Nr. 74 Erstes Blatt 186. Jahrgang greitag, 27. März 1936 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mil 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Giehen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Oruck und Verlag: vrühl'sche Universitäts-Buch- und Zteindruckerei R. Lange in Giehen. Schristleitung und Geschäftsstelle: Zchulftrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Vereinbg.25^ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Mit dem Führer für Deutschland! Begeisterter Empfang in Leipzig. Leipzig, 26. Mörz. (DNB.) Die Messestadt Leipzig steht seit dem frühen Morgen völlig im Zeichen der großen Wahlkundgebung auf dem Ausstellungsgelände. Sämtliche Geschäfte, mit Ausnahme der lebenswichtigen Betriebe, haben um 16 Uhr geschlossen. Die Gefolgschaften vieler Großbetriebe sind unmittelbar nach Geschäftsschluß geschlossen zur Wahlkundgebung marschiert. Auch die städtischen Theater und das Gewandhaus haben ihre Aufführungen für den heutigen Abend abgesagt. Die gesamte Bevölkerung Leipzigs ist von einer beispiellosen Begeisterung ergriffen. Girlanden, frisches Grün und Fahnen überall, wohin das Auge blickt. Als gegen 19 Uhr der Führer in Leipzig eintraf, war der größte Bahnhof Deutschlands auf allen Bahnsteigen von einer unübersehbaren Menschenmenge besetzt, die von der Absperrung nur mühsam zurückgehalten werden konnte. Auf dem Vorplatz des Bahnhofes waren die Ehrenformationen aufmarschiert. Soweit das Die Verkehrsstille am Freitag. Die Reichswahlkampflettung weist nochmals ausdrücklich darauf hin, daß am Freitag, dem 2 7. März, das Sirenensignal aus den Kruppwerken u m 1 6 ll h r gegeben wird. Dieses Signal wird von den Sirenen und Alarmgerälen aller Werke, Schiffe ufw. im ganzen Reich übernommen und eine Minute lang durchgeführt. Gleichzeitig tritt von 16 Uhr bis 16.01 Uhr eine Minute verkehrsstille in ganz Deutschland ein. Auge reichte, waren die umliegenden Straßen von einer erwartungsvollen, freudig gestimmten Menge erfüllt. Der Blick auf den Bahnhofsvorplatz bot mit dem Schmuck der Girlanden und Fahnen, den Lichterreihen, die sich an allen Häuserfronten entlang zogen, ein wundervolles Bild. Ein Orkan von Heilrufen empfing den Führer, der im Wagen stehend langsam den dreieinhalb Kilometer langen Anmarschweg zur Halle 7 der Technischen Messe fuhr. Der Weg war eine Triumph fahrt ohnegleichen. Er führte über die Prachtstraße des Rings, wo vornehmlich die monumentalen Prachtbauten der Messestadt in hellem Licht der Scheinwerfer und Illumination, über und über mit Fahnen und Grün bedeckt, einen herrlichen Anblick boten. Auf dem letzten Stück des Weges durch das Ausstellungsgelände bis zur Halle 7 rankten sich von Mast zu Mast Lichter- schnüre mit vielen Hunderten von Lampen. Hier fuhr der Führer wie durch ein Lichtermeer, getragen von der jubelnden Begeisterung, die ihn bis in die Kundgebungshalle, die auf dem geschichtlichen Gelände der Völkerschlacht zu Leipzig errichtet ist, trug. Die weitgespannte Halle war schon kurz nach der Eröffnung von 35 000 Menschen bis auf den letzten Platz besetzt worden. Die Halle trug schlichten Schmuck. Sie mußte polizeilich geschlossen werden. Mitten in die Weisen der Musikkapellen hinein klang das Brausen der Heilrufe, mit denen die Leipziger ihren Führer geleiteten. Alles sprang von den Plätzen auf, während die Kapelle den Lieblingsmarsch des Führers intonierte. Bogenlampen tauchten den riesigen Raum in strahlende Helle. Als der Führer im Mittelportal sichtbar wurde, empfing ihn donnernder Jubel, der kein Ende nehmen wollte. Und noch einmal machten sich die 35 000 ihrer Freude Luft, als Reichsstatthalter Mutfchmann den Befreier Deutschlands in der Geburtsstadt Richard Wagners willkommen hieß. ReichsorganisationsleiterDr Ley hat dann das Wort. Er ging von dem herrlichen Erlebnis des neuen Deutschland aus, das ihn auf feinen Fahrten immer wieder mit Freuden erfülle. Die Menschen haben einen neuen Glauben erhalten. Sie glauben wieder, sie glauben an sich selbst, an ihre Mitmenschen, an das Volk, sie glauben vor allen Dingen an Adolf Hitler, ihren Führer. (Stürmischer Beifall.) Sie wissen alle, meine deutschen Menschen, fuhr Dr. Ley fort, wie oft das Schicksal diesen Mann auf die Probe stellte. Und immer wieder fragte das Schicksal: Glaubst Du, Adolf Hitler, auch jetzt noch an Deutschland? Die Antwort war immer: Schicksal, i ch glaube. Und dann geschah das Wunder, das noch nie vorher gewesen ist und auch in den kommenden Jahrhunderten nicht wieder sein wird: Das Schicksal gab diesem heldenhaften 70-Millionen-Volk einen Mann des Volkes, einen Soldaten, einen Arbeiter, allein deshalb weil er glaubte. Deutschland ist gerettet worden allein wegen Adolf Hitler und feines unbändigen Glaubens (die vielen Taufende in der Halle begleiten diese Sätze des Redners mit stürmischer Zustimmung) Weshalb liebt dieses Volk Adolf Hitler, wie es nie zuvor einen Kaiser und König geliebt hat? Das Volk ist ruhig, weil es das Gefühl des Geborgenseins hat. Es ist ruhig, weil es fühlt, es hat Recht, weil über allen juristischen Paragraphen nen der Führer betont, daß alle Kraft ihm nur aus dem Volk komme, bricht ein gewaltiger Sturm des Beifalls los. Das fei so geblieben und werde auch so bleiben. ,Hch habe mich immer nur dem deutschen Volke verantwortlich gefühlt!", erklärte der Führer unter minutenlangem Jubel. „Seit drei Jahren ist in Deutschland wieder jemand verantwortlich, und für die gesamte Führung des Reiches bin ich es", ruft der Stürmische Zustimmung der Tausende. Nachdem der stürmische Jubel, mit dem die Worte des Führers aufgenommen wurden, abgeebbt war, prach Gauleiter Reichsftatthalter M u t s ch m a n n im Namen der 35 000 Hörer dieser Halle, im Namen der Hunderttausende auf den Straßen und Plätzen und im Namen der Millionen, die im Rundfunk die Rede angehört hatten, dem Führer den tiefgefühlten Dank aus und gab ihm das Versprechen, daß das Volk am 29. März feine Pflicht tun werde. Das dreifache Siegheil aufden Führer und das deutsche Volk wurde von den Massen jubelnd aufgenommen; immer wieder brandeten die Heilrufe auf, bis die Lieder der Nation aufklangen und dem Gelöbnis der Treue und Pflichterfüllung weihevollen Ausdruck gaben. Nachdem der Führer mit feiner Begleitung die Halle unter erneuten Beifallsstürmen verlassen hatte, beendete der feierliche Fahnenausmarsch die gewaltige Kundgebung. Während der ganzen Dauer der Veranstaltung hatten die Massen, die in den Straßen Leipzigs Spalier gebildet hatten und die die Rede aus den Lautsprechern hörten, ausgeharrt, um dem Führer bei der Rückkehr noch einmal zuzujubeln. Bei tiefer Nacht war das Bild, das die Lichter in den Seitenstraßen boten, von unbeschreiblicher Wirkung. Die Begeisterung der Leipziger Bevölkerung kannte keine Grenzen. Noch ganz unter dem Eindruck der Rede des Führers, drückten sie alle ihre Liebe und Verehrung in jubelnden Heilrufen aus. Immer wieder dröhnten die Sprechchöre der Massen, die stürmisch den Führer zu sehen verlangten, und begleiteten ihn noch eine Zeit aus der Halle hinaus. Noch lange nach der Abfahrt des Führers schob sich eine unübersehbare Menschenmenge durch die Straßen der Innenstadt. Alle waren erfüllt von der großen Stunde, deren Zeuge sie hatten fein dürfen. Sie alle trugen das Gelöbnis in sich, am 29. März ihre Pflicht zu tun. Am Rundfunk hört das deutsche Volk am 27. und 28. März den Führer. Berlin, 26. März. (DNB.) Der Wahlkampf erreicht am Freitag und Samstag feinen Höhepunkt mit den Reden des Führers in Essen und Köln. Mit dem freien Rheinland nimmt durch den Rundfunk das ganze deutsche Volk an den feierlichen Kundgebungen teil. Der gesamte Verlauf der Essener Kundgebung am 27. März wird von 15.20 Uhr bis etwa 17 Uhr über alle Reichs- sender übertragen. Die Sendung beginnt mit einem Bericht von der Fahrt des Führers durch Essen. Um 15.45 Uhr wird das Kommando „Heißt Flagge!" in alle deutschen Gaue getragen. Ein Funkbericht schließt sich an, in den um 16 Uhr d i e Sirenen der Krupp- Werke einfallen, die eine Minute lang den Beginn des großen Friedensappells des Führers ankündigen. Dann spricht Adolf Hitler. Schluß der Ueberfragung ist voraussichtlich um 17 Uhr. Die große Rede des Führers wird dann, ebenfalls über alle deutschen Sender, anschließend in der Zeit von 20 bis etwa 21 Uhr wiederholt. Der Reichssender Saarbrücken bringt diese Wiederholung außerdem noch am Samstag, den 28. März, in der Zeit von 13.30 Uhr bis 14.30 Uhr. Samstag, der 28. März, ist der „Deutsche' Volkstag für Eh re, Freiheit und Frie- d e n". Von 16 bis 16.30 überträgt der deutsche Rundfunk den Empfang der rheinischen Stände im Kölner Gürzenich durch den Führer als Reichssendung. Um 19.50 Uhr läuten d i e Glocken des Kölner Doms den Friedensappell des Führers ein, der um 20 Uhr von den Messehallen in Köln beginnt und mit dem Altniederländischen Dankgebet abschließt. Dauer der Kundgebung, die als Reichssendung erfolgt, bis etwa 22 Uhr' * Der Reichskirchenausschuß hat die Landeskirchen aufgefordert, für ein allgemeines einviertel stündiges Glockengeläut am Schluß der großen Kundgebung in ' Köln a m Samstag, den 28. März d. I., 21 Uhr, Sorge zu tragen. Göring in Karlsruhe. Berlin, 27. März. (DNB.) Der preußische Ministerpräsident und Reichsluftfahrtminister General Göring stattete am Donnerstag der Hauptstadt der deutschen Südwestmark Karlsruhe, die sich im prächtigsten Festkleid zeigte, einen Besuch ab. Hermann Göring fuhr unter dem Jubel einer zahl« reichen Menge zum Gebäude der ehemaligen Ka« d e t t e n a n st a l t, wo zur Erinnerung an die Jahre 1905 bis 1908, in denen Hermann Göring als Kadett dort seine militärische Laufbahn begon- Deine Glimme gehört -em Führer (preffe-Illustration Hoffmann-M) M f < V' ■■ \ W W ■MM* \ Oer Führer an das deutsche Volk „Ich bitte jetzt das deutsche Volk, mich in meinem Glauben zu stärken und mir durch die Kraft seines Willens auch weiterhin die eigene Kraft zu geben, um für feine Ehre und feine Freiheit jederzeit mutig eintreten und für fein wirtschaftliches Wohlergehen forgen zu können, und mich besonders zu stützen in meinem Ringen um einen wahrhaften Frieden." das Lebensrecht Deutschlands steht. Das Volk ist ruhig, weil es weiß, daß die Friedensworte des Führers keine Phrasen und keine Worte, sondern ehrlich gemeint sind. Er will den ehrlichen Frieden für das Volk. Das Volk ist ruhig, vor allem weil es durch Adolf Hitler und feinen Glauben wieder an feine Zukunft glauben gelernt hat. Es ist nicht mehr hoffnungslos. Es ist wieder lebensfroh. Deutschland ist schöner und das Volk wieder glücklich geworden. Deshalb, so erklärte Dr. Ley unter brausendem Beifall, gibt es für den 29 März feine Entschuldigung. Die letzten Sätze des Redners gehen in einem sich immer wieder erneuernden Beifallssturm unter. Mitten in die begeisterte Zustimmung hinein, mit der das Bekenntnis Dr. Leys zum Führer ausgenommen wurde, gibt der Gauleiter dem Führer das Wort. Schon mit den ersten Sätzen, in de- Führer aus. Und ein neuer Sturm antwortet. Mit Wärme schildert der Führer die Eindrücke von seiner Wahlreise und erklärte unter dem dröhnenden Jubelsturm, man könne ja so stolz auf dieses deutsche Volk sein. Mit tiefem Ernst sprach der Führer dann von dem Glauben an seine Mission. Mit Absicht habe er dem Volk d i e größten Aufgaben gestellt, um ihm den Geist der Kleinmütigkeit und Verzweiflung wieder auszutreiben. (Lang anhaltender Beifall folgte diesen Worten.) Als größte der Aufgaben bezeichnete der Führer die Erringung der Freiheit und Unabhängigkeit, der deutschen Ehre und der vollen Souveränität des deutschen Volkes. In wundervoller Steigerung mahnte der Führer zum einmütigen Bekenntnis. Jeder feiner mitreißenden und aufrüttelnden Sätze weckte ein dröhnendes Echo. Ganz Deutschland hört heute den Führer im Rundfunk Mv.- MWH 3m Streite zu er wollte, es |o Daword.kaum Du. Gott, war Wir loben dich und flehen, nu daß deine ®e' Dein Name fi (Aus | chi Chini Intendant' 3m Einver für Woltsaiiffi griffe Neföt ^folger bes die kommende b'lduiHsmiHv gen verpflichtet nngen deftätic hat nach lach und Vberfpieli «en, in Da Tannerts) in Fachmann de weiteren Aui »'ftr 5sy chiiglied des D Srz» ^eelhoven-Dr -Lpr ba,0"Ä ÄB eines foi jerli«' 27' pater Superior raertf) ** !«»”• mar,L „3dl (teile ni« tth in meiner deiftli«» « hmden Einfluß |tineti Beste ziozen Ein «n mir betreute tt. Mär; de geben und f'«t eerunb fein AS Md' M gemein Bottei Wir treten zum er maltet und h er läßt von den |ein Name fei iSjP Hx A über b »-'Sri*1 ubl,naerun L erzog $er inen undf £ “"‘te Diebe j- e'siede n'ch' < Sam ;!«" S-7» S&i* Eden erläutert das Locarno-Memorandum Kritik der Parteien ein- Schatzkanzler Mille Chamberlain Sicherheit n o schenzeit müsse der wie den Locarno-J Das Echo der Preise 1. 2. 3. Verhandlungen, Verpflichtungen, die einen englichen Beitrag für ein allgemeines Ueberein- kommen darstellten, und Verpflichtungen, die sich auf den Fall bezö- g e n , daß die Verhandlungen zusammen- nen hat, eine Gedenktafel eingeweiht wurde. Nachdem General Göring im Rathaus aus der Hand des Oberbürgermeisters Jäger den Ehrenbürgerbrief der Stadt Karlsruhe empfangen hatte, sprach er am Abend vor weit über 15 000 Volksgenossen im Riesenraum der Markt- lei Art seien: Verpflichtungen während der lieber» gangszeit bis zum Beginn der eigentlichen Halle. Der Minister wies darauf hin, daß der starken und entschlossenen Führung Adolf Hitlers ein tapferes, entschlossenes und gutes Volk zur Verfügung stehe. Die Einheit des Reiches sei das _ schönste Geschenk, das uns Adolf Hitler gegeben habe. Da man aber ohne Sicherheit nicht arbeiten könne, habe der Führer die neue deutsche Wehrmacht geschaffen, niemand zu Leide und uns allen zur eigenen Sicherheit. An die Spitze seiner Außenpolitik habe der Führer Frieden und Versöhnung gestellt, aber nicht einen Frieden um jeden Preis, nicht um Preisgabe der Ehre, der Freiheit und Gleichberechtigung. Daß wir ihm am 29. März die Stimme geben, sei selbstverständliche Verpflichtung. Nicht endenwollenden Jubel lösten die Schlußworte aus: „Deutschland ist ein Hort des Friedens und der Ordnung. Aber dieses Deutschland will der Welt am 29. März zeigen: Es gibt nur einen Führer, nur ein Volk und einen zigen Willen." Är. Goebbels in Koblenz Der deutsche Kanzler habe erklärt, daß er gegenwärtig keine anderen als friedliche Absichten hege. Er (Chamberlain) glaube, daß, wenn dies zutreffe, Deutschland nichts von Besprechungen zwischen den Generalstäben Englands, Frankreichs und Belgiens zu befürchten habe. Der in dem Locarno-Weihbuch enthaltene Brief an Frankreich und Belgien beziehe sich auf die Lage, die entstehe, wenn die Verhandlungen vollkommen scheitern. Wan hoffe, dah die Umstände, unter denen der Brief in Kraft treten würde, niemals Zustandekommen mögen. Auf die Frage, ob die Fühlung zwischen den englischen und französischen Generalstäben irgendwelche Verpflichtungen für England mit sich bringe, zusammen mit Frankreich die „Vertreibung der deutschen Truppen aus dem Rheinlands" vorzunehmen, antwortete Ehamberlain: „Sicherlich nicht. Ganz bestimmt nicht!" (Beifall.) Es handle sich um eine Sicherheitsgarantie gegen einen nicht herausgeforderten Angriff. Sie könne von niemanden dahin umgebogen werden, dah England unter irgendwelchen Um- ständen verpflichtet wäre, zusammen mit Frankreich in irgendein Land einzumarschieren. Abschließend erklärte Chamberlain: „Wir müssen erkennen, daß der Völkerbund, wenn er als Wahrer des Weltfriedens wirken soll, viel klarere Ideen und viel bestimmtere Abmachungen unter seinen Mitgliedern haben muß." Hierauf wurde die Aussprache ohne Vornahme einer Abstimmung abgeschlossen. Oie Reichsauiobahn Gleiwih-Breslau wird gebaut Berlin, 26. März. (DNB.) Der Generalinspektor für das deutsche Straßenwesen hat in diesen Tagen die Strecke Gleiwi tz—B reslau der Reichsautobahnen zum Bau freigegeben. Es wird sofort mit den Vorarbeiten, d. h. der Vermessung und Planung begonnen werden. Die Bauarbeiten selbst sollen bereits im Sommer in Angriff genommen werden. Die arbeitsmarktpolitische Bedeutung dieser Bauarbeiten für Schlesien erhellt schon daraus, daß eine durchschnittliche Anzahl van über 1 1 000 deutschen Volksgenossen für d i e Dauer von rund zwei Jahren am Bau dieser Strecke Arbeit finden kann. Es werden insgesamt rund 6V2 Millionen Tagewerke geleistet werden müssen, um die notwendigen Bauarbeiten zu bewältigen. Es ist ferner notwendig, auf dieser Strecke rund 100 Brücken, darunter 8 größere Fluß- und Talübergänge, zu errichten. Die zu bewegenden Erdmassen erreichen eine Menge von rund 2,5 Millionen Kubikmeter. Die freigegebene Strecke hat eine Länge von 150 Kilometer. Die Linienführung der Autobahnen Oberschlefiens folgt dem Zuge der alten Handelsstraße Breslau- Krakau. Der Gefamtoerkehr von Westdeutschland, von den Nordseehäfen, von Sachsen und von der Reichshauptstadt her wird in Richtung Krakau, Lemberg, Odessa diese Bahn beoonugen. Auch dient diese Strecke bis zur Oder dem Verkehr zwischen Berlin und Budapest. haften Wunsch, das Letzte aus ihnen herauszuholen, um eine dauerhafte Befriedung Europas zu.erzielen. Eine ruhigere A t m 0 fphäre fei für die Prüfung der neuen Vorschläge erforderlich. Er habe nicht die Absicht, so führte Eden zum Schluß aus, an die Fragen der Zukunft mit der Vorstellung heranzugehen, daß er entweder an Frankreich oder an Deutschland gebunden sei. F r a n k r e ich wünsche er zu sagen, daß England den Frieden nicht sichern könne, wenn die französische Regierung nicht bereit sei, unvoreingenommen an die Fragen her- London, 27. März. (DNB. Funkspruch.) Die Morgenblätter bringen die Unterhaus-Aussprache mit der Rede Edens in einem selbst für englische Verhältnisse ungewöhnlichem Ausmaß und Umfang. „Time s" schreibt, Eden habe der britischen Oeffentlichkeit die beruhigende Versicherung gegeben, d i e sie verlangt habe. Gegenüber Frankreich habe er klargestellt, daß das englische Volk für Obstruktionspolitik kein Verständnis habe. Deutschland habe an- geboten, wieder in das internationale System einzutreten. England wolle sich dieses Angebotes im Interesse des Friedens bedienen. Das sei das Ziel der Nation. Die englische Regierung sehe aber auch die Tatsache, daß die Tür, die sie zu öffnen wünsche, verschlossen sei, und daß der Schlüssel sich nicht völlig in ihrem Besitz befinde. Die britische Politik sei an dem Wortlaut eines sittsamen Rechts gebunden. Sie müsse sich an das Gesetz halten, bis es durch ein bessere ersetzt werde. Deutschland müsse die Tatsachen erkennen. England verlange von Deutschland die Einsicht, daß irgend eine deutsche Handlung nötig sei, um die Trümmer des alten Vertrages zu beseitigen, der einem neuen Vertrag Platz mache, und daß Deutschland nicht die einzige Macht sein könne, die sich weigere. Die ganze öffentliche Meinung Englands stehe hinter Eden. Jede Gruppe im Hause habe ihn mit Beifall unterstützt, als er irgend einen „positiven Beitrag" von Berlin erbeten habe. Auch „Daily Telegraph" stellt es so hin, als ob alles von deutschen Zugeständnissen abhänge und kritisiert, daß nichts derartiges angeboten worden sei. Das Blatt betont dann, daß England nicht ein Militärbündnis wünsche, sondern eine Erweiterung der Friedensbürgschaften. Die gestrige Aussprache habe die Atmosphäre geklärt. — „News Chronicle" entnimmt aus Edens Rede u. a., daß die deutsche Regierung sich geweigert haben soll, auf Befestigungen in der Rheinlandzone zu verzichten. Ziemlich ausfallend bemerkt bas Blatt dazu, dies beweise einen „Geisteszustand, der