- f N ll: ft- . 1 t'i :1 TitA|m Ar sks lot einzelnen Nummern Ermähigte Grundpreise: Jifilge höherer Gewalt AW D zÄa W < AA Stellen-, Vereins-, gemein« ä General-Anzeiger für Oberhefen bsbb ichen- Anzeiger Gießen t/ -^7 ! ft I f gen,Väder.,Unterrichts, u. vofticheckfonto: behördliche Anzeigen 6Rpf. Itraiturt am Main liess Druck unö Verlag: vrühl'sche UuioerfitStrvuch- und Steindruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 M-ng-nabWüff-Staffel 8 OOlj). 5$)?^ BÄ SZ weitere S ü°r *W über . Jir freuen uns, mit Ihnen sporiliche Kame- Ämpfen. f niheil Anteil an dem großen sportlichen Wettkampf der Welt. orträfit Das Internationale Olympische Komitee in Berlin. Der erste festliche Auftakt für die Olympischen Spiele, die feierliche Eröffnung der ersten Sitzung des Internationalen Olympischen Komitees, fand am Mittwochnachmittag in der Aula der Friedrich-Wilhelm- Unioersität in Berlin statt. Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, eröffnete die Sitzung. 48 Vertreter aus aller Welt nahmen daran teil, u. a. der Präsident des IOK. Graf Baillet- Latour, Exzellenz L e w a l d, Reichssportführer v. Tschammer und Osten, während als Vertreter der Reichshauptstadt Staatskommissar Dr. L i p p e r t zugegen war. — (Scherl-Bilderdienst-M.) iie werden nicht nur in der Festfreude in Ber- n, s sondern überall in Deutschland aus ehr- <(ob Herzen freudig empfangen werden. ni das deutsche Volk nimmt in seiner Ge- WNi UFNR> Es ist ein weises Gesetz, welches von dem Schöpfer der modernen Olympischen Spiele, Pierre de Coubertin, und seinen Mitarbeitern geschaffen wurde. Weise und ritterliche Männer sind Hüter dieser Magna Charta des Sports gewesen. Ich benutze deswegen als verantwortlicher Führer des deutschen Sports die willkommene Gelegenheit, Ihnen, sehr verehrter Herr Präsident, und Ihren hervorragenden Mitarbeitern den Dank des gesamten deutschen Sports zu übermitteln. In diesen Dank schließe ich den Wunsch ein, daß die Tätigkeit des Internationalen Olympischen Komitees auch in Zukunft von dem gleichen ausgezeichneten Erfolg begleitet sein möge wie bisher. Schlagen Sie, meine Herren, mit der Durchsetzung des olympischen Gedankens neue Brücken des Friedens, und seien Sie versichert, daß es für den deutschen Sport stets eine hohe Ehre sein wird, Sie hierbei mit voller Kraft und mit voller Begeisterung zu unterstützen." Staatssekretär a D. Dr Lewald hieß im Namen des Organisationskomitees und der deutschen Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees die Teilnehmer und Ehrengäste willkommen. „Es ist mir", so führte er u. a. aus, „eine große Freude und Ehre, zugleich im Namen meiner deutschen Kollegen, Seiner Hoheit des Herzogs Adolf Friedrich zu Mecklenburg und Dr. Ritter von Halt, Sie, Herr Präsident, und Sie, meine lieben und verehrten Kollegen, die Sie in größerer Zahl als je zuvor zu den Spielen dieser XI. Olympiade sich versammelt haben, auf das wärmste und herzlichste willkommen zu heißen in dieser schönen und historischen Aula, in der wir schon einmal, am 25. Mai 1930, eine Tagung des Internationalen Olympischen Komitees feierlich eröffnet haben als Auftakt zu dem Olympischen Kongreß von Berlin. Der Kongreß des Jahres 1930 hat die Entscheidung des Internationalen Olympischen Komitees vorbereitet, die Stadt Berlin mit der Durchführung der Spiele der XI. Olympiade zu betrauen. Die unter Ihnen, meine lieben Kollegen, die vor sechs Jahren in Berlin weilten, fühlen nicht nur, sondern sehen vor ihren Augen die tiefgreifenden Veränderungen, die sich in der Hauptstadt des Reiches und in ganz Deutschland in diesen 31/z Jahren vollzogen haben, seitdem der starke Wille des Führers und Reichskanzlers das ganze Volk in nationaler Begeisterung zusammengeschlossen und dem Leben der völkischen Gemeinschaft neue Ziele gesetzt hat. Das Internationale Olympische Komitee hat viele schwierige Aufgaben zu lösen. Die bedeutendste ist, zu entscheiden, welches Land nach Deutschland die Ehre haben wird, die nächsten olympischen Spiele auszurichten. Drei Städte müssen in Erwägung gezogen werden. Zwei von ihnen sind Hauptstätte mächtiger Reiche, und eine ist die Hauptstadt eines kleinen Landes, das indessen dem Sport begeistert ergeben ist, und dessen Athleten weltberühmt sind. Die Na- len. . 1 rkgm mlX 1 steter m » f eter leicht M 1 tionalflagge der Nation, die zur Durchführung der XII. Olympischen Spiele ausgewählt wird, wird nach der Schlußzeremonie am 16. August auf dem höchsten Fahnenmast des Olympischen Stadions gehißt werden. Was wir erreicht haben, war nur zu erreichen durch die ständige Mitarbeit der Regierung des Deutschen Reiches, wobei besonderer Dank dem Vizepräsidenten des Organisationskomitees dem Staatssekretär im Reichsinnenministerium Herrn P f u n d t n e r gebührt, der uns in jeder Weise unterstützt hat, vor allen Dingen durch die Beschaf- funa der Mittel, die für die Durchführung dieses großen Werkes notwendig waren. Deutschland mit seinen 67 Millionen Einwohnern, jung und alt, hat sich mit ganzem herzen für die olympischen Ideale eingesetzt. Wir haben uns bemüht, in der olympischen Kunstausstellung und in der einzigartigen Ausstellung „Sport der Hellenen", in den großen Aufführungen in dem Theater, das den Namen des deutschen Dichters der Bewegung Dietrich Eckart trägt, auch dem geistigen Gehalt dieser Spiele reiche und vielfältige Gestaltung zu geben. Ich weiß, daß ich im Namen der ganzen deutschen Oeffentlichkeit spreche, wenn ich Ihnen Grüße und Wünsche in dieser Stunde überbringe. Seien Sie uns von Herzen willkommen! Möge eine erfolgreiche Tagung den guten Auftakt für die kommenden Spiele bieten. Der Präsident des Organisationskomitees Graf Vaillet-Lawur nahm als Letzter das Wort, der u. a. sagte: „Wieder einmal sind wir in diesem Saal vereint, wo vor sechs Jahren der Olympische Kongreß eröffnet wurde, bei dem die 1925 in Prag begonnene Festlegung der Grundsätze der Olympischen Spiele zu Ende geführt wurde. Die Unwandelbarkeit seiner Lehre ist es, die dem Internationalen Olympischen Komitee seine Kraft, seine Autorität und sein Ansehen erhalten hat, ohne die es ihm nicht gelungen wäre, seiner Verfassung Respekt zu verschaffen, noch den Sieg über alle Boykottversuche gegen die XI. Olympiade zu erringen, wie es ihm auch nicht gelungen wäre, in den kritischen Tagen, in denen wir jetzt leben, sich frei von jedem politischen oder religiösen Einfluß zu halten. Wir dürfen stolz darauf sein, daß wir ein wirkliches Bindeglied zwischen den Völkern bleiben und wirksamer als irgendein anderer Organismus an der Völkerverständigung arbeiten. Wie viel Dank schuldet die Welt unserem Gründer, den wir als Kandidaten für den Nobel-Friedenspreis vorgeschlagen haben. Wir haben die feste Hoffnung, daß ihm diese hohe Auszeichnung zuteil wird, die ihm ohne jeden Zweifel gebührt für all das Gute und Nützliche, das er in seinem langen Leben voll Opfer und Hingabe der Welt geschenkt hat. Die olympische Idee wirft ihre Strahlen auf das ganze Weltall. Sie hat eine Wystik geschaffen und eine solche Kraft entfaltet, die jetzt nichts mehr aufhallen kann. Um sich ein Bild davon zu machen, muß man einmal mit den Sportlern in den Vereinigten Staaten, in Japan und in Finnland zu leben das Glück gehabt haben, und zwar gerade in einer Zeit, wo wichttge Fragen auf der Tagesordnung standen. Ihr Zugehörigkeitsgefühl zum Olympismus ist allgemein. Sie alle haben begriffen, daß es die von Coubertin erneuerten Spiele sind, die die Aufmerksamkeit der öffentlichen Gewalt auf die moralischen und physischen Werte des Sportes gelenkt haben. Alle, die an den Spielen teilgenommen haben, wissen, welchen Nutzen die Jugend der Länder, wo olympische Spiele gefeiert wurden, daraus gezogen hat. Darum haben auch heute so viele Städte den Wunsch, einmal der Schauplatz der Spiele zu sein. Die Bedeutung einer jeden einzelnen ist so groß, daß Ihnen, meine lieben Kollegen, die Wahl besonders schwer fallen wird. Darum bitte ich Sie, unter Ausschluß jeglicher anderen Betrachtung nur d a s zu erwägen, was Ihnen nach bestem Gewissen als von größtem Interesse für das Weltwerk, dessen Hüter Sie sind, erscheint. Mit dem Assai agitato aus dem Opus 41 von Robert Schumann schloß die festliche Sitzung. Oer Reickssporlführer an das Olympische Komitee Oesterreichs. Der Reichssportführer hat an das Oefterreichifche Olympische Komitee nachstehendes Telegramm gerichtet: „Wenn das deutsche Sportvolk mit einem besonderen Erleben an der Feier in Wien teilnimmt, die der Olympischen Flamme gilt, so dankt es das den Staatsmännern, die zwei durch äußere Umstände getrennte Völker, die zusammengehören, nun wieder freundschaftlich zusammengeführt haben. Möge das Feuer, das, von klassischer Stätte menschlicher Kultur kommend, die beiden Brudervölker verbindet, tief in die Herzen die Erkenntnis einbrennen, daß diese Verbindung nie wieder abreißen sollte. gez. von Tschammer und D ft e n.* [et kraul! diwSfellvettreter des Führers: essentlichkeii ho Vertreter des Führers des deutschen Volkes ner, Wputschen Reichskanzlers, des Schirmherrn der ibenben MM: xiILbmpischen Spiele, und in seinem besonderen ig tämpftenj" iregge heiße ich die Mitglieder des Jnternatio- SchiviMchol^n. Komitees, sowie die Teilnehmer an den bei ben Ölfischen Spielen aus dem In- und Auslande emperatur betnii^ eir^ } cf) willkommen. Ganz besonders be- gte im 6-M grstjßeich namens des Führers und zugleich namens jii kalt war dänischen Volkes unsere Gäste aus dem Ausnachen, xötiW lanh, üdie zu diesem friedlichen Wettbewerb der GynrnW^ VAke- in der deutschen Reichshauptstadt erschienen t halle. 3»® siiB ------ ", " W Meters raöMt zu pflegen und persönliche Beziehungen Handschlag ai gaben sich * loil aus: trotzt 2 Vv x Wettkampf roirt) ausgetragen im Stolz auf eigene Leistung, verbunden mit der Achtung DDL" .'m Leistungen der Mitkämpfer und den Natio- neri f r die sie antreten. 1 bcae dieser Geist sich immer mehr auf die Nwttnm selbst übertragen, daß sie bei allem Stolz __' fr» eigene Leistung ehrlich und neidlos die Lei-stugen der anderen anerkennen und Achtung '— , heM vor deren nationalen Eigenarten. jnd3l’* W Geist ist würdig des hervorragenden Grün- * . m61 dersdir modernen olympischen Spiele, des Barons aufsrau e Gubertin, der heute mit berechtigtem Stolz aufch ks von ihm geschaffene Werk blicken kann. Daefem Geist als Wegbereiter wahren Frie- tiei£ der unserer gequälten Welt so bitter not- k U uus Anlaß der Olympischen Spiele beson- d«e . Ausdruck verleihen zu können, ist nicht tritt! »en aktiven deutschen Teilnehmern, sondern den ganzen deutschen Volke als Gastgeber eine telpunki der Olympischen Spiele 1936 zu sein, grüße ich Sie. Alle unsere Bemühungen, dem Olympischen Fest den würdigsten und glanzvollsten Rahmen zu geben, wären vom letzten Erfolg nicht gekrönt gewesen- wenn es nicht gelungen wäre, durch die Inittative unseres Führers und seiner Mitarbeiter die Olympischen Spiele 1936 zu einer Herzenssache für jeden Berliner, ja darüber hinaus für jeden Deutschen zu machen. Im Herzen eines jeden von uns glüht die olympische Idee, die Idee, die durch ritterlichen Sportkampf die Beziehungen der Völker untereinander veredeln oder gewissermaßen vergeistigen will. Denn in der olympischen Idee verknüpft sich der Gedanke des modernen völkerverbindenden Sports mit einer hehren Tradition antiker Kultur als einer der Grundpfeiler unserer Zivilisation. Berlin grüßt die olympischen Kämpfer aus aller Welt. Es grüßt darüber hinaus in ihnen und mit ihnen aber auch die Vertreter von über 50 Nationen, mit denen allen Deutschland, als ein Bollwerk des Friedens, im Geiste gegenseitigen Verständnisses zu leben wünscht. Wir hoffen und wünschen herzlich, daß die Berliner Gastfreundschaft mit dazu beitragen möge, die so notwendigen Brücken zwischen allen Völkern zu festigen und, wo es nottut, neue zu schlagen. Möge so das Echo der beginnenden Olympischen Spiele weit hinausgehen über den ganzen Erdball hinweg als ein Beweis dafür, daß der olympische Geist nicht tot ist, sondern lebendiger lebt denn je. Heil Olympia!" Für den Deutschen Olympischen Ausschuß hielt dessen Präsident, der Äejchssportsührer von Tschammer und Osten folgende Ansprache: „Es gibt in der Welt des internationalen Sports kein Ereignis, das sich auch nur entfernt an äußerem Glanz, an ernster Feierlichkeit und an Großartigkeit der Idee mit den Olympischen Spielen messen könnte. Ja, man gibt sich vielleicht vergeblich Mühe, überhaupt eine Gelegenheit in der Welt ausfindig zu machen, die in so umfassender Weise Völker und Nationen zu gemeinsamem Schaffen in edler Begeisterung zusammen- führt. Die überragende Bedeutung der Olympischen Spiele als Weltveranstaltung mag einesteils darin ihre Erklärung finden, daß die Liebe zu den Leibesübungen als ewiges Ahnenerbe der Menschheit bei allen Völkern immer wieder durchbricht. Allein, allzu oft haben sich in der Welt edle menschliche Neigungen durch tragische Umstände oder Ungeschick gegeneinander erhoben und bekämpft. Ls muh deshalb dem Internationalen Olympischen Komitee die höchste Anerkennung und größte Achtung gezollt werden, weil es, wie selten ein anderes internationales Gremium, verstanden hat, das edle Feuer des Sports zu hüten, es zu immer stärkerer Glut zu entfachen und ihm die gemeinsame Liebe aller Nationen der Welt zu erhalten. Naturfreund befl;&von^ । und na aUsjf rar>rwe|t ehe-”] p. peeT all» 'ildes ^s dti# ahmeJlheirtätl.'Lj' hi t iefe Befriedigung. vi; Olympische Glocke ist eine Glocke des 2stiebens. Sie trägt die Worte: „Ich rufe die 'Ziugnb der Welt!" Namens des Führers und tes deutschen Volkes darf ich diese Worte t öriiüren in: „Ich grüße die Jugend der 1 Dill! “ Uc; Olympische Komitee hat den Dank des deutschen Volkes für den vollen Einsatz verdient, mit dem-« die Organisation der XI. Olympischen Spiele “ton vorbereitet hat. Wir wissen um Die SckUie igkeiten vielseitigster Art und sind glücklich öartuie:. daß sie überwunden sind und die viym- pisiHi Spiele nun ihren Lauf nehmen können m ihrer Mission an den Völkern. erkläre die Tagung des Internationalen "spNfli.chen Komitees für eröffnet." Nch dem Stellvertreter des Führers nahm Llaatskommiffar Dr. Lippert dosi Zvrt, der u. a. sagte: Namens der Reichs- H^Ußfftcldt, die die Ehre hat, Schauplatz und Mit- Feierlicher Auftakt der Olympischen Spiele 1936 Eröffnungssitzung des Internationalen Olympischen Komitees. Iß rUn, 29. Juli. (DNB.) In der festlich ge- schmckten Aula der Friedrich-Wilhelrn-Universitat bet)an am Mittwoch in feierlichem Rahmen die allen Olympischen Spielen vorausgehende Ta- g rg d e s Internationalen Olympisch ei Komitees, die von ihrem Präsidenten Älr d e Baillet-Laiour geleitet wurde. Auftrage des Führers hieß sein Stellvertreter RSickiminister Heß die Mitglieder des Internatio- nchei. Komitees, die Teilnehmer an den Olympischen Skie n und alle ausländischen Gäste willkommen. N^inms der Reichshauptstadt begrüßte sie Staats- kvkirissar Dr. Lippert, namens des Organisa- tblrüDmitees dessen Präsident Staatssekretär a. D. D 8. : ewald, namens des Deutschen Olympischen ASiL'iiusses der Reichssportführer von Tscham- iroieru n d Osten. Dm Festakt wohnten das Präsidium, der Voll- ziqzs^lsschuß und fast alle Mitglieder des Inter- nctiin alen Olympischen Komitees, ferner die diplo- w utiyen Vertretungen fast aller an den Olympisch! Spielen beteiligten Länder, die Präsidenten bei: mternationalen Sportverbände, die Mann- sckchfiisührer der bereits in Berlin eingetroffenen al Müschen Kämpfer und deutscherseits Reichs- i -uoröer^run.', rnirtiisr Frick, Reichsleiter Bouhler, die großen Siegs SAa^sekretäre Pfundtner und Funk, der stchlv^tretende Gauleiter G ö r l i tz e r und viele arrfre:- führende Persönlichkeiten aus Staat und ftx w i6 .y BckMsung bei. ' । ; Dii Festsitzung begann mit dem Einzug der Ko- ' L5 c miniemitglieder, die zum ersten Male die von einem deitztscien Künstler entworfene Amtskette als Zeichen iörten Ruhest jhfLT Würde trugen. Präsident Graf Baillet- es nun die nü O tru r nahm zwischen dem Stellvertreter ie kleinen M d eiis Führers und dem Reichssportfüh- zu halten, & r er :nr dem Rednerpult Platz. Rechts schlossen sich t. des« !|:-äfibent des Organisationskomitees, Staats« MorfiMr feftltkr a. D. Lewald und Reichsinnenminister 6 -rirf, zur Linken des Reichssportführers ;r Schatlkommissar Dr. Lippert an. Mit der An- ^dame2antabile aus der A-ckur-Sinfonie von Lud- m eE Beethoven, gespielt vom Dresdener Streich- ' ‘ qu|ite t wurde die Sitzung eingeleitet. Dann sprach einen F e st a k t mit Empfang. Internationalen Olympischen Jti I. Die Mitglieder des Leitun. ng von Lizzi M a u d r i ck. Die „Chaconne" „Paris und Helena" von Gluck beschlossen das aus „ Die Auferstehung der hellenischen Welt Reichsministef 5tufl eröffnet die Ausstellung »Sport der Hellenen aller Deutsche Akademie für Lustfahrtforschung Auslese -er beste« , . , , omitees wohnten gemeinsam mit Vertretern des politischen, wissenschaftlichen und Kunstlebens dem Festakt bei. In den Reihen des Diplomatischen Korps sah man die Die Ehre'ihres Landes unb der Frieden der Welt — das sind die beiden Güter, für die die Gefallenen des großen Krieges gestorben sind. Die Ehre des Landes und der Frieden der Welt — das sind auch die beiden Grundpfeiler der olympischen Idee, die durch die Ehrung der Toten bestimmt wird. Die olympische Glocke ruft die Jugend der Welt, die lebende und die im Kriege gebliebene, zum olympischen Feste. Das olympische Feuer brennt euch zu Ehren, ihr toten Kameraden aus aller Welt, als ein Symbol des Flammenherdes, au dem euer Leben sich verzehrt hat. Wir rufen euch, mit euch wollen wir dieses Fest begehen, wie wir mit euch leben, bis uns selbst das Dunkel umfängt. Als Reichsminister Rust der Gefallenen gedachte, erhoben sich die Anwesenden zu Ehren der Toten aller Nationen von ihren Vlätzen. Die „Hymne an Apoll" wuchs in diesem festlichen Augenblick am Vorabend der Olympischen Spiele empor zu einer Huldigung der Künste an die Kraft und die Schönheit. Zu einem künstlerischen Höhepunkt des Abends gestaltete sich die Tanzsuite von Händel, getanzt von der Tanzgruppe der Preußischen Staatstheater unter gemeinen technischen Stand der Luftfahrt und die besten künftigen Wege. Sie gibt auch Gutachten ab und pflegt die wissenschaftlichen Beziehungen zur Berlin, 29. Juli. (DBB.) Der Führer und Reichskanzler hat die Bildung einer deutschen Akademie für Luftfahrtforschung an- geordnet. Der Reichsminister der Luftfahrt, Gene- raloberst Göring, hat die näheren Anordnungen über diese Akademie erlassen. Rach den Satzungen vereint die Akademie namhafte, auf dem Gebiet der Ingenieur- und Ratur- Wissenschaften im Dienste der Luftfahrtforschung tätige Gelehrte und Ingenieure, um in Gemeinschaftsarbeit die wissenschaftlichen Grundlagen der Luftfahrttechnik zu erweitern und die praktische Anwendung der gewonnenen Erkenntnisse zu fördern. Die Arbeitsweise der Akademie schließt sich den Methoden der alten großen Akademien an: Reben größeren Gemeinschaftsarbeiten wissenschaftlicher Art werden durch die ordentlichen Mitglieder auf hoher wissenschaftlicher Warte stehende Pflichtvorträge in geschlossenen Teilnehmerkreisen gehalten werden, hierbei wird von den einem größeren kreise zugänglichen Sitzungen der Akademie der Luftfahrtforschung jährlich eine zum Gedenken an den Tag der Freiheit der deutschen Luftfahrt, den 1. März 1935, stattfinden. Die Akademie legt dem Reichsminister der Luftfahrt jährlich eine Denkschrift vor, enthaltend Darlegungen Über den all- Berlin, 29. Juli. (DRV.) Im Pergamon- Museum, angesichts eines der schönsten Heiligtümer des klassischen Hellas, veranstaltete der Reichsminister -es Innern Dr. Frick für die offiziellen Gäste der XI. Olympischen Spiele das großartige Schauspiel körperlicher Wettkämpfe, die während des Lebens ihre größte Freude gewesen waren. Voll erschließt sich uns aber der Sinn dieses