vruck und Notwehr der Kuliurwelt der bevoll- lout: Das Zusatzprolokoll Eine stündige Kommission zum Zweck enger Zusammenarbeit. c) a) b) rück »re Krankheit: Reichsminister Dr. Goebbels erläutert das Abkommen. gez. Mushakoji, kaiserlich-japanischer außerordentlicher und mächtigter Botschafter. Die Regierung des Deutschen Reiches und Berlin. 25. Nov. (DNB.) Anläßlich der heu- tioen Unterzeichnung des Abkommens gegen die Kommunistische Internationale sind die unterzeichneten Bevollmächtigten in folgendem überein g e k o m m e n: gez. Mushakoji, kaiserlich-japanischer außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter. Bei der Unterzeichnung waren zugegen von deutscher Seite-. Gesandter v. Erdmannsdorf und Dr. v. Raumer; von japanischer Seite: Botschaftsrat I n o u s und General O s h i m a. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis8' /.Uhr des Dormittags Grundpreise für 1 mm hohe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf.. für Text« anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Bereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen--, Vereins., gemein« nühige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzei« gen 5 Rpf, Familienanzei« gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördlicheAnzeigenSRpf. ches. Die propagandistischen Erdrosselungs- Manöver der Moskauer roten Internationale aber sind von Deutschland mit mutiger und beharrlicher Zähigkeit zurückgewiesen worden, ja. wir sind auf unseren Parteitagen in Nürnberg nun unsererseits zum Angriff gegen diese Versuche vorgegangen. Wie notwendig es war. von Deutschland diese Gefahr fernzuhalten, dafür sind die entsetzlichen und grauenerregenden Vorgänge, die sich jungst m Spanien abgespielt haben und noch abspielen, ein blutiges Beispiel und ein furchtbarer Beweis. Was den Völkern, die vom Bolschewismus überrannt werden, droht, dafür zeugen die ungezählten geschändeten spanischen Frauen, die zahllosen gequälten und gemarterten Kinder, die ermordeten Familien, brennenden Kirchen und verwüsteten Städte. Deutschland hat diesen roten Zerstörungsabsichten einen unüber st eigbaren Wall entgegengesetzt. Die tiefstgehende praktische Auswirkung unseres konsequenten Kampfes gegen den Bolschewismus aber ist das heute zwischen Deutschland und Japan abgeschlossene Abkommen. Zwei Kulturstaaten setzen sich damit in aller Offenheit gegen die teuflischen Versuche der Kommunistischen Internationale zur Wehr. Sie zeigen der Welt wie dieser Gefahr mit aller Klarheit und Festigkeit begegnet werden muß. Dieses Abkommen ist dazu bestimmt, einen wertvollen Beitrag zum Frieden der wett zuzusteuern, der durch die gewissenlosen kommunistisch-internationalen Treibereien auf das ernsteste bedroht ist. Es bringt mit aller Deutlichkeit zum Ausdruck, daß die hohen vertragsschließenden Staaten nicht provozieren wollen, sich aber auchnichtrnehrprovo- zieren lassen. Das deutsche Volk aber kann allen kommenden Entwicklungen m i t ruhiger Sicherheit entgegenschauen. Seine Regierung sieht aus der Wacht und wird jede auftauchende Gefahr mit den richtigen Mitteln abzuwehren wissen, hier ist der kommunistischen Internationale ein Feind er- standen, der den Kommunismus kennt und ihn deshalb auch wirksam trifft. Mögen andere Völker daraus lernen, damit dieses Abkommen wirklich ein Anfang fein kann im Kampf gegen die Bedrohung der Menschheit in ihren höchsten Kulturgütern und damit für den wahren Frieden der Welt. mit ihren Siegeln versehen. So geschehen in zweifacher Ausfertigung zu Berlin, den 25. November 1936. d. h. am 25. November des 11. Jahres Showa-Periode. v. Ribbentrop. um die in a) festqelegte Zusammenarbeit der zuständigen Behörden der beiden hohen vertragsschließenden Staaten zu erleichtern, wird eine ständige Kommission errichtet werden. In dieser Kommission werden d i e weiteren zur Bekämpfung der Zersetzungsarbeit der Kommumsti- stischen Internationale notwendigen Abwehrmaßnahmen erwogen und beraten. Berlin, den 25. November 1936, d. h. den 25. November des 11. Jahres der Showa-Periode. gez. v. Ribbentrop, außerordentlicher und bevollmächtigter Botschafter des Deutschen Reiches. Deutsch-japanische Front gegen den Bolschewismus Das Abkommen zur gemeinsamen Bekämpfung der kommunistischen Zersehungsarbeit. iiiser wird deshalb in dem heute abgeschlossenen Abkommen betont, daß es zur Wahrung des inneren Friedens, des sozialen Wohllebens, aber auch des Weltfriedens dienen soll. Wenn in Artikel 2 die hohen vertragsschließenden Staaten dritte Staaten, deren innerer Friede durch die Zersehungsarbeit der kommunistischen Internationale bedroht wird, gemeinsam einladen, Abwehrmaßnahmen zu ergreifen oder an diesem Abkommen f e i 11 u ■ nehmen, so wird damit in aller Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht, daß dieses Abkommen sich gegen niemanden richtet, sondern nur den einen Sinn und Zweck hat. den Umsturzversuchen der Moskauer Internationale ein klares und unmißverständliches halt entgegenzusehen. Die nationalsozialistische Bewegung hat vom ersten Tage ihres Bestehens an den Kampf gegen den Kommunismus m aller Konsequenz durchqefochten. Sie hat dem Morbtreioen der Kommunistischen Internationale über 400 lote und Zehntausende von Verletzten opfern müssen. Sie kennt den Bolschewismus. Und der Bolschewismus kennt hoffentlich auch sie. Seit der Machtübernahme durch den Führer hat das nationalsozialistische Deutsche Reich in breitester Front diesen Kampf der nationalsozialistischen Bewegung zu seiner Sache gemacht. Beide Bewegung und Reich, haben die akute Gefahr, in die die Kulturvölker durch die Kommunistische Internationale hineingebracht werden sollen, in aller Klarheit erkannt und auch Entschlossenheit und Mut genug aufgebracht, sie rücksichtslos und radikal au v D e'u t s ch l a n d z u e n t f e r n e n. Reich und Volk sind heute gegen den Bolschewismus gefeit. Die Moskauer rote Internationale ihrerseits hat feit der Machtübernahme durch den Führer kein Mittel unversucht gelassen, die ihr durch den Sieg des Nationalsozialismus verlorengegangene Position in Deutschland mit anderen Mitteln zurückzuerobern. In einer großangelegten. infamen W e l t - Hetze versucht sie, die Völker der ganzen Erde gegen Deutschland aufzustach eln; sie wäre jederzeit bereit, wenn sie es könnte, in einem blutigen Kriege das nationalsozialistische Deutschland zu Boden zu zwingen. Diese Einkreisungsoersuche sind auf der ganzen Linie mißlungen. Eine starke Armee schützt seht die Grenzen unseres Rei- Das Abkommen. Vertin, 25. Nov. (DNB.) Am Mittwochmittag mirde von dem kaiserlich japanischen Botschafter in Lilin, Vicomte Mushakoji, im Auftrage des Soifers von Iapan und dem außerordentlichen und broollmächtigten Botschafter des Deutschen Reiches. Jrochim v. Ribbentrop, im Auftrage des Füh- «rs und Reichskanzlers einAbkornrnengegen die Kommunistische Internationale Mterzeichnet. Das Abkommen hat folgenden Wort- Die zuständigen Behörden der beiden hohen vertragsschließenden Staaten werden m bezug auf den Nachrichtenaustausch über die Tätigkeit der Kommunistischen Internationale sowie auf die Aufklärungsund Abwehrmaßnahmen gegen Die Kommunistische Internationale in enger Weise zusammenarbeiten; die zuständigen Behörden der beiden hohen vertragsschließenden Staaten werden tmJwO1 men der bestehenden Gesetze strenge Maßnahmen gegen b i e j e n i g e n ergreifen, die sich im Inland oder Ausland direkt ober indirekt im Dienste der Kommunistischen Internationale betätigen oder deren Zersetzungsarbeit Vorschub leisten; C 4t hei bat eben «erden den dieser Koch ,al ansehe"' ist ihn " Er hat dj* lerdz“«1 „ Ihn bebe« 'einmal’'0'; Arbeit" rr* rttuod88^0' SS 5dieiil Ms **%: mit hJ? n®Qrtern !|n«n Dorf. ■ * 'nifir r,sbie®tf. unb weil t >tiön der & “ wurde Nlfr», , Endliche I 'und fahren sei- - IPortlidjeny, I Ourine; tz I e.die Lch fotzen t^. auf deni | großen; ; immer ein;: ,n Reiterei. ? SA-- und! mgige Psch wischen llct: en sind, em. örherunf t und des Quern wird? ihren die । ilitischen All' deutsche Bar- m, daß er fj I rd in jeder p len kann, m auch bett teigen. Er , Pferd und Sr. inneren bdeii. ; stet, solange ti * vereine, die V- || nführers die! 1 zum Pferde,. ind die Gebar ti Meilen und Fi ■ Dr. H. H. II der zu gewährleisten. Wir sind gewiß, daß das deutsch-japanische Abkommen in den Misch beeinflußten Teilen der Weltpresse einen Sturm der Entrüstung Hervorrufen wird, daß es auch an Mißdeutungen und Verdrehungen seines Sinnes nicht fehlen wird, aber wir haben auch den festen Glauben, daß es in hohem Maße auf klärend und ermutige n b bei jenen Staaten unb Völkern wirkt, bis schon einmal bie rote Krankheit am eigenen Leibe verspürt haben. Man müßte eine enblose Reihe van Namen aufzählen, wenn man alle bie Länder nennen wallte, die schon einmal von den bolschewistschen Pestbazillen infiziert wurden. Wir wollen nur einige markante Beispiele hercmsgrei- fen Wir wollen erinnern an Frankreich, wo ber kommunistische Druck auf bie Volksfront-Regie- rung immer mehr zunimmt, an bie f üb am er t- fani schen Staaten, wo um bie Jahreswende bolschewistische Aufständen blutig niedergeschlagen werden mußten, an Indien, Indochina und O st t u r k e st a n, wo die eingeborene Bevölkerung von den Komintern-Agenten aufgehetzt wird, an Afrika, wo Moskaus Sendlinge bie schwarze Rasse für bie Zwecke ber Roten Front einspannen, an ben Vorderen Orient, wo das Selbstön- digkeitsstreben der Arader und der jungen mohame- danischen Staaten von der Komintern ausgenutzt wird, an die Länder des e u r o p ä i s ch e n O st e n s, wo kaum eine Woche vergeht, in ber nicht kommunistische Umsturzpläne aufgedeckt werden und wir erinnern schließlich auch an den Fernen Osten, an China, wo auf Moskaus Befehl der bewaffnete Ausstand der Provinzen gegen die Zentralregierung in Nanking vormärtsgetrieben wird. Nicht zuletzt hat Japan selber in seinem eigenen Lande wie in seiner festländischen Einslußzane die Zersetzungsarbeit der Kommunistischen Internationale kennen gelernt. Zwar wurde ber kommunistischen Propaganba auf ben Japanischen Inseln schon früzeitig ein gesetzlicher Riegel vorgeschoben, aber in ber Arbeiter- unb Baiiernbevölke- rung Nippons sind bis in die jüngste Zeit hinein rote Zellen aufgedeckt worden, wobei in fast jedem Falle einwandfrei die geheime Verbindung mit der Moskauer Zentrale nachgewiesen werden konnte. Besonders hat es die Komintern auf die Zersetzung der militärischen Kräfte Japans auf dem asiatischen Festland abgesehen. Sie manb- schurischen Räuberbanden beziehen ihre Waffen be- kanntlich am laufenden Band aus der benachbarten Sowjetunion. m .. So ist der Bolschewismus überall in der Welt im Angriff, um die bestehenden Staaten zu unter« höhlen und für den roten Umsturz reif au matKn. Seit dem 7. Weltkongreß der Kommunistischen Internationale, deren Führung übrigens personen. aleich mit der Leitung des fowietrussischen Staates ist hat diese Organisation planmäßig den Welten- brand vorbereitet. Damals wurde die Parole verkündet, daß man auf dem Wege über die sogen. Die blutigen Angriffsaktionen des Bolschewismus gegen fast alle Kulturstaaten der Erde haben in der jüngsten Zeit ein Ausmaß angenommen, daß schließlich kein Mensch mehr sehenden Auges an dieser furchtbaren Gefahr vorübergehen kann. Es ist ja nicht nur Spanien, wo jetzt das internationale Derbrechergesindel unter Führung der Komintern Orgien der Zerstörung und Verwüstung feiert, sondern es gibt wohl überhaupt keinen Staat auf un erem Planeten, ber nicht in ben vergangenen Jahren bie roürgenbe chanb Moskaus gespurt hatte. Freilich ist bie jübisch-bolschewistische Weltof,ensive nie so klar unb beutlich zutage getreten, mie gerabe im gegenwärtigen Zeitpunkt. Das verbrecherische Hanbwerk ber Komintern-Agenten auf Dem leib’ gequälten »oben ber spanischen Nation hat selcht bie bürgerlich-bemokratische Welt aus bem Schlaf gerüttelt, es hat aber vor allem auch ben selbstbewußten Nationalstaaten in beiben Hemisphären gezeigt, baß es Zeit wirb, sich z u s a m m e n z u - schließen gegen bas unterirbische Treiben Der kommunistischen Weltrevolution. Denn wenn bie Moskauer Tyrannen einmal außerhalb ihres Staates weitere kommunistische Staatsgebilbe wie etwa in Katalonien errichtet haben sollten, bann wird auch bie Gefahr immer größer, baß bie übrigen Kulturvölker eines Tages im Chaos bes bolfchewlfti- wollen. „ , 3n diesem Abkommen wird mit aller Veuiilch- keit zum Ausdruck gebracht, das, es sich dabei um ein desensives Vorgehen handeln soll. Denn nicht die beiden hohen henden Mächte haben die Sommunistische internationale herausgesordert. sondern de kommunistische internationale Hal durch eine ununterbrochene Aolse von Pro- uokalionsakteu, revolutionären Ausstaudsver- sucheu, anarchistischen Umsturzbewegungen und gewissenlosen, volkszerstörenden Zersehnngs- tenbenien die ganze Welt -ns d lief ft e zu beunruhigen und in schwerste, kaum noch übersehbare wirren ju stürzen versucht, wenn sich die Deutschen Reiches und die kaiserlich japanische Regierung gegen diese Versuche den ihnen geeignet erscheinenden Mitteln zur Weh s h, so ist das nicht nur ihr gutes Recht. Indern ihre staatspotitische und moralische Pstlcht. Denn die umstürzlerischen Tendenien der kommunistischen Internationale bedrohen auf das ernffeffe bie fl e f a mte k ul tu r- roell unb treiben mit den heiligsten Gütern der Völker ein srevcthaftcs Spiel Ausdrücklich Ä ben bie Kommunistische internationale über Europa und bie ganze Welt zu lagern versucht hat. Zwei Großmächte haben sich barmt yi 'ammengeschlossen zu einer starken und feften Er flärung vor den Drohungen der roten Anarchie weder weichen noch kapitulieren zu ihren betreffenden Regierungen gut unb richtig bevollmächtigt, biefcs Abkommen unterzeichnet unb auherorbenllicher unb bevollmächtigter Botschafter des Deutschen Reiches. Berlin, 25. Nov. (DNB.) Reichsminister Dr. Z o e b b e l s roanbte sich am Mittwoch um 19 Uhr über alle beutschen Sender an bas gesamte deutsche Lolk unb barüber hinaus an bie Welt, um den neuen Beitrag b e s F ü h r e r s z u m F r i e- e n b e r W e l t, bas zwischen ber Regierung bes Deutschen Reiches unb ber Kaiserlich Japanischen '.Regierung abgeschlossene Abkommen gegen. bie kommunistische Internationale ber Oeffen ichke ^ekanntzugeben. Der Reichsminister verlas zunächst ten Wortlaut bes Abkommens unb fugte bann im Namen bes Führers unb ber beutschen Relchsregie- rung noch folge nbe Erklä run g Mit biesem Abkommen, bas Mischen der Regie rung bes Deutschen Reiches unb ber Kaiser ich Japanischen Regierung abgeschlossen würbe wirb nun endlich Klarheit in ben