Vor einer Militärdiktatur Araki? Noch keine Klärung -er Lage in Japan.—Oer Oberste Kriegsrat nimmt für die Negierung mit -en Führern -es Aufstan-s Fühlung. Keine Verbindung mit Tokio. London. 28. Febr. (DNB. Funkspruch.) Reuler meldet aus Schanghai, nach einem bisher unbestätigten Bericht aus Tokio habe General Araki, der in den Jahren 1931 bis 1934 japanischer Kriegsminister war, eine Militärdiktatur errichtet. Es sei unmöglich, eine Bestätigung dieses Gerüchtes zu erhalten, da alle Versuche, mit Tokio direkt in Verbindung zu treten, ergebnislos seien. Von Sowjetkreisen in Schanghai werde mitgeteilt, sie hätten eine kurze Botschaft aus Tokio erhalten, daß die Lage wieder um sehr kritisch sei. Noch keine Einigung mit den jungen Offizieren. Tokio, 28. Febr. (Ostasiendienst des 2)91233 Entgegen den Erwartungen haben die Verhandlungen, die die Generale Mazaki, Abe und Nischi als Vertreter des Obersten Kriegsrates mit den Führern der jungen Offiziere führen, um 9.30 Uhr japanischer Zeit noch kein Ergebnis gezeitigt. Eine Einigung zwischen den Putschisten und der Regierung war also bis zur genannten Stunde noch nicht zustandegekommen. Weiter wird gemeldet, daß den Aufständischen, die sich bisher geweigert haben, die von ihnen besetzten Gebäude zu räumen, bis Freitagmittag Zeit gegeben worden sei, sich zu ergeben. Die Kaiserliche Garde habe alle Maßnahmen getroffen, um die Aufständischen aus ihren Stellungen zu entfernen. Auf Befehl des Garnisonkommandanten ist der gesamte Verkehr in der Nähe des Hibiya-Park, wo die meisten der besetzten Regierungsgebäude liegen, e i n g e st e l l t worden. Die Verhandlungen über di" Bildung eines neuen japanischen Kabinetts sind nach den in London vorliegenden Berichten immer noch im Gange. Die englischen Blätter erwarten, daß das neue Kabinett einen stark militärischen Einschlag erhalten werde, und daß es bis zu einem gewissen Ausmaß die Politik der Militärputschisten widerspiegeln werde. „Daily Telegraph" meldet, man halte es für möglich, daß der Gouverneur von Korea, General Ogaki, zum Ministerpräsidenten ernannt werde. Tahahaschi seinen Verletzungen erlegen Tokio, 27. Februar. (Ostasiendienst des DNB.) Finanzminister T a k a h a s ch i ist, wie amtlich bekanntgegeben wird, am Mittwoch seinen schweren Verletzungen erlegen. Der einzige noch lebende „alte Staatsmann", Prinz S a i o n j i, der sich vorübergehend nach Schizuoka zum Oberpräsidenten begeben hatte, ist am Donnerstag in sein Landhaus nach Oditsu zurückgekehrt. China fürchtet Verschärfung des Konflikts mit Japan. P e i p i n g, 27. Febr. (Ostasiendienst des DNB.) Die Vorgänge in Japan finden in der chinesischen Oeffentlichkeit größte Beachtung. Man fürchtet eine verhängnisvolle Rückwirkung auf die japanische Politik gegenüber China. Die chinesische Presse weist darauf hin, daß der Putsch mit der Ankunft des neuen japanischen Botschafters A r i t a, dem hier großes Vertrauen entgegengebracht wird, zusammengefallen sei. Man bezeichnet es jetzt als äußerst fraglich, ob die in Aussicht genommenen japanisch-chinesischen Besprechungen in Nanking unter den veränderten Umständen überhaupt stattfinden können. Verschiedene Zeitungen vermuten, daß die Unzufriedenheit der nationalistischen Kreise Japans mit der Verhandlungsbereitschaft der führenden Männer gegenüber China der Hauptgrund des Putsch e s gewesen sei. Asiens koloniale Epoche ist beendet. Sie Schowa-Restauration. Das Programm der aktivistischen Jugend Japans. P e i p i n g, 27. Febr. (Ostasiendienst des DNB.) Die letzten Ereignisse in Japan werden von gut- unterichteter japanischer Seite auf Bestrebungen zurückgeführt, die in verschiedenen Jugendoerbänden ihre Hauptträger haben. Dor allem sei es die sogenannte Schoso-Jugend und der Verband der Offiziersjugend Schoko, die als notwendige Fortsetzung der Meiji-Restau- ration die sogenannte S ch o w a - R e st a u r a - t i o n anstreben. Nach Auffassung dieser Kreise seien die zeitgebundenen Ideen der Meiji-Restauration heute veraltet, wenn auch die zurzeit in Japan herrschenden Schichten immer noch von ihren Gedanken getragen werden. Das Programm der aktivistischen Jugend Japans ist' bereits im Jahre 1919 entworfen worden. Es fordert die Begrenzung der Kapitalbildung und die Abschaffung des mit dem Kapitalismus eng verflochtenen demokratischen Prinzips. Es sieht die Ausschaltung des Parlaments für einen Zeitraum von drei Jahren vor. Innerhalb dieses Zeitraumes soll eine Neuformung des Staatswesens unter Beachtung folgender drei Grundsätze vorgenommen werden: Stär ng des Kaisergedankens auf Grund der göttlichen Abstammung des Herrscherhauses, ferner Herstellung einer Volksgemeinschaft und eine Reform des Staatsaufbaues auf ständischer Grundlage bei starker Berücksichtigung der ehemaligen Soldaten. Für die Armee sei der Gedanke der Kameradschaft die wichtigste Grundlage, im Sinne des napoleonischen Grundsatzes soll jeder Soldat den Marschallstab im Tornister tragen. Ferner wird volle Gleichberechtigung in der Flottenstärke mit den anderen großen Seemächten verlangt. In außenpolitischer Hinsicht soll eine konzentrische Zusammenfassung aller Kräfte Japans auf dem asiatischen Raum erfolgen. In voller Schärfe wird der Gedanke verfochten, daß die koloniale Epoche inAsien zu Ende gegangen sei und alle Erinnerungen daran verschwinden müßten. Also seien auch die Unabhängigkeitsbestrebungen in der Mandschurei, in der Mongolei, Sibirien und Indien zu unterstützen. Besonderer Bedeutung wird der Stellung Chinas als Vorhut Asiens gegen Sowjet- rußland beigemessen. Nach der Ansicht japanischer Kreise soll der frühere Kriegsminister Araki auf dem Boden dieses Programms stehen. Hingegen bezeichnet man seinen Nachfolger Hayaschi als einen lediglich von „Gamaschengeist" erfüllten Offizier, der nur die Aufgaben des Garnisondienstes im Auge habe. Auch der jetzige Kriegsminister General K a wasch t m a wird von den Nationalisten ähnlich charakterisiert. Ein Hauptvertreter dieser Richtung des „Gamaschengeistes" sei der ermordete General W a - t a n a b e gewesen. Die Beseitigung der Vertreter des veralteten Genro-Geistes und die Freimachung der Bahn für die positiv eingestellte Jugend sei das Ziel, das auch den jetzigen Ereignissen m Japan zugrunde liege. Die ganze Tragik der Entwicklung, der jüngsten politischen Entwicklung für die katholische Rechte, kommt vielleicht am besten zum Ausdruck in dem 185 Quadratmeter großen Wahlplakat mit dem Kopfbild des Ceda-Führers, das mehrere Tage lang dem größten und verkehrsreichsten Platz im Zentrum Madrids das Gesicht gab. Am Montag nach den Wahlen mußte die Feuerwehr das Plakat in den frühen Morgenstunden entfernen, weil es für die begeisterten Massen das rote Tuch des Kampfspiels war... Am 16. Februar handelte es sich darum, ob die verfehlte Politik eines zwar nationalen, aber im übrigen nur auf die kleinlichen Interessen der Kirche ängstlich bedachten Parteipolitikers die Wählerschaft psychologisch mehr beeinflußt hatte als die Erinnerung an das Blut, das Marxisten und Separatisten im Oktober 1934 in Asturien und Barcelona vergossen hatten. Es hat sich herausgestellt, daß das Ergebnis einer in der spanischen Geschichte einzig dastehenden Revolution im Gedächtnis des Volkes nicht mehr so gegenwärtig war wie die nicht erfüllten Hoffnungen, die auf einen scheinbar viel versprechenden Rechtspolitiker gesetzt wurden. Wie wird sich nun die nächste Zukunft in Spanien gestalten? Auf den ersten Blick erscheint es ein gewisser Trost, daß innerhalb der vereinigten Linken jene Tendenz die Macht im Staate übernommen hat, die als bürgerlich und als das „kleinere Uebel" gelten mag. Bei näherer Betrachtung des politischen Programms, das Linksrepublikaner, Sozialdemokraten und Kommunisten gemeinsam aufgestellt haben, und das heute zum A und O der spanischen Politik geworden ist, kommt man zu der Ueberzeugung, daß der Spieß der bisherigen Mitte-Rechtspolitik vollständig umgekehrt werden wird. Der neue Ministerpräsident Aza na hat seit seiner ersten Regierungszelt zu viele Erfahrungen gesammelt, um die Fehler von damals zu wiederholen und irgendwelche Konzessionen zu machen. Da seine Handlungsfreiheit durch die Vereinbarungen mit den Marxisten scharf umgrenzt ist, besteht bis weit in die Kreise der bürgerlichen Mitte hinein die Befürchtung, daß jeder Versuch einer gemäßigten Linkspol i- t i k unter dem Druck der linksradikalen Massen und der Straße zum Scheitern verurteilt sein wird. „Jede Woche, die ruhig verlausen soll, wird die Regierung sich durch neue Konzessionenerkaufen müssen", schreibt „Ahora" (bürgerliche Mitte). Unter diesen Verhältnissen wird die Regierung Azana nur zur Radikalisierung des polltischen Lebens beitragen und vielleicht früher oder später dem Marxismus das Szepter abtreten müssen. Die Rundfunk-Rede, die Azana nach der Machtübernahme hielt, war zwar deutlich vom Geiste des Friedens, der Ordnung und des Vertrauens getragen. „Niemand soll verfolgt werden, der sich nicht außerhalb des Gesetzes stellt". Die umfangreichen Beamtenoersetzungen und -entlassungen, die Wiedereinsetzung der früheren Mitarbeiter Azanas in ihre Aemter kommt auch nicht überraschend, weil dieser ja selbst im Zusammenhang mit den Ereignissen vom Oktober 1934 viele Monate in Untersuchungshaft gehalten wurde und sich vor mehreren Gerichten verteidigen mußte. Man muß aber abwarten, ob der Rachedurst der Menge den Willen der linksbürgerlichen Regierung zum innerpolitischen Frieden nicht doch in eine andere Richtung treibt. Vollständig unklar ist vorläufig noch das Verhalten der Rechtsparteien im neuen Parlament. Die monarchistische Zeitung „ABC" kündigt der Regierung Azana, falls sie dieselben Methoden gegen die Freiheit der rechts eingestellten Presse anwendet wie 1932, einen harten Kamps an „solange noch eine Feder zum Schreiben bleibt". Die Katholische Volksaktion gerät immer mehr in das Fahrwasser des einstigen deutschen Zentrums. Sie hat den Schrecken der Wahl sehr schnell vergessen. Ihre Presse zeigt sich heute schon wieder den Männern gegenüber kompromißbereit, die ihr noch vor wenigen Tagen als die gefährlichsten und am meisten gehaßten Gegner galten. Außenpolitisch wird nicht ohne Bedeutung sein, daß in dem neuen Kabinett fünf Freimaurer und der Großmeister der spanischen Loge vertreten sind. Im übrigen wird sich das Verhältnis zum Völkerbund, wie aus dem Regierungsprogramm ersichtlich ist, noch enger als bisher gestalten. Die Absicht Moskaus, aus Spanien einen zweiten Sowjetstaat zu machen, ist auf dem besten Wege zur Verwirklichung: das zeigen die Kommentare in der Moskauer Presse über den Wahlausgang in Spanien. Die Kominternagenten haben diesseits der Pyrenäen zweifellos gut gearbeitet. Jetzt fragt es sich, ob die von den Sowjets im vergangenen Jahre ausgegebene Losung, zunächst mit den Linksbürgerlichen zusammen den Kamps gegen die „Reaktion" zu führen und die Kampfgefährten dann langsam selbst zu „verschlucken", auch in dem zweiten Abschnitt in Spanien erfolgreich zu Ende geführt wird. Was aber hat die durch die falsche „Taktik" eines von Rom abhängigen katholischen Politikers ruinierte Rechte dieser marxistischen Dampfwalze entgegenzusetzen? Graf von Welczeck Botschafter in Paris. Berlin, 27. Febr. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat den Botschafter in Madrid, Grafen von Welczek, zum Botschafter in Paris ernannt. Johannes Graf Welczek wurde 1878 zu Laband (Oberschlesien) geboren. Er entstammt oberschlesischem Uradel. Die Urheimat dieses alten böhmischen Herrenstandes, der den Titel „Freiherr und Alter Herr von und zu Dubensko und Petersdorfs" führte, ist die Burg Dubensko in Böhmen. Zeitweilig war die Familie auch in Mähren und Ungarn ansässig. Heute befindet sich das Fideikommiß Laband und das Rittergut Ellgut in ihrem Besitz. Graf Welczek studierte in Bonn, Leipzig und Breslau Jura, wurde 1900 Gerichtsreferendar, sodann aktiver Offizier im Garde-Kürasfier-Regiment, bis er 1904 in den diplomatischen Dienst eintrat, zunächst als Attache an der preußischen Gesandtschaft in München, dann am Generalkonsulat Kalkutta. 1907 war er Legationssekretär an der Gesandtschaft in Santiago de Chile, 1912 bis 1914 Geschäftsträger der preußischen Gesandtschaft in Dresden. 1914 bis 1916 nahm er als Frontoffizier am Weltkrieg teil. 1923 wurde er Gesandter in Budapest. Es gelang ihm dort, die Beziehungen zwischen Ungarn und Deutschland zu besonders guten zu gestalten. Im November 1925 kam er dann als Botschafter nach Madrid, wo er die Aufgabe hatte, die schwierigen Wirtschaftsbeziehungen 3U Deutschland zu regeln. Welczeck, der eine spanische Südamerikanerin, Nichte des früheren Präsidenten Boemozola von Chile, zur Frau hat, beherrscht die spanische Sprache geläufig. Neue schwierige Aufgaben brachte für den Botschafter die Zeit der politischen Umwälzung in Spanien. Akulow soll operiert werden. Moskau, 27. Febr. (DNB.) Der aus Stockholm mit einem Flugzeug nach Moskau geholte schwedische Gehirnchirurg soll eine Operation an dem Generalsekretär des Zentralexekutivkomitees der Sowjetunion, Akulow, vornehmen, der einen Unfall auf der Eisbahn erlitten hat. Akulow war früher Generalftaatsanwalt der Sowjetunion. Seit Juni 1935 amtiert er als Generalsekretär des Zentralexekutivkomitees der Sowjetunion. Sein Vorgänger auf diesem Posten war Jenukidse. "«TS § d«, it dtzn-A e'a'"f>net. ]40 J !'»»>.’S Neu. Äg« M. 50 Erstes vlatt 186. Jahrgang Zreitag, 28 Februar 1936 Lrfchemt tägltd), außer Sonntags und Feiertags Beflogen: Die Illustrierte Eichener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-Vezugsprels: gjlit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: zrantfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühl'sche Univerfitatsvuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8* /,Uhr des Vormittags Grundpretfe für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrist nach vorh. Vereinbg.25°/„ mehr. Ermöhtgte Grundpretfe: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein» spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf.,Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Spaniens Schicksalswende. Don unserem (v. G.)-Berichterstaiter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Madrid, Ende Februar 1936. * H ohne ESNIUßte D0iJ Sc y mei>r a d'e Meisterschaft e °u-Riiddingch lejM nur mch Zeigen. L°" ;,fe: auch Teilst *9en kam nie rech, berraschte durch , stramm. rebruar. uch. Gymnastik ■; stunde. In der 9- astik. 8.45: Äuf, >rt. 10.15: Lchus- usfrau, hör zu! lü henende. 13: Nch ). Schneebericht li richten. 14.10: W chsbericht: Was g: pricht. Zeitangabe HI.-Funk: Ausl« im Schwarzwald. ...18: Bunte M ftuntboqen aus.! 18.30: SMfpolitii ishofer. 19: Mili nd. 20: Nachrich n ein!“ 22:9tacfr t. 22.30: Und ikh Konzert. , (neben >nageiilm.'| Der 16. Februar 1936 wird in die Geschichte der jungen spanischen Republik als Gedenktag eingehen. Eine knappe Mehrheit des spanischen Volkes hat an diesem Tage mit dem Stimmzettel den Parteipolitikern der vergangenen zwei Jahre das Mißtrauen ausgesprochen und eine innerpolitische Lage geschaffen, die derjenigen vom April 1931 recht ähnlich sieht. Die Regierungsgewalt ist noch vor Bekanntwerden des endgültigen Wahlergebnisses am 19. Februar vorn Staatspräsidenten dem linksrepublikanischen Führer Azana übertragen worden, demselben Politiker, der während der ersten zwei Jahre der Republik die Geschicke des Landes bestimmt hat. Azana ist der Ministerpräsident, der sich seit Bestehen der Republik am längsten auf seinem Poften behaupten konnte, und der auch von seinen politischen Gegnern für einen Könner mit seldstbewußem und geradlinigem politischen Charakter gehalten wird. Allerdings ändert das nichts an der Tatsache, daß dieser linksrepublikanische Führer, wie sich das besonders seit dem Oktoberaufstand 1934 immer wieder deutlich gezeigt hat, vom Marxismus und Kommunismus ins Schlepptau genommen wird. Am Abend nach der Machtübernahme wiederholte sich vor dem Innenministerium in Madrid das gewohnte Bild: eine linksradikale, von Moskau beeinflußte Menge, die an und für sich mit der ideologischen Einstellung der an die Macht berufenen Linksrepublikaner nicht viel gemein hat, jubelt den Vertretern der bürgerlichen Linken mit erhobenen Fäusten und roten Fahnen zu, verlangt Amnestie und Vergeltung. Die Brücke zwischen den beiden Tendenzen stellt lediglich ein Pakt her, der vor den Wahlen zwischen Linksrepublikanern, Sozialdemokraten und Kommunisten abgeschlossen wurde, und der Azana und seine Parteifreunde z u m Vollzieher einer von den Marxisten gewünschten Politik einfetzt. Wie erklärt sich der sowohl für die Rechten wie für die Linken unerwartete Ausgang der Wahlen? Wo liegt der Fehler, der den Sieg der Rechten vom November 1933 zu einem Triumph der Linken am 16. Februar 1936 werden ließ, wo der Irrtum, der die antirevolutionären Kreise noch am Vortage der Wahlen nicht einen Augenblick an die Möglichkeit einer Niederlage denken ließ? Um die Antwort zu finden, muß man zurückgreifen euf die politische Entwicklung der vergangenen zwei Jahre, die gekennzeichnet war durch die Kompromißbereitschaft der Katholischen Volksaktion (Ceda), der feit dem November 1933 stärksten parteipolitischen Einheit, und ihres Führers G i l Nobles. Gil Nobles, der erst ein Jahr nach feinem Wahlsieg sich aktiv im Kabinett beteiligte, hat nach der Oktoberrevolution den weitaus größten Teil der öffentlichen Meinung hinter sich gehabt. Nichts stand damals im Wege, um durch eine folgerichtige Politik den revolutionären Absichten für immer den Garaus zu machen und das von der großen Masse des Volkes in ihn gesetzte Vertrauen zu rechtfertigen. Der Ceda-Führer und der alte Republikaner und Radikale Lerroux wurden nach der Niederwerfung des Aufstandes als die Retter des Vaterlandes gepriesen: sie schlossen im weiteren Verlauf ihrer politischen Zusammenarbeit dann jenes Bündnis, das das Schicksal Spaniens vom Oktober 1934 bis Ende 1935 maßgebend beeinflußte und die Hauptschuld an dem jetzigen Kurswechsel trägt. Die unnatürliche Ehe zwischen den „echten" Republikanern der Radikalen und den „monarchistischen" Republikanern der Katholischen Volkspartei spiegelte sich zuerst in den Maßnahmen wieder, mit denen das Verbrechen vom Oktober 1934 gesühnt werden sollte. Der Kampf zwischen den beiden Tendenzen „gerechte Bestrafung" und „Nachsicht" entschied sich zugunsten der letzteren. Man schlug im Oktober 1934 wohl den Feind, aber man vernichtete ihn nicht. Er sammelte seine Kräfte und erstarkte, um zum neuen Schlage auszuholen, der dann schließlich am 16. Februar erfolgt ist. Das Vertrauen in Gil Nobles wurde schon damals stark erschüttert, als man die Haupträdelsführer nicht zum Tode verurteilte, sondern begnadigte und sie sogar von der marxistischen und separatistischen Presse verherrlichen ließ. Der Todesstoß wurde der von Gil Nobles verfolgten „Taktik" schließlich versetzt, als d i e R a d i - taten in mehrere große Skandalaffären verwickelt wurden, ohne daß der Führer der Volkspartei hierin einen Grund für die Lösung des Freundschaftsverhältnisses mit Lerroux erblickt hätte. Heute muß der „junge und kluge Führer der spanischen Katholiken erleben, daß er von den ihm nahestehenden Gruppen angefeinbet, von der Linkspresse lächerlich gemacht und von einem Teil der monarchistischen Presse als ein „unerfahrener Junge, der manchmal wohl Eigenschaften eines Kriegers, aber nicht die Fähigkeit zum Regieren besäße", bezeichnet wird. Gil Nobles ist heute d e r P o l 11 l k e r d e r v e r- paßten Gelegenheiten. Er ging einer unverzeihlichen Siegesgewißheit in den Wahlkampf. Mit einer ungeheuren, bisher in Spanien einzig dastehenden propagandistischen Wucht versuchte er, die öffentliche Meinung mit Gewalt zu erobern uno die Spuren seiner verfehlten Politik nus dem Bewußtsein des Volkes hinwegzufegen. Die Wayi- plakate mit der eindringlichen Mahnung a h 11 Spanien!" beherrschten überall das Strahen- bild. Die der Volkspartei nahMehende Presse verkündete unermüdlich die Losung^..Alle Macht dem Führer!" und „300 Abgeordnete für Gil Nobles! von Kanal-Phantome. Von Or. Paul Rohrbach. Seit einiger Zeit wird in Berichten aus Ostasien die Nachricht wiederholt, Japan (wer könnte es auch anders sein!) plane im Ernst den Durchstich des I st h m u s von Kra; ja es seien schon Vermessungen gemacht und die Arbeiten hätten begonnen. Daran knüpfen sich allerlei Folgerungen über die Abkürzung des Weges nach Ostasien, über den „strategischen Nutzen" für Japan, über die zukünftige Bedeutungslosigkeit des englischen Hafen- und Waffenplatzes Singapore und dergleichen mehr. Was ist von dieser Idee zu halten? Die nach der Stadt Kra genannte Landenge ist eine starke Verschmälerung der Halbinsel Malak- k a, nahe ihrer Wurzel zwischen den beiden Meerbusen von Siam und von Martaban. Die Entfer- nuna von Meer zu Meer schrumpft hier auf etwa 70 Kilometer zusammen, und sie verringert sich um weitere 30 Kilometer durch den Mündungstrichter des Flusses Paktschan, an dessen oberem Ende die Stadt Kra liegt. Die Verhältnisse für den Bau eines Kanals werden noch günstiger dadurch, daß die lange Gebirgskette, die sich aus dem Innern von Hinterindien bis an das Südende von Malakka erstreckt, gerade bei Kra unterbrochen ist. Der Gestoinsriegel zwischen den beiderseitigen Küstenebenen ist nur 12 Kilometer breit und nur bis 30 Meter hoch. Das sind noch günstigere Bedingungen, als beim Kanal durch den Isthmus von Korinth. Kämen also nur die äußeren Umstände in Betracht, so ließe sich wohl an den Kanal denken. Von Kra bis Singapore an der Südspitze von Malakka sind es noch über tausend Kilometer. Diese ganze Entfernung in der Nord-Südrichtung und ein nicht viel kleineres Stück bei der Fahrt zurück nach Norden, nach den chinesischen und japanischen Häfen, würden durch den Kanal von Kra gespart. Die Sache hat aber strategisch und politisch einen großen Haken, und der wird die Ausnutzung der guten geographischen Gelegenheit im Sinne Japans verhindern. Der Isthmus von Kra ist nämlich zur Hälfte englisch. Das Aestuar des Paktschan- Flusses bildet die Grenze zwischen der englischen Kronkolonie Birma und dem Königreich Siam, zu dem das mittlere Stück der Halbinsel Malakka gehört. Die westliche Einfahrt in den Kanal läge also, wenn man überhaupt soweit denken will, unter englischen Kanonen. Kra ist Grenzstadt, noch auf siamesischem Gebiet, es wird aber gleichfalls von der englischen Seite her beherrscht. Die östliche Mündung des Kanals käme in die Tschampon-Bucht am Golf von Siam zu liegen. Zwischen Siam und Japan scheinen sich enge Beziehungen anzubahnen, aber für den Kanalbau käme es nicht auf Siam an, sondern auf England. Man darf die Engländer nicht unterschätzen, namentlich nicht, was die rechtzeitige Besetzung strate- gisch wichtiger Punkte auf der Welt betrifft. Daß der Isthmus von Kra zu einem Kanalbau einladet, haben sie schon gewußt, als sie die Grenzen des schon seit lange von ihnen annektierten Birma so weit nach Süden, bis an die Mündung des Paktschanflußes, legten. Eine englandfreie Durchfahrt aus dem Großen in den Indischen Ozean gibt es nicht und wird es auch nicht geben, solange England seine Stellung in Indien behauptet, mit andern Worten: solange das englische Imperium existiert. Für eine ernsthafte Betrachtung der Dinge erscheint es auch nicht möglich, daß man sich in Japan je etwas anderes eingebildet haben sollte. Daher verdienen Nachrichten über japanische Arbeiten auf dem Isthmus von Kra keinen Glauben. Sollte der Kanal einmal — aus rein verkehrstechnischen Gründen — gebaut werden, so wird es, so gut wie der Suezkanal und die Meerenge von Singapore, ein englisches Gewässer sein. Beim Isthmus von Kra liegen wenigstens die natürlichen Bedingungen so weit günstig, daß ein Kanalplan an sich nicht verwunderlich wäre. Vollkommen phantastisch dagegen ist die gleichfalls kolportierte Nachricht, England plane ein Seiten- stück zum Suezkanal auf der Linie von Gaza nach Akaba. Gaza ueai etwas landeinwärts an der palästinensischen Küste, südlich Jaffa; Akaba ist der Hafen am Nordende des gleichnamigen Golfs, des östlichen der beiden Zipfel, in die das Rote Meer nach Norden ausläuft; der andere Zipfel ist der Golf von Suez. Zwischen beiden liegt die Sinai-Halbinsel. Im israelitischen Altertum hieß Akaba Ezeon Geber. Von hier segelte die Flotte Salomos und Hirams von Tyrus nach dem Lande Ophir, um Gold zu holen. Man braucht nur die natürlichen Verhältnisse auf der Landenge von Suez und auf der Strecke zwischen Gaza und Akaba zu vergleichen, um sofort zu sehen, daß ein Kanalbau hier unmöglich ist. Der Suezkanal ist 160 Kilometer lang, und davon brauchten etwa 40 Kilometer nicht ausaegraben zu werden, weil sich zwei natürliche Hoylformen des Bodens durch das einlaufende Meerwasser in genügend tiefe Seen verwandelten. Außerdem tonnte durchweg in weichem Baden gearbeitet werden. Zwischen Gaza und Akaba beträgt die Entfernung fast 100 Kilometer mehr, und der Boden hebt sich bis zu 600 Meter über dem Meeresspiegel. Ueberall liegt festes Gestein. Auf der Landenge von Panama, die kaum 50 Kilometer breit 'ift, liegt der höchste Punkt nur 82 Meter über dem Meer, und es erwies sich trotzdem als unmöglich, einen Kanal ä niveau, also ohne Schleusen, zu bauen, durch den das Wasser, wie beim Suezkanal, srei von Meer zu Meer flutet. Will man der an sich unsinnigen Idee einer Kanalanlage zwischen Gaza und Akaba überhaupt soweit nachgehen, so mußten also von beiden Seiten riesenhafte Schleusentreppen gebaut werden, um die Schiffe hin- uberzubringen. Gesetzt weiter den Fall, die dazu notigen Milliarden würden aufgewendet, so gäbe es gar kein Wasser für den Kanal samt Schleusen, denn das Land weit und breit ist teils Steppe teils Wüste, in der nur zur Regenzeit hier und da ™ E/m Wadi ein spärlicher Wasserfaden rinnt. Man sieht heute noch die in den Fels gehauenen Zisternen, in denen im Altertum, als Südpalästina noch stärker bevölkert war, das Wasser gesammelt wurde, um Schafe und Kamele tränken zu können. Es wäre interessant zu wissen, woher zuweilen