Nr. 123 Erstes Blatt 186. Jahrgang Donnerstag, 28. Mai 1636 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen XiftÄ MF P A < G >»"•!>«« »nz«g.» ®S: F°mm°nL 5* A AA AA ^U Z AA A A A A A AA m“SS“ Heimat im Bild Die Scholle ■ HW ■ MM ■ / |W MM MM M M <^g Ä 121 Grundpreise für 1mm höhe Monatr-Vezugspreir: M M M M MM WX M S BZ M H H ■ ■ Z M M M flJr M für Anzeigen von 22 mm Mit 4 Beilagen RM.1.95 ■■ II WT M M M M «T M F ■ H M M< WWW M Breite 7 Rpf., für Text- Ohne Illustrierte 1.80 W W> ^^k . W ■ iSk Jwa H M K WA H Wk ■ anzeigen von 70 mm Breite Zustellgebühr, „ -.25 V I ■ W I M W W WW M M ■ 50Rpf.,Platzvorschrift nach Auch bei Nichterscheinen ~ M W ^F ^F vorh.Vereinbg.250/^, mehr, von einzelnen Nummern MV ■ M M -f? <- „ „ . ,, infolge höherer Gewalt WLF ^mäßigte Grundpreise: MM General-Anzeiger für Oberhessen ütonifutt am Main 11686 Prüft und Verlag: vrühl'sche Uniorrfitätsvuch- und 8teindruckerei 8. Lange in Gietzen. Schristlettung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 M-dnabschmfs^staff^s 'e®0,H(l! ”etl* """'M or mtei, “ M . !' ~ £ "^übi \ 3U nait-„ wupt|a& Aichig. ■ Schicht! ■' >95, l’5 j 90,490 1.95,2.95 ■90,4.90 i.95,O85 75,245 ,95,1'95 25,0.95 .45,095 .25,095 hfU^[ leiwift mit rjolfl immer eilt in der Drogisten. >er Packung. 8t: Öctailhing?« . % iiH währt. -&i :t absoluta ein Mago Melissengk^, d) beseitig -Melissengeß Alchersm' ich gewocko >er in feinet ale.geruchL ittel. .od. Spann.! . od. Schaum stärkste und t rasiert isur.Rbl-t' ichn. durch: neben 42. Qgtauchbie /iederyerk.. i. Verdienst Probleme um Abessinien Don unserem römischen E.-Korrespondenten. Rom, Ende Mai. Mit der Einverleibung Abessiniens in das römische Reich ist das gesamte Rote Meer samt Anrainerstaaten in den näheren europäischen Geschäftskreis gerückt und nicht nur die Sache mit England gibt zu denken es fragt sich auch, was mit Frankreichs kleinem pied-ä-terre am Golf von Aden werden soll. So lange Abessinien nur ein etwas rückständiger, schläfriger Handelskunde war, konnte der Umschlagplatz Dschibuti, von dem die einzige Eisenbahn ins Reichs des Löwen von Juda vorstieß, den Bedürfnissen des französischen Rentners wie dem übrigen Transitverkehr genügen. Jetzt wird daraus auf einmal em hochpolitisches Problem Denn nicht nur fühlt sich das winzige Stückchen französischen Somalilandes über Nacht seines Hinterlandes verlustig, es schwebt auch sonst, sagen wir offen: militärisch in der Luft Ob man in Paris wirklich so weit gedacht hat, als Herr Laval in jener römischen Dreikönigsnacht dem Tüchtigen freie Bahn verschaffte? Ob Italien nicht morgen oder übermorgen seinen „natürlichen Ausgang" für sein äthopisches Kaiserreich verlangen wird? Und was würde dann wieder der letzte konkurrierende Anstöher, England, dazu sagen? Schon heute beherrscht Italien als einzige Großmacht das Rote Meer, die Straße Dort Bab el Mandeb, den Seeweg nach Indien! Die britischen Sorgen sind alles eher als unbegründet. Schon wird der Spaten angesetzt, um Dschibuti obzuschneiden. Italien plant eine Eisenbahnlinie, die von der abessinischen Strecke bei Diree- Daua, nordwestlich von Harrar, abzweigt und den ganzen Verkehr nach A s s a b an der altitalienischen Eritreaküste ableitet. Dort ist auch der Ausgang des Roten Meeres, sozusagen des Suezkanals, und mit einer in der Mitte der Meerenge gelegenen Insel hat sich Italien die Zunge im Mund des Indischen Ozeans gesichert. Bon Tag zu Tag staunt man mehr über den Weitblick Mussolinis. Assab soll zu einem großen Hasenplatz ausgebaut werden, wenn es technisch möglich ist, und Dschibuti läge damit vollends auf dem Trockenen. Später wird es dann wieder eine Abzweigung von der neuen Eisenbahnlinie über Dessie und Makalle nach Adigrat und Adua geben, von wo sie in die schon vorhandene Strecke Asmara— Massaua einmündet. Wirtschaftlich gehört das Gebiet nördlich der Linie Assab—Tanasee zum mittleren Roten Meer, das südlich von Harrar gelegene hingegen strebt zum Indischen Ozean. Es soll in der Hauptsache zunächst nur durch gute Straßen erschlossen werden, das geplante Netz wird bereits unter riesigem Geldaufwand in Angriff genommen. An 3000 Kilometer geteerte Straßen, die der Regenzeit trotzen können, sind vorgesehen. Und man kann sich nur abermals wundern, wenn jetzt so viele englische Zeitungen schreiben, das alles sei nur Bluff, weil Italien unmöglich das Geld für solche Herkulesarbeiten aufbringen könne. Zuerst wurde ihm ins Gewissen geredet, es solle sich doch nur ja nicht an dem kriegerischen „Abenteuer" verbluten, und nun, wo es so überraschend gut aus- aeganaen ist, zeigt man sich besorgt darüber, ob seine Kräfte zur Ausbeutung des Landes ausreichen könnten. Dabei wird nur die Kleinigkeit übersehen, daß manche Leute gerne bereit sind, die Politik zurückzustellen, wo ein Geschäft winkt. In Rom erinnert man sich hingegen mit Vergnügen an die amerikanischen Oelgesells'chaften, die sich aus solchen Erwägungen heraus nicht scheuten, dem ganzen schönen Benzinembargo einen Strich durch die Rechnung zu machen. Wie der gewaltige militärische Aufwand für die Eroberung einer Kolonie, so ist auch der Ausbeutungsplan etwas Neues in der modernen Geschichte. Rom gedenkt eben Abessinien nicht bloß nach den bisher üblichen Kolonialmethoden zu erschließen, sondern ein Stück Mutterland oaraus zu machen, ein auf Menschenalter hinaus ausreichendes Siedlungsgebiet für Weiße. Gelingt das, so hat Mussolini nicht bloß die Arbeitslosigkeit behoben, sondern auch die größere, die außenpolitische Schwäche Italiens: seine Abhängigkeit von den Rohstoffen anderer Länder. In den Köpfen spukt bereits eine Art Goldfieber, ein Gründerrausch, doch läßt die Regierung die Zügel nicht schleifen, sondern geht, auch das ist etwas 'Neuartiges, systematisch ans Werk. Geld scheint keine Rolle zu spielen. Der Wettlauf mit dem Kolosseum, der Bau eines ebenbürtigen Monumentalwerkes an der Via dell'Jmpero, der den Dank der Nation für die Wiederaufrichtung des Imperiums versinnbildlichen kann, hat kaum begonnen und schon fließen Summen, die selbst in reicheren Läüdern Aufsehen machen würden. Die Millionenzeichnungen und -spenden überstürzen sich, der Staat braucht nicht selber in den Säckel zu greifen. Und dennoch strömt das Geld auch gleichzeitig nach Ostafrika und in nicht geringeren Mengen. Ob dort alle Blütenträume reifen werden, steht allerdings dahin. Oel! Goldl Platin! Kohle! Da sollte sich das hineingesteckte Kapital nicht bezahlt machen? Und erst die Konzessionen am Tanasee! Schon verschifft man die Taxameter, als gelte es, sie wie die Pariser seinerzeit bei der Marneschlacht einzusetzen. Addis Abeba hat einen Umfang von sechzig Kilometer. Man denke! Telephone her, Radio- kasten, Draht, Glühlampen, Autos, Autos, Autos! Die Post von Asmara nach der äthiopischen Hauptstadt wird in drei Stunden zugestellt, denn alles befördern die Flugzeuge, die auch nicht selten in Dschibuti niedergehen. Tempo! Tempo! Ueber Nacht ist die Nass en frage hochgeschossen. Eine halbe Million weiße Eroberer im Sp°rtfisch. bezweckt fr Fischs 1 'n den V.\ euhchen & r Erhalts auf von Zn Deutschland braucht niemand zu hungern. 370 Millionen Reichsmark Gesamtleistungen für das Winterhilfswerk 1935/36. Berlin, 27. Mai. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler empfing am Mittwochmittag in der Reichskanzlei die Gaubeauftragten und die Mitglieder der Reichsführung des Winterhilfswerks 1935/36 sowie die Gründungsmitglieder der NSV., um ihnen den Dank auszusprechen für ihre Mühewaltung im Dienste des deutschen Volkes. Der Reichsbeauftragte für das WHW., Hauptamtsleiter Hilgenfeldt, stellte dem Führer die anwesenden Amtswalter der NSV. vor. Nachdem der Führer jeden einzelnen von ihnen durch Handschlag begrüßt hatte, legte Reichsminister Dr. Goebbels dem Führer den Leistungsbericht über das WHW. 1935/36 vor. Danach steht für das Winterhilfswerk 1935/36 bis jetzt eine Gesamtleistung von rund 3 7 0 Millionen Mark fest. Das Winter- Hilfswerk 1933/34 hatte eine Gesamtleistung von 358 Millionen Mark, das Winterhilfswerk 1934/35 eine Gesamtleistung von 367 500 000 Mark zu verzeichnen. Das Winterhilfswerk 1935/36 hat also gegenüber den Ergebnissen der Vorjahre wieder eine Steigerung gebracht. An Geldspenden gingen während des Winterhilfswerks 1935/36 insgesamt 238 Millionen Mark ein. Für diesen Betrag wurden zur Verteilung an die bedürftigen Volksgenossen Sachwerte eingekauft. Die Leistungen im einzelnen. Die Leistungen des Winterhilfswerks 1935/36 betrugen im einzelnen an Nahrungs - und Genußmitteln 123 Millionen Mark, wovon für Kartoffeln 45 Millionen Mark, für Brot und Mehl 11 Millionen Mark, für Fleisch und Fieischkonseroen 12 Millionen Mark für Fischfilet 8 Millionen Mar? verausgabt wurden; an Brennmaterial einschließlich Kohlen 75 Millionen Mark, an Bekleidung 75 Millionen Mark, an Haushaltung s- ;egen ständen 8 Millionen Mark, an Gut- cheinen 48 Millionen Mark. Zum Feier- chichtenausgleich für die Bergarbei- t e r wurden 10 Millionen Mark verwandt. Die Zahl der durch das WHW. betreuten Volksgenossen betrug durchschnittlich während des Winterhilfswerks 1933/34: 16 617 681, Winterhilfswerks 1934/35: 13 866 571, Winterhilfswerks 1935/36: 12 921247. In der Gegenüberstellung dieser Zahlen kommt der wirtschaftliche Aufstieg feit dem Jahre 1933 klar zum Ausdruck. 83 Millionen Plaketten. An Plaketten und Abzeichen wurden bei den Reichssammlungen des Winterhilfswerks 1935/36 83181 682 Stück verkauft. In dieser Zahl sind 10 Millionen Plaketten und Abzeichen in Restbeständen aus dem WHW. 1934/35 enthalten, die während des Winterhilfswerks 1935/36 mitoerkauft wurden, weil die vorhandenen neuen Plaketten und Abzeichen nicht ausreichten, um die Nachfrage zu befriedigen. Die verkauften Plaketten und Abzeichen hatten einen Gesamtherstellungswert von 4148 000 Mark. Die Plaketten und Abzeichen wurden ausschließlich in Notstandsgebieten des Reiches hergestellt, in denen ganze Städte dadurch für mehrere Monate Arbeit und Brot fanden. Die Herstellung erfolgte fast ausschließlich durch Handarbeit, der Lohnanteil an dem Herstellungswert der Plaketten und Abzeichen beträgt 7 0 bis 8 0 v. H. Während des Winterhilfswerks 1935/36 wurden zum ersten Male die verschiedenen Organisationen und Verbände an den Reichssammeltagen für das WHW. eingesetzt. Durch diese Maßnahme sind alle Schichten des deutschen Volkes als Sammler für das WHW. 1935/36 tätig gewesen. Der „Tag der nationalen Solidari- t ä t" erbrachte im Jahre 1934: 4 021 593 RM. und im Jahre 1935: 4 084 813 RM. Zu Weihnachten 1935 wurde im ganzen Reich in 30 000 Volksweihnachtsfeiern den vom Winterhilfswerk betreuten Volksgenossen und unter ihnen 5 200 000 Kindern eine besondere Weihnachtsfreude bereitet. Allein in Berlin betrug die Zahl der auf diesen Weihnachtsfeiern zur Verteilung gelangten Pakete 800 000 Stück. Der Patenschaftsgedanke wurde auch während des Winterhilfswerks 1935/36 weiter ausgebaut. Eine große Anzahl wirtschaftlich besser gestellter Familien hat sich über ihre regelmäßigen Spenden hinaus besonders kinderreicher Familien angenommen. Dr. Goebbels brachte im Anschluß daran zum Ausdruck, daß die Gaubeauftragten für das Winterhilfswerk, die hier stünden, nicht nur die 1 250 000 unbekannten Helfer des WHW repräsentierten, sondern auch die vom WHW. betreuten dankbaren Volksgenossen und schließlich das gesamte deutsche Volk, dem das WHW. für seine notleidenden Volksgenossen zu einer selbstverständlichen Ehrenpflicht geworden ist. Zum Schluß erinnerte Reichsminister Dr. Goebbels daran, daß der Führer zur Eröffnung dieses Winterhilfswerks davon gesprochen habe, um wieviel lästiger der Hunger als das Sammeln sei. „Sie können stolz sein, mein Führer, in dem glücklichen Gefühl", so sagte Reichsminister Dr. Goebbels, „einer der wenigen Staatsmänner zu sein, die ein Volk regieren, in der wirklich niemand zu hungern braucht." Der Dank des Führers. Der Fühter dankte in herzlichen Worten den Amtswaltern des WHW. für die Arbeit und Mühewaltung des letzten Winters. Er erklärte daß es für alle das schönste Gefühl und der erhebendste Dank sei, für ein Volk arbeiten zu dürfen, das einer solchen Leistung fähig fei. Nicht nur er sei der einzige Staatsmann, der ein Volk regiere, in dem wirklich niemand zu hungern brauche, sondern auch das deutsche Volk sei das einzige Volk, in dem e i n solches soziales h ilsswerk möglich sei. Das WHW. sei eine einmalige geschichtliche L e i st u n g der sozialen Arbeit, und die Gaubeaustragten des WHW könnten stolz sein, an diesem einzigartigen Werk an hervorragender Stelle Mitarbeiten zu können. Der Führer dankte insbesondere Reichsminister Dr. Goebbels dafür, daß er auch im letzten Winker wieder feine Arbeitskraft, seine Genialität und seine Erfindungsgabe in den Dienst dieser großen Aufgabe gestellt habe. Der Führer lud sodann die Amtswaller des Winterhilfswerks ein, zum Mittag- ' essen seine Gäste zu sein. Dem Führer werden die Mitarbeiter der WHW.-Organisation vorgestellt. Er dankte den Helfern durch ' Handschlag für ihre aufopfernde Tätigkeit. Links: Reichsminister Dr. Goebbels und Hauptamtsleiter Hilgenfeldt. — (Presse -Jllustration-Hoffmann-M.) ©er Duce wünscht eine englisch-italienische Annäherung. Die Sanktionen sind nach italienischer Auffassung das einzige Hindernis für eine Verständigung. Land und — feine Frauen. Die Soldaten haben also mit den schwarzen Mädchen Bekanntschaften angeschloffen und die Jaccietta nera“, das Mohrengesichtchen, scheint ihnen, nach dem rasch volkstümlich und durch Plagiatprozesse noch bekannter gewordenen Schlager zu schließen, nicht übel zu gefallen. Wie soll sich Rom dazu verhalten? Im „Messaggero" ist ein Alarmruf erschienen, der diese Frage als größtes der vielen, täglich neu auftauchenden Probleme hinstellt Soll man das Mulattentum dulden oder gar, wie manche es offen tun, unterstützen? Bisher hat sich gezeigt, daß bei solchen Rassemischungen die Kinder zwar alle Mängel der farbigen Mutter, aber wenig Vorzüge des weißen Vaters aufweisen. Nach General Bal- dissero, einem erfahrenen Afrikaner, wächst hier eine wahre Gefahr herauf. Vergessen wir den Streit, denken die sorglosen Soldaten, und bilden wir eine einzige große Familie! Es wimmelt bereits von Ansichtskarten und Bildern aller Art, die in einer solchen Versippung ein riesiges Vergnügen sehen wollen. Ja, einer der bedeutendsten italienischen Schriftsteller preist in den kleinen Mischlingen den Triumph der Liebe! Schundliteratur, urteilt hingegen die genannte Zeitung. Man dürfe die' Schranke zwischen Weißen und Schwarzen nicht niederreißen, was solle sonst aus dem neuen Imperium werden? Einziges Gegenmittel: Weihe Frauen nach Abessinien! Vor allem die Familien der Soldaten und Arbeiter nachkommen lassen, die drüben bleiben (was die meisten wollen). In der Tat, die Vorbilder in Brasilien und Paraguay, wo Mestizen und Mulatten strichweise schon überwiegen, sind nicht verlockend. Und Rom weiß schließlich auch aus seiner eigenen Jmperiumszeit ein Lied vom Niedergang infolge Vermischung mit artfremdem Blut zu fingen. Eine Unterredung mit Mussolini London, 28. Mai. (DNB. Funkspruch.) In einer Unterredung mit dem diplomatischen Korrespondenten des „Daily Telegraph" erklärte Mussolini, daß die Beendigung der Sanktionspolitik den Eintritt Italiens in die Reihe der „befriedigten Mächte" kennzeichnen werde. Die kleineren Mittelmeerstaaten hätten durchaus nichts von Italien zu befürchten. Italien habe Freundfchaftsverträge mit Griechenland und der Türkei und fei entschlossen, sie einzuhalten. Der Korrespondent stellte dann mehrere Fragen über die zukünftige italienische Politik im Mittelmeer: er wollte wissen, durch was für einen internationalen Vertrag die Aufrechterhaltung des Status quo im Mi11elmeer gewährleistet werden könnte und ob Italien einen Pakt begünstige, an dem nur die Großmächte beteiligt wären oder ob es alle Mi11elmeerst a a t e n hinzugezogen sehen möchte. Mussolini antwortete: Solange Sanktionen aufrechterhalten werden, kann und will Italien keinerlei politische Initiative für ein Mittelmeerabkommen ergreifen. Wenn jedoch die Sanktionen einmal aufgehoben seien, dann werde Italien dieses Problem mit dem Wunsch nach einer Verständigung und im Seifte der Zusammenarbeit und des Friedens prüfen. 