M WW w ... llr. 75 Erster vlatt 186. Jahrgang Samstag, 28. März 1956 Eichener Anzeiger Für Ehre, Freiheit und Frieden Deine (Stimme gehört dem Führer aus dem Volke war, mit der des Volkes zum haben hier in Aufsätzen, Zusammenstellungen und! Ehre, unserer Freiheit und Gleichberechtigung Bildern eine Schau zu geben versucht von allen I ________ 1 M Kam Deutschland hört heute den Führer im Rundfunk deutsche Nonne C timme 7S 5 2-5 5 müsse. Er gewann den Kampf um die Seele des Arbeiters, weil ihm als einem materiellen Gütern reicher sind, zu bestehen^ Nur eine gemeinsame Anstrengung kann dem Abendland wieder den schon schwankenden Boden unter den Füßen sichern. Wir Deutschen als Volk der europäischen Mitte und am schwersten mitgenommen von den Folgen eines verlorenen Krieges und eines wahnwitzigen Friedensschlusses wurden als erste zur Erkenntnis von der Gemeinsamkeit des Schicksals der europäischen Dölkerfamilie gedrängt. Wie lcnd und ihm heute die Kraft gibt im Kampf um Ehre, Freiheit und Gleichberechtigung der Nation. Immer wieder hat Adolf Hitler in diesen Tagen, »o er das deutsche Volk aufgefordert Hot, sich zu hin und seinem Werk zu bekennen, erklärt, daß ihm nur aus der engen und sich immerfort erneuernden Verbindung mit dem Volke die Kraft Hachse, um die Verantwortung zu tragen für die Führung des Kampfes um die Lebensrechte der deutschen Nation. „Ich bin nur so stark" hat er auch gestern wieder den Männern der Gruben und Ze- isn des Ruhrreviers zugerufen, „wie mein Volk stark ist, nur so stark, wie Ihr mich stark macht, nidem Ihr hinter mich tretet?" Die stürmische Zu- st.mmung, die gerade diese Worte bei den Arbeitern Idir Kruppwerke fanden, haben ihm, wie der ganze beispiellose Triumphzug durch alle deutschen Gaue mb so viele Zeichen der Dankbarkeit, Liebe und 3treue bewiesen, daß das Volk ihn verstanden hat. Such der letzte Volksgenosse hat begriffen, daß die- sir Kampf um die Gleichberechtigung der deutschen Nation in der Welt auch um seinetwillen dirchgekämpst werden muß. Denn wie er am eige- |n*n Leibe erfahren hat, daß aus Haß, Neid, Miß- ginft und Zwietracht, aus einem Kampf aller gegen die niemals ein Volk zu Wohlstand emporzusteigen vermag, daß vielmehr nur ein gerechter Ausgleich b r Interessen, eine Beseitigung der Gegensätze und eine Gemeinschaft, die jedem das Seine gibt nach fiiner Leistung für das Ganze, einem Volke Arbeit und damit sozialen und kulturellen Aufstieg sichert, ,sr weiß heute auch jeder deutsche Volksgenosse, daß inr unter freien und gleichberechtigten Völkern ein Friede aufgerichtet werden kann, der Dauer ver- s, richt und eine Zusammenarbeit ermöglicht, aus b>-r im friedlichen Wettbewerb der Nationen Wirt- fr)aft und Kultur des Abendlandes vielfältige Frucht zu tragen vermöchten. Der Weltkrieg und die verhängnisvollen Fehler des Friedensdiktats von Versailles haben das alte Churopa um viele Jahrzehnte zurückgeworfen. Mißtrauen und Selbstzerfleischung werden es in wach- smdem Maße unfähig machen, im Lebenskampf mit Kontinenten, die an Iugendkraft, Menschen und der Führer der Erzieher seines Volkes zur Gemeinschaft wurde, so ist es Deutschlands Mission, den Boden zu bereiten für eine Gemeinschaft freier und gleichberechtigter Nationen. Indem wir für unsere Ehre und Freiheit kämpfen, kämpfen wir wir für den wahren Frieden, schaffen wir die Voraussetzung für ein aus gegenseitige Achtung sich aufbauendes Zusammenleben der Völker Europas. Daß der Führer in diesem Kampf fein Volk hinter sich wissen darf, wird das Ergebnis der Wahl des 29. März aller Welt eindeutig vor Augen führen. Wenn neben diesem großen außenpolitischen Ziel die Wahl Gelegenheit gab, dem Volk einen Ueber- blick zu gewähren über die Leistungen des Nationalsozialismus in den ersten drei Jahren seiner Regierung, so entsprang dieser Wunsch der Erfahrung, daß nichts bedeutend und auffällig genug sein kann, um nicht schnell vergessen zu werden, wenn einmal das Neue zur lieben Gewohnheit geworden ist, die mit größter Selbstverständlichkeit hingenommen wird/ Wir Teilgebieten des großartigen nationalsozialistischen Aufbauwerks. Dieser Rückblick kann nicht ohne tiefen Eindruck geblieben fein bei allen, die noch nicht ganz vergessen haben, an welchem Abgrund sittlichen und kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Verfalls das deutsche Volk stand, als der verewigte Feldmarschall-Reichspräsident die Führung des Reichs in die Hände Adolf Hitlers legte und dieser nun mit einem beispiellosen Mut !«* 2 *A* t-fd* A CTP d-5; 2 g p • c 2-3,| „ zu sprechen. Aus b;m Wissen um die guten Kräfte dieses Volkes kcm ihm der Glaube an die Sendung der deut- frjen -Nation, der ihn stark machte in den langen Fohren des Ringens um die Führung in Deutsch- -'M = e- ' * 3 ö ^3®|1 Die Volksvertretungen der Länder werden aufgehoben. Die Hoheitsrechte der Länder gehen auf das Reich über. Die Landesregierungen unterstehen der Reichsregierung. Die Reichsstatthalter stehen unter der Dienstaufsicht des Reichsministers des Innern. Die Reichsregierung kann neues Derfafsungs- recht setzen. Nach einer tausendjährigen Zersplitterung der politischen Gewalten war damit innerhalb eines Jahres, vom 30. Januar 1933 bis zum 30. Januar 1934, das tausendjährige Unglück des deutschen Partikularismus beseitigt und der Traum der besten Deutschen aller Zeiten erfüllt: Das einige deutsche Volk im einigen Deut- schen Reich unter einem Führer. Die Schaffung des deutschen Einheitsreiches ist vielleicht das sichtbarste Zeichen des Gesin- nungswandels und des Umbruchs, die sich unter Adolf Hitlers Führung im deutschen Volke vollzogen haben. Dem Führer ist das gelungen, was in der deutschen Geschichte von jeher das Sehnen der Besten unseres Volkes war: Die Formung 3u r Na Hon, die Gemeinschaft aller Deutschen, die Bildung eines einheitlichen Volkswillens und dadurch die Möglichkeit des geschlossenen Einsatzes der Volkskraft m allen entscheidenden Lebensfragen der Nation. 1 M Aus sich im gegenseitigen Bruderkampf zerflei- schenden Arbeitern und Unternehmern, aus Proletariern, Burgern und Bauern, aus Reichen und Armen hat der Führer deutsche Volksgenos- sen gemacht die ihre Kräfte im Gedanken von Führer und Gefolgschaft zum gemeinsamen Dienst an der Nation einsetzen. Damit hat er den Wahn- jmn öes Klassenkampfes überwunden und an seine Stelle die Einheit der deutschen Arbeit für die deutsche Nation gesetzt. Diese Aktivierung der aeifti- gen, seelischen und körperlichen Volkskräfte ' ihre Gleichrichtung und ihr planmäßiger Einsatz'unter Hitlers weitschauender Führung sind die Ursachen der in so kurzer Zeitspanne errungenen Erfolge Neben diesen Großtaten der inneren Volks- und Staatswerdung steht die W i e d e r e r r i n q u n q Doch nicht diese Behebung der materiellen Not ' ft die größte Leistung des Nationalsozialismus. Dir wissen es aus vielen Aussprüchen des Führers s lber, daß er weit höher die Tatsache einschätzt, Hß es ihm gelungen ist, den deutschen Arbeiter r jeder in die Nation hineinzustellen und ihm klar- zimachen, daß er selbst Träger der Nation ist, von ter er sich nicht trennen kann. Daß die ewige Idee ton Volk und Nation den deutschen Arbeiter gerann, daß er zurückfand in die Volksgemeinschaft inb erkannte, daß sein eigenes Schicksal unlösbar irit ihr verbunden ist, das ist die große Tat Adolf Stiers, dem aus dem Fronterlebnis und den eige- rsn Erfahrungen feiner Jugend die Erkenntnis ge* r orden war, daß ein Rückfall des deutschen Volkes und einer Verantwortungsfreudigkeit ohnegleichen das Steuer herumriß. Seitdem hat die nationalsozialistische Revolution in allen Lebensbezirken Wandlungen hervorgerufen, die zielbewußt auf eine Gesundung des deutschen Dolkskörpers ausgingen und die Grundlagen schufen für den großartigen Neubau des Dritten Reiches. Aus Volk und Staat ist eine Nation geworden, die keinen Länder- partikularismus, keinen Klassenkampf mehr kennt die einem freien Bauernstand die Ernährung an- oertrauen, ihrer Wirtschaft große Aufgaben stellen kann, die Kunst und Kultur befruchtet, über alle Teile des Reiches ihre Souveränität wiederherqe- stellt hat und ihre Sicherheit in die Hand einer Marken Wehrmacht gelegt hat. Der Gedanke an diese Leistungen soll uns morgen geleiten, wenn wir in tiefer Verantwortung für uns und un er Volk mit unserem Stimmzettel vor aller Welt Zeugnis ablegen, daß der Führer und Deutschland eins sind, eines Willens im Bekenntnis zum Frieden, aber auch in der Behauptung unserer Sie geschichtliche Sendung des Führers. Von Staatssekretär Dr. Wilhelm Stuckari. Indem die Vorsehung die Völker schuf, gab sie ihnen auch das Recht auf Leben und Entfaltuna ihrerArt. Um dieses Lebensrecht des deutschen Volkes, das das Recht auf eigene Kultur, eigenen Lebensraum, Freiheit, Ehre und Gleichberechtigung in sich schließt, geht der Kampf von dem Augenblick an, in dem die Deutschen in das Licht der Geschichte getreten sind, bis zum heutigen Tage. Wir erkennen heute in der deutschen Geschichte als letzten Impuls des Geschehens das Ringen der deutschen Seele um die Gestaltung ihres Lebens in Staat und Kultur. In diesem teils bewußten, teils unbewußten Ringen nach jenem höchsten Glück und zugleich natürlichsten Recht, Volk und Staat, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und alle Kultur nach den Gesetzen des eigenen Wesens und des besten eigenen Bluterbes zu gestalten, erblicken wir das Kernstück der deutschen Geschichte. Man muß das Werk des Staatsmannes Adolf Hitler in diese großen geschichtlichen Zusammenhänge stellen, um die Größe des Geschehens unter seiner Führung seit der Schicksalswende am 30. Januar 1933 begreifen und würdigen zu können. Nach 14jähriger Finsternis um den deutschen Geist erwachte unter den Hammerschlägen der unter Hitlers Führung stehenden Freiheitsbewegung die Nation. Ahnung und Sehnsucht nach arteigener Entfaltung formt er zu bewußtem Wollen. So errichtet er auf den Grundlagen deutschen Volkstums und deutscher Welt- anschauung ein neues Reich deutscher Ehre. Er vernichtet die reichsfeindlichen Parteien, die in den vergangenen Jahren das stärkste Hemm- nis für eine wirkliche Volksgemeinschaft gewesen waren. In einem halben Jahre, vom Februar bis Mitte Juli 1933, setzt er dem volksverderblichen Treiben des Parteiwesens ein Ende und macht da- mit die Bahn frei für eine wahrhaft deutsche Einigkeit. Zugleich richtet er die R e i ch s g e w a l t in einer Stärke auf, wie sie nie zuvor bestanden hat. Auf dem ersten Parteitag nach der Macht- Übernahme setzte der Führer für den inneren Ausbau des Reiches das Ziel mit den Worten: „Die nationalsozialistische Bewegung ist nicht der Kon- servator der Länder der Vergangenheit, sondern ihr Liquidator zugunsten des Reiches der Zukunft." Kraftvoll folgte diesen Worten die Tat. Durch das Gesetz über den Neuaufbau des Reiches hat er die schwer erkämpfte Einheit des Reiches für alle Zei- ten stabilisiert. In lapidaren Sätzen verwirklicht das Gesetz unter Wahrung wirklich stammlicher Sondereigenart die deutsche staatliche Einheit: Erscheint täglich, außer ä Annahme von Anzeigen Sonntags und F.t^ags ▼ RT ▼ für die Mittagsnummer SSiKÄ™ A44 ■! 4«ÄA A** Heimat im Bild - Die Scholle ■ ■ ■ AW Grundpreise für 1 mm höhe Monatr-vezugsprels: ■ ■ ■ ■ H H ■ W H ■ U ÄJf ■ ■ ■ für Anzeigen 22 mm Mit 4 Beilagen RM.1.95 ■■ ■ ■ ■f MM M ■ ■ ÄT H / ■ I ■ wk ■< III Hf ■ Breite 7 Rpf.. für Text- Ohne Illustrierte , 1.80 ■ W H ■ M W H W W M. M anzeigen von 70mm Breite Zustellgebühr.. , W ■ M M M ■ M W 50 Rpf.,Platzvorschrift nach Auch bei Nichterscheinen ” ■ ” ■ vorh.Vereinbg.25°/o mehr. °nT,Ä««K™ü ” V trmäfiigte «runbpreife: HW- General-Anzeiger für Sberheffen WW grontfurt am Main 11686 Druck UN- Verlag: vrühl'sche Univerfitats Such- und Stcinörudcrei R. Lauge in Gießen. Schriftiettung und Geschäftsstelle: Zchulstrahe 7 mengbenS Scherl-Bildmaterndienst Der Führer an das deutsche Volk „Ich bitte jetzt das deutsche Volk, mich in meinem Glauben zu stärken und mir durch die Kraft seines Willens auch weiterhin die eigene Kraft zu geben, um für seine Ehre und seine Freiheit jederzeit mutig eintreten und für sein wirtschaftliches Wohlergehen sorgen zu können, und mich besonders zu stützen in meinem Ringen um einen wahrhaften Frieden.« 3’s "3:2: » 11 = □ o £ 3 $©2.3$ ® 2^*7 .o.3 3 o: 55 3 ©^ 'zöl-'z Mein Volk ist die Quelle meiner Kraft. Noch stehen wir alle unter dem starken Eindruck ter Ereignisse des geftriaen Nachmittags, als die Sirenen aller deutschen Betriebe die Kundgebung i den Essener Krupp-Werken einleitete, auf der ter Führer mitten aus dem Brausen dieser ge- valtigen Symphonie der Arbeit heraus zum schaf- hnben Deutschland sprach. Der Führer selber hat cuf die vielfache Symbolik dieser Handlung hinge- oiesen. Die Krupp-Werke sind ja nicht nur die roße Waffenschmiede Deutschlands, die nach Ver- unbung der Wehrfreiheit wieder ungehemmt durch nndliche Kontrolle ihrer Aufgabe dienen darf, der tation das starke Schwert zu geben, das deutsche Crbeit sichert. Nein, hier in Essen und im um» egenden Ruhrreoier sehen wir, von den schwären Schätzen der Erde angezogen, auch jene gewaltigen Zusammenballungen von Jndustriewerken, eren Erzeugnisse als Sendboten friedlicher beut» her Arbeit hinausgehen in alle Welt, um Zeug» ris abzulegen von deutschem Schaffenswillen und teutfcher Leistung. Und hier in der Herzkammer ter deutschen Wirtschaft haben Hunderttausende teutscher Arbeiter wieder ihr tägliches Brot ge« finden, seit die zielsichere Staatsführung Adolf -itlers wieder Unternehmungslust und Wagemut c?weckt hat, soziales Gemeinschaftsgefühl und wirt- shaftliche Einsicht sich zusammengetan haben, um h den Gruben und Fabrikhallen, den Zeichensälen mb Kontoren wieder dem Rhythmus der Arbeit e ne dauernde Stätte zu bereiten. er «3 , 2-6 s 3 Oi « ? iS A ZSZLz? 2: « n n •* n I -’S n & g * [im den alten unseligen Zwiespalt der Klassen und Ctände den Untergang der Nation unaufhaltsam r achen müsse. Er gewann den Kampf um die der äußeren Freiheit und Gleichberech- t i g u n g. Aus der Lehre der Geschichte, daß eine nach außen geknebelte Nation der Segnungen im Innern entbehren muß, hat der Führer am 16. März 1935 die Folgerungen gezogen. Er hat um das deutsche Volk und sein Reich eine besondere Klam- mer des Schutzes gelegt: die auf der allgemeinen Wehrpflicht aufgebaute deutsche Volks- arn^ee zur Sicherung von Frieden, Freiheit und Gleichberechtigung. Mit dem Einzug der deutschen Truppen in die Friedensgarnisonen am Rhein am 7. März 1936 hat schließlich der Führer die volle Souveränität über das deutsch eReichs- gebiet wieder hergestellt. Nach dem Rückerwerb des Saargebietes und der Zurückgewinnung der vollen Souveränität über das Rheinland hoffen und glauben wir, daß der tausendjährige Kampf um den Rhein ein friedliches Ende gefunden hat. Mögen die anderen Staaten und die Welt in diesem Ringen um die Existenz des deutschen Volkes keine Bedrohung und keine Beeinträchtigung ihres guten Daseinsrechtes und ihres Rechtes auf Entfaltung ihrer eigenen Art sehen, das ihnen Deutschland niemals bestritten hat. Mögen sie vielmehr alle diese Vorgänge werten als das berechtigte Sehnen und Streben unseres Volkes nach seinem Staat, seiner Kunst, seiner Wissenschaft und der Gestaltung aller Dinge um uns und in uns aus seiner, unserer besonderen Art. Wir aber erkennen und fühlen, daß das vom Führer geschaffene Dritte Reich, ruhend auf den unvergänglichen Werten des deutschen Volkstums und wurzelnd in der Tiefe der deutschen Seele, die beginnende Erfüllung unserer zweitausendjährigen deutschen Geschichte ist und damit die endliche Wiederherstellung des mit der Erschaffung des deutschen Volkes verbundenen Sinnes der Schöpfung. Die Wahl am 2 9. März wird aller Welt den Beweis dafür erbringen, daß die deutsche Nation dankbar und treu ist,'daß sie die geschichtliche Sendung des Führers erkannt hat, und daß sie dem Führer zu Freiheit, Gleichberechtigung und Frieden getreu bis ins tiefste Herz hinein ist. Deutschland ist der Führer, und der Führer ist Deutschland. „Schließt Frieden!" das ist der Wunsch der Völker. Oes Führers Appell an die Welt vor den Arbeitern der Kruppwerke in Esten. 4 ■ f t l ■/$*/; ■ / ; !r< 'S Jubelnder Willkomm in der Kruppstadl Bahnsteigen herrscht eine beängstigende Fülle. Dr. Goebbels verläßt als erster sofort den Bahnhof und begibt sich im voraus zur Lokomotiohalle, um von dort aus den Rundfunkvorbericht über die Kundgebung über die deutschen Sender zu geben. Kurz vor 15.30 Uhr brausen Heilrufe über den Platz. Der Führer hat den Zug verlassen und erscheint vor dem Bahnhof. Die SS. präsentiert. Sturmfahnen werden erhoben, und der Jubel steigt an zu einem brausenden Heilrufen aus vielen tausend Kehlen. Der Führer schreitet die Front ab und besteigt dann seinen Wagen, der sich unter dem nicht endenwollenden Jubel der Massen langsam in Bewegung setzt. Endlos zeichnen Menschenmauern den Weg des Führers. In der Bottroper Straße haben Schwerkriegsbeschädigte und U n - fallverletzte auf einer Reihe von Bänken Platz im Spalier erhalten. Hunderte von Krüppeln, die noch nie den Führer sahen. Der Führer läßt den Wagen halten, steigt aus und barhäuptig schreitet er grüßend langsam die Front der Opfer des Krieges und der Arbeit ab. Ein Arbeiter, der nicht gehen kann, will spontan aufspringen, und fast stürzt er. Da tritt der Führer ihm entgegen und stützt ihn mit seiner Hand, und minutenlang liegt die schwielige Arbeiterfaust in der des Führers. Dieser Augenblick war allen, die ihn sahen, wie ein Gleichnis. Dann geht die Fahrt weiter. Die Wagen biegen in den Hof der Kruppschen Lokomotiohalle ein. Vor dem Eingang zur Kruppschen Lokomotiohalle, in der der Führer sprach, sah man schon in den frühen Morgenstunden zahlreiche Volksgenossen, die im Regen geduldig auf Einlaß warteten. (Scherl-Bilderdienst-M.) Wenige Minuten vor 16 Uhr flammen die Schein- werfer von den Laufbrücken auf, die den Steg in fast unwirkliche Helle tauchen. Die Musikzüge intonieren den Badenweiler Marsch. Am Ende der weiträumigen Halle sieht man in dem hellen Licht die Hände hochfliegen, und wie ein fernes Brausen klingt der Willkommens st urm auf, der d e n Führer am Eingang der Halle empfängt. Aber erst als er den Steg selbst betritt, ist er von den Zehntausenden weithin zu sehen. Langsam, nach allen Seiten freundlich grüßend, geht der Führer den Steg entlang, begleitet von einem Jubelsturm ohnegleichen. Heber ihn gleitet die Laufbrücke, auf der die Filmoperateure untergebracht sind, dahin. Etwa auf der Mitte des Weges klettert ein Jungvolkpimpf auf den Steg. Die Begleitung des Führers will ihn zurückhalten, aber der Führer winkt ihn heran und zeichnet auf dem Rücken des überglücklichen Jungen seinen Namenszug in das NotiKuch. Das Beispiel macht sofort Schule und bereitwillig unterbricht der Führer immer wieder seinen Weg, um die Bitten der Jugend zu erfüllen. Das war so recht etwas für die Herzen der Ruhrbevölkerung, die dem Führer mit einer unbeschreiblichen Huldigung dankt. Der Führer begrüßt die Familie Krupp, die Ehrengäste und die Kriegs- und Arbeitsopfer. Als er dann ^^.um ^^eigt und nun bis in die entferntesten Winkel des Riesenbaues sichtbar wird, um» brauet ihn erneut das Willkommen des deutschen Arbeitsvolkes. , Unter erneuten Jubelstürmen spricht der Werks- Herr Dr. Krupp von Bohlen und Halbach herzliche Worte des Willkommens. „Unsere Herzen gehören Ihnen in Dankbarkeit", erklärt der Werks- Herr unter Beifallsrasen. „Unsere Stimmen werden ^hnen am 29. März ohne Ausnahme dienen. Der Gaulelter T e r b o cje n begrüßt dann den Führer DOn P^U,onJLH werktätiger Arbeiter des rlh Um .^er Millionen von Arbeitskame- den Appell des Führers hö. ren, und schließlich auch im Namen der Soldaten ber jungen stolzen deutschen Wehrmacht, die ihren Schöpfer und Oberbefehlshaber im Appell für auf rotem Tuch das Zeichen des Gaues Essen. Schlägel und Eisen, von einem aufrechtstehenden Schwert bedeckt. Rechts und links stehen die Fahnen der Betriebszellen, der Kruppschen Feuerwehr und aller Formationen in den Kruppwerken. Zur rechten und zur linken Seite sind die Ehrengäste, die Kriegsund Arbeitsopfer der Kruppschen Werke untergebracht. Einer der ersten Ehrengäste, die mit Heilrufen empfangen werden, ist der Reichsführer SS. Himmler. Einen neuen Sturm von Heilrufen gibt es, als Reichsminister Dr. Goebbels, geleitet durch den Werksherrn Krupp von Bohlen und Halbach über den Laufsteg kommt. An der Seite der Kriegs- und Arbeitsopfer sieht man den Befehlshaber im Wehrkreis VI, Generalleutnant von Kluge und den Divisionskommandeur Generalmajor Kühne. Man sieht weiter den Korpsführer Hühnlein, die Oberbürgermeister der Ruhrstädte, unter ihnen das Essener Stadtoberhaupt Dr. Reismann-Grone u. a. m. Des Führers Ankunft in Esten. Ein Gruß an die Opfer des Krieges und der Arbeit. Schon lange vor der Ankunft des Führers war der Essener Bahnhofsvorplatz mit dichten Menschenmassen belagert. Am 15 Uhr läuft der Zug des Führers in den Bahnhof ein. Auf den 3n der Kruppstadt. Wie Essen das Herz des Jndustriereviers, ist, so ist die Kruppsche Gußstahlfabrik das Herz Essens, die Waffenschmiede Deutschlands. Im Mittelpunkt dieser Stadt liegt die größte Werkhalle Europas, die Lokomotivbauwerkstatt mit ihren 19 großen Werkstattschiffen, mit einer Gesamt- breite von 300 Meter, einer Länge von 270 Meter und einer Fläche von 80 000 Quadratmeter. Heber 1000 Werkzeugmaschinen und 83 große Krane bilden das Gerippe dieses stählernen Herzens, in dem unaufhörlich Tag und Nacht der Pulsschlag des weltumspannenden Werkes schlägt, von dessen Größe man sich vielleicht dann eine Vorstellung machen kann, wenn man erfährt, daß an dieser Stätte täglich eine große Schnellzuglokomotive modernster Bauart geliefert werden kann. Bis 10 Hhr vormittags liefen hier noch die Maschinen, surrten die Transmissionen, dröhnten die Hämmer, liefen die Krane über die Laufbrücken. Dann verstummte das Lied der Arbeit, und bereits eine halbe Stunde später zogen die Werksangehörigen der Kruppwerke in Essen, der Kruppschen Zechen und der Friedrich- Alfred-Hütte in Rheinhausen in einer Stärke von über 40 000 Arbeitskameraden ein. Ihnen folgten weitere, mindestens 30 000 Arbeiter der verschiedensten anderen Essener Betriebe und in unübersehbarer Menge Essens Bevölkerung. Schon um die Mittagszeit war die Halle, die mehr als 120 000 Menschen zu fassen vermag, bis auf den letzten Platz gefüllt. Der Kruppsche Musikzug, der aus 88 Musikern besteht und von Professor Schnitzler geleitet wird, und Musikzüge der verschie- denen Betriebe vertrieben den Wartenden die Zeit. Der ganze Hallenbau besteht aus Glas und Eisen und verbreitet so auch bei bedecktem Himmel eine freundliche Helle, die durch den lichten Anstrich der Cisenkonstruktion noch gesteigert wird. Die einzelnen Werkstattbüros in dem Riesenraum sind durch hohe Glaswände, die den Lärm der Maschinen dämpfen, getrennt. Durch die Mitte der Halle zieht ein erhöhter Lauf st eg mit frischem Tan- nengrün eingefaßt, er führt zur Kopfwand der Halle. Heber diesen Laufsteg wird der Führer, in der ganzen Halle weithin sichtbar, die Plattform des Rahmens einer Schnellzug- Lokomotive betreten, auf der als Redekanzel ein Lokomotivzylinder aufgebaut ist. Lokomotiozy- linder grenzen auch einen schmalen Vorraum ab. Der Hintergrund des Lokomotivrahmens ist mit den Nationalfarben verkleidet, in der Mitte leuchtet Esten in freudiger Erwartung des Führers. Essen, 27. März. (DNB.) Trübe hängt der Himmel in den frühen Morgenstunden über dem Industriegebiet. Ein feiner Regen schlägt den Qualm der Essener Schlote nieder. Um so heller aber spiegeln die Gesichter der Menschen, die geschäftiger als sonst zu ihren Arbeitsstätten eilen, die Freude wider. Denn der Tag des Führerbesuches ist nur ein halber Arbeitstag. Die Betriebe und die Geschäfte schließen in den Mittagsstunden, um ihren Gefolgschaften die Teilnahme an der großen Friedenskundgebung in der Waffenschmiede des Reiches zu ermöglichen. Das ganze Industriegebiet ist in die Kruppstadt aufgebrochen, um den Führer zu sehen und zu hören. Der Besuch des Führers hat gerade hier eine freudige Erwartung ausgelöst. Denn kein deutsches Land hat wohl so unter der Not der Nachkriegsjahre und der Besetzung gelitten, wie dieses; keines hat aber auch stolzer und tapferer den Lockungen und Drohungen widerstanden, die Plackereien, die seelische Not und die körperlichen Leiden heroischer und verbissener ertragen in jenen Jahren der Erniedrigung. Hier haben deutsche Arbeiter am blutigen Karsamstag 1923 opferwillig ihr Leben hin- gegeben. Hier im Herzen des Industriegebietes war aber auch die wirtschaftliche Not in den Jahren des Niederganges am größten, hier hatte die Zahl der Arbeitslosen katastrophale Ausmaße angenommen. Hier wurden Zehntausende Opfer des Elends und damit der marxistischen Verhetzung. Die einst blühendsten Stätten der deutschen Industrie waren ein grsher Friedhof gewesen: Die Arbeit in den Werkstätten ruhte, die Fabriken standen leer, die Hochofen waren erloschen, die Förderkörbe standen still. Heute führt die Fahrt durch das Industriegebiet des Westens wieder vorbei an rauchenden Essen und Schloten, wieder dröhnen die Hämmer und surren die Maschinen. In Hütte und Schacht, in Werkstatt und Fabrik ist neues Leben eingezogen; überall das gleiche Bild reger Geschäftigkeit und besten deutschen Fleißes. Heberwältigend der Anblick des Bahnhofsvorplatzes am Morgen dieses Tages: Ein Meer von Fahnen, Girlanden und Spruchbändern, die Häuserfronten sind verdeckt, das Grün zieht sich an den mächtigen Lichtträgern empor und zugleich verrät der Hochbetrieb, welch ungeheures Hinterland der Jndustriemetropole zur Verfügung steht. Ein ganzer Kranz von Großstädten wie Duisburg, Dortmund, Bochum, Hamborn, Oberhausen, Düsseldorf bringt in Sonderzügen die Volksgenossen aus dem Industriegebiet. Sonderautobusse in endloser Kette führen Besucher aus dem Niederrhein bis von der holländischen Grenze her. Am Eingang zur Innenstadt ist eine gewaltige Triumphpforte errichtet und die Straßen, die der Führer nehmen wird, sind in überreichen Schmuck getaucht, vor allem aber die großen Plätze, die der Gestaltungswille des Natio- nalsozialismus geprägt hat. Es gibt in der Tat kein Haus und kein Fenster, das ohne Schmuck geblieben wäre und in den Auslagen haben die großen und kleinen Geschäftshäuser geradezu einen Wettbewerb eindrucksvoller und festlicher Ausschmückung in Szene gesetzt. Frieden, Freiheit und Ehre hören, zu einem gewaltigen Wall von Treue und Liebe um den Führer geschart. Dann flammen die Jupiterlampen auf, der Führer beginnt. Der Führer spricht. Die Rede des Führers, immer wieder von stürmischen Beifallskundgebungen unterbrochen, ist ein gewaltiger Rechenschaftsbericht von überzeugender Kraft und unerhörter Wirkung. Der Führer erklärt u. a.: „Wenn ich heute in diesem Werk spreche, dann sehe ich vor mir nicht nur die Schmiede der Waffen des Krieges, sondern ebenso die gewaltigste Schmiede der Waffen des Friedens. Was die Welt vielleicht gar nicht weiß, das wissen Sie, die Sie in diesem gewaltigen Werke tätig sind: Hier wird gearbeitet für alle Bedürfnisse des Lebens. Hier wird geschaffen für alle Berufe, hier wird all' das erzeugt, was ein Volk braucht, um feine wirtschaftliche Ünabhängigkeit und politische Freiheit auf dieser Welt zu sichern. Ich habe mir diese Stätte ausgesucht, weil es, so glaube ich, gar keinen symbolischem O r t gibt, um zum deutschen Arbeiter zu reden, als diesen hier. Ich rede dabei aber nicht nur für diese Halle und diese Stadt, sondern für die im ganzen Deutschen Reich angeschlossenen unzähligen Millionen, die in dieser Stunde mit uns im Geiste verbunden sind. Ich habe mir aber oorgenommen, in diesem Kampf um das gleiche Recht und die Freiheit unseres Volkes einmal zum deutschen Arbeiter besonders zu sprechen. Ich tue es, um der lächerlichen Auffassung entgegenzutreten, als ob es in Deutschland am Ende doch noch einen Stand, eine Klasse ober einen Berus geben würde, der mehr Verständnis besäße für die Auffassungen fremder Politiker als für die Auffassungen desjenigen, der berufen ist, das Reich heute zu vertreten. Der Führer sprach in ergreifender Weise von dem harten und schicksalhaften Weg der deutschen Volkwerdung. Er schilderte die Geschichte unseres Volkes als einen laufenden Beweis dafür, wie schwierig es war, übet die Vielgestaltigkeit des deutschen Lebens zu einer wirklichen Einheit des deutschen Volkes zu kommen. „Niemand" — so führte der Führer in feiner Rede weiter aus — „der aufrichtig und ehrlich ist, kann bestreiten: Es ist in den letzten drei Jahren auf vielen Gebieten unendlich viel geleistet worden. Hnfer nationales Leben hat eine neue Ordnung erfaßen. Unfere Wirtschaft hat sich zu neuer Blüte erhoben. Sie selber, in diesem gewaltigsten Werke Deutschlands, können dafür Zeuge sein. Sie wissen, wie leer diese Hallen schon einmal gewesen sind, wie tot es in so vielen dieser stählernen Dome der Arbeit war. Unb Sie hören unb sehen, wie heute hier bas Leben bröhnt unb schafft, nicht in den Hallen der Waffenfabrikation, nein, überall in diesem Riesenbetrieb. Ein kleiner Ausschnitt aus dem gesamten wirtschaftlichen Leben vielleicht nur, aber doch ein Zeichen für die Wiedererhebung des deutschen Volkes, seiner Wirtschaft und damit seiner Lebensmöglichkeiten. Es ist uns möglich geworden, auf zahllosen Gebieten den Ruin zu überrotnben unb einen neuen Aufstieg herbeizuführen. Es konnte bas aber nur gelingen, weil ich neue Wege gegangen bin." Der Führer sprach von ber Demokratie ber an- beren unb ber wahren Volksherrschaft im nativ- nalsozialistischen Deutschland „Hleine Kraft erhalte ich aus meinem Volke." Erst habe ich 14 Jahre lang für die Bewegung gekämpft, um in Deutschland eine Volksgemeinschaft aufzubauen, auf die man wieder bauen konnte. 