em solcher Unsinn in die Oeffentlichkeit gelangt. Die Smai-Halbinsel liegt doch nicht aus der Welt, und das englische Mandatsgebiet mit europäischer Der- waltung erstreckt sich tatsächlich bis Akaba, das übrigens auch von dem Herrn Arabiens, Ibn Saud, in Anspruch genommen wird. Die Engländer werden ihm den Platz nicht räumen, denn sie wollen dorthin eine Eisenbahn, von Gaza oder von Jerusalem aus, bauen; außerdem, wie es heißt, einen Flottenstützpunkt in Akaba einrichten. Sollte diese Absicht zu dem angeblichen Kanalprojekt verballhornt worden sein? Jedenfalls ist Kra als Kanalpunkt aus der Politik und Akaba außerdem aus der Geographie zu streichen. Frankreich wirst sich -em Bolschewismus in -ieArme Oie Kammer billigt die Ratifizierung -es französisch-sowjetrussischen Beistandspakts M i t t e l m e e r begründet, die natürlich mit der Frage der Sühnmaßnahmen Zusammenhänge, mit chrer endgültigen । Die Italiener hätten keinerlei Forderungen auf wollten, bis die Sitz eine politische Gegenleistung für ihre Unterschrift Oelfrage Lm Schatten eines Weltreiches barem Elend, und der neueste Bericht des Sonderkommissars für diese Elendsgebiete zeigt, daß sich darin wenig oder fast nichts geändert hat. Die Gründe dafür sind erstens die Strukturveränderungen innerhalb der englischen Wirtschaft, zweitens die individualistische Teilnahmslosigkeit der Besitzenden und drittens die Gleichgültigkeit, die den Arbeiter der Elendsquartiere befallen hat. Nicht, als ob der Staat nichts täte. Aber er gibt verhältnismäßig wenig Geld aus, um die Arbeitslosigkeit in den fern von London liegenden Gebieten, z. B. Schottland, Wales, Südengland, nachhaltig zu beheben, geschweige daß er daran dächte, durch Umsiedelung größerer Arbeitermassen oder durch Staatsaufträge das Elend an der Wurzel zu packen. Im Vorjahre wurde Lloyd Georges New Deal verworfen, weil der Staat nicht die Wirtschaft in dem verlangten Sinne kontrollieren wollte. Englands Stärke liegt in feinem Individualismus, aber gleichzeitig liegt darin auch eine furchtbare Schwäche und eine Ursache vielen Elends. Die englische Wirtschaft ist im Verlauf der 150 Jahre rasch gewachsen, sie hat vor allem seit dem Kriege aber sich strukturell verschoben, so daß die Gebiete, die vor 50 oder 75 Jahren noch eine In- dustriebevölkerung zu ernähren vermochten, heute verelendet sind, während andere Gebiete, z. B. London, Birmingham und Sheffield durch die Verlegung der Industrien sich verbesserten. Die eng- lische Regierung hat dem Spiel der freien Kräfte ruhig zugesehen. Die englische Gesellschaft hat zwar opferfreudig für die sozialen Einrichtungen der Kirche und für gewisse humanitäre Maßnahmen gespendet, aber alle diese Organisationen haben doch nicht vermocht, dem Elend in den alten Jndustrie- quartieren zu steuern, eben weil die Kräfte zer- schlittert angesetzt wurden. Schon im Jahre 1935 kam daher der Notstandskommissar Mr. Stewart zu dem Vorschläge der Verstaatlichung der Bergwerke, der Reorganisation des Kohlenabsatzes, der Verschrottung veralteter Betriebe, der Standortsverlegung ertragloser Unternehmungen, und schließlich lief sein Vorschlag darauf hinaus, vor allem eine innere Siedlungspolitik zu treiben. Maßgebend dafür war, daß die Arbeitslosigkeit von 10 v. H. der Versicherten im Jahre 1928 auf 16 v. H. gestiegen war, daß aber außer den zwei Millionen Unterstützungsempfängern es in England noch rund 1,5 Millionen Wohlfahrts- Erwerbslose bzw. Empfänger von Armenunter- stützunq gab. In diesem Jahr hat der Notstandskommissar festgestellt, daß die Arbeitslosigkeit nur um 1 v. H. in den Elendsquartieren gesenkt werden konnte und die jungen Arbeitslosen körperlich und moralisch ruiniert sind, zum Teil überhaupt noch nicht gearbeitet haben. Die körperliche Beschaffenheit dieser Arbeitslosen war derartig, daß sie nicht einmal den Anforderungen der Arbeitslager entsprach. Der jetzige König von England hat sich gelegentlich eines Besuches der schottischen Bergbaugebiete geradezu erschüttert über die Lage der Bewohner dieser notorisch notleidenden Gegend ausgesprochen. Bemerkenswert ist nun, was zur Behebung dieses Notstandes vorgeschlagen wird. Der Staat soll «roße staatliche Arbeiten vornehmen, u. a. Autobahnen, er soll ferner Ausbildungs- ' lager für die erwerbslose Arbeiterjugend errichten, und die Umsiedelung der Erwerbslosen wohl sie ein kritisches Stadium erreicht habe. Wahrscheinlich werde Grandi neue Anweisungen abwarten. Die Schwierigkeiten seien in der Lage im Die Reorganisation -er britischen Reichsverteidigung vorgebracht. Sie hätten einfach ganz offen erklärt, daß sie angesichts der gegenwärtigen Lage i tn Augenblick nicht bereit seien, einen Vertrag zu unterzeichnen. Man glaubt, daß die Italiener Entscheidung solange warten die Sitzung in Genf über die stattgefunden hat. des im Mn versetzte! d» Nationalrel nunmehr als Deutschland Se nach Berlin en n>urde heute > kanzler zur Meidens im , Ren. gm El "“»es eine Eh *er die vorae ‘""/rnpfang Artigen, Fre Prinz Karl von Schweden. Stockholms 27. Febr. (DNB.) Der Prä. sident des Schwedischen Roten Kreu - z e s, Prinz Carl von Schweden, verbringt seinen 75. Geburtstag auf dem Schloß Stau- g u m bei Oslo im engsten Familienkreis als Gast seiner Tochter, der norwegischen Kronprinzessin Maertha. Unter den Gästen befinden sich u. a. sein Schwiegersohn, der belgische KorngLeopold, sowie das d ä n i s ch e P r i n- Z en paar Axel und Margareta. Der Führer und Reichskanzler hat an den Prinzen ein herzliches Glückwunschschreiben gerichtet. „Stock- Holms Tidningen" veröffentlicht Stimmen der Welt über die Arbeit des „Roten-Kreuz-Prinzen" im Dienste der Menschlichkeit und des Friedens. Unter diesen Stimmen ist Deutschland durch Reichs- Minister Dr. Frick, durch den Präsidenten des Deutschen Roten Kreuzes Herzog von Sachsen-Coburg-Gotha und durch den Schriftsteller Edwin Erich D w i n g e r vertreten, der einen besonderen und aus eigenem Erlebnis als (Befangener in Sibirien heraus empfundenen Grund zur Dankbarkeit gegen die barmherzige Tätigkeit des Schwedischen Roten Kreuzes hat. Er weist darauf hin, daß die Zahl 600 000 der gefunden in der russischen Gefangenschaft zugrunde gegangenen Menschen ohne die Hilfsbereitschaft des Schwedischen Roten Kreuzes bestimmt noch viel höher und erschreckender gewachsen wäre. Die Dankbarkeit, die in den vielen tausend Herzen der Geretteten fort» lebe, sei daher um so größer. London, 27. Febr. (DNB.) Ministerpräsident Baldwin erklärte im Unterhaus, daß zwar der Ministerpräsident den Vorsitz des britischen Reichsverteidigungsausschusses behalten soll, daß aber ein Minister zum stellvertretenden Vorsitzenden dieses Ausschusses und der ihm angehörigen Unterausschüsse über Wehrpolitik und Bedarfsdeckung ernannt werden soll, dem der Ministerpräsident folgende Aufgaben übertragen wird: Die unausgesetzte Ueberwachung der Armee und der Tätigkeit des Reichsverteidigungsausschusses, die Gleichschaltung der zur Durchführung bestimmten Maßnahmen und die monatliche Berichterstattung an den Ausschuß; Herausstellung von Maßnahmen, die noch nicht aufgegriffen worden sind, oder zu langsam durchgeführt werden. Eine weitere Ausgabe des Ministers wird die persönliche Fühlungnahme mit den S t a b ch e f s sein. Er erhält das Recht, den Ausschuß der Stabsckefs einzuberufen, fglls er dies für wünschenswert halten sollte. Ferner übernimmt der Minister den Vorsitz des Hauptausschusses für den Offiziersersatz. Dem bereits bestehenden Ausschuß für den Entwurf gemeinsamer Pläne werden drei Offiziere beigeordnet werden, und zwar je einer von der Armee, der Flotte und der Luftstreitkräfte. Baldwin wies auf die stetig zunehmende Arbeit des Kabinetts und insbesondere des Ministerpräsidenten hin, ein Umstand, der eine Entlastung dringend erforderlich mache. Die Ernennung eines stellvertretenden Vorsitzenden des Reichsverteidigungs- ausschüsses bedeute natürlich nicht, daß sich der Ministerpräsident der letzten Verantwortung für die Berlin-27 Lte ebenso w Lorjah? fe " 1 hi Peking zur Berlin m eine letzten ! , ni‘l «ne Mum Teil dadurch "m- »eil, Äh?'5 ® »"Gliche £ bie J !»naug. Fr Är Erl ft Men v nortz D u't Vnb f i!" Und E das sü^'lerung > Aus Qber » berenQ?? bi Wlq ??5 **1b LS ttJ'W i I.& b AW Ä I <*i p a r i s, 27. Jebr. (DNB.) Die Kammer Hai sich mit 3 5 3 gegen 164 Stimmen für bie Ratifizierung des fr a n z o f i f ch - f o w - jetrufsischen Paktes ausgesprochen. Die 164 Stimmen der gegnerischen Abgeordneten verteilen sich auf bie einzelnen Parteien wie folgt: 1 Mitglied ber Arbeitseinheit. 1 Rabikalfozialist. 19 Linksrepublikaner, 5 Republikaner ber Mitte (elsässische Abgeorbnete), 18 Mitglieder ber Habitaten Linken, 8 katholische Demokraten, 9 Links- unabhangige, 8 Unabhängige, 2 Unabhängige ber wirtschaftlichen, sozialen unb Bauernaktion, 12 Sozialrepublikaner, 29 Mitglieder ber republikanischen IHitte (Tarbieu), 37 RUtglieber ber republikanischen Bereinigung unb 15 parteilose. 22 Abgeorbnete waren beurlaubt, 47 haben sich ber Stimmabgabe enthalten. Die Abstimmung scheint von lauter Mißverständnissen begleitet gewesen zu sein. Zunächst einmal hatten viele Abgeorbnete nicht oerftanben, baß sie über bie Ratifizierung abzustimmen hätten, sonbern glaubten, baß sie über ben Schluß ber Aussprache abstimmen sollten. Außerbem hatte bie Regierung es verabsäumt, bie Vertrauensfrage zu sielten, bie trotz ber Erklärung bes Ministerpräsidenten (bie nur ein moralisches Gewicht hat) auch nicht nachgeholt werben konnte. Die Sitzung. In der Sitzung rollte der rechtsgerichtete Abgeordnete Henriot erneut den Fall Eber le in auf, indem er Unterlagen dafür erbrachte, daß die Dritte Internationale sich nicht an die Bestimmungen des zwischen Frankrich und Sowjetrußland geschlossenen Anerkennungsvertrages gehalten hat, der bie Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten beider Länder bestimmt. Als Henriot im einzelnen angab, welche Summen der in Straßburg verhaftete Eberlein an französische kommuni st ische Zeitungen usw. verteilt hat, unterbrachen die Kommunisten den Redner durch andauernden Lärm. vornehmen. Im Grunde ist das der gleiche Plan, den Lloyd George mit seinem New Deal bezweckte. Vor allem ist die Parole des „Back-to-the-Land" wieder ausgenommen worden. Aber Lloyd Georges großzügiger Reformplan scheiterte bekanntlich an der englischen Seelenruhe und der Versicherung, ber Staat tue so schon alles mögliche, um in den Gebieten der Depression einen Umschwung herbeizu- ftihren. Daß das nicht der Fall ist, zeigte bereits der vorjährige Bericht des Notstands-Kommissars und der diesjährige beweist, daß seitdem die Zustände noch schlimmer geworden sind. Mit den individualistischen Methoden läßt sich eben die englische Not nicht bannen, genau so wenig wie in Deutschland die Methoden der Systemzeit eine Aen- derung herbeiführten. Es ist aber bezeichnend, daß gerade die englischen amtlichen Berichte zu Vorschlägen kommen, die im neuen Deutschland verwirklicht worden sind und die dem Elend die Wurzeln abgruben. Abschaffung des englischen Kirchenzehnten. London, 28. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die englische Regierung hat beschlossen, den sogenannten Kirchenzehnten, der seit Jahrhunderten eine wichtige Einnahmequelle der englischen Pfarrgeistlichen bildet, abzuschaffen. Ein dahingehender Gesetzesantrag sieht die Ausgabe neuer Staatspapiere in Höhe von ungefähr 70 Millionen Pfund mit einem Zinssatz von 3 v. H. für den zwangsweisen Aufkauf der Zehnten-Renten von den gegenwärtigen Renteninhabern vor. Die Abschaffung des Kirchenzehnten wird voraussichtlich bei ben Kirchenbehörben auf scharfe Gegnerschaft stoßen. Die Berichte ber englischen Notstands-Kommissare von heute zeigen etwa das gleiche Bild wie die der Fabrik-Kommissare vor hundert Jahren. Neben dem englischen Herren- und Bürgertum, den halbverproletarisierten Existenzen der Spießbürger, der „Cockneys“, gibt es ausgedehnte Elendsgebiete, die sich dem Blick des durchschnittlichen Englandfahrers entziehen, aber unmittelbar neben der glänzenden Außenseite vorhanden sind. So sind die Slums, die menschenunwürdigen Wohngebiete, in London z. B. direkt hinter Westminster zu finden. Genau wie vor hundert Jahren leben große Massen des britischen Volkes in furcht- Verteidigung entziehen werde. Als zum ersten Make der Fehlschlag der internationalen Abrüstungsoer- handlungen offen zugegeben wurde, sei es klar geworden, daß England seine Vorbereitungen für die Abstellung der Mängel in seinen verschiedenen Waffengattungen nicht länger hinauszögern könne. ElastischesAusrüstungsprogramm London, 28. Febr. (DNB. Funkspruch.) Wie bir Morgenblätter melden, wird das englische Rüstungsweißbuch, dessen Veröffentlichung von Baldwin für die nächste Woche angekündigt worden ist, eine historische Begründung des englischen Aufrüstungsprogrammes und einen Umriß der Regierungsvorschläge geben. Die Regierung be- absichtigt nicht, in dem Rüstungsweißbuch ein auf mehrere Jahre genau festgelegtes Programm mit allen technischen und finanziellen Einzelheiten niederzulegen. Die „Times" meldet, daß die Regierung stets daraus bestanden habe, daß das Programm „flüssig" sein müsse, d. h., daß es bei einer Aenderung der europäischen Lage zum „Schlechten oder Guten" abgeändert werden könne. Aus diesem Grunde müsse das Programm schrittweise entwickelt werden. Das Weißbuch werde daher wahrscheinlich nur diejenigen Verteidigungsmaßnahmen, die im n ä ch st e n Jahr begonpen werden, einzeln aufführen. Besonderer Wert soll in dem Weißbuch auf hie Frage der Bereitstellung gelernter Arbeiter für die industriellen Rüstungs- maßnahmen gelegt werden. Ferner ist eine Berücksichtigung der Notstandsgebiete bei der Verteilung der Aufträge beabsichtigt. Es ist mehr als eine internationale konventionelle Verbeugung, wenn wir heute in Dankbarkeit unb Verehrung dieses Mannes gedenken, der sich besonders im Weltkrieg als Vorsitzender des Schwedischen Roten Kreuzes ausgezeichnet hat. Er war ein aufrichtiger Freund des Friedens, der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit, ein Mann, der immer JjFn Gedanken der Nächstenliebe hochhielt unb während des mörderischen Völker- n* । fe» l&S SW Der gegt rpfo ben "1 O f»‘9“ loi^Zanöl ***$» £?eS"^ Darauf nahm ein s o z i a l i st i s ch e r Abgeordneter das Wort. Als auf der Rechten fortwährend Proteftrufe laut wurden, fetzte sich der sozi-alistische Abgeordnete Brake neben die Abgeordneten der äußersten Rechten, um sie an den Zwischenrufen zu hindern. Rechtsgerichtete Abgeordnete versuchten, Brake zu entfernen, während sich die Kammerdiener vergeblich bemühten, die Abgeordneten auf ihre Plätze zurückzubringen. Man sah erhobene Fäuste, der Sitzungssal war von ungeheurem Lärm erfüllt. Die Sitzung wurde aufgehoben. Es dauerte jedoch noch einige Minuten, bis sich das Knäuel auf der rechten Seite des Hauses löste. Nach längerer Unterbrechung äußerte sich der radikalsozialistische Abgeordnete Pierre C o t über die Schlagkraft der Roten Armee und ihrer Luftstreitkräfte. Keine Luftarmee der Welt könne so vielKriegsmaterial befördern wie die sowjetrussische. Sie habe bei den letzten Manövern gezeigt, daß Kanonen, Kampfwagen, Maschinengewehre und anderes Kriegsmaterial iy ausreichendem Umfange von Flugzeugen befördert werden könnten. Er glaube an die Schlagkraft der Roten Armee, weil der französische Generalstab daran glaube. Die Kammer beschloß darauf, die Aussprache zu beenden. Es wurde zur A b ft i m m u n g geschritten, ohne daß die Regierung die Vertrauensfrage gestellt hatte. Der Ministerpräsident erklärte darauf, daß ein Mißverständnis entstanden sei. Er habe eigentlich die Absicht gehabt, zu der Abstimmung über den einzigen Artikel der Ratifizierungsvorlage die Vertrauensfrage zu stellen. Die Sitzung wurde darauf wieder unterbrochen, um die namentliche Auszählung der Stimmen vorzunehmen. Außenminister F l a n d i n wird bereits am Freitag die von der Kammer angenommene Gesetzesvorlage dem Senat überweisen. Der Auswärtige Ausschuß des Senats selbst wird über das Ersuchen des Außenministers, einen Berichterstatter zu ernennen, beraten. Der Wunsch der Regierung geht dahin, daß über die Gesetzesvorlage noch vor den Wahlen endgültig abgestimmt werden soll. OieKündigung des belgisch-französischen Militärabkommens abgelehnt. Brüssel, 27. Febr. (DNB.) Die Militärvorlage wurde von den Ausschüssen der Kammer mit insgesamt 94 gegen 62 Stimmen bei 16 Stimmenthaltungen abgelehnt. Die Vorlage geht jetzt an den Zentralausschuß und von dort an die Vollsitzung der Kammer, die aber kaum vor Ende März Stellung nehmen wird. Ferner beschäftigten sich die Ausschüsse mit dem von den flämisch-nationalen Abgeordneten Romse und Vorginon eingebrachten Gesetzentwurf, wonach die Regierung das französisch-belgische Militärab'kom- men innerhalb Monatsfrist kündigen soll. Die Drucklegung dieses Gesetzentwurfes wurde a b gelehnt. Drei Ausschüsse sprachen sich dagegen, drei dafür aus; damit ist der Gesetzentwurf erledigt. Zu derselben Frage der Kündigung des Militärabkommens liegt jetzt nur noch ein Beschluß der katholisch-flämischen Parlamentsgruppe vor, die aber noch nicht im Parlament eingebracht worden ift. Lialienlehni-iettnierzeichnung -es Flottenvertrags ab. Man will eine Klärung der Lage im Mittelmeer abwarten. London, 27. Febr. (DNB.) In einer Unter- r^f,ün$ Außenminister Eden hat die italienische Abordnung daraus hingewiesen, daß sie zurzeit nicht bereit fei, einen Flo11enver- , a9 8» unterzeichnen. Als Gründe wurden wwohl die technischen Schwierigkeiten, die sich auf die Größe der Schlachtschiffe und die Ducken zwischen Schlachtschiffen und Kreuzern beziehen, als auch die Schwierigkeiten in der Verfahrensfrage angeführt. Association erfährt, ist die italienische Entscheidung k eine smegs endgültig oder un w . de rrufltd). Sie bedeute jedenfalls, daß die Flottenkonferenz zusammenbrechen werde, ob- Zwischen den Olympischen Spielen h. vor fast eine Wettstreit. Ent- 27. Febr. (DNB.) Das Deutsche Reich I Botschafter Cheng erklärte bei Ueberreichung wie andere GroKmäckte bereite im feines <Äen,nnhtnimna(<4ireihen« 11 n • flrh hefrnrbfe Berlin, Wie sieht es in -er Wirtschaft aus? von doch dem Das nach schmolz das Eis der Voreingenommenheit dahin. Ich vergesse aber auch nicht, in diesem Zusammenhang den Widerhall zu erwähnen, den die Winterspiele von Garmisch-Partenkirchen in der Presse des Auslandes und in den Reden der für die Olympischen Spiele verantwortlichen Männer gesunden haben. Der Präsident des Internationalen Olympischen von einem regen ausländischen Kundenbesuch. Die deutsche Autoindustrie kann also mit dem Erfolg der Autoschau durchaus zufrieden sein. Im Hinblick aus die weiter zu erwartende Entwicklung des Welthandels sind die Zahlen über die mit einer Werbeausstellung für die lOympischen Spiele vertreten sein. Wir können mit gutem Grund erwarten, daß dieses größte sportliche Ereignis der Welt für Deutschland auch von nicht zu unterschätzender wirtschaftlicher Bedeutung sein wird. In erster Linie wird die Fremdenindustrie starke Impulse von der Veranstaltung empfangen. Aber auch für zahlreiche andere Gewerbezweige und nicht zuletzt für die deutsche Devisenbilanz ergeben sich hier erfreuliche Ausblicke. In diesem Zusammenhang ist es besonders zu begrüßen, daß eine neue Regelung des Stillhalteabkommens erziehlt werden konnte. Im Jahre 1935 betrugen die Stillhaltegelder immerhin noch 1,75 Milliarden Mark. Inzwischen konnte dieser Betrag um 4 00 Millionen vermindert werden. In erster Linie hat dazu die Registermark beigetragen, die überwiegend zu Reisen nach Deutschland benutzt worden ist. Um diese Reisetätch- keit noch weiter zu fördern, ist eine besondere R e i s e m a r k in Aussicht genommen, die auch aus den Registerkonten gespeist wird, aber nur für Reisezwecke innerhalb der deutschen Landesgrenzen Verwendung finden kann. — hatte ebenso wie andere Großmächte bereits im Vorjahre seine bisherige Gesandtschaft für China in Peking zur Botschaft erhoben und sie gleichzeitig nach Nanking verlegt. Demgemäß wurde auch die chinesische Gesandtschaft in Berlin in eine Botschaft umgewandclt. Als Nachfolger des im Januar d. I. auf einen anderen Posten versetzten Gesandten Liu hat der Präsident der Nationalregierung der chinesischen Republik nunmehr als ersten chinesischen Botschafter in Deutschland Se. Exzellenz Cheng Tien Fang nach Berlin entsandt. Der neuernannte Botschafter wurde heute vom Führer und Reichskanzler zur Ueberreichung seines Beglaubigungsschreibens im „Hause des Reichspräsidenten" empfangen. Im Ehrenhof des Reichspräsidentenhauses erwies eine Ehrenwache des Heeres dem Botschafter die vorgeschriebenen Ehrenbezeugungen. 21 n dem Empfang nahm der Reichsminister des Auswärtigen, Freiherr von Neurath teil. Chinas neuerBotschasterwird vom Führer und Reichskanzler empfangen. M pruch.) Die ^genannten ine wich' -glischen >n. Ein da« gäbe neuer i Millionen i). für den enten von Die Ab« rnussichtiich Zegner- leiche Plan, il bezweckte. to-the-Land" >yd Georges anntlich an cherung, btt in den Geig herbeizu- igte bereits ftommiliars m bie 3U* lit ben in* n die eng* üg wie in ,t eine Men- chnend, daß ite zu Bor- fchland oer* ib die Kur- h'S K.**» Die Autoschau dieses Jahres hat, wie sich jetzt übersehen läßt, zwar nicht in ihrem Geschäftsergebnis die sprunghafte Aufwärtsentwicklung der Zeit 1934 bis 1935 zu verzeichnen, aber es bleibt bemerkenswert, daß der Umsatz gegenüber Vorjahre zumindest gleich geblieben ist. ist ein um so bemerkenswerterer Erfolg, als der jähen Aufwärtsentwicklung der Vorjahre jetzt eine gleichmäßigere Entwicklung sich vollzieht, die vor allem auch das Ausland als Käu- f e r anlockt. Die neue Erfindung des Dieselmotors für den Kraftwagenbau, die vielen technischen Vervollkommnungen, der hohe Stand der deutschen Kraftwagen- und Motorradindustrie schlechthin hat seine Wirkung auf das Ausland nicht verfehlt, und alle Firmen, so Daimler-Benz, Adler, Bayerische Motorenwerke, Opel, Stöwer und Auto-Union berichten eben. er Pro* i SW’ inflt !e«’ ßSkoU' °als Saft onpri"' i befinden elgilch* lePr.n- Führer 'M* 5,6* * fleii5' > de- n S°» i Sch"" her eine» Sefa"' jrtinö ^r „ in h,r nttl und e rfeit -len f°r Partenkirchen brachten neben einem Rekordbesuch auch ein wahres Rekordwetter. Rund 1050, Teilnehmer aus 28 Ländern stellten sich i Million Zuschauern zum friedlichen W> . sprechende Höchstzahlen konnte der Reichssportführer über die technischen Einrichtungen in Garmisch- Partenkirchen nennen. Zum äußeren Geschehen gesellte sich das unerhörte Erlebnis der Kameradschaft aller Teilnehmer der kämpfenden Nationen. Es mögen vielleicht manche von ihnen voreingenommen nach Deutschland gekommen sein, doch unter der Sonne von Garmisch-Partenkirchen W-N Ach PwngsDer, I« klar g, FW lerlu)iebent[| Pern tönne, WW R.) Sii , «Wlchi 'llentlichung Die Ausbildung der Landwirlschastslehrer Von Ministerialrat Or. Döring. seines Beglaubigungsschreibens u. a.: Ich betrachte es als eine große Ehre, der erste Botschafter meines Landes in Deutschland zu sein und hier in engere Beziehung mit deutschen Persönlichkeiten treten zu können. Die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern sind stets die denkbar besten und freundschaftlichsten gewesen. Sie haben in den letzten Jahren insbesondere auf wirtschaftlichem und kulturellem Gebiet merkliche Vertiefung erfahren. In der gegenseitigen Erhebung der Vertretungen zu Botschaften ist auch ein sichtbarer Beweis dafür zu erblicken. Der Führer und Reichskanzler antwortete u. a.: Deutschland legt Wert darauf, die freundschaftlichen Beziehungen, die seit langem zwischen unseren Ländern bestehen, sorglich zu pflegen und zu vertiefen. Daß Sie als der erste Botschafter Chinas in Deutschland es als ihre vornehmste Pflicht betrachten, die mannigfachen freundschaftlichen Verbindungen zwischen unseren beiden Ländern zu fördern und auszubauen, begrüße ich lebhaft und bitte Sie versichert zu sein, daß Sie hierbei stets meine und der Reichsregierung vollste Unterstützung finden werden. Hieran schloß sich eine Unterhaltung des Führers mit dem Botschafter. Einige Zeit später empfing der Führer und Reichskanzler die neuernannten Gesandten der Vereinigten Staaten von Mexiko, Herrn Dr. Leonides Andreu Almazan, um sein Beglaubigungsschreiben entgegenzunehmen. Nach Abschluß der Empfänge begab sich der Führer in den Ehrenhof und schritt dort die Front der Ehrenwache ab. Hierauf fuhr er im offenen Kraftwagen nach der Reichskanzlei zurück. Er wurde hierbei von der Menge, die sich als Zuschauer zahlreich in der Wilhelmstraße eingefunden hatte, begeistert begrüßt, wofür der Führer freundlich dankte. Votfchafier Lheng Tien-Fang. Botschafter Cheng Tien-Fang stammt aus Hsin- chien in der Provinz Kiangsi, ist 37 Jahre alt und hat seine Studien in Amerika absolviert und an der Universität Toronto, Canada, promoviert. 1928 war er Direktor des Amtes für das Bildungswesen der Provinz Kiangsi und Ministerialrat im Reichsamt für das Prüfungswesen. 1929 begleitete er den gleichen Posten in der Provinz Anhui. Vorübergehend vertrat er den Gouverneur der Provinz und wurde auf der dritten Plenarsitzung der Kuomintang zum Mitglied des Zentral-Exekutiv-Komitees der Partei erwählt. Er wurde dann Leiter der Abteilung für Propaganda in der Zentrale der Kuomintang. Als Chiang-kai-shek 1931 den Feldzug gegen die Kommunisten in Kiangsi unternahm, wurde Cheng Tien-Fang Mitglied der Parteiorganisation im Hauptquartier des Oberkommandos. 