Probleme hinslellt fen, um die gegenwärtigen Probleme zu lösen. durchkreuzen zugunsten einer Regierung, die durch 1 Sn der auf- anfeine offenkundig gescheitert ist, als er gerufen wurde, den Frieden herzustellen und recht zu erhalten. Ich habe mein Bestes getan, % D « ,2..= Erste Ratstagung in Genf Wenig Neigung für den chilenischen Reformantrag London, 26. 3uni. (DNB.) Vor dem Konser- vativen-Verband in New Lastle-on-Tyne erklärte der frühere Luftfahrtminister Lord London- d e r r y u. a.» wir sollten die Angebote, die Hitler der Well gemacht hat, nicht in einem knauserigen oder pedantischen Gei st aufnehmen. Der Weltfrieden hängt in erster Linie von einer Verständigung zwischen Frankreich, Deutschland und Großbritannien ab. Wir sollten endgültig mit diesem Ziel vor Augen arbeiten, anstatt dem Irrlicht eines theoretischen Lehrsatzes zu folgen, der einen sogenannten Völkerbund, in dem drei große und mächtige Nationen nicht vertreten sind, als die Lösung aller internationalen einen Völkerbund, 2 Kriegsmaterialtransporte offenzuhalten, hat Eng- land in eine unangenehme Zwickmühle gebracht. England will auf der einen Seite seiner historischen Meerengenpolitik getreu die Russen, mögen sie nun Bolschewiken oder Zaren sein, nicht in das Mittelmeer lassen, wobei sicher auch in London nicht übersehen wird, daß als Auswirkung des französisch-sowjetrussischen Militärpaktes im Falle kriegerischer Verwicklungen Frankreichs das Auftreten sowjetrussischer Flottenstreitkräfte im Mittelmeer eine für England vielleicht höchst unbequeme Lage schaffen könnte. Auf der andern Seite legt England seit einiger Zeit besonderen Wert auf gute Beziehungen zu Moskau, weil es in der Roten Armee Blüchers im Fernen Osten eine Sicherung vor Uebergriffen Japans auf die englischen Interessen in China oder gar in der Südsee sieht. Die gefürchtete Auseinandersetzung in Ostasien könnte sogar für England das freie Durchfahrtsrecht der russischen Schwarze-Meer-Flotte durch die Dardanellen schmackhaft machen. In Tokio dagegen ist man aus begreiflichen Gründen gegenteiliger Meinung und sucht die Gewährung des Durchfahrts- rechts an die Bolschewiken unter allen Umständen zu verhindern. Man sieht auch an diesem Beispiel, wie die nationalen Interessen für die Einstellung der Völker zu politischen Bindungen ausschließlich entscheidend sind. jedoch in ihrer Opposition gegen die jüdischen Neber« griffe. Die englische Regierung ist auf jeden Notfall vorbereitet, wenn es zu Unruhen kommen sollte. Mit Besorgnis werden auch die Berichte erwähnt, daß 2 00 arabische Scheichs in der transjordanischen Hauptstadt Amman Zusammentreffen werden. Besonders wichtig werde dabei die Haltung des Emir A b d u l l a von Transjordanien sein. Man fragt sich, ob er in der Lage sein werde, die aufwieglerischen Beduinenelemente im Zaum zu halten. In London rechnet man nicht damit, daß die transjordanischen Araber, wenn sie revoltieren sollten, die Grenze nach Palästina überschreiten werden, um die Araber zu unterstützen. Reuter schreibt, daß die Wurzel der Unruhen die jüdische Durchdringung des Landes sei. Man habe berechnet, daß die Juden zur Zeit ein S e ch st e l des Landes kontrollierten. Attentat auf einen Zug in Palästina. Jerusalem, 26. Juni. (DNB.) Am Freitagfrüh entgleiste ein glücklicherweise nur mit wenigen 4* ’d e ' Ä2.G wirkliche Fühlung mit Deutschland herzustellen. Ich finde in Deutschland menschliche Wesen wie alle anderen, mit denselbenVorzügen und denselben Fehlern. Sie habey eine Leidenszeit durchgernachl, die wir niemals gekannt haben, und infolgedessen ist es schwierig für uns, ihre Empfindungen genau zu erkennen. Von dem deutschen Regierungssyslem möchte ich nichts sagen. Die Diktatur ist allen unseren Gedankengängen fern. Wenn aber eine Diktatur Leistungsfähigkeit schafft, wenn sie einer Ratio» Glauben und Idealismus einflöht, dann müssen wir dafür sorgen, daß die Demokratie, an die wir glauben, dieselben Ergebnisse erzielt. Laßt uns alles in unseren Kräften Stehende tun, um Vertrauen allen Ländern einzuflöhen und besonders gegenwärtig Deutschland und Italien! Ich hebe diese Länder hervor im Hinblick auf die gefährlichen Elemente in England, die in einem Falle nicht an die Ehrlichkeit Deutschlands glauben und die im anderen Falle wünschen, ihre Entrüstung über Italien zu zeigen, indem sie die Sanklionspolilik fortsehen. Diese beiden Standpunkte zeigen einen vollständigen Mangel an jeder gesunden Perspektive. Lord Londonderry erklärte dann, daß der Völkerbund in seiner gegenwärtigen Form nicht in der Lage sei, einen Krieg zu verhindern oder einen angefangenen Krieg zu beendigen. Man müsse daher eine neueOrganisation schaf - 3 — -VS GH ; Q- 2 3 y»| >'c 3 , 3 Zeigt Verständnis für Deutschland! Oer ehemalige britische Lustfahrtm mister Lord Londonderry über die Bedeutung einer Zusammenarbeit Deutschlands, Englands und Frankreichs für den Frieden. iät» 'S c ,3=2 * '13 w I k.», lsc « is8‘/,Ul)rbes Bormittags Heimat im Bild. Die Scholle ■ IW ■ 4« 9 M ■ Grundpreise für, mm hohe Monatt-vezngsprtis: ■■■■ BA ■ ■ ■ / ■ MW MM 17 B | H ■ für Anzeigen von 22 mm Mit 4 Beilagen RM.I.9L MM »MM MMMf I I V H Z B M M ■ B ■ Hf H Breite 7 Rpf., für Text- Ohne Illustrierte , 1.80 H M H R R MM R R "... WM R wBl R anzeigen von70 mm Breite Zustellgebühr ,-.25 W W W R |> 1 50Rpf.,Plahvorschriftnach ^^terer“ W.e «rundprei.e: @encral=21njeiger für KberWen 8tawif«rt am Main liess Prüft und Verlag: vrühl'sche Universilät-.vuch- und Steindruckerei R. Laage in Siehrn. Schriftleitung und Geschäftsstelle: Schulftratze 7 Mengen?bfchlüsi?staff^s W K 'M VM T'?/ \ Neue Gesetze vom Reichskabinett verabschiedet baute soll Einnahmequellen für den Bau der Reichs bahnen, insbesondere für die Zinsen und isaufo: Hatte Gelassi'e nach Genf gereist Das Gesetz zur Aenderung des Beförderungssteuergesetzes Schwere Schlägereien ,m Lateinischen Viertel in Paris Armee von 200 000 Mann erhalten sollte, hat der Führer am 17. Mai diesen Vorschlag sofort angenommen. Der Führer hat aber noch mehr getan: Er hat der Mett das große Angebot unterbreitet: „Deutschland ist bereit, b i s zum letzten Maschinengewehr ab- z u r ü st e n, wenn auch die anderen Mächte dasselbe tun.“ Eine idealere Art, die militärische Gleichberechtigung herzustellen, kann man sich wohl nicht vorstellen, der Führer ist hiermit auf den Grundgedanken zurückgegangen, der seinerzeit dem Präsidenten W i t s o n 1919 vorgeschwebt hat. Aber dieses großzügige Angebot wurde kaum zur Kenntnis genommen. Deutschland blieb nichts anderes übrig, als dem Völkerbund den Rücken zu kehren. Der Führer hat aber trotzdem sofort erneute Schritte zu einer Entspannung in Europa unternommen. Das erste Ziel seiner Bemühungen war die grundlegende Neugestaltung des Verhältnisses Deutschlands zu Polen. Sie ist ein Schulbeispiel dafür, daß, wenn zwei Länder von weitsichtigen Männern geführt werden, die die Verständigung wollen, eine solche auch erreicht werden kann. Am 7. Februar 1934 wurde der zweite große Vorschlag des Führers für eine Rüstungsbegrenzung und Rüstungsgleichheit Deutschlands gemacht. Dieses Angebot sah eine Rüstungskonoention a u f Basis eines 300000-Mann-Heeres vor. Mit unbeirrbarer Konsequenz und ohne sich durch Enttäuschungen entmutigen zu lassen, hat der Führer immer wieder Frankreich die Hand zur Versöhnung hingestreckt. Allen Hoffnungen machte die Note der französischen Regierung an England vom 17. April ein Ende. In dieser wurde jegliche unmittelbare Verhandlung Schließlich verabschiedete das Reichskabinett ein Gesetz über die Befähigung zum höheren en Verwaltungsdienst, Warum es zum 1. März 1936 kommen mußte Botschafter von Ribbentrop über den Weg der deutschen Außenpolitik. München, 26. Juni. (DNB.) Dor der nationalsozialistischen Presse gab Pg. Botschafter v. Ribbentrop einen Ueberblick über die deutsche Außenpolitik seit der Machtübernahme. Ribbentrop schilderte die Zerfahrenheit der deutschen Außenpolitik bis zum Kriegsausbruch, das Ausschlagen mehrerer englischer Angebote zur Zusammenarbeit, die Folgen der Tirpitzschen Flottenpolitik, das traurige Bild der politischen Führungslosigkeit im Weltkriege und die furchtbaren Folgen der nach der Auffassung des Botschafters keineswegs notwendig gewesenen Unterzeichnung des Waffenstillstands und des Diktats von Versailles. Am 30. Januar 1933 war Deutschland innerhalb eines hochgerüfteten Europas wehrlos. Da unser neues Deutschland diese Lage nicht länger ertragen konnte, stellte der Führer nach seinem Regierungsantritt an die Welt die Forderung der militärischen Gleichberechtigung. Die Notwendigkeit einer baldigen Verwirklichung dieser Forderung Deutschlands ergab sich erstens aus seiner geographisch gefährdetenLage im Herzen Europas und zweitens vor allem aus seinem Gegensatz zu dem von einer aggressiven und expansiven Weltanschauung beherrschten Sowjetrußland. Mit dem Erscheinen des Bolschewismus ist ein völlig neuer Faktor in das außenpolitische Kräftespiel eingetreten, der eine latente Gefahr für alle Völker darftellt, und der geeignet ist, politische Kombinationen und Kalkulationen der alten Schule der Vorkriegszeit hinfällig zu machen. Deutschland wünscht den Frieden und lehnt aus seiner innersten weltanschaulichen Aeber- zeugung Eroberungen und die Beherrschung fremder Rationen ab. Diesen deutschen Friedenswillen hat der Führer in den letzten drei Jahren unter klaren Beweis gestellt. Als TUac- donald am 16. März einen Vorschlag machte, laut welchem Deutschland eine kurzdienende ?ustizpressestelle Berlin teilt mit: „F 2 61 a h r i g e Richard Lange ist durch Urtell des HI. Senats des Volksgerichtshofes wegen Landesverrat zu einer Zuchthausstrafe von 15 Iah- S DcrurteUt worden. Ferner sind ihm die bürger- llchen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Jahren aberfannt worden. Lange hat im Herbst und Win- .J • v? im.. Auftrage einer ausländischen Macht Nachrichten über die Stärke, Verteilung und Be- vaffnung der Wehrmacht in O st p r e u ß e n ge- ammelt, um sie demnächst an seinen Auftraggeber weiterzugeben. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Noch immer fetzt sich die Zufuhr der subtropischen Meeresluf nach Deutschland fort, die aber auf dem größeren Umweg des Nordatlantik zu uns kommt, ^hr hoher Feuchtigkeitsgehalt läßt trotz Unbeftän- digkeit die Witterung freundlich erscheinen. Immer- Yin kann bet überwiegenden Winden aus Nord roerbeT^ fort^reitenber Aufheiterung gerechnet f “J ® o n n t a g : Wechselnd be- roolft, zeitweilig Aufheiterung, nur vereinzelte fd)aU^arhfle Niederschläge und östliche Winde Ö Lufttemperaturen am 26. Juni: mittags 21,6 Grab ?6 9 fflrnh m5 -18'5 ®rQb: am 27. Juni: morgen» Grad, Minimum heut. "Taten des Bakkalaureats, die gerade ihr Exa- r 6u^aübcnv Lotten und aus einem großen «fS Boulevards St. Michel heraus, kamen, sahen sich etroa 200 bis 300 Anhän- gernberJöoIt5frontParteien gegenüber ä n Cn' chnen ihre b l a u w e i ßr o t e n VnVnV.11 Df,On Knopflöchern und Rockauf. /nr9^th J e‘nc allgemeine Schlägerei mar bald im Gange, der Sie Polizei einftoeilen bahnen, insbesondere für die Zinsen und Verzinsung der eingegangenen Verbindlichkeiten erschließen. Danach wird die Beförderungssteuer auf den gewerbsmäßigen Kraftfahrtzeugverkehr, und zwar den Güterfernverkehr und den Werkfernverkehr sowie auf andere gewerbsmäßige Beförderungsarten ausgedehnt. Hierzu gehören der Ortslinienverkehr mit Kraftomnibussen, die Personenbeförderung durch die Deutsche Reichsbahn, der Gelegenheitsverkehr, der Linienverkehr und der Kraftdroschtenoerkehr. Bei letzteren tritt durch diese Neuregelung eine Erhöhung der Besteuerung im ganzen nicht ein. Das Reichsumlegungsermächtigungsgesetz bezweckt die Zusammenlegung zersplitterten ländlichen Grundbesitzes, um den Erfolg der Meliorationen, der durch diese Zersplitterung beeinträchtigt wurde, voll zur Wirkung kommen zu lassen. Polizei^ flüchteten P)- $ E i k - fr Motorräder NSU DKW* Motorräder Lieferwagen Reparatur - Werkstatt Fr.Linker&Sohn Ludwigstraße 16. DKW. 200 ccm FN. 350 ccm, steuerfrei, I a Zustand, bitt. z. verk. 02974 W. Balser, Dammstraße. Motorrad 350 ccm- köpftest. „Triumvf" m sehr gutem Zustand, günst. z. verkauf. I02950 Wieseck, Alicenstr. 39» 3/I5 III.- Cahro-Liinus. zu verkauf. 02968 Mühlstraße 22. 4|16 Opel-Cabriolet 4|20 Fial, ollen 6|25 Adler steuerfr., z. verk. 02969 Karl Dörr, Marb. Str. 51. | Verkäufe ~~ Vogelsberger am« e 1 N jährig, mit Abstammungsnachweis, z. verkaufen. [4143D Fellings- hausen Nr. 168» Verkaufe e. erstklassige rot gescheckte [02933 Milchkuh mit d. 3. Kalb (Mutterkalb). Reiskirchen, Hauvtstr. 36. 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Beide und ihren Hai staatlichen Geb stc-Raum entst Kulturgütern, [ R auch zu Mc denen die bei! erdens und der ferne starke un dann fetz ÄÄjß Tä- SK S-Ä *!*!• M M*r WZ erbte M niqtum, das dem Rom, das W Mitteln [ortzu etz stellte, es fortzv Macht- Das Rn weltlichen Macht des geistlichen M füllt die Zeschlch qen endet damu das weltliche wi mnd ablehnen eigenes Staate [0 vc und durch ihn Das Borgefüh Ielte ha bu" das 9w Ss'i w Kö in Dii Jochim v s erfii MW E-dichu :>'V *? : »en .’S,» ?et Sintler* l' »5 6‘eme LS- ! !il*[ ■ b„.3ul - uns; in v aber iS bämr • ilir jn ^anisch^ ' N üet lM° SV 18 ?'■ «>er. nesn>i leiste om7ei1 °° Shtj ..Ü"U e*ten; ? bie[ei n Paar LebensstcUuttg; Jüngerer Texttl-Vertretec Mofa^errl , eingeführte Tour (Hessen- Nchsau, Westerwald und Siegerland) zmnBe- beli elMchlagrgen Detail-Kundschaft von erftem Unternehmen der Barmer-Artikel-Jn- buftne (alle Kurzwaren einschl. Hosenträger) y? 0" gesucht. 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Verlag Albert Langen-Georg Müller, München. — Das Juliheft erinnert mit zwei Beiträgen an den Tag, an dem vor zehn Jahren Hans Grimms großer Roman „Volk ohne Raum" erschien: Erwin Witt» stock grüßt ehrfurchtsvoll den Dichter. Karl Kaltwas» ser erzählt eine wahre Begebenheit, in der Grimms Werk deutsches Schicksal mitgestaltet hat. — Einen dichterischen Beitrag gibt Edzard Schaper mit der Erzählung „ Das Lied der Väter"; eine knappe Verdichtung jugendlichen (Erlebens fügt Oda Schae» fer mit dem „Gewitter" bei. Eine Fülle lyrischer Beiträge von Josef Weinheber, G. Fischer-Grave« "2, Joseph Georg Oberkofler, Georg Britting, Heinrich Ringleb, Carola Schiel und Georg von oer Bring. — (Einen von liebevoller Kenntnis getragenen Beitrag „Von der Volkskunst" gibt 211» freö Zacharias, der durch feine geschickte Illustrierung das Auge erfreut. Dem nordischen Gedanken- ireis und der nordischen Dichtung gelten drei beitrage: eine Untersuchung von Johannes Pfeiffer über „Kierkegaards Kampf gegen den Dichter", eine kleine Dichtung Jarl Hemmers und eine Betrachtung über die Dichtung Hemmers von Otto Freiherrn von Taube. H. Chr. Mettin legt unter bem Titel „Von der Bedeutung des Theaters in unserer Zeit" einen Rückblick auf die Theaterfpiel» zeit 1936/37 vor. ...77 r?’!1, Beitrag „Heidelberg und seine Universi» tat steht zur 50 - Jahr - Feier der Alma mater Kuperto-Carola im Mittelpunkt des neuesten Heftes ^M^rirten Zeitung Leipzig (Verlag 7?' Weber, Leipzig). Abbildungen aus dem Um» oersuatsleben in der Vergangenheit und Gegen» wart und aus dem schönen Heidelberg vermitteln o^^'.^^^dvolles Bild aus einem langen Zeit- Schn'" deutscher Lebens- und Geistesgeschichte der Stadt und ihrer Universität. — Bei den Anhängern des Bergsports wird die Bildseite „Gipfelstürmer" P™ prächtigen Aufnahmen von der Bezwingung der Viertausender in den Westalpen viel Freude ^«^o^ujem Weitere Bildseiten berichten von einer e/schule" in Oberbayern, von der ^"°lgewmnung in Bulgarien" und vom Le» Mte Gorch F'äs! 5intenn,äricr"- Geburt-- Noch einmal versuche ich, mich heranzupirschen. — .. E • bann tippt mich jemand auf die Schulter steht, ich weiß nicht woher noch wie, auf einmal ein seidenweiches amerikanisches Pastorengesicht hin- ter m,r. Ich will ihm höflich zunicken, aber der -öli(T ist mir feindlich, das merke ich gleich. Wissen S'e Nicht, daß es verboten ist, Bilder zu machen?" • ".Wie bitte? In solchen Augenblicken versagt mein Englisch. ' 9 ."Sie sind im Festungsgebiet." Er versucht höflich mir die Worte ins Deutsche zu Übersetzen, aber das fürchterliche Wort Photographieren, das gewiß auch eine schände unserer Sprache ist, bereitet ihm Pein l“) tonn zwischendurch meine Einwände ordnen „2lba, Lichtbilder sind hier verboten?" Und ich packe mein noch mir gehöriges Kästchen sorgfältig ein. ,,^zch dachte, ich wäre in einem freien Land." Natürlich bin ich in einem freien Land, der Ein- niSt den geringsten Eindruck auf ihn. „Utas haben Ste denn alles ausgenommen? Nur ben ^iber? Ich habe Sie schon eine zeitlang beob- bab£rn S,ct/um Teufel mit dem Reiher £ ? Augenblick erblickt mein Gegner die 9fhn7n b2ht° ?h Cr Zögernd an und ein riesige kindsgroße Cornedbeefdose, eingebeult aber I Reklamephotograph?^^ 5u9e: »Vielleicht sind Sie m vor Ö? ?«?::*» Cs" k en J1 $eiii S-Ä yfc t>on ?tn . ju i W® gnfplfli °° W(in' &lft9 die Gefahr ZU Nlanö6?Ä n- ßlf abon Deutsche beim; 5 meerbuse gelegenen W ländern g scheinen iW® ' mit den en* 'BerfleiW " fd)enM\ Km Wer er in die @e|Wj -uW den F a ten des portugte Men Horen- - ,ur die flämisch Kaufleute ein eb öie die Fahrt j Ws jetzt im < rage in Frank; ichtig auf die f Ischen Kolonien merkte die Welt oenz in Lissabc dieses Land sich schöne Land fim ren Geschichte u Es wurde m aus den Kolon deutsche Pflanz ■bestätigt, um n portugiesische K gola und Moza mit der alten ! Besitzungen als torrupte Beaml tisch nur die Kolonien. Bim einer schlimmer läfsigung und viel kräftigere^ beim besten A „Wir haben seufzend unse Geste auf die ; jten. Lieber j) andere südliche renber Militär Salazar diesem i WMWM Ein '14jähriger Lebensretter beim Führer Kaufleute ein ebenso verdienstvolles religiöses Werk wie die Fahrt ins heilige Land selbst. I. H. Stein. 4096 V Westfalenbank Aktiengesellschaft. 20. 8. 1936 10. 9. 1936 5. 10. 1936 L. Behrens & Söhne. Vereinsbank in Hamburg. spätestens zuzüglich 4%% Stück- zinsen vom 1. 7. 36 (einschl. bis zum Zahlungstage A. G. S. Bleichröder. Delbrück Schickler & Co. Deutsche Girozentrale ein, die vor ihnen die von ihnen vertriebenen Links- revolutionäre in Frankreich innehatten. Nur daß inzwischen die Reoolutionsströmung in Spanien durch den Linksruck in Frankreich einen gewaltigen Auftrieb erhalten hat. Man hört jetzt gelegentlich von einer deutschfeindlichen Welle in Spanien. Nun, ich habe nichts davon merken können. Nach den einstimmigen Ausmachte. Daß ihm dies noch nicht restlos gelang, bewies erst der kürzliche Versuch einiger Desperados, das alte Elend zu erneuern . Auf einem der schönsten Plätze Lissabons steht das wuchtige Denkmal des Marquis de P o m b a l dem Portugal vor hundert Jahren soviel verdankte. Welch eine Zukunft kann diesem kleinen Lande bevorstehen, wenn es seinen ungeheuren und reichen Kolonialbezirk richtig erschließt, ihn gut verwaltet und die so erfolgreiche Innenpolitik einer fortgesetzten Stabilisierung und Kräftigung weiter führtl Es scheint, als ob Salazar auf den Pfaden jenes großen portugiesischen Staatsmannes weiterginge. Gesellschaft mit beschränkter Haftung. Reichs-Kredit-Gesellschaft Westholsteinische Bank. Dresdner Bank. Hardy & Co. rrsch Norddeutsche Kreditbank Aktiengesellschaft. Bayer & Heinze. Gebrüder Bethmann. Frankfurter Bank. Hallescher Bankverein von Kulisch, Kaempf & Co. Als jetzt im Zusammenhang mit der Abessinien- frage in Frankreich und England wiederum vorsichtig auf die sehr alten Pläne mit den portugiesischen Kolonien ' in Afrika eingegangen wurde, werkte die Welt an der ebenso entschlossenen Rea- zenz in Lissabon, um wieviel stärker als früher dieses Land sich heute fühlt. Salazar hat dieses chöne Land finanziell zum ersten Mal in der neue- H. Aufhäuser. Bayerische Staatsbank. Merck, Finck & Co. Staatliche Kreditanstalt Oldenburg (Staatsbank). Württembergische Notenbank. Kommanditgesellschaft auf Aktien. M. M. Warburg & Co. Der Führer und Reichskanzler empfing d en 14 Jahre alten Hitler-Jungen Erich F i e b i g e r aus Senftenberg, der sieben Kinder vom Tode des Ertrinkens gerettet hatte. Der Junge erhielt vom Führer für feine tapfere Tat eine goldene Uhr als Geschenk. (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) er iM jener fes fürst, tnn Klopsto^ Demegt M itung. 30% 20% und „ reftl. 20% d'7' Ibar,1*'. '"«matt d° ®,e ein Ödende,. ei*e Rich! n gedenkt aus- & toenn ?,et °ls :?un9 ge. llC fein. Commerz- und Privat-Bank Aktiengesellschaft. Deutsche Bank und Disconto-Gesellschaft. Deutsche Landesbankenzentrale A. G. Aktiengesellschaft. Braunschweigische Staatsbank (Leihhausanstalt). Eichborn & Co. E. Heimann. Sächsische Staatsbank. C. G. Trinkaus. Deutsche Effecten- und Wechsel-Bank. B.-Metzler seel. Sohn & Co. ZWMMM Im Zuge der Durchführung der von der Reichsregierung übernommenen Aufgaben begibt das Deutsche Reich RM. 700000000,- 4’/2% auslosbare Schatzanroelsungen von 1936, gweite Folge. Die Schatzanweisungen lauten über RM 100, 500, 1000, 5000, 10000 und 20000 Sie sind vom 1. Juli d. I. ab mit 4Z4 % jährlich verzinslich. Die Zinsen werden halbjährlich am 2. Januar und 1. Juli j. I. gezahlt, erstmalig am 2. Januar 1937. Die Tilgung der Schatzanweisungsausgabe erfolgt nach vorangegangener Verlosung zum Nennwert mit je einem Sechstel zum 1. Juli der Jahre 1943—1948. 5)te .^älofungen werden in der Weise bewirkt, daß in den Jahren 1943, 1944, 1946 und 1947 je 17, in den Jahren 1945 und 1948 je 16 der Ziffern 00—99 gezogen werden. Alle Schatzanweisungen aus jedem Wertabschnitt, deren Nummern in den beiden letzten Stellen gezogen sind, gelten als ausgelost und sind an dem auf die Ziehung folgenden 1. Juli zum Neunwertj ruckzahlbm. Die neuen Schatzanweisungen des Deutschen Reichs smd gemäß § 1807 BGB. mündelsicher. t ... . , . n , , Sie können im Lombardverkehr der Reichsbank beliehen werden und smd auch un Lombardverkehr bei der Preußischen Staatsbank (Seehandlung) als Deckung zugelassen. Die Einführung der 4%% Reichsschatzanweisungen von 1936 an den deutschen Börsen wird alsbald nach ihrem Erscheinen veranlaßt werden. Jahre M inb jurinf- vor Mm soziMikhe Oeutt te'w ganz Lv: i mit’ d unb Jbi, eil der r. es begM Schwielig' ochadel unb ig in epo: WyW1 ra unb in eworöener die Plötz' — Deutsche Kommunalbank —. Deutsche Zentralgenossenschaftskasse. Badische Bank. Sal. Oppenheim jr. & Cie. Allgemeine Deutsche Credit-Anstalt. Bayerische Hypotheken- und Wechsel-Bant. Bayerische Vereinsbank. Oldenburgische Landesbank (Spar- u. Leihbank) A.-G. Mecklenburgische Depositen- unb fagen von Deutschen, die in den letzten Wochen und Monaten sich ununterbrochen in Spanien aufhiel- len und spanisch sprechen, hat sich an der deutschfreundlichen Stimmung des spanischen Bürgertums nicht das geringste gegen früher geändert. Es ist von den gleichen Gefühlen der Achtung und der Zuneigung zu Deutschland beherrscht, denen ich auf -Schritt und Tritt bei allen Gesprächen früher begegnete. Infolge der Verhetzung der Arbeiterschaft : ist naturgemäß, in diesen sonst so höflichen und ehrlichen. Menschen systematisch ein falsches und verzerrtes Bild vom neuen Deutschland erzeugt worden. Aber ein wie geringer Prozentsatz der spani- Ischen Bevölkerung wird schon von der Jndustrie- urbeiterschast gestellt! Damit ist aber durchaus nicht die Gefahr zu verneinen, daß Spanien unter kommunistischen Terror geraten könnte. Das Beispiel Rußlands liegt zu nahe ... Lissabon — so denkt ein wenig verblüfft der Deutsche beim ersten Blick auf die wundervoll an der meerbusenartig ausgeweiteten Tajomündung gelegenen Hauptstadt — ist wohl von den Holländern hierher verpflanzt worden. So ähnlich scheinen im Baustil der vielen kleinen Eiaenhäuser, mit den ein ober zwei Fenster breiten Fassaden, die Verkleidung mit den ewig neuen und farbig frischen Kacheln, die sauberen Straßen, die Weite oer Plätze. Aber er wird bet einem kleinen Ausflug in die Geschichte von den sehr starken Beziehungen zwischen den Flamen und Holländern seit den Zeiten des portugiesischen Freiheitskampfes gegen die Mauren hören. Teilnahme an diesem Kampfe war für die flämischen und hanseatischen Ritter und genommen. Die Zeichnung kann auch durch Vermittlung aller übrigen Banken, Bankiers, Sparkassen und Kreditgenossenschaften bei den Zeichnungsstellen vorgenommen werden. Früherer Schluß des Zeichnungsgeschäfts bleibt Vorbehalten. 