15 Jahre lang habe ich an diesem Instrument gearbeitet. Als ich zur Wacht kam, da war ich so stark, als dieses mein Instrument war. Und seitdem bin ich nur so stark, als mein Volk stark ist. Denn: Das ist die Quelle meiner ganzen Kraft. Ich bilde mir nicht ein, daß ein einzelner Wenfch auf dieser Erde Wunder wirken kann. Das Wunder liegt in der gegebenen naturgewollten und gottgewollten Kraft eines Volkes. Diese Kraft will ich erfassen! Ich will die besten Kräfte und höchsten Werte dieses Volkes mobilisieren, damit dieses Volk selbst fest steht, und damit auch mich wieder stark macht. Die Kraft dieses Volkes ist meine Kraft und feine Starke ist meine Stärke. (Hunderttausend schwielige Arbeiterhände strecken sich dem Führer ent-' gegen.) Ich diene keinem Arbeitgeber und keinem Arbeitnehmer und keinem Stand. Ich gehöre ausschließlich dem deutschen Volk! (Zehntausendfache Heilrufe brausen durch die Halle.) Was ich unternommen habe, ich habe es immer getan in der Heberzeugung: Es muß geschehen für unter Volk! — Wenn ich für den deutschen Bauern eintrete, bann um bes Volkes willen. Ich habe keinen Erbhof und kein Rittergut. Ich trete aber ein für meinen deutschen Bauern, weil ich weiß: In ihm liegt die Grundlage der deutschen Kraft! Ohne ihn geht Deutschland zugrunde. Ich trete nicht ein für die Bewaffnung des deutschen Volkes, weil ich ein Aktionär bin. Ich glaube, ich bin vielleicht ber einzige Staatsmann ber Welt, ber kein Bankkonto besitzt. (Brausenber Beifall.) Ich habe keine Aktie, ich habe keinen Anteil an irgendeinem Hn- ternehmen. Ich beziehe keine Dividende. Was ich aber will, ist, daß mein Volk stark wird und so bestehen kann auf dieser Welt. Das ist mein Wille! (Minutenlange Zustimmungskundgebung.) Wit innerster Bewegung sprach der Führer von seiner unerschütterlichen Zuversicht unb feinem starken Glauben an den inneren Wert unseres Volkes, sprach er von dem großen Werk der Erziehung, das jetzt erst begonnen und schon so reiche Frucht getragen habe. Vieles, was andere Völker feit Jahrhunderten besitzen, haben wir jetzt im Sturm in drei Jahren nacfjge- holl. Ich werde mit dieser Arbeit, und wir alle werden mit dieser Arbeit vor der deutschen Geschichte bestehen können. Die Vachwelt wird einst festslellen, daß diese Jahre sich sehen zu lassen vermögen im Buch unserer nationalen Geschichte. Das deutsche Volk ist in einem gewaltigen Umbruch begriffen. Wir werden immer mehr eine große neue Gemeinschaft bilden. Das ist mein unzerstörbarer Glaube! 2Hif diesem Glauben bin ich ausgezogen als unbekannter Arbei- belter und Soldat, mit diesem Glauben habe ich begonnen, und an diesem Glauben hänge ich heute und immer. Ich weih es: Gr wird einmal Wirklichkeit werden!" (Jubelnde Zustimmung der Massen begleiten diese Worte des Führers.) So wie ich im Innern die Prinzipien der Vernunft, ' Volksverföhnung und Klasienannäheruna zum Siege gebracht habe, genau so will ich es auch als Nationalsozialist nach außen hin tun. So wie ich im Innern für den Frieden eintrat, ohne mich jemals feige zu unterwerfen, so trete ich auch nach außen für den Frieden ein. Dabei denke ich aber nicht daran, feige zu fein und vor Drohun« gen zu kapitulieren. Das sind meine ebenso anständigen wie friedlichen Prinzipien. Ich glaube, gerade Sie, meine Arbeiter hier an der Ruhr haben dafür Verständnis. Wir suchen keinen Streit, aber wir lassen uns auch nicht von anderen mißhandeln. (Erneute Beifallsstürme.) Nun umreißt der Führer in lapidarer Kürze die äußere Situation. „Sie wissen selbst, wie oft ich den anderen die Hand hingehalten habe. Ich erfuhr stets nur Ablehnung. Ich habe dann aus unserem eigenen moralischen Recht heraus die deutsche Gleichberechtigung selbst hergestellt, und zwar dann, als der andere Vertragspartner sich selbst dem Geiste und dem Sinne nach vom Vertrage gelöst hatte." (Diese Worte gehen fast unter in den tosenden Zustimmungsrufen der Massen.) So wie Hindenburgs Vermächtnis. „Ich scheide von meinem deutschen Volk in der festen Hoffnung, daß das, was ich im Jahre 1919 ersehnte und was in langsamer Reife zu dem 30. Januar 1933 führte, zu voller Erfüllung und Vollendung der geschichtlichen Sendung unseres Volkes reifen wird. In diesem festen Glauben an die Zukunft des Vaterlandes kann ich beruhigt meine Augen schließen." Deshalb gib am 29. Mär; deine Stimme dem Führer. .. >4 MM '"' Z* ''V- s> «V'v - < ? >5 5Ki/«- Oft Ich er Mensch ann. Da; m Volke." Bewegung •^gemein- ■ber bauen Vielem 3n- l°ch! kam, in 3nstem 1 fo stark. Arbeiter eingesehen, daß es em Paradies auf Erden nicht gibt, aber er hat weiter eingesehen, daß es Männer gibt, denen die Sorge für den deutschen Arbeiter Lebensinhalt ist, die nicht mit Worten, sondern mit Taten helfen. Und nach- dem erst einmal die helfende Hand ihnen hinge» streckt, kamen sie selbst wieder zur Besinnung, wurde ihnen selbst wieder bewußt, daß sie mit in die Speichen packen müssen, wenn das große Schwungrad Deutschland wieder laufen soll. Die letzten 100 Meter vor dem Bahnhof sind ein einziges Bekenntnis, das ausgenommen und wer« tergetragen wurde: „Lieb' Vaterland, magst ruhig sein, fest steht und treu die Wacht am Rhein." Nun sind wir am Bahnhof angekommen. Noch einmal steht der Führer auf der Bahnhofstreppe, grüßt minutenlang nach links und rechts; dann scheitet er zum Bahnsteig hinauf, und kurz vor 19 Uhr rollt der Zug, noch einmal von Jubelstürmen umbraust, aus der Halle. einem AM höre aiiji l k! (ZehM Halle.) Stimmer getai ehen für ip schen Baum en. Ich hak )ch trete ober oeil ich wch uljchen Kraft! 3d) trete M i Volk«, weit i bin vielleicht er kein Boa!> sch habe fein» jenbeinem Ih inbe. Was ich rk wird uad Das ist mein führer von unb War tat unfra Derf der iv mb schon fo , was andm , haben mit n nachge' eit, anb mit )r ber beul« Die Aachwell Iahre sich n im N bentschevo» h begriffen, roheoeo« mein blefem * üben habe ch en hänge ich nritb e*0* lnde 3#* e ©orte oe; 3 Jahre Nationalsozialismus: Der L Mai wurde vom Tag des Klassenkampfes zum Zeiertag der deutschen Volksgemeinschaft Deine Stimme dem Zührerl es. Diese die besten mobi- stehl, und Die Kraft eine Starte r.Qu5; k. '> ®l. SJs K " itt ;®le "K in £ 5Hmtt J 'rh'k* * 'l>Ä< «VÄ -'M ist UN»'s--- das tun läßt, was uns gefällt. Weil wir an die Heiligkeit der der Verträge glauben wollen, möchten wir dazu die Voraussetzung Herstellen. Und diese Voraussetzung tst, daß zwei Gleichberechtigte aus freien Stücken, ohne gezwungen zu fein, die Feder nehmen und ihre Unterschriften unter einen Vertrag sehen. Das allein ist ein heiliger Vertragt Alles andere ist Vergewaltigung! Uns sagt man: Ja, aber der Paragraph! — Den Paragraphen gegenüber erhebe ich die Stimme der ewigen Moral. Auch das ist ein Gesetz: Du sollst deinen Nächsten weder töten, noch unterdrücken, noch vergewaltigen, noch ausplündernt Das sollst du nicht! Wir wollen anderen Völkern nichts zuleide tun, und wir wollen aber auch auf unserem Wege von anderen kein Leid erdulden!" Damit sich die Welt keiner Täuschung hingibt, daß diese Ehrauffassung nicht die eines einzelnen, sondern die des ganzen Volkes ist, Darum habe ich diese Wahl ausgeschrieben. Das deutsche Volk will den Frieden, es will die Verständigung, es will Ruhe. Es will arbeiten, es will sein Brot verdienen und anständig leben. Es bleibe jeder in seinem Haus und sorge dort für Ordnung, Ruhe und Wohlstand. Erst dann wird sich auch der internationale Wohlstand wieder heben. Erst wenn in allen Völkern wieder die Kamine rauchen und die Hämmer dröhnen, erst wenn überall wieder gearbeitet wird, wenn neue Werte produziert werden, wird auch der große Ausgleich zwangsläufig eintreten, und dann wird die Menschheit auch wieder an anderes denken als jetzt." Die Vegeisierung der Massen fand ihren Höhepunkt, als der Führer zum Schluß in ergreifenden und mitreißenden Worten sich zur Sprache des Volkes bekannte und an die Staatsmänner Europas appellierte, auch einmal hineinzugehen in die großen Versammlungsarenen und Fabriken, auch einmal zu ihren Arbeitern zu sprechen und sie zu fragen: „Wollt Jhr das Angebot ablehnen? Sollen wir mit den Deutschen verhandeln oder sollen wir nicht verhandeln; sollen wir die Deutschen unterdrücken oder sollen wir sie nicht unterdrücken; sollen wir Frieden schließen oder sollen wir Gesten verlangen? Und dann glaube ich, werden sie von ihren Völkern eine ganz klare und eindeutige Antwort bekommen. (Tosender Beifall durchbraust die weite Halle.) Jch bin der Ueberzeugung, daß sie überall nur eine einzige Antwort finden werden: Sprecht nicht von den Gesten und nicht von symbolischen Handlungen, sondern schließt und haltet Frieden! Das ist der Wunsch der Völker!" (Erneut tobt der Beifall durch die Halle der Arbeit.) Und dann fährt der Führer weiter fort: „Der Welt unterstelle ich mich nicht; denn sie kann nicht richten! Nur Dir unterwerfe ich mich, deutsches Volk! Urteile Du über mich! Gib Du ein Bekenntnis ab, ob Du meine Arbeit für richtig hältst, ob Du glaubst, daß ich fleißig gearbeitet, daß ich mich in diesen Jahren für Dich eingesetzt habe, daß ich meine Zeit anständig verwendete im Dienste dieses Volkes. Gib Du jetzt Deine Stimme ab! Wenn Ja, dann tritt für mich ein, fo wie ich für Dich eingetreten bin." (Minutenlang jubeln die Massen dem Führer begeistert zu.) So bitte ich Sie, denn, meine Volksgenossen, die Sie in dieser Stunde in ganz Deutschland zuhören, in allen Fabriken und BetNeben, in allen Kontoren und Werkstätten: Reißen Sie jetzt die Herzen höher empor. Seien sie stolz, die Angehörigen der Gemeinschaft eines solchen Volkes zu sein, und bekunden Sie es vor der ganzen Welt! Am 29. muß sie sehen: Hier spricht nicht ein Mann, sondern hier spricht ein Volk!" (Die Riesenhalle ist bei diesen Worten ein einziges Meer jubelnder Begeisterung. Die Hunderttausend haben sich spontan erhoben und stimmen ergriffen das Deutschlandlied an.) Darmstadt, 27. März. (LPD.) Die hessi- sche Regierung bestand während der Systemzeit aus fünf Ministerien mitdrei Ministern und einem Staatspräsidenten an deren Spitze. Nach der Machtergreifung änderte sich dies grundsätzlich, indem im Anschluß an die Wahlen des 5. März 1933 die sogenannte Weimarer Koalition in Hessen beseitigt wurde. An die Spitze der hessischen Regierung trat zunächst ein Ministerpräsident und ein Minister. Nach der Ernennung des Gauleiters Sprenger zum Reichsstatthalter in Hessen im Jahre 1933 führte dieser als weitere Maßnahme zu einer zielsicheren organisatorischen Vereinfachung das E i n - M i- nisterium-System ein, fo daß Hessen als erstes Land in Deutschland nur noch einen Minister besaß. Gleichzeitig wurden die bisherigen Ministerien in Abteilungen umgewandelt und zu einem einfachen Regierungsbetriebe vereinigt. Damit war der erste Schritt zu einer deutlich sichtbaren Verwaltungsreform getan. In einer Sitzung des Staatsministeriums unter dem Vorsitz des Aeichsftatthalters am 22. Juni 1933 wurde als weitere Folge zu einer klaren und einfachen Ausgestaltung der hessischen Regierung die Gründung eines Personalamtes und die Aushebung einer großen Zahl entbehrlich gewordener Beamten st el- len beschlossen. Diese Maßnahme hatte einerseits eine erhebliche Einsparung besonders in den höheren Ministerialstellen und andererseits eine straffe Zusammenfassung b e r Regierungsgeschäfte im Gefolge. Auf dieser Grundlage einer rein nationalsozialistischen Regierungsform wurde noch eine Reihe weiterer zentraler Stellen organisiert zur Fortsetzung der Vereinfachung und Vereinheitlichung der Regierungsge- fchäfte. Mit dem 1. März 1935, an dem der Führer und Reichskanzler den Statthalter auch z u in Regierungschef Hessens berief, begann ein neues Stadium der nunmehr bis ins äußerste auf Einfachheit und Vereinheitlichung und Sparsamkeit abgestellten hessischen Regierung. Hessen wurde mit dieser Maßnahme zum ersten und bislang einzigen Land Deutschlands ohne Mini st er. Was die NSDAP, in der Kampfzeit im hiesigen Gebiet unentwegt verfochten und gefordert hatte — nämlich die Beseitigung einer Vielzahl von Ministerien und hoher Staatsbeamten als einer marxistischen Einrichtung —, hat mit dem 1. März 1935 eine Erfüllung gesunden, die alle Erwartungen übertraf. Diese sichtbaren Erfolge einer dreijährigen nationalsozialistischen Regierungstätigkeit in Hessen, denen sich weitere große und grundlegende Maßnahmen auf allen anderen Gebieten des öffentlichen Lebens zur Seite stellen, sind das Ergebnis des unermüdlichen und glaubensstarken Schaffens unseres Führers Hätte nicht Adolf Hitler mit der Kraft feiner Idee Völker, fo wünschen war, daß auch die anderen unsere Grenzen und unser Gebiet respektteren. Europa gleicht einem Haus, in dem eine Anzahl von Familien wohnen. Es geht nun nicht an, daß zwei ober brei Famalien sich anmaßen, bauernb in die Wohnung einer anberen hineinzureben ober gar zu bestimmen, welche Zimmer bewohnt werben dürfen unb welche nicht. Das geht bie anberen Mietparteien nichts an. (Tofenber Beifall.) Wir mischen uns auch nicht in bie Wohnungsverhältnisfe anberer Mietparteien ein. Wir gestatten ben anberen ohne weiteres, sich ihre Wohnung fo einzurichten, wie sie es wünschen. Aber wir wollen auch, daß man uns in unserer Welt, in unserem Hause ganz Deutschland erfaßt und in aufopfernder Tätigkeit mit einer Reihe ihm treu ergebener Mitarbeiter das Volk aus den Verhängnissen und ber inneren unb äußeren Not biefer Zeit erlöst, bann wäre bie Reform auf allen Gebieten auch hier nicht möglich gewesen. Am 29. März haben wir daher besondere Veranlassung, uns des Vertrauens des Führers würdig zu erweisen. UniDerfitdten und Hochschulen zum 29. März. Berlin, 27. März. (DNB.) Zur Wahl am 29. März wendet sich die deutsche Wissenschaft mit folgender Erklärung an bie Öffentlichkeit: „In ber geschichtlich bebeutsarnen Stunbe, bie bas beutsche Volk gegenwärtig burchlebt, wollen auch bie beutschen Universitäten unb Hochschulen ihre Treue unb Dankbarkeit gegenüber bem Führer ausbrücklich bekun- ben. Deutscher Geist unb beutsche Wissenschaft finb auf Gebeih unb Verberb mit bem Schicksal bes beutschen Volkes verbunben. Wie bie Wissenschaft jebes Volkes kann auch bie beutsche nur in Frieben sich entfalten unb recht gebeihen. Ihr Leben selbst aber ist nur ein Teil vom L e - b en ihres Volkes; unb nur solange bieses Volk mit unb neben anberen gleichberechtigt unb ungekränkt in feiner Ehre fein Leben auswirkt, nur solange wirb es eine beutsche Wissenschaft geben. Die beutschen Universitäten unb Hochschulen sehen in dem Kampf des Führers um ein freies, gesichertes Deutschland unb um ben Frieben Europas ben Kampf um bie Le - bensgrunblagen deutscher Kultur. Sie wissen, daß deutscher Geist nichts ist ohne das Leben deutschen Blutes. Sie erkennen Im Führer den Schützer dieses Lebens und stellen sich, dankerfüllt und voll Vertrauen, einmütig hinter seinen Willen." Die Erklärung trägt die Unterschrift ber gesamten Lehrkörper aller beutschen Universitäten unb Hochschulen. Das EvangelischeMänuerwrrk zum 29. März. Berlin, 27. März. (DNB.) Der Reichsobmann bes Deutschen Evangelischen Männerwerkes Landesbischof Dr. Johnsen richtet einen Ausruf an die evangelisch-kirchliche Öffentlichkeit, in dem es heißt: Dieser 29. März soll und wird auch ein Ehrentag für unsere Deutsche Evangelische Kirche werden. Für uns Evangelische ist die Wahl des 29. März keine Wahl, sie ist für uns eine T a t der Treue, die wir in selbstverständlicher Pflichterfüllung tun. Freudig und einmütig neh- noch Fassaden zwischen ben Fahnen, nur Menschen, Menschen, Menschen. Dicht an dicht liegen sie in den Fenstern. Alle Laternen sind gekrönt mit Jungvolkpimpfen, die sich diese besten Aussichtsplätze ergattert haben, und die Laternenstangen wirken wie Stengel großer Trauben. So sind sie mit Menschen besetzt. Selbst auf dem Denkmal von Friedrich Krupp sitzen sie. Ein Kind sitzt auf dem Kopf bes Schöpfers des Werkes unb an feiner Nase hält es sich fest. Jetzt kommen wir in ben Segeroth, bie einst rote Festung. Es hat viele Jahre gegeben, ba bieses Volk hier jeden Glauben verlor und voll Ver- zweifelung dem Bolschewismus sich in die Arme geworfen hatte, nicht weil sie nicht Deutsche sein wollten, sondern weil jene ihnen ein Paradies auf Erden versprachen. Inzwischen hat der deutsche wir uns nicht einmischen ln die Belange anderer sahnen des Volkes, die die Straßen zu blutroten 'Strömen machen, zu Herzblutströmen der Nation. Unvorstellbar, wie bie Straßen mit Menschen gefüllt sind! Man sieht kaum noch Häuser mehr, kaum Wetterbericht des Veichsweiterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Das Regengebiet, welches gestern Süd- und Westdeutschland überquerte, hat sich nur langsam fort- bewegt und lag heute früh im Wfergebiet. An feiner Rückseite hat sich ein flacher Hochdrucksausläufer aufgebaut, der noch im Lause des Samstag Besserung herbeiführen wird. Da sich auch weiterhin die Zufuhr feuchter Meeresluft fortsetzt und zeitweilig verstärkt, ist das Aufkommen für längeres, beständiges Wetter unwahrscheinlich. Aussichten für Sonntag: Vielfach dunstig, sonst zunächst aufheiternd, später Bewölkungs- Zunahme und vorübergehend auch Regen, Tagestemperaturen zwischen 10 und 15 Grad, vorwiegend südliche Winde. Lufttemperaturen am 27. März: mittags 8,1 Grad Celsius, abends 8 Grad; am 28. März: morgens 6,6 Grad. Maximum 8,4 Grad, Minimum heute nacht 6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. März: abends 8,2 Grad; am 28. März: morgens 7,5 Grad. — Niederschläge 6,2 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik unb für bie Silber: Dr. Friebrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für ben Inhalt ber Anzeigen: Theobor Kümmel. D. A. H. 36: 10 556. Druck unb Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buck- unb Steinbruckerei R. Lange, K.-G. sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 ®f- mit ber Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. S vorn 1. Juni 1935 gültig. men wir den Ruf des Tages auf, und tragen ihrl in heißer Daterlanbsliebe von Menschs zu Mensch, von Haus zu Haus. Für Adolf Hitler und bas Dritte Reich! Für bie volle Freiheit Deutschlands! Gegen die Knechtung durch andere Völker! Für ben Weltfrieden auf ber Grunblage beutscher Gleichberechtigung — gegen ben Wahnsinn neuer europäischer Verwicklungen. Gegen die Bolschewisierung — für eine christliche und volkshaste Lebensordnung! Der 29. März muß das deutsche Volk in einer überwältigenden unzerstörbaren Einheit sehen. Das ganze Ausland soll es miffen, daß Deutschland eins i st in Treue. An bem Bollwerk der deutschen Treue werden alle Angriffe unserer Gegner zuschanden. Deutschland muß leben und wenn wir sterben müssen! So setzt sich das evangelische Deutschland in dieser weltgeschichtlichen Stunde i n einmütiger Geschlossenheit für die Hochziele der deutschen Politik ein. Wir handeln und wir beten. Das ist unsere Tat: Das Ja für Adolf Hitler! Das ist unser Gebet: Gott segne den Führer und sein Werk! Wahlmahnungen deutscher Katholiken. Berlin, 27.März. (DNB.) Aus allen Teilen Deutschlands laufen Aufrufe, Mahnungen unb Weisungen führender katholischer Persönlichkeiten Deutschlands ein. Der Kurat von Rehau in der bayerischen Ostmark schreibt in einem Aufruf u.a.: „3a, mein Führer, mir folgen Dir um unserer Ehre und Freiheit willen. Es ist keiner auf der ganzen Welt, der so ernst und grundsätzlich, so bekenntnishaft den Frieden gewährleisten kann. Wir müssen Gott auf ben Knien banken, daß wir mitwirken bürfen bei einer fo heiligen und hehren Sacke. Der Friedenswille bes deutschen Volkes unb unseres Volkes ist Geist vorn Geiste Gottes. Es ist ja nicht bloß Friebenswunsch, es ist vielmehr — Friedenswille. Voller unb unbebingter Ernst. Katholiken! Wir müsien alle ohne Ausnahme gerabezu mit heiliger Freude diese Wahl wie einen Feiertag begehen." Die „Neuen Volksblätter" in Osnabrück veröffentlichen folgende Erklärung des Probstes Meyer, Dekan des Dekanats Emsland. ,Hch gebe als deutscher Katholik bei der Volksabstimmung am 29. März 1936 dem Führer und dem Vaterland meine Stimme, indem ich den Entschluß und die Tat des Führers vom 7. März 1936 als einen berechtigten Akt zur Wiederherstellung ber Ehre unb ber Gleichberechtigung bes beutschen Volkes anerkenne urtb feinen Aufruf zu einem ehrlichen Frieben unter gleichberechtigten Völkern aus beutschern Herzen unb christlichem Gewissen begrüße." Heute abend Großer Zapfenstreich der Wehrmacht. B e r 1i n, 27. März. (DNB.) Anläßlich bes Volks- tages für Ehre, Freiheit und Frieden findet auf Anordnung des Reichskriegsministers unb Oberbefehlshabers ber Wehrmacht in allen Stanborten ber Wehrmacht am 28. März, abenbs, Großer Zapfenstreich statt. Das niederländische Dankgebet. Zum gemeinsamen Gesang des deutschen Volkes am 28. Marz abends. Wir treten zum Beten vor Gott ben Gerechten; er waltet unb haltet ein strenges Gericht; er läßt von ben Schlechten nicht bie Guten knechten — fein Name sei gelobt, er vergißt unser nicht! Im Streite zur Seite ist Gott uns gestanden; er wollte, es sollte das Recht siegreich fein Da ward, kaum begonnen, die Schlacht schon gewonnen. Du, Gott, warst ja mit uns, der Sieg, er war dein! Wir loben dich oben, du Lenker der Schlachten, und flehen, mögft stehen uns fernerhin bei, daß Deine Gemeinde nicht Opfer der Feinde. Dein Name sei gelobt, o Herr, mach uns frei! (Ausschneiden und aufbewahren.) ’S- ■’*- in ODOL L 83 wirkt vorbeugend gegen Infektionen, also gegen Schnupfen, Halsschmerzen, Grippe und ähnliche Gefahren. ODOL L83 beseitigt peinlichen Mundgeruch, erfrischt, belebt. L 83 ist das Kennzeichen für ein weiter vervollkommnetes Odol mit erhöhter bakterientötender Wirkung. VerrtveSerr 1926 V Die Kleinanzeige rmmer- m. Verkäufe äußerst wirksam [Stellenangebote wahrhaft billig! Die flüssige Kaffeebohne Anzeigen-A.-G., Berlin W 35. 1024V Alleinvertr.fiir Gießen: Johannes Steinbach,WoM. 211 Mit wird 30 ^große Tube mit Recht das meistgekaufte deutsche Fahrrad ist heimatgebunden und somit überwiegend von örtlicher Bedeutung. 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Das Gesetz über Aenderungen in _ der Reichsver- sorgung brachte u. a. die Einführung der Frontzulage, die Erhöhung der Wit« roenrente von 50 auf 60 v.H. und damit der Wegfall des Zwanges für Witwen, einem Erwerb nachzugehen, brachte ferner den Einbau der Zusatzrente in die Elternrent:e und besondere fürsorgerische Betreuung der Kriegs- blinden und Hirnverletzten. Neben diesen versorgungs- und fürsorgerechtlichen Maßnahmen der Reichsregierung liefen die Bestre> bungen der NSKOV., in Verbindung mit den Für- sorgestellen und Arbeitsämtern die Kriegsopfer In geeigneten Arbeitsstellen unterzn« bringen. Im Gau Hessen-Nassau wurden seit der Machtübernahme untergebracht: Schwerkriegsbeschädigte 2186 Leichtbeschädigte 4782 Hinterbliebene 925 Wie im ganzen Reich, so hat die NSKOV. aurh in unserem Gau im Einvernehmen mit dem @au- Heimstättenamt der NSDAP, dafür gesorgt, daß die Frontkämpfer, die ihre Heimat so treu beschützten, ein Stückchen Boden und ein bescheidenes Wohnhaus ihr eigen nennen können. Allerdings unterscheidet sich die 2Iirp fassung der NS.