1932 wurde er Rektor der National-Universität von Chekiang, 1934 Rektor der Zentral-Unioersität für Politik in Nanking. Golderzeugung in der Welt von Bedeutung. Ohne daß eine völlige Klarheit über die Art der gegenseitigen Beziehungen zwischen Goldproduktion und Wirtschaftskonjunktur bestände, ist doch nicht zu bezweifeln, daß zwischen beiden sehr enge Zusammenhänge bestehen. Eine aufswärts gerichtete Golderzeugung hat regelmäßig auch eine Steigerung der Weltmarktpreise, vor allen Dingen die der international gehandelten Rohstoffe, zur Folge. Die Erzeugung des größten Goldproduzenten der Welt, die von Transvaal, ist seit 1932 deutlich aufwärts gerichtet. Ebenso macht sich seit dieser Zeit ein Ansteigen der Rohstoffpreise bemerkbar. Nach einem Stillstand um die Jahreswende 1933/34, der wieder für Goldproduktion, Rohstoffpreise und Weltwirtschaft ziemlich gleichmäßig eintrat, sind seit Mitte 1934 neue Fortschritte zu verzeichnen. Die Aufwärtsbewegung der Goldproduktion hält jetzt unverändert an. In Transvaal wurden im Januar 1935 891000 Unzen und im Januar 1936 924 000 Unzen gewonnen. Diese Tatsache der steigenden Golderzeugung spricht dafür, daß auch die Aussichten mindestens für die nächsten Monate für den Welthandel günstig zu beurteilen sind. Der soeben erschienene Bericht des Institutes für Konjunkturforschung weist nach, daß das d e u t s ch e Volkseinkommen seit 1932 um 11 Milliarden Mark auf 56 Milliarden (1934 52 Milliarden) g e • ft i e g en ist. Lohn- und Gehaltsempfänger figurieren in dieser Aufstellung mit 31,8 Milliarden im Jahre 1935 gegen 29,8 Milliarden im Jahre 1934, wobei festzustellen wäre, daß diese Steigerung lediglich in der erhöhten Zahl der wieder ins Erwerbsleben zurückgeführten Arbeiter und Angestellten begründet ist, während der Tariflohn im allgemeinen gleich blieb. Die selbständig Verdienenden dagegen haben eine durchschnittliche Erhöhung des Einzeleinkommens zu verzeichnen, die konjunk» turmäßig zu erklären ift.* Durch das Eingreifen des Reichswirtschaftsministers ist der Konflikt in der westdeutschen Zement- inbustrie beigelegt worden. Fast jedes Jahr pflegt in der Zementindustrie der Streit zwischen den Außenseitern und den in den Verbänden zusammengeschlossenen Werken neu aufzuleben. Dies- Der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat als Schlußstein des Neuaufbaues des ländlichen Schulwesens die Sonderausbildung der Landwirtschaftslehrer neu geregelt. Damit ist zum ersten Mal für das Reich der Ausbildungsgang einer Erziehergruppe einheitlich geordnet. Bisher bestanden in den einzelnen Ländern die verschiedenartigsten Auffassungen und Bestimmungen für die pädagogische Ausbildung der Landwirtschaftslehrer. In Bayern, Hessen und Sachsen wurde für den Schuldienst eine zweijährige Vorbereitungszeit (Referendariat) gefordert. Während in Preußen und Thüringen sowie in Oldenburg und Mecklenburg ein Jahr pädagogische Ausbildung an einem staatlichen pädagogischen Seminar für Landwirtschaftslehrer notwendig war, verlangten Württemberg und Baden keine besondere Ausbildung. Dieser Zustand war durch den Aufbau des Reichsnährstandes, der in großen Teilen Deutschlands Träger des Fachschulwesens ist, unhaltbar geworden. Der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat sich die Erfahrungen, die in der Vergangenheit auf dem Gebiete der Ausbildung der Landwirtschafts- lebrer gesammelt worden waren, zunutze gemacht und hat dazu die neue Auffassung über die Aufgaben der Jugenderzieher und Jugendführer im neuen Reiche hinzugefügt. Grundsätzlich wird in Zukunft die Ausbildung der Landwirtschaftslehrer in Wirtschaftsberatung von der rein pädagogischen Ausbildung getrennt. Und zweitens ist das Hauptgewicht der Ausbildung an die bäuerlichen Berufs- und Fachschulen verlegt worden. Die wissenschaftlich- pädagogische Ausbildung dagegen soll eine größere Weite erhalten. Deswegen verbringt der zukünftige Landwirtschaftslehrer während seiner pädagogischen Ausbildungszeit ein Semesterauf den Hochschulen für Lehrerbildung, die nach dem Willen des Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung die Erziehungsstätten für sämtliche jungen deutschen Erzieher sein sollen. Die Hochschulen für Lehrerbildung sind aber nicht nur der gebende Teil, sondern auch der nehmende, denn die Dozenten für Landwirtschaft haben die Aufgabe, den übrigen Erziehergruppen bäuerlich-ländliches Gedankengut nahezubringen. Es steht zu hoffen, daß somit das gesamte Land einen Nutzen von der Neuordnung der Ausbildung der Landwirtschaftslehrer hat. Im einzelnen sieht die Zulassung zur Prüfung für das Lehramt der Landwirtschaft folgendes vor: Der Kandidat muß ein Jahr Wirtschaftsberatungstätigkeit an einer vom Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung anerkannten Bäuerlichen Werkschule nachzuweisen imstande sein. Weiterhin wird ein halbes Jahr wissenschaftlich-pädagogische Ausbildung an einer Hochschule für Lehrerbildung und einhalbes Jahr praktisch-pädagogische Tätigkeit wiederum an einer ländlichen Berufs- oder Bäuerlichen Werkschule gefordert. Am Schlüsse der zwei Jahre folgt bann die Prüfung. Der Reichsnährstand, der an dieser Neuordnung sehr stark interessiert ist, hat folglich die Möglichkeit, auf die Ausbildung seiner zukünftigen Lehrer und Berater Einfluß ausüben zu können. Er schlägt dem Reichs- und Preußischen Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung diejenigen Leiter der Bäuerlichen Werkschulen vor, denen die jungen Diplomlandwirte zur Ausbildung in die Hand gegeben werden. Auch während der praktisch- pädagogischen Tätigkeit an einer Bäuerlichen Werkschule besteht die Möglichkeit des Kennenler- nens durch die Außenstellen des Reichsnährstandes. Für den jungen Diplomlandwirt bringt die Neuregelung insofern besondere Vorteile, als er bereits während der Ausbildungszeit mit feinem späteren Tätigkeitsgebiet an den Schulen und in der Wirtschaftsberatung in engste Berührung kommt. Außerdem wird die Ausbildung auch billiger, denn es steht zu erwarten, daß eine kleine Entschädigung für die Arbeit an der Schule von den Schulträgern gewährt werden kann. Der Aufenhalt an den Hochschulen für Lehrerbildung läßt den zukünftigen Landwirtschaftslehrer in engste Berührung mit den anderen Erziehergruppen kommen. Der Landlehrer und der Landwirtschaftslehrer lernen sich kennen und lernen die Schwierigkeiten und die Freuden ihres Berufes schätzen. Auf diese Weise wird in Zukunft eine enge Zusammenarbeit zwischen der Landschule und der Bäuerlichen Werkschule und damit dem Reichsnährstand erreicht. Im letzten Vierteljahr 1935 hat der Wei t - handel eine recht beachtliche Belebun g erfahren. Zum Teil ist diese Zunahme saisonmaßig bedingt dadurch, daß um diese Zeit ein großer Teil der Ernte verschifft wird. Aber die diesmalige Zunahme des Welthandels geht mit 15 v. H. über die durchschnittliche Zunahme in den letzten Jahren vor der Krise, die bei 11 o. H. lag, doch nicht unerheblich hinaus. Die Ausweitung ist nur zu einem verschwindend geringen Teil auf Preiserhöhungen zurückzuführen. Wenn sich auch bei Lebensmitteln und Rohstoffen die Preise gebessert haben, so waren doch die Preise der Fertigwaren im ganzen woyi noch etwas rückgängig. Schaltet man diese Preiserhöhungen aus, so bleibt immer noch eine Zunahme des Außenhandelsvolumens um 14 d.S). An dieser Erhöhung ist hinsichtlich der E'Nluhr am stärksten England beteiligt, daneben auch dienordischen Länder Europas. In Deutschland hat die Einfuhr in ^^r^Zelt zwar auch zugenommen, jedoch bleibt sie hinter der Zunahme des Vorjahres zuruck An der A5- fuhr lind in Europa am stärksten . e u *1 |anb und England beteiligt. Auch in lieber- see Hai bas Außenhandelsvolumen eine erhebliche Erweiterung erfahren, bie überm1egenb auf t«n ge- »v'O ÄS"»®»-“* weisen hat. 5öie schwer es ist, immer mit der Zeit Schritt zu halten, zeigen zwei markante Beisse e aus Erportwirtschaft. In dem einen Fall yal oi Türkei ihren Handelsvertrag mit der T s ch e ch s l o w a t e i gekündigt um m Verhandlungen wegen Abtragung der bis auf 64 Mi . ) krönen gestiegenen Clearingspitze einz - u am liebsten in Waren (Tabak Teppichs Olivenöl uh).) begleichen mochte. Die Tschechen aber wollen sie lieber in e i n e A n A « wandeln, da sie türkische Waren dieses Um- fanges gar nicht gebrauchen können. Genau Die umgekehrten Verhältnisse liegen im Exportverkehr Deutschland - Griechenland vor. Griechenland hat soeben eine Erschwerung der Ausfuhr nach Deutschland durchgeführt, um f e in e n Aktivsaldo zu verringern, eine Maßnahme, die von den griechischen Exporteuren ehr schmerzlich empfunden wird. Die deutschen Auftrage sind nicht zu entbehren. Die Ausfuhrdrosselung wird nur die Folge haben, das Außenhandelsvolumen zu vermindern, eine unerfreuliche Begleiterscheinung der Austauschabkommen. * ffür Roheisen und die verschiedenen Walzwerkserzeugnisse hat die Ausfuhr im Januar einen neuen Höchststand erreicht. Nachdem bereits in den letzten Monaten des vorigen Jahres die deutsche Eisenausfuhr ständig wuchs, hat Die Ianuaraus- fuhr die durchschnittlichen Monatsergebnisse des Jahres 1935 mit 20 v. H. überschritten. Das durchschnittliche Monatsergebnis belief sich nämlich auf 191 600 Tonnen. Die Januarausfuhr betrug aber 230 797 Tonnen gegen 209 839 im Dezember 1935. Diese Ausfuhrerhöhung erstreckt sich vor allem auf Roheisen, von dem wir im Januar 1936 22 880 Tonnen ausführten, auf Stabeisen, dessen Ziffer mit 62 923 bedeutend über dem Jahresdurchschnitt liegt, Das sich um 47 000 bewegt, unD Die Mittel- unD Feinbleche haben mit 20168 Tonnen ebenfalls ben Durchschnitt überflügelt. Das gleiche gilt für Röhren, von Denen wir 30 158 Tonnen gegen Durchschnittlich 20 000 im Jahre 1935 ausführten. Dagegen ist Die Ausfuhr von Halbzeug unD Eisenbahn-Oberbau- material etwas gesunken. Die Ausfuhr von Grobblechen hat Dagegen mit 19 728 Tonnen einen neuen Höchststand erreicht. Wenn Die Frühjahrsmesse in Leipzig auch in erster Linie unter Dem Eindruck Der Wirtschaftsbelebung im Innern stehen wirb, so ist boch ihre Bedeutung für die Förberuna Der Ausfuhr nicht zu gering zu veranschlagen. Eine Reihe von fremben ßanbern haben roieber auf ber Ausstellung die heimischen Erzeuanisfe zur Schau gestellt, so u a. Oesterreich, Tschechoslowakei, Ungarn unb Japan. Bezeichnenb für bie Gestaltung unserer Außenhanbelsbeziehungen nach Südamerika ist es, bas auch B r a f i l i e n bie Ausstellung beschickt hat. Die beutsche Reichsbahn wirb auf der Messe tilgens nichts unterlaßen hat, um bie beispiellose 913t unb bas große Elenb ber Kriegsgefangenen zi linbern. Seine Sorge für bie Kriegsgefangenen ir Sibirien, für bereu Rückbeförberung er sich mit nLer Energie einsetzte, wirb unvergeßlich bleiben. E- war bas Verbienst bes Prinzen, Daß im Jahre 1115 eine Konferenz zwischen deutschen unb ruf» sichen Vertretern zustande kam, als bereu erster Ö'folg der gegenseitige Besuch von Krankenschwe- st?rn in ben Kriegsgefangenenlagern gestattet Jurbe. Es folgte bie Entfenbung schwedischer Aerzte, e Zuführung von Medikamenten und Kleidung, hie Suche nach Vermißten wurde aufgenommen' Elsa Brand st roem, der „Engel von Sibirien", bi gab sich im Auftrage Schwedens nach Rußland. Später setzte sich Prinz Karl von Schweden für 6e Aufnahme halbinoalider Kriegsgefangener im neutralen Ausland ein. Der Reichspräsident gedachte jiiner verdienstvollen Tätigkeit, bie so vielen Kriegsgefangenen bas Leben rettete, im März 1921 in en em besonbereu Dankschreiben. Man barf auch richt vergessen, daß auf Betreiben bes Prinzen eine Berlin, 27. Febr. (DNB.) Auf dem zweiten Empfangsabend, den bas Außenpolitische 21 m t Der NSDAP, für Die auswärtige Diplomatie unD Presse veranstaltete, gab Reichssportführer von Tschammer unD Öften in einem Vortrag über „Zwischen Den Olympischen Spielen" einen Rückblick unD Ausblick auf Die Olympischen Winter- unD Sommerspiele. Zahlreiche Angehörige Des Diplomatischen Korps waren Der Einlabung gefolgt. Reichsleiter Alfred Rosenberg begrüßte bejonbers herzlich Die deutsche Olympia-Siegerin Christi Cranz. Der Reichssportführer stellte dann in seinem Vortrag fest, daß die Olympischen Winterspiele noch nie einen solchen Resonanzboden für die Verständigung unter den Völkern gefunden hätten, wie gerade dieses Mal. Die 4. Winterspiele in Garmisch- große Anzahl unterernährter deutscher Kinder in Schweden untergebracht wurden. Reichsführer-SS HimmlerinNürnberg 91 ü r n b e r g, 27. Febr. (DNB.) Reichsführer-SS. H i m m l e r traf mit General von Reichenau in Nürnberg ein. Er besuchte das Paracelsus- Institut. Gauleiter Streicher stellte Dort Den Gästen Den Deutschen Forscher Dr. von Brehmer vor. Dr. von Brehmer berichtete von seinen Arbeiten unD Den Ergebnissen, Die sie bis jetzt gezeitigt haben. AnschließenD weilten Reichsführer-SS. Himmler unD General von Reichenau als Gäste bei Julius Streicher. Am Nachmittag besuchte Reichsführer-SS. Himmler mit seinem ADjutanten, BrigaDeführer Wolf, PolizeipräsiDent Dr. Martin unD Bürgermeister Dr. Eickemeyer Die Kaiserburg. Am AbenD sprach er vor Dem Offizierkorps Der 10. unb 17. Division über bie Aufgaben unb Ziele ber SS. General von Reichenau Dankte bem Reichsführer SS. für seine vortrefflichen Ausführungen. M Oes eng« ■nen Umtifj ■gierung be. Uch ein auf Mamin mit Weiten nie. - I b*e Regie. W das Pro. Daß es bei WN zuni W t werden I Programm Das Weiß, diejenigen nächsten aufführen. ich auf hie • nfer Ar. üftungj- ■ >er ist eine sgebieje 'sichtigt. . Komitees, Graf Bailet-Latour, stellt dem Deutschen Volk ein Zeugnis aus, auf Das es stolz sein Darf, wenn er schreibt: „Die Spiele von Garmisch-Partenkirchen entwickeln die olympische Idee weiter, weil das ganze deutsche Volk daran gegangen ist, sich mit den Wettkämpfern, Die aus allen LänDern Der ErDe herbeigeholt finD, zu vereinigen, ihre Leistungen zu berounDern unD ihr JDeal zu begreifen." Avery Brundage, Der Präsident Des Amerikanischen Olympischen Komitees schreibt: „Man kann nirgenDswo eine echtere olympische Atmosphäre finDen, als hier in Garmisch- Partenkirchen. Sie wirD getragen von jener GrünD- lichkeit, FreunDlichkeit unD Gastlichkeit, Die für Das Deutsche Volk so bezeichnend ist." Der Reichssportführer widerlegte die unsinnige Behauptung, daß die in Deutschland betriebenen Sportübungen als Vorbereitung zum Kriege dienten. Keinem Menschen würde es je einfallen, in Krankenhäusern, wo die Menschen wieder körperlich leistungsfähig gemacht würden, getarnte Kasernen zu sehen. Darum könne auch ein Sportplatz niemals ein getarnter Exerzierplatz genannt werden. Der Trieb zu freudvoller, leiblicher Betätigung und der Einsatz Der Kraft im fröhlichen Wettkampf lebten in jedem natürlichen Menschen. 2lus diesem Grunde würden ich alle Menschen, gleich welcher Nation sie angeboren, gegenseitig verstehen, wenn sie sich in Die- er reinen Welt bes sportlichen Lebens begegnen. Ich trage seit Garmisch-Partenkirchen in mir die Gewißheit, daß sich diese unauslöschlichen Erlebnisse in Berlin noch steigern werden und hier aller Welt klar vor Augen geführt werden wirb, wie sich Deutschlanb für Die olympische Jbee unb bamit für bie Jbee bes Friebens eingesetzt hat unb stets einsetzen wirb. / f 9 KOHLE KALK KALZIUM KAR BI & ACETYLEN SUNAM BUNA 4 Geschäfts -Übernahme! Ab Samstag, den 29. Februar, übernehme ich die Metzgerei Adolf Hofmann, Gießen, Dammstr. 25 Durch Lieferung nur erstklassiger Wurst- und Fleischwaren und durch reelle und aufmerksame Bedienung hoffe ich, mir das Vertrauen meiner werten Kundschaft zu erwerben H. Wagenknecht, Metzgermeister 1228 D Oie Gewinnung von fyncheiifchem Kautschuk. STADTTHEATER GIESSEN Wohin am Sonntag, dem 1. März ? ? einmalige Wiederholung des Fasching-Kabaretts: Ein Fest bei Prinz Orlofsky Gesamtleitg.: Paul Nieren; unter Mitwirkung aller Kräfte. - Preise von 0.50 bis 2.50 RM. Anfang 19 Uhr. Ende gegen 22 Uhr. 1225V Die Die von mir im Alleinverkauf für Oberhessen geführten Gießen Universitätsaula 4. Solistenkonzert Ter Vereinsleiter« zu 2 Platzkarten ermäßigt. 1223L- Bisher in allen Städten ausverkauft! GLORlfl [Stellenangebote] | Vermietungen"] storben. Pawlow stand im 87. Lebensjahr und war einer der betontesten Gelehrten des zaristischen Rußland. Er war Mitglied der russischen Akademie der Wissenschaften. Im Jahre 1904 erhielt er den medizinischen Nobelpreis. Einem Teil der heutigen Ausgabe hegt ein Prosekt der Firma (I224v k. fteumnnn & Co., Hfltnöern bei. Seltersweg 17 Marken-Mäntel für alle Jahreszeiten haben Weltruf! Vertragslieferant der Heereskieiderkasse nachmittags 3 Uhr im Restaurant „EasSGbel" statt. + Hämorrhoiden sind lästig. Eine einzige der Gratisproben, welche wir versenden, um jeden von der Wirkung unseres A KU VALIN zu überzeugen, wird Ihnen schon neue Lebensfreude geben Verlangen Sie noch heute eine Probe umsonst und portofrei von Annvalin, Berlin SW 61, Abteilung 253 KleineAnzeigen tm Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und aeleien. Aus aller Wett. Jener in der Amorbacher Lateinschule. In Amorbach (im bayerischen Odenwald) brach in dem Gebäude der Karl-Ernst-Lateinschule Feuer aus, das in einer der Holzlegen entstanden sein muß, die mit drei Streuschuppen das Erdgeschoß des Schulgebäudes bilden. Mit rasender Schnelligkeit griff das Feuer auf das erste Stockwerk, in dem sich die Schulräume befinden, über. Feuerwehr, SA. und Sanitätskolonne beteiligten sich am Rettungswerk. Die Lehrer- und Schülerbibliothek sowie die Schulkasse konnten in Sicherheit gebracht werden. Die Schränke mit den Schulakten sind restlos verbrannt; darunter befinden sich auch die Zeugnisse und die Schulaufgaben. Das Schulgebäude wird seinen Zweck nicht melfr erfüllen können, man wird es abreißen müssen. Auch die angrenzende evangelische Schule kann zunächst nicht mehr benutzt werden. Die Brandursache ist unbekannt. Kei lebendigem Leibe verbrannt. Auf entsetzliche Weise umsLebengekommen ist in einem Fabrikbetriebe in Marienborn (Siegkreis) der 41 Jahre alte Werkangehörige Adolf Kill aus Oberdielfen. Er war in der Nachtschicht damit beschäftigt, einen großen Behälter von innen zu schweißen. Hierbei gerieten seine Kleider in Brand, und im Nu glich er einer Feuersäule. Obwohl sofort Arbeitskameraden zur Stelle waren, die den Verunglückten aus dem Behälter zogen und die Flammen erstickten, ist Kill wenige Minuten später den schweren Brandwunden erlegen. Blutige Aigeunerschlachk in Spanien. Eine regelrechte Straßenschlacht fand zwischen zwei Zigeunerstämmen in Valencia statt. Männer und Frauen gingen mit Pistolen und Messern aufeinander los. Die beiden feindlichen Par- Alt-Gvld auch Silbergeld kauft ständig Erich Beyer Juwelier o894 Bahnhofstraße 1 Spezialität: Umarbeiten von alt. Trauringen. Groß. leer. Zimmer zu vermiet. o9os Kugelberg 25. Heute großer Abschieds-und Ehrenabend der Kapelle Sdinadtel Franz Ab morgen Samstag spielt die Original Oberbayerisdie Stimmung$»Kapelle SCHIERSEL 1242 D Restaurant Zum kühlen Grund Internationale Automobil- und Motorrad-Ausstellung zeigt zum erstenmal, welche Ergebnisse die praktischen Versuche mit dem synthetischen Kautschuk hatten. Wir haben darüber schon ausführlich berichtet. Auf unserem linken Bilde sieht man nun eine der riesigen Anlagen, die zur Herstellung des synthetischen Kautschuks notwendig sind. Das rechte Bild gibt einen schematischen Querschnitt durch die Erzeugung: Aus Kohle und Kalk entsteht Kalziumkarbid. Daraus gewinnt man wieder Azetylen, das in Butadin, ein Gas, verwandelt und flüssig gemacht wird, um daraus mit einem besonderen Arbeitsvorgang den synthetischen Kautschuk zu gewinnen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) mal ist es also nicht gelungen, den Konflikt durch freiwillige Vereinbarungen zu regeln, sondern der Reichswirtschaftsminister hat eine Zwangsregelung treffen müssen. Durch diese Zwangsregelung werden auch die freien Werke und die Außenseiter der neuen Derbandsorganisation in der westdeutschen Zementindustrie, der West-Zement-G. m. b. H., ange- schlossen. Neue Rechtsverordnungen des preußischen LandeskirchenauSschuffeS. Berlin, 27. Febr. (DNB.) Zur Wiederher- fteüunq der Ordnung in den Kirchengemeinden und Kirchenkreisen hat der Altpreußische Landeskirchen- ausschuß eine Verordnung erlassen, die den kürzlich vom Reichskirchenausschuß aufgestellten Richtlinien entspricht. In Zukunft wird die Selbstverwaltung der Kirchengemeinde durch den Gemeindekirchenrat allein ausgeübt, zugleich gehen auf ihn die Befugnisse der größeren Gemeindevertretung über. Gleichzeitig hat der Altpreußische Landeskirchenausschuß eine Verordnung erlassen,, nach der die bisherigen Rechtsausschüsse durch neue Ausschüsse ersetzt werden. Diese vom Landeskirchenausschuß neu zu bildenden Rechtsausschüsse sind unabhängige Kirchenbehörden, die, ebenso wie im Staat die Gerichte, bei ihren Entscheidungen nur dem Gesetz unterworfen sind. MÖBEL in geschmackvoller Ausfüh- rung, nur la Qualitätsarbeit, keine Serienfabrikation und doch preiswert — fertigen nach jedem Wunsch und in jeder Holzart an Metzger & Schlecht Möbelfabrik, Blünzenberg in Hessen Gangbare Modelle vorrätig i237P GoethesBund Gießen Freitag, den 6. März 1936. abends 8 Uhr, in der Neuen Aula: Sonderveranstaltung LichWilderfortrafi des berühmten schwedisch. Forschers Sven Hedin „S lahre KamoE in Zentral-Asien“ Eintrittskarten (sämtlich numeriert) zum Preise von 3.50,2.50,2 — u. zu 1 Mk. im Musikhaus Challier, Neuenweg, und an der Abendkasse. Mitglieder des Goethe-Bundes erhalten die 3.50- bis 2-Mark - Plätze gegen Rückgabe des Gutscheins Nr. 2 (hellbraun) nm je 1 Mk. bis Monhlöoon von3 bis 20 v-H- erhalten Sie bei wieder- ndLIIIduOv holten Veröffentlichungen einer Anzeigei Kurz vor 5 Uhr t tyer Unterweisun immen. Es ist d leimten eine fold mimmt sich mam >ie Fehler komme ir! To ist bei Ro »rbm, das Kenn! |.nd als es m )l es doch 3 ) schon vor ilchen nächt! e Ankleiden, els ufw. zu lauptmann d en, daß du en, die letzte sei. Gerade 1 nächtlichen - lehrreich u ritere Ausbil rönung schlie In wird... Sun gibt der hc ‘•W aus, die mi gezeichnet wird, chall meist ent Eblldungsgrad a Ausbildung Führung je en • '"eien. Jede Pa M einen gegen Shoren in der [ Mietgesuche"| mit voll. Pension von jung. Dame zum l.Z. gesucht, ^chriftl. Angeb. unt. 0898 an den Gieß.Anz. erbet. K» Utz Mil °kN S Ä b. Hl x°n So Sie ä5 Au. I 01 ws ' «*"" i S-hrMch' Beiirr floerfleffen Oer Wdjen £et)eo5-Hetfunfl5-@efenfitiaft Sonntag, 1. März, norm. 11 Nhr, im ßameraöfdiaftöljeim der Studenten Gießen, Leihgesterner Weg Nr. 16 Öffentliche Tagung des Landesverbandes der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft Bortrog, ZllmvorfW. und Anssielinng Eintritt frei! 1226D Ein neuer Lehrgang zurAusbildung von Rettungs-Schwimmern wird im Monat März zur Durchführung kommen. Anmeldungen sind bis zum 7. März 1936 im Sanitätsdevot, Sonnenstratze, abzugeben. Sauberes Mädchen oder unabbäng. junge Frau für tägl. vormitt, in Haushalt ab sofort gesucht. 0909 Alicenstr. 291. Tücht., ehrliches Mädchen für sofort oder spät.gesucht. I2 Drog. Bornemann, Bahnhofstr. 17 Drog. Kilbinger Nchf., Selters w. 69 Drog. Seibel, Frankfurter Str. !>9 Alles kauft Dermania-Kinderwaiien zirka 60 Modelle 1936 am Lager, Preise sehr niedrig (Macher Lederwaren C.Röder Kirchenplata 9 I235d Für die Befriedigung hoher Ansprüche steht Ihnen eine großstädtische Auswahl zeitgemäßer, fertiger Herren-und Knaben-Bekleidung zur Verfügung. Meine Abteilung Maßschneiderei zeigt Ihnen, was modern ist. Die angewandte letzte Errungenschaft der Bekleidungstechnik verbürgt mit höchster Sicherheit formenschöne, figurverbessernde Verarbeitung. — Uniformen für die Wehrmacht, Forstverbände und alle Gliederungen der NSDAP. —Verkaufstelle der Fabrikate der Fa Loden- Frey-München Vergleichen Sie die Qualitäten u. Preise in Aus- fchank- u.Flasch.- Weinen. i233d VMM Hoofs öäusöjen Gemütliche, angenehme Räume Walltorstr. 32 Telefon 3520. Fge. Angestellte sucht Ppivat-Mittagstisch ev.vollePension. Schr. Angeb. mit Preisunt.1234V an d. Gieß. Anz. Illlllllllllllllllllllllllllll Jwedffäerotnprunßoet Schwarzarbeit können Arbeits Ange- bote von Landwerkern nur mit Tkamensnen- nnng u. unter Vorlage besGewerbenachweij« anigenommcn werden. Verlag »«SlebeoerAmetgers Illlllllllllllllllllllllllllll stuöttwr k^ieffen 1141 v Santst.,2S.Fbr., 20-22.45 Uhr: Vorstellmrg der DeutschenBühne Freier Kartenverkauf z. Tagespreisen an der Abendkasse. Krach im Hinterbaus Lustspiel von M. Böttcher. Spiel-Leitung: Heinrich Hub. Wohnungstauschj Wohnungstausch! 2- 0. Z-Zimmer- Altbau-Wohng. gegen 3-Zimmer-Neu- bau - Wohnung mit Bad zu tauschen gesucht. Schr.Angeb.unt. 1244vand.Gieß. Anzeiger erbeten Verkäufe Btiehnoilen- fammlnng zu verkaufen, »ooe Krofd. Str. 37. | Kaufgesuche"] . Suche 8 bis 10 innge Hafen weiß od. schwarz. Schrift!. Angeb. unter 1241V an denGietz.Anzeig. Angenehmer Mieter,kleine Familie,suchtschöne 4-Zim.-WohDnng zum 1. Avril od. fväter.Mietpreis bis zu RM. 60.- ca. Scbriftl.Ang. u. 1207V an den Gieß. Anzeiger. EinLniöbl. Zimmer sof.gesucht.Schr. Ang.mitPreisu. 0913 an d. G.A. Geburtsanzeigen bei Brühl, Gießen Aussichten fürSonntag: Anfänglich noch unbeständig, dann wieder etwas freundlicher. Lufttemperaturen am 27. Februar: mittags 4,1 Grad Celsius, abends 0,7 Grad; am 28. Februar: morgens — 0,2 Grad. Maximum 5 Grad, Minimum heute nacht —2 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 27. Februar: abends 1,9 Grad; am 28. Februar: morgens 1,2 Grad Celsius. — Niederschlags 0,2 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter:' Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor KümmeL D. A. 1.36: 11000. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G^ sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Die diesjährige MreS'tzWimsWmiW findet am Sonntag, dein 1. März, 1239 A Gießener Konzertverein Samstag, den 29. Februar 1936, 20 Uhr, in der | PQLRST , Giessen . Ur. 50 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zreitag, 28«8ebruar Mb Nachtübung einer Schühenkompanie Fisch-Kochlehrküche auf Reisen. me! nstr.25 neister Wänden war wieder erstarrte Ruhe. 10 schwären ioffe ich, erwerben rungen die Aufgabe haben, wie eben der Name besagt, das weiter rückwärts zur Ruhe übergegangene Bataillon zu sichern. Daher muß ein Sicherungstrupp nicht nur nach vorn genau ausschauen, um ein etwaiges Herankommen des Feindes rechtzeitig zu bemerken und zu melden, sondern er muß auch nach der Seite hin Verbindung zu den Nachbarn unterhalten^ damit feindliche Spähtrupps nicht zwischen der Sicherungsaufstellung hindurchkommen und weiter hinten Unheil anrichten können! Diese seitliche Verbindung wird durch die Sicherungsspähtruppe durchgeführt. Als Spähtrupps werden heute allgemein solche Trupps bezeichnet, die früher Patrouillen genannt wurden. Das wird vielleicht manchen alten Soldaten, der diese Zeilen in Erinnerung an seine eigene Dienstzeit liest, mehr sagen? Bei der Besprechung wird auch die weitere Einteilung bekanntgegeben: bei der Leitung hat der Hauptmann einen Unteroffizier als Leitungsgehilfen, einen Hornisten und zwei weitere Melder, alle auf Fahrrädern. Ferner sind zwei Feldwebel als Schiedsrichter für die beiden Parteien eingeteilt, sowie als Unterschiedsrichter bei jeder Korporalschaft der Korporalschaftsführer. Wir erkennen hier schon den altbewährten Grundsatz, die nächstjüngeren in einer höheren Stellung zu verwenden und sie hierbei durch ältere Kameraden unterweisen zu lassen! Wir gehen bei fahlem Mondlicht über einen hart gefrorenen Sturzacker zu einer weiter vorn gelegenen Waldecke. Nichts zu sehen! Doch allmählich entdecken unsere Augen sehr geschickt getarnt, und zwar diesmal von Blau, also vom Gegner, einen Spähtrupp! Hier hat sich in ganz vorzüglicher Weise ein gewandter Führer herangeschlichen, und zwar in bewußter Abweichung von dem ihm vorgezeichneten Wege, der, wie er richtig angibt, ihm im Mondschein viel zu offen dagelegen hätte! So hat er sich durch Baumreihen, Büsche und andere Deckungen sprungweise mit seinen Männern fsonglich noch: ndlicher. mittags 4,1 28. Februar d, Minimum ren in 10 eine wichtige, geheime Botschaft von Polen an den Zaren nach Rußland gelangen zu lassen. Unterwegs gehen sie auf rätselhafte Weise verloren, und es beginnt eine wilde Jagd durch halb Europa nach dem doppelt kostbaren Porzellan. Ein Mann und eine Frau jagen den Leuchtern nach, jeder will sie zuerst in seinen Besitz bringen, beide stehen sich in offenem Kampf gegenüber, aber die Wege der Vorsehung sind merkwürdig und verschlungen: zwar werden die Leuchter nach langer Suche gefunden, sie kommen sogar endlich an ihren Bestimmungsort, aber sie haben am Ende auch die beiden Menschen, die so erbittert darum gekämpft haben, zusammengeführt; im Kaminfeuer eines Petersburger Damenzimmers geht das gefährliche Stück Papier, das dem Mann den Kopf hätte kosten können, in Flammen auf... Dieser Mann ist Carl Ludwig Diehl; er spielt seine Rolle so zuverlässig und mit ernstem Eifer, wie man das in vielen ähnlichen Aufgaben von ihm gesehen hat. Die Frau: Sibylle Schmitz. Man muß die Erinnerung an den „Fährmann Maria" überspringen und an ihre früheren Filme anknüpfen, um die Verbindung zu dieser Rolle hier zu gewinnen; sie verzichtet übrigens auf die Dämonie der schönen und geheimnisvollen Agentin, worein manche ihrer Kolleginnen diese Figur wahrscheinlich getaucht haben würden; sie wirkt eher jugendlich-anmutig und spielt so anziehend und konzentriert wie je. Im Ensemble zeichnen sich ferner Edthoser, Friedl Czepa, Schroth und Rasp aus. Karl Hartl führt Regie: geschickt und beweglich; besonders der Jagd nach den Leuchtern gewinnt er filmisch sehr wirksame Momente ab. 150 Personen fast zwei Jahre lang beobach- t e t. Man hatte sich sehr exakte Versuchsanorb- nungen ausgearbeitet, um die Schlafenden ständig überwachen zu können, ohne daß sie durch die Anwesenheit anderer Personen gestört oder beeinflußt worden wären. Jede Bewegung des Schläfers löste selbsttätig durch einen elektrischen Kontakt eine photographische Aufnahme aus, der automatisch eine zweite folgte, wenn der Schläfer eine Minute lang still gelegen hatte. Außerdem war über dem Bett eine Uhr so angebracht, daß auf jedem Bild genau zu sehen war, um welche Zeit sich der Schläfer bewegt hatte. Die Bilderreihe gab einen genauen Heberblick über die Stellungen, die der Schläfer während der ganzen Schlafdauer eingenommen hatte, und über die Zeitspannen, in denen sie aufeinander gefolgt roa^en. Das Ergebnis war, daß ein gesunder Mensch während eines normalen, also achtstündigen Schlafs — die Frage der „Kurzfchlaf-Theorie" soll hier nicht angeschnitten werden, sich durchschnittlich 30m al eine andere Lage sucht. Der weitaus größte Teil dieser Stellungen wird sogar nur sehr kurze Zeit, höchstens etwa 5 Minuten, beibehalten; ein Fünftel erträgt der Körper 5 bis 10 Minuten lang und etwa ein Zehntel 10 bis 15 Minuten. Daß ein gesunder Mensch beim Schlaf eine ganze Stunde in der gleichen Tage verharrt, kommt überhaupt kaum vor. Das ist sehr leicht zu erklären, wenn man einmal daran denkt, wie lange es der Mensch bann in einer Stellung aushält. Man lege doch einmal ein Sein im Sitzen über das andere: bestimmt eine recht bequeme und deshalb auch beliebte Stellung! Aber durch die Eigenlast des Beines werden dort! wo es auf dem unteren Bein aufliegt, Nervenstämme ein- ,Her Aus» SU ■ Holzart311 :hle^ rratig_j5> «' Z<> s* ■M ■fertig I Schnee nach und gab ihr das Aussehen einer riesigen Welle und Woge, die mit weißem Schaumkamm gegen den Strand anläuft. Nun hatte der Löwenkopf einen gewaltigen Absturz erreicht, über den er wildjubelnd hinuntersprang, die Breite war nicht abzuschätzen, da die Schneewelle sich beständig veränderte und ständig Nachschub von abgerissenen und mitgezogenen Schneebrettern bekam. Der Berg heulte furchtbar auf, wenn die rinnende Schnee- maffe aufschlug, weiterrutschte, weitertrieb, über einen neuen Absturz fiel, eine große und gewaltige Platte überquerte, immer mehr Schnee mit sich riß und mächtiger wurde. Tausend Donner rollten herunter, ein beklemmender Lärm stürmte aus dem Berghaus, der sich weithin fortpflanzte, neue Donner weckend, neues Echo brechend. Der Berglöwin stellten sich am Rande des Kessels riesige Steinblöcke in den Weg, Trümmer eines Bergsturzes, toll und großartig übereinandergeworfene Felsblöcke, an diese brandete die Schneeflut an, wogte empor, riß auseinander, türmte sich auf, stockte und blieb mit zerfetzter Brust in dem mächtigen Steinhindernis liegen Der Anprall hatte Aehnlichkeit mit einer furchtbaren Sturmwelle, die an eine Steilküste abschlägt. Jetzt, wo Fels und Schnee gegeneinander prallten und der Stein die Lawine zerschmetterte, erhob sich das Gebrüll zu finsterer Wucht. Donner lief die Wände entlang, brach sich, knallte, trommelte, stöhnte, ganz der Eindruck eines Gewitters, das mit hohlen und knatternden Schlägen über das Gebirge fährt. Die große Berglöwin hatte den Bann vom Schnee genommen Ihr Schrei war der Schrei des Erweckens, der Ruf zum Aufbruch; die Stunde der Lawinen war da. Alle Wände wurden lebendig, schienen sich aufzulösen und hinunterzurollen. Rechts und links donnerte, rollte, zischte, brüllte und rumorte es, der Berggeist gab feine große Symphonie, der sterbende Winter erhob fein Wutgeheul, der Südwind fang seinen grausamen Sieg. Hundert Meter näher, und die Lawinen hätten mich in ihre eiskalten Arme genommen. Nur hundert Meter näher und sie wären mir in den Nacken gesprungen und hätten mich niedergerissen, unter ihren Leib gedrückt, zugedeckt und begraben. Ein Rudel Gemsen, das von der Nordseite auf die Südseite zur Aesung wechseln wollte, blieb in der Mitte des lawinensicheren Kessels wie angewurzelt stehen Der Instinkt der Tiere, wunderbares, vererbtes Gefahrengefühl, hatte das Richtige gewicht auf dem Herzen und drückt die Herzkammern zusammen!" Aber auch auf die rechte Seite soll man sich nicht legen, denn da wird angeblich die Leber zusammengepreßt. Da bleibt eigentlich nur die Bauchlabe. Aber bei einer Rundfrage würde man bestimmt feststellen, daß weitaus die meisten es mit Entrüstung von sich weisen würden, sich zum Einschlafen auf den Bauch zu legen, — ganz abgesehen davon, daß das bei manchen Wohlbeleibten auch mit gewissen Schwierigkeiten verbunden fein würde. Schließlich denkt man „Was heißt hier fieber?!", dreht sich nach rechts und schläft blendend, bis man am Morgen aufwacht und zu seinem Erstaunen entdeckt, daß man nun auf der linken Seite liegt. Tatsächlich hat der Körper aber während des Schlafes nicht nur diese eine Drehung um 180 Grad vollbracht. Es ist nämlich keineswegs gleich ein Anzeichen für große Nervosität oder für Fieberträume, wenn jemand feststellt, daß er in feinem Bett ziemlich „herumgewirtschaftet" hat, wenn das Laken verschoben ist und das Deckbett hinausgeworfen am Boden liegt. Sehr interessante physiologische Untersuchungen haben erwiesen, daß die Skelettmuskulatur des Schlafenden während des Schlafes durchaus nicht untätig ausruht, sondern daß zu einem ungestörten, gesunden Schlaf auch immer eine gewisse Arbeitsleistung gehört. Alle fünf bis zehn Minuten... In einem einzigen Universitäts-Institut wurden zum Zweck solcher Experimente nicht weniger als getan. Als sie mühsam im aufgeweichten Schnee weiterzogen, war die höchste Mittagszeit vorüber und die Stunde her Lawinen war vorbei. In den 0 flU' nach vorn gearbeitet. Eben läßt er sich mit einer Zeltbahn zudecken, um unter ihr, beim Schein feiner auf diese Weise vollkommen nach außen unsichtbaren Laterne eine Meldung zu schreiben. Hier kann der Hauptmann mit Recht loben, und auch der Melder, der mit der Meldung zurückgeschickt wird, benimmt sich recht geschickt. Mit einem gewaltigen Satz ist er aus dem Wald heraus, einige Sprünge, und schon ist er im Gelände verschwunden. Bald ist auch das Geräusch feiner klappernden Stiefel verschluckt. Sv gehen wir noch weiter, stoßen wieder auf einen Spähtrupp von Rot, und gehen dann zurück, um zu beobachten. Auch hier Gutes und Falsches ... Inzwischen ist auch ein Fahrzeug der Kompanie angekommen, das den Morgenkaffee gebracht hat. Wir steigen in unseren Wagen, und in windender Fahrt geht es hinüber zum bösen Feind, zu Blau! Hier wird zunächst die Meldesammelstelle besucht, dann werden die Sicherungstrupps angesehen. Doch die Nacht weicht merklich, ehe man es sich versehen hat, ist es 7 Uhr geworden, die Dämmerung setzt ein! Der Leitende möchte die Hebung abbrechen, jedoch der Leitungsstab auf feinen Fahrrädern ist noch nicht heran, er kann bei dem hart gefrorenen Boden nicht so schnell mit. Gegen 7.30 Uhr ist er da, und feierlich, alte Manövererinne- rungen weckend, hallen die Töne des Signals „Das Ganze — Halt" über das Blachfeld... Da biegt auch schon der Wagen mit dem Kaffee für Blau um die Kirchenecke, und der heiße Trank sorgt für Erwärmung der jungen und alten Soldaten ... Wir fahren nach der Stadt zurück und hören noch von dem Hauptmann, daß im Anschluß an die Kaffeeausgabe und das Frühstück im Gelände Hebungen mit Kompaß und Skizzenzeichnen statt- sinden. Fürwahr, hier wird mit Eifer gearbeitet, und wir trennen uns mit Dank und Freude von unserem freundlichen Gastgeber, nachdem wir uns durch den Augenschein davon überzeugen konnten, in wie zweckmäßiger Weise die jungen Daterlandsverteidi- ger geschult werden! Tann geht es in die frostklare Nacht heraus... M fahren durch den vom Mond silberhell erleuchteten Wald .., nah einer Wegegabel sehen wir ichm von weit her leuchtende Katzenaugen, die laut Vorschrift am Ende jeder Kolonne (hier ist es Hüt) getragen werden, um von rückwärts kommende Fahrer rechtzeitig aufmerksam zu machen! In tadelloser Ordnung, in Dreierreihen, marschieren hier die jungen Soldaten. Ißir fahren an der Kolonne vorbei bis zum Stelldichein vor. Hier sind schon die bei der Leitung eingeteilten Männer erschienen. Der Leitungsgehilfe gibt beim Schein seiner Taschenlampe den anderen Radfahrern Erklärungen und weist sie in das Gelände ein. Kurz vor 5 Uhr trifft die rote Abteilung ein. Nach kurzer Unterweisung wird die Aufstellung einge- nommen. Es ist das erste Mal, daß die jungen Rekruten eine solche Hebung mitmachen, und so benimmt sich mancher recht ungeschickt. Auch andere Fehler kommen vor, nicht nur bei den Rekruten! So ist bei Rot vom Abteilungsleiter vergessen mrb-n, das Kennwort bei der Leitung zu ersra- cm. Unb als es nach einiger Zeit bekannt gegeben ist, gibt es doch Männer, die es wieder vergessen haben. Doch schon vor dem Ausmarsch ist es wichtig, lei solchen nächtlichen Alarmübungen auch das schnelle Ankleiden, das Packen des Tornisters, des Mantels usw. zu üben. Mit Befriedigung nimmt ler Hauptmann die Meldung des Oberfeldwebels entgegen, daß die schnellste Korporalfchaft in 20 Minuten, die letzte in 28 Minuten marschbereit ge- Msen sei. Gerade die Reibungen, welche mit einem seichen nächtlichen Alarm verbunden sind, sind be- seiders lehrreich und bilden eine gute Schule für die weitere Ausbildung des jungen Rekruten, die ihre Krönung schließlich in den Herbstmanövem ftn- bm wird... . Nun gibt der Hauptmann die einfache Kriegs* läge aus, die mit Kreide auf eine schwarze Tafel maezeichnet wird. Sie ist, wie es nicht nur dem Ernstfall meist entsprechen wird, sondern auch dem Ausbildungsgrad angepaßt ist, denkbar einfach. Die : beiden Ausbildungsabteilungen der Kompanie un- Htr Führung je eines Feldwebels bilden die beiden Parteien. Jede Partei Ijat einen gewissen Abschnitt gegen einen gegenübergemeldeten Femd zu pepern. hören in der Besprechung noch, daß biewi^e^ der ein Absturz in der Wand, da mußte der ganze Schwung hinunter, dreißig Meter tief, fünfzig Meter tief und es sah aus wie ein Wasserfall, genau so sah es aus, aber der Ton des aufprallenden Schnees war anders: er war dunkel, dumpf, bleiern, das Murren eines sagenhaften Bergtieres vielfach und dvnnerähnlich rollte das Echo in der Bergwelt umher und starb ab, als der Schnee am Fuße der Felswand angelanqt war, wo sich schon ein großer Hügel gebildet hatte, von vielen schwarzen und grauen Steinen besät und punktiert, die dem Lawinenstoß nachgerollt waren oder die er mit- ^Siefe Lawine war ungefährlich, und sie setzte immer wieder an, es war ein ununterbrochenes Rollen und Knistern in der Wand auf die sich fetzt breit und grell die Mittagssonne legte und die der Föhnatem anfuhr, daß die Spitzen rauchten und weiße Staubfahnen aufflatterten. Im Stein des AodiEalters war es noch ruhig, aber es schien, daß auch hier die Bergruhe nicht mehr lange dauern würde Die schneefreien Wände waren passiert, jetzt kamen andere Wände aus abschüssigen Platten und hochlieqenden Schuttbändern, tief im Schnee begraben als habe der Winter auf sie seinen ganzen Schneevorrat geworfen. Diese waren geeignet, das größte Gebrüll auszustoßen, wenn sie unwillig wurden und den Schnee abwarfen. Unb sie kamen in Bewegung, der Zeit nach dauerte es nicht mehr lange. Hm die Ein-Hhr-Stunde mußte alles in Fluß kommen, es war der richtige Tag: Föhn und eine Sonne, die stärker brannte als im Hochsommer. Ich stand da und wartete, erwartungsvoller und gespannter Zuschauer eines Naturtheaters. Zunächst dünkte es, als ob das grelle, blendende und geschliffene Weiß des Bergschnees in ein angeschmutztes Grau übergehen würde, bann waren Wolken über ben Bergkamm gekommen unb roieber weiter gezogen, Wolken wie Blätter, beren Schatten kurz unb runb war, schnell unb roinbgetrieben waren sie vom Schilb ber Sonne verschwunben. Merkwürdige Ver- roanblungen machte im Föhn bas satte Blau bes Himmels burch: es schimmerte blitzschnell in einem glasigen Hellgrün, bem hellblaue Streifen mteber eine Heberleitung zum Dunkelblau gaben, es wölbte sich burchsichtig wie Glas unb zog gleid) barauf fable, stumpfe Schleier an Währenb ich Mich noch an ben himmlischen Fa.rbenspielen ergötzte, war bie große Löwin ber Berge aus bem Winterkafig gesprungen unb hatte unter Geheul, Donner unb Lärm' ben Talsprung begonnen. Unter ber allerhöchsten Gipfelwanb, wo ein breites unb gewaltiges Schneebrett hing, hatte sie ihren Anfang genommen und ununterbrochen rutschte ihr von dort der Unser 8 L.-Mitarbeiter hatte kürzlich Gelegenheit, einer Nachtübung beizuwohnen, welche eine Schützenkompanie unserer jungen Wehrmacht durchsührte. .. „Also morgen früh 4 Uhr Abfahrt zur Nacht- ibur.g." Punkt 3 Uhr schnarrt ber Wecker. Mit einen Satz raus unb ans Fenster: Es ist ziemlich $|>U, ber Mond glänzt, es scheint kalt zu sein, ekchrell angezogen, in die hohen Stiefel, und fertig »irrmcht. Da gibt ber Kraftwagenführer unten schon llis Zeichen! Schnell herunter, unb in faufenber ?-ah't geht es mit bem Kompaniechef zunächst zur :-aftrne ... Schon von weitem zeigt ber Haupt- inm auf eine erleuchtete Fensterreihe: „Mein Hoitpanierevier! Ich habe bie Kompanie um .j.3O Uhr alarmieren lassen. Wollen mal sehen, nie es geklappt hat". — Wir gehen ins zweite Stockwerk herauf, in ben Unterridjtsraum. Knapp .nd klar melbet ber Dberfelbroebel bie Unteroffiziere ,nd Gefreiten zur Befehlsausgabe zur Stelle. 3er Kompaniechef läßt bie Funktionsunteroffi- jicre abtreten, unb gibt zunächst ben Uebungszweck tetonnt. Bei ber einjährigen Dienstzeit müssen solche lad)tübungen schon sehr früh in ber Ausbilbung lins.'tzen. Hauptzweck ist zunächst, ben jungen Rekruten bas Gefühl ber Unsicherheit im Dunkeln, bas )er Neuling oft hat, zu nehmen, ihn lehren, sich bild) in ber Dunkelheit im Gelänbe wie am Tage zu jeoegen Ferner soll Sicherungs- unb Spähbienst bei Nacht, Melbebienst mit Skizzenzeichnen, ber Wrauch bes Kompasses unb bas Zurechtfinben bei Hacht geübt werben! — In Berlin sieht man einen großen Autobus, der eine Fisch-Kochlehrküche birgt. Die Küche wirbt für einen gesteigerten Verbrauch von Fischen. Den Hausfrauen werben aus ben Fenstern des Wagens Kochanweifungen gereicht. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Im Lange, die Mes: Feuilleton: Teil: Ernst Verantwort- )or Stimmet i: Brühl'sche Lange,K.-G, Mch 25 U I 5 Ps. mehr, I, itags 15 Ps, ehr. i 1935 gültig. 1 n Auf ber einen Seite stand die äerklüftete West- j (P vanb des Watzmannberges, noch mit Schnee be- bett, auf der anderen hatte der Zochkalter den «° . 1 -rauen, zerrissenen Steinleib herangeschoben und da ■ Ife die Südseite war, hatte di- Sonne bereits mach, lüg im Schneebewurf gearbeitete die Wand war an lliielen Stellen schneedünn und wo sie ganz steil ao- llljr lrach und sich weit herausbuchtete, war sie! Jogar Ebel" statt' I schon schneefrei. Die Steine waren naß, dunkel von „äleittt. Feuchtigkeit und tropften. Manchmal polterte is bumpf im Berg, ein kurzes Pfeifen schnitt burch ff aller He Luft unb enbigte mit einem matten schlag auf ■- - ter schneeverharschten Talsohle: Vorsicht war 9 loten, die Stunde ber Mittagshohe kam naher, der Steinschlag nahm zu. Ueber D« ^erfaHenen 3m- I Kenburg ber Palfenhörner war eme unertragl.che, k-eschliffene Luftklarheit, ^nz kristallisches M l durchsichtig, gläsern, makellos bas sich aoer oa I ^rfchleierte- denn Föhnwind drang über den ©rat | 3uft in den Bergkeffel, der nach einen r,c,en ^Um^ies?"Z°tt"°ntftand em^Geräusch hachob°n. \ j 6s war nicht beträchtlich und har -^f.ch°w>e Knat I ern an sandte dunklere Tone aus, dann wieder d-llere und schrillere, brach mw-rm'tt-lt ab und 'ing wieder an zu heulen, wurde star -r und kna mite Peitschenhiebe, wie °°n R,- chlagen, durch die warme Luft. Erst s Ohr danach ein, dann suchte 21 9 ^gliederten Wand. Wo war das? Wo kam das Geräusch her? Nun war es entdeck In den ^ie hlanfen ber Kalkgiganten waren ^e e REu I peferbt, gefressen unb gegraben uanh kährigem Winter und unendlichen R 9 9 flunfel- Rillen waren lebendig; denn einer s ch ' Mulde bes Mittelbaus waren Schneewächten in Ve ' megung gekommen, kein Wunber beii biefein teufh sschen Föhn, ber alles zum Wochen menschlichen den Bergen herumstürte unb in den Bahn Merven, Schnee rollte seine oorgeze.chnete Bah^ lhinab, von zahllosen Lawinen schon b f ) ■ , 'Bahn, bie sich oft verengte unb dann em schluchz ^ähnliches Aussehen annahm. Manchmal sah bie Schneebewegung nicht mehr, sie war. ‘ au ben, eingeschluckt, ober zeichnete sich £ ' genug für das geblendete Auge von den Schnee- - halben ab, worüber sie abfuhr, aber bann kam w Wirtschaft Aus -en preußischen Nachbargebieten durch Sronffurl a. UL Berlm Front,un a. JJL Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2IL Berlin fart börse 'ur- hörse 6y »'■ *s* AL börse börse' 26.2. 27.2 26 2 27-2. 26.2 27.2. 98 97,75 A.T.G. 0 29,5 9 o 152,25 212 106,75 120,5 113,25 152,4 106,75 120,25 113,9 95,5 110,5 111 91,5 129 86,75 87 37,4 140,4 120 133,75 114,75 128,75 127 127,25 131,75 176 127,75 116,75 85,9 18,9 122 152,25 211,75 106,75 120,65 114,13 99,4 51,4 90,25 121 86,75 126,4 101,5 153,25 77,5 31,9 298,5 175 176,75 152,5 106,5 120,5 113 63,07 81,05 33,67 96,5 111 112 91,65 129 87 87 37,25 140 120 133,75 114,5 128,5 125,25 127,75 133 176 128,25 7 9 5 6 96 111 111,5 91,65 163 129 87 87,4 63,33 81,37 33,81 114,75 96,5 101,55 101,5 97 97 108,7 96 110 110,75 91,25 161 129 86,65 87,25 116,75 85,5 19 51 91 121,5 86 100,65 158,5 31,75 296 180 51,4 91 121,5 86,5 101,5 153,5 32 298,75 175,25 176,5 100,4 | 97,5 110,9 100 98,25 96,4 101,05 92,5 tung einnehmen muß und sich nicht krümmen und verdrehen kann. Denn eigentümlicherweise liegt der gesunde Mensch nur selten gerade ausgestreckt im Schlummer, sondern krümmt sich wie ein Wurm. Am meisten gekrümmt ist fast immer sogar die Wirbelsäule, die nach der Seite und nach rückwärts verdreht wird. Ebenso sind Arme und Beine fast immer angewinkelt. Den wenigsten wird dabei bewußt sein, daß sie gerade in der Bauchlage, die sie beim Einschlafen nicht glauben einnehmen zu dürfen, es noch am längsten während des Schlafes aushalten. Dann ist es wieder ganz gleichgültig, ob man auf dem Rücken oder auf dem Bauche liegend zu entschlummern sucht. Sobald ein Nervenstrang zu lange gepreßt wird, ein Glied zu lange „unten" gelegen hat, wendet sich der Körper von selbst, da er sich unterbewußt ist, für die Wohltat des Schlafens wenigstens eine gewisse Arbeit leisten zu müssen. lungen der Kundschaft. 170: Deutsche Wirtschaftswerbung aus der Posener Messe 1936. 171: Messeoereinbarungen mit der Tschechoslowakei, den Niederlanden und Belgien. 172: Die Zollabmachungen der 8. Zusatzvereinbarung mit der Schweiz. 29,25 8,75 8,75 8,65 4% Oesterretchtscye Goldrente.... 4,20% Oesterrelchtsche Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*4% deSgl. von 1913.......... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie 1..................... Die Industne- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 37,4 140,65 120,13 133,75 114,25 129 125,25 127,75 133 176 127,75 (179,50) und LinoleumwerLe auf den erhöhten Der. liner Schluß an; Deutsche Linoleum 158,50 (157, Berlin 159), Conti Linoleum Zürich 155,50 biz 156,50 (155, bzw. 156). Deutsche Renten lagen ruhig und unverändert. Im Freiverkehr fanden Chinesen Beachtung, um geloste Tientsin- Pukow mit 47 bis 49 (51 bis 52) allerdings niedriger, neuverloste unv. 44, dagegen altverloste fest mit 39,50 bis 40 (37), Kupons 1,65 bis 1,70 (1,55 bis 1,60). U. a. notierten: Altbesitz 111,13, 6 v. H. Verein. Stahlwerke 103,50, 6 o. H. Farben-Bonds 127,65, 4 v. H. Ungarn Gold 8,75, 4 o. H. Rumänen 5,30, 29,4 198 Buderus .................. 4 Deutsche Erdöl ’ 4 Harpener................. 0 Hoesch Eisen—Köln-Reuessen .. g Si e Bergbau ............... Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke ....... Mannes mann-Röhrea 37,5 140 120 133,75 114,5 128,5 126,25 127,4 131,75 176 128 Bekula 10 Bekir. Lieserungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ........... 6 Yt Felten & Guilleaume 4 Äesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ...... 6 Rhein. Wests. Elektr 6 Schuckert S Co............... Siemens « Halske Lahmeyer L Eo.............. * Dor der Wiederaufnahme der Dividendenzahlung bei Mannesmann. In Berlin fand eine Aufsichtsrats-Sitzung der Mannesmannröhren-Werke, Düsseldorf, statt, in der der Vorstand über das vierte Quartal des Jahres 1935 und über die Lage der Gesellschaft berichtete Die in den Vorberichten bereits gemeldete lebhafte Beschäftigung hat angehalten. Gegenüber dem dritten Vierteljahr erfuhren Roheisen- und Rohstahlerzeugung noch eine geringe Steigerung. Die Auftragszugänge in Röhren und Blechen än- 99,5 50,9 90,9 120,5 86,4 126,13 100,5 159 77,75 31,75 296,25 173,25 180 Wir wollen dem deutschen Sozialismus zum Durchbruch verhelfen! Darum sammeln wir DAF.-Kameraden am 29.2. und 1.3. für das WHD.! OS ver V Sli-i Philipp Holz mann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. t®. Farben-Jndustrte cheideanstalt........ Goldschmidt RütgerSwerle Metallgeiellschaft haft genommen worden. Er gibt an, aus Not gehandelt zu haben. Kreis Dehlar. < Dornholzhausen, 27. Febr. In unserer Gemarkung, die vor einigen Jahren zusammen- gelegt wurde, befinden sich größere Aecker- unb Wiesenflächen, die an großer Nässe leiden. Bei den Ackerflächen handelt es sich um zerstreut in der Gemarkung liegende Parzellen, während die Wiesenflächen im Kleebachtal und im Strauchbach/as belegen sind. Die Versumpfung ist bei den Ackerländereien in der Hauptsache auf den undurchlässigen Untergrund zurückzuführen, bei den Wiesen außerdem auf die ungeregelten Vorflutverhältnisse. An die Beseitigung der Uebelstände soll nunmehr durch Ausführung eines vom Kulturban- amt in Dillenburg aufgestellten Meliorationsplanes herangegangen werden. Das Projekt siebt für das Ackerland eine planmäßige Dränung vor, während für die Wiesen ein Ausbau der zu flachen Ableiter erfolgen soll. Soweit dadurch eine vollständige Trockenlegung noch nicht erreicht wird, sollen die Wiesen durch Dränung entwässert werden. Ein Teil der Wiesenflächen muß von den Besitzern umgebrochen und neu angesät werden. Die gesamte Größe des Meliorationsgebietes beträgt rund 15 Hektar. Die Arbeiten sollen als Notstandsmaßnahme ausgeführt werden. Die Zahl der Tagewerke wird auf rund 1000 geschätzt. Die nach Abzug der Grundförderung verbleibende Restsumme der Kosten soll bei der Deutschen Boden-Kultur- A.-G. in Berlin als Darlehen beantragt werden. Zur Durchführung der Arbeiten wurde in einem am Dienstag abgehaltenen Termin eine Dränagegenossenschaft gebildet. Bis zur Genehmigung der Genossenschafts-Satzung tritt die Gemeinde als vorläufiger Träger des Meliorations- Vorhabens auf. Mit den Arbeiten soll noch in diesem Frühjahr vor der Wachstumszeit begonnen werden. Adca 70,50, Commerzbank 92,75, DD-Bank 92,75, Dresdner Bank 92,75, Franks. Hyp. Bank 97, Buderus 95,50, Harpener 111, Mannesmann 87 Br., Rheinstahl 116,75, Verein. Stahloerke 85,50, AKU. 51, AEG. 37,25, Bekula 140, Conti Gummi 180, Conti Lino Zürich 155,50 bis 156,50, Daimler 100,65, Deutsche Eisenhandel 118,50, Deutsche Erdöl 110,50, Scheideanstalt 211,75, Deutsche Linoleum 158,50, IG. Farben 152,75, Gesfürel 128,50, Holzmann 97,50, Metallgesellschaft 114 bis 114,13. Frankfurter Schlachtviehmarkt Frankfurt a. M., 27. Febr. Auftrieb: Kälber 687 (gegen 687 am letzten Donnerstagmarkt), Schafe i 56 (129), Schweine 700 (496). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in RM.: Kälber, andere a) 64 bis 68 (am 20. Febr. 61 bis 66), b) 58 bis 63 (54 bis 60), c) 49 bis 57 (45 bis 53), d) 40 bis 48 (38 bis 44). Lämmer und Hämmel b2) 48 bis 49 (48 bis 50), c) 46 bis 47 (45 bis 47); Schafe e) 42 bis 46 (42 bis 45). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Marktverlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig, ausverkauft. Schweine wurden zugeteilt. Großhandelspreise für Fleisch'und für Fettwaren: Beschickung des Fleischgroßmarktes: 578 Viertel Rindfleisch, 102 ganze Kälber, 7 Hämmel, 714 halbe Schweine, 3 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilo in RM.: Ochsenfleisch b) 75 bis 77, c) 72 bis 75; Bullenfleisch b) 74 bis 77; Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68; Für- fenfleifch b) 75 bis 77, c) 72 bis 75. Kalbfleisch b)74 bis 80, c) 66 bis 74. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren: Roher Speck aus hiesiger Schlachtung unter 7 cm, höchster Preis 80, Flomen, höchster Preis 80. Marktverlauf: rege. 97,9 I 97, ',5 .25 129 | Der Sil 3ur55O.®i( ?"5*, d •Nfyn zu lei Äte ®* taen, wird 7"" i 169: Auszahlung von Vertreterprovisionen das Office-Franco-Allemand bei Wechselzah- Tagi NSDAP, Kre Oung in der 53c spricht i SMt — Frieden Mch Freude": Mle im Lnzeul bis 22.15 Uhr ( ri llhr Reiten. Me Schömbs. 129 | 129, 128,5 I gezwängt und nach einiger Zeit ist das Bein „e i n- geschlafen". Glieder, die im Schlaf einschlafen. So bedeutet selbst die Ruhelage beim Schlaf doch eine Anstrengung für die Organe und Körperteile, auf denen man liegt, und die Natur hilft sich dadurch, daß der Schläfer seine Lage von selbst immer wieder wechselt. Kann er das aus äußeren Gründen nicht in der gewohnten Weise, so werden seine Glieder steif, sie „schlafen während des Schlafes ein" und man erwacht, weil der Stoffwechsel die notwendigen Transportwege an einzelnen Stellen dauernd zusammengepreßt findet. Man versuche einmal, eine ganze Nacht im Liegestuhl zu schlafen, wo eine Bewegung fast unmöglich ist, und man wird das am eigenen Körper bestätigt finden. Hierbei spricht allerdings auch noch mit, daß der Körper im Liegestuhl nur eine ziemlich gerade Hal- ^ubliken des und besonde SD nk' ^raus Snbchn ® 8it m ,l)Hn B?“'h Ä Ä SS teile . *086 Ä? * SA; "it s >° ?S$), fe d («t ?relQn vom Hundert höher, teils unverändert. Gut behauptet blieben ferner AG. für Verkehr mit 109,25, Hapag mit 17 und Nordd. Lloyd mit 18,75. Sonst eröffneten u. a. Braubank mit 121 (120,75), Holz- mann mit 98,25 (97,90), Muag mit 83,75 (83,65), Eßlinger Maschinen mit 92,13 (92,65) und Daimler mit 101 (101,50). Am Rentenmarkt war die Haltuna ebenfalls fteundlich. Stärker gefragt wurden Altbesitz zu 111,13 (110,90), ferner erfuhren zertif. Dollar- Bonds weitere Erhöhungen von etwa 0,50 v. H. Kommunal-Umschuldung (87,35), Zinsvergütungsscheine (93,35) und späte Schuldbuchforderungen (97 Geld) blieben unverändert. Von fremden Werten 4 v. H. Goldmexikaner 8,40 (8,25). Im Verlaufe war die Haltung im Grunde weiter freundlich, die Kurfe zeigten zumeist gegen den Anfang keine Veränderungen. Leicht rückläufig waren u. a. Deutscher Eisenhandel mit 118,25 bis 118 (118,75), ferner ermäßigten sich AEG. auf 37,25 nach 37-55, Deutsche Erdöl auf 110,50 nach 110,75 und JG.-Farben auf 151,75 nach 152. Vereinigte Stahlwerke erholten sich auf 85,75, da inzwischen 3,50 v. H. Dividende bestätigt wurden und man sehr gute Bilanzziffern nannte. Am Rentenmarkt blieben Altbesitz zu 111,13 weiter beachtet, sonst traten keine Aenderungen ein. Am Kassarentenmarkt blieben Goldpfandbriefe und Kommunal-Obligationen behauptet, Liquidationswerte bröckelten meist 0,13 bis 0,25 v. H. ab. Stadtanleihen blieben gut behauptet, etwas fester 4,50 Darmstadt v. 26 91,50 (91), 4,5 Heidelberg 90,25 (90), dagegen 4,50 Hanau 90,75 (91). Auslandrenten lagen still. Am Einheitsmarkt kamen Voltohm nach Pause mit 92 den Schätzungen der letzten Tage entsprechend zur Notiz, bei einem letzten Kurs von 86 am 8. Februar. DD-Bank 92,75 (92,50). Tagesgeld auf Ultimobedarf gesucht mit 3 (2,75) v. H. Abendbörse behauptek. An der Abendbörse war das Geschäft klein. Es zeigte sich Zurückhaltung, einmal wegen der morgen stattfindenden Bilanz-Sitzung der 21(5(9. ferner auf die Ausführungen im Aufsichtsrat der Mannesmann AG. hinsichtlich der Dividendenfrage, während die Mitteilungen über den Verlauf des 4. Quartals des Geschäftsjahres, das eine weitere Steige- gerung der Beschäftigung und Erzeugung gebracht habe, 'befriedigten. Der Abschluß der Verein. Stahlwerke fand geteilte Aufnahme, trotzdem war der Gesamteindruck günstig. Verein. Stahlwerke blieben zu 85,50 (85,40) gut behauptet, dagegen ermäßigten sich Mannesmann auf 87 Brief (87,25), Rheinstahl auf 116,75 (117,25), Buderus auf 95,50 (96). Etwas ermäßigt waren außerdem Bekula mit 140 (140,65), Gesfürel mit 128,50 (129). Farben- Jndustrie blieben zu 152,25 (152,40) nur knapp gehalten. Fester lagen Metallgesellschaft mit 114 bis 114,13 (113,90), Conti Gummi zogen auf 180 Beim Tanzvergnügen erstochen. LPD. Fulda, 27. Febr. Ein trauriges Ende nahm ein Tanzvergnügen in einer Wirtschaft in T h e i d e n. Im Verlaufe des Abends kam es zwischen zwei jungen Leuten zu Meinungsverschiedenheiten, die schließlich handgreiflichen Charakter annahmen und sich vor der Wirtschaft fortsetzten. Der 26jährige Wilhelm Hohmann wurde dabei von dem 23jährigen Karl Handwerk durch einen Stich in den Hals derart verletzt, daß der Tod nach wenigen Minuten eintrat. Der Täter wurde in Haft genommen und dem Amtsgerichtsgefängnis in Fulda zugeführt. Jalschmünzerwerkstatt in Hanau ausgehoben. LPD. Hanau, 27. Febr. Die Hanauer Kriminalpolizei hat eine Falschmünzerwerk statt ausgehoben, die der in Hanau wohnhafte Walter Hopf im Herbst v. I. in seiner in der Außenstadt gelegenen Gartenhütte eingerichtet und in der er falsche Fünfmarkstücke mit der Abbildung der Potsdamer Garnisonkirche und dem Hindenburg- Bildnis hergestellt hatte. Gleichzeitig hatte er auch die Falschstücke in der Umgegend in den Verkehr gebracht. Am Rosenmontag war er sogar nach Mainz gefahren, um Falschstücke unterzubringen. Als er am gleichen Tage zurückfuhr und in Hoch- stadt bei Hanau Wurst einkaufte, versuchte er, ein Fünfmarkstück anzubringen, das der Metzgermeister jedoch sofort als Falschstück zu erkennen vermochte. Dadurch kam der Stein ins Rollen. In der Werkstatt der Gartenhütte wurden auch Werkzeuge und Materialien vorgefunden, die zur Herstellung von Zwei- und Einmark st ücken im Prägewege dienen sollten. Zur Anfertigung ist es jedoch infolge des Zugriffs der Kriminalpolizei nicht gekommen. Der Täter ist in Untersuchungs- 27.2. 131,75 118,5 219,75 117,13 85,4 18,9 128,25 123,4 183,5 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. 26.2- 131,75 118,75 222 117,25 86,25 19,13 127,5 122,75 Gritzner o| 29,5 | 29,5 I Mainkraftwerke Höchst a_M.... 4 90,65 , 90,75 Süddeutscher Zucker ........101 198 I 198 I Datum 8Ranlfelber Bergbau 5 Kokswerke................ 6 Rheinische Braunkohlen 13 Rheinstahl ..................4 Bereinigte Stahlwerke 0 Olavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben 5 Kaliwerke Westeregeln 5 Kaliwerke Salzdetfurth 7% OerGeschästsgang in derLederindustrie. Fwd. Produktion und Beschästiguna der leder- erz^ugenden Industrie dürften sich, nach einer Veröffentlichung in dem Wochenbericht des JfK., in den letzten Monaten im Vergleich zum Vorjahre kaum verändert haben; der Verlauf des Geschäftsganges war unmittelbar von der laufenden Roh- häuteversorgung abhängig. Im Inlande sind im Jahre 1935 etwa ebensoviel Rindshäute und Kalbfelle angefaUen wie im vorausgeaangenen Jahre. Die Einfuhr ausländischer Häute hat sich dagegen der Menge nach um rund 12 v. H. vermindert. Die Versorgung mit ausländischen Gerbstoffen ist demgegenüber von 1934 aus 1935 um 11 o. H. gestiegen. Die starke Steigerung der Häutepreise an den internationalen Märkten gegen Ende des vergangenen Jahres hat sich im laufenden Jahre nicht fortgesetzt; immerhin liegt das gegenwärtige Preisniveau noch etwas über dem Durchschnitt des Jahres 1935. Dagegen haben sich im Zusammenhang mit der Neuregelung des Verbrauchs an inländischen Häuten die Preise dieser Häute seit Jahresbeginn erhöht. Verhältnismäßig günstig hat sich im vergangenen Jahre die Lederausfuhr entwickelt. Im Monatsdurchschnitt wurden 1935 insgesamt 7360 Doppelzentner Leder ausgeführt, gegenüber rund 5300 Doppelzentner im Jahre 1934. Von Juli 1934, dem tiefsten Stande der Ausfuhr feit 1924, bis November 1935, dem bisherigen Höchststände, hat sich der Export verdoppelt; im Dezember war er etwa 40 v. H. größer als im gleichen Monat des Vorjahres. Im Zusammenhang mit dieser Steigerung haben sich allerdings die Ausfuhrpreise gegenüber 1934 um 10 v. H. vermindert. Erweiterung der Frankfurter Möbelmesse. LPD. Die Frankfurter Möbelmesie, die sich in steigendem Maße des Interesses der Aussteller- und Einkäuferschaft erfreut, wird in diesem Jahre einen Umfang haben, der alle früheren Frankfurter Möbelmessen übertrifft. Die zahlreichen Anmeldungen aus allen Teilen des Reiches haben es notwendig gemacht, eine Erweiterung der seitherigen Messeräume, der Festhalle und des „Haus der Moden", durch Hinzunahme eines neuen großen Ausstellungsraumes vorzunehmen. Zu den Ausstellern zählen durchweg bedeutende und maßgebliche Firmen der Möbelindustrie und der verwandten Wirtschaftszweigs. Geld 2,412 41,76 54,55 12,24 Iß. 36 166,45 61,47 Bnei 2,432 41,92 54,77 12,28 16,42 169,13 61,71 derten sich nicht wesentlich. Der Anteil der Ausfuhr am Gesamtgeschäft war größer als seither. Kohlenförderung und Kokserzeugung haben gegenüber den Vorquartalen zugenommen. Obwohl die Abschlußarbeiten für das Geschäftsjahr 1935 noch im Gange sind, kann doch angenommen werden, daß die Gesellschaft ein günstigeres Ergebnis als im Vorjahre erzielt hat, so daß mit der Verteilung einer mäßigen Dividende gerechnet werden kann. * Südwe st deutsche Beamten-Spar- u n b Darlehenskasse e. G. m. d. H., Frankfurt a. M. Die in den Vorjahren eingeleitete Konsolidierung dieser Beamtenkreditgenossenschaft machte in 1935 weitere Fortschritte. Der im Vorjahre verbliebene Verlustvortrag von 164 000 RM. konnte voll getilgt werden. Die nach Tilgung des Verlustvortrages verbleibenden 4500 RM. Gewinn werden zur Stärkung der gesetzlichen Reserven verwendet. Im neuen Jahre konnte ein Zuwachs der Spareinlagen erzielt werden; außerdem gelang es, eine alte Großforderung von rund 180 000 RM. voll hereinzubringen. * 3,5 v. H. Dividende bei der Vereinigte Stahlwerke AG., Düsseldorf. In der Aufsichtsratssitzung der Vereinigte Stahlwerke AG., Düsseldorf, wurde der Abschluß für das am 30. September 1935 beendete Geschäftsjahr oorgeleat. Das Berichtsjahr umfaßt erftmalia seit Aufgliederung des Unternehmens einen Zeitabschnitt von 12 Monaten. Die Gewinn- und Verlustrechnung weist neben außerordentlichen Erträgen usw. in Höhe von 52,6 Mill. Mark Einnahmen aus Betriebsgesellschaften und Beteiligungen im Gesamtbeträge von 145,5 Mill. Mark auf. Nach Gesamtabschreibungen von 130,8 Mill. Mark, von denen auf Werkanlagen 127,5 Mill. Mark entfallen, ergibt sich ein Reingewinn von 21,2 Mill. Mark. Zuzüglich des Vortrags aus dem Vorjahre von 23,7 Mill. Mark stellt sich der Gesamtgewinn auf 44,9 Mill. Mark (das Zwischengeschäftsjahr vom 1. April bis 30. September 1934 hatte einen Reingewinn von 8,88 Mill. Mark ergeben, zu dem der Vortrag mit 14,87 Mill. Mark trat. Der Gesamtbetrag wurde auf neue Rechnung übernommen). — Der Aufsichtsrat beschloß, der auf den 30. März einzube- rufenden ordentlichen Hauptversammlung die Verteilung einer Dividende von 3,5 v. H. vorzuschlagen. Mein-Mainische Börse. ZRiffagsborfe freundlich. Frankfurt a. M., 27. Febr. Bei im ganzen wieder nur kleinen Umsätzen hatte die Börse am Aktienmarkt eine weiter freundliche Tendenz, da neben einigen Kaufaufträgen der Kundschaft die feste Haltung von Spezialwerten anregte Etwas Unsicherheit brachte nach den ersten Notierungen die Kursschwankung der Aktie der Verein. Stahlwerke in den Markt. Die heutige AR.-Sitzung dürfte eine Wiederaufnahme der Dividendenzahlung von 3,5 vom Hundert beschließen, was ungefähr den Erwartungen entspräche; vorbörslich gingen die Schätzungen indes sogar bis 4 v. H., was zu einer Befestigung der Verein. Stahlwerke-Aktie auf 86 bis 86,40 (85,90) führte und auch den übrigen Montanpapieren meist Erhöhungen bis zu 0,50 vom Hundert eintrug. Nach dem ersten Kurs kamen Gerüchte auf über 3,5 v. H. Dividende, was Abgaben der Kulisse auslöste und den Kurs auf 84,75 zurückdrängte. Hoesch notierten mit 92,13 (91,65), Mannesmann mit 87,25 bis 86,75 (87), Rheinstahl 117,25 (117). Sehr feste Haltung hatten erneut Linoleum- und Gummiwerte; Deutsche Linoleum 157,50 (153,50), Conti Linoleum Zürich 155 (153,50) und Conti Gummi 179,50 (176,50). JG.-Farben notierten bei kleinem Geschäft mit 152 (152,25), Deutsche Erdöl mit 110,75 (111), Metallgesellschaft mit 113,90 (113,25) und Rütgerswerke mit 120,65 (120,50). Elektroaktien lagen teils 0,25 bis 0,50 Perun, 27.Februar Amerikanische Noten Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten . Italienische Noten Norwegische Noten ....... Deutsch Oesterreich, 1 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten ........ Schweizer Noten Spanische Noten Ungarische Noten ...... SurchM s-nd ddI M ®( Ri"6# Schultheis Patzenhofer .......4 Mu Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auölos.-Rechten ............. 4‘/»% Deutsche ReichSpostschatzan- Weisungen von 1934, I....... 6% ehem.8% Hess. BolkSstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 4Vt% ehem.8% Hessische Landes- banl Darmstadt Gold fR. 12.... 5yt% e^etn. 414% Hess. Londes Hypothekenbank DarmstadtLiaui 4H% ehem. 8% Darmst. Komm. Landcsb.Goldschuldverschr. R-6 Oberhessen Provinz-Anleihe mti Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4K% ehemL% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6y*% ehem. 4*/2% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbrtese....... 6%% ehem. 4V,% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse 4Vi% ehem. 8% Pr. LandeSpfani» briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 4H% ehem. 7% Pr. Landespsand- briefanst., Gold Komm. Cbl.VI Steuergutsch.Berrechnungsk. 34-38 Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schlußl. Abendbörse Schlußkurs Schlußk. Mtiiag- bßrfe Oatum 26-2. 27-2. 26 2- 27.2. 4% veSgl. Serie 11 ............ 9 — 9,25 — 5% RumSn. vereinh. Rente v. 1903 6,3 6,3 6,3 6,3 4^r%Rumän.vereinh.Rentev.lSlS 9,15 9,1 9,13 9,13 4% Rumänische vereinh. Rente . 5,3 5,3 5,35 5,25 2V«% Anatolier ............. 37,75 37,75 37,75 37,75 Hamburg-Amertka-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschisf . 0 17 16,9 16,9 16,75 — — —— — Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. kür Verkehrswesen Akt. .. 0 18,75 18,75 18,75 18.75 109,25 109 109 109 Berliner Handelsgesellschaft . .. S 117 117 117 117,25 Commerz, und Privat-Bank ... 0 93 92,75 93 92,75 Deutsche Bank und DiSconw- Gesellfchast................o 92,5 92,75 92,5 92,75 Dresdner Bank..............0 92,5 92,75 92,5 92,75 Reichsbank ......... 12 187 187 187 187,25 26.Februar 27 .Februar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld 1 Brief Buenos Ätre 0,678 0,682 0,678 0,682 Brüssel..... 41,87 41,95 41,90 41,98 Rio de Jan. 0,139 0 141 0,139 0,141 Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,81 54,91 54,81 54,91 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,275 12,305 12,275 12,305 HelstngsorS.. 5,41 5,42 5,41 5,42 Parts ...... 16,405 16,445 16,41 16,45 Holland ... 168,82 169,16 168,87 169,21 Italien..... 19,76 19,80 19,76 19,80 Japan ..... 0,715 0,717 0,712 0,714 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 LSlo..... : 61,68 61,80 61,68 61,80 Wien...... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon... 11,14 11,16 11,14 11,16 Stockholm.. 63,29 63,41 63,29 63,41 Schweiz ... 81,20 81,36 81,23 81,39 Spanien... 34,00 34,06 34,01 34,07 Prag...... 10,295 10,315 10,295 10,315 Budapest .. — —— Neuyork ... 2,461 2,465 2,466 2,464 Banknoten 100,5 97,25 100,5 97,3 102,9 100,5 97,25 103 111,13 110,9 111,13 100 100,1 100,1 98,25 98,25 98,25 96,4 — 96,4 101,05 — — — — — 115 114,75 114,9 96,5 — — 101,4 — — 101,4 101,65 101,65 97 97 97 97 97 97 108,7 108,7 108,7 — 29,5 29,5 1.2 1,2 1,2 8,75 8,85 8,8 8,6 8,75 8,6 8.6 8,8 — 13,75 13,75 13,65 9,13 — — Ur. 50 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (Genem'-Anzeiger für Gberheffen) Aus Unter ist 128,50, u 114,n ' 74. Fettwom • t. yruwulki. ng unter 7 oi )fter Preis 8i Z. eien in, aus Not gt" Der Leitung des Goethe-Bundes Gießen es, wie man uns mitteilt, gelungen, den großen 1. 2. die Fahnen der $21., ein Ehrensturm der $21.; die Fahnen der Gießener Ortsgruppen, eine Ehrenbereitfchaft der politischen Leiter; die Fahnen der HF. $tadttheater Gießen. — Ein Fest bei Prinz Orlofsky. dem Stadttheaterbüro wird uns mitgeteilt: jud^L ild ,90 139 )47 ,81 80 >75 41 41 87 76 12 i54 68 95 14 29 23 01 95 56 malig vorn Stapel gelassen wurde. Paul Nieren zeichnet für die Gesamtleitur»g. Mitwirkende sind die gesamten Solo-Kräfte, sowie das städtische Orchester, das Chorpersonal, alle Regisseure, Kapellmeister und technische Bühnenvorstände. $ven hedin spricht in Gießen. Zeiten kulturelle- Zusammenhänge zwischen dem weiten Asien und unserer europäischen Welt bestanden haben. Die Lichtbilder, die in reicher Auswahl den Dortrag des Forschers illustrieren, sind kleine Meisterwerke der Photographie, oft unter größten Gefahren ausgenommen. Sven Hedin fand auf seiner Vortragsfahrt durch Deutschland überall begeisterten Beifall, und in jeder Stadt waren die Dortragssäle ausverkauft. Der Goechebund wird kl stellung der heute überall notwendigen Ahnentafel z. B. genügt vielen Volksgenossen nicht mehr. Sie wollen ihre Ahnentafel oder die ihrer Kinder auch in künstlerischer Form besitzen, sei es als Graphik oder als Bild oder als Glasmalerei, als kunstvolle Webearbeit oder als Jntarsienarbeit in einem wertvollen Möbelstück. Die Darstellung eines Stammbaumes stellt ebenfalls dankbare Aufgaben an Maler und Graphiker, die leider manchmal deswegen nicht gut gelöst werden, weil die sippenkundlichen Bedingungen dem Darsteller oft nicht genügend bekannt sind. Die Sinnbilder, die zur Festigung des Familiensinns und zum Zusammenhalt der Stämme und Geschlechter dienen, die Hausmarken und die Familienwappen verlangen zu guter Darstellung den tüchtigen und sachkundigen Graphiker, Maler, Glasschleifer, Holzschnitzer, Weber, Gold- und Silberschmied. Sie wollen die Studierenden auf die Familienkunde nicht nur als auf ein für jeden Volksgenossen wichtiges Gebiet, sondern auch in seiner Bedeutung für neue Arbeitsmögglichkeiten des formenden Handwerks aufmerksam machen. nach bestimmten statistischen Gesetzen regelt. Zwar steht der berühmte St. Georg von Or San Michele noch in einer Nische und stützt sich auf einen Schild. Aber welch ein Stehen ist das und welch ein Wille in den gespannten Gesichtszügen, diesen Platz für die Ewigkeit zu behaupten! Das meinte wohl V a s a r i, wenn er Donatello nachrllhmt, seine Werke seien denen der alten Griechen ähnlicher als jemals die eines anderen. Ist schon dieser Nischen- Georg der Absicht nach allseitig umgehbar, so darf der Erzdavid des Nationalmuseums als die erste moderne Freifigur gelten. Auch als die erste Nacktfigur, im Spiel ihrer kontrapunktisch bewegten Glieder geschmeidig wie ein Apoll des Praxiteles frei im Raume stehend und von jedem Standpunkte aus dem Auge die schönsten Ansichten bietend. Wieder in anderer Weise kommt der Gatta- melata in Padua der klassischen Vollkommenheit nahe. Wohl steht dieses — trotz dem Colleoni! — vielleicht herrlichste Reiterdenkmal der Welt auf einem Sockel, der zugleich Grabmonument ist, aber das ist auch das einzige, was noch an die gotischen Reiter der Skaliger in Verona erinnert. Wie zapplig wirkt selbst der Marc Aurel des sinkenden Altertums gegen die unsagbare Würde dieses Monuments, in dem Roß und Reiter wie zu einer höheren Einheit zusammengewachsen sind! Als die dritte Komponente in Donatellos Werken nannten wir die Natur. Er ist ihr verschworen wie der mittelalterliche Gläubige seiner Kirche. Er sucht in ihr das gegenwärtige Leben mit seiner wilden Großartigkeit, seiner rastlosen Bewegung. Sein Radikalismus ist hier so groß, sein Wahrheitssinn so frei von aller Ueberlieferung, daß er, namentlich in seiner Spätzeit, wo er die bildsamen Werkstoffe wie Stuck, Holz und Bronze meist dem harten Marmor vorzieht, der Schönheit und dem Allgemein-Gültigen mehr als einmal den Kampf ansagt und dafür das Häßliche und Abscheuerregende, aber Charaktervolle für darstellungswürdig erklärt. Die häufigen Bemühungen um die ausgemergelte Wüstengestalt des Täufers, die büßende Magdalena, vor allem die Passion, der er gern die düstersten Seiten abgewinnt, sind seine Lieb- linqsthemen, und die tollenden Kinder auf der Florentiner Sängertribüne und an der Außenkan- zel von Prato sind mindestens keine überzeugenden Beweise gegen diesen Kultus der gehaltvollen Häßlichkeit — so ungebärdig und lärmend, wie sie sich geben. Aber gerade dieser konzessionslose Naturalismus, so sehr wir dazu neigen, ihn als einen Ueber- gang zu einer höheren Art von Schönheit zu betrachten, war damals notwendig, weil er allein sich 7”51», 71° * 1 f«r d«> schwedischen Forscher Sven Hedin zu einem Lichtbilderoortrag „Acht Jahre Kampf in Zentralasien" für Freitag, 6. März, nach Gießen gewinnen zu können. Sven Hedin wird über seine großen Forschungsreisen nach Jnnerasien berichten. Acht Jahre durchstreifte der Forscher mit seinem umfassenden Mitarbeiterstab die bisher unerforschten Teile Zentralasiens und Chinas und kehrte mit außergewöhnlichem, reichem wissenschaftlichen Material nach Schweden zurück. Der Vortrag wird interessante Eindrücke von fremder Erde und unbekannten Völkern vermitteln zugleich aber auch dartun, daß schon in alten, längst vergangenen „Undine". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Soldaten — Kameraden". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Leuchter des Kaisers". $ladllhealer Gießen. Heute von 20 bis 23 Uhr Lortzings Meisteroper „Undine". Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul W r e d e. 20. Freitag-Abonnement. Oeffnung der Volkshalle um 19.30 Uhr. Die Volkshalle ist geheizt! Den Ordnungsdienst übernimmt die $$. Kreisleitung Gießen der 31 $ D 21 p. nis von höchster und seltener Bedeutung vermitteln. (Siehe heutige Anzeige.) Aus parteiamtlichenBekanntmachuugen In einer Ortsgruppenversammlung der Ortsgruppe Gießen-Süd am Montag, 2. März, 20.30 Uhr, wird der Kreiswalter der Deutschen Arbeitsfront Pg. Wagner über das Thema: „Wesen und Ziele der Deutschen Arbeitsfront" sprechen. Ferner werden in dieser Versammlung Mitgliedsbücher ausgegeben. Das Erscheinen der Mitglieder ist Pflicht. Mitglieder der angeschlossenen Gliederungen und Verbände sind eingeladen. Ahnenforschung und Handwerk Die Landesregierung — Abteilung II — veröffentlicht den nachstehenden Erlaß des Reichs- und Preußischen Ministers für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung an die Unterrichtsverwaltung der Länder: Der durch die nationalsozialistische Bewegung neu geweckte Sinn für die Familie, den Stamm, die Sippe und die Ahnen stellt auch das formende Handwerk vor neue Aufgaben. Die schematische Dar- Rant W 97 i pann 871 e M X ®ummi !• Arsche A: 'M 2ino[(_. Unter dem Titel „Ein Fest bei Prinz Orlofsky" findet am Sonntag, 1. März, eine einmalige Wiederholung des Faschings-Kabaretts statt, das am Faschings-Dienstag vor ausverkauftem Hause erst- Kundgebung der AGOAp. am Freitag. 