Zreitag, 27. November 1956 Hr.278 Erstes Blatt 186. Jahrgang h.p; das In er- Zweck der Marktordnung III Bad-Nau! // Nr. 2145/4J klang von Körper, Geist und Seele. Auch bei wissensmäßigen Schulung müsse jedes Wort i diese Wasr ] im bekannt» der auf r wird der iner 'Nasch- spart Arbeit das schwere Wäsche üb?7 wir betraten j ir unsere Die Reichskulturkammer steht über den überlebten Begriffen modern und reaktionär. Ihre Arbeit soll ebenso abhold sein dem modern erscheinenden Groh- mannstum, hinter dem sich künstlerisches Richtskönnen verbirgt, wie sie abhold ist dem reaktionären Rückschritt, der der Jugend und ihren gesunden Kräften den Weg verbauen will. Deutsche Kunst braucht frisches Blut. Wir leben in einer jungen Zeit, ihre Träger sind jung, die Ideen, die sie erfüllen, sind jung ... Auch der Künstler, der dieser Zeit Ausdruck geben will, mutz jung empfinden und neu gestalten. Nichts wäre irrtümlicher, als wenn die Gründung der Reichskulturkammer, die der Entwicklung und nicht dem Stillstand dienen soll, so verstanden würde, als wäre damit dem Banausentum die Bahn frei gemacht und der Jugend der Weg nach oben versperrt. Dr. Goebbels. standesmäßigen Waffen gegen seine Unsicherheit liefern könne. Daneben mässe unser gesamtes Leben mit einem der bäuerlichen Grundhaltung entsprechenden Lebensstil durchdrungen werden. Die lebensvolle Persönlichkeit, die allein zur Führung und Lehre berufen sei, entstehe erst aus dem Drei- Reichsarbeitstagung der Reichsbetriebsgemeinschaft Druck. DieReichsbetriebsgemeinschaftDruck trat in Leipzig zu einer Reichsarbeitstagung zusammen. Ueber 700 Betriebssichrer, Vertrauensmänner, Amtswalter und Gefolgschaftsmitglieder nahmen an der Tagung teil. Den Auftakt bildete ein Fackelzug der Leipziger Jugend. Etwa 1200 jugendliche Fackelträger zogen nach einer Ansprache des Gaubetriebsgemeinschaftsleiters Henke zum Rathaus. Oberbürgermeister Dr. Goerdeler wies in seinem Willkommensgruß darauf hin, daß Leipzig aufs engste mit dem graphischen Gewerbe verbunden sei. Mit Familienangehörigen stehe der siebente Teil der Einwohnerschaft mit dem graphischen Gewerbe in Verbindung. Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter Ebenboeck (Berlin) erklärte, die Tagung werde ein Markstein in der Geschichte des gesamten deutschen Gewerbes sein. I*«l> Qu |„ ’M. des eichs- Berlin, 26. Nov. (DRV.) Für die gemeinsame Jahreslagung der Reichskullurkammer und der Deutschen Arbeitsfront 7l S G. „Kraft durch Freude" in der Philharmonie am Freitag, dem 27. November 1936. 12 Uhr, ist folgende F e st f o l g e vorgesehen: An die großen Toten, von Wilhelm B er* g e r. Für gemischten Chor und Orchester. Bruno Kittelscher Chor. Berliner Philharmonisches Orchester unter Leitung von Prof. Bruno Kittel. Worte aus „Göh von Bertichingen" von 3. Wolfgang von Goethe. Gesprochen von Heinrich George. Beherzigung, Lied von Hugo Wolf. Orchesterinstrumentation Arno R e n t s ch, Kammersänger Rudolf Bockelmann, Berliner Philharmonisches Orchester, unter Leitung von Generalmusikdirektor Prof. Dr. Peter Raabe. Ansprache des Leiters der Deutschen Arbeitsfront, Reichsorganisationsleiter Dr. Ley. Konzert A-dur für Orgel und Orchester, von G. Friedrich Händel. Einleitung und Ersten Sah. Orgel Prof. Fritz h e i l m a n n. Berliner Philharmonisches Orchester unter Leitung von Generalmusikmeister Raabe. Ansprache des Präsidenten der Reichskulturkammer, Reichsminister Dr. Goebbels. Gebet der Jugend, von herm. Zitcher. Für gemischten Ehor, Knabenchor, Sopransolo und Orchester. Bruno Kittelscher Ehor. Knabenchor des hohenzollerngymnasiums. Sopransolo T. B r i e nt Berliner Philharm. Orchester, unter Leitung von Prof. Bruno Kittel. Die Veranstaltung in der Philharmonie wird in der Zeit von 12 Ahr bis 13.45 Ahr von allen deutschen Sendern und vom Deutschen Kurzwellensender übertragen. Festaufführung im DeutschenOpern- haus am Freitag, dem 27. November 1936, 19.30 Ahr, „Der Fliegende Holländer", Romantische Oper in drei Akten, von Rich. Wagner. Musikalische Leitung Arthur R o t h e r, Inszenierung Wilhelm Rode, Bühnenbilder und Kostüme Paul h a f e r u n g. Mitwirkende: Wilhelm Rade, Berta Stehler, Luise Willer, Eyvind Latz o l m, Wilh. S ch i r p, Günther Treptow, Chöre: h. Lüddecke; Technische Leitung: Kurt h e m m e r l i n g. Goslar, 26. Roo. (DRV.) Anläßlich IV. Reichsbauerntages in Goslar richtete der % Lahrestagung der Reichskulturkammer. Oie Festfolge für die gemeinsamen Veranstaltungen mit der NG.-Gemeinschast „Krast durch Freude". praktische Leben ausgerichtet sein. Des Führers Gruß an das deutsche Landvolk Oie Haupttagung des Reichsbauernrats Wirtschaftliche und kulturelle Aufbauarbeit des Reichsnährstands. preiswert, deshalb zu Oie Last des Lebens erleichtert! NSG. Reichsstatthalter, (Bauleiter Sprenger beglückwünscht die NS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude", Gau Hessen-Nassau, zum dritten Jahrestag mit folgenden Worten: Kurz nach der Machtübernahme durch Adolf Hitler schuf unsere siegreiche Bewegung die Nationalsozialistische Gemeinschaft „Kraft durch Freude". Sie gab damit ihrem unerschütterlichen Willen Ausdruck, Schluß zu machen mit einer Auffassung, die nur die Last des Lebens und feine Schattenseiten faf). In den 3 Jahren ihres Bestehens hat die NS.-Gerneinschaft „Kraft durch Freude" ein umfangreiches Programm durchgeführt. Sie gestaltete die Arbeit schöner, sorgte für wahre Bildungsmöglichkeiten, gab dem Feierabend des schaffenden Menschen Inhalt, kräftigte durch Sport und Wandern unser Volk in breiter Front und erschloß die Heimat und die Schönheiten der Welt denjenigen, die früher an die Enge ihres Wohnsitzes gebunden waren. In stolzer Freude blicken wir auf unser Werk, das in der kurzen Zeit von 3 Jahren schon so reiche Früchte getragen hat. Ich weiß mich eins mit den Männern und Frauen in den Fabriken und sonstigen Arbeitsstätten an Rhein und Main, wenn ich der NS.-Gerneinschaft „Kraft durch Freude" zur Wiederkehr des Tages ihrer Gründung ein erfolgreiches weiteres Wirken wünsche. e Woche j Ubr iti bei <5 n Friedhofs« )»19-34. ,| Dann nahm der Reichshauptabteilungsleiter Dr. Korte das Wort zum Arbeitsbericht über diesen Tagen begeht die Reichskultur* kammer ihr dreijähriges Bestehen. Am Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhefsen iüsielshetz &•) Wie bete -chatt q K-n,Cchch, Werkstatt B- ltung feftgi. r wieder y ' wie wir emeBra.; werden toniu •sä: GS rden dort^ Erscheint rügitch. nutzer ä Annahme von Anzeige» Sonntags und Feiertags V pH ™ für öte Mittagsnummer x« SS: H a A OO> A ** MK « AA^^ A-M 6is8,,-Uhr^"7 KW G ivnviicr anjeiger SS infolge höherer Gew-I. V Stellen-, Verein-., gemein- WZM General-Anzeiger für Oberhefsen BsSs Postscheckkonto: behördliche Anzeigen 6Rpf. Zranifurt am Main 116.>6 vrnck uttö Verlag: vrühl'sche Unwerfitats Such- und Stctnöniderci R. Lange in Gießen. Zchriftiettung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7 Mengenabschlüsse Staffel 8 Was er erstrebte, war nur, daß unsere Hochschulen wieder ein deutsches Gesicht erhielten. Geist und Wissenschaft eines Volkes wüchsen empor aus der Weltanschauung, die in diesem Volke lebendig sei. Heute müsse auch die Wissenschaft am Bauerntum sich nicht nur ausrichten, sondern sie könne sogar durch dasselbe gesunden und erstarken. Es gelte, die Wurzel des Geistes wieder in den Boden des Volkes hineinzusenken. Rur so könne wieder die Wissenschaft echter Ausdruck kulturellen Schaffens des Volkes fein. Denn Kultur fei Einheit des Blutes und Empfindens, und sie gehe hervor — wie Darre sage — „aus dem geruhsamen Wachsen bodenverwurzelten Schöpfertums. Die Richtung unserer wissenschaftlichen Arbeit dürfe nicht vom Volk weg, sondern müsse zum Volke hinführen, der Lebenssinn der Wissenschaft erfülle sich im Dienst am Volk. Der kommissarische Stabshauptabteilungsleiter im Reichsnährstand Dr. Kinkelin sprach über „Bauernglaube als Ah neuer b e". Der Bauernglaube sei für ein bäuerlich bestimmtes Volk der Grundstock der Gesamtglaubenshaltung. Ein Glaube ohne Erlebnis sei tot. Aus dem Gesetz, das dem Blut innewohne, erlebe der Bauer das Gött- licke als den Inbegriff aller Ordnung oder umgekehrt: Erlebe er die Ordnung als das Wissen des Göttlichen. Aus diesem Erlebnis der göttlichen Ordnung würden dem Bauern seine eigenen menschlichen Ordnungen, die er das „Recht" nenne. In allen alten Bauernrechten finde man diesen Ursprung des Rechts lebendig in dem Ausdruck vom „göttlichen Recht" oder in dem Satz „Gott ist das Recht". Das Odal sei geweihter Boden und heiliges Land. Bauernglaube sei kein Aberglaube. Er wisse, daß er nur ernten könne, was er gesät habe, er wisse, daß seine Bitte um eine Gabe gepaart sein müsse mit dem Entschluß, nicht auf ein sogenanntes Wunder zu warten, sondern die Arme zu regen. Es sei für ihn selbstverständlich, daß nur der Dienst am Boden, der Dienst am Blute, das heißt der Dienst am Volke schlechthin der wahre Dienst am Göttlichen sei. Stabshauptabteilungsleiter Motz sprach über die Führererziehung. Das neue Führertum müsse bestimmt sein aus dem Blut heraus. Das fei eine Frage der Auslese. Wo auch ein Führer stehen möge, er müsse mit der gefühlsmäßig richtigen Einstellung ein solides Wissen verbinden, mit dem er dem etwa weltanschaulich Schwankenden die ver- Hauptabteilungsleiter H a i d n umriß die Aufgabe, Vas Reichserbhofgesetz nicht nur paragraphenmäßig anzuwenden, sondern in den Herzen und Hirnen des Landvolkes zu verankern, vor allem bei iiier Jugend und den Frauen. Weitere Aufgaben leien die Stärkung des Sippenbewußtseins und die oziale Betreuung der Menschen. Er wandte sich gegen den reinen Bargeldlohn der Landwirtschaft. In den letzten drei Jahren l>abe sich das Einkommen des ledigen Landarbeiters um 40 bis 50 v. H. gehoben, während es rür den verheirateten Landarbeiter um rund 15 bis 25 v. H. gestiegen fei. Haidn kam weiter auf das '«hr wichtige Aufgabengebiet des sozialen und kul- Arellen Lebens auf dem Dorfe, die Wohnungsfragen, ;u sprechen. Dem Werkwohnungsbau komme e ine besondere Bedeutung zu. Bisher seien rund $0000 Wohnungen instandgesetzt und Über 10 000 neue Werkswohnungen gebaut worden. Erfolge der Erzeugungsschlacht. Reichshauptabteilungsleiter II Dr. Brummen- ittum sprach über „Unsere ArbeitamHo f". Die Arbeit erscheine umso schwieriger, weil das deutsche Volk heute bei annähernd gleicher Bevölkerungs- - ahl von einer um 15 v. H. kleineren Flache als >or dem Kriege ernährt werden müsse, und weil der Mehrverbrauch von sechs Millionen Arbeitslosen, die wieder voll in den Ernährungs- Prozeß eingeschaltet wurden, aus eigener Scholle beschaffen werden müsse. Die Nahrungs - und sutter mitte lein fuhr von drei Milliarden Nark in Durchschnitt der Jahre 1929 bis 1932 sei uf 1,25 Milliarden Mark 1933 bis 1936 gesunken. Schon in dieser Zahl zeige sich der Erfolg er Erzeugungsschlacht. Die Erträge aller Acker- «üchte in Deutschland hätten sich im Laufe von 0 Jahren fast verdoppelt. Durch Aufiütteln aller Rückständigen werde sich eine weitere und schnellere Ertragssteigerung als bisher erzwingen lassen. Wie weitgehend der Bauer bereit gewesen fei, an der Srzeugungsschlacht mitzuarbeiten, zeige sich vor uUem darin, daß seit 1933 die Verwendung i on Stick st offdüngemitteln um 37,4 i. H., von Phosphorsäure um 58 v. H., von £ a I i um 53 v. H. und von K a l k um 74 v. H. gelegen sei. Auf dem 6 a a t g u t g e b t e t e seien swoße Erfolge zu verzeichnen. Allein beim Getreide habe 'die Hochzuchtanbaufläche eine Steige- c-erung von 13 000 auf 60 000 Hektar aufzuweisen, ■kur Herabsetzung der großen Verluste bei den Kartoffeln seien rund 2000 Dämpfkolonnen mit einer - agesleiftung von rund 1,5 Millionen Doppelzentner zur Verfügung gestellt. Der Obmann des Forschungsdienstes (Reichsar- Izeitsgemeinschaften der Landbauwissenschaft) Prof, ^r. Conrad Meyer, stellte u. a. fest: der National- lozialismus sei alles andere als wissenschaftsfeindlich. ,9'Web 5,i 'ebtsunju ]erü xlunge [• und mußte 3 gebracht w 22. September 1933 wurde das Reichskulturkammer- aesetz durch die Reichsregierung verabschiedet; es folgte unmittelbar darauf die Veröffentlichung der amtlichen Begründung dazu, wenig später erschienen die beiden Durchführungsverordnungen zu diesem Gesetz, und am 15. November 1933 wurde die Neichskulturkammer durch Reichsminister Dr. Goebbels in Anwesenheit des Führers in der Berliner Philharmonie feierlich errichtet. Dr. Goebbels entwickelte in feiner programmatifchen Eröffnungsrede eingehend den Sinn und die Aufgaben der neugeschaffenen Kammer, berief Staatssekretär Funk zum Vizepräsidenten und ernannte die Präsidenten und Präsidialräte der sieben Einzel* kammern für Musik, bildende Kunst, Theater, Schrifttum, Presse, Rundfunk und Film. Was mit der Errichtung der Reichskulturkammer geschaffen wurde, war damals in feiner ganzen Bedeutung und eminenten Tragweite noch nicht zu übersehen und abzuschätzen. Heute, am dritten Jahrestage ihrer Gründung wissen wir, was mit der Reichskultur* kammer geschaffen wurde: eine einzigartige Organisation, in deren Obhut und unter deren Führung das gesamte kulturell schöpferische Leben unseres Volkes sich entwickelt, blüht und gedeiht. Es wurde in Deutschland vor drei Jahren ein Werk geschaffen, welches in großzügiger Weise dem Gesamtaufbauplan der nationalsozialistischen Regierung entsprach und sich einordnete; es wurde in Angriff genommen die restlose Zusammenfassung aller schöpferischen Kräfte im kulturellen Raum unseres Volkes zu einer straffen, wohlgegliederten, leicht übersehbaren Einheit und Gesamtheit. Es wurde damit zum ersten Male in der Geschichte überhaupt eine klare und gesetzlich festgelegte Form der Verbundenheit von Staat und Kultur gefunden; zum ersten Male hatte hier ein Staat seinem Willen Ausdruck gegeben, künsllerische Betätigung irgendwelcher Art in seinen Grenzen fortan nicht mehr als eine mehr oder minder zufälliae Erscheinung, jedenfalls als eine Privatangelegenheit des einzelnen Künstlers gelten zu lassen. Ein Staat, welcher als ein Grundprinzip erkannt und verkündet hatte, daß alle echte und große Kunst vom Volke ausgeht und auch dem Volke dienen muß, wenn anders sie Daseinsberechtigung haben soll, — ein solcher Staat mußte konsequenterweise auch die äußere und innere Form finden, in der solche Gedanken sich verwirklichen ließen. Diese Form wurde in der Organisation des Kulturkammerwerkes gefunden. Mit der Errichtung und dem Ausbau der Reichskulturkammer in allen ihren Untergliederungen wurde in der Tat das eigentliche, von Anfang an erstrebte Ziel erreicht: Eingliederung auch des gesamten künstlerischen Schaffens in die große und untrennbare Schicksalsgemeinschaft von Volk und Staat. Wie völlig neu und einzigartig der zugrundeliegende Gedanke und die Ausführung der Idee war, geht daraus hervor, daß es nirgendwo in der Welt eine Parallele, geschweige denn ein Vorbild gibt für eine Einrichtung, wie sie mit der Kulturkammer geschaffen wurde. Nirgendwo im Ausland gibt es eine staatliche Betreuung der Kunst und des Künstlers in einer auch nur annähernd ähnlichen oder vergleichbaren Form. Es ist also, das dürfen wir heute feststellen, vor drei Jahren in Deutschland etwas Einzigartiges geschaffen worden — ein Werk ohne Vorbild und ohne Vergleich, geschaffen von den Männern, die der Führer mit dieser grundlegend wichtigen und für die gesamte Nation bedeutsamen Aufgabe betraut hatte. An ihrer Spitze stand und steht Reichsminister Dr. Goebbels als der großzügige, temperamentvolle, anregende und die Richtung weifende Führer, als Vater und Mäzen, als Förderer und Betteuer der . Hause ynfcre Arbeit am Menschen Gießen 1 " Drei Jahre Reichskulturkammer „Die größten kulturellen Leistungen der Menschheit verdanken ihren Auftrag, ihren Antrieb und ihre Erfüllung immer nur jenem autoritären Willen, der die menschlichen Gemeinschaften geschaffen und geführt hat. Der autoritäre Wille ist zu allen Zeiten der größte Auftraggeber für die Kunst gewesen." Adolf Hitler, aus der Kulturrede auf dem Parteitag 1936. , ii.,-b Ä fgSSM M &“e^| chutz stehe der Verbraucherschutz als das andere große Ziel der Marktordnung. Ein absolut tarres und unabänderliches Preisgefüge liege nicht m Sinne der Marktordnung, da eine lebendige Ordnung auch eine lebendige Anpassung an die Ztotwenoigkeit des Lebens fordere. Das dritte Ziel ;.ei die Ordnung der Warenbewegung mit Hilfe des Marktausgleiches und der Markt- iberwachung. bauernführer R. Walter Darre an den Führer und Reichskanzler folgendes Telegramm: „Das Führerkorps des Reichsnährstandes ist zum IV. Reichsbauerntag in der Reichs- bauernftabt zusammengetreten, um vor dem deutschen Volk Rechenschaft abzulegen über das zweite Jahr der landwirtschaftlichen Erzeugungsschlacht und um Richtlinien entgegenzunehmen für den verstärkten Einsatz des Bauerntums im Rahmen des Vierjahresplanes. Hinter seinem treuen Führer als seinen alten Gefolgsleuten, mein Führer, steht das deutsche Landvolk straff in Reih und Glied, bereit zu jedem Einsatz, den Sie befehlen. Wir grüßen Sie, mein Führer, in gläubigem Vertrauen zu Ihnen und Ihrem großen Werk. Gez. R. W. D a r r 6, Reichsbauernführer." Der Führer hat daraufhin dem Reichsbauernführer geantwortet: „Für das Bekenntnis der Treue und Gefolgschaft, das Sie mir im Namen der zum IV. Reichsbauerntag versammelten deutschen Bauernführer ausgesprochen haben, sage ich Ihnen aufrichtigen Dank. Mein Gruß gilt dem ganzen deutschen Landvolk, das Wissen und Können aufs äußerste anspannt im Kampf um das hochgesteckte Ziel deutscher Nahrungsfieiheit. Kraftvoll führt feit Jahrhunderten die Faust des deutschen Bauern in Frieden den Pflug, in Not und Gefahr das Schwert zum Schutz deutschen Blutes, für die Freiheit deutschen Bodens. Daß unter Ihrer Führung, Pg. Darre, das deutsche Landvolk jede, auch die schwer st e Ausgabe lösen wird, ist meine feste Zuversicht.. Ihr gez. Adolf Hitler." Goslar, 26. Nov. (DNB.) Am Donnerstagfrüh wurde in der Stadthalle von Goslar die erste Sjaupttagung des Reichsbauernrates, die mit der Erstattung größerer Rechenschaftsberichte über die Arbeit des Reichsnährstandes und mit grundsätzlichen Vorträgen ausgefüllt ist, eröffnet. Der Sprecher des Reichsbauernrates, Ministerpräsident a. D. Granzow, konnte dabei neben den Vertretern der Wehrmacht, des Staates und der Partei zahlreiche ausländische Lauernabordnungen begrüßen, und zwar aus Argentinien, Belgien, Dänemark, Danzig, England, Estland, Island, Italien, Japan, Jugoslawien, Lettland, Norwegen, Oesterreich, Polen, Südafrika, Schweden, aus der Schweiz, aus der Tschechoslowakei und aus Ungarn. Besonderen Beifall hielten die Vertreter Japans und Oesterreichs. |I.1 “Mil d'° Sieb,,. "'m “rte auf |/'l bek9e|d)(eüv. > “ b »urb,. “ntenfiaus DersranzöffcheAußenministerüberdasAbkommen hth. mer... Lissabon, neral Q u e i p o das seit Tagen 27. Nov. (DNB. Funkspruch.) Ge- de Llano wies daraus hin, daß anhaltende schlechte Wetter es fast unmöglich mache, auf den grundlosen Wegen die Artillerie in Stellung zu bringen. Noch ungünstiger seien die Auswirkungen des schlechten Wetters auf die Tätigkeit der Luftwaffe. Der Wettergott habe damit den Roten noch eine letzte Gnadenfrist gewährt, die aber wohl nicht lange anhalten werde. Wie katastrophal die Lage tatsächlich für die spanischen Bolschewisten sei, gehe u. a. auch aus einer Erklärung der berüchtigten „Pas« sionaria" hervor, die in einer Versammlung geäußert habe, wenn es nicht innerhalb von sechs Tagen gelingen sollte, die nationalen Truppen vor Madrid zu schlagen, wären die Roten voraussichtlich zur Aufgabe der Hauptstadt gezwun- a en, um sich bessere strategische Stellungen zu Der- schaffen. Der Heeresbericht meldet, daß die Roten ander kantabrischen Front zu Angriffen vorgingen. Sie wurden jedoch von den nationalen Truppen zurückgeschlagen. Auch in dem Abschnitt worden ist. Wie man das Volk praktisch an die Kunst heranführt und mit den unüberschätzbar reichen Gütern seiner Kultur vertraut macht, haben wir an zahlreichen repräsentativen Veranstaltungen großen Stils in den letzten Jahren immer aufs neue höchst eindrucksvoll und beispielhaft erleben können. Wir denken da etwa an die Abhaltung der großen Reichstheaterfestwochen, an die Reichsfestspiele in Heidelberg, an die Eröffnung der Dietrich- Eckart-Bühne, an die Grabbe-Woche in Detmold, an die Kleist-Feiern in Bochum und Frankfurt an der Oder, an die Maßnahmen zur künstlerischen Hebung des Films, die, wie man sich erinnern wird, auf der Internationalen Filmschau in Venedig so reiche Früchte getragen haben und hier vor dem Forum der ganzen Kulturwelt ihre für uns höchst ehrenvolle Anerkennung fanden: — nicht zu vergessen jene kulturfördernden Veranstaltungen wie die Woche des deutschen Buches und der Tag der deutschen Hausmusik, die wir erst in allerjüngster Zeit aufs neue miterlebt haben. Wir können diese Betrachtung am dritten Jahrestage der Reichskulturkammer nicht besser abschließen und zusammenfassen als mit den folgenden Sätzen aus der Ansprache ihres Präsidenten am Tage ibrer Errichtung: „Kultur ist höchster Ausdruck der schöpferischen Kräfte eines Volkes. Der Künstler ist ihr begnadeter Sinngeber. Es wäre vermessen, zu alau.ben, daß seine göttliche Mission außerhalb des Volkes vollendet werden könnte. Sie wird für das Volk durchgeführt, und die Kraft, deren er sich dabei bedient, stammt aus dem Volke. Wir haben die schöpferischen Kräfte der Natton wieder freigelegt: sie mögen sich ungehindert entfalten und reiche Früchte ttaoen am Baum eines neuerstandenen Volkstums. Das ist der Sinn der Reichskulturkam- aufzuhalten, könne man das sogar mit w o h l - wollender Duldung hinnehmen. „Evening News" schreibt u. a., der Vertrag stelle klar, daß die Welt einem Kampfe zwischen dem Kommunismus und den autoritären Staaten gegenüberstehe, er sei eine Andeutung, daß d i e kapitalistische Demokratie dem Kommunismus nicht gewachsen sei und infolgedessen vor der Zerstörung nur gerettet werden könne, wenn sich a u to r i t ä r e Kräfte vor den gemeinsamen Feind stellten. Daß der Pakt formell gegen die Komintern gerichtet sei und nicht gegeri Sowjetrußland, solle den Ländern wie Großbritannien, die den Kommunismus nicht gebrau- chen könnten, aber auch keinerlei besonderen Streit mit Sowjetrußland hätten, gestatten, mitzumachen und sich dem kommunisttschen Netz zu entziehen. Das deutsch-japanische Abkommen findet in aller Welt aufmerksames Echo Neue Spannungen in Frankreich Konflikt zwischen Arbeitgebern, Negierung und Gewerkschaften Schwere Ausschreitungen in Paris. Die Erklärung des Ministerpräsidenten hat in den Kreisen der Arbeiterschaft große Erregung ausgelöst. Es ist möglich, daß die Stellungnahme des Ministerpräsidenten zu den Forderungen der Arbeitgeber, die selbst innerhalb der Volksfront, nämlich bei den Radikalsozialisten, Zu- st i m m u n g finden, einen Konflikt heraufbeschwört, der den Bestand der Volksfront-Regierung gefährden könnte. Der Generalsekretär des marxistischen Gewerkschaftsverbandes C. G. T., Jouhaux, hat bereits mit der Regierung Fühlung genommen. Er hat erklärt, daß die Arbeiterschaft zu äußerstem Widerstand entschlossen sei. Schon jetzt hat der Konflikt zwischen den Arbeitgebern und der marxistischen Gewerkschaft zu Ausschreitungen geführt. 