Nr. 24 Erstes Blatt 186. Jahrgang Mittwoch, 29. Januar 19Z6 Erscheint tögltd), auher Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen .Nummern infolge höherer Gewall Zernsprechanfchlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Liehen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühl'sche UniversttStsvuch- und Steindruckerei R. Lange in Stehen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Dormittags Grundpretfe für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.250/^ mehr. 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Der Führer und Reichskanzler bezeugte durch feine Gegenwart feine Anteilnahme an dem Verlust, den die britische Nation erlitten hat. Sämtliche Chefs der auswärtigen Missionen sowie hohe deutsche Persönlichkeiten wohnten dem Gottesdienst bei. Punkt 12 Uhr betrat der Führer und Reichskanzler, begleitet vom britischen Botschafter, die Kirche. Die Gemeinde erhob sich ihm zu Ehren von ihren Plätzen. Der Führer und Reichskanzler nahm auf der linken Seite in der ersten Bankreihe vor dem Altarraum Platz. An seiner Seite saßen der britische Botschafter und der Gesandte der Südafrikanischen Union. In den nächsten Reihen sah man den Stellvertreter des Führers, fast alle Reichsmini st er und Staatssekretäre und andere Persönlichkeiten von Partei und Staat, sowie die Chefs der auswärtigen Missionen. In tiefer Ergriffenheit nahm die Trauergemeinde an dem liturgischen Gottesdienst teil. Geistliche, Kirchenchor und Gemeinde ehrten in Gebet und Chorälen das Andenken des toten Königs und schloffen Königin Mary, König Eduard VIII. und die Kgl. Familie in ihre Fürbitte ein. Der Führer und Reichskanzler verließ als erster, wiederum geleitet vom britischen Botschafter, die Kirche und sprach im Vorraum dem Glanz. Auch diesmal ist die Lafette, die den Sarg des .. . z r < r- ff —;4a4 ShfnrnrMi hölnnnnt kenverhangenem Himmel fand am feierliche Beisetzung König Georgs V. unter riesiger Beteiligung der englischen Bevölkerung und des Auslandes statt. Gegen 8 Uhr hatten sich bereits an zwei bis drei Millionen Menschen längs der Straßenzüge angesammelt. Ungewöhnlich für das Auge des Ausländers waren die zahlreichen Zylinderhüte, die in der Menge getragen wurden und das tiefe Schwarz, in das die Mehrzahl der Frauen gekleidet war. Die zahlreichen Angehörigen außereuropäischer Völker bewiesen, in wie hohem Maße die vielgestaltige Bevölkerung des Weltreiches an dem Schicksal ihres Monarchen Anteil Die Beisetzung König Georgs von England. Millionen säumen die Straßen Londons. — Alle Teile der britischen Wehrmacht im Trauerzug. — Oie Bestattung in Windsor. Gewehr. Auf den Schultern der Trager einherschwankend erscheint der Sarg im Bahnhofseingang. Jetzt ruht er auf der Lafette. Das Trauergeleit fetzt sich in Bewegung, seinem Ziele zu der St.-Georg-Kapelle des Schlosses, wo der Lordmarschall, der Erzbischof von Canterbury und der Vikar von Windsor seiner harren. Zwei Minuten des Schweigens. Ursprünglich sollte sich in dem Augenblick, in dem der Sarg der Gruft übergeben wurde, zwei Minuten lang Schweigen über das ganze weite Britische Reich breiten. Aber die Abwicklung des Programms hatte doch länger Zeit in Anspruch genommen als vorgesehen. So tritt die Gedenkpause ein, als der Zug noch unterwegs ist. In den Werkstätten und in den Kontoren ruht mit einem Schlage die Arbeit. Auf den Straßen stoppt der Verkehr. Zwei Minuten sind der Ehrfurcht und dem stillen Gedenken gewidmet. Bisher war diese Ehrung nur am Waffenstillstandstag den Toten des Weltkrieges vorbehalten. Es ist zum ersten Mal, daß sie einem verstorbenen englischen Herrscher zuteil wird. Die Beisetzung in der Köniasgrust von Windsor. Der Führer verabschiedet sich nach dem Gottesdienst von dem englischen Botschafter Sir Erie P h i p p s. — (Presse-Bild-Zentralö-Vr^ Gegen Mittag hat der riesenhafte Trauerzug den Bahnhof Paddington erreicht. Noch einmal defilieren die Abordnungen des Heeres m langsamem Paradeschritt. Dann heben acht Gardeofftziere den Sarg von der Lafette und tragen ihn durch die Reihen der königlichen Familie, die zu beiden Seiten Aufftellung genommen hat, zum Zug Auch König Eduard VIII. betritt den Wagen, um sich noch einmal zu überzeugen, daß seine Anordnungen befolgt worden sind. Dann präsentiert die Leibwache das Gewehr. Dudelsackpfeifer der Hochländer stimmen eine melancholische Weise an. Langsam setzt sich die Wagenreihe in Bewegung. Kurz nach 13 Uhr wird Windsor erreicht In des Königs ehemaliger Lieblingsresidenz ist schon seit dem frühen Morgen die ganze Bevölkerung auf den Beinen. Alle wollen noch einmal ihren König begrüßen. Unter den grauen Mauern des ölten Schlosses, dessen ältester Teil schon m der Normannenzeit erbaut worden ist, dehnen sich lauft grüne Hänge. Heute sieht man nid)t5 non mnen, denn sie sind schwarz von Menschen, die sich Kopf an Kopf drängen. Vom grauen Himmel rieselt der Regen, aber niemand läßt sich dadurch vertreiben. Alles harrt schweigend. Als der Zug des Königs Windsor erreicht, bricht die Sonne durch die Wolken und überschüttet die alte Residenz mit abendlichem ten des Kgl. Hauses m ihren prunkvollen mittelalterlichen Uniformen sowie der diensttuende Offizier des Kgl. Haushalts. Ihm folgten die Mitglieder der fremden Königshäuser, darunter die Könige von Norwegen, Dänemark, Belgien, Rumänien und Bulgarien, die Kronprinzen von Schweden, Italien und Griechenland, der Prinzregent von Südslawien, der Prinzgemahl von Luxemburg, der Herzog von Sachsen-Koburg und Gotha in feldgrauer Uniform und Stahlhelm, Prinz Friedrich von Preußen, Prinz Ernst August von Braunschweig, der Grohherzog von Hessen, der Großfürst Dimitri von Rußland und der Herzog von Demours, ferner der Kronprinz von Aegypten, Prinz Chula von Siam und Prinz Zeid von Irak. Den' Prinzen folgten die Staatskarossen, in deren erste die Königin Mary mit der einzigen noch lebenden Schwester des verstorbenen Königs, der Königin Maud von Norwegen, Platz genommen hatte. Hinter dem Wagen der Königin schritten die Führer der ausländischen Abordnungen. Hier sah man in der zweiten Reihe R e i ch s a u ß e n - Minister Freiherrn von Neurath. Weiter folgten die Beamten des Kgl. Haushalts und die nahm. Der Weg des Trauerzuges. Unter Glockengeläut und unter dem Donner der Geschütze der Salutbatterien setzte sich der riesige Trauerzug von der Westminsterabtei aus zur festgesetzten Stunde in Bewegung. Zwei Stunden lang, während der ganzen Dauer des Trauerzuges, wird Trauersalut gefeuert. Feierliche Stille trat überall ein, sobald der Zug herannahte. Das spalierbildende Militär stand, den Kopf gesenkt, die Arme über den mit der Mündung nach unten gehaltenem Gewehr verschränkt, in der althergebrachten „Habachthaltung" der englischen Trauerparade. Sobald der Trauerzug nahte, wurde das Gewehr präsentiert. Die Menge entblößte das Haupt und viele Frauen knieten nieder. Der Trauerzug führte von der Westminster- hall, in der der Katafalk des Königs aufgebahrt war, durch die Parlamentsstrahe, in der das weltberühmte, uralte englische Unterhaus steht, vorbei an Whitehall, wo sich sämtliche Regierungsgebäude befinden, zunächst zum Paradeplatz d e r b e r i t t e n e n G a r d e. Auf diesem Platz hat bekanntlich der König 25 Jahre hindurch in jedem Frühjahr und Herbst die Parade über die Leibgarde abgehalten. Der Zug führte dann weiter durch die berühmte Straße am St. James-Park, an der Deutschen Botschaft vorbei, zum St.-James- Palast, von dort über Piccadilly durch den Hydepark nach Norden bis zur Bahnstation Paddington. Den ganzen Weg entlang waren sämtliche Gebäude mit schwarzen und purpurnen Trauergirlanden verhangen. Die Leuchter auf den Straßen trugen violette und schwarze Fahnen. Vereinzelt waren Denkmäler und Erinnerungsplaketten mit Lorbeerkränzen geschmückt. Das Trauergesolge. Kammerdiener des verstorbenen Königs. In langen Zuge, in dem wohl sämtliche Militäruniformen der Welt vertreten waren, folgte das Gefolge der Könige und der fremden Abordnungen. Hier bemerkte man u. a. die deutschen Wehrmachtoertreter. Schließlich folgten Abordnungen der Londoner Polizei, der Feuerwehr, der Londoner städtischen Beamten. Den Schluß bildeten wiederum Abordnungen der Garderegimenter. Trotz der vielen prunkvollen Uniformen der Militärs und der Diplomaten bot der Trauerzug ein würdig schlichtes und gerade deshalb um so eindrucksvolleres Bild. Der eigenartige, nur in England bei solchen Anlässen übliche gemessene Paradeschritt gab dem Ereignis eine ganz besondere Note. Als die Lafette unter dem Schweinen der Musik am Cenotaph, dem britischen Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges, vorüberaezogen wurde, erhob König Eduard Vlll. die Hand zum militärischen Gruß, der Toten seines Reiches gedenkend. Von dem Paradeplatz der Gardekavallerie ertönten hierauf die ersten Klänge klassischer Trauermusik, unter denen sich der Leichenzug bis zu seiner Ankunft am Bahnhof Paddington deutet: Der Großadmiral kommt längs- e i t s. Als der Sarg die Schwelle der Kapelle paf- iert hat, schrillt es wieder: „Der Großadmiral ist an Bord". Dumpf dröhnt vom runden Turm des Schlosses das Trauergeläut der großen Glocke. Dazwischen krachen die Schüsse der Salutbatterie. Die Königsstandarte sinkt auf Halbmast. Es beginnt der l e tz te Gottesdienst. Er ist von ergreifender Schlichtheit und Einfachheit. „Der Herr ist mein Hirte", klingt es auf. Es ist der Lieb- lmgspsalm. Dann tritt der Erzbischof von Canterbury vor Feierlich gemessen fallen von seinen Lippen die Worte der Einsegnung. Wieder rauscht ein Psalm durch das Kirchenschiff. Dann greift Kön.g Eduard VIII. nach einer silbernen Schale, aus dem er Erde auf den Sarg seines Vaters streut. Der Erzbischof von Port spricht ein Gebet für das Seelenheil des Dahingeschiedenen. Langsam verschwindet dann der Sarg in der Gruft. Nur vier Kränze schmücken ihn, Kränze seiner nächsten Anverwandten, und die Königsstandarte der Gardegrenadiere. Gleichzeitig verliest ein Herold, wie seit Jahrhunderten üblich, die sämtlichen Titel des Dahingeschiedenen und verkündet den Namen des neuen Herrschers. Der Vikar von Windsor als Kanzler des Hosenbandordens nimmt noch in feierlicher Formel die sterbliche Hülle des dahingegangenen Monarchen in Obhut. Ein letzter Gruß der Dudelsäcke; die Hochländer spielen das schottische Lied „Die Blumen des Waldes". Dann ist alles beendet. König Georg ist zur letzten Ruhe heimgegangen. Die Kapelle leert sich. Nur König Eduard und seine Mutter verharren noch eine Weile »» Ä m.fnThmPn foü niät mit Kferi) n Wmnt daß England eine Seemacht ist, sondern auch das lÄen'Äo^ft^n mU 3®emoiU ata der Zug di-Geo r g - Sa pelle reit. Kommandos ertönen. Die Truppen treten ins erreicht. Bootsmannspfelfen trillern, chr Signal be- Der fast zwei Kilometer lange Trauerzug wurde durch einen Offizier aus dem Kriegsnumstenurn eröffnet. Es folgten Abordnungen der Regimenter, deren persönlicher Chef der König war. Die Truppen in Paradeuniform und mit verhüllten Fahnen, voran der Offizier mit verkehrt gehaltenem Degen unter dem Arm. Es folgten dann Abordnungen der Leibwache in ihren malerischen blauen und roten Mänteln und Abordnungen der Kgl. Manne. Dann kamen die Vertreter der ausländischen Wehrmächte. Ihre bunten Uniformen waren meist durch dunkle Mäntel verhüllt. Unter ihnen wurden d i e Vertreter der deutschen Wehrmacht im Stahlhelm und die Vertreter der R e i ch s m a r i n e viel bemerkt. Es folgten Die Feldkapläne der Marine, der Armee und der Luftwaffe in schwarzen Röcken und schwarzen Zylindern. Hinter ihnen schritt der Kommandeur der Luftwaffe mit den Abordnungen der Kgl. Luftflotte. Dann folgten etwa 20 Feldmarschalle, der Generalstab, der Kriegsrat, alle mit wehenden weiften Federbüschen und in langem dunkelgrauen Mantel. Ihnen schlossen sich sämtliche Admirale und ein großer Teil der Kommandanten der Kriegsschiffe an Ein besonderes Bild boten hierauf die etwa 40 ehemaligen Flügeladjutnten, die im Laufe der 25 Jahre nacheinander zur Dienstleistung bei dem König besohlen worden waren Es folgten hieraus die Musikkapellen, zuletzt die schottische Dudelsackpseiser-Sapelle. Die Lafette mit dem Sarg des Königs. Unmittelbar hinter den Militärkapellen folgte der finrn hes Königs auf einer Geschützlafette ®e i?gleichmätzig langsamen Trau-rschntt oou 120 Matrosen in Paradeumform gezogen wurde. Zur Seite schritten Herolde des Komgl. Haushaltes s- wie Gardeoffiziere. Der Sarg war bedeckt mit den Farben des Kgl. Hauses Windsor, auf dem Sarg lauen die Kleinodien, die Krone des Komgs. der ReUdsavsel sowie sein Zepter, und außerdem em einkaches aus weißen Lilien bestehendes Kreuz, das aus besonderen Wunsch der Königin aus dem Sarge ruhte. Unmittelbar hinter dem Sarg solgte d ° Kgl. Standarte, die von zwei hohen umdie ren begleitet wurde. ~ s s n ; n ÄS S.KSm* rals der englischen Flotte. Ihm fo g en Carl of Aslon. Hierauf kamen die höchsten Beam Erstes Bildtelegramm von der Beisetzung König Georgs V.: 142 Seeleute zogen die historische Lafette, auf der bereits die Königin Viktoria und König Eduard vH. beigesetzt worden waren, durch die Straßen von London. — (Scherl-Bilderdienst-M.) - Y'OnV- , 'M '* > ■ Sw ' I .x ; ' mit- ^fiini"nbf“nUöTr chb°?7s"ch7 ,T nknbohr'abf-ilung'-n M S» ww aus Wüste ^und und organisierten abessinischen Streitkräfte