t Mittwoch, ZV. September 1936 186. Jahrgang Ur. 229 Erstes Blatt Alter Kulturraum um den Bückeberg t 3 n s n n e L ll' ntn ab iek mt rg' nt* 10 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25O/a mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins'., gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf, Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Sollingplatten wie seit Jahrhunderten im Lande? Und edles Schnitzwerk im Hausgebälk stand, wie manches Beispiel zeigt, einst in hoher Gunst. Die Schlösser und steinernen Stadtbauten sind Zeugen der orginalen Weserrenaissance, die im reich geschmückten Mauerwerk, an Giebeln und Gestmlen Ornamente zeigen, deren Sinn noch mäst erforscht ist und der vielleicht in vergangene Jahrtausende zurückreicht. Ueberall wird Al a t t d e u t s ch gesprochen, und Aussehen und Wesen der meist bäuerlichen Bevölkerung hat sich trotz Radio und Motorengebrumm im Kerne nicht geändert. Dies sinnvolle' Bewahren gibt dem Raum des Landes um den Bückeberg von innen heraus sein Gepräge. Für uns aber handelt es sich nicht um ein törichtes Rachahmen überlieferter Formen, sondern um seelisches und geistiges Festhalten am gewordenen Volkstum und um sinnvolles Hineinziehen des hffl de! * Reuen und Guten. . Geist deutschen Volkstums und deutscher Landschaft. Man sollte es nicht glauben, daß seine Flammenschrift am deutschen Kulturschilde verdunkelt war. Heute sind die Schatten verweht, und der alte Sinn darf wieder klar und fordernd leuchten. Richt nur hier im alten Kulturraum des Landes um den Bückeberg, sondern in allen deutschen Landschaften. In diesem Geist deutschen Volkstums und deutscher Landschaft wieder zu erstarken, das ist eine der Bedeutungen des deutschen Erntedankfestes und wahrlich nicht seine geringste. Bernhard Flernes. Hymne an die deutsche Erde. Ausschneiden, zum Bückeberg mitnehmen! DRB. Kirchohsen. Beim diesjährigen Ernte- danktag wird anläßlich des Staatsaktes auf dem Bückeberg von einem gemischten Chor in Stärke von etwa 400 Männern und Frauen die „Hymne an die deutsche Erde" — Worte von Heinrich A n a ck e r, Musik Ernst Hanfstaengl — vorgetragen. Der Text lautet: „ „Sei gepriesen, deutsche Erde, die uns Frucht getragen! Immer neu dein Wunder werde bis zu fernsten Tagen; aus den schweren goldnen Aehren flechten wir die Krone — hohe Freude winkt uns heut' der Müh' zum Lohne." Alle Besucher des Staatsaktes auf dem Bückeberg werden gebeten, bei der Wiederholung des Liedes diesen Text m i t z u s i n g e n. Kriegs- und Arbeitsopfer auf dem Bückeberg. Erscheint tüglich, außer Sonntag» und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblättet Heimat im Bild Die Scholl, Monatr-vezugspretr. Mit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr . , -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt üernfprechanfchlüffe enter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: $ranlfurt am Main 11686 DRB. Kirchohsen. Die Organisationsleitung des Erntedanktages 1936 teilt mit, daß für die Kriegs- und A r b e i t s o p f e r d e r G a u e Südhannover-Braunfchweig und W e st- falen-Rord 7 00 Sitzplätze auf dem Bucke- berq vorgesehen sind. An die Kriegs- und Arbeits- opfer die er Gaue sind entsprechende Ausweise aus- qegeben worden. Auf Grund der räumlichen Beschränkung ist es unmöglich, weitere Sitzplätze für diesen Zweck zur Verfügung zu stellen. Die Organisationsleitung bittet deshalb alle Kriegs- und Arbeitsopfer sowie alle sonst Körperbehinderten nur dann zum Bückeberg zu kommen, wenn sie unbedingt m a r s ch f ä h l g sind. Jugend — Sendboten des Friedens! Diese große Reise unserer Hitlerjungen ist nicht die erste ihrer Art gewesen, viele — wenn auch in kleinerem Rahmen — sind ihr schon vorangegangen, weitere werden folgen. Es ist die alte Erfahrung, daß Völker dann einander näher zu kommen pflegen, wenn sie persönliche Verbindung miteinander aufnehmen, wenn der eine den anderen kennenlernt, Einblick erhält in die Wesensart des anderen Volkes, über das er bislang sich vielfach völlig falsche Vorstellungen gemacht hatte. Wir haben es, um nur ein Beispiel herauszugreifen, gerade an den Besuchen deutscher Frontkamp. f e r - Abordnungen in Ländern, die uns im Weltkriege als Feinde gegenüberstanden, und umgekehrt an den Besuchen von Frontkämpfer-Abordnungen anderer Länder bei uns immer wieder von neuem erleben können, daß diese besondere Art der persönlichen Fühlungnahme viel dazu beigetragen hat, noch bestehende Vorurteile zu beseitigen und durch Anbahnung freundschaftlicher Beziehungen beizutragen zu der friedlichen Verständigung der Volker. Höhenwettrekord eines englischen Fliegeroffiziers. Bei Versuchen mit einem Bristol-Flugzeug, das mit einem Pegasus-Motor ausgerüstet war, ist es dem englischen Fliegeroffizier S w a i n gelungen, einen neuen Höhenweltrekord aufzustellen. Er erreichte eine Höhe von 15 230 Meter und überbot damit den alten, von dem Franzosen Detrö ge- bastenen Rekord um über 380 Meter. An Bord des Flugzeuges befanden sich zwei versiegelte Barother. mographen, deren Aufzeichnungen später in dem Physikalischen Landesinstitut in Teddington nach, geprüft werden sollen. guten Klang. _, Das alles mag der flüchtigen Schau genügen. Aber wer das Weserbergland vor sich hat, soll wissen, daß es mit einem gelegentlichen Hmein- staunen nicht genug ist, daß sich vielmehr ein gesättigter, alter Kulturraum um den Bückeberg dehnt, daß also hier Werte liegen, deren ausstrahlende Kraft dem nationalsozialistischen Menschen d-s Dritten Reiches nicht gleichgültig bleiben dar . Man hat von den E x t e r n st e i n e n gehört, diesen monumentalen Zeugen aus deutschem Urraum, deren wahre Bedeutung erst in unseren Tagen von den Forschern ins Licht allgemeinen Interesses gerückt worden ist, und so haben sich diesem wahrhaft völkischen Gebiet wieder ine Blicke zugewandt. Es ist erstaunlich, was da alles noch im Dunkel der Vergangenheit ruht. Das meiste ist noch nicht eindeutig vor unserer Schau. Aber was schon erhellt worden ist, genügt, um erkennen zu lassen, daß unsere lange als Barbaren angesprochenen Altvorderen sowohl weltanschaulich wie schöpferisch auf einer viel höheren Kulturstufe standen, als die zünftige Geschichtswissenschaft bisher angenommen hat. Und wenn aus dem Rebel der deut- chen Frühgeschichte die Namen Hermann und Widukind sich plastisch abheben und gerade in unserer Landschaft lebendig geblieben sind, so mögen wir bedenken, daß wahrscheinlich schon viele Jahrhunderte vorher hier eine erhebliche Kulturhohe bestanden hat, von der wir kaum etwas wußten. Nur aus Sagen und Märchen, aus alten Brai^ dien, heimlichen Aberglauben, aus Lied, Spruch und Namen weht noch der Duft vergangener Zelten An solchen Resten ist das Bergland an der Weser reich, und die Brüder Grimm haben im südlichen Weserbergland und an dessen Grenzen viel die es alten Kulturgutes geborgen. Noch rollen bei Lüdge die feurigen Osterräder zu Tale und auf den Höhen glühen am Osterabend die Feuer von Berg zu Berg. In den Dörfern gibt es die alten Thingplätze, Dorfbrunnen und Gerneinde- anger, und der Brauch der Spmnftuben reichte noch bis in unsere Tage. Im Bückeburger Lande ; sind die alten Volkstrachten lebendig wie je, : und mancherorts werden dörfliche Feste nach alt- . überliefertem Brauch gefeiert. Liegen nicht die i Dörfer mit ihren hellen Fachwerkwanden und Don diesem Gesichtspunkt aus betrachtet, muß es als überaus begrüßenswert empfunden werden, wenn die Hitler-Jugend, in der die gesamte deutsche Jugend ihren organisatorischen Zusammenschlutz gefunden hat, gerade diefer A u s l a n d s a r b e l r ihre besondere Aufmerksamkeit zuwendet. Wie für jeden Volksgenossen, so ist es naturgemäß erst recht für die Heranwachsende Generation, die dereinst einmal berufen sein wird, führende Stellungen einzu- nehmen, von besonderer Wichtigkeit, wenn sie einen Einblick in die Lebensverhältnisse anderer Volker gewinnt. Dabei erscheint uns noch eine Feststellung bedeutsam: solche Reisen pflegen naturgemäß gerade bei jungen Menschen, die für die sich ihnen bietenden Eindrücke besonders empfänglich sind, oft Anlaß zu Vergleichen zwischen dem eigenen und dem besuchten Lande zu geben. Mit anderen Worten- es wird kaum ein Staat Abordnungen ferner Jugend in ein anderes Land schicken, wenn er selbst für diese seine Jugend nichts übrig hat,' weil er dann immer fürchten muß, daß sie in anderen Ländern bessere und schönere Eindrücke empfangt, als sie sich ihr daheim bieten. Es liegt nahe, dabei an die Sowjetunion zu denken, die das russische Volk hermetisch von der Außenwelt abzuriegeln pflegt und es wohl kaum zulassen würde, daß 450 junge Russen auf ein paar Wochen nach Deutschland kämen, weil diese Jungen dann bestimmt nicht mehr als überzeugte und begeisterte Anhänger des Räte-Systems heimkehren würden. Wenn wir also unsere Jugend in die Welt schicken, um ihr zu zeigen, wie es bei anderen Völkern und in anderen Ländern zugeht, dann bringen wir damit zum Ausdruck, daß wir nichts zu fürchten und zu verbergen haben. Die deutsche Jugend aber, die in fremde Länder kommt, weiß, mit welchem Vertrauen ihr Vaterland auf sie blickt, und ist sich der Verantwortung, die auf ihr ruht, vollauf bewußt. Jeder einzelne diefer deutschen Jungen ist, wenn er in ein anderes Land kommt, sich darüber klar, daß der Eindruck, den er und seine Kameraden bei seinen ausländischen Gastgebern hinterlassen, von diesen als Wertmesser für das ganze Polk angesehen wird Bei all den Reisen deutscher Jungen in das Ausland — erst jüngst fuhren Hunderte von deutschen Jungen nach England, und das Reiseziel Hambur- ger Jungvolkführer war Portugal — konnten wir feftfteUen, daß diese jungen Deutschen überall mit gleicher Herzlichkeit empfangen und daß auf Grund ihres Auftretens die entsprechenden Rückschlüsse auf das neue Deutschland gezogen wurden. Es sind beitsausschüsse und Arbeitskammern hätten an der Gestaltung der neuen Ordnung entscheidenden Anteil. Pg. Schröder betonte, daß in unserer Zeit der schaffende Mensch der Stirn und der Faust sein Leben lang in seinem Berufe neu geschult werden müsse, damit er der fortschreitenden Entwickelung folgen könne. Eine gut organisierte Berufsberatung und reformierte Lehrausbüdung feien die Voraussetzungen dieser fördernden Berufserzie- hung, die sich nie in den alten Gleisen schulmeisterlicher Theorie bewegen dürfe, sondern neue F a rmen der Pädagogik und der Methodik geschaffen habe. In der Schaffung eines Typs von Menschenführern und Lehrausbildern liege die höchste Aufgabe der fördernden Berufs- erziehung. Begabtenauslese und Begabtenförderung mußten jedem Befähigten die Möglichkeit zu sozialem Aufstieg geben. Pg. Diplom-Kaufmann G. M e f s a r i u s hob hervor, daß die Gauarbeits- schulen der DAF. die Zentren der fördernden Be- rufserziehung feien. Das persönliche Führungsbeispiel in diesen Arbeitsschulen stelle die wichtigste Voraussetzung eines nationalsozialistischen Berufserziehungslebens dar. Die Lehrkraft selbst habe der erste Schüler der Lehrgemeinschaft zu sein. Die selbstbewußte L e i st u n g s p e r- s ö n l i ch k e i t, die ihre Kraft aus der Kameradschaft des Betriebes nehme, fei das letzte Ziel dieser Ausbildung. Berechnungen meist über Dreißig. Die Kinder freu- diqkeit ist in diesem vorgerückten Alter natürlich nicht mehr sehr groß, und viele Manner, die sich während der langen Studienjahre an das Junggesellenleben gewöhnt haben, können sich überhaupt nicht mehr zur Ehe entschließen. Diese ganze Entwicklung mochte noch hingehen in einer Zeit, da der Besuch der Hochschule oft weniger durch die Fähigkeiten des Betreffenden als durch feine Herkunft und den väterlichen Geldbeutel bestimmt war. Heute, da wir danach streben, wirklich nur die Besten unserer Jugend den akademischen Berufen zuzuführen, ist das Problem noch viel ernster geworden. Weil es aber der nationalsozialistischen Erziehung nicht.mehr allem auf die Menge des zu erlernenden Wissensstoffes, sondern mehr auf die Fähigkeit, Wesentliches vom Unwesentlichen zu unterscheiden, ankommt, so darf die Verkürzung der Schulzeit als ein erster Schritt zur Ueberwindung dieses erbbiologischen Mankos der Zustimmung aller Einsichtigen gewiß sein. t. V. Sie ReWlMW de« Amtes für Semfserziehimg. Berlin, 29. Sept. (DRB.) Auf der Reichs- arbeitstaqung des Amtes für Berufserziehung und Betriebsfuhrung sprach Diplomingenieur Brem- horst über „Die Voraussetzungen für die Neuordnung der Berufserziehung". Er erklärte, daß diese Voraussetzungen durck) die Erkenntnis der im deutschen Volk liegenden Fähigkeiten und Anlagen, durch die wirtschaftlichen Möglichkeiten für ihren Einsatz und durch die Art ihrer Entwicklung und Förderung gegeben seien. Das wichtigste Mittel zur Erreichung des gesteckten Zieles fei eine allgemein einzuführende Grundlehre, die auch alsbald Wirklichkeit werden soll. Pg. Dettmer erklärte u a., daß die B e t r i e b s g e m e l n s ch a f t die Grundlage unserer neuen Ordnung m der Berufserziehung sei. Sie und die überbetrieblichen Ar- Ausbildungsreform. Die programmatischen Ausführungen des Reichs- organifationsleiters Dr. Ley und des Reichser- ziehungsminifters Dr. Rust auf der Arbeitstagung des Amtes für Berufserziehung und Betriebsführung können kaum unterschätzt werden und werden — über die wenigen Bemerkungen hinaus, die jetzt und hier zum Thema gemacht werden können, — noch lange Zeit alle interessierten Kreise bewegen. Heben wir zunächst das Gemeinsame in diesen Erklärungen hervor, in denen Dr. Ley die Ausbildung des Handarbeiters und der Reichserziehungsminister Rust die Ausbildung des Kopfarbeiters behandelt hat. Die wichtigste Gemeinsamkeit ist: daß bei gesteigerter Ausbildungsintensität und angesichts der Ansprüche von Arbeitsdienst und Wehrpflicht die Ausbildungszeit gegenüber den im Augenblick noch geltenden Terminen grundsätzlich verkürzt werden soll. Damit wird sowohl die Gründung einer selbständigen, ausreichenden Existenz als auch die Heirat in einem nicht zu späten Zeitpunkt unseres jugendlichen Nachwuchses möglich. Beiden Erklärungen ist ferner gemeinsam, daß sie von einer Gesamtheit des Leistungsvermögens ausgehen, zu dem die schulmäßige Ausbildung Wenn sich am 4. Oktober die deutschen Volksgenossen zum Erntedanktag um den Führer scharen, dessen Worte zu den Hunderttausenden sprechen und hinaus ins Reich und weit in die Welt hallen, dann wird mancher der Zugereisten in den Stunden vor und nach dem Höhepunkt des Festes feine Blicke in die Landschaft wandern lassen, die sich um den Bückeberg breitet. Zu den Füßen des Berges fließt die Weser, im Norden über Hameln hebt sich der Süntel, im Osten riegeln 6 6 e den unb Dbensburg den Blick gegen den felsigen Ith ab, westlich schaut man ins Lipperland und aus dem bergigen, waldreichen Südraum kommt die Weser. Man weiß, daß in diesem Weserbergland die alten Städte Münden, Bodenwerder, Höxter- Corvey, Holzminden, Rinteln, Lemgo, Göttingen, Einbeck u. a. liegen. Diele Dörfer haben in Talern, auf Höhen und an Hängen Platz gefunden, und die Zahl der alten Burgen und Schlösser ist nicht gering. Waldgebirge erheblichen Umfangs bergen Rot- und Schwarzwild, und ihre stille und einsame Schönheit ist auch kein Mangel, und die Schönheit überrascht manchen Fremden. Zahlreiche Erholungsstätten und Heilbäder, wie Pyrmont, Memderg, Nenndorf, Eilsen, Salzusley und Oeynhausen, haben Sendboten desInedens Um ein schönes und großes Erlebnis reicher sind 450 Hitlerjungen aus dem gastfreundlichen Italien heimaekehrt, wo ihnen nicht nur von dem Duce, den Behörden und Führern der Fafchi- fti eben Jugendorganisation, sondern darüber hinaus von der ganzen Bevölkerung em Empfang bereitet worden ist, der von jener Herzlichkeit getragen war, die man nur wirklich willkommenen Gästen entgegenzubringen pflegt. Diesen deutschen Jungen, die als Repräsentanten des Dritten Reiches der an sie ergangenen Einladung Folge geleistet hatten hat diese Reise Eindrücke vermittelt, welche sie gewiß ihr ganzes Leben nicht vergessen werden. durch diese Besuche wertvolle und freundschaftliche Beziehungen angeknüpft worden, die auch nicht, wie es sonst so oft nach kurzer Zeit der Fall zu sein pflegt, eingeschlafen sind, sondern weiter bestehen. Es gibt heute Tausende deutscher Jungen und Mädchen, die mit Angehörigen fremder Völker, die sie besucht haben, auch noch nach Jahren in Verbindung bleiben. Ganz besonders freudig wird es von der Hitler« Jugend naturgemäß begrüßt, wenn auch die Jugend der anderen Völker nach Deutschland kommt. Wir haben auch hier die Entwicklung verfolgen können, daß anfängliches Mißtrauen, bei dem nicht zuletzt die Hetze einer gewissen Auslandspresse die Schuld trug, bald geschwunden ist und daß die Jugend anderer Völker, die bei uns zu Gaste weilt, gar rasch zu der Erkenntnis kam, daß ebenso wie das ganze deutsche Volk aiich die deutsche Jugend keinen anderen Wunsch hat, als mit allen Volkern in Frieden zusammen zu leben. Und deshalb ist diese Auslandsarbeit der Hitler-Jugend, die schon so viele reiche Früchte getragen hat, ein wertvoller Beitrag auf dem Weg der Verständi • gung und friedlichen Zusammenarbeit der Völker, und wir können auf Grund der bisherigen Erfahrungen der Gewißheit Ausdruck geben, daß diese Arbeit auch weiterhin von Erfolg gekrönt sein wird. führen soll. Für weite Kreise haben die Ausführungen des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley ein besonderes Interesse, wobei sein Hinweis wichtig ist, daß er sich in allen Fragen der Berufserziehung mit dem Reichserziehungsminister Rust einig wisse. Seine in der letzten Zeit wiederholt abgewandelte Formulierung, daß Eisen und Holz als wichtigste Werkstoffe die w e s e n t li ch st e n E r z i e h u n g s- mitteldes Handwerkers sind, ist unbedingt richtig. Bekanntlich sind schon seit längerer Zelt Bestrebungen im Gange, jenen Jugendlichen, die feine eigentliche Lehrstelle erhalten konnten, m Hilss- furfen wenigstens die allernötigste Vertrautheit nut den Werkstoffen Holz und Eisen zu vermitteln. Jetzt greift Dr. Ley über diese behelfsmäßige Ern- richtung hinaus, indem er die Hoffnung ausspricht, daß die Arbeit an Eifen und Holz zurDerkur- zung der Lehrzeiten schon in das letzte Schuljahr gelegt werden könne. Daran schließt sich eine handwerkliche Grundlehre von zwei Jahren, worauf eine Ausbildung m Lehrwerkstätten erfolgt. Die Leistungsfähigkeit des Lehrlings fall künftig nicht allein terminmäßig geprüft, sondern in dauernder Kontrolle jederzeit feststellbar werden so daß auch eine vorzeitige Freisprechung zum Gesellen erfolgen kann. Hier wird der Ehrgeiz an- gerufen und ein persönliches Moment: von hoher Bedeutung in den Erziehungsplan gestellt Folgerichtig wird dieses persönliche Moment aber auch für höhere Altersstufen fefta eh alten. Leistungs- lämpfe zwischen Meistern und Wiedereinführung der Meisterschule sind die Stichworte. Damit soll auch die Bürgschaft , geschaffen werden, daß der Meister zu einer wirklichen Lehrlingsausbildung, ™o’ äu ’riner erzieherischen Leistung selbst sahig Reichserzi^hungsminstter Rust teilte mit, daß bereits 00m nächsten Ostern °n » u r d . ° h ° h ° r - n S ch u len (°m,chU°b»ch^»ndschule> d . e 6^^ wird, und daß auf UMMg^bszwe? Semester etUfbhrtn^irb Le praktisch sieben bis höchstens ^kÄnatkumfabten.Damit^erden die technischen Reichserziehungsministers nnro um ben rUnr^nn f/it fahren vor allem aber in den letzten gen. Schon feit Aahr , n darauf hingewiesen mOnhatenha^Tbeaabtne "ge unb fleißige junge worden, ba6 ber begabte, ; ■^natürlichen Anlagen Deutsche, der auf Gruno jem $ b h in ben für einen führenden 9ßll 0 n b p m i f ch e s Stu - weiften f ur ein ber langen Aus- b tum Dorbefhmmt icpetni, i °^rdem 30. Le- bildungszeit kaum Aussicht h , Hausstand zu bensiahr zu herra en, e Ergründen und Kinder aufzuz y putschen Volk, das eigenfchaften gehen dadurchBedingungen in wegen feiner mangelhaften Leven ° l sein ganz besonderem Maße e^n L st^^g^^^^ be5 muß, verloren. Nach dem f ber Nation am Weltkrieges, bet- gerat ! bw ^ein Kind wenigsten verschonte, fonnen ^twren bleibt, weil "eichte"- bas nu h Erbeigenschaften, aber J&T d°°n"Le^sianzi°lle'n Mitteln aus- ^Di-^löäte Familiengründung in den akademi- I^n Berufen die schon im Kaiserreich und in der NnubM zu einer starken Verminderung der wert- «Ule unseres Volkes beitrug, drohte EinMhrung der Arbeitsdienstpslicht und "ad> b'riiS ’ Milit-irdienstpslicht ein- weitere der ,?wei>ahrlg n M Die Zusammenrechnung Verzögerung zu \ m Mannes, der vor der der Lebensiahre eines jungen ^an , Ehe sein Studium absolvier mutz,Iß ^hren, Das JMbitiir wir gafjren, gemacht. Es folgt manchmal erft mit 20 H bgnft darauf der dann em und schließlich der Be- zweiiahnge Müstardi st Dier, oft auch such der Universität der Rach ünf ober sechs 3at)r banrt jn den meisten >em Abschlußexamen 6 Ausbildung für den er- Fällen erst die praktisch Ausv.io wählten Beruf, eine 3'ßi Jnb eine Heirat meist 'S ÄÄ« ’iftirUaH« liegt nach diesen Metzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen ÄsMäL.