die Möglichkeit einer vernünftigen Regelung in weiter In der Aussprache erklärte der arbeiterparteiliche Abgeordnete C a l t 0 n, der Vorschlag, ausschließlich auf deutschem Boden eine gemischte britisch-italienische Streitkraft unterzubringen, fei so phantastisch und ungesund, daß man nur sein Erstaunen hierüber äußern könne. Es sei der Eindruck erweckt worden, daß die britische Regierung sich vom Völkerbund hinweg in em englisch-französisches Bündnis zu manövrieren versuche. Lloyd George (unabhängiger Liberaler) erklärte, die Franzosen seien im Gegensatz zu den Engländern der Ansicht, daß sie zum erstenmal eine Militärkonvention erlangt hätten, die die britische Regierung verpflichte, falls die Verhandlungen scheiterten, Frankreich Hilfe zu leisten. Zur Regierungbank gewendet, erklärte der greise Staatsmann mit erhobener Stimme: „I ch warne das Unterhaus und das Land vor der Gefahr eines Militärpaktes, der im Jahre 1914 Verhandlungen durchkreuzte und einen Krieg heraufbefchwor, und der es wiederum tun wird, falls Sie ihn abschließen. Eden sagte: Es ist nur Locarno. Das i ft nicht der Fall. Es ist dieselbe Konvention, die mit aum Weltkriege beigetragen hat. Lloyd George sagte, daß er Hitlers Vorgehen nicht verteidige, aber Deutschland sei herausgefordert gewesen. Lloyd George erinnerte an das nicht eingehaltene Abrüstungsversprechen der anderen Mächte, und schloß mit der Bemerkung, daß die Zeit der R e v i - s i 0 n vertraglicher Abmachungen gekommen sei. Der Konservative Sir Austen Chamberlain trug die von ihm erwartete scharfe Kritik an dem brechen. Die Verpflichtungen für die Übergangsperiode seien dazu bestimmt, Frankreich und Belgien für den 93 e r l u ft an Sicherheit zu entschädigen, der durch die Wiederbesetzung der entmilitarisierten Zone entstanden sei. Die Verpflichtung sei streng begrenzt und klar Umrissen. Die Generalstabsbesprechungen bezögen sich nur auf die Zwecke, die sich aus diesen Verpflichtungen oder aus dem ßocarnooertrag ergeben. Es handele sich um rein technische Besprechungen. Diese Fühlungnahme schließe keinerlei politische Verpflichtungen in sich. Man müsse klar unterscheiden zwischen Generalstabsbesprechungen für einen besonderen und begrenzten Zweck, wie im vorliegenden Fall, und den Besprechungen, die in den Jahren vor 1914 stattgefunden hätten. Es liege im ßebensintereffe Englands, daß Frankreich und Belgien unversehrt blieben und daß keine feindliche Streitmacht ihre Grenzen überschreite. Es sei klar, daß die englischen Verpflichtungen sich nur auf den Fall eines unprovozierten Angriffes bezögen. England werde auch nicht ein Iota diesen Verpflichtungen hinzu- fügen. Von allen Vorschlägen lege er denen die größte Bedeutung bei, die neue Verhandlungen ins Auge faßten. Wenn dies erreicht werden solle, müsse man einen Beitrag der deutschen Regierung erhalten. „Wir wissen", so erklärte Eden, „daß der Reichskanzler, der, wie ich glaube, die Anstrengungen zu schätzen weiß, welche die britische Regierung gemacht hat, es verstehen wird, mit wie großer Sorge Europa diese Vorschläge erwartet. Er kann sicher sein, daß wir diese Vorschläge unvoreingenommen aufnehmen werden sowie mit dem leb» London, 26. März. etommen 1 wischen Md nA kreich bie n Irup* vorzuneh- lcherlich ' (Beifall) ilsgaranlie n Angriff, umgebogen «lchen Um- mit Jranf* rschleren. Wir müsse» c"als Wahrer larere 3t*een unter - irde bie Sy nmung °bge Sozialismus der Tat. Ab 1. Juli 1936 laufende Kinderbeihilfen an kinderreiche Familien Me DeuGianbsahrt der beiden Zeppeline Lleberaii freudig begrüßt. — Zunehmende Bewölkung. ruht. Stimmungsbild von der Nachtfahrt des „LZ 139". 21 n ® o r b „L Z 1 2 9" („h inbenbur g"), ben 27. März. (DNB. Funkspruch.) Zum ersten Male erklingt aus dem Lautsprecher das Pausenzeichen, das für die Deutschlandfahrt des „LZ 129" eigens geschaffen, aus den ersten Takten des Liedes „W i e der st o l z e Adler schwingt s i ch auf das Lied" besteht. Kurz darauf wird Nürnberg sichtbar. Um 17.30 Uhr sind wir über der alten Reichsstadt. Die Rundfunk-Berichter st attung über den Verlauf der Fahrt geigt in Nürnberg schon ihre Früchte: Während mir über den bisher überflogenen Orten mehr oder weniger überraschend erscheinen, war die Einwohnerschaft Nürnbergs schon vorbereitet. Ueberall in den Straßen haben sich größere Menschenmengen angesammelt, um den großen Augenblick nicht gu versäumen. Einige hundert haben die Burg erklommen, um besser beobachten zu können. Als wir über der Stadt erscheinen, schallen brausende Heil-Rufe nach oben. Aus allen Häusern und von vielen Dächern, selbst von Kirchtürmen wird gewinkt. Schiedsrichter spielen und zwischen Deutschland und Frankreich das Gleichgewicht hal- ten möchte. Pertinax hat im „Echo de Paris" zwar tm einzelnen manches an den Ausführungen Edens aus- zusetzen, so z. B. daß er sich nicht eindeutig genug über die Anlage von Befestigungen in der Rheinlandzone ausgesprochen habe, und daß er in der Frage der deutschen Gegenvorschläge nicht überstürzt handeln wolle, also wieder eine Verzögerung herbeiführe. Im ganzen genommen und in Berücksichtigung der Stimmung in England und der Ohnmacht Frankreichs findet Pertinax die Rede jedoch ziemlich befriedigend. „Le Jour" erklärt jedoch eindeutig, daß er mit der Rede nicht zufrieden sei. Man könne aus der Rede nur die Schlußfolgerung ziehen, daß Frankreich auf s i ch selbst zählen und mit aeeigneten Mitteln eine französische Politik betreiben müsse. Dann könne man mit seinen Freunden über Gleichheit reden. Dem „Journal" genügt ein Satz, um alles vernichtet zu sehen, was man vom Londoner Abkommen erwartet habe, nämlich, daß England keine Generalstabsabkommen wolle, wie vor 1914. Gerade diese Abkommen aber, schreibt das Blatt, hätten Frankreich 1914 gerettet. Aufruf eines katholischen Priesters. Berlin. 27. März. (DNB. Funkspruch.) Der Pater Superior des Klosters Clemens- werth veröffentlicht soeben folgenden Aufruf zum 29. März: „Ich stehe nicht nur als Deutscher, sondern auch in meiner Eigenschaft a l s katholischer Geistlicher mit allem mir zur Verfügung stehenden Einfluß hinter dem Führer und seinen Bestrebungen. Ich werde meinen ganzen Einfluß dazu aufbieten, alle von mir betreuten Katholiken dazu anzuhalten, am 2 9. März dem Führer i h r Stimme z u geben und sich re ff los hinter den Führer und sein Tun zu stellen. Das Niederländische Dankgebet Zum gemeinsamen Gesang des deutschen Volkes am 28. März abends. Wir treten zum Beten vor Gott den Gerechten; er waltet und haltet ein strenges Gericht; er läßt von ben Schlechten nicht die Guten knechten — sein Name sei gelobt, er vergißt unser nicht! Im Streite zur Seite ist Gott uns gestanden; er wollte, es sollte das Recht siegreich sein Da ward, kaum begonnen,die Schlacht schon gewonnen. Du Gott, warst ia mit uns, der Sieg, er war dein! Wir loben dich oben, du Lenker der Schlachten, und flehen, mögst stehen uns fernerhin bei, daß deine Gemeinde nicht Opfer der Feinde. Dein Name sei gelobt, o Herr, mach uns frei! (Ausschneiden und ausbewahren.) Kunst und Mistenschast. Intendant Dr. Prasch nach Meiningen berufen. Im Einverständnis mit dem Reichsministerium für Volksaufklärung und Propaganda ist der bisherige Krefelder Intendant Dr. Rolf Prasch als Nachfolger des Intendanten Egon Schmidt für die kommende Spielzeit vom thüringischen Volks- bildur^gsministerium an das Lan'destheater Meiningen verpflichtet und vom Reichsstatthalter in Thüringen bestätigt worden. Dr. jur. Rolf Prasch hat nach langjähriger Tätigkeit als Schauspieler und Oberspielleiter die Intendantenposten in Gießen, in Darmstadt und zuletzt (als Nachfolger Tannerts) in Krefeld bekleidet. Als anerkannter Fachmann des Schauspiels erschien er für den weiteren Aufbau des Meininger Landestheaters der thüringischen Regierung besonders berufen, zumal er auch durch feinen Vater, den ehemaligen Meininger Hofschauspieler und späteren Berliner Intendanten, sowie durch seine Mutter, die Ehrenmitglied des Meininger Theaters ist, besondere Beziehungen zur Meininger Tradition besitzt. Intendant Dr. Prasch tritt sein Meininger Amt mit Beginn der neuen Spielzeit an. Beethoven-Preis für Siegmund von Hausegger. Der im Jahre 1927 vom Preußischen Staatsministerium begründete staatliche Beethoven- Preis ist auf Vorschlag des dafür berufenen Kuratoriums von der Preußischen Akademie der Künste 'dem Komponisten Dr. h. c. Siegmund von Haus- •e g g e r verliehen worden. Von München bis Görlitz München, 26. März. (DNB.) „Graf Zeppelin" traf um 11.30 Uhr im herrlichsten Sonnenschein über der Hauptstadt der Bewegung ein und warf Erinnerungszettel ab. Kurz vor 15 Uhr traf das Luftschiff „LZ 127" über der Stadt der Reichsparteitage ein, wo es durch Salutschüsse begrüßt wurde. Um 17.30 Uhr erschien „Graf Zeppelin" über Gera, 18.35 Uhr über Chemnitz. Von Hunderttausenden erwartet, traf das Luftschiff in völliger Dunkelheit über Dresden ein. Das Luftschiff, das von vielen Scheinwerfern angestrahlt wurde, flog so niedrig, daß die Dresdener jede Einzelheit erkennen konnten. „Graf Zeppelin" überflog dann die Stadt Görlitz, wo das Luftschiff infolge der tiefen Wolkenlagerung für die Bevölkerung unsichtbar blieb. „Hindenburg" holt auf. Um 15.15 Uhr rollt „LZ Hindenburg" zum zweitenmal aus der Halle auf dem Flugplatz Löwenthal bei Friedrichshafen, um endgültig zu feiner großen Deutschlandfahrt zu starten. Um 16 Uhr hat das Luftschiff U l m erreicht. Jetzt lernen wir die erfte große Ueberraschung kennen, mit der „LZ Hindenburg" in die große Wahlschlacht des deutschen Volkes eingreift Aus dem gewaltigen Bauch des Luftschiffes ertönt plötzlich Marschmusik. „LZ Hindenburg" hat nicht nur eine Sendeanlage für den Rundfunk an Bord, sondern er sendet auch direkt an die von ihm überflogenen Städte. „Das Ziel des Führers: etn Frieden der Ehre, der Weg dazu ein einiges V o 1 k!" ruft er soeben mit lauter Stimme, und erstaunt vernehmen die Leute drunten die Botschaft aus den Lüften. Fanfaren und dann die mahnende Aufforderung: „Gebt eureStimme demFührer". Die Fahrt geht weiter. Lieber Nürnberg nach Bayreuth Um 17.30 Uhr erschien das Luftschiff „LZ 129" über der Stadt der Reichsparteitage und zog fast lautlos in etwa 200 Meter Höhe feine Ehrenrunde über der Burg. Im Nu war alles an den Fenstern und auf den Straßen und jubelte dem ßuftriefen zu. Das Luftschiff hat dann in rascher Fahrt mit Kurs auf Dresden um 20.20 Uhr Chemnitz überflogen. „LZ 129" hat damit feine Verspätung dank der Kraft seiner Motoren bald aufgeho11. Dresden hat „LZ 129" um 21.05 Uhr überflogen, ohne in der Dunkelheit und bei der starken Bewölkung gesehen zu werden. „Bautzen nicht gesehen, ebenso Görlitz und Hirsch- berg. Striegau Lichtschein. Jetzt Kurs Breslau. Höhe 900 Meter. Vorschlägen Schlesienfahrt ab- brechen. Kurs Landsberg—Sommern—Ostpreußen." Um 22.40 Uhr funkte „LZ 129" an „LZ 127": „Vor- schlag einverstanden. Schlesienfahrt abbrechen. Kurs Landsberg—Leba. Wir brechen gleichzeitig jetzt ab, laufen vorauf, erwarten euch zwischen Leba und Tilsit. (Gez.) Lehmann." Königsberg, 27. März. (DNB. Funkspr.) Um 6.25 Uhr traf aus Westen kommend über der Stadt Tilsit „LZ 12 9" („H indenbur g") ein. Es wurde stürmisch von der Bevölkerung begrüßt. Das Luftsckiff flog bis anbie Memelgrenze. In Gumbinnen wurde das Luftschiff um Personen, die bei öffentlichen Verwaltungen oder Betrieben im Sinn des Gesetzes zur Ordnung der Arbeit in öffentlichen Verwaltungen und Betrieben vom 23. März 1934 beschäftigt sind und dort Kin- derzulagen oder Kinderzuschläge beziehen, werden lausende Kinderbeihilfen, die durch die Verordnung vom 24. März 1936 vorgesehen sind, nicht gern ä f) r t. Die laufenden Kinderbeihilfen betragen 10 Mark für das fünfte und jedes weitere Kind, das das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet hat. Beispiel: Der Wochenlohn eines Arbeiters beträgt 40 Mark. Zu seinem Haushalt gehören 7 Kinder unter 16 Jahren Er wird mit Wirkung ab Juli 1936 laufend 30 Mark monatlich durch Postscheck durch das Finanzamt ausgezahlt erhalten. Würde die Zahl der Kinder unter 16 Jahren nur 6 betragen, so würde er 20 Mark monatlich als Kinderbeihilfe ausgezahlt erhalten, und würden nur 5 Kinder unter 16 Jahren zu feinem Haushalt gehören, so würde die monatliche Kinderbeihilfe 10 Mark betragen. Die Präsidenten der Landesfinanzämter können laufende Kinderbeihilfen ausnahmsweise auch dann gewähren, wenn eine allein- stehende Frau für weniger a l s 5 Kinder unter 16 Lebensjahren z u sorgen hat. Der Anspruch auf Auszahlung der laufenden Kinderbeihilfen ist nicht übertragbar und nicht pfändbar. Anrechnung der laufenden Kinderbeihilfen auf Arbeitslosenunterstützung, Krisenunterstützung, Wohlfahrtsunterstützung oder dergl. ist nicht zulässig. Die laufenden Kinderbeihilfen stellen demnach unter allen Umständen eine zusätzliche Hilfe und demgemäß eine Verbesserung der sozialen Lage der kinderreichen Famlie dar. Zusätzliche Hilfe Antragsvordrucke, die zur Erlangung der laufenden Kinderbeihilfen ausgefüllt werden müssen, werden mit Wirkung ab April 1936 durch bie Finanzämter auf Verlangen kostenlos abge- aeben. Der Antrag ist beim Finanzamt zu stellen. Das Finanzamt erteilt dem Antragsteller einen Bescheid und zahlt ihm laufend monatlich durch Postscheck den im Bescheid angegebenen Betrag aus. Durch die Verordnung vom 24. März 1936 werden zunächst etwa 300000 Kinder, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, erfaßt werden. Für diese 300 000 Kinder werden, solange die in der Verordnung vorgeschriebenen Voraussetzungen gegeben sind, laufend 10 Mark monatlich durch das Finanzamt ausgezahlt werden. Es ist beabsichtigt, die Verordnung, sobald die zur Verfügung stehenden Mittel es ermöglichen, auch auf bie Familien auszudehnen, die vier Kinder unter 16 Lebensjahren umfassen, und vielleicht auch den Kreis der Veihilfeberechtigten zu erweitern. Zur Gewährung der laufenden Kinderbeihilfen werden die Rückflüsse aus den gewährten Ehestandsdarlehen verwendet werden. Die Summe dieser Rückflüsse wird bis zum Jahr 1940 fortgesetzt größer werden, weil die Summe der ausgezahlten Ehestandsdarlehen und die Zahl der Darlehensschuldner, die für Tilgungszahlungen in Betracht kommen, fortgesetzt größer werden. Bereits 140000 einmalige Kinderbeihilfen Aus dem Reichsparteitag der Freiheit ist die Verordnung über die Gewährung von Kinderbeihilfen an kinderreiche Familien verkündet worden. Danach werden seit 1. Oktober 1935 auf Antrag einmalige Kinderbeihilfen gewährt, wesentlichsten Voraussetzungen zur Gewährung einmaligen Kinderbeihilfen sind: ;,[/ oeri(W ’Vreni1" ben 'I15 £ie&H b-- s M u T Ai 0 < ff 5“ hisiJf ; «d* *«# i° 7'd. § s-Ä'-L dNi Wahlberechtigt 20. Lebensjahr1 Mw Denke dai Denke dai Niederhausen Gießen 10*A Bahnhofstraße Die Beerdigung findet Sonntag, den 29. März, nachmittags 2.30 Uhr vom Trauerhause, Jungferstr. 3, aus statt. ______________________________________________________1899 0 Allen denen, die unserer lieben Entschlafenen das letzte Geleit gaben, für die überaus reichlichen Kranzspenden, sowie Herrn Pfarrer Weisel für die trostreichen Worte und der Ev. Frauenhilfe auf diesem Wege innigsten Dank. Philipp Kröck nebst allen Angehörigen Fräulein (berufstätig) möchte m. Herr» zwischen 30 uns 40 zwecks Ge« dankenaustausch in Briefwechsel treten. Bei Zuneigung spätere Heirat. Schr.An- geb. unter 01408 an d. Gietz. Anh 350 ccm,i. tadellosem Zustand, billigst z. verkauf. Klein-Linden Schulstr. 25.01410 u i t P. ■ A uns Heute morgen 7 Uhr entschlief sanft nach kurzem schweren Leiden unser lieber, guter Vater, Schwiegervater, Grobvater, Bruder, Schwager und Onkel Gastwirt Wilhelm Herzberger im Alter von 52 Jahren. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Martin Stein und Frau, geb. Herzberger Otto Emrich und Frau, geb. Herzberger Wilhelm Herzberger und Frau, geb. Reidel Frieda Herzberger und 5 Enkelkinder. Harbach, den 26. März 1936. Die Beerdigung findet Samstag, den 28. März, nach- Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Teck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. II. 36: 10 556. Druck und Verlag: Bruhl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. I Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Neues aus Abessinien. Verlegung des italienischen Hauptquartiers nach Amba Aladschi. — Bor einer großen Schlacht am Aschanghi-See. Rom, 26. März. (DNB.) Das Hauptquartier soll sofort nach Fertigstellung der Zufahrtsstraßen nach Amba Aladschi verlegt werden. Diese Tatsache allein beweise, daß Antalo nicht von den Abessiniern besetzt worden sein könne und daßMakallenichtbedroht sei. Es treffe lediglich zu, daß der Negus, vielleicht sogar mit einem starken Heer, am Aschanghi-See liege. Dort dürste auch, wie schon längst vorausgesagt, eine große Schlacht stattfinden. Der Kräfteeinsatz auf beiden Seiten sei groß. Die Abessinier sollen über 70 000 Mann verfügen, darunter auch die Kaiser- Garde und die Kaisertruppen aus Schoawollo und aus Harrar. Sie sollen gut ausgerüstet sein und angeblich 2000 Maschinengewe h r e und 50 moderne Geschütze sowie eine nicht unerhebliche Zahl von Flugabwehrgeschutzen, ,edoch kaum Flugzeuge mit sich führen. Die italienischen Armeekorps, die sich in taktisch hervorragender Stellung befänden, seien z u r D e r- nichtuäg des Gegners bereit. Der Negus sei entschlossen, entsprechend der alten abessinischen Tradition, das Heer persönlich zu führen. Auch die K a i s e r i n sei aus Dessie in die Provinz abgereist. Infolge ständiger Beunruhigung des Hauptquartiers durch italienische Flieger, wechsele der Negus m der Gegend des Aschanghi-Sees ständig den Platz. Das deutsche Geschäft der „Phönix". Zu unserer gestrigen Meldung über einschneidende Maßnahmen zur Rettung der ö st e r r e i ch l- schen Privatversicherung teilt das Reichsaufsichtsamt für Privatoerficherung mit, daß zu irgendwelchen Befürchtungen für den deutschen Versicherungsbestand des „Phönix" infolge der strengen Kontrollmaßnahmen der Aufsichtsbehörde kein Anlaß besteht. Die Deckungsrücklage ist nach den Wetterbericht des Reichswetlerdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Im Bereich einer flachen Tiefruckrinne ist es in West- und Süddeutschland zu verbreiteten Regen- fällen gekommen, die sich langsam weiter ostwärts ausdehnen. Die lebhafte Wirbeltätigkeit über dem Atlantik und die durch sie bedingte Zufuhr feuchter Meeresluft läßt vorerst noch kein beständigeres Wet- ter aufkommen, doch wird im ganzen genommen der Witterungscharakter wieder freundlicher. Aussichten für Samstag: Wieder mehr wechselnd bewölktes Wetter mit zeitweiliger Auf- heiterung und einzelnen Schauern, Mittagstemperatur zwischen 10 und 15 Grad Celsius, südwestliche Winde. Aussichten für Sonntag: Veränderlich bewölkt und zeitweise auch Regen, mild. Die Bezwingung des Aconcagua durch den Deutschen Link. Dem Bergsteiger Link ist es, wie bereits gemeldet, gelungen, den höchsten ®erg ^meritas in den argentinischen Anden, den 7040 Meter hohen Aconcagua, allein zu besteigen. Es ist dies erstmals, daß dieser Bergriese nur von einem Menschen bestiegen wurde, nachdem 1897 die Bergsteiger zur Brigqen und Vines den Berg gemeinsam erstiegen und im Jahre 1883 der Bergsteiger Gußseldt seinen Angriff auf die Bergspitze bis 6600 Meter Höhe vorgetragen hatte. Die jetzige Besteigung erfolgte im Rahmen einer deutschen Kordilleren-Ex- pedition unter Leitung der Deutschen Link, Holzen und Holland. Alle drei sind in Buenos Aires ansässig. Der Aufbruch der Expedition erfolgte von Mendoza aus, wo die Expeditionsteilnehmer Gäste der argentinischen Garnison waren. Die Expedition hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Aconcagua-Gebiet topographisch und meteorologisch zu erforschen, um am Jahresende hier Segelflüge durchzuführen. Holzey ist Segelflieger. Alle drei sind Mitglieder des Deutsch-Oesterreichischen Alpenvereins. Die Bezwingung des Aconcagua durch Link wurde erreicht nach Einrichtung von acht Lagern und einem neunten Beobachtungslager in 6200 Meter Höhe am Steilhang des Bergmassios. Die alpinistische Leistung entspricht dem Wunsche der Expedition, zur Olympia-Werbung entsprechend dem Wahlspruch der Expeditionsteilnehmer beizutragen: Jeder möge an seinem Platz alle Kraft einsetzen für das Gelingen eines würdigen Olympia! — ein Wort des Reichssportführers von Tschammer und O st e n. Die Expedition hat ihre Gesamtausrüstung aus Deutschland bezogen.