Brauches erst dann, wenn wir erkennen, daß der Kampf das eiaentliche Mysterium des heroischen Lebens ist, das die Ueberlebenden durch die Veranstaltung dieser Wettkämpfe dieses Mysterium spielten und es sich symbolisch zu eigen machten. Wir gedenken in dieser Stunde der Gefallenen des großen Krieges, die durch ihr Sterben eine neue Epoche in der Geschichte der Menschheit eingeleitet haben. Ihr heroisches Leben ist eingegangen in eine neue Welt des Mythos, die unser Denken zu durchdringen und zu befruchten beginnt, so wie die Griechen auf dem Höhepunkt ihrer Kultur aus dem Geiste des Mythos gelebt haben. Die Olympischen Spiele find im Begriff, die größte kultische Feier zu werden, die wir den gefallenen Helden des Weltkrieges ohne Unterschied der Ration darbringen. Die Mannschaften der einzelnen Länder kämpfen zur Ehre ihres Landes um den Sieg im Geisle der Gefallenen dieses Landes, und jede Ration ehrt die andere, indem sie in den heiligen Wettstreit eintritt. Der Kranz, den sie erringen, sollte nicht Eigentum der einzelnen Sieger bleiben, sondern er sollte im Geist der Griechen nach ihrer Rückkehr in die Heimat niedergelegt werden an dem Grabmal des unbekannten Soldaten. Berlin, 29. Juli (DNB.) Jrn Deutschen Museum wurde die von den staatlichen Museen und dem Organisationskomitee der XI. Olympischen Spiele veranstaltete Ausstellung „Sport der Hellenen" feierlich eröffnet. Unter den Gästen sah man u. a. Reichsminister R u st, Staatssekretär Funk, General der Polizei D a l u e g e, Polizeipräsident Graf H e l l d o r f, ferner fast das gesamte Komitee der Olympischen Spiele mit Graf B a i l l e t - L a t o u r an der Spitze, Staatssekretär a. D. Dr. Lewa! d, Dr. Die m, Ritter von Halt und andere. Reichsminister Rust hielt eine Rede über die Auferstehung der hellenischen Welt, die von der internationalen Zuhörerschaft mit größtem Interesse und Bei- fall aufgenommen wurde. Er führte u. a. folgendes aus: Die Auferstehung der hellenischen Welt für das Abendland aus tausendjähriger Vergessenheit führt zunächst in den Gipfelleistungen seiner Dichtung und Philosophie, seiner Baukunst und Plastik für den Gelehrten und Dichter, den Baumeister, und darstellenden Künstler eine neue Zeit herauf. Humanismus und Renaissance leben in einer begrenzten Bildungsschicht, das Volk ist bewegt von den Auseinandersetzung in der christlichen Kirche. Das 18. Jahrhundert greift aufs neue nach den großen Schöpfungen der Hellenen und sieht in ihnen nicht nur in den Ergebnissen, sondern auch in ihrer Zielsetzung das Ideal der Humanität geschichtlich verkörpert, so hoch und vollkommen stehen die Gedanken und Gestalten von Hellas da. Aus seinem völkischen Urgrund, der allerdings von einem gütigen Geschick behütet und gefördert ist, erst kann Hellas ganz begriffen werden. Es wurde so nicht begriffen. Während die „Iphigenie" Goethes und Feuerbachs eingebürgert wurde, während den Weg vom Brandenburger Tor bis in dieses Haus Schinkels Klassizismus begleitete, wartete noch immer der Körper in den humanistischen Gymnasien auf seine Gleichberechtigung mit dem Geiste, dessen Pflege einseitig als die klassische Bildung betrieben wurde. Die Sorge um das lateinische Skriptum, um die Vernachlässigung sprachlogischer Denkübungen ist größer als das Verantwortungsgefühl vor der Wahrheit, daß Hellas solange im Wesen leblos bleibt, als nicht die leiblich- weitreichende Aufgabenstellung der neuen Akademie ist es auch, daß wertvolle Ergebnisse der ganzen deutschen Luftfahrtforschung in der Reget erstmalig im kreise der Akademie einem größeren Fachkreise bekanntgemacht werden sollen. Die wissenschaftlichen Ergebnisse der Arbeiten der Akademie werden in geeigneter Form veröffentlicht. Der F ü h r e r und Reichskanzler hat die Leitung der Akademie dem Reichsminister der Luftfahrt Ge- neraloberst.G bring überfragen, der als Präsident mit der ihm eigenen Tatkraft in wenigen Tagen öie aur Bildung der Akademie notwendigen Maßnahmen zur Durchführung brachte. Zu einem der ^lhcItf?,3ePrdfibcnlen der Akademie wurde der Staatssekretär der Luftfahrt, General der Flieger JJt l Ich, ernannt. Ein weiterer Vizepräsident und der Kanzler der Akademie werden in nächster 3eit atis den Kreisen der Luftsahritcchnik ernannt wer- öen. Die Akademie wird bis zu 60 ordentliche und ms zu 100 korrespondierende Mitglieder, daneben auch fördernde Mitglieder umfassen. Die Deutsche Akademie der Luftfahrtforschung wird eine Auslese der besten Wissenschaftler Deutschlands darstellen. Daneben wird sie aber auch ganz besonders bedeutende Männer der ausländischen Wissenschaft in sich vereinen. Zum ersten Male wird hier ein Gebiet der Technik, dessen grundlegende Arbeitsbedingungen allerdings ganz einzigartig sind, in derjenigen Arbeitsform zusammengefaßt, die sich auf den Gebieten der Geistes- und Naturwissenschaften in den großen deutschen Akademien, insbesondere der preußischen und Bayerischen Akademie, Olympischer Festakt am pergamon-Allar Ansprachen der Reichsminister Nr. Frick und Rust. Anordnung des Führers. - Leiter der Akademie Generaloberst Göring Wissenschaftler Deutschlands. aber auch im Ausland in Jahrhunderten öe- währt hat. Die Technik des Luftfahrzeuges, seiner Hilfsmi^ und Ausrüstungen umspannt weite Gebiete von btr allgemeinen Wissenschaften bis zu einer spezielle Technik, deren innere Arbeitsbedingungen und berir Zielsetzung sich grundsätzlich vom Wesen der * meinen, erdgebundenen Technik unterscheiden. TV Naturwissenschaften sind die dienenden Kräfte diel« neuen, das wirtschaftliche, vor allem aber das B gemein-verkehrspolitische Leben und darüber binaiiü die gesamte politische Lage der Völker und Staate verändernden Luftfahrt. Noch steht die Suftfa^17 technik erst am Anfang ihrer Entwicklung. Der die Bildung der neuen Akademie einleitende Erlaß des Reichsministers der * fahrt, Generaloberst Göring, hebt als Grundaufgabe der Akademie das Ziel hervor, wertvolle wissenschaftliche Beiträge zu liefern für die Ueberwindung von Raum und Zeil durch den Menschenflug. Diese Aufgabenstellung ragt in die weiten Fernen, in kommende 3al)t* Zehnte und Iahrhunderte. Sie zeigt nachfolgenden Geschlechtern unseres Vaterlandes, aber auch der großen Welt ein neues Ziel, so wie es einst die alten großen Akademien der Wissenschaften für die Geistes- und Raturwissenschaften getan haben und noch heute tun. Kämpfen für die Ueberwindung von Zeit uwb Raum durch den Menschenflug heißt kämpfen die Zukunft des eigenen Volkes und hierdurch wi'i' der für den Fortschritt der ganzen Menschheit. gang finden, obwohl es im verwandten Blut die gleichen Kräfte trägt. Erst die nationalsozialistische Weltanschauung hat diese Frage entschieden und den engen Zugang für Gelehrte und Künstler verbreitert für das ganze Volk. Erst das junge Deutschland, das in einer rassischen Substanz den ewigen Born wieder verstanden hat, aus dem die großen .Schöpfungen seines eigenen Genius gespeist sind, das den Zusammenhang von Leib und Seele, Körper und Geist wieder erfaßt hat, begriff aus dem eigenen Erleben im völkischen Erwachen die hellenische Welt und das Geheimnis seiner großen Erscheinung. Schnell ist nun in Deutschland zur Tat geworden, worum Generationen so schwer gerungen haben. Ganz Deutschland fühlt sich froh im körperlichen Einsatz und begreift, daß daraus Kräfte nicht nur für den Körper und nicht für den einzelnen entstehen. Deutschland ist nicht mehr ein Raum für eine Summe von 65 Millionen Menschen, sondern die irdische Ewigkeit, an der wir teilhaben als Geschlechter in der Kette der Ahnen und Nachfahren, die heilige Kraft, von der wir unser Einzeldasein nähren. Darum begreifen wir jetzt, warum die Gymnasien und Stadien im Vorhofe des Zeus- tempels lagen, warum der Sieg im olympischen Wettkampf eine Angelegenheit der Polis war. So soll diese Darstellung verstanden werden als ein Hinweis darauf, daß die griechische Welt ein Ganzes ist, daß Plastik und Gymnastik nicht getrennt werden können. Sie sollen hinlenken auf die rassischen und weltanschaulichen Urgründe, aus denen Mythos, Agon und Tragödie der Hellenen entstanden. Wenn hier der Sport der Hellenen, also der Gegenstand künstlerischer Darstellung, den Inhalt der Ausstellung ausmacht, so bedeutet dieser Gegenstand auch den Schlüssel zum Eingang in die Welt von Hellas. Die Bedeutung dieser Ausstellung im Zusammenhang mit der Berliner Olympiade ist sichtbar. Sie soll aber weiterwirken. • Staatsrat Dr. Wiegand dankte dem Mink für feine warmherzigen Worte. Ferner sagte er * nen Dank dem Schöpfer der Ausstellung Rrnk-"' Dr. Blümel. Im Anschluß daran hielt Or Graf Valllet-Lalour folgende Ansprache: Bei den zahlreichen gedungen seiner Kultur hat es Deutschland feit k gern schon am Herzen gelegen, die Ruin. Olympias aus ihrer Asche Wiedererstehen? lassen. Dank der Anstrengungen beutfJ11 Gelehrter wurden an den Schauplätzen anS Wettkämpfe Ausgrabungen gemacht. Einmal wonl' möglich, in Griechenland das zu rekonstruieren n die Zeit zerstört hatte, und zum anderen in $J5 selbst anläßlich der XI. Olympiade diese Ausste!^ zu errichten, die für alle, die Kunst und Sport ben, von besonders großem Interesse ist. n<: men des Internationalen Olympischen ftomih' beglückwünsche ich aufrichtig alle, die an? ser so wahren olympischen Veranstaltung wirkt haben. Auf einem Rundgang fand die Ausstelluna fr« ungeteilten Beifall aller Gäste. Feier in Wien. Wien, 29. Juli. (DNB.) Die Feiern, die k Lauf der Olympischen Flamme bisher i gleiteten, haben in Wien einen kaum überbietbon Höhepunkt gefunden. Hunderttaufende säumten lh Straßen, die die Olympische Flamme passierte.^ posant war das Bild des Heldenplatzes, woX olympische Weiheakt stattfand. Zwischen den malern des Prinzen Eugen und des Erzher^ Karl war ein olympischer Turm errichtet, von die österreichische Staatsflagge und die Sym^ der einzelnen Sportarten wehten. Die ossizj^ Persönlichkeiten, der Bundespräsident, der Vizek^ ler Baar-Barenfels, und andere Mitglj^ der Regierung, der oberste Sportführer Starhemberg sowie das Diplomatische Rom darunter Botschafter von P a p e n , die Spitzen £ Generalität und der Behörden nahmen ihren Uv auf dem großen Freibalkon der Hofburg ein Der Festzug, der dem Eintreffen der oly^ schen Flamme vorausging, führte vom Schworp berg-Platz zum Heldenturm. Den Trachtengrupp- folgten die Gruppen der aktiven Sportler. schiedene Publikumsgruppen fangen das Deuiu> landlied. In diesem allgemeinen Ausdruck der & geifterung für die Verbundenheit des 8 samtdeutschtums, der die Erinnerung an ta Wiener Sängerbundesfest 1 928 naßb brachte, konnten die Musikkapellen kaum burrfjbij-. gen. Heil-Rufe von der Ringstraße her verkünde das Nahen des Läufers. Es war der Weltweit Karl Schäfer, der die Fackel trug und m 20.45 Uhr das Olympische Feuer auf der Plw form des Heldendenkmals entzündete. Es war y überwältigender» Augenblick, als die StraßeA leuchtung ausgeschaltet wurde, der weite Platz ' tiefem Dunkel lag und dann die mächtige garbe gegen den Himmel flammte, während unna den Klängen der olympischen Hymne die Fch auf dem Olympiatuvm hochgezogen wurde. Der Präsident des Oesterreichischen OlympW Komitees, Dr. Theodor Schmidt, gedachte tts Weoes der Olympischen Flamme bis nach M und pries den olympischen Geist des Friedens wri der Völkerversöhnung. Nach ihm sprach der oberri Sportfuhrer Fürst Starhemberg. Er erinneri an die Heldengeschichte der deutschen Ostmark, b durch die Denkmäler dieses Platzes fgmbolifii: eien. So verknüpfe sich die olympische Feier doi heute mit einem Gedenken an die toten deswegen wolle er sich zum Heldendenkmal begeht um dort einen Kranz niederzulegen. Die öfter» chkschen Teilnehmer an den Olympischen Spiclür charten sich um den Turm, und Dr. Schmiü! verlas die olympische Eidesformel, die von Ül Sportlern nachgesprochen wurde. Vizekanzler fBacr Barenfels ergriff das Wort zu einer 2b prache, in der er den Geist der Olympischen Spi°u als den Geist der Völkerversöhnung bezeichnt Fürst Starhemberg entzündete darauf idi Olympische Fackel, die er einem Salzburger Laich übergab. Botschafter, Gesandten und Geschäftsträger der auswärtigen Mächte, unter den offiziellen olympischen Vertretern bemerkte man zahlreiche hervorragende Sportoertreter des In- und Auslandes, wie Graf Baillet-Latour, Reichssportführer von Tschammer und Osten, Staatssekretär a. D. Dr. Lewa Id u. a. Von deutscher Seite nahmen außerdem an dem Empfang u. a. teil die Reichsminister Dr. Schacht, Rust, Dr. Gärtner, Graf Schwerin von Krosigk, die Reichsleiter Bouhler, Bormann und Rosenberg, Botschafter von Ribbentrop, Reicds- arbeitsführer Hierl, General Dalueae, die Staatssekretäre- Dr. Pfundtner, Funk, Körner, Dr. Stuckart, Königs, Zschintzsch, ferner Ministerialdirektor Dr. D i e ck h 0 s s, Staats- kommissar Dr. Lippert, Gauleiterstelloertreter Görlitz er, Stabsführer Lauterbacher. Das künstlerische Programm des Abends stellte eine wunderbare Synthese aus klassisch-griechischem Kulturgut und deutschem künstlerischem Geist dar. Das Orchester eröffnete mit einer Pavane von I. H. Schein den Abend. Sodann begrüßte Reichsminister des Innern Dr. Frick die Gäste und führte u. a. folgendes aus: Nun he- ben die Tage an, die geadelt fein werden von dem friedlichen Wettkampf der Besten aller Völker. Es war mir als dem für die Gesamtdurchführung der Olympischen Spiele verantwortlichen Reichsminister ein inneres Bedürfnis, Sie, meine Herren des Internationalen Olympischen Komitees, der nationalen olympischen Ausschüsse, der internationalen Sportverbände und unseres deutschen Organisationskomitees mit hervorragenden Vertretern der Kunst und Wissenschaft zu vereinen und Ihnen und Ihren Damen den herzlichsten Willkommensgruß Deutschlands zu entbieten. Ich spreche dabei für unser ganzes deutsches Volk, das in diesen Tagen dem Olympischen Weltfest mit einer Freude und Erwartung sondergleichen entgegensieht, begeistert in feiner Hingabe an das olympische Ideal durch den Schirmherrn der XI. Olympischen Spiele, den Führer und Reichskanzler Adolf Hitler, dem wir nicht nur für das gewaltige deutsche Olympia-Stadion, sondern auch für die ganze großartige Vorbereitung der Spiele unauslöschlichen Dank schulden. Ich wüßte für unser erstes festliches Beisammensein keinen schöneren Raum als diesen ehrwürdigen Saat, in dem uns eins der schönsten Denkmäler des Griechentums, der Altar zu Pergamon, in seltener Vollkommenheit erhalten ist. Aus dem Fries dieses Altars hat der geniale Künstler den Kampf der Giganten gegen die Weltordnung der olympischen Götter in ergreifender Eindringlichkeit gestaltet. Als einziger Sterblicher kämpft mit den Göttern gegen die Giganten Herakles, der heldische Mensch, von dem die Reberlieserung berichtet, daß er der Begründer der Olympischen Spiele gewesen sei. So finden wir hier — über zwei Jahrtausende der Menschheitsgeschichte hinweg — die Grundidee der Olympischen Spiele, den durch den Bund des Leibes und der Seele geadelten Kampf des Großen, Reinen und Edlen gegen das Riedrige und Gemeine. Es wird für ewig das Verdienst des genialen Neuschöpfers der Olympischen Spiele, des greifen Barons d e Coubertin fein, daß es der Kraft feines Strebens gelang, den olympischen Gedanken in seinem unverfälschten Ideal, jenen adligen Bund von Leib und Seele, der zerrissenen und zerklüfteten Menschheit unserer Zeit wiedergeschenkt zu haben. Ich weiß, meine Herren des Internationalen Olympischen Komitees, wie ernst es Ihnen unter der Führung Ihres Präsidenten, des verehrten Grafen Baillet-Latour um die Durchführung der Olympischen Spiele als einer wahrhaften Kulturaufgabe zu tun ist. Ich darf auch mit Genugtuung feststellen, welch würdige Mitarbeiter Sie in Ihren deutschen Treuhändern, dem Organisationskomitee der XI. Olympiade, insonderheit seinem Präsidenten Exzellenz Dr. L e - wald und feinem Generalsekretär Dr. Diem gefunden haben. Ich darf schließlich auch hervorheben, welche hingebende Arbeit der deutsche Olympische Ausschuß unter Führung seines Präsidenten, des Reichssportführers von Tschammer und O st e n, und die gesamte Reichsregierung, die NSDAP, und alle Schichten des deutschen Volkes geleistet haben. Ich glaube aussprechen zu dürfen, daß die XI. Olympiade eine Vorbereitung erfahren hat, die in gleicher Weise der Würde des olympi- schen Gedenkens, wie der Ehre der deutschen Ration entspricht. So sehen wir denn voll Freude und Zuversicht den kommenden Tagen entgegen, lieber Ihnen wird der Gottesfriede des alten Olympia walten. Möge er so tief in alle Völker bringen und so stark in ihnen sich verwurzeln, daß wir alle, wenn auch in langsamer und stetig sich aufbauender Arbeit über die Olympischen Spiele hinaus -jene Stärkung der G-emeinsamkeit erreichen, die uns die ' Verbundenheit dieser Tage und den olympischen Frieden in alle Zukunft sichert. Das Adagio von Haydn leitete über zu der An- । spräche des Reichsminister Rust. künstlerische Programm. Beim anschließenden Empfang im Schlüter-Saal, bei dem der Reichsminister des Innern und Frau Frick die Gäste mit ihren Damen begrüßten, spielte das Dresdener Streichquartett. Vom Diplomatischen Korps wohnten dem Festakt u. a. bei die Botschafter der Türkei, Polens und Japans, die Gesandten von Rumänien, der Tschechoslowakei, Argentiniens, Südafrikas, Aegyptens, Oesterreichs, Belgiens, Ungarns, Kolumbiens, Griechenlands, Schwedens, Mexikos und Haitis, die von dem Ches des Protokolls, Gesandten von Bülow-Schwante, willkommen geheißen wurden. seelische Harmonie als lebendige Kraft seiner großen Kulturschöpfungen erkannt und von den Verfechtern feiner Bildung anerkannt wird. Bei solcher Auffassung in den berufenen Bildungskreisen konnte im Volk selbst die hellenische Welt keinen Ein- Er führte u. a. aus: In dieser nächtlichen Stunde erinnern wir uns daran, daß die Olympischen Spiele aus den Wettkämpfen entstanden sind, die die nordischen Völker bei der Bestattung L- r i81 und de- 6„ . 'und die - , *"■ Die , I al'Oent, der; j andere H , -Sftonifo ^plomatisch pen, die Ss : ! nahmen ibi I der hofbur Eintreffen der ’ Me vom CL Den Trachten "wen Spoch » langen das; i "N Ausdruck' denheit bf >ie Erinnere i essest 19211 Zellen kaum hr >traße her oerf. I vwar der Wrd Dackel trug e »euer auf b». tzündete. Ez - als die Gfc* r, der weite £ i die mächtig-' mmte, wahres n Hymne bii l ezogen wurde.' Mischen Olt)-; midt, geiofc mme bis nach i leist des briete ihm sprach btt ob mberg. ssr ick deutschen DM Platzer MH ohmsch W « in bie W U (benben/mal N jUltyn. Die ft titympWn 6 unb Dr. Echt »forme!, die w de. Vizekanzlers Wort zu einer 5er Olympischen : Versöhnung bezu: ntzündete bare, em Salzburger' nze ging der l durch das nir- Städten rbe die Flosst Horn getreu rde. Bon do: fiouptfl** neid)*« 8* Büßer 5ffatti «d- di!??!. 6.