-: E? * a n b c ß u 3 ' 29’ Sept. (DNB.) Von den -»-mLLL.<„ L «SÄ 5 KX’ÄÄSS", “g. jjS LNL'L-r»IM7.W I a 9 i 9, die sich bereits wieder freiwillig! ' ' Oie Völkerbundsreform steht zur Debatte d Deutschlands Recht auf Kolonien. Zuschriften an die „Times". General Franco Chef der spanischen Armee. P a r i s , 30. Sept. (DNB. Funkspruch.) Durch eine Verordnung der nationalen „Junta" in Burgos vom 29. September ist General Franco zum Chef der spanischen Armee und gleichzeitig zum Befehlshaber der verschiedenen in Spanien operierenden Truppen ernannt worden. Diese Ernennung soll den ausländischen Regierungen zur Kenntnis gebracht werden. General Franco hat am Dienstag Toledo besichtigt und dem Verteidiger des Alcazar Oberst M e st a r d o bei dieser Gelegenheit das Kreuz des San-Fernando-Ordens verliehen. Mmunistischer lle anderen 5 en werden so Wie amtlich ms GehUs .Nachdem der Kriegsminister der Madrider Regierung bereits die Mobilmachung der Reservisten- Jahrgänge 1932/33 angeordnet hatte, habe er nun auch die allgemeine Mobilmachung der Frauen und Kinder für die Verteidigung der Hauptstadt befohlen. Der R i n g um Bilbao . ---II" —I*- «HUCIVL CHS) bie ungeklärten Verhältnisse in Europa in schädlicher Weise in Ostasien aus. Enis etzricheGreueliaten derRoten Berlin, 29. Sept. (DNB.) Der gegenwärtig in Berlin weilende Sonderberichterstatter des VB. in Spanien, Roland E. S t r u n ck , sprach am Deutschlandsender über den „Terror und die Greuel- taktik der marxistischen Horden in Spanien". Er erklärte u. a.: Ich bin sechs Wochen lang mit den Kolonnen der nationalistischen Streitkräfte des Generals Franco durch die Guadarrama über die weiten Ebenen Estremaduras, durch die Täler der Malagafront marschiert. Ich habe das Leben in der Feuerlinie, auf den Vormarschstraßen, in den kleinen spanischen Dörfern, der Etappe, in Sevilla, Saragossa und Burgos gesehen. Ich erkläre hiermit, daß ich mich bei meiner Berichterstattung ausschließlich auf die mit eigenen Augen gemachten Beobachtungen beschränke und daß ich für jedes meiner Worte die volle Verantwortung übernehme. Ls ist einwandfrei erwiesen, daß gleich nach Beginn der Kämpfe in Spanien die bolschewistischen Sendboten des Kreml die tüchtigsten Köpfe der Komintern über Frankreich nach Barcelona und Madrid kamen, um hier die Leitung dieses für Moskau so wichtigen Kampfes in ihre Hände zu nehmen. In enger Verbindung mit der „Front popu- laire" und den in Marseille und Paris bestehenden Kominternbüros begannen sie ihre Tätigkeit. Was ich auf meinem Wege mit den vorgehenden Truppen Francos in diesem Land gefunden habe, ist als Anklagematerial gegen die roten Machthaber so erschütternd, daß man der Welt immer wieder täglich und stündlich aufzeigen müßte, welches Schicksal diejenigen Staaten und Völker erwartet, die in völliger Nichtverkennung der wahren Lage die Augen vor der Tatsache verschließen, daß es sich in Spanien nicht um einen Bürgerkrieg, sondern um die blutige Auseinandersetzung zwischen Valschewismus und Nationalismus, zwischen der Weltrevolution auf der einen und all jenen Kräften, die auf Ehre, Tradition, Recht und Glauben fußen, auf der anderen Seite handelt. Das Land, durch das ich zog, ist ein unendliches Leichen- und Trümmerfeld. Es ist verpestet vom Verwesungsgeruch der zahllos gemordeten Geiseln, der unschuldigen Opfer dieses Haßkrieges. Jede Kirche, welche auf meinem Wege lag, 'ist in der unbeschreiblichsten Weise entheiligt und beschmutzt. Die Spur der zurückgehenden roten Milizen ist Brand, Plünderung, Mord und Schändung. Unschätzbare Kunstwerte sind sinnlos vernichtet. Alles, was mit Tradition und Glauben im Zusammenhang steht, ist sinnlos verwüstet. Die nationalistischen Truppen wissen, worum es geht. Man beeilt sich, beim Vormarsch die vor der Front liegenden Städte und Dörfer durch unerwartete Handstreiche zu nehmen, denn es ist bekannt, daß die zurückgehenden roten Horden die Geiseln je nach der Größe des Ortes zu Dutzenden oder zu Hunderten erschießen oder viehisch ermorden. Dann fanden wir, in die gestürmten Ortschaften und Städte einrückend, die Berge der mit Maschinengewehren niedergemähten Burger, fanden die Keller der roten Gefängnisse g e - füllt mit Leichen, oft auch noch mit Sterbenden, die man mit Handgranaten, in einem Raum zusammengepreßt, vernichtete. Ich fand in einer Ortschaft halbwegs Sevilla und Merida auf dem Stadtplatz 58 erschossene Bürger, darunter auch Frauen. In einer Nebenstraße die Leiche des Stadtpfarrers, der mit dem Kopf nach unten über ein Feuer gehängt langsam in Rauch und Flammen erstickt war. Wir fanden im Keller des von den Roten zum Lynchgericht gemachten Justizgebäudes 27 von Handgranaten zerfetzte Körper. In demselben Ort wurde ein Kleingutsbesitzer, der dei den Roten als Kapitalist ein Opfer ihres antikapitalistischen Feldzuges ist, mit seinen beiden Neffen, einem siebenjährigen Knaben und einem neunjährigen Mädchen, von den Roten auf seiner verzweifelten Flucht gefangen. Die beiden Kinder wurden vor den Augen des Mannes getötet, er selbst, nachdem man ihn gezwungen hatte, diesem Schauspiel zuzusehen, mit Benzin übergossen unb Derbrannt. 3n Oropefa wurde ich in das dortige Nonnen- kl oster geführt. In der Klosterkirche lagen die geöffneten Särge der Nonnen, darunter neben Mumien die Leiche einer sichtlich erst vor wenigen Tagen gestorbenen Nonne. Diese Leichen und Mumien waren in einer unbeschreiblichen Weise geschändet, in den Schlafsälen der Nonnen fanden wir teilweise noch in den primitiven Betten die Leichen der ermordeten Nonnen. Ihre Verstümmelungen sind unbeschreiblich. ter bisherige i kofjew, sei stellvertretend P a r i s, 29. Sept. (DNB.) In einem Seegefecht m der Meerenge von Gibraltar zwischen dem nationalen Kreuzer „Al mir ante C e r v e r a" und den beiden Torpedobooten der Roten „G r a v r n a" und „A l m i r a n t e Fernandez" vermochte sich der Kreuzer sehr bald mit beachtenswerter Genauigkeit einzuschießen. Er brachte der „Gravina" mehrere Volltreffer bei, so daß das Schiff Schlagseite bekam. Wahrend dieser Zeit griff das Torpedoboot „Almirante Fernandez" hartnäckig den Kreuzer an, bis die „Gravina" 8O8-Rufe aussandte und d i e roten Matrosen das sinkende Schiff verließen. Ein Teil von ihnen kam in den Wellen um. Ein anderer Teil wurde von dem französischen Dampfer „Koutoubia" ausgenommen, der m der Nähe kreuzte. Als die „Gravina" in den Fluten versank, stellte der nationale Kreuzer alle seine Batterien auf das zweite Torpedoboot „Almi r a n t e Ferandez" ein, das jetzt ebenfalls schwere Treffer erhielt und versuchte, sich außer Schußweite zu bringen. Die Seeschlacht war der Auftakt für einen neuen großen Truppentransport von Marokko nach dem spanischen Festland gecwesen. Mehr als 2000 Mann sind mit Munition unter dem Schutz von Kriegsschiffen und Flugzeugen von Ceuta über die Straße von Gibraltar transportiert worden. Man nimmt an öafe nunmehr der Angriff der Nationalisten auf Malaga mit Unterstützung von Kriegsschiffen beginnen wird. Die Nationalisten sollen 8000 Mann einschließlich Kavallerie und Feldartillerie für den Angriff auf Malaga zusammengezogen haben. 3m bestellen Toledo. erläuterte die Voraussetzungen, damit der Völker- bund seine Tätigkeit im Dienste des Friedens erfüllen könne. Oesterreich ist überzeugt, daß in den Augen so mancher Staaten die Beliebtheit des Völkerbundes .etwas abträglicher ist als der Umstand, daß der Volkerbundspakt noch immer in Verträgen, die be." unseligen Weltkrieg beschlossen haben, einver- leibt lst. Jst es denn so erstaunlich, daß die Völker denen diese Verträge auferlegt worden sind, einigermaßen Bitterkeit ob der Tatsache empfinden oaß die Frledensordnung einen integrierenden Be- standteil des Vertragsinstrumentes bildet, das ihre Niederlage besiegelt hat, und ist es nicht ebenso offenkundig, daß diese Verträge tatsächlich Aen- oer ungen erfahren haben und auch noch fahren werden, sobald gewisse Bestimmungen ourch die Entwicklung der Dinge unwirksam wer- Ge n f, 29. Sept. (DNB.) In der Völkerbunds- versammlung stellte der kanadische Ministerpräsident Mackenzie King dem Unfrieden, der in Europa herrsche, das gute Einvernehmen unter den amerikanischen Staaten gegenüber. Mackenzie King verglich den Völkerbund mit dem britischen ® mP e ' die Völker des Commonwealth seien durch Bande der Freundschaft, durch gleiche poli- tische Einrichtungen und durch die gleichen politischen Ideale zusammengehalten: aber das kanadische Parlament behalte sich die Entscheidung darüber vor, ob überhaupt und in welchem Umfange Kanada m einen Konflikt eingreifen würde, in den andere Mitglieder des Commonwealth verwickelt würden Ferner bestimme jedes Mitglied selbst seine politischen und wirtschafllichen Grundsätze. Das gleiche System sollte von allen Mitgliedern des Völkerbundes befolgt werden. Von jeher habe sich Kanada gegen die Auffassung gewandt, daß die Hauptaufgabe des Völkerbundes in der Aufrechterhaltung des Statu8 quo und der Anwendung von Gewalt zur Erhaltung des Friedens bestehe.' Der österreichische Staatssekretär Schmidt Der Angriff aus Alalaga wird vorbereitet Vote Niederlage in einem Seegefecht bei Gibraltar Ich habe in Teba, einem Gebirgsstädtchen an der Walagafront. ein Dutzend erschos- |ene Geiseln gefunden. Es handelte sich durchweg um Kleinbauern, denen man nationale Gesinnung, Besitz oder passives Verhallen gegenüber der roten Bewegung nachweisen konnte. Plan hatte diese Opfer vor den Ort geführt, und dort in Gegenwart der gezwungen mitgekommenen Frauen und Kinder — dies eine besondere Beigabe ber roten Geiselmorde — so eilig zusammen- gefnaUt, daß zwei dieser Opfer sich nachts, der eine drei, der andere 13 Kilometer weit roeg- fchleppen konnten in der Hoffnung, den Marxisten zu entgehen. Sie wurden gefunden und endgültig erledigt. Der spanische Flieger Francisco Plebena, der lebend in die Hände der Roten fiel, wurde, nachdem man ihn geblen- b e t hatte, mit Rasiermessern verstümmelt und bann zu Todegequält. In Algeciras, das heute ein rauchender Trümmerhaufen ist, wurden 600 Offiziere er- tränkt. In dieser Stadt ist es weiterhin erwiesen daß die Tochter nationalistischer Familien den Milizhorden als Dirnen zur Verfügung gestellt wurden. In der Stadt Ronda an der Malaga- Front, in Die ich mit den Sturmtruppen des Generals Varela einrückte, haben die Roten von ungefähr 30 000 Einwohnern 627 erschossen, d h als den? Es wäre von wirklichem Wert, wenn der Volkerbundspakt von den Verträgen von 1919 l o s- Geloft würde und ein von allen Mitgliedern der Genier Organisation freiwillig und auf dem Fuße vollkommener Gleichheit unterzeichnetes Instrument darstellte. Das Ideal der ^.n ' o e r s a l i t ä t des Völkerbundes, das von der Einstellung einer dem Weltfrieden dienenden Or-1 g?nisatlon gar nicht zu trennen ist, muß so voll-! ständig und so bald wie möglich verwirklicht werden. Wenn der Völkerbund Aufgaben auf sich lädt die seine Verantwortung zu stark belasten' ”, laust er Gefahr, daß sein Wirken gelähmt und seine Autorität erschüttert wird. Es wäre nützlich gerade jene Artikel einer Prüfung zu unterziehen die im Falle ihrer zu starren Anwendung ein/heikle Lage noch zu verschärfen drohen. Der bisherige kow wird in stellvertretend _ oidfon-Lc »3urü NSG. Die ’ süh über bie meisten H ordentlich ver 1 und bringt hie, Bauwesen chari wahner des Iraße sehen Wer entaeae und die j)a, Wen „tnsk einem qb(( z°ngenen Ach Petroleumkochk Mantel tragen Maßnahmen e auch in dieser ltzng des h geht ebenfalls bilden keine i, t5 Moskau enchtet, sich dortigen Abtej ^sie Herauge, sondere Neuen snaleins a Li?03 Wlern eine "ue Erfind Erschütternde Erlebnisse in Spanien. OerAugenzeugenbernht eines deuischenFournalisten vomBormarsch der nationalen Truppen London, 29. Sept. (DNB.) Der konservative I Unterhausabgeordnete Oberstleutnant Sir Arnold Wilson setzt sich in einer Zuschrift an die „Times" für das deutsche Recht auf Kolonien ein. Er weist Behauptungen des jüdischen Abgeordneten Adams zuruck, daß Deutschland für die Kolonialverwaltung unfähig sei und daß Kolonien keinen wirtschaftlichen Gewinn für Deutschland darstellen würden. Wenn es in der Lage gewesen wäre, von 1914 an eine ständige fortschrittliche Entwicklung in Gang zu halten, bann würde Deutschland jetzt aus seinen afri- konischen Kolonien einen doppelt so hohen Hundert- atz feiner Einfuhren beziehen als England aus seinen Kolonien in Afrika. Niemand könne ernstlich fordern, daß die gegen- wartige Verteilung der afrikanischen Kolonien ständig bestehen bleiben und die größte Macht in Europa ausgeschlossen werden solle. Laßt uns offen anerkennen, daß die Klauseln des Versailler 23er- trages, die Deutschland seiner gesamten Ueberfee- besitzungen beraubten, neu geprüft werden muffen. Das afrikanische Problem wird bald so schwierig sein, daß es die Mitarbeit jeder europäischen Macht erfordert. Die Aufrechterhaltung des Status quo in Afrika fei keine gerechte Sache, gehöre also nicht zu den Dingen, für die die gegenwärtige Generation Englands zu kämpfen bereit fei. 3n einer weiteren Zuschrift von General W a t e r s heißt es, die deutschen Kolonien seien 1919 mit ber Beschuldigung beschlagnahmt worden, daß Deutschland schon lange vor 1914 den Krieg geplant habe Bereits 1920 habe jedoch Lloyd George, einer ber Urheber bes Versailler Vertrages, erklärt, baß diese Beschuldigung unzutreffend sei. Deutschland verlange jetzt eine Entschädigung für seine Kolonien, und die einzigen Möglichkeiten seien entweder eine friedliche Regelung oder ein Krieg. SZ ins 3nne« nidji ,, (ein, die daß $,f schmal etwa 6000 1 merke be|e Finanz^ der neuen- und Besch Die rechtze't> vielleicht vor wicht werbe gelegt. Noch torisieru wenn bies o- sei. Die neue zer Wehrivef bringen. Es Schritt fein. Bruce (Australien) wcmbte sich gegen die Auffassung, daß nur obligatorische und automatische Sanktionen die Völkerbundstätigkeit wirksam gestalten könnten. Durch ein solches System werde vielmehr eine neue Austritts- bemegung hervorgerufen werden. Er schlägt vor, daß die Völkerbundmitglieder jedesmal, wenn dem Rat ein den Frieden gefährdender Umstand zur Kenntnis gebracht werde, prüfen sollte, o b und in welchem Ausmaß sie zu einer gemeinsamen Aktion bereit seien. Der tschechische Außenminister Dr. Krosta betonte, die Kleine Entente hege den lebhaften Wunsch, bie ßänber, die dem Völkerbund einmal angehört haben, wieder zu ihm zurückkehren zu sehen. Krofta sprach sich für die Verstärkung des Sanktionsartikels 16 der Satzung für die moralische Abrüstung und für einen Rüstungsstillstand aus. Dagegen lehnte er eine förmliche Aenderung der Völkerbundssatzung ab. Was die Sanktionen betreffe, so habe die Erfahrung bewiesen, daß wirtschaftliche und finanzielle Maßnahmen allein ungenügend seien, und daß anderseits die Völker nicht immer zur Teilnahme an militärischen Maßnahmen bereit seien, wo ihre Lebensinteressen nicht in Gefahr schweben. Diesen Verhältnissen müsse die Anwendung des Artikels 16 über die militärischen Maßnahmen angepaßt werden. Dann empfahl Krofta den Abschluß regionaler Abkommen. Diese auf geographischer ober interessenmäßiger Verbunbenheit beruhenben Pakte müßten alle etwaigen Konfliktsursachen umfassen. Was ben Revisionsartikel 19 betreffe, so sei keine Aenderung ohne bie freiwillige Zustimmung ber betroffenen Länder möglich. Wenn man irgendeine territoriale Frage vor die Versammlung bringe, fo biene man nicht ber Sache bes Friebens. Lloyd George an feine Kritiker. Die Lehren eines Vergleichs. um ne Moskau, schuß der Kon langatmige E bie Dorangegar . i wird, baß vor . nähme neu ( munistischi enthält bemerk ; herige Aufnah! organifationen. jft gruppe der Angab * (Weber erfolgt, Aufnahme i ind. In den . (treffe, daß ■ hauptsächlich a 4 freifen au »fibas Sauer: ni ■! Frage komr gibt sich, baß schon ber Anblick ber Bibel ober eines religiösen Bilbes genügt, um Mann ober Frau hinnchten zu lassen. In einer einzigen Nacht sind 120 Personen erschossen worben. Diese Morbe, noch heute täglich r u n b 6 0, bauern weiter an. Es kommt dabei vor, daß das Opfer erst vor das „V o l k s t f i b u n a I" kommt, bas im Keller bes Klubs ber schönen Künste tagt. Die Vernehmung dauert etwa 5 Minuten. Die Erschießungen werden dann in früher Morgenstunde in aller Öffentlichkeit vorgenommen. Aussührende find Mi- lizsoldaten: Frauen werden von weiblicher Miliz erschossen. Die Leichen werden bann einfach auf die Straßen geworfen, und Soldaten und Publikum trampeln unter revolutionärem Geschrei über sie hinweg. Der Bericht stellt fest, daß vor Beginn des Bürgerkrieges eine marxistische Revolution geplant und vorbereitet war. Die sog. Rebellen unter der Führung Francos sind also keine Rebellen gegen die verfassungsmäßige Regierung, wie es in weiten Kreisen geglaubt wird, sondern sie sind tatsächlich Rebellen gegen b i e Revolution. es ihnen zu langweilig würbe, führten sie bie letzten 200 an bie 150 Meter tiefe Schlucht bes Guabarete unb zwangen bie Opfer, roieber in Gegenwart ihrer Frauen unb Kinber, auf einem schmalen Brett mit oerbunbenen Augen zur Belustigung ber marxistischen Zuschauer in ben A b - grunb zu stürzen. Wir fanben Kinber aus einem WaisenasyI in ber Umgebung von Granada. Man hatte sämtliche Kinder, ungefähr 140, als Geiseln mitgeschleppt, mit ber Drohung, sie im Falle eines Luftdombarbements herauszustellen, um auf biefe Art bie Luftaktion Francos gegen bie Mörberbanben unmöglich zu machen. Ich fand nach bem Gefecht von Navalmoral bei der eroberten Bagage ber roten Kolonnen Feldpost mit einem Brief der Freimaurer- Gr o ß l o g e von Frankreich an den Armee- kommifsar T u r k i e w i t f ch. Diese seltsamen Verbindungen der roten Führer sprechen für sich. Bezeichnenderweise finden wir unter den gefangenen Roten immer häufiger Sowjetruf sen unb französische Staatsangehörige. Eine Welt sieht auf Spanien. Zwischen Moskau unb Mabrid laufen bie Drähte. Das Ziel ist b i e Weltrevolution. Aus ben geschänbeten Gräbern unb Kirchen, aus ben Leichenhügeln unschuldig Gemordeter erhebt sich eine Anklage, die auch die raffinierteste Propaganda ber moskowitischen Helfer in Mabrid nicht mehr zum Schweigen bringen kann. Die rote Vlucherrschaff in Madrid London, 30. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der „Daily Telegraph" hat sich von einem Engländer in Mabrid, ber bie spanische Hauptstabt erst vor einigen Tagen verlassen hat, einen ausführlichen Bericht über bie Blutherrschaft ber Kommunisten ge= ben lassen. Aus bieser grauenhaften Schilberung er- Lonbon, 30. Sept. (DNB. Funkspruch.) 5n einem Schreiben an ein Mitglied des „Aktionsausschusses" von Yorkshire befaßt sich Lloyd George noch einmal mit ben Einbrücken, bie er auf feiner Deutschland-Reise empfangen hat. Er weist Behauptungen über feine Bekehrung zum Faschis» mus als völlig „unwahr" zurück unb erklärt weiter, er habe verschiebentlich auf bie Gefahr hingewiesen, die der Demokratie brohten, unb bie sich unweigerlich auf den Gegensatz zwischen der schwachen Füh. rung ber Demokratien und ber starken unb festen Führung in ben autoritären Staaten ergeben müßte. Das immer wieberkehrende Umhertap- pen ber Nachkriegsregierungen in zur Front gemelbet haben. Seit zwei Tagen L^rlament arisch en Länbern habe bas hatten die heldenmütigen Verteibiger nur noch Wirksamkeit ber Freiheit unter- etwas Pferbefleisch zu essen gehabt. Die Leichen ber 9 . . , . r r 80 Gefallenen konnten wegen ber ftänbiqen Be- < Ueoergehend zu seinen Erfahrungen in Deutsch- schießung nicht beerbigt werben unb behinberten - ? " sagt Lloyb George, daß man ben Tatsachen bie Verteibiger außerorbentlich. Bei einem Gang x fr das kühne unb mutige sowie systematische An- durch Toledo bekommt man einen erschütternden ?e5 Arbeitslosenproblems, ber Unterernäh- Einbruck von ber wüsten Zerstörungswut ber roten LU129' OeJ Beseitigung ber Elenbsquartiere, ber Milizen. Die Marxisten hatten angesichts ihrer un= rebuF9 der allgemeinen Gesunbheit unb ber Her- vermeidlichen Niederlage ver ucht, sämtliche Villen ?^'ehung einer kräftigen Jugend in Deutschland unb öffentlichen Gebäude in bie Luft 3 u ^en mu^e- Diese Tatsachen mürben sprengen was ihnen jeboch nur zum Teil ae= ^er spater boch bekannt werden, und eben- lang, ba ber Einmarsch ber Nationalisten über- L "^^.rmeiblich wäre dann ein Vergleich zwi- raschend schnell erfolgte. Trotzdem aibt es faum ,d)en . stm Vorgehen und der verworrenen unb eine Straße, bie nicht bie Spuren von blutigen ST3“???1 Englanb ähnliche Straßenkämpfen ober Dynamitsprengunqen auf- * m e ° n g e f aß t wurden. Sollten aber weist. 9 die bemokratlscheu Einrichtungen am Leben bleiben, General Queipo be Llano teilte im Rundfunk- F hatten sie zu beweisen, baß sie ebenso wirk- senber Sevilla mit, baß bank ber Opferfreubiakeit ! amund prompt seien wie die Arbeitsmethoden der Bevölkerung bisher bereits 250000 Bele-!!!. „ autoritären Staaten» ja, daß sie sogar t e n f ü r ben Wieberaufbau bes Alka - Aneller und noch wirksamer sein könnten. Lloyd zars in Toledo eingegangen seien Weiter er= ®eo^e feinem Brief einen Bericht über klärte ber General, baß bie Mabrider Regierung - Sub wales an, bie ohne oie Absicht habe, ben Vormarsch b e r a t i 0 - 1 C x \ U £ 3UF Schule gehen müßten nalisten aufbie Lanbeshaupt stabt burch ^"nt, daß derartiges in Deutschland die Anlage von brei Verteibigungslinien aufzuhal- "" m 0 g l.i ch sei. Ein Wort ber Regierung würde ten. Diese Maßnahmen würden jeboch keinen Er- am na$ften Tage roieber in Ordnung gebracht folg mehr haben, ba bie roten Truppen völlig demoralisiert seien. 1 Obwohl die österreichische Regierung aufrichtig für eine Stärkung der Volkerbundskräfte eintritt, ist sie sich doch Darüber klar, daß Fälle eintreten können und tatsächlich eingetreten sind, in denen die zwischen einzelnen Staaten auf' getauchten Schwierigkeiten leichter durch die direkte Diplomatie als vor einem internationalen Forum beigelegt werden können. wir find überzeugt, daß derartige direkte I « «et- 2lFtioncn — ich darf da wohl auf die erfreuliche PmdftintL SKMÄS'Ä« »«">'M'«•'■»««ft®™»,««, der freundschaftlichen Zusammenarbeit der Völ- Lmß 0 n b 0 n ' 301 Sept. (DNB. Funkspruch.) Die ker nur nützen können. Morgenpresse stellt fest, daß die Vollmachten, die Der chinesische Vertreter Dr. WellingtonKoo nera? DillIn Palästina D-. 1ch'U>°rt- den politischen und wirtschaftlichen $Bieier° SronrntA^rÄ & ■ -1® T0lif$en aufbau in China Die Reaeluna der Befehl nnZ, ‘ erf>alten wird, wesentlich über das hin- Zwischen der Zentralregierung und den beiben 6üb" westprooinzen habe dem ganzen Lande volim^-, An- i?i- General Dill werde Vollmachten in Pa- Einheit gegeben Sie Qaae bÄ Wn' wie ein Diktator. Gegen seine sicher we^n der uemÄ Una^mTa l iTtei t Tn ^nerlei %e'ru. en, ™ * auf die Ver- Ahnung, bewaffneter ^Ze Anberersei.s irgenbw'°lch7^un;-^be^Fürste» !erJ)altm[fe m Eurnn« I „ungen für die englische Regierung unöünehmbär seien, energisch zuruck. Erst wenn die Auf st an- bischen gemaßregelt und die Streikenden zur Arbeit zurückgekehrt sein würden werde sich die Möglichkheit ergeben, über die arabischen Beschwerden zu verhandeln. Die (Schweizer Heeresreform. Basel, 29. Sept. (DNB.) Der Ständerat begann mit der Beratung der neuen Truppenord - nung. Nach den Ausführungen des Kommissionsreferenten Schöpfer ist der Zweck der neuen Truppenordnung der, bei den engen Raumoerhält- nissen das Land schneller abwehrbereit zu machen. Dazu diene die Verstärkung der Flugzeuge und Flugabwehrwaffe, ein erhöhter Grenzschutz, Ausbau der regiona- len Rekrutierung, sowie die Verlegung wichtiger Mobilmachungsplätze, u. a. Basel und' Genf ins Innere des Landes Trotz aller Maßnahmen werde man um einen ständigen Grenzschutz nicht herumkommen. Sache des Bundesrates werde es sein, die Grenzschutztruppen so zu organisieren, daß die Verfassung, die das M i l i z s y st e m vor- schreibe, nicht gestört werde. Eine solche Truppe von etwa 6000 Mann, welche die Grenzfestungs- werke besetzt halte, koste viel Geld, doch sei die Finanzfrage sekundärer Natur. Der zweite Punkt der neuen Truppenordnung sei die Vereinfachung und Beschleunigung des Aufmarsches Die rechtzeitige Abwehrbereitschaft erfordere rasche, ' vielleicht vorzeitige Mobilmachung. Besonderes Gewicht werde auf die Aufklärungstruppen gelegt. Noch nicht gelöst sei die Frage der Motorisierung. Sie müsse gelöst werden, auch wenn dies den Bahnen nicht besonders sympathisch sei. Die neue Truppenordnung werde das Schweizer Wehrwesen einen gewaltigen Schritt vorwärts- bringen. Es dürfe indessen nicht der letzte Schritt sein. Stalin wirbt um neue Parteimitglieder. Moskau, 30. Sept. (DNB.) Der Zentralausschuß der Kommunistischen Partei veröffentlicht eine langatmige Erklärung, in der unter Hinweis auf die vorangegangene Parteisäuberung bekanntgegeben wird, daß vom 1. November d. I. ab die Aufnahme neuer Mitglieder in die Kom- munistische Partei beginnt. Die Erklärung enthält bemerkenswerte Enthüllungen über die bisherige Aufnahmepraxis der kommunistischen Parteiorganisationen. Es erweist sich, daß die Aufnahme jft gruppenweise und ohne Kontrolle der Angaben der aufgenommenen neuen Mitglieder erfolgte, ja, daß sogar massenweise Ausnahmen in Abwesenheit vorgekommen ; ind. In den weiteren Richtlinien ist es von Interesse,^ daß der Mitgliederbestand der Partei hauptsächlich aus städtischen Proletarie r- k reisen aufgefüllt werden soll, während 'las Bauerntum erst in zweiter Linie Frage kommt, weiterhin daß die Mitglieder der Mmunistischen Jugendverbände ebenso wie ile anderen Kandidaten Prüfungen unterwor- en werden sollen. Wie amtlich mitgeteilt wird, ist jetzt auch Jagodas Gehilfe im Volkskommissariat des Innern, )er bisherige stellvertretende Volkskommissar P r o- 'ofjew, seine Postens enthoben und zum stellvertretenden Postkommissar ernannt worden. Der bisherige stellvertretende Postkommissar Schukow wird in ein anderes Amt versetzt. Zum neuen stellvertretenden Znnenkommissar wurde Moses D a° oidson-Bärmann ernannt. i „Zurück zum Petroleumkocher " NSG. Die Moskauer „Prawda" (Nr. 240) beklagt sich über die schlechte Instandsetzung der in den meisten Häusern von Moskau außer- 'ordentlich verwahrlosten Heizungsanlagen und bringt hierfür folgende für das bolschewistische Bauwesen charakteristische Beispiele: „Die 500 Einwohner des Hauses Nr. 7 in der Warsonofjewsker Straße sehen mit Besorgnis dem herannahenden Winter entgegen. Die Oefen sind baufällig geworden, und die Dampfheizung, die schon seit zwei Jahren „instand" gesetzt wird, befindet sich in einem abscheulichen Zustande. Im vergangenen Jahre nahmen die Mieter Zuflucht zum Petroleumkocher und mußten in ihren Wohnungen Mäntel tragen. Wenn die Wohnungsverwaltung des Moskauer Stadtsowjets nicht sofort die notwendigen Maßnahmen ergreifen, dann wird sich dasselbe Bild auch in diesem Jahre wiederholen. Die Instandsetzung des Hauses Nr. 18 in der Fuhrmanngasse geht ebenfalls schlecht vor sich. Diese zwei Häuser bilden keine Ausnahme ..." Sowjet-Einmaleins Moskau, 22. Sept. (DNB.) Wie die „Prawda" berichtet, sind in den westlichen Provinzen von der dortigen Abteilung des Volksbildungskommissariats hefte heraugegeben worden, bei denen — eine besondere Neuerung für die Abcschützen — d a s E i n - maleins a u f dem Einband abgedruckt ift Das Bildungskommissariat glaubt damit den Schülern eine besondere Freude zu bereiten. Diese neue Erfindung des Kommissariats, auf Grund deren die Schüler leichter als Einmaleins erlernen sollen, sieht so aus: 6 X7-72, 6 X8-78, 6 X9-84, 3X8-19, 9X5-43. Von diesen Heften wurden Hunderttausende hergestellt, die, wie das Blatt sagt, in ganzen Wagenladungen bereits an die verschiedenen Verkaufsstellen verteilt wurden. Um den Unsinn komplett zu machen, ist unter diesem famosen Einmaleins die Erklärung abgedruckt, daß der Druck mit Genehmigung der zuständigen provinziellen Regierungsausschüsse erfolgt ist. Alkohol und Verkehrsunfälle. Blutuntersuchungen für das ganze Reich angeordnet. Berlin, 29. Sept. (DNB.) Der Reichs- und Preußische Minister des Innern hat im Rahmen des polizeiärztlichen Aufgabenkreises di e Blut- Untersuchung auf Alkohol bei Verkehrsunfällen für die gesamte staatliche Polizei angeordnet. Die Blutuntersuchung war zunächst versuchsweise im Bereich der Polizeiverwaltung Berlin eingeführt worden. Auf Grund der hierbei gemachten Erfahrungen hat sich der Minister entschlossen, die Blutuntersuchung allgemein für die an einem V e r k e h r s u n f a l l beteiligten Personen anzuordnen, bei denen begründeter Verdacht alkoholischer Beeinflussung besteht. Für die Alkoholbestimmung im Blut wird die Mikro-Methode des schwedischen Arztes Professor Dr. E. M. P. W i d m a r k als zuverlässig bezeichnet. Das Blut wird möglichst sofort nach dem Unfall durch einen kleinen Stich in das Ohrläppchen oder die Fingerspitze entnommen und in besonders vorbereiteten Glaskapillaren aufgefangen. Das Widmarksche Verfahren hat sich bewährt und seine gesetzliche Grundlage durch den § 8In der Straf- vrozeßordnung erhalten. Als ein besonderer Wert der Widmarkschen Methode wird der Umstand bezeichnet, daß nicht nur die alkoholische Beeinflussung, sondern auch die Nüchternheit nachgewiesen werden kann, was zur Entlastung eines Angeschuldigten von entscheidender Bedeutung sein kann. Schwierigkeiten für dieWährungsvorlage im französischen Senat. Paris, 29. Sept. (DNB.) Die Kammer hat die Währungsvorlage in ihrer Gesamtheit mit 350 zu 221 Stimmen angenommen. Die Regierung hatte die Vertrauensfrage nicht gestellt. Der F i - nanzausschußdes Senats nahm am Dienstagnachmittag die Erklärung des Finanzministers über die Frankenabwertuna entgegen. Der Minister verteidigte den von der Kammer angenommenen Wortlaut der Regierungsvorlage, indem er versicherte, daß die Frankenabwertung in keiner Weise geeignet sei, eine neue Teuerung hervorzurufen. Der Ausschuß stellte jedoch fest, daß die Frankenentwertung eine vollendete Tatsache sei, deren Verantwortung der Regierung za- falle. Unter diesen Umständen könne sich der Ausschuß den technischen Verfügungen des Gesetzes nur beugen. Gewisse Artikel wurden vom Ausschuß a b - geändert, und der Berichterstatter des Ausschusses wurde beauftragt, mit großer Entschiedenheit daran zu erinnern, daß ein Erfolg der gesamten Operation von einer entschlossenen Rückkehr zum finanziellen Gleichgewicht und der vollen Wiederherstellung der sozialen Ordnung abhänge. Alle diejenigen Artikel der Vorlage wurden vom Ausschuß abgetrennt, die gewissen sozialen Schichten Vorteile bieten könnten in der Auffassung, daß diese Artikel i m Staatshaushalt ihren Platz hätten. Die Anpassung der Schweiz. Der Nationalrat stimmt den Währungs- beschlüsien zu. B em, 30. Sept (DNB. Funkspruch.) Nach 13- stündiger Aussprache hat der schweizerische N a t i o n a l r a t in der Nacht zum Mittwoch kurz nach Mitternacht mit 99 gegen 60 Stimmen von dem Bericht der Bundesregierung über die Anpassung der schweizerischen Währung z u - stimmend Kenntnis genommen, lieber den Goldverkehr der Schweiz erklärte Bundespräsident Meyer, nach den Beschlüssen des Bundesrates ist grundsätzlich der Goldverkehr frei. Die Schweiz will den Devisen der Großstaaten in einem 21 b ft a n b von 10 Prozent folgen. Das Gold soll die Richtlinie für die schweizerische Devisenbildung sein. Die Schweiz wolle sich nicht fest an den Kurs einer anderen V a - l u t a binden. Die Angleichung an die englische, amerikanische und französische Devise erfolge nur insoweit, als diese gegenüber dem Gold Stabilität beweisen. Aus dem Goldgewinn schaffe die Schweiz einen Ausgleichsfonds zur Stützung der Währung. Dieser Fonds werde erst aufgehoben, wenn wieder reguläre Verhältnisse eingetreten seien. Der Postanweisungs-, Postüberweisungs-, Postauftrag-, Nachnahme- und Gebührenzettelverkehr zwischen Deutschland und der Schweiz ist in beiden Richtungen bis auf weiteres eingestellt worden. Der plan einer Mhrungslonferenz. Paris, 30. Sept. (DNB. Funkspruch.) Trotz eines in Genf ausgegebenen Dementis, daß kein englisch-französischer Vorschlag für eine Konferenz zur Abschaffung der Zollkon- tingente und Währungskontrollen in Aussicht genommen ist, bleiben „Echo de Paris" und „Oeuvre" bei ihren Behauptungen, daß man tatsächlick einen solchen Plan erwogen habe. Im letzten Augenblick seien aber den E n gländern einige Bedenken gekommen. Jetzt, so meldet „Oeuvre" aus Genf, knüpft die englische Regierung an den Zusammentritt einer solchen Konferenz in Basel die Bedingung, daß Frankreich zuvor die Zollschranken und Kontingente beseitigen soll, die für englische Waren nach der englischen Abwertung geschaffen worden seien. Die Engländer wiesen darauf hin, daß sie von Frankreich einige Zugeständnisse erwarteten, nachdem sie durch den Beitritt zum Währungsabkommen ein weiteres Abgleiten des Franken verhindert hätten. Oie Türkei im Sterling-Block. Istanbul, 29. Sept. (DNB.) Die Türkische Zentralbank teilt mit, daß nach der Abwertung des französischen Franken bis auf weiteres das Pfund Sterling bei Kursberechnungen als Grundlage zu dienen habe. Der Kurs des englischen Pfundes ist zunächst auf 6,35 bis 6,38 Türkpfund für ein Pfund Sterling festgesetzt worden. Aus aller Well. Oer Führer und Or. Goebbels an den Internationalen Autorenkongreß. Der Internationale Autorenkongreß in Berlin richtete an den Führer folgendes Begrüßungstelegramm: „Dem mächtigen Schirmherrn der Kunst im Deutschen Reich, in dessen Hauptstadt der 11. Kongreß der „Confederation Internationale des Socfetes d’Au- teurs et Compositeurs“ eben seinen Anfang nimmt, entbieten dessen Teilnehmer ehrerbietigen Gruß und tiefen Dank für die Förderung ihrer 2lrbeit, die dem edelsten Schaffen der Welt gewidmet ist. Dino A l f i e r i, Präsident" Der Führer antwortete mit folgendem Telegramm: „Ihrer Exzellenz und den Teilnehmern am 11. Internationalen Autorenkongreß spreche ich für die mir entbotenen Grüße meinen herzlichen Dank aus. Ich erwidere sie mit den besten Wünschen für einen erfolgreichen Verlauf der Tagung. Adolf H i 11 e r." An Reichsminister Dr. Goebbels richtete der Kongreß folgendes Telegramm: „Die unter Ihrer Schirmherrschaft eben zu ihrer 11. Arbeitstagung zusammengetretene „Confederation Internationale des