______________ Nach langem Leiden entschlief mein lieber Mann, unser lieber Vater Herr Oberst Max von Witzleben Ritter hoher Orden und Johanniter-Ritter Gestern mittag 1.30 Uhr entschlief sanft nach kurzem, schweren Leiden mein lieber Sohn, unser guter treusorgender Vater, Schwiegervater, Grobvater, Bruder, Schwager und Onkel Herr Heinrich Frey III. Bahnarbeiter L R. Ein Wäschestampfer erleichtert auch Ihnen, wie schon so vielen Hausfrauen die harte Arbeit des Waschtages Schon von Ritt. 5.60 an erhalten Sie einen solchen Wäschestampfer mit voller Garantie für einwandfreies Arbeiten MM sofort z. Aushilfe gesucht. OU16 Ludwigstr. 8 I. J.B.Häuser Gießen Am Oswaldsgarten, Fernruf Nr. 2145/2146 trauernden Hinterbliebenen: Eric von Witzleben Detlev von Witzleben Elsa von Witzleben, geb. Brandts Gießen (Haus Wendelstein). Die Bestattung fand wunschgemäß in der Stille statt. „Blutreinigungskuren sind besonders im Frühjahr von sehr nützlicherWirkung für den ganzen Körper.“ Machen Sie deshalb jetzt eine Blutreinigungskur mit Richters Frtthstttckstee Paket 1.—, 1.80,225 Mk. Ebns-Tee.....1.50, 2.— Mk. Dr.-Janssen-Tee ... 2.— Mk. Estidro Blntrelnignngstee -.40, -.75 Mk. Solch eine Kuristnichtlästig und macht Sie gesünder. Rat erteilt Ihnen in diesen Fragen Ihr Fachdrogist roW war % r Unheil, SfHfiV Sie'r t LV'SteitV N Qud. J Unter .“'9' Kcg|i d>°d R'»"1 N h A !ein Ip’Irit?'1“? M! HK j nN( ’Nv Unb be Fünf Tole bei einem Flugzeugunglück in England. Ein schweres Flugzeugunglück ereignete sich bei Southampton in New Forest in England. Die fünf Insassen fanden dabei den Tod. Die ab- gestürzte Maschine gehörte der Commercial Air Hire in Croyden, die vom Luftfahrtministerium zu Uebungszwecken gemietet worden war. Unter den Toten befindet sich auch eine Frau, die regelmäßig an den Nachtflügen teilnahm. sind umfangreiche private Hilfsmaßnahmen emg» leitet worden. Der Bürgermeister von Sevilla hc sich nach Madrid begeben, um die Regierung um dringende Unterstützung zu ersuchen. Auch in der Provinz Salamanca ist der Hochwasserschaden sehr bedeutend. In Fuente Palerma stürzten 17 Hauser ein. In Ciudad Real sind bisher Werte von einer halben Million Peseten vernichtet worden. <$atb0- Motsvvad rnguternZustand für 180 Mk. zu verkaufen. - Be- sichtigunaSams- tag bei Gastwirt Boller von 14 bis 18 Uhr. 01407 Vorschriften des deutschen Aufsichtsgesetzes belegt; der Deckungsstock ist mit Sperrvermerk z u - gunsten des Reichsaufsichtsamtes bei der Preußischen bzw. Bayerischen Staatsbank hinterlegt. , Aus aller Welt. Acht Deutsche bei einem Flugzeug- unglück in Mexiko umsLeben gekommen. Ein dreimotoriges Ford-Flugzeug der Mexikanischen Luftverkehrsgesellschaft, das sich mit einer deutschen Reisegesellschaft auf einem Sonderflug von Mexiko-Stadt nach Guatemala- Stadt befand, ist in dem Gebirgspaß zwischen den Vulkanen Popocatepetl und Jxtaccihuatl a b g e- st ü r z t. Die zehn Fluggäste, darunter acht Deutsche, und vier Mann Besatzung wurden getötet. Die mexikanische Gesellschaft gab die Namen der getöteten Deutschen wie folgt an: Adolf Fürst z u Schaumburg-Lippe, Fürstin Elisabeth zu Schaumburg-Lippe, Siegmund Freiherr von Stieb er, Frau Dora Thein, Fräulein Viktoria Thein, Fräulein Marie Margarethe Harder, Fräulein Elisabeth Schroer und Fräulein Lisbeth Pust. Gleichfalls ums Leben gekommen ist Dr. von Rohonczy, ein Ungar, während das letzte Opfer, Adolf Franz I g l e r , österreichischer Staatsangehöriger ist. Der Flugzeugführer war Mexikaner und der zweite Flugzeugführer Amerikaner. Das Flugzeug hatte nach seinem Start in Mexiko halbstündlich über seinen Standort, zuletzt über Amecameca, berichtet. Als dann kein weiterer Bericht eintraf, flog ein Flugzeug der Panamerican Airways von Mexiko ab, um nach dem verschollenen Flugzeug zu suchen. Es fand schließlich die Trümmer des verbrannten Flugzeuges in dem Gebirgspaß auf. Von Mexiko sind zwei Autos mit Rettungsmannschaften abgegangen, um die Verunglückten zu bergen. Große Ueberschwemmungen in Spanien. Aus Sevilla werden weitere Hochwasserschäden gemeldet.. Für die durch die Ueberschwemmungen obdachlos gewordenen Familien Bäckergeselle der Konditorei versteht und am 'deutschen Ofen arbeiten kann, gesucht. Omi? Bäckerei Divvel Bahnhofstratze12 Für Gartenwirtschaft i-kriedher, nett., freundlich. Mädel 23-25Jahre, 3 um Bedienen u.etw. Hausarb.gesucht. GuteBehandl.u. Verdienst. Vorzustellen Montag im Ca!6 Schwari am Bahnhof zw. ■ 211—lM3 Uhr. BolislümlW HfltttP MMM In reichbebildcrten, leichtverständl. Werken und in verschiede- nen Preislagen bieten unsere Verlagserzeua» nisse. Sie vermitteln einen tiefen Einblick in die Geheimnisse des Naturgeschehen» und damit durch et« weitertes Wissen et« höhteFreudeanden vielfältigen Schön» heilen der Natur. Verlangen Sie Pro. spekte und Probe« hefte der Zeitschrift „Der Naturforscher" QugoBemQhie! Betlag Bttiin-fWerftiOe Der vomBundeS* Präsidenten qtt* geordn.Gemenu schaftsempfans der Jührerrede am28.Märzl936 finbeti.Aqnarie» statt. 15.45 Uhr muß alles aut Stelle sein, ism® Seil Hitler I chwender Kameradachaftshinr. -es ' Werte verkann N'K'L ' im Gefühl, das 1 Üitersrente \ i ch Düljer kann nur Nmsch den hoher :1 krsicherung voll । : en nicht verweich • nehmen. Sie lätz I leit des Schadet : non jedem einzel . Kräften liegt, s ü Das Dritte R fchafsenden Volk- Dom Betrieb« , Gefolgschastsmitg unb sm das Alt (Deshalb leistet a Zur Sozialve tümmerl sich um unb bas Hßofler Wenfäen bebroljer einzelnen oder MW gegenül reidjen. Sv sieht i für alle ein u garantieren ^n. Nur in Der der Volksgenosse । j! Persönlichkeit, di< nähren kann, er, I , Wenn so die !' W Anforderun. r*s dem Lers ! ^hre nati , ®t e" Uld älntli ®runö aus Deräni "5 bereits Z ' $bas Sefamtc $ rr,d>l'< mur 6ta, ' 10 r m®05 MM § : 3lritten$yii|1 S.30 meroilkl M Alleinverkauf: .| nuBle Abkehr von • • cis Seineinschaft bi Kg sie Selbsthilfe 11 ;kioährt, liegt iHv l| ckrscheidet sie si Ikt der ösfentliche 1 Keine andere I Kleiner Büamöeflanö Tannen, Fichte und Birke zum Abholzen zu verkaufen. Schrift!. Angeb. u. 1904D an d. Gieß. Anz. | Vermietungen"! 7-Zimm.-Wohnung Badezimm.,Balkon und Heizung Frankf.Str.34v. v.I.Maiz.verm. Näher. A. Becker Kevlerstratze 9. Telefon 3804. 3 Zimmer Küche, Bad komplett eingericht., u. Balkon (9teu- bau - Wohnung) per 1. April zu vermiet.Schriftl. Angeb. u. 1892V an o. Gietz. '11 nz. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme und die Blumenspenden beim Heimgang unserer lieben Brigitte sagen wir hiermit unseren herzlichsten Dank. August Kimmel und Frau nebst Großeltern. Gieben (Fröbelstrabe 8), den 26. März 1936. __________________________________1883 D Keine Zeugnisse in Urschrift lonbem nur Zeugnis- abschristen dem Bewerbungsschreiben beilegen I — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur Vermeidung von Verlusten aus der Rückseite Namen und Anschrift oeS Bewerbers tragen! Junges Mädchen das alle Hausarbeiten versteht, und bürgerl. koch, kann, für sof.ges. FrauKalbfleisch Liebigstr.66. 19Wd Verkäufe | Schiacblziege zu verkauf, ouu Ebelstraste 22II. KAISERS KAFFEE $n9lanb sa «i. ??: !tr.Z4 Zweiter Bluff Oie soziale Mission des Staates. Utfort 'st es in ■n Negen. r„ ofttDärti Uber b,„ or feuchtff Jeres ®et, )ninien bet Eder mehr l'ger Auf. Qslempera. üdwestlichr säuberlich " ^nge. >e Silber: | Feuilleton: \ e>l: Ern t ^crantwori. '■ r Kümmel. Drühl'fcht mge,8.:®., ich 25 Pf. Pf- mehr. 95 15 Pf, r. 1935 gültig. , j Don Dr. Johannes Krohn, Staatssekretär fesMichS'UndpreußischenÄrbeitsministermms. NSK. Nicht viele Einrichtungen unseres öffent- lchen Lebens gründen sich so deutlich auf alte deutsche Rechtsüberzeugungen wie die deutsche Sozialversicherung. Es ist daher auch kein Zufall, daß Adolf Hitler mit seiner Regierung sich ju ihr bekennt und zu erkennen gegeben hat, daß er ntschlossen ist, dieses hohe soziale Gut zu erhalten mb zu mehren. Damit ist die Gewähr gegeben, daß die große tzdee der deutschen Sozialversicherung wieder von c.len deutschen Volksgenossen lebendiaer erfaßt rird. Denn es ist leider immer wieder festzustellen, hiß die Sozialversicherung oft noch in ihrem wah- t?n Werte verkannt und daher unterschätzt wird. 6ie ist Selbsthilfe, durchgeführt in einer (Gemeinschaft. Sie verlangt von jedem 23er» scherten Leistung an d i e Gemeinschaft, xbt ihm dafür aber auch Ansprüche. Sie ist be- „Jungwähler denke daran!" Wahlberechtigt ist, wer am 29. März sein 20. Lebensjahr vollendet hat, d. h. wer am 29. März zwanzig Jahre alt geworden ist. Denke daran, junger Deutscher! Denke daran, deutsches Mädel! irRM.186-" schon w fr A0 monatW Mleinverkauf, liederhausö 6i6öe" Bahnhof NM sO Ml'' y J (betuH1gf :.W SM Konditorei eilt und out ’rtien Cfeti 'eiten kann, Ä. opu etei Tivdel nbossttahelL : (Börtenrowt» [ iti.Frledbtri freundlich, Mädel ^Iahre.m lienenu.etro, löarb.gesuchi, teSebanblu. rbienlt. Cor ellen Montag Cali Schwart Bahnhof B, 1-J/.13 Uhr. Kultur und Kunst im neuen Deutschland. Von Dr. Erwin Kroll. Drei Jahre nationalsozialistischer Regierung haben Wssen und Antlitz des deutschen Staates so von Z und aus verändert, daß zwischen Einst und Jetzt urs bereits Welten zu liegen scheinen. Nicht nur, log das gesamte Staatsgefüge in einheitlichem Bau nu errichtet wurde, auch das geistige Leben he» deutschen Menschen ist so fest mit dem Leben Nfes neuen Staates verankert worden, daß für oLes, was man Kultur nennt, neue Lebens- ifl r m e n entstanden. So beginnt auch die Kunst im .3 itten Reich ein neues Gesicht zu zeigen. Sie ist ois ihrem Sonderdasein, das allzuoft nur Schmuck, 3rftreuung oder Künstelei bedeutete, herausgetreten hä) hat sich wieder ganz in den Dien st des Boltes gestellt. Die vergangenen drei Jahre haben ö! rden. Jnter den Künstlern ist es vor allem die Musik, Je- der neue Staat als der einfachsten und mensch- ir.sten Kunst seine Aufmerksamkeit geschenkt hat. 2)t rch die Schöpfung der Reichsmusikkammer d. rbe ein jahrhundertealter Wunschtraum der deutle Musiker erfüllt. Diese Kammer lst mcht nur it Standesorganisation der deutschen Berufsmusiker- loft, sondern überwacht auch das große Gebiet der ^Äenmusikpflege, besonders das Chorwesen und die 3 Iksmusikpflege. Durch die neugeschaffenen großen irrgememben ist zum erstenmal nach Jahrhunderten irsder die Möglichkeit gegeben, daß Musik wirklich im e volkstümliche Kunst wird. Auch da- urd), daß das musikalische Erziehungswesen in den shulen sich immer eifriger auf die großen Ziele der liichsmusikkammer einzustellen beginnt, wird die I Näherung von Volk und Musik begünstigt. Beim hmgoolt und bei der Hitler-Jugend erlebt das ins gezeigt, daß damit keinerlei Wertminderung verknüpft war. Im Gegenteil, es ist mehr als Klarheit, I Reinheit, Stilsicherheit in die deutsche Kunst gekom- । m. n. Der Dank dafür gebührt zunächst der neuer ichteten Reichskulturkammer und ihren Einzelkammern. Sie haben dem Durch- und Gegen- dr ander des deutschen Kulturlebens kurz entschlossen tir Ende gemacht, indem sie zunächst klare Verhältnisse zwischen „Erzeugern" und „Verbrauchern" Men. Sie sind bemüht, überall den Letstungs- drrchschnitt zu heben, sie rücken der Arbetts- c s i q k e i t unter den Künstlern ernstlich zu Selbe. ® er auch das Publikum ist — vor allem durch die ÜlS -Kulturgemeinde und die NS. - Ge- ni inschaft „Kraft durch Freude" — geschlossen wie ni zuvor an die deutschen Kulturgüter herangefuhrt rußte Abkehr vom Individualismus. Ihr Wesen cs Gemeinschaft bestimmt ihren Charakter. Darin, tiß sie Selbsthilfe verlangt und Rechtsansprüche x: währt, liegt ihre sittliche Stärke. Durch beides Nterscheidet sie sich zu ihrem Vorteil von jeder Srt der öffentlichen Fürsorge oder Versorgung. Keine andere Form der Fürsorge gibt solche Sicherheit der Leistung, verbunden mit bm Gefühl, das Krankengeld, die Invaliden- oder Ltersrente sich selbst verdient zu haben, kkaher kann nur der freie, aufrechte und starke Mensch den hohen sittlichen Gedanken der Sozial- virsicherung voll erfassen. Diese will den Dersicher- ki nicht verweichlichen und ihm alles Wagnis ab? nchmen. lvie läßt darum den Versicherten einen T>il des Schadens selb st tragen und fordert D.m jedem einzelnen, daß er, soweit es in seinen Säften liegt, für sich s e l b st einsteht. Das Dritte Reich, das die Verbundenheit aller fc affenden Volksgenossen betont, muß aber auch vlmi Betriebsführer fordern, daß er seinem E»folgschaftsmitglied die Vorsorge gegen Krankheit ur. b für das Alter erleichtert und ihm dabei hilft, ^shalb leistet auch der Unternehmer Beiträge zur Sozialversicherung. Auch der Staat fümtnert sich um die Gefahren, die die Gesundheit j ir b das Wohlergehen des schaffenden deutschen Vi?nschen bedrohen. Er tritt da ein, wo die Kräfte bis einzelnen ober die Kräfte einer kleineren Ge- ir-inschaft gegenüber Schicksalsschlägen nicht aus- n chen. So steht in der Sozialversicherung einer \. r alle ein und alle, d. h. die Gemeinschaft, garantieren d i e Existenz des einzelne n. Nur in Verwirklichung dieser Grundsätze kann bir Volksgenosse zu einer starken und selbstbewußten P-rsönlichkeit, die im Kampfe des Lebens sich berühren kann, erzogen werden. Menn so die Sozialversicherung an den einzelnen h(3)e Anforderungen stellen muß, so läßt sie ande- tk-seits dem Versicherten aber auch die wohltätigen rschjedenes WH Mit- MM rrichbebild-N«, hwustindl. «w unö in otr|ä)it-f 1 «Preislagen H«’ ;5laturgtW ö camitDu’^ iltrttrDisienv hieFreudean»' Mg-nSi-P"', ’eVjlirorforl»«1 ifloBcnBW Beflog Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Herzliche Begrüßung des Führers. M •< ''W .. z - ? Ein glücklicher Schnappschuß von den-Wahlreifen des Führers durch Deutschland. Auf der Durchfahrt nach Ludwigshafen und Mannheim wurde ihm auf dem Bahnhof in Halle von der begeisterten Menschenmenge ein jubelnder Empfang bereitet Freundlich antwortete der Führer auf die Jubelrufe. (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) Folgen seiner Einordnung in eine Gemeinschaft spüren. Sie erspart ihm, zur öffentlichen Fürsorge zu gehen, sie demütig nicht durch Almosen, sondern gibt dem Versicherten einen Rechtsanspruch a u f Hilfe, den er sich selbst durch seine Beiträge verdient hat. Für die Durchsetzung des Rechtsanspruches wird ihm ein vom Staate garantiertes Rechtsverfahren zur Verfügung gestellt. Der Arbeiter und Angestellte braucht also nicht zu betteln oder zu bitten, sondern kann seine im Gesetz 'festgelegten und umgrenzten Ansprüche geltend machen. In welchem Umfange die Sozialversicherung solche Ansprüche erfüllt, mögen einzelne Zahlen berichten. Die Ausgaben des deutschen Volkes für die Sozialversicherung in Form von Beiträgen und Steuermitteln betrugen im Jahre 1934 fast 3,5 Milliarden RM. Hiervon wurden in Form von Beiträgen 1,5 Milliarden RM. von den Versicherten, 1,3 Milliarden RM. von den Betriebsführern und 540 Millionen RM. vom Reich aufgebracht. Diesem Versicherungsaufwand standen an Versicherungs l e 1 st u n g e n für Krankenhilfe, Wochenhilfe, Gesundheitsfürsorge aus der Krankenversicherung, Unfallrenten, Unfallfürsorge, Invaliden-, Witwen- und Waisenrenten, Heilfürsorge, Ruhegelder, Hinterbliebenenrenten, Heilverfahren und Knappschastspensionen 3,1 Milliarden gegenüber. Der Jahresumsatz der deutschen Sozialversicherung (Einnahmen plus Ausgaben) beträgt rund 7,1 Milliarden RM. Damit ist es um etwa 400 Millionen höher als die gesamten Einnahmen und Ausgaben der Deutschen Reichsbahn. Wie sorgfältig und sparsam mit den Beiträgen umgegangen wird, beweist, datz trotz dieses Riesenumsatzes für die Verwaltung nur etwa 257 Millionen RM. jährlich — das sind nur 6,9 v. H. der Einnahmen — ausgegeben wurden. Wohl bei keinem öffentlichen oder privaten Unternehmen dürfte der Unkostensatz so niedrig sein. Ich muß es mir versagen, im einzelnen darzulegen, was diese nüchternen Zahlen an Leistungen für die Gesundheit des Volkes und die Erhaltung deutsche Lied und das G em einschaftsmusi- zieren einen neuen Frühling. Es wäre unbillig, zu verlangen, daß die angebahnte innere Erneuerung des deutschen Musikers sich nun auch schon in einem völlig neuen, bis in den Grund hinein volksverbundenen deutschen Musikschaffen offenbare. Trotzdem zeigen sich auch hier bereits so viele neue, verheißungsvolle Ansätze, daß uns um die Zukunft nicht bange zu sein braucht. Die Gefahren einer überkünstelten, volksfremden Atonalität sind überwunden. Ueberall ist man zu neuen Bindungen der Aorm gekommen und hat dabei nicht nur an frühere Stile, sondern auch an die vielverlästerte Romantik wieder angeknüpft. Wie das neue Deutschland uns die Volkslieder geschenkt hat, so hat es auch der Kunstmusik neue Antriebe gegeben. Selbst auf dem Gebiete der Oper kündigt sich, wie Werner E g k s „Z a u b e r g e i g e" und einige Bühnenschöpfungen anderer Komponisten beweisen, ein volksnahes Wollen an. An der Erneuerung der deutschen Musik hat auch der R u n d f u n k seinen wohlbemessenen Anteil. Denn er steigerte das Bedürfnis nach guter Musik und hob das Verständnis für sie. Er bemüht sich erfolgreich umdieVeredelungderUnterhaltungs- musik und ist daneben bestrebt, die Schätze unserer großen musikalischen Vergangenheit wie die musikalischen Meisterwerke der Gegenwart unserem Volke zu erschließen. Aber er erschöpft sich nicht im Musikalischen und in sonstiger Unterhaltung, Erbauung und Belehrung. In nie geahnter Weise ist er O h r und Mund ber ganzen Nation geworden. Dabei stieg die Zahl der Rundfunkhörer über die siebente Million, und während die Hörer-Zugänge sich früher höchstens auf 400 000 jährlich beliefen, betrugen sie in den letzten beiden Jahren jedesmal über eine Million. Diese gewaltigen Zahlen erhöhen sich aber noch um ein Beträchtliches, wenn man an die vielfachen Formen des Gemeinschaftsempfanges denkt, der heute überall in Deutschland eingerichtet ist. Rundfunk und Staat — sie sind bei uns enger verbunden denn je, sie sind aneinander gewachsen. Durch den Rundfunk spricht der Staat zum Volke, der Rundfunk ist das vorzüglichste Werbemittel, die Ideen des Dolksstaates zu verwirklichen und zu verallgemeinern. Er sorgt für das Unterhaltungsbedürfnis feiner Hörer im reichen Maße, daneben aber vermittelt er ihnen alles, was geeignet ist, zum Erlebnis der Volksgemeinschaft zu führen. Man hat bisweilen auf die Gefahren hingewiesen, die durch die stärker anwachsende Verbreitung des Rundfunks für den Kunstgenuß, insbesondere für das tätige Musizieren und den Konzert- und Theaterbetrieb entstanden find. Aber ganz abgesehen davon, daß im Rundfunk immer wieher auch Gelegenheiten der Arbeitskraft und für unsere Wirtschaft an sich einschließen. Sie sollen nur auf die Tatsache Hinweisen, daß ohne die Hilfe der Sozialversicherung der einzelne gegenüber