llr. 51 Erstes Blatt Samstag, 29. Zebruar 1936 186. Jahrgang Kampflose Llebergabe der aufständischen Truppen in Tokio? p a n s führen werden. Trotzdem wird die Spanien (reibt in kommunistisches Fahrwasser lgen oet= zierkorps mit den als Chef General erblickten Mandschukuo ruhig beurteilt, die Geschäfte nehmen ihren gewöhnlichen Verlauf. 9 §-5 I a - !age in Apolitischen Stellung der Sowjetunion im Fernen Osten führe. Dies werde von der japanischen Armee mit um so größerer Sorge verfolgt, als die bald zu erwartenden praktischen Auswir- Vauern — und man sollte meinen, es müßte gerade der Armee hierauf in erster Linie ankommen — nur sehr gering. Das rauhe Klima und die Bodenverhältnisse machen es im allgemeinen dem japanischen Bauern unmöglich, mit dem bedürfnislosen und an das Klima gewöhnten Chinesen in Konkurrenz zu treten. Die japanische Auswanderung hat sich denn auch schon seit vielen Jahrzehnten vorwiegend nach dem Süden gewandt. Die Inselwelt der Südsee, Australien, Mexiko, Kalifornien bieten dem japanischen Siedler ein Klima, das ja weit mehr seinen Lebensgewohnheiten entspricht als die rauhe Witterung des ostasiatischen Festlands. Mit der Inselgruppe der Ryukyu und Formosa greift Japan schon weit um die chinesische Küste herum. Von hier aus bemüht sich die japanische Wirtschaft, in der Provinz Fukien Fuß zu fassen. Eine andere Stoßrichtung japanischer Wirtschaftsexpansion, der japanische Ansiedler zu folgen pflegen, zielt über die eben aus der amerikanischen Vormundschaft entlassenen Philippinen, auf denen große Hanf- und Koprakulturen sich bereits in japanischen Händen befinden, nach Insulinde, dem Kolonialreich der Holländer, das gegen einen Handstreich Japans nur mit Hilfe der englischen Flotte zu halten wäre. Mit den ehemals deutschen Inselgruppen der Karolinen, Marianen und Morschallinseln, die Japan als Dölkerbundsmandat erhalten und nach seinem Austritt aus dem Völkerbund behalten hat, besitzt Japan eine wertvolle strateoische Basis für ein weiteres Vordringen in der Südsee. Hier ist bereits die Hälfte der Bevölkerung japanisch und auch auf der ostindischen Inselwelt ist die japanische Einwanderung ständig im Wachsen. Es liegt in der Natur der Sache, daß die auf die wirtschaftliche Durchdringung und allmähliche Be- berschung der Südsee gerichtete japanische Expansion nicht nur in den maßgebenden Wirtschaftskreisen volle Unterstützung findet, sondern daß fit auch von der Marine gefördert wird, die hier ihre Stützpunkte sucht für eine Auseinandersetzung mit den beiden angelsächsischen Seemächten, den einzigen ernsthaften Mitbewerbern um die Herrschaft über den Pazifischen Ozean. Wenn aber in der letzten Zeit das von der Armee mit aller Kraft forcierte Vordringen Japans auf dem ostasiatischen Festland weit mehr in die Augen fiel, so trug dazu wohl die wachsende Gefahr eines Zusammenstoßes mit Sowjetrußland bei, das in seinen fernöstlichen Provinzen unter dem Oberbefehl des sagenhaften Blücher eine zahlenmäßig starke und technisch wohlausgerüstete Armee zum Gegenstoß versammelt hat, mit dem zu rechnen ist. sobald javanische Truppen die sowjetrussische Interessensphäre in der Mongolei berühren. Die heftigen Grenzkon« flikte der letzten Wochen ließen bereits ahnen, daß es mit dem Nachgeben auf beiden Seiten vorbei sein dürfte. Es ist kein Zweifel, daß der französisch- sowjetrussische Beistandspakt, dessen baldiger Ratifizierung die Pariser Kammer soeben zugestimmt hat, trotz aller offensichtlichen Gefahren, die der Pakt für den europäischen Frieden in sich birgt, auch die Spannungen in Ostasien sehr beträchtlich verschärft hat. Moskau hat nun die lang® enbehrte Rückendeckung im Westen, um im Fernen Osten nach langen Jahren vorsichtigen Lavierens gegenüber der japanischen Expansion jetzt als starker Mann auftreten zu können. Daß auch England im Hinblick auf die Lage in Ostasien anscheinend Moskaus Freundschaft sucht, stärkt die Stellung der Sowjetunion noch mehr. Diese beträchtlich verschlechterte machtpolitische Konstellation Hot in Japan große Sorgen bereitet und es ist kein Zweifel, daß diese außenpolitische Wolke dazu beigetragen haben wird, das Vorgehen der aktivistischen Elemente des Offizierkorps der Armee gegen eine Regierung auszulösen, deren schwächlicher und zögernden Haltung man die Schuld zuschob, daß nicht die Auseinandersetzung über die Herrschaft auf dem ostasiatischen Festland durchgeführt worden war, bevor sich die Gegner gebunden und Sowjetrußland den Rücken frei hatte. Wird der außenpolitische Kurs des neuen japanischen Kabinetts, wie zu erwarten ist, von Männern wie Araki und Tanaka bestimmt, so wird ein kriegerischer Zusammenstoß am Amurbogen und in der Mongolei zur größten Wahrscheinlichkeit, nachdem auch in Moskau der Wille zur Erhaltung des Friedens in Ostasien im sicheren Gefühle der Rückendeckung durch den Beistandspakt mit Frankreich eingeschlafen sein dürfte. tun gen dieses Paktes zu einer weiteren Verschlechterung der Stellun o » Madrid, 28. Febr. (DNB.) Wie „El Liberal" berichtet, hat der spanische Außenminister einer Gruppe der „Freunde Sowjetrußlands" erklärt, die Meinung der Regierung gehe dahin, so schnell wie möglich diplomatische und wirtschaftliche Beziehungen mit der Sowjetrepublik aufzunehmen. Er hoffe, die Regelung sei eine Frage von wenigen Tagen. In Madrid sind auf Anordnung der Regierung sämtliche Parteilokale der spanischen Fasch i st e n (Falange Espanola) von der Polizei g e - schlossen worden. In Sevilla wurden in der Stadtverordnetensitzung drei Kommuni st en als Bezirksbürgermeister gewählt. Kommunistische Stadtverordnete richteten vom Balkon des Rathauses Ansprachen an die Menge wobei sie ankündigten, daß die am 16. Februar begonnene Revolution folgerichtig fortgesetzt werden würde. Der spanische Ministerrat beschloß die Einstellung von 5300 Lehrern und Lehrerinnen im Laufe des Jahres sowie die Ersetzung sämtlicher Geistlichen und Ordensschwestern, die als Erzieher tätig sind, durch weltliche Lehrkräfte. Der Kommunismus gewinnt in Spanien ganz offensichtlich immer mehr Oberwasser. Ueberall macht sich Moskaus Hand bemerkbar, überall sind die Jünger Stalins am Werke, die Massen getreu den Parolen der Kommunistischen Internationale aufzuputschen. Zwar suchen die Wahlsieger, d. h. die Parteien der gemäßigten Linken, ihre Macht zu untermauern, aber der Außenstehende kann sich des Eindrucks nicht erwehren, als ob Spanien gegenwärtig seine Kerenski-Periode durchmacht: die Rechte wird hart bedrängt, ihre Vereinigungen und Organisationen werden unter Druck gesetzt oder aufgelöst, die Polizei wird in Verwirrung gebracht, die Bolschewisten aber bleiben ungeschoren. Ja, sie können sogar triumphierend verkünden, daß von der Regierung mancherlei unternommen wird, was sie gefordert haben, so daß also in den Augen der Amerika wird ungeduAa. Gegen weitere Verzögerungen auf der Flottenkonferenz. London, 29. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Morgenblätter beurteilen die Aussichten der Flot- tenkonferenz sehr pessimistisch. „Daily Mail" schreibt, das einzige Ergebnis der Konferenz werde wahrscheinlich eine Verständigung zwischen England und Amerika über die Tonnage der Kriegsschiffe und Über einen Programmaustausch sein. „Morning Post" meldet, der Führer der amerikanischen Abordnung Norman Davis habe in seiner gestrigen Unterredung mit Eden klar zum Ausdruck gebracht, daß die Geduld Amerikas so gut wie erschöpft sei. Man alaube, daß die amerikanische Abordnung innerhalb der nächsten 14 Tage nach Hause reifen werde. 5-sö-! 5 n E.o'X o n 2 2,: «T E "t ~ J- E. 4^ breiten Massen die Auffassung entstehen muß, als ob die Wahlsiege schon durch die Kommunisten geführt werden. Das ist zwar vorerst noch nicht der Fall, jedoch läßt sich nicht bestreiten, daß das kommunistische Element überall Hochburgen errichtet, von deren Türmen herab die bolschewistischen Parolen ungehindert verkündet werden. Wenn die Kommunisten in Sevilla vom Balkon des Rathauses verkündeten, daß die am 16. Februar begonnene Revolution folgerichtig fortgesetzt werde, so weiß jedes Kind, was „folgerichtig" heißt. Für Spanien bedeutet die Fortsetzung der Revolution die Auslösung neuer schwerer innerpolitischer Erschütterungen, Mord und Totschlag, Elend und Terror. Marxistischer Putschversuch in Chile verhindert. Santiago de Chile, 29. Febr. (DNB. Funkspruch.) In der chilenischen Hauptstadt gelang es, einen offenbar marxistischen Putschversuch im Keime zu ersticken. Ehemalige Offiziere des Heeres und der Polizei, die, wie von unterrichteter Seite verlautet, mit marxistischen Parteigängern in enger Fühlung gestanden haben sollen, versuchten höchste Kommandierende des Heeres aefangen zu nehmen, um auf diese Weise die Befehlsgewalt an sich zu reißen. Dank dem entschlossenen Auftreten des Oberkommandierenden der chilenischen Armee, General Novoa, gelang es, alle Weiterungen des Putschversuches sofort zu beseitigen. Die Lage ist in der chilenischen Hauptstadt gespannt, aber ruhig. General Novoa versicherte der Regierung die unbedingte Treue des Heeres. Da auch die bewaffnete republikanische Miliz auf feiten der Regierung steht, scheint die öffentliche Ruhe und Ordnung als nicht gefährdet. 22 Teilnehmer des Putschversuches wurden verhaftet. ? 9 Ausstrahlungen. Es wurde hier schon versucht, die weltanschaulichen Hintergründe des blutigen Handstreichs darzulegen, den junge japanische Offiziere gegen die führenden Männer der Regierung unternommen haben, die sie als Gegner einer inneren Reform im Sinne einer Erneuerung des Kaisergedankens und eines entschiedeneren außenpolitischen Kurses im Sinne einer Sicherung der Vormachtstellung Japans in Ostasien empfanden. Die Nachrichten aus Tokio über den weiteren Gang der Dinge sind spärlich und widerspruchsvoll. Nur soviel scheint sicher, daß große Teile des Volkes mit den Führern der Aufstandsbewegung sympathisieren und auch das Kriegsministerium offenbar für die Beweggründe der jungen Offiziere das größte Verständnis zeigt. Die Regierung hat sich durch Vermittlung des Obersten Kriegsrats auf Verhandlungen mit den aufständischen Offizieren eingelassen, und es scheint, als ob man bei der Bestimmung des neuen politischen Kurses ihre Wünsche berücksichtigen möchte. Dafür spricht, daß der Name des Generals Araki als einer der kommenden Männer genannt wird. Araki steht dem jungen Offizierkorps der Armee besonders nahe. Er war schon im Jahre 1932 die Hoffnung der aus jungen Offizieren gebildeten politischen Geheimgesellschaft, die unter dem Motto „Gegen die Jnteressenwirtschaft der politischen Parteien, gegen den Kapitalismus und gegen die schwächliche Politik der Diplomaten!" den Ministerpräsidenten I n u k a i ermordete und nun erwartete, daß Araki, damals Kriegsminister, mit ihr gemeinsame Sache machen würde. Aber Araki versagte sich jeder ungesetzlichen Aktion. fax’’ H Ws M M * 4 I aOr London, 29. Febr. (DRV.-Funkspruch.) Eine vom Samstagmillag dalierle Reuler-lNeldung aus Schanghai besagt, daß sich nach einer Mitteilung der japanischen Botschaft in Schanghai alle A u f - ständischen in Tokio um 11.30 Uhr Tokioer Zeil ergeben haben. Rach einem früher in Schanghai eingelaufenen Bericht hatte der Kommandant der Garnison um 5.30 Uhr morgens den Befehl ausgegeben, die Aufständischen aus ihren Stellungen zu entfernen. Um den Aufständischen die letzte Möglichkeit einer friedlichen Räumung zu geben, sei jedoch ein Vorgehen aufgeschoben worden. Später erfährt Reuter aus Schanghai, daß am Samstagmorgen Flugzeuge über den Stellungen der Aufständisch e n k r e i st e n. Sie warfen Flugblätter ab, die die Aufforderung zur llebergabe enthielten. Die Truppen des Garnisonkommandan- ten General K a f e h i i begannen hierauf den Vormarsch auf die von den Aufständischen befehlen Stellungen, die sich anscheinend kampflos ergaben. Es heißl, daß die Zahl der Aufständischen bereits auf 500 gesunken war, nachdem sich kleine Gruppen bereits während der Rächt ergeben hatten. Der neue Kurs vom Militär bestimmt? London, 29. Febr. (DNB. Funkspruch.) Reuter berichtet, man glaube, daß die Führer der Aufständischen die Sympathie anderer Armeeteile genießen.; die Flotte sei jedoch durch die Ermordung der drei Admirale Okada, Saito und Suzuki verärgert. Das Gerücht, daß der frühere Kriegsminister und Eroberer der Mandschurei, general Araki, eine Militärdiktatur errichten werde, sei immer noch weit verbreitet. „Mor- ° ö-o 8 c-2. _ Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen E *5: 0 A*' cs oS-o?: stens zu einem Teilerfolg des Aufstandes kommen. Von einigen Beobachtern werde sogar eine vollständige Ausschaltung der Gemäßigten, die Abschaffung der politischen Parteien und der Ueberreste des parlamentarischen Systems vorausgesagt. In diesem Falle seien sehr weitreichende Folgen in Japan selbst und im Auslande zu erwarten. Der Eindruck in Mandschukuo. D a i r e n , 28. Febr. (Ostasiendienst des DNB.) Die Ereignisse in Japan haben in der Mandschurei krfchetm täglich, außer JMV Ä ä Annahme von Anzeigen Sonntags und Feiertags ▼ * ▼ für di- Mittag-numm-r Ä: SE /<▲ < Ä Ml A A AA ■ « 444 444 bis8..Uhrd°s«°rm.t.ags Heimat im Bild. Die Scholle M M ■■ ■ ■ AW Grundpreise für 1mm hohe Monats vezugrpreir: DR ■ B B B B B B B B B B B für Anzeigen Mit 4 Beilagen RM. 1.95 ■■ W | BT H |f I I BT I /III W IT III W I Breite 7 Rpf für Text- Ohne Illustrierte , ■ B B BW. B B B ▲ jH B B B W B . B anzeigen von70mm Breite Zustellgebühr .. „ ■ B B «k B W I BL 50Rpf.,Platzvorschnft nach Auch bei Nichterscheinen ■ B B B ▼ B vorh.Derembg.25°/„ mehr. ^oIÄ"er7!= Kr V w Srundpr-,,-- -WM General-Anzeiger sür lvbechesien -WM ” n ®,eornfinf Botschafter von Ribbentrop, Gauker Sprenger, den Führer der NSKOV. Dberlinbober, Generalmspektor Dr. Todt, die Reichsfrauenschaftsführerin Frau Scholz-Klink u. a. Berlin, 28. Febr. (DNB. Funkspruch.) Im Mittelpunkt der 10. Vollsitzung der Akademie für Deutsches Recht am Freitagvormittag stand ein Vortrag des Direktors des Königlich-britischen Instituts für zwischenstaatliche Angelegenheiten Professor Toyndees (London) über „Friedliche Revision". Professor Toynbee hob die große Bedeutung der Frage für die Zukunft Deutschlands und Englands und der ganzen Welt hervor. Die Frage laute: sollen die internationalen Beziehungen zwischen den Völkern verschiedener Staaten in Zukunft vom ober Außendienst wird in den Truppführerschulen bzw. Feldmeisterschulen festgestellt. Der Ausbildungsgang für die Anwärter der V e r w a l - t u n g ist genau derselbe wie der der Anwärter für den Außendienst; für die untere Führerlaufbahn bis zum erfolgreichen Besuch der Trupp« sührerschule, für die mittlere Laufbahn bis zum erfolgreichen Besuch der Feldmeisterschule. Amtswalter können nur Führer des Reichsarbeitsdienstes werden, wenn sie die für ihren Dienstgrad oorgeschriebene Altersgrenze erreicht haben, aber auf Grund ihrer Fähigkeiten noch weiterhin im Reichsarbeitsdienst belassen werden können. Die E i n st e 11 u n g als Anwärter für die Führerlaufbahn kann nur zu den Einstellungsterminen am 1. April und 1. Oktober eines jeden Jahres erfolgen. Die Meldung muß bis spätestens zwei Monate vor dem Einstel« lungstermin bei den nachstehenden Gruppen erfolgt fein: Reichsarbeitsdienstgruppe 250 Montabaur, 251 Nassau a. d. Lahn, 252 Königstein, 253 Gonsenheim, 254 Darmstadt, 255 Bensheim, 257 Wiesbaden. Irgendwelche Kosten entstehen bei der Ausbildung nicht. Taschengeld: Arbeitsmann 0,25 Mark täglich, Vormann 0,50 Mk. täglich, Obervormann 0,75 Mk. täglich, außerplanmäßige Truppführer 1 Mk. täglich. Ab planmäßiger Truppführer gilt die Besoldung nach dem Reichsarbeitsdienstbesoldungsgesetz. Weiterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Mit verstärktem Druckfall hat sich der Schwerpunkt der Wirbeltätigkeit vom Mittelmeer in das Nordseegebiet verlagert. Dementsprechend setzte eine Zufuhr polarmaritimer Luft ein, die bei ihrem Eindringen in die feuchte und mildere Luft Anlaß zu verbreiteten Niederschlägen gab. Im Bereich der polarmaritimen Luft setzten im Gebirge Schneefälle ein, die auch in unseren Nachbaraebirgen zu Sportmöglichkeiten geführt haben. Im Bereich des ausgedehnten Tiefdruckgebietes bleibt der Witterungscharakter noch unbeständig, aber nicht durchweg unfreundlich. morgens 0,9 Grad. Maximum 3,5 Grad, Minimum heute nacht 0,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 28. Februar: abends 1,7 Grad; am 29. Februar: morgens 1,6 Grad Celsius. Dintersport-Wetternachrichten. Vogelsberg. Hoherodskopf: Nebel, — 5 Grad Celsius, 15 Zentimeter Gesamtschneehöhe, 15 Zentimeter Neuschnee, Pulverschnee, Ski gut, Rodel mäßig. — Herchenhainer Höhe: Nebel, —5 Grad Celsius, 12 cm Gesamtschneehöhe, 12 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Rhön. Wasserkuppe: Nebel, —6 Grad Celsius, 15 cm Gesamtschneehöhe, 12 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Schwarzwald. Feldberg: heiter, —6 Grad, 50 cm Gesamtschneehöhe, 4 cm Neuschnee, Pulverschnee, Ski und Rodel gut. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. 1.36: 11 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Professor Toynbee (links) im Gespräch mit Reichsminister Dr. F r a n t. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Recht oder von Macht und Gewalt beherrscht werden, wie dies in der Vergangenheit fast ausschließlich der Fall gewesen ist? Professor Toynbee stellte die beiden Seiten des Rechts gegenüber, die repressive Seite, die eine unter Verletzung des bestehenden Rechtszustandes vor sich gehende gewaltsame Aenderung des Status quo verhindert oder jedenfalls zum Stillstand bringt, und die k o n st r u k t i v e Seite, die eine friedliche Aenderung des bestehenden Zustandes durch ein verfassungsmäßig begründetes rechtliches Verfahren vorsieht. Die repressive Seite des Rechts nähme bei der Anwendung auf internationale Beziehungen die Form der „kollektiven Sicherheit", die konstruktive Seile die Form der „friedlichen Aenderung" an. Diejenigen , die begütert und mit ihrer gegenwärtigen Stellung zufrieden seien, kümmere mehr die repressive Seite des Rechts, d. h. die ,,to j l e r = tive Sicherheit", diejenigen, die nicht begütert und unzufrieden seien, mehr die konstruktive Seite des Rechts, d. h. die „friedliche Aenderung". Die drei unzufriedenenGrohmächte feien Deutschland, Italien und Japan. Gelänge es, die Forderungen dieser drei Großmächte auf friedlichem Wege zu erfüllen, wäre es nicht so schwer, auch den Forderungen der kleineren, nicht zu frieden gestellten £ anbei Ungarn unb Bulgarien auf dem gleichen Dege Genüge zu tun. könnte eine friedliche Aenderung nicht erzielt werden, so sei die dann entstehende Gefahr die Gefahr eines Krieges unter Großmächten, der d i e Z i v i - lisation zerstören würde. Die materiellen Forderungen der drei genannten Großmächte seien die politische Befreiung 9e™J' Gebiete, eine Abflußmöglichkeit für den Bevolke- rungsüberschuß, Zutritt zu fremden Nay- rungs- und Rohstoffquellen und z fremden Märkten. x , .. Während es in der Gegenwart innerhalb d°r Grenzen des Reiches kaum mchtdeufiche Beoolke rungsteile gäbe, lebten außerhalb des R-i° cb e s Zahlreiche Volksgruppen, die nicht nur Der Sprache, sondern auch der politischen Gesinnung nach deutsch seien. 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Von da ab hat ihn seine Tätigkeit von Triumph zu Triumph geführt, überall umfubelt man Furtwängler und mit ihm das Berliner Philharmonische Orchester, das er seit 1928 leitet. Bei Furtwängler gibt nicht die technische Begabung den Ausschlag, es ist vielmehr jenes geheimnisvolle Fluidum, das von seiner Persönlichkeit ausgeht und sich gleich stark auf Spieler und Hörer überträgt und auswirkt. Er ist fanatisch von der Musik besessen und verläßt die reproduktive Sphäre des Nachschaffenden, um zum bewußt selbstschöpferischen Gestalter zu werden. Seine Hauptwerke, die er immer wieder zum tiefsten Erlebnis werden läßt, sind die Klassiker und Romantiker, von Mozart bis Strauß und Brahms. Diese Schöpfungen sind seinem innersten Wesen am nächsten. Hier ist das Reich, das er souverän beherrscht. Wer von ihm Brahms, Beethoven 6 Große deutsche Dirigenten Oie künstlerische Persönlichkeit in der Musik. Don Dr. $. 3- Ewens. — Mit einer Zeichnung von Knoth. Sven Hedin als Maler. Aus Büchern und Ausstellungen wissen wir, daß der berühmte schwedische Forscher Sven H e d i n auch zeichnen und malen kann. Farbige Wiedergaben seiner Bilder, die neben dem künstlerischen auch wissenschaftlichen Wert haben, denn oft mußte die Hand an Stelle des photographischen Apparates treten, werden zum erstenmal im Märzheft von Delhagen & Klasings Monatsheften gezeigt, und Sven Hedin selbst plaudert aufschlußreich darüber, wie er zum Malen kam und was ihm diese Kunst bedeutet: „Eine Skizze ist eine Stütze für die Erinnerung. Eine Landschaft, die ich gezeichnet habe, vergesse ich niemals. Ich bin ja dagesessen und habe sie mit unverwandter Aufmerksamkeit festgehalten und erinnere mich an alle Einzelheiten dieser Stunde — welche Jahreszeit es war, ob ich fror oder nicht, ob die Stimmung in der Karawane gut oder unruhig war, ob wir Mangel oder reich- liche Vorräte hatten, woher wir kamen und wohin es ging. Die Skizzen sind wie eine Reihe von Meilensteinen, zwischen denen ich wieder wandere, von Tag zu Tag durch das große Asien." peier Raabe. Wir beschließen unsere Reihe von einem Hinweis auf Generalmusikdirektor Dr. Peter Raabe, den langjährigen Städtischen Kapellmeister von Aachen, der seit dem Sommer vorigen Jahres der Präsident der R e i ch s m u s i k k a m m e r ist. Die Kulturarbeit, die Raabe in der Grenzstadt Aachen im Laufe seiner 15jährigen Tätigkeit geleistet hat, läßt sich nicht in wenigen Zeilen auch nur annähernd übersehen. Als besonders bemerkenswert möge die Feststellung dienen, daß innerhalb dieser Zeit in den Städtischen Symphoniekonzerten nicht weniger als 159 U r - und Erstaufführungen zu verzeichnen waren. Er hat auch Aachen mit Bruckner bekannt gemacht und durch eine systematische Brucknerpslege diesen Meister der Hörergemeinde erschlossen. Wie Raabe als deutschbewußter Kulturpolitiker stets seinen geraden Weg gegangen ist, so ist auch seine Orchesterleitung getragen von jener Grobheit und Klarheit, die das Werk aus der großen Linie heraus formt, indem er keinen höheren Willen kennt, als den des Komponisten, dessen Werk er nachgestaltet. Welt sei. Zuweilen warf der Alte eine Handvoll Olivenzweige ins Feuer, oder ein Stück knorriges altes Rebenholz, das blaue und grüne Flämmchen gab, zuweilen gähnte die Wirtsfrau, und als sie es häufiger und tiefer tat, sagte ich gute Nacht, drückte allen die Hände und ging in meine Kammer, vor deren Fenster kühl und einschläfernd der Regen sang. ten und darin eine einsame, zur Zeit unbewohnte und etwas verwahrloste Villa, dort ruhte lch unter alten Zypressen aus und sah auf der grünen Ebene breite Schatten und schmale Sonnenbander wechselnd spielen. Ich sah Assisi und sah in seiner Nähe die Portiuncula liegen, heilige Orte, und alle verklärt von dem Liebreiz und Zauber, den der heilige Franz und die alte umbrische Kunst in d,es ßaUnö9Öarnn)^ging' ich dieser franziskanischen Kunst -in wenia nach-, außer m Assisi ist nirgends bessere Gelegenheit dazu als hier in Montefalco. Ich ab in Kirchen und in Kreuzgangskapellen, über Portalen und über Altären alte Fresken voll zarter freundlich frommer Gestalten, schöne gütige Madonnen und jünglinghaste anmutige Heilige^ Fromme Bilder aus der Biblischen Geschichte und aus den Heiligenleben, manche schwermütig ernst und manche inbrünstig demütig, andere auch kmder- frühlich und lachend. Ich sah auch ein anderes, seltsames, seltenes Bild, das ich nicht vergessen will. Ich sah in einer Kirche, die beim Spoletaner Tor liegt, und deren Namen ich vergaß, eine junge Frau aus dem 15. Jahrhundert einbalsamiert und wohlerhalten in einem qläsernen Sarge liegen. Sie ist ganz m reiche Stoffe oek'eidet, von ihr selbst sieht man nur das Gesicht, dessen Formen vollkommen erhalten sind. Die schöne Tote eine Edeldame aus dem Quattrocento, gleicht sehr 'den Bildern aus jener Zeit, die wir kennen, den scharf umrittenen Florentiner Adelsgesichtern, wie sie Ghirlandajo und Botticelli und Filippo Lippi gemalt haben. Ein liebenswürdiger Priester, den ich unterwegs in der Stadt angetroffen und der mich geführt hatte, zeigte mir den Sarg. Er ist in einem Altar verborgen und mit vielen Laden und Schlössern verwahrt, die mein freundlicher Führer mir öffnete. Darin liegt still die schöne Tote und schläft durch die Jahrhunderte, merkwürdig und ein wenig unheimlich und doch voll rührender Anmut. Nach ihrem Namen mochte ich nicht fragen, und ich weiß nicht, ob man ihn kennt Gegen Abend verdüsterte sich der Himmel von neuem, und schwere Regengüsse rauschten über die tote steinerne Stadt, in deren Mauern ich keinen einzigen Baum gesehen zu haben mich erinnere. Das Wasser rann in kleinen raschen Bachen über die glatten Fliesen durch die Gassen bergab, kein Mensch noch Tier war draußen zu sehen. Durchnäßt und frierend suchte ich nun das einzige kleine Gasthaus auf, wo ich em Abendessen bestellte und als einziger Gast in einem sehr hohen, kalten, steinernen Saale saß, zu dessen hoch angebrachten zwei Fenstern kleine Steintreppen hinauf- Ein Gegenpol zu den beiden Genannten Wilhelm Furtwängler. Er ist eine Erscheinung, die einmalig sein dürste. Der unerhörte Aufstieg dieses Dirigenten datiert aus der Zeit vor etwa 15 Jahren, seitdem er der Leiter der Sinfonie- Kari Böhm. In der alten Musik- und Theaterstadt Dresden wirkt der junge Oesterreicher Karl Böhm. Er kommt von Graz her, hat in Wien bei Mandy- czewski studiert, ist Kapellmeister an der Münchener Hofoper, geht nach Mannheim, von dort nach Hamburg, wo ihn ein langjähriger Vertrag als Nach- folger von Pollak bindet. Auf persönliches Eingreifen unseres Führers gibt Hamburg diesen hochbegabten Mann frei, der in Dresden an führender Stelle die Leitung des Musiklebens übernehmen soll: Aufbau des Dresdner Opernspielplans und des Konzertlebens ist seine Aufgabe. Er hat schon viel seit Beginn seiner Tätigkeit erreicht. Böhm ist nicht nur Musiker, er ist Organisator, er ist ein Entdecker verborgener Talente, wie der Fall Wagner-Regeny zeigt. Böhm ist so gut Opernkapellmeister wie Konzertdirigent. Man rühmt, daß er in der Oper mit außerordentlichem Feingefühl das Dramatische einer Musik, ihre opernmäßige Funktion spürt. Bekannt ist feine Befähigung, Steigerungen groß anzulegen und von der ersten Verhaltenheit in einem gleichmäßigen, keinen Augenblick nachlassenden Anstieg zum Höhepunkt zu führen. Dem Konzertdirigenten spricht man eine besonders charakteristische Farbengebung und eine bis ins Feinste gelockerte Bewegung zu. Ein Dirigent, der den Stil eines Komponisten, ob Bach, Brahms oder Strauß instinktiv bis in die letzten Feinheiten erfaßt. Hermann Abendroth. Greifen wir zum Schluß aus der Fülle der Namen noch drei markante Persönlichkeiten heraus, die uns für das deutsche Musikleben besonders wichtig erscheinen: Abendroth, Eugen I o ch u m und Raabe. Abendroth, ein geborener Frankfurter, begann feine Laufbahn in Lübeck, kam bann nach Essen, von da 1915 nach Köln als Nachfolger Steinbachs, wo er als Generalmusikdirektor und Direktor des Konservatoriums fast zwanzig Jahre die musikalischen Geschicke der rheinischen Metropole leitete. Auch als Organisator hat sich Abendroth große Verdienste erworben. Seit 1934 ist er Gewandhauskapellmeister in Leipzig und hat damit einen der wichtigsten musikalischen Posten in Deutschland inne. Von dem Dirigenten Abendroth strahlt ein frisches lebensbejahendes Musizieren aus ohne jene Tüfteleien, mit denen sich so viele Kapellmeister interessant machen wollen. Zahllose Konzertreisen im In- und Ausland haben den Ruf Abendroths als eines der bedeutendsten deutschen Orchesterleiter längsten hinausge- tragen. geheimnisvollen Kräfte des Fluidums besonders zum Ausdruck kommen. Wie Furtwängler als Musiker eine ungemein starke Persönlichkeit ist, so Überrascht auch die äußere Technik seines Dirigierens. Er dirigiert mit äußerster Gelockertheit der Bewegungen und nur bei großen Krescendi und Forte-Ausbrüchen läßt er eine bann allerbings sehr intensive Spannung des Körpers eintreten. Iran; Adam. Unter ben Dirigenten, die mit ber nationalsozialistischen Bewegung auf das engste verwachsen sind, ist an erster Stelle der Leiter des N S. - R e i ch s - Sinfonie-Orchesters Franz Adam zu nennen, der feine Meisterschaft durch zahlreiche Konzerte nicht nur in München, sondern in fast allen größeren Städten des Südens und des Westens bewiesen hat. Er ist ein echter Bayer, 1885 in München geboren, war ursprünglich Klarinettist, dann Rundfunkkapellmeister. Als solcher wagte er es zum ersten Male im bayerischen Rundfunk 1924 eine Bruckner-Sinfonie zu senden, ein wegen der damaligen akustischen Verhältnisse sehr wagemutiges Unternehmen. Noch vor dem Umbruch bildete Adam ein neues Orchester, bas er durch unermüdlichen Fleiß nach Ueberroinbung zahlloser Schwierigkeiten zu einem leistungsfähigen Jnstrumentalkörper entwickelte. Das erste Auftreten bes Orchesters im Münchener Zirkus Krone war ein Triumph ohnegleichen. Es folgte bann eine kleinere Konzertreise durch Süd- beutschlanb, bie ebenfalls Erfolg hatte. Zeitweise war dieses Orchester, bem Abolf Hitler die Bezeichnung „NS.