M. 25 Erster Blatt 186. Jahrgang Donnerstag, 30. Januar 1936 Erfcheinl täglich, autzer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gietzener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer (Bemalt Hernfprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten- Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Krantfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühl'sche Untverfitätsvuch- und Steindruckerei «.Lauge in Sieben. Schristleitung und Seschästrftelle: Schulftratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für l mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins., gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei- gen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- il behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B An der Schwelle des viertenIahres. Rückblick und Ausschau am dritten Jahrestag der nationalsozialistischen Erhebung. Ehre sagte Nöte dann In nicht weil Erziehung des Volkes viele Jahrzehnte." Diese Erziehung des neuen deutschen Menschen als Aufgabe der Partei, die sich mit jeder Heranwachsenden Generation logischerweise erneuern muß, hat der Führer immer herausgehoben, eben erst wieder in München in seiner Ansprache auf der Zehn- jahresfeier des Nationalsozialistischen Deutschen Studentenbundes. Die Ueberwmdung der inneren Zwietracht, des so oft verhängnisvoll gewordenen Erbübels deutscher Vergangenheit durch die auf nationalsozialistisches Denken gegründete Einheit d e r N a t i o n ist das Ziel des großen Erziehungswerks. „Partei, Staat, Armee, Wirtschaft, Verwaltung", so erklärte der Führer, „sind alle nur Mittel zum Zweck. Der Zweck heißt: Erhaltung der Friedens. Wie wenig es jedoch daran denkt, die zurückgenommene Rüstungsfreiheit über die Grenzen dessen hinaus auszunutzen, was die eigenen Lebensin- leressen ihm vorschreiben, beweist das Flotten- abkommen mit England vom Juni 1935, das durch die fteiwillige Beschränkung der deutschen Kriegsmarine auf 35 vom Hundert der englischen eine Wiederholung des für das Verhältnis beider Länder einstmals so verhängnisvoll gewordenen Wettrüstens zwischen Deutschland und England jedenfalls künfttg ausschließt. Das Abkommen, das das Lebensinteresse des britischen Weltteichs an einer überragenden Machtstellung zur See anerkannte und Deutschland eine Flotte zubilligte, die für die Verteidigung der deutschen Küsten und den Schutz der deutschen Schiffahrt ausreicht, schuf volle Klarheit nicht nur im deutsch-englischen Verhältnis, sondern auch über die Stellung Deutschlands zur Frage der Seerüstung überhaupt, die ja durch Die Kündigung der Flottenverttäge von Washing- ton und London wieder aktuell geworden war. Das Abkommen diente daher in hohem Maße der Sicherung des Weltfriedens. Wenn die Wiedervereinigung des Saargebietes mit dem Reich noch nicht den vom deutschen Volke und seinem Führer erwünschten außenpolitischen Erfolg gehabt hat, die Mauer des Mißtrauens zwischen Deutschland und seinem französischen Nachbarn abzubauen und mit ihm, mit dem es nach dem 13. Januar 1935 keinerlei territoriale Streitfragen mehr gibt und der Natur der Sache nach bei gutem Willen beiderseits erheblich geringere Reibungsflächen zu bestehen brauchten als mit dem polnischen Nachbarn im Osten, in ein ähnliches Verhältnis zu kommen, wie es mit Polen eingeleitet worden ist, so steht dem entgegen die auf falschen Voraussetzungen sich gründende Sucht Frankreichs, seine Sicherheit in einem Bündnissystem zu finden, das durch Verkoppelung widersprechendster Interessen nach deutscher Auffassung eine Gefahr für den Frieden bedeutet. Frankreichs enge Fühlungnahme mit dem Bolschewismus, dem ewigen Feind abendländischer Kultur, ist ein Beweis dafür, auf welche Irrwege ein aus törichtem, gänzlich unbegründetem Mißtrauen in die wahren Ziele deutscher Außenpolitik entsprungener Sicherheitswahn die französische Polik geleitet hat. Das deutsche Volk, im Nationalsozialismus zur Einheit Zusammengeschweißt, durch die Wiedererlan- gung der Wehrfreiheit wieder zu einer Nation der Ehre und Freiheit geworden, bereit zu friedlicher Zusammenarbeit mit allen Völkern, denen die Verteidigung der abendländischen Kultur am Herzen liegt, aber auch eifersüchtig darauf bedacht, seine Unabhängigkeit zu wahren, tritt heute über die Schwelle des vierten Jahres nationalsozialistischer Führung voller Dank gegen Gott für die Wendung seines Schicksals aus tiestter völkischer Not zu neuem Beginn, voll gläubigem Vertrauen zum Führer, der den Plan zum Neubau ersann und durch die Kraft seines Willens ein ganzes Volk aus müder Resignation und Verzweiflung wieder hoch- gerissen hat zu tätigem Schaffen am großen Werk in froher Zuversicht, daß endlich gelingen werde, was die besten Deutschen durch die Jahrhunderte ersehnt haben: ein einig Volk im einigen Reich! unsere schönsten Erinnerungen sein, denn werden unsere Erfolge klar vor uns stehen." der Außenpolitik sind solche Erfolge immer so schnell und so eindeutig sichtbar, hier die Früchte staatsmännischen Willens ^^Die Erinnerung gerade an diese ersten Monate der nationalsozialistischen Revolution sollte nicht so schnell untertauchen im Meer des Vergessens, m der Fülle aufrüttelnden Geschehens und der persönlichen Anliegen des einzelnen, die eine harte Zett — und eine Zeit des Umbruches kann nicht anders als hart fein — nicht achten kann, will sie das Grundsätzliche ihres Wollens nicht aus den Sttigen verlieren. Diese Erinnerung sollte deshalb Nicht so schnell der Vergessenheit anheimfallen, weil ste em gerechter Maßstab ist für das Verhältnis von Mitteln und Erfolg, von Aufwand und Leistung. Schritt um Schritt, oft mit Intervallen, oft ohne gleich erkennbaren Zusammenhang, aber doch völlig planmäßig und folgerichtig wurden mit dem damals m einem verfassungsmäßig gewählten Reichstage verfassungsmäßig zustandegekornrnenen Ermächtigungsgesetz alle die Grundsteine gelegt, die das Dritte Reich, den totalen nationalsozialistischen Staat bestimmen: Die Wende von einem in doktrinärer Rechthaberei überspitzten und durch formalistische Parte,- politik zu völliger Ohnmacht verurteilten Parlamentarismus zu den Formen einer „veredelten Demokratie", wie Dr. Goebbels die Wechselwirkung zwischen Volk und Führung, Autorität von oben und Verantwortung nach oben in wechselseitiger Ergan- wna und gegenseitiger Bedingtheit als tragendes Prinzip der nationalsozialistischen Staatsauffassung glücklich formuliert hat. Die Beseitigung des Partt- kularismus der Länder, der Beginn des Aufbaus einer einheitlichen R e i ch s v e r w a l t u n g die Ausrichtung des Rechts nach Gedanken und Bedürfnissen deutschen Lebensempfindens, das große Gesetzaebunqswerk zur Reinerhaltung d e u t- f ch e n Blutes und Gesunderhaltung von Volk und Rasse das wohl am klarsten den nationalsozialistischen Grundsatz von dem Vorrang von Schutz Gedanken der Leistungsgememschast die Gewerbliche Wirtschaft verpflichtet. Das find nur einiae besonders markante Steine NN organischen Gesuqe des nationalsozialistischen I^^fneubaus. Die enae Verbindung von Parte, und Staat die beide wohl ihre Sonderausgaben zu erfüllen haben, aber diese nur in enger Zusam- menarbeit zu leisten vermögen, beutet Die weitere Entwicklung an. „Der konstruktive Aufbau der kommenden Führung der Natton durch ihre fähigsten Köpfe" Io erklärte der Führer au dem Nürnberger Parteikongreß am 1. September 1933, „wird Jahre dauern, die sinngemäße langsamer reifen und Kräfte lebendig sind, die sich dem Zugriff entziehen und täglich wechseln können. Hier ist alles in Fluß, und jeder Tag stellt neue Aufgaben. So muß man die Ergebnisse national» ozialistischer Außenpolitik in die Entwicklung stellen und sich fragen, ob sie ein Fortschritt in der Richtung auf das Ziel waren. Wahrung der Ehre und der Lebensinteressen des Reiches unter gleichzeitiger Achtung der Ehre und wirklichen Lebensinteressen der andern Staaten ist der leitende Grundgedanke der nationalsozialistischen Außenpolitik. „Das nationalsozialistische Deutschland", so agte der Führer in seiner Reichstagsrede am 21. Mai 1935, „will den Frieden aus tiefinnersten weltanschaulichen Ueberzeugungen. Es will ihn weiter aus der einfachen Erkenntnis, daß kein Krieg geeignet fein würde, das Wesen unserer allgemeinen europäischen Not zu beheben, wohl aber diese zu vermehren." Die Erkenntnis, daß eine Verständigung zwischen Nachbarn die Reibungsflächen verringert, an denen sich ein Weltbrand entzünden kann, und weiter die auf Erfahrungen fußende Erkenntnis, daß eine solche Verständigung nicht auf einem allgemeinen Völkerpalaver im Genfer Stil erzielt werden könne, weil die Verquickung von Interessen Dritter diese Verständigung immer hintertreiben müsse, führten zum deutsch-polnischen Abkommen vom Januar 1934, das dem europäischen Frieden diente, weil es die Zündschnur von einem Pulverfaß beseitigte, dessen Explosion einen neuen Weltkrieg entfesselt hätte. In der gleichen Richtung lag die Verkündung der deutschen Wehrhoheit im März 1935, durch die die militärische Unterlegenheit Deutschlands beseitigt wurde, nachdem klargestellt war, daß die Siegermächte von Versailles nicht die Absicht hatten, ihre Abrüstungsverpflichtung zu erfüllen. Nur ein starkes Deutschland im Herzen Europas, das in der Lage ist, aus eigener Kraft feine Grenzen zu schützen, ist ein zuverlässiger Bürge des europäischen Nation. Dies ist ein Fundamentalgrundsatz na- nationalsozialistischer Auffassung. Immer deutlicher zeichnen sich schon die einzelnen Stufen des großen Erziehungswerks ab. Don Jungvolk u n dH it- ler fügend, die künftig eine Auslese der für die Führung von Partei und Staat geeigneten Jung- mannschaftz aus der ganz Jungdeutschland umfassenden Staatsjugend treffen wirb, geht der Weg des jungen Deutschen in S 21., S S. u n b NSKK., in ben R e i ch s a r b e 11 sd i e n st, bie große Schule bes Charakters und der Kameradschaft, um dann in der Weh r m a ch t der höchsten Ehre des freien Mannes, Waffenträger der Nation sein zu dürfen, teilhaftig zu werden. Nach seiner Dienstleistung in der Wehrmacht nehmen ihn tue einzelnen Gliederungen der Partei wieder auf, um das Werk der Erziehung und Schulung fortzusetzen, dem für die Bewahrung der Einheit Der Nation Die größte Bedeutung zukommt. Lassen wir hier den großen Sektor national- sozialistifcher Kulturpolitik außer Betracht er wird an anderer Stelle unseres heutigen Blattes gewürdigt — und wenden wir uns Der Aufgabe zu, die den am 30. Januar 1933 zur Führung berufenen Männern am schärfsten auf den Nageln brannte: dem Abstoppen des katastrophalen Ver- falls unserer Wirtschaft und der Wiederein- glieberung einer Armee von mehr als sechs Mil- Honen Arbeitsloser in den Produktionsprozeß. Auch hier geschah alles in klarer Erkenntnis der organischen Zusammenhänge und mit Maßnahmen, die auf den Grund griffen. Der Ba u e r als Trager der Dolksernährung, als wichttgster Verbraucher industrieller Güter auf dem Binnenmarkt und ewiger Quell rassischer Nolkskraft wurde durch Erohofgesetz und Marktordnung in letzter Stunde vor dem Untergang bewahrt und wieder befähigt, seine große Aufgabe im Rahmen der nationalen Wirtschaft zu erfüllen. Die steigende Drei Jahre erst sind verstrichen feit dem Tage der nationalsozialistischen Revolution, gewiß eine winzige Spanne gemessen an den gewaltigen Zeiträumen, die Umwälzungen von ähnlich tiefgreifender Auswirkung und ausstrahlender Bedeutung benötigt haben, um sich durchzusetzen, winzig selbst dann noch, wenn man berücksichtigt, wie sehr die Technik den Rhythmus des Lebens gegenüber früheren Epochen beschleunigt hat. Aber im untrüglichen Spiegel der Geschichte zeichnen sich heute schon deutlich die Konturen eines neuen Lebensbildes ab, dessen Linien für alle Bezirke der Lebensgemeinschaft unseres Volkes von einem neuen weltanschaulichen Ideal bestimmt werden. An der Schwelle des vierten Jahres am Bau des nationalsozialistischen Reiches sehen wir schon, ausgerichtet an einer neuen organischen Staatsauffassung, über dem Fundament die Pfeiler emporstreben, die Bogen sich wölben zum sicheren Grundstock für ben Neubau des Dritten Reiches der Deutschen, bas b i e Einheit von Volk und Staat in einer alle Lebensbezirke durchdringenden und alle Lebensäuhe- rungen bestimmenden Weltanschauung verwirklicht. So war die Berufung Adolf Hitlers in bas Amt des Reichskanzlers am Vormittage jenes denkwürdigen 30. Januar 1933 der erste Schritt zu einer Revolution, obwohl der Uebergang der Regierung an den Führer der nationalsozialistischen Bewegung sich in völlig legalen Formen vollzog und die neue Staatsführung an die Durchsetzung ihres Programms zwar mit aller Energie, zielklar und unbeirrbar, aber unter Beobachtung des legalen Weges herantrat. So wurde jenes chaotische Zwischenstadium vermieden, das Zeitwenden von einer ähnlichen umwälzenden Folgewirkung in der Geschichte aller Völker allermeist zu einem nicht zu bannenden Quell tiefster Erschütterungen von Staat und Gesellschaft gemacht und damit einen Neubau selbst oftmals gefährdet und in ganz unbeabsichtigte Bahnen gelenkt hat. Entsinnen wir uns, daß der am 5. März 1933 gewählte Reichstag noch die Vertreter der alten Parteienwelt bes parlamentarischen Staates bis hin zu ben Kommunisten enthielt, ja baß gegen bas grunblegenbe Ermächtigungsgesetz zur Behebung der Not von Volk und Reich am 23. März noch 94 sozialdemokratische Abgeordnete ihre Stimme abgeben konnten, um ben Grad der Selbstsicherheit, aber auch der Sebstbstzi- plin zu ermessen, der der nationalsozialistischen Reichsführung erlaubte, dank der klaren Erkenntnis von der Hohlheit, Ziel- und Kraftlosigkeit der Front ihrer parlamentarischen Gegner, nut kühlem Kopf auf einen gewaltsamen Umsturz zu ver- Da eine neue Verschuldung durch Auslandskrebite nach den bösen Erfahrungen mit der im ersten Rauhreif wechselnder Konjunktur zusammengebrochenen Scheinblüte früherer Jahre nicht mehr m Frage kommen kann, aber die starke Verengung des Außenhandels durch die im Kriege begründete von einem kurzsichtigen Wirtschaftsegoismus in ben Nachkriegsjahren noch gesteigerte Zerrüttung des Weltmarktes den Austausch von deutschen Fertigwaren gegen ausländische Rohstoffe immer mehr erschwert hat, ist hier ein Problem entstanden, das mit Hilfe des „Neuen Plans" des Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht für die deutsche Wirtschaft erträglich gestaltet. werden mußte. Es soll nicht geleugnet werden, daß diese Devisenbewirtschaftung und alles, was mit ihr zusammenhängt, von allen beteiligten Wirtschaftskreisen nicht nur, sondern von allen Volksgenossen im Dienst der Arbeitsbeschaffung und der mit ihr eng verbundenen Wehrhaft- machung unseres Volkes höchste nationale Disziplin, Zurückstellung aller Sonderinteressen und selbstverständliche Einordnuna in den Plan der Rohstoffversorgung und Devisenbeschaffung fordert, der den Bedürfnissen nach ihrer Notwendigkeit für das Wirtschaftsganze gerecht zu werden bestrebt ist. Was sind vorübergehende Unbequemlichkeiten in unseren Lebensgewohnheiten gemessen an der Not, die Millionen unserer Volksgenossen vor dem Umbruch in jahrelanger Erwerbslosigkeit haben durchmachen müssen und gemessen an dem Ziel der sittlichen Wiedergeburt unseres Volkes im Schutz der neuen deutschen Wehrmacht, die Freiheit und des Reiches schirmt? „In zehn Jahren", so Dr. Goebbels in Köln, „werden die heutigen Selbstversorgung mit landwirtschaftlichen Gütern zeigt die Erfolge der Erzeugungsschlacht, die der Industrie Devisen zur Einführung notwendiger Rohstoffe freimacht. Denn die Eingliederung des Mi l li o n e n h e e r e s der Arbeitslosen, der größte und sichtbarste Erfolg der nationalsozialistischen Wirtschaftspolitik — angesichts der markerweichenden Resignation, mit der man bis zum Umbruch diesem immer mehr zu einer sittlichen Gefahr für unser Volk sich aus» wachsenden Problem gegenübergeftanben hatte, eine Tat höchsten Mutes und größter Verantwortungsfreudigkeit — hat mit dem Wiederingangkommen der Industrie die Beschaffung der Rohstoffe zu einem brennenden Problem gemacht. Tagesbefehl an das NGKK Die Oelfperre. London fttzung am Mittwoch berichtete Außenminffter Eden una 1™ " fein merben- Die Regie. Uber die letzte Sitzung des Völkerbundsrates Weißbuch vor, in dem sie die behandelte hauptsächlich die O e, s p e r r e Hierauf tonÄ ^^ustungspolitik auseinander, wurden die Anweisungen erörtert die den britd Tu? S' ^ach der Veröffentlichung der Vor- sch-n Vertretern auf der Sachverständiaenkanserenz Bärinnen? ° b,ebre* Wehrhaushalte wird im gegeben werden sollen, Reuter will erfahren haben3 inrn* * -uf Sucher, der Regierung eine Aus- Bauvorhaben der Reichsbahn. Berlin, 29,1 bringt für die ar ftra&enlammlunc engeT heraus les Monats Fei Treue zum de; WM. ur hilsswer! werb' Wie ist nun beuten? Schon in der den wir die S Warnzeichen V ßine Wehranleihe zur Finanzierung der englischen Aufrüstung? Garrauts Programm. Das Kabinett ist der Unterstützung der Linken sicher. Oer Aufstieg des deutschen Volkes Don Dr. Wilhelm Reichs- und Preußischem Minister des Innern. Mil <2"Ä 0^ Lde«in"1 V8-ch um ^n Mitglied einer ttarf rechts gerichteten Vereinigung. Frot ist damit zum vierten. Mal auf offener Straße angegriffen Im August und September vergangenen Jahres wurde er bereits von rechts gerichteten Gegnern geohrfeigt, und im November versuchte em ehemaliger französischer Offizier bei einer Kund- gebung, ihm e i n e n E l m e r m i t B l u t über den İPf zu gießen. hoP-iV ^an. (DNB.) Die Sachverständigen schusses der Sanktionskonferenz hielten unter Vorsitz des schwedischen Vertreters W e st - 2?f,nn eme Sitzung ab, um die Durchführung ber Suhnemaßnahmen nachzuprüfen. Es wurde anäe- .d/r Ausschuß solle sich'statistisches Ma?erial beschaffen, um ein Gesamtbild von den Außen- hon nn h 6 ' ^H11 9 e n Zwischen Italien und 2 an der Durchführung der Sühnemaßnahmen lnehmenden Landern zu gewinnen. Dabei seien no^ -un8rber nid)t verbotenen Ausfuhr b e^ An-s„k7'"^"^'chen einer Umleitung ber Ausfuhr über die an den Sanktionen nicht teilnehmenden Lander zu berücksichtigen. $ Von anderer Seite wurde geltend gemacht hn6 X Mefer 8rt di-Zuständigkeit b^r Sadp hhrn6 b'9en überschreiten würde. Man be- Milk-rh, nh" gebogen auszuarbeiten, in dem die hnLonbM 1lt9 lxbcr' oud) bie Nicht an den SanZ tionen teilnehmenden Länder Defterrpirh nnnnrn und Albanien über ihren Handel 'mit Julien L. ®h-ffrhnf|Cn k?°,en' Uc£Tr bie Nichtmitglieder fall bie äÄÄ Völkerbunbssekreiariat- ÄÄfÄPÄ Li München 29. Januar. (DNB.) Korpsführer §udnlein hat zum 30. Januar 1936 folgenden Tagesbefehl erlassen: „NSKK.-Männer! Zum dritten Mal jährt sich oer Tag, da die letzten Bastionen des alten Systems im geistiaen Trommelfeuer des voranstürmenden -ilationalsozialismus zufammenbrachen und unsere siegreichen Bataillone das Tor zur Freiheit spreng-1 !ln‘ r^’emQ^5, fv lange man deutsche Geschichte schreibt, wird jener 30. Januar 1933, der den Anbruch einer neuen Zeit kündete, werden die Opfer, bie hier den Weg bereiteten, vergessen werden. Im Gleichschritt — Schulter an Schulter — alle Gliederungen der Bewegung — eine unzertrennbare Gemeinschaft der Tat — sind wir weitermarschiert Jahr um Jahr. Der Führer voran. Sem Wille — unser Wille. Sein Ziel — unser Ziel: Deutschland! So stehen wir, heute wie einst in gleich unwandelbarer Treue und gläubigem Vertrauen, an der Schwelle des vierten Jahres des Wiederaufbaues । ber deutschen Nation. Wenn am Abend des heutigen Tages Wilhelrnstraße und Brandenburger Tor vorn Marschschritt der Alten SA.-Garde widerhallen, und sich im Lichtermeer der Fackeln das stolze Erinnern an die „historische Nacht" auf den freudig bewegten Gesichtern ihrer Führer unb Männer wiberspiegeln, bann werbet ihr, ihr Führer und Männer bes Korps, bie ihr bas Ergebnis ber I Kampfzeit gleichfalls euer eigen nennt, mit mir wie einst in treuer Kameradschaft auf dieser „Straße des Sieges" marschieren. Unb können es auch nur einige Hunbert von euch fein, denen es vergönnt ist, diese weihevolle Stunde in Berlin mitzuerleben unb bem Führer leuchtenb ins Auge zu schauen — ihr Stolz ist euer Stolz und ihre Freude ist eure Freude, denn ihr seid eins. Es lebe Deutschland! Es lebe ber Führer! Dem vierten Jahr bes neuen jungen Deutschlands Sieg- Berli n, 29. Jan. (DNB.) Am dritten Iah- restag ber nationalen Erhebung haben der Reichsminister des Innern und der Reichsarbeitsminister eine Verordnung über das Verwundetenabzeichen erlassen, die der (Arenstellung der Kriegsbeschädigten im Dritten Reich Rechnung trägt, Unbillig- Jeitert und Härten der bisherigen Bestimmungen be- leitigt, vielen Tausenden von Kriegsbeschädigten, die seinerzeit das Verwundetenabzeichen trotz Vor- liegens der Voraussetzungen nicht erhalten haben, die Mog ichkit nachträglichen Er. w e r b s eröffnet. Anträge sind an das örtlich zustän- ? ' 93 Lr f 0 r 9 u n 9 5 a m f' im Ausland an die putsche Auslandsvertretung zu richten. Auskunft bas zuständige Versorgungsamt geben bie £ Men ®emeinbe= und Polizeibehörden sowie die Fursorgestellen. Die Antrags frist beginnt am 1 Marz unb läuft bis zum 31 D e - zember 1936. Zur Antragstellung sind Dor- b rucke zu verwenden, die bei den Versorgungs- amtern kostenlos erhältlich sind H H Q fe” rbren Nebengliederungen ist nomnrhfrt b^ politischen Erneuerung der Nation prmpOrfLn4 wacht eine zu neuer Kraft erroetfte stolze Wehrmacht und schützt den Frie- ben des deutschen Volkes inmitten einer streitenden, ™ i59eJ$rek Revolten und Kämpfen zerris- nm? sMhClu Datsche Reich ist unter der Füh- rung Adolf Hitlers in diesen kurzen drei Jahren inneren Friedens, der Einigkeit und der Arbeit, L'nsel der Ruhe und der Ordnung' U unb ber Zuversicht geworden. b'^er geschah, ist eine gigantische staats- i? h h-^e>,Ceiftu"9- Die Aufgabe, die zu lösen war, 9ubrcr als die schwerste bezeichnete, öte feit Menschengedenken deutschen Staatsmän- h^üi9e^e^ war,, ist ihrer Lösung weit näher gebracht worden, als selbst kühne Optimisten zu glau- ven wagten. Unb das alles geschah, obgleich eine Hatzpropaganda der ehemaligen in- nerpoli tischen Gegner des Nationalsozialis- 'ü akler Welt gegen das Reich entfesselt wurde, ovgleich Boykott und Propaganda jüdischem Hetzer ?fl.elen Ländern die Voraussetzungen für eine 'Redliche Zusammenarbeit Deutschlands mit den anberen Völkern dauernd zu stören oder gar zu ^7rnh1? nL ^Hen. Das Ziel dieser zersetzenden Feinde staatlicher Ordnung ist nicht erreicht wor- oen. Sie konnten es nicht verhindern, daß die innere Straft des Reiches und des deutschen Volkes erneuert wurde. Sie haben es nur fertiggebracht Deutsche hart geworden ist gegenüber seinen Schädlingen und Gleiches mit Gleichem vergilt. ~er Aufstieg des deutschen Volkes ist überall un- m/s/r?."