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Jahrgang Vanne,rlag. 27. z-drn-r 2956 ' _ _ _ Ä Annahme von Anzeigen Erscheint täglich, außer M W für die Mittagsnummer Sonntags und Feiertags T A bis 8'/,Uhr des Vormittags Mi- ©ICnvIlCi ZllnClQvI WS Auch bei Nichterscheinen N M Aw .^MsW- Ermäßigte Grundpreise: von einzelnen Nummern Stellen-, Vereins-, gemein- ZMr General-Anzeiger für Oberhessen WWZ richten: Anzeiger Gießen V W 1 • behördliche Anzeigen 6Rpf. s.enttu°rtfÄ,in:ii686 Druckt und Verlag: vrühl'sche UnioerfitSts-vuch- und Steindruckerei «.Lange in Sietzen. Schristleltung und Geschäftsstelle: Schulstratze 1 M-ngenabichMst-Staffel8 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Noch keine völlige Klärung der Lage inFapan dieser vor- Sie Männer des bisherigen Regimes Saito. O k a d a. Takahashi. Der am Das Scho in Paris Der gäbe der Goldwährung. Der 78jährige Saito hat die Kriegsmarine bis zum Großadmiral durchlaufen. Von 1913 bis 1914 war er Marineminister. 1919 wurde er General- gouoerneur von Korea. Damals wäre er beinahe einem Bombenattentat zum Opfer gefallen. 1927 war er Hauptdelegierter auf der Flöt- tenabrüftungskonferenz, im Jahre 1931 trat er von seinem Amte als Generalgouverneur zurück. Nach der Ermordung Jnukais bildete er im Zwei japanische Geschwader nach Tokio und Osaka beordert. Militärpartei geleiteten Geheimgesellschaften der Nationalisten abspiele. Das Ideal der Nationalisten sei die Ausbreitung Japans und seine Vorherrschaft über Asien und die Welt. Wenn das Militär obsiege, bedeute dies binnen kurzem den Krieg in Asien. Um des Weltfriedens willen müsse man also hoffen, daß der diesmalige Staatsstreich in Japan ebenso mißlinge wie der von 1932. Das „Echo de Paris" weist daraufhin, daß politischer Selbstmord und politischer Mord und seine Folgen in Japan an sich nicht entwürdigendes darstellten. Die jungen Offiziere, die sich opfern, konnte man als Rechtsrevolutionäre im europäischen Sinne des Wortes bezeichnen. Sie machten Front gegen parlamentarische Bestechlichkeit, gegen die Banken, gegen die Großunternehmungen und gegen die Herschaft des Geldes. Der Kaiser sei ihr Gott, aber seine Ratgeber verfälschten seine weisen Verfügungen und daher müsse man sie unschädlich machen. Das Blatt läßt die Frage offen, ob Japan tatsächlich schon am Vorabend eines Umsturzes stehe oder nicht. Die Ereignisse brauchten nicht unbedingt diese Folgen zu haben. Die Außenpolitik sei übrigens bei dem Putsch nicht so sehr im Vordergrund gestanden, da Außenminister H i r o t a soweit wenigstens bekannt, nicht belästigt worden sei. Für den „Matin" bedeutet der Putsch eine Warnung für die liberale Partei der Minseito, die eine Verständigung mit Nanking und eine japanische handelspolitische Durchdringung Chinas ohne kriegerische Mittel wünsche. Das „Journal" meint, die Lage sei ä u ß e r st e r n st, denn die Krise sei mehr eine soziale als eine militärisch-politische und biete allen demagogischen Hemmungslosigkeiten Raum. Es sei möglich, daß der Militäraufstand rasch behoben werde. Aber die große Krankheit im japanischen Reich sei schwer zu heilen. Die aussiändischen Truppen wieder in den Kasernen. Tokio, 27. Febr. (Ostasiendienst des DNB. Funkspruch.) Nach Einsatz neuer Truppen bietet Tokio nunmehr ein ruhiges Bild. Teile der Infanterie-Regimenter der 1. Division, von der am INitt- woch der Handstreich ausging, sind in die Kasernen zurückgekehrt. Durch den Belagerungszustand ist die Regierung militärisch gesichert. Mandanten von Tokio ernannt. Die Tokio, 26. Febr. (Ostasiendienst des DNB.) Das Marineministerium teilt mit, daß zum Schutz und zur Aufrechterhaltung der Ordnung das 1. Geschwader nach Tokio und das 2. Geschwader nach Osaka beordert worden sind. In einer Vorstadt von Tokio sind Marine- truppen eingetroffen. Die Herbeiholung 6"*' Truppen wird vom Marineministerium als beugende Maßnahme bezeichnet. November 1921 übernahm er die Leitung des Ka- j Mai 1932 eine nationale Konzentrationsregierung, binetts, trat aber schon 1922 wieder zurück. 1927 1 - ....... übernahm er im Kabinett Tanaka zum drittenmal das Finanzministerium. 1931 trat er im Kabinett Jnukai trotz seines hohen Alters an die Spitze des Finanzministeriums. Seine ersten Maßnahmen waren das Verbot der Goldausfuhr und die Auf- Paris, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) „Petit Parisien" spricht von dem nunmehr zwanzigjährigen Kampf, der sich in Japan zwischen den liberalen Elementen und den von der Innenminister Goto.- (Scherl-Bilderdienst-M.) Amtlich wird bekannlgegeben, daß die Städte Yokohama, Kobe, Osaka und Nagoya unter verstärktem Polizeischuh flehen und die Ruhe nicht gestört worden sei. Die Marineleitung verlautbart, daß das 1. und 2. Geschwader der japanischen Flotte den militärischen Schuh von Pokosuka und der Tokiobucht übernommen habe. Der Bruder des Kaisers, Prinz E h i ch i b u, trifft am Donnerstag in Tokio ein. Das Kabinett, unter der Leitung des bisherigen Innenministers Goto wird bis zur Umbildung der Regie- rung weiter im Amt bleiben. 3m kaiserlichen Palast finden fortlaufend Besprechungen über die Regierungsumbildung statt. Die Blätter sprechen bei der Behandlung des Putsches von einem „histon- schen Ereignis", wie es sich seit der Meiji-Restaura- ration nicht mehr zugetragen habe und erhoffen eine baldige Klärung der Lage. In Tokio herrscht Belagerungszustand. General Kaschii wurde zum Stadtkom- gesamle Garnison wurde seinem Oberkommando unterstellt. Die Beratungen im Geheimen Staatsrat, der auch die Verhängung des Belagerungszustandes beschlossen hat, werden fortlaufend fortgeführt. Den Vorsitz führt der K a i f e r selbst. An den Beratungen nehmen sämtliche Minister teil, mit Ausnahme des Finanzmini- skers Takahaschi. Amtlich wird bestätigt, daß Innenminister Goto vorübergehend die Geschäfte des Ministerpräsidenten übernommen hat, möglicherweise wird schon Freitag das neue Kabinett gebildet. Wie der Handstreich vor sich ging. Eine Erklärung der Putschisten. Der Handstreich wurde in den frühen Morgenstunden des Mittwoch durchyeführt, als sich das 3 Regiment der 1. Division auf dem Wege zum Bahnhof befand, wo es n ach der Mandschurei verladen werden sollte. Unterwegs trennten sich größere Abteilungen unter Führung des Hauptmannes N o n a k a und anderer Offiziere von der Truppe und besetzten bi e strategischen Punkte der StadtTo Mo. Die Truppen bemächtigten sich des Kriegsrnmlste- riums, des Innenministeriums und der Polizei- direktion. Ferner wurde eine Abteilung in Die Wohnung des Ministerpräsidenten Admiral Okada gesandt, der ermordet wurde. Hofmarfchall Suzuki, der Führer der Seiyukai-Partei, wurde mißhandelt und dabei schwer verletzt. Der frühere Siegelbewahrer Makino, der ebenfalls angegriffen wurde, konnte entkommen. Seme Leibwache erschoß den Anführer der Meuterer, mit denen es zu einem Gefecht kam. Die Meuterer eroberten das Landhaus Makinos und fetzten es m Brand. Auf den Fürsten Saionji wurde kein Anschlag verübt. Die Führer der militärischen Erhebung leiteten allen Zeitungen Tokios eine Erkla r u n g zu, m der die Erhebung damit begründet wird, daß das bisherige japanische Kabinett sich wehr und mehr vom wahren japanischen Geist enb sernt und in die Vorrechte des Mikados widerrechtlich eingegriffen habe. Die Erklärung, die vom Hauptmann N o n o k a uno Hauptmann Ando vom 3. Tokioter Infanterie- Regiment unterschrieben ist, führt als Beweis für obige Behauptung den Londoner Flottenvertrag von 1930 an. In der Erklärung hecht es weiter: „Falls diese Lage weiterhin bestehen bleibt, wird das Verhältnis Japans zu China, Rußland, England und den Vereinigten Staaten einen Ex p l o si o n s p u n k t erreichen . Was damit gemeint ist, sagt die Erklärung nicht. Gegen wen richtet sich der putsch? Hintergründe. Die aktivistischen Kreise des japanischen Militärs haben blutigen Ernst gemacht. Sie haben aus den kürzlichen Reichstagswahlen die Lehre gezogen, daß ihr Programm nicht mit dem des Reichstags vereinbar sei, daß es noch lange dauern würde, bis sich das gesamte japanische Volk ihren Forderungen verschriebe, und daher haben sie die Regierung beseitigt. Es ist bezeichnend, daß der Ministerpräsident O k a d a ein Opfer des Putsches wurde. Okada hatte als Chef einer Beam- enregierung gegenüber der Mehrheitspartei des alten Reichstages, den Seyukais, und gegenüber dem Parlamentarismus das Prinzip der autoritären Machtfülle des Kaisers vertreten und den Reichstag aufgelöst, als die Seyukais Miene machten, der Regierung ihr Mißtrauen auszusprechen. Die Minseito, also die Regierungs- partei, gewann zwar an Sitzen und die Seyukais blieben in einer Minderheit, aber immerhin war diese Opposition noch verhältnismäßig stark, so daß mit der Parlamentsmaschine kaum ein gedeihliches Arbeiten geschweige denn eine Reform der japanischen Zustände zu erreichen gewesen wäre. Der Zwiespalt, der das japanische Volk zerklüftet, die Frage, ob der Mikado allein die Autorität besitzen soll oder ob er lediglich ein Organ sich gegenseitig kontrollierender Staatsgewalten sei. ist von der japanischen Armee zu Gunsten des Mikado beantwortet worden. Den Extremisten ging sogar der japanische Ministerpräsident Okada nicht weit genug. Sie verlangten ganze Arbeit, sie wollten nicht nur militärisch, sondern auch wirtschaftlich eine Reform im Sinne ihres Programms. Als Japan vor drei Jahren, nachdem es sich von den Folgen des furchtbaren Erdbebens erholt hatte, darauf ausging, sich militärisch und wirtschaftlich auszubreiten, stand hinter dieser Ausdehnungspolitik die Botschaft des Mikado, die Japan neu formen und von den Einflüssen befreien wollte, die als unvereinbar mit der altjapanischen Ueber- üeferung angesehen wurden, wonach dem Mikado göttliche Gewalt zukommt. Der große Reformkaiser Meiji (Mutsuhito) hatte durch den Bismarck des Ostens, den Prinzen Ito, die Pforten Japans der europäischen Zivilisation geöffnet. Seitdem hat Japan in militärischer und wirtschaftlicher Beziehung sehr schnell die führende Rolle in Ostasien gewonnen. Es hat vor allem im letzten Menschenalter nicht nur Rußland geschlagen, sondern ist zur stärksten Militär- und Wirtschaftsmacht des Fernen Ostens Die Bildung eines neuen Kabinetts wird für morgen erwartet. Geheime Staatsrat und die Regierung tagen unter Vorsitz des Kaisers Der erste amtliche Bericht aus Tokio. Tokio, 26. Februar. (Ostasiendienst des DNB.) Das japanische Kriegsmini st ertum veröffentlicht folgenden amtlichen Bericht über die Vorgänge am Mittwoch: Heute früh um 5 Uhr haben Truppen junger Offiziere angegriffen: „1. die Residenz des M i n i ft e r p r ä f i D c n t e n. Ministerpräsident Okada wurde getötet; 2. die Wohnung des Siegelbewahrers, Admiral Saito. Auch er wurde sofort getötet; 3. die Wohnung des Leiters des Militär-Erziehungswesens General Watanabe. Er wurde ebenfalls sofort getötet; 4. der frühere Siegelbewahrer M a k i n o wird vermißt. 5. Bei einem Angriff auf die Amtswohnung des Hofmarschalls Suzuki wurde letzterer schwer verletzt. 6. Fmanzmml- fter Takahaschi wurde in seiner Wohnung verletzt. Die Zeitung „Asahi wurde stillgelegt. Die K Offiziere wollten den Fürsten Saionji, ite überlebende Mitglied des Rates der Alten, die alten Minister, die Kapitalisten,^ Bürokraten und die Parteien beseitigen, da sie in inner- und außenpölitisch schwerer Zeit unsere Staatsform zerstören wollten. Die jungen Offiziere wollen durch ihr Vorgehen die Gerechtigkeit im Staate wieder- herstellen, um den Bestand der kaiserlichen Staatsform zu sichern. Von den Ermordeten galt Admiral Saito, der sich auch in der Politik einen Namen gemacht hatte, als Anhänger einer gemäßigten Außenpolitik, wahrend sich der Ministerpräsident O k a d a den radi- falen Vertretern einer imperialistischen Politik m China widersetzt haben soll. Der vorletzte Fmanz- minifter Takahaschi wird als em Gegner erhöhter Militärausgaben bezeichnet, die fast Die Hälfte des Gesamthaushaltes ausmachen. Okada ist 1868 geboren. Nach dem Besuch der Marineakademie wurde er 1890 Unterleutnant. Von 1920 bis 1923 war er Chef der No"enverwaltuny, 1924 Vizemarineminister im Fachen Jahre AUii ral und Mitglied des Obersten Knegsrats. Von 1927 bis 1929 Marineminister, dann wieder Admiral im aktiven Dienst. Am 4. Juli 1934 ernannte ihn Kaiser Hirohito zum Ministerpräsidenten. Der 82jährige Takahaschi entstammt einer Samurai-Familie. Nach einer .^"s^^areise wurde er zuerst Lehrer, kam dann in das Unterrichts-, später in das Handelsministerium wo er m wenigen Jahren bis zum Abteilungsdirektor, aufftieg^ In den 90er Jahren schied er aus dem Staatsdienst und beteiligte sich mit wenig GUick an Silber schürfungen in Peru. Nach feiner Rückkehr trat er eine untergeordnete Stellung bei der B Japan an, wurde aber schon "ach^emgen Jahren Vizepräsident und überahm 1911 den Posten des Gouverneurs der Bank. »}*«**«! russisch-japanischen Krieges wirkte er als Fi nanz - agent in England und Amerika. Von 1912 bis 1913 leitete er das Finanzmmistenmn. Eon 1918 bis 1921 war er zum zweitenmal Flnanzmmister im Kabinett Hara Wie dieser war er Mitglied der Seiyukai-Partei. Nach der Ermordung Haras im emporgeftiegen. Diese beispiellose Entwicklung brachte aber eine Auflösung des alten japanischen Gefüges. Ursprünglich war der Mikado machtlos gewesen. Der Sho- gun, der Hausmeier, hatte ihm zwar die göttliche Verehrung seines Volkes überlassen, politisch und materiell aber alle Gewalt für sich in Anspruch genommen. Das änderte sich, als die neue Zeit in Japan eindrang. Der Shogun verschwand, der Mikado gewann die volle Gewalt, aber sie war beschränkt durch eine nach englischem Vorbild eingerichtete Verfassung, und die Parteien versuchten immer mehr, den Einfluß des Mikado einzuschränken. Sie fanden ihre Hauptstütze in den Neureichen, deren wirtschaftliche Tätigkeit Japan fast unmittelbar aus dem Zustand einer mittelalterlichen Gesellschaftsordnung in den des höchftkapitalisti- schen Zeitalters versetzten, ohne daß sich dieses moderne Zeitalter langsam angebahnt hätte, wie es bei den europäischen Nationen der Fall gewesen war. Die Folge war eine Zunahme des Jndustrieprole- tnriats, eine Neubildung von Schichten, die sich auf das Kapital stützten, eine furchtbare Verelendung des japanischen Bauerntums und eine Lockerung oder teilweise Auflösung des alten Staats- und Lebensideals. Demgegenüber setzte die göttliche Botschaft d e s Kaisers, das K o d o, außenpolitisch und innenpolitisch ein Programm, das schließlich auf die alten japanischen Vorstellungen sich gründete. Neben eine Monroe-Doktrin, die Japan die Führung Asiens zusprach und in deren Verwirk- lichung Japan die Mandschurei nahm, die fünf Nord- provinzen Chinas unter seine Gewalt brachte, die Innere Mongolei von China loslöste und forderte, daß die Acußere Mongolei sich den Fängen Sowjetrußlands entzog, trat auch ein neues Wirtschaftsprogramm. Die wirtschaftliche Expansion Japans ist zwar von den neuaufgekommenen Mächten des Kapitalismus betrieben worden, ihre Erfolge sind außerordentlich, aber die Lage Japans selbst wurde durch diese wirtschaftliche Ausdehnung nicht besser. Denn der liberale Kapitalismus ging schonungslos über alle anderen Schichten hinweg. Gegen diesen Geist kämpften die Militärs, die sich auf das japanische Bauertum als die Quelle der japanischen Kraft und auf das Industrie- p r o I e t a r i at stützten, dessen wertvolle völkische Kräfte dem Staate nur gewonnen werden konnten, wenn das Programm des Kaisers sich durchsetzte. Die Militärs forderten also Zurückdrängung des Einflusses der Kapitalisten, eine bessere Verteilung der Lasten, eine Fürsorge für die arbeitende Bevölkerung, alles zu dem Zweck, dem Mikado die Autorität zu stärken und das Volk von den Einflüssen eines individualistischen Kapitalismus zu befreien, damit die ganze Macht Japans den : außenpolitischen Zielen sich zuwenden konnte, nach- 1 dem im Inneren Ordnung geschaffen war. : Diese Renaissance des alten Japanertums hat im ■ „K o d o" ihren Niederschlag gesunden. Kriegsmini- : (ter 21 r a Ei gab dieser Weltanschauung des moder- - nen Japaners in jener denkwürdigen Generalstabs- । konferenz vom 16. Mai 1931 beredten Ausdruck, die ! den bedeutsamen Ereignissen auf dem ostasiatischen . Festlande vorausging. „Wir Japaner", so führte er dabei aus, „fürchten kein Blut und zögern nicht, unser Leben für Gerechtigkeit hinzugeben. Unfen l Mai 1932 eine nationale Konzentrationsregierung. Er stürzte im Juli 1934 wegen der inneren Schwierigkeiten in Zusammenhang mit einem Korruptionsskandal, in den mehrere Minister verwickelt waren. t i W ; n i h Das Reichstagsgebäude in Tokio er- Die (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten!) i Wir lassen hier einen Japaner über seine < Hauptstadt Tokio als Inbegriff Groß- j japans sprechen. ; Unter Tokio stellen sich die meisten Ausländer immer nur die Hauptstadt von Japan und die i größte Stadt in Fernost vor. Für den Bewohner । Tokios jedoch und darüber hinaus für alle Ja- , paner bedeutet unsere Hauptstadt weit mehr. Tokio ist das wahre Herz N i p p o n s Wo auch immer Japaner sein mögen, ob im kalten nördlichen Hokkaido oder in der warmen Sonne Kyushus — immer zieht es uns nach Tokio. Wenn wir nach Tokio reisen, so sagen wir immer, mir gehen „hinauf" nach Tokio. Verlassen wir aber die Hauptstadt, sei es in welcher Richtung auch immer, so gehen wir „hinunter". Tokio ist für uns Japaner immer der Maß st ab von Ort und Zeit. In all unserem Geschehen, in sozialen, politischen oder industriellen Vorgängen steht im Mittelpunkt als Name und Begriff „Tokio". Und endlich bedeutet unsere Hauptstadt für uns em Sammelbegriff für die übrigen Hauptstädte der Welt, für Berlin, Paris, London und Neuyork. Tokio ist für uns auch ein geistiger Begriff; hier erfüllt sich Geist und Inhalt des „Peddoko", der im wahrsten Sinne des Wortes den Geist der Bevölkerung unserer Hauptstadt widerspiegelt. Es ist der Geist, den wir in der weiten Welt vergeblich suchen würden. „Peddoko" — das ist jeder Bürger von Tokio, mag er nun Fischhändler oder Gärtner oder Minister oder irgendein anderer Diener am japanischen Volke sein. Dieser Geist beherrscht das Tagewerk mehr als Geld oder irgendein anderer Gemeinschaftsbegriff. Wer in diesen Geist ganz hineingewachsen ist, der wird nicht betteln, und wenn er auch kein Hemd auf dem Leibe hat. Er mag ein Prahler sein, aber im Herzen ist er wie ein frohes Kind. Dieser Geist kennt keine Klasfenunterschlede, ein Bettler bedeutet ihm soviel wie ein Millionär. Es mag wohl keine Volksschicht auf der weiten Welt geben, denen Geist und Gefühl so viel bedeutet wie uns Japanern. „Peddoko" beherrscht die sechs Millionen Einwohner unserer schnell anwachsenden Hauptstadt. Wenn du dich zu einem dieser sechs Millionen freundlich zeigst, so wirst du Freunde fürs Leben haben. Bist du dagegen nichtswürdig, so wirst du keine schlimmeren Feinde finden Je mehr Japans Stellung in der Welt an Bedeutung gewinnt, um so mehr wird Tokio nicht nur das Nervenzentrum Japans, sondern auch des ganzen Fernen Ostens. Die Bevölkerung Tokios ist sich seiner großen Aufgabe wohl bewußt und übernimmt alle Verpflichtungen, Tokio zu einer Weltstadt auszubauen. Als unsere Hauptstadt 1923 durch Erdbeben und Feuer so gut wie ausgelöscht war, fand sich ganz Japan zu äußersten Geldopfern bereit, um ein größeres und besseres Tokio zu er- „Le Jour" über die Gefahren des Rnssenpaktes. Paris, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) Auf eine Frage der „Republique", ob der „Jour" für oder gegen eine Annäherung an Deutschland sei, antwortete der „Jour", wenn er zwischen einem Pakt mit Berlin und einem Pakt mit Moskau zu wählen hätte, dann würde er sich für den e r ft e r e n entscheiden, weil Deutschland wenigstens Frankreich in Frieden lasse. Deutschland betreibe in Frankreich keine schmutzige Propaganda revolutionärer Anarchie und überlasse den Sowjets, der Komintern und der GPU., auf französischem Boden den Geist und in die Seele der Franzosen durch das traurige Sowjetideal zu verseuchen. „Jour" kritisiert auch den Plan zur Schaffung eines französischen Berufsheeres durch Ausbau und Verstärkung der mobilen Garde. Ein solches Heer fei einem Ministerium ausgeliefert, das der Beschützer der Volksfront sei, auf die die Sowjets einen nur allzu offenkundigen Einfluß ausübten. Die geplante französische Prätorianer-Armee sei unter diesen Umständen nicht nur für den Gebrauch noch außen hin bestimmt. Lenin habe schon geschrieben, daß die Rote Armee die Zukunft der revolutionären Sache in der Hand habe und die französische Volksfront setze ihre Unterschrift darunter. Gerüchte von einem Anschlag aus Stalin. Schwedischer Hirnspezialist plötzlich nach Moskau berufen. Stockholm, 26. Febr. (DNB.) Der schwedische Professor Olivecrona, ein Spezialist für Hirnchirurgie, ist von der sowjetrussischen Gesandtin K o l l o n t a y dringend gebeten worden, sich unverzüglich nach Moskau zu begeben, um dort eine wichtige Operation vorzunehmen. Die Nachricht hat hier großes Aufsehen hervorgerufen. Auf die Frage, wem dieser seltene ärztliche Besuch gilt, erklärte die Gesandtin, es handele sich um einen persönlichen Freund von ihr, der plötzlich weisen können. Englische Befürchtungen Kriegsgefahr im Fernen Osten. innen, läuft an Npomwng Monat i Berlin, 26. "März 1936 st. Jmmlung b w Reichsorga, Wer der Deuts PMeim l^tlirfje de ■'? große Str KM a IjJM Die UM Polizei- iMnelbüchse fl??pen. Mit ■wmert 19; IP Monat hei I Meten, Pei|rem do Msehunt geddoko, Geist und Herz Aippons Von Mmpei Sheba. deshalb verständlich sein, daß ein Teil dieser Millionen Menschen sich z u schnell westlicher Zivili- sakicm nähert und meint, daß unsere schöne japanische Tradition dieser Zivilisation zum Opfer gebracht werden müßte. Aber das schnellebige Tokio hat wenig Zeit, hierüber auch nur Betrachtungen anzustellen. Die Veränderungen ergeben sich von selbst, fast unmerklich, da das Tempo, in dem Tokio wächst und Japan größer wird, Aenderungen aufzwingt, die niemand aufhalten kann. Aber es gibt trotzdem und glücklicherweise einige Dinge, die von modernen Einflüssen nicht berührt werden. Das sind die malerischen Festlichkeiten und die eindrucksvollen Schreine und Tempel. Tokio von heute und Tokio von gestern werden immer eine festliebende Stadt sein, und der gewaltige Verkehr in den modernen Hauptstraßen wird mehr als einmal im Jahre aufgehalten durch Prozessionen fröhlicher junger Männer und Knaben, die Heiligenschreine auf Sänften tragen. Ein anderer Zug im Leben der Bevölkerung Tokios istdieLiebezum Sport und zu Massenspielen. In dieser Beziehung ähneln wir dem deutschen Volke. Wohl in keiner anderen Hauptstadt der Welt ist das Interesse für die kommenden Olympischen Spiele so stark wie gerade in Tokio. Alle Volksklassen, vom einfachen Arbeiter bis zum Staatsmann und Großkapitalisten, weisen aber Tausende von begeisterten Sportlern auf, die den Olympischen Spielen in Berlin mit stärkster Anteilnahme entgegensetzen. Nur eine Frage beherrscht uns alle: Werden unsere Landsleute in Berlin unser Volk würdig vertreten? Die Begeisterung für die Olympiade ist so groß, daß schon Vorkehrungen getroffen wurden für eine direkte Radioübermittlung von Berlin nach Tokio und von hier in alle Teile unseres Landes. krank geworden sei. Alle Umstände sprechen jedoch eher dafür, daß nur eine hochstehende Persönlichkeit in Frage kommt. In London waren Gerüchte im Umlauf, die von einem Anschlag auf Stalin wissen wollten. Ein Vertreter des sowjetrussischen Außenkommissariats hat am Donnerstagmorgen diese Gerüchte als „vollkommen lächerlich" bezeichnet. Stalin fei zum letzten Mal vor vier Tagen vor der Öffentlichkeit erschienen. Seither habe er keine öffentlichen Verpflichtungen gehabt. Daß Stalin nicht zu der Gründungsfeier der georgischen Republik am Mittwoch erschienen fei, wird amtlich damit erklärt, daß Stalin niemals derartigen Veranstaltungen beiwohne. richten, denn diese Stadt ist der Urbegriff aller Städte, Flecken oder Dörfer von Japan. So spiegelt Tokio alle übrigen menschlichen Siedlungen Japans wider, und für die übrige Welt wurde Tokio der Inbegriff Japans. Die Bemühungen, die für den Aufbau einer modernen Hauptstadt eingesetzt werden mußten, stießen auf mancherlei Schwierigkeiten. Es galt, Gegensätze zu studieren und eine bauchbare Lösung zu finden. Breite, prachtvolle Alleen mit Zement- oder Asphaltbahnen führen plötzlich in enge, typisch östliche Gassen, mit einem Durcheinander von Häusern, Häuschen und Kleingeschäften, bevölkert von Millionen Menschen. Erstaunlichen Gegensätzen begegnen wir auch im Leben der sechs Millionen Bewohner Tokios. Wir tragen westliche Kleitz u n ab e i unserer Arbeit und außerhalb unserer Wohnungen, aber sobald wir in unsere Häuser zurückkehren, sitzen wir in unseren althergebrachten Kimonos auf mattenbedecktem Boden. Reis und Rettich lehrten uns gleichzeitig Beefsteak und Brot zu essen, und das Bier spielt heute im Leden des Tokioer Bürgers dieselbe Rolle wie bei einem Berliner oder Münchener. Es mag ® Q r n a, - •Wijet m :Snbet r ■ "Menu Mi d» mtn wert t ” ®ittw ! «trfri fe’ ÄQUf b| l'*“Ä J $**1 OU SSW e-bd-r-D WelW K I' M I ■ bedingt Lies M ■ Iti'btn, der W ■f gebe es keW E Lerfagens.W i bjnq des 6M Mdi-Lrzi-h"« M Wtes, der W K. Denkbar eM M.' hie Auswahl® Hi-»-- ®nlSl Bl"«- ®rl t körperliche ■ Über Beweis ■ 1 L für die ®en| A Gewähr gege« I Her mir die M Wgeschloss I linnen Aac UBerlin, 26. M des ober! HF. wird alle M- ausgef $eit gegeben, iiina unterzieh taten der DBF kit gegeben, das «Wusses nur mch den bis ~r den Ausschli tiefe Sicherheit immer in v ioefen fein m tirher von eine lidjleit zu gel g||$l)ren« un MAF. herbeizu ' Imen wird die M nicht berührt. ( Sfchluß und 9lei ,||1 Witgiiebfäaft to Münerkk' Slnfprüi II Vien Ausschlüsse« J । '^offenen Volk - )en Kreis 11 »nsalls an d I !, gegen befrei I "i dem zu st |:,iiplinargeri(f)t I ifianz kann de Blut und Feder. Wenn man sich mit Engländern über den Bolschewismus und feine Gefahr für Die übrige Welt unterhält, etwa die Meinung vertritt, daß das nationalfozialiftifche Deutsch! an d die wirksamste Barriere gegen das weitere Vor. dringen dieser asiatischen Seuche sei und deshalb den Dank Europas verdiene, stößt man fast immer auf ein ungläubiges Lächeln; das Lächeln will hei. jen: machen Sie mir nichts vor; der Bolschewismus ist eine russische Staatsform, um die sich da, Ausland nicht zu sorgen hat; feine innerpolitischeii Methoden kümmern uns nicht; gewiß gibt es auch kommunistische Parteien in anderen Landern, sogar in England, die in der Theorie mit den russischen Bolschewismus Zusammengehen, aber sie tragen doch den Charakter ihres jeweiligen Landes, das sich mit ihnen nach seinen politischen Methoden