trüben Dunst hinein 7 '.. . v R___..wlUilAo cxntprndlfmnali behüt nd 8yeM nfeti scheu Bürgerkrieges untergehen. Die Doktrin Lenins unb seiner Jünger lehrt ja, baß bie Weltrevolution nicht zuerst Durch offene militärische Gewaltanwenbung, sonbern durch bie heimliche Wühlarbeit ber Länbersektionen ber Kommunistischen Internationale vorwärtsgetrieben werben soll. Hierin liegt bie eigentliche Gefahr für bie Menschheit, unb aus biesem Grunbe haben Deutschland unb Japan jenen Vertrag geschlossen, ber eine gemeinsame Bekämpfung ber Komintern auf ihren Staatsgebieten vorsieht Aber in ber vorausschauenden Erkenntnis, baß bie Tätigkeit ber Komintern, sich nicht nur gegen bie innerlich erstarkten Völker Europas unb bes Fernen Ostens, sonbern gegen bie gesamte Welt richtet, werben bie Regierungen in Berlin unb Tokio alle übrigen bebrohten Staaten zum Anschluß an bie gemeinsame Abwehrfront gegen bie rote Zersetzung einlaben. Eine ft ä n b i g e Kommission soll bazu bienen, biefe Zusammenarbeit ber an bem Abkommen beteiligten Län- ftrschetm tägltd), außer Sonntags und Feiertags Silagen: Die Illustriert, gießener Familienblätter Heimat im Bild ■ Die Scholl, Monatr-Vezngspreir: fllil 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. , - 25 fluch bei Nichterscheinen jon einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsfe inter Sammelnummer 2251 llnschnst für Drahtnach- ächten Anzeiger Gießen Postscheckkonto: rrantfurt am Main 11686 3m Dienst des Völkerfriedens. Das Abkommen bietet den Ltmsturzversucken der kommunistischen Internationale ein unmißverständbches Halt Ir ui utftes Blaff 186. Zahrgang 26.Ko»ember 1656 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen die kaiserlich-japanische Regierung der Erkenntnis, daß das Ziel der kornrnunisii- >en Internationale, Komintern genannt, die ersehung und Vergewaltigung der ,estehenden Staaten mit allen zu Gebote chenden Mitteln ist, in der Ueberzeugung, daß die uldung einer Einmischung der kommu- »slischen Internationale in die inneren Verhält- lisse der Rationen nicht nur deren inneren Frieden und soziales Wohlleben gefährdet, sondern auch den Weltfrieden tb er Haupt bedroht, sind in dem Wunsche, gemeinsam zur Abwehr gegen die kommunistische Zersetzung zusammenzuarbeiten, in folgendem übereingekommen: Artikel I. Die hohen vertragsschließenden Staaten kommen ßbere-n. sich gegenseitig über die Tätigkeit der Kom- «imislischen Internationale zu unterrichten, über die notwendigen Abwehrmaßnahmen p beraten und diese in enger Zusammenar- ; leit durchzuführen. 1 Artikel II. Die hoben vertragsschließenden Staaten werden trifte Staaten, deren innerer Friede durch die Zersehungsarbeit der Kommunistischen Internationale bedroht wird, gemeinsameinladen, Abwehrmahnahmen im Geiste dieses Abkommens zu ergreifen oder an diesem Abkommen teilzunehmen. Artikel III. Für dieses Abkommen gelten sowohl der deutsche wie auch der japanische Text als Urschrift. Lr tritt am Tage der Unterzeichnung in Kraft und gilt für die Dauer von 5 Jahren. Die hohen vertragsschließenden Staaten werden sich rechtzeitig vor Ablauf dieser Frist über die weitere Gestaltung ihre Zusammenarbeit verständigen. Zu Urkund dessen haben die Unterzeichneten, von Volksfronten die proletarische Revolution zum Ziele führen müsse. Ein Blick in die Umwelt genügt heute, um zu erkennen, in welchem Ausmaß der Befehl Dimitroffs, des Generalsekretärs ver Komintern und Führers der Weltrevolution, von den kommunistischen Ländersektionen und den verbündeten marxistischen Parteien befolgt worden ist. Nach den außerordentlich eindrucksvollen Aufklärungen und Enthüllungen des vorletzten und letzten Nürnberger Reichsparteitags über den Bolschewismus geben jetzt Deutschland und Japan der Welt ein Beispiel praktischer Zusammenarbeit in einem Punkt, der schlechterdings zu einer Lebensfrage der Welt zu werden droht. Dieser Vorgang ist weltpolitisch um so bedeutsamer, als er zu einer Zeit erfolgt, in der gerade die europäischen W e st- m ä ch t e eine erstaunliche Verständnislosigkeit ge- aenüber dem Bolschewismus tagtäglich auf die befremdendste Weise interpretieren. Wir erinnern nur an den Fall Spanien, ferner an die höchst merkwürdige Haltung Englands im sogenannten Nichteinmischungsausschuß, an die englische Anleihe von zehn Millionen Pfund für Moskau. Reichspropagandaminister Dr. Goebbels hat in seiner großen Nürnberger Enthüllungsrede zu dem Thema Bolschewismus der Welt die Mahnung zugerufen: „Hier muß man Stellung nehmen!" Deutschland und Japan sind heute gegen die Wühlarbeit und ihre scheinheiligen Tarnungsmethoden gefeit, sie werden auch fernerhin keine Anstrengungen scheuen, um diesen Krebsschaden aus ihrem Lande fernzuhalten. Sie haben dabei auch die Genugtuung, daß andere verantwortungsvolle Regierungen denselben Standpunkt einnehmen. So hat erst kürzlich Mussolini in seiner Malländer Rede sich für den Schutz der europäischen Kultur vor den internationalen Kräften der Zerstörung ausgesprochen. Wollen die West- möchte solange mit dem Bolschewismus verhandeln, bis sie ihn alle miteinander in der unmittelbar bedrohenden Form im eigenen Lande haben wie Frankreich unter der Regierung Blum? Wenn die Westmächte und darüber hinaus alle Kultur- Mächte der Welt die Zeichen der Zeit verstehen, dann nehmen sie das deutsch-javanische Abkommen gegen die Komintern als den Ausgangspunkt einer aemeinsamen Notwehraktion der gesamten Kulturwelt gegen ein unter staatlichen Formen organisiertes internationales Verbrechergesindel, das in der ganzen Welt das gleiche grauenhafte Elend sehen möchte wie in Sowjetrußland. Wir wollen hoffen, daß die Erkenntnis, daß die Komintern durch Gefährdung des Dolksfriedens auch den Dölkerfrieden bedroht, Gemeingut der Weltpolitik wird. Ev. Todesurteil gegen G ickiing aufgehoben. In zehnjährige Freiheitsstrafe umgewandelt. Berlin, 25. Nov. (DJIB.) Nach offizieller foro- jelrussifcher Mitteilung hat der Präsident des Zen- tralexekutivkomitees dem Gnadengesuch des Reichsdeutschen Stickllng stattgege- ben und die Todesstrafe in eine zehnjährige Freiheits st rase umgewandelt. Wie verlautet, find außer dem deutschen Staatsangehörigen Stick- ling noch zwei weitere im Rowo-Sibirfker Schauprozeh zum Tode verurteilte Angeklagte begnadigt worden. Sela Khun in Prag. Der jüdische Kommunistenhäuptling auf dem Wege nach Spanien. Prag, 25 Nov (DNB. Funkspruch.) Nachdem bereits einige tschechische Blätter gemeldet hatten, daß sich der berüchtigte jüdische Kommunistenhäuptling Bela Khun in Prag aufhalte, erklärt nunmehr das Blatt der Sudetendeutschen Partei, „Die Zeit", es habe sich auf Grund von Augenzeugenberichten herausgestellt, daß der frühere bolschewistische Henker Ungarns mit einem sowjetrussisch.en Diplomatenpaß reise und in Prag Gast des diplomatischen Vertreters der Sowjetunion gewesen sei Bela Khun scheine sich auf eine längere Tätigkeit im Auslande vorbereitet zu haben, was auch daraus hervorgehe, daß er in einem bekannten, erstklassigen Schneidergeschäft drei Anzüge und einige Mäntel in Auftrag gegeben habe. Bela Khun sei inzwischen wieder aus Prag abgereist. Möglicherweise stehe sein Prager Aufenthalt im Zusammenhang mit den kürzlich enthüllten g e h e i - men Anweisungen an die kommunistischen Unterorqanisationen. Man nimmt an, daß er sich nach Spanien begeben habe, wo sich ihm im Zusammenhang mit den bolschewistischen Umtrieben ein geeignetes Betätigungfeld eröffnet. ^Räumung des Universitätsgebäudes in Warschau. Warschau, 26. Nov. (DNB. Funkspruch.) Die polnischen Behörden haben energische Maßnahmen gegen die Studenten ergriffen, die das Gebäude der Warschauer Universität besetzt hielten. Nachdem die Studenten die Aufforderung des Kultusministers zum Verlassen der Universität abgelehnt hatten, wurde die formelle Schließung der Universität verfügt. Damit haben die Studenten ihre Eigenschaft als Akademiker verloren. Im Laufe der Nacht wurden durch st arte Polizei-Abteilungen die Studenten, die sich in dem Gebäude verbarrikadiert hatten und' die Polizei mit Steinwürfen empfingen, mit Hilfe von Tränengas aus der Universität vertrieben. Alle Studenten, die sich in der Universität verschanzt hatten, sind v e r h a f - t e t und dem Untersuchungsrichter zugeführt worden. Mißglückter Anschlag auf den Zug von Oaladier und Gamelin Paris, 26. Nov. (DNB. Funkspruch.) In Pa- ris sind Gerüchte aufgetaucht über einen möglichen Anschlag, der auf Kriegsminister D a l a d i e r und den Generalissimus Gamelin versucht worden sein könnte. Beide hatten sich nach Mülhausen zur Besichtigung der Befestigungsanlagen an der Ostgrenze begeben. Kurz bevor ihr Zug den Bahn- Hof Foulain passierte, bemerkte der Lokomotio- sichrer, daß einige Streckensignale nicht funktionier- ten. Man stellte fest, daß ein Sabotageakt verübt worden war. Deutschland der Bahnbrecher einer neuen politischen Weltanschauung. Oer Führer trägt die Fahne eines neuen Ideals einem erwachenden Europa voran. Reichsminister Dr. Goebbels spricht in Ludwigshafen. Ludwigshafen, 26. Nov. (DNB.) Arn Mittwochabend fand in Ludwigshafen eine national- ozialistische Massenkundgebung statt, auf der der Reichspropagandaleiter der NSDAP., Reichsrnini- ter Dr. Goebbels vor 35 000 Volksgenossen eine zweistündige Rede hielt. Der Minister führte den mit gespannter Aufmerksamkeit folgenden Ver- ammlungsteilnehmern den grandiosen Umfang des nationalen Wunders vor Augen, das sich in den vier Jahren einer rastlosen Wiederaufbauarbeit auf allen Gebieten vollzogen hat, eines Wunders, das nur geschehen konnte, weil ein gesittetes, fleißiges, idealistisches und opferbereites Volk in wahrer Demokratie einig hinter feinem Führer tand und entschlossen war, den von ihm gestellten Zielen mit ganzer Kraft zu dienen. Selbstverständlich bleibe noch viel zu tun übrig. Aber jede einzelne der schon gelösten zahllosen Ausgaben reiche für ich allein schon aus, um nach den Maßstäben der rüheren marxistischen Regierungen eine solche zu rechtfertigen. „Es gibt wohl in dec ganzen Welt keine Regierung, die wie unsere in einer fo innigen Beziehung zum Volke steht. Mögen andere Völker über größere Reichtümer verfügen als wir — ein glücklicheres Volk als das deutsche gibt es wohl kaum auf der Erde dank der Stärke unseres nationalen Glaubens, unseres nationalen Stolzes und der Intensität, mit der mir unsere nationalen Ziele empfinden und verfolgen. Wir wissen, was wir wollen, wir wollen aber auch, was wir wissen." Der Minister betonte mit besonderem Nachdruck, daß Deutschland wie mit allen Völkern so auch mit Frankreich in Frieden leben wolle. „Ein neuer Krieg wäre das größte Unglück für ganz Europa, und selbst der Gewinner dieses Krieges würde nicht soviel dabei gewinnen, wie er daran zu verlieren hätte. Wir wären mehr als kurzsichtig, wallten wir wünschen, daß Frankreich bolschewistisch regiert werde. Im Grunde genommen sind die Auseinandersetzungen zwischen den europäischen Völkern im Vergleich zu der herandrohenden bolschewistischen Gefahr nur eine An von Familienzwist. Wenn Frankreich ehrlich will, wird es leicht sein, zu einem befriedigenden Verhältnis mit Deutschland zu gelangen. Die Krise entstand, als Frankreich das Militärbündnis mit der Sowjetunion einging. Demgegenüber konnten wir nicht passiv bleiben." „Der Führer", stellte Dr. Goebbels unter tosendem Beifall fest, „ist heule nicht nur der Führer der deutschen Nation, sondern der geistige Erwecker Europas. Ihm wird einmal in hundert Jahren das Zeugnis ausgestellt werden müssen, daß er in der Zeit tiefsten Verfalls die Fahne eines neuen Ideals in die Hand genommen und einem erwachenden Europa vorangetragen hat! 14 Jahre lang haben wir gerufen: »Deutschland, erwachet Man hat uns damals ausgelachl und verhöhnt, aber Deutschland ist erwacht! Wenn wir heute unseren Warnungsruf an die zivilisierten Nationen richten, so bedeutet das: »Europa erwache!*" Dr. Goebbels schloß seine Rede mit einem von der Versammlung mit tiefer Ergriffenheit angenommenen Bekenntnis zum Führer. „Wenn das deutsche Volk heute ein kostbares Gut sein eigen nennt, so ist es der Führer selbst. Und wenn der Führer heute einen kostbaren und unzerstörbaren Schatz besitzt, so ist es das Vertrauen des deutschen Volkes. Heute verkörpert sich in einem Manne das ganze deutsche Schicksal. Es ist vielleicht der glücklichste Umstand des großen revolutionären Umbruchs, den wir vollzogen haben, daß sich im Wandel aller Dinge e i n M e n s ch immer gleich geblieben ist, der Führer. Er hat eine Welt geändert und ist selbst unverändert geblieben. Nachfolgenden Geschlechtern wird es einmal als das größte Wunder deutscher Geschichte erscheinen, daß ein unbekannter Gefreiter des Weltkrieges in fünfzehn Jahren eine Nation erobert und Staat, Armee, Partei und Volk vor der Welt repräsentiert. Deutschland wird der Bahnbrecher einer neuen politischen Weltanschauung sein und sein müssen, weil es d i e klar sie und entschlossen sie Führung hat. Deshalb treten wir demütig vor die großen Aufgaben und Pflichten hin, die die Nation uns auferlegt, in der festen Gewißheit, daß das Reich einmal groß und mächtig sein und daß unsere Kinder die glücklichen Söhne und Töchter des freisten und stolzesten Volkes der Erde sein werden." — Die Versammlung dankte Reichsminister Dr. Goebbels am Schluß seiner Rede mit stürmischen Kundgebungen. in Oer Verles üngi ■h 25. ÄV •jil* ’fürrf < iU rolir haben !* d ort«11 W" ?0‘-l LS «ui der .u l B“ ®inbt„UVr ' Handlung .