eingesetzt bestehenden Kriegsschauplätze zu brechen, ihre Hauptstadt A d i s A b e b a zu neh- bat Kommunisten Erst der Nationalsozialismus hat diesem Spuk, der das wirtschaftliche Denken vernebelt, ein gründliches Ende bereitet. Er begann den Neubau von Grund auf. Der oberste wirtschaftliche Leitsatz seines Programms lautet nicht „Durch Eigennutz zum Gemeinnutz", sondern umgekehrt „Gemeinnutz geht vor E i g e n n u tz". Gemeinnutz geht vor Eigennutz — das ist die wahre Parole wirtschaftlicher Vernunft, die nicht nur das wirtschaftliche Leben der Nation fruchtbar, sondern es auch für den einzelnen erfolgreich werden läßt. Es muh einmal grundsätzlich mit dem Irrtum aufgeräumt werden, dah das private Erwerbsstreben mit der Respektierung des Gemeinwohls, das der Nationalsozialismus fordert, wirtschaftlich nicht vereinbar sei und dadurch in seinem natürlichen und erfolgreichen Wirken beeinträchtigt werde. Wir Nationalsozialisten sind nicht so hirnverbrannt, das gesunde persönliche Erfolgstreben zu unterbinden und damit den stärksten Wotor der menschlichen Wirtschaft abzudrosseln. Im Gegenteil, wie der Nationalsozialismus mit allen Kräften bestrebt ist, die Persönlichkeit innerhalb der Gemeinschaft zur Entfaltung und für die Gemeinschaft zur Geltung zu bringen, fo fordert er auch im Rahmen seiner Volkswirtschaft die Persönlichkeltsleiftung als ihre stärkste und durch nichts zu ersehende Kraft. Wir wissen, dah sie der stärkste Träger des wirtschaftlichen Fortschritts und die unerlähliche Voraussetzung unserer Kultur ist. , Essen, 28. Jan. (DNB.) Die Deutsche Arbeitsfront, Gau Essen, begann am Dienstagabend mit einer großen Kundgebung in der Essener Ausstellungshalle das neue Kampfjahr. Tausende von schaffenden Männern und Frauen, die Führer der Esse- Griebe mit ihren Gefolgschaften, zahlreiche Wirtschaftsfuhrer, sowie Vertreter von Partei und Staat füllten die weite Halle. Weithin sichtbar steht über dem Rednerpult in großen Lettern der Leitsatz „Gemeinnutz geht vor Eigennutz". Der Reichspressechef der NSDAP., Reichsleiter Dr. Dietrich, sprach über das Thema „Das Wirt- fchaftsüenken im Dritten Reich". Er führte u a folgendes aus: , Ungleichheit der Bedingungen, unter : denen sie arbeiten! Wir haben im deutschen Volke eine wirtschaftliche und soziale Ordnung eingeleitet, in der jeder Volksgenosse, was er auch sei und woher er auch kommt, zu den höchsten Stellen der Wirtschaft und des Staates emporsteigen kann, wenn er nur die Kraft, den Willen und die Fähigkeit dazu hat. Vielleicht wird die ältere Generation unserer Arbeiterschaft diesen Weg nicht mehr in so erfolgreichem Mähe beschreiten können. Dann werden ihn ihre Söhne gehen. Und wenn jemand sagt: der Weg ist zu lang und zu schwierig, um ihn erfolgreich zu gehen, dann verweise ich die Kleinmütigen auf das herrliche Beispiel, das ihnen unser Führer Adolf Hitler gegeben hat. Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist abgelöst durch das nationalsozialistische, das von einer ganz anderen Geisteshaltung getragen ist und das anderen inneren Gesetzen gehorcht, als sie die kapitalistische Wirtschaft beherrschen. Das nationalsozialistische Wirtschaftssystem ließ das Notwendige zur Tat werden. Der sichere Faktor in seiner Wirt- fchafts- und Rentabilitätsrechnung ist das Vertrauen in die produktiven Kräfte der wiedererstandenen Nation. Der Zuwachs dieser Kräfte ist unerhört groß und diese Kräfte werden von einem starken Willen geführt. Wer darauf baut, geht fest und sicher. Was heute investiert tragen ber Jurist tausendfältige Frucht Die Lehre aber, die unserem Volk aus dieser Tat erwächst, wird einst — das ist meine Heber- ~ 3ur klassischen Theorie nationalsozialistischen Wirtschaftsdenkens werden. 12 Sitze 69 „ 63 „ 7 „ 7 „ 4 „ 4 „ 4 „ Stipendien für die Reichssieger im Berufswettkampf. Berlin, 28. Jan. (DNB.) Reichsorganisations- letter Dr. Ley hat aus den Mitteln der Deut- j ch e n A r b e i t s f r o n t auch in diesem Jahr wieder eine größere Summe zur Auszahlung von Stipendien an die Reichssieqe'r un Reichsberufswettkampf der deutschen Jugend zur Verfügung gestellt. Im Vorjahre konnte dank dieser großherzigen Spende der DAF. den Relchssiegern durchschnittlich ein Betrag von 1 000 Mark zur Förderung ihrer w e l t e r e n A u sbildung übergeben werden. Die Jungen und Mädel, die in den Genuß dieser spende kamen, wendeten das Geld für den Be° P?n 5ati(d)u(en und zusätzlichen Be- russschulkursen, zum Teil auch von Spe- zlalfach schulen im Ausland an. Gerade diese Jungen und Mädel, die als die Reichssieger die Auslese der deutschen Jungarbeiterschaft dar- stellen, kamen aus minderbemittelten Familien. Bertrauenöratswahlen 1936 am 3. und 4. April. Berlin 28. Jan. (DNB.) Der Reichsarbeits- mmlster hat für die Abstimmung über die Listen °er Vertrauensmänner und ihre Stellvertreter im Jahre 1936 den 3. und 4. April bestimmt. Der Relchsarbeltsminister weist gleichzeitig darauf hin, daß die Feststellung des Abstimmungsergebnisses fTn! ff r°^ser 58 Vr’icun‘9un9 SU erfolgen M Es wird erwartet, daß die Abstimmungsleiter n den Betrieben das Ergebnis der Abstimmung u n v e r z u gl ich f e st st e l l e n und ohne iBcrsöge« rung alsbald der zuständigen Kreiswaltung Arbeitsfront entsprechend autL§. 2 ber Verordnung zur Durchführung des Gesetzes zur Ordnung der nationalen Arbeit teilen. Der Aufmarsch Berlin, 28 Jan. (DNB.) Am 30. Januar werden a u s , e d em S t u r m d i e z w e i ü i e n st- altesten SA.-Manner nach Berlin kommen Es ist bei dem großen Aufmarsch im S- ™ta0 mit einer Stärke von fl?T25 r? SA.-Mannern zu rechnen, während der Aufmarsch am Abend etwa bei 35 000 Teilnehmern liegen wird, da an ihm auch Abordnun- gen des NSKK., der SS., der HI. und der politischen Leiter teilnehmen werden. Der Führer wird am Mittag etwa gegen 13 Uhr ? o mM u s e um aus sprechen. Vor ihm wird der Stabschef der SA. Lutze den Appell eröffnen und im Anschluß daran Reichspropagandaminister Dr G o e bb els sprechen. Die Reden werden auch auf den Rundfunk übertragen. Im Anschluß an den Appell findet auf dem Lustgarten und auf anderen Platzen eine öffentliche Speisung der o.A. statt, an der auch der Führer und die Reichs- mlnlster teilnehmen. Die Verpflegung erfolgt durch den Hilfszug Bayern. Wenn man im nationalsozialistischen Deutschland von der Wirtschaft sprechen will, dann muß man bei der Weltanschauung beginnen Alle wirtschaftlichen Ideen, die die Geschichte der Menschen bewegt haben und die in der Geschichte etwas bedeuten, haben eine weltanschauliche W u r z e l, aus der sie erwachsen sind. Wir wissen, daß die unheilvolle Zersplitterung des politischen Denkens, die der Nationalsozialismus beseitigt hat, von der Wirtschaft aus gegangen war. Skrupelloser kapitalistischer Wirtschaftsgeist und blinder marxistischer Haß sind die Ursachen dieser nationalen Zerrissenheit gewesen. Und deshalb ist es von so außerordentlicher Wichtigkeit, daß der gewonnenen einheitlichen Weltanschauung im deut- schen Volke auch eine einheitliche Wirtschaftsanschauung entspricht. Die wirtschaftliche Gedankenwelt des Liberalismus war über ein Jahrhundert lang beherrscht von der sogenannten klassischen Nationalökonomie. Sie geht aus von dem Einzel- Menschen und seiner wirtschaftlichen Vernunft d'e lhn verpflichtet, mit dem kleinstmöglichen Einsatz von Arbeit nach dem größmöglichsten Erfolg zu streben. Es ist der reine, nackte Egoismus, der hier zum größten Prinzip, zum Träger . wirtschaftlichen Lebens überhaupt erhoben wird. In der Praxis hat dieses Prinzip uns den Kiasfenkampf von oben und unten beschert - den Kampf aller gegen alle. Wir haben in Deutschland nicht nur den Bankerott dieser kapi- Wirtschaftslehre, dieser i „Nationalökonomie für Unternehmer" erlebt die der Arbeiter nie verstanden und stets gehaßt hat. Wir alle waren auch Zeugen des Zusammenbruchs lener ebenso verhängnisvollen Wirtschaftslehre, die i N r Arb e i te rb e w e g un g bemächtigte, i als diese sich in berechtigter Abwehr gegen den Ka- . pitalismus und das verständnislose Bürgertum zu ( organisieren begann. ' ( Die Rücksicht auf das Gemeinwohl ist für den S)‘;Sno^n im nationalsozialistischen Staat die Wahrnehmung seines eigenen Jnter- e||es, das mit dem der Gemeinschaft unlösbar verbunden ist. Wer jedoch an diesen Vorteilen i rin er!) alb der Gemeinschaft teilnimmt und sich als ZffLT? sDOn leinen Verpflichtungen auf Kosten der Anständigen drucken zu können glaubt oer ist nichts anderes als ein Betrüger am gernein- und verdient die Verachtung aller. Der Nationalsozialismus hat alle Vorrechte der Geburt und des Standes beseitigt, dafür aber oas Vorrecht der Natur wieder hergestellt. Indem er allen Volksgenossen — mit den gegebenen Maßen der Natur — die gleiche s 5. unternimmt er es nicht, die Ungleichheit der Menschen zu beseitigen, sondern die Wirischasts-enken im Dritten Reich. Der Reichspressechef -er NSDAP. Dr. Dietrich spricht vor -er DAF. in Essen am 30. Januar. Dr. Goebbels begrüßt die Alte Garde der SA. ^Berlin, 29.Jan. (DNB.) Im „Völkischen Be° °b°ch^r richtet Reichsminister Dr. Goebbels w Prne£ Gauleiter an die Alte Garde ^-.SA folgende Grußworte: Als Gauleiter der Reichshauptstadt grüße ich die 3 0 0 0 0 ä l t e ft e n ^A. -Kameraden, die aus dem ganzen Reich r'A\ Zusammengekommen sind, um am dritten Iah- öem%hÖ4r nationalsozialistischen Machtergreifung Dem Führer erneut ihre Treue zu bekunden. Zwar ber" 000 ^fmen nicht einzeln im Buche ber Geschichte verzeichnet werben, aber als bie treue, tapfere und stets opferbereite Alte Garbe öes Führers werben sie für immer Vor- Slm Abend wird die SA. zum großen Fackel- zug antreten. Gegen 20 Uhr fetzt sich der Fackel- zug in Bewegung. Er aeht durch das Branben- b -9er Tor, Unter den Linben zur Wilhelmstraße, wo b e r F u h r e r m der Reichskanzlei ben Vorbeimarsch abnimmt. Nach bem Vorbeimarsch wird oe r S A. - R u f durchgeführt, bestehend aus drei ^"llkzugen und Abordnungen der Berliner SA wird in Zukunft bei der SA. die Stelle des militärischen Zapfenstreiches einnehmen. Im Reich findet am Abend in sämtlichen Orten roo Sturme der SA. liegen, ein Gemein- s ch a s ts empfang statt, zu dem sämtliche Gliederungen der Bewegung, SS., NSKK. usw., eingeladen sind. Der Gemeinschaftsempfang beginnt mit einer Reportage über den Fackel- 3ug; es folgt die Uebertragungbes S A. - es, und anschließend daran werden die am ~”’.ttag gehaltenen Reden des Führers, des Relchsministers Dr. Goebbels und des Stabschefs übertragen. ’ 1 Reichsorganisationsleiter Dr. Ley dankte dem Redner und betonte u. a., daß die Entwicklung ber oon ihm vor runb brei Jahren ins Leben gerufenen Organisation „Kraft burch Freube" allen Zweifeln zum Trotz ihm recht gegeben habe. „Kraft burd) Freube" fei eine ber besten Ausbrucksformen Des wahren unb echten Sozialismus. Die Tatsache, öaD innerhalb biefer Organisation runb 1 Milli- arbe RM. im letzten Jahre umgesetzt worben seien, zeige baß Idealismus in ber Praxis sich burchaus mit bem Gebauten ber Wirtschaftlichkeit vertrage. nufenben Jahre hoffe man ohne einen Zuschuß, der im vorigen Jahr 17 Millionen RM betragen habe, auskommen zu können. diplomatischen Vertreter Großbritanniens nochmals seine herzliche Anteilnahme aus. Auch die übrigen Trauergäste brachten beim Verlassen ber Kirche ihr Beileib zum Ausbruck. Als letzten sichtbaren Gruß an ben verstorbenen König Georg V. haben feit heute morgen bie Präsidialkanzlei, ber Reichstag, sowie sämtliche Reichsministerien unb bie Dienstgebäube ber Wehrmacht Halbstock geflaggt. Auch bie Gebäude, in denen die ausländischen Missionen in Berlin ihren Sitz haben, haben ihre Landesflaggen Halbstock gesetzt. Vie Trauerseier in Rom. organisatorisch h-r-wrrag-nb 7 g- -7, -t und »wah i“sr±führUnkr[a,fen- um ihren KampstruppÄ fiir Knegsfuhrung zu erleichtern und sie mit allem Lrh ,^ampf und bie Lebensnotwenbigkeiten Er- forberlidje zu versehen. Daß bezügliche Bewaff- Ausrüstung Organisation unb Ausbilbuna finh lfnßr den Abessiniern himmelweit überlegen s'nb, unterliegt keinem Zweifel. 0en täfet, mit beTn °Egend^^ch^ lotste llen Gele/al VeToVo T Vt^Va^ter f’■ ü äst; ner .schon vor Kriegsausbruch besetzten begonnen.' ° ‘ ubessinisZen Ä Der 31. Januar sieht für bie zu Gast in Berlin anwesende SA. Theatervorstellungen, Kinovorfüh- rungen, die Grüne Woche usw. vor. Mahnen heraus am 30. Januar! Derlin, 28. Jan. (DNB.) Aus Anlaß ber dritten Wiederkehr des Jahrestages ber nationalsoziatisti- schen Revolution forbert ber Reichsminister für Volksaufklärung unb Propaganba alle Volksgenossen auf, ihre Häuser mit ben Fahnen bes Dritten Reiches zu beflaggen. Damit grüßt bas beutfche Volk zugleich bie alte kampferprobte Garbe ber SA., bie sich am 30. Januar vor ihrem Führer versammelt. Dr. Goebbels spricht am 30. Januar Zur deutschen Schuljugend. finbeVVnnnn 3aV(PiB ) äm M Januar d. I. Reich - 8 schulen des Deutschen 8euneIficLormil®gs\aoV5'6i^o“o%Tr7ubh3irr Jungen und Mäd-ln , nr . A . 3 “ b e n Schulfeiern ber 9euw»fnp^r~* möglich ist, in ben Mnts'ters mstanzuhä'ren?" 6d,U‘en bie Rede des Zu brechen, ihre Hauptstadt A d i s A b e b a zu neh. , 'S™'. b>° Bahnlinie Djibuti -^Adis @r;.C ,®labm8utegen und das Land gegen jegliche Än6g5heferungen abzusperren. Erst dann, wenn e953'ek erreid’t sind, ist mit einiger Ärh h3A6e?’arfen-1ba6 Abessinien sriedenswil- r • s & öos wettere Ziel, bie Entwaffnung unh hnCriQUnx9 r Bevölkerung, allmählich erreich? und *,n.?a,nb fusr eine Erschließung, Ausnutzung unb Sefiebelung burch Italien reif gemacht roirb9 men ?