-Kriegsopferversorgung grundsätz- sich von der vergangener Jahre: nicht die (Frostung von Wohnblöcken ober unzweckmäßigen Wohnhäusern, die nur allzu häufig die Wirtschastskrait der durch Rentenabfindung geschwächten Frontsoldaten minderte, war Endziel. Es wurde vielmehr vor allem dem Wohnungsbedürfnis des Deutschen und der wirtschaftlichen Sicherstellung und der Vermehrung des deutschen Bodenertrags Rechnung getragen. Ausschlaggebend aber für den Erfolg der Siedlungen war die Auswahl der geeigneten Siedlerfamilie. Unter diesem Gesichtspunkt vollzog sich die Siedlungsarbeit der NSKOV. im Gau Hessen-Nassau: Fertiggestellt und bezogen wurden in: Darmstadt 65 Häuser Worms 34 „ Mainz 50 „ Wir und unser Führer. Von Siaaisschauspieler Friedrich Kayhler. Ist es nicht das Kennzeichen aller wichtigen Entschlüsse, die der Führer gefaßt und zur Ausführung gebracht hat, daß jedesmal unmittelbar, ohne Umweg über Verstand und Uederlegung, sofort unser Herz dazu ja sagen muß? Es ist gar keine Zeit dazu, erst Verstand und Uederlegung in uns in Bewegung zu setzen, mit so unbedingter Zustimmung steht unser Gefühl in demselben Augenblick schon da, wo ein solcher Entschluß uns bekannt wird. Es waltet ein tiefes Geheimnis in der Unmittelbarkeit dieses Vorgangs, aber wie alle unendlich tiefen Geheimnisse ist es unendlich einfach zu erklären: Unser Gefühl ist deshalb so augenblicklich mit seinem Ja zur Stelle, weil es jedem von uns ist, als sei ein solcher Entschluß nichts als der zur Frucht gereifte Augenblick dessen, was wir selber alle die ganze Zeit her bis zu diesem Augenblick bewußt ober unbewußt im Keim gebucht unb gefühlt haben, — es ist, als sei ber Entschluß aus uns allen zugleich gestiegen. Das ist bas liefe Geheimnis ber inneren Einheit, dem ber Führer zuweilen mit Stolz erschütternb fühlbaren Aus- bruck gibt, bas Geheimnis des wahrhaft natürlichen Zusammengewachsenseins von Führer unb Volk, bas nicht nur allen äußerlich sichtbar, fonbern jebem im Innersten von Seele unb Geist her fühlbar geworden ist. Und warum steht jeder, vom klügsten Kopf bis zum primitivsten Verstand, sofort mit seinem ganzen Menschen hinter diesen Entschlüssen? Weil sie niemals kompliziert, sondern in jeder Frage von hundert Lösungsmöglichkeiten immer die einfachste Lösung sind. An Bedeutung mögen die Entschlüsse miteinander wetteifern, in ihrer selbstverständlichen Einfachheit sind sie einander alle gleich. Es ist ein ergreifendes Glücksbewußtsein für jeden fühlenden Menschen dieser Zeit, zu spüren, wie sich von Tag zu Tag der Begriff „Führer" mit neuem unzerstörbarem Inhalt füllt, wie aus ursprünglicher Frage allmähliches Verstehen, aus Verstehen Bewunderung, aus Bewunderung Liebe gewachsen ist. — Beifallsstürme sind ein überwälti- gendrr Beweis, aber noch überwältigender ist die stumme Erschütterung, mit der der einzelne in der Stille für sich dankbar das Dasein und den Glauben des Mannes erlebt, den uns die Vorsehung geschenkt hat. Dichtung und Ration. Besinnung, Umwertung, Neuordnung. Wenn unter den vielen Stimmen, die in den hinter uns liegenden Tagen und Wochen zur Besinnung mahnten auf alles, was in den letzten drei Jahren unter nationalsozialistischer Führung in Deutschland geleistet und geschaffen wurde, in großer Zahl auch die Stimmen der deutschen Künstler, insbesondere unserer Dichter laut geworden sind, zur Einsicht, Einigkeit unb entschlossenem Bekenntnis vor aller Welt aufgerufen haben, so ist bas wohl ein Beweis bafür, wie grundlegend und einschneidend die Umwälzung und Neuordnung auf allen Lebensgebieten in Deutschland seit der Machtergreifung auch auf geistigem Gebiet sich vollzogen hat. Auch in der Kunst, auch in unserer Dichtung, die seit Jahrhunderten unser Stolz unter den Völkern der Erde gewesen ist, sind die neuen Gesetze aus dem Geiste und Willen unserer Zeit errichtet worden, sind neue Wege eingeschlagen und neue Formen gefunden worden. Die Dichtung in Deutschland, ganz allgemein gesprochen, ist zunächst einmal aus ihrer Abseitigkeit und ihrer Sonderstellung erlöst und zu einer Sache des Staates wie zu einer Angelegenheit der gesamten Nation erhoben worden. Des Staates: indem ber Staat bie äußeren Formen unb Organisationen schuf, welche bie Dichtkunst ein» bezog in ben gesamten Neuaufbau unseres völkischen unb staatlichen Lebens, inbem man ihr, weithin sichtbar unb vernehmbar, bie Stelle zuwies, bie ihr zukommt als einem unveräußerlichen unb unvergänglichen Beftanbteil unseres inneren Lebens: bes Kolkes: inbem bas Volk und die Dichtung in die ihnen gemäße unb natürliche Wechselbeziehung gebracht würben. Das heißt: alle echte unb große Kunst entspringt unb wurzelt mit ihren besten Kräften unb ihren unversieglichen Quellen im Volke: nur aus bem Volke heraus kann große unb bleibenbe Dichtung zum Leben aebeihen. Daraus ergibt sich roteberinn: auch bas Volk hat eine unabbingbare Verpflichtung bem geistigen Leden ber Nation, feiner -L Jemrer„ ®id)tun9 unb seinen Dichtern gegenüber. Es soll bewußt unb stolz unb aus innerer Notwendigkeit daran teilhaben unb baran teilnehmen; es soll wissen, baß alles, was heule in Deutsch- lanb auf geistigem unb künstlerischem Gebiete geschaffen wirb, eine Verpflichtung für jeben einzelnen bedeutet, daß es dazu beiträgt und dazu angetan ist, unser Ansehen und unsere Würde in ber Well zu wahren und zu stärken. Im gleichen Maße haben wir uns darauf besinnen gelernt, welch ein Vermächtnis uns mit dem geistigen Erbe unserer Väter und unserer Vorväter verliehen wurde, — was wir zu bewahren, zu verwalten und als köstlichen Besitz uns zu eigen zu machen haben. Aus solcher Gesinnung erwuchs ein neues, geistig gerichtetes Nationalbewußtsein, welches sich auf gemeinsamen Besitz unb gemeinsames Erlebnis grun- bet; bas ist ber Sinn einer neuen Gemeinschaft im Theater, beim Festspiel, beim Vortragsabenb, im Film unb in ber Ausstellung, — zu empfinben: bies ist unser aller Besitz, ist unsere Leistung unb unser Erlebnis, ein Stück Deutschland in jedem Wort, in jedem Vers, in jeder Szene, in jeder Melodie, jeder Plastik und Architektur. Denen das Wort verliehen ist unter uns, das beseelte, durchgeistigte, das glühende unb erhebenbe, Das helbische unb bas gläubige Wort, sie haben gelernt, baß sie nicht einsam stehen unb abseits, un- gehört ober belächelt, fonbern baß ihre Stimme gleichsam getragen unb verstärkt wirb von vielen, von unzähligen Stimmen, baß sie berufen unb aus- ersehen sind, dem Ausdruck und Gestalt zu verleihen, was ungeformt und unausgesprochen, aber gefühlt, gedacht unb erlebt würbe von Unzähligen, Namenlosen gleichen Wesens unb gleichen Blutes, baß sie Stimme unb Sprachrohr ihrer Nation geworden sind; unb daß diese Stimme darum Widerhall und Echo findet in unzähligen Herzen, die bereit und begierig sind, angeredet und erfüllt, begeistert unb verzaubert zu werben vom bichterischen Wort. Wir haben uns besonnen in biesen brei letzten Jahren roieber auf bie großen, bie ewigen Werte unb Kräfte, auf bie uralten unb unverlierbaren Inhalte aller Dichtung: auf bie Stimme bes Schicksals, auf eine tausenbjährige Vergangenheit, auf Ruhm unb Glanz unb Würbe bes beutschen Namens in ber Welt, auf bie unsterblichen Gestalten berer, bie unser Lanb groß gemacht Haden unter ben Völkern, bie seine Geschichte unb sein Schicksal bestimmt unb geformt haben. Solche Besinnung führte nicht nur zur Wieberentbeckung unb Wiebererweckung geistigen Besitzes, ben wir schon verloren, veraltet ober vergessen glaubten, fonbern hat auch bie Wege gewiesen zu neuen Formen, in benen Gestaltung unb Erlebnis unserer Zeit ben ihr gemäßen, sinnvollen Aus» bruck fanb. Schon beginnt in ben Stimmen ber jungen Generation, bie heute am Werke ist unb bie Flügel regt, sich bas Gesicht bieser Zeit auszuprägen. Wir lesen unb vernehmen ihre Gebichte, ihre Spiest ihre Chöre unb empfinben, wie in ihnen nicht nur ein Einzelner zu Worte kommt, fonbern wie dessen Wort und Stimme gleichsam durchdrungen, erfüllt und getragen ist von Der Stimme ber ganzen Nation, wie ber Eine chorisck gesteigert und über sich hinaus- gehoben wirb vom Atem unb Rhythmus, vom Geis! unb Willen ber Gemeinschaft, in welcher er steht, unb zu welcher er spricht. Die Nation als Uraruni unb Nährboben, als Kraftquelle unb unerschöpflicher Inhalt dichterischer Gestaltung: das ist der tiefere Sinn einer inneren Neuordnung, wie wir sie hundertfältig erlebt haben in den letzten drei Jahren, hth. Zum 29. März. Von Werner Beumelburg. NSK. „Im August 1914 marschierten mir übet den Rhein in dem Glauben und in der heiligen Ueberzeugung, unser deutsches Vaterland zu verteidigen. Im November 1918 kehrten wir über den Strom zurück, nachdem wir zwei Millionen unserer Kameraden drüben gelassen. Wir kamen in ein Vaterland ber Schmach unb ber Erniebrigung, Spielball ber Zerrissenheit unb ber Feigheit. Nach kurzer Betäubung begannen mir zu begreifen, baß Gott einem Volke Prüfungen auferlegt um e 5 z u s l ch selb st zurückzuführen, stör' ker als vorher, inniger feinem Schicksal verhaftet Wir erkannten bie tiefe Bebeulung bes Opfers für bie Gemeinschaft unb formten aus dieser Erkennt' nis das neue Gesetz. Zweiundzwanzig Jahre nach unserem Zug übet ben Rhein, achtzehn Jahre nach unserer Rückkeht in bie Heimat, sind abermals beutsche Bataillon- über ben Strom marschiert, Abgesanbte d e t Freiheit, einer neuen Generation zugehörig, di- berufen würbe, ben Bogen unseres Schicksals z» vollenden unb bie Ehre des Dalerlanbes miedet herzustellen. In Zucht unb Orbnuna. in unverbrüchlicher reitschaft, ben letzten Sinn unserer Dp f burch ben enblichen Frieben Europa* z u verwirklichen, in Ehre unb Entschlossenheit unb im ergriffenen Andenken an unsere lotefi reichen wir dem Manne bie Hand, der diesen Ta§ herbeigeführt. So ist unser Gang zur Urne am 29. März kein« Wahl oder Abstimmung, sondern ein ernstes, feiet' liches unlösbares Bekenntnis der Treue, des Dankes, ber Hoffnung, ein Bekenntnis zu M Schicksal, bem wir bienen, unb zu dem MaiM dem dieses Schicksal anvertraut ist." Sn der Erstellung begriffen sind in:' Darmstadt 33 Häuser Mainz 4 „ Hanau 20 „ Vorbereitet zu Beginn des Jahres 1936 sind in: Wiesbaden 22 Häuser Bingen 17 „ Die Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung stellte bewußt die soldatische Ehre und das soldatische Opfer der Mitwelt und Nachwelt als Vorbild auf. Rein äußerlich fand diese Tatsache ihren Ausdruck In der Schaffung des Frontkämpfer- r r e u z e s. Die nachträgliche Verleihung des Verwundetenabzeichens ist ebenfalls ein weiterer Schritt zur Erreichung des Zieles, das sich die Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung gesetzt hat: das Geschlecht des Kampfes, die Landesverteidiger, die Kriegsverletzten und die Hinterbliebenen unserer Toten sollen die er st en Bürger der deutschen Nation sein! Dr. A. H. Kinderglück ist Volkskrast. Man müßte an das berüchtigte Wort Spenglers vom Untergang des Abendlandes glauben, wollte man die Zukunft unseres Erdteils nyr beurteilen nach den Ziffern, die die Bevölkerungsbewegung der europäischen Staaten seit vielen Jahren aufweist. Die rückläufige Tendenz der Geburtenkurven ist auch heute noch eine allgemeine Erscheinung, die sich in einigen Völkergruppen mehr, in anderen Völkergruppen weniger ausgeprägt vorfindet. Selbst die ö st l i ch e n und s ü d- ö st l i ch e n Staaten sind neuerdings von dieser verhängnisvollen Entwicklung betroffen worden, obgleich dort die absolute Geburtenzahl noch immer sehr hoch liegt. So beträgt der Rückgang der Geburtenziffer seit dem Jahre 1933 in der Tschechoslowakei 14 v. H., in Litauen 13 v. H., in Ungarn 9 v. H., in Polen 7 v. H., in Bulgarien 8 v. H. und in Rumänien 3 v. H. Auch in den west - und nordeuropäischen Ländern, die an sich schon seit längerer Zeit einen ziemlich niedrigen Geburtenstand zu verzeichnen haben, setzte sich oie Abwärtsentwicklung in den letzten Jahren fort, so in den Niederlanden, in der Schweiz, in Frankreich, in Großbritannien und in Norwegen. Ebenfalls in Spanien und Italien begann ein plötzliches Abrutschen der Geburtenziffern. Die einzige Ausnahme in diesem trüben Bild des europäischen Geburtenrückganges bilden Portugal, Irland und Deutschland. Portugal und der Irische Freistaat konnten allerdings nur eine verhältnismäßig geringe Erhöhung ihrer Geburtenziffer um wenige Hundertteile feststellen. Dagegen fällt die deutsche Geburtenkurve der vergangenen drei Jahre völlig aus dem Rahmen der übrigen Statistik. Sie stellt eine ganz außergewöhnliche und unerwartete Erscheinung dar: Die Zahl der Geburten hat sich in Deutschland seit 1933 um rund 34 Prozent erhöht: Diese Spitzenstellung konnte das deutsche Volk allerdings nur erreichen, weil es sich grundsätzlich abwandte von all den moralischen, geistigen und wirtschaftlichen Verwirrungen einer aus den Fugen gegangenen Zeit, deren Kennzeichen Verzweiflung, Weltschmerz, Pessimismus und Selbstmord war. Dem freiwilligen Verzicht auf das Leben hat der Nationalsozialismus den freien Willen zum Lebenskampf und zur Lebensfreude gegenübergestellt. Aber er hat sich nicht damit begnügt, nur die geistig-seelischen Voraussetzungen für die Bildung neuer. Volkskraft zu schaffen, er hat auch dafür gesorgt, daß anstelle der wirtschaftlichen Unsicherheit die Stetigkeit des materiellen Lebensstandards trat, die eine weitere Vorbedingung für das Kinderglück jeder Familie ist. Ehestandsdarlehen, vernünftige Steuergesetze, Arbeitsschlacht und Erzeugungsschlacht ermöglichten es. daß Hunderttausende von Männern und Frauen den gemeinsamen Weg zum Standesamt fanden, den sie sonst vielleicht niemals gegangen wären. Wenn die Eheschließungen zahlenmäßig im Jahre 1935 geringer waren als 1934, so braucht darin keineswegs ein beunruhigendes Symptom erblickt zu werden. Denn es war ganz natürlich, daß der gleichsam aufgestaute Heiratsdrang der Millionen Arbeitslosen aus den Krisenjahren sich in einer plötzlichen Welle von Eheschließungen kundtat, die alsbald wieder abebben mußte, nachdem das deutsche Volk sich zu normaleren Lebensverhältnissen zurückgeiunden hatte. Mehr noch als auf die Zahl der Eheschließungen aber kommt es auf die Zahl der Kinder an, die aus diesen neugeschlossenen Ehen hervorgehen. Das Zwei-Kinder-System muß ein für allemal der Vergangenheit angehoren. Die deutsche Geburtenziffer darf nicht wieder absinken, denn so erfreulich die Zunahme der letzten Jahre ist, so unbedingt notwendig ist sie auch, um eine Aussicht auf den Weiterbestand des deutschen Volkes zu eröffnen. Sin kleiner Leipziger begrüßt den Führer. M M MW ./ r G 1 * ' 1 . M i / - MM Dieser glückliche Schnappschuß zeigt einen kleinen Leipziger, der den Führer vor seiner großen Rede in der Messehalle mit einem Blumenstrauß begrüßt. — (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) / Ä ehrhaftigkeit und Diplomatie. Bemerkenswertes Urteil eines englischen Staatsmannes über die Voraussetzungen einer erfolgreichen Außenpolitik. NSK. Mit gespanntester Aufmerksamkeit lauschten die Völker gegen Ende des Weltkrieges auf die Friedensbotschaften des amerikanischen Präsidenten Wilson, von denen die 14 Punkte seines Programms vom 8. Januar 1918 den stärksten Eindruck machten. Sie bildeten die Grundlage für die so oft mißdeutete Bitte des Generals Luden- o o r f f im Oktober 1918 an die damalige Reichsregierung, den amerikanischen Präsidenten u m d i e Friedensvermittlung zu ersuchen. Die Oberste Heeresleitung betonte damals, daß die deutsche Front zwar gefährdet, aber noch nicht durchbrochen fei und das Deutsche Reich deshalb aus einer würdigen Lage heraus feine Friedensbereitschaft bekunden könne. In einer Urkunde, die die Unterschrift Hindenburgs trägt, aber auch den Gedankengang Ludendorffs wiedergibt, im Rahmen der bewegten Verhandlungen, die damals zwischen Regierung und Oberster Heeresleitung erfolgten, heißt es, daß nach menschlichem Ermessen keine Aussicht mehr bestünde, dem Feinde den Frieden aufzuzwingen und daß der Abbruch des Kampfes geboten sei, „um dem deutschen Volke und seinen Verbündeten nutzlose Opfer zu ersparen. Jeder versäumte Tag kostet Tausenden von tapferen Soldaten das Leben." Aus diesen, dem deutschen Volke von damals vorenthaltenen Gründen und nicht aus dem Nervenzusammenbruch irgendeines Militärbefehlshabers kam es zu dem Fried en s an geb ot auf bet Grundlage der 14 Punkte Wilsons, das die Grundlage bildet auch für den Vorfriedensschluß, der sich aus dem Notenwechsel Deutschlands mit Washington ergab. Im wesentlichen erhielt Deutschland dadurch die Zusicherung eines offenen 23er- handlunasf rieoens, zu dem unter anderem auch ein „freier, unbefangener und absolut unparteiischer Ausgleich aller kolonialen Ansprüche" gehören sollte und der Verpflichtung der Räumung von Gebieten, deren Besetzung im Verlauf der Kriegshandlungen erfolgt war und an deren Freigabe selbst durch ein siegreiches Deutschland sowieso kein Zweifel bestehen konnte. Dieser Verhandlungsfriede der 14 Punkte, der in der Tat geeignet gewesen wäre, alles Ungemach durch den Weltkrieg in gemeinschaftlicher Arbeit aller Völker so rasch wie möglich wieder zu beseitigen, ist nicht gekommen. Wir erhielten anstatt dessen den Versailler Gewaltunfrieden unter Bruch der verbindlichen Zusicherungen, die im Vorsrieden vorn Oktober-November 1918 dem Deutschen Reiche gegeben worden waren. Wie kam es zu diesem Bruch? Weshalb versagte der amerikanische Präsident Wilson, der als Welten- richter mit unbeschränkter Vollmacht und mit unbeschränkten Machtmitteln nach Paris kam? Auf diese Frage kann man viele Antworten finden. Eine, die schlüssigste, hat der englische Staatsmann Churchill gegeben, der ganz bestimmt nicht in den Verdacht übermäßiger Deutschfreundlichkeit geraten kann und dennoch — obwohl er sich heute' als schlechthin fanatischer Gegner einer militärischen Wiedererstarkung Deutschlands ausgibt — unleugbar im Tone des Bedauerns in feinem mehrbändigen Kriegserinnerungswerke über die Versailler Verhandlungslage erklärt: „Durch vorzeitige! Auflösung seines Heeres hatte sich Deutschland der Mittel begeben, an der Auslegung der 14 Punkte Wilsons mitzuwirken". Deutlicher kann man das nicht sagen, daß Versprechungen der Diplomatie nur soviel Gewicht haben, wie ihnen der Wehrwille und die Wehrhaftigkeit der Völker verleiht. Deutschlands Wehrwille war erschüttert, Deutschlands Wehrhaftigkeit planmäßig zerstört worden, also brauchte man ihm, wie der britische Staatsmann geradezu mit einer naiven Selbstverständlichkeit erklärt, keinen Platz am Verhandlungstisch über den ihm bindend zugesagten Verhandlungsfrieden einzuräumen. Will angesichts dieser Sachlage jemand daran zweifeln, daß Adolf Hitlers Mühen um die Wiedererweckung des deutschen Wehrwillens und um die Wiederherstellung der deutschen Wehrhaftigkeit die allerer st e Voraussetzung für den Erfolg der deutschen Außenpolitik sein mußten?! Für den Führer handelt es sich nicht, wie ihm von den Ausländern und Emigranten unterstellt worden ist, um die Wiederherstellung eines deutschen Militarismus. Diesen deutschen Militarismus, wie er noch heute in der Auslandswerbung eine Rolle spielt, hat es überhaupt niemals gegeben. Im Vorkriegsdeutschland bestand wohl eine Militärfreudigkeit, aber niemals der Wunsch, die Wehrkraft des Landes für Raubzwecke oder für Angriffskriege zu mißbrauchen. Wer wissen will, wo der Militarismus wirklich zu Hause ist, der möge Betrachtungen über die Tatsache anstellen, daß Deutschlands stehendes Heer bei einer Bevölkerung von 65 Millionen u m mehr als 40000 Mann geringer war als Frankreichs stehendes Heer bet einer Bevölkerung von nur 38 Millionen. In noch deutlicherem Grade als damals ist Deutschlands wiederhergestellte Wehrmacht der Sorge um die Landesverteidigung entsprungen und hält sich nach Menschenmöglichkeit in den Ziffergrenzen, die hierfür ein unausweichliches Gebot der Stunde find. Noch niemals hat ein Staatsmann so aus tiefster Seele für den Frieden feines Landes und des ganzen Erdteils gewirkt, wie der Führer Deutschlands; denn, noch niemals stand ein Frontsoldat wie er an der Spitze eines großen Landes, ein Frontkämpfer, der seine Kameraden und ihre Leiden im Kriege ebensowenig vergessen hat wie die Leiden und Entbehrungen seines ganzen Volkes. Aber weil er Staatsmann ist, weiß er eben auch. Einmütiges Bekenntnis! „Er glaubte an Deutschland und des deutschen Volkes Sendung in der Welt, als wir verzagen wollten. Sein Glaube führte uns aus Dunkel und Zerrissenheit geeint in einen neuen Tag! Wir können unseren Dank und unsere Liebe für ihn, den Führer, nicht besser beweisen als durch ein einmütiges Bekenntnis des ganzen deutschen Volkes zu ihm vor aller Welt!" Agnes Miegel. Theater im Dritten Reich. Von Bernhard Gras Golms, Intendant der Volksbühne, Berlin. Es gibt immer noch Menschen, die der Meinung sind, als müßte sich die nationalsozialistische Regierung gegen eine Kritik auf kulturellem Gebiet verteidigen, als wäre eine Kunst zerschlagen worden, die sich auf große und endgültige Leistungen berufen konnte. Besonders auf dem Gebiete des Theaters hat das traurige Flüstern und das wehleidige Rückwärtsfchauen noch nicht aufgehört. Das alte Hoftheater hatte der deutschen Bühnenkunst zu einer Selstbesinnuna und Festigung im Sinne dauerhafter Ensemblebildung verhalfen. Durch die dauernde Bevormundung aber, der das Hoftheater unterlag, mußte die weitere Entwicklung zu einer wohlsituierten und feudalen, rein repräsentativen Darstellungsart führen, in der die Schauspieler nicht aus ihrer Lebendigkeit und dem inneren Kampf heraus, sondern auf Grund ihrer penfionsberechtigten Stellung als Darstellungsbeamte ihren Dienst redlich versahen. Gegen dieses problemlose Theater stellte die Bühne des Naturalismus die extreme Problematik, gegen den feudalen Optimismus des Pessimismus der sozialen Not. Aber die soziale Not, die das naturalistische Theater, um sie lindern zu helfen, schildern wollte, wurde mit der Zeit von demselben Theater dazu mißbraucht, lediglich die Kassen zu füllen. Es ergab sich dieselbe Folgerung, bte sich vorher beim alten Hoftheater eingestellt hatte: daß auch dieses neue Theater dem Publikum nichts Wesentliches mehr zu sagen hatte, weil es selbst in seiner Theaterform erstarrt, weil das Theater Selbstzweck und nicht mehr eine Darstellung des Lebens war. Versuche von revolutionärer Seite wiederum gegen dieses bürgerliche Theater anzugehen (Jeß- ner* Piscator) mußten daran scheitern, daß dieser revolutionäre Wille nicht dem Theater, sondern der damaligen Tagespolitik dienstbar gemacht, daß also bas Theater gleichzeitig seiner eigenen Aufgabe und seinen inneren Gesetzen entrissen wurde. Es muß festgestellt werden, daß die Krise im deutschen Theaterleben, zu der diese Entwicklungen einmal führen mußten, daß der innere und äußere Zusammenbruch im gesamten deutschen Theaterwesen in der Spielzeit 1932/33, also vor der nationalsozialistischen Machtübernahme, eingetreten ist. Zur Zeit der Machtübernahme ergab sich folgendes Bild: die Staatstheater spielten vor leeren Häusern, im Deutschen Theater in Berlin, also im repräsentativen bürgerlichen Theater, war die Direktion Max Reinhardt bereits abgelöst worden durch die Direktion Beer-Martin, und auch diese Direktion hatte schon zurücktreten müssen. Die Volksbühne Berlin hatte durch die politischen Experimente den größten Teil ihrer festen Besucherschaft verloren Einige Privattheater versuchten, sich noch zu halten, indem sie den Nervenkitzel als Substanz ihres Spielplans darzubieten versuchten. Selbst die R o 11 e r s hatten vor der allgemeinen Pleite bereits die Flucht ins Ausland ergriffen. Das deutsche Theater war dem Volk entfremdet, es war geradezu ein Streik des Publikums festzustellen, das ganze deutsche Theater war, daran mögen sich die kritischen Naturen heute einmal nachdrücklich erinnern lassen, restlos am Ende. Wenn also heute stellenweise noch behauptet wird, durch die nationalsozialistische Revolution sei das Theater in Deutschland in seiner Entwicklung gestört worden, so muß mit aller Entschiedenheit darauf hingewiesen werden, daß, wo die Selbstzerstörung schon ihr Ziel erreicht hatte, aber auch gar nichts mehr zu zerstören war. Wenn wir diesem Trümmerhaufen gegenüber den jetzigen Zustand des deutschen Theaters betrachten, wenn mir heute feststellen können, daß die Staatstheater nicht nur in Berlin wieder zugkräftig geworden sind, daß in Berlin das Deutsche Theater, die Volksbühne, das Deutsche Opernhaus als Reichstheater innerlich und äußerlich festgefügte Arbeitsmöglichkeiten bieten und einer großen Anzahl von Menschen jeden Abend wirklich etwas au geben haben, wenn wir heute ferner feststellen, daß es in Verbindung mit „Kraft durch Freude" möglich gewesen ist, das Theater durch eine entsprechende Preispolitik wirklich dem Volk zugänglich zu machen, Menschen in das Theater zu führen und an das Theater zu fesseln, denen es früher unmöglich war, einen Theaterplatz zu bezahlen, wenn wir heute auf der einen Seite die immer fortschreitende innere und äußere Sanierung der Staatstheater und auf der anderen Seite die Schaffung großer Volkstheater, beite auf künjtlerijch hohem Niveau, beobachten können — dann müssen mir, als fanatische Anhänger des deutschen Theaters und überzeugt von seiner inneren Berufung, einer Regierung dankbar sein, die es fertiggebracht hat, in der erstaunlich kurzen Zeit von drei Jahren die Schlacken zu beseitigen und die Fundamente für eine volksnahe und wirkliche Theaterkunst zu errichten. Heute schon macht sich ein neuer Gei st unter den Schauspielern bemerkbar. Die Beseitigung des Zmiespalts zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die organisatorisch erreicht murde und Einbeziehung aller Theaterschaffenden in eine Fachschaft, die Beseitigung des Gegeneinanders und Nebeneinanders der verschiedensten Instanzen durch die Schaffung einer maßgeblichen Behörde für das gesamte deutsche Theatermesen, die Säuberung des. Spielplans von fremden Einflüssen haben eine" Atmosphäre der Arbeitsfreudigkeit und des Vertrauens geschaffen, die allein mieder die Voraussetzung sein kann zu einer inneren Entmicklung der deutschen Theaterkunst im Sinne ihrer eigentlichen Aufgabe, nämlich für den inneren Menschen zu sorgen, Beispiel zu geben, aufzurichten und zu erfreuen. Wer jemals die Berufung des deutschen Theaters so erkannt und gefühlt hat, der muß heute die Ehrlichkeit besitzen, die Rettung, Erhaltung und Weiterführung dieser Berufung anzuerkennen und Adolf Hitler und seiner Regierung dafür zu danken, daß er neben all den anderen Aufgaben, neben der ungeheueren politischen Neuformung des Reiches sofort auch die kulturellen Probleme in Angriff genommen und einer Losung entgegengeführt hat. Der Fischadler. Von Ernst Wiechert. So wie ich mit sieben oder acht Jahren zu rauchen begonnen hatte, sehr heimlich und mit unvergeßlichen Folgen, so hatte ich auch um dieselbe Zeit zu schießen begonnen, und eine strenge Ausbildung hatte mich in allen Dingen der Jagd früh dahin gebracht, das; mein Vater auf diese meine Fähigkeiten wahrschein- lief) stolzer war als auf meine guten Schulzeugnisse Damals konnte ich aus einhundertfünfzig Meter'einen Haubentaucher mit der Kugel schießen, konnte Wildenten, Sperber und Tauben aus dem Fluge herunterholen, und noch viel später, als ich in Frank- reich die Scharfschützen der Division mit dem Ziel- fernrohr ausbildete, stand neben mir nicht die Ge- stakt irgendeines Kommandeurs, sondern die meines Vaters, der Lob und Tadel still, aber mit unvergeßlicher Wirkung austeilte. Der See aber war für mich dasselbe, was Amerika für die ersten Trapper war. Nur mußte man bescheiden im Vergleich sein, und daran fehlte es mir nicht. Damals waren feine Ufer noch mit alten Erlen bestanden, ehe ein reicher Mühlenbesitzer die ganzen Ufer pachtete, sie in Wiesen zu verwandeln versuchte und alle Bäume herunterschlagen ließ, den ersten Einbruch sinnloser „Zivilisation", den ich in meiner Heimat erlebte. Und während im Schilf Wildenten, Taucher und Fischreiher hausten, ab und zu sogar eine Rohrdommel, waren die alten Bäume und Grenzpfähle der Standort der Raubvögel, denen nach einem ungeschriebenen Gesetz der See und seine Ufer als Jagdgebiet gehörten: Bussarde, Hühnerhabichte, Gabelweihen, Rvhrweihen und, als die Krönung des Ganzen, der königliche Fischadler. Dieser Vogel hatte in meinen damaligen Tagen und Träumen eine besondere Rolle gespielt. Er horstete weit ab in den Wäldern, die den andern uns gehörigen See umgaben, und ein paarmal am Tage kam er herüber, um aus diesem seinem zweiten Jagd- gebiet seine Beute zu holen. Vielleicht sind an fein herrliches Bild meine ersten kaum bewußten Dichtertraume geknüpft, denn oft, wenn ich in den Schonungen jenfeits des kleinen Dorfes war, sah ich ihn von unserem See zu feinem unbekannten Horstbaum fliegen, himmelhoch, aber doch war die Beute in feinen Fangen noch zu erkennen. Und dort, wo ich stand ließ er immer seinen Schrei über die unendlichen WM zu mir herunterfallen. Einen klagenden, einsamen und mich auf eine unbeschreibliche Weise er* greifenben S^rel Dann starrte ich ihm nach, solange ich das Bild seiner schmalrissigen Schwingen erkennen konnte, und eine unendliche Sehnsucht ergriff mid), das auf irgendeine Weise zu sagen, zu fingen, nur vom Herzen zu lösen. Und vielleicht war es deshalb gut, daß ich diesen Adler niemals geschossen habe. Nach keiner Beute hat mich in meinem Leben leidenschaftlicher verlangt als nach ihm. Jedesmal hörte mein Herzschlag auf wenn in unendlicher Höhe der Adler plötzlich seine Flügel anzgg und in fast senkrechtem Stur; auf den F'sch herabstieß, den er gesehen hatte. Wie ein weiß, funkelnder Blitz schoß er hernieder, eine Schaum- molfe brauste auf, und langsam, schwer und majestätisch hoben sich seine Schwingen aus ihr auf, während in feinen Fängen der riesige Fisch sich „och wand den er geschlagen hatte. Jedesmal zielte mein« Buchse nach der Stelle, an der er wieder auftauchen wußte, und jedesmal ließ ich sie wieder sinken viel- leicht weil ich fürchtete ihn zu treffen. Auch feinen Horst habe ich nie entdeckt, und so ist er in meiner Erinnerung das Stolzeste und Unerreichbarste ge- blieben, das meine Heimat besaß, und das sie nuf eine gütige Weise mir vorenthielt, damit die Hand nicht entweihte, was nur der Seels gehör«! sollte y -wM V:/e [ ; I ■ wjg?h^ä| Ein Mann reist durch Deutschland Arbeit am deutschen Boden Mit der Axt, mit dem Spaten, mit der Walze Kassel, zweite Hälfte März. auf Erzeugung uni) sich auch der Auftrieb Stolze Leistungen gut versehen. diesmal aber ohne Städte un n e Brachland, der deutschen Erntefläche wenn man sieht, welch starke und stolze Menschen Das zweite ist dabei, beinahe noch wichtiger man heute die jungen Spiel, bei Unterhaltung namentlich in Deutschland, als das erste, und wenn Burschen bei Arbeit oder oder Unterricht beobachtet, daß ein schutzloses Deutschland nie und nimmer mit seinen Mühen um die Sicherung seines Daseins zum Ziele kommen kann, weil ein wehrloser Staat immer die blühende Phantasie von Diplomaten auf sich lenken wird, die aus persönlichen Gründen oder aus irregeleiteten nationalistischen Empfindungen „Erfolge" zu haben wünschen und natürlich dann die bequemsten Wege dafür suchen, also Schritte einleiten, um einem Schwachen irgendeine Beute abzujagen. Deutschland darf nicht schwach sein. Der Führer hat es stark gemacht. Und damit die Voraussetzung geschaffen für seine sichere Lebensgestaltung in der Gegenwart und in der Zukunft. Der Führer verlangt für seine Politik aber noch mehr als nur die Wehrmacht. Er verlangt das Mitdenken und Mithandeln des ganzen Volkes, um fein Werk der Sicherung und des Aufbaues zu schützen. Er erwartet vertrauensvoll, daß du ihm am* 29. März deine Stimme gibst. Zeige dich des Vertrauens würdig. Franz Lehnhoff. WPD. In dem Geschäftsbericht des größten Unternehmens der deutschen Montanindustrie heißt es u. a.: „Kennzeichnend für den Verlauf der Berichtszeit (Geschäftsjahr 1934/35) war eine allgemeine Zunahme von Erzeugung uni) Sprechstunden der Redaktion. 