200 Marxisten haben am Donnerstagabend das Verwaltungsgebäude des Arbeitgeberverbandes in Paris überfallen. Sie rissen das Gitter vor dem Gebäude nieder, drangen in das Haus ein. zerstörten die Einrichtung. schlugen auf vier im Hause arbeitende Elektrotechniker los und brachten ihnen zum Teil schwere Verletzungen bei. Einer der Arbeiter wurde so schwer verletzt, daß er in bedenklichem Zustande ins Krankenhaus übergeführt werden mußte. Man befürchtet, daß dieser Konflikt zur Proklamierung des Generalstreiks in ganz Frankreich führen könnte. Der Widerhall in London. London, 26. Nov. (DNB.) Die Londoner Blätter lehnen fast durchweg das deutsch-japanische Abkommen ab. Die „Times" hüll die Bildung eines deutsch-japanischen ant'.kommunistischcn Blocks für bedauerlich und überflüssig und erklärt, daß England sich sicherlich nicht an dem Abkommen zwischen Deutschland und Japan beteiligen werde. Das Blatt bescheinigt den Sowjets, daß man sie jetzt m i t ihren eigenen Waffen geschlagen habe. „Sowjetrußland hat es sich selbst zu verdanken, wenn es seinen beiden starken Feinden eine so angenehme Interpretation geliefert hat. Sowjetrußland hat sich immer Mühe gegeben, in selbstherrlicher Form jede Verantwortung für die Tätigkeit der Komintern abzulehnen. Jetzt aber ist sie mit ihren eigenen Waffen geschlagen worden. Die Komintern bestehen zumZweck der Revolutionierung der Welt. Ihre Mitglieder und ihre Mittel sind vorwiegend sowjetrussischer Herkunft. Ihre Zentrale liegt in Sowjetrußland und das Haupt der Sowjetunion ist gleichzeitig ein ührendes Mitglied ihres Exekutivausschusses. Die lahmen Entschuldigungen, die die Regierung Stalins so oft vorgebracht hat, wenn ihr unterirdische Wühlarbeit auf dem Gebiete befreundeter Staaten vorgeworfen wurden, sind gewohnheitsmäßige Spitzfindigkeiten gewesen, und Sowjetrußlands Ansehen ist im Auslande durch die plumpen Ausflüchte, zu denen feine Herrscher immer wieder mit ihren Versuchen griffen, eine freundschaftliche Haltung mit feindseligen Pakten in Einklang zu bringen, schwer geschädigt worden." Der „Daily Telegraph" meint, wenn beide Mächte den Bolschewismus bei sich bekämpfen wollten, so könnten sie vom praktischen Standpunkt aus gemeinsam auch nicht mehr tun als allein. Weder Deutschland noch Japan hätten ernsthaft eine kommunistische Gefahr zu fürchten, denn beide Länder verfügen über Regierungen, die zu handeln verstünden. Wenn aber der neue Vertrag gegen Sowjetrußland nur bedeuten solle, daß seine Herrschaft bei seinen Nachbarn sowohl im Osten wie im Westen nicht beliebt sei, so sei die Veröffentlichung überflüssig. Sowjetrußland müsse sich darüber klar sein, daß jede der großen Nationen sich den Bolschewismus vom Halse zu halten versuche. Die „M o r n i n g P o st" meint, daß der Vertrag zweifellos die erste diplomatische Frucht des Nürnberger Parteitages sei, obwohl Deutschland nicht den geringsten Grund habe, die kommunistische Drohung zu fürchten. England werde bei aller Verdächtigung des Kommunismus sich nicht in einem Netz fangen lassen, das in erster Linie zur Erreichung der Interessen anderer ausgelegt worden fei. Diejenigen, die glaubten, Deutschland folgen zu müssen, würden damit in keinen Gegensatz zu jenen gebracht, die das nicht täten. Die gemeinsame deutsch-japanische Front gegen den Kommunismus berühre keine der englischen Interessen. Soweit es sich nur darum handele, die kommunistische Durchdringung in Europa und Asien Guadalajara wurden rote Angriffe auf die vor kurzem eroberten Stellungen der Nationaltruppen zurückgewiesen. An der Madrider Front wurden die gewonnenen Stellungen ausgebaut und teilweise vorgeschoben. Auch hier machten die Bolschewisten Angriffsversuche, die ebenfalls ergebnislos blieben. Nationale Fliegerstreitkräfte haben in der Nacht zum Donnerstag den Kriegshafen Eartagena mit zahlreichen Bomben belegt. Bei dem Luftangriff, der von 31 großen Bombenflugzeugen aus* geführt wurde, wurden die Oellager und Hafenanlagen durch Bombenabwurf i N Brand gesetzt. Außerdem konnten drei Handelsschiffe, die im Hafen vor Anker lagen, vernichtet werden. Der Luftangriff hat demnach großen Erfolg gehabt. Oie Sicherheitszone im Hafen von Barcelona. London, 26. Nov. Wie verlautet, hat Ml spanische Nationalregierung dem brittschen Ersuche» Paris, 27. Nov. (DNB. Funkspruch.) Zwischen dem französischen Arbeitgeberverband und der Volksfront-Regierung wie auch den Gewerkschaften ist ein schwerer Konflikt entstanden, der bereits zu Ausschreitungen in Paris geführt hat. Arbeitgeber und Arbeitnehmer hatten sich vor kurzem in der Frage des Arbeits - Vertrages auf eine Formel geeinigt, die dem von der Regierung empfohlenen Arbeitsrahmenvertrag Rechnung tragen würde. Jetzt haben sich die Arbeitgeber jedoch auf den Standpunkt gestellt, daß die dauernden Streiks und Fabrik- befetzungen gegen die Grundsätze dieses Rahmenabkommens verstoßen. Eine Abordnung des Arbeilgeberoerbandes hal dem Ministerpräsidenten mifgefeilf, daß die Voraussetzungen für die Durchführung des Rahmenvertrages durch das Verhalten der Arbeitnehmerschaft hinfällig geworden seien. Vlum hat ziemlich ablehnend erklärt: „Meine Herren, ich habe nichts weiter dazu zu sagen: ich werde versuchen, die Folgen Ihres Verhallens nach Möglichkeit abzufchwä- chen!" kurz darauf hat der Ministerpräsident bekannkgegeben, er werde dem nationalen Mrl- jchaftsrat und auch dem Parlament Vorschläge unterbreiten, die auf die obligatorische Einrichtung des Schiedsgerichtsverfahrens bei Streiks hinauslaufen. Das Journal des Döbats" meint, Frankreich müsse sich außerhalb der deutsch-japanischen Opposition halten, aber sich gleichzeitig auch vor jeder engen Berührung mit den Sowjets hüten. Es fei notwendig, dies nachdrücklich zu erklären, denn es gebe natürlich Leute, die Frankreich jetzt, indem sie das deutsch-japanische Abkommen als Vorwand nähmen, ganz auf die Seite Sowjetrußlands stoßen wollten. Vor allen Dingen müsse man aber danach trachten, den kommunistischen Bazillus, der Frankreich schwäche unö kompromittiere, aus dem in- neren Leben des Landes auszumerzen. Das „O e u v r e" glaubt nicht, daß dos Abkommen für Frankreich eine neue Gefahr schaffe. Der „P e - tit Parisien" schreibt, daß der Gedanke des Kampfes gegen den Kommunismus an sich verständlich fei. Die Form, in der das deutsch-japanische Abkommen ihn roiebergebe, sei jedoch unzulässig. Der „Excelfior" hebt die Ueberraschung der amtlichen Pariser Stellen hervor. Der „Matin" erklärt u. a.: Der deutsch-japanische Vertrag laufe in keiner Weise irgend einem bestehenden Vertrag zuwider. Er berühre durchaus nicht die !Bö(terbunb5ab« kommen. Deshalb müsse man sich über die Unruhe wundern, die gewisse Länder verraten. Es handele sich jetzt nicht mehr darum, über den Vorteil oder den Nachteil sog. weltanschaulicher Blocks zu streiten. Der Kampf gegen den Kommunismus fei eingeleitet und die Völker seien aufgefordert worden, mit Deutschland und Ja- Erfolgreicher Lustangriff auf den roten Kriegshafen Cartagena Schlechtes Wetter hindert die Operationen. pan zusammenzuarbeiten. Auf dem Achten Sowjetkongreß sei mehrfach zum Ausdruck gekommen, daß die einzig mögliche Hilfe für die Schwierigkeiten, die die Sowjetunion gegenwärtig durchmache, öie Brandstiftung in Europa fei. „Abwehr nicht Angriff." Die Meinung in Rom. Rom, 26. Nov. (DNB.) Das halbamüiche „Gi orn ale d'Italia" sieht das Wesen der Verständigung zwischen Berlin und Tokio darin, daß es sich um eine Verständigung über d i e Abwehr, nicht aber über den Angriff handelt. Man könne zwar verstehen, daß gewisse revo- lutionäre und abenteuerliche Gruppen, die heute in einem großen Teil der europäischen Politik unglücklicherweise immer noch den Ton angäben, gegen diese Verständigung Sturm liefen. Völlig unverständlich aber sei es, wenn jene Parteien und Staatsmänner, die Weltreiche zu vertreten und zu verteidigen hätten, gegen diese bezeichnende Verständigung etwas einwenden wollten. „Die großen Weltteiche haben", so betont das Blatt, „von der kommunistischen Wühlarbeit alles zu verlieren. Italien ist selbstverständlich mit der Entwicklung der anttkommunisttschen Polittk verbunden, da es einmal unter die sowjetrussische Kriegserklärung gegen die faschistischen Staaten fällt und sich der zersetzenden Schäden des Kommunismus für die Kultur Europas und der Welt bewußt ist. „Giornale d'Jtalia" erinnert im übrigen daran, daß am gleichen Tage, an dem die beutfch» japanische Verständigung unterzeichnet wurde, Stalin in der Eröffnungssitzung des 8. Sowjetkongresses von neuem den Kriegsfluch gegen den Faschismus und die Nationen ausgestoßen habe, die polittsch und moralisch sich nach eigenem Gutdünken eingerichtet haben. Zum Schluß verweist das Blatt auf die kommunisttfchen Umtriebe in Frankreich, der Tschechoslowakei und Spanien, wo der Kommunismus die Maske abgeworfen habe und sich wie für eine eigene nationale Sache einfetze, und betont warnend, daß die kommunistische Tätigkeit der foge- nannten Intellektuellen die gefährli chste Form der kommunistifchen Wühlarbeit sei: „Wehe den Nattonen, die dieser Arbett nicht rechtzeittg steuern!" Paris, 26. Nov. (DNB.) Außenminister Del - b o 5 äußerte sich vor dem französischen Ministerrat mit lebhafter Befriedigung über den Beschluß der Sowjetregierung, den Ingenieur S t i ck l i n g zu begnadigen. Die Regierung hoffe, daß diese Maßnahme zur Entspannung zwischen Berlin und Moskau beitragen werde. Leider könne der deutsch-japanische Vertrag, so erklärte Delbos abschließend, nicht als geeignetes Element zur Schaffung einer günstigen Atmosphäre gelten. Dieses eindeutig aus weltanschaulichen Grundsätzen aufgebaute Abkommen trage dem Kreuzzugsgeist Rechnung, den Frankreich ablehne, da es die allzu vielen wirklichen Konsliksursachen nicht noch durch mehr oder weniger konstrukttve Konslikselemente vermehren möchte. Gegen die boWewisiische Gottlosigkeit. Ausländsdeutsche evangelische Kirchen rufen zürn Kampf gegen denBolschewismus. W i e n , 26. Nov. (DNB.) Die Vertreter der deutschen evangelischen Kirchen in Oesterreich, Bulgarien, Jugoslawien, Böhmen und Mähren-Schlesien waren am 24. und 25. November in Wien versammelt, um über gemeinsame kirchliche Angelegenheiten zu beraten. Sie faßten im Anschluß an ein Referat von Bischof Glondys aus Hermannstadt über die verhängnisvollen Auswirkungen des sowjetrussischen Bolschewismus einmütig eine Entschließung, die in folgenden Sätzen gipfelt: „In vollem Bewußttein der den evangelischen Kirchen obliegenden Pflichten stellen wir uns ent= schloffen auf d i e Seite der gegen d i e dolfchewistifche Gottlosigkeit ringenden Kräfte. Wir sind gewiß, daß das evangelische Christentum berufen ist, an diefem Kampf entscheidend mitzuwirken, indem es durch Weckung der Ehrfurcht vor Gott die inneren Voraussetzungen für jene wahre Gemeinschaft verwirklichen hilft, die den Dien st am Ganzen über den Eigennutz des einzelnen stellt. Als Leiter deutscher evangelischer Kirchen wissen wir uns mit den auf solche Ziele gerichteten Bestrebungen im deutschen Volk aufseng st e verbunden und rufen alle verantwortungsbewußten evangelischen Christen zur tätigen Teilnahme an solchem Ringen auf." deutschen Kunst und bet deutschen Künstler; er wählte sich die Männer aus, die mit ihm zusammen das neugeschasfene Werk im Geiste des Führers zu verwalten haben: zunächst die Präsidenten der sieben Einzelkammern — Generalmusikdirektor Dr. Raabe (Musik); Professor Adolf Ziegler (bildende Künste): Ministerialrat Dr. Rainer Schlösser (Theater); Staatsrat Hanns Johst (Schrifttum); Max Amann (Presse); Ministerialrat D r e ß l e r (Rundfunk) und Staatsminister Profefsor Dr. Lehn ich (Film). Jeder Einzelkammer ist überdies ein Präsidialrat beigegeben, dem außer dem Präsidenten, dem Vizepräsidenten und dem Geschäftsführer namhafte Kammermitglieder, bewährte und ausgezeichnete Vertreter des künsllerischen Lebens angehören. Es wurden ferner ernannt die Reichskulturwalter und die Landeskulturwalter, in denen die Reichskulturkammer in jedem der 31 politischen Gaue einen Vertreter besitzt, der stets zugleich der Landesstellenleiter des Reichsministeriums für Volksaufklärung und Propaganda ist. Diese Anordnung entspricht sinnvoll der im Reichskulturkammergesetz festgeleg- ten Personalunion: der Neichsminister für Dolks- aufklärung und Propaganda ist zugleich Präsident der Reichskulturkammer. Nur durch einen so planvoll gegliederten und durchorganisierten Aufbau des großen Gesamtwertes war es möglich, die produk- ttve, vielfältig sehensreich sich auswirkende Kulturarbeit zu leisten, die mir erst jetzt, drei Jahre nach der Gründung, im vollen Umjang zu übersetzen, abzuschätzen und zu würdigen vermögen. Was Dr. Goebbels in feiner Rede bei der Errichtung der Kulturkammer angekündigt hatte, erleben und besitzen wir heute als schönste Erfüllung. Wer unser heutiges kulturelles Leben auf allen Gebieten mit der Verwilderung der kulturellen Zustände vor dem Jahre 1933 vergleicht, kann die Arbeit ermessen, die in den hinter uns liegenden drei Jahren geleistet morden ist. Das deutsche Kulturleben ist heute von allen fremden, zerstörenden Einflüssen und Kräften gereinigt. Kunst und Künstler sind heute planmäßig und sinnvoll als wesent- licher Bestandteil in das Leben des Volkes und in den Aufbau der Nation eingeordnet. Im Reichs- fulturfenat, der bereits bei der Gründung der Reichskulturkammer vorgesehen war als ein Beirat, in den hervorragende, um Volk und Kultur verdiente Persönlichkeiten berufen wurden, wurde nach den Worten von Dr. Goebbels der Repräsentant des zeitgenössischen Kunst- und Kulturgewissens der Natton geschaffen. Vor einem Jahre, am 16. November 1935, ist der Reichskultursenat zu seiner ersten Sitzung zusammengetteten. „Der Senat braucht", wie Staatssekretär Funk in seiner Rede während der ersten Arbeitstagung im Thronsaal des Propagandaministeriums betonte, „für seine Sitzungen keine Oeffentlichkeit. Dagegen soll jeder offen und freimütig feine Meinung sagen und auch die Ansicht der anderen hören und schätzen lernen." Repräsentiert der Kultursenat fo das geistige und kulturelle Gewissen der Nation, so roar in der NS. -Gemeinschaft „Kraft durch Freude" die großzügige, umfassende und unentbehrliche Mittlerin zwischen Kunst und Volk, zwischen der Kulturkammer als der ständischen Zusammenfassung und Vertretung aller künstlerisch schöpferischen Menschen, und der Deutschen Arbeitsfront als der Zusammenfassung der Arbeiter der Faust geschaffen morden. Am 15. November vorigen Jahres konnte Reichsminister Dr. Goebbels in einer Ansprache auf der zmeiten Jahrestagung der Kulturkammer in der Berliner Philharmonie den Abschluß des organisatorischen Aufbaus der Reichskulturkammer verkünden: die Kammer ist nunmehr judenrein, und ihre eigentliche kulturelle und soziale Arbeit kann in verstärktem Maße, mit breitem Einsatz aller verfügbaren Kräfte in Angriff genommen merben. Am gleichen Tage mürbe auch ber Kultursenat berufen, von besten Zusammensetzung unb Aufgabenbereich bereits bie Rede mar. Heute liegt nun mieber ein Jahr fruchtbarster kultureller unb sozialer Arbeit ber Kulturkammer hinter uns. Wenn mir heute zurückschauen, so ist zu sagen, daß in diesem Zeitraum — ganz abgesehen von den großen Summen, die für die Kunstpflege, für staatliche Aufträge, für die Stellung künstlerischer Aufgaben großen Stiles unb zur Förberung bes jungen Nachwuchses flüssig gemacht unb ausgegeben wurden — vor allen Dingen bie dem Präfibenten ber Gesamtkammer besonders am Herzen liegenden sozialen Aufgaben tatkräftig in Angriff genommen würben. Es ist da in erster Linie der Errichtung einer Spende „K ü n st l e rd a n k" durch Reichsminister Dr. Goebbels aus Anlaß des zehnjährigen Jubiläums des Gaues Groß-Berlin zu gedenken. In der von Dr. Goebbels verlesenen Stiftungsurkunde heißt es u. a.: „Bis zur Durchführung der von mir vorbereiteten Neuordnung ber sozialen Fürsorge für die deutschen Künstler, insbesondere der geplanten, allgemeinen Altersversorgung, stelle ich am heutigen Tage eine Spende „Künstlerdank" im Betrag von zwei Millionen Reichsmark zur Verfügung. Es ift_ mein Wunsch, daß durch diese Spende der drückendsten Not der schaffenden deutschen Künstler nach Möglichkeit gesteuert wird. Diese Spende wird im Laufe eines Jahres vom heutigen Tage ab, unb zwar unter ber verantwortlichen Mitwirkung ber Kunstschafsenben selbst ausgeschüttet werden." Hervorzuheben ist ferner die erst kürzlich verkündete Neuordnung der sozialen Fürsorge für bie deutschen Schauspieler, insbesondere die Inangriffnahme einer ausreichenden Altersversorgung; auch an die soziale Staffelung ber Beiträge in ber Kunstkammer unb beim Reichsverbanb ber Deutschen Presse sei in biesem Zusammenhang erinnert. An solchen praktischen Verwirklichungen der dem Nationalsozialismus zugrunbe liegenben Ideen wird und muß der deutsche Kunstschäffenbe am deutlichsten und persönlichsten empfinden, daß der heutige Staat sich in der Tat um ihn, um seine Arbeit und sein Wohlergehen kümmert unb für ihn sorgt. „Keine Zeit kann sich", nach einem Wort des Führers, ,cherausnehmen, von der Verpflichtung ber Kunstpflege entbunden zu sein. Sie würde im anderen Falle nicht nur bie Fähigkeit des Kunstschaffens, sondern auch die des Kunstverstehens unb Kunsterlebens verlieren." In solchem Sinne wurden die großen kulturpolitschen Aktionen ber letzten Zeit verstanden unb von der Kultur- kammer und ihren Untergliederungen ins Werk gesetzt. Neben der materiellen unb geistigen hreuung unb Leitung des deutschen Kunstschaffenden ergeben sich ihr eine Fülle großer unb für die Nation bedeutsamer Aufgaben, die sich alle in dem einen Ziele begegnen, ein möglichst natürliches, möglichst enges und möglichst herzliches Verhältnis zwi- fchen unserer Kultur im weitesten und allgemeinsten Sinne und unserem Volke in feiner Gesamtheit herzustellen. Es ist schon bei früheren Anlässen davon die Rede gewesen, was auf diesem Gebiet mit ber Pflege unserer künstlerischen Tradition unb mit der Wiedergutmachung manchen Unrechtes an großen Persönlichkeiten ber Vergangenheit geleistet 9er ungoi 6 fe^« * M giational i« I <'1* , bifl«r I s‘„ ww' iin T?fit Hl reelo M ff in andere rn* nubralta s’/fatabriW« s Ml ja» 0n iofio, 26.31» jpnturW'™ . i,” Suifenfjo an MW Trupp M-r°-r> K würden noch »iier «raß!« Seit 3-°ch k-rn Opfer g-Md-rr- 1 $Mntun9'ärmc« A Somietattion ii ni'i®",'; ' telem lapampen Bilejiing und Grenzwachen pro! schuldigen gesovde Mensch au üeapel, 26. 3 euer fand im ( Mtenschau jirichsverwesers v Weiten der ital 3)000 Mann Be traf in selbstgeste oon Neapel ein. hojzug den Kön von Aethiopi Verweser nach ®aft begaben fid „Zara". Die Ger dir italienische Sri Ww Iurora toMtt Q\lt) ) paaNnM. iers ,X be\T Covri begann b Die Trinhpr Parade bei eine »Zara" zwifchei und Kaiser Bi standen ganz u Flottenschaufpiei Seeoffizier mach ^mpf zur See, dem der ein Z/eundlvird Meeresluft, fühl- ^cke zittern. A Zu verstehen, und ^vergeßlichen S °»r ritterlich kam, Dug auf neue yßeren Meeren ?ine der stärksten S m fernen j 3? erklärte, n die volle 7^. Ne Seel Koller ©entehr S?! ÄuUnqQrifäe i Eitlen Ze « »M.Al den : «litte»'t Hit » ' "Iben I r in"» *eil LZ mmei .dem Acht. dl-Sch^, a°rti9 durch, Ur°Pa kl iik" ^mntljch. LNen bet •wno darin >ung über ^ngI fjan, gewisse revll. bie heute n Politik un. g«. gegen ;oU19 unver- parteien und vertreten 9en diese be. >nden wollten. 1 betont bas Arbeit all er Ländlich mit eschen Politik sowjetrussische chen Staaten en des Korn, und der Welt rt im übrigen m die deutsch chnet wurde es 8. Sowjet, lluch gegen, m Msgestoßen nach eigenem : Schluß Den chen Umtriebe loslowakei nunismus die wie für eint ) betont war« [feit der sop ifährlichste eit sei: „Webe d)t rechtzeitig nten hat in bei Erregung Stellungnahir! orberungen bfi )er Dolkssroii -listen, Z.u' tzeraufbeschmn. gierung gew es marxistisch-' ouhaux.h^ genommen, v /äußerste" ichea den Ar- Gewerkschaft L 200 Marxi- i das Der* beilgeber- berfalleL ebäude nieder, itten die ase arbeitende n >hne° JJ« kiaer da & daß a in b -Hans überge- stet, daß d'efer ! General' hren konnte- griff« aUt^up^ tä£t her N taul«* »«L -1 «W «! Ä -S^ -n-r's' V gettü. i«nt entsprochen und hn Hafen von Barcelona die gewünschte Sicherheitszone zur Verfügung gestellt. Die Sicherheitszone ist der britischen Regierung auf dem Wege über die Admiralität mitgeteilt worden. Der Konteradmiral, der das III. britische Kreuzer- aeschwader vor Palma kommandiert, hat an Bord des Kreuzers „Arethufa" eine funkentelegraphische Mitteilung des Militärgouverneurs von Mallorca erhalten. Die Sicherheitszone ist zwischen dem Lande und der offenen See südlich einer Linie, die von Osten nach Westen verläuft, etwa drei bis vier Meilen südlich des Leuchtturmes auf dem Wellenbrecher von Barcelona. Bolschewistendampfer unter englischer Flagge. Salamanca, 27 Rov. (DNB. Funkspruch.) Nach Meldung des nationalen Rundfunks hat die spanische National-Regierung Beweise in den Händen, daß die Transportschiffe der spanischen Bolschewisten die englische Flagge hissen, um die nationalen Kriegsschiffe zu täuschen. So konnte beobachtet werden, daß ein Handelsdampfer der Bolschewisten, der von Marseille mit einer Waffenladung nach Barcelona fuhr, die englische Flagge führte. Ein anderes Transportschiff der Roten passierte unter englischer Flagge die Meerenge von Gibraltar und lief dann einen Hafen an der katabrischen Küste an, der sich in den Händen der Bolschewisten befindet. Neuer japanisch-sowjetmssischer Grenzzwischenfall. Tokio, 26. Rov. (Ostasiendienst de/ DRB.) Die Agentur Domei meldet, daß bei einem Zusammenstoß bei Suifenho an der Ostgrenze von Mandschukuo japanische Truppen zehn Tote und sieben Schwerverletzte zu beklagen hätten. Acht Japaner würden noch vermißt. Dieser Grenzzwischenfall sei der größte und schwer st e der letzten Zeit. Roch kein Grenzzwischenfall habe so viele Opfer gefordert. Die Hsingking-Regierung und die Kwantung-Armee seien über diese neue provokatorische Sowjetaktion empört. Gleichzeitig wird gemeldet, daß Moskau unter Verdrehung der Tatsachen bei dem japanischen Geschäftsträger wegen der Grenzverletzung und der Beschießung sowjetrussischer Grenzwachen p r o t e st i e r t und eine Bestrafung der Schuldigen gefordert habe. Der ungarische Gtaaisbesuch in ÖRom. Flottenschau vor dem Reichsverweser. Neapel, 26. Nov. (DNB.) Bei schönem Herbstwetter fand im Golf von Neapel die große Flottenschau zu Ehren des ungarischen Reichsverwesers von Hort^hy statt, an der 125 Einheiten der italienischen Kriegsmarine mit über 20 000 Mann Besatzung teilnahmen. Der Duce traf in selbstgesteuertem Wasserflugzeug im Hafen von Neapel ein. Eine Stunde später brachte der Hofzug den König von Italien und Kaiser von Aethiopien und den ungarischen Reichsverweser nach Neapel. Der Herrscher und sein Gast begaben sich an Bord des Admiralsschiffes „Zara". Die Gemahlin des Reichsverwesers und die italienische Kronprinzessin gingen an Bord des Kreuzers „Aurora", während zahlreiche Ehrengäste, darunter auch das deutsche Botschafterpaar der Flottenschau an Bord des Riesendampfers „Rex" beiwohnten. Auf der Höhe der Insel Capri begann dann die Parade. Die Trinksprüche, die gegen Ende der Flottenparade bei einem Frühstück auf dem Admiralsschiff „Zara" zwischen dem Reichsverweser und dem König und Kaiser Viktor Emmanuel gewechselt wurden, standen ganz unter dem starken Eindruck, den das Flottenschauspiel auf den Reichsoerweser als früheren Seeoffizier machen mußte. H o r t h y sprach von dem Kampf zur See, „der keine Rachsucht kenne, und in dem der einstige Gegner später zum Freund wird". Nach 18 Jahren atme er wieder Meeresluft, fühle unter sich wieder die Kommandobrücke zittern. Was das für ihn bedeute, sei leicht zu verstehen, und lebhafter Dank erfülle ihn für diese unvergeßlichen Stunden. „Auf der Adria, um die wir ritterlich kämpften, haben die italienischen Schiffe den Bug auf neue ruhmreiche Stellungen in sehr viel größeren Meeren gerichtet. Diese Schiffe, die heute eine der stärksten Flotten der Welt darstellen, suchen in musterhafter Disziplin, bereit zum Sieg, ihre Zukunft in fernen Horizonten." — Der König und Kaiser erklärte, niemand habe mehr und besser als chorthy die volle Bedeutung der Parade ermessen können. Alle Seeleute Italiens seien stolz, ihn heute in voller Gemeinschaft von Herz und Geist bei sich gehabt zu haben. Die Erinnerung an den ritterlichen Kampf in der Adria sei zu einem „weiteren Band in der tiefen Freundschaft geworden, die das faschistische Italien mit der vornehmen und ritterlichen magyaxrschen Nation verbinde, ein Band der gemeinsamen Erinnerungen, der gegenseitigen Achtung und Bewunderung". Wie ungarische Blätter aus Rom melden, wurden die offiziellen Beratungen zwischen den ungarischen und den italienischen Staatsmännern abgeschlossen. Bei den Beratungen sei auch diesmal das oollsteEinvernehmender Leiter der Außenpolitik der beiden Länder festgestellt worden. Sicherem Vernehmen nach wird das italienische -Königspaar den Besuch des ungarischen Reichs- verwesers und seiner Gemahlin im Mai nächsten wahres in B u d a p e st erwidern. Der Besuch Mussolinis werde kurze Zeit nach dem Besuch des Königspaares erfolgen. Kleine politische Nachrichten. Am Donnerstagvormittag sprach Reichsminister Dr. Goebbels im Thronsaal des Ministeriums SU den L a n d e s st e l l e n l e i t e r n und R e f e - renten des Reichsministeriums für Dolksaufkla- rung und Propaganda. Nach kurzem Rückblick über Die bisherigen Erfolge der politischen Propaganda wies Dr. Goebbels auf die i n n e n - u n d a u ß e n- politische Zukunftsaufgabe der nationalsozialistisch en Volksaufklarung hm. Der Minister ging auf zahlreiche Einzelheiten und Problemstellungen ein, deren Klärung für die Aus- nchtung der politischen Propaganda von Bedeutung Die immer wieder auftauchenden Gerüchte über territoriale Absichten Italiens oder sonstige umstürzlerische Pläne, die es mit seiner Spanienpolitik verfolge, besonders im Hinblick auf die Balearen oder andere spanische Gebiete, werden von amtlicher italienischer Seite in aller Form