^lien auf biefem Wege bisher gekom- mUHärH^Pn n ÖCn nachstehenben Betrachtungen ber militärischen Lage erwogen werben. Die italienische Operationslettung auf bem Kriegsschauplatz sucht 5leImÖxUr^ konzentrischen nftPti T.. f ^^DOn korben, Norbosten unb Süb- Es ttpkp«Elchen, was strategisch richtig erscheint. Es stehen ihr an fampfenben nationalen imannGytSeb0P.nentrUPPen ktwü 220 000 A^onn, anschemenb m 14 Divisionen geqüebert wr Verfügung. Diese finb reichlich ausqestattet mtt uei^eitlichen Kriegsmitteln aller Art, bärunter zabl- relchen leichten, im Gebirge gelänbegänachen DnnP^o^O'. Erkunbungs- unb Kampfflugzeugen -Laneben ist für ben in bem wegearmen Lande notwendigen Straßenbau durch sehr starke Welebau- tern ^r«016 tCl • aUh5 'kalienischen Straßenarbel- ed n’ftGxl5f au.5 eingeborenen Hilfsarbeitern gebildet sind, sowie durch reichliche $erfnrniin„ ® •* und Material gesargk Der Nachschub ist hervorragend organisiert 9 ' 'UCr ÄÄÄ'U LN-r Teil Är °l"S^t'Di°"El.t?adk^nd°Ll°ge: rungsleiftungen der Hafen Massau und AN a b in der Erythraa und M o g a d i s c j o in cVafipnif*b $0™“;?"* ßvd durch umfangreiche Anlagen auf öurd) Einsatz bedeutender Mengen von Lastkraft- 15 „ Aus dieser Aufstellung geht hervor, daß — bei Außerachtlassung ber Kommunisten — im neuen Parlament 142 Veniselisten 143 Veniselistenaeanern gegenüberstehen werden. Unentschiedenes Wahlergebnis in Griechenland. A t h e n, 28. Jan. (DNB.) Am Dienstagnachmittaa ist das amtliche Wahleryebnis betanntgegeb^i wor? folgt $Qna$ Dertcl en bie Parlamentssitze wie kommender Geschlechter sein. Diese stolze Gewißheit mögt Ihr, meine Kameraden, von mefer Feier des 30. Januar mit nach Hause neh- men und Euch an ihr aufrichten in Kampf und Sorge des Alltags. Heil dem Führer! Gedenkfeiem bei den öffentlichen Verwaltungen. Berlin 28. Jan. (DNB.) Der Reichs- und preußische Minister des Innern Dr. F r i ck hat fol- aenbes Runbschreiben an bie Reichs- unb Laubes- beerben gerichtet: Ich halte es für angezeigt, baß Beamten Angestellten unb Arbeiter ber öffent- Men Verwaltungen am 30. Januar aus Anlaß ber bPhimn ®lßbGrfe£r bG5 lages der nationalen Er- feebung von den Behörbenchefs ver- sammelt unb auf bie Bebeutung bes nfleroiefen werben, unb bitte anNsien^ ^^^oftsbereich bas Erforberliche zu ver- be?liQRRÖ T?l iä) die am 2. Okto- f*ritt19hn?nff erythraifch-abessinische Grenze über- 10X1«, hat offenbar als Hauptziel Abis Abeba die Hauptstabt bes Kaiserreichs Zu ihr führen arn’. biMi^beTwoa^n6'11 Ü6er ^UQ "nd ^Makalle, ntnfel? bA\ ^ogdalla vereinigen, von wo aus eine ßc e ^kraße nach Abis Abeba weiterführt Die ftab erbeUtra9nrni Ä bi5 Äp? 9t etroa. 750 Kilometer. Oeftlich der Ud)ffPn9rT??esroa7\Cine ^viächere Gruppe im weft- anakil-Lüfte, offenbar als chere Krnnn-^ckung angefetzt. Eine weitere fchwä- fpHnc ®r“PPe glng vom Hasen Aff ab aus, zwei- AbpM^'E der Absicht, entlang der Grenze zwischen zeitem^'M ^onzöfisch-Somaliland auf für« Wihür »ber Kulelu gegen die Bahnlinie -Her Sä“ D°r3U9Cl,en die,- Lebens- b ®irE?Sj-Unäd,fl bc! ben Operationen aus 0 ..v r V t f) r a a verweilen und ihre Eraebnissp aus A d u a Huuptgruppe stieß bei ihrem Vorgehen cu! U Uea auf keinen nennenswerten Widerstand aufmaÜr^a,teJ,ie Lessmilch- Heeresleitung ?a°db, Aufmarsch noch nicht beendet war, berouftf hi» ®rcn3fleb,ete eeopfcrt unb nur schwache Beob. R o m, 28. Jan. (DNB.) Während in London König Georg V. zur letzten Ruhe geleitet wurde, hielt die englische Kolonie in Rom einen feierlichen Trauergottesdienst in der englischen Botschaftskirche ab. Zur Feier in dem überfüllten kleinen Gotteshaus waren König Viktor Emanuel mit feiner jüngsten Tochter, Prinzessin M a - ria, ber frühere König von Spanien mit feiner Famile, Mussolini sowie zahlreiche Mit- glieber ber Regierung erschienen. Weiter war das diplomatische Korps vollständig anwesend. Man bemerkte hierbei auch Botschafter o. Hassell, Botschaftsrat Baron v. Plessen, Militärattache General Fischer, den Marineattache Kapitänleutnant W u r m b a ch und den Luftattache Major Schultheiß. 1 Trauergottesdienst in Frankfurt. Frankfurt a. M., 28. Jan. (LPD.) Anläßlich ber Beisetzung des englischen Königs fand in oer englischen Kirche ein Trauergottesbienst statt, an bem neben dem englischen Generalkonsul als Vertreter bes Gauleiters unb Reichs- ftatthalters Sprenger beffen Abjutant, Regierungspräsident Zjchintzsch als Vertreter bes Dberpräfrbenten, der Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt Staatsrat Dr. Krebs, die ausländischen Konsuln, die Spitzen der Behörden und der blinde Komponist Landgraf Alexander von Hessen, ein Verwandter des englischen Komgshauses, teilnahmen. Den Trauergottesdienst leitete Reverend Holmann. Oer italienische Feldzug in Ostafrika. Wehrpol,tische Betrachtungen zur Lage auf dem abessinischen Kriegsschauplätze. Von Erhard Wegeli, Oberstleutnant a. O. Liberale (Veniselisten) Dolkspartei (Zaldaris) Listenverbindung Kondylis-Theotokls Liste Metaxas Republikaner Gruppe Kotzamani Unabhängige Veniselisten Agrarier Sicherungsverwahrung für Horst Wessels Mörder. 28. Jan. (DNB.) Entsprech-nb hem F Staatsanwaltschaft ordnete die 20. Große Sn bes ®erImer Landgerichts die Siche- rungsv-rwahrung gegen ben 32jährigen Erwin iu.rf' einen der Mörder Horst Wessels an Spr H entfidjertcm Revolver Lna ? «c r v ' ch e neben dem Rotfrontmörder Ali H o h l e r gestanden, als dieser den tödlichen Schuß and Da n5St,o"aIfO3iaIiftifd?en Freiheitshelben ad- Ab Berliner Schwurgericht hatte damals die unb6 le^nU!miHHf5 Qexuürbigt. Der Mörder ^'ktater Rückert kamen mit je sechs Jah- (Fhrnprhrf/nhm A^nat Zuchthaus unb fünf Jahren gfenjerluft davon. Da Rückert inzwischen seine LVn ^eru bat, mußte nach ben gesetz- fd)r,ftcnL e,ne Entscheidung Über Siche- nnnpfirhif m” 9 herbeigeführt werben, ba angesichts ferner 12 Vo^trafen bie formellen Vor- ausfefeunpen dafür vorliegen. Bei Beurteiluna ta^b-rr-L^n^°^^ ko^nni- * fein « S? H61™“1;‘eri’Qc‘! neuer Kris, nicht Addis Abeba, 28. Jan. (DNB.) Nach Mel- g nur über 2 Pässe verfügen, glaubt die abessinische it | Heeresleitung, den italienischen Vormarsch im Ge- Die hervorragenden Toboke der Ernte 33 hoben nach mehr- jährigem Lagern ihre aromatische Fülle so vollkommen entwickelt, daß wir jetzt die ALVA-Mischung durch Hinzunahme dieser Provenienzen noch veredeln konnten. überschreiten. Oer Gowjet-Emfluß in Frankreich. nier zu sprechen scheint, da ein lange dauernder Krieg für das wirtschaftlich schwache Italien schwerlich tragbar sein dürfte. Für seinen Enderfolg könnte allerdings die Uneinigkeit innerhalb des nur lose aus verschiedenen, teilweise der Macht des Negus und des herrschenden Stammes der Amharra wi- Kunst und Wissenschaft. Großer Slaatspreis für Architekten. Der Wettbewerb um den Großen Staatspreis der Akademie der Kün ft e für Architekten ist jetzt entschieden worden. Der Große Staatspreis wurde dem Architekten Ernst Hermann Bockemühl in Göttingen auf Grund seiner Entwürfe für ländliche und kleinstädtische Bauten verliehen. Er wurde im Jahre 1909 in der Nähe von Lüdenscheid geboren und studierte Architektur an den technischen Hochschulen Danzig und Berlin. Preisausschreiben der Auerforschungsstiftung. Die Auerforschungsstiftung schreibt drei Preise für die Lösung wissenschaftlicher Preisaufgaben aus, und zwar 3000 RM. für ein neues Gas-Straßengeleucht und je 1000 RM. für die analytische Trennung seltener Erden und für die Herstellung von Eisen-, Nickel-, Kupfer-, Thorium-Verbindungen. Es können auch andere Arbeiten, sofern sie nur dem Stiftungszweck entsprechen, zur Auszeichnung mit Geldpreisen eingereicht werden. Auskünfte erteilt das Sekretariat der Auerforschungsstiftung, Berlin O 17. erster Linie verwendet werden. Daher sind auch deren Verluste ftele weit höher angegeben als die der nationalen Truppen. Ob diese wegen des mörderischen Klimas weniger verwendbar find als die Eingeborenentruppen, oder ob die italienische Heeresleitung sie schonen will, ist nicht klar. Das System scheint nicht unbedenklich wegen des immerhin möglichen ungünstigen Einflusses auf die kriegerische Moral der Eingeborenentruppen. Das bisherige Gesamtergebnis der italienischen Operationen muß als dürftig bezeichnet werden und steht in keinem Verhältnis zu den riesigen aufgewendeten Mitteln. Man gewinnt den Eindruck, daß Mussolini oder seine militärischen Ratgeber doch den Kampfwert der Abessinier, die klimatischen Unbilden und die taktischen Schwierigkeiten in dem rauhen weglosen Gebirgsland und in den Wüstengebieten unterschätzt, die Wirkung der neuzeitlichen Kriegsmittel, wie Flugzeuge, Kampfwagen und schwere Artillerie auf den Gegner überschätzt haben. Auf diesem von europäischen Verhältnissen völlig verschiedenen Kriegsschauplatz und den ungeheuren Strecken wird jedenfalls die Wirkung solcher Kriegsmittel zersplittert und der Gegner lernt es rasch, sich ihr zu entziehen. Wie die Italiener vor Beginn der großen Regenzeit, also etwa Anfang April, die weit entfernten teilweise durch Gebirge in Alpenhöhe geschützten Operationsziele, die Landeshauptstadt und die Bahnlinie Adis Abeba—Djibuti erreichen sollen, erscheint Paris, 29. Januar. (DNB. Funkspruch.) Der „Jour" berichtet über die Vertagung des Prozesses gegen den Agenten der internationalen Roten Hilfe, E b e r l e i n , und erklärt, auf das Kabinett Laval sei eine Regierung des versteckten Linkskartells erfolgt. Die Sowjets hätten ihre Köpfe wieder herausgestreckt, P o t o f f fei als Abgesandter des Vollzugsausschusses der Komintern mit einem Sonderauftrag von Dimi- troff persönlich in Frankreich eingetroffen, um die Vertagung des Prozesses Eberlein bis nach der Unterzeichnung des französisch-sowjetrusfischen Paktes durchzusetzen. Auf der Tagung der Kommunistischen Partei in Villeurbanne sei die Einstellung der kommunistischen Betätigung beschlossen worden, um „der neuen Regierung keine Schwierigkeiten zu bereite n". Am letzten Samstag sei man handelseinig geworden. Am Montag habe ein hoher Funktionär der sowjetrussischen Botschaft beim Außenministerium vorgesprochen, und eine halbe Stunde später sei der Prozeß bereits vertagt gewesen. Weder Ministerpräsident Sarraut noch Außenminister Flan- din, erklärt „Jour", seien die wahren Regierungschefs, sondern D i m i t r o f f, der Vorsitzende des Vollzugsausschusses der Komintern. lich einsetzende Regenfälle stark behindert werde. Gedeckt durch Panzerwagen und Bombenflieger rückt eine zweite italienische Stoßtruppe unter heftigen Kämpfen an den Ufern des Daua-Parma vor. Diesem Vormarsch setzten die abessinischen Truppen überraschende Ein- ^elvorstöße entgegen, um den Rückzug zu Deden. Diese Gegenstöße aus dem südlichen Borangebiet haben bewirkt, daß der linke italienische Flügel langsamer vorwärts kommt als die italienische Hauptmacht, die auf der alten Karawanenstraße nach Addis Abeba vorstößt. Nach abessinischer Auffassung ist es unverkennbar, daß Graziani darauf abzielt, durch das große Seengebiet, das den tiefen Graben des Sembara- tals bedeckt, über den Sciala- und den Zuaifee a u f die Hauptstadt Addis Abeba durchzustoßen. Die zurückgenommenen Teile der Armee von Ras Defta haben daher sämtliche Höhenzüge vor dem Seengebiet besetzt, um den Durchbruch der Italiener zu verhindern. Da diese Gebirgsketten außerordentlich hoch sind und Schwerpunkt an der Güdsront. Abessinische Verteidigungsstellung im Gebirge vor dem Seengebiet. Erfolge im Norden. M'ederzusammentrittderFlottenkonferenz Schlechte Aussichten für eine Begrenzung der Kriegsschifftonnage. Wetterbericht des Relchswetterdiensles. Ausgabeort Frankfurt. Durch einen rasch nach Südengland vorstoßenden Atlantikwirbel wird auch unser Gebiet erneut mit tropischer Warmluft überflutet. Zu gleicher Zeit hat die aus dem nordrufsischen Hochdruckgebiet ausfließende Kaltluft im Baltikum weitere Fortschritte gemacht. Eine Einflußnahme derselben auf unser Wetter ist vorerst nicht zu befürchten, vielmehr werden wir zunächst in den Bereich der von der Rückseite des englischen Wirbels nachstoßenden kälteren Meeresluft gelangen. Aussichten für Donnerstag: Nach ver- breiteten Regenfällen (im wesentlichen am Mittwoch) wieder mehr wechselnd bewölktes Wetter mit einzelnen Schauern, bei lebhaften nach Westen drehenden Winden neue Abkühlung. Aussichten für Freitag: Noch immer Fortdauer der sehr unbeständigen und zu Niederschlägen geneigten Witterung. von Deutschland und Japan angenommen werden müsse, deren Ansichten jedoch noch nicht bekannt seien. Die Ablehnung des britischen Vorschlages einer Tonnagebegrenzung wird in erster Linie von der amerikanischen Abordnung ausgehen. Die letzte Hoffnung, daß Amerika eine Herabsetzung um 5000 Tonnen für die Schlachtschiffe und um 1000 Tonnen für die Kreuzer annehmen werde, fei durch den Austritt Japans aus der Konferenz zerstört worden. Amerika betrachte feine Schlachtschiffe als schwimmende Festungen, die als bewegliche Stützpunkte im Falle eines Krieges im Fernen Osten dienen müßten. Amerika, Frankreich und Italien seien ferner gegen eine Begrenzung der U. - B o o t e auf die für Küstenzwecke ausreichende Tonnage. London, 