?ar- Und doch: So gewaltig das bisher Geleistete ist, gleich groß in Anbetracht der kurzen L°nne Zeit, in der es geschah, wie auch der Umstande, unter denen es geschafft werden mußte, es ist doch nur ein Anfang. Als Anfang feiner Arbeit hat der Führer die Erfüllung de? Aufgaben der ersten Vierjahrespläne bezeichnet. Alle nol9e °uf wirtfchaftttchem und pol tlschem Gebiet sind nur ein Anfang des ge- waltigen Planes des Führers: der Schaffung und Vollenbung bes Dritten Reiches. Am Jahrestage bes Machtantritts des Führers wollen wir in alter Treue und neuem x « ^Ereten zur Fortsetzung des Marsches, an hoffon Ziel der vollendete Neubau des Dritten ’5' Sicherheit der Freiheit des geeinten Uglands Rüstung in Aegypten. berrihinn°»n Sie militärifchen Bor- dereitungen Englands in Aegypten werden mit fort9*6t- Immer mehr n7u° nE Omnien ms Land und immer meh? mQn 'N Alexandrien auch M^.9 8.'Scheinangriffe während ber Acht'.urn für ben Ernstfall nicht völlig in u" kenntms solcher Dinge zu sein. Man ist der An- WILS-SA? WZSW SMZS WSS daß Truppen nach Aegypten zu werfen, fo vag oer Wunsch nahe liegt, die Trupven-whl in Ägypten und im Sudan durch Ve/stärkung der ägyptischen Armee zu erhöhen. ti515m 291 ^Qtx: lDNB.) Die der Demokra- netpn tnh c r e i n i g u n g angehörenden Abgeord- neten und Senatoren haben eine Entfchtießuna an- di> °e?7b"ä b're “'Ä" Mitglieder beglückwünscht. Narkito^ hnthuben. ahne Zustimmung ih?er Parteifreunde in die Regierung Sarraut nv " Lr 6 n unb bedauert, daß einige Mit- I h -ÖfeV • Demokratischen Vereinigung gegen nn ho?Ud'Pl,n uDerft0^n und sich einzeln Kebri» xe0lerun9 b-t-'Ugt haben. Dies fei ein Schritt, der nur f i e allein binde. Die Ab- -r neten der Demokrattschen Vereinigung wollen L / Egegennahme der Regierungserklärung chre Stellungnahme offen lassen. Die Demokratische Vereinigung hat mit dieser Entschließung an dem Verhalten des Außenministers Flandin des ^ndwlrtschaftsmlnisters T h e l l i e r sowie des Un- terstaatssekretars Beaugitte Kritik geübt Es 'st jedoch noch nicht zu übersehen, welche Folgen sich aus dieser Stellungnahme ergeben werden In d^o "oternchteten Kreisen rechnet man damit, daß die Sozialisten geschlossen für die Gerung Sarraut stimmen werden. Sie erblicken dann eine Kundgebung gegen die Ovvo- fition von rechts. Es roirb keinen Augenblick be= 3®«Mt, daß der Ministerpräsident eine Mehrheit flar bThÄ fQber ™n 'st sich auch darüber klar, daß die Aussprache, die sich an die Verlesung ber Regierungserklärung schließen roirb, zeitweise oufjerft heftigen Charakter annehmen bürfe brin^n Reg-erungserklärung soll zum Ausdruck bnngen, daß die Regierung bemüht sein werde, Grhi.?rhQnfen Zu verteidigen und den Schutz der republikanischen Einrichtungen und die Aufrechterhaltung ber 2Lb ” u n g zu gewährleisten, indem sie sich ber Ersetze bedienen werde, die das Parlament zu ihrer Verfügung gestellt habe und die sich auf die nen betragen. Für die Abschaffung der U°Vooke wurden keine Vorschläge gemacht, vielmehr wird für diese Schiffsklasse eine Höch st grenze von 2000 Tonnen empfohlen, doch gibt sich die brittsche Regierung der Hoffnung hin, daß es ge- . lingen wird, im Laufe der weiteren Verhandlungen noch unter die erwähnte Höchstgrenze zu gehen. Der erste Ausschuß der Flottenkonferenz nahm gestern die britischen Vorschläge als Gr orte» rungsgrundlage an. Dieser Umstand roirb in der englischen Presse als ein günstiges Vorzeichen angesehen. Endlich wird es begrüßt, daß die Vereinigten Staaten bereit sind, sich mit 14zölligen Geschützen für Schlachtschiffe einverstan- ben zu erklären, anstatt mit 16zölligen (41 Zentimeter), wie es die bestehenden Verträge vorsehen. Der Marinemitarbeiter des „Daily Telegraph" schreibt, daß England stillschweigend sei- nen Versuch aufgegeben fjabe, die 11» Bo o t e entweder ganz abzuschaffen, oder ihre Begrenzung auf 250 Tonnen zurückzusetzen. Das sei auf den entschlossenen Widerstand von französischer und anderer Seite zurückzuführen. Empfänge in London. Frhr.vonNeurath beimKönig, bei Baldwin und Eden. eingekerb iMen, daß h Me auftreten. Ml in das all- und wurde ^Mahnzeichen °ngewan . Ehrend in 3 K1715*111 b nh in Ql Ä'ftÜ Miebentr*h F;rtote °°ndl Wnreufjeg in ä siz «Ä?'H 1 ?en Zerfalls ien ««»>, SP* die 5J len. Ä'Slin, d°, d,A°>°re der Ö1 28i «Sfi1 9e**u $le leigen n b's Änbl 8anb9er£,9Qn ^8en K^bdiref 400 Kisten italienische Zitronen in London beschlagnahmt. L o n d o n , 30. Januar. (DNB. Funkspruch ) Aus 400*'Men^r Eerbahnhof wurden am Mttwoch KIen Zitronen, die im Widerspruch xn Enaln^"-H "^.^aßnahmen aus Italien nach hJf£ T9^Ujrt roerben sollten, von Zollbeamten ft* «’ hudelt sich um den ersten Fall nahmem ber ®erban9un9 b-r Sühn-maß- kleine politische Nachrichten. „ RSG. Der Stellvertreter des Gauleiters und Stell- Vertreter des Reichsstatthalters in Hessen Rc>ni- rungsrat Reiner wurde durch Urkund des L Hessischen Landesregierung ernannt. NSG. Der Führer und Reichskanzler hat zur dreyahrlgen Wiederkehr des Tages der nV honalen Erhebung den SS.-Gruppenfü?rer Erb P r i n z z u W a l d e ck, den Führer des SS .hLv Schnitt-- Rh-In zum sS?Db er gruppt": iuhrer ernannt. y ppen , London, 30. Jan. (DNB.-Funkspruch.) Bei der Sitzung der Londoner Flottenkonferenz am Mittwoch unterbreitete der Erste Lord der Adrnir^ '.tat Lord M o n s e l l die brittschen Vorschläge für ßlnTii^Qlber Flottenrüstungen. t Diese Vorschläge sehen für Groß karnpf. schisse eine Höchsttonnage von 35000 Tonnen r-ltt9»^ o.Ile s G e s ch ü tz k a l i b e r für diese Schiffsklasse 14 Zoll (36 Zentimeter) vor. Ferner fwird, für Flugzeugmutterschiffe eine 22000 Tonnen und ein Geschützkaliber oon 6,1 Zoll (15 Zentimeter) als Höchstgrenze emv- * Win । vk4c.it । ui Ule JJuUCr ÖC5 2{ßa n»f^m?n5 Eeine weiteren 10 000 Tonnen Kreuzer gebaut werden. Die Klasse der Kreuzer mit 6 1 zöl- 'flen Geschützen soll mit der Zerstörer-Klasse w- fammenfleleqt tDert>en und in dieser neuen Glosse soll die Höchsttonnage 7500 bis 8000 Ton- Fn einem großen Aufruf an die Deutsche Nation IU der Führer und Reichskanzler am x a9nrc?ßL Machtergreifung nach einer vernichten- ! Abrechnung mit den Verantwortlichen, die durch 14 Jahre das Deutsche Reich und Volk zugrunde m9/?^k- hatten, die Aufgaben feiner Staats- und Volksfuhrung dargelegt. „Das Erbe, das wir über- ! nehmen, ist em furchtbares. Die Aufgabe, die wir losen müssen, ist die schwerste, die seit Menschen- gebenten den deutschen Staatsmännern gestellt bhCf ^r;er aicht nur diese Feststellung, sondern rief, gestützt auf das 23er- trauen öes ganzen Volkes und den Glauben an die Sfra t der Nation zum Kampf um die Neu- ge ft aJt un g des Reiches auf. Zwei große S°W?ne gellte Adolf Hitler an^bie feines Arbettsprogramms: v 9 .Rettung bes beutfchen Bauern zur Erhaltung ber Ernährung, bamit ber Lebensgrund- Uage bes beut djen Volkes unb Rettung bes b e u t f d) e n Arbeiters burch einen gewaltigen ^nnPÄffenben ^°^ff gegen bie Arbeitslosigkeit. Due-s. bohren müßte bas Entschei- benfte in biesen beiden Voraussetzungen zur Ret- &?nr,^hrni£6,te,en ®irffW b°- Rutschen Moires geschehen sein. .b, e 9 i n n t das 4. Jahr der Reaieruna Adolf Hitlers. Es ist das Jahr, an dessen Abschluß i ber Führer unb Reichskanzler bem deutschen Volk i einen Rechenschaftsbericht geben roirb über bie Lei- < üungen nationalsozialistischer Aufbauarbeit. Am l Beginn dieses Jahres kann jeder bereits deutlich ( blf gewaltigen Fortschritte Waat- lecher und wirtschaftlicher Gemei^n- !^?OT.?arbeit erkennen, die unter zielbewuß- ter Führung geleistet worden ist. Ueberall im Lande regt sich neue Schaffenslust /überall herrscht wieder Ordnung. Der Bauer aeht in Ruhe seinem Gotteshandwerk nach. Millione^n A r - b ehl f ß r' b" "vch vor Jahr und Tag an sich selbst ! h/? , verzweifelten, stehen wieder an nnn ^rbeit- staatliche Verwaltung ist gestärkt ^törenhd/mfe^nben Räubert und von zerstörendem Separatismus befreit. Der Ar° ' t § die n st umfaßt Hunderttausende junger Manier und lehrt sie die Arbeit der Faust in mi„ 1 ff.ßr 1936: Ä unb W >1 ^bt. I93/ ® LLÖ (leibung- S°sM r Genuß. schließliZ «igebr. 1936: ® pu5n*?| ^tainpsendie- Wenn der M g-oaltige Arbeit Wion reilnehin Lochkartensystein gleiche Massen, d e:ne eingehende biidungsstandes si; geben. Die A I-M für etwa z ®ir wer einmal r?r! des ÄW Wlichen Mog> eOießt. Das g. Lüftung stolz se' MM Tie Wolfsai gegeben werden sollen, ^ute? ® kun7°b°»°ü' e,nerJebr gründlichen Prü. [ung bestehen werde, damit alle Verpflich- Eun gen kl a r g e ft e l [ t werden,, die die Oel- roernbemau*ah^Cnct mt Jid) brin^en- insbesondere c?.? b,e F^ge der Durchführbarkeit einer Oelfperre behandelt werden. Erst nach Klar- nabm^hSn^Vk 9tc3ierung iT)re eigene Stellung- aewWWn &ßben ^uen. Man rechne mit einer £ff n ^“5 Ar ö,eje Prüfungen, zumal Ländern LSt Unte.r ?9en aus einer Reihe von ■canoern beschaffen muffe. M^äK°bin-lt wurde auch umfaßend über di- Mangel tn ben britischen Streitkräs- Abllett/'^: es sind dem Kabinett Vorschläge zur S unterbreitet wurde? Man d b°6 b..'e zu ! ätz , ichen K 0 sten und 150 rnfmfru,tumn? Zwischen 100 ben menn s° n«c n P'Und bewegen wer- notwendige H°^ ^9^"^ °Uf '"r° be®ä!uHa,in,.:i'eIC9r,?p6" mcIbet' wird die Frage । " in R-gi-rungsk?eifen^in dem gleichen" M^aß? na» 6,1 <15 Zentimeter» auch .HDW “SXn <1 r* v A B wffiS/,' 'j <•/■?' /<•' MKMM^ t " | 7 E"'-H ■ •'• S^W * -« ' / in Truppen euppen dann ! !*"■ £ re, noch W ' ®,rfS n noenzahl in stärkung hen. ronen nt sprach 5“ z-llbe-mt-n erst-" Sühnemasi "Bas Gericht folgte dem Antrag des Staatsam mattes, der 6 Monate Gefängnis wegen wissen lich falfcher Anschuldigung beantragt h""e, nicht, Wn- dem verurteilte ihn lediglich wegen larchtfertlaer M ^°"ig en deut. ,' verner den beit Fjjh. .. *• ,nÖ den beut. .6 T Neu. ^enkominissop 'berg, den e r o, den ru. c“ und den nya. »d-r bei den Äon,fie und ' V- König ^ttwochabend )n Rumänien ijmit^reü 5ta9 mit dem 'n und dem Seeland. tonnen. Diese Wechselwirkung ist darin zum Ausdruck gekommen, daß sowohl Deutschland als auch die ABC-Staaten es schon vor einiger Zeit für zweckmäßig hielten, die Gesandtschaften in Botschaften umzuwandeln. Deutschland hat aber auch in anderer Form die enge Verbindung mit den ABC-Staaten im geistigen und sozialen Bereich soweit ausgebaut, daß das nicht ohne Nutzen und Vorteil für beide Teile geblieben ist. An der Hochschule der Reichshauptstadt bestehen Einrichtungen, um Wesen und Geschichte der ABC- Staaten kennenzulernen, um die Beziehungen zu pflegen, wie sie in dieser Art bei keiner anderen Hochschule der Erde vorhanden sind. Berlin, 29. Ian. (DNB.) Das Deutsche Reich ist mit den südamerikanischen Staaten Argentinien, Brasilien und Chile Ende vorigen Jahres übereingekommen, ihre gegenseitigen diplomatischen Vertretungen zu Botschaften zu erheben. Der erste diplomatische Vertreter, der in Auswirkung dieser Gesetzgebung den Rang eines Botschafters erhalten hat, ist der bisherige chilenische Gesandte, Luis V. de Porto-Se- g u r o ; er wurde heute vom Führer und Reichskanzler zur Ueberreichung seines neuen Beglaubigungsschreibens als Botschafter Chiles empfangen. Der neuernannte Botschafter wurde unter dem üblichen Zeremoniell durch den Chef des Protokolls im Wagen des Führers zum „Haus des Reichspräsidenten" geleitet. Im Ehrenhof erwies eine Ehrenwache des Heeres die Ehrenbezeugungen durch Präsentieren des Gewehrs und durch Trommelwirbel. Botschafter de Porto Seguro überreichte das Beglaubigungsschreiben des Präsidenten der chilenischen Republik dem Führer und Reichskanzler und erklärte dazu u. a.: Die traditionelle und nie getrübte Freundschaft zwischen Chile und Deutschland, das Vorhandensein deutscher Kolonien in unserem Lande, die bereits auf ein Jahrhundert ihres Bestehens zurückblicken können, und der immer wachsende kulturelle und Handelsaustausch zwischen Deutschland und Chile, sind zweifelsohne die Veranlassung gewesen, daß die Regierung Eurer Exzellenz den schon lang gehegten Wunsch nach einer höheren diplomatischen Mission m beiden Landern erfüllt hat, wodurch die bestehende Bande der Freundschaft und Verständigung noch enger gestaltet werden. Um dieses Ziel ZU erreichen, hat meine Regierung mir die große Ehre zuteil werden lassen, mich zu ihrem ersten Botschafter in Berlin zu ernennen. In der Hoffnung, daß die Regierung Eurer Exzellenz mich mit dem bis letzt gewährten wohlwollenden Vertrauen weiter beehren wird, möchte ich meinerseits die Erwartung aussprechen, daß durch meine neue Mission die Annäherung beider Länder, die das chilenische und das deutsche Volk erstreben, weiter gefordert wird. Weiterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. In den finnischen, skandinavischen, sowie in den nordwest-russischen Gebieten hat sich in den letzten Tagen außerordentlich strenge Kälte (Temperaturen zwischen —10 und — 50 Grad Celsius) eingestellt und zum Aufbau eines kräftigen Hochdruckgebietes geführt Lebhafte, vom Atlantik ausgehende Wir- beltätigkeit hat dabei das Ausfließen der kalten arktischen Luft in südwestlicher Richtung begünstigt, so daß über das Baltikum hinweg jetzt auch Ostpreußen (z. B. Königsberg heute Nacht — 7 Grad) erfaßt wird. Da über Frankreich hinweg noch immer tSen3%«wXen in Irene jum Volk" bekennt sich as deutfche Winterhilfswerk mit her Verausgabe her Wolfsangel erneut und bewußt zum Natwnal- fo3ia® mu5 unb zu feinen stolzen Ueberüeferungen. Ein Denunziant wird abgeurteilt. .... .. r ,5^1 .T. I 5 &1 -h L-mbgerichtsbirektors Müller mit Anklage wegen w°sienE>"falsche/ Ansihu^bigung und oer- S'-r-S; erfS Kreisleiter und Landrat waren von letten perion »»er fieinbe eine Reihe non üblen Umlauf gefetzt roorben. Der Angeklagte 6°"- sich u deren Eprachrohr gemacht. J-n September 1934 richtete er an den Reichsinnenminister einen Brief, und Metallgruppen. ,, 9. Febr. 1936: Wettkampfgruppen: Gesundheit, Berg- 11. Febr. 1936: Wettkampfgruppen: Nährstand, Bekleidung, Holz, Chemie, Stein und Erde, Gaststätten. 13. Febr. 1936: Wettkampfgruppen: Nahrung und Genuß, Druck, Papier, Freie Berufe (ein- schließlich Kindergärtnerinnen). 15. Febr. 1936: Wettkampfgruppe: TeM. Nit Ausnahme der Wettkampfgruppe Eisen und Me- jall kämpfen die Mädels aller Wettkampsgruppen an len allgemein festgesetzten Wettkampftagen. Wenn der Wettkampf zu Ende ist, beginnt die «ewaltige Arbeit der Auswertung von einer Nillion Teilnehmerkarten, die nach dem modernsten Lochkartensystem durchgeführt wird. Sie wird 23er- «leiche zulassen, die man früher nicht treffen konnte, line eingehende Darstellung der Lage und des Aus- tildungsstandes des deutschen Facharbeiternachwuch- u geben. Die Auswertung des RBWK. gibt Unterlagen für etwa zu treffende, wichtige Maßnahmen. Rur wer einmal in dieses organisatorische Wunder- verk des RBWK. geschaut hat, kann die unerschöpflichen Möglichkeiten ahnen, die der RBWK. Irschließt. Das ganze deutsche Volk darf auf diese Leistung stolz sein! Verschworen in Treue zum Volk. Die Wolfsangel, das Februarabzeichen des WHW. hoerstänbigen 'erenz hielten eters West, hführung der wurde ange« hes Material en Außen- Äalien und ^emaßnahmest • Dabei seien enen Ausfuhr Umleitung nktionen nicht [en. gemacht, daß leit der Sach- e. Man beiz in bem bie n ben 6ant> ich, Ungarn Italien Aus- lieber soll bie bssekretariats oll Mitte Fe- werben. Bet ung über die für 74 Millionen Mark, also für mehr als 15 v. H. von Deutschland bezogen hat. Auch auf der Ausfuhrseite hat sich Brasilien im Verkehr mit Deutschland gut gestanden. Das gilt erst recht für Chile. Zwischen Deutschland und den ABC-Staaten besteht nicht nur ein reger wirtschaftlicher Verkehr, es sind auch die geistigen und politischen Beziehungen mit einer Sorgfalt gehegt und ausgebaut worden, daß von einer echten Freundschaft zwischen Deutschland und den ABC-Staaten gesprochen werden muß. Es handelt sich um Bindungen, die nicht zufällig entstanden sind, die vielmehr em inneres Bedürfnis voraussetzen, also um Bindungen, die nicht ohne politische Wechselwirkung bleiben les 9m na?sCr5Tbruar merbTn ,n = r f o r fn i n aber sie Dielten baran. feft, sich nicht in bie Front l V o 1 k" bie Männer her SA. SS. gegen Deutschlanb hereinzerren zu laffemBie ABC. d^s RSKK unb bes RSDStB. für bas Winter- Staaten waren es aber bte nach bem Krieg zuerst Lrhpn und in belangreicher Form d l e wirtschaft- Me ist nun bie Symbolik dieses Abzeichens zu lich e n B e z i e h un g en zu D e ut ch I anb tme- zDie i]i nun ) der aufnahmen, zumal die geistigen und ge- Sckon in der frühen deutschen Vergangenheit fin- s e l l s ch a f t l i ch e n B e z i e h u n g e n die zwl- mir die Verwendung der Wolfsangel als fchen Deutschland und Argentinien und Chile bestan- Warnzeichen Besonders häufig wurde die Angel in den hatten und bestehen, auch im Kriege zu feiner Warnzeichen -oe'Dnueia > ' " Zeit unterbrochen waren. Es soll unvergessen fein, daß die Bevölkerung der ABC-Staaten die Verteidi- gung Deutschlands im Großen Kriea nicht nur viel- fach mit Gefühlen der Freundschaft, sondern auch mit £ i''.' aufrichtiger Bewunderung verfolgte ein Strom feuchter Meeresluft nach Deutschland führt, ist ein weiteres Vordringen nach Mittel- oder sogar Westdeutschland vorerst nicht zu ermatten. Aussichten für Freitag: Wolkig bis be- deckt, zeitweilig auch Niederschläge, Temperaturen wenig geändert, Winde um Süd. Aussichten für Samstag: Vorerst noch Fortdauer der unbeständigen Witterung. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel D.A. XII. 35: 11300. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. w| Die enge Verbindung Deutschlands mit den ABC- Ä. M Staaten war nicht nur wirtschaftlich untermauert, / MM. M I wobei diese Untermauerung im Ablauf der Jahr- MM mWBW M zehnte sehr gründlich und wetterfest geworden ist. UM IHW' I’WWW U Selbst in den Krisenjahren, in denen der Außen- Mi WD M I handel der ABC-Staaten mit allen anderen Län- ffM dern stark zusammengeschrumpft war, konnte der WÄ l M Warenaustausch mit Deutschland in für beide Teile iSSfc U tragbarer Form entwickelt und aufrechterhalten wer- den. An der Gesamteinfuhr Deutschlands ist Ar- gentinien noch immer mit 10 v. H. beteiligt, ./wg was sich daraus erklärt, daß Argentinien ein ß'F Rohstoffland ersten Ranges ist. Aber ge- gM? rade die Rohstoffländer haben unter der interna- v tionalen Wirtschaftskrise b e s o n d e r s s ch w e r g e- (Scherl-Bilderdienst M.) (itten benn Rohstoffpreise sanken vielfach v m ... hi«, fo schnell und unvermittelt, daß schwere volkswirt- Saume eingekerbt, um die Bevölkerung Darauf ijtn Verluste getragen werden mußten, ohne zuweisen, daß in der so gekennzeichneten Gegend ^ssicht, sie wieder hereinzubringen. Auch Wölfe auftreten. In spaterer Zelt ging i)te Wolfs 1 . ( Brasilien sind Rohstoffländer er- angelindas allgemeine Brauchtum.unseres Volkes ^^^s, wobei für Chile noch in Betracht über und wurde häufig auch in allgemeiner Form '^^t daß es durch die Erfindung und Herstellung als Mahnzeichen für eine bestehende oder mögliche ^mm^ j st o f f e s seine uberra- Gefahr angewandt be Stellung als Stickstofferzeuger für die ganze Während in Deutschland dieses Zeichen bis roett y einaebüßt hat. ins 17. Jahrhundert eine beliebte Anwendung fand, 9 hat es sich in anderen Gegenden Europas bis auf Deutschland kann auch von sich sagen, daß es den heutigen Tag in seiner ursprünglichen Bedeu- anbere Mächte die Rohstoffländer an jung erhalten. , , , sieben versucht hat, um sie zunächst einmal Die nationalsozialistische Iewegung hat als Treu- wirtschaftlich auszubeutem um sie sodann bänder des deutschen Brauchtums auch diese Zeichen ^^jsch von sich abhängig zu machen. Dieser 23er- »leber zu einer neuen unb außerorbentüch Volks- von j^^^nalen Finonzkc-pital oon ben lümlichen Geltung gebracht. In der Zeit, in der ' ) ' Banken in Neuyork und London auch ge- verschiedentlich die Partei tm Reich durch örtliche 9 gbef ben UPC-Staaten angewandt worden. Er Verbote von den Machthabern des Weimarer Zwl- 9 .. mißlungen, obwohl England und die schenreiches in ihren propagandistischen Wirksam, ^ere^igten Än alles daran setzten die Märkte feiten eingeschränkt wurde, trugen alle sich 3,ur ABC-Staaten für sich zu erobern. Dabei Partei undihren Formationer. bekennenden Man- neuer Nebenbuhler aufgetaucht, nämlich ner und Frauen in „Trotz und Treue Wol s- war ein baran setzte, um die Markte angel. Sie sollte nicht nur m ihrem alten Wert ABC-Staaten mit wohlfeilen lapcuuschen ® tn 520 Miüioneu Morl 1934 bie aegenfeitige VerfchworenDeit unb ben unbeug-1— -------------------------- den°Re^"ne?fo^g"en°Rat'ionalfozialisten bezeugen, worin er um Einleitung eines Derfatzrens geg^n finmif hat bie Wolfsangel einen neuen unb für bte den Sanbrat ersuchte, gegen ben er fchwere. z. I- E Bewegung bcntoürbigen Charakter erha^ ^„^hrige Anfchulbigungen erhob ganze sewegu g „ h,r,nnt ft» I tzauptverhanblung ergab bte Haltlosigkeit sämtlicher non bem Angeklagten erhobenen Bor° 9tenj” »iri Olympia oer Arven. ‘MoiXfci" Sunt Beginn des Reichsberufswettkampfs. ....... üitts, '°n°. «6t, b» sind. fi2 die Uffe '9en (41 träne ly VWen. •eig W abe9 vb lei, ÄAK lehren. n ^ön* Am 2. Februar beginnt das Olympia der Arbeit! ^au ende von Iunaen und Mädel sehen mit einer Mischung von Vorfreude, Neugier und Angst den «u gaben entgegen, die ihnen gestellt werden. Mancher hatte überlegt „soll ich oder soll ich nicht? , nb dann gedacht: „Ach was — was andere können, ann ich auch, wenn nicht noch mehr..." Der Lohn, er den Reichssiegern winkt, ist ja viel schöner und Mer als ihn selbst die äußerste Anstrengung „oer- ienen" könnte. Die Sieger dürfen am 1. Mai d e m [ührer die Hand drücken! Eine Million Wettkämpfer ringen vom 2. bis 15. Februar um !,esen höchsten Preis. Die Einteilung der z e 11 k ä m p f e ist so getroffen: 2. Febr. 1936: Appell aller Wettkampsteilnehmer. 3. Febr. 1936: Wettkampfgruppen: Eisen und Metall (Industrie), Handel. 5. Febr. 1936: Wettkampfgruppen: Friseure, Eisen J und Metall (Feinmetall), Verkehr und öffentliche Betriebe, Bau, Hausgehilfen. 7. Febr. 1936: Wettkampfgruppen: Eisen und Metall (Handwerk), Leder, alle Mädel von Eisen- Die letzte Trauerstunde für König GeorgV. in der St.-Georgs- Kapelle. Vor dem Sarge steht die Königin-Witwe und links neben ihr König Eduard VIII. (Deutsche Presse-Photo-Zentrale-M.) Vereine 604 D Gießen, Worms, München, den 29. Januar 1936. Samsta< 8. Febr. 600D der Bat rächt" b 596 D Käthe Henkel, geb. Scherer Gießen, den 30. Januar 1936. 