2 8. Februar, um 20.30 Uhr, in der Volkshalle zu Gießen. Pfarrer Münchmeyer, MM. spricht über das Thema: Unfrieden in derWelt-Frieden in Deutschland 21lle Volksgenossen von Gießen und Umgebung sind zu dieser Kundgebung eingeladen. Alle Gliederungen und angeschlossenen Verbände der 71$DAp. sorgen dafür, daß ihre Mitglieder geschlossen an der Kundgebung teilnehmen. Am Fahneneinmarsch nehmen teil: sj It 1Ü'11 vielleicht sogar fruchtbarer, denn die mittelalterliche Linie in Donatellos Werk ist ganz unverkennbar, auch wenn man von den überwiegend religiösen Themen absieht und sich nur an die Auffassung und die formale Gestaltung hält. Es gibt bei ihm nur wenig „klassische" Figuren, in den weitaus meisten Fallen tritt der schöne Körper, die unbefangene Leiblichkeit hinter dem inneren Wert des Menschen zurück, der ein Hauptanliegen der Gotik war. Entscheidend ist ihm die „Bedeutung also das, was der Körper offenbart, nicht das bloße Dasein; nicht die Erscheinung, sondern der Geist der den Ausdruck bestimmt. Bezeichnend dafür sind seine Madonnen, diese ängstlichen Mutter, die hr Kind mit einer Heftigkeit an sich drucken, als müfcten fie, was ihm bevorsteht. Mit der Unnahbarkeit einer byzantinischen Gottesgebärerin reicht die Bronzemadonna auf dem Hochaltar des Santo ,u Padua den Gläubigen ihren Bambino zur Anbetung dar; in riesigen Faltenbauschungen die an die krause Linienführung nordischer Bildschnitzer denken lassen, verliert sich der Asketenleib des Kahlkopf" genannten Propheten am Glockenturm des Florentiner Domes, und noch die späte Erzgruppe der Judith mit dem toten Holofernes die lange als das politische Wahrzeichen der Republik galt, verleugnet ihre gotische Ahnen- ^Auch'?as Nackte spielt bei Donatello eine sehr untergeordnete Rolle; mit Ausnahme der Putten handelt es sich fast durchweg um ®eroanbfiguren in jenem spätmittelalterlichen Faltenstil, dessen „Expressionismus" die innere Unruhe verrat. Hinzu kommt daß die Mehrzahl von Donatellos Statuen in einem zyklischen Zusammenhang stehen und Anlehnung an eine große Archltektur suchen, wie die Figuren für die Domfassade und den Campanile, der St. Georg und die Apostel für die Zunitkirche Or San Michele und die Arbeiten für Padua, wo doch selbst das R e 11 e r- denkmal des Gattamelata erst durch die Beziehungen zur Kirche des Hlg. Antonius (eine letzte Würde und Bedeutung erhalt. Mit dieser Strömung in Donatellos Schaffen, die wir die mittelalterliche nennen dürfen, kreuzt sich nun allerdings eine andere, vom klassischen Altertum ausgehende Linie, die das Gotische aber nur torriflierf, nicht aushebt. Schon die h.ngebende Arbeit für den Ruhm der Vaterstadt, jener Palis von Florenz die sedes Talent in ihren Dienst zwingt, mutet uns ganz antik an. Nicht weniger d,e neue Austastung von Monumentalität, die jetzt Ber (Ein. zelsiqur, auch wo sie noch im Bauverband steht, zugute kommt und nach der sich der Eli-derbau ebr. 3n unferer ren Jammer- re Sieder: und leiben. Bei hei erftreut in bm jrenb die M» 6traud)bar../ tg ist bei ta e aus den w führen, bei hnil eiten SorffaH Uebelständc im nom ÄuIfurbJi-l Jiorations’i Das Projekt M fe Dränung <1 iu her zu Wl durch eine doL| erreicht wirXI entwässert w£| uß von den M jät werden. w*| aebietes j>eM| i als JWftaH 3aM her t Sie nach >nde N« । Bohen-Kul^ I antragt n*l n eme »_l •8i5 & U oll noch in J' I szeit begonnt'I 5! , ‘NroflL sch äS Mottl. Mstrieb: föju ■Wt), ■rt mürben p Ul.lber.anL ■L66)- b) 58 Ms 53), d)! ■ Hammel V |7 (45 bis 47 ■ Schweine al' I b2) 55 U M Kalber, HS» Maust. Schvm Ml ei sch un: 165 Fleischgrol - ganze Äälbg Kleinvieh. K Ochsenstei!!! lensleisch b) >8 bis 68;'5öi 75. Kalbskeist leisch b) 90 k kleine Tupfen satten Grüns überraschen verschiedentlich und verraten, daß es überall braut und brodelt. Es liegt eine Stimmung über Stadt und Landschaft, wie sie vor Tau und Tag dem dämmernden Himmel eignet, der hinter ersten sHwachen Lichtschimmern ote anbrechende Morgenrote ahnen läßt. Stärker als drunten in den Straßen empfindet man hier oben, daß der Frühlina auf dem Wege sein muß. Ein paar Schlote blasen zarte Kringel und Wölkchen silbernden Rauches, als säßen auf ihrem Rande wachsame Späher und hielten nach ihm Ausschau. Und ein Dogelschwarm rudert lautlos am Horizont hin. Fliegt er ihm entgegen, oder ist er schon die rasche Vorhut, die ihn uns oer- Oer Bildhauer Oouaiello. Zur 550. Wiederkehr seines Geburtsjahres. Den Ruhm, das Geburtstagsland des modernen Menschen zu sein und dieses selbstbewußte, erdverhaftete Wesen erstmalig in der Kunst dargestellt zu haben, wird man Italien schwerlich abstreiten können. In der Tat meldet dieser unbeirrbare Wille zum Zeitgemäßen, dem die sichtbare Welt Gluck und Erfüllung ist, zuerst in den italienischen Stadtrepubliken des 15. Jahrhunderts seine Ansprüche an, und besonders war es Florenz, wo diese Probleme am schärfsten und mit rücksichtsloser Folgerichtigkeit durchdacht und, was mehr ist, durchlebt wurden. Das alles findet seinen Ausdruck in oer Kunst der Frührenaissance, aber es ist weniger oie Wiederentdeckung des klassischen Altertums, als das Gewahrwerden 'der Natur: das fuhrt eme neue Kunst herauf, die sich mehr auf die Beobachtung als auf den Glauben gründet und die schone Welt in allen ihren Erscheinungen zu u^s^En ' Wie immer, wenn ein Zeitalter seine Krchs erlebt verdicktet sich der allgemeine, aber ooeh dumpfe was wir H-Ute die ..Renasttance nenn n lo^Beut^ nalo ’m N^st^M Bettö' Bar^ genannt^ n = - Jahres' 1386 In No"n/'geboren wurde und bereits im Alter von 20 Jahrender Domvau Hütte di- ersten Austrag- -rh'-U, um dann wah rend seines langen Lebens er . fünfte jähriger - der Bildhauer der Kirche, der ^un.-e und der Medici zu werden. Drei Faktoren sind es. die S-memst-m und darum oft schwer unterscheidbar Donatellos Äimft (je|to ten. ihr den Inhalt und die Form geben das °us^ gehende Mittelalter, dem er l^'uer gehörte, di- Antik-, die ..g-l°g-ntlich ,u -N°.- zag, und die Natur, di- er ‘“ÄX S) die Mit Hils- der Antike das Mittelalter Natur zu überwinden — so etwa ., schlagwortartig die Ausgabe, die das Schicksal ,ym stellte, formulieren. ff Es ist jedem unbenommen,. ^orläu" Michelangelo her dessen wichtig fer er war, zu betrachten, also ihn a em Väter der Hochrenaissance, jades Barocks zu w^ digen. Aber auch das Umgekehrte ist 9 NSDAP., Kreisleitung Gießen: 20.30 Uhr Kundgebung in der Volkshalle, Pfarrer Münchmeyer, M. d. R., spricht über das Thema „Unfrieden in der Welt — Frieden in Deutschland". — ^SG. „Kraft durch Freude": ab 20.30 Uhr allgemeine Körperschule im Lyzeum; 20.30 bis 21.30 Uhr unö 21.30 bis 22.15 Uhr Schwimmen im Volksbad; 20 bis 21 Uhr Reiten 21 bis 22 Uhr Ski-Trocken, Reit- yortragöfaie aubuetiuuiu U,‘LU schul- Schömbs. - Stadtthe°t°r: 20 bis 23 Uhr! mit dieser Sonderveranstaltung e,n Bortragsere.g- Aus der provmzialhauptstadt. Blick über die Stadt. Als hätten meine Blicke wie Magnete die Häuser mgezogen, so dicht sind sie um meinen hohen Aus- cuck geschart. Nur die nächsten Straßen haben irem Andrängen standgehalten und sich den freien Surchzug nicht schmälern lassen. Die weiter zurücklegenden sind völlig von aufgerückten Häusern am ccfüllt. Und alle erscheinen sie so klein, wie wir die cusgeschnittenen und geklebten Häuserchen eines .Modellierbogens" sahen, die wir als Knaben auf einem Stück Pappe zusammenstellten. Wie Kinderspielzeug, von Federwerken aufgezogen, rollen die Autos und Elektrischen. Und windigen Marionetten gleich bewegei sich die Men- jchen dahin und dorthin. Was ich im ersten Augen- ’licf für eine schwarze Katze auf einem Dache hielt gibt sich bei schärferem Beobachten als Schornstein- eger zu erkennen, der eine kleine Leiter zu einem lamin emporklimmt. Groß und weit ist nur der Himmel, der wie eine hohe gläserne Halle, den Glanz der Sonne aus- trahlend, nahe und ferne Ortschaften im Umkreis überspannt. Denn auch die Wege von der Stadt durch die Landschaft zu ihnen hin und die Verbindungsstrecken zwischen Dors und Dors erscheinen stark verkürzt und näher gekommen. Ein Auto, das wie auf der Flucht aus einer äußersten Straße der Stadt hinausschießt, macht es, eine Staubfahne hinter sich her schwenkend, den Blicken leicht, seine Spur zu verfolgen. Es verschwindet in der neu- aierigen Häuseransammlung des Dorfes wie ein Läufer am Ziel in der Menge der jubelnden Zuschauer. Aber es läßt sich nicht aufhalten, sondern jagt schon jenseits der letzten Häuser weiter auf der endlosen Straße. Auch die Eisenbahn, über der sich eine dicke weiße Rauchschlange der Lokomotive fortwellt, kann man bis zur nächsten Station rollen sehen. Das Wunderbarste ist die Stille der Stadt. Aller Lärm des Verkehrs scheint abgestellt. Nichts erinnert an 5)aft und Gefahr, an harte Arbeit und mühevollen Alltag. Alles scheint sich ohne Anstrengung zu vollziehen wie im Spiel, oas nichts will, als Freude an der Bewegung zum Ausdruck bringen. Sanft wie der Traum lächelt, schimmern die dicht gelagerten Hügel der ziegelroten und schiefergrauen Dächer. Sie haben die kleinen frierenden Menschen- herzen über kalte und trübe Wochen hinweg behütet wie die schützende Erde Wurzeln und Wintersaat bewahrte und ihnen den Lebensfunken der Frühlingshoffnung wachhielt. Auch das Reiferge- wirr der Allee- und Waldwipfel ist von einem zauberhaften Schein erhellt, als leuchteten schon die Farben durch die Rinde, die es dem Frühling als Willkommensgruß zu hissen gedenkt. Sogar heißen soll? Dornoiizen. Tageskalender für Freilag. 4b9f 0,1 3,tz 54/Sj 46Z Ä «’s Ä Ä Ä 11,16 63,z 81-3 11,0/ 1O> Zreiiag, 28. Februar 1936 Frauenarbeit und Ehestandsdarlehen. NSG. Bei der Bewilligung eines Ehestandsdarlehens ist nach dem Gesetz über die Förderung von Eheschließungen vom 28. März 1934 eine Verpflichtungserklärungen abzugeben, wonach die Ehefrau eine Tätigkeit als Arbeiterin nur im Ausnahmefall, d. h. wenn der Ehemann hilfsbedürftig ist, aus- üben darf. Diese Verpflichtung gilt solange, als das Ehestandsdarlehen noch nicht getilgt ist. Neuerdings ist durch die Arbeitsämter in verschiedenen Fällen festgestellt worden, daß Ehefrauen nach Erhalt des Ehestandsdarlehens wieder von neuem in ein Arbeitsverhältnis eingetreten sind. Dabei liegen die Voraussetzungen, die das Gesetz fordert, nicht vor. Den Betriebsführern wird empfohlen, alle Ar- beitsverhältnifse mit Ehefrauen, deren Ehen nach dem Inkrafttreten des Gesetzes vom 28. März 1934 geschlossen wurden, und die ihm durch das Arbeitsamt zugewiesen wurden, zu prüfen, ob hierbei die Ausnahmen des Gesetzes zutreffen. Am besten geschieht dies durch eine Rückfrage beim zuständigen Arbeitsamt. Ebenso ist in Zukunft jedesmal bei Einstellung verheirateter Frauen die Gültigkeit der Einstellung im Einvernehmen mit dem Arbeitsamt zu klären. Aelteren Herren zum Trost. Die Haare haben sich gelichtet, das Bäuchlein wurde peinlich rund, nach innen ist der Blick gerichtet, doch sonst fühlt man sich ganz gesund. Das ist der stille Herbst des Lebens, in dem der kluge Mann ermißt, daß er, wenn auch der Trost vergebens, ein Herr in bessern Jahren ist ... Das Bäuchlein kann man fortmassieren, doch eines nur bleibt stets fatal: Wird man die Haare erst verlieren, dann bleibt der Kopf auch ratzekahl. Da nutzen keine Haartinkturen, und dufteten sie noch so schön, — denn von den angeprief’nen Kuren hat man noch nie Erfolg gesehn. Jetzt rüstet euch zur Freudenfeier, denn ein Professor trat hervor, der trotz des Namens — er heißt Meier — emporsteigt wie ein Meteor! Durch zarte Schwingung aller Töne stärkt er der Haare Wurzelkraft. Drum jauchze, Geige! Baß erdröhne! Professor Meier hat's geschafft! Hei, wie die sanften Töne schwellen! Sobald sich jetzt ein Kahlkopf zeigt, so wird das Haar durch Aetherwellen gestärkt und wieder festgegeigt. Die Schwingung der gespannten Saiten erzeugt den heilenden Effekt. Vorbei, ihr Männer, sind die Zeiten, in denen man euch schnöd geneckt. „Ja, ja, das kommt wohl vom Studieren .. „Ja, ja, der Helm war wohl zu schwer .. .* „Wer Haare läßt, muß sie verlieren .. Und derart Redensarten mehr. Ihr braucht vor Spott nicht mehr zu beben, denn ihr sagt einfach unbeschwert: „Ich habe, ach, in meinem Leben zu wenig Streichmusik gehört!" Puck. Deutsche Lebensrettungs - Gesellschaff. Bezirk Oberhessen. Am kommenden Sonntag, 1. März, findet in Gießen im Studentenheim die Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Hessen-Nassau der P. L. R. G. (Deutsche Lebensrettungsgesellschaft) statt. Diese an sich rein verwaltungstechnische Veranstaltung hat der Bezirk Oberhessen zum Anlaß genommen, um zum Auftakt für seine diesjährige Tätigkeit werbend an die als fähig erwies, die Florentiner Plastik, die zuweilen im Lieblichen und Nur-Schönen zu versanden drohte, dahin zu führen, wo Schönheit und Kraft den ewigen Bund schließen sollten: zu Michelangelo. Ernst von Niebelschütz. Das Schwein frißt das Testament. (Ejnen merkwürdigen Rechtsstreit führt augenblicklich ein Bauer, der im Dorfe Pareggio in Apulien zu Hause ist. Er behauptet, der alleinige Erbe des im Oktober vorigen Jahres in Rom gestorbenen Apothekers Benvenuti zu fein. Er habe dies auch durch ein Testament des Apothekers beweisen können, leider habe er aber das Testament auf einen Stuhl gelegt, und in diesem Augenblick sei ein Schwein in die Stube gekommen und habe d«s wichtige Dokument verschlungen. Vorläufig ist das Gericht nicht geneigt, dieser etwas abenteuerlichen Erzählung Glauben zu schenken. Zeitschriften. — Im Februarheft der „B e r l i n e r Monatshefte" Zeitschrift zur Vorgeschichte und Geschichte des Weltkrieges (Quaderoerlag, Berlin W 15, Preis vierteljährlich 2,50 RM.) nimmt Dr. Paul Rohrbach Stellung zu den letzten Aeußerungen des englischen Mitgliedes in der ständigen Mandatskommission des Völkerbundes Lord Lugard über die kolonialen Forderungen Deutschlands. Wenn Lord Lugard sagt, man könne die Eingeborenen nicht „wie Vieh" ohne ihr Wissen und Wollen verhandeln und verschieben, so antwortet ihm Dr. Rohrbach sehr zutreffend: Hat man die Eingeborenen damals gefragt, ob sie von Deutschland sortwollten? Jawohl, man hat etwas der Art nachträglich in Oftafnfa versucht, aber das Ergebnis war so, daß man englischerseits die begonnene Befragung schleunigst abbrach! lieber afrikanische Plebiszite kann man 'grundsätzlich verschiedener Meinung sein, aber wenn es auf die Stimme Afrikas anfommt, so haben unsere alte* Askaris unter Lettow-Vorbeck sie unzweideutig genug für Deutschland abgegeben — und wenn Lord Lugard noch mehr davon hören möchte, so kann er sich erkundigen, was die Schwarzen in Daressalam sagten, als dort vor drei Jahren, zum erftenmaf nach dem Kriege, auf dem neu errichteten deutschen Konsulat die deutschen Farben aufgezogen wurden. Sie riefen: „Bendera jetu! Mungu na lete!" „Unsere Flagge! Gott hat sie wiedergebracht!" Oeffentlichkeit zu treten. So wird im Anschluß an den ersten Teil der Tagung der Führer des Landesverbandes Hessen-Nassau, Turnoberlehrer Roth, Darmstadt, einen Vortrag halten über „Volks- erziehung und D. L. R. G.". Ferner wird ein Film über Rettungsschwimmen gezeigt werden. Zum Schluß ist den Besuchern noch Gelegenheit geboten, eine Ausstellung von Anschauungsmaterial und modernen Rettungs- und Wiederbelebungsapparaten zu besichtigen. Die Deutsche Lebensrettungs-Gesellschaft, deren Tätigkeit in erster Linie der Förderung des Rettungswesens aus Wassernot dient, sollte viel mehr Allgemeingut des Deutschen Volkes werden. Denn nur durch die tatkräftige Mitarbeit aller Befähia- ten können die Ziele der Gesellschaft verwirklicht werden. Diese bestehen nicht nur in der Ausbildung von Rettungsschwimmern, sondern auch in der Unterhaltung von ständigen Rettungsstationen. Diese allgemeinnützigen Einrichtungen dienen in erster Linie der Erhaltung des Volksganzen, weshalb ihre Förderung heute mehr denn je jedem Deutschen naheliegen sollte. Deshalb werdet Mitglieder der D. L. R. G. und somit Rettungsschwimmer! Der Besuch der Tagung ist für jedermann kostenlos. Die Tagung sollte somit das besondere Interesse der Gießener Bevölkerung Hervorrufen. Man beachte die heutige Anzeige. ♦ ** Straßensperre. Wegen Ausführung von Straßenbauarbeiten wird die Landstraße Butzbach — Griedel vom 4. März ab für jeglichen Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über die Landstraße B u tz b a ch—L i ch. ** Vom 1. März ab verboten. Es sei darauf aufmerksam gemacht, daß auf Grund des Art. 8 des Naturschutzgesetzes vom 14. Oktober 1931 das Entfernen und Beschneiden von Hecken, sowie das Abbrennen von Wiesen, Rainen, Hängen und dergleichen vom 1. März ab verboten ist. Deutsche Arbeitsfront Hilst dem WHW. An alle DAI.-Dalker und Betriebssichrer der Gießener Ortsgruppen. Vekr.: Sammelaktion der DAI. am 29. Februar und 1. 2Närz 1936. Sämtliche DAI.-Walter, die Samstagnachmittag dienstfrei haben, treten um 15.30 Uhr in der Schon- zenstraße 18 (Haus der DAF.) an. Ab 16 Uhr seht die Sammelaktion in Gießen ein. Wir erwarten von den DAF.-Waltern, daß sie pünktlich zum Empfang der Sammelbüchsen antreten. Die übrigen DAF.-Walter und Betriebsführer, die am Samstag nicht sammeln, treten Sonntag, 1. März, vormittags 8.30 Uhr, ebenfalls in der Schanzensiraße 18 an. Anzug: Uniform oder blauer Anzug mit DAF.- INühe. Kreiswaltung Gießen der DAF. BetnebSappelle zur Winterhilfssammlung der DAI. NSG. Am Samstag finden im Rahmen der Reichsstraßensammlung der DAF. in allen Betrieben, die einen Vertrauensrat haben, Sammlungen statt. In einem Betriebsappell weisen Betriebsführer und Betriebswalter auf die Wichtigkeit dieses Tages hin, der die Deutsche Arbeitsfront im Kampf gegen Hunger und Kälte findet. Im Anschluß an diesen Appell sammeln Betriebsführer und Vertrauensrat innerhalb der Gefolgschaft für das WHW. Getreu der Parole des Tages: „Wir kennen die Not, wir helfen mit!" wird kein deutscher Arbeiter es sich nehmen lassen, die kleine weiße Narzisse zu erwerben. Alle helfen! Am 29. Februar und 1. März sammelt die Deutsche Arbeitsfront für das Winterhilfswerk. In Fabriken und Büros, in Geschäften und auf den Straßen werden die Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront, Schaffende aller Berufe, mit der Sammelbüchse gegen die Not kämpfen. Nicht nur die Männer der Arbeitsfront, vom Betriebsführer bis zum Botenjungen, sondern auch alle Walter der DAF. und Warte der NS.-Ge- meinschaft „Kraft durch Freude" werden zum öffentlichen Appell des Winterhilfswerks antreten. Mitglieder des Vertrauensrates und Betriebsführer aller Betriebe werden Schulter an Schulter stehen. Am 29. Februar wird in den Betrieben und am selben Tage sowie am 1. März auf der Straße gesammelt. Auch der Einzelhandel wird am 29. Februar in seinen Geschäften an das Herz jedes Kunden die Bitte um eine Gabe für das WHW. richten. Wer kaust, soll derer gedenken, die es nicht können. In den Veranstaltungen der NSG. „KdF." wird am Samstag unter der Parole „Wir kennen die Not, wir helfen mit!" gesammelt werden. NG.-Gemeinschast „Krast durch Freude". Bordfest in Gießen zu Gunsten des Winterhilfswerkes 1935/36. Am Samstag, 29. Februar, 20.30 Uhr findet im Cafe Leib das großangelegte Bordfest auf dem Seedampfer „Cafe Bauch" unter Mitwirkung der Künstler des Stadttheaters und der fröhlichen Bord- kapelle Krengel statt. Der gute Zweck verpflichtet jeden Volksgenossen an dem Fest teilzunehmen. Eintrittskarten sind in den bekannten Voroerkaufsstellen zu haben. Eintrittspreis —,60 Mark. Deutsches Volksbildungswerk. Zum Vortragsabend am Montag, 2. März, 20 Uhr in der Neuen Aula „Eine frohe Stunde mit Hermann Löns" sind verbilligte Karten für DAF.-Mit- glieder zum Preise von —,40 Mark in der Kreisdienststelle zu haben. Richtlinien für die Urlaubsfahrten der RS.-Gemein- schaft „Kraft durch Freude" im Jahr 1936. Teilnahmeberechtigung: Teilnahmeberechtigt an unseren Urlaubsfahrten sind alle Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront und der ihr angeschlossenen Verbände, welche auf Grund ihrer wirtschaftlichen Verhältnisse nicht in der Lage sind, Fahrten zum Normalpreis zu unternehmen. Diejenigen Volksgenossen, welche auch bisher ohne die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" Reisen unternommen haben und auch heute noch dazu in der Lage sind, haben sich nach wie vor der üblichen Reise- und Verkehrsbüros, die ja auch mit einer Reihe von Fahrtoergünstigungen aufwarten können, zu bedienen. Um Ungerechtigkeiten, die durch eine feste Fixierung der Einkommensgrenze auftreten können, zu vermeiden, sehen wir von einer solchen ab. Bei Grenzfällen wird der zuständige Arnts- wart der NSG. „Kraft durch Freude" die Entscheidung beim Gauamt einholen. Anmeldung: Die Anmeldung zu einer „Krnft- durch-Freude"-Urlaubsfahrt wird beim zuständigen „KdF."-Wart, das ist in jedem Falle der Betriebsoder Ortswart, oorgenommen. Durch die Erstellung des gesamten Urlaubsprogrammes wird es jedem Urlaubskameraden möglich gemacht, sich frühzeitig raimilnbeMen. Roman von H. von Hellermann. Copyright 1936 by Aufwärts-Derlag G. m. b. H., Berlin SW 68. 33. Fortsetzung. Nachdruck verboten! „Das war mir eine Selbstverständlichkeit, Frau Margret, wie hätte ich in solcher Stunde fernbleiben können!" Der blonde Junge blickte von einem zum anderen, eine ganz merkwürdige Freude in sich. Nichts spürte er mehr von der Eifersucht, die ihm das Leben noch vor kurzem vergiftet hatte. Der Mann da gehörte zu ihnen. „Sie sollen auch, bitte, nicht mehr fernbleiben", sagte er stockend, „Mutti kann das nicht allein durchkämpfen, die braucht Sie — und — wir auch" — Ein überraschtes Aufsehen, ein Aufleuchten in den Augen des Aelteren, ein sehr fester, stummer Händedruck — und was den einen vom anderen getrennt, war abgetan. Gemeinsam warteten sie, bis die junge Schwester Frau Mervius an das Bett der Tochter rief. Und die Mutter brachte es fertig, ihr Kind in gewohnter liebevoller Ruhe, ohne eine Spur der durchlebten Angst zu begrüßen. Der Blick der Verletzten ging stumpf über sie hinweg, blieb im Leeren hängen. Nur einmal weitete er sich unruhig, als die Tür aufging, um gleich wieder zu erlöschen. Die Schwester war ins Zimmer getreten, dessen gedämpftes Licht, nur von der kleinen grünbeschirmten Bettlampe verbreitet, wohl tat nach der grellen Helle des anderen Raumes. Sie war noch nicht bei klarem Bewußtsein, schien in einem Dämmerzustand befangen. Frau Margret konnte nichts tun, als die Hände ihres Kindes streicheln, ganz zart die Wange küssen, die kaum weniger weiß war als das Linnen, auf dem sie lag. Das war das Schwerste: nicht helfen können! Es sagte sich so leicht — „abwarten, Geduld haben." — Was wußten die anderen, wie es einer Mutter ums Herz war, das immer und immer wieder in unablässiger Selbstfolterung den einen Gedanken wälzte: Wärst du nicht fortgegangen, wäre es nicht geschehen. Schuldlos fein und sich doch schuldig fühlen. Ein silberner Reif breitete sich in diesen Tagen tatenlosen Harrens, den vielen durchwachten Nächten über das braune Haar Frau Margrets, die nie in ihrem Leben so tief gelitten. Nur die Liebe der Kinder, der tröstende Zuspruch des Freundes, der täglich kam, rettete sie vor dem völligen Versinken im Schmerz nutzloser Grübelei. Tapfer stand Grete der Mutter bei, die mehr im Krankenhaus als daheim war, übernahm deren Pflichten zu den ihren und verschwieg, was das eigene Herz bedrängte. Nur ein wenig blaß und schmal war sie geworden, die junge Grete, die einen Mann liebte, den bald unüberbrückbare Ferne von ihr trennte. „Daß man so ein Ekel mcht vergessen kann", dachte sie zornig, den Staubsauger in höchsten Tönen über den Teppich wimmern lassend. „Erst zu sagen, daß er einen lieb hat — und dann auf und davon zu gehen. So etwas gibt es doch einfach nicht wieder! Und dann nicht einmal zu schreiben —" Ungerechterweise vergaß sie, daß er damit nur ihrem Wunsche gehorchte. Logik und Liebe vertrugen sich nun einmal schlecht. Mochte er mit seinen alten Gerippen selig werden!! Womit der Staubsauger mit protestierendem Knacks weitere Bereicherung der gleichen Fläche ablehnte. Allzuviel war ungesund. Auch Hans litt unter dem Unglück, das die Schwester betroffen hatte. Ihm fehlte die Mutter, ihre stets für ihn bereite, zärtlich umsorgende Liebe, die fröhliche Behaglichkeit, die immer im Hause geherrscht. Unstet pendelte er zwischen Gymnasium, dem Krankenhaus und dem irgendwie ungemütlich gewordenen Heim hin und her, machte Besorgungen für Grete, besuchte Freunde, bei denen er es jedoch nie lange aushielt, und war froh, bei Dr. Goebel und dem Maler die Ruhe und herzliche Teilnahme zu finden, deren man in jungen Jahren so sehr bedarf. War doch ein gescheiter Gedanke von ihm gewesen, Goebel wieder herbeizuholen! Immer mehr schloß sich der junge Mann an den älteres» an, der auch liebte, wo er liebte. Diese Liebe, die sie zuerst getrennt, wurde nun das Band, das sie einigte. Am schwersten, nach der Mutter, litt Drau. Als ihn die Nachricht von dem Unglück erreichte, eilte er sofort zu der Frau, die Inhalt feines Lebens geworden. Verzweiflungsvoll raste er wider das Schicksal, das so blind und sinnlos zerstört, was vor kurzem noch so hold und beseligend geblüht hatte. So oft er durfte, saß er am Bett Elfriede Stallings, die starr und bewegungslos, in Verbände gezwängt, auf ihrem Schmerzenslager lag. Und die Leiden, die sie erduldete, brannten fein Herz in sengender Qual. Das Unerträglichste aber war, zu spüren, daß ihre Seele von seiner überströmenden, mitleidenden Liebe nicht berührt wurde. Denn das war das Seltsame: Seit dem Unfall hatte sich etwas zwischen sie beide geschoben, ein unsichtbares, unerklärliches Hindernis, das der Mann nicht zu beseitigen Der» mod)te. Es war ihm manchmal, als pralle fein Gefühl an einer Mauer ab, die sich um die Kranke getürmt, feine Worte erstorben, ehe sie ihr Ziel, das Heiligtum ihres Herzens, erreicht. Oft, während er mit ihr sprach, wandte sie den Blick fort in ange- filr eine Fahrt anzumelden. Man bedient sich dabei des in den Monatsprogrammen enthaltenen Anmeldeformulars, das genauestens auszufüllen ist. Besonders ist darauf zu achten, daß die Bezeichnung der Urlaubsfahrt sowie die Nummer derselben mit dem Programm übereinstimmen. Inhaber von Reisesparkarten zeigen dieselbe bei der Anmeldung vor. Hat der Teilnahmewillige seinen Urlaub für eine bestimmte Zeit festgesetzt, um an einer „KdF."-Reise teilzunehmen, jo empfiehlt es sich, die Möglichkeit der Voranmeldung zu benutzen. In oiesem Falle meldet er sich unter Vorlage seiner Reisesparkarte, die mindestens einen Wert von 3 Mark haben muß, bei seiner zuständi- aen „KdF."-Dienststelle. Die Dienststelle nimmt die Anmeldung für den bestimmten Urlauberzug entgegen und sperrt einen Betrag auf der Reisesparkarte. Die endgültige Anmeldung unter Zahlung des Gesamtpreises für die Urlaubsfahrt muß mindestens 4 Wochen vor Abgang der Fahrt erfolgt fein (Reisesparkarten werden als Bargeld in Zahlung gegeben), da sonst der vorangemeldete Platz anderweitig vergeben werden muß. Fahrpreis vom Wohnort zum Ab- fahrts- bzw. Unterwegsbahnhof des Sonderzugs: Kameraden, die nicht am Abgangsort des Sonderzuges wohnen, erhalten gegen Vorzeigen der Sonderzug-Rückfahrkarte eine um 75 v. H. ermäßigte Anschlußkarte vom Bahnhof des Wahnortes (höchstens 100 Kilometer einfache Entfernung) bis zur Abgangs- bzw. Zwischenstation des Sonderzuges und zurück. Gültigkeit der Sonderzugkarten: Die Fahrkarte gilt nur für den auf der Karte auf- ?edruckten Zug. Sie verliert demnach die Gültig- eit, sobald der Urlauber irgendeinen anderen Zug benutzt. Sollte der Teilnehmer aus irgendeinem Grund mit einem anderen Zug die Fahrt beginnen ober fortsetzen, so muß eine neue Fahrkarte zum normalen Preis gelüst werden. Bekanntgabe der „Kd F." -Züge, der genauen Fahrzeiten und Aenderun- g e n : In jedem Monatsheft werden die noch offenen Züge des Monats sowie etwaige Aenderungen bekanntgegeben. Jeder Kamerad, der sich über seine geplanten Reisen auf dem laufenden halten will, muß im Besitz des Monatsprogrammes fein. Sportamt „Krast durch Freude". heule folgende Kurse: Allgem. Körperschule, Frauen und Männer: Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Fröhl. Gymnastik und Spiele, nur Frauen: Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lollar, Kan« tine der Firma Buderus. Schwimmen, Frauen und Männer: Von 20.30 bis 21.30 Uhr, von 21.30 bis 22.15 Uhr, Volksbad. Reiten: Von 20 bis 21 Uhr, Universitats-Reit- institut, Brandplatz. In den neu beginnenden Reitkursen für Anfänger find noch einige Plätze frei. Die Kosten betragen für den 6ftünbigen Kursus für Mitglieber ber DAF. 6.