11.30 bis 12.30 Uhr. 16 bis 17 Uhr. Samstagnach. mittag geschlossen. Beschäftigung, wenn , . verlangsamt hat. Die Rohstahlerzeugung auf unseren Werken ist um ein Viertel, die Roh- , eisenproduktion um etwa 37 v. H. gestiegen. Diese Entwicklung auf der Eisenseite kam auch unseren Bergbaubetrieben zugute, bei denen im gleichen Zeitraum eine Zunahme der Kohlenförderung um 12 v. H. zu verzeichnen war. Wie eine sorgfältige Aufgliederung der Erzeugungsziffern der einzelnen Sorten und eine genaue Marktuntersuchung erkennen lassen, ist dieser fast ununter- e brochene, gleichmäßige Anstieg keineswegs nur auf die öffentlichen Aufträge zurückzuführen. Vielmehr ist festzustellen, daß die hauptsächlich von der staatlichen Arbeitsbeschaffung ausgehende Anregung sich auf den verschiedensten Wegen — über die Bauwirtschaft, zahlreiche Zweige der eisenverarbei- tenden Industrie, den Lagerhandel usw. — allmählich weiterhin a u s b r e i t e t e und zu einer allgemeinen Bedarfs st eigerung führte. Im neuen Geschäftsjahr waren Bestellungseingang und Abrufstätigkeit bis in die letzte Zeit hinein lebhaft. Bei gegenüber dem Durchschnitt des Vorjahres um etwa ein Drittel erhöhten Auftragsbeständen sind unsere Werke mit Arbeit auch für die nächsten Monate im allgemeinen turgemäß in den Gebieten angesetzt, die bisher dfs Oed- und Brachland galten und wo wirklich noch nennenswerte Erfolge zu erzielen sind. In den anderen Gebieten arbeitet er hauptsächlich an der Verbesserung des Vorhandenen. In» folgedessen findet man ihn und seine Läger heute besonders dicht in Ostpreußen (Großer Moßbruch und Rogathaffkampen), im Ostpommerschen Grenz» gürtel, auf Usedom und Wollin, an der Nordseeküste bei Marne und am Hindenburgdamm, int Havel- und Rhinluch, im Riesen- und Jsergebirge, im Flußgebiet der Weißen Elster in der Provinz Sachsen, im Emsland, im Hunsrück, auf der Eifel, in der Rhön und im Jlmgau in Bayern. Wer sich in seinen nächsten Ferien einmal einen persönlichen Einblick in das werdende Menschentum des Arbeitsdienstes verschaffen will, verlege seine Wanderung in eines dieser Gebiete. Er fürchte nicht, daß er selbst bei dem Tempo, das der Arbeitsdienst in seinen Arbeiten vorgeleyt hat, zu spät kommen werde. Noch ist, wie die Reichsleitung des Arbeitsdienstes auf Grund Genauer Untersuchungen festgestellt hat, auf Jahrzehnte hinaus Arbeitsmöglichkeit dieser Art gewährleistet. Denn allein durch Neulandgewi n- nung i st unser Bauernland in Deutschland u m °a n n ä h e r n d drei Millionen Hektar zu vergrößern. Durch Entwässerungsarbeiten, Hochwasser-Schutzmaßnahmen und dergleichen ist eine weitere Ertragssteigerung möglich. Das alles zusammen wird uns einstmals einen Ernteertrag neu zu dem alten hinzufügen, der so groß ist, als wenn er auf Gebieten von der Größe Bayerns und Württembergs zusammen erzielt worden wäre. _ Es ist ein reicher Segen, den das Dritte Reich durch seine selbstlose Arbeit an den jungen Menschen vom Boden zurückoergütet erhält. Allgemeine Bedarfssteigerung. Arbeit am deutschen Menschen Von unserem Sonderberichterstatter. dieser Reise zum ersten Mal begegnet. Da fuhren sie mit dem jungen Bauernsiedler zusammen Sand und Kies für die Tenne heran, und neben den Loren einherschreitend, sangen sie in den kalten Wind hinein ein lustiges Lied. Im Emsland- M o o r traf ich sie wieder, in kleinen Trupps und in großen Gruppen, straßenbauend und wegeebnend und singend den Fremdling begrüßend. Vor einer hellen schmucken Holzbaracke an einem Waldrand stieß ich abends auf sie, in weitem Rund um eine Ziehharmonika aufgebaut, und die Lieder klangen noch einmal so gut. Ueberall eigentlich in Deutschland, wohin ich auch zurückdenke, habe ich sie auf dieser Reise gesehen, und immer klangen bei diesen ungesuchten Zusammentreffen Lieder auf. Ich habe sie nie anders als lustig und fröhlig gesehen, diese jungen Männer vom A r - b e i t 5 b i e n ft, ob sie werktags im Drillichzeug ihrer Arbeit nachgingen oder ob sie Sonntags in Ausgehuniform auf den Promenaden der kleinen Orte in der Nähe ihrer Lager herumspazierten. Viele Länder der Welt haben in den letzten drei Jahren einen Arbeitsdienst für ihre jungen Leute eingeführt, aber in allen Ländern hat das deutsche Beispiel den Anstoß und die Richtung gegeben. Denn alle Länder, die unter Weltwirtschaftskrise und Arbeitslosigkeit zu leiden hatten, fanden — auch wenn sie ohnehin schon eine Wehrpflicht kannten — daß es nichts Besseres für die jungen Menschen und für das Land gab als einen so ober so gearteten Arbeitsdienst. In ben Vereinigten Staaten von Amerika ist es gerabe ber Präsident Franklin D. Roosevelt, ber das Arbeitslager als Schule für Manneszucht und als Hilfsorganisation für die Landgewinnung und Kultivierung besonders in sein Herz geschlossen hat und immer wieder den Geldbeutel Onkel Sams öffnet, wenn neue Mittel dafür benötigt werden. Nicht immer so klar wie in Deutschland, aber dem Sinne nach doch eigentlich überall erkannt, steht über der ganzen Arbeitsdienst-Idee in der Welt der Leitspruch: Arbeit am Boden — und Arbeit am Menschen. VIII. Aus deutscher Landschaft nicht mehrwegzudenken. Im Adoli-Hitler-Koog bin ich ihnen da heranwachsen, dann begreift man eigentlich nicht, daß vor der Machtübernahme niemand den Mut gehabt hat, das Problem so anzupacken. Dann begreift man nicht, daß verantwortliche Staatslenker Jahrgänge und Jahrgänge lieber auf die Stempel st eilen schickten und sie hinterher der Verwahrlosung überließen, als daß sie einmal mit kühnem Griff Neues schufen. Der kühne Griff blieb dem Nationalsozialismus auch hier Vorbehalten — und er ist es denn auch, der den Dank davon in einer neuen Jungmänner-Genera- t i o n erhält. Aber die Arbeit am Menschen läßt sich ja nicht wägen und in Statistiken bringen, wenn es nicht gerade Gesundheits-Statistiken sein sollen. Von ihren Ergebnissen muß man sich draußen in der freien Natur überzeugen, diese Resultate erkennt man am besten, wenn man sich einmal in den Kreis der Arbeitsmänner begibt. Die anderen Ergebnisse, die der Arbeit am Boden, lassen sich genau zahlenmäßig und inhaltsmäßig erfassen. Und weil es nicht jedermanns Sache ist, weil nicht jedermann Gelegenheit hat, ein Arbeitslager zu studieren, feien die Ergebnisse der Arbeit am Boden hier .an die Stelle der Ergebnisse der Arbeit am Menschen gesetzt. Wobei wohl als selbstverständlich voraus- geschickt werden kann, daß Ergebnisse der Arbeit am Boden nur dann wirklich hervorragend und bedeutend sein können, wenn die Menschen, denen diese Ergebnisse zu danken sind, entsprechendes Format erhalten haben. Im Mai 19 3 3, drei Monate nach der Machtergreifung, wurden die ersten Führerschulen für den Arbeitsdienst eingerichtet, denn da der Arbeitsdienst etwas grundsätzliches Neues werden sollte, mußte am Anfang seines Weges natürlich die Schulung und Ausbildung der für die Lösung der gestellten Aufgaben — Arbeit am deutschen Boden und Arbeit am deutschen Menschen — verantwortlichen Führer stehen. Erst wenn das Führerkorps stand und Gewähr für eine einheitliche Handhabung des Arbeitsdienstes gegeben war, konnte die eigentliche Aufgabe in Angriff genommen werden. Durch diese Führerschulen sind bis heute 2 0 0 0 0 Arbeitsführer hindurchgegangen, und jedes halbe Jahr sieht jetzt 200 000 junge Menschen sich nach ihrem Vorbild richten, sich ihre innere und äußere Haltung zu eigen zu machen suchen. Ein neues Saarland wird gewonnen. Es wird manchem Deutschen beim ersten Hören nicht eingehen wollen, aber es ist trotzdem so: Bisher allein hat die Arbeit des Arbeitsdienstes den Ertrag des deutschen Bodens schon so gesteigert, als wenn nochmals ein neues Saaraebiet, zugefügt worden wäre. Um 20 Millionen Mark war die Ernte im Jahre 1933 schon großer, als sie ohne Arbeitsdienst gewesen wäre. Seitdem sind diese 20 Millionen Mark gehalten und im Jahre 1935 a u f 50 Millionen RM. g e st e i - gert worden. Das aber entspricht dem Ertrag eines Landes von rund 150 000 Hektar — und so groß ist genau das Saargebiet. Oder anders ausgedrückt: Der Nahrungsbedarf einer Stadt von 300 000 Einwohnern kann, das ganze Jahr hindurch, aus den Landgebieten gedeckt werden, die der Arbeitsdienst erschlossen ober verbessert hat. 300 000 Einwohner aber haben Städte wie Magdeburg, Bremen, Königsberg ober Bochum. In jeoem ber breißig Gaue, bie ber Arbeitsbienst zugewiesen erhalten hat, ist in ben brei Jahren eine reine Nutzfläche neu entstanden, die, zusammengelegt, sieben Kilometer lang und sieben Kilometer breit wäre. Natürlich ist nicht alles Land, das der Arbeitsdienst nutzbar gemacht hat, Acker- oder Gartenland, und natürlich sind nicht alle Arbeiten, die der Arbeitsdienst unternimmt, Kultivierungsarbeiten. Die sogenannten Landeskultur-Arbeiten stehen nur mit siebzig Prozent in seinem Arbeitsplan, und davon gehen noch wieder 15 Prozent für den Bau von Wirtschaftswegen, den wichtigsten Hilfsarbeiten für die Erschließung eines Gebietes, ab. Von den restlichen dreißig Prozent entfällt die Hälfte auf Forstarbeiten und die andere Hälfte auf Bauern- und Stadtsiedlungen und auf Arbeiten von kultureller Bedeutung wie Bau von Thing- ftätten ober Freilegung von vorgeschichtlichen Fun- ben. Die Arbeit ist eben vielseitig unb wirb in Angriff genommen nach bem Grabe ber Dringlichkeit. Wie vielseitig sie ist, erkenne man an folgenber Aufstellung: Mit bem Arbeitsaufwanb für Lan- beskultur-Arbeiten würbe ber Ausbau von runb 10 000 Kilometer Flüsse unb Bäche geleistet. Auf biese Strecke hin, bie ein Viertel des Erdumfangs am Aequator beträgt, wurden die Wasserverhältnisse reguliert. 8500 Kilometer Wirtschaftswege unb 9000 Kilometer Holzabfuhrwege würben neu geschaffen; bie Bewirtschaftung von entsprechet mel Bauernlanb unb bie Ausnutzung großer bisher unzugänglicher Walbgebiete würbe badurch erleichtert bzw. überhaupt erst ermöglicht. 200000 Hektar Landstriche wurden durch Binnenentwässerung und 50 000 Hektar durch Bodenarbeiten wie Rodung, Planierung oder Kultivierung für die Bewirtschaftung nutzbar gemacht, unb runb 135 000 Hektar Waldboden würben burch A u f f o r- stung ertragsfähig gemacht ober burch Arbeiten verschiebenster Art im Ertrag gesteigert. Das ist ber stolze unb begeisternde Abschluß am Ende des dritten und bei Beginn des vierten Jahres nationalsozialistischen Arbeitsdienstes. Gleichmäßig über dreißig Gaue verteilt, leistet der Arbeitsdienst seinen Beitrag zur Ehre und Größe Deutschlands. Besonders stark aber ist er na- #010*" jHm der 5 Lollespr ^öcU e|nen6afe 1 *" S f6t E - Aw«. gor deren EiM l*it unb der ll 8r*9!' S jdfegemetnW1- Statt Karten Ihre Verlobung geben bekannt Herta Driesch Ewald Schäfer Gießen Leihgestern 29. März 1936 01427 Statt Karten! Ihre Verlobung geben bekannt Zngeborg Schnädter Dr. Guido Möser, Rechtsanwalt Fulda im März 1936 » Gießen 01405 Ihre Verlobung geben bekannt Mi'nni Höckel Hans Betz Tübingen 2 9. M ä r z 1936 Gießen Großendorfl Schulstraße ____ 01409 Statt besonderer Anzeige Ihre Verlobung beehren sich anzuzeigen Gisela Wahl Nikolaus Kalbhenn Dtpl.-Ing. Gießen, Frankfurter Straße 5 Gaggenau (Laden) 29. März 1936 1948 D ’wS’. Der originelle f vor (Aufnahme: tiicht vollbracht ften auf Jahre nähme reif wä lichung auf dem in diesen erste : unseres Führer ' über hinaus ihi für die tommer ■ der Betrachtun ; ergibt sich klar : richtung dem 1 ' sittlichen und n die sich bisher erwiesen hat u Boltes als seg fallen wir i J unb sittlich-ernk beitsdienstes doi bevor ber ffü/jre viele Zaufenbe t M Bummeln a beitsgelegenheiter rar, wurden von Woche knapper, j der surchtbaren : Opfer. Jnsbeso hoffnungsvolle beendet hatten hofften Tätigte los aus der Ci 9Qn9 keine sitli .auch in wirtsc ichen heranwac Kein Wunder, i Jochen gernij : Men Henimur ™ aum Qr ffi?*5,0 «baren Zeil 1 !»dl'ch hm ber I ff, d 1 ?|l° /einerlei & I !*" sich bo. | Don 'hnen in h;f fc:‘~ »L7-ch-- Sy.: i I ’^ÄUns I ’berkPl^’enf 1 ttir »h epif d)i I fern Äu bil I '*4'be'ts I I ki ->K I $115 ist,h ach I e'nige on'Ur ein Mige pp.F des stzr «Ä Sä S die l Hort (eS9e?UtnhiC| " Pickel, Mitesser und Flechten verseh winden durch Medizinal Herba-Seife St. 58 Pfg., verstärkt 90 Pfg. Zur Nachbehandlung Herba- Creme. (54 u. 75 Pfg.) Ihre Vermählung geben bekannt Unteroffizier Kurt Funke und Frau Marie, geb. Schlitz Worms 28. März 1936 Gießen Dammstraße 41 1937 D Für die uns anläßlich unserer Silberhochzeit erwiesenen Aufmerksamkeiten danken wir herzlichst Karl Schwan und Frau Gießen, Krofdorfer Str. 35 01444 Aus meiner großen Auswahl reizender Neuheiten biete ich hier sehr preiswert an: Einfarbige Wollstoffe ca. 95 cm dr., reine Wolle, in viel, neuen Farben u.Geweb. 3.90 3.60 2.95 2.75 Woll-Cloqu6 130 cm br„ reine Wolle, mod. kleidsame Frühjahrsfarben 8.90 6.90 5.50 4.90 Bei dem Einkauf von Bettüchern aus prima Zwirnhalbleinen oder Zwirnhaustuch wende man sich stets an das EtHito-BerWiis und komplette Aussteuergeschäft i MeMMWWtzess. | Beste Qualitäten. Billigste Preise. Verlobungs-Anzeigen Muster sofort zur SBerfügung.neoA bei Brühl. Schulstr.7 Cloqn6 ca. 95 cm br., gute kunstseid. Qualitäten, neue Farben 5.50 4.90 3.90 2.95 Aparte Drucke ca. 95 cm br., auf Mattkrepp, Satin oder CloquS 4.90 3.90 3.60 2.95 CARLl\iowa<-K GIESSEN SEUERSWEG 81 Wo sollen Sie essen? 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Jnghard Gießen, Marktstr. 16, TeL 3689 Lieferant aller Krankenkassen Completstoffe, 130 cm br.. eine bekannt vielseitige Auswahl............... 7.50 6.90 5.90 4.50 CARL HEINZ SCHLÜTER L m ' n> i) Leibbinden Nr. 75 Dritter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Samstag, 28. Marz (936 dem damit Aufbau des neuen Deutschland! Kreisleitung Wetterau der NSDAP Aus der Provinzialhauptstadi sich nur Hitler statten ab durch die insge- zu je Gemeinheit erschließt. Die Leistungen des Arbeitsdiensleinsahes in A vberMen hl- jcbruat IAH zeigen weiter im nühigen Aufgaben an den Baustellen samt 214 527 Lohnarbeiter-Taaewerke acht Stunden geleistet. stärken. Aber am raschesten ist der, der mit einem Male seinen Kopf in den Rasen drückt und nun wie ein Rad bergab wirbelt. Der Einfall findet begeisterte Zustimmung und steigert die Lust am Weitertollen. Jeder bemüht sich, etwas Besonderes zu erfinden. Einer versucht, das „Rädchen" rückwärts hinunter. Aber es mißlingt. Zwei andere fassen einander um die Hüften und beweisen, daß man nun auch seitwärts fix hinabkornrnt. Dann nimmt einer den andern bei den Beinen und läßt ihn auf den Händen hinunterlaufen. Sie spielen „Schubkarren". Die Kleinsten sind zufrieden, wenn sie sich einober zweimal seitlich kugeln und lachen hell und wollen bewundert sein. Einer, der noch sehr unsicher Hinsicht haben wir ebenfalls dem danken. Diesen Dank an Adolf wir alle am morgigen Sonntag eine Tat: Jede Stimme dem Führer und Der originelle Wegweiser zum Arbeitsdienstlager vor dem Philosophenwald. (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) iricht vollbracht werden könnten, oder zum minde- l'ien auf Jahre hinaus noch nicht zur Inangriffnahme reif wären, die aber durch ihre Verwirklichung auf dem Boden der Gemeinnützigkeit gerade rn diesen ersten Jahren des Wiederaufbauwerks unseres Führers besonders wichtig find und darüber hinaus ihren hohen wirtschaftlichen Wert auch für die kommenden Generationen behalten. Bei dieser Betrachtung des Wirkens des Arbeitsdienstes ergibt sich klar, daß der Führer mit dieser Einrichtung dem deutschen Volke eine Waffe für den sittlichen und wirtschaftlichen Aufbau geschaffen hat, >ie sich bisher schon als außerordentlich tauglich erwiesen hat und sich auch für die Zukunft unseres Lölkes als segensreich erweisen wird. Halten wir uns zunächst einmal die erzieherische und sittlich-erneuernde Seite der Aufgabe des Ar- oeitsdienstes vor Augen. Noch vor wenigen Jahren, »evor der Führer fein großes Werk begann, waren »iele Taufende von jungen Leuten zum Nichtstun, ium Bummeln auf der Straße verurteilt. Die Ar- »eitsgelegenheiten, an sich in jener Zeit schon sehr rar, wurden von Monat zu Monat, von Woche zu Woche knapper. Immer mehr junge Leute fielen ber furchtbaren Geißel der Arbeitslosigkeit zum Opfer. Insbesondere traf dieses harte Los viele Hoffnungsvolle junge Menschen, die ihre Lehrzeit beenbet hatten unb an bereu Abschluß statt ber er= Hofften Tätigkeit als Hanbwerksgeselle sich arbeitslos auf ber Straße sahen. Daß bei biejem Nieber- gang keine sittlich starken unb für unser Volkstum auch in wirtschaftlicher Hinsicht wertvollen Menschen heranwachsen konnten, liegt auf ber Hanb. Fein Wunber, baß viele bieser enttäuschten jungen Menschen gewissenlosen unb mit keinerlei mora- ischen Hemmungen behafteten Hetzern unb Verführern zum Opfer fielen, ber wahnwitzige, selbst- zerstörerische Rabikalismus unter biefen Opfer jener urchtbaren Zeit immer mehr um sich griff. Da ^üblich kam ber Arbeitsbienst. Zunächst war er auf ber Grunblage ber Freiwilligkeit aufgebaut. Obwohl vlso keinerlei Zwang für bie jungen Leute vorlag, begaben sich boch erfreulicherweise viele Tausenbe □on ihnen in bie Reihen bieser Dienst- unb Opfergemeinschaft, beseelt von bem einen Gebauten, rgenbmie roieber Arbeit zu finben, nicht etwa große Ökroinne ober Reichtümer babei zu erwerben, sondern vor allem mit bem Ziel, ihrem Leben roieber einen Sinn, roieber einen moralischen Gehalt zu »eben. Unb von ba aus begann ber Arbeitsbienst lein segensreiches Werk an ber Jugenb unb bamit mm gesamten beutscheu Volke, bem er burch seine «vortreffliche Erziehungsarbeit einen wertvollen Nachwuchs junger Manner geben wirb, auf ben !die Nation mit Recht voll froher Hoffnung blicken tonn. Wenn wir uns bie materielle Auswirkung bieser Arbeit im Dienste ber Gemeinschaft für unsere vberhessische Heimat ausehen, so erhalten «wir ebenfalls bie Gewißheit, daß von ben Män- mern bes Arbeitsdienstes ein vorbilbliches Werk geleistet wirb. 3n Oberhesien hak ber Arbeitsdienst bis zum Februar 1936 bei seinem Wirken an gemein- Das Kreuz in den Kreis! Jeber Stimmzettel am Sonntag trägt einen kreis. Du gibst dem Führer daburch deine Stimme, daß du in den kreis ein kreuz zeichnest. Ser Arbeitsdienst im Ausbauwerk des Führers Vorbildliche Leistungen in Oberheffen zum Besten der Dolksgesamtheit. bei diesen Arbeiten um große Rodungen im Gießener Stadtwald und um Entwässerungsarbeiten in den Gemarkungen der Orte Reiskirchen, Burkhardsfelden, Hattenrod, Harbach und Ettingshausen. Auch mit diesen Arbeiten werden sich die Arbeits- dienstrnäuuer wieder ein bleibendes Andenken an ihren gemeinnützigen Dienst sichern. Zwei Außeuzüge des Gießener Arbeitsdienstlagers, die bisher im Hinterland, in Kirchners und in Damm, uutergebracht waren und mittlerweile selbständige Abteilungen im Bezirk von Gladenbach geworden sind, haben in der Zeit ihrer organisatorischen Zugehörigkeit zum Gießener Arbeitsdienstlager in den Gemarkungen von Kirchners und Damm rund 2 0 0 0 0 Lohntagewerke bei Wasserlaufregulierungeu und Meliorationen geleistet und damit, den wirtschaftlich schwach gestellten Gemeinden unschätzbare Dienste für ihre Zukunft erwiesen. So sehen wir an diesem Teilausschuitt des Ar- beitsdieusteinsatzes in Oberhesien und im Gießener Bezirk ein Wirken, das in seinen Grundlagen und in den Einzelheiten nationalsozialistisch ausgerichtet ist und dem hohen Ideal der hingebenben Pflichterfüllung im Dienste der Dolksgesamtheit entspricht, die ber Führer allen beutscheu Menschen als ihre starke Verpflichtung gegenüber ber Volksgesamtheit immer roieber aufzeigt. Durch diese Ausrichtung bes Arbeitsbiensies werben wertvolle Menschen gebilbet zu ihrem eigenen vorteil unb zum Besten ber Gesamtheit unseres Volkes, zugleich auch vortreffliche gemeinnützige Werke geschaffen unb bamit ber Ration ein bebeutfames Stück ihrer Zukunft gesichert. Das ist für ein Provinzgebiet, in bem einige Lager bes Arbeitsbienstes befinben, eine gewaltige Leistung. Die Gesamtkosten bieser Arbeits- vorhaben würben sich bei ber Ausführung burch bie (freie Wirtschaft (Lohukosten unb Materialkosteu) auf 942 707,62 Mark belaufen, bei ber gleichen Ausführung im Arbeitsbienst (Zuschüsse unb Materialisten) erforderten sie jeboch nur bie Summe von 271 148,17 Mark. Wenn man sich vergegenwärtigt, daß bie Summen für biefe gemeinnützigen Arbeitsleistungen aus ben Mitteln ber Volksgesamtbeit bestritten werben müssen, also in Form von Steuern unb Abgaben jeben einzelnen Volksgenossen berühren, so erkennt man, wie stark sich ber Arbeitsdienst mit feiner gemeinnützigen Tenbeuz zum Vorteil jebes einzelnen Volksgenossen auch in bieser Hinsicht auswirkt, inbem er ihn trotz ber Schaf- ffung bebeutfamer wirtschaftlicher Werte nur in verhältnismäßig geringem Ausmaße belastet, zugleich ober auch jungen, arbeitsfrohen Menschen bie Möglichkeit zum Schaffen unb zum Dienst für bie All- Diesen hohen Gewinn in ideeller und in materieller .............. Führer zu „Deutscher Volkstag für Ehre, Freiheit und Frieden." Samstag, 28. März 1936. Um 20 Uhr richtet der Führer von Köln aus über alle deutschen Sender den letzten großen Appell vor der Wahl an das deutsche Volk. Zeder Volksgenosse muß den Führer an dies em Abend hören! Wir fordern alle Volksgenossen, die über ein Empfangsgerät verfügen, aus, solche Volksgenossen, denen keine Gelegenheit zum Empfang der Führerrede gegeben ist, an diesem Abend zum Gemeinschastsempsang einzuladen. Alle Gaststätten in Gießen werden gebeten, ebenfalls die Führerrede zu übertragen. Während der Führerrede ist der Betrieb auf das Rotwendigste einzuschränken. Die Gießener Ortsgruppen haben für den Gemeinschastsempsang der Führerrede folgende Lokale hergerichket: Studentenheim, Leihgesterner Weg Großer Hörsaal der Universität, Ludwigstraße Schühenhaus, Kaiserallee „Stadt Lich", Licher Straße „Germania", Kaiserallee Cafe Leib, Walltorstraße Soldan, Kanzleiberg (Ecke Sonnenstraße) Rohl, Ederstraße Raum der Technischen Rothilse, Vrandgasse. Alle Volksgenossen werden eingeladen, sich am Gemeinschastsempsang in diesen Lokalen zu beteiligen. Die Hitler-Zugend nimmt geschlossen an diesem Gemeinschastsempsang keil und verteilt sich aus die Lokale Großer Hörsaal, Studentenheim, Schühenhaus. Die SA. und die übrigen Gliederungen entsenden Abordnungen in sämtliche Lokale. zwischen ben Grasbüscheln herumstolpert, setzt sich abseits unb probiert, ben Kopf an bie Erbe unb bie Beine in bie Luft zu stemmen. Plötzlich packt ihn einer ber größeren Jungen an ben Füßen unb läßt ihn kopfüberschlagen. Bestürzt unb erschrocken hat ber Kleine, ber sich wohl ben Dreh anbers gebucht, einen Augenblick lang zu atmen vergessen. Da ihn aber ber größere Bruber fröhlich anlacht unb meint, er könne es ja, werben seine Augen groß unb leuchtenb. Er patscht in bie Hänbe, sich selber nachträglich zu seinem gelungenen Kunststück Beifall fpenbenb. Ist er nicht beneibensroert in feiner Selbstzufrie- benheit unb feinem Glück? Vornotizen. Tageskalenber für Samstag. NSDAP.: 19.45 Uhr Gemeinschaftsempfang ber Führerrebe aus Köln in ben einzelnen Ortsgruppen. (Näheres in ber heutigen Bekanntmachung ber Kreisleitung.) — NSG. „Kraft burch Freube": Ab 15.30 Uhr allgemeine Körperschule unb Walblauf auf bem Universitätssportplatz am Kugelberg. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Mäbchenjahre einer Königin". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Dschungel ruft". — Oberhessischer Kunstoerein (Turmhaus am Branbplatz): 16 bis 17 Uhr Ausstellung von Gemälben von Richard Geßner-Düsiel- borf. Tageskalender für Sonntag. Musikzug ber SA.-Stanbarte 116: 11 bis 12 Uhr Platzkonzert Ecke Plockstraße - Johannesstraße. — Stabttheater: 19 bis 22 Uhr „Die blaue Mazur". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Mäbchenjahre einer Königin". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Der Dschungel ruft". — Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Branbplatz): 11 bis 13 Uhr Ausstellung von Gemälben von Richarb Geßner (Düffel- borf). Der Spielplan bes Gießener Stadttheaters, vom 29. Wärz bis 5. April. Aus bem Stabttheaterbüro wirb uns geschrieben: Sonntag, 29. März, von 19 bis 22 Uhr, außer Abonnement bie Schlageroperette „Die blaue Mazur" von Fr. Lehär. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer Spielleitung: Paul W r e b e. Tänze: Thery Schultheis. — Dienstag, 31. März, von 20 bis 22.30 Uhr, Erstaufführung ber neuen Lustspieloperette „Die unvollkommene Ehe" von A. Nehring. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer. Spielleitung: Paul W r e b e. Die Vorstellung gilt zugleich als 24. Vorstellung im Dienstag-Ab'onne- ment. — Mittwoch, 1. April, von 19.30 bis 22 Uhr, als 24. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement, „Die Insel", Schauspiel von Haralb Bratt. Spielleitung: Anton Neuhaus. — Donnerstag, 2. April, von 20 bis 22 Uhr 4. Symphoniekonzert. Werke von Borobin, Egk, Weber, Tschaikowsky. Musika- .lische Leitung: Professor Stefan Temesvary. Solist: Hch Grau (Klarinette). Das verstärkte Stäbtische Orchester. — Außer Abonnement. 9. Abonnementskonzert bes Gießener Konzertver- ems. — Freitag. 3. April, von 20 bis 22.30 Uhr bie neue Lustspieloperette „Die unvollkommene Ehe" von Albrecht Nehring. 25. Freitag - Abonnement. — Samstag, 4. April, von 20 bis 22.30 Uhr als ®°rrf*eUung ber Deutschen Bühne bas interessante Gesellschaftsstück „Die Insel". Spielleitung: Anton Neuhaus. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an ber Abenbkasse. — Sonntag, 5. April, von 11.30 bis 12.30 Uhr 3. Morgenfeier. Von 19 bis 21.30 Uhr zum letztenmal ber Lustspielerfolg „Krach im Hinterhaus" von M. Böttcher. Spielleitung: Hein- rieb Hub. Die Vorstellung ist außer Abonnement. Garteninspektor i. N. Nehnelt 75 Jahre alt. Ser IInwersitäts-Darteninspektar i. R. Friedrich Rehnelt in Gießen kann am fommenben Mon- 0-Marz, in bester körperlicher unb geistiger ^rische seinen 75. Geburtstag begehen. Herr Reh» "e" war vom Herbst 1892 bis zum Herbst 1926 '"V Umoersltats-Garten als Garteninspektor tätig unb hat sich m bieser Stellung um bie Allgemein- beit msbefonbere um die Universität große Ver- dienfte erworben. Daneben hat er sein reiches Wis- sen und seine großen Erfahrungen in den Garten- bau^rgamfationen und seit mehr als einem Jahr- zehnt auch m der „Scholle" des „Gießener An- zeigers stets in vorbildlichster Weise in den Dienst nX Durch feine unermüb. Iid)e Hilfsbereitschaft und seine Liebenswürdigkeit gegenüber jedermann, wie auch durch seine au'qge- zeichneten Charaktereigenschaften hat er sich in Gie- Ben und weit darüber hinaus bei vielen Volksge- nosien große Wertschätzung erworben. Platzmusik des GA.