Ur. 253 Erstes Blatt 186. Jahrgang Mittwoch, 28. Oktober 1936 hat aber den Der ren selbst angenommen habe. Herr v. Ribbentrop Ueberraschunqen und Enttäuschungen im stärksten werde außerdem bemüht sein, die Vorurteile zu MaLe erlebt hat? Die Vorgänge in Spanien und zerstreuen, die in gewissen englischen Kreisen immer im Londoner Nichteinmischungsausschuß sollten doch noch gegen den Nationalsozialismus beständen, dem Kritiker genügend zu denken geben, um ihn zu'„Echo de Paris" sagt, daß sich die Normalisierung neue erfolgreiche Vorstoß der Nationalisten, der von General V a r e l a geleitet wird, schreitet unaufhaltsam fort. Es wurde ein weiterer beacht- licher Geländegewinn erzielt, einige Ortschaften konnten beseht werden. Bei dem siegreichen Vormarsch spielt die Kavallerie des tollkühnen Majors M o n a ft e r i o eine entscheidende Rolle. Das nächste Angriffsziel ist der Madrider hält: .. .. deutsch-englischen Freundschaft. Er Presseoertretern zugleich klar gemacht, leben". _ , . Wir fragen das englische Blatt, ob mcht gerade die britische Politik in den letzten Tagen solche Paris, 27. Oft. (DNB.) Der Amtsantritt Ribbentrops wird auch in der Pariser Presse mit ausführlichen Kommentaren begleitet. Der „M a - t i n" betont, daß die Erklärungen, die der deutsche Botschafter bei seiner Ankunft in London abgegeben habe, darauf hindeuteten, daß er in allererster Linie die englische Regierung von der Gefahr des Kommunismus in ganz Europa überzeugen will. Angesichts der Entwicklung des spanischen Bürgerkrieges werde sich diese Aufgabe für ihn wesentlich leichter gestalten, als er dies Bei feiner Ankunft in London hat Botschafter von Ribbentrop jetzt noch einmal ganz deutlich ausgesprochen, was er für feine große Aufgabe hält: die Herstellung einer wahren Freundschaft. ~ achtlassung der Sonderausgaben für die Gemeinden ■ und Departements auf mindestens 1,5 Milliarden beziffert worden. Nicht mit einbegriffen in die Haushaltsaufstellung sind die Ausgaben für d i e Landesverteidigung, die Beschäftigungsbauten und Kriegsmaterialergänzung bzw. -an- fchaffung. Die Ausgaben hierfür sollen für dieses Jahr etwa 4,7 Milliarden betragen; ebenso find die Ausgaben für d i e Luftwaffe und für Die erste Tranche des Flottenbauprogram ms nicht in der oben genannten Haushaltssumme einbegriffen. Wie man weiter erfährt, wird sich das Parlament mit der Genehmigung zusätzlicher Mittel für die Landesverteidigung zu befassen haben, da neuerdings auch für die französische Nordgrenze Befestigungsarbeiten vorgesehen sind. Nach Unterredungen des Landesverteidigungsministers D a l a d i e r mit dem Innenminister S a l e n g r o und Arbeitsminister Lebas soll sich der Landesverteidigungsminister in Begleitung des Generalstabschefs zu einer Studienreise in die nördlichen Grenzgebiete Frankreichs begeben, um die notwendigen Schutzmaßnahmen im einzelnen zu beschließen. Der „Malin" bemerkt hierzu, daß Frankreich diese Zwangslage, nun auch die Nordgrenze in Verteidigungszustand sehen zu müssen, dem belgischen Neutralltätsbeschluß zu verdanken habe. Als nächste Etappe der durchzuführenden Flughafen Gelafe, der offen vor den nationalen Stellungen liegt, während im Hintergrund bereits das Häuser meer der Haupt st a d t mit bloßem Auge sichtbar wird. Portugal und Londoner Ausschuß. London, 28. Okt. (DNB. Funkspruch.) In einer Note an den internationalen Nichteinmischungsausschuß erklärt die portugiesische Regierung, daß sie das Recht habe, sich jeden Augenblick von dem Nichteinmischungsausschuß zurückzuziehen. Portugal begründet diesen Anspruch damit, daß die britische Regierung die Statuten des Ausschusses verletzt habe, indem sie dem Ausschuß ohne angemessene Untersuchung die Beschuldigungen gegen Italien, Deutschland und Portugal vorgelegt habe, die ursprünglich von dem roten Madrider „Außenminister" beim Völkerbund in Umlauf gesetzt worden waren. Ueber diese Feststellung hinaus enthält die Note Portugals, die die formelle Antwort auf die Beschuldigungen der marxistischen Madrider „Regierung" darstellt, keine Andeutung, ob Portugal tatsächlich die Absicht hat, in der nahen Zukunft den Nichteinmischungsausschuß zu verlassen. Die Madrider Beschuldigungen werden in der Note im einzelnen zurückgewiesen. „Daily Telegraph" meldet, daß die portugiesische Note nach Ansicht amtlicher Kreise das Fortbestehen des Nichteinmischungsausschusses erschwere. Dazu trage auch bei, daß die portugiesische Regierung im Begriff stehe, Die nationalistische spanische R e - gierung des Generals Franco anzuerken- n e n. Madr'd in SM Sevilla, 28. Off. (DNB. Funkspruch.) Frankreich geht an die Befestigung seiner Nordgrenze Reue Mittet für die Verstärkung der französischen Lustwaffe. — Umfangreiches ©feuer« Programm des Kabinetts Blum. Lage Europas geöffnet hat. Das Echo in Paris Ein willkommenerBotschaster. „Sieht englisch aus und spricht englisch wie ein Landeskind" — so kennzeichnete eine Londoner Zeitung Joachim von Ribbentrop, als er am 11. August vom Führer zum deutschen Botschafter in London ernannt wurde. Der bri= tisch» Pressemann.Hrrach Damit Das höchste Lob aus, das ein fremder Diplomat aus dem Munde eines Engländers überhaupt erhalten kann. Nun, da Ribbentrop in London eingetroffen ist, um fein Amt anzutreten, konnte man dieselbe freundliche Begrüßung bei den meisten englischen Blättern feststellen. Ribbentrop gilt ja Drüben in Der öffentlichen Meinung nicht nur als ein besonDerer Vertrauensmann des Führers, fonDern auch als ein Mann, Der in außergewöhnlichem Maße Die allgemeine Geisteshaltung unD Die befonDeren Eigenschaften Des Landes kennt, in Dem er seine verantwortungsvolle Tätigkeit ausüben soll. Diese intime Kenntnis des englischen Wesens ist für einen auslänDischen Missionschef natürlich besonDers wertvoll, und beDeutet eine wesentliche Erleichterung seiner Aufgabe. Diese Aufgabe ist für einen Deutschen Botschafter trotz Der zahlreichen persönlichen Beziehungen, Die Ribbentrop seit langen Jahren in EnglanD unterhält, oDer Die er in Der jüngsten Zeit neu geknüpft hat,.nicht leicht. Noch immer wirkt,Das Ergebnis des Weltkrieges bei Den Briten in einer Weife nach, Die das Deutsch-englische Verhältnis oft Ungünftig beeinflußt. Noch immer gibt es an Den maßgebenden Stellen in LonDon Einflüsse, Die das Mißtrauen gegen das nationalsozialistische DeutschlanD nähren. Andererseits kann man Den Beginn eines Mei- nungsumschwungs in EnglanD sehr Deutlich erkennen, unD zwar seit der Zeit, da Ribbentrop zum ersten Male in die große Politik eintrat und als Beauftragter für Abrüstungsfragen im Mai 1934 seine Reisen nach London, Rom" und Paris unternahm. Alle folgenden Unternehmungen — Frontkämpferbesuche, deutsch-englisches Flottenabkommen, Völkerbundsverhandlungen nach dem 7. März in London usw. — waren gleichfalls von Der Absicht getragen, Das Einvernehmen zwischen Der Deutschen und englischen Politik zu fordern und zu verbessern. Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Paris, 27. Oft. (DNB.) Als Ergebnis des Ministerrates, Der am Dienstagnachmittag zusammengetreten ist, erwartet man Die Einberufung Des Parlaments zum 5. November. Ueber Die Haushaltspläne unD Die Steuerreform berichtet „Paris Soir", Die LanDesver- teiDigungsausgaben würben überhaupt nicht in den Haushalt hineingenommen. Sie würden auf einem besonderen Konto geführt, das durch b e / sondere Einkünfte gespeist werde. Die E i n- kommenssteuer soll um ein Fünftel von über 80 000 Franks im Jahr erhöht werden, aber keinesfalls 35 v. H. überfteigen. An die Stelle Der Umsatzsteuer tritt eine wahrscheinlich öprozen- tige Abgabe bei Der Fertigstellung Der Erzeugnisse, bevor sie in Die HanD Des Einzelhandels kommen. Für Bodenprodukte werde Die Umsatzsteuer überhaupt gestrichen. Für Nahrungsmittel soll Die Be- förberungsfteuer in Wegfall kommen. AußerDem ist eine Kriegspensionskasse vorgesehen. Zur Bekämpfung Des DoppelverDiener- tums soll Die Regierung infolge Der Einsprüche aus Der Öffentlichkeit eine weniger ft arte Formel vorsehen, als anfänglich geplant war. Den Beamtenruhegehaltsempfängern soll private geistige oDer künstlerische Betätigung nicht untersagt roerDen. Der Finanzminister Vincent A u r i o l hat Den PräsiDenten Der Republik über Die verschieDenen Finanzprojekte unterrichtet. Vincent Auriol soll Dem PräsiDenten mitgeteilt haben, Daß auf Der Ausgabenseite Des Haushaltsplanes rund 47,252 Milliarden stehen würden. Das Defizit fei unter Außer- Sr|d>eM tagltj, autjet M Ä Annahme oon Anzeigen Ä’S-Ä /3T* a£* A** A** A* AA44 EÄXSS Heimat im Bild - Die Scholle B B ■) B B Bl IU Hl gär Grundpreise für l mm Hohe MonatS'vezugspretr: SB B B B B B B B B B B B für Anzeigen oon 22 mm Mi. 4 Beilagen RM.1.95 ■■ ■■ Bf UM M B B Bl B Z I B B W Bf B B B ST B Breite 7 Rpf., für Text- Ohne Illustrierte . 1.80 W M B . B B B B B B ■Hk, WWW M anzeigen oon 70 mm Breite Zustellgebühr .. . -.25 W U ^B^ B M ^B^ Bv I > WB 50 Rpf.,Platzvorschrift nach Auch bei Nichterscheinen ■ B ™ ™ vorh Verembg.25°/^ mehr. ^s°igNöh«°^G-w^ E-Mtz.g.e ©runopreif«: MM General-Anzeiger für Oberheffen ZWW nchten: Anzeiger Gießen VW I 4 M gen, Bäder-, Unterrichts-u. Postscheckkonto: behördliche Anzeigen 6Rpf. Srankfurt am Main iißss Drutft unö Verlag: vrühl'sche Univerfilatrvuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Schulstratze 7 Mengenabschlüsse Staffel ö warum er Die Deutsch-englische Zusammenarbeit für so überaus wichtig hält: weil sie eine vitale Not- wenDigkeit beiber Nationen im Kampfe gegen Den Kommunismus ist. Diese un- mihverstänDliche BegrünDung seines FreunDschasts- wunsches hat man Dem Deutschen Botschafter in einigen englischen ReDaktionen offenbar übel genommen. Der „Daily Telegraph", Der oft als Sprachrohr des englischen Außenamtes gebraucht wirD, versichert zwar, Daß auch Das britische Volk Die FreunDschaft Des Deutschen Volkes wünsche, aber er beDauert es gleichzeitig, Daß Ribbentrop seine Absicht für eine engere Zusammenarbeit auf Die Gefahr Des Kommunismus gestützt habe, Denn es gebe anbere, nicht weniger wichtige GrünDe für eine VerstänDigung. AnschließenD meint das Blatt, man fei in England entschlossen, sich nicht von Gefühlsfragen politischer Weltanschauungen beeinflussen zu lassen, oon denen andere Länder beherrscht würden. Nun ist es zweifellos richtig, Daß Die kommunistische Gefahr nicht Die alleinige unD ausschließliche Ursache für Das Verlangen des Dritten Reiches nach einer deutsch-englischen Freundschaft bildet, aber es ist zweifellos ebenso falsch, zu glauben, das neue Deutschland lasse sich in feiner Außenpolitik oon irgendwelchen Gefuhls- fragen weltanschaulicher Art leiten und versuche etwa, dies weltanschauliche Gefühl auch in anderen Ländern zu verankern. Der Nationalsozialismus ist keine Exportware, er gilt nur für Deutschland. Auf dem Felde Der internationalen Politik Dagegen ist für Den Nationalsozialismus nur Der Wunsch maßgebend Die Sicherheit Des R ei ch e s unD Den FrieDen zu wahren sowie mit allen ande- ren Volkern in FreunDschaft zu leben, ohne Unter- fchieb ihres politischen Glaubensbekenntnisses. Erne FreunDschaft zwischen zwei ßänbern kann jedoch nur ausgebaut roerDen auf Dem Prinzip Der weltanschaulichen Nichteinmischung einerseits unD auf der gleichen realen Erkenntnis Der Tatsachen anDerfcite. <. . < rc- Eine solche Tatsache ist D i e b e w u ß t e Einmischung Des Moskauer Bolschewismus in Die inneren Angelegenheiten anderer Lander. Sie kann auch vom „Daily Telegraph nicht abgestritten werden, und es wäre gut, wenn sich dieses Blatt gerade jetzt einer Rede erinnern würde, Die Ribbentrop vor kurzem bei einer Jour- naliftentaguna in München gehalten hat und in der es hieß: „Bei Der Beurteilung außenpolitischer Großen muß Der Realpolitiker sich klar machen, daß mit Dem Erscheinen Des Bolschewismus ein völlig neuer Faktor in Das außenpolitische Kräftespiel eingetreten ist, Der eine latente G- °hr für alle V ° 1 k e r darstellt und der geeignet ist politische K-vnb.natwnen und Kalkulationen der alten Schule der Vorkriegszeit hm- sällig zu machen. Der Autzenpolitiker, der dies nicht in Rechnung stellt, wird zwangsläufig Ueber- raschungen und Entlaubungen er- Schwere Aiederlage der Roten vor den Toren Madrids. Eskorial und Aranjuez von nationalen Truppen umzingelt. — Moses Rosenberg fleht Moskau um Hilfe an. — Flucht der Bevölkerung vor der Herrschaft des roten Mobs. Verstaatlichung der für die Landesverteidigung arbeitenden Fabriken steht die Verstaatlichung eines Rüstungswerks in 211 ü t- Haufen und die der Vaffenfabriken Brandt bevor. Der Kabinellsral hat ferner auf Antrag des Luftfahrtministers Lot Maßnahmen bewilligt, diediefranzosifche Luftwaffe beträchtlich v e r st ä r k e n. Die Kosten betragen 5 Milliarden Franken. Anstatt der 1000 Flugzeuge, die nach einem früheren Plan die französische Luftwaffe erhalten sollte, soll der Luftfahrtminister eine noch größere Zahl von M a f ch i n,e n, die für Angriff und Verteidigung verbessert seien, beschleunigt beschaffen. Auch die Schaffung neuer bzw. die Vergrößerung zahlreicher vorhandener Flugplätze sowie die Verbesserung der Besatzung der Flugzeuge ist vorgesehen. Der größte Teil Der Besprechungen Des Mi- nifterrats war Der außenpolitischen Lage geroiDmet. Außenminister Delbos hat eine StunDe lang seinen Kollegen in großen Zügen Den StanD Der Vorbereitung Der Westmächte-Kon- f e r e n 3 in LonDon, sowie Die Auswirkungen Der belgischen Neutralität angefünDigt unD Die Lage im spanischen Bürgerkrieg auseinander- gesetzt. Hervorgehoben roirD, Daß Die Regierung erneut einstimmig ihren unabänderlichen Entschluß zur Einhaltung Der Nichteinmischungsverpflichtungen in Die spanischen Angelegenheiten wieDerholt habe. Der englisch-italienischen Beziehun - g e n am Mittelmeer Durch Die Vermittlung DeutschlanDs vollziehen roerDe. Eigentlich wäre es Die Rolle Frankreichs gewesen, Diesen Vermittler zwischen LonDon unD Rom zu spielen: aber einmal habe Die französische Regierung es nicht oerstanDen, Diese Aulgabe zu übernehmen, unD anDererfeits habe auch LonDon Frankreich nie eine so wichtige Rolle übertragen wollen. Auf alle Fälle sei eine Annäherung zwischen LonDon, Berlin unD Rom schon begonnen. Frankreich laufe Dabei Gefahr, abseits zu stehen unD sich allein in Der zweifelhaften Gesellschaft S 0 wjet- ruß 1 a n D 5 wiederzusinden. Der Volksfrontregierung sei es gelungen, Frankreich zu isolieren unD es mit seinen italienischen VerbünDeten zu verärgern. — „Journal" bezeichnet Die Diplomatische Lage Deutschlands als ausgezeichnet. Heute habe Berlin Die Wahl zwischen verschiedenen politischen Richtungen. Es sei aber sicher, Daß Die Reichsregierung nichts unternehmen werDe, was gegen EnglanD gerichtet fein könnte. Der Deutsche Botschafter treffe in London ein im Augenblick der Uebergabe Der belgischen Note, in Der sehr klar Die Zustimmung Belgiens zur Deutschen Auffassung über Die Organisierung Des FrieDens in Westeuropa zum Ausdruck komme, eine Auffassung, die auch in England nichtmißfallen werde. jetbotschaster Moses Rosenberg soll nunmehr selbst von Der Unmöglichkeit überzeugt sein, Die HauptstaDt gegen Den Angriff Der nationalen Truppen erfolgreich zu oerteiDigen. Rosenberg soll sich an Moskau gemanDt unD Der Sowjetregierung Die beforgniserregenDe Lage in MaDriD mitgeteilt haben. Er soll DringenD neue Jnstruk- tionen unD Hilfe erbeten haben. Die Flucht Der MaDriDer Bevölkerung, besonDers Der Frauen, nimmt täglich größere Ausmaße an. Auf Der LanDstraße nach Valencia, Die im Augenblick noch Die einzige Möglichkeit zur Flucht darstellt, rollen Tag unD Nacht Autos unD Lastwagen mit Dem Gepäck Der Flüchtlinge, von Denen viele versuchen, nach Barcelona zu entkommen. In MaDriD nimmt Die Herrschaft Der anarchi- stischen HorDen immer grauenvollere Formen an. Die MovDtaten Dieser HorDen erregen selbst unter Den Marxisten große Empörung. Immer mehr kommen sie zu Der Ansicht, Daß sie unter Der Herrschaft Des ärgften Pöbels stehen. Gegen den SoWipakt. Dämmernde Erkenntnis der Gefahren des Bolschewismus. Paris, 27. Okt. (DNB.) Senator Henri H a y e, Bürgermeister von Versailles, will Die Regierung aufforDern, Den französisch-sowjetrufsifchen Pakt zu k ü n D i g e n oder wenigstens einer neuen Prüfung zu unterziehen. Der Senator erklärt: Die Gefahren, in Die Der FrieDe Frankreichs Durch unser Abkommen mit SowjctrußlanD gerät, roerDen so groß, Daß Die Vertreter Des LanDes vielleicht in kürzester Zeit vor einer großen Verantwortung stehen. Ich führe auf Den Pakt mit Den Sowjets Den Bruch Des französisch-belgischen B ü n ö n i f f e s zurück. AußerDem muß ich auf Die plötzlichen Gefahren aufmerksam machen, in Die uns SowjetrußlanD hineinziehen kann, wenn es seinen Plan Der Einmischung in Spanien ausführt. Eine Der wesentlichen Bestimmungen Des Paktes von SowjetrußlanD ist nicht eingehalten worden, nämlich Die Verpflichtung Der Sowjets, oon jeDer Einmischung in Die inner- französischen Verhältnisse abzusehen. Im Wagram-Saal in Paris fanD eine Massenversammlung gegen Den Kommunismus statt, Die von nationalen unD katholischen Burgos, 28. Okt. (DNB. Funkspruch.) General P o z a s , Der kürzlich zum DerteiDiger von Madrid ernannt worden war, hat seine erste Schlacht verloren unD Damit einen großen Teil Des Vertrauens, Das Die Marxisten ihm entgegengebracht haben. Die Truppen General Pozas' hatten einen Dreitägigen Angriff auf Das von Den Nationalisten besetzte 111escas unternommen. 6000 Mann rourDen von ihm eingesetzt. Die nationalen Truppen, Die Durch glänzenD geleitetes Artilleriefeuer unterstützt rourDen, schlugen Die roten Truppen in Die Flucht. Am Dienstag finD Die nationalen Truppen ausi ihrem Vormarsch auf Der Straße IIles - cas — MaDriD bis auf 18 Kilometer an Die HauptstaDt herangekommen. Sie haben Die Orte Torrejon De CalcaDa, Torrejon De Velasco unD Grinon besetzt. Die roten MorDbrenner erlitten große Verluste an Menschenleben unD Material. Die Nationalisten eroberten zehn FelDgeschütze unD viel anDeres Kriegsmaterial. Von Der roten Front liefen Polizei unD Militär zu Den Nationalisten über. Ein von Den Marxisten eingeleiter Angriff im Kampfabschnitt Eskorial rourDe abgewiesen unD Die Ortschaft El Eskorial vollstänDig von Den nationalen Truppen umzingelt. Die Besetzung von Aranjuez, Das ebenfalls vollkommen einge- schlossen ist, steht unmittelbar bevor. Die Ortschaft Ciempozuelos in Der Nähe Des MaDriDer Flughafens Getafe ist von Der Bevölkerung verlassen roorDen. — Sieben nationale Flugzeuge haben am Dienstagnachmittl^g Madrid überflogen und die Bahnhöfe sowie verschiedene öffentliche Gebäude erneut bombardiert. Die Nachricht von der Niederlage rief in M a - brib große Bestürzung hervor. Der Sow- überzeugen, baß Deutschland sich bei feinem Abwehrkampf gegen den Bolschewismus nur durch die Realität der Dinge, nicht aber durch ungewisse Stimmungen und Gefühle bestimmen läßt. Vielleicht wird die englische Presse den Nationalsozialisten Ribbentrop zu späterer Zeit noch einmal mit dem Ehrentitel eines „willkommenen Botschafters" auszeichnen, weil er der englischen Nation die Augen vor der kommunistischen Gefahr und vor der wah- ' Ev. „Freude und Gemeinschaft." Das Winterprogramm des Deutschen Rundfunks. Verbänden einberufen worden war. Mehr als 10 000 Personen waren erschienen. Unter den Ehrengästen befand sich ein Vertreter des Erzbischofs von Paris, der Bischof von Avignon, General de Castelnau, sowie zahlreiche Senatoren und Abgeordnete. Der Abgeordnete Fernand-Laurent sprach von den furchtbaren Folgen, die die bolschewistische Lehre in Sowjetrußland und Spanien und leider zum Teil auch in Frankreich gezeitigt habe und schloß unter dem stürmischen Beifall der Versammlung mit den Worten: „Der Kommunismus ist keine Lehrmeinung, er ist ein Verbrechen, das man außerhalb des Gesetzes stellen muß!" Japan und China. Werden die Berständigungsversuche fortgeführt? Tokio, 27.DEL (Ostasiendienst des DNB.) Der japanische Generalkonsul in Schanghai, Suma, der nach den erfolglosen Verhandlungen zwischen dem japanischen Botschafter in Nanking und Tschiangkaischek zur Berichterstattung nach Tokio entsendet worden war, trat die Rückreise nach Schanghai an. Es verlautet, daß das Außenamt im Einvernehmen mit dem Marine- und dem cheeresministerium beschlossen hat, die durch den Botschafter Kawagoe in Nanking überreichten Vorschläge und Forderungen Japans uneingeschränkt aufrechtzuerhalten. Das bedeutet also, daß Japan auf der sofortigen Behandlung seiner Forderungen hinsichtlich Nordchinas besteht. Die Nankinger Regierung ließ in Tokio erklären, daß zunächst einmal die V oraussetzun- g e n für eine Besserung der Beziehungen zwischen Japan und China geschaffen werden