3. Die Zuteilung erfolgt baldmöglichst nach Ablauf der Zeichnungsfrist und bleibt dem Ermessen der Zeichnungsstellen überlassen. Anmeldungen auf bestimmte Stücke können insoweit berücksichtigt werden, als dies mit dem Interesse der übrigen Abnehmer verträglich erscheint. Ein Anspruch auf Zuteilung kann aus etwa vorzeitig eingezahlten Beträgen nur hergeleitet werden, soweit durch die Zeichnungsstellen die Berücksichtigung der gezeichneten Beträge fest zugesagt worden ist. Der Führer empfängt Männer des Handwerks. Berlin, 26. Juni. (DNB.) Der Führer empfing die leitenden Männer des deutschen Handwerks in Anwesenheit des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley und des Staatssekretärs Dr. Lammers. Der Reichshandwerksmeister erstattete dem Führer Bericht über den vollzogenen organisatorischen Aufbau des Handwerks. Durch die nationalsozialistische Gesetzgebung sei der Wunsch des Handwerks nach berufsständischer Zusammenfassung erfüllt worden. Die Früchte der organisatorischen Neuordnung träten bereits jetzt zu Tage. In Treue zu Volk und Führer werde das Handwerk dem großen Aufbauwerk des Führers nach Kräften dienen. Der Führer richtete an den Reichshandwerksmeister und seine Unterführer Worte der Anerkennung für die bisher geleistete Arbeit. Das Endziel könne nicht von heute auf morgen, sondern nur in zäher unermüdlicher Arbeit erreicht werden. Die Lage in anderen Ländern beweise, wie notwendig für die Wirtschaft und auch gerade für das Handwerk die Einheit und Stetigkeit der Staatsführung fei. Zwischen Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und dem Reichshandwerksmeister ist eine Vereinbarung getroffen, die künftig im Einvernehmen mit den Gauwaltern der DAF. die Personalunion zwischen dem Reichs stand des deutschen Handwerks und der Reichsbetriebsgemeinschaft Handwerk vorsieht. Ein Jahr Arbeitsdienstpflicht. Berlin, 26. Juni. (DNB.) Der Reichs- und Preußische Minister des Inneren, Dr. F r i ck, hat anläßlich des ersten Jahrestages der Einführung der allgemein en Arbeitsdienst- pflicht an Reichsarbeitsführer Hierl folgendes Glückwunschtelegramm gerichtet: „Am ersten Jahrestag der Einführung der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht ist es mir eine Freude, Ihnen, lieber Pg. Hierl, und dem gesamten Arbeitsdienst meine b e ft e n Glückwünsche übermitteln zu können. — In harter Arbeit ist es Ihnen gelungen, den Arbeitsdienst von den kleinsten Anfängen bis zu feiner jetzigen Größe zu führen. Arn heutigen Tage dürfen Sie darauf Hinweisen, daß es in den wenigen Monaten seit der Verkündung der allgemeinen Arbeitsdienstpflicht gelungen ist, d i e Idee Adolf Hitlers zu verwirklichen, den Reichsarbeitsdienst zur Schule der Jugend der gesamten deutschen Nation zu machen. Der Reichsarbeitsdienst ist C h r e n d i e n st am ganzen deutschen Volk geworden. Er erzieht die deutsche Jugend im Geiste des Führers. Das dankt Ihnen an diesem Tage das deutsche Volk. Die italienischen Flieger bei Generaloberst Göring. Berlin, 26. Juni. (DNB.) Am Freitagvormittag besuchten Staatssekretär Valle und die italienischen Flieger die Flugzeugfabrik Henschel in Berlin-Schönefeld und die Fabrikanlagen des Flugmotorenbaues von Daimler- Benz in Berlin-Marienfelde. Mittags gab Generaloberst Göring ein Frühstück in seinem Hause, an dem außer den aus Italien gekommenen Fliegern Botschafter A t t o l i c o, der Luftattachö Oberstleutnant T e u c c i, die Generalität der deutschen 4. Die Bezahlung der zugeteilten Schatzanweisungen hat mit 30% in der Zeit bis zum 23. 7.1936 bei derjenigen Stelle, welche die Zeichnungen entgegengenommen hat, zu erfolgen. Teilzahlungen und Vollzahlung vor diesen Terminen sind zulässig; von den Zeich- nun^ftellen fest zugesagte Beträge können auch schon während der Zeichnungsfrist beglichen werden. Für Zahlungen vor dem 1. Juli 1936 werden Zinsen nicht vergütet. Bei allen Teilzahlungen werden nur durch 100 teilbare Nennbeträge abgerechnet. Die Zeichner erhalten zunächst nicht übertragbare Kassenquittungen, gegen deren Rückgabe später die Stücke durch die Zeichnungsstellen ausgegeben werden. 5. Die Lieferung der 4%% Reichsschatzanweisungen erfolgt baldmöglichst. Im Juni 1936. Berlin, Altona, Bochum, Braunschweig, Bremen, Breslau, Chemnitz, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt (Main), Halle (Saale), Hamburg, Karlsruhe (Baden), Köln, Leipzig, München, Oldenburg i. O., Schwerin (Meckl.), Stuttgart, Weimar. Reichsbank. . Preußische Staatsbank (Seehandlung). Bank der Deutschen Arbeit Berliner Handels-Gesellschaft. m usiHMt aMMtHnink$ WMMSmMMkMk rückzahlbar zum Nennwert in den Jahren 1943-1948 geber: V )°w. S en. - in den & MS e ftwin jrI Ä i« mi*61 m- L itte WM ch-l-M-'' | ®i»r| 11 nis nC6 E inö d0?5 n Iheatel Theate^ ine -ch lanA O S ’S; »er v Wechselbank. Thüringische Staatsbank. I. Dreyfuß & Co. Gebr. Arnhold. Mendelssohn & Co. ren Geschichte unabhängig und gesund gemacht. Es wurde mir auf unserem Schiff, das soviel ins den Kolonien heimkehrende Portugiesen und deutsche Pflanzer und Geschäftsleute beherbergt, bestätigt, um wieviel besser und zuverlässiger die portugiesische Kolonialverwaltung in Ancola und Mozambique geworden ist. Salazar hat mit der alten Tradition gebrochen, diese enormen Zesitzungen als Abschiebeplatz für unfähige oder : Icrrupte Beamte zu betrachten. Er sendet systema« lisch nur die besten Kräfte Portugals in die Kolonien. Binnen so kurzer Zeit mit den Sünden »ner schlimmen Vergangenheit, mit soviel Vernachlässigung und Korruption aufzuräumen, wird auch uel kräftigeren und finanziell stärkeren Ländern leim besten Willen unmöglich fein. „Wir haben zuviel Soldaten", erklärte uns leufzend unser Führer mit einer bezeichnenden 0efte auf die vielen sehr sauber gekleideten Solda- len. Lieber Himmel, dieses Land litt wie soviele inbere südliche Staaten unter dem liebel politisie- icnber Militärs und kam erst zur Ruhe, nachdem Salazar diesem Unfug mit starker Hand ein Ende Von den vorstehend bezeichneten RM 700000000,— 4%% auslosbaren Schatzanweisungen von 1936 sind RM 200000000,— bereits fest gezeichnet worden. RM. '500 000 000,- 41/2°/o auslosbare Schatzanweisungen des Deutschen Reichs von 1936, Zweite Folge werden hiermit im Auftrage des Reichs durch das unterzeichnete Konsortium zur öffentlichen Zeichnung unter den nachfolgenden Bedingungen aufgelegt. Ieichnungsdedingungen 1. Der Zeichnungspreis beträgt 987.7. unter Verrechnung von Stückzinfen (siehe Ziffer 4). Die Börfenumfotzsteuer trägt der Zeichner. 2. Zeichnungen werden in der Zeit vom 29. Juni bis 14. Juli 1936 hei den in der Anlage zu diesem Angebot genannten Banken, Bankfirmen und deren deutschen Zweigniederlassungen während der üblichen Geschäftsstunden entgegen- Luftwaffe und Staatssekretär Körner teitnahmen. Generaloberst Göring hob hervor, daß er sich glücklich schätze, Exzellenz Valle, dem er seit Jahren besondere Wertschätzung entgegenbringe, mit seinen verdienten Mitarbeiterstab in seinem Haus begrüßen zu dürfen. Es sei ihm eine tief empfundene Freude, der herzlichen Kameradschaft zu gedenken, die die italienischen Flieger mit den deutschen nun schon seit Jahren verbinde. Exzellenz Valle dankte dem Generaloberst Göring in herzlichen Worten für die Gastfreundschaft und für die starken Eindrücke, die ihm der Besuch bereits vermittelt habe. Die ita- lienischen Flieger flogen dann nach Dessau, wo sie das Junkers Flugzeug- und Motorenwerk eingehend besichtigten. Der Sittlichkeitsprozeß gegen dieFranziskanerbrüder. Koblenz, 26. Juni. (DNB.) Freitag stand der 20jährige Bruder Ildefons vor Gericht. Der Angeklagte hat eine strenge und ordentliche Erziehung gehabt und ging, oa er sich dazu verufen fühlte, mit 16 Jahren ins Kloster der Franziskaner in Waldbreitbach. Hier führte er sich außerordentlich gut, bis der Bruder Redemptus ihn zu unsittlichen Dingen verführte. Es folgten dann selbständige Handlungen des Bruders Ildefons mit den Brüdern Suitbert und Basilius. Der Angeklagte hatte noch kein Gelübde abgelegt. Der Staatsan w a l t beantragte acht Monate Gefängnis für den Angeklagten, der auf Grund der Beweisaufnahme nicht so innerlich verdorben sei wie die meisten der Brüder, die bisher vor Gericht gestanden hätten. Er habe aus sexueller Not gehandelt, sei verführt worden und stände sicherlich nicht in der Anklagebank, wenn er das Kloster nie gesehen hätte. Das Urteil lautete wegen fortgesetzter widernatürlicher Unzucht auf fünf Monate Gefängnis. Die Strafe ist durch die erlittene Untersuchungshaft verbüßt, der Haftbefehl wurde aufgehoben. Das Berliner Baugrubenunglück vor Gericht. Im Berliner Bauunglücksprozeß wurde der Diplomingenieur Liebermann vernommen, der als Obermgenieur in der statischen Abteilung der Berlinischen Baugesellschaft dem zuvor Dernonv menen Statiker ©eifere iter übergeordnet war. Auch dieser Zeuge bezeichnet die Arbeit auf dem Bau der Hermann-Göring-Straße infolge der ständigen Aenderungen in der Bauplanung als außerordentlich schwierig. Es sei ein ständiges Hin und Her gewesen. Mit dem Angeklagten Noth ist der Zeuge selten in Berührung gekommen. Ihm ist auch unmittelbar nichts darüber bekanntgeworden, daß sich Noth etwa über eine schleppende Arbeit des statischen Büros der Gesellschaft beschwert habe. Als nächster Zeuge wurde der Dipl.-Jng. Axt, ein Mitarbeiter in dem statischen Büro der Berlinischen Baugesellschaft zur Frage der Sicherung der Trägerfijße vernommen. Zwischen Geihl- r e i t e r und dem ihm übergeordneten Oberingenieur Liebermann hätten Differenzen bestanden, so daß Geißlreiter stets unmittelbar mit Hoffmann verhandelte. Der bereits vernommene Zeuge Kemps überreichte dem Gericht das Schreiben N o t h s, in dem er um die Nachprüfung der statischen Sicherheit der Trägerfüße bat. Dieses Schreiben diente als Grundlage für die Berechnungen des Zeugen A x t unter Zugrundelegung einer zweifachen Sicherungsmöglichkeit. Zum Schluß kam der 60jährige Direktor Jatzow zur Vernehmung, der gemeinschaftlich mit Hoffmann die Das Urteil im Groß-Heringer Prozeß Gefängnisstrafen für Dechant und Bande. Jl a u m b u t g, 26. 3uni. fDNV.) 3n dem Groß- Heringer-Prozetz wurde das Urteil verkündet. Die Angeklagten wurden der fahrlässigen Tötung in Tateinheit mit fahrlässiger körperver- lehung, fahrlässiger Transportgefährdung und fahrlässiger Beschädigung von Telegraphenstangen für schuldig befunden. Demgemäfe wurde der Loko- motioführer Kurt Dechant aus Weißenfels zu einem 3ahr drei INonaten Gefängnis, der Lokomotivführer Willi Bande aus Verlin- Schöneberg zu sieben Wonaten Gefängnis verurteilt. In der Urteilsbegründung betonte der Vorsitzende u. a., daß beide Angeklagte ausgeruht die Fahrt angetreten hätten. Als Dechant merkte, daß der Wasserdruck seiner Maschine nachließ, beschäftigte er sich selbst mit der Feuerung. Diese Ablenkung war Die Veranlassung, dafe Dechant das Vorsignal übersah und überfuhr. Seine Angaben, daß er sich bei der Suche nach dem Signal umgedreht und das Sternlicht des Vorsignals von rückwärts gesehen und daraus geschlossen habe, dafe es auf „freie Fahrt" stand, sah das Gericht als durch die Beweisaufnahme widerlegt an. Dechant habe in feinem Schuldbewufetfein sogar Selbstmordgedanken geäußert. In der Ueberfahrung der drei Baken des Vorsignals sei eine Pflichtverletzung zu sehen. Das Gericht sieht aber auch als erwiesen an, dafe der Schnellzug nach der Berechnung der Bremswirkung und des Bremsweges um 5,9 Sekunden zu spat gebremst wurde, um noch vor dem Personenzug zum Halten ^brad)t, werden zu können. Der Fahrdrenstlelter von Grog. Heringen konnte nach der Fahrdlenstordnung keine andere Entscheidung treffen, als er es getan bat Bei der Strafzumessung war maßgebend, daß es dem Dolksempfinden und natlonalfoziau- stifchen Begriffen widersprechen wurde, wenn der Tod d o n 35 Personen und öte schweren, zum Teil dauernden Verletzungen vieler weiterer Volksgenossen nicht eine entsprechende Sühne finden würden. Andererseits komme dem Angeklagten Dechant eine Reihe Umstände zugute vor allem, daß er sich zunächst weigerte, den Heizer G u t j a h r auf die Maschine zu nehmen, und daß er Gutjahr, der nicht den Anforderungen auf Der Maschine gewachsen und nicht zum Dienst aus Schnellzügen berechtigt war, in seinem Pflichteifer in der Arbeit unterstützt hat. Das erzeugte bei Dechant zweifellos eine innere starke Ueberlaftung, in der er das Vorsignal Übersah. Die Angaben des zweiten Angeklagten Bande, daß ihn Rauchschwaden der Vorspannlokomotive so behindert hatten, dafe er das Vorsignal nicht habe sehen können, sieht das Gericht durch Die Beweisaufnahme als widerlegt an. Zugute fei ihm zu halten, daß er eine geachtete Persönlichkeit sei, die mit Der Ausführung von Vertrauensaufträgen beauftragt wurde. Das Gericht erkannte deshalb auf eine Strafe, Die es ihm erlaubt, weiter im Dienst zu verbleiben. Gefchäftsleitung Der Berlinischen Baugesellschaft innehatte. Nachdem sich Der Zeuge über Die Entwicklungsgeschichte seiner Gesellschaft geäußert hatte, rourDe Die Verhandlung vertagt. Sroßfeuer auf Schloß Johannisberg im Rheingau. 3m Verwaltungsgebäude des Schlosses 3ohannis- berg im Rheingau brach am Freitagabend Feuer aus, das sich mit grofeer Geschwindigkeit ausbrei- tele und das ganze Gebäude i n A s ch e legte. Die wertvolle 3nneneinrichtung und das Kelter- Haus sind mitverbrannt. Die Wiesbadener Feuerwehr und die Rheingauer Wehren, insgesamt fünf Wotorspritzen, hatten bis gegen Witternacht zu tun, um ein weiteres Umsichgreifen des Brandes zu verhindern. Das 1757 erbaute Fürstlich Wetter- nichsche Schloß Johannisberg konnte so gerettet werden. Zur Brandhitfe wurde auch die Rheingauer SA. eingesetzt. Die Löfcharbeiten waren, da das Schloß auf der höhe liegt, sehr schwierig. Es mußten 1500 Meter Schlauchleitung bis zu den Bächen im Tal hinab gelegt werden. Kiellegung des „LZ. 130*. Während die Luftschiffe „Graf Zeppelin" und „Hindenburg" im fahrplanmäßigen Dienst Den Ozean überqueren, wirD in Der Heimatwerft in FrieDrichshafen rüstig am Bau des Sch west e r f ch i f f s des „Hindenburg" gearbeitet Dieser Tage erfolgte in Der großen Luftschiffhalle, in Der auch „LZ 129" entftanDen ist. Die Kiellegung Des „LZ 13 0". Die ersten Ringe, em Haupt- unD Drei Hilfsringe, finD — wie Der Fach- ausDruck lautet — „gekippt" roorDen und hängen bereits am Hallendach. Es wird nun an Der Montierung Der ßängsträger gearbeitet. Damit ist das Großteil Des Duralumin-Gerippes geschaffen. Der Bau Des „LZ 130" wird rasch voranschreiten, zwei weitere ©eripperinge sind in Der Halle in Arbeit. Nach ihrer Fertigstellung werden die Ringe mit Hilfe eines neuartigen Montageringes Dem Mittelstück-Gerippe angeschlossen. In der neuerstellten Ringbauhalle ist mit Dem Aufriß eines weiteren Ringes begonnen roorDen. Die Werftleitung rechnet mit Der Fertigstellung Des Neubaues bis EnDe nächsten Jahres. „LZ 130" erhält wie fein Schwefter- schiff Räumlichkeiten für 50 Fahrgäste. Die Aufenthaltsräume für Die Mannschaften werden noch etwas vergrößert. Polen sperrt den Transfer für Ausländsanleihen. Warschau, 26. Juni. (DNB.) Polen sieht sich zu einer E i n st.e Hung Des Devisentransfers zur Bedienung feiner Ausländsanleihen gezwungen. Infolge Der Beschränkungen Des Außen- hanDels ist Der Ueberschuß Der polnischen HanDels- bilanz auf ein geringes Maß eingeschrumpft unD Die Rücklagen Der Bank von Polen auf 70 Millionen Dollar gesunken. Die polnische Regierung roirD also alle Zahlungen auf GrunD Der ausländischen Anleiheverträge in Zloty Durchführen, unD zwar auf Sperrkonten bei Der Bank von Polen. Der Transfer für die BeDienung Der AuslanDs- anleihen roirD gesperrt. Runff unD Wissenschaft. Fachbibttothek zur Erforschung der 3udenfrage. Im Reichssender München hielten Dieser Tage Die Leiter Der Drei neugegrünDeten Forschungsabteilungen Des Reichsinstituts für Die Geschichte Des neuen Deutschlands Dorträge über ihre Arbeitsge. biete Zuerst gab Der Leiter Der Forschungsabteilung Süden frage, Dr. Wilhelm r a u , einen Einblick in Die Arbeitsweise und Z^. seiner Abteiluna, die ihren Sitz in München hat. Wir haben uns, so sagte er u. a., kein geringeres Ziel gesteckt, als in München Die größte europäische Bibliothek zum JuDenproblem zu begründen, und mir wünschen, Dem Deutschen Volk unD Der Welt recht bald mitteilen zu können, daß diese führende kontinentale Fachbibliothek errichtet ist. Neben dieser bibliothe- karischen Arbeit steht die notwendige Aufgabe, alles wichtige archivalische Material zu registrieren und, wenn nötig, zu sammeln. — lieber die Tätigkeit der zweiten Forschungsabteilung, die Die politische Führung im Weltkrieg behandelt, berichtete deren Leiter, Oberst Nicolai, und über Die Ar- beit Der Forschungsabteilung „Nachkrieg" und insbesondere Die Geschichte Des Nationalsozialismus sprach Der Leiter Des Reichsinstituts, Professor Dr. Walter Frank. Meine voliiiscke Nachrichten Der Führer und Reichskanzler empfing Den PräsiDenten Des Organifationskornitees für Die XI. Olympischen Spiele Staatssekretär a. D. D r. ß e ro a ID zum Bericht Dr. ßeroalD Überreichte Dem Führer ein MoDell Der Fackel, Die am Altar in Olympia entzündet unD mittels Stafettenlaufes Der Sportler von sieben beteiligten Nationen zur Entzündung des olympischen Feuers im Olympiastadion nach Berlin getragen werden soll. Staatssekretär Pfundtner meldete anschließend Dem Führer, daß Die Olympia bauten am 10. Juli fertiggeftellt fein werden und Den olympischen Kämpfern zu Trainingszwecken zur Verfügung stehen werden. Der Beauftragte Des Führers für Die gesamte geistige und weltanschauliche Schulung unD Erziehung Der NSDAP. Reichsleiter AlfreD Rosenberg hat zum Zwecke Der Vertiefung und Sicherung Der einheitlichen Formung Der nationalsozialistischen Weltanschauung eine Zentral st eile für ro e lt a n s ch a u l i ch e Gestaltung unter seiner ßeitung eingerichtet. Die Zentralstelle hat Die Ausgabe, in gemeinsamer Arbeit mit Den anDeren Dienststellen upb ©lieDerungen Der NSDAP. Die Der nationalsozialistischen Weltanschauung entsprechend gedankliche DrDnung herauszuarbeiten unD Damit Die Voraussetzungen auch für eine einheitliche nationalsozialistische ßebensgestaltung zu fördern. Zwischen Der Deutschen unD Der belgischen Regierung rourDen Vereinbarungen getroffen, Die Die Wiederaufnahme Des Reiseverkehrs von Deutschland nach Belgien und ßu- xemburg ermöglichen und gleichzeitig Der Reichsbank vermehrte Devisenanfälle zum Bezüge erwünschter Waren aus Belgien zuführen werden. Das Reiseoerkehrsabkommen hat Gültigkeit bis zum 30. September 1936. * Nachdem Die Bank von Frankreich erst am 23. d. M. eine Diskantermäßigung von 6 auf*5 v. H. oorgenommen hat, ist am Donnerstag eine abermalige Ermäßigung desDiskontsatzes von5auf4v. H. beschlossen roorDen. NEUES vom Edelweißrade Mit Ihrem Edelweiß-Ballonrade fuhr ich voriges Jahr nach Spanien und in diesem Sommer durch ganz Italien, Sizilien und etwa 1000 Kilometer durch Nordafrika bis 100 Kilometer in die Wüste Sahara, dann zurück durch Frank- । reich wieder nach Hause. Unterprimaner Emst Hinkelmann, 16. 12. 1935, Schwäb.-Hall, Gottwollhauserstr. 14. Ich fahre mein Edelweißrad schon 28 Jahre und es ist heute noch stabil bei 220 Pfund Belastung. Bauer J. M. Pieinen, 6.12. 1935, Berresheim Nr. 45. Auch Sie werden wir zufriedenstellen. Über Va Million Edelweißrider seit 1897 schon geliefert Lieferung an Private. Verlangen Sie unseren neuesten Katslog Nr. 136 EdelwelB-Decker, Fahrradbau, Deutech-Wertenbero» 14A Adreßbuch der Stadt Friedberg in Hessen mit einem neuen Stadtplan und in fünf Abschnitten bearbeitet Abschnitt I: Behörden, Schulen, Religionsgemeinden, öffentliche Einrich. tungen, Anstalten usw., Feuer- und Unfallmeldung, Aerzteschast, Apotheken, NSDAP., Deutsche Arbeitsfront, Kreishanbwerker- schaff, Innungen, Verbände, Vereine und Kaffen Abschnitt II: Alphabetisches Einwohner« und Firmenverzeichnis Abschnitt III: Straßen und Häuser von Friedberg Abschnitt IV: Handels- und Gewerbeverzeichnis der Stadt Friedberg Abschnitt V: politische Hoheitsträger u. Äürgermeister des Kreises Friedberc Lieserpreis im 7.50 Fachmännische Beratung: Gas-Gemeinschaft Gießen o Äa>' w 4063A Oberhessischer Adreßbuchvertag • Gießen wieseck Äpfel- unil Traubensall Sonntag, den 28. Juni 1936 alkoholfrei, liefert frei Haus 3946D Schulstraße 7-9 . Fernsprecher 2251 4/91 fiashprdpi Einspaltige UttdllCIUC Kleinanzeigen nut la Spar- _ mm rr. werden zmn er» WERBE DRUCKSACHEN w UHDE Brühl. Oieflen Seltersweer 6” Telefon 2037 Statt Karten! ZUttyMsingsftitÄ Koehler gebe ich bekannt Dr.med. Ernst-Ludwig Lust Iunl 1936 (Heien, Frankfurt. Str. 52, Ruf 2847/48 U53D Vor dem Autokouf Ferdinand Koehler und Frau Else, geb. 3ung mäßigten Grundpreis von 5 Pf. fürdieMMimeter- icfle veröfienttichl Die Verlobung Ihrer Tochter Hildegard mit Herrn Dr. med.Emst-LudwigLusi beehren sich anzuzeigen brennernu.Fort- kochstellen 4097D RUI. 14.— Räumungspreis Carl Schuack Bahnhosstr.64. Familiendrucksachefi Verlobungsanzolgon VermShlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brflhl, Schulstr.7 IM OPEL OmdbiislanrlziiiDLuMiUeii bei Frankfurt am Main Montag, den 29. Juni 19 6 zum Start des .LZ Hindenburg* Abfahrt 17.30 Uhr. — Preis hin und zurück mit Eintritt Mk. 4.- Anmeldung im 4112A Hapaß-Reisehürß, Selterstor. 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Juni 1936 Violinschule Wilhelm Schattier ni?nkthrn£a^ 2Juli 19 A20 Uhr lm S^Rsaal des Realgymnasiums. Ludwigstraße ll II Konzert 02978 »fldi (Konzert für 4 Vio- Rpo?k btucke von Händel, Mozart, Bohm°^nr Rrrode’ WieniawskL hnv^iX10 ln'Konzert von Beet- dnlu^aun?mern?u^lk vonBocche- v?rkauf Kle^el-Karten im Vor- .Y,und 30 Pfennig bei EgnstChallier,Neuenweg 10 Verlobungs-Anzeigen liefert BrOhl'sche Druckerei 02922 Eins zwei- drei lüasistdasdiDndaba Undsind die ganzen Zehen voll 1 Weiß man dochrvos man nehmen soll .Hühneraugen-Lebewohl* Lebewohl gegen Hühneraugen tt. Hornhaut Blechd. (8 Pflast )68?f-, inApoth.u.Drog. Sicherzuhaben: Med.iDrog.Haua Hindenburg H.Elgei. »M^.ersweg 68 a ’ Www • Drog. W. Kilbinger Nach!., Seltersw. 69: Her- »anln-Drog. C.Seibel, Frankf. Str.39 glvS üt Die Spßtür schwirrend, wi liches ober ß glauben, m r pubbeln sich Jlüjtln und ihre ausgelch Sie machen si (eilig Sprühr Die, ins Wal Jedenfalls be wie stets, als für sie aufgef ivr Amid unsympathisch der Schwarn steif in ihren vornehm und wie Hühner । zeigen sich do den Flügeln i als würden si sie mit dem 5 len wie geb Auch Muchs über die Dee niederlaffend den kleinen Fertigkeit ui Faßrand ur ihrem Schn einen Klatsli im flachen ou* eine Sc stelle, als di Füße auf bf zappelnde N das Unalihf d'nabzustürze^ Natürlich । klappern, dil Die Kleine $en, ” AlUNN fliod)en’ Mitunter sti ss äer ist es! einpumpt®' ist die halbe das Wdeh den Garteabe ihnen ihr A Lust und zipp spiegel fast a Menyug Win kurzer W" 2 W.-Lehrei talbahnhaf t rung Professt gemeinschaft non Herrn - chule, Be.mk- tersroeg: 16 and Eltern.- ( Puppen IHis 19 m tes, lest m der Kc ^oina überred, f. 10 NeBung > NS lj*it i>esu[ inerten C 6^, ” Stuf Herren ®5 M ihren nfi„DoWi knünfe [qff »ie fie 3 li» hat e, pt öeri b" «ufVe8'e i Nr. 148 Drittes Blatt Tiehener Anzeiger (General-Anzeiqer für Oberheffen) Samstag, 21. Zunl 1936 Aus Der provinzialhauptstaDt. Das Vogelbad. Die Kleingärtner haben sich alle eine Laube auf ihre Ländereien gesetzt. Ein Holz- oder Steinhäus- chen, nicht nur als Wochenendsitz, sondern auch als Garderobe, Geräteschuppen und Unterschlupf bei der täglichen Gartenbestellung in den freien Abendstunden. Wer es sich leisten kann, besitzt außerdem einen Brunnen, weil das Gießen die Hauptsache bleibt, zumal in den heißen, regenarmen Sommerwochen. Mitunter benutzen mehrere Kleingärtner einen Brunnen zusammen und haben sich zur Erleichterung des Wasserholens ein mächtiges Faß davor eingegraben, das nie leersteht. Denn bei den herzlichen, freund-nachbarlichen Beziehungen der Pflanzer ist es selbstverständlich, daß jedermann soviel einpumpt, wie er ausgeschöpft hat. Ein volles Faß ist die halbe Arbeit für den Gießenden,aber auch das Entzücken der kleinen Vögel, die sich teils in den Gartenbezirken einquartiert haben, teils in ihnen ihr Jagd- und Beutegebiet sehen, das sie nach Lust und Appetit durchstreifen. Wenn der Wasserspiegel fast an den Faßrand grenzt, daß jeder Atemzug Wind ihn kräuseln kann, und schon ein kurzer Regen ihn zum Ueberschwappen bringt, ist es den gefiederten Badegästen am liebsten. Die Sperlinge sammeln sich, nacheinander anschwirrend, wie immer, wenn sie etwas Vergnügliches oder Leckeres für sich entdeckt zu haben glauben, in kleinen Rudeln auf dem Faßrand an, puddeln sich Brust und Kopf, patschen mit den Flügeln und schilpen dabei in kleinen Jauchzern ihre ausgelassene Freude an dem erfrischenden Bad. Sie machen sich tüchtig naß und schütteln sich gegenseitig Sprühregen über wie übermütige Jungen, die, ins Wasser schlagend, einander naß spritzen. Jedenfalls benehmen sie sich so svatzenhaft dreist wie stets, als sei das Faß gerade für sie und nur für sie aufgestellt. T'cr Amsel scheint ihre lärmende Gesellschaft sehr unsympathisch, denn sie erscheint nie eher, bis sich der Schwarm verzogen hat. Sie gibt sich etwa- steif in ihren Bewegungen, bückt sich gemessen und vornehm und taucht nur den gelben Schnabel ein wie Hühner an der Tränke. Zwei Rotschwänzchen zeigen sich dagegen sehr zappelig. Sie flattern mit den Flügeln und wippen nervös mit dem Schwanz, als würden sie an den Füßen festgehalten, während sie mit dem Oberkörper vornüber- und zurückschnellen wie gebeugte und losgelassene Baumzweige. Auch Ranchschwalbenpärchen. die aern handboch über die Beete flitzen und sich flüchtig da und dort niederlassend allerlei Jnsekfen aufschnappen, lieben den kleinen Wasserspiegel. Mit geradezu artistischer Fertigkeit und Flinkheit Pfeilen sie scharf über den Faßrand und schießen, wenn sie dem Wasser mit ihrem Schnabel und den Sicheln der Schwingen einen Klatsch versetzt haben, daß es leise aufgluckst, im flachen Winkel wieder hoch. Manchmal ilnaelt auch eine gchmnrbn s"kimdenlvna über einer Wass"'-- stelle, als versuchte sie zu landen, bangte aber, die Füße auf den zerbrechlichen Spiegel zu sehen. Eine zappelnde Raupe oder ein rudernder Käfer, die das Unalück hatten, aus grünem Wipfelparadies b'nabzuftürzen, werden wohl von den scharfen A"aen des Vogels erspäht worden sein. Natürlich ergreifen, wenn Eimer und Gießkannen klappern, die kleinen Badegäste die Flucht. Peter Bauer. Vornoiizen. Tageskalender für Samskag. NS.-Lehrerbund: 15.30 Uhr Abfahrt am Biebertalbahnhof zum heimatbiologischen Ausflug, Führung Professor Funk. — NS.-Lehrerbund, Arbeitsgemeinschaft Lichtbild und Film: 15 Uhr Vortrag von Herrn Häusgen: „Tonfilm" in der Goethe- schule, Bezirksversammlung. — Gloria-Palast, Sel- tersweg: 16 Uhr Sonderveranstaltung für Kinder und Eltern: Sieben neue Märchen-Farb-Tonfilme; „Die Puppenfee". — Oberhessischer Kunstverein: 16 bis 19 Uhr Ausstellung „Frauenbildnis mit Schmuck" im Foyer des Stadttheaters. — Gießener Radfahrer-Verein 1885: 20.30 Uhr Sommernachtsfest in der Karlsruhe. Neues Bauvorhaben der Baugenossenschast 1894 Gießen. 