Socfefes d’Auteurs et Compositeurs“ sendet Ihnen ergebenste Grüße und dankt Ihnen aus vollem Herzen für die Uebernohme des Protektorats über den Kongreß, dessen Arbeit dem Blühen und Gedeihen der Kunst aller Völker gewidmet sein wird. Dino Alfieri, Präsident" Reichsminister Dr. Goebbels antwortete mit folgendem Telegramm: „Ich danke sehr herzlich für die mir telegraphisch übermittelten Grüße, erwidere sie bestens und wünsche dem Kongreß einen besonders erfolgreichen Verlaus im Interesse der Kunst und Kultur aller beteiligten Völker. Reichsminister Dr. G o e b b e l s." Schneefälle in den Bergen. Zum erstenmal in diesem Herbst waren, wie die Bad Tölzer Lokalpresse berichtet, am Montag früh die Gaisacher Vorberge bis zum Tal beschneit. Auch auf dem Blomberg liegt Schnee, und zwar 9 cm. Das Grün der Matten ist verschwunden. Es hat bis in bedenkliche Nähe des Tales herunter einem blendenden und dicht liegenden Schneeweiß Platz machen müssen. Kinder vergnügen sich bereits mit Rodeln. Aus Benediktbeuren wird gemeldet: Die Schneegrenze ist in den letzten Nächten auf 800 bi» 900 m heruntergerückt. Die Bergwälder der Vorberge stehen in tiefem Weiß. Graue, schwer auf ihnen lastende Schneewolken geben der Landschaft schon jetzt das Gepräge. Vom Führer begnadigt. Der Führer und Reichskanzler hat die von dem Schwurgericht in Saarbrücken gegen die 1910 geborene Auguste Köhl wegen Mordes an ihren beiden unehelichen Kindern ausgesprochene Todesstrafe im Gnadenwege in lebenslange Zucht» hausstrafe umgewandelt. — Die etwas schwachsinnige Verurteilte, die bisher gut beleumundet und ihren Kindern zugetan war, ist von dem Vater der Kinder, von dem sie geheiratet zu werden hoffte, im Stich gelassen worden und dadurch in wirtschaftliche und seelische Bedrängnis geraten. Sie hatte Grund zu glauben, die Kinder ständen der Heirat mit einem anderen Manne im Wege und fand in ihrer Verzweiflung keinen anderen Ausweg. Lin Mörder hingerichlek. Die Justizpressestelle in Kassel teilt mit: Am Mittwoch, 30. September 1936, ift in Kassel-Wehl» heiden der am 24. März 1907 geborene Hermann Fischeraus Korbach h i n g e r i d) t e t worden, der am 22. Juni 1936 vorn Schwurgericht in Kassel wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der • bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Fiflyer hat am 1. April 1936 im Berndorfer Forst die 22jährige Luise Stracke aus Berndorf e r m erbe t, um fid) der Strafverfolgung wegen eines an ihr begangenen Notzuchtverbrechens' zu entziehen. Sozialdemokratischer Stadtverordneter in Danzig wegen Körperverletzung verurteilt. Das Danziger Schöffengericht verurteilte den sozialdemokratischen Danziger Stadtverordneten Emil S t r a p h e l wegen gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren Gefängnis. Straphel hatte den Angestellten des nationalsozialistischen „Danziger Vorposten" Felix Schulz auf der Straße in bestialischer Weise niederge stochen, weil er sich von dem Schulz bei der Verteilung sozialdemokratischer Hetzschriften beobachtet fühlte. Schulz wurde lebensgefährlich verletzt. Während Schulz ins Krankenhaus übergeführt wurde, ergriff der sozialdemokratische Messerstecher und Stadtverordnete die Flucht. Er wurde jedoch später von der Polizei gestellt und in Untersuchungshaft genommen. Sechs Schwerverletzte bei einem Autobusunglück. Auf der Eifenbahnstrecke Sande—Jever ereignete sich ein schwerer Autobusunfall. Ein vollbesetzter Autobus durchbrach die Eisenbahnschranke in der Nähe von Sande-Busch und fuhr mit voller Wucht gegen das Schrankenwärterhäuschen und die Lokomotive des von Jever kommenden Frühzuges. Der Kraftwagen wurde schwer, die Lokomotive des Zuges leicht beschädigt. Sechs Autobusinsassen wurden schwer, 15 leicht verletzt. Die Verletzten wurden dem Werft-Krankenhaus Wilhelmshaven zugeführt. Es herrschte Nebel, die Uebersicht war aber noch ausreichend. Bahnzeichen und Baken waren in Ordnung, die Ueberroeglampen brannten. Lastkraftwagen in den Rhein gestürzt. Bei Boppard ereignete sich ein Kraftwagenunglück. Ein Lastkraftwagen mit Anhänger aus Köln fuhr aus noch unbekannten Gründen plötzlich auf die linke Seite, durchschlug das starke Eisengeländer und stürzte die 10 Meter hohe Böschung in den Rhein hinab. Der Lastkraftwagen und der Anhänger überschlugen sich mehrfach. Der 23 Jahre alte Kraftwagenführer Nelles aus Köln war sofort tot. Ein Beifahrer kam mit leichteren Verletzungen davon. Ein kleiner Junge, der mit dem Lastwagen in die Ferien fahren wollte, blieb wie durch ein Wunder unverletzt. Die Bergung der Leiche des Fahrers gestaltete sich außerordenllich schwierig. Erst nach stundenlanger Arbeit gelang es, die eingeklemmte Leiche mit Hilfe eines Schweiß, apparats aus dem vollkommen zertrümmerten Wagen herauszuholen. Doppelgiftmord bei Bonn. Im August 1935 starben innerhalb von 14 Tagen im Beueler Krankenhaus die 39jährige Ehefrau B r o ö e f f e r und im Krankenhaus zu Kessenich der 40jährige Kriegsverletzte Johannesberg aus Pützchen bei Bonn, die beide in hinfälligem Zustand eingeliefert worden waren. In den letzten Wochen verstärkte sich der Verdacht, daß die Ehe- frau Brodesser und Johannesberg durch Gift ums Leben gebracht worden waren. Die Behörden stell- ten eingehende Ermittlungen an. Aus Grundige, nchtsärztlicher Nachforschungen kam man zu der Ueberzeugung, daß die Leiche der Frau Brodesser einen Giftstoff enthalten müsse, der geruchlos, ge» schmacklos und farblos ist. Auf Grund der weiteren Feststellung, daß Brodesser und Frau Johannes- berg schon vor dem Tode ihrer Ehegatten enge Be- Ziehungen unterhalten hatten, wurden die 'beiden jetzt unter dem dringenden Verdach des Giftmordes festgenommen, und die Leichen beider Ehegatten ausgegraben. Bei den Leichen wurden einwandfrei erhebliche Mengen des vermuteten Giftstoffes festgestellt. Die beiden Festgenommenen K A 'fye&uditungs-fyezeptNr. 2 SU, Oliityut, Sr Ze h iwune ich n. "Gewiß «'"unser fl 'Mng ur M uvd unser H -aben." » Sos gej fQ“ Beuie ?. 3«itun Z^tunq re alten ,4) i e Junge Reihe": Karl — Paul Ernst: „Brunhild", Tragödie. — Joachim ,9. November 1923. Geschichte von der Goltz: „Ein Tagebuch von der Westfront." Sudetendeutschtum, — Robert Hohlbaum: „Stein. Ringen um Deutsch- " ' land." — Ludwig Thoma: „Altbayrische Geschichten." — Gunnar Gunnarsson: „Mikingertreue." Sehnsucht nach Land und eigenem Herd war seit jeher die stärkste Antriebskraft in der ewigen Wan- derbeweguna der Deutschen. Unsere Vorfahren sind weit aus dem Norden hinunter in den Süden Europas gezogen, und wenig bedeutet dem gegenüber, bei dem heutigen Stande der Technik, eine Ueberquerung des Ozeans, um eine neue Heimat zu finden. Viele Deutsche sind schon diesen Weg Gegangen, weil sie zu Hause keinen Platz mehr fanden. Meist wurden sie gute Bauern unb Handwerker im fremden Land. Aber schwer aenug ist es oft geworden. Von solchem Schicksal ferner Auslandsdeutscher soll dieser Bericht erzählen: In den Wirrniszeiten nach dem Kriege war ein junger, deutscher Maler nach Kanada gezogen. Nach vielen Jahren rastloser Wanderung durch Prärie und Steppe, Urwald unb Gebirge war er im schönsten Teil des Landes, in der Provinz Britisch- Columbia, dicht am Pazifischen Ozean hängen geblieben. In einem der langen Täler zwischen den verschiedenen Gebirgszügen der Rocky Mountains glaubte er, endlich seinen Plan verwirklichen zu können. Er schrieb begeisterte Berichte und Aufrufe zur gemeinschaftlichen Siedlung nach Deutschland. Bald waren auch eine Familie unb ein halbes Dutzend junger Burschen herübergekommen, alle mit dem guten Willen, aber wenigen Kenntnissen der Landwirtschaft. Trotzdem erwarb die nun gebildete Gemeinschaftssiedlung „New Port" ein großes Stück Obstland mit einem noblen Farmhaus zum Preis von 20 000 Dollar. Das ganze wurde auf sogenanntes „half crop payment System“ gekauft. Das *heißt, man leistete keinerlei Anzahlung und verpflichtete sich lediglich, die Hälfte des jährlichen Ertrages an den ehemaligen Besitzer abzugeben. Dazu kamen natürlich die Zinsen. Nachdem man noch die neuesten Maschinen auf Abzahlung gekauft und ein altes Auto eingehandelt hatte, zeigte sich im Herbst, daß die Aepfelsorten, die in dem Garten wuchsen, nur wenig begehrt waren. Man lieferte die große Ernte an die Der- kaufsgenossenschaft ab, durch die der gesamte Absatz aller Farmen geregelt wurde. Geld und Abrechnung sollte es aber erst geben, wenn alles verkauft war, frühestens im Anfang des nächsten Jahres. So begann ein langer, schwerer Winter ohne Arbeits- und Verdienstmöglichkeiten. Man lebte auf die einfachste Art, oft waren nicht mehr die paar Cents vorhanden, um einen Brief nach Hause zu schreiben. Durch verschiedene Unglücksfälle und persönliche Schwierigkeiten ging dann doch noch die Gemeinschaft zu Grunde, und jeder der beteiligten Siedler hatte sich durch diesen Versuch einige hundert Dollar Schulden auf den Hals geladen. Zum Glück ist das Land in den Tälern der Stunde Länger als einige Wochen hielt keiner dis Schinderei aus. Unsere Körper wurden zwar braun wie die der Neger, aber auch so knochig wie bte der unscheinbaren Japaner, hinter deren winziger Gestalt sich große Ausdauer verbirgt und die deshalb hier die beliebtesten, weil anspruchlosesten Arbeiter sind. v v v Als der Vormann uns am Ende der Woche den Scheck mit der Löhnung gab, sagte er: „Eigentlich müßte ich ja mit euch unzufrieden sein, denn ihr seid verdammt langweilig. Ich weiß, daß es schwer ist, und ich werde eben dieses farbige Volk desto mehr anspannen müssen. Aber wenn es geht, sucht euch wieder Arbeit in den Gärten. Ich werde von oben kontrolliert, und wenn ich weniger durchdringe als meine Konkurrenten, verliere ich meine Stellung, und das wollt ihr doch nicht, he Boys. All right." Das hätte er uns gar nicht zu sagen brauchen, denn es war klar, daß wir uns sobald wie möglich bei den Farmern melden würden. Leider erst nach vielen Wochen begann die Aepselernte, die uns nun wie eine Spielerei vorkam. Von den Leitern in den Gärten winkten wir morgens unseren früheren Kollegen zu, die weiter Tag für Tag auf die Strecke fuhren. Es waren fast nur noch Farbige, die bei den Farmern nur in Zeiten größter Arbeiternot angenommen werden. Aber davon war ja zur Zeit keine Rede. Im Gegenteil, in den Straßen des nahen Städtchens lungerten noch viele Arbeitslose herum, die vergeblich auf einen „Job" warteten unö mit Schrecken an den langen Winter dachten, tn dem es in dem reinen Agrarland Kanada keinerlei Beschäftigung gibt. Wetter belicht des Reichswelterdienskes Aus^ob-ori Frankfurt Im Bereiche zusammenfinkender Kaltluft herrschte am Dienstag vielfach heiteres und im allgemeinen trockenes Wetter. Die vergangene Nacht brachte in größerer Ausdehnung die ersten und teilweise recht beachtlichen Strahlungsfröste. Inzwischen ist von Norden her etwas feuchte Meeresluft auf das Festland vorgedrungen, die den nördlicheren Teilen des Reiches leichte Milderung und Schauertätigkeit gebracht hat, die sich bei uns ebenfalls bemerkbar machte. Eine durchgreifende Verschlechterung ist aber vorerst noch nicht zu erwarten. Aussichten für Donnerstag: Vielfach dunstig oder neblig, sonst wolkig bis aufheiternd, bis auf vereinzelte Niederschläge trocken, aber für die Jahreszeit noch etwas kalt, veränderliche Winde. Aussichten für Freisag: Vielfach dunstig, sonst noch etwas kühl, zeitweise ausheiternb, veränderliche Winde. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. VIII. 36 : 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Klavier gebraucht, billig zu verkaufen. Wo. sagt die Geschäftsstelle des Gieß. Anz. [04454 Eis. Wendeltreppe 23 Stufen, für 40 Mk. zu verk. Ebenso Kirchenrock mit Weste u. Hose,sehr gut erhalten. 6135D Ackermann, Mar- barg, Schwanen- allee 37. Gut erb. weißer kombinierter Herd zu verkauf. 0446? Weißerde 9. Motor-Bandsäge Selbstfahrer z. Brennholzschneiden preiswert zu verkaufen. eissD Friedrich Jäger Glaubery bei Stockheim. Weißer filnöeiwagen gut erhalten, zu verkaufen. 04455 Löwengasfe 5 v. | Kaufgesuche | Gevr. Mer (Cocos) 6146D IWA u. dergl. z. Auslegen einerTurn- halle zu kaufen ges. Angeb. an Offenti. Handelslehranstalt Wernerwall 11. Ilhi SÄ L-d Ih $e, ■ Nr. 229 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 50. September 1956 Bl ■- 1 'S unterbricht mich die raße 11 t, Moire und Taft ist das Material betonte , billig! Skizze aufge - Jabot Samstags mehr. 1935 gültig. Artikel nicht.. „Einen Augenblick i. Spit- bimgi en und sehen unser6 i AnffeseD 1R.55 langen Aermeln. Die Raffungen am Gürtel und an dem den Raglanärmeln angeschnittenen Passenteile sind vorne in der Mitte eingelesen. Der in vier Bahnen geschnittene Rock fällt von der Allste ab stark glockig. Das schwarze Moirekleid (Mitte) mit der glockigen dreiviertellangen T u n i k hat stark n Lange. )ie Bilder: ns Thyriot; . Anzeigen- Inhalt der 1.36 : 9350. Ms-Buch- sämtlich in ! aden." Das Gespräch mit der mir befreundeten Hausbau bewies mir, daß man sich nicht nur durch Ue Zeitung, sondern auch einmal über die Zeitung recht anregend unterhalten kann. Und rar allen Dingen: ich werde mir ab morgen auch (ine „Renaissance" anlegen. tranffon 'st herrschte ^gemeinen brachte in lweise recht n ist von s das Fest- Teilen des ätigkeit ge- bemerkbar yterung ist : Vielfach aufheiternd, n, aber für veränderliche fach dunstig, iternd, Der- Aus dunkelblauem Taft mit feinem Karo aus Goldfäden äst das Modell rechts. Zu der schlichten Schnittform des Kleides paffen gut die neuartig gerafften dreiviertellangen Aermel und der gerüschte Kragen. Eine Schleife und ein Gürtel aus dicker Goldkordel sind der einzige Ausputz. H. „Prachtvoll — die Renaissance...!" erwidere ch. „Natürlich, so manches wertvolle Zeitungs- v'latt, das sonst der Vergessenheit anheimgefallen wäre, erlebt nun in Ihrem Familienkreise seine Verdiente Wiedergeburt, indem es noch einmal iachgelesen werden kann. Sie haben ja zu Hrer Zeitung beinahe persönliche Beziehungen", Vaune ich anerkennend. s „Gewiß, irgendwie gehört unsere Zeitung mit im unser Leben, hat teil an unserer Lebensauf- ijgssung und ergänzt unsere Weltanschauung. Wir Hnd unsere Zeitung sind allzeit getreue Kame- S a m der drei heute gezeigten Nachmittagskleider. Das lila Samtkleid links ist ohne allen Aufputz gearbeitet, es erhält seine Wirkung lediglich durch die Ra ffungen am Halsausschnitt, am Gürtel und den weiten dreiviertel Keulenärmel, die auf der hochgeschlagenen Aufschläge können auch klappt getragen werden. Dann ergänzt ein_____ aus weißem, plissiertem Tüll den festlichen Anzug. Zwei große silberne Filigranknöpfe halten Aufschläge und Gürtel. Was sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS =reiWj fS" :» te,1! rl- >«net di, a'btN ’’le bie ,7"ch-r l,[(le des. i'ften Ar, beit b'nn ihr Ichver beit, ft w 4. P meine Boyz. erK nach ,Uns nun Leitern in >. früheren ,le Strecke die bet "beiternot A« bes «rbeitsioje warteten dachten, ada keiner- ^ausfrau, verläßt für eine Minute das Zimmer und kehrt mit einer großen Mappe zurück. Sie I blättert in den sauber mit Zeitungsausschnitten Ibeklebten Seiten und lächelt: „Bitte, hier haben n iwir schon die „Ferien vom Du", die Sie mir : iwünschen. Auch ich habe den Artikel gelesen und Ifanb ihn hervorragend. Und, schauen Sie, in । Lieser Mappe werden alle Schilderungen, die für \ nm5 über den Tag hinaus Wert , haben, aufbewahrt, j Ws ist so unterhaltend, an langen Winterabenden •} «eine ausdrucksvolle Betrachtung, eine besonders [( ggute Reisebeschreibung oder ein feinempiundenes \ Wedicht nochmals zu lesen oder im Familienkreise { Dorzulesen. Mein Mann und ich, und neuerdings , nutf) die Kinder, haben die Gewohnheit, das uns )lDesonders Zusagende anzukreuzen und Erika hat h 3as Amt übernommen, das Bezeichnete auszu- * chneiden und einzuordnen. Mein Mann hat diese ! Mappe, aus der so viele inhaltreiche Zeitungsartikel wieder auftauchen, die „Renaissance" ge- 1 mannt" Sine Hausfrau hat das Wort. Lehrreiches und nachdenkliches Thema. „Besuchen Sie häufiger ein Theater, ein Konzert oder ein Kino?" fragte ich im Laufe unseres Gesprächs die vielbeschäftigte kinderreiche Hausfrau, die mich zu einer Kaffeeplauderstunde eingeladen hatte. „Selten!" gestand sie. „Meine Zeit und auch — offen gesagt — mein Geldbeutel reichen oft nicht dazu aus. Leider komme ich auch nicht so häufig dazu, ein Buch zu lesen, wie ich es möchte. Aber darum verzichte ich bei weitem nicht auf t geistiges Leben und Einblicke in alle Zeitvor- gänge. Unsere Zeitung nämlich hat einen ganz ’ vortrefflichen unterhaltenden Teil, der immer mit । einem guten Roman versorgt ist. Sehen Sie — sich festlesen, das gibt es da nicht; der Fort- । fetzungsroman unterbricht rechtzeitig das Lesefieber, und die knappe Frühstücksstunde, die ich ' mir gönne, reicht dann gerade noch für eine der | hübschen Skizzen oder auch noch für ein feinsinniges lyrisches Gedicht aus." ii Die Hausfrau bietet mir nochmals von ihrem prächtigen Königskuchen an und verrät, das Rezept zu diesem Genuß der Frauenseite ihrer Zeitung entnommen zu haben. „Uebrigens", fährt sie fort, sich an den Ausgangspunkt unserer Unterhaltung, an meine Frage erinnernd: „über Theater-, Kino- und Konzertaufführungen, über neuerschienene Bücher und Vorträge lese ich ja reglmäßig in unserer Zeitung sehr ausführliche Berichte, die über alle Darbietungen, von denen man spricht, einen Ueberblick verschaffen. „Und der Herr Gemahl —?" frage ich, „— ist wohl beim Zeitungslesen ausfüllend mit Politik, Sport, Technik beschäftigt?" „Nicht ausschließlich", läßt mich die Hausfrau wissen, „auch für meinen Mann ist der unterhaltende Teil wesentlich. Zum Beispiel ein spannender Kriminalroman, eine bebilderte Serie : über historische Geschehnisse und vornehmlich Reise- !' beschreibungen fesseln ihn sehr stark. Lange allerdings geben die Kinder am Abendtisch keine Ruhe. Aber dann veranstaltet mein Mann unter Zuhilfenahme der Zeitung ein allgemeines Kreuzworträtselraten, das unsere geographischen und geschichtlichen Kenntnisse herrlich auifrischt und gleichzeitig den Kindern, die sich begeistert beteiligen, viel Wissenswertes bringt. Die beiden Kleinen 1 haben manchmal an einem Pusselspiel Freude, dagegen interessieren sich Gerd und Erika mehr für Nachrichten aus dem Lagerleben." „Ich habe einmal", erwidere ich, „eine sehr sinnreiche Betrachtung mit der Ueberschrift: „Ferien vom Du" gelesen. Diese feingeistige Schilderung fällt mir eben ein, da ich Sie so