-Reichs-Sinfonie-Orchester" zulegte, sogar „staatsgefährlich". Im Winter 1932 verbot ber Münchener Polizeipräsibent einen Schubert- Bruckner-Beethoven-Abenb, weil er geeignet sei, „politische Leibenschaften" zu entfachen. Das Verbot hatte „vollen Erfolg", inbem bas Orchester nun erst recht in den Mittelpunkt bes Interesses gerückt würbe. Seitbem hat bas Reichsorchester zahlreiche Reisen unternommen. Am Saarkampf haben ebenfalls Adam und die Seinen durch eine Reihe Konzerte im Saargebiet sich aktiv beteiligt. Adam brachte dabei das Kunststück zuwege, gerade Reger in seinen Volkssinfoniekonzerten dem einfachen Mann näher zu bringen, ein Beweis für die Eindringlichkeit seines Musizierens. führten. Es wurde ein blechernes Becken mit glimmenden Holzkohlen gebracht und zu meinen Füßen auf den Ziegelboden gestellt. In den Mantel gewickelt, den Hut auf dem Kopf, die Füße über die kleine Kohlenglut gestreckt, faß ich da, betrachtete im unsicheren Ampelschein die an den hohen Wänden aufgehängten Bildnisse der Königsfamilie und sang vor mich hin ein paar schwäbische Volkslieder in die Kälte und Dunkelheit hinein, bis der Wirt mit Wein und Essen kam Nach einer guten Mahlzeit mit Reis und etwas Hammel und frischem Ziegenkäse saß ich, noch immer etwas fröstelnd, am Tische und rauchte schwarze italienische Zigarren. Doch hielt ich es nicht lange so aus. Nach einer Weile verließ ich den viel zu großen, finstern und unheimlich stillen Raum und strich, Wärme suchend, durch das Haus. Da fand ich hinten in der kleinen Küche den Wirt, die Wirtsfrau und deren uralten Vater behaglich am strahlenden offenen Reisigfeuer bei der Feuerstelle kauern. Auf den Backsteinen flackerte hell und brav das Feuerchen, und der zarte blaue Rauch verlor sich im ungeheuren schwarzen Schlund des offenen Rauchfangs. Ich fetzte mich zu ihnen auf eines der ganz niedrigen Strohftühlchen, und freute mich der schönen Wärme und des Flackerscheins, der an den Mauern hinspielte, überall Schattentheater wachrief und hier und dort in den Gefäßen aus Kupfer und Zinn blank aufstrahlte. Sogleich wurde ich von den Leuten gefragt, was ich denn da vorher für Lieder gesungen habe. Sie hatten mich also gehört. Ich sang einige davon noch einmal und fragte, wie sie ihnen gefielen. Der Wirt lächelte und lobte die Lieder sehr, wollte mir aber durchaus nicht glauben, daß es keine Kirchenlieder feien. Ich hatte Lieder gesungen wie „Jetzt gang' i an's Brünnele" und andere, die bei uns für recht weltlich gelten und keineswegs zu den heiligen Hymnen aerechnet werden. Ich fühlte, daß weder die Lieder selbst noch mein Gesang hier so richtig ästimiert würden, aber artig sind die Italiener stets, und so wurden denn die Lieder gelobt, und die Wirtin ging und holte, als Dank für meine Leistung, eine Flasche alten Wein, die wir gemeinsam austranken. Das Feuer loderte und knisterte und trieb zischende Gase aus den zum Teil noch grünen Prügeln aus Kastanienholz. Des Wirtes kluger, hübscher Hühnerhund, mit Namen ©raffe, rieb seinen schönen Kopf an unfern Knien und dehnte seine Flanken genießerisch an der Herdwärme, wir sprachen von Florenz und von Rom und von ber Schweiz und von Deutschland, und wie groß d>e Einen Dirigenten im Sinne unserer heutigen Ge- rcralmusikdirektoren und Pultoirtuosen gibt es noch car nicht so lange. Kaum hundert Jahre ist die Ent- ivicklung alt, zu der der Opernkomponist Weber und Louis Spohr den entscheidenden Anstoß gaben. Früher war der führende Orcheftermufiker i»on feinem Pult aus gleichzeitig der Dirigent, oder er saß am Cembalo und leitete von dort aus die Aufführung. Von Weber und Spohr geht dann Der Weg über Liszt und Wagner zu Bülow, ter den Dirigenten zum unumschränkten Herrscher >cs Orchesters machte. Heute ist der Dirigent die Seele des Orchesters. Seine künstlerische Persönlichkeit erst formt aus der Partitur das Kunstwerk. Diese nach- fchaffende Leistung des Dirigenten ist erstaunlich in ihrem Ausmaße, obwohl das Werk in der Partitur nebst allen Einzelheiten wie.Tempo und Dynamik genau feststeht. Demgemäß könnte man zu dem Schluß kommen, daß der Dirigent lediglich auf den technischen Ablauf des Werkes, ähnlich wie der Inspizient beim Bühnenstück zu sorgen habe, und daß es infolgedessen ziemlich gleichgültig sei, wer dem Orchester vorsteht, wenn der Leiter nur gewissenhaft die technischen Funktionen ausübt. Dem ist ober keineswegs so. Erst durch die ©uggeftion, die der Dirigent auf seine Musiker ausübt, wird das Werk dem Hörer näher gebracht. Temperament und Persönlichkeit des Dirigenten find von wesentlicher Bedeutung. Voraussetzung eines guten Kapellmeisters sind absolute Beherrschung der Partitur, klare und eindeutige Schlagtechnik und jene Eigenschaft, die den Dirigenten über den Techniker hinaus zur Persönlichkeit stempelt! Wirkung auf Spieler und Hörer, die von der äußeren Erscheinung und der Geste des Dirigenten nicht unabhängig ist. Daß sich dabei die einzelnen Meister des Taktstocks sehr stark von einander unterscheiden, wollen wir im folgenden an einigen kurzen Charakteristiken unserer größten deutschen Dirigenten feftftellen. Richard Strauß. Oas Rezept auf dem Rücken. Als der Weinsberger Arzt Justinus Kerner einst mit feinen Kindern einen Spaziergang machte, holte ihn ein Bote ein, der ihn dringend um ein Rezept für einen Krankheitsfall ersuchte. Kerner, der weder Papier noch Bleistift bei sich hatte, begann sich nicht lange, sondern hielt einen vorübergehenden Weinsberger Bürger auf. ,.Jhr habt wohl auch keinen Bleistift und Papier bei Euch, Hans Jörg?" In der Tat verneinte es der ehrsame Bürger. „Aber ich habe ein Stück Kreide." „So kommt, Hans Jörg, und haltet Euren breiten Rücken her. Auf Eurem blauen Wams läßt sich prächtig ein Rezept schreiben. So! Jetzt geht Ihr beide zusammen in die Apotheke nach Weinsberg, und du, Bote, sorgst mir dafür, daß niemand dem Hans Jörg auf den Rücken klopft. Umbrischer Vorfrühlingstag. Don Hermann Hesse. Der Vorfrühling hatte mich wieder einmal über die Berge gelockt, in den Süden, und ich reiste mit kleinen Aufenthalten über Bologna, Florenz, Arezzo auf altoertrauten Wegen, um einmal wieder em Stück durch das grüne Umbrien zu wanderm Und eines Tages kam ich von 8D1,9n° $ an einem kleinstädtischen Maskenball zu Gast gewesen war. bei Regen und tiefem Schmutz in das Bergstädtchen Mantesalco hinauf Es liegt so kühn und sieht so fest und trotzig und kneg-r^ch aber es ist heute einer der friedlichsten Orte der Welt eine stille Sammelstätte der franziskanische Kunst. Durch das alte Tor führt eine ena und finster bergauf, und was man sieht um &ÄÄ5 SÄ.« schönes und eindringliche hr;r(4ie Landschaft, hundert kleinere Orte, D Ner ^and voll Ge- ÄS üftgire ä stürmen ineinandergepreßte W Einklang der Donner eines «rupimg y erfd)ienen Seine fahlgelbe, S^lle kurze Sonn ßanö= bald da, bald dort tn der neftg y 9 Kloster, schäft, ließen eine ferne Stadt, Krüm- einen Bergrücken oder diew nlmeu(f)ten, und mung eines Flußlaufes ?^erh ft a^s^^G Strich- ver chwanden nach wenigen 9 über das weife fiel Regen, undplotzüch Wrang ganze Land und den halben Himmel wen unu i o ein Regenbogen. h miafc, ging £ &3.WÄ«- dirigiert. Die Musiker, die unter ihm gespielt haben, wissen manche Einzelheiten davon zu erzählen. So schreibt ein Orchestermusiker, der viele Jahre mit Strauß zusammengearbeitet hat: „Mehr aber wurden wir in Erstaunen versetzt durch das gute, ja hervorragende Gelingen von wenig ober mit uns gar nicht vorbereiteten Aufführungen, an die mir selbst zuweilen mit Zagen gingen. Neuheiten ber Sinfonieprogramme würben vielleicht zweimal, häufig nur einmal fast ohne Unterbrechung und ohne Tüftelei burdjgefpielt. In ber am folgenden Mittag stattfindenden öffentlichen Generalprobe entwickelte sich bie Darstellung ber Neuheit und steigerte sich abends zur Vollendung. Hans pfitzner. Auch Hans P f i tz n e r ist eine Doppelbegabung. Auch er ist ein Dirigent von Format, der nicht nur seine eigenen Werke meisterhaft zu Gehör. bringt, sondern der auch als Opern- und Konzertdirlgent immer wieder seine Hörer in den ®a.nnt.!$la9t- Mit Recht schrieb vor etlichen Jahren em suddeut- Einer unserer bedeutendsten Dirigenten Richard Strauß, eine seltene Doppelbegabung, die in der Musikgeschichte nicht häufig ist. Meist find unsere Komponisten nur mittelmäßige Dirigenten. Man denke nur an Schumann, Brahms und andere. Wenn auch Strauß jetzt seines hohen Alters wegen nur noch selten am Pult erscheint, seine Leistungen als Dirigent der Meininger Hofkapelle und der Berliner Staatsoper sind nicht vergessen. Strauß gilt besonders als unübertrefflicher „Prima vista^ = Dirigent, ber bie schwersten Werke ohne Prob e vom Blatt scher Kritiker: „Pfitzner besitzt nicht das äußerlich sichtbare Temperament des rücksichtslosen Draufgängertums, aber die volle seelische, geistige und technische Beherrschung der Partitur. Er ist ein Meister feinster Linienführung, ist ein Dynamiker und Rhythmiker ersten Ranges, und nicht zuletzt leitet ihn höchste Besonnenheit, jene, die die Materie nach feinem Willen gestaltet, ohne in das objektive Bild bes Nachzuschaffenben nicht zu recht- fertigenbe Eigenwilligkeiten hineinzutragen." Pfitzner ist ber „f a ch l i ch st e D i r i g e n t", ben man sich benken kann. Trotzdem fesselt seine Leistung immer roieber, eben weil er ganz aus bem innersten Gefühl heraus uns bie Werke nahebringt. Wilhelm Furtwängler. Mlelmeermd Weltverkehr Äon Otto Eorbach Als Kaiser Karl V. der Seeräuberei im westlichen Mittelmeer ein Ende bereiten wollte, setzte er sich an deralgerischenKüste fest und errichtete auf steiler Höhe einige Festungswerke. Dann suchte er eine große Armee zu landen, um den gefährlichsten nordafrikanischen Raubstaat zu vernichten. In einem furchtbaren Sturm gingen 150 seiner Schiffe mit 8000 Mann zugrunde, während die schon an Land gesetzten Truppen von den Söhnen des Propheten ins Meer getrieben, nieder- gemetzelt oder zu Gefangenen gemacht wurden. Die Zahl dieser Gefangenen soll so groß gewesen sein, daß man einen Christen-Sklaven für eine Zwiebel kaufen konnte. Hassan, der Pirat, hatte mit Hilfe des Sturmes und des Propheten die Soldaten des Kreuzes und den spanischen Adel unter Führung eines Alba, eines Ferdinand Cortez, eines Gonzaga und Doria geschlagen und damit die Seeräuber-Freiheit im Mittelmeer gegen die auserlesenste Armee jener Zeit verteidigt. Es dauerte fast drei Jahrhunderte, bis Frankreich den Versuch Karls V. zu wiederholen waate und dabei von Erfolg gekrönt wurde. Inzwischen hatte die Dampfschiffahrt die Verkehrsverhältnisse im Mittelmeer grundstürzend geändert. Es bedurfte nur noch des bald ausgeführten Durch ft iches der Landenge von Suez, um das Mittel- meer aus einer Sackgasse in eine Hochstraße des modernen Seeverkehrs verwandeln; ein Umschwung, dessen sich der Nordeuroväer als Haupt- Nutznießer des Wechselverkehrs zwischen „alter" und „neuer" Welt, den die Ueberwindung der Wasserwüste des Atlantik ermöglichte, heute erst durch schmerzhafte Erfahrungen bewußt wird. Mußte die ozeanische Großschiffahrt, um sich entfalten zu können, das Mittelmeer zunächst links liegen lassen, so hatte es dieses Schicksal entgegen einer allgemein vorherrschenden Geschichtsauffassung auch reichlich verdient. Man hatte ihm wenig zu verdanken. Das einstmalige Frachtschiff mit viereckigem Segel, das das Mittelmeer früher befuhr, war im 13. Jahrhundert noch fast dasselbe wie im dritten; der Kreuzmast und das lateinische Segel, die hinzugekommen waren, verdankte man den Arabern. Diese aber hatten ihre Segelkunst auf dem Indischen Ozean entwickelt, dessen regelmäßige Winde und davon abhängige Meeresströmungen sie dabei begünstigten. Auf dem Mittelmeer boten unregelmäßige und oft plötzlich umspringende stürmische Winde, damit abwechselnde Windstillen, auf widerstrebenden Strömungen in klippenreichen Sunden sich ergebende Wirbel, (Anlaß zur Sage von der Scilla und Charybdis), Kürze und Steilheit der Wellen und viele andere Eigentümlichkeiten der Schiffahrt besondere Schwierigkeiten und Gefahren. Man kam vom Ruder nicht los, und das Segel trat meist nur in Funktion, um erschöpften Ruderknechten eine Erholungspause zu gönnen. Das typische Schiff des Mittelmeeres würbe die Galeere, die sich mit der ihr entsprechenden Sklaverei bis hoch in die Neuzeit zu behaupten vermochte. Für den Besitzer einer schnellfahrenden Galeere lohnte ich jedoch die Seeräuberei besser als die Handelschiffahrt, mußten ihm doch kleinere und langsamer ährende Schiffe leicht zur Beute fallen. Es haftete auch dem Piratenwesen ursprünglich kein Makel an, bedeutet doch „peirates" im Griechischen einen „Wagenden". Das Ueberhandnehmen des Piraten- tums, dem besonders die schluchtenreiche nordafri- kaniscye Küste ideale Schlupfwinkel bot, wurde zur treibenden Kraft für Die Entwicklung des Seewesens. Die großen Fahrten, die die Jahreszeitenwinde (Monsune) fernöstlichen Dschunken ermöglichten, erregten noch im dreizehnten Jahrhundert das Staunen Marco Polos. Er schrieb über die Fahrten der Chinesen nach den Gewürzinseln: „Sie brauchen ein ganzes Jahr für die Reise; denn sie gehen im Winter und kehren im Sommer zurück. In diesem Meer gibt es nämlich nur zwei Winde, die wehen. Der eine führt sie hinaus, der andere bringt sie in die Heimat zurück, und der eine von ihnen weht den ganzen Winter, der andere den ganzen Sommer." Diese günstigen Bedingungen für die Ausnutzung der Windkraft durch Segler hatte schon in vorgeschichtlicher Zeit die Ausbreitung der Malaien und Polynesier über weite Wasserstrecken zwischen den Inseln des südwestlichen Pazifik erleichtert, wobei ihnen in manchen Richtungen auch der Südost-Passat zustatten kam. Natürlich konnten auf diese Weise nur die inselreichen westlichen und südwestlichen Randgebiete der riesigen Wasserwüste des Stillen Ozeans überwunden werden. Die Linie des geringsten Widerstandes für die Segelkunst asiatischer Küstenvöl- ker führte durch den Indischen Ozean. Hier entwickelte sich frühzeitig ein reger Seeverkehr zwischen den Küsten Asiens und Afrikas und zwischen dem Fernen Osten oder Indien und den Ausgangspunkten der Ueberlandwege zum Mittelmeer und nach Osteuropa. Die Phönizier, die zuerst die Mittelmeerschiffahrt entwickelten, saßen ursprünglich an der Küste Irans, nachdem sie vorher als Wüstennomaden sich nach den Sternen zu orientieren gelernt hatten. Von ihnen übernahmen die G r i e • ch e n und — auf dem Umwege über Karthago — die Römer die im Indischen Ozean erworbenen Kenntnisse und Fertigkeiten für die Schiffahrt, samt den Grundbegriffen einer nautischen Astronomie. Im Gegensatz zu den Verhältnissen im Indischen Ozean geriet der friedliche Handelsverkehr zur See im Mittelmeer von Anfang an in starke Abhängigkeit von Ruder-Kriegsschiffen, die späteren „Galeeren". Die Karthager verfügten bereits über Kriegsfahrzeuge mit fünf Reihen von Ruderbänken, „Quinquereme", wie sie im Lateinischen genannt wurden. Ein solches Wunder frühgeschichtlicher Schiffsbautechnik sttandete während eines Sturmes nach Ausbruch des ersten puniscken Krieges an der italienischen Küste und diente den Römern als Modell, wonach sie sich eine der karthagischen ebenbürtige Flotte bauten. Ihr einmal geweckter Ehrgeiz für die Entwicklung einer starken Seemacht ruhte nicht, bis sie mit ihrer Hilfe nach Ueberwindung Karthagos alle Randländer des Mittelmeeres unter ihre Herrschaft gebracht hatten. Dem Untergange Roms folgten Jahrhunderte vorwiegender Seeräuberei im Mittelmeergebiet, bis die Araber ihre Herrschaft über Nordafrika bis nach Spanien ausgedehnt hatten. Wohl entwickelte sich unter ihnen wieder ein schwungvoller Handel zwischen Morgen- und Abendland, aber für dieses um den Preis hoher Tribute an die Söhne des Propheten. Die teilweise Ablösung der Araber durch Türken verschlimmerte nur die Lage des Abendlandes, da sie zu völliger Sperrung der alten Handelswege führte. Der Kampf gegen die Handelsmonopole der Jslambekenner bildete den materiellen Inhalt der durch religiöse Impulse entfesselten Kreuzzüge. Wenn das Scheitern der Kreuzzüge den Wagemut des Zeitalters der ozeanischen Grotz- s ch i f f a h r t auslöste, so darf man nicht übersehen, daß die Araber, wie vor ihnen die Phönizier, inzwischen wichtige nautische Fortschritte aus dem indopazifischen Raum in das Mittelmeergebiet übertragen hatten, wie z. B. das sogenannte „lateinische Segel", den Kompaß und eine bessere Orientierung nach den Sternen. Die unmittelbaren nautischen Leistungen altansässiger Mittelmeervölker hätten zur Vorbereitung der Fahrten von Christoph Columbus und Vasco da Gama längst nicht aus- gereicht. Die Entfaltung des späteren großartigen Wechselverkehrs zwischen „alter" und „neuer" Welt aber war Dorroiegeno das Werk nordischer Seefahrer. Schon zu den Zeiten der alten Römer fuhren an der Westküste Galliens die Veneter unter Ledersegeln sowohl auf Handel, wie in den Krieg. 500 Jahre vor Columbus ließ eine den mittelmeerischen Schiffern weit Überlegene Seetüchtigkeit kühne Wikinger einen entlegenen Teil der „Neuen Welt" entdecken; nur fehlten damals die allgemeinen Vorbedingungen, diese Tat für eine Entfaltung vorhandener Expansionslust und -fähig- keit auszunutzen. Die harte Schule, die der Nordländer in ihren heimischen Gewässern durchmachte, erklärt jedoch den Vorrang, den sie später im Wettbewerb um die Entwicklung der ozeanischen Groß- schiffahrt errangen. Erst die D a m p f s ch i f f a h r t konnte in Verbindung mit dem Durchstich der Landenge von Suez die Verödung überwinden, der die Mittelmeerwege in der Neuzeit anheimfielen. Die Erschließung des dunklen Erdteils, die derjenigen der Länder der Neuen Welt um Jahrhunderte nachhinkte, hängt mit diesem Bedeutungswandel innig zusammen. Nur eine gesamteuropäische Verständigung über das durch den Krieg in Abessinien neu aufgerollte Problem der Freiheit der Mittelmeerschiffahrt kann die Kräfte bannen, die in den Hintergründen des Schwarzen Meeres, in Jnnerasien und im Fernen Osten darauf lauern, Europa in dem Maße aus vorgeschobenen wichtigeren Machtstellungen zu verdrängen, wie es sich im Mittelmeergebiet in seine eigenen Widersprüche unlöslich zu verstricken droht. Kämpfer für Chinas Einigung. Don August Beck, Oberstleutnant a. O. II. Sun-hai-sen. Oer völkische Reformator. Sun-yat-sen, der Urheber der großen chinesischen Revolution, wird in seiner Eigenschaft als Vorkämpfer der Freiheit und Unabhängigkeit Chinas meist zu wenig gewürdigt, besonders in Europa. Der Lebensgang dieses vaterlandsliebenden und uneigennützigen Mannes läßt besonders in die Erscheinung treten, von welchen Gefahren ein Politiker bedroht wird, der seinen eigenen Idealismus auch bei anderen Persönlichkeiten voraussetzt, wie bei dem ihm wesensfremden Borodin, und welcher Kräfte für seine Aufgabe heranzieht, welche, nicht dem gleichen Volke entsprossen, unlautere Sonderzwecke verfolgen. Die Lebensaufgabe Sun-yat-sens roirt) heute durch seinen früheren Mitarbeiter Tschiang-kai- schek fortgesetzt. Welche Ziele Sun-yat-sen verfolgt hat, geht am besten aus seinem Testament hervor, das dem chinesischen Volke ein derartiges Vermächtnis war, daß tausende es auswendig lernten. Das Testament hat folgenden Wortlaut: „Ich habe mein Leben dem erfolglosenDer- s u ch gwidmet, unserem Vaterlande im Innern eine gute Verwaltung und Unabhängigkeit nach außen zu geben. Die Erfahrung lehrte, daß wir, um dieses Ziel zu erreichen, die gesamte Volksmasse im In- und Auslande gewinnen müssen, und auch mit Staaten Zusammenarbeiten müssen, die uns als Gleichberechtigte behandeln. Die revoluttonäre Bewegung hat sich noch nicht durchgesetzt. Es ist daher unbedingt notwendig, daß meine Arbeitsgefährten ihr äußerstes tun, um meinen „Wiederaufbau- plan", meine Richtlinien aufbauender Politik und meine drei Grundgedanken zu verwirklichen. Kämpft weiter, meine Genossen mit immer neuer Kraft für die Schaffung einer Nationalversammlung, für die Lösung unserer völkischen Probleme und für die Ausrottung der mutwilligen Verträge mit fremden Ländern." Sun-yat-sen war praktischer Arzt in Kanton. Als Schüler einer christlichen Missionsschule lernte er die westlichen Ideen kennen. Seiner Sendung hatten die Reformer Liang-ki-tschao — in seinen hinreißenden Aufsätzen über die Seele Chinas — und Kang-yu-wei vorgearbeitet. Sie hatten durch ihre packende Sprache die Köpfe aufgerüttelt, während Sun-yat-sen es verstanden hat, die Massen auf die Beine zu bringen und die Geldmittel zu beschaffen. Als Führer der Geheimgesellschaft K a l a o h n i schuf er einen festen Stamm Mitkämpfer, deren Kampfbegeisterung im Jahre 1912 sich anläßlich einer Explosion in Wutschang- Hankau zufällig entlud und die jahrzehntelangen Wirren der chinesischen Revolution entfesselte. Es folgte die Diktatur Puan-fchi-kais und die Thronentsagung der Mandschu, doch konnte durch diese Wider die Trägheit des Herzens. Äon Hans Heinrich Ehrler. Es war in Friedrichshafen, außerhalb der Stadt. Da wohnte ich als frisch und kühn von mir selbst ernannter „freier Schriftsteller" am Ufer des Bodensees. Eines hellen Morgens erinnerte mich meine Frau, daß ich einer großen Zeitung zum achtzigsten Geburtstag Wilhelm Raabes einen Ge- denkaufsatz zu schreiben versprochen hatte. Die Akten des Vogelfangs und Abu Telfan kamen in meine Taschen und ich marschierte durch die Herrlichkeit der Landschaft auf das geliebte Schloß Kirchberg zu dem geliebten Wein. Ich saß stundenlang in der tiefen Fensternische hoch über dem See. Jemand warf die Konstanzer Zeitung auf den Tisch. Ich beobachtete sie nicht, aber nachher fiel der Schatten einer Fenstergeranie fo sonderbar lichtumkantet auf das Papier, daß meine Hand darnach griff und es entfaltete. Auf der dritten Seite stand eine Nachricht, überschrieben: „Wilhelm Rabe gestorben." Mit fliegenden Pulsen lief ich durch die jetzt schier verwunschen farbige Landschaft heim. Dort lag ein Telegramm: „Nachruf Raabe sofort erbeten". Es war Jahre später. Mein Freund, der Maler Christian Landenberger lag in Stuttgart krank im Spital. Es drängte mich plötzlich, ihm zu schreiben. Der Briefbogen lag schon auf dem Schreibtisch. Sogar in einer Sonnenbahn, was meine Augen heut noch sehen. Aber der träge andere Mensch in mir wartete zwei Tage. Mein Brief lief als erster ein, nachdem der Freund an einer Embolie gestorben war. Zu spät. Das sonderbare Arge aber ist gewesen: An dem Tag, als ich schrieb, sprach er in seinem Bett noch von mir. ♦ Und jüngst begab sich eines jener beängstigenden doppelten Ereignisse, welche die Dinge aus den unerschlossenen Bezirken noch gespenstiger machen. Am Nachmitag des 19. September letzten Jahres drängte es mich wieder, einem alten Freund, dem Arzt Otto Vogelsang in Ulm, zu schreiben. Dieselbe Hemmung schob sich vor die Ausführung. Fünf Tage nachher schickte mir seine Witwe die Nachricht, ein Herzschlag habe ihn getroffen. Es war schwer mit dem Geist der beiden Toten in der Stille unter vier Augen zu sprechen, über den schwarzen Strich hinüber. * Man denke nur in unserem deutschen Vaterland an die vielen Boten, die durch den Raum in einem Augenblick sich kreuzen, deren jeder fernher und fernhin das Wort trägt: „Ich denke an Dich." Und wer einmal tief in sich erschrocken ist über die von einem Versagen herbeigeführten Erschütterungen jener Ordnung der gemeinsamen Gesetze des Menschenwesens, welche wir jetzt an dieser Stelle die heilige Ordnung nennen, der weiß: Wir können einander nicht hell genug geben, nicht genug Zartgefühl, Aufmerksamkeit, Achtung, Seelenschutz erweisen, das Strahlengespinst über uns schonen. Die Trägheit des Herzens verdrängt den schönen Drang der Sprache des Herzens. Sie gebiert das Versäumnis und das Zuspät. Zerreißt die Glanzfäden des Wunders. Löscht die Lichter der Liebe aus. Go was liest sich nebenbei... Ein paar kleine Anekdoten, gesammelt von Peter Peppermint. Eines Tages erbte der Komiker Anton Franck von irgendeiner alten Tante ein paar hundert Märker. Das sprach sich schnell herum. Selbst ein Schneider hatte es erfahren, noch ehe das Geld da war. „Da Ihre Frau Tante verstorben ist, darf ich Sie wohl auch bitten, Herr Franck, Ihre Rechnung gütigst zu begleichen", sagte er. „Sie sollten sich schämen, mein Lieber, aus dem traurigen Anlaß ein Geschäft machen zu wollen", antwortete der Mime voll innerster Ueberzeugung. Als Goethe einst die Saline in Bad Sulza besichtigte, stellte ihm der Salinendirektor seinen Sohn vor. „Weißt du wohl, wer ich bin?" fragte Goethe den Jungen, der einen frischen Eindruck machte. „Jawohl — der Dichter Goethe", sagte der Junge forsch. Aber da hatte er schon einen Klaps vom Vater weg. „Dummer Junge, Dichter! Das wäre was Rechtes.^ Der Herr ist Staatsminister und Geheimer * Der Schauspieler Heinrich George war in der Sage, eines Tages einem kleinen Kollegen, der öfter in Dalles war, einen Taler zu pumpen. Jedesmal, wenn der also Bedachte des großen Kollegen von der Ferne ansichtig wurde, ging er ihm meilenweit aus dem Wege. Bis es ein tückischer Zufall eines Tages wollte, daß beide in ein und derselben Türe aufeinanderstiehen. „O Verzeihung —", holperte der Kleine. „Ja, was ist Denn mit Ihnen los, mein Lieber, ich sehe Sie ja Überhaupt nicht mehr! Wie geht's denn? Der Kleine wird puterrot vor Verlegenheit. „Ach — Herr George, ich — ja — es ist mir immer etwas peinlich gewesen — wissen Sie, vor ein paar Wochen — wegen der drei Mark —". George gerät in die größte Bestürzung. „Aber, mein Lieber, das hätten Sie doch wahrhaftig sagen können!" Seine Hand fährt eilig in die Tasche. „Da mußten Sie mich eben mal mahnen, da ist doch nichts dabei! Hier sind die drei Mark — ich hatte das ganz vergessen — entschuldigen Sie und vielen herzlichen Dank!" Als Gerhart Hauptmann einer Aufführung feiner „Elga" beiwohnte, wollte er das Urteil des Volkes ergründen. Er nahm fick den Logenschließer seiner Loge beiseite. „Na, wie hat Ihnen denn das Stück gefallen?" „Ausgezeichnet", antwortete der Biedere. „Wir haben wenige Stücke, die so gut sind." „Soso", strahlte der Dichter. „Und warum finden Sie Gefallen daran?" „Ach — das ist ganz einfach. Es ist doch schon nach 9 Uhr aus!" 1839 besuchte der türkische Gesandte in London die großen Industriezentren Englands. Der Seiden- fabrltant Rood in Manchester zeigte ihm seine ausgedehnte Fabrik. Ueberall erklärte er die Herstellungsmethoden und die Maschinen. In einem Saal arbeiteten ein paar hundert Kinder. Des Paschas Augen wurden hier ganz weit. Dann nahm er sich lächelnd Rood beiseite und sagte: „Das ist aber eine große Familie, Mister Rood! Und mit wieviel Frauen haben Sie das zustande gebracht?" Nach der Schlacht von Custozza lagen ein österreichischer und ein ungarischer Offizier im gleichen Lazarett. Sie hatten auch beide die gleiche Fuß- verwundung, die gerade wieder verbunden werden sollte. Der Oesterreicher schrie laut auf vor Schmerz, während der Ungar ganz ruhig blieb. Der Oesterreicher: „I hab g’meint, i müßt aus der Haut fahren. Hat's Eahna denn nix getan, Herr Kamerad?" Der Ungar: „Schaun 'S bittä: hob ich doch im voraus gewußt und den Kärl bittä angeschmiert. Ich hob ihm einfach dös g'funde Bein hingehalten — bittä!" * Der verstorbene Dichter Theodor D ä u b l e r brauchte Geld. Eine Sorge, die er einem Bankier am gleichen Tisch im Kaffeehaus unverblümt offenbarte. „Sie brauchen Geld? Gut, kommen Sie morgen früh um zehn Uhr in mein Büro." Zwischenepisoden der Verlauf der Revolution im Großen nicht aufgehalten werden. Eine Unterbrechung in ihrer Entwicklung brachte allein der Weltkrieg, welcher im Jahre 1917 China auf Drängen Englands an die Seite der Entente führte. Die große Enttäuschung über den Frieden von Versailles, der Schantung den Japanern ver- sprach, machte sich durch ganz China in einer großen Erbitterung gegen England geltend, die eine Anzahl weitgehender Streiks und Boykotts besonders in Kanton, Chameen und anderen Hafenstädten zur Folge hatte. Die Wirkung dieser Boykottierung ging so weit, daß Chinesen, welche den Fremden Lebensrnittel verkauften, grausam zu Tode gemartert wurden. Jetzt traten die tiefen Ursachen der Revolution, die Modernisierungsbestrebungen, verbunden mit gleichzeitigem Abschütteln der Bevormundung durch die Westmächte oder Japan, wesentlich stärker in den Vordergrund. Sowjetrußland hatte im Jahre 1917 auf die Exterritorialität in China verzichtet, und diese großmütige Geste war vielleicht mit der Grund, warum sich Sun-yat-sen an Rußland anzulehnen versuchte, und den anfangs bescheiden auftretenden Michael Borodin im Jahre 1924 seinen begeisterten Anhängern, vorzugsweise Jungchinesen, empfahl. Er lobte das Organifations- talent Borodins und — sprach die Hoffnung aus, daß dieser helfen möge, eine einige chinesische Republik aufzurichten. Es erscheint als eine Anomalie, daß in den ersten 15e3al)ren der Revolution immer nur von einer Abschüttelung der lästigen Fremdherrschaft, doch nie davon die Rede war, ein Wahlrecht einzuführen, welches schon die Reformen von 1907 unter den Mandschus an- gestrebt hatte. Im Gegensatz zu den ersten ernsten Bestrebungen führte jetzt die Revolution zu einer Periode einer wüsten Straßenherrschaft und zu Sonderherrschaften der Provinzen unter den vielen Generälen. Diese waren nur bestrebt, ihre Taschen zu füllen, und das chinesische Volk wurde nie derartig ausgepreßt, wie unter der wechselnden Militärherrschaft. In allen chinesischen Provinzen wurden Soldaten geworben, selbst 12- und 14jährige wurden zwangsweise ausgehoben und eingestellt. Borodin errichtete bei Kanton eine Kriegsschule, wo die Wampoo-Kadetten zu Offizieren ausgebildet wurden. Die damals sehr stark bolschewistisch eingestellte Kuomintangpartei errichtete über» all neue Gruppen, besonders Jugendverbände, wie die revolutionären Pfadfinder, einen Verband republikanischer Frauen, eine Liga für Rasfenbefreiung und ähnliche Bemittelte junge Leute, die aus allen Teilen Chinas der Bewegung zuströmten, wurden als Sekretäre angestellt. In den Großstädten, besonders in Kanton spielten sich blutige Kämpfe ab zwischen Arbeiterschaft und den Gilden, die eigene Wehren aufgestellt hatten. Die Massenbewegung siegte überall, den Fremden wurde jede Existenzmöglichkeit genommen, da jeder Chinese, der sich zu einer Handreichung ober einem Dienste herbeiließ, grausam hingerichtet wurde. Alle Fremden, aber auch viele Chinesen, flüchteten in die Ordnung der Fremdennie- derlafsungen, besonders nach Honkong und Schanghai, wohin auch während der ganzen Revolution in immer stärkerem Maße chinesisches Kapital auswanderte. Der schon länger an einem schweren Leiden erkrankte Sun-yat-sen hatte 40 Jahre seines Lebens für die Idee der chinesischen Unabhängigkeit gearbeitet und sah nun mit Schrecken wohin die neue Bewegung trieb, die er nicht mehr aufzuhalten vermochte. Er erkannte auch, daß der russische Radikalismus, den 23 o r ob i n einzuführen bestrebt war, bie Herzen vieler anständiger Chinesen der neuen Bewegung entfremdete. Diese Besorgnis spricht aus dem ersten Satz seines Testaments. Als er am cFleditenleiden Hautaus chlag filbst bei langwierigsten Kuren. Konnten auch Sie bisher »eine Hilfe finden, dann fchreiben Sie mir. ich gebe Ihnen gern kostenlos ein einfaches Mittel bekannt durch welches schon Unzählige, auch bet Schuppenflechte, von jahrelangen Leiden, oft in 14 Tagen (ohne Diät) vollständig befreit wurden. Heilnr-Berirb. Max Müller. Görlitz ri.g.48. Schulstr. (Erhält!. L d. Apoth.) Niemals war Säubler vor Mittag aufgeftanben, aber diesmal machte er sich früh auf den Weg. „Ah — Sie kommen um Ihr Geld!" rief der Bankier, erhob sich vom Schreibtisch und ging dem Dichter entgegen. „Entschuldigen Sie, Herr Direktor — nicht ich, S i e kommen drum!" * In Danzig zeigt man noch den Kirchenstuhl, in dem einst der Zar Peter der Große im Jncognito eines vornehmen Herrn neben dem regierenden Bürgermeister die Predigt anhörte. Beide hören den Klingelbeutel nahen. Der Bürgermeister greift in die Tasche und legt einen Dukaten vor sich hin. Peter langt deren zwei hervor. Der Bürgermeister fühlt sich in seiner Ehre gekränkt — er legt den zweiten und einen dritten Dukaten neben den ersten. Peter legt sechs zurecht. Der Bürgermeister zehn. Peter zwanzig und ist am Ende. Der Bürgermeister fünfundzwanzig und ist am Ende. Der Klingelbeutel naht sich. Er verneigt sich sozusagen vor dem Bürgermeister, der den ganzen Gelbhaufen hineinwirft. Da nimmt Peter einen Dukaten, legt ihn in ben Beutel unb läßt bie restlichen neunzehn zurück in seine Tasche gleiten. Der Bilbhauer Max Klinger aß unb trank gern gut unb reichlich. Einmal abenbs bestellte er sich in Leipzigs uraltem „Kaffeebaum" eine Portion Hasenbraten. Er beroch unb betrachtete das Essen lange. „Hallo, Ober!" „Bitte? Ist der Hase nicht gut?" „Nee — hären Se: das Dierchen muß in was geträben fin!" Hochschulnachrichten Der orbentliche Professor an ber Universität Marburg Dr. rer. pol. Dr. jur. Emil Wehr l e hat ben an ihn ergangenen Ruf an bie Universität Frankfurt auf einen Lehrstuhl für Sozial- unb Wirtschaftspolitik unb Sozialoerwaltung zum 1. April b. I. angenommen. Professor Dr. Paul Krüger, Drbinarius für Zoologie unb Direktor bes Ersten Zoologischen und vergleichenden Physiologischen Instituts an der Universität Wien, ist zum ordentlichen Professor an der Universität Heidelberg ernannt worden. Professor Krüger war bereits im Herbst vorigen Jahres für den Heidelberger Lehrstuhl in Aussicht genommen. nWution nbfn » I !>“'« i I 'm Hi 1? 1,1,1 k Fu6joni r?5 befdj:,, I "N Hi ■Or3UqstD£;j{ W.anisativn-' ■Inung Quj WAche $ ’ ff.Anomalie |°Iution im, Ier lä^n ff,d'e M ISi5 lch°» ffojchus an, |’ten ernsten f? ZU einer f rt und zu Ier den Die, ft ihre IQl I* wurde nie IMnben Mj. luinzen mur, P 14jährige |> eingestellt, egsschule, wo ausgebildit Wistilch ein« ichtete über« I ""h k ltz hm Di h« £ Lufem^ Pöe fletnoi, -rbände, mit der, einen >e Liga für kielte jungt r Bewegung lestellt. (anton fpief« ürbeiterschast ifflefteßt hat- I, den Frenr« nommen, da ; ; 'eidjung ober | hingerichtet ' ;Ie Chinesen, 1 mdennie- ■ jonfong und langen Reva- ’ nesisches Ka> n Leiden er« eines Lebens gigfeit gear« iiii bie neue uralten oer- sische W* oestrebt wer, n der W i5 spricht aus Als er am ---- iflh XX Led-ovIM ©le mit. I befonnt »und wn I-h'-l-nS'" befreit ward L .^Schu'str. ausgestanden, den Weg- ld!" rief der nd ging de"1 nicht ich- Md !eiPÄ8/ l WetzL 5"F .F unfl 3 , . für Kftr K it m Sncoflniio regierende" ^er Bür« t einen 2"' er 86« 9» dritten 2» I Wift« jei» und ifl * S ** '.