10 Einfamilienhäuser an der Iahnstraße. Unser Bild zeigt die Häuser der Baugenossenschaft, wie sie an der Iahnstraße entstehen werden. Links ist eines der beiden Doppelhäuser zu sehen, in dem zwei Drei-Zimmer-Einfamilien-Wohnhäuser zusam- mengefaht sind. Die beiden Häuser rechts stellen den Typ des Füns-Zimmer-Einfamilien-Wohnhauses dar. „Die Baugenossenschaft 1894 Gießen wird in der nächsten Zeit ein neues Bauvorhaben in Angriff nehmen. Es handelt sich dabei um die Schaffung einer Anzahl von Einfamilienhäusern, die an der Iahnstraße entstehen sollen, an einer Straße, die ihrer Lage nach zwischen der Liebigshöhe und der Schlageterstrahe zu suchen sein wird. Das Gelände für die neuen Einfamilienhäuser wurde von der Stadtverwaltung in Anbetracht des gemeinnützigen Vorhabens der Baugenossenschaft zu einem günstigen Satz überlassen. Die Häuser, die dort erstellt werden, sind sogenannten Erwerbshäuser, die zwar auf genossenschaftlicher Grundlage erbaut werden, aber in den Besitz der interessierten Mitglieder der Baugenossenschaft übergehen. Erstellt werden 5 Fünf-Zimmer-Wohnhäuser und außerdem 4 Drei-Zimmer-Wohnhäuser, die in zwei Doppelhäuser zusammengefaßt werden. Ein weiteres Haus wird als Verwaltungsgebäude der Baugenossenschaft erstellt werden, Das im Erdgeschoß Die Geschäftsräume der Genossenschaft enthalten wird und im ersten Stock eine Wohnung. Es handelt sich bei dem Bauvorhaben also um insgesamt 10 Einfamilienhäuser. Das Projekt sieht vor, daß die Häuser auf Grundstücksflächen in Größe von 400 bis 570 Quadratmeter erbaut werden. Jedes Haus wird ganz für sich in einem Garten etwa 10 Meter von der Straßenfront zurückliegen, während zwischen den Häusern ein Abstand bis zu 12 Meter sich ergeben wird. Die Häuser werden in jeder Hinsicht nach neuzeitlichen Gesichtspunkten geschaffen. Die Pläne stammen von dem hiesigen Architekten Dirksmöller, der schon verschiedentlich für die Baugenossenschaft tätig war. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhänge, daß jedes der neuen Häuser einen Luftschutzkeller mit der dazugehörigen Gasschleuse erhalten wird. Der Luftschutzraum wird einen Rauminhalt von etwa 11 Kubikmeter haben. Die Baugenossenschaft hat sich bei diesem Vorhaben von den Gedanken leiten lassen, einerseits ihren Mitgliedern zu dienen, andererseits aber ihr Teil dazu beizutragen, der Wohnungsnot in unserer Stadt zu steuern und außerdem einen Beitrag zur Arbeitsbeschaffung zu leisten. Wie wir hören, sollen diese neuen Einfamilienhäuser bereits zum Spätherbst schlüsselfertig werden. Für das kommende Jahr trägt sich die Baugenossenschaft mit dem Gedanken im Gelände nahe der Iahnstraße weitere Einfamilienhäuser zu erstellen. Tageskalender für Sonntag. Gloria-Palast, Seltersweg: 14.30 Uhr Sonder- oeranstaltung für Kinder und Eltern: Sieben neue Märchen-Farb-Tonfilme; „Die Puppenfee". — Oberhessischer Kunstverein: 11 bis 13 Uhr und 16 bis 19 Uhr Ausstellung „Frauendildnis mit Schmuck" im Foyer des Stadttheaters. Eine Omnibusfahrt zum Start des Luftschiffes „Hindenburg" veranstaltet am kommenden Montag das Hapag- Reisebüro (Selterstor). Auf die heutige Anzeige sei besonders aufmerksam gemacht. Konzert der Diolinschule TB. Schüttler. Die Diolinschule Wilhelm Schüttler veranstaltet am kommenden Donnerstag, 2. Juli, im Singsaal des Realgymnasiums ein Konzert. Zur Aufführung gelangen Werke von Händel, Mozart, Beethoven, Vi- valdi u. a. Auf die heutige Anzeige fei besonders hin- gewiesen. Deutsche Arbeitsfront. Abteilung für Arbeitsführung und Verufserziehung. Bilanzbuchhalter-Prüfung der Deutschen Arbeitsfront. Im Laufe des Herbstes soll im Gau Hessen-Nassau eine Bilanzbuchhalter-Prüsung durchgeführt werden. Diejenigen Arbeitskameraden, welche beabsichtigen, diese Prüfung abzulegen, werden um umgehende Meldung an die Abteilung für Arbeitsführung und Berufserziehung der Deutschen Arbeitsfront, Gießen, Schanzenstraße 18, Zimmer 5, gebeten. Anmeldungen müssen bis längstens 2. Juli 1936 vorliegen. Weiter ist geplant, zur Vorbereitung auf die Bilanzbuchhalter-Prüfung einen Lehrgang Durchzuführen. Evtl, wird durch die Gauwaltung der Deutschen Arbeitsfront auf Wunsch der Prüflinge noch eine Arbeitswoche für die Bilanzbuchhalter eingerichtet. Landschastsbund »Volkstum und Heimat^ im Verband der NS.- Kulturgemeinde. Die Reichsleitung der NS.-Kulturgemeinde hat mit der Leitung des Landschaftsbundes Volkstum und Heimat ein Arbeitsabkommen getroffen, durch das für den Gau Hessen-Nassau der Landschaftsbund mit der unveränderten Weiterführung der von ihm bisher geleisteten Volkstums- und Heimatarbeit beauftragt wird. Die Einbeziehung der Volkstumsarbeit in den Gesamtaufgabenkreis der NS.-Kulturgemeinde hat damit auch im Gau Hessen-Nassau zu der notwendigen Zusammenfassung der am Aufbau des kulturellen Lebens der Volksgemeinschaft tätigen Kräfte geführt. Diese Entwicklung entspricht der vom Führer gegebenen Grundlegung nationalsozialistischen Kulturwollens, nach der „bas gesamte kulturelle Leben der deutschen Nation den im Wesen unseres Volkstums lebenden Ewigkeitswerten zu dienen hat". Der aus dem 1933 ins Leben gerufenen „Hessischen Heimatbund" hervorgegangene „Landschaftsbund Volkstum unV Heimat, Landschaft Rheinfranken - Nassau - Hessen e. V." wird daher in Zukunft unter dem Namen „NS. -Kulturgemeinde, Landschafts» bunb Volkstum und Heimat, Gau Hessen-Nassau e. V." und in engster kameradschaftlicher Zusammenarbeit den jeweils zuständigen Dienststellen im größeren Rahmen der NS.-Kultur- gemeinde die ihm zufallenden Aufgaben der Volkstums- und Heimatpflege erfüllen. Der organisatorische Aufbau des bisherigen Land- fchaftsbundes und die innerdienstlichen Zuständigkeiten werden durch das Arbeitsabkommen nicht berührt, jedoch sollen die örtlich entsprechenden Dienststellen der NS.-Kulturgemeinde und des Landschaftsbundes in gegenseitigem Einvernehmen und gegenseitiger Förderung die Arbeitsplanung und den Einsatz regeln. Die Mitgliedschaft wird durch das Arbeitsabkommen gleichfalls nicht berührt. Der Empfang des Mainzer Bischofs. Am Freitag wurde der zu den Einweihungsfeierlichkeiten der hiesigen katholischen Kirche hier» her kommende Bischof von Mainz, Dr. S t o h r feierlich empfangen. Der Pfarrer der Kirche, Dekan Bayer und der Kirchenvorstand waren dem Besuch bis an die Pfarreigrenze zwischen Großen-Linden und. Lang-Göns entgegengefahren und geleiteten ihn in die Stadt, wo er nach 18 Uhr eintraf. Don vielen Gäubigen begrüßt, begab sich der Bischof durch ein Spalier weißgekleideter Mädchen und gefolgt von den Kirchenfahnen in das zur Kirche hergerichtete Katholische Vereinshaus. Auf den Stufen am Eingang hieß der Pfarrer Domkapitular und Geistlicher Rat Bayer umgeben von zahlreichen Geistlichen Se. Bischöfliche Gnaden den Bifchof Dr. Stohr zu diesem Ereignis der Gießener Kirchengemeinde herzlich willkommen. Er dankte ihm für alle Fürsorge und wünschte ihm für die Ausübung seines Amtes hier in Gießen als Oberhirte der Kirche, Spender des Sakramentes der Firmung und als Konsekrator der neuen Kirche reichen Segen. In dem überfüllten Vereinshaus, dessen Bühne zu einem Altar hergerichtet war, zu dessen Linken der Bischof Platz genommen hatte, hielt nach einem kurzen Gebet des Gießener Pfarrers und einigen im wechselnden Rhythmus gesprochenen Gebeten der Bischof eine Ansprache an die Kirchengemeinde, der er den Ausspruch „Das ist der Tag,' den der Herr gemacht hat" zu Grunde legte und von der großen Freude sprach, die die Katholiken Gießens bei der Vollendung dieses großen Werkes erfüllen muß. Ganz besonders dankte er dem ehrwürdigen Plärrer Bayer, der in seiner Bescheidenheit von feinem großen Anteil am guten Gelingen keine Erwähnung tut, für seine aufopfernde Arbeit und sprach auch der Gemeinde für die opfer« und tatbereite Mithilfe am Bau seinen Dank aus und erteilte den bischöflichen Segen. Von der Kirche wurde im großen Umzuge der Bischof in das Pfarrhaus geleitet, von wo aus die Zeremonien zu diesem feierlichsten und längsten der Weihebräuche der katholischen Kirche eingeleitet w'n-d"n. die bann am heutigen Samstag ihren Höhepunkt erreichen werden. Feier der Ordination in der Zohanneskirche. Eine gottesdienstliche Feier von besonderer Art wird die evangelische Gemeinde am morgigen Sonntag im Hauptgottesdienst in der Johannes- kirche begehen. Zum erstenmal wird seit einigen Jahren hier wieder ein junger Geistlicher ordiniert werden. Der Dekan des Dekanats Gießen, Satt- l e r (Wieseck), wird die Ordination des Assistenten der Gießener Anstaltspfarrei, Pfarrassistent Feix, vornehmen. Die Ordination ist die feierliche Verpflichtung und Amtseinführung der jungen Geistlichen, die in der evangelischen Kirche an Stelle der Weihe getreten ist. In unserer Landeskirche wird sie künftig wieder wie früher am ersten Amts- Verfluchtes Gold! Vornan von J. Schneider-Foerstl. Urheberrecht: Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. 10 Fortsetzung. Nachdruck verboten! Sie sah einen Augenblick ins Leere. Wie kommt es, daß sie nicht älter wird? ging es Osk^r durch den Kopf. Sie wirkte trotz dem Schleier und dem lang herabwallenden Gewand wie ein Mädchen, das kaum die Zwanzig überschritten hat. Auch ihr Gesicht, von dem nur ein schwacher Umriß zu erspähen war, zeigte das gleiche zarte Oval, wie er es seit Jahren in Erinnerung hatte. „Sollen die Koffer nach oben gebracht werden?" Bei aller Höflichkeit des Untergebenen hörte sie doch die Zurückhaltung heraus. „Warten Sie noch. Es ist nicht nötig, daß Sie mich melden, Oskar. Ich finde mich schon allein zurecht." Wenn das gut ausgeht! dachte er, schritt noch ein paar Stufen hinter ihr die Treppe hinauf, sah, wie sie sich umwandte und blieb unwillkürlich stehen. Es gab keine Möglichkeit mehr, die jungen Herren vorzubereiten. Man mußte den Dingen schon ihren Lauf lassen. Und sie waren ja auch keine unvernünftigen Jungens mehr, daß sie nicht wußten, Die sie sich zu verhalten hatten. „Was hat es noch für einen Zweck, wenn du lief) derart herunterquälst, Wolfgang", sprach Hyl- nar und legte den Kopf auf die gekreuzten Hande, iie auf der Tischkante ruhten. „Glaubst du, daß sie froh ist, daß er nicht mehr lebt?" „Mm Gottes willen, nein, Wolfi! Das darfst du $ar nicht denken. Wie kommst du überhaupt zu tiefer Ansicht? Wenn sie sich auch nicht verstanden toben, das Leben hat sie ihm sicher nicht geneidet. 2>as nicht! Es wäre zu entsetzlich! Du mußt nicht immer das Schrecklichste denken. Vielleicht kommt k noch." Dabei horchte er angestrengt nach dem 4ark hinab. v „Ich habe verboten, daß ihr geöffnet wird! Was will sie jetzt n-ich? Kein Mensch braucht sie mehr? „Wie übereilt du urteilst, Wolfgang. Du weiht ja gar nicht, was sie am Kommen gehindert hat. Wenn sie auch Vaters wegen nicht hierher gereift wäre, wäre sie doch sicher unsertwegen gekommen." Den Kopf hebend, gewahrte er die schwarze Gestalt, die unter der Tür stand und sich zu besinnen schien, ob sie eintreten ober roieber gehen sollte. Seine Augen weiteten sich vor Schreck. Wolfgangs Kopf fuhr herum. Ein Stuhl fiel. Hertha Ämselmann machte langsam bie wenigen Schritte nach dem hellbeschienenen Tische zu. Sie hielt die Hände leicht ineinandergeschlungen und sagte mit ihrer dunklen, warmen Stimme: „Es tut mir so furchtbar leid, daß ich zu spät gekommen bin. Aber der Zeppelin, der mich von Buenos- Aires brachte, ist erst heute morgen in Friedrichshafen gelandet. Dort las ich die Todesnachricht in den Zeitungen." „Es wurde dir ein Telegramm nach Pans geschickt", entgegnete Wolfgang unsicher. „Ich war nicht in Paris, mein Junge!" Sie legte "die Finger leicht auf die zitternde Hand des Sohnes, als wollte sie ihm damit Ruhe geben. „Unterwegs hatten wir noch eine Panne, sonst wären wir schon am Nachmittag eingetroffen. Darf ich einen von euch bitten, mich nach dem Friedhof zu begleiten?" Sie hatte den Schleier zurückgezogen und zeigte nun das gleiche weiße Gesicht wie ihre Söhne, das gleiche schmale, feine Profil, denselben weichen, fesselnden Zug um den Mund, der den Jungen so- fort alle Herzen gewann. „Hat es nicht Zeit bis morgen?" fragte Wolfgang, in dessen Augen ein gefährliches Funkeln glomm. „Zu ändern ist ja doch nichts mehr. Ich nehme nicht an, daß du solche Sehnsucht nach Vaters Ruhestätte hast." . „Vielleicht doch, Wolfgang! Aber wie du meinst. Kommst du mit, Hylmar? Ich möchte nicht meinen Chauffeur oder Oskar um feine Begleitung bitten müssen." Damit ließ sie den Schleier wieder über ihr Gesicht fallen. „Sofort, Mutter!" In den wenigen Minuten, die der Jüngere brauchte, seine Garderobe zu holen, stand F^au Amselmann mit Wolfgang allein. Ihre Hand suchte nach der seinen, fühlte, wie sie zurückgezogen wurde und stützte sich zitternd auf die Kante des Tisches. „So unversöhnlich, mein Junge? Und gerade du hättest den meisten Grund, mir zu danken, daß ich dich im Frieden dieses Hauses aufwachsen ließ. Daß ich nicht darauf bestand, daß du mein Wanderleben mit mir teiltest! Daß ich dich mit Hylmar deiner Jugend freuen ließ, daß ich--Du bist schon fertig?" wandte sie sich an den jüngeren Sohn, der eben wieder eintrat. „Dann wollen wir gehen. Gute Nacht, Wolfgang!" Sie neigte sich leicht gegen dessen Gesicht und schritt der Tür zu. Mit den Worten: „Du hast nicht fertig gesprochen", holte Wolfgang sie ein. Sie sah über die Schulter nach ihm zurück. „Ich habe schon zuviel gesagt! Vergiß es, wie auch ich vergessen will, wie sehr du mich gekränkt hast. Vielleicht sehen wir uns morgen früh noch einmal. Ich reife nicht vor Mittag." » Als sie mit Hylmar durch das Parktor ging, sah Hertha Amselmann auf der Straße ihren Wagen stehen. Oskar hatte richtig überlegt und Weisung gegeben, der Chauffeur möchte hier warten. Ihr Lächeln blieb unter dem Schleier verborgen. Aber Hylmar ahnte ihre Gedanken, trat an den Schlag und sagte: „Bringen Sie die Koffer der gnädigen Frau ins Haus. Oskar wird Ihnen zeigen, wohin." „Ich möchte Wolfgang nicht — —" Sie kam nicht dazu, den Satz zu beenden, denn Hylmar drückte ihren Arm an sich und hielt den Schlag für sie geöffnet: „Du mußt Nachsicht mit ihm haben, Mutter", bat er, als der Chauffeur sich entfernt hatte. „Ich habe heute morgen, als du nicht kamst, gedacht, er wird wahnsinnig, so hat er sich erregt. Nun kann er für den Augenblick noch nicht begreifen, daß du da bist. Ich hatte solche Angst, daß er dich beleidigt." „Hat er das nicht getan, mein Junge?" „Nein! Ich weiß nicht, was er sagte, aber du mußt verstehen, Mutter--" „Daß ihr verhetzt worden seid", lächelte sie bitter. „Wundert dich das?" Der Chauffeur kam zurück und fragte, welche Richtung er zu nehmen habe. Hylmar setzte sich selbst ans Lenkrad und fuhr nach dem Waldfriedhof. Hertha Amselmann hielt den Kopf gegen die Polsterung gedrückt und sah abwechselnd nach den grell beleuchteten Straßen, deren Lichtreklamen im Fluge vorübertanzten. Hin und wieder warf fie1 einen Blick auf den schmalen Rücken des Sohnes, der leicht nach vorne geneigt war. Wie lange hatte sie nun schon alle Mutterrechte entbehrt? Beinahe zwanzig Jahre! Sie waren sich zum Verwechseln ähnlich, ihre beiden großen Jungens, und unterschieden sich eigentlich nur dem Charakter nach. Wolfgang war ganz der Vater und doch wieder nicht. Der brutale, geldgierige Charakter fehlte ihm gänzlich. Gottlob! dachte sie. Alles andere ließ sich überbrücken und berücksichtigen. Sie kann meinen, dachte Hylmar, als er den schlanken Körper der Mutter in stummer Erschütterung über den Hügel von Blumen und Kränzen geneigt sah, unter dem der Vater schlief. Warum war sie dann fortgegangen? Warum war sie dann nicht bei ihnen geblieben? Weshalb mußten sie die vielen, vielen Jahre lang alle Liebe entbehren, die andere Kinder durch ihre Mutter teilhaftig wurden? „Hat er sehr gelitten?" fragte sie leise. „Kaum! Es war ein Lungenschlag." „Und es war niemand bei ihm?" „Niemand, nein. Wolfgang und ich waren auf der Fahrt von Innsbruck hierher. — Wird es dir nicht zu kühl, Mutter? Sie war vlötzlich zusammengeschauert. „Komm, wir gehen. Wir kommen mor- gen dann noch einmal her. Du bist sicher auch sehr müde heute", bedauerte er, fühlend, wie schwer ihr Arm in dem feinen lag. Heimwärts fuhr der Chauffeur. Mutter und Sohn sprachen nicht. Nur ihre Hände lagen mit sanftem Druck ineinander, sich gegenseitig Trost spendend. Wolfgang stand in der großen Halle und begrüßte sie mit einem Neigen des Kopfes. „Wenn du erlaubst, möchte ich für diese Nacht hierbleiben," sagte Hertha Amselmann, hörte ihn etwas Belangloses erwidern und ließ sich von Hylmar den Mantel abnehmen. Oskar hielt im Teezimmer einen Imbiß bereit, aber nur Hylmar leistete der Mutter Gesellschaft. Als sie aber etwas später in den kleinen Salon trat, der an ihr Schlafzimmer grenzte, sah sie Wolfgang aus einem der Stühle aufspringen und auf fie zukommen. ,Entschuldige die Störung! Ich möchte dich nur um Aufklärung bitten, was deine Worte vo» heute abend bedeuten sollen." (Fortsetzung folgt 1) Heimatgeschichtliche Ausstellung in Griinberg v «V. < •< , , z ~ , lll U l 3 A U l U U l U II U non der Verleihung wichtiger ätadlrechte aus . mjt euch den auswärtigen Fc dem Jahre 1272, ferner alle Siegel, Sladtrech- heit geboten, diese Vorstellung nungen, Markt- und Zunftprivilegien, Sal- und > -------- ifolge der im allgemeinen ungünsti- Witterung etwas unter der zu aus Frankfurt a. M. fuhr am 20. und 21. Mai, ohne ♦* Oberheffen Vor- oer« Deutschen Reich gegenüber 6,5 Kilogramm im fahr, das eine sehr ungünstige Kirschenernte zeichnete, ermittelt. Amtsgericht Gießen. Schwere Strafe für einen Fahrraddieb. Der bereits einschlägig vorbestrafte Fr. D. 1 — sehr gut, 2 — gut, 3 = mittel, wurden für den Wachstumsstand folgende Noten errechnet: Süßkirschen 2,9 (Vormonat 2,2), Sauerkirschen 2,5 (1,8), Pflaumen und Zwetschen 3,1 (2,5), Mirabellen, Renekloden 3,5 (2,8), Pfirsiche 3,7 (3,3), Aprikosen 3,9 (3,6), Walnüsse 3,3 (2,7), Aepfel 3,2 (2,5), Birnen 2,8 (2,2). Zugleich mit der Beurteilung des Wachstumsstandes haben die Berichterstatter des Statistischen Reichsamtes zu Mitte Juni eine Vorschätzung der diesjährigen Ernte an Süßkirschen durchgeführt. Als Ergebnis dieser Ermittlung wurde für 1936 ein voraussichtlicher Äurchschnittsbaumertrag von 21,6 Kilogramm im der Berichterstatter des Statistischen Reichsamtes liegt die allgemeine Beurteilung des Wachstumsstandes des Obstes zu Mitte Juni bei allen erfragten Obstarten infolge der im allgemeinen ungünfti- Gerichlsbücher, gedruckte predigten aus dem 14., 15., 16., 17. und 18. Jahrhundert. Viele alte Grünberger Familien können in diesen Schriften ihren Kamen bis in die ältesten Zeiten zurück verfolgen. gen, naßkalten L Mitte Mai. Unter Zugrundelegung der Zahlennoten * Ehrung eines verdienten Beam- Der O b e r h essiscke Kun st verein macht un Anzeigenteil darauf aufmerksam, daß der morgige Sonntag der letzte Ausstellungstag der Schau „Frauenblldnis mit Schmuck" ist. Es sei besonders darauf hmgewiesen. 1 1 uer9 ** E i n Kaktus blüht mit 10 9 w r ru « „ Ein Phyllokaktus, der sich im Besitz der Familie Roll (Mausburg) befindet, trägt in diesem Jahre die statt- lche Anzahl von 102 Blüten. Diese Tatsache ist be- onders deshalb interessant, weil der Kaktüs bereits müD°T>ipeiinf?a^rC ntt$t ®en‘9er denn 118 Blüten Pflanze wird viel bewundert. Sie ist auf gaffe ou13u sehen ber W«g-n> Freitagabend m der „Stadt Lich" eine Sitzung ab "J0»fld) abschließend mit der Dorberelluna des Gautreffens der Stenographen im Gau Hessim beschäftigte. In den Ausschüssen war eifrige geleistet worden. Alle Vorbereitungen sind ^cn‘ "ptQn erwartet, daß insgesamt etwa 1500 Stenographen teilnehmen werden. Die Gießener WeHn^ Stenographenschaft beteiligt sich am ^lettschrelben mit über 125 Mitgliedern. Das Pro- gramm des Treffens ficht u. a. am Samstaa 4. Jul. nachmittags, die 56. Gauvertretewersamm^ ersten Rana ein. Die veredelten Erdbeerensorten des Gartens machen beinahe den Walderdbeeren auch in geschmacklicher Hinsicht den Rang streitig. Die Gartenerdbeere wird mcht etwa nur roh, un» gezuckert genossen, sondern sie wird roh, gezuckert und in zahlreichen Mehlspeisen und Getränken verarbeitet. In den heißen Tagen spielt sie als Erd- beereis eine wichtige Rolle. Es gibt kaum etwas Erfrischenderes als Gartenerdbeeren mit Milch, süßem oder saurem Rahm übergossen und auf Eis erletzungen von Weidevieh durch unvorsichtige Ausflügler. Von Seiten der Bauern und Landwirte kommen immer wieder Klagen, daß Verletzungen von Weidetieren durch unachtsam weggeworfene und oftmals zertrümmerte Bierflaschen, Konservenbüchsen und dergleichen heroorgerufen werden. Die Ausflügler werden daher gebeten, bei der Beseitigung derartiger Dinge die größte Vorsicht walten zu lassen. Am besten ist es, wenn hierzu die Überall vorhandenen Abfallplätze, die sich meist in Kiesgruben be- finden, benützt werden. Welche Schäden die Unachtsamkeit eines Augenblicks schon nach sich gezogen hat, beweist die Tatsache, daß Notschlachtun- aen verletzter Tiere keine Seltenheit sind. Nicht nur, daß in solchen Fällen der Besitzer eine bedeutsame finanzielle Einbuße erleidet, wird z. B. bei Verletzungen von Milchkühen auch die Milchlieferung eingedämmt: daher größte Vorsicht, insbesondere auf Wiesen und Weiden. * W a ch s tu m s st a n d des Obstes zu Mitte Juni 193 6. Auf Grund der Meldungen Treis vorüber, dann durch diesen Ort durch Mainzlar und Staufenberg. Der Ausflug hat den Schülern wichtige heimatkundliche Kenntnisse vermittelt und wohl dazu beigetragen, ihre Liebe zur Heimat . ZU vertiefen. — Wie alljährlich seit Bestehen des „Deutschen Liedertages" wird auch am nächsten Sonntag der Turn- und Gesanaverein wieder auf dem Platz vor der" Kirche deutsche Volkslieder erklingen lassen. — Oden Hausen 26. Juni. Begünstigt durch das sehr gute Wetter ist die Heuernte beendet. Qualität und Quantität können als sehr gut bezeichnet werden. Selbst auf sog. trockenen Wiesen war infolge des durchweichenden Regens der Graswuchs sehr gut. Infolgedessen wurden bei der Ge» meindegrasoersteigerung niedrige Preise erzielt. Der Morgen kam durchschnittlich auf 25 RM. Roggen, Weizen und Gerste versprechen eine gute Ernte; während der Hafer gering und kurz ist. Da die Korner bereits durchschießen, wird mit einem ftär- Eeren Wachstum kaum gerechnet werden können. Die Haferernte wird weit unter Mittel bleiben. Die Hackfrüchte sind ausgezeichnet und werden jetzt gehackt und gehäuselt. Voraussichtlich ist mit einer sehr guten Kartoffelernte zu rechnen. = Lich, 25. Juni. Einem langggehegten Wunsch vieler Volksgenossen unserer Stadt hat die Reichs- post jetzt dadurch Rechnung getragen, daß im Eingang des früheren Rathauses neben dem Post- mertzeichenautomaten jetzt auch ein P o st k a r Lenau t o m a t Aufstellung gefunden hat. Der Verkehrs- und Verschönerungsoerein Lich, auf dessen Anregung hin diese der Allgemeinheit dienende Ein- richtung geschaffen wurde, empfiehlt dieselbe dem Schutze aller Bevölkerungskreise. = Lich, 26. Juni. Die seit Dezember vorigen Jahres infolge des durch Erreichung der Altersgrenze erfolgten Ausscheidens aus dem Schuldienst des seitherigen Leiters, Rektor Erb, verwaist gewesene Stelle des Leiters der hiesigen Volksschule >si gestern wieder besetzt worden. Lehrer Karl (NA ist durch Verfügung des Reichs- siatthalters mit sofortiger Wirkung mit der Leitung oer Volksschule Lich unter gleichzeitiger Verbindung mirhb o11 Titel Rektor beauftragt worden. , a nJ^ d ' 26. Juni. Das bereits seit Jahren geplante Vorhaben, die Errichtung eines neuen Pfarrhauses soll nunmehr zur Aus- suhrung kommen. Die Ausarbeitung dieses Pro- lektes und die Ausführung desselben wurde von e^^^onngellschen Kirchengemeinde dem staatlichen Hochbauamt m Gießen übertragen. Kreis Schotten. ? ttcn , 26. Juni. Unter dem Vorsitz von Dekan W i d m a n n fanden sich hier die Geistlichen ^■et’QnS>e,tl,d,en Dekanats Schotten zur 5. dies- jatjrigen Vsarr-Konferenz zusammen. Die ^ofsnungsandacht hatte Psarramtskandidat Lind ^""gesham) übernommen. Der Vorsitzende be- lr?[kraUf be." neu i" Dekanat -ingetr-. tenen Pforrverwalter Wirtz sRuppertsburqi und täL Xr0U'd’i['i>Cne ^-nstliche Mitteilungen be. D''^Konferenz-Vortrag wurde oon Pfarr- Don 9 mn ®' rt6- a°i>n"?n über das Thema „Franz tolate^e,CtneT Verhältnis zur Natur". Es S C ^regende Aussprache. Es wurde be- tefnJ ? bcn Urlaubsmonaten Juli und August zu einer ”attc"' b°"-g°n im September tana 3 mS ,mr,UnH ber Vfarrfamilien des D-. nats wieder zusammenzukommen. sitz des zu Ordinierenden vollzogen werden, in der Regel durch den zuständigen Dekan unter Assistenz einiger weiterer Geistlicher. Die Ordination oon Pfarrassistent Feix wird die erste sein, die Dekan Sattler in Gießen vollzieht. Sonderzug zum ReichsknegertagKassel Der Sonderzug für den Reichskriegertag Kassel fährt am 4. Jul: ab Friedberg 22.22, ab Obbornhofen 23.01, ab Inheiden 23.09, ab Hungen 23.15, ab Laygsdorf 23.22, ab Lich 23.31, ab Garbenteich 23.45, ab Schiffenberg 23.49, ab Gießen 0.08, ab Lollar 0.19 Uhr. Die Rückfahrt des Sonder- zuges erfolgt in der Nacht vom 5. 