29. Jan. (DNB. Funkspruch.) Die Londoner Flottenkonferenz tritt heute zum ersten Mal seit dem Tode König Georgs wieder zusammen. Auf der Tagesordnung steht zunächst der bisher ungeklärte britische Vorschlag einer Herabsetzung der Schiffstonnage und der Geschützkaliber. Es gilt jetzt als kaum zweifelhaft, daß der englische Vorschlag von den anderen Staaten a b g e l e h n t werden wird. Das einzige greifbare Ergebnis der Konferenz würde daher der Plan eines Austausches von Mitteilungen über d i e jährlichen Bauprogramme fein. Dieser Plan ist von dem technischen Unterausschuß der Konferenz beinahe fertiggeftellt und wird in der nächsten Woche abschließend besprochen werden. „Daily Telegraph" schreibt, daß der erwähnte Plan, um voll wirksam zu sein, auch düngen von der Nordfront versuchen die Italiener trotz außerordentlicher Regenfälle ihre nach abefsi- nischen Berichten in der Schlacht vom 20. bis 23. Januar verlorenen Stellungen wieder zu erobern. Ohne Unterbrechung halte die italienische Artillerievorbereitung Tag und Nacht an. Ein Angriff sei aber bisher nicht erfolgt. Die abessinischen Truppen dagegen machten ständig Vorstöße, um besonders in Nachtgefechten Einzelstellungen der Italiener auszuheben. Abessinische Truppen sollen ein Stück der Straße Adua — M a - falte endgültig besetzt halte n. Somit sei die Verbindung zwischen den beiden Städten u n - terbrochen. Die Abessinier berechnen die Verluste der italienischen Truppen an der Nordfront in den letzten fünf Tagen auf über 10 weiße Offiziere, einige Nachschubkolonnen und rund 500 Mann, unter letzteren etwa 100 Weiße. In den Berichten von der S ü d f r o n t kommt zum Ausdruck, daß die italienischen Truppen von Negelli aus Erkundungsvorstöße auf der strategischen Hauptanmarschstraße in der Richt uns, auf Uardera unternehmen. Von Dolo aus hat,.,-------------v, ... • - Nachschub von Munition, Lebensrnitteln und l birge zum Stehen bringen zu können. Wasservorräten eingesetzt, der allerdings durch plötz-1 * nächsten Herbst im wesentlichen ruhen und ein Kriegsjahr ist verloren. Ob sich dann die Weiterführung des Krieges mit der gespannten Finanzlage Italiens verträgt und wie die Weltlage dann ist, bleibt eine Frage, die wohl auch Mussolini etwas Alpdruck verursachen dürfte. Daß er selbst mit der Kriegslage gegen die Jahreswende unzufrieden war, ging aus der Abberufung des Generals de Bono und feiner Ersetzung durch den Chef des Generalstabes der italienischen Armee, Badoglio, hervor. Alle Ehrungen für de Bono können darüber nicht hinwegtäuschen. Es soll mit vorstehendem Rückblick auf die bisherigen Operationen der Italiener keineswegs ein Urteil über den militärischen Wert der italienischen aktiven Truppen und der mit ihnen Schulter an Schulter kämpfenden Schwarzhemdenformationen ausgesprochen oder ihre Führung kritisiert werden. Dazu kennen wir nicht genügend die ungeheuren Schwierigkeiten, die der Kriegsschauplatz und das Klima verursachen. Wir vermeiden es auch, eine Voraussage über den voraussichtlichen Ausgang des Krieges zu machen. Eine solche wäre verfrüht und es laßt sich in keiner Weife absehen, welche Ereignisse militärischer, politischer und wirtschaftlicher Art den Gang der Kriegsführung auf beiden Seiten beeinflussen können. Wir beschränken uns daraus, zu sagen, daß im Augenblick die Lage für die Italiener trotz des Erfolges bei Dolo nicht günstig aussieht und daß in diesem Kriege die Zeit für die Abessi- achtungstruppen dorthin entsandt. Auch mag der ( Abfall des Schwiegersohnes des Negus, Ras Gugsa, 1 der selbst die Kaiserkroye erstreben soll und wohl i auch von den Italieners mit Versprechungen und i einer entsprechenden Anzahl von Maria-Theresien- i talern auf ihre Seite gezogen worden ist, zu dem i raschen Fall der Grenzgebiete beigetragen haben. ( Die Einnahme von Adua gab in Italien Anlaß zu 1 rauschenden Siegesfeiern. Dem Volke sollte es wohl : zum Bewußtsein gebracht werden, daß mit diesem „glänzenden Siege" des faszistischen Italiens die : deck» alten System zuzuschreibende Schande der ein- i fügen Niederlage von Adua abgewaschen sei. Nach kurzer Pause, die für den Ausbau der rückwärtigen Verbindungen erforderlich war, wurden dann die Operationen auf die den Abessiniern heilige Stadt A k s u m und auf Makalle fortgesetzt. Auch diese von Truppen entblößten Städte kamen rasch und ohne ernste Kämpfe in Besitz der Italiener. Dann aber versteifte sich der Widerstand der Abessinier merklich. Ihre Aufmarschbewegungen waren offenbar beendet, die eigentlichen Kampfstellungen in dem südlich der Linie Jekabu-Makalle gelegenen Hochland von Tembien bezogen. Seit Ende Oktober sind die italienischen Bewegungen dort völlig ins Stocken geraten. Versuche, mit einem Teil der Hauptgruppe den Takazze- Fluß zu überschreiten und offenbar gegen die Ka- rawanenftraße Temen—(Bonbar—Tanasee—Samara Adis Abeba vorzugehen, endeten mit einem Rückschläge, den der italienische Heeresbericht mit den vorsichtigen Worten erwähnte, es seien die zum Takazze-Fluß vorgeschobenen „Posten" um etwa 20 Kilometer zurückgenommen worden. Die Abessinier meldeten dagegen, daß sie starke Kräfte zurückgeworfen und erhebliches Kriegsmaterial erbeutet hätten. Seitdem ist auf diesem Kriegsschauplatz die Initiative auf abessinische Seite übergegangen. Durch ständige Angriffe drohen sie immer wieder den Zusammenhang der italienischen Stellungen zu zerreißen. Inwieweit sie bei ihren Unternehmungen Erfolg haben, läßt sich aus den sich völlig widersprechenden beiderseitigen Berichten nicht beurteilen. Die linke Flankensicherung im Danakil-Ge- biete gelangte allmählich auf gleiche Höhe mit der Hauptgruppe, ohne in ernste Kämpfe verwickelt zu werden. Völlig gescheitert ist der Versuch der von Assab aufgebrochenen Gruppe, gegendie Bahnlinie Djibuti —Adis Abeba vorzugehen. Sie kam dicht an der Grenze vor dem von abessinischen Truppen rechtzeitig besetzten Bergklotz Mussa Agi zum Stehen. Wenden wir uns nun zur Offensivoperation des Generals Graziani aus Italienisch - So m a - liland. Schon vor Ausbruch der Feindseligkeiten standen italienische Truppen in der abessinischen Provinz Ogaden um U a I = U a I. Die Italiener behaupten zwar, daß ihnen dies Gebiet gehöre, jedoch ist die Grenze dort zum mindesten streitig. Selbst auf älteren italienischen Karten ist das Gebiet als abessinisch bezeichnet. General Graziani hat, soweit aus den Nachrichten entnommen werden kann, zwei Gruppen angesetzt, eine nördliche über Ual-Ual—Gerlogubi in Richtung auf Har - rar, eine südliche von Dolo aus, anscheinend mit dem Ziel Adis Abeba über Ginir. Die nördliche Gruppe stieß, besonders mit leichten Truppen und Kampfwagen unter Flugkräfte-Unterstützung ziemlich weit in Richtung auf Harrar vor. Sie muß einen erheblichen Rückschlag erlitten haben, denn sie ist in ihre Ausgangsstellung zurückgedrückt worden. Die Abessinier haben eine Anzahl Kampfwagen und sonstiges Material erbeutet. Die südliche Gruppe hat dieser Tage in zweiwöchigen von Dolo ausgehenden Kämpfen einen anscheinend erheblichen Erfolg über eine abessinische Gruppe unter Ras Desto erreicht und ist nach italienischen Berichten mit leichten Truppen bereits annähernd 400 Kilometer über die Ausgangsstellung, wohl in Gegend Ginir, vorgedrungen. Damit ist eine Bedrohung der linken Flanke der in Ogaden operierenden Truppen beseitigt. Ob dieser Erfolg einen wesentlichen Einfluß auf die Feldzugsentscheidung ausüben wird, läßt sich noch nicht übersehen. Er könnte nach Meinung des Verfassers erst dann von nachhaltiger Wirkung sein, wenn durch ihn tue ganze Armee des Generals Graziani in erheblicher Breite und Stärke in Bewegung käme und die Bahnlinie Adigalla — Adis Abeba Dieser Teil des britischen Vorschlages werde daher sofort abgelehnt werden. Aus allem ginge hervor, daß die Konferenz höchstwahrscheinlich keinerlei Herabsetzung der Tonnage neuer Kriegsschiffe zustande bringen werde. Die englischen Kriegsschiffe, die im Rahmen des langfristigen Ausrüftungsprogramms der Flotte gebaut würden, müßten daher große Ausmaße besitzen. Da Frankreich und Italien bereits Schlachtschiffe bis zu 35 000 Tonnen im Bau hätten, müßten auch die neuen britischen Schlachtschiffe sich einer Tonnage von 33 500 bis 33 900 annähern, d. h. sie mürben die Größe der zur Zeit schwimmenden Kriegsschiffe „Nelson" und „Rodney" erreichen. Die neuen englischen Kreuzer würden jedoch eine Wasserverdrängung von 9000 Tonnen erreichen würde. Beim Studium der italienischen Heeresberichte und der Schilderungen italienischer Kriegsberichterstatter, die Verfasser zum Teil italienischen Leitungen entnommen hat, fällt.es auf, daß zu den Angriffen fast immer, abgesehen von Kampfwagen und ßuft= ftreitfräften, E i n g e b o r e n e n t r u p p e n in ein Rätsel, um so mehr, als sich zweifellos die Kampfkraft der Abessinier durch Waffenlieferungen und Kriegsgewöhnung steigern wird, während wohl besonders Klima-Erkrankungen, abgesehen von blutigen Verlusten die italienischen Truppen lichten und ihre Angriffskraft herabsetzen werden. Haben sie ..... aber bis zum Eintritt der Regenzeit nichts entfchei- verstrebenden, Stämmen zusammengefügten Kaiserdendes erreicht, so müssen die Operationen bis zum'reiches Abessinien sprechen. & XL? ■ ■ DMZG MUM Kampf Dc De Dei u Die Das \ funtz tzle erfvrder feien j Wissens aussehi nur eil lose A schäften beitshy halti. überfrif und öe: fordern wie fru sondern entwickli Forscher Wissensc Das Spezial! weils j( f#e ® auf der s<"nte einer d kampi Ville Es ist die deui leistungs lvettkami kamps allen be' öffnet ® Führer Student- sprachen' beide au Es ga seinem das Bol Grund e gur des mit dem zwei Tl> fröhlich-' und zun in einem Wissen r len in si ein Mitt sönlichen es noch. Sie gebt Gepräche Dort f: schäft hat, ihre den D schäft bium al über ai Politisch Leben mityest, Scho Stuben Zeder Handlung Zungen Qüf die | !en begn ^gen । '«her K Sers ob wieder, Schwiei AM Zu-Züg Zessin,' .. 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Brachte das Jahr 1933 die Befreiung des Bodens und des Menschen von der Herrschaft des Kapitalismus, so 'st oie Erzeugungsschlacht in ihrem geisügen Gehalt e h u n gs schlacht zum unverbogenen Wirtschafts- und Leistungsgedanken. Zu den Fragen richtiger Bodenpflege und Düngung sprachen dann Kreisbauernführer Mette (Teltow), Landwirt S 0 h m a n n (Alt-Steinbeck) und Professor Dr. Tornau (Güttingen), zur bodenständigen Futterwirtschaft Bauer Zschirndt (Pasewalk), Landesobmann Direktor Sidow (Weimar) und Dr. Geith (Leipzig). Ein Schauspiel aus der Gesellschaft - von 0. Wilde. Neubearbeitung von I n50—25OR1VT I K. Lerbs, Spielleitung: der Intendant I RM. | Ein heiterer Abend wie noch nie! U fl M | Der weltberühmte herrliche Musikclown 11 W II ,Anita N?ni- Die Königin unter den Kinder-Artisten mit ihrem Orchester der Solisten 2 Abende im Stadttheater Gießen Intendant: H. Schultze-Griesheim Zum letzten Mal der große Schauspielerfolg Mann auch Rentner, z. monatlichenKas- Üerung gesucht. 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Es marschiert, es kämpft, arbeitet nicht mehr die Jugend von Parteien und Konfessionen, nicht mehr die Jugend von Jnter- essenoerbänden aller Art, nicht mehr die „Studentische Jugend auf der einen, „Arbeiterjugend" auf der anderen Seite. — Nein! Die g e - samte deutsche Jugend ringt und schafft in einer Front. Und im Reichsberufswettkampf beweist diese Jugend ihren gemeinsamen Willen zur Leistung durch die Tat. Es ist daher nur eine Selbstverständlichkeit, daß die deutsche Studentenschaft ihren ersten Reichsleistungskampf in den Rahmen des Reichsberufswettkampfes einfügt. Dieser erste Reichsleistungskampf der Studenten ist in vergangenen Tagen an allen deutschen Hochschulen in schlichten Feiern eröffnet worden, in denen jeweils ein Hitler-Jugend- Führer über den Reichsberufswettkampf und ein Studentenführer über den Reichsleistungskampf sprachen, um so auch äußerlich zu bekunden, daß beide zusammengehören. Es gab eine Zeit, in der der Akademiker neben seinem Volk herlief. Er verstand das Volk nicht und das Volk verstand ihn nicht. Nicht ohne tieferen Grund entstand im Volkswitz die vielbespottete Figur des „zerstreuten", weltfremden Professors. Und Mit dem Studenten war es ähnlich. Nur daß er in zwei Typen herumlief. Einmal war es der feuchtfröhlich-romantische oder dünkelhafte Bierstudent, und zum andern der eigensüchtige Streber, der sich in einem Stoß von Büchern vergrub, möglichst viel Wissen nur um des Examens und der Karriere willen in sich anhäufte und im Studium ausschließlich ein Mittel zum späteren Broterwerb und höchstpersönlichen Vorwärtskommen sah. Beide Typen gibt es noch. Aber sie stehen auf dem Aussterbeetat. Sie geben nicht mehr der deutschen Hochschule ihr Geprache. Dort steht vielmehr bereits eine junge Mannschaft im Braunhemd, die nur einen Willen hat, ihrem Volk zu dienen, die auch ihr Wissen in den Dienst an der großen Gemeinschaft des Volkes stellen will und so ihr Studium als Verpflichtung dem Volksgenossen gegenüber auffaßt, eine Mannschaft, die politisch ist. — Politisch sein, heißt für uns: wach sein für das Leben unseres Volkes und seine Notwendigkeiten, mitgestalten am Aufbau unseres Reiches. Schon durch die Aufgabenstellung wird jeder Student, der sich am Reichsleistungskampf beteiligt, gezwungen, eine