-Musik,uges. Der Musikzug der SA.-Standarte 116 gibt am morgigen Sonntag, 29. März, von 11 bis 12 Uhr an ber Ecke Plockstraße-Johannesstraße ein Platz- fonjert. Die Bevölkerung sei auf diese Veranstal- tung besonders hingewiesen. Die Glocken läuten. Line Anordnung der Evangelischen Landeskirche Rasfau-Hesien. » Drr Lanbeskirchenausfchutz der Evangelischen Lan- beskirche Nassau-Hessen orbnet hierdurch an. bas, am Samstag, W Mar,,, na* der Führerrebe vanB«. ginn bes Aitmeber,anbischen Sanfqebetes an alle ©lorfen einer Viertelstunde lang lauten. Eine schritt. l>ch° Anordnung ergeht nicht mcljt ’ 1 wieder ab. Sie Kleine jauchzt! Senn schau schnellt sich ber Kreisel mit schönem Schwung in einem eleganten Bogen über bie Sandfläche, sich im rasenden Dreh auf feiner einzigen Fußspitze um sich selber wirbelnd. Jeder sichere Peitschentreffer steigert seine rasch erlahmenden Kräfte und befeuert ihn zu kühnen Sprüngen dahin und dorthin, aber die Kleine, bie nun „auch mal" will, hat ihn im Nu roieber zu Tobe geprügelt. Die lachenbe Schwester weiß noch eine zweite Antriebsart. Sie bohrt ben Kreisel mit seiner Spitze in ben Sanb bis er aufrecht stehen bleibt, unb läßt ihn bann mit einem gelungenen Schlag in einen schwachen Wirbel springen, ben sie mit flinken Hieben sehr schnell zum anmutigsten Kreiseln zwingt. Der Kleinen, bie ihr Können ebenso zeigen will, bauert inbes ber Tanz zu lange. Sie greift nach bem Wirbelnden und ist erstaunt, daß er in ihrer Hand so jäh zum leblosen Stück Holz wird. Sie stößt und dreht ihn, wie es die Schwester tat, mit feiner Spitze in ben Sanb, aber er bleibt vorerst noch nicht allein stehen... Von bem Baumweg führt ein schräger Pfad zu den Schrebergärten hinab, in denen Männer unb Frauen fleißig beim Säubern unb Graben finb. Die Erbe muß aufgelockert unb burchlüftet werben. Un- krautwurzeln werben beiseite geworfen unb Düngemittel gestreut, bamit ber gereinigte Boben sich kraf- tigt für bie neue Saat. Ein paar kleine Knaben, bie wohl ba unb bort zu leichten Hanbreichungen, wie zum Wegtragen ber Unkrauter unb Abfälle abgeernteter Gemüse ange- [teilt waren, finb ausgeflitzt unb haben sich am gra- figen Hang zusammengesunden, in ben sich die Sonne richtig hineingewühlt hat. Hier beratschlagen sie, was man tun könne. Plötzlich läßt sich einer von ihnen seitwärts ben Hang hmunterrollen unb — schon machen es bie anbern nach. Jeder will schneller unten ankommen, als der andere, Lis Arms müßen den Schwung voreinzelnen folgendes Bild: Wasierlaufregulierun- gen 35,944 Kilometer mit 596,02 Hektar Vorteilsfläche, Drainagen 51,933 Kilometer mit 58,31 Hektar Vorteilsfläche, Rodung und Meliorationen 65,21 Hektar, Forftkulturarbeiten 784,13 Hektar, Hilfeleistung bei Stadtsiedlung 36 Siedlerftellen, Wegebau (Aus- und Reubau) 149,104 Kilometer. 2n diesen Zahlen spiegelt sich eine Leistung wider, auf die der Arbeitsdienst in hohem Maße stolz sein kann. Lenken wir unseren Blick von der Gesamtleistung des Arbeitsdienstes in Oberhessen auf die uns räumlich am nächsten gelegene Leistung ber Gießener Arbeitsbienstabteilung 223/8 Justus von Liebig, die in dem Lager am Philosophenwald untergebracht ist, so tritt uns für die Zeit vom September 1934 bis zum März 1936 hier eine Leistung von rund 56 000 Lohntagewerken vor Augen. Bei deren Durchführung wurden Rodungen, Feldwegebauten, Entwässerungen, Oedlandkultivie- rungen, Forftkulturarbeiten und auch ein Stück Lahnregulierung ausgeführt. Das Arbeitsfeld der Gießener Arbeitsdienftabteilung erstreckte sich auf die Gemarkungen der Stadt G i e ß e n und der Orte Annerod, Rödgen, Wieseck, Alten- Buseck, Daubringen, Albach, (Stein- dach, Watzenborn-Steinberg und Frjede l h a u s e n. In allen diesen Gemarkungen wurden durch den Einsatz bes Arbeitsbienstes Werte geschaffen, bie ohne ihn von ben Gemeinben zum mindesten jetzt noch nicht hätten erschlossen werben können, unb so haben sich bie Arbeitsbienstmänner ber Gießener Abteilung wohlbegrünbeten Anspruch auf bie bankbare Anerkennung bieser Gemeinben erworben. Unmittelbar vor der Inangriffnahme durch die Gießener Arbeitsdienstabteilung stehen weitere rund 50 000 Lohntagewerke. Ls handelt sich Einen der wichtigsten Frontabschnitte im Kampfe bes Führers um ben Wieberaufbau bes beutschen Lölkes hält ber Arbeitsbienst erfolgreich besetzt. Er lellt einen bebeutfamen Teil ber Kerntruppe dar, mit deren Hilfe der Führer feinen großen, unblu- ligen Krieg für die friedliche Erneuerung des deut- \a)en Volles führt. Nahm der Arbeitsdienst im Geben unseres Volkes bereits eine bedeutsame Stellung ein, als er noch aus Freiwilligen sich ergänzte, so ist fein Schwergewicht erheblich gewachsen, seitdem der Dienst in feinen Reihen allen tauglichen jungen Leuten von Reichs wegen zur Pflicht gemacht ist. Dem Wirken bes Arbeitsbienstes kommt eine bop- velte Bebeutung zu. Einerseits ist er als Vorstufe Zier körperlichen Erziehung unserer jungen Männer oor beren Eintritt in bie Wehrmacht unb als Pflegestätte bes hohen Gebankens ber Kamerab- ichaft unb ber Uneigennützigkeit im Dienste bes Lolksganzen in ibeeller Hinsicht gar nicht hoch genug einzuschätzen. Anberseits entstehen auf bieser Grunblage feines Schaffens Werke zum Besten ber Volksgemeinschaft, bie ohne ihn entmeber überhaupt Kinderspiele Unter ben fnofpenben Linden bes Baumwegs, an ben Schrebergärten entlang, sitzen auf ben Bänken, bie im hellen Grün ihres neuen Anstrichs prangen, bie Frauen mit ihren Kinberwagen im warmen Sonnenschein. Die Kleinen schlafen sich rosige Bäckchen, auch bie Gesichter ber größeren Kinber, bie um bie Bänke spielen, glühen im Glanz und lauen Atemspiel des Frühlings. Die Mütter können sie achtlos sich selbst überlassen und ihre eigene Freude an dem immer wiederkehrenden Wunder des Grünens und Blühens einander ausplaudern. Die kleinen Mädchen haben sich mit einem spitzen Stein ein Spielfeld in den glatten Weg gezogen. Lauter aneinanbergereihte Quabrate unb Rechtecke, bie zum Teil biaaonal burchschnitten werben. Diese Teilselber, so will es bie Regel, müssen ber Reihe nach von einem glatten Stein, ber hineingeworfen wird, burchlaufen werben. Der Stein barf weder ein Feld überspringen, noch auf einen Grenzstrich fallen. Vor den gleichen Fehlern muß sich das Mädchen hüten, das sich seinen Stein zurückholt. Alle sind mit bewundernswerter Hingabe und rastlosem Eifer beschäftigt, als gelte es etwa eine Meisterschaft zu verteidigen. Eine, bie noch zu klein ist, um Sinn unb Regeln bes Spieles zu erfassen, hat einen Kreisel vor sich liegen unb mißhanbelt ihn mit bem Stock einer Peitsche, weil er gar nicht tanzen will. Sie stößt unb schiebt ben Schwerfälligen, der noch nicht einmal seinen Kopf aus dem Sande lüftet, geschweige denn sich auf sein Tanzbein stemmt, unb gerät schließlich aus Enttäuschung über ben Mißerfolg ihrer Bemühungen in Hitze unb Aerger. Eine ber Spielerinnen muß zu Hilfe eilen, ihr bie Tränen trocknen und ihr — zum wievielten Male? — zeigen, wie man dem Kreisel auf# Bein hilft. Sie wickelt die Peitschenschnur um die Rillen des Kkeijels, bückt M und recht sie mit einem Ruck Der Oberste Befehlshaber und Arontkamerad: „Ich habe Euren Opfern den Lorbeer der Ehre, der Freiheit. der Arbeit und des Rechts erkämpft." Die Krieger-Lltern, -Witwen und -Walsen, die Frontkämpfer und Kriegsteilnehmer: „Zu Befehl. Wein Führer! Unseren Dank am 29. Wärzl" ständig geheilt werden. Stellen sich bei dem einen oder anderen Untersuchten derartige Schäden heraus, so sorgt die Landesversicherungsänstalt auf Antrag des Arztes für Ausheilung in entsprechenden Kurheimen. Die Untersuchung wird für Jeden einzeln vor- genommen; jeder kann sich an -and der Liste der durch das Amt für Volksgesundheit zugelassenen Aerzte selbst den Arzt auswählen. So ist der individuelle Charakter der Untersuchung gewahrt und die Gewähr gegeben, daß richtige Ratschläge jedem Einzelnen mitgegeben werden können. lieber den Untersuchungsbefund wird jedem Untersuchten ein Gesundheitsstammbuch ausgefertigt. Auf diese Weise ist man stets in der Lage festzustellen, wie sich der einzelne Mensch gesundheitlich weiter entwickelt hat. Die Untersuchung selbst erfolgt völlig kostenfrei, ebenso die Unterbringung in einem Kurhaus. Der Aerzteschaft und den Landesversicherungsanstalten wird hier ein Mittel in die -and gegeben, sich jederzeit über den Stand der Volksgesundheit ein genaues Bild zu machen. Weiterhin wird durch das rechtzeitige Erkennen der einen oder der anderen Krankheit mancher junge Mensch vor Siechtum bewahrt und auf der anderen Seite der Allgemeinheit wieder Ausgaben erspart. Finanzierungsmöglichkeiten für die Errichtung von Kleinsiedlungen. Fwd. Durch einen neuen Runderlaß des Reichs- und Preußischen Wirtschaftsministers sind die Finanzierungsmöglichkeiten für die Errichtung von Kleinsiedlungen mit -ilfe von Sparkassenhypotheken wesentlich erweitert worden. Wenn die deutschen Sparkassen auch bisher schon in besonderem Maße an der Förderung der Kleinsiedlungsmaßnahmen der Reichsregierung mitgewirkt haben, so waren sie doch in manchen Fällen, wie z. B. bei Siedlungsvorhaben, deren zwischenzeitliche Träger Gemeinden oder Gemeindeverbände sind, durch das bestehende Verbot der Gewährung von Kommunalkrediten gehindert, -ypotheken zur Verfügung zu stellen. Nunmehr ist auch für diese Fälle durch den vorerwähnten Erlaß eine Beleihungsmöglichkeit eröffnet worden, die den Sparkassen, unbeschadet des weiter in Geltung bleibenden Kommunalkreditverbotes, die Bereitstellung von Mitteln für Kleinsiedlungszwecke insbesondere dann gestattet, wenn gemeinnützige Woh- Pwpagandafahri -es IlGKK. Der Standort Gießen des NSKK. wird am heutigen Samstagnachmittag eine große Propagandafahrt durch den Kreis Gießen unternehmen. Die Abfahrt der Wagen erfolgt in drei Gruppen von der Bleickstraße, dem -indenburgwall und der Alicenstraße (Hessischer Hof) aus. Die Fahrt gebt in verschiedenen Richtungen und wird alle leib nehmer um 17 Uhr in Grünberg zu einer Kundgebung vereinigen. Von Grünberg aus wird die Rückfahrt nach Gießen geschlossen erfolgen, hier wird als Abschluß eine Propagandafahrt durch die Stadt durchgeführt. Sie Gesundheit der berufstätigen Jugend wir- geprüft. RSG. Das Amt für Volksgesundheit in der DAF. führt in der nächsten Zeit eine allgemeine Untersuchung der Jahrgänge 1910 bis 1911 durch. Mancher dieser jungen Menschen, der zur Untersuchung vor den Arzt tritt, hat während der langen Zeit der Erwerbslosigkeit Schaden an seiner Gesundheit gelitten. Stellen sich bei diesen Untersuchungen krankhafte Symptome heraus, so wird im Einvernehmen mit der Landesversicherungsanstalt für entsprechende Abhilfe gesorgt. Gerade -erzfehler, Gelenkerkrankungen, Tuberkulose, nervöse Erkrankungen usw., die zum Teil auf schlechtes Funktionieren der Drüsen zurückzuführen sind, können — im Anfangsstadium erkannt — voll- Gesund und frisch, pausbäckig und froh. 4# M . w Jbfc. 'M MW WM W 2D w, v* - - j EM: M V K; -L ■' ' 5 d ■iV s , Ma > V«y, - § E * <' - E Wieviel Kinderelend mußte man früher oft mitansehen, ohne helfen zu können. Der Geist der Volksgemeinschaft, den Adolf -itler in die Herzen aller Deutschen pflanzte, und der in der NSV. mit seine lebendige Verwirklichung fand, verhllft jährlich Tausenden von Kindern zu einer gesunden Erholung. Welche Mutter und welcher Vater empfindet nicht den tiefsten Dank für Adolf Hitler, wenn sie ihre Kinder so kraftstrotzend wiedersehen! — (Scherl-Bilderdienst-M.) Wir können wieder sparen! Das Anwachsen der Spareinlagen im Gau Hessen-Nassau. Man hat früher vielfach die Börse als „Wirtschaftsbarometer" bezeichnet in der Meinung, daß die Bewegung der Kurse den Grad des Wohlstandes und der Gesundheit des Wirtschaftslebens wieder- aebe. Hierbei übersah man, daß in der Zeit eines schrankenlosen Liberalismus die Börsenkurse ebenso sehr durch Spekulationsmanöver, wie durch allgemein wirtschaftliche Geschehnisse beeinflußt wurden. Dagegen gibt es schon seit Jahrzehnten ein Wirtschaftsbarometer, das mit unbestechlicher Sichecheit den Grad des Wohlstandes und vor allem des Vertrauens anzeigt, das von den weiten Schichten des Volkes, von Arbeitern, Anaestellten, Bauern, Handwerkern usw. der Wirtschaft entgegengebracht wird. Dies ist die Höhe der Spareinlagen. Der schwere Schlag, der diesem Vertrauen durch die Inflation versetzt wurde, hat das Barometer um vieles empfindlicher, dafür aber auch um vieles genauer gemacht. Es gibt auf wirtschaftlichem Gebiet wohl kaum einen deutlicheren Beweis für das grenzenlose Vertrauen des deutschen Volkes zu feinem Führer als die Tatsache, daß die Spareinlagen im Deutschen Reich von 9,917 Milliarden Wark Ende 1932 auf 13,384 Milliarden Mark Ende 1935, also in drei Jahren um 35 v. h., gestiegen sind, während die Zunahme von 1929 bis 1932 nur 10 v. H. betrug. Besonders rasch hat sich diese Zunahme der Spareinlagen im Gau Hessen-Nassau vollzogen. Hier stiegen die Spareinlagen von 492 Millionen Mark Ende 1932 auf 665 Millionen Mark Ende 1935. In diesen Hahlen zeigt sich, daß gerade in unserem Gau vorbildliche politische und wirtschaftliche Aufklärungsarbeit geleistet wurde. Das starke Anwachsen der Spareinlagen und auch aller sonstigen Einlagen machte es den Kreditinstituten möglich, nicht nur der Wirtschaft die von ihr benötigten Kredite zur Verfügung zu stellen und damit die Arbeitsbeschaffung nachdrücklich zu fördern, sondern auch zur Festigung des Kapitalmarktes und zur Finanzierung der großen nationalen Aufgaben entscheidend beizutragen. nungs- und Siedlungsunternehmungen, die auch bisher schon unter gewissen Voraussetzungen Sparkassenkredite aufnehmen konnten, als Träger für die Kleinsiedlungen nicht zur Verfügung stehen. Hiermit werden die Kleinsiedlungsmaßnahmen der Reichsre^ierung durch Vermittlung von Hypotheken wieder einen erheblichen Schritt vorwärts getrieben mit dem Ziele, allen Volksgenossen mit Hilfe der Sparkassen die Errichtung eines Eigenheimes zu ermöglichen. Ser Einzelhandel ist kein Verkehrsgewerbe. Fwd. Der Sonderausschuß zur Regelung von Wettbewerbsfragen im Einzelhandel hatte zu folgender Frage Stellung zu nehmen: „3ft es zulässig, daß ein Einzelhandelsunternehmen Kaufinteressenten unentgeltlich befördert oder befördern läßt, auch wenn ein Kaufzwang nicht aus- geübt wird?" Der Sonderausschuß hat dazu gutachtlich entschieden, daß die unentgeltliche Beförderung von Kausinteressenten durch ein Einzelhandelsunternehmen unzulässig ist, wenn sie geeignet ist, Kunden anzulocken. Dabei kommt es nicht darauf an, ob die Freifahrt von einem Einkauf abhängig gemacht wird. Gportamt ^Kraff durch Freude". Jleue KdF.-Sportkurse ad 1. April. Neben den bereits bestehenden Sportkursen werden vom Sportamt ,Lraft durch Freude" ab 1. April folgende Kurse neu aufgestellt: Neue Reitkurse. Die Kurse laufen in den Abendstunden und sind für Anfänger und Fortgeschrittene vorgesehen. Die Kosten betragen für den sechsstündigen Kursus für Mitglieder der DAF. 6 Mark, für Nichtmitglieder 9 Mark. Anmeldung auf der Geschäftsstelle, Schau« zenstraße 18. Fechtkurse. Um allen Volksgenossen das Erlernen des Fechtens möglich zu machen, werden Kurse für Florett und Säbel eingerichtet. Waffen werden gestellt. Die Kosten sind so gering gehalten, daß es jedem möglich sein wird, an den Kursen teilzunehmen. Anmeldung auf der Geschäftsstelle. Kurse für Rollschuhlaufen. Unter Anleitung von bewährten Lehrkräften besteht hier die Möglichkeit für den Anfänger das Erlernen der Anfangsgründe, für den Fortgeschrittenen die Einführung in den Kunstlauf. Auch hier sind die Kosten so gering, daß sicher viele Volksge- Hoffen diesem schönen Sport neu gewonnen werden. Schachkurf e. Die Verbreitung des Schachspieles findet im ganzen Volke mehr und mehr Anklang. Wer sich einmal damit befaßt hat, wird immer Anhänger dieses kö- Wahlzeit von 9 bis ISttfor! In diesen Stunden sind die Wahllokale ununterbrochen geöffnet Alle gehen wählen! niglichen Spiels bleiben. In den KdF.-Schachkurfen werden alle Volksgenossen mit den Feinheiten vertraut gemacht und weiter fortgebildet. Wer Lust und Liebe hat, mitzumachen, der melde sich auf der Geschäftsstelle. Schachturnier in Frankfurt Für das von Karfreitag bis Ostermontag in Frank« furt a. M. stattfindende Schachturnier werden noch Anmeldungen angenommen. Jeder kann daran teil- nehmen und sich in die folgenden Spielklaffen selbst einteilen: 1. Anfänger, 2. Fortgeschrittene, 3. Gute Spieler, 4. Starke Spieler. Es stehen wertvolle Ehrenpreise zur Verfügung. Wer macht mit? Kurse für Kindergymnastik. Diese Kurse werden in den Nachmittagsstunden eingerichtet und dienen der körperlichen Ertüchtigung der Kleinen und Kleinsten. Was gibt es Schöneres für Kinder, als sich in frisch-fröhlichem Spiel zu tummeln? Auch hier stehen bewährte Lehrkräfte zut Verfügung, so daß für richtige Anleitung und Ausbildung Gewähr gegeben ist. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle entgegen. Jeder Deutsche kann an KdF.-Sportkursen teil- nehmen. Hessenfahrt zu den Buchenlanddeutschen! Die Donau abwärts nach Bukarest und in die Bukowina. In den wildromantischen Tälern der Nordostkarpathen, in der Umgebung von Czernowitz in der Bukowina, wohnen seit rund 150 Jahren deutsche Volksgenossen, deren Vorfahren einst aus dem Schwaben- und -essenlande ausgewandert fink Innerhalb eines bunten Völkergemisches von Ru- thenen, Rumänen, Russen und Juden haben sich die Volksgenossen des Buchenlandes deutsch erhalten. Blitzsaubere Dörfer und reizende deutsche Sommerfrischen harren des Besuchers aus dem Mutterlande. Ebenso wie im vorigen Jahre 150 Pfälzer mit ihrem Gauleiter B ü r ck e l die Stammesbrüder im Donauland besuchten, so findet vom 10. bis 26. Juli eine große Befuchsfahrt des Hessen- gaues zu den Landsleuten in den Buchenländer Waldkarpathen statt. An dieser Freundschaftsfahrt kann sich jeder Volksgenosse zu einem im Verhältnis zur Fahrtweite sehr niedrigen Preis beteiligen. Die Fahrt aeht zunächst nach Eger, wo bit Kaiserpfalz besucht und die (Erinnerungen an Wallenstein, den großen Feldherrn des 30jähriaen Krieges, besichttgt werden. Von dort über Brunn nach Preßburg, wo der Donaudampfer bestiegen und auf ihm die Reise über Budapest und Belgrad fortgesetzt wird. Weiter donauabwärts fährt der Dampfer, passiert die schäumenden Katarakte des EV der neue Foto-Film mit Garantieschein 1 OLYMPAN Oie Tippgräfin. Roman von Klothilde v. Siegmann Urheberrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin, SW 68. 24. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Mit müder Stimme begann Annina: „Lieber Freund, ich habe mich entschlossen, einige Monate zu verreisen. Das schwere Schicksal, das mich durch den Undank und das Verbrechen Mariellas getroffen hat, macht mir mein Haus hier zur Qual. Ich würde hier nicht zur Ruhe kommen. Immer wieder würde ich daran denken müssen, daß ick hier das undankbarste Geschöpf aufgezogen habe, das einen Mann wie Hagen in den Tod getrieben hat." Kammacher unterdrückte ein heftiges Wort. Diese Verhimmelung Hagens hätte er von Annina am allerwenigsten erwartet. Denn er entsann sich noch genau der Zeiten, da Annina voller Abscheu von Hagen sprach, als er sich mit Mariella verlobt hatte. Und außerdem kannte er auch aus eigener Erfahrung den Charakter des Verstorbenen nur allzu gut. Ein Edelmann von echtem Schrot und Korn war er schon seit Jahren nicht mehr gewesen. Kammacher wußte genau, wie Erhard von Hagen in der letzten Zeit gelebt hatte, von Schulden und von dem, was Mariella ihm zustecken konnte. Bestimmt hatte Hagen auch von Mariellas verzweifeltem Diebstahlsplan gewußt. Nicht nur gewußt, er hatte ihn sicher in Mariella hochgezüchtet. Kammacher war sich völlig im klaren darüber, daß Mariella di Bonaglia Wachs in den Händen Erhard von Hagens gewesen. Er hatte im geheimen längst beschlossen, nicht mit seiner Meinuna zurückzuhalten. Er hatte sich auch bereits bei Mariellas Verteidiger Doktor Hartwig als Entlastungszeuge gemeldet — ebenso wie Herr Scherer, der Leiter des Spielklubs. Annina fühlte sehr wohl Kammachers stummen Widerspruch gegen ihre Worte. Er war gegen sie, wie fast alle anderen Zeugen. Das machte ihren Haß gegen Mariella noch größer. Schneidend sagte sie: ,Lch kann Sie natürlich nicht daran hindern, anders über den Verswrbenen zu denken als ich, feine aufrichtige Freundin. Mariella hat tatsächlich alle Menschen behext. Schließlich sieht es noch so aus, als ob ich; die Bestohlene, im Unrecht wäre. Aber das mutz ich eben hinnehmen. Jedenfalls möchte ich Sie bitten, den Behälter mit meinem Schmuck an sich zu nehmen und in einem Safe Ihrer Bank einzulaaern. Nach dem, was geschehen ist, scheint es mir allzu riskant, den unschätzbaren Schmuck auch nur noch eine einzige Nacht unter meinem Dach zu belassen!" „Mir scheint, gnädige Frau, die Sorge um den Schmuck ist jetzt wohl weniger dringend als die Sorge um die Principessa!" Kammacher konnte sich nicht länger zurückhalten. ,Hn dieser entsetzlichen Situation wollen Sie Ihre unglückliche Pflegetochter wirklich sich selbst überlassen, gnädige Frau? Wollen Sie nicht warten, bis sie eine Existenz hat? Wir haben es alle überhaupt nicht begriffen, daß Sie Strafantrag gestellt haben. Sie find doch reich genug, um über den Schaden hinwegzukom- men, der Ihnen aus dem Verlust des Halsbandes entstand. Das arme Mädel aber ist doch wahrhaftig durch den Tod des Grafen schwer genug gestraft worden und sollte nicht noch obendrein ins Gefängnis wandern müssen." Der Bankier war aufgesprungen und lief erregt im Zimmer auf und ab. Jetzt stand er mit finsterer Miene vor Annina und sagte: „Warum verzeihen Sie dem unglücklichen, jungen Geschöpf nicht?" Der stolzen Annina wurde unter dem Blick Kammachers sehr unbehaglich. Sie zündete sich mit nervös zitternden Händen eine neue Zigarette an. „Sie machen mich mit Ihrem Hin- und Her- laufen ganz nervös, Herr Kammacher. Ich will Mariella verzeihen, sobald der Schmuck wieder zur Stelle geschafft ist. Mehr kann wohl kein Mensch von mir verlangen." Am liebsten hätte Kammacher das Zimmer wort- o.b verlassen, um mit dieser hartherzigen Frau n!? 3 m tun 3u haben. Aber ein eigentüm» jupes Gefühl, das ihm erst viel später klar wurde, sagte ihm, daß er Annina nicht noch mehr verletzen sollte. 1 „Schön, meine Gnädigste, ich werde setzt von meiner Bank einen zuverlässigen Beamten herbeitelephonieren, damit in seiner Gegenwart eine Leltandsaujnahme gemacht wird» Sis erhattea dann ein Duplikat der schriftlich sestgelegten Bestandsaufnahme und bestätigen mir, baß diese Juwelen als Ihr persönliches Eigentum m meine Obhut kommen sollen." Annina war einverstanden. Nach einer halben Stunde bereits war ein zuverlässiger Beamter aus Kammachers Bank da. Die Bestandsaufnahme ging schnell vor sich. Und mit kühler Verbeugung verabschiedete sich Kammacher, die Quittungen in der Hand. Annina atmete auf. Das war der letzte Schritt gewesen. Es war alles vorbereitet. Die Koffer mit neuesten, modernsten Kleidern waren gepackt. Die Eisenbahn- und Schiffskarten waren bestellt. Sie wollte erst wieder nach Berlin zurückkehren, wenn fie als Hauptzeugin in dem Verfahren von Gellern gegen Bonaglia vor Gericht erscheinen mußte. * Ein schillernder Sonnenstrahl brach durch das Dickicht des afrikanischen Urwaldes. Der Strahl fiel auf den kleinen Teich, der, eine Seltenheit in diesem Gebiet, kristallklare Wasser barg. Noch war die tropische Hitze, die um diese Zeit hier herrschte, nicht ganz auf ihrem Höhepunkt angelangt. Erquickende Kühle herrschte unter den Baumriesen, zwischen denen winzige Kolibris auf Honig spendenden Orchideen gleich köstlich funkelnden Faltern gaukelten. Schmetterlinge, nicht weniger farbenprächtig, aber um Vielfaches größer als diese lebenden Juwelen, wetteiferten mit ihnen auf ihrer Suche nach Nahrung. Der Waldboden deckte lichtgrünes Moos, das wie ein Teppich dalag. Feingefiederte Farren wuchsen majestätisch hoch und höher, und smaragdgrüne Salamander huschten zwischen ihnen dahin. Seltsame Geräusche tönten aus der heiligen Stille dieses Waldes empor. Es war, als riefe eine Hirtenflöte die harmlosen Tiere des Waldes zum frohen Spiel herbei; die großen, gefährlichen Raubtiere hielten sich um diese Stunde verborgen und wagten sich nicht hervor. Aber da wurde ein grauröcfiges Eichhörnchen sichtbar, das eilig von Ast zu Ast einer bestimmten Stelle zuzueilen schien; dort tauchte zwischen den Zweigen ein winziges Blütenäffchen auf, das wohl das gleiche Ziel hatte. Eine Gazelle huschte eilfertig zum Rande des Sees, als ob sie sich nicht verspäten dürfte. Und zwei herrlich gefärbte Enten segelten so eilfertig über das Wasser/ als ob sie zu einer bestimmten Stunde an einem bestimmten Ort fein müßten. Der süße Klang der Hirtenflöte kam immer näher« Und plötzlich tauchte zwischen den Büschen von wilden Bananen, die den See rings umgaben, eine Frauengestalt auf, die an dieser Stelle wie eine Mensch gewordene Märchengestalt wirkte. Es war ein ganz junges Mädchen von rosigweißer Hautfarbe, dessen Körper auch die heißest- Tropensonne nicht zu bräunen vermocht hatte. Lockiges Blondhaar von schimmernder Pracht umwob das Haupt des elfenhaft schonen Wesens, irt Dem em paar Blauaugen nur so sprühten. Und doch lag ein ein leiser Schimmer von Melancholie in ihnen, als plötzlich zutraulich eine stattliche Affen- mutter vor ihr auftauchte und ihr mit klugem Blick dos Junge zeigte, das über Nacht geboren zu fein schien. Die Waldfee ließ die Hirtenflöte sinken und streichelte das winzig kleine Aeffchen, ohne daß dis Alte Miene machte, damit zu fliehen. „Du hast es gut", murmelte das Mädchen verträumt. „Du hast eine Mutter, kleines Ding." Das Erstaunliche an diesen Worten war aber nicht, daß sie ausgesprochen wurden, sondern die Tatsache, daß sich das Mädchen im Urwald in tadellosem Deutsch auszudrücken vermochte. Die Affenmutter hatte sich wieder in das Dickicht zurückgezogen, aber die lachende Schöne vermochte sich kaum noch der Zärttichkeiten der anderen Tiere zu erwehren, die sich umschnupperten und umsprangen. Das Eichhörnchen schwang sich mit kühnem "vatz auf ihre eine Schulter, das Blütenäffchen gra- zios auf die andere, und das Duckerböckchen versuchte sogar, sich mit den hoch erhobenen Vorderbeinen an der graziösen Mädchengestalt festzuhalten. Doch lachend schüttelte sie nach eifrigem Streicheln die ganze vierbeinige Gesellschaft ab, die nurt gleichfalls wieder davongaloppierte. Plötzlich horte man Menschenstimmen, und gleich darauf traten zwei schwarzbraune Zwergfrauen an das Ufer des Sees und sahen sich dort suchend um. „Bibi, Bibi! Ilaro — klarer riefen sie. Sonderbar, auch sie schienen deutsch zu verstehen, denn das Mädchen, das wohl den Namen Ilaro führte, rief: „Mejenga, Fatoma — hier bin ich!" (Fortsetzung folgt!) Grundlage nicht aus; selbst wenn diese Unterlagen in beglaubigter Form vorgelegt werden. ** Berkehrsunfall. Auf der Straße zwischen der Wellersburg und Lollar ereignete sich gestern ein Berkehrsunfall. Zwei Wagen, die aus entgegengesetzten Richtungen kamen, fuhren gegen- elnander. Glücklicherweise wurden die Insassen nicht erheblich verletzt. Eine Frau und ein Junge mußten in die Ztlinik gebracht werden, konnten aber nach erster Behandlung bald wieder entlasten werden. Kasanpasses, um schließlich in Orsova seine Gäste dem Expreßzug zu übergeben, der sie nach Bukarest bringt. Am siebten Tage wird die Bukowina erreicht, wo nun, je nach Lust und Neigung, an Autorundlahrten, Wanderungen ins Gebirge, Besuchen deutscher Gemeinden, Besuchen noch erhaltener Stellungen aus dem Weltkriege teilgenommen werden kann. Wer einen Erholungsaufenthalt vorzieht, findet Aufnahme ta reizenden auslandsdeutschen Waldpensionen. Den Abschluß des Aufenthalts bildet ein ge- Heute Gemeinschafisempfang der SA. Standort befehl. Aum Gemelafchaftsempfang treten am Samstag, dem 28. März, 19.45 Uhr, sämtliche Stürme des Standorts Gießen auf dem Standartenplah, Senckenbergstratze 1, an. Anzug: Großer Dienstanzug ohne Mantel. Der Führer des Standorts Gießen. Lutter, Standartenführer. meinsamer Abend mit der buchenlandisch-deutschen Volksgruppe im „Deutschen S)aus" zu Czernowitz. Die Rückreise erfolgt über Lemberg, Krakau, Breslau. Die Teilnehmerzahl ist im Hinblick aus den besonderen Charakter der Reise beschrankt. Es empfiehlt sich, schon rechtzeitig einen Platz zu belegen. Auskünfte und Prospekte durch die Auskunftsstelle des Deutschen Reisedienstes, Darmstadt, Landgraf- Philipps-Anlage 7. Trauerfeier für Feldwebel Otto Claus. Die Wahlbüros der Pariei in Gießen. Gießen-Ost Zentralwahlbüro: BDM. - Dienststelle, Ludwig- straße 12, Fernruf 3733. Leiter: Pg. Ernst K r e u - Der, Vertreter: Pg. Adolf T r e s e r. Wahtbüro für den Wahlbezirk XI: Restauration „Rheingold", Ludwigstraße 6, Fernruf 3329. Leiter: Pg. Fritz Friedrich, Vertreter: Pg. Karl Pfeil. Wahlbüro für den Wahlbezirk XII: ,Lum Augustiner", Ludwigsplatz 14, Eingang Löberstraße, Fernruf 2971. Leiter: Pg. Wilhelm Peppler, Vertreter: Pg. Heinrich Müller. Wahlbüro für den Wahlbezirk XIII: BDM.