2luf die Frage des englischen Pressevertreters, ob ein Plan für die Organisation einer großen schwarzen Armee vorhanden sei, erwiderte der Duce, er könne in Italien selbst acht Millionen Soldaten auf die Beine stellen. Italien brauche daher keine schwarze Armee, weder in Afrika noch in Europa. Er halte es „in der neuen und unwiderruflichen Lage" für angebracht, Besprechungen zu eröffnen, um d i e wirtschaftlichen Interessen Frankreichs und Englands in Afrika mit den italienischen Interessen in Einklang zu bringen. Die Interessen Englands am Tanasee würden streng geachtet wer- den. Eine Vereinbarung sollte einfach und leicht zu erreichen sein. Sobald die britischen Schisse im Mittelmeer zurückgezogen würden, werde auch die gesamte italienische Streitkraft in Libyen nach Hause gesandt werden. Eine englisch-italienische Annäherung sei nicht nur erwünscht, sondern notwendig. Er werde alles tun, was in seinen Kräften ftebe. uac sie herbeizuführen. Der Korrespondent stellte dann die Frage, ob die Unabhängigkeit Oesterreichs immer noch einer der unwiderruflichen Grundsätze der italienischen Politik in Europa bleibe. Der Duce erwiderte: „Die italienische Politik in Bezug auf Oesterreich ist bekannt, und die römischen Protokolle bestätigen fie.w Der Völkerbund könne fortbestehen, wenn er reformiert werde. Wenn die Sanktionen fortgesetzt würden, dann würde die Frage, ob Italien im Völkerbund verbleiben oder ihn verlassen solle, eine dringende Gestalt annehmen. Die Aufhebung der Sanktionen würde eine allgemeine Erleichterung der Lage Hervorrufen. Ein Krieg in Europa würde aber die Katastrophe Europas bedeuten. Das Scho in London. London, 28. Mai. (DNB. Funkspruch.) „Daily Telegraph" schreibt zu der Unterredung seines Korrespondenten mit Mussolini, die Ansicht Mussolinis, daß eine englisch-italienische Annäherung wünschenswert und notwendig sei, so sagt das Blatt, werde in England mit Verständnis a u f genommen. Die Bedingung Mussolinis, daß die Sühnemaßnahmen aufgehoben werden müßten, gehe den Völkerbund an. Eine Beendigung der Sanktionen würde aus der Erkenntnis der Tatsache erfolgen, daß sie zur Zeit nicht ihren Zweck erreichen könnten. Außerdem wollten die Mitglieder des Völkerbundes den von Mussolini verkündeten Friedensabsichten Italiens vollen Spielraum geben. Die Versicherung werde begrüßt, daß Italien mit der Eroberung Abessiniens in die Reihe der „befriedigten Mächte" eintrete und keine weiteren kolonialen Absichten habe. Ein neues Mittelmeerabkommen wäre jetzt für Italien von größerem Wert, als je zuvor. Aushebung der Sühnemaßnahmen am 16. Zum? Paris, 28. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der Genfer Berichterstatter des „Jour" meint, in Völkerbundskreisen erwarte man auf Grund der Nachrichten aus Rom, wonach Italien aus feiner Drohung, den Völkerbund zu verlassen, Ernst machen könne, die Möglichkeit der Aufhebung der Sühnemahnahmen für den 16. Juni. Der A n - trag des chilenischen Abgeordneten im Achtzehner-Ausschuß werde insbesondere vom Schweizer Vertreter Motta unterstützt. Es komme darauf an, daß Vasconcellos den 18er Ausschuß für den selben Termin einberufe, an dem der Völkerbundsrat Zusammentritt, d. h. für den 16. Juni, da der Völkerbundsrat nicht allein über eine Aufhebung der Sühnemahnahmen bestimmen könne. Der Wiedereintritt Italiens in fein europäisches Aufgabengebiet hänge von den Beschlüssen dieses Tages ab. Die Tatsache, daß Italien einen Vertreter zur Sitzung des Mandatsaustausches nach Genf entsandt habe, werde als Beweis des guten Willens Italiens ausgelegt. Auch in England scheine man jede Unklugheit vermeiden zu wollen und gehe vorsichtig vor. Eine Munitionsladung, die zu spät kam. London, 28. Mai. (DNB. Funkspruch.) Der Dampfer „La Sainte Marie" irrte seit mehreren Tagen mit einer Waffen- und Munitionsladung, die ursprünglich für Abessinien bestimmt war, in den englischen Gewässern umher. Es soll sich um ein englisches Schiff handeln, das angeblich von Finnland aus eine Fahrt nach Abessinien angetreten hatte. Als es auf dem Wege über verschiedene europäische Häfen in Gibraltar eingetroffen war, erfuhr der Kapitän, daß der abessinische Krieg zu Ende fei. Er beschloß daher, nach England zu fahren, um seine Waffenladung wieder los zu werden. Die Durchführung dieser Absicht ist ihm jedoch bisher nicht gelungen. Don Dungeneß, das er zuerst anlief, wurde er zunächst nach der Insel Guernsey im Kanal verwiesen. Aber sowohl die Behörden von Guernsey als auch die der Insel Lundy im Bristolkanal verweigerten die Ausladung der Waffen. Die „Saint Marie" versuchte darauf gestern, ihre gefährliche Ladung auf der im Verwaltungsgebiet von Guernsey liegenden Insel Sark auszuschiffen. Das königliche Gericht in Guernsey verhinderte das Vorhaben; man nimmt an, daß sich das Schiff nun nach London begeben wird. Die Ladung besteht aus Gewehren, Granaten, Brandbomben und Munition. Verstärkungen für Palästina. London, 28. Mai. (DNB. Funkspruch.) Angesichts der unruhigen Laae in Palästina ist ein weiteres britischesBataillon von Kairo nach Palästina entsandt worden. Nach einem Bericht aus Haifa sollen neue englische Artillerie-Truppen herbeigeholt werden, um gegen die bewaffneten Banden vorzugehen, die sich in den Hügeln außerhalb der Städte versteckt halten. Die gegenwärtige Stärke der britischen Streitkräfte beträgt fünf Infanterie-Bataillone und eine Kompanie leichter Tanks und Panzerwagen. Das Flaggschiff des Oberbefehlshabers der britischen Mittelmeerflotte „B a r h a m" hat auf der Höhe von Haifa Anker geworfen. Admiral Sir Dusley P o u n d hat an Land eine Besprechung mit dem Oberbürgermeister von Haifa gehabt. Die Lage in der Stadt und in der näheren Umgebung wird als ruhig bezeichnet, doch liegen verschiedene Fälle von Brandstiftung an der noch nicht eingeholten Ernte vor. An einzelnen Stellen ist es auch zu Schießereien gekommen. Wie Reuter meldet, Haven die Unruhen seit dem 29. April 48 Tote und 331 Verwundete gefordert; 24 der Toten waren Juden, 22 Mohamedaner und zwei Christen. Die Verwundeten setzen sich aus 182 Mohamedanern, 105 Juden und 44 Christen zusammen. Aus diesen Ziffern geht hervor, daß nicht etwa die Juden, sondern die Araber die grüße r e n D e r l u st e in den Unruhen erlitten haben. Hingegen wurden seit dem 19. April 969 Araber und nur 275 Juden verhaftet. 493 Araber sind bereits abgeurteilt worden. Die meisten jüdischen Verhafteten wurden freigesprochen ober sind noch nicht vor Gericht erschienen. Große Bestechungsaffäre in Japan. Tokio, 28. Mai. (DNB. Funkspruch. Ostasien- dienst.) Wegen Annahme von Bestechungsgeldern wurden hohe Beamte des Eisenbahnministeriums und der Eisenbahndirektion Tokios verhaftet. Die Bestechungen erfolgten bei der Vergebung der Bauarbeiten an dem Tunnel zwischen Modschy und Schimonoseki, der die südliche japanische Insel Kiu- ichiu mit der Hauptinsel Hondo verbinden soll. In Tokio besteht eine Vereinigung der Baufirmen, die sich „Klub der Achtzehn" nennt. Diese Vereinigung verteilt die Bauaufträge an die angeschlos- Vorbereitung zum Veichshandwerkertag. Oer große Zestzug des deutschen Handwerks. Frankfurt a. M., 26. Mai. (LPD.) In Zusammenarbeit mit allen Handwerksberufen sind die Vorbereitungen für einen großen künstlerisch ausgestalteten Festzug des deutschen Handwerks während des Reichshandwerkertages in Frankfurt a. M. (5. bis 10. Juni) beendet. Fünf Kilometer lang wird der Festzug sein und Handwerker aller Kategorien in Berufstracht werden 50 Festwagen begleiten, die sowohl handwerklicher als auch künstlerischer Kritik in jeder Weise standhalten werden. Der Festzug ist in sechs Hauptgruppen aufgeteilt, in denen die einzelnen Handwerkszweige zu- sammengefaßt sind. Formationen aller Gliederun- aen der Partei werden ihn eröffnen und damit kundgeben, daß das unter der nationalsozialistischen Gesetzgebung wiedererstandene Handwerk sich des Schutzes und der Fürsorge der Partei erfreut. Die Entwürfe für die Feftwagen flammen vom Handwerk selbst, die Ausgestaltung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit bekannten Künstlern. Der Hand- werkersestzug wird sich durch die Hauptstraßen der Stadt des deutschen Handwerks bewegen und in einer großen Kundgebung auf dem Opernplatz enden. Eine Reihe der Festwagen wird im übrigen an dem Kongreß für internationale Freizeitgestaltung in Hamburg teilnehmen. Ein Ausruf des Reichshandwerksmeisters. NSG. Reichshandwerksmeister W. G. Schmidt erläßt zum Reichshandwerkertag 1936 (5. bis 10.Juni) folgenden Aufruf an das Führerkorps des deutschen Handwerks: Der Reichshandwerkertag 1936 steht vor der Tür. In enger Zusammenarbeit mit den Dienststellen der Partei, der Deutschen Arbeitsfront und des Reichs- standes des deutschen Handwerks find die Vorbereitungen getroffen worden. Frankfurt a. M., die Stadt des deutschen Handwerks, ist für den diesjährigen Führerappell gerüstet. Das Führerkorps des deutschen Handwerks hat nunmehr unter Beweis zu stellen, daß die Arbeit der Handwerksführung in den letzten Jahren erfolgreich gewesen ist. Die Oeffentlichkeit sieht auf euch! Von eurem Auftreten hängt es ab, wie das deutsche Volk in Zukunft das Handwerk wertet. Der Eindruck, den der diesjährige Reichshandwerkertag hinterlassen wird, ist bestimmend für die Erfolge unseres ferneren Schassens. Daher erwarte ich, daß jeder Teilnehmer durch diszipliniertes Verhalten zur Hebung des Ansehens des deutschen Handwerks beiträgt. Ihr DAF.-Walter und führenden Meister des deutschen Handwerks habt in den vergangenen Jahren eure Pflicht erfüllt. Unter teilweise erheblichen persönlichen Opfern habt ihr eure Kraft daran gesetzt, die Angehörigen unseres Berufsstandes nicht nur organisatorisch z u - sammenzusch mieden, sondern auch weltanschaulich, sozialpolitisch auszurichten und wirtschaftlich zu fördern. Groß waren die Aufgaben, die ich euch stellen mußte, und schwer waren die Wege, die manchmal zu gehen waren. Als treue Soldaten unseres Führers seid ihr euren Berufskameraden alb zeit Vorbild und Ratgeber gewesen. Daß das deutsche Handwerk wieder mehr und mehr zu Ehren kommt und die Anerkennung von Partei, Staat und Volk gefunden hat, ist nicht zum kleinsten euer Verdienst. Aber das Ziel ist noch lange nicht erreicht, und daher gilt es, mit noch größerer Zähigkeit, noch stärkerer Begeisterung, noch höherem Opfersinn weiterzuarbeiten, damit das Handwerk in sich gesunde und sich nicht nur als notwendiges, sondern auch als wertvolles Glied in die Volksgemeinschaft einfüge. Wenn ich euch also zum Reichshandwerker- tag nach Frankfurt a. M. rufe, so geschieht dies nicht, um ein Fest zu begehen, sondern zum Zwecke ernste st erArbeit. Zahlreich sind die Probleme, die noch von uns gestellt werden. Nur dann, wenn ein einheitlicher Wille das gesamte Handwerk erfaßt und zur Tat vorwärts drängt, kann es uns gelingen, das große Werk zu vollbringen, zu dem wir berufen sind. Der Leitspruch des diesjährigen Reichshandwerkertages „Arbeit und Ehre" weist darauf hin, daß das deutsche Handwerk nur durch den Einsatz all seiner Kräfte und Fähigkeiten den Kampf mit dem Schicksal meistern wird, daß weiter die Arbeit nur dann von Segen fein kann, wenn sie aufs engste mit dem Ehrbegriff verbunden ist. Das Handwerk kann in des Wortes wahrstem Sinn nur durch Arbeit wieder zur Ehre kommen und, nachdem Weg und Entwicklung durch die nationalsozialistische Gesetzgebung sichergestellt sind, müssen die großen Rechte, die uns im Dritten Reich eingeräumt worden sind, durch die selbstverständliche und freiwillige Uebernahrne noch größerer Pflichten ausgeglichen werden. Ihr DAF.-Walter und führenden Meister seid mir dafür verantwortlich, daß der Gemein- s ch a f t s b e g r i f f, den das Handwerk aus der Vergangenheit herübergerettet hatte, sich in eine Leiftungsgemeinschaft umsetzt, die den Weg für die praktische Arbeit im Dienst des deutschen Volkes frei macht. Ihr seid mir dafür verantwortlich, daß das Handwerk sein Tun und Handeln ausschließlich von der nationalsozialistischen Idee leiten läßt und sein Wollen und Wirken dem Aufbauwerke unseres Führers dienstbar macht. Der Reichshandwerkertag 1936 wird eine Reihe grundlegender Arbeitsrichtlinien für euch bringen. Die größte Sorge aber wird der Ertüchtigung unseres Nachwuchses gewidmet fein. Ich erwarte von den führenden Meistern und DAF.- Waltern, daß sie die ungeheure Bedeutung gerade dieser Aufgabe voll erkennen und keine Mühe scheuen, um sie zum Erfolg zu führen. Darüber hinaus werden am Reichshandwerkertag in zahlreichen Arbeitstagungen weltanschauliche, wirtschaftliche und soziale Probleme zur Erörterung stehen, deren Kenntnis und Beherrschung für jede fruchtbringende weitere Tätigkeit unentbehrlich sind. Möge der Reichshandwerkertag, der im verheißungsvollen Zeichen der gemeinschaftlichen Zielsetzung der Reichsbetriebsgemeinschaft Handwerk und des Reichsftandes des deutschen Handwerks steht, die Früchte zeitigen, die ich von dieser Veranstaltung erhoffe. Möge das Führerkorps des deutschen Handwerks zeigen, daß es gewappnet ist für den Kampf um die Wiedererstarkung unseres Volkes und damit auch die Wiedergesundung des deutschen Handwerks, tzez. W. G. Schmidt, Reichshandwerksmeister. senen Firmen und unterhält eine sogen. Klubkasse, die die Gelder für die Bestechungen und „Provisionen" auszahlt. Der Eisenbahnminister erklärt, daß rücksichtslos gegen die Täter vorgegangen werde. Die Untreue der festgenommenen Beamten sei um so mehr zu beklagen, als gerade jetzt die Erneuerung des Saates durch ein sauberes Beamtentum proklamiert worden sei. Deutsch-ungarisches Kulturabkommen. Der Führer empfängt den ungarischen Kultusminister. Berlin, 27. Mai. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler empfing in Gegenwart des Reichsministers Rust den kgl. ungarischen Kultusminister Dr. H o m a n und den kgl. ungarischen Staatssekretär Dr. von S z i 1 y , die von dem kgl. ungarischen Gesandten Sztojay eingeführt wurden. ♦ Nachdem bei der Anwesenheit des Reichsministers Rust in Budapest im Herbst 1934 eine kurze, schriftlich niedergelegte Vereinbarung über die kulturelle und geistige Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Ungarn abgeschlossen wurde, haben die nun während des jetzigen ungarischen Besuches in der Reichshauptstadt zwischen Reichsminister Rust und dem königlich ungarischen Minister Hom an geführten Verhandlungen zum Abschluß eines eingehenden und umfassenden Kulturabkommens geführt, an dem für die Fragen des Film- und Kunst- austaufches auch der Reichsminister Dr. Goebbels beteiligt wurde. Das Abkommen sieht neben der weiteren Pflege und Erhaltung der der Förderung der deutsch- ungarischen Kulturbeziehungen dienenden kulturellen und wissenschaftlichen Einrichtungen insbesondere den Ausbaudes Professoren-, Student e.n-, Assistenten - und Schüleraustausches vor. Bemerkenswert ist fernerhin die Regelung der ßeFtorenfrage. Auch die Frage der gegenseitigen Veranstaltung von Fe - r i e n F u r f e n , sowie der Förderung des Sprachunterrichts auf den Universitäten und Schulen finden Berücksichtigung. Der Austausch wissenschaftlicher Werte und Berichte, die Frage des gegenseitigen LeihverFehrs der BibliotheFen und Archive und die gegenseitige Förderung der Kunstausstellungen sind berücksichtigt. Ueber die Frage der Zusammenarbeit auf dem Gebiete des Filmwesens werden in einem besonderen AbFornmen Vereinbarungen getroffen werden. Auszeichnung für den ungarischen Kultusminister. Kultusminister Dr. H o m a n besuchte in Begleitung von Reichsminister Rust die national- politische Erziehungsanstalt in Potsdam. Anschließend wurde Sanssouci besichtigt und eine Fahrt durch die Schloßgärten von Potsdam unternommen. Der Minister verweilte dann einige Minuten an der Gruft Friedrichs des Großen in der Potsdamer GarnifonFirche und ließ sich die Ereignisse des historischen StaatsaFtes am 31. März 1933 auf dem geschichtlichen Boden erläutern. Am Mittag sand ein Frühstück beim Ministerpräsident Generaloberst Göring statt. Nach dem Empfang beim Führer und ReichsFanz- ler überreichte Reichsminister Rust feinen ungarischen Gästen die ihnen vom Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes mit Zustimmung des Führers verliehenen Ehrenzeichen des Deutschen Rot en Kreuzes. Der Fgl. ungarische Kultusminister Dr. Homan und StaatsseFretär von Szily wurden mit dem Stern des Ehrenzeichens des Roten Kreuzes ausgezeichnet. Am Spätnachmittag besuchten die Gäste mit Reichsminister Rust in Begleitung des Reichssportführers von Tschammer und Osten das Gelände der Olympischen Spiele, deren Bauten und Anlagen die größte Bewunderung der Besucher fanden. Am Abend hatte der ungarische Gesandte zu einem Abendessen in den Kaiserhof geladen. Oer Streik in den pariser Vororten. Paris, 28. Mai. (DNB. FunFspruch.) Der Streit in den FabriFen der Pariser Vororte hat sich weiter entwickelt. Es handelt sich neben den bereits gestern genannten Automobil- und Flug- zeugfabriFen Nieuport, HotchFiß und Lavalotte um einen Teil der Renauld-WerFe, die Hlspano-Suiza- WerFe, die Farman-FlugzeugfabriFen, die Arniot- MetallfabriFen sowie um die Dewoitine Maschinen- fabriF. In allen Betrieben blieben die Belegschaften wiederum in den Maschinenhallen. Sie ließen durch kommunistische Vertrauensleute ihre Forderungen der Werksleitung überreichen. In der Rechtspresse wird besonders auf die Tatsache hingewiesen, daß sich die Polizei fast überhaupt nicht sehen ließe. „Ami du Peuple" ist der Meinung, daß die Werksleitungen von der Arbeiterschaft diesmal noch auf freiem Fuß gelassen worden seien und daß auf ihren Wunsch hin die Polizei nicht eingeariffen habe. Der diensttuende Polizeibeamte eines Streikgebietes habe erklärt, die Streikenden würden, falls sich bewafsnete Polizei oder Mobilgarde blicken ließen, sofort die Maschinen zertrümmern und die Fabriken in Brand stecken. Die Ruhe, in beider Streik augenblicklich verlaufe, würde durch ein polizeiliches Eingreifen „nur gestört" werden. Am Mittwochabend spielten sich in den Werken dieselben Szenen ab, wie am Vortage. Kraftwagen der kommunistischen Partei brachten Musikinstrumente, Nahrungsmittel, Wein und Decken zu den Streikposten, die dann die Verteilung an die Belegschaften übernahmen. Musik und Gesang ertönte aus den sonst lärmenden Maschinenhallen bis spät in die Nacht. Die kommunistische „Humanitä" meint, man müsse sich wundern, daß die Werksleitungen die Arbeiterschaft noch immer auf eine Antwort auf die „gerechten Forderungen" warten ließen. Die Erfahrung habe gelehrt, daß ein Streik an den Maschinen meist schneller zu einem Erfolg führe, als ein einfacher Austritt. Die Kommunistische Partei billige die Haltung der Arbeiter voll und ganz. Es gebe in Frankreich jedoch noch große Gebiete, in denen die Not weit großer sei. Die Partei sehe es daher als ihre Pflicht an, auch In diesen Gebieten d i e notwendigen Aktionen zu eröffnen. Oer Führer zeichnet zum „Oankopfer der Nation". Berlin, 28. Mai. (DBB.) wie bet „DSMsche Beobachter- meldet, zeichnete gestern nachmittag der Führer in der Reichskanzlei feinen Beitrag für das Dankopfer der Ration in die Ciffe der S 2L- S f a n b a r I e 4. Oer Veichsbote verboten. Berlin, 27. Mai. (DNB.) Der Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda hat die Wochenschrift „Der Reichsbote" verboten. „Der Reichsbote" hatte durch u n f a ch » liche Berichterstattung bereits früher Anlaß zu Beanstandungen gegeben. In feiner letzten Nummer hat er in feinem Leitartikel rein kirchliche Fragen auf das ftaatspolitifche Gebiet herübergespielt und zugleich durch unwahre Angaben das kirchliche Befrie- dungswerk gefährdet. Dadurch wurde das Verbot notwendig." Französisches Interesse für Becks Belgrad-Reise. Paris, 28. Mai. (DNB. Funkfpr.) „Oeuvre" schreibt, die Reise des polnischen Außenministers Beck nach Belgrad scheine ohne jedes positive Ergebnis zu verlausen. Die Außenpolitik Jugoslawiens hänge weiter vom Quai d'Orsay und Foreign Office ab. Belgrad habe vor einigen Tagen am Quai d'Orsay noch einmal dringend anfragen lassen, was Frankreich tun werde, falls Italien einmal Jugoslawien nicht respektieren sollte. Die Antwort auf diese Frage werde die kommende sozialistische Re- aierung Frankreichs zu erteilen haben. Von dieser Antwort hänge die gesamte Außenpolitik der Kleinen Entente und des Balkan-Bundes ab. Mit wenig Freude habe man in Belgrad die englische Weigerung ausgenommen, den Gebietsstand Jugoslawiens, wie er im Mittelmeerpakt festgelegt sei, zu garantieren Trotzdem habe man in Belgrad d>as Vertrauen auf England nicht verloren. Man wisse in Belgrad sehr wohl, daß England augenblicklich an der griechischen und türkischen Küste mit dem Ausbau ft a r F e r Flotteh- stützpunFte beschäftigt sei. Man sei auch überzeugt, daß England mit allen feinen Kräften seine Vorherrschaft im Mittelmeer verteidigen werde. Das Vertrauen Jugoslawiens in die englische Mittelmecr- und Südeuropa-PolitiF sei nach wie vor fest. Alles in allem werde die Reise Becks Feine Rückwirkungen auf die jugoslawische Außenpolitik haben, ebenso wenig auf die rumänische oder tschechoslowakische. Die Politik dieser drei Länder baue auf Paris und London. Sie hätten niemals Warschau nötig, um sich eines neuen Schutzes in Europa zu versichern. Kunst und Wissenschaft. Internationaler Lhemiker-Loloristenkongretz in Stuttgart. In Stuttgart wurde der gemeinsame Kongreß des Internationalen Vereins der Che- miker-Coloristen und der Internationalen Föderation textilchemischer und coloristischer Vereine eröffnet. Neben dem Präsidenten und Vorsitzenden der verschiedenen Vereine sah man u. a. den Vorsitzenden des Ehrenausschusses, Gauleiter und Reichsstatthalter Murr. Der Föderationspräsident Dr. Tagliani (Basel) eröffnete den Kongreß. Die Glückwünsche und Grüße der Reichsregierung überbrachte Ministerialdirigent Spitta (Berlin). Die Ncichsregierung begrüße es, daß die zu bent Kongreß zusammengeschlossenen Vereine eine internationale Zusammenarbeit auf ihre Fahne geschrieben hätten. Hierauf begrüßte der württembergische Innen- und Wirtschaftsminifter Dr. Schmid namens des Reichsftatthalters und der württembergischen Landesregierung den Kongreß mit echt schwäbischer Herzlichkeit. Den Willkommensgruß der Stadt Stuttgart übermittelte alsdann Oberbürgermeister Dr. Strolin. Hierauf erklärte auch der Präsident des Internationalen Vereins der Chemiker-Colo- riften, Direktor Dr. Egly - Grob (Schweiz), den 19. Kongreß des IVCC. für eröffnet. Staat und Stadt hätten ein außerordentliches Verständnis für die Arbeit der Coloriften und für die Notwendigkeit internationaler Beziehungen gezeigt. Dr. Prior (Chemnitz), der Vorsitzende der Deutschen Sektion, bat die ausländischen Gäste, den Eindruck mitzunehmen, daß Deutschland friedlich mitarbeiten wolle am Ausbau der internationalen Zusammenarbeit. Sein auf den Führer ausgebrachtes Sieg- Heil wurde von der stattlichen Versammlung begeistert ausgenommen. Wirtschaftsminister Dr. Schmid eröffnete die aus Anlaß des Kongresses auf^ebaute Ausstellung. Lahrestagung des Sas- und Wasserfaches in München Nachdem in den Tagen vom 24. bis 26. Mai die Wirtschaftliche Vereinigung deutsche Gaswerke, die Gaskoks-Syndikat AG. und die Vereinigung der Fabrikanten im Gas- und Wasserfach ihre Hauptversammlung abgehalten hatten, fand am 27. Mai im Kongreßsaal des Deutschen Museums in München die Jahrestagung des Deutschen Vereins von Gas- und Wasserfachmännern statt. An Stelle des erkrankten Generaldirektors Dr. Nübling (Stuttgart) wies Direktor Behrens (Kiel) in der Begrüßungsansprache darauf hin, daß in der Wiedergeburt des deutschen Volkes durch den Nattonalsozialismus auch das Gas- und Wasserfach von neuem Geist erfüllt worden sei. Das Energiewirtschaftsgesetz gebe dem Gas- und Wasserfach nach vollzogener Neuorganisation eine bestimmte Lebensrichtung. Dank des allgemeinen Wirtschaftsanstieges habe sich 1935 der Ab s a tz an Gas um rund 570 Mill, cbm = 10,5 v. H., an Wasser um rund 100 Mill, cbm = 8,2 v. H. gehoben. Die Gasversorgung biete weit über 200 000, mit Familienangehörigen erheblich mehr Volksgenossen ihren Lebensunterhalt. Auch der Absatz an Gas- geraten konnte erheblich gesteigert werden. Während im Jahre 1934 rund 700 000 Geräte im Werte von 50 Mill. RM. einschließlich Installation ausgestellt werden konnten, seien im Jahre 1935 etwa 900 000 Geräte im Werte von 63 Mill. RM. aufgestellt worden. Im Hinblick auf die große national- wirtschaftliche Bedeutung des Gases und feiner flüssigen Nebenerzeugnisse Teeröl und Benzol al- heimische Rohstoffe müsse eine weitere Steigerung der Gasproduktion angestrebt werden. Daher verdiene die G a s b e 1 e u ch t u n g , für die heute rund 450 Mill, cbm aufgewendet würden, besondere De* achtung. — Auf dem Gebiet der Wasserver- forgung seien die Regelung der Trinkwasseroerwendung, die Bekämpfung der Korrosion der Leitungen und die Verwendung von Heirnstosfen zur Herabsetzung des Einfuhrbedarfs an Kupfer, Blei und Gummi wichtige Aufgaben. Baurat i. R. Schröder (Hamburg) wurde durch die Verleihung der Bunfen-Pettenkofer-Medaille geehrt. Dann sprach Direktor Behrens (Kiel) über die „Lebensauf- Festabend in der Städtischen Festhalle. Die Technische Hochschule veranstaltete zusammen mit dem VDJ. in der Städtischen Festhalle zu Ehren der Gäste einen F e st a b e n d. Wieder waren die Vertreter von Partei und Staat sowie her] Stadt anwesend. Die Festansprache hielt Professor Dr. Schlink. Er begrüßte die Gäste und warf einen Rückblick auf die Zeitverhältnisse gelegentlich des 50jährigen Bestehens der Technischen Hochschule Darmstadt/Er gedachte besonders der heutigen Jugend an der Hochschule. Der Geist der Studenten bedeute Leben, und ohne Begeisterung erschlaf- fen die besten Kräfte des Gemüts. Professor Schlink begrüßte es, daß durch Schaffung der Dozentenschaft und Studentenschaft zwei nebeneinanderstehende Säulen unter Führung des Rektors entstanden sind, wodurch die Verantwortung der Studierenden wesentlich gewachsen ist. Diese erhöhte Verantwortung, die sich auch gegeneinander zu bewähren hat, trage zur Charakterstärke bet unb| gerade hier wolle ja der nationalsozialistische Staat erzieherisch wirken. Mit zuversichtlichem Hoffen dürfe man in das neue Jahrhundert der Darmstädter Hochschule eintreten, überzeugt, daß nur aus dem deutschen Sozialismus die Rettung kommen kann. Und in diesem Staate möge der Darmstädter Hochschule ein neues Jahrhundert der Arbeit und des Erfolges für das deutsche Volk Hundert Ähre Technische Hochschule Darmstadt Festlicher Anstatt der Jubiläums-Veranstaltungen. Der Stabsleiter des Reichsstudentenbundsführers W a l ch e r befaßte sich mit der Erziehung der Studenten auf der Technischen Hochschule im national- sozialistischen Geist. Weiter zeichnete er m großen den^ Kamps übernommen hatten. Die Hauptversammlung des VDZ Zur 80-Jahrfeier seines Bestehens. Das Studententum verflachte allmählich, bis die Studentenschaft nach der Erhebung einheitlich zusam- mengeschweißt wurde. Die politische Einstellung der Wissenschaftler sei nicht gleichgültig. Der junge Stu- dent müsse aus einer Haltung heraus die Röte und Sorgen des Volkes kennen und müsse mit seinem Volk verwachsen sein. Der Reichsfachgruppenleiter der Reichsfachgruppe Technik des Studentenbundes, A l y, verbreitete sich zum Schluß über den Reformplan zum Neuaufbau der Erziehung der studentischen technischen Jugend. Zubiläumsspende für die Darmstädter Hochschule. Am Mittwochnachmittag hielt die Vereinigung von Freunden der Technischen Hochschule ihre Hauptversammlung ab, der auch Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger beiwohnte. Im Laufe der Beratungen wurde bekanntgeaeben, daß unter Leitung von Geheimrat Wilhelm v. Ö p e l eine Jubiläumsspende für die Darmstädter Hochschule gesammelt wurde, die bis jetzt eine halbe Million Reichsmark beträgt, aber noch nicht vollständig abgeschlossen ist. Professor Thum, der Inhaber des Darmstädter Lehrstuhls für Werkstoffkunde und Schöpfer einer neuen Konstruktionslehre, sprach dann über „Notwendige wissenschaftliche Forschung an der Technischen Hochschule". Vegrußungsabend der Stadt. LPD. Darmstadt, 27. Mai. Die Veranstaltungen aus Anlaß des hundertjährigen Bestehens der Technischen Hochschule Darmstadt und der 80-Jahrfeier des Vereins Deutscher Ingenieure haben , mit einem B e g r ü ß u n g s a b e n d der Stadt im Festsaal des Alten Palais ihren Anfang genommen. Oberbürgermeister W a m b o l d t wies in einer Begrüßungsansprache darauf hin, daß technische Wissenschaftler aus Darmstadt in der ganzen Welt zu finden seien. Im Industriegebiet, an der Saar, in Mitteldeutschland, in Schlesien, überall fänden wir die Männer der Technik und der Wissenschaft in Berg- und Hüttenbetrieben, der chemischen Industrie und der Technik, die dazu beitragen, uns und unserm Volk das Rüstzeug zu schaffen, damit es in dem deutschen Lebenskampf bestehen könne. Das Jubiläum der Technischen Hochschule habe seine besondere Weihe dadurch bekommen, daß der DDJ. auch seine Jubiläumsversammlung in Darmstadt abhalte. Der Vorsitzende des VDJ., Dr.