politische Haltung zu bekennen. Vier Hauptaufgaben sind dem ganzen Kampf vorangestellt: Das deutsche Dorf, Der Betrieb als Einheit, Der Einfluß des Judentums in Wissenschaft und Kunst, Die völkische Idee als kulturell gestaltende Kraft. Das sind praktisch-politische Aufgaben, deren Lösung gleichzeitig eine intensive wissenschafliche Arbeit erfordert. Man hat uns den Vorwurf gemacht, wir seien Feinde der Wissenschaft. Wir wollten die Wissenschaft politisieren und ihr damit ihre Voraussetzungslosigkeit nehmen. — Wir haben darauf nur eine'Antwort: Es hat nie eine voraussetzungslose Wissenschaft gegeben. Selbst die Naturwissenschaften arbeiten mit Voraussetzungen, ihren Arbeitshypothesen. Voraussetzung ist immer die Haltung, mit der jemand der Wissenschaft gegenübertritt, die Forderung, die er an sie stellt und der Zweck, um den er sie treibt. Und da fordern wir allerdings, daß Wissenschaft nicht wie früher als Selbstzweck betrieben werden darf, sondern daß sie ein Instrument ist, das der Höherentwicklung des Volkes zu dienen hat, und daß der Forscher mit nationalsozialistischer Haltung an die Wissenschaft herantritt. Das deutsche Geistesleben war zersplittert. Ein Spezialistentum hatte Platz gegriffen, das nur jeweils seine Disziplin und sein Fachgebiet als das allein wichtige sah. Viele wertvolle Kräfte, die für eine Aufgabe hätten eingesetzt werden können, wurden dadurch verzettelt. Aus dieser Erkenntnis heraus wird der Reichsleistungskampf in der Form der Gruppenarbeit durchgeführt: Eine Gruppe von etwa fünf Mann wählt sich ein Rahmenthema, das der örtliche Wettkampfleiter bekanntgibt und das Bezug auf eine der vier Hauptaufgaben hat. Der Gruppe können oder sollen Studenten verschiedener Fakultäten angehören. Im Rahmen des gestellten Themas bearbeitet dann jeder eine Einzelausgabe, die seinem Fachgebiet entspricht. Die Gruppenarbeit ist damit keine geistige Kollektivarbeit, sondern jeder einzelne Teilnehmer bearbeitet selbständig eine Aufgabe, die ein Beitrag ist zu einem größeren Gedanken. Die nationalsozialistische Weltanschauung ist total. Ihre Totalität erstreckt sich auf alle Lebensgebiete und erfaßt den ganzen Menschen. Wir bekennen uns zu dem Prinzip der Leistung und das bedeutet: die wissenschaftlich-fachliche Arbeit muß sich gründen auf eine politische Haltung, muß sich bewähren im politischen Einsatz und muß getragen sein von einem klaren und festen Eh a r a k t e r. Die Teilnehmer am Reichsleistungkampf werden daher am Schluß des Semesters in Lagern zusammengezogen, um dort zu zeigen, daß sie ganze Kerle sind. Unser neues Reich setzt seine Ziele fern und weit, darum dürfen wir mit unseren Gedanken weit ausgreifen und auch das Große, Ferne und Weite berühren. Wir verlieren uns damit nicht ins Unbestimmte und Wirklichkeitsferne. Denn die Ansätze zur Verwirklichung dieses größten Zieles sind heute schon da, dank der Tat des Reichsministers Rudolf Heß, der die Jugendherberge in Altena in Westfalen, die erste der Welt, deren Begründung jetzt genau vor einem Dierteljahrhundert erfolgte, aus diesem Anlaß zur „W e l t j u g e n d h e r b e r g e" weihte, in der sich die Jugend der verschiedenen Völker ein Stelldichein geben sollte. Welche Aussichten, welche Hoffnungen. Die Aufgabe der Völkerverständigung soll hier dem Ränkespiel derjenigen, die vielfach geradezu an der Zerfleischung der Völker interessiert sind, entwunden und dem lauteren Sinn der Jugend anvertraut werden. Der Kameradschaftsgeist, auf den diese Verständigung begründet werden soll, ist der Freundschaft nahe verwandt. Wie schon Aristoteles in der Nikomachischen Ethik lehrt, ist die Anlage zur Freundschaft besonders stark in der Jugend, während sich bei den Erwachsenen oft geschäftliche Interessen einmischen: „Auch ältliche Leute und mürrische Gesichter sind wenig zur Freundschaft geeignet. Denn bei ihnen ist wenig Vergnügen zu holen, und niemand kann es lange bei einem unangenehmen oder auch nur nicht angenehmen Menschen aushalten. Unter mürrischen Personen aber und ältlichen Leuten werden Freundschaften um so seltener geschlossen, je launenhafter sie sind und je weniger ihnen der Umgang mit anderen Freude macht. Denn freundliches Wesen und Geselligkeit scheinen der Freundschaft vorzugsweise eigen zu sein und ihre Entstehung zu bewirken. Daher befreunden jüngere Leute sich schnell, ältere aber nicht. Denn man befreundet sich nicht mit solchen, an denen man keine Freude hat ..." Sagen wir es unumwunden und ganz offen, daß wir von dem echten, von Geschäftsinteressen noch ungetrübten, Kameradschaftssinn der I u - g e n d mehr als von allem anderen die Verständigung der Völker erwarten! Unsere Aufgabe, unsere Sendung aber ist es, hier voranzugehen (ganz so wie auf Vorschlag der Hitler-Jugend am 27. Oktober unter dem Titel „Jugend singt über die Grenzen" die erste Gemeinschaftssendung der Jugend aller Nationen stattOrganisatorisch wird der Reichsleistungskampf durchgeführt von der Deutschen Studentenschaft. Die gesamte weltanschaulich-politische Ueberwachung obliegt der Parteigliederung an der Hochschule, dem NSD.-Studentenbund. In den Durchführungs- und Bewertungsausschüssen treten neben Vertretern der Wissenschaft in erster Linie Vertreter der Partei zusammen. Der ganze Reichsleistungskampf wird in engster Anlehnung an den Reichsberufswett- kampf' der Hitler-Jugend und in steter Fühlungnahme mit ihr durchgeführt. Wir nationalsozialistische Studenten stellen uns bewußt in die Reihen der gesamten schaffenden deutschen Jugend, weil wir wissen, daß neue Ideen immer nur von innerlich jungen Menschen vorgetragen und neue Wege nur von der Jugend beschritten werden. Die Jugend an Deutschlands Hochschulen muß im Kampf um eine neue Weltanschauung und neue Lebensformen vorangehen. Wir haben daher den festen Willen, diesen ersten Reichsleistungskampf zu einem Erfolg werden zu lassen, um mit den praktischen wissenschaftlichpolitischen Ergebnissen dieses Kampfes von der Jugend her Anstoß und Anregung zu geben, die Wissenschaft in neue Bahnen zu lenken und so unseren Teil beizutragen zum Neubau unseres Reiches. fand). Nicht zufällig, sondern mit innerer Notwendigkeit wird deutsche Art durch Jugendgestalten symbolisiert. Unser Volk hat am ausgeprägtesten von allen den Jugendgeist und seine Eigentümlichkeiten, wozu vor allem der Sinn für Kameradschaft und Freundschaft gehört. Unsere Bewegung, die sich auf den deutschen Geist und darum vor allem auf den Jugendgeist stützt, wird auch diesen Kameradschaftsgeist „lieber die Grenzen" in den Dienst ihrer Ziele stellen, denn sie lehrt nicht nur ritterliche Selbstachtung, sondern ebenso ritterliche Fremdachtung alles edel gearteten Menschentums, und sie weist nur diejenigen weit von sich, die uns auf irgendeinem Wege zum Untermenschentum hinführen möchten. Die deutsche Neigung, sich besonders leicht mit den Fremden anzu- sreunden — charakteristisch dafür ist das Wort „Das und das ist nicht weit her" —, hat viel Schaden angerichtet; hier könnte sie auch einmal in den Dienst hoher Ziele gestellt werden. — Kulturpropaganda mit lebendigen Mitteln, wirksam und billig zugleich, andere geben Millionen für diesen Zweck aus! Das Netz der Autostraßen, das uns unser Führer geschenkt, hat vor allem auch die Aufgabe, Deutschland dem Fremdenverkehr zu erschließen. Dem Netz der Autostraßen muß und wird das Netz der Jugendherbergen entsprechen. Hierdurch wird Deutschland den anderen Völkern erst ganz erschlossen werden, nicht nur äußerlich, sondern innerlich, im Herzen, durch seine Jugend. Bauen wir unsere Jugendherbergen aus zu Stätten unserer werdenden deutschen Kultur des Jugendgeistes, und öffnen wir sie auch der Jugend anderer Völker! Die Erwachsenen werden dann auch davon hören und zu uns kommen. Schon jetzt kann man beobachten, daß Fremde, die Deutschland bereisen, vor allem auch an unserer Jugend Gefallen finden. Eröffnen wir den Europäern wieder den Blick für die Werte der Jugend, die die Werte des Lebendigen sind! Wir werden sie dadurch für uns gewinnen. Siehst du nun, Kamerad, daß es mit unseren Jugendherbergen eine große Sache ist? Wenn du nun etwa einen Bürgermeister oder sonst ein großes Tier kennst, das Einfluß besitzt, dann heißt es: diese Sache einspannen und in unserem Sinne gehörig bearbeiten! Berufswahl und Berufsberatung Don Kurt Blauhorn Fünfzehn in der Oberprima büffeln fleißig zum Abitur. Hoffen wir, daß sie es alle bestehen mögen. Die Klasse will dann gemeinsam der Arbeits- und Militärdienstpflicht genügen. Und bann? -- Das ist eine Frage, die jeden jungen Menschen früher oder später einmal berührt, gleichgültig, ob er nun der Volksschule entwachsen ist oder von der mittleren ober höheren Schule kommt. Wir haben einen Abschnitt hinter uns unb wollen nun mit ben Kräften unb Fähigkeiten, bie uns gegeben sind, und die in der Schule entfaltet wurden, i n s Leben des Volkes treten, jeder an feine Stelle, an eine Aufgabe, zu der er sich berufen fühlt. Berufswahl ist demnach die freie Entschließung eines jeden zu einem Beruf, der seinen Anlagen und Fähigkeiten am meisten entspricht. Da ist unser Unterbannführer, der will die Offizierslaufbahn einschlagen, desgleichen Heini Westendorff, der schon die psychotechnische Prüfung bestanden hat. Helmut Backhaus, „Altmeister" im Segel- lug, der auch unsere Fliegerschar aufgezogen hat, geht natürlich zu den Fliegern. Doch weiter! Ernst und Hannes wollen Volksschullehrer werden. Und die übrigen? Die bleiben zunächst stumm, weil sie sich noch nicht endgültig haben entschließen können. Leicht ist die Entscheidung ja nicht! Mancher möchte gern diesen ober jenen Beruf ergreifen, doch treten bann hier oft finanzielle oder andere Schwierigkeiten auf, bie eine notwendige Fortbildung unmöglich machen, ober es kommen noch Bedenken und Abreden der Eltern hinzu, die schwerwiegend in die Waagschale fallen. In diesen Fällen soll bie Berufsberatung bann helfen, den Weg ins Leben zu finden. Daraus erhellt, welche Verantwortung dem Berufsberater zuzumessen ist: er muß nicht allein über alle Berufsfragen Auskunft geben, sondern sich auch über die Fähigkeiten des einzelnen ein genaues Urteil bilden können. Was nutzt die Neigung, wenn einer schließlich das Zeug zu einem Beruf nicht mit sich bringt. Verständnisvol- l e s Beraten kann manchen Fehlentschluß noch rechtzeitig rückgängig machen. Eine Gefahr jedoch taucht in der Berufsberatung selbst auf: sie ist leider allzu leicht geneigt, ihre Aufgabe nur als vorbeugende Regelung von „Angebot und Nachfrage" aufzufassen. Es ist bekannt, daß gegenwärtig die Aussichten im Reichsheer für Offiziersanwärter unb dergleichen günstig find. Grundverkehrt wäre es trotzdem, einen jungen Menschen, der nach Zeugnis und Aussehen geeignet erscheint, kurzerhand für diesen Beruf zu bestimmen. Ebenso verfehlt wäre es, einem Abiturienten, der wohl Neigung zum Journalismus hegt, aber mit großen wirtschaftlichen Hindernissen zu kämpfen hat, in der Weise entgegenzukommen, daß man ihm einredet: Werde doch Volksschullehrer, junger Nachwuchs ist gerade hier sehr gesucht, unb in einigen Jahren hast bu eine gesicherte Stelle. Jener Offizier, jener Volksschullehrer wirb in seinem Beruf doch niemals bie vollkommene Befriedigung finden, die ihn zu Höch st lei st ungen treibt — weil er eben nur zwangsläufig an diese Stelle kam. Abgesehen von der rein menschlich unglücklichen Lage, die dem einzelnen daraus erwächst, ist die Gefahr für die Gemeinschaft noch viel großer. Brauchen wir doch gerade in den genannten Berufen berufene Männer, die bei ihrer zweifellos sehr bedeutenden Aufgabe für ben nationalsozialistischen Staat mit ganzem Herzen stehen. Bei ber Berufswahl unb Berufsberatung soll in erster Linie der Neigung als bem gesunden, instinktiv richtungsweisenden Faktor Rechnung getragen werden. Es muß immer unb unter allen Umständen möglich gemacht werden, daß jeder cm die Stelle kommt, die ihm kraft seiner Fähigkeit unb Veranlagung gebührt. Auf jeben Fall brauchen wir ganze Kerls in jebem Beruf. Echte Kameradschaft der Zungen — ein Weg zur Verständigung. Von Or. Erich Iaensch, o. ö. Professor der Philosophie an der Universität Marburg. Abessinien im Unterricht. Von Or H. Ouvrier. Jeder Erdkundelehrer kommt heute mit der Behandlung Abessinien im Unterricht ben Bitten seiner Jungen entgegen. Er wirb sich allerbings in bezug aüf die täglichen Kriegsereignisse mit den Nachrichten begnügen müssen, die bie Jungen aus ben Zeitungen entnehmen. Dabei geben sie je nach ber Altersstufe entweder eine Anhäufung abenteuerlicher Kriegshandlungen, vom Abschuß eines Fliegers oder ber Ermordung italienischer Gefangener wieder, ober sie erzählen Einzelheiten von ben Schwierigkeiten und Vorteilen, die das Land den kriegführenden Parteien bietet. Aeltere geben Auszüge aus politischen Leitartikeln wieder, die die Abessinienfrage innerhalb der Weltpolitik behandeln. Kein Lehrer darf dabei in den Fehler verfallen, die Flut der Mitteilungen am Ende nur zusammenzufassen. Er muß — soll die Stunde mehr bringen als eine bloße Wiedergabe der Zeitungsnachrichten — von vornherein den Schülern Gesichtspunkte geben, nach denen sie ihr Wissen aus der Zeitung darstellen können. In der Mittelstufe sind schon größere Zusammen- bie Kampfhandlungen, die verwendeten Waffen und die Eigentümlichkeiten des fremden Landes