ihnen meinen Dank für die Wirkung deS Klosterfrau-Melissengeistes aut« sprechen. Bekannte, welche mich vor 10 Jahren nach zweimaligem Nerven-Zufamw^n- druch nebst schwerem Herzleiden gesehen haben, kennen mich heute kaum wreder. Brn heute im 50. Jahre und fühle mich jünger alS mit 40 Jahren. Erspare mir jeden Monat von meiner kleinen Unterstützung füt Ihren Klostersrau-Melrssengeist etwas ab. !etpl& Ne t. ' ßonbestt Unterrichte, Schulämter. den Gegenden haben Arbeit und Verdienst gefunden. Alle erkennen dankbar die Bemühungen der Reichsregierung um Arbeitsbeschaffung an und freuen sich, daß sie nach jahrelanger Arbeitslosigkeit endlich wieder Arbeit und Brot gefunden haben. Q] Hungen, 30. Juli. Am heutigen Vormittag trafen 20 Arbeitsdienstmänner aus dem Arbeitsdienstlager Frankenberg hier ein, um den Bauern und Landwirten bei der Einbringung der Ernte behilflich zu sein. Der Einsatz des Arbeitsdienstes wird begrüßt, zumal es an landwirtschaftlichen Arbeitskräften mangelt und durch die vielfach lagernde Frucht ein größerer Arbeitsaufwand nötig wird. ch Obbornhofen, 30. Juli. Die Arbeiten für die Wiederherstellung des alten Rathauses sollen im Laufe der nächsten Woche in Angriff genommen werden. Hierdurch wird dem ansässigen Gewerbe und Handwerk in unserer Gemeinde eine lohnende Beschäftigung gegeben. Die Leitung der Gesamtführung liegt in den Händen des staatlichen Hochbauamtes zu Gießen. Kreis Bübingen. LJ Stockheim, 29. Juli. Unser hiesiges Stor- chenehepaar brachte in diesem Jahre vier Junge zur Welt, von denen allerdings eines, ein Schwächling, nach wenigen Wochen ausgeschieden wurde. Das Tier wurde in einem Nachbarhofe tot aufgefunden. Ein weiteres Unglück traf die Storchenfamilie, indem eines der beiden Alttiere mutmaßlich gegen einen Draht der elektrischen Fernleitung flog und in einer Wiese tot aufgefunden wurde. Bald danach verließ einer der jungen Störche das Nest, da er flügge war. Er kehrte nicht mehr zurück. Die hiesige Familie Storch besteht also nur noch aus drei Köpfen. Täglich nimmt sie an den Versammlungen im Niddertale teil, zu der sich etwa 60 bis 70 ihrer Artgenossen einfinden, um die Vorbereitungen zur Abreise zu besprechen. — Dieser Tage fand man bei Ausbesserungsarbeiten am hohen Schornstein der früheren Zuckerfabrik zwei tote Störche vor, die anscheinend zu nächtlicher Stunde in den Schacht stürzten, nicht mehr ins Freie gelangen konnten und verhungerten. ki»herrliches Sommerbuch voll Spannung Elche Zwischen Meer und Memel von Marlin Kakles tagejamt 120 Seiten mit 82 hervorragen- te' Naturaufnahmen des Verfassers auf L^kunstdrucktafeln. 3n Leinen gebunden RM. 3,60. 40 Jahre mv|Cy« uuiuijuu|(i ....... * _________ ____ tausendfachen Dank. Ich kann Ihrem Klosterfrau-Melissengeist nur Gutes nachsagen, ba er wirklich bjjft. «nftersrau-Melissenaeift • Ich sende Ihnen 2 Bilder. Eines zeigt mein Aussehen vor 10 Jahren vor dem Gebra uch, ^s^^tzt nach Strauch ost cin Wie erklären sich diese immer wieder bestätigten überraschenden Erfolge deS Klosterfrau-MeUssengeisteS- Klost s - e^n unverfiealichen Heilkräuter-Destillat ohne jegliche schädliche Nebenwirkung. Sein guter Einfluß auf die Gesundheit a J Klosterfrau