auseman- derzusetzen hat. Im günstigsten Falle ist der Engländer bereit, die besondere Lage Deutschlands dem Boi- schewismus gegenüber anzuerkennen und zu ver. stehen. Es bleibt meist nicht ohne Eindruck, wenn man an die Erfahrungen in Deutschland in den Iah- ren vor der Machtergreifung des Nationalsozialis. mus hinweist und gegenüber der schnellen Vergeß, lichkeit an die Beweise dafür erinnert, daß Deutschland im Winter 1932/33 vor einem bolschewistischen Umsturz stand, der das Gesicht Europas gründ, legend und sicherlich nicht zum guten verändert hatte. Aber da diese Gefahr nun vorüber ist, sonnt sich der Inselbewohner wieder gerne in dem Gefühl seiner Sicherheit und Abgeschlossenheit, das durch den Stolz auf die Festigkeit feiner nationalen politischen Einrichtungen auf den altbewährten gefunden Men. schenverstand seiner Bürger in staatlichen Fragen untermauert wird. Das Schlußergebnis solcher Unterhaltungen, die ja in den letzten Jahren nicht nur von Privatmenschen unserer beiden Nationen ge- führt wurden, ist meist: Mögen auch eure dusteren Prophezeiungen über die schleichende Wirkung des Weltgiftes des Bolschewismus richtig sein! England ist immun dagegen. Solche Gespräche hat offenbar auch der Luftfahrtminister im letzten Kabinett Baldwin geführt, der vor kurzem Deutschland besuchte und mit vielen deutschen führenden Persönlichkeiten in Berührung kam. Aus Veröffentlichungen in der englischen Presse und aus einer Rede, die Lord London» d e r r y über seine deutschen Eindrücke Hielt, ist,dies hervorgegangen. Er stellte dabei objektiv die beiden Meinungen, die deutsche und die englische, einander gegenüber, aber es schien doch, als ob das, was er bei uns über diese Frage zu hören bekam, nicht ganz ohne Eindruck geblieben fei. Vielleicht ist gerade ein Mann, der bis vor kurzem für die Schlagkraft und politische Zuverlässigkeit der englischen Flotte ver- antwortlich war, in diesem Punkte hellhöriger als der Politiker, der gern Erwägungen beiseite schiebt, wenn sie in seine politischen Pläne und Ziele nicht passen wollen. In den letzten drei Monaten haben sich in der englischen Marine Vorfälle zugetragen, die sehr wohl zu denken geben könnten. Geheimnisvolle Sabotageakte auf Schiffen, deren Urheber man nicht feststellen konnte, erregten die Aufmerksamkeit, zuletzt die Bestürzung der Marineleitung. Ein vierter Fall, die Beschädigung eines Minen- legunasapparats auf einem im Dock von Chatham liegenden Zerstörer durch einen künstlichen Eingriff, der soeben bekannt wird, behebt jeden Zweifel darüber, daß es sich bei diesen Akten um den planmäßigen Versuch handelt, im Fall eines Krieges englische Schiffe kampfunfähig zu machen. Daß die Urheber der Sabotage außenstehende Personen sind, ist unwahrscheinlich; wahrscheinlicher ist, daß es der politischen Agitation gelungen ist, in den Schiffsbesatzungen festen Fuß zu taffen, und daß dort bereits Zellen einer zweifellos kommunistischen Bewegung vorhanden sind, auf die diese Fälle einer „Prvbedemobilisierung" zurückzuführen sind. Die Vorfälle sind, wenn man auch in England zunächst aus politischen Gründen geneigt fein wird, sie zu bagatellisieren, geeignet, das Gefühl der Sicherheit vor bolschewistischer Agitation schwer zu erschüttern. Ist diese Theorie noch haltbar, wenn es sich herausstellt, daß der Versuch politischer Zermürbung gerade dort einsetzt und Erfolge hat, wo Englands empfindlich st e Stelle ist? Die Disziplin und Zuverlässigkeit der Flotte, die der Stolz jedes Engländers ist und die in der harten Manneszucht auf englischen Schiffen ihren Ausdruck findet, war bis jetzt die erste und vornehmste Voraussetzung der englischen Politik. Jede Schwächung in diesem Punkte gefährdet die Sicherheit des Landes und ist in einem Augenblick um fo bedenklicher, in dem eine ungeheure Vermehrung der Seestreitkräfte bevorsteht, die viele Tausende neuer Mannschaften in den Dienst der Flotte stellen wird. Es ist nicht die Aufgabe des Auslandes, England Lehren zu erteilen, die es selbst aus gewissen geschichtlichen Erfahrungen ziehen kann. In der russischen Revolution haben die Matrosen von Kronstadt, in der deutschen die von Kiel eine hervorragende und verhängnisvolle Rolle gespielt. Dies zeigt, daß gerade diese Waffe durch die Eigenart und Härte ihres Dienstes revolutionären Einflüssen zugänglich gemacht werden kann, wenn es nur einigen Leuten gelingt, sich Einfluß 3U verschaffen. Die bolschewistische Agitation verfügt in dieser Beziehung über die besten Erfahrungen und die geeignetsten Kräfte, und der Schluß ist nickt weit hergeholt, daß die Sowjetagenten diese schwache Stelle Englands und den günstigen Zeit- ; punkt der Flottenvermehrung wahrnehmen, um . das Land in seinem Lebensnerv zu treffen, dessen . Politik zu selbstsicher erscheint. Die Vorfälle in der englischen Marine treffen zusammen mit der Veröffentlichung von brieflichen 1 Dokumenten, die den Zusammenhang der bolsche- 1 wistischen Agitation mit den revolutionären Ereig- : nissen in Südamerika beweisen, andererseits ’ mit dem bevorstehenden Abschluß einer französischen Politik, die unter Mißachtung der vom Bolschewis- 1 mus drohenden Gefahren Sowjetrußland zu 1 einem ausschlaggebenden Faktor in der Welt macht. 1 In Frankreich hat es soeben der Marschall Wey- • ganb in einer öffentlichen Erklärung abgelehnt, daß er in der Propaganda für den Abschluß des Paktes mit Sowjetrußland zu einer Art von militärischem Paten für diese politische Aktion gemacht ° worden war. Es scheint, daß die Soldaten ein bef- l feres Verständnis dafür haben, wohin der Weg - führen könnte, den die Politik einfchlägt. Vielleicht = weil sie mit ihrem Blute die Verpflichtungen be- > zahlen müssen, die die Feder leichten Herzens un- 5 terschreibt. O. M. Zentrum i st bas Kaiserhaus, und in dieser Tatsache liegt dessen erhabene Wunderkraft. Tatsächlich ist seine Majestät die Verkörperung japanischer Moral, und das grundlegende Prinzip unserer Existenz ist es, an dem Bestreben um das Wohlergehen des Kaiserhauses und der Verbreitung japanischer Ethik mitzuarbeiten. In letzter Zeit jedoch war der brennende Nationalgeist im Abnehmen begriffen. Kapitalisten häufen Riefengewinne zum Nachteile und Schaden der Volksgemeinschaft an. Politiker vergessen die Interessen des Staates und jagen Parteivorteilen nach. Muß man nicht bei dem Gedanken an das Schicksal eines Staates schaudern, wenn man die Dinge in einem derartigen Zustand laufen läßt? Die Ursache für diese traurige Lage liegt nahe, und sie ist einfach genug. Die gegenwärtigen Zustände herrschen, weil das japanische Volk fein Selbstbewußtsein sowie einen richtigen Begriff von dem Lande seines Kaisers verloren hat. Was wird von Japan übrigbleiben, wenn die Nation den erhabenen Geist vergißt, auf dem sie aufgebaut ist, und wenn sie ihren japanischen Stolz einbüßt? Es ist tatsächlich ein Akt der Vorsehung, daß die Wirren in der Mandschurei eingetreten sind, denn sie sind das Glockenzeichen für das Erwachen des japanischen Volkes. Wenn das Land wieder von demselben großen Geist erleuchtet wird, in dem es gegründet war, bann wird bie Zeit kommen, wenn alle Nationen ber Welt gezwungen sein werden, zu unserem Kodo hinaufzublicken. Kodo, das große Ideal der ja- panischen Nation, ist so gehaltvoll, daß es über die ganze Welt verbreitet und ausgedehnt und baß jedes Hindernis überwunden werben sollte — sogar mit dem Schwert!" Der Begriff Kodo hat heute in einer Organisation Wurzel gefaßt, die 25 Millionen Mitglieder zählt und die auf dem Marsch ist, bas ganze Volk zu durchdringen, Männer wie Frauen und Kinder, Arbeiter, Angestellte, Bauern und Soldaten. Es ist die alte japanische Kriegerkaste der Samurai, die darin lebendig ist und die sich bestrebt, nicht selbst zum Volke herabzusteigen, sondern das Volk zu sich und ihren Idealen emporzuheben. Kodo-Kai, v. h. Kodo-Bewegung, strebt das an, was wir eine Soldatennation nennen würden, einen militärischen Sozialismus, der für die Dreieinigkeit der rassischen, religiösen und staatlich-politischen Grundlagen des Staates sein Leben in die Schanze schlägt. Die aktivistische Bewegung des jungen Japan ist überzeugt davon, in Amerika und Europa grundsätzliche Gegner zu sehen und nur auf sich allein gestellt ihre Ziele erreichen zu können. Wer sich ihr entgegenstellt, seien es nun politische Probleme, seien es Personen, seien es Prinzipien, wird — ohne viel Worte, ohne Debatten und Programme — angegriffen und beseitigt. Man ist in weiten Kreisen überzeugt davon, baß nur der geballte Wille ber Nation in der Lage fein wird, den Lebensraum auf dem asiatischen Kontinent gewinnen und erhalten zu können. Nicht weniger als fünf japanische Ministerpräsidenten sind in den letzten 15 Jahren durch Attentate gefallen, weil sie nach der Ansicht begeisterter Patrioten nicht genug für das Wohl ihres Landes getan hatten, weil sie gegenüber dem Auslande zu weich, weil sie gegenüber dem Parlamentarismus zu unentschlossen gewesen sind. Am Tage der letzten Reichstagswahl wurde Professor Minobe erschossen, weil er ein Verfechter einer politischen Theorie, nach welcher der Kaiser nur Organ des Staates, nicht aber Inkarnation des göttlichen Willens sein soll. „Der Kaiser ist vollkommen! Bereut und werdet seine treuen Untertanen!" — So rief in der Gerichtsverhandlung der Mörder des Generals Nagata, Oberstleutnant Aizawa, aus und beteuerte, daß er diesen nur deswegen getötet habe, weil er Maßnahmen ergriffen habe, die im Widerspruch zur Wiederaufbaubewegung stünden, weil er Beziehungen zu Kapitalisten, Bürokraten, älteren Staatsmännern und dem Kabinett unterhalten hätte. Von diesem fanatischen Glauben sind vor allem die jungen Offiziere, die Studenten und alle diejenigen Kreise erfaßt, die eine Wiedererneueruna des alten japanischen Geistes und eine Zusammenfassung aller positiven Kräfte des Reiches ersehnen und — wenn nicht alles trügt — durchführen werden. Ob und wie weit allerdings dieser im Grunde militaristische und imperialistische Geist und seine schwerwiegenden Auswirkungen in außenpolitischer Hin sicht geeignet sind, die Ziele Japans vor politischer Kräfteballung interessierter Staaten und Mächtegruppen zu verteidigen und zu schützen, das ist eine andere Frage. Daß ungeheure Energien entflammt und an einen spezifischen Zweck gebunden werden, bas ist sicher. Ob aber das nicht gleich große Energien der Gegenspieler in allen Teilen der Welt entfesseln wird, das wird sich erst in der Folgezeit und die verfassungstreuen Kreise die Oberhand behalten werden. „Daily Telegraph" schreibt, die furchtbaren Mordanschläge in Tokio würden sicherlich weitreichende Folgen im ganzen Fernen Osten haben. Die Armee sei von den gewaltigen imperialistischen Idealen beseelt. Sie erstrebe die vollständige Herrschaft über den Fernen Oft en und gleichzeitig die aus- lckließliche Ausbeutung der unbegrenzten Wirtschaftsquellen Chinas. Andere Blätter weifen darauf hin, daß Sowjetrußland der erbittertste Feind der militärischen Kreise sei, die hinter dem gestrigen Putsch stünden. Als einer der mittelbaren Beweggründe für den Putsch wird auch die zunehmende Industrialisierung Japans genannt. Die Armeeführer seien entrüstet darüber, daß ihre Eroberungspläne auf dem asiatischen 'Festland dauernd durch finanzielle Erwägungen in Zusammenhang mit der Industrialisierung durchkreuzt werden. Berlin oder Moskau? London, 27. Febr. (DNB. Funkspruch.) Ereignisse in Japan werden in London mit größter Spannung verfolgt. Die Morgenblätter drücken die Hoffnung aus, daß es nicht zu einer Diktatur der radikalen militärischen Elemente kommen möge, Keine englische Initiative in Gens. Lediglich weiterhin Teilnahme an Kollektiv. Maßnahmen des Völkerbunds. London, 27. Febr. (DNB Funkspruch.) lieber das Ergebnis der gestrigen Kabinettssitzung berichtet „Daily Telegraph", das Kabinett habe bestätigt, daß England grundsätzlich bereit fei, mit den anderen Völkerbundsmächten in der Auferlegung einer Oelausfuhr- und Transvort- fperre zusammenzuarbeiten. Dieser Kabinettsbeschluß sei aber mehr als eine Geste der Entschlossenheit Englands zu betrachten, an allen praktischen K o l l e k t i v m a ß n a h m e n g c - gen einen Angriff teilzunehmen, denn als eine Andeutung des voraussichtlichen Völkerbundskurses. „Morning Post" glaubt, daß Eden in Genf nichts tun werde, um den Völkerbund zu einer Weiterverfolgung dieses Planes zu ermutigen. Nur wenn andere Nationen eine L)el- sperre energisch fordern sollten, würde Eden bereit sein, sich einem gemeinsamen Vorgehen anzuschließen. In den Wandelgängen des Parlaments habe man die Möglichkeit besprochen, ob Eden vielleicht andere harmlosere Sühnemaßnahmen, wie z. B. eine Kohlensperre oder die Schließung der Häsen für italienische Schiffe befürworten roüroe. Das Laden und Ausladen von Frachten durch italienische Schiffe fei in den Häfen der britischen Kolonien bereits verboten. In Abgeordnetenkreisen komme man mehr und mehr zu der Ansicht, daß die Sühnepolitik entweder energisch fortgesetzt oder aber aufgegeben werden solle. Eine zunehmende Zahl von Abgeordneten würde das Aufgeben der Sühnepolitik bevorzugen. Betrügerisches Ehepaar ergaunert eine Million Franken. In Paris ist ein holländisches Ehepaar verhaftet worden, das in verschiedenen Städten Belgiens und Hollands gefälschte internationale Postanweisungen einlöste, die auf französische Postämter als Ausgangsstelle ausgestellt waren. Das Betrügerpaar soll sich durch seine geschickten Fälschungen über eine Million Franken an- geeignet haben. von höchster Derantwor- e s F ^ucfauppcH. MAGGI5 WÜRZE das b e - Oer Wettlauf auf dem Schienenfirang. Reisegedanken bei 180-Stunden-Kilometern zwischen Berlin und Hamburg. Oer Führernachwuchs der Partei. Schärfste Auslese, sorgfältigste Erziehung in den drei Ordensburgen. Lochum, 26. Febr. (DNB.) Im Zuge der Ausmusterungsaktion für den Führernachwuchs der NSDAP, nahm Reichsorganisationsleiter Dr. Ley fm Gauhaus des Gaues Westfalen-Süd die Ausmusterung der aus dem Gau für die Führeraus- bildung ausersehenen Männer der Partei vor. Dr. Ley ging auf die verschiedenartigen Formen der nationalsozialistischen Schulungsarbeit ein. Die beste Auslese, die beste Schulung und Erziehung habe der Kampf der NSDAP, ge- boten. Die Entwicklung nach der Machtergreifung meise andere Methoden der Auswahl und Erziehung. In drei neugeschaffenen Ordens- bürgen der Partei und Horten der nationalsozialistischen Weltanschauung werde die Erziehung des Führernachwuchses vor sich gehen. Das Ziel sei allein ausgerichtet auf den Dien st an der Gemeinschaft, auf den Einsatz für das deutsche Volk. Dr Ley betonte: „Die Partei will herrschen, sie muß herrschen, das heißt führen, und niemals darf sie den Anspruch darauf aufgeben. Die unerhörte Machtfülle, die die Partei hat und die sie jedem Amtsträger gibt, bedingt aber auch ein ebenso uner- das die bulgarische Armee den gefallenen deutschen Waffengefährten in treuem Gedenken setzt. Unter den zahlreichen Kranzspenden befanden sich auch Kränze des bulgarischen Königs, des Kriegsministers und der bulgarischen Armee. Oie Kreistagswahlen im Memelland. Belgiens MMrabkommen mii Frankreich. Oie Besprechungen -er Generalstäbe beider Armeen sollen hinter den Kulissen sortgeführt werden. anderen Volksgenossen betrieben wird, mit der Landwirtschaft in engster Wechselbeziehung steht. Schweres Gtraßenbahnunglück in Istanbul. 3n Istanbul ereignete sich ein schweres Straßenbahnunglück. Ein vollbesetzter Straßenbahnwagen kam infolge der Feuchtigkeit auf einer abschüssigen Strecke ins Rutschen. Die Bremsen versagten, und mit rasch wachsender Geschwindigkeit fuhr der Wagen auf der geraden Straße etwa 100 Meter bis unterhalb des Rathauses von Pera, wo die Straßenbahn in scharfer Kurve in die Rank- straße einzubiegen hat. An diefer Stelle entgleiste der Wagen und warf sich mit voller Wucht gegen ein Haus, dessen Außenmauer des Erdgeschosses durchstoßen wurde. Unter den Trümmern des Wagens und der durchbrochenen Hausmauer lagen die dreißig Fahrgäste, von denen drei auf der Stelle getötet worden waren. Alle übrigen wurden teils schwer, teils leichter verletzt. Von den fünfzehn Schwerverletzten liegen vier Personen hoffnungslos darnieder. Die Bewohner des beschädigten Hauses, die durch den Rammstoß aus dem Schlafe geweckt wurden, kamen mit dem Schrecken davon, und beteiligten sich mit den Nachbarn an den Rettungsarbeiten. Als der Wagen ins Gleiten kam, hatte sich der Insassen eine Panik bemächtigt, weil alle das bevorstehende Unglück an der unweit liegenden scharfen Kurve voraussahen. Da der Wagen überfüllt war, gelang es im Gedränge niemand, ihn zu verlassen. Nur einige Fahrgäste von den Plattformen konnten noch rechtzeitig abspringen. Oer Fall Hauptmann. Staatsgouverneur Hoffmann hatte den Belastungszeugen W h i t e d am letzten Samstag persönlich verhört. Der Gouverneur erklärte, Whited habe am 26. April 1932 ausgesagt, daß er keine verdächtigen Personen oder Kraftwagen in der Nähe der Besitzung des Obersten Lindbergh gesehen habe. Trotzdem sei Whited am 6. Oktober 1934 nach Neuyork gebracht worden, wo er Hauptmann als jenen Mann wiederzuerkennen vorgab, den er zweimal in der Nähe des Besitzes von Lindbergh gesehen habe. Whited soll nun zugegeben haben, daß ihm durch einen Polizeibeamten eine Entschädigung von 35 Dollar für jeden Tag seines Aufenthaltes in Neuyork sowie ein Drittel der ausgesetzten Belohnung versprochen worden sei. Der Erfinder eines neuen Fingerabdruckverfahrens, Dr. Erasmus Hudson, soll mit Hilfe ultravioletter Strahlen festgestellt haben, daß d i e Leiter, die im Indizienbeweis für die Beteili- O Hauptmanns an der Ermordung des Lind- ^--Kindes eine wichtige Rolle gespielt hatte, in Wirklichkeit von der Polizei untergescho- b e n worden sei. Die Löcher der Nägel der berühmten 16. Lettersprosse, deren Holz angeblich aus der Wohnung Hauptmanns stammte, seien nur 18 Monate alt gewesen, während die anderen Nagellöcher mindestens vier Jahre alt und Anspannung aller Kräfte für den letzten Monat des Winterhilfswerks. B e r l i n, 26. Febr. (DNB.) Aus Anlaß der am 1. März 1936 stattsindenden 6. Reichsstraßensammlung des Winterhilfswerks wird der Reichsorganisationsleiter der NSDAP, und Leiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Robert L e y, am 28. Februar abends einen S e n d e r u f üb er sämtliche deutschen Sender erlassen. Auch diese große Straßensammlung wird wiederum ein voller Erfolg werden, hernach wird a m 21. und 22. März die deutsche Polizei anläßlich der großen Polizei-Aufklärungswoche noch einmal die Sammelbüchse für das große Gemeinschaftswert schwingen. Mit dem 31. März erst wird das Win- terhilsswerk 1935/36 geschlossen. Für den letzten Monat heißt es also, alle verfügbaren Kräfte aufzubieten, um auch den letzten Monat wiederum zu einem vollen Erfolg gestalten zu können. Beisetzung deutscher U-Boot-Helden in Bulgarien. Warna, 26. Febr. (DNB.) Nach mehr als zweijähriger Arbeit war es dieser Tage gelungen, das deutsche U-Boot 45 zu heben, das am 6.November 1916 auf eine russische Mine gelaufen und gesunken war. Die sterblichen Ueberrestr der 13 Mann starken Besatzung konnten geborgen werden. Am Mittwochoormittag fand nun aus dem Kriegerfriedhof in Warna die feierliche Beisetzung der Gefallenen statt. Der Bürgermeister hatte für den Vormittag Gescha fts- and Arbeitsruhe angeordnet, so daß die Bevolke- rung den deutschen Helden und ehemaligen Wassen- brüdern die letzte Ehre erweisen konnte. Von allen Häusern wehten Trauerfahnen. Die gesamte Garnison und die Marineabteilung von Warna nahm an 'bem Begräbnis teil. In dem großen Trauergefolge sah man viele in Bulgarien lebende Deutsche Das Reich verttaten Konsul von Ungelter und Ml- litärattachs Generalmajor F r i d e r i c i. Die Helden wurden in einem gemeinsamen Grab bei» gesetzt, auf dem ein riesiges Holzkreuz errichtet wird. Die memelländischen Kreistagswahlen haben Ergebnis der Landtagswahlen stätigt und unterstrichen. Wenn diese Wahlen auch keinen ausgesprochen polittschen Anstrich hatten, so läßt sich doch nicht leugnen, daß der Gegensatz zwischen dem bodenständigen Deutschtum und den eingewanderten Litauern die Wahlen beherrschte. Denn die Litauer suchen nun einmal im Kleinen wie im Großen das Deutschtum unter ihre Vormundschaft zu bringen. Dazu ist ihnen jedes Mittel recht, auch das unpolitischste. So hatten tung. Für den, der sich dem Orden einmal verschrieben habe, gebe es kein Zurück, hurt seien die Folgen eines Versagens. Die neuen Methoden der Heranbildung des Führernachwuchses umfaßten vor allem die Erziehung und Erprobung des Charakters, des Mutes, der Manneszucht und der Kamerad-» schäft. Denkbar einfach, aber streng sei die Wertung für die Auswahl des Führernachwuchses — frei von jeder Bindung an irgendeine Klasse oder Vorbildung. Drei Grundsätze bestimmten die Auswahl: die körperliche Gesundheit, die rassische Eignung and der Beweis bisher bereits vollbrachter Leistunnatürlich auch die Kreistagswahlen einen gewissen politischen Anstrich. Die memelländisch-deutschen Parteien haben insgesamt sogar noch zwei Mandate hinzugewonnen. Das ist außerordentlich bemerkenswert, nachdem vorher von litauischer Seite versucht worden ist, die Wahlen zu erschweren. Das Bekenntnis der überwiegenden Mehrheit der Einwohnerschaft des Memelgebietes zu den deutschen Kreistagsabgeordneten können wir getrost als eine zweite Volksabstimmung zugunsten der deutsch-memelländischen Sache ansprechen. Jedenfalls ist aufs neue bestätigt worden, daß man überall dort, wo sich die Nationalitäten mischen, nur dann ein klares Bild von den tatsächlichen Verhältnissen gewinnen kann, wenn man bei Volksbefragungen die Nationalitäten unter sich läßt. Würde man an anderen Punkten Europas dafür sorgen, daß bei Wahlen die Regierungen aus dem Spiel bleiben, dann wären schon längst bessere Voraussetzungen für eine gerechte Lösung des Minderheitenproblems geschaffen worden._________ laben sich in der tragen, die sehr . Geheimnisvolle deren Urheber en bie Aufmerk. 1 Marineleitung, j eines Minen- ck von Chatham stlichen Eingriff, len Zweifel dar« i um den pl» is gewM 9 ' ' »in der ml' M °°n K»'' N *;$> -rii” 5», * mfl ? M it-orlSrer^ en- Sff* ner Qe^ der« M ÄS SÄ I«i" sk: von den tatsächlichen Verhältnissen abhängig. Niemals war davon die Rede, unsere Südgrenze zu festigen und dorthin Grenzschutztruppen zu legen. Diese Erklärungen des Kriegsministers werden in Brüssel als ein höchst bemerkenswerter Beitrag zu den Erörterungen über das belgisch-französische Militärabkommen angesehen. Die Regierung wird von flämischer Seite heftig gedrängt, dieses Abkommen aufzugeben. Man nimmt an, daß zwischen der französischen und der belgischen Regierung über eine Lösung verhandelt wird, die förmlich der Forderung nach Außerkraftsetzung des Militärabkommens entgegenkommen würde. Die militärische Zusammenarbeit der General st äbe dürfte aber auch weiterhin aufrechterhalten bleiben. Praktisch wird sich also in Zukunft nichts ändern. Daß diese einseitigen Generalstabsbesprechungen dem Geist des Locarno-Dertra- ges widersprechen, ist von den Gegnern des Ptilitärabkommens immer wieder betont worden. Staatsminister van Cauwelaert, der Führer des flämischen Flügels der katholischen Partei, erklärte, daß die Flamen gegen militärische Bespre- chungen an sich nichts einzuwenden hätten. Diese Besprechungen dürften aber nicht a u f Frankreich beschränkt bleiben, sondern müßten auf England, Holland und Deutschland, mit dem Belgien durch den Locarno-Vertrag verbunden sei, ausgedehnt werden. Die Aufforderung der Reichsbahn, an einer Besichtigung der Probefahrt teilzunehmen, bedeutet nach alter Erfahrung die Erwartung eines überraschenden Erlebnisses. Diesmal begann es mit einer Enttäuschung. Nicht died urch ihre Rekordfahrten berühmt gewordenen „fliegenden" Triebwagen traten in Erscheinung, sondern die Reise „B e r- l i n — Hamburg und zurück sollte mit den alten braven Dampflokomotiven bewerkstelligt werden. Welche Sensation konnte schon dabei sein? Aber das anfängliche heimliche Mißtrauen verwandelte sich bald in hellste Begeisterung. Die Männer vom Flügelrade und ihre Mitarbeiter in den Konstruktionsbüros und Maschinenhallen deutscher Industrie- werte haben unserer Verkehrsgeschichte ein neues Ruhmesblatt hinzugefügt. Die Neuschöpfungen der Reichsbahn verdienen ein uneingeschränktes Lob. Der Henschel-Wegmann- Zug, der bei der Hinfahrt benutzt wurde, erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 175 Kilometer, der von einer Borsiglokomotive geführte Zug, der die Gäste zurückfuhr, brachte es bei dieser Sonderfahrt sogar stellenweise auf 185 Stundenkilometer. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug etwa 150 Kilometer in der Stunde, Das ist ein einwandfreier Sieg der Stromlinie! Während der Heimfahrt, als die Dämmerung sich auf das Land niedersenkte und der leise wiegende Rhythmus des Zuges die Aufregungen des Tages besänftigt hatte, war genügend Zeit, um über das Gesehene und Gehörte nachzudenken. Noch die ersten deutschen Passagierflugzeuge nach dem Kriege hatten lange Jahre hindurch eine geringere Reisegeschwindigkeit als die heuttgen Schnelldampfzuge der Reichsbahn. In einem Dutzend Jahre holte die erdgebundene Schiene die Leistung der hindernislosen Luftfahrt ein. Das Flugzeug aber erreicht heute eine mittlere Geschwindigkeit von 350 Kilometer. Wird derWettlaufderbeidenKon- Aus aller Wett. Erfreuliches Ansteigen der Bienenzucht. Nach der letzten Viehzählung ist die Anzahl der Bienenvölker von rund 2 Millionen Stück im Dezember 1934 auf 2,12 Millionen Stück Ende 1935 gestiegen, hat also um 5,9 v. H. zu- genommen. Diese Entwicklung ist außerordent- lich erfreulich, denn sie wirkt sich in zweifacher Richtung günstig aus: Die inländische Honig- erzeugung wird erhöht, und dadurch die Abhängigkeit von der ausländischen Zufuhr vermindert. Da die Bienen die Befruchtung der Obstbäume fördern, wird außerdem als Nebenwirkung noch eine Steigerung der O b st e r t r ä g e erreicht. Vor dem Krieg wurden in Deutschland etwa 2,3 Millionen Bienenvölker gezählt, im Durchschnitt der Jahre 1924/28 waren etwa 1,6 Millionen Völker vorhanden, die sich inzwischen auf 2,1 Millionen Stück vermehrt haben. In den Jahren 1928/29 erreichte die Honigeinfuhr, die hauptsächlich aus den überseeischen Ländern kommt, mit 9000 bis 10 000 Tonnen einen Höhepunkt. Inzwischen ist eine Verminderung der Honigeinfuhr um etwa die Hälfte eingetreten. Die Erzeugungsschlacht, die durch die Wiedereinführung nahezu ausgestorbener Kulturen die deutsche Landwirtschaft wieder vielseitiger macht, fördert durch neue Kulturen wie z. B. den Raps die Lebensbedingungen der Imkerei. Wir erkennen daraus, daß die Bienenzucht, die neben Bauern und Landwirten vor allem auch von zahlreichen kurrenten in diesem Verhältnis weitergehen? Es wurde während der Hamburger Fahrt von Fachleuten ausdrücklich versichert, daß in absehbarer Zeit mit einer weiteren Beschleunigung des Schienenverkehrs nicht zu rechnen fei. Wieder eine Enttäuschung? Seien wir nicht so anspruchsvoll. Bedenken wir, daß die neuen Dampfzüge Hunderte von Passagieren und ein Eigen- gewicht von mehreren hundert Tonnen mit sich schleppen, während das Flugzeug bestenfalls ein paar Zentner Fracht und vielleicht 15 Passagiere mitzunehmen vermag. Bedenken wir auch die größere Bequemlichkeit und die geringeren Kosten der Eisenbahnfahrt. Vergessen wir schließlich nicht, daß auch die Masse selbst der gewöhnlichen Fern-v- Züge über eine Reisegeschwindigkeit von 100 Kilometer immer noch kaum hinaus kommt, von den üblichen v-Zügen, Personenzügen und Güterzügen ganz zu schweigen. Die Frage liegt auf den Lippen, warum nicht das gesamte Streckennetz der Reichsbahn alsbald auf den Schnellbetrieb umgestellt wird. Der Sachverständige hält eine ganze Reihe von begründeten Einwänden bereit. Zunächst der Äoften- punkt. Eine Lokomotive beispielsweise kostet etwa 200 000 Mark, ein v-Zugwagen 2. Klasse etwa 60 000 bis 70 000 Mark. Man kann den Wagen- unb Lokomotivpark — er ist zum Teil funkelnagelneu — nicht einfach zum alten Eisen werfen, denn er verkörpert Milliardenwerte. Ueberbies finb bie gesamten Strecken- unb Stationsanlagen für ben normalen Verkehr eingerichtet, unb biefer kann überhaupt nicht entbehrt werben, ba bie Menschen ja nicht nur von Großstabt zu Großstabt, son- bern auch von Dorf zu Dorf reifen wollen. Der Schnellbetrieb kann also immer nur zwischengeschoben werben, er bleibt zunächst mehr ober weniger eine Ausnahmeerscheinung im deutschen Elsenbahnverkehrswesen. Die großen, geraben, steigungslosen Ueberlanbsstrecken, bie anberen ßänbern häufig zur Verfügung stehen, finb bei uns selten, sie müssen auch bem Kleinverkehr bienen. So hat bie Reichsbahn, was ben Schnellzugverkehr angeht, b r e i „Versuchsreihen" aufgestellt. Sie entwickelt zu gleicher Zeit ben Schnelltriebwagen mit bem Diesel-Motor, ber burch Oel angetrieben wirb, bie Schneilokomotive mit bem Dampfkessel, ber mit Kohlen geheizt wirb, unb ben Elektrischen Zug, ber seine Energie vor allem von den großen Wasserkraftwerken der Berge nimmt. Alle drei Arten des Schienenfahrzeugs haben andere Betriebsbedingungen unb anbere Aufgaben. Haben sie auch eine verschobene Zukunft? Der Wettlauf auf bem Schienen st rang ist noch nicht entschieden. Vielleicht machen bie brei ein totes Rennen. Der Henschel-Wegmann-Zug unb die neue Borsiglokomotive jedenfalls haben mit ihrer Sonderfahrt nach Hamburg bewiesen, daß die Kohle sehr wohl imstande ist, ben Vorsprung ihrer jüngeren Konkurrenten, bes Oels unb ber Elektrizität, auf ber Schienenstraße roieber einzuholen. So bienen sie alle brei bem allgemeinen Fortschritt, bem : Ruhme beutscher Jngenieurkunst unb beutscher Werkmannsarbeit. OerReligionskrieg in Irland. Kommunisten als Patrioten getarnt. B e l f a st, 26. Febr. (DNB.) Der Primas von Jrlanb, Karbinal M a c r o r y , unb ber Bischof von Down unb Connor, Dr. Magean, fordern in ihrem Fastenbrief erneut eine Untersuchung der Ursachen der blutigen Religionsunruhen in Belfast. Dr. Magean weist darauf hin, daß innerhalb der letzten vier Jahre in Belfast dreimal große Ausschreitungen ftattgefun- ben hätten, bei benen sowohl Menschenleben als auch Sachschäden zu beklagen gewesen seien. Tausende von Bürgern seien gezwungen worden, ihre Arbeitsplätze zu verlassen. Man habe Tausende aus ihren Heimstätten vertrieben und ihrer Rechte beraubt, zu leben und ihr Brot zu verdienen. Kar- binal Macrory weist ferner darauf hin, daß unter dem Decknamen „Vereinigte Front" in vielen Teilen Irlands eine getarnte kommuni st ische Bewegung bestehe. Der Kardinal beschreibt diese Bewegung als einen Versuch, den Kommunismus unter dem Mantel des Patriotismus nach Irland zu schmuggeln. In einigen Ländern richte sich bie Tätigkeit ber Vereinigten Front gegen ben Faschismus, in anderen gegen ben Krieg, aber in Jrlanb zögen sie es vor, sich als Republikaner hinzustellen in ber Annahme, mit dieser Methode am besten die Jugend des Landes zu gewinnen. Das Zeitungsblatt, das ber Reisenbe in ber Hanb hält, zittert nicht trotz sausenber Fahrt. Zu Hause könnte man nicht ruhiger lesen. Tanzende Buchstaben, sonst eine unangenehme Begleiterscheinung jeber Eisenbahnlektüre, gehören in ben mobernsten O-Zugwagen der Vergangenheit an. Die Abteile sind ein Wunder der Bequemlichkeit, der Ausstattung, der technischen Vollendung. Verborgene Federn und schwellende Polster fangen jeden Stoß ab. Auch kommt, wer sich gemütlich streckt, weder mit den Armen des Nachbarns noch mit den Beinen des Gegenübers in Konflikt. Wenn man die Zeitung sinken läßt, um zwischendurch nach draußen zu sehen, braucht man weder feine Lage zu verändern, noch den Hals zu verrenken. Eine kleine Drehung des Kopfes genügt. Frei und ungehindert geht der Blick durch die breiten, niedrigen Scheiben. Die unermeßlich weite, schweigende Schnee- landschaft der niederdeutschen Ebene hängt wie ein Gemälde »m Rahmen der Fenster. Nur manchmal springen Häuser an der Strecke gleich rasenden Schatten ins Bild. Dann merkt man die G e - s ch w i n d i g k e i t. Die Namensschilder der kleinen Stationen sind kaum zu erkennen. Ein Blick auf den Tachometer: 180 Stundenkilometer! ^muna 'hUt M »eikrj V”. sei unh x d-r $2 k. 6 mnetng&H »'S gibt .*1 ml d-" 'er si- 43 Ä» •»Ä js^nderthiH. s ' >°nnt sich ber ,ÖQ? durch den naI;n politischen Funden Men. glichen Fragen Eis solcher L nicht nur Nationen ge. eure düsteren Wirkung des semi England Brüssel, 26. Febr. (DNB.) In einem von der „Nation Belge" veröffentlichten Brief hat der Kriegsminister Devöze seine Auffassungen über das französisch-belgische fDl i l i t ä r a b * kommen vom Jahre 1920 und die militärische Zusammenarbeit der beiden Generalstäbe folgendermaßen dargelegt: „Es ist falsch, daß ich jemals an einen Verzicht auf die Besprechungen Zwischen den Generalstäben gedacht habe, die dazu bestimmt sind, die t e ch n i - schen Bedingungen einer französisch- belgischen Zusammenarbeit im Falle eines nicht herausgeforderten Angriffes zu sichern. Ich habe im Gegenteil immer gewünscht, daß diese Besprechungen auch auf andere Armeen ausgedehnt werden, die in einem gleichen Falle berufen sind, mit unserer Armee zusammenzuarbeiten. Die politische Tragweite des Abkommens hat der französische Außenminister F l a n d i n nochmals in folgender Erklärung feftgelegt: „Belgien ist an Frankreich nur durch den Völkerbundspakt und den Locarnovertrag gebunden. Das Abkommen von 1920 ist lediglich ein Ausführungsabkomme n." Die im Jahre 1920 vereinbarten auch der M ^ldwin geführt le und mit vielen m in Berührung । d» -nglitz,, 3»rb ßontion. "ck- Hi-Il, ift.bie ojektiv die beiden nglifche, einander > ob das, was er bekam, nicht nanj Ht ist gerabt ein ! Schlagkraft und henFlott euer. :e hellhöriger als m beiseite schieb!, e und Ziele nicht gen für die Gemeinschaft, für die Partei. So sei die Gewähr gegeben, daß aus der Tiefe des Volkes immer nur die Besten ausersehen würden. Ausgeschlossene Mitgliedei- der OAF. können Nachprüfungen beantragen. Berlin, 26. Febr. (DNB.) Nach einer Mitteilung des obersten Disziplinarhofes der DAF. wird allen Volksgenossen, die aus der DAF. ausgeschlossen worden sind, die Möglichkeit gegeben, ihren Ausschluß einer Nachprüfung unterziehen zu lassen. Durch die Gerichls- barfeit der DAF. ift für jedes Mitglied die Sicherheit gegeben, daß die harte Strafe eines dauernden Ausschlusses nur den trifft, der sie verdient hat. Da nach den bisher geltenden Richtlinien für den Ausschluß von Mitgliedern aus der DAF. diese Sicherheit mangels geeigneter Gerichte nicht immer in vollem Maß vorhanden gewesen fein mag, erscheint es recht und billig, den bisher von einem Ausschluß Betroffenen die Möglichkeit zu geben, eine Entscheidung der Ehren- und Disziplinargerichte der DAF. herbeizuführen. Durch die evtl. Neuaufnahmen wird die Rechtskraft der früheren Ausschlüsse nicht berührt. Eine Anrechnung der zwischen Ausschluß und Neuaufnahme liegenden Zeit auf die Mitgliedschaft kommt nicht in Frage. Auch können keinerlei Ansprüche wegen angeblich ungerechtfertigten Ausschlusses erhoben werden. Die bisher ausgeschlossenen Volksgenossen wenden sich z u n ä ch st an den Kreiswalter, der das Gesuch gegebenenfalls an den Gauwalter weiterleitet, gegen dessen Entscheid wieder Beschwerde bei dem zuständigen Ehrengericht und Disziplinargericht des Gaues gegeben ist. Als letzte Instanz kann der oberste Ehren - und Dif * ziplinarhof der DAF. angerufen werden. Die Frist, innerhalb der Anträge gestellt werden können, läuft am 31. März 1936 ab. Maßnahmen sind nicht mehr ausführbar. Die Verhältnisse bringen es mit sich, daß das militärische Zusammenwirken heute unter anderen u-.g... technischen Bedingungen vor sich gehen würde. Heran- Wenn Belgien auch verpflichtet ist, alle seine " —t Grenzen zu schützen, so sind doch die Maßnahmen Fischftikaff-e. Für 4 Personen. Zutatenr I '/r Pfund See- oder Flußfisch, 3 Eß» löffel Fett, 3 Eßlöffel' Mehl, '/- Liter Fish kochwaffer, ^Eigelb, I Eßlöffel Essig, 2 Teelöffel Kapern l'/r Teelöffel. Maggi s Würze. Dei^ Fisch knapp weichkochen, häuten tanb entgräten. Das Mehl Im Fett anfihwitzen, mit Fischkochwaffer ablöschen und bündige Soße koche« Dom Feuer nehmen, Eigelb, Kapern und Maggi'S Würze ixmmtermischen. Das Fischfleisch in die , Soße geben und kurz ziehen taffen»- Beigabe; 6alatortpffela vor der Entführung des Kindes geschlagen worden' seien. Die Polizei, die das Haus Hauptmanns nach dessen Verhaftung gemietet habe, habe die fragliche Sprosse der Leiter kurz vor dem Prozeß- begiiyi selbst eingefügt. Internationaler Schmuggler und Fälscher gefaßt. Der Kriminalpolizei von Rotterdam gelang es, in Paris die Verhaftung eines Fälschers zu erreichen, der in holländischen Verbrecherkreisen unter dem Namen „Konsul" bekannt ist. Wie jetzt ermittelt wurde, hat „Konsul" nicht nur den holländischen Staat durch zahlreiche Fälschungen von Postschecks geschädigt. Er hat auch Devisen- schmuggel aus Deutschland nach Holland betrieben und zu diesem Zweck Brieftauben benutzt. „Konsul" befestigte Devisenbeträge meist im Werte von 50 bis 100 Mark an den Füßen der Brieftauben, die dann die Banknoten auf dem Luftwege von Deutschland nach Holland brachten. Vor einigen Monaten war jedoch „Konsul" der Boden in Deutschland zu heiß geworden, und er hatte sein Tätigkeitsfeld nach Holland und Belgien verlegt. Vollstreckung eines Todesurteils. In Dortmund ist der 1903 geborene Willi Hübsche hingerichtet worden, der am 31. Oktober 1935 vom Schwurgericht in Dortmund wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt worden war. Hübsche — ein schwer vorbestrafter Gewohnheitsverbrecher — hatte am 29. September 1934 den Kaufmann Franz Krahn in Dortmund bei einem Einbruch ermordet. Zwei Bergleute tödlich verunglückt. Äm Untertagebetrieb der Zeche „Victoria" in Lünen bei Dortmund ereignete sich ein schwerer Grubenunfall. Durch Steinfall aus dem Hangenden wurden die Hauer Otto Krisch aus Bork und Georg R a h m a n n aus Lünen-Horstmar verschüttet. Trotz der sofort aufgenommenen Rettungsarbeiten gelang es erst nach neun Stunden, an den Unglücksherd heranzukommen. Die beiden verschütteten Bergknappen konnten nur als Leichen geborgen werden. Die Verunglückten standen im Alter von 30 Jahren. Sie waren verheiratet und beide Väter mehrerer Kinder. Eisenbahnunglück durch Lawinensturz. Bei Wallace im Staate Idaho (USA.) ging im Coeur Olan-Gebirge eine Lawine in dem Augenblick nieder, als ein Personenzug vorbeifuhr. Ein Wagen wurde losgerissen und in eine Schlucht g e - st ü r z t. Drei Personen wurden getötet und mehrere verletzt. Ehrung eines Oxforder Vlusikgelehrten durch die Universität Berlin. Die Philosophische Fakultät der Universität Berlin hat Sir Huah P. Allen, dem Direktor des Royal College of Music und Professor an der Universität Oxford, die Würde eines philosophischen Doktors ehrenhalber verliehen. Sir Hugh P. Allen ist vor ollem das Zustandekommen und die erfolgreiche Durchführung der Bach-Händel-Aus- ft e l l u n g in Oxford 1935 zu verdanken, zu der u. a. die Preußische Staatsbibliothek wertvolle Bachmanuskripte beisteuerte, die in England starkes Aufsehen erregten. Die Ueberreichung der Ehrenurkunde erfolgte durch den deutschen Botschafter von H ö s ch in Anwesenheit hervorragender Vertreter des englischen Musik- und Geisteslebens. Heuer Erfolg deutscher Fernsehlechnik. Im Gonge der bei dem Reichspostzentralamt in Berlin zur Zeit laufenden Fernsehversuche ist es gelungen, auf eine Entfernung von 395 Kilometer Fernsehbilder (180 Zeilen, 25 Bildwechsel in der Sekunde) auf dem Kabelwege einwandfrei zu übertragen. Es ist das erstemal, daß Fernsehbilder auf eine derartige Entfernung auf dem Kabelwege übertragen worden sind. Damit ist es auch möglich, daß beim Fernsprechen über solche Entfernungen die Teilnehmer sich gegenseitig sehen. Oie Einberufungen zum Arbeitsdienst. B e r l i n, 25. Febr. (DNB.) Die Reichsleitung des Arbeitsdienstes gibt über die Einberufungen zum Reichsarbeitsdienst, Frühjahr 1936, bekannt: A. Zum April 1936 werden einberufen: 1. Arbeitsdienftp flichtige, die in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. März 1915 geboren sind, und die bei der Musterung 1935 „tauglich 1 oder 2" befunden wurden, soweit sie nach ihrem „Vorläufigen Entscheid" für die Einberufung zum 1. April 1936 vorgemerkt sind. 2. Wehrmachtfreiwillige, die von faxen Truppenteilen zum 1. Oktober 1936 angenommen sind, und die ihrer Arbeitsdienstpflicht noch nicht genügt haben, soweit sie nicht ausnahmsweise von der Ableistung des Arbeitsdienstes ausdrücklich befreit wurden. 3. Bewerber, die sich als „vorzeitig Diene n d e" oder „länger dienende Freiwillige" um Einstellung in den Reichsarbeitsdienst beworben haben, soweit sie bis 10. März 1936 eine Mitteilung über ihre erfolgte Annahme erhalten. B) Bis zum 1. Oktober 1936 werden zurück- gestellt: a) Arbeitsdienstpflichtige des Jahrganges 1935, die bei der Musterung 1935 „bedingt taug- l i ch" befunden wurden. b) Arbeitsdienstpflichtige, die in der Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1915 geboren sind, soweit sie „sommerbeschäftigten Berufen" angehören (z. B. Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gärtnerei, Fischerei, Bau- und Baunebengewerbe und Binnenschiffahrt). c) Von den Arbeitsdienstpflichtigen, die in der Zeit vom 1. April bis 31. Dezember 1915 geboren sind und die n i ch t zu den sommerbeschäftigten Berufsgruppen zählen, wird ein erheblicher Teil noch zum April 1936 einberufen, der Rest bis 1. Oktober 1936 zurückgestellt. Arbeitsdienstpflichtige des Jahrganges 1915, die seit der Musterung ihren Aufenthaltsort wechselten und hierüber noch keine Meldung erstattet haben, machen sich strafbar, wenn sie nicht unverzüglich ihre Anschrift dem Meldeamt für den Arbeitsdienst melden, das ihren „Vorläufigen Entscheid" ausgefertigt (gestempelt) hat. Die Arbeitsdienstpflichtigen werden dringend davor gewarnt, ihre Arbeitsplätze aufzugeben oder sonstige Maßnahmen zu treffen, ehe sie im Besitz ihrer schriftlichen Einberufung sind. Sängerbundeslag 1936 in Hamburg. Die diesjährige Reichstagung der im Deutschen Sängerbund (DSB.) zusammengeschlossenen Männergesangvereine wird vom 15. bis 18. Mai in Hamburg stattfinden. Sie wird gleichzeitig der letzten Vorbereitung zu dem großen 12. Deutschen Sängerbundesfest 1937 dienen, das in Breslau über 3Ö0 000 Sänger aus allen Teilen des Reiches vereinen wird. Der Sängerbundestag 1936 in Hamburg wird mit einem Festkonzert des Gaues 5 Nordmark in der Musikhalle eröffnet werden. Dieses Konzert, das unter der Leitung des Lübecker Musikdirektors Gauchormeisters Fey stehen wird, sieht Werke von Brahms und Reger sowie eine Aufführung des Chorwerkes „Das Hohe Lied der Arbeit" von Kurt Thomas und eine Folge von Liedern unserer Zeit vor. Ferner werden verschiedene Arbeitssitzungen stattfinden und ein „Kulturtag" veranstaltet, auf dem unter Leitung von Kreischormeister Konrad Wenk das Philharmonische Staatsorchester und der Hamburger Kreischor des DSB. Werke Hamburger Komponisten aufführen werden. Präsidialrat Jhlert und Präsidialrat Professor Dr. Stein von der Reichsmusikkammer werden Ansprachen halten. Eine Deutsche rettete 25 amerikanische Kinder vom Feuertod. Im Januar wurde von einem Brand in einem nordamerikanischen Findlingshaus berichtet, bei dem eine Krankenschwester zahlreiche Kinder, 25 an der Zahl, gerettet hat. Die „Heidelberger Neuesten Nachrichten" melden nun, daß es sich hierbei um die aus Heidelberg stammende Kinderpflegerin Franziska Berner handelt. Kind an einer Bohne erstickt. In Niederlosheim (Hunsrück) spielte das zwei Jahre alte Töchterchen des Landwirts Meier mit Bohnen und steckte mehrere davon in den Mund. Eine der Bohnen kam in die Luftröhre und blieb stecken. Noch ehe der Arzt Hilfe bringen konnte, war das Kind e r st i ck t. Vier Todesopfer eines Flugzeugunglücks in der Tschechoslowakei. Bei einer Nachtübung in der Nähe von Malacky (Slowakei) stießen zwei zweisitzige Militärflugzeuge zusammen, wobei alle vier Insassen ums Leben kamen. Einer der Flieger versuchte den Fallschirm zu benutzen, doch öffnete sich dieser nicht mehr rechtzeitig. Die übrigen drei Flieger stürzten mit den Apparaten ab. Kunst und Wissenschaft. Kunstschaffen in Hessen-Nassau. NSG. „Jedes echte und organische Kulturleben setzt ein kulturwilliges, aufnahmebereites Volk voraus." Damit war der Grundstein zur Schaffung einer kulturellen Gemeinschaft des deutschen Volkes gelegt. Der Beauftragte des Führers für die geistige und weltanschauliche Erziehung der NSDAP., Reichsleiter Alfred Rosenberg, hat als Leiter des Amtes für Kunstpflege in der NS.- Kulturgemeinde die geistige Kampfgemeinschaft begründet, in deren Programm allein die kulturellen Forderungen der NSDAP, richtunggebend sind. Wenn die Kunst als Glied völkischer Kultur stärkster Ausdruck sittlicher Verantwortung und Gestaltungskraft rassischer Werte sein soll und will, muß ihre Bewertung von der kulturellen Idee einer Weltanschauung her erfolgen. Vom Künstler verlangen wir daher den Mut des Versuchs neuer Gestaltungsmöglichkeiten und die zielsichere Erkenntnis seiner Aufgaben im Volksganzen, in dem er das neue Thema findet. Es ist das die heroische Lebensauffassung, die alle Volkstumswerte umfaßt. Das gesinnungsmäßige Kunstschaffen der bildenden Künstler wie Maler, Bildhauer, Graphiker und Kunsthandwerker zu fördern, sieht die NS.-Kulturgemeinde als ihre vornehmste Aufgabe an. iJhre Kunstausstellungen sollen em Gesamtbild über die Erfolge vermitteln, die in der Kunst durch unsere Weltanschauungsform erzielt worden sind. Aus diesem Gedanken heraus veranstaltet die NS.-Kulturgemeinde vom 19. April bis 10. Mai 1936 ihre Gau-Ausstellung „Kunstschaffen in Hessen-Nassau" in Frankfurt. Die Anmeldeformulare für Künstler und Kunsthandwerker unseres Gaues, die Mitglieder der Reichskammer der bildenden Künste sind, werden bei der Gaudienststelle Hessen-Nassau der NS.-Kulturgemeinde, Frankfurt, Neue Mainzer Straße 50, und den Kreisobmännern von Worms, Darmstadt, Mainz, Wiesbaden und Gießen ausgegeben. Anmeldetermin 10. März 1936. Cent Riefenstahl beim Duce. Der italienische Regierungschef empfing Leni Riefen stahl zu einer dreiviertelstündigen Unterredung. Mussolini zeigte während dieser Unterredung lebhaftes Interesse für die Arbeit derKünst- ferfa und besonders für ihren letzten Film über die deutsche Wehrmacht. Er erkundigte sich lebhaft nach ihrem Plan für ihr Olympia-Filmwerk. Während ihres kurzen Aufenthaltes in Rom fand Leni Riefenstahl überall eine sehr herzliche Aufnahme. Das italienische Propagandaministerium veranstaltete ihr zu Ehren einen Tee in einem der größten Hotels von Rom, bei dem sie den italienischen Staats- sekretär im Propagandaministerium, A l i g h e r i, zahlreiche nahmhafte italienische Persönlichkeiten sowie zahlreiche Vertreter der Deutschen Botschaft und der deutschen Presse begrüßen konnte. Dr. Goebbels im kreise der Mitglieder des Balletts von der Deutschlandhalle. Eine besondere Freude wurde am Mittwochnachmittag den Mitgliedern des Balletts der erfolgreichen Ausstattungsrevue „1 0 0 0 0 0 PS" in der Deutschlandhalle in Berlin zuteil, als Reichsministcr Dr. Goebbels bei ihrem kameradschaftlichem Zusammensein im Hause der Kameradschaft der Deutschen Künstler erschien, um eine Stunde in ihrem Kreise zu verweilen. Von den bekannten Künstlern der Revue waren u. a. erschienen Eugen Rex, Heinz Lingen, Benno von Are nt, Professor Urack, Irene de No tret und Jupp H u s s e l s. Die frohen Stunden waren schnell zu Ende, und dann ging's wieder freudig an die Arbeit in der Deutschlandhalle. Shakespeare in zwiefacher Gestalt. Wie aus Berlin berichtet wird, bereitet man an der „Tribüne", dem zweiten Hause des Schiller- Theaters, unter der Leitung Jürgen von A l t e n s ein Experiment vor, das in den Streit um die beste Shakespeare-Uebersetzung praktisch eingreifen soll, in dem nacheinander Szenen in der Uebersetzung Schlegels und in der Uebersetzung Rothes gezeigt werden. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeork Frankfurt. Das ruhige, aber trübe und naßkalte Wetter der letzten Tage konnte jetzt durch einen kräftigen Wirbel über England wieder lebhaftere Formen annehmen. Dabei wird es bei auffrischenden südwestlichen Winden zunächst etwas milder und zu Re- genfällen geneigt sein, doch gestaltet sich das Wetter bei wechselnder Bewölkung nicht durchweg unfreundlich. Später ist die Zufuhr kälterer Lust wahrscheinlich. Aussichten für Freitag: Vorwiegend.bewölkt, aber nicht so einförmig trübes Wetter, bei auffrischenden, zunächst südwestlichen Winden einzelne Niederschläge, Tagestemperaturen um 5 Grad. Aussichten f ü r Samstag: Unbeständiges, aber voraussichtlich nicht durchweg unfreundliches Wetter. Lufttemperaturen am 26. Februar: mittags -1,1 Grad Celsius, abends —0,3 Grad; am 27. Februar: morgens 0,4 Grad. Maximum 3,4 Grad, Minimum heute nacht —0,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 26. Februar: abends 1,7 Grad: am 27. Februar: morgens 1,3 Grad Celsius. — Niederschläge 0,3 mm. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange: für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. I. 36: 11 000. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Nach langem, schwerem, mit Geduld ertragenem Leiden ist am 25. Februar unsere liebe, herzensgute Mutter Anna Elisabethe Haas im Alter von 74 Jahren sanft entschlafen. Die trauernden Hinterbliebenen: Familie Otto Volz Familie Karl Haas Familie Heinrich Haas Familie Karl Heinrich Sarnes Familie Adolf Volz Familie Karl Häuser VIII. Watzenborn-Steinberg, den 26. Februar 1936. 1217 d Die Beerdigung findet Freitag, den 28 Februar, nachm. 2% Uhr statt. Wally Schroeder Gießen (Mühlstraße 29), 27. Februar 1936 ton d 9839 Geschäfts-Drucksachen bei Brühl. Schulstraße 7 Für die mir bei dem Hinscheiden meiner lieben Mutter erwiesene Teilnahme danke ich herzlichst Rechnungen Briefblätter Briefumschläge Postkarten Geschäfts karte r | Vermietungen"] Zum 1. April Eioiainilieuliaiis (Hitlerwall 18) 7 Zimmer, reichl. Nebenräume, Bad,Zentralh.u. Garten zu verm. Nachfrage I1215D Bismarckstr. 4. | Mietgesuche"] Z. 1. 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Ion unserem römischen E.