dementiert. * Der Genfer Berichterstatter des „Jntransigeant" meldet, die italienische Regierung habe in Paris und in London wissen lassen, daß Italien aus dem Völkerbund austreten würde, wenn eine Abordnung der bolschewistischen Gewalthaber aus Valencia am 7. Dezember in Genf zur Sitzung des Völkerbundsausschusses zur Reform der Völkerbundssatzungen z u g e l a s - s e n werden würde. ♦ Die albanische Regierung hat die spanische Nationalregie r^lng in Burgos anerkannt, eine natürliche Folge der antikommunistischen Politik der albanischen Regierung. ♦ Donnerstag traf der rumänische Außenminister Antonescu in Warschau ein. Er wurde von dem polnischen Außenminister Beck empfangen. Mittags stattete der Minister dem Marschall Rydz- Smigly, dem Ministerpräsidenten Skladkowski und dem Außenminister Beck Besuche ab und wurde vom Staatspräsidenten empfangen. Der Nachmittag war mit politischen Besprechungen ausgefüllt. * In Krakau besetzten rund 1000 Studenten das Universitätsgebäude, um eine Sympathiekundgebung für Warschau und Wilna zu veranstalten. Der Senat der Krakauer Universität hat darauf die Vorlesungen und Uebunaen an der Universität eingestellt. — Die Posener Studenten besetzten das dortige Akademische Haus, das sie bis zur Erfüllung ihrer Forderungen nicht verlassen wollen. * Der belgische Ministerpräsident van Zeeland traf zu einem Besuch in London ein. Er wird eine Aussprache mit Eden haben. ♦ Im Khaisora-Tal in Waziristan an der indischen Nordwe st grenze wurde eine britische Abteilung von Angehörigen des Stammes der Tori Khel überfallen, gegen den die britischen Militärbehörden einen Demonstrationsmarsch geplant hatten, weil dieser Stamm einem gefährlichen Fakir Unterschlupf gewährt hatte. Die Eingeborenen wurden erst nach Einsatz von Flugzeugen vertrieben. Der Reichsbankpräsident in Iran. Der Kaiser von Iran und der Thron- folger empfingen in Rescht Dr. Schacht und seine Begleitung, wobei Reichsbankpräsident Dr. Schacht dem Kaiser ein Führerbildnis in silbernem Rahmen mit eigenhändiger Unterschrift des Führers überreichte. Der Kaiser dankte herzlich und unterhielt sich längere Zeit mit den deutschen Herren. Reichsbankpräsident Dr. Schacht ist von der Hauptstadt des neuen Türkenreiches Ankara nach Teheran, der Hauptstadt des alten Persien, geflogen. Er ist nun auch vom Schah von Iran empfangen worden. Der Schah-in-Schahan, der König der Könige, Ri z a Khan, hat die uralte, aus der Zeit der Griechenkriege stammende Bezeichnung Persien durch ein Dekret vom Dezember 1934 verworfen. Das Land wird jetzt als Iran und die Einwohner als Iraner bezeichnet. Damit ist seit dem 22. März 1935 offiziell der Staat Iran an die Stelle des alten Persien getreten. Im Lande selbst aab es von jeher bloß den Namen Iran, d. h. Arierland, Ariana, und schon der alte Jranerkönig Darius I. nannte sich mit Stolz „Arier aus arischem Samen", denn die Bewohner des Landes hatten aus ihrer Abstammung vom Zweige der Jndogermanen nie einen Hehl gemacht und die Bezeichnung Arier als edel im Vergleich zu den unterworfenen oder verdrängten Stämmen schon vor 2000 Jahren hervorgehoben. Die Geschichte Persiens oder Irans ist in den groben Grundzügen wohl jedem Deutschen vertraut. Aber die Jßerfer waren niemals die Barbaren, als die die Griechen sie hingestellt haben, sondern eine edel veranlagte Rasse, die genau wie die germanische jahrhundertelang den Römern unbesiegbar blieb, erst die Schwärme der Araber, die nachher von den Mongolen vertilgt wurden, brachten Persien in Abhängigkeit. Das jetzige Iran ist das Werk eines Mannes, des jetzigen Schahs R i z a K h a n , der im Februar 1921 mit iranischen Truppen auf Teheran und Kasvin marschierte, die Bolschewiken und Engländer, die das alte Persien in „Einflußzonen" geteilt hatten, vertrieb und daran ging, Iran zu einem nationalen Staat zu machen. Ihm ist es zu verdanken, daß die allgemeine Wehrpflicht eingeführt wurde, und Iran als ein moderner Staat entstand. Gleichzeitig wurden die Konzessionen der Ausländer stark beschränkt. Vor allem in Süd- perfien, dem vielleicht reichsten Erdöllande der WeU, wurden die Gerechtsame der Anglo-Persian-Oil Cie. stark beschnitten. Das Bohrrecht dieser Erdölfirma wurde fast auf die Hälfte eingeschränkt, der Anteil der persischen Regierung an den Erdölvorkommen wurde auf ein Fünftel bestimmt, und nach 66 Jahren wird die Konzession des englischen Kapitals erlöschen, die iranische Regierung also freie Verfügung über die Oelquellen erhalten. Ferner wird jetzt beschleunigt an dem großen Verbindungsweg Trapezunt — Täbris gebaut. Automobilstraßen sind zum Teil schon fertig und vertzinden die Türkei, den Irak und Iran mit dem OsiBn, sie werden nach Afghanistan und Indien durchgeführt werden. Denn Iran ist eins der wichtigsten Verbindungsländer zwischen Indien und dem Nahen Osten. Seine Bevölkerung von etwa 11 Millionen Einwohnern auf einem Gebiet von über 1% Millionen Quadratkilometer hat sich der Regierung des neuen Schahs unbedingt eingefügt. Iran zähll heute zu den bestorganisierten Ländern der mohammedanischen Welt. Seine guten Beziehungen zu Deutschland, die u. a. ihren Ausdruck darin finden, daß im vorigen Jahr eine Prachtstraße in Teheran den Namen Goethestraße erhielt, werden durch die Besprechungen Dr. Schachts noch enger geknüpft werden. Die fundierte Reichsschuld ist infolge der im Juli erfolgten Auflegung einer Reichs- anleihe im dritten Vierteljahr 1936 von 11,64 auf 12,62 Milliarden gestiegen, während die s ch w e- bende Schuld, die von 3,17 auf 2,88 Milliarden sank. Der weiteren Konsolidierung dient die neue Anleihe des Reiches, die bis zum 5. Dezember gezeichnet werden kann und zu den üblichen Bedingungen dem Geldmarkt dargeboten wird. Die Voraussetzungen für einen Anleiheerfolg sind insofern gegeben, als einmal die Menge des anlagesuchenden Kapitals nach allen Ausweisen der Kreditinstitute usw. groß ist und dann die 4Vrprozenti- gen Schatzanweisungen bei einem Zeichnungskurs von 983/4 eine Rendite von 4,67 v. H. aufweisen, die wesentlich höher ist als die der meisten Aktienpapiere. Weiter fällt das Kursrisiko fort. Die in erhöhtem Maße freigewordenen Mengen Kapital zeigen sich auch in der Zunahme des Umlaufs der Sola-Wechsel der deutschen Golddiskontbank, die Ende Oktober bereits über 400 Millionen RM. ausmachten, und in den niedrigen Sätzen des Tagesgeldes. Die neue Anleihe wird zu 10 v. H. im Dezember bezahlt, die zweite Rate- mit 40 v. H. ist im Januar fällig, da der Jahreswechsel größere Einnahmen an Zinsen usw. bringt, die zur Bezahlung der neuen Reichsanleihe Verwendung finden werden. Mit der neuen Reichsanleihe werden innerhalb von zwei Jahren zusammen Über 4 Milliarden kurzfristige in langfristige Reichsschuldverschreibungen umgewandelt worden sein. Es ist schon im Interesse der Fortführung der Wirtschaftsentwicklung geboten, die Anleihe zu zeichnen. Diese Aufwärtsentwicklung der deutschen Wirtschaft zeigt sich übrigens auch darin, daß in den ersten sieben Monaten des laufenden Rechnungsjahres d i e Einnahmen an Steuern usw. des Reiches auf fast 6,5 Milliarden gestiegen sind, also nicht weniger als 1,1 Milliarde mehr als in der gleichen Zeit des Vorjahres. „Wir sind nicht der Auffassung, daß man mit der Werbung allein jedes Erzeugnis groß machen kann — ohne Beachtung seiner Güte..'. In Deutschland soll die Werbung nur für die wirkliche Leistung eingesetzt werden!" Diese Worte aus der Eröffnungsrede des Staatssekretärs Funk beim Kontinentalen Reklame-Kongreß 1936 in Berlin sind ein Programm. Sie räumen mit dem gelegentlich gehörten Vorurteil, daß Werbung nur für den kapitalistischen Wirtschaftsprozeß geeignet sei, endgültig auf. Sie bekennen sich klipp und klar zu der Notwendigkeit gesunder Werbetätigkeit. Daß die Werbung freilich im Dritten Reich dank der Schaffung des Deutschen Werberats ein völlig neues Gesicht erhalten hat, wird niemand leugnen. Alle marktschreierische Reklame ist verpönt und an Stelle der Lautstärke in der Werbung kommt es heute auf die Ueber- ^eugungsstärke an. Ueberzeugen wird man aber den Verbraucher auf die Dauer nur mit dem Erzeugnis, das Qualität und Gediegenheit, Zweckmäßigkeit und Wohlfeilheit in glücklichster Weise verbindet. Wähkend bisher vielfach die Ansicht bestand, daß Werbung eine Tätigkeit sei, die jeder beliebige betreiben könnte, wissen wir heute, daß zur rechten Werbung ein gesundes, ausgedehntes Wissen, ein feines Fingersvitzengefühl und vor allem psychologisches Einfühlungsvermögen gehört. Gerade mit Rücksicht auf die hohen Anforderungen, die dieser Beruf an Wissen und Einfallsfreudigkeit des einzelnen Werbers stellt, ist eine gründliche Schulung des Nachwuchses unerläßlich. So wurde Anfang dieses Jahres als erste Einrichtung dieser Art in der Reichshauptstadt die Höhere Reichswerbeschule ins Leben gerufen, an die mit Recht große Hoffnungen geknüpft werden. Welche wirtschaftliche Bedeutung der Werbung zukommt, geht aus der Tatsache hervor, daß mehr als 50 000 Personen hauptberuflich in der deutschen Werbewirtschaft ihr Brot finden und jährlich etwa eine Milliarde Mark für Zwecke der Werbung ausgegeben wird. Professor Hunke berechnet, daß davon allein für 300 bis 350 Millionen Mark auf Schaufensterwerbung, für rund 280 Millionen auf Anzeigenwerbung, für 250 Millionen auf Werbung durch Drucksachen usw. entfallen. Eine rechte Anschauung von dem Ausmaß der deutschen Werbewirtschaft gewinnt man durch die Feststellung, daß sie ihrer Größe nach dem Wert der gesamten deutschen Automobilproduktion entspricht. Mit Hilfe dieser Wirtschaftswerbung in Höhe von etwa 0,5 v. H. des Umsatzes der Wirtschaft und fast 2 v. H. des Volkseinkommens wurden mehr als 200 Milliarden Mark umgesetzt. ♦ Die großen Drei, also London, Paris und Neuyork, sind durch den Zutritt der Kleinen, der Schweiz, Holland und Belgien, zu einem Block zusammengeschlossen worden, der nach der erfolgten Abwertung der Währungen versucht, diese Währungen zu sichern. Es ist verständlich, daß man, allerdings vor allem in London mit Vorbehalten, diese Erweiterung des Währungsblockes begrüßt und es so hinstellt, als ob damit die Angleichung der Währungen, also das Ende der Währungskrise, schon greifbar nahe gerückt fei und ein neuer Goldstandard nach Ablauf einiger Zeit bestimmt werden könnte. Aber das sind vorläufig Tauben auf dem Dache, denn innerhalb dieses Währungsblockes kämpft jedes Land, besonders England gegen Amerika, einmal um den Vorteil, den es aus der Entwertung feiner Wahrung gegenüber den anderen Entwertungen erreichen will, und ferner ist das Abkommen über die Währungsan- gleichung und die Ankündigung des amerikanischen Staatssekretärs Morgenthau über die Zulassung von Goldankäufen durch die Währungsbanken der an- geschlossenen Länder in Amerika doch bis jetzt ziem» lich illusorisch geblieben, da gerade der G o l d • strom nach Amerika aus den übrigen Ländern mit entwerteter Währung stark zugenommen hat. Es ist also das Gegenteil von dem eingetreten, was man erwartete. Jedenfalls steht einer Währungsangleichung doch zunächst die gewaltige internationale Verschuldung entgegen, der Gegensatz der Goldbesitzenden und Der anderen Mächte, wobei es eigentlich selbstverständlich wäre, daß sich zunächst ein Schuldnerblock bilden müßte, statt eines Währungsblockes. Aber trotz aller dahingehenden Bestrebungen sind wir von dem Schuldnerblock noch ebenso weit entfernt, wie von einer Bereinigung des Währungswirrwarrs. * Das Statistische Reichsamt veröffenllicht eine Uebersicht über den Welthandel. Der Umsatz- wert im Welthandel liegt danach um 4V< o. H. im dritten Vierteljahr 1936 höher als im zweiten Vierteljahr und um 10 v. H. höher als im dritten Vierteljahr 1935. Das Umsatzvolumen ist aber nur um etwa 2 bis 5 v. H. gestiegen, die Hälfte der Zunahme des Umsatzwertes ist auf die Preissteigerung der umgesetzten Waren zurückzu führen. Immerhin ist die langsame Besserung nicht zu verkennen, und auch Lloyds, das große englische Versicherungsinstitut, sagt in seinem Jahresbericht, daß zwar noch viele Wünsche offen blieben, jedenfalls aber seien ,chie allgemeinen Aussichten mehr ermutigend und die Mehrheit derjenigen, die in diesem lebenswichtigen Geschäft tätig sind, darf in die Zukunft mit größerer Zuversicht auf eine Rückkehr günstigerer und beständigerer Verhältnisse blicken." Auch hier wird die Erhöhung der Weltmarktpreise für Rohstoffe als Ursache der Besserung angeführt. Dann aber auch die Belebung des Schifffahrtsmarktes. Während noch vor drei Jahren Schiffe mit einer Gesamttonnage von 12 Millionen Tonnen stillagen, hat sich diese Ziffer auf 4,3 Millionen Tonnen verringert, allerdings spielte dabei das Abwraken des alten Schiffsmaterials eine Rolle. Insgesamt waren am 30. Juli rund 31,5 Millionen Tonnen in Lloyds Register aufgenommen. Davon waren rund eine Million Tonnen Neubauten, 0,2 Million mehr als im Vorjahre. ♦ Die Goldgewinnung der Welt zeigt feit 1933 wieder einen stetig fortschreitenden Aufschwung, während sie 1932 zum erstenmal den Höchststand der Vorkriegszeit überschritt. Nach den Berechnungen des American Bureau of Metall Statistic belief sich die Goldgewinnung der Welt ohne die der Sowjetunion in den ersten % Jahren 1936 auf 20,64 gegen 18,3 Millionen Unzen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das entspricht einer Steigerung um 12,8 v. H., während die Welterzeu- gung in den vorangegangenen Jahren nur um 5,7, 4,3 und 2,4 v. H. zugenommen hat. Die Sowjetunion hat chre ehemals beträchtliche Goldausfuhr erheblich eingeschränkt, das amerikanische Schatzamt hat in den letzten Jahren aber nicht nur die gesamte Goldgewinnung der Welt aufgekauft, sondern bezeichnenderweise darüber hinaus auch noch anderen Ländern einen Teil ihrer monetären Goldreserven entzogen Gerade aber in der ungerechten Verteilung des Goldes liegt der Hauptschlüssel zu dem Niedergang des Welthandels. Aus aller Wett. Der Führer ehrt drei hundertjährige. Der Führer und Reichskanzler hat der Frau Emilie K o e p p e in Kottbus, der Frau Johanna Kopp in Hamburg und der Frau Luise Dorothee Steinmetz in Eschwege aus Anlaß der Vollendung ihres 10 0. Lebensjahres persönliche Glückwunschschreiben und Ehrengaben zugehen lasten. Die Gruft der Pfälzer Kurfürsten. Bei den Wiederherstellungsarbeiten in der Heilig» Geistkirche in Heidelberg wurde im Orchester die Gruft ausgedeckt, in der die Gebeine der Kur - fürsten von der Pfalz ruhen, die seit 1410 in der Kirche begraben sind. Die Grabstätte, welche die Gebeine von 78 Toten enthält, war seit 1886 nicht mehr betreten worden. Vorsicht mit Därmeflaschen. Welchen Leichtsinn noch Volksgenossen beim Anwärmen der jetzt in der kalten Jahreszeit viel gebrauchten Bettwärmeflaschen an den Tag legen, zeigt ein Fall, der sich in Jdar-Oberstein zutrug. Dort stellte man eine Metallwärmeflasche auf den Herd, ohne den Verschluß zu lösen. Durch den oei der Erwärmung entstehenden Dampfdruck explodierte die Flasche in dem Augenblick, als ein Kind sich über den Herd neigte, um auf das Summen des Wassers in der Flasche zu hören. Es wurde im Gesicht erheblich verbrüht und mußte ins Krankenhaus gebracht werden. Explosion einer Wäschetrommel. In einer Kasseler Waschanstalt war ein Klempner mit zwei Lehrlingen mit der Reparatur einer großen eisernen Wäschetrommel beschäftigt. Als der Klempner mit einer offenen Kerze xum Besichtigen der Reparaturstelle in die Trommel steigen wollte, explodierten die darin befindlichen Gase. Der Klempner wurde sehr schwer verbrannt, während die Lehrlinge mit dem Schrecken davonkamen. Folgenschwere Gasexplosion bei 7Neh. Im Laboratorium des Gaswerks von Montigny bei Metz hat sich eine E x p l o s io n ereignet. Das Gebäude ist eingestürzt. Das Unglück hat drei T o - b e s o p f e r gefordert, die aus den Trümmern des eingestürzten Gebäudes geborgen werden konnten. Unter Öen. fieben Verletzten befindet sich auch der erste Ingenieur, der lebensgefährliche Brandwunden erlitt. Die Ursache des Unglücks konnte noch nicht festgestellt werden. Zur Zeit der Explosion waren die Arbeiter mit dem Einbau eines neuen Reglers für die Gasverteilung beschäftigt. Todesurteil an einem Mörder vollstreckt. Die Justizpresseftelle Berlin teilt mit: Am Freitagfrüh ist in Berlin-Plötzensee der am 1. Dezember 1911 geborene Albert Rüdiger aus Berlin-Mariendorf hingerichtet worden, der durch rg^//z W ßaden PALMOLIVE. He SEIFE. 1 die Ihrem Teint (Jugend und Setw/dieit en/iäiti 3 -e suchter 7514A im 66. Lebensjahre. Gießen (Anneröder Weg 40). den 26. November 1936. Das passende Weihnachts- 05465 geschenk in T605D Volks- Poliertes 7501D Schlalzimmer (Gleichstrom) i. Auftrag preis- neu, billig zu verwert zu verkauf, kaufen. Wo,.sagt FERTIG UND (0 OjNACH MASS sucht. 05467 150- Goethestr. 63III 85- 75. Seltersweg 63 45- 32- Vertraßslieferant der Heereskieiderkasse GIESSEN Infolge Großeinkauf selbst ausge- Carl Stiickrath Asterweg 47. Besonders billige Preise, erstklassige Verarbeitung, u.fachmännische Bedienung werden Sie in jed.Weise zufriedenstellen Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Frau Kath Baum, geb. Otto Kreuzplatz 15 7506 A Fernsprecher 4026 ___________7513D Gut empfohlene WsgeWli für morgens ge- d. Geschäftsstelle desGietz.Anzeig. 150 Paar Hammer-Ski jetzt große Auswahl zu günstig. Preisen Sport-Zerndt Marktplatz Ruf3272 KdF.-Ski- Vertriebsstelle Skl-Renaratnren SptMtd tomlt Bevor Sie Ihren neuen Mantel kaufen, kommen Sie zu uns s Einspaltige | werden zum ermäßigten . Grundpreis von 5 Pf. für die Kleinanzeigen Millimeterzeile veröffentlicht! Die Beerdigung findet am Samstag, dem 28. November, vormittags um 11 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Reiche Auswahl in KINDER-MÄNTEL Dr. Rüths, überbrachte die Glückwünsche der Filmtechnik. Meßter dankte tief bewegt für alle Ehrungen. So wie er sein ganzes Leben dem Dienste am deutschen Film gewidmet habe, so hoffe er, auch in Zukunft seine Kräfte der Weiterentwicklung und Förderung des deutschen Filmwesens zur Verfügung stellen zu können, um damit an den hohen Aufgaben mitzuarbeiten, die dem deutschen Film vom Führer gestellt worden seien. G. m. b. H. Gießen, Marktplatz igur halt sicr [ im Winter! Wetterbericht des Beichswellerdiensles. Ausgabeort Frankfurt. Die Umgestaltung der Wetterlage schreitet zu. nächst nur langsam fort. Ein kräftiges, mit seinem Zentrum über Spanien liegendes Tiefdruckgebiet beginnt seinen Einfluß langsam nach Mitteleuropa hin auszudehnen. An seiner Nordostseite kommt bei uns eine etwas lebhaftere südöstliche Strömung in Gang, die trotz der über Deutschland liegenden naß- kalten Mischluft vorübergehend wieder Aufheiterung bringen kann. Es bleibt bei geringen Druckunter, schieden vorerst das noch winterlich kalte und be« deckte Wetter erhalten, doch wird späterhin zeitweise mit etwas freundlicherer Witterung zu rechnen sein. Aussichten für Samstag: Vielfach neb« liges und meist bewölktes Wetter, ohne nennens- werte Niederschläge, veränderliche Winde, nachts ^Aussichten für Sonntag: Vielfach dun. stig, im ganzen etwas freundlicheres Wetter, nachts Frost. Lufttemperaturen am 26. November: mittags — 0,1 Grad Celsius, abends —1,1 Grad; am 27. November: morgens —2,2 Grad. Maximum —0,1 Grad, Minimum heute nacht — 2,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. November: abends 0,4 Grad Celsius; am 27. November: morgens 0,4 Grad. Hauptschristleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigen» (eiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 36: 10 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. DÄ«VV«LUrmr Oer neueste und vollkommenste Apparat steht zu Ihrer Verfügung.- Erstklassige und fachmännische Ausführung sichert Ihnen zu AMNVS KSch Damen- und Herrenfriseurmeister Herrliche Speisezimmer Wohnzimmer Büfetts 7511 A Schreibschränke Kautsche Bettkautsche, Sessel Schränke U, BÄ Große Auswahl und niedrige Preise Möbelhaus Georg Koos Gießen, Schulstr. 6. Koor-iinö Sorümöüelo aller Art sind. Sie i.Spezialgeschäft 3.6enrel,eonnenHtaBe 18 Fernruf 3967, gegr. 1876 Bastartikel,Wäschetruhen von RM. 5,80 an ttibhiltapi neuzeitlich eingerichtet, i.Stadt- zentrum, gut rentierend, mit einem Näeteingang ü.3500-RM., auswanderungshalber preiswert zu verkauf, durch Fmmo- bilienbüro Glenz, Darmstadt, Friedrichstr. 21, Telefon 2271. _____________________7504D 3 Vorzüge die wichtig sind tadellosen Sitz und Schnitt — gediegene Stoffqualität — wirkliche Preiswürdigkeit — das sind die 3 Vorzüge unserer guten Herren- und Knabenbekleidung. Bitte überzeugen Sie sich selbst davon durch einen unverbindlichen Besuch. Winter-Mäntel Ulster und Paletots RM. 35.- 45.- 58.- 72.- 85.- 95- Große Auswahl in Modellstücken führender Büchertisch. — Pr 0 f. Dr. Hans Walsmann: Rechts- streit und Vollstreckung. Preis in Leinen 2,60 Mark. Verlag von Quelle & Meyer, Leipzig. — (488) — Diese Einführung in das Zivilprozeß- und Konkursrecht ist ein Musterbeispiel dafür, wie ein umfangreiches Wissensgebiet auf beschränktem Raum so klar dargelegt werden kann, daß der Leser mühelos ein zuverlässiges Bild gewinnt. Alles, was der junge Student, aber auch der Kaufmann oder Laie im täglichen Leben über das Gericht, die Parteien, das Prozeßverfahren, über die Rechtsmittel, die Zwangsvollstreckung ufw. wissen sollte, ist hier übersichtlich in verständlicher Form zusammengestellt. Auch der Konkurs ist in allen Phasen ausführlich geschildert, wobei alle Möglichkeiten zum Schutz der Gläubiger genau durchgesprochen werden. — Unsere kleinen Kinde r. Von Frau Dr. med. Johanna Haarer. Mit 16 Abbildungen. Kart. 3,50 Mk., Leinwand 4,50 Mk., I. F. Lehmanns Verlag, München. — (407) — Das Buch bildet die Fortsetzung des Buches „Die deutsche Mutter und ihr erstes Kind". Es behandelt die Pflege und Erziehung unserer Kleinen vom 2. bis 5. Lebensjahr. Auch in diesem Buch spürt man, daß eine Frau, die das Geschehen unserer neuen Zeit bewußt erlebt und ihre Forderungen erfaßt, zu unseren jungen Müttern spricht. Als Hausfrau, Mutter und Äerztin weiß sie Rat und Hilfe in so vielen großen Kleinigkeit! Mit W Janssens Tee! Aillii * Mied Mrend oc I s ' Jen DeuM Ber ®riinl>un( arer,3»l=y L,;n unser 3ole fiijj) in den roten Msjen Schicksal em i ij- Phalanx, ünabs W der marschiere Nen Straßen dei im die Fackeln. - ■ \;i scharfen Gesichte in neues besseres § । einheitlichen Bla Endlichen Glaube, §dein Gleichschnt i Schritt nach ;iii Arme noch yal ^meisten der jun MN Wochen bei nutr ® ei ft, bei Siebung an eine M in anderer D steinerner Rul /Male auf der jffljer Erhabenheit, M Himmel, hier \ d:h einst, hier ist \ !m, Stein gemorb ftirt, die sterblicher fumbu5, des gr fahles Ziel, dem e llin kleines Geschle Ipoter, einen geh Was schadet das di dec Erhabenheit de M übtnoinbet die W tvM der ' res DfMal \panv errichtet m aTtf der spanGa M .aerissen. Der mv christlichen Äonii Kathedrale, grof I scheu Kunstschasf SSchritte von dem wneneinrichtunq rolle Arbeit im ihresgleichen i °erke ist Sevilla Morgenländer, die Zwangsversteigerung Am rNonlag, dem 14. Dezember 1936, vormittags 9 Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer Nr. 204, die den 7491D a) Hoevels, Fritz, Dr. med. in Luckenwalde, zu % b) Hoevels, Elisabeth, geb. Dürbeck, Witwe des prakt. Arztes Dr. med. Ernst Hoevels in Schlitz, zu zugeschriebenen Grundstücke versteigert: Grundbuch für Gießen, Band 28, Blatt 1284: L Flur III, Nr. 14482/ioo, hofreite Uroltkestraße Nr. 20, über den z alten und neuen Eichen am Steinweg, 393 qm Betrag der Schätzung .... 34 930,— RM. L Flur III, Nr. 14484/ioo, Grabgarten daselbst, 75 qm Betrag der Schätzung ....__ 750,— „ Zusammen 35 680,— RM. Einheitswert (1.1.35) zus. . . 