-Jng. Schulte, dankte für die Begrüßung und für die gastfreie Aufnahme. Darmstadt habe gezeigt, was eine gastfreie Stadt vermag. Er gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Arbeit des VDJ. in Darmstadt von Erfolg gekrönt sein möge. Im Rahmen der 74. Hauptversammlung und der 80-Jahrfeier des DDJ. fanden eine Reihe von Fachvorträgen „AusderArbeitdes deutschen Ingenieurs" statt, die in Gruppen zusammengefaßt sind: Jngenieuraufgaben bei der Sicherung der Nahrungs- und Rohstoffreiheit des deutschen Volkes, Verfahrungstechnik und ihre Auswirkungen auf Gestaltung, Energiewirtschaftsfragen, Ingenieur und Wirtschaft, Schutz von Mensch und Sache, Technikgeschichte. Die festlichen Veranstaltungen des ersten Jubiläumstages wurden mit einer Kundgebung des ASDStV. in der Otto-Berndt-Halle eingeleitet, an der u. a. der stellvertretende Gauleiter Staatsrat Reiner, Ministerialrat Ringshausen, der Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt, der Rektor der Technischen Hochschule und Vertreter der Partei und des Staates teilnahmen. Studenten-Gruppenfuhrer H e l l w e g zeigte die Aufgaben des Studentenbundes auf, die ihm vom Führer gestellt wurden. Die Studentenbünde an den Hochschulen und Fachschulen seien Gliederungen der Partei. Die Ausgabe des Studentenbundes bestehe darin, die Studenten zu einer Einheit zusammenzufassen und die Studenten mit dem nationalsozialistischen ® elfte zu durchdringen. Weiter erläuterte der Redner den straffen Aufbau der studentischen Gliederungen. zu steigern. Unsere Knappheit an Rohstoffen müsse durch die Tüchtigkeit der deutschen Manner der Technik ausgeglichen werden. Die technisch-wissenschaft-1 liche Gemeinschaftsarbeit des Vereins deutscher In-1 genieure, die Tausende von Fachleuten in ehrenamt-1 lieber Arbeit zusammenführe, habe maßgebenden Anteil an der Lösung dieser für Volk und Staat lebens- Für^ den^verhinderten Reichsstatthalter Gauleiter I Sprenger dankte der stellvertretende Gauleiter Staatsrat R e i n e r dem VDJ. für die Wahl Darmstadts als Tagungsort und überbrachte die Glückwünsche zur Achtzigjahrfeier. Der Beauftragte des Führers für Technik und ihrer Organisationen, Generalinspekteur Dr. Todt, sprach ebenfalls seme Glückwünsche aus. Die Geburtsstunde des DDJ^gab diesem bereits seinen besten Kern mit auf den Weg, nämlich den Gedanken der Gründung eines Vereins deutscher Ingenieure, der über Landesgrenzen hinweg alle umfassen sollte und damit das Schaffen für die deutsche Nation zu feiner Grundlage erhob. Was damals schon vor der Reichsgrundung gesprochen und geschrieben wurde passe bis zur heutigen Zeit, denn das Gute der Grundlage des VDJ., dessen Ziele auf die Gesamtheit der Nation gerichtet sind habe sich jetzt leicht durchgesetzt. Das Dritte Reich stelle an die deutsche Technik die größten Aus- gaben, die ihr bisher noch nicht gestellt waren. Da, wo der Rohstoff fehlt müsse der Genius desTechnikers feinen Einsatz finden so heute im Kampf um Gummi und Oel. Die Große der Aufgabe verpflichte ganz besonders und der deutsche Techniker müsse die Erziehung des Nachwuchses und des technischen Führerkorps sich angelegen sein lassen. Dr. Todt stellte unter Ablehnung der Zersplitterung in einzelne technische Fachgruppen dem DDJ. die Aufgabe, nationalsozialistisches Gedankengut auf seinem Spezialgebiet zur Durchführung zu bringen. | Nachdem Dr. Singer noch die Glückwünsche des; Akademischen Vereins „Hütte" des Taufpaten des heutigen VDJ., überbracht hatte, hielt Generaldirektor Landrat T e n g e l m a n n den Feftvorttag über das Thema „Sinn md Bedeutung der technischen Horschung " und führte u. a folgendes aus: Das deutsche Volk ist arm an Land. Ihm fehlen wichtige für seme Arbeit notwendige Bodenschätze. Gegenüber dieser von der Natur auferlegten Armut verfugt das deutsche Volk aber über einen unsagbaren Schatz: seine geistige Kraft. Die Geschichte der Technik weist in zahlreichen Erfindungen allererster Größenordnung die Tatsache nach, daß Ursprung- gaben des Gasfaches". Heber „Gas in Gewerbe und Industrie" referierte Direktor Wolff (Essen). Der Geschäftsführer des Vereins, Direktor zur Ned- d e n (Berlin), schilderte in seinem Vortrag „Das Gas- und Wasserfach als Beruf" die sorgfältigen Bemühungen, die der Verein gemeinsam mit dem Berufsverein des deutschen Licht- und Wasserfachs auf die Aus- und Fortbildung des Nachwuchses richtet. befchieden fein. Die Darmstädter Studenten bekundeten ihre Verbundenheit mit der Hochschule und den Männern j des praktischen Lebens dadurch, daß sie den Unter« Der Verein Deutscher Ingenieure hat in diesem Jahre seine Hauptversammlung nach Darmstadt einberufen und verbindet sie mit der 80-Jahr-Feier feines Besteh en s. In den Rahmen der fachlichen und festlichen Veranstaltungen fällt die 100-Jahr-Feier der Technischen Hochschule zu Darmstadt. Weit über 3000 Gaste sind nach Darmstadt geeilt. Die 74. Hauptversammlung des VDJ. brachte ein anschauliches Bild von dem Gemeinschaftsschaffen und seinem Wirken für die deutsche Technik. In sechs Fachgruppen werden m zwei Tagen 85 Fachoorträge gehalten, die alle das Grundthema „Technik als Dienerin des Staates und seiner Wirtschaft" haben. Die Hauptversammlung war in einen festlichen Rahmen gebracht. Der Vorsitzende des VDJ. Dr. ing. H. Schult begrüßte die Vertreter von Partei und Staat, an ihrer Spitze den Beauftragten des Führers für die Technik Generalinspektor Dr. Todt, den stellvertretenden Gauleiter Staatsrat Reiner, den Vertreter des Reichserziehungsministeriums und der Wehrmacht, die Vertreter der Behörden, der technisch-wissenschaftlichen Vereine, der Technischen Hochschulen und Universitäten, sowie die große Reihe der ausländischen Gäste. Dem Führer und Reichskanzler wurde ein Begrüßungstelegramm übersandt. Ebenso erhielt der Deutsche Zeppelin- Luftschiffbau ein Telegramm. Nach Behandlung von . vereinsgeschäftlichen Fragen gab der Vorsitzende Dr. Schult einen Ueberblick über die Ausgaben des Vereins im 80. Jahr seines Bestehens. Er führte u. a. aus, daß der Arbeitsplan des Vereins in die Worte gefaßt werden könne: „Schaffung der deutschen Unabhängigkeit und Steigerung der Güte deutscher Waren . Unabhängigkeit bedeute, daß Deutschland jederzeit unabhängig bleiben könne von außerdeutschen Einflüssen, mögen sie im Krieg ober im Frieden ausgeübt werden. Das soll aber nicht heißen, daß Deutschland eine von der übrigen Welt abgetrennte Insel bilden wolle, sondern es gelte nur Vorsorge zu treffen, daß die Versorgung des deutschen Volkes mitNahrungsmitteln, der deutschen Jndu- ftrie und des deutschen Verkehrswesens mit Roystos- jen und Treibstoffen unter allen Umständen gesichert sei. Weiter sei den deutschen Ingenieuren die Ausgabe gestellt, dem deutschen Volk die Guter zu geben, die es zur Erhaltung seines hohen Kultur- und Lebens st andes bedarf. Der Einsatz der Technik sei weiterhin notwendig, um den Güteraustausch mit dem Auslande zu fördern. Das wichtigste Mittel dafür fei, die Gute der deutschen Erzeugnisse aus das Höchste ksa' 1 i I K 1U\ inOA Pauk'*0 1 SS*’'”” MG mett'oden' F-W M -...».♦ClG*«' vitdemlch, I W S'wttt N" f8t*i Ä®- ihr ttt j/ir Hn Nothr uM gMunM Ä 1870 de» i heit bracht „Queen M 3m vollen teilnahme t trat der n derLun. VochnachlN'd L« 100 Kopsen, fahrt antrat, die sich Zur Klängen de! Sturm der i Mary" man aramme em Entscheidung reite auf de zösischen Da und damit d ruckzugewinn en abhäng glaubte jedo mäßigen Be der Jungfer Line Stur Die Oeffer druck des F wo 31 Sch neue beu den nördlich« ein, wo die Paka. dur, wurden. Eir tiger Molker mit Hagelschi der Gegend den wurde dürste. Lei Greisin, zw ums Leb von Puch ein schwer, schlag. Ein lin Vieh c schreiten d in das V rettete sich, auch hier Opfern i sind bis jetzt lindern worden. $or acht ”arenina'z )'er geseh'e Darüber her ?n' daß s Udigung, ^siand un H wohl nJ e*ü Ss |*s? ^ltruhm chon oller! !ns>a *!' »«»ui äs?„ r?! $•' •» te Sn b?« ^°chte der öl em her "g di lvirr^Zk Gan; 9lc Heimgesuch' lichtt Stär Jeder Veri vollständig glichen Se standen, de festhielt. 3r beschädigt. : Mailand mi tin Blitz hr leiiung zerst .^r Zug ein ÖQ auch hier »eschlagen h klch durchaus nicht zweckgerichtete Forschungen Ergebnisse zeitigten, die bann bedeutungsvolle Ausgangspunkte wichtiger industrieller Zweige wurden. Die Technik von heute gewinnt ihre fortschrittlichen Gedanken aus den Erkenntnissen der technisch- wissenschaftlichen, d. h. zweckgerichteten Forschung. Diese aber stützt sich auf Ergebnisse, welche die allgemeine, nicht unmittelbar zweckgerichtete naturwissenschaftliche Forschung vor langen Jahren gewonnen hat. Soll daher die Technik in kommenden Jahrzehnten imstande sein, erfinderisch Neuland zu erschließen, und damit Arbeitsmöglichkeiten zu schaffen, so muß heute neben der Zweckforschung der reinen, ungebundenen Forschung Das Plädoyer des Oberstaatsanwalts. Koblenz, 27. Mai. (DNB.) Zu Beginn der heutigen Verhandlungen in dem Sittlichkeitsprozeß gegen die Franziskanerordensbrüder führte Oberstaatsanwalt Hattingen (Bonn) in einem längeren Plädoyer u. a. folgendes aus: Von den etwa 500 Klosterbrüdern der Franziskanergemeinschaft, die sich in ganz Deutschland in etwa 20 Niederlassungen befinden, stehen mehr als die Hälfte wegen schwerer Sittlichkeitsverbrechen vor Gericht. Der Generaloberer bzw. sein Stellvertreter befinden sich im Auslande, auch, um sich dem Arm der Obrigkeit zu entziehen, wenn auch nicht wegen Straftaten im Zusammenhang mit diesem Prozeß. Es kommt nicht allein darauf an, den konkreten Tatbestand in jedem Einzelprozeß herauszuheben, sondern zu erkennen, daß es sich um einen Angriff gegen die Grundlagen des völkischen Staates handelt, dessen Endziel die Kraft und die Gesundheit des ganzen Volkes sein muß. Der Oberstaatsanwalt ging dann auf die Straftaten und Verbrechen des Angeklagten Pater Leo- v i g i l l ein. Wie war es möglich, daß derartige Dinge einen derartigen Umfang annehmen und daß sie jahrzehntelang hinter Klostermauern stattfinden konnten unter dem Schutz eines Gewandes, das durch das Konkordat dieselbe Anerkennung und denselben Schutz genießt wie das Kleid des Soldaten? Die unverfälschte Stimme des Volkes habe aus den Zeugenaussagen des Fleischermeisters aus die Möglichkeit freier Entfaltung gegeben werden, damit sie den Grundstein für weitere Aufbauarbeiten legen kann. Werbung für den Sinn und die Bedeutung der Forschung als einer Grundlage für die deutsche Zukunft ist notwendig. Die Forschung darf niemals unterbrochen werden, der geistige Strom im deutschen Volk nie abreißen. Das wissenschaftliche Niveau der Lehrer und der Schüler unserer höchsten Bildungsstätten ist auf jeden Fall zu sichern. Mit einem Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler und dem Gesang der deutschen Nationallieder wurde die Hauptversammlung geschlossen. Warendorf gesprochen, der im blinden Vertrauen das Ordenskleid geehrt hatte, jetzt aber über die Untaten kräftige Worte der Empörung gefunden habe. Erschütternd wären auch die Aussagen des Bruders Alexander über seinen Leidensweg gewesen. Er habe sich nach sieben verschiedenen Ordensniederlassungen versetzen lassen, immer auf der Flucht vor unsittlichen Angriffen. Dieses Kloster und darüber hinaus auch die anderen Institutionen müßten diesem Staat dankbar sein, daß er die undankbare Ausgabe übernommen habe, diesen Augiasstall auszumisten. Der Oberstaatsanwalt beantragte gegen den Angeklagten Steinhoff (Leovigill) eine Gesamtstrafe von acht Jahren Zuchthaus, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Höchstdauer von zehn Jahren. Ein Mann, der sich zu selchen Verbrechen hinreißen lasse, habe keine Ehre. Gerichtsassessor Debet (Koblenz) begründete die Strafanträge gegen die drei anderen Angeklagten. Wenn die anderen drei als Bruderaspiranten auch gewissermaßen die Opfer des Paters Leovigill gewesen seien, so hätten sie sich doch schwerster Vergehen schuldig gemacht. Der Angeklagte Schröder habe sich mehrere Male vergangen. Auch habe ein Einverständnis mit Leovigill Vorgelegen. Er beantrage daher gegen Schröder eine Gefängnisstrafe von 7 Monaten unter Anrechnung von vier Monaten der Untersuchungshaft. Gegen den jugendlichen Angeklagten früheren Ordensbruder Fritz B., der sich von Leovigill mit Geld beschenken ließ und sich ebenfalls schwer vergangen hatte, beantrage er im Hinblick auf die damalige Jugendlichkeit des Angeklagten eine Gefängnisstrafe von zwei Monaten. Gegen den letzten Angeklagten Heinrich Br., der noch heute jugendlich ist, beantrage er eine Gefängnisstrafe von 5 Monaten unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft. Br. habe sich nicht nur lange Zeit hindurch des Vergehens gegen § 175 schuldig gemacht, sondern auch noch andere Brüderaspiranten dem Pater Leovigill zu unsittlichen Zwecken zugeführt. Die drei Verteidiger beschränkten sich im wesentlichen darauf, für eine mildere Beurteilung zu plädieren. Das Urteil. Kurz vor 13 Uhr wurde das Urteil verkündet. Der Angeklagte Steinhoff (gen. Bruder Leo- vigill) wurde wegen fortgesetzten Verbrechens gegen § 174 Ziffer 1 in Tateinheit mit fortgesetztem Der- aehen gegen § 175 in neun Fällen zu einer G e - [amtftrafe von 8 Jahren Zuchthaus verurteilt. In zwei Fällen ist das Verfahren eingestellt worden. Die bürgerlichen Ehrenrechte wurden dem Angeklagten Steinhoff auf die Dauer von 10 Jahren aberkannt. Auf die erkannte Strafe wurden vier Monate der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet. Der Angeklagte Wilhelm Schröder wurde wegen fortgesetzten Vergehens gegen § 175 StGB, zu einer Gefängnisstrafe von 5Monaten verurteilt, wobei 3 Monate der erlittenen Untersuchungshaft angerechnet werden. Der jugendliche Angeklagte Heinrich Br. wurde wegen fortgesetzten Vergehens gegen § 175 zu einer Gefängnisstrafe von vier Monaten unter Anrechnung von zwei Monaten Untersuchungshaft verurteilt. Der ebenfalls jugendliche Angeklagte Fritz B. wurde wegen fortgesetzten Vergehens gegen § 175 zu einer Gefängnisstrafe von zwei Monaten verurteilt. Die Urteilsbegründung. Zur Begründung des Urteils führte der Vorsitzende, Landgerichtsdirektor van K o l w i j k, u. a. aus: „In diesen zwei Tagen haben wir versucht, einen kleinen Ausschnitt aus dem Verfahren, die uns in den nächsten Monaten hier beschäftigen werden, zu erforschen und die Tatsachen zu ermitt« lein, die dazu dienen sollen, um ein gerechtes Urteil in dieser Sache zu fällen. Dank der Mitwirkung aller Prozeßbeteiligten ist es gelungen, alles zur Findung der Wahrheit Nötige aufzuzeigen. Dieser Fall, der als erster einer großen Reihe uns beschäftigt hat, hat als Besonderheit, daß es sich bei bem Erstangeklagten um einen geweihten Prie - ft e r handelt, der unter dem Schutz des Ordensklei- des und unter Mißbrauch des Ansehens, bas Ihm dieses Kleid in der Öffentlichkeit gewährte, schwere Verbrechen begangen hat. Er hat nicht nur das Ansehen seines Ordens und das Ansehen der Kirche schwer gefährdet. Das wären Dinge, deren Beurteilung anderen Stellen überlassen bleiben muß, und die die Strafkammer nichts angehen. Aber was uns hier angeht, ist, daß er sich a u f das schwerste gegen d i e deutsche Jugend, deren Interessen wir wahrzunehmen haben, vergangen hat. Die Strafkammer kann sich nicht entschließen, bei Steinhoff einen Mangel an Zurechnungsfähigkeit in Betracht zu ziehen. Er hat weder im Verlaufe der Verhandlung noch im Laufe seines früheren Lebens die geringsten Anzeichen dafür gegeben, daß er in Bezug auf die Verantwortlichkeit anders zu behandeln ist als jeder andere Staatsbürger, unter diesen Umständen und mit Rücksicht auf die Taten kann von der Anwendung mildernder Umstände nicht die Rede sein. Der Anregung der Staatsanwaltschaft, die Sicherungsverwahrung zu prüfen, hat das Gericht nicht entsprochen. Das Gericht hat vielmehr zu den kirchlichen Behörden und den kirchlichen Vorgesetzten des Angeklagten das Vertrauen, daß sie dafür sorgen werden, daß dieser Mann, der sich so vergangen hat, nicht mehr an die Öffentlichkeit kommt. Für diesen Menschen sei in der deutschen Volksgemeinschaft kein Platz. Darum habe die Strafkammer auch den Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte aussprechen müssen. Ein seltsames Raturereignis. Bei hellem Sonnenschein und sonst windstillem Wetter ging plötzlich auf einem Felde bet Trier eine Windhose nieder. Das hier aus» gespreizte Heu drehte sich im Wirbel herum, kam schließlich zu einem Haufen zusammen und ging dann etwa 200 Meter in d i e Höhe. Der Wirbelwind hat es bann etwa zwei Kilometer weit getragen. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. IV. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Ps. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Das erste Urteil imGittlichkeitsprozeßgegenOrdensbrüder Acht Jahre Zuchthaus für Pater Leovigill. Giefien, den 27. Mai 1936. 3436D Der Intendant und die Gefolgschaft des Stadttheaters Gießen. Durch tragisches Geschick vorloren wir unsern ehemaligen langjährigen Kollegen Hermann Stichel Alle, die ihn kannten, schätzten ihn als einen Menschen von seltener Kameradschaft Wir werden ihm stets ein treues Andenken bewahren. Zum Pfingstfest Modische Sommerschuhe in größter Auswahl zu billigsten Preisen im Schuhhaus Derzbach Gießen, Bahnhofstraße 60 3453A Festliche Kleidung zu Pfingsten Gebrauchte Saatmais preiswert abzugeben. 3438 D Ordentliches Marktstraße 23/Telephon 2417 auch 02443 Für empfindliche Füße finden Sie die richtige Fußbekleidung Schuhhaus DefZbdCh Willi Appel Kaiserallee 49 Telephon 4067. Fellingshausen vauvtttraße 62. Fisch auch im Sommer! I Feinstes Filet I ■ Pfund von 40 4 an 8446a H Hochfläche Pfd. von 30an 2 tücht., ehrliche Mädchen f. Haus u. Küche sofort gesucht. Gasthaus „Zur Krone“ Nidda. 3440D in 14 Tagen kalbend, oder ßtflOitneatei "Pes,en 3356D Freitag, 29. Mai 20-22.30 Uhr 32. (letztes) Frei* tag-Abonnem. Greife von 0.4<>bis2.50RM. ..Ende gut, alles gut“ Komödie von Shakespeare. Spielleitung: Der Intendant. Fräulein 42 I., in ungek. Stelle, in allen Zweigen eines Haushalts erfahren, sucht zum 15. Juni Stellung in frauenlosem Haushalt. Schr. Angeb. u. 02424 an d. Gieß. Anz. Rind zu verkauf. Ein junger Schmiedegeselle vom Lande gesucht. Alterl8bis 21 Jahre. Schr. Angeb. u. 3395V an 0. Gieß. Anz. Heben für Küche und Haus, nicht unt. 18 Jahren, bei gutem Lohn sofort gesucht. 