Melissengeist wird Heilkräften, die die Natur ftlbst zur Verfügung stellt. Ditte überzeugen auch Sie sich durch einen Versuch, und Kloster,rau-Vieuyengeifr Ihnen alS zuverlässiges Heilmittel ebenso unentbehrlich werden. _ «n-, ;n der blauen Original- Sie erhalten Klosterfrau-Melissengeist bei Ihrem Apotheker oder Drogisten in Flaschen von 95 Big. an. Nur echt in ver mauen vtifl Packung^ Nonnen. IStellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. Sugo Bermühler Verlag Berlin-Lichterfelde tor eines Tankwagens entstand ein Dergaserbrand. Der Fahrer bemühte sich vergebens, das Feuer einzudämmen, zumal er keine Hilfe bekam, sondern sogar einige Fußgänger den gefährdeten Platz fluchtartig verließen. Erst der Fahrer eines des Wegs kommenden Lastzuges half den Brand in kurzer Zeit löschen. ** Preußisch-Süddeutsche Staats- lotterie. Die Ziehung der fünften Klasse der laufenden (47.Z273.) Lotterie findet vom 8. August bis 11. September statt. Schluß der Erneuerung 1. August. Oberhessen. Landkreis Gießen. 00 Klein-Linden, 30. Juli. Die in unserem Dorfe ansässige, etwa 30 Köpfe zählende Diasporagemeinde der evangelisch-lutherischen Freikirche, die ihren Hauptsitz in Allendorf a. d. Lumda hat, hat in den letzten Tagen mit der Erbauung eines Bethauses begonnen. Die kleine Kirche kommt in die Wetzlarer Straße zu stehen. Die Maurerarbeiten hat ein hiesiger Bauunternehmer übernommen. Die Bauleitung liegt in den Händen des hiesigen Architekten Fink. * Alten-Buseck, 31. Juli. Gestern ereignete sich in unserem Orte ein Unfall. Das erst einjährige Töchterchen des Arbeiters M a j ch e k erlitt an beiden Händen schwere Brandwunden und mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden. * Lumda, 31. Juli. In unserer Gegend treten in letzter Zeit Wildschweine in erheblicher Zahl auf und richten erheblichen Schaden in den Feldern an. Es hat den Anschein, als hätte sich das Schwarzwild unsere Gegend zum Standquartier ausersehen. Auch der Rehwildbestand hat stark überhand genommen. Der Bauer würde einen vermehrten Abschuß sicherlich sehr begrüßen. * Londorf, 31. Juli. Am 1. August kann unsere Mitbürgerin Frau Katharine Kliebe auf eine tölronl öurdi fr* Hühneraugen Hornhaut Aus aller Welt Nervöse Magenbeschwerden Uebernehme heute die Gastwirtsdiatft Ecke Oswaldsgarten I fVORMALS DIPPEL) 47760 (VORMALS DIPPEL) Hersteller: Walter Bühner L Co., Oberneuland/Bremen. 4441V 375.- 395.- 425.- 625 750.- CARLlXiowarx 850.- G1ESSEN SELTERSWEG 81 4771 A GIESSEN sofort zu • STO FF S P E Z IA LH A U S 4772A 4786A WAfC DD CDRUCKSACHEN VV C IX DCBrühl'sche Druckerei Sommer-Schluß-Verkauf in vollem Gange 4788 A Oberhessens größte Auswahl in guter Herren- und Knaben-Kleidung BS |JNHABER: CARL HEINZ SCHLÜTER 1.45 1.45 1.45 1.58 1.80 1.85 1.95 Es ist noch genug da, für alle, die erst jetzt kommen können. 