606 D von Hin Verschiedenes onia waren nserven eine Die Finanzämter der Provinz Oberhessen. Auf besonderen Wunsch der Entschlafenen hat die Beisetzung in aller Stille auf dem Hauptfriedhof in Frankfurt am Main stattgefunden jMnunt Äili trauens Tagen (wenige Artikel ausgeschlossen). andere Berlin roten j Die Beerdigung findet Freitag, auf dem Neuen Friedhof statt ben 2fn| Aber di der Fr-e vielen 0 meraben. Am Nc am Aber ütärma: die Bä> V-Bahn ratterte. Arbeite! könne e: einem ■ unschem äugen ( die Ansen neu mir do und Jan straft. Großen, den 29. Januar 1936. Lotte Lehmann, geb. Jägi Elsbeth Jäger Albert Lehmann. Für die wohltuenden Beweise der Teilnahme beim Heimgang unseres lieben Entschlafenen sagen wir hiermit innigen Dank. werden be- 560D Kakao Schokolade rrahnen Bonbons Gebäck Mathias Heimes Theo Heimes Erna Heimes Gießen (Schanzenstraße 8), den 30. Januar 1936. steuer für das Kalenderjahr 1935. D'e Steuererklärungen für die Einkommensteuer, Korperschaftsteuer und Umsatzsteuer für das Kalew oeriahr 1935 sind in der Zeit vom 1. bis 29. Fe bruar 1936 unter Benutzung der oorgeschriebenen Vordrucke wie folgt abzugeben: verlegt werden. Gießen, den 29. Januar 1936. Der Vorsitzende: Dr. Hamm. 9Ber die Frist zur Abgabe der ihm obliegender etcLierertlanmg Derfaumt, kann mit Geldstrafen zm Abgabe der Steuererklärung angehalten werden aud) tann tljm ein Zuschlag bis zu 10 v. H. der fest, aefehten ßfpnpr ' 11 DIE FEINSTEN MISCHUNGEN HPfcL %Pti. P/ Rabati- "/O IN MARKEN f alle Waren gegeben auf, stai schneller unsinnic 6. Gratisverlosung. Bellersheim, den 28. Januar 1936. Der 1. Vorsitzende: Bopp «DasLeichen für iDpferbereitfchaft d-nkLz d'm Füh äug, ihnerung fernen Adolf f) ließ, da ^Vlsozia Qm 30. touflunr xstaltu, Aem 2 Oemfefbe erstreckte sahen rr einem d die Mel fonate t rende G bepackte auf, im geben. ( Angriff Adolf f weih. \ feucht ( den im Mann, stiegen der at tritt gesucht. 589D Ausfuhr!.Off. an Mech. Kleider- rabrik Alsfeld Georg Dietr. Bücking in Alsfeld/Hess. eines g daß de Wolf J bewegu« Bund! 31. Januar, nachmittags 2 Uhr, 0403 JSc^^Seizi>lattenSchlaser K .60 Pf. lief erb. Für Händl., d. -pno. des., enorm. Berd. Kon- k^^nzlos I Gener.-Verk. auf eig. Rechn, zu vergeben. Wilh. Jung, Langen (Heft.), Rheinstr. 35. 605v1 zlfterroeg Nr. 9, abzugeben, wo die Deffnuna der ein gegangenen Angebote erfolgt. Zuschlags- und Bindefrist 4 Wochen. Gießen, den 29. Januar 1936. ________Städtisches Hoch- und Tiefbauamt. Ve»lvksobfiba«vevba«d Gießen. Am Samstag, dem 1. Februar 1936, nachm. 3 Uhr, im ^athol. Vereins haus zu Gießen (Liebigftraße): Hauvtvevsammlung Tagesordnung: 1. Begrüßung durch den Vorsitzenden 2. Vorlage des Geschäftsberichts durch HerrnGarten- bauinspektor Rentsch in Friedberg 3. Vorlage der Rechnung von 1935 und des Voranschlages für 1936 4. Vortrag des Herrn Kreisobstbauinspektors Horn, Frankfurt a.M.- Höchst, über: „Die Erzeugungsschlacht im Obstbau" 5. Verschiedenes tun haben die Steuererklärung auch dann abzuaeben wenn 'hnen -in Vordruck nicht zugesandt wird; di- ubngen Steuerpslichtigen haben eine Steuererkläruna abzugeben, wenn sie hierzu Dom Finanzamt aus- opfnrhprt mprhpn 0 1 Am Samstag, dem 25. Januar, entschlief nach kurzer, schwerer Krank- heit meine liebe Frau, unsere gute, treusorgende Mutter Anna Heimes, geb. Ommert im Alter von 62 Jahren. MMeM Gießen 507D Sreit, 31. Jan., 20 brs 23 Uhr 16.Freit.-Abonn Preise von 1.20b.5.00RM Maskenball. Over von Verdi. Musikal. Leitung Paul Walter. Spielleitung der Intendant. 2.3ebruar 1936 ' «« StraßenlommlunQ öer Sfl/SS/DSM Zur Abgabe einer Steuererklärung für die Einkommensteuer sind verpflichtet: A. Unbeschränkt Einkommensteuerpflichtige 1. wenn ihr Einkommen den Betrag vom 8000 RM überstiegen hat oder 2. wenn ihr Einkommen weniger als 8000 RM aber mehr als 4000 RM. betragen hat und darin Einkünfte von mehr als 300 RM. enthalten find, die weder der Lohnsteuer noch der Kapitalertragsteuer unterlegen haben oder 3. ohne Rücksicht auf die Höhe des Einkommens, wenn es ganz oder teilweise aus Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit (insbesondere aus der Ausübung eines freien Berufs) bestanden hat und der Gewinn auf Grund eines Buchabschlusses ermittelt ist. " B. Beschränkt Einkommensleuerpflichtige 1. wenn ihre gesamten inländischen Einkünfte, nach Abzug der Einkünfte, die der Lohnsteuer oder der Kapitalertragsteuer unterliegen, 4000 RM übersteigen oder 2 ahne Rücksicht auf die Höhe ihrer inländischen Einkünfte, wenn diese ganz oder teilweise aus Gewinn aus Land- und Forstwirtschaft Gewerbebetrieb oder selbständiger Arbeit (insbesondere aus der Ausübung eines freien 23e= rufs) bestanden haben und der Gewinn auf (Srnnh oinoa ff,..- _____: ll c r, 1 VerlangenSie IN UNSERER FILIALE KAISERS KAFFEE-BROSCHÜRE Zur Abgabe einer Steuererklärung für die kör- perfchaftsleuer sind verpflichtet: A. Unbeschränkt steuerpflichtige Körperschaften über sämtliche Einkünfte und zwar: 1. Kapitalgesellschaften (Aktiengesellschaften Kommanditgesellschaften auf Aktien, Gesellschaften nut beschränkter Haftung, Kolonialgesellschaften bergrechtliche Gewerkschaften); 2. Erwerbs- und Wirtschastsgenostenschaften- 3. Verslcherungsvereine auf Gegenseitigkeit; 4. sonstige juristische Personen des privaten Rechts; 5. mchtrechtsfähige Vereine, Anstalten, Stiftungen und andere Zweckvermögen; 6. Betriebe gewerblicher Art 'von Körperschaften des öffentlichen Rechts (hierzu gehören u. a. sämtliche öffentliche Versorgungsbetriebe). B. Beschränkt steuerpflichtige Körperschaften über die inländischen Einkünfte und zwar: 1. Körperschaften, Perfonenvereinigungen und Ver- mogensmasfen, die weder ihre Geschäftsleitunq noch ihren Sitz im Inland haben; 2. Körperschaften, Personenvereinigungen und Vermogensmassen, die nicht unbeschränkt steuerpflichtig sind. ' C. Sämtliche Körperschaften, Perfonenvereinigungen und Bermügensmassen 1. beim Wegfall der Steuerpflicht, insbesondere Unsere liebe, gute Mutter Frau Minna Jäger Witwe, geb. Zipp ist gestern sanft entschlafen. II 2. beim Uebergang von der beschränkten zur unbeschränkten und beim Uebergang von der unbeschränkten zur beschränkten Steuerpflicht. ' I Ohne Rücksicht auf die Höhe des Einkommens - haben abzugeben eine Einkommenserklärung bei Beteiligung mehrerer Personen an den Einkünften aus a) Land- und Forstwirtschaft, ' b) Gewerbebetrieb, - c) selbständiger Arbeit, 1 d) Vermietung und Verpachtung unbeweglichen Vermögens. Die Verpflichtung zur Abgabe der Erklärung ob- uegt in diesen Fällen den zur Geschäftsführung oder ' Vertretung befugten Personen. IV. Zur Abgabe einer Steuererklärung zur Mmfah- ffeuer sind alle Umsatzsteuerpflichtigen verpflichtet Mit Ausnahme: 1. der Straßenhändler, Wandergewerbtreibenden und anderen Umsatzsteuer-Pflichtigen, die nach §§ 83 und 85 der Durchführungsbestimmungen 3um Umsatzsteuergesetz 1934 zu Anzahlungen und zur Führung eines Straßensteuerheftes verpflichtet sind; 2. der nichtbuchführenden Landwirte, soweit sie für ihre Umsätze Vorauszahlungen nach den jeweils haben^" Umsatzsteuerdurchschnittssätzen geleistet 3. derjenigen Unternehmer, deren Umsatzsteuer für uü5 Kalenderjahr 1935 nicht mehr als 20 Reichsmark beträgt oder bei steuerfreien Umsätzen be- fragen mürbe, wenn diese steuerpflichtig wären (§ 63 [2] der Durchführungsbestimmungen zum Umsatzsteuergesetz 1934). Wegen der durch die Durchschnittssätze nicht abgegoltenen Umsätze, die über den gewöhnlichen $e= trieb der Landwirtschaft hinausgehen (Umsätze aus Sonderkulluren, Weinbau, Forstwirtschaft) ist eine Umsatzsteuererklärung abzugeben, wenn diese Umsätze in der Zeit vom 1.1. bis 31.12.1935 den Betrag von 1000,— RM. überstiegen haben. Ferner haben nichtbuchführende Landwirte die gleichzeitig gewerblich tätig sind, eine Umfatzst'euer- erklärung dann abzugeben, wenn die Umsätze aus dem gewerblichen Betrieb gegebenenfalls zusammen mit den durch die Vorauszahlungen nicht erfaßten Umsätzen aus Sonderkulturen, Weinbau und Forstwirtschaft in der Zeit vom 1.1. bis 31.12.1935 den Betrag von 1000,— RM. überfliegen fjaben. Ohne Rücksicht auf ein etwa vom Kalenderjahr abweichendes Wirtschaftsjahr ist in allen Fällen der in der Zeit vom 1.1. bis zum 31.12.1935 erzielte Umsatz anzugeben. A Nachruf. .JL Unser lieber, treuer Kamerad Pg. Wilhelm Jung XL Stützpunktobmann ^er NSKÖV. Klein-Linden wurde von seinen schweren Lei- den (Folgen einer Kriegsverwun- düng) durch den Tod erlöst. ^5' Wir verlieren in dem Verstorbenen einen unermüdlichen Mit- arbeiter und herzensguten Kameraden. Sein Wirken und Schaffen und seine grenzenlose Hilfsbereitschaft sollen in unseren Keihen als leuchtendes Vorbild weiterleben. Die Beerdigung findet am Samstag, dem l. Februar, nachmittags 3*/2 (15.30) Uhr in Klem-Lmd.-n statt. Es ist selbstverständliche Pflicht, unserem verstorbenen Kameraden die letzte Ehre zu erweisen. Nat.-Soz. Kriegsoplerversorsung e. V. / Ortsgruppe Gießen. Halbroth, Ortsgruppenobmann. w1d Bekanntmachung. Die Bauarbeiten nachgenannter Straßen sollen auf Grund der Reichsverdingungsordnung für Bau- leistungen wie folgt öffentlich vergeben werden: 1. Schwarzlachweg zwischen Schott- und Mar- burger Straße und der Werrastraße auf eine Länge von 120 m: a) Erdarbeiten, b) Pflaster- und Chaussierungsarbeiten. 2. Straße hinter dem Happelschen Grundstück: a) Kanalbauarbeiten, b) Erdarbeiten, m Pftaster- und Chaussierungsarbeiten. 3. Bromberger,- Graudenzer- und Hultschiner Straße: Erd-, Pflaster- und Chaussierungsarbeiten. Die Verdingungsunterlagen und Angebotsvor- Drucfe sind ab Samstag, den 1. Februar 1936, bei uns erhältlich. 602D Sie Angebote sind bis zum Eröffnungstermin am v. 20-22.30 Uhr Die lanjgräfin v. R. Stolz. Montag, 10. Febr. 0. 20-22.30 Uhr Die lanjgcßfin L)p. v. R. Stolz. Samstag, 29.Febr. von 20-22 Uhr Kroll) kölnkertzaus Lustspiel von M. Böttcher Montag, 2. März von 20-22 Uhr Kroch i.yinlerllaus 8uftfoieLi 599D von M. Böttcher Kartenansgabe für Februar: Für Montag- u. Samstag-Mitgl. am Samstag, dem 1. Februar, von 5 bis 7 Uhr, an der Theaterkasse. 31. Jan., 20*/2 Ehr Monatsversammlung 9. Februar: Wanderung (Siehe Aushang). IfS.-Küllurgemeinde Ring Deutsche Bühne. Dvielvlan für Februar: Jüngere SoafotHin zum sofort. Eintritt gesucht. Schrift!. Ang. u. 0402 a. d. G. A. Tüchtige alle lästig.Hggre, Leberstecken, Pickel, Sommerspross. usw. entf. u. Gar. L immer Frau B. Gulden ^prechst.Freitag Gießen, Alicen- Straße 40 p. 8 — 7 ührdurchgehend, iVelMmilie in neuem Haus gewährt 13iähr. Zungen f.4Woch. Unterkunft und Verpfleg, gegen Bezahlg.? Schr. Angeb. unt. 0406 an d. Gieß. Anz. Tanzen lehrt in Einzel- stund. u. Kursen Tanzschule Bäolke Wolfstraße 31 Ruf 3835 8isP Prima 442D Eiche Brennholz ein Einspänner 25-30 Ztr. frei a. -vaus 9 Mk. Eich. Gartenpf. 2-3 m lg.,ä 1-1.60 Mk. Wellliöfer Marburg.Str.24 800Quadratmtr. eingezäunter Men m.23 Obstbämn. Beerensträucher und Wasserleit, sof. zu verpacht. 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(Stellenangebote Dein KAISERS 1Pfd. 2.00 1Pfd. 2.80 IM 2^-0 fl täglicher ■ KAFFEE: KAISERS WkWS Nr. 25 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhesfen)Donnerstag, 3V. Zanuar 1956 Als wir durch dieWilhelmstraße zogen.... Ein Berliner SA -Mann erlebt den 30. Januar. Helle, klare Ianuartage 1933. Politische Hochspannung. Die Geißel der Arbeitslosigkeit, die beispiellose Kaltblütigkeit marxistischer Mordbanden, die Hilflosigkeit eines schwachen, jeden Volksvertrauens baren Kanzlers, alles das ließ in diesen Tagen stärker denn je im deutschen Volke den Wunsch gleich einer Fackel emporbrennen: Aende- rung! Umschwung! So geht es nicht weiter! Gebt Hitler die Macht! Und trotzdem: Bis zum letzten Augenblick, bis zum Vormittag des 30. Ja- nuar wußte noch niemand, daß dieser Notschrei eines gequälten Volkes bereits erhört worden war, daß der greise Feldmarschall und Reichspräsident Adolf Hitler, dem Führer der deutschen Freiheitsbewegung, vertrauensvoll die Hand zu segensreichem Bund hinstrecken wollte. Und dann brach er an, dieser 30. Januar, der einem Volke seine Hoffnung wiederbrachte. Grau, unscheinbar wie jeder andere Tag, der mit Alltagsaugen gesehen wird. Und dann, wer weiß woher es zuerst kam, das erste Gerücht. Wir SA.-Männer standen zusammengepfercht in langen grauen Militärmänteln, blaue Schirmmützen auf dem Kopf, die Bärenstiefel an den Beinen, im Gang eines O-Bahn-Wagens, der vom Westen der Stadt zu ratterte. Am Nollendorferplatz steigt ein älterer Arbeiter ein und erzählt stockend, hastig, so als könne er es selbst noch kaum glauben: Adolf Hitler ist Reichskanzler! Es ist eben itn Rundfunk bekanntgegeben worden! Einen Augenblick horchen wir auf, starren zu dem Mann hin, die Herzen schlagen schneller und dann denken wir wieder an all die unsinnigen Gerüchte, die wir schon so oft gehört haben. Sicherlich war auch hier wieder der Wunsch der Vater des Gedankens. Wir glaubten es einfach nicht. Im ganzen Wagen sah man zweifelnde Gesichter. Die Hoffnung aber war da. Und das „Gerücht" bewegte jeden einzelnen innerlich weiter. Am Potsdammer Platz stiegen wir aus und jetzt sahen wir auch, daß es kein Gerücht war. Hier, in einem der Nervenzentren der Reichshauptstadt, war die Meldung wie eine Bombe eingeschlagen. Telefonate wurden geführt. -Ueberall standen diskutierende Gruppen. Da kamen im Galopp einige hochbepackte Angriff-Händler angerannt. Sie bauten sich auf, im Nu waren sie von Menschenmauern umgeben. Geldwechseln ist nicht möglich. Für manchen Angriff dieser Nummer wurde eine Mark gezahlt. Adolf Hitler Reichskanzler! Da stand es schwarz auf weiß. Und die Druckerschwärze schimmerte noch feucht auf dem schlechten grauen Papier. Wir standen im Kreis mit vielen anderen Leuten um einen Mann, der auf die Sitzkiste einer Blumenfrau gestiegen war und laut den amtlichen Bericht vorlas, der auch die ersten Ministerlisten brachte. Und dann zogen wir los, mit Hunderten von anderen Berlinern Richtung Wilhelmstraße. Ganz Berlin fieberte. In den Straßen erschienen die roten Hakenkreuzfahnen und feierten ihren größten Sieg. Trutziq kündeten alte zerschlissene Sturmfahnen den Beginn einer neuen Epoche. Und als Adolf Hitler das Palais des Reichspräsidenten verließ, da umjubelte ihn bereits eine vieltausendköpfige Menge. Begrüßte ihn mit einer Herzlichkeit, die Ausdruck der Hoffnung war, mit der man diesen neuen Mann erwartet hatte. Und dann standen wir vor dem Kaiserhof und schrien und jubelten und sangen, bis wir heiser waren wie Kettenhunde. Wir wollten den Sieg feiern. Diesen Sieg, der den Anfang eines neuen Kampfes bedeuten mußte. Aber viele alte Nationalsozialisten standen, von der Freude überwältigt, stumm und dachten der vielen Opfer und des vielen Blutes unzähliger Kameraden. Nun war es doch nicht umsonst gewesen. Am Nachmittag wurde die Kunde ausgegeben, daß am Abend ein Fackelzug der S A. vorbei an dem greisen Reichspräsidenten Generalfeldmarschall von Hindenburg und dem jungen Reichskanzler Adolf Hitler stattfinden solle. Und wenige Stunden später schon zogen Hunderttausende jubelnd und singend durch das Brandenburger Tor, durch die Wilhelmstraße und brachten dem Reichspräsidenten und dem Kanzler ihre Grüße dar. In Sechser-Reihen marschierten wir SA.-Kameraden an diesen beiden Männern vorüber. Die Gehsteige sind bis an die Häuserwände vom Volk besetzt. Auf allen Bäumen sitzen Jungen und Erwachsene. In erleuchtetem Fenster diese beiden Männer, die unsere Hoffnung sind. Der Reichspräsident grüßte durch Neigen des Hauptes den brennenden Fahnenwald, der im grellen Schein der Fackeln an ihm vorbeizieht. Und im anderen Fenster Adolf Hitler: lächelnd, freudig und stolz. Er grüßt seine Männer, und als wir an ihm vorbeizogen, schrien wir, als grüßten wir ihn zum erstenmal. Etwas später standen wir in finem kleinen Lokal und waren wieder einmal überrascht. Der Rundfunk, bisher für uns Nationalsozialisten gesperrt, brachte Reportagen vom Fackelzug und erzählte den Volksgenossen im ganzen Reich vom 30. Januar 1933 in Berlin. Dann standen Volksgenossen am Mikrophon. Arbeiter, Frauen, Menschen aus dem Volke erzählten von dem, was sie in diesem Augenblick bewegte. Wieder zurück zum Wilhelmplatz. Seit Stunden dasselbe Bild. Noch immer marschieren die braunen Kolonnen und grüßen mit erhobenen Händen die beiden Männer da oben an den Fenstern. Und als endlich lange nach Mitternacht die letzten Männer vorüber sind und der Führer seinen nächsten Mitarbeitern dankt, stehen wir noch immer und warten, warten, als könne dieser Tag gar nicht zu Ende gehen. Und dann kam der erste Wermuthstropfen. Von Kameraden hörten wir, daß bald nach Mitternacht Hans M a i k o w s k i, unser „Maiko", während Hunderttausende von Volksgenossen das Horst- Wessel-Lied sangen, von kommunistiscken Mördern erschossen worden war. In diesem Augenblick fiel uns die wahre Bedeutung dieses 30. Januar ein: Aus diesem Deutschland wieder ein Vaterland zu machen. Ein Deutschland der Kameradschaft und der Ehre. Das haben wir unserem Kameraden Hans Maikowski geschworen und sind heute stolz, daß es erreicht wurde. H. F. So erlebten wir den Sieg Erinnerungen eines Berliner Journalisten an den 30. Januar. Die Ereignisse an jenem historischen 30. Januar überstürzten sich derart, daß man sie erst später in chronologische Ordnung und Zusammenhang zu bringen vermochte. Um 12.45 Uhr war die Entscheidung Hindenburgs gefallen. Die tägliche Pressekonferenz der Reichsregierung war bereits zu Ende, doch blieben die an jenem Tage besonders zahlreich versammelten Journalisten auf Aufforderung des Vorsitzenden noch beisammen, da „wahrscheinlich noch eine wichtige Entscheidung zu erwarten sei". Fünf Minuten vor eins wurde der Beschluß Hindenburgs und die Zusammensetzung des Kabinetts Adolf Hitler bekanntgegeben. Um 1.10 Uhr verkündete der Rundfunk das Ereignis. Wie üblich, kamen in der dritten Nachmittags- i: * "A stunde die Berliner Vorobendblätter heraus, doch enthielten sie außer der Mitteilung der Tatsache und einigen wenigen ersten Kommentaren kein Wort davon, daß am Abend eine Huldigung in Form eines Fackelzuges stattfinden würde. Als sich dann in den Spätnachmittagsstunden von Mund zu Mund die Kunde von der geplanten Huldigung verbreitete, fand sie zunächst wenig Glauben. Jeder Berliner kannte die Bannmeile, diesen „geheiligten Bezirk" inmitten der Riesenstadt, der die Gebäude der Regierung, der Botschaften und sonstigen öffentlichen Körperschaften umfaßte, und um den sich eine zumeist unsichtbare aber im gegebenen Augenblick sehr deutliche und bisweilen auch fühlbare Mauer von Polizeigummiknüppeln zog, diesen „Waffen" der Polizei, die heute bereits der Vergangenheit angehören. Selbst den Olympiasiegern 1932 wurde der Durchmarsch durch das Brandenburger Tor und über die Linden verwehrt. Und nun sollten SA., SS. und Stahlhelm aufmarschieren dürfen? * Zum zweitenmal griff an diesem Tage Hindenburg ein. Auf seine Bitte wurde für diesen Abend und für diese Nacht der Bannmeilenzwang aufgehoben. Ganz unabhängig davon wurden an den verschiedenen Stellen der SA., SS. und des Stahlhelms die Beschlüsse zum Fackelzug gefaßt und die entsprechenden Befehle erteilt. Bei aller Organisation war es doch nicht ganz einfach, in einer Riesenstadt wie Berlin alle Angehörigen dieser Verbände so zu unterrichten, daß sie rechtzeitig erscheinen konnten. Und dennoch glückte es! Auf 9 Uhr war der Beginn des Fackelzuges festgesetzt, und bis dahin hatten sich 70 000 im Tiergarten, jenseits des Platzes, der jetzt den Namen Hindenburgs trägt, versammelt. * In der achten Abendstunde wurde die Reichspressekonferenz zum zweitenmal an diesem Tage einberufen. Im Palais Friedrich Leopold am Wilhelmplatz, das jetzt das Heim des Propagandaministeriums ist, gaben im Pompejanischen Saale der neue Reichsminister des Innern Dr. Frick und der neue Reichspressechef Staatssekretär Dr. Funk die Auflösung des Reichstages bekannt. Einige programmatische Ausführungen über die nächsten Regierungsziele schloffen sich an. Aber schon drangen in die Worte Fricks und Funks die ersten Klänge der Marschmusik und der Gesänge, die von stürmischen Heilrufen unterbrochen wurden. Nach kaum einstündiger Dauer wurde die Konferenz geschlossen und die Journalisten verteilten sich auf die Zimmer der Reichspressestelle. Zu den deutschen gesellten sich auch bald die ausländischen Pressevertreter. Wie aus den Logen eines Theaters hatten sie alle miteinander Ausblick und Ueberblick über die Geschehnisse auf der Wilhelmstraße. * Die Regierungsstraße Berlins war überfüllt von Menschen. Alle Versuche der Polizei, die Fahrbahn für die Fackelträger freizuhalten, mißlangen. Endlich tauchen von den Linden her kommend die ersten Glühpunkte über den Köpfen der ange» stauten Menge empor. Langsam schiebt sich die feurige Schlange die Straße entlang. Was der Polizei nicht glückte, gelang der Spitze des Zuges. Die Bahn wird frei für den Vorbeimarsch! Zwei Brennpunkte des Jubels heben sich aus der gewaltigen Symphonie der Töne hervor. Hinter einem verschlossenen Fenster des Reichskanzler- Palais, unmittelbar an der Straße, sieht man den ehrwürdigen Vater des Vaterlandes, durch dessen entscheidenden Entschluß die große Wende in der Geschichte Deutschlands herbeigeführt worden ist. 50 Meter weiter, im ersten Stock der neuen Reichskanzlei am Fenster des Raumes, dem jetzt der neue Balkon vorgebaut worden ist, zeigt sich der Führer und Reichskanzler, vom hellen Licht eines ScheinWille und Werk. Kulturpolitik im Dritten Reich. Wenn heute in Berlin die Alte Garde der SA. aus ganz Deutschland sich versammelt, um jenen denkwürdigen Marsch vom 30. Januar 1933 vor dem Führer zu wiederholen, so ist damit zunächst rein äußerlich, sichtbar und repräsentativ der Erinnerung an den Tag Ausdruck gegeben, an dem der Führer die Regierung übernahm und die Geburtsstunde des Dritten Reiches in Deutschland geschlagen hatte. Dieser Marsch der Zehntausende in der 'Reichshauptstadt soll ein Symbol sein, eine Mahnung zur Besinnung darauf, welche epochale Entwicklung in Deutschland vor drei Jahren ihren Anfang nahm. Es liegt im Totalitätsanspruch der nationalsozialistischen Weltanschauung begründet, daß die am 30. Januar vor drei Jahren begonnene Entwicklung sich nicht auf die politische Neugestaltung beschränkte, sondern sich in gleichem Maße, mit dem gleichen Anspruch und demselben Willensimpuls auf alle Lebensformen erstreckte: der Nationalsozialismus hat sich mit besonderer Liebe, ja Leidenschaft auch der kulturellen Dinge in unserem Volke angenommen; er hat sie recht eigentlich, wie der Dichter Rudolf G. B i n d i n g dieser Tage zu Beginn seines Vortrages im Gießener Goethe-Bund betonte, zu einer öffentlichen Angelegenheit gemacht. Damit ist das Kulturleben auf eine höchst bedeutungsvolle Weise zu einer Sache des Staates, zugleich auch des gesamten Volkes gemacht worden. Das ist geschehen nicht nur in der straffen Organisation des gesamten kulturellen Schaffens in den Einzelkammern und Fachschaften der R e i ch s k u l t urka m m e ^ sondern vor allem in einem unablässigen Bemühen, eine neue, innere, dauerhafte Beziehung und Bindung zwischen Kultur und Nation überhaupt 'herzustellen. Dem Leitsatz des nationalsozialistischen Kulturprogramms daß alle wahre und große Kunst aus dem Volke erwachsen sei und immer erwachsen müsse, entspricht die Schaffung von Organisationen, die darauf gerichtet sind, echte Kunst — im Theater, im Film, durch den Funk, durch Konzerte und Ausstellungen — in das Volk hineinzutragen und jedem einzelnen im Volke nahezubringen, (o daß der Besucher, der Harer her Beschauer das Gefühl mit