müßten. Erst dann könne man weitere Fragen, darunter das nordchinesische Problem, erörtern. Aber auch Japan müsse zuerst dazu beitragen, daß die allgemeine Volks st immung in China gegenüber den Japanern freundlicher werde. Man hofft noch immer, daß durch ein beiderseitiges Entgegenkommen die Verhandlungen fortgeführt werden können. Die Presse läßt durchblicken, daß Japan unabhängig von Nanking die nordchinesische Frage lösen werde, falls Tschiangkaischek auch weiterhin eine von Tokio vorgeschlagene Verständigung a b l e h n e n sollte. Englisch-japanische Reibungen. London, 27. Oktober. (DNB.) Die Londoner Abendpresse beschäftigt sich lebhaft mit der Verlautbarung, der Oberbefehlshaber der britischen Flotte in China habe seinen in Aussicht genommenen Besuch in Yokohama und Tokio „aus Gründen, die zur Zeit untersucht werden", verschoben. Ein Teil der Blätter vermutet, der Grund für den Aufschub des Besuches sei darin zu suchen, daß englische Matrosen von den Japanern verhaftet worden seien. Sie sollen von dem britischen Unterseeboot-Mutterschiff „Medway" aus die befestigte Zone des Aasens Keelung auf Formosa photographiert haben. Das Unterseeboot-Mutterschiff liegt zur Zeit im Hafen von Hongkong. „Evening News" berichtet dagegen, englische Mattosen seien im Hafen von Keelung von japanischer Polizei bei einem Streit über die Bezahlung des Fahrgeldes für eine Kraftdroschke mißhandelt worden. Die englische Regierung habe in Tokio scharfe Borstel- langen erhoben. Da bis jetzt eine befriedigende Antwort von japanischer Seite noch nicht eingegangen sei, wollten das Auswärtige Amt und die Admiralität das Ergebnis des englischen Schrittes abwarten. Aus diesem Grunde habe der britische Flottenchef in China seinen Besuch verschoben. * Gauleiter Dohle in Rom. Rom, 27. Okt. (DNB.) Der Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP., Gauleiter Bohle, traf in Rom ein, wo er den Besuch der Abordnung der Faschistischen Partei auf dem letzten Reichsparteitag erwidert und an der Jahresfeier des Marsches auf Rom teilnimmt. Gauleiter Bohle wurde auf dem Bahnhof vom Generaldirektor des Fascio der Auslandsitaliener, Gesandten P a r i n i, herzlich begrüßt. Außerdem waren erschienen Botschafter von H a s s e l l, ferner in Uniform Kreisleiter Kirn und Ortsgruppenleiter von Langen. Gauleiter Bohle schritt die Front der Ehrenabteilung der faschistischen Kampfverbände ab, die die deutschen Gäste mit lebhaften Sympathiekundgebungen begrüßten. Oie Berlin-Suhler Fahrzeugwerke derWilh -Gustloff-Gtiftung übergeben. Suhl, 27. Oktober. (DNB.) In Suhl übergab Reichsstatthalter Gauleiter Sauckel die Berlin- Suhler Fahrzeugwerke Suhl-Weimar der W i l h e l m - G u st l o f f - S t i f t u n g als der ersten Stiftung, in der alle weltanschaulichen nationalsozialistischen Forderungen des vom Führer am 24. Februar 1920 verkündeten Parteiprogramms verwirklicht werden sollen. Ehrenamtlicher Führer der Stiftung ist Gauleiter Sa u ck e l. Er erklärte, neben der Förderung des Wohles der Gefolgschaft sei die Erfüllung des Leistungs - und Qualitätsprinzips die erste Aufgabe der Stiftung. Sie solle darüber hinaus teilnehmen an der Lösung allgemeiner Aufgaben auf wirtschaftlichem, technischem, sozialem und kulturellem Gebiet. Kunst und Wissenschaft. Ehrengabe des deutschen Schrifttums für Reichsminister Or. Goebbels. Bei der Eröffnung der im Deutschen Nationaltheater zu Weimar gezeigten Jahresschau des deutschen Schrifttums wurde Reichsminister Dr. Goebbels durch den Präsidenten der Reichsschrifttumskammer, Staatsrat Hanns I o h st, und den Leiter der Reichsarbeitsgemeinschaft für deutsche Buchwerbung, Ministerialrat Dr. W i s m a n n, ein Buch über- reicht, da« handgeschriebene Beiträge von 67 deutschen Dichtern enthält. Jeder dieser Beiträge soll ein Ausdruck des Dankes des deutschen Schrifttums an den Treuhänder der deutschen Kultur sein. Das Buch wurde auf Anregung der Reichsarbeitsgemeinschaft unter Mitarbeit von Dr. Rudolf E r ck m a n n, M. A. Reinhart, Alfons Brügger und Gg. von Kommerstädt zusammengestellt. Den von Professor Dorsner (Weimar) entworfenen und ausgeführten Einband stiftete die Stadt Weimar. Zum ersten Male sind die lebenden Dichter unseres Volkes auf diese Weise in einem Band zusammengefaßt, denn es finden sich in ihm alle Namen von Rang. Auch ein zu früh Vollendeter ist unter ihnen: von Heinrich L e r s ch ist das Manuskript eines Gedichtes aus seinem Nachlaß beigegeben. Wohl selten München, 27. Okt. (DNB.) Reichssendeleiter Hadamoosky verkündete im Auftrag von Reichsminister Dr. Goebbels im großen Senderaum des Reichssenders München das Winterprogramm des deutschen Rundfunks. Er bezeichnete als die Leitidee der kommenden Arbeit „Freude zu schaffen — und die Gemeinschaft zu festigen". Deshalb heißt das neue Programm „Freude und Gemeinschaft". Der Rundfunk richtet seine Sendezeiten und seine Programme nach den Bedürfnissen der schaffenden Deutschen. Die Deutsche Arbeitsfront sorgt durch großzügige Maßnahmen in den Betrieben, durch einheitliche Regelung der Werkpausen, durch eine intensive Propaganda unter der deutschen Arbeiterschaft und Burd) ihre Feierabendgestaltung für die denkbar größte Aufnahmebereitschaft unseres Volkes. Das Programm enthält in dem Abschnitt „D i e Partei h a t das Wort" die großen politischen Uebertragungen des Winterhalbjahres, so daß zum erstenmal ein Kalender der großen nationalen Feiern, soweit sie über den Rundfunk gehen, vorliegt. Unter dem Motto „Freude im Betrieb und zu Hause" erfolgen die Sendungen für die Werkpausen der deutschen Arbeiter. Millionen Schaffende, die Tag für Tag schwere Arbeit für Volk und Führer leisten, sollen in den Werkpausen Erholung, Entspannung, Freude und dadurch Kraft finden. Die Werkpausenkonzerte finden statt: Von 6 bis 8 Uhr morgens, von 8.30 bis 9.30 Uhr morgens, von 12 bis 13 Uhr mittags. Durch entsprechende Verlegung der Betriebspausen in diese Zeiten soll der deutsche Betriebsführer helfen, die Parole „Freude im Betrieb — durch Rundfunk!" zu verwirklichen. Feierabendstunden 'wird der Rundfunk mit seinen Arbeitskameraden abhalten und neben der fröhlichen Werk- und Tanzpause große Meister der Musik interpretiert vom ersten deutschen Dirigenten und Solisten, mitten zwischen Maschinen und Drehbänken zum völkischen Erlebnis machen. Die Dirigenten Kraus, Abendroth, Böhm, Pfitzner, Weißbach und Solisten wie Marcel Witttich, Erna Sack, Helge Roswaenae u. a. stehen im Dienst dieser wahrhaft sozialen Aufgabe. Alle Sender bringen Berichte über die Aufgaben unseres Bauerntums, Wetternachrichten, Saat- und Ernteratschläge, Marktberichte usw. Die Reichssender Breslau und Königsberg und der Deutschlandsender bringen darüber hinaus ein breites Programm von Bauern- und Landschaftssendungen, welche die neue Haltung des Bauern zu Volk und der Volksgemeinschaft zum Bauerntum in das Bewußtsein aller Rundfunkhörer hämmern. Die Hitler-Jugend und der Nationalsozialistische Lehrerbund arbeiten eng zusammen, um die Aufgaben des Rundfunks in der Jugend zu lösen. Die „Stunde der jungen Nation" am Mittwoch und die „Morgenfeiern" am Sonntag find die Höhepunkte dieses ] Programms. Die Reichssender werden „die schön-! st en Opern aus zwei Jahrhunderten" bringen. Ebenso liegt ein reichhaltiges Operet - Bremen, 27. Okt. (DNB.) Seit Montagmittag herrscht über der Nordsee wieder schwerer Süd- we st sturm. Dienstagmorgen wurde Windstärke 10 bis 12 gemessen. Der schwedische Dampfer „Singoalla" ist etwa 52 Meilen von Borkum entfernt in Seenot geraten. Das Borkumer Rettungsboot ist zur Hilfeleistung ausgefahren. Auch bei Norddeich soll sich ein Fahrzeug, dessen Ladung über Bord gespült wurde, in Seenot befinden. Auf der Insel Norderney wurde großer Schaden angerichtet. Auch aus Bremerhaven und Wilhelmshaven liegen Sturmmeldungen vor. Der englische Tankdampfer „Laurelwood" geriet infolge schweren Wetters unweit Brunsbüttel auf Grund. Zahlreiche Schlepper sind zur Hilfeleistung ausgelaufen. Der Sturm hat auch in den holländischen Gewässern zahlreiche Schiffsunfälle zur Folge gehabt. Der Dampfer „Schwaben" des Norddeutschen Lloyds war bei Hoek van Holland g e» strandet. Holländischen Schleppern gelang es, bas Schiff aus seiner bedrohlichen Lage zu befreien. Ferner gelang es einem holländischen Bergungsdampfer, den in Seenot befindlichen deutschen Dampfer „Kurt Hartwig Siemers" nach Hoek van Holland einzuschleppen. Das kleine deutsche Tankschiff „Grete Glad" befindet sich 13 Seemeilen von Pmuiden in Seenot. Das Schiff hat im Sturm sein Ruder verloren. Das deutsche Schiff „Nor- burg", dem bei Terschellinger Bank durch den Sturm zwei Luken eingeschlagen wurden, hat 808-Zeichen gesandt. Das Schiff befindet sich in sinkendem Zustand. Der Schlepper „Holland" und bas Motorrettungsboot „Brandaris" sind zur Hilfeleistung ausgefahren. Das Feuerschiff „Elbe I“ von Cuxhaven ist Dienstag nachmittag bei dem heftigen Orkan g e k e n t e r t. Man ist ohne jede Nachricht von dem Schiff. Nach dem Bericht eines Augenzeugen, des Kapitäns eines englischen Dampfers, wurde „Elbe I“ von einer Grundsee erfaßt. An Bord des Feuerschiffes befanden sich 15 Mann Besatzung, mit deren Tod man rechnen muh. Bergungsdampfer „Hermes", der von Cuxhaven auslief, muhte unverrichteter Dinge umkehren, da er gegen die grobe See nichts ausrichten konnte. ist der Dank der Schaffenden eines Volkes an die kulturelle Führung auf persönlichere Art abgestattet worden als mit diesem Geschenkbuch deutscher Dichter. Reichsminister Or. Goebbels gegen das Muckertum. Reichsminister Dr. Goebbels empfing die Landesleiter der Reichstheaterkammer, die ihm vom Präsidenten der Reichstheaterkammer, Ministerialrat Dr. Schlösser, vorgestellt wurden. In einer Ansprache berührte der Minister einige grundsätzliche Fragen aus dem Aufgabengebiet der Landesleiter. Vor allen Dingen wies er nachdrücklich darauf hin, daß Organisation nie Selbstzweck sei. Am allerwenigsten dürfe das auf dem Gebiete der Kunst der Fall sein. Dr. Goebbels warnte auch vor einer Uebertreibung des Kampfes gegen den Kitsch, soweit es sich nicht um ausgesprochene Versündigungen wider den guten Ge- ten- und Singspielprogramm vor. Die Unterhaltung-, Tanz- und Volksmusik wird zunächst von festen, beliebten Sendereihen getragen. Ebenso werden Vorspiele, Hörfolgen und die großen dramatischen Werke der Weltliteratur stärker als bisher die bloße Vorlesung ersetzen. Der Deutschlandsender wird mit Zeitfunk die Reichsautobahn, Flugplätze, Kohlenreviere, die Welt der Hochöfen, Porzellanmanufakturen und Bern- steinwäschereien, Tuch- und Leinenweber, Heringsdampfer und Heringsfangplätze, den Hilfszug Bayern und den Reichsautozug Deutschland der NSDAP, besuchen und außerdem Funkberichte über die Partei und ihre Organisationen durchführen. Ein Sportprogramm ist vorbereitet, das von Fall zu Fall den einzelnen Sendern zur Durchführung übertragen werden soll. In dem Abschnitt „Deutschland ruft d i e Welt" werden zum ersten Male die wesentlichen Sendungen des deutschen Kurzwellensenders zusammengefaßt und der Oeffentlichkeit übergeben. Der Rundfunk erfasse, so erklärte der Reichssendeleiter abschließend mit insgesamt rund 70 000 Sendestunden und über eine Viertelmillion Einzelsendungen heute in Deutschland allein acht Millionen Funkapparatebesitzer oder etwa 3 0 Millionen. Hörer und gehöre damit neben der Zeitung und dem Film zu den wesentlichsten Kulturträgern unseres Volkes. Der Rundfunk habe Jahr für Jahr eine neue Million von Hörern gewonnen. Er werde feinen Siegeslauf fortsetzen, bis das ganze deutsche Volk seiner Sendung verfallen sei. Die erste Werkpausensendung. München, 27. Okt. (DNB.) Unter dem Motto „Freude und Gemeinschaft" eröffnete der deutsche Rundfunk am Dienstag gemeinsam mit der Deutschen Arbeitsfront und der NSG. „Kraft durch Freude" im Reichsbahnausbesse- rungswerk München-Freimann die erste Werkpausensendung, die als ständige Einrichtung dem deutschen Arbeitsmann in allen Gauen während der Werkpausen das Kulturschaffen unserer Meister in Lied und Ton nahebringen soll. Vor einer Belegschaft von 3000 Mann, die sich in der Montagehalle für Wagenbau eingefunden hatte, spielten das Große Orchester des Reichssenders München sowie das Tanzfunkorchester. Reichsamtsleiter Geiger vom Propagandaamt der Deutschen Arbeitsfront brachte zum Ausdruck, daß Deutschland nicht allein schöner geworden sei, sondern daß sich auch die Menschen geändert haben. „Schlechte Menschen" wollen Mitleid erbetteln. Wir aber holen uns zu allen Stunden Kraft und Belustigung aus unserer Arbeit und wollen, wenn die Maschinen stillstehen, die Schicksalsgemeinschaft der Arbeit fortsetzen als Feierabendgemeinschast. Reichssendeleiter Hadamoosky betonte, daß unverdorbene, gesunde Menschen die Voraussetzung aller Kulturübermittelung und allen Gedeihens geisttger Schöpfungen sind. Darum kann die deutsche Kultur auf die Teilnahme des deutschen Arbeiters nicht verzichten. Auch im späteren Verlauf des Abends war es nicht möglich, an das Feuerschiff ober an die Stelle, wo es lag, heranzukommen. Wenn auch der Orkan vor der Elbmündung etwas abflaute, so herrscht doch immer noch etwa Windstärke 10. Am frühen Morgen will man erneut versuchen, mit Bergungsdampfern an die Unglücksstelle heranzukommen. Das Feuerschiff „Elbe I" liegt etwa 21 Seemeilen von Cuxhaven entfernt. An Bord der Feuerschiffe „Elbe II", „Elbe III" und „Elbe IV" ist trotz des Orkans alles wohlauf. In dem schweren Sturmwetter am Dienstag ist der lettische Frachtdampfer „Helena Faulbaum" (2000 Tonnen) an der schottischen Westküste in der Nähe des Firth of Lome un- lergegangen. 15 Mann der Besatzung e r - tranken. Bier retteten sich auf eine kleine, unbewohnte Insel. Ein Rettungsboot brachte sie später in Sicherheit. Der Kapitän des Lübecker Dampfers „Ostfee" telegraphierte seiner Reederei, sein Schiff fei in der Nähe von Uleaborg in Finnland gestrandet. Bergungsfahrzeuge sind zur Unfallstelle unterwegs. Ueber das Schicksal des schwedischen Motorschoners „Singoalla" und eines treibenden sowjet- russischen Dampfers ist bis zur Stunde noch nichts bekannt. Ein kleines Fahrzeug, daß sich in der Nähe von Norddeich in Seenot befand, ist gesunken. Die Besatzung konnte gerettet werden. Ein weiteres Fahrzeug ist bei der Insel Juist ge- str and et. Auch hier gelang es, die Mannschaft in Sicherheit zu bringen.Der norwegische Dampfer „Gunny" hat schweren Ruderschaden erlitten, der bei dem hohep Seegang mit Bordmitteln nicht zu beheben ist. *(£r treibt hilflos in der Nähe von Esbjerg bei dem gefürchteten Hornsriff. Die Schiffsleitung gab 808-Rufe. An der Westküste von Jütland tobte schwerer Weststurm. Die Stärke der Sturmflut gleicht der der großen Flutkatastrophe des Jahres 1911. Aus anderen Gegenden werden Hagelschauer und Windhosen gemeldet. Westlich von Barde wurde das Wrack des vermißten Esbjerger Fischkutters „Eigil" an Land getrieben. Man muß annehmen, daß die Besatzung von vier Mann ums Leben gekommen ist. schmack handele. Auch die Laienbühnen und Schü- lertheater hätten einen gewissen Wert als erste Anregung des spielerischen Triebes. Der Minister wandte sich ferner gegen jenes Muckertum, das am liebsten jede Erotik von der Bühne verbannen wolle. Er erinnerte dabei an das Wort eines Ministers der Kaiserin Maria Theresia: „Majestät, das Küssen werden Sie nie abschaffen! Wenn man die Jugend nicht auf ungesunde Abwege drängen wolle, dürfe man eine gesunde Erotik nicht unterdrücken." Zum Schluß ermahnte Dr. Goebbels die Landesleiter, sich nicht als Verwalter und Beamte, sondern als Inspiratoren der Kunst zu fühlen. öocf)fd)ulnad)rid>fett. Professor Dr. Richard Becker, Ordinarius für theoretische Physik an der Technischen Hochschule Berlin, ist in gleicher Eigenschaft an die Universität Göttin gen berufen worden. Das ilalienischeMWiinento Don Alex Schmalfuß. Die Zeitrechnung des faschistischen Italien beginnt mit dem Jahre 1922, in dem der Marsch auf Rom stattfand. Seitdem hat bas Land unter der zielbewußten und mit staatsmännischer Weitsicht geplanten Aufbauarbeit Mussolinis eine so gründliche Wandlung durchgemacht, daß man von einem „neuen Italien" sprechen muß. Die Aufführung gewaltiger Bauten im modernen Stil und deren Einrichtung mit allen technischen Errungenschaften der Neuzeit, die Anlage prächtiger Landstraßen vorn Gebirge zum Meer, die Aufschließung und musterhafte Besiedlung des jahrhundertelang für wertlos gehaltenen Gebietes der Pontinifchen Sümpfe und viele andere Aeußerun- gen eines kraftvoll zum Ansatz gebrachten Aufbauwillens sind seine Zeugen. Pulsierendes Leben auf den Feldern, in den Fabriken und Häfen bezeugt seinen Schaffensdrang. Und die durch keinerlei kleinmütige Bedenken gehemmte Durchführung des abessinischen Feldzuges mit der abschließenden Verkündung des Faschistischen Imperiums symbolisiert und begründet zugleich seinen Stolz. So steht das neue Italien vor uns als ein festgefügtes Staatsgebilde, geeint in der Bereitschaft, bas Werk seines Duce zu beschirmen und zu vollenden. Ein modernes und in seiner strukturellen Ausrichtung unbedingt neuzeitliches Staatsgebilde, das sich auf eine gewaltige Ueberlieferung berufen kann und es auch tut. Wenn es anders wäre, ließe sich der Stolz über das Risorgimento — die „W i e ö e r g e b u r t" — nicht erklären. Wie das Gefäß, so wandelte sich auch sein Inhalt: das italienische Volk hat die faschistische Revolution nicht nur „mitgemacht", sondern ist durch sie selbst wiederum revolutioniert worden. Ein Vorgang, der sich in gleicher Klarheit bisher nur bet ber nationalen Erhebung des Jahres 1933 in Deutschland wiederholte. Wie der Angehörige des nationalsozialistischen Reiches durchaus freiwillig die beziehungslose Geruhsamkeit unbekümmerter Bürgerlichkeit gegen die manchmal weniger bequeme Bereitschaft zur Teilnahme an den Sorgen und Freuden einer über die engen Bezirke jener Bürgerlichkeit gestellten Volksgemeinschaft eingetauscht hat, so hat auch der Italiener im faschistischen Italien eine grundsätzlich andere Lebensauffassung, die sich in der Haltung und im Charakter aus prägt, bekommen. Auch hier hat die Revolution in die Tiefe gewirkt, indem sie sich nicht in der Umformung des Staatsgebäudes erschöpfte und sich mit der Durchführung gewisser, als unerläßlich angesehener Organisationsabfichten begnügte. Das macht ja das Wesen einer echten Revolution aus: daß sie im Volke Wurzeln schlägt und ihre Kraftströme nicht zügellos vergeudet, sondern — gelenkt und geregelt durch die Führung dieser Bewegung — allmählich in bie Kanäle einer ruhigen und aufbauenden Evolution überleitet. Die durch ungezählte Redereien und theoretische Erörterungen eines jüdischen Jntellektuellenzirkels vorbereitete und später nur mit Hilfe planmäßig fehlgeleiteter Massen durchgeführte Revolution in Sowjetrußland ist niemals ins Herz des Volkes oorgebrungen. So erklärt es sich auch, daß der Druck der Revolutionsmacher nicht vom versklavten Volke genommen und der Zwang des volksfremd gebliebenen Revolutionsregimentes nicht gemildert werden kann. Unter solchen Voraussetzungen müssen selbstverständlich, auch wenn man die Massen mit den grausamsten Methoden von der Art des Stachanow-Systems antreibt, alle Erwartungen einer werteschaffenden Aufbauarbeit unerfüllt bleiben. Gewiß muß eine Evolution ideenmäßig vorbereitet werden. Wer sie durchführt, hat sich zuvor Rechenschaft darüber abzulegen, was er bekämpfen und erkämpfen will, sonst bleibt sein Unternehmen eine in jedem Falle zu verurteilende Revolte. Wer nicht imstande ist, an die Stelle des Gestürzten etwas Besseres zu setzen, begeht — wie die Akteure der deutschen Novemberrevolte von 1918 und der bolschewistischen Revolution — ein verabscheuenswürdiges Verbrechen. Der nationalen Erhebung in Deutschland im Jahre 1933 und der Machtergreifung des Faschismus in Italien im Jahre 1922 gingen ebenfalls lange Vorbereitungen voraus. Aber in beiden Fällen leitete die revolutionäre Entladung keinen Abschnitt neuer Kämpfe und niederreißende Lebens- äußerungen ein, sondern schuf erst sie die Möglich- ketten zu aufbauenden und auf allen Gebieten staatlichen und völkischen Zusammenlebens durch- zuführenden Reformen. Die Voraussetzung freilich dazu war, daß die Führer dieser im nationalen Interesse durchgeführten Revolutionen sich zuvor Zugang zum Herzen des Volkes ver- schafft hatten und mit der Gewißheit handeln durften, den Willen der besten und wertvollsten Teile ihres Volkes zu vollstrecken. Wie die nationalsozialistische Revolutton heranreifte und gegen welche Widerstände Adolf Hitler anrennen mußte, ist uns allen als Zeugen dieses gewaltigen Kampfes gegenwärtig. Obgleich I t a » lien nach Abschluß des Weltkrieges nicht in schmachvolle Ketten gelegt wurde, in die das Diktat von Versailles das Reich zwang, erschütterte auch die Appenin-Halbinsel Unruhe und Terror. Der Marxismus suchte auch hier ein diktatorisches Re- giment des Proletariats aufzurichten. Die bürgerlichen Regierungen sahen diesem Treiben machtlos zu. Wilde Streiks und mit roher Gewalt erzwungene Arbeitseinstellungen drohten das durch den Krieg brüchig gewordene Wirtschaftsgefüge vollends zu sprengen. Gegen solche anarchistischen Bestrebungen schlossen sich die Bünde der Frontsoldaten (Fascio-Bund) unter schärfster Betonung ihres nationalistischen Wollens zusammen. Als Kampfzeichen übernahmen sie die Faszes, die von den Liktoren des alten Rom getragenen Rutenbündel mit dem Beil, feit je ein Symbol der Gewalt über Leben und Tod. Ihr fähigster Organisator war Benito Mussolini. Mit einer militärisch geschulten und bis zum Letzten entschlossenen Mannschaft in Stärke von 60 000 Köpfen marschierte er am 28. Oktober 1922 in Rom ein und Zwang den König, ihn zum Ministerpräsidenten zu ernennen. Dieses geschichtliche und an jedem Jahrestage mit revolutionärem Schwung gefeierte Ereignis leitete das Risorgimento, die neue Epoche antiliberalisti- scher und antimarxistischer Grundhaltung ein. Das Versagen des Liberalismus, dem es nicht geglückt mar, den Zwiespalt zwischen Staats- und Gesell- schaftsbegriff und zwischen sozialer und politischer Verfassung zu kiberbrücken, gab dem Faschismus Veranlassung, dem atomistischen Prinzip des Liberalismus den Grundsatz der nationalen Einheit auf politischem, wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet gegenüberzustellen. Anstelle des Parlaments ist die korporative Ordnung, als Regulativ des sozialen Lebens wirksam. Unter Ausschaltung jeder Wieder schwere Stürm e über derRordsee. Zahlreiche Schiffe in Seenot. - Feuerschiff „Elbe I" mit 15 Mann gekentert Die „Kerle" vom „Aeolus"un- „Zephir u Oie Ozeanbesieger und ihre Frauen.