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Zu haben in Apotheken bestimmt Eng d-Apoth , Hirsch-Apoth.,Pelikan-Apoth. bete die Behandlung von Lähmungen, insbesondere die Behandlung der epidemischen Kinderlähmung. Seine Methoden der Sehnenüberpflanzung und andere Gelenk- und Sehnenoperationen brachten einen großen Aufschwung in die moderne Orthopädie. Brand im Kulissenhaus der Slaatslhealer in Berlin. Im Kulissenhaus der Berliner Staatstheater kam aus bisher noä; unbekannter Ursache ein F e u e r aus, das sich rasch ausbreitete. Zahlreiche Löschzüge griffen die Flammen sofort von allen Seiten an. Nach wenigen Minuten erschienen auch Ministerpräsident General Göring als oberster Chef der preußischen Staatstheater und der Polizeipräsident Graf Helldorf, um sich von dem Fortgang der Löscharbeiten zu unterrichten. Die Rauchentwickelung war außerordentlich stark, so daß die Wehrmänner, die den Versuch machten, zum Brandherd vorzudringen, nur mit Rauchschußgerät arbeiten konnten. Die Wachen hatten sämtliche Arbeitswagen und viele Spezialfahrzeuge zur Brandstelle beordert. Um genügend Wasser zu haben, wurden auch Schläuche in die Spree gelegt. . Der Brand ist, wie ergänzend gemeldet wird, inzwischen gelöscht. Ministerpräsident Göring, Reichsführer SS. Himmler, General der Polizei Daluege und Polizeipräsident Graf Hell- dorf haben die Brandstätte verlassen. Die Aufräumungsarbeiten dauern noch an. Weitere Spenden für die Hinterbliebenen der verunglückten ZA.-Wänner. Der Reichs- und Preußische Minister des Innern Dr. Frick hat dem Stabschef der SA., Lutze, die Summe von 5 0 0 0 Mark zur Linderung der Not der Hinterbliebenen der im Schwarzwald verglückten* SA.-Männer übersandt. . Im Anschluß an die Bestattung der verunglückten SA.-Männer berief der Oberbürgermeister von Mannheim die Ratsherren zu einer Sitzung in den feierlich ausgeschmückten Ratssaal, um die Anteilnahme der' Stadtverwaltung zum Ausdruck zu bringen. Gleichzeitig gab der Oberbürgermeister seinen Entschluß bekannt, für die bedaürftigen Hinter- bliebenen der verunglückten SA.-Leute einen B e • trag von 20000 Mark zur Verfügung zu stellen. Hamburger Sternwarte beobachtet einen Kometen. Die Hamburger Sternwarte teilt mit: Der am 16. Mai von Peltier in Amerika entdeckte schwache Komet ist inzwischen heller geworden. Er hat jetzt die dritte Größenklasse erreicht, kann also schon mit bloßem Auge beobachtet werden. Mit Hilfe eines Feldstechers kann man den kurzen Schweifansatz des Kometen erkennen. Der Komet bewegt sich in südlicher Richtung durch das Sternbild des Pegasus und steht augenblicklich in der Nähe des Sternes Beta. Am 2. August wird er in der Nähe des Sternes Epsilon im Pegasus zu sehen sein. Das Herzogspaar von kenl lm Rhein-Alain-Gebiei. Dieser Tage trafen, von Paris kommend, der Herzog und die Herzogin von Kent in Köln ein. Das Herzogspaar, das im Hotel Excelsior Wohnung genommen hatte, besichtigte den Kölner Dom und fuhr dann im Kraftwagen weiter mit den Reisezielen Limburg, Wiesbaden, Darmstadt. Schon lange Zeit vor der Abreise in Köln hatte sich vor dem Hotel eine dichte Menschenmenge, namentlich zahlreiche englische Reisende, eingefunden, die den Herzog und die Herzogin begeistert begrüßten. 