3449V PensionKübel Bahnhofstr. 47. Einen Wagen Stroh rbzugeben. o21« Bieber Waldweg 2. | Verschiedenes | (üencuutiaare) TDamenhart u.ai.läst.Haarew. nuro dieoonmir angew.einz.sich. Meth. unt. Gar. imm.mitd.WurH. 'chmerrl.entsernt Frau B. Gulden. Svrecksld. jeden Freitag,Gießen, ÄUcenilraße40v. 9-7 Uhr dnrchg. Mädchen das auch die Gartenarbeit verst., für klein. Haushalt gesucht.z<3ov Studienrat Kreutzer Bad-Nauheim Forsthausstr. 51. Kaufmännisches Eetmnöiwien das etwasKennt- nisse in Stenogr. u.Maschinenschr. bat, von hiesiger Großhandl. per sof. gesucht. 3455D Wo,sagt d.G. A. Gasherd abzugeben.Weiß emaill.,3flastrm., mitBackofen,gut erhalten, Preis 20 Äiark. 02435 Moltkestr. 10 11. Alte Möbel tu verkaufen: Sofa, Sekretär, Waschkommode, Nachttisch, Wand Basbadeof., Stehpult,Schreibtisch- stnhl, Tisch, Kleiderständer n. a. Anxuseh. v.9-12u. naebm. v. 3-6 Uhr. Schudt 3437D LndwiflStraBe 381 KleineAnzeigeri tm Gießener Anzeiger werden von Taulenden beachtet und aelelea. Hochzucht Chiemgauer Handelssaat jugoslawischer empfiehlt Samenhaus Heinr. Hahn Bahnhofstraße, Tel. 3403, Ecke Wolkengasse 3383A */2- bis -Tag- Ifflcta für Zimmer- und Hausarbeit sof. gesucht, gut.Lohn Bahnhof - Hotel Lenz. 02437 Verkäufe "~| Gute HM- MMW zu verkauf. O24o8 Rodheim a.d.B. Krofoorf.Str.29 Erstklassige icHFMnh Gießen, Bahnhofstraße 60 Gewissenhafte fachmännische Bedienung! ----------------------------------------------------3452A Bade-Freuden erwarten Sie! Zuvor aber die notwendigen Einkäufe machen I Wir bringen, was Sie brauchen, in reicher Auswahl und zu den richtigen Preisen Bade-AnzügeJuvena 7.30 6.90 5.90 Bade-Anzüge Porolastik 7.50 5.75 4.75 Bademäntel für Erwachsene 12.50 9.75 7.50 Bademäntel für Kinder 5.50 5.10 4.50 Frottier-Handtücher 0.95 0.75 0.58 Bade-Hauben 1.50 1.25 1.10 finden Sie in meinen reichsortierten Lägern in schöner, preiswerter 5ol. lüoDtDen fort o"T15^Jni siir H-usbM w- 2°zÖni fort »be, foäter mit Küche. Schr. gesucht. 34470 Angebote unter Frau Kalbfleisch Liebigstr.66. 02431 and.G.A. Städt.Angestellter mit festem Ein- de, bin Ich der glücklichste Boden der Erde I Dose ca.1 Pfd.O 75 .. 2 w 1.40 Herren-Kleidung Strümpfe Ein unverbindlicher Besuch meines Hauses wird Sie hiervon überzeugen Söckchen QUALITÄTEN Fernsprecher 2096 und 4276 Beachten Sie auch meine Schaufenster-Auslagen im Hause Mäusburg 13 zu unseren weit und breit bekannt billigen Preisen und guten Qualitäten Peter Ohl vorm.Grode Gießen / Frankfurter Straße 17 _________________________________3444A Damen-Kleidung und [Vermietungen | meine i Wollten Asterweg, ' Schwarzlachweg und Schottstraße werden zum 1. Juli d.J. l3433V bezngsfertis- Ordentliche und sichere Mietzahl, können noch Be- riicksichtigung finden.Meldung. an der Baustelle Schwarzlachweg Lebte Meldefrist b.Freitag mittag Alex Frese Bauaeschäst Baustelle Gießen Telefon 4311. Einiamilienhaus 5 Zimm., Badezimmer, Bodenzimmer, Zentr.- Heiz., alsbald zu vermiet. [3441D Schr. Bewerb, erb. Baugenossenschaft 1894 e.G.m.b.H., Gießen. Einlamiiienhaus mit Garten Nähe Gießens sofort zu verinieten. Schr. Angebote unt. 02430 a.den Gießen. Anzeig. Hellere Stan möchte die Wohnungmitjemand teilen, zw. Verbilligung der Lebenshaltung. Schr. Ang. unt.l 02428a. d.G.A.> Hlm.-Woöii. mit Balkon, Terrasse, Garage u. groß. Garten, in d.Nahe Gießens, per sofort o.svat. zu vermieten. Preis 55 Mark. Angebote an Muhl 02440 Bahnhofslr. 56. | Mietgesuche | 3 4-3im. Botin, zu miet, gesucht, evtl, im Tausch gegen eine schöne 2-3lmm.-öoDn. in ruhiger Lage. Schr. Ang. unt. 02433 and.G.A. 2 Zimmer mit Küche von jungem Ehepaar sofort gesucht. Schr. Ang. unt. 02434 a.d.G.A. Stellenangebote iiHiiiiimiiiiiiiiHiiiiiiii Keine Zeugnisse in Urschrift wndern nur Zeugnis- abjchristen bem Bewerbungsschreiben beilegen 1 — Lichtbilder unoBewerbungsunter- lagen müflen zur Vermeidung oon Verlusten auf der Rückfette Ra» men und Anschrift des Bewerbers tragen l iiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiini G/ES S EN--MÄUS& UP GIG 3385A TSC« HAUS UX-HAVE • • .und zum Bauen Abermann 1 Nr. 123 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger fürHberheffen) Donnerstag, 28. Mai 1936 Aus aller Welt. „Zeppelin-Hoffmann^ f. Än Nothweiler (Pfalz) ist der frühere Polizeidiener Jakob Hoffmann, genannt „Zeppelin-Hoffmann", im Alter von 98 Jahren gestorben. Am 12. April d. I. hatte er, auch oom Führer beglückwünscht, Geburtstag feiern können. Hoffmann war der alte st e Bewohner der Südpfalz und besonders dadurch bekannt geworden, daß er 1870 den Grafen Zeppelin nach seinem Erkundungsritt vor den Franzosen in Sicherheit brachte. ».Queen Mary“ zur Jungfernfahrt ausgelaufen. Im vollen Flaggenschmuck und unter größter Anteilnahme der gesamten englischen Oeffentlichkeit trat der neue 80 O0O-Tonnen-Dampfer der Cunardlinie „Queen Mary“ am Mittwochnachmittag von Southampton aus seine Jungfernfahrt nach Neuyork an. An Bord befinden sich rund 2100 Fahrgäste und eine Besatzung von etwa 100 Köpfen. Als das Riefenschiff langsam die Ausfahrt antrat, brach die gewaltige Züschauermenge, die sich zur Abfahrt eingefunden hatte, unter den Klängen des Liedes „Rule Britannia" in einen Sturm der Begeisterung aus. An Bord der „Queen Mary“ waren mehr als 5000 Glückwunschtelegramme eingelaufen. Die Schiffsleitung wird die Entscheidung darüber, ob versucht werden soll, bereits auf der ersten Fahrt den Rekord des französischen Dampfers „Normandie" zu brechen und damit das Blaue Band für England zurückzugewinnen, von den W e t t e r v e r h a l t n i s - s e n abhängig machen. Der Kapitän des Schiffes glaubte jedoch vor der Abreise, vor einer übermäßigen Beanspruchung der neuen Maschinen auf der Jungfernfahrt warnen zu müssen. Eine Zlurmkataslrophe in der Tschechoslowakei. Die Oeffentlichkeit steht noch ganz unter dem Eindruck des Fährunglücks auf dem Thaya-Fluß, wo 31 Schulkinder ertranken, und schon treffen neue beunruhigende Nachrichten aus den nördlichen und nordöstlichen Gebieten Böhmens ein, wo die Gebiete von A l t - P a k a und N e u - P a k a durch ein schweres Unwetter heimgesucht wurden. Ein über Neu-Paka niedergegangener heftiger Wolkenbruch, der von einem starken Gewitter mit Hagelschlag begleitet war, verwandelte die Bäche der Gegend in reißende Ströme. Ungeheurer Schaden wurde angerichtet, der in die Millionen gehen dürfte. Bei der Katastrophe sind eine 70jährige Greisin, zwei achtjährige Mädchen und ein Knabe um 5 fieben gekommen. Auch in dem Bezirk von P u ch o v an der Waag (Slowakei) herrschte ein schwerer Sturm mit Wolkenbruch und Hagelschlag. Ein Bauer, der mit seiner elfjährigen Enkelin Vieh auf die Weide trieb, wurde beim lieber® schreiten des angeschwollenen Flusses oom Sturm in das Wasser geschleudert. Das Mädchen rettete sich, der Bauer ertrank. Das Unwetter hat auch hier riesigen Schaden angerichtet. Don den Opfern des Fährunglücks auf der Thaya sind bis jetzt diefieichen von sieben Schulkindern und die Leiche des Kutschers geborgen worden. Unwetter in Italien. Ganz Norditalien wurde von schweren Unwettern heimgesucht. Ein Wolkenbruch von außergewöhnlicher Stärke ging über Ferrara (Emilia) nieder. Jeder Verkehr in der Stadt war fast zwei Stunden vollständig lahmgelegt. Die Straßen und Plätze glichen Seen. Vor dem Dom war ein See entstanden, der die Kirchenbesucher mehrere Stunden festhielt. In Florenz wurden zahlreiche Häuser beschädigt. Der Abendschnellzug aus Rom kam in Mailand mit einer Verspätung von 87 Minuten an. Ein Blitz hatte bei Monte Rotondo die Starkstromleitung zerstört. Bei A l l e r o n a in Umbrien wurde der Zug ein zweites Mal längere Zeit aufgehalten, da auch hier der Blitz in die elektrische Leitung eingeschlagen hatte. Romantische heirat einer irakischen Prinzessin. Die 30jährige Prinzessin A s s a, die älteste Schwester Königs Chasi I. von Irak, hat durch eine romantische Heirat die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit auf sich gelenkt. Die Prinzessin hatte sichln einen armen Griechen namens Haralambis, der Pförtner in einem Hotel auf der Insel Rhodos war, verliebt. Nun erschien sie mit Haralambis in Athen und verheiratete sich heimlich mit ihm, nachdem sie sich vorher nach ortho- Die „Große Gilde", Riga. MH Wie verlautet, hat die Lettische Wirtschaftskammer die Absicht, das Haus der Großen Gilde niederreißen zu lassen. Dieses Gebäude, dessen ältester Teil aus dem 13. Jahrhundert stammt, ist ein überaus wertvolles Kulturdenkmal. Es wäre unvorstellbar, wenn irgendeine Organisation die Spitzhacke daran legen wollte. — (Scherl-Bilderdienst-M.) doxem Ritus hatte taufen lassen und den Namen Anastasia angenommen hatte. Die jüngere Schwester der Prinzessin, R a d j i h a , die sich ebenfalls in Athen aufhält, hat sich durch Vermittlung der türkischen Gesandtschaft an die griechischen Sicherheitsbehörden gewandt und die Ungültigkeitserklärung der Ehe verlangt. Das jungverheiratete Paar hat Athen mit unbekanntem Ziel verlassen. Schwere Vanditenüberfcille auf mandschurische Bahnen. Am Dienstagabend wurden mehrere schwere Banditenüberfälle auf die Eisenbahnlinien östlich von Hsingking und Charbin verübt. Bei Santacho an der nordmandschurischen Bahn, etwa 500 Kilometer östlich von Eharbin, zerstörten die angreifenden Banditen die Geleise und beschossen dann einen entgleisten Zug. Dabei wurden zehn Passagiere, darunter ein Japaner, getötet und elf schwer verwundet. Bei einem Gegenangriff fielen zwei japanische Hauptleute und ein Soldat. Nach Einsatz japanischer Hilfstruppen wurden den Banditen schwere Verluste beigebracht. Kurze Zeit später griffen die Banditen den Bahnhof Laosung- l in g östlich Kirin an und zerstörten d i e Station durch Bomben. Ein dritter Angriff erfolgte bei Mulan 150 Kilometer östlich von Charbin auf ein mit 15 Beamten, darunter vier japanische Offiziere, besetztes Polizeiauto. Der Kraftwagen wird samt seinen Insassen vermißt. Es ist eine Strafexpedition ausgesandt worden. Zeitschriften. — Carl Oskar Iatho: Sterne über kleinen Flüssen. (Verlag Alb. Langen-Georg Müller in München, „Die kleine Bücherei", Preis geb. 0,80 Mark.) — (114) — In diesem neuen Bändchen, das sich mit dem früher erschienenen Rheinbuch „Wanderer auf Gottes Strom" in reizvoller Weise ergänzt, erfahren wir von einigen Paddelbootfahrten auf drei der schönsten Flüsse unseres Vaterlandes. Mag es nun die Frühlingsfahrt auf der Mosel sein, die pfingstliche Wanderung auf der Lahn, ober die von sommerlicher Schönheit verklärte Mainreise durchs Frankenland: immer wird aus diesem anmutigen Reisebüchlein die Freude vernehmbar über den bunten Reichtum der Landschaft, den Zauber ihrer alten, ehrwürdigen Kunstwerke und die fröhliche, herzhafte Lebensart ihrer Menschen, die im Schutze und Segen der Götter des Weines feit Jahrhunderten an den Ufern dieser Flüsse zuhause sind. — Fritz Endres: Emil Strauß. Versuch einer Deutung seines dichterischen Gesamtwertes. Kartoniert 2 Mark. Verlag Albert Langen/Georg Müller, München, 1936. — (16) — In dieser aufschlußreichen Schrift unternimmt Endres den Versuch, aus Leben und Werk die innere Entwicklung des Menschen und Künstlers Emil Strauß zu deuten. Er geht dem eigentlichen Sinn seines dichterischen Schaffens nach, ergründet die Gesetze seines geistigen Wirkens und zeigt die Bedeutung, die seinem Werk im Leben unseres Volkes zukommt. Dabei gelangt er zu der Einsicht, daß allen feinen Büchern, den großen Romanen und Dramen, wie den von geradezu klassischer Reife zeuyenden Novellen eine sittliche Kraft innewohnt, eine erzieherisch wirkende Macht, deren sich nur wenige Dichtungen unserer Zeit rühmen dürfen. Weiterbericht des Reichswetterdienstes. Ausqabeort ^ranffurL Die Ueberflutung des europäischen Festlandes mit kühlen, aus polaren Gebieten stammenden Luft- masten hat feit Mittwoch rasch weitere Fortschritte gemacht. Dabei kam es auch in unserem Gebiet vornehmlich an der Kammlinie Taunus-Spessart oielerort zu Gewittertätigkeit. Das mit feinem Kern am Ostatlantik liegende Hochdruckgebiet steuert Störungen weiter von Island nach Skandinavien südostwärts und wird gleichzeitig die Verfrachtung kühlerer ßuftmaffen nach Deutschland fortsetzen. Trotz gelegentlicher Aufheiterung bleibt daher die Witteruntz für die Folge unzuverlässig Aussichten für Freitag: Veränderlich mit zeitweiliger Aufheiterung, aber auch einzelnen meist schauerartigen Niederschlägen, bei lebhaften Winden aus Nord-Südwest ziemlich frisch. Lufttemperaturen am 27. Mai: mittags 20,8 Grad Celsius, abends 13,2 Grad; am 28. Mai: morgens 9,7 Grad. Maximum 24,1 Grad, Minimum heute nacht 9,1 Grad. Erdtemperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 27. Mai: abends 19,8 Grad, am 28. Mai: morgens 15,7 Grad Celsius. Niederschläge keine. Sonnenscheindauer etwa 8 Stunden. Am die deutsche Sandballmeisterschast Die Paarungen der Vorschlußrunde. Das Fachamt Handball hat jetzt die Paarungen für die am 7. Juni stattfindende Vorschlußrunde zur Deutschen Handball-Meisterschaft festgelegt. Die vier Spiele werden in Leipzig und Minden (Westfalen) abgewickelt. An jedem der beiden Orte gibt es ein Männer- und ein Frauenspiel. In Leipzig spielen die Frauen von Eimsbüttel gegen den SCC. und anschließend MTSA. Leipzig gegen Oberalster, in Minden eröffnen die Frauen von Eintracht Frankfurt und VfR. Mannheim die Veranstaltung, anschließend treffen sich Hindenburg Minden und Rasensport Mülheim. Im einzelnen hat der Spielplan folgendes Ausfetzen. 3n Leipzig: Frauen: Tvbd. Eimsbüttel — SC. Charlotten- burg (Sch. R. Conert-Magdeburg). Männer: MTSA. Leipzig — Oberalster Hamburg (Sch. R Ackermann-Hannover). In Minden. Frauen: Eintracht Frankfurt — VfR. Mannheim (Sch. R. Heiser-Dortmund). Männer: Hindenburg Minden — Rasensp. Mülheim (Sch. R. Müller-Wiesbaden). TurnländerkamptDeutschland- Polen. Für den Kunstturnländerkampf zwischen Deutschland und Polen am 6. Juni in Warschau hat das Fachamt Turnen auf Grund der Ergebnisse der Olympischen Prüfungskämpfe in Heidelberg feine Vertretung wie folgt namhaft gemacht: Heinz Sandrock (Langenfeld), G. Schmelcher (München), G. Göbig (Mainz), H. Pludra (Forst), K. Weischedel (Stuttgart), A. Müller (Leuna), A. Kleine (Dürrenberg) und Friedrich (München). Die Mannschaft wird von Männerturnwart Schneider sowie den beiden Kampfrichtern Kopp (Villin- gen) und Strauch (Wünsdorf) nach der polnischen Hauptstadt begleitet. Leichtathletik-Bierklubkampf in Frankfurt 1860 München, Hessen-Preußen Kassel, Allianz Berlin und 3(0. SD. Frankfurt am Start. An den Pfingsttagen führt der IG. SV. Frankfurt auf seiner Anlage am Grüneburgpark in Frankfurt a. M. einen Leichtathletik-Großklubkampf durch, an dem neben dem Veranstalter der Deutsche Der- einsmeister 1934, 1860 München, Allianz Berlin und Hessen-Preußen Kassel teilnehmen. Die Männer messen sich in 16 Wettbewerben, im 200-Meter-, 800-Meter-, 5000-Meter-, 400-Meter-Hürden-Lauf, Drei- und Stabhochsprung, Kugelstoßen und Speerwerfen am ersten Tag. Am Pfingstmontag kommen die 400 Meter, 1500 Meter, 110 Meter Hürden, der Weit- und Hochsprung, Diskus- und Hammerwerfen, sowie die 4X100-Meter-Staffel zum Austrag. Außerdem treten noch die Frauen des IG. SD. und von Hessen-Preußen gegeneinander an. Die Münchener, die im Vorjahr nur durch ein Mißgeschick um die Deutsche Vereinsmeisterschaft kamen, haben die größten Aussichten in diesem Kampf. Aus ihren Reihen sind vor allem der ausgezeichnete Mittelstreckler Lang, der Diskuswerfer Würfelsdobler, sowie Kolibabe, ein stark nach vorne gekommener Hammerwerfer, her- vorzuheben. Die Berliner haben ihren überragenden Mann in dem deutschen 400-Meter-Meister Hamann. Ferner ist noch Altmeister Hähnchen zu erwähnen, der im Diskuswerfen für Würfelsdobler ein stark zu beachtender Gegner fein wird. Der Sprinter Wieden und der 1500-Meter» Mann Neu sind wohl Kassels stärkste Waffen, während der