-Korrespondenten. Rom, Ende Februar. ^,Ein Schlachten war's, nicht eine Schlacht zu nennen!" Nicht nur an den dreißigjährigen Krieg, an Cäsar und Tacitus wird erinnert, wer die italienischen Zeitungen liest. „Das Schlachtfeld buchstäblich mit Leichen bedeckt. — lieber 100 Tonnen Sprengstoff auf die Flüchtenden. — Ständig von unseren Fliegern verfolgt. — Zwölf- tausend Tote. — Unsere geringfügigen Verluste: 12 Offiziere und 184 Soldaten." So stampft das in Blockschrift über alle Spalten hinweg und von den Häusern wehen die Fahnen und Jubel wälzt durch die Straßen. Der dritte Sieg, der größte bisher. Unsere Herzen beben vor Stolz, telegraphiert der Duce an den Feldmarschall, der König spricht seine Glückwünsche aus, und Badoglio antwortet: Dieses Lob feuert uns zu neuen Kämpfen an, bis zur vollständigen Durchführung des großen Unternehmens! Niemand wird sich eines geheimen Schauders zu schämen brauchen, wenn er die Verlustziffern auf beiden Seiten vergleicht. Wenn die italienischen Meldungen — und sie haben sich bisher ohne Zweifel stets als zuverlässiger gegenüber den abessinischen erwiesen — zutreffen, dann ist der Feind, soweit er über eine nennenswerte Ausrüstung verfügt, bereits dezimiert, denn man kommt, nur die größeren Gefechtshandlungen gerechnet, auf 30 000 Tote seit Oktober, denen noch keine tausend italienische Gefallene entgegenstehen. Das wäre also kein Krieg mehr, sondern eine fortschreitende einseitige Vernichtung. Daß es ein Kampf mit ungleichen Waffen werden wi^de, wußte die Welt allerdings schon vor Jahr und Tag, die Strategen aller Nationen billigten aber zum Ausgleich den Abessiniern eine Reihe von natürlichen Verteidigungsmitteln zu, ferner ihre Ueberlegenheit im Kleinkrieg und — die Unterstützung des Völkerbunds, ja sogar, was weit mehr wiegt: Englands. Daneben noch den Rat weißer Offiziere. Er ging im Wesentlichen dahin, den offenen Kampf zu vermeiden. Ob ihn die Abessinier nicht befolgen wollen oder nicht befolgen können, mag dahingestellt bleiben, Tatsache ist, daß sie zum Erstaunen aller alten Kolonialkämpfer, besonders englischer, mit Todesverachtung ins Verderben rennen, gegen die Drahtverhaue anstürmen, als ob es sich um bröckelndes Gemäuer handle, und sich im Maschinengewehrhagel benehmen, wie wenn es bloß himmlischer wäre, lieber die eine soldatische Tugend, den Mut, wäre kein Wort zu verlieren, erzählen die italienischen Frontkämpfer, aber von militärischer Erfahrung ist nicht viel zu spüren; schon auf 800 Meter Entfernung knallen sie los und rennen dann nicht selten in Hellen Haufen an, wie man's von Wilden gewohnt ist. Da haben freilich die modernen Waffen leichte Arbeit. Es ist unbegreiflich, wie Addis Abeba hundertmal die Einkreisung und den bevorstehenden Fall von M a k a l l e melden konnte, statt einem solchen Gefechtsplan die einfachsten Grundlagen zu verschaffen. Was sollen die paar leichten Feldgeschütze gegen die mächtige Artillerie des italienischen Heeres! Wie kann ein blindes Heer, ein Kriegerhaufen ohne Flugzeuge, den Aufklärungsund Bombengeschwadern entgegentreten'. „Buchstäblich mit Leichen bedeckt" — es mußte so kommen. Und die Flieger, so schließt der Schlachtbericht, lassen den Flüchtigen keine Rast und Ruhe. Vae victis! pflegte man früher zu sagen, wehe den Besiegten! Heute heißt es: Wehe den schwachen Nationen! Wehe den unbewaffneten Völkern! Das ist die harte Lehre, die man aus dem afrikanischen Feldzug ziehen muß. Dazu die nicht minder klare und wichtige: W e h e d e m, d e r s i ch auf den Völkerbund verläßt! Die Geschichtsschreiber werden ?s einmal dem Negus schwer ankreiden, daß er nicht zwölf Monate vorher für Waffen sorgte und lieber Protestnoten und Hilfegesuche nach Genf sandte. Das ist gewiß einfacher und bequemer, aber von mäßiger Wirksamkeit. Abessinien kann sich auch nicht auf den guten Glauben berufen, denn es hatte die Präzedenzfälle im Gran Chaco und im Fernen Osten vor Augen. Ebensowenig kann es den Italienern vorwerfen, sie führten den Feldzug zu kriegerisch, zu unerbittlich, denn England hat schon vorher gezeigt, wie man’s machen muß, in Indien und Aegypten und Südafrika. Die Abessinier dagegen scheinen aus der Vernichtung der Horden des Mahdi im Sudan wenig gelernt zu haben, sie glauben vielfach, es fei noch immer so wie damals, gerade vor 30 Jahren, bei Adua. Sie sind auf dem damaligen militärischen Niveau stehengeblieben, Italien ist mit Siebenmeilenstiefeln weitermarschiert. So sehen die Dinge von Rom betrachtet aus. Kann man es Badoglio verdenken, wenn er schon den Endsieg in greifbarer Nähe sieht? Von einer vollständigen Durchführung des großen Unter- nehtnens spricht? Mancher Genfer mag finden, das sei eine Düpierung des Völkerbunds. Aber was tut der Völkerbund in diesem kritischen Augenblick Wichtiges? Er zügelt, wie man in der Schweiz sagt, e r z i e h t u m. Er hält es für ungemein wichtig, der staunenden Mitwelt zu verkünden, daß er dabei 445 000 Kilo Drucksachen und Akten mit ins Nachdruck, auch mit Quellenangabe verboten! Tientsin, Februar 1936. Herr Schulze — von Beruf „alter erfahrener Ostasiate" — gehört zu meinem engeren Bekanntenkreis. Da ich oft bei ihm zu Gaste gewesen bin, beschloß ich neulich, mich „ehrlich" zu machen und ihn in meiner Eigenschaft als „junger, unerfahrener Ostasiate" zu einem chinesischen Abendessen einzuladen. Das heißte wir wollten uns in irgend einer „Stampe" treffen und mal ein paar chinesische Gerichte essen. Teuer durfte die Sache im Hinblick auf die Devisenbestimmungen nicht werden, aber einen guten Eindruck sollte sie doch hinterlassen. Herr Schulze war damit durchaus einverstanden, schlug aber vor, auch d i e beiderseitigen Gattinnen mitzunehmen, denn das sei in Deutschland in solchen Fällen doch sicherlich auch üblich. Schön! Genehmigt! Drei Tage vor dem „Symposion" treffe ich Herrn Schulze und er erklärt: „Ach, hören Sie mal, ich lebe nun schon 30 Jahre hier draußen und es ist eine alte chinesische Weisheit: „Wo viere essen, wird auch ein Fünfter satt". Wie wäre es, wenn Sie auch Herrn Ping-Pang- Pong mit einladen würden? Ein sehr netter, sehr neue Haus, das jährlich dreißig Millionen Goldfranken an Unterhaltungskosten verschlinge, hinübernehme. Vierhundertfünfundvierzigtausend Kilo also, spotten die römischen Zeitungen, wiegen seine Ideale! Wenn das den Negus nicht rettet... Der liebe Gott hält es sichtlich wieder einmal mit den stärkeren Bataillonen, es ist fraglich geworden, ob selbst ein Feldherrngenie, wenn es jetzt in Abessinien auftauchen würde, das Schicksal noch wenden könnte. Rom neigt der ersten von den sechs Lösungsmöglichkeiten, die wir kürzlich zusammenstellten, zu: Es sucht und erhofft die Entscheidung auf dem Schlachtfeld. Die Gefahr eines zweiten Faschoda scheint in die Ferne gerückt, die Oelsperredrohung auf absehbare Zeit überwunden, die Blockade ausgeschlossen. Daher werde sich der Löwe von Juda über kurz oder lang zu Friedensoerhandlungen bequemen müssen. Ein vom Temps ausgestreckter Friedensfühler, der die Initiative dem Duce zuschieben wollte, ist bereits rundweg zurückgewiesen worden. Wie die Stimmung jetzt unter dem Eindruck der beträchtlichen militärischen Erfolge in Rom geworden ist, kann von einer Annahme des letz- ten Friedens Vorschlages, der sogar im englischen Parlament selber begraben wurde, wenn auch aus anderen Gründen, nicht mehr die Rede sein. Mussolini soll allerdings kürzlich einem Journalisten zu verstehen gegeben haben, er hätte ihn damals angenommen, aber gestern ist nicht heute, die Erstürmung der strategisch wichtigen Höhen um Makalle hat auch die politische Lage, nach römischer Ansicht, völlig geändert. Vielleicht wird nun bald auch die heikelste Frage akut werden: die Sache mit dem Tana-See. Es wurde nicht nur in militärischen, sondern vor allem in diplomatischen Kreisen bemerkt, daß sich Mussolini von dem Luftmarschall und Statthalter Libyens, B a l b o , über die Lage in dieser Kolonie Bericht erstatten ließ. gebildeter Chinese, mit dem ich befreundet bin, Neffe vom Marschall Bim-bam-bum ... seehr gute Familie. Sein Urgroßvater war Gouverneur von Ha- Tschi, dessen Großonkel Pi-Pa-Po ist, der große Lyriker, der in der Ming-Dynastie die fabelhaften Gedichte gemacht hat. Sind Sie einverstanden, wenn wir den auch nach einlaben? Der Mann spricht außerdem ausgezeichnet Deutsch und kann Ihnen sicher viel erzählen, außerdem hat der Mann Be- züiehungen !!!! ... uunglaublich!" Na schön! Laden wir also Herrn Ping-Pang- Pong auch noch ein ... Am Freitag klingelt es bei mir. Aus unzähligen dicken Pelzen, Halsschonem und mattierten Untermänteln schält sich ein gelehrt aussehender, aber immer dünner werdender Chinese heraus, macht mir eine tiefe Verbeugung und fragt reichlich unmotiviert, aber mit dem Gesichtsausdruck eines besorgten Arztes im unverfälschten Berliner „Jargon": „Wie jehts Ihnen Frau Jemahlin?" — „Oh! Danke! Kann nicht klagen ... Und Ihnen?" — „Jottfeidank, es jeht ... mein Name ist Ping- Pang-Pong, ich kommen von Schulze und ..— „Ahhh! Sehr erfreut! Bitte, kommen Sie rein!" — Große „Türquälerei", nochmals besorgte Frage nach dem Befinden der „Frau Jemahlin", in einem Ton« falle, als litte sie an der Pest, woraus man beiderseits umständlich — „Bitte nach Ihnen! Nein! Nach Ihnen" Platz nahm. — Kleine Kunstpause, ein übergebener Brief wird aufgerissen. Herr Schulze schreibt: „Ihr Gast, Herr Ping-Pang-Pong hat Ihnen als höflicher Chinese erst seinen Antrittsbesuch machen wollen und ich möchte doch anregen, daß Sie auch seine Frau zum Essen einladen. Er hat zwar mehrere, wird aber sicher nur die Hauptfrau mitbringen. Ob wir nun fünf ober sechs bei Tisch sind, spielt wirklich keine Rolle, denn die Gerichte sind so reichlich bemessen, daß auch für eine Frau noch was abfällt!" — Hm! Ich gestehe: mir begann es etwas schwül zu werden! Da aber Herr Ping-Pang-Pong über den Inhalt des Briefes im Bilde zu sein schien, blieb mir nichts weiter übrig, als mich den „Glücklichsten der Sterblichen" zu nennen, wenn die „große Tai-Tai" sich herablassen würde, an dem armseligen Mahle eines Nichtswürdigen teilzunehmen." — Herr Ping-Pang- Pong dankte erfreut mit zierlichen Redensarten, die eine glückliche Mischung blumiger Ming-Poesie und Berliner Prosa bildeten. Ich las weiter: „ ... als alter erfahrener Ostasiate möchte ich doch nun noch folgendes zu bedenken geben: eine normale Tischgesellschaft besteht in China aus acht Personen und da doch alles stilecht sein soll, habe ich — Ihr Einverständnis vorausgesetzt — auch meine Sekretärin mit eingeladen. Ich würde vorschlagen, daß auch Sie noch eine Dame mitbringen, damit es gemütlich wird, denn ..." Als ich soweit gelesen hatte, begann es mir vor den Augen „neblig" zu werden. Acht Personen! Großer Gott! Was wird die Devisenstelle dazu sagen? — Aber was sollte ich machen? ... Einwände? ... Unmöglich! Ich konnte doch nicht mein „Gesicht verlieren"? Zumal Herr Ping-Pang-Pong bereits liebenswürdigerweise „alles — aber jewiß doch! — in die Hand jenommen hatte". Im Restaurant „Zum Frieden der einsamen Seele" sei bereits ein Zimmer bestellt und angeheizt worden. Haifisch- Flossen, die schon wegen ihrer Zähigkeit ein paar Tage vorher aufs Feuer gesetzt werden müßten, seien bereits angeliefert worden, auch an Schmal- ben-Nester habe er gedacht, weil sie — Erbarmen, Herr Minister Schacht! — gut und selten seien. Natürlich gehöre auch eine gute — „wissense, so ’ne richtich fette" — Peking-Ente dazu. Von Bärentatzen sei wohl abzusehen, weil ich doch sicherlich keinen großen, sondern nur einen „mittleren Tisch" geben wolle, für den bei diesen schlechten Zeit vier Vorspeisen, zehn Hauptgänge und vier Nachspeisen durchaus genügen dürften. Ich nickte zu allem nur apathisch „genehmigt", brachte mein wie Kunsthonig auseinanderfließendes Gleichgewicht mit ein paar Schnäpsen wieder in Ordnung, und nachdem ich dem besorgten Herrn Ping-Pang-Pong erneut die eidesstattliche Versicherung gegeben hatte, daß sich die „Frau Jemahlin" bester „Jesundheit" erfreue und alle seine Besorgnisse grundlos seien, trennten wir uns mit dem Ausdruck unserer vorzüglichsten Hochachtung und ebensolchen Verbeugungen. Worauf ich dann „solo" noch ein paar Schnäpse trank und mit gerunzelter Stirn meinen Kassenbestand einer Revision unterzog. * Punkt 6 Uhr abends marschierte an einem Samstag eine kriegsstarke Dorkriegsgruppe in Stärke von 8 Mann beiderlei Geschlechts durch die weitgeöffneten Pforten „Zum Frieden der einsamen Seele". Aus der Tiefe der Verbeugungen der Kellner und der Lautstärke ihrer das Haus erfüllenden Begrü- Ich gebe ein chinesisches Diner. * Ein ganz unpolitischer Bericht aus dem Fernen Osten. Von unserem ständigen H. T.-Berichterstatter. Gießener Gtadttheater. Lortzing: „Undine". Im Januar 1843 hatte man Friedrich de la Motte-Fouque, den Dichter der reizvollen romantischen Erzählung „Undine" zu Grabe getragen. Ein halbes Jahr später erfahren wir in einem Briefe Lortzings, daß er sich mit dem Undine- Stoff als Oper beschäftige. So liegt die Annahme nahe, daß Lortzing durch das Ableben des Dichters auf die Erzählung wieder aufmerksam geworden war. Mochte ihn in der Wahl eines romantischen Opernstoffes noch die Tatsache bestärkt haben, daß die Erben des Freischütz-Dichters Kind ihm aus dem Nachlaß einen Text vorgeschlagen hatten; der sicherste Beweggrund aber zu diesem Werk war ein Sich-Aufsteigern der Lebenskraft und des Lebensmutes; denn er hatte das Ziel seiner Sehnsucht erreicht, er war Theaterkapellmeister in Leipzig geworden. Schon drei Jahrzehnte früher hatte sich E. T. A. Hoffmann des llnbineftüffes angenommen und in persönlich romantischer Regung seine „Undine"- Oper geschaffen. Fouque hatte damals den Text selber im engen Anschluß an feine Erzählung bearbeitet. Vom Gesichtspunkte der Bühnenwirksamkeit aus hatte sich dieses Werk nicht endgültig durchsetzen können. Lortzing selbst hat die Schwierigkeit der Umformung der Märchenerzählung in einen wirksamen Operntext bei feiner dichterischen Arbeit sehr empfunden. Einmal schreibt er an feinen Freund Philipp Reger in Frankfurt: „Ich stehe bei meiner Undine sehr unter dem Pantoffel. Ach, mein guter Philipp, das Weib ärgert mich sehr, ich habe mir diese Ehe glücklicher vorgestellt; na, vielleicht vertragen wir uns noch. Und an Scheidung ist — bei dem Mangel an guten Frauen — nicht zu denken." Wie sehr er aber von dem Erfolg seiner Arbeit überzeugt war, das zeigt eine spatere Aeußerung: ,Zch baue auf Gott und meine Undine." Ohne irgendwelche Einschränkung der grundlegenden Idee mußte der Stoff nach den Erfordernissen der Bühnenwirksamkeit umgeformt werden. Da es dem Stoffe von vornherein an Kontrastwirkungen fehlte, fügte Lortzing die beiden Gestalten des Schildknappen Veit und des Kellermeisters Hans ein. So wurde die zauberhafte Marchensphare mit der realen Umwelt verknüpft. In den Aeußerun- gen beider läßt er die Handlung sich und gibt so durch die Reflexfiguren em Nachleben des Geschehens im Lichte der Alltagsnaturen. Ja, das fast naturhafte Rechtsempfinden der beiden greift in das Geschehen ein und isthrt (durch das Oeffnen des Brunnens) die Schlußkatastrophe herbei. Wenn Lortzing die Erklärungen über die Herkunft der vermeintlich hochgeborenen Bertalda m der klaren vorliegenden Form einfugte, so mochte dabei mitsprechen, daß er die Konflikte durch das Verhalten zu den Pflegeeltern möglichst umgehen wollte; wie es ja überhaupt ein typischer Zug oer deutschen Oper ist, daß sie die innersten .Gefühle zwischen Eltern und Kinder möglichst nicht auf der Bühne preisgibt, sicher aus dem Gedanken, heilige Gefühle nicht profanieren zu wollen; die romanische Oper kennt diese Zurückhaltung nicht. Die epischen Breiten des Märchens machen einer gestrafften Handlung Platz, die in jedem ihrer Züge motiviert erscheint und sich in klarem Ablauf vollzieht, ohne dabei in verstandesmäßige Nüchternheit zu verfallen. Wie Lortzing selbst die Teile, in denen er sich eng an die dichterische Vorlage an- fchließt, neu durchgestaltet, das wird man deutlich ersehen können, wenn man die wörtlichen Reden Fouques und den Bühnendialog Lortzings gegenüberstellt. Die so zusammengefaßte Handlung stellt die leitende Idee klar heraus: das Streben der Wasserjungfrau Undine nach dem Liebesbund mit einem Menschen, um dadurch der Seele teilhaftig zu werden; d. h. menschliches Fühlen und Handlungsverstehen zu gewinnen. Dem vom Urbild abweichenden Ausgang der Oper (Hugo stirbt) wandelte Lortzing auf Anraten theatererfahrener Freunde um in ein Fortleben in Kühleborns Reich. Die durch den Liebesbund mit dem Ritter Hugo gewandelte, beseelte Undme erregt durch ihr unverschuldetes Leid das Mitleid Kühleborns, und so konnte Lortzing diese Umbildung wohl innerlich rechtfertigen. Entsprechend dieser Textverfassung mußte sich Lortzings Musik von der Hoffmanns entfernen. Während Hoffmann mehr durch das Dämonisch- Romantische gefesselt wird, tritt bei Lortzing mehr das Menschliche in den Vordergrund, als ein inniges Märchenerleben mit herzlichen Tonen. Nicht ein Erschauern und ein Erfüllen mit Pathos, sondern in Schlichtheit fast mit einem Zuge von Kindergläubigkeit. Das tragische Erleben des Schicksals Undines stellte Lortzing gegenüber fernen bisherigen Werken vor eine neuartige Aufgabe hinsichtlich der seelischen Tiefe feiner Ausdrucksform; und er findet hier den Weg zu einem von seiner bisherigen Uebung wesentlich abweichenden Stil. Ja, die verhältnismäßig lange Zeit von über zwei Jahren, die er auf dieses Werk verwandte, laßt ermessen, welche innere Umstellung diese Oper von ihm fordert. Seine musikalische Sprache berührt Seelengründe, denen er besondere Motivbildungen zuordn'et, die sich in ihrer Wandlung ebenso als Symbole inneren Erlebens erweisen, wie die Farbigkeit der instrumentalen Sprache neuen Ausdruckswerten zustrebt. Lortzing selbst war sich biefes Einsatzes seiner Arbeitskraft auf einem neuen Gebiete bewußt; die Musik zur Undine schätzte er: „Sie ist, weiß es Gott, nicht schlecht, sie ist wohl das Beste, was ich geleistet". Gelegentlich der reich ausgestatteten Hamburger Erstaufführung unter der Leitung des Komponisten, der übrigens wenige Tage früher die Uraufführung unter einfachen Verhältnissen in Magdeburg vorausgegangen war, ist er selber überrascht über die Wirkung seiner Musik. , Du weißt, ich bin strenger Richter über mich selbst, aber ich versichere dir, daß Musikstücke Vorkommen, deren Effekte ich nicht geahnt hätte." Und m der Tat, die Musik, die er dem Kreis der Hauptpersonen gewidmet hat, läßt manchmal das Bedauern darüber wach werden, daß die hier erweckten Hoffnungen sich nicht in der weiteren Schaffensarbeit Lortzings erfüllen konnten. Die Musik bindet sich sowohl mit der Szene wie auch mit dem Charakter der einzelnen Gestalten. Eine märchenhaft zauberische, fast weiheartige Stimmung liegt über dem Finale des dritten Aufzuges. (Rückkehr Undines in Kühleborns Reich) mit feiner friedvollen „Schwanenweise", Klangschönheit zeigt im Quintett des 1. Aktes; die vielfältig aufeinander prallenden inneren Gegensätze bannt er im Quartett des 2. Auszuges. Den ernsten, ja tragischen Tönen in „Undine” stehen die beiden Gestalten des Hans und Veit mit ihren Liedern gegenüber; gerade dieses Schlichte, ans Buffoneske Streifende und doch wiederum so Innige, was er diesen beiden in ihren Melodien zuteilt, hat, zumal der „Undine", den Charakter einer Volksoper gegeben und sie zu einem Liebling des Theaterpublikums werden lassen. Fast schlagwortartig ist der Refrain des Duetts „Im Wein ist Wahrheit nur allein" in den Volksmund übergegangen; nicht minder hat das Lied vom „Wiedersehen" seine Stellung gehalten. Wenn selbst Kühleborn in dem Duett mit Veit im ersten Akt in den heiteren Ton hinübergezogen wird, so möchte man hier an einen Vorläufer des Duetts in den Lustigen Weibern zwischen Flut und Falstaff denken. Im Mittelpunkt des Ganzen steht die Titelpartie. Die Stadien der inneren Entwicklung vom übermütigen Fischerpflegekind zur durch den Liebesbund' beseelten Gattin und zur treulos Verlassenen läßt Lortzing ganz besonders durch das musikalische Gewand greifbar werden; er hat so rührend Herzliches, Gewinnendes, niemals aber Sentimentales, in diese Rolle hineingelegt. Friedel Fornallaz lebte ganz in ihrer Aufgabe, zumal der innerlich gewandelten Undine gab sie Momente seltener Innigkeit. Ihre Bekenntnisarie war bis zur letzten Regung hin durchgestaltet und ließ Gefühlswerte und Darstellung zu einem verschmelzen, dabei mit fein modulierter Stimme und aufstrahlendem Glanze jenes Erwachen der Beseelung kündend. Wenn auch bei Lortzing die Gestalt des Kühleborn nicht jenes Masi an dämonischer Kraft erreicht wie etwa bei E. T. A. Hoffmann, so gibt er ihm doch die Würde als „Fürst der Fluten" und als Beschützer Undines fast väterliche Züge, getragen von Mitleid mit der unglücklichen Verlassenen. Gustav Bley erfüllte diese Gestalt mit Vornehmheit, ja stellenweise mit Kraft des Unheimlichen bei engstem Anschluß an die Szenen und an die jeweilige Erscheinungsform als Priester, Gesandter in ihrer wechselnden musikalischen Einkleidung. Zu dramatischer Höhe wuchs er im Schluß des zweiten Aufzuges als „Fürst der Fluten" heraus, schön und wärm in seinen Tönen sang er den Beherrscher der Wassergeister im Finale des 3. Auszuges wie auch im Schlußbild. Heinz Weiser (Hugo von Ringstettenl gab dem Ritterlichen in szenischer Gestaltung und stimmlicher Haltung greifbaren Ausdruck, so in der Romanze „Ich ritt zum großen Waffenspiele" wie im stummen Spiel bei der Arie Undines. Wenn Lortzing der Bertalda opernhafte Musik voller Pathos zumeist, so gibt er gewissermaßen damit symbolisch die Unechtheit des Charakters zu. Sie, die so ab- ßend lieblos zu ihren Pflegeeltern ist und mit Raffinement den Ritter Hugo bestrickt, ihr gegenüber mußten Lortzings Herzenstöne versagen. Das zeigte auch Helene Wacker mit ihrer durchdachten Verinnerlichung dieser gewiß nicht dankbaren Operngestalt. Das soll trotz ihrer Bitte um Nachsicht wegen starker Indisposition dennoch besonders anerkannt sein. Ein Knappe in treuester Ergebenheit zu seinem Herrn, ein wenig Leichtfuß, aber doch aufrichtig in seinem Denken und Fühlen, geschwätzig, das Herz auf der Zunge tragend, ein wenig Prahlhans und voll Selbstgefälligkeit, aber dennoch eine ehrliche Haut: so stellte Rudolf Hille den Veit hin. Gewandt und behende im Spiel, ebenso schlagfertig aber auch in den Duettgesängen, und seine Lieder vom „Wein" und vom „Wiedersehen" bewiesen ihn als einen Buffo, der schön und musikalisch geschmackvoll zu fingen vermag. Als gleichgesinnter Kumpan, treu und bieder, voll Geschäftigkeit, nicht aufdringlich, voll Mutterwitz und Laune war Wilhelm Greif als Kellermeister Hans. Wie die beiden sich aufeinander einstellten und in ihrer Weinseligkeit ein würdiges Paar abgaben, das bekundete der auf offener Szene ausbrechende Beifall. Wilhelm Greif verdient eine besondere Anerkennung für die Beweglichkeit seiner inneren Umstellung: Im ersten Auszug den Pater voll Würde und weihevollem Stimmklang gebend und dann als Kellermeister in den folgenden Aufzügen gesanglich und darstellerisch den Bufsoton hervorragend treffend. Emmy Hagemann und Karl Tank waren ein würdiges Elternpaar in unverfälschter Einfachheit, besonders auch im Dialog; a« dem so stimmungsstarken Quintett im Fischerhause trugen sie regen Anteil. Die Ensembles waren glücklich aufeinander eingestimmt, und auch die Chöre bewiesen Schwung und Frische und im vorletzten und letzten Finale Abtönung des Klanges. Dem Orchester hat Lortzing verhältnismäßig größeren Anteil an dem Reflex des Bühnenvorganges gegeben als in feinen anderen Opern. Die Streicher wie auch die Bläser fielen durch schönen Ausgleich in Farbe und auch Zu- fammenflang auf, und namentlich in den Zwischenmusiken wie in der Ouvertüre gab das Orchester ganz besonders Ausgeprägtes. Die dramatischen Akzente ließ Paul Walter in starker Aufwallung herausbrechen und stellte sich damit in Gleichklang mit der Spielleitung (Paul Wrede), die den Fortgang der Handlung straff in Bewegung hielt und mit vielen Einzelzugen die gründliche Durcharbeitung des Werkes unter Beweis stellte. Durch den Schleiervorhang erhielten die Bühnenbilder (Karl Löffler) das unbedingt notwendige Märchenhafte. Die Verwandlungen vollzogen sich in gutem Fluß wohl unterstützt durch eine äußerst geschickte Beleuchtungsführung (Hans Weber) zumal im Schlußbild. Wenn das Haus leider nicht voll besetzt mar, so war doch die unbedingte Zustimmung der Hörer überaus herzlich. Soviel Beifall bei offener Szene und gar am Schluß ist der untrüglichste Beweis für vollen Einsatz der Kräfte zum vollen Gelingen. Mit dieser Oper erscheint ein Werk auf dem Spiel- plan, das namentlich auch unserer Jugend durch Schülercmfführungen in weitestem Maße zugänglich gemacht werden müßte. Dr. H. ßungsschreie „Sie kommen! Sie kommen!" zu schließen, sahen sie in mir einen Mann, der keinerlei „Restriktionen" unterworfen zu sein schien. Herr Ping-Pang-Pong begann bereits hier mit den „Erklärungen": Sie sehen einen großen Lichthof, der durch vier Stockwerke bis an die Decke reicht. Ringsum visr Galerien, an denen die Gastzimmer liegen, jedes mit einem besonderen Namen. Wir werden im Zimmer der „Fliegenden Abendröte" im ersten Stock speisen!" — „Warum auch nicht!" dachte ich und griff in Gedanken nach meiner Brieftasche. Bon einem halben Dutzend in hellblaue seidene Operationsmäntel gehüllten Kellnern eskortiert, landeten wir in einem saalartigen, behaglich erwärmten Zimmer, das sehr nett eingerichtet war. Ein großer runder Tisch mit acht Gedecken und ebensoviel Stühlen, zwei davon mit roten seidenen Decken behängt und für die Ehrengäste bestimmt, während für den Gastgeber ein kümmerlicher Hocker bestimmt war, weil er auch durch die Art des Sitzens seine Nichtswürdigkeit zum Ausdruck zu bringen und sich als armseliger Mensch von seinen erlauchten Gästen zu distanzieren hat. Auf einem zweiten großen Tisch liegen Pinsel, Tusche und ein Block rotbedruckter Papiere. — „Und was ist das, Herr Ping-Pang-Pong?" — „Oh! Das ist nichts! Mit diesen Zetteln werden" — Herr Ping-Pang- Pong lächelte dabei diskret — „die... nun wie sacht man in Berlin? — die Mädchen mit den leichten Sitten eingeladen, damit es lustig wird. Soll ich einladen?" — „Lieber nicht... wird aeh'n doch sicherlich auch mal allein zusammen bummeln?" — „Aber jewiß doch", sagte Herr Ping- Pang-Pong und ließ sich des längeren über das Opium-Sofa in der Ecke aus. Denn als Magenschluß gehört zu einem chinesischen Diner ein Opiumpfeifchen genau so, wie bei uns ein Mokka. Dann übersetzte Herr Ping-Pang-Pong noch ein paar tiefsinnige Wandsprüche und Distychen, aus denen hervorgmg, daß im Zimmer der „Fliegenden Abendröte" die Gäste sich so wohlzufühlen haben, daß sie die geleerten Trinkschalen dem Monde zuwerfen und sich selbst in Blumen wälzen möchten. Worauf man erwartungsvoll zu Tisch ging. In der Mitte vier große Schüsseln, gehäuft mit Vorspeisen: Getrocknete und panierte Krebsschwänze, kleingeschnittene und besonders präparierte Geflügel- Lebern und -Mägen, fleischumwickelte, aber geöffnete Mark-Knocken von Entenbeinen, zu Apfelsinen- Halbmöndcyen zerschnittene „Faule Eier", die wie Gallert magisch tief-grün-blauviolett schimmerten, dazu allerlei Grünzeug und andere schöne Dinge mehr. Dor jedem Gast ein paar silberne Schälchen, Eß-Stäbchen und langstielige silberne Löffel, Soja- Sauce, Sonnenblumen- und Kllrbiskerne. — „Alsdann, meine Herrschaften, fangen wir an!" Als Gastgeber ergriff ich auf den Rat meines Meisters zwei Stäbchen, wedelte damit zu Beginn des Essens über alle Schüsseln hin, und schon streckten alle die Hände aus zum lecker bereiteten Male. Man trank herben Reiswein mit Kandiszucker in kleinen Schälchen und sagte wiederholt „Gam-B6", was auf bayerisch „G'suffa" heißt und hier „Trockne den Becher aus!" bedeutet. Es wurden sehr viele Becher „trockengelegt". Nach den Vorspeisen kleine Kunstpause mit Tee und Zigaretten, worauf dann das eigentliche Essen begann, das schon oft geschildert worden ist, daß ich mich hier mit einem kurzen Kommentar der mit schöner, aber unleserlicher Tusch-Schrift bemalten Speisekarte begnüge: Haifischflossen... gekochte Stärke oder „Blubber", aber pikant. —1 Schwalben- Nester... Nudelsuppe, wie bei Muttern. — Meergurken ... Vegetariern nicht zu empfehlen, da diese aallertartigen, mit Saugnäpfche versehenen und stark jodhaltigen Tiere zwar genau wie Senfgurken aussehen, aber... brr! Mongolische Fleischknödel in Teig gehüllt... erstklassig! Peking-Ente: ein gemästetes, gebratenes Untier, das von zwei Kellnern zunächst als Schaustück herumgereicht und dann auf einer Neben-Anrichte in 847 kleine Stücke zerfleischt wurde. Diese Stücke wickelte man in dünne Teigoblaten, tat dicke Soja-Sauce darauf und schob diese Paketchen in den Mund, wo sie auf der Zunge zergingen, sich aber im Magen nach dem 20. Häppchen in Blei zu verwandeln schienen. Es folgten Bambus-Sprossen als Spargel-Ersatz, Schüsseln mit süßen Lotoskernen, gebackene Krebse und vier verschiedene Nachgerichte, die freilich im Zeichen allseitiger Magenüberfüllung zunächst mehr dekorative Zwecke erfüllten. Aber nach längeren Kunstpausen, in denen man wieder viele Becher „austrocknete" und wiederholt „Tzin-Tzin", alias „Prost" sagte, wurden auch sie schließlich überwältigt und vernichtet. Darauf erschienen Diener mit heißen Tüchern. Man wischte sich damit — Entschuldigung! — den Schweiß ab, trank herben Tee, kaute geistesabwesend Sonnenblumenkerne und befand sich in jenem Zustand, den jemand mal so schön als „Windstille der Seele" bezeichnet hat. Jetzt sich „in den Blumen wälzen" oder auf dem Kana langausgeftreckt zur Belebung ein Opium- Pfeifchen schmauchen... ach ja! Zu leben und zu genießen, das verstehen die Chinesen! — Halb elf Uhr abends zeigte die Uhr, als die Tafel aufgehoben wurde und zwei dienstbare Geister mit der „Schmerzensreichen", soll heißen mit der „Rechnung" erschienen. Danach hatten im Speisehause „Zum Frieden der einsamen Seeltf im Zimmer der „Fliegenden Abendröte" acht Personen vier große Kannen Wein, vier Vorgerichte, zehn Hauptgerichte und vier Nachgerichte — sagen wir mal höflich — „zu sich genommen". Ihre zufriedenen Mienen glichen denen — entschuldigen Sie, Herr Schulze, wenn Sie das irgendwo lesen sollten — von Riesenschlangen nach der Verschlingung eines ausgewachsenen Ochsen. Und dabei hatte das ganze Essen Summa-Sumarum nur 24 Pen oder 17 Mark gekostet! Sechs Pflichteinladungen auf einen Schlag außerhalb des eigenen Hauses für insgesamt 17 Mark „erledigt"... Unter diesen Umständen begreift man es, wenn gerade die Hausfrau vom „Fernen Osten" begeistert ist! Denn sechs Gäste Im eigenen Heim durchzufüttern ... welcher Ehemann hätte nicht allein schon ob der Vorbereitungen die Hände gerungen? Wirtschaft. 