—Oer Mann mildem achtzigsten Ozeanflug. Worauf es ankommt. Don unserem Sonderberichterstatter Dr. Buresch. liberal-individualistischen Selbsthilfe und unter dem Verbot von Streiks und Aussperrungen haben die in öffentlich-rechtliche Körperschaften, Berufsverbände und Ständevertretüngen zusammengefaßten Kräfte den Wirtschaftskreislauf aufrecht zu erhalten und zu erweitern. Der unter der autoritären Führung Mussolinis machtvoll gewachsene Staat befindet sich — auf Befehl des Duce selbst — noch immer im Zustande einer „permanenten Revolution". Was darunter zu verstehen ist, offenbart vielleicht am klarsten d i e Errichtung des neuen Imperiums. Weniger freilich die Tatsache als solche — der Faschismus hat ja niemals einen zweckbetonten Imperialismus geleugnet —, sondern vielmehr ihre ideelle Begründung. Sie beinhaltet nämlich, daß der die Massen in fortgesetztem revolutionären Schwung zu halten bestimmte Grundsatz Mussolinis: „Lebe gefährlich" auch der Motor der staatlichen Entwicklung im Sinne einer „Evolution" zu sein hat. Da- von zeugen, und hier schließt sich der Kreis, jene dokumentarischen Beweise der Baukunst und der Bodenkultivierung. Der Mut und die Bereitschaft zum Einsatz, die ihren Ausdruck zuletzt im abessinischen Feldzug fanden, wiederum bekunden den revolutionären, aber durchaus disziplinierten Lebensstil der Schwarzhemden, der zur Richtschnur seiner Haltung, seiner Handlungen und Gedanken dieses „Lebe gefährlich" erhob. Aus aller Welt. Vierfacher Gifimörder vor dem Schwurgericht. Bor dem Schwurgericht Ravensburg (Württ.) begann der Prozeß gegen den des vierfachen Giftmordes angeklagten Johann Baptist Guth aus Waldsee. Der Beihilfe zum Mord durch Rat und Tat hatte sich gleichzeitia Gebhard Sieber aus Weitprechts, Gemeinde Eintürchen, zu verantworten. Damit verbunden wurde auch die Strafsache gegen die 58jährige Frau Antonia O e st e r l e aus Waldsee. Durch Besprechung und Verabredung über die Ermordung der Ehefrau des Guth in der Wohnung der Oesterle hat diese von dem verbrecherischen Vorhaben Kenntnis erlangt und es entgegen ihrer gesetzlichen Verpflichtung unterlassen, die Gefährdete oder die Polizei in Kenntnis zu fetzen. Zu dem Prozeß sind 21 Zeugen und Sachverständige von der Chemischen Landesanstalt Stuttgart und vom Pharmakologischen Institut der Universität Tübingen sowie von der Heil- und Pflegeanstalt Weißenau geladen. Guth wird angeklagt, seine 51- jährige Ehefrau Viktoria Guth, geb. Käser, vergiftet zu haben. Fernerhin wird der Angeklagte beschuldigt, seine 38 Jahre alte Geliebte Katharine Gaßner, geb. Denier, die ihm 14 Tage vorher einen Knaben geboren hatte, noch während ihrer Wochenbettzeit ebenfalls vergiftet zu haben. Wenige Wochen darauf soll Guth weiterhin feinen erst zehn Wochen alten Sohn Johann Baptist Gaßner vergiftet haben, so daß dieser starb. Am 15. Oktober 1935 schließlich soll Guth auch das Kind der Gaßner mit Gift getötet haben. — Die Verhandlung begann mit der Vernehmung des Angeklagten Guth. Der Angeklagte legte eine erschreckende Kaltblütigkeit an den Tag. Das Explosionsunglück in Neugersdorf. Zu dem Explosionsunglück in der Mechanischen Kleiderfabrik Reimann und Söhne in Neugersdorf in Sachsen ist ergänzend zu melden, daß die Explosion in einer Abteilung des Gerbereibetriebes erfolgte. Dort waren Felle nach dem Waschen mit Benzin im Trockenapparat aufgehängt worden. Als die damit beschäftigten Arbeiter im Nebenraum beim Umkleiden waren, erfolgte die Explosion. Vier Arbeitskameraden wurden durch einstürzendes Mauerwerk verschüttet. Zwei von ihnen konnten mit zum Teil schweren Verletzungen geborgen werden. Eine Fortsetzung der Bergungsaktion war wegen der starken Einsturzgefahr und des Brandes erst nach schwierigen Aufräumungsarbeiten, an denen auch eine Abteilung des Reichsarbeitsdienstes tatkräftig mitwirkte, möglich. Endlich gelang es, die Leiche des 26jährigen Rudi Seidel zu bergen. Vermißt wird noch der im 40. Lebensjahr stehende Gerbermeister Emil Schoch. Der betroffene Gebäudeteil wurde zerstört. Autounglück auf der Autobahn. Auf der Reichsautobahn geriet unweit der Secken- Heimer Landstraße bei Mannheim ein aus Mannheim kommender auswärtiger Personenkraftwagen aus noch nicht geklärter Ursache aus der Fahrbahn und stürzte die hohe Böschung hinab. Die beiden Insassen wurden lebensgefährlich verletzt, und der Kraftwagen zertrümmert. Die Verletzten, zwei junge Männer aus Kassel, wurden in das Mannheimer Krankenhaus eingeliefert. Einer der Verletzten ist inzwischen g e st o r b e n. Beim Fußballspiel auf der Straße tödlich verunglückt. Im Kasseler Stadtteil Rothenditmold wurde der 13jährige Schüler Willi Schulz von einem Schnellastkraftwagen erfaßt, zur Seite geschleudert und tödlich verletzt. Die Ermittlungen haben ergeben, daß der Junge beim Fußballspielen unmittelbar vor das Lastkraftfahrzeug gelaufen ist. Ehrung einer Hundertjährigen. Der Führer und Reichskanzler hat der Frau Elisabeth Willems in Aachen aus Anlaß der Vollendung ihres 10 0. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen. 111 Fahre all! Friedrich Sadowski, der älteste Mann Deutschlands, der in Neidenburg (Ostpreußen) seinen Lebensabend verbringt, beging am 27. Oktober seinen 111. Geburtstag. Er wurde wie durch Urkunden belegt ist, am 27. Oktober 1825 in Orlau (Ostpreußen) geboren. Dreimal Zwillinge. Im Bezirkskrankenhaus Kandel (Pfalz) schenkte die Ehefrau des Bahnwärters Jakob Köhler III. aus Wörth wiederum zwei kräftigen Buben das Leben. Berlin, im Oktober. Während ganz Berlin in höchster Spannung der Ankunft der tapferen deutschen Atlantikflieger der Lufthansa entgegensah, herrschte im Direktionsgebäude der Deutschen Lufthansa Hochbetrieb. „Das ist recht", empfängt mich schließlich am späten Abend Herr Matthias, „daß Sie auch den Menschen draußen im Reich einen Beariff von der Bedeutung dieses Tages und seines Anlasses geben wollen. Gewiß verdienen die Männer, die die Atlantikflüge durchgeführt haben, das größte Interesse; ihnen haben wir es zu verdanken, daß der kühne Plan eines Atlantikflugverkehrs mit Flugbooten Wirklichkeit geworden ist." „Seit wann arbeitet man denn an diesen Plänen?" „Eigentlich bestehen sie schon seit der Gründung der Lufthansa, also seit 1 926. Schon damals beschäftigten sich von Gablenz und von Buddenbrock mit der Möglichkeit einer regelmäßigen Ueberquerung des Atlantik. Es mußten aber erst die geeigneten Flugzeuge entwickelt werden, die die gewaltige Strecke bezwingen konnten. Und unsere schwimmenden Flugstützpunkte haben, wie Sie wissen, den ungeheuren Vorteil, daß sie beweg- I i ch sind. Es sind richtige Dampfer, mit Katapulten zum Abschuß der „Wale" ausgerüstet. „Und wie ist die Mannschaft zusammengekommen? Das müssen doch alles besonders erprobte und unerschrockene Männer sein, die auf dieses Neuland vorstoßen?" „Die Mannschaft der Nordatlantikflüge ist Mann für Mann die gleiche, die auch die Südatlantikflüge durchgeführt hat. Nehmen Sie z. B. unseren Flugkapitän Blankenburg, der hat jetzt seinen achtzig st en Ozeanflug gemacht. In von Gablenz und Buddenbrock haben wir zwei Männer mit größtem Organisatorischen und technischen Weitblick, ohne den alle Erfindungen und genialen Konstruktionen nichts bedeuten. Nicht die technische Vervollkommnung hat es geschafft, sondern geschafft haben es die Kerle, die eben die andern nicht haben. Und deshalb sind wir volle zwei Jahre hindurch die einzigen auf dem Süd- atlantik geblieben. Erst seit Mai dieses Jahres befliegen ihn auch die Franzosen, Sehen Sie, ein Mann wie Gablenz läßt sich durch nichts beirren. Er und Buddenbrock sind immer ihren Männern mit der Tat vorangegangen, wenn es galt eine schwierige und gefährliche Etappe zu überwinden. Für ihn kommt es z. B. gar nicht darauf an, ob er drei Tage vor dem ersten Nordatlantik-Erkundungsflug noch als 2. Flugzeugführer den Flug von Rio aus mitgemacht hat, nicht etwa nur auf einer der vier Etappen, wo sich die Besatzung jeweils ablöst, sondern gleich auf allen vier hintereinander. Er war eigentlich noch kaum hier — schließlich hat er ja als Direktor der Lufthansa auch immer noch eine kleine Nebenbeschäftigung! — da zog er schon wieder los, nach Lissabon, zum Erstflug über den Nordatlantik." „Sind das nun alles Junggesellen oder sind auch einige Verheiratete darunter?" „Sechs sind verheiratet. Die Frauen kriegen nicht viel von ihnen zu sehen, sie teilen das Los der Seemannsfrauen. Darum kommt es z. B. höchst selten vor, daß eine hier anruft, während sie ihren Mann auf dem Fluge weiß. Da macht nur die junge Frau unseres jüngsten Kapitäns eine Ausnahme, die ruft jeden Tag an, wenn er unterwegs ist. Ich habe auch so etwas läuten hören, als wenn der junge Ehemann ihr täglich ein Telegramm schickte, zum Abgewöhnen! Später geht es ihr bann auch vielleicht mal so wie einer der andern Kapitänsfrauen, die ich hier nicht nennen will, der ihr Mann aber mal bei einer recht brenzlichen Gelegenheit, wo sie ihn schon für so gut wie tot hielt, durchs Telephon „zugeflüstert" hat: „Wenn du dich ängstigst, hättest du einen Klavierlehrer heiraten sollen!" „Ich könnte mir aber doch denken, daß selbst diese „Kerle", wie Sie vorhin so treffend sagten, bei Das Ehepaar hat jetzt acht Buben. Zum drittenmal sind Zwillinge zur Welt gekommen. Zehn Todesopfer eines Derkehrsunglücks in der Türkei. In der Nähe der türkischen Stadt Eskischehir ist am Montag der aus Istanbul kommende Taurus- Expreßzug an einem ungeschützten Bahnübergang mit einem vollbesetzten Autobus zusammenge- st o ß e n. Ehe der Expreß zum Halten gebracht werden konnte, wurde der Kraftwagen von der Lokomotive erfaßt und ein Stück mitgefchleift. Der Autobus wurde bei dem Zusammenstoß vollständig zertrümmert, wobei zehn Personen getötet und mehrere schwer verletzt wurden. Einsturzunglück in Frankreich. In Vitry le Francois ereignete sich bei der Vorstellung eines Wandertheaters ein Einsturzunglück. Der Boden des Tanzsaales, in dem eine Pariser Vorort - Theatergesellschaft ein Gastspiel gab, stürzte zu Beginn der Vorstellung ein. Etwa 80 Personen stürzten in die Tiefe, 20 wurden schwer verletzt. Orkan und Erdbeben. Auf der Polarinsel Jan Mayen ist die einzige menschliche Niederlassung, nämlich die norwegische Wetterdienststation, von einem schweren Erdbeben heimgesucht worden. Gleichzeitig wütete ein Orkan, so daß die Gebäude der Station von Zerstörung bedroht waren. Es wurde erheblicher Schaden angerichtet. Eine Reihe kleinerer Erdstöße folgte im Laufe des gleichen Tages. Mörder zum Tode verurteilt Das Oppelner Schwurgericht verurteilte den 21 Jahre alten Peter C z i ch o n wegen Mordes an feiner früheren Braut, der 18 Jahre alten Fran- einem Unternehmen, wie der ersten Nordatlantiküberquerung, einigermaßen aufgeregt gewesen sind?" „Gespannt, das ist der bessere Ausdruck. Aber nicht darauf, ob es glücken würde oder nicht, dessen waren sie zuversichtlich gewiß, sondern, ob sie die „Europa", die auch gerade an dem Tage auf dem Weg nach Neuyork war, treffen würden. Darauf freute sich besonders Kapitän Blankenburg, der seinerzeit seine ersten Atlantikflüge von der Katapultvorrichtung der Europa aus gemacht hatte. Ausgerechnet war der erste Erkundungsflugtag, der 10. September, mit außerordentlich schlechtem Wetter und Nebel bedacht. Das geht schon aus der ungewöhnlich langen Zeit hervor, die das Flugboot damals brauchte, 22 Stunden 22 Minuten ist es unterwegs gewesen, gegenüber etwa 16 Stunden an günstigen Tagen. Man hatte aber trotz allem schon auf 1000 Kilometer Entfernung Funkverbindung mit der „Europa" und eifrig peilten nun die Bordfunker hüben und drüben sich aneinander heran. Gablenz schilderte es als. ein fast geisterhaftes Erlebnis, als plötzlich senkrecht unter ihnen das mächtige Schiff aus dem Nebel getaucht fei. Alle Rettungsboote, alle Decks seien schwarz von Menschen — zum Teil von zurückfahrenden Olympiateilnehmern — gewesen und der brausende Jubel habe das Drohnen der gewaltigen Oelmotoren sogar übertönt. Sie seien bann noch lange in Funkpeilung mit dem Schiff geblieben, das rasch in den Nebel zurückgesunken sei." „Schläft denn die Besatzung nicht ein, wenn sie so viele Stunden hintereinander unterwegs sind?" „Auf dem ersten Erkundungsfluge hat keiner von allen gepennt! Sie haben alle durchgewacht. Wenn man sie jetzt fragt, womit sie sich die lange Zeit denn vertrieben haben, dann wissen sie es selbst nicht mehr so recht. Die Spannung hat sie wachgehalten. ,Wir haben auf das Dröhnen der Motoren gehorcht, ist die sehr bezeichnende Antwort." „Die Maschinisten sind doch gewiß auch ganz aus» gesuchte Könner?" „Den einen, Oberflugmaschinist Gruschwitz, kann man sogar einen Pionier der Luftfahrt nennen. Er ist schon feit 19 12 bei der Luftfahrt und hat 1913 den berühmten „Flug rund um Berlin" mitgemacht. Im Kriege war er Flugzeugführer. Er ist aus der Mannschaft gar nicht wegzudenken, schon wegen seiner „Gemiedlichkeit". Er ist der einzige, der mir eine Postkarte von den Erkundungsflügen geschrieben hat, lakonisch, wie es seine Art ist, lautete sie: ,Lieber Herr Matthias, bis jetzt ist alles o. k. Morgen trudeln wir langsam (!) über die Azoren ... viele Grüße an alle, Ihr Grusch- witz/ Wir haben ihm diese inhaltsreiche Nachricht alle hoch angerechnet!" „Ist nun der Zepp keine Konkurrenz für Ihre Flüge?" „Nein, der Zepp versieht ja vornehmlich den Personen- und Frachtverkehr. In absehbarer Zeit werden wir auch die Briefpost vom Zepp noch mit übernehmen, weil wir ja schneller sind. Schon in diesen drei Jahren haben wir — ohne Zepp — 1 0 Millionen Briefe hinüber und herüber befördert. Das Postaufkommen hat sich auf dem Südatlantik in der Zeit verzehnfacht. Dabei haben die Schiffe kaum nennenswerte Post verloren. Es ist also ein zusätzlicher Briefwechsel entstanden, der für die enorme Verlebendigung des Verkehrs durch das Flugzeug spricht. Hinzu kommt die starke Werbung für deutsche Erzeugnisse. Solche Flüge, wie die erste Nordatlantiküberquerung bringen immer eine ganze Reihe von Aufträgen für Deutschlands Wirtschaft, für Flugzeuge, für Motoren und so weiter. Eilig verabschiedete ich mich, stolz in dem Bewußtsein, einem Volke anzugehören, in dem das alte Wikingerblut sich in immer neuen Eroberungstaten beweist! ziska K o r n e ck, zum Tode. Außerdem wurden ihm die Ehrenrechte auf Lebenszeit abgesprochen. Czichon hatte am 14. September seine Braut auf der Landstraße, wie er angab, aus Eifersucht getötet. MsMch Buci> fdic.nftc ö r Dir Wrlt, sik ! Ühlrn, d« Das Selten i'cbcnfc rd: öcincn nein Kind, deinem Jahrgang 1915. In diesen Tagen rücken die jungen Männer des Jahrgangs 1915 in die Kasernen der Wehrmacht ein, um ihre Wehrpflicht gegenüber Volk und- Daterland zu erfüllen. Dieser Tag ist für sie ein Ehrentag und für sie und für uns alle insofern ein Tag von besonderer Bedeutung, weil mit diesen jungen Rekruten zum erstenmal ein Jahrgang seine zweijährige Wehrpflicht erfüllt und mit diesem Ziel auch eingerücft ist. Es ist diesmal ein anderes Bild, als es bisher gewesen war, denn der Jahrgang 1914 hat noch nicht den Rock des Bürgers wieder angezogen, sondern dieser Jahrgang hat die Aufgabe, auch noch ein zweites Jahr seiner Dienstpflicht abzuleiften. Die Gründe, warum das geschehen ist, sind den Soldaten bekanntgegeben, und sie sind auch von ihnen verstanden worden. Gewiß mag für manchen Soldaten des Jahrgangs 1914 der Beschluß der zweijährigen Dienstzeit eine Ueber- raschung gewesen sein, und hier und da sind auch schon Dispositionen für das bürgerliche Leben getroffen worden, aber in dem einen Jahr ihrer Dienstzeit haben die Soldaten verstehen gelernt, daß zum Soldatsein auch gehört, sich der höheren Pflicht unterzuvrdnen. Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat in Nürnberg ausgesprochen, daß er volles Verständnis dafür habe, was Deutschlands Soldaten leisten müssen, aber dieser Beschluß ist einer harten Notwendigkeit entsprungen, wie ein Blick in die Welt rundum und vor allem ein Blick nach der waffenstarrenden Sowjetunion beweist. Die Soldaten des Jahrgangs 1914 haben ihr erstes Dienstjahr hinter sich. Sie haben in den Mcmövern und Hebungen der letzten Wochen gezeigt, was sie gelernt haben. Jetzt kommt es, nach wohlverdienten Tagen der Ruhe, darauf an, diese Ausbildung nach jeder Richtung hin zu ergänzen und zu vertiefen, und manche der jungen Männer des Jahrgangs 1914 werden auch Gelegenheit haben, ihren jüngeren Kameraden, den Rekruten des Jahrgangs 1915, ein Helfer in der Ausbildung zu sein. Die bisherige Dienstzeit von einem Jahr reichte nach dem Urteil aller maßgebenden Soldatenführer nicht aus, um die Soldaten so auszubilden, wie sie für den Ernstfall ausgebildet werden müssen. Die weitere Ausbildung nützt daher den Soldaten selbst für ihre soldatische Pflichterfüllung. Sie wird ihnen aber auch bestimmt gute Dienste für ihr künftiges Leben leisten. Alsdann muß berücksichtigt werden, daß die kommenden Jahrgänge in Deutschland, bis etwa 1940, zu den geburtenschwachen Jahrgängen gehören. Dies sind die Kinder des großen Krieges, und diesmal im Jahre 1936 treten mit dem Geburtenjahrgang 1915 nur rund 350 000 junge Männer in das wehrpflichtige Alter. Das ist nicht einmal die Hälfte eines Vorkriegsjahrganges. Dabei muß natürlich noch berücksichtigt werden, daß ja nur ein Teil, wie wir hoffen, ein guter Teil, dieses Jahrgangs als militärdienfttauglich erkannt worden ist. Wenn nun in den nächsten Wochen diese jungen Männer ihren Soldateneid schwären, so geschieht das in Anwesenheit der den Truppenteilen jetzt vom Führer verliehenen neuen Regimentsfahnen, die die Tradition der ruhmreichen Fahnen der alten Armee fortfetzen. Die jungen Rekruten werden dann auch wissen, daß der Soldateneid, den sie leisten, nicht mehr einem Dokument gilt, sondern einer neuen Jdeenform, die die persönliche Bindung an den höchsten Befehlshaber vollzog, die bis zum Zusammenbruch am Ende des Weltkrieges bestanden hatte und die jetzt wieder hergestellt ist. Der Deutsche braucht eine Verkörperung der Idee, der er seine Dienste weihen soll, und der auf die Person geleistete Eid bindet fester als der Eid auf einen bloßen Begriff. Mit diesem Eid verschreibt sich der Soldat mit Leib und Leben dem Führer und gibt das feierliche Versprechen, die soldatischen Pflichten in unbedingtem Gehorsam zu erfüllen. Die Kraft des persönlichen Eides liegt ferner in der Betonung der Volkstreue, die bei den Germanen üblich war und bei der deutschen Natur stets eine hervorragende Rolle in der soldatischen Moral gespielt hat und auch weiterhin spielen wird. Deutschlands junge Rekruten dürfen überzeugt sein, daß der Jahrgang 1914 mi. dem Jahrgang 1915 gute Kameradschaft halten wird. Die Unteroffiziere und Offiziere werden ihnen Führer, aber sie werden ihnen auch stets gute Kameraden sein. Neben dem Gedanken der Kameradschaft wird in unserer jungen Wehrmacht, und zwar in allen drei Teilen, auch der soziale Gedanke in seiner ideellsten Form verkörpert. Wer Hilfe braucht, dem wird Hilfe zuteil, jetzt und in Zukunft. Die jungen Soldaten dürfen und sollen mit ihren Sorgen zu ihrem Korporalschaftsführer, ihrem Feldwebel und ihrem Kompaniechef kommen. Sie werden jederzeit ein offenes Ohr finden. Sie dürfen ebenso überzeugt sein, daß auch für sie gesorgt sein wird, wenn sie ihre Dienstpflicht erfüllt haben. Die Einrichtung der Fürsorgeoffiziere ist ja gerade zu diesem Zweck geschaffen worden. Die Pflichten des Dienstes müssen selbstverständlich voll erfüllt werden, aber dis jungen Soldaten des Jahrgangs 1915 sollen auch wissen, daß wir alle stolz auf diese neuen Rekruten sind und daß alles getan wird, um ihnen die Erfüllung ihrer Pflichten möglich zu machen. Der Jahrgang 1915 knüpft wiederum an die stolze Dienstzeit der zweijährigen Dienstpflicht im alten Reich. Im Gedanken an das, was ihre Väter im Frieden und im Krieg geleistet haben, werden Deutschlands jüngste Rekruten nun ihre soldatischen Pflichten erfüllen. K. B. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IX. 36: 9650. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. wo . w, &ut- xljl 4LUU/ 100 &CVA*V Äuu OlatyM' aMoJo f RexMen -Demonstrationen in Brüssel. W ■ ■ * M z - 2 Ä -.»i" <’ ■jM '•4 S A Im Anschluß an die Verhaftung des Rexistenführers D e g r e l l e kam es in Brüssel zu Kundgebungen. Berittene Polizei zerstreute die Ansammlungen. — (Scherl-Bilderdienft-M.) Das deutsche Volk in der Lrhallungsschlacht. Zur Kölner Ausstellung „Kampf um IV2 Milliarden '. Von unserem Bo.-Sonderberichierstaiter. Seit Wochen steht Köln im Zeichen der Ausstellung „Kampf um 1% Milliarden", jener großen Lehr- und Jndustrieschau, der im Rahmen des neuen Vierjahreplanes des Führers nicht nur für die Ernährungswirtschaft, sondern auch für Industrie, Handel und Gewerbe und für die Verbraucherschaft die allergrößte Bedeutung zukommt. In zwei großen Abteilungen wird der Kampf gegen den Verderb in der Landwirtschaft, in der Ernährungswirtschaft und im Haushalt und der Kampf gegen Sachwertoerluste behandelt. Die Ausstellung zeigt nicht nur die neuen Verfahren, Verluste zu vermeiden und die Erzeugungs- und Vertriebsorganisationen zu vereinfachen, sondern auch eine Reihe neuer deutscher Werkstoffe, die uns unabhängig machen von ausländischen Rohstoffen und in ihrer vielseitigen Verwendungsmöglichkeit geradezu verblüffen. Der Kampf gegen den Verderb und gegen Sachwertverluste, der in zwei großen Lehrschauen behandelt wird, ist ein bedeutsamer Beitrag der deutschen Landwirtschaft und der gewerblichen Wirtschaft zur Nahrungssicherung unseres Volkes und zur Erringung der Unabhängigkeit in der Rohstoffversorgung. Betritt man den Ehrenhof der Ausstellung, so leuchtet an der Stirnwand eine große symbolhafte Darstellung des ..Kampf gegen den Verderb", ein blondes Bauernmädchen hebt abwehrend den Arm gegen die bildhaft dargestellten Schädlinge und Verluste. In der ersten Sonderschau des Reichsnährstandes wird der Kampf gegen den Verderb in der Erzeugungsschlacht behandelt, der Kampf gegen Tierkrankheiten, wie Tuberkulose, Rotlauf und Gelben Galt. Eine weitere Darstellung ist dem Vernichten des Unkrauts gewidmet, der Bekämpfung des Hederichs und des Ackersenfs, der Quecke und der Distel. Eine weitere Sonderschau behandelt die Feinde unserer Nahrungsgüter, den Kartoffelkrebs, die Kraut- und Knollenfäule der Kartoffel, den Schorf als den größten Feind des deutschen Obstbaues, den Rost, den Flugbrand und Stinkbrand beim Getreide. Auch den Schädlingen, die am täglichen Brot des deutschen Volkes zehren, ist eine besondere Abteilung gewidmet, die in außerordentlich instruktiven bildlichen Darstellungen die Feinde der tierischen und pflanzlichen Wertstoffe zeigen. „Das Wissen und Können der Landfrau und der Stadtfrau im Kampf gegen den Verderb" sind zwei weitere Abteilungen der Lehrschau, die um so notwendiger für einen Erfolg unseres Kampfes gegen den Vederb find, als der Verderb in der Hauswirtschaft und in den Küchen, d. h. also beim Verbraucher, nicht weniger als eine Dreiviertelmillion ausmacht. Die Frischhaltung von Lebensmitteln im Haushalt, der Bedarf von Kleinhaushaltungen an Kochkisten, die zugleich als Kleinkühler verwendbar sind, ist außerordentlich groß. Dieser Teil der Lehrschau zeigt, wie stark d i e Industrie an dem Gelingen des Kampfes gegen den Verderb im Haushalt beteiligt ist. Nur wenn die Industrie der Hausfrau den Volkskühl- schrank zu einem erschwinglichen Preise zur Verfügung stellt, kann die ländliche und städtische Frau 1 jeden Verderb an wichtigem Nahrungsgut vermei- den. Der Industrie erwächst hieraus die Aufgabe, unter Zurückstellung aller eigenwirtschaftUchen Interessen bei der Herstellung und vor allem bei der Preiskalkulation dieser unentbehrlichen Hilfsmittel bahnbrechend zu arbeiten. Der Bedarf der Hauswirtschaft in Stadt und Land an Hilfsmitteln dieser Art ist überaus groß und wird in dem Augenblick zu einer gewaltigen Umsatzsteigerung für industrielle Erzeugnisse führen, in dem ihr Preis dem tatsächlichen Materialaufwand angepaßt ist. Daneben muß die Landmaschinenindustrie bemüht sein, durch preiswerte, auch für den kleinen Betrieb erschwingliche Maschinen und Vorrichtungen dem Fortschritt in der Landwirtschaft und damit der Nahrungsfreiheit des deutschen Volkes zu dienen. Die Ertragssteigerungen, vor allem gelegentlich auftretende Massenanlieferungen von Obst und Gemüse, haben die Frage nach einer zweckmäßigen Lagerung aufgeworfen. Das Gleiche gilt auch für die Lagerung von Eiern, Fleisch und Fischen. In der Abteilung, die dem Kampf gegen Sachwertverluste gewidmet ist, werden vor allem die verschiedenen Regenerationsverfahren von Men, Fetten und Blut, ferner die Abwässer- und Abfallverwertung, die Müllverwertung und die Normung gezeigt. Die Sonderschau über den Kampf gegen die Sachwertverluste ist von einer außerordentlichen Vielseitigkeit und eröffnet für die Durchführung des Vierjahreplans und für die Befreiung von der Abhängigkeit von ausländischen Rohstoffen die günstigsten Aussichten, da es gelungen ist, neue deutsche Werkstoffe für die deutsche Industrie zu schaffen, deutsche Werkstoffe, die ausländische Rohstoffe durchaus ersetzen, in vieler Beziehung sogar noch vielseitiger verwendbar sind. So bietet die Ausstellung „Kumpf um IV2 Milliarden" eine Fülle von Anregungen der mannigfaltigsten Art, wie der Kampf gegen den Verderb auf dem Gebiete der Ernährungswirtschaft und der Kampf gegen die Sachwertverluste in der gewerblichen Wirtschaft zu einem Erfolg geführt werden kann. An diesem Erfolge mitzuwirken, ist die Aufgabe des gesamten Volkes. Die Erhaltun^sschlacht des deutschen Verbrauchers wird ebenso mit nationalsozialistischer Tatkraft und Einsatzbereitschaft durchgeführt werden, wie der Vierjahreplan des Führers überhaupt. Büchertisch. — „DasnationalsozialistischeDeutsch- land und die Wissenschaft". Heidelberger Reden von Reichsminister Rust und Prof. Ernst Krieck. (Schriften des Reichsinstituts für Geschichte des neuen Deutschlands). 35 Seiten, Preis 1,50 Mk. Hanseatische Verlagsanstalt AG., Hamburg 1936. — (269) — Bei der 550-Jahrfeier der Heidelberger Universität hat das nationalsozialistische Deutschland durch zwei seiner maßgeblichsten wissenschaftlichen Vertreter Erklärungen zur Stellung der Wissenschaft im Dritten Reich abgegeben, die von grundsätzlicher Bedeutung sind. Reichsminister R u st betonte, daß die bislang herrschende Ideologie einer wertfreien und voraussetzungslosen Wissenschaft beseitigt wurde. Der Nationalsozialismus bestreitet, daß Voraussetzungslosigkeit und Wertfreiheit über- hnupt Wesensmerkmal der Wissenschaft sind. Der Minister wandte sich dann gegen die Verwechselung der Objektivität mit einer Haltung des Alles-Ver- stehens: er bekannte sich zu einer wahren Objektivität als W"lensmerkmal aller Erkenntnis. Wissenschaft als System ist nur möglich auf dem Boden einer lebendigen Weltanschauung. Prof. Krieck hat sich insbesondere dieser Frage der Objektivität der Wissenschaft angenommen. Der Nationalsozialismus bekennt sich zur Wahrheit der Wissenschaft. Freilich kann ihr Ziel nur fein: Gestaltung des Menschentums und der völkischen Lebensordnung, die dem Naturgesetz der Gemeinschaft verpflichtet sind. — Vor einem großen internationalen Forum der Gelehrtenwelt gehalten, kommt diesen Reden als dem Manifest der nationalsozialistischen Wissen- schaftsauffassung eine grundsätzliche Bedeutung zu. Prof. Dr. Walter Frank hat beiden Reden em Vorwort mitgegeben, in dem er auf ihre überragende Bedeutung eingeht und sie als die grundlegende Wissenschaftsauffassung des Nationalsozialismus feiert. — D i e Ortsnamen Hessens. Etymologisches Wörterbuch der Orts-, Berg- und Flußnamen des Volksstaates Hessen. Herausgegeben von Wilhelm S t u r m f e l s. Dritte verbesserte und vermehrte Auflage. 88 Seiten. Ganzleinen 2,80 Mark. Verlag Emil Roth, Gießen. — (281) — Das handliche und hübsch ausgestattete Merkchen, das bereits in dritter Auflage erscheint, enthält eine wissenschaftlich gegründete Worterklärung und Ableitung sämtlicher Ortsnamen, sowie der geläufigsten Fluß» und Bergnamen Hessens: im ganzen rund 1500 Namen mit einer sachlich-sprachlichen Erklärung. Das Buch dient somit dem Heimatfreunde und Heimatforscher als ein willkommenes Hilfsmittel und zuverlässiges Nachschlagewerk, auf das er sich in jedem Falle verlassen kann. Doch ist das Ganze, wie cs bei jedem guten Wörterbuch sein soll, nicht nur ein Nachschlagewerk, sondern auch ein vielfältig belehrendes und anregendes Lese-Buch, das über die gerade gebrauchte Worterklärung ober sprachliche Abteilung hinaus mancherlei Einblicke in geschichtliche und kulturgeschichtliche Zusammenhänge unserer Heimat vermittelt. Es darf daher allen Freunden dos Hessenlandes und seiner Vergangenheit angelegentlich empfohlen werden. Kirche und Schule. Berufungen in die Disziplinarkammer der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen. LPD. Dom Landeskirchenausschuß wurde folgende weitere Besetzung der Disziplinarkammer her Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen befchlof- sen: Stellvertretender Vorsitzender Oberlandesge- rich^srat Sauer (Frankfurt a. M.), stellvertretende Mitglieder: Pfarrer Wüst (Rüdesheim), Amtsgerichtsrat Fricke (Frankfurt a. M ), Konfistorias« rat Pfarrer L ü t g e r t (Frankfurt a. M.), Pfarrer Kahn (L i ch). Ist der Angeschuldigte Kirchenbeamter, so treten an die Stelle der beiden letztgenannten stellvertretenden Mitglieder Oberkirchen- rat S ch u st e r (Wiesbaden) und Bürodirektor Spangenberg (Wiesbaden). Wetterbericht des Relchswetterdierrfles. Ausgabeork Frankfurt. Der Sturmwirbel, der am Dienstag vornehmlich im Nord- und Ostseegebiet orkanartigen, nord- bis nordwestlichen Sturm verursachte, flacht sich unter Ostwärts-Verlagerung rasch ab. Von seiner Rückseite her hat er die Verfrachtung stärkerer polar- maritimer Luftmassen auf das europäische Festland ausgenommen, die noch zum Auftreten schauerartiger Niederschläge (im Gebirge vielfach Schnee) Anlaß gibt. Dom Atlantik her kommt ein neuer Sturmwirbel heran, doch kann in einem Zwischenhoch vorübergehend Beruhigung erwartet werden. Aussichten für Donnerstag: Veränderlich mit häufiger Aufheiterung und nur noch vereinzelten Schauern (im Gebirge teilweise Schnee), bei abflauenden, aber immer noch lebhaften west- bis nordwestlichen Winden für die Jahreszeit zu kokt. Aussichten für Freitag: Bei Luftzufuhr aus West zunehmende Unbeständigkeit. Gießen (Neuenweg 19), den 28. Oktober 1936. 6835 D Für die vielen Beweise herzlichster Teilnahme, sowie für die zahlreichen Blumenspenden beim Heimgang unserer lieben Entschlaferyn sagen wir unseren innigsten Dank. Im Namen der Hinterbliebenen: Louis Vogt. ■ Ä;';' Gießen, Oktober 1936. 04076 Für die vielen Beweise Innigster Anteilnahme bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen danken wir auf diesem Wege herzlichst. Familie Gustel Sand Familie August Loos. SHwerKörige! Sofort gut hören, Besuch von Kirche, Theater, Versammlungen durch das beste Hörhilfsmittel Otophone wieder möglich, leicht, unauffällig, äußerst niedriger Preis. Katalog u. Auskunft durch unseren Vertreter am Donnerstag, dem 29. Okt. von 3—6 Uhr im Hotel Lenz in (ließen. 6839V Deutsch. ötoDhone Como.. Derl.-Deitzensee. tehöerftr, 24/5 21» Zimmer mit klein. Kochküche zu verm. Näheres 04080 Wilhelmftr. 51. Ml. jüngere Krall erfahren in dopp. amerik. Buchführung einschließl. Abschluß, zum möglichst lof. Eintritt von Fabrikunternehmen gesucht. Bewerbung mit Lebenslauf, Zeugnisabschriften, Lichtbild u.Gehaltsansvrüchen unt. 6840D an den Gieß. Anzeiger erbeten. svekmietungen | m. Etagenheiz., Franks. Str. 34, ver sofort z. vermieten. |6285D Näh.iA. Becker, Kevl erstraße 9. 6-9-3imnie[- Mliung m. Zentralheiz., zu verm s«278D 'Arckit. Nicolaus And.Fohannes- kirche 5 Wegen Versetzg. ist im 2. Stock meines Hauses Schiffenberger Weg 17 schöne 4-Zim.-Woliniing mit Balk., Küche und Bad, zum 1. November zu vermieten. 04971 Franz Brück Schiffenb.W.17. 3'L-Zimm.- Wohnung mit Küche, evtl, mit Garage, sofort zu vermiet. Wilh. Grün Franks. 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Winterhof!, Kreuzplatz 9/IO.muV Ur. 253 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Mittwoch, 28. Oktober (936 Aus dem Reiche der Krau. Mr schlachten einen Kürbis. Von Krida Aisch, Bad-Nauheim. Der Stolz des Gartens, der große Kürbis, soll sein Leben lassen. Aber, o weh! Er wiegt fast einen Zentner! Wohin mit ihm? Wir spalten ihn auseinander und nehmen die Körner heraus. Ihr Inneres schmückt später als „Kürbismandeln" unfern Weihnachtspfefferkuchen. Am schnellsten müssen die inneren Weichteile des Kürbis beseitigt werden. Sie finden im Kürbisreis als Eintopf ihre gute Verwendung. Aus einer Tasse Reis kochen wir mit vier Tassen-Milch und einer Tasse Wasser und etwas Salz einen Brei. Etwa 500 bis 600 Gramm weiches Kürbiseingeweide wird feingeschnitten, die Fasern immer die Quere durch, und mit so wenig als möglich Wasser zu Brei gekocht. Dieser wird durchgeschlagen und unter den Reis gerührt. In alles kommt ein Stück Butter, eine Handvoll süßer und fünf gehackte bittere Mandeln. Die Suppe wird, dick mit Zucker und Zimt bestreut, gereicht. Kürbissuppe II. Der wie oben fein geschnittene Kürbis wird in wenig Wasser weichgekocht, durchs Sieb gerührt und mit Zitrone und Zimt gewürzt. Dann läßt man ein bis zwei Löffel Grieß zum Binden darin mitkochen. An die fertige Suppe gibt man V\ Liter leichten Weiß- oder Apfelwein, der mit einem Teelöffel Hellem Honig verrührt ist. Man kann auch Apfelsüßmost nehmen, muß dann aber die fehlende Säure durch Zitronensaft ergänzen. Zum Schluß mit Zucker abschmecken. Die festen Teile des Kürbis schneiden wir in fingerdicke Scheiben und schälen sie ab. Einen Teil derselben formen wir mit einem Ausstecher zu Kügelchen. (Abfälle in die Suppe.) Heber Nacht legt man sie in Essig. Dann kocht man eine kleine Tasse Essig mit einem Stückchen Zimt, zwei finger- gütSüangen Stückchen Ingwer, eine halbe Zitronenschale und 300 Gramm Zucker auf, gibt 500 Gramm Küi'biskugeln dazu, läßt sie langsam glasig werden — sie dürfen nicht fusseln! — nimmt sie heraus und füllt sie in Gläser. Dann muß der Saft noch etwas einkochen, abkühlen und wird dann aufgefüllt. Die Gläser werden mit Glaspapier verschlossen. W e i n k ü r b i s. Wir legen die briefmarkengroßen Kürbiswürfel eine Nacht in Essigwasser. In einem Liter Weißwein kochen wir eine Prise Salz, 1800 Gramm Zucker, eine Zitronenschale und den Saft von zwei großen Zitronen auf, würzen mit etwas Vanillenzucker und einem Stückchen Zimt. Hierin kocht der Kürbis glasig. Er kommt in Gläser und wird mit der noch etwas eingekochten Tunke kalt übergossen. Die Zitronenschale kommt vorher heraus. Kürbis als Gewürzgurken. Von festem Kürbisfleisch schneidet man 1 cm dicke, etwa 3 cm breite, fingerlange Scheiben und schrägt sie an den Enden zierlich ab. Diese werden über Nacht leicht eingesalzen. Arn andern Tag kocht man guten Weinessig mit dem vierten Teil Wasser aus und laßt den Kürbis eine Minute darin leise kochen. Er kommt heraus und wird mit tüchtig Lauchscheiben, Senfkörnern, ganzem weißen Pfeffer, kleinen Zwiebelchen, einem Lorbeerblatt und fein gewürfeltem Meerrettich in Steintöpfe gepackt, obenauf, wenn man hat, etwas frischen grünen Dill und ein paar Stengel Esdragon. Der Essig kocht noch einmal auf, erkaltet, wird darüber qeqoffen und muß den Kürbis bedecken. Jetzt legt man ein in Salzwasser getauchtes l^inen- läppchen obenauf. Auf dieses stellt man em Teller- chen und daraus zum Beschweren einen Feldstein. Nach acht Tagen gießt man den Essig ab, kocht ihn noch einmal auf, rührt ein Päckchen Emmachehilfe darunter und füllt ihn wieder über den Gurken- kürbis. „ . r Wer es gewohnt ist, Gewürzgurken mit fertiger Gewürzpackung zu bereiten, kann dies auch beim Kürbis tun. Alle eingekochten Kürbisse, ob süß ober sauer, müssen, da sie von Natur gewissermaßen «.farblos" schmecken, mindestens zwei bis drei Wochen durchziehen, ehe sie ihren vollen guten Geschmack erhalten. Frau und Buch. NSG. „Wie weit die deutsche Frau künftig die neue Wirklichkeit unseres Volkes miterlebt und mitgestaltet, wird wesentlich davon abhängen, welche Bücher auf das Gemüt der Frau einwirken. Bücher umschreiben den geistigen und seelischen Lebensraum der Nation, und indem wir ihnen zuhören, fügen sie uns selbst mit ein in die Gemeinschaft der entscheidenden Geister, die dem Wesen und der Sehnsucht unseres Volkes den reinsten Ausdruck geben." Diese Worte der Reichsfrauensührerin begleiten eine kurze Aufstellung von Büchern, die zur Buchwerbewoche hinausgeht an allen Frauen als ein Mahnruf, das deutsche Buch nicht zu vergessen. Die Auswahl der Bücher, die von der Schristtums- stelle der Reichsfrauenführung in Zusammenarbeit mit der Reichsschrifttumskammer getroffen ist. Gerade für die Frau ist das Buch unentbehrlich, wenn sie ihren kulturellen, erzieherischen und wirtschaftlichen Aufgaben gerecht werden will. Der Weg der Frau, besonders der Landfrau, zum Buch ist nicht immer ganz einfach. Es fehlt oft die Gelegenheit, ein gutes Buch in die Hand zu bekommen, oder ein Berater steht nicht zur Seite, der ein geeignetes Buch Vorschlägen würde, kurz, auch bei Frauen, die gern zuweilen zu einem Buch greifen würden, bleibt es ungelesen. Um hier abzuhelfen, hat die Schrifttumsstelle der NS.