Gastgeber in den 400- und 800- Meter-Läufern Helmle und Tölle feine besten Athleten hat. Schleussner mit Garantieschein mm „Anna Karenina." Lichtspielhaus Vor atht Jahren haben wir den Film „Anna Karenina , damals noch stumm, zum ersten Male hier gesehen. Als wir seinerzeit an dieser Stelle darüber berichteten, glaubten wir feststellen zu können, daß seine Bedeutung über eine zeitbedingte Huldigung zum 100. Geburtstage Tolstois hinaus Bestand und Gültigkeit haben werde. Das darf heute wohl bestätigt werden. Es ist erstaunlich: der entscheidende Eindruck dieser zweiten Begegnung hastet nicht so sehr an der Ueberlegung, welche Entwicklung die Filmtechnik seit jener Zeit durchgemacht hat, als vielmehr an der Erkenntnis, daß diese acht Jahre an der Erscheinung der Garbo spurlos Dorübergegangen sind. Sie hat mit diesem Film, mit dieser Rolle recht eigentlich ihren Weltruhm begründet. Inzwischen hat sie sich, wenn man allerlei Gerüchten Glauben schenken darf, völlig ins Privatleben zurückgezogen: wie dem auch fei, die Bewunderung ihrer außerordentlichen Leistung, die sich seinerzeit mit einem auch für Filmver- hältnisfe erstaunlichen Erfolge verband, bleibt ungemindert. Es ist heute eigentlich nur zu wiederholen, was damals zuerst und nachher noch oft von ihr gesagt worden ist: sie ist schön, ohne daß sie auf den nicht selten in fataler Weise oberflächlichen und unpersönlichen Startypus von Hollywood festgelegt werden könnte. Ihre ausgeprägte Persönlichkeit gerade formt ihren individuellen und unnachahmlichen Ausdruck, ihren eigenen, unwiederholdaren Stil, der, wir müssen es abermals sagen, ganz von innen her gebildet wird, der eben aus dem Persönlichen, aus dem Menschlichen sich formt und die Gesamterscheinung, Gesicht, Hände und Körperhaltung in ihre Gestaltung einbezieht. Hinzu kommt nun als ein sehr wesentliches, seelenhaftes Element der Klang der Sprache. Man hat dieses Organ seither oft beschrieben, ohne seinen eigentümlichen Reiz oder das Geheimnis seiner Wirkung begründen zu können; denn es ist, wie bei manchen bedeutenden Schauspielern, keineswegs eine irgendwie einschmeichelnde oder besonders melodische Stimme: im Gegenteil, sie ist dunkel gefärbt, etwas spröde, manchmal sogar ein wenig hart, aber auch diese Stimme fügt sich harmonisch und bezwingend dem Gesamtbilde der Gestaltung ein. Die Anna Karenina nun ist überdies eine Rolle, die für die Garbo, wenn man ihr Rollenregister überblickt, in ganz besonderem Maße geschaffen scheint. Jedenfalls fällt es schwer, sich eine andere Schauspielerin vorzustellen, welche diese Figur mit der gleichen Intensität zu formen vermöchte. Dabei kann man nirgends etwa eine besondere Nuance festhalten, man hat kaum das Gefühl, daß hier eine Rolle gespielt wird. Sondern das Schicksal der Karenina — in den Händen der Garbo — vollzieht sich mit einer großen Schlichtheit und einer ganz selbstverständlich anmutenöen Natürlichkeit: Schicksal der Frau, der die leidenschaftliche Neigung zu einem fremden Mann zum Verhängnis wird, weil sie vor die Wahl zwischen dem geliebten Mann und dem geliebten Kinde gestellt ist. Ein möglicher, ein vielleicht nicht einmal seltener, aber ein grausamer Konflikt; gefährlich auch immer, dergleichen mit irgendwelchen künstlerischen Mitteln zu gestalten. Man muß dem Regisseur Clarence Brown, den den Film für die Metro-Goldwyn- Mayer inszenierte, Dank wissen, daß er sich der Fabel mit taktvoller Zurückhaltung angenommen und sich in manchen Szenen, die recht sehr dazu an? getan waren, bemüht hat, weder sensationell noch sentimental zu wirken. Dabei gibt er Einzelheiten sehr anerkennenswert, wie zum Beispiel die gleichsam schrittweise, aber ganz unaufhaltsame Annäherung der beiden Liebenden — von der ersten oberflächlichen Begegnung bis zur entscheidenden, endgültig scheinenden Vereinigung ihrer Lebenswege. Ungemein lebendig und spannend, um etwas anderes herauszugreifen, wirkt die Szene auf dem Rennplatz, Vie, wie fast der ganze Film, der ersten, stummen Fassung vollkommen entspricht. In der Rolle des Vronsky sah man damals John Gilbert; er ist jetzt ersetzt worden durch Fredric March: ein guter Tausch, obwohl Gilbert keineswegs ein schlechter Partner für die Garbo war; aber March ist besser, persönlicher und charaktervoller; dazu eine sehr gute Erscheinung, männlich, elegant, knapp und bestimmt, dennoch im Gefühlsmäßigen überzeugend und ohne psychologische Verzeichnung. Im Ensemble tun sich der kleine Freddie Bartholome w in der Kinderrolle des Sergei, Basil Rath- bone (Karenin) und Maureen O ' S u l l i v a n als Kitty hervor. Der Film lief gestern im Lichtspielhaus an, läuft bis nach den Feiertagen und wird vermutlich eine ähnliche Anziehungskraft ausüben wie die frühere Fassung. Im Beiprogramm: Ufa-Wochen- fchau und interessante Bilder aus der „Weltstadt der Tropen" (Rio de Janeiro). -r- NE> -Kulturgemeinde. Dichterabend Heinrich Zillich. Aus Einladung der NS.-Kulturgemeinde, Studentenring Gießen, las gestern abend der fiebern bürgische Dichter Heinrich Zill ich in der Neuen Aula der Universität aus eigenen Werken. Zillich, den wir im gestrigen Feuilleton mit einer fiebern bürgischen Landschaftsschilderung den Lesern vor- gestellt haben, ist 1898 in Kronstadt geboren, wo er nach einer auf dem Lande verlebten Jugend das deutsche Gymnasium besuchte. 1916 zog er mit den Tiroler Kaiserjägern ins Feld und stand bis zum Ende des Krieges, zuletzt als Offizier, an der Front im Süden. Später war er Offizier in der rumänischen Armee, machte auch den Feldzug gegen das rote Ungarn mit. 1920 begann er in Berlin zu studieren und promovierte dort zum Dr. phil. In seiner Krvnstädter Heimat begründete er die Zeitschrift „Klingsvr", ein deutsches kulturpolitisches Organ, das er jetzt noch leitet. Auch an andern fiebenbürger Blättern war Zillich als Schriftleiter tätig. Don feinen Büchern nennen wir den Roman „Attilas Ende", eine Monographie von Kronstadt, mehrere Gedicht- und Geschichtenbände, eine Novellensammlung „Der Sturz aus der Kindheit"; zuletzt erschienen die Kriegsnvvelle „Der Urlaub" und der Lyrikband „Komme was will". Ein großer Roman aus der Geschichte des siebenbürgischen Volkes soll demnächst erscheinen. * Der Dichter gab zu Beginn des Abends feiner Freude über den zahlreichen Besuch Ausdruck, der ein lebendiges Interesse für das Deutschtum im Auslande bekunde. Er las zunächst eine Novelle "Der baltische Graf", der er eine kurze geschichtliche Einführung vorausschickte. Die Erzählung spielt im siebenbürgischen Raum, in und um Kronstadt im Fahre 1848, als russische Truppen den Oesterreichern gegen die ungarischen Aufständischen zu Hilfe kamen. In diesen allgemeinen Zusammenhang ist im ruhigem, übersichtlichen, die Handlung stetig Dortreiben- den Erzählerstil ein Einzelschicksal verwoben, die merkwürdige und erregende Geschichte des baltischen Grasen, dem ein grausames Geschick Frau und Kind entriß, und der auf seinem Kriegszuge im fremden Lande in wunderlicher Verwirrung seines verdüsterten Gemütes ein fiebenbürger Kind als Ersatz für den verschollenen Erben gefunden zu haben meint. So wird aus der Kriegs- und Reiter- geschichte die Erzählung einer Entführung, die freilich am Ende scheitert und das Schicksal des einsamen baltischen Grasen tödlich besiegelt. Nach kurzer Pause hörten wir einige Gedichte, „Der Abendstern" und „Der Sämann", die in kur- zen, liedhaften Strophen Heimat und Kindheit und den Jahreskreis des bäuerlichen Lebens besingen. Im „Vermächtnis" (dem Jahrgang 1898, geschrieben 1932) ist Erlebnis und Antlitz einer ganzen Generation in einer großen dichterischen, stellenweise hymnisch gesteigerten Vision beschworen. Dieses „Vermächtnis" gehörte für unser Empfinden zu den unmittelbarsten und stärksten Eindrücken des Abends. Den Abschluß bildete ein Kapitel aus einem neuen Roman, das auf heitere Weife von der auslands- deutfchen Kriegsgeneration berichtet. Auch diese Geschichte spielt wiederum in Kronstadt und ist die fröhliche Schilderung einer gediegenen Bubenprüge- lei, einer Männerschlacht der deutschen wider die ungarischen Gymnasiasten, während die Rumänen in wohlwollender Neutralität zuschauen, die Erwachsenen teils schlichtend eingreifen, teils die mit blutigen Nasen Fechtenden begeistert anfeuern. Trotz des heiteren Charakters dieser Schilderung blieb doch der ernsthafte Unterton spürbar, der im Schicksalsraum des volksdeutschen Schauplatzes immer und überall, im Kleinen wie im Großen, spürbar und mahnend mitschwingt. Dem Dichter dankte herzlicher Beifall einer stattlichen Hörergemeinde. —y — Ortsausschuß des RfL. Schwimmen. Am Samstag findet um 16 Uhr in der Müller- schen Badeanstalt eine Prüfungsabnahme im Schwimmen für das Deutsche Turn- und Sportabzeichen des Reichsbundes für Leibesübungen statt. Prüfungen werden nur mit dem oorzulegenden und ordnungsgemäß ausgefüllten Leistungsbuch abgenommen. Sportamt „Krast durch Freude". heute folgende Kurse: Leichtathletik u. Waldlauf, Frauen und Männer. Don 17.30 bis 19 Uhr, Universitäts-Sportplatz am Kuaelberg. Fröhl. Gymnastik u. Spiele, Frauen. Von 20 bis 21 und von 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Neue KdF.-Sportkurfe im Freien. Leichtathletik u. Waldlauf, Frauen und Männer, heute, von 17.30 bis 19 Uhr, Universitäts-Sportplatz am Kugelberg. Reichssportabzeichen, Frauen und Männer. Samstags, von 17.30 bis 19 Uhr, Universitätssportplatz am Kugelberg. Allg. Körperschule u. Spiele, Frauen und Männer. Montags von 17.30 bis 19 Uhr, Universitäts-Sportplatz am Kugelberg. Schwimmen für Anfänger, Frauen und Männer. Montags von 18 bis 19 Uhr, Müllersche Badeanstalt. Rettungsschwimmen, Frauen und Männer. Montags von 18 bis 19 Uhr, Müllersche Badeanstalt. Anmeldungen zu diesen Kursen nimmt die Geschäftsstelle, Schanzenstrahe 18, entgegen oder die Lehrkräfte vor Beginn der Uebungsstunden. Oie Segelfliegerei im Kreis Lauterbach. Die Segelfliegerei hat im Kreis Lauterbach festen Fuß gefaßt. Nachdem vor etwa IV2 Jahren die Ortsgruppe Lauterbach der Landesgruppe XI im Deutschen Lustsportoerband ihre Arbeit ausgenommen hatte, ist deren Stand inzwischen soweit gediehen, daß die Ortsgruppe über drei selbsterbaute Maschinen und einen Segelfliegertrupp verfügt, von dem die meisten Männer die A=, eine Anzahl von ihnen die L-Prüfuna geflogen haben. Unterdessen wurde jüngst eine Flugzeughalle gebaut, die bis zum Spätsommer auf dem Gelände der Bilskuppe bei Maar, dem Schulungsgelände, aufgestellt werden wird. Auch die Schuljugend wird jetzt hier für den fliegerischen Gedanken erzogen. Am 14. Juni veranstaltet die DLB.-Ortsgruppe Lauterbach einen Segelflug-Modell-Wett- bewerb, den ersten im Kreise Lauterbach. Ihm voraus geht in der Woche vom 7. bis 13. Juni eine Segelflug-Modell-Ausstellung, auf der von vorwiegend Lauterbacher, Schützer und Alsfelder HI.- und DJ.-Angehörigen mehr als 40 Modelle verschiedener Art ausgestellt werden. Dem Wettbewerb wie der Ausstellung wird bereits jetzt reges Interesse ent- gegengebrachr. Fußball im Tv. Allendorf (Lahn). Io. Allendorf 1. Jgd. — Tv. Großen-Linden 1. Jgd. 2:6 (0:3). Am Sonntag war die Großen-Lindener 1. Jugend- mannschast in Allendorf (Lahn) zu Gast. Beide Mannschaften lieferten sich ein schönes Spiel, wobei die Großen-Lindener, als die technisch besseren, mit diesem Resultat verdient siegten. Wenn man aber anderseits betrachtet, daß die Platzbesitzer eine Anfängermannschaft sind und gegen den vorjährigen Gruppenmeister mit nur 6:2 Toren unterlagen, so kann man die Niederlage in dem Maße keinesfalls verkennen. Nach diesem Spiel siegten die Schüler gegen die neu ausgestellte 2. Jugendmannschaft mit einem Ergebnis von 4:0. Sp.-Vgq. 1933, Nieder-Ohmen. Bieder-Ohmen — Flensungen 4:1 (3:1). Am vergangenen Sonntag trafen sich beide Jugendmannschaften zum fälligen Pflichtspiel in Nieder-Ohmen. Sofort nach Spielbeginn wurde auf beiden Seiten heftig gekämpft. Nieder-Ohmen übernahm durch zwei Tore des Links- und Rechtsaußen die Führung. Nach diesen Toren ließen die Platzbesitzer etwas nach, wodurch die Gäste ein Tor aufholen konnten. Es dauerte nicht lange und die alte Tordifferenz wurde durch einen weiteren Erfolg wieder hergestellt. Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt. Nach Wiederbeginn machte sich die Ueberlegenheit der Platzbesitzer bemerkbar, aber die Stürmerreihe konnte die vielen Torgelegenheiten nicht ausnutzen. Kurz vor Schluß gelang es ihr, ein Tor zu erzielen, während den Gästen ein weiterer Torerfolg versagt blieb. Mit diesem Ergebnis trennten sich beide Mannschaften nach einem fairen und spannenden Kampf. Das deutsche Ägendsest 1936. Höhepunkt der sportlichen Arbeit der HZ. Die Reichsgeschäftsstelle des deutschen Jugendfestes teilt mit: Am 20. und 21. Juni treten in sämtlichen Bannen Deutschlands die Einheiten der Hitlerjugend und des Bundes deutscher Mädel zum Mannschaftsmehrkampf an. Als Träger der Wettkämpfe nehmen die Kameradschaften, Jun- genschaften, Mädelschaften und Jungmädelschaften als geschlossene Mannschaft teil. Diese Einheiten treten so an, wie sie beim Dienst, auf Fahrt und im Lager, beim Heimabend oder beim Sport int Gelände antreten würden. Nicht nur sportlich besonders begabte Jungen und Mädel, sondern jeder Junge und jedes Mädel nimmt teil und wird im Wettkampf seinen bzw. ihren Teil am Sieg der Mannschaft beitragen. Das deutsche Jungvolk und die Jungmädel bestreiten in ihrem Mehrkampf den 60-Meter-Lauf, das Weitspringen und das Schlagball-Weitwerfen. Die Hitler-Jugend tritt an zum 100-Meter-Lauf, Weitspringen und zum Keulen-Weitwerfen, der BdM hat den 100-Meter-Lauf, das Weitspringen und das Schlagball-Weitwerfen durchzuführen. Diese Mannschaftsmehrkämpfe, die im Rahmen des Deutschen Jugendfestes in den Gefolgschaften, Fähnlein, Mädelgruppen und Jungmädelgruppen durchgeführt werden, sind ein Teil der sportlichen Wettkämpfe der Hitlerjugend, die in den Bann-, Jungbann- und Untergausportfesten ihre Fortsetzung und im Gebietssportsest ihren höhenpunkt erreichen. Neben diesen beiden Tagen, dem 20. Juni, dem Tag des deutschen Jungvolks, und dem 21. Juni, dem Tag der Hitlerjugend, werden in den Schulen die Einzelwettkämpfe durchgeführt, für die Reichsminister Rust die nötigen Anordnungen erlassen hat. Am Abend des 21. Juni findet das Deutsche Jugendfest 1936 seinen Abschluß in den örtlichen Sonnenwendfeiern, die die Hitlerjugend gestaltet. Gleichzeitig werden die siegenden Mannschaften mit ihren Ehrenurkunden, die die Unterschrift des Führers tragen, ausgezeichnet. Im Rahmen des gesamten Ertüchtigungsprogramms der Hitlerjugend bilden diese sportlichen Wettkämpfe eine Schulung der Willenskraft, Energie, Härte und Einsatzbereitschaft der Jungen und Mädel. Olympia-Splitter. Ganz neu in das Programm der Sommer-Olympiade aufgenommen wurde das schöne Handballspiel. Recht stark ist die Zahl der Teilnehmer von etwa zwölf Nationen für diesen jungen Sport. Von dem Deutschen Max heiser (1917) ausgehend wurde es durch den Regelausbau von Schelenz um die zwanziger Jahre bekannt und beliebt, lieber die Hochschule für Leibesübungen wurde es bann verhältnismäßig schnell verbreitet — und wer kennt heute nicht das Handballspiel! Zum Unterschied vom Fußball ist es wundervoll geeignet auch für Frauen, und es hat sich auch hier schon viele Anhänger erworben. Auch andere Länder verschließen sich nicht diesem schönen Sport, vor allem Oesterreich wurde sehr stark und konnte uns zweimal knapp schlagen, aber von 1931 bis jetzt gewannen wir alle Länderkämpfe, zum großen Teil sogar recht klar! Fraglos hat unsere Handballmannschaft aanz große Aussichten bei der Olympiade, und wir hoffen, ohne daß wir uns überheblich zu nennen brauchen, auf ein gutes Abfchneiden! * Zehnkampf! Krone der Leichtathle'- tik! Unvergessen ist noch das Pech, das Deutschlands Hoffnung, der unzweifelhaft beste Zehnkämpfer auf den olympischen Spielen 1932, unser Sievert, hatte, als er sich bei der siebenten Hebung verletzte, nachdem er bis dahin klar in Führung gelegen hatte. Bausch- USA. wurde Sieger. Eberle- Deutschland schob sich dank seines hervorragenden 1500-Meter-Laufes noch auf den dritten Platz. Inzwischen hat Sievert einen überragenden Weltrekord aufgestellt und ist als Favorit für die Sommerspiele anzusehen. Unerhört die Vielseitigkeit dieser Männer, unerhört ihr Können. Springt doch z. B. Sievert 7,48 Meter weit, stößt die Kugel 15,31 Meter, springt trotz seines schweren Körpers 1,80 Meter hoch und wirft den Diskus 47,23 Meter. Wer sind seine Gegner? Vielleicht sind sie still, aber umso härter bei ihren Vorbereitungen, aber zwei Namen müssen doch genannt werden! Gleen Morris und Stone- USA. Ersterer bleibt nur 250 Punkte hinter Sieverts Weltrekord, und da der Sommer erst beginnt, und er seine Hochform noch nicht erreicht haben kann, ist von ihm allerhand zu erwarten. Auch der junge Stone ist überraschend gut. Wir aber hoffen trotzdem auf Sievert, denn er ist einer unserer wenigen klaren Favoriten bei den Kämpfen auf dem grünen Rasen. Wirtschaft. Schweinemarkt in Gießen. Auf dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen standen 71 Ferkel zum Verkauf. Es kosteten: 5 bis 6 Wochen alte Ferkel 22 bis 24, 6 bis 8 Wochen alte 24 bis 27, 8 bis 10 Wochen alte 27 bis 30, 10 bis 12 Wochen alte 30 bis 34 Mark. Marktverlauf schleppend. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 459: Danziger Bestimmungen über die Mitnahme von Devisen im Reiseverkehr durch Polen. — 460: Einheitliche Flaschengrößen. * * A G. für Zellstoff- und Papier- fabrikation AG., Aschaffenburg. In der AR.-Sitzung wurde die Bilanz für 1935 vorgelegt. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt einschl. des Gewinnvortrages mit einem Gewinn von 1 187 739 Mark ab, nach Vornahme von Abschreibungen in höhe von 2150 000 (2 201 020) Mark und einer besonderen Rückstellung von 1200 000 Mark. Der HV. am 29. Juni soll vorgeschlagen werden, nach Zuweisung von 250 000 Mark an den gesetzlichen Reservefonds die Zahlung der in den Satzungen vorgesehenen Dividende für die vorhandenen 200 000 Mark VA. unter gleichzeitiger Nachzahlung für die Jahre 1931 bis 1934 in höhe von insgesamt 70 000 Mark vorzunehmen und die Ausschüttung einer Dividende auf die StA. in höhe von 3 v. h. zu bschließen. Der verbleibende Rest von 177 754 Mark soll vorgetragen werden. — Für 1934 ergab sich ein Jahresgewinn von 3144104 Mark, aus dem zunächst der noch bestehende Verlustvortrag von 2 968 974 Mark gedeckt wurde. Ferner wurden 100 000 Mark dem gesetzlichen Reservefonds zugeführt und 75130 Mark vorgetragen. Rhein-Mainische Börse. INillagsbörse fest. Frankfurt a. M., 27. Mai. Die Börse eröffnete in fester Haltung. Sie hat sich von dem gestrigen Rückschlag rasch erholt und zeigte bereits — trotz der bevorstehenden Feiertage — wieder lebhaftes Geschäft. Vom Publikum war der Auftragseingang allerdings nicht besonders groß und betraf zumeist bestimmte Werte, dagegen zeigte die Kulisse größere Unternehmungslust und nahm Rückkäufe und z. T. Deckungen vor. Am Aktienmarkt zogen die ersten Notierungen gegen die schon festere Abendbörse 0,50 bis 1 0. h. an. Ziemlich lebhaft waren IG. Farben mit 173,50 bis 174,25 (173), ferner Westdeutsche Kaufhof mit 47 (46) und am Elektromarkt Gessiirel mit 142 bis 143,50 (141,75) und Schuckert mit 151,40 bis 152,50 (150,50), Von Montanwerken waren nur hoesch mit 106,90 bis 107,25 (106) und Verein. Stahlwerke mit 95,40 bis 95,65 (95,25) lebhaft, im übrigen war hier das Geschäft klein, die Kurse lagen jedoch 0,25 bis 0,50 v. h. fester, lediglich Buderus 0,50 niedriger. Daimler Motoren konnten sich weiter erholen auf 117,65 (116,75), dagegen bröckelten BMW. 0,50 0. h. ab. Von Maschinenwerten Muag 102 (101,50). Deutsche Erdöl blieben auf die erwartete Dividendenerhöhung mit 125,50 unverändert. Fest lagen Zellstoffwerte, Waldhof plus 1,75 v. h., Feldmühle plus 2 0. h., Aschaffenburger in Erwartung des Ergebnisses heutiger AR.-Sitzung ruhiger und 99,75 bis 100 (99,75). höher setzten ferner u. a. ein: Deutsche Linoleum 185,75 (184), Siemens 193,40 (190,13), Chade A—C 435 (428), ferner zogen Lahmeyer, Metallgesellschaft, Rheinmetall, AG. für Verkehr bis 1 v. h. an, während Reichsbank 1 v. h. verloren. AKU., Gement Heidelberg, Holzmann, Bank für Brauindustrie und Schiffahrtsaktien blieben unverändert. Nach den ersten Kursen wurde das Geschäft ruhiger, die Kurse blieben jedoch güt behauptet. Im Freiverkehr fliegen Wayß & Freytag auf die uno. 5prozentige Dividende auf 115,50 (113,50). Der Rentenmarkt lag für deutsche Werte still und fast unverändert. Altbesitz 115,50, Korn- munal-Umschutdung 88,80, späte Schuldbuchforderungen 98,50, Zinsoergütungsscheine 92,60, 6 0. h. zertif. Dollar-Preußen 68 (68,25). Don fremden Werten hatten Ungarn erneut lebhaftes Geschäft, 4 v. h. Goldrente 9,90 (,75), 1910er 9,55 (9,50), ferner Anatolier I & II 43,80 (43,50). Im Verlaufe lag der Aktienmarkt ruhiger, die Grundtendenz blieb aber fest, wenn auch einzelne Papiere um Bruchteile eines Prozentes nachließen, so IG. Farben auf 173,75 nach 174,25, dann wieder 174,25, Kaufhof auf 46,75 nach 47, hoesch auf 107 nach 107,25,. Weiter fest lagen einige Elektroaktien, wie Schuckert mit 153 nach 152,50, ferner zogen Gesfürel, Elektr. Lieferungen und Licht & Kraft weiter an. Auch Daimler Motoren weiter erholt auf 118,50 nach 117,65. Die erst später zur Notiz gekommenen Papiere lagen meist höher. Deutsche Anleihen blieben sehr still, auch ungarische Werte ließen gegen die höchstkurse etwas nach, dagegen zogen Mexikaner teilweise etwas an. Fest waren im Freiverkehr Serben Talon 10 bis 10,50 (9,25) und 1909er 9,50 bis 9,75 (8,90). Goldpfandbriefe blieben behauptet, Liguidationspfand- briefe und Stadtanleihen notierten etwas ungleichmäßig. Don Kommunal-Obligationen die beiden Frankfurter 94 (93,75). Industrie-Obligationen lagen still. Von Valutapapieren waren Schweiz. Bahnanleihen mit „Plus-Plus-Zeichen" angeschrieben. — Im, Freiverkehr stiegen Growag auf 86 (84,50), Adlerwerke Kleyer auf 107,50 bis 108 (107), Pokorny ex. Div. 107 (112,50). — Tagesgeld etwas gefragt und auf 3 (2,50) v. h. erhöht. Abendbörfe fest. Die Abendbörfe war am Aktienmarkt weiter fest, das Geschäft hatte allerdings kleinen Umfang. Gegen die erhöhten Berliner und Frankfurter Schlußkurse der Mittagsbörse ergaben sich aber zumeist weitere Kursgewinne von 0,50 bis 1 v. h. Sehr fest erneut Schuckert mit 155,25 (154 bzw. 153), auch andere Elektrowerte weiter erhöht. Montanwerte lagen ebenfalls noch etwas höher, ferner Scheideanstalt 248 (247), IG.-Farben mit 174 voll behauptet, ebenso Westdeutsche Kaufhof mit 46,75, und Daimler mit 118,65. Deutsche Renten lagen fast geschäftslos. Am Auslandrentenmarkt fetzten die kleinen Werte ihre Befestigung fort, Kronen- Bosnier 6,10 (6), Ungarn Kronen 2,70 (2,50), Polenguote 1,25. Ungarn CC-Werte und Mexikaner lagen gut behauptet. Don Schweizer Anleihen 4 v. H. Bundesbahn 235 (233,50). Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 27. Mai. Die Marktlage zeigte vor den Feiertagen keine Deränderung, das Geschäft war ruhig. Brotgetreide blieb gesucht und war nur knapp angeboten. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 215, W 16 218, W 19 222, W20 224; Roggen R12 178, R15 181, R18 185, R19 187, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Hafer —. Weizenmehl w 13 28,55, W16 28,80, W 19 28,80, W20 29,15; Roggenmehl R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl W13 13,15, W16 13,30, W19 13,50, W 20 13,60. Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11,00, W 20 11,10; Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50. Sojaschrot mit Monopolzuschlag 16,20, Palmkuchen m. M. 16,30, Erdnußkuchen m. M. 17,85 ab süddeutsche Fabrikstationen. Treber 15,75 bis 16,00, Trockenschnitzel 9,40 ab süddeutsche Fabriken. Heu 6,50 bis 6,80, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt 3,00 bis 3,30, gebündelt 2,80 bis 3,00. Frankfurter Pferdemarkt. Frankfurt a. M., 27. Mai. Der Frankfurter Pferdemarkt war gering beschickt, es standen nur knapp 200 Tiere zum Verkauf. Das Geschäft war infolge höherer Preise etwas gedrückt, man war aber trotzdem mit dem Umsatz zufrieden. Es wurden gezahlt: für ein gutes 4- bis 5jähriges Hunsrücker Arbeitspferd 900 bis 1000 RM., für ein paar mittelschwere belgische Arbeitspferde 2800 bis 3000 RM. Schlachtpferde waren gefragt und es brachten 1. Qualität fette Ware 41 bis 42, 2. Qualität 36 bis 37 RM. je 50 Kelogramm Schlachtgewicht. Der nächste Pferdemarkt findet am 7. Juli statt. Frankfurter Schtachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 28. Mai. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Dorauftrieb: 55 Rinder (1 Ochs, 2 Bullen, 45. Kühe, 7 Färsen), 935 Kälber, 38 Schafe, 1449 Schweine. Es kosteten: Kälber 38, Hämmel 46 bis 48, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Kälber lebhaft, Hämmel und Schafe ruhig. Schweine wurden zugeteilt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskvnt 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H Frankfurt a. M. | 2)trlm Schluß« kurs Echlußk. Abend« börle Schluß« kurs Echlußk. Mittag« bürfe Datum 26 5 27-5 26 5 27 5 6% Teuitche iHctd)oanleil)e o. 192, 101,13 101,13 101,13 101,13 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 98,5 98,5 98,5 98,5 6%% Doung-Anleihe von 1930 . 103 103 103 103 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mii AuSlos.-Rechten ............ 115,6 115,5 115,5 115,6 4/i% Deutsche Reichspostschahan Weisungen von 1931, l...... 100,4 100,3 100,3 100,25 4¥i% ehcm. 8% Hessischer Volks staat 1929 trückzahlb. 102%) .. 98,75 98,75 —- — 4/i% ehern. 8% Hessische Landes baut Darmstadt Gold R. 12... 96,9 96,9 — — 6/2% ehern 4/,% Hey. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiau. 101,5 101,5 _____, 4/i% ehern. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldschuldvericbr. R.' 92,75 92,9 _ Lberhesjen Provinz-Anleihe mh Auslos.-Reckten ............ — — — Deutsche Komm. Sammetabl. An leihe Serie 1 mit Austoj.-Rechten 117,5 — 118 118,4 4/,% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 97 97 — — b/r% ehern. 4/,% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbriese...... 101,7 6/i% ehern. 4/,% Rheinische Hyp.-Bank-Liyu.-Goldpse. ... 101,9 101,9 102 102 4/1% ehern. 8% Pr. Landespfand- oriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 — — 97 — 4/?% ehcm. 7% Pr. Landcspfand briefanst., Gold Komm. Obl. 20 94,75 94,75 94,75 94,75 Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38 109,4 109,4 109,4 109,4 4% Oesterretchtsche Goldrente... 32 — 31,75 32,3 4,20% Lesterreichische SUberrente — 2,75 2,7 2,75 9,75 9,75 9,5 9,75 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 9,5 9,55 9,15 9,6 4/2% deSgl. von 1913.......... 9,5 9,75 9,2 9,8 6% äbgeft" Goldmexikaner von 99 13,5 14 13,5 14 4% Türkische Bagdakbahn-Anlelhe 9,75 Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß». Abendbörse Schluß« kurü Echlußk. Mittagbörse Datum 26.5- 27 5 26.5. 27.5 4% oesgt. Serie 11 ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4/2%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente . 2 y4% Anatolier ......... ... Hamburg-Amerika-Paket ü Hamburg,Südam. Dampfschiff . O Norddeutscher Lloyd .........O A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bant und Disconto» Gesellschaft................ 4 Dresdner Bank..............4 Reichsbank ................ij A.E.G...................... 0 Bekula...................... Elektr. LieferungSgesellschast ... 6 Licht und Kraft ............. 7 Felten & Guilleaume.........4 Gesellsch.f.Elektr. Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests Elektr..........6 Schuckert L Co............... g Siemens L Halske............ 8 Lahmeyer L Eo.............. 7 BuderuS ................... 4 Deutsche Erdöl ..............4 Harpen er................. 2/1 Hoesch Eisen—Köln-Neuessea .. 3 Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ...............3 Mannesmann-Röhren........8 9,75 6,75 5,6 43,5 15,75 17,9 121,5 93 94,5 95,75 190,4 37 150 132 152 133 141,75 136 150,5 190,13 140,13 101,5 125,5 128 106 133,5 103 96,25 6,8 9,575 5,8 44 15,75 17,5 122,5 92,75 94,75 95,25 189,5 38,4 151 136,5 157,75 133 144 136,5 136 155,25 193,4 142,5 101 125,75 128 107,5 134 103,25 96,4 9 6,8 9,55 5,65 43,25 15,75 31,75 17,5 121,4 118 93 94,5 95,25 189,5 36,75 150,25 132,5 151,75 133 141,65 135,5 150,5 190 141 101,5 124,5 127,5 106,25 171 133,25 102,5 95,9 6,9 9,65 5,75 44,65 15,75 30,75 17,4 122,5 118,65 92,75 94,75 95,25 189,5 38,4 150,65 136 158,25 133,5 143,5 136,75 135,75 154 192 142,5 101,25 125,75 127,75 107,13 170,5 133,25 103,4 96,5 Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schluß?. Abend- börie Schluß« kurs Echlußk. Mittagbörse Datum. 26.5. 27.5 26.5 27-5. Manchelder Bergbau....... 6/r 142 142,5 141,65 142,75 Kokswerke................ .. 6 — — 135,5 136,25 Rheinische Braunkohlen .... . 12 236 236,5 235,9 236,5 Rheinstahl ................ .. 4 130,25 131,5 130,25 131 Bereinigte Stahlwerke...... 8/, 95,25 95,75 95,25 95,5 Otavi Minen ............. .. O 23 23,25 22,9 23,13 Kaliwerke Aschersleben...... .. 6 130 130,75 130 130,75 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 129 —— 129,25 130 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7/, — 185 — 185 3. G. Farben-Jndustrie..... .. 7 173 174 171,65 173,75 Scheideanstalt............. .. 9 245 248 — Goldschmidt .............. .. 5 111 112,65 111 113,25 Rütgerswerke ............. .. 6 127 128,25 126,25 127,75 Metallgesellschaft........... .. 6 133 134 132,5 133,5 Philipp Holzmann ......... .. 4 125,5 124,5 125,25 124,25 Zementwerk Heidelberg .... .. 7 138,5 138,5 — Cementwerk Karlstadt....... .. 6 154 — Schultheis Patzenhofer ..... .. 4 — — 110 110,75 Aku chule. Evangelisch-kirchliche Personalien. In den Ruhestand versetzt wurden auf eigenen Antrag: der Pfarrer Paul Weber zu Schwanheim, Dekanat Frankfurt a. M.-West, mit Wirkung vom 1. November 1936 ab; der Pfarrer Gustav K l a w e zu Ruppertshofen, Dekanat Nastätten, mit Wirkung vom 1. Juli 1936 ab; der Pfarrer Eugen V ö m e l zu Rodheim a. d. Bieber, Dekanat Gladenbach, mit Wirkung vom 1. Oktober 1936 ab; der Pfarrer Lic. Wilhelm Schaefer zu Frankfurt a. M.-Preungesheim, Dekanat Frankfurt a. M.-Ost, mit Wirkung vom 1. Mai 1936 ab. Entlassen wurde auf seinen Antrag: der Pfarrer Lic. Hans von der Au, zuletzt Landesjugendpfarrer zu Darmstadt, aus dem Dienst der Evangelischen Landeskirche Nassau-Hessen, mit Wirkung vom 5. Februar 1936 ab. Er ist unter Berufung in das Beamtenverhältnis zum Studienrat an der Oberrealschule in Darmstadt ernannt worden. Ernannt wurden: der Pfarramtskandidat Ernst Grein zu Affolterbach, Dekanat Zwingenberg, zum Pfarrverwalter der Pfarrei Eschenrod, Dekanat Schotten, mit Wirkung vom 16. April 1936 ab; der Pfarramtskandidat Otto Praetorius zu Langd, Dekanat Hungen, zum Pfarroerwalter der zweiten Pfarrei Lauterbach, Dekanat Lauterbach, mit Wirkung vom 16. April 1936 ab; der Pfarramtskandidat Berthold Sohn zu Ober-Widdersheim, Dekanat Hungen, zum Pfarrverwalter der Pfarrei Schornsheim, Dekanat Oppenheim, mit Wirkung vom 16. April 1936 ab; der Pfarramtskandidat Otto Raabe zu Udenheim, Dekanat Oppenheim, zum Pfarrverwalter der Pfarrei Ober- Widdersheim, Dekanat Hungen, mit Wirkung vom 16. April 1936 ab; der Pfarramtskandidat Karl Stiehl aus Löhnberg (Lahn) zum Pfarrverwal- ter der Pfarrei Simmersbach, Dekanat Gladenbach, mit Wirkung vom 1. Mai 1936 ab; der Marinepfarrer i. R. Fritz Haupt aus Kiel zum Pfarrver- walter der Pfarrei Kostheim, Dekanat Mainz, mit Wirkung vom 1. Mai 1936 ab; der Pfarroerwalter Walter Maus zu Nenderoth, Dekanat Herborn, zum Pfarrverwalter der Pfarrei Strintz-Marga- rethae, Dekanat Bad Schmalbach, mit Wirkung vom 1. Mai 1936 ab; der Pfarramtskandidat Ernst Betten zu Bechtheim, Dekanat Worms, zum Pfarroerwalter der Pfarrei Langd, Dekanat Hungen, mit Wirkung vom 16. April 1936 ab; der Pfarramtskandidat Willi Frey zu Battenberg, Dekanat Biedenkopf, zum Pfarrverwalter der Pfarrei Ranstadt, Dekanat Büdingen, mit Wirkung vom warum wollen Sie so leichtsinnig sein und Ihre Haut ungeschützt der Sonne aus- setzen? Es gibt doch Nivea. Wenn man sich vor jeder Sonnen bestrahlung gut mit Nivea- Creme oder mit Nivea-Öl einreibt, dann erhält man ganz wunderbar schnell eine herrlich natürliche Hautbräunung. MUWAlMykMl Roman von Marlise Köllinq. Urheberrechtsschutz: Verlag Oskar Meister, Werdau. 