•X* mit! fangen. (Fortsetzung folgt.) eng- Wä ' x ^üiSon fere fen und eine Zusage der Beherbergungsunternehmungen erwünscht Im Normalfalle aber sorgt das Dertragshotel oder das Fremdenheim bei eigener Vollbesetzung für entsprechende Unterkunft in einem benachbarten gleichwertigen Hause. ttunst und Wissenschaft. Erzählerpreis der „neuen link". Der Erzählerpreis der „neuen linie", mit insgesamt 15 000 Mark Preisen, über fünf Jahre laufend, wurde soeben für 1936 in Höhe von 3000 Mk. durch die ehrenamtlichen Preisrichter Paul Fechter, Helene v. N o st i tz, Wilhelm v. Scholz, Will Vesper und Bruno E. Werner verteilt. Die sechs Preisträger werden im Märzheft vorgestellt. Es sind: Görge Spervogel, Hannover; Stefan Andres, München; Erwin Wittftock, Her- mannftadt; Werner Bergengruen, Berlin; Walther Georg Hartmann, Berlin; Ottfried Graf Fincken ft ein, Terpen. Ferner zeichnete die Schriftleitung durch Ankauf weitere Er^ählun- j gen aus von Wolfgang Kraus, Liegnitz, und MER-Hotelgutschein Berlin, 27. Febr. (DNB.) Im Interesse der weisenden ist ab 1. April 1936 der ^LR-Hotelgut- jchein in Deutschland eingeführt worden. Er ist vor- leilhast für den Pasfanten, da nicht die vollen Tages-Einzelpreise bezahlt werden müssen, sondern eine Pauschalierung der Preise stattfindet Der Gut- lchein sagt dem Gast im voraus, wie hoch sich die Diese Aufnahme, die in der Luftschiffhalle von dem Heck des Luftschiffes gemacht wurde, veranschaulicht die riesigen Ausmaße dieses modernsten Verkehrsmittels der Welt. (Preffe-Jlluftration-Hoffmann-M.) London, 29. Febr. (DNB. Funkspr.) Die lische Presse veröffentlicht groß aufgemachte Berichte über den neuen deutschen Zeppelin „LZ 129". Alle technischen Einzelheiten des Schiffes werden außerordentlich eingehend geschildert, und gleichzeitig werden zahlreiche Bilder veröffentlicht, die in manchen Zeitungen eine volle Seite einnehmen. Die „Times" schreibt, die Einrichtung der Passagierkabinen sei mit derjenigen eines Luxuszuges oder eines Ozeandampfers er ft er Klaffe zu vergleichen. „Daily Mail" nennt dus Luftschiff das arößte und stärkste Luftschiff der Welt. Es biete nicht nur große Sicherheit, sondern gebe auch den Fahrgästen ein Maß von Bequemlichkeit und Luxus, das bisher im Luftverkehr unbekannt gewesen sei. Der führende englische Luftsachoerständiae Lord Sempill erklärte vor dem Königlichen Institut in London, der neue deutsche Zeppelin werde voraussichtlich einer zweifelnden Welt die vollständige Durchführ b ar feit eines transozeanischen Verkehrsdienstes beweisen. Der neue Zeppelin werde möglicherweise das erste Transportmittel sein, das Europa und die bereinigten Staaten mit einem regelmäßigen D i e n st verbinde. Woche seine Probefahrten aufnehmen. Sobald das Schiff die Bauhalle verlassen hat, um nach Frankfurt a. M. überzufiedeln, wird in der Werft in Friedrichshafen der Bau eines Schwefterfchiffes, des „LZ 130", für die Deutsche Zeppelin-Reederei begonnen, das b i s Ende 1937 fertigge stellt werden soll. Englische Bewunderung für den neuen Zeppelin. Winterhalbjahren gebannt. Am 1. März führt die Deutsche Arbeitsfront ihre Straßensammlung für das Winterhilfswerk 1935'36 durch, und ich rufe hiermit alle schaffenden Volks« genoffen auf, auch an diesem Tage durch Opfer und Tat dem notleidenden Volksgenossen und der gesamten Welt zu beweisen, daß wir Deutsche in Wirklichkeit eine einzige große Brot- und Notgemeinschaft geworden sind. Un« Parole heißt: Wir kennen die Not, wir hel- „Wir kennen die Not, wir helfen mit." Aufruf Dr. Leys zur WHW.-Sammlung der Deutschen Arbeitsfront. Berlin, 28. Febr. (DNB.) Reichsorganisations- (eiter Dr. Robert Ley erläßt zum Winterhilfswerk folgenden Aufruf: „2In die Schaffenden unseres Volkes! Am Sams- tag' 29. Februar, und am Sonntag, 1. März, sammelt die Deutsche Arbeitsfront im gesamten deutschen Reichsgebiet für das Winter- hilfswerk 1935/36. Durch zielbewußte und unermüdliche Arbeit in der NSV. und sonstiger NS.-Orga- nisationen, sowie durch stete Opferbereitschaft aller Volksgenossen wurde das Winterhilfswerk des deutschen Volkes zur herrlichsten Offenbarung nationaler Solidarität. Diele Hunderttausend unseres Volkes konnten die segensreichen Auswirkungen dieser Gemeinschaftstat persönlich erfahren. Keiner unserer Volksgenossen brauchte zu hungern ober zu frieren. So hoben wir die Not in drei schweren nach Preisgruppen eingeteilt sind. Während der Saison und der Ueberfüüung der Orte infolge be- „ font)erer Anlässe ist die Voraussetzung der Zimmer!Hans Meier, Dresden. Der Luftschiffbau Zeppelin gab der Presse Gele- aenheit, das Luftschiff „LZ 12 9" in der Montagehalle von Friedrichshafen zu besichtigen. Während „Graf Zeppelin" als Studienschiff ursprünglich nicht für den Ueberfeebienft bestimmt war, hanbelt es sich bei bem „L Z 129" um bas e r ft e eigentliche Transozean • Verkehrsluftschiff, bas 50 Fahrgäste unb Post- unb Frachtmengen in we- Das neue Tra nsozeau - Verkehrslustschiff „LZ 129" vor Ausnahme seiner Probefahrten. Das Lustschiff bietet seinen Fahrgästen alle Bequemlichkeiten eines modernen Ozeandampfers II. März 1925 starb, griff bie rote Bewegung uiter Borobin stark um sich, würbe aber im späten Verlaus burch T s ch i a n g - k a i - s ch e k, ben höheren Sekretär Sun-yat-sens stark eingebämmt. kun-yat-sen hielt bis zu feinem Tobe bie Partei rühsarn zusammen unb genoß nach seinem Tobe rne noch größere Verehrung unb Anbetung burch las Volk, welches seine Dankbarkeit burch ben Sau eines prachtvollen Mausoleums bei Nanking zum Ausbruck brachte. Sun-yat-sens Tob löste cne Welle von schweren Unruhen unb roilben Kämpfen aus. Borobins rote Saat war aufge- Die Pafsagierräume sinb auf zwei überein« anberliegenben Decks angeorbnet. Ein oberes Hauptbeck enthält auf ber einen Seite ben großen Speifefaal, auf ber anberen eine Halle unb benSchreib-unbLeferaum sowie bie Wan- belgänge mit ben langen Fensterfluchten. Zwischen biefen Tagesräumen sinb auf bem oberen Deck bie Schlafkabinen untergebracht. Das kleinere Unterbeck enthält bie Nebenräume, em Duschbab, bas Schiffsdüro unb bie Rauchkabine. Ferner sinb bort bie Räume für bie Besatzung (40 Mann) untergebracht. Die künstlerische Ausstattung bes Innern lag in ben Hänben bes Architekten Professor Breuhaus (Berlin). Sämtliche Räume haben k ü n st l i ch e B e l i ch t u n g unb eine Luft- Heizung. Die Beleuchtung ist elektrisch, ebenso bie Heizungsanlage für die Küche. Dr. Eckener betonte, daß das neue Luftschiff in erster Linie für bie Sübamerikafahr- ten bestimmt ist. Das neue Luftschiff, besten fpäte Fertigstellung Dr. Eckener auf bie Motorenfrage unb bie Schwierigkeiten auf bem Gebiet bes Hallen- unb Hafenwesens zurückführte, ist schneller als ber „Graf Zeppeli n" unb hat auch eine größere Tragfähigkeit, fo baß bie Fahrt von F r i e b r i ch s h a f e n bis Rio in 80 bis 82 Stunben ohne Unterbrechung ausgeführt werben kann. Gegenüber ber bisherigen Reisebauer kann bie Fahrt somit um einen Tag befehle uni gt werben. Für bie Rückfahrt Rio — Friebrichshafen sinb etwa 100 Stunben notig. Im Sommer wird bas neue Luftschiff Stubien- fahrten nach Norbamerika unternehmen, wobei erprobt werben soll, ob auch über bem Norbatlantik ein regelmäßiger Luftschiffbienst burch- geführt werben kann. Die Sicherheit einer Norb- atlantikbienstes steht genau so fest, wie bei ben Sübamerikafahrten. Noch nicht geklart ist aber wie ber Verkehr sich mit fahrplanmäßiger Pünktlichkeit abwickeln läßt, ba hier bie Wittern ng s v er- hältnis se viel wechselnber in ihrer Art unb viel brutaler in ihrer Erscheinungsform sind. Dr. Eckener hofft, die H i n f a h r t v o n K u st e z u Küste in 45 bis 48 Stunden und bie Ruck- fahrt in 65 Stunben bewältigen zu tonnen aller- dinqs unter bem Vorbehalt einer um 12 Stunben verlängerten Fahrzeit bei besonbers ungünstigem Wetter Das neue Luftschiff wird Anfang nächster nigen Tagen nach Süb- unb Norbamerika befördert uni) feinen Fahrgästen alle Bequemlichkeiten eines mobernen Ozeanbampfers bietet. . „L Z 129" ist bas größte Luftjchl ff ber Welt. Der stromlinienförmige, 36eckiae Schiffs' körper besitzt eine größte Lange von 248 Meter, einen arößten Durchmesser von 41,2 Meter unb hat einen Hienngasinhalt von 190 000 ®u^.mete^n 1 diesen Abmessungen ist bas Schiff nicht g nz schlank wie bas Luftschiff „Graf Zeppelin. Als Baustoff für bas Gerippe diente ems besonders feste Spezialleichtmetallegierung. Die Schiffs kL r p e r auß enh au t besteht aus B a u m ® oll ft off, der durch einen Cellonanstrich wetterfest ge macht wurde. Das Traygas ist. m 16’ untergebracht, bie alle mit Sicherheitsventilen aus oerüstet sind Die G a S z e l l e n a n l a g e ist zu qäch nur sür Füllung mit Wasserstnffgrw Eg°- sührt; fie kann aber zu g°g°bener Zeit sur Zwei qasfüllunq erweitert werden. Als §aupttraagas toren sind in vier Gonoe » aufgehängt sind, des Schiffskörpers an Steven * l^efteht aus Der Betriebs ft o f f . . ^je[qerüft etwa 60 000 ®*°. Emzelbehaltern gelagert des Schiffes in ® b i q t ? i t be9 Die normale wL’.l‘®'aNus Don 14 000 Kita- Schiffes das einen ^"^Sitometer. Ladung Meter hat, betragt 125 « Verpflegung, Fracht, kann das Schiff an Fahrg s '00Q mitnehmen. Post und Gepäck .nsg^amt19W0^n Im Bugte.l des Schiffes unteren ^aut, die körpers ist bie Führer Sono, ^n Steuer« ähnlich wie beim „Graf W . Navigations- und Führer-Raum u--d dahinter emen » raum enthalt. Dberfjalb bet |(6iebcnen sich die Funk la bi n e. Unt°^ber ffüh°r-n Neuerungen, die LZ. A - « Bauten aufweist, ist besonbers bie neuartige Anlage ber Fahrga st räume 3U erwähnen, Wäh- renb „Graf Zeppelin" im Anschluß an bie Führer- gonbel einen Hauptaufenthaltsraum, zwei kleinere Salons, sowie Schlafkabinen mit insgesamt 24 Bettplätzen enthält, hat „LZ. 129" zwei große Gruppen von Aufenthaltsräumen mit Wanbel- gängen unb ferner 25 Schlafkabinen mit insgesamt 50 Bettplätzen. Damit ist bem Bebürfnis ber Fahrgäste nach größerer Geräumigkeit unb Bequemlichkeit auf mehrtägigen Reifen Rechnung getragen. Es kann u. a. auch in einem besonbers bafür hergerichteten unb gesicherten Raum ben Fahrgästen bie Möglichkeit zum Rauchen gegeben werden. tiirtMidte Jladmdrten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 1. März. Jnvokavit. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Propst Knodt; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinbe, Propst Knodt; 18: Pfarrer Becker, Beichte und heiliges Abendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. — Johanneskirche. 9.30: Pfarrer Bechtolsheimer; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde, Pfarrer Bechtolsheimer; 18: Pfarrer Kalbhenn, Beichte unb heiliges Abenbmahl für Lukas- unb Johannes« gemeinbe; 20: Bibelbefprechung im Jodannesfaal, Pfarrer Bechtolsheimer. — Kapelle des Reuen Friedhofs. 9.30: Pfarrer Anthes; 10.45: Kinderkirche für die Luthergemeinde, Pfarrer Anthes. — Petruskapelle (Wetzlarer Weg). 9.30: Kandidat Dietrich. — Saal der Reuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde, Pfarrer Kalb- Henn. — Wiefeck. 10: Gottesdienst. — Alten Bufeck. 10: Gottesdienst; 13: Kinderqottesdienft. — Steinbach. 10: Kirchenmufikalifch-liturgifche Morgenfeier, Orgelkünstler von der Au (Mainz), Kollekte. — Albach. 12.30: Passionsgottesdienst. — Rödgen. 10: Gottesdienst. — Annerod. 10: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kinder- gottesdienst, II. Abteilung. — Klein-Linden. 9: Gottesdienst und Feier des heiligen Abendmahles für die im mittleren Alter stehenden Gemeindemitglieder; 11: Kindergottesdienft; 20: Gemeindeabend in der Kirche. Vortrag: „Deutschglaube unb Christusglaube" von Pfarrer Trapp (Gießen), Posaunenchor. — wahenborn-Steinberg. 13: Gottes- bienst. — Garbenteich. 10: Gottesbienst. — Hausen. 13: Gottesbienst. — Langsdorf. 11: Hauptgottes- bienst. — Bettenhausen. 9.30: Hauptgottesbienst. —- Münzenberg. 11: Gottesbienst, Eröffnung ber „Kirchl. Woche", Organiftenfeier, Kollekte; 20: Kirchlicher Schulungsvortrag. — Trais-Münzenberg. 14: Gottesbienst, Eröffnung ber „Kirchl. Woche", Kollekte; 18.30: Kirchlicher Schulungsvortrag. — hun- qen. 10: Gottesbienst; 11: Kinbergottesbienst; 19.30: Vortrag. — Kirtorf. 13: Hauptgottesbienst, Missionar Blümer (Marburg), anschließenb Kinbergottesbienst; 20: Missions-Vortrag, Missionar Blümer. — Ober-Oken. 9: Kinbergottesbienst, Missionar Blümer (Marburg); 10: Hauptgottesbienst. — Göbelnrod. 10: Gottesdienst. — Beitsberg. 13: Gottesdienst. — Treis a. d. Lumda. 10: Hauptgottesdienst: 11: Kindergottesdienst. Von Montag, 2. März, bis Freitag, 6. März, täglich: Münzenberg. 7.30 Uhr: Morgenandacht; 14: Bibelstunde; 20: Kirchlicher Schulungsvortrag -- Trais-Münzenberg. 7.30: Morgenandacht; 13: Bibelstunde; 18.30: Kirchlicher Schulunqsvortrag Reuapostolische Gemeinden, Handelstraße 1, Eder- straße 13. Sonntag, ben 1. März. 9.30 Uhr: Gottesbienst; 16: Gottesbienst. Mittwoch, ben 4 März. 20.30: Gottesbienst. Evangelische Stadtmission, Loberstrahe. Sonntag, ben 1 März. 8.30 Uhr: Morgen-Anbacht; 13.30: Sonntagsschule; 16: Solbaten-Bibelstunbe; 20.15: Evangelisations-Vortrag. Mittwoch, ben 4. März. 20.30: Bibelstunbe. Baptislengemeinde (Gartenslrahe 13). Sonntag, ben 1. März. 11 Uhr: Kinbergottesbienst; 20.30: Prebigt. Donnerstag, ben 5. März. 20.30: Bibelstunbe. Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, ben 1. März. 10 Uhr: Erbauungsstunbe; 15.30: Bibelstunbe; 20.30: Evangelisation, Preb. Schmalenbuch. Dienstag, ben 3. März. 20.30: Bibel- unb (9ebetftunbe. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchl. Gemeinschaft), Gutenbergstrahe 9. Sonntag, ben 1 März. 15 Uhr: Münnerstunbe; 20.30: Evangeli- sationsstunbe. Mittwoch, ben 4. März. 20.30: Bibelstunbe. Donnerstag, ben 5. März. 20.30: Jugenb- bunbffunbe. Katholische Gemeinden. Samstag, ben 29. Februar. Gießen. 16.30 unb 19 Uhr: Beichte. Sonntag, ben 1. März. 1. Fastensonntag Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion ber Männer; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Prebigt; 11: Messe mit Prebigt; 17.30: Christenlehre unb Anbacht. — Grimberg. 9.45: Hochamt mit Prebigt. — Hungen. 17.30: Vortrag unb Anbacht. — Laubach. 10: Hochamt mit Prebigt; 14.30: Christenlehre unb Anbacht. — Lieh. 7.30: Hochamt mit Prebigt; 20: Vortrag unb Anbacht. — Ridda. 8.15: Hochamt mit Prebigt. — Scholten. 10.30: Hochamt mit Prebigt. Mittwoch, ben 4. März. Gießen. 20 Uhr: Fastenanbacht. — Hungen. 7.30: Messe. Donnerstag, ben 5. März. Gießen. 17.30 Uhr: Beichte. Freitag, ben 6. März. Gießen. 6.30 Uhr: Segensamt; 20: Fastenanbacht. Cid). 7.15: Segensmesse. veffentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in bringenden Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterbienst 8 bis 21 Uhr. Stabtpostamt: Für Schliehfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: Dr. W. Klein, Sanitätsrat Dr. Schliep- hake. Zahnarzt: Dr. Buchinger. Apotheke: Pelikan-Apotheke. Kosten ber Reise belaufen. Er gewährt babei volle Freizügigkeit in ber Wahl bes Aufenthaltsortes, bes Beherbergungsbetriebes unb ber Aufenthaltsbauer. Bei bem Hotelgutschein sinb bie Beherbergunys- unternehrnungen in sieben Preisklassen eingeteilt, unb zwar von 5 bis 14 Mark. Der Hotelgutschein wirb als Stammgutschein mit 5 Mark für bie Preisgruppe I herausgegeben, mit einer Minbest- entnahme von 5 Stück Er ist 60 Tage gültig unb berechtigt zu einer Abenbmahlzeit, einer lieber» nachtung unb erstem Frühstück. Des weiteren ist bie Bebienungsgelbablöfung abgegolten unb an Babe- unb Kurorten auch bie Kurtaxe für 2 Tage. Der Verkauf erfolgt burch sämtliche Reisebüros Zu bem Stammgutschein werben Zusatzgut- ch e t n e zu je 1,50 Mark ausgegeben, unb zwar e Preisgruppe ein Zusatzschein. Er bient als Zu- atzzahlung für Betriebe in ber höheren Preis- aruppe. Dem Reifenben wirb bei Erwerb ber Gutscheine ein Verzeichnis ber Beherbergungsbetriebe gegeben, in bem alle Hotels unb Frembenheime Ä Aus aller Welt. Das Berliner Einsturzunglück vor Gericht. In dem wegen des Bauunglücks in der Hermann-Göring-S^raßc am 20. August 1935 eingeleiteten Strafverfahren wegen fahrlässiger Tötung ist nunmehr das Hauptverfahren vor der Großen Strafkammer des Berliner Landgerichts eröffnet worden. Die Hauptoerhandlung beginnt am 16. März. Wie erinnerlich, hatten durch den Einsturz der Baugrube 19 Arbeiter den Tod gefunden. Bauausführende Firma war zur Zeit des Unglücks die Berlinische Baugesellschaft. Als Ursache des Einsturzunglücks sind nach Auffassung der Statsanwaltschaft bedeutsame technische Mängel der Bauausführung und Organisationsfehler bei der Firma, die ihrem Auftrag nicht gewachsen war, als auch Fehler der örtlich für dieses Baulos verantwortlichen Bediensteten der Reichsbahn festgestellt worden. Die Anklage richtet sich gegen den Diplomingenieur Hugo Hoffmann von der Geschäftsführung der Berlinischen Baugesellschaft, den Bauleiter der Firma Diplomingenieur Fritz Noth, den Reichsbahnrat Wilhelm Weyher, dessen Bauwart Wilhelm Schmitt und den Reichsbahnoberrat Kurt Kellberg. Den Angeklagten wird zum Vorwurf gemacht, durch Fahrlässigkeit unter Außerachtlassung der pflichtgemäßen Sorgfalt den Tod der 19 Arbeiter verschuldet zu haben. Die Untersuchung hat nach der Anklage nicht nur schwere handwerkliche Mängel in der eingestürzten Baustelle ergeben, sondern auch Mängel in dem verwendeten Material. Entscheidend für das Einstürzen der Baugrube war offenbar der Umstand, daß eine mehrfach von der Reichsbahn angeordnete Projektänderung den Bauausführenden keinen Anlaß gegeben hat, die Konstruktion genau zu überprüfen und der Weiterarbeit neue Berechnungen und Pläne zugrunde zu legen. Die Anklage hält für festgestellt, daß an Ort und Stelle nicht ein einziger mit der Wirklichkeit übereinstimmender Bauplan vorhanden war. Da die Projektänderung nicht nur zu einer Verbreiterung der Baugrube, sondern auch zu ihrer Tieferverlegung um einen Meter führte, hatten die unter anderen Voraussetzungen gerammten Stiele nicht mehr den genügenden Halt. Verantwortlich erscheint neben dem Ingenieur Noth in erster Linie der Angeklagte Hoffmann, der trotz mehrfacher Beanstandungen die örtliche Bauleitung nicht in der notwendigen Weise unterstützte. Die Beamten der Reichsbahn trifft der Vorwurf, ihrer Kontrollpflicht unzulänglich genügt zu haben. Der Führer besichtigt noch einmal die Automobilausstellung. Viermal, 1933, 1934, 1935 und 1936 hat der Führer die Automobilausstellung eröffnet und Jahr für Jahr hak er seine besondere Liebe zum Kraftfahrzeug durch einen mehrmaligen Besuch der Berliner Autoschau bekundet. Auch am Donnerstag besichtigte der Führer noch einmal, begleitet von seinem Adjutanten Hauptmann Wiedemann, Brigadeführer Schreck sowie dem Leiter der Fachgruppe Kraftfahrzeuge, Direktor Merlin und Oberingenieur Schirz vom Reichsverband der Automobilindustrie e. 23., alle zur Schau gestellten Kraftfahrzeuge, um sich in Muße von allen Einzelheiten des technischen Fortschritts aus dem Gebiete des deutschen Kraftfahrzeugbaues zu überzeugen. Sein Urteil: „Jetzt ist die deutsche Automobilindustrie wieder auf der Höh e", ist die beste Anerkennung für die hier geleistete Arbeit und wird zugleich ein Ansporn zur Lösung zukünftiger Aufgaben sein. Lange verweilte der F ü hr e r auch bei seinen in der Ehrenhalle aufgestellten Kraftwagen, mit denen er in den schwersten Jahren seines Kampfes um die Erneuerung Deutschlands durch alle deutschen Gaue gefahren ist. Die Besichtigung war erst gegen 1 Uhr nachts beendet. Zwei Knaben auf der Landstraße tödlich verunglückt. Einem schweren Unfall fielen der zehn Jahre alte Sohn des Bürgermeisters von Heinrichsthal bei Aschaffenburg und dessen neunjähriger Neffe zum Opfer. Beide Knaben wollten zum Schlachtfest ihrer Verwandten nach Jakobsthal. Als ihnen unterwegs ein Lastzug begegnete, stiegen sie während der Fahrt auf den zweiten Anhänger, um bis zum Talübergang unterhalb Unterlohrgrund mitzufahren. Als beide Buben vom fahrenden Lastzug abspringen wollten, wurde der eine vom Anhänger überfahren und getötet; der zweite wurde 500 Schritte weit geschleift und fand ebenfalls den Tod. Zwei Bankbeamte überfallen und beraubt. In Velbert (Rheinland) wurden zwei Beamte der Commerz und Privatbank, die 50 000 Mark von der Reichsbankzweigstelle Velbert abgeholt hatten, etwa 10$ Meter vom Reichsbankgebäude entfernt, von vier Bewaffneten beraubt. Die Verbrecher holten die Kassenboten mit einer viersitzigen Limousine ein und erzwangen unter Vorhalten von Waffen die Herausgabe der Geldkasse. Dann schwangen sie sich auf den Wagen und fuhren davon. Es handelt sich um Männer im Alter von 25 bis 30 Ähren von mittlerer Gestalt. Einer trug einen grauen Mantel, zwei hatten blaue Mäntel an und der vierte einen helleren. Der Wagen der Räuber hat eine gelbe Grundfarbe mit Nickelbeschlägen und ein gleichfarbiges Verdeck. Er trug das Erkennungszeichen IZ 55357. Kunst und Wissenschaft. Wilhelm-Raabe-Zeier in Berlin. In Gegenwart des Reichsministers Rust als des Schirmherrn der Raabe-Stiftung fand in der Staatlichen Hochschule für Musik in Berlin eine Wilhelm-Raabe-Feier statt, die die NS.- Kulturgemeinde veranstaltet hatte. Nach der Ouvertüre zu „Rosamunde", unter Leitung des Generalmusikdirektors Pros. Abendroth vom Leipziger Gewandhausorchester meisterlich zum Vortrag gebracht, erhielt Anton Dörfler, der letzte Träger des Volkspreises für deutsche Dichtung (Raabe- Preis) das Wort zu einem „Bekenntnis zu Wilhelm Raabe". Dörfler pries Raabe als den grundgütigen, echt deutschen Menschen. Mit starkem Glauben habe Raabe jenes Volksreich herbeigesehnt, das heute Tatsache geworden sei. Anschließend führte Reichsminister R u st u. a. aus: „Der Deutsche will nie sich selbst." Dieses Wort Raabes mußte die Tragödie des Mannes bedeuten, der Deutschland suchte und für sich gefunden hatte. Es konnte ihm in j"ner Zeit nicht mehr werden als eine kleine Gemeinde. Raabe aber sah Deutschland „im Heroismus des Alltags". Was draußen in der sogenannten führenden Gesellschaft nicht zählte, das war ihm das Deutschland der Zukunft. Es ist, fo rief der Minister aus, dasselbe Deutschland, an das sich Adolf Hitler wandte, als die Paläste ihn nicht verstanden und sich ihm dafür die Herzen der Menschen in den Hütten, der einfachen, unverbildeten Volksangehörigen öffneten und ihm folgten zum Opfergang. Den musikalischen Höhepunkt des Festaktes bildete die unter Professor Abendroth als Uraufführung zu Gehör gebrachte, von Hansbeinrich Dransmann geschaffene Vertonung des Raabe- Gedichtes „Ans Werk, ans Werk!" Rauschender Beifall dankte für die glanzvolle Aufführung. Anton Dörfler las dann ein stimmungsvolles Kapitel aus feinem preisgekrönten Roman „Der tausendjährige Krieg". Die 6. Symphonie von Beethoven bildete den Abschluß. Große Erfolge Richard Skraußens in Italien. Im Theater Carlo Fenice in Genua erlebte die Oper „Arabella" von Richard Strauß ihre italienische Uraufführung. Das von Richard Strauß selbst dirigierte Werk fand beim Publikum begeisterten Beifall, der nicht nur der herrlichen Musik und ihrem Schöpfer, sondern auch den ausgezeichneten Gesangsleistungen galt. Mehr als 25 Mal mußten Richard Strauß und die Darsteller Oberhessischer Kunstverein Turmhaus am Brand Gedächtnis-Ausstellung Hans-Ewald Kleine t Oelgemälde - Bühnenbilder - Graphik Dauer der Ausstellung: Sonntag, 1. März bis Sonntag, den 8. März 1936 Besuchszeiten: Sonntags von 11 bis 1 Uhr und Werktags von 15 bis 17 Uhr Die Ausstellung wird eröffnet: Sonntag, den 1. März, 11 Uhr Eintritt für Mitglieder frei, 1290 d für Nichtmitglieder 0,30 Mk. MW WMkl am Donnerstag, dem 19. März 1936. Uferte', WM-, Meine- o. Siegenmarll Auftrieb von 7-8 Uhr. Für zum Verkauf gestellte Rinder ist neben dem Ursprungszeugnis eine amtliche Bescheinigung über negativen Ausfall der Blutuntersuchung auf ansteckendes Verkalben vorzulegen. BMW.-Vertreter für die Kreise Gießen, Wetzlar und Schotten: Drämiiorimn oon Pferden, Rindern v'tu,lu 1Ul l9 Schweinen und Ziegen Wertvolle Geld- und Ehrenpreise. — Anmeldung bis zum 13. März an die Bürgermeisterei Butzbach. QSCrlOfUnC)» Hauptgewinn 300 NM. bar außerdem Rinder, Schweine, landwirtschaftliche Geräte, Haushaltungsgegenstände 1300 d Tanz in allen Lokalen - Großer Vergnügungspark Sonntagskarien im Umkreis von etwa 50 km Otto Faber/Gießen 1292 D Goethe-Bund und Kaulmänniscbei Verein Montag, den 2. März, abends 8 Uhr, Neue Aula Vortragsabend des bekannten Vorlragsmeisters Wilhelm Hodigreve 121m Eine troiieStumle mit Henmnn Löns Cafe Amend Ab 1. März die neue Hauskapelle Heinz Wehmeyer Jeden Mittwoch und Freitag nachmittag 5 - Uhr -Tanz -Tee imD Winterthur Mitglied der Wirtschaftsgruppe Privatversicherung Unfall-, Haftpflicht-, Auto-, Kautions-, Einbruch-Diebstahl-, Lebens-, Renten-, Kinder-, Aussteuer-, Studiengeld- VeMieheningcM Prospekte und Auskünfte bereitwilligst Subdirektion Frankfurt a. Main Goethestraße 30 Telephon 23847 2355 V ---- Mitarbeiter überall gesucht Winterkuren ^sttvJ für Nervös-Erschöpfte Spezialkuranstalt Hofhelm Im Taunus 3 bei Frankf. a.M., Tel. 214. Maß. Pr.- Prosp.d.: D Dr. M. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt M Verein für Slerbeifllerslnlzung, GieKen) Samstag, den 7. März 1936, 20 Uhr (wegen Helden-Gedenkfeier am Sonntag, 8. März vorverlegt), im „Katholischen Vereinshans“ Ordentliche General-Versammlung Tagesordnung: Geschäftsbericht. Rechnungsablage. Wahl des 1. Vorsitzenden. Umstellung des Vereins. 1281D Der Vorstand und Aufsichtsrat. Wser-Mlum LÄÄku In Hungen, a. F. d. Vogelsb. u. d. Wetterau, st. mehr. Häuser i. tadell. Zust.u.best. Geschäfts!., f.a. Zwecke geeign., sehr vreisw.z. Verk. Günst. Zahlungsbed. Int. woll. ihre Ansr. unt. 1295D a. d. Gieß. Anz. richten. Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 Zweijährige Handelsklasie für Schulentlassene m. 8 jähr. Schulbildung. Ziel : Mittlere Reife (früher Einjähr. • Exam. genannt). Für Mädchen auch Kochen und Nähen. Schulgeld R M 17.— , keine Nebengebühren. Ein u. halbjährige Handelsfachklasse Schulgeld RM 19.-, keine Nebengebühren. Abendkurse für Berufstätige i. 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In der Mai« länder Scala wird an den Proben für die italienl» sche Uraufführung von Richard Strauß' jüngstem Werk „Die schweigsame Frau" gearbeitet. Diese auf den 11. März festgesetzte Aufführung bil- bet einen mit großer Spannung erwarteten Höhepunkt der diesjährigen Opernspielzeit. Vechstein- Stipendien-Fonds. Der Bechstein-Stipendien-Fonds und die Stipendien-Konzerte verwirklichen den Wunsch, dem berufenen Künstler den Weg zu ebnen. Unter Hilfe mitwirkender Künstler von Ruf ist beabsichtigt, Der Kamerad der DAF. sammelt gern am 29. 2. und 1. 3. für das WHw. Denn die Ehre des deutschen Volkes ist seine Ehre, und die Freiheit des deutschen Volkes ist seine Freiheit! den Bechstein-Stipendien-Fonds um die Ueberschüsse aus diesen Konzerten so anzureichern, daß dem künstlerischen Nachwuchs auf allen Gebieten der ernsten Musik die ersten Möglichkeiten seiner fon» zertierenden Betätigung geboten werden können. Die Entscheidung über die Verwendung des Bechstein-Stipendien-Fonds obliegt dem Kuratorium: Dr. Peter Raabe (Präsident der Reichsmusikkammer), Prof. Wilhelm Backhaus (Mitglied des Reichskultursenats), Prof. Friedrich W ü h- r e r, Dr. Rudolf Goe11e, Gustav F i n e m a n und Dr. Rene Ibach (C. Bechstein). Stipendien sollen nur vergeben werden, wenn eine Begründung dafür durch eine Überdurchschnittliche Leistung gegeben ist. Die ersten Konzerte der beiden Zyklen in Köln und Berlin zeitigten einen starken Erfolg durch die Mitwirkung von Gaspar Cassadd, Friedrich W Üh r e r, Amalie Merz-Tunner und Quartetto di Roma. Ernennung in der Reichsmusikkammer. Der Präsident der Reichsmusikkammer, Dr. Peter Raabe, hat den Oberbannführer im Stabe der Reichsjugendführung, Fr. Ernst SürenhageN, zum ehrenamtlichen Geschäftsführer der Reichsfachschaft Konzertwesen ernannt. W - - g n a nm Jeden Tag Eingang IIB O von Neuheiten in llüllLLn Anzügen iiiiiiiiiiiiiiniiGäeßen’ Seltersweg Mänte|n _____________________12'9 A__ 1266 V HE «u- Gehäuse 275. Prefisroff * '■ Gehäuse ; 4 Rohr Super 4wS5 BLAUPUNKT Mir nahmen das 11", das ist noch i i Handball, war r Win marschierten - n der Tribüne, ur ■ m sie angesaust, jlte. - Wr haben Punkt rauch mit weiß« :luchzte. Nanu?! , Die Tränen inktel, ein Jungm durfte: „Nun sind n und haben den r hattet euch das 6s dauerte lang! acht hatten, daß sein könnten, ondball tüchtig fn w ksy ! Muadel m ÖU1 K'.»S5 t*ren;,u L«len Md den „h! Sie hielte" < soweit es g^g PrJ Lä* len nicht mehr au »r der lojn • 3 npelt. Punttel [lt ji sie durch Die 1 E einmal, rannte, Wen es schon au E wie besinnungsl Ettel gab nicht a Ede nichts. Weder W Medizinball. Menöö lus mancherlei h .Mion, die Entn toi hat vielleicht Ichrmen, Kleistert jeiellt. Aber, was 6 jetzt behaupte, 'Wernen Kassenbi '?Wg oder ein ll{n Hungbann e radele von £)■ :IM ob die Büc R unverhosst. Ur ^Stunde, in j, -Er mein ernste *l|en* Das Kassen 4 mache Chrom f ' 2 der Kam ti-i -7'- Liie 377A, Prospekte durch IDEAL WERKE AG BERLIN-HOHENSCHÖNHAUSEN Putzwolle Putzlappen • Putztücher Paul Lauter • Gießen Wagengasse (N. Marktpl) Deutsche WK-Möbel Mustergültig in Form und Arbeitl Stu-Möbel Wohnstatt-Möbel Barock, Renaissance, Deutsch in Stil, Chippendale usw. Holz und Arbeit Zimmer aller Preislagen und Geschmacksrichtungenjn Eiche, Nußbaum, Birke, Mahagoni, Birnbaum und vielen anderen HolzartenI Küchen, Einzel- u. Polstermöbel Frankfurts großes Spezialhaus für Wohnungs-Einrichtungen mit seiner vorbildlichen Schau wohnfertiger Räume und seinen preiswerten Angeboten bittet um Ihren Besuch I Frankfurt am MaiN Annahme von Bedarfdeckungsscheinen S M Q'j ] SJJ 9r st* Tier Mat über Tj* >ch bi ?JU lehen. Un| feti. sher,l[ die 5 .tolr lind äfc |d)on t ! ^rrtoarr, tol Mb Dler P mu& U ^kauert fe« ab UJ j*|L* was er den j I °«fi fc i! üAr Hl X"5 d->n N.51 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheßen) Samstag, 29. Zebruar (936 Zunge deutsche Nation Um den Sieg 8. P. festigten und uns vorwärts brachten. Punkte! bekam ihren Schlag — blitzte ab — tarnen sie angesaust, strahlend aber Punkte! H. K. seiner Art gemäß leisten. Das war des Pudels Kern! A. P. Kr. ■rkeag ausen Tag Eingang uheiten in riigen nteln lern ai11 °>° Lhn und die Freiheit! Hünengräber, die „Steinhäuser", die von Machandeln und Tannen umgeben sind und sich so vor dem zudringlichen Auge der „Reisenden" schützen. Hier bleiben wir und horchen dem Specht zu, der oben an einer riesigen Tanne sitzt und unermüdlich mit seinem Schnabel gegen die Rinde schlägt. 1 ü d d e. le vor der Tonne. Ihr Gegner war schon durchge- rampelt. Pünktel strampelte nicht — wie ein Fisch litt sie durch die Tonne durch. Dann rannte sie och einmal, rannte, rannte. Wir auf der Tribüne schlichen in den Gärten weiter. Sie schlüpften durch Stauden und Gebüsch, durch Zaunlöcher, flohen vor einem plötzlich auftretenden Gartenbesitzer und gelangten so an den Bartholomäusturm.' Jetzt wurde es brenzlich. Die beiden „robbten", wie sie es im Geländesport gelernt hatten, an das Da ertönte plötzlich eine grobe Stimme, ein Hund bellte. v «allen es schon aufgegeben, obgleich wir immer «och wie besinnungslos: „Pünktel, Pünktel" riefen. ßünftel gab nicht auf. Pünktel flog. — Aber es Durbe nichts. Weder mit dem ersten Sieg, noch mit lern Medizinball. Pünktel ging als zweite durchs Ziel . . . Wir nahmen das gar nicht so tragisch. „Zweiter sein", das ist noch recht ehrenvoll und der Preis, Iein Handball, war auch nicht zu verachten. Die Staffeln marschierten von der Bahn, und wir stürzten von der Tribüne, um unsere Staffel zu feiern. Da r.n können, höung des P1 Kurata. der Reichs, Gemäuer heran und richteten sich mißtrauisch auf, doch hörten sie niemanden. Fritz deutete hinauf. Dort oben, kurz unter dem Dach, wo die Mauerkrone ansetzte, bewegte sich etwas. Eine Gestalt hob sich gegen den dunklen Himmel ab. Fritz stieß Hans in die Seite: „Das ist Werner vom zweiten Zug", flüsterte er. „Um zwanzig Uhr wollten sie hier sein!" Er sah auf seine Armbanduhr. Das Leuchtzifferblatt zeigte fünf Minuten vor acht. Das konnte luftig werden! Er zog Hans hinter ein Gestrüpp auf die andere Seite des Turmes. Dann rief er leise: „Werner! Werner!" Werner vor dem Eingangsloch streckte den Kopf Über die Mauer. „Wer ist da?" Fritz freute sich. „Da haben diese ,pfeifen' keine Parole ausgegeben!" Dann flüsterte er den Namen des Scharführers: „Konrad. — Komm herunter!" Da Werner die bekannte Stimme im Flüstern zu vernehmen glaubte, stieg er vorsichtig von seiner Warte herunter. Doch kaum hatte er den Erdboden betreten, da saß ihm auch schon Fritz im Genick. Hans kam von der anderen Seite und hielt ihm den Mund zu. Hinter den Zweigen fesselten sie Werner. Fritz und Hans lachten und stiegen auf die Mauer. Als sie auf der Krone standen, griff Hans in die Tasche und zog eine Trillerpfeife hervor. Er pfiff. Da hörten sie ein Kommando hinter den Gärten, dann drang ein Keuchen zu ihnen empor. Man hörte die Kameraden über die Mauer klettern, vernahm, wie einer ins Wasser plunschte und ... hörte, daß von der anderen Seite ebenfalls eine Gruppe von Jungen heransauste. „Der zweite Zug!" schrie Hans entzückt rmb hopste auf der Mauerkrone umher. Da waren sie heran. Fritz sah, wie Hein längst vorgeschritten war und hinter dem Turm lag. Heins Pfeife trillerte. Da gerieten die beiden Parteien zusammen. 