^ jju der Besetzung Huelvas meldet der Snder Sevilla noch ergänzend, daß die Kommu- nhen das Volkshaus erbittert verteidigt hätten und bc, das Gebäude bei den Kämpfen vollständig zer- firlt worden sei. Der rote Z i v i l g o u v e r n e u r di Huelva habe die Flucht ergriffen, man habe ih aber in der Nähe der portugiesischen Grenze wihaften können. .lus Tanger wird gemeldet, daß die Vertreter be ausländischen Mächte übereingekommen seien, bii im Hafen liegenden Schiffe der spani- j doe n Regierung aufzufordern, den Hafen |ßiirt zu verlassen. Sollte diese Aufforderung ni.it beachtet werden, so würden die Schiffe be- scsugnahmt. LerVormrsch derBilttargruppe liar15, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Wie Ha- oc aus Sevilla meldet, hat General Queipo d e |Qln n o im Rundfunk erklärt, daß seine Truppen i)ii' Provinz und die Stadt Sevilla bis zum Sinjorte Ayamonte an der spanisch-portugiesischen Si nje besetzt hätten. Seine Truppen hätten einn Lastkraftwagen mit 30 spanischen Milizsolda- te aufgebracht. Einer der Milizsoldaten sei freige- Icim worden, damit er der Bevölkerung von dem Bi rüden der nationalistischen Truppen Nachricht zc?. iteneral Queipo d e Llano erklärt ferner, er gar nicht daran, die Beziehungen Frankreich abzubrechen. Diese Frage ze' ihn gar nichts an, sondern gehöre zur Zustän- Sifteit der zu bildenden Regierung. .mm Schluß richtete der General an die Ampfer in der spanischen Miliz die Aufforderung, ihr Waffen niederzulegen, und sich den nationale füfoen Truppen zu ergeben. „Kommt z u uns", riei er, „aber nicht mit den Waffen in der Hand!" !aer Gouverneur von 0 r e n f e hat dem Befehls- i)oi ?r der andalusischen Streitkräfte, General Queipo l^eiLlano, telegraphisch gemeldet, daß er alle iScirn i f o n e n von Galicien auf feiner Ibt. t e habe. UeberaU herrscht Ruhe und in der I p.,en Provinz seien die Telephon- und Telegra- : s»dk iverbindungen wieder hergestellt. Alle A r - Leiter arbeiteten. In Orense sei überhaupt :mid gestreikt worden. Die Stimmung bei den ; Krippen sei sehr befriedigend. Abbau in Madrid? a r i s, 29. Juli. (DNB.) Die „Liberty" gibt .ein Meldung der Nachrichtenagentur Fournier teuer, nach der die Madrider Regierung Ibanm denke, nach Valencia überzusiedeln. Ar Dokumenten, die man nach den Kämpfen bei ©lübarrama bei zwei gefallenen Marxistenführern geh oben habe, gehe hervor, daß von verschie- deie n ausländischen Regierungen der Mmblicklichen spanischen R e g i e r u n g Hilf e zu e i l geworden fei. Der Sender von Sevilla habe c>ikündigt, daß Lichtbilder dieser Dokumente allen Srierungen übermittelt werden sollten, um ihnen aiü diese Weise zu gestatten, geeignete Schlüsse dar- «! zu ziehen. Havas meldet Aiederlage der Madrider Regierung. !>.ari s, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach einer , -ums-Meldung aus Sevilla gab die dortige Fl4kstation in der Nacht bekannt, daß die T r u p - p! der Madrider ßinfsregierung üb roll zurückgewiesen worden seien. : Jj! Olid) von Madrid hätten die Truppen des । @tr:?ral5 Mola ein Regierungsflugzeug «rb eschoffen und bedrohten die für die 23er* < jcciang der Hauptstadt wichtigen Verbindungswege «zÄchen Valencia und Madrid. Nach der Besetzung cm Huelva durch die nationalistischen Truppen säe 3000 Spanier wieder in die Provinz zuruck- dkchrt, die sie wegen der dort vorher herrschenden Licrchie verlassen hätten. Unter den Fliegern der i NltVnalistischen Truppen hätten sich „Todesfrei- ölige" gemeldet, die bereit seien, sich mit ' Ssii'ngstoff beladenen Flugzeugen auf den Feind , in Mrzen. ■ Frage der Sicherung und Aufrechterhaltung Friedens hätten. Wie zurück- be- der die Angebot/ 03453 Gartenstraße 28 ij Gieß. 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Der Präsident der Union F&terale der französischen Kriegsteilnehmer und Kriegsbeschädigten und Generalsekretär des Comite France-Allemagne, Henry Pichot, besuchte nach seiner Teilnahme am Weltkongreß für Freizeit und Erholung in Hamburg gestern vormittag die Dienststelle der DAF., Kreis- waltung Mainz. Der Kreiswalter Mühlen- pfordt führte den ausländischen Gast durch die Diensträume und erklärte ihm die Einrichtungen und Aufgabengebiete der Deutschen Arbeitsfront sowie der NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude". £aoe[tonm (Saal,ca.l00 qm groß, 4 m hoch, Parkettboden), evtl, mit schöner Wohnung, 1.2 n- h nm der ;>tadt, zu vermieten. Schr. i>lngeb. u. 03447 au ö. Gieß. Anz. 3% RABATT IN MARKEN Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Der gestrige Mittwoch stand im Bereiche besonders unstabiler Meeresluft und brachte wiederholt! meist gewittrige Schauer. Auch heute sind notz. einige gewittrige Schauer zu erwarten. Jnzwischm hat jedoch mit der Ausdehnung des Azorenhoch!- nach England und Frankreich hin die GesamtlW eine weitere Besserung erfahren, die sich auch bt» uns auswirken wird. Aussichten für Freitag: heiter bis woll- kig und im wesentlichen trocken, tagsüber wied-n warmer, südliche Winde. Lufttemperaturen am 29. Juli: mittags 18,3 Grob Celsius, abends 14 Grad: am 30. Juli: morgens U; Grad. Maximum 20,7 Grad, Minimum heute natz 13 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 29. Juli: abends 18,6 Grad: am 30. Juli: morgen 16,2 Grad. — Niederschläge 0,8 mm. — Sonnen- scheindauer 7,8 Stunden. Diese Meldung gibt der „Evening Standard" mit einem Kommentar wieder, in dem darauf hingewie- sen wird, daß man zweifellos diesem Besuch politische Motive unterstellen werde. Aber die Wahrheit sei, daß Sir Robert Vansittart den .August dazu benutze, um etwas Urlaub zu nehmen. Er beginne seinen Urlaub in Berlin, da er sich stets für Sport interessiert habe. Auch Sir Eric P Hipps werde zu den Olympischen Spie- l e n wieder in Berlin zurück sein. Die Bespiechungen bei Valdwin London, 29. Juli. (DNB.) Ministerpräsident Baldwin setzte am Mittwoch die „geheimen Verhandlungen" mit dem Churchill-Chamber- lain-Ausschuß fort. Die Besprechungen dauerten über zwei Stunden. Der Ministerpräsident hatte den Verteidigungsminister Jnskip zu diesen Besprechungen gebeten. Wie verlautet, sind die Besprechungen Baldwins mit dieser konservativen Gruppe damit abgeschlossen. Baldwin hat dem Vernehmen nach erklärt, daß er den Mitgliedern der Abordnung für ihre Mittellungen danke und daß die veschiedenen Seiten der Verteidigungsfragen, die sie angeschnitten hätten, „beachtet" werden würden. L o n d o n, 29. Juli. (DNB.) Im Oberhaus fand am Mittwoch auf Grund von drei Anträgen eine Aussprache über dieReformdesDolker- bundes statt. Lord P o n s o n b y verlangte von der Regierung zu wissen, ob die Regierung bei der Vorbereitung der Völkerbundsreform nicht auch die Vorschläge ernslllch in Frage ziehen wolle, die auf eine Ausmerzung aller Bestimmungen der Völker- bundssahung abzielen, die die Mitglieder des Völkerbundes zur Anwendung militärischer Gewalt verpflichten. Lord Allen forderte in einem Antrag, daß durch den Völkerbund die notwendigen Maßnahmen eingeleitet werden, um Klagen abzustellen und das Verfahren bei der kollektiven Verteidigung der Volker- bundssatzung zu stärken. Lord Mansfield brachte einen Antrag ein, wonach die Regierung die Beseitigung aller Bestim- mungen aus dem Völkerbundspakt anstreben solle, die eine „Erzwingung" von Beschlüssen vorsahen. Lord P o n s o n b y wies in der Aussprache auf dle Gefahren militärischer Sanktionen hin und erklärte, daß die Anwendung von Gewalt durch den Völkerbund in keiner Weise verteidigt werden könne. Lord Allen o f hurtwood wandte sich gegen eine Reform der Völkerbundssatzung. Die Dölker- bundssatzung sei keineswegs unfehlbar, aber die Fehlschläge der letzten Zeit gingen keineswegs auf die Satzungen zurück, sondern darauf, daß man die Satzungen nicht zur rechten Zeit angewendet habe. Er verlangte sodann, daß durch den Völkerbund eine Stelle für die Lösung der Fragen der „überschüssigen" Bevölkerung, der Kolonien und der Mandatsgebiete geschaffen werde. Lord Cecil verlangte, daß ein neuer Versuch mit der Abrüstung unternommen werde. Die Völkerbundssatzung müsse in Zukunft energischer angewandt werden. Lord L o t h i a n beglückwünschte die Regierung zu der kommenden Konferenz der Locarno-Mächte. Er hoffe, daß Halifax und Eden sich nicht von haß, sondern von gutem Willen leiten lassen würden. Der Völkerbund sei bislang viel zu sehr ein Instrument zur Aufrechterhaltung der Diskriminierungen gegen Deutschland gewesen. Er hoffe, daß innerhalb nicht allzu langer Zeit der Versailler Vertrag aus der Dolkerbundssatzung herausgenommen werde. Lord Halifax erklärte hierauf für die Regierung, diese sei der Ansicht, daß keinerlei Uebereinftimmung, fei es in England oder in Genf, über die Frage herbeigeführt werden könne, ob der Völkerbund künftig auf dem System des automatischen, ober allgemeinen Zwanges oder auf einer Verminderung der Macht der Völkerbundssatzung aufgebaut werden könne. Es fei die Pflicht Englands, in den kommenden Besprechungen seinen gesamten Einfluß zu benutzen, um die verschiedenen Ansichten zu versöhnen. Man müsse Uebereinftimmung darüber herbeiführen, daß es einen kollektiven Plan geben müsse und zweitens, daß innerhalb jeden kollektiven Systems der Hauptzweck darin bestehen müsse, den Krieg zu verhindern und den Angreifer abzuschrecken. In jedem europäischen Lande ständen die Massen der Bevölkerung und nicht zuletzt diejenigen, die im letzten Kriege gefochten hätten, für den Frieden ein. Es mühten wirksamere Mittel geschaffen werden, als sie gegenwärtig zur Verfügung ständen, und zwar solche, durch die es möglich sein würde, die voraussichtlichen Ursachen eines Krieges zur Beratung zu stellen und den Druck der Deltmeinung einzusehen, die deren A b ft e \ - lung wünsche. Das Leben sei nicht statisch, sondern ändere sich. Nichts berge den Todeskeim mehr in sich als eine internationale Organisation, die den Versuch dar- Heuer Urlaub Edens London, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) London, 29. Juli. (DNB.) Wie nunmehr könnt wird, werden sämtliche Minister des britischen Kabinetts ihre Ferien in England verbringen und sich nicht ins Ausland begeben. Nur der Arbeitsrniniste^ Brown und der Minister für Schottland werden voraussichtlich eine kurze Seereise an der Küste Schottlands unter« Abflug sei. Obwohl dieses Gerücht beständig deinen- tiert worden sei, seien nun auf vem Flugplatz zwei Abteilungen der Mobilen Garde eingetroffen und sofort in die Halle geführt worden, in der die 17 Flugzeuge in einer Reihe stehen. Das Blatt fragt, ob diese Abteilungen zur Bewachung der Flugzeuge eingesetzt worden seien, oder ob es sich um eine vorbereitende Maßnahme zum Start der Apparate nach Spruen handele. Die kommunistische Gefahr für Frankreich. Eine Erklärung Jean Goys. P a r i s, 30. Juli. (DNB. Funkspruch.) Der Vorsitzende der National-Dereinigung der ehemaligen Frontkämpfer (UNC.) Jean Goy hat an die Direktoren sämtlicher Zeitungen ein Schreiben gerichtet, in dem er sich im Namen seines Verbandes gegen die B o l s ch e w i fi e r u n g Frankreichs wendet. Er schreibt: „Wenn berufliche Forderungen nur dazu dienen, eine politische Bewegung zu decken, die auf die Sowjetisierung des Landes abzielt, ist es Sache der Regierung, der für die staatlichen Einrichtungen gefährlichen Agitation ein Ende zu bereiten. Wir bitten Sie, mit uns em gemeinsames Vorgehen zur Sicherung der individuellen Freiheiten, der nationalen Unabhängigkeit, der Achtung des Privateigentums und der Verteidigung Dr. Wilhelm Klein Neuen Bäue verreist bis 19. August Vertreter: Dr. Geyer stelle, die Angelegenheiten der Welt meiner starren Form einzusargen. Das gelte für kein Gebiet mehr als für das wirtschaftliche. Ganz besonders auch gelte das für die wirtschaftlichen Verschiedenheiten, die sich im Lebensstandard der einzelnen Volker äußerten. Alle Welt müsse erkennen, wie lebenswichtig diese Kräfte seien und welche unvermeidlichen Einflüsse diese Kräfte schließlich auf die ttrnno her (Sirhmma und Aufrechterhaltung des tzMüMI« welcheperfekt kochen kann, sauber, fleißig und zuverlässig im Haushalt, zum sofortigen Eintritt bei guter Bezahlung gesucht. Schriftliche Meldungen unt. 4765V an die Geschst. des Gießener Anzeigers. der demokratischen Einrichtungen ins Auge zu fassen. Der Versuch einer Bolschewisie - rung Frankreichs bringt das Land nicht nur in die Gefahr eines Bürgerkrieges, sondern eines allgemeinen Durcheinanders. Man müsse sich darüber verständigen, der fommuni» stischen Diktatur den Weg zu verlegen. Deutschlands- Dank. Berlin, 29. Juli. (DNB.) Die deutsche Reichsregierung hat den Regierungen von England, Frankreich, Italien und den Vereinigten Staaten für ihre Hilfeleistung beim Abtransport deutscher Staatsangehörigen aus Spanien ihren Dank aussprechen lassen. * Berlin, 29. Juli. (DNB.) Der Stellvertreter des Führers, Reichsminister Rudolf Heß, stattete am Mittwochvorrnittag dem italienischen Botschafter Professor Dr. Bernardo Attolico einen Besuch ab, um ihm namens des Führers, der Reichs- reaierunq und der NSDAP, den Dank zu sagen für die tatkräftige Hilfe Italiens unser e n d e u t s ch e n V o l k s g e n o s s e n m S pa- ni en gegenüber und für den Empfang, der den deutschen Flüchtlingen bei der Ankunft m Italien bereitet wurde. Insbesondere dankte er für die Rettung des Landesgruppenleiters der NSDAP, vor bolschewistischen Suchkommandos, die mit seiner Erschießung beauftragt waren. Leistungsfähiger Verlag sucht tüchtige Dirnen o. denen für Vertretertätigkeit. Vorzustellen: Donnerstag nachmittags 5 bis 6 Uhr mit Ausweispapieren im HOTEL PRINZ CARL Seltersweg 40. 03451 Das englische Oberhaus über Fragen der Völkerbundsreform Eine bemerkenswerte Aussprache. Marxistische Demonstrationen. Wien, 29. Juli. (DNB.) Während der Feier, lichkeiten aus Anlaß des Eintreffens des olympj. fchen Feuers in Wien und nach der Feier kam es in verschiedenen Gegenden Wiens zu Demon. strationen, die schließlich in einigen Fällen die Polizei zum Einschreiten zwangen. Die Demonstra. tionen trugen typisch marxistischen Charakter. Zur Tarnung wurden von den Anführern der De> monftranten, die schon nach ihrem Aussehen zu den jüdisch-marxistischen Kreisen gehören dürften, auch nationalsozialistische Kampfrufe aus- gestoßen, zweifellos um nationalsozialistisch gesinnte Teile der Bevölkerung zur Beteiligung an den De. monstrationen aufzureizen: ein Versuch, der, soweit sich übersehen läßt, fehlgeschlagen ist. Von den De. monftranten wurden ferner in großem Maße mar. xistische Flugblätter zur Verteilung gebracht, die eindeutig den Charakter der Zwischenfälle bewiesen. Wichtig für deutsche Flüchtlinge aus Spanien' Berlin, 29. Juli. (DNB.) Die Leitung Auslandsorganisation der NSDAP, teilt mit: Für die Betreuung der deutschen Findlinge aus Spanien ist ein Hilfsausschuß für Spanien-Deutsche gegründet worden, der in enger Per. binbung mit der Nationalsozialistischen Volkswohl, fahrt und dem Deutschen Roten Kreuz arbeitet. Es wird darauf hingewiesen, daß sich alle deut, schen Flüchtlinge sofort nach Ueberschreiten der deutschen Grenze, spätestens innerhalb 24 Stunden, schriftlich an den „Hilfsausschuß für Spanien-Deutsche" Berlin W 35, Tiergartenstraße 4 A, zu wenden haben. Die Meldung erfolgt auf vorgeschriebenen Fragebogen, der an allen Grenzübertrittsstellen ausgehändigt wird. Unterstützungen werden nur auf Grund eines Ausweises gewährt, der anhand der eingereichten Fragebogen ausgehändigt wird. Soweit es möglich ist, empfiehlt es sich außerdem, sich bei der zuständigen Zweigstelle des Rückwanderungsamtes der Auslandsvrga. nisation zu melden. Solche Zweigstellen befinden sich in München, Stuttgart, Dresden, Düsseldorf, Breslau, Hamburg, Königsberg, Schneidemühl, Stettin und Kieferfelden. „Graf Zeppelin" im Rhonetal. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" stand auf feiner Fahrt nach Südamerika am Donnerstag gegen 7 Uhr im Rhonetal etwa 100 Kilometer vor' Marseille. Aelteres, sauber. MW» zum 1. August gesucht. 4481D Seliersweg 19. Zuverl., sauber., ehrliches Mdchen zum 15. August oder 1. Septbr. gesucht. 4766Ü Neuzeitliche 3-Zimmer- Wohnung mit Bad, in ruh. Hause von klein. Familie (2 Personen) gesucht. Schrift!. Angeb. unt. 03418 a. den Gieß. Anz. erbet. Verlobungs-Anzeigen bei Brühl, Schulstr.7 Jung. Ehevaar (Angestellter), sucht sofort 1 bis 2 Ml. MM m.Bad u.Küch.- Benutzung.Geg. Liebigstraße. Schr. Angebote unter 4762V an Id. Gieß. Anzeig. 1M&IW zum Unterstellen von Möbeln zu vermieten. 03450 Großgarage am Aulweg. | Mietgesuche"! JungesEhevaar (Beamter, Dau- ermieter), sucht zuml.Septemb. 1 bis 2 Mn Ml. 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Von weit und breit werden sie kommen, um an den Rändern der Straßen und Wege den Schein der lohenden Fackel in sich aufzunehmen und nahe zu sein diesem Künder hoher olympischer Ideale. Und auf den Landstraßen werden die Sportkameraden in Vereinstracht die treuen und unentwegten B'ns-ster der weiß-umformierten Läufer sein. F e u e r s ch u tz w a ch e n, die auf den Waldstrecken von den örtlichen Organen emgese^ sind, werden sorgsam darauf achten, daß die Fackelreste und die beim Lauf sich lösenden Verbrennungsstoffe kein Unheil anrichten. Aus eben diesen Sicherheits- qrünben sind die Läufer auch angewiesen worden, immer nur die Mitte des Weges zu benutzen. Der Weg durch Berlin. Je näher die Fackel der Reichshauptstadt kommt, um so dichter wird das Spalier sein. Der Weg führt zunächst durch die Chausseestraße in Marien- dors und die Berliner Straße in Tempelhof. Dann geht es durch die Belle-Alliance-Straße zum Belle- Alliance-Platz, der um 11.48 Uhr umkreist wird. Die W i l h e l m st r a ß e und die L i n d e n sind die letzte Etappe bis zum Lustgarten. Dort soll die Fackel nach den bisherigen Dispositionen um 12 Uhr Nbein-Mainische Börse. Mllagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 29. Juli. Bei nicht unfreundlicher Grundstimmung blieb das Geschäft auch an der heutigen Börse sehr klein. Am Aktienmarkt überwogen zu den ersten NotlerunLen kleine Erhöhungen, die aber im Verlaufe nicht immer voll behauptet blieben, ta seitens der Kulisse noch kleine Abgaben vorgenommen wurden. Etwas Publikumsinteresse lag wieder für Montanwerte por, die überwiegend 0,25 bis 0,50 v. H. Hoher em- setzten Verein. Stahlwerke mit 114 bis 114,50 bis 114,13 (113,75) lebhaft, fest lagen Klöckner mit 121,50 (120), auch Hoesch 1 v. H. hoher mit 12U. Matt lagen Laurahütte auf die Ankündigung gemäß 8 240 HGB. mit 21,65 (21,13). Kohlenwerte, wie Harpener und Ilse Genuß, blieben unverändert. Chemische Werte wurden stark vernachlässigt, JG - Farben unverändert 170. Am Elektromarkt wichen die Kurse nach beiden Seiten um 0,25 bis 0 50 v^H. ab, schwächer waren Siemens mit 202,75 (/04^5U). Niedriger lagen ferner Zellstoffaktien bei Rückgängen bis zu 1 d. H. Auto- und Maschinenwerte wurden etwas gefragt und zogen 0,50 bis 1 v. H. an so Daimler, BMW., Muag, Moenus und Jung- hans. Nachfrage fanden außerdem AG. für Verkehr zu 119,25 (118,75), Westdeutsche Kaufhof zu 54,50 Feiten & Guilleaume 4 Gesellsch.f.Elektr.Untemehmung. 6 -Amerika-Paket .... 0 130,5 l 131,25 1 150 1511 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ Dresdner Bank Reichsbank .......... Streiflichter. 22.30: Weaner Gemütlichkeit und spanische Hetz. 24: Fackelstaffellauf Olympia—Berlin. Anbruch des ersten Tages der XI. Olympiade. Das Olympiafeuer am Lubward-Turm in Bad Lieben- wcrda. 0.15: Kammermusik. Ludwig van Beethoven: Septett op. 20. 1 bis 2: Konzert nach Mitternacht. Franz Liszt. Samstag, 1. August. 6 Uhr: Olympische Fanfaren. Dazwischen (7 bis 7.15) Nachrichten. 8.05: Blasmusik. Dazwischen Fest der Sportjugend in Rehberge. 10 bis 10.45: Aus dem Berliner Dom: Evangelischer Gottesdienst. 11.30. Kranzniederlegung am Ehrenmal Unter ben LinDen. 11.45: Musik am Mittag. Dazwischen Funkberichte von der Jugendkundgebung im Lustgarten. Funkbericht vom Empfang des Internationalen Olympia- Komitees (IOK.) durch den preußischen Ministerpräsidenten Generaloberst Göring. Siegerehrung und Eintreffen des Fackelstaffelläufers. 12.45: Fortsetzung der Musik am Mittag. 13: Mittagskonzert Dazwischen Empfang des Internationalen Olympischen Komitees (IOK.) beim Führer und Reichskanzler. 14:^ Fortsetzung des Mittagskonzertes. 14.30: Fackelstaffellauf Ofnmpia—Berlin. Von der Entzündung des Olympischen Feuers am Zeus-Altar in Olympia bis zum Eintreffen in Berlin. 15.15: Die Fahrt des Führers in das Olympia-Stadion. 16£ Erö f s" u n g s f er er d e r XI. O l y m p i s ch e n S p l e l e 1 9 3 6. 18. Fe t- liche Musik. 19: Beim Jäger aus Kurpfalz. Sollstisches Musizieren. 20: Nachrichten. 2010: Beschwingte Weisen. 22: Wetter-, Tages- und Sportnachrichten. 22.15: Eine kleine Nachtmusik. 22.45: Deutscher Seewetterdienst. 23: Friede den Fahnen. Festliche Sendung zur Eröffnung der XL Olympiade von Hans Schwitzte. 23.30: Zum Tanz spielen. 0.50: Ausklang. 1 bis 2: Konzert nach Mitternacht. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Ein RaubirSerfall vereitelt. LPD. Frankfurt a. M., 29. Juli. Den Beamten des Raubdezernates gelang es, einen in allen Einzelheiten vorbereiteten Raubüberfall in letzter Minute zu verhindern. Der 22jährige Hans K. aus Frankfurt hatte vor einiger Zeit „ausbaldowert", daß ein hiesiger Kassenbote täglich an einet bestimmten Stelle größere Geldbeträge kassierte, die er dann zu einer Bank brachte. Da der Bote auf seinem Wege durch eine stille, abgelegene Slraze kam, schien es nicht schwierig, ihn eines Tages zu überfallen. K. wollte jedoch sein Vorhaben n-cyt allein aussühren und weihte daher den 24 alten Philipp M., den er kurz vorher Eennen9elc1.it hatte, in feinen Plan ein. M. war auch sosorl e..x= verstanden und erbot sich sogar, d i e Hauptrolle bei diesem Ueberf all zu übernehmen. Beive begaben sich eines Tages in die fragliche Gegend, wo K. seinem Komplicen den Kassenboten 0 und wo sich M. überzeugte, daß es em „Kinderspiel sein mühte, dieses „Ding zu drehen". Man entschloß sich noch, die Tat mit Hilse eines Kraftwagens auszuführen. Auch der dritte Mann, der diesen Wagen besorgen und bei der Tat führen sollte, war bald gefunden. Philipp M. besorgte sich unterdessen noch eine Pistole mit 16 Schuß Munition und eine schwarze Gesichtsmaske, um gegen alle Zwischenfälle gesichert zu sein. Gegen Ende der vorigen Woche sollte dann der Ueberfall ausgeführt werden. Inzwischen war aber die Kriminalpolizei dem Treiben der drei Burschen auf die Spur gekommen. Durch schnelles Zugreifen gelang es ihr, M. eines Morgens aus dem Bette zu holen und festzunehmen. Seine beiden Komplicen konnten noch am gleichen Tage in der Innenstadt verhaftet werden. Die Festgenommenen haben nach längerem Leugnen ein Geständnis abgelegt, wonach sie tatsächlich fest vor hatten, den Bank« boten z u überfallen und z u berauben. Philipp M. gab weiter zu, daß er schon vor einigen Wochen einen Raubüberfall auf einen älteren Mann ausführen wollte. Nur durch eine plötzliche Krankheit dieses Mannes kam es nicht zu dem Ueberfall. Renten blieben auch später völlig geschaftslos. Der Pfandbriefmarkt wies nur kleine Abweichungen bei Liquidationswerten auf. Stadtanleihen zumeist gut behauptet, höher Darmstadt von 1928 mit 95,50 (95), 7proz. Frankfurter von 1926 mit 94 75 (94,50), dagegen Heidelberg von 1926 91 (9150) und Darmstadt von 1926 92,50 (93). Aus- landrenten lagen ruhig, Mexikaner teilweise etwas niedriger. Der Freiverkehr lag still und unverändert. Tagesgeld weiterhin gefragt und unv. 3 v. H. Abendbörfe fest. Die Abendbörse brachte im Anschluß an den Mittagsschlußverkehr am Aktienmarkt weitere Befestigungen. Im Vordergrund standen Westdeutsche Kaufhof mit 57 bis 57,25 (56,25) sowie Montan- werte in Nachwirkung des Halbjahres-Berichtes der Harpener AG. Harpener selbst 134,50 (133,50), sehr fest Rheinstahl mit 152,50 (151,25), bie übrigen Montanwerte stiegen bei recht lebhaften Umsätzen etwa 0,25 bis 0,75 v. H. gegen den Berliner Schluß; Laurahütte mit 21 unerholt. Auch auf den übrigen Marktgebieten stellten sich zumeist kleme Erhöhungen ein, Cement Heidelberg gewannen 1 c>. H. auf 151, Thür. Lieferung 0,75 v.H. auf 123 Deutscher Eisenhandel und Südd. Zucker je 1 v. H. auf 144 bzw. 227. IG. Farben blieben stark vernachlässigt und lagen mit 170 (170,25) nur knapp gehalten. Maschinenwerte ebenfalls ruhiger und tellweise etwas leichter. Am Einheitsmarkt lagen Filial-Großbanken etwas höher, ferner setzten Gebr. Adt ihre Befestigung auf 54 (53) fort, auch Mainzer Aktien-Brauerei 1 v. H. höher nut 74. Renten lagen dagegen wieder außerordentlich Fwd. Unter der Firma „Rhein-Maimsche Handwerksbau AG." wurde mit dem Sitz m Frankfurt am Main mit einem Grundkapital von 100000, bestehend aus 99 000 Mark StA. und 1000 Mark dreiprozentigen mehrfach stimmberechtigten DA., eine neue Baufirma errichtet. Sämtliche Aktien sind Namensaktien und wurden zum Nennbetrag ausqegeben. Träger der neuen AG. sind am Bauwesen interessierte Handwerksmeister. Der Zweck der Neuqründung ist die Einschaltung des Hano- Werks bei größeren Bauvorhaben und die dabei notwendige Finanzierungsmöglichkeit Als Gegenstand des Unternehmens wird die Forderung der Bauwirtschaft des Handwerks durch die Erstellung von Bauten für fremde Rechnung und Uebernahme von Bauten auf eigene Rechnung AU Zwecken der Veräußerung und Vermietung, durch die Erstellung von Bauausführungen aller Art und deren Weitergabe an die am Baufach tätigen Handwerksbetriebe sind Unternehmungen unter besonderer Berucksich- tigunq handwerkspolüischer Grundsätze (Tätigkeit als Generalunternehmer) bezeichnet. Um■ liefen Zweck zu erfüllen ist mit der Treubau AG. für Baufinanzierungen, Berlin, ein entfpredjenber Vertrag abgeschlossen worden. Zu den Gründern gehört'der Reichshandwerksmelster, der auch die Vorzugsaktien übernommen hat. Der erste Ausstchts- rat besteht aus neun Mitgliedern, darunter der Landeshandwerksmeister, Zum .Vorstand sind bestellt Jng. Rudolf Jessen. Kassel, und Installateur- meister Fritz Leonhardt, Frankfurt a. M. tragen wird. Nachts wird auf einem längeren Abschnitt der Strecke Meißen—Großenhain—Elsterwerda ein kilometerlanges Fackelspalier die Laufstrecke erleuchten. 3.45 Uhr morgens soll das Feuer rund 18 Kilometer südlich von Jüterbog dem Gau Berlin-Brandenburg des Reichsbundes für Leibesübungen übergeben fein. Auch Herzberg und Jüterbog wertzen ohne Halt durchlaufen. Eine letzte besondere Feierlichkeit vor Berlin nimmt am Tage i)->r Eröffnung der Spiele um 6.20 Uhr in Luckenwalde ihren Anfang. Die Luckenwalder werden also früh aus den Federn kommen. Es ist hier ein c-QünDiger Aufenthalt für die Feier auf dem Marktplatz vorgesehen. Trebbin wird um 8 55 Uhr, Großbeeren um 10.25 Uhr erreicht. Um 10.48 Uhr übernimmt der 73. Läufer des Gaues Berlin- Brandenburg, von der Grenze ab gerechnet Der 227. Läufer, das Feuer auf Groß-Berliner Gebiet, und zwar bei Kilometer 7,3 auf der Straße Großbeeren—Berlin. 11.04 Uhr ist Die Durchlauizeit für Marienfelde, 11.20 Uhr die für Frankfurt a. M., 29. Juli. Abgesehen von ganz unbedeutenden Umsätzen in bayerischem und norddeutschem Weizen war neues Getreide wegen Der anhaltend schlechten Witterung nicht am Markt; Die Nachfrage Der Mühlen ist weiterhin lebhaft. Auf Den übrigen Marktgebieten blieb Die Lage unverändert. Mehle werden weiter lebhaft begehrt und gekauft. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 217 W16 220, W 19 224, W 20 226; Roggen R12 160, R15 163, R18 167, R19 169, Großhandelspreise Der Mühlen Der genannten Preis- gebiete. Futtergerste —; Futterhafer 190. Weizenmehl Type 790 W13 28,75, W 16 29,00, W19 29,00, W 20 29,35; Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,20 bis 13,50. Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 1100 W 20 11,10; Roggenkleie R12 9,95, R15 1015, R18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot —; Palmkuchen —; Erdnußkuchen —; Treber getr. 14,85 bis 15,00; Trockenschnitzel -; Heu (südd.) 4,50 bis 5,00; Weizen- unD Roggenstroh, drahtgepreht oder gebündelt 2,00. Tendenz: ruhig. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 646: Ablieferung nicht in Anspruch genommener Reisezahlungsmittel. — 047: Aende- rung Der Zahlungsoorschriften für Die Einfuhr aus Jugoslawien. — 648: 2lbänDerung Der polnischen DevisenverorDnung vom 26. 4. 36. — 649: Bekanntmachung KP 171 Der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle betr. Kurspreise. BuderuS Deutsche Erdöl Harpener............. Hoesch Eisen—Köln°Neuessen Ilse Bergbau Ilse Bergbau Genüsse...... Klöcknerwerke Mannesmann-Röhren 6 Uhr: Musik in Der Frühe. Dazwischen (6.30 6.45) Frühgymnastik. 7 bis 715: Nachrichten 8.05: Solistisches Musizieren. 9: Vergessene Musik. 10. Volkslieder — Volkstänze. 11: Es spielen das Wa- demar-Hah-Quintett und Die Schwäbischen Dor - musikanten. Dazwischen (11.15 bis 11.30) Fackelstaffellauf Olympia—Berlin HellenDorf — Das olym- viscke Feuer auf Deutschem BoDen. 12: Eröffnung Der Olympischen Kunstausstellung. Anschließend: Musik am Mittag. 13.45: Nachrichten. 14: Allerlei — von zwei bis drei! 15: Jugend, wir tragen Die Fahnen. 16: Bunter Nachmittag. Dazwischen (etwa 17 bis 17 20) Fackelstaffellauf Olympia—Berlin. Das Olympiafeuer erreicht Dresben. WeihestunDe im Zwinger. Anschließend Unterhaltungskonzert. Dazwischen Hor- berichte. 20.10: Richard-Wagner-Abend. 22: Wetter-, Tages- unD Sportnachrichten. 22.15: Vorolympische eintreffen und die gewaltige Iu g e nd f e 1 e r ein» leiten, an Der neben Den Vertretern Der Reichs- regierung fämtlidje Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees teilnehmen. Der Start zur letzten Strecke über die Via triumphalis ist auf 16 Uhr festgesetzt. Sowohl im Lustgarten, wo das Olympische Feuer bekanntlich während der ganzen Spiele brennen wird, wie auch am Marathon-Tor und später auf Den Müggelbergen und auf Der Hansekogge in Kiel wird flüssiges Gas, Das in Stahlflaschen komprimiert aufbewahrt wird, Die Flamme speisen. Es handelt sich P^pangas, das von einer hannoverschen Gewerkschaft kostenlos zur Verfügung gestellt worden ist. Nundfunkprogramm Freitag, 31. Juli. I. G. Farben-Jndusirte 7 Scheideanstail...............9 Goldschmidt 5 Rütgerswerle .'•• 6 Metallgesellschaft...... 6 Philipp Holzmann 4 Zementwerk Heidelberg .....7 Cementwerk Karlstadt......... 6| Schluß« kurs 28.7. 149,5 Datum ..... 6'/- 6 12 4 .....sy2 .......0 5 .....-v/i 57,75 87,25 154,5 119 130,25 173 53,75 400 187 I 33,9 I I 97,5 )| 223 I Datum ocrgu Serie 11 ............ % Sinmän. vereinh. Rente v. 1903 <»'/2%Numan.vereinh.Rentcv.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . 2 y4% Anatolier ......... Schultheis Patzenhofer 4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg................... 5 Zellstoff Waldhof 6 Zellstoff Aschaffenburg 0 Dessauer Gas ...............1 Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum 8 Orenstein & Koppel 0 Westdeutsche Kaufhof 0 Chade...................... 9 Accumulatoren-Fabrll 12 Conti-Gummi.............. 11 Grltzner °| Matnlraftwerke Höchst a.M>... 4 Süddeutscher Zucker 1O| Frankfurt a.M. | Berlin Schluß» kurü Schluß«.! Abend-1 börl<- Schlußkurs Schiußk. Mittag- börtc 28-7 29-7 28.7- 29.7. — — — — 6,7 6,7 6,9 — 10,1 10,05 10,2 10 5,5 5,5 5,55 5,5 44,5 44 43,25 15,9 15,75 15,9 15,75 — 47,5 47,75 16,9 16,75 16,9 16,75 118,75 119,13 118,4 118,25 126 126,25 126 101,75 102,25 102 102 104,25 104,25 104 103,75 104 104,25 104 104 196 196 195,5 195,25 jianUurr a.M. Der nn Schluß- kurs Schluß!. Abendbörse Schluß- turs Schlußk. Mittag- börlc Damm 28-7 29 7 28 7 29.7 28-3uü 29 Zu i Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld | Brief Geld 25ncr ouenos Alle Brüssel .... 0,683 41,89 0,687 41,97 0,682 41,92 0,686 42,00 Rio de Jan. 0,142 0,144 0,142 0,144 Costa 7.... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 55,63 46,80 55,75 46,90 55,66 46,80 55,78 46,90 London.... 12,46 12,49 12,465 12,495 HelsingforS. Paris ..... 5,495 16,415 5,505 16,455 5,495 16,41 5,505 16,45 Holland ... Italien.... 168,75 169,09 168,79 169,13 19,53 19,57 19,57 19,61 Zavan...... 0,727 0,729 0,727 0,729 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 62,62 62,74 62,65 62,77 Wien...... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon... 11,32 11,34 11,325 11 ,345 Stockholm.. 64,25 64,37 64,28 64,40 Schweiz ... 81,18 81,34 81,18 81,34 Spanien... 33,92 33,98 33,92 33,98 Prag...... 10,28 10,30 10,275 10,295 Budapest .. —— —— — — Reuyork... 2,485 2,489 2,485 2,489 Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittagbörse 29.7 28-7. 29.7. — 149,5 150,5 — 132,9 132,9 228 231 228 152,5 148,75 151,25 115,75 113,5 115,4 28,75 28,4 29,25 127 127 126,4 125,75 — — 184,4 184,4 170 170,13 170,25 270 —— —— 118 116,5 118 133 132,25 132,5 140,25 137,75 140 101,25 97,65 102,13 101,25 97,75 101,9 101,3 97,65 101,75 101,25 97,5 102,13 112,5 112,4 112,5 112,13 100 100 100,1 100,2 98,75 98,75 — — 97 97 — — 100,75 101 — — 93,75 93,75 — — — 123,75 — — — 119,4 119,25 97 97 — — 101 101 — — 101,4 101,4 101,4 101,4 9 97,5 97,5 97,5 97,5 0 95 95 95 95 k 109,5 I 109,5 109,5 109,5 _ 1 29,75 — 29,75 e 2,6 2,6 2,6 2,5 9,1 9 9,2 9,1 0 — 8,5 8,5 8,65 8,65 8,65 8,6 8,6 9 14,65 14,65 14,75 14,5 y — — — Berlin, 29- .Sun Amerikanische Violen.............. Belgische Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten ............ •. Deutsch Oesterreich, ä 1OO Schilling Rumänische Noten ............... Schwedische Noten ............... Schweizer Noten................. Spanische Noten..............- Ungarische Noten................ *2,437 41,76 55,46 12,43 16,36 168,37 62,43 64,06 81,00 33,58 2,457 41,92 55,68 12,47 16,42 169_05 62,69 64,32 81,32 33,72 IM eifelt Juli. Den , einen in allen rsall in lehlei ier Gießen )t in Anspruch ■ 647: Aende- ;e Einsuhr aus der polnischen - 649: Ae- chungsstelle für 'flehen DO| uni »Clöe weg^ Mach 3ln, leb^ajL ^.N ul begch, ^°nne. alk5 2^QN9en 1 69, Eroß- nnten PreK- M. Weizen- 29,00, W19 pe 997 R12 -60 plus 0,50 ehl 13,20 bis 10.80, W19 ■2 9,95, R15 !N!chpreise ab lchen -• Erb- •6.00; Trocken- 6,00; Weizen- lebüräielt 2,00. itfurt hatte oor 3 ein hiesiger bestimmten Ie kassierte, >. Da der $oie gelegene cirage eines Tages,ju Vorhaben ■ Den 24 N r fenner^.i.l iutf) /ojo\i •• )aup/ro/u nehmen, ^e LMe Getzenb, Aenboten Vv; •in .Kinderspiel nen". Man ent- nes Kraftwagens i der diesen ’> ihren sollte, m /sich unterdessen unition und m n alle Zwischen- > sollte bann b« oischen war abu ,er drei Bursche" hn°»°-«Z . qu5 dem *>,EU beiben K-"« n d-- Sw-s° Jenen h°b-» " abgelegt n den Ban- /u beraube»; . Lnorm* Älteren Man" Jstfi bis“; SSW f'tz b°i 4 :tl Nr. 176 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) Donnerstag, 30.ZulN9Z6 Gemeinschaft durch Musik. Äon Rudolf Keudel. Man hat uns Deutsche zwar das Volk der Dichter und Denker genannt. Aber ein solches Wort will, wie jede prägnante Formulierung, immer nur einen hervorstechenden Zug unseres Wesens bezeichnen, nicht die ganze Fülle unserer Eigenschaften. Mit ebensolchem Recht dürfen wir behaupten: wir sind das Volk der Feldherren, das Volk der Ingenieure oder der Forscher, der Arbeiter und Bauern oder — das Volk der Musiker. Und dieses Wort kann viel für sich ins Feld führen: Goethes Dichtertum ist unerreicht, die Gestalt Kants zwingt heute noch jeden Philosophen in die Richtung seines Denkens, aber wer könnte sagen, welcher Musiker der deutschen Seele zu echterem Ausdruck verhalfen hat: Bach, Mozart, Beethoven oder Wagner. Die lineare Architektonik der Bach schen Musik, in der das Göttliche so gewaltsam in den Kreis des Irdischen hineinbricht, daß aus ihr alle persönliche Leidenschaft verbannt ist, steht neben der bis ins Innerste aufgewühlten, mit Gott und der Welt ringenden Musik Beethovens, die göttliche Sorglosigkeit und bezaubernde Heiterkeit Mozarts neben der aus letzten tragischen Lebensspannungen geborenen, heroischen Untergangsmythos verkündenden Musik Wagners. Da wo der Gedanke, das Wort, das Bild, die Vorstellung aufhört, beginnt die Musik. Das ist ihr Geheimnis und ihre Macht. Sie ist reine Offenbarung der Seele ohne alle körperliche Verhüllung. Das Wort ist der Mißdeutung, der falschen Verwendung, dem Mißverstehen ausgesetzt. Oft genug ist es für den Aussprechenden etwas anderes als für den Empfangenden. Schiller hat es knapp formuliert: „Spricht die Seele, so spricht auch die Seele nicht mehr." Die Musik aber ist da, wo sie wirklich vernommen wird, ein ungetrübtes, schlechthin klares Verstehen gleichgearteter Seelen, das der Trübung durch den Verstand in höchstem Grade feindlich ist. Die Musik bedarf keiner Form, die das Wesen verhüllte, sondern die Form ist hier selbst in höchstem Sinne zum Inhalte geworden. Die Dialektik von Form und Inhalt, die für alle Künste bezeichnend ist, ist für die Musik aufgehoben. Musik entspringt aus der innersten Tiefe der Seele, aus ihrem rassischen Kern und wird darum auch nur von der gleichgearteten Seele ganz verstanden. Das Wort muß immer den Umweg über den Intellekt machen. Mehr als das dichterische Wort birgt daher die Musik gern einschats- ibildende Kräfte in sich. Darum ^si der Kultus, l der immer gesteigerter Ausdruck einer Gemeinschaft ist, ohne Musik nicht möglich. Nietzsche hat uns die ganze griechische Kultur aus dem Kultus des Apoll und des Dionyfus sehen gelehrt, der aus der Musik geboren ist. Heber die Rolle der Musik bei den germanischen Kulthandlungen wissen wir sehr viel weniger, da hier die Quellen fehlen. T a c i t u s berichtet von den Krieysgesängen der Germanen, daß sie weniger em Zusammenklang der Stimmen als ein Zusammenklang der Seelen seien. Die Kirche hat die Musik von Anbeginn an in ihrer Liturgie in den Mittelpunkt des Gottesdienstes gestellt. Barock, Rokoko und Biedermeier haben eine Musikkultur hervorgebracht, deren Gemeinschaftsgrenzen allerdings mehr oder weniger eng gezogen sind, da sie sich auf die höfische und bürgerliche Sphäre beschränken. Daneben aber musiziert und singt das Volk seine ewigen alten Lieder von Liebe und Tod, von Heimat und Vaterland, von Arbeit und Kampf. Erst in einer gänzlichen Verlassenheit des Menschen, der nie aus sich heraus zum Wir der Gemeinschaft finden konnte, wurde die Musik zum Schrei der Verzweiflung, 3ur atonalen Dissonanzhäufung, zum chaotischen Ausdruck einer untergehenden Zivilisation. Aus dem Erlebnis des Kampfes der Bewegung wurde der Typus eines neuen Gemeinschaftsliedes geboren. Von ihm gilt das, was Tacitus von den Kriegsgesängen der Germanen sagte: daß sie ein Zusammenklang der Seelen seien. Die im Kampflied wieder Gestalt gewordene gemeinschaftsbindende Kraft der Musik weist dem Musikschaffen heute neue Wege. Aus dem Rhylh- mus der marschierenden Kolonnen werden heute neue Lieder geboren, die der Pimpf mit derselben Begeisterung singt wie der SA.-Mann. Aus diesem Geist muß sich die werdende deutsche Musikkultur um die Schätze deutscher Musik bemühen und sie in selbstschöpferischer Tat bereichern. Alte Waffen aus der Themse. Im Laufe von Baggerarbeiten in der Themse wurden in der letzten Zeit eine Anzahl sehr alter Gegenstände heraufbefördert, die den Sachverständigen des Britischen Museums vvrgelegt und als sehr wertvolle Funde erkannt wurden. Darunter befanden sich vor allem eine polierte Feuersteinaxt aus neolithischer Zeit, ungefähr 2000 Jahre vor Christi, eine Speerspitze aus der mittleren Bronzezeit, 1100 v. Ehr., ein keltisches Schwert mit Scheide aus dem keltischen Eisenzeitalter, etwa 3. Jahrhundert v. Ehr., ferner Waffen aus jüngerer Zeit wie ein Scramasax oder Kurzschwert aus dem 9. oder 10. Jahrhundert n. Ehr. und ein zweischneidiges Schwert aus dem 10. Jahrhundert. Abschied von den toten Mannheimer SA. Kameraden. Mannheim, 29. Juli. (DNB.) Die Trauerfeierlichkeiten für die SA.-Männer, die bei dem Kraftwagenunglück im Schwarzwald tödlich verunglückt sind, begannen am Mittwochnachmittag im Nibelungensaal des Rosengartens, in dem sich die Angehörigen der Toten, zahlreiche SA.-Führer aus dem ganzen Reich, sowie Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen, der Wehrmacht, der Reichs-, Staats- und Gemeindebehörden versammelt hatten. Unter den Trauergästen sah man Stabschef Lutze, Reichsstatthalter und Gauleiter Meyer, Reichsstatthalter und Gauleiter S p r e n» g e r , Gauleiter Bürckel und den badischen Innenminister P f I a u m e r. Jeden Sarg schmückte ein Kranz des Führers. Einen großen Raum vor dem Katafalk nahmen die Kränze der Mitglieder der Reichsregierung, der Reichsleitung der NSDAP., der Gauleitungen, der SA. und SS., sowie der badischen Regierung ein. Für Reichsminister Dr. Goebbels legte Landesstellenleiter Schmidt, für den Stellv, des Führers und für die Reichsleitung der NSDAP. Reichsamtsleiter Dr. v. Hoehns und Reichshauptstellenleiter B a h l a u Kränze an den Särgen nieder. Ein Orgelpräludium leitete die Trauerfeier ein. Gruppenführer Luyken rief die Namen der Toten zum letzten Appell auf; die Kameraden, in deren Herzen die Toten ruhen, gaben Antwort. Die Meldung an den Stabschef folgte: „25 brave SA.