^e 5 , Auch das stuye F-x in Madnd, Rhaude >n f. LLZKt E® In Nom wird US Plünderung der ltal jpg*»* Abwehrfront gegen die Mächte der Zersetzung. Oie Unterzeichner des deutsch-japanischen Abkommens über den Ginn des Vertrages. Berlin, 25. Nov. (DNB.) Botschafter von Ribbentrop gab dem Deutschen Nachrichtenbüro zum deutsch-japanischen Abkommen folgende Erklärung ab: „Auf dem 7. Komintern-Kongreß hat der Bolschewismus allen ordnungsliebenden Staaten den Kampf auf Leben und Tod angesagt und als Ziel die Durchführung der Revolutton in allen Staaten und die Aufrichtung der bolschewistischen Weltdiktatur proklamiert. Das jüngste Opfer dieses Vernichtungswillens bolschewistischer Unheilstifter ist Spanien. Dieses Land alter europäischer Kultur ist heute vom Bürgerkrieg verwüstet, seine Städte und Dörfer liegen überall in Schutt und Asche, und das spanische Volk ist Heimsuchungen und Qualen ausgesetzt, die in der Geschichte kaum ihresgleichen inden. Dies sind die furchtbaren Folgen der Einmischung der Kommuni st ischen Internationale in Durchführung der auf dem 7. Komintern-Kongreß gefaßten Beschlüsse. Die Komintern hatte nichts anderes im Sinn, als durch Propaganda und Gewalt die „Sowjetrepublik Spanien" aufzurichten, um von hier aus Europa weiter zu unterwühlen. Wer soll das nächste Opfer sein? Blanche Staaten, so Amerika, haben seinerzeit gegen die Beschlüsse des 7. Komintern- Kongresses schärfste Proteste erhoben — sie sind wirkungslos geblieben. Deutschland und Japan, nicht gewillt, das Treiben der kommunistischen Hetzer länger zu dulden, sind nunmehr zur Tat geschrit- t e n. Der Abschluß des heute von Deutschland und Japan unterzeichneten Abkommens gegen die Kommunistische Internationale ist ein epochales Ereignis. Es ist ein Wendepunkt in dem Abwehrkampf aller ordnungs- und kulturliebenden Nationen gegen die Mächte der Zersetzung. Mit dem Zustandekommen dieses Vertrages haben unser Führer und Seine Majestät der Kaiser von Japan eine geschichtliche T a t vollbracht, die erst von kommenden Generationen in ihrer vollen Tragweite gewürdigt werden wird. Am heutigen Tage ist eine starke Abwehrfront von zwei Nationen geschaffen worden, die in gleicher Weife entschlossen sind, jeden Einmischungs- versuch der Kommunistischen Internationale in ihren Ländern zum Scheitern zu bringen. Japan wird eine Ausbreitung des Bolschewismus in Oftafien niemals zulassen. Deutschland bildet das Bollwerk gegen diese Pest i m Herzen Europas. Schließlich wird Italien, wie der Duce der Welt erklärt, das antibolschewistische Banner im Süden hochhalten. Ich bin der Uebergeugung, daß die Länder, die heute die bolschewistischen Gefahren noch nicht sehen, eines Tages unserem Führer für das klare und rechtzeitige Erkennen dieser einzig dastehenden Welt- bedrohung dankbar sein werden. In dem Abkommen ist vorgesehen, weitere Staaten zur Teilnahme an diesem Kampf einzuladen. Wir wünschen und hoffen, daß die übrigen Kultur- ftaaten die Notwendigkeit des Zusammenschlusses aller gegen die Arbeit der Kommunistischen Internationale erkennen und sick diesem Abkommen a n- schließen mögen. Auf oiese Weise wird es gelingen, diesen Weltfeind endgültig abzuwehren, den inneren und äußeren Frieden zu erhalten und unsere alte Kultur zu erretten." Die Erklärung des japanischen Botschafters. Der japanische Botschafter, Graf Mushakoji, erklärte einem DNB.-Vertreter folgendes: „Ich gebe hiermit meiner aufrichtigen Freude Ausdruck, daß das Abkommen gegen die Kommunistische Internationale am heutigen Tage zwischen Japan und Deutschland abgeschlossen worden ist. Die Kommunistische Internationale ist, wie allgemein bekannt, eine internationale Organisation, die überall in der Welt ihre Zellen besitzt und die Zersetzung und Vergewaltigung der bestehenden Staaten als ihr Ziel aussteltt. Da die Einmischung der Kommunistischen internationale in die inneren Verhältnisse der Nationen nicht nur deren inneren Frieden und soziales Wohlleben gefährdet, sondern auch den Weltfrieden überhaupt bedroht, ist es für jeden Kulturstaat aus S e l b st - erhaltungstrieb eine Selbstverständlichkeit, das Leben und Wohl des eigenen Volkes gegen diese Gefahr zu schützen. Dabei ist zu betonen, daß es gegen diese internationale kommunistische Organisation nur eine einzige wirksame Abwehrmöglichkeit gibt, nämlich das Zusammenwirken der Staaten. Japan und Deutschland, gegen die der Beschluß des 7. Komintern-Kongresses im besonderen gerichtet ist, fühlen sich durch die Zersetzungsarbeit der Kommunistischen Internationale am stärksten bedroht und sind deshalb als erste zum Entschluß gekommen, sich gegen diese Gefahr zusammenzuschließen. Ich bin überzeugt, daß das japanische Kaiserreich unter dem glorreichen Regime Seiner Majestät des Kaisers und das neue Deutschland unter der heroischen Führung des Führers und Reichskanzlers als Garanten des Weltfriedens im Osten und Westen mit diesem Schritt ihren Teil zur Befriedung der Welt beitragen werden. Unser Bild zeigt den Kaiserlich japanischen Botschafter in Berlin, Vicomte Mushakoji, und beit Botschafter von Ribbentrop bei der Unterzeichnung des deutsch-japanischen Abkommens. (Scherl-M.) Gegen die kommunistische Wühlarbeit in Ostasten. Eine Erklärung der japanischen Regierung. Tokio, 25. Nov. (DNB.) Zur Unterzeichnung des deutsch-japanischen Abkommens hat die japanische Regierung eine Erklärung abgegeben, in der es u. a. heißt, daß seit der Errichtung der Kommunistischen Internationale, die mit ihrem Hauptquartier in Moskau die Vernichtung der nationalen und sozialen Struktur jedes Landes zum Ziele habe, die Komintern entsprechend ihren Grundsätzen der Weltrevolution Akttonen ausgelöst habe, die in hohem Maße den Weltfrieden bedrohten. Wie China den Verwüstungen der kommunistischen Armeen ausgesetzt sei, so litten auch die Aeußere Mongo- l e i und Sinkiang unter dem Treiben der Komintern. In Mandschukuo habe die Komintern durch die Errichtung von Bezirksausschüssen Räuberbanden zu gewinnen und für ihre Zwecke dienstbar zu machen versucht. In Japan, wo die extreme Lmke nach den mandschurischen Ereignissen zeitweise Kraft einbüßte, habe sich nach dem 7. Kongreß der Komintern die Energie der kommunistischen Bewegung wieder gesteigert. Angesichts der wachsenden Gefahr sähe sich Japan nun gezwungen, im Interesse seiner Sicherheit und des Friedens in Dftafien schärfere Notwehrmahnahmen zu ergreifen. Da die Organisation und die Tättgkeit der Komintern internationalen Charakter trügen, müsse jede Gegenmaßnahme i n internationaler Zusammenarbeit getroffen werden. Japan und Deutschland sähen sich der Komintern gegenüber in ähnlicher Lage. Die japanische Regierung habe sich daher veranlaßt gesehen, zum Abschluß einer Vereinbarung zu schreiten, die den ersten Schritt in der Verteidigung gegen den Kommunismus darstelle. Die japanische Regierung gibt ihrem Wunsche Ausdruck, daß sich möglichst viele Staaten den Abwehrmaßnahmen gegen die Gefahr der Komintern anschließen mögen. Sie betont ausdrücklich, daß neben diesem Abkommen Vereinbarungen anderer Art nicht bestehen, daß Japan nicht die Absicht habe irgendeinen besonderen internationalen Block zu bilden und daß sich die Vereinbarung gegen kein Land richte. Statte Beachtung in Paris. Paris, 25. Nov. (DNB.) Die Pariser Presse meldet in riesigen Uebersckriften die Unterzeichnung des deutsch-japanischen Avkommens. Der „Tempo betont, daß das Abkommen nicht gegen Sowjetruß- land, sondern gegen den internationalen Kommunismus, wo immer er auch auftauchen möge, gerichtet sei. In amtlichen Kreisen mißt man der Angelegenheit eine zu große Bedeutung bei, als daß man die Stellungnahme überstürzen möchte. In parlamentarischen Kreisen erklärt man, daß dieses Abkommen zwar den Zweck verfolge, den man Am Dienstag ti ein, wo er von den König von 9 Rom, 25. No nföen Reichsverw und der Via bei 1 ®Qrnifon von Ri je Besichtigung b M und Kaiser «gen Einbn W Seyoum ferste abeWsb 'M königlichen i3 lehren bes R< .Maltet, bei Mnmb bemin gewechs > König unb Runbertealten oei oe Rns, ber Ge gegenseitige S< ft";Seibe R° J*S|e mürbe; d?durch 2» jkieblich #*Xuna w* m. sagen marxistischer Gefangener ergebe sich, daß bei Lingams Reichsverweser in Rom i Men siZ Lage- o7r°nlch rlobiloel Jetzt ist Einfüllzeit für Arctic! vorfuhr des des bauten Friedens zu verteidigen, in denen sie selbst fest verwurzelt seien. „Mit diesen Gefühlen", so schloß der Reichsverweser, „erhebe ich mein Glas auf das Wohl Euer königl, und kaiserl. Majestät, Ihrer Majestät der Königin und Kaiserin, auf das Wohl der erlauchten königlichen und kaiserlichen Familien und auf das immer mächtigere Gedeihen der brüderlich befreundeten Nation" Kriegsmarinemini st eriums getrennt eingebracht würden, so daß es sich hier lediglich um den Haushalt des Landheeres handle. Gegenüber dem gleichen Haushalt des Vorjahres bedeutet der Haushalt für 1937 eine Erhöhung um 1,4 Milliarden Franks. Unberücksichtigt bleiben hierbei jedoch die außerordentlichen Kredite in Höhe von rund 10 Milliarden, die in den letzten Monaten für das Marine-, Luftfahrt- und Kriegsministerium beantragt worden sind. Typisches Winterwetter mit Temperaturschwankungen von +15° bis —30° kann Ihrem Wagen nichts anhaben, wenn Sie Arctic fahren: Das neue Arctic ist frostsicher und hitzefest« Oer Reichsnährstand an die Front. Reichsbauernführer Oarrs eröffnet den 4. Reichsbauerntag in Goslar. Rote Einbrecher in der deutschen Botschaft in Madrid Minister fr, stürmischen mögen sich die deutschen Künstler der Aufgabe bewußt sein, die ihnen die Nation überträgt. Da Torheit und Unrecht die Welt zu beherrschen scheinen, rufen wir sie auf, die stolzeste Verteidigung des deutschen Volkes mit zu übernehmen durch die deutsche Kunst. Adolf Hitler, aus der Kulturrede auf dem Parteitag 1933. Am Dienstag traf der ungarische Reichsoerweser Admiral v o n H o r t h y in der italienischen Hauptstadt ein wo er von dem italienischen Herrscherpaar sowie von Mussolini empfangen wurde. Unser Bild zeigt den König von Italien und Kaiser von Aethiopien mit dem Admiral Horthy bei der Abfahrt vom Bahnhof in Rom. — (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) Frankreichs oröhter Militärbausba«t. Paris, 25. Noo (DNB.) Im Finanzausschuß der Kammer wurde der Haushalt des Kriegsmini st eriums eingebracht, der sich für 1937 auf 11 Milliarden Franks beläuft und damit nach den Ausführungen des Berichterstatters den größten Militärhaushalt darstelt, der jemals fred)et hUan. V es die 5üh. 9 vor die I die die siewihheil, pig sein h 5öhne n Dolles einem französischen Parlament zur Annahme gelegt worden ist. Man dürfe nicht vergessen, der Berichterstatter fort, daß der Haushalt Luftfahrtmini st eriums und der lwirken bei M die her im be|onbe> Zersetzung- tionale om Scharfer Protest in Oslo. Aeußerstes Befremden der Reichsregierung über den Beschluß des norwegischen Robel-Ausschuffes. «iE japan'W t U M jen "°L i AbH' ’ en »° ieue Deutsch- 'es Führers des Welt- mit diesem lung der und den vcherl-M ifien. irtf« sS I K m«« B Lvta«(< ^4 >m. Filter irSeränbet' ,rb es ein. Äscher !?ter & 73 '' und Soll Berlin, 25. Nov. (DNB.) Der Reichsmlnlster des Auswärtigen, Freiherr von Neurath, hat den deutschen Gesandten in Oslo telegraphisch beauftragt, das äußer st e Befremden der Reichsregierung zu dem Beschluß des Stortingausschusses hinsichtlich der Zuteilung des Friedens-Nobel-Preises zum Ausdruck zu bringen. Wenn auch die norwegische Regierung als solche nicht unmittelbar an diesem Beschluß beteiligt ist, so handelt es sich doch andererseits um einen Beschluß der norwegischen Landesvertretung, die eine bewußte und beeidigende Herausforderung Deutschlands darstellt. Der Gesandte hat den Auftrag, mitzuteilen, daß sich die deutsche Regierung vorbehalten muß, alle Schlußfolgerungen aus diesem Vorfall zu ziehen. Oie norwegische presse fürchtet die Folgen. Oslo, 25. Noo. (DNB.) In der verantwortungsbewußten norwegischen Presse kommt die Erkenntnis zum Ausdruck, daß das Nobel-Komitee mit seiner Entscheidung für Ossietzky nicht nur derIdee des Friedenspreises einen schweren und nicht wieder gutzumachenden Schlag versetzt, sondern auch außenpolitisch Norwegen große Schwierigkeiten bereitet habe. Die bürgerliche Presse d e r - urteilt einhellig die Entscheidung des Nobel- Komitees. So saat „Nationen": Mit dieser Preisverteilung, die jeder sachlichen Grundlage entbehrt, werden wir die gleiche Erfahrung machen wie mit der Trotzki-Affäre." — „Morgen- bladet" meint: „Diese Verteilung ist eine politische Agitation, die um so mehr zu beklaaen ist, weil sie in Widerspruch steht mit dem Geist Der Stiftung und geeignet ist, das Ansehen des Nobel- Komitees zu schwächen." — „Tidens Tegn" schreibt: „W i r beklagen d i e Entscheidung, die das Nobel-Komitee getroffen hat, als es den Friedenspreis Karl von Ossietzky gab. Es war nicht die Liebe zum Frieden, sondern derHaßgegendenNa- tionalsozialismus, der Ossietzkys Namen in den Vordergrund gebracht hat." — „Aftenposten" schließlich erklärt: „Wir betrachten es als eine ganz schwere Fehlentscheidung, wenn das Nobel-Komitee Ossietzky für würdig befunden hat/ den Friedenspreis zu erhalten. Ossietzky hat nichts für den Frieden Bedeutendes getan. Wir befürchten, daß durch diesen Schritt dos Ansehen des Friedenspreises bedenklich sinken wird." — Daß die marxistische Presse begeistert ist, bedarf keiner Erwähnung. Hymnen leitete zu einem Heereskonzert zum Besten der Winterhilfe über. Auf weiteren Sondertagungen des Reichsbauerntages wurde der Einsatz der Maschinen und Geräte in der Erzeugungsschlacht behandelt. Insbesondere wurde dabei nach der erheblichen Steigerung des Umsatzes an Landmaschinen und industriellen Produktionsmitteln der Grundsatz aufgestellt, daß bei Verzicht auf die Entwicklung neuer Typen eine Vereinheitlichung der Typen, weitgehende Normung und Pflege der vorhandenen Maschinen durchgeführt werden muß. Eingehende Beratungen galten auch der Landhauswirtschaft, der Hausfrauenarbeit, der Dor- ratswirtschast im Landhaushalt, dem Kampf gegen erste zum Gefahr ju« daß bas ja« chen Regime ter geben übereinstimmend ihren Befürchtungen Ausdruck, daß die Bildung von Mächteblocks zu internationalen Verwicklungen führen könnte. Der Pakt fei wohl auf dem Kampf gegen den Kommunismus aufgebaut, aber stelle nichtsdestoweniger ein höchst wichtiges diplomatisches Instrument dar. Frankreich und England, die die Blockpolitik und die Weltanschauungskreuzzüge ablehnten, könnten diesem Pakt gegenüber nicht gleichgültig bleiben Rom, 25. Nov. (DNB.) Zu Ehren des ungarischen Reichsverwesers fand auf der Pia del Jmperio und der Dia bei Trionfi eine große Parade der Garnison von Rom statt. Der Vorbeimarsch und die Besichtigung durch den Reichsoerweser und den König und Kaiser Viktor Emanuel vermittelte einen lebendigen Eindruck der faschistischen Wehrmacht. Ras Seyoum und Ras Getadscho wohnten als erste abessinische Würdenträger der Parade bei. Im königlichen Schloß wurde am Mittwochabend zu Ehren des Reichsverwesers ein Galadiner veranstaltet, bei dem zwischen dem König und Kaiser und dem ungarischen Reichsoerweser Trink- spräche gewechselt wurden. Der König und Kaiser wies darauf hin, daß die jahrhundertealten Bande zwischen Italien und Ungarn im letzten Jahrzehnt noch enger geknüpft worden i,eien. Bei der Durchführung einer Politik des Friedens, der Gerechtigkeit und des Aufbaues fei die gegenseitige Sympathie noch offener an den Tag getreten. Beide Regierungen hätten diese Gefühle in die Form vertrauensvoller Zusammenarbeit umgesetzt. Sie würden damit fortfahren, in der lieber- zeugung, dadurch neue nützliche Ergebnisse für die Sacke des friedlichen Zusammenlebens zwischen den Nationen Europas zu erzielen. Der ungarische Reichsoerweser dankte in italienischer Sprache wies sodann auf die Gründung d e s Imperiums hin und sprach hierzu die wärmsten Glückwünsche der ungarischen Regierung und des ungarischen Volkes aus. Die Ueber- einStimmung der Ziele sei ein Unterpfand dafür, daß beide Nationen auch in Zukunft ihre Anstrengungen gemeinsam darauf würden richten können, die edlen Grundsätze eines auf Gerechtigkeit aufge- nur ein neuer Beweis für die in der spanischen Hauptstadt herrschende Anarchie fei. Kampf um den Madrider Königspalast. Talavera de la Reina, 25. Nov. (DNB.) Nach glaubwürdiaen Berichten eines aus Madrid zurückgekehrten Offiziers der Reguläres haben die nationalen Truppen nach der Einnahme des sogenannten Mustergefängnisses sämtliche Häuserblocks der Calle Princesa erobert und sich bis zur Plaza Espana und Aur Plaza Oriente durchgekämpft. Der Hauptkampf ist nunmehr um den von den Bolschewisten in eine Festung verwandelten Königspalast entbrannt. General d e Llano teilte mit, daß andauernde Regengüsse und schwerer Nebel eine Madrid, 25. Nov. (DNB.) Die roten Machthaber haben mit der Begründung, daß „die spanische Republik ihre diplomatischen Beziehungen zu Deutschland abgebrochen habe", die Gebäude verdeutschen Schule und desdeutschen Konsulats in Cartagena widerrechtlich mit 8 eschlag belegt Das Schulgebäude wird a l s Quartier für rote Milizen, das Konsulat vis Sitz einer roten Kommission benutzt werden. 