4pröz. dto. 5,30, Adca 71, Commerzbank 93, DD.» Bank 92,50, Dresdner Bank 92,50, Reichsbank 187, Württemb. Notenbank 104, Harpener 112, Mannes» mann 87 Br., Hoesch 91,60, Rheinstahl 117, Laura- Hütte 23, Verein. Stahlwerke 85,90, Aku 51,40. AEG. 37,50 Br., BMW. 123,50, Bekula 140, Conti Gummi 176,50, Daimler 101,50, Scheideanstalt 212, Deutsche Linoleum 153,50, Licht & Kraft 133,75, IG. Farben 152,25, Feinmech. Setter 85, Gesfürel 128,50, Goldschmidt 106,75, Junghans 88,25, Metall- gesellschaft 113,25, Schuckert 131,75, Reichsbahn- Vorzugsaktien 122,75, AG. für Verkehr 109,25, Ha- pag 17, Schramm Lack 89, Chem. Milch 90, Seil Wolff 82,50. Frankfurter Getreidebörse. Oer Bergbau im Januar. Die deutsche Steinkohlenförderung zeigt im Januar infolge der höheren Zahl der Arbeitstage (26) mengenmäßig gegenüber dem Vormonat (24 Arbeitstage) eine Zunahme, sie ging aber arbeitstäglich um 2,5 v. H. zurück. Die Gewinnung lag damit jedoch noch um 10,8 v. H. über dem Ergebnis des Vorjahres (26 Arbeitstage). Abgeschwächt war namentlich der Hausbrandabsatz, während der Jndustriekohlenabsatz ziemlich beständig blieb. Bei geringer Belegschaftsvermehrung blieben die Haldenbestände fast unverändert. Die Feierschichten nahmen ein klein wenig zu. Die Kokserzeugung war etwas höher, während die Brikettherstellung zurückging. Dem Braunkohlenbergbau brachte die außergewöhnliche Milde des Januarwetters einen Rückschlag. Arbeitstäglich wurden an Rohkohle 8 v. H. weniger gefördert. Der Rückgang der Bri- ketterzeugung betrug 7,1 v. H. Im Eisenerzoergbau überstieg wiederum der Absatz die Förderung, so daß die Vorräte entsprechend vermindert werden konnten. Im Metallerzbergbau waren Förderung und Belegschaft höher, die Metallpreise setzten ihre rückläufige Bewegung fort. Die Erdölgewinnung verringerte sich um ein weniges. Oie Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 164: 11. Zusatzvereinbarung mit der Belgisch-Luxemburgischen Wirtschaftsunion. 165: Aufhebung von Bestimmungen des Abkommens mit Belgien-Luxemburg. 166: Zu dem Erlaß der Bank von Griechenland über den deutsch-griechischen Handel. 167: Stand des deutsch-niederländischen Verrechnungsverkehrs am 22. Februar 1936. 168: Bekanntmachung KP 110 der Ueberwachungs- stelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. Mein-Mainische Börse. rNillagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 26. Febr. Die anhaltende Orderlosigkeit aus dem Publikum ließ auch an der heutigen Börse kaum Geschäft aufkommen, zumal da besondere Anregungen fehlten. Die Kulisse zeigte sehr abwartende Haltung und nahm verschiedentlich kleine Abgaben vor. Die Vorgänge im Fernen Osten wurden viel besprochen. Am Aktienmarkt war die Kursentwicklung bei sehr kleinen Umsätzen uneinheitlich, es überwogen meist leichte Abschwächungen. Feste Haltung hatten lediglich Verkehrswerte, AG. für Verkehr bei etwas größeren Umsätzen 108 bis 108,50 (106,50), auch Hapag lebhafter mit 16,75 (16,50), Nordd. Lloyd 18,75 (18). Stärker erhöht waren außerdem Linoleumwerte, Deutsche Linoleum 152,75 (150,13), Conti Linoleum Zürich 153,50 (152). Der Montanmarkt brachte bei denkbar kleinen Umsätzen meist Abschwächungen von 0,50 bis 1 v. H., insbesondere nach den ersten Kursen ergaben sich Rückgänge. Schwächer lagen ferner Chemieaktien, Farben-Jn- dustrie 152 (152,65), Deutsche Erdöl 111 (112,25). Elektropapiere hatten zwar auch nur kleinen Umsatz, notierten jedoch überwiegend etwas freundlicher: Accumulatoren 175 (174), Siemens 176 (175,25), Schuckert 132 (131,-50), Licht & Kraft 134 (133,50), nur Felten 114,50 (115) und RWE. 127,40 (127,50). Im einzelnen eröffneten: Reichsbank 187 (186,75), Hanfwerke Füssen 89,75 (89,50), Westdeutsche Kaufhof 32(32,25), Aku 51,75 (52,50), Muag 83,65 (84), Holzmann 97,90 (98), Zellstoff Aschaffenburg 86,50 (87), Daimler unv. 100,13, Metallgesellschaft unv. 113,50. Am Rentenmarkt war die Haltung behauptet, das Geschäft hatte aber auch nur kleinen Umfang. Altbesitz 110,70 (110.65), späte Schuldbuchforderungen 97,13 (97,13), Zinsvergütungsscheine 93,35 (93,40), Kommunal-Umschuldung 87,35 (87,35). Von fremden Werten blieben Mexikaner etwa behauptet, 4,5 Irrigation 8,10 (8,13), 4proz. Gold von 1904 8,25 (8,40). Nachdem nach den ersten Kursen infolge der Geschäftsstille noch leichte Rückgänge bis etwa 0,25 v. H. eingetreten waren, wurde die Haltung in der zweiten Börsenstunde fester. Montanaktien hatten größeres Geschäft, da lebhafte Nachfrage für Bereinigte Stahlwerke, die auf 86,50 nach 85,65 anzogen, etwas anregte. Fest waren ferner Rheinstahl mit 116,50 bis 117 nach 115,75, die übrigen Montane zogen etwa 0,25 bis 0,50 v. H. an. Höher notierten außerdem Deutsche Linoleum mit 153,50 nach 152,75 und Daimler Motoren mit 101,50 nach 100,13. Niedriger lagen weiterhin Aku mit 51,50 nach 51,75. Deutscher Eisenhandel zogen auf die beabsichtigte Kapitalerhöhung auf 118,75 (116,75) an, sonst zeigten die erst später notierten Papiere und auch die Mehrzahl der anfangs zum Kurs gekommenen Werte keine Veränderungen. Am Kaffamarkt waren einzelne Jnduftriepapiere, wie Niederrh. Leder Spier, Schramm Lack und Frankfurter Hyp. Bank, etwas fester. Renten blieben auch später still und unverändert. Pfandbriefe zeigten meist die gestrigen Kurse, auch Stadtanleihen lagen zumeist unverändert. Im Freiverkehr galten u. a.: Kleyer 99,75 (100), Frankfurter Handelsbank 32 (33), Ufa-Aktien 55 (55,25), Growag unv. 80, Pokorny unv. 103,50 NSU. 110,50 (110), Wayß & Freytag unv. 92. Tagesgeld war gefragt und zog auf 2,75 (2,50) v. H. an. Abendbörse ruhig. An der Abendbörse herrschte ziemlich abwartende Haltung. In Mantanwerten erfolgten kleine Abgaben, was meist zu leichten Rückgängen von 0,25 bis 0,50 v. H. führte. Verein. Stahlwerke 85,90 (86,40), Mannesmann 87 Br. (87,50), Rheinstahl 117 (117,25). Auf den übrigen Marktgebieten war die Haltung trotz der starken Gefchäftsftille widerstandsfähig und die Kurse blieben überwiegend gut behauptet, nur ganz vereinzelt wichen sie um Bruchteile eines Prozentes ab. Am Kasfamarkt erhöhten sich Schramm Lack auf 89 (88), Bankaktien blieben unverändert. An den Rentenmärkten war das Geschäft klein und die Kurse unverändert. Zertlf. Dollar-Bonds waren zu 0,25—0,50 v. H. höheren Kursen gefragt; 6proz. Preußen 61, 6proz. Spargiro 60,75, 7proz. Spargiro 61,25. U. a. notierten: Altbesitzanleihe 110,90, 6proH. IG. Farben-Bonds 127,50, 5proz. Rumänen 6,30, Frankfurt a. M., 26. Febr. Das vorliegende Weizenangebot aus Kurheffen und der Wetterau war für die ruhigere Mühlennachfrage ausreichend; größeres Angebot bestand weiterhin aus Mitteldeutschland auf dem Wasserwege. Die Roggenan- lieferungen aus hiesiger Gegend blieben klein, während norddeutsche Herkünste genügend angeboten wurden, womit sich hauptsächlich die größeren Mühlen versorgten. Hafer und Futtergersten blieben weiterhin fast ohne Angebot. Brau- und Jndustrie- gerften lagen still. Am Futtermittelmarkt erhält sich die Nachfrage nach schweren Futtermitteln, das Angebot an Kleie, Schnitzeln und Oelkuchen ist aber sehr gering. Das Mehlgeschäft zeigte die vor dem Monatswechsel übliche leichte Belebung. Rauh- futter hat weiterhin ruhigen Markt. Es notierten ((Betreibe je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 209, W16 212, W 19 216, W 20 218. Rogaen R 12 172, R15 175, R18 179, R19 181, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Hafer —, Futtergerste —, Braugerste 225 bis 230. Weizenmehl W13 28,25, W 16 28,50, W 19 28,50, W 20 28,85; Roggenmehl R 12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizennachmehl 16,75 bis 17,00, Weizenfuttermehl 13,00 bis 13,25; Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11,00, W 20 11,10; Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R 19 10,50, Mühlen- feftpreife ab Mühlenstation. Sojaschrot mit Mono- polzuschlag 16,20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Treber —, Trockenschnitzel 9,04, Großhandelspreis ab Fabrik-Station, Heu 7,90 bis 8,00, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt) 3,50 bis 3,80, do. (gebündelt) 3,40 bis 3,70. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schtachtvlehmartt. Frankfurt a. M., 27. Febr. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 687 Kälber, 56 Schafe, 700 Schweine. Es kosteten: Kälber 38 bis 68 Mark, Hümmel 40 bis 48, Schwein- 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Kälber mittelmäßig, Hämmel und Schafe ruhig, Schweine wurden zugeteilt. Starkenburg und Meinhessen. Wieder 4,182 Millionen BM. Baudarlehen der OBS. LPD. Darmstadt, 26. Febr. Die Deutsche Bau- und Siedlungsgemeinschaft hat die zweite diesjährige Baugeldausschüttung ovrge- nommen. Zur Erstellung und Entschuldung von 114 Eigenheimen wurden 1,18 2 Millionen Mark bereitgestellt, womit zur Baumarktbelebung und verstärkten Arbeitsbeschaffung für das Bauhandwerk bisher insgesamt 68 Millionen Mark zur Erstellung von rund 6100 Eigenheimen vergeben wurden. Reichsbahn und Karneval. 70 000 Fahrgäste am Rosenmontag nach Mainz befördert. LPD. Mainz, 26. Febr. Der Rosenmontag hat an die Reichsbahn wieder hohe Anforderungen gestellt. Besonders betont werden muß, daß sich vor allem in den Vormittagsstunden der Verkehr zusammendrängte und daß er trotzdem dank der umfassenden Vorbereitungsmaßnahmen reibungslos, ohne Verspätungen und Unfälle bewältigt werden konnte. Vor allem muß die dienstfreudige Einsatzbereitschaft des Personals erwähnt werden. In der Zeit von 8.30 bis 15 Uhr liefen auf den Mainzer Bahnhöfen 117 planmäßige Züge und 22 Sonderzüge ein, die die Besucher des Karnevals nach Mainz brachten. Es find in Mainz Hbf. 39 300, in Mainz-Süd 19 600 und in Mainz - Kastel 9100, zusammen also 68 000 Personen angekommen. Abbefördert wurden von Mainz Hbf. 47 600, von Mainz- Süd 14 100 und von Mainz-Kastel 8 600, insgesamt also 7 0 3 0 0 Personen. Großen Anklang fand die Verteilung von Handzetteln, auf denen die Reichsbahn außer dem Weg des Festzuges die Rückfahrgelegenheiten nach allen Richtungen zusammengestellt hatte. Eine Kalschmünzertverkstatt in Darmstadt ausgehoben. Darmstadt, 24. Febr. (LPD.) In den letzten Tagen ist es der Darmstädter Kriminalpolizei unter Mithilfe des Publikums gelungen, eine Falschmünzerwerkstatt auszuheben. Zwej junge Männer im Alter van 23 und 21 Jahren hatten sich unter dem Vorwand, sie seien Studenten, ein Zimmer gemietet, um angeblich Arbeiten für ihr bevorstehendes Examen auszuführen. Sie haben dann falsche Zweimarkstücke hergestellt. Inwieweit Falschstücke von ihnen in den Verkehr gebracht worden sind, müssen die weiteren Ermittlungen noch ergeben. In der Wohnung der Täter konnte das gesamte Herstellungsmaterial beschlagnahmt werden. Die beiden Falschmünzer wurden verhaftet und dem Richter vorgeführt. SchwererUnfallaufderBeichsautobahn LPD. Viernheim, 26. Febr. Ein auf der Rückfahrt von Frankfurt befindlicher Mannheimer Personenkraftwagen geriet auf der Reichsautobahn bei Kilometer 34,8 in der Höhe von Viernheim aus derFahrbahn. Der mit drei Personen besetzte Wagen fuhr eine große Strecke neben der Fahrbahn auf der stark geneigten Böschung weiter, wobei er nur dank feiner Geschwindigkeit nicht umkippte, und rannte schließlich gegen einen dicken Betonpfeiler einer Ueberführung. Bei dem Anprall wurden alle drei Insassen des Wagens schwer verletzt und das Gefährt völlig zertrümmert. Die Eisenbetonbrücke wurde beschädigt, so daß eine Abstützung notwendig wurde. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Schlußkurs Schlüße. Abend- börse Schluß« kurs Schlüße. Mittag, börse Datum 25 2 26-2. 25.2 26-2. 6% Deutsche Reichsanleihe v. 192? 100,25 100,4 100,5 100,5 4% Deutsche Reichsanl. von 19S4 97,4 97,5 97,4 97,3 6Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. 102,9 102,9 102,9 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Ausivs.»Rechten .......... 110,9 4*/»% Deutsche RetchSpostschatzaw Weisungen von 1934. 1....... 6% ehern.8% Hess. BollSstaat 1929 100,05 100 100,1 100,1 (rückzahlb. 102%) ............ 98,25 *y?% ehern. 8% Hessische Lande«. bant Darmstadt Gold R. 12.... 96,4 96,4 6Yi% ehern. 4!4% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiaui 101,05 101,05 _ *¥<% ehern. 8% Darmst. Komm. Landcsb.GoldschuIdverlchr. R.6 92,5 92,5 _ Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslof.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten 114,75 114,75 114,75 114,75 4 &% ehern.8% Franks. Hyp.-Bank Goidpfe. 15 unkündbar bis 1935 96,5 96,5 _ 6K% ehern. 4%% Franks. Hyp.- Bank»Ltyu.-Psandbriese....... 6y,% ehern. 4/,% Rheinische Hyp.-Bank»Liqu.»Go!dpfe..... 101,5 101,5 101,65 101.65 *yt% ehern. 8% Pr. LandeSpsand- öriefanstall, Pfandbriefe R. 19 97 97 97 97 4/t% ehern. 7% Pr. LandeSpsand- briesanst., Gold Komm. Obl.Vi 97 97 97 97 Eteuergutsch.BerrechnungSk. 34-38 108,7 108,7 108,7 108,7 4% vesterretchische Goldrente.... — 29,25 — 29,5 4,20% Oesterreichtsche Silbenente —— 1,2 1,2 8,65 8,75 8,8 8,85 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 8,75 8,75 8,85 8,75 4*4% desgl von 1913.......... 8,7 8,65 8,75 8,8 6% abgest. Goldmexikaner von 99 13,9 13,9 13,75 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie ...................... 9 9 — _ Frankfurt a.M. Berlin Schlußkurs Schluß!. Abend, börse Schluß« kurs Schlüße. Mittag, börse Datum 25.2. 26.2 25-2- 26-2- 4% veSgl. Serie 11 ............ 5% Rn inan, veretnh. Rente v. 1903 4^i%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische veretnh. Rente .. 2)4% Anatolier ............... Hamburg-Amertka-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyd .........0 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz» und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Dtsconto- Gesellschaft................o Dresdner Ban!..............0 Retchsbank ................u» Bekula.................... io Elektr. LteferungSgesellfchaft... 5 Licht und Kraft ........... 6% Fellen & Guilleaume......... 4 Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........6 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co................ Siemens S Halske............. Lahmeyer L Co............... Buderus ................... 4 Deutsche Erdöl ............... Harpener.................... Hoesch Eisen—Köln-Reuessen .. 8 Ilse Bergbau ...............e Ilse Bergbau Genüsse........g Klöcknerwerke ...............g Mannesmann-Röhreu........0 9 6,5 9,2 5,35 37,65 16,5 18,13 106,5 117,5 93 92,25 92,25 186,75 37,75 140 119,75 133,5 115 130 127,5 131,5 175,25 127.5 112,25 91,5 129,5 87 87,9 9 6,3 9,15 5,3 37,75 18,75 109,25 117 93 92,5 92,5 187 37,5 140 120 133,75 114,5 128,5 126,25 127,4 131,75 176 128 96,5 111 112 91,65 129 87 87 9,25 9,2 5,35 37,6 16,65 25,5 18,65 107 117,25 93 92,25 92,25 186,65 37,9 140,25 120,25 133 115 129,4 127 127,5 131,75 175,5 128 96,75 111,65 112,5 91,75 163 129,65 87 87,5 9,25 6,3 9,13 5,35 37,75 16,9 18,75 109 117 93 92,5 92,5 187 37,4 140,4 120 133,75 114,75 128,75 127 127,25 131,75 176 127,75 96 111 111,5 91,65 163 129 87 87,4 Frankfurt a. M. Berlin Schluß, kurs Schlüße. Abend« börse Schluß, kurs Schlußk. Mittagbörse Datum 25-2- 26.2 25.2 26-2. Mansfeider Bergbau....... .. 5 132 — 132,25 131,75 Kokswerke................ .. 6 — — 119,5 118,75 Rheinische Braunkohlen .... . 18 — —— 220,5 222 Ryeinstahl ................ .. 4 116 116,75 116,65 117,25 Bereinigte Stahlwerke...... .. 0 85,9 85,9 85,9 86,25 Olavi Minen ............. .. 0 19,13 18,9 19,13 19,13 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 — 128,25 127,5 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 122 122 122,25 122,75 Kaliwerke Salzdetfurth..... iy. — — 186 — 9. G. Farben-Industrie..... .. ? 152,65 152,25 152,4 152,5 ScheideanstaU............. .. 9 211,5 212 —— Goldschmidt .............. .. 5 107,5 106,75 107,5 106,5 Rütgerswerke ............. .. 6 120,5 120,5 120,25 120,5 Metällgeiellschaft........... .. 4 113,5 113,25 113,9 113 Philipp Holzmann......... .. 4 98 97,9 98,25 98 Zementwerk Heidelberg .... Cementwerk Karlstadt....... ::l 128,9 128,5 129 128,5 - Schultheis Patzenhofer ..... .. 4 52,6 — 99 99,4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 51,4 52,4 51,4 Bemberg................. .. 5 91,25 91 90,5 90,25 Zellstoff Waldhof .......... .. 6 121,4 121,5 120,75 121 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 87 86,5 87,5 86,75 Dessauer Gas ............. .. 7 —— — 126,25 126,4 Daimler Motoren.......... .. 0 100,13 101,5 100,13 101,5 Deutsche Linoleum......... 8 150,13 153,5 149,75 153,25 Orenstein & Koppel ........ .. 0 — — 78 77,5 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 32 32 32,4 31,9 Chade .................... 7*/e 299,5 298,75 299,5 298,5 Accumulaloren-Fabri!...... . 12 174 175,25 —- 175 Conti-Gummi............. .. 8 173,5 176,5 176 176,75 Grttzner........ .. 0 29,75 29,5 29,4 29,5 Mainkrastwerke Höchst a.®L. .. 4 91 90,65 Süddeutscher Zucker ....... . 10 197,75 198 198 Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. IN. 25.Februar 26.Februar Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brie Geld Brief Buenos Atre 0,678 0,682 0,678 0,682 Brüssel..... 41,91 41,99 41,87 41,95 Rto de Ian. 0,139 0,141 0,139 0 141 (Sofia ..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,88 54,98 54,81 54,91 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,29 . 12,32 12,275 12,305 Heljtngfors.. 5,415 5,425 5,41 5,42 Parts ..... 16,41 16,45 16,405 16,445 Holland .... 168,88 169,22 168,82 169,16 Italien..... 19,76 19,80 19,76 19,80 Japan ...... 0,718 0,720 0,715 0,717 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 61,75 61,87 61,68 61,80 Wien...... 4R 95 48 95 49.05 Lissabon ... 11,15 1L17 11,14 11,16 Stockholm.. 63,36 63,48 63,29 63,41 Schweiz ... 81,22 81,38 81,20 81,36 Spanien.... 34,02 34,0k 34,00 34,06 10,315 Budapest ... _ _ Reuyork ... 2,460 2,464 2,461 2,465 Banknoten. Berlin, 26-Februar Geld Brie, Amerikanische Roten....... 2,413 2,433 Belgische Noten........... 41,72 41,88 54,55 54,77 12,24 12,28 Französische Noten........ 16,355 16,415 Holländische Noten........ 168,40 169,08 Italienische Noten......... — — Norwegische Noten ....... 61,47 61,71 Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling —- — Rumänische Noten........ —— — Schwedische Noten........ 63,07 63,33 Schweizer Noten.......... 81,02 81,34 38.80 Ungarische Noten................ — ichullern. j* steht das Bhin es dem Ni stehenden h Lieses Huhn -niemals das r senden Teich, ö huhn kein c M wasserscheu nd) den Anblick »n dieses Huhn I .-cht nach eine ti streckt es sei ;.i5 rechte Bein i Dann schlägt I und schon sag j Gattes Will Mr, ist jedoch ein Mite dieses hu !iii, jo daß es i mi kam. Hrrnd wir nc : über das gün :-inb über diese« Ä unseres hui 'licher Eregung ’iren, daß gern Warem Wer : fei ebenso sta istreudigkeit, so hem Sinne woh chende ürfjabent tien mit einer t flonen mot)l j :W dir nur d< Huhn mit f bis pietätlos b ntsere Derstimr . '.isahrer! Achte V gibt! Eon j M Leipzig V Deutsche Luft nhjahrsmesi »st mit der -nksurt q. M. Mseuge oerf Leipzig 8.30 1,1 an Frankfurt fnder Zeit r IM 4. März l ^oirb darauf 1 Nlefonntag j U°>rd. Messe nWabatt eine1 Wilhe L 3um Konzert ($ b Konzertvere BMa rff), r? "be.r ®egc, Lnnh8e,PM n Kn un? bÄ' Kr dc LJ. ' a[o tr .;"n M°i, I .pnen von P L"5 Albert ' er wvs K» < chrs b <4 >'9 'M». fei Ms Donnerstag, 27. AbruarMö Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Gefängnisstrafen für Fischereivergehen „Um Gottes willen! Du hast ein Huhn über- biete. Zylinderschleiserel-em seltener Gewerbebetrieb 5 ine wurden zu- Richtungen zu« 2,465 erkstatt hoben. 3n den letzten lalpolizei unter ksurt a. Während wir noch in Betrachtungen versunken cd über das günstige Geschick, das seine Flügel ijiitjent) über dieses Huhn breitete, kommt die Be- ierin unseres Huhnes mit den Ueberresten in be- ^iflicher Eregung an unfern Wagen, um uns zu (klären, daß gerade dieses, ihr Lieblingshuhn, von uifchätzbarem Wert gewesen sei. Seine Bescheiden- ü sei ebenso stark entwickelt gewesen, wie seine Lgefreudigkeit, so daß sie als Tierhalterin in juri- l'chem Sinne wohl ein Anrecht habe auf eine ent- gechende Schadenvergütung. Sie formuliert diesen chaden mit einer Summe, für die man in gefällt» giren Zonen wohl zwei Marabus erstehen könnte. L i n k s: An einem Spezialgerät für das Schleifen der Zylinder. Unter der Maschine steht der zu bearbeitende Motorblock. — Rechts: Die Fräsmaschine unmittelbar auf den Motor ausgesetzt, der sich noch im Fahrgestell befindet. — (Aufnahmen [2): Neuner, Gießener Anzeiger.) markt. Vorbericht.) Um iorauftrieb: 687 kosteten: Kälber 18, Schweine 51 Medizinmänner werden zuaelassen. Wie auch in anderen Teilen des britischen Weltreiches führen die englischen Behörden seit langem einen zähen Kampf gegen das Unwesen der afrikanischen Medizinmänner. In Uganda scheint man es für zweckmäßig zu halten, dem Mißbrauch, der von diesen einflußreichen Zauberern auf medizinischem Gebiet unter den Stammesangehörigen getrieben wird, auf eine andere Weise zu steuern, in dem man ihre Tätigkeit nämlich nicht einfach verbietet, sondern ihnen die Berufsausübung nur dann gestattet, wenn sie wenigstens die Grundlagen der europäischen Medizin beherrschen. Die Medizinmänner, die sich neuerdings übrigens in einer Berufsorganisation zusammengeschlossen haben, müssen also fortab nachweisen, daß sie, wie in der bei Hugo Ber» mühler erscheinenden Zeitschrift „D er Naturforscher" mitgeteilt wird, imstande sind, bei erfahrungsgemäß häufig vorkommenden Unfällen und Krankheiten diejenigen Hilfsmittel anzuwenden, diül . auch von europäischen Aerzten gebraucht werden. hren!" Das ist jedoch ein Irrtum, denn im letzten Augen- (f hatte dieses Huhn den genialen Einfall, sich zu •rfen, so daß es noch einmal mit dem Schrecken snon kam. in Berlin sage: „Die a-moII-Etüde von Chopin kann nur Backhaus spielen". Dank seiner starken Musikalität und seiner inneren Ausdruckstiefe bietet Backhaus in seiner olympischen Ruhe erfreulicherweise dem Publikum das Bild des wahrhaft klassischen Pianisten. Im Anzeigenteil unseres heutigen Blattes wird eine hohe Belohnung für die Ermittlung der Täter ausgeschrieben. Dekana.D.pfarrerGußmann Kirchberg tritt in den Ruhestand. Der Landeskirchenausschuß hat den Pfarrer Ludwig Gußmann zu Kirchberg bei Lollar auf seinen Antrag am 20. Februar mit Wirkung vom 1. Mai 1936 in den Ruhestand versetzt. Dabei hat er ihm den Dank ausgesprochen für die der Landeskirche geleisteten treuen Dienste. Pfarrer G u ß m a n n wurde am 10. Februar 1868 zu Hirzenhain als Sohn des dortigen Bürgermeisters Johannes Gußmann geboren. Nach Vollendung seiner Studien und nach dem Besuch des Friedberger Predigerseminars wurde er am 1. April 1894 Pfarrverwalter in Gettenau und kam HX 4b$ 0141 ,053 ä,91 46.90 'Ä 19-$ 0,71 5.666 61-$ 49. II. 63. 81-$ 34,06 10315 19 28,50, 15 22,80, Ri8 örachtausglejch. ^zenfutterinehl 3 10,65, W16 i,67 1,87 i,139 1,047 4,81 6,80 ,275 5,41 ,405 8,8? 9,76 ,715 ,654 1,68 8,95 |,14 3.29 1,20 |,00 ,295 461 lÖte bie °° ^'bung. Rauh- Goethe und der Student. Bei einer Aufführung von Goethes „Natürlicher Tochter" wandte sich nach dem zweiten Akt ein Student an einen neben ihm sitzenden älteren Herrn mit der Frage: „Um Vergebung, ist nicht das Stück von Vulpius?" Vulpius war der Verfasser des „Rinaldo Rinaldini" und vieler anderer nicht gerade hochstehender, aber gern gelesener Räuberromane im 18. Jahrhundert und außerdem Goethes Schwager. Der ältere Herr erwiderte: „Nein, das Stück ist von Goethe." Nach dem dritten Akt fragte der Student von neuem: „Wissen Sie auch ganz sicher, daß dieses Stück nicht von Vulpius ist?" — „Jawohl", erwiderte der Nachbar, „es ist wirklich von Goethe." Am Schluß schüttelte der Student zweifelnd den Kopf, er konnte sich noch immer nicht beruhigen und bemerkte: „Es ist doch von Vulpius." Da reckte sich der andere zu voller Größe empor und sagte flammenden Auges: „Das Stück ist von Goethe, und ich bin Goethe!" — „Sehr erfreut", stammelte da der Musensohn und fügte den befreienden Satz hinzu: „Ich heiße Müller." ch'n für Beobachtungszwecke ausscheidet. Dieses .chn trägt vielleicht ein Alter von 18 Monaten auf inen Schultern. Du siehst einen fremden Wagen herankommen. Noch steht das Huhn auf der rechten Straßen- oqaenkl»i- di*o Inte, wohin es dem Anschein nach auch in eines 2Lk 12 i :er stehenden Häuser gehört, denn links ist em : >jch. Dieses Huhn hat nun in den 18 Monaten cher niemals das Verlangen gehabt, in den gegen- anb 21 Wer ie feien Studen- geblich Slrbeiten uszuführen. Sir -kstücke hergt- nen in den 3er- die weiteren Gr- r Wohnung der mgemateria! bt- ilfchmünzer w oorgeführt. chsautobch r Sin auf dc et SDlannfei' geriet auf « ter 34,8 i" 6rbi!l "■ » *rt'"g*gw -Ä t un» »i fifenbeWbr“* Juns 9 -2< 4bJ 54.Z 12,?8 164'5 <69-05 ei'n Da es häufig zu umständlich wäre, den ganzen Zylinderblock aus dem Kraftfahrzeug herauszumontieren, weil mancher Kraftwagenführer es auch eilig hat, schuf die Werkzeugmaschinen-Jndustrie bereits Zylinderschleifmaschinen, die unmittelbar auf den Zylinderblock, auf den Motor im Fahrgestell aufgesetzt werden können und dort ihre Arbeit leisten. Selbstverständlich ist dieser Arbeitsprozeß in allen seinen Teilen einer sehr genauen Kontrolle unterzogen. Auch die Kolben und die Pleuelstangen werden überprüft und für den Fall, daß es notwendig ist, ergänzt. So ist auch in Gießen ein Gewerbe ansässig, das sich einfügt in den Kreis jener Betriebe, die dem Kraftfahrzeug dienen und der fortschreitenden Motorisierung auch zu jener Betriebssicherheit verhelfen, die die Voraussetzung für den Kraftfahrzeugverkehr sein muß. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. NSG. „Kraft durch Freude": 20 bis 21 Uhr und 21 bis 22 Uhr (nur für Frauen) fröhliche Gymnastik im Lyzeum; 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs. — Gloria-Palast, Seltersweg: „Soldaten — Kameraden". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die Leuchter des Kaisers". — Alters-Vereinigung 1886—1936: Zusammenkunft in der „Stadt Mainz". Goethe-Dund und kaufmännischer Verein. i ■* stein. Ich möchte frühstücken!" be? i Für den Menschen der Jetztzeit ist ein über die ' : Maßen laufendes Huhn ein Ereignis: Nehmen wir einmal an, das Huhn ist 8 bis 10 'konnte alt, hat zwei Beine, einen Schnabel und Lnt gesprenkelte Federn auf seiner Außenhaut. Es steht ruhig und anscheinend gefaßt auf der zur Leipziger Frühjahrsmesse. Die Deutsche Lufthansa richtet zur Leipziger jr ü h j a h r s m e s s e einen Sonderflug- lienst mit der dreimotorigen Ju 52 zwischen Frankfurt a. M. und H a l l e — L e i p z t g em. üe Flugzeuge verkehren ab Frankfurt 7.00, an falle—Leipzig 8.30 Uhr, zurück ab Halle—Leipzig MO, an Frankfurt 18 Uhr. Die Flugzeuge ver- tibren in der Zeit von Samstag, 29. Februar, bis Mittwoch, 4. März einschließlich. Besonders hmg^ niefen wird darauf, daß dieser Sonderdienst auch am Messesonntag in beiden Richtungen durchge- sihrt wird. Messebesucher erhalten neben dem 'Kirffhigrabatt eine Sonderermäßigung von 10 v. H. und war dann ein Jahr lang als Schreiber im Reserve-Lazarett I tätig. Gewiß erinnert sich noch mancher seiner Landsturmkameraden an die kleinen Musikabende in der Wirtschaft Henkel in der Walltorstraße, wo Backhaus spielte und ihnen vorher von den Komponisten und ihren Werken erzählte. Die modernen Errungenschaften der Technik schaffen immer wieder neue Berufe, neue Verdienstmöglichkeiten. Das gilt insbesondere von der Fahrzeugindustrie, die ja dank der starken Förderung der Motorisierung in Deutschland sehr vielen Menschen, Hunderttausenden, Arbeit gibt. Aber nicht nur die Produktion der Fahrzeuge beschäftigt viele Volksgenossen, sondern auch die notwendige Instandhaltung der Fahrzeuge. Reparaturen an Fahrzeugen gibt es immer wieder, selbst wenn der Fahrer noch so vorsichtig mit seinem Kraftfahrzeug umgeht. Eine besonders sorgfältige und wichtige Arbeit ist jene, die den Zylindern, den eigentlichen Kraftzentren des Motorfahrzeuges, zuteil werden mutz. Durch die hohe Beanspruchung, die gerade dieser Teil des Motors auf sich nehmen muß, ist der Zylinder Veränderungen unterworfen, die zwar nur Bruchteile von Millimetern ausmachen, aber doch empfindliche Betriebsstörungen im Gefolge haben können. Die Zylinder müssen deshalb von Zeit zu Zeit, nach so und so vielen Tausenden von Kilometern, Hochschulnachrichten Der Führer und Reichskanzler hat den Gruppenleiter in der Deutschen Versuchsanstalt für Luftfahrt in Berlin, Dr.-Jng. Kurt Schnauffer tum ordentlichen Professor der Technischen Hochschule München unter Berufung in das bayerische Beamtenverhältnis ernannt. Mit Wirkung vom 1. Januar 1936 ist ihm die ordentliche Professur für Flugmotoren- und Triebwerkslehre verliehen worden. Der Führer und Reichskanzler hat den Prediger Lic. Paul Sprenger aus Wuppertal- Barmen unter Berufung in das bayerische Beamtenverhältnis zum außerordentlichen Professor der Universität Erlangen ernannt. Mit Wirkung vom 1. November 1935 ab ist ihm die Professur für reformierte Theologie verliehen worden. Professor Dr. Wolfgang Panzer, Extraordinarius für Geographie an der Universität Berlin, ist zum ordentlichen Professor an der Universität Heidelberg ernannt worden. Professor Panzer war zuvor als Professor der Geographie an der Sunyatsen-Universität in Kanton (China) tätig. 1929/30 war er mit einer Vertretung an der University of California in Berkeley betraut. Seine Arbeitsgebiete sind Geomorphologie, Kulturgeographie und Länderkunde, besonders von Spanien und Kalifornien. Professor D. theol. Dr. phil. Walther Köhler, Ordinarius für historische Theologie an der Universität Heidelberg, ist wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Prof. Köhler konnte am 27. Dezember v. I. das 65. Lebensjahr vollenden. Seine zahlreichen Arbeiten betreffen Kirchengeschichte und Kirchenrecht, sowie Profangeschichte der Reformationszeit. Professor Köhler ist ordentliches Mitglied der Heidelberger Akademie der Wissenschaften und korrespondierendes Mitglied der Hugo-Grotius-Ge- jellschaft iu Amsterdam, Man schreibt uns: Der nächste Vortragsabend indet am Montag, 2. März, und nicht, wie ur- prünglich vorgesehen, am 5. März statt. Der bekannte Vortragsmeister Wilhelm Hochgreoe ist zu einem Vortragsabend gewonnen worden „Eine frohe Stunde mit Hermann Löns". Wilhelm Hoch- greve, dem der Ruf eines ausgezeichneten Sprechkünstlers vorausgeht, erfüllt feine Aufgabe, den Dichter in seinen Werken zu zeigen und seine Mensch- und Tiergestalten plastisch werden zu lassen, in hervorragender Weise. Es wird wirklich ein Abend bei Löns, den Löns, der Dichter, Mensch und Weidmann wird vor uns erstehen. Der Künstler will an diesem Abend den frohen Löns zeigen. (Siehe heutige Anzeige.) Deutsche Arbeitsfront. Fachgruppe Vermitttergewerbe. Die am Samstag, 29. Februar, abends 8 Uhr, im Hause der Deutschen Arbeitsfront angesetzte Versammlung der Fachgruppe Vermittlergewerbe muß wegen der Sammlung der DAF. ausfallen. Der nächste Termin wird an dieser Stelle bekanntgegeben. Ein unerhörter Fastnachtsunfug. Die Kriminalpolizeistelle der Polizeidirektion Gießen teilt mit: Am Fastnachtdienstag gegen 23.30 Uhr wurden in den Lokalen Cafä Amend, Hindenburg und Schwaabs Weinstube, die infolge des Faschingstreibens voll besetzt waren, starkwirkende Tränengasbomben von bis jetzt noch unbekannten Tätern geworfen. Die Gäste der genannten Lokale mußten fluchtartig die Gaststätten verlassen. Die Ermittelungen nach den Tätern, die nach einer bestimmten Richtung hin sofort ausgenommen wurden, sind noch im Gange. Im Interesse der Aufklärung dieser verwerflichen Handlung werden alle Personen, die zur Ermittelung der Täter Wahrnehmungen gemacht haben, ersucht, der Kriminalpolizeistelle umgehend Mitteilungen zugehen zu lassen, die auf Wunsch vertraulich behandelt werden. In der vorigen Hauptverhandlung versuchten sämtliche Angeklagten ihre Vergehen zu leugnen, sie wurden jedoch durch die Beweisaufnahme überführt. Der Amtsanwalt beantragte gegen Flick und Kun ft mann je sechs Monate 2 Wochen, gegen Steinmetz einen Monat Gefängnis. Gegen den Angeklagten Benner beantragte er eine Geldstrafe von 1ÖO.— RM., eventuell 20 Tage Gefängnis. In der Sitzung am heutigen Donnerstagvormittag wurde folgendes Urteil verkündet: Heinrich Benner erhielt eine Geldstrafe von 100 Mark, die im Uneinbringlichkeitsfalle mit je einem Tag Gefängnis für je 5 Mark bewertet wird. Karl Flick erhielt sieben Monate Gefängnis. Michael Kun st mann ebenfalls sieben Monate Gefängnis. Ernst Steinmetz wurde zu einem Monat Gefängnis verurteilt. Bezüglich den Angeklagten Benner und Steinmetz wird das Verfahren wegen der vor dem 2. August 1934 begangenen Fischereivergehen gemäß § 2 des Gesetzes über die Gewährung von Straffreiheit vom 7. August 1934 eingestellt. Die Kosten haben die Angeklagten zu tragen. iyenbroo Huhn mit Reis zu essen, was deine Frau jdoch als pietätlos bezeichnet, so daß auch hier noch ine tiefere Verstimmung nachwirkt. Kraftfahrer! Achtet darauf, wenn ein Huhn ein Züchen gibt! P- K. Sonderflugdienst nachgefchliffen werden. Diese Arbeit muß mit großer Sorgfalt und mit aller Exaktheit erfolgen. Für diesen Zweck wurden Spezialmaschinen geschaffen, die diese Arbeit mechanisch und deshalb um so zuverlässiger ausführen, da ja die menschliche Hand dieser seinen Arbeit kaum gewachsen sein dürfte. Im Raume zwischen Kassel und Frankfurt gibt es nur wenige Betriebe, die diese Zylinderschleiferei als Spezialarbeit betreiben. Ein solcher Betrieb ist in Gieße^n in der Zylinderschleiferei von A l - bersmann. Mit feinen Meßinstrumenten geht man dort vor, mit Instrumenten, die au; ^1000 Millimeter ausschlagen: die Spezialfräsmaschine folgt diesen feinen Maßen, d. h., sie kann so empfindsam eingestellt werden und fräst dann den Zylinder dementsprechend wieder völlig kreisrund aus. Die Arbeit dieser Fräsmaschine ist trotzdem erst Vorarbeit. In winzigen Stufen arbeitet sie im Zylinder und trägt nacheinander das Material der Zylinderwand ab. Dann kommt der Zylinderblock auf die zweite Maschine, in der fein nachgefchliffen wird. ______________________________ Wilhelm Backhaus. Zum bevorstehenden Konzert des Gießener Konzertvereins. Dom Konzertverein wird uns geschrieben: Wilhelm Backhaus, einer der bedeutendsten Vanisten der Gegenwart, ist geboren am 26. Marz K84 in Leipzig, war von 1891 ab Schuler von Seckendorf und von 1899 ab Schuler von dAldert, der damals in Frankfurt wohnte. Im üihre 1900, also mit 16 Jahren, spielte Backhaus ersten Male in Gießen und zwar die Handel- Sariationen von Brahms; er begeisterte schon damals sein Publikum durch seine verblüffende Tech- nt und sein klares, allen Mätzchen abholdes Spiel. 1*01, als d'Albert ein Konzert in London absagen iufote, empfahl er seinen jungen Schuler, der dort tuen Riesenerfolg hatte und feit dieser Zeit der ^gesprochene Liebling des englischen Publikums i-, in dessen Londoner Konzerten sich fast immer Mitglieder des königlichen Hofes einstellen. 1905 nurbe er Lehrer am Royal College of Music gu Manchester; ebenfalls 1905 erhielt er in Pans den Rubinstein - Preis. Sein Lehramt legte er bald neber, um als Konzertpianist die ganze Welt zu durchreisen und durch sein großes Künstlertum dem Ansehen der deutschen Musik aufs höchste zu dienen. Oanz besonders freudigen Widerhall fand sein . Spiel in Wien; vor einigen Jahren ernannte ihn alte, berühmte „Gesellschaft der Musikfreunde fteren Ehrenmitglied Beethoven war) zu ihrem iGbrenmitgüeb und lud ihn ein, seinen 50. Geburts- tlS mit einem Konzert in Wien zu feiern. Vor etwa zehn Jahren schrieben die Pariser 3“itungen von „dem großen deutschen Beethoven- Oiterpreten Backhaus"; feit langem ist er überall d rch sein Beethovenspiel berühmt. Der y tu) re r , b r ihn als Menschen und Künstler gleich hoch I ic»ätzt, hat ihn persönlich in den neugegrundeten R-Hturfenat berufen. Ebenso wurde Backhaus o:n ihm zu dem musikalischen Abend beim-Empfang b r englischen Minister im vorigen Jahre emge- l(ben, um Beethoven zu spielen. Während des Weltkrieges war Backhaus über e.n Jahr in Gießen tätig. Er erhielt seine mm- i strijche Ausbildung im hiesigen Landsturmbataillon In der vorigen Woche hatte sich das Amtsgericht Gießen mit dem Heinrich Benner II., dem Karl Flick, dem Michael Kun st mann und dem Ernst Steinmetz, sämtlich aus Gießen, wegen Vergehens gegen das Fischereigesetz, Diebstahls und Sachbeschädigung zu beschäftigen. Es ist bekannt, daß der nationalsozialistische Staat sein besonderes Augenmerk auf die ordnungsgemäße, im Interesse der Allgemeinheit liegende Ausübung des Jagd- und Fischereirechts lenkt. Diese Tatsache findet ihren Ausdruck in den jüngst auf diesem Gebiet erlassenen Gesetzen, die für Zuwiderhandlungen scharfe Strafen androhen. Trotzdem haben die Angeklagten gegen die bestehenden Bestimmungen in der schwersten Weise verstoßen, indem sie in den Jahren 1931 bis 1934, die Angeklagten Flick und Steinmetz sogar noch im Jahre 1935 nicht nur in Schonrevieren, sondern auch in fremden Gewässern ohne Erlaubnis gefischt haben. Hinzukommt außerdem, daß dem Angeklagten Benner von unbekannten Tätern die Angelgeräte beschädigt wurden. Der Verdacht fiel auf den Reviernachbar des Angeklagten Benner. Aus diesem Grunde zerschlug Flick, der für Benner die Fischerei ausübte, den dem Nachbarn gehörenden Kahn. Außerdem entwendete er im Mai 1935 zwei auf der Lahn schwimmende Enten und schlachtete sie ab. Nach dem Kriege war Backhaus lange im Ausland, wo er vorbildlich für Deutschland wirkte. In Deutschland, besonders in Berlin, war er seltener zu hören, zumal in der Reichshauptstadt gewisse Musikkreise gegen ihn arbeiteten. Gießen blieb er aber immer treu, und auf jeden Ruf kam und kommt er mit Freuden. Sein Klavierspiel hat sich inzwischen auf die höchste menschliche Höhe gesteigert; seine Technik ist die gleich große geblieben. Ein Berliner Künstler erzählte kürzlich, daß man eine ftalfdv 9«n Zonen woyi zwei ^caravus erpeyen lunrue. oben W1 h bleibt dir nur der Trost, am Ende der Fahrt L v r u. \> c,,,Uv, fUnir ,,, offori mna hoino vriiter Blatt ch iijSs! gj— ü Mus derprovinzialhaupistadt. 'm?'<3’5'■ Wir überfahren ein Huhn! I«' gett Noah seine Arche zwecks Erhaltung der 5- ReickM' Hyrten in Sicherheit brachte, sind Hühner wohl über 109 Qf)n- verschiedenen Straßen der Erde gelaufen. Men- Äilch qa0, 5a- !Lcn früherer Jahrhunderte haben voraussichtlich ' ^il Ljefcr Tatsache wenig Bedeutung beigelegt. Für sie ötfe nar ein Huhn, das über die Straße lief, nur ein I '-yhn, das über die Straße lief. Sie sagten Diel» v5 öorlienpnx -irfit: „Da läuft ein Huhn. Hole mir schnell einen 1 der n°e i * firh möchte frühstücken!" ......... ’Wen biipTn 'nen Straßenselte. und Unbill? I 5n dem gleichen Augenblick aber, in dem sich ttelmarft JÄ H ufer Wagen seinem Standort nähert, fühlt es das Ermitteln h ‘-inaenöe Bedürfnis, als Wegebenutzer aufzutreten d '005 Lrb die Straße zu kreuzen. Das tut es nicht, ohne ln Zeichen zu geben, das du dir merken mußt: Zuerst streckt es feinen Hals vor. Alsdann Leckt es das rechte Bein nach hinten, dann das ie, altes übri^ "ke. Dann schlägt es sichtlich erregt mit den Flu- izen W13 9aq ein, und schon ruft deine Frau: 3Wen Ri) S' „Um Gottes willen! Du haft ein Huhn über- rokanbe snrpii' rhren!" Du willst dich nicht der Autoflucht schuldig "eie fachen und hältst, wobei du alsbald Gelegenheit 230 ta? ast, ein anderes Huhn zu beobachten, zumal dein oo’ea . iihn für Beobachtunas^wecke ausscheidet. Dieses Dorisch wasserscheu. nd-m 'ojnZ" Durch den Anblick des Wagens erwacht in dem ' d,4U ns |ier^en dieses Huhns anscheinend eine unstillbare ehnsucht nach einem Bad. Es gibt sein Zeichen: uerft streckt es seinen Hals vor. Alsdann streckt das rechte Bein nach hinten, dann das linke ein. Dann schlägt es sichtlich erregt mit den Flü- In, und schon sagt deine Frau: „Um Gottes Willen! Die haben auch eins über- 10,50, Mühlen, M mit Mono- XrotflnlÄ Eediegenben Teich' zu laufen.' Denn nach Brehm fk-Stotion heu c 005 $uI)n fein Schwimmvogel. Außerdem ist es genftrof) (draht. ■ Sängerbund geschaffene Silberne Sängernadel bu 3 scheine» , den Vereinsführer überreicht. Das Mitglied QaS Wallbott wurde anläßlich seiner 30jährigen ® 1 unö aliedschaft zum Ehrenmitglied ernannt. Im M I ö t f A Xrtr Of k A M X — M X A » M A K. O « I < S« 71 . <* , • f 1.11 /itl ’ «An d «"N -bildet, und begibt sich, nachdem sich der geehrte Turnbruvel Teile des Abends wurden von Laiendarsleli ein dreiaktiges Singspiel und eine Humoreske v trefflich aufgefführt, die Zuhörer dankten mit wc verdientem, lebhaftem Beifall. Verlosung und T beschlossen den Abend. 3 Gobelnrod, 26. Febr. Die hiesige N S. - r a u e n s ch a f t veranstaltete im Saale der Gast- wirtschaft von Schultheiß einen Familienabend, ^cach kurzen Emführungsworten der hiesigen Frauenschaftsleiterin Frau Velten hielt Orts- gruppenleiter S ch e p p - Saasen eine Ansprache "ber den hohen ideellen Wert der Dorf- und Volksgemeinschaft. Die Frauenschaft stellte anschließend in einer schonen Aufführung eine historische Spinn- ü,e dar, weiterhin wurden Gesangsvorträge mit Klavierbegleitung, Mundartgedichte,' Konzertstücke usw. geboten. Die Frauenschaftsleiterin dankte allen Mitwirkenden für die schöne Bereicherung des Abends Ortsgruppenleiter S ch e p p ermahnte schließlich noch, die Dorf- und Volksgemeinschaft stets im besten Sinne des Wortes zu pflegen. Der Abend wurde mit dem üblichen Gruß 'an den Führer geschloffen. 0 Ettingshausen, 26. Febr. Die jüngste ineichsgeldsammlung für das W HW erbrachte in der Zelle Ettingshausen den Betrag von 21 Mark. — Der hiesige Obstbauverein hielt im Saale von Karl Stein II. seine Generalversammlung ab. Der Vereinsführer hielt einen Vortrag über die Bedeutung des heimischen Obstbaues für unsere Volkswirtschaft. Er betont da- bei die Wichtigkeit der Steigerung des deutschen Obstbaues zur Erzielung besserer Obstqualitäten damit das deutsche Obst immer mehr an Stelle des ausländischen Obstes treten könne. Weiter sprach er über die verschiedenen Wege zur Qualitätsobst- Erzei;gung, über die Obstbaumpflege, die Düngung und die Schädlingsbekämpfung. Der Kreisverbands- vorsttzende Bopp-Bellersheim wies in einer Ansprache noch besonders auf den Wert des Obstbaues nur einiges zu nennen, die Organisation der Kranken- und Kinderpflege, die künstlerisch hervorragende Erneuerung der Kirchen in Kirchberg und Lollar, die Schaffung eines Kriegerehrenmals für das Kirchspiel. Auch der Heimatoereinigung Staufenberg widmete er seine Kraft. Wertvolle Dienste leistete er der Evangelischen Frauenhilfe, deren Ver- bandsoorstand er angehört, und der Heidenmission als Leiter des Oberhessischen Vereins für die Baseler Mission. An den Jahresfesten in Basel hat er in den letzten Jahren regelmäßig teilgenommen. Im Jahre 1912 war er durch das Vertrauen der damaligen Dekanatssynode zum Dekan berufen worden, und er bekleidete dieses Amt vom 7. Dezember 1912 bis 1. Oktober 1934. Dabei hatte er auch jahrelang die Einsichtnahme in den Religionsunterricht des Kreises Gießen auszuüben. Pfarrer Gußmann gedenkt feinen Ruhestand in Gießen zu verleben. Möge ihm noch ein langer freundlicher Lebensabend befchieden fein. öer Einzelhandel sammelt für das Winterhilfswerk. Arn 29. Februar und am 1. März wird von der Deutschen Arbeitsfront die letzte Sammelaktion dieses Winters für das Winterhilfswerk durchgeführt. In allen Betrieben und Dienststellen werden sich die Gefolgschaftsmitglieder und Betriebsführer in den Dienst des deutschen Hilfswerks stellen. Sie werden gemeinsam für die notleidenden Volksgenossen sammeln und selbst ihr Opfer bringen. Innerhalb der großen Sammelaktion, die von der Deutschen Arbeitsfront durchgeführt wird, ist am 29. Februar auch eine Sammlung der Einzelhandelsgeschäfte bei ihren Kunden vorgesehen. Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel richtet an alle Kaufleute, sowie an sämtliche Mitarbeiter in den Einzelhandelsbetrieben die Bitte, sich mit allen Kräften in den Dienst dieses Schlußappells des diesjährigen Winterhilfswerks zu stellen. Durch die Sammlung in den Einzelhandelsgeschäften wird nicht nur die Verbundenheit von Kaufmann und Verbraucher, sondern ihre gemeinsame Bereitschaft, auch während des üblichen Tagewerks der not- leidenden Volksgenossen zu gedenken und ihnen zu helfen, eindeutig zum Ausdruck gebracht. Die Kaufleute werden am besten die richtige Form finden, auch ihre Kunden am 29. Februar zur tätigen Mithilfe am Opferwerk des deutschen Volkes aufzurufen. Die Wirtschaftsgruppe Einzelhandel hofft, daß ihr Ruf alle Kaufleute noch erreicht und mit dazu beitragen möge, dem Winterhilfswerk am Abend des letzten Februartages durch gemeinsames Opfer der Kaufleute, Mitarbeiter und Kunden gefüllte Sammelbüchsen aus den Einzelhandelsbetrieben abzuliefern. Technischer Dienst des 00AE. in Gießen. Sie Neueinrichtung des DDAC., der „Technische Dienst", kommt jetzt wieder nach Gießen, um die Fahrzeugprüfungen der hiesigen DDAC.-Mit- glieder vorzunehmen. Alle Mitglieder der Klassen A und B (Kraftwagen und Krafträder) erhalten nach eingegangener Meldung einen genauen Ter- min^ angesetzt, so daß Wartezeiten ausgeschaltet tungsdauer vom 29. Februar 0 Uhr bis 2. März 12 Uhr (spätester Antritt der Rückfahrt) uusgegeben. ** Motorraddieb st ah l. Ende der vergangenen Woche wurde in Frankfurt a. M. in der Großen Gallusstraße ein Motorrad gestohlen. Das Motorrad, eine DKW. 200 ccm, Typ KM Luxus, trägt das polizeiliche Kennzeichen IT 78604. Es wird gebeten, beim Auftauchen des gestohlenen Motorrades die nächste Polizeistelle zu benachrichtigen. """Richtigstellung. Der in unserem Gerichtsbericht vom 20. Februar genannte L. F„ der zu 100 Mark Geldstrafe verurteilt wurde, stammt nicht aus L i ch, sondern aus Grünberg. Schöffengericht Gießen. Wegen Betrugsversuches im erschwerenden Rückfall und schwerer Urkundenfälschung wurde der F. K. aus Krofdorf zu 1 Jahr und 3 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte veranlaßte Kameraden, ihm einen Bürgschein über 300 Mark auszustellen. Diese Urkunde änderte er dann ab, indem er den Betrag in 3000 Mark umwandelte. Der G. PH. Sch. aus Ober-Roßbach wurde zu 1 2 0 Mark Geldstrafe verurteilt, weil er ein gepfändetes Schwein veräußerte. Eine weitere Sache wurde zwecks Anstellung weiterer Ermittelungen ausgesetzt. ten Güter der deutschen Nation darstelle, brachte anschließend auf das deutsche Lied, das besonders seit der Macktübernahme durch Adolf M ler zu Ehren kam, und auf den Führer begeifLj aufgenommene Sieg-Heil-Rufe aus. Die von den Sängern oorgetragenen Chöre und joD lieber zeugten von guter gesanglicher Schulung tn Verein. Die klangschönen und tonreinen Darbiellj ff 0ft0 L-Aunb0 p itl .„.oh" Ä h>- «'"*1 bas Mitglied Hch. Becker in den Vorstand. Für regelmäßigen Besuch der Singstunden wurden Wilh. Dietz und Rechner Weber mit der Goldenen Nadel, Joh. Bott mit der Silbernen Nadel geehrt. Sangesbkuder Wilh. Dietz, der sich der größten Wertschätzung und Beliebtheit im Verein erfreut, und seine beiden Söhne gehören dem Verein als aktive Sänger an. Nach Erledigung der Tagesordnung ermahnte der Vereinsführer Schom- b e r die Sänger, auch im kommenden Jahre treu zum deutschen Liede zu stehen. Mit freudig aufqe- nommenem Sieg-Heil auf den Führer und mit dem Deutschlandlied wurde die Versammlung geschlossen. f * All e r t s h a us - n, 26. F-br. In der tau- fenöen Woche findet in unserem Dorfe eine Reihe von Vortragen in der Kirche statt. Red- ner sind die Pfarrer Stuhl- Nieder-Ohmen, A l t - Nleder-Ohmen, H e m m e s - Lehrbach, Geiß- Ober- Oslelden B e r n b e ck - Groß-Felda und Beil- Ehringshausen. am 1. Juni 1896 als Verwalter nach Kirchberg, wo Gießener Dochenmarktprelse. er am 24 Oktober 1897 [eine Ernennung sum » jetzen, 27. Febr. Auf dem heutigen Wochen- Wrrer erhielt. Sem ausgedehntes K,rch[p,et um= martt ästeten.- Moikereibutter, das Pfund 1,55 Mk., M di- Gemeinden Daubnng-n, Lollar Mainzlar > Landbutter 1,42, Markenbutter 1,40 Mk., Matte 20 Staufenberg uni Ruttershausen Im Jahre 1909 bi5 25 Pf Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, erMt die Pfarre, eme Psarassistentenstelle Mit dem SIaf(e 8 fSonderklaffe) 11, Klasse A «große, 10 54, Sitz in Lollar. Seine Gemeinde verdankt ihm, um — " - > 1 -*• -- - — - ■ - MU" s.,l hilM ioUq heiß' 2 n der ubl> 'out besuchte' W Schulleiter 2wf- Seil 24 rer und nach ! <-ls Schul le in anschaul Lichtbildern, [(en im nchtete ub[ 6 in früherer' Mte von L en- Weradscha ' ach ihre Ge stmeradschasi nehmer willo g oorgetrage mar, den Ja Wiedereinfüh s des Reichs! anstaltungen äri nach Psin 'n stattsinden. Wskriegerta Frontkämpfei t überreichte i Kameraden hch 5 und Dörrj 2. Klasse. Di Ehrung und derKr'iegerkar ir hielt anschlie ung der Srii ' Kameradscha Minlung mit «r. Kameradsc ilbend. Kinde Schotten, Mge Deka sich mit Ausn zlieder alle Ge Schotten eingi m hielt die S Dr. GnßeMffi "nbigen Suefüt, mente ber fiir gebige und 'jpuröen diens ^sonders die 1 "llnrod, ! slsarroerwalte , lirchenausschus hiesige P Oberbeffen. Scharfschießen bei Lauboch Der Regirnents-Nachrichten-Zug IR. 36 Gießen hält am 28. Februar ein Schulgefechtsschiehen bei Laubach ab. Das Schußgelände wird im allgemeinen begrenzt durch die Luftlinie Grünberg — Weickartshain—Laubach, Straße Laubach—Grün- bcrg. Das Schießen findet von 8 bis 17 Uhr statt. Das gefährdete Gebiet liegt innerhalb der angeführten Luftlinien und wird während ber Schieß- zeiten von ber Truppe abgesperrt. Das Betreten bes abgesperrten Geländes, sowie ber burchführen- ben öffentlichen unb privaten Wege ist für die Dauer bes Schießens verboten. Den Anorbnungen ber Absperrposten ist unbebingt Folge zu leisten. Beikehrsunfall bei Lich * Lich, 27. Febr. Gestern abenb ereignete sich in ber Nähe unserer Stadt ein Der kehr sun- fa l l bei dem zwei junge Leute mit dem s ™ raö ft ü Uten. Dabei kam der Lenker oes Motorrads mit geringen Hautabschürfungen davon, der Beifahrer Kurt Has selb ach aus Oondorf erlitt dagegen einen Unterschenkel- ©rU-p ■ btLfeJne Ueberführung in die Chirurgische fthntf m Gießen erforderlich machte. Landkreis Gießen. h? Q * n a r' 2c61 Februar. Die Reichs- Geldsammlung für das WHW. erbrachte am vorigen Sonntag in unserer Ortsgruppe den Betrag von rund 137 Mark. Davon entfallen auf ^Qla3 a.r ?°» Staufenberg 44, Daubringen 43 Mk. Dr. Nau von der bäuer- ichen Werkschule in Gießen weilte dieser Tage in h°«e 3Ur Vesichtigung von Stäl- Ten 4n° Bauernhöfen. Dabei gab er den an dem Besichtigungsrundgang wert- Gleitungen für die Viehzucht, wobei er für öie hiesige Gegend die Zucht von Vogelsberger Rot- Kundgebung der NSDAP, am Areiiag, 2 8. Februar, um 20.30 Uhr, in der Uolkshalle zu Sichen. Pfarrer Münchmeyer, MM. spricht über das Thema: Unfrieden in derWelt-Krieden in Deutschland 2llle Volksgenossen von Gießen und Umgebung sind zu dieser Kundgebung eingeladen. Alle Gliederungen und angeschlossenen Verbände der NSDAP. sorgen dafür, daß ihre Mitglieder geschlossen an der Kundgebung teilnehmen. Am Iahneneinmarsch nehmen teil: 1. die Aahnen der SA., ein Ehrensturm der SA.; 2. die Fahnen der Gießener Ortsgruppen, eine Ehrenbereitschast der politischen Leiter; 3. die Fahnen der HZ. Oefsnung der Volkshalle um 19.30 Uhr. DieVolkshaltei st geheizt! Den Ordnungsdienst übernimmt die SS. Kreisleitung Gießen der NSDAP. Die Untersuchungen, bie für bie Mitglieber völlig kostenlos ausgeführt werben, erstrecken'sich auf alle Teile bes Fahrzeuges. Vorhanbene Fehler, notwendige Regulierungen, Defekte, anormale Verlchleiß- fm^iungen usw. werben auf einem Befunb fajrtftliK) festgelegt. Reparaturen führt ber unter» suchenbe Ingenieur nicht aus, bies bleibt nach wie vor dem Fachhandwerker vorbehalten. Der Besitzer roirb in jedem Falle auf den Zustanb feines Fahr- ^euges hingewiesen, so baß es an ihm liegt, nicht nur bie notroenbige Betriebs- unb Fahrsicherheit sondern auch bie Wirtschaftlichkeit bes Fahrzeuges zu heben. Auch ist ben Mitgliebern Gelegenheit ge= 8? t", ?ei bem untersuchenben Ingenieur objektive Aatichlage einzuholen unb Reparaturbispositionen zu treffen. Von befonberem Wert ist noch bie Ausfüllung einer Bremsprüfkarte, bie ber Reifeinae- nieur bes DDAC ausstellt, falls biefe nach ber vorgenommenen Messung mit bem mobernsten Jn- ttrument ben Verkehrsvorschriften entsprechen. ,. ’c Untersuchungen finben in ber Zeit vom 2. bls.,5- 1936 in ber Großgarage am Aulweg ftatt Diejenigen DDAC.