- Männer des Sturmes 45/171 zum ewigen Dienst in der Standarte Horst Wessel angetreten." Stabschef Lutze wandte sich anschließend in einer kurzen Ansprache an die Trauerversammlung. Wie oft haben wir in den letzten 15 Jahren, fo führte er aus, an den Gräbern gefallener Kameraden stehen müssen. Wenn wir heute an den Bahren unserer toten Kameraden stehen, dann wissen wir, daß tiefe Trauer eingezogen ist bei all denen, die sich Angehörige dieser Kameradschaft nennen, aber auch bei all denen, die mit ihnen marschiert sind als SA.-Männer in Reih und Glied und ebenso bei der gesamten <521., die mit den Toten gemeinsam sich einen Führer wählte und mit diesem Führer marschiert. Wir wissen heute, daß die Kameraden nicht umsonst gestorben sind, denn sie sind mit aufgestiegen zur ewigen Wache bei den Blutzeugen des 9. November. Sie halten die ewige Wache für ein ewiges Deutschland und ich habe ihnen die letzten Grüße des Führers und der gesamten SA. zu überbringen, aber auch den Dank für all das, was sie für die Partei, für die Bewegung und damit für das deutsche Volk geleistet Haden. Anschließend nahm Reichsstatthalter und Gauleiter Robert Wagner das Wort. Wir wissen, gerade als Nationalsozialisten, so führte er u. a. aus, daß unser Leben nichts anders fein kann als Kampf und Opfer. Aber wir wissen, daß wir Opfer auf uns nehmen müssen, um als einzelne und als Volk bestehen zu können. Wir können das Andenken der Toten nicht besser ehren, als daß wir in ihrem Geist weiterleben, daß wir wie sie unsere Pflicht tun für unser Volk und unseren Führer. Orgespiel beendete die Abschiedsfeier. Unter dumpfem Trommelwirbel trugen dann SA -Männer ihre toten Kameraden hinaus. Nach der Trauerparade setzte sich der endlos lange Zug zum Hauptfriedhof in Bewegung, an der Spitze der Fahnenwald. Den Weg zum Friedhof umsäumte eine unabsehbare Menschenmenge. In stummer Trauer hoben die Volksgenossen die Hand zum Gruß. Am offenen gemeinsamen Grab sprach der evangelische Geistliche Stadtpfarrer K i e- f er herzliche Worte des Trostes. Stadtpfarrer Matt sprach für das katholische Bekenntnis. Nach der Einsegnung nahm Gruppenführer Luyken mit bewegten Worten von seinen Kameraden Abschied. Die Fahnen senkten sich, das Lied „Ich hott' einen Kameraden" erlang und dann ertönte zum letzten Abschied das Horst-Wessel-Lied über den Gräbern. Hoch ein Todesopfer. Freudenstadt, 29. Juli. (DNB.) In der Nacht auf Mittwoch ist im Kreiskrankenhaus Freudenstadt das bei dem Autounglück auf der Besen- elder Steige verunglückte BDM. - Mädchen Oer Letzte! Nein, es handelt sich hier nicht um den Letzten aus irgendeinem sportlichen Wettkampf ober gar um den Letzten aus der Schulklasse seligen Angedenkens. Dieser Letzte hat für viele entschieden er- reulichere Bedeutung, denn er bezieht sich auf den Monat und heißt gewöhnlich Ultimo. Was dieses Fremdwort heute noch zu seinem Dasein berechtigt, ist nicht einzusehen, da das deutsche Wort an Klarheit wirklich nichts vermissen läßt und deshalb auf alle Fälle den Vorrang zu beanspruchen hat. Wie dem aber auch sei: was sowohl das deutsche als auch das italienische Wort umschreiben, ist ein höchst sympathischer Tatbestand. Nämlich der Tatbestand der Gehaltszahlung! Wenigstens hat dieser Tatbestand gegenüber anderen Zahlungen, die ebenfalls am Letzten fällig werden, ohne Zweifel Schwergewicht. Denn er kommt wie ein Freudenspender und sorgt dafür, daß die peinliche Ebbe im Geldbeutel immerhin für diesen Tag einer wohltuenden Flut weicht. Es ist wahrhaftig ein Unterschied, ob ein Ge- haltsemvfänger etwa am 29. oder am Letzten lustwandelnd durch die Geschäftsstraßen geht. Gewiß, es soll auch seinesgleichen geben, die die Einteilung ihrer Monatssumme mathematisch genau verstehen und deshalb immer in einer solch gleichmäßig temperierten Atmosphäre leben, daß ihnen der Unterschied nicht offenbar wird. Wie gesagt, es soll solche Jdealgestalten einer kaufmännischen Lebensführung geben, aber sie verhalten sich vermutlich zur Masse der am Letzten frohlockenden Gehaltsempfänger wie ein weißer Sperling zur unendlichen Zahl seiner grauen Kameraden. Jedenfalls gibt der Letzte im allgemeinen durchaus Anlaß, der Tatsache des Lebens mit Beschwingtheit und fröhlichem Mut ins Auge zu sehen. Ein gefüllter Beutel hat nun mal die Eigenschaft, anspornend zu wirken und Gefühle zu wecken, die von aller Miesepetrigkeit astronomisch weit entfernt sind. Wer durch die immerwährende Einöde des Monats vier lange Wochen zu wandern hat, denkt unterwegs recht oft mit einiger Sehnsucht an den Letzten, der gleichsam wie eine Oase am Wüstenrand aufsteigt, in der man sich nach Herzenslust erquicken und ergehen kann. Freilich, es ist nur eine kurze Rast in dieser Oase, denn schon morgen beginnt wieder ein neuer Monat und mit ihm die abermalige Wanderung. Aber gerade, weil er so selten ist, hat ja erst der Letzte seinen eigentlichen Reiz. Wofür auch diejenigen Verständnis haben werden, die in anderen Zeiträumen die Ebbe und Flut ihres Geldbeutels erleben. H. W. Sch. Vornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Skandal um die Fledermaus." Ruth Maurer aus Stuttgart-Untertürkheim seinen schweren Verletzungen erlegen. Es gehörte zu der Mädchengruppe, die, von einer Wanderung ermüdet, um Mitnahme mit dem Auto gebeten hatte. 25 SA.-Männer und zwei BDM.- Mädchen sind jetzt als Todesopfer des furchtbaren Unglücks zu beklagen. Das Befinden der übrigen im Krankenhaus Freudenstadt befindlichen Verletzten ist zufriedenstellend. Kameradschaft in der Not. Berlin, 29. Juli. (DNB.) Korpsführer Hühn- lei n hat zum Zeichen derTrauerdesNSKK. um seine im Schwarzwald verunglückten SA.- Kameraden sämtliche Dienstflaggen des Korps am Tage der Beisetzung auf H a l b m a st setzen lassen und dem Stabschef der SA. einen Betrag von 3 0 0 0 Mark für die Linderung der Not der Hinterbliebenen zur Verfügung gestellt. Oberhessischer Geschichlsverein. Am kommenden Sonntag stattet der Verein für Geschichte und Landeskunde Frankfurt a. M. unserer Stadt einen Besuch ab. Vorgesehen sind u. a. auch die Besichtigung des Gleibergs und des Schif- fenbergs. In der heutigen Anzeige gibt der Ober» hessische Geschichtsverein die Abfahrts- bzw. die Ab- marscyzeiten bekannt. Oie Zehntage-Wettervvrhersage Wettervoraussage für die Zeil vom 30. Juli bis 8. August 1936. herausgegeben von der Forfchungsslelle für langfristige Witterungs- vorausfage des Reichsamls für Wetterdienst am 29. Juli abends. Die Großwetterlage ist in einer Umgestaltung begriffen. In den nächsten Tagen wird zwar das Wetter bei wechselnder Bewölkung ziemlich kühl und zu schauerartigen Niederschlägen geneigt sein, im ganzen wird aber, von Westen nach Osten fortschreitend, eine merkliche Abnahme der Regenhäufigkeit eintreten. Die Schauer werden im Osten des Reichs, in Schlesien und im Alpenvorland stellenweise recht ergiebig fein. Zum Wochenende wird sich auch im Osten die Besserung des Wetters durchsetzen, so daß in der nächsten Woche allgemein mit schönerem und vorwiegend warmem Wetter gerechnet werden kann. Störungsfrei wird das Wetter allerdings nicht fein, vielmehr ist mit zunehmender Erwärmung das Auftreten von Gewittern zu erwarten. Gegen Ende des Vorhersagezeitraums wird im Westen und Süden des Reichs wieder eine Verschlechterung des Wetters eintreten, während es im Nordosten voraussichtlich noch schön bleibt. Verkehrssünden werden in den Führerschein eingetragen DNB. Im Einvernehmen mit dem Reichsverkehrsminister hat der Reichsinnenminister eine Anordnung getroffen, die neben dem erwünschten Verwaltungszweck sicher auch die Erziehung zur Derkehrsdisziplin fördern wird. Er bestimmt nämlich, daß auf Seite 4 der Führerscheine alle Polizei st rasen und gerichtlichen B e - ftrafungen der Inhaber dieser Scheine wegen Verletzung der Verkehrsvorschriften vermerkt werden, soweit sie nach dem 31. Juli 1936 rechtskräftig verhängt sind. Gebührenpflichtige Verwarnungen sind nicht zu vermerken. Die Eintragung hat sich auf Art und Höhe der Strafe sowie auf die verletzte Verkehrsvvrschrift mit stichwort- artiger Angabe ihres Inhalts und der betreffenden Gesetzesbestimmung zu erstrecken. Die Eintragungen der Strafen find durch die Behörden vorzunehmen, die für die Erteilung oder Entziehung der Fahrerlaubnis zuständig sind. (Sin Ziegenumhang für Hitler-Jugend und Jungvolk. Für die HI. und das DJ. wird, wie der Reichs- Jugend-Pressedienst mitteilt, ein Regenumhang eingeführt. Der Umhang besteht aus Stoff, der auf der Innenseite gummiert ist. Er ist in einer der HJ.-Mantelfarde entsprechenden Farbe gehalten. Erkennungs- oder Rangabzeichen werden nicht daran angebracht. Er kann auf Fahrt mitgeführt werden und paßt zusammengerollt in den Brotbeutel ober das Kochgeschirr. Das Tragen z u Zivilzwecken ist gestattet. Der Umhang hat auf der Rückseite eine sogenannte Tornisterkammer, d. h. er kann beim Tragen durch das Aufknöpfen einiger auf der Rückseite befindlicher und mit einem Stoff streifen verdeckter Knöpfe so vergrößert werden, daß er bequem über den aufgeschnallten Tornister gehängt werden kann und dann auch den Tornister vor Regen schützt. Neue Durchführungsverordnung über die Gewährung von Ehestandsdarlehen Fwd. In einer im Neichsgesetzblatt Nr. 69 vom 28. Juli 1936 veröffentlichten sechsten Durchführungsverordnung über die Gewährung von Ehestandsdarlehen wird bestimmt, daß der Reichsminister der Finanzen ermächtigt wird, der Darlehensschuldnerin die Ausübung einer Arbeitnehmertätigkeit ausnahmsweise auch dann zu gestatten, wenn der Ehemann nicht als hilfsbedürftig im Sinne der Vorschriften über die Gewährung von Arbeitslosenunterstützung betrachtet wird. Die Verordnung tritt mit Wirkung ab 28. Juli 1936 in Kraft. Gebühren im Fernsprechverkehr benachbarter Orte. Durch eine Verordnung des Reichspostministers vom 19. Juli 1936 ist die Fernsprechordnuna ge- ändert worden. Die Aenderung betrifft den Fernsprechverkehr zwischen Ortsnetzen mit Wählbetrieb, die nicht mehr als fünf Kilometer voneinander entfernt sind. Die Teilnehmer solcher Ortsnetze haben vom 1. Januar 1937 an die Wahl, ob ihr Fernsprechverkehr mit Ortsnetzen im Umkreis von fünf Kilometer als Ortsverkehr ober als Fernverkehr be- hanbelt werben soll. Entscheiden sie sich für den Ortsverkehr, bei dem die Gebühr für ein Gespräch 10 Pf. beträgt, bann wirb bie Grunbgebühr nach der Zahl aller für sie zur Ortsgesprächsgebühr erreichbaren Anschlüsse berechnet. Wollen sie aber bie Grunbgebühr nur nach der Teilnehmerzahl bes eigenen Ortsnetzes bezahlen, so wirb für ihre Gespräche mit ben Teilnehmern der Ortsnetze, die nicht mehr als fünf Kilometer entfernt liegen, eine Ferngesprächsgebühr von 20 Pf. berechnet. Der Verkehr zwischen Ortsnamen mit Handbetrieb ober zwischen einem Ortsnctz mit Hanbbetrieb unb einem solchen mit SöäHerbetfceb wirb bis zur Aenberung ber Betriebsweise von Der Neureglung nicht erfaßt. Lahreshauptversammlung der Krastfahrzeug-Lnnung Oberhessen. Arn Montag fanb im Saale ber Gastwirtschaft „Zum Haberkasten" bie biesjährige Jahreshauptversammlung des Kraftfahrzeughanbwerks der Provinz Oberhessen statt. Die Versammlung war sehr gut besucht. Obermeister Ernst A ß m a n n begrüßte die Handwerkskameraden, sprach über die bisherige Arbeit des Reichsinnungsverbandes unb berührte habet auch bas Gebiet ber Spezialisierung ber Werkstätten. Das Tempo bes Kraftwagens fei Sinnbild ber Dorroärtsftürmenben Entwicklung auf dem Gebiete des Kraftfahrzeugs und hinter diesem Tempo dürfe der Kraftfahrzeughandwerker nicht zurück- •Götterspeise f SoßenpulverlBt} Aus der Provinzialhauptstadt. Kinderschule vor 60 Jahren. Zugenderinnerung von Paul Ernst. Meine Mutter sagte zu mir, eigentlich sei ich noch nicht in dem Alter, wo ich die Schule besuchen müsse, auch wisse ich wohl bas meiste, bas zunächst gelernt werbe, weil ich schon geläufig lesen könne; aber sie könne es burchaus nicht mehr mit mir aushalten, weil ich ihr immer an ber Schürze hänge unb sie immer frage. Die Tränen stauben ihr in den Augen, sie sagte: „Wenn man nun ein unglückliches Kind hat, dann will man sich doch von dem andern nicht trennen." Aber es war wohl so, wie mir heute scheint, daß der Arzt der zarten Frau angeraten hatte, sich mehr zu schonen. So kam ich denn also nun in die Schule zu Tante Meier. Tante Meier war ein altes Fräulein, die aus Celle stammte, wo ihr Vater Stadttrompeter gewesen war. Sie hatte von den Eltern, die in Celle ein Haus gehabt, wohl ein paar hundert Taler geerbt, hatte sich dann ein Haus m Clausthal gekauft, dessen Erdgeschoß sie vermietete, indessen sie selber die obern Räume bewohnte, von denen sie zwei möbliert an Hörer der Bergakademie abgab. Außer dem Erwerb durch diese Vermietungen hatte sie noch eine kleine Einnahme durch den Betrieb einer Kleinkinderschule. Sie hielt die Schule in einem engen Hinterzimmer ab, indessen sie an einem Tisch saß mit einem so strengen Ausdruck, wie es ihrem gutmutigen Gesicht möglich war, einen Strickstrumpf m ber Hand, unb bie Brille vorn auf der Nase, damit sie bequem über sie hinwegsehen konnte. Ihr zur Rechten lag auf dem Tisch die Rute. Die war e n Bündel von kurzen Birkenzweigen, das durch e n rotes Wollbändchen zusammengehalten wurde, die Rute tat qar nicht weh, unb ich wußte immer nicht recht, toarum fü uns mit ihr schlug. Sann warausdem Tisch noch ein Schreibzeug aus Holz. Dieses Schreibzeug war uralt unb stammte gewiß noch von ihrem Großvater her. Es war vollständig mit Tinte be pritzt, so baß man von der Farbe des Hol es nichts erkennen konnte. Unten vorn standen rechts und links das Tintenfaß und das Faß für den Streusand, beide aus Blei; zwischen ihnen war eine Vertiefung, in welche man die Federn ttgen konnte; sie war noch für Gänsefedern berechnet, also recht drei und lang. Dahinter erhoben sich stufenweise die wunderbarsten Facher, welche wohl für Briese und Papier bestimmt waren; aber da Tante Meier keine Briefe schrieb und empsing, und auch sonst wohl nichts zu schreiben hatte, so waren sie leer, unb es hatte sich in ihnen bis zur Mitte ein Staub unb Gewölle von langen Jahren angesammelt, in bas ich mit meinen schmalen Fingern gerabe noch hineinreichen konnte. Die Schüler unb Schülerinnen von Tante Meier saßen auf zwei ganz niebrigen Bänken hinterein- anber ohne Tische. Wir mögen etwa ein Dutzenb Kinber gewesen sein. Auf einem Platz für sich, auf einer Fußbank unb ganz unten, saß Breitsohl. Breitfohl war der Sohn des Totengräbers und hatte keine gute Erziehung gehabt; deshalb war ihm einmal ein Unglück geschehen, und so mußte er abgetrennt von den andern sitzen. Oben saß Martha Pieper, welche die älteste von uns war, bie Tochter bes Buchbruckereibesitzers unb Herausgebers bes Wochenblattes, ber für einen ber reichsten Männer in Clausthal galt. Auch Wilhelm. Tiemann war unter uns; es ist mir so, als ob feine Eltern mit Tante Meier verwanbt waren. Es würbe im Lesen, Rechnen unb Religion unterrichtet. Lesen konnte ich bereits so gut, baß ich der Tante Meier an die Hand gehen konnte im Belehren der weniger Begabten, besonders Wilhelm Tiemanns. Die Unterrichtsart Tante Meiers war sehr einfach. Das Kind stand neben ihr, die Fibel lag auf dem Tisch, Tante Meier bezeichnete mit der Stricknadel den Buchstaben, der gelesen werden sollte, unb hielt in ber anbern Hanb bereits bie Rute. Obwohl bie Schläge nicht weh taten, erregte bie Rute boch Angst, unb so kam bas nötige Aufpassen zustanbe. Geschrieben würbe auf ber Tafel, bie auf ben Knien lag. Man beugte sich krumm über sie unb malte bie Buchstaben mit ber höchsten Anstrengung. Ich konnte bereits alle Buchstaben mit Ausnahme ber letzten brei schreiben, große wie kleine; unb ba Tante Meier nicht so recht wußte, wie man ben Kinbern bie Notwenbigkeit ber beiben Arten Buchstaben klarmachen sollte, so unterstützte ich sie nach meinen Kräften. Ich erinnere mich noch eines Gesprächs mit Wilhelm Tiemann am Gingang ber Meverstraße, wo ich ihm mit einem Kalkstück auf dem Bretterzaun das große und kleine E vorschrieb. Es war ihm nicht klarzumachen, weshalb das kleine E, wenn es groß geschrieben werden sollt, nicht ein großes E sein sollte. Ich erklärte ihm, meine Mutter habe mir bas große E gezeigt unb Tante Meier auch, unb beshalb sei das so. Aber Wilhelm Tiemann ging unbelehrt von bannen. Er beugte sich nicht ber Autorität. Tante Meier hatte eine rounberbare Eigenschaft. Zu Weihnachten bekam jebes Kinb einen Fisch aus Honigkuchen. Ich war ber beste Schüler, unb bes-- halb wurde für mich ein Fisch gebacken, der noch einmal so groß war wie die andern. Ich habe nie wieder in meinem Leben eine solche Anerkennung genossen. Großfeuer im Sägewerk Villingen. bleiben. Der Obermeister führte den Innungsmitgliedern die Verantwortlichkeit der Lehrlingsausbildung vor Augen und betonte, daß es eine Ehren- pflicht eines jeden Handwerksmeisters fei, heute, mehr -knn je, die ihm anoertraute Jugend zu tüchtigen Handwerkern heranzubilden. Die deutsche Jugend müsse mehr lernen als die Jugend anderer Länder, denn nur durch Tüchtigkeit im erwählten Berufe werde man Helfer am Aufbau unseres Vaterlandes. Wer heute nicht die im Berufe benötigten Kenntnisse besitze, wird niemals Meister des Kraftsahrzeughandwerks werden können, denn, so führte der Redner aus, man wisse aus dem eigenen Berufsleben zur Genüge, daß mit der Praxis engstens die Theorie verbunden sei. Die Jahreshauptversammlung gab einen überzeugenden Eindruck von der erfolgreichen vielseitigen Arbeit der Innung und dem in ihr herrschenden kameradschaftlichen Geist. Demgemäß sprachen auch die Handwerkskameraden e i n st i mm i g ihrem Obermeister, Ernst A ß m a n n , ihr volles Vertrauen aus, nachdem der inzwischen erschienene Kreishandwerksmeister Stüh l er in bekannter Weise zur Vertrauensfrage grundsätzlich Stellung genommen hatte. Obermeister Aßmann, der während der Stellung der Vertrauensfrage den Saal verlassen hatte, wurde beim Wiedereintritt von den Anwesenden mit Beifall begrüßt. Er dankte für das ihm ent- aegengebrachte Vertrauen und versprach, wie seither, stets mit ganzer Kraft sich einzusetzen zum Wohle des Krastfahrzeughandwerks. Als Bezirks- innungsmeister für Hessen und Hessen-Nassau stehe er in Zweifelsfällen jederzeit den Handwerkskameraden mit Rat und Tat zur Verfügung. Die inzwischen für Gießen und den Kreis Friedberg fertiggestellten Tarifordnungen wurden den Mitgliedern ausgegeben. In der anschließenden Aussprache beteiligten sich die Innungsmitglieder rege und manche Frage wurde von dem Obermeister geklärt. Obermeister Aßmann schloß die harmonisch verlaufene Jahreshauptversammlung mit dreifachem „Sieg-Heil!" auf den Führer und Förderer der Motorisierung Deutschlands und auf den Reichshandwerksmeister. Die nächste Schweinezwischenählung im September. ZdR. Die nächste Schweinezwischenzählung wird, wie bereits in den letzten Jahren, am 4. September 1936 durchgeführt werden. In Verbindung mit dieser Erhebung sollen die nicht beschaupflichtigen Hausschlachtungen von Schweinen, Bullen, Ochsen, Kühen, Iungrindern und Kälbern, Schafen und Ziegen in jedem der drei Monate Juni, Juli und August erfaßt werden. Außerdem wird die Anzahl der in den Monaten Juni, Juli und August geborenen Kälber festgestellt. Gießener Ivochenmarklpreije. * Gießen, 30. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, % kg 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 14, Klasse A 13, Klasse B 12, Klasse C 11%, Klasse D 10%, ungezeichnete 10, Wirsing, % kg 8 bis 10, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 12 bis 15, gelbe Rüben 10 bis 12, rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 8 bis 10, Bohnen, grün 15 bis 20, gelb 15 bis 20, Erbsen 15 bis 20, Tomaten 30 bis 35, Zwiebeln 10 bis 12, Pilze 20 bis 30, Kartoffeln, neue, % kg 6 bis 7 Pf., 50 kg 5 bis 6 Mark, Frühäpfel, % kg 25 bis 35 Pf., Falläpfel 7 bis 8, ausländische Aepfel 70, Birnen 20 bis 50, Kirschen 30 bis 35, Pflaumen 40 bis 45, Zwetschen 30, Mirabellen 35 bis 45, Pfirsiche 40 bis 50, Brombeeren 35, Heidelbeeren 35, Stachelbeeren 10 bis 18, Johannisbeeren 10 bis 18 Pf., Hähne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 10 bis 70, Salat 5 bis 10, Salatgurken 10 bis 35, Einmach- gurken 1% bis 5, Oberkohlrabi 4 bis 8, Rettich 5 bis 10, Radieschen, das Bündel 10, Himbeeren, % kg 25 bis 30 Pf. ** D i e Kameradschaft der Freikorpskämpfer im Reichs-Kyffhäuserbund hielt am Mittwochabend bei Kamerad Greilich im „Löwen", Neuenweg, den zweiten Kameradschaftsabend ab. Kameradschaftsführer Paul Euler ging noch einmal auf die Neuordnung der Organisation der Freikorpskämpfer ein und führte u. a. aus, daß die Freikorpskämpfer es dem Manne, der sie als die ersten Kämpfer des neuen Reiches und die letzten Soldaten des Weltkrieges genannt hat, verdanken, daß sie jetzt als selbständige Kameradschaft in der Dachorganisation des Kyffhäuser-Burrdes bestehen. Er gab eingehende Aufklärung über das Wesen der neuen Kameradschaft, die im Zuge der Vereinheitlichung Anschluß an den Reichs-Kysf- Häuser-Bund gefunden hat. Kamerad Weißen- stein, der stellvertretende Kameradschaftsführer, ging dann auf die Einzelheiten der Organisation ein, die im Zusammenwirken mit der Kreisleitung der NSDAP, aufgebaut wird. Durch die von der Reichsregierung zugesagte spätere Aushändigung des besonderen Abzeichens sei ihnen die Anerkennung ihrer Opfer sicher. Nach einem Ueberblick über den Gang der bisherigen Organisation kennzeichnete Kamerad Weißenstein die neuen Aufgaben und sprach die Erwartung aus, daß die Freikorpskämpfer wie damals auch jetzt wieder die Ersten sein werden, um dem Volke und dem Staate zu dienen, für den sie einstmals gestritten haben. Der Schieß- wart Kamerad Gondner gab dann die Richtlinien für die nächsten Schießübungen bekannt. Der Kameradschaftsführer setzte den jeweils ersten Mittwoch im Monat als Kameradschaftsabend fest. Mit dem Treuegruß an den Führer wurde der Abend durch Kamerad Euler beschlossen. ** Straßensperre. Wegen Ausführung von Straßenbauarbeiten ist die Landstraße Heuchelheim — Atzbach (bis Landesgrenze) mit sofortiger Wirkung für jeglichenVerkehr aesperrt worden. Die Umleitung erfolgt über Kinzenbach. OerVolksgerichtshof tagten Darmstadt Lpd. Darmstadt, 29. Juli. Am Mittwoch, 26. August, um 9 Uhr, und an den folgenden Tagen findet, wie die Justizpressestelle Darmstadt mitteilt, vor dem 2. Senat des Volksgerichtshofs Berlin im Londgerichtsgebäude zu Darmstadt gegen den 40 Jahre alten Friedrich L. aus Ludwigshafen und sechs andere Angeklagte die Hauptverhandlung wegen Vorbereitung zum Hochverrat statt. Die Angeklagten sind ehemalige Funktionäre und Mitglieder der nach der Machtübernahme aufgelösten und verbotenen anarchistischen Gewerkschaftsorganisation „F. A. U. D." (Freie Arbeiterunion Deutschlands). Sie haben in der Zeit von 1933 bis 1935 in Mannheim, Ludwigshafen, Offenbach, Darmstadt, Frankfurt a. M. und auch im Ausland versucht, die Ziele ihrer illegalen Organisation durchzusetzen. * villingen, 30. Juli. In der vergangenen Nacht wurde die Einwohnerschaft unseres Ortes um die Mitternachtsstunde aus dem Schlafe gestört. Im Sägewerk Trapp war auf bisher noch ungeklärte weife Feuer ausgebrochen. Die Flammen fanden reiche Nahrung. Sowohl das Maschinenhaus, wie auch die ältere Sägehalle fielen den Flammen bis auf die Grundmauern zum Opfer. Die Dampfmaschine. Hobelmaschinen. Schärfmaschinen und verschiedene Holzbearbeitungsgeräte wurden zerstört. Zur Bekämpfung des Brandes erschien sofort die Pflichtfeuerwehr von villingen an der Brandstätte, die Freiwillige Feuerwehr von Nonnenroth traf auch bald ein. die Einwohnerschaft Villingens half mit. und in gemeinsamer Arbeit wurde das Feuer bekämpft. Da das Feuer aber mehr und mehr und trotz eifriger Bemühungen der heimischen Wehren den Charakter eines Grohfeuers anzunehmen drohte, wurde bald nach Mitternacht die Hilfe der kreis- motorfprihe Gießen herbeigerufen. Bereits 15 Minuten vor 1 Uhr konnte die kreismotorsprihe mit einem Teil der Gießener Verufsfeuerwehr die Fahrt nach Villingen antreten. Zwanzig Minuten nach 1 Uhr erschien die kreismotorsprihe am Brandplah. Sofort wurde mit der Maschine die Brandbe- LPD. Seligenstadt. 29. Iuli. Das heftige Gewitter, das am Mittwochnachmittag über dem Rhein-Main-Gebiet niederging, hatte neben zum Teil schweren Schäden auf den Feldern und in den Gärten drei Todesopfer zur Folge. Unweit Seligenstadt werden gegenwärtig auf den wiesen Meliorationsarbeiten ausgeführt, an denen 20 Arbeiter beteiligt sind. Als das Gewitter losbrach. suchten vier von ihnen, die am Waldesrand arbeiteten. Schuh unter einem Erlenbaum. Ihre Kameraden, die etwa 400 Meter von ihnen entfernt beschäftigt waren, hörten plötzlich gegen 13.15 Uhr laute Hilferufe. Als sie herbeieilten, muhten sie feststellen, daß drei ihrer Arbeitskameraden unter dem Erlenbaum vom Blitz getroffen und auf der Stelle getötet worden waren. Der vierte. Hermann Welpe aus Seligenstadt, war vollständig gelähmt und wurde sofort in ein Krankenhaus gebracht. kämpfung ausgenommen. Ununterbrochen, zwei Stunden lang, hatte die Kreismotorsprihe wasser zu geben. Die Leitung der Brandbekämpfung übernahm Brandinspektor Lenz (Gießen) in Vertretung des gegenwärtig in Urlaub befindlichen Kreis- feuerwehrinfpektors Bouffier. Bald nach dem Eintreffen der Kreismotorsprihe kam auch eine Motorspritze aus Hungen an und beteiligte sich tat- kräftig an der Bekämpfung des Schadenfeuers. In gemeinsamer Arbeit und unter ständiger starker Wassergabe konnte das Feuer auf seinen Herd beschränkt und die brennenden Holzstapel abgelöscht werden. Gleichzeitig hatten die Feuerwehren ihre ganze Aufmerksamkeit darauf zu richten. daß die wertvolle, mit vielen Maschinen aus- geftatfete, mit viel Holz angefüllte neue Säge- Halle gerettet werden konnte. Als ein glücklicher Umstand war es zu betrachten, daß der wind günstig stand und fo die neue Halle erhalten blieb. Der entstandene Schaden ist beträchtlich, wenngleich der Sägewerksbefiher feine Anlagen versichert hat. so ist doch ein erheblicher vertust an deutschem Volksvermügen zu beklagen. Die Gießener Kreismotorsprihe rückte gegen 5 Uhr heute morgen wieder in Gießen ein. Bei den Toten handelt es sich um die Arbeiter Kilian Müller. Peter wesch und Iosef Höfling. alle aus Seligenstadt. Das Unglück ist um so größer, als es sich hier um junge Familienväter handelt, die neben ihren Frauen kleine und unmündige Kinder zurücklassen. Schwere Gewitter über dem Maingau. LPD. Frankfurt a. M., 29. Juli. Frankfurt a. Main und der Maingau lagen am Mittwoch mehrere Stunden lang im Bereich einer ausgedehnten Gewitterfront, die bei schweren elektrischen Entladungen stellenweise wolkenbruchartigen Regen brachte, so daß die Kanalisationen die Wassermassen zum Teil nicht abführen konnten. Die ursprünglich von Ost nach West ziehenden Gewitter kamen dann erneut aus Nordwesten, wobei auch Niederschläge in Gestalt von Hagel beobachtet wurden. Fertigstellung des Leichenhauses soll auch durch Rohrlegung für eine bessere Abführung des Wassers aus dem Felde und der Anlieger an der Friedhof, straße gesorgt werden. * Allendorf a. d. Lumda, 30. Juli. Nach einer Polizeiverordnung, die sofort in Kraft getreten ist, ist der Verbindungsweg Allendorf a. d. Lumda — Allertshausen, soweit er in der Gemarkung Allendorf a. d. Lumda liegt, für Lastkraftfahrzeuge jeder Art gesperrt. Zuwider. Handlungen werden bestraft. * Großen-Linden, 30. Juli. Nach einer neuen Polizeiverordnung über den Straßenverkehr in unserer Gemeinde, die sofort in Kraft getreten ist, ist die Bahnhofstraße zwischen Moltkestraße und Obergasse in der Fahrtrichtung Bahnhof—Frankfurter Straße für Kraftfahrzeuge jeder Art und Fahrräder ge. sperrt; ferner zwischen Obergasse und Frankfurter Straße in der Fahrtrichtung Bahnhof—Frankfurter Straße für jeden Fährverkehr gesperrt. Zuwi- derhandlungen gegen diese Vorschrift sind mit Geld- oder Haftstrafe bedroht. "Y" Watzenborn-Steinberg, 27. Juli. Gestern nachmittag wurde die hiesige Freiwillige Feuerwehr zu einer Zusammenkunft in den Sitzungssaal der Gemeindeverwaltung einberufen. Kommandant Karl S ch m a n d t verlas die neugeschaffenen Satzungen, die einstimmig gutgeheißen wurden. Der Kommandant sowie Kamerad Bürgermeister Schäfer gaben einige Rundschreiben be- kannt, u. a. auch, daß die hiesige Wehr als eine öffentliche Körperschaft anerkannt sei. Weiter wurde beschlossen, das Jubiläumsfest der Freiwilligen Feuer, wehr Lollar am kommenden Sonntag zu besuchen. "Y Watzenborn-Steinberg, 28. Juli. Ortsbauernführer Heinrich Schäfer I. hatte die Bauern und Landwirte zu einer Versammlung im Saale „Zum grünen Baum" eingeladen. Der Ortsbauernführer gab Erläuterungen über das Kontingent für unsere diesjährige Ernte und wies nach Verteilung der Marken darauf hin, daß jeder Landwirt feine Lieferung nach Möglichkeit erfüllen müsse. Weiter teilte er mit, daß die Verteilung des fiskalischen Geländes geregelt sei. Daß es noch Landwirte gebe, die Ansprüche auf das Pachtgelände machen, aber mit jedem Juden Geschäfte tätigen, sei höchst bedauerlich. Nach Bekanntgabe verschiedener Anordnungen machte Bürgermeister Schäfer in seinem Schlußwort wichtige Ausführungen über Gemeindeangelegercheiten und schloß nach einer regen Aussprache die Versammlung. oo Eberstadt, 27. Juli. Aus dem hiesigen neuen Schießstand fand gestern das Kyffhäuser- W e tt schießen der Kriegerkameradschaften Eber- stad t und Holzheim statt. Die Beteiligung war sehr gut. Die Leitung des Schießens hatte Kreis- unterschießwart Schäfer (Dorf-Gill). Nachdem der zur allgemeinen Freude erschienene Landesführer Generalleutnant a. D. Fett (Frankfurt) den neuen Schießstand eingehend besichtigt hatte, begann das Wettschießen. Es schossen die erste Gruppe 466, die zweite 435 und die dritte Gruppe 416 Ringe. Nach diesem Ergebnis besteht die Mög- lichkeit, daß die beste Gruppe an den Ausscheidungs- kämpfen um den Reinhard-Ehrenpreis und den Wander-Ehrenpreis des Deutschen Reichskriegerbundes Kyffhäuser teilnimmt. In seinem Schlußwort sprach der Landesführer seine Befriedigung über das Schießergebnis aus. Besonders hob er die mustergültige Anlage des neuen Schießstandes hervor. I Nonnenroth, 28. Juli. In vorbildlicher Gemeinschaftsarbeit hat die Kameradschaft Nonnenroth des Reichskriegerbundes Kyffhäuser sich im Sommer 1935 einen neuen Schieß st and geschaffen. Er ift am. Waldeingang links der Straße Nonnenroth—Roth- ges gelegen. Die Wahl des Platzes sowohl, wie bte schießtechnischen Anlagen können als mustergültig bezeichnet werden. Am Sonntag fand das für das ganze Reichsgebiet angeordnete Bundesfchie- ß e n des Kyffhäuferbundes auf unserem neu erbau- ten Schießstand statt, woran sich die Kameradschaften Nonnenroth, Villingen, Röthges und Ober- und Nieder-Bessingen beteiligten. Kurz nach Beginn des Bundesschießens, das gruppenweise durchgeführt wurde, traf überraschend der Bundesführer Hessen, Se. Exzellenz Generalleutnant Fett, zur Besichtigung auf dem Schießstand ein. Er nahm die Meldung des Kameradschaftsführers Rinker entgegen und ließ sich von ihm Bericht erstatten über den Bau der Anlage und über die Pläne zu ihrer weiteren Ausgestaltung. Vor allem soll durch die Er- richtung einer Schießhalle die Benutzung des Schieß' standes auch bei ungünstiger Witterung ermöglicht werden. Der Bundesführer war aber nicht nur zu einer kurzen Besichtigung erschienen, sondern wohnte auch als Kamerad über die Mittagsstunden hinaus bis zum Schlüsse dem Bundesschießen bei. In einer kurzen Ansprache gab er seiner Freude Ausdruck über die guten Schießergebnisse und den vorzüglichen kameradschaftlichen Geist der vollzählig angetretenen Mannschaft, wobei er dem Eifer gerade der älteren Kameraden und ihrer regen Beteiligung am Schießen seine besondere Anerkennung aussprach. Die Freude auf den alten Soldatengesichtern beim Abschied des Gastes bewies, daß Führung und Gefolgschaft im Reichskriegerbund Kyffhäuser in treuer Kameradschaft, die sich gründet auf gegenseitige menschliche Wertschätzung, allezeit treu zusammenstehen werden. Kreis Büdingen. 0 Nidda, 27. Juli. Alter Sitte gemäß hatten sich am gestrigen Sonntag die 70jährigen des Kirchspieles Nidda, wozu auch die Gemeinden Bad Salzhausen, Kohden, Michelnau und Unter» Schmitten zählen, zu einem Stelldichein dahier em- gefunden. Von den ursprünglich 56 Schulkameraden waren 26 anwesend, 25 deckt der kühle Rasen, fünf waren aus Gesundheitsrücksichten an der Teilnahme gehindert. Man nahm gemeinsam am Vormittags' gottesdienst teil, in dem Pfarramtskandidat Sturm der Jubilare gedachte, und dem anläßlich der Wiedersehensfeier durch Gesang von Fräulein Martha Ludwig und Streichmusik der Geschwi' [ter Ackermann unter Orgelbegleitung ein besonders feierlicher Charakter verliehen wurde. Am Nachmittag traf man sich mit den Angehörigen im Gasthaus „Zum Karlshof" bei Kaffee und Kuchen, um noch einige gemütliche Stunden zu verbringen. § Nidda, 28. Juli. Pielfach klagt man zur Zen über Feld- und Gartendiebstähle. Jnsde' sondere hat man es auf Gemüsepflanzen aller Art, sowie auf Dickwurz abgesehen. Es wurden nunmehr deshalb neben dem ständigen Feldschutzpersonal noch zwei im Ruhestand befindliche Eisenbahnbeamte ehrenamtlich mit dem Feldschutz betraut. = Wallernhausen, 28. Juli. In diesen Tagen ereignete sich am Dorfeingang auf der stark abschus' figen Niddaer Straße ein Derkehrsunsall. Ein Radfahrer, der Maurer Otto Schad von hier, geriet mit seinem Fahrrad gegen einen Kraftwagen, der eben aus einem Hofe herausfuhr. Schad fuhr gegen einen Kotflügel und flog, über den Kühler Die erste große Schafbockversteigeruna des Landesverbandes der Schafzüchter in Hessen-Nassau, über die wir bereits in unserer gestrigen Ausgabe berichteten, nahm einen für die Züchter und Käufer gleich befriedigenden Verlauf. Die der Versteigerung vorangegangene Prämiierung zeitigte nach dem von Oberlandwirtschaftsrat Dr. W a g - n e r (Gießen) zur Veranstaltung ausgesuchten und zugelassenen Material oute Erfolge der oberhessischen Schafzucht. Die Vatertiere des hier vorgeführten Deutschen schwarzköpfigen Fleischschafes waren hinsichtlich ihrer Formen und Leistungen, namentlich der Wolleistungen, durchweg zufriedenstellend, so daß von den 74 aufgetriebenen Tieren 20 mit Preisen bedacht werden konnten. Oie prämiierungeergebniffe: 1. Preise erhielten die Tiere folgender Zuchten: Freiherrl. Riedeselsche Gutsverwaltung, Eisenbach, von der ein Tier bereits die Bronzene Medaille des Reichsoerbandes besitzt, zweimal; Ludwig Schudt, Mittelgründau, von dem ein Tier bereits die Silberne Medaille des Reichsoerbandes besitzt; Lehr- und Versuchsgut Selgenhof; Fürstliche Guts- verwaltuna Lich und Otto Rinn, Utphe. 2. Preise erhielten die Tiere folgender Züchter: Heinrich Wicke, Rudlos; Richard Luh, Lang- Göns; Lehr- und Versuchsgut Selgenhof; Wilhelm Gatzert, Niederkleen; Ludwig Schudt, Mittelgründau, dreimal; Karl Müller III., Lang-Göns. 3. Preise erhielten die Tiere folgender Züchter: Lehr- und Versuchsgut Selgenhof; Karl Dieh- mann, Hochelheim; Fürstliche Gutsoerwaltung Lich, zweimal; Heinrich Bach, Lang-Göns; Freiherrlich Riedeselsche Gutsverwaltung, Eisenbach. Oie Versteigerung wurde mit einer kurzen Ansprache des neuen Vorsitzenden des Landesverbandes der Schafzüchter in Hessen-Nassau eröffnet, der dem Landestterzucht- direktor Dr. Schneider von der Landesbauernschaft (Frankfurt a. M.) für sein großes Interesse und für die Förderung der Schafzucht dankte und auch dem Tierzuchtinspektor, Oberlandwirtschaftsrat Dr. Wagner (Gießen), seine Anerkennung für seine Mühe und die Unterstützung der Bestrebungen aussprach. Er schilderte die schwierige Aufgabe der Prämiierung, deren? sich der Sachverständige für Erfolgreiche Veranstaltung der oberhessischen Gchafzüchter. Günstige prämiierungsergebniffe. - Flotter Verlauf der Versteigerung. Oberheffen. Zuchthaus für einen rückfälligen Oieb. LPD. Bad Vilbel, 29. Juli. Das Vilbeler Amtsgericht hatte am Dienstag gegen den Angeklagten Albert Heftrich aus Ober-Eschbach zu verhandeln, der dabei ertappt worden war, als er in einem Metzgerladen in Vilbel eine Wurst st a h l. Bei der polizeilichen Untersuchung wurde festgestellt, daß er auch noch in einer anderen Metzgerei einen Wurstdiebstahl ausgeführt hatte. Heftrich ist wiederholt wegen Eigentumdelikten bestraft worden. Außerdem wurde er vor mehreren Jahren wegen Totschlagoer s u ch s an seiner Frau zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Das Gericht mußte nun, da Diebstahl im Rückfall vorlag, auf ein Jahr Zuchthaus erkennen. Außerdem wurde H. wegen Bettelei zu sechs Wochen Haft verurteilt. Nach Verbüßung der Strafe erfolgt Ueberweisung in ein Arbeitshaus. die Schafzucht, Landwirtschaftsrat Dr. Sinnen» kohl (Kassel), unterzogen hat und erinnerte nochmals daran, daß jetzt nur noch Vatertiere zur Auktion zugelassen werden, die einen Abstammungsnachweis vorweisen können. Diese Anordnung ist besonders für Hessen sehr zu begrüßen, weil hier noch ein großes Rassedurcheinander vorherrscht und eine Ausrichtung der Schafzucht auf Leistungs - und Qualitätstiere erforderlich ist. Es ist auch zum letzten Male, daß Lammböcke also jüngere Tiere, zur Versteigerung zugelassen werden. Aus diesem Grunde und weil nun die Vatertiere nur noch auf dem Wege über die Auktionen erworben werden können, ist es angebracht, daß sich die Gemeinden mit gutem Zuchtmaterial versehen, weil manches Schaf aus ihren Herden auf Grund der neuen Bestimmungen a u s gern e r 31 werden muß. Tierzucht-Inspektor, Oberlandwirtschaftsrat Dr. Wagner, Gießen, ergänzte die Ausführungen des Vorredners und gab die Zuschüsse bekannt, die 30 v. H. für jeden im Gebiete der Landesbauernschaft Hessen-Nassau bleibenden Bock und außerdem 25, 20 und 15 Mark für die mit dem 1. bzw. 2. oder mit dem 3. Preise ausgezeichneten Tiere betrugen. Die von Obersekretär Philipp durchgeführte Versteigerung brachte flotte und gute Gebote. Es waren auch Käufer aus der Marburger Gegend, aus Schlüchtern, Biedenkopf erschienen. Der größte Teil der Tiere blieb in Oberheffen. Den Spihenpreis von 400 Mark erbrachte ein mit dem 1. Preis ausgeftatteter Schafbock der Freiherrl. Riedefelfchen Gutsverwaltung. Cisen- bach. den die Stadt Hungen erstand. Die niedrigsten Preise von 100 Mark wurden mehrmals bezahlt. Vorwiegend wurden gute Mittelpreise von 150 bis 190 Mark bezahlt. Der Durchschnittspreis betrug 181,80 Mark. In Anbetracht dessen, daß sehr viele Lammbücke zur Auktion kamen und der Bestand fast völlig den Besitzer wechselte, war der Verlauf zufriedenstellend. An dem Gesamtumsatz von rund 12 0 0 0 Mark ist auch die wirtschaftliche Bedeutung dieser erfolgreichen Veranstaltung der ober- hessischen Schaszüchter ersichtlich. Landkreis Gießen. 3 Lollar, 29. Juli. Am vergangenen Sonntag besuchte Brigadeführer Schmidt den SA. - Sturm 2/116 beim Sturmdienst auf dem Staufenberger Sportplatz. Der eine Trupp trieb gerade Sport, die beiden anderen beschäftigten sich mit Schießübungen, Entfernungsschätzen, Anschlagsarten usw., als sich der Brigadeführer den Dienst ansah. In seiner Schlußansprache betonte der Brigadeführer, daß er mit den Leistungen des Sturmes sehr zufrieden sei. Mit der Ermahnung an die SA.- Männer, auch weiterhin als politische Kämpfer des Führers ihre Pflicht zu tun, und mit dem Treuegelöbnis auf den Führer endete der Dienst. <£ Daubringen, 29. Juli. Mit der gegenwärtigen Errichtung eines Leichenhauses auf dem hiesigen Friedhöfe erfüllt die Gemeindebehörde einen lang gehegten Wunsch vieler Einwohner und ein dringendes Bedürfnis; gleichzeitig wird ein Raum für den Leichenwagen, der auch noch angeschafft werden soll, erstellt. Nach der Drei Arbeiter vom Blih erschlagen. Bei Meliorationsarbeiten vom Gewitter überrascht. Mittel reis- Aus aller Welt schönes und gesundes Haar für alle Zukunft. Nachdruck verboten! 