3n Madrid haben sich die bolschewistischen Machthaber ebenfalls eine unerhörte Verletzung der Exterritorialitätsrechte der deutschen Botschaft geleistet mit einer „genauen Durchsuchung" der Botschaft, wobei angeblich „wert- volles Material" beschlagnahmt worden ist. Es liegt euf der Hand, daß mit dieser Darstellung eine nur Us Einbruch zu wertende Tat als sog. Amts- ianblun g der Rotgardisten bemäntelt werden soll. Auch das frühere italienische Botschafts- jebäube in Madrib, bas bereits seit einigen Mo- taten wegen Verlegung bes Botschaftssitzes nach Klicante geschlossen worben war, ist von b e n toten Terrorbanben geplünbert warten. In Rom wirb barauf hingewiesen, baß ber ucn vu«» w exterritoriale Charakter ber biplomatischen unb t e 1 m a n g e 1 . lonsularischen Gebäube selbst von b en Abes- uni) Tag eine ______ [iniern geachtet worden ist und daß die kunft verteilt werde. Plünderung der italienischen Botschaft in Madrid Entrüstung in Schweden. Stockholm, 25. Nov. (DNB.) Die schwedische Presse beschäftigt sich weiter eingehend mit dem Friedenspreis für Ossietzky. „Deftgöta Korre- f p o n b e n t e n" stellt fest, baß ber Preis für Ossietzky e i n e politische Tragweite habe, bie weit über bie skanbinavischen Länber hinaus- reiche. Er kennzeichne barum keine Frieben-parolr, sondern eine Streitfanfare, unb biefe komme vom Norben, ber sich so gerne seiner neutralen Stellung rühme unb sich über alle bie zwischenstaatlichen Zwistigkeiten erhaben bünfe. Man habe größere Klugheit unb besseres Urteilsvermögen beim Nobel-Komitee bes norwegischen Stortings erwartet. — „S v e n f t a Dagblabet" erklärt u. a., ein wirklicher und wahrer Friede könne einzig und allein nur organisiert, aber nicht hervoragitiert werden, zumal mit solchen Methoden der nationalen Verleugnung und Selbstaufgabe, wie sie Ossietzky angewandt habe. Das preisverteilende Komitee habe dadurch sein Unvermögen, ein heiliges Erbe zu handhaben, kundgetan. — Das südschwedische „Lunds D a g b 1 a d" führt u. a. aus: Man sei versucht, seiner großen Dankbarkeit darüber Ausdruck zu geben, daß es nicht der schwedische Reichstag gewesen sei, der sich in ä h n l i ch e r Weise blamiert habe, wie ber Storfing. Für Schweben bestehe jeboch bas Ermebrigenbe barin, baß ber Friebens-Nobelpreis, ber ber Ausbruck bes Ibealismus eines großen Schweben fei, z u einer politischen Machenschaft herabgewür- bigt unb bazu benutzt worben fei, ein Volk zu verletzen, mit bem Schweben in Freunbschast leben wolle. Daß es gerabe ber Friedenspreis fei, der in dieser Weise ausgenutzt werde, lasse die Lage um so bedauerlicher erscheinen. OieOrahtzieher de-- Offietzky-Rummels Paris, 25. Nov. (DNB.) Die kommunistische „H u m a n i t ä" und einige andere Linksblätter veröffentlichen folgende Mitteilung, die für sich selbst spricht: „Mit größter Freude hören wir, daß u n - f e r Feldzug für bie Verleihung des Friedens - Nobelpreises an Ossietzky Erfolg gehabt hat. Wir legen Wert darauf, allen denen zu danken, die auf unseren Aufruf geantwortet haben. Wir erwähnen in erster Linie folgende Namen: Eduard Herriot, Leon Blum, Maurice T h o r e z, Raoul A u b a u d , Vincent Aur iol, Fernand Bruno t, Marcel Cachin, Pierre C o t, Georges Monet und Marius Mou - t e t (ber Kolonialminister), ber Schriftsteller Romain Rolland, Leon I o u h a u x und viele andere mehr." $m amtlicherseits beilege, daß aber keine unbedingte Notwendigkeit für feinen Abschluß bestanden jabe, weil der Kampf gegen den Kommunismus Sacke jeder einzelnen Regierung innerhalb ihrer Zandesgrenzen fei. Man befürchtet außerdem, daß tiefes Abkommen mit jenem Geist des Kreuzzuges übereinftimme, dessen Gefahren oft bargelegt warten seien. (!) Jrn übrigen stellt man fest, baß bas übtommen keine Militärklauseln enthält. Die Blät- ben Verberb unb der körperlichen unb seelischen Betreuung ber Familienmitglieber. In einem Bericht ber Hauptvereinigung ber beutschen Diehwirt- schaft würbe eine Verschärfung der Kontrolle für Schlachtviehpreise angekündigt. Reichshauptabteilungsleiter III, Dr. Korte, erklärte, im nächsten Jahr werde die straffere Erfassung der Ware im Vordergrund stehen, wobei für die Einhaltung der Preise gesorgt werde. Hand in Hand damit werde bie notwendige Bereinigung bes Verteiler- unb Der- arbeiterapparates gehen. Derwaltungsamtsführer Freiherr von Kanne beschloß bie Sonber- tagungen mit bem Hinweis darauf, daß die Marktordnung notwendig sei, wenn eine ruhige Entwick- lung gewährleistet werden solle. Das gelte besonders für eine organische Vorratswirtschaft, weil die Erzeugung der Landwirtschaft stets von wechselnden natürlichen Einflüssen abhänge und niemals gleichmäßig gestalte: werden könne. Notwendigerweise müßten sich aber bei Schwanrungen Störungen in der landwirtschaftlichen Betriebsführung unb in ber Bedarfdeckung ergeben. Es sei selbstverständlich, daß die Marktregeluna bei dieser Sachlage nicht starr gehandhabt werden könne. den roten Streitkräften großer Lebensmittelmangel herrsche und daß lediglich pro Mann und Tag eine Konservendose sowjetrussischer HerG o ß la r, 25. Nov. (DNB.) In feierlichem Rahmen wurde am Mittwochabend nach Beendigung der internen Fackberatungen der 4. Reichsbauerntag in der festlich geschmückten Stadthalle in der Reichsbauernstadt Goslar von Reichsbauernführer R. Walther D a r r 6 eröffnet. Als der Neichsbauernführer infolge, seiner Sportverletzung noch leicht auf einen Stock gestützt, nach allen Seiten grüßend den Saal durchschritt, empfingen ihn begeisterte Heil!-Rufe. Der Reichsbauernführer dankte für die liebevolle Begrüßung und die treue Arbeit des Bauerntums. Er wies darauf hin, daß der Reichsnährstand heute in die Erzeugungsschlacht nicht mit jungen Rekruten in den Kamps gehe, sondern daß die Bauern als alte Soldaten in die dritte Erzeugungsschlacht träten, getragen von den Erfahrungen zweier großer Schlachten und entschlossen, sie zu gewinnen, weil sie wüßten, daß sie sie gewinnen müssen, um dem Führer zu ermöglichen, was er mit dem deutschen Volk will. „Die Durchführung des zweiten Vierjahresplanes hat", fo fuhr Darre fort, „der Führer Hermann Göring übertragen. (Starker Beifall.) 3m 3ahre 1918 hat ein ruhmbedecktes Kampfgeschwader das Glück erlebt, einen Hermann Göring 3um Kommandeur zu bekommen, wir wissen von jenen Männern, was das für sie bedeutet hat. heute bin ich und ist mit mir der ganze Reichsnährstand glücklich, im neuen vierjahresplan des Führers einen Hermann Goring zum Kommandeur zu haben. (Bravo-Rufe und Händeklatschen.) 3m zweiten Vierjahresplan des Führers gibt es für uns nur einen Befehl: Der Reichsnährstand an die Front." Darre schloß: „Ich darf aber barauf Hinweisen, baß, wenn wir heute so glücklich in biefer Stunbe zusammenkommen können, um biefe Gebauten auszusprechen, wenn wir heute voll Stolz von bem Abkommen mit einem starken und mächtigen Volk im Fernen Osten hören, wir das alles letzten Endes nur unserem Führer verdanken: Adolf Hitler. Was wir sind, sind wir durch ihn. Er hat uns den Gedanken der Volksgemeinschaft geprägt und eingehämmert, er hat uns den Gedanken der Volksgemeinschaft oorgelebt. Er hat aber auch d i e Volksgemeinschaft erreicht, und er hat uns durch diese Volksgemeinschaft wieder zu einem freien Volk in der Welt gemacht." — Mit einem Sieg-Heil auf den Führer eröffnete Darre dann den Reichsbauerntag. Der Gesang der National- Verzögeruna der militärischen Aktionen an der Madrider Front verursacht haben. Rote Gegenangriffe seien abgeschlagen worden. Aus den Aus- MM Oer deutsche Arbeiter nimmt an Deutschlands Kulturleben teil? Rechenschaftsbericht des Reichsorganisationsleiters Or. Ley über Ziele und Leistungen der REG. „Kraft durch Freude". Der Reichsberufswettkampf der deutschen Studenten. In der Königsberger Universität fand in Gegenwart von Vertretern aller Parteigliederungen, de?' Wehrmacht, des Reichsarbeitsdienstes und der Wissenschaft die feierliche Eröffnung des Reichsberuf swettkampfes der deutschen Studenten für alle deutschen Hoch- und Fachschulen statt. Gaustudentenführer Rothe eröffnete die Feierstunde mit Begrüßungsworten. Der Beauftragte der Reichsstudentenführung für den Reichsberufswettkampf der deutschen Studenten, 66.= Sturmbannführer Dr. S i x, richtete einen Appell an die gesamte deutsche Studentenschaft. Der Reichsberufswettkampf der deutschen Studenten, so führte er u. a. aus, ist ein Willensausdruck der neuen Lebensform des Studententums der Gegenwart. Wenn das Studententum unter dem deutschen Reichsstudentenführer Dr. Scheel end- gMtig geeint wurde, so ist diese Tatsache die zwangsläufige Folge jener Kampfjahre, die den Studenten die Reife zu dieser Erkenntnis gegeben haben. Der Reichsberufswettkampf ist ein Teil des großen Reichsberufs w e t tka m p - f e s der deutschen Jugend. Der Student ging in den Jahren vor und nach der Machtübernahme auf die Straße, in die Stürme, in die Lager und in die Fabrik. Dort mußte er erkennen, daß er nicht vor seiner eigentlichen Aufgabe stand. Er kehrte zurück zur Hochschule, brachte nun aber die Erfahrungen und Notwendigkeiten der Wirklichkeit und des Lebens mit und trat so an die Hochschule nicht mehr als Bittender, sondern als Fordernder heran. Unsere Aufgabe mußte es sein, die Erfahrungen des studentischen Einsatzes auf die Hochschule zu übertragen, die politischen Aufgaben der Nation in die Wissenschaft zu stellen und vor allem den gemeinsamen Leistungsappell für die Gesamtheit der Studenten zu finden. In diesem Zeitpunkt erhielt der Reichsberufswettkampf in der Studentenschaft seine große Bedeutung. Für uns ist bei ihm in erster Linie die Tatsache maßgebend, einmal im Jahre die gesamte Studentenschaft in einer gemeinschaftlichen Arbeit zusammenzurufen und ihre wissenschaftliche Sicherheit und ihre Leistungen zu steigern. Wir sehen in dem Reichsberufswettkampf ein Mittel, die Einheit der Dozenten und Studenten wiederzufinden, das Verhältnis von Meister, Geselle und Lehrling, das in dem Reichsberufswettkampf der werktätigen Jugend längst verwirklicht ist, auch auf der Hochschule wieder zur Geltung zu bringen. Das deutsche Studententum wird in dem Reichsberufswettkampf den Beweis erbringen, daß es durch wissenschaftliche Leistungen in steter Wiederholung von unten her beiträgt zu jener Front Hochschule und Wissenschaft, die unser erstes und heißestes Ziel sein muß. So rufe ich jeden deutschen Studenten auf, anzutreten zum 2. Reichsberufswettkampf der deutschen Studenten und in einem ritterlichen Wettstreit um die höchste Ehre zu ringen, die einem jungen Deutschen zuteil werden kann: den Handschlag des Führers. Mit der Führerehrung und dem Horst- Wessel-Lied wurde die Kundgebung geschlossen. Dom deutschen Jugendherbergswerk. Der Reichsverband für deutsche Jugendherbergen rief die Landesverbandsleiter und die maßgebenden Architekten des Herbergs- Berlin, 25. Nov. (DNB.) Reichsorganisationsleiter Dr. Ley übergab der Presse einen Bericht „Drei Jahre nationalsozialistische Gemeinschaft Kraft durch Freude", in dem die Z i e l e u n d Leistun° gen dieses großen Werkes dargelegt werden. Er hob hervor, welch gewaltige Ausmaße dieses Werk in knapp drei Jahren erfahren hat. Der Arbeiter fei durch den Marxismus heimatlos geworden, er habe aber nie feine große Sehnsucht nach seinem Volke und seiner Heimat verloren. Der Nationalsozialismus habe dem deutschen Arbeiter die Möglichkeit gegeben, an den kulturellen Gütern Deutschlaüüs teilzunehmen, die seine Vorväter geschaffen hätten. Alles Gute und Schöne in Deutschland werde jetzt auch dem deutschen Arbeiter zugänglich gemacht. Der Bericht „Drei Jahre NS.-Gemeinschaft Kraft durch Freude" ist vom Reichsamtsleiter Horst Dreßler-Andreß verfaßt und betont, daß der Gemeinschaft in 32 Gauen mit 800 Kreisdienststellen und 18 000 Ortsdienstellen 78 097 Betriebswarte zur Verfügung stehen. Das Amt „Feierabend" hatte insgesamt 142 670 Veranstaltungen mit 52766029 B e - s u ch e r n aufzuweisen. Es wurden Musik- und Singstunden abgehalten, Laienspiele und Tanzvorführungen veranstaltet, 4 850 000 Besucher ins Theater geführt und 16 886 474 Volksgenossen der Besuch von 40 756 Kabarettabenden ermöglicht. Das 90 Mann starke NS.-Reichssinfonieorchester wird bis zum Jahresschluß 220 Konzerte gegeben haben. 700 Lager der Reichsautobahnengefolgschaft wurden ebenfalls von der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" betreut. Das Amt „Deutsches Volksbildungswerk" weist 36 194 Veranstaltungen mit 6 109 269 Teilnehmern auf. Aus der Statistik des Amtes „Reisen, Wanwerkes aus dem ganzen Reich nach Süddeutschlanv zu einer Tagung, die in den neuen richtunggebenden Bauten in Berchtesgaden, Urfeld, Tübingen und Titisee abgehalten wird. Die Tagung wurde in der Adolf-Hitler-Jugendherberge in Berchtesgaden begonnen und in der Baldur-von-Schirach- Jugendherberge in Urfeld fortgesetzt. Der Reichsjugendführer machte anläßlich eines Kameradschaftsabends in Urfeld einige grundlegende Ausführungen über die neuen im Jugendherbergsbau eingeschlagenen Wege. Er sprach von der Baukunst und Raumgestaltung als dem mächtigsten Erziehungsfaktor in der deutschen Jugend. Die Landesverbandsleiter besichtigten auf der Weiterfahrt nach Tübingen die Zelle in der Festung Landsberg, in der Adolf Hitler seine Festungshaft verbrachte. Osljüdische Devifenschieberbande in Wien dingfest gemacht. Vor einigen Tagen hat die Wiener Polizei, wie bereits gemeldet, eine Bande festgenommen, die Valuten im Werte von mehreren Millionen Schilling ins Ausland verschoben hat. Es handelt sich dern, Urlaub" ist ersichtlich, daß sich die Zahl der KdF.