30 000 Wart für die Belegschaft. Bei einem Betriebsappell der Oelfabrik Jakob Schmidt Söhne in Odernheim bei Bad Kreuznach teilte der Betriebsführer mit, daß die Firma zur Bildung einer Unter st ützungskasse für die Belegschaft 30000 Mark zur Verfügung stellt. Außerdem wurde ein größeres Anwesen erworben, das zahlreichen Arbeitern der Firma würdige Wohnungen bieten wird. Gefängnis für ein rohes Llternpaar. Ein junges Ehepaar aus Koblenz hatte sich wegen schwerer Kindesmißhandlung vor der Großen Strafkammer zu verantworten. Die Eltern, von denen der Ehemann erst 26 Jahre alt ist, hatten ihr voreheliches fünfjähriges Kind wiederholt in unmenschlichster Weise mit Lederriemen, Eisenstangen und Fußtritten derart mißhandelt, daß Nachbarn und schließlich die NSV. eingreifen mutzten. Bei dem armen Kind wurden zahlreiche Spuren Jetzt sind die billigen Kauftage für: Herrenanzüge, Mäntel, Joppen, Sakkos, einzelne Hosen, Knabenkleidung, Markenmäntel, Modellanzüge TORPEDO nur RM. 186.*— schon für 8.30 monatlich Alleinverkauf: Niederhausen Gießen 10to» Bahnhofstraße unsere Kleider 6 teilweise im Preis zurückgesetzte Schlafzimmer in unserem SOMMER- SC HLUSS- VERKAUF!- 125 g 43 Drogerie Krenzplatz 10 KOHLER 3 vom Einfachsten bis zum Besten 4787A enorm billig! Einz Imöbel * Polstermöbel in großer Auswahl Möbelhaus Koos Gießen. Schulstraße 6 Telefon 3904, Gegründet 1894 4775 A ÖlDlWWrllWlW' kaufte er noch heute eine Miele Elektro-Waschmaschine J.B.HäuseF.Gießen.AmOswaldsnart. Holl.Tomaten ...500 g 24 Wichtige Neuerscheinung! MWtzmWMMMM nad) der Naturschutzverordnung vom 18. März 1936 (RGBl. I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W. Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs- und Preußischen Ministerium >ür Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Ceti er der Reichsstelle für Naturschutz Gebunden RM. 3,60. Die beiden Verfasser des vor kurzem erschienenen Kommentars zum Reichsnaturschutzgesetz haben hier auf Grund ihrer langjährigen Erfahrungen und ihres weitgehenden Einblicks in das Werden der neuen Naturschutzverordnung, die nun für das ganze Reich gilt, die Verordnung und alle dazugehörigen bisher erschienenen Lr- gänzungsbestimmungen nach juristischen, verwaltungstechnischen, wissenschaftlichen und praktischen Gesichtspunkten ausführlich erläutert und geben damit jedem eine gründliche Aufklärung, der mit dem Naturschutz, mit der Natur überhaupt, sei es beruflich oder als Liebhaber und Naturfreund in Berührung steht. Nicht nur die amtlichen Stell n, nicht nur Wissenschaftler, Lehrende und Lernende, Tier- und Pflanzenfreunde, nicht nur Erzieher, Richter und Rechtsanwälte müssen über die Fragen des Naturschutzes unterrichtet sein, sondern auch botanische Vereine, Naturalien- und Her- barien-Handlungen und Lehrmittelgeschäfte, Präparatoren, Ausstopfer, Pflanzensammler, Schmudtrei- sig-Derltä'.'.fer, Kranzbindereien und die mit der Überwachung der Mär. te beauftragten Beamten, Feldhüter, Polizeistellen usw. 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Ihre Leichen werden zu Tal gebracht. verheerender Blitzschlag in einen polnischen Fesselballon. In der Nähe von Gdingen schlug der Blitz in einen mit zwei polnischen Offizieren besetzten Fesselballon und setzte ihn in B r a n d. Der eine der Offiziere konnte sich mit einem Fallschirm retten. Der zweite stürzte tödlich ab, weil sein Fall- schirm mit der abstürzenden Gondel zusammenstreß. 