sehr von Ihrer Familie beansprucht sehe. Schade, daß ich diesen Fußbodenpflege muß gelernt fein. Don Brigitte Lühr Fuhbodenpflege muß gelernt sein, der gute Wille tut es nicht allein! Man muß wissen, was dem Boden gut tut — es ist dieselbe Sache wie beim „malle up" der Frau. Nicht jede Haut verträgt denselben Creme, nicht jeder Fußboden darf gleich behandelt werden. Es genügt für die gestrichenen und lak- Eierten Fußböden nicht, wenn man sie immer nur feucht aufwischt. Allmählich bekommen sie dann einen grauen Schimmer und werden stumpf. Schädlich ist es, wenn man dem Aufwischwasser scharfe Seifen oder gar Soda zusetzt, denn dann ist bald von der Farbe und dem Lack nicht mehr viel vorhanden. Gestrichene Böden reinigt man am besten folgendermaßen: jeden Tag wird feucht — nicht naß — aufgewischt und dann mit einem Wolltuch gründlich trocken gerieben. Man darf die Feuchtigkeit nicht auftrocknen lassen, sondern muß selbst so lange reiben, bis alles Wasser verschwunden ist. Man kann in dem Aufwaschwasser etwas milde Seife auflösen und muß dann mit klarem Wasser nachspülen. Jede Woche einmal muß der gestrichene Boden — für den lackierten gilt dasselbe — mit einer dünnen Schicht Bohnerwachs überzogen und dann mit dem Bohnerbesen blank gerieben werden, vorher wird der Boden strichweise mit Terpentin gereinigt Parkettfußböden müssen besonders sorgfältig behandelt werden, dann lohnen sie es auch durch ihren schönen tiefen Glanz. Man denke nur an das Parkett alter Schlösser, das schon viele Jahrzehnte alt ist und unter der sorgfältigen Pflege jedes Jahr schöner wird. Parkettfußböden dürfen nie naß gereinigt werden, denn dann wird man sie nie wieder glänzend bekommen, außerdem hinterläßt Wasser auf dem Eichenholz oft dunkle Flecke, die nur sehr schwer wieder fortzubekommen sind. Für die Fugen des Parketts ist bas nasse Reinigen ebenfalls schädlich, da sich die Fugen verbreitern und die Hölzer verziehen. Also: der Scheuerlappen hat beim Parkettfußboden nichts zu suchen! Wer sich keinen Bohnerapparat leisten kann, der bleibe ruhig bei der altbewährten Stahlwolle, sie reinigt das Perkett ausgezeichnet — es genügt, wenn dies zweimal im Jahr geschieht! Rach Abreiben mit Stahlwolle bürstet man sorgfältig den Staub ab und reinigt bann das Parkett mit Terpentin oder Terpentinersatz. Vor allen Dingen muß man immer wieder reine Lappen nehmen, damit man den Schmutz nicht wieder hineinreibt. Dann wird das Parkett gewachst. Fliesen, wie man sie in der Küche und dem Badezimmer kennt, sind am leichtesten zu behandeln. Man scheuert sie einfach mit Wasser und Seife! Irgendeine Nachbehandlung ist nicht nötig. Sind die Fliesen allerdings sehr schmutzig, oder zeigen sie einen bräunlichen Schimmer, dann ist es sehr gut. wenn man sie mit Salzsäure und einer scharfen Bürste vorbehandelt. Manche Hausfrauen überziehen die Fliesen auch mit einer Wachsschicht. Sie werden allerdings dann nicht so schnell schmutzig — aber dafür so glatt, daß leicht ein Unglück passieren kann! In den Schlafzimmern hat sich Linoleum besonders gut bewährt, weil dieser Fußbodenbelag sehr hygienisch ist. Man muß aber verstehen, mit Linoleum umzugehen, damit es nicht grau wird. Man wischt es feucht auf mit lauwarmem Seifenwasser, dem man pro Eimer einen Eßlöffel Terpentin zugesetzt hat. Dann wachst man den Boden leicht ein mit farblosem Wachs und bohnert, wenn das Wachs eingezogen ist, gründlich nach. Man braucht nicht jeden Tag zu wachsen — einmal in der Woche genügt vollkommen. „Stellt mir das?" Don Ilse Mahl. „Meinst du, daß mir Lila steht? Soll ich mir eine kurze oder eine dreiviertellange Jacke machen lassen? Wie würde dir ein schwarzes Samtkleid an nir gefallen?" Auf solche Fragen muß in diesen Tagen jeder Mann gefaßt sein und er wird gut daran tun, wenn er sich ein paar Schaufenster an- sieht und sich einige Antworten zurechtlegt, denn nichts wirkt entmutigenber auf bie Frauen, als wenn sie nur immer zur Antwort bekommen: „Das . weitz noch boch nicht, Liebling, ich kann mir bas e-nfach nicht vorstellen! Du wirst schon bas aus» fachen, was bir steht unb was mir gefallt." , Aber so leicht ist bas für bie Frauen tm allgemeinen nicht. Wohl haben sie ihren persönlichen Stil, wohl wissen sie einigermaßen, was sie kleibst unb baß sie bie Auswahl am besten allein treffen. Trotz aller Erfahrungen besteht aber angesichts ber sulle des Gebotenen zu Beginn jeder Jahreszeit iie gefährliche Verlockung, die mühsam erworbenen Grundsätze der letzten Jahre aufzugeben und sich lit ein Kleidungsstück zu vernarren, das vielleicht tu Schaufenster oder im Modenheft „fabelhaft" omssieht, aber ihnen niemals stehen würde. Selbst bei größter Selbsterkenntnis und Ehrlich- liit fällt es vielen Frauen schwer, den neuen Modellen, Geweben und Farben gegenüber standhaft $1 bleiben und das Gesehene ganz sachlich zu der ebenen Person in Beziehung zu setzen. Sie glau- |6*n, sie müssen den gelben Pullover aus dem |M)aurenfter unbedingt haben, obwohl sie die Ser« Aus dem Reiche der $rau Die Frau in der ASV. Der Führer hat einmal zum Ausdruck gebracht, daß er den Erfolg seines Ringens letzten Endes, den Frauen verdanke. Sie hielten chm die Treue besonders dann, als der klügelnde Verstand so vieler Männer das Ziel nicht mehr sah. Das lebens» echte Gefühl der Frau glaubte unentwegt an den Sieg der Idee, ihr opferte sie sich selbst, und so half sie an entscheidender Stelle mit, den Sieg zu er» ringen. Weil die Frau jetzt die Wiedergeburt ber Mutter selbst miterlebte, weil sie mieber Frau und Mutter sein konnte, stand sie auch in der Zeit des Aufbaus nicht abseits, als es darum ging, den Bestand des Volkes durch die Mitarbeit der Frau auch im kleinsten zu sichern. Sie trat daher entweder in die Frauenschaft ein, in die NSV. oder auch in beide Organisationen. So stand sie wieder in vorderster Front, als es galt zu helfen. Als die NSV. das erste Winterhilfswerk durchführte, gab es kein Vorbild für diese das ganze Volk umfassende Opfertat. Jeder Gau improvisierte gewissermaßen neben den allgemein durchzuführenden Aufgaben bestimmte Hilfsaktionen, die zusätzlich geleistet wurden, und für die nicht der Verstand, sondern das Herz verantwortlich zeichnete. So richteten manche Städte neben den Kleiderkammern, wo sich die Berge eintreffender Wäsche und Kleidungsstücke türmten, Nähstuben ein, zur Ausbesserung und Umarbeit. Hier waren Künstlerinnen ihres Faches tätig, aus Altem Neues und Schönes entstehen zu lassen. Weil diese Arbeit ehrenamtlich durchgeführt wurde, konnten die für die Umarbeit sonst notwendig werdenden Ausgaben für andere Zwecke freigemacht werden. Schenken dürfen, war seit je die besondere Freude der Frau. Bei der Anfertigung so manchen Stückes wird den fleißigen Helferinnen der NSV. das frohe Lächeln eines Kindes oder einer Mutter vorgeschwebt haben, die eine mollige Kleidung vielleicht schon Jahre entbehrt hatten. Und dann die vielen Hausbesuche bei in Not befindlichen Familien. Das Auge der erfahrenen Frau sieht in diesen Fällen gleich, wo die Hilfe einzusetzen hat. Es kann ja auch gar nicht anders sein. Undenkbar, daß eine Frau ihre geheimsten Sorgen einem Mann anoer- troiion könnte. Deshalb ft°hen die Frauen in bitter NSV.-Arbeit auf wichtigstem Posten. Wer sollte bie Pfundspenden im Winterhilfswerk umtüten unb verteilen, die Kleidung aussuchen für die Kinder, wenn es nicht die liebende Sorge einer Frau wäre, die aus ihrer Welt heraus das Richtige träfe. Es steht fest: Das Winterhilfswerk des deutschen Volkes würde den vom Ausland so stark bewunderten Erfolg nicht gehabt haben, wenn sich die deutsche Frau dieser Einrichtung verschlossen haben würde, wenn sie- das Eintopfgericht nicht innegehalten, überhaupt nicht so tatkräftig mitgearbeitet hätte. In ber Arbeit bes „Hilfswerkes für Mutter unb K i n b" hatte bie Frau als Kinbergärt- nerin, als NS.-Schwester unb als Beraterin in ben von ber NSV. eingerichteten Beratungsstellen Gelegenheit, an ber Gesunbheitsfürsorge bes Volkes an verantwortlicher Stelle mitzuhelfen. Wenn mehr als IVr Millionen Kinber verschickt würben unb zum ersten Male in ihrem Leben glückliche Ferien verleben bürsten, bann war es roieberum bie Frau des Dauses, welche die Hauvtarbeit von ihrem kleinen Besuch hatte. Sie hat auch hier ein Band geschlungen um Millionen von Volksgenossen, hat Arbeit übernommen, weil sie Dank abtragen wollte an den Führer, der der Frau unb_ bamit ber Familie roieber bie Lebensrechte zurückgab, bie ber jübische Marxismus nur mit Füßen treten konnte. So steht bie Frau in ber NSV -Arbeit an entfrbeibenber Stelle. Jnbem sie für bie beutsche Familie arbeitet, hilft sie an ber Gestaltung ber Zukunft bes Volkes mit Eine Mahnung für alle, die noch nicht die Freude der Mitarbeit gespürt haben. W. R. Den Honig nicht vergessen! Honig ist der aromatische Saft, den bie Arbeitsbienen aus ben verschiebensten Blüten aufsaugen, im Maaen verarbeiten unb ihn in bie aus Wachs bestehenden Waben mieber entleeren. Der Geschmack, bas Aussehen unb ber Duft bes Honigs Achten sich ganz nach seiner Herkunft. Von ben bekanntesten unb beliebtesten Honigsorten seien genannt: Heibehonig, Linbenblüten-, Tannen-, Akazien- unb Apfelblütenhonig. „!Der Honia ist flüssiger Sonnenschein", sagt ein Spruch. In ber Tat kann man bem Honig viel gesundheitliche Kraft zusprechen. Er ist eines ber wertvollsten Nähr- unb Heilmittel, bie wir über» Haupt besitzen. Er besteht zu etwa 70 v. H. aus Zucker. Da ber Zucker ein kräftiger Triebstoff unse- rer Muskelkraft ist, so kann auch ber Honig als gutes Kräftigungsmittel für bie menschlichen 'Muskeln bienen unb ihre Leistungsfähigkeit erhöhen. Er ist leicht verbaulich unb wirb ohne Rückstanb sofort in bie Blutbahn aufgenommen. Durch bie im Honig enthaltenen Säuren werben Darm- unb Nierentätigkeit angeregt, ber Körper wirb baburch vor unnötiger Belastung unb Verunreinigung schäb- lkcher Stoffe bewahrt. Kranke Nerven werben be- ruhigt. Ein Glas lauwarmes ober auch kaltes Honigwasser vor bem Schlafengehen getrunken, ist ein ebenso angenehmes wie harmloses Schlafmittel das bei leicht nervösen Menschen gute Dienste tut Die Magennerven werden durch Honigwasser an- geregt, darum sollten Leute, die an Appetitlosigkeit leiben, mehrmals am Tage etwas Honiqwasser trinken, um der Körperschwäche vorzubeugen Den Fieberkranken löscht Honigwasser ben Dürft unb wirb auch von anberen Kranken ohne De- schwerben vertragen. Ein ideales Heilmittel ist ber Homg bei Husten unb Heiserkeit. Mehrmals am Tage einen Eßlöffel voll heißen Honigs eingenom- Wunber unb läßt bie Beschwerben bald Derfdjmuiben. Honigmilch ist ebenfalls schleimlösend. Em Eßlöffel Honig und ein Teelöffel geklärte Butter werden mit einem Viertelliter heißer Milch übergossen. Das Getränk wird umgerührt unb heiß getrunken. Für Kinber ist ber Honig keine Süßigkeit wie lebe anbere, er ist nicht nur eine schöne' Leckerei, sondern ist aud) ihrem Wachstum förderlich uni) macht sie gleichzeitig gegen ansteckende Krankheiten widerstandsfähiger. Darum sollte jede Hausfrau, die auf das Wohl ihrer Familie bedacht ist, dem Honig mehr Beachtung schenken unb ihn mehr als bisher verwenden. käuferin daran erinnert, daß er dick macht oder das Blond der Haare „totschlägt". Sie wollen den lose geschnittenen weiten Mantel, der ihre Figur noch kürzer macht und sie glauben, auf Aermel, die die Schultern verbreitern, und plissierte Rüschen nicht verzichten zu können. Die Hageren kommen plötzlich auf den Einfall, enganliegende Wollkleider und Pullover zu verlangen und Frauen mit schlechter Hautfarbe verlassen das Geschäft, wenn die Verkäuferin zu behaupten wagt, daß diese oder jene Farbe ungünstig sei. Im Gegensatz zu diesen Frauen, die auf einmal glauben, alles alles, was die Mode auf den Markt wirft, sei für sie geschaffen, und die nicht den Mut haben, aus kluger Selbsterkenntnis heraus einmal eine Mode nicht mitzumachen, sie einfach zu überschlagen und abzuwarten, was bie nächste bringt, steht bie aroße Zahl ber allzu Skeptischen. Sie besuchen jeoe Mobenschau, wenn es sein muß, bis tief in bie Nacht hinein, sie stehen in ben Schnitt- mustergeschäften Schlange, bis ein Stuhl am Albumtisch frei wirb, sie kennen so ziemlich jeben Stoffballen ber in Frage kommenben Geschäfte, unb am Schluß erklären sie mutlos, baß für sie nichts dabei sei. Im Grunde leiden sie an derselben Krankheit wie die zu rasch Entschlossenen: an schlechter Dorstellungsgabe. Sie übersehen leicht die feststehende Grundform eines Kleides und lassen sich durch einen schnell zu ändernden Ausputz täuschen, sie haben keinen Blick für die Verwendungsmöglichkeit und Verarbeitung eines Stoffes, und das Ergebnis ist immer wieder eine Enttäuschung. Diesen Frauen kann man nur vorschlagen, sich sachgemäß beraten zu lassen und die Finger von eigenen Experimenten zu lassen, um Zeit und Geld zu sparen. Das Wichtigste aber ist der kritische, sachliche Blick in den Spiegel, zu dem mir alle fähig sein sollten. Er hilft uns, aus der Fülle des Gebotenen das auszusuchen, mas unserem Stil am meisten entspricht. n 229 D1 Wirtschast An der Aussprache Sranrfurt a. M. 23erlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt „Die religiös lt des Rechy !tl, Abteilung ii Vortrag jngszelt der Bn iji;elhandel, 16 iie Leib. - § luftao Kilian", iiraßenmusik". Ar verkannte : U- Stadtth tidet die erste $ Man" statt. E falt Spielleiti ilO Uhr, E' ''Vorstellung. I Ortsg II Seit. üMe diejenige j I WM. 193 Mden gebeten, Menden, Plan ss^-le, RapltTMOji die Gintom Mn Unterlag, 6 Liegen. fiAm 30. Ce ! We, Maigasse ivktobe ingafje, W selslustgärtc ■ D f 18 b e i trotze, $[od ter der We Df tobe, V. Neusta! : D f t o b c i nitra^, Mar L7 D f t o b e |p- Tiefenwec »i Meldezeit oor Heinz Becker zu Offenback, Julius Meyer zu Udenhausen, Dekanat Alsfeld, Karl Heinrich S t r i t- t e r zu Kirtorf, Dekanat Alsfeld, Willi Kahl zu Gemmerich, Dekanat Nastätten, Dr. Kurt Uhria zu Frankfurt a. M., Friedensgemeinde, Ludwig Lam- binet zu Frankfurt a. M.-Preungesheim, Eberhard Tröger zu Rheindürkheim, Dekanat Worms, Pfarrverwalter und Missionar Albert Helmsen zu Geiß- Nidda, Dekanat Büdingen. In den R u h e st a n d wurden auf eigenen Antrag versetzt: Der Pfarrer Karl Säringer zu Billertshausen, Dekanat Alsfeld, mit Wirkung vom 1. Dezember 1936 ab; der Pfarrer Gg. Karl Hartmann zu Egelsbach, Dekanat Offenbach, mit Wirkung vom 1. Oktober 1936 ab. Die von dem Kirchenpatron, Freiherrn Lutz von Leonardi zu Groß-Karben, vorgelegte Präsentation des Pfarrverwalters Johannes G i e b n e r zu Groß-Karben, Dekanat Friedberg, zum Pfarrer dieser Pfarrstelle wurde mit Wirkung vom 1. September 1936 ab bestätigt. Ernannt wurden: Der Pfarrverwalter Karl Linke zu Wallau, Dekanat Biedenkopf, zum Pfarrverwalter dieser Pfarrstelle mit Wirkung vom 1. September 1936 ab; der Pfarramtskandidat Heinrich Walther aus Bruchenbrücken zum Pfarrverwalter der zweiten Pfarrstelle in Babenhausen, Dekanat Groß-Umstadt, mit Wirkung vom 10. August 1936 ab; der Pfarroerwalter Erich Pongs zu Bechtheim, Dekanat Worms, zum Pfarrer dieser Pfarrei mit Wirkung vom 1. September 1936 ab. Oie Oisziplinarkammer der Evangelischen Landeskirche Nassau- Hessen. Durch Beschluß des Landeskirchenausfchusses wurde die Difziplinarkammer der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen wie folgt besetzt: Vorsitzender: Oberlandesgerichtspräsident i. R. Dr. h. c. Müller (Darmstadt), Mitglieder: Dekan D eite nb eck (Frankfurt a. M.-Sossenheim), Amtsge- richtsrat Dr. Kalb (Frankfurt a. M.), Dekan Widmann (Schotten), Pfarrer Strack (Pfung- stavt). Ist der Angefchuldiate Kirchenbeamter (Nicht- geistlicher), so treten an die Stelle der beiden zuletzt genannten Mitglieder Oberkirchenrat Dr. H o r r e (Darmstadt), Rechnungsdirektor Heber- mehl (Darmstadt). Datum Mansselver Bergbau....... 6V» Kokswerke.................. 6 Rheinische Braunkohlen .....12 Rheinstahl .................. 4 Vereinigte Stahlwerke...... 8/t Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........6 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7% Gchluß- lur» 28.9- 159* 134 227,5 144,5 112 36,5 128 127,25 180 (Schluß!. Abend- börse I 29-9. 4| 1301 ? 150,25 6| 156,5 I. <3. Yarben-Industrte.......7 Scheideanstall...............9 Goldschmidt ................5 Rülgerswerke ............... 6 Metallgesellschaft.............6 28-9. 159,5 228 145,25 110,25 36,75 127,5 127 180 00 Klein-Linden, 29. Sept. Für Montagabend hatte die Gemeindeverwaltung Klein-Linden sämtliche Ortsbürger, besonders aber die Vereinsführer, in den Saal des Gasthauses „Zur deutschen Eiche" zu einer Bürger- versammlung einberufen. In Anbetracht der sehr wichtigen Tagesordnungspunkte hätte man erwarten müssen, daß sämtliche für den Abend abkömmlichen Volksgenossen der Einladung gefolgt wären. Selber aber war die Versammlung von nur etwa 100 Ortsbürgern besucht. Nach Eröffnung durch Bürgermeister Fischer gab dieser in großen Zügen einen Ueberblick über die Finanzlage her Gemeinde. Den Ausführungen ist folgendes entnommen: Noch bis zum Jahre 1934 hatte die Gemeinde große Lasten für Wohlfahrtszwecke zu tragen, sie beliefen sich in einzelnen Jahren auf 20 000 bis 25 000 Mk. Heute sind diese Summen aus der Gemeinderechnung verschwunden. Die Gemeinde hak keine Erwerbslosen mehr, wenigstens solche nicht, die die Gemeinde erheblich belasten. Es war deshalb möglich, in den verflossenen Jahren manches Werk von bleibendem Wert zu schaffen. Kriegerdenkmal, Spritzenhaus und das Heim der Hitler-Jugend konnten erbaut werden, verschiedene Straßen wurden verbessert, das ehemalige Lennertz- sche Anwesen käuflich erworben, der Platz vor dem Spritzenhaus wurde in Ordnung gebracht u. a. m. Für diese Zwecke wurden rund 50 000 Mark aufgebracht. Trotzdem schließt die Rechnung für das Jahr 1935 mit einem erheblichen Ueberschuß ab. Die Finanzen unserer Gemeinde sind tadellos in Ordnung. Wir haben gegenwärtig neben den Schulden für den Wasserleitungs- und Kanslbau keine Schulden. Der Bürgermeister machte noch die erfreuliche Mitteilung, daß ab 1. April 1937 mit Beginn des neuen Rechnungsjahres die Grundgebühren für das Waffergeld ermäßigt werden. Das in den verflossenen Jahren eingenommene Geld für verkauftes Gelände wurde nicht verausgabt, sondern dem Gelände-Erwerbsfonds, der heute rund 10 000 Mark beträgt, zugeführt. Wenn heute etwas unternommen werden soll, so führte Bürgermeister Fischer weiter aus, so werden Zweckmäßigkeit und Finanzierung genau erwogen. Aus diesem Grunde wurde für die Bürgerversammlung die Besprechung über die Errichtung eines Schwimmbades als weiterer Punkt auf die Tagesordnung gefetzt. Bürgermeister Fischer schilderte die Notwendigkeit des Schwimmbades im Interesse der Volksgesundheit und für die Heranwachsende Jugend. Die Kosten des Bades werden etwa 20 000 Mark betragen. Als Platz ist das Gelände hinter dem H.