-Fahrer seit dem letzten Jahre mehr als verdoppelt hat. Sie betrug im Jahre 1936 mehr als 6 Millionen, darunter 150 000 Seefahrer. Zu Jahresbeginn standen acht große lieber» seedampfer der Gemeinschaft zur Verfügung. Der Umsatz, einschließlich der Nebenausgaben, betrug in diesem Tätigkeitsabschnitt rund 110 Millionen Reichsmark. Die Statistik des Sportamtes lehrt, daß in diesem Jahre 275 307 Sportkurse mit 5 880 000 Teilnehmern veranstaltet wurden. Die Zahl der hauptamtlich beschäftigten, staatlich geprüften Sportlehrer beträgt 2800. Das Amt „Schönheit der Arbeit" setzte seine im Vorjahr begonnene Aktion „Gutes Licht — gute Arbeit" fort. Außerdem wurden bisher gegen 1000 Kameradschaftshäuser und 3000 neue Kantinen und Aufenthaltsräume errichtet, 3500 Grünanlagen in Werkhöfen und annähernd 200 Schwimmbäder sowie 1500 Waschräume geschaffen. Die Mittel für die Verbesserung der deutschen Betriebe betrugen fast ein halbe Milliarde Reichsmark. Zur Organisierung des inneren Betriebes in den Unternehmungen wurden die W e r k s ch a r e n gebildet, die vom NSG -Amt gleichen Namens verwaltet werden. Es haben heute 2150 Werkscharen einen Personalbestand von 90 000 Mann. Schließlich wurde auch durch ein Abkommen zwischen dem Reichsorganisationsleiter Dr. Ley und dem Reichsminister General^'eldmarschall von Blomberg der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" die außerdienstliche Freizeitgestaltung der Soldaten anvertraut. Auf Grund dieses Abkommens wurde das Amt Wehrmachtheime errichtet. Der Kongreß für Freizeitgestaltung war bisher die größte Tagung für Freizeitgestaltung der schaffenden Menschen. um die größte D e o i s e n s ch i e b u n g, die sich seit der Einführung der Devisenzwangswirtschaft im Jahre 1932 ereignet hat. Nunmehr werden auch die Namen der Täter bekannt. Bei den Verhafteten handelt es sich durchweg um Ostjuden, wie sich denn überhaupt in Wien in den letzten Monaten die jüdischen Verbrechen unheimlich zu häufen beginnen. Schon die Namen der Anführer: Harsch Wolf-Fink, Chaim Meschel-Mehl, Lemel Jakobowicz, Osias R i e b l e r recte Sommer, Simon Lieber, Sime Wang, Markus Rotenberg, Markus Landau, Moses Löffelstiel . . . weisen auf ihre Herkunft aus dem Ghetto. Es spricht Bände, daß am selben Tage, an dem diese Namensliste bekannt wird, die Blätter den Urteilsspruch gegen ein anderes, nicht minder sauberes Konsortium bringen. Die Familie des Ostjuden Lazar U l r e i ch , der jüdische Student S a - muel und der Arzt Norbert Hirsch wurden wegen mehrfachen schweren Versicherungsbetruges zu Kerkerstrafen von 2l/z bis 3V2 Jahren verurteilt. LZ Hindenburg" auf der kehlen diesjährigen Südamerikafahrt. Als Abschluß des diesjährigen Südamerika- Fahrtenprogramms der Deutschen Zeppelin-Reede» rei startete das Luftschiff „Hindenburg" Qm Mittwoch um 8.29 Uhr vollbesetzt in Frankfurt. Don der Besatzung des Luftschiffes wurden int Walde beim Luftschiffhafen auf dem Gelände der zukünftigen Zeppelin-Siedlung zwei schöne Tan- nenbäume geschlagen, die das Luftschiff den Ge- folgschastsmitgliedem der Deutschen Zeppelin-Reederei in Rio de Janeiro als Weihnachtsüberraschung mitbringt. Am 8. Dezember kehrt das Luftschiff „Hindenburg" von Rio de Janeiro wieder nach Frankfurt zurück und geht dann bis Anfang nächsten Jahres in die Halle zur Ueberholung. Die Besatzungsmitglieder werden dann den wohlverdienten Weihnachtsurlaub antreten. Mörder hingerichtel. Der 1890 geborene Wilhelm Hartenstein wurde in Bielefeld hingerichtet; er war vom Schwurgericht in Bielefeld wegen Mordes in Tateinheit hrit Verbrechen gegen Paragraph 1 Absatz 1 Ziffer 2 des Gesetzes zur Gewährleistung des Rechtsfriedens zum Tode verurteilt worden. Har- tenstein hatte am 14. August 1935 in Minden die 35 Jahre alte Ehefrau Luise Reck ermordet. Er wollte sich an ihr dafür rächen, daß sie in einem gegen ihn geführten Strafprozeß in Erfüllung ihrer Leugenpflicht zu seinen Ungunsten wahrheitsgemäß Aussagen gemacht hatte. Weiterbericht des Reichswetterdienstes. Ausqabeort Frankfurt. Die winterliche Wetterlage hat ihren Höhepunkt bereits überschritten. Zur Zeit haben sich über Mitteleuropa flache Tiefdruckstörungen entwickelt, die von Westen her feuchtere Luft hereinholen. Im Be .iche einer naßkalten Mischluft nahm die Witterung hierbei einen unfreundlichen Charakter an, auch kam es zu leichten Niederschlägen. Eine wesentliche Aende- rung der bestehenden, doch vorwiegend kalten Wetterlage ist noch nicht wahrscheinlich. AussichtenfürFreitag: Vor allem in den Niederungen dunstiges und vorwiegend bedecktes Wetter, strichweise mit leichten Niederschlägen, bei schwachen Winden Temperaturen wenig geändert. Aussichten für Samstag: Fortdauer der naßkalten Witterung, vereinzelt mit leichten Niederschlägen. Lufttemperaturen am 25. November: mittags —1,1 Grad Celsius, abends —1,5 Grad; am 26. November: morgens —1,3 Grad. Maximum — 1 Grad, Minimum heute nacht —1,6 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. November: abends 0,4 Grad; am 26. November: morgens 0,4 Grad. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. A. X. 36: 10 OOOl Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis NM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Krofdorf, den 26. November 1936. 7489 D Die Beerdigung findet am Samstag, dem 28. November, nachm. 31/» Uhr, in Krofdorf statt.— Beileidsbesuche dankend verbeten. Am Mittwoch nachmittag. 3'/4 Uhr, entschlief sanft an den Folgen eines Schlaganfalles im Alter von 71 Jahren mein lieber Mann unser guter Vater, Schwiegervater und Großvater Die trauernden Hinterbliebenen: I. d. N. Frau Elise Prafi. Herr Adolf Praß staatl. Hegemeister 1. R. Abzeißiien- und UoiMbrik sucht für den dortigen Bezirk gut eingeführte Vertreter Schriftliche Angebote unt. 7478D an den Gießener Anzeiger erbet. Verkäufe Sehr gut erhalt. Schreibmaschine zu verkaufen für 7O.~ 2)!k. O546O Wolfstraße26v. Sreitaa somstag verkaufe Kleider, Wäsche, Bücherschränke, ca. 20 Stühle, Tische, Sofa, Kautsch, Zinn-Schüssel, Teller, Kannen U. v. 0. 05456 Ludwig Schäfer Rodheim.Str.50 3 MlvMll 1 Eöüöouer Preis Rm. 70- bis Rm. 230-, zu verkauf. 7475V Stab III A..R. 9, Artill. - Kaserne, auf dem Trieb. 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Verlangen Sie die illustrierte Übersicht über unser Bauprogramm 1936 • machen Sie eine Probefahrt im Mercedes-Benz I MERCEDES-BENZ Frankfurt: Daimler-Benz A.G., Verkaufstelle Frankenallee 139-149 u. Kaiserstrabe 6. Fernruf Maingau 75241/43. Gieben: Neils taufe aber überwiegend etwas schwächer, so daß die schon schwächeren Berliner Schlußkurse um durchschnittlich 0,25 bis 0,75 v. H. unterschritten wurden. Angeboten waren Montanwerte, Hoesch 117,25 (118,13), Buderus 122 bis 121 (122,50), Verein. Stahl 121,25 (121,75), Mannesmann blie. ben mit 116 bis 116,25 gut behauptet. Schwächer lagen ferner JG.-Farben mit 166 (166,40), AEG. mit 39 bis 38,50 (39), Muag mit 132,50 (134,25, Berlin 133). Die Rentenmärkte lagen sehr still und erfuhren keine Veränderungen. Zertif. Dollar-Bonds blieben auf der Mittagsbasis behauptet. Von Aus- landsrenten notierten 4proz. Ungarn Gold mit 7,85 (7,95). U. a. notierten: 6proz. JG.-Farben 133,90, 4,5- proz. Stadt Ludwigshafen 94,75, 4proz. Ungarn Gold 7,85, Commerzbank 108,25, DD-Bank 108,50, Dresdner Bank 106,50, Buderus 122 bis 121, Har- pener 151, Mannesmann 116 bis 116,25, Hoesch 117,25, Verein. Stahl 121,25, AEG. 39 bis 38,50, IG. Chemie Basel volle 146,75, do. leere 132,75, Conti Gummi 163,25, Scheideanstalt 263,50, Deutsche Linoleum 162,50, Licht und Kraft 155, JG.- Farben 166, Gesfürel 143, Goldschmidt 128,75, Holzmann 133,50, Junghans 111,75, Muag 132,50, Moenus Maschinen 95,50, Schuckert 154,50, Westdt. Kaufhof 57, AG. für Verkehrswesen 119,75. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 25. Nov. Die Markt- und Preislage hat gegen den letzten Montag feine Veränderung erfahren. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 203, W 16 206, W 19 210, W20 212; Roggen R12 166, R15 169, R18 173, R19 175, Groß- Handelspreise der Mühlen ber genannten Preisgebiete. Futtergerste —, Braugerste 232, Futter- Hafer —. Weizenmehl Type 790 w 13 28,10, W 16 28,20, W19 28,20, W20 28,55; Roggenmehl Type 997 R12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich. Weizenfuttermehl 13,60. Weizenkleie W13 10,75, W16 10,90, W19 11,10, W 20 11,20; Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Sojaschrot —, Palmkuchen —, Erdnußkuchen —. Treber 16,75, Trockenschnitzel —, Heu (lose) 5,60, do. (drahtgepreßt) 6,60, Weizen- und Roggenstroh (drahtgepreßt), 2,60 bis 2,80, dasselbe (gebündelt), 2,40 bis 2,50. Tendenz: ruhig. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 26. Nov. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 79 Rinder (1 Ochse, 4 Bullen, 56 Kühe, 18 Färsen), 634 Kälber, 197 Schafe, 973 Schweine. Es kosteten: Kühe 20 bis 43 Mark, Färsen (Kalbinnen) 41 bis 44, Kälber 30 bis 65, Hümmel 30 bis 45, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Hämmel und Schafe langsam. Schweinemarkt in Friedberg. LPD. Friedberg, 25.Nov. Auf dem heutigen Schweinemarkt waren 602 Schweine auf- getrieben. Der Handel war sehr lebhaft, es verblieb etwas Ueberftanb. Es kosteten bis zu sechs Wochen alte Tiere 10 bis 15 Mark, 6 bis 8 Wochen alte 15 bis 18 Mark, 8 bis 12 Wochen alte Tiere 18 bis 25 Mark. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 968: Einfuhrzollerhöhung für Hut- stumpen in Griechenland. — 970: Meldepflicht des Holzhandels. — 971: Anordnung 40 der lieber- wachungsstelle für unedle Metalle vom 19. November 190.6, betr. Verbundschichten aus unedlen Metallen, insbesondere Ueberzüge aus Nickel, Chrom und Kobalt. Rundfunkprogramm. Freitag, 27. November. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen. 10: Schulfunk. 12.30: Buntes Mittagskonzert. 10 Jahre Nebensender Freiburg. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Buntes Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Dem Opernfreund. 15: Volk und Wirtschaft. Saison-Ausverkäufe — wann sind sie erlaubt? 16: Werkskonzert. 17.30: „Ab gelauschte Vogelstimmen." Ein Streifzug durch Wald und Flur. 17.50: Geschickte Hände am Werk. Ein Funkbericht aus den Werkstätten des Winterhilfswerkes. 18: Musik ans Dresden. 19: Klaviermusik auslandsdeutscher Komponisten. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Die Reichsbauernschaft Goslar. Ein Gang durch die Jahrhunderte. Hörszenen von Walter Heuer. 21: Wenn wir durch die Stadt marschieren. Bunter Soldatenabend. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Unterhaltungskonzert des Landes-Orchesters Gau Württemberg-Hohenzollern. 24 bis 2: Nachtmusik. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsdankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. SianUurt a. M. | -Berlin Frankfurt a.Ul. Berlin Schluß» kurs Schluß? Abend- hörte Schluß» kurs Schluß?. Mittag- hörte Schluß» kurs Schwill. Ahcnd- hörte Schluß- kurs Smiußk. mittag- hörte ■Datum 24 11 25 11 24 11 25 11 Datum 24 11. 25 11 24 11 2511. 6% Deutsche Relchsanleihe v. l'iü? 4% Deutsche Reichsanl. von r*i 101,25 101,25 101,25 101,25 4% OMflu Serie h ..... ...... 5% Numan, vereinh. Rente v. 1903 — — — — 98 98 98 98 — —— 6,8 6,85 5y,% Boung-Anteihe von 1930 . 103 103 102,75 4yr%Rumän.vereinh.Rentev.l91S — _ 9,7 9,75 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ............ 118,75 118,65 118,75 118,8 4% Rumänische vereinh. Rente . 2 yt°z'o Anatolier............. 5,7 5,7 29,6 5,7 28,25 5,6 29,75 4Vj% Deutsche Retchspostschatzan Weisungen von 1934, 1...... 4%% ehern. 8% Hessischer Volks ftaat 1929 (rüdjahlb. 102%) .. 99,9 98,75 99,9 98,75 99,9 99,8 98,75 Hamburg-Amerika-Paket .....o Hamburg-Südam. Dampfschiff. u 14,13 14,13 14,4 14,5 39,75 s 25, Unterkohl Rosenkohl 20 bis i bis 8, Meerretti bis 30, Kartoffeln, 3 bis 3,50 Mk, A- 15 bis 25 Mk., T Mg 25 bis 30 2 W 45 bis 60 I ^"Hühner 80 bis ?len 90 Pf. bis 1 ^menkohl, das ( ? l0, Lauch 5 bi iü 30 Pf. ‘ I? Starke ö* £ Sngrif ä "ber "erläni 2? h‘5 Mri «? Dach- Jj1? Tale uni'e S1L.6ür di-° w d-m gr 64nn '9un« !> Siel 'i,c' 9r°6e 6fr h 1* So ti.k Ende b u-5 8- tt ? 8elQ zu füttern und auch sonst dafür zu sorgen, daß sie keine Not leiden. DasAussetzen von Haus- tiereni st strafbar. Das Tierschutzgesetz des neuen Reiches verlangt von allen Menschen Rücksichtnahme auf die Lebensbedürfnisse der Tiere. Eine strafbare Tierquälerei wird nach den geltenden gesetzlichen Bestimmungen nicht allein in einer Handlung erblickt, die einem Tier Schmerzen bereitet, sondern Tierquälerei ist auch die Vernachlässigung eines Tieres in Haltung, Pflege oder Unterbringung. Es ist Pflicht eines jeden, für die Tiere einzutreten, die als treue Helfer des Menschen auf dessen Gegenleistungen angewiesen sind. Wer Tiere vor Schädigungen bewahrt, erfüllt damit nicht nur eine bestehende gesetzliche Pflicht, sondern er hilft auch, dem Volksvermögen erbe b I i d) e Werte zu erhalten. Deshalb fei jeder darauf bedacht, anderen Volksgenossen bei dem Schutz von Tieren vor Kälte und Nässe behilflich zu fein. Wenn aber trotz dieser erneuten Aufforderung durch den Reichs-Tierschutzbund einzelne Volksgenossen Tiere in strafbarer Weise vernachlässigen ober sonstwie mißhandeln, so erstatte man unnachsichtlich bei der zuständigen Polizeibehörde ober bei bem nächsten Tierschutzverein Anzeige. Hierzu ist jebermann berechtigt. bewegt, wieder in ihrem weit vom Schreibtisch entfernten Sessel saß. Denn schon öffnete sich die Tür und Rammelt erschien, um Olga Willnosf zu begrüßen. „Und was verschafft mir die Überraschung Ihres Besuches?" fragte er, Olgas Erscheinung mit Be- munberuna in sich ausnehmend. „Eigentlich dürfte Ihnen mein Kommen so überraschend nicht sein!" gab Olga lächelnd zurück. „Oder hat Ihnen Pauline von meinem Anruf gar nichts gesagt?!" „Doch, doch! Nur,--wenn Sie etwa Ianna bei mir vermuten ..." Mit unmerklich koketter Bewegung der Augenlider sah Olga auf: „Nein, Herr Doktor! Diesmal gilt mein Kommen nur Ihnen und nicht Ianna! Ich komme nämlich gewissermaßen in Geschäften zu Ihnen „In Geschäften? Da bin ich allerdings neugierig! Eigentlich sollte sich eine so schone Frau zwar gar nicht mit Geschäften besoffen! ..." „Vielleicht haben aoer gerade diese Geschäfte einen besonderen Reiz!" Wieder empfand Rammelt das eigentümlich Rätselhafte, bas