Nr. 73 Erstes Blatt Donnerstag, 26. März 1636 186. Jahrgang Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüsse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfiläts vuch- und Steindruckerei R.Lange in Giehen. Zchristleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8*/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein- spaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- il behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Wenn ich spreche, spricht das deutsche Volk. Das deutsche Volk reicht durch mich dem französischen Volk die Hand der Versöhnung. DieSaarpsalz huldigt demFührer Jubelnder Empfang in Mannheim und Ludwigshafen. Mannheim, 25. März. (DNB.) Die Mannheimer Bevölkerung, die schon seit den Jahren der Kampfzeit den Führer nicht mehr gesehen hat, strömte in Scharen teils auf den Flugplatz, teils zum Bahnhof, um den Führer auf seinem Weg nach Ludwigshafen zu sehen. Diejenigen, die sich zum Bahnhof begeben hatten, hatten dabei mehr Glück. Denn kurz nach 16 Uhr traf der Sonderzug des Führers im Bahnhof ein, wo es den Absperrungsmannschaften nur mit allergrößter Mühe möglich war, die Volksgenossen zurückzuhalten. Mit jubelnder Begeisterung wurde der Führer begrüßt, Dutzende von Blumensträußen wurden ihm überreicht und ein Heilruf nach dem anderen erscholl. Aber nur kurz war der Aufenthalt. Nach einer knappen Minute ging es weiter nach Ludwigshafen. Kurz nach 16.15 Uhr traf der Sonderzug im Ludwigshafener Bahnhof ein. Als der Führer mit seiner Begleitung durch das Bahnhofsportal auf den Vorplatz trat, schlug ihm nichtendenwollender Jubel entgegen. Ein BDM.- Mädel überreichte glückstrahlend dem Führer einen Strauß von Frühlingsblumen. In Begleitung von Gauleiter B ü r ck e l' schritt der Führer dann die Front der Ehrenformationen ab und begab sich zum Wagen. Aufrecht stehend, für die dargebotenen Huldigungen dankend, fuhr der Führer zum Hindenburgpark. Dort hatten sich ,von Mittag an annähernd'200 000 Menschen versammelt. Die Holz- konstruktion der Halle war mit riesigen Hakenkreuzfahnen verkleidet. Auf dem Podium hatten die Führer der Formationen, viele alte Kämpfer und die Leiter' der höheren Parteidienststellen Platz genommen. An der Stirnwand der Halle waren für die Schwerkriegsbeschädigten besondere Plätze vorgesehen. Ungeheurer Jubel, ein gewaltiger Sturm der Begeisterung brauste über das weite Freigelände und durch die Halle, als der Führer dann in den Hindenburgpark einfuhr. Der Führer durchschritt br ganze Halle und begab sich dann auf das Podium, wo ihm drei kleine BDM.-Mädchen Blumensträuße übergaben. Gauleiter B ürck e l begrüßte den Führer mit einer kurzen Ansprache. Minutenlang donnerten dem Führer die Heilrufe entgegen, als er seine Rede begann. Der Führer spricht. Deutschland sucht seinen Ruhm in Taten des Friedens. Die Rede des Führers gestaltete sich zu einem ergreifenden Erlebnis für die Hunderttausende von Saarpfälzern. Gerade in diesen westlichen Grenzgauen fanden die überzeugenden Darlegungen des Führers zu den aktuellen Fragen der Außenpolitik, sein glühendes Bekenntnis zur Ehre und Gleichberechtigung der deutschen Nation und zum Frieden der Völker einen ungeheuer st arkenWider- hall. Als der Führer von der Notwendigkeit und dem Willen spricht, die Vernunft nicht nur im Innern, sondern auch außenpolitisch zum Siege zu bringen, als er packende Worte findet für die Bereitschaft des deutschen Volkes zur Mitarbeit am verföhnungswerk der Völker und ausrust: ..Für den Frieden jederzeit, für eine Unterwerfung niemals!" erheben sich die Massen in grenzenloser Begeisterung von ihren Plätzen und jubeln dem Führer minutenlang zu. Und die gleiche Begeisterung erfaßt sie bei der eindrucksvollen Feststellung des Führers, man sage nicht: Der Deutsche braucht