-Dienst- stelle, Ludwigstraße 12, Fernruf 3733. Leiter: Pg. August Wagner, Vertreter: Pg. Heinrich Friedrich. Wahlbüro für den Wahlbezirk XIV: „Stadt Lich", Licher Straße 59, Fernruf 3279. Leiter: Pg. Hch. Ruhl, Vertreter: Pg. Fritz Möller. Wahlbüro für den Wahlbezirk XV: Gastwirtschaft Böß, Kaiserallee 21, Fernruf 2901. Leiter: Pg. August Hauser, Vertreter: Pg. Raimund Hoog. Die Wahlbüros stehen jedem Volksgenossen zur Auskunft frei. Gehunfähige bitten wir um Meldung beim zuständigen Blockleiter oder dem entsprechenden Wahlbüro, damit der Transport durch ein Auto vorgenommen werden kann. Gießen-Aord Zentralstelle: Geschäftsstelle, Walltorstr. 16, Tel. 3514. Leiter: Pg. Hermann Thomas, Stellvertreter: Pa. Willi Wenzel. Abslimmungsbezirk I: Auf der Bach, Burggraben, Wahlbezirk 9 im Liebigsbau, Liebigstraße 18, linker Flügel, Eingang Hauptportal, Saal 8, Erdgeschoß. Wahlbezirk 10 im Realgymnasium, Ludwigstraße 11, Turnhalle. Die Gesamtwahlleitung der Ortsgruppe befindet sich in der G e s ch ä f t s st e l l e d e r O r t s> gruppe, Frankfurter Straße 29 Hths., Telephon 3716. Leitung: OG.-Leiter Schwarz. Für die einzelnen Wahlbezirke sind parteiamtliche Stellen wie folgt eingerichtet: für Wahlbezirk 7 Geschäftsstelle, Frankfurter Straße 29 Hths., Telephon 3716. Leitung: Zellenletter Beimborn; für Wahlbezirk 8 im Gasthaus „Zum Tann- Häuser", Frankfurter Straße 83, Telephon 2554. Leitung: Organisationsleiter Martin; für Wahlbezirk 9 im Hotel Kobel, Liebigstraße 9, Telephon 2338. Leitung: Zellenleiter Grahlmann; für Wahlbezirk 10 im Gasthaus ,Leppelin", Wilhelmstr. 49, Telephon 2112. Leitung: Zellenletter Hof. Volksgenossen, die nicht gehfähig find und bis jetzt noch nicht durch die Blockleiter erfaßt wurden, können sich bis Samstag, 28. März 1936, 16 Uhr, telephonisch oder schriftlich an die Geschäftsstelle, Frankfurter Straße 29, Hths., zwecks Abholung mit einem Auto wenden. Sämtliche Politischen Leiter, sowie die von denselben bestimmten Parteigenosten melden sich am Sonntag — soweit sie die Berechtigung zum Uni- Heute morgen trat die hiesige Panzerabwehr- Kompanie zum ersten Male zu einer Trauerfeier für einen ihrer Kameraden an. Die Trauerfeier fand vor dem Hause des Verstorbenen, des Feldwebels Otto Claus statt, der, noch jung an Jahren, von seinen Kameraden schied. Die Kompanie nahm vor dem Wohnhaus in Wieseck (Möserstraße) Aufstellung. Dom Dorfe und der Kirche klang die Glocke herüber, über dem Lande hingen grau und schwer die Regenwolken, die Soldaten standen stumm und ergriffen, als der Sarg von einigen ihrer Kameraden aus dem Hause getragen und vor den Mannschaften aufgebahrt wurde. Der Sarg war mit der Reichskriegsflagge bedeckt. Der Stahlhelm und der Säbel des Verstorbenen waren ernster und würdiger Schmuck. Die Musikkapelle spielte einen Choral, der den Ernst der Stunde ganz bewußt werden ließ. Pfarrer A u s f e l d hielt nach einem Bibelwort die Trauerrede, in der er bas Leben des pflichtbewußten Soldaten schilderte, der fast 12 Jahre lang im Waffendienst am Vaterlande stand und immer das soldatische Wort beherzigte: „Viel leisten und wenig hervortreten, mehr sein als scheinen!" Er sprach von dem Geborgensein unseres Daseins in Gott, und dem Wiedersehen in der Welt des Ueberzeitlichen. Herzliche Worte des Trostes wußte er den Hinterbliebenen Angehörigen und den Kameraden zu sagen. Mit Gebet und Vaterunser schloß er seine Worte. Dann trat Hauptmann Stumpf an die Bahre und widmete dem Toten Worte herzlichen Gedenkens. Er schilderte die soldattschen Tugenden des Verstorbenen, sein Pflichtbewußtsein, seine hohe Dienstauffassung, die ihn selbst dann noch im Dienste stehen ließ, als er längst der Schonung bedurfte. Mit Worten des Dankes für Treue und Kameradschaft schloß Hauptmann Stumpf den Nachruf. Unter den Klängen des Liedes vom guten Kameraden, während die Kameraden in strammer Haltung standen, wurden dem Verstorbenen Kränze gewidmet, wurde der Sarg in den Wagen gebracht. Während sich der Wagen langsam in den grauen Morgen hinein in Bewegung setzte, schossen mehrere Geschütze drei Schuß Trauersalut. Gießener Dochenmarktpreise. * G i e ß e n, 28. März. Auf dem heuttgen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10^, Klasse B 10, Klasse C 9%, Klasse D 9, ungezeichnete 8, Enteneier 9 bis 12, Wirsing, das Pfund (gelb) 25, (grün) 20 bis 25, Weißkraut 15 bis 18, Rotkraut 20 bis 22, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 15 bis 18, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 20 bis 35, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 40 bis 45 Pf., Zwiebeln 12 bis 18, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kartoffeln 5, 10 Pfund 44 Pf., der Zentner 3,50 bis 3,80 Mk., Aepfel, das Pfund 20 bis 50 Pf., Zwet- schenhonig 40 bis 45, Nüsse 45 bis 50, junge Hähne 90 Pf. bis 1,10 Mk., Suppenhühner 85 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 25 bis 50, Salat 20 bis 40, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 20, Sellerie 10 bis 40, Radieschen, das Bund 15 Pf. ♦ ** Ein Siebzigjähriger. Am kommenden Montag, 30. März, kann Herr Michael Heid- mann, Sandkauterweg 25, in geistiger und körperlicher Frische seinen 70. Geburtstag feiern. An allen Geschehnissen unserer Zeit nimmt er noch regen Anteil. Der Jubilar ist seit etwa 40 Jahren treuer Leser des Gießener Anzeigers. ♦♦(Eine Fünfundsiebzigjährige. Heute kann Fräulein Elisabeth Muller, Horst-Wessel- Wall 46, in geistiger und körperlicher Frische ihren 75. Geburtstag begehen. ** Das neue Schuljahr in der Gießener Berufsschule. Im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes veröffentlicht das Stadtschulamt zwei Bekanntmachungen, deren eine den Beginn des neuen Schuljahres auf Mittwoch, den 15. April, festsetzt und die dazu erforderlichen Einzelheiten verkün- bet, deren andere den Besuch der Berufsschule durch auswärtige Schüler zum Gegenstand hat. Interessenten seien auf die Bekanntmachungen besonders hingewiesen . "Die Aufnahme der Schulanfänger in die Volksschule findet am Donnerstag, 16. April, statt. Näheres über die Aufnahmezeiten in den einzelnen Schulen ist aus einer Bekanntmachung des Stadtschulamtes in unserem heutigen Anzeigen- teil ersichtlich. ** D i e SperrzeitfürTauben ist auf den ganzen Monat April festgesetzt worden. Näheres ent- hält eine Bekanntmachung des Oberbürgermeisters in unserem heutigen Blatte. ** Beglaubigungen im Ahnenpaß. Nach einem Erlaß des Reichs- und Preußischen Innenministers dürfen Standesbeamte und Kirchen- Deutsche Mutter! Dein Mann hat wieder Arbeit gefunden und Ärot für dich und eure Kinder! Neues Hoffen erfüllt feine Ärust und gläubiges Vertrauen in die Zukunft. Wem dankst du dies alles? Einzig und allein unserem Führer Adolf Hitler! Deine Kinder wachsen als freie und stolze Menschen heran, und die Ehre ist wieder ihr höchstes Gut! Wem dankst du dies? Unserem Führer Adolf Hitler! Dein Heim, beschirmt von deutscher Wehr, ist wieder der Mittelpunkt deiner Familie und die Kraftquelle deines Volkes! Deine Sippe verehrt dich als die Hüterin ihres Älutes! Wem verdankst du diese Würdigung deines Fraumund Muttertums? Allein unserem Führer Adolf Hitler! Deutsche Mutter! Zeige dem Führer und der Welt, daß die Treue deine schönste Tugend ist. Beweise dies am 29.März durch dein felsenfestes Vertrauen in Adolf Hitlers Führung! Treue um Treue! Hundsgasse, Kirchenplatz, Kirchstraße, ßinbengaffe, Lindenplatz, Marktplatz, Marktstraße, Walltorstraße, Wetzsteingasse, Wetzsteinstraße, Zozelsgasse. — Abstimmungsraum: Schulhaus Kirchstraße 16, Saal 9, Erdgeschoß. — Partei Wahllokal: Caf6 Leib, Walltorstraße 38, Tel. 3792. Leiter: Pg. H. S ch o m b e r. Abstimmungsbezirk II: Asterweg, Dammstraße, Eberstrahe, Im Gartfelb, Schillerstraße, Weser- straße. — Abstimmungsraum: Schillerschule, Schillerstraße 8, Saal 6, Haupteingang links. — partd- wahllokal: Wirtschaft Nohl, Eoerstraße 6, Tel. 3737. Leiter: Pg. H. Bommersheim. Abslimmungsbezirk III: An der Hardt, Bootshaus- straße, Gleiberger Weg, Hinter ben Schießaärten, Krofborfer Straße, Leimenkauterweg, Robyeimer Straße, Schlachthofstraße, Schottstraße, Schützen- straße, Wernerwall, Zu ben Mühlen. — Absttm- mungsraum: Schulhaus Kirchstraße 16, Saal 5, Erdgeschoß. — parldwahllokal: Wirtschaft Pulvermühle, Robheimer Straße, Tel. 3027. Leiter: Pg. P. Jöckel. Abstimmungsbezirk IV: Am Rodtberg, Am Wingert, Böcklinstraße, Bückingstraße, Cranachstraße, Dürerstraße, Feuerbachstraße, Friedhofsallee, Hol- veinstraße. In der Schwarzlach, Marburger Straße, Menzelstraße, Spitzwegstraße, Steinstraße, Thomas- straße, Wiesecker Weg, Wißmarer Weg.— Abstimmungsraum: Schillerschule, Schillerstraße 8, Turnhalle. — parleiwahllokal: Wirtschaft „Stabt Marburg", Marburger Straße 23, Tel. 3811. Leiter: Pg. L. Pitzer. Abstimmungsbezirk XVI: Brandgasse, Brandplatz, Braugasse, Diezstraße, Dreihäusergasse, Erlengasse, Kanzleiberg, Kaplaneigasse, Landgrafenstraße, Land- graf-Philipp-Platz, Marktlaubenstraße, Neuen Bäue, Schloßgaste, Schulstraße, Senckenbergstraße, Sonnenstraße, Trillergasse, Wagengasse, Weidengasse.— Abstimmungsraum: Regierungsgebäude Landgraf- Philipp-Platz 3, Sitzungssaal. — parteiwahllokal: Wirtschaft Soldan, Kanzleiberg 5, Tel. 3786. Letter: Gg. Schuchmann. lle Volksgenossen in obigen Wahlbezirken, die infolge irgendeines Gebrechens nicht zur Wahlurne gehen können, melden dies, soweit es noch nicht bei den Blockleitern geschehen ist, telephonisch unter 3514, Geschäftsstelle, Walltorstraße 16. Für Abholung mit Auto wirb Sorge getragen. Thomas, Ortsgruppenleiter. Gießen-Süd Am Wahltag werben von her Ortsgruppe @te- ßen-Süb betreut die Wahlbezirke 7, 8, 9 und 10. Die amtlichen Wahllokale befinden sich für Wahlbezirk 7 im Liebigsbau, Liebigstraße 16, 1. Stock, Eingang Hauptportal, Saal 20. Wahlbezirk 8 im Liebigsbau, Liebigsttaße 16, linker Flügel, Eingang Hauptportal, Saal 6, Erdgeschoß. formtragen haben — vormittags 8 Uhr pünktlich in der Geschäftsstelle. Gießen-Mitte Wahlbezirk 18 umfaßt bie Straßen: Alicen- straße, An der Johanneskirche, Hindenburgwall, Johannesstraße, Kaplansgasse, Katharinengasse, Neuenweg, Plockstraße. Amtliches Wahlbüro: Stadthaus, Gartenstraße 2 (Alte Bürgermeisterei), Zimmer Nr. 7. Parteiwahlbüro: Gasthof „Zum Löwen", Neuenweg, Tel.-Anruf: Amt Gießen 3414; Leiter: Pg. Wolf. Wahlbezirk 5 umfaßt bie Straßen: Am Pfarrgarten, Gabelsbergerstraße, Hammstrahe, Kornblumengasse, Lahnstraße, In Löbershof, Mühlstraße, Kleine Mühlgasse, Neustadt, Sandgasse, Schanzenstraße, Tiefenweg. Amtliches Wahlbüro: Alte Pestalozzischule Wernerwall 18, Lehrerzimmer Erdgeschoß. Parteiwahlbüro: Grieb, Neustadt 32, Tel.- Anruf: 3204; Leiter: Pg. H. Sonntag. Wahlbezirk 6 umfaßt die Straßen: An ben Bahnhöfen, An der Kläranlage, An ber Mar- garetenhütte, Bahnhofstraße, Grabenstraße, Hinter ber Westanlage, Horst-Wessel-Wall. Amtliches Wahlbüro: Goetheschule, Horst- Wessel-Wall 43, Turnhalle. Parteiwahlbüro: Ortsgruppen-Geschäftsstelle Kaplansgasse 18, Telefon-Anrus: 3454; Leiter Pg K. Noll. Wahlbezirk 17 umfaßt die Straßen: Kreuz- platz, Löwengasse, Maigasse, Mäusburg, Rittergasse, Seltersweg, Teufelslustgärtchen, Wettergasse, Wolkengasse. Amtliches Wahlbüro: Stabchaus, Gartenstraße 2 (Alte Bürgermeisterei), 1. Stock, Zimmer 16. Parteiwahlbüro: Univ.-Restaur. „U. C ", Plockstraße 5, Tel.-Anruf: 2398; Leiter: Pg. K. Beck. Wahlbezirk 12 umfaßt bie Straßen: Bleich- straße, Gnauthstraße, Goethestraße, Henselstraße, Lessingstraße, Lonystraße. Amtliches Wahlbüro: Turnhalle des Gymnasiums, Bismarckstraße. Parteiwahlbüro: Caf6 Sommer, Bismarckstraße 26, Tel.-Anruf: 2939; Leiter: Pg. E. Breit- wieser. Volksgenossen ber Wahlbezirke 5, 6, 12, 17 und 18, die wegen irgendeines Gebrechens oder wegen ihres hohen Alters nicht zur Wahlurne gehen tonnen, werden auf Anruf bei ber Geschäftsstelle der NSDAP., Tel.-Anruf Nr. 3454 abgeholt, falls Meldung bei den einzelnen Blockleitern noch nicht ermattet ist. Personenkraftwagen stehen dortselbst zur Verfügung. buchführer, bie die Richtigkeit von Eintragungen im Ahnenpaß nicht auf Grund der von ihnen geführten Register und Bücher, sondern an Hand vorgelegter Urkunden bescheinigen sollen, die Bescheinigungen nur vornehmen, wenn die Eintragungen mit einem ihnen vorgelegten ordnungsgemäß ausgestellten Stanbesamtsregister- ober Kirchenbuchauszug über- einstimmen. Ahnentafeln, Familienstammbücher ober beftimmungsroibrig abgekürzte Auszüge aus Standesamtsregistern ober Kirchenbüchern reichen als Freiheit und Brot. Ein dreijähriges gigantisches Ringen um Sein ober Nichtsein Deutschlands, um seine Gleichberechtigung ber Völker hat nun feinen Abschluß gefunden. „3n diesen drei Jahren hat Deutschland wieder zurückerhalten seine Ehre, wiedergefunden s e i - nen Glauben, überwunden seine größte wirtschaftliche Not und endlich einen neuen kulturellen Aufstieg eingeleitet. Wer den Kampf der nationalsozialistischen Bewegung um Freiheit und Brot nur vom wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, der vermag nicht einzusehen, weshalb ber Nationalsozialismus immer und immer wieder sittliche und moralische Werte als wichtigstes Aktioum herausstellt. Aber der wirtschaftliche Kampf ist ja nur ein Teil unserer politischen Aufgabe: Das deutsche Volk vor dem Verfall zu retten; dem deutschen Volk ben Platz in ber Welt zu sichern, auf ben es kraft feiner Intelligenz uno Kultur und seiner sonstigen Leistungen Anspruch hat. Dieses polittsche Ziel können wir nur erreichen, wenn wir dem deutschen Volke die nötigen wirtschaftlichen Grundlagen schaffen, wenn wir es befreien von der kapitalistischen Knechtschaft. Diese Gesetzmäßigkeit hat unser Führer ertannt und hat auf ber Basis einer Zusammenfassung aller sittlichen und moralischen Kräfte den Neubau b e s Dritten Reiches eingeleitet. Aus der einheitlichen polittschen Willensbildung erstand auch bie neue Wehrmacht, bie Wehrhoheit und bie Wid)erherstellung ber Souveränität im Wdten unseres Reiches. Sie wäre bei jeder anderen Verfassung und Lage unseres Volkes unmöglich gewesen. Die einheitliche politische Willensbildung war allein auch das Geheimnis ber sogenannten Wirtschaftsbelebung. Der Glaube an ben Führer und das wiederkehrende Vertrauen des deutschen Volkes zu seiner Regierung haben bas Steuer noch einmal herumgerissen und den Kurs zugunsten unserer Nation entschieden. Wir haben ben Zusammenhang erkannt von Gemeinnutz und Wohlergehen des einzelnen, und wir haben die unbedingte Souveränität der Einzelpersönlichkeit entthront. Wir erkennen die Eigenpersönlichkeit an, die sich aus freiem Willen an die Gemeinschaft bindet — und darin unterscheiden wir uns von allen östlichen, den einzelnen zu einem bloßen Rad in der großen Maschinerie herabwürdi- genben Ideologien. Wir haben den deutschen Sozialismus geboren, der eine sinnvolle Vereinigung von Freiheit und Bindung ist. Der große deutsche Umbruch konnte auch nicht vor dem Wirtschastsdenken Halt machen. Wir haben der Wirtschastspraxis unb der Wirtschaftswissenschaft neue Ziele gesetzt, denn wir wollen ben blutvollen deutschen Wirtschaftsmenschen heranbilden, ganz gleich, an welcher Stelle und in welcher Stellung er steht. Aus der gemeinsamen Leistung aller deutschen Werktättgen wachsen die Werke, wächst die deutsche Wirtschaft und die deutsche Wirtschaftsgeltung draußen in der Wett. Das erkennen, heißt, die Eigengesetzlichkeit der Wirtschaft und die Macht des Kapitals verneinen. Männer machen Geschichte! Das hat uns ber Führer gezeigt. Deutsche Arbeiter der «Stirn und der Faust werden Deutschlands Wirtschaft wieder großmachen. Das soll uno muß die Zukunft beweisen! Die Wirtschaft ist nicht Quelle des Wohlergehens für den einzelnen, sondern ein Mittel zur Sicherung des Lebens und ber Entwicklung unseres Volkes. Wirtschaft ist Ausgabe. Man spricht soviel von der Freiheit der Wirtschaft. Es ist unbestreitbar, daß jede bürokratische Hemmung vermieden werden muß, wenn sie vermieden werden kann. Eines aber darf diese Freiheit nie bedeuten: Freiheit von den fiebensnotroenbigteiten der Nation. Die Wirtschaft ist in ihrem Glück und Unglück an das Wohl unb Wehe des Volkes gebunden. Der Führer hat im Deutschen Reichstag von „ber deutschen Frage" gesprochen; er hat davon gesprochen, daß auf einem sehr begrenzten und nicht überall fruchtbaren Boden 67 Millionen Menschen sitzen und daß 136 Menschen auf einem Quadratkilometer in Deutschland wohnen, daß auf den deutschen Menschen pro Kopf der Bevölkerung 18mal weniger Boden als auf einen Russen trifft Wir werben deshalb auch in Zukunft schwer um unser Brot zu ringen haben. Wie wir leben tonnen, wie wir leben werden, liegt trotzdem zum größten Teil in unserer eigenen Hand. Was wir leisten, werben wir besitzen; nicht mehr. Daß uns bas aber niemand nimmt, dafür sorgt die Politik unseres Führers und die deutsche Wehr. Je enger aber der Platz ist, auf dem bie Menschen sich zusammendrängen, desto größer ist die Gefahr von Verwicklungen unb Reibungen. Je mehr Menschen zusammengepfercht sind, desto schneller lösen sich alle frommen Bande von Sitte und Recht. „Satte Völker sind vernünftiger als hungrige", hat der Führer ben fremden Volkern zugerufen. Uns selbst aber soll es Anlaß fein, ine Einheit der Stämme, die Gemeinschaft ber Schaffenden immer mehr und immer fester im Herzen unb in der Vernunft jedes Deutschen zu verankern. Wir stehen heute noch am Anfang des Aufbaues ber deutschen Leistungsgemeinschaft. Die Parole „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" ist nur zu oft yoch der Deckmantel für bie egoistische Absicht, den Mitbewerber aus dem Felde zu schlagen. „Gemeinnutz geht vor Eigennutz" bedeutet nur noch ZU oft: „Gemeinnutz ist mein Nutz, Eigennutz ist dein Nutz". Wir wollen aber auch nicht übersehen, baß all die sittlichen Wurzeln ber zukünftigen Leistungsgemeinschaft schon tn einer ungeheuren Vielzahl vorhanden sind. Wir müsien sie nur hüten unb fördern, bann wirb bie Volksgemeinschaft in nicht zu ferner Zeit auch in wirtschaftlicher Hinsicht eine Realität fein, an ber niemand mehr rütteln unb beuteln kann. SWWldMlS1lW,SkiM! Man rühre je einen Eßlöffel voll Klosterfrau- Melissengeist unb Zucker in einer Kaffeetasse aut um. Dann gieße man kochendes Wasser hinzu unb trinke möglichst heiß. igtoy , Zwei Tassen bieseS woßlschmeckenben Gesund- hettS-Grogs (.Kinber bie Hälftei vor dem Schlafengehen einnehmen! Daraus schläft man nninbcrbar, wachtwie neugeboren auf unb freut sich: Erkältung unb Grwve verschwinden rasch. ^seS ailsgezeichnete Rezent einmal er- ^obte, fürchtet ErkgltungS-Krankheiten nicht mehr. Lassen Sie sich deshalb nicht mehr von einem Anfall überraschen, sonbern verlangen Sie beute noch eine Flasche echten Klosterfrau-Melissengeist bet A^em Apotbeker aber Drogisten. Kleine Flasche Mk. 0,95, mittlere Flasche Mk. 1,75, große blafrtw Mk. 2,95. Wie Klosterfrau-Melissengeist seit Über «au»3a6nw6elfen.-UnCn lKUol,cn bl,b n'itö ^etit Gießen (Bahnhofstraße 13), den 26. Mära 1936. 1958D Gießen (Bruchstraße 17D, den 28. März 1936 1939 D .1» ■ Mein geliebter Mann, unser guter treusorgenderVater, Schwiegervater und Großvater Herr Wilhelm Frohnhäuser ist gestern abend 9 Uhr in Frieden heimgegangen. Anna Frohnhäuser, geb Jäger 1934 Gießen, den 26. März 1936. Die Trauerfeier findet in der Stille statt Von Beileidsbesuchen bitten wir abzusehen. wie_£ 1972 D 1936, und Zwar 1913D 1912D gesetzes.) 58 000 W. 9144 RM. Bowlenwein*™* frei Haus mit beizen FaMberg-Llst Aktiengesellschaft,-Chemische Fabrikenei.Magdeburg SO. Müllern Sie Ihr Haar Hühneraugen Hornhaut beseitigt sicher sctme'zlos radikal Die Trauerfeier findet am Montag, dein 30. März, nachmittags 2 Uhr, auf dem Neuen Friedhof zu Gießen statt Gießen "v Friedrichstr. 7 Kassenlieferant wandert sichs auf Erden— herrlich ohne ryy-. Einzelmöbel und Polsterwaren ______________imL Heute abend 11.15 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schweren Leiden meine liebe Mutter, Schwiegermutter und Großmutter Frau Anna Arnold Wwe. Betrag der Schätzung Flur 1, Nr. 165/io, Grasgarten, daselbst, 2286 qm Betrag der Schätzung des Außenministers Flandin am Sonntag kennen. Danach würde sich diese Rede in nichts von den bisherigen französischen Erklärungen unterscheiden. So soll Flandin beabsichtigen, wieder einmal neue Garantien zu fordern. Die radikalsozialistische „Republique" schreibt, es sei zu wünschen, daß Flandin den wesentlichen Teil seiner Rede weder neuen juristischen Ausführungen über die Stellung Frankreichs noch einer neuen Bekräftigung der Unversöhnlichkeit Frankreichs widme. Auf diesen beiden Gebieten seien d i e Gefühle Frankreichs mehr a l s bekannt. Es wäre auch ungeschickt, wenn die französische Diplomatie sich unversöhnlich zeige. Nicht die' Rechtslage Deutschlands sei auseinander zu setzen, sondern es sei der Welt zu zeigen, daß Frankreich alle Anregungen, die sich zur Festigung des wankenden Friedens eignen, aufgrei- f e n wolle. Während Frankreich seit Jahren schweige, habe es Hitler fertig gebracht, bei einem großen Teil der internationalen Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken, daß er nur den Frieden wünsche, ja vielleicht sogar, daß nur er allein den Frieden wünsche, während die anderen Regierungen nur eifersüchtig die Ueberbleibsel ihrer in Versailles geschaffenen Vorzugsstellung zu In tiefer Trauer Im Namen aller Hinterbliebenem Maschinen; I und | Cylinderöle, Knaben Institut Lucius Segrvndet ISO» Iorst-aos bei Schzeil (Oberhesftn) Wir nehmen Ihnen die Sorge für die Erziehung Ihres Ivngen ab. Sei allen Dorzügen eines Londhelmes lehrplan- gemäßer Unterricht in kleinen Klassen, Erziehung zv selbständiger Arbeit. Sehr gesunde Lage an ausgedehnten Waldungen. Sexta - Unieftehmva - Dberrealschale - Realgpmaasturu. Obecsek.-Relfe a. ö. flnstalt Veste Empfehlungen, prosp. frei I Leitung: vr. Lucius im Alter von 21 Jahren In tiefer Trauer: Franz Sommershof, Reichsbahn-Sekretär Lucie Sommershof, geb. Prelewitz Danksagung. Hiermit danke ich von Herzen allen, die durch reiche Kranzspenden sowie durch ihre liebevolle Teilnahme meines lieben, unvergeßlichen Gatten gedachten und mir Trost gaben. Besonderen Dank spreche ich Herrn Pfarrer Gans-Aßlar für seine glaubensstarken Worte am Grab, dem Vorsteher der Fahrkarten-, Gepäck- und Eügutabfertigung Gießen, dem Eisenbahnverein, der Alters vereinigung 1876/1926 Gießen, Herrn Schütz, den Schulkameraden meines Gatten sowie dem Aßlarer Schülerchor aus. Luise Keiner, geb. Diehl. Gießen (Bleiehstraße 48), den 28. Mära 1996. Preisliste und Proben lästerte Die Trauerfeier ist am Dienstag, dem 31. März, nachm. 2V» Uhr in der Kapelle des Neuen Friedhofs—Die Beisetzung findet statt am Mittwoch, dem 1. April. vorm.SVaUhr in Eitorf (Sieg). Dort anschl. feiert Requiem.—Von Beüeidsbesuchen bitten wir ab sehen zu wollen um 10 Uhr für die Goetheschule, Horst-Wessel-Wall, Schillerschule, Schillerstraße, Alle Pestalozzischule, Werner- wall, um 11 Uhr für die Neue Pestalozzifchule. In den Eichgärten. Gießen, den 20. März 1936. Stadtschulamt. I. V.: Nebeling. Heil- Massage Frau A, Lorenz, staatl. geprüft, Schiff enb. Weg 19, Ruf 3797. isboD Germisan- Uni versal -Saatbeize Bekanntmachung. Die Aufnahme der Schulanfänger in die Volksschule findet statt am Donnerstag, dem 16. April Zusammen 67 144 RM. Der Einheitswert (1. 1. 31) beträgt 54 600 RM. Gießen, den 25. Februar 1936. 1695D Für das Amtsgericht Gießen: Karle, Ortsgerichtsvorsteher.__________ im 80. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenem Fritz Kuhl und Familie. Hergesol- Parkettwunder reinigt ohne Mühe schnell und gründlich Parkett, Linoleumöden, Treppen usw. — bleicht grau gewordene Böden und gibt dem Holz seine Naturfarbe wieder. Hergesol spart Zeit und Geld. Große Flasche Mk. 0.70. In Kannen Mk. 0.85 das Liter. Med.-Drogerie HERMANN ELGES Seltersweg 66. [leuA] Ruf 3458. Schuheinlagen zur rechten Zeit» steigern die Leistungsfähigkeif! Paris, 28.' März. (DNB. Funkspr.) .., Journal" will bereits die Grundgedanken der Rede Vor der Gonntagsrede Flandins. Radikalsozialistische Wünsche. iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Gitt Buch für den Naturfreund! Waldweben Die Lebensgemeinschaft de« deutschen Waldes in Silbern 150 Naturaufnahmen aus dem Tier» und Pflanzenleben des heimatlichen Waldes auf 128 Kupfertiefdrucktafeln, mit lebendigem und aufschlußreichem Ginführungstert von «.Gerhard u.e7tcga(fa-Sakni>crfürl936 )udj die Olympische Ruder-Regatta und das nun Monat vorher angesetzte deutsche Meister- h flruöern wird die Rennzeit der Ruderer in [eBir Jahre bedeutend verkürzt. Die Folge war m ifcufammeniträngung von zahlreichen Regatten fipeiie kurze Zeitspanne. Um sicher zu erwarren- n .HHwierigteiten aus dem Wege zu gehen, haben I i erschienene Vereine — u. a. Saarbrücken, iftiiet ceot*"’ SST* pH »en ebenfalls „zündenden" Marsch. „Ich rufe di rügend der Welt" von Bernhard Kutsch, der ßWaüs geeignet fein dürfte, sich schnell einzu- buirce.-n. Äcgnadjmittag vor der in- und ausländischen W'-vt. auf der Bastion des Olympischen Dorfes statt bei der hervorragenden Wiedergabe durch D m Lehr-Jnfanterie-Regiment (unter Leitung plJtir ufiFmeifters Tumfordes) gestellte Olympia- küM sofort begeisterten Widerhall. Das wird, im Hfin Sinne, der „Schlager" der Olympischen erfpiele werden. Anschließend daran hörte )ilrd- angspunft bei einer Rheinfahrt usw. berührt ajier jit dieser Fahrten waren vornehmlich unsere djnyen und bekanntesten Verkehrsgebiete: Der i-ilr in den Kreisen Rheingau, St. Goarshausen, Mainz, Wiesbaden, das Lahntal zwischen Z.jd 7ms und Diez, der Odenwald mit der Berg- trjiß- dem hessischen Neckartal und die Gegend zwi- chjn iönig und Beerfelden. Das Urlaubswerk der Lch.