Olgas Wesen umgab. Seine Neugier war erregt, ber prickelnde Gedanke, Olga Willnoff für diesen Abend festzuhalten, gewann Raum in ihm. während er Olga bereits antwortete: „Ich bin wirklich sehr gespannt! Trotzdem, was meinen Sie? Vielleicht könnten auch diese reizvollen Geschäfte noch eine halbe Stunde warten? Ich habe noch gar nichts gegessen, und zu gern würde ich mir erlauben, Sie in irgendein Restaurant einzuladen' Mein Wagen bringt uns in kurzem hin ... Es wäre mir ein besonderes Vergnügen ..." „Warum nicht, Herr Doktor? Wenn die Geschäfte dadurch nicht zu kurz kommen ..." „Aber selbstverständlich nicht! Später stehe ich Ihnen so lange zur Verfügung, wie Sie wünschen!" Wieder hatte Olga sich vollkommen in der (Bemalt, verriet mit keinem Aufblitzen ihrer Augen den Triumph, den sie innerlich empfand. Sie lächelte nur, eigenartig und vielversprechend, ein Lächeln, das alle Deutungen offen ließ ... In schellem Tempo steuerte Rammelt das leicht zu handhabende Kabriolett durch die Straßen, verfehlte nicht, seiner Begleiterin unterwegs von dem Autounfall zu erzählen, dessen dramatische Schilderung seine volle Wirkung zu haben schien. Denn Die Tiere in Ställen müssen vor Zugluft, Kälte und Feuchtigkeit des Winters geschützt werden. Dies geschieht zweckmäßig durch Abdichtung vorhandener Ritzen an den Türen, Löcher und Deffnungen in ber Stallwanb, soweit biese nicht zur vorsichtigen Lüftung notwendig sind. P f erbe, bie draußen warten müssen, sollen sorgfältig zugebeckt werben, bamit sie nicht unter ber Kälte unb Nässe Schmerzen unb gesunbheitliche Schäbigungen erleiben. Wachhunbe müssen für ben Winter eine beson- bers feste, dick mit Stroh ausgelegte unb vor Regen, Schnee unb Kälte sicher bewahrenbe Hütte erhalten, sofern es wirklich unumgänglich notwenbig ist, biese Hunbe außerhalb bes Hauses zu lassen. Kettenhunde müssen jetzt besonders reichlich gefüttert und auch mehrmals täglich von der Kette losgemacht werden, damit sie sich die notwendige Bewegung verschaffen, hierdurch ben Körper erwärmen unb bie ©lieber gelenkig erhalten können. Tiere in Laubenkolonien müssen in bie Stabt gebracht werben, ba bie unbeaufsichtigte Haltung von Tieren durch Personen, die während bes Winters in ber Stabt wohnen unb nur hin und wieder ihren Kleingarten besuchen, häufig zu Tierquälereien führt. Wer aus zwingenden Gründen seine Tiere in der Laubenkolonie zurück- lassen muß, ist gesetzlich verpflichtet, sich mehrmals täglich um die Tiere zu kümmern, sie regelmäßig Wie DNB. hort, kann noch für das diesjährige Weihnachtsfest mit einer Neuregelung gerechnet werden, wonach Weihnachtszuwendungen bei ber Berechnung ber Beiträge zur Reichsversicherung im allgemeinen unberücksichtigt bleiben. Künftig werden solche Zuwendungen als Entgelt nur bann noch anzusehen sein, wenn sie schriftlich, ober in einer Tarif-, Betriebs- ober Dienstorbnung feftftgelegt finb. Soweit sie ein Monatsgehalt übersteigen, sind sie stets Entgelt. Im übrigen finb alle einmaligen Zuwendungen, soweit sie zum Entgelt gehören, bei ber Berechnung der Beiträge nicht mehr auf bas Jahr zu verteilen, fonbem nur noch in dem Zeitabschnitt zu berücksichtigen, in dem sie gewährt Ist diese Bergung von einem Kilogramm Haselnüssen nicht auch Kampf bem Verberb? Nur eine Frage kann ich nicht beantworten. Mein jüngster Bub fragte mich, als ich beim Abens- effen bie Geschichte erzählte: „Wie haben denn die Mäuse die dicken Nüsse in die Erde getragen?" Ja, wie? Mit den Füßen? Dann konnten sie ja nicht laufen. Mit dem Maul? So groß ist das Ja gar nicht. Wahrscheinlich haben sie die Nüsse zwischen Kopf und Brust geklemmt, sagte ich. Ob es stimmt, weiß ich freilich nicht. Meinem Nachbarn aber werde ich sagen: Es ift doch besser, wenn man seinen Garten im Herbst umgräbt. Es wäre mir beinahe so ergangen wie ben Söhnen jenes Weinbauern, der aus seinem Totenbette sagte: „Es liegt ein Schatz im Weinberg, grabt danach!" Unb bie Söhne gruben und gruben unb schafften bamit gute Erde, daß die Weinstöcke besser gedeihen konnten. Das war ber wie in tiefster Besorgnis legte Olga mehrmals ihre elegant behanbschubte Hand auf seinen Arm. Dabei entging es ihr nicht, baß Rammelt jebesmal leicht zusammenzuckte. Das sollte ein großartiges Spiel werben, dachte sie frohlockend. Schon jetzt schien sie alle Trümpfe in ber Hanb zu haben, unb in ber Tat, sie würbe sie ausspielen bis zum letzten Gewinn! Der Wagen hielt mit leisem Knirschen ber Bremsen. Vor ben erleuchteten Fenstern ber „Excelsior- Bar" spielte in Riesenlettern eine rote Lichtreklame. Wieder lächelte Olga Willnoff unmerklich. Das war also das „Restaurant", in das Rammelt sie führen wollte! Beide saßen sich in einer ber mit exotischem Geschmack dekorierten Nischen gegenüber, in ber sie vor lauschenben Augen unb Ohren gänzlich verborgen waren. In hohen Gläsern, perlte ber Sekt. „Nicht wahr, hier sitzt man doch gemütlicher!" äußerte Rammelt leicht hinwerfend, während er Olga zutrank unb sie mit begehrlichen Augen betrachtete. Immer mehr ergriff der Reiz ihrer Gegenwart Besitz von ihm. „Ja, hübsch ist es hier, wirklich sehr hübsch!" Weit ließ sich Olga in die schwellenden Polster zurückfallen, während sie langsam hinzufügte: „Finden Sie nicht auch, Herr Doktor, daß die Stadt so viel, viel anregender ist als irgendein langweiliger Kurort? Zum Beispiel Oberhof! Gestern, als ich dort war ..." „Sie waren in Oberhof?" In höchstem Erstaunen rief Rammelt die Frage aus. Olga nickte mit gespielter Gleichgültigkeit: „Ja gewiß! Ich bin nur noch gar nicht dazu gekommen, es Ihnen zu erzählend „Aber dann müssen Sie doch Ianna getroffen haben! Oder waren Sie nur so kurze Zeit dort? Erzählen Sie doch!" „Natürlich habe ich Ianna gesehen, Herr Doktor! Allerbmgs nur ganz flüchtig! Sie war ge- rabe mit einem Herrn zusammen, — — biesem Doktor Gerharb Branb, von ber Brand A.-G., wenn Sie ihn kennen sollten! Er war lange Zeit in Sübamerika vermißt ..." „Mit Doktor Brand! Doktor--Gerhard-- Brand!" Keuchend stieß Rammelt die Worte heraus. Doch ein schneller Blick auf sein verzerrtes Gesicht verriet ihr, was seine Worte zu verschweigen suchten. Natürlich wußte er nichts, konnte nichts wissen! Trotzdem bewunderte sie Rammelt beinahe, als er jetzt mit gefaßter, fast kühler Stimme das Gespräch umlenkte: „Wäre es Ihnen angenehm, Fräulein Willnoff, wenn wir jetzt zu unfern Geschäften kämen? Wurden Sie mir sagen, worum es sich handelt?" „Genau genommen, um einen Auftrag meines Dators, Herr Doktor!" erwiderte Olga schnell, auf Rammelts veränderten Ton eingehend. „Unb was ist das für ein Auftrag?" „Ein nicht ganz unwichtiger, Herr Doktor!" ging Olga vorsichtig in ihrem Bericht weiter. „Mein Vater fühlte sich nur im Augenblick nicht ganz wohl, und..." , . v _ „Schon gut, Fräulein Willnoff! Ich weiß ja, baß Sie mit den juristischen Angelegenheiten Ihres Vaters vertraut find und des öfteren für ihn verhandeln!" t m . „Also mein Vater als Rechtswalter ber Brand AG. ist an dem Prozeß der »Vereinigten Zucker» werke' gegen bie Gebrüder Brand interessiert, uni--..." _ Rammelt unterdrückte einen Ausruf des Erstaunens: . . , „Also um die Sache handelt es sich?! Und bart ich erfahren, wie ich da Ihrem Vater dienlich fern soll?" (Fortsetzung folgtH im Haus ber DAF. — Stadttheater: 20.15 bis 23 Uhr „Drei Zachinis" mit Groß-Varietö. — Gloria-Palast, Selterswea: „Das Mädchen Irene". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Donner, Blitz unb Sonnenschein". — Oberhessischer Geschichtsverein, 20.15 Uhr, Prälat Dr. Diehl spricht in der Aula bes Gymnasiums über „Oberhessische Friedhofkapellen". — Biblische Woche der Lucher- gemeinbe: 20 Uhr, Pfarrer Schäfer (Bad Nauheim) spricht über „Sorget nicht" in ber Kapelle des Alten Friedhofs. Stadttheater Gießen. Aus bem Stabtthectterbüro wird uns geschrieben: Heute abenb finbet bas Wieberholungs-Gastspiel ber „Drei Zachinis" statt. Die „Drei Zachinis" gestalten ein interessantes unb abwechslungsreiches Programm. Der zweite Teil des Abends fetzt sich aus acht Nummern bes internationalen Groß» Varietes zusammen, u. a. ein Kraftakt ber Brüder Harrison; Kopfbalancen am schwebenden Trapez; Kunstradfahrakt; die Musik- und Tanznummer der Wunderkinder Quintino unb Diana Zachini; eine Öneue Nummer: Die vier Metropolis. Die tellung beginnt um 20.15 Uhr und dauert bis 23 Uhr. H(5£8., Kreis Gießen. Mädchenerziehung, technische Fächer. Samstag, 28. November, 15 Uhr, in ber Mädchen- berufssschule in Gießen. Frl. Kellner (Gießen) und Frl. Brüning (Grünberg): „Der Lehrgang in volkstümlichen Handarbeiten im Juni 1936." Gespannt beobachtete Olga Willnoff ihr Gegenüber. Sie hatte sich nicht getäuscht! Ihre Berner- hing hatte gezündet! Aus Rammelts Gesicht war alle Farbe gewichen. Wie von einem unsichtbaren Schlage getroffen, starrte er einen Augenblick regungslos vor sich hin. Gerhard Brand war zurückgekommen! Gerhard Brand unb Ianna waren roieber zusammen! Zusammen in Oberhof! Heimlich, ohne daß er etwas gewußt hätte!... Aber auch Dr. Ralf Rammelt war an Selbstbeherrschung gewohnt. Mit fast unmenschlicher Anstrengung riß er sich hoch. Nein, Olga Willnoff brauchte von seinen Gefühlen nichts zu wissen! Vor ihr wollte er keine Blöße zeigen, vor ihr nicht! „Ja, ich weiß davon, Ianna schrieb es mir!" sagte er hastig, Olga für Sekunden stutzig machend. füttert! Unb wie bankt bann bie „harmlose" Winterfliege dem Menschen diese sinnlose Pflege? Im Frühjahr^ wenn der Aufenthalt im Freien für dies Geschmeiß wieder erträglich wird, legt es seine 80 bis 100 Eier überall in Kot, Aas und sonstige ekelhafte Abfälle. Hier kriechen bald die Maden aus, wachsen schnell heran und schleppen dann, flugfähig geworden, die Bakterien gefährlicher und langwieriger Krankheiten, wie Ruhr, Typhus, Tuberkulose usw., in die Wohnung ihrer „Pfleger". Viermal schreitet jedes Flie- genweibchen im Jahr zur Eiablage, so daß aus einem überwinterten Exemplar gut zwei Millionen Nachkommen entstehen können. Wo sich Schmutz, Auswurf, Fäkalien und andere widerliche Stoffe vorfinden, ba stellen sich auch halb Fliegen ein. Don hier werben bie Krankheitserreger durch bie Saug- organe unb fiebrigen Fußballen dieser Plagegeister auf bie Nahrungsmittel ber Menschen übertragen. Und solche Schädlinge sind im Winter ba unb bort sogar in unüberlegter Weise gehätschelt unb gepflegt worden! Ausgerechnet diese Winterfliegen betrachtet man abergläubischerweise in manchen Gegenden als Glücksbringer und gibt ihnen sogar einen Kosen- namen, der alle Jahre wechselt. Damit muß energisch Schluß gemacht werden! Niemals ist die Gelegenheit günstiger, der Entwicklung dieser sommerlichen Fliegengefahr so erfolgreich Einhalt zu h.n, als in ben Wintermonaten. Im Oktober werben die meisten der Fliegen von einem wuchernden Pilzgeflecht überzogen, dessen Opfer sie bald werden. Man sieht sie bann, mit einem weiß- liehen Gespinst umhüllt, tot an Wanb unb Decke hängen. Die kräftigsten Exemplare entgehen jeboch biefer Fliegenpest unb überwintern bann gern in geheizten Räumen. Darum, töten wir bie über- lebenben Winterfliegen — wir vernichten bamit ungezählte Fliegenscharen bes fommenben Sommers unb erweisen bamit uns, unfern Kinbern, ber ganzen Familie, ja, der allgemeinen Volksgesundheit einen wertvollen Dienst. (Aus „Kampf ber Gefahr".) > S überrafd „ «nber Am < sL' S-S !>< «Ä1« B 9rOf-X nuf die -AU»!" picfaqerüttelt unb m öollreue auch Beker oruppenleitßr den u m iffieg- Landsmann üor «ivorträge, unb Minen weitere Km Mische Doch _______Mensch sich seines behaglich durchwärmten Zimmers erfreut, bann ift er leicht geneigt, ben tierischen Schädlingen Schonung zuteil werden zu lassen, die er sonst im Sommer scharf bekämpft. So hat sich auch die Sitte — ober viel richtiger bie Unsitte — erhalten, ber Fliege, bis sich tm Winter im Zimmer zeigt, nicht etwa mit Fliegenleim und Klatsche ben wohlverdienten Garaus zu machen, son- bern in wirklich unüberlegter Weise wird ganz das Gegenteil getan: bie Fliege wird gepflegt und ge- fün’s Backent Nehmen Sie -um Rührteig MMMMFx nur D’el Flüssigkeit, öafi öer Teig schwer vom Löffel 1 fallt! Oft öer Teig zu weich H i bereitet, so kann öle Flüssig» 1 feit nicht genügenö vom Mehl aufgesogen wer» s .....E- ■ Öen oöer beim Lacke» 1 ---J8'' oeröunsten. Oie Folg» BZ ■ — wäre öann ein Gebäck tnlf Wasserstreifen. Das Ist un» möglich bei richtiger Leach» tung der RejepttotWjcifteu und Derwcnöung von von Male in Erscheinung getretene Mitwirkung ersten die S.Ji.^povt ßadin'l Zeit wurden an dc berg, entlang der Dl Adolf -1 Der künstlerische Teil des Abends wurde '-5 Bundes- mit auf weitere mit den in der seinen 1. Läufer zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr und zehn Monaten Gefängnis und zu Geldstrafen von 3677,20 RM., evtl. 6 Monate Gefängnis, und von 1629,60 RM., evtl. 3 Monate Gefängnis, und zu Wertersatzstrafen von 837,20 RM. und von 732.— RM. -xRat Backen\ Sie p-mMM el Nlgftü, M n\ letzten Abende von all denen besucht werden, hungert und dürstet nach seiner Gerechtigkeit. Gießener rvochenmarktpreße. zu geben, zum Wohle des Volkes und zur rung des Aufbauwerkes unseres Führers Hitler. So verlief der ganze Abend in wundervoller Weise zur größten Befriedigung aller Besucher. Er wurde zu einer Feierstunde, die dem dreijährigen Wi ken von „Kraft durch Freude" in vollem Maße würdig angepaßt war. Reben den Künstlern des Abends gebührt auch der RSG. „Kraft durch Freude" der herzliche Dank der Besucher für diese schöne Feier. Landsmann F ö r st e r erfreute durch Oedichtvorträge, und die Frauen sangen Kleinen weitere Kinderliedchen. -eizu wi )Fonn öle 5* fltnügenö ooo aulgelcgtn ®tt« -cc beim Lacke» nfitn. Die Soli» j ein Gebäck mH Ifen. Da» mufl* i ddjHfltt Lrackr- ♦♦ Starke Bautätigkeit am Nahrungsberg. In verhältnismäßig kurzer Bau- Zeit wurden an der lauen Straße am Nahrungsberg, entlang der südlichen Friedhofsmauer, vier Einfamilienhäuser im Rohbau fertiggestellt. Vor einigen Tagen wurden nun für einen weiteren Wohnhausbau die Erd- und Fundamentierungs- orbeiten in Angriff genommen. Auch.die Neubauten an der verlängerten Bergstraße und am Süd- abhang des Nahrungsberges sind bis zur Ein- ldeckung des Daches gediehen. Insgesamt wurden in diesem Tale unserer Stadt acht Einfamilienhäuser vollendet. Für die Wintermonate werden die Handwerker mit dem Innenausbau beschäftigt sein. das weitere Schauen, damit nur ja keine Kleinigkeit von dem verloren ging, was die Komikerkunft zu bieten hatte. Beifallsstürme waren natürlich das Ergebnis, über das sich nun wieder das Künstlerpaar' von Herzen freuen konnte. 