30 600,— „ Die Versteigerung erfolgt zum Zwecke der Aufhebung der Gemeinschaft. Gießen, den 23. Oktober 1936. Für das Amtsgericht: Karle, Ortsgerichtsvorsteher. Urteil des Schwurgerichtes in Berlin vom 29. Juni 1936 wegen Mordes zum Tode verurteilt worden ist. Rüdiger hat am 25. August 1935 die 12jährige Schülerin Erna Vogel vergewaltigt und dann, um die Zeugin des Verbrechens zu beseitigen, ermordet. Ein Landesverräter hingerichtet. Die Justizpressestelle Berlin teilt mit: Der vom Volksgerichtshof am 7. Februar 1936 wegen Landesverrats zum Tode und dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte 32jährige Walter W 0 b b r 0 ck aus Collberg ist am Freitagmorgen in Berlin h i n g e r i ch t e t worden. Ehrung des deutschen Filmpioniers Oskar Meßter. Die Reichsfilmkammer veranstaltete eine eindrucksvolle Ehrung für den Pionier des deutschen Films, Oskar Meßter, der, wie berichtet, vor wenigen Tagen seinen 70. Geburtstag feiern konnte. Der eben aus Warschau zurückgekehrte Präsident der Reichsfilmkammer, Staatsminister a. D. Professor L e h n i ch, würdigte die Verdienste M e ß - t e r s auf allen Gebieten der Kinematographie und betonte, daß keines der technischen Gebiete des Films und kein Abschnitt seiner Entwicklung von seinen richtungweisenden vorwärtstreibenden Ideen unbeeinflußt geblieben sei. Als Zeichen der Anerkennung überreichte Professor Leh n i ch dem Jubilar eine künstlerisch ausgeführte Ehrenurkunde. Zugleich übergab er im Auftrag von Reichsmimster Dr. Goebbels dessen Bild mit eigenhändiger Widmung und sprach ihm die herzlichsten Glückwünsche des Ministers aus. Der Rektor der Tech- Nischen Hochschule Berlin, Brigadefuhrer Dr. von Arnim, übermittelte den Dank der Wissenschaft und vor allem der Hochschulen für die Leistungen Meßters. Meßter habe immer gute Beziehungen zur Technischen Hochschule Berlin gehabt; der Senat habe sich entschlossen, ihn zum Ehrensenator der Technischen Hochschule zu ernennen Der Vorsitzende der Deutschen Kinotechnischen Gesellschaft, Heute nacht um 12 30 Uhr entschlief sanft und unerwartet mein lieber Mann, unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Georg Emil Baum Flurschütz a. D. । w Ä'. uee‘*. ober [ erfüll, fefoeifi benen M K Elegantes Speisezimmer echt Eichern. Nußbaum: Büfett (1.80 m) m. geschweiften Türen. Kredenz. Auszugtisch. 6 Stühle mit echtem Leder auf Kedern nur 475.- Mk. Möbelhaus Georg Koos Gießen 7509A Schulstraße Zwangsversteigerung. 7Kj4 Am Montag, dem 30. November 1936, vormittags 9% Uhr, werden im Amtsgerichtsgebäude in Gießen, Zimmer 204, die dem 7172D Karl Christ in Gießen zugeschriebenen Grundstücke versteigert: Grundbuch für Gießen, Band 33, Blatt 1532: 1. Flur V, Jlr. HOVio, hofreike Liebig- flraße 65, am untersten Riegelpfad zwischen den Wegen, 443 qm Betraa der Schätzung..... 20000 RM. 2. Flur V, Nr. 1197/io» Grasgarten, daselbst, 79 qm Betrag der Schätzung . . . . . 800 RM. Zusammen = 20800 RM. Einheitswert zum 1.1.35 . . . . -18100 RM. Gießen, den 16. Oktober 1936. Für das Amtsgericht Gießen: __________Karle, Ortsgerichtsvorfteher._______— und kleinen Dingen. Heber Ernährung und Wachstum, über Spiel, Spielzeug (Selbstanfertigung), Sauberkeit, Essen, Eßschwierigkeiten, Kleidung (unter Beifügung genauer Schnitt- und Strickmuster) wird liebevoll, eingehend und aus eigener, reicher Erfahrung gesprochen. Auch an kleine Geldbeutel und ländliche Verhältnisse ist immer gedacht. Vor allem will Frau Dr. Haarer uns in der für dieses Alter verantwortungsschwersten Aufgabe, der richtigen Erziehung, helfen. Die Verfasserin gibt in ihrer warmen und herzlichen Weise einsichtsvollen Rat. Sie macht auf das Grundsätzliche, wie auf die vielen kleinen Schwierigkeiten, auch auf Elternfehler und -schwächen aufmerksam und bewahrt uns so vor Erziehungsschäden, die später nur schwer wieder gutgemacht werden können. — KurtEggers: Die GedurtdesJahr- tausends. 150 Seiten. Gebunden 2,80 Mark. Schwarzhäupter-Derlag, Leipzig. — (358) — Eggers versucht hier in einer Folge von aphoristischen Leitsätzen eine Sinngebung der Geschichte des Abendlandes im Geiste Nietzsches. — Hans Friedrich Blunck: Dammbruch. Novellen. Mit einem autobiographischen Nachwort. (Nr 7327.) Kartoniert 35 Pf., im Meisterband (Ganzleinen) 1 Mk. Philipp Reclam jun., Verlag, Leipzig. — (368) — Das Bändchen enthalt Novellen im eigentlichen Sinn: Gestaltungen eines ungewöhnlichen Vorfalles in dramatisch zugespitz- ter, knapper Prägung, mit scharfer Charakteristik und innerer Spannung. Alle diese Menschen sind verwachsen dem mütterlichen Boden, dem weiten niederdeutschen Land mit Feld, Weide, Moor und Meeresküste, und so zeigen sich auch in ihrem Wesen bei aller scharf geprägten Eigenart doch die typischen Züge des niederdeutschen Stammes. Das autobiographische Nachwort macht deutlich, wie fest Blunck mit seiner Heimatscholle verwachsen ist, der er auch nach all seinen literarischen Erfplgen treu blieb: Dichter und Erbhofbauer sind in ihm zur unzertrennlichen Einheit verbunden. Häuser RM. 110.- 120.- 130.- 140- Straben-Anzüge in modernen Ausmusterungen RM. 35.- 45 - 58.- 65.- 78- Modelle; RM. 95.- 105- 115- Sport-Anzüge besonders flotte Formen RM. 30- 38- 45- 52- 65- Knaben- und Burschen-Mäntel aus führenden Spezialhäusern RM. 19- 22- 24- 26- 30- 35- Knaben- und Burschen-Anzüge RM. 16.50 18.75 21- 24- 27- OrWernerJanssens Frühstückskräutertee Preis 50 Pfg.und 2," Mark Erhältlich in den Drog.: Seibel, Frankfurter Str. Kilbinger Nachf., gegenüber dem Gloria-Pa asl 9as beul ... Von 2 Würgermeifl Ä* hätte bi J Doll erobern t 5n- wenn sie i S lon auf den li ??er ^it 31 'Hauung seh E Epuls in f S'*n SU e i, ?°uliche @e KV0", d-m Ito Mturel N" d-- ; KL',- [ Vermietungen | Schöne 3-Zimmerwohnung mit Badeeinrichtung und allem Zubehör inWie- seck sofort oder spät, zu vermiet. Schr. Ang. unt. 05468 a.d.G.A. | Mietgesuchej 5-ti-ZimJßhD. oder kleines Einfamilien-Haas mit Zentralheiz. von ruh. Dauer- miet. bis 1. April 1937 ge/ucht. Schr. Ang. unt. 75001) a.d.Gieß. Anzeiger erbet. Keine Zeugnisse in Urschrift tondern nur Zeugnis- abfd) elften Dem Be- werbungsichreiben beilegen — Lichtbilder undBewerbungsuntev» lagen müflen zur Vermeidung oon Verlusten aus der Rücisette iRa- men und Änschrist des Bewerbers ttagenl [ Verkäufe"~| Klaviere neue und gebr., in allen Preislagenzuverkauf, und zu vermiet. Günst.Zahlungs- bedingungen. G. Ebert Klaviermacher Gießen lobisg Ludwigstratze 5 Fernruf 2403. 5t9uölfluger (Neuwert 60 M.) für Mk. 40- zu verkaufen. 05464 Wo, sagt die Ge- schäftsst. d.G. A. Sehr gute Dienste geleistet. Bärwang, 17.11J4. Wally Epp, Hebamme. Mit gutem Erfolg angewandt. Ballenstedt, 4. 2. 34. W. Beyer Kta. Nach 5 Tagen befreit von acht- wöchigem, quälendem Husten. I. Jäckel, Insp. Id. Nahe-Tiefenst. 17.2.32, Viele ähnliche Urteile liegen vor. Husta-Glycin Flasche 1.-, 1.65, Sparflasche 3.25 — Hustobone (Kräuterbonbons) Dose 75 Pfg. Drog.W.KilbingerNchf.,Seltersw.69 Drog. O. Winterhoff, Kreuzpl. 9/10 Drogerie Elges, Seltersweg 66 Drogerie K. Seibel, Frankf. Str. 39 Drog. H.Bornemann>Bahnhofstr.l7 Nachlässe von 3 bis 20 v. H. erhalten Sie bei wiederholten Veröffentlichungen einer Anzeige > r diese Zeit erfüllt. Die Kulturtagungen mNurn- bi-rg aber, auf denen der Führer jeweils zu seinen rchtungweisenoen Reden das Wort ergreift, sind Mittelpunkte von polarer Wichtigkeit, um die das n uerweckte geistige Leben Deutschlands kreist. Der ^illtionalsozialismus schafft sich so die neue Da- |iinsform und den neuen ßebensmhalt für an (e r Volk. Er schafft neue unvergängliche Kul- 1...... ■ *-• --*• dran- «sie »"1 Il-ssiS-^ B sprecht r Spanien marschiert. Von unserem 23. H.-Berichterstatter. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Sevilla, November 1936. Es ist immer schwer, ein fremdes Volk zu verstehen. Wir Deutsche, die wir im Ruf stehen, besonders objektiv zu sein, haben es deshalb doch nid)t leichter, vielleicht sogar schwerer. Trotzdem fühlt der Deutsche, der in diesen Tagen nach Spanien kommt, rasch eine gewisse Gemeinsamkeit der Ziele und der Denkweise heraus, die trotz äußerlicher Verschiedenheiten in der Auffassung und trotz offenbarer Gegensätze überall dort bemerkbar wird, wo man mit Leuten aus dem Volk oder mit den Führern der jungen spanischen Bewegung spricht. Der Spanier erklärt gerne, daß ihm von allen Gästen seines Landes, die alle gleiches Gastrecht genießen, der Deutsche innerlich am nächsten stehe. Trotz mannigfacher Versuche der Entente hat Spanien während des Weltkrieges seine Neutralität treulich gewahrt und den aus anderen Ländern vertriebenen Deutschen großzügig Asylrecht gewährt. In den Jahren des Zusammenbruches Spaniens unter der Marxistenherrschaft fand naturgemäß eine ^itfremdung der beiden Länder dank der „antifaschistischen" Propaganda statt, die jedoch von kurzer Dauer war. Nun, wo das eigentliche Spanien sich wieder zur Herrschaft hindurchringt, werden neuerlich die alten Gefühle der Freundschaft wach. In Sevilla findet ein Fackelzug der spanischen Phalanx, der jungen national-syndikalistischen Bewegung, statt. Es ist der dritte Jahrestag der Gründung dieser Bewegung durch ihren Führer, Jose Antonio Primo de Rivera, allgemein „unser Jose Antonio" genannt, der augenblicklich in den roten Kerkern Alicantes einem ungewissen Schicksal entgegensieht. Trotzdem marschiert die Phalanx. Unabsehbar schlingt sich die endlose Kette der marschierenden Kolonnen durch die gepflegten Straßen der andalusischen Hauptstadt. Hell lodern die Fackeln. In ihrem Widerschein leuchten die scharfen Gesichter der unzähligen Kämpfer für ein neues besseres Spanien, Männer und Knaben, im einheitlichen Blauhemd, alle erfüllt von einem jugendlichen Glauben an ein großes Ziel. Mag es mit dem Gleichschritt noch hapern, mögen die bei jedem Schritt nach spanischer Art hochgeschwungenen Arme noch haltlos durch die Luft flattern — die meisten der jungen Kämpfer sind erst seit wenigen Wochen bei der Phalanx — es ist ein neuer Geist, der hier marschiert, der Geist der Hingebung an eine große Sache, der sich bei jedem Volk in anderer Weise äußert. In steinerner Ruhe, unbewegt, schaut die Kathedrale auf den Fackelzug hinab. In großartiger Erhabenheit streben die gotischen Spitzbogen ;um Himmel. Hier sind die Zeugen spanischer Größe von einst. Hier ist der Glaube, der Berge versetzen Ifann, Stein geworden. Hier ruhen, nach langer Irrfahrt, die sterblichen Ueberreste des Christoph C o - ! u m b u 5 , des großen Gläubigen an ein vorgesoßtes Ziel, dem eine neue Welt geschenkt wurde. Ein kleines Geschlecht hat ihm, vierhundert Jahre später, einen geschmacklosen Sarkophag errichtet. Was schadet das dem Ruhm des Columbus' oder der Erhabenheit der Kathedrale? Die Größe von £ linst überwindet die späteren Niederungen. mt u» rto,N b?i rOhiunft ? hfl: Mn. 'M 4. l0C' Nlltzz bun. er' nacht; ittajs-oj »»embtr; M Mini, mperaturen M.lffirab Grad. M Lanoe 3>e Bilder. ^Thyriot; • Anzeigen, 13ni)alt ber S loooa JIcMuA. !°«tlich in ^schließlich rten 15 Pf. ^amstaaz mehr. 1935 gültig. Niemals hätte die nationalsozialistische Bewegung los Volk erobern und einen neuen Staat aufbauen lönnen, wenn sie nur als Partei und nur als Or- lonisation auf den Plan getreten wäre. Um das n so kurzer Zeit zu vollbringen, mußte sie Welt- c n s ch a u u n g sein, aus der Seele und dem Wesen mferes Volkes geboren, sie mußte einen künstlerischen Impuls in sich tragen, um die Herzen der Volksgenossen zu erwärmen und in der Seele des Talkes eine «Saite zum Schwingen zu bringen. Die »eltanschauliche Gedankentiefe und der künstlerische Impuls, von dem die Idee getragen ist und die räutertee. nkfurter Str; Gloria-Pa ast W. n $6, vormittag; ibe in Gießen, f 7172D y 1 TbeÄ ser D 0 lk. Er schafft neue unvergangiicyi 1 der gtl furnierte, die naturnotwendig nach Gestaltung z n, weil sie Ausdruck der Gesinnung und de! siss-A! Aeliag, 27. November 1956 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) len Lebens und zur Vereinfachung der Arbeit dienen, und stolz auf die Werke des spanischen Volkes, sowohl vor wie nach der Kalifenherrschaft, die sich hauptsächlich auf Bauten des Glaubens, der religiös fen Gemeinschaft beschränken. Beide gehören zu Spanien, und beide Veranlagungen sind noch heute in Spanien, vor allem in den Südprovinzen anzutreffen. Heute beginnt das spanische Volk, sich seiner Vergangenheit und der daraus entstehenden Verpflichtung, wieder bewußt zu werden. Ein Wunsch erfüllt die besten Spanier, wieder zu der ursprünglichen Größe zurückzukehren, die im Laufe der Zeit, teils durch eigene Schuld, teils durch fremde Einflüsse, fast verloren schien. Gerne schauen die marschierenden Phalanxisten zu den überkommenen Zeugen einer großen Zeit hinauf, an denen sie vorbeimarschieren, und die dem spanischen Volk tn letzter Stunde durch das Eingreifen von verantwortungsbewußten Revolutionären erhalten gelblichen find. Nicht überall konnten die Dokumente alter Kultur vor der Zerstörung durch den alles vernichtenden Bolschewismus bewahrt bleiben. „Espana una“ erschallt der Kampfruf der jungen Phalanxisten: ein einiges Spanien, ein einiges Volk, ein einheitlicher Glaube. Aus den Aufrufen und Werken ihrer Führer spricht die Ueberzeugung: Wir Spanier besitzen eine arteigene Kultur, die es verachtet, sich wesenfremde, sog. internationale Lehren aufzwingen zu lassen. Wir bekennen uns zu unserem Volk und achten jede Nation, die ein gleiches tut. Nun marschieren die Kolonnen der nationalen Regimenter auf die Hauptstadt des Landes, M a - drid, zu. Madrid, von jeher die Sehnsucht eines jeden Spaniers, ist heute zum Symbol des Vormarsches des erwachenden Spaniens geworden. Noch nie hatte wohl die Zentralisation Spaniens auf seine Hauptstadt derartig verhängnisvolle Folgen, wie bei Beginn des Krieges. In Madrid befand sich alles, was für die Verwaltung und kulturelle Tätigkeit Spaniens von Bedeutung war. Wer Madrid hatte, hatte Svanien. Hiermit erklärt sich auch der anfängliche Optimismus der marxistischen Regierung, die glaubte, daß Spanien nichts gegen seine Hauptstadt unternehmen würde und könnte. Nun aber erobert sich Spanien sein Madrid. Auch marokkanischeTruppen nehmen teil am Befreiungskampf, und ihnen, gemeinsam mit der hervorragenden Truppe des T e r c i o , ist es zu verdanken, daß der Vormarsch so schnell und reibungslos verlief. Die Marokkaner kamen als Verbündete des spanischen Volkes, um ihm beizustehen im Kamps gegen einen internatioanlen Feind, der früher oder später auch Marokko heimsuchen könnte. Auch der einfache marokkanische Frontsoldat ist sich dieser Aufgabe bewußt. Er weiß, daß er gegen einen Feind kämpft, der weder Religion, Ueberlieferung noch Familie achtet. Der Marokkaner, der in seiner Weise tief gläubig ist, achtet den gläubigen Spanier, wie anderseits die Spanier die marokkanischen Krieger in jeder Weise bei ihrer Religionsausübung unterstützen. In Salamanca waren die marokkanischen Truppen in einem alten katholischen Kloster untergebracht. Die eigentlichen Klosterbewohner beschränkten sich auf einen Teil des Gebäudes und bewirteten die verbündeten Andersgläubigen bereitwillig, geeint durch den gemeinsamen Gegner. Die Zuversicht auf den Endsieg ist heute so selbstverständlich, daß darüber kaum noch ein Wort verloren wird. General Varela, einer der erfolgreichsten Generäle des „Tercio" erklärte mir lächelnd: „Wir marschieren, und wenn wir durch Madrid marschiert sind, geht es nach Barcelona und nach Barcelona werden wir so lange weiter marschieren. bis in Spanien Ruhe und Ordnung wiederhergestellt sind. Unsere Aufgo.be ist militärisch nicht einmal ehrenvoll, da unser Gegner nicht an militärischen Begriffen gemessen werden kann. Während wir marschieren, lausen sie wie die Hasen." Der Krieg an der vordersten Front liegt in Händen des „£ e r c i 0" und der marokkanischen regulären Truppen. Es ist irreführend, das Tercio als Fremdenlegion zu bezeichnen, denn, obwohl Ausländer dort eintreten können, wird der größte Teil der Soldaten doch von spanischen Freiwilligen gestellt. Das Verhältnis dieser beiden Fronttruppen zueinander ist ein außerordentlich kameradschaftliches. Sie lösen sich in den Schützengräben gegenseitig ab und bringen sich gegenseitig das Essen. Wenn die Marokkaner ihren Pfefferminztee trinken (alkoholische Getränke sind ihnen durch ihre Religion verboten), so halten sich die Legionäre an den Wein. Sonst sind ihre Ansprüche gering; solange es nur vorwärts geht. In den befreiten Teilen Spaniens ist allenthalben wieder Frieden eingekehrt. Die Bevölkerung geht in gewohnter Weise ihrer täglichen Arbeit nach. Die Lebensart des Spaniers läßt ihn erlittene Schäden bald vergessen. Und doch haben sich diese Leute in irgendeiner Weise verändert, sind sie um eine Erfahrung reicher geworden. Der Krieg, der bisher, materiell gesehen, nur Zerstörungen hervorbrachte, hat in den Herzen der Bevölkerung manch alte Einbildung zerstört und dafür neue Werte gesetzt. Wer heute durch das befreite Spanien fährt, wird häufig ein besonderes Abzeichen bemerken, das sowohl von Soldaten und Zivilisten, Männern und Frauen, getragen wird. Es ist eine Zusammenstellung der Flaggen der vier autoritär regierten Länder, Deutschland, Italien, Portugal And Spanien. Ohne irgendwelche außenpolitische Veranlassung hat das plötzliche Aufkommen dieses neuen Abzeichens, das der Liebe des einfachen Spaniers zu Abzeichen und Orden überhaupt entspringt, doch seine innenpolitische Bedeutung. Es versinnbildlicht einen Frontwechsel vom Liberalismus zum Prinzip der Autorität des Staates, vom derzeitigen Völkerbund zur 'offenen und ehrlichen Verständigung. Mit Stolz rühmt sich der einfache Spanier, daß er in einer Front mit denjenigen Ländern steht, die den Kommunismus bekämpfen. Der Kampf um das neue Spanien hat plötzlich eingesetzt, doch er wird von langer Dauer sein. Ein ganzes Volk ist plötzlich in eine Umwälzung geraten, aus der es nur in einer grundsätzlich neuen Form hervorgehen kann. Aus dem Schmelzkessel des blutigen Bruderkrieges — denn auf beiden Seiten sind es Spanier, die mit ihrem Leben für eine gedachte Staatsform einstehen — muß ein neues Volk hervorgehen, soll der ungeheure Einsatz an Menschenleben irgenbroie gerechtfertigt sein. Es ist tröstlich, daß dies vön den Führern des neuen Spaniens bereits klar ausgesprochen wurde: der Kampf geht weiter, auch nach Beendigung der militärischen Auseinandersetzung. Bayreuth auf platten. Sie Aufnahmen der Wagner-Festspiele - ein Kulturdokument. Seitdem Richard Wagner auf dem Festspiel- Hügel von Bayreuth für seine Werke das deutsche Nationaltheater errichtete, ist es heilige Pflicht und ernstes Bestreben jeder Generation, der eigenen Zeiten beste Kräfte an die Erfüllung des Jdealbe- griffs „Bayreuth" zu setzen. Wer die diesjährigen Festspiele besuchen durfte, weiß, daß Deutschlands größte Künstler sich mit einem Höchstmaß ihrer reichen Mittel in den Dienst des Gesamtkunst- werks gestellt haben. Um so dankbarer müssen wir sein, daß die wahrhaft festlichen Eindrücke nicht an jenen lauen Sommerabenden endgültig verklungen sind, um nur in der Erinnerung fortzuleben. Ein bedeutsamer Ausschnitt ist auf Schall- platten gebannt. Sie sind nicht allein dem Bayreuth-Pilger ein unschätzbares Hilfsmittel, in rück- schauenden Feierstunden aus Musik, Gesang und Deklamation das szenische Bild wieder vor das innere Auge zu zaubern; die Platten wenden sich auch an jene Freunde der Wagnerschen Muse, die nicht nach Bayreuth kommen können, und vermitteln ihnen eine Vorstellung von der musikalischen Vollendung, die in den Bayreuther Festspie - l e n heute wieder erreicht ist. Darüber hinaus besitzen diese Platten, die während der Ausführungen im Festspielhause selbst geschnitten worden sind, Zeugniskraft für spätere Zeiten, indem sie denen, die nach und zum Dienst am Kunstwerk Wagners berufen werden, mitteilen, welche Klanggestalt unsere Epoche seiner Musik gegeben hat. Leider entbehren wir solche Dokumente aus der Aufführungspraxis des Meisters selbst. Besäßen wir sie, manche Streitfrage wäre leicht zu entscheiden und es ergäben sich Vergleiche von höchstem kulturgeschichtlichen Reiz. Der besondere Ehrgeiz der diesjährigen Aufnahmen bestand in der Absicht, „die wirkliche Atmosphäre des Festspielhauses in ihren klanglichen und künstlerischen Voraussetzungen" einzufangen. Es wurde deshalb auf alle Umstellungen im Orchester oder auf der Bühne verzichtet und mit Hilfe eines hochentwickelten Tonoerfahrens die Originalaufführungen festgehalten. Selbstverständlich stellen die Platten auch an die Wiedergabeapparatur erhebliche Anforderungen, sollen sich die letzten Geheimnisse enthüllen. Aber der Besitzer eines vollwertigen elektrischen Spielgeräts wird erstaunt sein über die Fülle der Klangentladung und die Zartheit instrumentaler Feinheiten. Neun Platten liegen vor (Telefunken SKB 2047 bis 2055), auf denen siebzehn verschiedene Aufnahmen ftstgehalten sind. Obwohl jede Platte in sich abgeschlossen ist, besteht zwischen mehreren ein innerer, oft sogar äußerer Werkzusammenhang. Dem „Lohengrin", der einzigen Neuinszenierung der diesjährigen Festspiele, sind fünf Platten gewidmet, „W a l k ü r e" und „S i e g- fried" je zwei. Die besondere Ausgabe, „Atmosphäre" einzufangen, ist am besten auf den „Siegfried"-Platten gelöst. Max Lorenz, der die Schmiede- und Schmelzlieder sowie die Szene unter der Linde („Waldweben") singt, ist als echter Wagnersänger so stark darstellender Künstler, daß seine Vokalisie- rung und Phrasierung wesentlich bestimmt wird von der körperlichen Bewegung des temperamentvollen Sängerschauspielers. Diese darstellerischen Akzente spiegelt die Aufnahme erstaunlich gut wider. Aehnliches läßt sich auf den „Lohengrin"- und „Walküre"-Platten bei Maria Müller beobachten, die im Zwiegesang mit Franz Völker ihre selbstvergessene Gestaltungskunst stärker einsetzt, als es bei einer reinen Mikrophonaufnahme geschehen wäre. Sehen wir darin den besonderen Reiz dieser Platten, so kommen doch auch die Freunde schlackenlos fließenden Gesanges auf ihre Kosten, wenn sie sich an Franz Völker halten. Als Lohengrin und Siegmund hat er reichlich Gelegenheit, seinen blühenden, fast unbegrenzten Tenor mit einer klanglichen Schönheit einzusetzen, die nur durch die besondere Fähigkeit dieses Sängers übertroffen wird, durch feinste Abstufungen des reinen Gesangtons den dramatisch-seelischen Gehalt herauszuarbeiten. Nicht zu überhören ist ferner die einzigartige Akustik des Festspielhauses, die den Ausnahmen zustatten gekommen ist. Sehr vorteilhaft wirkt sie sich in den „Lohengrin"-Chören aus, die das erlesene Stimmenmaterial der einhundertsiebzig Sänger auf der Platte zu einer differenzierten, in der Gesamtwirkung außerordentlich dramatischen Wirkung bringen. Auch der schlanke Klang der Blechbläser im Orchester ist eine Freude für den aufmerksamen Hörer, wie ja die unvergleichliche Klangeinheit' zwischen Streicher- und Bläsergruppen überhaupt zu den stärksten akustisch-künstlerischen Eindrücken des Festspielhauses gehört. Verwunderung erregt lediglich die tiefe Stimmung der einen „Siegfried"-Platte (Waldweben), die den Tenvr- klang seltsam dunkel färbt. Die ganze Bayreuth-Serie ist in der zweiten Festspielhälfte ausgenommen unter der musikalischen Leitung des Generalintendanten Heinz T i e t j e n. Er bewährt sich vor allem im Vorspiel zum dritten nachlässigen. Adolf Hitler hat gesagt: „Es ist Aufgabe der Regierung, dafür zu sorgen, daß gerade in einer Zeit beschränkter politischer Macht der innere Lebenswert und der Lebenswille der Nation einen um so gewaltigeren kulturellen Ausdruck finden. Gerade in einer Zeit wirtschaftlicher Nöte und Sorgen ist es wichtig, allen Menschen klar zu machen, daß eine Nation noch höhere Ausgaben besitzt, als in gegenseitigem wirtschaftlichen Egoismus aufzugehen. Die Kulturdenkmäler der Menschheit waren noch immer die Altäre und Besinnung auf ihre bessere Mission und ihre höhere Würde." Wenn man in einem Volke die Pflege des Kulturellen vernachlässigt, geht feine Lebenskraft gegen das artfremde zerstörende Element verloren. In dem System des Marxismus reißt man die Denkmäler nieder und leugnet Gott, um im Dienste des Judentums die Völker zugrunde zu richten. Rußland und Spanien bieten dafür die anschaulichen Beispiele. Auch in unserem Lande hat man der Pflege wahrer Kultur schon vor dem Kriege nicht mehr die notwendige Aufmerksamkeit geschenkt. Da mag man sagen, Kulturpflege sei eine Angelegenheit für Leute, die Zeit haben oder die dafür eine besondere Vorliebe besitzen. Der Bauer, der seinen Acker pflüge und sich täglich mit der Landarbeit abmühe, mache sich keine Gedanken über Kunst und Theater. Der Arbeiter habe in der Fabrik auch keine Zeit, sich mit der Pflege der Geistigkeit zu befassen, auch nicht der Kaufmann, der in seinem Geschäft den Tag mit nüchterner Arbeit ausfüllen muß. Solche Meinungen sind irrig, sie strafen sich oft selbst Lügen. Nirgendwo tritt das Brauchtum und die kulturelle Ausdruckskraft stärker zutage, als im Bauerntum, wo die Arbeit am allerwenigsten mechanisch wird, wo sie für den Bauern unbewußt kultische Bedeutung hat. An ihr hängt er, der inneren Berufung wegen. Die größten Geister sind unmittelbar aus dem naturnahen Bauerntum heraufgewachsen. Und der Arbeiter? Frage ihn, ob er nicht, um sein Leben menschenwürdig ertragen zu können, mitunter Kraft durch Freude braucht, ob er nicht gern em Lied singt, ob er nicht seinen Geist nähren muß, damit er den harten Anforderungen des Alltags überhaupt gewachsen bleibt! Jeder Mensch hat ein kulturelles Bedürfnis, er braucht das wie das tägliche Brot. Kultur gehört zum Leben, wie die Seele zum Körper gehört. Und der Mensch hat das Recht, von der Volksgesamtheit zu verlangen, daß er teilhaben darf an der Gemeinschaftsleistung seines Volkes. Er hat aber auch die Pflicht, diese Gemeinschaftsleistung persönlich mittragen zu helfen und an ihr teilzunebmen. Das Theater hat im deutschen Geistesleben eine fürfirbßitebßfdiaffung hast du schon dein Weihnachlspaket dem WHW. abgegeben? Dein Weihnachtspaket schafft Freude, dir selbst und denen, die deine Hilfe brauchen! 