Kriegsruhm — den haben wir in der Geschichte genug gesammelt! Wir sind fähig, noch viel mehr Friedensruhm aufzuspeichern. „Wir möchten uns gern an der friedlichen Olympiade des Wettstreits der Völker auf allen Gebieten des Lebens, der Kultur und der Wissenschaft beteiligen. Und wir würden bestehen mit unseren Leistungen? Was hat uns das Schicksal für wirklich herrliche große Aufgaben gestellt! Was können wir alles tun, um der sozialen Not zu steuern? Was können wir tun, um dem deutschen Volk einen höheren Lebensstandard zu geben! Was können wir tun, um unser ganzes Leben zu entrümpeln von allen möglichen Dingen, die wir in der Vergangenheit träge und gleichgültig übernommen haben! Es ist doch wunderbar, was den Menschen für Aufgaben gestellt sind, wenn sie diese Aufgaben nur sehen wollen und nicht fortgesetzt von Siegern und Besiegten, von Recht und Unrecht träumen!" v . Unter immer neuer Steigerung der Belfallskund- gebungen bekannte sich der Führer leidenschaftlich zu den unerschütterlichen Grundsätzen seines politischen Handelns in der Vergangenheit und für die Zukunft: „Die Well soll am 29. März sehen, es ist nicht ein Mann, der da aufgestanden ist, sondern daß diese Grundsätze Glaubenssätze des ganzen deutschen Volkes sind. Daß diese Grundsätze gelten in Ostpreußen genau so wie an der Saar, in Hamburg so wie in Bayern, daß sie genau so gelten in Mitteldeutschland wie in Berlin, daß sie gelten überall, wo Deutsche leben, daß sie für jeden deutschen Städter, für jeden deutschen Bauern, für jeden deutschen Arbeiter, daß sie für jeden Deutschen gültig sind! Vielleicht wird man dann auf feiten unserer Gegner einsehen, daß hier das deutsche Volk zu den anderen Völkern spricht, daß nicht ein Mann irgendeinem französischen Politiker die Hand reicht, sondern daß das deutsche Volk dem französischen Volk die Hand reicht und daß es nicht gewillt ist, diese wirklich große Sehnsucht nach einer Aussöhnung und Versöhnung durch einzelne Politiker von vornherein wieder zerstören zu lassen! Wer auch Frankreich uns gegenüber vertritt, entscheidend ist für uns nur eines: Will dieser Vertreter das französische Volk uns gegenüber in dem Zinne repräsentieren, daß es bereit ist. mit uns diesen langandauernden Bund einer Verständigung zu schließen, oder will er es nicht!" Der Führer sprach in sarkastischer Weise von der „Geheimdiplomatie", die ja nach den 14 Punkten Wilsons seinerzeit ein Ende finden sollte, und stellte ihr gegenüber die Art des politischen Vorgehens, die in Deutschland heute geübt wird. „Ich will keine Geheimdokumente verfassen und keine Geheimbündnisse schließen". (Brausender Beifall durchtost die weite Halle.) Ich versichere Sie, mei. e Volksgenossen, ich werde niemals Deutschland zu etwas verpflichten, was nicht das ganze deutsche Volk weiß! (Erneute Jubelstürme.) Ich werde nicht erlauben, daß der deutsche Generalstab mit irgend jemand militärische Abmachungen trifft, von denen die Oeffentlichkeit nichts weiß. Nein, das werde ich nicht tun! Ich glaube nicht an den Vorteil und die Vorzüge eines solchen Verfahrens. Wenn ich- heute der Welt ein Angebot mache, dann mache nicht ich dieses Angebot, sondern das ganze deutsche Volk macht es durch mich! Und wenn ich umgekehrt etwas ablehne, dann kann man genau so überzeugt sein, dann lehnt dies das deutsche Volk ab!" (Bei diesen Worten bereiten die jubelnden Massen dem Führer langanhaltende Treuekundgebungen.) Mit einem tief zu Herzen gehenden Appell an die Saarpfälzer schloß der Führer: „Wenn das deutsche Volk mir am 29. März sagt: „Jawohl, wir sind einverstanden mit dir! Wir sehen das Große. Wir sehen das Streben. Wir sehen den Fleiß und wir erkennen das an. Wir glauben, daß du das Veste gewollt hast". Wenn mir das deutsche Volk das bestätigt, dann bin ich