3um 6. Juli über die vorgenannten Bahnhöfe ab Kassel 0.42 Uhr, an Obbornhofen 4.20 Uhr. Kampf dem Verderb! Viele tausend Zentner Erdbeeren kommen täglich auf den Markt und müssen verwandt werden. Schon fangen die Johannisbeeren langsam an sich zu röten. Es wird nicht mehr lange dauern, dann reifen in allen Gärten Früchte heran, die zur Zeit der Ernte verwandt werden müssen. Ein Marmeladebrot im Winter oder eingemachte Früchte als Beigabe schmecken köstlich in der obstarmen Zeit, und wenn Mutter dann gar noch ein Glas erfrischenden Süßmost zum Abendbrot auf den Tisch stellt, kann es gar nichts Köstlicheres geben und wir brauchen kein teueres ausländisches Obst zu kaufen. Süßmost? Viele Hausfrauen wissen nicht, was das ist. Der Name ist eigentlich irreführend, denn gerade die Süßmostbereitung verlangt lehr wenig Zucker. „Flüssiges Obst" gibt es am besten wieder, was der Süßmost eigentlich ist. In der Schweiz ist die gärungslose Früchteverwertung schon seit Jahrzehnten wohl bekannt, und fast jeder Bauer stellt seinen Süßmost her. Bei uns fand diese Art der Früchteoerwertung, die unter Schonung der Nährund Gesundheitswerte des Obstes eine restlose Verwertung aller Ernteüberschüsse gewährleistet, zuerst in Süddeutschland Eingang. Ein Bauernsohn, Josef Baumann, schuf in unserem Gau in Ober» erlenbach eine Lehr- und Versuchsanstalt für gärungslose Früchteoerwertung, die mit ihren Lehrgängen, Versuchen und Apparaten die einzige Spezialanstalt der Erde ist. Besonders für die Vorratswirtschaft der Hausfrau ist die Herstellung von Süßmost von großer Bedeutung. Sie benötigt dazu keinerlei kostspielige Sondergeräte. Der Arbeitsvorgang ist sehr einfach, durchaus nicht zeitraubend, und was jede Hausfrau besonders begrüßen wird, der Zuckerver- brauch ist nur sehr gering. Die Obstweinherstellung erfordert sehr viel Zucker und vor allem konnten dabei nur tadellose Früchte Verwendung finden. Zum Süßmost eignet sich auch Fallobst. Selbstverständlich wird der Geschmack des Getränkes immer abhängen oon der Qualität der verwandten Früchte. Die Verwendungsmöglichkeiten des Süßmostes sind nahezu unerschöpflich. In den kommenden Wochen werden durch die Abteilung Volkswirtschaft • Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk in allen Kreisen unseres Gaues Süßmost-Kurse, Werbeveranstaltungen und Beratungen für die Hausfrauen stattfinden. Es besteht also die Möglichkeit, den Süßmost und seine Herstellungsweise genau kennenzulernen. Alle Kurse und Veranstaltungen werden noch angekündigt. Kampf dem Verderb! Das ist die Parole, die für jede Hausfrau gilt. Auch die Süßmostbereitung dient diesem Kampf. Die vocköwirtschastliche Bedeutung der Radfahrwege. VA. Das Fahrrad, im letzten Jahrzehnt, formschön und technisch hoch entwickelt, wird auch im rasenden Tempo unserer Zeit noch zur Ueberwin- dung größerer Strecken hochgeschätzt und hat neben Auto und Eisenbahn einen bedeutenden Anteil an der Entwicklung des Nah- und Fernverkehrs. So ist es für 16 Millionen Deutsche jeglichen Alters ein treuer Helfer und oftmals täglicher Begleiter geworden. Für den Weg zur Arbeitsstätte ist das Fahrrad ein unentbehrliches Hilfsmittel. Besonders in den ländlichen Bezirken liegen die Betriebe häufig weit ab oon den Wohnstätten. Stundenweit muß daher der Arbeitskamerad zum Büro oder zur Werkstatt herbeieilen. Der Berufsweg, welcher Betrieb und Heim verbindet, bedarf im Zeitalter des Verkehrs im Interesse der Gesundheit und des Lebens einer ganz besonderen Beachtung. In der letzten Zeit wurde versucht, die Ursache der Häufigkeit von Unfällen auf die Disziplinlosigkeit des Radfahrers zu wälzen. Diese Begründung muß als abwegig zurückgewiesen werden, da nur derjenige eine solche Behauptung aufstellen kann, der sich noch niemals auf einem Fahrrad in den Straßenverkehr begeben hat. Diese Betrachtungsweise und die sprechenden Zahlen der Statistik oer- langen, daß aus der Sorge um das Leben und die Gesundheit des schaffenden Menschen das Verkehrs- problem der Radwege gelöst werden muß. Im Rahmen der Gesamtwirtschaft nimmt die Erzeugung und der Absatz von Fahrrädern und Fahrradbereifung einen nicht unbeträchtlichen Raum ein. In Deutschland werden jährlich 2,5 Millionen Fahrräder umgesetzt. Bei einem Durchschnittspreis non rund 60 Mark pro Rad handelt es sich immerhin um 150 Millionen Mark, die im Rahmen des gesamten deutschen Handelsvolumens auf die Fahrradherstellung entfallen. Nicht zu unterschätzen ist ferner die wirtschaftliche Bedeutung des Radwegebaues selbst. Der Bau von 1 Kilometer Radweg bedeutet eine Arbeitsbeschaf- fung von 350 Tagewerken bei einem Kostenau - wand von ungefähr 5000 Mark. Da der Lohnkostenanteil beim Radwegebau gegen 80 v. H be- tragt, kommen die für den Radwegebau aufge- wandten Kosten in erster Linie der Kaufkraft der ungelernten Arbeiterschaft, die beim Radwegebau eingesetzt wird, zugute. Die 12 bis 14 Millionen Tagewerke, die zum Bau der 42 000 Kilometer Radwege erforderlich sind, werden zur Stabilisierung der Kaufkraftverhältnisse weiter Bevolkerungs- schichten in den nächsten Jahren nicht unwesentlich beitragen, da immerhin die Durchführung des Rad- Wegebaues über 200 Millionen Mark an Kaufkraft ben etwa 20 000 im Radwegebau beschäftigten Volksgenossen im Laufe der nächsten 3 bis 4 Jahre bringen wird. 1 Daher ist es notwendig, daß die bereits in An- gaff genommenen Bauprojekte, besonders aber die für die Zukunft weit gesteckten Ziele der „Reichs- gemeinfchaft für Radfahrwegebau" oon Öen Wegebau- und wegeunterhaltungspflichtigen Behörden der Industrie und den zahlreich inter- essierten Kreisen weiter tatkräftig unterstützt und gefordert werden. D Auch eine Anzahl von Museumsgegenstanden können gezeigt werden: Zunftschilder, Wetterfahnen, eine alte Marktfahne, eine Bürgerausschußfahne vom Jahre 1787, ein kunstvoll gearbeitetes Wirts- schild vom Gasthaus Hirsch vom Jahre 1605 u. a. Sachen. Erwähnenswert ist auch, daß Frau Koch- Grünberg die Sammlung durch Stiftung von Gegenständen aus der Reiieausbeute ihres Mannes (Federn und kleine Geräte von Indianern Brasiliens, sowie getrocknete Urwaldvögel) bereichert hat. Außerdem sind für Fremde, die Interesse für die geschichtlichen Gebäude und Plätze Grünbergs haben, • sachkundige Führungen vorgesehen. Welch lebhaftes Interesse aber auch bei den Bewohnern Grünbergs für das Fest besteht, beweist die Tatsache, daß zu dem Festakt am Samstagabend die 600 Sitzplätze im Saal der Turnhalle nach kurzer Zeit aus verkauft waren und nur noch eine beschränkte Zahl von den 150 Plätzen der Galerie zur Verfügung steht. Da aber die an diesem Abend gezeigten lebenden Bilder, die in historischen Ko- ftümen dargestellt werden, am Sonntag nochmals zur Aufführung gelangen, ist öa- lch den auswärtigen Festbesuckern Gelegenboten, diese Vorstellung zu besuchen. Gießener Dochenmarktpreise. * Gicßcn, 27. Juni. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, % kg 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10^, Klasse B 10, Klass? C 9%, Enteneier 9 bis 11, Wirsing, % kg 10, Weißkraut 12 bis 15, gelbe Rüben, das Bündel 8 bis 12, rote Rüben, kg 12, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 10 bis 12, Bohnen, grün, 20 bis 30, Spargel 25 bis 40, Erbsen 15 bis 20, Mischgemüse 10 bis 12, Tomaten 40 bis 50, Zwiebeln 14 bis 15, Rhabarber 10, Pilze 50, Kartoffeln, % kg 5 Pf., 5 kg 45 Pf., 50 kg 3,95 Mark, neue, % kg 12 bis 15 Df., Pfirsiche 60, Himbeeren 40, Aepfel 30 bis 60, Kirschen 30 bis 40, Heidelbeeren 35, Stachelbeeren 15 bis 20, Johannisbeeren 20 Pf., Hähne 1 Mark, Suppenhühner 80 bis 85 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 70, Blumenkohl 10 bis 60, Salat 5 bis 8, Salatgurken 20 bis 40, Oberkohlrabi 8 bis 12, Rettich 5 bis 15, Radieschen, das Bündel 10 Pf. im Besitze einer Fahrkarte zu fein, als blinder ‘ Passagier von Frankfurt nach Marburg und von' dort nach Gießen. Der Angeklagte begab sich sodann zu Fuß nach Großen-Linden und entwendete ten. Nach Erreichung der Altersgrenze tritt mit dem 1. Juli öiefes Jahres Bauinspektor Marx vom Hessischen Hochbauamt Gießen in den wohlverdienten Ruhestand. Aus diesem Anlaß ver- ammelte der Vorstand des Amtes, Regierungsbaurat Kuhlmann, die Beamten und Angestellten zu einer Abschiedsfeier zu Ehren des aus dem Dienst scheidenden Beamten. In Würdigung der verdienstvollen Tätigkeit, die der nunmehr in den Ruhestand tretende Beamte in nahezu vier Jahrzehnten durch treueste Pflichterfüllung dem Land Hessen widmete, sprach Regierungsbaurat Kuhlmann herzliche Worte der Anerkennung und überreichte dem scheidenden Beamten im Namen des Führers und Reichskanzlers im Auftrage des Herrn Reichs- tatthalters in Hessen eine Anerkennungsurkunde ür die geleisteten treuen Dienste. Ba'uinspektor Marx war nach dem Eintritt in den he fischen Staatsdienst von 1897 bis zum Jahre 1902 an dem Wasserbauamt in Worms und von diesem Zeitpunkt in ununterbrochener Folge am Hessischen Hochbauamt in Gießen tätig. ** JubiJäum der Arbeit. Am gestrigen Freitag konnte, wie wir bereits kurz berichteten, Herr Karl Opper aus Saubringen, Meister der Gewindeschneiderei, bei der Firma Bänninger G.m b.H. auf eine 25jährige Tätigkeit zurückblicken. Vormittags versammelten sich der Leiter der Firma und die Arbeitskameraden an dem festlich geschmückten Arbeitsplatz des Jubilars zu einer schlichten fteier. Es wurde hierbei dem Jubilar durch den Betriebsführer Karl Bänninger Dank und Anerkennung für die in 25 Jahren der Firma geleisteten Dienste ausgesprochen. Außerdem wurden noch von vier Vertretern der Gefolgschaft in schonen Worten Glückwünsche dargebracht. Dem Jubilar wurden owohl oon der Firma als auch von der Gefola- chast wertvolle Geschenke überreicht. *. D e r D e u t s ch e ßiebertag 1 9 36. Vom xJorftanö des Gesangvereins „Liederkranz" Gießen wird uns geschrieben: In der gestrigen Veröffent- lichung über den Deutschen Liedertag sind die Vereine genannt, die sich zu Gesangsoorträgen innerhalb des Stadtgebietes zur Verfügung gestellt haben. Es ist weiter erwähnt, daß der Bauerfche Gesangverein lMlge Teilnahme an einer Feier des Gesangvereins „Eintracht in Hungen von der Mitwirkung am Cieöertag m Gießen Abstand nehmen mußte Um alschen Meinungen über das Fernbleiben des Lie- rerkranz" zu begegnen, sei mitgeteilt, daß dem'Ge- angoerem „Liederkranz" die Mitwirkung am Lieder- tag nicht möglich ist, weil sein Ehormeister, Musik- ^hrer K a ft e n , an genanntem Tage eine Feier des Gesangvereins „Frohsinn" in Londorf zu leiten hat und infolgedessen m Gießen nicht anwesend sein lung vor. Am Abend findet eine große öffentliche Kundgebung statt, mit der gleichzeitig die Feier des 75jährigen Bestehens der Gießener Ortsgruppe verbunden sein wird. Der Sonntagoormittag bringt in verschiedenen Schulen unserer Stadt das Leistungs- Wettschreiben. Der Nachmittag wird durch verschiedene gesellschaftliche Veranstaltungen ausgefüllt sein. ** Sonntagsrückfahrkarten aus b e - sonderem Anlaß. Zu dem vom 27. bis 29. Juni in Hungen stattsindenden 100. Stiftungsfest des Gesangvereins „Eintracht" werden oon allen Bahnhöfen der Strecken Gießen—Niederwalgern, Gießen—Dillenburg, Gießen—Weilburg, Gießen— Nidda, Friedberg (Hessen)—Hungen—Laubach (Oberhessen), Nidda—Schotten und Lollar—Londorf— Grünberg (Oberhessen) Sonntagsrückfahrkarten nach Hungen ausgegeben. Die Karten gelten zur Hinfahrt vorn 27. Juni 12 Uhr bis 29. Juni und zur Rückfahrt vorn 27.. Juni bis 30. Juni 12 Uhr (spätester Antritt der Rückfahrt). 4- Grünberg, 26. Juni. Nicht allzu groß sind die Bestände an alten Akten, Urkunden und Gegenständen, die unser städtisches Archiv in einem bescheidenen Raume des Rathauses birgt. Mußte man doch bei seiner Einrichtung vor einigen Jahrzehnten die Wahrnehmung machen, daß eine Menge wertvoller Urkunden, die noch in Glasers „Geschichte der Stadt Grünberg" (1846) als vorhanden erwähnt werden, abhanden gekommen waren. Entweder hatten sie private Liebhaber gefunden, oder waren in das Staatsarchiv nach Darmstadt oder in Museen gekommen. Da nun gelegentlich der 750- Jahrfeier der breiten Oeffentlichkeit einmal die bedeutendsten urkundlichen Schätze unserer Stadt zugänglich gemacht werden sollen, hat der Festausschutz auf Anregung von Archivoerwalter Schweiß- gut h und Kaufmann Schreiner beschlossen, während der Festtage eine heimatgeschichtliche Ausstellung au veranstalten. Sie wird im großen Sitzungssaal des Rathauses untergebracht werden. Entgegenkommenderweise haben neben dem Staatsarchiv auch verschiedene Museen, die wicktige alte Schriftstücke aus Grünberg besitzen, sich bereit erklärt, diese während der Festtage der Stadt leihweise zu überlassen. Unter anderem werden zu sehen sein: die alte Schenkungsurkunde des Klosters Arnsburg aus dem Iahre 1222, In der Grünberg erstmals als Stadt erwähnt wird, eine Originalurkunde Oer Hessische Hauptverein derGusiav-Adolf-StifiungtagtmTi dda (D Nidda, 26. Juni. Die 93. Jahresversammlung des Hessischen Hauptoereins der G u st a o - A d o l f - S t i s t u n g, die diesmal unter dem Gedanken „Für Glaube und Volkstum" stehen wird, soll am 5. und 6. Juli in unserer Stadt tagen. Die sehr reichhaltige Festfolge sieht am 4. Juli nachmittags einen von Pfarrer May (Treßdorf) gehaltenen Jugendgottesdienst vor. Den F e st g o 11 e s d i e n st am 5. Juli hält Pfarrer May (Treßdorf): auch in der näheren und weiteren Umgebung unserer ' finden durch namhafte Diasporageistliche Festgottesd^nste statt. Der Nachmittag des Hauptfesttages wird eine große Volksversammlung bringen, die durch den S?rll£^n^cn &es Hessischen Hauptoereins der Gustao- Adolf-Stiftung Pfarrer D. Wagner (Bensheim) eröffnet wird: sodann werden sprechen Stadtpsar- rer Lic. Cempp (Stanislau-Galizien) über „Großkampf vor den Toren Rußlands", Pfarrer Sten- früher Pfarrer in Rußland) über „Bolschewistischer Dernichtungswille gegen Ehri- Itentum und Volkstum", Universitätsprofessor Dr. ®er & r, der Präsident des Zentralvorstandes' "?.err Gustav-Adolf-Verein als Hüter evanae- lischen G aubens und deutschen Volkstums in aller Welt. Am Abend wird eine Versammlung mit fifnflfr(UJUn^ Überreichung der Festgaben und musikalischen Darbietungen stattfinden. ber fflu^nn^flT(°yen taflen der Landesverband öcr Gustav-Adolf-Frauenvereine und der Verwal- ungsrat. Den Schluß der Jahresversammlung bil° QuÄrbn ?9^ 61116 o^Eche Versammlung der Gustav-Adolf-Frauenvereine in Bad Salzhausen. h S01 ?er Evangelischen Bevölkerung von Ober- nprfnmb\6 m°9hAte,t 3U geben, diese 93. Jahres- ^"lommlung recht zahlreich zu besuchen, werden 61 Unfl nber Reichsbahndirektion Frank- D0;\Q?en oberhessischen Eisenbahnstatio- 12 Uhr hie" liiw c Gültigkeit vom 4. Juli gegeben. 6' 3uÜ 24 Uf>r "°ch Nwd° aus' Landkreis Gießen. BottNul- 39 ®s?e 9e|ül,rj wurden, gingen ®n der 27 Sff,»39. b'eger und zwar 12 Knaben und ’Ä "’!" b°r Berussschule 16 Knaben und wM ebieger hervor. Die Höchftpunkt- 242 von einem Monat erlittener Untersuchungshaft. Oer Berufsnachwuchs. Bon Prof Or. Bruno Rauecker Auf keinem Gebiet der Sozialpolitik hat das Vv- bevalistische Prinzip sich so schädlich ausgewirkt wie in der Berufs, und Arbeitseinsatzpolitik. Zwischen der .,A r b e i t s m a r k t p o l i t i k" im alten Sinne des Wortes, die sich lediglich auf den räumlichen und sachlichen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage beschränkte, und der Berufswahl und Berufsberatung klaffte ein durch die Verschiedenartigkeit ihrer Zielsetzung bedingter und deshalb unüberbrückbarer Gegensatz. Während die Arbeitsmarktpolitik ausschließlich den rationalen und ökonomischen Zwecken der Wirtschaft diente — soweit sie nicht von den jeweils stärkeren Interessengruppen zu politischen Zwecken mißbraucht wurde —, nahm die Berufsnachwuchspolitik, dem Hang der Zeit zu übermäßiger Psychologierung entsprechend, unter Zuhilfenahme aller der Hilfsmittel der angewandten Psychologie und Psychotechnik bis zur Auflösung aller energetischen Einheit auf die seelischen Besonderheiten des einzelnen Bedacht. Von einer Ausrichtung beider Maßnahmen, der „Arbeitsmarktpolitik", wie der Berufspolitik auf ein höheres, sie beide gleichschaltendes Ziel, auf das Wohl und die verhältnismäßige Ordnung der Volksgesamtheit war keine Rede. Soweit eine planmäßige Berufslenkung überhaupt in Frage kam, geschah dies unter dem Gesichtspunkt einer rationalen Steuerung des Nachwuchses, um die Ueberfüllung oder Verknappung in diesen oder je- nen Berufen zu vermeiden. Ein auf dem Ganzheitsprinzip aufgebauter Staat wie das Dritte Reich mutzte dieser individualistisch-mechanistischen Berufspolitik ein Ende ma- chen. Arbeitseinsatz und Berufsberatung wurden nach der Machtübernahme im wahrsten Sinne des Wortes „organisiert", das heißt in den Dienst der organischen Neugestaltung des deutschen Volkes und seiner Wirtschaft gestellt. Dazu war zweierlei nötig: Erstens die Ausrichtung des Arbeitseinsatzes nach volksbiologischen und sozialpolitischen Gesichtspunkten, und zweitens die enge Verknüpfung der Berufsnachwuchspolitik mit dem Arbeitseinsatz. Das erstere ist durch die Zentralisierung des Arbeitseinsatzes bei der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung geschehen, das zweite ist noch in der Schwebe. Durch die engere organi- satorische und technische Verbindung der Berufsberatung und Lehrstellenvermittlung mit den Arbeitsämtern ist die zentrale Steuerung der Berufsnachwuchspolitik angebahnt, jedoch noch keineswegs einheitlich und planmäßig geregelt worden. In der Tat find die Vorarbeiten für eine Berufs- Nachwuchspolitik äußerst schwierig und zeitraubend. Es bedarf zunächst einer gründlichen U m g e st a l - tung der Berufs-, Betriebs« und Bevölkerungsstatistik. Es bedarf ferner eines Ausbaues der berufskundlichen Forschung, die aus einer st a t i s ch e n , das heißt nur die gegebenen Verhältnisse berücksichtigenden Maßnahmen zu einer dynamischen Berufskunde ausgebaut werden muß. So schwierig es in der libe- ralistischen Wirtschaftsordnung angesichts der fortwährenden Veränderungen im Wirtschaftsgefüge, in den Arbeitsverfahren, in der Berufsverschiebung war, Wirtschafts- und damit Berufsprognosen mit einiger Sicherheit aufzustellen, so sehr hat sich die Möglichkeit hierzu in einer teils unmittelbar vom Staate, teils von den berufsständischen Organen nach bestimmten nationalen und sozialistischen Grundsätzen gesteuerten Wirtschaft verstärkt. Auch sind die am schwierigsten vorauszusehenden Einflüsse der weltwirtschaftlichen Entwicklung durch die — teils gewollte, teils von außen erzwungene Autarkie der deutschen Wirtschaft — bis auf weiteres ausgeschaltet worden. Einzelne Beispiele dafür, wie selbst in einer noch ungeordneten Wirtschaft Berufsprognosen mit einiger Sicherheit gestellt werden konnten, finden sich in dem von der Reichsanstalt im Jahre 1927 herausgegebenen Handbuch der Berufe. Bei der Darstellung des Tafelglasmacherberufs zum Beispiel wird darauf aufmerksam gemacht, daß die Einführung des maschinellen Tafelglasziehverfahrens in kurzer Zeit den Bedarf an gelernten Tafelglasmachern verringern würde. Tatsächlich hat die Entwicklung diese Vorhersage in vollem Umfange bewahrheitet. Die Hauptgrundlage für eine planmäßige Berufsnachwuchspolitik bilden die unmittelbaren B e - ft a n d s a u f n a h m e n bei Gelegenheit der Berufszählungen. Da ihre Ergebnisse jedoch erst nach längerer Zeit veröffentlicht w.-rden können — die Verarbeitung des Materials nimmt erfahrungsgemäß 3 bis 4 Jahre in Anspruch, die Ergebnisse der Berufszählung vom Juni 1933 werden beispielsweise erst jetzt bekanntgegeben — sind sie für die Praxis der Berufsnachwuchspolitik nur be- fchränkt verwertbar. Hier bedarf es einer Ergänzung der periodischen Zählungen durch die B e - rufsfortschreibung, die von den statistischen Aemtern ebenso gehandhabt werden könnte wie die Fortschreibung des Bevölkerungsstandes. Die Unterlagen hierfür könnten von den Organisationen der Wirtschaft und Arbeit, die für ihre Zwecke ohnedies meist fortschreibende Berufsstatistiken führen, unschwer beschafft werden Zu denken wäre auch an eine beschleunigte Veröffentlichung der Ergebnisse der periodischen Zählungen durch die örtlichen statistischen Aemter, da ja der Arbeitseinsatz und die Berufsnachwuchspolitik sich im wesentlichen nach t)en örtlichen Verhältnissen richten. Wesentliche Dienste würde der Berufsnachwuchspolitik ferner eine erweiterte Betriebsstatistik leisten, die mit den Statistiken der Gewerbeaufsichtsbeamten unschwer vereinigt und zu einer Betriebs-Sozkalstatistik ausgebaut werden könnte. Aus ihr würden sich wichtige Angaben über die Dauer der Betriebszugehörigkeit der Gefolgschaft, die Urlaubsfestsetzung, die Lohnformen (Gewinnbeteiligung, Wochenlohn) usw. entnehmen lassen, die wiederum Rückschlüsse auf die soziale Zuverlässig, feit des Betriebsführers gestatten und insoweit für die Berufsberatung von größter Bedeutung sein würden. In diesem Sinne hat der Präsident des bayeri chen statistischen Landesamtes, Professor Dr. Zahn, bereits auf der letzten Reichstagung der deutscher Statistiker in Dresden einen lohnstatistl- schen Eildienst gefordert. Besonders wertvoll für die Berufsnachwuchspol:- tik wird weiterhin die für den 1. Oktober d. I. m Aussicht genommene Handwerks st atl st lk sein. Das Handwerk ist nicht nur immer noch rein zahlenmäßig das wichtigste Rekrutierungsgebret für den beruflichen Nachwuchs auch in der Industrie, sondern die Ausbildung in ihm fördert auch die „prsportionierlichste Bildung" aller Kräfte, jenes „Nicht-zu-eng" und „Nicht-zu-wett , wie Goethe es im Wilhelm Meister als das Ideal jener Menschen- bildung überhaupt hingestellt hat. Schließlich wird für eine planmäßige Berufsnachwuchspolltik auch das für die Mehrzahl der Berufe bereits ausgestellte Arbeitsbuch von Bedeutung fern. Aus ihm lassen sich, wenn erst einmal eine systematische tunnfirk 1us. ' s.■ .Eintra aungen möglich sein wird, die mannigfaltigsten Schlußfolge. gW« °ul die Berufsaussichten, die sozialen D?r- haltmsse und unterschiedlichen Betätigungsmöglich- ketten m, den einzelnen Berufen ziehen. Natürlich kann eine planmäßige Auswertung der riv» ' ”etneb5s und Gewerbeaufsichts- usw. Sta- tlstik durch die Berufsnachwuchspolitik erst dann er- folgen, wenn der Partikularismus des Bered), tlgungswesens und der Berussausbil- o u n g endgültig und überall beseitigt ist. Daß dies •ut-rW keineswegs allenthalben der Fall ist, er- Acht sich aus den Schwierigkeiten, die der Verein- Yeitlichung des Berufsausbildungswesens entgegen» ftepen. Trotz der weitgehenden Vereinheitlichung des Neiches haben wir auch heute noch kein einheitliches -verufsausbildungsgesetz. Auf dem Gebiete der Der- emhettlichung des Berechtigungswesens ist durch den Nationalsozialismus zwar schon sehr viel erreicht worden — man bedenke, daß vor der Machtübernahme nur fünf Berufe: der Beruf der Aerzte, Tierarzte, Apotheker und Nahrungsmittelchemiker reichsrechtlich geregelt waren, während für alle an- oeren Berufe landesrechtliche Bestimmungen galten, daß em bayerischer Volksschullehrer nicht in Preußen, em sächsischer Referendar nicht in Thüringen angestellt werden konnte, usw. — von einer restlosen Vereinheitlichung des Berechtigungswesens kann indessen auch heute noch keine Rede sein. Auch ist der Berechtigungsfimmel aus manchen Köpfen immer noch nicht ausgerottet. Die Vorstellung, daß ein Frifeur oder Mechaniker mit Untersekundareife subtilere Hände und einen größeren Arbeitseifer besitzen müsse, als einer, der es nur bis zur Volksschulreife gebracht hat, spukt immer noch in zahlreichen Hirnen. Sehr stark wird die Berussnachwuchspolitik auch auf die allgemeinen wirtschaftskulturellen Ziele Rücksicht nehmen müssen, die sich die Reichsregierung gesteckt hat. Wenn erst einmal die Grundlagen der in Angriff genommenen Reichsplanung oorliegen, wird es Aufgabe der Berufsnachwuchs. Politik sein, ihre Durchführung von der Seite der Berufslenkung und des Arbeitseinsatzes her planmäßig zu unterstützen. Darüber hinaus besteht für die Berufsnachwuchspolitik heute schon die Verpflichtung, sich der Nachwucbsfrage in der Landwirtschaft mit ganz besonderem Nachdruck an- zunehmen, nicht nur, um den Arbeitermangel in der Landwirtschaft zu beheben, sondern vor allem, um der kulturellen und seelischen Werte willen, die der Beruf des Landwirts in sich birgt. „Blut und Boden", diese beiden Grundwerte des Nationalsozialismus müssen auch für die Berufsnachwuchspolitik richtungweifend fein. Die Königsjacht zur letzten Fahrt bereit. & *7 / ■ ? ml W WM Die Rennjacht des verstorbenen Königs Georg von England wird, entsprechend dem letzten Willen des Königs, ohne Zeremonie ins Meer versenkt werden. Jedes Mitglied der Besatzung ist mit einem Andenken an die Königsjacht bedacht worden. Sir Philip H u n l o k e , der fast alle Rennen der „Britannia" mitgemacht hat, wird das Schiff zur letzten Fahrt hinaussteuern. Londoner Schulkinder besichtigen noch einmal die Jacht des verstorbenen Königs. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Geschichten aus aller Welt. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) Die tanzende Ahnfrau. (th) Neuyork. In Winnipeg, im amerikanischen Staate Manitoba, feierte jüngst Frau Nancy Poitras ihren 103. Ge- burtstag. Die sonst von den Berichterstattern über solche Ereignisse bevorzugten schmückenden Beiworte von der „geistigen und körperlichen Frische und Rüstigkeit" des betreffenden Jubilars reichen bei dieser urfidelen alten Dame offenbar nicht aus, denn diese 103jährige führte selbst den Geburts- tagstanz mit einem derartig kräftigen „Schottischen" an, daß alles staunte und ihr Tanzpartner völlig außer Atem kam. Hundert Enkel, drei Urenkel und zwei Ururenkel waren zuerst verblüfft und dann hellbegeisterte Zeuaen dieser überschäumenden Lebenslust ihrer Urahne, die sich noch recht gut der blutigen Zeiten der Jndianerkämpfe erinnern kann. Neber 1500 Stummfilmkinos in Amerika. (th) Washington. Das amerikanische Film Board of Trade veröffentlichte vor kurzem eine Statistik über die Lichtspieltheater in den Vereinigten Staaten, aus der hervorging, daß sich zur Zeit in Amerika 18 508 Lichtspieltheater mit einem Fassungsvermögen von 11308 041 Plätzen befinden. Da die Vereinigten Staaten 123 Millionen Einwohner zählen, so kommt auf etwa 11 Einwohner ein Sitzplatz. In Betrieb sind 15 378 Theater mit 10 098 920 Sitzplätzen, eine Steigerung um 826 Theater gegenüber der gleichen Zeit des Vorjahres. 