-Frauenschaft B ü ch e r k i st e n zusammengestellt, die hinausgehen in die Kreise unseres Gaues und dort die Ortsgruppen in den Wintermonaten durchwandern. Was die Frauen sich wünschen im Buch, ist sehr verschieden. Soviel als möglich wird bei der Zusammenstellung der Kisten darauf Rücksicht genommen. Nationalpolitisches Schrifttum ist viel gefragt, Werke über die deutsche Heimat und deutsches Schrifttum und daneben Bücher für Mutter und Kind. An langen Winterabenden wird die Bücherkiste nun durch die verschneiten Dörfer unseres Gaues wandern als ein guter Freund der Frauen. Sie wird in mancher stillen Stunde das gemeinsame Erlebnis eines Buches in den Heimabend hineintragen, zuweilen auch nach schwerem Tagewerk einer Frau neue Kraft geben aus den Seiten eines Buches. Wir hoffen, daß sich das Buch auf seiner Wanderung durch unseren Gau viele neue Freunde unter den Frauen gewinnt. Kürbis mit Aepfeln als Brotaufstrich. Der mit möglichst wenig Wasser gekochte Kürbis wird durchs Sieb gerührt. Saure Aepfel werden mit Schale und Kernen und sehr wenig Wasser gekocht und durchgeschlagen. Kürbis und Aepfelmus kochen nun zusammen mit Zucker und Zitronenschale, bis sie ein steifes Mus find. Die Zuckerzugabe hängt von der Säure der Aepfel ab. Hat der große Kürbis eins ober mehrere kleine unreife Junge, so können wir davon ein gutes Mittagessen machen. Der kleine geschälte, geteilte und ausgehöhlte Kürbis wird in leichtem Salzwasser vorgekocht, darf aber nicht zerfallen. Dann macht man eine würzige Füllung, die ganz nach Belieben zusammengesetzt sein kann: Hackfleisch, Wurft- unb Schinkenrei chen; eingeweichtes Brot, weichgekochter Reis, Rubeln ober Graupen können sie vermehren. Sie wirb mit Salz, Pfeffer unb Zwiebeln ziemlich stark gewürzt. Man kann auch Grünkern- schrvt ober einen Würfel Knorr ober Maggi, Reis-, Grünkern- ober Pilzsuppe barein verarbeiten. Die gefüllten Kürbishälften erhalten auf ben Kopf ein Butterflöckchen unb werben in Knochenbrühe weichgekocht. Aus ber Brühe macht man eine Tomatentunke bazu. Kokm nußgroße grüne Kürbisse kochen wir in Zuckerlösung unb benutzen sie als Zitronat. Wir schneiben sie in Viertel unb schälen biese so bünn ab, baß noch etwas von ber grünen Haut baran bleibt. Diese muß bem Zitronat Halt geben. Ein Liter Wasser wirb mit einem halben Liter Essig unb 200 Gramm Zucker gekocht. Man gibt so viel Kürbisstücke hinein, als es faßt, läßt sie zwei Minuten barin kochen unb langsam barin erkalten. Am nächsten Tag kocht man alles zusammen wieber mehrere Minuten unb läßt alles wieber langsam erkalten. Dies muß man mehrere Tage wieberholen. Ist ber Saft ganz bick, kommen bie Früchte heraus unb laufen auf einem Sieb ab. Dann werben sie in trockenem Zucker aufgehoben ober man kann sie auch wie Backobst auffäbeln unb in warmem Raum aufhängen. Mas sollen wir tragen? PRAKTISCHE VORSCHLÄGE UNSERES MODEZEICHNERS IM W Z> WA AHM Unsere heutige Mobeltlzze zeigt ein paar typische Formen ber vielgestaltigen Hutmobe im Winter 19 3 6. Modell Nr. 1 ist ein kleiner sportlicher Herrenhut aus fanbfarbenem Haarfilz mit braunem Ripsbanb unb brauner Leberschnalle. Der hohe, spitzzulaufenbe Kopf ist weich eingebrückt. Die flache, viereckige Mütze (Nr. 2) ist aus bunkelgrünem Wilbleber mit ebenfalls grüner Ripsbanbschleife. Das Banb ist durch ben Kopf burchgezogen unb hält bie Mütze am Hinterkopf. Aus schwarzem Seibensamt ist ber kleine Zylinberhut (Nr. 3) mit schwarzem Febergesteck, bas burch brei kleine Ripsbanbschleifen gehalten wirb. Der Hut ergänzt — auch mit Schleier! — vorteilhaft ben eleganten, schwarzen Mantel ober bas schwarze Jackenkleib. DiebunkelgraueLammfellmütze (Nr. 4) mit bem umgeschlagenen Zipfel unb bem weißen Feberpompon wirb our Pelzjacke ober bem pelzbesetzten Jackenkleib getragen. Aus schwarzem Velours ist ber mittelgroße Hut (Nr. 5) mit bem vierkantig abgesteppten Kopf unb bem Ausputz aus schwarzer Lackseibe. H. Ländliche Berufe für unsere Töchter. NSG. Die beste Gmnblage für alle länblichen Frauenberufe bildet bie lanbwirtschaftliche Haus - Werkausbilbung. In einer zweijährigen Lehrzeit auf einem Gut ober einem Bauernhof arbeiten bie Mädchen in allen Zweigen der ländlichen Hauswirtschaft, wie Kochen, Backen, Schlachten, Einmachen, Geflügelhaltung, Garten, Jungviehaufzucht mit. Die Abschlußprüfung vor der Lanbesbauernschaft gibt bie Berechtigung, bie Stelle einer länblichen Wirtschaftsgehilfin einzunehmen. Oft zeigt sich erst währenb ber Lehrlingszeit bie Neigung, sich einem besonderen Fach zuzuwenden. Vielseitig und aussichtsreich ist der Beruf ber Lehrerin ber landwirtschaftlichen Haus- haltungskunbe. Da er hohe Ansprüche an fachliches unb organisatorisches Können, sowie an persönliche Eigenschaften stellen muß, ist eine sechsjährige Ausbilbungszeik vorgesehen. Neben bie eigentliche Lehrtätigkeit tritt für bie Lehrerin bas umfangreiche Gebiet ber Wirtschaftsberatung unb damit eine enge Zusammenarbeit mit ben Dienststellen bes Reichsnährstandes. Wer diese verhältnismäßig lange Ausbildungszeit nicht ermöglichen kann und wessen Begabung mehr auf rein praktischem Gebiet liegt, wird den Beruf der ländlichen Haushaltspfleqerin oorziehen, der nach abgeleifteter Lehrlingszeit eine weitere zweijährige Ausbildung vorfieht. Die ländliche Haushaltspflegerin findet in größeren Landhaus- Halten, Erholungs-, Kinder- ober Schulheimen Anstellung. Auch für bie Gärtnerin bietet sich ein weites Betätigungsfelb auf bem ßanbe. Es ist ratsam, neben ber gärtnerischen Ausbildung grünbliche hauswirtschaftliche Kenntnisse zu erwerben unb burch ben Besuch bes Seminars für hauswirtschaftlichen Gartenbau bie Lehrfähigkeit zu erlangen. Die zur Zeit besonbers bringenbe Beratungsarbeit unb die Schulgartenarbeit auf bem ßanbe werben in Zukunft noch mehr als bisher geschulte Fachkräfte gebrauchen^ In ber Reihe ber länblichen Frauenberufe muß auch die Geflügelzüchterin genannt werben. Die staatliche Anerkennung als G e - flügelzuchtgehilfin wirb nach zweijähriger ßehrzeit in einem anerkannten Betrieb erworben. Nach weiteren fünf Jahren Praxis besteht bie Möglichkeit, bie Geflügelzuchtmeisterprüfung ober auch bie Geflügelzuchtleiterprüfung abzulegen. Die für bie Wirtschaftsberatung geeigneten Kräfte werden in einem ßehrgcmg des Reichsnährstandes für diese Arbeit besonders geschult und finden als Geflügelzuchtberaterin Anstelluna. Jrn Hinblick auf die dringende Arbeit, die heute auf dem ßanbe zu leisten ist, wäre es zu wünschen, baß ein großer Teil ber Mäbchen sich tatkräftig für bie Arbeit auf bem ßanbe zur Verfügung stellt unb bie unberechtigten Vorurteile, bie vielerorts noch bestehen, beiseite schiebt. Alle diese Berufe können einen tatkräftigen Menschen beruflich voll befriebi- gen. Unb bas ist wohl bas Schönste, was man von einem Berufe zu sagen vermag, baß er einem Menschen ßebensinhalt bebeuten Fann. Die Hausfrau im Herbst. Mit der wechselnben Jahreszeit beginnen für die Hausfrau jedesmal neue Aufgaben. Stets sind sie gleich bedeutungsvoll für das Wohlergehen der Familie. Jedoch bei Anfang der Kälteperiode haben sie besondere Wirkung auf das seelische und leibliche Wohl. Im Sommer verbringen Kinder unb Mann viele Stunden, bie ber Erholung geroibmet sinb, im Freien. Da spricht bie Natur ihre einbring- liche Sprache, unb bie Mutter weiß genau, wie erzieherisch im besten Sinne Wasser, Sonne, Bäume unb Blumen sinb. Die Tiere, bie Vögel roenben sich mit ihrer Eigenart an bas Gemüt bes Menschen unb sei er noch so jung. Im Herbst und Winter hingegen wirb ber größte Teil bes Tages im Zimmer zugebracht, unb baraus erstehen der Mutter größere unb anbere Aufgaben. Nicht immer wollen bie Kinber in ihrer Freizeit lesen, auch sind sie oft bes Spieles überbrüffig. Die Mutter wirb für ihre Kinber ben Ton der Unterhaltung finden müssen, die ebenso belehrend, wie fesselnd sein soll. Belehrende Unterhaltungen allein können, selbst wenn sie noch so gut gemeint sind, den Zweck verfehlen, und es hieße mit falscher Seelenkunde rechnen, wollte man das Kind auf die Stufe stellen, daß es sich vom ßernen alles verspricht. Nicht nur für die Kinder, auch für den Mann muß das Heim behaglicher gestaltet werden. Meist muß die Hausfrau eine andere Tageseinteilung vornehmen, damit sie während der Freistunden des Mannes auch Zeit für ihn hat. Sie erkennt den Sinn des Wortes mehr und mehr, das da sagt, die Hausfrau habe nicht nur ihre Aufgaben zu erfüllen, sondern sie muß stets unb vor allen Dingen Zeit für bie Ehe haben. Dazu gehören allerlei Dinge. Sie wirb bas Buch aussuchen, das ben Mann zu fesseln vermag, sie wirb Menschen in bas Haus ziehen, bie ihm Anregung sind, bie mit ihm über seine eigenen Angelegenheiten sprechen, bie aber auch Anregungen von außen bringen. Die Wohnung — unb bamit beginnen jene Ausgaben, bie seelisch unb körperlich bas Wohl ber Familie beeinbruden, spielt eine größere Rolle. Hin unb wieber ist ein neuer Einrichtungsgegenstand notwendig, um bie Gemütlichkeit zu förbern. Eine neue ßefelampe ober ein Fußbodenbelag. Auch ein Fensterbehang kann viel dazu beitragen. Wichtig ist die Wärmeregulierung in einer Wohnung, da man in kalten Zimmern stets schlechter Stimmung ist. Durch veränderte Kleidung unb Ernährung wirb ber Gesunbheitszustanb in" ber Familie hochzuhalten versucht, unb bekanntlich ist bas einer ber wichtigsten Faktoren im Aufgabengebiet ber Hausfrau. Wie oft muß sie noch gegen Unvernunft kämpfen, wenn bie Angehörigen sich gegen vitaminreiche, fleischlose Kost ober gegen gesunbe Kleibung sträuben unb ben Sinn ber mütterlichen unb hausfraulichen Fürsorge nicht anerkennen wollen. An tausenb Dinge hat bie Hausfrau zu benken. Ob bie Fenster im Schlafzimmer währenb ber Nacht geöffnet ober geschlossen bleiben, ob das Waschwasser kalt ober warm sein soll, bie Bettruhe länger unb zeitiger beginnen, bas Aufstehen auf einen anberen Zeitpunkt verlegt werben muß unb bamit bie Hausvrbnung auch eine Veränderung erfahren soll. Unzählige Aufgaben der Hausfrau! Aber die Familie wird sie ihr hoffentlich nicht noch schwerer machen. Schü. Der Zauberfchrank. Kalt fegt ber Herbstwinb burch bie Straßen und wirbelt gelbe Blätter vor sich her. Verödet und leer liegen die Gärten, ber sommerliche Dufthauch ist verflogen. Es gibt keine Täuschung mehr, ber Sommer ist enbgültig zu Enbe. Ein wenig weh» mütig geht man baran, bie Zeugen von Sonnenwärme unb Sommerglück, bie luftigen, hellen Kleider zum Winterschlaf in die Tiefe des Schrankes zu versenken. Kaum sind die Gefährten der Sommerzeit zur Ruhe gekommen, da tauchen schon neue Pläne unb Wünsche für bie anbere Jahres- zeit, ben Herbst unb Winter, auf. Jebe Frau hat schon einen geheimen Wunsch, träum bei ber Betrachtung ber neuen Mobeschöp- fungen. Sehr oft kann aber ber Traum aus bem Kleiberlaben nicht Wirklichkeit werben. Keine Frau läßt sich jeboch so leicht von einer ßieblingsibee ab- bringen. Sie greift zur Selbsthilfe. An einem faxten unfreunblichen Herbsttag ist es nirgenbs so behaglich wie zu Haus in einem mollig'burchwärm- ten Zimmer. Solch ein Tag ist so recht bazu ge- schaffen, ben Kramschrank burchzumustern. Alles Ausrangierte, unmobern geworbene wirb von ihm beherbergt. Wie manche Hausfrau ist an solch einem Schrank schon zum Schatzgräber geworben, in welche Wunberwerke hat sein Inhalt sich oft oer- roanbelt! Manchmal geht bie Hausfrau ein wenig mutlos an bas Werk. Eigentlich häufig nur, weil ihre Freunbin so begeistert von bem Erfolg eines sol- chen Kramtages berichtet hatte. Prüfenb nimmt bie Hausfrau bann Stück für Stück in bie Hanb, viele bem Gebächtnis entfchwunbene Dinge kommen babei an bas Tageslicht. Balb ist bie Hausfrau ganz in ihre Arbeit versunken. Da ist ja bas schwarze Seibenkleib! Das gibt noch einen schönen Rock. Dort leuchtet es bunt unb fröhlich auf, es ist ein altes Nachmittagskleib. Wie kommt ihr die Mode entgegen, es wird zum schönsten Kasak. Fabelhaft wirb es aussehen! So entsteht ein Nachmittags- kleib, wie es im Schaufenster nicht hübscher ausgestellt ist. Eine weiche, pastellfarbige Seibe schimmert zart im Hintergrund) bes Schrankes, eilig wird sie hervorgezogen, sie entpuppt sich als das unmoderne Tanzkleid. Nach einigem Ueberlegen ist die Hausfrau entschlossen, es auch wieder zu Ehren zu bringen. Das wird noch ein Kasak, diesmal für den Abend. Ein Nachmittags- und ein Abendkltid aus dem Kramschrank, es sind zwei Fliegen mit einer Klappe. Es gibt so viele Abwandlungen bes Kasaks, baß er, selbst wenn man zwei besitzt, nicht langweilig wirb. Für ben Abenb ist es elegant, wenn ber Kajak lang unb glockig fällt. Am Nachmittag wirkt er, schlicht unb hochgeschlossen verarbeitet, sehr apart. So finben sich noch viele Kleidungsstücke, die durch ein wenig Phantasie neue Gestalt erhalten. Eracv— zungen und Garnituren aus modischen Stossen, besonders aus ßackseide, zaubern oft reizende Wir. Fung hervor. Jede Frau Fann auf diese Weise zur Zauberin werden. Fast jede Evastochter hat al, Naturgeschenk ein kleines Schneidertalent mitbe« Wirtschaft. kommen. Mit einem Schnitt und der treuen Helferin, der Nähmaschine, kommt sie so fast kostenlos zu einem neuen Gewand. Der Wunsch, sich zu schmücken, veranlaßt jede Frau, selbst chand anzulegen, sobald sie dadurch die Möglichkeit hat, sich flott und modisch zu kleiden. Welch eine Freude ist es, den Hausvater einmal nicht mit Wünschen für die neue Kleidung plagen zu müssen! Wenn der Mann ab und zu so einmal überrascht wird von dem guten Willen seiner Frau, ist er das nächste Mal bestimmt bereit, ohne Brummen für eine Neuanschaffung zu stimmen. Er ist ja dann überzeugt, daß es wirklich notwendig ist Manches schadhafte Wäschestück verwandelt sich durch Zutat der geblümten billigen Kunstseide noch LPD. Mainz, 27. Okt. Unter dem Vorsitz des Landgerichtsrats Suber begann heute die Hauptverhandlung gegen die im Giftmordprozeß Vogler als Zeugin vernommene Ehefrau Margarethe Rocker, geborene Gölsenleuchter, eine Kartenlegerin aus Wiesbaden. Die Anklage vertritt Staatsanwalt Dr. Heinrichs, sie lautet auf Beihilfe zum Giftmord. Als Verteidiger ist der Angeklagten Rechtsanwalt Dr. Fung aus Mainz beigegeben. Oie Anklage. Der Vorsitzende verliest zunächst die Anklage. Hiernach wird der Angeklagten der Vorwurf gemacht, der am 10. Juli 1936 vom Mainzer Schwurgericht wegen Mordes in zwei Fällen und wegen Mordversuchs ebenfalls in zwei Fällen zweimal zum Tode und zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilten 42jährigen Frieda Vogler aus Mainz-Kostheim giftige Tabletten und Ampullen gegeben bzw. überlassen und sich dadurch der Beihilfe zum Giftmord schuldig gemacht zu haben. Nach Lage der Akten gewinnt man, so meinte der Vorsitzende, den Eindruck, daß die Angeklagte in der Voruntersuchung die Unwahrheit gesagt habe, um damit die bereits verurteilte Vogler und „Onkel Ehrhardt" zu decken. Aufgesordert, sich zu der gegen sie erhobenen Anklage zu äußern, bestritt die Angeklagte mit aller Entschiedenheit, daß sie irgend etwas getan habe, was einem Menschen schaden könne. Die der Vogler übergebenen Tabletten habe sie, die Angeklagte, von dem Chemiker Müller, zuletzt in Wiesbaden wohnhaft, erhalten. Der Vogler habe sie drei Röhrchen, einmal 2 Stück und etwas später ein weiteres, gegeben. Die Vogler habe ein Heilmittel verlangt für ihren erkrankten Mann. Dies fei zu der Zeit gewesen, als dieser zwar noch am Leben, aber bereits erkrankt war. Frau Vogler sagte, daß ihr Mann ein Herzleiden habe, das er sich im Kriege geholt hätte. Die Vogler habe auch zu ihr gesagt: „Je mehr ich bekommen kann, um so besser ist es!" Aus den Reden der Frau Vogler habe sie entnommen, daß diese den Tod ihres Mannes wolle. Der Vorsitzende hält der Angeklagten nunmehr vor, warum sie trotz dieses Erkenntnisses die Tabletten verabfolgt habe. Bei ihrer Vernehmung am 11. Juli d. I., also ein Tag später als gegen die Vogler das Todesurteil gefällt wurde, hatte die Angeklagte zugegeben, daß Frau Vogler ihr dermaßen zugesetzt habe, daß sie ihr die Bitte nach Lieferung der Tabletten nicht abschlagen konnte. Das Protokoll über diese Verhandlung erkannte die Angeklagte seiner Zeit durch ihre Unterschrift als richtig an. In der heutigen Verhandlung mußte sie dieses vor dem Untersuchungsrichter abgegebene Protokoll selbst noch einmal vorlesen, nachdem sie erneut ihre Unterschrift anerkannt hatte. Oer Spuk mit den Karten. Im weiteren Verlaufe der Verhandlung äußerte sich die Angeklagte: „Die Voller hat immer gesagt: ,Jch habe meinem Alten nichts gegeben, und dem Georg hat es nichts geschadet (Georg ist der Stiefsohn der Vogler und selbst knapp am Tode vorbeigegangen). Diese Aeußerung der Vogler habe ich auch in den Kurten bestätigt gefunden. Die Vogler hat auch immer Angst vor dem Ausgraben ihres Mannes gehabt. In ihrer Hand (der Giftmörderin Vogler) habe ich Zickzack gelesen. Auch hieraus konnte ich entnehmen, daß die Unschuldsbeteuerungen der Vogler richtig waren. Weiterhin äußerte sich die Vogler mir gegenüber: ,Sie können mich foltern, wie sie wollen, ich habe nichts gemacht/ Daß sie (die Vogler) das Mittel haben wollte, um ihren Mann aus dem Wege zu schaffen, das wußte ich nicht. Oefters gebrauchte die Vogler den Ausdruck: ,Er gehe zu den Engelchen (ihr Mann). Guck' mal (in den Karten), ob er (der Geliebte der in ein niedliches Kindernachthemd oder Nnterröck- chen. Blenden, Passen, Puffärmelchen kann man aus dieser zarten Kunstseide herstellen und so aus den alten Wäschestücken viele hübsche Kinderwäsche arbeiten. Den Weg zum Lumpenmann darf kein Kleidungsstück zu früh wandern. Jedes Stück Stoff findet mit der Zeit noch seine Verwendung. Die Ersparnis dadurch ist bedeutend. Eine Frau ohne Kramschrank hat nichts, worauf sie zurückgreifen kann. Nicht nur für sich selbst ist solch Wunderschrank nützlich. An den langen, stillen Winterabenden läßt sich aus seinem Inhalt so manches hübsche und nützliche Kleidungsstück zusammenbasteln, als willkommener Beitrag zum Winter- hilsswerk. S. W. Vogler) mich heiratet und ob der Georg das Darlehen unterschreibt/ Ich habe die Vogler erst richtig kennengelernt, äls ihr Mann tot war. Für die Tabletten habe die Vogler lediglich Interesse gehabt wegen ihres Sohnes. Sie fei immer in großer Eile gewesen, daß ihr Mann sterben solle." Die letzte Aeußerung der Angeklagten veranlaßt den Vorsitzenden zu der Frage: Woran konnte man ersehen, daß der Ehemann Vogler sterben werden?" Diese Frage beantwortete die Angeklagte dahin: „An der spitzen Nase, auch sah ich es in den Karten, die Karten lügen nicht. Befahlt habe ich nichts bekommen. Die Tabletten habe ich der Vogler wohl gegeben, sie waren aber unschädlich. Da ich die Vogler los sein wollte, ließ ich sie in dem Glauben, die Tabletten seien schädlich und würden den Tod herbeiführen. Als sie mir sagte, daß Dr. Popp in der Leiche ihres Mannes Kalium gefunden habe, konnte ich nur annehmen, daß sie (die Vogler) ihrem Mann etwas anderes gegeben haben müsse. Oer Lebenslauf der Angeklagten. Nun wird die Angeklagte über ihre Personalien verhört. Sie ist 1876 in Büttelborn geboren und hat noch fünf Geschwister. Nach dem Besuch der Schule war sie in verschiedenen Stellungen, zuletzt in Mainz, und lernte dort ihren Mann kennen, der vom 6. bis zum 20. Lebensjahre in Amerika geweilt hatte und in Mainz seiner Dienstpflicht genügte. Ihr Mann begab sich sodann nach England, sie folgte ihm nach, worauf sie heirateten. In England hat sie von einer Inderin das Kartenlegen gelernt. Diese Kunst machte sie sich so zu eigen, daß sie nach ihrer Rückkehr nach Deutschland einen Erwerb daraus machte. Si§ ließ sich in Wiesbaden als Kartenlegerin nieder. Ihr Mann kehrte jetzt aus England zu ihr zurück, konnte aber keine Arbeit finden, so daß die Angeklagte für den Unterhalt der Familie aufkommen mußte. Die Frage des Vorsitzenden, warum sie die Vogler nicht gewarnt habe, wo sie doch dies alles aus den Karten lesen konnte, beantwortete die Angeklagte dahin: „Das Haus des Schreckens lag ba...» auch für mich sah ich das Unglück. Zur Vogler sagte ich: Sie sinb ein böses Weib, warum haben Sie bas gemacht." Aus ihrem Betrieb als Kartenlegerin bezog sie ein gutes Einkommen. Sie nahm täglich bis zu 30 Mark ein, einmal bekam sie sogar für eine Beratung 60 Mark. Zu ihren Kunben zählte sie in ber Hauptsache Kurfremde. In Mainz hatte man sie ausgewiesen, weil bort bas Kartenlegen nicht geduldet würbe. Mit starkem Tränenfall beteuert bie Angeklagte ihre Unschuld. Vernehmung der Giftmörderin Vogler. Nach einer kurzen Pause wirb unter allgemeiner Spannung bie zum Tobe verurteilte Giftmörberin Vogler als Zeugin vernommen. Nach kurzen Angaben über ihren Lebenslauf unb bie Vorgänge, bie aus dem großen Prozeß hinlänglich bekannt sinb, schildert sie, wie sie die Angeklagte kennen gelernt unb von ihr bie Tabletten erhalten habe. Gifttabletten habe sie von ber Angeklagten nicht verlangt. Die Zeugin beteuerte immer roteber ihre Unschulb. Wenn bie Tabletten giftig gewesen seien, bann sei nur Frau Rocker bzw. ber so oft genannte unb unauffinbbare „Onkel Ehrhardt" daran schuld. Wenn es diesen Onkel nicht gebe, dann heiße er in Wirklichkeit Müller. Die Zeugin und die Angeklagte beschuldigen sich dann in heftigen Vorwürfen gegenseitig. Sie bestreiten aber nach wie vor, Onkel Ehrhardt zu kennen, und sie bestreiten, daß die Tabletten giftig waren. Kurz nach 20 Uhr wird bie Sitzung neuerdings unterbrochen, aber nach einer kurzen Pause bie Zeugenvernehmung fortgesetzt. Rindermarkt in Gießen. Auf dem gestrigen Rinder-Nutzviehmarkt standen 621 Stück Großvieh, 229 Fresser und 129 Kälber zum Verkauf. Es kosteten: Milchkühe oder hochtragende Kühe, 1. Qualität 450 bis 580 Mark, 2. Qualität 300 bis 400, 3. Qualität 180 bis 270; Rinder, V2- bis ^jährig 100 bis 150, a!v- bis 2jährig 130 bis 210, tragend 280 bis 450; Kälber bis 2 Wochen 18 bis 23, bis 4 Wochen 40 bis 55, bis 6 Wochen 50 bis 60 Mark. — Marktverlauf: Schleppend, Tendenz schwach. — Nächster Markt: 10. November. * * Konkurs Carl Frö hlich AG. (Lebensmittelgroßhandlung), Frankfurt a. M. lieber bas Vermögen ber Carl Fröhlich AG., Frankfurt a. M., ist, wie ber Fwb. erfährt, bas Konkursverfahren eröffnet worben. Demzufolge wirb ber Termin zur Prüfung ber Gläubigerforberungen in bem bisher schwebenden Vergleichsverfahren aufgehoben. Nach bisherigen rohen Schätzungen sollten in ber Masse bes Vergleichsverfahrens etwa 50 v. H- liegen. An nicht bevorrechtigten Gläubigerforberungen waren 0,36 Millionen RM. angemelbet. * Große Auslanbsaufträge für Philipp Holzmann A G., Frankfurt a. M. Wie ber Fwb. erfährt, sinb ber Philipp Holzmann AG., Frankfurt a. M., zwei größere Bauaufträge im Aus- lanb übertragen worben. Bei bem einen Auftrag hanbelt es sich um bie Herstellung eines Vorfluters für bie Kanalisation ber Stabt Athen (Griechenlanb). Dieser Auftrag umfaßt bie Ausführung umfangreicher Erb- unb Betonarbeiten zur Regulierung bes Kififsios-Flusfes. Die Baufumme beträgt runb 1,5 Millionen RM. Der anbere Auftrag würbe von ber portugiesischen Regierung erteilt unb bezieht sich auf ben Bau einer Schutzmole mit Kaianlagen im Hasen von Ponta Delgaba auf ber Insel Sao Miguel (Azoren). Zur Herstellung ber Mole unb ber Anlegekais soll hier eine befonbere Bauweise unter Ver- roenbung von großen Eisenbeton-Schwimmkästen zur Anwendung gelangen. Der Gesamtumfang bieses Baues beläuft sich auf runb 2,5 Millionen RM. Rhein-Mainische Börse. Still unb abbröckelnd. Frankfurt a. M., 27. Okt. Die Börse war auf allen Gebieten sehr ruhig. Die seit einigen Tagen zu beobachtende Zurückhaltung hat sich verstärkt. Die Kunbschaft blieb den Märkten mit Aufträgen fast völlig fern, während die Börse selbst, soweit sie noch Bestände hatte, weiter realisierte. Infolgedessen bröckelten die Kurse an den Aktienmärkten Überwiegend weiter um durchschnittlich 0,50 bis 1 v. H- ab. Rückgänge erfuhren besonders wieder Bergwerksaktien; Hoesch 115,50 (117,50), Harpener 154,25 (156), Rheinstahl 151,75 (153), Verein. Stahl 122,25 (123,40), Klöckner, Mannesmann und Buderus gaben bis 0,75 v. S). nach. Höher waren Ilse Genuß mit 153,25 (152). JG- Farben gaben bei kleinsten Umsätzen auf 176,25 (177) nach, sonstige Chemiewerte waren vorerst ohne Notiz. Auch Elektroaktien kamen ganz vereinzelt zum Kurs, AEG. und Schuckert je minus 0,25 v. H-, Siemens minus 1,25 v. H- Don Maschinenwerten blieben Muag mit 130,25 behauptet, Moenus unb Daimler bröckelten bis 0,50 v. H- ab. Im einzelnen eröffneten Gement Heidelberg 1, Rheinmetall 0,75, Aku 0,40 unb Felbmühle Papier 0,50 v. H- niebriger, dagegen lagen Reichsbank 0,25 und Westdeutsche Kaufhof 0,50 v. H- höher. Nach ben ersten Kursen stagnierte bas Geschäft fast vollkommen, bie Kurse wiesen kaum Deränberungen zum Anfang auf. Auch ber Rentenmarkt war sehr still. Etwas schwächer lagen Reichsaltbesitz mit 118,90 (119,25), für Kommunal-Umschuldung erhielt sich etwas Nachfrage bei unv. 90,40; im übrigen blieben die Kurse behauptet. Zertifiz. Dollar-Bonds bröckelten jeboch 0,13 bis 0,25 ab. Auslanbrenten lagen ruhig unb etwas schwächer, 4proz. Rumänen 7 (7,45), auch sonst lagen Mexikaner und Ungarn 0,25 bis 0,40 v. H- leichter, etwas höher nur Anatolier I mit 40,80 (40,40). Im Verlaufe änberte sich an ber Gesamthaltung kaum etwas. Die Umsätze am Aktienmarkt blieben unbebeutenb, ebenso die Kursveränberun- gen. Meist ergaben sich mieber Abbröckelungen, nachbem zwischenburch verschiebentliche Besserungen von etwa 0,25 bis 0,50 v. H- eingetreten waren. Hoesch 116,50 bis 115,50 nach 115,50, Mannesmann 117 bis 116,50 nach 116,50, JG.