-J.-Heim an der Wüstung vorgesehen, wenn auch die Erdbewegungen an dieser Stelle viele Kosten verursachen. Andere Plätze seien weniger geeignet, verursachten durch Aufstellung von Pumpwerken und Zu- und Ableitung von Wasser noch weit größere Kosten. Auch haben sich die Behörden, Bau- und Sportsachverständige für den vorgesehenen Platz ausgesprochen. Als Wasser für das' Bad ist das Wasser unserer Wasserleitung vorgesehen. Der Abfluß mit sehr reichlichem Gefälle soll nach der Kanalisation der Wetzlarer Straße erfolgen, allerdings bedarf diese einer Erweiterung. X alle inl .. . „ „ i»en, flU. E doch wieder Abschwächungen von etwa 0,50 bis I eigene ’L n 1 v. H., insbesondere am Montanmarkt, ferner IG. Lfrer > Farben 167,25 nach 168,25. Kunstseide AKU. 84,50 |Ucn einfi' nach 82 (78,75). Uck-«^, Die variablen Rentenwerte blieben behaup- 1 Liten ®elD_u tet. Ungarn Gold schwankten zwischen 12 bis 12,20 nach 12,30, kleine Steg von 1895 8,75 bis 9,25 nach 8,75. Mexikanische Anleihen lagen uneinheitlich, aber meist etwas fester, ferner 4 v. H. Rumänen 7,25 (6,75). Für Goldpfandbriefe zeigte sich kleine Nachfrage, Liquidationspfandbriefe, Kommunal-Obliga- tionen und Stadtanleihen lagen ebenfalls unverändert. Von Staatsanleihen 4V- v. H. Hessen von 1928 97,24 (97,50), 4Vz v. H. do. von 1928 98,50 (98,75). t Paul q 0c üb« ii“"1 BiSr iu >hr iMklyg, ! LM sm h- auf 'P'C ' ZP- *1) SM Frankfurt a. M. Äerlin Franksurt a.M. Berlin Schluß« kurs Schlupf. Abend- börse Schlußkurs Gchlußk. Mittag« börse Schluß- kurü Schluß!. Abend« börse Schluß« kurs Schlußk. Mittagbörse Datum 6% Deutfche Retchsanlethe v. 1927 4% Deutscbe Reichsanl. von 1934 6¥i% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche. Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............ 28 9 101,25 97,75 102,25 114,25 98,75 97 100,65 93,5 120,75 97 100,5 101 97,5 95 109,75 3,6 11,6 10,2 10,4 14,9 29.9 101,25 97,75 102,5 114,5 99,75 98,5 97 100,65 93,5 120,75 97 100,5 101 97,5 95 109,75 3,65 12,6 10,65 11,25 15,13 28 9- 101,4 97,75 102,7 114,5 100,4 120,5 101,25 97,5 95 109,8 3,65 11,6 10,25 10,6 14,9 29.9 101,4 97,75 102,1 114,6 100 99 97 120,9 101,1 97,5 95 109,8 3,75 12,5 10,9 10,8 14,9 Datum 4% 06001. sene 11 ............ 6% Rumän. oereinh. Rente v. 1903 4H%Rumän.vereinh.Rentev.lS13 4% Rumänische vereinh. Rente . 2V*% Anatolier ............. Hamburg-Amenka-Paket .....o Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........o A G. für Verkehrswesen Akt. .. o Berliner Handelsgesellschaft . . « Commerz, und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ 4 Dresdner Bank.......... 4 ReichSbank .............. iv 28-9. 7,75 12 6,75 15 15,25 116,25 99,75 98,25 98,75 185,75 36,75 156 128,5 154,5 134 137 126 133,5 155,5 190 149 "115,5 135,75 140 113,25 139 119 110,4 29-9- 8,4 12,5 7,35 15 14,9 116,5 99,75 98,25 98,5 183 36 156,5 125,75 153 133 136,5 131,5 153 188,9 149 112,5 135 137 110,25 137,5 117,75 107,5 28.9 7,8 12 6,75 15 41,25 15 116,75 120,75 99,75 98,25 98,75 184,75 37 157,25 128,25 154,5 135 138,5 126,5 133 155,5 191 150,5 116,9 136,75 140 113,9 172 140 121 110,65 299 9,5 8,4 12,4 7,35 42 15 14,75 115,75 120,5 99,75 98,5 98,5 180,5 36,25 156,4 125,13 153,25 133,5 136,65 126,75 131,25 154,5 189 149 112,5 135,5 135,75 110,5 174,75 139 118,4 108,4 4Vi% Deutsche RetchSpostschatzan Weisungen von 1934, 1....... */*% ehem. 8% Hessischer DollS- staat 1929 (rückzablb. 102%) ... 4Vt% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold R. 12... 6V,% ehem. 4-4% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstavtLiau. *%% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldschuldverichr R.b Oberhessen Provinz-Anleih« mti Auslos.-Rechten .......... Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten V/i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6%% ehem. 4y2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Pfandoriese....... A.E.S...................... 0 Bekula.................... Elektr. Lieferungsgesellschaft ... 6 Lubt und Kraft ............. 7 Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ g Rhein. Wests. Elektr.......... - Schuckert L Co............... g Siemens L HalSke............8 Lahmeyer L Co.............. 7 Buderus ................... < Deutsche Erdöl..............4 Harpener................. 2y2 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. ü Ilse Bergbau ...............s Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ...............8 By,% ehem. 4'/,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ... 4%% ehem. 8% Pr. Landespfank> briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4yt% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. Obl.20 Etsuergutsch-BerrechnungSk. 34-38 4% Oesterreichtlche Goldrente... 4,20% Oesterreichische Stlberrente 4% Ungarische Gotdrenle....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1..................... Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld 1 Brief 0,698 0,702 0,695 0,699 42,08 42,16 42,10 42,18 0,147 0,149 0,145 0,147 3,047 3,053 3,047 3,053 54,95 55,05 54,99 55,11 ' 47,04 47,14 47,04 47,14 12,305 12,335 12,315 12,345 5,425 5,435 5,435 5,445 —— — —— —— —— _ — —— — — _ 0,719 0,721 0,718 0,720 5,654 5,666 5,654 5,666 61,84 61,96 61,89 62,01 48,95 49,05 48,95 49,05 11,19 11,21 11,19 11,21 63,44 63,56 63,50 63,62 —» — —— 28,47 28,53 27,97 28,03 10,27 10,29 10,28 10,30 / —— — -__ 2,490 2,494 2,492 2,496 1 Berlin, 29. September Geld " Arles ! Amertkanyche Roren.............. 2,444 2,464 Belgische Noten.................. 41,96 42,12 | Dänische Noten ................. 54,79 55,01 I Englische Noten ................. 12,28 12-32 I Französische Noten............... Holländische Noten............... i Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. _ —— 1 61,68 61,9 Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... — ■ I Schwedische Noten............... 63,28 63, 1 Schweizer Noten................. Ungarische Noten ................ 26,95 27 1 L*l Mittwoch. 30. September 1956 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) 10 Gebote „Kampf dem Verderb! Herbst in den Anlagen. Ein Appell der Landesbauernschast Heffen-Tlaffau. Die großen, mächtigen Bäume stehen in ihrem 3. °°n 1895 auf 4. 5. 6. 7. 8. 9. Zeige durch zweckmäßige Resteoerwertung, daß 10. 1. „Kamps dem Verderb" rettet kostbares Volksvermögen und dient unserer Rahrungssreiheit.. 2. Die tüchtige Hausfrau läßt keine Nahrungsmittel verderben? T)a ülemorft iut -iraßenmusik". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: lat C;r verkannte Lebemann". en und Epinl rt U.a. notier» chbohnen 10 bis durch Llle diejenigen, welche die Unterstützung Nachdruck verboten! ■ Fortsetzung. o5 ist John Herbing. Da vollzieht sich in Hanna 3ronbe9 eine Wandlung. Sie hört auf die Stimme )ie auf liebgewordene Musik, eine feine Röte Fräulein Gottschalk, nur viel geholfen hätte es nicht. Jetzt kommen Sie mit zurückkommt und beißt die als er den flüchtigen Der- der das Am des des Landes-Heil- und Pflegeanstalt Gießen sowie Versorgungsnetz der Siadt Wetzlar geschaffen. 1. Oktober 1911 übernahm er als Nachfolger Direktors von Stadler, der die Direktion Ueberlandwerks der Provinz Oberhessen in du eine gute Hausfrau bist! Du sparst damit an Haushaltsgeld. „Kampf dem Verderb" ist der Erntedank des deutschen Volkes. ,71 1 71 Der Ortsgruppenamtsleiter. Gez.: Schelhorn als sie mit dem Arzt Zähne fest zusammen, band löst. „Ganz nett gemacht, Kaplansgasse 18, zu melden. Die als Beleg 4 die Einkommen- und Mietverhältnisse notwenig n Unterlagen sind unter allen Umständen mit oi;ulegen. Lm 3 0. September: Kaplansgasse, Weiden- cise, Maigasse, Neuenweg, Ludwigstraße. i Oktober: Bleichstraße, Kreuzplatz, Katha- wngasse, Wolkengasse, Löwengasse, Erlengasse, Lii felslustgärtchen. 2 Oktober: Bahnhofstraße, Grabenstraße, Lö- nitraße, Plockstraße, Selterswcg, Hindenburgwall, Ortsgruppe Gießen-Mitte. Vetr. Winterhilfswerk 1936/37. ). Geschäft nith'J TaWft und' „Schockschwerenot!" Der Schlauch geplavi! Zum Kuckuck mit dem spitzen Schetter!" Und das ausgerechnet heute, da in 10 Minuten der Termin vor dem Amtegericht (wegen der dreihundert Mark von Tante Emmy) beginnen sollte ... Natürlich, Hase kam zu spät. Der Richter sagte bloß: „Bedaure! Wer nicht zur Zeit erscheint, hat selbst den Schaden!" — Zwar wollte er's nun aus sein Fahrrad schieben, aber da lag der Hase erst recht im Pfeffer: „Die Ausrede gilt nid)t", mußte er hören, „der Weg war wegen Straßenbau gesperrt, die Umleitung stand in der Zeitung!" Nur einer war wieder ganz ahnungslos: Hase! Er wußte von nichts ... , 97 ifat 26 bis1 Öhler der Westanlage. 18 bis 5 Oktober : Bruchstraße, Goethestraße, Muhl- b kq Monen W. Neustadt, Horst-Wessel-Wall. 615 0 k Oktober: Alicenstraße, Bismarckstr., Schan- 6. Kapitel. .Uber um Himmelswillen, Liesel, was ist denn tert?" ^itgeistert starrt Hanna das Mädchen an. Liesel ^^sterbleich hinter ihrem Ladentisch, ihre Lip- Saifl. „Guten Morgen Fräulein Brandes. Ich wollte piidj erkundigen, wie Ihnen der Wein bekommen 25 Jahre im Gießener potizeidi"nst. Von der Polizeidirektion Gießen wird uns mitgeteilt: Am 1. Oktober d. I. kann Herr Kriminalsekretär Ludwin M ö b u s auf eine 25jährige Tätigkeit im Polizeiuienst zurückblicken. Nach einer über 6jähri- gen tadellosen Militärdienstzeit, die Herr Möbus beim 2. Garde-Regiment zu Fuß in Berlin und beim Jnf.-Rgt. Graf Barfuß (4. Wests. Nr. 17) in Mörchingen ableistete, trat er am 1. Oktober 1911 als Schutzmann bei der Polizeidirektion Gießen ein. Am 1. Oktober 1922 zur Kriminalabteilung kommandiert und am 1. Juli 1923 zum Kriminalwachtmeister ernannt, konnte weiterhin Herr Möbus nach der zuvor mit gutem Erfolg abgelegten Kriminalsekretärprüfung am 1. April 1929 zum Kriminalsekretär ernannt werden. Gleich hochgeachtet bei seinen Vorgesetzten, wie bei seinen Kameraden, hat Herr Möbus seinen oft nicht leichten Dienst zur vollsten Zufriedenheit seiner Vorgesetzten versehen und darüber hinaus sich auch die Achtung aller Volksgenossen, mit denen er dienstlich zu tun hatte, erworben. Dem allseits beliebten und jederzeit hilfsbereiten Beamten wird für feine weitere Zukunft alles Gute gewünscht. ,'nnenlicht. Die Wiesenanlagen haben sich in den sten Wochen noch einmal mit frischem Grün ge- mückt und sind nun zum Teil überdeckt mit dem gefallenen Laub. Die Anlagen, die Größe der iume und die Ausbreitung der Aeste bis auf den Kaufe stets die Nahrungsmittel, die Jahreszeit und deutscher Boden dir gut und preiswert bieten. Wer gepflegte Erzeugnisse kauft, kauft billig und dient deutscher Qualitätserzeugung. Kaufe Vorräte nur in Ueberschußzeiten. wenn du sie in Küche und Keller vor dem Verderb schützen kannst. Bewahre deine Vorräte täglich vor ihren Erzfeinden: Schmutz, Hitze, Frost und Feuchtigkeit. Bekämpfe jeden auftretenden Schädling sofort und energisch, denn aus ihm entwickeln sich Millionen neuer Zerstörer. Die Liebe geht durch den Magen, bereite darum die Mahlzeiten mit Sorgfalt und Verständnis. Der Führer hat auf dem Reichsparteitag bei der Proklamation des Vierjahresplanes die Bedeutung der Sicherung der deutschen Ernährung klar und deutlich Umrissen. Deshalb ist es selbstverständlich, daß alle Kräfte zur Lösung dieser Aufgabe im Interesse des deutschen Volkes eingesetzt werden. Die Erzeugungsschlacht des deutschen Landvolkes ist der erste Schritt. Diese systematische Erhöhung der landwirtschaftlichen Erzeugung muß aber tatkräftig von einem Schuh gegen Verderb der Erzeugnisse unterstützt werden. Der Verderb von Nahrungsmitteln erreicht jährlich die Summe von 1% Milliarden Mark. Für unsere Bedarfsdeckung brauchen wir alle diese Werte. Wir können es uns nicht leisten, deutsches Volksgut aus Unverstand oder Unachtsamkeit zu verschleudern. Darum gibt es nur eines: Kampf dem Verderb! hier muh jeder pflichtbewußte Deutsche in vorderster Linie kämpfen. Es kommt dabei auf viele Klein- und Teilerfolge an. Darum einige Kampfregeln, die helfen sollen, einen allseitigen Erfolg zu erringen 25 Jahre im Dienste der Elettriziiätswirtsthast. Am morgigen Donnerstag, 1. Oktober, kann der Leiter des AEG.-Jngenieurbüros in Gießen, Oberingenieur Adolf Kurz, auf eine 25jährige Tätigkeit im Dienste der AEG. und damit auch unseres engeren Heimatgebietes zurückblicken. Oberingenieur Kurz entstammt einem alten sudetendeutschen Geschlecht, das im Sudetenland, dem Altvatergebirge, ansässig ist. Unter seinen Vorfahren befinden sich zahlreiche Angehörige der ehrsamen Tuchmacherkunst: er selbst wurde am 23. April 1884 in Troppau (Oesterreichisch-Schlesien) als Sohn des verstorbenen Schuldirektors Kurz geboren. Nach dem Besuche der Volksschule und des humanistischen Gymnasiums in Troppau kam er zum Studium der elektrotechnischen Wissenschaft nach Darmstadt an die Technische Hochschule, wo er von 1904—1908 als Schüler von Geheimrat Kittler seinem Studium oblag. Er verblieb dann in Deutschland, zuerst im Dienste der Frankfurter Abteilung der Siemens-Schuckert-Werke. Von dort aus baute er u. a. im Jahre 1909 das städtische Elektrizitätswerk Schlitz. Im Jahre 1910 wurden unter f-’iner L»itun" di" elektrischen Anlagen in 0-2! 5$ ii 5 u a ui 11,9 !> -den, alle im Festgewand des Herbstes, wirken eigenartig und reizvoll, daß sich niemand dem ;uber entziehen kann. Und- dadurch, daß schon die ^tzen einiger Bäume ihr Laub verloren haben, scheinen die Anlagen heller und freundlicher. Dom inften Gelb bis zum dunkelsten Braun sind alle trbentöne vorhanden. li$t ihr bis in die Stirn. EEe sagt sofort ja, als er sie zu einer Partie n-iis auffordert. und John Herbing ist sehr be- etigt, als er den Hörer auflegt. Im so größer ist seine Enttäuschung, als er auf 1 Tennisplatz allein bleibt, und Hanna Brandes telefonisch und ohne Angabe des Grundes □ den Klubwirt entschuldigen läßt.-- hätte er Zeitung gelesen! Die kündigt so was vorher an, worauf man sich verlassen kann! pen sind weiß, die Augen schreckensgroß. Beide Hände hat sie dick verbunden. Hanna rennt auf sie zu und bleibt dann stehen, ohne Liefet anzufassen. „Ich weiß auch nicht — Hanna — ich — ich bin eben ausgeglitten und mit — mit den Händen m — in die kochende Wäsche — ich — ach, bloß nicht davon reden unt) dran denken, mir wird schlecht davon —" „Da bist du die'ganze Nacht allein gewesen, wie hast du dich denn ausziehen können, — war denn der Arzt da?" „Ausziehen? Ich habe mich gar nicht ausgezogen — und dann habe ich Brandsalbe draufgeschmiert und zugebunden, Pyramidon hatte ich auch noch — und der Junge hat eben mal allein aus- getragen." Liesel hat schon wieder Tränen in den Augen. Hanna examiniert weiter. „Und wie hast du denn an mich telefoniert?" „Der Junge hat mir geholfen, ich konnte ja nicht festhalten. Absagen mußte ich doch, und warten lassen wollte ich dich nicht auch noch." „Kennst du denn hier jemand, der mal ein bißchen auf den Laden aufpaßt, ich hole jetzt den Arzt und —" „Ist doch gar nicht nötig, Hanna. Frau Möller von nebenan will mal kommen, ihr Mann hat das Schuhgeschäft an der Ecke," sagt Liesel unsicher. Aber der Gedanke, daß sie sich erst mal hinlegen kann und daß jemand aufpafet, roenn’s »m Laden klingelt, hat etwas wohltuendes. Als Hanna sie durch die Zimmertür schiebt und auf den Sessel am Fenster setzt, sagt sie nicht nein, sie hat auch nichts dagegen, daß Hanna über die Straße springen will, um Frau Möller zu holen und den Arzt zu benachrichtigen. Es ist ihr auf einmal sehr gleich- oültig, ob Kunden kommen ober nicht. Hanna Brandes wird das schon alles regeln. Ihr Vertrauen und die Bewunderung für die einstige Schulkameradin sind unbegrenzt, der Gedanke, daß Hanna dieser Situation auch ziemlich hilflos gegenübersteht, kommt ihr gar nicht. Sie atmet auf, den Erwerb der Ortsbürgerschaft von Babenhausen. Am 1. April 1919 übernahm er wiederum die in Gießen erneut eingerichtete Vertretung der AEG., die am 1. April 1923 zum Ingenieurbüro umgewandelt wurde. Im Jahre 1922 machte sich Herr Kurz durch Hauskauf in Gießen seßhaft. Sein Arbeitsgebiet erstreckt sich von hier aus über die Provinz Oberhessen, die angrenzenden preußischen Kreise bis in die Gegend von Limburg, das Westerwaldgebiet, Dillenburg, Marburg, Biedenkopf, Treysa und Ziegenhain. Im öffentlichen Leben unserer Stadt und der Provinz Oberhessen ist Herr Kurz seit Jahren tätig. Von 1926 bis 1934 wirkte er in drei Wahlperioden des Gießener Stadtrats mit. Seit 1933 gehörte er dem im Sommer dieses Jahres aufgelösten Provinzialtag der Provinz Oberheffen an, ferner ist er Mitglied des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen, der als Nachfolger des früheren Provinzialtages die Aufgaben der Provinz Oberheffen weiter zu betreuen hat. Der Bewegung des Führers schloß sich Herr Kurz nach der Rede des Führers in Gießen vom 9. November 1931 an, ein Jahr später, im Dezember 1932, trat er in die SA. ein, wo er zu den Mitgründern des SA.-Reserve-Sturmes 11 gehört. Ferner gehört er seit Februar 1932 zu den Politischen Leitern der Kreisleitung Gießen, wo er gegenwärtig das Amt des Kreiswirtschaftsberaters der Kreisleitung Wetterau führt, nachdem er vorher den NSBDT. (Na- tionalsozialifttschen Bund Deutscher Technik) und das Amt für Technik geleitet hatte. Bei seinem Wirken in den öffentlichen ehrenamtlichen Dienststellungen ließ sich Herr Kurz allezeit von den Grundsätzen des Gemeinwohls und des selbstlosen Dienstes für die Gesamtheit der Bevölkerung leiten, getreu dem nationalsozialistischen Grundsatz „Gemeinnutz vor Eigennutz". Durch seine Charaktereigenschaften und seine allezeit hilfsbereite Einstellung im Dienste des allgemeinen Wohls sowie durch seine kameradschaftliche Gesinnung hat er sich in weiten Kreisen unserer Volksgemeinschaft hohe Wertschätzung erworben. Dienstjubiläum in der Veichsinstüve waltung. Glückwunsch des Führers. Der Gefängnisverwalter bei dem Gerichtsgefängnis in Gießen Josef Guyot blickt am 1. Oktober 1936 auf eine 40jährige Dienstzeit zurück. Aus diesem Anlaß hat ihm der Führer und Reichskanzler seine besten Wünsche ausgesprochen und damit seinen Dank und seine Anerkennung für die dem Reich geleisteten treuen Dienste verbunden. 