heimbrmgt. dies ist eine Aeußerung und Leistung des Volkes, dem du angehörst, also' deine eigene Sache, em Erlebnis, auf das du stolz fein kannst und sollst. Es versteht sich von selbst, daß eine Kulturpolitik mit solchen Zielsetzungen zuvor auch das vorhandene und übernommene Kulturgut nach sachlichen, persönlichen und weltanschaulichen Forderungen überschauen und überprüfen, sichten und säubern mußte. Dieser Regenerationsprozeß auf allen Gebieten unseres geistigen und künstlerischen Lebens darf heute im wesentlichen als abgeschlossen gelten. Theater und Film, bildende Kunst und Musik sind heute, bei aller persönlichen Freizügigkeit, nach den großen Gesichtspunkten und Grundlinien des neuen deutschen Kulturwillens geformt und ausgerichtet Daß irgend welcher Zwang gerade auf diesem Felde keine Früchte tragen würde, hat der oberste Betreuer der kulturellen Angelegenheiten in Deutschland, Reichs- minifter Dr. Goebbels, von Anfang an erkannt und bei zahlreichen Gelegenheiten zum Ausdruck gebracht: Gesinnung allein, so ist wiederholt mit Recht betont worden, schasst noch kein Kunstwerk; und Kunst kommt auch heute noch immer von Können her. Gerade heute, denn das Leistungs - prinzip, das der Nationalsozialismus auf feine Fahne geschrieben hat, gilt als erste und vornehmste Forderung auf allen Gebieten unseres kulturellen Lebens. Rudolf G. B i n d i n g hat in der erwähnten Ansprache an seine hiesigen Hörer eben diese Forderung nach höchsten Ansprüchen (auch vom Publikum her) geflissentlich unterstrichen; wir brauchen solche höchste und äußerste Leistung nicht nur für uns allein, sondern auch um in der Welt bestehen zu können und uns der verpflichtenden Tradition würdig zu erweisen, die uns aus Jahrhunderten überkommen ist. Wir können keine Genies züchten, wir können keine große Dichtung. überhaupt kein Kunstwerk aus dem Boden stampfen, befehlen oder organisieren; das ist erkannt und offen ausgesprochen worden. Aber wir können den Weg bereiten und können die Richtung weisen; das ist nicht nur verkündet, sondern auch getan • worden. Zum Beispiel bei den Theatern; man hat hier die großzügigen Besucherorganisationen der „Deutschen Bühne" geschaffen und dadurch eine sehr beträchtliche Zahl von Volksgenossen als ständige Gäste neu gewonnen, die dem Theater zuvor ablehnend oder gleichgültig gegenüberstanden. Doch wurde auf diese Weise nicht allein der notwendige Resonanzboden für Dichter, Regisseure, Schauspieler und Sänger vertieft und verbreitert, sondern man ging auch an eine Neubildung der Spielpläne wie an eine Reorganisation des Ensembles. Dem Spielplan unterer Bühnen wurden die im Kulturprogramm des Staates unmißverständlich vorgezeichneten Grundlagen gegeben, indem man sich auf den ewigen und unerschöpflichen Vorrat des deutschen Dramas und Theaters neu besann, auf das erhebende und begeisternde Wort, auf die Dichtung, welche das heroische Schicksal, die unsterblichen Gestalten, Tat und Opfer der Nation zum Gegenstände hat. Man hat sich mit neuerwachter Liebe gerade der Klassiker angenommen, und es liegen Berichte aus dem Reiche und der Hauptstadt des Reiches vor, nach denen sich eine Renaissance des klassischen Dramas in Deutschland anzukündiaen scheint. Aber auch die Stimmen der Lebenden, der jungen und gegenwärtigen Dichter der Nation, sind nicht überhört worden, und auch ihnen will das Theater unserer Zeit mit allen Kräften den Weg freimachen und Gehör verschaffen. Hand in Hand mit solcher Spielplangestaltung ging der Wiederaufbau des Ensembles, des organisch verbundenen Spielkörpers, der die Dichtung aus der Gemeinschaftsarbeit zum Gemeinschaftserlebnis werden läßt, — eines Ensembles, das, zumal in Berlin, eine Zeitlang ernstlich in Gefahr stand, vom Star- Theater und vom Serienstück verdrängt, erdrückt, überflüssig und unmöglich gemacht zu werden. Vielleicht die sichtbarste und in ihrer Auswirkung stärkste Dokumentierung des neuen Kulturwillens der Nation haben wir auf den Gebieten des F i l m s und der bildenden Kunst erlebt. Besonders her Film, dem von jeher die besondere Pflege und Förderung des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda zuteil wurde, hat mit der Gestaltung der Reichsparteitage zu Nürnberg Werke von bisher unbekannter Monumentalität und einen ganz neuen Filmtyp überhaupt geschaffen, dessen zwiefach bedeutsamer Charakter mit der Zuerteilung des Prädikates „staatspolitisch und künstlerisch besonders wertvoll" hinreichend gekennzeichnet wird. Aber abgesehen von diesen repräsentativsten Schöpfungen des Dritten Reiches, die, wie man weiß, auch im Auslande ihre Wirkung nicht verfehlten, hat Reichsminister Dr. Goebbels zu wiederholten Malen davon gesprochen, welche außerordentlichen und noch ganz unausgeschöpften Möglichkeiten der jüngsten und vielleicht schon volkstümlichsten Kunst unseres Zeitalters noch offenstehen, welche Wege noch unbeschritten sind und welche Stoffe noch unerschlossen der gestaltenden Hand, der belebenden und formenden Phantasie harren. Manches ist schon geschehen, vieles bleibt noch zu erwarten, und es sieht so aus, als ob das Generalproblem des deutschen Films weder eine Angelegenheit der Regisseure und der Darsteller, noch eine Sache der Kameratechnik ober des Bildschnitts sei, — vielmehr in erster Linie von der Phantasie, vom schöpferischen Einfall, vom selbständigen, aus der Eigengesetzlichkeit des Films geborenen Drehbuch her in Angriff genommen und gelöst werden müsse. Der Ueberblick, den wir hier geben, kann selbstverständlich nur Andeutungen und Hinweise enthalten; aber auch ein flüchtiger Ueberblick über das, was in diesen drei Jahren geschehen ist und ge«< ftaltet wurde aus dem neuen Kulturwillen des Reiches, würde unvollständig fein, wenn wir nicht abschließend der Baukunst gedächten, die, nachdrücklicher und sichtbarer als die Schwesterkünste, begonnen hat, sich ihren Stil und ein eigenes, unverwechselbares Gesicht zu schaffen. Man hat mit Recht darauf hingewiesen, daß der Staat seit langem nicht mehr im gleichen Umfang, wie das heute geschieht, als Auftraggeber und Bauherr an die Öffentlichkeit getreten ist. Davon zeugen die gro» ßen Parteibauten in München, das Haus der Deutschen Kunst, die Kongreßhalle in Nürnberg, die Deutschlandhalle in Berlin und die Olympiabauten, die in diesem Sommer zum ersten Male im Angesicht der ganzen Welt ihrer Bestimmung übergeben werden sollen. Hier spricht sich in monumentalen Formen eine Baugesinnung aus, eine architektonische Phantasie und Gestaltungskraft, die bewußt nach eigenem, artgemäßen Ausdruck strebt und einen neuen, einen Deutschen Stil" auszu- prägen beginnt, der sich der vielhundertjährigen Tradition unseres Landes würdig erweist und der Bewegung Denkmale setzt von unvergänglicher Kraft, Geschlossenheit und Größe. hth. Hochschulnachnckien. Ernannt wurden: Professor Dr. Walther Haupt, Extraordinarius für Gynäkologie und Geburtshilfe an der Universität Bonn, zum ordentlichen Professor in Jena; Professor Dr. Alfred H u e ck , Ordinarius für Deutsches und Bürgerliches Recht an der Universität Jena, zum ordentlichen Professor an der Universität München; Professor Dr. Alfred K l i e g l, Extraordinarius für Pharmakologie an der Universität Tübingen, zum ordentlichen Professor in Tübingen; Professor Dr. Walther Merk, Ordinarius für Deutsches und Bürgerliches Recht an der Universität Marburg, zum ordentlichen Professor in Freiburg i. B.r Professor Dr. Eduard Kern, Ordinarius für Strafrecht, Strafprozeßrecht und allgemeine Recyrs» lehre an der Universität Freiburg, zum ordentlichen Professor in T ü b i n g e n. Jt? irtschast i 74: 75: 76: 77: 78: 80: ♦ über die kom - Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Sranrtun a. 2JL Berlin Sranffurf a. M. Berlin Oatum 80,75 Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Tementwerk Karlstadt.. 95,75 96,5 Vanknoten. Die hinter den 81: 82: 83: 17,75 120,5 192,5 218,5 112,75 81,5 18,13 129 120 63,37 80,98 33,77 16 17,5 105 116 87,13 85,5 86,75 184,25 98 108,5 113,5 88 159 129 84,75 84 128 130 177,5 128 36,9 138,75 115,25 131 113,25 130,5 127,25 126,65 128,75 175,75 125,9 37,13 138,9 115 133 113,9 131 128,25 129,75 177,25 128 . 0 . 5 . 5 1V1 151,25 212,5 112,65 120,65 117,5 53,5 93,25 119,5 82,5 98,4 145 33,5 287,5 174,5 165 96 124,5 128 151 111,5 120 117 97,9 54,4 93,25 119,5 82,75 122,25 98,5 144,75 79,75 33,13 288 173,75 165 151,25 112 120 117 97,25 108,4 110,5 88 159,75 129 84,5 83,75 16,25 17,65 104,75 117 87,13 85,5 86,75 184,9 54,25 94,5 119,25 82,25 97,75 145,25 33,9 288,5 172,25 165 151,25 211,5 111,75 120,75 117 97,75 55 93,75 119,5 82,4 122,25 97,9 145,25 80,25 33,4 289 172 164 63,11 80,66 33,63 98,25 108,75 112 88 129,25 84,75 84 16 17,25 104,9 116 87,25 86 87 183,75 97,75 108,25 113,5 88 160,25 129,13 84,5 84 Deut! Opfei SA, Wut Werfers umflossen. Immer wieder brairsen die Heik- rufe empor, immer wieder ertönt Gesang. Einmal ist es das Deutschlandlied, dann wieder das fiorft- Wessel-Lied. Ununterbrochen ziehen die feurigen Kolonnen vorüber. Stunde auf Stunde marschieren die schier endlosen Bataillone. Die Arme und Fackeln recken sich zum Himmel, die Fahnen senken sich vor Hindenburg und Hitler. Dazwischen fahren die Wagen des Tonfilms, die mit den Geifterflngern ihrer Scheinwerfer die Mauern der Menschen und die Mauern der Gebäude abtasten und den unbeschreiblichen Jubel dieser Nacht in ihre Mikrophone einfangen. Ergibt sich einmal zwischen den Marschkolonnen eine Lücke, schieben sich sofort jubelnde Menschenreihen ein. Zu 15 bis 20 untergefaßt, singend und marschierend im gleichen Schritt und Tritt. Es ist ein unbeschreibliches tief aufwühlendes Erlebnis für jeden! 54,40 (54,25), Rheinmetall mit 128,50 (127,75), da. gegen Hanfwerke Füssen mit 93 (93,50) und West, deutsche Kaufhof mit 33,50 (33,90). Schiffahrtsaktien lagen ruhig und unverändert. Der Rentenmarkt lag still und wenig verän- dert. Altbesitz 109,75 (109,75), Kommunal-Umschul- düng 87,20, Zinsvergütungsscheine 92,90 und späte Schuldbuchforderungen 96,50. Etwa 1 v. H. fester lagen Goldpfandbriefe holländischer Abschnitte. Don fremden Werten notierten Ungarn Gold mit 9,05 (8,90) etwas fester. Im Verlaufe war das Geschäft sehr ruhig und am Aktienmarkt bröckelten die Kurse vielfach etwas ab; die Grundtendenz blieb allerdings fest, zumal da kein Angebot herauskam und es sich bei den klei- nen Abgaben nur um Gewinnmitnahmen handelte. Harpener wesentlich stiller und etwa 113,50 nach 114,50, IG.-Farben gaben auf 151 (151,50), Aku auf 54,25 (54,40), dement Heidelberg auf 124,50 (124,75) nach. Am Kassamarkt waren Gebr. Roeder auf unsere Mitteilung über den Geschäftsgang weiter angeboten, Taxe 90 nach vorgestern 98 und einem letzten Kurs von 103. Auch Vereinigte Faß Kassel nach der kürzlichen Steigerung anqeboten, Taxe 4,5 (letzter Kurs 6 v. H.). Arn Rentenmarkt traten keine Veränderungen ein. Pfandbriefe blieben behauptet, von Liquidationspfandbriefen Pfälz. Hyp. excl. Ziehung 101,50 (101). Stadtanleihen lagen meist unverändert, etwas fester 4,5 Mainz von 1926 93 (92,75) und 4,5 (6) Frank- furt von 1926 91,65 (91,25). — Tagesgeld etwas gefragt und 2,75 (2,50) v. H. 21 bis 22 für graue 21 bis 2 Gloria-Po jumeau". zuviel an Der 5p T Am S kommen iheaier , die Zani von R. Leitung 6rnft Ä UBrebe. tag, 29. g von 20 im hinter verkauf 51 tenausyab taginitglie 19 Uhr a Längst ist Mitternacht vorüber. Hindenburg und der Führer haben sich von den Fenstern zurückgezogen. Langsam leert sich die Wilhelmstraße. Fast die ganze Nacht hindurch brennen auf dem Wil- helmplatz zwei Riesenfeuer aus den Fackeln, die man dort zusammengeworfen hat. Es sind die Freudenfeuer, mit denen der Anbruch der neuen Zeit begrüßt wird. Ihr Widerschein glomm in den Augen aller derer, denen das Glück beschieden war, Zeugen dieser Nacht gewesen zu fein. Tilgungsi Ausstellui Monaten nehniungc eine lan^ Demnäi nehnieen zugehen.- halten bi unterbleib der Spar da deren Bevorzug' ist aber ! Wicklung beschleunu ManSselder Bergbau .. Koks werke........... Rheinische Braunkohlen Rheinstahl........... Bereinigte Stahlwerke. Olavi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth Bolschewistische Vorposten im Herzen Europas. Slowakischer Protest gegen das Militärbündnis mit Moskau. Genf, 29. Jan. (DNB.) Der Vizepräsident des Slowakischen Nationalrates, Viktor Doorahak, hat dem Völkerbund eine Denkschrift überreicht. Die Denkschrift weist darauf hin, daß die Slowakei durch das sowjetrussisch-tschechische Militärbündnis zum Stützpunkt der Militärluftfahrt der Sowjetunion im Herzen Europas geworden fei. Damit feien die Wünsche der sowjetrussischen Luftfahrtfachleute erfüllt worden, denen die rund 1000 Kilometer lange Strecke von Minsk nach Berlin für den Ernstfall als zu gefährlich erschienen sei. Jetzt habe Sowjetrußland seine Luftstreitkräfte auf slowakischem Boden, von wo sie leicht Berlin, Warschau, Budapest Am fort Hauptversc Eießen. zeige erficht SreitDiii 3nf< ureinüüiQe bis 1914 s 3af)r gemu Ich melden nuar 1936. ’ Spor hc Die Ku Spiele ( PQIig in dc Hont, § und von 21 Regierungskn'sis in Griechenland Das Programm der Beniselisten. Athen, 29. Januar. (DNB.) Ministerpräsident Dernerdzis wurde vorn König empfangen und teilte ihm das amtliche Wahlergebnis mit. Gleichseitig unterbreitete er die R ü ck t r i t t s e r k l ä- rung der Regierung zur Erleichterung der Bildung einer neuen politischen Regierung. Sophoulis, der Führer der Venife- listen, die aus den Wahlen mit 125 Abgeordne- . 6* 126,75 , el - 12 218,25 16 17,5 104,75 115 87,25 85,5 87 183,5 Aus aller Wett. Der Seefeld-Prozeß. Jrn Seefeld-Prozeß wurden am Mittwoch- Dormittag die Tatorte in Buchholz bei Schwerin be- sichtigt. Hier wurden seinerzeit nach langem Suchen die im Februar 1935 aus Schwerin verschwundenen Knaben Heinz Zimmermann und Hans Joachim Neumann als Leichen gefunden, nachdem man besonders abgerichtete Spürhunde aus Berlin hatte kommen lassen, die dann die Leichen unter Erde und Moos verscharrt auffanden. Seefeld bestreitet auch jetzt noch die Morde. Er ist aber um die Mordzeit auch von Leuten in Buchholz gesehen worden. Auf Grund einiger dieser Zeugenaussagen konnten die Mordstätten in lhrer ungefähren Lage schon ermittelt werden, lange bevor man etwas von Seefeld als dem mutmaßlichen Täter wußte. Siemens - Schuckert nimmt Dividendenzahlung wieder auf. —S i e m e n s 6- Halske erhöht auf 8 (7) v. H. Die Aufsichtsräte der Siemens & Halske AG. und der Sie- mens-Schuckertwerke AG. hielten am 29. Januar ihre Abschluß-Sitzungen ab, in denen das Ergebnis des Geschäftsjahres 1934/35 vorgelegt und genehmigt wurde. Die Siemens-Schuckertwerke AG. ist nach fünfjähriger Dividendenlosigkeit zum erstenmal wieder in der Lage, eine Dividende, und zwar in Höhe von 5 v. H., aus einem Reingewinn von 10 260 626 Mark einschließlich i. V. erzielten und üorgetragenen Gewinns von 1323 058 Mark zur Ausschüttung zu bringen. Hieraus sollen ferner 2 200 000 Mark der Sondereserve zugeführt werden, welche — für außergewöhnliche Risiken bestimmt Bolfi' .Die Uv $5 wS- ft' Mt an ^ungsstk Haninistra ssahlzeii 126,75 128,25 176, 125,75 und Wien erreichen könnten. Dem slowakischen Volk liege nichts ferner als die bolschewistische Idee. Es habe auch kein „tschechoslowakisches Nationalgefühl". Es fei gegen feinen Willen in diesen Zwitter st aat einbezogen worden, der auf der Lüge beruhe, daß die Slowaken Tschechen seien. Es lege deshalb nachdrücklich gegen die bolschewistische Ueberflutung Einspruch ein. Der Führer der größten slowakischen Partei, H l i n f a, habe Benesch seine Meinung über das Eindringen der Sowjets in die' Slowakei bereits mitgeteiit. Diesmal handele es sich aber nicht nur um die Slowakei, sondern um ganz Europa. Die bolschewistische Gefahr stehe nicht mehr vor den Toren Europas, sondern mitten in diesem Erdteil. Der Fall Eberlein. Die kornrnuniste Wühlarbeit in den französischen Kolonien. -I 26,75 I 89,75 — 198 1 198,5 I Ä.E.V................... o Bekula.......... *10 N'Liefemngsgeseöfchrlft''. 5 Licht und Kraft ........ av. Selten & Guilleaume......4 mhHnii*f met.lLUnlernel,mun0- • Rheinische Elektrizität ...... g Rhein. Wests. Elektr... ’ « SchuckertLCo.........**** 4 SiemensL HalSke..^.........7 Lahmeyer L Eo.......7 Os 9lS@- rourden jelöft. r M d von Aucksichs y» keine Bichtlgke' u(n). 94 Das t ttaglich^ 91eichsbee sparunter lasse zur eine Eut! einlage > gesperrt bereits c lehen ett Oie Industrie- unb Handelskammer Gießen gibt Auskunft: Benutzung der Worte Olympia, Olympiade, olympisch zur Wirtschaftswerbung. Tarifordnung für die Hutindustrie im Deutschen Reich. Bekanntmachung KP 95 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle betr. Kurspreise. Antrag auf Zollerhöhung für Herrenhüte in Schweden. Neue Vorschriften über die Herstellung von Vollgummireifen. Genehmigungsfreie Mitnahme von deutschen Postreisesihecks ins Ausland. Bekanntmachung KP 96 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle betr. Kurspreise. Einreiseerlaubnis für Fremde in Luxemburg. Einführung einer 2proz. Einfuhrabgabe in Brasilien. Berlin, 29 Januar Amerikanische Roten.............. Öeiflllcbe Noten.................. Dänische Noten ................. Englische Noten ................. Französische Noten............... Holländische Noten............... Italienische Noten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, ä 1OQ Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Sloten................. Ungarische Noten................ h$s4a(i «!i‘s undc.i°'n- ist« tote zu O ftS? ..Ä* $ief(59«re Hamburg-Amerika-Pakei o Hamburg-Südam. Dampfschiff. o Norddeutscher Lloyd .........o S’®,; für Verkehrswesen Akt. .. o Berliner Handelsgesellschaft ... 6 eommerj. und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Disconto. Gesellschaft................. Dresdner Bank........ n Reichsbank ............ Rhein-Mainische Börse. TMttagsbörse freundlich. Frankfurt a. M., 29. Jan. Den Erwartungen des Vorbörsenverkehrs entsprechend eröffnete der amtliche Verkehr am Aktienmarkt in überwiegend fester Haltung. Zu den ersten Kursen lagen Kauforders der Privatkundschaft vor, auch die Kulisse nahm in verschiedenen Spezialwerten Anschaffungen vor. Das Geschäft war bei steigenden Kursen ziemlich lebhaft, während es nach Festsetzung der ersten Notierungen merklich abflaute und auch die Kursentwicklung etwas uneinheitlich wurde. Sehr lebhaftes Geschäft hatten besonders Harpener b fL“ 'c bie auf 114,50 (112) anzogen, wobei lebhafte Kaufe einer Privatbank beobachtet wurden. Außerdem wurden Vereinigte Stahlwerke in größeren Beträgen gesucht mit 81,75 bis 81,50 (80,75) und ebenfo Rheinstahl mit 112,40 bis 112,75 (111,50), die übrigen Werte lagen voll behauptet. Lebhafter wa- ren ferner. Farbenindustrie mit 151,40 bis 151,50 (A5o1A?-5)/.(5d>eibean^alt 212 (211,50), Deutsche Erdöl 108,25 bis 108,75 (108,75). Am Elektromarkt fanden AEG. größere Nachfrage bei ö?,13 bis 3«,25 (36,90) 'erveIx<&eroannen Licht8-Kraft 0,75, Geffürel 0,90 liicx 0,75 D1 H' Siemens bliebe nmit 175,75 (176) nur knavp gehalten; man erwartet mit größtem Interesse das Ergebnis der Bilanzsitzung. Etwas mehr Geschäft hatten noch Daimler Motoren mit 98,50 (97,75) und Muag mit 80 (79,50), Deutscher Eisenhandel gewannen 2 v. H. auf 115,50, Moenus Maschinen 0,50 v. H. auf 83. Von Bauaktien stiegen Berger auf 123,13 (120,75), Holzmann auf 96 (95,50), auch dement Heidelberg fester mit 124,75 (124)- Sonst eröffneten u. a. Reichsbank mit 184,25 (183,50), AG. für Verkehr mit 105 (104,75), Aku mit ten als stärkste Partei hervorgegangen sind, und der mit der Regierungsbildung beauftragt werden dürfte, erklärte: Die beste Losung für das Land wäre eine große Koalition, aber leider stehen dieser Losung Schwierigkeiten gegenüber, da Kon - dylis hierzu nicht bereit zu sein scheint. Es bleibt somit nur eine kleinere Koalition möglich. Wenn ich vom König den Auftrag zur Regierungsbildung erhalte, werden meine Bemühungen auf eine Verständigung d e r politischen Parteien gerichtet sein. Es genügt grundsätzlich, wenn der Führer der Volkspartei, T s a l d a r i s, erklärt, daß er bereit ist, sich zu beteiligen. Dann wird sich auch eine Uebereinftim- mung in allen schwebenden Fragen erzielen lassen. Tsaldaris wird dem Lande damit einen wertvollen Dienst erweisen, der zur Versöhnung des griechischen Volkes führen wird. Eine Koalitionsregierung, in der die Zusammenarbeit von Veniselisten, der Volkspartei von Tsal- dans und der Freisinnigen von Metaxas erreicht wurde, konnte positive Arbeit leisten. Wenn meine Bemühungen jedoch fruchtlos verlaufen sollten, so würde ich dem König nahelegen, die jetzige Kammer aufzulösen und Neuwahlen nach d e m M e h r h e i t s s y st e m durchführen zu lassen, da das Verhältniswahlsystem sich unfähig errate« fen t)at, dem Lande eine starke Regierung zu geben. Der Entschluß Venifelos', sich von der aktiven Politik zuruckzuhalten, fei endgültig und nicht rückgängig zu machen. Alle Parteien konnten nur eine einzige Außenpolitik führen. „Wir werden alle von Griechenland übernommenen Verpflichtungen einhalten." Die veniselistische Partei habe den B a l k a n p a k t unterstützt und nur durchgesetzt, daß Öie Haltung Griechenlands im Falle außerbalkanischer Verwicklungen Har feftgelegt werde. In der Sitzung am Mittwochnachmittag wurde der Angeklagte Seefeld gefragt, ob er vor etwa zwei Jahren eine Injektionsspritze besessen habe, was Seefeld entschieden bestreitet. Ein Kri- minalbeamter, der den Angeklagten einmal in Wandsbek festnahm, bekundet aber mit Bestimmtheit, daß er bei Seefeld eine solche Spritze gefunden habe. Er habe angenommen, Seefeld sei Morphinist. Seefeld habe diesem Beamten erklärt, er brauche die Spritze zum Reinigen von Uhren. Dann wird Seefeld zu einigen S i t t l i ch k e i t s v e r. brechen vernommen, die erst in den letzten Tagen durch Zuschriften den Behörden bekannt wur- den. Er bestreitet diese Vorfälle ober behauptet, sich nicht mehr erinnern zu können. Eine nicht ganz klar gehaltene Zuschrift aus der Nürnberger Gegend berichtet von einem rätselhaften Verschwinden eines Kindes im Jahre 1928. Seefeld gibt auf Befragen zu, um jene Zeit in Nürnberg gewesen zu sein. Am Montag hatte sich bei den Lokalterminen in Ludwigslust ein Zeuge gemeldet, der ebenfalls den ermordenen Knaben T e s d o r f aus Grabow in Begleitung eines alten Mannes auf dem Jahrmarkt gesehen hat. Der Zeuge glaubt in Seefeld den alten Mann, der mit dem Knaben in Richtung der Mordstelle gegangen sei, wieder zu erkennen. Der Knabenmord in Niederbexbach aufgeklärt. Der Knabenmord in Niederbexbach (Saar) hat eine schnelle Aufklärung gefunden. Auf Grund verschiedener Anzeichen wurde als der Tat dringend verdächttg der 43 Jahre alte Otto Sticher aus Niederbexbach verhaftet. Nach mehrstündigem Verhör hat Sticher die Tat eingestanden. Der Mörder, Vater von sechs Kindern, ist' als Trinker und gewalttätiger Mensch bekannt. Am Abend der Tat war er in stark angetrunkenem Zustand in verschiedenen Wirtschaften gesehen worden. Als er sich mit seinem Fahrrad auf dem Heimweg befand, traf er unterwegs mit dem jungen Robert Dietz zusammen. Dieser soll ihm mit der Taschenlampe ins Gesicht geleuchtet haben. In seiner Wut darüber hat Sticher den Jungen dann geohrseigt, ihn weiter verfolgt und in einer Tannenschonung erwürgt. 