's 2. Burg zu einer Gesamtstrafe von einem Jahr und sieben Monaten Gefängnis und zu Geldstrafen von 3677,20 RM., evtl. 6 Monate Gefängnis, und von 488,80 RM., evtl. 1 Monat Gefängnis, sowie zu Wertersatzstrafen »cht werden! der Entwick- so erfolgreich lonaten. Jni n von einem en Opfer fie einem weiß« ) und Decke gehen jedoch mn gern in ■ bie über« ch/en bamit i Sommers ibem, her zgrsundiM xWt DreiLahre „Kraft durch Freude" Eine schöne Feier in Gießen. t I f ihr »»' SU« Sem»; @efid)t i*r unfich»«« , Sugento« > n>ar zuiM onna ;of! Sei"111*: ■ «Ä Äiblische Woche der Luthergemeinde. Man berichtet uns: Seit Totensonntag versammelt ich in der Kapelle des Alten Friedhofs allabendlich eine große Gemeinde, um gemeinsam das gewaltige Zeugnis der Bergpredigt zu sich reden zu lassen. Die Redner der bisherigen Abende haben es verstanden, bas alte, so oft gehörte Wort Gottes so auszulegen, daß es unmittelbar in die Nöte hineinspricht, die uns Menschen umtreiben, daß es die Fragen beantwortet, die uns quälen, die wir immer wieder so unvollkommen und ost so falsch lösen. Die Bergpredigt ist ja kein Menschengesetz, keine Sammlung von Lebensregeln, an die sich ja doch heute kein Mensch mehr halten kann; nein, in diesen Worten will uns der Thristus begegnen, will unser Dunkel erhellen, will zLicht, Wahrheit und Leben hineintragen. Die Kirche geht in die Adventszeit, in die Ankunftszeit ihres f)errn. Wie sollen wir uns anders und besser auf (ein Kommen bereiten, als dadurch, daß wir ihn und lein Wort hören! Wir hoffen, oaß auch die drei Nti9, 1" «4 SÄ Ä Wren, kj . 01ll d«, Seit. öewiihrj Doktor! * ul * j gestrigen Konzert auch zahlenmäßig und infolge- dessen in der instrumentalen Besetzung etwas kleiner war als bei den Konzerten in früheren Jahren, so hatte doch die künstlerische Leistung gegenüber früher nicht im mindesten eingebüßt. Das waren wieder musikalische Darbietungen von solcher Voll- für Herd u, Messer 6’8 ^rzerrtes w tonnt« * beinahe £ S'-, Hauptsache von Johann Strauß mit , Musikern bestritten. Wenn das Orchester bei dem enbung und Schönheit, wie wir sie in Gießen seit langer Zeit bei einer derartigen musikalischen Veranstaltung nicht mehr zu hören bekamen. Die Walzermusik der Straußschen Kompositionen standen natürlich im Vordergrund. Es waren alte, vertraute Klänge, die zu den guten Bekanntschaften aus dem Reiche der Musik gehören, denen man aber immer wieder gerne begegnet, und besonders dann, wenn sie in so prächtiger, feingeschliffener Kunst bärge» boten werben, wie es gestern wieder von Johann Strauß und seinen Künstlern geschah. Das waren von Anfang bis Ende durchweg künstlerische Werke aus einem Guß, die geradezu mit Andacht angehört wurden. Es ist nicht möglich, irgendeine instrumentale Leistung besonders aus dem Rahmen der Gesamtheit hervorzuheden, denn die absolute Gleichwertigkeit war bei allem Gebotenen gegeben. Man kann nur in dankbarer Erinnerung an dieses prächtige Konzert erneut feststellen, daß Johann Strauß und seine Musiker durch ihre vollendete Kunst ihren Besuchern wiederum eine erhebende Feierstunde bereitet haben, an die man noch lange mit Freude zurückbenken wird. Der außerordentlich starke Beifall konnte dem künstlerischen Leiter und dem Orchester jedenfalls nur einen Teil des Dankes zum Ausdruck bringen, den alle Zuhörer in ihrem Her- 837,20 RM. und 215.— RM. 3. Gustav Kratz zu einer Gesamtstrafe von sechs Monaten und zwei Wochen Gefängnis und zu Geldstrafen von 3677,20 RM. und 437.— RM., evtl. 3 bzw. 1 Monat Gefängnis, sowie zu Wertersatzstrafen von 837.— RM. und 183.— RM. 4. Adolf Kratz zu einer Gefängnisstrafe von sieben Monaten, sowie zu einer Geldstrafe von 3677,20 RM., evtl. 3 Monate Gefängnis, sowie zu einer Wertersatzstrafe von 837,20 RM. Bezüglich der ausgesprochenen Wertersatzstrafen haften die Angeklagten als Gesamtschuldner. lieber sämtliche bei der Schwarzbrennerei verwendeten Geräte, die sichergestellt sind, wurde Einziehung angeordnet. Soweit die Angeklagten verurteilt sind, haften sie für die Kosten als Gesamtschuldner, soweit Einstellung erfolgt ist, fielen diese der Staatskasse zur Last. Die Angeklagten haben sich durch ihr verwerfliches Verhalten Steuerverkürzungen zu schulden kommen lassen und hierdurch die Reicysfinanzver- waltung erheblich geschädigt. Die Gießener Organisation der NS.-Gemeinschast „Kraft durch Freude" batte zur Feier des drei- jährigen Bestehens dieser im besten Sinne des Wortes volkstümlichsten deutschen Einrichtung am gestrigen Mittwochabend eine Veranstaltung in der Volkshalle bereitet, die künstlerisch auf hoher Stufe stand und nach jeder Richtung hin in würdiger Weise dem segensreichen Wirken der gemeinnützigen „Kraft-durch-Freude"-Organisation entsprach. Als besonderer Anziehungspunkt war der frühere k. u. k. Hofballmusikdirektor Johann Strauß mit seinem eigenen Orchester an gekündigt worden, daneben hatte man sich die Mitwirkung weiterer guter Kräfte gesichert. Da Johann Strauß von seinen früheren Konzerten in der Gießener Volkshalle her hier in bester Erinnerung ist, war es nur natürlich, daß zu seinem gestrigen neuen Besuche wiederum eine sehr große kunstfreudige Gemeinde erschienen war. Die Volkshalle war außerordentlich gut besetzt, und damit war der Feierstunde der ,KdF." ein Rahmen gegeben, in dem man die Volksgenossen aller Stände und Berufe vereinigt sah, ein beredtes Zeugnis dafür, wie breit und wie tief das vorbildliche Wirken von „Kraft durch Freude" in unserer Volksgemeinschaft lebendig ist. Ritter von Halt Führer des Dobverbandes. Der Leiter des Fachamtes Leichtathletik im Deutschen Reichsbund für Leibesübungen, Dr. Ritter Karl von Hält, ist vom Reichssportführer mit der Führung des Deutschen Bob-Verbandes betraut worden. Von Halt hat auch die Organisation der lV. Olympischen Winterspiele in Garmisch-Parten- kirchen durchgeführt, wofür ihm besonderer Dank gebührt. Ungeachtet der starken Inanspruchnahme auf anderen Gebieten hat Ritter von Halt sich sofort zur Uebernahme des neuen Amtes bereit- erklärt. Drei Rekorde 6araccwlaS anerkannt. Bei den ersten Versuchsfahrten von Mercedes- Benz in diesem Herbst stellte Rudolf Caracciola auf der Reichsautobahn Frankfurt a. M. — Darmstadl am 26. Oktober drei internationale Rekorde bei Klasse B (5000 bis 8000 ccm) auf. Diese Rekorde wurden jetzt mit folgenden Leistungen von der AJACR. offiziell anerkannt: 1 km mit fliegendem Start 9,88 Sek. -- 364,4 km/st. 1 Meile mit flieg. Start 15,79 Sek. -- 366,9 km/st. 5 km mit flieg. Start 52,86 Sek. - 340,5 km/st. 7luvo?ari Italiens AutomobUmeister. Als Automobilmeister für das Jahr 1936 wird vom Automobil-Club von Italien der erfolgreiche Tazio Nuvolari bekannt gegeben. Den Titel eines Markenmeisters erhielt wieder Alfa Romeo. In der Klasse bis 1500 Kubikzentimeter wurde Carlo Trossi und in der Klasse von 3000 bis 5000 Kubikzentimeter Tazio Nuvolari als Kategorien-Sieger bezeichnet. Den schlondreise Josef Mangers. Unser Olympiasieger im Gewichtheben, Josef Manger aus Freising, wird Ende des Monats eine 14tägige Reife durch Süd-, West- und Norddeutschland antreten, wo er in verschiedenen Städten sein großes Können zeigen wird. Nach zwei Starts in Wilhelmshaven und Bremen am 27. bzw. 29. November tritt Manger am 1. Dezember in Hannover an. Zwei Tage später wird er in Hamm seine große Klasse unter Beweis stellen, um bann am 6. Dezember in Essen an der Mannschaftsmeisterschaft im Gewichtheben teilzunehmen. Nach Köln (8. Dezember) und Bingen (10. Dezember) wird schließlich noch Würzburg am 12. Dezember den starken Freisinger am Start sehen. Italienische Skisportler im hohen Norden. Italiens Skisport hat in den letzten Jahren etwas zurückgezogen und größtenteils auf eigenen Boden beschränkt gelebt. Man beteiligte sich zwar an den Olympischen Winterspielen, aber die großen nordischen Rennen, wie Holmenkollen zum Beispiel, gingen stets ohne italienische Beteiligung vonstat- ten. Das soll nun anders werden. Durch den großen Erfolg der Italiener in der Militär-Skipatrouille in Garmisch-Partenkirchen beeindruckt, haben die nor* ** Richtigstellung. In der gestrigen Notiz der Ankündigung der Dorträge über Nahrung urw Ernährung wurde der Name eines der beiden Vortragenden durch einen Setzfehler unrichtig Diedergegeben. Neben Prof. Dr. Bürker wird Prof. Dr. Seiser (nicht Seiler) sprechen. Große Strafkammer Gießen. Die Verhandlung gegen den Karl Heinrich Traulich von Köddingen (Kreis Schotten) wurde gestern zu Ende geführt. Das Gericht verkündete folgendes Urteil: Der Angeklagte wird wegen Betrugs im Rückfall, Untreue, Unterschlagung und Urkundenfälschung in mehreren Fällen zu einer Gesamtzuchthaus- istrafe von vier Jahr en und sechs Monaten, sowie zu mehreren Geld st rasen von insgesamt 8 0 0 Mark und zur Kostentragung verurteilt. Die Geldstrafen sind durch die ^Untersuchungshaft als verbüßt anzusehen. Außerdem Wurden dem Angeklagten, da er geständig war, sechs Monate der Untersuchungshaft angerechnet. Ferner Wurde dem Angeklagten auf die Dauer von fünf wahren untersagt, das Gewerbe eines Versicherungs- roertreters, sowie eines Vertreters fremder Rechts- 'angelegenheiten auszuüben. Weiter wurde dem An- fgeklagten mit Rücksicht auf das ehrlose Verhalten jdrr bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von fünf wahren aberkannt. Der Vorsitzende führte in seiner Urteilsbegrün- |Dun0 U. a. aus, daß es sich 6ei dem Angeklagten Um einen Dolksschädling übelster Sorte handele. * Gießen, 26. Nov. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: D. f. Molkereibutter, V» kg 1,57 Mk., . Molkereibutter 1,52, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Wirsing, kg 6 bis 10 Pf., 50 kg 4,50 bis 5 Mk., Weißkraut, Y» kg 5 bis 6 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Rotkraut % kg 8 bis 10 Pf., gelbe Rüben 8 bis 12, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 20 bis 25, Unterkohlrabi 6 bis 8, Grünkohl 12 bis 15, Rosenkohl 20 bis 30, Feldsalat 80 bis 90, Zwiebeln 7 bis 8, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, Y kg 4 Pf., 5 Kg 40 Pf., 50 kg 3 bis 3,50 Mk., Aepfel, kg 15 bis 25 Pf., 50 kg 15 bis 25 Mk., Tafeläpfel, % kg 25 bis 30 Pf., 50 kg 25 bis 30 Mk., Birnen, kg 10 bis 25 Pf., Nüsse 45 bis 60 Pf., Hahne 1 bis 1,10 Mk., Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Gänse 90 Pf. bis 1 Mk., Enten 90 Pf. bis 1 Mk., Tauben, das Stück 50 Pf., Blumenkohl, das Stück 35 bis 55 Pf., Endivien 5 bis 10, Lauch 5 bis 8, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 30 Pf. Der Kreiswalter der NSG. „Kraft durch Freude", Müller, hatte denn auch — nachdem er die außerordentlich große Zuhörerschaft und insbesondere die Vertreter der Partei, der Wehrmacht und der Behörden begrüßt hatte — -vollständig recht, wenn er auch diesen Feierabend mit seiner starken Resonanz als einen neuen Ausdruck des lebhaften Interesses unserer Volksgemeinschaft für die Arbeit der NSG. „Kraft durch Freude" bezeichnete und daran den Wunsch und die Hoffnung knüpfte, daß dieses Interesse in unserer engeren Heimat auch weiter anhalten möchte. Der Kreisobmann der Deutschen Arbeitsfront Hermann Wagner wies sodann in einer kurzen Ansprache auf das segensreiche Wirken von „Kraft durch Freude" im Verlaufe der letzten drei Jahre hin. Er erinnerte dabei an den vom Führer selbst festgelegten Zweck dieser Organisation, nämlich dem schaffenden deutschen Menschen durch schöne Gestaltung seines Feierabends und durch Erschließung aller Schönheiten unseres Vaterlandes und der Herrlichkeiten der Welt immer neue Kraft für das Wirken und Schaffen im Alltag zu geben, dadurch die Arbeit zu einer stets neuen und reinen Freude zu machen, und so auch auf diesem Wege der ganzen Volksgemeinschaft zu dienen — eine Aufgabe, die von dem Reichsorganisationsleiter der DAF. Dr. Ley durch die Schaffung von „Kraft durch Freude" tatfroh in Angriff genommen und bisher schon zu den allenthalben rückhaltlos anerkannten glänzenden Ergebnissen geführt hat. Kreis- obmann Wagner erinnerte weiter daran, daß die DAF. und ihr Leiter Dr. Ley aber nicht nur auf dem Wege über „Kraft durch Freude" bemüht sind, dem schaffenden deutschen Volksgenossen immer wieder neue Stärke für feine Arbeit zu geben, sondern daß sie auch in die Betriebe selbst einen neuen Geist hineingetragen haben, den Gemeinschaftsgeist des Nationalsozialismus, und daß sie bestrebt sind, die „Schönheit der Arbeit" durch die Schaffung vorbildlicher Lebensbedingungen bei der Arbeit selbst zu erreichen, dadurch die Menschen seelisch zu bereichern und auch diesen ideellen Ge- winn dem Dienst am ganzen Volke zuzuführen. Mit berechtigter Genugtuung konnte der Redner weiter hervorheben, daß durch das Wirken von „KdF." dis jetzt schon Millionen von Arbeitern der Faust und der Stirn die deutsche Heimat mit ihren vielfachen wundervollen Schönheiten der Landschaft, des Städtebaues, der Kunst ufw., darüber hinaus auch viele Sehenswürdigkeiten im Ausland kennengelernt haben, und dadurch all diesen Männern und Fruuen, die früher niemals diese Bereicherung ihres Lebens erlangen konnten, ein großer Teil ihres Sehnens und Hoffens, aber auch ihres berechtigten Anspruchs auf Beteiligung an den Freuden des Daseins erfüllt worden fei unter Bedingungen, die auch dem kleinen Manne zu erfüllen möglich war. Die DAF. und die „KdF." seien, wie der Redner mit Recht hervorhob, auf diese Leistungen stolz, und sie haben den Wunsch und den Willen, auf diesem Wege fortzufahren, dem deutschen Volke in allen feinen schaffenden Schichten immer wieder für die Arbeit Kraft durch Freude 6ine Feierstunde der Ostdeutschen. Einen ostdeutschen Frauen-Nachmittag veranstaltete am gestrigen Mittwoch im „Pfälzer Hof" der 8unb heimattreuer Schlesier (Deutscher Ostbund). Der Nachmittag war neben der Werbung für den ostdeutschen Gedanken auch den Vorbereitungen liner Nikolausfeier gewidmet. Bundesgruppenleiter Kostorz las eingangs linen Bericht über den Kampf der Spanier gegen den Bolschewismus vor, in dem die tapfere Hal- iimg der deutschen Marinesoldaten bei den Hilfs- ittionen ergreifend geschildert wird. Nach Erledi- girng einiger organisatorischer Fragen trug Lands- iiann Heinz Förster einige der Stimmung dieses Nachmittags angepaßte Gedichte ostdeutscher und besonders schlesischer Dichter vor. Die Frauen gramer, Grah Imann und Schreiner erbeuten mit musikalischen und gesanglichen Darbie- lungen und überraschten mit einem kleinen Chor- gefang reizender Kinderliedchen durch eine Gruppe Heiner Buben und Mädels. dischen Skioerbände die Italiener zur Teilnahme an den Holmenkollrennen, den Lahtispielen in Finnland und zur Absolvierung eines Starts in Schweden aufgefordert. Die Italiener fühlen sich stark genug, den Vorstoß in die „Höhle des Löwen" zu wagen und werden sich mit starken Trupps an diesen Veranstaltungen beteiligen. BMW.