den Schicksalsschlägen, die ihn bedrohen, machtlos wäre. Diese Tatsache wird noch deutlicher, wenn man feststellt, daß rund e i n Drittel des deutschen Volkes oder zwei Drittel aller Erwerbstätigen von der Sozialverfiche- runa unmittelbar a 15 Versicherte betreut roeroen. Wir zählen 20,5 Millionen Versicherte in der Krankenversicherung, 24 Millionen Unfallversicherte, 17,5 Millionen Jnvalidenversicherte, 4 Millionen Angestelltenversicherte und über eine halbe Million knappschaftlich Versicherte. Jeder dritte Deutsche und mit seinen Angehörigen jeder zweite Deutsche ist gesetzlich gegen Krankheit versichert. Don den im Jahre 1934 gezählten 1,2 Millionen Lebendgeborenen standen 720 000 — das sind v on dreiNeugeborenen f a ft d m e i — im Schutze der Krankenversicherung, die dafür rund 90 Millionen RM. an Wochenhilfe leistete. Gerade bei der Krankenversicherung wird es besonders deutlich, daß die Sozialversicherung den Versicherten nicht nur als Einzelperson, als Einzelschicksal sieht, sondern ihm in seiner gesamten sozialen Stellung, insbesondere auch entsprechend seiner Stellung in der Familie, der Zelle der Nation, gerecht zu werden versucht. Die Sozialversicherung begnügt sich nicht damit, erst zu helfen, wenn der Versicherte bereits erkrankt oder schon arbeitsunfähig ist, sondern ihr gilt als oberster Grundsatz: Schaden verhüten ist besser, als Schaden vergüten! Deshalb betreibt sie in großem Umfange eine vorbeugende Gefundheits- f ü rf 0 r g e, die großzügig auch die häusliche Umgebung des Versicherten in die Maßnahmen miteinbezieht. Dadurch hat sie eine ausschlaggebende Bedeutung für die Erhaltung und Höherentwicklung der Volkskraft und Volksgesundheit. Daraus erhellt ohne weiteres ihr ungeheurer Wert für die E r - Haltung der Wehrkraft unseres Volkes. Wehrmacht und Sozialversicherung dienen beide der für ein Gemeinschaftsmusizieren gegeben ist, scheint eine ernste Gefahr für das deutsche Musikleben ebensowenig zu bestehen wie für das Theater, das ja durch den Film auch nicht so stark bedroht scheint, wie man es zunächst annahm. Es sprechen sogar mancherlei Anzeichen dafür, daß wir dank der Tätigkeit der Reichstheaterkammer auf eine neueBlüte des deutschen Theaterlebens hoffen dürfen. Auch hier hat sich die Reinigung und Ordnung gut bewährt. Die Zahl der an reichsdeutfchen Bühnen eingestellten Personen hat sich gegen das Jahr 1932/33 um 4000 vermehrt. Eine ganze Anzahl von Bühnen, die damals geschlossen waren, haben inzwischen ihre Pforten wieder geöffnet. Gewiß fehlt es uns noch immer an Stücken von wirklich zeitnaher Dramatik, aber dafür sind wir von der Pest schlüpfriger Possen und Operetten befreit worden. Die Klassiker haben in den Spielplänen wieder den ihnen gebührenden Platz erhalten. Die Schreckensherrschaft größenwahnsinniger Regisseure hat aufgehört. Dor allem aber: das Theater ist wieder eine Angelegenheit des ganzen Volkes, nicht nur einiger bevorzugter Klassen geworden. Der Angst, in schlecht besuchten Häusern zu spielen, sind Künstler wie Intendanten längst enthoben. Werfen wir zum Schluß einen Blick auf die Entwicklung der bildenden K ü n st e, so können wir auch hier wie überall neues Keimen und rüstigen Anstieg beobachten. Der stolze Wille des neuen Staates hat in einer Reihe gewaltiger Bau - t e n feinen Ausdruck gewonnen, die mit ihrer maßvollen, schönen Sachlichkeit eine beredte Sprache führen. Ob bildende, ob redende Künste — jede Kulturäußerung steht heute im Zeichen des neuen Deutschland. Uns aber, die wir dieser Kultur teilhaftig sind, erwächst in einem Augenblicke, wo für dieses Reich ein neuer Abschnitt außen- und innenpolitischen Lebens beginnt, die Pflicht, Treue mit Treue zu vergelten. „Mädchenjahre einer Königin." Wenn man sich erinnert, Jenny Iugv erst kürzlich in Shaws „Pygmalion" gesehen und sie als Blumenmädchen Eliza Doolittle reizend gesunden zu haben, so mag man etwas überrascht und auch besorgt sein, wenn man lieft, daß sie nun die Königin Viktoria von England zu spielen unternimmt: in einem historischen Film der Rota, für den Ernst Marischka das Drehbuch geschrieben hat. Man sieht zunächst keinerlei Verbindungslinien, die von der Doolittle zur Queen führen, aber es ist zu bedenken, daß es sich nicht um die alte, sondern um die junge Queen handelt, daß es sich um ein Lustspiel handelt, und daß der Akzent im ganzen viel weniger auf dem Historischen als 5reitag, 27. März M6 Aufgabe der Erziehung, Förderung und Erhaltung eines gesunden und damit wehrhaften freien deutschen Geschlechts. Bei der Machtübernahme hatte der Führer die Sozialversicherung in einer trostlosen finanziellen Lage vorgefunden. Die Ausgaben überstiegen bei weitem die Einnahmen. Man lebte bereits vom Vermögen. Die ungeheure Gefahr des Zusammenbruchs rückte immer näher. Es war daher eine soziale Großtat der Reichsregierung, daß sie so schnell nach der Machtübernahme mit einem entscheidenden Werke der Arbeiterschaft die Sicherung ihrer Invaliden-, Alters - und Hinter- bliebenenoerforgung roieöergab. Die Arbeiterschaft hat dies auch dankbar anerkannt. Inzwischen ist das große Reformwerk begonnen worden und steht vor seiner Vollendung. Die Sozialversicherung des nationalsozialistschen Staates wird so organisiert sein, daß der Einsatz der Mittel den größtmöglichen Erfolg gewährleistet, damit vor allem das vorbeugende Wirken der Sozialversicherung erheblich verbessert werden kann. Alles dies beweist, daß es der Reichsregierung ernst ist mit ihrem Bekenntniszur sozialen Mission des Staates. Deshalb ist die Regierung unermüdlich bestrebt, all das zu tun, was dem Wohl des schaffenden Volksgenossen dient. Für die Richtung ihrer Sozialpolitik ist der Wille maßgebend, die Lebenshaltung der deutschen Arbeiterschaft zu heben und stets den sozialen Gedanken zu wahren. Göring gibt Autogramme. Der preußische Ministerpräsident und Oberbefehlshaber der Luftwaffe Hermann Göring besuchte Stuttgart, wo ihm eine zahllose Menschenmenge begeisterte Ovationen darbrachte. Die Fahrt des Ministerpräsidenten zur Stadthalle, wo er seine Wahlrede hielt, war ein wahrer Triumphzug. — Unser Bild zeigt den Ministerpräsidenten auf dem Weißenhof in Stuttgart, wo er bereitwillig Autogramme verteilte. (Presse-Bild-Zentrale-M.) auf dem Menschlichen liegt. Wir vermögen im Augenblick nicht zu sagen, wie weit die Fabel, die sich da vor unseren Augen abrollt, Anspruch auf geschichtliche Treue erheben kann; es ist sogar zu bezweifeln, daß dies alles gewissermaßen staatsaktenmäßig belegt werden konnte, aber darauf kommt es ja wohl auch nicht so sehr an. Es sollte geschildert werden, wie die blutjunge, ja noch kindliche Prinzessin von Kent nach dem Tode des Königs sich höchst überraschend vor die bestürzende Ausgabe gestellt sieht, den englischen Thron au besteigen und zu regieren; der kleine Zeitabschnitt, den die Fabel umspannt, reicht eben von diesem Augenblick bis zur Verlobung Viktorias mit dem Prinzen Albert von Sachsen-Koburg-Gotha. Und es sind merkwürdigerweise ziemlich genau die gleichen Wesenszüge, welche zwei grundverschiedene Rollen in der leichten Hand einer Schauspielerin sv liebenswert und anziehend machen: ihre Einfachheit und unverbildete Natürlichkeit, ihre Heiterkeit und ihr warmes Herz, ihre Willenskraft und ihr gesunder Sinn für die Beurteilung von Menschen und Verhältnissen. Viktoria nimmt die Aufgabe auf sich, die ihr gestellt ist, und sie wird damit fertig: sie läßt sich nicht mehr „beraten" und bevormunden, sondern sie entwickelt sich über- raschend zu einer Persönlichkeit, welche nicht nur das Schicksal ihres Landes, sondern auch ihr eigenes Geschick nach ihrem Willen und Herzen zu lenken bemüht und befähigt erscheint. Im Mittelpunkt steht die durchaus lustspielhafte Verlobungsgeschichte; die ist so hübsch und natürlich gespielt, immer innerhalb einer unsichtbaren, aber empfindlich spür- baren Grenze (deren Ueberschreitung in ein plattes Possenspiel führen würde) — daß man sich an der naiven Anmut und Drolerie der jungen Viktoria, wie die I u g 0 sie gibt, ungetrübt freuen kann. Es wird unter der großzügigen und psychologisch ge- schickten Leitung von Erich Engel überhaupt sehr apart gespielt. Otto Treßler (man entsinnt sich seiner wohl aus der „Insel") ist ein scharmanter und gescheiter Ministerpräsident; auch Olga Lim- bürg (Herzogin von Kent) und Paul Henckels (Leopold von Belgien) werden höchst anerkennenswert mit recht undankbaren Aufgaben fertig. Friedrich Genfer, bisher unbekannt, macht den Koburger durchaus überzeugend (man begreift Viktorias Wahl sofort). Waldau, als sein Begleiter, gibt eine köstliche Charge, und im großen Ensemble sollten von allem Ren6e S t 0 b r a tu a (Baronin Lehzen) und Heinz S a l f n c r als Lakai George nicht übersehen werden. ♦ Der Film läuft im G l 0 r i a - P a 1 a st. Vom Beiprogramm ist die Bühnenschau zu nennen: 2 Ricardos mit akrobatischen Tänzen; eine ge- fällige und sauber durchgearbeitete Nummer. —r— I >■ Unser Sank ist unsere Stimme awi2,9.?HaA/L LerMrersav uns $mhdf und khre! _ Presse chtfähiger' Im Rhein [ij einer Straße, di Rn verladen hc 110 hnv* fö ..'i v L. feit do, Lust ist, ihn zu sehen und zu hören: tschuhuit sich beide stocksteif gegenüber, dann, mit halber» NZMn Q Olli -^Uhiin' 1 iS® Frühlingstages. 'M»°rrL der Qefm ermub, auch damals wußte ich es i , „ Augenblick eigentlich glücklicher war. Ob das blonde Mädelchen es war oder ob er es war, den sie im Ausland den „Diktator" ,,mS hoM hn* ll!, fragte ich, ob id iti. Es stellte sich isr den gleichen We -'^desMgen sollte « w Men, dar ihüfling not mir zu ii bin Echneidnmeis M M dieser da« Angelec ;'A tnem tzc "men sM, "■ lohnende Mw Arbeiter!" Spricht so ein--Diktator? Das dritte Mal, als ich dicht bei ihm war, tii-a er einen Frack. Es war am Silvesteraberid 19 3 3! Bevor das Jahr in die Vergangen^ it Im vorher kramte ckg bezeichnet hatt i!» Ausweis. Es se 'n Gegend Fremde i; mit ins Auto zu n umhin doch, trotz »cr, einmal um ien handeln könnte. 1200' !'= wiPrdd) alle tote PMr „ «K5°b- ErmnerunGAelchs Jetzt wird es Zeit. Ich hebe sacht den Kolbes - . schiebe den Lauf durch die Schießlücke, und schaks \ im ff1 wie Peitschenknall zerreißt der Schuß die Sm 1 ote .^Ülriu. Un «niolls fiefi’ s- N in A ? Fra ^Aau^ken wj'V« N J?enbe o ^en hob Mr J' begonr nichts froher stimmt, als strahlende Kinderoutzen. Als ich ihn zum zweiten Mal sah und nur wenige Schritte von ihm entfernt war, da war er bereits „Diktator"! Auf dem Tempelhofer Feld in Berlin war es. chakenkreuzfahnen knatterten im Wind. Eine unübersehbare Menschenmenge, die eine Million überschritt, stand vor ihm. Zum ersten Mal im Dritten Reich begingen wir Deutsche den Tag der nationalen Arbeit. Harte, durchfurchte Gesichter waren es, die gläubig zu ihm ausblickten. Sehnige Arme, die gewohnt waren, zuzu- packen, reckten sich zu ihm empor. Er aber stand hochaufgerichtet mit einem glücklichen Leuchten in seinen Augen vor diesem, seinem Volk, dem er selbst entwachsen ist. Und was er sagte, trug diesen Sinn: „Ehret die Arbeit! Achtet den silberglänzend am dunklen Himmel — hocke ich im Schirm, ein paar starken, im Halbrund in die Erde gesteckten Kiefernästen, die gute Deckung geben. Ein altes trockenes Torsloch dahinter, dessen Rand ich mit dem Wettermantel polstere, gibt den Füßen die nötige Stütze. Doch schlagarttg ist es von neuem finster geworden, eine hohe Wolkenbank hat sich vor die Sonne geschoben, bleiernes Grau liegt über der weiten Heioe, die Vogelwelt ist wieder verstummt. Der naßkalte Wind jagt mir einen Schauder nach dem andern über den Rücken. Denn wie alles im Leben hat auch der Ansitz auf den balzenden Birkhahn seine Licht- und Schattenseiten: hohe Weidmannsfreude, aber auch Schnupfen und Ungemach — es ist nicht jedermanns Sache, im eisigen Wind einer Aprilnacht im engen Torfloch zu kauern. Eine Viertelstunde vergeht, es will noch nicht heller werden. Zur Erwärmung und Kurzweil brenne ich die Pfeife an und halte Umschau, so weit das Auge dringt; denn nichts ist verführerischer als im „Hahnenfieber" des düsteren Morgens jeden niedrigen Besenkrautbusch, jede Binselbülte oder Kiefernkussel als Spielhahn anzusprechen und vielleicht gar Dampf darauf zu machen. Im Heidedorf schlägt es fünf; verschwommen ziehen die Glockenschläge mit dem Wind über mich weg. Mooreulen heulen am Waldrand, Bekassinen werden laut, die Kiebitze fangen wieder an zu rufen, schon sind eine Anzahl Hähne in der Runde zu hören; weitweg fällt ein Schuß. Dann ducke ich mich tief und ehrfurchtsvoll — der alte Platzhahn ist seitlich über mich weggestrichen und mit dumpfem Anschlag in die Heide eingefallen. Wie ein schwarzer Klumpen hockt er reglos im Kraut und äugt gegen den Schirm... Aber er hat wohl keinen Verdacht; sonst ließe er nicht das leise Blasen hören, das den Balztanz eröffnet. Jetzt macht er den ersten mannshohen Sprung, und nun noch einen. Mit schwirrendem Geflatter streichen von allen Seiten Hennen herzu und treten leise gockend und die ersten grünen Triebe äsend, zwischen den Jungbirken und Ginsterbüschen umher. Cs ist ein wenig lichter geworden, im Dämmer kann ich erkennen: es ist ein kapitaler Kerl, der da vierzig Schritt vor mir bei verdunkelter Bühne seine Gastrolle beginnt. Denn nun wird er lebendig. Er fächert den Stoß, schiebt ihn wieder zusammen, entfaltet ihn feder- knisternd von neuem und trippelt über das nasse kurze Gras hin und her. Er senkt den Kopf, sträubt die Kehlfedern, dreht sich im Wirbel, kollert und gurgelt, faucht und zischt, rodelt und bläst und schnellt sich meterhoch steil in die Luft, daß es eine des Morgens ... Inzwischen ist es heller Tag geworden. ,t„ _ Frührot überhaucht die fernen Föhrenhügel B 1» ^*">eg leuchtender Glut, ein Sonnenstrahl flutet breit übe 3m. die Heide und im Bruch erwacht das Leben de an seine Zukunft wieder gegeben, auch uns, die wir alle drei sehr lange das bittere Brot der Arbeitslosen essen mußten, er hat aus dem Reich ein von allen Schlacken der Nachkriegszeit befreites Staatswesen gemacht, er hat die deutsche Sozial. Politik tatkräftig gefördert, er hat die Wirt, schäft auf gebaut, er hat durch die Schaffung einer modernen Wehrmacht die Mauer aufgerichtet, in deren Schutz wir alle unserer friedlichen Arbeit nachgehen können. Wer von der Arbeitslosigkeit einmal gründlich hin- und hergeschüttelt worden ist, wer dazu mit offenen Augen durch das Deutschland der Nachkriegszeit ging und mit ebenso offenen Augen die Arbeit des Führers beobachtete, für Den kann es am Wahltag kein Zögern geben. Der wird wie wir mit unseren Frauen dem Führer seine Stimme geben!" Oer Diktator. Zum ersten Mal begegnete ich ihm in der Stille eines mecklenburgischen Guts« imTShj "'M JWn / Oe, den Föhrenbusch zu. Betäubt kauert der Sieger am Boden, Dani rüttelt er sich auf, schüttelt das Gefieder, schlvgi mit den Schwingen, daß ein paar Federn davon [Z" wirbeln, und beginnt den Minnereigen von neuem- sy^er „Es ist für mich und meine Söhne", sagte der Arbeiter einer großen Autofabrik, „eine Selbstverständlichkeit, am 29. März für den Führer zu stimmen. Wir, ich und meine beiden Söhne, gehören zu dem Wirtschaftszweig, dem der Führer seine ganz besondere Aufmerksamkeit geschenkt hat, weil dieser Wirtschaftszweig bet voller Entwicklung Millionen Volksgenossen lohnende Beschäftigung zu geben vermag. Wir sehen in Adolf Hitler den Mann, ohne dessen verantwortungsvolle Regierungsarbeit heute Volk und Staat und Wirtschaft wahrscheinlich schon zerbrochen wären. Er hat dem deutschen Volke den Glauben Hochschulnachnchten. Der Dozent für klassische Philologie Dr. phl habil. Hans Altheim in Frankfurt wird Sommersemester 1936 an der Universität H all«" Wittenberg die Vertretung des erkrank!^ ordentlichen Professors für klassische PhilolM Dr. Diehl übernehmen und gleichzeitig das biet der alten Geschichte vertreten. „Wir geben unsere Stimme dem Führer!" Unbekannte Volksgenossen melden sich zum Wort. tschuhuit. Ein liebestoller Tänzer und Sänger tan|l den Hochzeitsreigen im erwachenden Licht des J)er'fWren m" V ,,tuei1 ben Vorfrühlingsmorgens und lockt und balzt. Drl jj(r legte i Frühling rollt durch die Föhrenwälder, ein lanz» nlich - gedehnter Pfiff kommt herübergezogen, einen 2Iugeny blick verhofft der Troubadour, dann aber setzt drl Gpielhahnbalz Von Franz Hohen. Die Nacht kämpfte noch mit der Dämmerung; ein schmaler blaßgoldener Streif stand über dem östlichen Horizont, doch von Minute zu Minute färbte er sich dunkler und glomm zu feuriger Röte auf. Ueber den HimmelsranÜ zucken kurze goldene Speere, und zwischen den Stämmen der schwarzen Föhrenwälder regt sich matter Dämmer, die gelben Kätzchen der Bandweiden fangen an zu leuchten, die ersten Dogelstirnrnen werden wach, und im Bruch beginnt es zu trillern und zu schmettern. Regenpfeifer flöten, der Heidepieper ruft. Kiebitze gaukeln über die Krüppelkiefern, Rumpfschnepfen meckern im Luch, und in den Föhren läuten und locken die Meisen. Im Osten wird es ein wenig lichter, das matte Silber der zarten weißglänzenden Federwölkchen wird warmes Gold. Grauer Dunst bedeckt leicht den Boden, die Porstbüschel färben sich goldbraun, und nun schiebt sich der Sonnenball blutrot über den Himmelsrand. Das junge, aufschießende Rohr an den Wassergräben wogt im Wind, Binsen flüstern, das Gras an den Moortümpeln blitzt von Tropfen, die Heide ist nah von Reif. Seit einer Stunde — die Mondsichel stand noch Ein Bauarbeiter stellte fest: „Jahre hindurch war ich arbeitslos. Ich lief von Pontius zu Pilatus, um wieder eine Beschäftigung zu finden. Aber die Bautätigkeit war viel zu gering, um allen Bauhandwerkern Arbeit geben zu können. Infolgedessen blieb mir nichts anderes übrig, als mich an die Wohlfahrt zu wenden, um mit Frau und Kindern nicht gänzlich zu verhungern. Meine Frau war damals schon keine Frau mehr, so lastete das Fehlen meines Verdienstes auf ihr. Hinzu kam die Sorge um die Gesundheit unserer Kinder, die gerade damals im Wachstum begriffen waren und an Unterernährung litten. Ein Jammer war es, die Kinder zu betrachten. Der umsichtigen Wirtschaftspolitik des Führers habe ich es zu verdanken, daß ich schon 1933 wieder eine Beschäftigung in meinem Berufe fand. Ich bin seither nicht mehr arbeitslos gewesen. Frau und Kindern geht es wieder besser, wir haben für die Kinder wieder gute Nahrung kaufen können, wir haben uns seither auch wieder manches Stück Kleidung angeschafft, nachdem wir schon vollends abgerissen waren. Es ist ganz selbstverständlich, daß ich dem Mann am 29. März meine Stimme gebe, der mich und Millionen deutscher Volksgenossen aus dem qualvollen Zu st and der Erwerbslosigkeit herausgeführt und in viele hunderttausend Familien wieder Frohsinn und Zufriedenheit hineingebracht hat." ♦ „Ich war vor dem Kriege eingefleischter Sozialdemokrat, ich schwenkte nach dem Kriege noch weiter nach links. Schließlich landete ich bei den Äo mm uni ft en. Als Adolf Hitler in das politische Leben trat, habe ich genau wie meine Parteifreunde über ihn gelacht. Aber ich war kein Her- denvieh, ich wollte auch meinen Gegner kennenlernen, wollte wissen, was er beabsichtigt und wieweit er sich von uns unterscheidet. Dieser Versuch, der meinen Parteifreunden sehr bald bekannt wurde, ist mir nicht gut bekommen. Man brandmarkte mich als Verräter. Ich ließ mich aber nicht irre machen und studierte Adolf Hitlers Programm, an dem mir vieles gefiel. Es hat jedoch Jahre gedauert, bis ich erkannte, daß der Marxismus unser Volk doch niemals aus seiner sozialen, wirtschaftlichen, finanziellen und nationalen Notlage herausführen werde. Ick ging zu Hitler. Ich stehe zu ihm, da mir die drei Jahre seit seiner Machtübernahme gezeigt haben, daß er nicht der Mann der Verheißungen und Versprechungen, sondern der verkörperte Wille und die Tat selbst ist. Er hat gehalten, was er ver- sprach, in seiner Brust schlägt wirklich em Herz für feine Volksgenossen."