3m Freiverkehr lagen Bamag-Meguin fest mit 64 (61), ferner Wayß & Freytag 95,50 (94,50), dagegen Growag 79 (79,50). Abenbbörse freundlich. An der Abendbörse herrschte in Erwartung des Ergebnisses der Aufsichtsrats-Sitzung bei Siemens eine abwartende, aber freundliche Haltung. Die Umsätze hielten sich in engen Grenzen, zumal Aufträge fehlten. Die Kurse erfuhren im Vergleich zum Berliner Schluß nur geringe Veränderungen. Kunstseide AKU. gingen auf schwaches Amsterdam auf 53,50 (54,25) zurück, andererseits waren von chemischen Werten Th. Goldschmidt mit 112,65 und Rutgerswerke mit 120,65 je 0,65 v. H. sowie Scheideanstalt mit 212,50 0,50 v. H. höher. IG. Farben lagen mit 151,25 unverändert. Elektrowerte lagen ruhig und auf der erhöhten Mittagsbasis gut behauptet, Montanwerte notierten teilweise 0,13 v. H. fester. Leicht rückläufig waren Eßlingen Maschinen mit 89 (90). Für Miag Mühlenbau bestand auf die voraussichtliche Wiederaufnahme der Dividenden- Zahlung mit 4 v. H. etwas Interesse, Taxe 87 Geld (86,50), Renten lagen sehr still und völlig unverändert. Von Stadtanleihen kamen 4Vt v. H. Mainz oon 1928 n. P. mit 92,50 (92,50) zur Notiz. Von Liquldationspfandbriefen notierten 5Vt v. H. Frank- futter Hyp. mit 101,70 (101,75). Frankfurter Schlachtviehmarkt. .Frankfurt a. M., 30. Jan. (Vorbericht.) Um 10 Uhr #rar folgende Marktlage: Vorauftrieb: 45 Achsen, 43 Kühe), 632 Kälber, 113 Schafe, 460 Schweine. Es kosteten: Kälber: 25 bis 62 Mk Hammel 45 bis 50, Schafe 35 bis 42, Schweine 51 bis 57 SM. — Marktverlauf: Kälber ruhig, Hämmel und Schafe mittelmäßig. Schweine wurden zugeteilt. Frankfurter Getreidebörse. Paris, 30. Jan. (DNB. Funkspr.) Der „Jour" kommt auf den Fall des Sowjetagenten Eberlein zurück, dessen Prozeß in letzter Stunde aufgeschoben wurde. Das Blatt will jetzt die genauen Gründe kennen, die diesen Aufschub veranlaßten. Der Straßburger Untersuchungsrichter habe bei Eberlein jo wichtige Schriftstücke munistische Wühlarbeit Frankfurt a. M., 29. Jan. Das Angebot ist noch nicht weiter angestiegen. Die Mühlen nehmen m rr onf das kleinere Vermahlungskontingent passende Weizenqualitäten nur noch mit 4 RM. jjanoelsfpanne auf. Das kleine Roggenangebot wird hauptsächlich von den Landmühlen getauft In öerfte ist das Angebot klein, auch die Nachfrage hat weiter nachgelassen, so daß die Preise nachgie- big sind. Hafer und Futtermittel liegen unverändert, ebenso Mehle. .J?5^notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in RM.: Weizen W 13 207 W 16 210, W 19 214, W 20 216, Roggen R 12 170, R 15 173, R 18 177, R 19 177 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste — Sommergerste für Brauzwecke 225—230, Hafer —' Weizenmehl W 13 28,15, W 16 28,40, W 19 28 40 28,75, Roggenmehl R 12 22,45, R 15 22M R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Fracht-Aus- ?le«h- Weizennachmehl 17,00. Weizenfuttermehl 13,25—13,50, Weizenkleie W 13 10,65, W 16 10,80, d7 «V 11 00' W 20 11,10, Roggenkleine R 12 9,95, R, .10'15, R 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Muhlenstation. Sojaschrot m. M. 16,20, Palm- tuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18.30, Treber - Trockenschnitzel 8,92 Großhandelspreis ?? Fabrikstation, Heu 8,25, Weizen- und Roggen- stroh drahtgepreßt 3,60—3,80, gebündelt 3,50—3,80. und für solche auch in früheren Jahren in Anspruch genommen — damit von zur Zeit 1 800 000 Mark auf den Stand von 4 00 000 Mark gebracht wird. Der von Siemens 8c Halske AG. ausgewiesene Reingewinn beträgt 11 621 387 Mark einschließlich des Vortrages von 3 366 337 Mark (im Vorjahre 9 627 982 Mark einschließlich 2 764 419 Mark Vortrag, nachdem vorweg 2 500 000 Mark aus einer Amerikafreigabe von Telefunken der Sonderreserve überwiesen worden sind. Der auf den 29. Februar e.inzuberufenden Hauptversammlung soll die Ausschüttung eines Gewinnteils von 8 v. H. mit 7 077 672 Mark, i. V. 7 v. H. mit 6192 963 Mark, wovon 1 v. H. in den Anleihestock fließt, vorgeschlagen werden. Es wird weiter vorgeschla- aen, aus dem Reingewinn der beiden Gesellschaften für die Errichtung und Erweiterung von Wohn- und Erholungsstätten der Gefolgschaft einen Betrag von 2 Millionen Mark bereitzustellen. Die Aufsichtsräte beider Gesellschaften stimmten ferner zu, daß an die Gefolgschastsmitglieder eine Abschluß- beteiljguna zur Auszahlung gebracht wird, welche — ohne Berücksichtigung des Vorstandes und der Prokuttsten — zusammen mit der Sonderzuwendung zu Weihnachten einen Betrag von insgesamt mehr als 5 Millionen Mark in Anspruch nimmt. Schluß!. Mittag« bÜrfe 29 1 127 120 219 112,65 81,4 18,25 128 120,25 193,5 4' 111,5 0 80,75 MU nistische Wühlarbeit in den französischen Kolonien beschlagnahmt, daß ihre Veröffentlichung unbedingt zu einem Bruch mit So wjetrußland geführt haben würde. Durch die Vertagung der Gerichtsverhandlung wolle man erreichen, zunächst die Ratifizierung des französisch-sowjetrussischen Abkommens durchzuführen, die n ach Bekanntwerd en der sowjetrussischen Pläne in den französischen Kolonien ein Ding der Unmöglichkeit würde. Schluß- kurs 28 1 Schlußk. Abend« börse 29-1 Geio 2,417 41,76 54,59 12,25 16,34 168,19 61,46 Schluß« kurs 28.1 . 127 119,5 218,75 111,9 80,65 17,65 129 120,5 192,5 4l 95,5 I 7 124 6| 128 | Buderus .......... . Deutsche Erdöl .......4 Harpener......... ........» goefd) Eilen-Küln.Neu'ess'en *' 8 Me Bergbau ..... 6 3*fe Bergbau Genüsse « Klöcknerwerke ........ " 8 Mannesmann-Röhren ......0 Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. SchultheU Patzenbofer .......4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg.................. 5 Zellstoff Waldhof ............ 6 Bellftoif Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ............... 7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum...........8 Ctenftetn & Koppel ..........0 Westdeutsche Kaufhof.........0 Chade....................71/ 1 Accumulatoren-Fabrll....... 12 Tonti-Gummi............... g Gritzner....... oi Höchst'LÄ'."' 4 Süddeutscher Zucker........io| 9. ®. Farben-Industrie.......7 Scheideanstalt............... 9 Goldschmidt ................5 Rütgerswcrka............... g Metallgesellschaft............. 4 . Z)rici 2,439 41,92 54,81 12,29 16,40 168,87 61,70 36,9 j 37,4 139 । 139 115,25 I 115 130,75 l 132,75 113,25 j 114 130 I 131,25 Jranffurt a.M. uti (juityji uciu Berlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mittag, börle __ lOüfum 28.1 29.1 28.1. 29.1 4% desgl. Serie II............ 9,65 9,4 9,85 _ 6% Rumün. vereinh. Rente v. 1903 6,5 6,4 6,30 6,5 4k°^Ruman.vereinh.Rentev.l913 9,15 9,15 9,05 9,35 4% Rumänische vereinh. Rente .. 5,25 5,15 5,30 5,2 2 $4% Anatolier .............. 37,75 37,75 37,65 37,9 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 7N. 28-Zanuar 29.Januar Amtliche Geld Notierung 25rief Amtliche Notierung Geld 1 Brief Buenos Atre Brüssel..... Rio de Jan. Sofia ...... Kopenhagen. Danzig..... London.... Helsingfors.. Baris ...... Holland ... Italien..... Japan ...... :lngoslawten Oslo..... _■ Wien...... 0,679 41,93 0,139 3,047 54,86 46,80 12,285 5,415 16,39 168,59 19,85 0,717 5,654 61,69 48,95 11,15 63,34 80,77 33,97 10,28 2,458 0,683 42,01 0,141 3,053 54,96 46,90 12,315 5,425 16,43 168,93 19,89 0,719 5,666 61,81 49,05 11,17 63,46 80,93 34,03 10,30 2,462 0,680 41,91 0,138 3,047 54,85 46,80 12,285 5,415 16,39 168,61 19,85 0,717 5,654 61,67 48,95 11,15 63,33 80,84 33,97 10,28 2,465 0,684 41,99 0,140 3,053 54.95 46,90 12,315 5,425 16,43 168,95 19,89 0,719 5,666 61,79 49,05 11,17 63,45 81,00 34,03 10,30 2,469 Lissabon... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Brag....... Budapest ... Reuyork ... Schluß« kurs Schluß!. Abend« börse Schluß« kurs Schlußk. Mittag. börse Datum 28.1 29-1. 28-1 29 1. deutsche Reichsanlethe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 100,5 100,5 100,5 100,5 6%% Poung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 103,13 103,4 103,5 98 103,5 Auslos.-Rechten ........... 4l/»% Deutsche Reichspostschatzan 109,75 109,75 109,80 109,9 Weisungen von 1934, I....... 6% ehem.8°/o Hess. Bolksstaat 1929 99,9 99,85 99,9 — (rückzahlb. 102%)........... *V?% ehem. 8% Hessische Landes- 97,75 97,75 — — bant Darmstadt Gold R. 12... 6^2% schein. 4V»% Hess. Landes 96,4 Hypothekenbank DarmstadlLiaui 101,05 4^% ehem. 8% Darmst. Komm. — LandeSb.Goldschuldverichr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mtt —— Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- 119,5 119,5 — _ leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4 54% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl 113,7 113,7 113,7 113,7 Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6%% ehem. 4y,% Franks. Hyp.. Bank-Liqu.-Pfandbriese....... 6y2% ehem. 4ya% Rhetnisckie 101,7 d —- Hyfl.-Bank-Ltqu.-Goldpfe..... *yx% ehem. 8% Pr. Landespfand. 101,9 101,9 101,75 101,65 briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 4)4% ehem. 7% Pr. Landcspfand- 97 97 briesanst., Gold Komm. Cbl.Vl Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-88 108?5 108^5 97 108,5 97 108,5 4% Oesterretchische Goldrente.... _ 30,25 4,20% Oesterreichische Silberrente 1,2 1,2 1,25 4% Ungarische Goldrente....... 8,9 9,05 8,85 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 8,75 '8,8 8,85 4yt% deögl. von 1913.......... 8,9 8 9 6% abgest. Golhmexikaner von 99 13,5 13,5 13,'60 9 13,6 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie I.................... 9,65 9,4 — 9,7 I !tr.25 Drittes Blatt TIetzener Anzeiger ISeneral-Anzelger für Werhessen) Donnerstag, 50. Januar Mg Aus der Provinzialhauptstadt., Nach der Auflösung der Zwecksparkaffen NSG. Durch Gesetz vom 13. Dezember 1935 wurden die Zwecksparkassenunternehmungen aufgelöst. Diese Kassen sind dadurch in Liquidation getreten. Die Sparer, die bis dahin ein Darlehen noch nicht erhalten haben, sind von der Leistung von Zahlungen irgendwelcher Art befreit. Ohne Rücksicht darauf, ob ihre Sparbeträge bereits durch sie gekündigt worden sind oder nicht, werden sie ohne Vorrang nacheinander befriedigt. Es können keine Anprüche mehr aus einer Anfechtung oder Nichtigkeit des Sparvertrages aus Terminzusagen usw. geltend gemacht werden. Das Sparguthaben, das nach Abzug aller vertraglichen Kosten verbleibt, wird auf Ersuchen des Neichsbeauftragten bei nicht verschuldeten Zwecksparunternehmungen von einer öffentlichen Sparkasse zurückbezahlt. Die Rückzahlung erfolgt durch eine Gutschrift auf ein Sparkassenbuch. Diese Spareinlage ist allerdings bis zum 31. Dezember 1936 gesperrt und bis dahin unverzinslich. Sparer, die bereits von dem Zwecksparunternehmen ein Darlehen erhalten haben, müssen selbstverständlich ihre Deutsche, zeigt abermals Euren bewährten Opferwitten, wenn am 1. und 2. Februar SA., SS., RSKK. und RSDSIB. für das Winterhitfswerk Euer Opfer forderns Tilgungsraten wie bisher weiterentrichten. Mit der Ausstellung der Sparkassenbücher ist erst in einigen Monaten zu rechnen, da bei den einzelnen Unternehmungen die Klärung der jeweiligen Verhältnisse eine längere Zeit in Anspruch nimmt. Demnächst wird allen Sparern und Darlehensnehmern ein Rechnungsauszug zur Nachprüfung zugehen. Anfragen über den Stand der Liquidation halten die Abwicklung nur auf und sollen daher unterbleiben. Anträgen auf vorzeitige Rückzahlung der Sparguthaben kann nicht entsprochen werden, da deren Berücksichtigung zu einer unzulässigen Bevorzugung einzelner Sparer führen könnte. Es ist aber Vorsorge getroffen worden, daß die Abwicklung der Zwecksparunternehmen nach Kräften beschleunigt wird. Bornoiizen. Tageskalender für Donnerstag. NSG. „Kraft durch Freude": 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr: Fröhliche Gymnastik und Spiele (nur für Frauen) im Haus der Deutschen Arbeitsfront; 21 bis 22 Uhr: Reiten, Reitschule Schömbs. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Der Postillon von Lon- jumeau". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Einer zuviel an Bord". Der Spielplan der RS.Kutturgemeinde Gießen, Ring Deutsche Bühne, für Februar. Am Samstag, 8. und am Montag, 10. Februar, kommen jeweils von 20 bis 22.30 Uhr im Stadttheater als Vorstellungen der NS.-Kulturgemeinde die Tanz- und Schlageroperette: „Die Tanzgräfin" von R. Stolz zur Aufführung. Die musikalische Leitung liegt in den Händen von Kapellmeister Ernst Bräuer. Die Spielleitung hat Paul W r e d e. Tänze: Thery Schultheis. — Samstag, 29. Februar, und Montag, 2. März, jeweils von 20 bis 22 Uhr das Lustspiel: „Krach im Hinterhaus" von M. Böttcher. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an der Abendkasse. Kartenausgabe für Februar: Für Montag- und Samstagmitglieder am Samstag, 1. Februar, von 17 bis 19 Uhr an der Theaterkasse. Bezirks-Obstbauverband Gießen. Am kommenden Samstag, 1. Februar, nachmittags Hauptversammlung im Katholischen Vereinshaus zu Gießen. Die Tagesordnung ist aus der heutigen Anzeige ersichtlich. Freiwillige für das I/ft 36 in (Ziehen. Das Infanterie-Regiment 36 in Gießen stellt noch Freiwillige, vor allem aus den Jahrgängen 1911 bis 1914 für Oktober 1936 ein. Aus dem vorigen Jahr gemusterte, aber nicht eingestellte Leute können sich melden. Meldungen spätestens bis zum 31. Januar 1936. 9 Sportomi „Kraft durch Freude", heule Verlegung von Sporlkurfen! Die Kurse Fröhliche Gymnastik und Spiele (nur f ü r Frauen) müssen heute einmalig in das Haus der Deutschen Arbeitsfront, Schanzen st raße 18, von 20 bis 21 und von 21 bis 22 Uhr verlegt werden. Achtung! Baltikum- und Freikorpskämpfer. Die Abwicklungsstelle Gießen, Harnrnstraße 4II des Reichsbundes der Baltikum- und Freikorpskämpfer ist mit Wirkung vom 2 7. Januar 1936 geschloffen. Alle Angelegenheiten der Kameraden betr. „Einsatz für Deutschland" (Urkunde), Paßbilder, Leumundszeugnisse und Auskunft sind in Zukunft an nachstehende Stelle zu richten: Weiterleitungsstelle „Einsatz für Deutschland" Gießen, Harnrnstraße 4II. Euler. Fahrzeuge der Feuerwehr und Polizei haben Vorrechte. Die Polizeidirektion Gießen teilt uns folgendes mit: . r , ,r Es besteht Veranlassung darauf hmzuwelsen, daß den Fahrzeugen der Feuerwehr, Polizei und Rettungsanstalten (Rotes Kreuz) Platz zu machen ist. Die neue Reichsstraßenverkehrsordnung bestimmt in dieser Beziehung folgendes: Fahrzeuge, die zur Erfüllung ihrer öffentlichen oder dem gemeinen Wohl dienenden Aufgaben freie Bahn brauchen und als solche kenntlich sind (Wegerechtsfahrzeuge) ist Platz zu machen. Wegerechtsfahrzeuge sind u. a. rote Feuerwehrwagen, feldgraue oder buntfarbige Fahrzeuge der Wehrmacht, Mannschaftswagen der Polizei, Rettungswagen (Rote-Kreuz-Wagen), Straßenreinigungsmaschinen und dergleichen. Andere Fahrzeuge sind als Wegerechtsfahrzeuge nur dann anzusehen, wenn sie durch amtlich ausgegebene ober zuqelassene Schilder und Schallzeichen (Glocke oder Hupe mH einer Folge verschiedener hoher Töne) als solche kenntlich gemacht sind. Es wird erwartet, daß alle Verkehrstellnehmer den Wegerechtsfahrzeugen frühzeitig Platz machen. Diejenigen, die sich an diese Regelung nicht halten wollen, haben mit ihrer Bestrafung zu rechnen. Oberhesfische und Gießener SA. fährt nach Berlin. • Die Kameraden der SA., die die Standarte 11 6 bei den heutigen Feierlichkeiten aus Anlaß des Tages der nationalen Erhebung in Berlin vertreten, traten gestern um 22.30 Uhr vom Gießener Bahnhof aus die Reise nach der Reichshauptstadt an. Die SA.- Männer aus den oberhessischen Orten waren mit den Anschlußzügen gekommen, die Kameraden aus der Stadt sanden sich ebenfalls pünktlich im Bahnhof ein, so daß die Vorhalle für kurze Zeit völlig im Zeichen der SA.-Uniform stand. Die Mannschaften, marschmäßig ausgerüstet, mit Mantel und Tornister — auch einige Sanitäter waren dabei — traten kurz vor Abgang des Sonderzuges in der Halle an und begaben sich dann geschlossen zum Bahnsteig. Der Sonderzug, der schon eine stattliche Anzahl Kameraden von Frankfurt brachte, wurde rasch bestiegen und in bester Stimmung traten dann die SA.-Kame- raden die Reise an. Die oberhessische SA. ist mit insgesamt 157 Mann an der Fahrt nach Berlin beteiligt. Von der Gießener SA. fuhren 45 Mann aus den aktiven Stürmen und 25 Mann aus der SA.-Referve mit. Die kommenden Tage in Berlin werden den Kameraden der SA.-Standarte im großen Verband der SA. aus dem ganzen Reiche manches schöne Erlebnis bringen, vor allem werden sie die große Freude haben, vor dem Führer marschieren zu können. Vor der Abfahrt auf dem Gießener Bahnhof. (Ausnahme: Photo-Pfaff.) Verschworen in Treue zum Volk! Das Ist das Ceifroorf unserer Winlerhilssarbett für den Monat Februar. Wir lassen nicht locker in unserem sozialistischen Hilfswerk, weil wir, dem Ruf unseres Führers folgend, unserem Volk in Treue verschworen sind. Und als sichtbares Zeichen für alle die Volksgenossen, die in diesem Kampf mit dem Führer gehen, gibt das Winterhilfswerk im Hlonat Februar allen Spendern ein Abzeichen, das auf farbigem Grund die Wolfsangel trägt, ein Zeichen des Sieges. Am kommenden Sonntag werden die politischen Soldaten unseres Führers, seine Wanner von der SA.» SS. und vom RSKK. in Gemeinschaft mit dem Rationalsozialistischen Studentenbund wiederum in alle Straßen, Höfe und Häuser gehen, um jeden Deutschen aufzurufen, fein kleines Opfer für unsere große Sache zu geben. Schließe sich daher keiner aus, sondern stelle auch er unter Beweis, daß er in Treue verschworen zu unserer Volksgemeinschaft zählt. Die Kreisführung Gießen £ des Winterhilfswerks. Die Studentenschaft in einer Front mit dem WHW. y Die ganze Gießener Studentenschaft stellt sich am kommenden Sonntag geschloffen in den Dienst des WHW. Rachmittags von 12 bis 17 Uhr sammeln die Studenten in ganz Gießen. Am gleichen Abend lädt die Studentenschaft zellenweise 500 bedürftige Gießener Volksgenossen zu einem Abendessen und Kameradschaftsabend ein. Diesen Volksgenossen gehen bis Ende der Woche schriftliche Einladungen zu. Gießener Bürger! Unterstützt uns in unserer Arbeit und zeigt, daß ihr nach wie vor hinter euren Studenten steht! Universität im Volk. Ein schöner Abend der Volksgemeinschaft im Studentenhaus Der Dozentenfchaftsleiter der Universität Gießen Professor Dr. Hummel und der Studentenschaftsleiter Referendar Friedrich hatten auf den gestrigen Mittwochabend eine große Anzahl Volksgenossen der Universität und der übrigen Bevölkerungskreise unserer Stadt in das Studentenhaus eingeladen. Der Abend sollte, wie der Dozentenschaftsleiter und Kanzler der Universität Professor Dr. Hummel in seinen Begrüßungsworten hervorhob, einen neuen Brauch einleiten, nämlich die Hochschule aus der früheren Abgeschlossenheit herausführen und mitten in die Volksgemeinschaft hinein st eilen, nicht nur in Abenden mit rein fachlichem Inhalt, sondern auch mit Veranstaltungen allgemeiner Art, wie sie gestern in überaus glücklicher Weise zutage traten. Von diesem Gesichtspunkt ausgehend hatten die Veranstalter aus dem Kreise der Universität eine Anzahl Männer der verschiedensten Verufsstellun- gen und Fachgebiete, dazu Angehörige aller Berufe der Gießener Bevölkerung eingeladen, so daß man bei dieser Gelegenheit in der Tat ein vollkommenes und sehr erfreuliches Bild der Volksgemeinschaft aller Schichten und Berufe verwirklicht sah. Professor Dr. Hummel betonte, daß diese Veranstaltung der Beginn eines Brauches sein soll, den die Universität hiermit einführen und in Zukunft pflegen wolle; im Verlaufe des Winters würden mehrere dieser Abende stattfinden und dabei Volksgenossen aller Schichten und Berufe mit den Angehörigen der Universität, ebenfalls aus allen Stellungen und Betrieben, sich vereinigen. Der Kanzler gab der Hoffnung Ausdruck, daß auch auf diesem Wege ein gutes Kennenlernen aller Volksgenossen und damit eine tiefere Verwurzelung der Universität im Volke erreicht werde. Die Teilnehmer des Abends — der große Saal des Studentenhauses war voll besetzt — nahmen sodann gemeinsam das Abendessen ein, bei dem es eine Bohnensuppe mit Hammelfleisch und Wurst gab, die ausgezeichnet schmeckte. Dazu und auch hinterher konnte man sich mit einem guten Glas Bier weiter erfrischen. Damit in der Öffentlichkeit keine falsche Meinung entsteht, sei hier ausdrücklich festgestellt, daß jeder Teilnehmer die Kosten seiner Zeche, einschließlich des Abendessens, selbst zu bezahlen hatte. Nach dem Abendessen hielt der Direktor der Medizinischen Universitätsklinik, Professor Dr. R e i n- w e i n, einen Vortrag über das Thema „Bei Weiß und Rot", in dem er über feine Erlebnisse in russischer Kriegsgefangenschaft vom November 1914 bis Juni 1920 berichtete. Es kann im Rahmen dieses Berichtes auf den Vortrag nicht näher eingegangen werden, da der Raum nicht zur Verfügung steht, der erforderlich wäre, wenn man die Schilderungen des Vortragenden auch nur annähernd wiedergeben wollte. Zufammenfaffend ist zu sagen, daß sich durch die schlichten und deshalb um so eindrucksvolleren Erzählungen des Vortragenden ein erschütterndes Bild der Leiden und Drangsale der gefangenen deutschen Soldaten in den russischen Kriegsgefangenenlagern, aber auch ein ebenso furchtbares Bild der Leiden und der Not großer Teile des russischen Volkes entroüte. Professor Reinwein hat als junger Krieger im Sanitätskorps der deutschen Armee, bei Brzeziny in der Nähe von Lodz gefangen genommen, Gefangenenlager in den verschiedensten südlichen und östlichen Bezirken Rußlands bis nach Sibirien hinein durch seinen Aufenthalt persönlich kennengelernt und dabei in Gemeinschaft mit den deutschen, österreichischen und ungarischen Kameraden so viele Schrecknisse erlebt, daß vor diesem entsetzlichen Geschehen selbst manche gewaltige Schrecken der Schlachten verblassen müssen und das Wort von der „Bestie in Menschengestalt" unter der russischen Bewachungsmannschaft, später auch unter den Tschechen und den sog. Weißen und Roten Rußlands, die sich mit furchtbarster Leidenschaft bekämpften und dabei auch das primitivste Menschlichkeitsempfinden in einem Meer von Blut und Tränen und Der Reichsberufswettkampf ist der Beitrag der Jugend zur modernen Arbeitsgesinnung. Leichen untergehen ließen, zur Wahrheit wurde. Wer Zeuge dieses Tatsachenberichtes war, wird so recht ermessen können, wie glücklich unser deutsches Volk sein kann, daß es vor jenen Schrecken des Krieges und der Auseinandersetzungen der Nachkriegsjahre, dank unserer herrlichen alten Armee und der jungen deutschen Reichswehr mit Hilfe aller im besten (sinne vaterländisch denkenden Menschen, bewahrt geblieben ist, und nunmehr seit der Machtübernahme durch den Führer wieder ein in allen Teilen geordnetes und in guter Aufbauarbeit vor- anschreitendes Leben führen kann. Der Kanzler Professor Dr. Hummel sprach dem Vortragenden den herzlichen Dank der Zuhörer für den aufschlußreichen Bericht aus. Sodann blieben die Teilnehmer in schöner kameradschaftlicher Unterhaltung weiter beisammen, um schließlich noch einem von der Studentenkameradschaft des Studentenhauses außerordentlich eindrucksvoll aufgeführten Langemarck-Spiel als Zuschauer zu folgen. In dieser Darbietung brachten die Studenten das gewaltige, packende Erleben der jungen deutschen Menschen und Krieger vor Langemarck zum Ausdruck, ein Ausschnitt, der dank der guten Darstellung die Herzen bis ins Innerste erschütterte. Professor Dr. H u m m e I stellte in feinem Schlußwort mit Recht die beiden Hauptmerkmale der Stunden, das Leiden und Sterben in den Gefangenenlagern und die bis zum letzten hingebungsvolle Bereitschaft deutscher Männer an der Front, besonders in den Blickbereich der Teilnehmer des Abends. Und ebenso mit Recht wies er darauf hin, daß auf den unvergänglichen guten Eigenschaften des deutschen Soldatentums das Freiheits- und Aufbauwerk unseres Führers Adolf Hitler zum Segen des deutschen Volkes und zur Sicherung seiner Zukunft aufgebaut ist. In dankbarer Bereitwilligkeit zu treuer Mitarbeit an diesem Werke wurde am Schlüsse dem Führer und Reichskanzler Gruß und Treuegelöbnis mit dreimaligem Sieg-Heil freudig dargebracht. Deutsche Gymnastik im Dienste des Winterhilfswerkes. Arn kommenden Sonntag, 2. Februar, veranstaltet der Reichsverband Deutscher Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer e. 23. im NSLB. um 20 Uhr im Cafe Leib einen Abend mit sportlichen Vorführungen aus fast allen Gebieten der Leibesübungen zugunsten des Winterhilfswerkes. Neben den Mitgliedern des Reichsverbandes wirken noch KdF.