26 Fortsetzung Nachdruck oerbotenl Jens Petersen überlegte kurz: „Lassen wir ihn ein Weilchen dort, Benedikte. Ich werde einmal herumhorchen, ob er da oben zu bleiben gedenkt, ob er etwa nach Hause zurück- kehren will ober was seine Pläne sonst sind. Hier auf der Insel erfährt man ja vieles, wenn man etwas erfahren will Schlimmstenfalls, muß man mit ihm sprechen " Benedikte reichte dem Lehrer die Hand: .Lrnrner wenn ich nut irgendeiner Sorge zu Ihnen komme, wissen Sie einen Rat und einen Trost- Jens Petersen sah sie an: „Das war das beste Geschenk, das Sie mir geben konnten, Benedikte. Kommen Sie nur mit allem, was Sie bedrückt, zu mir. Und wenn ich Ihnen helfen kann, dann bin ich so tief dankbar — ach, Benedikte, ich möchte Ihnen soviel sagen, ich —" Er wollte sie an den Händen heranziehen, lieber« mächtig brach das Gefühl seiner Liebe zu ihr in ihm auf. Benedikte fühlte em süßes Erschauern. Jetzt kam das Wort, auf das sie so lange gewartet. Jetzt würde er sie an sein Herz ziehen, letzt würde er ihr sagen, daß er sie liebte-- Drüben vom Strand her kamen mit langen Schritten ein paar Fischer Däh fuhren sie aus ihrer süßen Versunkenheit auf. ..Holla, Schulmeister", rief einer mit hallender Stimme, „kümens doch mal bi uns!" Erschrocken lösten sich Benediktes und Jens Petersens Hände. ,Hch komme gleich, Schlüter", rief Jens Petersen. Dann sagte er hastig: „Auf später, Benedikte. Haben Sie heute abend Zeit? Wollen wir spazieren gehen?" Sie nickte. Sehnsüchtig und traurla sah sie ihm nach. Warum mußte dieser glücksschwere Augenblick zerstört werden? Sie wußte, einem Menschen wie Jens Petersen wurde es schwer, von sich zu sprechen. Sie hatte einen ordentlichen Zorn auf Hein Lüders, der jetzt sicher mit irgendwelchen ganz gleichgültigen Sachen Jens Petersen mit Beschlaa belegte Als Benedikte ins Haus zurückkehrte, sah sie Kunsthändler Torsson und Hello Steffens bereits im Garten auf- und abgehen. Diesen Besuch hatte sie vollkommen vergessen. Wie peinlich, nun Hans-Hermann auf der „Burg" war. Gott mochte wissen, was er von dem Zer- würfnis erzählt hatte Aber Torsson und Steffens berührten die Sache zwischen ihr und Hans-Hermann überhaupt nicht. „Gut bekommen, mein gnädiges Fräulein?" fragte Steffens „Also hier bringe ich Ihnen Herrn Torsson. Ich denke, wir lassen ihn am besten einstweilen ganz allein, damit er sich m die Bilder vertieft. Hier rechts, zweite Tür." Torsson verschwand Kaum war er außer Sehweite, sagte Steffens gedämpft: „Fräulein Zedlitz, ich habe Torsson absichtlich allein hinaufgeschickt, damit ich ungestört mit Ihnen sprechen kann Sie wissen wohl, daß Ihr Vetter bei uns gelandet ist?" Benedikte nickte. „Ich weiß" sagte sie gepreßt, „ich begreife nur nicht, er kennt doch Graf Lonne kaum. Wie ist das möglich? Steffens lachte auf. Täuschte Benedikte sich? Oder klang das Lachen etwas zynisch? „Wenn so hübsche Frauen im Spiel sind wie Peggy Trilow, dann sind manche Dinge leicht zu begreifen, Fräulein Zedlitz. Im übrigen ist Graf Lonne gewöhnt, daß ihm plötzlich Einquartierung ins Haus geschneit kommt. Ihr Vetter hat ihm sehr gut gefallen. Vielleicht kann er ihn auch bei seinen verschiedenen Unternehmungen irgendwie unterbringen. Denn für die Mitarbeit hier auf Ihrem Gütchen scheint er sich doch wirklich nicht zu eignen. Sie müssen mir nicht böse fein, daß ich diese Sache erwähne. Ich möchte nicht gern taktlos erscheinen. Nur, Fräulein Zedlitz —seine Stimme wurde weicher, werbender, „der Graf macht es sehr von mir abhängig, ob er Ihren Vetter in feine Dienste nimmt. Und ich hinwiederum" — er schien zu zögern — „ich möchte nichts tun, was Ihnen irgendwie Schmerz bereiten könnte." Benedikte sah ihn verständnislos an: „Aber wenn Graf Lonne imstande ist, meinem Vetter irgendeine Arbeit anzubieten, die ihm entspricht und ihn ernährt, dann muß ich ja nur sehr dankbar sein, Herr Steffens." „Und Sie würden nicht traurig darüber sein, wenn Ihr Vetter Sie für immer verließe?" „Aber nein, Herr Steffens, keineswegs." Steffens atmete tief auf: „Das wollte ich nur hören, Fräulein Zedlitz. Ich danke Ihnen sehr." „Wofür denn, Herr Steffens?" Er blickte sich um, feine Stimme wurde leise: „Ich — ich habe geglaubt, Fräulein Zedlitz, Ihr Herr Vetter stände Ihnen sehr nahe, und aus diesem Grunde zögerte ich. Aber nun bin ich sehr froh, Fräulein Zedlitz, sehr froh. Denn ich —" „Bitte sprechen Sie nicht weiter!" Benedikt trat erschreckt zurück. Was meinte der Mann?! Wie sah er sie denn an?! Ums Himmels willen, da würde sich doch nicht noch einer in sie verliebt haben-- „Ich glaube, Herr Torsson kommt!" Hastig wandte sie sich zur Treppe. Wirklich, wie ein Retter in höchster Not erschien Torsson. eine schwere Mappe schleppend „Also, Fräulein Zedlitz, ich habe mir alles genau angesehen und ausgeschrieben Ich möchte Ihnen heute noch kein Angebot machen. Ich will mir erst alles einmal zu Hause genau durchrechnen und Sie dann zu einer Besprechung bitten. Einverstanden? In dieser Mappe hier befinden sich übrigens die Studien, von denen Ihr Herr Vetter gesprochen hat. Auch sie repräsentieren immerhin einen gewissen Wert. Würden Sie sie mir zu treuen Händen übergeben?" „Selbstverständlich, Herr Torsson." „Dann lasse ich bald von mir hören. Auf Wiedersehen, Fräulein Zedlitz!" Benedikte hatte Angst, daß Steffens vielleicht noch bleiben würde. Aber er verabschiedete sich sofort. Sie atmete erleichtert auf, als die beiden Männer den draußen wartenden Wagen bestiegen hat- ten und davonfuhren. Es war 'wie verhext. Sie beschloß, sogleich Steffens soviel wie möglich aus dem Wege zu gehen. Der war sonst imstande und machte ihr noch eine Liebeserklärung ... All die Stunden bis zu ihrer Zusammenkunft mit Jens Petersen verbrachte Benedikte in einer bedrückten Unruhe. Es war ihr diesmal noch gelungen, Steffens auszuweichen, und es würde ihr vielleicht weiter gelingen. Aber schon der Gedanke, diesen Mann hier auf der Insel zu wissen, seine Wünsche zu ahnen und doch nicht erfüllen zu können, war unheimlich. Sie konnte nichts Unausgesprochenes und nichts Unklares ertragen. Vor einem Menschen zu fliehen, nur um ihn nicht zum Reden kommen zu lassen, paßte so gar nicht zu ihr. Das war ja auch das Verhängnisvolle mit Hans-Hermann gewesen: sie konnte nur gedeihen, sie konnte nur atmen in einer Atmosphäre der absoluten Aufrichtigkeit. Man war einem Menschen Freund oder Feind, man war einem Menschen Kamerad oder Liebster. Alle diese Zwischentöne, diese halben Klarheiten, wie sie andere ertragen mochten, wie sie sie in der Großstadt so oft bei ihren Kolleginnen gesehen — sie selbst konnte damit nicht fertig werden. Aber nun war es ja bald Abend. Jens würde kommen, und dann würde alles gut fein. * Der abnehmende Mond stand wie eine ganz rfjmale Sichel am Himmel. Die letzten Vögel' auf dem Süderende der Insel flogen zu Nest. Der- pätete Segelschiffe der Fischer und Badegäste kehrten langsam in den Hasen zurück. Benedikte und Jens Petersen saßen oben am Leuchtturm in einer Hügelsenke. Vor ihnen lag das Meer, tiefblau und sanft rauschend. Sie waren schweigend durchs Dorf gegangen, schweigend über die Wiesen und die Anhöhe hinaus. Ihre Herzen waren erfüllt von Sehnsucht und unausgesprochenen Worten. Ohne jede Ueberein- kunft hatten sie sich hier heraufgefunden, wo es still war und frei. Sie hatten sich niedergelassen auf die Wiese, ringsum duftete es süß von Thymian. Eine verirrte Hummel summte an ihnen vorüber. Und nun wieder Stille. Es war Benedikte so selbstverständlich, daß Jens Petersen jetzt ihre Hand nahm, daß er endlich zu ihr sprach. „Benedikte, ich habe so lange mit mir gekämpft aber ich muß es Ihnen endlich sagen. Ich habe Sie chrecklich lieb, Benedikte. Ich habe Sie lieber als alles auf der Welt * * (Fortsetzung folgt) Schlachtungen von 2. Qual. 3. Qual. Q^nnastik ödet Soviel 773 Saar-Emaille neuesten Sorten 02426 Qualität und Preiswürdigkeit entscheiden. BORRMANN Gießen, Neustadt 5, Ruf 4165 iGLORlfl Von der Musterung zurück. 3451A Dr. taiHO W gr. Premiere! Heute Donnerstag 3445D Kurhaus Bad-Nauheim Photo - Kino »35 a Kreuzplatz 9 joßzr Elegant,haltbar und billig! Seltersweg 27 Seltersweg 27 GIESSEN Für den Herrn Für die Dame Lichtspielhaus Gießen Ein prachtvoller, herrlich schöner Film! Greta Garbo 4.95 3.95 343^ mit dem Raben! PALPST Giessen eutsche Wert arbeit 0,65 0,80 0,50 0,60 0,75 0,90 K G Samstag, den 30. Mai 1936, abends 8l/2 Uhr, im großen Bühnensaal Rindfleisch mit Beilage Rindfleich ohne Beilage Kühen und Bullen: Wer herzlich lachen will— geht zum Gloria-Palast! Gärtnerei Dönges Telefon Nr. 2321, Marburger Straße 67 In den Turnierpausen u. nach dem Turnier: BALL — Gesellschaftskleidung Sporthemden mit festem Kragen, nur neue Muster.... Oberhemden mit losem Kragen....... bis zu den feinsten Popelin und Bemberg je % kg RM. 0,85 1,05 TANZ-TURNIER um die Weltmeisterschaft Das gesellschaftliche Ereignis der Saison! in dem । Metro-Spitzenfilm Rindfleisch mit Beilage Rindfleisch ohne Beilage Ochsen und Färsen: 1. Qual. a= u. b-Tiere Bade - Anzüge, Mäntel und Mützen in großer Auswahl, nur neue Formen und Farben. Neuheiten in preiswerten Handschuhen und Krawatten. 1. Mai 1936 ab; der Pfarramtskandidat Peter Bangert zu Arheilgen, Dekanat Darmstadt, zum Verwalter der Pfarrassistentenstelle Wald-Michelbach mit dem Sitz in Affolterbach, Dekanat Zwingenberg, mit Wirkung vom 10. Mai 1936 ab; der Pfarramtskandidat Walter Bähringer zu Seeheim a. d. B. zum Pfarrverwalter der Pfarrei Nenderoth, Dekanat Herborn, mit Wirkung vom 16. Mai 1936 ab; der Pfarramtskandidat Hermann S ch a u f zu Darmstadt, Dekanat Darmstadt, zum Pfarrverwalter der Pfarrei Hopfgarten, Dekanat Alsfeld, mit Wirkung vom 1. Mai 1936 ab; der Pfarrverwalter Bernhard Wirtz zu Pfungstadt, Dekanat Darmstadt, zum Pfarrverwalter der Pfarrei Ruppertsburg, Dekanat Schotten, mit Wirkung vom 1. Mai 1936 ab. Amtseinführung des neuen Landesfinanzamtspräsidenten in Darmstadt. LPD. Darmstadt, 27. Mai. Der neue Präsident des Landesfinanzamts Darmstadt Dr. Werth wird am Donnerstag, 4. Juni, durch den Reichsfinanzminister Graf Schwerin von Krosigk feierlich in sein Amt eingeführt. Die Feier findet im Festsaal des Alten Palais vormittags 9.30 Uhr statt. Bei der von Musik umrahmten Feier werden der Reichsfinanzminister, Präsident Dr. Werth und ein Vertreter der Beamtenschaft des Landesfinanzamts sprechen. Dom Spieltisch - unter die Betten. LPD. Mainz, 27. Mai. Doch das Schicksal schreitet schnell!... Das mußten in Mainz die fröhlichen G l ü ck s s p i e l e r in der Stallgasse erfahren, die sich z e h n M a n n hoch unter den siche- istetwas Anderes. Eine Arbeitbleibf es, das ist wohl nicht wegzudisputieren. Aber leicht machen kann man das Bohnern, wenn man LOBA Wachs LOBA Beize nimmt. Ganz dünn auftragen! Sie haben trotzdem vollen Glanz und das Bohnern geht dann leicht. Und nasses Wischen zwischen den Putz- .tagen genügt dann vollständig zum Sauberhalten. Spezialausstellung in unseren Schaufenstern 8, 9 und 10 Die Super-Ikonta 6/6 ist die Erfüllung vieler Wünsche. Sie ist die moderne Springkamera mit den letzten techn. Feinheiten, hat eingebauten und dir. gekupp. Entfernungsmesser, Compur-Rapid-Verschluß bis */«o Sek. mit eingebautem Selbstauslöser. Die Vorteile kann man nicht alle aufzählen, man muß die Kamera einmal in der Hand gehabt haben. Mit Zeiß-Tessar 1:2,8 kostet sie 235.— Mk. Bitte ansehen bei Zu Pfingsten einen schönen Gebrauchtwagen! 70-PS-Horch -Cabriolet 60-PS-IIIerc. - Cabriolet 60-PS-Adier- Cabriolet 40-PS-Wand.-Cabriolet u. viele andere preiswerte Objekte [3429D 6.75 4.75 Qualitäten in Anna Karenina IIIIIIIIIIIIIIIIIIIII1IHIIHI Druckschriften In gefalzten Bogen In Heftform und gebunden klar In der Schritt, übersichtlich angeordnet und sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel undVerkehr.lndustrle und Gewerbe, Behörden, Landwirtschaft und Vereinigungen. Lieferung schnell,gut und preiswert durch Brühl’sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 2251 111111111111111111111111111111 Eintrittskarten von RM. 3,00 bis RM. 10.00 an derTheaterkasse des Kurhauses 34420 c-Tiere je % kg RM. 0,75 0,90 Rundfunkprogramm Freitag, 29. Mai. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30 von Königsberg: Früh» konzert. 8.10 von Stuttgart: Gymnastik. 10 von Ham. bürg: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernsunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Wieder mal etwas Besonderes! 1. Teil: Jnftrumentalsolisten-Pa- rade. 2. Teil: Beliebte Melodien. 14.10: Rach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musika zu Gast! 15: Volk und Wirtschaft: Was ist Wehr, wirtschaft? 15.15 von Trier: Kleines Konzert. 16: Kammermusik. 16.30: Uebermut tut auch mal gut! 17.30: Frankfurt — die Stadt des deutschen Hand- werks. 600 Jahre Kampf. 18 von Leipzig: Musik zum Feierabend. 18.45 von Hamburg: „Skagerrak". Das Hohelied vom deutschen Seemann. 20.10 von Stuttgart: „Weggetreten!" Vom Feierabend des Soldaten. 22.30 von Trier: Der Wächter tutet in sein Horn. 23 von Stuttgart: Unterhaltungskonzert des Rundfunkorchesters. 24 bis 2 von Freiburg: Nacht- konzert. Samstag, 30. Mai. 6 Uhr: Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. 8.10: Gymnastik. 8.45: Auf zum Staatsjugendtag. HI.-Sport. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Gaunachrichten. 11.45 Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13.15: Buntes Wochenende (Fortsetzung). 14.10: „Das Schönste an dem lieben, guten Sommer ist doch das Badengehn!" 15: Volk und Wirtschaft. 15.15: HJ.-Funk. 16: Froher Funk für alt und jung. 18: „Soll ich oder soll ich nicht". 18.45: Militärkonzert. 19.30: Zoitfunk. 19.55: Ruf der Jugend. 20.10: „Weißt du noch ...?" Ein bunter Abend aus der Bieder- I meierzeit. Gastspiel der beliebtenWienerHumoristin Senta Kais ’ ein Lächeln aus Wien. Beiprogramm nnd Ufa-Ton-Woche Sie haben viel über den Film „Krach um Jolanthe“ gelacht, aber über diesen Film platzen Sie vor Lachen! Ein saftiger Banernschwank nm einen verliebten, auf Abwege geratenen Gemeindevorsteher Hauptrollen Heinrich George Marianne Hoppe, Carsta Lück Fritz Hoopts Hans Brausewetter Auf der Bühne: d-Tiare je H kg RM. 0,65 0,80 I Für Garten*, Friedhof* und Fensterschmuck Geranien in den neuesten Standartsorten, Petunien, Begonien, semper florens, Astern in den Filiale Frankfurt a. M. Franken Allee 81 Gebrauchtwagen-Abteilung MalnieriandstroBe 1»4 ToL 71254/54 Sommersprossen rasch, ^schneil Lionin m. Lioninseife. Pelikan Apotheke Wäsche_ . Köhler & Jochim Strümpfe feinste künstliche Seide, gut n QE verstärkt, auch Kniestrümpfe U.uü Strümpfe Flor mit künstlicher Seide, 4 QE plattiert, sehr haltbar...... \«Lu Strümpfe künstliche Seide, doppelfädig, 4 En ganz besonders haltbar .... ■■JU L. B. O. d. bekannte Qualitätsstrumpf, 4 QE in großer Auswahl......... I.OiJ Hemdchen od. Schlüpfer feinstes Mako, gemustert ge- 4 HE webt oder künstliche Seide Garnitur (Hemdchen und Schlüpfer), feinste künstliche Seide, in n QH A QA schön. Pastellfarben w.uU £iuu Höchstpreise für den Kleinverkauf von Rindfleisch Eine Anordnung des Reichsstatchalters in Hessen. Unterkleider schwer Charmeuse, in vielen Farben und in schöner Ver- n "JE Q QH arbeitung.......... u.lü £.uU Nachthemden künstl. Seide, Krepp, A QQ Q *7E elegante Ausführung “