glücklich, dann werde ich wieder stark! (Diese Worte gehen fast unter" in dem minutenlangen Jubel.) Dann will ich wieder gern jede Verantwortung auf mich nehmen und Deutschland so vertreten, daß es sich dieser Zeit seiner Geschichte vor der Nachwelt nicht zu schämen braucht!" (Erneuter tosender Beifall.) Dieser Appell findet nicht statt, um ein Regime im Innern zu legitimieren, sondern, um dem Rechtsanspruch, den dieses Regime für dieses Volk erhoben hat, der Welt gegenüber d i e h ö ch st e Legitimation zu geben, die es überhaupt gibt! Mich richtet nicht irgendein Rat und keine Konferenz, — richten kann mich nur das deutsche Volk allein! Die Freude und die Begeisterung Über die packenden Worte des Führers entfesselten am Schluß der Rede wahre Stürme der Zustimmung. Der Beifall war zugleich das öffentliche Bekenntnis der treuen Gefolgschaft. Leipzig erwartet den Führer. Leipzig, 25. März. (DNB.) In der großen Maschinenhalle der Technischen Messe, in der erst vor acht Tagen Reichsminister Dr. Goebbels 90 000 Leipziger Volksgenossen aufrüttelte, wird nun a m Donnerstag der Führer selb ft sprechen. Voll Stolz auf das Geleistete sieht Leipzig, das einst Ausgangspunkt der marxistischen Arbeiterbewegung und rote Hochburg war, und das jetzt für jeden schaffenden deutschen Menschen ein Begriff geworden ist, dem Besuch entgegen. Aalmgesche, nichts weiter! Wir konnten uns auf der Penne in einer Klaffe täglich prügeln, aber wehe dem aus einer anderen Klaffe, der einem von uns zu nahe trat! Man macht alles untereinander ab, nach außen hält man wie Pech und Schwefel zusammen. Nur eine solche Gemeinschaft imponiert! Von Geschwistern oder Klassenkameraden, die, wenn's drauf ankommt, nicht zu» sammenstehen, hält man nichts. Das war immer so und wird immer so bleiben. Das war aber auch immer so im Leben der Völker wie im Leben der kleinen Gemeinschaften. Achtung erwirbt sich nur die Nation, die zu jeder Zeit und erst recht in der Stunde der Bewährung nach außen hin zusammenhält! Das deutsche Volk ist mit zuletzt unter den großen europäischen Völkern zum Gefühl seines nationalen Bewußtseins und seiner staatlichen Zusammengehörigkeit gelangt. Wir kämpften die Freiheitskriege gegen Napoleon immer zuerst noch als Untertanen. Die Revolution von 1848 blieb eine Sache der gebildeten Stände und der einzelnen deutschen Staaten. Dem Einigungskrieg von 1870/71 war noch der Bruderkrieg von 1866 voraufgegangen, der für zehn Millionen Deutsche den Traum vom gesamten deutschen Volkstum in einem einigen deutschen Reich zerschlug. Erft der Weltkrieg brachte mit einem Male den ersten großen Schmelzprozeß, in dem alle Deutschen fühlten, daß dieser Kampf um die Existenz des Deutschtums an sich ging! Was 1918 versäumt wurde, holte Adolf Hitler 1933 nach. Was auch immer von Gegnern des Nationalsozialismus vorgebracht werden mag, wenn sie wirklich Deutschland lieben, können sie niemals leugnen, daß in den drei Jahren der Führung des deutschen Volksschicksals durch Adolf Hitler mehr getan worden ist für die Stärkung des deutschen National- bewußtfeins als in einer Generation vorher. Nichts ist schwerer, als sich inmitten einer gewaltigen Zeitströmung noch das Bewußtsein der Distanz zu erhalten. Wie wenig wird man sich häufig genug im Vollbesitz eines neuen Lebensgefühls des Abstandes zum Vorhergegangenen bewußt. Wir nehmen heute schon nach drei Jahren inmitten einer schnellebigen Zeit unendlich vieles als selbstverständlich hin, was noch vor drei Jahren unmöglich schien. Naturgesetz! „Der Vogel verteidigt sein Nest: eben dies tun auch alle wilden Tiere.' Nun merk auf, was du tun mußt! Gott hat dir gegeben Seele und Sinne. Sei lieber frei als Sklave eines andern, so lange du dich rühren kannst! Freiheit ist das größte Gut auf Erden für den, der Freiheit