-Mitalieber, bie sich noch majt zur Untersuchung bes Fahrzeuges gemelbet haben, werben gebeten, bie Melbung bireft'bei bem Jteifemgenieur währenb feines Aufenthaltes vor- ^unebmen, bannt eine nachträgliche Einteilung in bie Vermerkliste getroffen werben kann. Geflügel- und Vogelzucbiverem G?ehen Der Geflügel- unb Vogelzuchtverein Gießen unb - wie man UNS berichtet - Pnyz Carl feine Hauptversammlung im- tr ber Leitung bes Vereinsoorsitzenben Friebrich $orfihPnhPan‘ sUr3CA Bsgrüßungswvrten bes S i r Schriftführer Thünken babr,Cf Uberv b,e Mitglieberbewegung unb ^ahr^ 5ß.;reins 'm verflossenen Vnschließenb ergänzte ber Vorsitzenbe öe” Bericht burch einige weitere Einzel- beiten, aus benen hervorging, baß bie Arbeit bes Serems ^0100^ in organisatorischer, wie in züchten- Idjer Hinsicht eine erfreuliche Aufwärtsbeweauna aufmeift unb ber Verein babu^imm I E vorsitzenbe konnte non febr et n unb Ausstellungserfolgen berich- ten unb dabei auch über bie ibeelle Seite ber G"- nÄ" ^^m^Obelzucht bemerkenswerte Hinweist 6^bss»'^ ^^b^msrechner Brauer erstattete ben aus sem Eine solibe unb sparsame ^pmU^rUn9 xbes .23ereins ZU ersehen war. Dem Rechner würbe mit herzlichen Danfcsroortcn Entlastung erteilt Weiterhin beschäftige man sich m.t ber für bas Mr 1937 in ber Gießener Volk-- batte geplanten Gau-Schau, bie in Verbinbunq mit ber Feier bes 40jabngen Bestehens bes Gießener Vereins burchgejuhrt unb ein geflügelzüchterisches Greignis von befonberer Bebeutung werben soll So- bann ^elt ber Vorsitzenbe Bauer einen VorUag uher bas Ibema , Die Vorbereitungen für bie Briü uud deren Durchjubrung bis zum Schlüpfen b^ ftn/ZV- ^u^leßenb fanb eine Gratisverlosung ftatt, für bie 11 Gewinne zur Verfügung ftanbem U. a. würbe noch auf bie Einrichtung ber Reisekasse hingewiesen, ber gemeinsame Besuch bes Welt-Ge- flugelkongresses Ende Juli in Leipzig angeregt, weitere Veranstaltungen im Sommer unb im Herbst ms Auge gefaßt unb schließlich noch einige kleinere interne Vereinsangelegenheiten erlebigt. toffeln, bas Pfunb 4 bis 4XA, 10 Pfunb 43 Pf., ber Zentner 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, bas Pfunb 15 bis 35 Pf., Nüsse 35 bis 45, junge Hähne 90, Suppenhühner 85 bis 90, Blumenkohl, bas Stück 25 bis 40, Salat 30 bis 35, Enbivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 15, Sellerie 10 bis 50 Pf. ♦ ** Eine Siebzigjährige. Am heutigen Donnerstag, 27. Februar, begeht Frau Christine N a r z, geb. Liller, Katharinengasse 12 wohnhaft, ihren 70. Geburtstag. ** Geschäftsjubiläum. Die Buch-, Verlags- unb Akzibenzbruckerei Ebuarb Seibert, (Inhaberin Helene Seibert, Wwe.) kann am 1. März 1936 auf ihr 25jähriges Bestehen zurückblicken. Aus ben kleinsten Anfängen heraus hat sich bie Firma, beren Grünber vor einem Jahr verstarb, zu beachtenswerter Höhe emporgearbeitet. ** Sonntagsrückfahrkarten. Zu ber am 29. Februar unb 1. März in Karlsruhe ftatt« finbenben Internationalen Raffehunbe-Ausstellung werben Sonntagsrückfahrkarten mit einer Gelvieh und von Fleckvieh empfahl. Ferner wies er auf bie Bebeutung von Futtersilos hin. # Beuern, 26. Febr. Der hiesige Gesangverein „Polyhymnia-Lieberkranz" hielt im Saale bes Gastwirts Dietrich sein diesjähriges Win- teroergnügen ab. Der Vereinsführer Karl Dort sprach nach kurzen Begrüßungsworten über bie Bedeutung der Gesangvereine für die Pflege des deutschen Volksliedes. Der Sängerchor erfreute im Verlaufe des Abends durch den Gesang einiger Chöre und bereitete damit den Besuchern einen mit lebhaftem Beifall belohnten Genuß. Nach der Aufführung einiger Theaterstücke wurden vier Vereinsmitglieder anläßlich ihrer 25jährigen Mitgliedschaft zu Ehrenmitgliedern ernannt und mit je einem Diplom ausgezeichnet. Der Verein steht unter der künstlerischen Leitung des Chormeisters Hch. S ch o m b e r. Im Anschluß an den offiziellen Teil verbrachte man noch einige Stunden bei Gesang und Tanz in bester Geselligkeit. * Kesselbach, 26. Febr. Der hiesige G e - sangverein „L i e d e r k r a n z" hielt unter der Leitung des Vereinsführers S ch o m b e r feine Hauptversammlung bei Mitglied Weber ab. Nach den Begrüßungsworten bes Vereinsführers Sch o m- ber, insbefonbere an- bie zahlreich erschienenen Ehrenmitglieber unb die passiven Mitglieder, wurde ber Toten bes Weltkrieges bes Vereins und des im verflossenen Jahre verstorbenen Mitglieds Heinrich Grün gedacht. Der vom Vereinsführer erstattete Jahresbericht und die vom Schriftführer G r o ß - haus verlesenen Protokolle wurden genehmigt. Die Rechnungsablage des Vereinsrechners Weber zeigte eine angespannte Lage der Vereinsfinanzen, man hofft aber, über die finanziellen Schwierigkeiten hinwegzukommen. Der Vereinsführer berief tteirieb ’^ toit re Leinen T Großen-Linden, 26. Febr. Im la' 1906, bei der Erbauung der Wasserleitung, fau bie Gemeinbe bie Bauernmühle, um mit h Wasserkraft bas Leitungswasfer zu pumpen. J Reservekraft würbe noch eine Dampfmaschine gestellt. Von Oktober bis März wurde fast nur ber Wasserkraft gepumpt. Nachbem bie Da maschine unbrauchbar geworden war, stellte n im Jahr 1929 zwei Dieselmotoren auf, i bei geringer Wasserkraft hiermit des Aaf zu pumpen. Wie man nun erfährt, soll Mühle verkauft und in der Nähe Ortes ein neuer Brunnen gegraben unb mit ein, Elektromotor gepumpt werben. Man hofft, babui ben oberen Ortsteil besser mit Wasser versorg Zu können. — Die Gemeinbe besitzt seit langer eine Sanbgrube. Daraus würbe allen 0 bürgern, bie ein Wohnhaus erstellten, ber Sand einem billigen Preis abgegeben. Die Sanbar soll an ben Bauunternehmer Wilhelm Weiß Höchstbietenber verpachtet werben. 4s: Lang-Göns, 26. Febr. Heute mi wurde am Bahnhof ein riesiger Löffelbagyj ausgeladen, der als Raupenschlepper in lau samem Tempo den Weg durch das Dorf ni Der Bagger, der ein Gewicht von 750 Zentner sitzt, soll bei größeren Rodungen Verwenl finden. (t) Grüningen, 26. Febr. Der hiesige Spor verein veranstaltete im überfüllten Saale Gastwirts Bender einen wohlgelungenen Theal abenb. Der stellv. Vereinsführer Hch. L crn g h! zunächst eine kurze Begrüßungsansprache, die einem Treuegelöbnis zum Führer und zum Re sportführer ausklang. Sodann wurden zwei aterstücke gut aufgeführt und mit wohlverdie Beifall anerkannt. Bei einer Tombola, b6i Ge und Tanz vergnügte man sich dann noch lange oo Eberstadt, 26. Febr. Die kürzlich bescsl sene Chaussierung des Feldweues den „Holzheimer Gärten" wurde den Meis Düringer unb Kiefer zur Ausführung üb tragen. Das Projekt wirb als Notftanbsak beit mit 380 Tagewerken ausgeführt. Durch d! Arbeit, bie in ben letzten Tagen begonnen rom werben runb 1200 Quabratmeter Straßenbau e stehen. Eine Anzahl erwerbsloser Arbeiter von h unb aus ber Umgegenb findet dabei für länq Zeit Beschäftigung. 3 Gillingen, 26. Febr. Der hiesige 0 sangverein „Eintracht" hielt im Strucks Saale sein Wintervergnügen ab, bei dem unter । ßem Beifall zwei Theaterstücke aufgeführt wu Im Verlaufe des Abends wurden zehn Mitglied die feit 25 Jahren dem Verein angehören, mit * plomen ausgezeichnet. Kreis Büdingen. * Borsdorf, 27. Febr. Durch einen ungliit lichen Sturz erlitt Frau Anna Henz von hik einen Schenkelbruch des rechten Beines. Di bedauernswerte Frau mußte in die Klinik ma Gießen gebracht werden. Kreis Schotten. CO Ruppertsburg, 26. Febr. Auf ei M wohlgelungenen Familienabend, der am oerganji*| nc-n Samstag ftattfanö, kann unser G e saug' verein zurückblicken. In einem deutschen Ballen sreiheitsspiel und schönen Chören brachte ber tw Teil der Vortragsfolge mehr ernste, oaterlänbi 'iij Klänge. Im zweiten Teil sollten die LachmusM Zu ihrem Rechte kommen; ein heiteres Solbatefl spiel, lustige Terzette, ein Sologesang unb entfffi«' chenbe Chöre wechselten miteinanber ab. ersten Male machte man ben Versuch mit eist» offenen Singstunbe, in ber ein schönes Lieb mrÄ ein Kanon geübt wurden. =.= Rainrod, 26. Febr. Am oergangeiii Sonntag fand hier am Standort des Kre fii b r e r s Schotten im Reichskrie gcil bunb Kyffhäufer anläßlich den Fahnenive« des Kyffhäuferbunbes in Berlin eine 93eranfldj tung statt, während der man die Übertragung )ii (er Berliner Feier im Rundfunk entgegennalhl Die Äriegerf amer ab frfjaf ten b'e s Ä r;i4 fes nahmen zahlreich teil. Die Glieberungen hij Partei, Vereine unb ©emeinbemitglieber Halm sich ebenfalls eingefunben. Der Gesangverein fainj einleitend ein Lied (Leitung Lehrer Lehm-l-! Kreisführer Bürgermeister Derfjert hieß die nehmer willkommen unb hielt bann eine kurze Ln spräche über ben Sinn der Veranstaltung. Hier il sprach Kreisleiter K r o m m - Schotten über die SH beutung des Weiheaktes in Berlin. Seine Warb klangen in einem Sieg-Heil auf ben Führer a/it Nach der Uebertragunq brachte der Gesangoer <üi noch zwei Lieder zu Gehör, unb ber Kreisfüb ir wies bie Kameraben auf bie Pflichten hin, bie 'if mit der neuen Fahne übernehmen. Er forderte cru' Zur Treue zur Fahne, zu Führer und Vaterloni, zum geeinten Deutschland. Anschließend beteilig man sich geschlossen am Kirchgang. Nachmittag! fanb eine Nachfeier im Schlörbschen Saale statt. # Groß-Eichen, 26. Febr. Einen sch önsst Brauch haben im Jahre 1925 unsere attio®11: Turner eingeführt. Heiratet einer aus ibr’fB ] im rc, ^vhuuucp Reihen, so ziehen sie am Hochzeitstage mit Einbnrs ( eine Der-. ber Dunkelheit mit Lampions, Turnerlieber fingen! ’ h^Ucv^On Prt?f 1 u^r®^^ud)5fleqen^änben für; vom Vereinslokal vor das Brauthaus unb bereif rnmmh nnUmp TV6 b^ die aufschlußreiche Ver-' bem jungen Paare, das dazu in der Haustür al'. oxno fU 1t r b e 1 f 5 fr 0 n feine Ehrung. Der Turnwart übermitl.ill ,b°'uch^te Versammlung unter, bie Glück- unb Segenswünsche ber aktiven Turirrf ^?^'°Ortsgruppenwalters Karl Sann und Turnerinnen und überreicht als Geschenk e:n| fnrnAen iitLr nth/n ’ 2ie^en “nb A u u g - Wieseck großes Bild des Turnvaters Jahn. Zugleich ermabni fnmmr 1 rnA bfnn1 ^Uen der DAF^ Die Ver- er den Ehemann, auch in Zukunft die DurnftunM bem ^u^rer unb 3« besuchen. Die Turnerschar singt turnerische Liebl.'f | ™ ! A oßre5- . und begibt sich, nachdem sich der geehrte Turnbrub'-'k (ctnAfAX 1 m nr/ eiid)' 1 ußbr. Im überfüllten, bedankt hat, wieder im Gleichschritt zum Vereini)' I Jes Gastwirts Steup beging am Samstag- lokal zurück. Auf einen der folgenden Abende befteHj 58 in9* V e 1 "Sl°^inn" fein ber iunge Ehemann die Turner entweder ins Hoo- enfhn/ h»r 9m L- benkt?eu!I?)ent. Sangergruß' zeitshaus ober in eine Wirtschaft, wo bann auf fe« lulern Otto W ah l allen Be-' Wohl unb seine Kosten ein Hochzeitsschmaus abgr über ba«^hl r ^en?rii6e' bann Jpra^ er halten wirb. Bis heute würben auf diese Art W-j r bas beutsche Volksliebgut, das eines der größ- * ehrt die Turner Wilhelm Zimmer, Ernst G r e v.fil Vornan bon pW 1936 l>y s L ^Bei I^Ietzung. E-ös »jä L J0, schwer vi b ,ei)em 6pi I ■ "len ®an?e fe s' bi(l's a p mit “ i ADi 3?mraWiiit। Lale der Schulleiter Jung aus Omaruru im tackl>-w IfW "lll vieren Deutsch-Südwest-Asrika, bet zur Zeit im !>en m ■ Nachbarten Merlau, seiner Heimat, seinen Urlaub rrita, det zur Zeit im iilebt. Seit 24 Jahren wirkt Herr Jung — zuerst rita, berichtete über das dortige Schulwesen — ^öifelbag 'chlepperin'lj üon 750 3enfn9 lun9en Verweiii en Reichskriegertag ist vorgesehen. Nachdem noch ch und D ö r r s ch u ck die Kyffhäuser-Ehren- che der Kriegerkameradschaft. Bezirksführer R e u- Kirche uni) Schule eter Straßenbau« >et dabei für loci igen. Durch einen ur; > *31, besonders die Arbeit für den Gustav-Ädolf- Srein. nglicher elnb I iren, überreichte der Bezirksführer R e u s ch e r r. Kameraden Hch. Stein I., Hch. Weifen- ( a o r ft, Otto Stamm, Heinrich Eimer, !stao S a n n und am letzten Sonntag Otto Peter d seine Frau Lina, geb. Vöhl, als Turnerin. dreie Alsfeld * hielt im Stru* b, bei bem unter i Dilis. -Ts^^otei e aufgeführt wur! 'den zehn Mittzli^,, . ------ -------o .--o— — i anaehvren, wl Wc ausgiebige und angeregte Aussprache. Zum vrsiuh wurden dienstliche Angelegenheiten bespro- ß- Groß-Felda, 26. Febr. Die hiesige K r i e- rkameradschaft hielt in der Wirtschaft -ifenbach ihre Generalversammlung ab. Der ,...... eite Kameradschaftsführer Hch. Stein I. hieß iW. fyuje Teilnehmer willkommen und gab, nachdem die chnung vorgetragen und in Ordnung befunden . -rrn ui| rrden war, den Jahresbericht. Er erinnerte dabei lrch das Dorf r.i f die Wiedereinführung der Wehrpflicht, an das von 750 Zentner tlebnis des Reichskriegertages in Kassel und an düngen Verwend k Veranstaltungen im Orte. An einem Sonntag i' ober nach Pfingsten soll ein Preis-Scheiben- t Nieder-Ohmen, 26. Februar. Der hiesige ?rnD e r e i n hielt in seinem Dereinslokal bei ^stwirt Döll eine gut besuchte Versammlung ab. , alten Satzungen des Vereins wurden außer -aft gesetzt und die neuen Satzungen des Reichs- Ljjes für Leibesübugen einstimmig angenommen. "•l L Turnbetrieb ist infolge Zugangs jungen Nach- uchses zur Zeit recht rege. Die Mahnungen an Eltern gelegentlich des Wintervergnügens des Greins scheinen erfreulicherweise auf fruchtbaren luden gefallen zu sein. Möge das ein dauernder astand und nicht eine vorübergehende Erscheinung r! Die edle Turnsache ist es wert, daß man alles jur einsetzt! An diesem Abend wurde auch ein en mit t Ältestenrat gebildet, dem in der Hauptsache die n9 unb' z.esten Mitglieder des Pereins angehören Die ■ Uesrechnung soll erst gelegentlich der General- en M! e aus. X befli I en ^t)Ör?e Vv I nqli* ?® Unb 1 1 elmnfn ' 1 euie r r-ievl. oeu -oapren mirn §)err ->zung — zuerst lierm-t *1 N. i fr Lehrer und nach Wegnahme unserer einstigen n pfk5 Ä Ionien als Schulleiter — in Südwestafrika. Er j "fahrt, soll Werte in anschaulicher Weise, unterstützt von irnh öer Nähe j eben Lichtbildern, die Lage unserer deutschen und mite; Nksgenossen im ehemaligen Deutsch-Südwest- llit m rr bfli irika, berichtete über das dortige Schulwesen — (• Dcrl® iß es in früherer Zeit war und wie es jetzt ist . ' [eit langer l|t erzählte von Land und Leuten, Sitten und 's,?urde ollen t l»räuchen. k- der Gant K‘ & bA-Die Sand» W'lhelm Weiß werden. 9 usgeführt. Di^ch L igen begonnen tr.i j leter Straßenbau t ) S chotten, 26. Febr. Hier fand die zweite oser Arbeiter von h lsjährige Dekanats-Konferenz statt, zu i sich mit Ausnahme der dienstlich verhinderten irglieder alle Geistlichen des Evangelischen Deka- br. Der hiesige 8 19 Schotten eingefunden hatten. Pfarrer Saal» * ‘ bem hielt die Eröffnungsandacht. Pfarrverwal- f Dr. Engel- Wingershausen sprach hierauf in tfgründigen Ausführungen über das Thema „Le- nselemente der Kirche". Dem Vortrag folgte eine - Der hiesige Fp, ^eßen stattfinden. Eine Beteiligung am diesjäh- 'erfüllten Gaali Reichskriegertag ist vorgesehen. Nachdem noch ^gelungenen Dna riße Frontkämpfer-Ehrenkreuze verteilt worden lter hch. 2dng. ngsonsproche, bl hrer und zum , . , ,,,, ... . n wurden zwei 2 uuze 2. Klasse. Die Ausgezeichneten dankten für > mit wohlverdii, Ü Ehrung und gelobten weiterhin Treue zur Tombola, U He der Kriegerkameradschaft. Bezirksführer R e u- dann noch lange Z l!e r hielt anschließend einen Vortrag über „die . Die kürzlich bei Senkung der Kriegerkameradschaften im Dritten s Feldweges Kameradschaftsführer Dr. Nern schloß die >urde den Äeiii Sammlung mit dreifachem Sieg-Heil! auf den zur Ausführung iS F)rer- Kameradschaftliche Unterhaltung beschloß 15 Notstand-!, k' Abend. 5> Sellnrod, 26. Febr. Unserem Ortsgeist- nnck henz vc'Aligen Pfarrverwalter Zulauf wurde durch den ■3 rechten Beim-1 ! Lmdeskirchenausschuß mit Wirkung vom 1. März in die WH die hiesige Pfarrstelle definitiv über- tgen. 'UeSanqelH E Das l eiIler 30jäÖ $ ll ernannt von n '-^zih Mehr Lehrstellen! Der letzte starke Nachkriegsgeburtenjahrgang steht vor den Toren der Berufe. Die Berufsberatung des Arbeitsamtes Gießen haben in den letzten Monaten in ganz Oberhessen 2350 männliche und 1370 weibliche Ratsuchende aufgesucht. Darunter befinden sich 1705 Knaben und 1165 Mädchen, die in Lehr- und Anlernstellen untergebracht werden wollen. Die Zahl der bis jetzt gemeldeten offenen Lehr- und Anlernstellen beträgt bei der männlichen Berufsberatung 705, bei der weiblichen 218. Ls fehlen also noch 1000 Lehrstellen für Knaben und 947 für Mädchen. Sicherlich werden in den kommenden Wochen noch viele Betriebe einen oder mehrere Lehrlinge anfordern, doch wird die Nachfrage bei weitem nicht genügen, um allen Jugendlichen einen Platz im Wirtschaftsleben geben zu können Das starke Ueberangebot liegt eben ganz beträchtlich über dem gegenwärtigen Nachwuchsbedarf. Die Eingliederung aller Jugendlichen in das Berufsleben ist nur möglich einmal durch Mehreinstellung von Lehrlingen, sodann vor allem durch Bereitstellung jeder verfügbaren Lehr- und Anlernstelle. Es gibt noch eine Reihe von Betrieben, die keinen Lehrling halten, jedoch bei einigem guten Willen hierzu in der Lage wären. Nur dann wird die schwierige Frage der Unterbringung der Schulentlassenen befriedigend gelöst werden können, wenn sämtliche Betriebe, sämtliche Meister alle verfügbaren Lehr- und Anlernstellen, sowie Arbeitsplätze für Jugendliche zur Verfügung stellen. Selbst auf die Gefahr einer evtl, erschwerten Verwendung dieser jungen Leute in den ersten Jahren nach Beendigung ihrer Lehr- oder Anlernzeit muh eine Mehreinstellung erfolgen. Die Schulentlassungsziffern werden in den kommenden Jahren bis einschließlich 1947 erheblich absinken, um dann wieder anzusteigen. Selbstverständlich ist damit auch zugleich ein Nachlassen der Nachwuchsziffern bedingt. Die schon mit den nächsten Jahren beginnende Verringerung der Nachwuchsziffern wird einen Ausgleich schaffen für das Mehr an Angebot, das wir heute laben. Soll der Rückgang des Berufsnachwuchses keinen Mangel an Facharbeitern zeitigen, bann muß die Wirtschaft Fachkräfte auf Vorrat heranziehen. Ein weiteres Moment, das für eine vermehrte Einstellung von Lehrlingen spricht, ist folgendes: Die Lehre ist ein Teil der Erziehung des jungen Menschen. Eine Ausgestaltung seiner persönlichen Anlagen und Fähigkeiten ist ohne Hineinführung in das Arbeils- und Berufsleben unmöglich. Der Dienst an der Gemeinschaft, der den Menschen erst zu einem sittlichen Menschen werden läßt, vollzieht sich zu einem wesentlichen Teil in der Arbeit und im Beruf. Auch von diesem Gesichtspunkt aus gesehen muß dafür Sorge getragen werden, daß Ostern 1936 alle Jugendlichen unterkommen. Was die Mädchen betrifft, so ist die Aufnahmefähigkeit des Wirtschaftslebens für sie geringer geworden. Um so stärkeres Gewicht muß auf die Unterbringung in geeigneten Haushalten gelegt werden. Die Werbung für das haus- wirtschaftliche Jahr ist in stärkerem Maße aufgenommen worden, jedoch haben sich noch nicht genügend Hausfrauen für die Aufnahme eines Haushaltlehrlings gemeldet. Einige Zahlen mögen das Verhältnis von Angebot und gemeldeten offenen Stellen im Kreise bartun: Berufe: Lehrstellensuchenbe: Lehrstellen: Metall 342 133 Holz 64 63 Nahrungsmittel 103 75 Bekleibung 62 26 Baugewerbe 77 60 Kaufmann 435 113. Insgesamt ist bie Zahl ber Ratsuchenben im Kreise Gießen 1146. Demgegenüber finb 528 offene Lehrstellen bis jetzt vorhanben. Die Zahlen gelten nur für männliche Ratsuchenbe. Oberhessen ist kein Jnbustrielanb. Bei ber Bemühung um bie Unterbringung ber Jugenblichen ist man an erster Stelle auf Hanbwerk unb Einzelhanbel angewiesen. An biefe beiben Wirtschaftszweige ergeht baher bie Aufforberung: Schafft genügend freie Plätze für die Jugend, damit Ostern 1936 alle, die eine Lehr-, Anlern- oder Arbeitsstelle suchen, unterkommen! Aus -en preußischen Nachbargebieten. falsche 50-pfenmgstücke in Umlauf. LPD. Frankfurt a. M., 25. Febr. In letzter Zeit mehren sich die Fälle, daß falsche 50- Pfennig stücke in den Verkehr gebracht werden, ohne daß es bis jetzt gelungen ist, die Hersteller ober bie Verbreiter zu fassen. Die Falschstücke werben hauptsächlich im Straßenhanbel, beim Zeitungsverkauf ober in kleineren Lebensmittelgeschäften abgesetzt. Die falschen 50-Pfennigstücke finb unschwer als solche zu erkennen. Sie haben ein bläuliches Aussehen, greifen sich fettig an, lassen sich leicht biegen, unb man kann auch mit ihnen auf Papier ober auf weißem Marmor schreiben. Da sie aus einer Zinnlegierung bestehen, ziehen sie im Gegensatz zu echten Stück magnetisch nicht an. Das Publikum wirb besonders auf diese Falschstücke aufmerksam gemacht. Entwichene Gefangene wieder festgenommen. LPD. Frankfurt a. M., 26. Febr. Die Justizpressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Es ist gelungen, bie vor einigen Tagen aus einem hiesigen Gefängnis entwichenen Gefangenen M i e tz- k e r unb Geßner roieber festzunehmen. Der Unterstützung bes Publikums, bas burch die Presseveröffentlichung mit Lichtbildern aufmerksam gemacht worden war, ist es zu verdanken, daß die Festnahme so bald schon erfolgen konnte. Es war bemerkt worden, daß zwei Leute, die der in ber Presse angegebenen Beschreibung entsprachen, in einer Villa in Nieberrab bettelten. Das vom Publikum benachrichtigte Polizeirevier in Nieberrab konnte bann bie Festnahme ber Ausbrecher bewirken. Die sofort angeftellten Ermittlungen ber Kriminalpolizei haben keinerlei Anhaltspunkte bafür ergeben, baß bie Ausbrecher bei ihrem Ausbruch unb später bei ihrer Flucht von irgenbwelcher Seite Hilfe ober Unterstützung gefunben haben. Mietzker wirb jetzt zur Strafvollstreckung in bie zustänbige Strafanstalt gebracht, gegen Geßner findet am 27. bs Mts. bie Hauptverhanblung vor bem Schwurgericht wegen versuchten Totschlags statt. Kreis Wetzlar. co Wißmar, 26. Febr. Vielfachen Wünschen ber bäuerlichen Bevölkerung entsprechen!) hat bie hiesige Bezugs- unb Absatzgenossenschaft eine Saatgut-Reinigungsma- s ch i n e angeschafft. Diese Tat ber Genossenschaft wirb von ber interessierten Bevölkerung warm begrüßt, unb sie bürste zur Steigerung bes Getreibe- anbaues in unserer Gemarkung von großem Vorteil sein. — Die hiesige NS. -Frauenschaft schloß ben Lehrgang für Mütterschulung im Kochen unb in ber Haushaltsführung mit einer A b • schlußfeier. Unter Leitung der Lehrerin Frl. Echternach nahmen 22 Mädchen und Fraucn an dem Lehrgang teil. Die Frauenschaftsleiterin Frau T ö r n e r t überreichte Frl. Echternach als äußeres Zeichen der Anerkennung für den lehrreichen Kursus ein Bild der Neichssrauenführerin. Die Kursusteilnehmerinnen erhielten sodann bie Ausweise über ihre erfolgreiche Teilnahme an bem Lehrgana. Ortsgruppenleiter Henrich unb Bürgermeister Kraus, sowie eine Anzahl Gäste nahmen an ber Feier teil, bie nach gemeinsamer Kaffeetafel unb froher Geselligkeit in üblicher Weise schloß. Für ben Monat März sinb zwei neue Lehrgänge über Säuglings- unb Krankenpflege vorgesehen. — In einer gut besuchten B a u e r n v e r s a m m- I u n g würben, nachbem ber Ortsbauernführer Wagner neue Richtlinien bekanntgegeben hatte, in reger Aussprache verschobene lanbwirtschaftliche Fragen erörtert. Der Ortsbauernführer betonte u. a. die Notwendigkeit der vollen Erfüllung der Milch- ablieferungspslicht. — Das hiesige Jungvolk führte am Samstag eine Speck-Sammlung für das WHW. durch, bei der insgesamt 35 Pfund Speck gesammelt wurden. ch Kinzenbach, 26. Febr. Nachdem für bie Wasserleitung bie Ouellfassung unb bie Pumpstation, sowie ber Anschluß zu bem Werk Berkenhoss & Co. unb ber Hochbehälter fertiggestellt worben finb, konnte nunmehr ber erste Teil ber Arbeit am Ortsnetz vergeben werben. Die Arbeiten würben einer Wetzlarer Firma übertragen. — Der Turnverein, sowie bie hiesige Krieger- kamerabschaft veranstalteten an ben vergangenen brei Sonntagen Preisschießen. Die Beteiligung war sehr rege. Den Schützen würben schöne Preise zuteil. > Lützellinben, 26. Februar. Der hiesige Männergesangverein hielt bei Gastwirt Joh. Franz einen Unterhaltungsabenb ab. Nach einem Musik- unb einem Liebvortrag gab ber Vor- sitzenbe bes Vereins, Wilh. Jung I., einen Rückblick auf bie Tätigkeit bes Vereins innerhalb ber letzten Jahre. Er erinnerte ferner boran, baß ber Verein mit biefer Veranstaltung fein 59jähriges Bestehen begehen könne. Der Unterhaltungsabend sei gleichzeitig als Werbeabenb gedacht. Der Redner' forderte auf, das deutsche Lied im Gesang tatkräftig fördern zu helfen. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer klang seine Ansprache aus. Im weiteren Verlaufe des Abends gelangte durch Mitglieder des Gesangvereins ein Schwank zur Aufführung, ber ebenso wie ein Duettvortrag reichen Beifall fanb. Kamerabschaftliches Beisammensein beschloß ben Abenb. — Die Kreis st raße Lützellinben — Klein-Linben — Gießen, bie sich gegenwärtig in einem schlechten Zustand befindet, wird demnächst neu instand gesetzt. Das Deckenmaterial ist bereits angefahren. Die Straße wird in den Kurven höhergelegt und weiter ausgebaut. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung ) F. H. S. Grundsätzlich ist die Ausfertigung von Urkunden über arische Abstammung usw. gebührenpflichtig. Es kann aber in ganz besoiHeren Ausnahmefällen, z. B. bei Arbeitslosigkeit und Mittellosigkeit, je nach Lage des Falles, von der Erhebung dieser Gebühr abgesehen werden. Wenden Sie sich an die Bürgermeisterei Ihres Ortes, die Ihnen mit dem erforderlichen Rat zur Seite stehen kann. gegen spröde Haut ’X NIVEA ÄCREME Fortsetzung. Nachdruck verboten! Natter — ach, alles Gute, Frohe, Schone ihres lens war doch von der Mutter gekommen, gab wärmere Herzlichkeit, selbstlosere Liebe, innige» s Verstehen? Am Bett des kranken Kindes hatte gewacht, Nacht für Nacht, damals, als die kleine Hebe so schwer von Diphtherie befallen wurde. Ueber jedem Spiel, jeder kleinen Sorge ihrer Vertage, über jedem Erleben ihrer Mädchenzeit, ir dem Weg ihrer voreilig geschlossenen Ehe ichteten die geliebten Augen in nie ermüdender, 5 versagender Wächtertreue wie himmlische Sterne a verirrten Wanderer. durfte sie dieses an Leid und Mühsal so reich hd)te Herz mit neuer Sorge beschweren? — t sie dem einen entflohen, nur um dem anderen 1 Beute zu fallen? Unmöglich das eine wie das lere. Ach, Not ohne Ende, wo bot sich hier ret- er Ausweg? ^icht erzürnen, Hinhalten, Zeit gewinnen-- Nit keinem Wort brach Bruck das lange Schwell' saß höflich wartend, bis es Elfriede beliebte sprechen. Wußte, daß ihre Wehr schon ermat- Er hatte gut getroffen, sie war in feine Hand Men. ndlich hob die Frau die Augen, die blicklos auf im Schoß ineinanderverkrampften Hände ge- irt. 'Das ist ja sehr merkwürdig, was Sie da erzäh- h' 2 ^re Stimme war fprode und ohne Klang, sollte Ihre Nachricht aber nicht auf einem Jrr- beruhen?" Ich pflege mich nicht zu irren, wenn es um wichse Dinge geht", gab Bruck zurück. Sie trockene Sachlichkeit feiner Antwort schlug «n letzten Zweifel nieder. , .