* „Vor dem Kriege lebte ich im Auslande", erklärte ein weitgereister Mann, „ich habe nach Kriegsende wieder meinen Wanderstab ergriffen. Mein Beruf hat mich durch viele Länder geführt. Vor dem Krieg sprach man überall voller Achtung von Deutschland, 1919, als ich als einer der ersten Deutschen wieder hinausging, ebenfalls noch. Aber damals machte sich bereits eine st arte Enttäu- Ein Bauer sagte uns: „Wir Bauern waren bis zur Machtübernahme durch Adolf Hitler in den Augen weiter Kreise unseres Volkes ,Bauern, also Trampel, Dummköpfe, Idioten und ähnliches. Wagten wir an unsere Sorgen und Nöte zu erinnern, dann schlug uns aus der marxifttsch-liberaliftischen “ " regelmäßig ein Wutgeheul entgegen. Man WM i?" M .e,hl a’m* । |h la rai \"W ü scheute sich nicht, uns für die Preise verantwortlich zu machen, die von der jüdischen Spekulation festgesetzt wurden und das Leben der minderbemittelten Volksschichten verbitterte. Der Sieg Adolf Hitlers hat uns endlich in die Volksgemeinschaft e i n b e z o g e n. Ohne den Führer wurde man noch heute auf den deutschen Landwirt schimpfen, würde man ihn noch weiter ruinieren und wie einst, als wir die schwarze Fahne aufzogen, von Haus und Hof vertreiben. Adolf Hitlers vorbildliche Bauernpolitik hat den Nährst and vor dem Verfall gerettet und damit dem deutschen Volke das Fundament seiner Ernährung erhalten. Adolf Hitler hat S t a d t u n d L a n d w l e- der zufammengeführt, er hat damit ein Werk vollbracht, wie es in der Welt einzig dasteht. Ihm geben wir Bauern und Landwirte unsere Stimme, damit er seine gewaltigen Aufgaben zum Nutzen Deutschlands erfüllen kann." Ungezählte Gespräche über die große Politik und über die kleinen Lebensschicksale haben wir in diesen Tagen gehört und geführt. Einige Stimmen zeichneten wir auf, weil sie die Meinung des unbekannten Volksgenossen über das Zeitgeschehen besonders treffend wiedergeben. „Ich stamme aus dem Ruhrgebiet", sagte uns ein Angestellter, „ich habe die Schrecken des Ruhrkampfes kennengelernt. Sie wären uns erspart geblieben, wenn wir bereits damals wieder ein starkes Heer gehabt hätten. Dem Führer ist es zu danken, daß er durch die Verkündung der Wehrfreiheit den anderen Staaten die Möglichkeit genommen hat, Deutschland noch einmal zu mißhandeln. Wer sein Vaterland liebt, wer niemals wieder fremde Soldateska auf deutschem Boden sehen will, für den kann es am Wahltag nichts anderes als „ eine Stimmabgabe für den Führer, dem Hüter deutscher Freiheit und dem Bürgen deutscyer Sicherheit geben." Gesang mit voller Kraft wieder ein, um von neuem jäh zu verschweigen — ein anderer Hahn ist herzu» gestrichen und auf dem Balzplatz gelandet. Steil und bös richtet Herr Urian sich auf, ganz lang und schlank ist er geroorben; immer höher reckt er den Hals, das ©e fieber wirb glatt uni blank, doch nur auf Augenolicke, bann sträubt ei es von neuem in Zorn unb Eifersucht, denn nui hat er ben Nebenbuhler entdeckt. Kurze Zeit Hockei s ch u n g bemerkbar, niemand verstand, daß wir auch die letzte entehrende Bedingung, die man uns vorsetzte, annahmen. Aus der Enttäuschung bei denen, die uns gut gesinnt waren, wurde allmählich eine V e r a ch t u n g, die in mir immer wieder eine bis zur Siedehitze gesteigerte Wut aufkommen ließ. Aber was konnte ich schon machen, solange mein Volk daheim hinter Demagogen marxistischer und bolschewistischer Abkunft hinterherlief, solange gewisse Kreise den Vaterlandsverrat offen unb ungestraft betreiben bürsten, so lange etwas fehlte, was dem Ausland wieder imponierte. Ich habe die Machtübernahme Abolf Hitlers draußen erlebt, ich merkte sofort, daß man im Auslände bie Zeitenwenbe witterte. Heute, nach bret Jahren, barf ich feststellen, baß man wieder Respekt o o r uns h a t unb uns achtet. Das Ausland beachtet Deutschland heute mit ganz anderen Blicken als zuvor. Es sieht in Deutschland wieder einen Faktor, mit dem man rechnen muß. Schweigende Begegnung. Von Hans Friedrich Blunck. Sie saßen im Zuge einander gegenüber, schon eine Stunde lang, hatten beide den Wunsch, ein höfliches Wort zu sagen ober auch nur in bieser ewigen Wieberholung ber oorüberjagenben Lanb- schaft sich mitzuteilen, eigene Worte zu hören. Im Fluh, ber neben ber Bahnstrecke hochgeschwollen vom Regen vorüberzog, schwamm plötzlich beut- lich erkennbar und nahe am Ufer ein bunter Kin- berball. Die Frau bachte lächelnb an ihr Heim, hörte kleine Stimmen, bie nach ihr riefen unb hätte gewünscht, bavon zu erzählen. Der Mann stellte sich vor, wie rasch ber Ball mit dem Fluß talab triebe, berechnete, wie weit er fahren könnte, bei welchen Häfen er vorbei käme unb welche Gefahren, Sanbe unb Dickichte am Weg ihn auffangen könnten, ehe er bas Meer erreichte. Eine Stabt nahte. Der Zug hielt in ber schmutzig- arauen Bahnhofshalle; Verkäufer, Zeitungshänb- ler rannten bie Abteile entlang. In ber halben Dämmerung bes Himmels, ber den Tag regnerisch überhing, streckten sich die Schienen schwarzblank und düster unter den Gewölben entlang. Die Blicke ber Reisenben folgten ben Strängen; sie sahen, burch bas Fenster schauenb, beibe zugleich eine blauschwarze Taube, bie sich unter bie Halle gewagt hatte unb ruefenb unb pickenb, mitunter unruhig aufschauenb, nach Brotkrumen zwischen ben leeren Geleisen suchte. Der Mann unb bie Frau lächelten; jeber von ihnen sah, bah auch ber anbere hinüberschaute; so nickten sie einanber zu und fühlten sich im Blick verbunden. Der Mann muhte dabei an ben Walb benken, ber jenseits seines Hauses lag, jeben Morgen hörte er bas Ruckuh ber Hohltauben brühen in ben Buchen. Er versuchte ein Wort bavon hinzuwerfen, aber es gelang nicht, er empfanb, bie Frau bachte schon wieder ferner. Die hatte ihre Kinber noch im Sinn gehabt, bie auf sie warteten; ba war bies Tier wie aus einem Bild mitten in ihre Gedanken gekommen. Und weil bie Taube ein Symbol der Religion war, bie ihr Leben beherrschte, sank ihr Blick, von ihren Kinbern abschweifend nach innen. Sie fand nicht Wald, nicht Jagd, nicht Strom, nicht Meer, sie sah ein altes Gemälde, auf dem sie selbst als kleines Mädchen dargestellt war. Von einem frommen Maler war darüber schwebend eine Taube gezeichnet, bie sich auf einem Zweig niederließ. „Hat er recht getan?" bachte sie, prüfte kopffchüttelnb ihr Leben nach unb seufzte lächelnb. Unb bann kam roieber Frühlinaslanb, bas ber Zua jagenb burchfuhr. Die Sonne brach durch; bas Helle Grün ber Birken, bie bräunlichen Spitzen bes fnofpenben Ahorn färbten bie Höhen; bunte! lagen bie Föhren bazwifchen. Die Frau dachte, baß es ein Land gleich biefem gewesen war, burch bas sie einst auf ihrer Brautreise gefahren war. Frühling war ihr nie anbers als Erfüllung langen Wartens, als feimenbe Mütterlichkeit erschienen. Der Mann ihr gegenüber war auch beschwingt von ber Lanbschaft. Der Himmel zerteilte sich, er hob ben Kopf unb hätte von einer großen Reise über See, non fremden Völkern erzählen mögen. Aber es gelang ihm nicht; ber Blick ber Frau lag lächelnb, traumvoll, auf einem Haus mit spielenben Kindern. Er wagte nicht, sie zu stören. „Herrlich ist der Tag," dachte sie und sah die sprießenden Blumen, Wiesenschaumkraut und Löwenzahn in den schwingenden Mulden des Tals. „Schön endet der Tag," dachte der Mann und blickte zu einem Flieger empor, der unhörbar unter ben wehenben Wolken über ben Himmel zog. iepr uno icy giaiwe, • Gefängnis i nicht: wer in „biefem :( yäler s; , Hb ha5-? Ein Mann reist durch Deutschland n OpernhM i(5 Gespräch abseits der ausgefahrenen Gleise ^d) will ja auch nicht abstreiten, daß ich gern m Sode"'.- r ^Heben/ mir diesen Abstecher ver- einem kleine, offen. Wenn t Toldpapier eil as zuerst, bra Bestimmungs- im Geiste, im Schulze. sah und ntir» war, da mar k ipelhofer Feld i n knatterün Ei nschenmenge, Ä ihm. Zum ers« wir Deutsche le ich den Schneidermeister an seinem ort. Das neue Deutschland ist, auch Werden. Wilhelm 6, fragte ich, ob ich ihn irgendwohin mitnehmen le. Es stellte sich heraus, daß wir beide un« )r den gleichen Weg hatten. So kam er in mein i Zwei Jahre noch in Friedenszeiten runter« (CT und ich bin auch im Kriege nicht auf der fft_ube gewesen. Ich glaube, daß ich durch die Eris'e beim Kommis ein anderer, ein stärkerer ich geworden bin. Nicht nur körperlich, was bei als Schneider ja keine große Rolle spielen d,!." Manneszuchl-Mnliespslilht. Im Rheinland, zweite Hälfte März. VII. Das wäre kein Deutscher, um den man jetzt noch werben müßte! Deutsche Künstler, Soldaten und Wissenschaftler zum 29. März. Angehörige nicht richtig belehrt wurden, die Pflicht als heilig zu betrachten, in dieser Welt heute noch bestehen können! Es sängt mit der Wehrlosigkeit des Einzelnen gegen die Härten des Lebens an und endigt mit der Ehrlosigkeit des Volkes im Weltgetriebe. Das ist nach rnei- ner Ansicht der größte Inhalt der Tat des Führers, als er uns die Wehrhoheit zurückholte, daß er damit wieder den Grundstock für ein Volk von Männern legte. Nein, Krieg wollen wir bestimmt nicht führen, das hat Adolf Hitler ja häufig genug der Welt gesagt. Aber Männer wollen wir wieder haben, die unter Umständen der Notwendigkeit ins Auge sehen können, ihrer Ehre und ihrer Freiheit wegen Krieg führen zu müssen." Das ganze Volk als Außmeßer. „Nutznießer", so schloß er, als wir in das kleine Städtchen einrollten, seine Rede und knüpfte damit bei meiner ersten Bemerkung wieder an, „Nutznießer der Truppen sind also nicht nur wir Schneider und Schlachter, wir Handwerker und Hausbesitzer, Nutznießer sind mir alle, bie mir Deutscheheißen. Wenn man überhaupt die Frage des Nutzens aufwerfen darf, dann doch nur in dem Sinne, daß das gesamte Volk gewinnt. Und deswegen ärgere ich mich immer so, wenn man die Wehrpflicht in Extrauniformen ober Wohnungsnachfrage umrechnen will." Aeußerlich etwas beschämt, innerlich aber sehr zufrieden mit dem Ergebnis dieser Autofahrt, entließ .. ~r- J; -jekDunen sind, haben es im allgemeinen schwer, enannt wuiöi, ■1 Le lohnende Unterhaltung zu finden, über die ^ebermau nn.g^en Bemerkungen zum Wetter, zum Weg, zum »n Platz ®ar ..lut kommen Gespräche dieser Art eigentlich selten ier hatte M htius. Fünf Minuten, nachdem der Gast den n er mitt ßQ(gen verlassen hat, ist er schon vergessen, ebenso eM überkam ie Der Gast den Wagenführer dann schon meistens diesem W' lereren hat. Daß diese Unterhaltung in meinem Qtte! Welche bHd'.cytnis haftet, ist deswegen ungewöhnlich, und unten im Dill gleich gestehen, daß eine kleine Takt- und -mit uns Jpc nfenlofigfeit von mir Schuld daran trug, roenn u doch i" 'M- ----tiM***, i so Sitte!" lid|. in Themen oon Gehalt einbog. e'Bei uns RMc» wußte von der Stadt, die unser gemeinsames ,'lk! war, daß sie gerade vor einigen Tagen ©ar« Znstabt geworden war, und die weitere n großer Teil der wirtschaftlichen Maßnahmen etzten drei Jahre bezweckte die Verbesserung des chrswesens, und zwar nicht nur durch den B a u Reichsautobahnen, sondern durch eine i-besserung der Straßen überhaupt, vielfachen Sperrunaen von Straßen mögen oft :s unbequem empfunden worden sein, aber in Endes kamen sie allen zugute. Wo gebaut : gebuddelt wurde, geschah es im Interesse : gesamten Wirtschaft. Heute sind viel rochen und ja m eine grofe chm gescheh lugenblick! Dm °nd zur Fr^ ernen ober km, 1t ins Leckei Beratung — | Tage eine bi )r. > in | Isen (3UI »5 ermari ^•nbenburq '^ng Brün men oerblie. a^ Berlin, M fiegenüb ?n Erinnern mr am meist berichten, b; B der Tutshc rendes, klein 'Fen Hände Kalkes aeael dem Daumen der rechten Hand über die iter rückwärts weisend, dahin, wo wohl unge» ' 2os Gefängnis liegen konnte, sagte er dann: will ja nicht übertreiben, aber da ich das häufig \ gut gebrauchen kann. Und der Schlachter und Gemüsehändler, der Hausvermieter und die znacherin werden ja auch nicht gerade bös über .Zuwachs an Kundschaft von Mannschaften und izersfamilien sein. Aber es empört uns doch, gesiedel, L, i.r wieder einmal auf den Glauben zu stoßen, ^.h»m "J Dir nur als Nutznießer dabei seien." r sah mich im Dunkeln von der Seite an, und ihm seine Prüfung offenbar zu seiner Zufrieden- uusgefallen war, fuhr er fort: „Sie sind doch 29. März auch die Reihen der deutschen Künstler, um mit ihrer Stimme freudig und dankbar Bekenntnis abzulegen für den Retter, den Befreier und größten Staatsbaumeister Deutschlands, für den Mahner und Rufer eines wahren Friedens, dessen Weckrus „Deutschland erwache!" sich nun verantwortlich weitet zum Signal „Euro- p a erwach e!", für den genialen Täter und Menschen, für Adolf Hitler!" Geheimrat Prof. Dr. Sauerbruch: „Wehrhaftigkeit und staatliches Selbstbestimmungsrecht bilden das Fundament für Freiheit und Unabhängigkeit eines Volkes. Nur unter ihrem Schutze kann Deutschland wieder wirtschaftlich erstarken und geistig aufblühen. Es braucht und will die Sicherheiten des Friedens, freilich unter würdiger Anerkennung feiner nationalen Rechte. Der 29. März ist darum für jeden Deutschen ein Tag des Bekenntnisses zur Ehredes Vaterlandes und zum Friedenswillen u n - seres Führers." Der bekannte Staatsrechtslehrer Professor Carl Schmitt: „Die Wahl vom 29. März 1936 ist nicht nur Abstimmung, sondern Entscheidung; sie ist nicht Meinungsäußerung, sondern Einsatz. Deine Stimme ist Entscheidung und Einsatz für Deutschland, den Führer und den Frieden. Deine Ablehnung ist Fahnenflucht, Verrat am Führer und Auslieferung an Versailles." Generaloberst von Seeckt: „Deutschlands Einigkeit meine Stärke, meine Stärke Deutschlands Macht! steht auf dem Schwert Hermann des Cheruskers auf feinem Denkmal im Teutoburger Wald. Am 29. März wird das deutsche Volk durch seine Einigkei zeigen, wie stark das Schwert ist, das seine Grenzen und feine Ehre schützt." Geheimrat Dr. Wilhelm von Opel: „Deutscher, gib dem Führer am 29. März deine Stimme zum Zeichen deiner Dankbarkeit, zum Beweis deiner Treue, zur Unterstützung seines Willens! Der Führer einte uns, der Führer erfüllte unsere Hoffnung, der Führer kämpft für unsere Ehre und Freiheit. Ihm unsere Arbeit, ihm unser Herz, ihm unsere Stimmet" .UEben,....1 ’ bitter- iv QUs dem CT zeihen. So mancher oon denen, die da jetzt mit dem Zeichen B. V. (Berufsverbrecher) auf dem Buckel herumlaufen, hätte es wohl nicht nötig gehabt, dort arbeiten zu lernen, wenn vorher beim Kommis ein anständiger Kerl aus ihm gemacht worden wäre. Wir haben ja schließlich nicht nur „Gewehr über" und „Hinlegen" bei den Preußen gelernt, uns ist ja mit dem Gehorsam auch die Kunst des Befehlens und damit die Kunst, uns selber etwas zu befehlen, eingeimpft worden. Die Manneszucht war ja schließlich auch die Zucht, die uns beibrachte, uns selber in die Hand zu nehmen und unser Leben nicht nur nach unseren Wünschen und Träumen, sondern nach unseren Verpflichtungen und unserer Pflicht einzurichten. Glauben Sie mir", und das stieß er dann besonders eindringlich heraus, „die Hälfte von denen da wären zu retten gewesen, wenn sie rechtzeitig Bekannschaft mit dem preußischen Unteroffizier gemacht hätten." „Aber so sind sie verludert und verlottert. So haben sie geglaubt, sie dürften alles tun und alles lassen, wie es ihnen Spaß machte. So sind sie nicht Herr, sondern Knecht ihrer Gelüste geworden. Gewiß, es ist nur ein kleiner Prozentsatz, der wegen mangelnder Zucht mit dem Strafgesetzbuch in Konflikt gerät. Aber auch bei den anderen, auch bei denen, die klar am Gefängnis oder Zuchthaus vorbeisteuern und bei denen kein Mensch sich einfallen lassen würde, an ehrenhafter Gesinnung zu zweifeln, auch bei denen fehlt es sehr oft an der richtigen Haltung. Sie sind bequem und suchen aus allen brenzlichen Situationen nach billigen Auswegen. Es liegt ihnen nicht, den harten Weg aufrecht und mit wissenden Augen zu gehen." „Wie aber soll ein Volk, dessen Einzelglieder den Begriff der Pflicht zu scheuen gelernt haben, dessen ssehrfähigerMann—ehrsähigesVolk.-NächtlicheLandstraßen Unterhaltung über Soldatentum Von unserem Sonderberichterstaiier feit erkennbar ist. Um das gewaltige Ausmaß dieser Leistung vor Augen zu führen, lassen wir die Zahlen in unserem Schaubild sprechen, lieber den Bau der Autostraßen werden aber andere Verkehrsleistungen nicht vergessen, vor allem nicht derFlu g- verkehr, der seine Flugkilometerleistung verdoppelt und die Zahl der beförderten Personen bei« nahe verdreifacht hat. (Zeichnung: Luschnat. — Scherl-M.) Staatsrat Hanns Iahst, präsidentderReichsschristtumskammer: „Deutscher, sei stolz, daß sich der Führer deiner persönlichen Zustimmung versichert. Danke ihm die Ehre dieses Vertrauens aus vollem Herzen mit deiner Stimme!" Die Dichterin Ina Seidel: „Und wenn wir Adolf Hitler nichts anderes zu verdanken hätten als die Durchführung von Deutschlands Befreiung vom Versailler Diktat, so wäre diese Tat seines unermüdlichen, lauteren und gläubigen Willens allein schon unbedingt v er» pflichtend für jede deutsche Frau, sich in dem gegenwärtigen Entscheidungskampf um den letzten Vollzug unserer Gleichberechtigung und die volle Anerkennung unserer Weltstellung zu ihm zu bekennen, der unseren Kindern ein unabhängiges Vaterland wiedergab!" Oer Dichter Edwin Erich Owinger: „Das Friedensmanifest des Führers ist der letzte Versuch, das bedrohte Europa vor dem zweiten Weltkrieg zu bewahren, sein Aufruf zur Vernunft baut somit das letzte Bollwerk vor dem Bolschewismus! Folgen wir alle dieser großen Mission, indem wir seinem Aufruf unsere Stimme geben!" Staatsschauspieler Paul Wegener: „Es ist unvorstellbar, daß es in Deutschland einen Menschen geben sollte, der nicht freudig eine Außenpolitik bejaht, die eine Befriedung Europas zum Ziel hat." Staatsschauspieler Lothar Müthel: „Mit fanatischer Inbrunst muß und wird der deutsche Künstler das umwälzende Ideen- gut nationalsozialistischer Weltanschauung begreifen lernen, pflegen und ständig wachend behüten, um den Glauben und die Kraft zu gewinnen sich zu versenken, sich zu verschwenden, zu (innen und zu gestalten, und einer neuen strengen und beseelten Schönheit meisterliche Formen zu verleihen. In Stahl und Stein, in Wort und Ton, in Licht und Farben: in neue Himmel deutsche Ewigkeiten! Entschlossenen Willens zu marschieren und dem Gesetz, nach dem wir angetreten, schließen sich am ityrung der Wehrpflicht, für die Wieder- 1 llung der Wehrhoheit und jetzt für bie Wie - Besetzung des Rheinlandes mit ut f d) e n Truppen sei mit hervorgerufen jfis W ^die Ueberlegung, daß Soldaten Geschäft brin- rfatfe ;aar Extrauniformen schneidere und den Ver- * der ß'CTj 1 gut gebrauchen kann. Und der Schlachter und ,.......■..................... K «ft ■Äfe ’eÄf •tft Wer i mehr Straßen in gutem Zustande als vor Jahren, und die Schnelligkeit des Verkehrs in Deutschland hat überall zugenommen. Die größte Aufgabe auf dem Verkehrsgebiet, die das Dritte Reich sich gestellt hat, ist aber der Bau von Reicysauto- bahnen, der in seiner Bedeutung vielleicht nur mit der Errichtung des deutschen Eisenbahnnetzes verglichen werden kann, der aber insofern größere wirtschaftliche Bedeutung hat, als bei dieser Arbeit in jeder Beziehung mehr Planmäßig- ber vorher kramte er noch, obwohl ich das als ntotig bezeichnet hatte, in feiner Brusttasche nach .um Ausweis. Es fei nicht üblich, meinte er, in .. finrh-\lirjÄir Gegend Fremde und noch dazu zur Nacht- ; mit ins Auto zu nehmen, weil es sich bei ihnen S UJ„ ii $ner^in doch, trotz oller sorgfältigen Heber« 1 zr 5 Leitung, einmal um einen ausgerissenen Gefan- Fn icniin handeln könnte. Vertrauen gegen Vertrauen 11 «1 ifh ~ deswegen sollte ich mir ruhig einmal seinen ? 