-Sportlehrer, Herr Paul Nieren vom Gießener Stadttheater sowie die Kapelle K r^e n^e l mit.^Nach den sportlichen Vorführungen Schulfeier im Realgymnasium. Lehrer, Jugendwalter und Schüler des Realgymnasiums feierten gestern den dritten Gedenktag der Machtübernahme. Dabei konnten die Schüler L. Trietsch, F. Röhr und K. Pfeffer durch Oberstudiendirektor Angelberger mit Buchpreisen bedacht werden, die von der Regierung für gute Leistungen beim Wettbewerb für das WHW. verliehen wurden. Assessor A f f feierte die unvergängliche Bedeutung des 30. Januar, die Tatsache der Einigung Volksdeutschlands, den ziel- bewußten Ausbau des Staates in rassischer und politischer Hinsicht, er erinnerte an Saarkampf und erneute Wehrfreiheit. Treuer Gruß an den Führer und die deutschen Lieder beschlossen die Feier. Der Schalterverkehr bei der post. Die Post bittet, die folgenden Winke zu beachten und so zur flotten Abfertigung am Schalter beizutragen. 1. Suche von vornherein den richtigen Schalter auf. Hinweisschilder helfen dir dabei. 2. Komme nicht gegen Schluß der Schalterstunden. Wähle die schwächeren Verkehrsstunden (Vormittags und die ersten Nachmittagsstunden), wenn deine Sendungen eine besondere Behandlung erfordern (Ausland, Zollpapiere, Ausfuhrgenehmigungen, Devisenbestimmungen, Kursberechnungen usw.). 3. Trete von rechts an den Schalter heran; mit Vorrang wirst du abgefertigt, wenn du ein Telegramm einlieferst, ein Gespräch anmeldest, ober als Schwerbeschädigter in eigner Angelegenheit einlieferst und einen Ausweis der Fürsorgestelle vorzeigst. 4. Klebe die Marken vor der Einlieferung selbst auf die Sendungen: bei Briefen, Postanweisungen und Zahlkarten bist du dazu verpflichtet. 5. Bereite den Einlieferungsschein vor. Bei Postanweisungen und Zahlkarten hängt er am Formblatt an; für andere Fälle hängen sie im Schalter- raum aus. Benutze — auch bei geringem Postver- kehr — ein Einlieferungsbuch. Der lose Schein geht leicht verloren. 6. Halte dein Geld abgezählt und geordnet bereit, lege bei gleichzeitiger Ein- und Auszahlung von drei und mehr Postanweisungs- oder Zahlkartenbeträgen, sowie beim Einkauf von drei oder mehr verschiedenen Sorten von Wertzeichen eine aufgerechnete Zusammenstellung vor. Gartenwettbewerb der Landesbauernschast. Zur Förderung bodenständiger Gartenkultur auf dem Lande schreibt die Landesbauernschaft einen Bauerngartenwettbewerb aus. Zweierlei soll durch den Wettbewerb erreicht werden: einmal, den „Bauerngarten" wiedererstehen zu lassen, den wir als wertvolles kulturgeschichtliches Gut aus der Urgroßväterzeit noch vereinzelt kennen. Was unter diesem Bauerngarten verstanden wird, ist in Nr. 2 der Monatsschrift „Der Gärtner" in einem Aufsatz erläutert. Zum zweiten wird eine wirtschaftliche und sachgemäße Bestellung und Behandlung der Gemüsenutzungsfläche im Garten angestrebt. Die zu dem Wettbewerb gemeldeten Gärten werden im Laufe des Jahres besichtigt und bewertet. Für gute Leistungen, fei es in der Gestaltung des Gartens, fei es in der Bewirtschaftung und dem Pflegezustand, stehen Sachpreise im Werte von 10 bis 50 Mark zur Verfügung. Es kommen auch Gärten kleinsten Ausmaßes in Frage. Mit der Meldung ist keinerlei Verpflichtung verbunden. Meldungen find bis zum 15. April 1936 an die Landesbauernschaft Hessen-Nassau, Frankfurt a. M. zu richten. Erforderlich ist genaue Angabe des Namens und Wohnortes, sowie der ungefähren Größe des Gartens. Frauen in der Feuerwehr. Durch die Entwicklung der Luftwaffe ist nicht nur jede Stadt, sondern auch jedes Dorf gefährdet. Der Gegner muß ein Interesse an der Vernichtung von Vieh, Getreide und Futtermitteln haben, um den Selbstbehauptungswillen des Volkes zu brechen. Dies kann nur verhindert werden, wenn alle Volksgenossen schon im Frieden ihre Aufgabe für die Stunde der Gefahr kennen. Auf dem Lande müssen Frauen und Jugendliche rechtzeitig in der Brandbekämpfung ausgebildet sein. Dann kann im Ernstfall viel Unheil verhindert werden. Der Reichsluftschutzbund ist berufen, aufzuklären und praktische Kenntnisse in seinen Schulungskursen zu vermitteln. Besucht sie! Stellt euch nicht abseits! Die aus der Luft drohenden Gefahren zwingen jeden Deutschen zum Eintritt in den Selbstschutz der Bevölkerung. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 30. Jan. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, inländische, ungezeichnete 10 bis 11, Wirsing, das Pfund 10 bis 15, Weißkraut 10 bis 12, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 9 bis 12, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 20, Unterkohlrabi 7 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 20 bis 35, Feldsalat 70 bis 90, Zwiebeln 15, Meerrettich 30 bis 65, Schwarzwurzeln 20 bis 30, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,30 bis 3,50 Mk., Aepfel, das Pfund 10 bis 30 Pf., Birnen 25, Nüsse 40 bis 50, junge Hähne 90, Suppenhühner 80 bis 85, Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 25 bis 45, Salat 35, Endivien 10 bi» 30, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 5 bis 40 Pf. ♦ ** E i n Siebzigjähriger. Am morgigen Freitag, 31. Januar, kann der Schuhmachermeister Anton Lehr, Marktlaubenstraße 6, in geistiger und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag feiern. Der betagte Mann ist feit 45 Jahren treuer Leser des Gießener Anzeigers. ** Sie Vergebung von Straßenbauarbeiten wird vom Städtischen Hoch- und Tief- bauamt im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes ausgeschrieben. Interessenten seien besonders darauf hingewlesen. Schöffengericht Gießen. Wegen fahrlässiger Tötung wurde der K. K. aus Beienheim zu drei Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte fuhr im Juni vorigen Jahres mit seinem Kraftwagen durch Friedberg. Durch unvorschriftsmäßiges Fahren stieß er mit einem Radfahrer zusammen, so daß dieser tödlich verunglückte. Der Jude Sally Oppenheimer aus Gießen fuhr am 4. Juli 1935 mit seinem Kraftwagen in Begleitung eines jungen Mannes ins Lumdatal. Da die Hauptstraße Treis—Allendorf durch Straßenarbeiten gesperrt war, befuhr der Angeklagte einen Feldweg, der über einen unbewachten Bahnübergang führte. Plötzlich nahte ein Zug heran, und es kam zu einem Zusammenstoß, wodurch der1 Wagen beschädigt und der Angeklagte als auch der 'Fahrgast verletzt wurde. Das Gericht erkannte an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einem Monat auf 2 0 0 Mark Geldstrafe. Der W. K. aus Berstadt verletzte mit einem Stock einen in Ausübung seines Dienstes sich befindenden Feldschütz, als dieser eine Frage an den Angeklagten richtete, und bedrohte ihn. Das Gericht verurteilte ihn zu 10 0 Mark Geldstrafe. Die Veranlagungsrichtlinien für 1935. Wie im Vorjahr, so hat der Reichsminister der Finanzen auch in diesem Jahr eingehende Veranlagungsrichtlinien zur Einkommen- steuer und Körperschaftsteuer herausgegeben. Diese Veranlagungsrichtlinien beziehen sich auf die Veranlagung zur Einkommensteuer und Körper- chaftssteuer für 19 3 5. Sie werden im Reichsteuerblatt veröffentlicht und können auch durch )en Buchhandel zum Preise von 40 Pf. bezogen werden. Ihre Kenntnis ist für alle Steuerpflichtigen wichtig, die für 1935 zur Einkommensteuer oder Körperschaftsteuer veranlagt werden. In den Veranlagungsrichtlinien ist die Frist für die Abgabe der Steuererklärungen zur Einkommen st euer, Körperschaft- st e u e r und U m s a tz st e u e r auf den Zeitraum vom 1. bis 2 9. Februar 1936 festgesetzt. Die Vordrucke für die Steuererklärung gehen den Steuerpflichtigen in der Zeit vom 10. bis 31. Januar 1936 zu. Eine allgemeine Verlängerung der Erklärungsfrist über den 29. Februar 1936 hinaus wird nicht stattfinden. In einzelnen begründeten Ausnahmefällen kann jedoch das Finanzamt die Steuererklärungsfrist verlängern, und zwar bei der Einkommensteuer bis zum 30. April Für die Gewerbetreibenden sind unter den Ausführungen und Anweisungen in den Veranlagungsrichtlinien von besonderer Bedeutung die Anweisungen über die Behandlung der sogenannten kurzlebigen Wirtsch>aftsgüter des Anlagevermögens. Die Liste der kurzlebigen Wirtschaftsgüter gilt bis auf weiteres fort, sie ist nur in einzelnen Punkten ergänzt worden. Gleichzeitig ist für Gewerbetreibende noch klargestellt worden, daß die G e w e r b e st e u e r bei oer Ermittlung des gewerblichen Gewinns abzugsfähig ist. Durchschnittssätze werden für 1935 für nichtbuchführende Gewerbetreibende nicht aufgestellt, sondern, wie bisher, Richtsätze. Zu erwähnen ist noch, daß mit Wirkung vom 1. Januar 1936 ab Ledige im Alter von mehr als 65 Jahren für die Einkommensteuer nicht mehr als ledig behandelt werden. Sie haben nicht mehr die höhere Einkommensteuer für Ledige, sondern die Einkommensteuer nach den Sätzen für kinderlos Verheiratete zu entrichten. Für die jetzt durchzuführende Veranlagung für 1 935 gilt aber noch die alte Regelung, wonach sie als ledig gelten. Wichtige Lohnsteuerbestimmungen. 1. Die Arbeitgeber müssen für jeden am 31. Dezember 1935 bei ihnen beschäftigt gewesenen Arbeitnehmer dem Finanzamt die Steuerkarte 1935 mit der vollzogenen Lohnsteuerbescheinigung aus der zweiten Seite derselben übersenden. Die Ueber- sendung hat bis zum 15. Februar 1936 an das Finanzamt zu erfolgen, in dessen Bezirk die Steuerkarte 1936 ausgeschrieben worden ist. Die Steuerkarten dürfen also diesen Arbeitnehmern nicht ausgehändigt werden. Für die im Kalenderjahr 1935 beschäftigten Arbeitnehmer, deren Steuerkarte 1935 dem Arbeitgeber nicht vorgelegen hat, und für die vor dem 31. Dezember 1935 ausgeschiedenen Arbeitnehmer, bei denen die Lohnsteuerbescheinigung auf Seite 2 der Steuerkarte 1935 beim Ausscheiden aus dem Arbeitsverhältnis versehentlich nicht ausgestellt worden ist, müssen die Arbeitgeber Lohn- steuer-Ueberweisungsblätter zum gleichen Zeitpunkt an das Finanzamt der Betriebsstätte übersenden. Vordrucke zu Lohnsteuer-Ueberweisungsblättern werden von den Finanzämtern auf Antrag unentgeltlich an die Arbeitgeber abgegeben. 2. Alle Arbeitnehmer, die am 31. Dezember 1935 in keinem Dienstverhältnis standen, sind verpflichtet, die in ihrem Besitz befindliche Steuerkarte 1935 bis zum 15. Februar 1936 bei dem Finanzamt abzuliefern, in dessen Bezirk sie am 10. Oktober 1935 gewohnt haben. | 3. Für Arbeitnehmer, deren Arbeitslohn im Kalenderjahr 1935 den Betrag von 8400 RM. überstiegen haben, sind von dem Arbeitgeber außer der Lohnsteuerbescheinigung auf der Steuerkarte 1935 besondere Lohnzettel auszuschreiben und bis zum 31. Januar 1936 an das für den Arbeitnehmer nach seinem Wohnsitz ^uftänbige Finanzamt einzusenden. Wird der Lohnzettel an die zweite Seite der Steuerkarte 1935 angeklebt, bann erübrigt sich die Ausschreibung der Lohnsteuerbescheinigung auf Seite 2 der Steuerkarte. Vordrucke zu Lohnzetteln werden den Arbeitgebern auf Antrag vom Finanzamt kostenlos geliefert. Nähere Auskunft erteilen die Finanzämter. AE>.-Kn'egsopserversorgung e.V. Ortsgruppe Gießen. Uebersicht der Zellen und Blocks in der Stadt Gießen. Zelle Mitte. Obmann Hammel, Ludwigstraße 21. Block 1: Obmann Derzbach, Bahnhofstraße 23. Bahnhofstraße, Grabenstraße, Hinter der Westanlage. Block 2: Obmann Spielmann, Horst-Wessel- Wall 1. Horst-Wessel-Wall, Mühlstraße. Block 3: Obmann Hahling, Wolkengasse 27. Wolkengasse, Kleine Mühlgasse, Teufelslustgärtchen, Löwengasse, Tiefenweg, Kaplansgasse. Block 4: Obmann Trautmann, Plockstraße 13 H. Marktplatz, Marktstraße, Mäusburg, Kreuzplatz, Neuenweg, Neuen Bäue, Weidengasse. Block 5: Obmann Wittstock, Seltersweg 31. Seltersweg, Plockstraße, Johannesstraße, An der Johanne;kirche. B l o ck 6: Obmann Haas, Bismarckstraße 31. Bismarckstraße, Bruchstraße, Ludwigstraße. Block 7: Obmann Himmler, Löberstraße 1. Lö- derstraße, Bleichstraße, Hindenburgwall, Alicenstraße, Goethestraße. Block 8: Obmann Kraus, Seltersweg 67. Neustadt, In Löbershof, Kornblumengasse, Sandgasse. Zelle Nord. Obmann Ludwig Becker, Steinstraße 67. Block 1: Obmann Schäfer, Hammstraße 8. Ga° belsbergerstrahe, Hammstraße, Lahnstraße, Zu den Mühlen. Block 2: Obmann Julius Jöckcl, Hammstraße 14. Leimenkauterweg, Am Schlachthof, Schützenstraße, Krofdorfer Straße, Öleiberger Weg, An der Hardt. Block 3: Obmann Albert Merbach, Rodheimer Straße 34. Rodheimer Straße, Hinter den Schießgärten. Block 4: Obmann Ernst Hosch, Wetzsteingasse 32. Steinstraße bis Dammstraße, Dammstraße, Werner- wall, Kirchstraße, Wetzsteinstraße, Wetzsteingasse, Lindenplatz, Kirchenplatz, Sonnenstraße, Schulstraßc, Neuen Bäue. B l o ck 5: Obmann Karl Einhäuser, Weserstraße 9. Steinstraße ab Dammstraße, Ederstraße, Weserstraße, Schillerstraße. Block 6: Obmann Wilh. Fischer, Steinstraße 55. Steinstraße ab Ederstraße, Asterweg, Ederstraße, Wißmarer Weg. Block 7: Obmann Adolf Wagner, Schottstr. 17. Eteinstraße ab Asterweg, Schottstraße, Asterweg ab Schottstraße. Block 8: Obmann Ludwig Lich, Landgraf-Philipp-Platz 8. Landgraf-Philipp-Platz, Landqrafen- straße, Hitlerwall, Marburger Straße, Bucking- straße, Wiesecker Weg, Thomastraße. Block 9: Obmann Wilh. Völpel, Walltorstraße 7. Walltorstraße, Asterweg bis Wernermall, Braugasse, Brandgasse, Senckenbergstraße, Hitlerwall, Marktlaubenstraße, Brandplatz. Zelle Süd. Obmann Herbert Kraft, Aulweg 44 (Stellvertreter Alwin Wolf, Aulweg 50.) Block 1: Th. Erb, Aulweg 50. Heegstrauchweg, Schiffenberger Weg, Erdkauterweg, Sandkauterweg, Gemarkung Schisfenberg, Aulweg. B l o ck 2: Obmann, Edelmann, Am Riegelpfad 42. Am Riegelpfad, Ludwigstraße von 60 bis 55 bzw. Ende Wilsonstraße. B l o ck 3: Obmann Morneweg, Am Riegelpfad 90. Liebigstraße. Block 4: Obmann Wilh. Köhl, Wilhelmstraße 48. Wilhelmstraße, Ebelstraße, Jheringstraße, Günters- graben, Auf der Weißerde, Welckerstraße. Block 5: Obmann Weber, Frankfurter Straße 109. Frankfurter Straße. Block 6: Obmann Willi Haas, Crednerstraße 12. Leihgesterner Weg, Bergwerk (Oberhof), Rodthohl, Röntgenstraße, Friedrichstraße, Wartweg, Am Schlangenzahl, Freiligrathstraße, Hofmannstraße, Klinikstraße, Körnerstraße, Gaffkystraße. Block 7: Obmann Bär, Crednerstraße 12. Crednerstraße, Wetzlarer Weg, An der Margaretenhütte, An den Bahnhöfen, An der Kläranlage. B l o ck 8: Obmann Peter, Crednerstraße 2*1. Hille- brandstraße, Mittelweg, Glaubrechtstraße, Buchner- straße, Am Steg, Schubertstraße, Händelstraße, Beet- hooenstraße, Hollerweg, Buddestraße. Zelle Ost. Obmann Neubauer, Großer Steinweg 11. Block 1: Obmann A. Götz, Friedensstraße 9. Friedensstraße, Posener Straße, Memeler Straße, Danziger Straße. Block 2: Obmann Reuter, Hillebrandstraße 7. Hillebrandstraße, Am Kugelberg, Anneröder Weg, Döringstrahe, Georg-Philipp-Gail-Straße, Karl- Vogt-Straße, Kaiserallee, Alter Rödger Weg, Grünberger Straße, Rödgener Straße. Block 3: Obmann Rademacher, Kaiserallee 55. Kaiserallee, Landmannstraße, Licher Straße, Wolfstraße. Block 4: Obmann Kimmel, Fröbelstraße 8. Frö- belstraße, Moltkestrahe, Roonstraße, Großer Steinweg, Kaiserallee. Block 5: Obmann Vogelhöfer, Am Nahrungsberg 8. Gartenstraße, Ludwigsplatz, Bergstraße, Gutenbergstraße, Am Nahrungs'berg, Hessenstraße. Block 6: Obmann Lipphardt, Stephanstraße 32. Keplerstraße, Henselstraße, Lessingstraße, Goethestraße, Stephanstraße. Block 7: Obmann i. V. Görres, Ortsgruppenkassenverwalter. Gnauthstraße. Besondere Beachtung. Die Beiträge werden vom 1. Februar 1936 ab nur von den zuständigen Blockobleuten kassiert. Mehrmaliger Besuch wegen Abholung des Beitrags ist nicht statthaft, da der Beitrag eine Bringeschuld ist. Ortsgr.-Obmann: gez.: H a l b r o t h. F. d. R.: gez.: M o h a u p t, Org.-Obmann. Der Führer Ehreupate von Drillingen. LPD. Büdingen, 29. Jan. Bei den vor einiger Zeit auf dem Hofgut Konradsdorf in der Familie des Kutschers Niederer zur Welt gekommenen Drillingen hat der Führer die Ehrenpatenschaft übernommen. Die Familie hatte bereits sieben Kinder. Lustschuh ist Landesverteidigung? Es gibt immer noch Volksgenossen, die die Notwendigkeit des Luftschutzes und die Durchführbarkeit eines Selbstschutzes der Zivilbevölkerung bestreiten. Entweder sie kennen die aus der Luft drohenden Gefahren und malen alles schwarz in schwarz, oder ihnen sind die Zusammenhänge nicht geläufig; dann meiifen sie, das Vorhandensein von Fliegern und Flakartillerie genüge zur Abwehr eines Luftangriffes vollauf. Sie gehen von falschen Voraussetzungen aus. Es gibt heute von der Verdunkelung bis zur Tarnung, von der Dachbodenentrümpelung bis zum Schuhraum, vom Luftschuhhauswart bis zur Laienhelferin eine Fülle von Abwehrmöglichkeiten. die. richtig und sachverständig vorbereitet, einen weitgehenden Schuh auf dem Lande und in der Stadt gewährleisten. So groß auch die Gefahren sind, die moderne Bombenflugzeuge heraufzuführen vermögen, so mannigfaltig sind doch auch die Aussichten der Abwehr. Wer praktisch seit Jahr und Tag im Luftschutz steht, weiß das. Und die Entwicklung ist keineswegs am Ende. Im Gegenteil! Deutschland hat ja erst vor wenigen Jahren begonnen, sich mit den durch das Militärflugzeug aufgeworfenen Problemen zu beschäftigen. Und es unterliegt nicht dem mindesten Zweifel, daß bei dem allgemeinen Interesse für alle Fragen des Luftschutzes die Abwehr mit der Zeit immer lückenloser werden wird. Freilich, ohne die Gesamtheit der Bevölkerung ist auf die Dauer nichts Endgültiges zu erreichen. Die Kräfte der Behörden reichen in keinem Falle aus, um die bei einem Luftangriff entstehenden Schäden zu bewältigen, und Fliegerwaffe und Flakartillerie werden im Ernstfall keineswegs immer und überall bereitstehen können. Es muß deshalb in jedem Haus eine Abwehr- gemeinschaft geschaffen werden, die in der Stunde der Gefahr den auf sie einstürmenden Aufgaben voll gewachsen ist. Sie kann nicht improvisiert werden. Sie muh im Frieden unter Führung des polizeilich verpflichteten Lufl- schuhhauswartes ausgebildet werden und durch immer wiederholte Hebungen schließlich zu weitgehender Sicherheit gelangen. Dies alles ist nicht leicht. Viele Eingriffe in häusliche Verhältnisse werden nötig, manche Bequemlichkeit muß geopfert werden — vieles muß geduldet oder unterlassen werden, um dem Wohle der Volksgesamtheit zu dienen. Wir müssen uns alle daran gewöhnen, daß das Flugzeug für die Kriegführung große Umwälzungen mit sich bringt. keine Stadt und kein Dorf in Deutschland liegt außerhalb der Gefahrenzone. Jeder Landstrich kann in kürzester Frist die Schrecken des Krieges kennenlernen. Darauf gilt es sich einzurichten. In einem zukünftigen Kriege feiert das Mittelalter feine Auferstehung. Wie damals bei der Belagerung einer Stadt Frauen und Kinder bei der Verteidigung halfen und oft manches dazu beitragen konnten, ihre Heimat zu retten (vergessen wir nicht Nettel- beck und sein Kolbera in der napoleonischen Zeit!), so muß im Ernstfall das ganze deutsche Volk in Stadt und Land an der Front und in der Heimat einsatzbereit fein. Die nationalsozialistische Staatsführung hat ihre Aufgabe erkannt; die Luftschuhpflicht für alle Deutschen ist Gesetz: der Reichsluftschutzbund ist beauftragt, die Schulung der Volksgenossen durchzuführen. Nun liegt es an uns, diese der Landesverteidigung dienende Aufgabe zu erfüllen und die Pessimisten und Besserwisser durch Leistung zu bekehren. Obecheffen. Einbruch in Garbenteich. * Garbenteich, 30. Jan. In der vergangenen Nacht wurde hier beim Gastwirt Becker ein» gebrochen. Der Dieb hatte eine Fensterscheibe eingeschlagen, stieg ein und machte sich dann im Gastraum zu schaffen. Was er alles an sich genommen hat, konnte bis zur Stunde noch nicht genau festgestellt werden. Die Ermittlungen der Kriminalpolizei Gießen sind im Gange. Landkreis Giehen. X W i e s e ck , 29. Jan. In einem gutbesuchten Gemeindeabend sprach gestern in der Kirche Pfarrer Trapp (Gießen) im Auftrag des Evangelischen Bundes über das aktuelle Thema: .Deutschglaube oder Christusglaube?" In anschaulicher Weise widerlegte der Redner die Behauptung, das Christentum sei unseren Vorfahren mit Gewalt aufgezwungen worden und habe die germanische Eigenart verdorben. Gegenüber dem christlichen Glauben von'Gott, Christus und Sünde versage der Deutschglaube ebenso, wie gegenüber der Frage: „Wie wollt ihr die Not des Lebens meistern?" Der Christ befinde sich in guter Gesellschaft mit Luther, Ernst Moritz Arndt, Ziethen, Bismarck, Stöcker, Hindenburg, Schlageter u. a. Die Gemeinde antwortete mit. Arndts: „Ich weiß, an wen ich glaube", Dekan Sattler dankte dem Redner und schloß mit Gebet und Vaterunser den Abend. wg. Großen-Buseck, 29. Jan. In einem dieser Tage im Schulsaal der hiesigen Kochschule abgehaltenen Schulungsabend der NS. - Frauenschaft wurden von der Leiterin Frau Schneider Kochrezepte neuer Art zur Kenntnis gegeben. Die Herstellung der Speisen erfolgt dabei ausschließlich aus deutschen Erzeugnissen. Kostproben überzeugten durch ihre Schmackhaftigkeit. — Bei der ersten Brennholzversteigerung aus dem Gemeindewald wurden durchschnittlich sehr hohe Preise erzielt. Es kam in der Hauptsache Buchenholz zum Verkauf. Es kosteten (je zwei Raummeter): Buchenscheite 17 bis 19 Mark, Buchenknüppel 13 bis 14 Mark, Buchenstöcke 7 bis 8 Mark, Buchenreiser (je fünf Raummeter) 6 bis 7 Mark, Eichenscheite (je zwei Raummeter) 10 bis 11 Mark, Eichenknüppel 8 Mark, Stöcke 5 Mark, Fichtenknüppel 4 bis 5 Mark. # Mainzlar, 28. Jan. Die hiesige Krieger- und Schützenkameradschaft (im Kysshäu- serbund) hielt am Samstag bei Gastwirt Heinrich Vogel IV. ihre Jahresschlußversammlung ab. Kameradschaftsführer L. Wagner leitete den Abend. Die Rechnungsablage zeigte einen günfti» gen Stand. Der gesamte Vorstand blieb im Amt. Aus der Vereinstätigkeit ist bemerkenswert, daß über 40 v. H. der Mitglieder am Gruppenschießen in Daubringen teilnahmen. Ferner schossen die bronzene Kyffhäusernadel die Kameraden Wilhelm Gpaar, Ludwig Fuchs, Wilhelm Pfeiffer und Heinrich Sauer. Der Jahresschlußappell klang aus mit einem Sieg-Heil auf den Führer. — Die Holzhauerarbeiten im hiesigen Gemeindewald wurden dieser Tage beendet. Geschlagen wurden insgesamt etwa 800 Festmeter. + Mainzlar, 29. Jan. Für bas Jahr 1935 verzeichnete das Personen st andsregi st er in unserer Gemeinde folgende Eintragungen: 14 Geburten, 13 Sterbefälle, 10 Eheschließungen, 45 Wegzüge, 64 Zuzüge. Es ergibt sich eine Vermehrung unserer Einwohnerzahl um 20 Personen. 