Blickpunkte der Betrachtung sein. So geben z. B. Sextaner sehr lebendige Berichte wenn man sie die Bewaffnung der Abessinier und Italiener schildern läßt, die sie in illustrierten Zeitschriften und m Filmen gesehen haben. Man wird dabei selbstverständlich sich nicht die Möglichkeit entgehen lassen, die Bewaffnung unb Ausrüstung dieser Truppen mit ber unseres Reichsheeres zu vergleichen. In ber Mitelstufe sind schon größere Zusammen- hänae erfaßbar. So kann eine Erdkundestunde ganz unter dem Thema stehen: 2B eld)es Äl1 m a herrscht in Abessinien? Dabei lassen sich fast alle Eigenheiten des tropischen Klimas aus bem lebenbigen Wissen heraus abtelte”' b°5 Jungen aus ben Zeitungen herauslesen Der Lehrer hat bann bie Aufgabe, bas Wissen nut allgemeinen klimatischen Begriffen zu füllen unb zu festigen. Auch hier wirb ber Vergleich mit ber Hei - m a t eine beutlichere Anschauung vermitteln. In einer anderen Stunde kann man, allein von den Truppentransporten, die Verschiebungen unb Ansammlungen der Seestreitkräfte im Mittelmeer ausgehend, Grenzen, Ausdehnung, Teile und Form des Mittelmeeres behandeln, Entfernungen im Hinblick auf Flugzeugaktionsradien messen unb eine Faustskizze bes Mittelmeeres anfertigen lassen. Auf ber Mittelstufe muß die lebendige Anschauung zum Tatsachenwissen hin geführt werden. Denn erst auf der Grundlage eines guten Wissens laßt sich politische Schulung weiterbauen. Ohne in bie Gefahr der Schlagworte zu verfallen, wird man als weitere Gesichtspunkte der Besprechung Abessiniens die Bewässerung Ost-Afrikas, das Siedlungsbedürfnis Italiens, den natürlichen Festungscharak- ter des abessinischen Hochlandes, die Bedeutung des Suezkanals und die Frage der Sanktionen heranziehen können. Auf der Oberstufe ist auf das Tatsachenwissen natürlich nicht zu verzichten. Dies muß wiederholt und der Rahmen der Themen weiter gespannt werden. Man kann etwa von der verschiedenen Einstellung der europäischen Mächte zu den afrikanischen Kolonien ausgehen. Frankreich braucht seine Kolonien hauptsächlich als Menschenreservoir für seine Heere, England als Rohstoff- und Absatzgebiet unb zur Sicherung des Weges nach Indien. Italien will neues Siedlungs-, Rohstoff- und Absatzland erkämpfen. England würde sich von einem italienischen Abessinien an entscheidenden Stellen beeinträchtigt fühlen: Am Suezkanal, atn Roten Meer und an den Quellen des Nils am Tanasee. Die abessinische Frage, vom Standpunkt Englands aus betrachtet, ist ein ebenso dankbares Thema wie die Fragen der Sanktionen, des Völkerbundes, der tropischen Rohstoffe und des Erdöls. In allen Altersstufen soll das Streben vorherrschen, das lebendige Gegenwartswissen der Jungen nicht nutzlos in Gerede ober Schlagworten verpuffen zu lassen, fonbern es in georbnetem, fest- geleqtem Arbeitsplan zu einem festen Tatsachenwissen über erkundliche unb politische Dinge werden zu lassen. Aus ihm heraus soll ber Junge geopolitisch benfen lernen, d. h. erleben und begreifen, wie die Völker von ihrem Lebensraum abhängig sind und wie sehr Raum und Politik eine Einheit bilden. Er kann unb muß — richtig geleitet — biefe Einheit an ausländischem Geschehen ebenso begreifen wie durch Erlebnisse auf Fahrt in seiner Heimat. Hochschule im Urwald. Von Heinz Teske. Die Hochschulen hier in Kanada sind noch jung. Ich hatte durch Bekanntschaft mit Professoren in letzter Zeit mehrmals Gelegenheit, die hiesige Universität zu besuchen. Sie liegt weit draußen vor ber Stadt, ein Omnibus befördert mich hinaus. Mit jener Großzügigkeit, wie sie nur im nordamerikanischen Westen möglich ist, wurde mitten im Urwald ein mächtiges Gebiet abgesteckt unb der Wald abgeholzt, soweit er noch nicht heruntergebrannt war. Noch jetzt ragen die riesigen verkohlten Baumstümpfe unmittelbar neben ber gepflegten Autostraße hoch. Nach diesen geringen Vorbereitungen hat die reiche Provinz Britisch-Colurnbia eine aufs modernste eingerichtete Universität aufgeführt, mit chemischen und physikalischen Laboratorien, ausgedehnten Lehr-, Verwaltungs- und Bibliotheksgebäuden, großen Sportplätzen, zahllosen Versuchsfeldern für Garten- und Feldfrüchte, mit Zucht- unb Bruthäusern für Geflügel und tausenderlei Dinge mehr, die sich unmöglich alle aufführen lassen. Ein Student geleitete mich zuerst in ein Kolleg, bas ein junger Gelehrter über neuere Geschichte las. Der junge Professor — man kann hier überraschend schnell Professor werden — war gerade dabei, ein Bild ber Persönlichkeit Bismarcks zu entwerfen und die Vorgeschichte der Reichsgründung klarzulegen. Es ist wohl für jeden Ausländer schwierig, zu verstehen, wie Bismarck, der zwar aus dem preußischen Junkertum stammte, gleichzeitig kraft seiner Genialität alles Begrenzte unb Enge ber Herkunft überwand. Ich bin einigermaßen im Zweifel über bie Wirkung, bie bie doppel- gesichtige Schilberung Bismarcks in ben Köpfen der Studenten hervorgebracht haben mag. Der Zufall führte mich darauf in ein Shakespeare-Kolleg. Heinrich der Vierte wurde gelesen. Der Saal war gedrängt voll — von Damen hauptsächlich; denn während die naturwissenschaftlichen Fächer fast ausschließlich von Männern betrieben werden,' herrscht in allen geisteswissenschaftlichen Disziplinen die Studentin. Der Vortrag des glänzenden Interpreten zog sofort alle in seinen Bann. Die Shakespeareschen Gestalten gewannen mit all ihrem Witz und ihrer Lebensnähe so saftvolle Wirklichkeit, daß das Stundenzeichen viel zu früh ertönte. Mein Mut hatte sich gefestigt, und ich begab mich in eine Vorlesung, die der Leiter der deutschen Abteilung über „Faust", 1. Teil, hielt. Von draußen sehen noch die Stümpfe der Urwaldbäume durchs Fenster, und drinnen erklingen vor einer kleinen, aber erlesenen Schar die unsterblichen Verse des Prologs im Himmel. Und sie klangen wirklich. Es gab keine Vokabelbesprechungen. Die Kenntnis der Wortbedeutungen wurde einfach als bekannt vorausgesetzt, obgleich an ungebräuchlichen Worten im „Faust" kein Mangel ist. Die gesamte Zeit wurde darauf verwandt, den künstlerischen und geistigen Gehalt der Dichtung auszuschöpfen. Die Studenten arbeiteten lebhafter und mit größerer Teilnahme, als ich es aus gleichartigen deutschen Kollegs gewohnt war. Philosophie schien mir nicht sehr hoch im Kurse zu stehen. Dafür sah ich aber dicke deutsche physikalische und chemische Tabellen aufgeschichtet, ohne die man anscheinend nicht auskommen kann und um derentwillen allein viele Deutsch lernen. Seitenlang ließe sich über die himmelweiten Unterschiede in der geistigen Verfassung amerikanischer und europäischer Studenten, über die vorzüglichen Einrichtungen der Klubs der Hochschullehrer, der bequemen Arbeits- und Unterhaltungsräume der Studenten berichten. Aber was die amerikanischen Universitäten vor den deutschen auszeichnet, ist eben nicht größeres Können, sondern mehr Geld. Ein Professor, mit dem ich lange über all diese Dinge sprach, sagte zum Schluß zu mir: „Lassen Sie uns den Ruhm, viel Geld zu haben, und pflegen Stt den Ihren, so viel mehr niit so viel weniger Geld zu fein!" OldShaiterhandundsemgroßerIreiindMnnetou llr.24 slosvl 6 Wirtschaff Giej Dev!senmarkl Berlin - $ranffud a. 2TL 27.Januar Amtliche Jlofierunq PHIllvp Hol»mann .... Zementwerk Heidelberg Zementwerk Karlstadt.. 95,5 | 124 128 | 96,13 95,75 — — 26,9 1 89,5 89,5 — 199 l 198 | 198,5 I Die hinter den — Reichsbankdiskont 4 o. H„ Lombardzinsfuß 5 v. S). 63,12 80,59 33,63 36,9 139 115,25 130,75 113,25 130 126,75 128,25 176, 125,75 112 88 97,25 108,4 110,5 88 159,75 129 84,5 83,75 55,25 94,5 119 82,25 99 147 32,75 288 172,5 54,25 94,5 119,25 82,25 97,75 145,25 33,9 288,5 172,25 165 98,75 55,9 93,9 119,25 82,25 121,75 98,4 147 79,5 32,65 289 165,5 151 111,5 120 117 0,679 41,93 0,139 3,047 54,86 46,80 12,285 5,415 16,39 168,59 19,85 0,717 5,654 61,69 48,95 11,15 63,34 80,77 33,97 10,28 2,458 63,38 80,91 33,77 16,4 17,75 105 115 87,25 86 86,5 183,75 98,25 108.5 109,25 88,75 129,25 85 84,25 16,13 28 17,5 105 115,5 87,25 86 86,5 183,75 | 151,25 211,5 111,75 120,75 117 151,9 112,5 120,9 117,5 97,75 55 93,75 119,5 82,4 122,25 97,9 145,25 80,25 33,4 289 172 164 26,75 198,5 0,676 41,91 0,138 3,047 54,86 46,80 12,285 5,415 16,39 168,61 19,85 0,717 5,654 61,69 48,95 11,15 63,34 80,70 33,97 10,28 2,461 37,25 138,65 114,75 130,75 113,25 129,40 127 129 176 125,65 16 17,25 104,9 116 87,25 86 87 183,75 Buderus Deutsche Erdöl 37 138,75 115 130,5 112,75 129,5 126,25 128,75 176,25 126,5 36,9 138,75 115,25 131 113,25 130,5 127,25 126,65 128,75 175,75 125,9 0,680 41,99 0,140 3,053 54,96 46,90 12,315 5,425 16,43 168,95 19,89 0,719 5,666 61,81 49,05 11,17 63,46 80,86 34,03 10,30 2,461 Banknoten. 16 17,5 104,75 115 87,25 85,5 87 183,5 56000 3t um den Sie dem gewali der 3. Leis »eine 2Iusr o°n Jahr z, 2lm S°nr •neid) über 1 WG. , Uhr allgeti Arbeitssro 19.30 bis ria-Palash — Lichtsp die ist luf. Natur- um Snftitut, A „,Die Unter S)ilfe des ; heute, vc rette „Die kalische Lei W r e d e. woch-Äbon Buenos Atre. Brüssel .... Rio de Jan. Sofia Kovenhagen. Danzig London Helstngfors.. Paris Holland ... Italien Jovan Jugoslawien Lslo Wien Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag Budapest ... Neuyork ... 3n seinem Buch „Hans Schernm" erzählt uns Benedikt Loch müller, daß sich für Hans der Schulweg zum Jndianerpfande wandelte, auf dem er Karl Mays Bücher verschlang. Er habe alle Karl-May-Bände gelesen, und seine Eltern haben ihn dabei gewähren lassen, was ihnen, in einer Zeit, da Karl May von lebensfernen Erziehern als Jugendschrift bezeichnet wurde, gedankt sei. Eines Tages verschleppte mich mein Sohn nach Dresden-Radebeul in das Karl-May-Mu- s e u m, in der Karl-May-Straße. Wenn ich auch wußte, „es gibt ein Karl-May-Museum", so ging mein Wissen doch nicht viel über die mit meinem Jungen gemeinsam gelesenen drei „Winnetou"- Bände hinaus. Gehört hatte ich nur noch, daß die Witwe, Frau Klara May, dort in Radebeul lebe und im Verein mit Patty Frank, dem Trapper, und Dr. E. A. Schmidt den Karl-May-Verlag, das Museum und Werk des toten Schriftstellers hüte. Da standen wir und klingelten an der Gartenpforte eines wunderbar gepflegten weißen Hauses, „Villa S h a t t e r h a n d". Standen zwischen dem Gartengitter und einem jenseits der Straße gelegenen Park, dem Karl-May-Hain. Dann trat ein großer, ungewöhnlicher Mann auf uns zu. Dieser Mann war Patty Frank, der Hüter des Museums. Auf geschwungenen Wegen ging es durch den Garten zur „Villa B ä r e n f e t t", einem richtigen Wildwestblockhaus. Im Innern war ein regelrechtes Trapperheim mit Kamin, Lagerstatt und roh gezimmerten Möbeln eingerichtet und Bärenfelle lagen rings umher. In einem Schrank wurde der Henrystutzen und der Bärentöter, daneben die Silberbüchse Winnetous aufbewahrt. Die vollkommenste Jndianersammlung der Welt war hier zusammengetragen worden, von Indianern besucht und anerkannt, wie May überhaupt in den Jn- dianersiedlungen der meistgelesene Schriftsteller war. Wir warfen einen Blick in den Salon zum „grinsenden Präriehund", der Originalgoldgräberbar dieses Hauses und widmeten uns dann dem Wichtigsten, der Besichtigung des eigentlichen Museums. Dieses kleinste Museum der an Sammlungen so reichen Elbestadt stellt seinem Inhalt nach viel mehr dar, als sich bei dem Begriff Karl May vermuten läßt. Es ist wissenschaftlich streng durchgearbeitet und völkerkundlich hochinteressant. Zuerst wurde das Auge auf die von G ü t t n e r - München und Prof. H o e s e l - Meißen modellierten und bemalten lebensgroßen Jndianerfiguren gelenkt. Sie sind mit Originalgewändern bekleidet und gehören den Stämmen der Hirokesen, Apachen, Sioux und Tlingit an. Auch eine besonders schöne junge Schwarzfußindianerin ich dabei, an deren Gewand 88 Elkzähne verarbeitet wurden. Daneben standen die Büsten der großen Häuptlinge der Prärie. In einem Glasschrank war eine zweitausendjährige Mumie einer Inkafrau aufgebahrt. Mit ihr ist Peru in dieser Sammlung vertreten. Auch Kalifornien liefert einen Schädel, dessen Kopfhaut noch gut erhalten ist, was also eine Skalpierung des ganzen Kopfes bedeutet. Diese < „Methode" war bei den Stämmen nördlich von San Franzisko am Cap Mendo üblich. Die ' Skalpsammlung ist zugleich die reichhaltigste . der Welt. Sie umfaßt 20 Skalpe, worunter fünf Europäerskalpe sind. Die meisten, wie überhaupt eine große Zahl anderer Sammlungsstücke sind östliche, was ihren Wert an Rarität erhöht. 2ln der Wand hängt eine besonders interessante Büffelhaut. Sie ist bemalt und stellt das Blutbad . dar, das am Little Bighorn stattfand, als am । 