16 989 Theater sind auf Ton eingerichtet, so daß es in den Der- einigten Staaten noch insgesamt 1519 Stummfilmkinos gibt, eine gewiß interessante Tatsache. Der Pferdeschwanz-Dieb. (—) Helsingsors. Die Polizei und die Pferdekutscher der finnischen Hauptstadt suchen seit Wochen fieberhaft einen Langfinger mit seltsamen Diebesgelusten. Sowohl die Polizei wie auch die Kutscherinnung haben auf das Ergreifen des Diebes eine hohe Belohnung ausaefeüt Die Spezialität des Diebes ist es nämlich, sich nachts in die Pferdeställe der Fuhrunternehmer usw. einzuschleichen und den Pferden die Schwänze abzuschneiden. Er sucht sich dabei als gewiegter Kenner die besten und schönsten Schwänze aus, die er dann am Tage offenbar an Polster- Werkstätten usw. verhökert. Englands „toller Bömberg". (—) London. „Der tolle Bömberg" ist bekannt als Berklä- rung eines miinsterschen Edelmannes von echt we,t- älilchem Schrot und Korn, der auf geiftesDolIe und einfallsreiche Art feinen Spaß mit den Leuten trieb. Auch England hatte einen i°>ch°n Spaßmacher, einen Grandseigneur der 30 Jahre lang die Engländer belustigte und vor kurzem färb Englische Zeitungen srischen hier u"d dort einige seiner Streiche auf und in der Tat: ®!r. ffilUiam Harare de Stiere Coles hat allerlei ge rieben, was feinen Ruf als Spaßmacher rechtfertigte. In Eam- bridge ließ er sich einstmals als Sultan von San- fibar mit allen diesem zukommenden Ehren empfangen. Der Sultan weilte wirklich in London, als Cole durch Freunde der Oeffentlichkeit mitteilen ließ, daß er — der Sultan — Cambridge besuchen wolle. Der Universität wurde von dieser Absicht des hohen Gastes Kenntnis gegeben, es wurden alle Einzelheiten des Empfanges in fieberhafter Eile besprochen, und alles so festlich und eindrucksvoll wie möglich arrangiert. Der falsche Sultan wurde mit königlichen Ehren vorn Bahnhof abgeholt, Coles hörte sich, ohne eine Miene zu verziehen, die Rede des Bürgermeisters an, antwortete selbst in einem schrecklichen Kauderwelch und ließ das Gestammel, das keiner Sprache angehörte und nur der augenblicklichen Eingebung des „Sultans" ent» sprungen war, von einem mitgebrachten Dolmetscher übersetzen, der ebenfalls toternst blieb. Vor der Büste der Königin Viktoria verneigte sich der Sultan und sagte etwas, was ungefähr wie „Abasti el lakao di Bunge" geklungen haben mag, was der Dolmetscher wiederum mit einem ehrfürchtigen Gruß an die Queen übersetzte. — Auf der Straße lief er einst dem Kommandanten Locker- Lampson, Mitglied des Unterhauses, nach mit den Worten: „Haltet den Dieb, er hat meine Uhr ge» stöhlen!" Locker-Lampson wurde auf das Polizeirevier gebracht, Cole mußte nachher aber eine Strafe bezahlen. — Einer Dame der Gesellschaft, die im „Ritz" einen Tanzabend veranstaltete, aber Cole nicht eingeladen hatte, spielte er aus Rache einen Streich. Cole verkleidete sich als Arbeiter, erschien mit ein paar Freunden im gleichen Gewand vor dem „Ritz" und begann unverzüglich die Straße aufzureißen, so daß die Polizei den Verkehr umleitete. Es entstand ein furchtbarer Wirrwarr unter den umfahrenden Autos der Gäste, die Mühe hatten, ihre Wagen nachher wiederzufinden. Am anderen Tage merkte die Polizei, wer ihr hier einen Streich gespielt tjatte. und die genarrten Gäste der Dame ebenfalls. Holländischer Bauernschwank. (an) Amsterdam. In einem Dorf in der Nähe von Almelo (Provinz Over-Mel) besuchte an einem der letzten Sonntage der Bauer v. L. den Bauern L. und erblickte in dessen guter Stube während des Gesprächs einen wunderbaren Spazierstock mit silbernem Griff, auf den er sofort lüstern wurde. Er erfuhr, daß L. diesen Stock vor kurzem von einem feiner Schwiegersöhne zum Namenstage geschenkt erhalten habe, und äußerte den Wunsch, ihn käuflich zu erwerben. L. meinte jedoch, der Stock fei ihm für kein Geld der Welt verkäuflich, aber er fei bereit, ihn unter einer gewissen Bedingungen seinem Freund und Kollegen zu schenken. Nach dieser Bedingung gefragt, erklärte er, er werde den Stock umsonst übergeben, wenn er vorher v. L. fünf kräftige Schläge über die für solche Prozeduren von altersher bevorzugte Fortsetzung des Rückens verabfolgt habe. v. L., der wirklich in den schönen Stock vernarrt war, willigte eifrig in diese eigenartige Bedingung ein und — bückte sich. Tatsächlich auch zog ihm L. bedächtig mit aller Kraft vier heftige Schläge über, einen nach dem andern, und jeder von einer Intensität, die für jeden gefunden Mann ausgereicht hätte. Der fünfte Schlag jedoch unterblieb. Und unterblieb auch, als o. L., der die Prügel mit seltenem Heroismus hatte über sich ergehen lassen, darauf drängte. Sein Widerpart verschloß den Stock in seinen Schrank und erklärte grinsend, auf den fünften Schlag könne v. L. noch jahrelang warten. Fünf Schläge aber seien ausgemacht und der Stock daher immer noch fein Eigentum. — Der wütende v. ü., der nun schon die vier Stockschläge eingesteckt hatte, wandte sich nun wutschnaubend ans Gericht und sorgte auf diese Art dafür, daß er zum Schaden auch noch den Spott auf sich zog. Nach acht Jahren... (in) Paris. Vom Zivilgericht in Antibes an der französischen Riviera ist eine tote Frau zur Zahlung von rund 3000 Mark Schadenersatz an einen toten Mann verurteilt worden. Vor acht Jahren fuhr Frau Paulette Revertegat in Antibes mit ihrem Kraftwagen dem des Herrn Vincent Lombardi in die Flanke, dessen Wagen dabei in die Binsen ging. Frau Revertegat sowohl wie Herr Lombardi mürben dabei erheblich verletzt und mußten vorübergehend bas Krankenhaus aufsuchen. Aber schon vom Bett aus leiteten beide ihre gerichtlichen Schabenersatzforderungen ein, und beide Prozesse begannen. Der Anspruch der Frau mürbe aüerbings sehr bald schon enb gültig zurückgemiesen, ber Lombardis lief weiter. Lief weiter mit neuen Erhebungen, Zeugenvernehmungen, Sachverständigenberatungen, Lokalterminen, Gutachtenbeschaffungen usw. usw., und darüber starben 1931 Frau Revertegat und 1934 Herr Lombardi. Die in Gang gefetzte Mühle der Justiz jedoch ließ sich durch den Tod der beiden Gegner nicht mehr aufhalten, und jetzt endlich wurde das Urteil gesprochen. Es wird für alle Zeiten unwirksam bleiben, da beide Gegner so gut wie mittellos und ohne Erben gestorben sind. Spiel des Zufalls. (rn) Rom. Der Zufall hat es auch am Rande gleichsam des italienisch-abessinischen Krieges nicht unterlassen können, sein Spiel zu treiben. Beweis: Das Beispiel des italienischen Unteroffiziers Enio Gianetti, der kurze Zeit vor dem siegreichen Abschluß des Krieges noch gefallen und in abessinischer Erde begraben worden ist. Gianetti stammte aus dem kleinen Dörfchen Jrna in der suditalienischen Provinz Basilicata. Als er kurz vor der Abreise eines Truppenteils nach Afrika noch einmal seine Verwandten besuchte, um von ihnen Abschied zu nehmen, mar er voller freudiger Zuversicht und behauptet, bestimmt zu wissen, daß er Jrna Wiedersehen werde. Als er dann, nachdem er den ganzen Feldzug gut überstanden hatte, mit einer Dorhutsicherung in ein kleines Städtchen östlich von Addis Abeba einrückte, wurde er aus dem Hinterhalte von einem der wenigen sich noch zur Wehr setzenden abessinischen Plänkler erschossen. Er war gleich tot und wurde noch am selben Tage in dem Städtchen von feinem Regiment in feinem Soldatengrab beigesetzt. Das Städtchen aber, das sogar auf der Landkarte zu finden ist, heißt — Jrna. Die siamesischen Zwillinge in Budapest. (pk) Budapest. Vor einigen Wochen trafen in Budapest „die zusammengewachsenen Zwillinge Conchita und Maria" ein. Ein bekannter ungarischer Artist und seine Frau sollten sie aus Spanien mitgebracht haben. Gleich am Bahnhof veranstaltete ein geschäftstüchtiger Manager namens Jaminszky einen „Presse- Empfang", auf dem die neuen siamesischen Zwillinge vorgestellt wurden. Jaminszky erklärte dabei, man habe die unglücklichen Mädchen auf einer Wunder- Menschen-Börse in Spanien für tausend Pengö gekauft. Im Budapester Volkspark durfte jeder die neuen siamesischen Zwillinge für 10 Heller betrachten. Dem Mitarbeiter einer Budapester Abendzeitung, der an dem „Presse-Empfang" teilgenommen hatte, kam die Geschichte doch etwas „spanisch" vor. Er beschloß also, den Dingen nachzugehen. Zunächst hatte er selber versucht, die beiden Mädchen von einander zu trennen, worauf beide alsbald furchtbar zu schreien anfingen. Er hätte seinen Verdacht fast aufgegeben, wenn nicht die Umgebung, in der sich die beiden Mädchen bewegten, einen so „vertrauenerweckenden" Eindruck gemacht hätte. Schließlich gelang es ihm auch, die beiden Zwillinge „in getrenntem Zustande" zu überraschen, als sie gerade einen freien Tag hatten. Und da platzte die Bombe. Der Artist und seine Frau, die die Mädchen angeblich aus Spanien mitgebracht hatten, hatten zufällig Verwandte in Barcelona. Von dort ließen sie sich einen Brief schreiben, in dem die Ankunft der „Zwillinge" angekündigt wurde. Diesen Brief legte Jaminszky dem Ungarischen Artistenverband vor, worauf man den großartigen Empfang auf dem Bahnhof inszenierte. Eine Station vor Budapest setzte man die „Zwillinge" in den Wiener Schnellzug, um sie dann auf dem Hauptbahnhos gebührend zu empfangen. „Technisch" hatte man das Problem höchst einfach gelöst: man hatte die beiden Mädchen mit Gurten zusammengebunden und ihnen einen schwarzen Mantel umgehängt. Man klebte die beiden Mädchen vor Untersuchungen mit Kollodium, Mastix und englischem Pflaster so geschickt an den Hüften zusammen, daß der Betrug zunächst nicht entdeckt wurde. Für diese „Prozedur" hatte man sich einen Spezialisten vom Theater kommen lassen. Als man die Mädchen, die die gut ungarischen Namen Ella Horvath und Teri Kovacs tragen, in „getrenntem Zustande" überraschte, gaben sie an, daß man sie jedesmal so gut zusammengeklebt hätte, daß man sie mehr oder weniger auseinandersägen mußte. Deswegen hatten sie auch so furchtbar geschrien, als der Journalist versucht hatte, sie zu trennen. Nur den Puls gefühlt. (zn) Belgrad. Beim Pförtner eines Krankenhauses in Agram erschien dieser Tage ein gut angezogener junger Mann und bat um die Erlaubnis, einen seiner Privatpatienten zu besuchen, der seit wenigen Tagen in dies Krankenhaus übergeführt worden fei. Der Pförtner, dem die Höflichkeit des jungen Arztes schmeichelte, führte ihn durch die Krankensäle, und als der Besucher auf ein Bett wies mit dem Rufe: „Da liegt er ja!" ließ der Angestellte ihn allein. Eine halbe Stunde später alarmierte der Patient das Krankenhaus. Er hatte den fremben jungen Mann, der auf fein Bett zugekommen war, für einen ihm bisher unbekannten Arzt gehalten — zumal der Pförtner ihn so zuvorkommend her» eingeführt hatte — und ihm dabei ohne weiteres feine wertvolle Taschenuhr geliehen, als der Fremde ihn gebeten hatte, einmal feinen Puls fühlen zu dürfen. Mitten in diesem ärztlichen Geschäft hatte sich der junge Arzt plötzlich vor den Kopf ge» schlagen und ausgerufen: „Ach, das habe ich ja ganz vergessen!" — und war, wie ein zerstreuter Gelehrter die fremde Taschenuhr einsteckend, zum Zimmer hinaus verschwunden. Wandern und Reisen - Bäder und Sommerfrischen . hinüber ™ lick der fion auf dem Thi°mf°°, das Klaster Wal. der blaue Geträumter Äelseplan. ist wunderbar. ♦ tritt ein! die südbayerischen Wanderfahrten Wetzlar — Magdalenenhäuser Hof — Braunfels. Am Die Straßen waren glatt wie Vom Bahnhof Wetzlar (Sonntagskarte) durchschreiten wir die alte Reichsstadt in südwestlicher Richtung und schlagen vom Silhöfertor aus zunächst. den Weg nach Laufdorf ein, den wir jedoch spater wieder verlassen, hier gesellen sich schwarze Dreiecke zu uns, die uns bis Braunfels das Geleit geben. Ein Besuch des Kcttsmurtts, über den die Zeichen führen, erübrigt sich eben, da die Besteigung wegen der damit verbundenen Gefahr seit kurzem untersagt ist Rach einer knappen Stunde gelangen wir hinaus zum Maqdalenenhäuser Hof. hier geht das Lerchen um das Anwesen herum, führt auf einem aussichtsreichen Feldweg, hierauf größtenteils durch Wald zur Oberndorfer Hütte im Solmsbachtal. Beim Austritt aus dem Wald bietet sich ein prachtvoller Blick auf Schloß Braunfels. Jenseits des Tales steigt der Weg in Windungen zur höhe und fuhrt uns nach dem hochgelegenen Braunfels, das wir, nebst seinem das Städtchen überragenden herrlichen Schlosse einer Besichtigung unterziehen- auch ein Besuch des nahegelegenen Tiergartens ist sehr lohnend. Den Weg zur Bahnstation nehmen wir durch den reizvollen Muhlengrund. Gesamtwegdauer etwa 3lA Stunden. .ug- e e, Die südbayerischen Jahreszeiten beginnen im Ge- schründ der Berge mit einem blaulodernden und ost überhitzten Frühling, schöner als der oberitalienische Frühling. Unter dem Schnee blühen die Scharen der Blumen, die weiße Christblume und die gaukelnden, hochbeinigen Narzissen. Der heiße Goldpfeil, der vom Föhnwind umtobten Sonne sticht grell und blank auf das weihe Metall der Schneefelder. Brüllend geht im Mittag die Lawine herum. Je weiter der Sommer vorschreitet, desto tiefblauer wird sein Auge über den Bergstöcken. Um die weißen Kalksäulen der Gipfel dröhnt die Orgel der Gewitter. Dann kann der Regen viele Nächte durchweinen. Im hohen Bergherbst fliegen die Biene und die kleine Hummel um die Bergakelei, Collar — Staufenberg — Ebsdorf — Nordeck Allendorf. Zur Erholung wohin? In den „Anker' nach Kleinheubach am Main (Strandbad) preiswert und uut Telefon 429 Amt Miltenberg v erlangen Sie Prospekt. 4100d „Cannes" sagten wir damals und „Nizza", als fei das nichts, und als wir merkten, daß die Gäste im Caf6 sich nach uns umdrehten, um zu sehen, wer da so prahlerisch von großen Reisen sprach, da freuten wir uns und sagten, den Finger auf der Karte — laut, als wären wir allein: „— bann hier die Reviera entlang ...", damit die Gäste sich besser ärgerten — Nur, weil wir damals so sehr einverstanden waren miteinander, meine ich, du könntest einmal schreiben, wo du steckst. Zu Quedlinburg im Dome Zum 1OOO. Todestage Heinrichs des Voglers. Don Dr. Wolfgang Mejer. Inzwischen ist soviel geschehen, und alles kam ganz anders, als wir ausgerechnet hatten. An irgend etwas scheiterte die Reise — ich weiß nicht mehr, woran. Wahrscheinlich war's das Geld, das nicht zusammenkam — du, wo bist du jetzt? Was tust du? Und warum schreibst du nicht einmal? Aus dieser Reise wird nichts mehr, ich weiß, aber trotzdem könntest du ja einmal schreiben, finde ich. Nur, wie es dir ergangen ist seitdem, und was du tust und ob du manchmal noch an die geträumte Reise denkst. Durch die Hohe Rhön 13on Karl Ioerster. Marburg a.d.Lahn 10 Jahre Marburger Festspiele 20. Juni bis 12. Juli 3015d „Der Sturm“—„Käthchen von Heilbronn“ — „Die Hammelkomödie“. Täglich außer Montag und 24.6. und 3.7 Spielplan durch Verkehrsamt Marburg’. Diele Balladen rauschen die südbayerischen Flüsse und Gewässer. Ungestüme Bergballaden brüllen der Stoß des Inn, die Raschheit der Salzach und die Frische der Sallach, Bauernballaden die Rott, die Günz, die Alz, die Iller, Jager-, Flößer- und Wildererballaden die Isar, die Loisach und der Lech, Schnee-, Eis-, See- und Moorballadcn die Manqfall, die Ammer oder Amper und die Wer- tach. Die südbayerischen Gewässer sind rasche Wasserrädern, oft eisklar und kühl bis auf die Kieselsteine hinunter, toben als wilde und unbändige Burschen aus den Bergtälern ins stundenweite ebene Bauernland hinein. Die Farben sind hell, sauber, blau und grün, eisgrün, moosgrün, wiesengrün, waldgrün. Manche Flüsse sind weiß und schaumreich, nur der Inn und die Salzach sind kalkschmutzig. Die Zuflucht der meisten ist die Donau. In ihrem breiten Bett verlieren sie Bergmut und Bergwildheit. VuniersüdbaynscherVilderbogen Von Anton Schnack. Südbayern fängt südlich der Donau an. Da malt Gott über das grüne Bauernland einen blauen saftigen Bauernhimmel, und die Pinselstriche werden dunkler, satter und schwerer, je weiter die Landschaft in den Süden vorstößt. Wer einen sudbayerischen Ausflug bei Passau beginnt, fangt mit der steingewordenen heiterheit an. Eine unheimlich schöne Stadt, wo nachts die finsteren Nibelungen ostwärts reiten und tagsüber heilige aus den Nischen lächeln. in drei Schiffe. Die Reste der Wandfresken, die man vor zwanzig Jahren unter der Tünche fand, lassen die frühere Pracht des Bildschmuckes nur noch ahnen. In dieser stimmungsvollen Gruftkirche, die trotz ihrer mächtigen Mauern durchaus nicht düster und unheimlich wirkt, sondern fast an ein Schloßgemach erinnert, liegen die Grabstätten Heinrichs I. und seiner Gemahlin, der Königin Mathilde. Die Reste einer Marmorplatte bezeichnen die Stelle, an der einst der große König bestattet war. Die Gebeine des Toten wurden später, da der Sarg zerfiel, in den Steinsarkophag der Königin Mathilde gelegt, der durch ein Gitter sichtbar ist. hinter den Königsgräbern befindet sich ein halbkreisförmiger, vertiefter Raum, dessen Ornamentschmuck die älteste bekannte Stuckarbeit in Deutschland ist. In dieser „Betgruft" betete die Königin Mathilde am Sarge ihres Gemahls. hinter dem Sarkophag der Königin ruht in einem Bleisarge die Tochter Kaiser Ottos, Mathilde, die erste Aebtissin des Stiftes Quedlinburg. Otto, der Sohn Heinrichs I., hatte das Stift nach dem Willen seines Vaters schon in dessen Todesjahr errichtet. ins österreichische Bauernland hinüber, wo |iuj Dreschflegel regt. Zu Südbayern gehören die Bergbahnen auf den Predigtstuhl, auf die Zugspitze, auf den Wank, auf das Nebelhorn. Vieles, was eigentümlich und schön ist, liegt abseits: die Laubenstraße von Mühldorf, die bunten Kulissenhauser von Tittmoning, die verschollenen ehemaligen Klöster von Raitenhaßlach und högelwörth (mitten im Wasser), es gehören dazu das Kloster Andechs uberm Ammersee und sein von Mönchen gebrautes schwarzes Bier, es gehören dazu die Angeljagd nach dem Huchen und der Fang des deutschen Urfisches, genannt der Waller, der moorschwarz und langbartig in Den Eggstätter Seen herumwühlt. Zu Südbayern gehört der Almabtrieb im Frühherbst, das Weihnachts- schießen in Berchtesgaden, die Fronleichnamsprozes- sion auf dem Chiemsee, bas Kloster Ettal, der blaue Enzian, der warme Leberkas, der nachmittags> u vier oder fünf zum Ausschnitt kommt es gehört dazu der Gamsbart auf den hüten der Burschen, Die3 um Mitternacht zu essende Weißwurst der M z geruch, die kurze Wichs, der Schuhplattler, dle Kla rinette der Nierenbraten, der Knodl, die laute stampfende Bauernhochzeit die DierkellnerlN,. der einzelne Bauernhof, der haferltarock, dle Kuhglocken die Trachten, die Schafwolle das Kegelschieben u das Eisstockschießen. Ein abwechslungsvolles umgängliches, lebenslustiges Land Aus der Tafel von Südbayern stehen noch hundert andere Leckerblssen schaubare, hörbare, eßbare, trinkbare. Gruß Gott, Canöaufenthalt Im herrl. DleMizloi 400mü.d.M.inmitt.Laub- u.Nadel- wäld.,gr.Strand-u.Schwimmbad, Gute,reicht.Vervfl.i.Gast- o.Priv - Haus.4Mahlzeit.,v.Tag3-3.50>r k.Nebenkost.Ausk. kosten!. d.Verk - u.Verschön.-Ver.Strahebersback, Dlllkr.Babn- u.Ornnibusstr.Dillen- I burg-Straßebersbach. Prosv. ans den alpinen Eisenhut, die goldene Arnika und um das rote Herz der Alpenrose. Unten in den Tälern steht das Heu auf Manndln (Heustöcker), aber oben im Grat lauert schon der Winter. Heber Nacht können alle Blumen im Schnee begraben sein. Sehnsüchtig schaut der Skifahrer zu den weißen Kuppen und Nasen auf, immer tiefer werden die Schnee- mönteL Südbayern ist weiß, weiß bis zur Donau. Zu, Südbayern gehört der Föhn, ein Windtier mit warmem Atem. Er streicht oft bis München und macht schwermütig, hinterhältig, heimtückisch, über luftig. Zu Südbayern gehört der weißgescheuerte Wirtstisch und der überschäumende Maßkrug. Zu Südbayern gehören nicht nur München, Garmisch- Partenkirchen, Mittenwald, Berchtesgaden, Reichenball, Oberstdorf, Bad Tölz, Bayrischzell, Reit im Winkl, Füllen, Jmmenstadt, Starnberg, man muß auch das Blumeneiland der F r a u e n i n f e I besuchen. Eine Insel der Träume, der Schmetterlinge, der Nonnen. Zu Südbayern gehört eine Floßsahrt auf der Isar, eine Schlittenfahrt über den zugefrore- non Königssee bei goldener Dollmondnachl. In Augsburg'vor dem Fuagerhause stehen und spüren wir Weltgerüche durch Türen und Toren hinaus- und hereinziehen. Zu Südbayern gehören die köstlichen Städte Wasserburg am Inn, Landshut, Lindau im Bodensee. Man muß die Lichter- Prozession von tausend Nonnen und tausend Mön- chen in Altötting gesehen haben. Ungeheuerer Em- druck: im Märzabend am Hintersee die Hirsche röhren zu hören und an einem Föhnmittag des Aprilbeginns die Lawinen von der Watzmann-Ost- wand stürzen zu sehen. Burghausen an der Salzach gehört zu Südbayern: man steht auf der Burgbrücke der größten deutschen Burg und schaut aber fast totenstill war die Welt und einsam: nur sparsam vom Geschmeide der Dörfer durchperlt, nur wenig vom Landvolk des Sonntags belebt. Lady« rinthe wechselvoller Täler und höhen, blaue Weiten und Räume, groß genug für Millionen Bewohner, wurden durchbraust. Wie Sternenburgen lagen die phantastischen Fel- senkuppen,.im großen Sonnenlicht und blauem Schatten. Blaßgoldenes Gewittergewölk stand regungslos wartend und ruhevoll. Aus manchem Waldgipfel ragte lichter noch älterer Hochwald und beherrschte die Landschaft fernhin. Dörfersrieden war in verklärten Nachmittagsglanz getaucht. Sonntag war hier alter, feierlicher Volkskult mit belebten Friedhöfen und Ruhe der Alten in Feiertracht, vor den Türen der Straßen und Plätze. Begnadeter Wettergeist umwob die Reisewelt des- fliegenden Wandertages mit ätherischem Lichte. Ueber Menschen und Erdendingen lag eine altdeutsche Verzauberung; alles hatte teil an ihr; in ihrem Bann blühten Feuerlilien an hölzernen Friedhofskreuzen, schmiegten sich weiße Zentifolien an Gitter und Male der Gewesenen und Lauben der Atmenden; flimmerten Lichter und Schatten der Landstraßenzweige über bunten, herankommenden Dorfmädchen, sangen Rotkehlchen und Haubenlerchen im Korn, das warme Brotgerüche duftete. Kühler Wald hauchte frische durchdringende Feuchte, während die Kleider noch sonnenheiß brannten. Alle Wege begleitete zur Seite hin das Rauschen schäu- . mender Bäche. Auge und Herz waren längst überfüllt, schon riß mieöer neue, plötzlich sich öffnende Riesentalweite eine schlafende Welt auf mit weiß von diesen blauen unbewohnten Traumweiten. In die Gefilde gebettet lagen Dörfer mit blauem Eisenhut und rotem Bauernphlox; und der deutsche Mensch blickte treuherzig und sorgenvoll aus Blumenfenstern, stand auf Friedhöfen, lachte aus Mädchengesichtern, die schöner waren als in ganz Frankreich. Dann brannten nach solchem Tag Mond und Sterne über dem Garten des uralten Gasthauses -Zum Kurfürsten" in Fulda, hier also war die Statte jenes schönen Bundes voll unerfaßter Schicksalslockung. Der. Wirt zeigte mir die alte Rechnung non 750 Thalern aus dem Jahre 1853, in dem sich die Prinzessin Viktoria von England hier mit dem (Loburger Prinzen Albert traf und verlobte ... Unter Der südlichen Seitenkapelle Der Unterkirche führt eine Treppe in die Grabgewölbe der Abtissinnen und Stiftsdamen, Deren Grabmäler Die Wände der Krypta zieren. Diese unterirdischen Räume haben — ähnlich dem Bremer Bleikeller — Die Eigenschaft, die Leichname unoerwest zu erhalten. In dieser Gruft ist auch die aus Der Hofgeschichte Augusts des Starken bekannte Gräfin Aurora von Königsmarck, die Mutter des „mardchal de Saxe“, in schlichtem Sarge bestattet. Die Oberkirche, Der eigentliche Dom, hat im Laufe der Jahrhunderte mannigfache Umänderungen und Umbauten durchgemacht. Jetzt hat sie wieder, nachdem die Einbauten späterer Zeit entfernt wurden, ihre ursprüngliche Gestalt: eine romanische Basilika mit flacher Balkendecke. An Das romanische Langhaus — das aus dem 12. Jahrhundert stammt — schließt sich im Osten, erhöht über Der Krypta, ein Chor aus gotischer Zeit an. Treppen führen rechts und links zum Chor empor, zwischen diesen läßt ein Tor den Durchblick in Die Unterkirche frei. Der ganze Bau ist ein Mu st er beispiel deutscher romanischer Baukunst: starke Glieder, wehrhafte Mauern, ganz aus Der Gefühlswelt eines ur- gesunden, kampffrohen und seelisch unbeschwerten Rittertums gestaltet. Auch äußerlich wirkt Das Gotteshaus wie eine Burg unD mahnt Daran, daß Diefes Land zu König Heinrichs Zeit Deutsche Grenz- roarte gegen Den Osten war. Dom und Stift Quebimburg, Die nch von Anfang an Der besonderen Gunst Der deutschen Könige erfreuten, verfügten über reiche Schätze an Kleinodien, Kultgeräten, Büchern und anderen wertvollen Gegenständen, von denen her Domschatz auch heute noch vieles birgt. U. a. finden wir ein Bruchstück einer Jtala-Handschrift mit Miniaturmalereien aus dem 4. und 5. christlichen Jahrhundert, deren Wert um so höher einzuschätzen ist, als die Bilder dieser Handschrift die einzigen Beispiele abendländischer Buchmalerei jener Zeit sind. Evangelienbücher zeigen auf den Einbanddeckeln ausgezeichnete (Elfenbein- und Silberarbeiten mittelalterlicher Künstler. Reli- quienschreine König Heinrichs I. und Kaiser Ottos entzücken durch heiligengestalten und Ornamente von bezauberndem Adel und zarter Anmut der Darstellung. Das kostbare Material ist mit einer Vollkommenheit behandelt, die Zusammenstellung von Edelsteinen, Jmbelen und Elfenbein mit so erstaunlicher Geschmackssicherheit getroffen, daß wir die Reife Des Damaligen Kunsthandwerks immer wieder bewundern müssen. Endlich hütet her Quedlinburger Domschatz ein Erzeugnis mittelalterlichen Kunstgewerbes, das zu den wertvollsten Stücken aller Sammlungen der Welt gehört: den vor mehr als 7 0 0 Jahren von kunstfertigen Stiftsfrauen in Wolle geknüpften Teppich. Figuren von seltener Schönheit und einer Lebendigkeit her Bewegungen, hie für diese frühe Zeit überrascht, beleben bas prächtige Gewebe. Die Bilder stellen Gestalten der antiken Mythologie dar — Merkurs Vermählung mit der Philologie. Vor mehreren Jahrhundenen wurde leider der Teppich durch Unverstand beschädigt: In fünf Teile wurde er zerschnitten und als Fußbodenbelag für die „Priochen" — die im Dome eingebauten Logen Der Stiftshamen — verwendet. Erst vor etwa hun- kesseln. Gepriesen seien die Berge! An Tagen, wo Die Luft mit Feuchtigkeit getränkt ist, erscheinen sie, eine schwarzblaue Kette. Wer von der Donau herunterkommt, die bayerische hochebene noch um sich, siebt im Süden einen von Osten nach Westen ziehenden Strich. Voran die Waldberge, Die nieDeren, Darüber und dahinter Die Steinberge, Die höheren, Schneemäntel um, weiße Häupter im Wolkenspiel. Im BerchtesgaDener Winkel lodern, Steinzungen gleich, der fiebengipfelige Watzmann empor, drum herum der sagenreiche Kasten des Unters- berges, der zermürbte h o ch k a 11 e r , der einen kleinen Gletscher, das Blaueis, an dich trägt, die weißen Kalkmauern von Göll und Brett. Bei Reichenball sticht das Lattengebirge auf, der n (h ft a u f e n zackt und zinkt, der Zwiesel schließt sich an. Ruhpolding ist vom Hochfellen betreut, im Chiemsee spiegelt sich die Kampenwand, bei Bayrischzell wächst der Wendelstein ins Blaue, am Kochelsee wacht der her zogst and, bei Mittenwald droht die Faust des Karwendelgebir- g e s empor, bei Garmisch-Partenkirchen wächst die kolossale Brust der Zugspitze über alle hinweg. Schattenhaft verlieren sie sich ins Blau, verschwinden im Dunst der westlichen Dämmerung, wo Säu« ling, höfats und Mädelegabel nicht mehr zu sehen sind. Oh Bergschnur, jederzeit bereit Glück zu schenken, Stolz, das Gefühl der Freiheit, die Gnade der vollkommenen Einsamkeit, die Stille, aber auch Niederlagen, Wunden, Schneestürme und Steinschläge! Bergland, bas