2,8 Millionen Einwohner in Paris. Die letzte Volkszählung im März 1936 hat für die Stadt Paris eine Einwohnerzahl von 28001 68 und für das Seine-Departement eine solche von 4 919 323 ergeben. Gegenüber der Zäh. lung von 1931 tjat die Hauptstadt 70 871 Einwohner verloren, das Seine-Departement dagegen 31768 gewonnen. 1801 zählte Paris 547 758 Einwohner und das Seine-Departement 631 808. Paris erreichte 1846 die Einwohnerzahl von einer Million und 1876 die von zwei Millionen. Schiffsunglück auf dem Michigan-See. Bei hohem Wellengang schlug auf dem Michigan- See in der Nähe von Calumet Harbour ein Fracht- schiff, das Kieselsand geladen hatte, um. Sieben Mann der Besatzung konnten gerettet werden, während fünfzehn ertranken. Grotzfeuer im Staate Neuyork. In Lang Beacht im Staate Neuyork entstand in einer Gastwirtschaft auf der Strandpromenade aus unbekannter Ursache ein Feuer, das, von starkem Meereswind angefacht, auf zehn benachbarte Ge. bäude Übergriff. Sämtliche Gebäude wurden ein« geäschert, obwohl 300 Feuerwehrmänner sich vier Stunden lang bemühten, des Brandes Herr zu werden. Der Schaden wird auf eine Million Dollar geschätzt. 15 Feuerwehrleute wurden mehr oder weniger schwer verletzt. Vlstra-Musselln, 80 cm breit, frische, sommer- fl EQ liehe Muster per Meter U.JO Dirndl-Kretonne, 80 cm br., entzück. 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Auf dem Gebiet des Flugzeugbaues konnte der Gast die Ueberzeugung gewinnen, daß das Schaffen ebenso der mengenmäßigen Produktion wie der Weiterentwickelung gewidmet ist. Besonderen Eindruck machten auf den ausländischen Besucher die großzügigen, dem Grundsatz der Schönheit der Arbeit gerecht werdenden Maßnahmen, die beim Neubau der Werkanlagen berücksichtigt worden sind. In den Räumen des Kameradschaftsheimes unterließ es Oberst Lindbergh nicht, eine genaue Ueberfetzung der als Wandschmuck verwandten Aussprüche des Führers zu verlangen, die sich auf die Zusammenarbeit der Arbeiter der Stirn und der Faust beziehen. Dr. Koppenberg, der Generaldirektor der Junkers-Flugzeug- und Motorenwerke AG., dankte für die Würdigung der Junkersarbeit. Oberst Lindbergh erklärte, welch großes Erlebnis es für ihn bedeute, das neue Deutschland kennenlernen zu dürfen. Professor Dr. Dilpius, Heidelberg, tödlich verunglückt. Der bekannte Heidelberger Orthopäde Geheimrat Professor Oskar V i l p i u s ist bei einem Kraftwagenunfall in Untereisesheim (Kreis Heilbronn) ums Leben gekommen. Vilpius, der irrt Alter von 69 Jahren stand, studierte in Heidelberg und Berlin. Später war er Leiter der orthopädischen Ambulanz und Prioatdozent für Chirurgie in Heidelberg. Schon 1896 begründete er seine Klinik für Orthopädie, die er aus kleinen Anfängen zu einer der größten Privatkliniken entwickelte. Der Ruf dieser Klinik ging über die ganze Welt. Das Hauptarbeitsgebiet von Oskar Vilpius bil- Hier einige besonders preiswerte Angebote: Deutsch-Musselinu.WaschkunstseiUe fl 00 70 und 80 cm breit per Meter U.ÜU Modell „Renate“ 180 cm,Eiche,mit Nußbaum nur Modell „Edith“ 180 cm, Eiche, mit geschweifter, polierter Mitteltür nur Modell „Inge“ 180 cm, M ahagoni, mit Wäschekommode (zurückgesetzt) nur Modell „Lotte“ 180 cm,Nußbaum,poliert (zurückges.), nur Modell „Irene“ 200 cm. 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