25. Juni 1876 sämtliche verbündeten Stämme unter den Häuptlingen Sitting Bull und Gall gegen den General C uster kämpften und das 7. amerikanische Kavallerieregiment total aufgerieben und von 1200 Dakotas niedergemetzelt wurde. Ein anderer , Glasschrank zeigt Uniformen aus dem Jahre 1760, in dem die Indianer mit den Franzosen gegen die Engländer verbündet waren. Ferner Uniformen in 1 europäischem Schnitt aus dem Anfang des 19. Jahr- \ hunderts, und Offiziersröcke mit indianischer Bilderschrift, etwa von 1853. ^unöfunrproflramm Donnerstag, 30. Januar. Die Ermordung des Polizeibeamten in Oberursel ‘ 45 Verletzungen am Körper des Ermordeten LPD. Frankfurt a. M., 28. Jan. Die weiteren Ermittlungen in der Oberurseler Mordsache sind von der Staatsanwaltschaft übernommen worden und werden von Oberstaatsanwalt Dr. R a a s ch persönlich geleitet. Man hofft, die Untersuchungen bald abschließen zu können, um den Mörder dann vor ein Sondergericht zu stellen. Bei seiner Vernehmung schilderte der Täter zunächst den Streit mit seinem zukünftigen Schwiegervater, den er im Laufe der Auseinanderfetzungen schließlich mit einem Dolchmesser an der Hand verletzt habe. Sein Schwiegervater habe ihm daraufhin mit Anzeige bei der Polizei gedroht, so daß er sich selbst schnellstens zur Polizei in Oberursel begeben habe, um seinem Schwiegervater zuvor- zukommen. Die stets verschlossene Glastür zur Polizeiwache wurde ihm auf mehrmaliges Schellen von Oberwachtmeifter Ho mm aufgeschlossen, der daraufhin die Tür wieder zufchloß. Der Beamte war vorher schon durch telephonischen Anruf von der Tat verständigt worden und stellte nun an Georg mehrere Fragen. Als er schließlich die Meldekarte des Täters zur Hand nehmen wollte, versuchte dieser zu fliehen, konnte aber, da die Tür ja verschlossen war, nicht aus dem Haus. Als nun der Polizeibeamte Georg aufforderte, feinen Dolch abzugeben, versetzte ihm dieser von hinten mehrere Stiche, so daß Homm sich wohl nicht mehr zur Wehr setzen konnte. Der Täter muß dann in einem wahren Blutrausch auf fein Opfer eingestochen haben, denn bei einer genauen Untersuchung der Leiche stellte man insgesamt 4 5 Verletzungen, darunter 35 Stiche, fest. Der Hausmeister des Rathauses, der gerade im Keller die Heizung bediente, hörte die Hilferufe des Ueberfallenen und eilte ins Freie, um von außen durch den Haupteingang in das fragliche Zimmer zu gelangen. Da die Zwischentür jedoch versperrt war, kletterte er auf eine seitliche Mauer, um von hier aus in das Zimmer zu sehen. Hier bot sich ihm ein entsetzlicher Anblick. Der Beamte lag am Boden, während der Täter mit erhobenem Messer immer wieder aus ihn einstieß. Run alarmierte der Hausmeister einen anderen Polizeibeamten, der mit erhobener Schußwaffe in das Mordzimmer eindringen und hier schließlich den Mörder mit Hilfe des Hausmeisters und eines Pas- santen festnehmen konnte. Festnahme einer Einmietediebin. LPD. Fr anksurt a. M., 28. Jan. Vor einiger Zeit machte sich hier eine Einmietediebin sehr unliebsam bemerkbar. Sie nahm sich gewöhnlich auf nur kurze Zeit ein Zimmer als Untermieterin, führte dann bei ihren Wohnungsgebern Geld- und Wäschediebstähle aus, um schließlich um ret irgendeinem Vorwand auszuziehen. Die Dieb- stähle wurden immer erst bemerkt, nachdem sie be- reits ausgezogen war. Der Kriminalpolizei ist es nunmehr gelungen, die Diebin f e st z u n e h m e n. Es handelt sich um ein 28sähriqes Mädchen aus Karlsruhe, das nach längerem Leugnen mehrere Diebstähle zugab. Kreis Dehlar. 6) L a u n s b a ch, 28. Jan. Bei der H o l z v e r - st e, gern ng aus dem hiesigen Gemeindewald wurden folgende Preise für den Raummeter erzielt: Eichenscheit 7,50 Mark, Eichenknüppel 5,30, Eichen- reifer II 1,20, Eichenreifer III 0,70, Hainbuchen- knüppel 8,70, Hainbuchenreiser II 1,80, Kiefernscheit 5, Kiefernknüppel 4,80, Lärchenscheit 4,40, Lärchen- knüppel 3,40 Mark. ' ""FheT"—* 2,43 41,96 54,82 12,29 16,40 168,85 61,72 Eine Abteilung Kindersachen und Spielzeuge veranschaulicht die große Kinderliebe der Indianer, und eine Anzahl Glaspulte belehren über gewisse Begriffe, die allen May-Lesern wohlbekannt sind. Als da sind Tomahawks, Kriegsund Zeremonialpfeifen und welcher Winnetou-Leser kennt nicht das Kalumet und die verschiedenen Bogen, Pfeile und Keulen, Medizinbeutel und Kriegsbündel? Aber auch Handarbeiten, Töpfereien, Webereien, Flechtereien, vornehmlich der Pueblo- Indianer, find eigentlich komplett vertreten. Alle Sammlungen find von den primitivsten bis zu den neuesten europäischen Fabrikationen zu verfolgen. Dann kam unser neuer Freund, der Trapper, der Dalum EFT 12 4 O ......0 5 5 .... ?y, Ein Besuch im Karl-May-Museum in Dresden. Von Margot v. Enckevort. 7| 151,75 9 211,5 5! 112,75 6 120.75 4| 117 0,683 42,01 0,141 3,053 54,96 46,90 12,315 5,425 -16,43 168,93 19,89 0,719 5,666 61,81 49,05 11,17 63,46 80,93 34,03 10,30 2,462 Mansfelder Bergbau .. Kokswerke Rheinische Braunkohlen Rheinstahl Bereinigte Stahlwerke Otovi Minen .... Kaliwerke Aschersleben.' Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth t G. yarben.Industrie . cheideanstalt Goldschmidt Rütgerswerke Metallgelellschaft Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnasttk. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk. 10.45: Gaunachrichten. 11.30 Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten. 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis Drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinderfunk. 16: Häusliche Kammermusik. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.30: Launiger Leitfaden für Sprachfreunde. 17.45: Das aktuelle Buch. 18: Konzert. 19.45: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Jdomeneo. Oper von Wolfgang Amadeus Mozart. 21.30: Aufbruch der Nation. Ein geschichtliches Hörbild zum 30. Januar. 22.15: Nachrichten, auch aus dem Sendebezirk. 22.30: Spätabendkonzert. 24 bis 2: Nachtkonzert. W Ä“ teiflerf ft ,ich, als "„Nicht w Mgen " Tische steh Äha, i*.er dem kle-ne gepläiilel n s so sstt pater W d°b 00» nicht Bestimmt^ gründ lauer Wicher e >r .ein Aber weißt mir etwas Selbstver Gatte „etn »end, aber Wie alle 2 Backbier ur alle Jahre Inventur mahlt zuer, zuerst in bi suchen und Und siehe es ursprünc Berg von < gen lassen, ist? Die Nc wenn auch sicht auffefr wirklich nid für einen C Männer 1 empsehlensv Geduld was ventur-Vett los. Zwecklos, Zauberwort steht es in mßtsein. sie davon. A.E.S....................... Bekula io Elektr. LieserungSgesellschaft ... S Licht und Kraft gy Selten & Guilleaume 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. g Rheinische Elektrizität g Rhein. Wests. Elektr 6 Schuckert L Eo Siemens L Halske Lahmeyer L Co 41 95,75 I 7 123,75 6| 128 I Abendbörse ruhig. Bei sehr kleinen Umsätzen und nicht unfreundlicher Grundstimmung erfuhren die Kurse an der Abendbörse nur geringe Veränderungen. Für Montanwerte erhielt sich etwas Interesse, hauptsächlich für Harpener mit 112 (Berliner Schlußkurs 110,50), Stahlverein 80,75 (80,65), Klöckner 84,75 (84,50) Mannesmann 84 (83,75), dagegen gaben Rheinstahl auf 111,50 (111,95) nach. Auf den übrigen Marktgebieten bewegten sich die Abweichungen nach beiden Seiten im Rahmen von 0,25 bis 0,50 v. H. Etwas höher lagen erneut Westdeutsche Kaufhof mit 33,95 (33,40), dagegen gingen AKU. trotz festerer Kurse aus Amsterdam auf 54,25 (55) zurück. Am Kassamarkt notierten von Bankaktien DD-Bank 85,50 (86), dagegen Commerzbank 87,25 (87,13) und von Jndustriewerten Rhenser Mineral 64 (62). Renten lagen sehr still und unverändert; im Freiverkehr Kommunal-Umschuldung 87,20, Zinsvergütung 92,90 bis 93. Von Industrie-Obligationen zogen 6proz. Krupp auf 105 (104,13) an. U- a. notierten: Altbesitz 109,75, 4^proz. Heidelberg 88, 6proz. Krupp 105, JG.-Farben-Bonds 123,90, abgestemp. National-Mex. p. 1926 5,90 4proz. Rumänen 5,25, Commerzbank 87,25 DD- Bank 85,50, Dresdner Bank 87, Lur. Inter. Bank 6 Harpener 112, Klöckner 84,75, Mannesmann 84, Rhemstahl 111,50. Stahlverein 80,75, AKU. 54,25, AEG. 36,90, Scheideanstalt 211,50, Licht und Kraft 130,75, IG -Farben 151,25, Goldschmidt 111,75, Hochtief 110, Holzmann 95.50, Mainkraft 89 50 Schuckert 128,75, Siemens 176, Westdeutsche Kauf- hof 33,90, Südd. Zucker 198, Schöfserhof 173, AG für Verkehr 104,75, Hapag 16, Nordd. Lloyd 17,50. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. ^Frankfurt a. M., 28. Jan. Das Angebot blieb m allen Gemüse arten gut. Bei sehr schleppendem Geschäft blieben die Preise unverändert. Ueberstande verblieben in Feldsalat. Rosenkohl, Wirsing, Weiße Rüben und in Gelbe Rüben. Ausl Eskarol war stark angeboten. Blumenkohl geringer für letzteren Preise etwas höher, Geschäft befriedigend. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 12 und 18 Stuck, 2,80 bis 3,75 ital., Eskarol, Steige 15 2,50 bis 3,00 ital., Feldsalat, groß 20 bis 30, klein 60 bis 80, Gelbe Rüben 2,5 bis 3 5 ftoWraben 3 big 4, Rosenkohl 15 bis 18, Rotkraut 7 bis 10, Sellerie, je nach Größe, 15 bis 30, Spinat o bis 12, Schwarzwurzel 14 bis 22, Weißkraut o, b's 6. Wirsing 4 bis 8, Winterkohl 7 bis 8, Weiße Ruben 5 bis 6, Zwiebeln 9 bis 10. Ob st und Südfrüchte: Deutsche Aepfel hatten gutes Angebot, dagegen sind Birnen kaum noch auf dem Markt. Bei unveränderten Preisen war die Nachfrage leicht gebessert. Zufuhren von Apfel- smen und Mandarinen stark, Preise nachgebenb, El”'?? wittelmäßig. U. a. notierten: Aepfel I 24 bis 30, II 18 bis 22, Wirtfchastsäpfel 14 bis 18, Gold- parmanen 25 bis 30, Schafsnase 12 bis 18, ame- ^awfche Aevfel, Kiste etwa 40 Pfund, rot, 15,50 ws 18' dieselben, gelb, 16,50 bis 18, Apfelsinen, blond, 17 bis 18 ital., Eßbirnen 25 bis 28, Koch- I2 bis 20, Mandarinen 14 bis 20 span., Walnüsse 45 franz., Zitronen, Kiste 150 Stück, 3.00 ! bis 3,50, dieselben, 300 u. 350 Stück, 5,50 bis 6,50. I Hörnsheim, 28. Jan. Der älteste Einwoh- ner der hiesigen Gemeinde, Landwirt Johannes Mack, Hauptstraße 46, feierte gestern in geistiger und körperlicher Frische feinen 8 6. Geburtstag. ■Der Jubilar, der schon lange Jahre dem Presbyterium der hiesigen Kirchengemeinde angehört, ist eine geachtete Persönlichkeit. — Bei der diesjährigen ersten Brennholzversteigerung im Ge- meindewald wurden gute Preise erzielt: Buchen- scheite 9 bis 11 Mark, Buchenknüppel 8 bis 10 Mark je Raummeter, Buchenwellen 9 bis 13 Mark je 50 Stück. — In der hiesigen Volksschule wurde ttirzlich eine Schulerkasse errichtet. Die gesparten Gelder werden bei der Kreissparkasse Wetzlar ein- gezahlt. D Hörnsheim, 28. Jan. Die erste Holz, ^/steigerung im hiesigen Gemeindewald Mochte folgende Preise: Vuchenscheitholz 20—24 W. Suchenfnuppef 16—18 RM., (je zwei Raum- Meter) Buchenwellen 10—12 RM. je 50 Stück Cichenknuppelholz wurde mit 7—9 RM., je zwei Raummeter bezahlt, Eichenwellen kosteten 6 RM. je 50 Stuck. „Jsto Maza" genannt wird, das bedeutet Eisen- arm. Er selbst hat viel von dieser Sammlung zusammengetragen, sich aber immer gesträubt, auf Museumsangebote einzugehen. Patty Frank erzählte von seinen künftigen Plänen: Oh ja, die Jugend sollte wohl seine Jndianerttophäen sehen, sie muß sie sogar sehen, denn wie sollte sie sonst die roten Männer richtig verstehen? Könnte man sonst Karl May so würdigen, wie er es verdient? Die gewöhnlichen Museen aber sind Gräber. Ein ganz besonderes Museum müßte es denn sein, eines, das noch nicht dagewesen ist. Jedes Jungenherz müßte sich daran begeistern, nicht nur wissenschaftlich: auch romantisch sollte es sein. Ein Museum, wie es Karl May geschaffen haben würde. So müßte es sein, ein echtes Wildwest-Blockhaus, das mitten in der Prärie, neben Marterpfählen und Zelten stehen könnte! Drinnen echte, kostbare Jndianerstücke, ein Squatter-Wigwam voller Reliquien, und voller Andenken an Karl May. Auch May hat viel gesammelt auf seinen Reisen, dies alles zufammengestellt, das würde ein Museum werden! Wer könnte sich mit dieser Sammlung messen? Als Jndianernarr kümmert man sich nämlich um so was. Nur zwei stattliche Museen haben derartige Stücke. — Aus dem Traum ward ein Entschluß. Patty Frank hat Kurszettel der Berliner und Sranffurfer Börse angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzl belch lodenen Dividende an. J>ie fünf (Stuttgart) wtigen ga| w"d-. üßa $ iG.m- te fc.* üb $enr U als de Q,eles Urt d "hutin h'FrZ Spiele ,, Reifende Die o . U K NnletS’i “'S aus 'm 'n fein,"' !% ehcm. 7% Pr. Landespfand- 97 97 vriefanst., Gold Komm. Lbl.Vl Steuergutsch.BerrechnungSk. 34-38 108^5 108?5 97 108,5 97 108,5 4% Oeflerreichtsche Goldrente.... 29,4 _ 30,93 4,20% Oesterreichische Stlberrente 1,2 1,2 1,25 1.25 4% Ungarische Goldrente....... ,95 8,9 8,9 8,95 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 8,8 8,75 8,85 8,85 4*4% desgl. von 1913.......... 8,9 8,9 6% abgest" Goldmexikaner von 99 13,5 13J50 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1..................... 9,65 9,65 — Frankfu Schlußkurs rf a.M. Schluß!. Abend» börse 3c Schlußkurs rlin Schluß!. Mittag« börse 27-1 28-1. 27.1. 28-1 9,65 9,65 — 9,85 6,5 6,5 6,45 6,30 9,15 9,15 9,25 9,05 5,25 5,25 5,30 5,30 37,8 37,75 37,9 37,65 Sranffuri 0. M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend» börse Schluß« kurs Schluß!. Mittag« 27.L 28-1 27.1- 28 1. | 125,5 126,75 127 127 — — 119,25 119,5 219 218,25 218,5 218,75 112,25 111,5 112 1'1,9 81,5 80,75 81,25 80,65 17,65 17,75 17,65 17,65 128,5 — 129,5 129 120,75 120,5 121 120,5 190 192,5 190,5 192,5 Hr.24 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberyesstn) Mittwoch. 29. Januar (936 Aus der Provinzialhauptstadt. Inventur. Tags zuvor wird der Ehegatte unterrichtet. Er wittert schon etwas, denn umsonst zeigt sich seine bessere Hälfte nicht von der reizendsten Seite. Natürlich, als Ehemann hat man so seine Erfahrungen. Und was man alles für Erfahrungen machen muß. „Nicht wahr, Liebling, du bist nicht böse, wenn morgen mittag das Essen nicht gleich auf dem Tische steht?" Aha, der Feldzug ist eröffnet. Zunächst nur mit dem kleinen Geschütz. Gewissermaßen ein Vorgeplänkel wegen des Essens. Du lieber Himmel, ist es so schlimm, wenn das Essen mal ein bißchen später serviert wird? Der erfahrene Gatte weiß, daß es nicht so schlimm ist. Was weiß der erfahrene Gat Volk ur Ung und gec dnnzip der n Sri Gr 'M.» liftiÄ005 Ad ö^^nk 8.04 ' 8.07 8.11 8.15 8.17 8.20 8.24 8.27 8.30 8.34 8.37 8.41 8.45 ' . Das Programm der Olympischen Winterspiele - kiegt nunmehr endgültig fest. Die Zeittafel sieht folgenden Ablauf der Wettbewerbe vor: „Donnerstag, 6. Februar. 