-Farben 175,75 nach 176,25, Daimler 124,50 bis 123,90, AEG. bei größeren Umsätzen 40 nach 40,25. Die erst später zur Notiz gekommenen Papiere gaben vorwiegenb bis 1 v. H- nach. Am Rentenmarkt hatten Kommunal-Um- schulbung mit 90,40 weiter Nachfrage bei lebhaften Umsätzen, sonst blieben die Märkte sehr ruhig. Rumänische Werte waren um 0,13 bis 0,25 v. H- erholt. Goldpfanbbriefe unverändert. Pfälz. Hyp- die meisten Serien mangels Angebots gestrichen Geld. Liquidationspfandbriefe unb Stadtanleihen nicht ganz einheitlich. Höher die beiben Mainzer mit 94 (93,25 bzw. 93,65). Im Freiverkehr nannte man Ablerwerke 104, Ufa 66,50, Growag 90,75, Pokorny 120,50, Kali Wintershall 140,50. Abendbörfe ruhig. Die Abenbbörfe nahm einen sehr stillen unb im allgemeinen einen wenig veränberten Verlauf. Die Zurückhaltung bauerte fort. Die Abweichungen gegen ben Berliner Schluß hielten sich bei 0,25 bis 0,50 v. H-, wobei jeboch Rückgänge in ber Mehrzahl waren. Lebhaftes. Geschäft hatten bei unsicherer Haltung Kunstseibe AKU., bie mit 93,25 bis 92,75 eröffneten, bann auf 93 erholt waren unb schließlich auf Großbankabgaben auf 92 nachließen (93,50). Auch 4prozentige Schweiz. Bundesbahn an- geboten unb auf 210 (214) ermäßigt. Etwas fester lagen Verein. Stahlwerke mit 121,50 bis 121,75 (121) unb Mannesmann mit 116,25 bis 116,75 (116,50). Auch Holzmann 1 v. H höher mit 133,50 (132,50) auf bie gemelbeten Auslanbsaufträge. Die Rentenmärkte lagen fast völlig geschäftslos, nur Schutzgebietsanleihen etwas gefragt unb höher. Von Auslandsrenten schwächten sich 4prozentige Rumänen weiter ab auf 6,70 (6,90). U. a. notierten: 4,50 v. H Mainz von 1926 94, 4,50 v. H Mannheim von 1926 95,75, 5,50 v. H- Franks. Pfandbriefbank Liquid. 100,55, 6 v. S). Mainkraft 100,25, 4 v. H- Rumänen 6,70, Schutzgebietsanleihe Zertif. 11,25, do 1914er 11,30, 4 v. 5). Schweiz. Bundesbahn 210, Commerzbank 105,50, DD-Bank 107,50, Harpener 154, Klöckner 125, Mannesmann 116,25 bis 116,75, Hoesch 115,75, Rheinstahl 150,75, Verein. Stahl 121,50 bis 121,75, Otavi E 43,70, AKU. 93,25 bis 92,75 bis 92, Aschaf- fenburger Zellstoff 140,50, MAN. 121,50, Scheide- anstatt 279, Licht & Kraft 160,75, IG. Farben 176, Gesfürel 142,75, Holzmann 133,50, Junghans 105, Metallgesellschaft 149, Schuckert 162, Westdeutsche Kaufhof 62,25, Südd. Zucker 205, Schöfserhof 183, AG. für Verkehr 124 bis 123,75, Hapag 16,13, AG. für Verkehr 125,65. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 27. Okt. Das Angebot an Gemüsen blieb weiterhin sehr stark. Bei unbefriedigendem Geschäft erfuhren die Preise keine Aenderungen, nur Feldsalat rückläufig. U. a. notierten: Blumenkohl, Stück 20 bis 40; Eskarol 5' bis 12; Feldsalat 30 bis 60; Karotten 3 bis 5; gelbe Kartoffeln, 50 kg 3,00 bis 3,20; Oberkohlrabi 3 bis 5, Unterkohlrabi 5 bis 6; Kopfsalat unter Glas 5 bis 10; Lauch 2 bis 5; Rettich, Stück 4 bis 8; Römischkohl 5 bis 6; Rosenkohl 20 bis 25; Rote Rüben 3V2 bis 6; Rotkraut 2 bis 4; Sellerie, je nach Größe 8 bis 35; Spinat 10 bis 15; Schwarzwurzel 18 bis 25; Tomaten (Freiland) 20 bis 30, do. (Haus) 35 bis 45; Weißkraut 2 bis 3; Wirsing 2V2 bis 5; Zwiebeln 5 bis 6. Obst und Südfrüchte: Das Angebot von Slepfeln und Birnen übersteigt die Nachfrage. Geschäft daher sehr stockend. Preise unverändert. Reichliches ausländisches Traubenangebot, Geschäft bei unveränderten Preisen schleppend. U. a. notierten: Aepfel I 30 bis 40, II 20 bis 28, Wirtschaftsäpfel 16 bis 20, Goldparmänen I 30 bis 40, Boskop I 30 bis 35, Renetten 22 bis 25, Landsberger 30 bis 35; Bananen, 121/2=kg=$ifte 4,50 bis 5,50 (Kam.), Westind. 6,00 bis 6,50; Birnen I 22 bis 28, II 15 bis 20, Kochbirnen 8 bis 12, Mollebusch I 20 bis 22, II 15 bis 18, Pastoren 10 bis 15; Haselnüsse 30 bis 38 (ital.); Kastanien 18 bis 23; Quitten 20 bis 25; Trauben 41 bis 45 (holl.), 25 bis 32 (bulg.), 18 bis 23 (Ungar.), 20 bis 24 (ital.); Walnüsse (gewöhnliche) 30 bis 35; Zwetschen 16 bis 20; Zittonen, Kiste 300 und 360 Stück 10,00 bis 12,00. Die Industrie- und Handelskammer Gießen __ gibt Auskunft: 884: Anordnung WH 1 der Ueber« wachungsstelle für Wolle und andere Tierhaare (Preisgestaltung der Schweinshaare). — 885: Bekanntmachung HP 1 der Ueberwachungsstelle für Wolle und andere Tierhaare. Betrifft: Erzeugerund Großhandelshöchstpreise für Schweinshaare. — 886: Neue Bestimmungen Boliviens über die Wareneinfuhr. — 887: Die Exporthandbücher: Deutsch - Jugoslawischer Industrie- und Handelsführer, Deutsch-Bulgarischer Industrie- u. Handelsführer, Deutsch-Griechischer Industrie- u. Handelsführer, liegen bei der Kammer zur Einsichtnahme auf. — 888: Termine der Leipziger Frühjahrsmesse 1937. Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr, 16 bis 17 Uhr. Samstaguach- mittag geschlossen. Die zweite Auflage des Mainzer Gistmordprozesses. Oer Prozeß gegen die Kartenlegerin Rocker wegen Beihilfe zum Mord. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter ben Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsbankdiskont 4 v-H, Lombardzinsfuß 5 v. H- _____________________ Frankfurt a. Ul. | Berlin e Frankfurt a.M. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Devisenmarkt Vertin — Frankfurt a. DL Schlußkurs Echlußk. Abendbörse Schlußkurs Echlußk. Mittag- börfe Schlußkurs Gchlußt. Abend- börfe Schlußkurs Echlußk. Mittag- börfe Schlußkurs Echlußk. Abend- börfe Schluß« kurs Echlußk. Mittag- börfe 26-Oltober 27-Oktober Amtliche Notierung Geld | Bries Amtliche Notierung Geld | Brief Datum 26.10. 2710. 2610 27-10. Datum 26.10- 27 10 26.10. 27-10 Datum 26.10. 27 10- 26.10 27-10. Buenos Alle Brüssel .... Rio de Jan. Sofia..... Kopenhagen Danzig.... London.... HeliingforS.. Paris ..... Holland ... Italien..... Javan ...... Jugoslawien Oslo..... : Wien...... Lissabon .... Stockholm... Schweiz ... Spanien... Prag....... « «a. 1 n "Ar 0,691 41,92 0,145 3,047 54,32 47,04 12,165 5,37 11,575 134,30 13,09 0,711 5,654 61,14 48,95 11,055 62,73 57,19 22,73 8,771 2,489 0,695 42,00 0,147 3,053 54,42 47,14 12,195 5,38 11,595 134,56 13,11 0,713 5,666 61,26 49,05 11,075 62,85 57,31 22,77 8,789 2,493 6% Deutsche RetchScmleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 6y,% Doung-Anlethe von 1930 .. Deutsche Anl.-Wlös.-Schuld mit 101,5 97,9 103 119,25 99,9 98,75 97 100,5 93 129 122,75 97 100,55 100,75 97,5 95 109,8 32 3,2 13,6 11 11,13 15,65 101,5 97,9 103 118,9 99,9 98,75 97 100,5 93 129 122,75 97 100,55 100,65 97,5 95 109,8 31,5 3,2 13,4 10,4 15,4 101,5 97,9 102,9 119 100,1 98,75 123 100,8 97,5 95 109,9 32 3,3 13,65 10,9 11,25 15,7 101,5 97,9 103 119,13 100,3 123 100,8 97,5 95 109,9 3,35 13,3 10,65 11 15,3 4% Deögl. Serie n ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4'/4%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente . 2 y4% Anatolier .............. 8,4 12,25 7,45 16,25 15,9 124,5 105,25 107,5 107 192,5 40,5 166,5 134 160,13 138,5 143 136,75 139,9 162 206,25 153,5 122 145,75 156 117,5 152 126,75 117,25 8,35 12 6,7 16,13 16 123,75 105,5 107,5 107 192,75 40 166,75 133,25 160,75 138,5 142,75 137,13 139,5 162 205 121,75 145 154 115,75 153,25 125 116,75 8,45 12,25 7,4 40,65 16,25 39,5 16 124,9 126,5 105,25 107,5 107 192,25 40,9 167,25 134 160,75 138,5 143,5 136,75 139,4 162,75 207 154,75 121,75 146 156,5 117,75 212 152,75 127 117,13 8,13 11,75 6,75 40,9 16,13 39,5 16,25 124 125,5 105,5 107,5 107 192,75 40,4 167,25 132,65 161 138,25 142,75 137,25 139,5 161,75 206 154,75 122 145 154 115,9 212 152,5 125,75 116,5 Mansfelder Bergbau....... 6% Kokswerke .................. 6 Rheinische Braunkohlen .....12 Rhetnftabl .................. 4 Vereinigte Stahlwerke......3y, Otavi Minen ............ O Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerke Westeregeln........b Kaliwerke Salzdetfurth..... 7% 3. G. Farben-Industrie.......7 Scheideanstalt...............9 Goldschmidt ................6 Rütgerswerke ............... 6 Metallgesellschaft............. 6 Philipp Holzmann...........4 Zementwerk Heidelberg ...... 7 Cementwerk Karlstadt.........6 Schultheis Patzenhofer .......4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. O Bemberg...................5 Zellstoff Waldhof ............6 Zellstoff Aschaffenburg .......O Dessauer Gas ...............7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum...........8 Orenstein & Koppel ..........0 Westdeutsche Kaufhof.........O 159 239 153 123,4 44,9 136,5 195 177 280 125,5 139,5 149,5 133,5 159 158 95,25 115 167,75 140,4 124,75 168 60,5 447 207 175,5 I 32,65 99,5 1 205,25 158 236 150,75 121,75 43,7 144,5 136,5 194 176 279 124,75 137,5 149 133,5 158 158 92 114 170 140,5 124,4 167,75 62,25 436 176 32,25 99 205 158,5 140,65 239 153,4 123,65 44,65 144 137 195 177 125 138 149,5 134,25 105,5 94,9 115 167,5 142,5 111,13 124,5 168 91,5 60,5 445 207 175,25 32i! 158,5 138,5 236 151 121 43,9 144,5 135 195,13 176,25 124,65 138 149 132,5 104,5 93,5 113,5 169,5 141 110 124,25 167,25 90 62,5 438 207,9 176 32 41,91 0,145 3,047 54,32 47,04 12,165 5,37 11,575 134,14 13,09 0,711 5,654 61,14 48,95 11,055 62,73 57,19 22,73 8,771 2,489 41,99 0,147 3,053 54,42 47,14 12,195 5,38 11,595 134,40 13,11 0,713 5,666 61,26 49,05 11,075 62,85 57,31 22,77 8,789 2,493 4¥i% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1....... V/i% ehem. 8% Hessischer ®olte staat 1929 (rückzahlb. 102%) ... iy»% ehem. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold 81.12... 5yz% ehem. 4y,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau. 4'/,% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldschuldverschr. R.k Oberhessen Provinz-Anleihe mii Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4'/,% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6J4% ehem. 4yz% Franks. Hyp. Hamburg-Amerika-Paket .....O Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ 4 Dresdner Bank.............. 4 «eichsbauk ......... 12 A.E.G...................... O Bekula............... 8 Elektr. Lieferungsgesellschaft ... 6 Licht und Kraft ............. 7 Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr.......... 6 Schuckert L Co............... 6 Siemens & Halske............ 8 Lahmeyer L Co.............. 7 Budapest .. Neuyork... 6Vi% ehem. 4yt% Rheinische Hyp.-Bank-Ltgu.-Goldpfe. ... *y«% ehem. 8% Pr. Landespfand- briefanflalt, Pfandbriefe R. 19 4«4% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. CbL 20 Steuergutsch.Derrechnungsk. 34-38 4% Oesterreichische Goldrente... 4,20% Oesterreichische Silberrente yanrnoten. Berlin,27-Oktober Geld Brief Amerikanische Belgische Rot Dänische Note Englische Note Französische ff Holländische? Italienische N Norwegische 9 Noten.............. n ................. n ................. oten............... toten............... 2,451 41,80 54,16 12,14 11,525 133,96 60,98 62,56 57,04 2,471 41,96 54,38 12,18 11,565 134,50 61,22 62,82 57,26 Deutsche Erdöl .............. 4 Harvener................. 2% Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 8 Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ...............8 Mannesmann-Röhren........ 8 Chade......................9 Accumulatoren-Fabrü.......12 Conti-Gummi.............. 11 Grttzner............. 0 Matnkraftwerke Höchst a.M.... 4 Süddeutscher Zucker ........10 toten .............. rrpirfi. A 1OO Schilkina 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4y2% deögl. von 1913.......... Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Noten ................ 5% abfleft Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1................... Ifr. 255 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Mittwoch, 28.Oktober 1956 Aus Oer provinzialhauptsiadt ist ja für viele unerschwinglich. H. Ratgeber sein, er wendet sich auch an die Freunde guter Dolkspoesie. Wir finden darin nette Gedichte, kleine Erzählungen und etliche Anekdoten. Wir haben viele gute Volkskalender, die allen etwas sagen können. Ganz so einfach und bescheiden wie vor Jahrzehnten sind sie nicht mehr, denn das Leben ist vielseitiger, „technischer" geworden. Ge- Deshalb sollte man die paar freundlichen Worte beherzigen und nicht vergessen, auch dem Volkska- Tageskalender für Mittwoch. NS.-Frauenschaft Gießen-Ost, 19.45 Uhr Versammlung. — Stadttheater: 19.30 bis 22 Uhr „Der Bettelstudent". — Gloria - Palast, Seltersweg: „Glückskinder". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: 14.15 Uhr Märchen-Vorstellung „Hänsel und Gretel"; „Ein Lied klagt an". — Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand: 17 bis 18 Uhr große Kunstausstellung von Oelgemälden, Tempera und Aqua- Kampftag, startet B o e l ck e auf einen Hilferuf der Front hin mit der Staffel. Es kommt zum Luftkampf mit einem an Zahl doppelt überlegenen englischen Gegner. Im wilden Kurvenkampf jagen B o e l ck e, Erwin Böhme und Manfred von Richthofen — es sind die beiden Staffelkameraden, die dem Führer persönlich am nächsten stehen — einen Engländer und drücken ihn runter. In einem besonders dramatischen Kampfaugenblick streifen sich die Flugzeuge Boelckes und Böhmes im Bruchteil einer Sekunde. Es hat genügt, um Böhme die eine Fahrgestellhälfte, Boelcke aber das äußere Ende der linken Tragfläche wegzureißen. Von Böhme schützend begleitet, geht das Flugzeug Boelckes in einen sanften Gleitflug über, der jedoch in den Böen der unteren Wolkenschichten immer steiler wird, bis die Maschine neben einer deutschen Batteriestellung auf den Boden aufschlägt . . . Deutschlands großer Flieger ist nicht mehr . . . Sein Tod wog mehr als der Verlust eines teuren Kameraden und tapferen Kämpfers. Das von Feinden ringsum bedrohte Volk sah den Niebesiegten fallen, den Mann, der eine Verheißung des deutschen Endsieges zu sein schien. Sein Tod bedeutete für Feldheer und Heimat mehr als eine verlorene Schlacht. Feierlich wurde er in seiner Heimat Dessau bestattet. Manfred Freiherr von R i ch t h o f e n , der große Schüler des großen Meisters, ihm ebenbürtig und artgleich, trug das Ordenskissen. Ganz Deutschland trauerte um seinen Helden, der als Mensch, als Soldat und als Führer gleichermaßen groß war. Der Tagesbefehl des Stabsoffiziers der Flieger der I. Armee, des Hauptmanns Wilberg — heute General der jungen Luftwaffe —, nahm von Oswald Boelcke mit den Worten Abschied: „Es fiel ein großer Held, ein edler Kämpfer, ein reiner Mensch, unser Boelcke. Seine Taten sind unsterblich! Sein Name unvergänglich! Sein Geist sei unser Geist!" Dieses Gelöbnis ist erfüllt worden. Boelckes Geist hat in der Fliegertruppe des Weltkrieges weitergelebt und ist heute von neuem erwacht in der jungen Luftwaffe. Ihm zu Ehren trägt das Kampfgeschwader „Boelcke" der jungen Luftwaffe seinen unsterblichen Namen. lender sein reges Interesse zu schenken. Vornotizen. Der Bolkskalender. Wenn in diesen Tagen das gute Buch im Vordergrund steht, wenn wir ermahnt werden, unsere treuesten Freunde — die Bücher — nicht zu vergessen, dann wollen wir auch ein paar Worte über ein echtes Volksbuch sagen, nämlich über den guten, alten Hausfreund auf dem Lande, den Volkskalender. Er steht vielleicht bescheiden in irgendeiner Ecke des Schrankes, ganz schmucklos, ohne Prunk, ohne Goldschnitt und Lederrücken. Aber was er für viele Volksgenossen bedeutet, davon wissen nur die zu erzählen, die ihren Kalender wirklich gelesen und benutzt haben. Er legt nicht viel Wert auf sein äußeres Gewand, er hat es „inwendig". Auch im ärmsten Hause des kleinsten Dörfchens treffen wir neben der Bibel noch e i n Buch an, den Kalender. Er ist dem Landbewohner ein treuer Begleiter während des ganzen Jahres. Er wird zu Rate gezogen, wenn irgendeine Frage auftaucht, in ihn machen die Landwirte ihre Notizen über Verkäufe, über ihr Vieh usw. Der Kalender gehört nicht zu jenen Büchern, die wir, nachdem sie gelesen sind, in den Schrank stellen. Er behält seinen Wert wenigstens ein ganzes Jahr lang, ja noch weit darüber hinaus. Und es ist recht ergötzlich, in einem alten Volkskalender zu blättern. In manchen Familien werden sie sorgfältig aufgehoben, wir können noch nach Jahr und Tag allerlei über Freud und Leid der Familie darin lesen. Doch der echte Volkskalender will nicht nur ein rade deshalb hat ein guter Kalender noch größere Bedeutung für einfache Menschen, denn hier finden sie oft Rat und Lehre für alle möglichen Fragen, die sie bedrücken. Ein Lexikon "....... losen kleinen Gruppen zusammengefaßt, bis die Aufstellung von ganzen Jagdstaffeln im Juni 1916 die entscheidende Wendung in der offensiven Führung des Luftkampfes bringt. Boelcke selbst darf erst August 1916 seine eigene Jagdstaffel 2, die nachmalige Jasta „Boelcke", nach der Rückkehr von einem ihm auf Befehl des Kaisers zwecks zwangsweiser Fernhaltung von der Front auferlegtem Kommando, vollzählig aufstellen. Der unvergleichliche Kämpfer wird nun auch der unvergleichliche Erzieher der deutschen Jagdfliegerei. Boelcke als Erzieher und wegweisender Führer ist fast noch größer als der Kämpfer. Er überträgt auf seine Staffel nicht nur den eigenen Wagemut und Angriffsgeist, die sachlich-kühle Beherrschung jeder Phase von Angriff und Verteidigung in der Luft, die Ausnutzung und Meisterung aller technischen Gegebenheiten — das Größte, was er in seiner Erziehungsarbeit leistet, ist das Zusammenschweißen der Staffel zur schlagfertigen Kampfeinheit. Er lehrt seine Schüler, daß es nicht darauf ankommt, als Einzelflieger herumzuschwirren und auf Einzelerfolge auszu'gehen, sondern in harter Disziplin sich selbst um des Gesamterfolges willen zurückzustellen und in die taktische Einheit der Staffel einzufügen. Der Führer gibt die Richtlinien des Kampfes, die Staffel folgt und handelt befehlsgemäß und immer unter Einsatz aller Kraft bis zum letzten Hauch. Glanzvoll sind die Siege, die die Jagdstaffel Boelcke im September und Oktober 1916 errungen hat, verschwindend dagegen die Verluste dank der Meisterschaft des Führers, der feine Flieger behütet wie eine Henne ihr Küchlein. Wie viele hat doch der getreue Kamerad, der