-(«meinschaft „Kraft durch Freude" bedeutete 195 Fahrten: 77 834 Teilnehmer. Ipdtei sind nur diejenigen Fahrten erfaßt, die vom Mmt oder von den Aufnahmekreisen des Gaues leircu wurden. Nicht erfaßt find all die Tausende, n(er Gaugebiet nur als Aufenthalts- ober M Meisterwerkstätten in Königsberg erhielten dWi^lsweise die ostpreußischen Häuser, die Dus- fyit er Akademie den rheinischen Raum usw. Npilhuldirektoren und -Professoren sowie beson- Die Studierenden selbst seien mit einer solchen Bamberg, Flatow-Grenzmark, Greifenhagen, Hamburg, Limburg, Magdeburg; 12. Juli: Essen-Bal- deneysee, Danzig, Frankfurt a. M., Oppeln, Passau, Schwerin; 19. Juli: Deutsches Meisterschaftsrudern Berlin-Grünau, Bad Ems, Flensburg, Stuttgart; 11. bis 14. A u g u ft: Olympische Ruder-Regatta in Berlin-Grünau Als Hauptregatten find Mannheim, Mainz, Duisburg, Leipzig, Berlin-Grünau. Hamburg und Frankfurt a. M. bestimmt. Korpsführer Hühnlein gratuliert Stuck Der Führer des deutschen Kraftfahrsports, Korpsführer Hühnlein, hat an den Rekordfahrer Hans Stuck aus Anlaß der auf der Reichsautobahn zwischen Frankfurt und Heidelberg erzielten neuen Höchstleistungen folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet: „Der erfolgreiche Sturm auf fünf Weltrekorde und drei internationale Klassenrekorde durch einen deutschen Fahrer auf einem deutschen Wagen mit deutschen Reifen ist eine Meisterleistung, die Werk und Fahrer gleichermaßen ehren. Ihnen sowie der Betriebsführung und Gefolgschaft der Auto-Union übermittele ich hierzu meine Anerkennung und meine aufrichtigen Glückwünsche." p-E 50 -> hendfiO Ort' l]Ll t-J111e1n i e 111: u xvinici muji nui |u,luiiub, ikfary 1 bi ifoi-i der ganzen Welt hören werden. Es ist der sind natürlich auch die Verpflegungswünsche verschieden. Die Inder legen Wert auf Curry-Gerichte und essen weder Rind- noch Schweinefleisch. Die Argentinier wollen täglich drei reichhaltige Fleischspeisen, Schweden verzichtet nicht auf sein Hart- brot, die Dänen verlangen Schwarz-, Franzosen und Afghanen Weißbrot, die Finnen wollen viel Milch, die Griechen, Polen und Schweizer Ovomal- tine, die Estländer wollen auf keinen Fall Del usw. Um allen Anforderungen gerecht zu werden, wird der Norddeutsche Lloyd außer dem küchenpersonal 350 bis 400 Stewards und Stewardessen für die Bedienung der Olympiakämpfer zur Verfügung stellen. Man richtet sich ein auf einen Verbrauch von etwa 72 000 Kilogramm Fleisch und Geflügel, 6700 Kilogramm Fisch, 110 000 Kilogramm Frischgemüse, 50 000 Kilogramm Mehl, 15 000 Kilogramm Butter, 130 000 Liter Milch, 280 000 Eier, 320 000 Apfelsinen, 52 600 Grape-Fruits und 105 200 Zitronen. Die Eröffnung des Olympischen Dorfes ist in feierlichem Rahmen für den 1. Juli vorgesehen. ien bi ) Öllingen ergaben. Der Terminkalender zeigt end- i tig folgendes Aussehen: I Offene deutsche Regatten: Kat: „Quer durch Berlin"; 1 7. M a i : Bran- u g; 2 4. Mai: Laibe, Mülheim-Ruhr, Hei- elb:i|; 31. Mai: Bernburg. Trier; 7.Juni: »rrjrd n, Radebeul, Emden, Hengstey-See, Kiel, !vl»i,Mannheim, Neustrelitz, Potsdam; 14. Juni: eiüstp-Krone, Frankfurt a d. £)., Halle, Hanno- t', Heilbronn, Mainz; 21. Juni: Berliner Mu (Gig-Regatta), Breslau, Duisburg, Kassel, c nig; berg, Konstanz, Offenbach, Leipzig, Lübeck, emopin, Stettin; 2 8. Juni: Berlin-Grünau, r imm, Dessau, Karlsruhe, Koblenz, Neustettin, c ifa^ a. d. O., Rendsburg, Würzburg; 5. Juli: Pw'r Dorf war, die Presse mit den Arbeiten der f hiter, die dort jetzt Einzug gehalten haben, vcrkc ü zu machen. Pfarrer die Anwesenden, wobei er auf die Bedeutung der Evangelischen Frauenhilfe für Gemeinde, Familie und christliche Erziehung hinwies. Ein Licht- bildervortrag führte dann in die Erziehungsarbeit in dem Kreiserziehungsheim zu Mühlheim bei Offenbach a. M. ein, wo versucht wird, die durch die öffentliche Fürsorge untergebrachten Zöglinge männlichen und weiblichen Geschlechts durch Arbeit und Freude wieder in den Betrieb des normalen Lebens einzugliedern und sie zu brauchbaren Volksgenossen zu machen, eine Arbeit, die viel Liebe und Hingebung seitens der Anstaltsleitung und des Erzieherpersonals erfordert. Große Freude machte sodann ein Gedichtvortrag in oberhessischer Mundart von Frau Bing. Die Pausen wurden mit dem Gesang von geistlichen Volksliedern ausgefüllt. Den Schluß des Abends machten ein gemütliches Kaffeekränzchen und eine kurze Andacht. Kreis Friedberg. pb. Butzbach, 27. März. Im großen Saal des „Hessischen Hofes" fand gestern Abend die Schulentlassungsfeier der Volksschule statt. Nach einem Eröffnungsmarsch, dem vom Schülerchor mit Musikbegleitung gesungenen Lied „Die Himmel rühmen" unter Leitung von Lehrer Buß und einem Vorspruch begrüßte Rektor Bach die Besucher und bemerkte, daß die Feier im Zeichen eines Elternabends gedacht sei. Nach der Aufführung eines Märchenspiels hielt Rektor Bach eine längere Ansprache an die Eltern und an die zu entlassenden Schüler, in welcher er besonders die Letzteren zur Treue zum Führer ermahnte. Vorträge von Heimatliedern leiteten dann über zu einem zweiten Spiel. Alsdann leisteten die Entlassenen gemeinsam das Gelöbnis auf den Führer. Das Schlußwort sprach Bürgermeister Dr. Mörschel, nochmals auf die Bedeutung des 29. März aufmerksam machend und betonend, daß, wer nicht wähle, sich außerhalb der Volksgemeinschaft stelle. Die schön verlaufene Feier klang in der üblichen Weise aus. Kreis Schotten. O Laubach, 27. März. Die NS.-Frauenschaft Laubach hielt am Donnerstag in der Aula der Realschule ihren Pflichtabend für den Monat März ab, der außerordentlich gut besucht war, auch von den Mitgliedern der Evangelischen Frauenhilfe. Jn ihrer Eröffnungsrede forderte die Leiterin, Frl. Fritsch, auf, mit allen Kräften sich für den vollen Sieg des Führers einzusetzen. Der gemeinsame Gesang des Liedes „Der Gott, der Eisen wachsen ließ" leitete über zu dem Thema des Abends. Pfarrer Diehl (Freienseen) hielt einen Vortrag über die bevorstehende Reichstagswahl. Das Leitmotiv bildete das Wort des Führers „In diesen drei Jahren hat Deutschland wieder zurückerhalten seine Ehre, wiedergefunden seinen Glauben, überwunden seine größte wirtschaftliche Not und endlich einen neuen kulturellen Ausstieg eingeleitet." In warmen Worten führte der Redner seinen Zuhörerinnen noch einmal alle diese Verdienste vor Augen, die der Führer sich in den vergangenen drei Jahren für Deutschland erworben hat. Jeder deutsche Volksgenosse muß seiner Liebe und Dankbarkeit dafür Ausdruck verleihen, indem er am komistenden Sonntag seine Stimme für Adolf Hitler abgibt. Frl. Fritsch brachte dann das Sieg-Heil auf den Führer und Reichskanzler aus. Der gemeinsame Gesang des Horst-Wessel- Liedes bildete den Ausklang des Abends. Kreis Bübingen. # Nidda, 23. März. Bei herrlichem Frühlingswetter unternahm gestern der hiesige Z w e i g v e r - ein des Vogelsberger Höhenclubs in Stärke von rund 40 Teilnehmern die dritte planmäßige Wanderung an der Regulierung des alten Niddabaches entlang bis zum Wald am'Orbes nach Wallernhausen. Rentner Louis Geiß, der fast 81- jährige Wanderführer, konnte die Teilnehmer über allerhand Interessantes vom Lauf der Nidda in früherer Zeit aufklären. Infolge der öfteren verhängnisvollen Ueberschwemmungen in und um Nidda legte man vom heutigen Werk Himmelsbach einen Flutgraben an, eine Sehne des bogenförmigen alten Niddabaches darstellend, der im Jahre 1824 Zum heutigen regelrechten Niddabach erweitert wurde. Am Anfang der 1860er Jahre erwies sich die Notwendigkeit eines weiteren Flutgrabens von der K r ö t e n b u r g bis zum altenNiddabach. Erst durch die vom hiesigen Arbeitsdienstlager erfolgte Streckung des letzteren mit seinen vielen Win- düngen und engem Bett wird voraussichtlich der Zweck, Ueberschwemmungen von Nidda und der Umgebung fernzuhalten, erreicht. Am Schlüsse der Wanderung verbrachte man noch einige gemütliche Stunden, wobei u. a. VHE.-Bruder Rentner Geiß einige selbsterlebte drollige Begebenheiten in der ihm eigenen Art zum Besten gab. 0 Nidda, 25. März. Der "im Jahre 1880 gegründete Niddaer Pferdeversicherungs» verein hielt dieser Tage seine Generalversammlung ab. Das abgelaufene Geschäftsjahr schließt mit einem Gewinn von annähernd 3000 RM., das Vermögen einschließlich Reservekapital beträgt etwa 20 000 RM. Der Mitgliederbestand erhöhte sich auf 500, versichert waren etwa 800 Pferde mit einem Versicherungs- kapital von einer halben Million Reichsmark Menn auch in den letzten Jahren hinsichtlich der Pferde- .. ......................... .... 8r?nole^ °^-imeißeln. Draußen grünt und blüht es, und . nj® ahnt, daß es vielen unserer Gäste sehr schwer ' " |dVr I* wird, das Olympische Dorf, das man mit tt .als Deutschlands Visitenkarte bezeichnet, nach 16. August wieder zu verlassen, lieber die rische Ausgestaltung der Häuser sprach Mi- nAtknlrat Maske vom Reichskriegsministenum, d«n igentlichen Hausherrn des Olympischen Dor» [gp Dankenswerter Weise habe sich Reichserzie- y,jr ^Minister Rust bereit erklärt, die Aus- pajr g der Häuser als eine willkommene praktische > dilmgsaufgabe den staatlichen Kunsthochschulen du ihertragen. dmcüu hohen Mast — Als Symbol im Sonnen» pro.— Doch müßt ihr dann heimwärts ziehn, — Mnhnit frohem Sinn noch recht oft zurück — An iel Linen Tage von Berlin." ■J>'s ist der Kehrreim des Paul-Lincke-Marfches Air Olympischen Dorf", den wir bald über alle 5« rtr, von allen Kapellen und von Schallplatten ludji i entferntesten Winkel nicht nur Deutschlands, ß ganzen zdcu yuien ivtiuen. v.» i|i uti llaii sämÜ* , . den unser alter Paul Lincke eigens für die q Ims-Lafr ^!^wohner des Olympischen Dorfes komponiert . Ä, li8V lr:tb rar den Bolten-Baeckers einen volkstümlichen M geschrieben hat. Die Uraufführung fand am '"M-r ■Monb. unmöö. l!. Qud) in Kapital« 1° meint .U8 quo. ts Besseres 3u Der» Ölungen wenigstens heitern, ngere Zu« oder mit tage A. Lorenz, • geprüft “Wetli, 79?. imoD bei: (All WMTZ Aus den preußischen Nachbargebieten die Entwicklung der Firma, die heute 6000 Rinn Kirchliche Nachrichten Montag, den 30. März. Laubach. 7.30 Uhr: Messe. Dienstag, den 31. März. Gießen. 20 Uhr: Fastenandacht. Oeffentllcher Sonntagsdlevft. Polizei: Telefon 2751, nur ht bringet Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf V fon 02. i Hauptpostamt: Beschränkter Schatter^B 8 bis 21 Uhr. , Stadtpostamt: Für Schließfachabholer' bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzllicher Sonntagsdienst. Ar^t: Dr. Wilh. Klein; Dr. Malech. Zahnarzt: Dr. Haubach. Apotheke: Hirsch-Äpotheke. .Schreiben Sie, Zräuletn Müller!' - In Brent* wortung Ihres geschätzten Schreibens vom 10. 3. muß ich Ihnen mitteilen, daß unser Schlossergehilfe Max Schulze die Reparatur zur Zeit nicht vornehmen kann, da er in Madeira auf einem Baum liegt und dort seinen Urlaub verbringt. Heil Hitler l Generaldirektor Meier 1935 haben 150600 deutsche Arbeiter mit „Kraft durch Zreude'* Schiffen Ehren Urlaub in fernen Ländern verbringen können Dem Schirmherr des Friedens, dem Schöpfer der Wehr, deine (Stimme am 29.» mit großem Interesse folgten, zumal das orientalische Milieu des Filmes für die Kinder eine völlig neue Welt und darum von besonderem Lehrwert ist. Der Filmapparat bleibt jetzt dauernd in Rodheim stationiert und wird den zum Bezirk Rodheim gehörigen 12 Schulen leihweise überlassen, nachdem an jeder Schule eine Lehrperson mit der Bedienung des Apparates vertraut gemacht ist. Es ist außerordentlich erfreulich, daß nunmehr unseren Kindern auch dieses modernste Unterrichtsmittel zugänglich gemacht worden ist. Die Beschaffung von Filmapparaten für die Schulen ist eine Großtat nationalsozialistischer Kulturarbeit, die sich würdig einreiht in die zahllosen Erfolge und großen Leistungen, die unter der Führung Adolf Hitlers in Deutschland bisher erreicht wurden. od Wißmar, 25. März. Am vergangenen Sonntag hatte die hiesige Schule ihre im H a n d- arbeitsunterricht angefertigten Sachen im Saale von Wolf zur Ausstellung gebracht. Auf langen, schön ausgeschmückten Tischen konnte man die Ergebnisse des Fleißes und des Wetteiferns der Kinder sehen. Der Handarbeitsunterricht wird schon seit langen Jahren von Frau Rein erteilt. = Wißmar, 22. März. Für den vergangenen Samstagabend hatte die hiesige Filiale der Firma Rinn & Cl 0 0 s ihre Belegschaft zu einem K a - meradschaftsabend eingeladen. Der Arbeitssaal war mit Tannengrün und den Fahnen des Dritten Reiches prächtig geschmückt. Rach einleitender Musik hieß Filialleiter E u l k e m die Teilnehmer herzlich willkommen. Obermeister W 0 b - Per wies auf den Sinn und Zweck solcher Abende hin und betonte, daß auch diese Abende dem Führer zu danken seien. Er forderte auf, dem Führer am 29. März den verdienten Dank abzustatten. Große Freude löste dann die Ankunft des Betriebsführer Rinn aus, der in einer kurzen Ansprache daran erinnerte, daß Wißmar die erste Filiale war, die im Jahre 1898 errichtet wurde, und daß er sich mit dieser Filiale besonders eng verbunden fühle. Viele Arbeitskameraden sehe er hier, die schon lange der Firma in Treue dienten. Dann schilderte Herr geschrieben; die restlichen 600 Mark dienen der Verzinsung der Geschäftsauthaben. Im Mitgliederstand sind 5 Zugänge und 2 Abgänge zu verzeichnen, so daß der Mitgliederbestand am Schlüsse des Geschäftsjahres 125 beträgt. Der Gesamtumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug 224 360 Mark. Bilanz und Vorstandsentlastung fanden die Genehmigung der Generalversammlung. Die satzungsgemäß ausscheidenden Aufsichtsrats- und Vorstandsmitglieder wurden einstimmig wiedergewählt. # Ober-Ohmen, 26. März. Nachdem sich erst vor einigen Tagen ein Unfall an der Kreissäge zutrug, ist heute wieder ein solcher zu verzeichnen. Beim Schneiden von Brennholz geriet ein Arbeiter mit der rechten Hand in die Kreissäge, die ihm den Daumen der Länge nach völlig aufschlitzte. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 29. März. Judica. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Propst Knodt; 11: Kinderkirche für die Matthäusgemeinde, Propst Knodt; 15: Pfarrer Becker, Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Markusgemeinde. — Iohanneskirche. 8.15: Pfarrer Ausfeld, Militärgottesdienst; 9.30: Landesbischof Lio. Dr. Dietrich; 11: Kinderkirche für die Lukasgemeinde, Pfarrer Bechtolsheimer; 14: Pfarrer Ausfeld, Vorstellung und Prüfung her Konfirmanden der Johannes- und Militärgemeinde; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal, Pfarrass. Zschau. — Kapelle des Allen Friedhofs. 9.30: Pfarrassistent Weckerling; 10.45: Kinderkirche der Luthergemeinde, Pfarrassist. Weckerling; 17: Pfarrer Anthes, Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden der Luthergemeinde. —- Pelruskapelle (Wetzlarer Weg). 9.30 Uhr: Pfarrer Trapp; 14.30: Pfarrer Trapp, Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden d. Petrusgemeinde. — Wieseck. 9.30: Vorstellung der Konfirmanden, Kollekte; 11: Kinderkirche. — Oppenrod. 8.30: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden. — Großen-Buseck. 10.30: Kollekte für Jnlandsdiaspora. — Heuchelheim. 10: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden, Kollekte; 13: Kindergottesdienst 2. Abteilung. — Klein-Linden. 9.30: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden, Kollekte; 11.15: Kindergottesdienst; 20: Volksmissionsvortrag „Deutsche eoangel. Mission in Abessinien", Missionar Bender. — Dahenborn-Sleinberg. 10: Vorstellung der Konfirmanden. — Garbenleich. 10: Vorstellung der Konfirmanden. — Hausen. 13: Vorstellung der Konfirmanden. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn, Kollekte; 14: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden. — Nieder-Bessingen. 10: Stiftspfarrer Naumann. — Langsdorf. 11: Vorstellung der Konfirmanden, Kollekte. — Bellenhausen. 14: Vorstellung der Konfirmanden, Kollekte. — Münzenberg. 11: Gottesdienst, Kollekte; 20: Passionsabendgottesdienst, Kollekte. — Trals-Münzenberg. 9: Gottesdienst, Kollekte; 18.30: Passionsabendgottesdienst, Kollekte. — Hungen. 10: Vorstellung der Konfirmanden; 20: Gottesdienst. — Kirtorf. 13: Beginn der Evangelisationswoche, Missionar Walter. — Ober-Gleen. 9.15: Konfirmation der diesjährigen Konfirmanden mit Beichte und Feier des hl. Abendmahls. — wirberg. 11: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden, Kollekte. — Beilsberg. 14: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden, Kollekte. — Treis a. d. Lda. 10: Hauptgottesdienst; 13: Dorstel- hing und Prüfung der Konfirmanden. — Albach. 12.30: Gottesdienst. — Steinbach. 13.30: Vorstellung der Konfirmanden; Kollekte. — Kirchberg. 10: Prüfung und Vorstellung der Konfirmanden (der Mädchen); Kollekte; 13.30: Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden (der Knaben); Kollekte. Montag, den 30. März. Münzenberg. 20 Uhr: Mädchenabend. — Ober- Gleen. 20: Beginn der Evangelisationswoche, Missionar Walter. Mittwoch, den 1. April. Gießen. Sladlkirche. 20 Uhr: Abendandacht. — Iohanneskirche. 18: 6. Passionsandacht, Pfarrer Ausfeld. — Klein-Linden. 20.15: Passionsandacht. Gründlichste. Die Lieder der Oberklasse waren gut. Ebenso gefielen die Schattenspiele. Der Beifall mag den Lehrpersonen Beweis dafür sein, daß das Gebotene gefallen hat und daß man mit dem Abend ganz und gar einverstanden war. Ein kurzes Schlußwort sprach Lehrer D ö l l. Es endete mit einem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Gesang des Deutschlandliedes und des Horst-Wessel-Liedes. # Ober-Ohmen, 24. März. Am Sonntag fand im Saal der Wirtschaft H 0 r st die Generalversammlung der Spar- und Darlehenskasse Ober-Ohmen statt. Rechner Schott erstattete vor Bekanntgabe des Geschäftsberichts einen Bericht über den Rechnerkursus in Frankfurt a. M. Nach dem Geschäftsbericht beträgt die Aktiva 107 846 Mark. Vom Reingewinn in Hohe von 2200 Mark wurden 1600 Mark auf Rückstellung Kreis Biefrenfopt ♦ Niederweldbach, 27. März. Dieser Tq erlitt der hiesige Holzhauermeister W. Kootie seiner Arbeit im Walde einen schweren li fall. Er traf sich unglücklicherweise mit feilt! Beil gegen den Unterschenkel, mü Sehnen durchschnitten wurden. Der ÄerunglüL vermochte sich jedoch noch nach Hause zu begtt-i Der herbeigerufene Arzt ließ ihm sofort mirt|ö Hilfe zuteil werden. aufzucht viel erreicht worden ist, so führte der Vorsitzende, Mühlenbesitzer Aug. Mann, aus, um uns in dieser Beziehung allmählich vom Auslande unabhängig zu machen, so dürfte es doch dringend geboten sein, auf dem eingeschlagenen Wege weiterzuschreiten, um den notwendigen Bedarf von Pferden zu decken. Nach Erledigung der Tagesordnung schloß der Vorsitzende die Versammlung in üblicher Weise, nachdem er zuvor auf die Pflicht jedes Deutschen hingewiesen hatte, am nächsten Sonntag durch Stimmabgabe für den Führer die Geschlossenheit des deutschen Volkes hinter dem Führer zum Ausdruck zu bringen. Kreis Alsfeld. Z Alsfeld, 25. März. Die Bäuerliche Werkschule Alsfeld veranstaltete ihre diesjährige Schlußfeier im großen Saale des Gasthauses „Daterlano", zu der alle Schüler und Schülerinnen, sowie deren Eltern und zahlreiche andere Gäste erschienen waren. Die Veranstaltung wurde eingeleitet durch eine Ansprache des Direktors der Schule Dr. Lehr, in der er auf die Bedeutung der bäuerlichen Werkschulen hinwies, die auch den letzten Bauern und Landwirt erfassen wollen. Die Bäuerliche Werkschule sei heute für den Bauernstand eine unbedingte Notwendigkeit. In bunter, abwechslungsreicher Folge wickelten sich dann die Darbietungen ab, gemeinsame Lieder der Schüler, Sprechchöre, Volkstänze, ein Vortrag eines Schülers, sowie ein Lehrstück. Besonderen Beifall fand der erstmalig gezeigte Jungbauernsport, in dessen Rahmen die Bauernsöhne sehr beachtliche Leistungen im Geräteturnen, Freiübungen und Bewegungsspielen zeigten. Eine Ausstellung der in der Mädchenklasse angefertigten Handarbeiten gab einen Ueberblick in deren Tätigkeit. Bei Kaffee und Kuchen entwickelte sich eine schöne Kameradschaft der Teilnehmer, die noch einige Stunden zusammenblieben. Der Besuch der Bäuerlichen Werkschule im abgelaufenen Winter war recht zufriedenstellend. Die beiden Knabenklassen wiesen einen Besuch von 45 Schülern auf, die Mädchenklasse hatte eine Besuchsziffer von 22 Schülerinnen zu verzeichnen. Zahlreiche Anmeldungen mußten wegen UeberfüIIung der Mädchenklasse für dieses Jahr zurückgewiesen werden. I Alsfeld, 25. März. Im Gasthaus „Grüner Baum" hielt der Zweigverein Alsfeld des V H C. feine diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung ab. Der Vereinsführer, Bürgermeister Dr. D ö l f i n g, erstattete den Jahresbericht. Diesem war zu entnehmen, daß die Zahl der Mitglieder im Jahre 1935 ungefähr gleich geblieben ist; sie betrug 104. Die Beteiligung an den programmmäßigen Wanderungen belief sich auf 25 0. H. sämtlicher Mitglieder. Die Jahresrechnung 1935 wurde genehmigt, ebenso der vom Dereinsführer vorgetragene Voranschlag für das Jahr 1936. Anschließend folgte die Verleihung der Wanderauszeichnungen für die fleißigen Wanderer und Wanderinnen des Zweigvereins. Das goldene Abzeicken erhielten zwölf Mitglieder, darunter der Wandermeister des Vereins,^ Kaufmann Ferd. Planz, das goldene Abzeichen zum 17. Male. Das Ehrenzeichen für 25jährige Mitgliedschaft im VHC. erhielten fünf Mitglieder, für 40jährige Mitgliedschaft ein Mitglied, nämlich Kaufmann Karl Kalt. Mit den Vorebreitungen für die am Himmelfahrtstage stattfindende Sternwanderung nach Alsfeld wurde ein Ausschuß beauftragt. Der Vereinsführer machte sodann noch einige Mitteilungen über den Verlauf der Reichsautobahn im Raume der Gemarkung Alsfeld und über die damit im Zusammenhang stehende Landschaftsgestaltung, worüber demnächst ein besonderer Dortrag stattfinden wird. Bürgermeister Dr. V ö l - sing schloß die Mitgliederversammlung mit einem eindringlichen Hinweis auf die weltgeschichtliche Be- deutung der Reichstagswahl am 29. März und mit einem Appell an die Mitglieder des Vereins, am Wahltage restlos ihre Schuldigkeit für unseren Führer zu tun. Nieder-Ohrnen, 25. März. Die hiesige Schule veranstaltete im Ziegenhainschen Saale einen in allen Teilen wohlgelungenen Eltern- abend, der von Eltern und Freunden der Schule sehr gut besucht war. Der Schulleiter begrüßte die Besucher, sprach kurz über die Volksgemeinschaft und bat um fernere rege Mitarbeit und um das Vertrauen der Eltrn. Dann wechselten in schöner Folge Gedichte, Sprechchöre, Gesang, Reigen der Mädchen. Theaterstücke, Schattenspiele miteinander ab. Alle, selbst die Kleinsten der vierten Klasse, gaben ihr Bestes. Es war eine Freude zu sehen, wie die Kleinen mit regem Eifer bestrebt waren, ihr Können unter Beweis zu stellen. Ein kleiner Photograph machte eine wohlgelungene Aufnahme von seiner Partnerin, die sehr besorgt war, daß ihr Kleid auch in Ordnung sei, daß ihr Hut auch schön sitze, daß die Löckchen auch fein unter dem Hute hervörringelten. Und der kleine Photograph korrigierte mit Kennerblick Stellung, Gesichtsausdruck, Hutsitz usw. aufs Kursusteilnehmer über alle einschlägigen Pfütze Herr Schmidt (Krofdorf) erläuterte Maßnch^ der ersten Hilfe. Architekt Haas schilderte an fyn) von Skizzen den Bau eines Schutzraumes. Lche, Z 0 tz m a n n erläuterte die Nutzanwendung der Gasmaske. Zum Schluß sprach Lehrer Schnei^, noch über die Pflichten des Luftschutz-Hauswirte; Praktische Hebungen, Planspiele und eine rege M spräche beschlossen die Lehrgänge. ch D u t e n h 0 f e n , 23. März. Die hiesige K li* gerkameradschast hielt in der GastwirW „Zum Adler" ihre Generalversammlung ab. Qüf punktleiter Gaß sprach zunächst über nationalsczi» Mische Aufbauarbeit und ermahnte zum 6^4 alle Kameraden, am Wahltag ihre Pflicht zu tu» Kameradschaftsführer Weber erstattete folom den Jahresbericht. Mehrere ältere Kameraden, seh len zu Ehrenmitgliedern ernannt werden. Mit führer Loh gab den Kassenbericht, für den h, Entlastung erteilt werden konnte. Nach dem denken an die gefallenen Kameraden wurde di, Versammlung mit dem deutschen Gruß geschieh. In kameradschaftlichem Geist verbrachte man tun noch einige Stunden. Kamerad W a l t e r km cherte das kameradschaftliche Beisammensein mit einer eindrucksvollen Ansprache. — Der Ny Eisenbahner-Verein hielt in der (Baftriti schäft „Gambrinus" seine Jahreshauptversamimn, ab. Auch hier sprach der Stützpunktleiter übeibii Bedeutung der deutschen Aufbauwirtschaft' und jon derte zur Pflichterfüllung am Tage der Wahl tut Vereinsführer Hinkel erstattete Bericht über hu Mitgliederstand, sowie über die Rechnung des to eins und gab bekannt, daß der diesjährige lluz. flug nach Ober-Wesel am Rhein führen soll. M dreifachem Sieg-Heil auf Führer, Volk urJ Vaterland fand die Versammlung ihren AbsM 90 Lahre Main-Neckar-Bahn. Gleich bei der ersten Probefahrt erfolgte ein Unglück. LPD. Frankfurt a. M., 27. März. Am 2 8. März 1846, vor jetzt 90 Jahren, fand die erste Probefahrt auf der Main-Neckar- B a h n statt, und zwar zunächst auf der Teilstrecke zwischen Darmstadt und Heppenheim. Sie war gleichzeitig von einem Mißgeschick begleitet, dem ersten Eisenbahnunglück im Rhein - Main - Gebiet, dem im August desselben Jahres noch zwei weitere folgten. Die Beteiligten kamen aber mit leichten Verletzungen davon. Eine zeitgenössische Schilderung eines damaligen Frankfurter „Journals" liest man heute mit einer gewissen Heiterkeit: „Darmstadt, 29. März 1846. Die gestrige erste Probefahrt auf der Eisenbahn zwischen Darmstadt und Heppenheim lief nicht fo glücklich ab, als man zu erwarten berechtigt war. Jenseits Bensheim gewahrte der Lokomotivführer, daß in der Nähe des Stationshofes zwei leere Transportwagen auf dem Hauptschienenwege standen. Noch etwa eine Viertelstunde (!) von der gefährlichen Stelle mäßigte er die Kraft der Maschine und ermahnte die mitfahrenden Techniker und Bahnbeamten, nunmehr ihr Geschick mit Fassung zu erwarten. Einer wollte von der Lokomottve springen, wurde aber glücklich zurückgehalten, denn er wäre verloren gewesen. In wenigen Augenblicken folgte der gefürchtete Zusammenstoß mit den zwei Transportwagen, der so gewaltig war, daß beide, trotz ihres starken Baues, von der riesigen (!) Lokomotive erst in die Luft gehoben und dann völlig zertrümmert wurden Alles war das Werk eines Augenblicks. Wie durch ein Wunder war keiner der Mitfahrenden verunglückt, fondern alle mit leichten Quetschungen da- oongekommen." Jahresabschluß -er Kreisviehkaffe Biedenkopf. * Biedenkopf, 25. März. Die Kreisvieh- küsse Biedenkopf V. a. G. hielt unter Leitung des Aufsichtsratsvorsitzenden, Kreisbauernführers Hch. Delle (Silberg), und in Anwesenheit des ersten Direktors, Landrat Dr. P ö n i s ch , ihre diesjährige ordentliche Mitgliederversammlung ab. Aus dem Geschäftsbericht über das Geschäftsjahr 1935, der vom Geschäftsführer P l i 11 erstattet wurde, ging hervor, daß sich der Geschäftsbereich der Kasse über 10 Kreise erstreckt. Im Jahre 1935 hat der Geschäftsbetrieb eine weitere Ausdehnung erfahren. 360 Viehbesitzer sind im Verlaufe des verflossenen Geschäftsjahres der Kaffe neu beigetreten. Das Versicherungskapital belief sich auf 4 489 238 Mark gegen 3 959130 Mark im Jahr 1934. An Beiträgen gingen ein 104 103,80 Mark gegen 95 173,90 Mark im Jahr 1934. Versichert waren 2116 Pferde, 8580 Stück Rindvieh, 7688 Schweine, 1192 Ziegen und 14 Schafe. Entschädigt wurden 135 Pferde mit einer Entschädigungssumme von 38 299,50 Mark, 411 Stück Rindvieh mit 37 729,40 Mark, 505 Schweine mit 21577,90 Mark, 66 Ziegen mit 1388 Mark und 5 Schafe mit 408 Mark. Im ganzen wurden an Entschädigungen 99 402,80 Mark ausgezahlt. Die Tierarztkosten betrugen 3642,75 Mark. Bei Pferden und Ziegen wurden Ueberfchüsse erzielt, bei Rindvieh, Schweinen und Schafen reichten die Beiträge nicht aus. Die Heberzahlungen wurden durch den Reservefonds gedeckt. Die rückständigen Beiträge sind bis auf einen kleinen Rest eingegangen. Das Vermögen hat sich auf 153 694,40 Mark erhöht. Das Geschäftsjahr 1935 schließt mit einem Heberschuß von 2372,40 Mark ab. Infolge des äußerst günstigen Standes hatte es die Kreisviehkasse Biedenkopf, auch bei schweren Verlusten, nicht nötig, ihre Beiträge zu erhöhen, wie dies bei anderen Versicherungen der Fall war. Die Versammlung nahm von den Ausführungen des Ge- fchästsführers Kenntnis und genehmigte die Rechnung. Dem Vorstand und Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Sodann fanden die Wahlen zum Aufiichtsrat statt. Nachdem der Geschäftsführer feinen Mitarbeitern für ihre Arbeit gedankt hatte, wies er noch auf die am 29. März stattfindende Reichstagswahl hin und bat die anwesenden Mitglieder, sich in ihren Bezirken dafür einzusetzen, daß jeder seine Pflicht für den Führer zum Wohle des deutschen Vaterlandes tue. Der Vorsitzende des Aufsichtsrates ermahnte in gleichem Sinne und schloß die Versammlung mit dreifachem Sieg- Heil auf den Führer Adolf Hitler. 3n der Zauchegrube ertrunken. LPD. Biedenkopf, 27. März. In dem Kreisort D 0 d e n a u hatte sich einzweiJahrealtes Kind vom elterlichen Hause entfernt. Als man auf das Verschwinden des Kindes aufmerksam wurde, wurde es tot in derJauchegrube eines Nachbarhofes aufgefunden. Kreis Wetzlar. R 0 dheim a. d. B., 27. März. Mit dem Ende des Schuljahres verlassen die hiesige Schule 13 Knaben und 18 Mädchen nach achtjährigem Schulbesuch. Neueingeführt werden mit Beginn des neuen Schuljahres nach den Osterferien am 15. April 27 Knaben und 7 Mädchen. < Aus dem Biebertal, 25. März. In Bieber fand im Schererfchen Saale eine Schul- fHmporfübrung statt, zu der die Schulen Rodheim, Vetzberg, Fellingshausen und Bieber erschienen waren. Lehrer I ä k e l - Rodheim, der Schulfilmwart für den Bezirk Rodheim, zeigte den Märchenfilm „Der kleine Muck", dem die Kinder — Lich. 20: Passionsandacht. — Langsdorf. 2M Passionsandacht. — Münzenberg. 20: FrauenoLeii Donnerstag, den 2. April. Gießen. Iohanneskirche. 20 Hhr: Bibelstund (. - Kapelle des Allen Friedhofs. 20.15: PassionsaiM Freitag, den 3. April. Gießen. Pekruskapelle, Wetzlarer Weg. 20 Ufi Passionsandacht. Reuapostolische Gemeinden, Gießen, händelsirl Ederstrahe 13. Sonntag, den 29. März. 9.30 M Gottesdienst; 16: Gottesdienst. Mittwoch, 1. Bpi 20.30: Gottesdienst. Baplisiengemeinde, Garlenslrahe 13. SomH den 29. März. 9.45 Hhr: Mahlfeier; 11: Ki^ gottesdienst; 20.30: Allianzgesanggottesdienst (W straße 14). Donnerstag, 2. April. 20.30: Bibelstt» Evangelische Sladkmifsion, Löberslr. 14. SoivH den 29. März. 8.30 Hhr: Morgenandacht; Hst- Sonntagsschule; 15.30: Männer- und Sold»!- chorstunoe; 20.15: Allianzgesangsgottesdienst. D woch, 1. April. 20.30: Bibelstunoe. Ehristliche Gemeinden, Zu den Mühlen 2. SB tag, den 29. März. 10 Hhr: Erbauungsstiodl 20.15: Allianzgottesdienst (Löberstraße 14). M tag, den 31. März. 20.30: Bibel- und Gebetstt^ Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landes Gemeinschaft), Gulenbergstrahe 9. Sonntag, 2 29. März, bis Mittwoch, 1. April: um 20.30 J Evangelisationsvorträge durch Evangelist Marburg. Katholische Gemeinden. Samstag, den 28. März. Gießen. 16.30 und 19 Hhr: Beichte; 19.30: ai^ ordentliche Andacht. Sonntag, den 29. März. Passionssonntag. Gießen. 6.30 Hhr: Beichte; 7: Messe; 8: # munion; 9: Hochamt mit Predigt, Kommunion Kinder; 11: Messe mit Predigt. 17.30: EHE lehre und Andacht. — Grünberg. 9.45: Hoap mit Predigt. — Hungen. 8: Hochamt mit — Lich. 10: Hochamt mit Predigt. — Ridda. 8j Hochamt mit Predigt. — Schotten. 10.30: S)o