— Mk., für Nichtmitglieber 9.— Mark. Anmelbungen nimmt bie Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, entgegen. Schachkurse bei der 7!S.-Gemeinschast „Krast durch Freude". NSG. Das Gausportamt ber NS.-Gemeinschaft „Kraft burch Freube" will bie Freizeit der Werktätigen noch mehr ausbauen und weitergestalten durch die Einführung des Schachspiels in besonderen Kursen. Im Rahmen des Freizeitwerkes ist gerade hier vielen Frauen und Männern Gelegenheit geboten, sich im Kreise von Werkskameraden an diesem herrlichen Spiel zu erfreuen. Teilnahmeberechtigt an diesen Kursen sind sämtliche Volksgenossen, die im Besitz einer Jahressportkarte sind. Die Kurse werden sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene als „Geschlossene Kurse" durchgeführt und erstrecken sich auf 6 Doppelstunden Unterricht, der je einmal in der Woche statt« findet. Gute Lehrkräfte stehen zur Verfügung. Die Teilnahmegebühren betragen sowohl für Anfänger, als auch für Fortgeschrittene für DAF.-Mitglieder 6 mal 0,20 RM. — 1,20 RM., für Nichtmitglieber 6 mal 0,40 RM. = 2,40 RM. Anmelbungen für bie Schachkurse nehmen bie Sportämter Groß-Frankfurt, Wiesbaden, bie Sportamtsstützpunkte Darm- stabt, Gießen, Offenbach unb Mainz, sowie alle anberen Dienststellen ber NS.-Gemeinschaft „Kraft burch Freube" entgegen. Der Artilleristentag in Gießen. In ber Jahreshauptversammlung bes Artillerie- Vereins Gießen am 1. Februar hatte — wie wir im „Gieß. Anz." vom 3. Februar bereits berichteten — ber Kameradschaftsführer des Artillerie- Vereins Gießen mitgeteilt, daß am 15. März ein großer Artilleri st en-Tag in Gießen statt- finden werde, bei dem sich nicht nur die alten und die aktiven Artilleristen der Stadt Gießen, sondern auch die ehemaligen Artilleristen aus dem Kreise Gießen und den anschließenden Bezirken treffen würden, ferner die anderen Organisationen der alten Soldaten zur Beteiligung aufgefordert werden sollten. Jene Mitteilung des Kameradschaftsführers der alten Gießener Artilleristen wurde von der Versammlung mit lebhaftem Beifall ausgenommen. Nunmehr hat sich der Artillerie-Verein Gießen mit einem Rundschreiben feines Ka- meradschaftsführers Müller an alle ehemaligen Artilleristen gewandt mit der Aufforderung, an diesem Artillensten-Treffen teilzunehmen. In dem Rundschreiben wird betont, daß am 15. Marz, einem Sonntag, die Männer vom schwarzen Kragen aus Stadt und Land wieder einmal ihren Waffenkameraden aus der Dienstzeit und ihren Kampfgenossen aus dem großen Kriege die Hände reichen wollen. An diesem Tage würden die jungen Kameraden der Artillerie-Abteilung in Gießen zeigen, wie sie wohnen, wie sie leben und lernen, was sie können und daß sie zu den alten Artilleristen gehören und diese zu ihnen. Zu dem Treffen sind alle ehemaligen Artilleristen herzlich eingeladen. Die Zeit und die Kosten sind so gehalten, daß jeder Kamerad teilnehmen kann. Für die Durchführung des Treffens ist folgende Zeiteinteilung vorgesehen: Ab 8 Uhr: Empfang der Kameraden am Bahnhof und auf dem Oswaldsgarten. 9 Uhr: Abmarsch vom Oswaldsgarten unter Dorantritt des berittenen Trompeterkorps zur Kaserne. Die nicht marschfähigen Kameraden sammeln sich bis 10 Uhr vor der Volkshalle und werden von dort zur Kaserne geführt. Empfang durch den Kommandeur, Herrn Hauptmann Welte. Ab 10.30 Uhr Besichtigung ber Ka- sernen-Anlagen. 13 Uhr: Gemeinsames Mittagessen in ber Kaserne. Vorführungen ber I/A.-R. 9: Geschützexerzieren, Reiten. Geschlossener Abmarsch zum kamerabschaftlichen Zusammensein mit Konzert im „Cafä Leib". Zur Deckung ber Unkosten einschließlich Mittagessen ist ein Beitrag von 1,50 RM. notroenbig. Karneraben, bie an bem Treffen teilnehmen wollen, werben gebeten, sich möglichst umgehenb, spätestens aber b i s 2. Mär 1936, Karnerad- fchaften und Vereine geschlossen, bei Kamerad Wilhelm Stephan, Gießen, Bahnhof- st r a ß e 2 4, anzumelden, unter Anforderung der entsprechenden Abzeichen und Essenkarten. Angemeldete Kameraden, die keinem Artillerie-Verein angehören, können Abzeichen usw. beim Empfang erhalten. spanntem Lauschen — vernahm ihn gar nicht. Wenn er sich ihr näherte, glitt ber Blick an ihm vorbei, um erwartungsvoll an ber Tür haften zu bleiben. Aber in biefer lauschenben Erwartung lag eine kaum verhüllte Angst, bie sich in ber flatfernben Unruhe ber Augen deutlich wider- (piegelte. „Krankheitserregung", beruhigte ber Arzt, selber beunruhigt über bie verzögerte Heilung. Aber Drau wußte es besser. Sie fürchtete sich. Vor was —? Vor irgenbeinem burch Leiben verursachten Wahn- gebilde? Vor — bem Tob, vor einem Menschen? Was war geschehen an jenem Unglücfstag, bas sich bem Wissen aller entzog? Unablässig beschäftigte ihn biefe Frage, bie nur ein Mund beantworten konnte. Aber ber blieb stumm. Unb bann kam boch ber Tag, an bem Elfriebe Stalling sprach. Nicht zu Mutter, nicht zu Drau — Goebel, ber väterliche Freunb war es, dem sie sich offenbarte. Eine Männerstimme im Flur schreckte die Kranke dermaßen, daß sie hochfahren wollte — um, in der Bewegung gehemmt, ächzend in die Kissen zurückzusinken. „Jetzt kommt er", murmelte sie. Goebel ergriff ihre Hand. „Wen erwarten Sie, Frau Elfriede?", fragte er sanft, die Angst in dem bleichen Gesicht nicht begreifend. „Bruck!" Ihre Lippen bebten. „Es gibt keine Rettung vor ihm, man muß tun, was er will." Der Mann neben ihr horchte auf. Sprach sie im Fieber —? „Was will er denn von Ihnen?" „Daß ich mit ihm gehe — sonst entzieht er Mutti das Geld ..." Was war das —?! Goebel rückte ein wenig näher, strich beunruhigend über die mager gewordenen Finger, die unruhig zwischen seinen Händen hin und her zuckten. „Wann hat er Ihnen das gesagt, Kind?" Die Kranke sah ihn ungeduldig an: „Nun, damals, als er kam, — als ich allein war!" Der Freund begriff plötzlich. „Er wollte Sie zwingen —" „Ja, ja — aber ich lief aus bem Zimmer, wollte auf bie Strafte — fort — fiel auf ber Treppe-- Aber nicht Mama sagen, niemanb sagen! Sonst straft er Sie auch!" In ben sonst so matten Augen flackerte helle Erregung. Goebel beugte sich über sie. „Frau Elfriebe, sehen Sie mich an — versuchen Sie ganz ruhig nachzubenken: meinen Sie ben bekannten Kommerzienrat Bruck, ben kleinen blonben Mann mit Brille, der mit seiner Frau in Ihren» Hause verkehrte?" Die Kranke runzelte die Brauen im angespannten Zuhören. „Ja, der ift's, mit den bösen Augen. Immer verfolgte er mich--Ach, er ist schlecht, schlecht, alle fürchten ihn. Aber Mutti soll nicht leiden — ich werde ihn bitten, ihr zu helfen." Guter Gott, was hatte das arme junge Geschöpf gelitten, und alles verheimlicht — Goebel war im Begriff, der Kranken auch über bas Schicksal ihres Mannes zu berichten. Die Untersuchung hat ergeben, baß Theodor Stalling nicht nur umfangreiche Unterschlagungen gemacht hatte, fonbern baß er auch in eine böse Betrugsaffäre verwickelt war. Die Untersuchung zeigte ihm, baß er einige Jahre Gefängnis, wenn nicht gar Zuchthaus, zu erwarten hatte. Der ehemals so luftige Teddy hatte sich im Gefängnis selbst ber Verantwortung entzogen. Natürlich hatten sämtliche Zeitungen über ben Fall berichtet, auch sonst war einiges in bie Oes- fentlichkeit gesickert. Margret Mervius unb bie Ihren hatten immer befürchtet, baß Elfriebe plötzlich von einem Fremben über ben Tob ihres Mannes unterrichtet werben könnte. Aber auf Anraten Goebels unb bes Arztes teilte man ber Kranken vorläufig nichts mit. 3m Anschluß an bie Unterredung mit Elfriede über Bruck war Goebel schon im Begriff, der jungen Frau auch über das Schicksal des Mannes zu berichten. Als er aber sah, welche Beruhigung über sie kam, als sie erkannte, daß von Bruck her keine Gefahr mehr drohe, da brachte er es nicht über sich, der Kranken von neuem das Herz mit Sorgen schwer zu machen ... So sagte er denn in ruhigem und fast väterlich zärtlichem Ton: „Sie brauchen ihn nicht zu bitten, liebes Kind, unb ihn nicht mehr zu fürchten, Max Bruck kann keinem Menschen weiteres Unheil zufügen." Ernst, klar unb einbringlich klang die gütige Stimme. „Dieser Mann ist seinen irdischen Richtern entflohen, um der göttlichen Gerechtigkeit ausgeliefert zu werden." Der Blick der jungen Frau hing an Goebels Lippen, starr — „er ist--" „Er ist tot. lieber bem Kanal, auf ber Flucht nach Englanb, stürzte bas Flugzeug ab. Sein Tod hat ihn der Verhaftung entzogen. Viele Menschen wurden durch ihn um ihr letztes fyab und Gut betrogen. Nun mag Gott ihn richten." „Er tft tot — tot--" Immer wieder flüsterte sie es vor sich hin. Sie war erlöst ... Große Tränen rannen über das blaffe Gesicht, das sich unter dem liebevollen Zuspruch des väterlichen Freundes allmählich entspannte zu einem Ausdruck tiefen Friedens. Vorbei alle Not und Angst. Sie war erlöst. (Fortsetzung folgt!) rti*111 !»*” »« hem ®ar hi>r aus LU- fe’hrt“» 1 nahmen kein * FÄ 8n einem »« BÄ* LS« „urhe. Jener. de, cbqegeben J*. er gehört, der an .Nutzen hm, NU batte, hatte ich d Leben besteh am (er Werk soll nid wägbar sein! De' sind nicht.Insa wir die Fülle ui fern in dem w Schönheit des u erleben. Der Me mit den Kräften i (chaft. Wir haben gangenen Somir schastsbild vor schützt. Es ist erf Sinne der weita spricht. Wer sein ist, dem ist der Aesten sich das Summe feil. Ei wie Wächter um zur wahren heil . k -- und Cm rechnet Punkt H* 7- hoch irfiger k gjleter H m . 6en ö n aber er|H< SPD. Schli bruar, vollende Schlitz, Alexan! öensjahr. 6 ® feinem lang Mem, weil er Licht der Welt ein Schalttag c seinen ©eburtsti We bis zum •Qr ’st sehr rüst in der Landwii ®n 3ut HD. Lich, N-n wahres E Hermann L/r seit lön, Marenn ein te.s verstieß, g "nd hatte sich ^'»nburg zu '"hen bei seine Eg Angelegei tilgen fud gi|än8ms. jJ u°*t nn,„ iS ‘üben t de; "8 des letN'M SÄ? »' •ter- St h9es bachz iicher an, tätig ifM mA i» nn ige Geschöpf irten unter ps zur Koen sammeln werden von te r5 h pH h-e” fe LWiei k:N ^Sen. der Kaserne, ähexerzieren, Zmmer oer« schlecht, alle iden - >ch röschastllchen Leib". ich Mittag. ofwenbig. ehmen toob hend, s pä- , Kamerad- i Kamerad Kahnhot- rderung der rten. einem Artil- n usw. beim errn Haupt« ung der Ka- rit Elftiedk legriff- * e® 8»?n"e Serlch'S^ Bruck Hk >r es n'ch ' Herz an S'k Kx ,v ft cäftrM x.S m«" ., bie 8* , Soeb^ über den n die Oes' z die Ihre" löhlich von mes uitiep >n Goebels i vorläupS 1 auch über >n. Die Um talling NM -nacht hatte, etrugsaffölk e ihm, gar Zucht' ; so lustige )er Berant' Ider ®eri. I^eftalten |.,s. in dr. k'Seitlvertez Innern |rkskamero. ssuen. Teil. I sämtlich, fcfPortfQrte l'Qnger, olz rne Kurse' P°PPelftun. I?°che statt- fft Die | Anfänger, pitglielier ^Mitglieder langen für proß-Frank- stkte Darm- \ sowie olle hast,Kraft ten sind so i kann. Für V gende Zeit- i am Bahn- t Die Schönheit unserer Heimat. Bäume und Hecken in der deutschen Landschaft. Fünf — und wenn man den kleinen Fußpfad nrch dazu rechnet — sogar sechs Wege strahlten von frm einen Punkte in die Feldmark. An dem Wege- strrn, der hoch in der welligen Landschaft liegt, steht ein klobiger Eichenstumpf, dickstämmig, aber nur einige Meter hoch. Der Uehl — was soviel wie Eule büßen will — nennen ihn die Landleute, und die Feldmark heißt nach ihm Am Uehl. Wie ein Wahr- iium steht er immer noch, wenn er auch zum Krüppel geschlagen ist, über der Flur. Der Drei- tump, an dessen spitzen Winkel der Uehl steht, ging — hs war vor dem großen Kriege — an einen neuen besitzet, der aus einem anderen Kreise ins Dorf gezogen war Ihn störte der Uehl, er warf ihm euch zuviel Schatten auf den Acker. Die Axt sollte ben Wahrbaum umlegen, aber der zähe Bursche trotzte der Axt. Da begnügte sich der neue Besitzer tamit, ihm die ausgreifenden Astknorren abzu- K, so daß der Uehl da stand wie ein Rumpf, in die Arme abgeschlagen. Ein ander Mal sollte auch dieser Rumpf folgen. Die Bauern aber, bie das Schandwerk sahen, waren außer sich, und sie nahmen kein Blatt vor den Mund, sondern mißbilligten laut und vor den Augen des Reuen den Baumfrevel, der das Bild der Landschaft entstelle. Die Axt ging nicht mehr zum Acker, und in den dreißig Jahren seitdem hat der Uehl wieder eine schöne Krone getrieben. An einem Wegkreuz stand ein ebensolcher Wahr- baurn, zwar kein Eichenühl, aber doch ein schlankes Ebereschenbäumchen. Zu beider Nutzen tauschten der Besitzer dieses Grundstückes und der eines anderen ihre Aecker aus, damit der Besitz abgerundet wurde. Jener, der mit seinem Acker das Bäumchen abgegeben hatte, klagte fast verzweifelt, nachdem er gehört, der andere habe die Eberesche umgelegt: ,.Nutzen hin, Nutzen her! Wenn ich das gewußt hätte, hätte ich den Tausch nicht gemacht!" Unser Leben besteht aus mehr als Soll und Haben, unser Werk soll nicht immer mit Mark und Pfennig wägbar fein! Der Hof, der Boden, die Landschaft sind nicht Zinswerte, nicht der Rahmen, in dem wir die Fülle unseres Geldbeutels erwerben, sondern in dem wir und unsere Volksgenossen die Schönheit des irdischen Daseins und der Arbeit erleben. Der Mensch, vor allem der Bauer, schafft mit den Kräften der Natur an dem Bilde der Landschaft. Wir haben im Deutschen Reiche seit dem vergangenen Sommer ein Gesetz, das unser Landschaftsbild vor der Entstellung und Besudelung schützt. Es ist erfreulich, daß dieses Gesetz auch dem Sinne der weitaus meisten deutschen Bauern entspricht. Wer seinen Hof liebt und Teil seiner Erde ist, dem ist der Walnußbaum, unter dessen breiten Aesten sich das Dach des Hauses birgt, für keine Sumnze feil. Erst der Obstgarten, dessen Bäume wie Wächter um den Hof stehen, macht das Haus zur wahren Heimat. Fielen sie, stände der Hof in beschämender Blöße da. Würde man Knick um Knick niederhauen, Schleswig-Holstein wäre nicht mehr Schleswig-Holstein. Wer möchte Flandern lieben ohne Pappeln? Ohne seine geheimnisvollen Buchsbaumgestalten wäre das Artland entzaubert. Die Hartbuchen und die Rotdornhecken halten den Garten am Hofe fest und machen ihn zu einem Teile des Hauses; Maschendraht kann keinen bergenden Kreis um Hof und Garten schließen, sondern entläßt den Garten aus der Sicherung des schirmenden Daches. Würden die Bauern am Niederrhein, deren Höfe vielfach noch mit wehrhaften Dornenhecken und Wassergräben umzogen sind, die wirtschaftlich unnützen Wälle niederreißen und die Gräben zuschütten, das Land verlöre unschätzbaren höchsten Kulturwert. Tannen im Allemannischen und Lärchen im Bayerischen, jede Landschaft hat ihre Bäume und Hecken, die nicht aus Pfennigsund Festmetergedanken gesetzt worden sind, sondern zur Schönheit und Freude des Lebens, zur Zierde des Hauses und der Landschaft. Man kann diese Werte des Gemütes nicht mit den wirtschaftlichen Maßstäben messen. Das genannte Gesetz sucht diese Werte zu wahren. Seine Aufgabe ist es, vor ihrer Zerstörung zu warnen. Alle aber, die sie begreifen, müssen dafür sorgen, daß solche Begriffe sich ausbreiten. Hätte man jene Bauern, von denen am Anfang gesprochen wurde, nach den Gründen ihres Widerstandes gegen den Baumfrevel gefragt, sie wären wohl die Antwort schuldig geblieben. Aber wenn sie es auch nicht sagen können, sie fühlen es doch, daß hier ihrem Seelenleben Schaden getan wurde. Lehrt die Jugend solchen Sinn, damit sie, wenn sie einst das Erbe angetreten hat, weiß, was sie vom Bilde ihrer Umgebung zu wahren hat! Wir werden mit ihnen lachen, wenn sie in dreißig ober fünfzig Jahren — so wir das erleben — ein verstaubtes Gesetz hervorholen und witzeln: „Schaut her! Reichsnaturschutzgesetz vom 26. Ium 1935! So etwas war damals noch nötig!" Sie sollen nicht nur das, was wir heute bewahren, weiter hüten. Sie sollen gar ein schöneres Erbe antreten. Wir wollen überall, wo lebende Hecken in der letzten Zeit durch Drahtzäune ersetzt sind, wieder lebende Hecken pflanzen! Wir wollen auf dem Hofe einen Baum pflanzen, einen großen Walnußbaum, der unsere Enkel erinnern soll an uns, die wir eine große Zeit miterleben durften! Auf jedem Hofe ist Platz für einen solchen Baum. Wir wollen in allem, was wir tun, wenn wir an unserem Hause bauen, so handeln, daß uns und anderen sein Bild lieblicher und freundlicher wird! Je schöner und heimischer der Hof ist, um so schöner und heimischer ist auch Deutschland, um so mehr werden die Kinder ihr Haus und ihr Land lieben, um so fruchtbarer wird unser Walten fein. H. I. L. Oberheffen. 80 Jahre alt, aber erst 19 mal Geburtstag gefeiert. SPD. Schlitz, 27. Febr. Am Samstag, 29. Fe- bruar, vollendet einer der ältesten Bürger von Schlitz, Alexander K e r n b a ch, fein 8 0. L e - b e n s j a h r. Seinen „Geburtstag" kann er aber in feinem langen Leben erst zum 19. Mal feiern, weil er eben an einem Schalttag das Licht der Welt erblickt hat. Da alle hundert Jahre ein Schalttag ausfällt, konnte er im Jahre 1900 feinen Geburtstag auch nicht feiern, fo daß er acht Jahre bis zum nächsten warten mußte. Der Jubilar ist sehr rüstig und versieht noch manche Arbeit in der Landwirtschaft. Gin Jude wegen Raffenschande verurteilt. LPD. L i ch, 27. Februar. Am 7. November vorigen Jahres wurde der 40 Jahre alte ledige Jude Hermann Sommer aus L i ch verhaftet, weil er seit längerer Zeit mit einer 25 Jahre alten Wetzlarerin ein Verhältnis unterhielt das gegen das Gesetz zum Schutze deuts ch e n B l u - t e s verstieß. Sommer gestand sein Verbrechen em und hatte sich jetzt vor der Großen Strafkammer in Limburg zu verantworten. Er blieb im wesentlichen bei feinem Geständnis, wenn er auch die ganze Angelegenheit auf die typisch indische 2m zu beschönigen suchte. Der Anklagevertreter forderte die ganze Schärfe des neuen Gesetzes, mit ihm für die Zukunft Geltung und Achtung verschafft werde. Er beantragte ein Jahr und sechs Monate Gefängnis. Das Gericht verurteilte den Juden Sommer unter Anrechnung der Untersuchungshaft zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr. In der Urteilsbegründung wurde heroor- gehoben, daß dieses Urteil in Anbetracht der schweren Verletzung der deutschen Ehre durch den Juden Sommer sehr milde fei. Das.bricht habe Sommer aber zugute gehalten, daß er Frontkämpfer und Inhaber des Eisernen Kreuzes 2. Klasse, der Hessischen Tapferkeitsmedaille und des Front- kämpfer-Ehrenkreuzes sei. 3uben verschieben Hreibankfleisch. LAD Büdingen, 27. F-br. Durch den Orts- dienkr dek Kreisgemeinde L in dH e im kannten oor Abgang des Zuges zwei Juden aus Dudeis ÄM” M. Lin wollten. Die Vardermertel der’ 1 Leinwandsäcken verpackt, mafjrenb bie übrigen xeue noch in den vollständig verschmutzten Fellen steck und zusammen mit den Kopsen, Beinenund.bin geweiden in einem großen Kor kveterinär- Es handelte sich um Fleisch, vom KreiSveteriE arzt der Freibank zugermefenw feftqeftellt Frankfurter Käufern, die leider nicht s gefte^ werden konnten, sollte das Fletsch tiges Kalbfleisch „angedreht werden. Landkreis Gießen kicher an dem ehemaligen Zelleng f 9 ga^ren rSÄ” » Ä- i» s! Krahne, vielsach nach amerikamlchem Mchle, genommen wurde. Er sprach fe™tubata L. treuung der Gefangenen auf sthuliichem un giöfem Gebiet und verbreitete sich ausführlich über die Bedeutung und Notwendigkeit der in den letzten Jahren eingeführten Sicherheitsverwahrung und den Wandel in Strafvollzug nach der Machtergreifung durch die NSDAP. Die interessanten Ausführungen wurden durch viele Lichtbilder bereichert. * Großen-Linden, 27. Febr. Der Geflügel-Zuchtverein „V o l k s w o h l" hielt dieser Tage seine Generalversammlung bei Gastwirt L, Faber ab. Der Vereinsführer Joh. Dietz erstattete den Geschäftsbericht für das vergangene Jahr. Außerdem gelangte der Kassenbericht zum Vortrag. Der Vorstand wurde in der Besetzung wie seither beibehalten. Er setzt sich wie folgt zusammen: 1. Vereinsführer Joh. Dietz, stellvertr. Vereinsführer Ludwig H a n k e l, Rechner Karl H e ß IV., Schriftführer Albert Junker, Zuchtwerbewart Alfred Jung. Im Verlaufe der Versammlung wurde die Abhaltung eines Preisschießens beschlossen. Der Dereinsführer beschloß den Abend in der üblichen Weise. < Leihgestern, 26. Febr. An seinem 9 2. Geburtstage, den er am heutigen Mittwoch hätte begehen können, wurde der Landwirt Johannes Faber zur letzten Ruhe bestattet. Ein großer stattlicher Mann war er der älteste Einwohner unserer Gemeinde. Seine Ehefrau ist ihm schon vor langen Jahren im Tode vorangegangen. lieber vier Jahrzehnte gehörte der Entschlafene dem hiesigen Kirchenvorstand an. In seinem langen Leben konnte er sich stets einer guten Ge undheit erfreuen, im vorigen Jahr hat er noch bei allen Feldarbeiten mitgeholfen ♦ ® a r b e n t e i d), 28. Febr. Dieser Tage konnte Frau Saroline Häuser geb Siffet in geistiger und körperlicher $tW ifjren 8». Geburtstag feiern Der Ehemann Balthasar Hauser, der im 82 Lebensjahr steht, erfreut sich ebenfalls noch beiter Gesundheit. Das hochbetagte Paar gehört seit 50 Jahren zum treuen Leserkreis des Gießener ^wa^G roßen-Buseck, 27. Febr. Am kommenden Sonntag feiert Frau Luise Maier geb. Jnderthal, ihren 81. Geburtstag. Im Oktober vorigen Jahres konnte die hochbetagte Frau mit ihrem Gatten, Heinrich Maier, das Fest der diamantenen Hochzeit begehen. — Gestern feierten der Land- und Gastwirt Heinrich Siegfried und seine Ehefrau Elisabethe das Fest der sil- bernenHochzeit. — Unser Mitbürger, Rottenführer Wilh. Schwalb, wohnhaft Adolf-Hitler- Straße, konnte dieser Tage auf eine 25jährige Tätigkeit bei d e r Reichsbahn zuruck- # Mainzlar, 27. Febr. Die Gemeinde laßt in den kommenden Tagen einige Notst an d s - arbeiten beginnen. Es handelt sich um die Instandsetzung der Waldrandwege und die Reinigung der Wassergräben. Zehn Mann werden in etwa 260 Tagewerken beschäftigt. m Beuern, 27. Febr. Dieser Tage bewegte sich ein überaus stattlicher Trauerzug durch unser Dorf zum Friedhof. Der Kämpfer vor Verdun, Pionier Wilhelm Otto (25. Pionier-Bataillon, 286. Feldkompanie), der im März 1916 durch einen Granatsplitter ein Bein verlor, wurde zur letzten Ruhe getragen. Nach kurzer Krankheit war er aus dem Leben abgerufen worden Der Ortspfarrer widmete ihm einen herzlichen Nachruf. Der Kriegerverein ließ seinem Kameraden letzte Ehren zuteil werden. Militar-Musik und Ehrensalve klangen über sein Grab. Der Kameradschaftsführer des Kriegeroereins sprach von dem Los der Kriegsbeschädigten und ihren großem Opfer für das Vaterland. Dann gedachte der Obmann der NSKOV. bec laeojääriflMi Mitarbeit des Verstorbenen im Vorstand. Er erinnerte daran, daß es der tote Kamerad noch habe erleben dürfen, daß sein Blutopser aus dem Weltkrieg nicht vergebens gewesen sei. Der Gesangverein, dessen Ehrenmitglied Wilhelm Otto war, ehrte den Dahingeschiedenen mit zwei Liedern. Der Vereinsführer des Gesangvereins würdigte die Verdienste des verstorbenen Kameraden um das deutsche Lied. In vielen Kranz- penden kam die Wertschätzung, die der Verstorbene aenoß, zum Ausdruck. Den Hinterbliebenen wird herzliche Teilnahme entgegengebracht. £ Birklar, 28. Febr. Unser Mitbürger Gilbert Koch und Ehefrau Dorothea, geb. Heß, feiern heute in körperlicher und geistiger Frische das Fest der goldenen Hochzeit. Herr Koch war lange Jahre in unserer Gemeinde als Feldschütz tätig. Artisten und »Artisten". Berufseinigung im Gau f)effen-7laffan. LPD. Frankfurt a. M., 27. Febr. Ende Februar beginnt im Gau Hessen-Nassau die Berufsbereinigungin der Arti st euch a f t. Auch im Gau Hessen-Nassau sind eine recht ;roße Anzahl angeblicher Artisten, die in Wirklichkeit einer Prüfung auf Herz und Nieren nicht tandhalten. Nach der jetzt vor der Durchführung tehenden Berufsreinigung kann man sicher fein, )aß in Wirklichkeit nur etwa 20 v. H. aller angeblichen Artisten diese Berufsbezeichnung führen dürfen. Artist darf sich künftig nur jemand bezeichnen, der in den letzten zwei Jahren mindestens drei Verträge von je 14 Tagen an einem richtigen Kabarett oder Variete gehabt hat. Daß die bekannten Altveteranen unter den Artisten nach wie vor den Schutz der Fachschaft genießen, ist selbstverständlich. Don jetzt an darf feine Person mehr mit künstlerischen Darbietungen öffentlich auftreten, die nicht die Genehmigung der Reichsfachschaft Artistik hat oder Mitglied der Reichstheaterkammer oder Reichsmusikkammer ist. Für artistische Darbietungen ist der rosa Berufsausweis erforderlich. Nicht darunter fallen die typischen ehrenamtlichen Karnevalisten des ausgesprochenen lokalen Volkshumors, aber auch da erobert sich der berufsmäßige Vortragskünstler durch Anpassung seines Programms im Einvernehmen mit dem humoristischen Schriftsteller immer mehr den Boden. Ausnahmen werden nur in ganz besonderen Fällen nach genauer Prüfung der Bedürfnissrage von der Reichssachschaft Artistik zugelassen. Für jeden einzelnen Fall muß ein Tagesschein von der Gaufachschaftsleitung eingeholt werden, der die Auftrittsbewilligung nur für den darauf genau ver« merkten Tag bedeutet. Oer Darmstädter Haushaltsplans 936 verabschiedet. LPD. Darmstadt, 27. Febr. In der heutigen Sitzung der Ratsherren legte Oberbürgermeister Wambold den städtischen Voranschlag für 19 3 6 vor, der mit 21 Millionen Mk. balanciert und mit einem Fehlbetrag von rund 550 000 Mark abschließt. Aus der Haushaltsrede des Oberbürgermeisters ging hervor, daß es durch strenge Sparsamkeit gelingen wird, den für das laufende Rechnungsjahr vorgesehenen Fehlbetrag von 1,3 Mill. Mk. voraussichtlich auf die Hälfte zu verringern. Der Oberbürgermeister betonte, daß sich die Stadt auf dem Wege einer baldigen finanziellen Gesundung befinde. Er gedachte in seinem Rückblick auch der erfreulichen Uebereignung des staatlichen Geländes am Woog in das Eigentum der Stadt und begrüßte die Wiederbesetzung des Oberlandesgerichtspräsidiums. Weiter teilte er mit, daß auf der Ausstellungshalle der Mathildenhöhe eine städtische Gemäldegalerie geschaffen werden solle. Aus dem Voranschlag ist erwähnenswert, daß für den Ausbau des Städtischen Krankenhauses ein Betrag von 900 000 RM. bereitgestellt wurde und außerdem ein neuzeitlicher Ausbau des Großen Woogs mit seinen Schwimmanlagen geplant ist. Das Scharfschießen bei Erda. Der Landrat in Wetzlar teilt uns mit: Vom 5. März bis 7. März und vom 9. März bis 14. März, und zwar am 5. und 9. März von 8 bis 17 Uhr, an den übrigen Tagen von 7 bis 17 Uhr, finden auf der Schußbahn bei Erda Schießübungen mit scharfer Munition statt. Gefährdet ist das Gelände südlich der Straße Erda—Frankenbach, westlich der Straße Krumbach—Fellingshausen, nördlich der Straße Fellingshausen—Bieber—Königsberg—Hohensolms und ostwärts der Straße Hohensolms—Erda. Das gefährdete Gelände wird durch Posten abgesperrt und muß eine Stunde vor Beginn bis eine Stunde nach Beendigung des Schießens von jedem Verkehr freibleiben. Die Bevölkerung wird darauf hingewiesen, daß sie den Weisungen der Absperrposten, die die Rechte und Pflichten eines Wachtpostens haben, unbedingt Folge zu leisten hat. Die Straße Fellingshausen—Frankenbach wird an den genannten Tagen während den obengenannten Stunden für jeden Verkehr gesperrt. Die Umleitung erfolgt über Krumbach. 