7° L öTrÄ™i5 ansehen, damit ich sicher wäre, keinen W'sling vor mir zu haben. Der Ausweis lautete ' Miden Schneidermeister Soundso und besagte im — Attalol ss^en, daß dieser das Recht hätte, das Gefängnis i ihm köstlicher Angelegenheit zu betreten. So er» :-A - C,T". ...Wsi ich, daß mein Gast ein Schneider war. Wrg«j Mnner, bie auf solche Weise im Auto zusammen- ÄH ’ O ÄW will ja nicht übertre , . - ' t" , v- muß, werben Sie be CT. iiflÖ ausgefallen war, fuhr er fort: „Sie stno oocy (tyefllCT bie •' ) Solbat gewesen, Sie haben boch wahrscheinlich ?r .. ) ben Krieg mitgemacht. Sehen Sie, ich habe ^TrCTtschuiHiclegung, baß mein Gast als Schneibermeister 1 nd Sänger l-M von ben neuen Mitbürgern seiner Stabt pro» 'hn ßi±t be5-Wi2n würbe, legte mir bie Frage in ben Mund, -n und lM ->be sich persönlich und für sein Gewerbe oon bem ‘Iber ein lcOirrarsch ber Truppen einen wirtschaftlichen n einen DHi ischwung verspreche. Dos mag, im Dunkeln aber T ’0n e*nem ermübeten Mann gesprochen, mate« nn von nc-Mir geklungen haben, als es beabsichtigt war; ^abn ist h^M^alls ließ bie Frage ben Schneibermeister erst rer innbet M^l in Nachbenken versinken unb nur nach ge= ltz 9cia t fllir.er Pause, in ber er offenbar über bie am !rian?J7r'"Zsien verletzenbe ober zurechtweifenbe Formu- ien; .CTy ii lliDg nachgebacht hatte, antwortete er. er rvirb g „ C-ehen Sie", begann er dann leise, „bas ist so e, bann l1 “ zi^ähr der verkehrteste und falscheste Gesichts- iserfucht' o iilr, unter dem mein den Einmarsch der Truppen Kurze O.e ^E^ten kann. Ich will Ihnen keine Vorwürfe des- dann, gm machen; leider gibt es aber manchmal Leute, H sssauben, unsere Begeisterung für die Wieder- <|en bie jifirimn har smAll fiir ht» flOiahar. I ber «p) in 6rinneri Der neue Geist. und ick"2 Uf einer Sttaße, bie von einem großen abseits- mer in biete k^den Gefängnis in eine kleine Stabt führte, r Ob basste 5 ihn zu später Abenbstunbe auf. Er ftanb in mr E, Wh- einer Tankstation, traurig auf fein zer- pn /mb hun hviogines unb unbrauchbar geworbenes Fahrrad ge- Kinbemuaen.^!' unb weil er so hoffnungslos in bie Gegenb . . . [fl/f-z, frnnto irk nh irh ibn irnpnäniohin mitnehmen nol .ViUnunnuit. GM noi lül* v \t bl» DEUTSCHE VACUUM DEL AKTIENGESELLSCHAFT HAMBURG < E WAkWllUhl W UM 1936 Geschäfts -Eröffnung Oster naht Marktlaubenstraße 16 Altenfeldsweg .... 13 Alicenstraße 18 Beachten Sie bitte meine Auslagen! 7 fommerf Jprossens Wir nehmen Bedarfsdeckunqsscheine der Kinderbeihilfen inZahlung 18 6 Hütte Täglich ' Anneröder Weg ... 14 13 Hultschiner Straße. 14 3n den Eichgärten. 13 Bismarckstraße ... 13 Zahnstraße 15 Iohannesstraße... 18 Boothausstraße... 3 Seltersweg 17 Bromberger Straße 14 beftwg» Krofdorfer Straße . 3 16 Seltersweg 66 Ihre Vermählung beehren sich anzuzeigen Frankfurter Straße 7 Wilsonstraße 9 Etwas für Sie 01413 meine Damen I Marburger Straße 4 Gehr 3 Imheuse 6 am Markt 7 8 9 1.- 12 13 aGa mit dem Raben Geschäfts-Drucksachen G/ESSEM'MMiBURGlO bei Brühl. Schulstraße 7 1828 A Frühling und Mode LOBA-WACHS u. LOBA-BEIZE HAyS DER GUTEN QUALITÄTEN Bleichstraße . Böcklinstraße Fichtestraße Flugplatz . Marktplatz. Marktstraße 16 16 16 8 14 Hundsgasse.. Iheringstraße Im Gartfeld. 5 16 13 13 15 8 18 8 3 12 12 6 16 3 15 10 13 5 9 5 1 1 Brandgasse Brandplatz Braugasse. 4 5 12 4 11 8 7 4 1 4 8 2 8 14 4 7 15 8 8 4 7 6 3 lölaubrechtstraße (Bleiberger Weg. Gnauthstraße ... Goethestraße ... Grabenstraße ... 15 16 16 18 15 8 8 4 7 6 Bruchstraße .. Buchnerstraße. Buddestraße .. Bückingstraße. Burggraben.. Cranachstraße. Crednerstraße. Dammstraße.. 10 11 15 8 2 1 9 9 6 8 11 12 14 9 1 1 5 11 17 12 10 10 17 17 1 9 2 Kaiserallee .. Kanzleiberg . Kaptaneigasse Kaplansgasse Schloßgasse. Schottstraße Lessingstraße... Sicher Straße .. Liebigstraße... Lindengasse.... Lmdenplatz .... 3n Löbers-Hof. Löberstraße.... Löwengasse .... Lonystraße .... Ludwigsplatz .. Ludwigstraße.. Mäusburg.... Maigasse Hitler-Wall....... Hochweg......... Hofmannstraße .... Holbeinstraße..... Hollerweg........ Horst-Wesiel-Wall. Bez. Nr. Arbeitsdienstlager. Arndtstraße....... Asterweg .... Auf der Bach Auf der Weißerde . Aulweg.......... Bahnhofstraße.... Beethovenstraße... Bergstraße....... Hint.d. Schiebgärten 3 Hinter d.Westanlage 6 Günthersgraben... Gutenbergstraße... Gutfleischstraße.... Händelstraße..... Hammstraße Haydnstraße Heegstrauchweg ... Henselstraße Herrnwald (Gemarkung) ......... Hessenstraße Heyerweg........ Hillebrandstraße... Hindenburg-Wall.. 10 13 15 8 5 8 13 12 Bez. Nr. Kirchenplatz Kirchstraße....... Kleine Mühlgasse.. Klinikstraße Körnerstraße...... Kornblumengasse.. Kreuzplatz........ Bez. Nr. An der Kaserne ... 14 An der Kläranlage 6 An der Margareten» Graudenzer Straße 14 Großer Steinweg .. 13 Grünberger Straße 15 Ruf 3458 1887 A Rodthohl Rödgener Straße mit Flughafen .. Röntgenstraße .... Roonstraße Sandgasse Sandkauterweg... Schanzenstraße.... Schiffenberg, Gemar- kung.......... Am Steg......... Am Weiher Am Wingert Am Zollstock An den Bahnhöfen An der Hardt..... An der Johannes. Kirche.......... Einteilung der Stadt (Sieben mit Gemarkung Schiffenberg und Herrnwald in Wahlbezirke. Lahnstraße....... Landgrafenstraße.. 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Frühstück Wecken, das balts, geschichtlicher Art, Rednerinnen und Redner im Haus, die über Spezialgebiete sprechen, in Rede und Gegenrede werden Kenntnisse erweitert und vertieft und in der Gemeinsamkeit dieser Arbeit wächst und reift das Gefühl für die Verbundenheiten der deutschen Volksgenossen untereinander, wächst das Verständnis für die Arbeit, die diese zukünftigen Führerinnen des Frauen- orbeitsdienstes leisten sollen. Mit viel Idealismus wird auch die Feierabendgestaltunggepflegt, ein wichtiges Kapitel im Frauenarbeitsdienst, und hier hat jede Kameradin nach Kräften beizusteuern. Da werden manchmalMärchen vorgelesen und in freier Auffassung des Gehörten werden dann diese Märchen als Schattenspiele nachgestaltet; es wird erzählt, es wird gesungen und das alte deutsche Volkslied gepflegt. Manches der Lieder, das man in der Singstunde des Morgens, in den gemütlichen Stuben, im Hofe, auf dem Söller während der Ruhepause in der warmen Frühlingssonne hört, stammt aus dem reichen Volksliedschatz des 16. und 17. Jahrhunderts. Auch die Kinder im Kindergarten lernen manches dieser alten Lieder und so fließt der zu neuem Leben erweckte Schatz der alten Lieder auf dem kürzesten Weg wieder in das Volk zurück. So manches Mädchen, das später im Arbeitsdienst diese Lieder von der Führerin des Lagers hört, wird sie dereinst als Hausfrau ihren Kindern vorsingen 6.20: Wecken 6.30—6.50: Frühsport 6.50—7.30: Anziehen u. Bettenbauen ten dürfte — vielmehr ist dieser Gong das Sägeblatt einer Kreissäge, das man seiner scharfen Zähne beraubte. Hier führt nun das Sägeblatt sein von Natur aus geräuschvolles Dasein weiter. Der Tag des Lagers ist, wie überall bei solchen Kameradschaften, in seinem Ablauf klar gegliedert. Der Tagesplan ist auch auf einem großen Blatt schneeweißen Kartons sauber aufgezogen, genau ausgezeichnet und am Eingang zu den Gemeinschaftsräumen aufgehängt. Aber selbst dieser Plan hat etwas Freundliches u. Verbindliches an sich. Eine talentvolle Kameradin hat ihn nämlich mit lebhaft bunten Zeichnungen versehen, so daß er lustig anzuschauen ist. Singend marschieren die Mädchen in das Dorf. (Aufnahmen |8J: Neuner, Gießener Anzeiger.) Laute und Geige, Gitarre und Blockflöte sind die Musikinstrumente, die diese Lieder zum Leben zu erwecken helfen. Die schöne Arbeit, die hier im Führerinnen-Schulungslager geleistet wird, wirkt glückhaft in die Breite und ist sicherlich nicht nur ein Beitrag zur Lebensertüchtigung der deutschen Frau und damit der deutschen zukünftigen Geschlechter, sondern auch ein Beitrag zur Erhaltung und Vertiefung einer arteigenen völkischen Kultur. Wenn des Abends die Sonne sinkt und die Dächer des Schlosses vergoldet und das letzte Licht 13.10—13.30: Mittagessen 13.30—14.30: Mittagsruhe 14.30—16.00: Schulung 18.30: Abendessen 19.15—21.60: Feierabendblauen Schürzen und mit leuchtend roten Kopftüchern, mit blanken Geräten in der Hand, bilden die Mädchen für jeden Vorübergehenden den Anblick der Verkörperung eines urgesunden und sinnvoll ausgefüllten Lebens. Sicherlich würde man in den Handtaschen dieser Mädchen hoffnungslos vergeblich nach Lippenstift und Puderquaste suchen. Diese Begriffe existieren im Sprachgebrauch eines Führerinnen-Schulungslagers des Arbeitsdienstes gar nicht, geschweige denn diese Dinge selbst. Die Morgenwäsche in klarem Wasser, der Aufenthalt in frischer Luft hält die Gesichter lebendig in der Farbe, die Sonne bräunt. Wieder andere haben in der Küche zu tun, denn 65 Gäste am Mittagstisch wollen bewirtet sein. Aus der Waschküche dringt oft den ganzen Tag über Wassergeplätscher. Aber mit all diesen Arbeiten ist das praktische Programm nicht erschöpft. Das Lager unterhält auch einen Kindergarten, in dem sich viele Kinder des Dorfes einfinden. Und auch diese Kinder wollen den ganzen Tag betreut sein! Den Hausfrauen im Dorfe wird durch diesen Kindergarten viel Arbeit und Sorge abgenommen. In einem besonderen Raume stehen zwei schöne alte, prächtig geschnitzte W e b st ü h l e. Diese beiden Webstühle, an denen fast den ganzen Tag über gearbeitet wird, lernen die Mädchen eine Arbeit, die sie mit großer Freude erfüllt. Ueberall in den Zimmern begegnet man den farbenprächtigen Erzeugnissen: den Decken für Tische und Sitzgelegenheiten, Teppichen und Wandverkleidungen und vielem anderen mehr. In schönen Farbenzusammenstellungen, in den anregenden Mustern, geht von all diesen handgewebten Dingen eine heimelige Wärme aus, die sich auf alles überträgt. Nach einer Lesestunde nimmt die reine Schulungsarbeit großen Raum ein. Die' Schulungsleiterin hält Vorträge weltanschaulichen In- Fahne 7.40—8.00: I. Frühstück Sachlich betrachtet nimmt sich das Blatt, das den Tagesablauf im Lager bestimmt, so aus: Tagesplan: Mitten in der fruchtbaren Wetterau unweit von Echzell liegen Schloß und Dorf Bingenheim. Das Schloß ist eines der größten und schönsten weit und breit. Der Hauptbau, ein schönes Turmhaus und viele Nebengebäude stehen in schöner Gemeinschaft beieinander und bilden geräumige, freundliche Höfe. Nach außen hin aber tragt das Schloß einen wehrhaften Charakter zur Schau. Bastionen und Mauern, gezackte Türme, zum Teil auch ein Graben sprechen davon, daß das Schloß zu unruhigen Zeiten der Vergangenheit wohl verteidigt werden konnte. Das Schloß gehörte ursprünglich den Grafen zu Bingenheim, dann ging es an den hessischen Staat, wurde aber nicht benutzt, verfiel, wurde un- Mit großem Eifer wird auf der Blockflöte geübt. ansehnlich in seinen Jnnenräumen und schlief einen Dornröschenschlaf. Das wurde aber ganz plötzlich anders. Im vorigen Jahre zog da nämlich eine Schar junger Mädchen ein, kam wie ein reinigendes Gewitter über das Schloß und ergriff mit klar vorbestimmten Absichten von den großen Gebäuden Besitz. Das Schloß wurde Fuhrerinnqn-Schulungs- lager des Frauen-Arbeitsdienftes! So wurde das Schloß einem Zwecke zugeführt, dem es, wie sich bald herausstellte, ideal zu dienen geeignet war. Alles, was verfallen war, wurde wie neu hergerichtet, es wurde geschrubbt, gepinselt, gezimmert, ja, es wurden von den Mädchen sogar einfache Möbel geschaffen und den vielen Räumen ein wohnliches Gepräge gegeben. Es wurden Bilder und Scherenschnitte gefertigt und die Wände damit geschmückt. Es wurde so lange gearbeitet, bis das Schloß nach hausfraulichen Begriffen richtig wohnlich wurde. Wer heute durch das Schloß geht und sich dessen erinnert, wie es noch vor einem Jahre aussah, wird es kaum wiedererkennen. Mancher Raum ist zwar schlicht, aber geradezu künstlerisch ausgestaltet worden. In den Fluren hängen Lampen und Leuchter, die von den Mädchen selbst entworfen und auch selbst angefertigt worden sind. Die schönen Dielen, Flure und Treppenhäuser blitzen förmlich vor Sauberkeit In den Stuben und in den Gemeinschaftsräumen herrscht vollkommene Ordnung. Das Ganze ist, so darf man wohl sagen, ein Musterlager geworden, entstanden aus heiligem Eifer, aus der Liebe zu einer großen Sache, erwachsen aus einem Geist der Gemeinschaft, aus echt nationalsozialistischem Geiste, der hier schönsten Ausdruck fand So ist auch das Führ^rinnenschulungslager Bingenheim ein Zeugnis nationalsozialistischen Aufbauwillens geworden, der vor allem immer von unserem Führer Adolf Hitler seinen Ausgang nimmt. Das Schloß Bingenheim, als Führerinnen- Schulungslager des Frauenarbeitsdienstes, birgt gegenwärtig für den Zeitraum von drei Monaten insgesamt 65 Mädchen im Alter von 20 bis 23 Jahren, die fast durchweg schon ein halbes Jahr im Frauenarbeitsdienft und somit im Gemeinschaftsdienst an der Nation standen, sich dabei besonders bewährten, ja, auszeichneten und für geeignet befunden wurden, als Führerinnen- Änwörter des Frauenarbeitsdienftes zu gelten. Das Schulungslager Bingenheim soll und wird ihnen das Rüstzeug schaffen für alle die großen Verantwortlichkeiten, die die Führerin eines Frauen- arbeitsdienftlagers zu tragen hat. Aber es herrscht doch, trotz allen Ernstes der Sache, trotz allen Ernstes des Tagesablaufs ein quicklebendiges Treiben im Schloß. Dabei ist es noch so, als könnten die Räume das Leben, das sie erfüllt, gar nicht fassen, so daß es hinausquillt und in die ganze Umgebung ausstrahlt. In aller Herrgottsfrühe scheppert ein „Gong" durch Hof und Haus. Ein „Gong"? Er stammt nicht etwa aus China oder Japan, wie man es von einem richtigen Instrument dieser Art erwar- gestaltung 21.00: Fahne 21.30: Lagerschluß stück usw. sind das Wesentliche des Lagers nicht, so sehr das alles auch dazu gehört. Schön ist, daß der Arbeitstag mit einer Feier beginnt, mit der Flaggenhissung in dem vom ersten Frühlicht übergossenen Schloßhof. Die Flaggenhissung geschieht bei einem gemeinsam gelungenen Liede und bei einem Morgenspruch. Dann folgt der Frühsport. Unterhalb der altersgrauen Mauern befindet sich ein schöner Wiesenplan mit weichem kurzen Rasen, von Obstbäumen bestanden, die nun bald im weißen Blütenkleide prangen werden. Im freundlichen hellblauen Sportdreß machen die Kameradinnen graziöse gymnastische Uebungen, laufen, springen, werfen den Medizinball und lockern so in der frischen Morgenluft den Körper für die vielfältige Arbeit des ganzen Tages. Der Vormittag ist besonders der praktischen Arbeit gewidmet. Und diese praktische Arbeit führt die Mädchen an die verschiedenartigsten Arbeitsstätten Eine Gruppe macht sich singend auf den Weg in das Dorf, löst sich aber bald auf. Nacheinander verschwinden sie in den Bauernhöfen, wo sie einige Stunden der Bäuerin im Hause helfen oder gar mit auf das Feld hinausgehen, um dort mit Hand anzulegen. Zwar kennen die Kameradinnen diese Arbeit schon vom Arbeitsdienst her, es kann aber nichts schaden, wenn ein deutsches Mädchen die schwere Arbeit des Bauern gründlich kennenlernt. Und während diese Gruppe auf dem Wege in das Dorf ist, bewaffnet sich eine andere Schar mit Arbeitsgeräten und stürzt sich durch das kleine Tor und unter dem Rosenbogen hindurch in den Garten des Schlosses, der gerade jetzt für die Frühjahrsaussaaten hergerichtet werden mnfi Mit des scheidenden Tages in den alten Wetterfahnen glänzt, dann endet meist auch ein arbeitsreicher Tag, der die Mädchen, rechtschaffen müde, auf einfachem Lager dem nächsten Tag der schönen Gemeinschaft entgegenschlafen läßt. Es wäre ein Irrtum, zu glauben, daß die Mädchen im Führerinnen-Schulungslager Bingenheim ein in ihrer Gemeinschaft abseitiges Leben führen. Nein, sie nehmen vielmehr am gegenwärtigen Geschehen größten Anteil. Sie fuhren zur Kundgebung mit dem Führer nach Frankfurt a. M. und weilten auch in Friedberg, um den Reichsbauernführer Darre zu hören. Angeregt und neu gestärkt und begeistert für die Arbeit am großen Ziel, dem auch sie dienen — Deutschlands Aufbau und Erstarkung — kehrten sie zurück. warum nicht so! V W Ks *-,. sä * üf *®v ; '-Mi "*■ ■■: ■•';"•• v v<> Deutsch-französisches Stuüentenlager auf Usedom 1935 Deine Stimme dem Führer! für Wahlbezirk 7 Geschäftsstelle, Frankfurter Straße 29 Hths., Telephon 3716. Leitung: Zellenleiter Beimborn; _ für Wahlbezirks im Gasthaus „Zum Tann- Häuser", Frankfurter Straße 83, Telephon 2554. Leitung: Organisationsleiter Martin; für Wahlbezirk 9 im Hotel Kobel, Liebig- straße 9, Telephon 2338. Leitung: Zellenleiter Grahlmann; für Wahlbezirk 10 im Gaschaus „Zeppelin", Wilhelmstr. 49, Telephon 2112. Leitung: Zellen- (eiter Hof. Volksgenossen, die nicht gehfähig sind und bis jetzt noch nicht durch die Blockleiter erfaßt wurden, können sich bis Samstag, 28. März 1936, 16 Uhr, telephonisch oder schriftlich an die Geschäftsstelle, Frankfurter Straße 29, Hths., zwecks Abholung mit einem Auto wenden. Sämtliche Politischen Leiter, sowie die von denselben bestimmten Parteigenossen melden sich am Sonntag — soweit sie die Berechtigung zum Uniformtragen haben — vormittags 8 Uhr pünktlich in der Geschäftsstelle. Gießen-Mtte Wahlbezirk 18 umfaßt die Straßen: Alicen- straße, An der Johanneskirche, Hindenburgwall, Fohannesstraße, Kaplansgasse, Katharinengasse, Neuenweg, Plockstraße. Amtliches Wahlbüro: Stadthaus, Garten- strahe 2 (Alte Bürgermeisterei), Zimmer Nr. 7. Parteiwahlbüro: Gasthof „Zum Löwen", Neuenweg, Tel.-Anruf: Amt Gießen 3414; Leiter: Pg. Wolf. Wahlbezirk 5 umfaßt die Straßen: Am Pfarrgarten, Gabelsbergerstraße, Hammstraße, Kornblumengasse, Lahnstraße, In Löbershof, Mühlstraße, Kleine Mühlgasse, Neustadt, Sandgasse, Schan- zenstraße, Tiefenweg. Amtliches Wahlbüro: Alte Pestalozzischule Wernerwall 18, Lehrerzimmer Erdgeschoß. Parteiwahlbüro: Grieb, Neustadt 32, Tel.- Anruf: 3204; Leiter: Pg. H. Sonntag. Wahlbezirk 6 umfaßt die Straßen: An den Bahnhöfen, An der Kläranlage, An der Mar- garetenhütte, Bahnhofstraße, Grabenstraße, Hin- ter der Westanlage, Horst-Wessel-Wall. Amtliches.Wahlbüro: Goetheschule, Horst- Wessel-Wall 43, Turnhalle. Parteiwahlbüro: Ortsgruppen-Geschaftsstelle Kaplansgasse 18, Telefon-Anruf: 3454; Letter Pg. K. Noll. Wahlbezirk 17 umfaßt die Straßen: Kreuz- platz, Löwengasse, Maigasse, Mäusburg, Rittergasse, Seltersweg, Teufelslustgärtchen, Wettergasse, Wolkengasse. Amtliches Wahlbüro: Stadthaus, Garten- straße 2 (Alte Bürgermeisterei), 1. Stock, Zimmer 16. Parteiwahlbüro: Univ.-Restaur. „11. C. , Plockstraße 5, Tel.-Anruf: 2398; Leiter: Pg. K. Beck. Wahlbezirk 12 umfaßt die Straßen: Bleich- straße, Gnauthstraße, Goethestraße, Henselstraße, Lessingstraße, Lonystraße. Amtliches Wahlbüro: Turnhalle des Gym- nasiums, Bismarckstraße. Parteiwahlbüro: Caf6 Sommer, Bismarckstraße 26, Tel.-Anruf: 2939; Leiter: Pg. E. Breit- wieser. Volksgenossen der Wahlbezirke 5, 6, 12, 17 und 18, die wegen irgendeines Gebrechens oder roegen ihres hohen Alters nicht zur Wahlurne gehen können, werden auf Anruf bei der Geschäftsstelle der NSDAP., Tel.-Anruf Nr. 3454 abgeholt, falls Meldung bei den einzelnen Blockleitern noch nicht erstattet ist. Personenkraftwagen stehen dortselbst zur Verfügung. Die Wahlbüros der Partei in Gießen 5, 10. 