wiberballt vom Schrei her trunkenen Freube unb vorn Schrei bes Abstürzen- ben, der im Abgrund zerbricht. Bas mar damals in einer «einen deutschen Stabt die Stadt ist nicht sehr «roh, man weih wer A Leute sind, die man auf der Straße trifft rote fie beißen was sie tun und wieviel Geld sie Haden L in dieser Stadt mahnten mir. Sie und ich — und mit hr verhielt es sich nun 1°. daß sie em netter Kerl war, em Mädchen mißt ch? °van der Sorte, mit der man Pferde ftCffnb da"roar es dann, daß mir an einem Nach, mittag in einem «einen ffaf« beschlossen, un Sommer einfach zu verreisen. Ich weiß, Du hast bas alles nicht vergessen, ich rief bie Kellnerin unb ließ mir ewen Zettel geben von ihrem Kassenblock unb einen Bleistift auch, wir rechneten und waren mächtig aufgeregt, es war sehr schön. . Dann hatte ich am nächsten Tag eine Dünn ge- zeichnete Landkarte mit, und eine rote Zickzacklinie war hineingemalt. Die Linie hatte Dicke Punkte, und Diese Punkte waren Städte, durch die wir kommen sollten, hier wollten wir acht Tage bleiben und da vierzehn. Die Striche Zwischen Den Punkten hatten Anmerkungen: „D-Zug" stand Da unb „Zu Fuß" unb rechts am Ranbe waren alle Daten zu- sammengezählt, vier Monate kamen unge ahr heraus bazwischen ftanb aus Uehermut geschrieben: „Wir haben ja soviel Zeit!" Wir hatten wirklich Zett. Mehr als gut war — es sind vier, fünf Jahre her. Zeit hatten wir, aber Geld hatten wir nicht. Zu 2 Tassen Kaffee langte es nicht, unb woher wir eigentlich Gelb zum Retten nehmen wollten, weiß ich heute nicht mehr. Aber irgenbroie hatten wir uns Das ausgerechnet und unb glaubten Daran. Wir sahen uns schon im sommerlichen Süden, über eine Mauer gelehnt und Segelbooten zusehend, die langsam über das Wasser fuhren, es war ganz wunderbar. Nie waren wir so einverstanden wie ba. Südbayern ist ein von Seen überfplittertes Land. Lauter Edelsteine in Grün, Blau, Schwarz und Weiß. Die großen Seen liegen zu Füßen der Berge, die kleinen, einsamen und schwermütigen, zwischen den Armen der Bergstöcke. Ich liebe sie alle: den blaublitzenden bayerischen Zipfel vom Bodensee, die kleinen Seeaugen um Füssen herum und im Allgäu, der ländlich umblühte A m m e r s e e, der von einer düsteren Königssage umwitterte Starnberger- ober Würmsee, her moorige Staffe 1 see, her im Schatten her Z spitze ruhende E i b \ e e, der dunkle Walchens der fröhliche Tegernsee, der heitere Schliersee, Der stille, selten besuchte S i m s s e e, Die mächtige Fläche Des Chiemsees, Der prächtige Alpenfjord Des Königssees, ftauptnamen aus vielen, von Sagen und Märchen geweiht, Spiegel von Berggipfeln, schwarzfunkelnde Metalle in Wäldern, träumerisch machende in einsamen Berg- Son Christian Vock. „XS s? unbQI$lei Reisepläne machen. Ach, man.fahrt.so^mtt dem Meistist Über h°.b^ur°P° und E die Kst°. manrechne? denkt und plant zusammen, und es Der 1000. Todestag König Heinrichs I. Des Voglers, der als erster Vertreter des natio- naldeutschen Reichsgedankens dem Empfinden unserer Zeit besonders nahesteht, wird, wie bereits gemeldet, vom 2. bis 5. Juli mit einer Gedenkfeier in Quedlinburg begangen. Neben dem „Alten Barbarossa" lebt die Gestalt bes deutschen Volkskönigs Heinrich burch bie Jahrhunberte im Liebe fort. Kein Wunber — benn kein anberer Herrscher bes mittelalterlichen Deutschlcmb ftanb bem Fühlen unb Denken fernes Volkes so nahe wie Heinrich I. In ben Walbbergen bes Sachsenlanbes trifft ihn bie Kunbe seiner Wahl zum beutschen Könige. Er rettet bas Reich aus innerer und äußerer Gefahr, Die es schon zu zerreißen Drohte. Die römischen Kaiserträume seiner Vorgänger unb Nachfolger liegen ihm fern; fein Wirken gilt Deutschlcmb allein. Er lebt unter ben Deutschen, er schafft ihnen neues Sieblungslanb, er grünbet Städte unb Klöster, Burgen unb Dome, er förbert ben Wohlstand und bie Künste. Es ist kein Zufall, baß gerade in Der Gegenwart sich Die Tausendjahrfeiern Deutscher Städte und Landschaften häufen: Seit bem Wirken Heinrichs I. ist jetzt ein Jahrtausend vergangen. Quedlinburg und seine waldreiche Umgebung wählte König Heinrich mit Vorliebe zum Aufenthalt. Hier sollen ihn Die Edelleute, die ihm die Königskrone überbrachten, am Vogelherde überrascht haben, hier erbaute er die Burg, bie seinen Grenzfesten als Vorbild Diente, hier bereitete er den Befreiungsfeldzug gegen Die Ungarn vor — und hier ließ er sich die Grabkapelle erbauen, in Der er im Juli 936 beigesetzt wurde. Die Gruftkapelle Heinrichs Des Voglers wurde später erweitert und umgebaut. Sie bildet heute die Krypta des Quedlinburger Domes, in der von bem alten Heinrichsbau nur noch wenige Teile erhalten sinb. Zwei Reihen romanischer Säulen mit entzückenben Kapitellen, beren Schmuck- motioe sich nie wiederholen, teilen bie Unterkirche schönen stillen Sommernachmittag flog Der Wunberwagen sechs Stunben lang burch einsame Basaltstraßen her Hohen Rhön. Es ging in großer Fahrt burch Kernräume bes heiligen Deutschland. Die Straßen waren glatt wie Großstadtstraßen, restlicher Nachdem wir vom Bahnhof Lollar den ansehn zunächst lichen Ort durchschritten haben, wandern wir auf 3 ' aussichtsreicher Straße hinauf zur Burgruine Staufenberg, um vom Turm der oberen ' liehen Rundblick zu genießen. Blaue Punkte fuhren uns zunächst burch freie Gegend, hierauf Durch Den schönen Walbdistrikt Kuhmark unb spater über das hohe Feld mit prächtigen Ausblicken nach Huchbor mit empfehlenswerten Gasthäusern. Hier sowohl al auch im Ebsborfer Grunb haben sich erfreulicherweise noch bie altüberlieferten Trachten erhalten. Von Hachbörn führt unser Weg burch em liebliches W^- sentälchen nach Ebsdorf im Tal der Zwester Ohm, Dem fruchtbaren EbsDorfer Grund. Von hier fuhren uns blaue Striche über LeiDenhofen, am Leibenhofer Kopf her nach Dem malerisch am Berghang gelegenen Norbeck mit schöner Burgruine von deren Schloßterrasse man einen feinen Blick hat. Von Rordeck leiten uns die Zeichen weiter, während man unterwegs hübsche Ausblicke in das Lumbcttal und auf Die umliegenDen Höhen hat, hinab nach unserem Endziel Allendorf. Wanderzeit 5 Stunden. Altweilnau i.Ts. MlllllslllMl MM Gute Erholung finden Sie im Gast- Gute Erholung,angenehm Aufent- hofLöwen Beste Verpflegung, halt, umgeb, von Wald u. Wiesen, 4 Mahlzeiten. Bei. Heinrich Löw 2 Seen z.Bad.bill. Pensionspreis Tel. Rod a.d. Weil Nr. 67. 37?oD tägl.4Mahlz.BesitrerLudw.Stattt Nr. 148 vierter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberhefsen) §amrtag, 27. Juni (956 Die schönen Schulgärten von Erda Volkstums- und Heimatarbeit in der Schule. Eine prächtige Nachbildung des Hauses Wachenfeld bei Berchtesgaden. Es wäre billig, über die Schule der vergangenen Jahrzehnte oder eines vergangenen Zeitraumes zu schelten —- ganz abgesehen von den Tendenzen des Schulwesens der Systemzeit — vielmehr mag bester Wille und alles Bemühen um sinnvolle Jugenderziehung angenommen werden. Die Schule der Vergangenheit enthielt der Jugend aber manches vor, was ihr die Schule des Dritten Reiches gibt und geben kann: Wirklichkeitsnähe, bewußte Per- 'N /- Inmitten eines kleinen Teiches sieht man den urzeitlichen Pfahlbau. Anzahl von Blumenbeeten, die von den Schülerinnen und Schülern betreut werden. Manche Pflanze in diesem Garten ist von den Kindern selbst mitgebracht, gehegt und gepflegt worden, wächst, blüht und gedeiht. Der Garten ist rings von Sträuchern und Blumenstauden verschiedener Arten umgeben und bildet eine geschlossene Einheit. Lauben und Laubengänge beleben das Bild. Kletterpflanzen winden sich um die Stangen, aus denen die Lauben gefertigt sind. Selbstverständlich, daß dieser Garten eine Fülle des Anschauungsmaterials für den naturkundlichen Unterricht enthält. Ein zweiter, etwa 13 Ar großer Garten, unweit des Dorfes, der einmal Wiesenland war, wurde als Nutzgarten angelegt. Hier kann sich die Jugend in größerem Umfang praktisch betätigen. Ein ceizoolles und von schöner symbolischer Bedeutung durchleuchtetes Vorhaben des Schulleiters stellt die Absicht dar, für jedes Kind, das in die Schule kommt, ein Bäumchen zu pflanzen und zwar einen Wildling, der im Laufe der Schuljahre von dem Kinde gepflegt und unter sachverständiger Anleitung auch veredelt werden soll. Das Bäumchen soll dann mit dem Knaben oder Mädchen bei der Schulentlassung des Kindes auch den Schulgarten verlassen, um in dem Garten am elterlichen Haus verpflanzt zu werden. Kaum ist ein schönerer Gedanke zur Vertiefung der Heimatverbundenheit zu denken . . . Glanzstück der Schule zu Erda ist aber die eigentliche Schulanlage, die sich unmittelbar an den Schulhof anschließt. Terrassenförmig baut sich die Anlage auf, die bis vor einiger Zeit lediglich ein stark abschüssiger sandiger und lehmiger Abhang und kein erfreulicher Anblick war. Die Jungens pflegten an diesem Abhang zu spielen, auf ihrem Schulranzen oder auch auf dem Hosenboden den steilen Hang hinunterzurutschen — sicherlich sehr zum Verdruß der Mütter. Aus dieser wüsten Stätte ist nun unter der Tatkraft des Lehrers, unter der bereitwilligen Mithilfe der Jugend nicht nur eine reizvolle gärtnerische Anlage geworden, sondern eine Stätte, die dem Unterricht "in vieler Hinsicht zu dienen vermag. Kaum ist die Möglichkeit gegeben, all das, was es hier zu sehen gibt, eingehend genug zu bewundern. Die Anlage nimmt den ganzen Hang, nach der Schulhausseite zu, ein. Mehrere Wege, schmal zwar, aber ausreichend, führen an diesem Hang hin und her, hinaus und hinab. Zum Teil sind sogar Treppen angelegt. Einige Terrassen sind geschaffen worden, indem etwa meterhohe Mauern errichtet wurden, wie man sie von Weinbergen her kennt. Und die ganze Fläche des Hangs ist bepflanzt. Zu ebener Erde sind dem Hang einige Blumenbeete verschiedener Form vorgelagert, die gegenwärtig in schöner sommerlicher Pracht stehen. Viele bekannte Gartenblumen begegnen hier dem Beschauer, manche seltene Pflanze ist hier zu finden, die, wenn sie in der unmittelbaren Umgebung nicht zu finden war, aus der weiteren Heimat beschafft wurde. Manche Pflanze wurde aus anderen Teilen Deutschlands herbeigeholt, manches Gewächs wurde von Freunden des Gartens mitgebracht, geschenkt, gestiftet. Kollegen des Schulleiters unterstützten den Garten und trugen nach Kräften zur Bereicherung bei. Manche Blume ist sowohl in der wilden Form, wie in züchterischer Entwicklung, als Gartenblume, vorhanden. Ferner findet man auch hier die verschiedensten Ziersträucher vor. Einen großen Teil des Gartens nimmt das Alpinum ein, das sich zwar noch nicht sehr üppig entwickeln konnte, da es noch nicht allzulange besteht, in dem aber bereits die verschiedensten Pflanzen anzutreffen sind. Vom einfachen Mauerpfeffer bis zum herrlich erblühten samtigen Edelweiß der Alpen ist vieles vertreten, was selbst dem zünftigen Botaniker große Freude machen müßte. Die Pflanzen sind für den Zweck des Anschauungsunterrichtes mit Namensschildern versehen und der Dorfjugend von Erda ist dadurch manche Pflanze auch dem Namen nach geläufig, wo andere vielleicht noch nicht einmal dem Aussehen nach zu unterscheiden vermöchten. . Der Reichtum des Gartens ist aber mit seinem vielseitigen Pfanzenbestand durchaus nicht erschöpft. Es gibt da zum Beispiel auch noch eine Gesteins- s a m m l u n g , die zwar noch des Ausbaues bedarf, aber immerhin schon eine ganze Anzahl schöner Stücke aus der heimischen Landschaft enthält. Da findet man neben dem Säulenbasalt aus dem Vogelsberg, den Quarz, den Rotsandstein, Granit, Kalk usw. Die Sammlung soll — so ist beabsichtigt — so ausqebaut werden, daß an ihr den Kindern der Aufbau unserer Erde vom Urgestein bis zu den jüngsten Gesteinen veranschaulicht, werden kann. Die Auswirkung eines Anschauungsunterrichtes in solcher Form kann nur eine gute sein. Hoch oben steht eine reizvolle Windmühle. (Aufnahmen [8]: Neuner, Gießener Anzeiger.) 4S II ein Fachwerkbau, der ebenfalls ein Strohdach und am Giebel auch noch die beiden charakteristischen Pferdeköpfe trägt. In reizender Umgebung findet man dann eine prächtige oberschlächtige Wassermühle, deren Rad sich unter dem raschen Fluß eines kleinen Baches lustig dreht. Allerdings wird sie nicht von einem natürlichen Bach getrieben, denn eine Quelle war am Hang nicht aufzufinden. Man wußte sich aber zu helfen. Eine Tonne wurde in den Erdboden eingegraben, so daß sie völlig unsichtbar ist. Diese Tonne wird von den Kindern mit alten ausran- gierten ledernen Feuereimern immer wieder mit Wasser gefüllt. Ueber das Mühlrad hinweg ergießt /ch Xch Die urzeitliche Felsenhöhle wurde kunstvoll aus Stein gebaut. ist. Der Eindruck ist der Darüber hinaus enthält die Schulanlage aber noch etwas ganz Besonderes für den Volkstums- und Heimatkunde - Unterricht und zwar eine Reihe von Wohngebäuden. Hier entdeckt man an einer geschützten Stelle eine Felsenhöhle in kleinem Maßstab, wie sie die Urbevölkerung unserer Zone bewohnt haben mag. Es gibt keinen Zweifel darüber, daß man in diese Höhle hineingehen mutz.Und man würde sich nicht wundern, wenn ein rauhbehaartes menschenähnliches Wesen der grauen Vorzeit mit einer dicken Stange in der Hand plötzlich daraus hervortreten würde. Nahebei findetman noch einen schönen strohbedeckten Pfahlbau, der sachgemäß an einem kleinen kunstgerecht aufgelegten Teich gebaut . einer völligen Wahrhaftigkeit. Eine weitere Entwicklungsstufe ist in einem ausgezeichnet gearbeitetem Blockhaus dargestellt, das unmittelbar die Wohnkultur der Germanen veranschaulicht. Der Giebel trägt die beiden Pferdeköpfe, die so lebhaft an den Götterglauben unserer Vorfahren erinnern. Einer der eindrucksvollsten Bauten in diesem Freilichtmuseum ist dann das stolze niedersächsische Bauerngehöst, sich das Wasser in Kaskaden in den Teich, in dem der Pfahlbau steht. Auch eine wunderhübsche Windmühle steht hoch oben auf dem Hang, deren Flügel sich beim leisesten Windhauch in Bewegung setzen. Neben der Nachbildung eines Schwarzwaldhauses ist in diesem Garten auch noch eine mittelalterliche Ritterburg zu sehen, die die ganze Land, schäft überragt. Der Turm ist dem Turm der Burg zu Friedberg getreu nachgeschaffen. bundenheit mit dem Volksganzen, mit der deutschen Vergangenheit und der Gegenwart, mit den wertvollen Kräften unseres Volkes und nicht zuletzt herzliche Verbundenheit mit der Heimat, mit der Heimaterde. Die Schule der Gegenwart führt bewußt zurück zu unseren Vorvätern, zu allem was ihnen heilig war, führt zu ihrer Art, aus der heraus die deutsche Jugend das Schicksalhafte unserer Blutsoerbundenheit zutiefst erfühlen kann. Die Jugend hat heute mehr als zuvor die Möglichkeit, die Heimat zu erwandern, in Zeltlagern Volksgemeinschaft zu üben, sie genießt alle Förderung zur Entfaltung ihrer Fähigkeiten im guten Sinne. Es war nicht immer so! Der Mensch pflegt erst als Erwachsener ganz zu empfinden, was ihm die Schule, das Elternhaus oder die Volksgemeinschaft gab oder nicht zu geben vermochte. Die Schule des Dritten Reiches ist sichtlich auf allen Gebieten bemüht, der Jugend zu geben, was sie erwarten darf. Die Möglichkeiten, der Jugend zu dienen, sind ungemein vielfältig. Hier soll von einem besonderen Aufgabengebiet gesprochen werden: vorn Schulgarten — allerdings nicht m grundsätzlichen Gedanken, sondern von ganz bestimmten Schulgärten, von den Schulgärten der Landschule zu Erda (im Kreise Wetzlar). Die Schulgärten von Erda (es sind deren mehrere) sind sehenswert. Wer einen Ausflug in die Landschaft hinter dem Dünsberg macht und auf feiner Wanderung durch diese herrliche Gegend kommt, in der sich Wald und Feld, Berg und Tal in glücklichem Wechsel ablösen und dabei dem reizenden Dorfe Erda einen Besuch abstattet, sollte n'cht versäumen, über den Zaun des weitläufigen Grundstückes der Schule zu lugen, die an der Straße nach Hohensolms liegt. Es mag in unserer enoeren und weiteren Heimat noch manchen Schulgarten geben, der Beachtung verdient, zweifellos ober sind die von Erda nicht Schulgärten im ub- l chen Sinne, sondern Mustergärten. Für manchen Lchrer ist die Schule zu Erda das Ziel eines Ausfluges, viele Vorübergehende aus Stadt und lianö betrachten sich die schönen und interessanten Anlagen, immer wieder kommen Besucher und wohl jedermann geht angeregt und erfreut über diese Art Schularbeit seines Weges weiter. * Im Grunde handelt es sich um drei verschiedene Gartenanlogen, die unter der Initiative des Schulleiters H e d r i ch , der dort seit drei Jahren wirkt, entstanden sind. Der eigentliche Schulgarten enthalt eine Der altgermanische Blockhausbau kündet von den Vorfahren. Sn natürlichster Umgebung steht eine schindelgedeckte Wassermühle. Das niedersächsische Bauerngehöft veranschaulicht bestes deutsches Volksgut. -'M •< $ %. Mit großer Aufmerksamkeit betrachtet die Jugend das Schwarzwaldhaus. r ' Sf: Ein Glanzstück stellt schließlich die Nachbildung des Houses Wachenfeld, des Landsitzes des Führers, dar, das in allen Einzelheiten der Wirklichkeit entspricht. Es steht so naturgetreu am Hang, daß es nicht schwer fällt, sich in eine Alpenlandschaft versetzt zu fühlen. Das Besondere an all diesen für den Volkskundeunterricht so wertvollen Modellen ist, daß sie durchweg sehr glücklich in der Umgebung stehen und überall von frischem lebenden Grün der Sträucher und Pflanzen umgeben sind. Die zahlreichen Modelle sind nicht die Arbeit der Schulkinder, sondern in weiterem Sinne der ganzen Dorfgemeinschaft. Die Handwerker stellten Material und Arbeitskraft mit Freude zur Verfügung und bauten an diesen Modellen mit aroßer Sorgfalt. Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang die Tatsache, daß die Strohdächer des Pfahlbaues, des Blockhauses und des niedersächsischen Bauerngehostes von einem alten Einwohner des Ortes geschaffen wurden, der als letzter und e i n z i^ e r Mann im weitem Umkreis die schaff u n g eines Strohdaches versteht und handwerklich betrieben hatte. Interessant ist ferner, daß er aus den drei Dächern gleichzeitig drei verschiedene Arten der Technik des Strohdaches veranschau- lichte. , So dokumentiert sich in der ganzen Anlage eine Fülle der fleißigen Arbeit für die Jugend, eine Fülle der Aufopferung für eine gute Sache, eine lebendige Auffassung von volkskundlicher Arbeit für die Schule und darüber hinaus der Zusammenarbeit von Dorf und Schule in wahrhafter Volksgemeinschaft. S.JL-’fport Rekord-fflugtag in Hirzenhain. LPD. Fliegerlager Hirzenhain, 26. Juni. Der gestrige Tag brachte die bisher größten Ereignisse im Hirzenhainer Segelslug-Wettbewerb. Der örtliche Streckenrekord, der beim vorjährigen Wettbewerb von Schilling-Bottrop mit 152 Kilometer ausgestellt werden konnte, wurde beträchtlich überboten, und zwar einmal von Schilling selbst, der in Meeder in der Nähe von Koburg niederging und damit eine Strecke von 218 Kilometer bewältigte. Seine Leistung wurde noch überboten durch die von H e i d e r i ch - Düsseldorf, der auf dem Flugplatz von Koburg landete. Die Entfernung beträgt 224 Kilometer. Das Wetter war außerordentlich günstig, so daß sämtliche Maschinen an den Start gehen konnten. Es wurden 15 Ueberland- flüge ausgeführt, von denen 13 über Strecken von mehr als 45 Kilometer führten. Eine hervorragende Leistung vollbrachte wieder der Flieger Arends von der Landesgruppe Rheinland, der am Vortage nach Frankfurt a. M. geflogen und dort auf dem Flughafen Rhein-Main gelandet war. Er meldete sich gestern aus der Nähe von Schweinfurt und hat mit 153 Kilometer die drittlängste Tagesstrecke bewältigt. 140 Kilometer schaffte der Pilot Peters von der Landesgruppe XI, der in Nüthingen bei Bad Kissingen niederging. Der Pilot Bromen setzte seine Maschine bei Hünfeld auf und legte damit eine Strecke von 103 Kilometer zurück. 98 Kilometer erzielte der Flieger Dr. Jahnke- Gießen mit einem Streckenflug, der bis Erzhausen bei Darmstadt führte. Andere Flieger landeten im Kreise Schlüchtern, in der Nähe von Fulda sowie in Oberhessen und in der W e t t e r a u. Die gestern erzielten Höhen stellen sich den Streckenleistungen würdig an die Seite. Sie sind durchschnittlich mit 15 0 0 bis 18 00 Meter über Start anzunehmen. Schneller als Tlurmi. tz ■ - Donald R. Lash, amerikanischer Langstreckenläufer und Student der Universität in Indiana, unterbot den von Nurmi gehaltenen Weltrekord über zwei Meilen um 1,3 Sekunden. Lash lief die Strecke in 8:58,3 Minuten. — (Associated-Preß-M.) Leichtathletik der Sp.-Dg. 1900. Hans Herrmann 5. Sieger bei den Deutschen Junlorenmeisterschaften. Starts in Kassel und Frankfurt. Auf Grund ihrer guten Leistungen bet den Gau- Juniormeisterschaften in Marburg, wurden H. Herrmann und I. Rudolph zu den deutschen Ju- nioren-Meisterschaften nach Stuttgart entsandt. Während Rudolf durch eine Zerrung behindert ausfiel, konnte Herrmann mit seiner bis jetzt besten Leistung im UO-Meter-Hürdenlausen aufwarten. Er erzielte sowohl im Dor- als auch im Endlauf die für ihn gute Zeit von 17,2 Sek. Zu den am Sonntag in Kassel stattfindenden vor- oliimpischen Gaumeisterschaften hat die Spielvereinigung 1900 Bepperling, Jung, Fr. Koch und Kilo und Peters gemeldet. Fr. Koch startet im 200-Meter-Lauf. Die Mittelstreckenrennen sollen nach Aussagen des Gausportwarts sehr stark besetzt fein, so daß Bepperling und Peters schwer zu kämpfen haben werden. Immerhin kann bei beiden mit Plazierung gerechnet werden. Kilo hat seine Meisterschaft im Diskuswerfen zu verteidigen, was ihm sicher gelingen wird. Jung, der Doppelmeister des Vorjahres, dürfte seinen zahlreichen hes- fischen Meisterschaften zwei weitere hinzufügen und zwar im Stabhochsprung und 400-Meter-Hürden- laufen. Ebenso startet Jung, nach seinen letzten guten Leistungen in Worms zu urteilen, mit Aussichten im Dreisprung, worin jedoch Jakobs aus Fulda Sieger werden sollte. Zu den 5. Nationalen IG.-Jugend-Wettkämpfen in Frankfurt a. M. wurde nur der L-Jugendliche Berthold Goß gemeldet. Ihm darf man mit einiger Sicherheit zwei Siege voraussagen, denn es ist nicht anzunehmen, daß der hessische Junioren- meister sich von seinen Alterskameraden im 100- Meter-Lauf abhängen lassen wird. Im Kugelstoßen kann mit einem überlegenen Sieg gerechnet werden, denn bei den Kreismeisterschaften lag seine Marke über vier Meter weiter als diejenige des zweiten Siegers. BfB.-Reichsbahn-Leichtaihletik. Am kommenden Sonntag startet vom VfB.-R. Otto Luh bxi den Gaumeisterschaften in Kassel im Kugelstoßen und Diskuswerfen. Im Kugelstoßen wird er wohl feinen Titel erfolgreich verteidigen. Im Diskuswerfen muß sein Abschneioen abgewartet werden. Die Jugendlichen der A» und 6-Klasse starten in Hanau beim Sportfest des Dunlop Sportvereins. In der A-Klafse werden Kley und Helmut M ö l l mit großen Aussichten an den Start gehen. Horst M ö l l und Stürmer bestreiten die 800 Meter. Kurt Nies, W. Kröck, vervollständigen die Mannschaft. Bei den ö-Jugendlichen sind es, Mä- dicke, Linkmann, A. Oehler, Lipphardt und Büd endend er, die jeweils in ihren bestliegenden Konkurrenzen starten werden. Sommerspiele im Iachamt I. Die Sommerspielzeit im Kreis VIII (Lahn-Dill) wird am kommenden Sonntag mit den Spielen der Meisterklasse eröffnet. Auf der Ochsenwiese in Wetzlar treffen sich die Mannschaften von 1846 Gießen, 1847 Wetzlar, Tv. Ballersbach und Tv. Steinbach (Dillkreis). Wer die meisten Aussichten haben wird, kann schlecht vorausgesagt werden. Der Gaumeister Gießen wird sich strecken müssen, um gegen die von Willi Loh trainierten Wetzlarer Turner zu gewinnen. Trotz alledem besteht kein Grund, anzunehmen, daß es zu einer Ueberraschung kommen wird. Die Gießener Mannschaft ist neu überholt und sollte auch in diesem Jahre gut dafür fein, Gaumeister zu werden. Die Mannschaften aus Ballersbach und Steinbach werden kaum in das Spielgeschehen eingreifen. Sie werden unter sich genau wie im vergangenen Jahr den letzten Platz ausspielen müssen. Die Rundenspiele der übrigen Klassen, die in diesem Jahre leider nicht den Zuspruch gefunden haben, werben innerhalb der Handballsperre durchgeführt. lieber Einteilungen, Paarungen usw. gehen den Vereinen noch Mitteilungen zu. Spielvereiniguna 1900 Gießen. 1900 — MG.Batt. Am heutigen Samstag treten die Blau-Weißen der Mannschaft des MG.-Batls. gegenüber. Die Soldaten haben sich bereits gut eingeführt, denn am vergangenen Samstag gelang ihnen ein 2:1-Sieg gegen den VfB-Reichsbahn. Berücksichtigt man, daß die Grün-Weißen nur mit einer kombinierten Mannschaft antraten, so fei festgestellt, daß die Soldaten dem Spielverlauf entsprechend höher hätten aeroinnen müssen, da sie bedeutend mehr vom Spiel gatten. In der Mannschaft selbst stehen verschiedene Spieler, die bestes Fußballverständnis zeigen. Der Mittelläufer, rechter Verteidiger, rechter Läufer und die beiden Halbstürmer halten jeden Vergleich mit den Spielern unserer Bezirksklasse aus. Die Platzbesitzer vermeiden daher jedes Risiko und treten mit ihrer derzeit stärksten Mannschaft an, um die Soldaten zur Hergabe ihres ganzen Könnens zu bewegen. Es wird daher zu einem Treffen kommen, das über den seitherigen Kämpfen mit Militärmannschaften stehen wird. 1900 Liga — Tufpo. Kirchhain. Als Abschluß der diesjährigen Serie tragen die Kirchhainer das Rückspiel auf dem Trieb aus. Das Vorspiel konnten die Blau-Weißen gewinnen. Auch diesmal wird damit zu rechnen sein, daß dies der Fall ist, denn die Gäste sind nicht mehr der Gegner früherer Zeiten. Die Frage ist allerdings die, wie die Blau-Weißen das Samstagspiel überstehen und ob sie noch genügend Stehvermögen besitzen. 1900 II — Klein-Linden. Die Gäste haben in letzter Zeit beachtliche Resultate erzielt, besonders auf eigenem Platze mußten Mannschaften aus höheren Klassen Niederlagen einstecken. Die Reserve der Blau-Weißen wird daher gut tun, das Spiel nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Die Aufstellung ist zwar recht stark, damit ist jedoch nicht gesagt, daß unbedingt ein Sieg herauskommt. 1900 Ah. — Lollar Ah. Vor dem Ligaspiel treffen die beiden obigen AH - Mannschaften aufeinander. Die Blau-Weißen, die diesmal vollzählig antreten, werden versuchen, den Spieß umzudrehen, denn beim Vorspiel waren es die Gäste, die das bessere Ende für sich hatten. VfB.-Reichsbahn Gießen. VfB.-R. 2. Igd. — Spvgg. 