-Erfo!ge in Südamerika Eines der bedeutendsten Rennen Südamerikas ist das Rennen um den fliegenden Kilometer, das in diesem Jahr auf der Strecke zwilchen Santiago und San Bernardo ausgetragen wurde. Zum ersten Male beteiligten sich in allen Kategorien Fahrzeuge von BMW., die trotz chrer serienmäßigen Herstellung sich ausgezeichnet behaupteten und manchem Spezial-Rennfahrzeug das Nachsehen gaben. Bei den Krafträdern siegte Müller auf BMW. in der Vr-Liter-Klasse mit 140 Stundenkilometer. In der 1000-Kubikzentimeter-Klasse wurde TuqUiet auf Harley-Davidson mit 157 Stundenkilometer Erster. Den zweiten Plag belegte Ferrer mit 145 Stundenkilometer. Hervorragend hielten sich die BMW.- Sportwagen. Als Sieger gingen Larrain mit 142 Stundenkilometer und Hanning mit 138,5 Stundenkilometer durchs Ziel. Die Tagesbestzeit wurde von einem Ford-Speziolrennwagen mit Greao am Steuer erzielt; für ihn wurden 175 Stundenkilometer gestoppt. Königspokal-Schlußrunde in Stockholm. Deutschland und Frankreich hatten — vorausgesetzt, daß Deutschland gegen Dänemark in Kopenhagen gewinnt — oereinoart, die Endrunde um den Königspokal in Bremen auszutragen. Auf Wunsch der Schweden ist man nun von dieser Vereinbarung abgegangen und wird das Treffen in den Tagen vom 4. bis 6. Dezember in Stockholm durchführen. Der Sieger dieser Begegnung hat dann die Herausforderungsrunde gegen Schweden zu bestreiten. einer Sängerin auf höchstem künstlerischen Niveau. Lillis Claus von der WienerStaatsoper brachte mit ihrem wunderbaren Koloratursopran einige Lieder mit Orchesterbegleitung zu Gehör, bei denen neben Johann Strauß auch Franz Lehar und Nico D o st a l als Komponisten zur Geltung tarnen. Schon mit ihrem ersten Lied hatte die Sängerin, dank ihrer glänzenden und überaus modulationsfähigen Stimme, die von großer Kraft und herrlicher Klangschönheit, aber auch von angenehmster Zartheit zeugte, den Sieg auf der ganzen Linie errungen. Und was sie an künstlerischem Erfolg bei ihren weiteren Liedern sich noch zu sichern verstand, war eine weitere ansehnliche Steigerung des großartigen Sieges in ihrer Ausgangsposition des Abends. Die Zuhörer waren — mit Recht — in höchstem Maße begeistert von dieser herrlichen Gesangsdarbietung, und sie gaben ihrer Dankbarkeit mit Beifallsstürmen Ausdruck, wie sie in Gießen nur bei seltenen Gelegenheiten zu bemerken sind. Die Gießener werden sich jedenfalls von Herzen freuen, wenn diese mit ihrer Stimme begnadete Sängerin wieder einmal Veranlassung nehmen wird, ihre Kunst hier zur Erbauung hören zu lassen. Neben der Instrumental- und Gesangskunst brachte der Abend auch noch einige heitere Darbietungen aus dem Gebiete der Komikerkunst. Was man hier zu sehen und zu hören bekam, waren Leistungen von ausgezeichneter künstterischer Qualität, die ebenso uneingeschränkte Anerkennung verdienen, wie der künstlerische Hauptteil des Abends. Peter Jgelhoff verstand es, mit seinen schnurrigen, lustigen Liedern und mit seiner ganz famosen Art des Vortrags bei den Zuhörern Helle Freude zu wecken. Es war köstlich, diesem Künstler zu lauschen, der mit seinem Sing-Sang der eigenen Grotesk-Gedichtchen sehr eigenartige und überaus sympathische Kunst pflegt, von der man sich gerne umfangen ließ und dem man, ehrlich erfreut, mit starkem Beifall dankte. Emels und William B l a ck e r sind Grotesktänzer von so hervorragender Qualität, wie wir sie in Gießen bisher noch kaum gesehen haben. Dabei erfreut neben der wunderbaren Tanzkunst auch die urgelungene Komiterart, die diese Künsttek in feiner und dezenter Weise miteinander zu verbinden wissen. Aus die Zwerchfelle der Zuschauer wurden Großattacken geritten, die von überwältigen Siegen für das treffliche Künstlerpaar gekrönt waren. Das Publikum raste geradezu vor Freude und Lachen; vielfach traten die Taschentücher in Funktion, um die vor lauter Lachen tränenden Augen zu trocknen und bereitzumachen für der, um selbst ein angenehmes Leben zu führen, Volksgenossen, die sich in großer finanzieller Bedrängnis befanden, um ihr Letztes gebracht habe. Nur mit Rücksicht auf die Jugend des Angeklagten habe das Gericht noch einmal davon abgesehen, die Sicherungsverwahrung gegen den Angeklagten anzuordnen. Der Vorsitzende der Großen Strafkam- mer betonte, daß das Gericht dem Angeklagten noch einmal diese letzte Chance, ein ordentliches Leben zu führen, geben wolle. Er erklärte aber auch, falls der Angeklagte sich nach feiner Strafverbüßung auch nur die geringste strafbare Handlung zusckulden kommen ließe, er das Zuchthaus nicht mehr verlassen werde. Schöffengericht Gießen. Die Angeklagten Adam Walter Läufer, 44 Jahre alt, zur Zeit in Luxemburg, Peter Burg, 32 Jahre alt, zur Zeit in Luxemburg, Gustav Kratz, 44 Jahre alt, wohnhaft in Ober-Ohmen, Adolf Kratz, 36 Jahre alt, wohnhaft in Oder- Ohmen und der Karl ©feiler, 56 Jahre alt, wohnhaft in Frankfurt a. M., waren beschuldigt, im Jahre 1933 in der Rahnsmühle bei Ober-Öhmen (Oberhessen) eine Schwarzbranntweinbrennerei betrieben zu haben. Die Beweisaufnahme in der gestrigen Gerichtsverhandlung hat ergeben, daß sich die Angeklagten sämtlich im Sinne der Anklage strafbar gemacht haben und deshalb zu verurteilen waren. Nur bezüglich des Angeklagten ©feiler war das Verfahren auf Grund des Straffreiheitsgesetzes vom 7.8.1934 einzustellen. Im übrigen wurden die Angeklagten wie folgt verurteilt: Unterfliege 1 ^hjahr, '.Teschs 's 100 Eier te Abfälle. Mn schnell worden, die Rankheiten, n die Woh, jedes Flie, o daß aus 'i Millionen ch Schmutz, - Stoffe vor« m ein. Don h die Saug« Plagegeister übertragen, da und dort und gepflegt m betrachtet legenden als inen Kosen« zen empfunden haben. Wie das Orchester mit seinem Leiter, so stand auch die bei einem Strauß-Konzert in Gießen zum Fußball der Gauligamannschasten Heftens. Im Gau Hessen hat sich ein klarer Favorit noch nicht herausgeschält. Die besten Aussichten auf den Meistertitel hat vorerst der Spielverein Kassel, der drei Minuspunkte aufzuweisen hat, während der letztjährige Meister Hanau 93 mit vier und Hessen Hersfeld sowie Germania Fulda mit je fünf Verlustpunkten dem Tabellenführer nicht viel nachstehen. Am Sonntag fällt im Kampf zwischen dem SpD. Kassel und Germania Fulda eine wichtige Entscheidung. Die Germania hat die sonst in Fulda tonangebende Borussia verdrängt und wird sich auch in Kassel Respekt zu verschaffen wissen. Der Ausgang dieser Begegnung ist als offen zu bezeichnen. Hessen Hersselo steht in Marburg gegen Kurhessen vor einem ziemlich sicheren Sieg, dagegen wird der FC. Hanau 93 in Friedberg auf harten Widerstand stoßen und nur in bester Form den Erfolg auf seiner Seite haben. Die SpV. Niederzwehren erwartet Borussia Fulda, die sich sehr vor- sehen muh, um nicht aus der ©auliga auszuschei- 9t oen (i(1 ®*n ie «mpft, 6, Wr bj, ’m hinter •"leim uni» Ion. ’ San? bQ1 91 und ge, Der Bundesgruppenleiter wies bann auf die be- ‘onbere Aufgabe ber Frau und Mutter hin, bie Gedanken an bie angestammte Heimat in ber Ju- genb wachzuhalten, unb machte auf bie Gelegenheit der Weihnachtsgeschenke aufmerksam, bei ber* ost- deutsche Literatur, aber auch Bernstein, Kristall unb onbere Erzeugnisse ber alten Heimat den Vorzug haben müssen. Er erinnerte die Frauen an die seelischen Kämpfe der Mütter namentlich in den west- .reußischen und ostpreußischen Grenzgebieten, bie ür bie Erziehung ihrer Kinder im deutschen Volks- um große Opfer zu bringen haben und wies sie amit gleich auf die zweite Aufgabe hin, für den ostdeutschen Gedanken unter den Frauen zu wer- den. Nur eine starke Gruppe wird wirksame Hilfe für die Volksgenossinnen im Osten leisten können und die Aufgaben erfüllen, bie ihr zugewiesen sinb. Deshalb müssen bie noch nicht für ben ostbeutschen heimatgedanken gewonnenen fiantfsleute, deren es noch sehr viele in Gießen und Umgebung gibt, lvachgerüttelt und in die Front der Heimattreuen kingeschlossen werden. Mit dem Hinweis, daß Heimattreue auch Bekennermut ist, gab der ~ aruppenleiter den Frauen gute Wünsche Den Weg. Luthergemein-e »SkUcnhA IVao h A Biblische Woche Damen Handschuhe große Auswahl Stoff, moderne Ausführung . . 3.75, 2.75, 225 6.75, 5.75, 4.90 Leder, aparte Formen Frdr.Teinel Am Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145/46 16 Markt 16 7479 A 7477 A 74150 genommen. Herren Handschuhe große Auswahl 7477 A Moton$a6en-Verkanfs6esellsiM m.b.H. 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Es gelang dadurch, daß man beim primitiven „Hand- über-Hand"-Schwimmen die Arme wechselseitig über Wasser nach vorn brachte und damit den Widerstand des Unterwasser-Weges vermied. Als dann später anstatt des Grätschstoßes eine pendelnde, quirlende Bewegung der Beine hinzukam, da war die rationellste und damit schnellste Schwimmart des Kraulschwimmens geboren, die wohl schwerlich noch eine wesentliche Verbesserung erfahren kann. Da aber neben dem Kraulschwimmen immer noch das B r u st s ch w i m - m e n eine wichtige Rolle im sportlichen Wettbewerb spielt, trachtete man danach, auch diese Schwimmart zu verbessere __________ schau als Privattrainer für den Stall Zamoyski tätig sein wird. , .. m „ Eine Auslandsreise unternimmt die Rollhockeymannschaft des Nürnberger Eislauf- und Rollsportklubs. Zunächst ist ein Start beim internationalen Turnier in Lille vorgesehen. Drei Tage später, am 28. Dezember, geben die Nürnberger in Bernbay ein Gastspiel. Inge Sörensen soll in Kopenhagen die 400 Meter Brust in 6:28,1 Minuten zuruckgelegt haben. Damit hätte die junge Dänin den Europarekord Martha Genengers um zwei zehntel Sekunden unterboten. rt Schmetterlingsstil und Saliowende. Oer Stil für den Endspurt. - Sportschwimmer verbessern sich. So fanden Amerikaner bei ihrer Olympiavorbereitungsarbeit den Schmetterlings st il. Die hemmende Unterwasserarbeit der Arme soll auch hierbei ausgeschaltet werden, indem man die Arme über Wasser vorschwingt. Außerdem hat man den Vorteil, daß der Armzug nun wesentlich verlängert und wirkungsvoller gestaltet werden kann. Beim Schmetterlingsstil ziehen die Arme in einem einzigen großen Zug aus der Vorhalte bis zu den Oberschenkeln. Dann werden sie hinten aus dem Wasser gehoben, vorgeschwungen und wieder eingetaucht. Das hört sich sehr einfach an, aber wer es einmal probiert hat und dabei unter viel Wasserschlucken nach fünf Zügen am Ende seiner Kraft war, der wird Hochachtung vor der Leistung jener Schwimmer bekommen haben, die diesen ausgesprochenen Kraftstil mehrere Bahnen durchhalten. Wesentlich unterscheidet sich diese neue Schwimmart vom gewöhnlichen Brustschwimmen durch die Zusammenarbeit der Arme und Beine. Während sonst die Arme zunächst allein ziehen und dann erst die Beine angezogen werden, erfolgen beim Schmetterlingsstil Armzuq und Grätschstoß der Beine gleich- zeitig. Dann werden die Arme ohne Bembewegung vorgeschwungen, was die schwerste Bewegung dieser Schwimmart ist. rir, . Während sich also beim Brustschwimmen Armzug und Beinstoß abwechseln, werden sie beim Leder Hilst dem WHW.! Opferspenden vom Lohn oder Gehalt sind an da» Winterhilfswerk des Deutschen Boi. kes, Kreisführung wetterau in (Sie- ßen. Postscheckkonto Nr. 23633, oder auf dessen Bankkonto 6100 bei der Bezirkssparkaffe Gießen zu überweisen. Körper von der Wand ab. Das ist eine Hebung, die eine fischartige Beweglichkeit, Geschmeidigkeit und Wassergewandtheit erfordert, die den Beschauer verblüfft und eine kleine Höchstleistung für sich darstellt. H. P. FfSC-H HÄUs1 gUX-HAVE. 1- 1.- 42 10 25 25 10 den. Das Programm wird vervollständigt mit einem Freundschaftsspiel zwischen Kewa Wachenbuchen und Union Niederrad, das einen interessanten Kräftevergleich zwischen Mannschaften verschiedener (Baue bringt. Kurze Sportnotizen. Französischer Champion der Flachrennreiter wurde A. Dupuit mit 90 Siegen vor G. Bridgland mit 89 und G. Duforez mit 84 Siegen. Vom Jockey zum Trainer den Beruf gewechselt hat der Ungar L. Varga, der in War- Bitte verlangen Sie bei uns nähere Auskunft. 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Schmetterlingsschlag gleichzeitig ausgeführt, addieren sich und treiben dadurch den Körper viel kräftiger vorwärts. Leisten beim Brustschwimmen die Beine durch eine breite und wuchtige Trätsche die Hauptarbeit der Vorwärtsbewegung, so hat sich mes Verhältnis beim Schmetterlingsstil gerade umgekehrt. Hier ist es der mächtige Armzug, der den Körper gleichsam über das Wasser vorwartsschiebr, aber diesen Stil sehr kraftraubend macht. Es ist bis heute noch nicht gelungen, die gesamte Strecke von 200 Meter, die klassische Bruststrecke, damit durchzuhalten. Der Schmetterlingsstil wird darum meist nur in den ersten 50 Meter und dann vor allem im Endspurt angewandt. Er erfordert viel Armkraft und außerordentliche Geschmeidigkeit m den Schultergelenken. Nachteilig beim Schmetterlingsstil ist, daß der Oberkörper durch den Armzug hoch aus dem Wasser gehoben wird, um dann wieder einzusinken. Diese Auf- und Abbewegung ist natürlich unrationell. Flache Körperlage muß angestrebt werden. Die Schmetterlingsschwimmer suchen das da- durch zu erreichen, daß sie erst nach zwei Schwnnm- zügen atmen. Während des ersten Schwimmzuges bleibt der Kopf eingezogen, und erst beim nächsten Durchzug der Arme wird er zur Atmung gehoben. Vorbedingung für eine flache Körperlage ist wieder äußerste Geschmeidigkeit in den Schultergelenken; denn wer die Arme nicht hinter die Schulterlime zurückschwingen kann, muß den Oberkörper um so höher aus dem Wasser heben, um die Arme überhaupt aus dem Wasser herauszubekommen. Als der junge amerikanische Rekordschwimmer Adolf Kiefer durch Deutschland reiste und hier mit seinen Kameraden u. a. den Schmetterlingsstil vorführte, da zeigte er auch noch eine ganz neuartige Wende, die S a l t o w e n d e. Die einfache, allgemein übliche Wende wird ja so ausgesührt, daß der Schwimmer ganz nahe an die Wand heranschwimmt, sich mit einer Hand wegdrückt, die Beine scharf anhockt, die Füße gegen die Wand stemmt und sich nun aus dieser Hocklage von der Wand abstemmt. Kiefer setzt an die Stelle dieser Drehung nun die Tiefenachse des Körpers eine solche um die Breitenachse. Beim letzten Armzug vor der Wand dreht er sich blitzschnell in die Rückenlage, beugt den Körper scharf rückwärts und taucht so mit dem Gesicht zur Wand scharf nach unten. Die eine Hand drückt ab, die Beine hocken scharf an, und tief unter der Oberfläche schießt der Ehrliche, saubere Frau zum Putzen dreimal 2-3 Stund. inderWochezum 1. Dez. gesucht. Zu erfrag. [05455 Aiterwea 40 in. 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