Adler im Angriff zur Entlastung der ihm anvertrauten Untergebenen, vor dem sicheren Verderben bewahrt! Großes hat Boelcke geleistet. Größeres war von feiner allumfassenden Meisterschaft noch zu erwarten, wenn das Schicksal nicht anders bestimmt hätte. Am 28. Okt. 1916, 16.30 Uhr, an einem besonders bewegten Und wenn sich die Leser in ihre Jugendzeit zurückversetzen, dann wird sicher i , „ . , , in der Erinnerung ein Kalender erscheinen, in dem sie einst zuerst die Bilder betrachteten und dann auch alle Geschichten und Aufsätze lasen und immer wieder lasen. Unsterblicher Boelcke. Don ßauptmann (($) Or. Gchepelmann, Reichslufffahriministermm. Vor zwanzig Jahren, am 28. Oktober 1916, fiel der berühmte deutsche Kampfflieger Hauptmann Boelcke. Vom Feinde unbesiegt, aber durch tückisches Mißgeschick doch vom Tode bezwungen, sank vor 20 Jahren H^iptmann Oswald Boelcke, Deutschlands großer Flieger, dahin. Ein ganzes Volk erschauerte in tiefem Erschrecken beim Verlust des Mannes, der strahlenden Glanz um feine Waffen gewoben hatte und, wie einst Achill unter den Helden bei; Griechen vor Troja, dem ruhmreichen Heere der Deutschen voranleuchtete. Aus Boelckes Kriegsbriefen, aus feinen Taqebuch- aufz.uchnungen, aus den Zeugnissen seiner Vorgesetzten und den vielfachen Beiträgen des Elternhauses, der Kameraden und Bekannten formt sich ein Lebensbild von ungewöhnlichem Format. Diel legte ihm eine gütige Natur in die Wiege, mehr, unendlich mehr hat er daraus gemacht. „Treudeutsch bis in die Knochen, im Herzen fromm, ohne daß er jemals Worte darüber machte, makellos als Charakter, der Pflicht getreu bis zum Tode, wohlgemut und frohen Sinnes für das Leben, fest und stark, schlicht und ehrlich, sich seiner Kraft und seines Wertes bewußt und doch bescheiden, gegen jedermann freundlich und doch voll Würde, und immer dem Grundsatz getreu: „Mehr sein als scheinen!" So steht seine Persönlichkeit, von seinem Biographen Professor Werner mit beredten Worten geschildert, vor uns. Der Offiziersberuf, den er schon als Knabe ersehnte, war der Beruf für ihn, der das ganze Glück feines kurzen und doch fo großen Lebens gewesen ist. Entsprechend seinen technischen Neigungen tritt er als Fahnenjunker in das Koblenzer Telegraphenbataillon Nr. 3 ein. Alle Strapazen der Ausbildung erträgt der sport- und willensgestählte junge Mann mit Leichtigkeit. Den Dienst nimmt er überaus ernst. Dabei aber ist er voller Lebenslust unö Lebensfrische. Man kann nur mit grenzenloser Hochachtung und Liebe all das lesen, was dieser seltene Mann in seinen Briefen zu sagen hat. Ob es die aus dem Herzen springende Teilnahme an der rheinischen Fröhlichkeit ist oder die gesellige Freude des Kasinolebens, ob es sich um die vielfachen Anforderungen des Dienstes handelt, immer steht ein Mensch vor uns, der an alle Dinge, die an ihn herantraten, das ihnen zukommende Maß verteilt. In jedem Augenblick ist Oswald Boelcke ein vorbildlicher Mensch und Soldat. Kriegsschule in Metz, Beförderung zum Offizier August 1912, Funkerleutnant in Darmstadt sind die äußeren Stationen seiner Laufbahn, bis er kurz vor Kriegsausbruch als werdender Flieger vor uns tritt. Im Sommer 1915 beginnt fein Aufstieg und Siegeslauf. Dieser Ausstieg ist zugleich, untrennbar mit dem Namen Boelcke verbunden, der Aufstieg der deutschen Kriegsfliegerei überhaupt geworden. Fokker hat den ersten deutschen Kampfeinsitzer, dessen Maschinengewehr, durch eine sinnreiche Vorrichtung gesteuert, nach vorn durch den Propellerkreis schießen kann, konstruiert und führt ihn Boelcke als erstem in Douai vor. Mit dem Instinkt des geborenen Fliegers bildet Boelcke die Kunstregeln des Lustkampfes heraus und vervollkommnet sie so, daß feine Taktik die Regel für den Einzelkampf wird. Seine ganze Persönlichkeit spiegelt sich in der Ausübung des Kampffluges wieder. Trotz Verbot geht er über die eigenen Linien hinüber und faßt den Gegner „jenseits". Er kämpft nicht nur bei der zufälligen Begegnung, er pirscht auf den Feind, wie der Jäger sich auf der Jagd an das Wild heranpirscht und sich dabei die günstigsten Vorbedingungen für den Abschuß schafft. Anfangs eine Einzelgänger-Jagdpassion, wird die neue Art des Kampffluges, die sich nun zur Jagdfliegers entwickelt, Anfang 1916 vor Verdun in ‘Srübfal blafen ? aber warum denn? Eine Flasche Schaumwein, hüllt ja gleich die Welt in rosigen Schimmer. SCHAUMWEIN rellen. — Ausstellung „Das Buch" im Foyer des Stadttheaters. — Evangelische Frauenhilfe Gießen, 14.15 Uhr Verbandsoersammlung, Vortrag von Gerda Lukas (Potsdam) „Der Dienst der Frau in der Gemeinde, eine diakonische Aufgabe" im Caf6 Leib. — Bekenntnisgemeinde Gießen, 20.15 Uhr Bibel- und Bekenntnisversammlung, Vortrag von Pfarrer Gubalke „Die Kunst Albrecht Dürers und Matth. Grünewalds" im Johannessaal. Stadltheater Gießen. Heute abend geht die erfolgreiche Operette „Der Bettelstudent" von Carl Millöcker, in neuer Bearbeitung und Inszenierung, in Szene. Die musikalische Leitung hat Hans H. Hampel. Spielleitung: Paul W r e d e. Anfang 19.30 Uhr, Ende 22 Uhr. Mitwoch-Miete. 6. Vorstellung. Profeffor Nr. Ferdinand Werner 60 Jahre alt. Am gestrigen Dienstag, 27. Oktober, wurde der im ganzen Hessenlande und weit darüber hinaus, besonders aber in Oberhessen bekannte Politiker und warmherzige Heimatfreund Professor Dr. W e r n e r, jetzt in Darmstadt wohnhaft, 6 0 Jahre alt. Wer Professor Werner ist, und was er für das hessische Volk und sein Hessenland, insbesondere wiederum für fein Oberhessen, als Vorkämpfer für das neue Deutschland bedeutet, ist unseren Lesern so gut bekannt, daß wir uns darüber nähere Ausführungen ersparen können. Sein bisheriger Lebensweg, der den am 27. Oktober 1876 in Weidenhausen (Kreis Biedenkopf) Geborenen schon früh nach Oberhessen führte und ihn durch den Schulbesuch und das Studium in Gießen, sodann durch seine Berufstätigkeit in unserer Stadt, in Lauterbach, Laubach und Butzbach zum richtigen, mit der Heimaterde tief verwachsenen Oberhessen machte, ist ebenfalls allen Oberhessen so geläufig, daß es auch nach dieser Richtung hin keiner weiteren Worte bedarf. Der 60. Geburtstag Prof. Werners gibt uns aber Anlaß, einmal besonders auf die tiefe Verbundenheit dieses Mannes mit der oberhessischen Heimat und insbesondere mit seinem Vogelsberg und der Bevölkerung unserer Provinz hinzuweisen. Es gibt wohl nur wenige Menschen in Oberhessen, deren ganze Liebe in so reichem Maße der oberhessischen Heimat und ihrer Bevölkerung gilt, wie es bei Professor Werner allezeit der Fall war und sicherlich auch bis an sein Lebensende sein wird. In Wort und Schrift, in Poesie und Prosa hat er immer wieder seine starken geistigen Waffen und die Kraft seines gewinnenden menschlichen Wesens für Oberhessen und seinen Vogelsberg eingesetzt. Besonders entfaltete er dabei im Vogelsberger Höhen-Club eine außerordentlich rege Tätigkeit, sowohl bei den großen Veranstaltungen dieser Vereinigung von heimatverbundenen Menschen, wie auch im Leben und Wirken der Zweigvereine des VHC., insbesondere im Rahmen des Butzbacher Zweigvereins. Wie stark er mit der heimatlichen Scholle und mit den schönen Sitten des bodenständigen Volkstums verwachsen ist, konnten wir — dies sei als Beispiel hier nur erwähnt — im Jahre 1931 bei der 50-Jahr-Feier des VHC. in Schotten bemerken, wo Professor Werner, der im öffentlichen Leben in vorderster Front stehende und außerordentlich stark beschäftigte Mann, trotz aller Anspannungen nicht verfehlte, in der Wanderkluft mit blauer Jacke, kur- „Glückskinder." Gloria-Palast. Wenn der Film zu laufen anfängt und an der Spitze des Perfonenoerzeichniffes die Namen von Lilian Harvey und Willy Fritsch über den Neuyorker Wolkenkratzer-Himmel wandern, damit man gleich Bescheid weiß, wo das Abenteuer sich ereignet, kann man natürlich noch nicht ahnen, was das für ein Abenteuer fein wird. Aber es dauert gar nicht lange, dann kommt es einem bekannt vor, und man erinnert sich dumpf, diese oder eine ähnliche Geschichte schon einmal auf der Leinwand gesehen zu haben: hieß sie nicht „Es geschah in einer Nacht"? — richtig, so hieß sie, und damals war es ein leibhaftiger Amerikaner mit amerikanischen Schauspielern. Aber diesmal ist es ein deutscher, und er ist so lustig, daß man das Märchen aus USA. gerne noch einmal erlebt. Mit das Erfreulichste daran ist der Umstand, daß Curt Götz den Dialog geschrieben hat; es hat sich gelohnt, und man sollte das öfters machen, denn der Text, nicht bloß der gereimte und gesungene, läßt in unfern Filmen noch oft genug Verschiedenes zu wünschen übrig. Hier nicht; hier sitzt er, hier klappt er, hier herrscht Tempo, Witz und Schlagfertigkeit: so geht es in Amerika zu, jedenfalls im Film. Bei uns geht das alles ein bißchen anders zu, und schon die Voraussetzungen zu dem ganzen Fall wären hier normalerweise nicht vorhanden. Aber es macht Spaß, sich das mal anzusehen (so ähnlich ist es bestimmt), wie sie drüben eine Zeitung machen, wie und wo sie ihre Reportage holen, und was sie für Bilder auf die erste Seite stellen, die bei uns im allgemeinen nicht mal weiter hinten auftauchen würden. Und es ist ausgesprochen lehrreich und luftig, einer Verhandlung beim Neuyorker Schnellgericht beizuwohnen, selbst wenn sich dort minder amüsante Sachen ereignen als hier, wo sich ein träumerischer Reporter ritterlich zu einem armen Mädchen bekennt, das wegen Vagabundierens aufgegriffen wurde. Da der Schnellrichter ein Mann ist, der es genau nimmt, endet die Verhandlung mit einer Trauung (drüben geht das unter Umstanden schnell). Schlimmer ist, daß die Sache am andern Morgen in allen Blättern steht (mit dem Bild auf der ersten Seite) — bloß nicht in dem des vorschnell verheirateten jungen Mannes. Am schlimmsten, daß er infolgedessen befördert wird ... vom Chef persönlich, und zwar hinaus, fristlos, und mit ihm feine beiden besten Freunde, die chm das ganze Abenteuer aufgehalst haben. Zum Glück — denn i>er Titel hat was zu bedeuten — kommt dann die Sache mit der Millionennichte des Oelkönigs und mit dem viereckigen Leberfleck unter der linken Schulter ... aber wir können ja nicht gut den ganzen Film erzählen. Was wir noch sagen wollten: es herrscht hier jene eigentümlich amerikanische Mischung aus Scherz und Ernst, aus Wirklichkeit und Phantasie, eine Mischung aus kindlichem Ulk und einer etwas bitter schmeckenden Groteske. (Man kennt diese Mischung aus amerikanischen Witzblättern und aus manchen der verschollenen amerikanischen Lustspielfilme im stummen Beiprogramm.) Jedenfalls hat der Regisseur Paul Martin die Sache mit soviel Humor und Temperament, mit soviel spürbarer Freude am Einfall und am Allotria aufgemacht, daß man willig mitgeht (auch wenn man schon merkt, wie das 'enden wird) und aus dem Schmunzeln und Lachen nicht herauskommt. Gepriesen sei G ö tz e n s erfrischender Dialog. Er befeuert Fritsch, der zwar mit dem Zeitungsbetrieb nicht ganz so selbstverständlich fertig wird wie seinerzeit Clark Gable „in einer Nacht", aber dafür seinen c,.. . m Charme einer sympathischen jungen Männlichkeit einzusetzen hat. Lilian Harvey, diesmal nicht große Dame, sondern armes kleines Mädchen und Hausfrau mit Schürze und Bratpfanne im Junggesellenheim: sehr niedlich. Zwei prächtige Burschen aus dem großen Reportersaal: Paul Kemp und Oskar Sima, von erstaunlicher Beweglichkeit und erstaunlichem Mundwerk; ein witziges Pärchen. Die entzückende Szene vor dem Scbnellrichter erwähnten wir schon: den macht Paul Bildt unwiderstehlich. (Vielleicht darf man bei der Gelegenheit sagen, daß dieser Darsteller einer der besten Chargenspieler der deutschen Bühne ist.) Erich Ke st in'und O. Stoeckel seien noch genannt. Das Drehbuch stammt von Robert A. Stemm le und Paul Martin, die Musik von Peter Kreuder, der einen luftigen Foxtrott mit Gesang für vier Personen beigesteuert hat; man muß ihn gesehen und gehört haben. — (Ufa.) Im Beiprogramm läuft u. a. die neue Wochenschau mit Bildern von der Eröffnung des WHW. durch den Führer. hth. Sochschulnachrichten. Professor Dr. Hans K ö p p e, em. Ordinarius für Nationalökonomie und Finanzwiffenschaft an der Universität Marburg, begeht am 30. Oktober ö.I. seinen 7 5. Geburtstag. Köppe begann feine akademische Laufbahn 1904 als Prioatdozent an der Universität Gießen und habilitierte sich ein Jahr später an die Universität Marburg um, wo er 1908 zum ao. Professor und 1915 zum Ordinarius ernannt wurde. Hier hat er bis zu seiner Emeritierung 1929 gelehrt. (SmfieOier in der Tierwelt. Von Or. Th Iell. Bei vielen Tieren ist der Herdentrieb sehr stark entwickelt. Von den Pferden ist z. B. bekannt, daß sie die für den Reiter so lästige Eigenschaft des Klebens haben, d. h. daß sie sich von anderen Pferden nur ungern trennen. Im Zweigespann erdulden sie manches, weil sie schon zufrieden sind, nicht allein zu sein. Wie die Pferde, so leben auch Rinder, Schafe, Ziegen, Gemsen, viele Antilopen, Elefanten, Biber und Ratten in Herden, insbesondere auch Affen. Fast allen Affenarten ist e»' ein schreckliches Gefühl, allein sein zu müssen. Der Mohammedaner, der sich aus religiösen Gründen schwer zum Töten eines Tieres entschließt, benutzt diese Furcht vor der Absonderung in folgender Weise. Affenherden sind eine furchtbare Plage für den Landwirt, da sie ungeheuer viel verwüsten. Hat mat einen solchen Plagegeist gefangen, so schnallt man ihm ein Schurzfell oder ein anderes Kleidungsstück möglichst fest um und läßt ihn laufen. Der Affe eilt sofort zu seiner Herde; die entsetzt sich jedoch vor ihm und will nichts von ihm wissen. Da sie flieht, und er beständig hinter ihr her ist, fo ist der Landmann fo lange, wie das Kleidungsstück hält, vor einem Besuch dieser Affenherde sicher. Umgekehrt gibt es auch viele Tiere, die ausgesprochene Einsiedler sind. In unserer Heimat sind am bekanntesten hierfür Maulwurf und Dachs. Aber es gibt nicht nur Einsiedler in der Tierwelt in dem Sinn, daß gewisse Tierarten stets einzeln leben, sondern es kommen auch wunderbarerweise unter den Tieren, die sonst in Herden leben, Einsiedler vor. Besonders häufig ist diese Erscheinung bei den Rindern beobachtet worden. Die wilden Rinderarten trifft man ausnahmslos nur in Herden an, trotzdem findet man auch Ein- sidler, gewöhnlich ältere Stiere, die sehr bösartig sind. Alte, unverträgliche Stiere werden nämlich von dem jungen Nachwuchs gemeinschaftlich vertrieben und pflegen dann grollende und mürrische Einsiedler zu werden. Von den beiden Vettern, Wisent und Bison, ist dieselbe Erscheinung bekannt. Die einsiedlerisch lebenden Tiere können zu einer wahren Geißel für die Gegend werden und scheinen ein besonderes Vergnügen daran zu finden, mit dem Menschen anzubinden. Allgemein sind auch die Einsiedler unter den Kafferbüffeln gefürchtet. Auch unter den Nilpferden, die sonst gesellig leben, findet man alte Bullen als Einsiedler. Ganz besonders ist diese Erscheinung bei den Elefanten. Ein ausgezeichneter Kenner der indischen Elefanten schreibt hierüber: „Ein wirklich einsamer Elefant, der nicht mehr mit seinesgleichen zusammengeht, tritt recht selten auf und ist auch dann noch keineswegs immer ein bösartiger Bursche, ein Rogue, wie ihn die Engländer nennen. Dagegen bildet er sich oftmals zu einem tüchtigen Plünderer der Pflanzungen aus, der, mit den harmlosen Künsten der Wächter vertraut, sich nicht so leicht durch die üblichen Mittel verscheuchen läßt". Fragen wir nach den Gründen, weshalb es Einsiedler unter Tieren gibt, bfe sonst gesellig leben, so ist folgendes darauf zu erwidern: Alle Tiere leben gesellschaftlich, die einzeln von ihren Feinden zerrissen würden. Alle Affen Afrikas sind schwächer als der Leopard, deshalb leben sie alle in Herden, nur der Gorilla ist stärker als diese gefährliche Katze, deshalb lebt er allein. Auf Borneo, wo es keine Tiger gibt, lebt der Orang- Utan allein, auf Sumatra, wo Tiger vorkommen, lebt der Orang-Utan in Herden. Ausschluß aus der Herde heißt so viel wie Auslieferung an die Feinde. Nun versteht man auch, warum der vorhin erwähnte Affe durchaus zur Herde zurückkehren will. Um ihrer Existenz willen muß nun die Herde alle kranken Mitglieder ausschließen, denn diese lähmen. die Bewegungsfähigkeit der Gesamtheit. Sie werden in kurzer Zeit von den Feinden zerrissen. Die alten Männchen, die als Einsiedler leben, scheinen dagegen regelmäßig freiwillig aus der Herde auszuscheiden. Wahrscheinlich sind sie früher Haupt der Gemeinschaft gewesen, sind dann von jüngeren Mitbewerbern besiegt worden und haben sich auf ihre alten Tage nicht mehr auf das Gehorchen verstehen wollen. Nun begreift man auch ihre gereizte Stimmung. Daß sie nicht ebenfalls den Feinden erliegen, erklärt sich daraus, daß sie das stärkste Glied der Herde waren und diese gegen Angriffe verteidigten. Der grollende Alte, der sich mit dem Gefühl: Undank ist der Welt Lohn! in die Einsamkeit zurückzieht, sindet sich also auch in der Tierwelt. Das Volk sucht allerdings andere Erklärungen. Die Indianer haben beispielsweise von den einzeln lebenden Bibern die Meinung, daß diese deshalb von der Gemeinschaft ausgeschlossen wären, weil sie zu faul wären, bei den Bauten mitzuarbeiten. Zeitschriften. — „Handarbeiten aller A r t (Stickereien und Spitzen)" Verlagsanstalt Alexander Koch G. m. b. H. Stuttgart, Heft 1. Einzelheft 1,50 Mark. Als verheißungsvoller Auftakt zum neubeginnen- den 37. Jahrgang zeigt Heft 1 vorzügliche Bildvorlagen der Stepparbeiten Ina von Kardorffs oder der schönen Schwälmer Bauernstickereien aus der Werkstatt Frau Thielmanns. Hier sieht man, wie nahverbunden der Volkskunst die vorbildliche Handarbeit ist. Nachdruck oerboten! 35 Fortsetzung. Junge!" (Fortsetzung folgt.) wird Karl Kameradschaft überwindet jede Not! Opfert am 31. Oktober und 1. November! SA.» SS. und NSKK. sammeln für das WHW. losigke-it, die Wiederaufrichtung der Wehrhoheit, den Aufbau der Wehrmacht, sprach kurz über einige Aktionen der Außenpolitik der Reichsregierung und über die Rohstoffversorgung. Er forderte zur Opferbereitschaft auf und charakterisierte die Menschen, die im Opfer für das Vaterland stehen und ihre Pflicht tun. Er schilderte den Arbeiter als einen Kämpfer für Deutschland, der mit geringem Lohn zufrieden sei, weil er wisse, daß in das Ausland billig geliefert werden müsse; er kennzeichnete den NSV.-Mann als einen Kämpfer, der von Tür zu Tür gehe, nicht für sich, sondern für sein Volk, „Man soll doch jede Gelegenheit bei den Hörnern packen, meine Herren, und dies scheint mir hier eine für alle. Sie kommen heute doch noch sehr bequem mit Ihrem Wunderwagen nach Nürnberg. Also los!" „Außerdem kommen wir wieder", redet Gun- termann zu. „Vierzehn Tage Winterluft, meinetwegen auch Skisport, haben wir uns alle verdient. Ihr seid meine Gäste, Jungens." Die „Jungens" starren ihren Mäzen sprachlos an — Wintersport, vierzehn Tage und eingeladen — Leonhardt faßt sich zuerst. „Hierher nach Greiding?" „Meinetwegen auch!", sagt Guntermann mit Rücksicht auf den Vorsteher dieser für ihn unmöglichen Gemeinde. Aber da geschieht wieder etwas Neues. „Wenn die Verhandlungen zu einem guten Ende führen, was ich annehme, werden wir uns wohl alle ein Stelldichein in Unterwaching geben. Dort befindet sich ja die Versuchsstation des Nürnberger Werks. Da haben Sie reichlich Gelegenheit zum Sport und obendrein wird unsere Versuchsbahn auch Anziehungskraft genug haben, sie nimmt es mit der Autostraße hinter Buchwald durchaus auf," sagt Dr. Mittelstädt verbindlich. „Auf nach Unterwaching!", trompetete Guntermann. Hanna ist neben Leonhardt im Wolde getreten. Sie berührt seinen Arm. „Fahren Sie los, es geht um eine ganz große. Zukunft, im Wolde." Ganz unbewußt hat sie eine Grenze überschritten, es ist mehr als eine Geste, daß sie ganz einfach „im Wolde" sagt, es ist ein kameradschaftlicher Sinn, den der Sturmführer sofort spürt, und der ihn sehr beglückt. Er greift nach seiner Mütze. „Ja, fahren wir." „Gute Fahrt und viel Erfolg!", wünscht das Mädchen allen und sieht dann dem schwarzroten Wagen nach, bis er hinter einer Straßenbiegung verschwindet. — Die vier Männer haben auf dieser Fahrt sehr oft die gleichen Gedanken, aber sie sprechen nicht davon. Guntermann rechnet, im Wolde und Herdegen konstruieren wieder, und Dr. Mittelstädt sieht die neue Serie Autobahnwagen vor sich auffahren. 17. K a p i t e l. Unterwaching. Mittagspause in der Versuchsstation. Wohltätige Ruhe nach allerlei Geheul und Geknatter. Die beiden Freunde und Guntermann sitzen auf einer Bank in der Sonne, vor ihnen steht der Wagen. Sehr gesprächig sind sie nicht. Aber endlich fängt Herdegen an: „Da sitzen wir nun wie die verregneten Hühner und hätten doch allerhand Grund, Lobgesänge, Freudengeheule und Veitstänze aufzuführen. Du bist nach unseren bescheidenen SA.