1900 Gießen 2. Jgd. 2:2. Am vergangenen Mittwoch standen sich auf dem Waldsportplatz die 2. Jugendmannschaften beider Vereine gegenüber. Dieses Spiel dürfte von beiden Mannschaften das beste gewesen fein, das sie in der vergangenen Spielsaison gezeigt haben. Man sah bei ihnen nicht nur technisches Können, sondern vor allen Dingen auch den nötigen Einsatz, um sich damit durchsetzen zu können. Das Resultat entspricht dem Spielverlauf und wird auch in jeder Beziehung den gezeigten Leistungen gerecht. VfD.-R. II — Hauborn. Die 2. Mannschaft fährt nach Nauborn bei Wetz- lar zum Rückspiel. Die Gießener haben das Vorspiel auf eigenem Gelände verloren und man glaubt nicht, da durch Absagen eine kombinierte Mannschaft antreten muß, daß diese sich dort durchsetzen wird. Besonders schwer sollte es den Gießenern sollen, sich gegenüber der vollkommen auf Kampf eingestellten Gastgebermann schäft durchzusetzen. Eine knappe Niederlage wäre keine Ueberraschung. VfB.-R. 2.Jgd. — Dlefeck 1. Igd. Am Samstagabend stehen sich die obengenannten Mannschaften auf dem Waldsportplatz im Gesellschaftsspiel gegenüber. Trotz aller Bemühungen hat die Wiesecker Jugend ihre frühere Spielstärke bis heute nicht mehr erreicht. Trotzdem spielt sie einen ansprechenden und vor allen Dingen fairen Fußball. Hinzu kommt, daß jeder der Spieler mit ungeheurem Eifer und vollkommenem Einsatz kämpft. Trotzdem erwartet man die Gießener als knappen Sieger, da grabe sie in letzter Zeit eine große Leistungssteigerung erreichen konnten. ballspiel hiesiger Schüler gegen Schüler aus Tretz voraus, bei dem Treis mit 1.0 Sieger vnev. Wettkampfschießen des ÄebietsLaubach im Deutschen Reichskriegerbund. ÄgÄfi"Ä'm. Ä gen Kameradschaften des Kyffhauserbundes att. N 13 Mannschaften, die aus je 4 Schutzen bestan- den hatten je 15 Schuß (5 fmenb, 5 liegend und 5 stehend freihändig) abzugeben. Es^ siegte die zu- letzt angetretene Mannschaft von Al te n h a i n mit 476 Ringen, die zu den Vorausscheidungskampfen um den Reinhard-Ehrenpreis und den Wander- ehrenpreis des Deutschen Reichsknegerbundes (Kyff- Hauserbund) herangezogen wird. Die übrigen Mannschaften erzielten folgende Er- a e b n i f f e: Freienseen I. 446 Ringe, Laubach I. 439 Ringe Ruppertsburg I. 372 Ringe, Laubach II. 370 Ringe' Wetterfeld 351 Ringe, Klein-Eichen 350 Ringe Ruppertsburg II. 344 Ringe, Gonters irchen i Z18 Ringe Laubach HL 314 Ringe, Gonterskirchen II. 309 Ringe, Gonterskirchen III. 276 Ringe und Freienseen II. 254 Ringe. Die besten Einzelsieger waren: 1. Karl Becker (Laubach). Er erbte t wen E.chenkranz; 2 Richard Rahn (Attenham): 3. Gustav Grumg (Freienseen): 4. Karl Traum (Freienseen): 5. Hern- rieh Wahl (Laubach): 6. Heinrich Rahn (Altenhain): 7. Wilhelm Rahn (Altenhain): 8 Heinrich Walter (Freienseen); 9. Heinrich Stengel (Laubach). D?e Tage seh r en scheibe errang Heinrich Wahl (Laubach). Nach Ehrung der Sieger durch Ueberrei- chung von Preisen brachte Kreiswart Wenzel em Sieg-Heil auf Führer und Vaterland aus. VfB.-R. 2. Igd. — Lich 1.3gb. Am Sonntag stehen sich im letzten Pflichtsplel beide Mannschaften gegenüber. Die ®.iefeenn^n^nb/nn in überraschender Weise das Vorspiel gewonnen. Es wäre aber verkehrt, hieraus auf einen einwandfreien Sieg der Hiesigen zu schließen, da gerade Die Licher Mannschaft als Kampfmannschaft bekannt isl- VfB.-R. 3. Igd. — Heuchelheim 2. Igd. In diesem Spiel sollten zwei gleichwertige Mannschaften um den Sieg kämpfen. VfB.-R. 2. Schüler — Heuchelheim 1. Schüler. Die Kleinsten des VfB. stehen zum ersten Male der neuaufgestellten Schülermannschaft von Heuchelheim gegenüber. ,z $G.$eufoniazz Watzenborn-Steinberg Watzenborn-Steinberg I — Sportverein Lollar I. Am morgigen Sonntag stehen sich wiederum die beiden ersten Mannschaften von Wakenborn-Steinberg und Lollar gegenüber. Das Vorspiel zu diesem Kampf endete in Lollar mit einem 6:3-Sieg der Steinberger. Man sollte annehmen können, daß es auch in diesem bevorstehenden Spiel zu einem Siege der Steinberger reichen sollte, zudem sie auf eigenem Platze und vor eigenem Publikum zu kämpfen gaben. Der Sieg ist ihnen allerdings nicht mit Sicherheit Zuzusprechen, da die Gastgeber aus den verletzten Schäfer und außerdem auf Lang verzichten müssen. Rlainzlar Jugend — Lollar Jugend 12:0. Die neuaufgestellte Jugendmannschaft von Mainzlar trug gegen die gleiche Mannschaft aus Dollar auf dem Mainzlarer Sportplatz ein Handballspiel aus. Beide Mannschaften zeigten ein schönes und flüssiges Spiel, das mit einem Sieg der Einheimischen 12:0 endete. (Halbzeit 6:0). Dem Spiel ging gleichfalls auf dem hiesigen Sportplatz ein Fuß- 2. Kreis-Tuni- und Schwinunsest des Turnkreises Wellerau-Vogelsberg in Laubach Am 4. und 5. Juli findet in Laubach das diesjährige Kreisturnfest des Turnkreises Welterau - Vogelsberg unter der bewährten Leitung des Kreisführers Dr. S i e g e r t (Stockheim) statt. Die Uebertragung dieser sportlichen Veranstaltung bedeutet für den Laubacher Turnverein eine besondere Auszeichnung. Ein Rückblick auf die turnerische Vergangenheit in Laubach zeigt, daß der Turngedanke in unserem Städtchen schon früh Wurzel gefaßt hat. Als in den Jahren um 1840 auf dem alten Festplatz — der „Hälle" — von der damaligen Jugend das Turnen in erhöhtem Maße gepflegt wurde, und sich dann viele Anhänger der edlen Turnsache 1848 zur „Turngemeinde Laubach" zusammenschlossen, da sah sich noch im gleichen Jahre die hiesige S-.dtoerroal- tung veranlaßt, zur Hebung dieses Sportt- eine Turnhalle errichten zu lassen. Während ihres jetzt 88jährigen Bestehens hat die Turngemeinde 1848 Laubach viele und gute Anhänger des Turnsportes gestellt und wird sie auch für die Zukunft stellen, wenn es auch — wie aus den alten Protokollbüchern ersichtlich — Jahre gegeben hat, in denen der Turnbetrieb bedeutend nachließ. Jedenfalls haben sich bann immer wieder geeignete Kräfte gefunden, die in dem körperschulenden Turnen ein Lebensbedürfnis sahen und ihm wieder Achtung und Ehre zu verschaffen wußten. Als sich dis alte Turnhalle bald nach der Jahrhundertwende als zu klein und baufällig erwies, legte die Stadt im Jahre 1910 den Grundstein zu einer neuen Turnhalle zwischen der „Hülle" und der „Bleiche", die heute allen Erfordernissen des vielseitigen Turnsportes entspricht. Mit dem Abbruch der Turnhalle wurde gleichzeitig eine wesentliche Verbesserung der Verhältnisse auf dem Fest- und Turnplatz geschaffen. Dadurch, daß die Bleiche bei allen größeren sportlichen Veranstaltungen in Mitbenutzung genommen wird, sind die Turnplatzverhältnisse für das bevorstehende Kreisturnfest sehr günstig, während die Schwimmwettkämpfe in dem landschaftlich schön gelegenen Schwimmbad reibungslos stattfinden können. Die einzelnen Festausschüsse der Laubacher Turngemeinde 1848 sind jetzt mit den lokalen Vorarbeiten unermüdlich beschäftigt, vor allem die Wohnungskommission, die sich zur Ausgabe gemacht hat, alle Wettkampfteilnehmer in Privatquartiere unter- zub^ingen. Am Samstagnachmittag finden die Schwimmwettkämpfe, die Kämpfe der Altersklassen und andere Vorführungen statt. Da für den Sonntag nur noch das Riegenturnen, die Freiübungen sowie die Siegerehrung mit Schlußansprache vorgesehen sind, bleiben den Turnern und Festbesuchern, die in großer Zahl erwartet werden, noch Stunden gemütlichen Beisamm'n- seins. Für einen würdigen Empfang der Turngäste ist das Städtchen gerüstet. Handball im Sporlkreis Gießen. Der letzte Sonntag vor der Sperre sieht nicht den Spielbetrieb, den man sonst gewohnt ist. Ein weiteres Zeichen dafür, daß die meisten Vereine überspielt sind und der Ausspannung bedürfen. Darüber hinaus ist es bei der augenblicklich herrschenden Witterung wahrlich kein Vergnügen, Handball zu spielen. Aus allen diesen Gründen wird die Ruhe — wenn es auch hie und da immer noch entgegengesetzte Meinungen gibt — vom 1. Juli bis 15. August überall begrüßt. Von den wenigen Spielen, die ftatirmben, sollen die wichtigsten herausgegriffen werden. Da ist bei den Aufstiegspielen der 2. Kreisklasse bu letzte Begegnung Tv. Alsfeld — Tv. Grunlngen. Die Alsfelder haben im Vorspiel eine empfindliche Niederlage einstecken müssen und werden unter diesen Umständen natürlich alles versuchen, um das Resultat zu revidieren. Ob und inwieweit ihnen das gelingen wird, hängt davon ab, wie Grünin- gen antritt. Hat es seine komplette Mannschaft zur Stelle, wird Alsfeld auch auf eigenem Platze nicht viel ausrichten können. Nachdem der Tv. Allendorf (Lumda) seine Mannschaft zuruckgezogen hat, sind die Aufstiegspiele mit Dem Treffen in Alsfeld erledigt. Meister der 2. Kreisklasse ist, wie bereits erwähnt wurde, Tv. Dutenhofen Aber auch alle übrigen Mannschaften haben gezeigt, daß sie mit Recht Staffelsieger geworden sind. Auch die Jugendrunde ist erledigt; Kreisjugendmeister 1935/36 ist die Jugendmannschaft des Tv L-a n g - G ö n s. Mit ihr hat eine Mannschaft den Titel errungen, die ihn verdient. Denn es dürfte zur Zeit über den heimischen Kreis hinaus keine Jugendmannschaft geben, die Lang-Göns in irgendwer Weise gefährlich werden könnte. Darüber hin- aus verfügt Lang-Göns über ausgezeichneten Nachwuchs, so daß der Bestand der Mannschaft allzeit gewährleistet ist. ö Freundschaftsspiele. Spogg. 1900 Gießen — Tv. 1846 Gießen Igd. ®er JSpielDerfefyr zwischen den Gießener Juqend- mannschaften muß als außerordentlich rege bezeich- net roerben. ©ettrifc ein schönes Zeichen dafür, in Äanb‘t9er man heute besonders unter J°9C^annte Lokalkämpfe auszutraqen Do™u‘3üf‘t)®le SpiEl Cnben roirb' W nicht TV. Dukenhofen — TV. Hausen. nn^Qmen ?? drei Mannschaften in Dutenhofen hh 5 tre^en ?le beiderseitigen aktiven, bann anhpr ^nb schließlich bie Schüler aufeiw Bufenhnfo Sp!5l ber L Mannschaften sollte UnterSh1 T^9^ bleiben. Allerbings dürfte der Unterschled nur sehr gering sein, weil bie Mann- offenCtCn beibe" Übri- TV. Garbenhelm — TV. Lützelllnben. 2)as Vorspiel hat Lützellinben sicher gewonnen Es wirb auch morgen roieber ben Sieger stellen Cm mne E°""sch°s.t Äur Seit wieder gut in' üorm ist, wahrend bei Garbenheim immer noch Mängel auftreten, die verhängnisvoll werden können. TV. Münchholzhausen — MTV. Gießen. Der MTV. Gießen hat in seinen letzten Spielen ausgezeichnete Leistungen gezeigt, so daß es wohl möglich sein roirb, baß er auch biefe erneute Begegnung siegreich gestalten roirb. Münchholzhausen hat von seiner einstigen Kampfkraft viel eingebüßt unb roirb beshalb ben Wiberstanb nicht entgegensetzen können, ben der MTV. verlangt. — Ein interessantes Spiel werden sich bie beiberfeitigen Jugendmannschaften liefern. Hier stoßen zwei gleichwertige Gegner aufeinander, so daß ber Kampf vollkommen offen ist. TV. Burgsolms — TV. Wehlar Igd. Die Burgsolmser Jungens werben sich anftrenaen müssen, wenn sie ehrenvoll gegen Wetzlar bestehen wollen. Ihr gutes Abschneiden in ber letzten Zeit gibt auf alle Fälle zu ben besten Hoffnungen Anlaß. Jugendpflichttnrnier in Lang-Göns. Unter Leitung von Kreisfachamtsleiter Luh und Kreisjugendwart Z ö r b roirb am Sonntag erstmalig eine berartige Veranstaltung durchgeführt. Zweck ist, den Mannschaften mehr als seither die Möglichkeit zu geben, untereinander zu spielen, um damit voneinander zu lernen. Bei dem starken Jugenb- fpielbetrieb im heimischen Kreis roirb sich bas sicherlich auswirken und viele Mannschaften werden Gelegenheit haben, ihre Spielstärke zu heben. Wer nun dieses erste Turnier gewinnen roirb, ist schlecht vorauszusagen. Wenn es zu keiner Ueberraschung kommen roirb, möchte man an ben neuen Kreisjugendmeister TV. Lang-Göns glauben. Auf alle Fälle verspricht bie erste derartige Veranstal- tung einen guten Verlauf zu nehmen, zumal auch der TV. Lang-Göns alles bereits in ausgezeichneter Weife vorbereitet hat. von Gramm unter den „letzten Acht". In Wimbledon herrschte am Freitag Regenwetter, so daß der Spielbetrieb nicht so gefördert werden konnte, wie an den vorhergehenden Tagen. Aus diesem Grunde blieb auch der Besuch hinter den bisherigen Ziffern zurück. Das meiste Publikum fand noch das Spiel unseres Meisters Gottfried v. Gramm mit dem spanischen Davispokalspieler Enrico Maier, der dem Deutschen beim Davispokal- fampf in Barcelona eine Niederlage beigebracht hatte. Von (Tramm hatte schwer zu kämpfen, gewann den ersten Satz erst mit 10:8 und ben zwei- ten mit 6:2, mußte aber ben britten mit bem gleichen Ergebnis an Maier abgeben. Der vierte Satz entschied bann von (Tramms Sieg, ber mit 10:8, 6:2, 2:6, 6:2 gewann. In her nächsten Runbe bürste ber Australier Jack ^ruwsord, der in dem (Englänber Lee kein schwe- res Hindernis haben bürste, ber Gegner bes Deut- ajen sein. Von ben übrigen Spielen bes Tages i|t noch die Ueberraschung zu erwähnen, bie durch Ausscheiden des amerikanischen Frauendoppels Babcock-van Ryn entstand. Die Amerikanerinnen o ^"Engländerinnen Allister-Nuthall 6.4, 4:6, 6:3 geschlagen. etj irffcha,. ch r 123, ;abe der Oschilfegesetzgebung eine nicht mündel- und Rundfunkprogramm -rden Kurszettel -er Berliner und Krankfurier Börse Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a.M. Banknoten. 25rief Amerikanische »Roten die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v.H. o 8 6 7 35,65 152 132 154 129,75 138,75 132,75 155,75 204,5 139 35,65 152 133,25 156,25 131 140 133,5 133,75 156 204,5 140 102,75 129,13 125,75 107,5 167 134,5 102 100 35,9 152,13 132 155,5 130,5 138,75 133,25 132,5 155,75 203,75 35,5 152 133 157,5 130,75 140,25 133 133,65 155,75 204,75 140,5 103 129 126 107 166,25 135,5 103,25 100,5 106,25 102 103,5 130 126,5 110 103,5 129,25 126,5 110 133,75 105,5 101,4 -len vohl Pe- lusen Mt egen« n in- itigen Zwei der Wen' II. 350 hen hen unb urn* rbei- Loh. hat, Hier» die affen lies, i zu imb des euch liche und bei Mit« ' iocr« sehr dem rei« / Hof 141 u Südd, Zucker 226, AG. für Verkehr Hapag 14,65. Frankfurter Obst- und Gemüsemackt. Frankfurt a. M., 26. Juni. Am Obst- men, mit Tur- war- men» Me Ä.E.G Bekula ........ Elektt. Lieferungsgesellschaft... Licht und Kraft ............. ing °h. lag >ri. itt m. mb 3u. mit icn •er- h und tnialig 3®'1, bannt qenb1 das erden sn-.. fflltO» Heber* neuen , auf anfwjr [1 auch chnetet Selten & Guilleaume ..... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr 6 Schuckert L Co............... ® Cie men» L Halske ® Lahmeyer L Co.............. 7 'arl 2. nig ein- in); Her Sie fahl Feiern Belgische Roten............... Dänische Roten Englische Roten Französische Roten Holländische Roten Italienische Roten ........ Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Ungarische Noten .... .blitu« HP’S spokul ebralh' en, 1 < «ift tt S”8 | 10:8' ,r3g< ! I'“1 119'? . hurfl Wegen Haffenschande verurteilt. Frankfurt a. M., 26.Juni. (LPD.) Die Große Strafkammer verurteilte den 30jährigen Walter Otto wegen Rassenschande zu 15 Monaten Gefängnis. Der arische Angeklagte hatte im Sommer 1932 eine um drei Jahre ältere geschiedene Jüdin kennengelernt, zu der er auch noch nach Inkrafttreten der Nürnberger Gesetze Beziehungen unterhielt. waren keine mehr an geliefert. Der Absatz trotz rückläufiger Preise schleppend. Sehr starkes Angebot herrschte in allen Gemüsearten. Es blieben Ueberstände in Blumenkohl, Erbsen, Karotten, Kohlrabi und Kopfsalat. Auch das Angebot von Frühkartoffeln war stark bei unzureichender Nachfrage. Die Preise lagen allgemein rückläufig. Es notierten u. a.: Blumenkohl 15 bis 35, Bohnen (Treib) 38 bis 40, Bohnen (dicke) 12 bis 13, Erbsen, Sack 6 bis 7, do. Gärtner 8 bis 10, Gewürzel, großes Bündel 30 bis 40, Salatgurken (Treib) la 15 bis 30, do. (Kasten) 8 bis 25, Einmachgurken 8 bis 10, Karotten, Bündel 4 bis 5, do. lose, V- kg 10, Kartoffeln, Erstlinge 8 bis 8V2, Kohlrabi 2Vr bis 5, Kopfsalat 3 bis 5, Petersilie 30 bis 35, Pilze, Pfifferlinge 38 bis 40, Radies, Bündel 3 bis 4, Rettich, Bündel 8 bis 10, do. Stück 5 bis 10, Rhabarber 5, Römischkohl 6 bis 8, Rote Rüben, Bündel 4 bis 6, Rotkraut 18 bis 20, Spargel, je nach Sorte 7 bis 28, Spinat 12 bis 13, Schnittlauch 25 bis 30, Weißkraut, früh 6 bis 10, Wirsing 4 bis 5, Zwiebeln mit Schlotten 3 bis 5, Erdbeeren la 32 bis 35, I 25 bis 30, II 20 bis 24, do. unsortiert 18 bis 20, Monats 60, Heidelbeeren 25 bis 28, Garten-Himbeeren 30 bis 35, Johannisbeeren 16 bis 20, Kirschen la 32 bis 35 und 20 bis 30, do. sauer 18 bis 22, Stachelbeeren, reife 20 bis 25, do. unreife 12 bis 14, Aepfel (auftral.), Kiste 18 bis 20, (Chile) 16 bis 18, Aprikosen 24 bis 28 (span.), 28 bis 32 (ital.). Südfrüchtemarkt war das Erdbeeren- und Kirschenangebot gut. In Heidelbeeren, Himbeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren waren nunmehr verstärkte Zufuhren zu verzeichnen. Die Nachfrage war nicht befriedigend, bei fallenden Preisen. Ausländische Aprikosen genügend am Markt, Pfirsiche Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt, 26. Juni. Die Eier-Versorgung der städtischen Märkte bleibt unverändert unzureichend, da die Ueberschüsse der ostdeutschen Gebiete sowie der Einfuhren aus dem Auslande für die Einlagerung ausgenommen werden. Dom Landhandel werden dagegen laufend Eier in die Städte gebracht. Eine Besserung ist nach der jetzt erfolgten Beendigung der Einlagerung zu erwarten. Es notierten in Pfennig pro Stück frei Frankfurt-M. (Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markeneier S 10, A 9V-, B 9, C 8V2, D 8. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt, 26. Juni. Die Buttereingänge sind infolge des höheren Frischmilch-Bedarfs wieder kleiner geworden. Der Bedarf wird aber ausreichend aus dem vorhandenen Bestände gedeckt. Es notierten in Mark per 50 kg frei Frankfurt-M. (Großhandelsoerkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 148, Feine deutsche Molkereibutter 145, Deutsche Molkereibutter 140 bis 142, Landbutter 125, holländische Butter 148; Margarine A 97, B 86, C 56; deutsches Schmalz 95 bis 100. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 538: Bekanntmachuna KP 155 der Ueberwachungsftelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. — 539: Gebührenherabsetzung ab 1. Juli 1936 im überseeischen Fernsprechverkehr. — 540: Liste der Waren, die in Dänemark ohne ein Valuta- Attest eingeführt werden können. elbst in genügenden Mengen zur Verfügung ge- tellt. Die Viehwirtschaft hat auskömmliche und tabile Preise dem Erzeuger gegeben und versieht )en Verbraucher mit gleichmäßiger Qualitätsware zu tragbaren Preisen. Die Eierwirtschaft bringt eine gleichmäßige Versorgung des Verbrauchers und dem Bauern einen besseren Verdienst. Sonntag, 28. Juni. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.45: Orgelmusik. 9: Evangelische Morgenfeier. 9.45: Bekenntnisse zur Zeit. 10: „Kameraden". Worte: Heribert Menzel. Musik: Ernst Moritz Henning. 10.30: Chorgesang. 11.15: Südwestdeutsche Erzähler: Mario Heil de Brentani. 11.30: Von deutschen Blumen und Kräutern. Ein bunter poetisch-musikalischer Bilderbogen mit Gedichten. 12: Mittagskonzert. 14: Kinderfunk: „Kasperle reist ins Bad". Ein Kasperlespiel von Hermann Dalichow. 14.45: „Guten Tag — Auf Wiedersehn!" Kleines Zeitkapitel vou bürgerlicher Lauheit und fauler Neutralität. Verfaßt und gelesen von Walter Richter. 15: Deutsche Scholle. 16: Volkssender 1936! 18: HJ.-Funk: Wer geht mit, juchhe, übern See. Allerlei Ernstes und Heiteres von der Waterkant. 18.30: Konzert. 19.50: Sportbericht. 20: Neue deutsche Unterhaltungsmusik. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.15: Der Volkssender 1936 ruft! 22.20: Sportspiegel des Sonntags. 22.45: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. ZRonfag, 29. Juni. 6 Uhr: Air (Bach) — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7): Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik zur Frühstückspause. 9.30: Nachrichten. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienft. 12: Schloßkonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Schloßkonzert. 14: Nachrichten. 14.10: 50 Minuten Bravour! 15: Volk und Wirtschaft: Nahrungsmittel — frisch erhalten. Die modernen Verfahren. 15.15: Kinderfunk. L5.45: Nachmittagskonzert. 16.30: HJ.-Funk. 17: Klaviermusik. 17.30: „Schlagbäume dreier Länder". Bilder an der Reichsgrenze bei Perl. 18: Fröhlicher Alltag. Ein buntes Konzert. 19: „Richthofen", Hörspiel von Thor Goote. 20: Nachrichten. 20.10: Opernabend. 22: Nachrichten (auch. Die hinter den'Papieren angeführten Ziffern >te Gesamtbörse behauptete ihre freundliche kyiunöftimmung. Am Rentenmarkt bröckelten Kommunal-Umschul- bung noch leicht ab, dagegen Altbefitz-Anleihe eher fester. Mexikaner holten ihre Anfangsverluste wieder auf. Pfandbriefe lagen recht gut gehalten, aber Liquidationspfandbriefe zum Teil bis 0,25 v. H. schwächer. Im Freiverkehr Adler-Kleyer 107,50 (107), Wayh & Freytag 116,50 (114,50). Tagesgeld wieder 2,75 v. H. Abendbörfe weiter fest. Die Festigkeit der Rheinstahl-Aktie führte zu weiteren Kurssteigerungen auch auf anderen Märkten. Gegenüber den Berliner Schlußkursen waren zahlreiche Werte um 0,50 bis 1 v. H. höher gefragt, ohne daß Material herauskam. So waren Rhein- stahl bei 143 (141,75), BMW. bei 139 (138,50), Otavi in größeren Posten bei 25 (24,50), Verein. Stahlwerke bei 96 (95,75) gesucht. Auch Mannesmann notierten 0,40 v. H. fester. Anleihen blieben ruhig und gut gehalten. Auslandrenten ebenfalls still und ohne wesentliche Kursverschiebung. Im Verlaufe waren Spezial- werte weiter beachtet und erneut fester. Rheinstahl schlossen mit 143,75 (nochmals 0,75 v. H. höher), Mannesmann 0,25, BMW. um 0,25, Holzmann um 0,50 v. H. erhöht. IG.-Farben schlossen 174,13, Otavi 25, BMW. im freien Markt bei 139,50 v. H. gesucht. Deutsche Anleihen unverändert. Von Auslandrenten Kronen-Bosnier 7,80 (7.95). 4proz. Schweizer Bundesbahn 1 0. H. niedriger. Es notierten: 6proz. Verein. Stahlwerke 102,75, Farbenbonds 136, Rhein. Hyp. Bank Goldpf. Liqui. 101,13, 4^proz. Oesterr. Silber-Rente 2,75, Lissabon 76, 4proz. Rumänen 5,65, 4proz. Schweizer Bundesbahn 228,50, 5proz. Mexikaner innere 6,30, dto. äußere Gold E 14,50, 4)^proz. dto. Irrigation 9, Adca 75,25, Commerzbank 92,50, DD-Bank 93, Dresdner Bank 93,25, Buderus 103,50, Harpener 126,50, Klöckner 106,25, Mannesmann 101,75 bis 102, Otavi 25, Hoesch HO, Rheinstahl 143,75, Laura- hütte 22,50, Verein. Stahlwerke 96,25, AKU. 55,65, AEG. 35,25, MAN. 123,50, BMW. E 139,25, Betula 152, Conti Gummi 191, Daimler 118,25, Deutscher Eisenhandel 114,25, Deutsche Erdöl 130, Scheideanstalt 269, IG.-Farben 174,13, Gesfürel 140, Goldschmidt 113,65, Hanfwerke Füssen 85,50, Hochtief 133,50, Holzmann E 123, Junghans 99,65, Lahmeyer 140, Metallgesellschgft 136,50, Moenus 89,50, RWE. 133,75, Schuckert 156, Zellstoff Wald- enaen stehen 1N 1 An« Reue Verordnung zurDurchführung der landwirtschaftlichen Schuldenregelung. Fwd. Im Reichsgesetzblatt 1/57 wird eine achte Verordnung zur Durchführung der landwirtschaftlichen Schuldenregelung veröffentlicht, die für das Zwangsvergleichsverfahren ergänzende Vorschriften enthält für den Fall, daß ein Bauer, für den ein Schuldenregelungsoerfahren schwebt, auch im Wege des Zwangsvergleichs nach den allgemeinen Vorschriften der Schuldenregelungsgesetzgebung nicht entschuldet werden kann, weil er den zur Verzinsung und Tilgung der verbleibenden Schulden erforderlichen Betrag nicht aufzubringen imstande ist. Danach sind bei der Varablösung, die nur zulässig ist, wenn sie im Vergleichsoorschlage vorgesehen ist, die nach Eröffnung des Verfahrens fällig gewordenen und bis zum Zeitpunkt der Ablösung aufgelaufenen Zinsen mit auszuzahlen und bei nicht mundel- sicheren Förderungen kann ausnahmsweise eine Ablösung mit Ablösungsschuldverschreibungen vorgesehen werden, wobei ein Abzug nicht stattfindet. Die zum Betriebe gehörenden Grundstücke des Bauern haften von der Bestätigung des Vergleichsvorschlags an für eine der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt zustehende jährliche Entschuldungsrente. Diese ist auf die Dauer von 52 Jahren zu erbringen. Sie ist eine öffentliche Grundstückslast und kann von dem Bauern jederzeit abgelöst werden. Der Baper, sein Ehegatte und der künftige Anerbe sind verpflichtet, ihr Vermögen zur Minderung oder zum Ersatz der Ablösungsmittel des Reiches zur Verfügung zu stellen. Wird in einem Entschuldungverfahren nach Maßbungen erhalten. Rbein-Maiuische Börse. THittagsbörfe weiter freundlich. Frankfurt a. M., 26. Juni. Die Börse war für Spezialwerte etwas lebhafter und allgemein weiter freundlich. Vor allem gaben die Verwaltungs-Aufführungen in der HV. der IG. Farben sowie die nun feststehende Dividendenerhöhung um 2 0. H. bei Rheinstahl der Bankenkundschaft und der Börse Anregung. Auch sprach man unbestätigt über Aktien-Tauschtransaktionen im Komplexe Rhein- stahl-JG. Farben. IG. Farben lagen um 0,75 v. H. fester, daneben auch Metallgesellschaft bei größeren Umsätzen um 2,40 v. H. erhöht. Von Montanwerten führte Rheinstahl mit einer Kurssteigerung von 3,25 0. H., es folgten Hoesch mit 1,75 0. H., Mannesmann bei ebenfalls größeren Umätzen um 1, Mansfeld 1,25 v. H., Otavi 0,75 v. H., Verein. Stahlwerke 0,90 v. H. Elektrowerte ruhiger, aber ebenfalls fester, wobei Felten 1,25 0. H., Licht & Kraft 1,13 v. H., Akkumulatoren 2,75 v. H.; Gesfürel 0,75 v.H. anzogen. Durch Zufallsorder Schuckert noch 0,50 v. H., AEG. 0,13 v. H. leichter. Auch die Nebenmärkte zumeist freundlicher. Zu erwähnen die Kurssteigerung bei Muag 0,25 v. H., Kaufhof 0,50 v. H., Holzmann 0,50 v. H., Hanfwerke Füssen 0,50 v. H. Reichsbankanteile eröffneten 2 v. H. schwächer, also zum gestrigen Berliner Schlußkurs unverändert. Der Rentenmarkt blieb unverändert ruhig. Alt- besitz roieöer 112,50; Kommunal-Umschuldung auf 88,60 (88,75) abgeschwächt. Don Auslandsrenten waren Mexikaner nach den bisherigen Steigerungen knapp gehalten, 4,5proz. Irrigation um 0,25 0. H., 4proz. Gold-Mexikaner um 0,05 v. H. leichter. Der weitere Verlauf blieb fest unter Führung von Montanwerten. Rheinstahl erhöhten sich aus 141,25, gewannen also nochmals 1,25 v. H., Otavi weitere 0,65 0. H., Hoesch 0,75 v. H., Verein. Stahlwerke nochmals 0,25 v. H. Holzmann gaben spater l v. H. nach. Südd. Zucker notierten 226 (226,50). aus dem Sendebezirk). 