9JL-tfpoit Deutsche Fußball-Dilanz. 125 Länderspiele, 57 Siege, 300:254 Tore. Mit dem ersten Länderkampf gegen Portugal wurde die Zahl der bisher mit dem Deutschen Fuh- ball-Bund in Länderspielbeziehungen stehenden Nationen auf 25 erhöht. Insgesamt hat der DFB. bisher 125 Länderspiele ausgetragen. Die Gegner Deutschlands waren: Schweiz (19 Spiele), Holland (14), Schweden (12), Ungarn (11), Oesterreich (10), Norwegen (8), Dänemark (7), Belgien (6), England (6 Spiele, Amateure 4, Berufsspieler 2), Finnland (6), Italien (5), Frankreich (3), Polen (3), Luxemburg (2), Tscheche! (2), Spanien (2), Bulgarien, Estland, Irland, Lettland, Rumänien, Rußland, Schottland, Uruguay und Portugal (je ein Spiel). Von diesen 125 ausgetragenen Spielen wurden 57 gewonnen, 46 gingen verloren, und 22mal endeten die Länderkämpfe unentschieden. Das Gesamt- torverhältnis aller 125 Spiele beträgt 300:254 Tore zugunsten Deutschlands. Or. Baumens' 50. Länderspiel. Der bekannte Kölner Dr. Pecco Bauwens wird am 8. März im Pariser Olympischen Stadion den Fußball-Länderkampf Frankreich gegen Belgien leiten. Der Kölner steht damit juim 50. Male einem Fußball-Länderspiel vor. Dr. Bauwens hat in fast allen europäischen Ländern als Schiedsrichter gewirkt und sich überall durch feine betont überparteiliche Einstellung, feine große Erfahrung, Regel- und Sachkenntnis und nicht zuletzt durch fein vornehmes und verbindliches Auftreten Achtung von Offiziellen, Spielern und Zuschauern erworben. Dem erfolgreichsten deutschen Schiedsrichter gilt zu seinem „Jubiläumsspiel" der Dank und der Glückwunsch des gesamten deutschen Fußballsportes. Deutscher FußbaWeg auch in Lissabon. Portugal mit 3:1 (1:0) geschlagen. Don Barcelona kommend, trug die deutsche Fußball-Nationalelf am Donnerstag ihren ersten Fuß- ball-Länderkampf mit Portugal in Lissabon aus. 30 000 Zuschauer, unter ihnen auch der Präsident der portugiesischen Republik, de Fragoso Carmona, der erstmals einem Fußball-Länderspiel beiwohnte, und die in einem besonderen Block untergebrachte fast vollzählig erschienene deutsche Kolonie, wohnten dem Treffen bei. Die aus allen Teilen des Landes gekommenen Portugiesen verfolgten die Ereignisse auf dem Rasen mit echt südländischem Temperament, so daß unsere Spieler vor einer sehr schweren Probe standen, die an den unvergeßlichen Kampf gegen Italien in Turin erinnerte. Das Stadion glich zeitweise einem Hexenkessel; die deutsche Elf verlor aber die Nerven nie und hielt nach einem Vorsprung von 3:0 das inzwischen von den Portugiesen auf 3:1 verbesserte Ergebnis. Es aing in diesem hart und spannend durchgeführten xreffen nicht ohne Verletzte ab. In der deutschen Mannschaft wurde der Torhüter Buch! oh (Speldorf) so verletzt, daß er vom Platze getragen werden mußte. Für ihn sprang der Regensburger Jakob, der in Barcelona gegen die Spanier das deutsche Tor hütete, ein, obwohl er noch durch eine Handverletzung behindert war. Bei den Portugiesen schied der Linksaußen Nunez verletzt aus; für ihn kam Valladas als Ersatzmann. Außerdem wechselten die Portugiesen ihren Tormann Reyes gegen dessen Namensvetter dos Reyes aus. Als Schiedsrichter hatte es der Spanier Escartin nicht leicht; die Zuschauer ließen oft ihren Unmut an ihm aus, wenn er, nach ihrer Ansicht, zu Unrecht portugiesische Verstöße unterband. Trotzdem muß man dem Spanier bescheinigen, daß er sich seiner Aufgabe mit Geschick und (Serechtigkeit entledigte. Die beiden Mannschaften. Deutschland: Buchloh (Speldorf); später Jakob (Regensburg); Münzenberg (Aachen), Tiefei (Frankfurt); Janes (Düsseldorf), Goldbrunner (München), Kitzinger (Schweinfurt); Lehner (Augsburg), Hohmann (Benrath), Siffling (Mannheim), Szepan (Schalke), Simetsreiter (München). Portugal: Reyes (später dos Reyes); Simses, Gustavo; Albino, Aranjo, Pereira; Monrao, Silva, Soeiro, Pinga, Nunez (später Valladas). Der Spielverlauf. Nachdem die Spielführer Szepan und Gustavo Geschenke ausgetauscht hatten und die Nationalhymnen der beiden Länder verklungen waren, begann der Kampf. Er war von Anfang an recht spannend und schnell; die Portugiesen hatten An- toß. Die deutsche Elf hatte sich manch gefährlicher Angriffe zu erwehren, wobei ihr oft das Glück zur Seite stand. In der 22. Minute fiel durch Hohmann nach vorbildlicher Zusammenarbeit des ganzen Sturms der erste Treffer. Trotz zahlreicher Chancen der Gegner ging es mit der deutschen l:O-Führung in die Pause. Nach der Pause kommen die Portugiesen mit Valladas für den verletzten Nunez am linken Flügel. Schon in der zweiten Minute stand es durch einen schönen Kopfstoß Kitzingers nach einem von Simetsreiter getretenen Eckball 2:0 und nicht lange danach durch einen schönen Schuß Lehners 3:0. Nun wechselten die Portugiesen ihren Torhüter aus und bei der deutschen Elf wird Buchloh verletzt und heraus- getragen. Jakob, noch von Barcelona verletzt, tritt für ihn ein, muß aber in der 16. Minute beim einzigen Mißverständnis der Verteidigung das Ehrentor der Portugiesen, das der Halbrechte Silva aus 6 Meter Entfernung schoß, passieren lassen. Die Portugiesen wachsen nun dank der feurigen Anteilnahme der Zuschauer über sich selbst hinaus; Deutschland behielt aber dank der Ruhe von Münzenberg und Szepan die Nerven und konnte zum Schluß das Spielfeld noch beherrschen. Mit einem verdienten und klaren Sieg der deutschen Elf wurde das 125. Länderspiel des DFB. beendet. Deutsche Elf — glanzende Leistung. Die deutsche Elf bot eine glänzende Leistung. Jeder der elf Spieler setzte sich von der Anfangs- bis zur Schlußminute hervorragend mit ganzer Kraft ein. Es wurde in diesem Hexenkessel von unseren Spielern viel verlangt. Zeitweise waren nur drei Stürmer im Angriff, während Szepan und Siffling verteidigen halfen. Buchloh machte bis zu seinem Ausscheiden eine großartige Figur, Jakob ersetzte ihn bann mit verbundener Hand sehr gut. Hervorragend war die Abwehr. Münzenberg zeigte glänzendes Stellungsspiel, prächtiges Kopfspiel und guten Abschlag und der Frankfurter Tiefei stand ihm kaum etwas nach. Goldbrunner nahm sich auftragsgemäß des portugiesischen Jnnensturms an und hielt diesen meist im Schach. Eine ausgezeichnete Vorstellung gab der Schweinfurter Kitzinger, der lediglich im Nahkampf manchmal schlecht abschnitt. Janes hatte keinen besonders guten Tag. Der Angriff war nicht so gut wie in Barcelona. Besonders die beiden Außenstürmer schienen nicht in bester Verfassung. Führer und Dirigent des Angriffs war Szepan, der vor allen Dingen mit brillantem Kopfspiel auffiel. Hohmann war überaus schnell und brachte durch seine blitzschnellen Starts immer und immer wieder Unruhe und Aufregung in die portugiesische Hinter- mannfchaft. Sifflings Abspiel war nicht immer einwandfrei. Im Gesamteindruck hat die deutsche Elf ausgezeichnet gespielt. Portugiesen — sehr eifrig. Die P o r t u g i e f e n hatten alle Vorteile, eigenes Land, eigene Zuschauer, für sich. Die Elf gab sich 85 Kilometer aus Skiern.-Der 13.Wasa-Laus *5 schweren Aufgabe. Die Läuferreihe arbeitete gut mußte sich aber oft auf die Abwehr beschränken und so auf die Unterstützung des Angriffs verzichten. Mittelstürmer Soeiro war der beste Mann der Elf. Die Stürmer waren sehr schnell, spielten rasch ab, zeigten aber — nicht zuletzt durch die eiserne und sichere deutsche Abwehr — nur schwache Schußleistungen. von ihren Landsleuten geradezu wild angefeuert vollkommen aus. Technische Schwächen gab es im Vergleich mit der deutschen Elf viel zu sehen; sie wurden aber durch Übergroßen Einsatz wieder ausgeglichen. Verbissen und zäh rangen die Spieler um jeden Zoll Boden. Ihr Tormann konnte keinen der drei Bälle halten, seine Auswechslung geschah zu Unrecht. Die Verteidigung stand vor einer sehr Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Freitag, den 28. Februar. Gießen. Kapelle des Allen Friedhofs. 20 Uhr: Passionsgottesdienst. — Petruskapelle (Wetzlarer Weg). 20: Passionsgottesdienst; Pfr. Trapp. Zu den volkstümlichsten Wintersportveranstaltun- gcn Schwedens gehört unstreitig der Wasa-Lauf, der am kommenden Sonntag zum 13. Male zur Entscheidung ansteht. Noch stets war die Anteilnahme der Bevölkerung an diesem schweren und langen Rennen außerordentlich stark. In vielen Sonderzügen wurden Tausende und aber Tausende von Zuschauern an die markantesten Punkte der Strecke herangeführt, um die besten Dauerläufer des Landes im Kampf zu sehen. Vom Start in Sälen an der norwegischen Grenze bis zu dem weit entfernten historischen Mora spielen sich stets die gigantischsten Kämpfe ab über eine Strecke, deren Ausmaß nicht alltäglich ist. Der ursprünglich 93 Kilometer lange Weg wurde in diesem Jahre auf 85 Kilometer verkürzt, um-Lllzu entlegenes Gelände auszuschalten und den Zuschauern noch mehr als bisher bieten zu können. Don dem schwedischen König Gustaf Wasa L, der von 1521 bis 1560 regierte, hat der Wettbewerb seinen Namen. Er war der Befreier Schwedens von der Dänenherrschaft und die große Volkstümlichkeit des Wettbewerbs ist daher auf mehr denn auf rein sportliches Interesse zurückzuführen. Im Jahre 1520 war ein großer Teil Schwedens von den Dänen besetzt. In den vielen Kämpfen gegen die Fremdherrschaft war Schwedens Reichsverweser Sten Sture gefallen, doch der schwedische Edelmann Gustaf Eriksson Wasa, aus dänischer Gefangenschaft geflüchtet, versuchte, die geschlagenen schwedischen Scharen zu sammeln. Er hatte jedoch damit kein Glück. Nachdem er ein letztes Mal in der Stadt Mora vergeblich seine Landsleute dazu bewogen hatte, zu den Waffen zu greifen und den Feind zu vertreiben, mußte er flüchten, denn die Dänen hatten einen aroßen Preis auf feinen Kopf ausgesetzt. Gustaf Wasa war ein tüchtiger Skiläufer. Er eilte auf Schneeschuhen gen Norwegen. Die Besatzung in Mora bereute indes ihre Wasa gegebene Absage, eiligst wurden dem Flüchtenden die schnellsten Läufer Nordschwedens nachgesandt und in Sälen trafen die Kuriere mit Gustaf Wasa zusammen. Er trat sofort den Rückweg an, sammelte bei Mora die Reste des Heeres und vertrieb die Dänen aus dem Lande. 1521 wurde Gustaf Wasa zum Reichsoorsteher gewählt und 1523 zum König gekrönt. Jetzt laufen auf der gleichen Strecke, nach mehr als 400 Jahren, die besten Dauerläufer um die Wette. Auch diesmal ist die Beteiligung wieder sehr gut. Zu den aussichtsreichsten Läufern gehören Axel W i k st r ö m , der im olympischen 50-Kilometer- effen vertreten bei diesem Riesensprunglauf neben den „Kombinierten" Willy Bogner, Hechenberger, Gumpold und Bogner noch die Spezialspringer Alois Kratzer, Günther Meergans, Paul Kraus und Kurt Körner. Olympiasieger Larffon in der Heimat. Dem olympischen Langlauf-Sieger Erik Lars- s o n wurde in seiner Heimatstadt Kiruna ein schöner Empfang zuteil. Behörden und die Bevölkerung überboten sich darin, den Willkomm des Olympiasiegers so herzlich wie möglich zu gestalten. Man ist besonders stolz daraus, daß Larsson der erste nördlich des Polarkreises lebende Skisportler ist, der eine olympische Goldmedaille errungen hat. Kiruna liegt 200 Kilometer nördlich vom Polarkreis. Schanzenrekord in Schreiberhan. Hans Warr sprang 60 Meter. Beim Training zu den „Wintersportkämpfen der (Niederungen der NSDAP." auf der Himmelsgrundschanze in Oberschreiberhau gelang es dem Thüringer Hans Marr- Oberhof, mit 60 Meter einen neuen Schanzenrekord aufzustellen und damit den bisherigen Rekord des Norwegers Torftein Gundersen um IV2 Meter zu übertreffen. Einen Sprungwettbewerb gewann Marr mit Weiten von 44 und 51 Meter und Note 221 vor G. Kohl (HI. Schreiberhan) mit Note 210,8, Rudolf H e i n d 0 r f (SA.Niedersachsen) mit Note 207,6 und Erich Recknagel (SA. Thüringen) mit 206,4. Dreimal gegen Kanada imSportpalast Die kanadischen Eishockeyspieler haben Prag wieder verlassen und sind nach Deutschland zurückgekehrt. Nicht weniger als fünfmal werden die Kanadier bei uns spielen, und zwar: am 27. Februar in Hamburg, am 29. Februar, 1. und 2. März im Berliner Sportpalast und am 3. März in Düsseldorf. In diesen Kämpfen stellt Deutschland eine Mannschaft, die vorwiegend aus Berliner Spielern bestehen wird. Im Tor steht Kaufmann, in der Verteidigung Iänecke und Tobien, im 1. Sturm Trautmann, R. Ball und George, und für den zweiten Sturm sind Wiedemann, Adler und zwei Bayern in Aussicht genommen. Bei allen diesen Veranstaltungen wird auch ein qut;s Kunstlaufpro- gramm gezeigt werden. In Berlin soll Sonja H e n i e wieder einmal ihre Kunst zeigen. Am 29. Februar und 1. März spielen die Ungarn in Düsseldorf gegen Brandenburg-Berlin, und eine verstärkte Mannschaft des Berliner Eislaufklubs stellt sich am 29. Februar und 1. März in Kattowitz einer Vertretung von Polnifch-Oberfchle- fien zum Kampfe. Der Ruderkampf Oxford-Cambridge. Seit Monaten sind die Vorbereitungen für den am 4. April zum Austrag kommenden Ruderwettkampf zwischen den Achtermannschaften von Oxford und Cambridge in vollem Gange. Soweit es die Witterung zuließ, haben die Boote der beiden Universitäten täglich mehr oder weniger ausgedehnte Trainingsfahrten gemacht, in denen die Be- setzung der einzelnen Posten genau ausprobiert Lauf die Silbermedaille gewann, ferner der Lappe Lars Th. I 0 n s s 0 n , Volger Andersson, Alfred Cif, Hilding Olfs 0 n sowie Arthur H ä g g - blad und Hjalmar B l 0 m ft e ö t, die im Vorjahre im toten Rennen gemeinsam das Ziel passierten. Es war dies übrigens nicht das erste Unentschieden in diesem großen Dauerlauf. Schon 1928 teilten sich Hedlund und U 11 e r ft r ö m in den Sieg und als das Los zu Gunsten von Hedlund entschieden hatte, teilten beide die Siegermedaillen. Sie liehen die Plaketten halbieren und so zu- fammenfügen, daß jeder eine halb goldene und halb silberne behielt. Beide holten übrigens mit 5:33:23 die weitaus beste Zeit heraus, die jemals in diesem Wettbewerb gelaufen wurde. Skisport-Tage von Holmenkollen. 234 Bewerber beim Langlauf. Wenn am Samstag um 10 Uhr der 17-Kilometer- Langlauf auf Holmenkollen beginnt, wird auch die kleine deutsche Streitmacht in den Kampf eingreifen. Finnland, Kanada, Japan, Amerika sind weitere Vertreter des Auslandes in einem Riesenfelde von 234 Läufern, von denen der Letzte erst kurz vor 12 Uhr ins Rennen geht. Don den Deutschen hat Andreas Hechenberger die ungünstige Startnummer 2. Willy Bogner startet unter Nr. 78, I. Speckbacher als 117., Anton Zeller unter Nr. 158 und Josef Gumpold wird die Reise als 175. antreten. Der große Favorit des kombinierten Laufes, der Olympiasieger Oddbjörn Hagen, wird versuchen, seinen dritten Holmenkol - Sieg in ununterbrochener Folge zu erringen. Er hat Startnummer 56. Weitere gute „Kombinierte" sind Oesterklöft (Nr. 11), Sigurd Nöen (Nr. 69), Olaf Hoffsbakken (Nr. 75). 560 Sprünge in zwei Gängen. Gin Rekord von 284 Bewerbern steht zum Holmenkol-Tag am Sontag bereit. Es wird wieder ein Volksfest werden, wenn die große Schar der besten norwegischen Springer, dazu einige Ausländer, auf der berühmten Schanze ihr springerisches Können zeigen werden. Es werden also mehr als 500 Sprünge nötig fein, ehe die Prüfung beendet ist. Wer die Palme erringt, ist noch keineswegs abzusehen, denn schon oft hat gerade der Sprunglauf von Holmenkollen Sieger hervorgebracht, die selbst eingeweihtesten Kreisen völlig unbekannt waren. Die Bekanntesten der gemeldeten Springer sind Birger und Sigmund Ruud, Alf und Reidar Andersen, Arnold Kongsgaard, Arne B. Christiansen, Hans Beck, Kaare Wahlberg, Hilmar Myhra, Torstein Gundersen. Deutschlands Jnter- rourbe. Immer wieder sind einzelne Posten umbe« setzt worden, aber jetzt scheint man doch an beiden Hochschulen zu einer endgültigen Besetzung der Boote gekommen zu sein. Interessant ist, daß die Universität Oxford einen Amerikaner in die Mannschaft eingereiht hat. Die „Dunkelblauen", die zum letzten Male im Jahre 1923 den großen Wettkampf auf der Themse von Putney nach Mortlake gewonnen haben, hoffen, diesmal den unoergleich, lichen Siegeszug von Cambridge unterbrechen zu können. In der Besatzung von „Hellblau" sind in den sieben Trainingswochen keine wesentlichen Aenderungen vorgenommen worden. Zugendgeräie-Wettkampf in Kinzenbach. Krofdorf — Launsbach — Kinzenbach. Im Rahmen der durch das Fachamt Turnen des RfL. angesetzten Rundenkämpfe treffen sich kommenden Sonntag in Kinzenbach erstmalig die Mannschaften der Turnvereine Krofdorf — Launsbach — Kinzenbach zum fälligen Kampf. Es handelt sich um das erste Treffen dieser Art. Wer den Sieger stellt, ist im voraus nicht zu sagen. Kurze Sportnotizen. Finnland und Japan haben dem Internationalen Olympischen Komitee gemeinsam den Vorschlag gemacht, die nächsten Olympischen Winter- spiele in Norwegen zur Durchführung zu bringen. In Finnland oder Japan würde eine Abhaltung der V. Olympischen Winterspiele 1940 mit zu großen Schwierigkeiten verbunden sein. Ein Studenten-Länderkampf im Skiläufen zwischen Deutschland und Polen wird in der Zeit vom 29. Februar bis 3. März in Zakopane ab- gehalten. Bei den in Neuyork entschiedenen Hallen- Leichtathletik-Meisterschaften von USA. für Frauen holte sich das 17jährige Farmermädel Helen Stephens drei Titel, und zwar im 50-Meter-Lauf, Kugelstoßen und Weitsprung aus dem Stand. Bei einem Schwimmfest in Chikago stellte Walter ©pence über 100 Meter Brust einen neuen Weltrekord mit 1:10,2 Min. auf. A u f der Radrennbahn im Frankfurter Sportfeld sollen 1936 fünf Veranstaltungen mit Dauerfahrern stattfinden. Die Termine sind 13. April, 1. Juni, 5. Juli, 23. August und 15. September. Reidar Andersen sprang auf der Vikesund- Schanze, in der Nähe von Drammen, 94 Meter and erreichte damit die größte Weite, die bisher in Norwegen erzielt wurde. Auf einer 50-Kilometer-Strecke bei Wildhaus wurde bet Schweizer Ski-Marathon-Lauf entschieden. Sieger blieb Viktor B 0 r g h i in 2:56:13 Std. vor E. Müller und P. Küenzi. Die Schweizer Staffelmeisterschaft, die ebenfalls bei Wildhaus ausgetragen wurde, fiel an den SC. Unterwasser. Else Steuerwald Christian Mengel geben ihre Verlobung bekannt Gießen Wollmar/Gießen Kllnikstraße 1 Gelfersweg 49 28. Februar 1936 ______________0897 Vetter- ünaliläs-Möbel und Preise sind Leistungsbeweise. 8416D Ausstellung und Verkauf nur Wiesenslrabeö. Verkaufsstelle Gießen: Marktplatz 22 1230 D OD 00 00^— DO 00 Für die GMMWIlg Torfmull. Düngekalk sämtliche Sorten 1229D Düngemittel empfiehlt frei Verwendungsstelle H. Drechsler Steinstraße 73 Telefon 3581 Gvüne Aevlnge frische Sendung *> E beute eingetron. EWPfd.^MOPf. solange Vorrat reicht. Ätkoch Nachfolger Mausburg 15 i236A Teleph. 3612. ZUR KONFIRMATION IHRES SOHNES steht Ihnen bei uns ein reichhaltiges Lager flotter, tadellos gearbeiteter Anzüge zur \ erfügung. - Unsere Preislagen in reinem Kammgarn: RM. 30.- 34 - 38.- 42.- Bitte beachten Sie unser , Spezialfenster! 895 GIESSEN MARKTP1ATZ Ätilligc ürcise D 1 D bewährte (Qualitäten Seiden-Hemdchen, gestrickt oder Interlock, Gr. 42-46 . 1 — Dazu die passend. Schlüpfer 1.— Charmeuse-Unterkleider, maschenfeste Ware, alle Farben 2.60 2.30 1.95 1.75 Damen - Sportblusen, flotte Machart, alle Farben 4.20 2.95 2.60 Damen-Sportröcke. wollener Strickstoff, alle Farben,besonders billig, Größe 42..... 3.90 Damen-Seidenstrümpfe, feinmaschig und dehnbar - eine Spitzenleistung...........1.— Kinder - Strümpfe, Knieform oder lang, Flor oder Mako 80 60 45 30 <3 Herren-Socken in Mako oder reine Wolle 150 95 70 40 4 Herren - Sporthemden, gute Popelinstoffe.............2.95 Herren-Unterhosen, lang od. Knieform..... 1.60 1.40 -.95 Dirndlstoffe in allergrößter Auswahl Meter 86 82 70 66 4 Kleider Schotten in neuesten Mustern........90 86 82 Frankfurter Straße 17 JK. K ©rode Sie sind keine klugeHausfrau wenn Sie jetzt Ihre Wäsche noch selbst waschen. Der groß.Haushalt- sack der Wäscherei Edelweiß vollbeliebig vieler, weißer Wäsche kostet nur Mk. 3-als Feuchtwäsche. - Da freut sich die Mama . . . Geschäftsdrucksachen Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäftskarten bei BrUhl, Schulstr.7 TORPEDO nur RM. 186.— schon für 8.30 monatlich Alleinverkauf: Niederhausen Gießen 10ka Bahnhofstraße Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch-Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gesallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden _____________Abteilungen I und II 17. Ziehungstag 27. Februar 1936 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 5000 Di. 351441 6 Gewinne zu 3000 M. 14123 22820 313927 18 Gewinne zu 2000 M. 49535 59905 231056 243307 283383 303991 310926 334500 348280 72 Gewinne zu 1000 M. 8410 17757 20687 26405 28186 33762 40005 46561 63244 68392 91556 116398 128336 142120 145781 163450 171845 202335 212839 214984 221129 237701 239839 242635 250459 277381 291285 304953 312491 337126 349124 369979 384957 394433 398105 399684 72 Gewinne zu 500 M. 4131 6863 18273 22191 38610 42975 70924 93553 109313 112115 115591 118059 157229 165332 184090 193146 206694 224231 239831 243379 243562 249142 251351 254447 261389 282486 291740 292860 296054 301162 331931 337213 361901 381260 390155 399850 398 Gewinne zu 300 M. 2939 4361 5457 5747 7166 11769 12222 15598 18010 18809 24362 33213 33318 34506 35000 35978 36992 46018 46073 46512 48564 50805 53898 66232 56779 57044 57749 59294 64207 64715 6481 9 68904 70218 76929 77601 81482 85662 86000 86718 87745 88391 88820 92238 92894 94809 94996 97828 106577 108214 108826 109488 110105 110122 111721 112231 114289 115858 117985 122754 122842 125518 126510 127716 128684 129242 129570 132796 133086 133376 135103 135641 139609 141394 142774 146969 147869 147879 150573 153571 153748 154071 154135 158727 160752 163838 165366 165939 167336 167376 167415 169644 169870 180999 182845 183077 183813 183870 185464 193253 194925 199180 203314 204047 206190 207861 208968 211102 213292 215283 216906 216916 220827 221082 221297 221576 223814 224058 232787 234265 236425 236840 236899 237340 239392 240514 242973 244515 245470 246142 246173 247416 250014 255373 255395 257008 257082 257491 258220 261921 262216 270140 270704 271486 271613 274726 278535 278830 280227 282477 286250 287766 291015 293251 295931 296171 297457 300307 302421 303089 306233 306939 308956 309401 309585 310920 312092 317012 329621 332830 333378 333891 336363 344338 347332 348805 348822 351686 352129 353921 359645 361473 363629 365168 369093 371177 373922 375415 377011 377080 379253 379888 380625 399441 383861 399769 384803 392153 392502 394135 Besichtigen Sie mein Fenster! Schnellerer Giefsen, Schulstrabe 4 1231 A Strümpfe Die neuen Frühjahrsfarben sind ein getroffen! Spezialmarken wie: F.mefn“ Waschkunstseide mit A „LvlLkClU Glanz.........Paar 1,60 Waschkunstseide, Bemberg- A — Naturglanz..........Paar 1.93 Tnlr“ Waschkunstseide „ 1 Ulk Halbmatt...........Paar 1.85 Waschkunstseide2.Wahl m. kaum sichtb. Fehlern, Paar l.OU sind Hochleistungen in bezug auf Qualität und Preiswürdigkeit! 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 10000 M. 2 Gewinne zu 5000 M. 8 Gewinne zu 3000 M. 366255 223193 270470 20404 29971 168599 16 Gewinne zu 2000 M. 15835 195326 268279 302513 324857 182254 40 Gewinne zu 1000 M. 240 84087 84102 86641 60895 197909 290662 165994 209970 241446 289708 365271 18203 35352 51879 60053 83853 149410 184357 233894 265590 361359 6011 14378 28309 41174 58039 80176 8302 16136 ' 29889 45686 58812 82572 104301 125163 138835 148883 168162 188656 202806 233719 255666 267593 279245 302009 324056 342193 352515 364510 377026 397826 121470 126769 147933 154565 170879 193337 213045 248475 259995 270908 289072 318010 330618 349953 359449 369178 390319 13808 20043 36740 54256 74638 100492 124208 136024 148745 163160 173616 202051 225881 254770 267529 277097 301112 323989 337945 351429 359883 374936 394625 87570 326104 55682 148848 271790 76859 156660 204594 238533 285747 361860 12327 18425 35627 53112 66855 18046 31374 48459 59554 83104 105943 125995 143499 151545 169246 191441 208120 241068 259669 267718 281483 314704 328551 344814 355475 365041 377653 399070 168216 218925 245261 293467 374402 123741 180575 226973 269479 309833 382499 300 M. 1134 14007 24705 37906 55858 75015 123853 132458 148721 155662 171694 197460 215777 254122 261468 276676 289296 322428 331487 350545 359820 374319 391997 113889 126013 146117 153397 169403 192420 210390 241372 259966 269725 285603 315184 330067 348749 358065 366503 385409 130650 182929 232380 272021 324088 386210 298 Gewinne zu 9812 12155 *' 40 Gewinne zu 1000 M. 53172 77985 79680 80286 82757 94974 223874 224552 224928 244218 328183 360576 368196 397295 ^90 Gewinne zu 500 M. 1002 18671 28703 29942 ?07564 4?1274147^~ -4-965-8----9-713 . 63944 ----- Im Gewmnrade verblieben: 2 Gewinne zu ie 1000000, 2 zu je 50000, 2 zu je 30000, 6 zu je 20000, 52 zu je 10000, 106 zu je 5000, 176 zu je 3000, 414 zu je 2000, 1250 zu je 1000, 2166 zu je 500, 8036 zu je 300 Mk. A ■e S C L 8 =3 • • w« « Q n . n . 5 hä 5 - : -i t-j'ct R”52=1= c E :aoo: o 1 S «C I U 3 E a o Z ■- E» 2 <3 u c ’ <3) » £<$3 5 L? »53*2'1 :c 5 =. vr-" 3 - - o _ »« i '•*«> £ E E Ö Q. O 3 Q 5* O 5 <3 S. s o n? ’-3 ~ ** X P5 = *• “ff u C ä .. '«äs