6,720 5,666 62-01 49-05 11-21 63-62 ii Friedberg antrat, — und nebenbei bemerkt, in dieser Stellung morgen gleichfalls sein 25jähß^g?s Jubiläum begehen kann — die Leitung des AEG.- Jngenieurbüros in Wetzlar, später in Gießen. Unter der Leitung des Herrn Kurz wurden dann die Hochspannungs-Fernleitungen und Niederspannungsortsnetze des Ueberlandwerkes der Provinz Oberhessen bis etwa in die Gegend von Nidda ausgebaut. Der Ausbruch des Krieges machte auch der beruflichen Tätigkeit des Herrn Kunz damals ein Ende. Im Verbände der österreichischen Armee kämpfte er im 15. Schützenregiment van 19^5 bis 1918 auf den Kriegsschauplätzen in Ostgalizien, Wolhynien und Oberitalien mit, jm Oktober 1918 mußte er, schwer erkrankt, den italienischen Kriegsschauplatz verlassen und nach der Heimat zurück- kehren. Der neuen Wehrmacht des Dritten Reiches gehört Herr Kurz feit einer im Herbst 1935 abgeleisteten Ibbung als Reserveoffizier an. Im Frühjahr 1919 erwarb Herr Kurz in Babenhausen bei Darmstadt, wo er sich mit der Tochter des damaligen Stadtrechners Grünewald verheiratete, die deutsche Staatsangehörigkeit durch - i 42,10 0,1*5 3,04 54'S 47^ 5,4Ä Mutti, diese — die schmeckt so gut. Mutti lächelt, denn Zahnpasta ißt man ja nicht Aber die Zunge ist dennoch stark beteiligt und da ist das milde und wunderbar schöne Aroma der Nivea-Zahnpasta eine gute Hilfe, um auch die Kinder zur Zahnpflege anzuhalten. — Stadttheater Gießen. Heute abend bet die erste Wiederholung der Komödie „Gustav ; „_t" statt. Ein altmodisches Stück von Harald ritt. Spielleitung: Der Intendant. Anfang 30 Uhr, Ende 22.15 Uhr. Mittwoch-Miete. Vorstellung. kohlrabi 3 bis 5. i Pfifferlinge 30 i 8, Römischkohß. traut 2H bis 4, i pmat 10 bis 12, ! -n I 10 bis 12, it 2 bis 3, Mir- - Appell des Reichsernährungsministers im Huni>funf. Ein Appell des Reichsernährungsministers R. Walter Darre aus Anlaß der Werbeaktion > „Kampf dem Verderb" wird von Staatssekretär Backe im deutschen Rundfunk am 3 0. September in der Zeit von 19.45 Uhr bis 20 Uhr verlesen. ) Herbstastern. Stille herrscht überall. Kein Dogellied erschallt. ,r leise fallen die gelben Blätter zu Baden. Sie cheln unter unfern Füßen. Huf der weißen Bank, unter der alten Blutbuche, H es sich gar wundersam. Wir schauen dem liel der fallenden Blätter zu ... verstohlen lugt die Sonne hinter den Herbst- Iken hervor und malt leuchtende Tupfen auf die esenslächen. 3alb werden alle Blätter abgefallen sein... H. Dornotizen. Tageskalender für Mittwoch. frfctap. .“ bi- 12,20 ai,r Tranen 795 H “"“"«blim. 1 unter. , * Men oon °" 1928 98,50 her. 2 bis 16, Eska- , irotten 3 bis 4, i ** garn (Boß) mit Wft, 1913er $ bD. 10,90), ß (14,90). Ru« ’■ $)• Steg di . deutsche Rente» P gehalten mit in meine Sprechstunde, ich habe eine wunderbare Lebertransalbe, die Wunder vollbringt." i Er hilft Liesel Gottschalk vom Sessel auf und ■ geht mit ihr fort. Hanna Brandes bleibt ratlos । zurück, aber zum Glück kommt da Frau Möller und mit ihr eine Kundin. „So'n armes Ding, die Gottschalk!", jammert sie und bindet sich den weißen Kittel vor. „Jung is se, kein Geld hat se nid) und nu auch das Malheur. Von früh bis spät steckt fe im Laden, feene Hilfe und nu kaputte Hände, die se doch so nötig braucht. — Wat wollense denn, meine Dame?" Sie baut sich hinter dem Ladentisch auf und sieht sich Hanna ungeniert an. „Wollten Sie was kaufen oder —" „Nein, ich bin mit Fräulein Gottschalk befreundet und eigentlich hier um zu helfen." „Das ist ja sehr scheen, Fräulein. Dann binden Sie sich mal 'ne Küchenschürze vor und tun Se was in den Kochtopp. Ich paß derweil uff den Laden uff. Länger wie bis zu Mittag kann ich aber ooch nid) bleiben, meine Jähren kommen aus der Schule und haben dann auch mächtigen Kohldampf. Und Sie, Frau Kremer, wat haben Sie denn for Wünsche?" Hanna Brandes hört noch, daß Frau Kremer Brot braucht, dann macht sie die Tür hinter sich zu. Elf Uhr. Kochen? Was denn und wie denn? Dann steht sie in der kleinen Küche und sieht sich um. Es gibt da nicht viel Topfe und Geschirr in dem winzigen Büfett. So gerade das, was ein einzelner Meistch für fein bißchen Kocherei braucht. Aber alles ist tadellos sauber und steht wohl da, wo cs hingehört, auch die wenigen Vorräte und Zutaten. Kochen! Hanna steht mitten in der Küche, sie denkt an das, was daheim auf dem Tisch steht, aber sie hat wenig Schimmer davon, wie das zustande kommt. Man könnte ja einfach ein ordentliches Eiergericht machen. Salat dazu und Kartoffeln, dazu gehört kein großes Können. „Na, Fräulein, was machen wir denn? 's ist -gerade niemand im Laden, ick werd' Ihnen ein bißchen auf die Sprünge helfen." Viel Zutrauen scheint Frau Möller nicht zu dem Besuch zu haben. Mit ihrer weißen Aufmachung und den blitzenden Fingernägeln wird sie nicht weit kommen, sie macht auch so ein verdattertes Gesicht, daß sie einem leid tun kann. Aber ehe sie noch einmal den Mund auftun kann, hat Hanna eine Idee. I Straße, Marktstraße, Rittergasse, Wagengasse. 7 Oktober: Sandgasse, Mäusburg, Markt- 136 die 4. FolMatz, Tiefenweg, In - ^ershof. herausgeg^nen ^eldezeit von 15 bis 18 Uhr und 20 t.3 22 Uhr Jm Vordergrund einer »ebeutunt; Die üblich, enr Ausarbeitung ZU e ieu ßmzelalh,* hiefer Wirt' Itzoyright 1936 by Aufwärts - Verlag G. m. b. H., len oki [ Berlin SW 68 ? Aktie». ü'Men leid,. y^ertDogen i°, 'tiva oln S ■h, I« >- VS „Das geht alles in Ordnung, Frau Möller. Ich danke Ihnen schön, daß Sie aushelfen wollen. Das andere bringe ich schon in Ordnung: wenn Sie nur auf den Laden aufpassen wollen, wäre ich Ihnen sehr dankbar. Das ist nun etwas, was ich gar nicht verstehe, und Sie sind doch vertraut mit Geschäftsbetrieb. Wenn Sie die Preise nicht wissen, schreiben Sie doch erst mal an, Fräulein Gottschalk muß ja jeden Augenblick wiederkommen, sie sagt Ihnen dann schon Bescheid!" „Wie Sie meinen, Fräulein," sagt Frau Möller bereitwillig. Sie ist selber vor ihrer Verheiratung fünfzehn Jahre Hausmädchen gewesen und versteht sich auf den Ton, den sie da eben gehört hat. Freundlich, aber bestimmt. Sie geht wieder zum Laden und Hanna zum Telefon. Das Hausmädchen Friedel in der Binger Straße versteht nicht gleich, was sie soll, und wiederholt was sie gehört hat. „Ich soll alles einpacken, was Ida gekocht hat, und nach der Augsburger Straße zehn bringen. Ich soll dort bleiben, solange ich gebraucht werde, und Ida soll für den Herrn was anderes kochen. Jawohl, Fräulein Hanna." Friedel hängt den Hörer auf und steht eine Minute sprachlos. Dann stürzt sie in die Küche und jagt Ida mit ihrer Hast einen gewaltigen Schreck ein. „Sowas haste noch nicht erlebt, Ida. Was haste denn heute gekocht?" „Kalbssrikasse mit Reis. Warum willste denn das wissen?" Ida macht große Augen und sonst ein mißtrauisches Gesicht. Friedel ist Hausmädchen, und sie ist Köchin, zwei scharf abgegrenzte Gebiete, es hat also jeder nur bei sich zu tun. „Dann pack das mal schleunigst ein, das Fräulein kommt nicht nach Hause, und Herrn Doktor kannste was Schnettes braten." Friedel holt mit viel Geklirr ein paar Töpfe aus dem großen weißen Reformküchenschrank und stellt sie auf den weiß gescheuerten Tisch; sie lacht, denn Idas Ge- sicht ist nicht sehr klug. „Da staunste, was? Weißte, wohin ich mit deiner Kochkunst rücke? In di« Augsburger Straße, da is nämlich das Fräulein und macht in Krankenpflege. Wann du mich widersiehst, weiß ich auch nicht, ich bewaffne mid) jetzt mit —" I (Fortsetzung folgt.) WHW. 1936/37 in Anspruch nehmen wollen, Angebot do*|[ |sjen gebeten, sich an den Tagen, wie aus nach- sen reichlich, dh ^nbem Plan zu ersehen ist, auf der Geschästs- 1 nitfU< 1 Q -» 11 TM» A f Ä 0 I P A *-t I tr. 229 Drittes Blatt »Sa - ---------- &««£ Ilus Oer Provinzialhauptstadt ach Sn 8 1 Präs, Bananen/ Mtinb. Linien! rt 6 big 10. ®e.l* ombeeren 20 bis 11 Maronen 2U beeren 26 bis 30, Tüiläufig. U. a. .6 bis 18, Wirt- 6 bis 7, Gold-! ital, Apfelsinen, tluf dem Wasser des kleinen Teiches schwimmen i gelben Blätter der umstehenden Bäume. Die len knorrigen Bäume zeigen mit ihren Hellen und । ntlen Farben die ganze Schönheit des Herbstes. x blaue Himmel spiegelt sich im Wasser. i Dritten aus dem Wiesengrün leuchten die schönen :aubenanlagen, die noch in voller Blüte stehen, iben einigen Sommerblumen, wie Tagetes, Fuch- i u. a., blühen in vollem Reichtum die Dahlien |ie mit ihm — er ist der 'Freund des Vaters und iiich nett zu ihr — aber er ist nicht das, was sie »ernißt"--- „Fräulein Hanna — Sie werden am Telefon I «langt!", ruft es da vom Haus her. Sie hat : ein* sonderliche Eile an den Apparat zu kommen inb die Stimme, mit der sie sich meldet, hat keinen Das alles kommt ihr in den Sinn und beschwert .ns einmal ihren Sinn. Sie spürt den Mangel und mit eine Verhärtung ihres Herzens. Sie weiß. Die verletzend sie sein kann und begreift auch, wie ft ste ihren Vater damit gekränkt hat. Das ist Ml auch der Grund, weshalb sie so wenig zuein- r finden können. „IZch bin jammervoll allein, ich habe keinen em* Nmschen —" denkt sie verzweifelt, und dabei fällt K ,hr Paul Laverenz ein — „aber Paul, was soll ■j|j iii mU Ihm __ ar tf+ hoi* h»<« 91rtfpT<> IITlh 105? 55- 47,14 1,345 V» MenmMen Vornan von Zlse Schuster. marft ii ftC5 DE er Unaorn Die großen, mächtigen Baume stehen m Ihrem D'toter -rbstschmuck. Durch die gelben Blätte bringt das D0h Ißnr ' r. . „w/.v.lirke TM» HRiaf»nnnfnn»n hnhpn firh in hpn 3raune Messe, 10 bis 20 Uhr, in der Volkshalle. NS.-Lehrerbund, Kreis Gießen, 15.30 Uhr, zung der Gesamtfachschaft 2 (Höhere Schule), rtrag von Professor Dr. Schmied-Kowar- „Die religiöse Lage der Gegenwart" im Sing- u des Realgymnasiums. — Deutsches Frauen- vrt, Abteilung Polkswirtschaft-Hauswirtschaft, 15 Lt- Vortrag ,Kampf dem Verderb" im Ausstel- lllgszelt der Braunen Messe. — Wirtschaftsgruppe A'zelhandel, 16 Uhr Einzelhandelsversammlung im w 4.* ste Leib. — Stadttheater.' 19.30 bis 22.15 Uhr ‘iWr» t'ftao Kilian". — Glona-Palast, Seltersweg: Itart Wenau I; rnfepnnnlGf". _ pirhtfDieIhau5. Babnbofstraße: di-Aktien. Dos @e. 9 oer Schacht» Emg. 6, o ir « alle L i .er Lortra । ein, i m «lllf , ch- W ? i ppilin-N ; ich ! \r * ® : M über ' M I*6 J die der 1 -u über® rdie W Aer Beifall S fesselnde' M. beredter Send 'N ul zutzbach. '^naa, Dr. key in Frankfurt. Großkundgebung der Deutschen Arbeitsfront und Eröffnung der Iabreshouptversammlung der Deutschen Gesellschaft für Arbeitsschutz. NSG. Unter bem Motto „Arbeit unb Ernährung" finbet in ber Gauhauptstabt Frank- urt a. M. vorn 19. bis 21. Oktober eine Tagung tatt, bie von ber Deutschen Gesellschaft für Arbeitschutz veranstaltet wirb. Die feierliche Eröffnung ber Jahresvsrsammlung ber Deutschen Gesellschaft für Arbeitsschutz wirb mit einer Großkundgebung der Deutschen Arbeitsfront nerbunben, bei ber ©auwalter Becker bie Teilnehmer begrüßen unb ber Dorsitzenbe ber Deutschen Gesellschaft für Arbeitsschutz Professor Selck eine Ansprache halten roirb. Auf biefer Kunbgebung, bie bereits am Sonntag, 18. Oktober, in ber Frankfurter Festhalle stattfin- bet, spricht ber Reichsleiter ber Deutschen Arbeitsfront Dr. ß e y. Gemeinschastsfeier der Betriebs- gemeinschast Bahnmeisterei III verbunden mit Iubilarehrung. Die Gefolgschaft ber Bahnmeisterei 3 beging am Samstag eine Gemeinschaftsfeier, oerbunben mit uer Ehrung der Arbeitskameraden Adolf Vogel und Wilhelm Vogel, die am 5. bzw. 21. September 25 Jahre in Öen Diensten der Reichsbahn standen. Technischer Reichsbahninspektor Seibert begrüßte die erschienenen Arbeitskameraden und übermittelte den beiden Jubilaren die herzlichsten Glückwünsche. Er brachte den Dank der Betriebsführung für ihre Tätigkeit im Dienste der Reichsbahn zum Ausdruck und stellte diese Arbeitskameraden als Beispiel für Pflichterfüllung und Treue heraus. Der schaffende Mensch sei das wertvollste Gut, welches die Nation besitzt, und deshalb gelte ihm und seiner ßeiftung in erster ßinie bie Achtung ber Nation. Der Vertreter ber Deutschen Arbeits- '•tlUd n * n ft l ’rP Pe r, A.' Nechltch sind es Holländer Renetten, Goldpar- ‘n Unh & 6„;sav tmifhoitt, Tito ftriirhte waren |o fird# Alsfeld. n )l kreis Friedberg. 1 c Ser ReichssporOhrer verkünde« Svort-Amneüie Fußball der heimftchen Mannschaften das Endergebnis her. lief ÄS einen setzen, Ehrenein vollzählig, Mer diesmal werden sie es sein verlassen schob Inspektor Grant seine Zei- ,teressiert Sie das?' sich Sle das ;« l Gute Möbel bei Koos Giessen Schulstnß cde." . jfM Ashley lag in den Wäldern versteckt, eine ge Ulmenallee ährte zum Fluß hinunter. Wenn zurücklegte? * Mein Name ist Grant, Inspektor Grant von Scotland Yard", sagte Grant, als die drei Manner in der Halle des Schlosses zusammensahen, „der Weldrake, der Juwelendieb?" ßos Gericht bescheinigt ihm, er sei „Zum Ausgang?", fragte Miller, und seine Stimme klang merkwürdig spöttisch. Inspektor Grant lachte: „Sie Narr! Ueberlassen Sie gefälligst mir, was ich für Gegenmaßnahmen ergreife! Der Dieb ist längst aus dem Schloß und wir müssen trachten, aufzupassen, daß er nicht den Park verläßt." Gendarm Miller nickte: „Das ist auch meine Meinung. Deswegen ich Ihnen nach, Weldrake." Inspektor Grant fuhr herum: „Sind Sie verrückt?" Der kleine untersetzte Dorfgendarm richtete auf und riß seine Perücke ab. „Wollen Sie mir immer noch einreden, daß Inspektor Grant sind?" Der andere starrte in neue Gesicht: Abend in üblicher Weise. "Butzbach, 29. Sept. Gestern nachmittag iiog eine große Doppelkette S ch n e e g ä n s e, nordöstlicher Richtung kommend, unsere Stadt. 'eine 8anb- Edergrund sagende b|e .mit besonder UT den $)QUg, T Frau im ostanwei. U.JUUJ |UIU CD UUHVH —11------- ■ , und Kaiser Wilhelm. Die Fruchte waren |o men entwickelt, wie seit Jahren nicht. Iber ft Brown lachte: . , ... Ich wußte ja, daß Sie die Hochzeit interessieren Zterfern« lahrzeuge. I »mster hat die Frist für die ; >r verwendeten . >er 1936 ver» kurmörki« ' kurmarkische et vom 8 big ;ll in Brei- hrenmals. Alle nents werden I Heilungen ge- i Angaben des i der sie gedient Duevelius, teilen. Ben. i Gießen wurde örperverletzuna ung zu einer leise zehn Tage1 ‘inen Einspruch wurde der An^, i ie einwandfrei' r die im Straf- 1 0 RM-. fei •e deshalb, n ,ss fahren als or.«,'s| ent benommer? agerei, die am einen anderen lagen, befehl zu einer r Woche ver« M seinen Ein- Handlung MÜ,^ Deutschland stellt den Europameister im Starboot. >[n)irt5 kl„Die Hochzeit der Lady Ashley. Alle Zeitungen ...mhe h hnff hnnnn Pnhn Alblen beiratet in fünf 4i.a- eieiuu,icuCll ..........-Stammschloß unweit der kleinen Ortschaft Deptford ie Hochzelt der Lady Ashley. Von Jo Hanns Rösler. Rektor Grant von Scotland Yard betrat das ir 367. Ms Neues, Brown?" keßen Sie sich, Grant!" Mo? Warum?" , , feie werden sich bestimmt setzen, Grant. Ich habe * interessante Neuigkeit für Sie — Weldrake ist 6er im Land." 'M ' '0Q)le ein ung bei. " 29, Sept. Zu ' städtisch?" -!->i-db°b'- S trtdf. sich, , uni 3»*" SßerfteiJ«« W Sfe i «S .Ausstellung 7 w°r und ' nicht nur • -utschen bot. QBe und die nm neu er» !\an Nb' ^r Ehren- ^.^chenschaft lüun9 zeigte Lollar Reserve — Dillenburg Reserve 4:2 (2:0). Beim Spiel der Reserven sah es in der ersten Halbzeit nicht nach einem Siege der Platzbesitzer aus. Aber nach der Halbzeit besannen sich die Lol- larer auf ihr Können und setzten den zwei Treffern der Gäste deren vier gegenüber, die den Sieg stcher- stellten. . . Die erste Jugend sorgte für eine angenehme Ueberraschung und kehrte mit einem hohen 5:1-Sreg von flaubringen zurück. Oie Kreisklaffenspiele des Sonntag«. Steinberg — Steinbach 8:1; VfR. Lich — Leihgestern 6:0; Hungen — Klein-Linden 1:2; Großen- Buseck — Alten-Buseck 7:2; Hermannstein — Nte- dergirmes 0:4; Ehringshausen — Aßlar 3:1; Stein- dorf — Spfr. Wetzlar 8:2; Burgsolms — Phllipp- stein 12:0; Grüningen — Großen-Linden 2:1; Wieseck — Londorf 3:7; SpV. Wetzlar III — Niedergirmes II 2:3; Münchholzhausen — Büblmgs- Hausen 1:3. Die Teutonen aus Steinberg kamen zu dem erwarteten glatten Sieg. Die mit nur 7 Mann aus Leihgestern antretenden Gäste verloren hoch. Der Sieg von Klein-Linden in Hungen ist beachtlich. Das Treffen Großen-Buseck gegen Alten-Buseck ge- wannen die Platzbesitzer sehr eindeutig. Hermannstein konnte die in allen Belangen überlegenen Girmeser an dem Sieg nicht hindern. Aßlar konnte sich in Ehringshausen nicht durchsetzen. Die lieber« raschung in dieser Gruppe ist die hohe Niederlage der Spfr. Wetzlar in Steindorf. Auch der Sieg der Burgsolmser in dieser Höhe kommt nicht gam erwartet. In Grüningen konnten die Platzbesitzer knapp die Oberhand behalten gegen die Gäste aus : Großen-Linden. Leihgestern II wartete vergeblich worden sind. Berlin, 23. September 1936 (Gez.) v. Tschammer und Osten, Reichssportführer." Ehrennadel. Den würdigen Abschluß dieser Beran- staltung bildete abends tm Saale des "Frankfurter Hof" die Siegerverkündigung mit Kameradschafts- abenb und Tanz. Bald herrschte eine gemütliche Stimmung. Ehrenmitglied Schmitz, Gießen, erfreute dabei durch den Gesang einiger schöner Lieder. Ein warnendes Beispiel, höchstpreisüberschrettungen werden streng geahndet. Die Hamburger Jacht „Pimm". - (Schirner-M.) Am Montag ging in Neapel die Europameisterschaft im Starboot-Segeln zu Ende. W. v. Hutsch- l e r holte sich aus seiner Hamburger Jacht „IZimm mit 59 Punkten den Titel vor den beiden Italienern Lt. Straulino auf „Scheat" (56 Punkte) und Lt. Salata auf „Sadalmelek" (51 Punkte). Mit dem Sieg v. Hütschlers hat Deutschland das Recht erworben, im nächsten Jahr die Europameisterschaf, ten in Hamburg auszutragen. , » unb ft damit die Führung der Gastgeber. Im weiteren Verlauf hatte Lollar einmal Glück, denn die Latte verhinderte den Ausgleich der Gäste. Der eVn^'‘Xs mische Sturm trägt immer wieder gefährliche Angriffe vor. Nach weiteren 10 Minuten gelingt cs abermals Löhr, nach wunderbarer Kombination des gesamten Sturmes den Halbzeitstand herzustellen. In den letzten 5 Minuten dränaen die Gäste, sie können aber außer zwei Eckbällen, die nichts einbringen, keinen Treffer erzielen. Nach dem Wechsel werden die Gastgeber drückend überlegen. Der Sturm kombinierte ausgezeichnet; aber Schußpech und Torpfosten verhinderten vorerst weitere Erfolge. Eine Viertelstunde vor Schluß gelingt es wiederum Löhr, einen scharfen Schuß anjubrinj’n; jedoch springt der Ball von der Querlatte ab, aber Geißler erreicht ihn noch und gegen den gutplaz'.er- ten Nachschuß ist der