0 dieser Kampf in Büschen, Ge- „Der Aufseher!" / Ein Schrei, bann Stille. Man hörte nur noch hastiges Flüchten. Die beiden brücfnen sich an bie Wanb, bis bie Gefahr vorüber war. Das alles um einen Turm! Wolfgang Kummer. pmer. ' r, Dr. Peter i Stabe der enhagett. Reichsfalj- Wasserturm auf, unter bem ber Bach hinburch- strüpp unb Sträuchern! Hans unb Fritz riefen strömt. Sie schritten behutsam in biefe Finsternis von oben: „Hau — ruck! Hau — ruck!" hinein unb tasteten sich bis zur anberen Seite hin- ~ ' ------- ' - - ... burch. Hier erklommen sie bas Ufer roieber unb Dor bem alten strohgebeckten Bauernhause machten sie Halt unb plierten in bie Sonne. Nicht lange, ba steckten auch bie Bäuerin unb ihre Magb bie Köpfe aus bem Küchenfenster bes Neubaus unb horchten hell auf. Gerb, ber Sohn bes Hofes, stellte eine Leiter an ben breiten beschrifteten Torbalken, ber in eingemeißelten unb "noch beutlich lesbaren Worten unb Zahlen Kunbe gab vom Jahr ber Erbauung, von Hanbwerkern unb Auftraggebern unb vom frommen Sinn ber Bewohner. — Die Pimpfe schrieben auf unb zeichneten. Die beiben Frauensleute stießen sich von Zeit zu Zeit mit ben Ellenbogen in bie Seite, schüttelten bie Köpfe unb vergaßen bie Arbeit. „Lies, Johann, bich geht's am meisten an", sortierte einer, unb stolz las ber Hoferbe vom Blatt: „Was Gott burch Feuer zweimal hat in fechsunb- zwanzig Jahr vernichtet, bas wirb burch Gottes Güte aufs Neue roieber aufgerichtet. In jeher Not feib unverzagt unb stets im Kummer, ber uns nagt. Ist ihm boch nichts verborgen. Gott segne unfern Eingang unb Ausgang ... Anno 1832, ben 24. July." Schnell klappte bie Bäuerin bas Fenster zu unb roanbte sich erregt an bie Magb: „Wat bat Jungvolk boch uk allens finben beit! Heß bu all roeeten, bat unfe ole Hus all ober hunbert Jahr stöhn beit?" Draußen aber packten bie Jungens bas Praktische, bie bestimmten Angaben unb bas Familien- unb Dorfgeschichtliche. Von allen Seiten belugten sie bas alte gebückte Haus, bas ihnen zum Künber hunbertjähriger Familien- unb Dorfereignisse geworben war. Schon wollte sich bie Schar zum Heimweg roenben, ba stürmte einer ber Pimpfe auf sie zu. Natürlich, ber Karl war es, ber immer feine befonberen Wege zu gehen wußte! Unb selbstver- ftänblid) hatte er roieber eine Entbeckung gemacht — man sah es seinem Gesicht schon von weitem an. In ber Erregung vermengte er hochbeutsch unb plattbeutsch miteinanber unb krähte: „Hier bi Breuker sien Hus, ba steht auch was von Feuer! Un uk achteinhunbertuntweeunbbörtig! Ist ganz gewiß! Unb ... unb .. ", so schloß er etwas verstört, „unb ber liebe Gott ist uk borbi!" Da trollten sie sich alle miteinanber zum Nachbarhof, wo sie vom zornigen Gebell bes Hofhunbes begrüßt würben. Der Bauer pfiff ben Köter zurück unb fragte nach bem Begehr. Ja, den Hausspruch könne man gern mal sehen. Er habe ihn vor einem Jahre noch neu nachmalen lassen. Seine Familie wohne hier zwar noch keine hundert Jahre. Aber er betrachte sich dennoch als Erbe des Hofes, und der Torspruch gehöre dazu. Richtig, da stand es: „Zweimal das Haus zerstöret war in der Zeit von sechsundzwanzig Jahr. Nach Gottes Rat durch Feuers Wut. Jetzt steht es wieder neu und gut. D, Herr, erhöre unser Flehn, laß es nun viele Jahre stehn. Laß es ein HauS des Segens sein, geh mit uns aus, geh mit uns ein ... Anno 1832, den 30. Mai". „Nun wollen wir man noch ein Haus weiter marschieren", meinte Karl, „das wird auch wohl noch von 1832 sein!" In der Tat, noch an sechs weiteren Häusern fanden sie Zeugnis vom großen Dorfbrand vor reichlich hundert Jahren, von dem in immer anderen Wendungen die Torbalken Kunde gaben ... Es war ein schöner klarer Frosttag, als sie diese Entdeckung machten. Und am nächsten Heimabend gab’s ein Hallo, wie lange nicht. Jeder wollte der erste sein, seine Forschungsergebnisse über die Torsprüche, darf- und familiengeschichtliche Ereignisse und die anderen Angaben an den Mann zu bringen. Endlich trat Ruhe ein. Der Schlachtplan wurde gemeinschaftlich entworfen. Und der sah so aus: Karl und Fritz zeichnen alle Häuser des Dorfes auf einen großen weißen Bogen und versehen die Gebäude je eines Zeitabschnitts mit verschiedenen Zeichen ober Farben, z. B. alle von 1750 bis 1800 erbauten Häuser rot, alle von 1800 bis 1825 grün usw. Johann unb Werner notieren alle Torspruche, Hermann unb Christoph stürzen sich auf bie fami- liengefchichtlichen Aufgaben, unb ber gesamte Rest will sich wie Schweißhunbe auf bie Suche begeben, um bei alten Leuten vielleicht noch zu erfahren, wo früher noch ein Haus im Dorf ftanb, wann unb auf welche Art es verschwanb unb welcher Torspruch baran verzeichnet war. Denn es sollte ja eine Dorfchronik entstehen, unb ba wollten alle Pimpfe ihr Teil beisteuern! llßfeT Ring war auch mit babei. Pünktel üßi als Letzte, hatte bas letzte Hinbernis z'S nehmen unb mußte uns ben Sieg unb bamit einen Mebizinball holen. Pünktel wußte ganz 9(naii, was es hieß, bie Letzte zu fein. Hatten' bie, bfr vor ihr liefen, einen orbentlichen Vorsprung ge- j lt, bann konnte sie alles verderben, waren aber btt- anberen zurückgeblieben, bann konnte sie viel ßiiebergutmad)en. Immer noch ein Hans weiter! Pimpfe schreiben eine Dorfgeschichte... F Ki1 Pneti i]hi b-°bsqU ius für ungen |U wohn- eiswerte11 ;uchl führer! Wie haben ba manche gejammert. Damals freute ich mich zum erstenmal über bich, wie bu ohne viel Erklärungen ben auf bich entfaüenben Anteil aufbrachtest. Unb wenn ich hier bie Ausgaben für bie Anschaffung von Fackeln sehe ober bie Kosten für eine Abventsfeier bamals; solch eine Feier hatten wir noch nie gemacht, unb ich war schön roütenb, baß bu soviel Gelb bafür angelegt hattest. Aber bann würbe es boch kein Mißerfolg, fonbern ein fabelhaft gelungener Abend, und ich freute mich, daß du recht behalten hattest. Als wir einen neuen Speer für die Fahne brauchten, wart ihr bie ersten, bie 10 Mark besteuerten. — „Zur Verrechnung auf Schulbkonto" hattest bu stolz auf bie Quittung geschrieben unb ber Bote trat roürbig wie ein Königsbote auf. Ich habe ihn bamals ausgelacht unb ihm gesagt, er brauche babei nicht so großmütig zu tun, aber gefreut habe ich mich boch. Auch von traurigen unb für uns so bitteren Ereignissen erzählt bas Kassenbuch. Ein kleiner Ka- merab war gestorben, unb bas Fähnlein kaufte einen schönen Kranz ... Im ganzen aber ist biefes Kassenbuch eine einzige Bilanz bes Aufstiegs. Es sagt in trockenen Zahlen, wie bas Fähnlein immer stärker würbe und wie neue Unternehmungen bie Kamerabschaft Um einen Tnrm! Als Hein eines Tages von ber Arbeit kam, traf er vor feiner Haustür Fritz unb Hans. Die gaben ihm verschmitzt lächelnb bie Hanb unb baten ihn, möglichst halb roieber auf ber Straße zu erscheinen. „Augenblick!" sagte Hein unb verschwanb in ber Haustür. Als er roieber heraustrat, staunte er nicht wenig. Da ftanb fast fein gesamter Jungzug auf bem Bürgersteig unb begrüßte ihn jubelnb. Vern- harb trat vor, tippte ihm auf bie Brust unb sagte vielversprechenb: „Wir haben einen Turm!" „Svovo?" fragte Hein erstaunt. „Ja! — nur eines ist unangenehm. Der zweite Zug hat sich auch schon barauf gespitzt — heute abend wollen sich die Brüder den Turm ansehen!" „Welchen Turm?" „Den alten Bartholomäusturm zwischen den Gärten und dem Park." „Aha! — Dann wollen wir einmal sehen, wer eher da ist!" sagte Hein fröhlich. Die Gruppe setzte sich in Bewegung und trennte sich an der nächsten Laterne. Fritz und Hans schlichen als Kundschafter davon. Sie gingen, als wenn gar nichts in der nächsten Zeit geschehen sollte, die alte Straße entlang, bis sie an den Bach kamen, der von den Bergen herniederfließt und hier die Mauern wieder verläßt. Sie stiegen in sein Bett hinunter und gingen an dem Ufergebüsch geduckt weiter. Vor ihnen tauchte im Abenddunkel der alte Mdel im WWK. 1936. In allen Teilen Deutschlands steht jetzt neben ben männlichen Jugenblichen auch bas berufstätige Mäbel im Reichsberufswettkampf. Fabrikarbeiterin unb Kontoristin, Verkäuferin unb Stubei^in, alle haben sich zu biefem Beweis bes Leistungswillens ber beutschen Jugenb zusammengefunben. Die Gesamtteilnehmerzahl beträgt eine Million. Runb 40 v. H. hiervon — mehr als im Vorjahr — stehen für bie Teilnahme ber Mäbel zur Verfügung. Jebes Mäbel konnte sich melden, gleich ob es eine vollständige Berufsausbildung hat oder ob es un- ober angelernte Jungarbeiterin ist. Der Gauzwifckenentfcheib bringt barüber hinaus auch sportliche Aufgaben. Sie liegen im Rahmen bes BDM. -Leistungsabzeichens, können also mit einigem guten Willen von jebem Mäbel erfüllt werben. Nur das Mädel wird also Siegerin sein, das leistungsmäßig, weltanschaulich und sportlich so dasteht, daß es als vollwertiges Glied der schaffenden Gemeinschaft gelten kann. Die Teilnahme am Reichsberufswettkampf ist freiwillig. Diese Tatsache wirkt um so stärker, wenn man das frühere Berufsleben ber Jungarbeiterin mit bem heutigen vergleicht. In ber Zeit bes Marxismus sahen bie Jungarbeiterinnen aus Fabriken, Kontoren unb Geschäften ihre Tätigkeit nur als Gelbquelle an. Sie kamen baburch in Berufe, bie roeber ihrer Eigenart als Mäbel entsprachen, noch ihnen bie Möglichkeit boten, in ge» orbneter Serufsausbilbung weiterzukommen. Sie schafften nur zu ihrem eigenen Vorteil. Heute hat das Berufsleben der Jungarbeiterin eine neue Wertung erfahren. Dazu bedurfte und bedarf es einer dem Wesen der nationalsozialistischen Jugend entsprechenden berufserzieherischen Arbeit und Wissensvermittlung, die das Jugendamt der Deutschen Arbeitsfront gemeinsam mit dem Sozialen Amt der Reichsjugendführung in Form der zusätzlichen Berufsschulung geschaffen hat. Fachberufliche und hauswirtschaftllche Arbeitsgemeinschaften sowie wirtschaftskundliche Fahrten führten die Jungarbeiterin in jeden Zweig ihres Berufes ein. Durch diese Kenntnisse und den Weitblick, den sie dadurch erhält, sieht sie über ihre Sonderaufgabe hinaus das Wirtschaftsleben des gesamten Volkes. Sie erkennt, daß nicht das Kapital, sondern die Arbeit und Einsatzbereitschaft jedes einzelnen der Mittelpunkt der Wirtschaft ist. Diese Erkenntnis zwingt von selbst zur Leistung, einer Leistung, die nicht um des persönlichen Vorteils willen geschieht, sondern die als Endziel den Dienst an Volk und Staat sieht. Ihren stärksten Ausdruck findet sie im Reichsberufswettkampf. Die berufliche Leistung wird durch die weltanschauliche Schulung ergänzt. Heimabende, Fahrten und Lager, Singen und Feierstunden lassen sie im BDM. nationalsozialistisches Gedankengut erleben. Steht bie Jungarbeiterin nicht im Bund, so wird ihr durch das Vertrauensmädel auf Betriebsappellen * bas Wollen bes BDM. nahegebracht. Schon in ben vorhergehenben Reichsberufswettkämpfen hat sich bas werktätige Mäbel einen festen Platz erobert, ber es leistungsmäßig gleichwertig neben feine Arbeitskameraben stellt. Es ist falsch, bie Jungarbeiterinnen aus Fabriken, Kontoren und Geschäften einzig und allein auf die Berufe der Kindererziehung, der Hauswirtschaft und solche ähnlicher Art beschränken zu wollen. Die deutsche Wirtschaft braucht die Facharbeit auch bes werktätigen Möbels an unendlich vielen und entgegengesetzten Stellen. Das Mädel wird diese Arbeit im Dienst an Volk und Staat verantwortungsbewußt und sich das Fähnlein einen neuen Hordenpott zugelegt. Aha, das Fähnlein hat starken Zuwachs gehabt und ist auf Fahrt gegangen. Hier sind eine Reihe Ausgaben für Nägel, Holz und ein Führerbild verbucht. Sieht fo aus, als ob die Jungen ein neues j)eim ergattert haben. Vielleicht ist es nur ein Heiner Keller ober ein Holzschuppen, aber sicher finb fie mit so viel Liebe bei ber Arbeit gewesen, baß es halb zum gemütlichen Bunker würbe. Einen Ofen haben sie ja auch. Natürlich mußte ber von irgenbeinem gutgesinnten Nachbarn gestiftet werben. Bißchen alt wirb er aUerbings gewesen fein. Wie bas Kassenbuch beweist, hat ber Ofensetzer erst einmal eine grünbüdje Reparatur vornehmen müssen. Letztens war ich bei bem ältesten Kassenverwalter im Stamm. Er arbeitet genau so lange wie ich an diesem Platz. Ich freue mich immer über seine offene klare Schrift, bie sauberen Reihen unb bie orbentlichen monatlichen Abschlüsse. Versonnen blättere ich bie Seiten nochmals burch. In ben nüchternen Zahlen steht ein gut Teil ber Geschichte bes Fähnleins und des Stammes. Man muß nur lesen können. Alte, fast vergessene Ereignisse steigen vor mir auf. Weißt du noch, Hans, wie wir im Jungbann eine Aktion durchführten, um die Kassen auf einen glatten, ausgeglichenen Stand zu bringen. Das war eine Leistungsprobe für die Fähnlein- für winzige Doppelpunkte am Ackerrain? Mäusespuren, ich kann die Distanz kaum mit meiner Hand Überspannen. Das kleine Tier muß wie rasend dahergeschnellt sein, so daß es kaum im Schnee einsank. Mein Kamerad zeigt auf große runde Stapfen. Der Dachs war nächtens aus bem Bau unb wird sich wie ich fürchte, eine starke Erkältung geholt haben. Die Fährten von Marber, Wiesel unb Iltis begegnen uns. Sie ähneln sehr der Katzenspur, nur zeigen sie noch ihre vorragenben Mittelzehen unb aufcerbem liegen bie linken unb rechten Znttfiegel dichter nebeneinander. Hier ist ein Eichhörnchen kurz oor uns vom Baum in den Schnee gesprungen und ist lustig herumgeturnt, immer um ben braunen Zapfen "herum. Zu ihm führt roieber eine ganz ^erlich Prägung: Drei bünne Strichlem mit einem Mittelpunkt,' kleine Dreizacke, bie alle burch eine scharfe Linie oerbunben finb: Ein Singvogel hupfte oftzu bem Tannenzapfen. Vogelspuren treffen wir oft, die ©puren ber hüpfenben Spatzen, ber laufenben Haubenlerchen unb oor allem die Abdrücke der Krähen. Je nach der Größe der Spuren kann man die einzelnen Vogelarten erkennen. r ' Der Winter bietet uns ein großes, aufgeschlagenes Buch, in dem viel Heiteres und Ernstes zu finden ist. Die Tierspuren erzählen. Wir sehen selbstverständlich, welche Spur frisch, welche alt und verweht ist, welches Tier zuerst voruberstrich und welches ihm folgte. Am Waldrand haben Krähen einen Hasen zerhackt, ber vielleicht von vielen Treibjagben erschöpft zusammengesunken war. , An ber Hecke hat Geo eine Drossel gefunben, flatternb unb strauchelnb. Vorsichtig bongt er mir bas braungesprenkelte Tier, bas sichtlich krank i|t. Aber eine Wunbe kann ich nicht sehen, auch keine Schwellung. Sie muß eine innere Verletzung haben, benn sie vermag nicht, sich auf ben Beinen zu halten unb liegt weich zusammengekrümmt in meiner Hanb. Hin unb roieber zucken bie Flügel, unb ich meine, bas angstvoll flopfenbe Herzchen 5U spuren. Behutsam streiche ich mit einem Finger über bie Feberchen am Hals unb im Racken. 21ber ich fühle es: Die Drossel stirbt: was nutzt mein Mitgefühl? - Ein Krampf erschüttert ben kleinen Vogelkorper in meiner Hanb, leise zittern bie Febern nach, bie Drossel ist tot. . üßir gehen weiter hinein in ben Tannenwald, ben immergrünen Tannenwald. Und dort finden wir die fehlte. — Wir haben Pünktel lange gesucht. Hinter einem C krauch mit weißen Knallbeeren lag sie und schluchzte. Nanu?! „Aber Pünktel, was ist denn los?" Die Tränen kollerten noch mehr. „Aber Pünktel, ein Jungmädel heut doch nicht!" Pünktel schluckte: „Nun sind wir doch nicht Erster geworden und haben den Medizinball nicht gekriegt, und ihr hattet euch das doch alle soooo gewünscht!" Es dauerte lange, bis wir bem Pünktel klarge- Mcht hatten, baß wir auch auf ben zweiten Platz stolz sein könnten, unb daß wir uns über den -ondball tüchtig freuten. A. M. IN bem ie.b!eten ber lewer fOn. Kassenbücher erzählen... Aus mancherlei hat man schon die Geschichte, die Tradition, die Entwicklung einer Einheit abgeleitet. ®nn hat vielleicht die ersten Flugzettel, Plakate, Uniformen, Kleistertöpfe und mancherlei zusammen- zestellt. Aber, was würdet ihr dazu sagen, wenn ich jetzt behaupte, auch an einem ganz sachlichen, nüchternen Kassenbuch kann man vieles über einen äungaug ober ein Fähnlein, einen Stamm ober einen Jungbann erfahren. Ich bin Kaffenprüfer unb rabele von Ort zu Ort, um mich zu vergewissern, ob bie Bücher überall stimmen. Ich komme »ganz unverhofft. Unb wehe! — wenn nicht alles in lieber Stunbe, in jeber Minute stimmt. I Aber mein ernstes Amt hat auch recht freundliche lEeiten. Das Kassenbuch ist nämlich aufschlußreicher ■als manche Chronik. So, also bann unb bann hat Tiere im Schnee. I Es bat über Nacht tüchtig geschneit, unb weil jetzt |i:e Sonne scheint, kalte Wintersonne bei flirrenbem |£roft, setze ich bie Schneebrille auf. Eigenartig, »durch bie gelben Gläser auf bie weiße, reine Schnee- liztfe zu sehen. Unb herrlich ist es, man kann ohne Ibchmerzen in bie Sonne blicken, die nun freilich I.strahlenlos geworden ist unb mild. I Im einsamen Winterwalb stapfen wir burch bie I unberührte, reine Fläche unb ärgern uns fast, baß I vir als erste bie Aänzenbe Reinheit zerstören. Es | seht über gefrorene Tümpel, quer über ben See, ■ dessen Decke unter uns unheimlich ächzt unb knarrt. Eine tolle Freube ist in uns, baß wir als erste He herrliche Winterpracht erleben können. Der I >rühe Morgen unb bie warme Stube haben uns tiicht baran gehinbert. Aber wir finb gar nicht bie ersten: manches ge- | Ichah hier schon vor uns, in ber Nacht. Ein irrsinniges Wirrwarr von Fährten zeigt sich uns plötzlich, iir ben Jäger wahre „ßeitfäben". Da finb vier Pfötchen ganz nahe beieinander em- Hepreßt' es muß ein kleiner „Lampe vewesen sein, der da'gekauert hat. Einige Meter weiter prägen :id) Fluchten ab; 6a hat TOeifter Lampe hm«-- chrieben, was er alles macht: wie er Haken fd) ug unb über ben Baumstamm sprang. Ob em Fuqs den Hasen verfolgte? Ich gehe einige schritte zurück: ja, vom Abhang schnürte Reineke Fuchs herbei. Wie auf einer Perlenkette aufgere.ht liegen Die Trittfiegel in einer Linie aneinander. Scharf finb bie Krallen abgezeichnet. Doch er scheint bies- mal kein Glück gehabt zu haben, der Meister Voß^ hier blieb er fitzen, unb bann bmumelte er zu be Weibenstrunk weiter. Sein Bau? Der Untersch Pf Oe^roirft übrigens beim Laufen Zuerst die beiden Hinterläufe vor, bie einen langen Abbruck geben, unb zieht bann bie Vorberlaufe nach^ -weite Strecke fehlt jetzt jebe Spur. Emsames Bin- fengras schaut halb zugeweht hervor, em Zweig sticht aus bem Schnee. -, . Klauenabdrücke, mandelsormige Schalen. Un Reh flin« spazieren, chier lammt die Spur emes Hirsches bazu, besten Schalenspitzen enger z s men finb als bie bes Rehes. Bei der Flucht wer den bie 2Ibftänbe ber einzelnen .^drucke bis zu fünf Meter groß. Unb immer roieber Hafen- uno Karnickelspuren, wild durcheinanber m Logen un Kreisen, ein tolle- S)m und Her. - Was smd daSie ftanb sprungbereit unb paßte höllisch auf llrüien auf ber Kampfbahn hatte ber Lauf begom tum. Pünktel konnte leibet nicht sehen, welcher 2linfl die Führung hatte. Aber die Staffel kam rasch ruber. Punktei sah, daß ihr Ring an zweiter Stelle List, und Pünktel fing an zu fiebern. Pünktel fühlte M wir, bie wir auf ber Tribüne saßen, jetzt auf ■ Qu, /M). ft schauten unb ben Daumen brückten. In Pünk- IbriAffi •?' W herrschte Hochspannung. Neben ihr lief schon l'a) Wilh. jfmonb! Sie hielt ben Atem an — streckte ben Arm pinemon ;u5, soweit es ging — fieberte, fieberte! Schnell I Wnbien Mmll, schnell! 1 ' Irho c/fN* pi vnuui lyitn vu/iu« — uugie ao — T "ttluig rannte, rannte, rannte ... Pünktel lief an zweiter Fen Zyklen Stelle. Sie flog, raste — bie zwei winzigen Beine goren nicht mehr auseinanberzuhalten. Jetzt ftanb Cassady, L’ - - ------ Af- - '' i'Tunner Püiftel heißt sie, weil sie so klein ist, bas kleinste g'nginabel tn unserer Schar. Unb weil sie so klein is i Mte sie auch burch bie Tonne kriechen ... Es tnur bei ber Geschicklichkeitsstaffel zu unserem Um tsrMsportfest, vier Ringe kämpften gegeneinanber Mer Rinc --- —* - '■ Oie Tippgräfin. Roman von Klothilde v. Siegmann. Urheberrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin, SW 68. 1. Kapitel. „Niemals gebe ich dich auf!" „Frau Pauline Wodny" stand auf dem schlecht geputzten Schild an der Wohnungstür im vierten Stock. Darunter eine fein gestochene Visitenkarte: „Erhard von Hagen." Mit Herzklopfen stand Mariella vor dieser Tür. Welche Furcht hatte sie heute wieder einzutreten! Ihre Hand, die aussah wie die Hand eines Kindes, zuckte ein paarmal nach dem Klingelknopf, um scheu wieder herabzusinken. Sie fühlte, wie ihr das Herz bis zum Halse schlug. Das waren nicht die vier Treppen. Wie leichtfüßig konnte sie die sonst hinauflaufen, wußte sie Erhard allein! Heute aber hörte sie aus der Küche, dicht am Eingang, schon das laute Geklapper von Töpfen. Frau Wodny war also zu Hause. Wie sie sich vor dieser Frau fürchtete! Seitdem sie hierher kam, musterte Frau Wodny sie mit gehässigen Blicken. Jeden Tag fürchtete Mariella, es würde zu einem Auftritt kommen. Und du lieber Gott im Himmel, was sollte sie tun? Erhard brauchte sie doch! Wenn sie ihm das Manuskript seines Buches nicht abschrieb — wer sollte es dann machen? Er hatte keinen Pfennig, um eine Hilfskraft zu bezahlen. Und ausziehen konnte er erst recht nicht. Denn auch dazu fehlten ihm die Mittel. Es blieb nichts übrig; sie mußte tapfer sein! Sie mußte aushalten! Der Geliebte selbst mußte ja noch viel Schlimmeres ertragen. Ein entschlossener Ausdruck trat auf ihr zartes Gesichtchen. Sie drückte auf den Klingelknopf. Die Klingel schrillte gellend. Und nun fuhr Mariella doch zusammen: dies Klingelzeichen paßte genau zu dem schrillen Organ Frau Wodnys. Harte Schritte näherten sich der Tür: „Ach, Sie sind's schon wieder!" sagte eine große, knochige Frau mit spitzem Gesicht und kleinen, spähenden Augen. „Müssen Sie denn jeden Tag kommen, den Gott gibt, Fräulein?" In Mariella bäumte sich alles auf gegen den Ton der Frau. Aber sie mußte ruhig bleiben. Sie durfte Frau Wodny nicht reizen, um Erhards willen nicht. So antwortete sie denn, so ruhig sie konnte: mu^utzv Tag, Frau Wodny! Sie wissen doch, ich PS*nnö*'9l1on Hagen bei der Arbeit helfen." rieUa fdinon neit!" ^hnte die Frau, indes Ma- das nelann ihr lt)r vorbeizuschlüpfen suchte. Doch in den Weg.^ Wodny stellte sich ihr üe'mll ihrer iefet geschwiegen, Fräulein!" sagte i t ihrer ftf)nr[en Stimme. „Aber mal ist's aus. Aus der Provinziathauptsiabt. März. Von Reinhold Braun. Und täglich wird des Lichtes mehr; die Hoffnung singt ihr Lied am Hang, und aus der Tiefe klingt es her wie leiser, sehnender Gesang. Und liegt's in dir noch winterschwer, träum' dir den Mai in dein Gemüt! Denn täglich wird des Lichtes mehr. Sing' morgenfroh des Lichtes Lied! Man muß ihn sehen, hören, fühlen, riechen, schmecken, den März! Zuweilen will er unsre feinste Spürsamkeit, wenn er zagend daher kommt, wenn der Winter ihn noch in bitteren Fesseln hält. Es gibt Monatsnamen, die man getrost in ein Zeitwort umwandeln kann. Dazu gehören der Mai und auch der März. Wenn wir sagen: „Es mait!", „Es märzt!", so ist das, als ob etwas Unsagbares durch uns hinrinnt, als trüge uns ein ewig-wunderbarer Impuls. Stehen wir dann mit unserem Gemüt nicht in einem rätselvollen Strome, der Beglückung um Beglückung schenkt! An dem, w i e wir den März zu erleben wissen, können wir erfahren, wieviel gesunde, junge Spürkraft noch in uns ist. Eine segelnde, lenzhafte Wolke im hohen Raum, ein leises Vogellocken, ein kühn - emporspitzendes Pflänzlein, ein glucksendes Wasser unter gläsernem Eise, Schollenknirschen im Strom, ein Wind voll Erd-Ruch: Wie kann uns das in eine kindhafte Freude versetzen, wie kann unter dem leisesten Anhauch tief innen Saite um Saite schwingen! Vielleicht stapft man noch einen Schneeweg entlang, und jemand stapft mit uns mit. Dieser jemand sieht nur Winter ringsum, er ist noch völlig zuge- krustet und in Winterdumpfheit befangen; wir dagegen sind mit Haupt und Herz schon lauter Frühling. März, Lenzing! Schön ist seine leise Gebärde, schön aber ist er auch, wenn er wie eine blaue, warme Woge über uns hinstürzt, wenn wir in Fassungslosigkeit geraten, in eine Verwirrung, die so gar nicht zu unserem gesetzten Alter paßt. März, was ist das nicht alles: Durchbruch, Auflockerung, Erhellung, Segelsetzen, Wimpelhissen. Zuspruch ist er, und Gott ist hinter dem Zuspruch. Wohl weiß man: Es kommt noch mancher Rück- schlag. Schnee und Frost bleiben vielleicht nicht aus. Aber mit unumstößlicher, leuchtender Gewißheit hat uns die eine echte Märzenstunde erfüllt. Vom Geheimnis des Mutes sind wir neu durchronnen. Was noch kommt an Unschönem und Schmerzendem: freudig wird's ertragen! So ist's immer, wenn wir teilhaftigen Sinnes und aufgeschlossenen Wesens sind. Eine Stunde Oasen-Freude entschädigt uns für zehn und zwanzig Stunden harter, trostloser Wanderung. Der Blick auf ein Schneeglöckchen oder in einen Märzenbecher läßt uns die grauen Steine der Städte heller erscheinen. Lenzing ist's! Mutet das nicht an, wie ein Stück aus dem ewigen Gottesliede! Der Ursprung rührt uns an. Daß wir uns von ihm berühren lassen! Heilsam ist's auf jeden Fall! Vornotizen. Tageskalender für Samstag. DAF., Fachgruppe Vermittlergewerbe: 20 Uhr im Haus der Deutschen Arbeitsfront Versammlung, Vortrag von Gaufachgruppenleiter Pg. Wagner. — RSG. „Kraft durch Freude": 20.30 Uhr Bordfest im Cafö Leib zu Gunsten des Winterhilfswerks; ab 15.30 Uhr allgemeine Körperschule und Waldlauf auf dem Universitätssportplatz am Kugelberg. — Stadttheater (Ring Deutsche Bühne): 20 bis 22.45 Uhr „Krach im Hinterhaus". — Gloria- Palast, Seltersweg: „Soldaten — Kameraden". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Leuchter des Kaisers." — Gießener Konzertoerein: 20 Uhr Klavierabend von Wilhelm Backhaus. — Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot: Ab 14 Uhr Eigenheim-Modellschau im Hotel Prinz Carl. — Tageskalender für Sonntag. Stadttheater: 19 bis 21.30 Uhr „Fest bei Prinz Orlofsky." — Gloria-Palast, Seltersweg: „Soldaten — Kameraden"; 11.15 Uhr Frühvorstellung „Abessinien von heute." — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Leuchter des Kaisers." — Bezirk Oberhessen der Deutschen Lebensrettungs-Gesellschaft: 11 Uhr im Kameradschaftsheim der Studenten öffentliche Tagung. — Sanitätsverein Gießen: 15 Uhr 52. ordentliche Mitgliederversammlung im Thüringer Hof. — Eisenbahnoerein Gießen: 15 Uhr Jahreshauptversammlung im Cafä Ebel. — Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot: Ab 14 Uhr Eigen- Heim-Modellschau im Hotel Prinz Carl. — Ober- oessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 11 bis 13 Uhr Gedächtnisausstellung Hans-Ewald Kleine. — Stadttheater Gießen. Heute abend als Vorstellung der Deutschen Bühne „Krack; im Hinterhaus", Lustspiel von M. Böttcher. Spielleitung: Heinrich Hub. Freier Kartenverkauf 20. Mittwoch-Abonnement. — Freitag, 6. März, Erstaufführung des Gesellschaftsstückes „Die Insel", Schauspiel von Harald Bratt. Spielleitung: Anton Neuhaus. Dauer von 20 bis 22.30 Uhr. 21. Freitag-Abonnement. — Sonntag, 8. März, von 11.30 bis 12.30 Uhr II. Sonntagmorgen-Veranstaltung anläßlich des Heldengedenktages. Von 19 bis 21.30 Uhr das Schauspiel „Der Kanzler von Tirol" von Josef Wenter. Spielleitung: Kurt L ü p k e. Die Vorstellung ist außer Abonnement. Der Goethe-Bund und der kaufmännische Verein bitten uns, an dieser Stelle nochmals auf den am Montagabend stattsindenden Vortragsabend des bekannten Vortragsmeisters Wilhelm Hoch- a r e v e „Eine frohe Stunde mit Hermann Löns" hinzuweisen. (Siehe heutige Anzeige.) Handels- und Gewerbebank. Im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes werden die Mitglieder der Bank zur 77. Generalversammlung eingeladen. Näheres ist aus der Anzeige ersichtlich. Ausruf des Gauleiters an alle Betriebsführer und Meister! vorlegen. Der Inhalt der Päckchen ist außen sitz, bar anzugeben. Betr. Kohlenversorgung. Die Kohlenhändler wollen die Kohlengutschej,^ bis zum 5. März täglich in der Zeit von 15—p Uhr auf der Geschäftsstelle Kaiserallee 52 gegs, Wertquittungen umtauschen. Später eingehech Kohlengutscheine können nicht mehr angenommk, werden. Für die Kohlengutscheine der Serie; und der Sonderausgabe am 30. 1. 36 sind g« trennte Rechnungen auszustellen. Winterhilfswerk 1935/36 Ortsgruppe Gießen-Süd. kohlenfcheinabrechnung. Die Kohlenhändler werden aufgefordert, die y Zahlung genommenen Kohlengutscheine Serie „£• und Serie „S" am Mittwoch, 4. März, von 19 bi, 20 Uhr auf unserer Geschäftsstelle, Crednerstraße 24, einzureicben. Später eingereichte Gutscheine werde; nicht meyr angenommen. Pfundfannnlung. Arn Dienstag, 3., Mittwoch, 4., und Donnerstag 5. März, findet im Bereich der Ortsgruppe Gießen Süd durch die NS.-Frauenschaft die Pfundsanw lung für den Monat März 1936 statt. Es wird ge beten, die Lebensmittelpakete zur Abholung bereitzu halten. Lrfdtf ° Halt- 1 WCb i ff N"1 ■JÄT M-elie d--. i n.u“ kg wie NÄi s-° f 4'" .rlchlung-! IStzkL 5« «'N“8 . 1 M tonSM« Ostern ist nahe und damit der Augenblick, in dem allerorts Hunderte und Tausende von Zungen und Mädel die Schule verlassen, um einen Beruf zu ergreifen und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen. Gewillt etwas Tüchtiges zu lernen und das Beste zu leisten, steht diese Jugend vor den Toren der Wirtschaft und fordert Einlaß. An alle Betriebssührer und Weister in Industrie, handel und Handwerk und die verantwortlichen Dienststellenleiter in den Staats- und Gemeindeverwaltungen ergeht deshalb mein Mahnruf: Stellt Lehrlinge ein! Wacht unserer Jugend den Weg zum Lebensberus frei! Ihr nehmt damit von vielen Vätern und Müttern die Sorge um die Zukunft ihrer Kinder und erspart unserer Jugend eine bittere Enttäuschung. Auch der letzte Jugendliche hat ein Recht aus einen Arbeitsplatz und einen Platz in der Volksgemeinschaft, aus welchem er mit Hirn und Jaust für sein Volk schassen und sich einsehen kann. Jeder Betriebssührer sei sich deshalb seiner Verpslichlung und Verantwortung gegenüber dem Volksganzen bewußt und melde sofort den Berussberatungsstellen der Arbeitsämter die Anzahl der bereitstehenden Lehrstellen! heil Hitler! Sprenger Gauleiter und Reichsstatthalter. zu Tagespreisen an der Abendkasse. Dauer von 20 bis 22.45 Uhr. Der Spielplan des Gießener Sladttheaters vom 1. bis 8. März. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Sonntag, 1. März, von 19 bis 21.30 Uhr einmalige Wiederholuna des Faschingskabaretts „Ein Fest bei Prinz Orlofsky". Gesamtleitung: Paul Nieren. Die Vorstellung ist außer Abonnement. — Montag, 2. März, von 20 bis 22.30 Uhr als Vorstellung der Deutschen Bühne ,Krach im Hinterhaus", Lustspiel von M. Böttcher. Spielleitung: Heinrich Hub. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an der Abendkasse. — Dienstag, 3. März, von 20 bis 23 Uhr Lortzings Meisteroper „Undine". Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul W r e d e. Die Vorstellung gilt zugleich als 20. Vorstellung im Dienstag-Abonnement. — Mittwoch, 4. März, von 19.30 bis 22 Uhr das Lustspiel „Krach im Hinterhaus" von M. Böttcher. Spielleitung: Heinrich Hub. Und ein für allemal lassen Sie es sich gesagt sein, ich dulde Ihre Besuche bei dem Herrn von Hagen nicht mehr!" Mariella wurde ganz blaß: „Aber Frau Wodny, Sie können Herrn von Hagen doch nicht verwehren, eine Maschinenschreiberin zu beschäftigen. Wie soll denn sonst sein Buch fertig werden?" Die Frau maß Mariella mit einem höhnischen Blick von oben bis unten. Ihr Auge glitt von Mariellas feinem Köpfchen mit den tiefschwarzen, weichen Haaren über das ganze zarte Gesichtchen, in dem die blauen Augen rein und groß wie die eines Kindes strahlten. Dann weiter über die ganze zierliche Gestalt in ihrem einfachen, aber tadellosen roten Wollkleidchen. Ein weißes, handgearbeitetes Krägelchen, weiße Manschetten und eine Reihe Knöpfe vom Hals bis herunter zur Taille waren der einzige Ausputz. Ein roter wildlederner Gürtel von etwas dunklerer Farbe umspannte die zierliche Taille. Unter dem Kleid sahen ein Paar sehr schmale Füße in dunkelgrauen Seidenstrümpfen und grauen Wildlederschuhen hervor. Die ganze Erscheinung Mariellas bot den Anblick zartester Mädchenhaftigkeit und makelloser Schönheit. Jeden anderen hätte dieser Anblick rühren müssen. In Frau Wodny aber schien er um so größere Wut zu entfachen. „Arbeit, Arbeit höre ich wieder!" höhnte sie. „Möcht' mal wissen, wann diese Arbeit einen Erfolg bringen wird. Scheint auch nur ’ne bessere Art von Müßiggang zu sein!" „Aber erlauben Sie, Frau Wodny!" Nun wurde Mariella doch aus ihrer mühsamen Ruhe gebracht. Sie konnte es nicht dulden, daß die Frau den geliebten Mann herabsetzte: „Das können Sie wohl nicht beurteilen! Das wird ein hervorragendes Dichtwerk!" Frau Wodny stemmte die rissigen Hände in die Hüften. Ihre grauen Augen funkelten vor Zorn: „Vielleicht kann ich das nicht beurteilen, Fräulein! Ich bin ja nicht so fein wie Sie und der Herr Graf! Hab' leider nichts wie meinen gewöhnlichen Menschenverstqnd! Und eine Von und Zu bin ich auch nicht! Aber das kann ich beurteilen, baß trotz all Ihrer Maschinenklapperei noch nicht ein roter Heller bei dieser sogenannten Arbeit verdient worden ist. Jrn Gegenteil! Immer mehr Schulden hat der Graf bei mir. Und darum glaube ich nicht recht an die Arbeit. Wird wohl andere Gründe haben, deswegen er Sie immer hierher kommen läßt. Aber —" Nun beendete sie ihren Redeschwall plötzlich. Denn mit einem heißen Aufschluchzen floh Ma- riella an Frau Wodny wie gejagt vorbei. Die sah na($' Nu, heute hatte sie es ihr mal richtig gegeben! Der Tippgräfin mit ihrem dum- men Getue und ihrem Adelstolz! Nächstens würde sie dem Grafen einmal richtig Bescheid sagen. Jm- Eigenheim-Modellschau. Die Bausparkasse Gemeinschaft der Freunde Wüstenrot veranstaltet heute und morgen im Prinz Carl eine Eigenheim-Modellschau. (Siehe heutige Anzeige.) Verein für Sterbeunlerstühung. Am kommenden Samstag, 7. März, findet die ordentliche Generalversammlung im Katholischen Vereinshaus statt. (Siehe heutige Anzeige.) Amt für Bolkswohlfahrt. Ortsgruppe Giehen-Ost. Betr.: Lebensmittel-Opferring der Ortsgruppe Giehen-Oft. Die Sammlung wird am Dienstag, 3., und Mittwoch, 4. März von der NS.-Frauenschaft durchae- führt. Die Mitglieder wollen die Pfundpäckchen ve- reithalten, und die Mitgliedskarten zur Eintragung mer Schulden bei einem machen und einen an der Nase herumführen, das gab es ja auf die Dauer nicht! Wütend vor sich hinmurmelnd, verschwand sie in ihrer Küche, wo sie Teller und Töpfe rasselnd in die Abwäsche stellte. Das Zimmer, dem Mariella zufloh, lag am anderen Ende des dunklen Korridors. Sein Fenster ging nach einem lichtlosen Hofe hinaus. Erhard von Hagen stand mit finsterem Gesicht da und starrte hinaus. Unaufhörlich riefelte der Regen vom grauen Himmel. Es war, als wäre es Herbst und nicht Mai. Grau sah das alte, verwahrloste Haus in der Königstraße in diesem trostlosen Wetter aus. Fröstelnd ging Erhard von Hagen in dem Raume hin und her. Mit widerwilligen Blicken streifte er die altmodischen Möbel mit ihren abge- stoßenen Kanten und den blinden Flecken in der Politur. Wirklich: dies Zimmer war das ungepflegteste von allen möblierten Wohnungen, die er bisher bewohnt hatte. Es klopfte an die Tür. Er wandte sich um. „Oh, Mariella, du?" Er ging dem jungen Mädchen schnell entgegen. Es war in diesem Augenblick, als erhellte ein Sonnenstrahl den dunklen Raum. Das lieblich-schöne Gesicht Mariellas war wie der Frühling selbst. Mariella bemühte sich, ihre Angst und ihr Weh zu unterdrücken. Sie vermochte sogar Erhard entgegenzulächeln. „Mariella, Liebling!" Erhard schloß das junge Mädchen zärtlich in die Arme und küßte es. Sie hielt einen Augenblick still unter feiner Zärtlichkeit. Dann entwand sie sich ihm sanft: „Du wilder Mensch, siehst du denn nicht, daß ich mit Paketen beladen bin? Vorsicht, daß nichts geschieht!" Sie legte die zahlreichen Päckchen sorgsam auf den Tisch mit der verschmutzten, rotsamtenen Plüschdecke. „Alles besorgt. Liebster, was du brauchst! Farbband für die Schreibmaschine. Papier. Ein Viertel Butter und ein bißchen Wurst. Außerdem habe ich dir eine neue Krawatte mitgebracht. Wenn du dich bei deinem Verleger vorstellen willst, muß ich doch Ehre mit dir einlegen!" Ihre Stimme klang leicht und fröhlich. Erhard sollte ja nicht ahnen, welchen Auftritt sie soeben mit Frau Wodny gehabt hatte. Gottlob schien er nichts davon gehört zu haben. Oder doch? Warum wandte er sich plötzlich von ihr ab? Angstvoll sah sie in fein schönes Gesicht, in dem ein paar kleine Falten unter den Augen davon sprachen, daß Erhard von Hagen nicht mehr in der ersten Jugend stand. Auch sein blondes Haar zeigte an den Schläfen einen Schimmer von Weiß. Aber Mariella liebte dies Gesicht. Sie liebte es mehr als sich selbst. All die jungen Männer, die sie im Hause ihrer Pflegetante Annina von Gellern kennenlernte. Kompanie des ehe i dem Polizeiamt 9 iT Hornberger sc ?r Volksgenossen, Mühe. Mi 25 Zähre im gm der Polizeidir eit: Ün 1. Marz dich «Meister der Schl t auf eine 25jähr nMicken. Nach e ei Militärdienstzeii Kreiswallung Gießen der DAI. Bordfest in Gießen zugunsten des Winterhilsswerkes 1935/36. Arn Samstag, 29. Februar, 20.30 Uhr, findet im CafL Leib das großangelegte Bordfest auf dem An alle DAI.-Watter und Betriebssührer der Gießener Ortsgruppen. Betr.: Sammelaktion der DAI. am 29. Februar und 1. März 1936. ♦ Sämtliche DAI.-Walker, die Samstagnachmittaz dienstfrei haben, treten um 15.30 Uhr in der Schau« zenstrahe 18 (Haus der DAI.) an. Ab 16 Uhr fetzt die Sammelaktion in Gießen ein NSDAP. Ortsgruppe Gießeu-Süh. Betr. Zahlung der Hilfskaffenbeiträge für Aprlh Mai und Juni 1936. B Nach jeder Hausarbeit 2 Creme 30 ptg Alle Angehörigen der SA., Marine-SA., Reiter SA., NSKK. usw. im Bereich der Ortsgrupp Gießen-Süd werden ersucht, ihre Beiträge zu Hilfskasse an folgenden Tagen zu entrichten: Dienstag, 3. März, Mittwoch, 4. März, Donnerstag, 5. März, jeweils von 20.30 bis 22 Uhr im Lokal Tann Häuser, Frankfurter Straße 83. M -i- waren ihr nichts gegen Erhard von Hagen. In ihm sah sie das Ideal aller Männlichkeit. In ihm ocr« । körperte sich für sie alles, was sie sich erträumt und ersehnt. So hätte ihr Vater aussehen können!, dachte sie immer. Und wenn die Sehnsucht nach dem früh verstorbenen Vater sie überfiel, dann glaubte sie, in Erhard von Hagen einen kleinen Ersatz für ihn gefunden zu haben. In ihrer reinen Kindlichkeit ahnte Mariella nicht, daß das Aeußere eines Menschen nicht immer das Spiegelbild dec Seele ist. Und so war sie Erhard von Hagen besinnungslos ergeben seit dem Tage, da sie ihn auf dem Rennplatz durch ihre Tante kennengelernt. Aengsttich schaute sie jetzt in sein verdunkeltes Gesicht: „Hab' ich es nicht recht gemacht. Liebster? Ich dachte, diese winzigen Kleinigkeiten würden dir Freude machen! Nun siehst du beinah böse aus!" I „Böse? Mariella, wie könnte ich? Du bist ja so rührend gut zu mir. Verzeih, daß ich mich niltzt freuen kann. Gerade weil du es so rührend gut nut mir meinst, weil du so selbstlos bist, drückt mich das alles um so mehr. Wenn ich noch einen Funken Ehre und Charakter hätte, dürfte ich dies alles nicht annehmen." Seine dunklen Augen, die sonst so strahlend leuchten konnten, verdunkelten sich wie in Traurigkeit. Wie liebte Mariella diese Augen mit ihrem ewig wechselnden Ausdruck! Diese Augen hatten ihre junge Mädchenseele ganz tief in einen unlöslichen Bann verstrickt. Ihre zierliche Gestalt reckte sich auf, um den geliebten Mann mit den Armen umfassen zu können. Er überragte sie ja um Haupteslänge. Ihre weiche Stimme, in der nur ein ganz schwacher Klang die Italienerin verriet, war ganz von Liebe erfüllt. „Quäl dich doch nicht mit solchen Gedanken, Liebster! Wozu bin ich denn auf der Welt, wenn iÄ dir nicht helfen darf? Es ist ja wenig genug, wo? ich tue. Ach, ich wünschte, ich könnte dir alles Glück zu Füßen legen!" Es kam leidenschaftlich aus dem jungen Munde. „Das weiß ich, Liebstes! Und doch handle ich unrecht gegen dich. Seit einem Jahre arbeitest b\i Stunden um Stunden täglich an der Schreibmaschine, mühst dich für mein Werk, das vielleicht niemals gedruckt werden wird. Wer weiß, du könntest vielleicht längst eine gut bezahlte Stellung haben und hättest" mich armen Teufel vergessen." Nun lachte Mariella auf. Es wurde ihr wirklich leichter zu Sinn. Sowie sie fühlte, Erhard brauchte sie, kam eine unbeugsame Kraft in ihr hoch. Sis schmiegte sich eng an den hochgewachsenen Mann. „Liebster, solange wir beide uns haben, dürfen wir doch nicht verzagen! Es wird einmal wieder vorwärts gehen. Glaub' es mir doch!" (Fortsetzung folgt!) f-mb. Dabei ist Mund rechter Zec M heißt strotzend v M chernder handli ■Ijr oft atemrauber «in Kriminalgesch $ir wissen, daß «o Romans von wertet werden wird Wer bis zum 13. März seine Hilfskassenbeittäge nicht bei der Ortsgruppe bezahlt hat, wird bei der Hilfskasse in München abgemeldet; daraus ent« Lutl w...... , stehende Folgen hat er sich selbst zuzuschreiben. »rinnen und Leser Deutsche Arbeitsfront. ‘ (r3ftnen'3DO Dir erwarten von den DAI.-wallern, daß sie pünkt« (• nt5 Kaijer W lief) zum Empfang der Sammelbüchsen antreten. ft te, trat er am 1 Die Übrigen DÜlF.-Maller und Belriebsfüfjret, 1 *- “TT* ’ M c , .... f , r 1924 kam der 5 die am Samstag nicht sammeln, treten Sonntag, B ^o[j3eürirettion 1. März, vormittags 8.30 Uhr, ebenfalls in der im Vorgesetzten, Schanzenstraße 18 an. « Anzug: Uniform oder blauer Anzug mit DAI.-l^^ unb”barübt Der Kampf gegen den Kartoffelkäfer seine ilfskassenbM jen bet DM$. * Staubsauger Frühjahrsparade! ) Ul)l, |UIU« »» ; orbieft auf toi 1 bringe ich meine reichhaltige Auswahl in bei vorteilhaften Preisen in empfehlende Erinnerung I 1218 A 5524 D W F ü fi H KF U RTZ L lEBFRAUENSTRy Illi llllll WE R BE Brüh” Druckerei Illi TEXTILHAUSj HAU5 DER GUTENj 3 U ALI TÄTEN Lucagraluftbefeuchl hatte, erworben. Dem allseits beliebten Beamten, der, wohin er auch gestellt wurde, in ausgezeich- IrUber Brvmllk Itiei mslagnachrnlttlj hr in der Schei Don der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Der Leiter der Abteilung für Pflanzenkrankheiten am Institut für Pflanzenbau und Pflanzenzüchtung der Universität Gießen, Diplomlandwirt Dr. Willi Tempel, ist vom Reichsnährstand mit der Durchführung der Kartoffelkäferabwehr im Gebiete der Landesbauernschaft Hessen-Nassau beauftragt worden. ppen. am 29. Jebnt, ielen zu können. 25 Zahre im Dienste der Polizei. Son der Polizeidirektion Gießen wird uns mit» schützen Ihre Gesundheit gegen trockene staubige Zimmerluftbenommenen Kopf Hustenreiz und Ansteckungsgefahc Verlangen Sie Prospekt. E.Weiße,Wiesbaden Scheffelstraße 3 Telephon 25039 Stores-Meterware Dekorations-Stoffen Modernen Kettdrucken Bedruckten Voiles Markisettes gestellt. Bei dieser Gelegenheit weisen wir erneut Eltern und Erzieher darauf hin, immer und immer wieder die Kinder auf die Unsitte des Anhängens an Fahrzeuge und überhaupt auf die Gefahren, die durch Nichtbeachten der Verkehrsvorschriften entstehen, hinzuweisen. Filmvorführungen für die Winterhilfe. Auf Grund des Aufrufs der Reichsfilmkammer, Hauptabteilung IV, Abteilung 3, Fachgruppe Filmtheater (bisher Reichsverband Deutscher Filmtheater e. V.) haben sich in allen Gauen Deutschlands zahlreiche Filmtheater gemeldet, um die in Verbindung mit der Reichsführung des Winterhilfswerkes durchzuführenden Filmfreivorstellungen für die vom Winterhilfswerk betreuten Volksgenossen zu veranstalten. Nach den bisher bei der Reichsfilmkammer, Fachgruppe Filmtheater, vorliegenden Meldungen haben sich in Hessen und Hessen-Nassau bisher 49 Filmtheater für die Veranstaltungen gemeldet. 25 Freivorstellungen wurden abgewickelt, die von insgesamt 14 456 vom WHW. betreuten Volksgenossen besucht waren. Im Gebiet der Landesleitung Südwest der Reichs- silmkammer haben sich 68 Filmtheater gemeldet, bei denen bis jetzt 26 Veranstaltungen durchgeführt wurden, die von 11 000 Personen besucht waren. Gießener Dochenmarktpreife. * Gießen, 29. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, deutsche Handelsklassen-Eier Kl. S 11, Kl. A 10'/-, Kl. B 10, Kl. C 9'/-, Kl. D 9, ungezeichnete 8, Wirsing Unverb. Vorf ührunj? aller Origlnalfabrikate der Quarzlampen-Gesellschaft m. b H„ Hanau. utsten Ausgabe beginnen, übertrifft alle seine arf.inger: er ist ohne jeden Zweifel die schönste ib ergreifendste Erzählung, die uns die allent- ilbin geschützte Verfasserin bisher geschenkt hat: „Oie Tippgräfin" neter Weise seinen Dienst versah, wird für weitere Zukunft alles Gute gewünscht. Schwerer Berkehrsunfall in der Rodheimer Straße. C Donners PruPPe M Km 5 ’9olung bere^ VerL Sie die lllustr Drucks M3 m Preisen Karl Egner - Gießen, Frankl. Str. 9 Medizinisches Fachgeschäft. Telefon 4191. dem bedrohten Gebiet vorgesehen, denn es muß jeder bei diesem Abwehrkampf mithelfen und etwa gefundene Herde sofort der nächsten Gemeindebehörde melden, damit die Bekämpfung sofort ausgenommen werden kann. An der Hauptstelle für Pflanzenschutz Gießen wird ab 1. Mai eine motorisierte H i t f s e i n h e i l mit Lastwagen, Motorspritze, Datteriesprihen und den notwendigen Sammel- geraten zum Ablesen der Käfer jederzeit einsatzbereit stehen, so daß schon wenige Stunden nach dem Eintreffen einer Meldung über das Auftreten des Kartoffelkäfers die praktische Bekämpfung ausgenommen werden kann. Selbstverständlich wird sich die gesamte freiwillige Schädlingswehr des Pflanzen- Gesundheitsdienstes der Landesbauernschaft, in der die Beamten der bäuerlichen Werkschulen, die Obstbaubeamten, sowie rund 450 Vertrauensmänner für landwirtschaftlichen Pflanzenschutz, 1500 Pflanzenschutzwarte im Obstbau und rund 200 Pflanzenschutzwarte für Kleingartenbau zusammengefaßt sind, in den Dienst der Kartoffelkäfer-Bekämpfung stellen. Der Erfolg im Kampf ist jedoch nur möglich, wenn alle Pflanzenbauer verantwortungsbewußt sich in den Dienst der notwendigen Maßnahmen stellen. 2 a J Aber dann nur den J<1 e Vorwerk- Kobold das ideale Universalgerät, welches als Staubsauger Bohner Haartrockner Heißluftdusche Vergaser und Mottenvernichter verwendetwerd.kann. - ß Monatliche Rate RM. u.eu.D.e Verlangen Sie sofort kostenlose Vorführung durch unsere Vertretung: Gießen, Wetzsteingasse 10, Telephon 3547. Vorwerk & Co. Frankf urt/M., Steinweg 9 Telephon 29679. imV Sur den bevor flehendenUmzug Versteigerung Montag, den 2. März 1936, nachmittags 2 Ubr ViinftL, betiteiöcrc ich in meinem Laaer,Atterweg 16, meistbietend gegen Barzahlung: 2 Waschtische, 1 zweit, und zwei 1 eint.Meiderschränke,2Sofas, 1 Ausziehtisch mit 4 Stühlen, 1 Schränkchen, Tische, 2 Laden- und 1 Ecktheke, 2 Kuchem chranke, 1 Liegestuhl, Büchergestelle, ein Radio- und 1 Photo-Apparat, 1 Herren-Fahrrad. 1282p Ferner rDamen- u. Kindermantel, Knabenholen,2BallenZellttoft- Papier, 1 Partie gcbr. Tamen- und Herrenwäsche und Kleider, 2 komplette Kaffeeservices, i. v. Porzellan, Gläser, Haushalt- und Küchengeräte, ein Pötten guter Bilder, Bücher, Spiegel, Lampen, Vorhänge, 2 Aufttell- uhren, 2 große Glasvlatten Tur Theke und Schaukatten. Verkauf von einer Partie Bettstellen mit und ohne Matratzen zu jedem annehmbaren Preis. Versteigerung beittmmt. Louis Althoff Gerichtlich beeidigter Taxator in dem Landgerichtsbezirk derProv. Oberhessen und Verttergerer fnt die Kreise Gießen, Lauterbach und Schotten. ** (Ein Siebzigjähriger. Am gestrigen Freitag, 28. Februar, konnte der langjährige Pförtner der Chirurgischen Universitätsklinik, Karl. Seipp, in voller geistiger und körperlicher Rüstigkeit seinen 70. Geburtstag begehen. Herr Seipp ist langjähriger Bezieher des Gießener Anzeigers. ** Lieferungsvergebung f ü r das Wohlfahrtsamt. Im heutigen Anzeigenteil befindet sich eine Bekanntmachung der Bürgermeisterei (Wohlfahrtsamt) über die öffentliche Vergebung der Iahreslieferungen an Schuhen, Anfertigung von Schuhen, Schuh-Instandsetzungen, Arbeitsanzügen, Wolldecken, Strohsäcken und Särgen. Angebote werden bis 14. März erwartet. Interessenten seien auf diese Bekanntmachung besonders hingewiesen. ** Beurlaubungen in den Berufsschulen. Das Stadt- und Kreisschulamt veröffentlicht in unserem heutigen Anzeigenteil eine Bekanntmachung über Beurlaubungen in den Berufsschulen, die der besonderen Beachtung aller Interessenten dringend empfohlen sei. ** Diehmärkte in Gießen. Am Dienstag nächster Woche findet in Gießen Rindvieh-(Nutz- vieh-)Markt statt. Der nächste Schweinemarkt wird am 18. März abgehalten. ** Schweinezwischenzählung. Die Bürgermeisterei Gießen kündigt in unserem heutigen Anzeigenteil eine Schweinezwischenzählung am 3. März an. Den Auskunftspflichtigen wird die Geheimhaltung ihrer Angaben ausdrücklich zugesichert. Näheres ist aus der Bekanntmachung ersichtlich. ** Städtische Brennholzoer st eige» rungen finden am Montag, Mittwoch und Freitag nächster Woche statt. Näheres in der heutigen Bekanntmachung der Bürgermeisterei. Einquartierung in Lauback. □ Laubach, 28. Febr. Gestern nachmittag rückte der Nachrichtenzug des Inf. - Reg. 3 6 (Gießen) mit klingendem Spiel in unser Städtchen ein und nahm daselbst Quartier. Gegen Abend fand auf dem Marktplatz ein Platzkonzert der Regimentskapelle statt. An dem anschließenden Kameradschaftsabend im „Solmser Hof" beteiligte sich die Einwohnerschaft recht zahlreich. Bürgermeister H ö g y übermittelte den Willkommensgruß namens der Stadt. Für die freundliche Aufnahme in Laubach dankte der befehlsführende Offizier. Es herrschte bei flottem Tanz echte Volksverbundenheit zwischen Soldaten und Einwohnerschaft. Heute vormittag begann das Schulgefechtsschießen auf dem Gelände rechts der Lauterer Straße, wo vor zwei Wochen bereits das Ergänzungs - Bataillon 53 (Gießen) seine Schießübungen abgehalten hatte. Gegen 18 Uhr marschierten die gern gesehenen Gäste wieder nach Gießen zurück. I Zimpfer „Kaffee Bauch" unter Mitwirkung der L Mister des Stadttheaters und der fröhlichen Ka- k. pe4e Lrengel statt. Die Veranstaltung ist eine reine WM.-Veranftaltung. Der gute Zweck verpflichtet vonjeixen Volksgenossen, an dem Fest teilzunehmen. f?ee 52 - Ei?ttrttskarten sind in den bekannten Vorverkaufs- ,er eiJ fielen zu haben. Eintrittspreis 60 Pf. einfchl. Tanz. 1 A-w 36 fllü Die Kriminalpolizeistelle Gießen teilt uns mit: Am gestrigen 28. Februar gegen 13.15 Uhr ereignete sich in der Rodheimer Straße zwischen Schützenstraße und Krosdorfer Straße ein schwerer Verkehrsunfall. Drei 12jährige Jungen, die sich nach Schulschluß auf dem Heimwege befanden, kletterten am Anfang der Lahnbrücke auf einen in Richtung Heuchelheim fahrenden leeren Kastenwagen. Da der Schüler Eberhard Grämlich nicht ganz auf den Wagen kommen konnte, legte er sich, da an dem Wagen der hintere Vorsteller nicht eingesetzt war, mit dem Oberkörper auf den Wagenboden und ließ die Beine hinten herunterhängen. Kurz vor feiner elterlichen Wohnung Rodheimer Straße 23 sprang der Junge vom Wagen ab und lief links hinter demselben heraus, um nach Hause zu kommen. In dem Augenblick, als er hinter dem Wagen hervorkam, wurde er von einem aus entgegengesetzter Richtung kommenden Personenkraftwagen erfaßt und eine Strecke mitgeschleift. Der Junge erlitt durch den Unfall schwere innere Verletzungen, die die Aufnahme in die Klinik notwendig machten. Der Zustand des bedauernswerten Jungen ist sehr ernst. Besitzer und Führer des Kraftwagens ist der Kaufmann Ludwig W a l d s ch m i d t aus Rodheim a. d. Bieber. Ob und inwieweit sich Waldschmidt strafbar gemacht hat, wird durch die Ermittlungen, die zur Zeit noch nicht abgeschlossen sind, fest- s«v wobnhaus Neubauten u. -^aus sowie zur Ablösung hierfür eingegangene, Elgeubeim-Sttbau «Sietze« Marktplatz o ... Bei schriftlichen Anfragen Rückporto ei --------— Aadel-Vreimholz (Anfeuerholz) gibt laufend ab 1153D Dampfsägewerk Abendfiern Ludwig Kröck Telephon 3580 Durch das Vorrücken des Kartoffelkäfers in Frankreich in den letzten 13 Jahren bis in die nächste Nähe der deutschen Westgrenze muß mit einem Uebergreifen einzelner Kartoffelkäferherde auch in westdeutsches Gebiet bereits in diesem Jahre gerechnet werden. Dem Reichsnährstand ist vom Reichs- und Preußischen Minister für Ernährung und Landwirtschaft die Abwehr des Kartoffelkäfers übertragen worden. Besonders gefährdet find außer dem Rheinland die Saar-Pfalz und Baden, sowie auch Rheinhessen und Starkenburg. Von der H a u p t st e l l e f ü r P f lange n s ch u tz Gießen ist die Abwehr bereits soweit vorbereitet, daß in jeder Gemeinde dieser Gefahrenzone ein besonderer Vertrauensmann vorgesehen ist, der als Mittelsmann zwischen dem Bauern und Landwirt und der Hauptstelle für Pflanzenschutz wirken soll. Für die nächsten Wochen ist nochmals eine sehr intensive Aufklärungstätigkeit in (gelb), das Pfund 12 bis 15, (grün) 20 bis 25, Weißkraut 8 bis 12, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 25 bis 35, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 35 bis 45, Zwiebeln 10 bis 15, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, das Pfund 4 bis 4'/-, 10 Pfund 43 Pf., der Zentner 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, das Pfund 15 bis 35 Pf., junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk., Suppenhühner 85 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 25 bis 40, Salat 30 bis 35, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 50 Pf. von Klothilde von Stegmann >iß! unser neuer Roman, der sich die Herzen vor lern unserer weiblichen Leserschaft sofort gewin- him wird. Die Geschichte der kleinen Mariella, die ine-CA., wii^ einem langen Leidenswege durch tausend De- der OrfsqnJ’ r.ütigwngen und schmerzliche Erschütterungen das e Seitraqe Lin; Glück der Liebe findet, ist mit so' feinem entrichten- Zeitlichen Gefühl und soviel Lebenswärme geschil- 1 ' .'M daß sie jedem Leser lange unvergeßlich blei« •en wird. Dabei ist der Roman aber auch ein chtir und rechter Zeitungsroman, wie er sein soll, iW heißt strotzend von bunt bewegter, dramatisch -°kal Tain H steigernder Handlung, überdies von ungewöhn- Ißichkr, oft atemraubender Spannung, wie man sie in Kriminalgeschichten zu finden gewohnt ist. lot m'i'rh wissen, daß jede Fortsetzung dieses unseres , wiro bei .jlgjifn Romans von Tag zu Tag von Tausenden Irwartet werden wird, und wir freuen uns, unseren j Meiden. Ves,nlmen und Lesern in Stadt und Land eine so POnf iMwöhnlich reizvolle und genußreiche Lektüre Selten werden Sie eine solche Auswahl geschmackvoller Dekorationen gesehen haben, als in unserer ganz einzigartigen GARDINENSCHAU Wir haben aber auch unseren bekannten und beliebten Frühjahrs-Katalog neu zusammengestellt. Falls Sie nicht die Zeit finden, unsere Gardinen-Schau zu besichtigen, verlangen Sie kostenlose Zusendung dieser interessanten Broschüre mit vielen Abbildungen und Anregungen. XfirOßtes Spezialhaus V SüddeutscMands llnser neuer Roman. Jn der Heutigen Ausgabe des Gießener An- ] zeegeis beginnen wir, noch bevor der Abdruck des Mrncns „Das Bild der Unbekannten" von Helma [ 0 r n H e l l e r m a n n beendet ist, mit der Veröf- Pb. fejillihung eines neuen großen Romanwerkes, dem L nch unserer Ueberzeugung und unseren jahrelan- L; , 0fi Erfahrungen ein ganz außergewöhnlich starker •’0r°crt to ffiifolj beschieden sein dürfte. Wir haben nur in p Serif fehlem Fällen bei der Prüfung eines Roman- Qr5- Don r. mimltriptes, so wie das hier der Fall war, auf dSi -rsten Blick gewußt: das ist der Richtige — scheine nj dstl Pirb „verschlungen" werden. Wir erneuern mit b(ir Veröffentlichung die Bekanntschaft mit einer unfeier beliebtesten und zugkräftigsten Autorinnen, -k dieser ihr letzter Roman, mit dem wir in der 1 Hagen. 3n G >it. In ihm « ich erträumt ur ssehen können Sehnsucht NL Übersiel, W n einen klein- $n ihrer reine aß das 2k* Spiegelbild J von Hagen» , da sie iM tennengM verdunkeltes r Liebster? K 'n wurden °c ,h böse aus- Du bist W ich mich Mendgu^ ft druckt m j eine" Hl ich dies ° fo wie 'N ;.fe in 8«ni^|l „ar 9»"’ I II "11 <1 «öl] tII Ä I Ml RH atu v. yll II t II ‘I geteilt: 2m 1. März dieses Jahres kann Herr Haupt- 1 vchtrneifter der Schutzpolizei Heinrich M 0 rnber - Tger auf eine 25jährige Tätigkeit im Polizeidienst pmickblicken. Nach einer über sechsjährigen tadel- n in (Sieben r.Joien Militärdienstzeit, die Herr Mornberaer bei der rn hnt, „fini Littornpanie des ehern. 2. Großh. Hess. Jnfanterie- rn, Oaß |ie P*”1 ^efijmenf5 Kaiser Wilhelm Nr. 116 in Gießen ab- hsen anfreien, leisiete, trat er am 1. März 1911 als Schutzmann Befriebeführr bei dem Polizeiamt Bad-Nauheim ein. Am 1. Okto- betnenw.^ ^^kam der Jubilar in gleicher Eigenschaft treten sonnte,mui Polizeidirektion Gießen. Gleich hochgeachtet bei ebenfalls in kl!feinen Vorgesetzten, wie bei seinen Kameraden hat S)err Momberger seinen oft nicht leichten Dienst zur vollsten Zufriedenheit aller seiner Vorgesetzten nzug mit M" versehen und darüber hinaus sich auch die Achtung Mr Volksgenossen, mit denen er dienstlich zu tun Sie sind leicht zu reinigen und haltbar, weil sie aus trocknem, astfreiem Holz hergestellt wurden. Quirle, Kochlöffel, Kartoffeldrücker, Fleischklopfer, Schneidebretter, Frühstücksbretter, Besteckkasten, Servierbretter. 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Gertrud Aulmann Or. Fritz Hohnschild Milchkühe geben ihre Verlobung bekannt Gießen, Marktstraße 15 Zernsdorf, Kreis Teltow 1. März 1936 Konffirmanden-Mäntel 0892 Ihre Vermählung geben bekannt Gebt Imheuser Heuchelheim b. Gießen (Ernststraße), den 29. Febr. 1936 am Markt 1306 At 12830 rm 66 Brühl'sche Druckerei. Schulstraße 7, Anruf 2251 1200 A Ohne Gewähr Nachdruck verboten Wann- 18. Ziehungstog 28. Februar 1936 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne 120199 374426 398873 375301 391912 240977 242066 252334 256530 300 M. 466 1154 302070 304413 Im Gewmnrade verblieben: 2 Gewinne zu fe 158359 160431 233616 235748 330055 331263 zeigen wir in überaus reichhaltiger Auswahl bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Ausführungsarten schnell und zu mäßigen Preisen 285505 329586 Vornehm Persönlich 61265 94236 154798 194543 247970 300762 357300 30584 41755 60614 84224 95048 316402 333275 349389 359842 386111 396763 316520 336686 352158 362808 386447 399146 179412 243447 365997 40399 121330 202328 253786 37183 53674 64599 91938 96213 53706 122277 211381 263630 138855 149456 156653 167975 187836 196862 208694 218971 232130 246397 268529 295734 310797 326900 344181 355831 375482 396934 16S63 41118 55617 72648 92526 99628 111111 116234 126295 87899 126906 192110 230326 299212 355204 377902 245898 86507 71210 133509 222713 308152 271499 302326 337504 30455 48084 69354 75552 102535 21009 31585 52795 69830 81508 39133 55428 70509 86999 25893 40239 57221 72770 87592 26228 42429 62082 394415 220086 366793 79140 142541 Mündlich können (SieeSnurwenigen sagen, schriftlich mehreren, durch eine Kleinanzeige sagen Sie es allen 21698 41440 60293 79473 94430 100769 111546 116793 127167 142248 149775 158672 170561 188446 197361 210119 219978 233598 246615 270991 300848 312896 327363 347687 357922 383105 896616 28780 47608 66084 74888 97006 119513 128399 141429 151225 168013 180901 212964 234103 251631 268226 286235 298971 324049 362406 379880 394156 L 74310 ' 92001 118277 128187 136547 149047 167404 180197 207349 233820 248200 263243 286013 298010 319468 359509 372439 387422 11381 27359 43521 63615 erwiesen wurde, spreche ich dem Herrn Pfarrer sowie den Verwandten und allen Bekannten meinen herzlichsten Dank aus. 118,8 87,0 26,3 61,8 1,8 1930 165 28,1 18,5 46,6 Gießens schöne behagliche Gaststätte Or. med. Fritz Bockstahler und Frau Gly, geb. Schäfer Ilse Kliffmüller Alfred Weller 110958 116037 125820 137660 147453 155659 165865 186733 196825 207705 218779 231601 241759 266651 286077 309520 321359 342260 355055 374913 388624 280114 306313 348202 300 M 111025 119958 129169 143803 156441 175459 189056 218314 241259 253134 281026 292879 302418 331074 371992 382435 114434 120821 133150 145556 157760 176839 197229 219104 246649 257933 283889 294328 303244 334034 372183 385024 280130 318526 349509 280731 318858 74764 89217 100832 113850 120023 129046 145600 152920 159851 179070 189986 198671 210770 220692 237969 254910 272861 12694 32297 47857 60786 86849 95198 169618 208810 276420 322746 368083 14298 32517 52421 63153 91933 95280 104680 115218 125486 134622 146703 153510 163972 182422 193977 207028 216837 229112 240435 262957 273235 304938 316539 342176 354026 367387 387323 115529 178900 216628 289439 334051 381987 119786 128620 143743 152048 168562 187805 214616 240986 253123 269065 292614 301034 328725 366139 381715 399746 277390 304117 340281 117274 122306 135118 148499 164699 177224 204141 223175 247346 261627 283910 295939 309979 334894 372299 386298 102039 115046 122340 131545 145617 153061 162289 181594 190893 206161 214228 228573 238407 262383 273008 120942 189197 221193 296360 343423 399924 14748 39587 55392 67376 92225 96380 Im Namen der Angehörigen: Wilhelm Siepmann Hessischer Forstmeister. Toni Kimpel Hans Leonhard Pfarramtskandidat Buchenscheiter 1. und 2. Klasse Eichenscheiter 1. und 2. Klasse Buchenknüppel Hainbuchenknüppel Eichenknüppel Avenarius „Dendrin ScMfs Die Einäscherung findet am Montag, dem 2. März, nachmittags 2 Uhr, aut dem Neuen Friedhof zu Gießen statt Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch-Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen-Lotterie Statt jeder besonderen Anzeige! Am 28 Februar verstarb nach längerem Leiden im 75. Lebensjahre unsere liebe Tante und Schwägerin 131,4 26,2 36,0 2,0 30,0 19,0 1880 170 48,0 25,3 Auf lebe gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden __Abteilungen I und II Danksagung. Für die herzliche Teilnahme, die mir beim Hinscheiden meiner lieben Entschlafenen „ Eichenreisig 1. Klasse Wellen Buchenreisig 2. und 3. Klasse „ Hainbuchenreisig 2. Klasse rm Buchenstöcke „ Eichenstöcke B. Mittwoch, den 4. März 1936, 9% Uhr beginnend, aus der Abteilung 77a des Stadtwaldes, Försterei Hochwart: 3n der heutigen . kachmittagsziehung wurden Gewinne über läU M. gezogen Preisliste und frohen kostenlos SlESSEH-HIHDEfMW^ . 1747 1972 2630 14343 ----- ----- Über 150 M. gezogen 6 Gewinne zu 10000 M. 141453 175765 4 Gewinne zu 5000 M. 128607 359395 10 Gewinne zu 3000 M. 8400 87554 294387 336037 Trockenes kurz- geicknittenes Tannen- esosO ANlNHlWIZ liefen Sägewerk Mer,Leihgestern Zusammenkunft: Kreuzung 8. Schneise — schneise. C. Freitag, den 6. Mär; 1936, 9% Ufjr beginnend, aus der Abteilung 56 des Stadlwaldes, Försterei Gießen: ' ------ 367784 394255 3886 4969 10123 ---- 23729 ----- ----- Henriette Freifrau von Heimrod geb. Siepmann Witwe des Oberstleutnants a D. Ludwig Freiherr von Heimrod. Brennholzversteigerungen der Giadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: 1276E A. Montag, den 2. März 1936, 9% Ahr beginnend, aus &>r Abteilung 54 des Stadtwaldes, Försterei Rödgen: 1000000, 2 zu je 50000, 2 zu je 30000, "6 zu je 20000, 46 zu je 10000, 100 zu je 6000, 160 SU je 3000, 376 zu je 2000, 1142 zu je 1000, 1978 S« je 600, 7410 zu je 300 Mk. 15,0 56,0 7,3 43,ß 35,8 4,0 27,5 31,2 16,6 20,0 168 22,0 2,0 20,0 rm Buchenscheiter 1. und 2. Klasse „ Eichenscheiter 1. und 2. Klasse „ Buchenknüppel „ Eichenknüppel „ Fichtenknüppel Wellen Buchenreisig 3. Klasse „ Hainbuchenreisig 2. Klasse rm Eichenreisig 1. Klasse „ Buchenstöcke neuen Früh- und Formen 25.- 27.- Eichenstöcke Zusammenkunft: Kreuzung 8. Schneise — Wannschneise. in schönen, jahrsstoffen 18.- 22.- Geschmackvoll Dlee* 3 w®»®’’t"oh®" Eigenschaften der guten Familien-Drucksache Konfirmanden-Kleider Crepe Faille, Cloque.Tafl, jugendliche Formen, reizende Macharten 17.- 19.- 21.- 24.- 22 Gewinne zu 2000 M 121499 15RRR7 G -W°i' 307356 32568? 3M340 274 Gewinne zu 11496 15314 ~ Bekanntmachung. Dienstag, den 3.März 1936, findet in Gießen Rindvieh- (Ruhvieh-) Markt statt. Auftriebszeit von 8 bis 9 Uhr vormittags. Sämtliches Vieh wird gegen Maul- und Klauenseuche schutzgeimpft. 1278C Nächster Schweinemarkt: Mittwoch, den 18. Mär, 1936. Gießen, den 29. Februar 1936. Der Oberbürgermeister: Ritter. OhstonHartiolineiiiii DRP. (verstärkteQualität) empfiehlt Sani» MM Bahnhofstraße, Telephon 3403 Bei größer. Bedarf Vorzugspreise 2 Gewinne zu 5000 M. 120199 6 Gewinne zu 3000 M. 230258 368721 22 Gewinne zu 2000 M. — — ------ 6. 3u bes mV5 o b e ■Äs bNt5.