122,5 142,5 151,5 118,13 144 124 116,25 Wirtschaft 5i T. te»"-* XU 1.600.000 18 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. Al. $rantfurt a. 2J1. Berlin fur< börle 25.11. 211. iS J(t" ”'U|> 10,05 30 o . 8 . 6 . 7 4 k 6 , 6 6 6 8 7 168,4 134,75 155 137,5 143 130 139 154,5 199 122,5 143 153,5 118,75 144 125 118,75 169 134,25 155,75 138 143 129,75 137,75 154,75 200 137 14,5 39,75 14,5 122,13 124,5 108,4 109,25 106,75 186,5 170 124,25 155,5 137,5 143,5 129,25 138,75 155,5 200 136 121 142,5 151 117-25 144 125,25 116,25 170 134,75 155,75 137,5 143,5 139 155,25 199,25 123 143,5 152,5 119 189,5 144 125 113 10,2 5,85 30 5,7 29,6 Die Schiachlkontingenie siir Rinder und Schweine Ab 30. November 4936: Für Schweine 80 Prozent, für Rinder 70 Prozent. 6,85 9,75 5,6 29,75 Deins UW soll mn. Hrmwstöia samt überhaupt ein verhältnismäßig großer Auftrieb an Kühen bemerkbar macht. Die Tiere wurden den Metzgern zugeteilt. Am Schweinemarkt stieg die Beschickung auf 7308 (6910) Stück, auf Frankfurt kamen 4593 (plus 100 geschlachtete Schweine der Reichsstelle), auf Mainz 938 (1097), auf Wiesbaden 1053 (1000) und auf Darmstadt 724 (678) Tiere. Die Qualitäten waren in Frankfurt mittel, auf den Übrigen Märkten gut. Zu den geltenden Festpreisen erfolgte Zuteilung. ., r Der Kälberauftrieb hat sich leicht auf 1798 (1855) Tiere verringert. In Frankfurt waren 1103 (1126), in Mainz 270 (284), in Wiesbaden 282 (286) und in Darmstadt 143 (159) Stück angeboten. Die Beschaffenheit der Tiere war in Frankfurt und Mainz mittel, in Wiesbaden mittel bis gut und in Darmstadt durchweg gut. In Frankfurt haben sich die Preise bei schleppendem Geschäft innerhalb der einzelnen Klassen weiter ermäßigt, auch auf den übrigen Märkten erfolgten teilweise niedrigere Notierungen als in der Vorwoche. Am S ch a f m a r k t ergab sich noch keine wesentliche Besseruni der Absatzverhältnisse. Die insgesamt zugeführten 438 (370) Tiere konnten größtenteils nur mit Mühe geräumt werden. In Frankfurt, wo allein 384 (318) Stück zum Verkauf standen, nahm das Geschäft einen sehr schleppenden Verlauf, und die Vreise haben eine weitere Einbuße von 4 bis 5 RM. je 50 kg hinnehmen müssen. In Wiesbaden waren 36 (30) und in Darmstadt 18 (22) Stück angeboten. Rbsm-Mamische Börse. Alittagsborse freundlich. Frankfurt a. M.. 26 Nov. Unter dem Einfluß einer gewissen außenvolitischen Entspannung und im Zusammenhang mit günstigen Nachrichten aus der Wirtschaft war die Börse auf Deckungen am Aktienmarkt leicht befeftiat. Die ersten Kurse brachten bei allerdings weiterhin sehr kleinen Umsätzen durchschnittlich Besserungen von 0 25 bis 0.75 d. h. Montanwerke waren teilweise stärker erhöht, Verein. Stahl 192 75 bis 123 2,5 (121,25), Mannesmann 118 (116 25), Zarpener 153 (151) und Mansfelder nach Pause 153 25 (151). IG -Farben zoaen auf 166 75 bis 167 50 (166), Rütgerswerke auf 138,50 (137) an. Deutsche Erdöl und Metallge- sellschaft gewannen bis 0.75 v. 5). Am Elektromarkt betrugen die Besserunaen 0 50 bis 0 75 o. 5). Don Motorenwerken lagen Daimler und BMW. je 1 v h. hoher, von Maschinenaktien Muog 134,75 (139 50), Rheinmekall-Borsia 150 50 (149 75). dcwegen Moe- nu« 95 (95,50). Im einzelnen sektten Jul. Berger 1. Bemberg. Zellstoff Waldhof und Holzmann bis O 50 v h. Häher, anderarseiks R"'chsbank 0,75 und Eemend Heidelberg 0 50 v. h, ni"driaer ein. Nach den ersten Notierung blieb das Geschäft klein und die Kurse bröckelten hier und da geringfügig ab. „Lohengrin"Äkt als ein km Dramatischen ungemein zügiger und vorausschauender Dirigent. Dagegen legt die Erinnerung an Furtwänglers Art, das „Waldweben" in seiner zarten Lichtfülle und poetischen Besinnlichkeit ausklingen zu lassen, den Wunsch nahe, daß die Aufnahmen in kommenden Jahren fortgesetzt werden mögen, und zwar unter der musikalischen Leitung des Hauptdirigenten von Bayreuth: Wilhelm Furtwängler. Johannes Jacobi. Dm Rentenmarkt waren Kommunol-Um- schuldung mit 89,75 angeboten, Zinsvergütungsscheine, Altbesitzanleihe und späte Schuldbuchforderungen sowie zertif. Dollar-Bonds lagen behauptet. In der zweiten Börsenftunde war die Haltung am Aktienmarkt wenig verändert. Das Geschäft blieb ziemlich klein und die Kurse schwankten nach beiden Seiten kaum mehr als 0,25 bis 0,50 v. H. hoefch zog auf 118,75 nach 118,25, Daimler auf 121,75 (120,50), Westdeutsche Kaufhof auf 57,75 (57) an. Am Kassamarkt wurden Badische Maschinen nach Pause mit 120 (124) wieder notiert. Auch das Rentengeschäft war ruhig. Korn- rnunal-Umschuldung lagen bei 89,65 bis 89,75. Am Pfandbriefmarkt lagen einzelne Liquidationswerte 0,13 v. h. hoher, so Pfälzer, Nassauer und Frankfurter Pfandbriefbank. Stadtanleihen notierten unverändert, Heidelberger nur 5000er Stücke 91 (92). Auslandrenten lagen um eine Nuance freundlicher. Im Freiverkehr nannte man Adlerwerke mit 104 bis 106, Pokorny mit 126 bis 128, Wayß & Freytag mit 125,50 bis 127,50 und VDM. mit 150 bis 152. Tagesgeld etwas gefragt zu 2,75 (2,50) v. H. Abendbörse: ruhig. An der Abendbörse war das Geschäft klein. Die Kurse erfuhren nach beiden Seiten nur geringe Abweichungen, wobei gegen den Berliner Schlußstand mäßige Besserungen in der Mehrzahl waren. Einiges Geschäft entwickelte sich in Montanwerten, Verein. Stahl 123 (122,50), Buderus 122,50 (123), harpener 153,50 (152,50), Mannesmann 118,75 (119), hoesch 118,75 (119), Nheinstahl 149.75 (150). Die Farben-Aktie blieb mit 167,25 (167,13) voll behauptet. Etwas hoher lagen noch Bemberg mit 114,50 (113,75) und Daimler mit 121,75 (121,25). Am Kassamarkt kamen Tellus nach längerer Notiz- unterbrechung mit 115 (110) wieder zur NotiA. An den Rentenmärkten herrschte völlige Geschäftsstille. U. a. notierten: 6proz. IG.-Farben 134, Reichs- bahn-VA. E 125,65. 6proz. NSU. 102,50, 4,5proz. Rumänen 10,05, MAN. E 117, BMW. 141, Bemberg 114,50, Bekula 170, Buderus 122,50, Zement Heidelberg E 166, IG.-Chemie Bafel volle 148.50, do. leere 133, Daimler 121,75, Scheideanstalt 263,50, Licht und Kratt 155,75, IG.-Farben 167,25, Ges- fürel 143.50, Goldschmidt 128.50, harpener 153L0, hoesch 118,75, Holzmann 133,50, Iunghans 111, Mannesmann 118,75, Metallgesellschaft 152,75, Moenus 95, Rheinstahl. 149,75, Schuckert 155,25, Südd. Zucker E 204,13, Verein. Stahl 123, Commerzbank 108,50, DD-Bank 109,25, Dresdner Bank 106,75, Memeler Zellstoff 60, Tellus AG. 115. Frankfurter Schlachtviehmarkt. A.E.S...................... Bekula..................... lilettr. LteferungSgelellschaft... Licht und ftraft ............. Hellen & Guilleaume......... Äesellsch.s.Elektr. Unternehmung. Rheinische Elektrizität ........ Rhein. Wests. Elektr.......... Sdmdert & (£o............... Siemens & Halske............ Lahmeyer L Eo......... .... Dstch»" kJ*iuf Km fl-i AS 1 unteres Bogel H* SS mA. ! ^in dtt sich^ I: Lnb Sohn das 54r liäss so manches Po MPiIinen an. Da interessant, zu . x hi» i, $. für die 2 RamOrtbeftim IM durchaus „nach Ma Lischt werben. Es hc |l|j sich also um kei schematisches Hh Nur die Holzschu X^4ch außerhalb gel Mvrrden, entsprech hn üblichen 9lumme: | _ Holzpantoffel y 1 f.Äffen, daß m I NI Wen hausschul ü ic' Richen Filzpant n ihnen gehen toi I ^Bevölkerung tr tl her h '#ar für l!VlA5bl» d HD Mit dem Nal inösio eine Reihe do Midi Witterung eigei •Oü jur 'Begegnung . M sind teir wm mH o auch im Mg an1 B8(Nere iwöbnlid) mirb m ätimer des Grundes iStn. in vielen i.'i'nar fein. ' Es ftefjt in der 3 mit bem Reichsge Emen ift, fest, d ■nöen Grund ui dort im Kahn Sicherheit des V Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die hohe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.h., Lombardzinsfuß 5 v.h. folgen. Mit Wirkung vom 30. November 1936 wird eine Erhöhung des Kontingentsatzes der Schweineschlachtungen und Schweinefleischumsätze auf 8 0 o. h. Dorgenommen. Gleichzeitig konnte die Hauptvereinigung daran- gehen, die gewisse Begrenzung, die für Haus- schlack) tungen ausgesprochen worden war, um einer unangemessenen Dorratswirtschaft vorzubeugen, einer Prüfung zu unterziehen. Dabei hat sich ergeben, daß die Gesamtoersorgungslage mit Schweinen und Schweinefleisch bereits soweit hat verstärkt werden können, daß die gegenüber dem Vorjahr etwas engeren Vorschriften für die Hausschlachtungen erheblich gelockert werden dürfen. Bei der Auflockerung wird eine Unterscheidung gemacht zwischen gewerblich hausschlachtenden Betrieben — z. B. Kolonialwarengeschäften und Gastwirtschaften — und Privatpersonen, die hausschlachten wollen. Für die erstere Gruppe bleiben die Bestimmungen für die Erteilung der Genehmigung zur Haus- scblachtung in vollem Umfange aufrechterhalten. Dagegen soll in Anbetracht der gebesserten Dersor- gungslage mit der Erteilung der Genehmigung an Privatpersonen großzügiger verfahren werden. Die Genehmigung selbst ist nach wie vor bei den Kreisbauernschaften einzuholen, die angewiesen sind, Anträge, die von Privathaushaltungen auf Genehmigung von Hausschlachtungen gestellt werden, statt- zugeben. Es wird in diesem Zusammenhang darauf hingewiesen, daß der Nachweis über in früheren Jahren vorgenommene Hausschlachtungen nicht erforderlich ist. Die Hauptvereinigung hat sich im übrigen dabei nicht .zuletzt davon leiten lassen, daß damit zugleich auch dem Bedürfnis, die alten wirtschaftlichen Beziehungen möglichst aufrechtzuerha- i ten, weitestgehend Rechnung getragen werden kann. Preußen. Kanarienauestellung in Frankfurt. LPD. Frankfurt a. M., 26. Nov. Vom 28. bis 29 November findet in Frankfurt a. M. in den Räumen des „Steinernen Hauses" in der Braubachstraße eine große Kanarien-Ausstellung, verbunden mit Farbenschau, statt, hervorragende Züchter aus dem ganzen Gau Hessen-Nassau, insbesondere aus Mainz, Wiesbaden, Darmstadt, Worms, Gießen, Offenbach, Hanau, Aschaffenburg usw., haben sich gemeldet. Vor Eröffnung werden die Vögel durch Preisrichter auf ihren Gesang geprüft und gewertet. Stämme, die in dieser Ausstellung 320 Punkte erreichen, sind zur Vorprüfung für die Deutsche Meisterschaft, die für den Bezirk Hessen-Nassau am 12. Dezember in Hanau stattfindet, zugelassen. Kreis Wetzlar. <£ Hörnsheim, 26. Nov. Am heutigen Donnerstag gingen beim Dungfohren die Pferde eines hiesigen Landwirts durch. In rasendem Tempo sprengten die Tiere mit dem Wagen zunächst auf der Straße nach Groß-Rechtenbach zu dahin, wobei sie ein anderes Fuhrwerk streiften, dessen Bremsvorrichtung beschädigt wurde. Am Ortseingang rasten sie dann gegen einen Hoftorpfosten, wobei sie stürzten und die Wagendeichsel abbrach. Trotzdem rannten sie weiter und stießen abermals mit einem landwirtschaftlichen Fuhrwerk zusammen, wobei sie erneut stürzten. Nun erst gelang es, sie zum Stehen zu bringen und zu beruhigen. Zum Glück haben die Pferde nur leichte Verletzungen davongetragen, ebenso sind die Schäden an dem Wagen nicht allzu erheblich. — Der bei einer Gießener Baufirma beschäftigte Arbeiter Ludwig Wedel von hier stürzte an seiner Arbeitsstätte so unglücklich, daß er einen Unterschenkelbruch davontrug und in die Gießener Klinik eingeliefert werden mußte. + Kinzenbach, 27. Nov. Der Reichslufisch u tz b u n d begann im Saale der Wirtschaft Peusch mit der Schulung der Hauswarte. An diesem ersten Kursus beteiligen sich 185 Einwohner. Die Mitgliederzahl der hiesigen Gemeindegruppe beträgt über 300, ein Zeichen dafür, daß man auch hier die Notwendigkeit des zivilen Luftschutzes erkannt hat. > Fellingshausen, 26. Nov. Die Gau- film stelle der NSDAP, ließ gestern abend im Saale Gastwirtschaft h. Haus Wwe. den Film „Grüß mir die Lore noch einmal" vorführen. In der Vorschau wurden neue Bilder vom spanischen Bürgerkrieg, von der 11. Olympiade 1936 in Berlin und anderes gezeigt. Der Besuch des Abends war gut. * Löhnberg, 27. Nov. In unserem Orte ereignete sich ein Unfall, dem leicht das Leben eines Kindes zum Opfer fallen konnte. Das 1^jährige Söhnchen des hiesigen Kaufmanns Walter stürzte in einen Topf mit kochendem Wasser, und erlitt schwere Verbrühungen. Das Kind mußte in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Man hofft, es am Leben erhalten zu können. Rundsunkprogramm. Samstag, 28. November. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Zum Stactts- jugendtag: HI.-Sport. Pimpfe im Gelände. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.40: Landfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Fertig, los! 15.15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten. 15.30: Jungmädel besuchen ein Landjahrlager. Eine Hörfolge von Ruth Droebes. 16: Froher Funk für alt und jung. Buntes musikalisches Farbenspiel. 18: Arbeitsdienst musiziert. 19.30: Der Zeitfunk bringt die Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: Bunter Abend „Schloß Musica", ein Feierabend anläßlich des dritten Jahrestags der NS.-Gemeinschatt „Kraft durch Freude", gemeinsam mit dem Reichssender Frankfurt. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.15: Sportschau. 22.30: ... und morgen ist Sonntag. 24 bis 2: Nachtkonzert. Frohsinn ist Trumpf! Schluß- fürs 25-11 Fwd. Durch die im Zuge des Weideabtriebs im Oktober laufend stark erhöhten Zufuhren zu den Rindermärkten hatte sich der Reichsnährstand veranlaßt gesehen, mit Wirkung vom 1. Oktober d. I. durch die Hauptoereinigung der deutschen Viehwirtschaft das Kontingent für die Rinderschlachtungen und R i nd f l e i s ch u m s ä tz e auf 80 o. h. heraufzusetzen. Nachdem nunmehr, beschleunigt durch die winterliche Witterung der letzten Tage, der Weideabtrieb nahezu beendet ist, trägt die Hauptoereinigung der deutschen Viehwirtschaft folgerichtig den veränderten Verhältnissen Rechnung. Der Kontingentsatz der Rinderschlachtungen und Rindfleischumsätze wird mit Wirkung vom 30. November 1936 auf 7 0 v. h. abgeändert, hier und dort an den Märkten auftretender Spitzenbedarf an Rindfleisch wird, wie vor der Weideabtriebszeit, aus von der Reichsstelle für Tiere und tierische Erzeugnisse zur Verfügung gestelltem Auslandsfleisch gedeckt. Im übrigen bieten sich bereits jetzt und noch mehr in Zukunft hinreichende Ausgleichsmöglichkeiten durch den ständig wachsenden Anfall an Schweinefleisch. Zur Anpassung der Bedarfsdeckung an den vorhandenen Bestand schlachtreifer Schweine mar, wie für die saisonüblich schwachen Auftriebsmonate vorgesehen, zu Anfang August d. I. durch die Hauptoereinigung der deutschen Diehwirtschaft eine Einschränkung der Schweineschlachtungen und S ch w e i n e f l e i s ch u m s ä tz e auf 70 v. h. als notwendig erachtet worden. In Anbetracht der seit Beginn des Oktober ununterbrochen zunehmenden Schweinezufuhren bzw. des auch für die Folgezeit anzunehmenden merklich höheren Vorrats an schlachtreifen Schweinen kann nunmehr die erwartete Wiederausweitung des Schlachtkontingentes Oie Beschäftigung der Industrie im Oktober. Fwd. Im Oktober hat das Arbeitsvolumen der Jichustrie trotz teilweise abwärts gerichteter Saisonkräfte — anders als im Vorjahre — im ganzen weiter zugenommen. Nach der Jndustrieberichter- ftattung des Statistischen Reichsamtes hat sich die Zahl der geleisteten Arbeiterstunden von 68,3 v. h. der Arbeiterstundenkapazität im September auf 68,9 o. h. erhöht. Die Zahl der beschäftiaten Arbeiter ist mit 72,5 v. h. der Arbeiterplatzkapazttat im Oktober gegenüber dem Vormonat fast unverändert geblieben. Die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit ist von 7,62 Stunden im September auf 7,66 Stunden gestiegen. Nhe n-man iche Schlachtviehmärkte. An den rhein-rnainischen Schlachtviehmärkten ergaben sich gegenüber der Vorwoche keine größeren Veränderungen. Mit Ausnahme von Kälbern haben die Zufuhren eine leichte Steigerung erfahren, insbesondere war der Anteil an Schweinen sehr groß. Der Gesamtzutrieb an Großvieh betrug 1255 (1149) Tiere, davon entfielen auf Frankfurt 886 (874), auf Mainz 256 (202), auf Wiesbaden 113 (73) Stück. Ferner wurde als Ausgleich ausländisches Fleisch durch die Reichsstelle an sämtliche Märkte geliefert. Die Qualitäten des zugeführten Großviehs waren durchweg mittel, bei Kühen gering, wie sich "'ssuheriingspflicht “J- Straßen und ui J^M^Ioffene^i 9er Olrige VonD IfcV? 18- 3uni 1 l>l,ner König M des Sompor !? "’A & ju.„" Weber di U7>b-, wer , S d-n laftftpj Hßi eä"unb.t,i«3i( DU' ?1Qn9 in Ml IfcS? Male, m Ä Mf d-m ->. »i ii A.jT.JBülon,; I kMchte bes I mA mit W-t «bnh uni iteruJ /Mben. ^:i kerfen unbekc "ch 5?bgnügte > im. ■6l)lelcr, tnji ÄA such ' Cj? Stocke/ein' Datum 4% oesgl. Sene u ............ 6% Numän. vereinh. Rente v. 1903 l'/r°/°Rumän.vereinh.Rentev.l91S 4% Rumänische vereinh. Rente . 2&% einatolier............ Homburg-Amertka-Paket .....O .(lambuig-SüDam. Dampfschiff . O Norddeutscher Lloyd .........O N.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Banf ... * .Deutsche Bank und DiSconto. Kesellschaft................ 4 Dresdner Bank.............. 4 Reichsbank ................ 1* Schiust. Miilag- böre 26-11. _ (16) Färsen. Kälber 634 (666), Härnrnel und Schafe 197 (191). Schweine 973 (642). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Kühe a) 41 bis 43 (am 20. November 41 bis 43), b) 35 bis 39 (34 bis 39), c) 27 bis 33 (28 bis 33), d) — (20 bis 25). Färsen a) 42 bis 44) (41 bis 44), b) 38 bis 40 (38 bis 40), c) 35 (—). Kälber a) 56 bis 65 (57 bis 65), b) 41 bis 55 (43 bis 55), c) 36 bis 40 (40), d) 26 bis 35 (30 bis 40). Hämmel b2) 41 bis 44 (44 bis 48), c) 35 bis 40 (40 bis 44), d) 28 bis 33 (32 bis 38). Schafe f) 24 bis 32 (—). Schweine al) 57 (57), a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (56). Marktverkauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber gedrückt, chämmel und Schafe schleppend. Ueberstand: 9 Kühe, 20 Schafe. Großmarkt für Fleisch und Fett» waren. Angeboten waren: 760 Viertel Rindfleisch, 455 halbe Schweine, 92 ganze Kälber, 48 ganze Hämmel, 18 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in Mark: Ochsenfleisch a) 80, b) 69. Bullensleisch a) 76, b) 66. Kuhfleisch a) 77, b) 65, . c) 54. Färsenfleisch a) 80. Kalbfleisch a) 107, b) 96, Frankfurt a. M., 26. Nov. Auftrieb: sc) 82. Hammelfleisch b) 90 bis 100. Schweinefleisch Rinder 79 (gegen 106 am letzten Donnerstagsmarkt), b) 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 Zentimeter darunter 1 (3) Ochse, 4 (4) Bullen, 56 (83) Kühe, j 78, Flomen 80. Marktverlauf: langsam. Buderus ................... Deutsche Erdöl .............. 4 Haroenec................. 2’/t Hoejcii Eisen—Köln-Neuessea .. 8 Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwsrke ...............3 Mannesmann-Röhreu........ 8 Frankfurt a. Ul. Berlin Schiuß- lurel Schlupf. Abend- bSrke Schluß, lurd Schlußk. Mittag. bSrse Datum 25-11 26-11 25-11 26-11- ManSselver Bergbau....... 6K — 153,25 151 153 Kokswerke................ .. 6 —— —— 135,75 137,75 Rheinische Braunkohlen .... . 12 227 224,5 225,5 224,5 Rheinstahl................ .. 4 150 149,75 148 150 Bereinigte Stahlwerke...... 3Vt 121,25 123 121,75 122,5 Ltavi Mmen ............. .. O 23,65 25,75 23,9 25 75 Kaliwerke Aichersleben...... .. 6 236 136,5 135,5 136 Kaliwerke Westeregeln...... .. 6 133 133 133,25 134,5 Kaliwerke Salzdetfurth..... ?y. 189 188 188.75 188 3. ®. Farben-Jndustrie..... .. i 166 167,25 166,4 167,13 Schetdeanstall............. ..« 263,5 263,5 — Goldschmidt .............. .. 5 128,75 128,5 129,5 127,5 Rütgerswerke ............. .. 6 137 138,5 137,25 137,5 Metallgesellschaft........... .. b 152,25 152,75 152,75 152,75 Phtltov Holz mann ........ .. 4 133,5 133,5 134 134,25 Zementwerk Heidelberg .... .. 7 167 166 Eementwerk Karlstadt....... .. 6 160 160 SchultbetS Patzenhofer ..... .. 4 — — 100 100,13 Aku «Allgemeine Kunstseide) .. O 57,25 — 57 — Bemberg................. .. 6 114,5 114,5 113,5 111,75 Zellstoff Waldhos .......... .. 6 160,5 160,75 158,5 160,5 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. O 137,4 138 139 Dessauer Mas ............. —— —— 108,65 110 Daimler Motoren.......... .. O 120,5 121,75 120,5 121,25 Deutsche Linoleum......... .. 8 162,5 164 162,5 164,5 Lrenstein L Koppel ....... .. O — — 90 92 Westdeutsche Kaufhof...... .. 0 57 58,5 57 58,5 Cbade ................... .. 9 236 239 235 Accumulaloren-Tsabrik..... . 12 — — 199 Contt-Gummi............. . 11 163,25 162 163,25 163 Sritzner.................. .. 0 34,4 34 34,5 34,13 Mainkrastwerke Höchst a.M.. - 4 95 95 Süddeutscher Zucker....... - 10 204,75 204,13 203,75 203,75 Aranltun a. 2JL | 2)eiun Schluß- kurS Schlußk. Abend« börse Schluß- fürs Schlußk. Mltlag. börse Datum 25 11 26 11 25 11 26 11 6% Deutsche Retchsanlelhe v. 1927 101,25 101,25 101,25 101,25 4% Deutsche Retchsanl. von 193-1 98 98,25 98 98,25 bVt% Donng-Anlethe von 1930 . 103 103 102,75 102,75 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ........... 118,65 118,65 118,8 118,75 4V,% Deutsche Relchspostschatzan Weisungen von 1934. I ...... 99,9 99,9 99,8 99,9 V/i% ehem. 8% Hessischer Bolls staat 1929 «rückzahld. 102%) .. 98,75 98,5 98,75 *Vi% ehem. 8% Hessische Lande- banl Darmstadt Gold N. 12... 97 97 _ _ 6*4% ehem 4 /,% Hess. Lmides Hnpothekenbank DarmstadtLigu. V/t% ehem. 8% Darm st. Komm LandeSb.Goldichuldverschr R.6 100,5 100,5 — 93 93 _ _ Oberhessen Provinz-Anleihe mii Austoi.-Rechten ............ __ _ Deutsche Komm. Cammelabl. An leiltz.- Serie 1 mit Auslo,.-Rechte» 122,65 122,25 122,5 122,4 4/2% chem.8% Franks. Hr,v.-Äan- Goldpfe. 15 unkiindbar bis 1935 97,25 97,25 97,25 97,25 6%% ehem. 4’4% Franks. Hyp Bank-Liqu.-Pfandbriefe...... 100,75 100,75 — t>Vi% ehem. 4^4% Rheinische Hyp.-Bank-Ligu.-Goldpfe. ... 100,65 100,65 101 101 ehem. 8% Pr. Landeopfank» briefanstalt, Pfandbriefe R. 19 97,5 97,5 97,5 97,5 4%% ebcm. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. C6L 20 95 95 95 95 Steuergutich.Berrechnungük. 84-38 109,8 109,8 109,9 109,9 4% Lesterretchlsche Goldrente.. — — 21,25 23 4,20% Oesterreichijche Silberrente —— 1,7 1,95 1,9 4% lliigarijche Golorenie ....... 7,85 7,85 7,95 7,95 4% Ungarische Slaaisrente v. 1910 — 6,95 6,85 6,7 4*4% desgl. von 1913.......... — 7 9,75 6,95 6% abgen. Goldmexikaner von 99 9,05 9 9,1 9 4% Türkische Bagdaübahn-Anleihe Serie 1......... ........... — _ — 25-Tlooem er 26-November Am'liche Notierung Geld I Brief Amtliche Notierung Geld | Brief Buenos tim 0,692 0,696 0,692 0,696 Brüssel .... 42,05 42,13 42,07 42,15 Rio de Jan. 0,147 0,149 0,147 0,149 3,053 Sofia..... 3,047 3,053 3,047 Kopenhagen 54,37 54,47 54,41 54,51 Danzig .... 47,04 47,14 47,04 47,14 London.... 12,175 12,205 12,185 12,215 Heliingfor». 5,375 11,58 5,385 11,60 5,38 11,59 5,39 11,61 Holland ... 134,82 135,08 134,95 135,23 Italien.... 13,09 13,11 13,09 13,11 Japan ..... 0,711 0,713 0,711 0,713 ^ligollawiea 5,654 5,666 5,654 5,666 Lslo..... : 61,19 61,31 61,24 61,36 Wieu...... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon ... 11,06 11,08 11,065 11,085 Stockholm.. 62,77 62,89 62,82 62,94 Schweiz ... 57,18 57,30 57,17 57,29 Lpaniea... 21,98 22,02 21,48 21,52 Prag...... 8,771 3,789 8,771 8,789 Budapest .. «ieuyork ... 2.488 2,492 2,488 2,492 Banknoten. Berlin,26 November 1 Gilb Brief Amertlanische Roien...... 2,45 2,47 Belgische Noten.......... 41,92 42,08 Dänische Noten ......... 54,25 54,47 Englische Noten ......... 12,16 12,20 französische Noten....... 11,54 11,58 Holländische Noten....... 134,62 135,16 Italienische Noten........ Norwegische Noten ...... 61,08 61,32 Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling — — Rumänische Noten....... — —— Schwedische Noten....... Schweizer Noten......... ........ 62,65 57,02 62,91 5LM Spanische Noten......... Ungarische Notes........ — *• 14,13 14,75 119,75 108,25 108,5 106,5 186 14,4 14,5 122,5 108,5 109,25 106,75 14,5 39,75 14,75 120,25 124,5 108,25 108,5 106,5 414150. GEWINNE UND 10 PR'ÄMf£N\ V für Herd u. Messer <1 ' '-'f- -J ■■ Rr. 278 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Zreitag, 27. November (936 Sei den Holzpanünenschmtzern von Angersbach orm aus dem Holz- seinem Unfall selbst unterbrochen, so vermengt und Aus -er Provinzialhaupisiadi Winterliche Äartenwirtschast. Es Die Streupflicht bei Glatteisgefahr Da mit dem notwendigen Umfange Straßenübergänge ftrl Die Stndarte in Gießen im Caf6 Leib einen fchaftsabend mit Konzert, zu dem auch dernden Mitglieder der SS. eingeladen vollzählig erwartet werden. Nachmittags SS. - Musikzug mit einem Platzkonzert praktische Leute auf den beiden Inseln-, sie erhalten zu Weihnachten Marmelade. Mehl, Seife, eingemachtes Obst, Schubkarren, Biskuit, Stricke, desti- liertes Wasser, Linoleum und Telephon-Apparate. Kamerad- die För- sind und wird der vor dem Da« Weihnachtsschiff für die einsamsten Inseln. sie besonders gerne bei der Arbeit im Stall. Wenn der Stall verlassen wird, bleiben die Schuhe dann vor der Haustüre oder der Türe zu den Mohnes in rechtsirriger Weise den Begriff der Unterbrechung des ursächlichen Zusammenhangs mit dem Begriff eines bei der Entstehung des Schadens mitwirkenden eigenen Verschuldens. Ist der Kläger tatsächlich zu dem von ihm eingeschlagenen Weg durch das Fehlen einer Bestreuung des lieber* gangsstreifens vor der Gehbahnnase bestimmt worden, so bleibt das Fehlen dieser Bestreuung auch dann ursächlich, wenn auch die Wahl des eingeschlagenen Weges eine Ursache für den Unfall gesetzt hat und schuldhaft gewesen ist. Schuricht — das sind, um nur einige Namen zu nennen, heute besonders hell glänzende Sterne am Konzerthimmel, während in der Oper Clemens Krauß und Karl Böhm gegenwärtig besonders gepriesen werden. Die Zeit der selbstherrlichen Pultposeure aber scheint endgültig vorüber zu sein. Wenn auch die Versuche mancher Orchester, ganz ohne Dirigenten zu musizieren, Ausnahmen geblieben sind, so gibt es doch zu denken, daß Furtwängler, der gefeiertste aller deutschen Stabführer, sich gelegentlich ans Klavier setzt und, dirigierend, ein Konzert von Mozart spielt. Wird hier der Kapellmeister wieder zum ersten Spieler, so zeigt das Beispiel Edwin Fischers, der gleichfalls vom Klavier aus dirigiert, wie der Spieler wieder zum Dirigenten wird. Damit aber schließt sich der Ring. Der Dirigent von heute wird wieder „primus inter pares", der Erste unter Gleichen, wie es sein Vorgänger in früheren Jahrhunderten war. 1l696 42.11 0,1» 3,053 54-11 47- 'Ä ll.lj 135,23 13,11 0,713 5,6b8 61-3 ’IÄ 62.-; 57.Z 2L$ 8-711 Stadttheater erfreuen. Näheres ist aus der morgigen Anzeige ersichtlich. AG -Beratungsstellen. Die Sprechstunden der Ortsgruppe Gießen» O ft finden statt: am 1. und 3. Freitag jeden Monats von 20 bis 21 Uhr auf der Geschäftsstelle, Kaiserallee 141. Regelung der Arbeitszeit zu Weihnachten. an dem diesjährigen Weihnachts- und Neu- Zeitschristen. — Fast ein Drittel unseres Volkes lebt in Gemeinden von weniger als 2000 Einwohnern. Wenn auch diese Gemeinden im Ernstfälle nicht in dem gleichen Maße den Luftangriffen ausgesetzt sein werden, wie Großstädte und Industriegebiete, so darf doch die Bedeutung des Luttschußes für btr Kleinstadt nicht unterschätzt werden. Hiermit beschäftigt sich das neue Heft der „S i r e n e", der illustrierten Zeitschrift mit den Mitteilungen des Reichsluftschutzbundes, in einem großen interessanten Bildbericht. Verursachung sollte zur Last gelegt werden können. Wenn das Fehlen einer Bestreuung, zu der der Beklagte verpflichtet war, eine Ursache des Unfalls gewesen ist, dann haftet der Beklagte nach § 823 Abs. 1 BGB für die Folgen des Unfalls, sofern nur der ursächliche Zusammenhang nach allgemeiner menschlicher Erfahrung erkennbar war. Wenn das Berufungsgericht meint, der Kläger habe „in einer ihm voll zuzurechnenden Weife" den ursächlichen Zusammenhang zwischen der Unterlassung des Sandstreuens auf dem Uebergangsstreifen ist nicht leicht, und es dauert lange, bis ein Holzschuh ganz fertig ist. Es ist schön, den Holzpantoffelschnitzern bei ihrer Arbeit zuzusehen, denn sie gehen mit großer Geschicklichkeit zu Werke. Im Übrigen sind auch die beiden Holzpantoffelschnitzer, wie viele Einwohner des Dorfes Angersbach, V o g e l l i e b h a b e r , die es sich zur Aufgabe machen, Dompfaffen (sie heißen auch Gimpel oder Blutfinken) so abzurichten, daß sie kurze Volksliedmelodien („Ueb immer treu und Redlichkeit", „Mit dem Pfeil dem Bogen" usw.) nachzupfeifen vermögen. Auf diese Vogelliebhaberei der Einwohner von Angersbach und der Dörfer der Umgebung kommen wir in einer besonderen Abhandlung demnächst in einer Nummer der „Heimat im Bild" ausführlich zu sprechen. Fahrt eines Schiffes, das in diesen Tagrn England verläßt, wird mit Spannung von über 4000 englischen Untertanen verfolgt werden: es ist das Weihnachtsschiff für zwei einsame Inseln im Süd-Atlantik, St. Helena und Ascension. Ein Londoner Postbeamter las bei der Verladung der Pakete die Anschrift: „Langwood Villa. St. Helena. Süd- Atlantik ... Ich wünschte, ich könnte mit. Und doch möchte ich glauben, daß die Leute dort draußen wünschten, daß sie lieber hier wären." Es lind Halbfertige und fertige Holzpantoffel. (Aufnahmen |2|: Neuner, Gießener Anzeiger.) frr Skier auf handwerkliche Art herstellt, so trifft ran in Angersbach bei Lauterbach noch man= den Bauern und Kleinlandwirt, meist ältere Leute, le sich durch Holzschnitzarbeit einen Nebenverdienst v-rschaffen, der um so notwendiger ist, als ja der koden unseres Vogelsberges nicht viel hergibt. Aber es gibt in Angersbach auch eine Familie, V? Familie Heinr. Adam $örr, in der sich Va- tr und Sohn das Schnitze von Holzpantoffeln räumen stehen. Diese Holzschuhe werden aus ganz frischem, noch saftfeuchtem Birkenholz geschnitzt. Holz in trockenem Zustande ließe sich kaum verarbeiten. Nachdem die grobe Fi block herausgeschnitten ist, gehen die Holzpantinenschnitzer mit löffelartigen Messern an das Holz und holen damit den Schlupf heraus. Dir Arbeit abstumpfenden Stoffen zu bestreuen. Im allgemeinen ist es auch richtig, daß, wenn jemand infolge von Glätte fällt, die Glätte der Unfallstelle die Ursache des Sturzes ist, ober, umgekehrt gesagt, im allgemeinen ist das Fehlen einer Bestreuung an einer Stelle nicht die Ursache dafür, daß jemand an einer anderen Stelle ausgleitet. Aber wenn zu dem Fehlen einer Bestreuung an der einen Stelle noch ein weiterer Umstand hinzu- kommt, so kann dadurch der ursächliche Zusammenhang mit dem Ausgleiten an anderer Stelle her- gestellt werden In diesem Zusammenhang sind folgende Ausführungen des Reichsgerichts in seiner Entscheidung VI 149/36 vom 14 September 1936 von allgemeinem Interesse: Wenn das Berufungsgericht sagt, das Unterbleiben der Bestreuung sei nicht die unmittelbare Ursache des Unfalls gewesen, so ist nicht ersichtlich, weshalb dem Beklagten nur eine unmittelbare jahrsfest mehrere Feiertage auf Wochentage fallen und der Verdienst vieler schaffender Volksgenossen durch Kürzung der Arbeitszeit empfindlich aeschmä- lert wird, hat der Reichs- und Preußische Arbeitsminister angeordnet, daß die in den Weihnachtswochen vom 21. Dezember bis einschließlich 2. Januar 1937 an einem Werktag ausfallende^ Arbeitsstunden, sowie ein weiterer Werktag als Ersatz für den durch die Weihnachtsfeiertage eintretenden Ver- dienstausfall an Werktagen der Monate Dezember 1936 und Januar 1937 vor- ober nachgearbeitet werben bürfen. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Zahlung eines Mehraroeitszuschlags für bie burch bie Ausnahme herbeigeführte Verschiebung ber Arbeitszeit besteht nicht. Entsprechendes gilt für die Verpflichtung zur Zahlung eines Lohnzuschlags auf Grund der übrigen Bestimmungen von Tarifordnungen ober Betriebsordnungen. 5PD Mit dem Nahen des Winters drohen regel- migio . ine Reihe von Unfällen, die auf den der Men Witterung eigentümlichen Gefahren beruhen. Dli zur Begegnung dieser Gefahren notwendigen U ßnahmen sind keineswegs auf Hausbesitzer be= V) äntt. Bei dem mehr und mehr zunehmenden und eut) im Winter anhaltenden Verkehr bildet eine tebnbere Gefahrenquelle bie Straße schlechthin. Ge- vchnlich wird für Unfälle bieser Art ber Eigen- tumer bes Grunbes bzw. ber Unterhalter ber Straße . in vielen Fällen also Staat unb ©emeinbe gatbar fein. Es steht in ber Rechtsprechung bes Reichsgerichts, vi bem Reichsgerichtsbienst bes DNB. zu ent- reimen ist, fest, baß berjenige, ber auf ihm ge- fyrtmben Grund und Boden einen Verkehr eröffnet dort im Rahmen des Zumutbaren auch für bif Sicherheit des Verkehrs sorgen muß. Diese Ver- kllrssicherungspflichl erstreckt sich auch auf öffent- lch Straßen und umfaßt die Verpflichtung, inner- hüb geschlossener Ortschaften bei Winterglatte in Heinrich Adam Dörr, einer der Holzpantinenschnitzer von Angersbach, am Schnitzbock. Aufmerksam folgt das Enkelkind der Arbeit des Opas. 00 ijmmel unb ß). Notiert ht in Mart: 41 bis 43), (28 bis 33), (41 bis 44), Är a) 56 «55), c) 36 >0). Hammel (40 bis 44), bis 32 (- , bl) 56 (56), fluen gl) 56 eine wurden und Schafe chafe. nd Fett. I Rindfleisch, t, 48 ganze den pro 50 > 80, b) 69. a) 77, b) 65, i) 107, b) 96, -chweinesleisch 7 Zentimeter L Oer Dirigent einst und jetzt. Von Dr. Erwin Kroll. llls am 18. Juni 1821 die Oper „Der Freischütz" tn Berliner Königlichen Schauspielhause unter Hung des Komponisten uraufgefuhrt wurde, las Ben auf bem Theaterzettel wohl, baß Carl Ma- iic D. Weber bie Musik dieses Werkes ge- shiffen habe, wer aber an biefem benkwurdigen fenb ben Taktstock führte, war nicht bekannt ge° «ten. Vierunbvierzig Jahre später, am 10. Juni 18(5, erklang in München Wagners „Tristan im ersten Male, unb roieber war ber Name des Dirigenten auf bem Zettel verschwiegen. Er hieß tamal Hans v. Bülow. Leber — Bülow: biefe beiben Namen spielen über Geschichte bes Dirigententums eine wichtige k!l_le. Denn mit Weber beginnt bas Dirigieren im üöernem Sinne, unb Bülow hat es zu einer eige- Ten Kunst erhoben. Diese Kunst war in früheren ^rhunberten unbekannt. Das Mittelalter zumal tiii ben oorroiegenb gleichberechtigten Zahlzeiten für er Musik begnügte sich mit Taktschlagen. Dieses lurbe von einem Der Mitwirkenben, einem San- kn ober Spieler, mit einem Stocke ober ber Notfälle, ferner auch burch Klatschen ber Hande t)ir Aufschlagen bes Fußes ausgeubt. Der berühmte bleftrina in Rom taktierte mit einem golbe- rer Stabe. Später hielt in Oper unb Konzert mei- ks der Cembalist das Ganze Zusammen. Man laße daneben aber noch einen £aftfd)Iager, der k einem Stocke, einer Rolle, an manchen Orten 'lb r auch mit dem Schnupftuch ober mit einem Wlagenben Schlüssel Zeichen gab Bei franzost- fom Opernaufführungen war es Sitte, rnit em.m boeren Stocke ben Takt auf ben Fußboden zu ken, und Lully soll an den Folgen einer da- inef) verursachten Fußverletzung gejtorben sein, lürigens spottete man schon.damals über eine Vq geräuschvolle „Holzhackerei . 3n Deutschland W Italien war für Oper und Konzert der Cem- liljt der bevorzugte Dirigent, während das -taFb hingen mehr bei Choraufführungen, insbesondere v Der Kirche, geübt wurde. Kon B a ch wird berichtet, daß er, .vorgeigend taktierend, seine dreißig oder gar vierzig Mu- Itftr bald durch einen Wink von Hand oder Fm- h bald durch Aufstampfen mit dem Fuß zusam- ieihielt. Er gab jedem Sänger nach Bedarf den toi an, bemerkte selbst „im lautesten Getön der ammenroirfenben", ob etwas nicht stimmte, Inagte überall vor unb stellte bie Sicherheit wieder In verschiedenen Dörfern des Vogelsberges ist Uich manches altväterliche Gewerbe zu Hause. Sind ,s jn K ö d d t n g e n, in Helpershain und in stebgeshain usw. die Rechenmacher und Löffel- schnitzer, ist es in Breungeshain der alte Mahr, Seite zu stellen. Persönlichkeiten wie der warmblütige, genial improvisierende Artur N i k i s ch , der elegante Felix v. Weingartner, der fanatisch sachliche Wagnerapostel Carl Muck vollendeten die moderne Dirigentengestalt. Heute ist eine Opern oder Konzertaufführung nicht denkbar, ohne daß der Name dessen, der sie leitet, gedruckt, gelesen und gepriesen wird. Ja, man streitet sich geradezu über die Auffassungen der „Generalmusikdirektoren", die über dem Orchester den Stab führen. (Dieser Stad ist ein winziges Stäbchen geworden, und auch auf dieses verzichtet man manchmal.) Man spricht von einem „Tristan" Furtwänglers oder Toscaninis, von einem „Parsifal" Mucks oder Richard St r a u - ß e n s. Von Wagner aber ist weniger die Rede Dabei. Die Wiedergabe gilt immer noch mehr als das Werk, und hier wirkt die Ueberberoertung weiter, die der Virtuose im vergangenen Jahrhundert genoß. Geht aber Liszts Forderung, daß der Dirigent sich „augenscheinlich überflüssig machen solle", nicht auf das unsichtbare Orchester und den verdunkelten Konzertsaal hinaus9 Bedeutende Kenner ber Musik, wie z. B. Paul M a r s o p , haben beibes immer roieber geforbert. Ohne Erfolg! Die Hörerschaft ist heute weniger berm je fähig, bas Klangergebnis einer Musik lebiglich mit bem inneren Ohre aufzunehmen unb auf bie Schauwirkung bes Dirigenten zu verzichten. Sie will auch burch bas Auge spüren, wie ber Strom ber Musik vom Dirigenten über bas Orchester zu ihr bringt. So muß ber Dirigent etwas vom Tänzer in sich haben: benn erst durch die seelisch-körperliche Verdeutlichung seines Mu- sikerlebnisies scheint er zu bannender Massenwir- kung zu kommen. Freilich darf durch solches Tän- zertum das Werk nicht gefährdet werden. Wo der Dirigent es zum Spielball eigener Eitelkeit macht, wo er auf Kosten der Musik sich selbst in Szene setzt, da hat er vor dem Richterstuhl ernster Kunst „versungen und vertan". Persönlich durchglüht» Sachlichkeit — sie ist die Tugend, die wir heute von unseren Stabführern verlangen. Es bleiben noch genug Spielarten: der handwerklich mufikantisch eingestellte Orchestererzie- her, der geistig ethisch gerichtete Theoretiker, der romantische Ekstatiker, der Fanatiker neuer Sachlichkeit, der gewissenhafte Routinier usw. Wir begegnen ihnen in Deutschland immer roieber; benn nirgends ist bie Zahl der Orchester so groß wie bei uns, nirgends gibt es fo viele berufene Orchesterführer. Die Liste der Namen ist unübersehbar. Wilhelm Furtwängler, Hermann Abenbroth, Karl her, wenn es irgendwo schwankte. Dabei saß ihm, sagt ein Augenzeuge, „ber Rhythmus in allen ©fiebern". Haben wir hier schon ben Einbruck mo- bernen Dirigierens, so war sonst bie Doppelbirektion von Cembalist unb „Konzertmeister" an ber ersten Geige noch bis 1800 gang unb gäbe, unb man stritt sich herum, wem babei ber Vorrang gebühre. Haybn, ber sonst vom ersten Geigenpulte aus zu birigieren pflegte, faß in Lonbon am Flügel, unb bie eigentliche Leitung hatte fein Konzertmeister. Noch 1834 erlebte Otto Nicolai, ber als Grünber ber Philharmonischen Konzerte in Wien ein Bahnbrecher modernen Dirigierens war, in Italien ein Orchester, das ohne Dirigenten spielte, wobei der Konzertmeister mit den Füßen den Takt donnerte. Eine neue Zeit für das Dirigieren brach an, als zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts das füllende und zufammenhaltende Cembalo aus bem Orchester verschwanb, als mit ben immer schwieriger roerbenben Partituren auch ber geigenbe Konzertmeister immer ausschließlicher an seine Noten gefesselt würbe, als bie Komponisten ihre Werke immer seltener persönlich leiteten. Jetzt würbe bas Dirigieren ein eigener Beruf, unb ber Taktstock errang sich bie unumschränkte Herrschaft. 1814 führte ihn W e b e r in Prag ein, 1819 schwang ihn Spohr vor ben erstaunten ßonbonern, unb Spontini, ber erste „Generalmusikbirektor" gebrauchte in Berlin abwechselnb brei Stöcke, einen langen unb einen kurzen bie er nicht am Enbe, fonbern in ber Mitte hielt. Als mit ber herrlich auf- blühenben musikalischen Romantik sich bie Ausdrucksmöglichkeiten der Musik gewaltig vergrößerten, wurde auch die Zeichengebung ber Dirigenten mannigfaltiger unb freier. Liszt, ber im Gegensatz zu dem eiligen und eleganten Taktschläger Mendelssohn eine mehr auf den inneren Sinn der Tondichtung gehende, frei nachzeichnende Dirigierart ausbildete, sprach das Wort: „Wir sind Steuerleute und keine Ruderknechte", fügte allerdings hinzu, daß es bie vornehmste Pflicht bes Dirigenten fei, „sich augenscheinlich überflüssig zu machen." Auch bei dem Dirigenten Wagner herrschte „nicht der Taktstock, sondern die Phrase", und Wagner ist es auch gewesen, der, an Weber anknüpfend, den Aufgabenkreis des Kapellmeisters gewaltig erweitert hat. Schöpfer und Zuchtmeitter des modernen Orchesters wurde fein Schüler Hans v. Bülow durch feine Arbeit mit den „Meiningern" und dem Berliner Philharmonischen Orchester. Was Probenwut und Treue gegen das Kunstwerk angeht, darin ist ihm von den heute lebenden Dirigenten nur der Italiener Toscanini an die Bornotizen. Tageskalender für Freitag. NS.-Frauenschaft, Ortsgruppe Gießen-Mitte, 20.15 Uhr, Ortsgruppenabend im „Haus der Arbeit", Lichtbildervortrag von Prof. Funk über „Bilder aus der deutschen Heimat". — Stadttheater, 20 bis 22 Uhr: „Ingeborg". — Gloria-Palast, «Selters» roea*: „Das Mädchen Irene". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Donner, Blitz und Sonnenschein". — Fröbelseminar Gießen, 20 Uhr, Vortrag (zur Schau „Auf ins Märchenland") über „Märchen und Sage in der nationalsozialistischen Erziehung" im Zeichensaal der Schillerschule. — Biblische Woche der Luthergemeinde: 20 Uhr, Vortrag von Pfarrer Steck (Frankfurt) über „Richtet nicht" in der Kapelle des Alten Friedhofs. Stadttheater Gießen. Heute abend geht die Komödie „Ingeborg" von Curt Goetz, dem geistvollen Plauderer und Autor unterhaltsamer Konversations-Stücke, in Szene. Die Spielleitung führt Wolfgang Kühne. Mitwirkende: Damen: Prinz, Stirl; Herren: Frickhoeffer, v. Gschmeidler, Lindt. Bühnenbild: Karl Löffler. — Anfang 20 Uhr, Ende 22 Uhr. Die Vorstellung findet als 11. Vorstellung der Freitag-Miete statt. SS.-konzert und kameradschaftsabend. Am kommenden Sonntag veranstaltet die 83. SS.» fliinen, Hellen Werkstatt ften sie an ihren Schnitz- irefen und fertigen täg- It) fo manches Paar Holzpantinen an. Dabei if[ es interessant, zu hörn, daß die Holzpantof- ft die z. B. für die Be° whner am Ort bestimmt firö, durchaus „nach Maß" omacht werden. Es han- &t sich also um keine itenbroie schematische Ar- fcit. Nur die Holzschuhe, dl nach außerhalb geüe« fet werben, entsprechen im üblichen Nummernsitem Die Holzpantoffel sind si beschaffen, daß man frt leichten Hausschuhen Oier weichen Filzpantoffel m ihnen gehen tonn. 2 ' Landbevölkerung trägt AM ) Prozent. er 1936 wird er Schweine- j ßt auf 80 ung daran- ur Staus* I tn roat, um \\ vvrzudru- Xibei t)at sich .ngslage m ts soweit Ix egenüber ben für die HE i n dürfen. Bei . ibung gemach! Betrieben - iastwirtschasten i achten wollen. ■ Bestimmungen | ng zur W iterhalten. Da-1 fierten Nestor« | nehmigung an | n werden. D>e f bei den N6* I liefen sind, An« n mif It werden, stau lenhang W . er in mgen nicht er« ng hat M ten lassen. M die alten mm n werden kann. Zaun überwuchert und jede Lücke mit ihrem Laub gefüllt hatte, damals noch sturmtrotzig und wetterhart sich behauptete. Jetzt saust der Wind ungehemmt von allen Seiten Über den Platz. Die niedrigen, breitkronigen Platanen erinnern in ihrer fast gleichen Größe und Gestalt an kahle Schirmgestelle, deren UeberAug erneuert werden soll. Kein Baum ist aus der Art geschlagen. Keiner hat sich, der Säge und Schere zum Trotz, selbstherrlich über seine Umgebung erhoben, sondern jeder lernte sich bescheiden und vorliebnehmen mit dem ihm zugebilligten Raum. Die Enge zwang das ausschweifende Astwerk, in Stam- mesnähe zu bleiben und in dichtem Beieinander feine Kräfte au sammeln. So wuchs aus der Beschränkung jeoes Baumes ein gedrängtes Wipfel- gefüge und aus deren Gemeinschaft die Stärke und Widerstandsfähigkeit des sommerlichen Laubdaches. Rechen und Besen haben die letzten verwitterten Blätter und Früchte von der Erde fortgefegt, und der Frost hat den weichen Sand, der immer ein Spurengewimmel großer und kleiner Tritte breiter und zierlicher Füße, trug, hart und unnachgiebig wie eine Asphaltdecke gemacht. Vereinzelt sind noch schwache Eindrücke einer Sohlenlinie, einer Absatzform zu erkennen. Aber daß Tausende an Frühlingsabenden und in Sommernächten hier gingen und um kleine Tische geschart vergnügt plauderten, verrät sich keinem noch so scharfen Blick. Verweht sind wie das Laub die Spuren. Auseinandergeweht sind vielleicht auch viele Menschen, die hier noch nebeneinanderschritten ober Seite an Seite saßen und mit lieben Worten und zärtlichen Blicken einander beglückten. Junge Menschen und betagte, solche die ein heißes Herz voll Hoffnungen und Wünsche hatten und kühne Pläne schmiedeten und solche, die dankbar festhielten, was sie besaßen und nur das eine von der Zukunft wollten, sie möge sie vor jähem Mißgeschick bewahren. Manche Schritte sind sich hier zum ersten Mal begegnet und gehen seitdem ihren Lebensweg gemeinsam. Wieviel einsame Menschen warteten aber auch an heißen Sommermittagen, jeder für sich allein an einem Tisch darauf, daß sich ein anderer zu ihnen setze und ihnen die Schwermut des Herzens verplaudern helfe. Einige lasen zerstreut in einem Buch, andere zeichneten mit der Zwinge ihres Stockes oder Schirms runenhafte Kringel und einander kreuzende Stäbe in den Sand, die von den dunklen Wirrnissen eines versehnten Herzens erzählten. Alles ist verweht: die lauten Worte wie die heimlichsten Gedanken, die nie offenbar wurden, die leuchtenden Blicke, die sich an den Augen eines geliebten Gefährten entzündeten, wie die trüben und trauervollen, denen die eine Freude versagt blieb, die allein sie hätte aufhellen können. Alles ist verweht: der holde Singsang spielender Kinder an sonnigen Nachmittagen, wie das frohe Gelächter der Erwachsenen. Tiefer senkt sich der eintönig graue Himmel, und die Nebel hängen wie riesige Spinnenweben im starren Geäst. P. B. ist schon lange her, daß die Tische und Stühle Ausammengeklappt und in ihre Winterquartiere geschafft wurden. Da konnte man zuerst an eineit ausgeräumten Saal denken, zumal die Hecke, die den Oie Gießener Studentenschaft im Zieichsberufswettkampf. Die Gießener Studentenschaft hat am Mittwoch, im Anschluß an die Eröffnung des Reichsberufswettkampfes der deutschen Studenten durch Dr. Six für alle deutschen Hoch- und Fachschulen, mit einer eingehenden Besprechung und Beratung der Amtsleiter und der Gruppenführer den Wettkampf begonnen. Der Studentenführer Pg. Frank kam rückblickend nochmals auf den letzten Reichsleistungskampf der Gießener Studentenschaft zu sprechen und dankte Professor K l i e w e für seine tatvolle Unterstützung und wissenschaftliche Beratung. Auch bei dem kommenden Wettkampfe wird Professor K l i e w e wieder mit den jungen Studenten gemeinsam arbeiten. Die neuen Richtlinien für den diesjährigen Kumpf gab dann der örtliche Wettkampfleiter Dr. Herrmann bekannt. Anschließend sprach cand. med. Datz über b-a Ergebnisse und Auswertungen des Lagers in dem Dorfe Cleeberg. Einzelne Fachschaftsleiter gaben dann noch neue Themen bekannt. Im diesjährigen Reichsleistungskarnpf der, Gießener Studenten werden folgende aktuelle Themen bearbeitet werden: 1. Das Dorf Cleeberg (bearbeitet von allen Fachschaften). 2. Das Hauptamt für Volksgesundheit und die Auswertung feiner Arbeit. 3. Die Ernährungslage und Ernährungsform der handarbeitenden Bevölkerung in Gießen. 4. Die junge Studentinnengeneration im Arbeitsdienst, Land- und Fabrikdienst. 5. Tierische Abfallprodukte als Rohstoffquellen (Tierkadaver und tierische Abfallprodukte als Futter-, Fett- und Lederquelle). 6. Untersuchungen an dem typischen oberhessrschen Dorf Lang-Göns. Reste von Eiszeittieren an der Hohen Warte. Donk der Aufmerksamkeit eines Arbeiters konnten bei den Schürfarbeiten zur Sandgewinnung für die Autobahn an der Ostseite der Hohen Warte bei Annerod einige Reste von Eiszeittieren (Nashorn und Wildpferd) geborgen werden. Die Knochen und Zäbne wurden von der Firma Abermann dem Geologischen Institut der Universität Gießen übergeben. ♦* Gedächtnisfeierstunde in der Uni- v e r f i t ä t. Die Philosophische Fakultät der Universität, I. Abteilung, veranstaltet am kommenden Mittwoch, 2. Dezember, 18 Uhr, im Großen Hörsaal eine Gedächtnisfeierstunde für Professor Dr. Hermann Hirt und Geheimerat Prof. Dr. B e- h a g h e l. Die Ansprache wird Prof. Dr. Götze halten. Das collegium musicum unter Leitung von Prof. Dr. Gerber wird bei der Feier Mitwirken. ** D i e Militärversorgungsgebühr- nisse für Dezember werden am 28. November, die Sozialrenten am 1. Dezember durch das Postamt 1 (Bahnhofstraße) ausgezahlt. LPD. Neuregelung der Lehrlingshaltung in den Bäckereien. Für die Lehr- lings^ahl im Bäckerhandwerk sind auf Vereinbarung zwischen dem Reichsstand des Deutschen Handwerks und der Deutschen Arbeitsfront Richtlinien ergangen, die notwendig geworden sind, weil es keinen Unterschied mehr zwischen Lehrlingen und Meistersöhnen gibt. Danach Darf in der Regel nur ein Lehrling gehalten werden. Für die Einstellung eines zweiten ist Voraussetzung, daß der erste bereits zwei Jahre gelernt hat und regelmäßig mindestens ein Geselle beschäftigt wird. Mehr als zwei Lehrlinge dürfen nicht gehalten werden. ** Kaninchen - Au.sstellung in Gießen. Die Kreisfachgiuppe Gießen in der Reichsfachgruppe Kaninchenzüchter veranstaltet am 28. und 29. November in der Turnhalle am Oswabdsgarten eine Kaninchen- und Pelzausstellung. Man beachte die heutige Anzeige. **JndasLandgerichtsgefängnisein- geliefert. Der vor kurzem im Zusammenhang mit dem tragischen Tod des in Lauterbach tätigen Ingenieurs Müller aus Berlin verhaftete August Wegener aus Northeim, der im Amtsgerichts- gefängnis in Herbstein hinter Schloß und Riegel gesetzt wurde, ist nunmehr in das Langerichts- gefängnis in Gießen eingeliefert worden. W e g e - n e r hatte, wie wir seinerzeit berichteten, auf dem nächtlichen Heimwege nach einer ausgiebigen Kneiperei mit seinem Arbeitskameraden Müller Streit bekommen, der zu schweren Tätlichkeiten führte und den Tod Müllers zur Folge hatte. Der Getötete war am anderen Morgen in der Lauter in Lauterbach tot aufgefunden worden, die Schlägerei hatte sich auf der Drücke über der Lauter abgespielt . ♦* Achtung, Briefmarkensammler! Die Gauführuna des Winterhilfswerks Baden gibt anläßlich des Tages der nationalen Solidarität einen Sonderstempel für die WHW.