4= 2) a u b r i n g e n , 29. Jan. Unter Führung des Ortsbauernführers Grölz wurde hier eine Entwässerungsgenossenschaft gebildet. Durch Erweiterung des Bettes des Dorflutgrabens und Tieferlegung der Sohle in dem Wiesengelände zwischen Lumda und Lollarer Straße hatte seinerzeit der DAF. die Grundlage ßur Trockenlegung dieses Geländes geschaffen. Die Aufgabe der Geländebe- sitzcr ist es nun, die Wiesen durch Melioration an den Hauptgraben anzuschließen. * Daubringen, 28. Januar. Der hiesige Kegelklub „Alle Neun" hielt bei Gastwirt Ludwig Schäfer seine Jahreshauptversammlung ab. Nach den Begrüßungsworten gab Dereinsvor- sitzender Otto Lehr zunächst einen kurzen Rückblick über das verflossene Dereinsjahr, dem zu entnehmen war, daß der Verein im Jahre 1935 eine rege Tätigkeit entfaltet hat. Rechner Ernst Weimer gab die Rechnung bekannt, die mit einem erfreulichen Ueberschuß abschloß. Die von zwei Rechnungsprüfern vorgenommene Revision ergab keine Beanstandung, so daß dem Rechner Entlastung erteilt wurde. Man beschäftigte sich dann mit der Dorstandswahl. Otto Lehr wurde einstimmig wiedergewählt. Er dankte für das Vertrauen und bestimmte den weiteren Vorstand, der sich wie folgt zusammensetzt: 2. Vorsitzender Karl R u d o l s, Rechner Ernst Weimer, Schriftführer Wilhelm Schlienbecker, Beisitzer Heinrich Michel, Joh. Will und Heinrich Karber, Kegelwart Karl Hahn, Vereinskassierer Ernst Schäfer. Im weiteren Verlauf des Abends wurden noch für das am 22. Februar stattfindende Winteroergnügen die Vorbereitungen getroffen. Zum Schlüsse ermahnte Vereinsführer Lehr die Mitglieder, auch ferner den Verein zu fördern. Die Versammlung wurde in der üblichen Weise geschlossen. csd Lollar, 28. Jan. Dieser Tage fand in der „Linde" die Hauptversammlung des Gesangvereins „S ä n g e r v e r e i n i g u n g" statt, die einen sehr starken Besuch aufzuweisen hatte. Nach dem Vortrag zweier Begrüßungschöre fand die Ehrung der im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder Gerh. Geißler, Heinr. Brusius, Hch. B i e r a u , Hch. Hofmann und Th. Pfaff statt. Im Rückblick auf das vergangene Jahr zeichnete der Vereinsführer Erich Esp'ich ein befriedigendes Bild zielbewußter Aufbauarbeit im Verein. Der Dolksliederabend Anfang 1935 für das Winterhilfswerk stellte sich ebenbürtig neben die andern von der „Sängeroereinigung" gegebenen Veranstaltungen. Beim Gruppenwertungssingen in Wieseck wurde mit einer stattlichen Sängerzahl uneingeschränktes Lob erreicht. Das im November gegebene Konzert war ebenfalls ein schöner Erfolg. Außer diesen Veranstaltungen beteiligte sich der Chor mitwirkend bei nationalen Feiern. Die Sänger, wie auch Chorleiter Meyer (Wieseck), stellten sich stets willig in den Dienst unserer Sängersache. Die Anerkennung für regelmäßigen Singstundenbesuch fand in der Heber» reichung eines kleinen Geschenkes an die betreffenden Sänger ihren Ausdruck. Ein in finanzieller Hinsicht recht erfreuliches Bild erbrachte der Kassenbericht des Kassenwartes Heinrich K o o b. Der Rechnungsbetrag zeigte in Einnahme und Ausgabe die beträchtliche Summe von 1300 Mark. Für die gewissenhafte Durchführung seiner Aufgabe wurde dem Rechner Anerkennung gesagt und ihm Entlastung erteilt. Zur Ergänzung des Vorstandes wurden bestimmt, als zweiter Schriftführer Theodor Pfaff; als zweiter Rechner Ernst Wolf; zu Beisitzern Wilhelm G r o ß h a u s und Adolf H a s s e l b a ch. Eine größere Anzahl langjähriger verdienter Mit- glieder konnte auch in diesem Jahre zu Ehrenmit- gliedern ernannt werden. Unter erstmaliger lieber» reichung eines Ehrenbriefes in geschmackvoller Ausführung, würdigte der Vereinsführer Es pich die Verdienste der Jubiläre an der deutschen Sängersache. Außerdem ehrte die Sängerschar die Kameraden mit zwei ausgezeichnet oorgetragenen Chören. Den Dank der Jubiläre erstattete Ludwig Hofmann V. Für 25jährige Sängertätigkeit erhielten die silberne Sängernadel: Wilh. D e ußi n g, Fritz Hofmann, Ernst K l i n k e I, Karl Seipp und Karl Sundheim. Wie im vergangenen Jahre, so ist wiederum ein Volksliederabend am 7. März in der „Linde" vorgesehen, dessen Reinertrag dem Winterhilfswerk zufließen soll. Der Vereinsführer forderte zum Schluß alle Mitglieder auf, auch für Die Zukunft allen Eifer beizubehalten. 5 L o llar, 28. Jan. Ein Schulungskurs des Reichsmütterdienstes im Deutschen Frauenwerk wird gegenwärtig in unserem Orte abgehalten. Den lehrreichen Ausführungen, die sich über 12 Abende erstrecken, wird großes Interesse entgegengebracht. In Anbetracht der wichtigen Themen, die hierbei im Hinblick auf ihren Nutzen für das gesamte Volk behandelt werden, (Krankenpflege, Säuglingspflege, Nähen, Handarbeit, Kochen) müßte der Kursus von allen jungen Frauen und Mädchen besucht werden, zumal der Unkostenbeitrag nur in geringer Höhe (2 RM. für jede Teilnehmerin) festgesetzt wurde. £ Allendorf a. d. L d a., 28. Jan. Bei der heute im hiesigen Stadtwalde, Forstorte Rabenauer- straße und Lehmgrube abgehaltenen dritten Holz. Versteigerung waren die Preise gegen die vorhergehenden Versteigerungen etwas niedriger. Es kosteten zwei Raummeter: Eichen-Knüppelholz 7 bis 10 Mark, Kiefern-Knüppelholz 8 bis 9 Mark, Fichten-Knüppelholz 7 bis 8 Mark, je fünf Raum- meter Buchen-Reisholz 2. Klasse 3 bis 5 Mark. __ Am Sonntagabend hielt die hiesige Freiwillige Feuerwehr im schön geschmückten Saale der Wirtschaft Bergen ihr Winteroergnügen ab. Mit einem von der Lollarer Feuerwehrkapelle flott gespielten Marsche wurde die Feier eröffnet. Der 1. Kommandant Kehr hielt eine kurze Begrüßungsansprache, in der er auf die Bedeutung und Wich- tigkeit der Feuerwehr hinwies und diese als eine Organisation darstellte, die in Zukunft nicht allein Schadenfeuer zu bekämpfen habe, sondern auch im Luftschutz aktiv mitwirken müsse. Von Mitgliedern der Wehr und einigen jungen Mädels wurden sodann zwei Theaterstücke, ein Vierakter und ein Einakter, gut gespielt, die bei jung und alt ungeteilten Beifall fanden. Die Pausen wurden durch Musikstücke der Kapelle ausgefüllt. Tombolaverlosung und Tanz schlossen sich an und hielten die Teilnehmer bis zum frühen Morgen beisammen. Daß die Wehr bei der hiesigen Einwohnerschaft in hoher Achtung steht, beweist wohl am besten der zahlreiche Besuch der Festlichkeit, denn der Saal war bis zum letzten Platz gefüllt. Sehr angenehm berührte es auch, daß unsere Nachbarwehr von Nordeck durch eine Abordnung bei der Feier vertreten war. Der verbleibende Ueberschuß soll zur Anschaffung von Instrumenten für die im Entstehen begriffene Feuerwehrkapelle Verwendung finden. /^ Heuchelheim, 28. Jan. Der Gesangverein „L i e d e r k r a n z" feierte in der Turnhalle fein Winterfest. Nach einem einleitenden Marsch der Kapelle K r e n g e l - Gießen und dem Sängergruß des Männerchores begrüßte der Vorsitzende Fritz B e p l e r alle Teilnehmer. Er sprach von dem volksverbindenden Kulturgut des deutschen Liedes und forderte zur eifrigen Unterstützung des deutschen Männergesanges auf. Im Laufe des Abends wechselten sehr gut vorgetragene Chöre unter Leitung des Dirigenten W. Gernhardt, Bad-Nauheim, mit ansprechenden Musikstücken ab. Zur angenehmen Unterhaltung trugen auch zwei Theaterstücke bei. In beiden Stücken lag viel Humor. Die Darsteller ernteten reichen Beifall. Auch ein lustiges Stimmungsterzett wurde von drei Sängern einwandfrei vorgetragen und trug zur Hebung der Stimmung bei. Tanz beschloß den Abend. u Klein-Linden. 29. Jan. Zur Jahreshauptversammlung des Schützenklubs „Roland", die am Samstagabend im Turnerheim stattfand, hatten sich die Mitglieder in recht stattlicher Zahl eingefunden. Der Äereinsführer, Lokomotivführer Wilhelm Erle, erstattete den Jahresbericht, aus dem zu ersehen war, daß der Verein im verflossenen Jahr eine sehr rege Tätigkeit in der Pflege des Schießsportes entfaltete. Vereinsrechner Heinrich Kendel gab den Rechnungsbericht, der als sehr günstig anzusprechen ist. Mit einem beachtenswerten Ueberschuß kann der Verein ins neue Jahr eintreten. Die Rechnung, deren Führung als mustergültig zu bezeichnen ist, wurde einstimmig genehmigt. Als Mitglieder des Vorstandes berief der Vereinsführer folgende Schützenbrüder: Adam G i e ß l e r als stellvertretenden Vereinsführer, Heinrich Keudel als Kassenwart, Konrad Keudel als Schriftwart, Karl Otto als stellvertretenden Kassenwart und Albert Deibel als stellvertretenden Schriftwart. Zu Mitgliedern des Aeltestenrats wurden Jakob Kopp, Walter Müller und Gottfried B e n d e- r o t h ernannt. Zu Kassenprüfern wählte die Generalversammlung die Mitglieder Wilhelm Germer und Heinrich Adolph. Die neuen Satzungen des Reichsbundes für Leibesübungen, einschließlich der für den Verein besonders zutreffenden Paragraphen, wurden der Hauptversammlung bekanntgegeben. Es wurde noch beschlossen, am 2. Februar eine Familienfeier abzuhalten. Auf dieser soll die Ehrung der dem Schützenklub 25 Jahre angehörenden Mitglieder vorgenommen werden. In seinem Schlußwort ermahnte der Vereinsführer zur Treue und forderte zu r?ger Beteiligung an den geplanten Probe- und Areisschießen auf, um auf diese Weise die Ziele des Schützenbundes, an der Wehrhaftrnachung unseres deutschen Volkes mit aller Tatkraft mitzuarbeiten, zu fördern. "Y" Watzenborn-Steinberg, 27. Jan. Der hiesige Turnverein „Gut Heil" hielt im „Goldenen Löwen" seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Otto Jung II. gedachte zunächst der Toten des Weltkrieges und der Gefallenen der Bewegung, ebenso der verstorbenen Mitglieder des Vereins R. Ruhl und W. Schäfer. Oberturnwart W. Zipfe streifte im Turnbericht die Siege bei den besuchten Turnfesten und Veranstaltungen. Im Hinblick auf das neue Jahr ermahnte er die Abteilungsführer und alle Turner, sich weiter schaffensfreudig für das deutsche Turnen einzusetzen. Dem Vereinsrechner wurde nach Prüfung der Rechnung Entlastung erteilt. Der KasseNbestand schließt mit einem Ueberschuß ab. Die Mitglieder Gg. Harnisch, W. Euler und K. Harnisch wurden auf Grund ihrer langjährigen Mitgliedschaft zu Ehrenmitaliedern des Vereins ernannt. Die zu Gunsten des 'Winterhilfswerkes durchgeführte Sammlung ergab 6,50 RM. Mit einem „Gut Heil" auf den Führer und Reichskanzler sowie den Reichssportführer wurde die Versammlung geschlossen. y~ Watzenborn-Steinberg, 28. Jan. Am Sonntagabend feierte der hiesige Gesangverein „Germania" im Vereinslokal sein 67. Stiftungsfest in Gestalt eines Konzert- und Theaterabends. Nach der Begrüßungsansprache des Dereinsführers Theodor Jung zeigte der Chor unter Leitung seines Ehrendirigenten Georg Harnisch sein gesangliches Können. Einige Volkslieder sowie Chöre modernen Stils zeugten davon, daß im Verein ernste Arbeit geleistet wird. Die gesanglichen Leistungen standen auf hohem Niveau. Die Konzertmusik, die von der Kapelle Krengel (Gießen) ausgeführt wurde, fand überaus reichen Beifall. Das Flötensolo, von Herrn Kehrmann, und das Trompetensolo, von Herrn Schwarz- lose ausgeführt, gefielen besonders. Die Kapelle trug ein gutes Stück zum Gelingen des Abends bei. im zweiten Teil der Veranstaltung kam ein Volks- ftück zur Aufführung, das dank der guten Darstellung als ein voller Erfolg zu buchen war. Sän- gerkreisführer Müller (Gießen) nahm im Auftrage des Vereins die Ehrung verschiedener Mitglieder vor. Aus Anlaß der 25jährigen Mitgliedschaft wurden Georg Fink, Ludwig Heß und Johannes Plank zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ferner erhielten Georg Ruckelsh aufen. Joh. Georg Häuser, Jakob Straßheim und Joh. B r ü ck e l für ihre 50jährige Zugehörigkeit zum Verein Anerkennungsurkunden. Am gleichen Tage feierte der noch einzige lebende Gründer des Vereins Balthasar H e ß I. seinen 89. Geburtstag. * Lang-Göns, 29. Jan. Am Dienstag fand hier im Saalbau Hebbel eine Veranstaltung des B D M. statt, die sehr gut besucht war; auch die Gruppen aus Holzheim und Großen-Linden waren erschienen, außerdem die HI. und das Jungvolk. Der Redner des Abends, Pg. Kurt Büdow, gab seiner Freude über den guten Besuch Ausdruck und schilderte bann in mehrstündigem Vortrag die Verhältnisse in Deuts ch-Süd-We st afrika, wo er selbst als Jugendsührer gewirkt hat. Er sprach über das Verhältnis der Europäer zu den Negern, erzählte davon, wie die Eingeborenen immer wieder nach Deutschland fragten, und daß sie hofften, sie kämen wieder zu ihrem alten Lande. Man sollte überhaupt nicht von den „ehemaligen" deutschen Kolonien reden, sondern einfach von deutschen Kolonien. Er betonte auch den Unterschied zwischen Ausländsdeutschen und Kolonialdeutschen. Sehr interessant waren die Schilderungen vom Leben der Pfadfindergruppen, von den Abenteuern mit wilden Tieren usw. Weiter wurde berichtet, wie sich dort der Nationalsozialismus nach und nach ausbreitete, bis schließlich die Partei verboten wurde. Der schön verlaufene Abend schloß mit einem Sieg- Heil auf den Führer und dem Lied: „Vorwärts! Vorwärts!" (D Grüningen, 28. Jan. Am Montag hielt die Ortsgruppe Grüningen der Deutschen Arbeitsfront im Saale des Gastwirts Bender eine öffentliche Versammlung ab. Der stellvertretende Kreis- walter der DAF., Pg. Jung (Gießen), sprach über die Hauptaufgaben der Deutschen Arbeitsfront und legte deren Zwecke und Ziele dar. Besonders betonte er, daß in jebem^ßetriebe Volksgemeinschaft gepflegt werden solle und das Verhältnis zwischen dem Betriebsführer und dem Gefolgsmann von gegenseitigem Vertrauen getragen sein müsse. Zum Schluß richtete er noch einen Appell an die Mitglieder, mitzuhelfen, damit die jetzt noch abseits stehenden Volksgenossen der DAF. beitreten. Nach Beantwortung und Klärung einiger Fragen aus der Versammlung wurde die Versammlung mit dem Treubekenntnis zum Führer geschlossen. > Holzheim, 28. Januar. Bei der Brotgetreidesammlung für das WHW. wurden in unserem Dorfe 46,14 Zentner Brotgetreide gespendet. Aus den preußischen Nachbargebieten. Kreis Detzlar. (D Krofdorf, 28. San. In der vergangenen Woche fanden hier zwei Filmveranstaltungen statt. Die NSG. „Kraft durch Freude" zeigte am Donnerstag „Schloß Hubertus" mit einigen Beifilmen, am Sonntag traf der Werbewagen der Reichsrundfunkgefe lisch aft ein, der in den Mittagsstunden mit einem Platzkonzert erfreute. Eine anschließende Kinderveranstaltung im Saale von Moos mit werbendem Charakter für den Rundfunk fand bei der Jugend starken Anklang. Der Abend sah einen überfüllten Saal Erwachsener, denen der Ortsgruppenleiter Pg. Schmidt einen Gruß entbot und denen Pg. Steinbach über die Entwicklung und Wichtigkeit des deutschen Rundfunks berichtete. Die folgenden Tonfilmvorführungen vermittelten nicht nur einen interessanten Einblick in den Sendebetrieb von einst und jetzt, sondern zeigten auch die vielseitige Bedeutung des Rundfunks im täglichen Leben. Eine Reihe modernster Empfangsgeräte in allen Preislagen war zur Besichtigung ausgestellt. Von ihnen hörte man in den Pausen Proben ihrer Leistungsfähigkeit. Die Werbeveranstaltung fand ihren Abschluß mit der Verlosung eines Volksempfängers. Das Los fiel auf das glücklichste, indem ein junger Bursche aus einer hiesigen unbemittelten Familie der Gewinner wurde. △ Krofdorf, 28. Jan. Die feit Mitte November im Gange befindlichen Holzhauerar heilen im hiesigen Gemeindewald sind nunmehr beendet. Es wurden 35 Holzhauer beschäftigt, die die normale jährliche Holzmenge von etwa 1600 Fest- meter hieben. Die erste Versteigerung findet am 31. Januar statt. (Z W i ß m a r, 28. Jan. Am Sonntag wurde durch die Gaufilmstelle der NSDAP, im Saale von Wolf der Tonfilm „Krach um Jolanthe" gezeigt. Die Filmveranstaltung war sehr gut besucht. — Dieser Tage weilte der Reichsrund- funk-Werbewagen in unserem Orte und gab ein kleines Konzert. 00 Wißmar, 28, Jan. Gestern fand hier ein Hofrundgang unter Leitung des Ortsbauernführers Wagner statt. Als Referent war Direktor Trautmann von der bäuerlichen Werkschule Wetzlar erschienen. Zahlreiche bäuerliche Betriebsführer schlossen sich an. Zunächst wurde die Waldrodung Berghausen eingesehen. Direktor Trautmann gab im Zusammenhang damit praktische Ratschläge für die Bebauung im ersten Jahre. Beim Hofrundgang wurden Betriebe verschiedener Größen besichtigt. Viele Bauern konnten für ihre gute Hofhaltung belobt werden. U. a. wurde ein Stall besichtigt, in dem sich nur Vogelsberger Höhenvieh befand. Es wurde darauf hingewiesen, daß man allgemein dazu übergehen solle, das hier bodenständige Vieh zu halten, das sich ja auch als Fahrvieh ausgezeichnet eigne. Im weiteren Verlaufe des Rundganges wurden einige Siloanlagen im Gebrauch besichtigt. Allgemein wurde das hochwertige Futter anerkannt, lieber die Einsäuerung sprach der Referent sehr eingehend. Zum Schluß wurde der Gemeinde-Bullenstall besichtigt und das gute Zuchtmaterial gewürdigt. Der Ortsbauernführer dankte Direktor Trautmann für feine Anregungen und den Bauern für die zahlreiche Beteiligung. Er betonte besonders, daß diese Rundgänge nicht dazu da seien, in einzelnen Betrieben zu tadeln, sondern vielmehr dazu, durch Aufklärung manchen Fehler beseitigen zu helfen. Die Hofrundgänge sollen Dienst an der Landwirtschaft darstellen. <£ Rodheim a.b. Sieber, 28. Jan. Die Gaufilm st eile Hessen-Nassau veranstaltete im Benderschen Saale einen Filmabend, an dem außer dem üblichen Beiprogramm ein Kulturfilm gezeigt wurde, der den ewigen Kampf unserer Volksgenossen an der Nordsee mit dem Meere, sowie einige recht wertvolle Bilder aus dem Leben der Tiefseefauna schilderte. Als Hauptfilm lief „Krach um Jolanthe", dessen unbändige Komik die sehr große Zuschauergemeinde oft zu schallendem Beifall und wahren L^saloen reizte. Am Nachmittag hatte bereits eine Kindervorstellung stattgefunden, die ebenfalls gut besucht war. i Dutenhofen, 27. Jan. In der Gastwirtschaft „Gambrinus" fand ein Dorfgemein- fchaftsabend der NSG. „Kraft durch Freude" statt. Der Gesangverein, BDM. und die Kapelle E ck a r d t wirkten mit. Schriftsteller R e u- t e r erfreute mit feinen ernsten und heiteren Gedichten. Der Gesangverein brachte verschiedene Lieder zu Gehör, und in gemeinsamem Gesang kam auch das Volkslied zur Geltung. Eine BDM.- Gruppe wartete mit einem Volkstanz auf, der sehr gut gefiel. Dankbar wurden auch die Darbietungen der Kapelle Eckardt ausgenommen, die trotz kleiner Besetzung gute Musikstücke ausgezeichnet wie- bergab. Tanz beschloß den unterhaltsamen Abend. Einbürgerung von Muffelwild im Lahngebiet. LPD. Weilburg, 29. Jan. Dor kurzem ist im Tiergarten bei Hirschhausen (Staatsforst Weilburg) M u f f e l w i l b ausgesetzt worben. Von den ausgesetzten Tieren finb bie meisten bereits in bie freie Wilbbahn übergewechselt unb stehen in mehreren Rubeln an verschiebenen Stellen bes Oberlahnkreises. Das Wilb scheint steinige Hänge zu bevorzugen. Kirche und Schule. Landkreis Gießen. 5 Steinbach, 27. Jan. Dieser Tage wurde ber Voranschlag ber evangelischen Kirche Steinbach für 1 936 Rj. nach bem Entwürfe bes Vorsitzenden vom Kirchenvorstande angenommen. Die finanzielle Lage der Kirchengemeinde ist infolge der Schuldentilgung — bie Schulb würbe bei ber Renovation ber Kirche 1928 bei ber Bezirkssparkasse ausgenommen — unb bes schlechten Zustanbes bes Pfarrhausbaches, bas erneuert werben muß, immer noch sehr angespannt. Durch sparsames Wirtschaften ist cs trotzbem gelungen, für 1936 eine Senkung ber Religionsge- meinbefteuer herbeizuführen. Die lokale Kirchensteuer würbe burch Beschluß bes Kirchenvorstanbes um 0,50 v. H. bei ber Einkommensteuer unb je V» Pf. auf je 100 Mark bes Grunb- unb Gewerbesteuerkapitals gesenkt. Rundfunkprogramm Freitag, 31. Januar. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In ber Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Senbepause. 10.15: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozial- bienft. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. An- fchließenb: Nachrichten aus bem Senbebezirk. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis Drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Was bringen bie Zeitschriften bes Monats? 15.30: „Ich ftanb auf Berges Halbe ..." Ein Lebensbilb Friebrich Rückerts anläßlich feines 70. Tobestages (31. Januar). 15.45: Dichter aus unserem Gau. Heinrich Ramms lieft. 16: Konzert. 17.30: Bewegliche Plankostenrechnung. Gespräch mit Prof. Dr. Auler. 17.45: Karger Boben — zu wenig Lanb. Eine Fahrt burch bie Eifel. 18: Musik zum Feier- abenb. 19.45: Der Tagesspiegel bes Reichssenbers Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Die Nibelungen. 21.30: Aus brei Serenaben. 22: Nachrichten — Nachrichten aus dem Senbebezirk, 22.10: „Gruß an Emil Strauß". Wilhelm Schäfer spricht zu seines Freunbes siebzigsten Geburtstag. 22.20: Funkbericht vom 7. Internationalen Reit- unb Fahrturnier. 22.30: Sportschau ber Woche. 22.45: Unterhaltungskonzert. 24 bis 2: Nachtkonzert. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten finb ohne Verbindlichkeit ber Schriftleitung.) W. G. 5. Das Rechtsverhältnis zwischen Haupt- unb Untermieter bilbet ein für sich abgeschlossenes Mißverhältnis, für welches alle Vorschriften über bie Miete Anwenbung finben. Sie müssen sich baher an ben Untervermieter halten, benn biefer hat bie Pflicht, bie Wohnung währenb ber Dauer ber Untermiete in einem zu bem vertragsmäßigen Gebrauch geeigneten Zustanb zu erhalten. h. D. in £. Auf bie Frage kann in ber allgemeinen Form, in ber sie gestellt ist, nicht geantwortet werben. Es fehlen bie für eine genügenbe Beantwortung notroenbigen Angaben über bisherige Tätigkeit, Eignung, Ausbilbung usw. Grunbsätzlich kann nur gesagt werben, baß bie am 1.3.36 ablaufenbe Frist für bie Stellung eines Antrags auf Ausstellung eines Arbeitsbuches, vor allem für bie bereits in Arbeit Befinblichen gilt. gegen spröde Haut Nachdruck verboten! 