„ £** bie S?"» 352 Gewinne zu 10778 11836 Bekanntmachung. Betr.: Schweinezwischenzählung am 3. März 1936. /Jm 3. März 1936 findet wieder eine Schweine- zwischenzählung in den Gemarkungen Gießen und Schiffenberg statt. Die Schweinebesitzer haben den Zählern die notwendigen Angaben bezüglich ihrer Schweinebestände bereitwilligst zu erteilen. Die Leitung der Zählung ist dem Landesstatistischen Amte in Darmstadt übertragen. Das Einsehen unrichtiger Angaben oder die Verweigerung von Angaben durch die Auskunftspflichtigen wird mit erheb- lichen Strafen bedroht. Den Auskunftspflichtigen wird die Geheimhaltung ihrer Angaben hiermit ausdrücklich zugesichert. 1249C Gießen, den 25. Februar 1936. Bürgermeisterei Gießen^Ritter, Oberbürgermeister. Bekanntmachung. Beurlaubungen in den Berufsschulen. 3n der letzten Zeit wird Urlaub für geschäftliche oder hauswirtschastliche Zwecke häufig über das ,u- la|hge und erträgliche Maß hinaus in Anspruch genommen. Es kommt oft vor, daß Lehrherren, Betriebsführer und Hausfrauen die Jungen und Mädel einfach vom Unterricht fernhalten und erst nachträglich der Schule Mitteilung machen. 1277V Der Berufsschule fällt im Rahmen der staatlichen Erziehungs- und Bildungseinrichtungen eine bedeutsame Aufgabe zu, die sie nur dann zu lösen im- stande ift, wenn die berufsschulpflichtige Jugend den Unterricht regelmäßig besucht. Die für den Schulbesuch verantwortlichen Stellen müssen sich daran gewöhnen, daß Lehrlinge, Lehrmädchen und Hausgehilfinnen an zwei Halbtagen in der Woche der Berufsschule gehören. Ich ordne daher mit sofortiger Wirkung an: Urlaub kann nur noch in ganz dringenden Fällen erteilt werden und ist vorher durch schriftliche Eingabe an die Schulleitung einzuholen. Gießen, den 29. Februar 1936. Stadt- und Kreisschulamt. __Ä- V.: N e b e l i n g. Konfirmanden-Kleider Flamenga und Reversible, entzückend aufgemacht 11.- 12.50 13.50 15.- in geschmackvoller Ausfüj. rung, nurlaQualitätsar bet keine Serienfabrikation und do preiswert — fertigen nach jeden Wunsch und in jeder Holzart Metzger & Schlecht Möbelfabrik, Dlünzenberg in Hesse Gangbare Modelle vorrätig , Arten der Tiers i Unliebe zum Z W ist, um durch Leiter Front den ju dienen. Von diesem Gei ™n9 gegenüber d wbiet unserer V M« sich im «versetzt und bis zur G 2lnuy zustimm ^"Forschung, °ber nicht nt »S? ^ute I '^.bestimmter A hohem U fetal der W rAnsfreude i °nd zu oerz •ben und imm. U'N unseren 2 i(f)uVuQnhTIpUnl ;uS und der »n Sorto1 Ws lat ft" “"I tzK ga.iS Umfi, >'k ^6' l*6iur“’«u — ------ ------ «.uw, Uö(i,|4 394962 106 Gewinne zu 500 M. 6440 10298 14367 17340 17563 23021 28032 36240 45514 49250 51692 ' 62884 65941 78227 84855 85549 103571 105979 ------ ------ 155459 207352 253017 315508 364272 Sufammentiinff: Kreuzung 7. Schneise - Wann, icyneise. Gießen, den 29. Februar 1936. Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister. ->d°rsi°"il Marburg-Süd in Marburg, Fernsprecher m6A- uGr^Qd)tet M'ttwoch, l8. Mär;, 10 Uhr im Geschäftszimmer Bismarckstraße 16b folgende Fischereien für die Zeit — 31.3.1948 1. Bersbach bis zur Einmündung in die Salzböde mit feinen Nebenbächen Altenverserbach und Weipoltshauserbach, zirka 4,5 km lang. Bahn- ^101160/Damm, Lohra, Fronhausen (Lahn). Die Pachtbedmgungen liegen im Forstarnt während der Dlenststunden aus. Vorher bei der Kreiskasse Rn h'^erlegende Bietungskaution 50 RM. Pachter muß dem Reichsoerband deutscher Sportangler angehören. 2. Walgerbach von Dorf Kehna ab bis unterhalb Niederwalgern bei dem foa. von Schenkschen Eigen, zirka 4 km lang. Nächste Bahnstation Niederwalgern. Bietungskaution 70 RM. Sonstige Bedingungen wie bei 1. 1294D Ea. i26sv 230 Beikleider Reversible, Cloque usw, in neuen FrüTijahrsfarben 15.- 18.- 20.- 23.- Lieferungsvergebung. Folgender Bedarf des Wohlfahrtsamts im Rechnungsjahr 1936 (1. April 1936 bis 31. März 1937) sur den Kreis der Fürsorgeempfänger soll im Wege des öffentlichen Wettbewerbs vergeben werden- a) Lieferung der fertigen Schuhe für Männer, Frauen und Kinder in schwerer und leichterer Ausführung. b) Anfertigung von Arbeitsfchuhen für Männer durch selbständige Gießener Schuhmacher. c) Schuh-Instandsehungsarbeiten durch selbständige Gießener Schuhmacher. d) Lieferung von blauen Arbeitsanzüaen. Wolldecken und Strohsäcken. e) Lieferung der Särge. Verschlossene Angebote sind unter Beischluß von i4Uitr-n 9L? bis d bis spätestens Samstag, den 14. Marz 1936, bei dem Städtischen Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 2, Zimmer Nr. 17, einzureichen. Dort imh”hi« allgemeinen Lieferungsbedingungen ,®Drfd)r,ften über die Form der Einreichung m empfang genommen werden. 1247D ausdrücklich ÖQrQUf hjngewiesen, daß von und^ ^ifinl^^U sausgeschlosien sind: Warenhäuser fSfin» m 9 Pe.foroie außerhalb von Gießen ansässige Gewerbetreibende. Gießen, den 25. Februar 1936. Bürgermeisterei Gießen (Wohlfahrtsamt). Gießen Meseck 29. Februar 1936 rm Buchenscheiter 1. Klasse „ Eichenscheiter 1. und 2. Klasse „ Lindenscheiter 1. Klasse „ Kiefernscheiter 1. und 2. Klasse „ Fichtenscheiter 2. Klasse „ Buchenknüppel „ Eichenknüppel „ Kiefernknüppel „ Fichtenknüppel h Buchenreisig 3. Klasse Wellen Buchenreisig 3. Klasse rm Eichenreisig 1. Klasse „ Buchenstöcke „ Eichenstöcke und Rinder, hochtragend oder irischnrelk, aur der 84. Milchviehversteigerung in Somm t.IB., Städtische Ausstellungshallen am Dienstag, dem 3. März 1936, Dorrn. 11 Uhr. Nähere Ausruntt und Katalog (kostenlos) durch die sxÄs*ai! Ständige Ve mittlung oon Vieh aller Art (Fett- und Weide» vieh, Ferkel, Läufer usw.) i H0LÄ&- \ Rein natürlich. Rpn**1 Wirksam \ Preiswert ** Schmackhaft Dm Gebrauch gegen ZUCKERKRANKH.,GICHT, BLASEN-U. NIERENLEIDEN, NERV. MAGENLEIDEN. ^ln heacqnct d'i Ka" ist wo l’onb. J a je zuw *3 ©efinrn 16 Gewinne zu 2000 M. 43758 76891 90281 128532 253978 271140 325209 54 Gewinne zu 1000 M ----- ----- 83022 109375 120276 54 Gewinne zu 1000 M 33371 63873 ?r£S?->$9606 118762 128959 136135 139329 ______ 185432 186536 205449 206331 208249 236348 244682 256922 259458 272916 323851 340512 373q8:lnen Menschen, oder eines einzelnen Standes. Ran begegnet dieser Liebe zum Tier in Stadt und sondere der speziellen Pathologie und Therapie, der gerichtlichen Tierheilkunde, der medizinischen Propädeutik, der Arzneioerordnungslehre, der Pharmakognosie und der Pharmazie ihr Heim. Auch diesem Institut stehen neben den Einrichtungen für Forschung und Lehrzwecke alle Hilfsmittel der einschlägigen Praxis mit den notwenigen Stallungen zur Verfügung. In den vier vollständig voneinander getrennten Stallungen dieses Instituts können 40 Hunde und außerdem Katzen, Geflügel und andere Kleintiere untergebracht werden. Daneben sind auch Stallungen für Großtiere, ferner eine Tierküche, ein Bad zur Reinigung der Tiere, Dergasungszelle zur Behandlung von Räude usw. vorhanden. Einen großen Platz nimmt die zwischen der Chirurgischen und der Medizinischen Veterinärklinik gelegene ungedeckte Reit- und Fahrbahn zur Untersuchung von Pferden auf Hauptmängel und zugesicherte Eigenschaften ein. Die Zahl der stationären Tierpatienten in dieser Klinik belief sich in den letzten fünf Jahren auf etwa 500 bis 550; ebenso viele Tiere wurden poliklinisch behandelt. Don den behandelten Tiere waren etwa Zweifünftel Großtiere und Dreifünftel Kleintiere. Die Geburtshilfliche Veterinärkli- n i k dient der Forschung und Lehre auf dem Gebiete der tierärztlichen Geburtshilfe, der Sterilitätsbekämpfung unserer Haustiere und der Euterkrankheiten der Wiederkäuer. Die Stallungen bestehen aus vollkommen getrennten Abteilungen, deren eine für normale Geburten aller Haustiergattungen bestimmt ist, während in der anderen Tiere mit Unfruchtbarkeit, mit an die Geburt sich anschließenden Erkrankungen und Wiederkäuer mit Euterkrankheiten untergebracht werden. In jeder Abteilung befinden sich Stände bezw. Boxen für vier bis fünf Großtiere und fünf kleinere Boxen für Kleintiere, kleine Wiederkäuer, Schweine und Hunde. Im Hauptgebäude befinden sich neben den Derwal- tungsräumen noch zahlreiche Räume für die Arbeiten der Forschung und der wissenschaftlichen Auswertung der verschiedensten Vorgänge des Arbeitsgebietes, während der Hörsaal mit seinen Einrichtungen sich in dem großen Verwaltungsgebäude befindet. Die Ambulatorische oderAuswärtige Veterinärklinik hat insbesondere die Aufgabe, die Studierenden der beiden letzten Semester in die Praxis einzuführen, um sie mit der eigentlichen Tätigkeit des praktischen Tierarztes vertraut zu machen. Der Praxisbereich der Kliniken erstreckt sich über acht Ortschaften, die in einer Entfernung von drei bis acht Kilometer rings um Gießen liegen. Die Studierenden haben bei dieser praktischen Tätigkeit Gelegenheit, Erkrankungen und Behandlungen von Patienten aller Haustiergattungen unter den schwierigsten Verhältnissen in den oft wenig geräumigen und primitiven Stallungen der landwirtschaftlichen Betriebe in den Dörfern kennenzulernen. Das Krankenmaterial der stationären Kliniken wird in der Auswärtigen Klinik dadurch besonders gut ■rksarn ^tkhafi Jn-Klelder und Revers : d aufgenti 0 13.50 W Ern-Kleider j le, Cloque,Tr e Formen, re harten - 21.- 2t m-Mäntel i, neuen Früh- i und Forme- 25.- 21- V S' 3340 0* sS 8249 M 366 3* KZ Sg S B SI I« s S.F AZ "n Z d Atz W L K ZK- «d oft fS Unj'Ä Schied enber9iaBlt lento" Tierheilsiätien in Gießen. Tierschutz und Tierpflege in den Aeterinärkliniken unserer Universität. Schauen wir uns zunächst auf dem großen Grundstück in der Frankfurter Straße 94, Ecke Am Steg um, auf dem die vielseitigsten Einrichtungen in sich geschlossen beisammen liegen. Die Chirurgische Veterinärklinik mit den zu ihr gehörigen Gebäuden— Lehrschmiede, Stationsgebäude für Hunde und kleine Haustiere — dient der Erforschung und Behandlung der äußeren Erkrankungen sämtlicher Haustiergättungen einschl. der Augenkrankheiten. In den Ställen für große Haustiere sind 21 Stände und 7 im Bedarfsfälle doppelständig einzurichtende Boxen vorhanden, in die im ganzen 35 große Haustiere eingestellt werden können. Die Ställe sind in mehrere unabhängige Stationen getrennt, z. B. Ställe für aseptische Wundbehandlung, Wundinfektionen, Rinder usw. Für die kleinen Haustiere sind zwei besondere Baulichkeiten vorhanden, die Abteilungen mit Käfigen, Boxen, Baderaum, Küche und Behandlungszimmer enthalten; am häufigsten werden in diesen Räumen kranke Hunde, aber auch Katzen, Geflügel, Schweine, Schafe und Ziegen beherbergt. Die Zahl der stationär behandelten Tiere beträgt pro Jahr ungefähr 500 und wird etwa zur Hälfte von großen Haustieren, zur Hälfte von Kleintieren bestritten. Die Zahl der poliklinisch behandelten Groß- und Kleintiere beläuft sich jährlich auf ca. 1000 bis 1200. Die Lehrschmiede dient zum Unterricht der Studierenden der Veterinärmedizin, zugleich aber auch zur praktischen Unterweisung im Beschlag von Pferden und Rindern, sowie zu den wichtigsten Huf- und Klauenoperationen. Ferner hat die Lehrschmiede den Nachwuchs an Hufschmieden für das ganze Land Hessen auszubilden. Daß die Klinik — ebenso roie auch alle übrigen Institute — mit den modernen Einrichtungen der Forschung und des akademischen Unterrichts nach jeder Richtung hin ausgestattet ist, ist so selbstverständlich, daß man darüber m diesem Zusammenhänge nicht weiter zu sprechen braucht. In der Medizinischen Veterinär- klinik hat die Wissenschaft von den inneren Erkrankungen sämtlicher Haustiergattungen, msbe- Verwaltungsdirektor, Diese Amtspflicht obliegt gegenwärtig dem Dekan der veterinärmedizinischen Fakultät Professor Dr. Küst. Der Hauptteil der Veterinärkliniken liegt auf dem großen Gelände- komplex im südlichen Teile der Frankfurter Straße, Ecke Am Steg; einige weitere Institute liegen unweit davon entfernt in der Frankfurter Straße, das ebenfalls zu der Fakultät gehörige Institut für ani« malijche Nahrungsmittelkunde ist in dem Gebäude des Veterinäruntersuchungsamtes in der Marburger Straße untergebracht. MJiii 'elepbon forin08Prelil 3 u unseren Bildern: ß-ntsobon: Blickin bi^äparat^eammlung des Veterinär-Anatomischen Instituts. Kcopfspülung bei einem Huhn- fienne gegen Ä d . Amvulatorischen und Geburtsyltsttw ^Rechts: Links oben: IchutzimpM^ines Pftr- b .i gegen die Borna fche Kr° H ^Geburtshilfliche G, jirncntmnöung). ® sj>arfOfe wird Operationen geschehen inNar I - ® f erreicht. Hetzer de- kranken Tieres. (Aufnahmen 19]: Neuner. Gießener Anzeiger.) Wirken der Tierschutzvereine, in denen die Menschenliebe zum Tier organisatorisch zusammengefaßt ist, um durch verstärkte Stoßkraft in.möglichst breiter Front dem edlen Gedanken des Tierschutzes zu dienen. , , Von diesem Gedanken der menschlichen Derpstich- tung gegenüber dem Tier erfüllt ist auch auf dem Gebiet unserer Wissenschaft Großes geleistet worden. Wer sich im Geiste etwa um em Jahrhundert zurückversetzt und die seitdem durchlaufene lung bis zur Gegenwart überblickt, wird btefer Meinung zustimmen. Die Früchte der Wissenschaft' lichen Forschung, Lehre und praktischen Tätigkeit sind aber nicht nur dem Schutz und der Pflege d Tierwelt zugute gekommen, sondern sie haben zweckbestimmter Arbeit auch dem Wohle der Menschheit in hohem Maße gedient. Und rote aus allen Gebieten der Wissenschaft und der menschlichen Schaffensfreude überhaupt, so ist auch h'^r Stillstand zu verzeichnen. Unermüdliches JBarroarts- streben und immer tieferes Eindringen trii bte 0 - Heimnisse der Natur sind die Kennzeichen des Wirkens in unseren Veterinäranstalten als den Mitt - und Sammelpunkten alles dessen, was dem £ - schütz und der Tierpflege, zugleich auch dem menschlichen Vorteil auf diesem Gebiete forderlich ist. Einen überzeugenden Beweis für die reichen - folge dieser Arbeit erhält man in den Detertnar- flinifen unserer G i e ß e n e r U n t v e r s t- tät. Sie stellen nicht nur den Mittelpunkt der wissenschaftlichen Forschung und Lehre au Dem Gebiete der Veterinärmedizin dar, sondern sie sind zugleich die Stätten der praktischen Hilfe, an die sich der Tierfreund wenden kann, menn er u leinen oterfü&igen Mrbeit5tameraben ober @e afjrten Hilf- hei Krankhe ten ober Unfällen braucht, ^er sä?"S-S**e und Bild einiges erzählt. »u Verwaltung sämtlicher ®eterln«inftitute.ein- Ä- jeweiligen Dekans als Ilanb. Es ist wohl nicht zuviel gesagt, wenn man 511 tehauptet, baß jeber Mensch irgenbroie seine Liebe » einem Tiere zuwenbet. Aus bieser Neigung zu ber " jummen Kreatur ber Schöpfung finb auch schon 'üelfältig Taten unb Werke erstanben, bie ber lumanen Gesinnung bes Menschen gegenüber bem 5ier zur Ehre gereichen. Man benke nur an bas Roller i K * SJzfpor/ < Wein Klein- -ießener liegt Oberheffen M'Ne6img. 0 Schotte, Versammlung d ^'cherungsv Beteiligung im Lereinssührer S Zahresbericht ei Vereins feststell Mm Mitglieds 97 Pferde nerl Vergütung in 1 werden konnte vußte Arbeit d Erschließung des Vogelsbergs für KdZ -Urlauber. Lpd. Lauterbach, 28. Febr. In der Arbeitstagung der Kreisabteilung Lauterbach des Deutschen Gemeindetags machte der Beauftragte der NSDAP, für den Kreis Lauterbach, Gauinspekteur Pg. David Müller, längere Ausführungen über die Bedeutung des Vogelsbergs als Erholungsstätte des Rhein-Main-Gebiets. heilu^ > Ä?l n K b,nle b,t dtz; 515611 ^otnat Copyright 193k Handball: 1900 Gauliga - Tspo. 86/09 Kassel. Zum Verbandsspiel empfangen die 1900er morgen nachmittag den Tuspo. 86/09 Kassel. Im Vorspiel in Kassel errangen die Spielvereinigungsleute einen klaren Sieg. Das darf jedoch für die Einheimischen kein Grund sein, das morgige Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen, denn die Kasseler Mannschaft hat inzwischen mehrfach beachtliches Können an den Tag gelegt. Die 1900er sind dabei, nachdem Göing und Knop nicht mehr zur Verfügung sind, sich ein neues Mannschaftsgebilde zu schaffen. Im Sturm ist die Lösung durch Besetzung des Rechtsaußenpostens mit Höing soweit gefunden. Für die Aufstellung der Läuferreihe ist man allerdings zunächst noch auf Versuche angewiesen. Pokalspiel M.-Ä-1900. Kein Resultat war geeigneter, die Spannung, mit der man dem Pokalspiel entgegensieht, zu steigern, als das vorsonntägliche Unentschieden. In diesem Spiele zeigten die VfBer im Sturm bedenkliche Schwächen und ihre Spielweise blieb, was Spielauffassung und variables Spiel anbetrifft, hinter der des gegnerischen Sturmes zurück. Allerdings war bei diesem Spiele zu berücksichtigen, daß für beide Mannschaften nichts auf dem Spiele stand und ihre einzige Aufgabe darin bestehen mußte, einen dem Auge gefälligen Fußball vorzuführen. Diese Spielweise dürfte im Pokalspiel durch die Tatsache, daß der Verlierer von der weiteren Teilnahme an den Spielen ausgeschlossen ist, einem stärkeren körperlichen Einsatz und einem Kampfspiel weichen müssen. Bei den Platzbesitzern wirkt wieder Lehrmund mit, ein Umstand, der für die Läuferreihe einen Vorteil bedeuten sollte. Pokalspiele der Bezirkstage am Sonntag. VfB.-Reichsbahn Gießen — 1900 Gießen. SB 05 Wehlar — Niedergirmes. Disienberg — Oberbiel. Frohnhausen — Naunheim. Dillenburg — Burg. Für die Ansetzung der Pokalspiele waren folgende Gesichtspunkte maßgebend: Durch Paarung von Gegnern innerhalb möglichst kleiner Bezirke sollen die Fahrtkosten der Gastmannschaften niedrig gehalten werden. Weiterhin hatte der Verein mit einer geschlossenen Spielanlage den Vorzug. Es ist selbstverständlich, daß auf Grund dieser Voraussetzung Lokalspiele zustande kommen müssen. In Gießen ist der Ausgang offen und nur der Glücklichere wird die Oberhand behalten. In Wetzlar sollten die Platzbesitzer sich gegenüber den Niedergirmesern siegreich behaupten können. In Bissenberg ist ein klarer Sieg der Platzbesitzer zu erwarten. Im Spiel Frohnhausen — Naunheim muß der Ausgang als offen bezeichnet werden. Dillenburg muß sich gewaltig strecken, wenn die Burger, die eine typische Kampfmannschaft darstellen, geschlagen werden sollen. Jugendfuhball im VfV.-Reichsbahn. Die 1. Jugend der Sportfreunde Wetzlar tritt zum Gesellschaftsrückspiel auf dem Waldsportplatze an. Das Vorspiel endete unentschieden. Die Aufgabe der Platzbesitzer ist es daher, zu beweisen, daß der Vorspielausgang die Spielstärke beider Mannschaften nicht richtig wiedergibt und sie die tatsächlich bessere Mannschaft ist. Die 2. Jugend von Großen-Linden ist bisher noch wenig in Erscheinung getreten, so daß der Ausgang des Spieles völlig ungewiß ist. Die 1. Schülermannschaft spielt in Lollar. Beide Mannschaften kämpften bis jetzt mit wechselndem Erfolg. N°°emberstür n Cn ^ten k ?.n den Kirchs e. ' ch wie t Meten Jnb dann g fanden - p 'M ’>ä S» ä* und la 6* ,StQnte iÄ' MÜ* ,d . ,Ummen ä und t »e, Ze.n des die Schüler Ged dein hohen Liel von einer sorg! legten, zu Gehör über das Erziel Som Führer !e äußerste Pflicht Volksgenossen - mit all seinen ft aufgaben an I Schaffen und A einen großen Z • Interesse aufgenc Beisall seiner Zi Mtwirkenden, i Abends und an Schüler, fand t horst Wessel m Vaterlandes feil < Hungen durch Frau Prii sels im hiesigen Räumen durch hing von kur arbeiten alter i fünft statt. Beso vollen Webereic über 150 Jahre sinnigkeit einen wickelte Kunst i stellung wird i entgegengebrach Sitzung der Ratsherren in Schotten' CD Schotten, 28. Febr. Der Gemeinde- Voranschlag für das Rechnungsjahr 1936 wurde vom Bürgermeister vorgetragen und von den Ratsherren im einzelnen durchgegangen. Aus dem Vorjahr verblieb nach Abzug des Betriebskapitals ein verfügbarer Rechnungsrest in günstigem Ausmaß. Aus den städtischen Gebäuden werden 10 000 Mark vereinnnahmt, aus den Grundstücken 5500 Mark, aus dem Wald 9000 Mark. Aus einem Mehrerlös soll eine am Stadtwald liegende private Waldparzelle angekauft werden. In den meisten Rubriken des Voranschlags hat sich gegen die Vorjahre kaum etwas geändert. Für die Jugendfürsorge, HI., wurde ein größerer Betrag vorgesehen, desgleichen für Straßenunterhaltung, zumal die Herstellung von Kleinpflaster in der Gederner Straße beabsichtigt ist. Eine Mehrausgabe erfordert Rubrik 36 Landwirtschaft durch die Einrichtung der Bäuerlichen Werkschule. An Steuerein- gänaen sind die gleichen Beträge wie früher vorgesehen. Die Verzinsung der Gemeindeschulden er- 0* ti rbeM« Md" i'^qabre bl in iNÄ bei। KM»- "‘iftungen; ^B-grüßungs Bergfest wieder stark in Erscheinung treten und es zu einer überzeugenden Kundgebung für Volkstum und Heimat gestalten. Hunderttausende schießen für das Winterhilfswerk. Hochbetrieb wird am 15. März beim WHW.» Opfertag der Schützen auf allen Schießftändey Deutschlands herrschen. Alle deutschen Schützfen des Deutschen Schützenbundes, des Deutschen ■ Kar- teils für Sportschießen und des Reichsverbandes Deutscher Kleinkaliberschützen-Verbände haben eine bestimmte Anzahl Schüsse mit der Kleinkaliberbüchse, Großkaliber oder Pistole abzugeben. Dafür sind 30 Pf. für das Winterhilfswerk und 5 Pf. an den Hilfsfonds für den Deutschen Sport abzuführen. Im Vorjahre nahm eine große Zahl weiterer Volksgenossen teil und da weiterhin viele durch die Prüfung für das SA.- und Reichssportabzeichen zum Kleinkaliberschießen angeregt wurden, emp- stehlt Fachamtsleiter von Cleve rechtzeitige Füh- lungnahme mit den örtlichen Stellen der Partei, der SA. und SS. So besteht die Hoffnung, daß die 235 000 Mark für das WHW. 1934/35 und die 20 000 Mark für den Hilfsfonds in diesem Jahre nicht nur erreicht, sondern noch Überboten werden. Dr. Witter von Halt in Berlin. Der Führer der deutschen Leichtathletik und Organisator der IV. Olympischen Winterspiele, Dr. Karl Ritter von Halt, ist in amtlicher Eigenschaft nach Berlin berufen worden. Auf dem Ehrenabend der Münchener Sportler am Donnerstag verabschiedete sich Dr. Ritter von Halt von seinen bayerischen Sportkameraden. Er wird im Lause der nächsten Tage nach Berlin Übersiedeln. Gottfried von Gramm fährt nach USA Schon vor einiger Zeit hörte man von einer Amerikareise unseres Spitzenspielers und Weltrang, listenzweiten Gottfried von (Tramm. Es ist eine von den vielen Einladungen, die der deutsche Meister und die deutsche Davispokalmannschaft nach ihren großen Erfolgen erhalten hat. Im Spätsommer dieses Jahres, nach Beendigung der Spiele um den Davispokal, soll Gottfried von (Tramm die Reife nach den USA. zusammen mit Zwei oder drei weiteren deutschen Davispokalspielern antreten. Die Deutschen werden sich in den Vereinigten Staaten zunächst an einigen kleineren Turnieren beteiligen und später dann an den Internationalen Meisterschaften der Vereinigten Staaten von Nordamerika, die im September in Forest Hills ausgetragen werden, teilnehmen. Von hier aus werden die deutschen Spieler nach Kalifornien reifen, wo die Pazifik-Meisterschaften entschieden werden. Die Rückreise nach Deutschland wird anfangs November angetreten. Weltmeisterschaften der Eiskunstläufer. Fast unter Ausschluß der Oeffentlichkeit wurden am Freitagabend im Pariser Sportpalast die Pflicht- Übungen zu den Weltmeisterschaften im Eiskunst- laufen der Männer durchgeführt. Unter den 17 Teilnehmern aus neun Nationen befand sich kein deut- scher Vertreter, da sich Ernst Baier nur am ' Paarlaufen beteiligen will. Nach den Pflichtübungen liegt der seit 1929 ungeschlagene österreichische Weltmeister Karl Schäfer in Front vor dem Engländer Graham Sharpe und Felix Kaspar- Oesterreich. Zwei neue Schwimm-Weltrekorde der Frauen. In Amsterdam fielen am Donnerstagabend wieder zwei Frauen-Weltrekorde im Schwimmen. Willie den Ouden schwamm 100 Meter Kraul m 1:04,6 und verbesserte damit ihren am 15. April ausgestellten Weltrekord um zwei Zehntel Sekunden. Rie Mastenbroek unternahm dann einen erfolgreichen Angriff auf den Weltrekord im 100-Meter- Rückenschwimmen, den seit Januar 1935 die Amc- rikanerin I a r r e t - Holm mit 1:16,3 gehalten hatte. Auch dieser Versuch gelang, Rie Mastenbroek schwamm 1:15,8. Die beiden holländischen Europameisterinnen haben damit einen ausgezeichneten Beweis ihrer augenblicklichen Hochform gegeben. aus. Sportverein 1928 Garbenteich. Wiederum steht am Sonntag der Sportverein Garbenteich mit drei Mannschaften in den Punktspielen. Die 1. Elf bestreitet ihr letztes Verbandsspiel gegen die gleiche von Großen-Linden. Das Vorspiel gewannen die Blauweißen auf dem Platz des Gegners mit 8:1 Toren. Großen-Lindens Mannschaft hat aber inzwischen an Spielstärke gewonnen. Die Gäste werden alles aufbieten, um diesmal ehrenvoller abzuschneiden. Jedoch auch die Einheimischen wissen, ^orum es geht. Denn durch einen Sieg ist die Mei- sterschast der 2. Kreisklasse Gruppe A für sie end- A ei? gesichert. Die Platzbesitzer treten in folgender Aufstellung an: O. Stumpf; Mohr, Schäfer; Weigel, A. Stumpf L, Becker; Schmidt, L. Feuster, A. Stumpf II., W Stumpf, A. Feuster. erhalten und mit allen Mitteln das Krofdorf unbedingt zutrauen, zumal sie den Gegner § raßenbild der Orte und vor allem das Landschafts- ~..S -----" bild m ferner herrlichen Natürlichkeit und Urwüchsigkeit pflegen. Die Erschließung des Vogelsbergs auf eigenem Gelände empfangen. " । ©or diesem Entscheidungsspiel trägt die erste L , v. ~ , ■ / - Handballjugend ein Freundschaftsspiel gegen die ?uJ*?,er NSG. „Kraft durch Freude" sei nicht zugleiche Mannschaft des To. Allendorf a. d Lumda M 'ur feme Bewohner von größter wirtschaftlicher —- ' Bedeutung. lachllSA ln von ein« lnnschast naö treforhe unflldufer. ichkeit wurden last die Pflicht-1 im Eiskunst- ter den 17 Teil- > sich kein deut', er nur am i ffllidjfiibun' östemMche int vor dem felix Rafoan 80 Mark. N" ark (im 2 . Poranschl^ *rat n* mnerstagabend । Schwimmer Meter Kraul am 15. April ntel Tekunden. n einen erfolg' im W-Meter. 935 die Amc- gehalten hatte, aftenbroef schen Europa- usgezeichuetea -m gegeben. M fondels v f«d ’Ä’** LS Ä t zu- w । 'lei»«'1 j igelegenhe"e' egenheit, Zefuch 2 öndes wurd nicht sprm u-Ä o«»en. ; ’ -LZ 'S am 'M I itäheres ^ I -och öl gf lnitO I fc'm W feg e.;. Ifr-W Iä 9 |9eben. Wnd 5 b»»i fe g R. Und du Ifrl 3«h; rolen werten Win. Je« und ft, 3*. k fr > "ldeniLhi^ 1 -Donnerstag :1 t>on fein«« •m Laufe b« ch Beendigung ©ottfrieb vor lufarnrnen mit ispokalfpielern. in den Verkleineren Turin den Inter-> inigten Gfaa- nber in Forest en. Von hier ch Kalifornien en entschieden and wird an- «8 deutsche Mei. Kreuzes zum Wohle des Volkes und Vaterlandes werden. -t- T r e i s a. d. Lda., 28. Febr. Das A n w e s e n zes Landwirts Georg Schaaf dahier, der sich in Zer Heiliygarienstraße eine neue Hofreite erbaut hat, ist für den Preis von 3000 RM. von dem Fabrikarbeiter Balthasar Römer käuflich übernommen worden. — Die Bautätigkeit fetzt in diesem Jahre bei uns rege ein. Es sollen 4 neue Wohnhäuser in Arbeit gegeben werden, die im -erbst noch bezogen werden sollen. — Unter dem Rindviehbestand unserer Gemeinde ist seit Monaten eine an st eckende Krankheit vorhanden, die sich in häufigen Verkalbungen äußert und trotz ärztlicher Hilfe nicht einzudämmen ist. Die Landwirte stehen der Krankheit ratlos gegenüber. ch Hungen, 28. Febr. Die hiesige Volksschule veranstaltete im Saale des „Darmstädter Hof" einen wohlgelungenen Elternabend. Kreisschulrat Dg. Nebeling (Gießen) nahm daran teil. Der Leiter der Schule, Rektor Schaad, wies in seiner Begrüßungsansprache auf die Bedeutung dieser Elternabende hin. In sinnreicher Folge brachten anschließend unter Leitung von Lehrer Schmidt WWWWWWWWWWWI Heute Neuer Nomau IIIllliiillliilliilllllillllllllllllllllllllllllllllllllilllllllllliiillllWWIlll die Schüler Gedichte und Gesangsvorträge, die in dem hohen Liede des Vaterlandes gipfelten und von einer sorgsamen Einstudierung Zeugnis ablegten, zu Gehör. Kreisschulrat Nebeling sprach über das Erziehungsziel des deutschen Menschen. Vom Führer selbst in das Volk getragen, sei es äußerste Pflicht eines jeden wahrhaft deutschen Volksgenossen — neben Elternhaus und Schule — mit all seinen Kräften an den großen Erziehungsaufgaben an seinem Platze mitzuhelfen. Alles Schaffen und Wirken in diesem Sinne diene dem einen großen Ziele: Deutschland! Der mit großem Interesse aufgenommene Vortrag fand den dankbaren Beifall seiner Zuhörer. Nach Dankesworten an alle Mitwirkenden, insbesondere an den Redner des Abends und an den Leiter der Vorführungen der Schüler, fand der Abend mit dem Gedenken an Horst Wessel und den Gruß an den Führer des Vaterlandes feinen Abschluß. < Hungen, 28. Febr. Zur Zeit findet in den durch Frau Prinzessin Hermann zu Solms-Braunfels im hiesigen Schlosse zur Verfügung gestellten Räumen durch Frl. Emmi Spies eine Ausstellung von kunstgewerblichen Arbeiten — Handarbeiten alter deutscher und ausländischer Volkskunst statt. Besonderes Augenmerk finden die kunstvollen Webereien und Stickereien, die zum Teil über 150 Jahre alt, dem Beschauer ob ihrer Feinsinnigkeit einen tiefen Einblick in die hochentwickelte Kunst unserer Ahnen gewähren. Der Ausstellung wird von allen Seiten großes Interesse entgegengebracht. Kreis Schotten. (D Schotten, 28. Febr. Die ordentliche Hauptversammlung des Schotten er Pferdeoer- sicherungsvereins fand hier bei zahlreicher Beteiligung im Gasthaus „Zur Traube" statt. Der Vereinsführer August Rausch konnte in seinem Jahresbericht eine günstige Weiterentwicklung des Vereins feststellen; er wies darauf hin, daß bei einem Mitgliederstand von 205 Personen nunmehr 297 Pferde versichert sind, daß im Jahre 1935 die Vergütung in 12 Schadensfällen restlos ausgezahlt werden konnte und daß es gelang, durch zielbe- wußte Arbeit die Vermögenslage des Vereins er- WiimiMiiDteii. Vornan von H. von Hellennann. Copyright 1936 by Auswärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68. 34. Fortsetzung. Nachdruck verboten! 