1. Fortsetzung. Internationaler Kunstflugwettbewerb. In Rangsdorf bei Berlin begann am Mittwoch der internationale Kunstslugwettbewerb unter Beteiligung von 14 Piloten mit dem Pflichtprogramm. Willi Stör und Gerd A ch g e l i s errangen bei diesem Teilwettbewerb einen klaren Punktvor- prung. Es folgen der Franzose Fleurquin und der Schweizer Hörning. Kind durch einen Reihbrettsttft ums Leben gekommen. Auf dem Altenbreitenfelserhof bei Meisenheim (Rheinprovinz) nahm das 2jährige Pflegesöhnchen der Familie B r o s z e i t einen Reißbrettstift in den Mund. Der Stift blieb im Halse stecken und verursachte eine Blutvergiftung, der das Kind im Krankenhaus erlag. »Zeugen Jehovas" vor dem Sondergericht. Bor dem Sondergericht in Mannheim standen sechs Angeklagte, drei männliche, drei weibliche, die in der Bodenseegegend als „Zeugen Jehovas" für die Ziele der als staatsfeindlich verbotenen „Ernsten B.i b e l f o r s ch e r" durch Verkauf der Bibel und Verbreitung von religiösen Propaganda- Schriften wirkten, die von der Zentrale in Bern ausgegeben werden. Frau Anne Luise Meißner aus Münster wurde beim Schmuggeln der Schriften bei Konstanz ertappt. Das Gericht verurteilte Hermann Dreher aus Sigmaringen und Johann Peter Jünker aus Konstanz zu je acht Monaten, Anna Luise H o f m a i e r aus Konstanz zu vier Monaten (schon einmal einschlägig vorbestraft), die Angeklagte Meißner zu zehn Monaten, Ludwig Eugen Schwab aus Dossenheim zu vier Monaten und Luise Wilderer aus Altenbeuren zu sechs Monaten Gefängnis. Hinrichtung eines Mörders. Am 29. d. M. ist der 1902 geborene Anton Landstorfer in Regensburg hingerichtet worden, der am 23. Dezember 1935 vom Schwurgericht in Regensburg wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehren- rechte verurteilt worden war. Landstorfer, ein schwer vorbestrafter gefährlicher Gewohnheitsver- brecher, gehörte vom Herbst 1932 bis Januar 1935 einer Derbrecherbande an, die durch die Verübung von 16 Brandstiftungen und mehr als 100 Einbruchsdiebstählen die Bevölkerung in einem Teil des Bayerischen Waldes in Angst und Schrecken versetzte. In der Reihe dieser Verbrechen hatte er am 26. März 1935 den 17'/- Jahre alten Hilfs- knecht Eduard Santl aus Roßvaidmühle er- mordet. Vierköpfige Familie durch Pilze vergiftet. Leider |—.. ------------------- - , . los unserer Volkswirtschaft zugute kommen mußten, Heiligung mi is hatte Kr! ler-Platz zur Aufstellung gelangen. Aus diesem Grunde soll die Diehwaage beseitigt und an einer anderen Stelle zum Einbau gebracht werden. Der Kostenooranschlag für das neuzuschaffende Ehrenmal sieht eine Summe von 2700 Mark vor. Die Hoffnung aller unmittelbar an den Vorarbeiten Beteiligten zielt dahin, daß sich die Ortseinwohner rege unterstützend beteiligen. Kreis Wetzlar. 0 Wißmar, 29. Juli. Der Haushaltsplan unserer Gemeinde, die 2034 Einwohner zählt, schließt für das Rechnungsjahr 1936 im ordentlichen Haushalt in Einnahme und Ausgabe mit 132411,91 RM. und im außerordentlichen Haushalt in Einnahme und Ausgabe mit 26 950 RM. ab. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern sind wie folgt festgesetzt: Grundvermögensteuer I 400 v. H., Grundvermögensteuer II 350 v. H., Gewerbeertragssteuer 400 v. H., Gewerbekapitalsteuer 400 v. H. des staatlich veranlagten Grundbetrages, Bürgersteuer 500 v. H. des Reichssatzes. Für die Anlage eines Schulgartens sind 500 RM. im Haushaltsplan eingestellt. Die F ü r s o r g e k o st e n sind von 34000 RM. auf 18000 R M. zurück- Das Weinland Hessen-Nassau. Vorbereitungen für das »Fest der deutschen Traube und des Weines 1936*. ■Hin1” b hiß 'L< ft s errt P lnb mit ' 3uli. gl kunft in j 9 einberufe! Q5 die L »eiben9 $v15<« Süet MÄ 3U besuchen. 9, 28. 3a c L hatte 6i[ Ia tn m I u n: ngrladen. 'n über d« 'nte und miK ^n. daß jede Akeit erfülle! Verteilung d- Daß es not das Pachte lden GeschG ) ^efannlgabi Dürgermeistei chtige AusH en und schloi rsammlung. dem hiesig 'yfshäusei- schasten Ebei- Sill). NachdM ' enene Lande;- ’ tt (Frankfurts I besichtigt hatte, assen die erste » : dritte Onipp* esteht die Wz- Ausscheidimgs- preis und heu i Reichskrieger- seinem Cchluß- le Befriedigung eders hob er die Schießftandtt In vorbWer meradj^// egerb-endes ■ 193d m en. (fr ^enroth-^käth' )wG, Me d» 5 mMrtzültig & das für das >undesfchie> erem neu erbau- ie Kameradfchaj- 5 und Ober- und nach Beginn des üfe durchgeW desführer W. 4 t, zur Besch ■ nahm die W inker entgeh statten über ß: ne zu ihrer M >ll durch die «r tzung des Sch'k :erung ermogl'^ :ber nicht nur ? t, sondern woM ä;* ÄteW tfÄÄ fr W «*£ SK «83 rt, di- i-» D Gpiridon Louys in Berlin eingetroffen. Am Mittwoch traf kurz vor Mitternacht mit dem Zuge aus Athen der Sieger des Marathonlaufes bei den ersten Olympischen Spielen im Jahre 1896, Spiridon Louys, in Berlin ein. Auf dem Bahnhof hatten sich zu seiner Begrüßung Majot Dr. Kriekoukis von der griechischen Gesandtschaft und Hauptmann Reichardt vom Organisationskomr- tee eingefunden. Louys überbringt einen Oelzweig aus dem Heimatland der Olympischen Spiele, den er am Tage der Eröffnung dem Führer überreichen wird. Der Führer spendet 300 000 Reichsmark für die Unwelkergefchädigten in Oberbayern. Der F ü h r e r und Reichskanzler hat angeordnet, daß zur Linderung der durch das katastrophale Unwetter in Oberbayern entstandenen außerordentlich hohen Schäden seitens des Reiches ein Betrag von 300 000 RM. zur Verfügung gestellt wird. LZ. „Hindenburg" mit den füdamerikanifchen Olympiagästen in Frankfurt. Das Luftschiff „Hindenburg" traf am Mittwoch gegen 11 Uhr mit den letzte nOlyrnpia- Gästen aus Südamerika in Frankfurt ein. „Graf Zeppelin" auf seiner 7. Südamerikafahrt. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" ist heute früh 1.10 Uhr unter Führung des Kommandanten von „Va.er! Davon ist niemals die Rede gewesen. Ach hätte auch nie den Gedanken aufkommen Haffen. Die Antje heiraten, ja, das will ich. Das märe mein Glück, das ich vom Leben erhoffe -Aber mir können beide arbeiten, die Antje und ich. Du e uns nichts schenken. Wir wollen es uns ver- >n. Glaube mir, es wäre auch für dich nur ®on Vorteil, wenn die Antje herkäme. Es fehlt eine Drau im Haufe, wie Mutter eine war. „Möglich", antwortete der Vater kurz. „Aber «5 ist nicht die Antje, die uns fehlt Bringe mir isine Bauerntochter, die zu uns paßt, und sie soll mir willkommen fein." .. „Die Antje paßt zu mir, Vater. Du kennst sie Raum..." ., . , „ „Näher will ich sie auch nicht kennenlernen. „Dann darfst du sie nicht verurteilen! „Aber ich verurteile sie^nicht! Ich verstehe sie deckst gut. Sie wäre schön dumm, wollte sie dich wieder loslassen. Du bist die beste Partie für iie, das weiß sie natürlich. Durch dich käme sie in unsere Familie! Aber das wird nicht geschehen. Ich werde dafür sorgen und aufpassen, das sage ich loir. Solange ich lebe, bleibt biefe .^ntje toem Hause. Und ich gedenke noch eine ganze Weile lju leben, mein Herr Sohn!" „Ist das dein letztes Wort, Vater. „In dieser Sache ganz gewiß!" Der Alte stemmte -beide Fäuste auf den Tisch. Die Holzplatte knarrte Er sah seinen Sohn mit unsteten Augen an. Hatte loer nun endlich begriffen? fn„nn_ Rudolf TerbrÜgge hatte genug. sprang aufi Die Bewegung war noch hastig, J toittiert gewesen. Aber er nahm sich zusammen. Als er zur Tür ging, geschah. bereits langsam, wie wenn er zu einem gewöhnlichen Gang auf- iljeftanben wäre. Er hatte bereits die Klinke in der Hand, als ihn der Ruf des Vaters zuruckhielt. „Meid' hier, Rudolf. Ich habe noch etwas am beres mit dir zu reden." Hinrich Terbrugge nch- Unbekannte Fracht Rom IN von Zrani z. Braun. dem Verderb anheim. r. * Ruppertenrod, 27. Juli. Der hiesige 38- Mhrige Arbeiter August D öll erlitt an feiner Arbeitsstelle bei Harbach durch einen Sturz eine Gehirnerschütterung und mußte nach Gießen in ärztliche Behandlung gebracht werden. '" Ruppertenrod, 28. Juli. Wie wir kürzlich berichteten, beabsichtigt unsere Gemeinde ein Pumpwerk für die zusätzliche Wasserversorgung im Hochsommer zu errichten. Die Arbeit ist bereits begonnen worden. Zu diesem Zwecke mußte der Jahrhunderte alte Herzbrunnen verschwin- Len. An seine Stelle kommt ein vier Meter breiter uunt) acht Meter tiefer Schacht, in dem ein elektrisches Pumpwerk untergebracht wird. Kreis Alsfeld. # Oder-Ohmen, 29. Juli. In unserem Orte Äreten gegenwärtig zahlreiche Fälle von Keuch- chusten bei den Kindern auf. Auch aus mehreren Drten der Umgegend wird das Auftreten dieser Krankheit gemeldet. Kreis Lauterbach. § Lauterbach, 29. Juli. Noch in diesem Jahre üwird die Stadt Lauterbach ein neuzeitliches Wichtspielhaus bekommen. Die beiden Inhaber Les bestehenden Kinounternehmens, der „Lichtspiele Wauterbach", haben die Genehmigung der zuständi- igen Stelle zu einem Neubau erhalten, der in der Wogelsbergstraße errichtet werden soll. Der Neubau Wird mit modernster Inneneinrichtung versehen Werden. Der Saal des Kino-Theaters wird 12X22 Metn messen. Der Neubau bedeutet für die Stadt Wauterbach einen Fortschritt. Mit der Fertigstellung Les neuen Lichtspielhauses ist für den kommenden Winter zu rechnen. Preußen. Wißmar schafft ein Ehrenmal für die Helden des Weltkrieges. <£ Wißmar, 29. Juli. In nächster Zeit wird nud) in unserer Gemeinde ein Ehrenmal für ±ie im Weltkrieg 1914 bis 1918 gefallenen Helden erstehen. Der Gedanke der Er- ! Dichtung eines solchen Ehrenmals wurde zwar unmittelbar nach Kriegsende häufig laut, die damalige Demeindeverwaltuna jedoch zeigte aber für diese brache wenig Interesse. Lehrer Schnorr, der vom Wandrat Grillo in Wetzlar als Denkmalpfleger für verschiedene Orte unseres Kreises eingesetzt wurde, hat sich nun erneut um den Bau eines Kriegerdenkmals bemüht. Mit Unterstützung des Würgermeisters und der Gemeindevertretung sind mun'auch die Vorarbeiten bis zu einem gewissen Wrade gediehen. Die Platzfrage ist gelöst, Entwürfe Lind Kostenooranschläge liegen vor. Am vergangenen Montag fand nun eine Versammlung statt, an der Llle Vereinsführer des Ortes teilnahmen. Es wurde «in Ausschuß gebildet, der sich um die Finanzie- arung des Projektes zu bemühen haben wird. Man Hofft, daß ein erheblicher Teil der entstehenden Ko- ffsten durch freiwillige Spenden gedeckt werden kann. Mr den fehlenden'Teil gab Bürgermeister Kraus seine Zusage der Gemeinde, die allgemein begrüßt Wurde. Das Denkmal soll am oberen Eingang der Kirche zwischen den beiden Linden am Adolf-Hit- tete sich auf. Plötzlich schien er verwandelt, lieber sein faltiges Gesicht glitt so etwas wie ein Lächeln. Es schien verschmitzt, als habe er eine Ueberraschung bereit. „Vielleicht findet die Sache eine Erledigung, anders als du vermutest. Wir werden beide nicht hierbleiben." Er fuhr sich über die Stirn, als wollte er Ueberlegungen, die Worte werden sollten, locker machen. Rudolf blieb stehen, er drehte sich um und sah seinen Vater an. „Komm hierher, setze dich, damit ich nicht zu schreien brauche. Es geht nur dich und mich an, was wir jetzt sprechen wollen." Sein Gesicht bekam Farbe, die Augen nahmen einen anderen Glanz an. Rudolf stellte verwundert die Veränderung fest, während er seinen alten Platz am Tisch wieder einnahm. Hinrich TerbrÜgge verzog den Mund zu seinem so seltenen Lächeln. Auch er setzte sich. Er zog den Stuhl dicht an den des Sohnes heran. „Ist es dir möglich, einmal einen anderen Gedanken in deinen Kopf einzulassen als solchen, in dem die Antje die Hauptrolle spiell?" Er legte ihm die Hand auf die Schulter. Wahrscheinlich empfand er die Gebärde als eine Versöhnung, zumindest als ein Beiseiteschieben der Dinge, die Vater und Sohn trennten. Rudolf sah ihn an. Er spürte, daß seine Antwort hier gar nicht erwartet wurde. So machte er nur eine Bewegung, die den Vater zum Reden aufforderte. , .,, Hinrich TerbrÜgge hatte sich vorher nicht überlegt, wie er das, was er Vorbringen wollte, feinem Sohn sagen würde. So fing er mit einem Umweg an. „Kennst du den Händler Pferdeberger?" „3a. Er wohnt in Steele, nicht wahr? Mir ist, als hätte ich ihn neulich auf unserm Hof gesehen. Der Alte nickte. „Er war hier. Ein kluger, erfahrener Mann. Ein Landsmann. Sein Vater ist nut deinem Großvater ausgewachsen." „Er hat keinen Hof mehr?" „Der Pferdeberger? Nein. Der war klüger als wir und hat rechtzeitig verkauft. Sein Hof lag auch günstiger. Näher an Steele heran, wo sie das Del gefunden hatten. Ich weiß nicht, kann es nicht behaupten, aber man sagt, im „Krug" erzählten sie — er habe ein bißchen nachgeholfen. Du verstehst? Schiller zu feiner siebenten diesjährigen Südamerikafahrt nach Rio de Janeiro gestartet. Unter den 20 Fahrgästen sind außer Deutschen acht Nationen vertreten. Das Luftschiff hat 250 Kilogramm Post und 700 Kilogramm Fracht an Bord. Kapitän von Schiller wird direkten Kurs Rhonetal— Mittelmeer nehmen. Oberst Llndbergh besucht die Reichssegelflugfchule Rhinow. Oberst Lindbergh besuchte mit seiner Frau die Reichssegelflugschule Rhinow des Reichsluftsportführers. In seiner Begleitung befand sich der amerikanische Heeresluftsahrtattache Kapitän K ö - n i g. Die Gäste wurden vom Luftsportführer Oberst M a h n ck e empfangen. Nach einem Rundgang durch Werkstätten und über das Segelfluggelände besichtigte Oberst Lindbergh den Flugdienst. Segel- flugstarts von den verschiedenen Hängen, die bei jeder Windrichtung Flugbetrieb ermöglichen, wurden vorgeführt. Oberst Lindbergh sprach sich über das Gesehene äußerst anerkennend aus und setzte sich sodann selbst in den Führersitz eines Rhön- Sperbers, um einen ausgezeichnet gelungenen Flug durchzusühren. Nach der Besichtigung sprach der Schulleiter Kyser Gedenkworte für Otto Lilienthal, der auf diesem Gelände seine ersten Gleitflüge ausführte und hier gerade jetzt vor 40 Jahren, am 9. August 1896, den Fliegertod starb. iletzung davon. , , __ L Aus dem oberen Ohmtal, 28. Juli. Mne so reiche Himbeer er nte wie in diesem Hahre war lange nicht vorhanden. Ob im Wald «oder an den Hecken im Feld, überall hangen die sioten Beeren in Massen und können der Derwer- tiung nicht zur Hälfte zugeführt werden, da die ----' für Zuckerbeschaffung bald Einhalt gebieten, fallen somit viele Beeren, die eigentlich rest- tei zad&n KutdtcUaac. - ist es richtig und wichtig, nicht allein für Sauberkeit zu sorgen, sondern auch für die Gesundheit und Kräftigung des Haares. , , r . Schwarzkopf „Extra-Zart" mit Spezial-Krauterbad (DNP angem.) berücksichtiat dies: Schinnen und Schuppen, sprödes oder fettiges Haar lassen sich mit diesem Kinder-Schaumpon durch besondere Abstimmung wirkungsvoll behandeln. Wie „Extra-Mild" und „Extra-Blond" ist auch Schwarzkopf „Extra-Zart" feifenfret und nicht-alkalisch. Regelmäßige Pflege mit „Extra-Zart" sichert Ihrem föinbe schönes und gesundes Haar für alle Zukunft. Die Familie Ferdinand Eberhard in Bacha- rach aß mittags Pilze, die felbft gesammelt worden waren. Bei allen Familienangehöri- gen — den Eltern, einer erwachsenen Tochter und einem schulpflichtigen Jungen — stellte sich wenig später Unwohlsein ein. Es wurden Vergif- tungserscheinungen durch Pilze festgestellt. Der Zustand der Erkrankten, die ins Krankenhaus nach Dingen gebracht wurden, ist sehr ernst. — Es muß in diesem Zusammenhang wieder davor ge- warnt werden, ohne Sachkenntnis Pilze im Walde zu sammeln. Ferner ist darauf zu achten, daß an sich nicht giftige Pilze schnell verderben können, wenn sie vor der Zubereitung zu lange aufbewahrt werden. Metzgerei wegen Schwarzfchlachlnng polizeilich geschloffen. Durch Verfügung des Oberbürgermeisters wurde in Pirmasens eine Metzgerei vorläufig auf die Dauer von acht Tagen polizeilich geschlossen, da der Besitzer schwarz eingeführtes Vieh ge« schlachtet und zum Verkauf gebracht hatte. In einem Falle handelte es sich um ein krankheitsver- dächtiges Stück Rindvieh, das, ohne daß es der ge- schlichen Nachbeschau unterzogen wurde, an die Kundschaft abgesetzt wurde. an. „Laß die Hände von solchen Geschäften, Vater. Was gewinnst du bei dem Verkauf? Du mußt in einer fremden Gegend einen fremden Hof wieder kaufen. Du ernährst nur die Makler, diese Stadtmenschen, die am Telephon ihr Geld verdienen. Ein neuer Hof ist immer ein Wagnis. Wer verkauft heute seinen Hof, wenn er das trägt und bringt, was er soll? Du wirst nahezu mit, Gewißheit ein schlechtes Geschäft dabei machen!" „Aber ich will doch keinen andern Hof kaufen, Junge!" „Nicht? Ja, Vater..." „Zum Donnerwetter, bin ich nicht alt genug? Habe ich mich nicht lange genug abgerackert, um jetzt ein paar Jahre Ruhe noch verdient zu haben? Ich will in die Stadt ziehen, nach Hannover oder nach Hamburg. Pferdeberger wohnt in Bremen, vielleicht ziehe ich nach Bremen. Ich will noch etwas von meinem Leben haben." Rudolf TerbrÜgge war wie vor den Kopf geschlagen. Schließlich stotterte er: „Ja, in die Stadt, Vater... Das Leben in der Stadt ist nicht unser Leben. Wir lind Bauern. Was sollen wir in der Stadt?" „Du brauchst nicht mit. Du bist jung. „Ich dachte gar nicht an mich, Vater." „Du meinst, du kommst zu kurz, wenn der Alte den Hof verkauft? Ich zahle dir dein Erbteil aus. Und den Rest werde ich nicht alle machen, fei ohne Sorge!" „Vater, rede bitte nicht so. Ich denke an dich, wenn ich abrate von diesem in allem so grundlegenden Wechsel. Deine Lebensführung bekäme einen so gewaltigen Knick, daß ich fürchte, du bist nicht mehr in der Lage, in deinem Alter dich umzustellen." Hinrich TerbrÜgge lachte auf. Es klang bitter. „Zu alt! Immer dasselbe Lied! Ich sollte mich wahrscheinlich lieber gleich beerdigen lassen, damit du tiefer Luft holen kannst!" „Die Luft machst du mir ja nicht streitig." „Aber du mirr Sie standen beide auf. Es war die Sekunde, da es aller Wahrscheinlichkeit nach zu einem Bruch gekommen wäre, der bei ihrer Veranlagung nie wieder zu heilen gewesen fein würde. Aber ba pochte jemand draußen auf dem Hof gegen Die Fensterscheibe. Fortsetzung folgt. zig geschlossenes Weinbaugebiet als wichtiges Teilgebiet der gesamten rhein-mainischen Wirtschaft. Damit umfaßt die Landesbauernschaft Hessen-Nassau das größte Weinbaugebiet Deutschlands. Die Not der Winzer zwingt hier wie in anderen Gauen dazu, ernsthafte Maßnahmen zu erwägen, die den Weinabsatz zu heben vermögen. Dieses Problem kann nur aus großen, allgemeinen Gesichtspunkten heraus gelöst werden. Das schließt nicht aus, daß die einzelnen Weinbaugebiete für ihre Erzeugnisse werben, aber es darf nicht so sein, daß eins alleine für sich in Anspruch nimmt, den besten Wein zu erzeugen, lieber allen Besonderheiten muß das Bewußtsein stehen, daß der W i n - zerstand ein wertvolles Glied des deutschen Bauerntums und des deutschen Volkes ist. Aus einer tatkräftigen Werbung hält der Landesbauernführer eine einheitliche, allgemeine Weinkontrolle über das ganze Reich für notwendig. Dann erst kann auch eine Qualitätssteigerung den Erfolg eines erhöhten Absatzes haben. Es bedarf weiter einer großen Erziehungsarbeit, dem Weingenuß bwi Nimbus des Luxus restlos zu nehmen. Anschließend sprach der Abteilungsleiter für Marktaufklärung und Absatzwerbuna im Reichsnährstand Dr. Schweikart über die Probleme, vor die die Aufklärungsarbeit in den nächsten Tagen gestellt sein wird. gegangen. Für die Unterhaltung der Gemeindewaage sind im ordentlichen Haushalt 2000 RM. bereitgestellt. Das Steueraufkommen beträgt: Grundvermögensteuer I 10 000 RM., Grundvsrmögen- fteuer II 13 500 RM., Gewerbeertragssteuer 1000 RM., Gewerbekapitalsteuer 80 RM., Bürgersteuer 3500 RM. Im außerordentlichen Haushaltsplan sind vorgesehen: für den Ausbau von Wirtschaf t s w e g e n (Notstandsmaßnahmen) 10 950 RM., für Ausführung von Wiesenverbesserungsarbeiten im Wißmarbachtal (Notstandsmaßnahmen) 1000 RM. und für den Neubau eines F e u e r w e h r - G e r ä t e h a u f e s 6000 RM. > Frankenbach, 29. Juli. Der Haushaltsplan unserer Gemeinde für das Rj. 1936 schließt in Einnahme und Ausgabe mit 53 902,60 Reichsmark ab. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern sind wie folgt festgesetzt: Grundvermögensteuer I 260 v. H., Grundvermögensteuer II 260 d. H., Gewerbeertragsteuer 500 v. H., Gewerbekapitalsteuer 1000 v. H. des staatlich veranlagten Grundbetrages, Bürgersteuer 500 v. H. des Reichssatzes. NSG. Die Verantwortlichen für Marktaufklärung und Absatzwerbung, die Hauptschriftleiter der Reichsnährstandspresse aus dem ganzen Reich und die Bearbeiter dieser Sachgebiete bei den Hauptvereini- aungen, die. auch die Werbung und die pressemäßige Voroereitung des „Festes der deutschen Traube und des Weines" durchführen, befinden sich zur Zeit auf einer Rundreise durch die deutschen Wem- baugebiete. Damit wird gleichzeitig eine Reichs- schulung über Marktaufklärung verbunden. Die Fahrt führte am gestrigen Mittwoch und führt am heutigen Donnerstag durch die Weinbaugebiete der Landesbauernschaft Hessen- Nassau. Nach einer kurzen Rast in der Winzerschule Eltville nahm Kloster Eb erb ach die Teilnehmer in seiner idyllischen Ruhe auf. Dort begrüßte Landesbauernführer Dr. Wagner im Namen des Gauleiters und Reichsstatthalters Sprenger, sowie im Namen des hessen- nassauischen Landvolkes die Gäste. An dieser historischen Stätte, deren jahrhunderte alte Tradition im Weinbau noch Bauwerke aus karolingischer Zeit beweisen, fei recht der Ort, d e r Menschen zu gedenken, die aus diesem Land ein blühendes Weinbaugebiet geschaffen haben, schon bevor die Römer an den Rhein zogen. Heute wächst hier ein Wein, der zu den deutschen Spitzengewächsen gehört. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau kennt heute keine verschiedenen Weinbaugebiete mehr mit verschiedenen Interessen, sondern nur noch ein ein» „Nein", gestand Rudolf begriffsstutzig. Der Vater schüttelte den Kops. Es war nicht gewiß, wem die Mißbilligung galt. „Die Gesellschaft, die die Höfe kaufte, um dort zu bohren, mußte einen Anhalt haben, daß dort ein Ölvorkommen wahrscheinlich war. Man erzählte mir, der Pferdeberger habe sich das etliche Fässer Petroleum kosten lassen. Sein Brunnen war plötzlich verdorben, das Grundwasser enthielt Petroleum. Begreifst du jetzt?" „Natürlich. Aber man hat doch dann wirklich Del auf seinem Grund und Boden gefunden?" „Gewiß, wenn es nicht das Del war, das er sich noch vorher verschafft hatte... Aber man weiß da nichts Genaues, Rudolf, verbrenne dir nicht den Schnabel daran. Vielleicht haben sie nachher tatsächlich Del gefunden, und Pferdeberger hat nur das Schicksal ein bißchen zurechtgebogen." Er lachte dröhnend. „Und deshalb dachtest du, wir hätten auch verkaufen sollen, Vater?" „Deshalb nicht. Die Sache liegt anders. Pferdeberger war bei mir. Ich will es dir offen gestehen. Er hat mir einen glatten, schönen Vorschlag gemacht. Die Petroleumvorkommnisse in Wietze und Steele scheinen ganz gut zu fein. Die Bohrgesellschaften sind wild darauf, neues, weiteres Land in unserer Gegend in ihre Hände zu bringen. Ein Fachmann hat ihnen berechnet, daß die Petroleumader etwa durch unsere Gehöfte hier laufen muß. Der Pferdeberger machte mir einen Verkaufsvorschlag, ein rundes Angebot, Rudolf. Wir hätten ausgeforat." „Wie kommt der Pferdeberger dazu?' „Er ist ein geschickter Mann. Nachdem er verkauft hatte, wußte er sich der Gesellschaft unentbehrlich zu machen. Er kannte diese Gegend, diese Landschaft. Er riet den Leuten gut. Heute ist er ihr Vertrauensmann beim Ankauf der Güter." „Natürlich nicht umsonst. Das sähe dem Pserde- berger nicht ähnlich. Er wird daran verdienen. Der Alte nickte. „Sicherlich verdient er dabei. Aber nicht an uns, die wir verkaufen, sondern an der Gesellschaft." „Das sagt er." „Gesagt hat er das nicht. Aber es ist doch einleuchtend." „ ., „Die Gesellschaft wird wissen, wesha b er ÜK unentbehrlich ist." Rudolf Terbrugge lehnte sich zurück. Er sah seinen Vater groß und emdnnglich L»,S helnau uno eif TÄ”« an ^>5 u » M» & ky* rw "'S-1 lhinweg, in weitem Bogen auf die Straße. Er erlitt Labei erhebliche wenn auch nicht lebensgefährliche iVerletzungen. Kreis Alsfeld. „!" Ruppertenrod, 29. Juli. Oberhalb mnferes Dorfes, auf der Straße nach Ober-Ohmen, »ereignete sich ein Unfall. Ein Fuhrwerk aus .Troß-Eichen, das Baumaterial holen sollte, fiel, machdem eine der beiden Zugkühe auf der regenmassen Teerdecke ausgeglitten und gestürzt war, um. Das andere Tier wurde dadurch scheu und rannte iquer über die Straße. Der Wagen stürzte dann die »etwa drei Meter hohe Böschung hinab und über- ischlug sich Ein Mädchen, das auf dem Wagen saß, «kam dabei unter den Wagen zu liegen und konnte mur mühsam befreit werden. Glücklicherweise und iroie durch ein Wunder kam es ohne jegliche Ver- M Premiere Heute Donnersta; BWz W*'V-. • . •• Ä- Z • «V, , 1 P6L62T Gissserr Besonders preiswert! Bratheringe 30 nach Hausfrauenart............% Dose X# W# 9.JL~fpovt Zu Beginn der Woche haben auch die amerika- schen Leichtathleten mit ihren Vorbereitungen würden. vier Meter, die sie spielend leicht bewältigten, um Wieseck, 54 Holz. GLORiA Photofreund lautet ür den 500 g Weizen-Auszug-Mehl, Type 405... 500 g ER MEISTERT OIE KURVEN I lAf E DD E DRUCKSACHEN WCKDE Brühl. GieSen 4753 A ..125 g 45 .125 g 45 25 23 38 38 drei des 500 g 500 g Kristallzucker, grob... Gemahlener Zucker 3 Stück 20 ... 5 kg 60 ...500g 15 ...Stück 11 SDezial-AMüani der Ersten Kulmbacher Aktien- EwortUier-Brauerei Deutsche Fettheringe... Neue Kartoffeln........... Neues Sauerkraut........ Neue große Salzgurken Weizen-Auszug-Mehl Type 405, mit 10% Ausland-Weizen . PlOCkWUrst, Holsteiner .... Zervelatwurst, Holsteiner Auf Bahn I (Afpahltbahn): Otto Strack, Gut Holz, Wieseck, 59 Holz; Christian Walter, Beuern, 55 Holz; Martin Schupp, Lollar, 55 Holz. Inzwischen hatte sich Forrest Torans, der neue Hürden-Weltrekordmann (14.1 Sekunden für 110 Meter), einige der neuen Stahlhürden ausgebaut lepaart mit stoßen können. Am Nachmittag hatten wir Gelegenheit, die Werfer beim Training zu bevbachten. Der junge Donald Davor machte im Hammerwerfen den besten Eindruck und kam trotz seines verhältnismäßig geringen Eigengewichtes von 144 Pfund mit erstaunlicher Gleichmäßigkeit über 50 Meter. Auch Dryer überwarf mehrfach die 50-Meter-Grenze. Bei den WeltmeisterimWurftaubenschießen wurde am letzten Tage der Berliner Meisterschafts- kämpfe der Pole Kiszkourno mit 273 von 300 er« D i e 16. Etappe der Tour de France führte die Fahrer am Montag von Luchon nach Pau. Etappensieger wurde der im Gesamtklassement führende Belgier S. Maes vor Level (Frankreich) und A. Magne (Frankreich)._____________ So müßte man eigentlich gleichzeitig an allen Ecken des Platzes sein, um alles sehen zu können. Hier bauten M e a d o w s und S e f t o n die Stab- D r. Kestner, dem Iugendwart des Fachamtes Schwimmen, wurde die goldene Ehrennadel des Deutschen Schwimm-Verbandes verliehen. Der zweite Eindruck: Jeder übt für sich! Die Oberleitung des Trainings hat zwar Lawson Robertson, seit 1912 schon Cheftrainer der amerikanischen Olympia-Mannschaften, aber außerdem ist noch eine Reihe weiterer Trainer mitgekommen, die auch hier in Berlin, wie schon in Amerika auf ihren Collegs, ihre Schützlinge betreuen. AIWEIt TRUMPF JUNIOR und gut bürgerliches SPEISEHAUS weiter. — Ich bitte meine seitherigen Gäste und Bekannten in Stadt und Land und auch die alten Stammgäste des Hauses, mir die Treue zu bewahren. Mein Bestreben wird es sein, in Küche und Keller nur das Beste zu bieten Am Eröffnungstage, Samstag, den 1. August: Familien - Konzert ab 20 Uhr. — Um geneigten Zuspruch bitten Bahn III (Scherenbahn): Heinrich Hahn, Krofdorf, 70 Holz; Heinrich Hahn, Gut Holz, Wie- seck, 66 Holz. Jeder Teilnehmer hatte 10 Kugeln zu werfen. Gtraßen-Gtaffellauf in Butzbach. Der Stadtteil westlich der Lahn war dieser Tage der Schauplatz eines größeren Straßen-Stafsel- laufs, an dem sich die Turnvereine Gambach, Gne- del, Münzenberg, Rieder-Weisel, Ostheim, Pohl- qöns und TSV. Butzbach, SS. Butzbach, SA.- Rachrichtensturm, SA.-Reserve und Einheiten der Wehrmacht beteiligten. Start und Ziel des Laufs befanden sich am Jahndenkmal. Die Entfernung betrug co. 1000 Meter. Die Besetzung der einzelnen Klassen war gut, und es entspann sich ein lebhafter Kampf um den Sieg. Rach ca. einer Stunde war der Kampf beendet, der folgende Ergebnisse hatte: A-Klasse: 1. Sieger und Gewinner der Adolf- Hitler-Plakette TSV. Butzbach in 4:26,5 Min., 2. Sieger TV. Pohlgöns in 4:31,6 Min. Z-Klasse: 1. Sieger und Gewinner des Adlerschildes TV. Rieder-Weisel in 4:26 Min.; 2. Sieger TSV. Butzbach in 4:37 Min. Jugendklasse: 1. Sieger und Gewinner des Jahnschildes TV. Gambach in 4:36.4 Min.; 2 Sieger TV. Pohlgöns in 4:38,8 Min., 3. Sieger TSV. Butzbach in 4:39,8 Min.; 4. Sieger TV. Rieder-Weisel in 4:41,4 Min.; 5. Sieger TD. Ost- Heim in 4:56 Min.; 6. und 7. Sieger TV. Münzenberg und TD. Griedel. Heinr. Dippel und Frau __________________________________________________4751.2. Der Olympische Fahnenschwinger hug begrühke seine schweizerischen Landsleute. Zum Empfang der schweizerischen Olympiakämpfer hatte sich auch der berühmte Fahnenschwmger Franz Hug, der die Olympische Fahne während der Eröffnungsfeier schwingen wird, eingefunden. Hier sieht man Franz H u g mit seiner Mutter. — (Scherl-M.) Am Sonntag und Montag wurden auf den Bundesbahnen die Einzelkämpfe anläßlich 50jährigen Bestehens des Deutschen Keglerbundes durchgeführt. Die Beteiligung der auswärtigen Vereine hätte besser sein können. Die Leistungen waren im allgemeinen nicht zufriedenstellend. Nachstehende Kegler errangen Diplome: | Verschiedenes] Waschbütten nicht zusammenfallend 14757D Einmachständer Schiebkarren u. Letterwagen Kliferei Sommerkorn Bleichstraße 12. Photo - Kino Kreuzplatz 9 Gchmeiing—Braddock am 26. September. In einer Besprechung am Mittwochnachmittag zwischen James Johnson, dem „Kapitän" des Madison Sguare Gardens, und dem Manager I. Braddocks Joe Gould wurde der genaue Termin für den Weltmeisterschaftskampf im Boxen zwischen dem Titelhalter James I. Braddock und seinem anerkannten Herausforderer Max Schme- ling festgesetzt. Man einigte siä) auf den 26. September; der von der ganzen Boxwclt mit Spannung erwartete Kampf soll schon am Nachmittag aus- qetragen werden, was seit der Begegnung zwischen Dempsey und Gibbons am 14. Juli 1923 nicht mehr der Fall war. Stör und Achgelis führen im Kunstflugwettbewerb. In Rangsdorf bei Berlin begannen am Mittwochnachmittag die Internationalen Kunstflug-Wettbewerbe um den „Preis der Nationen" unter Beteiligung von 14 Piloten mit dem Pflichtprogramm, das den Teilnehmern erst zwei Stunden vor dem Start ausgehändigt worden war und eine Reibe schwieriger Figuren in einer Höhe von 300—500 Meter verschrieb. In großartiger Form zeigten sich die beiden deutschen Piloten Meister Willi Star und Gerd Achgelies, die nach diesem Teil des Wettbewerbs auf Grund der exakten Ausführung der Pflichtfiguren einen klaren Punktvorsprung haben. Stör erflog sich auf seiner BFW. 273 Punkte, Achgelis kam auf der Focke-Wulf-Stoßer auf 243 Punkte. Der Franzose Fleurquin auf Mo- ran, der Schweizer Hörning auf der deutschen Jung- meister-Maschine, die beiden Tschechen Nowak und Sircky auf Avia, Cavalli-Frankreich, Graf Hagenburg-Deutschland, Amerus-Tschechoslowakei folgen mit nur geringem Punkt-Unterschied als Nächste in der bisherigen Wertung, in der sich bei der Kür am Donnerstag noch grundlegende Aenderungen ergeben können. Das Pflichtprogramm für die Fliegerinnen erledigte Liesl Bach auf ihrer Fieseler-Tigerschwalbe mit 183 Punkten knapp vor Wera von B i s s i n g, während Ilse Faste nr ath gegen ihre beiden Gegnerinnen stark abfiel. Wettkampf der Kegler des Lahn-Busecker Tales. Auf den Bundesbahnen in Wieseck. Diskuswerfern war Gordon Dünn mit Würfen zwischen 48 und 50 Meter der beste Mann. Schließlich statteten wir auch den amerikanischen Leichtathletinnen einen Besuch ab. Helen Stephens, groß und stark wie ein Mann, überragte alle. Unter Leitung ihrer Betreuerin Dee Bo eck. man übten die Läuferinnen Starts und Wechsel. Alice Arden, Annette Rogers und Kathlyn Kelly trainierten Hochsprung. Ohne viel Mühe übersprangen sie die zur Teilnahme am olympischen Wettbewerb notwendige Höhe von 1,50 Meter. 2000 MB. !u gutem Zins- uß und mehr- acher Sicherung gesucht. Eventl. Hypothekenein - tragung.Schrift- liche Angeb. unt. 4763Da.d.Gieß. Anzeiger erbet. Amerikas Weltrekordler in Verlin Oie Technik amerikanischen Trainings. Am 1. August 1936 übernehme ich das Lokal Cafe Ebel Gießen, Burggraben, unter dem neuen Namen BURG-HOF und führe diese alte Gießener Gaststätte als Sonde rklasse für Formationen: 1. Sieger und Gewinner der Stahlhelmplakette eine Panzerabwehr-Abteilung in 4:21,8 Min.; 2. Sieger Nachrichtensturm der 83. SS.-Standarte Butzbach in 4:28,8 Min.; 3. Sieger Nachrichtensturm der SA. Brigade 147 Butzbach in 4:34,6 Min.; 4. Sieger Sportsliegerstützpunkt Butzbach in 4:37,7 Mm.; 5. Sieger Sturm 12 SA.-Reserve 222 Butzbach. Nach der Preisverteilung, die Ortsgruppenführer L Weickhardt vornahm, fand durch den Kreis- führer des DRL., Sturmführer O t t e r b e i n, eine Kundgebung statt, in welcher er auf die Bedeutung des Turnvaters Friedrich Ludwig Jahn hin- wies, der schon vor 100 Jahren die Leibesubungen als Erziehungsmittel des Volkes einführte. Seine Ansprache klang aus im „Sieg-Heil!" auf unseren Führer und dem Gesang der Nationalhymnen. Sportamt „Krast durch Freude^. Heute folgende Kurse: Leichtathletik, Frauen und Männer: Von 19.15—20.30 Uhr, Universitätssportplatz Am Kugelberg. Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen: Von 20—21 und von 21—22 Uhr, Ly- zeum, Dammstraße 26. Reiten: Von 21—22 Uhr, Universitäts-Reit- institut, Brandplatz. Für den Samstags von 17.30—19.00 Uhr auf dem Universitätssportplatz Am Kugelberg laufenden Dorbereitungskursus für das Reichssportabzeichen werden noch Neuanmeldungen angenommen. Der Kursus läuft über 6 Doppelstunden und kostet für Mitglieder der DAF. 1,80 RM., für Nichtmitglte- der 3 RM. später 4,20 zu überspringen. Am 100-Meter-Start stand Lawson Robertson, der Cheftrainer. Er ist nicht mehr jung und sieht mit seinen grauen Schläfen und der femgeränderten Brille beinahe wie ein Professor aus. In der einen Hand hielt er die Startpistole, in der anderen den Krückstock — er brach vor einem halben Jahre ein Dein und ist immer noch nicht wiederhergeftellt — und ließ (feine Sprinter Wykoff, Owens und Metcalfe immer wieder starten, wohl an die zwanzigmal. Reaktionsfähigkeit ist die Hauptsache bei einem Sprinter, dazu der schnelle Antritt. Oberhessischer Geschichtsverein Am Sonntag, 2. August, stattet der Verein für Geschichte und Landeskunde Frankfurt a. M. unserer Stadt einen Besuch ab. — Besichtigung des Gleibergs und Schiffenbergs unter Führung von Stadtbaurat Gravert. Abfahrt zum Gleiberg 8.30 ab Bahnhof. Abmarsch zum Schiffenberg um 14.30 ab Hotel Hindenburg. Ab 17 Uhr geselliges Beisammensein auf der Schiffenberg- terrasse.Um rege Beteiligung unserer Mitglieder wird gß‘ beten. Gäste willkommen. 4754D Der Vorstand. „Überlasse am besten dem Photofachmann Winterhoff das Entwickeln deines Füms!“ Wem die Labor-Arbeit nicht eine besondere Lieblings - Beschäftigung ist, der steht sich besser, wenn er den Film zu mir bringt. Mein Photo-Labor ist keine „Dunkelkammer“ in althergebrachtem Sinne. Für die ordentliche Bearbeitung Ihres Films stehen bei mir 2 Etagen mit 7 Räumen zur Verfügung. Sie können überzeugt sein, daß hier ordentliche Facharbeit geleistet wird. Deshalb immer zu Sonntag ( ötil<''g Heimat""^ J üloiat'' KeÄ »on infolge 9 SlnE ■%8 Nischen Leichtathleten mit ihren Vorbereitungen offiziell begonnen und bildeten den Anziehungspunkt auf fast sämtlichen olympischen Trainingsstätten. Draußen im „Dorf" tummelten sie sich den Vormittag Über auf Rasen und Aschenbahn. Der erste Eindruck: Alles prächtige, durchtrainierte Athleten, denen man ihre Weltrekorde auf den ersten Blick glaubt. Alle groß und schlank, so wie wir uns den Ideal-Typ des Leichtathleten seit jeher vorgestellt haben. Glenn Hard in g, der Weltrekordmann im 400 - Meter - Hürdenlaus, Glenn Morris, der Zehnkampf-Weltrekordmann, bie Springer Cornelius Johnson und A l b r i t t 0 n , die Mittelstreckler Cunningham, San Romani und V e n z k e und wie sie alle heißen. Eine Ausnahme macht nur Jack Torrance, der Weltrekordmann im Kugelstoßen, mit seinen 290 Pfund. und zeigte einen flüssigen Schreitstil, g« unerhörter Schnelligkeit zwischen den Sy Jack Torrance erreichte im Kugelstoßen mehrmals die 16-Meter-Grenze. Auffallend dabei die wenig ausgeglichene Technik des Riesen aus Louisiana, der im Ring fast unbeholfen erscheint und die Kräfte seines gewaltigen Körpers offenbar nicht ausnützen kann. Er mußte 20 Meter weit IWenn Sie ihn fahren, erleben Sie ein 1 vollkommene- I res Automobil. ■■ Generalvertreter H. Wagener Gießen $ Frankfurter Str. 45, Ruf 4120 Vermählungs-Anzeigen liefert Brühl’sche Druckerei 1935er Edenkobener Pfalz..Ltr.-Fi.o.6i. 65 1934er Dürkheimer rot,Pfalz, Ltr.-Fi.o.gl 65 DeutscherWermutwein.... Literfi.o.gi. 85 Deutscher Wermut............fi. o.gi. 85 Apfelwein.......................Literfi.o.gi. 38 Skandalum dieFledermaus IEine liebenswürdige, reizende englische WW Gesellschaftskomödie, die Herz und Ge- B müt erwärmt. — Hauptrollen: Victor de Kowa Maria Andergast ffl Adele Sandrock — Ernst Dumcke — Alfred Abel M Im Beiprogramm: .Die karierte Weste1 S mit Karl Valentin und Liesl Karlstadt ■ Ein Programm voll heiterer Spannung und K spannender Heiterkeit. 4?6qA ■ Tägl. 4,6,8.30 Uhr, Sonntags 3,5.30.8.30 Uhr W Ein herrliches Sommerbuch voll spannender Erlebnisse Elche zwischen Meer und Memel von Martin Kakies Insgesamt 120 Seiten mit 82 hervorragenden Naturaufnahmen des Verfassers auf 56 Kunstdrucktafeln. 3n Leinen gebunden RM. 3,60. Aus dem Inhalt: Parade im Frühling - Ein LlchKalb torkelt ins Leben-0m Sommerglühen - Elk, der Schaufler vorn Meer — Die hohe Zeit — Der Kopitalschaufler von Helenawerder — Der Starke und der Dolchendige-Auf der Hochdüne—Elche im Schnee. Der Verfasser ist in seiner Heimat bekannt als ein ausgezeichneter Elcbkenner. Sein Leben lang hat er dieses urwüchsige Tier der heimischen Landschaft auf der Kurischen Nehrung und im nördlichen Teil der Memelniederung beobachtet und bietet nun aus seiner umfangreichen Lichtbildsammlung die schönsten Ergebnisse seiner jahrzehntelangen namerajagd in einer überraschenden Fülle und Vielseitigkeit. Dah er aber nicht nur einer unserer besten Naturlichtbildner, sondern auch ein außergewöhnlich begabter Schriftsteller ist, der seine Erlebnisse spannend und unterhaltsam zu berichten weiß, wird die Freude am Besitz dieses schönen Buches verdoppeln. Alle Jäger und Freunde der Natur müssen dieses schöne Elchbuch besitzen. Bestellungen nehmen alle Buchhandlungen und der Verlag entgegen. Hugo Bermühler Verlag, Berlin-W"' Ser' Freie M Griechenland lag das ba Altertum, d" nelpalten & Mite mar gewesen zu I fdiaft M träger von durch den v-e »u Oren die fegte. So gem Vertretung de' daß M M ZE rm La $oben Mnsä tionetl «bitte Aämpsen unt Friedens Der Führ allen seinen leidenschastlu dern genie putschen inniges Be tigtem Slol über alles i mußte. Nich lausenden . dieser wund Lüsten bete Zeiten oerti den Genius weil sie aus in ihm den! Böltern um der zu em? nen olympi damit verbu so start in i jen, die unt lismus stehl liebe Feindst alle fiultur i ; 'Stellung it . Wir sahen I l Kennzeichen d lj A NM VVN i ] Staaten mir Wich vvn ’ ! i Despotien di ländische Kl Versuch gei Kultur zu uns allen c hindern, dc mit denen! Amsterdam I bindenden ■ ' fmden. Kai 1 moralisch u einen beispj I ren wieder J in der @er jenes Maß < ’ es Anspruch ..Dieses nat v'esem stiedl ; d-- Solerla« s'-'ch * j 6s Mr- di, sollen, (eine f 5.en benutz, Je|nhe Ku! SA wie l &e!Npe5 erfi Win 3a J^Mrium Ä1 fit;* f Spiel’JS1 S bat, dJ^ffen l««e u1 > ( 'PSi <>We leitet,9um ? Mur sei Metn’ Qn Q |St? e-ne fi Bahn II (Asphalt bahn): Robert Will, Vorwärts, Wie eck, 58 Holz; Heinrich Rudolph, mälttaten. um SCWFÜLIGM