-Dann bleibt mir nur zu hoffen übrig, daß alles beim alten bleibt —" .Lanz deutlich las sie es in seinem Blick: „von Ji hängt es ab", zwang sich zu einem bittenden Mein. ,.Auch zwischen uns — ?" Er sah sie fest an, streckte -bie Hand über den Tisch entgegen. Unter dem Bann seines Willens legte sie die «■( die eiskalt und ohne Gefühl war, hinein, er- Jto-ierte, als er sie ergriff. "Endlich verstehen wir uns!" JJun hatte er sie gewonnen, die spröde Prinzes- V, die glaubte, ihn vom Saum ihres Gewandes o&BilöMMniM. Roman von H. von Hellennann. lipyright 1936 by Aufwärts-Verlag G. m. b. H., Berlin SW 68 Wen. 26. Febr. Au! nb, der am vn in unser M lern deutschen H ören brachte MtJ ’ ernste, oater! Ilten die LaM in heiteres wj ilogefang unM! liteinander J m Der uch J 11 ein schönes W . Sin E , Neichs^rieö ie Übertragung aften des ie MedeE 1bemitQtiebi„ ■Ä® s'S leranftaW --ho"" er Wi lind <,-11 d!' ihrer, „ni »d in oee LV« mit einer hoheitsvollen Geste abschütteln zu können, nun war dis Reihe an ihr, zu bitten ... Gab es etwas Böseres als dieses leise, triumphierende Lachen? „Ich reife heute abend mit dem Zehn-Uhr-Zug nach Berlin, von da mit Flugzeug weiter", sagte Bruck nun ganz geschäftsmäßig, sich erhebend. „Darf ich meine Einladung von vorhin wiederholen und dich bitten, pünktlich am Bahnhof zu sein? Nein —" wieder ergriff er ihre Hand, zag sie ganz nahe zu sich heran — „du wirst gleich mit mir gehen, dir darf man nicht trauen —" Sein heißer Atem streifte ihr Gesicht. Abscheu und. Zorn liehen ihr Kraft. Mit einer plötzlichen, völlig unerwarteten Bewegung befreite sie sich, stieß ihn vor die Brust, daß er zurücktaumelte, und lief aus dem Zimmer in sinnloser, planloser Flucht. Riß die Tür zum Hausflur auf, nur fort, fort von diesem Teufel.--— Rannte die Treppe hinunter. — Der hohe Absatz ihres Schuhes verfing sich im Saum ihres schwarzseidenen Kimonos. Ein erstickter Aufschrei — das dumpfe Geräusch eines hart aufschlagenden Körpers ... Im Halbdunkel des noch nicht beleuchteten Treppenhauses beugte sich ein Mann über die regungslos Daliegende, zerdrückte einen Fluch zwischen den zusammengebissenen Zähnen — erhob sich, überlegte --Huschte lautlos wie ein Schatten die Treppe hinunter. Was sollte er jetzt noch hier? — Es galt, den Zug zu erreichen, das Flugzeug. Morgen war es vielleicht schon zu spät--- 31. Kapitel. Dr. Goebel erschrak zutiefst, als es draußen Sturm klingelte und Hans Mervius an der bestürzten Haushälterin vorbei ins Zimmer lief und ihn, nach Atem ringend, flehentlich bei der Hand ergriff. „Kommen Sie, ach bitte kommen Sie, Herr Doktor — bei uns ist Schreckliches passiert!" Goebels Blick weitete sich. „Junge — um Gotteswillen, doch nicht die Mutter?!" „Nein. Elfe ist verunglückt. Hausbewohner fanden sie im Treppenflur liegend, schafften sie, weil niemand zu Hause war, gleich ins Krankenhaus. Mutti und ich waren doch in Moritzburg, Else blieb allein zurück, wollte ausruhen. Was sie die Treppe hinuntertrieb wissen wir nicht, der Arzt meint, sie fühlte sich wohl krank und wollte etwas bei den Leuten im Parterre. Grete ist fort auf der Wandertour mit Lohwends, wir können sie nicht erreichen. Kommen Sie doch bitte zu Mutti, sie ist ganz gebrochen, und ich weiß nicht, was tun--" Kurz abgehackt brachte er es hervor. Erregung schüttelte den jungen Körper. Goebel war schon in den Mantel geschlüpft. „Komm!" sagte er nur. Wußte nicht, daß er den jungen Menschen duzte, dessen Eifersucht ihm erhofftes Glück zerstört hatte. Auch der merkte es nicht, atmete nur erleichtert auf, als Goebel neben ihm im Auto saß, dessen Führer auf das versprochene Trinkgeld hin die höchste zulässige Geschwindigkeit einschaltete. Im Wartezimmer des Krankenhauses saß, zusammengesunken wie eine Greisin, Margret Mervius. Furchtbar hatte die Nachricht sie getroffen. Während sie und Hans im buntgefärbten Herbstwald singend und lachend ihrer Freude nachgingen, war ihr geliebtes Mädelchen daheim verunglückt. Hütten sie sie nicht allein gelassen, wäre es nicht geschehen. Daß es einen Himmel gab, wußte Frau Margret — nun kostete sie die Pein der Hölle, Reue, die nicht mehr half. Folterqual war auch dieses grauenhafte Warten auf das Ergebnis der Untersuchung. Noch immer war Elfriede bewußtlos, mehr vermochte die von Zeit zu Zeit ins Zimmer huschende junge Schwester nicht zu melden. Die gebrochene Frau tat ihr schrecklich leid, trotzdem ihr Mitgefühl durch den Anblick nie endenden Leidens schon ein wenig abgestumpft war. Es mußte abstumpfen, sonst ging man zugrunde an dieser Stätte der Schmerzen und vergaß Genesung und Heilung über der Not. Als Goebel mit Hans das Wartezimmer betrat, hob Frau Margret den Kopf, Erwartung in den fahlen, erschreckend verfallenen Zügen, die erlosch beim Anblick der beiden. Aber sie nickte, als Goebel sich neben sie setzte und ihre tisfalten Hände in die seine nahm. „Kam Bescheid?" fragte Hans flüsternd, sich über die Mutter beugend. Die schüttelte den Kopf, sah ihn aus trostlosen Augen an. „Noch immer bewußtlos." Stumm saßen die drei Menschen in dem großen Raum, den tagtäglich ein Strom von Hoffen und Zagen durchspülte, empfanden die übergroße Helle der weißen Äände und schirmlosen Lampen wie mitleidlose Neugier und schraken bei jedem Geräusch zusammen. Ein scharfer Geruch von Jodoform und anderen Medikamenten erfüllte die angenehm erwärmte Lust, die den ab und zu leise knackenden Heizrohren entströmte. Ueber ihnen hustete jemand in krampfartigem Anfall, schnelle Schritte tappten hin und her auf dem linoleum- bedeckten Boden. Mit dumpfem Rollen fuhr ein Krankenwagen durch die Halle ans Seitentor. Irgendwo klingelte es. Stimmen im Flur — Frau Margret zuckte hoch. Aber sie verhallten wieder in der Ferne. Die Zeit verrann — waren es Minuten, Stunden? — in diesem neroenpeinigenben Warten auf Botschaft, die Gutes verhieß ober bie letzte Hoffnung raubte Nein, nur bas nicht, bas nicht-- taufenbmal lieber in marternber Ungewißheit bleiben — Immer mehr verfiel Frau Margret, immer näher rückten bie beiben Männer, bie sie liebten, hüllten sie ein in ben Trost ihrer Nähe, bie mittrug unb mitbulbete. Aus einmal ftanb ber Arzt im weißen Kittel vor ihnen. Sie hatten sein leises Kommen ganz überhört im angsterfüllten Dahinbrüten. „Gnäbige Frau —" Margret Mervius' Blick flatterte empor, vor ber Gewißheit zurückbebenb, bie sie herbeigesehnt. „Ihre Frau Tochter ist zwar noch ohne Besinnung, boch haben wir ben Grab unb Umfang ihrer Verletzungen feststellen können." Ihre Hänbe zuckten hilflos, Halt suchenb, umher. Ein kaum hörbares „Ja —" „Es hanbelt sich um eine schwere Gehirnerschütterung unb um nicht unerhebliche innere Verletzungen." Ausstöhnenb klammerte sich bie unglückliche Mutter an ben Arm bes Arztes. „Sie bleibt gelähmt?" „Nein, o nein, so schlimm ist's beim boch nicht, liebe gnäbige Frau!" Beruhigenb strich ber Arzt mit ben tiefen Mensurnarben im energischen Gesicht über bie Hanb auf seinem Aermel. „Vorerst ist allerbings mit einer gewissen Bewegungsunfähigkeit der Glieder zu rechnen." „Aber Elfe lebt", betonte der blaßgewordene« Junge, sich zu einer Freudenäußerung zwingend, die nicht von Herzen kam, so entsetzlich schien ihm, was der Arzt meldete. „Ja, Frau Margret", sagte Goebel, ihm zunickend, „Ihr Kind lebt! Daran müssen Sie denken, dafür danken, daraus Kraft schöpfen, um ihr beizustehen, denn sie wird Ihrer mehr denn je bedürfen in der nächsten Zukunft." Ein Zittern lief durch die Gestalt der Frau, die mit gesenktem Haupt vor ihnen stand. Sie schloß sekundenlang die Augen. Als sie sie wieder öffnete, war das Entsetzen aus ihnen geschwunden. Tiefernst, aber klar und fest wie stets war ihr Ausdruck. Margret Mervius hatte ihre Fassung roieber« gewonnen. Sie roanbte sich bem Arzt zu, besprach allerlei mit ihm, fanb ein Wort herzlichen Dankes, als er sich verabschiebete. Neue Arbeit rief. Als. er bas Zimmer verlassen hatte, sah sie Goe» bei an, zum ersten Male seiner Gegenwart voll bewußt. „Wie kamen Sie nur hierher?" „Hans benachrichtigte mich." „Ich bat Dr. Goebel mitzukommen", sagte er, ängstlich bie Mutter betrachten!), die selber wie eine Schwerkranke aussah, „Grete ist doch fort, unb ba bachte ich, es wäre bir lieb —" „Mein lieber Junge — es ist mir lieb!" Sie zog ihren Sohn ganz nahe an sich heran, bie andere Hand dem Freund reichend, „und daß du es getan, das danke ich dir — unb Ihnen, Doktor, daß Sie tarnen!" Der sah sie an — (Fortsetzung folgtI) 9.A.-'SpoTt Oie Nachtsuchfahrt der Motorgruppe Hesien. Ziel: Bad-Nauheim. NSG. Nach Meldeschluß steht die erfreuliche Tatsache fest, daß über 3 5 0 Meldungen zur Nachtsuchfahrt der Motorgruppe 5) e \ - s e n oorliegen. Wenn man hierzu die Ergebnisse früherer Veranstaltungen vergleicht, so kann man wohl sagen, daß der Gedanke des Motorsports durch Die DAF. will Bausteine zum Wiederaufbau milschaffen helfen. Sie sammelt am 29. 2. und 1.3. für das WHW.! die zielbewußte Arbeit des NSKK. in den breiten Massen Fuß gefaßt hat. Neben den altbekannten Sportfahrern unseres Gaues ist eine große Reihe Nachwuchsfahrer am Start. Das Erfreuliche für die erfolgreiche Arbeit der Motorgruppe Hessen ist aber die Tatsache, daß das Reichsheer sich in großem Maße an allen sportlichen Veranstaltungen der Motorgruppe Hessen beteiligt. Die Nachwuchsfahrer haben also Gelegenheit, ihr Können auch gegen die Fahrer des Reichsheeres unter Beweis zu stellen. Der Start zur Fahrt beginnt pünktlich 21 Uhr in Frankfurt a. M. an der Großmarkthalle, in Kassel auf dem Friedrichsplatz, in Worms' auf dem Marktplatz und in Siegen auf dem Nordplatz. Nach zehnstündiger Fahrt treffen alle Fahrer in Bad-Nauheim am Kurhaus ein. Die Aufgabe besteht daran, in diesen zehn Stunden von 20 im Gelände verstreuten Kontrollpunkten soviel wie möglich anzufahren. Wer in dieser Zeit die meisten Kontrollpunkte erreicht hat, wird Sieger bleiben. Eine besonders interessante Note erhält die Fahrt durch die Kraftrad- und Wagenmannschaften. Diese Mannschaften bestehen aus je drei Fahrzeugen und müssen die ganze Fahrt jeweils geschlossen fahren. Auch hier zeigt die vorbildliche Arbeit des NSKK., wie die Fahrdisziplin und der Kameradschaftsgeist gerade unter den Motorradfahrern die besten Früchte trägt. Das Ziel: Bad-Nauheim-Kurhaus wird von den Fahrern am 1. März zwischen 6 und 7 Uhr erreicht. Die Siegerverkündung und Preisverteilung findet am Sonntag, 12 Uhr, im Kurhaussaal zu Bad-Nauheim statt. 129 Goldmedaillen für Ochmpia Berlin. Die Vielgestaltigkeit desProgramms der IV. Olympischen Winterspiele wird durch die Wettkampffolge der XI. Olympischen Spiele in Berlin und Kiel noch bei weitem übertroffen. Allein wenn man sich vergegenwärtigt, daß in Garmisch-Partenkirchen — abgesehen von den Vorführungswettbewerben — 17 erste und die entsprechende Anzahl der zweiten und dritten Preise verteilt wurden und es in Berlin deren 129 sein werden, so bekommt man ein ungefähres Bild davon, welche unerreichte Fülle von sportlichen Ereignissen sich bei den kommenden Weltspielen dem Beschauer bieten wird. Die größte Anzahl dieser je 129 ersten, zweiten und dritten Preise hat die Leichtathletik zu vergeben mit 21 Einzelprüfungen der Männer, 5 der Frauen sowie drei Staffeln, von denen zwei von den Männern gelaufen werden. Im Schwimmen gibt es 16 erste Preise, für Männer sieben Einzelprüfungen, eine Staffel und ein Wasserballspiel, für Frauen gelangen sechs Einzelwettbewerbe und eine Staffel zur Entscheidung. Für die Ringer stehen 14 Goldmedaillen zur Verfügung, für den griechisch-römischen und den Freistil je eine in sieben Gewichtsklassen. Auch die Turner kommen nicht zu kurz. Der Männerzwölfkampf wird einzeln und für Ländermannschaften gewertet, außerdem erfolgt noch eine Sonderwertung für die einzelnen Hebungen wie Reck, Barren, Ringe, Pferd quer, Pferd lang und Freiübung, während der Achtkampf der Frauen nur als Mannschaftsprüfung ausgetragen wird. Hier stehen also insgesamt neun erste Preise zur Verfügung. 9 Den Boxern sind acht Gewichtsklassen mit den entsprechenden Siegestrophäen Vorbehalten, die Rude r e r streiten in einer Einzel- und sechs Mannschaftsprüfungen, die drei Wettbewerbe der Reiter werden als Einzel- und Mannschaftsprüfungen gewertet, und auch im Radfahren gibt es drei Einzel- und drei Mannschaftspreise. Von den Fechtern tragen die Männer ihre Prüfungen in den drei Waffengattungen auch als Mannschaftswertung aus. Dazu kommt noch das Einzelfechten der Frauen. Die zum ersten Male beteiligten Kanu (portier haben gleich neun Goldmedaillen zu vergeben, davon vier für Einerrennen. Fünfmal wird im Gewichtheben die Siegesfahne am Mast hochgehen, viermal im S e - geln, dreimal im Schießen, einmal im Fünf - k a m p f. Es folgen dann noch die Preisträger für Fußball, Handball, Hockey, Basketball und Polo. Vergegenwärtigt man sich, daß alle Angehörigen einer siegreichen Mannschaft mit den olympischen Plaketten bedacht werden, daß ferner Kunstwettbewerbe ausgeschrieben wurden, deren Gewinner ebenfalls die olympische Auszeichnung erhalten, so ersieht man daraus, wie zahlreich die Möglichkeiten sind, zu olympischen Ehren zu gelangen. Avery Brundages Lob für Oarmisch. Der Präsident des amerikanischen Olympischen Komitees, Avery B r u n d a g e, ist nach seiner Rückkehr in Neuyork von Pressevertretern über die Olympischen Winterspiele befragt worden. Avery Brundages Urteil ist ein einziges großes Lob für Deutschland. Das deutsche Volk, sagte er, sei ergriffen von olympischem Geiste, der keine tendenziöse Einstellung oder etwa propagandistische Auswertung der Garmischer Tage zulasse, lieber die USA= Olympiakämpfer sagte Brundage: Mit etwas mehr Glück hätte USA. den Olympiasieger England im Eishockey schlagen können, mit etwas mehr Training hätte USA. auch das Viererbob-Rennen gewonnen. Seine abschließenden Worte waren: „Die Winterspiele waren ein Triumph der olympischen Bewegung." Herber-Aaier begeisterten in St. Moritz. Auf der Durchreise von Garmisch-Partenkirchen nach Paris zu den Weltmeisterschaften, machten die Olympia-Sieger im Eiskunst-Paarlaufen, Maxie Herber-Ernst Baier, in St. Moritz Station, wo sie Kobe Belohnung demjenigen, der uns die Täter nachweist, die am Fastnacht-Dienstag unsere Lokale mit Tränengas belegten Hoiel Hindenburg Schwaab's Weinstuben Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch-Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II Goethe-Band und KanfmännischerVerein im Deutschen Volksbildungswerk, Kreis Dieben Montag, 2. März, abends 8 Uhr i. d. Neuen Aula Vortragsabend von Vortragsmeister Wilhelm Hochgreve: Eine frohe Stunde mit Hermann Löns Die mitgl. des Goethe-Bundes und des Kaufm. Vereins erb. bis zu 3 Plätzen freien Eintritt g. Rückgabe des Gutscheins Nr. 1 f.d. Goethe-Bund (hellbraune Gutscheinkartei u. Nr. 8 f. d. Kaufm. Verein (grüne Gutscheinkarte). Mitgl. der NSDAP., d. NS. Franenschaft, der NS. Knltnrgemeinde u. des Landschaftsb. Volkstum nnd Heimat erhalten ermäßigte Eintrittskarten zum Preise von 60 Pf. gegen Vorzeigen des Mitgliedsausweises. Nichtmitglieder zu 1.25 Mk. bei Challier und an der Saalkasse Studenten und Militär 40 Pf. 12nD 1. März 1936 V» der Mm entscheidet Am Freitag, 28. Februar, 4 und 8 Uhr, Aflurfmuntil f*nt>cf in Gießen, Hotel Prinz Carl, je DUU5|lullUl! ein interessanter Dortrag über Glauzvlatteu Tmit prüft. Dorfuhr. statt. Neuzeitliches Waschen, Einstärfen, Glänzen, For. men u.die dabei anzuwend.Kunstgriffe — für guten Sih der Kragen und leichtes Ziehen d.Krawatten, sowie deren Auf- plätten werden gezeigt.Anschl.Dorfüh. rungderneuest.Singer-Nähmaschinen unmn erwünscht. )ede Dame erhält eine Ueberraschung! osso Referentin: Frau Aeimann-Slephan. 16. Ziehungstag 26. Februar 1936 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 8 Gewinne zu 5000 M. 40269 166072 188466 197379 8 Gewinne zu 3000 M. 60478 103107 201114 329852 18 Gewinne zu 2000 M. 107556 125353 259118 279378 282223 311627 316176 356176 386469 66 Gewinne au 1000 M. 4941 13794 18972 24470 24818 25940 26490 30364 45697 49457 102040 151641 160617 190959 201413 230901 232602 245555 268846 276066 276491 279713 290037 294497 294995 295344 321404 331585 331652 352622 359177 370710 390383 90 Gewinne zu 500 M. 22675 33839 40691 41232 45032 58675 94346 100350 101998 104638 115385 117403 118803 152985 172187 195662 196337 207661 213625 230377 246973 251599 252431 262129 264110 273686 275541 279547 281762 282804 292328 312836 313682 322370 329559 337616 360282 343555 345318 346499 352081 377575 381942 384659 353401 380 Gewinne zu 300 M. 1761 2006 6052 8146 9273 9880 12951 13376 14255 18436 18479 18823 18959 19224 22414 32858 36610 37218 39449 42058 43985 47662 60009 51626 53640 55013 57183 61050 64174 69728 73578 74087 74116 74148 77398 78041 78097 80043 85160 86036 86229 86938 89108 89961 90596 90812 90956 92274 93219 93564 93945 93989 96030 96288 96716 101671 101807 104799 106916 107415 110281 114625 115133 117428 118868 119714 121221 123567 123861 124311 125058 125909 129794 131305 131772 131849 135159 141577 142214 143311 144642 146608 148854 150436 151530 152732 152950 156524 156634 157466 158968 160661 161151 162286 163808 165148 165474 165493 166472 166565 167552 169302 169924 173173 176234 177432 180593 181487 183097 183389 183812 186587 189008 193129 197408 198967 200487 210648 211711 213816 214030 220905 226992 228632 230190 238202 241539 246317 249883 257766 259140 259156 261730 263271 264130 264652 273564 274230 282599 283985 284632 285335 289781 293349 294607 297308 298736 298943 301338 305022 311161 317526 320247 321199 322953 325278 325561 326178 330101 333834 334623 338629 339238 340720 340790 343534 344102 344393 344733 349456 350134 350715 361469 363651 366783 367115 367450 371356 371708 372001 393177 374206 377294 379919 381486 394421 394599 395062 396613 385162 f Der Stand der Spiele in den Preisklassen die stärkste. 2. Kreisklasse C. ohne Punktwertung. II und Unentsch. Verl. und Großen-Buseck II Pu II selndem Erfolg. 2. Kreisklasse A. Unentsch. Verl. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.3 Unentsch. Verl. Gew. !er Azana uni und Rodheim II 13 13 12 13 12 14 1900 12 9 7 4 3 2 8 8 6 5 7 2 II 0 2 3 2 1 3 0 0 2 4 2 1 2 4 3 0 1 2 3 4 7 8 3 2 3 5 7 9 18: 2 12: 6 11: 5 7:13 5:13 3:17 Pkte. 12: 6 10: 6 11: 9 8:10 8:10 5:13 ohne 1 0 1 0 2 1 2 2 6 8 9 Londorf Geilshausen Flensungen Grünberg Hon*1 aül Spiele 12 12 13 13 14 12 Gew. 9 9 6 2 3 Spiele 11 12 10 12 13 Gew. 9 9 6 5 3 1 3 3 7 8 ohne Ate. 1 1 Krofdorf To. 1846 Gießen Alten-Buseck Wißmar Launsbach Fellingshausen Die Meisterschaft in dieser Gruppe wird am Sonntag zwischen den Turnern aus Gießen und Pkte. 12: 2 12: 4 7: 9 4:10 3:13 Lollar II, Heuchelheim Punktwertung. Lollar Großen-Buseck Heuchelheim Leihgestern Grünberg Rodheim Daubringen Rüddingshausen sich ein paar Tage aufhielten, um zu trainieren. Am Dienstag zeigten sie im Olympischem Stadion vor ausverkauftem Hause in einem Schaulaufen ihre Kunst und versetzten die anwesenden Zuschauer in einen wahren Begeisterungstaumel. Sie liefen ihr in Garmisch-Partenkirchen gezeigtes Olympia- Programm nach der eigens hierzu geschriebenen Musik von Zeller und riefen mit ihrer vollendet vorgetragenen Kür immer wieder den Beifall der Menge hervor. Auch im Einzellauf verrieten sie ihr großes Können und konnten auch hierfür die freudig gegebenen Beifallsstürme der Anwesenden entgegennehmen. Dom König Viktor Emanuel empfangen. Die siegreiche italienische Skimannschaft, die nach ihrer Rückkehr aus Garmisch-Partenkirchen überall in Italien begeisterte Aufnahme gefunden hat, ist vor Abschluß ihres Aufenthaltes in Rom vom König empfangen worden. Der König hat der siegreichen Abteilung seine volle Anerkennung zum Ausdruck gebracht. Wirtschaftsmeldungen. 15.15: HJ.-Funk: Ausland deutsche Schule auf Besuch im Schwarzwald. » Wir schalten am Schalttag um ... 18: Bunte Min« turen aus einer kleinen Stadt. Funkbogen aus Li» am Rhein. 18.20: Zeitfunk. 18.30: WeltpolitW Monatsbericht. Von Karl Haushofer. 19: Militär konzert. 19.55: Ruf der 'Jugend. 20: Nachrichtti 20.10: Aufgepaßt: „Wir schalten ein!" 22: Nachch ten (auch aus dem Sendebezirk. 22.30: Und NMzm ist Sonntag ... 24 bis 2: Nachtkonzert. ior dem Jnnenm W: eine link jelbcn Pol^k le der WA t hat. Aza seit Ne(R 1. Kreisklasse. Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Krofdorf entschieden. Alten-Buseck fiel gegen Eelluh der Serie zurück, auch Wißmar ließ die sonsl, gezeigten Leistungen vermissen. Von Launsbach falte man etwas mehr erwartet. Die Mannschaft von Fellingshausen wurde durch Spielermangel zuLck. geworfen. Von den unteren Mannschaften ist Lcllar Ttundsunkprogramrn Samstag, 29. Februar. 11110 <1 VA 'S Steinberg II, VfB.-R. III und 1900 III ohne Punktwertung. Garbenteich trägt am Sonntag das letzte Punktspiel aus und sollte sicherer Meister werden. Lich hat in den letzten Spielen wieder beachtliche Ergebnisse herausgeholt, doch reicht es nicht mehr zur Meisterschaft. Steinbach enttäuschte. Auch von Gro- ßen-Linden hatte man etwas mehr erwartet. Grü- ningen kam zu spät in Fahrt. Von den unteren Mannschaften dürfte Steinberg besser fein als die Gießener Vertretungen. 2. kreisklasse B. M16. 8*1 SS n au6gejPr0j . feit, die o4 ch sieht. Die werden des iphruar vom VfB.-R. II______________ . Den Meistertitel holte sich Lollar in ganz großer Form und sollte sich auch in den Äufftiegspielen durchsetzen können. Großen-Buseck dürfte wohl fernen zweiten Tabellenplatz an Heuchelheim abtreten müssen, beide Mannschaften sind sehr spielstark. Leihgestern hat durch Spielermangel viel Boden verloren. Grünberg überflügelte Rodheim, das zum Schluß in feinen Leistungen nachließ. Die beiden Reserven der Gießener Vereine kämpften mit wech- sen politischen Mewußem u fcr gehalten r 4 i der Tatsache ihrer, wie sich Hand 1934 U ;m Marxu ns Schlepp ütnb nach der Das große nordische Skifest, die HolmenkoMen, neu, wurde am Mittwoch mit dem 50-KiloMter. Dauerlauf begonnen. Entsprechend der starken,vor. wegischen Beteiligung fiel auch das Ergebnis«ous. Unter den acht Ersten placierten sich nur zweien, nen. Sieger wurde Peter Saetermyrnu. en, der die nicht allzu schwere Traditionsstreck! in • 4:08,08 Std. zurücklegte, mit 24 Sekunden Dor,“ “ sprung vor seinem norwegischen Landsnionn Hvevren und dem Finnen Toikka. Die Beteiligung war_ ausgezeichnet. 140 Liufer dingen auf die lange Strecke, unter ihnen iubre Finnen, Amerikaner und Japaner. Deutschland n: hatte zum Ski-Marathon nicht gemeldet, SchA-den?'MschcM' war überhaupt nicht vertreten. nordisches Skifest-HolmeM. Saetermyrmoen-Vorwegen gewinnt den 50-Kilometer-Dauerlauf. Wertung. Die Mannschaft von Treis mußte vorz aufgeben, ist daher in der Tabelle nicht mehr berütf. sichtigt. Daubringen holte sich die Meisterschaft * rückt damit in die 1. Kreisklasse auf. RüddingshaW»- bei bewies feine Spielstärke wiederholt, nur müßte 2nchen Mannschaft mehr Beständigkeit zeigen. LES zeigte sich von der besten Seite; auch Geilshau^ kämpfte unverdrossen. Flensungen kam nie recht Geltung. Großen-Buseck II überraschte durch H Leistungen. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik, ^ie an Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. In der PoHG:,?Einstellun< (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.45: Äus «^ksrepublikan! Staatsjugendtag — HJ.-Sport. 10.15: SchulsuM^ .^„tern der 10.45: Gaunachrichten. 11: Hausfrau, hör zu! H flNen und rc Sozialdienst. 12: Buntes Wochenende. 13: RachriLM^' ten (auch aus dem Sendebezirk). Schneebericht IZ.W^ M Buntes Wochenende. 14: Nachrichten. 14.10: Aller« .ynckn von zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht: Was gibM,^ und Ko Neues? Worüber man heute spricht. Zeitangabe ui^ d ü n f d) t e n I Wie erklärt für die Linken Wo liegt her ffe hw?mfor 1933 l Februar 191 thie oniirevoli Wahlen nicht seiner fRiebet Spiele Garbenteich 11 Lich 12 Steinbach 12 Großen-Linden 13 Grüningen 13 W/OGJOC5 ^orTipson:Werkecj Düsseldorf A landen, muß Wer macht den schönen Garten Gärtnerei Schwarz w. E • Denken Sie daran: W den Ga Wn Masse d M der Nieder lr des Naterla dost ü IM m--75 Verlaus wn jenes $ j 1,40 *2 J. B. Häuser ?!n5 Dom Dtti . uum uni Wslußte un Gießen 872 A Lichtfpielhaus Gieften ^en Kurs« Unnatur Ab heute Donnerstag 121»A Wanern de der grobe Spionagefilm 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen ben 4 Gewinne zu 5000 M. 315281 1032 4238 6386 10763 fresse, SYBILLE SCHMITZ Gewinne zu je Im Gewumrade verblieben: 2 1000000, 2 zu je 50000, 2 zu je 30000, 6 zu je 20000, 54 zu je 10000, 110 zu je 5000, 190 100098 136466 206134 218605 238475 272904 289888 311672 331817 351692 370546 380926 390975 93872 195944 222452 250728 285150 333358 399959 387928 366997 139322 221772 144150 206937 228730 267514 309369 369439 108047 122225 144540 158076 171566 190632 200752 205482 215509 228182 266455 282218 308463 324410 344788 361997 374364 385125 397319 155681 214680 232227 272422 313375 377935 43770 192101 226831 337060 187364 221144 247758 281024 326555 392882 119635 136523 152378 164350 180745 196565 202870 206537 219219 244137 275348 295362 320039 333416 351740 371276 381767 391052 53637 196282 270157 377104 120142 137955 152726 166181 181199 197130 204086 209271 220667 247164 275643 299941 321726 334926 359279 371360 382383 394931 139304 201190 228347 261299 307807 359542 113122 127286 147299 159016 180025 193497 201754 205734 218557 235162 271783 287589 310387 324746 347300 366256 378139 388407 19241 1-62368 219031 312675 105838 121046 138491 156877 169205 188272 197448 204692 213008 221619 258216 281086 300685 324274 343720 359844 373071 384301 395209 161050 219948 246185 277842 313637 382887 116214 128826 150739 161878 180693 7« feine t* fein’ Wüte tz^Me Nachlässe von r vis 20 v. S. erhalten Sie bei wiederholten Aufnahmen einer Anzeige zu je 3000, 448 zu je 2000, 1362 zu je 1000, 2328 zu je 500, 87^2 zu je 300 Mk. 4 Gewinne zu 3000 M. 8 Gewinne zu 2000 M. 368496 44 Gewinne zu 1000 M. 68454 89685 148900 212434 214643 215152 289651 294322 295681 386875 4 Gewinne zu 10000 M. 183937 * ”■ ---317362 Ä ■ften wiede Wer 1934 94 Gewinne zu 500 M. ___ ____ ____ 25305 37624 51088 68678 71712 87131 Nts stand dar rW Politik Sie macht die schwere Waschtagsarbeit leichter. Wringmaschinen kauft man vorteilhaft bei Am Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145/46 Friedel Czepa, Inge List, Max Güllstorff Sybille Schmitz in einer großen dämonischen Rolle: Als Agentin des Zaren verfolgt sie einen polnischen Veischwörer, stellt ihn nach aufregender Jagd und — verzichtet auf den Endsieg, weil sie den ritterlichen und tapferen Gegner liebt. Vorher: Beiprogramm nnd ü!a-Ton*WocheI W“ und 91 E,n-®w Werbe-Drucksachen liefert Brühl'sche Druckerei mit Qj KARL LUDWIG DIEHL totem Wahlsiec 'M nach der Oki üii der öffentl ? rechtfertigen »publikaner u Wicklung der Zeichnet wa üitjchaft d lion (Ceda), de ^eipolitijchen Nobles. Gil 328 Gewinne zu 300 M. 472 1437 2237 4616 5010 10211 13559 13566 16200 16334 19121 26949 26964 27212 28044 33291 34288 34715 35364 37707 37755 38713 40767 42469 42536 42923 44682 45132 46897 49292 49499 50880 64325 55853 62260 66588 70930 74795 75706 76902 84082 88397 88894 89185 89600 89805 90964 92686 92842 96298 96747 97480 100024 102457 Wring- < maschine D