0.15: PassM'-' - April. hlattr M - Giehm. hö>de 29. März, w t. Mittwoch, l! rllldta. i.Märr- Seichte:19^ 7- Me^ »igt »ft Hochamt digt- 7n30:f rttem 10^ icht- . * | Uere Kamerch Mnt werden r »richt, für U s Me. Nach bc Uneraden nur ffn Gruß gei- Verbrachte mc lab Walte: I Beisammenfl I - Der : Gelt in der & 'e5hauptvers>irj: jpunfüeiter ü ! luwittschaff r läge der ®; ete Bericht L e Rechnung >er biesjäiyic: ein fuhren sc! -> Führer, &! lung ihren L köpf . März. Dich elfter W. Äo: in schwerer rweise mitsei . «ti$v * „ <•** . Half®’ rdhunsil: KL piagtgen ?• suterte ^schilderte V Ich^^rauwe; Itutzanwend^ faä I und eine re- hie»*l F der Castle pmmlung ab [ über natior: hjbnie zuin 'hre Pflicht: erstattete Vr^- !öberslr.1^' lorgenaE nner« und na^gottestneir- ntf e. . «n «leu t r. Lrbauunc-- berf**^ del- und -- 9. 61* ’pril: um »J ; Soangel'sl Wirffchast. Krastfahrzeughandel und -Gewerbe im Zebruar 1936. Jebruarabsah gegenüber 1933 vervierfacht. Fwd. Die Umsätze des Kraftfahrzeughandels über« schritten im Februar 1936, wie sich aus den Umsatz« Meldungen der zur Konjunkturstatistik der Fachgruppe Kraftfahrzeuge und Kraftfahrzeugbedarf berichtenden Firmen ergibt, den Umsatz im gleichen Monat des vergangenen Jahres. Die Absatzsteigerung betrug, wertmäßig betrachtet, im Durchschnitt A v. $). gegenüber Februar 1935. Im Vergleich zum Januarabsatz, der um rund 25 v. H. höher lag als im gleichen Vorjahresmonat, bedeutet der Februarabsatz nur eine Geringe Ausbesserung. Um diese Umsatzsteigerung aber richtig abzuschätzen, sei darau hingewiesen, daß der Februar in beiden vorher- aehenden Jahren jeweils eine aanz beträchtliche Ge- schästsbelebung gebracht hatte, so daß der diesjährige Februarabsatz im Kraftfahrzeughandel fast das Vierfache des Februarumsatzes im Jahre 1933 betrug. Die in den Reparaturwerkstätten des Kraftfahrzeughandels im Februar ausgeführten Reparaturarbeiten erbrachten Umsätze, die im Durchschnitt um 15 bis 20 v. S). über den des gleichen Vorjahresmonats lagen. Oer Abschluß derCommerz- undprivat-BankfürlSZS Fwd. Als letzte der Großbanken legt nunmehr auch die Commerz- und Privat-Bank ihren Abschluß für 1935 vor, der — ebenso wie bei den beiden D-Banken — die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung mit 4 v. H. gestattet und auch hier die Gefolgschaft in den Genuß einer außertariflichen Sondervergütung bringt. Nach der Gewinn- und Verlustrechnung erbrachten Zinsen vnb Diskont (in Mill. Mark) mit 25,4 (20,8) ein um rund 4,6 höheres Erträgnis, während Provisionen und Gebühren mit 25,08 (25,4) wenig verändert ausgewiesen werden. Die i. V. mit 12,65 ausgewiesenen Erträge aus Wertpapieren, dauernden und Konsortialbeteiligungen, Devisen, Sorten usw. wurden im Berichtsjahre zur Vermehrung der stillen Reserven verwendet: insgesamt sind diese Erträgnisse etwas geringer gewesen. Anderseits erforderten die Aufwendungen für Personal 29,5 (29,6), für soziale Zwecke 2,8 (3,07, für sonstige Ausgaben 9,56 (8,26) und für Steuern usw. 4,7 (3,45). Die Verminderung der Ausgaben für soziale Zwecke beruht im wesentlichen auf der Kürzung der Pen- ftonen von früheren leitenden Beamten. Außerdem ind in diesem Posten die Aufwendungen für Beiträge 3ur Sozialversicherung nicht enthalten. Die Gefolgschaft, die am 31. Dezember 1935 6535 Köpfe zählte, hat sich gegenüber 1934 durch einen Abgang von 440, dem nur ein Zugang von 330 geoenüber- steht, um HO Köpfe verringert. Insgesamt ergibt sich für 1935 einschließlich 1,39 Vortrag ein Rein- §eminn von 5,28 Mill. Mk. Daraus werden nach Zahlung der Dividende 0,5 dem Pensionsfonds zu- gemiefen und 1,58 auf neue Rechnung vorgetragen, nachdem der Betrag, der nach früheren Vereinbarungen erstmalig dem Reich in Höhe von 15 v. H. des ausgewiesenen Reingewinns zufließt, in der Gewinn- und Verlustrechnung vorweg berücksichtigt worden ist. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. Wie zu erwarten war, hat das Angebot in W e i- zen im letzten Märzdrittel abgenommen, da die Landwirtschaft mehr und mehr in die Bestellung eingetreten ist. Aber auch die Mühlen zeigen nur ein kleines Kaufinteresse, sind allerdings bereit, die guten Qualitäten des hiesigen Gebiets laufend aufzunehmen. Im übrigen bevorzugen sie aber, da sie sich im allgemeinen gut eingedeckt haben, spätere Liefertermine, die sie hauptsächlich aus dem norddeutschen Angebot erhalten können. Am R o g g e n m a r f t hat sich kaum eine Aende- rung ergeben. Die Versorgung der hiesigen Landmühlen bleibt knapp, so daß sich auch hier die Erhöhung des Mahlkontingents kaum auswirken können dürfte. Die Anforderungen auf Zuweisungen durch die RfG. sind größer geworden. Brau- und Jndustriegerste liegen sehr ruhig, da die Verarbeiter zur Zeit keinen Bedarf zeigen. Auch Malz fand nur wenig Interesse. Futtergerste ist in unserem Gebiet nicht angeboten, so oaß die Versorgung sich auf den Bezug von niederrheinischem Gerstenfüttermehl stützen muß. In Hafer bleibt es bei der bisherigen kleinen Zufuhr durch die Landwirtschaft, womit aber der Bedarf nur teilweise gedeckt wird. In Futtermitteln kann der nötigste Bedarf der Landwirtschaft durch die neuen Zuteilungen von Qelkuchen befriedigt werden. Treber blieben bei weichenden Preisen angeboten. Das Mehlgeschäft verlief normal. In Weizenmehl machte sich die übliche Monats-Endbele- bunq, aber auch der kommende Feiertagsbedarf mäßig geltend. Roggenmehl hat stetigen Absatz. Wochenbericht vom Frankfurter Schlachtviebniarkt. Der Frankfurter Schlachtoiehmarkt wies gegen die Vorwoche nur wenig Aenderung auf. Das Geschäft blieb im allgemeinen lebhaft und die zugeführten Tiere wurden größtenteils ausverkauft, nur bei Schweinen zeigte sich erstmals wieder Ueberftanb. Die Qualität war überall durchschnittlich gut, vor allem ist dies von Großvieh zu berichten. Es standen nur 343 (454) Stück zum Verkauf, die reibungslos abgesetzt wurden. Der Bedarf der Metzger konnte wiederum durch ausländisches Frisch- und Gefrierfleisch gedeckt werden. Der Auftrieb an Schweinen stieg in dieser Woche auf insgesamt 5037 (4592) Stück und liegt somit um über 1000 Tiere höher als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Die Qualität war mittel bis gut, ist jedoch im ganzen gesehen immer noch einigen Schwankungen unterworfen. Da sich die Nachfrage nicht wesentlich erhöht hat, das Interesse sich 3ur Zeit mehr den Kälbern zuwendet, verblieb ein Ueberftanb von 288 Tieren. Die Preise hielten sich zumeist unverändert, nur in den leichteren Gewichtsklassen wurden die Festpreise etwas unterschritten. Am Kälbermarkt bewegte sich die Zufuhr mit 1221 (1225) Stück auf der Höhe der Vorwoche. Das Geschäft nahm einen lebhaften Verlauf und die Preise zogen verschiedentlich um 1—2 RM. an. Der Markt wurde geräumt. Arn Schafrnarkt haben sich die Hoffnungen der Erzeuger auf größeren Absatz im Hinblick auf die üblichen Osterlammbraten nicht ganz erfüllt. Der Auftrieb war mit 114 (133) gemessen an der Nachfrage reichlich und konnte nur bei etwa 1—2 RM. nachlassenden Preisen abgesetzt werden. Das Geschäft nahm einen ruhigen Verlauf. ♦ Fwd. G u t behauptete Eisenausfuhr. Die Ausfuhr von Roheisen und Walzwerkserzeugnissen, die im Januar einen seit Jahren nicht gekannten Rekordhöchststand erreichte, vermochte sich auch im Februar nicht nur gut zu behaupten, sondern im Verhältnis unter Berücksichtigung der Kürze dieses Monats weiter zu steigern. Insbesondere fällt die Exportzunahme in Halbzeug auf, denn es trat im Februar im Vergleich zum Januar mehr als eine Verdreifachung ein. Diese Erscheinung ist auf stärkere Bezüge Englands zurückzufüb- ren. Abgenommen hat dagegen der Export in Roheisen, Eisenbauobermaterial und Formeisen, während die Ausfuhrziffern in den übrigen Fabrikaten nahezu unverändert blieben. Mein-Mainische Börse. INitlagsbörse überwiegend freundlich. Frankfurt a. M., 27. März. Die Börse hatte eine freundliche Tendenz. Am Aktienmarkt ergaben sich überwiegend leichte Befestigungen, doch bewegte sich das Geschäft mangels Anregungen und nur sehr kleiner Kundenorders in engsten Grenzen. Zunächst war die Kursgestaltuna etwas ungleichmäßig, später setzten sich meist Besestigun- aen durch. Montanaktien lagen fast durchgehend 0,25—0,75 v. H. niedriger, nur Ilse Genuß plus 1,25 v. H. und Verein. Stahlwerke plus 0,25 v. H. Don chemischen Werten kamen IG. Farben 0,75 v. H., Deutsche Erdöl und Metallgesellschaft je 0,50 v. H. höher, Rütgerswerke unverändert und Scheideanstalt 0,50 o. H. niedriger zur Notiz. Der Elektromarkt lag stark vernachlässigt, fest waren RWE. mit 126,75 (124,75). Zellstoffaktien eröffneten bis 0,90 o. H. fester, ferner gewannen Deutsche Linoleum 1 v. H., Westdeutsche Kaufhof, Holzmann, Muag und Reichsbank 0,25—0,50 v. H. Schifffahrtsaktien Hieben behauptet. Je 0,25 v. H. niedriger fetzten Gement Heidelberg und Daimler Motoren ein. Kunstseide Bemberg auf den angekündigten Verlustabschluß weiter gedrückt auf 82,25 (84,50), Aku mit 49,25 gut behauptet. Von Kaliaktien gewannen Westeregeln 0,75 v. H. Auch der Rentenmarkt hatte bei freundlicher Tendenz nur sehr kleines Geschäft, vorbörslich sollen größere Umsätze stattgefunden haben. Altbesitz unverändert 111, späte Schuldbuchforderungen unverändert 97,65, Zinsvergütungsscheine 93,75 (93,70), Kommunal-Umschuldung etwa 87,13 (87), Reichsbahn-Vorzugsaktien 123 (122,75), 6 v. H. zertifizierte Dollar-Preußen etwa 64,40. Im Verlaufe war die Haltung fest. Besonders einige Elektroaktien traten stärker hervor, so Ges- ürel mit 132 bis 133,50 (131) und RWE. mit 127,50 nach 126,75. Akkumulatoren kamen nach Pause mit 180 (175,50) zur Notiz. AEG. erhöhten sich auf 36,90 nach 36,50, ferner IG. Farben 159 nach 158,50, Scheideanstalt 223 nach 222,50, Westdeutsche Kaufhof 35,25 nach 34,65, Holzmann 105 nach 104,50, Vereinigte Stahlwerke 85,50 nach 85,13, Harpener 124 (122). Am variablen Rentenmarkt ergaben sich keine Veränderungen. Goldpfandbriefe blieben behauptet, Liquidationspfandbriefe lagen uneinheitlick, Stadtanleihen überwiegend etwas fester, ebenso Industrie-Obligationen. Von fremden Werten gingen Mexikaner teilweise leicht zurück, ferner wurden Schweizer Bundesbahnen etwas niedriger genannt. Tagesgeld unverändert 2,75 v. H. Sranffurtcr Eier- und Vuttergroßmarkl. Frankfurt a. M., 27. März. Obwohl die Anlieferungen in deutschen Eiern eine weitere Zunahme zeigen, konnte der Bedarf am hiesigen Platz nicht immer völlig befriedigt werden. Ausländische Eier wurden nicht angeboten. Der Verbrauch in den Großstädten (jat sich angesichts der billigen Preise gegenüber denen für Fleisch und Wurst erheblich gesteigert, dazu kommt, daß der Eigenverbrauch auf dem Lande wesentlich stärker als früher ist. Es notierten in Pfg. pro Stück frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markeneier 8 9A bis 10, A 8% bis 9%, B SA bis 9, C 73A bis 8A, D 7% bis 8. Die Butter anlieferungen blieben auch während dieser Woche ausreichend, der Bedarf konnte ausreichend bedient werden. Es besteht auch keinerlei Veranlassung zu Befürchtungen, daß hierin auch sich in absehbarer Zeit etwas ändern wird. Die Milchanlieferungen zu den Molkereien sind in einer Aufwärtsbewegung, die erheblich rascher oonftatten geht als in den letzten Wochen. Es notierten in Mark per 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M. (Großhandelsoerkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 145 bis 148, feine deutsche Molkereibutter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 142, Landbutter 125. Holländische Butter 145 Frankfurter Obst- und Gemüfemackt. Frankfurt a. M., 27. März. Arn Gemüse- markt schieben sich Treibhauserzeuanisse mehr und mehr in den Vordergrund. Geschäft bei nahezu unveränderten Preisen im allgemeinen lebhaft. Kohlgemüse und Feldsalat langsam. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 12 und 18 Stück 4,00—5,00 ital., Feldsalat gr. 30—50, klein 60—80, Gewürze! gr. Bdl. 30—40, Salat-Gurken (Treibh.) St. 50—75, Karotten 4—6, Kohlrabi (Treibh.) St. 15—25, Kopfsalat (Treibh.) St. 28—35, Steige 18—30 St, 5,50—6,00 ital., Lattich 70—100, Schlüpfer 90—120, Meerrettich 35—45, Rettich (Treibh.) Bdl. 23—40, Römischkohl 30—35, Rosenkohl 20—25, Rotkraut 12—15, Sellerie je nach Gr. 7—25, Spinat 9—10, Schnittlauch Bdl. 25—30, Schwarzwurzel 12—20, Weißkraut 10—12, Wirsing 15—18 (holl. 12—14), Winterkohl 10—12, Zwiebeln 7,5—10, 9,5—10,5 Ungar. Obst und Südfrüchte: Deutsches Aepfel- angebot noch genügend, Tafelobst knapper angeboten. Nachfrage nach letzterem lebhaft, sonst ruhig. Preise im allgemeinen unverändert. Apfelsinen werden reichlich angeboten, Geschäft lebhaft. U. a. notierten: Aepfel I 28—39, II 20—26, III 15—18, Boskoop I 30—38, amerik. Aepfel 40 Pfd. rote 14,50—19,00, Apfelsinen blond 12—18 span., Blut 13—18 span., 21—24 ital., Bananen, Kiste 25 Pfd. 6,00—6,50 Karner, und Bros., Kranz-Feigen 25 Kilogramm 8,00—9,00, Smyrna-Feigen 25 Kilogramm 10,00, Zitronen 300 und 360 Stück 6,00—8,00. Die Industrieuni» Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 289: Neuregelung des Reiseverkehrs mit Dänemark. — 290: Die Behandlung von Devisenanträgen für die Beschaffung der zum Nachweis der arischen Abstammung notwendigen Urkunden aus dem Ausland. — 291: Einfuhrverbot für spanische Banknoten in Spanien. — 292: Bekanntmachung KP 120 der Ueberivachungsstelle für unedle Metalle betr. Kurspreise. — 293: Die Zwischenhandelskosten im Verrechnungsverkehr der Niederlande mit Deutschland. — 294: Die neue Surnatratabakernte^ — 295: Postbeförderung mit deutschen Luftschiffen nach Nord- und Südamerika. — 296: Neue griechische Bestimmungen für die Verzollung Dort Waren. RunOfunfprogratnm. Sonntag, 29. Marz. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Dr« gelchoräle. 9: Katholische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnis zur Zeit. Gedichte vom Aufbau. Von Heinrich Anacker. 10: Ans Werk. Kantate von Hans Baumann. 11.15: Unterhaltungskonzert. 12: Musik am Mittag. 14: Kinderfunk. 14.45: Unterhaltungskonzert. 16: Nette Sachen aus Köln. 17.25 bis 17.55: Rugby-Länderspiel Deutschland gegen Franka- reich. Funkbericht von den letzten 30 Minuten. 18 bis 2: Abendkonzert mit Bekanntgabe der Wahlergebnisse. Montag, 30. Mär;. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 11: Hausfrau hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten (anschließend auch Nachrichten aus dem Sendebezirk). 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, und seid.bei „Schall und Platt" zu Gast! Frohsinn im Volkston. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Kinderfunk. 15.45: Von Kassel: Unterhaltungskonzert. 16.45: Wer kennt die Meister deutscher Erzählkunst? VI. Ein literarisches Preisrätsel. 17: Neuere Klaviermusik. 17.30: HJ.-Funk. Jungzug 2 weiß sich zu helfen. Ein Hörspiel von Wolfram Lang-Lendorff. 18: Fröhlicher Alltag. Ein buntes Konzert. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: An Rhein und Mosel. 22: Nachrichten (anschließend auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Musik zur „Guten Nacht". 24 bis 2: Sinfoniekonzert. Büchertisch. — Robert Gehrke: Die Mieter aus N r. 101. Roman. 338 Seiten, Schützen-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 19. — (1) — Dieses Erstlingswerk eines jungen Autors gibt die Geschichte eines großen Mietshauses. In lebensvollen, zum Teil humoristischen Schilderungen rollt die Geschichte dieses Hauses ab. An und für sich sind die Schicksale darin nichts Besonderes, sondern verlaufen wie unser eigenes. Trotzdem trägt in Gehrkes Buch sich viel zu zu. Unser aller Alltag entrollt sich. Aber das Wertvollste an dieser Arbeit ist, daß sie nicht den falschen Abglanz des Lebens schildert, nicht die Romantik, nicht die sogenannte große Welt, nicht das graue Elend und nicht die Unnatur, sondern Fröhlichkeit und Traurigkeit, das Vergnügen und die Sehnsüchte der Bewohner von Nr. 101. Veffeninginderchem-mainischenZiganenmdiistrie Vermehrung der Arbeitsplätze. Fwd. Zu Beginn des Jahres 1933 befand sich auch das Tabakgewerbe in einer bedenklichen Lage. Die rücksichtslose steuerliche Ausnutzung des Tabakgewerbes seitens der vorangegangenen Regierung, der Rückgang der Kaufkraft der Verbraucher und das damit verbundene Absinken der Preislage hatten ernste Zustände geschaffen. Waren in der Zigarrenherstelluna im Jahre 1926 in Deutschland noch 3137 Einzelfirmen bei der Tabak-Berufsge- nossenschaft gemeldet, so sank diese Zahl im Jahre 1932 auf 1868. Der Zigarrenverbrauch war von 7,5 Mill. Mille im Jahre 1930 auf 5,5 Mill. Mille im Jahre 1932 zurückgeganaen. Letzteres mußte sich im rhein-mainischen Wirtschaftsgebiet besonders auswirken, da die Zigarrenindustrie hier vorwiegend in Orten bis zu 1000 Einwohnern ansässig ist. Zahlreiche Gemeinden wurden hierdurch mit allen ihren Einwohnern schwer geschädigt. So waren im Jahre 1932 nur noch etwa 27 bis 35 v. H. der Gefolgschaftsmitglieder voll beschäftigt. 25 bis 30 v. H. Der Arbeiter waren auf Kurzarbeit angewiesen. Im Rahmen der Aufbaumaßnahmen der nationalsozialistischen Regierung wurde zunächst im Juli 1933 die Verwendung von Maschinen für die Zigarrenherstellung verboten. Die günstigen Auswirkungen für die in der Zigarrenindustrie beschäftigten deutschen Volksgenossen und die zahlreichen kleineren und mittleren Unternehmen haben sich bereits deutlich gezeigt. Zur Behebung der weiteren Schwierigkeiten wurden von der zuständigen Industrie- und Handelskammer und von der Fachuntergruppe verschiedene Schritte unternommen, um die Beseitigung der Uebersteuerung der Zigarren und eine stabile Preisbewegung zu erreichen. Inzwischen ist im Gewerbe auch.eine weitgehende Einigung erfolgt, so daß die Produktion in normale Bahnen geleitet werden konnte. Daneben ist eine Einstufungsstelle zum Zwecke des Lohnausgleiches eingerichtet worden; Anträge auf eine bessere Berücksichtigung in der Frachtenfrage usw. sind gestellt, so daß mit einer weiteren Besserung der Betriebslage gerechnet werden kann. Die erwähnten Maßnahmen haben bisher schon zu einer erheblichen Umsatzerhöhung geführt. Die Umsatzziffern in der Zigarrenindustrie betrugen für das Reichsgebiet: Milliarden Kleinhandelswert Stück Mill. RM. 1933 6,3 612 1934 7,42 691 1935 7,82 723 Hierin kommt auch die Steigerung des Volkseinkommens wesentlich zum Ausdruck. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Sranffurt a. M. Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L 26.3. 26.3. 158,13 158,9 104,75 Banknoten. j'rio 61,52 61,76 o »arpener »oesch Esten—Köln-Reuessen .. 8 27,25 9,5 9,13 9,13 198 Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. 104,75 27,5 | 198 I 8,45 13,6 63,10 80,64 33.60 131 86,5 84 122 91 124 91 99,65 49,4 83,65 124,25 87,5 130,75 98,25 168,25 77,25 35,25 336 180,5 181,5 41,88 54,60 12,25 16,32 168,36 2,452 42,04 54.82 12,29 16.38 169,04 63,36 81,16 33.74 132,25 86,4 85 fl 8 0 5 11 124 91 163,5 131,75 86,5 85 Schluß, kurs Schlußkurs 109, I 123 113,65 122 90,75 163 131,5 86,25 84 109,13 123 114,25 134,5 124,25 222 116,5 85 18,9 126 124,75 180 99,4 49 84 123,4 87 129,75 98 164 77 34,5 329 180 183,5 alle Bergbau ....... alle Bergbau Genüsse ftlödnerroerte ....... Mannesmann-Rohren Grltzner................... Wainkrastwerke Höchst a.M... Süddeutscher Zucker 29,5 1,5 8,65 8,5 8,5 13,7 1,5 8,55 8,6 8,5 13,75 1,45 8,65 8,65 8,6 13,6 1,45 8,5 I- G. Farben-Industrte Scheideanstalt........ Goldschmidt ......... Rütgerswerke........ Metallgesellschaft...... Philipp Holimann . ... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. *% vesterreichstche Soldrente.... MO% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4’4% dergl. von 1913.......... obgeft. Goldmerikaner von 99 4% Türkische Bagdaobahn-Anleihe Schultheis Pahenhofer ..... Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg................. Zellstoff Waldhof .......... Zellstoff Aschaffenburg Dessauer GaS ............. Daimler Motoren.......... Deutsche Linoleum......... Orenstein & Koppel ........ Westdeutsche Kaufhof....... Ehade .................... Accumulatoren-FabrÜ Eonti-Gummt............. Datum ManSselder Bergbau .. Kokswerke........... Rheinische Braunkohlen Rheinstahl . Bereinigte Stahlwerke. Otavi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln. Kaliwerke Salzdetfurth Belgische Roten.................. Dänische Roten Englische Roten Französische Roten Holländische Roten Italienische Roten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Roten ......... Spanische Noten Ungarische Noten Gchlußk, Abend« börse 27-3. Gchlußk. Mittag« börse 27-3. 135,75 124,5 223,5 116,75 85,4 19,4 126.5 125 178 Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend« börsc Schluß« kurs Schluß!. Mtttag« börie Datum 26.3. 27-3 26.3. 27.3. 4% Deegl. Serie II ............ 9,13 9,13 9,15 9,15 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 7,25 7,13 7,25 7,4 4 ^r%Rumän.veretnh.Rente».1913 — 9,6 9,75 9,75 4% Rumänische vereinh. Rente e . 5,6 5,55 5,6 5,5 39,9 40 39,75 40,25 Hamburg-Dmerika-Paket ..... 0 15,13 15,13 15,13 15,5 Hamburg-Südam. Dampfschiff 0 — —• — 25 Norddeutscher Lloyd ......... 0 16 16,25 16,25 16,4 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 108,5 109,75 109 109,9 Berliner Handelsgesellschaft .. 6 — — 110,5 110,5 Commerz- und Privat-Bank ... 0 91,75 92 91,75 92 Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ 0 91,5 91,5 91,5 91,5 Dresdner Bank.............. 0 91,75 91,75 91,75 91,75 Retchsbank ................ 12 178 179 178,5 179 A.E.G...................... 0 36,5 37,25 36,75 37,4 Betula.................... 10 143,5 143,5 143,75 143,9 Elektt. Lieferungsgesellschast... 5 124 125 124,4 124,65 Licht und Kraft ........... 6% 139 .139,5 139,5 140,25 Felten & Guilleaume......... 4 119,5 120 119,5 119,5 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 131 133 131 133,25 Rheinische Elektrizität ........ 6 — 127 127 Rhein. Wests. Elektr.......... 6 124,75 127,75 124,5 128,25 SchuckertLCo............... 4 136,5 137,5 137,13 137,5 Siemens L Halske............ 7 175,75 175,5 175,4 176 Lahmeoer LEo.............. 7 129 128 129 127,4 Buderus ................... 4 96,75 96 96 96,5 Deutsche LrdiU.............. 4 115,5 116 116,25 116,13 Franiiuri a. 2)1. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abendbörse Schlußkurs Gchlußk. mittag- börse Datum 26 3. 27-3 26 3. 27.3 •% Deutsche RetchSanlethe v. 1927 <% Deutsche Reichsanl. von 1934 100,4 100,4 100,5 100,65 97,65 97,65 97,65 97,65 Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mü — — 102,9 103,4 111 Ul 111 110,75 4*/i% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1934, 1....... 6% ehem.8% Hess. Bolksstaat 1929 100,2 100,2 100,25 100,3 «rückzahlb. 102%)............ 98,25 98,25 98,25 98,25 4H% ehem.8% Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12.... 96,4 96,4 — ■— 6y*% ehem. 4ys% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiaui ♦X»% ehem. 8% Darmst. Komm. LandesS.Goldschuldverschr. R.6 101 101,1 —- — 92,4 92,13 — — kberhessenProvinz.Anlethe mll 118,65 119,25 Deustche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSIos.-Rechten 114,65 114,75 114,5 114,5 *Vi% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 16 unkündbar viS 1935 96,5 96,5 _ B%% ehem. 4/t% Franks. Hyp.- Bank»Ligu.»Psandbrtefe....... 101,5 101,13 101,25 101,25 6%% ehem. '4y2% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse..... 101,13 101,13 ehem. 8% Pr. Landespfandbriefanstalt, Pfandbriefe R. 19 *V»% ehern. 7% Pr. Landespfand, briefanst., Gold Komm. Cbl.VI 97 97 97 97 97 97 97 97 Dteuergutsch.BerrechnungSk. 84-88 109 108,9 109 108,9 26. März 27-März Amtliche Notierung Amtliche Notierung rseio Bries Geld 1 Bries Buenos Atrec 0,680 0,684 0,680 0,684 Brüssel..... 42,00 42,08 42,02 42,10 Rio de Ian. 0,139 0,141 0,139 0,141 Sofia...... 3,047 ■ 3,053 3,047 3 J153 Kopenhagen. 54,83 54,93 54,86 54 96 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46 90 London ..... 12,28 12,31 12,285 12,315 HelsingsorS.. 5,41 5,42 5,41 Parts ...... 16,37 168,78 16,41 16,37 16*41 169 12 Holland .... 169,12 168,78 Italien..... 19,70 19,74 19,70 19,74 Japan ...... 0,714 0,716 0,715 0,717 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5.666 Oslo..... : 61,70 61,82 61,73 61,85 Wien....... Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... 48,95 11,14 63,29 80,99 33,93 49,05 11,16 63,41 81,15 33,99 48,95 11,14 63,32 81,02 33,94 49,05 11,16 63,44 81,18 34 00 Prag....... Budapest ... Reuyork ... 10,265 2,475 10,285 2,479 10,265 2,480 10,285 2,484 .. 4 ,116,25 116,65 .. 0 84,9 85,5 .. 0 19,13 19,25 .. 5 126 126,5 .. 6 124,25 125,5 vy, 180 178 .. ? 157,75 159 .. 9 222,5 223 .. 5 109 110 .. 6 123 123 .. 4 114 — .. 4 104,25 114,51 - 7 135,5 135,75 -- 6 131 131 1 .. 4 — — .. 0 49,25 49,5 .. 6 84,5 83,75 .. 5 123 124 .. 0 87 87,25 .. 7 —- — .. 0 98,25 98 . 8 163,5 166,5 . 0 —- —— . 0 34,4 35,4 7‘/, 329 337 W — 180 - 8 183 183,75 - 0 27,5 27 1 • 4 89 89,5 10 198 198 1 Berlin, 27-März Geld Amerikanische Roten.............. 2,432 iHHhf.- gut 1928 A Stoffspezialhaus Bernard & Sohn, Gießen, Plockstraße 14-16 Bevor Sie Ihren Bedarf decken, besichtigen Sie bitte meine große Auswahl Neuheiten mod. Kleider- und Seidenstoffe Garnituren, Schals, Knöpfe Schließen, Schnallen, Strümpfe Handschuhe in all. 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