11 Uhr: Eröffnungsfeier im Olympia-Skistadion. 14.30 Uhr: Eishockey. 21 Uhr: Eishockey. Freitag, 7. Februar. 9 Uhr: Eishockey. 11 Uhr: Skiabfahrtslauf für Damen und Herren. 14.30 Uhr: Eishockey. 21 Uhr: Eishockey. Samstag, 8. Februar. 9 Uhr: Eishockey. 11 Uhr: Ski-Slalom für Damen. 14 Uhr: Bob- rennen. 14.30 Uhr: Eishockey. 21 Uhr: Eishockey. Sonntag, 9. Februar. 10 Uhr: Eishockey. 11 Uhr: Ski-Slalom für Herren. 14 Uhr: Bob- rennen. 14 Uhr: Eiskunstlauf (Pflichtlaufen). 21 Uhr: Eishockey. Ab 9.30 Uhr: Eisschießen (Vorführung auf dem Rießer See). Montag, 10. Februar. 9 Uhr: Skistaffel- au (4X10 Kilometer) und Eiskunstlauf (Pflichtlaufen). Ab 9 Uhr: Eisschießen (Vorführung auf dem Rießer See). , 11. Februar. 9 Uhr: Eiskunst- tauf (Pflichtlaufen). 11 Uhr: Eisschnellauf (500 Meter). 14 Uhr: Bobrennen. 14.30 Uhr: Eishockey auf dem Rießer See. 21 Uhr: Eishockey. f ^'"woch, 12. Februar. 9 Uhr: Eiskunst- fauf (Pflichtlaufen). 10 Uhr: Eisschnellauf (5000 Meter). 10 Uhr: Skilanglauf (18 Kilometer Spezial Kombination). 14 Uhr: Bobrennen. 14.30 Uhr: Eishockey auf dem Rießer See. 21 Uhr: Eishockey. Donnerstag, 13. Februar. 9 Uhr: Eis- kunstlau^ (Pflichtlaufen). 10 Uhr: Eisschnellauf (1500 Meter). 11 Uhr: Skisprunglauf für Kornbi- uatwn. 14.30 Uhr: Eiskunstlauf (Paarlaufen). 21 Uhr: Eishockey. ^bitag 14. Februar. 8.30 Uhr: Militärpatrouillenlauf (Vorführungswettbewerb). 9 Uhr: k^Anellauf (10 000 Meter). 10 Uhr: Eishockey.! Uhr:. Eiskunstlauf (Kürlaufen für Herren), j 21 Uhr: Eishockey. 7.07 7.11 7.15 7.17 7.20 724 7.27 7.30 7.34 7.37 7.41 21730 21.37 21.39 21.45 7.15 7.19 7.22 7.24 7.27 7.31 7.34 7.37 7.41 7.45 7.49 7.52 21.20 21.22 21.26 21.30 21.34 21.37 ! 7.30 - 7.34 7.37 7.39 7.42 7.46 7.49 7.52 7.56 8.00 8.04 8.071 21.35 21.37 21.42 21.45 21.45 21.49 21.52 21.56 22.00 22.02 2FÖ0 22.07 22.09 22.15 22.22 21.30 21.34 21.37 21.41 21.45 21.47 7.37 7.45 7.50 7 52 8.00 20.56 21.00 21.02 22.05 22.20 22.35 ?2 58 22.07 22.22 22.37 200 22.11 22.26 22.42 23 04 21:4922:04 21.52l22.07 22.22 2^° 1 7.56 8.00 8.04 8.07 8.09 8.12 £75 8.19 8.22 8.26 8.30 l 8.34; 8.37! 22.41 22.45 22.49 22.52 22.54 21.50 21.52 21.56 22.00 21.15 21.19 21.22 21.26 21.30 21.32 20.45 20.52 21.00 U. so weitet bis 20.11 20.15 20.19 20.22 20.24 20.27 20.31 20.34 20.37 20.41 20.45 Fußball der Kreisklaffen. 1, Kreisklasse: Heuchelheim — Rodheim 6:0; VfB.-R. II — 1900 II 1:1; Nauborn — Werdorf 1:1; Bissenberg II — Spfr. Wetzlar 2:1; Burgsolms — Steindorf 3:2; Ehringshausen — Wetzlar II 5:1; Aßlar — Ulm 2:0. Vergebung von Slraßenunlerhaltungsmalerial. kJ* Reichsoerdingungsordnung soll » slraßenunlerhaltungsmalerial für I9db nach Losen getrennt frei Verwendungsstelle vergeben werden: 4921) 266 400 cbm Unterhaltungskleinschlag aus Hartbasalt (Taunusquarzit) 9300 cbm Bindematerial (Splitt, Kies). Bei dem Kleinschlag ist im Angebot anzugeben, ob Hand- oder Maschinenschlag geliefert werden soll. Angebotsvordrucke sind, soweit Vorrat reicht, nur bei unseren Bezirksbaubeamten: 21.00 21.04 21.07 21.11 21.15 21.17 8.00 84)7 8.09 8.15 8.22 Ala Anzeigen-Mtiengesellschaft Annahme von Anzeigen für —- - 7.22 7.26 7.30 7.32 7.35 7.39 7.42 7.45 7.49 7.52 1 7.56 1 8.00! Ende r s in Gießen, Rodheimer Straße 41 K a l e t s ch in Gießen, Marburger Straße Schmier in Laubach (Oberhessen) Kahlenberg in Homberg (Oberhessen) W a l t e r m Alsfeld ' Damme! in Lauterbach Kühl in Nösberts Willy Letsch, Gießen ____Ruf 3235 Aeuerbachstraße vvnebbof. Wiesecker Weg ] Marktplatz. . Nabnbof Aiarktplatz. Wiesecker Weg ?>riedbos. . . F-e.uerbachstraße' Wieseck , , Wieseck . . . . Feuerbachstraße F-riedbof. . Wiesecker Weg . Marktplatz. . . Batmhof . . . Oeffeniliche Mahnung. Die am 25. d. M. fällig gewesene 5. Kate der Gemeindesteuern einschließlich der nachträglich ver- anlagten Posten ist umgehend an die Stadtkasse zu zahlen. Andernfalls muß ein Säumniszuschlag berechnet und die Beitreibung eingeleitet werden. Ferner werden zur umgehenden Zahlung gemahnt: 578C 4. Ziel Kanal-, Müllabsuhr- und Straßenreinigungsgebühr 1935 einschließlich der Mieteranteile; 3. Rate Beitrag zur Handwerkskammer für 1935 und Nachträge. Gießen, den 28. Januar 1936. Stadtkasse Gießen. Sportverein 1920 Lollar. 2lm vergangenen Sonntag traten nur die 3. Mannschaft und die 1. Schülerelf des SD. 1920 auf den Plan, und zwar spielten Lollar III gegen Londorf J 2:1, 1900 Gießen Schüler gegen Lollar Schüler 6:1. Die 3. Elf trat, verstärkt durch die Spieler Seip aus der Reserve und Gabriel aus der 1. Elf an. Sie siegte nach beiderseits gleichen Leistungen knapp mit 2:1. Die Schüler, die ohne ihre fünf besten an die fugend abgegebenen Spieler antrat, verlor erwartungsgemäß mit 6:1. * 22.15 22.20 22.22 neuen Wetterberichte vom Schauplatz der Olympischen Winterspiele künden Frost und Schneefalle für die nächsten 48 Stunden an. Am Dienstag herrschte auf allen Kampfstätten großer Betrieb. Die japanischen und amerikanischen Springer roa» EfZ1 auf der Kleinen Olympiaschanze in lebhafter Tätigkeit. Es gab einen kleinen Zwischenfall, der allerdings sofort glücklich ausklang. Der japanische Springer Sekiguchi wurde von einem Hunde, der ich auf die Aufsprungbahn der Schanze verirrt hatte, zu tfaü gebracht. Die allgemeine Aufregung maJ über bald vorbei, als Sekiguchi unverletzt aufstand und das Training bald fortsetzte. Im Eisstadion gab es großen Beifall für Cecllia Solleöge, die Zweite der Europameisterschaft im Eiskunstläufen für Frauen, die ganz hervorragende lieiftungen zeigte und vor allem durch ihre wöhlge- lungenen Sprünge große Aufmerksamkeit erregte. Man sah weiter ihren Landsmann Dünn, später auch das kanadische Paar Bertram-Reburn. WANDERER Der solideste und bequemste Waaen seiner Kl««» Städtische Betriebe Gietze«. Lotz. Drogerie Kreuzplatz 10 Marktplatz. . Wiesecker Weg Friedbof. . F-euerbachstraße Wieseck . . Steinberg II — Gröningen I 3:2 (1:1). 1 % droreJter Mannschaft der Teutonen hatte die 1. Mannschaft von Grüningen zum fälligen Ver- bandsspiel zu Gast. Diese beiden Mannschaften lieferten sich auch am Sonntag einen interessanten W,2QS Spiel war von Anfang bis zum Schluß lebhaft. Steinberg führte durch Schmitt mit 1:0 und kurz vor Schluß der 1. Halbzeit glich Grü- ningen aus. Nach Halbzeit gelang es Grüningen, mit 2:1 tn Führung zu gehen. Nun wurde hart aber ritterlich gekämpft. Erfolge blieben aber aus bis endlich kurz vor Schluß durch ein Freistoß der Ausgleich erzielt wurde. Anschließend war es Bender, der für feinen Verein die Führung bzw. den Siegestreffer erzielte. 2. Kreis klaffe: VfB.-R. III — 1900 III ausgefallen; Steinbach — Lich 1:3; Steinberg II — Grüningen 3:2; Krofdorf — Rodheim II, Rodheim nicht angetreten. Rüddingshaufen — Daubrin- gen 6:3; Treis — Flensungen 1:3; Lollar III — Londorf 2:1; Grünberg II — Staufenberg 7:0' Aßlar II — Waldgirmes 11:0; Wetzlar III — Niedergirmes II 2:4. Am Sonntagnachmittaa hielt der SV. 1920 Lollar im Vereinslokal O. N u y n feine diesjährige Generalversammlung ab. Zahlreiche Mitglieder hatten sich eingefunden. Die Versammlung selbst gab Aufschluß über den Aufschwung des Vereins im vergangenen Jahr und verlief äußerst harmonisch. Vereinsführer H e i n tz e wurde einstimmig auf weitere Zwei Jahre gewählt. Nachdem die Tagesordnung erledigt und allen beteiligten Personen Entlastung zuteil geworden war, schloß der Vereinsführer die Versammlung mit den besten Wünschen für die Zukunft und mit einem Sieg-Heil auf unseren Führer. Kurze Sportnoiizen. Die für den 2. Februar nach Berlin qe- p'UUl.e Internationale Handballtagung wird nicht stattflnden, da die deutschen Vertreter Dr. von Halt und Brigadeführer Herrmann zu diesem Termin nicht abkömmlich sind. e r_ Fuldaer M o t o r r a d r e n n f a h r e r Haus Kahrmann wird auch 1936 wieder für Auto- WRa *st **as eine Kälte! Gerade bei den oft plötzlichen Uebergängen von kalt zu warm baut der kluge Mann gegen Katarrh und Grippe vor. borgen Sie dafür, daß bie stets ein gutes Mittel im Hause haben — oder noch besser in der Tasche, damit - b.oci leder Gelegenheit eins in den Mund stecken können. Winterhoffs extra starke EncaL- BZenthol-Bonbons ... Btl. 45 Pf. Brnstin..............Btl. 45 Pf. Brusttee-Bonbons......Btl. 35 Pf. Drowe Husten-Konfekt ♦ Ds. 90 Pf. Alle weiteren.Hustenmittel können Sie bei mir kaufen. 572 A »'ZC. Teutonia ^Watzenborn-Steinberg Dillenburg I — W.-Sleinberg I 0:3 (0:1). Am Sonntag weilte die 1. Mannschaft der Teu- tonen (ohne Lang, Euler und Schmandt Hch.) zum fälligen Verbandsspiel in Dillenburg und schlug sich überraschend gut. Das Spiel begann sehr lebhaft. Dillenburg war im Vorteil, konnte aber nicht zu Erfolgen kommen, da Fett und Jung ganz großartig verteidigten. Die Läuferreihe wurde sehr gut unterstützt von den beiden Halbstürmern. Ein Strafstoß, den der Verteidiger Fett schoß, fand trotz vieler Spieler im Tor seinen richtigen Weg und Steinberg führte 1:0. Dann wurden die Dillen- burber immer härter. Es regnete Strafstöße für Steinberg, aber Zählbares wurde bis zur Halbzeit nicht mehr erzielt. Nach der Halbzeit rollten die Angriffe auf beide Tore und es gelang den Gästen auch nach 15 Minuten Spieldauer, den Stand auf 2:0 zu erhöhen, unö zwar schoß der Rechtsaußen Schmandt (Karl) einen Eckball unberührt ins Tor. Nun stand der Sieg der Gäste einigermaßen sicher. Nun kämpfte Dillenburg immer härter und Steinberg mußte unermüdlich den Stand von 2:0 verteidigen Die fälligen Strafstöße (44 oder 45) brachten aber nichts mehr ein. Zwei weitere Tore wurden für abseits erklärt. Dillenburg rückte nun auf und warf alles in den Sturm, aber Fett, der einen großen Tag hatte, beförderte die meisten Angriffe mit weiten Schlagen wieder in die Stürmerreihe und so gelang es auch, noch ein drittes Tor zu erzielen Der Schiedsrichter war korrekt, gestattete aber den Platzbesitzern zu viel Härte. Hebtr„ba£? Vermögen des Kaufmanns Hugo Deo- pold, Alleinlnhabers der Fa. Gustav 3. Kahn, Sieben, Frankfurter Straße 6, ist am 28. Januar 1936, vormittags 10 Uhr, das Vergleichsverfahren zur Ab- wenduckg des Konkurses eröffnet worden, da er zahlungsunfähig ist und Eröffnung dieses Verfahrens beantragt hat. 575D ..Der Rechtsanwalt Köhler in Gießen, Blockstraße, ift zum Vergleichsverwalter ernannt. Gm Gläubigerausfchuß ist nicht bestellt. .Jerm‘n Zur Verhandlung über den Vergleichsvor- fd! ?9 aus Freitag, den 21. Februar 1936, vor- mntags %/. Uhr, vor dem Amtsgericht Gießen — Zimmer Nr. 101 — anberaumt Die Gläubiger werden aufgefordert, alsbald ihre Forderungen anzumelden. Der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens nebst seinen Anlagen und das Ergebnis der weiteren Er- Ä," !inb ber, Geschäftsstelle zur Einsicht der Beteiligten niedergelegt. - 8.26 8.1518.22 8.30 iHn 113-30 113.37 13.30 13.37 13.45 lo.oo " ~ ' Samstag, 15. Februar. 8 Uhr: Skidauerlauf (50 Kilometer). 10 Uhr: Eishockey. 14.30 Uhr: Eiskunstlauf (Kürlaufen für Damen). 21 Uhr: Eishockey. Sonntag, 16. Februar. 11 Uhr: Ski- Spezialsprunglauf auf der Großen Olympiaschanze. 14.30 Uhr: Eishockey-Endspiel im Olympia-Kunst- eisstadion. 16.30 Uhr: Schlußfeier und Siegerehrung im Olympia-Skistadion. Abends: Teilnehmerfest im neuen Festsaalbau in Garmisch-Partenkirchen. Wer Über den Aufenthalt ob. Ver- 3V Oktober 1857 in ■veuebeUjeim geborenen und nach - a/rusg ew and ertenH einrich .liuvvert Angaben machen fann, blsefe sum 29. Fe- Auar d. I. an den unterzeichneten Sachwalter zu machen. G76d Hartmann, Heuchelheim nie vuh Anzeigen nir m* r Y _ ber Gießen, Gießener Straße 57.1 alle Zeitungen und Zeitschriften 5chulstB(l^e 7 u. so weiter Schütt in Büdingen Fiedler und Schilp in Friedberg Romer in Butzbach 27. d. M. erhältlich, woselbst auch die Bedingungen offenliegen. Die Angebote find bei den Vezirksbaubeamten bis zum Eroffnungstermin Freitag, den 14. Februar 1936, vormittags 10 Uhr, verschlossen und postfrei m einem Umschlag mit der Aufschrift Betr. Friedhofsverkehr: An Sonn- und fteiertaapn „ Sa6n8of wm N°u°n Friedhof. Ferner wird im Sommerfohrplon der SneÄ^0e'6r6ü ' U,ro' wie °» Werktagen ab i 6.52 1 6.56 ! 7.00 7.02 7.05 7.09 7.12 7.15 7.19 7 22 7.26 7.30 l4o 13.52 13.54 14.00 VL07 21.15 21.20 21.22 21.30 16.00 16.07 5.45 5.50 5.52 6.00 Töo 6.07 6.09 6.15 22,30 So 22.37 17.00 17.07 17.09 17.15 117.22 wanaerer 40 u. 50 PS-Sechszylinder unerreicht, leistungsfähig, zuverlässig und ausdauernd • WANDERER-Wertarbeit^ 7.00 7.04 7.07 7.09 7.12 7.16 7.19 7 90 7.26 7.30 7.34 7.37 13.15 13^22 13.24 13.30 O 2SÖ71 20.15 20.20 20 29 20*30 "20.30’ 20.37 20.15 20.36 20.45 20.19 20.34 20.49 20.22 20.37 20 52 20.26 20.41 "" 9 20.3020.45 20.32 20.47 20.351 — 20.4220.50 20.45 20.52 20.49 20.56 20.52 21.00 20.56 21.04 20.52l21.00 21.07 6.15 6.20 6.22 6.30 6.30 6.37 6.39 6.45 ■MH 15.52 15.58 16.02 üäo 13V7 13.39 13.45 O 20.45 20.50 20.52 21.00 "21.00 21.07 21.09 21.15 21.22 16.02 16.09 ' 16.07 16.15 : .....16.15 116.22 I iv.su ZTOte LMte Vahnbof - Vahnhsfftvatze Balmboi _ _ Horst-Wessel-Wall . 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