22.30: Musik zur „Guten Nacht". 24 bis 2: Nachtkonzert. Dienstag, 30. Juni. 6 Uhr: Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Alemannische Rundschau. 10: Schulfunk. Die Orgelbornkirmes in Boppard, Hörfolge von August Verleger. 11: Nachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast — Seid bei Frau Musika zu Gast! 15: Volk und Wirtschaft. Die Elbe, eine deutsche Verkehrsader. 15.15: Die deutsche Frau. 16: Unterhaltungskonzert. 17.30: Jndustrievolk — einst und jetzt! Hörfolge vom Aufstieg des deutschen Arbeiters. 18: Unterhaltungskonzert. 18.30: VIII. Italien. Ein Funkbericht von der olympischen Trainingsarbeit. 19: Abendmusik am hessischen Hose. 19.45: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Volksmusik. 21.40: Richard Strauß, sein sinfonisches Schaffen: Don Juan, Tondichtung Werk 20 (1887/88). 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.20: 550jähriges Jubiläum der Universität Heidelberg. Welttreffen ehemaliger Heidelberger Studenten. Rhein-mainischer Getreidemarkt. Die Umsatztätigkeit schrumpft mangels Angebot weiter zusammen Soweit noch Weizen von der Landwirtschaft abgeliefert wird, sind die Landmühlen Abnehmer, während an die Großmühlen im Rhein-Maingebiet fast kaum mehr Weiten herankommt. 2^m Oberrhein ist norddeutscher Weizen nur noch vereinzelt angeboten, meist in wenig befriedigender Qualität. Die Mühlen sind also auf die Verarbeitung der eigenen Bestände sowie die Zuweisungen der RfG. angewiesen. In Roggen ist das Bild ganz ähnlich. Die großen Mühlen verarbeiten ihre eigenen Bestände, die Landmühlen benötigen lausend Zuweisungen der Reichsstelle. Neuer Roggen dürfte Mitte des Monats aus den Sandgebieten angeliefert werden. Der Gersten markt ist völlig umsatzlos, dagegen hat sich am Hafer markt das Bild ge- ändert, da die Eigner nunmehr im Hinblick auf die nahe Ernte ihre Bestände verkaufen wollen. Das Angebot, besonders von norddeutschem Hafer, ist reichlich und auch etwas billiger geworden. Die Abschlüsse bewegen sich jedoch in engen Grenzen. Weizenmehl ist genügend vorhanden, wenn auch neue Abschlüsse zur Zeit von den Mühlen nicht getätigt werden. Die Nachfrage der Bäcker hat sich in der letzten Zeit hauptsächlich auch auf die geringeren Brotmehle gerichtet. Die Abschlüsse in ostdeutschem Roggenmehl kommen ziemlich lang- sam heran, so daß gelegentlich Mangel an greifbarer Ware besteht. Jedoch können die Wünsche der Bäcker allenthalben befriedigt werden. Am Futtermittel markt hat der Bedarf für Kleie wieder nachgelassen. Auch Futtermehle sind schwer verkäuflich, dagegen werden Schnitzel und Oelkuchen, soweit diese noch vorhanden sind, lebhaft begehrt. Kartoffelflocken haben recht gute Umsätze, während Biertreber nur mäßig gefragt sind. Das Rauhfuttergeschäft ist noch völlig unentwickelt, so daß das große Angebot von neuem Heu trotz der nachgebenden Preise nicht unterkommt. Für Stroh sind zur Zeit die Fabriken wieder gelegentlich Abnehmer. Wochenbericht der Schlachtviehmärkte Frankfurt a. 21L, Mainz, Wiesbaden und Darmstadt. Auf allen Märkten entsprachen die Austriebe an Großvieh nicht der Nachfrage. Entsprechender Ausgleich wurde in Form von Gefrierfleisch und in Form von Frischfleisch geschaffen. Die Qualitäten waren auf allen Märkten mittelmäßig und haben gegenüber der Vorwoche keine Aenderung erfahren. Aufgetrieben waren in Frankfurt 187 Stück gegenüber der Vorwoche 225. Die Kälberauftriebe entsprachen der Nachfrage. Frankfurt hatte eine Zufuhr von 1168 (1311) Tieren. Der Geschäftsgang war in Frankfurt und den anderen genannten Märkten mittel bis schleppend. Die Qualität der angelieferten Tiere war gut. Die Preise waren gegenüber der Vorwoche noch etwas rückläufig, und zwar gaben sie in Frankfurt um 4 RM., in Darmstadt um 9 RM., in Wiesbaden um 2 RM. pro 50 Kilogramm nach, dagegen waren sie in Mainz unverändert. An Schafen war die Zufuhr in Frankfurt (102, in der Vorwoche 111) und Darmstadt gering Bei einem mittleren Geschäftsgang gaben die Preise in Frankfurt um 1 RM. nach, an den übrigen Märkten lagen sie unverändert. Die Schweinemärkte deckten auf sämtlichen Märkten den Bedarf. Frankfurt hatte einen solchen von 4346 (gegenüber der Vorwoche 4983). Die Qualitäten waren gut, im allgemeinen kann festgeftcltt werden, daß die Schweine im Gewicht schwerer angeliefert werden, wogegen der Absatz an Fettschweinen stark zurückgeht. Die Beschickung der Fleischgroßmärkte Frankfurt, Mainz, Wiesbaden und Darmstadt war bezüglich Grohviel ungenügend, an Schweinen genügend, an Kälbern in Frankfurt, Mainz und Wiesbaden ausreichend, in Darmstadt ungenügend. Drei Jahre Marktordnung. FWD. Am 29. Juni werben es drei Jahre, feit der erste Grundstein für die Gestaltung einer nationalsozialistisch bedingten Marktordnung gelegt wurde. Grundsatz und Ziel, das dieser Marktordnung vorschwebte, war Erzeugerschutz und Verb rauch er sch utz. Mit der geleisteten Arbeit hat es der nationalsozialistische Wirtschaftsftnn fertiggebracht, Einzelschaffen und Einzelkönnen in die Gemeinschaftsarbeit einzubauen, daß ein großes Gemeinschaftswerk entstanden ist. Alles geschah auf dem Wege der Selbstverwaltung, und so bildet die Marktordnung die Voraussetzung für die Durchführung der Erzeugunasschlacht, stellt zugleich emen Grundstein für die Arbeitsschlacht dar und ist Weg- bereiterin für §!e Nahrungsfreiheit Deutschlands. Dalum 4% oesai. Seiie h ............ 5% Numän. vereinh. Rente v. 1903 4V,°/c»Rumän.vereinh.Rentev.lSlg 4% Rumänische veryinh. Rente . 2J4% Anatolier.............. Hamburg-Amertka-Pake» ..... v Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd --------- 0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 4 Deutsche Bant und Disconto- Gesellschaft................ 4 Dresdner Bank ••• 4 Reichsbank ................ Buderu» * Deutsche Erdöl 4 Harpener......... • • • • - * • Hoesch Eisen—Söln-Neuessea.. 8 ni(e Bergbau .........J Ilse Bergbau Genüsse J Klöcknerwerke ............... ManneSmann-Röhren ö 3n der Marktordnung zusammengefaßt ist die ^^chchlrtschaft, die Getreidewirtschaft, die Viehwirtschaft und die 6 i e r ro i r t • Ichaft. Bei der Milchwirtschaft wurde eine beachtliche Steigerung erzielt, bei der Getreidewirt, djaft der Brotpreis stabil gehalten und das Brot ichere Forderung ganz oder teilweise nicht abgelöst, o erhält der Gläubiger in Höhe von 80 v.H. des nicht ablösbaren Forderungsbetrages Ablösungs- schuldverschreibungen. Durch deren Gewährung erlöschen die abgelösten Forderungen sowie die für die bestellten Grundpfandrechte. An Stelle von Ablösungsschuldverschreibungen können die Gläubiger nach dem Ermessen des Ernährungs- und des Reichsfinanzministers auch andere Schuldverfchrei- Frankfurt a. M. Berlin Schluß« für» Gchlußk. Abend« börse Schlußkurs Schlußk. Mittag- börse Dalum 25-6- 26-6. 25.6. 26.6 IRansieioer Bergbau....... 6N 137 139,5 137,5 140,75 Kokswerke ................ .. 6 —— —— 128,13 129 Rheinische Braunkohlen .... 12 240,5 240,5 240,25 240,5 Nheinstahl ................ .. 4 136,75 143,75 136,5 141,75 Bereinigte Stahlwerke...... 8¥i 94,5 96,25 94,4 95,75 Otavi Äinen ............. .. 0 23 25 23 24,13 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 — 126,5 125 126 Kaliwerke Westeregeln...... .. b 123,5 125 123,75 124,5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 1¥. 178 180 178,75 180 I. G. Farben-Industrte..... .. 7 173,25 174,13 173,13 173,75 Scheideanstalt............. .. V 269 269 — — .. 5 119 127 113 111,75 113,75 Rütgerswcrke ............. .. 6 129 127,75 129,4 Metallgesellschaft........... .. 6 133,13 136,5 132,5 135,65 .. 4 121,5 123 120,13 122,65 Zementwerk Heidelberg .... .. 7 141 140,5 Cementwerk Karlstadt....... .. 6 150 150 Schultheis Pahenhofer ..... Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 4 .. 0 .. 6 55,75 84 55,65 109,75 55,25 85 110 55,4 84,65 .. 6 140,5 141 141,25 141,4 Zellstoff Aschaffenburg ..... Dessauer Gas ............. .. 0 .. 7 .. 0 102,4 118,25 104,5 118,25 103 119,25 118,5 104,5 118,65 118 .. 8 186,75 189 187,5 188,5 Orenstein & Koppel ........ .. 0 — 80,13 80,4 Westdeutsche Kaufhof....... .. U .. 9 45 443 45 441 45,4 442,25 45,25 440 Äccumulatoren-Fabrtk...... 12 197 199,75 198 200 (fcMiti-Oummt............. 11 190 190,5 190 192 .. 0 31,65 31,75 31,65 31,5 Mainkraftwerke Höchst a.M.. - 4 98,75 98,75 — Süddeutscher Zucker ....... 10 226,5 226 227,5 225,5 Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schlußk. Abend, börl- Schluß« kurs Schlußk. Mittag. börse 25.6 26.6. 25.6. 26.6- 6,75 6,75 6,75 6,75 9,75 9,75 9,8 9,8 5,6 5,65 5,7 5,75 43 43,25 43 43,4 14,75 14,65 14,75 14,5 —- 31,75 35 16 16,25 16,13 15,75 122,25 123 122,5 122,25 115,5 116 116,5 117,5 92 92,5 91,75 92,25 93,25 93 93,25 93 93,75 93,25 93,75 93,25 195,5 194,25 193,65 195 Frankfurt a. M. Äeriia Schluß, kurs Gchlußk. Abend, börse Schluß, kurs Gchlußk. Mittag« börse. Oainm 25.6 26.i 25.6 26.6 6% Deutsche Retchsanleihe o. 1927 101,65 101,65 112,5 101,65 4% Deutsche Reichsanl. von 193t 98,13 98,5 98,5 98,5 6yi% Young-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 102,5 102,4 102,25 102 Auslos.-Rechten ............ 4y,% Deutsche Reichspostschatzan 112,5 — 112,5 Weisungen von 1934, l....... 4Vi% ehem. 8% Hessischer Bolls- 100,2 100,2 100,25 100,2 staat 1929 (rückzahlb. 102%) ... 47i% ehem. 8% Hessische Lande» 98,75 98,65 98,75 98,9 bank Darmstadt Gold 81.12... 572% ehem. 4V,% Hess. Lande» 97 97 97 Hypothekenbank DarmstadtLiqu. 47i% ehem. 8% Darmst. Komm 101,25 101,13 — Landesb.Goldschuldversckr. R.e Oberhessen Provinz-Anleihe mb 93,5 93,5 — Auslos.-Rechten ..........•• Deutsche Komm. Sammelabl. An 123,5 123,5 leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 47i% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl 119,65 119,5 119,75 119,65 Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 571% ehem. 471% Franks. Hyp. 97 97 Bank-Liqu.-Pfandbrtese....... 6KZ% ehem. 47i% Rheinische 101,4 101,13 Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe. - -- 4y,% ehem. 8% Pr. Landespfand. brtefanstalt, Pfandbriefe R. 19 101,65 101,65 101,25 101,5 97,5 97,5 97,5 97,5 <’/?% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. Obi. 20 95 95 95 95,25 Steuergutsch.BerrechnungSk. 84-88 109,45 109,5 109,4 109,4 4% Oesterreichische Goldrente... — — 32,75 2,75 9,65 33 2,75 9,55 9,15 9,4 14,4 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 2,7 9,55 2,75 9,5 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 9,15 9,15 9,8 14,65 4'/r% deügl. von 1913.......... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 9,4 14,8 14,5 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie 1................... — — — — 25.3unl 26.3unl Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld »rief Geld 3rlr Buenos liliii 0,685 0,689 0,678 0,682 Brüssel .... 42,00 42,08 41,99 42,07 Rio de Ian. 0,139 0,141 0,138 0,140 Sosta..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 55,74 55,86 55,65 55,77 Danzig .... 46,80 46,90 46,48 46,49 London.... 12,485 12,515 12,465 12,495 HelsingsorS.. 5,499 5,511 5,495 5,505 Parts ..... 16,39 16,43 16,425 16,465 Holland ... 168,13 168,47 168,71 169,05 Italien..... 19,53 19,57 19,53 19,57 Iaoan...... 0,731 0,733 0,729 0,73) Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 62,74 62,86 62,64 62,76 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 11,34 11,36 11,325 11,345 Stockholm... 64,37 64,49 64,27 64,39 Schweiz ... 80,88 81,04 81,04 81,20 Spanten... 33,95 34,01 34,02 34,08 Prag....... 10,28 10,30 10,295 10,315 Budapest .. — — — — Neuyork ... 2,485 2,489 2,485 2,489 Berlin, 26. Juni Geld 2,437 2,457 41,84 42,00 55,40 55,62 12,43 12,47 16,375 16,435 168,29 168,97 ■■■ 62,42 62,68 —■ —— —— —— 64,05 64,31 80,86 81,18 33,68 33,82 Die Regelung des Versandes von Schlachtvieh. Für das Gebiet des Viehwirtschastsverbandes Hessen-Nassau. Frankfurt a. M., 26. Juni. (LPD.) Die Bestimmungen über den Versand von Schlachtvieh (Voranmeldepflicht, Genehmigungspflicht) find durch die Anordnung Nr. 55 der Hauptoereinigung der deutschen Viehwirtschaft vom 25. Mai 1936 (RNDBl. Nr. 46 vom 27. Mai 1936) geändert und erweitert worden. Der Viehwirtschaftsverband Hessen- Nassau hat zu dieser Anordnung der Hauptvereinigung eine Ergänzungsanordnung erlassen. An dieser Stelle seien die für den Versand von Schlachtvieh z. Zt. gültigen Vorschriften zu- fammengefaßt und erläutert: Ganz allgemein sei zunächst darauf hingewiesen, daß eine Doranmeldepflicht nur für den Versand von Großvieh und Schweinen besteht. Die entgegenstehenden früheren Anordnungen, die schlechthin jeden Viehtransport anmeldepflichtig gemacht hatten, sind insoweit aufgehoben worden. Außerdem ist der Kreis derjenigen Personen, die meldepflichtig sind, erweitert worden. Bisher bestand die Voranmeldepflicht lediglich für Dieh- verteiler (Handel- und Genossenschaften) sowie selbstverladende Erzeuger. Nach den z. Zt. gültigen Be- stimmungen sind nunmehr auch sämtliche übrigen Personen — sofern sie kraft Gesetzes dem Viehwirt- schaftsveeband als Mitglieder angehören — melde- pflichtig. Neu hinzugekommen sind also namentlich Metzger, die Viehtransporte durchführen. Hinsichtlich des Verfahrens bei meldepflichtigen Viehtransporten besteht ein Unterschied zwischen Viehoersendungen, die innerhalb des Gebietes des Viehwirtschaftsoerbandes Hessen-Nassau ausgeführt werden und solchen, wo der Empfangsort außerhalb des Gebietes des Viehwirtschastsverbandes Hessen-Nassau liegt. Meldepflichtig sind nur Transporte, die inner- halb des Viehwirtschastsverbandes hesfen- Nassau von dem Gebiet einer Kreisbauernschaft in das Gebiet einer anderen gehen. Außerdem sind meldepfllchtig sämtliche Viehversendungen, die nach den Viehgrohmärkten Frankfurt a. 211., Darmstadt, Mainz und Wiesbaden vorgenommen werden. Diese Transporte, die innerhalb des Viehwirt- schaftsoerbandes Hessen-Nassau ausgeführt werden, sind bis jeweils Donnerstag jeder Woche spätestens 18 Uhr der für den Versandort zuständigen Kreis- bauernschaft zu melden. Erhalten die meldepflich- tigen Personen, die ihrer Meldepflicht bei den Kreisbauernschaften genügt haben, bis Freitag jeder Woche 20 Uhr keine gegenteilige Versandanweisung, so können die Verladungen, wie sie gemeldet wurden, vorgenommen werden. Anders verhält es sich bei den Transporten, die aus dem Gebiet des Viehwirtschastsverbandes Hessen-Nassau in ein anderes Wirtschaftsgebiet erfolgen. Hierbei sind die Transporte jeweils 8 Tage vor der Verladung schriftlich der für den Versandort zuständigen Kreisbauernschaft anzumelden. In diesem Falle kann also die Anmeldung an jedem Wochentage vorgenommen werden. Der Versand bei Transporten, die aus dem Gebiet des Viehwirtschastsverbandes Hessen- Nassau herausgehen, darf erst vorgenommen werden, wenn eine schriftliche Anmeldebestätigung der zuständigen kreisbauernschaft vorliegt. Insoweit besteht ahso ein grundlegender Unterschied gegenüber den Transporten, die im Viehwirtschafts- aebiet Hessen-Nassau bleiben Denn nur im ersteren Falle erhält der Anmelder eine schriftliche Anmeldebestätigung, und nur dann, wenn er im Besitze dieser schriftlichen Anmeldebestätigung ist, darf er den Versand, wie angemeldet, ausführen. Die von den Kreisbauernschaften erteilten schriftlichen Anmeldebestätigungen sind von den Versendern bzw. von den Personen, die den Transport begleiten, während des Versandes — und zwar bei Bahnversendungen bis zur Verladestation, bei Auto und anderen Versendungen bis zur Uebergabe an den Empfänger — mit sich zu führen. Auf Verlangen muß die schriftliche Anmeldebestätigung dem Beauftragten des Viehwirtschastsverbandes Hessen- Nassau bzw. dem Beauftragten der Hauptvereinigung der Deutschen Diehwirtschaft und den kontrollierenden Polizeiorganen vorgezeigt werden. Aus den preußischen Rachbargebieten. Handtasche mit 1400 Mark Inhalt verloren. Frankfurt a. M., 25. Juni. (LPD.) Am 2. Mai d. I. besuchte eine Frau von auswärts das Frankfurter Kaufhaus Hansa. Dabei kam ihr eine Handtasche mit 1300 bis 1400 Mark Inhalt ab» Händen. Vermutlich hat die Frau die Handtasche mit dem vielen Geld entweder in dem Kaufhaus oder auf dem Wege zur Straßenbahn verloren. Wenn es nicht gelingt, den Finder, der offenbar keine Ehrlichkeit kennt, zu ermitteln, muß die Frau mit einem empfindlichen Verlust rechnen. Hitlerjunge als Lebensretter. Merenberg (Westerwald), 25. Juni. (LPD.) In dem Vöhlerweiher badeten Jungen aus den Nachbargemeinden, wobei einem des Schwimmens unkundigen Schüler aus Lahr der zum Heben benutzte Autoschlauch plötzlich wegrutschte. Der Junge ging sofort unter. Gleich sprang ihm der Hitler- junge Heinz Eller nach und konnte ihn, als er zum zweiten Male auftauchte, erfassen. Unter Aufbietung aller Kräfte brachte er den bereits bewußtlosen Jungen ans Land. Wiederbelebungsversuche hatten Erfolg. Der Retter hat übrigens bei den Wettkämpfen der HI. die höchste Punktzahl von allen feinen Kameraden erreicht. kreis weklar (D Krofdorf, 27. Juni. Heute feiert das Ehepaar Georg Müller und Wilhelmine, geborene Waldschmidt, Schieferstraße, in körperlicher und geistiger Frische im Kreise von zwei verheirateten Kindern und vier Enkeln sein goldenes Hochzeit s f e st. Ein erwachsener Sohn starb und ein zweiter fiel auf dem Felde der Ehre. Die Ehegatten skchen im 76. und 72. Lebensjahr. Georg Müller, do ehemaliger Gardist, ist der älteren Dorfgenera- '®nm®annmmiU nach °D-utM°nZ"°E^h°^-lNich ««en'bTuwT^n nieur beim Ausbruch des Weltkneges aus Amerika zur Front in der Heimat zurucklegt. * Hochelheim, 25. Juni. Die 47jährige Ehe- stau des Landwirts Bach, Frau Katharine Bach, erlitt durch einen unglücklichen Sturz einen U n - terschenkelbruch und mußte in die Chirur- gische Klinik überführt werden. Dillkreis. LPD Herborn, 25. Juni. In der Nähe des Kreisortes Haiern wurde der 76 Jahre alte Bauer August Graß, als er sich bei der Heuernte be- tätigte, von einem Hitzfchlag betroffen, der feinen sofortigen Tod zur Folge hatte. tion noch als markante Persönlichkeit in seiner Eigenschaft als Landbrieftrager bekannt. Dann fuhr er lange Jahre die Fahrp o st Awischen Krochor und Gießen. Die einspännige Postkuftche, die Vor läuferin des heutigen Postommbusverkehrs Mischen beiden Orten, gestattete Sitzplätze für zwei bis drei Personen. In den schweren Kriegs- und Jnflattons- jahren war der Jubilar Verwalter der hiesigen Postagentur, deren mittlerweile stark vergrößerter Dienstumfang an ihn vielseitige Arbeitsanforderun- gen stellte. Bis noch vor kurzer Zeit widmete sich das Paar feinem landwirtschaftlichen Betrieb * Allendorf (Lahn), 27. Ium. Der 52jahnge Eisenbahnbedienstete Philipp B a u m a n n von hier erlitt im Bahnhof Aßlar eme schwere Der etzung des linken Fußes. Er wurde m die Klinik nach a. d. Bi-ber 26. »£ N S. - G e m e i n s ch a f t „Kraft durch Freud wartete hier gestern im Benderschen Saale nnt Kirchliche Nachrichten. Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 28. Juni. 3. Sonntag nach Trinitatis. Gießen. Stadtkirche. 8 Uhr: Pfr. Becker; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmlerten der Markus- gemeinde; 9.30: Propst Knodt; 11: Klnderkirche für die Matthäusgemeinde; Propst Knodt. — Zohannes- kirche. 8: Pfarrer i. R. Kalbhenn; zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten der Johannes- gemeinde; 9.30: Pfarrassistent Feix; Ordination durch Dekan Sattler; 11: Kinderkirche für die Lukas- gemeinde; Pst. Bechtolsheimer; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal; Pfarrassistent 3f$au. — ÄapeUe des Alten Friedhofs. 9.30 Uhr: Pfarrassistent Weckerling- 10.45: Kinderkirche für die Luthergememde; Pfarrassistent Weckerling. — petruskapelle (Wetzlarer Weg 59). 9.30: Studienrat Dr. Unverzagt. — Saal der Neuen Krippe. 11: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. — Wieseck. 9.30: Pfarrassistent Zschau; 10.45: Christenlehre; 15: Bibelstunde. — Alten-Buseck. 10: Gottesdienst; 11: Christenlehre; 13: Kindergottesdienst. —Steinbach. 9: Gottesdienst; Kollekte. — Albach. 8: Gottesdienst; Kollekte. — Annerod. 12.30: Gottesdienst. — Rödgen. 10: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10.15: Hauptaottesdienst; 11.15: Christenlehre. — Mainzlar. 8.30: Gottesdienst. Kirchberg. 10: Gottesdienst; 11: Christenlehre für die männliche Jugend. — Lollar. 13.30: Gottesdienst. — Klein-Linden. 8.45: Gottesdienst mit Christenlehre für die weibliche Jugend; anschließend Kindergottes- dienst. — Watzenborn-Steinberg. 12.30: Gottesdienst. — Lich. 9.30: Stiftsdechant Kahn; Christenlehre für die weibliche Jugend; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftpfarrer Naumann. — Nieder-Dessingen. 9.30: Stiftspfarrer Naumann. — Münzenberg. 10.30: Gottesdienst mit Kollekte für die Jungtheologen der Bek. Kirche. — Trais-Münzenberg. 8.30: Gottesdienst mit Kollekte für die Jungtheologen der Bek. Kirche. — Hungen. 10: Gottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Wirberg. 10: Gottesdienst mit Christenlehre; Kollekte. — Veilsberg. 13: Gottesdienst mit Christenlehre; Kollekte. — Garbenleich. 13: Gottesdienst. — Haufen. 10: Gottesdienst; anschließend Christenlehre. — Treis an der Lumda. 10: Hauptgottesdienst; Kollekte; 11: Katechismuslehre. — Langsdorf. 10: Christenlehre; 11: Hauptaottesdienst; 20.30: Abend der Frauenhilfe. — Dettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst. Evangelische Sladlmission, Löberstraße 14. Sonntag, 28. Juni,. 8.30 Uhr: Morgenandacht; 9.45: Sonntagsschule; 20.30: Evangelisationsvortrag. — Mittwoch, 1. Juli. 20.30: Bibelstunde. । Mittwoch, den 1. Juli. Gießen. Sladtkirche. 20.30 Uhr: Abendandacht fällt aus. Donnerstag, den 2. Juli. Gießen. Fohanneskirche. 20 Uhr: Bibelstunde. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Landeskirchliche Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9. Sonntag, 28. Juni. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunde. — Mittwoch, den 1. Juli. 20.30: Bibelstunde. — Donnerstag, 2. Juli. 20.30 Uhr: Jugendbundftunde. Christliche Gemeinden, Zu den Mühlen 2. Sonn« tag, den 28. Juni. 9.30 Uhr: Erbauungsstunde; 20.30: Evangelisation. — Dienstag, den 30. Juli. 20.30 Uhr: Bibel- und Gebetstunde. Baptistengemeinde, Gartenstraße 13. Sonntag, den 28. Juni. 11: Kindergottesdienst; 20.30: Bibelstunde; Predigt. — Donnerstag, 2. Juli. 20.30: Bibelstunde. Neuapostolische Gemeinden, Händelstraße 1 und Ederstraße 13. Sonntag, den 28. Juni. 9.30 Uhr: Gottesdienst; 16: Gottesdienst. — Mittwoch, 1. Juli. 20.30 Uhr: Gottesdienst. katholische Gemeinde Gießen. Sonntag, 28. Juni. Firmung. 6 Uhr: Messe; 7: Bischöfliche Messe mit Kommunion der Firmlinge; 8 Uhr: Messe; 9.45: Zug zur Kirche; 10: Hochamt mit Predigt, anschließend Firmung; 12: Rückzug zum Pfarrhaus; 16: Kirchliche Feier, Predigt des H. H. Bischofs und Andacht, Päpstlicher Segen; 20: Feierstunde im Vereinshaus. Montag, 29. Juni. 7 Uhr: Bischöfliche Messe. Im Laufe des Vormittags Visitation des Religionsunterrichts in den verschiedenen Schulen. oesfentlicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringende» Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Falls behandelnder Arzt nicht zu erreichen.- A e r z t e : Dr. W. Klein, Frau Dr. Marx. Zahnarzt: Dr. Metz. Apotheke: Hirsch-Apotheke. Heuchelheim, den 27. Juni 1936. 4140 D Für die vielen Beweise aufrichtiger Teilnahme beim Heimgange unserer heben Mutter, sowie für die trostreichen Worte des Herrn Pfarrer Weisel sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Rudolf Gilbert Solch ’ne Schweinerei, wenn der Herd qualmt aus allen Fugen und Ritzen und die ganze Küche ver- stänkert! Ist es da ein Wunder, wenn der Hausherr tobt und ungenießbar ist? Dicke Luft! — Und das alles wegen einem alten Vehikel von Kochherd, das schon längst ersetzt werden mußte und zwar diesmal durch einen Röder-Küchenherd. Bei ihm verwandelt sich die dicke Luft in eitel Sonnenschein. Er kennt keine Tücken, sondern er ist ein treuer Helfer, sparsam, von gutem Aeußeren und macht im Winter die Küche mollig warm. Sehen Sie sich doch eines der vielen Röder-Modelle einmal an und kommen Sie zu HAUSER, GIESSEN AM OS WAL DSC AR TEN Wenn Sie die neue Kirche beschauen Sommer-Kleider 4111A 9.75 41440 Wollen Sie rexTiv-aeKL 6LH 3W1? Einspaltige | werden zum ermäßigten sich mit JNHABER: CARL HEINZ SCHLÜTER, vergegenwärtigen Sie sich die gefahrvollen und schwierigen Gerüstbauten und Mauerarbeiten am 70 Meter hohen Turm und denken Sie daran, daß alle diese künstlerischen Leistungen vollbracht wurden von den Arbeitskräften der Fa. achten Sie auf die kunstvollen Arbeiten an den Fenstern und Bögen, aus einfarbigen Seidenstoffen, in sportlichen Formen........ die zarten, leichten Sommer-Kleider «in* GIESSEN SELTERSWEG 81 Martin Abermann Gießen Hoch-, Tief- und Eisenbetonbau G.m.b.H. Immen- AmnMoß abzugeb. Bestell. erb.wirp.Postk. Dampfsägewerk Lollar B. Nuhn A. 6., Lollar zeitgemäß und geschmackvoll einrichten, dann fordern Sie bitte meinen Katalog Sie finden eine reichhaltige Auswahl in allen Zimmerarten Seb. Herbst, Möbelfabrik Bad Soden und Salmünster Ehestandsdarlchnsscheinc werden In Zahlung genommen. Tel 31 Salmünster 25.- 19.75 Habe mich ab 1. Juli in Großen - Buseck als praktischer Arzt niedergelassen. Sprech- stunden: Kaiserstraßc 37, vormittags 10-12 täglich außer Sonntag; nachmittags 57,—7 Dr.med. H. Schuster (Ein Quell d. Freude für den Naturfreund BtlunlBs Eenen kleine Kreatur tn Wasser, Vusch und Halm Von Karl Otto Bartels. 164 Naturaufnahmen aus dem Geben der niederen Tierwelt mit erläuternden Vildunter- schriften. Namensan- gab. u. ausführlichem Text (62 Seiten). Mit einem Geleitwort von Profess. Dr. Deegener, Universität Berlin. Dieses Werk bringt er- staunlich vielseitige und trefflich gelungene Einzelbilder und Bild, folgen aus dem reichen Geben der zahllosen kleineren Gebewesen. Aus der Freude am Be. obachten ist ein wert, volles naturgeschicht. liches Urkundenbuch geworden, das hervor» ragend geeignet ist, die Giebe auch zum kleinsten Naturgesth«. hen zu erwecken. Gebunden RM. 4,80. Ditte verlangen Sie kostenlos unsere bebild. Werbeblätter! 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