16, 16, ßen-Süd betreut die Wahlbezirke 7, 8, 9 und Die amtlichen Wahllokale befinden sich für Wahlbezirk 7 im Liebigsbau, Liebigstraße 1. Stock, Eingang Hauptportal, t^aal 20. Wahlbezirk 8 im Liebigsbau, Liebigstraße linker Flügel, Eingang Hauptportal, Saal 6, Erdgeschoß. Wahlbezirk 9 im Liebigsbau, Liebigstraße 18, linker Flügel, Eingang Hauptportal, Saal 8, Erdgeschoß. mungsraum: Schulhaus Kirchstraße 16, Saal Erdgeschoß. — Parteiwahllokal: Wirtschaft Pulvermühle, Rodheimer Straße, Tel. 3027. Leiter: Pg. Wahlbezirk 10 im Realgymnasium, Ludwig- straße 11, Turnhalle. Die Gesamtwahlleitung der Ortsgruppe befindet sich in der G e s ch ä f t s st e l l e d e r O r t s- gruppe, Frankfurter Straße 29 Hths., Telephon 3716. Leitung: OG.»Leiter Schwarz. Für die einzelnen Wahlbezirke find parteiamtliche Stellen wie folgt eingerichtet: P. I ö ck e l. Abstimmungsbezirk IV: Am Rodtberg, Am Wingert, Böcklinstraße, Bückingstraße, Cranachstraße, Dürerstraße, Feuerbachstraße, Friedhofsallee, Hol- veinstraße, In der Schwarzlach, Marburger Straße, Menzelftraße, Spitzwegstraße, Steinstraße, Thomas- straße, Wiesecker Wea, Wißmarer Weg. — Abstimmungsraum: Schillerschule, Schillerstrahe 8, Turnhalle. — Parieiwahllokal: Wirtschaft „Stadt Marburg", Marburger Straße 23, Tel. 3811. Leiter: Pg. L. Pitzer. Absiimmungsbezirk XVI: Brandgasse, Brandplatz, Braugasse, Diezstraße, Dreihäusergasse, Erlengasse, Kanzleiberg, Kaplaneigasse, Landgrafenstraße, Land- araf-Philivp-Platz, Marktlaubenstraße, Neuen Bäue, Schloßgasse, Schulstrahe, Senckenbergstraße, Sonnenstraße, Trillergasse, Wagengasse, Weidengasse.— Abstimmungsraum: Regierungsgebäude Landgraf- Philipp-Platz 3, Sitzungssaal. — Partei wahllokal: Wirtschaft Soldan, Kanzleiberg 5, Tel. 3786. Leiter: Pa. Gg. Schuchmann. Alle Volksgenossen in obigen Wahlbezirken, die infolge irgendeines Gebrechens nicht zur Wahlurne gehen können, melden dies, soweit es noch nicht bei den Blockleitern geschehen ist, telephonisch unter 3514, Geschäftsstelle, Walltorstraße 16. Für Abholung mit Auto wird Sorge getragen. Thomas, Ortsgruppenleiter. Gießen-Suo Am Wahltag werden von der Ortsgruppe Gie- Gießen-Ofl Zentralwahlbüro: BDM. - Dienststelle, Ludwig- straße 12, Fernruf 3733. Leiter: Pg. Ernst Kreu- der, Vertreter: Pg. Adolf T r e s e r. Dahlbüro für den Wahlbezirk XI: Restauration „Rheingold", Ludwigstrahe 6, Fernruf 3329. Leiter: Pg. Fritz Friedrich, Vertreter: Pg. Karl Pfeil. Wahlbüro für den Wahlbezirk XII: „Zum Augustiner , Ludwigsplatz 14, Eingang Löberstraße, Fernruf 2971. Leiter: Pg. Wilhelm Peppler, Vertreter: Pg. Heinrich Müller. Wahlbüro für den Wahlbezirk XIII: BDM.-Dienst- stelle, Ludwiastraße 12, Kernruf 3733. Leiter: Pg. August Wagner, Vertreter: Pg. Heinrich Friedrich. Wahlbüro für den Wahlbezirk XIV: „Stadt Lich". Licher Straße 59, Fernruf 3279. Leiter: Pg. Hch. Ruhl, Vertreter: Pg. Fritz Möller. Wahlbüro für den Wahlbezirk XV: Gastwirtschaft Böß, Kaiserallee 21, Fernruf 2901. Leiter: Pg. August Hauser, Vertreter: Pg. Raimund Hoog. Die Wahlbüros stehen jedem Volksgenossen zur Auskunft frei. Gehunfähige bitten wir um Meldung beim zuständigen Blockleiter oder dem entsprechenden Wahlbüro, damit der Transport durch ein Auto vorgenommen werden kann. Gießen-Aord Zentralstelle: Geschäftsstelle, Walltorstr. 16, Tel. 3514. Leiter: Pg. Hermann Thomas, Stellvertreter: Pa. Willi Wenzel. Abstlmmungsbezirk I: Auf der Bach, Burggraben, Hundsgasse, Kirchenplatz, Kirchstraße, Lindengasse, Lindenplatz, Marktplatz, Marktstraße, Walltorstraße, Wetzsteingasse, Wetzsteinstraße, Zozelsgasse. — Ab- stimmungsraum: Schulhaus Kirchftrahe 16, Saal 9, Erdgeschoß. — parleiwahllokal: Caf«6 Leib, Wall- torstrahe 38, Tel. 3792. Leiter: Pg. H. S ch o m b e r. Abstimmungsbezirk II: Asterweg, Dammstraße, Ederstraße, 5m Gartfeld, Schillerstraße, Weserstraße. — Abstimmungsraum: Schillerschule, Schillerstraße 8, Säal 6, Haupteingang links. — parleiwahllokal: Wirtschaft Nohl, Ederstraße 6, Tel. 3737. Leiter: Pg. H. Bommersheim. Abstimmungsbezirk III: An der Hardt, Bootshausstraße, Gleiberger Weg, Hinter den Schießaärten, Krofdorfer Straße, Leimenkauterweg, Rodheimer Straße, Schlachthofstraße, Schottstraße, Schützen- straße, Wernerwall, Zu den Mühlen. — Abstim- Der Führer spricht heute zur deutschen Ration! Achtung! Betriebe! Die Deutsche Arbeitsfront und die Reichsaruppe Industrie haben für die Kundgebung in der Waffenschmiede des deutschen Reiches, der Firma Ärupp- Essen, am 27. März einen Gemeinschaftsempfang in allen Betrieben angeordnet. Das Rundschreiben sah als Beginn der Kundgebung die Zeit von 15.50 Uhr vor. Damit ein sachgemäßer Empfang gewährleistet wird, muß der Beginn der Kundgebung um 5 Minuten vorverlegt werden, also auf 15.45 Uhr. Die Uebertragungsfolge sieht vor: Um 15.45 Uhr wird die Arbeit eingestellt und sämtliche Betriebe hissen die Flaggen. Um 15.50 Uhr ertönt im Rundfunk die Sirene des Krupp-Werkes. Sämtliche Fabriken, Hupen und Glocken nehmen diesen Ruf auf. Dann meldet der Gauleiter, Pg. Terboven, dem Führer die Belegschaft. Anschließend spricht der Führer. Aufruf der Gießener Handelskammer zum Gemeinschastsempfang. Die Industrie- und Handelskammer Gießen weist alle ihr angeschlossenen Firmen nochmals darauf hin, daß der Gemeinschastsempfang der Führerrede aus den Krupp-Hallen am Freitag, 27. März, bereits um 15.45 Uhr beginnt. Um diese Zeit wird das Kommando „Heißt Flagge" gegeben. Dos Sirenensignal wird um 16 Uhr veranlaßt. Gleichzeitig werden die Firmen gebeten, sich an der Schlußkündgebung am Samstag, 28. März, zu beteiligen. Für alle Firmen der Industrie, des Handels, des Verkehrs, der Banken, der Versicherungen usw. ist es schlechthin Pflicht, dem Führer in seinem Freiheitskampf zur Seite zu stehen! An die Filmtheater. Die Reichsfilmkammer, Fachgruppe Filmtheater, teilt folgendes mit: Der Führer und Reichskanzler Adolf Hitler spricht am Freitag, 27. März, um 16 Uhr von Essen aus zur deutschen Nation. Die Führerrede wird in allen Betrieben und Kasernen in Gemeinschaftsempfang ausgenommen. Auch die deutschen Filmtheater werden in der Zeit von 16 bis etwa 17 Uhr ihrer Gefolgschaft und, soweit möglich, auch dem Publikum Gelegenheit geben, die Rede des Führers zu hören. Die Vorstellungen haben demgemäß entsprechend später zu beginnen, oder sie sind rechtzeitig zu unterbrechen. Es bleibt dies der Entscheidung des Theaterbesitzers überlasten. NSDAPOrtsgruppe Gießen-Ost. Samstag, 20 Uhr, Gemeinschaftsempfang der Führerrede im Großen Hörsaal Jeder Stimmzettel am Sonntag trägt einen kreis. Du gibst dem Führer dadurch deine . Stimme, daß du in den kreis ein kreuz zeichnest. der Universität, in der Restauration „Stadt Lich", in der Restauration „Germania" und im Schützenhaus. Alle Volksgenossen sind hierzu herzlich eingeladen. Kundgebung desNeichSlustschuhbunbeS Der Reichsluftschutzbund, Ortsgruppe Gießen, teilt mit: Es ist der Wunsch des Präsidiums, daß jeder Amts- träger und jedes Mitglied des Reichsluftschutzbundes die Gelegenheit hat, die Rede des Führers am Samstag, 28. März, aus Köln um 20 Uhr zu hören. Im Einvernehmen mit dem Kreispropagandaleiter der NSDAP, werden die Amtsträger und Mitglieder, die über kein eigenes Empfangsgerät verfügen, gebeten, an dem Gemeinschaftsempfang der einzelnen Gliederungen der Partei teilzunehmen. Die Ortsgruppe verweist auf die diesbezüglichen Zeitungshinweise der Partei-Dienststellen. Nie Einteilung der Stimmbezirke in Gießen. Die Bürgermeisterei Gießen veröffentlicht in einer Bekanntmachung in unserem heutigen Blatte die Einteilung der Abstimmungsbezirke in der Stadt Gießen und in den d-azu gehörigen Gemarkungen. Auf die Bekanntmachung sei besonders hingewiesen. Schleusst Oie Tippgräfin. Roman von Klothilde v Gtegmann Urheberrechtsschutz: Auswärts-Verlag, Berlin, SW 68. 23 Fortsetzung. Nachdruck verboten! Innerlich lachend, fuhr sie selbst mit den vier umständlich verpackten Sendungen auf das Zollamt nach Dresden. Ob sie wohl je eine Antwort auf das bemalte Ei erhalten würde? Oder ob es vielleicht gar einem Schwarzen in die Hände fiel? Wie komisch, wenn sie plötzlich einen Heiratsantrag von einem Schwarzen aus dem wilden Urwald erhalten würde. „Du bist ein Kindskopf, Lore!" schalt sie sich gleich darauf selbst. «Hast nichts wie Flausen im Kopfe, während die arme Mariella so im Unglück ist." Aber man muhte einmal wieder fröhlich sein, einmal wieder aufatmen können. Man würde seine Fröhlichkeit für Mariella noch sehr brauchen. Lore hatte mehrere Briefe an die Kriminalrätin Elsbeth Hagenbruch geschrieben mit der Bitte, sie Mariella zu geben. Gerade jetzt, als einer dieser Briefe einlief, saß Elsbeth Hagenbruch in ernster Beratung mit Renate. „In einer ärgeren Patsche hätte er das arme kleine Mädchen gar nicht sitzen lassen können", sagte sie. „Wenn das gebrochene junge Ding nun von uns entlassen wird und nicht, wie ich annehme, ins Untersuchungsgefängnis eingeliefert wird — was soll bann aus ihr werden? Frau von Gellern hat sich geweigert, sie wieder aufzunehmen." „Diese furchtbare Frau! Etwas anderes habe ich nach Lores Schilderungen auch gar nicht erwartet. „Aber was soll werden?" sagte Renate. „Aber ich glaube, wir haben einen Ausweg, Frau Kriminalrätin!" Und sie berichtete von den Plänen, die man für Mariella nach ihrer Freilassung hatte. „Wie mich das freut!" Ein mütterlicher Zug flog über das ernste, fast männlich anmutende Gesicht der Beamtin. „Sie hat also noch treue Freunde, die unvernünftige kleine Prinzessin, die sich um einen notorischen Lumpen ruinierte! Denn wir wissen jetzt ganz genau, daß Graf von Hagen derjenige war, der das arme Ding unglücklich gemacht hat .. / Mariella lag inzwischen, von Weinkrämpfen geschüttelt, in ihrer Zelle. Doktor Hartwig und Die Aufseherin bemühten sich vergebens, sie zu beruhigen. Sie hatte vor einer halben Stunde von dem Tode ihres Verlobten erfahren. Zum ersten Male war da die Starrheit von ihr gewichen. Es war, als hätten sich die Tränen von Jahren in ihr aufgespeichert, so haltlos weinte sie. Dabei war ihr Schicksal äußerlich schon in ein wenig glücklichere Bahnen gelenkt worden. Ihre Entlassung aus dem Gefängnis war nur noch eine Frage von Stunden An Untersuchungshaft war nicht zu denken. Denn der Fall lag klar. Ihr Schicksal hatte die gesamte Oeffentlichkeit erregt wie selten etwas. Telephonisch häuften sich die Angebote warmherziger Menschen, Mariella ein Heim zu bieten, nachdem bekannt geworden, daß Frau von Gellern sie nicht wieder aufzunehmen gedachte. Doch Mariella wollte von alledem nichts wissen. „Mein Leben ist vernichtet, um mich braucht sich niemand mehr zu sorgen. Laßt mich irgendwo unterkriechen und sterben. Ach, Erhard, Erhard — wie verkennt die Welt dich und deine Handlungs- weise! Du hast dich doch nur entschlossen, um mich zu retten. Doch du sollst nicht allzu lange allein in der kühlen Erde ruhen, mein Liebster, deine Mariella folgt dir bald nach ..." Schließlich waren, einem Einfall der Kriminal- rahn Hagenbruch folgend, alle außer Renate Trotha gegangen. Die Beamtin ließ die resolute Presse- Photographin kurz entschlossen zu Mariella führen und der Aufseherin Anweisung geben, sie dort allein zu lasten. Renate hatte sich ihren Feldzugsplan im Kampfe gegen Mariellas Verzweiflung schon zurechtgelegt. großes Mitleid durfte sie der Gebrochenen nicht zeigen Damit half sie Mariella nicht weiter. Sie mußte sie ruhig und klar baju zwingen, ihren ®ram zu unterbrücken und ihre Lebensenergie wie- ä 5U s^n. So reichte sie Mariella nur fest die : Hand und behielt sie auch in der ihren, als Mariella ihre Finger scheu zurückziehen wollte. Ohne Umschweife begann sie zu sprechen: „In „Villa Liliput" wartet ein Zimmer auf dich, Mariella Ich brauche schleunigst eine Helferin. Arbeit war noch immer das beste Mittel, um jede Art von Herzeleid zu vergessen." Mariella sah Renate fassungslos mit einem fast irren Ausdruck an: „Wollen Sie mich verspotten, Fräulein Trotha? Oder ist es plötzliches Mitleid, das Sie treibt? Täuschen Sie sich nicht! Sie werden dieses Mitleid nicht lange aufrechterhalten können. Das gibt es gar nicht in der Welt, daß jemand mit mir, der Diebin, noch etwas zu tun haben will." „Aber Mariella, wie kannst du so sprechen?! Glaubst du nicht mehr an Freundschaft?" Mariella lachte bitter auf. Ihr sanftes, schönes Gesichtchen war verzerrt: „Ich soll an Freundschaft glauben? Nun, wo ist denn meine gute Freundin Lore geblieben? Sie weiß, was mir alles geschehen ist — daß mir der Mann, den ich so innig geliebt, gestorben ist, ja, noch schlimmer als gestorben. Denn man hat ihn ja nach seinem Tode noch in den Schmutz gezogen gebrandmarkt. Man hat ihn einer schlimmen Tat verdächtigt, nachdem er sich nicht mehr verteidigen kann. Aber Lore hat nichts von sich hören lassen: sie wäre doch die Nächste, mir wenigstens ein Wort der Teilnahme zu sagen. Aber vielleicht hat sie Furcht, daß ich jetzt von meinem Wohnrecht auf der Geyerburg Gebrauch mache und ihr zur Last falle." Wieder lachte sie schneidend auf. Doch dies Lachen ^tn ein krampfhaftes Schluchzen über. Da zog ate das verzweifelte Menschenkind fest in ihre Arme. „Kind, Kind, was für wahnsinnige Beschuldi- R gegen Lore — was für ein Mißtrauen! re soll dich vergessen haben? Oh, du Dummes! Die Lore wartet ja nur daraus, dich mit auf die Geyerburg zu nehmen. Aber ich möchte dich lieber hierbehalten, um dir eine Tätigkeit zu bieten, die deinen Geist ablenken und Dir gut tun wird! Niemand denkt daran, dich zu verhöhnen — ja, du glaubt gar nicht, wie viele gute Freunde du dir plötzlich gewonnen hast." y-3ft das wirklich wahr, Reni?" Schutzsuchend, wie ein verflogenes Vöglein, barg die kleine Prin- cipessa ihr schmales Antlitz an Renates Schulter, „Ich will dein Anerbieten annehmen und dich begleiten", sagte sie dann leise. „Denn wenn ich mich vor der Verhandlung aus dem Leben stehle, dann hält man mich nicht nur für eine Diebin, sondern auch noch für einen feigen Menschen. Ich will Erhards Andenken verteidigen können." Renate sagte nichts mehr. Sie konnte Mariellas fanatischen Glauben an Erhard von Hagen jetzt nicht erschüttern. Der Glaube an feine Unschuld war offenbar das einzige, was Mariella jetzt aufrechterhielt. Dadurch allein hatte sie noch einen Funken von Lebenskraft. Wer konnte voraussehen, was sie sonst tun würde? Die Hauptsache war, ihren Lebensmut jetzt aufrechtzuerhalten. So war sie schon glücklich, als sie am Abend dieses ereignisreichen Tages Mariella in ihr Heim nach „Villa Liliput" bringen konnte. 17. Kapitel. Das Geheimnis des Urwaldes. Annina von Gellern saß in ihrem Salon. Sie trug tiefes Schwarz, denn es war der Tag von Erhards Beisetzung, den Mariella, das verantwortungslose, bösartige Geschöpf, bis zum Selbstmord getrieben hatte. Immer wieder versicherte sie das den wenigen Bekannten, die sich noch um sie kümmerten. Die meisten freilich hatten sich von Annina zurückgezogen. Denn allgemein nahm man für Mariella Partei. Jetzt saß Annina Bankier Kammacher gegenüber. Auch Kammacher hatte sich innerlich auf die Seite der armen Mariella gestellt. Aber er hielt sich als Anninas Bankier für verpflichtet, am Tage nach Mariellas Verhaftung bei ihr anzurufen und Annina feine Dienste anzubieten. Annina wußte, die Trauerpose stand ihr gut Das tiefe Schwarz war zu ihrem goldblonden Haar ein wunderbarer Kontrast. Aus der schwarzen Trauerrüsche des hochgeschlossenen Kleides hob sich das marmorweiße Antlitz wie das einer schönen Statue. Die schlanke Gestalt sah in dem schwarzen, mit Krepp besetzten Kleide noch ebenmäßiger aus. „Nun, meine Gnädigste, womit kann ich Ihnen dienen?" fragte Kammacher höflich, nachdem Annina ihn liebenswürdig gebeten, Platz zu nehmen. (Fortsetzung folgt!) X Vie deutsche Arbeitsfront N.S.-öemeinschäft „Kraft durch kreude ©orten. °ck. 3im. WWW e- von . »41 h inn, W I **Ä *• I gl einen ch deine. n Kren; bl» ®t)m. Bismarj. ®' Breit« * ji*' propagafa* sträger rni npfangsgeü! jaftsempM ei teilzunch ie diesbezüg- inftftellen. ibejirte rorbert die ganze deutsche Jugend. Sie soll der Träger Les neuen Reiches sein. Die deutsche Jugend ist o> tticht in einer t Blatte die n der Stadt Gemarkungen. Oberhessen. Immer neue Arbeitsplätze. Stabt Lich', m Schützenherzlich ein* ** D i e Militärversorgungsgebühr' nisse für April werden beim Postamt 1 (Bahnhofstraße) am 2 8. März ausgezahlt. *^Sonntagsrückfahrk dieser Ttimmab mehrfach betör sond'rn es g> glückliche Zukr Wohl un| linderI Diesen tiefer genossen und wieder und b gen, zugleich c ■ treu zum Fü f kr iidjtbar 31 fdjawnb hie bi< ®fr'5 bts ffülji Wrn erkennbar nifr; A>^gabe i Une müdlich si, Inom in $tai •*)re Vorträge 0 sinnen auszukli 2ah'chunderte 2 9- März 1 len Orten uns, erfreuliche F? ! • Mitkämpsc ™l9en Wit i 'lar e Wikle t ! °bi,abe ffj S ?'"em großen : deutsch Jecungbes jnhre engere en verflossene, ,n unferen & fl^nb darqele ftaH &|tr fil «".mitten I 2 .,ei«<«n 3"h bur unter f. "7 «euen ; *"? «"d ö, 8,',. N«n |ü I W ltr.74 vierter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhessen) Zreitag, 27. 1936 Deine Stimme dem Mhrer! ? O giW -w-, WWWWM ■ I L ii :• «6 ■ Ä ■ MW § <, ’’ ■ V. H.KK • ’ ;*¥<* 7 Die MWO.. MW Oer erste Pflichtjahrgang kam zur Entlastung. Die Gießener Arbeitsdienst-Reservisten am Bahnhof. — (Aufnahme: Photo-Pfaff.) OieBeitragspflicht zu den Dirticbastsgruypen. Kreisgruppe Gießen der Wirtschaftsgruppe Zu unseren Bildern: Bild linksneben- st e h e n d : Links oben: Die Straßenbahn im Dienste des Wahlkampfes. — Darunter: Das schön geschmückteHaus derDeut- schen Arbeitsfront in der Schanzenstraße. —Rechts oben: Die Großbaustelle an der Lessingstraße. (Sämtliche Aufnahmen: Neuner, Gieß. Anzeiger.) — Rechtsrucken: DieNS.