32. Kapitel. Novemberstürme brausten über das Land raubten den letzten kärglichen Rest von Licht und Warme. In den Kirchen gedachte man der Toten, schmückte die Ruhestätten der stillen Schläfer mit ®^urJCT4' die sich wie treue Hände über die wmterkahlen Hügel breiteten. . . , Und dann ging — über Nacht und unversehens erstanden — ein leises Singen und Klingen durch die Welt: Adventskränze wand man und hatte em Lied auf den Lippen, die unter der übergroßen Last von Not und Sorge des Jahres beinahe das Lächeln verlernt. Draußen ward es immer dunkler und kalter, aber in den Zerzen wuchs ganz 'acht ein lichter Schein empor. Die lieblichste Tochter des Himmels, die Freude, nahm den Menschen b-> d-r Hand und lacht- ihn an nut ihren I^“Weirten Augen, bis seine arme geduckte Seele sich allmaWi« an diesen Strahlen entzündet und das Bedursms empfand, das holde Geschenk der Freud- auch an b<3m Krankenhaus wanderten Kinder oon einem Saa7 aum andern legten -inen Tannenzw-ig nut rotem Ld°umwunde°n auf Bett un angen mit heller Stimme die toftlidjen alUn tt>er, jedes Jahr schöner scheinen, und d>- mancher Kranke mitzusummen versuchte. An Elfriede Stallings Bett saßen Mu r und ^^^ÄÄ^^rei Weihnachten duftete. Heute v imnerhofft gute Besserung ist ein reines Wunder, wem, »SS» — - so sichtlich an ihrer Freude teilnahm den, Schmal war das Gesicht der Kranken 9 aber diese feinen, leldgezeichneten Drau schöner denn je zuvor. Em h v $rau durchrieselte ihn jedesmal, wenn die geh ^gen nach feiner Hand tastete, die f^or? , anftrablten. ihn in alter Klarheit und 3rmigfeit Nun trennte sie nichts mehr, tot ® der beinahe ihrer beiden Leben zerstört yarre- heblich zu verbessern sowie die Ausstände bis auf einen geringen Rest yereinzubekommen. Die durch den Vereinsrechner Karl Stang erstattete Rech- nungsablage ließ ebenfalls eine erfreuliche Aufwärtsentwicklung erkennen. Dem Vorstand wurde Entlastung erteilt und dem Rechner der gebührende Dank ausgesprochen. Im weiteren Verlaufe der Verhandlungen wurden verschiedene Satzungsänderungen angenommen. Der Vereinsführer schloß hierauf die Versammlung mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer und den Reichsbauernführer. D Laubach, 28. Febr. Auf der letzten städti- schen Brennholzversteigerung, die im „Schützenhof" abgehalten wurde, waren viele Kaufliebhaber erschienen, so daß das Holz restlos abgesetzt werden konnte. Folgende Durchschnittspreise wurden erzielt: Buchenscheitholz 1. Klasse pro Raummeter 7 Mark, 2. Klasse 4 Mark; Eichenscheit und Birkenscheit je 3,20 Mark; Fichtenscheit 2. Klasse 2,40 Mark; Buchenknüppel 4,80 Mark; Hainbuchenknüppel 3,70 Mark; Eichenknüppel 2,40 Mark; Fichtenknüppel 2 Mark; Kiefernknüppel 3,20 Mark; Buchenreiser 1. Klasse (Reiserknüppel) 2,50 Mark; Stammreiser (Schichthaufen) 1,20 Mark. Kreis Alsfeld. = Flensungen, 28. Febr. Die hiesige Milchabsatzgenossenschaft hielt im Gasthaus „Zur alten Mücke" ihre zweite Jahreshauptversammlung ab. Vorsitzender Bürgermeister Erb gab den Geschäftsbericht. Insgesamt konnten 131 905 Liter Milch von Der Genossenschaft an die Molkerei Weickartshain abgeliefert werden. Eine Kassenprüfung erübrigte sich, da diese schon von behördlicher Seite durchgeführt war. Der Rechner Konrad Horst gab den Kassenbericht. Die turnusgemäß ausscheidenden Vorstands- und Auftichts- ratsmitglieder wurden erneut in ihren Aemtern be- ftätigt. Anschließend fand eine rege Aussprache über den oft schwankenden Fettgehalt der Milch Die Jagd Mag auch der Schnee langsam zu Boden sinken, als diese Zeilen geschrieben werden: schon längst stiegen trillernd die ersten Lerchen zum Himmel empor, zeigten sich schüchtern und zaghaft die ersten grünen Blättchen und kündeten dem Waidmanne, daß der Frühling kommt. Bald sprießt am Waldgraben frisches Grün, öffnen sich die Knospen des Geißblattes, schmückt sich die Weide mit silbernen und goldenen Kätzchen und blüht und duftet im Bergwald der Seidelbast. Waldschlüsselblume, Anemone und Lerchensporn schmücken dann den Waldboden wieder, unterm Laub treibt der zarte Waldmeister, und kräftig riecht die von der Frühlingssonne erwärmte Erde. In großen Keilen streben rufende Wildgänse und trompetende Kraniche der nordischen Heimat zu, auf dem Gartenzaun knickst wieder der Rotschwanz, am Bachufer wippt die Bachstelze, Drosselsang und Finkenschlag grüßen den Frühling, der seinen Einzug hält. Wen es in diesen Tagen nicht hinauszieht in sein Revier, dies alljährliche und immer wieder neue Wunder mitzuerleben, dem fehlt etwas am rechten Jäger. Für den Jäger gibt es jetzt überall etwas zu tun und zu schauen. Leitern und Kanzeln, die nicht gut nachgeprüft und ausgebessert werden, können zu einer großen Gefahr für Leben und Gesundheit werden. Salzlecken sollen in keinem Revier mit Schalenwild fehlen. Sie werden gereinigt, neu beschickt ober burch Neuanlagen ergänzt. Pirschpfäbe erleichtern bas Beobachten und später das Besagen des Wildes ungemein. Und es gibt jetzt schon allerlei zu beobachten. Denn die Böcke haben schon gut geschoben, die Rehe stehen in großen Wintersprüngen noch zusammen. Nur in diesen Wochen ist es möglich, sich ein wirkliches Bild über den Bestand zu machen, das als Grundlage für einen sachgemäßen Abschuß dienen kann. Es wird durch eine Anordnung des Gaujägermeisters für Oberhessen eine erneute statt. Der zuständige Milchkontrolleur gab die nötiae Aufklärung. Er führte am anderen Tag eine Prüfung der Milch bei verschiedenen Bauern im Stall durch. Preußen. Wieder ein Zagdhauseinbruch. < Klein-Rechtenbach, 28. Febr. In die in unserer Gemarkung am Rande des Walddistriktes „Steinsberg" belegenen Jagdhütte des Jagdpächters Hofmann aus Wetzlar wurde in einer der letzten Nächte ein Einbruchsdiebstahl verübt. Der oder die Diebe drangen auch hier, wie im benachbarten Dornholzhausen, durch gewaltsames Oeffnen der durch Läden gesicherten Fenster in das Innere der Jagdhütte ein, entwendeten ein Paar Schuhe und taten sich an den vorhandenen Getränken gütlich. Die durch den Oenbarmeriebeamten in Groß-Rechtenbach angestellten Ermittlungen waren bisher ergebnislos. Da ber Einbruch in ber gleichen Weise verübt wurde, wie in Dornholzhausen und in Berstadt (Hessen), die Diebe es auch in der Hauptsache auf Getränke abgesehen haben, liegt die Vermutung nahe, daß es sich in allen Fällen um die gleichen Täter handelt. Kreis Wetzlar. _l_ Waldgirmes, 28. Febr. Bei der Nutz - Holzversteigerung waren die Preise gegen voriges Jahr bedeutend niedriger. Eichenstämme kamen pro Festmeter 25 bis 40 Mark, nur ein Stamm, zu Furnierholz geeignet, kam pro Festmeter 123 Mark, Buchen von 18 bis 35 Mark, Kiefern 12 bis 25 Mark, Fichten-Schnittstämme 20 bis 25 Mark, andere Fichten 9 bis 13 Mark. Fichtenstangen waren außerordentlich gesucht; es kosteten 1. Klasse das Stück 2 bis 3 Mark, 2. Klasse 1,80 bis 2,20 Mark, 3. Klasse 0,80 bis 1,50 Mark. im März. Wildzählung bis Mitte April verlangt werden. Eine richtige Wildzählung, die gewissenhaft gemacht ist und nur so den wirklichen Interessen des Jägers dienen kann, soll nicht nur die Stückzahl erfassen, sondern sie muß zugleich Auskunft geben über die Geschlechts- und Altersgliederung. Sie in einem Tage durchzuführen ist in Revieren mit einem nennenswerten Bestand an Rehwild unmöglich. Hier führt nur häufiger Aufenthalt im Revier, verbunden mit genauem Ansprechen und Gliedern der einzelnen Sprünge und gewissenhafte Aufzeichnungen zu dem Ziel, das Aufstellung eines richtigen Abschußplanes heißt. Vielleicht wird der Jäger bei diesen Reviergängen auch einmal Fallwild treffen. Das kommt im Frühjahr immer wieder vor. So ist auch jetzt schon wieder das Auftreten der Darmstrongy- lose, die uns alljährlich in unserem Gebiete ziemliche Eingänge bringt, fachmännisch festgestellt. Fallwild sollte nie offen liegen bleiben. Noch transportfähige Stücke sollten vom Sachverständigen grundsätzlich auf die Ursache ihres Eingehens untersucht werden. Derartige Untersuchungen werden z. B. in Gießen vom Veterinär-Patholog. Institut, Frankfurter Straße 94, durchgeführt. Es kann dem Jäger nicht gleichgültig sein, zu wissen, ob es sich um einzelne unter sich ganz verschiedene Fälle handelt, oder um eine Seuche. Er muß sich auch deswegen Klarheit verschaffen, weil er im Falle einer Seuche zur Meldung an den Kreisjägermeister verpflichtet ist und anderseits auch beraten werden kann, wie dem Uebel entgegenzuwirken ist. Daß solches für eine Untersuchung bestimmte Wild nicht „aufgebrochen" werden darf, sei nur erwähnt, weil immer wieder dagegen verstoßen wird. Nicht mehr transportfähiges Fallwild ist zu vergraben, der Boden darüber noch mit Kreofol oder etwas ähnlichem zu verwittern. Denn die Krankheitserreger können sonst leicht über den Boden verstreut, oder durch Füchse oder anderes Raubwild verschleppt Goebel hatte ihm die Vorgänge an jenem verhängnisvollen Tag erzählt, weil er es für nötig hielt, dem jungen Freund das seltsame Gebaren Elfriedes zu erklären. Sie waren übereingekommen, der Mutter nichts zu sagen, um die ohnehin aufs äußerste Angestrengte nicht unnötig zu erregen. Später mochte sie die Wahrheit von der Töchter selber erfahren. Nun horchte die Kranke auf: Durch die etwas offenstehende Tür drang der süße Klang einer Violine, oon Harmonium begleitet. Das kenne ich doch — das ist doch das altdeutsche Hirtenlied mit Schalmeienbegleitung, das Hans immer spielte —" Ganz recht, mein Kind, und Hans spielt es für dich, weil du es immer so liebtest", erwiderte Frau Margret, sich an dem Glanz weidend, der das zarte Gesicht erhellte. „Er wollte dir so gern eine ganfl besondere Freude machen, und da Franz euren leitenden Arzt gut kennt--" Franz —?" „Di- Goebel", verbesserte sich Frau Margret — und sah in ihrer Verlegenheit trotz der silberdurchzogenen Haare ganz mädchenhaft jung aus. Elfriede langte nach der Mutter Hand, küßte sie und bettete ihre Wange darauf. Natürlich, Dr. Goebel — ich ahnte es ja schon lange und bin sehr, sehr glücklich darüber, daß ihr euch gefunden habt. Wir alle haben ihn lieb — das heißt" — sie stockte, überlegte — „wie stellt sich denn Hans dazu? War er nicht ein bißchen eifersüchtig?" Frau Margret lachte zärtlich. „Früher vielleicht, aber jetzt ist „Onkel „Franz" fein Ideal! Das kam so — nach und nach." Wäre Elfriede nicht verunglückt, wer weiß, ob Franz Goebel je wieder den Weg zu ihr gewagt hätte. Das Leiden ihres Kindes hatte der Mutter ein Glück geschenkt. Still lauschten sie den schonen weichen Klangen, die alle Kranken im Hause erfreuten, Frau Mar- gret mit besonderer Ergriffenheit, denn Hans hatte ihr dieser Tage seinen Wunsch offenbart, Medizin studieren, einen Wunsch, den Go-bel auf das Nachdrücklichste unterstützte. Hans Mervius mit feinem klugen Kopf, feinen geschickten Kunstler- fingern, seiner heißen, von der Mutter ererbten Menschenliebe war wie geschaffen für diesen schwersten und herrlichsten aller Berufe. Wenn alles |o kam, wie erhofft, würde ihr geliebter Junge ihn vielleicht einst in diesem großen Krankenhaus ausüben, in dem feine Schwester jetzt als Schwerver- letzte darniederlag und der Gnade völliger Heilung teilhaftig werden durfte. , ri Am Nachmittag des vierundzwanzigsten Dezem- ber versammelten sich all die Ihren um Elfriede. Ein winziges Bäumchen sandte strahlenden Lichter- schein in bas stille Zimmer, das Liebe in einen Blumenhain gewandelt. Duftlose Bluten mußten es sein, aber ihr« köslliche Farbenfülle täuschte Frühlingszauber in der nüchternen weißen Krankenstube vor. Eine ganz besondere Ueberraschung hatte Drau für die Geliebte. „Denke nur, die Akademie hat mir durch Fürsprache — wahrscheinlich von Dr. Goebel — em zweijähriges Reisestipendium für Italien vermittelt! Ich fann’s noch gar nicht fassen, das Ziel meiner jahrelangen Sehnsucht nun wahrhaftig zu erreichen." Sein dunkles Gesicht glühte vor Glück. „Und das Schönste ist: Dr. Wegner meint, der Süden wäre als Nachkur der idealste Aufenthalt für dich." lieber die aufleuchtenden Züge der jungen Frau flog ein Schatten. „Es wird lange dauern, bis ich reifen kann", sagte sie leise und schaute fort, einen schmerzlichen Zug um den unmerklich zuckenden Mund, „wenn ich überhaupt je wieder reifen kann —" „Du wirst es können", betonte Drau stark, „und ich warte, bis du soweit und frei bist, denn natürlich reifen wir zusammen. Du wirst in ab- sehdarer Zeit ganz gesund sein." Etwas Hinreißendes lag in dieser sieghaften Zuversicht, das die Kranke aus ihrer Mutlosigkeit emportrug wie auf Engelsschwingen. „Zusammen", flüsterte sie vor sich hin — und spürte, wie die Hoffnung in ihrem Herzen sich von neuem regte. Zusammen, o seliger Traum — wollte Gott ihn zur Wahrheit roerben lassen? „Sagt mir, bitte, wann ihr euch genug angehimmelt habt", forberte Grete, ihren Stuhl herum- rückenb, unb ostentativ dem Bäumchen zudrehenb, bas zarte würzige Duftwellen ins Zimmer fanbte, „ihr Vier, benn Mutti unb Onkel Franz treiben es ja ebenso arg, jawohl!! Eine schreckliche Familie hab ich armes Ueberbleibfel." Sie lachten alle, ein bißchen verlegen, aber sehr glücklich. Grete war immer so brollig mit ihren drastischen Bemerkungen. Nur Elfriede erschrak innerlich unb betrachtete in zärtlichster Teilnahme bas abgewandte Gesicht der Schwester. Dachte sie an Selldsn? Armes Gretelein, der war weit fort — Warten war Qual für solch junges Herz, hoffentlich kam bald ein anderer, der ihr gefiel, kein Mensch verdiente sein Glück mehr ... G^ete aber saß in gemachtem Trotz mit unter- geschlagenen Armen, starrte mit tränenverdunkelten Augen in die kleinen gelben Flämmchen der Kerzen unb mußte in einem fort schlucken, um ben scheußlichen Druck im Hals loszuwerben, der sie seit Tagen würgte. Warten — — leichter vorgenommen als getan. Vielleicht wollte Svante Sell- b£n gar nicht, baß sie wartete, wäre dankbar, vergäße sie ihn--Ja, könnte man’s nur." Sie wußte noch nicht, daß sie am Abend auf dem Bescherungstisch einen schmalen Karton mit frischen Blumen von der Riviera vorfinden mürbe,, daß um den Stiel einer großen dunkelroten Nelke werden. Leider wird diesen Dingen von vielen Jägern zu wenig Beachtung geschenkt. Zu den regelmäßigen Obliegenheiten des Jägers im Revier gehört ferner der Jagdschutz. Vor allem achte der Jäger darauf, daß das Schneiden und Roden von Hecken, sowie das Abbrennen von Rainen und Gräben nach dem 1. März verboten ist. Diese Maßnahme ist im Interesse des Vogelschutzes und der Niederjagd unbedingt notwendig gewesen. Es ist Pflicht des Jägers, Verstöße dagegen zur Anzeige zu bringen. Wenn der Waidmann in seinem Revier durch Bepflanzen von Oedland usw. selbst etwas für die Verbesserung der Brutstätten und für Deckung tun kann und will, dann ist jetzt die Zeit dazu. Eine besondere Gefahr für die Niederjagd stellen bekanntlich die Krähen bar. Enbe März werben biese burch einheitliche Maßnahmen im ganzen Jagdgau bekämpft werden. Die Anordnungen darüber haben die Ausübungsberechtigten schon in der Hand. Es empfiehlt sich nach unseren Erfahrungen sehr, schon vorher immer auf einzelne Krähenpaare zu achten, um deren Hauptjagdgebiet, oder ihre Lieblingsbäume sich zu merken. Werden später die Gifteier dort ausgelegt, so ist der Erfolg sehr rasch gegeben. Die meisten Felder des Jagdscheines sind schwarz: Schonzeit. Der März ist ein rechter Hegermonat. Wenn aber ber Waibmann seiner Hegerpflicht nachgekommen ist unb wenn er ba unb bort Umschau gehalten hat, ob alles wohlbestellt ist in seinem Revier, bann wird er sich, wenn die Sonne sinkt, dort anstellen, wo niederer Wald stockt unb wo der Waldgraben murmelt. Denn jetzt kommt die Zeit, wo die Schnepfe streicht, und Frühlingseinzug und Schnepfenstrich gehören für den Jäger unzertrennlich zusammen. Vielleicht auch wird sich ihm ein anderes Mal die Gelegenheit bieten, den Ringeltauber anzuspringen, den „Hahn des kleinen Mannes", der hoch oben in der Fichte ruft. Dann bietet der März auch dem Jäger etwas, aber obenan steht doch die Hege. Hubertus. Kleine politische Nachrichten. Der Führer unb Reichskanzler empfing ben in Berlin weilenben königlich afghanischen Außenminister, Se. Exzellenz Sirbar Faiz Muhammeb Khan, ber vom afghanischen Gesanbten Allah Nawaz Khan begleitet war. ♦ Der Führer empfing in ber Reichskanzlei ben Jntenbanten bes Staatlichen Schauspielhauses, Grünbgens. * Die schweizerische Regierung hat bem beutschen Gesanbten in Bern ihre Antwort auf bie beutsche Note vom 20. Februar über ben Beschluß bes Bunbesrats, eine Lanbesleitung unb eine Kreisleitung ber NSDAP, in ber Schweiz nicht mehr zuzulassen, übermittelt. Die Note wirb nach ihrem Eintreffen in Berlin burch bie zustänbigen Stellen geprüft werben. * König Eduarb von Englanb wirb am Sonntag nachmittag um 5 Uhr (MEZ.) vom Lonboner Runbfunkhaus seineersteBotschaft seit seiner Thronbesteigung an bas Britische Reich richten. Die Botschaft wird nach allen britischen Dominien übertragen sowie nach zahlreichen europäischen Ländern und nach Amerika. Mehr als 200 Zahnpasten ?i6‘ D-uisch. ........ land. Nehmen Sie einmal an, man würbe Ihnen alle diese Zahnpasten zur Auswahl vorlegen. Wonach würben Sie sich beim Einkauf richten? Wie wollen Sie die Güte der Rohstoffe, die Verarbeitung der einzelnen Marken beurteilen? Es fehlt doch jeder Anhaltspunkt. Hier ist die einzige Sicherheit für Sie der gute Ruf, den eine Marke hat. Und Chlorodont hat diesen guten Ruf! In 29 Jahren sind Qualität unb Chlorodont längst ein Begriff geworden. Zu Chlorodont darf man deshalb getrost Vertrauen haben! ein Streifen Papier gebunden war, auf dem drei Worte standen: „Jag elskar big." Ich liebe dich. — Am Silvesterabend, als Elfriede schon lange in friedlichem Nachtschlummer lag, saßen die fünf Menschen, die das Schicksal so wunderbar zusarn- mengefügt, wiederum in der alten Kreuzkirche und gedachten tiefbewegten Herzens der Geschehnisse, die das Jahr gebracht, das nun zu Ende ging. Damals saßen Theodor Stalling und feine Frau vor ihnen, heute war Elfriede Witwe, und lag im Krankenhaus. Und Joachim Drau, der, vor Hunger und Schwäche halb ohnmächtig, an Frau Margrets Schulter geruht, war heute ein bekannter Künstler, dessen Erfolg stetig wuchs. Seine neuesten Porträts des Generalmusikdirektors der Staatsoper und der gefeierten Primadonna, deren heldische Wagnergestalten in der ganzen Welt ebenso berühmt waren wie ihre Schönheit, hatten wiederum neue Aufträge gebracht. Seine Zukunft war gesichert. Und auch die der gütigen Frau, die er nun „Mutter" nennen durfte, die an Franz Goebels Seite einem zweiten stillen Eheglück entgegenging — und die nun, beim leisen Klang der Orgel,' die bas Schlußgebet bes Geistlichen begleitete, um gnä- bige Genesung für ihr krankes Kinb flehte, bas bereit gewesen war, sich um einer Lüge willen zu opfern. Und wieder dröhnten die Glocken, riefen die Menschen ihre guten Wünsche in die Welt, begrüßten bas neubeginnenbe Jahr unb taten hoffnnnqs» froh ben ersten Schritt ins Ungewisse, besten Gestaltung in tiefes Geheimnis gehüllt war — wie wir nie wissen werben, bas der nächste Tag uns bringt. 33. Kapitel. Svante Sellden hatte die Weihnachtstage mit Schwester unb Schwager an ber Riviera verlebt, bann in Frankreich, Englanb unb Skanbinavien Vorträge gehalten, bie den gewünschten Erfolg gebracht. Das nötige Geld war beisammen, die Expedition gesichert. Er hatte sich so sehr auf diese Winterwochen wohlig entspannten Ausruhens in der Heimat gefreut, auf das Wiedersehen mit Freunden und Verwandten. Aber nun er dort war, wollte die rechte Wiedersehensfreude nicht aufkommen. Er war all den lieben Menschen, bie ihn so herzlich aufnahmen, innerlich ein wenig fremb geworben, in ben langen Jahren, bie er im Auslanb verbracht. Sie hatten anbere Interessen, andere Ansichten als er, der so weit in der Welt berumgefom- men war — unb überall Gut unb Schlecht beisammen gefunben. Er, ben seine Arbeit Ehrfurcht vor ben großen Dingen bes Lebens, vor ber raun« bervollen Gesetzmäßigkeit in ber Natur gelehrt, ber in jebem Sanbkorn bas Wunber spürte, verstand ihre kleinen Streitigkeiten nicht mehr. So wenig Friebe, so wenig Harmonie war unter ihnen zu finden. Unb boch gab es bie noch auf ber Welt, gab es Seelen, die sie ausströmten. — (Schluß folgt.) Neue Stoffe für das Frühjahr Neuzeitliche Optiker Brillen Geller GIESSEN SELTERSWEG A 1319 A 1251 D Mäntel JMHABER ■ CARL HEINZ SQdLÜTER haben wir schon jetzt hereinbekommen.— Wir zeigen Wollstoffe und wollgemischte Gewebe für Durch Verfügung des Herrn Präsidenten der Preußisch-Süddeutschen Staatslotterie bin ich mit Wirkung ab 1. Klasse der demnächst beginnenden 47./273. Lotterie zum Staatl. Lotterie-Einnehmer bestellt worden. 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Marz 1936, abends 8% Ähr, im Restaurant Hindenburg stattfindenden n.oröil.@eoeroloeifiiiioioi9 eingeladen. Tagesordnung: 1. Bericht des Vorstandes über die Geschäftsergebnisse des Jahres 1935. 2. Prüfungsbericht des Aufsichtsrats. 3. Beschlußfassung über die Genehmigung der Fahresrechnung und Bilanz und die dem Vorstand und Aufsichtsrat zu erteilende Entlastung. Befchluhfaffung über die Verteilung des Reingewinns. 4. Ersatzwahl ausscheidender Mitglieder des Aufsichtsrats. 5. Bericht über die Revision derDank durch den Verbandsrevisor 6. Verschiedenes. Linser Geschäftsbericht für 1935 liegt ab heute während der Geschäfts, stunden bei uns zur Einsicht offen. Gießen, den 29. Februar 1936. in allen modernen Sport- und Sliponformen, flott, praktisch, kleidsam und wirklich preiswert. Aus meiner großen Auswahl: Kamelhaarmäntel i. flott sportlichen Formen, ganz gefüttert 34.-, 29.75, 24 - Kamelhaarmäntel in elegant. Modell-Konfekt, beste Qualität. 65. -, 59. - , 48__ Sportmäntel die kleidsam. 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D daß in jenen le der Mädchen ui Kirche sogar au ausgetreten sind, wies Pg. Mün Duldsamkeit un merkte aber au nicht etwa für wirb, sondern 1 • Mitungsapparat finden werde u Men Reiches dc M Genugtuung der Bewegung getragen werde, etwa auf die ju »ern darunter höherem Lebens N bewahrt hc Sodann beftf), ?'rchenstrei ließ, daß ,0I9en mi: Volkes durch h ©erten darf. & J? Mnafi slundlich auf der Züh lu beachte W, unter al Klangt ein ourch ein Dori .^Qtiönaif ^Mtbaren C darauf un9 andere W W tzvx K i ’S lein ; 611 gibt । MeJ W - 8er sb. “. 9eh Vj der Wegbereiter der Völkervernichtung im 3n- intel in eie. fern kann. Bei seinem Erscheinen in der Volkshalle müdliches S nSkt>beste wurde Pg. Münchmeyer mit vielfachen Heil- einzigen ar " • <8- Rufen empfangen. glücklich ren -NWS Rundfunkprogramm i funk. 10.45: Nachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem .Sendebezirk. Sonntag, 1. März. 173: Dänemark: Vor der Zuteilung von neuen konzert. ' Valuta-Attesten für die Einfuhr deutscher Dienstag, 3. März. Waren. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch, Gymnastik. 6.30: 174: Zahlungsverkehr mit..Argentinien. Srübton ert 3n der Pause, 7: Nachrichten 8.10: 1175: Bezahlung °°n französischen Waren auf Kon- Gymnastik. 9.30: Musik am Morgen. 10.15: Schul- i srgnatwnslager. ,R Islita# ad Handels- teilen. )igstraßel6 Fernr. M. schule: iifung ent- rüfung für aufleute. 1.19.-. delsschnle: t der Mitt- 1.17.-. MicheSchw iterungder ngundna- Lrziehung. erriebund führen. a. Ostern. Auskunft 12.30 Uhr. mlos. «sU bisher nur selten zu sehen bekam: dicht gedrängt saßen und standen die Männer und Frauen bis in kleidsam. caus guten Sportstotfen ».75, I9js vom bunten Leben". Funkfolge. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.30: Neue Musik auf Volksinstrumenten. 24 bis 2: Am Sonntagnachmittag zwischen 12 und 13 Uhr sammeln Oberbürgermeister Ritter und Bürgermeister Dr. Hamm an den beiden Torhäuschen das Volk geschloffen hinter Adolf Hitler steht, und dabei die arbeitende Bevölkerung der grüßte Bundesgenosse des Nationalsozialismus geworden ist. Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: Ausruf des Oberbürgermeisters. LetriebsappeNe in den städtischen Dienststellen und Betrieben. neue Form, Diagonal. arbeitet ' »A ti 1 aus halb, garnstoff. in ■ S(hwz.,voll. s 21 d. gröfit . 39.50,29.15 Nachtkonzert. Amtsgericht Gießen Der W. R. aus Großen-Linden wurde von der Anklage der Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung mangels Beweises freigefpriochen. Durch Strafbefehl hatte der Angeklagte eine Geld- strafe in Höhe von 30 Mark erhalten. Wie wir bereits berichteten, sollte der Angeklagte im Laufe des vorigen Jahres vor Großen-Linden einen Verkehrsunfall verursacht haben. ' (erliS1"' göh,en' SpOt) 'dsatn ii. 1 wert V 1 A» i Auswahl; i mit dem Maßstab: Was dem Volke nüht, ist gut, was dem Volke schädlich ist, ist schlecht. Er ermahnte dabei insbesondere auch, den Meckerern und Nörglern kein Gehör zu schenken, die an allem immer etwas auszusetzen haben und auch der Aufbauarbeit des Führers ihre klemliche Kritik auwenden, ohne dabei das Gewaltige und Große de^ bisherigen Geschehens in gerechter Werse zu teresse des Judentums. Das deutsche Volk könne sich glücklich schätzen daß gegenüber dieser Gefahr sein Führer Adolf H l t- ler für Deutschland wacht und unermüdlich arbeitet, um das deutsche Volk vor einem neuen furchtbaren Unglück, wie dem Wahnsinn des Weltkrieges, zu bewahren. Unermüdlich ist der Führer bestrebt, auch die anderen Völker über die Gefahr des Judentums aufzuklären, um auch sie vor namenlosem Unglück zu behüten. Die opfervolle und rastlose Friedensarbett unseres Führers Adolf Hitler verpflichtet alle deutschen Volksgenossen und Volksgenossinnen, mit aller Hingabe dem Führer bei seiner schwe- Arbeit beizustehen durch treue Gefolgschaft Montag, 2. Marz. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienft 12: Mittaaskonzert I. 13: Nachrichten. Anschließend: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 13.15: Mittagskon- 3ert II 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis Drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinderfunk. 15 45: Unterhaltungsmusik. 16.30: Wer kennt die Meister deutscher Erzählkunst? (II). Ein literarisches Preisrätsel. 16.45: Kleines Konzert. 17.30: HJ.-Funk. 18- Fröhlicher Alltag. Ein buntes Konzert. 19.45: Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: „Der blaue Montag'. „Das gestörte Hauskonzert." Ein lustiges Spiel. 22: Nachrichten. 22.15: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22 30: Musik zur „Guten Nacht". 24 bis 2: Nacht- Einen kleinen Teil dieser großen Dankespflicht abzustatten, muß immer eine Ehrenpflicht für uns sein Auch bei der jetzt eingeleiteten Sammelaktion der Deutschen Arbeitsfront ist hierzu Gelegenheit, indem wir dem Führer helfen, unseren ärmeren Volksgenossen, denen all seine Arbeit gilt, das zum Leben Notwendige zu schaffen. Hier kann jeder zeigen, daß er nationalsozialistischen Lebensgeist in sich hat und weih, was nationalsozialistische Volksgemeinschaft ist und bedeuten soll. Ich erwarte, daß meine Arbeitskameraden im Dienste der Stadt Gießen auch diesmal wieder bewerfen, daß wir in erster Linie stehen, wenn es gilt, die Not anderer zu lindern und zu beseitigen. Gebt freudig und zeigt, daß rhr würdig seid, Zeitgenossen unseres großen Führers zu fein! Oberbürgermeister und Bürgermeister sammeln für das WHW. 1 A 58/öis LV 135: ugerw äuser en der nentbeh'l,d1' >ikrei*r Anläßlich der Sammlung der Deutschen Arbeitsfront für das Winterhilfs- w e r k fanden am heutigen Samstagvormrttag B e - triebsappelle in den ftädtrschen Drenststellen und Betrieben statt, und zwar für das Elektrizl- tätswerk und die Straßenbahn tm ^ektrrzrtats- merk, für das Gas- und Wasserwerk, das Do ks- bad und die Kläranlagen im Gas- und Wasserwerk, für das Hoch-und Tiefbauamt und die Feuerwehr auf dem Lagerplatz Lahn, für den Schlacht- Hof im Verwaltungsgebäude des Schlachthofes, für das Stadttheater im Stadttheater, für dre Stadthäuser Bergstraße, Gartenstraße und das Standesamt im großen Sitzungssaale des Stadthauses Berg- traße. Bei diesem Appell hörten die Arbeitskameraden der städtischen Dienststellen den nachstehenden Aufruf des Oberbürgermeisters: Meine Arbeitskameraden! Der heutige Betriebsappell wird in Gemeinschaft mit der Deutschen Arbeitsfront durchoeführt, der die Sammelaktion für das Winterhilfswerk des deutschen Volkes im Monat März 1936 übertragen ist. Wieder einmal wird an Eure Opferwilligkeit und an Eure Volksverbundenheit appelliert. Es gilt auch bei der diesmaligen Sammelaktion zu zeigen, daß wir gewillt find, Opfer zu bringen für unsere notleidenden Volksgenossen, für unsere Brüder, die noch nicht in den Arbeitsprozeß eingegliedert werden konnten und darben müssen. und durch eifrige Mithilfe auf allen Lebensgebieten des nationalsozialistischen Aufbaues. Jeder müsse immer daran denken, daß unser verewigter Feldmarschall von Hindenburg selbst kurz vor seinem Tode erklärte, daß er nun in Ruhe die Augen schließen könne, da er das deutsche Vaterland unter der Führung Adolf Hitlers gut geborgen wisse. Wer es nunmehr an der erforderlichen treuen Mit- arbeit und eifrigen Hilfe am Werk Adolf Hitlers fehlen lasse, sei ein trauriger Zettgenosse und stelle sich selbst außerhalb der deutschen Volksgemein chaft. Wenn das deutsche Volk immer treu zu Adolf Hitler stehe, dann werde es zum Gluck und Segen für unser Volk und jeden einzelnen fern, dann werde unser liebes deusches Vaterland auch wieder in neuer Herrlichkeit erblühen. (Langanhaltender stürmischer Beifall.) „ _ . . Nach einer kurzen Pause schloß Krerspropaganda- leiter Schmelz mit dem von der Versammlung begeistert aufgenommenen Treuegelöbnrs zum Führer und Vaterland die gewaltige Kundgebung. Wenn wir uns heute draußen in der Welt umsehen und feststellen, in welchen Gefahren und in welchem Elend fast alle übrigen Völker ......... leben, wie ein Teil dieser Völker den anderen | am Seltersweg. 4A.mUHlCDt.llV. v vv. . -v.,---- ---- - 13.15: Unterhaltungsmusik. 14: Nachrichten. 14.10. Allerlei von Zwei bis Drei. 15: Wirtschaftsbericht. Straßenbau — früher und heute. 15.15: Das deutsche Lied. Max Reger. 15.45: „Wenn der Schnee zerrinnt". Eine Textfolge aus Vers und Prosa. 16: Konzert. Aus Hessens musrkalrscher Vergangenheit (8). Virtuosenkonzert eines Gam- bisten am Darmstadter Hof. 17: Im Wald und auf der Heide. Klaviermusik. 17.30: Dort Vernichtungsschlacht — hier Erzeugungsschlacht. Hörbrlder von ! sinnloser und planvoller Wirtschaft. 18: Unterhal- 1 hm^Mmert. 19.45: Taaessviegel des Reichssenders ^Ä7°m"schw'nd°. des „P-r-dies- auf Erden- Soroiefrufdanb räumte der Redner gründ- " s ” indem er der Dersammlnng einige Anblicke gab in Geschehnis,- in Sowsetruß- ,and bei denen s-d-s her, mit Grausen ersnlli wär Vie südisch-boischewifiische Hetze gegen uns M im Ausland überall im Gange, und nurzu dem Zweck, das nationalso'ialisiische Deulsch- land zu vernichten. Viele von Euch werden es am eigenen Leibe erfahren haben, was es heißt, arbeitslos und nicht in der Lage zu sein, für seine Familie, für feine Kinder das zum Leben Notwendige herbelzuschaffen. Viele werden wissen, daß mit der geringsten Spende viel Not und Elend beseitigt werden können. Die großen Leistungen und gewaltigen Erfolge, die das Winterhilfswerk des deutschen Volkes aufzuweisen hat, seitdem es vom Führer ms Leben gerufen wurde, stehen in der ganzen Welt einzigartig da und sind bleibende Zeugen nationalen Bekenntnisses und sozialistischer Tat des sich ZU seinem Führer bekennenden deutschen Volkes. Ich will Euch, auch ohne daß Zahlen verlesen werden, nur daran erinnern, daß schon viel Not und Elend beseitigt wurde, und daß schon viele Tränen getrocknet werden konnten durch die Hilfe, die den Aermsten der Armen mit den Spenden und durch die Opferwillig- keit und Opferfreudigkeit des deutschen Volkes zuteil wurde. Daß dies erreicht werden konnte, danken wir unserem Führer, der den Geist der nationalsozialistischen Volksgemeinschaft in uns wachnes und stärkte. Der Name M u n ch m e y e r, den die Kreisleitung in ihrer Einladung zu der großen Kundgebung der Partei am gestrigen Freitagabend in der Volkshalle ;u Gießen als Redner nennen konnte, fand in dem Versammlungsbesuch ein gewaltiges Echo Der große Raum der Dolkshalle zeigte ein Bild, wie man es zerfleischt, wo der eine nichts für den anderen übrig hat, so müssen wir unserem Führer nur immer wieder danken, daß er uns von dem Abgrund, in den unser Deutschland vor gar nicht allzu langer Zeit auch zu stürzen drohte, zurückgerifsen und uns vor allem bewahrt hat und bewahrt. Der innere Aufbau des deutschen Volkes und Reiches hat begonnen und in kaum dreijähriger zäher Arbeit hat Adolf Hitler, selbstlos und treu, das Reich nach außen gefestigt und dem Volke ein anderes Gesicht gegeben. Schon im Anfang seines Schaffens spuren wir alle den Segen seines gigantischen Willens. Wer heute nach dreijähriger Abwesenheit in dieses Deutschland zurückkehrt, kennt dieses Volk nicht mehr. 14 Jahre von grenzenloser Not gepemigt, sich selbst zerfleischend und verleugnend, zersetzt und verseucht von jüdisch-marxistischem Geiste, seine Guter und Werte verschleudernd, stand unser Volk im Begriffe, im bolschewistischen Chaos zu versinken, um damit dem unwiderruflichen Untergänge zu verfallen und aus der Reihe der Völker ausgeloscht zu werden. 1920 prophezeite der damalige Reichs- Minister Jude Rathenau, daß man in 40 yapren in Deutschland öde Steppen und verfallene Hauser finden würde, wo man heute noch blühende Städte und fruchtbare Fluren sähe. Unendlich groß ist die Liebe unseres Führers zu seinem deutschen Volke und gigantisch, übermenschlich groß ist seine Tat und verpflichtet uns alle zu hingebender Dankbarkeit. pg. Münchmeyer in Gießen. Eine große Kundgebung der Partei in der Gießener Volkshalle roU^m8roeiteren Verlause seiner Rede wandle sich w Zusammenhang aus die ^r o£ P ° - Reich ^.^^^ufbauarbeit darstellt. £er fc (r V rfinratterifierte er in diesem Zusam- Jnsbesondere charakterm äfH f it be5 Weltjuden- jener Jahre. ( ber Staats- Durch fein Wirkeri ist Ad O ^beten in der mann geworden, wie e Welt Welt gibt und um den uns die ganze beneidet. Außerordentlich ner in dieser Hinsicht über vorjährigen Reichs- waten berichtete d.e er auf bemwn. Parteitag ge prochen hat mw oi i - ®ert ger Begeisterung über Adolf WT^ne'T auj die in dem ocrarmlen dem reichen scheu 24 Ermerbalase en allem in dem Amerika dagegen aus 1000 Meu,G Adols beilslosc kämmen: Deulsch and aller 6 Uhr: Hafenkonzert. 8D5: Gymnastik.845. Orgelchoräle. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. „Gedichte vom Arbeiter. Don Walter Bauer. 10: Helden des Alltags. 10,30 Chorgesanq. 11.15: Dichter im Dritten Reich Hermann Bürte. 11.30: Von deutscher Art und Kunst. Michael der Deutsche: Held und Engel. Eine Funkfolge. 12: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. 14.45: Das Volk erzählt. 15: Deutsche Scholle. 16: Fußball-Pokal-Endspiel Sachsen—Südwest, 2. Halbzeit. 