-Briesmarken heraus. Diese Sonderstempelung erfolgt pur im Grenzgau Baden, und es ist sämtlichen Sammlern im ganzen Reich Gelegenheit geboten, die WHW.- Briesmarken, insbesondere auch ganze Sätze, mit diesem Sonderstempel versehen, von der Gauführung Baden zu beziehen. Die Bestellungen sind rechtzeitig an die obengenannte Anschrift zu richten. gleichzeitig ist der entsprechende Geldbetrag zuzua- lich Rückporto auf das Postscheckkonto der Gaufuh- rung des WHW. Baden, Karlsruhe Nr. 360, mit dem Vermerk „Sonderstempel" einzuzahlen. Dieser Sonderstempel wird nur im Grenzgau Baden herausgegeben und ist daher für alle Briefmarkensammler im ganzen Reich eine willkommene Seltenheit für ihre Markensammlung. Also: Briefmarkensammler, bestellt rechtzeitig eure Markensätze mit dem Sonderstempel „Zum Tage der nationalen Solidarität" bei der Gausuhrung des WHW., Baden, Karlsruhe, Baumeisterstraße 8, und vergeßt nicht die Ueberweisung auf das Postscheckkonto. Weihnachispaket-Aktion des WHW. 3n diesen Tagen beginnt die Adventszeit — die vorweihnachtszeit. Alle kreise der Bevölkerung rüsten sich für das Weihnachksfesl. Jeder versucht dieses Fest der Liebe für seine nächsten Angehörigen freudig auszugestalten. Der Familienvater verzichtet auf sein übliches Taschengeld. Mutter und Töchter sitzen bis spät in den Abend hinein und fertiges Handarbeiten an, mit denen sie irgendwelchen Lieben eine Freude machen wollen. Selbst unsere kleinsten stecken voller Heimlichkeiten, leeren ihre Sparbüchsen und versuchen ihren Eltern und Geschwistern eine Aeberraschung zu bereiten. ' Nur ein Teil unserer Volksgenossen sieht abseits. Bei ihnen kann die rechte Deihnachlsfreude nicht kommen, da die finanziellen Mittet fehlen, um dem Deihnachtsfesi den entsprechenden äußeren Rahmen zu geben. hier seht nun die Arbeit des Vinterhilsswerkes ein, oder besser gesagt, sie ist schon zum Teil geleistet worden. Die unermüdlichen Helfer des MHM. haben alle Betreute des MHD. schon besucht und haben von ihnen Wunschzettel entgegengenommen, in denen diese Volksgenossen um Lebensmittel und Sachspenden bitten. Alle diese Anträge sind durch das WHW. auf ihre Berechtigung geprüft worden. Ja den kommeudea Tagen werden die Ortsführungen des WHW. nunmehr an alle Bevölkerungs- freife herantreten, wie in den Vorjahren auch jetzt wieder einen derartigen Wunschzettel 3u übernehmen und dadurch unseren ärmsten Volksgenossen zu einer wahren Weihnachtsfreude zu verhelfen. Der irgendwie dazu in der Lage ist, ein derartiges Wunschpaket zu übernehmen, tue dies! Erst das Bewußtsein, einem so ganz fremden und doch so nahestehenden Volksgenossen geholfen zu haben, gibt auch dem Spender die wahre Weihnachtsfreude. Eine besondere Rolle ist in unserem Kreisgebiet in diesem Jahr bei der Weihnachtspaketaktion den Vereinen zugedacht. Während im Vorjahr die Mehrzahl aller Vereine aus ihren Vereinsmitkeln eine Geldspende an das WHW. abgeführt hat, hat die Kreisführung in diesem Jahr zu dieser Geldspende nicht eingeladen, sondern sie überläßt es nun den Vereinen, an die die Ortsgrnppenamkslei- tungen auch herantreten werden zwecks Uebernahme von einem ober mehreren Weihnachtswunschzetteln, diese Wunschzettel zu übernehmen und die Geschenke aus Vereinsmitteln zu bestreiten. Heber das Technische dieser Weihnachkspakekaklion, wie Verpackung, Ablieferungsort, wird jeder Spender durch feinen zuständigen Blockwalter aufgeklärt werden. Kreisführung des WHW. Oberhessische Friedhofskapellen. Den zweiten Vortrag des Oberhessischen Geschichtsvereins während dieses Winters hielt am gestrigen Donnerstag der frühere Prälat der hessischen evangelischen Landeskirche D. Dr. Dieh l. Nach den begrüßenden und einführenden Worten des Vereinsführers Dr. Glöckner berichtete Prälat Diehl aus dem reichen Schatz feines Wissens um die Geschichte der evangelischen Kirche in Hessen, ihre Geistlichen und Gotteshäuser, chr Recht und Sitte. Bei den „Querschnitten", die er durch sein gewaltiges Material über sämtliche hessischen Kirchen gelegt hat, hat er auch einen gezogen, der sich mit den Friedhofkapellen beschäftigt, lieber diesen Gegenstand, soweit es sich um Oberhessen handelt, führte der Vortragende etwa folgendes aus: Im Zusammenhang mit der Einführung der Reformation wurde eine ganze Reihe von Kirchen und Gotteshäusern überflüssig; die Gemeinde sollte sich nicht in die einzelnen Kirchen zerstreuen, son- oern möglichst zusammengefaßt werden. Diese freigewordenen Gotteshäuser hatten die verschiedensten Schicksale. Soweit sie Kapellen waren, blieben sie vielfach unbenutzt stehen, und manche von ihnen verfiel mit der Zeit. Andere wurden abgebrochen und als billiger Steinbruch benutzt. Unter diesen war auch die Kirche zu St. Peter auf dem Seltersberg bei Gießen, die dem Neubau der Festungsanlagen geopfert werden mußte. Ein Teil, wie z. B. die Michaelskapelle auf dem Laubacher Gottesacker und die Kapelle auf dem Gottesacker in Münzenberg wurde umgebaut und als Schulhaus verwendet, ein anderer Teil wurde durch Umbau in Wohnhäuser verwandelt, wogegen sich hier und dort die Bevölkerung, allerdings vergeblich, zur Wehr setzte; so wurden aus der Muschenheimer Kirchhofkapelle und der Kapelle von Hüftersheim, einem ausgegangenen Ort bei Ober-Mörlen, Wohnhäuser. • Gegen Ende des 17. Jahrhunderts kamen die Leichenpredigten in Hebung, die wir heute dank ihren Personalangaben als eine überaus wichtige Quelle zur Familiengeschichtsforschung ansehen müssen, da sie oft viel mehr vermitteln als die Kirchenbücher. Natürlich gab es manchen Pfarrer, der die damit verbundene Arbeit für unnötig erachtete und der Einführung dieser Leichenpredigten widersprach. Zu diesen Theologen gehörten u. a. der Echzeller Superintendent Georg Nigrinus und der Wallen- röder Pfarrer Michael Eichler, der in den deutlichen Worten jener Zeit — in feiner Predigt gegen die „Suppenprediger" — auf zwei Gestalten hinwies, deren Nachfahren noch heute unter uns umherwandeln: der Herr „Süßmann" und der Herr „Leisetreter". Da man für den Vortrag einer Leichenpredigt „ein Dach über dem Kops" haben mußte, griff man auf die noch vorhandenen alten Gottesackerkapellen zurück. Da ihre Zahl aus den oben erwähnten Gründen nicht mehr ausreichend war, wurden allenthalben, vornehmlich in den größeren und kleineren Städten, neue Kirchhofkapellen erbaut. Von ihnen fei nur neben der Totenkirche — welchen Namen man diesen Kirchenneubauten beilegte — zu Darmstadt (1601) auf die zu Schlitz (1612), zu Gießen (1623), zu Laubach (1626) und zu Schotten hingewiesen. Diese in den Jahren von etwa 1590 bis 1630 neu erbauten Totenkirchen und die übernommenen alten Kirchhofkapellen wurden ungefähr ein Jahrhundert zur Abhaltung von Totenfeiern benutzt. Um die Wende des 18. Jahrhunderts verschwanden die Leichenpredigten nach und nach. Damit wurden auch die Totenkirchen überflüssig. Nebenbei mag er- wäynt werden, daß man es bis ins erste Drittel des 19. Jahrhunderts mancherorts sogar für unnötig hielt, daß überhaupt ein Geistlicher an den Beerdigungen teilnahm, daß selbst die Verwandtschaft fernolieb und der Tote nur von der Leichenfrau zu seinem letzten Ruheplatz geleitet wurd^. Mit dieser Entwicklung hing es zusammen, wenn die alten Gottesackerkapellen zum zweitenmal außer Benutzung kamen und die neuen Totenkapellen überflüssig wurden. Manche von ihnen wurden zu Leichenhäusern umgebaut; man hielt sie für gut genug, dort die Totenkränze und dergleichen aufzubewahren. Nicht wenige von ihnen aber verfielen demselben Schicksal, das oben schon erwähnt wurde: sie gingen zugrunde, da niemand ein Interesse und Geld zu ihrer Erhaltung hatte, oder sie wurden abgebrochen. Erst in den letzten Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts begann man, sich um die noch erhaltenen Denkmäler der Bau. fünft zu kümmern. Daß seitdem manches bedeut- fame Bauwerk erhalten ist und entweder, wie di« Gießener Friedhofskapelle, als Kirche, oder ander« als Ehrenmal für die Gefallenen des Weltkrieges ausgebaut wurden, ist wesentlich dem früheren Denkmalpfleger Geh. Rat Walde zu danken. In seinen Schlußworten dankte Dr. Glöckner dem Vortragenden für seine Ausführungen, die der recht stattlichen Zuhörerschar — er hoffe, daß si« dem Verein treu bleibe — gezeigt habe, wie von diesen alten Kapellen Fäden bis in unsere Tag« laufen, und daß es keine Trennung zwischen Seele, Geist und Körper gebe und geben dürfe. Die Enkel sind nur, weil die Ahnen waren. Geschlechter kommen und gehen, aber nie kann ein Volk, das leben will, den Zusammenhang mit seinen Vorfahren aufgeben mit dem, was die Ahnen gedacht und geschaffen und gelebt haben. Betäubungszwang für alle Schlachttiere. Beim Eintritt in die Zeit der vermehrten Schlach. tungen von Tieren, insbesondere der sogenannten Hausschlachtungen, weist der Reichs-Tier- schutzbund erneut auf die Bestimmungen des Gesetzes und der Verordnung über das Schlachten von Tieren vom 21. April 1933 hin. Diese Vorschriften, insbesondere diejenigen über den Zwang zur Betäubung der Schlachttiere, gelten für das ganze Reichsgebiet und für alle Tierarten. Sie erstrecken sich somit auch aus alle Kleintiere, einschließlich des Geflügels, und auf jede Schlachtung, ganz gleich, ob sie in einem öffentlichen Schlachthause, in einer Privatmetzgerer oder im ländlichen oder städtischen Haushalt vorge- nommen wird. Die Betäubung muß schnell erfolgen und nachhaltig fein. Beim Geflügel darf die Betäubung nur dann unterbleiben, wenn durch Hieb oder Schnitt die Kopf schnell und vollständig vom Rumpfe getrennt wird. Die Schlachtung darf aber nur durch Personen ausgeführt werden, deren Körperkräfte hierfür ausreichen, und die die erforben liche Sachkenntnis und Hebung besitzen, so daß mit Sicherheit jede Tierquälerei vermieden wird. D i 1 Anwesenheit von Personen unter 14 Jahren darf beim Schlachten nicht geduldet werden. Die Vorschriften des Gesetzes sind genau zu beachten. Zuwiderhandlungen werden mit (Gefängnis bis z u sechs Monaten oder mit Geldstrafe biszu zehntausend Reichs- mart bestraft. Der Reichs- und preußische Minister des Innern hat durch Runderlaß die beamteten Tierärzte, die Fleischbeschautierärzte, die Fleischbeschauer und Trichinenbeschauer anweisen lassen, die Hausschlächtek zu belehren und Verstöße gegen die gesetzlichen Bestimmungen zur Anzeige zu bringen. Anzeigen von Zuwiderhandlungen gegen die Vorschriften für das Schlachten von Tieren können auch von jedermann an die zuständige Polizeibehörde ober an den nächsten Tierschutzverein gerichtet werben. Oeffentliche Aufträge nur bei Erfüllung öffentlicher pflichten. DNB. Der Reichsminister der Finanzen hatte im März 1935 angeordnet, össentliche Aufträge von 5000 RM. auswärts nur an solche Dieter zu erteilen, die eine Bescheinigung ihres zuständigen Finanzamtes darüber beibrachten, daß aus steuerlichen Gründen keine Bedenken bestanden, ihnen öffentliche Aufträge zu erteilen. Die günstige Auswirkung dieser Maßnahme auf den rechtzeitigen Eingang der Reichssteuern veranlaßte ihn, im November 1935 die Wertgrenze auf 500 RM. und im Juni 1936 auf 100 RM. herabzufetzen. Nebenher regten verschiedene Landesregierungen, der Deutsche Gemeindetag, die Arbeitslosen- und Reichsversicherung, die Treuhänder der Arbeit ufw. an, über die rechtzeitige Abführung der Landes- uni) Gemeindesteuern, der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung und Reichsoersicherung, sowie über die Einhaltung der Verpflichtungen aus den Tarifordnungen, der Betriebsordnung und dem Schwerbeschädig- tengesetz ähnliche Bescheinigungen zu verlangen. Da hierdurch eine erhebliche Belastung der Wirtschaft Gute Möbel bei Koos ' 6 iessen Schulstr 6 - Wege im Nebel. Roman von Käthe Mehner. (Copyright by Auswärts-Verlag, Berlin SW 68.) 18. Fortsetzung. (Nachdruck verboten.) Minutenlang schwieg Olga Willnoff, sah dann mit einem vieldeutigen Blick auf Rammelt: „Eigentlich nur durch Ihre Meinung, Herr Doktor! Nur durch Ihre Meinung!" „Unb was sollte das für eine Meinung fein, die Sie von mir wünschen?" Olga spielte nachdenklich mit dem Griff ihrer Handtasche, blickte dann plötzlich auf: „Ihre Meinung über den Stand der Grube „Margret", Herr Doktor! Sie haben ja in der Sache das Obergutachten übertragen bekommen und wissen genau über die Materie Bescheid! Mein Vater hat mir selbstverständlich alle Vollmachten gegeben, Ihre Angaben entgegenzunehmen! Allerdings, wenn Sie es für einfacher hielten, uns das Gutachten für einige Stunden,--sagen wir bis morgen mittag,--auszuleihen, — — wäre ich natürlich gern bereit .. ,Hhr Herr Vater ist also sehr daran interessiert, daß die Brand-AG. den Prozeß gewinnt?" fragte Rammelt langsam, jedes seiner Worte betonend. „Wenn ich Sie recht verstehe, wollen Sie — beziehungsweise ihr Herr Vater — das Gutachten dem Generaldirektor in die Hände spielen, damit eventuell zweckmäßige Maßnahmen getroffen werden können, die ..." „die dem Stand des Prozesses günstig sind! Ganz recht, Herr Doktor! Ich finde, daß wir uns ausgezeichnet verstehen! Nur weiß selbstverständlich ber---der Generaldirektor vorläufig nichts von diesen Vorschlägen!" „Hm! Der Generaldirektor weiß gar nichts von diesen Vorschlägen?" Jetzt war Rammelts Gesicht undurchdringlich, so daß Olga das unbehagliche Gefühl bekam, ihren Partner plötzlich nicht meyr berechnen zu können. Schweigend zündete sich Rammelt eine Zigarette an. Er überlegte. Wenn eine Frau wie Olga Will- noff es unternahm, ihn, den vereidigten Sachverständigen eines Riesenunternehmens, zum Bruch seines Eides zu veranlassen, indem sie die Herausgabe des Gutachtens von ihm forderte, dann steckte auch etwas Besonderes dahinter! Warum hatte sie das so ausdrückllch betont, daß der Generaldirektor „nichts wußte"? Natürlich wußte der Generaldirektor darüber Bescheid! Wahrscheinlich war der Ausfall des Gutachtens für ihn von weit größerer Wichtigkeit, als er, Rammelt, hatte bisher annehmen können! Der Stand der anderen Gruben und Schwelereien war höchstwahrscheinllch nicht so günstig, daß das Werk den verlorenen Prozeß gegen die „Vereinigten Zuckerwerke" tragen könnte! Ob Olga Willnoff in Brands Auftrag gehandelt, ob sie sich ihm freiwillig zur Verfügung gestellt hatte, spielte hier keine Rolle mehr. Wichtig für ihn selber war nur, daß der Generaldirektor selbst vor einer Bestechung des Sachverständigen seines Prozeßgegners nicht mehr zurückschreckte! Daß er, Ralf Rammelt, dadurch eine ungeahnte Macht in feine Hände bekam! Macht nicht nur über das Schicksal des großen Werkes an sich, sondern Macht auch über den Menschen, den er in diesem Augenblick mehr als alles auf der Welt haßte, den Menschen, der ihm zum zweitenmal fein Lebensglück nehmen wollte, Macht über Gerhard Brand! „Es ist Ihnen doch bekannt, daß das Gutachten unter meinen Eid fällt, Fräulein Willnoff? Daß nicht nur ich mich strafbar mache, wenn ich Ihnen einen Einblick in das Gutachten verschaffen würde, sondern auch alle Beteiligten?" Olga atmete erleichtert auf. Also damit hatten seine Gedanken sich die ganze Zeit über beschäftigt! Ihre alte Sicherheit kehrte zurück: „Aber es braucht doch niemand etwas davon zu erfahren, Herr Doktor! Unb schließlich soll Ihre Mühe ja auch nicht umsonst fein „Gewiß, gewiß! Ich verstehe schon! Es ist ja auch in jedem Falle der Mühe wert, mit einer so reizvollen Frau zu verhandeln!" Wieder konnte sich Olga Willnoff des Gefühls nicht erwehren, daß Rammelt, trotz der von neuem zur Schau getragenen Bewunderung für sie, nicht mit offenen Karten spielte. Trotzdem gab sie sein Lächeln zurück, verschränkte die Arme hinter dem Kopf, so daß die weiten Aermel kokett zurückfielen und die vollen Arme freigaben. Aber schon hatte Rammelt llch erhoben. „Kommen Sie! Wir können bann vielleicht besser in meiner Wohnung selbst an Hand des Materials weiterverhandeln r * Das durch einen kostbaren Seidenschirm von blutroter Farbe gedämpfte Licht verbreitete eine seltsame Stimmung in dem kleinen Salon, in den Ralf Rammelt seinen Gast geführt hatte. „Wie totensttll es hier iftr sagte Olga, die auf einem mit vielen Kissen geschmückten Diwan Platz genommen hatte. Irgendwie wirkte die Stille lähmend, beklemmend auf sie. Hnwillkürlich sehnte sie sich in das lebhafte Treiben der „Excelsior-Bar" zurück. „3a, es ist immer still hier draußen!" erwiderte Rammelt, sich einen Stuhl in die Nähe des Diwans heranrückend. „Vielleicht kommt es auch daher, daß alles im Hause bereits zu Bett gegangen ist. Dafür freilich ist man auch um so ungestörter!" Vergeblich bemühte sich Olga in diesem Augenblick, Rammelts Gesicht zu enträtseln. Undurchdring- lich blieben feine Züge. Was hatte er im Sinn? Würde er ihr das Gutachten wirklich ausliefern? Bezog sich seine letzte Bemerkung auf das Zusammensein mit ihr selber? Hnmerklich rückte indessen Ralf Rammelt seinen Stuhl herum, daß sein Gesicht im Schatten lag. So unbewegt seine Miene nach außen hin auch scheinen mochte, so wild gärte es in feinem Innern. Nur em Gedanke beherrschte ihn noch: Wie war die Brand-AG. am empfindlichsten zu treffen? Eins vor allem war ihm jetzt klar: Er durfte das Gutachten um keinen Dreis aus feinen Händen lassen, was auch geschah! Das Gutachten war eine Waffe, wie er sie nur einmal sand. Es galt nur, sie fo zu schleifen, daß sie scharf und gefährlich war! Es würde Arbeit kosten, das Schriftstück noch einmal zu bearbeiten,--aber für solch ein Ziel! Was freilich sollte mit Olga geschehen? Rammelt bereute es jetzt, sie mitgenommen zu haben, so lange er sich mit seinen Plänen noch nicht im reinen war. Wie sollte er ihr es beibrin» gen, daß er das Gutachten heute noch nicht heraus- geben wollte? „Worüber denken Sie eigentlich) jo angestrengt nach, Doktor?" rief Olga den fo tief in Gedanken Versunkenen an. „Etwa über das Gutachten?" Ihre Frage gab ihm den gesuchten Anknüpfungspunkt: „Offen gestanden, ja, Fräulein Willnoff! Ich habe mich nämlich entschlossen, das Gutachten Ihrem Herrn Vater — natürlich nur ihm allein und unter strengster Diskretion — zum Zweck eine» kurzen Einblicks zu überlassen ..." „Wirklich? Sie wollen mir also wirklich ..." Kaum konnte Olga das Gefühl ihrer großen Genugtuung mdiftern. Da unterbrach Rammelt. Schars betont fiel jedes seiner Worte: „Das Gutachten Ihrem Herrn Vater also zu überlassen, sagte ich, — sobald ich nämlich die Ausarbeitung selbst fertiggestellt habe!" Wie vom Blitz getroffen zuckte Olga zusammen. Diese Wendung hatte sie nicht erwartet! Fieberhaft arbeiteten ihre Gedanken. Warum dieses plötzliche Zurückhalten, nachdem er noch eine halbe Stunde vorher getan hatte, als könne sie das Gutachten unmittelbar einsehen ober sogar tjiit sich nehmen!? Wieder gewann das unangenehme Gefühl in ihr Raum, daß sie sich auf unsicherem, glatten Boden befand. Rammelts Verhalten ließ sich in ihre Berechnungen nicht mehr einordnen. Wie anders allein hatte sie sich die Wirkung ihrer Nachricht über Ian- nas und Gerhards Zusammentreffen in Oberhof vorgestellt! Wieviel mehr auch hatte sie sich von der Wirkung ihrer eigenen Person auf den sonst für Frauen leicht empfänglichen Mann versprochen» Hatte geglaubt, ihn auf der ersten Station ihrtt Rache gegen Janna und Gerhard zum äußersten Haß gegen den Nebenbuhler antreiben zu können. Danach hatte sie bann ihn, ben von Janna fo schmählich Betrogenen um so leichter für sich selber gewinnen wollen, um ihm bas Gutachten sicher z» entlocken, bas roieberum Walter Branb für ihre Zwecke gefügig machen sollte. Unb nun schien Rammelt sich ihren Plänen entziehen zu wollen! Wohl versprach er ihr bas Gutachten, aber er lieferte es nicht aus, behielt es jetzt unter irgenbeinem Dor- wanb zurück, so bah es mehr als fraglich war, ov er jemals fein Versprechen hatten würde! (Fortsetzung folgt!) ui»? unD SsS tSs 3" W »-r.=anh‘ 5ÄfS" Kk)4 9.20 v i-j Rotten abl- 20.00 llhl- g j Sonntag. . -Hotten 1 • fÄi (Sonntagskarten) * Cd « Zroßen-L Wnsteinbergmr tmllngluckssa I.. Tit aus Mendo, ftndeErdma I k innere Se Mte durch die Solen Kreuz Greß tracht werden. 3 Lollar, 2 L V. November, b Rechts und Fr< itnige 20, in bejtei in Kreise ihrer l Mienen Hochzeit 'Lollar, 27 «.November, fini yr Abend der 9 hübe“ ftattb l'l ilnstoph und die do!)1 - so schrei telische Nummer Erfolg ausgewiese ist die kleine elssäl Leistungen übertr gezeigt wurde. 