- Gemeinschaft „Kraft durch Freude" gibt einen Rückblick auf ihre Arbeit und wirbt für den Wahlkampf. Der eindrucksvolle Aufbau steht auf dem Bahnhofsplatz. — (Aufnahme: Photo - Pfaff.) Bild unten links: Links: Das Eingangstor zum Windhof schmückt ein Schild: „Die Schaffenden dieses Betriebes wollen unter Adolf Hitler dem Weltfrieden dienen!" — Rechts oben: Das Spruchband vor dem Eingangs-' weg zum Gießener Elektrizitätswerk. — Darunter: eine große Baustelle für Wohnhausneubauten am Wartweg. Auch an diesem Arbeitsplatz findet man das Schild: „Daß wir hier bauen, verdanken wir dem Führer!" — Ferner: Einige Spruchbänder im Zentrum der Stadt. „Parole Heimat" beim Arbeitsdienst Einzelhandel gibt von folgender Mitteilung des „Pressedienstes des Einzelhandels" Kenntnis: Ein Geschäftsinhaber, der von seiner zuständigen Wirtschaftsgruppe zu Beiträgen veranlagt wurde, verweigerte deren Zahlung mitd er Begründung, daß er jener Wirtschaftsgruppe gar nicht angehöre und außerdem mit seinem Betriebe auch anderen Organisationen angeschlossen sei. Er sei nicht in der Lage, mehrfach Beiträge zu zahlen. Im übrigen sei die Wirtschaftsgruppe nicht klageberechtigt, da sie nicht in das Dereinsregister eingetragen sei Das Amtsgericht Breslau, das hier zu entscheiden hatte, wies die Einwände des Geschäftsinhabers zurück und verurteilte ihn zur Beitragszahlung. In den Gründen für diese Entscheidung weist das Gericht darauf hin, daß die Wirtschaftsgruppe auf Grund des Gesetzes über den organischen Aufbau der deutschen Wirtschaft vom 27. Febr. 1934, sowie auf Grund einer Anordnung des Reichswirtschaftsministers vom 29. November 1934 errichtet sei und als öffentlich-rechtliche Körperschaft dadurch Rechtsfähigkeit erlangt habe, ohne daß es einer Eintragung in das Vereinsregister bedürfe. Da die Wirtschaftsgruppe öffentlich - rechtliche Zwangsorganisation ihres Gewerbezweiges sei und der beklagte Geschäftsinhaber ein solches Gewerbe betreibt, sei er Zwangsmitglied der Wirtschaftsgruppe und daher, ohne Rücksicht auf seine Zugehörigkeit zu anderen Organisationen, zur Beitragszahlung verpflichtet. Der Geschäftsinhaber habe auch die Höhe der Beiträge nicht beanstanden können: die Wirtschaftsgruppe habe nach Maßgabe der ihr gegebenen Richtlinien das Recht, die Beiträge selbst festzusetzen. Bei der Satzungsvorschrift, daß die Leistungskraft der Mitglieder pfleglich zu behandeln sei, handele es sich um eine für die generelle Festsetzung der Beiträge gegebene Richtlinie, aus der das einzelne Mitglied jedoch Rechte nicht herleiten kann. Plakette die Inschrift „Reichsarbeitsdienst 1936. — Arbeit adelt." Mit der Arbeitsdank-Nadel am Rock- aufschlag, dem Stimmschein für die kommende Wahl in der Tasche und einem frohen Lied auf den Lippen zogen die Arbeitsdienstmänner geschlossen zum Bahnhof. Sie denken wohl alle gerne an das halbe Jahr Pflichtarbeitsdienst zurück, und der Re- servespaten wird von nun an zu Hause einen Ehrenplatz einnehmen. Diese Parole gilt am kommenden Sonntag, dem 29. März, für alle wahlberechtigten Männer und Frauen! Es kann und muß für die Stimmberechtigten nur diese eine Entscheidung mit dem Stimmzettel geben, wenn sie sich vergegenwärtigen, wie sehr sich unter der Führung AdolfHitlers die deutschen Dinge zum Besseren gewandelt haben. Bei dieser Stimmabgabe geht es — wie der Führer selbst mehrfach betont hat — nicht um ihn persönlich, sondern es geht um Deutschland, um eine glückliche Zukunft der deutschen Nation, um das Wohl unserer Kinder und Kindeskinder! Diesen tiefen Sinn der Stimmabgabe allen Volksgenossen und Volksgenossinnen immer und immer wieder und bei allen Gelegenheiten fest einzuprä- gen, zugleich auch die unverbrüchliche Gefolgschafts- ttreue zum Führer der deutschen Nation Adolf Hit- Iler sichtbar zum Ausdruck zu bringen und rück- ßchauend die bisherigen großen Erfolge des Aufbauwerks des Führers klar und übersichtlich für jedermann erkennbar zu machen, ist die gern übernommene Aufgabe vieler Helfer am Werk des Führers. Unermüdlich sind die Redner der Bewegung seit Tagen in Stadt und Land unterwegs, um durch ihre Vorträge die Volksgenossen und Volksgenos- Pinnen aufzuklären und sie aufzurufen für den auf Jahrhunderte hinaus geschichtlich bedeutungsvollen 2 9 März 1 936. Zahlreichen Berichten aus vie- Len Orten unserer engeren Heimat konnten wir die erfreuliche Feststellung entnehmen, daß der Ruf 5er Mitkämpfer und Gefolgschaftsleute des Führers freudigen Widerhall findet und allenthalben der starke Wille vorhanden ist, durch die Stimmabgabe für den Führer mitzuhelfen an seinem großen Aufbauwerk zum Segen öes deutschen Volkes, aber auch zur Sicherung des Friedens in der Welt. Was unsere engere Heimat der Arbeit des Führers in Öen verflossenen drei Jahren zu verdanken hat, ist n unseren Spalten in zahlreichen Artikeln eingehend dargelegt worden; auch daraus konnte sich leder Leser' ein eindrucksvolles Bild machen, wie Ptark unmittelbar oder mittelbar die Gestaltung eines eigenen Geschickes und feiner persönlichen Interessen durch den nationalsozialistischen Ncu- vufbau unter der Führung Adolf Hitlers wieder einen neuen Auftrieb erhalten hat. Neben den Der gestrige Donnerstag war ein historischer Tag für den Deutschen Arbeitsdienst, denn der erste Jahrgang des Pflichtarbeitsdienstes kam zur Entlassung. Nach den offiziellen Abschiedsfeiern hieß es gestern bei allen 47 Abteilungen des Gaues „R e - ferne hat Ru h". Zur Erinnerung an den Arbeitsdienst hatte jeder Arbeitsmann beim Abmarsch einen Reserve-Spaten, mit Blumen und Bändern geschmückt, geschultert. Er trägt auf einer Demonstrationen, wie z. B. der „Kra ft-d urch- Freude "-Dampfer auf dem Platze vor dem Gießener Bahnhof, der Musentempel vor dem Stadttheater, die Spruchbänder an der Gießener Straßenbahn und dergleichen. Auch in allen diesen Aufklärungsmitteln wird jedem deutschen Mann und jeder deutschen Frau überzeugend die Erkenntnis vermittelt von der Größe des Werkes, das unter Adolf Hitler im Verlaufe der letzten drei Jahre auf allen Gebieten des deutschen Lebens vollbracht wurde. Zugleich kommt dabei weiterhin zum Ausdruck, daß das deutsche Volk sich eins weiß mit seinem Führer, daß es in treuer Hingabe und in Geschlossenheit unter feiner Führung in die Zukunft marschiert, mit ihm unverbrüchlich willens ist, nicht länger mehr unser Volk und Vaterland als minderen Ranges in der Welt ansehen zu lassen, sondern auch für uns die volle Gleichberechtigung in Anspruch zu nehmen, die andere Nationen für sich als selbstverständlich ansehen, dabei in aufrichtiger Gesinnung schaffensfroh mitzuwirken am Werke des Friedens, dem der Führer in Gemeinschaft mit seinem deutschen Volke alle seine Kraft widmet. Die Entscheidung aller Volksgenossen und Volksgenossinnen in unserer engeren Heimat wird daher am kommenden Sonntag ein erneutes eindrucksvolles Treuegelöbnis zu Adolf Hitler und seinem Werk sein durch die mit dem Stimmzettel bekundete Willensentschließung: Meine Stimme dem Führer! Wie gewählt wird! Die Stimmabgabe für den Führer erfolgt dergestalt, daß auf dem Stimmzettel innerhalb des Kreises ein Kreuz gemacht wird. Selbstverständlich wird dieses Kreuz und damit die Stimmabgabe für den Führer von jedem wahlberechtigten Wann und jeder wahlberechtigten Frau gemacht! Keine evangelischen Abendgottesdiensts am nächsten Sonntag. Rednern und der Presse stehen als tatfreudige wei- > erc Zeugen für den Aufstieg unseres Volkes im Verlaufe der bisherigen Führung Adolf Hitlers die liolfültigen Plakatanschläae, die Transparent-Auf- lchriften an Geschäftshäusern, Jndustriewerken, öffentlichen Gebäuden usw., überzeugende Modell- Mit Rücksicht auf die Reichstagswahl fallen die Abendgottesdienste in der Stadt- und der Johannes- kirche am nächsten Sonntag aus. Im Vormittagsgottesdienst in der Johanneskirche wird Landes- bijchof Lic. Dr. Dietrich predigen. Der Weg zur Einheit im M. Don Herbert Leih. Mt öcnafftnfon öie/ro Betriebes orbtiien unter Ufolf Hitler für ÜeutWrmö unö öen b^töen. »Woatfl s-kir; feff-ietes «Mi öi$ öchssssnöen üieses betriebe» stehen ^yeschlasse,, hinter- Adolf folied G s*y'X/ E -.......MW red i eine Erinnerung an das Gaufest 1935: Partei, Wehrmacht, Turner, Sportler und Bevölkeruna dokumentieren eindrucksvoll die Volksgemeinschaft. — (Aufnahme: Photo-Pfaff.) Nur wenige Manner wuchsen um die Wende des 18. und 19. Jahrhunderts, in den Schicksalsjahren des deutschen Volkes, über die Enge des zcitqebun- denen Denkens hinaus und erkannten die Ewigkeit des Volkstums in ihren tiefen Ursachen. Diese Manner juchten und wiesen dann aus diesem Wissen heraus die Wege für die künftige Entwicklung zur Volkheit, z. B. Arndt, Stein, Fichte, Gneisenau. Blücher u. a. vor allem aber war es F r i c d r i ch Ludwig 3 a l) n, dessen politischer Wille es war. die Firmen, gelangt. 129 INänneranzüge 69 833,53 RIN. daß sich und ergab 10 731,06 RIN. Wirtschaft Sranffurt a. M. j Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. IN. 25.3. 26.3. 222,5 e: .1 103 I ' 136,5 A 131 I A.E.G. t Banknoten. 325 852 226 388 221 116,5 85 IM 125 123,5 114 49,25 84,5 123 87 98,25 163,5 34,4 329 183 109 123 114 158,65 109,75 123 114,25 134,5 124,25 222 116,5 85 18,9 126 124,75 180 27,5 198 Frauenkleider INädchenNeider Frauenmantel Kindermäntel 116,25 84,9 19,13 126 124,25 180 99,5 50,25 90 123 86,75 129,5 98,13 164,5 76,13 33,9 333 175,5 184 158,13 109,43 123 114,25 99,4 49 84 123,4 87 129,75 98 164 77 34,5 329 180 183,5 Buderus Deutsche Erdöl 49,65 90 123,25 87 98 164^9 34,25 331,25 175,5 184 Die Sammlung der karitativen Verbände erbrachte an Bargeld 4% Oesterretchtscye Goldrente... 4,20% Oesterreichische Stlberrent 4% Ungarische Goldrente...... 4% Ungarische Staatsrente v. 191' 4>/r% desgl. von 1913......... 6% abgest. Goldmexikaner von 91 4^Türltsche Bagdadbahn-Anteth 4% deSgl. Serie II............ 6% RumSn. vereinh. Rente v. 1903 syz%Rumän.vereinh.Rentev.1913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 ^% Anatolier .............. Daß dies alles aber überhaupt wurde, daß der deutsche INensch gelernt hat, in feinem Volksgenossen den Bruder zu sehen, dem er in seiner . Rot zu helfen verpflichtet ist, das verdanken wir unserem Führer Adolf Hitler. Unserem Dank an ihn können wir keinen besseren Ausdruck geben, als daß wir ihm am Sonn* tag unser Vertrauen aussprechen. Die Kreisführung Gießen des Winterhilfswerkes. Einheit dem Reichsbund für Leibesübungen zusammengefaßt und damit auch gleichzeitig die Wiedervereinigung der Leibesübungen mit ~bem politischen Wollen des ganzen Volkes, ihre völlige Durchdringung mit dem nationalsozialistischen Ge- dankengut gesichert. Die restlose Durchführung die- ser Aufgabe ist dem Dietwesen innerhalb des Reichsbundes für Leibesübungen übertragen. Die weltanschauliche Schulung und die volkskulturelle Bildungsarbeit erfolgt im engsten Einvernehmen mit den Parteistellen. So hat der Führer — wie auf allen Gebieten — fein Wort gehalten und in die Tat umge- seht. Die Schüler und Schülerinnen aller Schulgattungen von der Volksschule bis zur Hochschule sind verpflichtet, Leibesübungen zu pflegen. Die Zahl der Stunden für Leibesübungen wurde im Lehrplan erhöht. In allen Schulen ist Frühsport zu halten und die Schüler sind Kampfspiel- und Pflicht-Rundenkämpfen unterworfen. Ab Ostern 1936 kann nur der Schüler bzw. die Schülerin in die Sexta einer höheren Schule ausgenommen werden, wenn auch die Aufnahmeprüfung in Leibesübungen absolviert ist. Mit der Olympiade 1936 ist den deutschen Leibesübungen eine nationale Aufgabe gestellt. Die Welt wird sich davon überzeugen, daß für uns Deutsche Leibesübungen völkische pflicht sind. Der Staat Adolf Hitlers steht auf den germanischen Grundpfeilern der Treue, Sauberkeit und Ehre. Die deutschen Leibesübungen haben unter der Führung des Reichssportführers diese Grundsätze zu ihrer eigenen gemacht. Wir danken dem Führer? Ihm gehört unsere Stimme am 29. März 1936! Kleine Strafkammer Gießen. Am gestrigen Sitzungstage waren außer zwei Privatklagen zwei Berufungssachen anberaumt. Die Angeklagten nahmen vor der Hauptverhandlung ihre Berufungen zurück, so daß es bei den in erster Instanz erkannten Strafen, verbleibt. nur möglich gewesen dadurch, daß das deutsche Volk den Führer und seinen Aufruf zu wahrer Volksgemeinschaft restlos erkannt hat. Das Gebiet des K r e i s e s G i e ß e n ist auf Grund seiner wirtschaftlichen Struktur ein Glückliches zu nennen, es kann von dem, was es im Rahmen des Winterhilfswerkes aus Tausenden von Quellen geschöpft hat, zum Teil noch weitergehen an Gebiete unseres Gaues, in denen die Rot noch groß ist. Die nun folgenden Zahlen sind kurz und nüchtern. In ihnen verbirgt sich aber — und das soll dankbar hier anerkannt werden — großzügige Opferbereitschaft aller Vevötkerungs- kreise, und in ihnen verbirgt sich für den, der nicht mitten in dieser sozialen Hilfsarbeit steht, schwer erkennbar, ein ungeheures Maß freiwilliger Ehrenarbeit vieler Männer und Frauen in diesem Hilfswerk. Wenn es in den uns am Abschluß des WHW. nun vorliegenden Ziffern über die monatliche Pfundsammlung z. B. heißt: Es find 175 Zentner Weizenmehl im kreis Gießen aufgekommen, oder 27Vz Zentner Grieß, oder 70,8 Zentner Hülsenfrüchte, oder 11,9 Zentner Haferflocken, so möge jeder sich einmal vorstellen, wieviel Arbeit in diesen Ziffern liegt. Pfundweise sind diese Lebensmittel gespendet, pfundweise gesammelt, in den Ortsgruppen zunächst zusammengefaßt, im Kreisgebiet zusammengetragen und dann in den Lagerräumen der RSV., im Einhorn, einzeln geöffnet, gesichtet und zusammengeschüttet. Oder wenn anläßlich der großzügigen Weihnachtsbescherung im Kreisgebiet 2438 Kuchen aufgebracht wurden, so stelle man sich einmal vor, unter welchen Schwierigkeiten der Transport in der Kürze der Zeit und bei der schwierigen Behandlung dieser Waren zu bewältigen war. Die Brotsammlung für unsere Offenbacher Volksgenossen ergab im Kreise Gießen 13 534 Brote, die von unseren Pimpfen zusammengetragen wurden. An dieser Stelle sei auch den Gießener Betrieben, die für den Transport sowohl dieser Brotspenden, wie auch der übrigen Sachspenden in un- An Geldspenden durch die Betriebs- und Lohnsteuerabgaben aller werktätigen deutschen Menschen, sowie freien Spenden von F' . Einzelpersonen und Vereinen gingen in unserem Kreisgebiet bisher ein I. G. Farben-Jndustrte Scheideanstalt........ Goldschmidt Rütgersrverke ........ Metallgesellschaft Von Interesse wird es sein zu erfahren, „ , , an diesen Spenden im Kreisgebiet 281 Vereine beteiligt haben. Die von ihnen aufgebrachten 104,25 1 103,75 I 104,75 135,5 — — 131 I ~| — vieles andere ist im Kleiderlager der Kreisführung Gießen zusammengekommen, von fleißigen Frauen der RS.-Frauenschaft gesichtet, gesäubert und dann zur Verteilung gebracht worden. Das sind Zahlen, die eine deutliche Sprache reden und die beispiellos sind. Sie beweisen, daß wir auf dem besten Wege zurwahrenVolksgemein- schäft sind. „Ich bin nicht mit schönen Worten abgespeist." Em Bericht aus dem Schaffen der Krersführung Gießen des WHW. PHUtpp Hou mann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. eigennütziger Weise ihre Lastfahrzeuge zur Verfügung stellten, gedankt. Bei den S t r a ß e n s a m m l u n g e n für das W h W. fanden die Helfer der RSV. großzügige und tatkräftige Unterstützung durch die Gliederungen der Bewegung und die der Bewegung angeschlossenen Verbände. SA., SS., RSKK., HI-, Handwerker, Beamtenschaft, RSKOV., Deutsche Arbeitsfront, sie alle haben sich in den Dienst der Sache gestellt und in einmütigem Zusammenstehen dem noch zweifelnden Volksgenossen und darüber hinaus der ganzen Welt bewiesen, daß das Deutsche Volk mit aller Kraft der Rot zu Leibe rücken will, und daß der arme deutsche Volksgenosse spüren oll, daß er „... nicht mit schönen Worten abge- peist wird", sondern daß er wirkliche Hilfe findet. Diese Straßensammlungen ergaben in Stadt und Land Gießen im Laufe dieses Winters das erfreuliche Ergebnis von 49 847,15 RIN. Dazu kommen als Ergebnis der E i n t o p f s o n n - tage im letzten halben Jahr 48 991,50 RIN. 4 Harpener...............o Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. g Ilse Bergbau ...............e Ilse Bergbau Genüsse 6 Klöcknerwerke ...............g Mannesmann-gr Ihren o 3668,53 RIN. sind vorwiegend dazu verwendet worden, den durch das WhW. betreuten Volksgenossen durch die Kreisführung Gießen des WhW. zum Weihnachtsfest das versprochene Wunschpaket zukommen zu lassen. Don diesen Weihnachtspaketen sind in unserem Bereich 1800 Pakete zur Perteilung gekommen, während von Volksgenossen aus unserem Kreisgebiet 4418 Pakete durch die hiesigen Ortsgruppen in andere Notstandsgebiete zum Versand kamen. Die Reichsgeldsammlung, die zusätzlich im November und Februar durchgeführt wurde, 6% Deutsche RetchSanlethe v. 1927 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 5y±% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuid mit Auslos.-Rechten ............. 4*/«% Deutsche RetchSposischatzan- Weisungen von 1934, I 6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ iVi% ehem.8% Hessische Landesbank Darmstadt Gold R. 12.... 6yz% ehern. 4y,% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiqui 4’/z% ehern. 8% Darmst. Komm. Landcsb.Goldschuldverichr. R.6 Oberhessen Provinz-Anlethe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- leche Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4’/2% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bi- 1935 b'/r% ehern. 4%% Franks. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriese....... 6yz% ehern. 4yz% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse /e Accumulatoren-Fabrik 12 Conti-Gummt...............8 Datum Man-selder Bergbau.........Bl KokSworke 8 Rheinische Braunkohlen 12 Rheinstahl ..................4 Bereinigte Stahlwerke 0 Otavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben 6 Kaliwerke Westeregeln 6 Kaliwerke Salzdetfurth 7% 1985,53 RIN. Das alles zusammen sind 181 388,75 RIN., die im Laufe dieses Winterhalbjahres im Gebiet des Kreises Gießes an Geldmitteln aufgekommen sind. An Sachspenden gingen, außer den oben schon angegebenen Pfundsammlungen, aus größeren einmaligen Sammlungen noch ein, als (Betreibe» spende ber Bauernschaft des Kreises Gießen 1687 Zentner Roggen und 335 Zentner Weizen. Die Kartoffelspende ber Bauernschaft unseres Kreisgebietes erbrachte 1967 Zentner Kartoffeln. Die Sammlung der Inneren Mission zugunsten des Winterhilfswerks ergab 966 Zentner Kartoffeln und 79 Zentner Gemüse. Die Jägerschaft unseres Bereiches wollte nicht zu- rückstehen. Sie brachte für das WHW. 78 Rehe und 204 Hasen zur Ablieferung. Aus den Kleidersammlungen des letzten halben Jahres sind gleichfalls einige Zahlen anzugeben, die wieder beweisen, wie opferfreudig das deutsche Volk und im besonderen unser Kreisgebiet ist. 524 Säuglingsausstattungen sind von ben Jungmäbels im BDM. gesammelt worben unb auch schon fast restlos zur Ablieferung böi-se 26.3. Zerlm,26.März Amerikanische Noten Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten................. Spanische Noten .... Ungarische Motto................ Hamburg-Amerika-Paker 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiSconto- Gesellschaft................o Dresdner Bank o Retchsbank ................ 12 27,5 | 27,5 I 18I -I 7| 158,65 157,75 9 224,75 799.s S 109,75 Frankfurt a. M. Berlin Frankfurt a.M. Berlin Schluß- kurs Echlußk. Abendbörse Gchluß- kurs Echlußk. Mittag« börse Schlußkurs Echlußk. Abendbörse Schlußkurs Echlußk. Mittag« börse Datum 25.3. 26-3. 25 3. 26.3 Datum 25.3. 26.3 25.3. 26.3. 25 Mär, 26-März Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Brief Buenos Atre. 0,680 41,99 0,684 0,680 0,684 Brüssel..... 42,07 42,00 42,08 Rio de Jan. 0,139 0,141 0,139 0,141 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,83 54,93 54,83 54,93 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,28 12,31 12,28 12,31 HelsingsorS.. Pari- ...... 5,41 16,375 5,42 16,415 5,41 16,37 5,42 16,41 Holland .... 168,84 169,18 168,78 169,12 Italien..... 19,70 19,74 19,70 19,74 Javan ...... 0,714 0,716 0,714 0,716 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... ; 61,70 61,82 61,70 61,82 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 11,14 11,16 11,14 11,16 Stockholm... 63,29 63,41 63,29 63,41 Schweiz .... 81,01 81,17 80,99 81,15 Spanien.... 33,96 34,02 33,93 33,99 Prag....... 10,27 10,29 10,265 10,285 Budapest .. — —— — lleuyork ... 2,475 2,479 2,475 2,479 100,25 97,65 103,13 100,4 97,65 100,5 97,65 103 100,5 97,65 102,9 110,65 111 110,65 111 — 100,2 100,25 100,25 98,25 98,25 98,25 98,25 96,4 96,4 96,4 — 100,8 101 — — 92,4 — — — 118,65 — — 114,4 114,65 114,5 114,5 96,5 96,5 — — 101,4 101,5 — — 101,25 101,13 101,13 101,13 97 97 97 97 97 97 97 97 8 109 109 109 109 _ _ 31,4 — 1,3 1,5 1,3 1,45 8,55 8,55 8,7 8,65 ) 8,55 8,6 8,55 8,65 8,5 8,5 8,5 8,6 9 14 13,75 13,9 13,6 H 9,25 9,13 — — 9,13 9,13 9,15 9,15 7 7,25 7 7,25 9,65 — 9,7 9,75 5,6 5,6 5,65 5,6 39,5 39,9 39,75 39,75 15 15,13 15,25 15,13 16,75 16 16,65 16,25 108,5 108,5 108,75 109 112 — 111,25 110,5 91,25 91,75 91,25 91,75 91,5 91,5 91,5 91,5 91,75 91,75 91,75 91,75 179 178 179 178,5 36 36,5 35,65 36,75 143 143,5 143,4 143,75 124 124 123,5 124,4 139 139 139,5 139,5 119,5 119,5 119,5 119,5 130,75 131 131,25 131 125,9 124,75 125,75 124,5 137,13 137,5 136,5 137,75 175 175,75 175,5 175,4 127,5 129 127,5 129 95,9 96,75 96 96 116 115,5 115,75 116,25 120,5 122 120,5 122 91 91 91,13 90,75 163 — —— —— 131,75 131 131,5 131,5 86,25 86,5 86,25 86,25 84,5 84 84,13 84 Gelb Z)nei _ 2,427 2,447 41,84 42.00 54,57 54,79 12,245 12,285 16,32 16,38 168,36 169,04 61,49 61,73 —— — _ 63,07 63,33 80,81 81,13 33,59 33,73 — —■