8. Fortsetzung. „Na, dann macht, was ihr wollt, in drei Deubels Namen, aber erwartet keine Hilfe von mir, roenn’s schief geht", schrie ber Mann nebenan unb klatschte den Hörer so heftig auf die Gabel, daß alles flirrte. Mit rotem Gesicht kam er zurück, murmelte etwas von „verfluchtem Weibereigensinn" unb goß sich noch im Stehen ein Glas bes schweren Burgunbers ein, ben er gern abenbs trank. „Nichts zu machen", lachte er gezwungen, bie bestürzte Frage in ben Augen seiner Frau beantwor- tenb. „Meinetwegen können sie nun auf ihre Fasson selig werben, ich wasche meine Hände in Unschuld. Komm, wir wollen hinübergehen." Schwer ließ er sich im ledernen Klubsessel am Kamin nieder, hinter dessen vergoldetem Gitter künstliche Glut leuchtete, und suchte sich mit etwas unsicherer Hand eine Importe vom Rauchtisch, der daneben stand. r, . Elfriede Stallings schlanke Gestalt schmiegte sich graziös in den Sessel gegenüber. Wundervoll hob sich der vom Feuerschein rötlich beleuchtete blonde Kopf, bie Perlmutterzartheit der Haut von dem dunkelroten Leder ab, auf dessen Lehnen die Arme wie müde weiße Lilien ruhten. Sie hatte sich ein kleines seidenes Kissen in den Nacken geschoben, sah mit halbgeschlossenen Lidern verträumt in das wärmende Licht und ließ ihren Mann ruhig seine Zigarre rauchen, ohne mit einem Wort das Schweigen zu brechen. So, wußte fie, kam er am schnellsten über jeglichen Aerger hinweg. Nur keine Fragen stellen! Wozu auch, eine Frau erfuhr doch stets, was sie wissen wollte — unb mehr ... „Na, Schatzi, eingeschlafen?" Aha, nun war ber Sturm vorbei. Die junge Frau manbte ben Kopf ein wenig unb lächelte ihren Mann an. Tiefblau, ein wenig fern unb kühl, leuchteten ihre Augen. „Nein, hoher Herr, nur so ein bißchen vor mich hingeböst. Es war ein ziemlich besetzter Tag." Seine Blicke streichelten sie selbstzufrieben. War boch ein Glückstag für ihn gewesen, als er bie kleine Elfriebe Mervius kennengelernt hatte. Sie hatte im Sinfoniekonzert neben ihm gesessen, burch ein geschenktes Bittet von bem sonst besuchten vierten Rang in bie Parkettloge verweht, bie Stalling benützte, wenn irgenbein befonberer Anlaß ihn einmal ins Theater trieb. Revuen unb Kabaretts amüsierten ihn weit mehr, besonders seit Elfis blonde Schönheit von allen begafft und bewundert wurde. Theodor Stalling wußte es wohl: Er wurde in feinen Kreisen viel beneidet um diese Frau. Sie war nicht nur schön, sondern auch liebenswürdig und gefügig, in jeder Weise bequem, nur ein bissel zu brav manchmal. Aber wer hatte keine Fehler? Er sah sie verliebt an, legte bie Zigarre fort unb hielt ihr einlabenb bie Arme entgegen. „Komm mal her zu beinern alten Mann, bu mübes Katzel, unb erzähle, was bu alles getrieben hast, währenb er in ber Generalversammlung schmorte." Eigentlich verspürte Elfriebe Stalling keinerlei Lust nach Zärtlichkeiten in biesem Augenblick, Teb- bys Grobheit gegen bie Mutter am Telephon hatte sie verstimmt. Außerbem war sie wirklich mübe und saß so herrlich bequem. Aber da sie das Verlangen in seinen Augen sah, ftanb sie auf unb liefe sich lächelnb auf seinen Schafe ziehen unb seine Liebkosungen lächelnb über sich ergehen, ohne sie zu er- roibern, aber auch ohne Abwehr. Gehorsam berichtete sie. „Mit Meta Bruck? Famos?" Er nickte, schien erfreut. „Ihr seht euch wohl oft?" „Das nicht gcrabe. Das heißt: sie ruft oft an, forbert mich zu allerlei Sachen auf, aber weißt bu, Tebby — offen geftanben ist mir bie Frau nicht sehr sympathisch. Sie hat so etwas herausforbernb Auffallenbes in ihrem ganzen Wesen, zieht sich extravagant an. Unfeine Menschen mag ich nun mal nicht. Aber —" sofort roieber liebenswürbig ein- lenfenb, ba sie ben Schatten auf ihres Mannes Gesicht bemerkte — „wir kommen ganz gut zusammen aus. Schließlich kann man sich nicht jede Bekannten nach eigenen Wünschen aussuchen. bin ja auch kein Engel." „Doch, unb ein sehr kluger bazu", wibersprach er, sie wie ein Kinb in feinen Armen hin unb her miegenb. „Du nimmst bie Menschen, wie sie finb, unb bas ist ein wahrer Segen für mich, benn ein Geschäftsmann muß manchen Verkehr /pflegen. Es ist mir sehr angenehm, daß bu bich mit Meta Bruck gut stellst, und ich bitte dich hiermit, bie Sonne beiner Gnabe ganz besonbers auf Bruck selbst scheinen zu lassen. Das kann mir nämlich sehr viel nützen. Er mag bich gern —" Elfriebe Stalling löste sich leicht aus ihres Mannes Armen, setzte sich auf unb strich sich bie Haare aus ber Stirn. „Bruck" —" wieberholte sie unangenehm berührt. Unb bachte plötzlich an fein seltsames Gebaren am Silvesterabenb. Wohl hatte er feitbem kein ähnliches Wort mehr an sie gerichtet, aber wo sie ihn auch getroffen, war fie bie Emp- finbung nicht losgeworben, baß seine Gebanken sie -umspannen wie ein unsichtbares Netz. Etwas Lauernbes, Heißes blitzte manchmal aus feinem* Spötterblick, bas sie beunruhigte. „Haft bu benn geschäftlich mit ihm zu tun?" Stalling bejahte. „Bruck hat glänzenbe Beziehungen. Solche Leute können einem heutzutage ungeheuer nützlich sein/ Erschrocken sah bie junge Frau auf. „Teddy, du läßt dich doch nicht in gefährliche Zachen mit bem Menschen ein? Er reift jetzt so oft nach Paris unb Basel, seine Frau sagte es mir unter bem bekannten Siegel ber Verschwiegenheit — was hat er benn ba zu suchen? Tebby, mach nur keine Dummheiten!" ' v . ... Der lachte, zog bie bang Fragenbe roieber zu sich herab, baß ihr Kops auf seiner Schulter ruhte. „Nur keine Angst, Schatz, ich bin fein heuriger Hose' Aber nicht wahr, bu benkst bran, bist ein bissel lieb unb nett zu Bruck? Es hängt von ihm als Hauptakt/onär ab, ob ich in ben Aufsichtsrat ber bereinigten Deutschen Margarinewerke gewählt werde. Das wäre ein fettbezahltes Pöstchen. Man muß doch für so eine kleine Frau sorgen, toasZ Sich auf ben Munb neigenb, ber sich allzu fest geschlossen hatte. „Augenblicklich befinde ich ich, im Vertrauen gesagt, ein bissel in ber Klemme. a5 barf aber keine Seele ahnen, verstauben? Deshalb ärgerte ich mich so über Mutters Vermieterei, bie Leute werben benfen, ich will ober kann MIOMMMMH. Roman von H. von Hettennann. Copyright 1936 by Auswärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68. ihr nicht genügenb beistehen, unb baß ist mir ge» rabe jetzt fatal. Na, läßt sich nicht änbern, roie’s scheint. Einen Dickkopf hot beine Mutter, nicht zu knapp. Gottlob, baß bu ben nicht geerbt hast!" Elfriebe Stalling mußte sich zwingen, auf bie verliebten Tänbeleien ihres Mannes einzugehen, ben noch spät bazukommenben Bekannten ein heiteres Gesicht zu zeigen. Eine unerklärliche Bangig- feit beschwerte ihr auf einmal bas Herz. 10. Kapitel. „Darf ich Ihnen biefe hanbgemalten Postkarten anbieten — zwei Stück fünfunbzwanzig Pfennig." Ein neugieriger Blick aus wafferhellen Augen umfaßt das Gesicht des Fragenden. „Haben Se die selber gemalt?" ,Lawohl." Ein kurzes Zögern. „Warten Se mal, ich will bloß —" Das blaue Kleid mit weißer Schürze verschwindet — erscheint wieder. „Ich soll nämlich nix an der Tür kaufen," wird flüsternd berichtet, „aber ’nen Groschen hätte ich, kann ich da eine für kriegen? Nee, die mit den Kindern drauf? Malen Se viel? Ach, die is aber auch schön —" Es klingelt drinnen. „Da, schnell, kommen Se mal wieder!" Höflich dankend greift der Mann an den Hut. Es ist eine mechanische Bewegung, von ber bie Seele nichts weiß. Die hat sich in irgenbeinen Winkel verkrochen unb schämt sich — „Hanbgemalte Postkarten, bitte?" — Die Tür knallt zu, ehe bas Wort ausgesprochen ist. Merkwür- big, wie bcleibigenb eine solche stumme Geste wirken kann, auch enblose Wieberholung gewöhnt nicht baran. Wieber, immer roieber, treppauf, treppab wirb basfelbe Sprüchlein hergesagt, es finb harte Zeiten, bas Gelb ist knapp. Stunben vergehen, ehe eine Mark verdient ist. Dor manchen Türen wirb man stehengelassen wie ein Hunb, weiß nicht, ob gehen, ob warten. Selten begleitet ein freunbliches Wort, ein guter Wunsch bie Gabe. Langsamer würbe ber Schritt Draus. Er war mübe, bie Beine begannen zu schmerzen. Nur noch bieses eine Haus, bann war es genug für heute. (Fortsetzung folgt!) SJlXfpOTt Der Führer beim Berliner Reitturnier. Großer Erfolg für das WHW. Einen der Höhepunkte des 7. Reit- und Fahrturniers brachte der Mittwoch als der Tag des Winterhilfswerks mit dem schweren Jagdspringen um den „Freiherrn-von-Langen-Erinnerungspreis". (Klasse S. b.) Es endete mit dem Siege von Fräulein Irmgard G e o r g i u s auf „Fürstin". Der Führer und Reichskanzler wohnte mit leitenden Vertretern aus Partei und Staat dem Turnier in der Ehrenloge bei und verfolgte, sichtlich interessiert, den zähen Kampf der deutschen Reiterelite gegen die hervorragendsten Pferde Italiens und Polens. Der Führer und Reichskanzler empfing die Siegerin Fräulein G e o r g i u s sowie die drei ersten Reiter der großen Dressurprüfung in seiner Loge und überreichte ihnen mit herzlichen Glückwünschen die Ehrenpreise. Den Abschluß der Mittwoch-Veranstaltungen des 7. Reit- und Fahrturniers bildete nach den sportlichen Prüfungen ein historisches Schaubild „Reiterlieder und -Märsche aus deutscher Geschichte". Das Schaubild endete mit einem großen Aufmarsch sämtlicher Turnierteilnehmer, an dem sich auch die ausländischen Gäste beteiligten. Als Ergebnis der Sammelaktion des Turnierabends für das Winterhilfswerk wurden dem Führer 25 000 RM. überwiesen. Als der Führer nach Schluß der Veranstaltungen die Halle verließ, brachte ihm die Menge begeisterte Huldigungen dar. Willi Bogner spricht den olympischen Gib. Der am Mittwoch mit seinem Stabe in Garmisch- Partenkirchen eingetroffene Reichssportführer hat dem Organisations-Komitee den Vorschlag unterbreitet, zum Sprecher des Olympischen Eides den Deutschen Skimeister Willi Bogner-Traunstein zu bestellen. Es bedeutet für Bogner eine hohe Auszeichnung, am Tage der Eröffnung der Winterspiele vom erhöhten Podium im fahnengeschmückten Skistadion vor rund 100 000 Zuschauern und den vollzählig versammelten Mannschaften von 28 Nationen die Schwurformel sprechen zu dürfen. Unser Deutscher Meister ist ein würdiger Repräsentant des deutschen Skisports, der durch sein vorbildliches Auftreten und seine sportkameradschaftliche Haltung es in jeder Beziehung verdient hat, der großen Ehre teilhaftig zu werden. Weltmeisterschasten im Gisschnellaufen. Die am 1. und 2. Februar in Davos vorgesehenen Weltmeisterschaften im Eisschnelläufen haben ein gutes Meldeergebnis erhalten. Nicht weniger als zwölf Nationen werden insgesamt 44 Läufer an den Start schicken. Im einzelnen verteilen sich die Meldungen wie folgt: Norwegen 8, Japan 7, Finnland, Holland und USA je 5, Oesterreich, Ungarn und Lettland je 3, Deutschland 2, Polen, Frankreich und Schweden je 1. Die Schweiz wird bei diesen Kämpfen auf ihrem Boden nicht vertreten sein. Gin Höhenwettrekord anerkannt. In der FAJ., dem internationalen Flugsportoerband, wurde jetzt folgender Weltrekord anerkannt: Weltrekord-Höhe 22 066 Meter, Ballon „Explorer I1"=USA., Führer Kapitän Orvill A. Ander- s o n, Begleiter Kapitän Albert W. Stevens. Beide stellten diesen Höhen-Rekord am 11. November 1935 in Rapid City in Süd-Dakota auf. Olympia-Werbung beb Reichsbundes für Leibesübungen in Klein-Linben. Die Ortsgruppe Klein-Linden des Reichsbundes für Leibesübungen hatte für den Dienstagabend zu einer Werbeveranftaltung in das Gasthaus „Zur deutschen Eiche" eingeladen. Der Leiter der Ortsgruppe Klein-Linden des RfL. Karl Eyrina, der auch die gesamten Vorbereitungen für den Abend getroffen hatte, sprach zunächst über das Thema „Olympia — eine nationale Aufgabe" und betonte, daß wir uns alle der Größe der Aufgaben bewußt fein müßten, die unserem deutschen Volke mit der Durchführung der Olympischen Spiele gestellt ist. Er wies aus die große wirtschaftliche, politische und volkshygienische Bedeutung hin, die sich für unser Volk daraus ergibt. Er forderte dazu auf, mitzuhelfen, jeder an seinem Platz. Jeder Deutsche müsse vom olympischen Gedanken durchdrungen sein. Anschließend sprach der Redner über die Bedeutung der Leibesübung für unser Volk, für den Arbeiter, wie auch für den Bauern. Er kennzeichnete die Leibesübungen als ein wichtiges Mittel im Aufbau der deutschen Volksgemeinschaft. Im weiteren Verlauf des Abends hielt Herr Schlemm (Kassel) einen hochinteressanten Lickllbildervortrag über den Aufbau des Reichssportfeloes und schilderte an Hand großartiger Bilder die Entstehung der einzelnen Sport- und Feststätten. Eine Bereicherung erfuhr der Werbeabend durch Darbietungen der hiesigen Radfahreroereinigung und des Turnvereins. Die Radfahrer zeigten unter Tv. „Gut Heil 1909" Garbenteich. Am Samstag hielt der Turnverein „Gut Heil 1 9 09 im Vereinslokal unter starker Beteiligung seiner Mitglieder seine Jahreshauptversammlung ab. Vereinsführer Karl Sommer gedachte zunächst des im Mai vergangenen Jahres durch Unglücksfall plötzlich verstorbenen Mitgliedes Fritz Lotz. Sodann gab er den Bericht über die geleisteten Arbeiten und über den Besuch der Turnfeste bekannt. Spielwart Erich Wambsganß berichtete dann über den Handballspielbetrieb im abgelaufenen Jahre. Die mit guten Erfolgen eingesetzte 1. Mannschaft mußte im Spätsommer durch Spielerausfall leider zurückgezogen werden. Die Jugendmannschaft konnte die Verbandsrunde durchspielen, wenn ihr auch keine besonderen Erfolge vergönnt waren. Der Turnbericht ließ eine langsame Aufwärtsentwicklung feststellen. Besonders freudig wurden bießeiftungen der anläßlich desWerbeabends auf- gestellten Damenriege anerkannt, die einen weiteren Ausbau finden soll. Die Jahresrechnung wurde von Kassenwart Wilhelm Pfeffer bekanntgegeben und schloß mit einem kleinen Ueberschuß. Kassenprüfer Schäfer erkannte nach erfolgter Prüfung die Jahresrechnung als einwandfrei an. Entlastung wurde erteilt. Durch freiwilliges Ausscheiden einiger Vorstandsmitglieder bestimmte nach vorausgegangenen Dankesworten an die Ausscheidenden der Vereinsführer den Vorstand in folgender Zusammensetzung: stellvertretender Vereinsführer Wilhelm Klingelhöfer, Kassenwart Wilhelm Pfeffer, Schriftwart Walter Schmidt, 1. Turnwart Karl Stumpf, 2. Turnwart Hein- richt Schmidt, Trainer für Leichtathletik Heinrich Stein und Spilwart Erich Wambsganß. Den Posten des Dietwartes übernimmt Schriftwart Schmidt, Turnbruder D r o l s b a ch gab praktische Anregungen der Kreisführung zum weiteren Ausbau der Turnstunden und sonstigen Arbeitsgebieten des Vereins bekannt und erntete reichen Beifall der Versammlung. Mit mahnenden Worten, stets treue Anhänger und Förderer des Gedankens Ludwig Jahns zu bleiben, schloß Mr Vereinsführer in der üblichen Weise die Versammlung. Männerturnverein Daubringen. Der Männerturnverein Daubringen hielt in der Wirtschaft Erb seine Generalversammlung ab, zu der sich fast alle Mitglieder eingefunden hatten. Nach den Begrüßungsworten des 2. der Leitung von Fahrwahrt Mohr einen güt trainierten Sechser - Jugendreigen, ferner einen Schmuckreigen und Kunstfahren in hoher Vollendung. Der Turnverein bot unter der Leitung von Frauenturnwart Fritz Morneweg exakte Freiübungen einer stattlichen Turnerinnenriege. Sämtliche Darbietungen wurden mit starkem Beifall aufgenommen. Universität Gießen bei den Deutschen Hochschulmeisterschasten in Hannover. An den Deutschen Hochschulmeisterschaften im Boxen, Geräteturnen, Fechten und Geländelauf, die am Samstag und Sonntag in Hannover statt- fanden, beteiligte sich auch die Universität Gießen. An den drei ersten Wettbewerben konnte die Universität aus Mangel an geeigneten Könnern niemand melden, dafür wurden für den Wald- und Geländelauf neun Läufer entsandt, die auch im Mannschaftskampf starteten. Wolfgang Mayer lag 500 Meter vor dem Ziel knapp hinter dem Sieger Kuhn (Universität Berlin), mußte aber im Endspurt noch andere Läufer vorbeilassen, so daß er wohl an 20. Stelle steht. Knauß, der die Hoffnungen trug, hatte das Pech, seinen Schuh zu verlieren, und kam deshalb nicht über den 40. Platz. Auch die anderen Gießener Teilnehmer konnten sich unter den 200 Läufern gut placieren. Im Mannschaftswettbewerb dürfte Gießen unter den ersten zehn zu finden sein. Vereinsführers, cand. med. Heinr. Zecher, erstattete der Kassenwart, Kl. Walter, die Rechnungsablage für 1935, die mit einem kleinen Ueber- schuß abschloß und deren einwandfreie Führung in einer vorhergehenden Vorftandssitzung festgestellt worden war. Vorstandsmitglied Aug. Erb machte alsdann Mitteilung von der Zusammensetzung des neuen Vorstands: 1. Vereinsführer: Heinr. Michel, 2. Vereinsführer: Heinr. Zecher, Schriftwart: Richard Latsch, Kassenwart: Kl. Walter, Zeug- wart: Kl. Keller, 1. Turnwart Gerhard W a - g e n b a ch , Beisitzer: Aug. Erb und Ludwig V o - 9 e l und Dietmar!: D. Balser. Mittlerweise war auch der 1. Vereinsführer Hch. Michel, der an einer Vorstandssitzung des Untergaues teilgenommen hatte, erschienen und machte Mitteilung über die bevorstehende Umorganisierung des ganzen Turn- und Sportwesens. Nachdem Beisitzer Erb die jungen Turner aufgefordert hatte, wieder wie früher fleißig zum Turnen zu kommen, sprach noch der Dietmar! über die Bedeutung der Körperschulung für die spätere Dienstzeit und hob vor allem den Wert jeglicher Körperausbildung für die Charakterbildung hevor. Ein Sieg-Heil auf den Führer, ausgebracht von dem 1. Ve'reins- führer, schloß den offiziellen Teil der Versammlung. Turnverein Krofdorf. Der Turnverein Krofdorf hielt am Samstag feine Jahreshauptversammlung in der Gastwirtschaft Hofmann ab. Der stellvertretende Vereinsführer E- Leib gedachte in ehrenden Worten der im Jahre 1935 verstorbenen Turnbrüder und erstattete Bericht über die vereinsgeschichtlichen Geschehnisse. Insbesondere mürdigte er die hingebende Arbeit des Oberturnmarts A m e n d , gratulierte ihm namens der Versammlung zur Verleihung des mohlverdien- ten Kreis-Ehreybriefes und erhoffte roeitere segensreiche Wirksamkeit. Dietmart E. Praß sprach kurz über-die Verschmelzung der DT. mit dem RfL Aus dem umfangreichen Turnbericht des Oberturnmarts A m e n d war ersichtlich, daß der Verein, getreu seiner Tradition, wieder ein segensreiches Jahr auf turnerischem Gebiet hinter sich hat. Durch gute Zusammenarbeit konnten die an Turner, Turnerinnen und alle übrigen Mitmirkenden gestellten Anforderungen beroältigt merden. Alle Veranstaltungen, somohl im Verein als auch ausmärts brachten gute Erfolge. Folgende Zahlen bemeifen Größe und Umfang geleisteter Turnarbeit: Es übten in 83 Turnstunden 507 Turner, in 85 Turnstunden 1127 Jahreshauptversammlungen der Turnvereine. Jugendturner, in 98 Turnstunden 2966 Turnerinnen, in 76 Turnstunden 1818 Schüler und in 80 Turnstunden 2087 Schülerinnen, zusammen in 422 Turnstunden 8505 Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Mit dem Dank an alle Abteilungen und Helfer und einem Ansporn zu turnerischer Weiterarbeit schloß Oberturnmart Amend seinen Bericht. Wenn der anschließende Spielbericht des Spielmarts E. Feiling auch nicht in allen Teilen Befriedigendes feststellen konnte, so hofft man doch, daß die gezeigten Mängel zukünftig behoben merden. Kassenmart E. Schleenbecker legte die finanziellen Verhältnisse des Vereins dar. Aus dem Umsatz mar zu erkennen, daß der Verein als nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor zu bemerken ist. Auf Vorschlag der Kassenprüfer A. Rinn und W. Daubertshäuser, die die Kassenführung als mustergültig bezeichneten, wurde dem Kassenwart Entlastung erteilt und Dank ausgesprochen. Der bisherige Vereinsdiener H. Schmid! legte wegen Arbeitsüberlastung seinen Posten nieder; ihm ward ebenfalls der Dank der Versammlung zuteil. Zu seinem Nachfolger wurde W. Wagner, Hausnummer 250, bestimmt. Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde u. a. die diesjährige Veranstaltung für das Winterhilfswerk auf den 8. Febr. festgelegt. F. GL Mddingshausen. Rüddingshausen I — Daubringen I 6:3 (2:1). Vor 500 Zuschauern trat der Gruppenmeister Daubringen tn Rüddingshausen an. Die Gäste wurden verdient mit 6:3 Toren geschlagen. Daubringen mußte seine erste Niederlage hinnehmen. Sofort nach Anstoß drängte der Gastgeber und konnte in der 10. Minute in Führung gehen. Nun sah man schnelles, verteiltes Spiel. In der 25. Minute war es wieder der Halbrechte, der auf 2:0 erhöhte. Die Gäste drehten nun auf. Kurz vor Halbzeit hieß es 2:1. Nach der Pause wird das Spiel schärfer. Durch ein Selbsttor konnte Daübringen ausgleichen. Aber bald schossen die Einheimischen erneut den Führungstreffer, dem in kurzer Zeit zwei weitere Tore folgten. Daubringen verbesserte dann auf 5:3, aber durch den Rechtsaußen hieß es bald wieder 6:3. Daubringen konnte kurz vor Schluß einen Handelfmeter nicht verwandeln. Schiedsrichter Offenbacher leitete sicher. Eaalsport-Veranstattungen des Kreises Lahn-Dill. Am Sonntag findet in Niedergirmes eine Saal- sportveranstaltung des Kreises Lahn-Dill im Deutschen Radfahrer-Verband statt. Diese Veranstaltung bildet den Auftakt der diesjährigen Radsportsaison. Das Meldeergebnis ist als sehr gut zu bezeichnen' und zeigt, daß der Radsport in unserem Kreisgebiet in voller Blüte steht. Am Vormittag werden zunächst die Vorspiele im Radball ausgetragen, die durch die Vielzahl der Meldungen in Serien ausgetragen werden. Nachmittags nimmt die Veranstaltung mit den Radballendkämpfen sowie Reigen und Kunstfahren ihren Fortgang. Im Radball der Aktiven stehen sich je zwei Mannschaften von Niedergirmes und ’ Aßlar und je eine Mannschaft von 1885 Gießen und Wieseck gegenüber. Da es sich hier um aus der Jugendklasse aufgerückte Mannschaften handelt, kann man den Sieger im voraus nicht nennen. — In der Jugendklasse gehen drei Mannschaften von Niedergirmes, zwei Mannschaften von Wieseck sowie eine Mannschaft von Aßlar an den Start. — Je eine Mannschaft von Niedergirmes, Aßlar und 1885 Gießen wollen in der Schülerklasse zeigen, daß auch schon Jungens unter 14 Jahren den Kampfsport ausüben. Besonders gut sind auch die Meldungen im 6er Jugend- und Schülerreigen, roo zwei Mannschaften von Niedergirmes und je eine von Klein- Linden, Wieseck und Krofdorf vertreten sind. Im 6er Schulreigen dagegen startet nur die Mannschaft von Niedergirmes. — Bei dieser Veranstaltung wird aber auch das Kunstfahren zu feinem Recht kommen. Die Jüngsten von Aßlar und Niedergirmes, die im ler und 2er Kunstfahren schon beachtliche Leistungen zeigen, werden sich ihrer Lehrmeister würdig erweisen. dann ist INVENTUR VERKAUF bei Wenn STOFFE «.sät) billig CARLMowäCK s [jNHABEP- CARL HEIn"'CHLÜTER| 1 GIESSEN SELTERSWEG 81 Heute 18 Uhr nochmals billtee Seefische eintreffend 6o?a Wrüitc Heringe.........3 55 «5 Kabeljau o.K., 3Pfundig, tt> 24 Filet aus Seelachs.......u 35 alle übrig. Sorten empfiehlt billigst Äl. Uachfolgev Mäusburg 15 Telephon 3612 Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige! Kaufe «eueres Zweifamilienhaus oder Bauplatz. Schriftliche Angebote unter 597D an den Gießener Anzeiger erbeten. Konfirmandenanzüge extra angefertigt RM. 23.- 36.- 42.- 48.- Jetzt bestellen bei KÖHLER . 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