Dillenburger Hüter machtlos. Nach weiteren 3 Minuten stellt A. Ziegler durch einen wuchtigen Schuß, aus 35 Meter Entfernung, Der Reichssportführer gibt folgenden Amnestie-Erlaß bekannt: „Der außerordentliche Erfolg Deutschlands bei den Olympischen Spielen ist zugleich der Nachweis der Bewährung der Vereine des Deutschen Reichs- bundes für Leibesübungen und ihrer Mitglieder. Die dem DRL. obliegenden Aufgaben der Lei- besertüchtigung des deutschen Volkes in einer freiwilligen Gemeinschaft erfordern den Einsatz aller aufbauwilligen Kräfte. Es ist daher mein Wunsch, daß diejenigen Volksgenossen, die zwar gegen die Sportgesetze verstoßen haben, allein geroiUt sind, mit Derantwortungsbewuhtsein an diesen Aufgaben mitzuarbeiten, dazu wieder Gelegenheit erhalten. Zu diesem Zwecke erlasse ich folgende Amnestie: A. Amnestiert werden: 1. Alle Strafen auf zeitlichen Ausschluß aus dem DRL. oder aus dem Sportverkehr, sofern diese Strafen 'spätestens bis zum 1. Februar 1937 ad- gelaufen fein würden; 2. alle Verstöße gegen die Sportgesetze, Die vor dem Erlaß dieser Amnestie-Bestimmungen begangen worden sind und bei einer ordnungsmäßigen Aburteilung nicht zu einem längeren Ausschluß als sechs Monate führen würden. Sportverein 1920 Lollar. Lollar I — Dillenburg I 4:0 (2:0). Das Resultat hätte leicht höher ausfallen können. Auf jeden Fall haben sich die Lila-Weißen den nötigen Respekt in der Bezirksklasse verschafft Sie bestritten das Spiel in der folgenden Aufstellung: K. Ziegler; Hörstel, Gabriel; Sommer, Kltnkel, Naumann; A. Ziegler, Löhr, Kreiling, Geißler, W. Ziegler. Die Dillenburger waren tapfere Verlierer. Das Spiel wurde sehr anständig geführt. Der Besuch hatte unter dem schlechten Wetter zu leiden. Schiedsrichter Böcher-Gießen leitete gut. Dillenburg stößt an und zieht vor das Lollarer Tor. K. Ziegler kann gerade noch einen scharfen Schuß zur Ecke ablenken. Der Eckball kommt gut herein, jedoch die Gefahr wird gleich gebannt. Jetzt antwortet Lollar mit energischen Gegenangriffen. Bis Mitte der ersten Hälfte ist das Spiel noch verteilt. Ungefähr in der 25. Minute gelingt es Löhr, des schönste. Tor des Tages anzubringen und sichert Anlaß meines Besuches ist kurz gesagt: unsere Beamten haben erfahren, daß ein berüchtigter Juwelendieb namens Weldrake vor einigen lagen nach England zurückgekehrt ist. Seine Rückkehr und die bevorstehende Hochzeit der Tochter Eurer Lordschaft mit der Ausstellung des Brautschmuckes dürften in engem Zusammenhang stehen. Wir haben sogar einen Beweis dafür: heute nacht wurde in London ein Juwelier verhaftet, der einem Unbekannten eine genaue Nachahmung der Juwelen der Jwanoffs in falschen Edelsteinen anfertigte und aushändigte. Man beauftragte mich, die lieber- wachung des Schmuckes mit dem hiesigen Ortspolizisten zu übernehmen, da ich Weldrake aus einem früheren Fall kenne." Lord Ashley erhob sich. „Ich danke Ihnen, meine Herren. Mein Haus steht Ihnen zur Verfügung. Ich hoffe jedoch, daß Ihre Maßregel nur eine Vorsicht bleiben möge. Wenn Sie, Inspektor Grant, mein Gast sein wollen — ich werde Ihnen sofort ein Zimmer anweisen lassen." I ..Ich nehme Ihre Einladung gern an. I ir alle Volksgenossen gedacht seien. Dann 1) er Vortragende des Abends. Er betonte von ' he ein, daß er nicht beabsichtige, grausige Bilder d m Weltkrieg zu schildern, sondern tn der Mche die Entstehung und Vervollkommnung Zeppelin-Luftschiffe darzustellen. Dies geschah \ and) in volkstümlicher, öfters mit Humor ge» (ita Weise. Die Zuhörer bekamen einen klaren über die Tätigkeit der Luftschiffe im frkge sowohl, als auch über die Schwierig- ,i, die der Luftschiffbau in seinen Anfangs- '.im zu überwinden hatte. Im Schlußwort for- 1er die Jugend auf, sich der Luftwaffe zu wid- bomit Deutschland ein Volk der Flieger werde, after Beifall dankte dem Redner für seinen ms fesselnden Vortrag. Dr. Gans gab dem hi beredter Art Ausdruck und schloß dann —Homberg, 28. Sept. Gestern Nachmittag fand auf unsrem stattlichen Schießstand das 13. König- und R i 11 e r s ch i e ß e n der Schützengilde des Kl e i n k a 1 i be r s ch u tzen- Vereins bei großer Beteiligung statt. Wie üblich, wurde in den drei verschiedenen Anschlagsarten: liegend freihändig, knieend und stehend geschossen. Daniel Becker wurde mit 148 Ringen Schützenkönig. Rudolf Seipp ging mit 147 Ringen als erster Ritter und Friedrich G o ß f e l b c r mit 145 Ringen als zweiter Ritter aus dem Schießen her- vor. Schützenkamerad Vollmann gelang es, mit 140 Ringen bester Jungschütze zu werden. Im vorigen Jahre war das inzwischen nach Gießen versetzte Ehrenmitglied Schmitz Schützenkönig. Auch gestern schoß er mit 155 Ringen die höchste Ringzahl, allerdings außer Konkurrenz. Nach dem Abschluß des König- und Ritterschießens ging man zu dem Schießen auf Ehrenscheiben über. Ludwig S ch ö n h a l s schoß dabei die erste W. Habicht die zweite und Daniel Becker die dntte Ehrenscheibe. Der Kreismeister der Jungschutzen wiesen, daß Fritz Christ, erhielt in Anerkennung ferner im »rfnrhprfiAe Juli errungenen Schießleistungen eine Münze, per Altschützenkreismeister Hermann Leininger etne ;rge chickt yat. Haven öie oie liieoensiuuiu mich ins Schloß zu begleiten und mich mit Ashley bekannt zu machen." Gendarm Miller hatte seinen großen Tag. Ein Besuch im Schloß geschah höchst selten und bot ihm wochenlangen Gesprächsstoff. Und nun sollte er gar in einer kriminellen Angelegenheit und in Begleitung eines bekannten Inspektors von Scotland Yard — kann man es ihm verdenken, daß er den Weg zum Schloß mit besonderem Stolze und einem Umweg durch die Hauptstraße und den Marktplatz B. Volksgenossen, die von den Turn- und Sportverbänden oder von dem Reichsbund nach deren Satzungen oder Ordnungen für dauernd ausgeschlossen worden sind, können in die Vereine Des DRL. wieder ausgenommen werden, sofern sie ihre Wiederzulassung beantragen. Die Anträge werden wohlwollend geprüft, sofern nicht schwere, ehrenrührige Verfehlungen gegen Staat, Partei und Sportgeist den Ausschluß veranlaßt haben Die Anträge sind über die Fachämter der Reichsfuhrung einzureichen. Die Fachämter nehmen gutachtlich Stellung. Zuständig ist jeweils das Fachamt, welches den Ausschluß ausgesprochen hat oder welches an Stelle des alten Fachoerbandes nunmehr die Betreuung der betreffenden Sportart durchfuhrt, in allen anderen Fällen der Gauführer. Nicht berührt von dieser Amnestie werden: a) Ausschlüsse, die entsprechend den Satzungen der internationalen Verbände ausgesprochen, b) Ausschlüsse, die durch die Vereine (bzw. tue dafür zuständige Dereinsinstanz) vorgenommen „Grant? Sie?" „Eine Ueberraschung, was?" Die Handfessel schnappte ins Schloß. „Sie gestatten, daß ich mich selbst bediene", sagte Inspektor Grant und zog die Juwelen aus der Rocktasche des Gefesselten, „ich wußte ja, daß Sie zur Hochzeit der Lady kommen würden." Weldrake starrte mit wütenden Augen auf den Beamten. „Wer von Ihnen ist eigentlich nun Inspektor Grant?" Lord Ashley trat aus dem Schatten des Tores und nahm den gestohlenen Schmuck in Empfang. „Ich gratuliere’ Ihnen, Grant. Sie hatten also doch recht mit Ihrer Maskerade als Dorfgendarm. Ich muß gestehen, ich war ein wenig skeptisch, als Sie mir Ihren Plan bei Ihrem ersten Besuch erzählten. Dann aber, als Sie mit jenem falschen Grant mein Haus betraten, bewunderte ich Ihre Fähigkeiten. Sie haben Talent, mein Lieber. Sie hätten Schauspieler oder Kriminalbeamter werden müssen." „Kriminalbeamter bin ich ja geworden , sagte Grant und lachte. Lord Ashley nickte: „Doch. Für einige Zeit wenigstens. Sie haben Ihre Rolle sogar gut gezielt und Ihre Maske ausgezeichnet gewählt. Genau so gut, wie ich die Rolle des Lorv Ashley spielte. Inspektor Grant fuhr herum. „3a — sind Sie denn nicht Lord Ashley?" „Nein. Genau so wenig wie Sie Inspektor Grant. Sie wollten nur in seiner Maske einem Kollegen die Beute abjagen, Jack Trainor. Weldrake wirb alt und fiel darauf herein. Darf ich Sie jetzt bitten, mir den echten Schmuck zu überreichen, denn der« den Sie mir gaben, war der falsche." „Wer — wer sind Sie, wenn nicht Lord Ashley? Der andere lachte: „Inspektor Grant. Aber diesmal der echte Inspektor Grant." man sich die Mühe machte, die engen steilen Steinstufen auf einen der sechs Türme des Schlosses hinaufzusteigen, sah man von oben die roten Dächer der kleinen Ortschaft Deptford liegen. Mehr als die Dächer konnte man aber nicht erkennen, nicht den Marktplatz mit den spielenden Kindern und den Hunden, auch nicht die alte Holzbrücke, auf der ein kleiner untersetzter Dorfgendarm gerade die Angelkarten der Analer von Deptford kontrollierte. Er tat dies gewissenhaft jede Woche einmal, obwohl er jeden Bewohner der kleinen Ortschaft genau kannte und die Angelkarten am Beginn des Jahres selbst ausgestellt hatte. Aber Ordnung muß sein, und der Gendarm Miller war ein Freund der Ordnung. Alles mußte bei ihm den geregelten Gang und der Reihe nach gehen, man kann sich also vorstellen, wie streng er aufsah, als er mitten in der wichtigen Kontrolle der Angelkarten von einem Fremden gestört wurde, der auf ihn zugetreten war und von hinten seinen Arm berührte. „Ich möchte Sie sprechen", sagte der Fremde. „Jcy bin dienstlich beschäftigt, Herr." Der Fremde zog einen Ausweis. „Inspektor Grant von Scotland Yard." Gendarm Miller salutierte stramm. „Inspektor Grant?", wiederholte er beinahe ehr- ürchtig, „ich habe schon — wenn man es sagen darf — viel von Ihnen gehört. Aber — was ist ge» •SB । t)en L le b lonenb, daß die geplanten Jberanjtaitungen eionbpTen ir für einen kleinen Interessentenkreis son- Iv|lui Oberhessen, Propst Knodt (Gießen), bet- vte. i- ---------------------------------------------------------- blicken. neifter bei der- !hrll6Ai e iibe’ 16r 1 sich daraus! rn ^^en Acht im mindesten." . - . Zum „Aach dann nicht, wenn Sie erfahren, daß de die Drehst, -autschmuck im Wert von achtztatausend Pfund . m ^?eniein^ li Tage vor der Hochzeit zur P^AEtgung V X bringen wir noch einige Lüster-Sakkos Tussor-Sakkos Bernaffl-Slone blauen Leinenjack Einzelteilen in Berufskleidung zum Verkauf für Herbst und Winter Grone Auswahl Gute Qualitäten Bekannt niedrige Preise [Stellengesuche] | Empfehlungen] Zurück - STO FF S P E Z IALHAUS GIESSEN 6143 V «-Zimmer-Wohmma^Ä'^ Kobolu das idp.nl p TTn i vpfr n I n-p r " zahlung: 6130V lungsstand Nr. 2V. 6089V Tanzschule Will 790 Deshalb im men 04464 'TEXTILHAUS HAV5 DER GUTEN a HzweLnureJ Achtung Vertreter . • Oberhemden • u. Unterwüsche . en Private gesucht j Fernsprecher 2096 und 4276 mit Bad, Zubehör und Gartenstück ab 1. Okt. preiswert zu vermieten. Hauöverw. Marburger Str. 20. Aufnahme für das Winterhalbjahr in die l-uJArjähr. Klassen. Beginn 20. Oktober 1936 Anmeldungen und Auskunft i. 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Alle übrigen Bestimmungen dieser l fahrsportlichen Veranstaltung der Gaue H. I Nassau und Kurhessen bleiben sinngemäß best Bundeswerbekegeln in Wieseck. | Der Verein d e r Kegler d e s L a h n - 2 seckertals (Sitz in Wieseck) veranstaltete Werbekegeln auf den Bundesbahnen. Die erz'' Leistungen sind als recht gut zu bezeichnen, hätte die Beteiligung der Bundeskegler und sonstigen Sportkegler besser sein können. . Werbekegeln wurde auf zwei Asphalt- und ei Scherenbahn durchgeführt. Die erzielten Leist je fünf Kugeln sind: Bahn 1 (Asphalt): 1. Heinrich Dech, W ■;] 35 Holz; 2. Otto Strack, Wieseck, 34; 3. Ehr. ’z ther, Beuern, 33; 4. Heinr. Müller, Alten-Bust 33 Holz. Bahn 2 (Asphalt): 1. Heinrich Dech, Wie 35 Holz; 2. Willi Rupp, Wieseck, 34; 3. M Bender, Krofdorf, 33; 4. Chr. Walther, Beuern,. 5. Ernst Trautmann, Wieseck, 33; 6. For S Launsbach, 33 Holz. Bahn 3 (Scher e): 1. Ehr. Walther, Der' 38 Holz; 2. Forbach, Launsbach, 38; 3. Pri Daubringen, 36; 4. Wilh. Schäfer, Wieseck, 5. Ludw. 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Die erste Jugend zeigte trotz Ersatz ein ansprechendes Spiel. Der Kampf zeigte, daß der Gegner Watzenborn viel seiner früheren Spielstärke eingebüßt hat. Die Mannschaft wurde vollkommen in die eigene Spielhälfte zurückgedrängt und war nur darauf bedacht, den Ball aus der Nähe des Tores zu bringen. Bei den Blau-Weißen gefiel besonders das Schlußdreieck und die Läuferreihe, während der Sturm sich zu keiner geschlossenen Leistung entschließen konnte. Der zweiten und dritten Jugend fielen die Punkte kampflos zu, da die Gegner nicht antraten. Die Alten-Busecker Schüler scheuten auch das schlechte Wetter nicht, um ein Freundschaftsspiel gegen 1900s Schüler auszutragen. Das Spiel zeigte, daß die Gäste noch immer eine der stärksten Mannschaften sind. Aber die kleinen 1900er zeigten auch, daß sie spielen können. Die zweiten Schüler fuhren trotz des Regens nach Leihgestern. Der glatte Boden machte große Schwierigkeiten. Der Mannschaft gelang es, einen knappen doch verdienten Sieg zu erringen. Wichtige Neuerscheinung! oon Uflanien u. Tieren nach der Naturschutzverordnung vomi8.Müri 1936 (RG Sl.I Seite 181) und den ergänzenden Bestimmungen, ausführlich erläutert von Professor Dr. W Weber, o. ö. Prof, der Rechte und Referent im Reichs, und Preußischen Ministerium für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung, und Prof. Dr. Walther Schoenichen, Leiter der Rsichsstelle für Naturschutz. Gebunden RM. 3,60. Bestellungen durch alle Buchhandlungen 6u o Bermüh err erina.Berlin £im:er1 Für 14 jähr Jungen m.gut.Zeug- nissen. wird per sosorr kaufm. Lehrslelie gesucht. Schriftl. Ang. unt. 04469 a.d Gß.Anz.erb. vci IUJ. vyiUHCil, elektrisch. Licht, Autowaschgelegenheit usw. soll. Nähe Selterstor errichtet werden, ernste Dauer- Leichiaihletik-Mannschastskampf in Odenhausen (Lahn). Ruttershausen — Odenhausen — Mainzlar. In Odenhausen (Lahn) hatten sich am vergangenen Sonntag die Volksturnmannschaften der Vereine Mainzlar, Ruttershausen und Odenhausen zur Austragung eines Mannschaftskampfes zusammengefunden. Vor dem Eintritt in die Kämpfe (bestehend aus Weitsprung, Weithoch, 100-Meter-Laus, Steinstohen, Kugelstoßen, Schleuderball, Keulenwurf und 4 mal- 100-Meter-Staffel) erfolgte der gemeinsame Anmarsch durch den Ort nach dem Sportplatz. Hier richtete der Dietwart des hiesigen Turn- und Sportvereins, Lehrer Kreuter, an die angetretenen Mannschaften eindrucksvolle Worte über den Sinn des Turngedankens oon Turnvater Jahn. Die Kämpfe, die trotz des nicht sehr günstigen Wetters glatt durchgeführt werden konnten, brachten der Mannschaft Ruttershausen den ersten Sieg. An zweiter Stelle folgte Odenhausen und an Dritter Mainzlar. Rach den Austragungen bewegten sich die Wettkämpfer mit einer Anzahl Zuschauer nach dem Turnlokal Koch, wo ein kameradschaftliches Beisammensein stattfand. Der Turnleiter des Vereins Odenhausen, Fritz Karber, überreichte der 1. Siegermannschaft den ausgesetzten Wanderpreis, der noch mehrere Male zum Austrag kommen soll. Der Vereinsoorsitzende Wilhelm Karber sowie der Turnleiter forderten vor allem die Jugend dazu auf, in Gemeinschaftskämpfen das Band der nach- lich sportlichen Beziehungen zum Segen des Volksganzen noch enger zu knüpfen. 6 Schreib- und 3 Nähmaschinen, 2 Kassen- und 3 elektr.Kühlschränke, 1 Registrierkasse u. 2 Ladenkassen, 7 Sessel, 3 Vertikows, 3 Chaiselongues, 6 Sofas, 2 Personenwagen, 1 Registratur-, 1 Bücher-, 1 Waren , lAktenroll-u 1 Kleiderschrank, 1 Stand- u. 1 Wanduhr, 2 Klaviere, 1 Hobelbank, 14 Särge, 2 Büfetts, 1 Vitrine, 1 Ladentheke, 1 Frisiertoilette, 1 Rauchtisch, 4 Stühle, 1 Ständerlampe, 1 Korbgarnitur, 1 Pluschtepyich, 1 Bleistiftspitz- maschine, 10 Autoreifen, verschied. Kannen Autoöl usw., 3 Fässer, Stahl- u. Kohlenschaufeln, SOtan* tel-,Wasch-u.Kaffeetessel, 1 Jauche> pumve,Dosenverschluß und Waschmaschinen. Kühleinsätze, Schlösser, Besen u. Schrubber, Garderobe- u. Gardinenleisten. Handtuchhalter, Wandschoner, Türbänder, Kohlen- füller, Kaitoffelauetschen, 1 Herd, IZinkbadewanne u.Haushaltungs- gegenstände aller Art, 2 Schweine. LNöll Gerichtsvollzieher in Gießen. Ludwigstraße 331. Tel. 3239. auf den Gegner aus Bieber. Beim Spiel Launsbach gegen Staufenberg war der Schiedsrichter nicht zur Stelle. In Wieseck mußten die Platzbesitzer dem Gast aus Londorf einen hohen Sieg überlassen. Rieder-Girmes II mußte an der Rauborner Straße hart kämpfen, um die Dritte des SpV. niederzuhalten. Münchholzhausen hat noch nicht die nötige Spielerfahrung. Die erstmals wieder auftretenden Wetzlarer Vorstädter kamen gleich zu einem Sieg. Spielabteilung Tv 1889 Klein-Linden Hungen I — Klein-Linden I 1:2. Klein-Lindens I Fußball-Mannschaft weilte am Sonntag in Hungen, um dort das erste Verbandsspiel auszutragen. Die Mannschaft konnte zwei wertvolle Punkte mit nach Hause bringen. Klein-Linden begann das Spiel mit 10 Mann, konnte aber trotzdem bereits in der ersten Minute zum ersten Erfolge kommen. Nach einer Viertelstunde vervollständigte sich die Elf. In der Mitte der ersten Halbzeit konnte Hungen durch einen Nachschuß zum Ausgleich kommen. Wenig später nahm der Mittelstürmer einen gut von links hereingegebenen Ball auf und sandte zum zweiten Erfolg ein. Die Gastgeber brachten nun, unterstützt " durch das Publikum eine härtere Note in das Spiel, sodaß weitere Erfolge der Gäste ausblieben. Kurz vor Schluß konnte der Gästetormann einen scharfen Schuß zur Ecke abwehren und so seiner Mannschaft den Sieg sichern. — Das Spiel der Jugendmannschaften kam nicht zum Austrag. Kuhball im Turnverein Großen-Linden Die 1. Mannschaft weilte am Sonntag zum fälligen Verbandsspiel in Grüningen und unterlag nach blauen Konfirmandenanzügen Marengo-Paletots Herren-Wintermänteln sowie Vade-EinnWngen Gasherde, Wasch- u. Sviiltische KtzoblThörner Aachs. Ludwigstraße 40 soieA Ruf 3355 Donnerstag, den 1 .Oktober 1936, nachmittags 2 Uhr, versteigere ich dahier an Ort und Stelle (Bekanntgabe erfolgt im Versteigerungslokal Neuenweg 28, dahier) zwangsweise gegenBar- Hauchdunn wie Hautcreme Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 Mieter erhalten Auskunft. Schr. Ang. unt. 6052 v a o. Gieß. Anz. [ Mietgesuche | Student, kurz v. Examen, sucht f. d. kommende Semester, bessermöbliertes Zimmer mögl.m.Dampfheizung, Nähe Universität. Sof. Zuschr.m. Preisangabe unter Nr. 614211a.d.G.A. Möbliertes Zimmer gut eingerichtet, evtl. Wohn- und Schlafzimmer sofort zu mieten gesucht. Preisangebote unter 04452 a.d. Gieß. Anzeiger erbet. KleineAnzeigeu im Gießener Anzeiger werden von Tauienden beachtet und gelesen. 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