6ii Akkordeon, sie tr tuosität, die kaum Avantis sind Mei mit ihrer Musik i unterhalten. Brm kein Unbekannter: ' Ansag« MW* to« die Mn W großen Mete Dieses SastW Abends torttfy heiterer Untert suchern sichert beachte die Heu T Staufe meinde hat m- ten begonnen. Fällung oorgefi Holz. ) Allendo h'eslgen Stadtw Hauerarbeit ft 4W Festm H«i- 40 bis 45 stellt, darunter SS? dem Zustar 9en. Bei der wen Wiederher ^wendet nn -'"dach 3300 I e&s ZNS hÄ °"b° SÄ I 19 fi Oetilo : Del N 3 mi - K» ; ' 6'rh „die l'Hutn,?’1 b« *lin »■Sera '"»et tzAsun. bei ß'r I M ! er dir h Debet, iS «. ob ?e ? n£ d°A Ä He, Ö n unsere j? Aschen tz urfe. Di.V eschlechter^ n gedacht i ma»}9 zur $( lg tte. «'S Ml I yenanin er Reichz-h.. ! uugen des ft. 1 schlachte,, ' O-n für bj harten, D auf jei Vmem ÖfftQ ■ Metzgerei oj/- schnellerfch 'l darf die & ienn durch vollständig Zs ^ung darf llir 'den, deren Ai >ie die erfor^ hen-fo daß r i !den wird. Li en unter I 's en nicht z-" d genau zu [ 1 mit Tefäiü n ober n send Reichi iffer des 3nn n Tierärzte, g schauer und I :e hausscM ’ gesetzlichen je Jen. i gegen die L: !ren können er: : Polizeibefjöiki in gerichtet w:: ; a'ge erWlhim inbesregiem:- lrbeitslosen- d der Arbeit C der Landes- e Arbeitslasenv wie über hieß )en Tarifordic SchwerbesA m oerlangeit; g der MB aiucn fatte i® Slufträge m Bieter zu er« 15 zMMgen ch aus^ttM- ^traten, N e günstige b cechtzÄtigeil'- hn, im Roick R. und MM i I- WW tief in ” W,£ ten toW* „ Eilnoff! I "los i nur ft» * zum Zlvelk i wirklich - ° . ihrer 0#’ f betont stel i ®fl,n Ä erwu^A j r>? arum d'/st Lj noch ellL inne s-e^L r soS°r/" me ML 7 glatten sich A F WieA^r achr"H " i-Ö-1 re^^O , oon Ä W er fül V i>w nun W j r E,Ä und eine wesentliche Mehrarbeit bei verschiedenen Behörden und öffentlich-rechtlichen Körperschaften eingetreten wäre, hat der Reichsminister der Finanzen im Einvernehmen mit dem Reichs- und Preuhi- fchen Wirtschaftsminister und dem Reichs- und Preußischen Arbeitsminister angeordnet, daß über die rechtzeitige Abführung dieser Steuern und Beiträge sowie über die Einhaltung der erwähnten Verpflichtungen der Bieter eine Erklärung abgeben soll, Seren Wortlaut in die „Besonderen Vertragsbedingungen" ausgenommen worden ist. Diese Erklärung, die entsprechend den steuerlichen Unbedenklichkeitsbescheinigungen bei allen Aufträgen von 100 RM. aufwärts verlangt wird, lautet: „Ich erkläre, daß ich meinen gesetzlichen Pflichten zur Zahlung der Landes- und Gemeindesteuern, der Beiträge zur Arbeitslosenversicherung und zur Reichsoersicherung sowie meinen Verpflichtungen aus den Tarifordnungen, der Betriebsordnung und dem Schwerbeschädigtengesetz ordnungsmäßig nachkomme. Ich bin mir bewußt, daß eine wissentlich falsche Abgabe der vorstehenden Erklärung meinen Ausschluß von weiteren Leistungen und Lieferungen wegen Unzuverlässigkeit zur Folge hat." Oberheffen. Zugverstärkungen zum Bauerntag in Schotten. Don der Landesbauernschaft Hessen-Nassau wird uns mitgeteilt: - Zur Bewältigung des stärkeren Personenverkehrs aus Anlaß des Bauerntages in Schotten wird die Reichsbahn folgende Züge dem Verkehrsbedürfnis entsprechend verstärken: Samstag, 5. Dezember: P 4.183 Nidda ab 9.20 Uhr, Kp 4195 Nidda ab 11.20 Uhr, Kp 4188 W. Schotten ab 17.47 Uhr, Kp 4196 W. Schotten ab 20.00 Uhr. Sonntag, 6. Dezember: Kp 4183 Nidda ab 9.30 Uhr, Kp 4195 Nidda ab 11.20 Uhr, Kp 4188 Schotten ab 19.05 Uhr. Außerdem fährt am Sonntag, 6. Dez., ein Sonderzug ab Schotten 17.25 Uhr mit Halt auf allen Unterwegsbahnhöfen, an Nidda 18.07 Uhr. Für diesen Sonderzug sind die gleichen Fahrausweise (Sonntagskarten) zu lösen, wie für planmäßige Zug». Landkreis Gießen. durch die Ortsgruppe des Reichsluftschutzbundes durchgeführt. Dor längerer Zeit wurde unsere Bevölkerung durch die Ausgabe der allgemeinen Richtlinien für Verdunkelung auf die Hebung vorbereitet. Es konnte nun festgestellt werden, daß der größte Teil der Einwohner den Wert und die Wichtigkeit dieser Veranstaltung erkannt hat. Bis auf ganz kleine Ausnahmen waren von allen Bewohnern die Häuser vorschriftsmäßig verdunkelt. Die Ortsgruppe des RLB. konnte mit dem Erfolg sehr zufrieden sein. Die SA. war an den Ortsein- und Ausgängen aufgestelt, um Autos und Fuhrwerke jeder Art auf die Uebung aufmerksam zu machen und die nötigen Verhaltungsmaßnahmen zu geben; sie entledigte sich chrer Aufgabe sehr gut. Ortsgrup- Senführer S e l z e r dankte nach Beendigung der ebung allen Blockwarten, sowie der SA. für die Unterstützung bei der mit gutem Erfolg durchgeführten Uebung. — Bei der hiesigen Treibjagd konnten 21 Hasen, ein Fuchs und zwei Fasanen- hähne zur Strecke gebracht werden. (£) Nieder-Besfingen, 27. Nov. Am morgigen Samstag kann eine der ältesten Einwohnerinnen unseres Dorfes, Frau Marie Pein, geb. Krämer, in guter Gesundheit ihren 84. Geburtstag feiern. — Durch die Ortsgruppe der NSDAP. Ober- Bessingen, der unser Dorf angehört, wurde hier der Tonfilm „Soldaten — Kameraden" gezeigt. Die Filmvorführung war sehr güt besucht. Kreis Bübingen. tt. Mittleres Niddatal, 26. Nov. Der Obstbaumzucht bringt man in unserer Gegend immer mehr Interesse entgegen. Mit alten und überständigen Obstbäumen, die bekanntlich Brutstätten vieler tierischer und pflanzlicher Schädlinge bilden, wird gründlich aufgeräumt, und Baumkronen werden ausgelichtet. Aeltere, im Ertrag zu- rückaegangene Bäume werden verjüngt. Vielerorts befaßte man sich bis in die jüngste Zeit mit Neuanlagen von Obstbäumen, insbesondere mit Zwetschenbäumchen, letztere als notwendigen Ersatz für die vor etlichen Jahren wegen geringer Rentabilität beseitigten älteren Bäume. Wesentlichen Anlaß hierzu dürfte auch die Festsetzung des erhöhten Verkaufspreises für Zwetschen gegeben haben. Kreis Alsfeld. —Homb erg, 26. Nov. Das Dienst- aebäude der früheren Oberförsterei wurde seither vom Arbeitsdienst benutzt. Darin waren Büro-, Wohn- und Schlafräume untergebracht. Der Staat, dessen (Eigentum das Gebäude ist, beabsichtigt nun, es zu verkaufen, oder zu vermieten. Als Ersatz für diese Räume wurde bereits eine große Baracke aufgestellt, die sich an die übrigen Unterkunftsräume der Arbeitsmänner in schöner Aufmachung anschließt; sie wird in Kürze bezogen werden. — Der gestrige Schweinemarkt war nur mit 85 Ferkeln befahren. Es wurden für sechs bis acht Wochen alte Ferkel 10 bis 15 RM., für acht bis zehn Wochen alte 12 bis 18 RM., für zehn bis zwölf Wochen alte 15 bis 20 RM. pro Stück gezahlt. Der Handel war schleppend, es verblieb geringer Ueberstand. * Großen-Linden, 27. Nov. Im hiesigen Braunsteinbergwerk ereignete sich gestern vormittag ein U n g l ü ck s f a 11. Der Arbeiter Friedrich E u - ler aus Allendors (Lahn) geriet unter stürmende Erdmassen und erlitt dabei mutmaßlich innere Verletzungen. Der Verunglückte mußte durch die Sanitätskolonne vom Deutschen Roten Kreuz Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht werden. j Lollar, 27. Nov. Am morgigen Samstag, 28. November, begehen die Eheleute Georg Rechts und Frau Katharine, geb. Rain, Bleich- straße 20, in bester geistiger und körperlicher Frische im Kreise ihrer Kinder und Enkel das Fest der Goldenen Hochzeit. * ßollar, 27. Nov. Am morgigen Samstag, 28. November, findet im Saal ,Zur Linde" ein heiterer Abend der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" statt, bei dem „Tuba-Ria-Avanti", Bruno Christoph und die Milton Sisters Mitwirken. Es gibt wohl — so schreibt man uns — kaum eine musikalische Nummer im VarietS, die einen derartigen Erfolg aufgewiesen hat, wie „Ria-Tuba-Avantt". Da ist die kleine elfjährige Ria, noch ein Kind, aber ihre Leistungen übertreffen alles, was bisher in dieser Art gezeigt wurde. Sie steppt, tanzt, spielt Klavier, Geige, Akkordeon, sie trägt vor und alles mit einer Virtuosität, die kaum zu übertreffen ist. Auch die beiden Avantts sind Meister in ihrem Fach; sie verstehen es, mit ihrer Musik und ihrem Humor die Besucher zu unterhalten. Bruno Christoph ist in unserem Gau kein Unbekannter mehr; er wird auch diesmal wieder durch seine Ansage und vor allem durch seine Zauberkunststücke die Zuschauer für sich erobern. Und dann die Millan Sisters, ein Tanzpaar, das an allen großen Variete-Bühnen mit Erfolg gearbeitet hat. Dieses Gastspiel, das in Form eines großen heiteren Abends durchgeführt wird, bietet das Beste an heiterer Unterhaltung und Humor und wird den Besuchern sicherlich einige frohe Stunden bringen. Man beachte die heuttge Anzeige. T ©taufenberg, 26. Nov. In unserer Gemeinde hat man mit den Holzfällerarbei- t e n begonnen. Beschäftigt werden 16 Mann. Zur Fällung vorgesehen sind insgesamt 1000 Festmeter Holz. )) Allendorf a. d. Lda., 26. Nov. In den hiesigen Stadtwaldungen wurde mit den Holzhauerarbeiten begonnen. Zur Fällung sind ca. 4000 Festmeter Nuß- und Brennholz vorgesehen. 40 bis 45 Volksgenossen, in acht Rotten eingeteilt, darunter auch eine Anzahl kleinere Landwirte, finden hierbei auf einige Wochen lohnende Beschäftigung. 5 Steinbach, 27. Nov. Der Kirchenvorstand mußte sich in feiner letzten Sitzung wieder einmal mit dem Zustand des Kirchendaches beschaf- tigen. Bei der großen Reparatur der Kirche, für deren Wiederherstellung im Jahre 1928 11 115 Mk. aufgewendet wurden, waren allein für das Kirchendach 3300 Mark ausgegeben worden. Da aber damals in unerklärlicher Weife das Turmdach nicht gründlich erneuert wurde, so fallen bei jedem stärkeren Wind Schiefer von dem Turm herunter und beschädigen das Kirchendach. Die Folge ist, daß alljährlich Ausbesserungsarbeiten an dem Kirchendach erforderlich werden. Den Turm selbst auszubessern ist nach Ansicht der Fachleute unmöglich, da die Bretter die Schiefernägel nicht mehr halten. Es kommt nur eine völlige Erneuerung in Frage, um den Mißstand zu beseitigen. An diese Aufgabe heranzutreten, verbot die Finanzlage der Kirche Steinbach. 1928 wurden 10 000 Mark zu 9 v. H. bei der Vezirkssparkasse Gießen geliehen, 5000 Mark wurden von der Gemeinde Steinbach, die laut Vertrag vom 20. März 1903 die subsidiäre Baulast hat, tn dankenswerter W"ile bezahlt, der Rest von 5000 Mark wurde bis Rechnungsjahr 1933 auf 2500 Mark durch Tilgung vermindert. Seitdem wurden weitere 1000 Mark getilgt, so daß immer noch 1500 Mark aus 1928 zu verzinsen und zu tilgen sind. Im neuen Jahre muß bas Plarchausdach völlig erneuert werden: dazu ist die Genehmigung nach langen Verhandlungen erteilt. Die Mittel für diese Reparatur sind durch Ersparnisse und Vorsehungen im Voranschlag gesichert. Diese schwierige Lage der Kirchenkasse, die sich in hohen Steuersätzen aus- wirkt, verbot die Inangriffnahme der Turmdacherneuerung. Veranlaßt durch einen Vorfall bei der letzten Beerdigung, wo ein vom Turm herunterfallender Schiefer beinahe em Gemeindeglied getroffen hätte, hat der Kirchenvorstand, der die Verantwortung nicht mehr länger tragen kann, me Erneuerung des Turmdaches beschlossen. Da es bet den im Herbst oft herrschenden böigen Winden lebensgefährlich ist, an dem Turm vorbeizugehen, wegen der Gefahr, durch herunterfallende Schiefer verletzt zu werden, da andererseits jeder Leichenzug am Turm vorbeizieyen muß, weil die Beerdigungen neben der Kirche stattfinden, ist bas Neudecken un- verschiebbar. Das Bauamt wurde beauftragt, einen Voranschlag auszuarbeiten. 4 Lexbenteich, 26. Nov. Gestern abend wurde hier die erste Verdunkelungsübung Fußball und Handball der Universität Gießen. Handball: Universität Gießen — Universität Marburg. Am morgigen Samstag tragen die Fußball- Mannschaft und die Handballmannschaft unserer Universität auf ihrem Sportplatz Spiele aus. Die Handballmannschaft tritt zu einem Kampf um die Deutsche Hochschulmeisterichaft gegen die Universität Marburg an, und bas Treffen wird zeigen, ob der Universität Gießen die Vorherrschaft im Handballspiel in Südwestdeutschland streitig gemacht werden kann. Wenn die Gießener Mannschaft vollzählig antritt, wird sich die Marburger Elf sehr anstrengen müssen, wenn sie vielleicht gar den Sieg mit nach Hause nehmen will. Fußball: Universität Gießen — Oberrealschule Gießen. Im Fußballkampf erwartet vorher die Elf der Universität die Mannschaft der Ober-Realschule. Die Universität nimmt dabei Gelegenheit, einige neue Spieler zu prüfen. Man will dann eine Mannschaft Fusammenstellen, die den Kampf um die Hochschulmeisterschaft im Fußball am kommenden Mittwoch in Marburg, in stärkster Besetzung bestreiten kann. Hockey-Länderspiele unserer Frauen. Don der Fachwartin für Hockey sind folgende Frauen - Länderspiele betanntgegeben worden: 21. Februar in Frankfurt a. M.: Deutschland — Holland; 6. März in London: England — Deutschland; 10. März in Dublin: Deutschland — Irland. Deutsch-italienische Vemssdoxkämpse in Berlin. Der deutsch-italienische Boxkampfabend der Berufsboxer im Berliner Sportpalast hatte am Mittwoch nicht den erwartet großen Publikumserfolg zu verzeichnen, denn mit 6000 Zuschauern war die weite Halle nur zu Dreivierteln gefüllt. Die Kämpfe allerdings, in deren Mittelpunkt das Halbschwergewichts- trcffen zwischen dem „gesuchten" Bonner Adolf Heuser und dem Italiener Primo Bassi stand, verliefen sportlich zufriedenstellend. Der aufstrebende Potsdamer Mittelgewichtler Przybilski bestritt den Einleitungskampf gegen den Italiener Clemente M e r o n i, der u. a. gegen Marcel Thil und Gustave Rotb nur nach Punkten verlor. Der Punktsieg des Deutschen nach acht Runden war nicht ganz verdient. Der deutsche Leichtgewichtsmeister Rudolf Kretzschmar feierte dagegen einen klaren und sicheren Punktsieg über seinen italienischen Gegner Giordano V i g o r e 11 i. Es war ein recht flotter Kampf, bei dem sich der Gast ständig auf dem Rückzug vor dem durchweg im Angriff liegenden Deutschen befand. Den besten und farbigsten Kampf bis zur Pause gab es dann im Schwergewicht zwischen dem italienischen Titelhalter Santa de Leo und dem Krefelder Jakob Schönrath. Der nervige Italiener begann in großem Stern, schlug eine saubere und harte Linke und seine genauen Kopf- und Körpertreffer brachten Schönrath oft in harte Bedrängnis. Der Westfale hatte es schließlich nur seiner ungemein großen Härte zu verdanken, daß er nicht schon auf halbem Wege zu kapitulieren gezwungen war. Nach der vierten Runde hielt der Deutsche sogar noch tapfer mit, ließ sich in jeden Schlagwechsel ein und setzte auch dem Italiener schwer zu. Doch steuerte der Gast sicher auf feinen Punktsieg zu. Der Punktsieg nach acht Runden war vollauf verdient. Heusers neuester k. o. - Sieg. Im Hauptkampf benötigte Adolf Heuser nur fünf Runden, um zu einem entscheidenden Sieg über den Italiener Primo Bassi zu kommen. In der ersten Runde sah es noch keineswegs nach einem so schnellen Ende aus; Bassi brachte zwar mit 77 Kilo ein erstaunlich niedriges Gewicht, war aber an Große und Reichweite klar überlegen. Er setzte seine Linke gut ein. Die zweite Runde sah den Gast bereits auf der Flucht vor den stürmischen Angriffen des Deutschen, der in der dritten Runde seinen Gegner dreimal voll traf, in der vierten Runde völlig Oberwasser erhielt und den Italiener zum Taumeln brachte. Gleich zu Beginn der fünften Runde gab dann Bassi nach schwerster Bestrafung den aussichtslosen Kampf auf. Im abschließenden Schwergewichtskampf errang Paul Wallner (Düsseldorf) über den Italiener Angelo ©aruggia einen überlegenen Punktsieg. Die Lebensschule Sport. Eines vor allem unterscheidet unsere heuttge Jugend oon der vergangener Zeiten. Es ist die hohe Bedeutung, die dem Sport zukommt. Gibt es doch keine Jungen und keine Mädel mehr, die den Sport nicht liebten, denen die Freude an der körperlichen Bewegung in der vielfältigsten Art nicht unentbehrlicher Bestandteil des Jungseins wäre. Freude an der Bewegung, an der Kraftentfaltung — das ist es! Es geht nicht nur darum, den Körper stark und widerstandsfähig zu machen und zu erhalten. Es gehl nicht allein um diesen für den einzelnen wie die Volksgesundheit freilich sehr wichtigen „Zweck", sondern Sport ist uns heute mehr denn se Spiel, freudespendendes Spiel des Körpers. Wir erleben den Körper, feine Schwere und Leichtigkeit, feine Steigerungsfähigkeit und Ermüdungs- gefetze, die sieghafte Ueberwindung des Raumes und der Schwerkraft. Die Schwere, oie erlahmenden Kräfte ziehen uns immer wieder zu Boden, mit ihnen führen wir beständig Kampf. Um so mehr erfreut uns die scheinbare Leichtigkeit eines Sprunges, eines Wurfes, einer Welle, womit die Schwere überlistet wird durch Wille und Energie, durch Technik und Geist. Der Geist ist es, der sich den Körper baut. Der Geist ist es, der den Sport regiert und mit dem Willen im Bunde zu Höchleistungen befähigt. Die rohe Kraft allein würde es nie schaffen. Der Boxer, der nur ein wilder Schläger ist, wird nicht geschätzt. Geistesgegenwart und Mut sind bei jeder sportlichen Uebung von höchster Wichtigkeit. Bei der Sportübung werden diese Eigenschaften geschult durch die notwendige äußerste Konzentration bei Angriff und Abwehr, bei Sprung und Wurf. Und so schafft der Sport oder soll er schaffen: freudige, geiftig frische und bewegliche Menschen. Zum menschlichen Geist im weiteren Sinne gehört der Charakter. Auch in biefer Hinsicht rft der Sport als nicht zu unterschätzende Charakterschule eine geistige Angelegenheit. Ein rechter Sportler weiß, was Sportgeist ist, was Sportkameradschaft bedeutet. Eine Mannschaft, die nicht zusammenhält und in der jeher in übersteigertem Ehrgeiz nur auf den möglichst großen Eigenruhm bedacht ist, wird sich in Einzelaktionen zersplittern. Erst das Aufgehen des einzelnen im Ganzen gibt der Mannschaft die prächttge Durchschlagskraft, den unwiderstehlichen Siegeswillen. Von jedem wahren Sportler muß die Kraft, die das Ich überwindet, verlangt werden, auch im Einzelwettkampf. Der Sieg des andern darf kein Grund fein, die Stirn in Falten zu ziehen oder mit scheelem Mißbehagen wegzusehen. Neidlos und mit ehrlicher Anerkennung soll der Besiegte dem Sieger die Hand reichen. Hat er sich bis zur Selbstaufgabe eingesetzt, dann ist auch die Niederlage ehrenvoll. Aber der gute Sportler wird nicht nur in der Kampfbahn feinen Mann stellen, sondern er wird auch im Leben ein anständiger Kerl sein, einsatzbereit für andere, ein guter ehrlicher Kamerad in der Werkstatt, im Büro, in der Fabrik und von Mensch zu Mensch. Denn der Sport will den Körper und den Willen hart, den Geist klar, bas Auge hell, den Charakter fest und selbstlos machen. Was nützte die Zucht des Körpers, wenn auf der andern ©eite die Zucht des Geistes und Willens im Alltag fehlt? Hut Sportler, die auch im Leben auf entscheidenden Gebieten des Charakters und der Sitte bestehen, können Vorbilder der Jugend fein. Hier wird deutlich, wie der Sport sogar Vorbild für unsere Lebenshaltung überhaupt sein kann. Sportkameradschaft ist auch im Leben notwendig: Einsatz und Zusammenhalten im Betrieb, in der Arbeitsgemeinschaft ober wo immer es [ei. Der Sport laßt uns die Kraft und die Wucht des ver- Jeder hilft dem WHW.! Opferfpenben vom Lohn ober Gehalt finb an bas Dinlerhilfswerk bes Deutschen Volkes, Kreisführung Wetterau in Gie- j e n , Postscheckkonto Hr. 23 o33, ober auf besten Bankkonto 6100 bei bet Bezirkssparkaste Gießen zu überweisen. einten Einsatzes erleben: Wie stark muß ein Volk von Millionen sein, wenn es zusammenhält wie eine Kampfmannschast! Dr. K. Bohla. Die Auslosung zum Tenniskampf Deutschland — Dänemark. In Kopenhagen erfolgte am Donnerstag die Auslosung für den Aum Mr.-G.-Pokal zählenden Ten- nisfampf Deutschland — Dänemark, der vom 27. bis 29. November in der dänischen Hauptstadt durchgeführt wird. Es spielen: Freitag, 19 Uhr: Deitmer — Plougman, Denker — Körner. Samstag, 16 Uhr: Beuthner-Bartkowiak gegen Panker-Ulrich. Sonntag, 13.30 Uhr: Denker — Plougman, Deitmer — Körner. Die deutschen Spieler weilen unter Führung von Dr. Kleinschroth schon seit Montag in Kopenhagen und pflegen ein eifriges Training. Mann- chaftssührer Dr. Kleinschroth sprach sich sehr zuversichtlich hinsichtlich des Ausgangs der Begegnung aus. Die FLFA. tagt in Frankfurt a. M. Wichtige Beratungen beim Kongreß des Fußball - Weltverbanbes. Der Fußball-Weltverband, die FIFA, hält am Wochenende in Frankfurt a. M. eine Tagung ab, die von besonderer Bedeutung ist, denn es stehen einige wichtige Beratungspunkte auf dem Programm. Am Samstagvormitiag tagt die Internationale Regelkommission, deren Präsident Dr. B a u w e n s ift Im Vordergrund steht die vor einiger Zeit gegen die Stimmen des International Board geänderte Torabstoßregel, die bisher noch nicht genügend ausgearbeitet ist, so daß hier verschiedene Gegensätze bestehen. Auch über die Spiel- fcldlinien soll eine einheitliche Bestimmung geschaffen werden; denn heute ist es praktisch doch so, daß die Torpfosten im Spielfeld stehen. Wichtigster Beratungspunkt am Nachmittag bet der FIFA-Sitzung ist die Frage der Weltmeisterschaft 1938, die an Frankreich vergeben wurde. Ob nun die Weltmeisterschaft tatsächlich in Frankreich abgehalten wird, steht im Augenblick noch nicht sicher fest; denn es sind noch mancherlei Schwierigkeiten zu beheben. Besondere Sorge macht den Franzosen natürlich die finanzielle Seite; denn die FIFA verlangt Garantien, und bisher hat der französische Staat noch keinerlei Zusicherungen gegeben. Auch die Platzfrage ist bisher nicht geklärt, sie bereitet Frankreich nicht weniger Sorgen als die Finanzierung. Von den weiteren Tagungspunkten wird besonders die Frage „Südamerika" einen breiten Raum einnehmen. Bei einer vor wenigen Tagen in Santiago de Chile abgehaltenen Ausschußtagung der südamerikanischen Staaten sind verschiedene Beschlüsse gefaßt worden, die nun der FIFA unterbreitet werden. Es handelt sich dabei nicht nur um den „Fall Peru", sondern auch um die Requalifika- tion von Berufsspielern in den südamerikanischen Ländern und anderen wichtigen Punkten. Auto-Lknion dreimal in Südafrika. Die beiden Auto-Union-Wagen, die von Bernd Rosemeyer und Ernst von Delius am 1. Januar beim Großen Preis von Südafrika in East-London gesteuert werden, werden wahrscheinlich in. noch zwei weiteren Rennen in Südafrika eingesetzt. In Frage kommen der Große Preis von Kapstadt am 16. Januar und der Große Preis oon Johannesburg am 30. Januar. Weltmeister Karl Schäfer in München. Zur dritten Cissport-Großveranstaltung waren am Mittwoch 4000 Zuschauer ins Münchener Prinz- regenten-Stadion gekommen. Ein ganz besonderes Interesse brachte man natürlich dem Münchener Erstauftreten des österreichischen Weltmeisters und Olympiasiegers Karl Schäfer entgegen, der wieder durch seine hervorragende Kunst verblüffte. Auch die Engländerin Megan Taylor sowie die kleine Wienerin Hedy S t e n u f erhielten für ihr Kunstlaufprogramm reichen Beifall. Das Eishockeyspiel zwischen dem Münchener EV. und einer Bayern-Auswahl wurde von dem EV. überlegen mit 7:2 (1:0, 3:1, 3:1) gewonnen. Braddock-Louis im Februar? Nach einer Schweizer Meldung soll es nun Braddock doch gelungen sein, für den 20. Februar 1937 einen Kampf mit Joe Louis abzuschließen. Auch die Neuyorker Boxkommission, die bisher die Sicherung des Weltmeisterschaftskampfes Braddock—Schmeling verlangte, soll ihre Zustimmung zu dem Louis-Treffen bereits ge• geben haben. Kurze Sportnotizen. Stuttgart erhält ein Fußball-Länderspiel. Und zwar werden Deutschland und Frankreich am 31. März in der Adolf-Hitler-Kampfbahn ihren vierten Länderkampf austragen. * Das 100-Minuten-Mannschaftsren» nen in der Deutschlandhalle wurde von den Berlinern Gebr. Schmidt mit einer Leistung von 72,240 Kilometer gewonnen. Im Fliegerkampf siegte Weimer (Stuttgart) vor n. d. Ah6. ♦ Erwin Bruch traf im Brüsseler Sportpalast auf den starken Belgier Nestor Charlier. Der Berliner wurde nach Punkten geschlagen. Weltergewichts-Europameister Felix Wouters besiegte Al Baker ebenfalls nach Punkten und mit dem gleichen Ergebnis behielt Belgiens Bantamgewichtsmeister Petit Biquet über Kid Davidt die Oberhand. ♦ Das Berliner Reitturnier, das ur- sprünglich vom 5. bis 13. Februar vorgesehen war. ist vom 29. Januar bis 7. Februar vorverlegt worden. » Deutsche Polizei-Skiwettkämpfe t'n- den in der Zeit vom 24. bis 26. Februar 1937 «an Baldenwegerbuck im Schwarzwald in Verbindung mit den badischen Polizei-Skimeisterschaften statt. Der Weg zu mir ist immer lohnend, denn Caso-Kleidung ist formvollendet und nicht teuer! Viele sind überzeugt und zufriedengestellt worden. Machen auch Sie einen Versuch GIESSEN CARL SOMMER Das Haus der zufriedenen Kunden Bahnhofstr. 14 7M2A Geschäfts-Übernahme und Empfehlung Ich beehre mich anzuzeigen, daß ich das bisher von Herrn Adolf Elges geführte Hotel-Restaurant „Hindenburg“ Gießen, Seltersweg 68 käuflich übernommen habe.- Es wird mein Bestreben sein,meine verehrten Gäste in jeder Hinsicht zur vollen Zufriedenheit zu bedienen und ihnen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu machen. Das meinem Vorgänger geschenkte Vertrauen bitte ich auch auf mich übertragen zu wollen und lade ich zum Besuche freundlichst ein Bruno Otto-Walster. Eröffnung am Samstag, dem 28. November, um 20 Uhr 7495 D .lut kaisthjHxlanat ytftkte’ sogen olle TORPEDO SIMPLEX die vollkommene Büromaschine zu niedrigem Preis Alleinverkauf Niederbaufen Gießen Bahnhofstraße KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tauienben beachtet und geleieo S jeder ist stolz darauf, einen neuen Mantel Stets reiche Auswahl in Stimmung GIESSEN / Kreuzplatz 15 7507 A nachtsge^chenk! 7493D Photo Kreuzplatz 9 Pfennig tem Leder 7510A IHRE KAUFLEUTE 7508 A INH: WILHELM HORN UND SOHN V, kg % kg 22 24 Schätzen ist so ne Sache! Eröifnnnci: Samstag, 28.Nov., 16 Uhr Ein tritt 30 Pf., Kinder inBegl. frei. 2>cr„9roße freut sich Der „JTleiue“ strahlt - 40 25 15 12 10 10 42 45 25 Knaben-Mänteln Knaben-Anzügen Winterjoppen — Hosen Sport- und Wetterkleidung Mandeln Haselnußkerne .... Sultaninen Korinthen . Orangeat Zitronat........... Kunsthonig........ Puderzucker....... Back-Oblaten, rund sowie Blockschokolade, Streuzucker,Trüffelstreusel, Backpulver, Vanillezucker, Backöle usw. Wer nicht backen möchte, für den haben wir.- Lebkuchen,Pfeffernüsse,Gewürzmakronen,Spekulatius sowie Gebäckmischungen, lose und in schönen Geschenkdosen. .....125 g 35 und .............125 g 125 g 7, 9, 12 und .....125 g 10 und ..............50 g 50 g 500 g 500 g 100 Stück Weizen-Auszugsmehl, Typ 405 Weizen-Auszugsmehl, Typ 405 mit 10°/o ausländischem Welzen Herrenzimmer echt Eiche, reich geschnitzt, Bücherschrank 2.20 Meter, Schreibtisch, runder Tisch, ein Sessel, 2 Stühle mit ech- Der Photofreund kann schwer danebenraten und die Folgen sind dann unterbelichtete Negative. Ein elektrisch. Belichtungmesser macht Sie ein für allemal unabhängig vom „Schätzen“. Alle seitherigen Lichtmesser waren nur ein Notbehelf. Der elektrische Belichtungsmesser gibt Ihnen aber genaue Belichtungszeiten. Etwas teuer zwar, aber vollwertig gut. Sie kosten: 25.80 und 27 Mark. Das wäre auch ein feines Weih- Stets gut sortiertes Lager in NS."Bekleidung n. Abzeichen aller Formatonen. - Für die kalte Jahreszeit emplehlen wir Jungvolkschihosen, Jnngvolkblnsen und -Schimützen sowie die neuen schwarzen Breecheshosen für die HJ. Der Heutigen Stadtausgabe liegt ein Werbeblatt der Württemberg. Metallwarenfabrik, Niederlage Meken, Kreuzvlab 14, bei. Lisiv nur 550 Mark MöhelhausGeorgKoos Gießen Schulstraße 6 Die kluge Hausfrau ■ bevorzugt | 06463 Humor SMWZMWM Brandgaffe 8 Samstag, den 28. November 1936 gvotzes Gänse-und Kwrnben-Gsseur Bis 4 Uhr nachts Verlängerung Luthergemeinde Biblische Woche Heute abend 20 Ubr in der Ka- pelle des Alten Friedhofs: Maith. 7/ 1—12 7426Ü .Richtet nicht" Pfarrer K. G. Steck, Frankfurt. Kaninchen- u. Pelz-Ausstellung der Kreisfachgruppe Gießen am 28. und 29. November in der Turnhalle am Oswaidsgarten. Leupin-Creme u. Seife vorzügl. Hautpflegemittel, seit über 20 Jahren bestens bewährt bei autjucken-Flechte Ausschlag. Wundsein usw. Löwen-Drog.W.KilbingerNachf., Lelteröweg 69: Trog. Winter- hon.Areurvlatz in: Trog. Bornemann, Babnliofftrafre 17; Med.- Drog. H. Elges, Seltersweg 66: Germania - Drogerie (5 Seibel, Frankfurt.Str.39. Fn Laubach: ^olms-Laubacker-Drog.K.Klein von ■■11111 in?N«w.'r.Ti.eiM.eu.Lf^i zu besitzen. Kundgebung! Im Rahmen der Aktion des Amtes für „Schönheit der Arbeit* der Deutschen Arbeitsfront Gutes