16.45: Nette Sachen aus Köln. „Der große König und sein musikalischer Kreis .Funkfolge um ÄUUig uiiu I I Ä _ etrnhr nn beim Hier ist durch das geniale Werk des Führers geradezu ein Wunder am deutschen Volke geschehen. Sodann erinnerte ■ der Redner an das gewaltige Werk der Winterhilfe, bei dem wiederum der Führer selbst durch seine unerreichte persönliche Be- : scheidenheit und seine beispiellose Opferfreudigkeit an der Spitze des deutschen Volkes ein leuchtendes Beispiel gibt. Der Führer kennt für sein Leben und seine Werke immer nur eines: Verzicht auf die Annehmlichkeiten des Lebens, stattdessen unermüdliches Opfern im Dienste des Volkes mit bem jrofjen Ziel, das deutsche Volk U|en tmpiu.iyc,.. lyiuunu) zu machen und ihm immer in un- Nach dem feierlichen Einzug der Fahnen eröff- eigennütziger Weise zu dienen. Dieses hehre Velspi^t nete Kreispropagandaleiter Pg. Schmelz die muß allen Volksgenossen ein Ansporn zur Nach- Kundgebung mit kurzen Grußworten, wobei er her- eiferung fein. . . ... vorhob, daß Pg. Münchmeyer in Gießen na- Als eindrucksvolle Beispiele dafür, wie sehr nch mentlich von den alten Nationalsozialisten besonders die Verhältnisse in Deutschland seit der Macht- herzlich begrüßt werde, weil sie wüßten, daß er in Übernahme Adolf Hitlers zum Besseren ^wandelt Gießen für den Nationalsozialismus eine große haben, verwies Münchmeyer auf die Verhältnisse m Bresche geschlagen habe. Nunmehr betrat, von ftür- der öffentlichen Sicherheit u nöl) r o - misckem Be fall begrüßt, nung, die überall einwandfrei zu aae treten und mlsGew -veifau g Bi, bQ5 A^re Verbrechertum, namentlich auch m den UliitlfhilflPhPT Großstädten, wieder vollkommen in seine Schlupf- T 0» Jliunujnieycr Winkel zurückjagten. Durch Adolf Hitler sei Deutsch- die Bühne, um in etwa zweistündiger Rede zu der land zum geordnetsten Land der ganzen Welt ge- Versammlung zu sprechen ^Sodann erinnerte der Redner an die Wiederein- Einleitend wies er auf den gewaltigen Wandel ^ooaun e^nn Wehrpflicht, hin, der seit der Machtübernahme durch Adolf Hit- Führer unserem Reiche die Möglichkeit l°r sich >m deutschen Volke nollzogen hab (Er ur* zuällck- mnerte an die Kampstahre mit ihren schweren Aus- semer -llerieiv g g ' bQ5 Schand-Diktat von einandersetzungen namentlich in ben @rofe^^äbten, ä-^^genommen war Er erinnerte babei an unb stellte jener Zeit vor allem bie Tatsache gegen- ^/^ullonen bie man früher in Deutschlanb hinüber, baß heute | des Völkerbundes gehegt hat, und an bie grenzenlosen Enttäuschungen, bie unser Volk burch bie Machenschaften von Genf erfuhr. Dank Adolf Hiller find wir heule als Volk und Reich in der Lage, daß kein Völkerbund und kein sog. Wellgewisfen uns in unsere An- gelegenheilen hineinzureden Hal, sondern wir werden uns selbst zu schützen und unsere Ange- legenheilen selbst zu ordnen wissen. or nia j Hierauf erinnerte er an bie gebeihlichen Maß- 1 n^mendur ^^ng ^er osg e ppelherz los bewährte renaufboumil* Für Wöchne- >n, Nervöse, lopfte u. olle, iich matt ond j fühlen, oh igungsmiHel itbehrllch.^0' nzu-1.95RM. r/Aü.4,65RW. »elherz-Dro- 150 RM- iiS% J!®1 ‘-flott Lf l’M-------- - _______ Sje?’ I ben letzten Winkel hinein, so baß man ben Besuch , " schätzungsweise wohl auf etwa 6000 Menschen bezif- diesem Zusammenhang teilte ber JRebner mit, sich ber frühere Reichskanzler Heinrich B r u -> D ; „ a riniaen Tagen in Amerika befmbe Wb hort mit unbekanntem Ai-l reife, iebensalls “ur um Selber «u erlanflen. bie ,um Kampfe 1 as Deutf-tzlanb Abals M-r- bienen fallen. Me sfahrt nach Amerika habe Brumna auf einem e lur Folge hatte, im gleichen Augenblick ober in Frankreich ungeheure Wut gegen Polen aualäste weil Frankreich nunmehr Polen Nicht mehr aägen UNS einfetzen konnte. Auch hierbei wieber, Wo wie bei ben Übrigen s r, e b e n s s e, n b - 1 f|rf,en Vorgängen > m . Vuslanbe (u. a. ' bei ber Ermorbunq bes Königs von Jugoslawien, ' bei ben Treibereien gegen Italien unb nor allem - bei ber Hetze gegen Deutschlanb, m ben Wen i schließlich bei ben Abmachungen zwischen . ^em froWen unb bem fowjetrufsilchen General- stab, sowie b7i ben Befchlüffen ber französischen S“ueberail siehe ber 3ube im hinlergrunb unb fei eifrig am Werk, die Hölter gegene>nanberzu- hetzen unb bem Bolschewismus ben weg frei- .umachen. bamll auf diesem Wege bas WA- ubenlum ,u ber sehnlichsi eEr'elen hetr,^si kommen könne. Der 3ube lei eben überoU bet Feind des Friedens unter den Volkern und I Friedrich den Großen 18 45: Frohsinn beim , fimq5f3n3ert, 19.45; Tagesspiegel des Reichssenders Abendbrot. 19.55: Sportbericht. 20.05: VI. Sonn- ^ranf|urt 20: Nachrichten. 20.10: Der Skikavalier, tagskonzert der Museumsgesellschaft Beethoven- ^in musikalisches Funkspiel. 21.10: „Kleines Mosaik Abend. In der Pause 21 bis 21.15: „Begegnung < - <“>• mit Beethoven". 22: Nachrichten. 22.10: Nachrichten aus dem Sendebezirk. 22.20: Sportspiegel des Sonntags. 22.45: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtkonzert. Er nahm sodann Stellung gegen jene stille Opposition, als deren Träger er einen Teil der früheren bürgerlichen Kreise unb auch einen Teil ber Beamtenschaft bezeichnete, von benen manchem soaar ber deutsche Gruß heute noch schwer WIIUlvw „ ... o—, f - werbe. In biesem Zusammenhang verwies er als JOW n ber Volksgesunb - leuchtenbes Beispiel auf ben Erzbischof oon ^aber- Äen £r ^erung eines gefunben beugen born, ber treu hinter Adolf Hitler stehe, m starkem I ^g^^chwuchses und an zahlreiche weitere Maß- Gegensatz dazu aber befanden sich die Derhaltmsse Reichsregierung, die einen gesunden in einem Teile Bayerns, wo unter dem Druck der ber deutschen Volksentwicklung gewährleisten, katholischen Kirche der ^6^5 ^01101(0310115- ^tana°ber ^ch wieder den versteckten Widerstand mus immer noch erheblicher WAerstond entgegen» ^reiien der katholischen Kirche erfahren. Wei- gesetzt werde. Dabei teilte der Redner u. a. mit, « brandmarkte er die Verbrechen der D e - daß in jenen Teilen Bayerns etwa 60 bis 70^v. H. nf d) iebungen, durch die unser ohnehin der Mädchen und Jungen unter dem Druck der » ' beg deutsches Volk in mwerantroort- Kirche sogar aus dem BDM. und aus ber HI. „ , f 5ßcuc geschäbigt wirb, unb er betonte mit ausgetreten sind. Diesen Vorgängen 9yenu£er Nachdruck die volle Berechtigung der schweren wies Pg. Münchmeyer auf bie außerordentliche c die für diese Verbrechen verhängt wurden. Duldsamkeit und Langmut des Führers, er be- ane^erb',n stellte er klar die Verpflichtungen hermerkte aber auch, daß die Nachsicht des Führers I $ die insbesondere die Beamtenschaft nicht etwa für unbeschränkte Zeit weiter gewahrt ' der Arbeit der Partei zu erfüllen wird, sondern daß zur gegebenen Zeit tm Ber- » ba bie|e Arbeit nur dem einen Ziele gewidmet maltungsapparat eine gründliche Säuberung statt- si ' bem auch die Beamtenschaft dienen muß. finden werde und auch die übrigen Gegner des Deutschland. Er betonte dabei nachdrücklich, neuen Reiches dabei nicht vergessen werden wurden. genau darauf geachtet werde, inwieweit die Mit Genugtuung hob er hervor, baß die Arbeit P^mlenschaft ber Aufbauarbeit ber Partei zum der Bewegung erfreulicherweise Deutschlands ihre tätige Hilfe leiste un! getragen werde, wobei er den Begriff Jugend nicht babe| versage, der könne selbstverständlich au etwa auf die jungen Lebensjahre beschrankte, son- „icht hoffen. Alle Arbeit werde gemessen dem darunter aste deutschen Menschen, auch> 1 n .. V. —c. höherem Lebensalter versteht, tue sich em junges 'S» » E dafür sorgen wird, daß die Ewigkeit des deutschen Volkes durch diesen Psarrerstreit nicht gefährdet werden darf. Er betonte mit Nachdruck, daß ber Jtntionalfojialismus klar »nd uamitzoer- fkändlich auf bem Loben bes Lhnsienlums stehl, ber Führer felbst bas betont Hal »nb babei zu beachten ist. bah bas, was ber Führer fagt. unter allen Umstanden gilt Der Führer »erlang, ein Lhrislenlum ber Tal. bas nicht burch ein worl-Lhriflenlnm ersetzt werben kann. Der Nationalsozialismus werbe M) n«bt tit ben unsruchibaren Streit ber Psarrer ° nmsichen aber gn£ er werbe barauf achten, bah unter bie,em tel nicht andere Absichten unb Ziele »erfolgt ben. In biesem Zufammenhang hob Munchmey r heroor. baß ein zur -ingehenben BeobachUing m Deutschlanb roeilenber Schwebe nach £tner -Hua kehr in bie schwedische fteimat t über seine Wahrnehmungen m Deutschland verny- tet hat, baß biefes Deutschlanb Aböls ch>t lers ein beneibenswertes Land ,e i unu ber rechtnerstandene Nationalsozialismus das h stentum ber Tat darstelle. Aufmerksamkeit Ät'Ä °K"".£ S.rU.l. »•; l'l’i'W.i Sin.r. Machtübernahme durch Bdo^ >tbaren Er erinnerte daran, daß sch Kriegsende Zusammenbruch "nferes Volk gekümmert kein Mensch um bie W be» heute hat mit Ausnahme bes e Volkes ist unb ber F Ü h r e r d e s b e u t! ch ° n beut(d)e Volk der durch femen W“1!rent S tiefen Dunkel wieder ernporgefuyrl yai Wirtschaft. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebaiarkt. Die Nachfrage nach Rindern war in der abgelaufenen Woche nahezu stürmisch. Die vorhandenen 689 (769) Stück Großvieh waren bereits kurz nach Marktbeginn ausverkauft: da auch die Qualität im ganzen gut war, vermochten sich die Preise in sich weiter zu festigen. Bei Kühen zogen sie innerhalb der einzelnen Gewichtsklassen um 2 RM. an. Ochsen, Bullen und nahezu alle Färsen erzielten einheitlich 43 RM., Kühe notierten mit 26—43 gegen 24 bis 43 RM. Ab 1. März ist eine bessere Abgrenzung der einzelnen Qualitäten vorgesehen, auch sollen die Zufuhren — genau wie bei Schweinen — zugeteilt werden, um den Bedarf gleichmäßig au versorgen, was sich am Schweinemarkt bisher sehr gut bewährt hat. Als gerechter Ausgleich kann es betrachtet werden, daß die Zufuhren an Schweinen eine starke Zunahme, nämlich auf 3847 (3346) erfahren haben. Die Qualität war mitunter nur mittel bis gering, überwiegend konnte sie aber befriedigen. Bei unveränderten Preisen wurde zugeteilt. Das Geschäft in Kalbfleisch blieb trotz des Monatsendes befriedigend, so daß die 1054 (1090) an- gebotenen Kälber bei mittelmäßigem Geschäftsgang und bei etwas anziehenden Preisen geräumt wurden. Dagegen war der Absatz für Schafe trotz merklicher Verminderung der Zufuhr auf 100 (206) Stück sehr ruhig, die Preise bröckelten etwa 1—2 RM. ab. Wochenbericht vom frankfurter Produktenmarkt. Auf den südwestdeutschen Märkten war das Angebot in Weizen umfangreich. Die Mühlen, die sich bereits für Februar und März ausreichend ein- geoeckt hatten, sorgen schon für die Monate April und Mai vor, nehmen jedoch möglichst nur gute Qualitäten. Für die schwächere Aufnahmeneigung spricht einmal die wieder nur kleinen Vermahlungsquoten, zum andern das zu wünschen übrig lassende Mehlgeschäft mit; auch haben die Müller noch erhebliche Lagerbestände Infolgedessen des starken Angebots mußten die Forderungen auf den Mühlenfestpreis zurückgesetzt werden, so daß die erhöhte Handelsspanne kaum mehr in Frage kommt. Für Weizen aus Pommern und Mecklenburg gingen die Forderungen unter den Mühlenfestpreis zurück, doch kam es hierin kaum zu Abschlüssen. Anders ist die Laye bei Roggen. Nur die günstig gelegenen Mühlen, besonders an den Wasserstraßen, konnten sich ausreichend eindecken, während die frachtungünstig gelegenen Betriebe Mühe hatten, ihren Bedarf zu erhalten, wobei sie oft die erhöhte Handelsspanne von 6 RM. je Tonne bewilligen mußten. Kontingentfreies Brotgetreide, insbesondere Roggen, wurde sehr zu kaufen gesucht, war aber kaum erhältlich. Das Geschäft in Braugerste bleibt beendet. Nur feine, eiweißarme Sorten finden zu behaupteten Preisen hin und wieder Interesse. Jnduftrie- gerste war nur wenig angeboten, ferner fehlen weiterhin Zufuhren von Futtergerste; der Verbrauch begnügt sich meist mit Gerstenmehl Der Hafermarkt hotte auch nur kleine Zufuhren, während der Bedarf lebhaft bleibt; die städtischen Fuhrhalter müssen weiterhin zugunsten der Heeresämter zurllcktreten. Futtermittel sind begehrt, doch werden Kleie, Schnitzel und Oel- kuchen nicht angeboten.. Futter- und Nachmehle haben reichliches Angebot. Ra uh futter blieb ausreichend angeboten, die Preise lagen unverändert. Mehl ist genügend in den Mühlen vorhanden, das Angebot deckt jeden Bedarf. Teilweise ließen die Umsätze zu wünschen übrig. Das Hauptgeschäft wird in den Sorten 463 und 505 gemacht. Rhein-Maims^e Börse. Alittagsbörse schwächer. Frankfurt a. M., 28. Febr. Bei starker Zurückhaltung setzte die Börse am Aktienmarkt in nicht ganz einheitlicher, aber überwiegend schwächerer Haltung ein. Die Kulisse, die in den letzten Wochen in verschiedenen Papieren vorgekaust hatte, setzte ihre Glattstellungen fort, während Publikumsaufträge als Gegengewicht nahezu fehlten. Besonders am Montanmarkt bestand Angebot, hauptsächlich in den Aktien der Mannesmann AG., die auf die Ankündigung einer nur mäßigen Dividende auf 85,65 bis 85,25 (87) zurückgingen. Ferner ermäßigten sich Verein Stahlwerke auf 85 bis 84,75 (85,50), Buderus auf 94,75 (95,50) und Ilse Genuß auf 127,75 (129), Hoesch mit 91,40 und Rheinstahl mit 116,75 lagen behauptet. IG.-Farben lagen ebenfalls niedriger mit 151,75 bis 151,25 (152,25), schwach waren Deutsche Erdöl mit 108,90 (110,50). Angebot lagen auch in Motorenwerken vor, Daimler 100,40 bis 100, später etwa 99,50 (100,65), BMW. 122,25 (123), Adlerwerke Kleyer 99 (99,75). Am Elektromarkt war die Haltung eher etwas freundlicher, Betula plus 0,40, Licht und Kraft plus 0,90, Geffürel plus 0,50 und RWE. plus 0,13 v. H., nur AEG. weiter rückläufig mit 37 (37,25), da man das Ergebnis der heutigen Bilanzsitzung abwartet. Schuckert blieben mit 133 behauptet. Weiter fest blieben Linoleum- und Gummiaktien, Deutsche Linoleum 159,25 (158,50), Conti Linoleum Zürich 158,50 (156,50) und Conti Gummi 181,25 (180). Schiffahrtspapiere bröckelten bis 0,50 vom Hundert ab, auch AG. für Verkehr waren zu 109 zwar unverändert, aber angeboten. Im einzelnen eröffneten Westdeutsche Kaufhof, Reichsbank und Allgemeine Lokal und Kraft unverändert, Ce- ment Heidelberg 0,75, Zellstoff Waldhof 0,13 v. H. niedriger, dagegen Muag 0,50 v. H. fester. Am Rentenmarkt blieb die Haltung weiter freundlich, da sich Anlageinteresse zeigte. Das Geschäft war allerdings klein. Altbesitz mäßig höher mit 111,25 (111,13), Zinsvergütungsscheine 93,35 (93,30), späte Schulbuchforderungen uno. 97 Geld, Kommunal-Umschuldung 87,30 (87,35). Auslandrenten waren noch unentwickelt. Im Verlaufe schrumpfte das Geschäft stark zusammen und Veränderungen von Belang traten nicht ein. Die Kurse blieben auf der ermäßigten Basis widerstandsfähig, zumal kein Angebot mehr vorlag. Auch die später notierten Werte konnten sich verhältnismäßig gut behaupten, freilich überwogen kleine Rückgänge, so bei Metallgesellschaft, Scheideanstalt, Moenus, Felten, Harpener, Otavi Minen und Laurähütte. Am Kassamarkt stiegen Voltohm bei voller Zuteilung auf 95 (92). Am Rentenmarkt gewannen späte Schuldbücher 0,13 v. H. auf 97,13, dagegen bröckelten Zinsvergütung auf 93,30 nach 93,35 ab. Altbesitz blieben zu 111,25 unverändert. Variable Industrie-Obligationen behauptet; 6proz. Hoesch 104, 4'/2proz. Verein. Stahlwerke 93,25, 6proz. Verein. Stahlwerke 103,50. Das kleine Kaufinteresse für Goldpfandbriefe und Stadtanleihen wurde bei meist unveränderten Kursen befriedigt. Liquidationswerte lagen etwas uneinheitlich. Im Freiverkehr lagen chinesische Werte uneinheitlich: Hukuang 52 (54), ungelöste Tientsin- Pukow uno. 49, altverloste unv. 39,50, neuverloste 45 (44,50) und Kupons 1,65 (1,70). — Tagesgeld war stark gefragt und zog auf 3,50 (3) v. H. an. Abendbörfe behauptet. Abgesehen von leichten Rückgängen am Montanmarkt und in den Motorenwerten zeigte die Kurslage an der Abendbörse bei sehr kleinen Umsätzen kaum eine Aenderung. Es zeigte sich mit Rücksicht auf den Wochenschluß stärkere Zurückhaltung, doch wurden von der Kulisse kaum noch Abgaben vorgenommen. Weiter leicht befestigt waren Deutsche Linoleum mit 160 (159,50). auch Conti Gummi mit 181,50 (181,25) nost mäßig höher, Färben-Industrie hielten sich mit 151,13 (151,25) knapp behauptet. Am Kassamarkt stiegen Ludwigshafener Walz- mühle auf 136 (135). Bankaktien blieben zu den Mittagskursen unverändert. Am Rentenmarkt wurden Altbesitz mit 111,13 (111) etwas höher bezahlt. Im freien'Markt galten Zinsoergütungsscheine 93,30, Kommunal-Umschuldung 87,30 und Späte Schuldbuchforderungen 97,13 bis 97,25. Von fremden Werten stiegen 5proz. Goldmexikaner um 20 Pf. über den Berliner Schluß auf 13.60. Schweiz. Bahn-Anleihen lagen etwas höher, 4proz. SBB. 180,50 (180,25), 3V-proz. Gotthard-Bahn 163,50 (162,50), 3'/-proz. Iura-Simplon 159 (158). Türken blieben von der festen Haltung in Paris unberührt. U. a. notierten: Altbesitz 111,13, 4'/-proz. Stadt Dresden von 1926 91,75, 6 v. H. Farben-Bonds 126,65, 6 v. H. Kruvp 104,50, 6 v. H. NSU. 103 Br., 5 v. H. Eisenbahn-Bank-Obl. 67, 5 v. H. Gold- merikaner 13,60, 4 o. H. Rumänen 5,25, 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn 180,50, 3'/» v. H. Gotthard 163,50, 3V? Iura-Simplon 159, AKU. 51, AEG. 37, BMW. 122, Jul. Berger 123,50, Buderus 94,50, Conti Gummi 181,50, Daimler 99,25, Deutsche Erdöl 109,50, Deutsche Linoleum 160, Deutsche Eisenhandel 118, Licht und Kraft 134,50, Eßlinger Maschinen 91,50, IG. Farben 151,13, Gesfürel 128,50, Goldschmidt 106,40, Harpener 110,50, Holzmann 97,25, Mannesmann 84.75, Mc>"nus 84, Rheinstahl 116, Schuckert 132,50, Südd. Zucker 198, Verein. Stahlwerke 84,50, Ludwigshafener Walzmühle 136, Gebr. Fahr 132. Adca 70,50, Commerzbank 92.75, DD.-Bank 92,25, Dresdner Bank 92,75, AG. für Verkehr 108, Reichsbahn-Vorzugsaktien 122.90, Hapag 16,25. Frankfurter Obff- und Gemüfemarkf. Frankfurt a. M., 28. Febr. Das Gemüse- a n g e b o t blieb weiter gut, besonders von Feldsalat, Rotkraut, Svinat, Weißkraut, Winterkohl und Wirsing. Geschäft im allgemeinen befriedigend, nur Feldsalat infolge starken ausländischen Salatangebots schwer verkäuflich. Preise für Zwiebeln leicht gefallen, dagegen für Feldsalat unverändert (!). Ausländische Erzeugnisse stark angeboten bei rückläufigen Preisen. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 15 Stück 4,25 bis 4,50 (ital.), do. 18 Stück 3,50 bis 4,00 (ital.), Eskarol, Steige 18 bis 32 Stück 1,80 bis 2,50 (ital.), Feldsalat, groß 30 bis 35, klein (Mistbeet) 40 bis 80, Karotten 4 bis 6, gelbe Kartoffeln 50 Kilogramm 3,80 bis 4,00, Kopfsalat, Steige 24 Stück 3,00 bis 4,00 (span.), Schlüpfer 60 bis 80, Lattich 50 bis 60, Lauch 3 bis 8, Rettich 6 bis 12, Rosenkohl 25 bis 28, Rotkraut 7 bis 10, Sellerie 50 Kilogramm 7 bis 11, Spinat 10 bis 15, Schwarzwurzeln 12 bis 22, Tomaten, Steige 20 Pfund 3,50 bis 4,00 (canar.), Weißkraut 6 bis 7, Wirsing 10 bis 14, Winterkohl 5 bis 7, Zwiebeln 8V2 bis 10. Obst und Südfrüchte: Deutsches Aepfel- angebot gut, in besseren Sorten nachlassend. Geschäft ziemlich lebhaft, Preise im allgemeinen unverändert. Apfelsinenzufuhren reichlich, Geschäft lebhaft, für spanische Drangen Preise etwas gefallen. U. a. notierten: Aepfel I 28 bis 35, II 20 bis 26, III 18 bis 20, Boskop 30 bis 35, Roter Eifer 22 bis 26, Schafsnase 18 bis 20, amerifan. Aepfel (rote) 15,00 bis 17,00 je 40 Pfund, Apfelsinen, blond I2V2 bis 18 (span.), Blut 13 bis 20 (span.), 18 bis 20 (ital.), Bananen, Kiste 25 Pfund 5,00 bis 7,50 (Kamerun), do. 5,50 bis 6,50 (Bras.), amerifan. Birnen, 40 Pfund 20,00, Kranz-Feigen 25 Kilogramm 6,50 bis 7,00, Zitronen, Kiste 300 und 360 5,00 bis 6,50. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 23. Febr. Wenngleich der Anfall an Butter etwas stärker geworden ist, so reichten die Anlieferungen zur Deckung der Nachfrage nicht völlig aus. Das vorhandene Angebot sowohl aus dem Inland wie aus Holland wird weiterhin zugeteilt. Es notierten in RM. per 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M. (Großhandelsver- faufspreife an den Kleinhandel): Deutsche Marken- butter 145—148, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 142, Landbutter 125. Holländische Butter 145—148. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 28. Febr. Da sich die Nachfrage des Verbrauchs ungeachtet des Monatsendes eher noch verstärkt hat, reichten die Zufuhren an deutschen Eiern zur völligen Bedarfsdeckung nicht aus. Daneben blieben auch die Anlieferungen vom Balkan noch recht klein, während aus Holland und Belgien auch nur kleine Mengen Vorlagen, da diese beiden Länder auch weiterhin in der Hauptsache nach England ausführen. Mit fortschreitender Jahreszeit dürste die inländische Erzeugung eine beachtliche Zunahme erfahren. Es notierten in Pfg. pro Stück frei Frankfurt a. M. (Großhandelsoerkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markeneier: S 974—10, A 874—972, B 874—9, C 73/« bis 872, D 774—8. Holländer, Dänen und Flandern: S 874—972, A 874—9, B 774—872, C 774—8. Bulgaren, Rumänen, Polen und Jugoslawen: A 8, B 772, C 7. Frankfurter Pserdemarkt. Am 3. März findet der nächste Frankfurter Pferdemarkt statt. Bei diesem Markt werden auch aus der Tschechoslowakei importierte Pferde zum Verkauf stehen. Das Frühjahrsgeschäft wird, wie üblich, regen Handel und erhöhten Umsatz bei anziehenden Preisen bringen. Eine interessante Fastnachts-Erinnerung. Dor 30 Jahren. ]) Harbach, 28. Febr. Die Fastnacht ist vorbei. In unserem Dorfe merkte man kaum etwas davon. Am Fastnachts-Dienstag hatten sich zwar einige Kinder maskiert und trieben auf der Straße ihr Wesen. Auch fand am Abend vorher eine Kappensitzung statt. Das war aber auch alles! Von einem lustigen Fastnachtstreiben und fröhlichen Mummenschanz konnte keine Rede sein. Ganz anders war es vor etwa 30 Jahren in Harbach. Damals feierte unsere Jugend gründlich und ausgiebig Fastnacht. Schon wochenlang vorher wurden die nötigen Vorbereitungen getroffen. Es galt zunächst einmal, einen kleinen Voranschlag aufzustellen. Dann wurden in Grünberg Kaffee, Zucker, Hirse und sonstige Lebensrnittel gekauft und frisches Fleisch bestellt. Auch wollte der Fastnachtsstaat genäht sein. Vor allen Dingen aber mußte ein Haus ausfindig gemacht werden, in welchem man in der Fastnachtswoche kochen, essen und ungeniert feiern konnte; denn das Elternhaus suchte man in diesen Tagen nur zum Schlafen auf. Jede Spinn st ubengesellschaft feierte für sich. Am Samstag vor Fastnacht gingen die Mädchen zum „Backspielen", um sich ein Backlos zu sichern; denn Montags wurden gemeinsam die Kuchen für die ganze Woche gebacken. Das Mehl stellten die Mädchen. Es wurde entweder gekauft oder gegen Weizen eingetauscht. Fastnachtskreppel gab es damals nicht. Wenn die Kuchen aus dem Backhaus tarnen, wurden sie von den Bäckerinnen versucht. Sie kochten sich einen guten Kaffee und besprachen dann am Kaffeetisch den Kochzettel und die sonstigen Maßnahmen für die kommenden Tage. Oft wurde aus dieser Besprechung eine kleine Vorfeier, die sich bis Mitternacht ausdehnte. Der eigentliche Rummel begann am Dienstag. Das traditionelle Gericht für diesen Tag war Hirsebrei, Sauerkraut und Speck. Am Mittwoch gab es Bohnengemüse und Fleisch. Die Ueberreste dieser Abendmahlzeiten wurden jeweils am Mittag des anderen Tages verzehrt. Der Höhepunkt der'Fastnacht war der Donnerstag. Am Nachmittag zogen die Burschen und Mädchen gemeinsam durch das Dorf und fangen frohe Spinnstubenlieder. Die Mädchen trugen dabei eine altüberlieferte Tracht und zwar grüne oder rote Röcke, schwarze Mieder und weiße Schürzen. Ein Teil der Burschen hatte sich maskiert. Besonders beliebt war die Verkleidung als Zigeuner, Schornsteinfeger, Soldat und Metzger. Natürlich durfte auch der übliche Fastnachtsbär nicht fehlen. Mitunter fuhren sogar buntgeschmückte Wagen herum, auf denen Ausschnitte aus dem Berufs- und Eheleben dargestellt waren. Große Heiterkeit erregte immer wieder der Fastnachtskinderwagen. Ein humoristisch veranlagter Bursche lag, als Säugling verkleidet, in einer Kinderchaise, die ja bekanntlich damals sehr geräumig und umfangreich war. Nach dem Umzug begleiteten die Burschen ihre Mädchen zurück ins Fastnachtshaus. Dann gingen sie noch einmal durch die Straßen des Dorfes und sammelten Eier, Wurst und Speck. Dieses Gabenheischen wurde von der Bevölkerung nicht etwa als Bettelei empfunden. Im Gegenteil! Man gab gerne und reichlich. Befand sich doch unter der Spinnstubengesellschaft ein Glied der Sippe oder sogar der eigene Sohn. Selbst wenn man keine Angehörigen oder Verwandten dabei hatte, machte man sich eine Ehre daraus, wenn die Burschen mit dem Korbe kamen, und ließ sich nicht lange bitten. Am Abend gab es dann Kartoffelsalat und Eier- Pfannkuchen mit Wurst und Speck. Dabei wurde kräftig eingehauen. Um so besser schmeckte dann das Bier, das in diesen Tagen in Strömen floß» Für das Getränk hatten die Burschen aufzukommen^ In die übrigen Unkosten teilten sich die Mädcheiu Mitunter hatte jedes 5 bis 6 Mark zu zahlen. Am Freitagabend war die Fastnacht beendet. Nachdem noch die letzten Ueberreste verzehrt waren, begab sich jeder nach Hause und holte den versäumten Schlaf nach. Am darauffolgenden Sonntag gab es bei Kaffee und Kuchen eine kleine Nachfeier, und man freute sich noch einmal über die schönen Tage. Jüdischer Hotel- und D-Zugdieb unschädlich gemacht. Lpd. F r a n k f u r t a. M., 28. Febr. Im Juni wurde in Frankfurt unter verdächtigen Umständen der 27jährige Alexander Joseph angehalten, als er im Begriff war, eine weißgoldene Herrenuhr und ein Paar Monschettenknöpfe zu verkaufen. Man vermutete nicht mit Unrecht, daß die Sachen gestohlen waren, doch beteuerte der in Haft befindliche Mann schriftlich und mündlich seine Unschuld. In langwieriger Arbeit ermittelte die Kriminalpolizei, mit wem sie es zu tun hatte und woher die goldenen Schmuckstücke stammten. Joseph, ein Nichtarier, zählt zu den internationalen Hoteldieben und hat schon ein beträchtliches Strafkonto. Er ist nicht nur in Deutschland, sondern auch in Frankreich schwer bestraft worden. Die Tätigkeit als Hoteldieb scheint er aufgegeben zu haben, dafür bemühte er sich, Reisende in v-Zügen oder Eilzügen zu bestehlen, was ihm in Frankfurt in mehreren Fällen gelang. Mit einer Bahnsteigkarte ging er zu den Zügen und stibitzte drei Koffer und in einem vierten Fall den Mantel eines Eisenbahn- beamten. Die Schmuckstücke gehörten, wie die Ermittlungen ergaben, einem der bestohlenen Reisenden. Nach ärztlichem Gutachten ist Joseph eine nicht besserungsfähige Person. Das Schöffengericht verurteilte den Rückfälligen zu vi er Jahren Zuchts haus und fünf Jahren Ehrverlust. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittag geschlossen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beichlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Framiuri a. DL Senin Schlußkurs Schlup«. Abend» börsc Schlußkurs Schluß!. Mittagbörse Oalum 27 2 28 2 27-2 28.2 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 100,5 100,5 100,5 100 65 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 97,25 97,25 97,25 97 7.5 6'/i% Doung-Anlelhe von 1930 .. Deutsche Anl..Ablös.»Schuld mit 103 103,25 Auslos.-Rechten ...... 111,13 111,13 111,13 111,1 4*/»% Deutsche ReichSpostschahan Weisungen von 1934, I..... 100 100 100,1 100 6% ef)em.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rudAühlb. 102%) ............ 98,25 98,25 98,25 98,25 /,% etjN*. 7% Pr. Landespfand. briesanst., Gold Komm. Cbl.VI 101,4 97 101,4 97 101,65 97 101,5 97 97 97 Eteuergutsch. Verrechnung»!. 34-38 108,7 108,7 108J 108J 4% Orsterretchtscye Goldrente... 4,20% Österreichische SUberrente 1.2 8,75 1,2 8,65 29,5 1,2 8,8 29,5 1,25 8,75 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 8,6 8,6 8,6 8,65 4y.% desgl. von 1913.......... 8.6 8,5 13,6 — 8,75 13,4 6% abgest. Goldmexikaner von 99 13,75 13,65 *% Türkische Bagdadbahn-Anleihe 9,13 9 _ Fiankturt a.M. Berlin Lrankfurt a. M. Serltn Schlußkurs Schlußl. Abend- börir Schlußkurs Schluß!. Mittag« b5rfe Schlußkurs Schluß!. Abendbörse Schlußkurs Schluß!. Mittag- börse < «atum 27-2. 28.2 27-2- 28-2. Datum 27-2. 28.2 27.2 28.2. <% veegl. Serie II........... 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 §14%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .. 2 Y*% Anatolier............. Hamburg-Amerika-Paket .....0 Hcunburg-Südam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyd ........0 A G. für Verkehrswefen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... « Commerz, und Privat-Bank ... v Deutsche Bank und Tisconto- Gesellschaft................o Dresdner Bank..............o Reichsbank ................ z? A.E.G....................... Bekula.................... Ele'tr. LleferungSgelellichaft... 5 Licht und Kraft ........... gy Selten & Guilleaume......... 4 Geielljch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ....... ft Rhein. Wests. Elektr........... SchuckeN &(£o.............. , Siemens L Halske............. Lahmeyer L Co............... Buderus ................. , Deutsche Erdöl .........4 Harpener.................... Hoesch Eisen-Köln-Neuessen'" 8 Ilse Bergbau ................ Ilse Bergbau Genüsse........- Klöcknerwerke ............... # Mannesmann-Röhre«........0 6,3 9,1 5,3 37,75 16,9 18,75 109 117 92,75 92,75 92,75 187 37,25 140 120 133,75 114,5 128,5 125,25 127,75 133 176 128,25 95,5 110,5 111 91,5 129 86,75 87 6,2 9,05 5,25 37,75 16,25 18,13 108 117,75 92,75 92,25 92,75 187 37 140,4 120 134,5 114,25 128,5 125,5 127,75 132,5 176 128 94,5 108,5 110,5 90,75 127,75 86,25 84,75 6,3 9,13 5,25 37,75 16,75 18,75 109 117,25 92,75 92,75 92,75 187,25 37,4 140,65 120,13 133,75 114,25 129 125,25 127,75 133 176 127,75 96 110 110,75 91,25 161 129 86,65 87,25 9,5 6,3 9,13 5,25 37,8 16 17,75 108,4 117,75 92,9 92,25 92,75 188 37,25 140,65 119,5 134,5 114,13 128,75 125,5 127,5 132,75 176,25 127,9 94,5 110 110,75 90,5 160 128,13 86 85 ManSfelder Bergbau.........I Kokswerke .................. 6 Rheinische Braunkohlen ..... 12 Rheinstahl .................. 4 Bereinigte Stahlwerke........O Ltavi Minen ............... 0 Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth..... iya I G. Farben.Industrte.......7 Scheideanstalt...............9 Goldschmidt ................ 5 Rütgerswerke ............... g Metallgelellschaft............. 4 Philipp Holzmann........... 4 Zementwerk Heidelberg ...... 7 Lementwerk Karlstadt........ 6 Schultheis Patzenhoser .......4 Bku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg................... 5 Zellstoff Waldhof ............6 Zellstoff Aschaffenburg .......O Dessauer Gas ............... 7 Daimler Motoren............O Deutsche Linoleum........... 8 Lrenstein & Koppel ..........O Westdeutsche Kaufhof.........O Chade.................... 7*/e Accumulatoren-Fabrik....... 12 Eonti»Gummt............... 8 116,75 85,5 19 152,25 211,75 106,75 120,65 114,13 97,5 129,25 129 51 91 121,5 86 100,65 158,5 31,75 296 180 29,5 90,75 198 132 116 84,5 18,65 128,25 121,5 151,13 211,5 106,4 120,5 97,25 128,5 129 51 91,5 121,4 85 99,25 160 31,75 297 181,5 198 131,75 118,5 219,75 117,13 85,4 18,9 128,25 123,4 183,5 152,4 106,75 120,25 113,9 97,75 99,5 50,9 90,9 120,5 86,4 126,13 100,5 159 77,75 31,75 296,25 173,25 180 29,4 198 132 118,65 218,75 116,25 84,4 18,75 128,25 122 183,5 151,25 106,25 120,75 113,25 97,75 99,25 51 90,25 120,9 86,4 125,25 99,4 159,5 77,5 31,65 298 174 181 29 198 Griüner....................0 Mainkraftwerke Höchst a,M.... 4 Süddeutscher Zucker ........ 10 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2IL Banknoten. 27.Februar 28. Februar Amtliche Dotierung Amtliche Notierung Geld Ärief Geld 1 Srief Buenos Htre-. 0,678 0,682 0,678 0,682 Brüssel..... 41,90 41,98 41,90 41,98 Rio de Jan. 0,139 0,141 0,139 0,141 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,81 54,91 54,79 54,89 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,275 12,305 12,27 12,30 HeljingforS.. 5,41 5,42 5,41 5,42 Paris ...... 16,41 16,45 16,415 16,455 Holland .... 168,87 169,21 168,83 169,17 Italien..... 19,76 19,80 19,76 19.80 Japan...... 0,712 0,714 0,711 0,713 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... ; 61,68 61,80 61,66 61,78 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon ... 11,14 11,16 11,135 11,155 Stockholm... 63,29 63,41 63,27 63,39 Schweiz ... 81,23 81,39 81,23 81,39 Lvanien... 34,01 34,07 34,00 34,06 Prag....... 10,295 10,315 10,295 10,315 Budapest .. — Reuyork ... 2,460 2,464 2,460 2,464 Zerltn,28.Februar Geld 23riei Amerikanische Roten.............. 2,412 2,432 Belgische Roten.................. 41,76 41,92 54,53 54,75 Englische Roten ................. 12,235 12,275 Französische Roten............... 16,365 16,425 Holländische Roten............... 168,41 169,09 Italienische Roten................ —— — Norwegische Noten .............. 61,45 61,69 Deutsch Oesterreich, 4 1OO Schilling — — Rumänische Noten............... —— — 63,05 63,31 Schweizer Noten................. 81,05 81,37 33,66 33,80 Ungarische Noten................ $.52 El! b" £,ja«Viette Ä? 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