-Begrif° fen ein reicher Mann geworden und dank deiner Berliner Beredtsamkeit ich auch „—" „Hast du vielleicht gedacht, ich hätte mich hier ohne dich anstellen lassen, Ludwig?", sagt im Wolde fast müde. Müde und abgespannt ist auch sein Gesicht. „Ich bin wie ausgepumpt — ich muß erst zur Besinnung kommen. Er stützt den Kopf in beide Hände und schließt die Augen, Herdegen lehnt sich gegen die Bretterwand des Schuppens, er versteht den Kameraden, es geht ihm ähnlich. Nur Guntermann pafft vergnügt kleine blaue Kringel in die noch blauere Luft. Ihm war in seinem ganzen Leben noch nie so wohl zumute. Jetzt sitzt er seit Tagen in Unterwaching, läßt Berliner Geschäft Geschäft sein und verläßt' sich auf seinen Prokuristen. Mehr als ein Jahrzehnt hat er stramm gearbeitet, viel Abwechslung hat er sich nicht gegönnt, aber dies hier ist eine und eine sehr gründliche. „Ihr seid komische Käuze! Ich genieße euren Ruhm ja mehr als ihr!" „Wissen Sie, was ich Ihnen gegenüber habe, Herr Guntermann? Ein schlechtes Gewissen." hunger Mann, ich verstehe hochdeutsch sonst ganz gut — aber dem Dialekt kann ich nicht ganz folgen," lacht er behaglich. ,',Mir ist nicht zum Lachen. Erst komme ich zu Ihnen und pumpe Sie an, ohne Ihre Hilfe wäre das Ganze ja überhaupt nicht möglich gewesen — und jetzt weiß ich nicht, wie ich Ihnen das vergelten soll. Ich möchte Ihnen so gern eine Beteilü gung anbitten, ich weiß nur nicht wie. Abgekaust haben sie uns die Konstruktion nicht — „Aber Euch Stellungen gegeben — Junge, öffnet. Ortsgruppen-Propagandaleiter Baß hieß die Teilnehmer der Kundgebung willkommen. Er erinnerte daran, daß die Winterszeit im besonderen Kampfzeit sei, weil es gelte, den । weniger bemittelten Volksgenossen zu helfen. Es gelte aber auch, weiter zu ringen um die Seele des deutschen Menschen und ihn weltanschaulich glelch- und auszurichten. Jedermann solle dahin geführt werden, daß es ihm möglich sei, die Maßnahmen des Führers für das deutsche Volk in jeder Hin- sich zu verstehen. Der Redner des Abends, der Kreisobmann der OAI., Eisentraud, Frankfurt, stellte seinen Ausführungen ein Wort des Führers vom Reichsparteitag der Ehre („Man kann den Nationalsozialismus lieben oder hassen, aber man kann ihn nicht beseitigen") voraus. Der Redner erinnerte zunächst an jene Zeit, da Deutschland in Genf vertreten war und dabei eindeutig immer wieder erfahren mußte, daß ein Volk in der Welt nur soviel Recht hat, als es verteidigen kann und mit seiner Kraft zu verteidigen bereit ist. Daß ein neues Deutschland habe entstehen können, habe nicht an der Masse des Volkes gelegen, sondern einzig daran, daß der Führer inmitten eines Ehaos ein neues Banner aufrichtete. Das Dritte Reich sei schwer erkämpft worden. Die treue Gefolgschaft des Führers habe immer rückhaltlos an den Führer geglaubt und gewußt, daß seine Handlungsweise dem deutschen Volke wieder zu neuer Kraft verhelfen werde. heute sei es soweit, daß jeder sich in die Gemeinschaft des ganzen Volkes einreihen müsse und daß sich, mit geringen Ausnahmen, jeder gerne einfüge in diese Schicksalsgemeinschaft. Es komme nicht mehr darauf an, was der einzelne wolle und was zu feinem Nutzen sei. Der einzelne könne nicht sagen, daß die Politik ihn nichts angehe, wenn nur er seine Arbeit habe, er dabei aber nicht bedenke, daß er nur auf Grund der Politik des Führers Arbeit habe. In seinen weiteren Ausführungen gab der Redner einen Ueberblick über die vielseitige Aufbauarbeit im Dritten Reich, die seit der Uebernahrne [ der Macht durch den Nationalsozialismus geleistet wurde. Er schilderte die Bekämpfung der Arbeits- Don der Pressestelle der Universität Gießen uns mitgeteilt: Der Dozent Dr.-Jng. habil. Gallwitz ist beauftragt worden, neben seiner Lehrtätigkeit in Göttingen auch an der Universität Gießen das Lehrgebiet Werkstoffe und Landmaschinen in Vorlesungen und Uebungen zu vertreten. Sie Sammlung der SAF. für das WHW. Das Gesamtergebnis der Sammelaktion der Deutschen Arbeitsfront im Gaugebiet Hessen-Nassau betrug 236 773,42 Mark. Im Kreis Wetterau brachte die Sammlung einen Betrag von 14 607,79 Mark ein, im Kreis Wetzlar 25 509,47 Mark. * ** Aenderung der Fernsprechordnung. Bei der Berechnung der Fernsprechgebühren werden z. Z. nach den Bestimmungen der Fernsprechordnung Bruchpfennige so gerundet, daß ein halber Pfennig und mehr als ein voller Pfennig angerechnet, Bruchteile unter einem halben Pfennig aber unberücksichtigt gelassen werden. Nach einer im Amtsblatt des Reichspostministeriums bekanntgegebenen Verordnung des Reichspostministers wird vom 1. Januar 1937 an die Berechnung der Fern g e s p r ä ch s gebühren aus technischen Gründen dahin geändert, daß sich ergebende Pfennigbeträge von 5 Pf. und mehr auf volle 10 Pf. nach oben gerundet, Pfennigbeträge unter 5 Pf. unberücksichtigt bleiben. Bei den übrigen Fernsprechgebühren wird jeder einzelne Gebührenbetrag wie bisher gerundet. In Nürnberg werden Sie erwartet. Keiner der maßgebenden Herren hat das Werk verlassen. Sie sind skeptisch, es haben m der letzten Zeit so manche „Erfinder" vorgesprochen, man verläßt sich lieber auf seine eigenen Konstrukteure und auf das, was man mit eigenen Augen sieht. Pläne auf dem Papier sind noch keine fertigen Wagen. Aber diesmal scheint es anders zu sein. Feierstunde am 1. November. Die NS.-G. „Kraft durch Freude" veranstaltet in Verbindung mit dem Landschaftsbund „Volkstum und Heimat" am kommenden Sonntag, 1. N o - v e m b e r, im Gloria-Filmpalast in Gießen eine Feierstunde „Die Gefolgschaft des Glaubens marschiert" unter Mitwirkung von Angehörigen der Gliederungen der Partei und der Wehrmacht. Die musikalische Umrahmung erfolgt durch das neue elektro- akustische Instrument hellertion. Einlaß ab 9.30 Uhr, Beginn der Veranstaltung pünktlich 10.15 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt einheitlich —.30 RM. Kartenvorverkauf: Kreisdienststelle, Schanzenstrahe 18, Musikhaus Lhallier, Schokoladehaus huntewann. Gliederungen der Partei, Vetriebswarte, Kasse des Gloria-Palastes. Die Bevölkerung ist herzlichst eingeladen. Don der Universität. Revolution im Kleiderschrank Einsatz von Militär, Arbeitsdienst und ASS. Zeder im Dienste der Volksgemeinschast Versammlung der Ortsgruppe Gießen-Ost der NSDAP. und er schilderte die Frau und Mutter als eine Kämpferin, die ihre Kinder mit dem knappen Verdienst des Mannes zu ernähren und zu kleiden wisse und dabei noch ihren Kindern ein fröhliches Lied lerne. v Der Redner sprach ferner über den Begriff der Gemeinschaft in Deutschland und bei anderen Völkern und betonte, daß es eine wahrhafte „Volksfront" nur in unserem Vaterlande gebe, weil in Deutschland jeder Volksgenosse wisse, daß er seine Pflicht für die Gesamtheit des Volkes tun müsse. Der deutsche Mensch habe sich beispielhaft für andere Völker — zur Volksgemeinschaft gefunden, und dieser Volksgemeinschaft sei nun auch em starkes Schwert in die Hand gegeben, mit dem das Lebensrecht des Volkes verteidigt werden könne. Wir wären aber kein neues Volk, wenn uns nicht Adolf Hitler gegeben worden wäre. Er fei zum Mittelpunkt alles deutschen Lebens innerhalb und außerhalb der Reichsgrenzen geworden. Die Welt beneide Deutschland um seinen Führer und sie be- neide den Führer um das Vertrauen, das ihm das ganze Volk schenke. Deshalb müsse auch jeder Volksgenosse arbeiten, nicht allein um des Verdienstes willen, und jeder solle Opfer bringen, ohne zu fragen: „Was habe ich davon?" Jeder müsse für die Volksgemeinschaft arbeiten und opfern! Jeder müsse das Bewußtsein eigener Kraft in sich tragen, müsse fähig sein, zu leben, zu arbeiten, zu kämpfen und zu sterben für Volk und Vaterland. So, daß der Führer Adolf Hitler auf das ganze Volk und auf jeden einzelnen Volksgenossen stolz sein könne. (Lebhafter Beifall.) Mit dem Gruß an den Führer, dem gemeinsam gelungenen Horst-Wessel-Lied und dem Ausbringen der Fahnen fand der Abend seinen Abschluß. Große Strafkammer Gießen. Die gestrige Sitzung der Großen Strafkammer fand unter Ausschluß der Öffentlichkeit statt, da es sich in sämtlichen verhandelten Strafsachen um Sittlichkeitsdelikte handelte. Der 60jährige Wilhelm Dort aus Höchst an der Nidder wurde, da er im Sommer 1934 an einem Mädchen unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen vorgenommen hatte, zu einer G e f a ngnis- strafe von 8 Monaten und zur Kostentragung verurteilt. , Wegen des gleichen Deliktes in zwei Fallen hatte sich der 34jährige Gg. H e r g e t aus Höchst a. d. N. zu verantworten. Das Urteil gegen ihn lautete, da er bereits einschlägig vorbestraft ist, auf eine Zuchthaus st rafe von 1 Jahr 6 Monate n. 6 Wochen der Untersuchungshaft wurden ihm angerechnet. Zu einer Gefängnisstrafe von 9 M o - naten unter Anrechnung von 3 Monaten der Untersuchungshaft wurde der in Echzell wohnhafte Karl Wolf verurteilt. Der Angeklagte hatte in angetrunkenem Zustande bei Ober-Widdersheim versucht, ein Mädchen zu vergewaltigen. Dem Angeklagten wurden die Schutzbestimmungen des § 51 Abs.2 StGB, zugebilligt. Der Otto Nickel aus Hungen hatte an einem Mädchen unter 14 Jahren unzüchtige Handlungen vorgenommen. Er wurde zu einer Gefängnis- strafe von 1 Jahr verurteilt und sofort m Haft genommen. Dem Gg. B. aus Rockenberg war zur Last gelegt, sich an Mädchen unter 14 Jahren unzüchtig vergangen zu haben. Die Hauptverhandlung konnte jedoch eine Schuld des Angeklagten nicht erbringen, er wurde deshalb von Strafe und Kosten frei- gesprochen. Gegen den geistesschwachen H. I. von Dorf-Gill wurde die Unterbringung in die Heil- und Pflegeanstalt in Gießen angeordnet. Der Angeklagte, der für seine Taten nicht verantwortlich gemacht werden Fann, hatte Kinder zu unzüchtigen Handlungen veranlaßt. Amtsgericht Gießen. In den letzten Tagen und Nächten brausen Herbststürme um unsere Häuser, suchen und finden offene Türen und Fenster und dringen em — bis in die tiefsten Ecken und Winkel unserer Kleider- schränke, Kommoden und Truhen. Der frische Lustzug hat hier revolutionäre Wirkung. Alte Kleider, Unterzeug, Wäsche, Strümpfe, die fast dem Kampfergeruch der Mottenkugeln erlegen sind, besinnen sich wieder auf ihren Daseinszweck und rufen nach Verwendung. Sie wollen getragen sein! Muß die Großmutter Großvaters Anzug und Mantel denn aufheben bis... na, ja, bis der gewünschte und ersehnte Enkel sie tragen konnte? Oder müssen Fritzchens Kinderkleider, über die er selbst nur noch lächelt, in der Truhe schlummern für seine späteren Kinder? Die großen Schürzen hat die junge Frau schon geerbt, sie trägt sie nicht mehr, versteckt schlummern sie, wie alles andere, im Schrank.... Man kann ja nie wissen, wie man es einmal verwenden kann! . Halt, da haben wir's! Dieser Verwendungszweck zen Krachledernen und Wanderstock inmitten seiner Butzbacher VHCer zu marschieren und dabei als eifriger Mitspieler m dem Mundharmonika-Chor wacker ine Marschweisen zu blasen. Wir erinnern uns heute noch, mit welcher großen Liebe und Begeisterung Prof. Werner damals von allen DHCern begrüßt wurde und wie stark die Wertschätzung sich kundtat, die er und sein Wirken bei allen Heimatfreunden damals schon genossen und bis auf den heutigen Tag empfangen. Als er vor einigen Jahren feinen Wohnsitz nach Darmstadt verlegte, wurden ihm in Oberhessen, besonders in seinem letzten Wohnort Butzbach, außerordentliche Ehrungen bereitet, u. a. wurde er zum Ehrenbürger von Butzbach, Grünberg und Schotten ernannt, während die Stadt Gießen ihn dadurch ehrte, daß durch Beschluß des Stadtrats im Jahre 1933 die damalige Nordanlage umbenannt wurde in „Wernerwall". Bei Schotten wurde ihm zu Ehren" eine Werner-Eiche geweiht. Daß er als Reichswanderführer der deutschen Wandersache mit aller Liebe zur deutschen Heimat dient, ist bekannt. Wie er allezeit der oberhessischen Heimat Getreuester war, so fühlen sich auch die Oberhessen in heimatlicher Verbundenheit mit ihm eins in dem Bewußtsein, in der Liebe zur engeren Heimat und dem oberhessischen Volkstum einen Teil d e r großen Mission zu erfüllen, die beim Aufbau des neuen Reiches in kultureller Hinsicht von großer Wichtigkeit ist. In dieser Verbundenheit gelten dem Jubilar zu feinem 60. Geburtstage besonders auch die Grüße der oberhessischen Heimat. „Da haben sie mich nun glücklich erwischt!", seufzt Leonhardt. Hoch geehrt fühlt sich der Bauer, der auch diese Wagenladung hereinkomplimentiert. Derlei soll man sich im Interesse der Gemeinde nicht entgehen lassen, es gibt auch manchmal wieder Gesprächsstoff in der „Sonne". „Jetzt entschuldige ich alles," sagt Michelstädt und macht die korrekteste Verbeugung vor Hanna Brandes. „Wir waren nicht schlecht erschrocken, als der Vogel schon beim Morgengrauen ausgeflogen war." „Mit dir habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen, du alte Rabauke!", kann es sich Herdegen nicht verkneifen, aber dann macht er auch wieder ein freundliches Gesicht. Er hatte heute früh das Mädchen Hanna zum Teufel gewünscht, aber Guntermann war viel ruhiger geblieben. „Wenn Herr Dr. Mittelstädt Zeit und Lust hätt', lädt er uns in seinen schönen Wagen und fährt uns hinterher!" Und ob Herr Dr. Mittelstädt Lust hatte! Nur wenig Zeit hat er, und es liegt ihm sehr viel daran, den schwarzroten Wagen mit den drei Herren noch auf schnellstem Wege nach Nürnberg zu bringen. Er ist der nicht ganz unrichtigen Meinung, daß ihm dieses recht gut aussehende Fräulein aus Berlin die beste Schützenhilfe leisten kann. Er tut dem Enzian des Sternbauern noch einmal die Ehre an und sagt dann: „Herr im Wolde will durchaus fein Glück mit Füßen treten, er entwischt mir, wo er kann, dabei soll er doch nur schleunigst nach Nürnberg." Hannas Blicke gehen zu Leonhardt hinüber. Sie sieht die Falte zwischen seinen Augen und hat wieder einmal Grund zur Verwunderung. Begreift der Junge seine Chance nicht? Aber das ist doch kaum möglich! Wegen Uebertretung und Vergehen des Gesetzes über den Aufbau des Deutschen Handwerks erhielt der H. Sch. aus Oppenrod einen Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen über 20 Mk. und 20 Mk., zusammen 40 Mark Geldstrafe. Gegen diesen Strafbefehl hatte der Angeklagte Einspruch eingelegt. Die Beweisaufnahme hat ergeben, daß der Angeklagte fortgesetzt in Oppenrod das Wagner-Gewerbe betreibt, ohne in die Handwerksrolle eingetragen zu fein und ohne das Gewerbe bei der Bürgermeisterei angemeldet zu haben. Da er leugnete, erhöhte das Gericht die im Strafbefehl ausgesprochenen Strafen auf das Doppelte und verurteilte den Angeklagten zu vierzig und vierzig Mark, hilfsweise 8 und 8 Tage Haft. Der O. Ph. aus Ober-Ohmen wurde durch Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen zu einer Geldstrafe von 25 Mark, Hilfsweise 5 Tage Haft, verurteilt, weil er am 30. Juni 1936 mit seinem Personenkraftwagen durch die Ludwigstraße mit zu hoher Geschwindigkeit über die Kreuzung Wil- Helmstraße fuhr und hierdurch einen anderen Wegbenutzer gefährdete. In der auf seinen Einspruch hin gestern stattgefundenen Hauptverhandlung nahm der Angeklagte während der Beweisaufnahme feinen Einspruch zurück, so daß es bei der im Strafbefehl ausgesprochenen Geldstrafe verblieb. Wie die auf Einspruch des Angeklagten gegen einen Strafbefehl des Amtsgerichts Gießen gestern stattgefundene Hauptverhandlung einwandfrei ergeben hat, ist der K. R. aus Lang-Göns auf der Landstraße Lang-Göns—Kirchgöns am 15. Mai 1936 auf dem Bankett gefahren. Der Angeklagte wurde zu drei Mark Geldstrafe, evtl, em Tag Haft, sowie zur Kostentragung verurteilt. Im Strafbefehl war die gleiche Geldstrafe ausgespro- chen gewesen. Schwere Sturmböen über Oberhessen und den Maingau. LPD. Frankfurt a. M„ 27. Oft. Der Maingau, Oberhessen und der Taunus lagen, wie ganz Nord- und Nordwestdeutschland, am Dienstag im Bereich der schweren Ausläu- ferböen, die in Sturmwirbeln von Süd- ift da. Den revolutionierenden, zurückgesetzten, vergessenen Kleidungsstücken kann geholfen werden. Am kommenden Donnerstag und Frei- t a g bläst an allen Ecken und Winkeln unserer Stadt wieder der Hornist in sein Horn. Die Militärwagen sind dabei. Einsatzbereite Arbeitsbiensi- männer und unermüdliche NSV.-Walter begleiten sie. Sie sammeln Kleider und Wäsche für das Deutsche Hausfrau! Wir wissen, alles habt ihr letztes und vorletztes Jahr doch noch nicht gegeben und etwas ist neuerdings hinzugekommen. Rem- diert nochmals die Kisten und Kasten und gebt für unsere ärmsten Brüder und Schwestern auch dieses Jahr. Packt wieder alles zusammen und händigt es den Sammlern aus. Es erübrigt sich, darauf hinzuweisen, daß wir keine Lumpensammler sind. Dankbar sind wir den Spendern außerdem, wenn sie ihre Kleidungspakete beim Ertönen des Horn- signals möglichst aus ihren Wohnungen schon auf die Straße heruntertragen, damit die Sammler in der zur Verfügung gestellten Zeit auch fertig werden. Was da vor ihnen steht, ist ein Wagen, der nicht nur ein neuartiges Aussehen, sondern eben einen zweiten Platz in einer schwierigen Bergprüsungssahrt belegt hat. Das ist immerhin schon etwas. Und der Chefkonstrukteur Mittelstädt wird wissen, was an dem Wagen noch bemerkenswert ist, sonst hätte er sich sein Telegramm ja sparen können. Man stellt sich vor, und im Wolde wird gebeten, seinen Wagen in die Montagehalle zu fahren. Dort gibt Mittelstädt einen kurzen Bericht und fordert bann im Wolde auf, seine Konstruktion zu erklären. Was er vor Monaten Guntermann nur theoretisch begreiflich machen konnte, kann er nun praktisch durch den Erfolg erhärten. Die Herren folgen ihm, ohne zu unterbrechen. „Was Sie hier sehen, ist eine glückliche Kombination zweier grundverschiedener Gedanken," fährt im Wolde fort. „Der Probe - wagen hat unsere kühnsten Erwartungen übertroffen.' Mein Kamerad Herdegen hat meine Konstruktion, die in der Hauptsache auf einem richtig entwickelten Fahrgestell beruht, glücklich ergänzt. Seine ärobynamisch berechnete und im Wmd- ftrömungsfanal ausprobierte Stromlinienkarosserie war für die Formgebung des ganzen Fahrzeuges ausschlaggebend. Wir beweisen mit diesem Wagen die Richtigkeit unserer Theorie, daß nur durch den Ausgleich' bisher vorhandener Konstruktionsgegensätze die Höchstleistung eines Fahrzeuges erzielt werden kann." Nun erst interessieren sich die Herren des Werkes für das Innere des Wagens selbst, sie tun es mit absoluter Gründlichkeit. Sie fragen Herdegen und im Wolde die Seele aus dem Leib, bereitwillig geben sie Auskunft. Stundenlang fliegen die Begriffe Heckmotor und Frontantrieb, Anzugs- und Beschleunigungsmoment, Uebergetriebe und Autobahn hin und her. Die Nacht versickert, aber immer wieder bringen Stimmen aus ber großen Montagehalle, unb immer wieder heult ein Motor auf. Bei guter Beteiligung hielt gestern abend die Ortsgruppe G i e ß e n - O st der NSDAP, im Cafe Leib eine Versammlung ab, zu ber neben zahlreichen Volksgenossen auch ber Ardeitsbienst, Hitlerjugenb unb BDM. erschienen waren. Mit bem Einbringen ber Ortsgruppenfahne unb der Fahne ber HI. würbe bie Versammlung er- Wien mW Vornan von Ilse Schuster. Copyright 1936 by Aufwärts - Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68 Macher Münst Brai Steuei lang e fomme Das Ai stört. Kinderr sem Al Frau k Frau b( neu ur *SL ereignete gabelung Todesfall ein Las Hauptstrc Grotzen-i bid)t ane not® gen 8’ 30 W auf IlNN^ eine « in un mit/ künde tag n dein < beM zu Sä’ * G sahrts nachm tung ( DerA Wagei linke komme wurde wurden I @ Sm Öen merie fetzten! tet Dei Orte 3i Watzenb (Lahn), so oerke Butzbach N ihr °er @em Zn" bie A! ber lizeibeü gewieser wurde, polizeist Derdach Lause Diensto genomr geführt Es ha Wege 3 *Li Uhr ge gen, v Die öcutrthc Brbeitefr.ont. _ n.9.=‘6cmemf663A Mercedes Mk. 186.- schonf.montl.M.8.30 FranzVogldCo.. Gießen Seltersweg 44 4341A Vogtsdie Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 Aufnahme für das Winterhalbjahr in die l-uJ/j-jähr. Klassen. Beginn 20. Oktober 1936 Anmeldungen und Auskunft i. Gießen, Goethestraße 32, jederzeit. s Anthrazit- Eierbriketts! T V taugt nichts ^mehr 4 ■ wie aus Ihrem verachteten Öfchen ein tadelloser Dau- »erbrenner wird- und oben- drein noch die Ersparnis! darum brennt 1 ' ;;;; i W?. . GtiSSUR . r dade-EiiikichlUWn Gasherde, Wasch- u. Sviiltische K. Kolb 3. Thörner Aachf. Ludwigstratze 40 boioA Ruf 3355 Fl. Löwen-Drog. Kilbinger, Seltersw.69, Drog.Winterhofl, KrenzplatzlO. 674oV Ihr Kassenlieferant den Optiker am Bahnhof Miele mit Sachs-Motor Modell 1936 Miele-Motor-Fahrräderwerden gern gekauft, da sie In Konstruktion, Material und Form unübertroffen sind und sich vieltausendfach glänzend bewährt haben. Fahrradhaus ASSNIANN Gießen, Neustadt 20 j LebendeKarpfenPfSS^ Frische Seefische billigst (£.