ertragen kann. Willst du dir selbst hold sein, so liebe Freiheit mehr mehr als Gold, denn Ehre und Freiheit, sie gehen Hand in Hand!" In einer 500 Jahre alten schwedischen Bauernchronik von der Befreiung Schwedens durch seinen Volksführer Engelbrecht, übrigens einen Deutschen, steht dies zu lesen. Es hört sich an, wie für unsere Zeit geschrieben, wie ein Satz aus einer Rede des Führers! Das Geheimnis der Macht eines jeden wahrhaften Volksführers ruhte immer in feiner Fähig- feit, den Naturgesetzen seines Volkes gemäß zu handeln. Und eines dieser Naturgesetze des deutschen Volkes wird immer sein, mit allen Kräften und unter jedem Einsatz dafür zu sorgen, daß deutscher Boden nur von Deutschen beherrscht wird. Und weil die Beseitigung der entmilitarisierten Zone einer Forderung deutscher Naturgesetze entsprach, kann sich der Führer daraus verlassen, daß aus dem gleichen Naturempfinden heraus, er auch für diese Tat die Zustimmung des gesamten Volkes am 29. März erhält. Er hat etwas gewagt, was unserem innersten Empfinden nach u n - (er gutes Recht war, was getan werden mußte. In den Dingen eigener Sicherheit und eigenen Rechtes kann kein ehrliebendes Volk, das zu nationalem Bewußtsein erwacht ist, Fremde über sich in diesen Dingen entscheiden lassen. Die Wahl ist für das gesamte Ausland nichts als die Bestätigung dafür! Je entschiedener sie ausfällt, desto eher wird sie drüben die Ueberzeugung verankern, daß Deutschland in dieser Frage ein Naturrecht sieht, für daß es bis zum letzten Einsatz kämpft. Und weil von der Tiefe dieses Eindrucks die Bereitwilligkeit zum Verhandeln abhängt, bedeutet die Höhe der für den Führer und feine Politik abgegebenen Stimmen auch die Stärkung der Friedenssicherung! Es kann kein Volk erstarken nach Jahren des Niederganges ohne Schweiß und Schwielen, ohne Bitterkeiten und Kämpfe. Wenn es Vertrauen zu feiner Gesundheit und feiner Zukunft hat, übersteht es die Zwischenzeit schneller, als wenn es dauernd Ueberlegungen anstellt. Wir müssen in einer so kurzen Zeit das nachbolen, wozu andere das Dreifache brauchten. Wir haben viel Unglück gehabt. Zu oft rief man uns ein „zu spät" entgegen, wenn wir ankamen, unseren Anteil zu fordern! Können wir es uns noch leisten, öfter noch in Zukunft „zu spät" zu kommen? Wir glauben nein. Im Gedränge um einen Platz an der Sonne werden immer härtere Ellbogen notwendig. Niemand macht gern dem Spätergekommenen Platz, es sei denn, er sähe ein, daß es wirklich nicht anders geht. Das klar zu machen, ist mit eine Sache des 29. März. Wo Deutschlands Waffenschmiede steht, da spricht der Führer. Am Freitag wird der Führer mitten im größten Jndustriewerk Deutschlands, den Kruppschen Eisenwerken, die dank seinem kühnen Eintreten wieder die Waffenschmiede Deutschlands sind, zu allen Deutschen sprechen. Das ganze deutsche Volk wird an dieser einzigartigen Kundgebung teilnehmen. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Die Ehre Deutschlands ist deine Ehre, die Würde Deutschlands ist deine Würde! Handle danach am 29.März! Paris in gespannter Erwartung nach Frieden und nach gutnachbarlichen Beziehungen zu Deutschland. Bei den anderen europäischen Völkern wird dies ebenso zutreffen. -Jd) bin fest überzeugt, daß im Hinblick auf diesen allgemeinen Friedenswunsch der europäischen Volker es den europäischen Staatsmännern ein leichtes sein müßte, den 25jährigen Frre- densplan des Führers in bi e T a t umzusetzen. Meiner Ansicht nach steht Europa heute am Scheidewege: Wollen die Völker den Frieden oder wollen sie ihn nicht? Was Deutschlands Friedensangebot angeht, so wird auf jeden Fall das Ergebnis der Wahlen am nach ft en Sonntag der ganzen Welt beweisen, daß das deutsche Volk auf diese Frage nur eine Antwort zu geben hat." MAP. 44 ne unb in wenigen lien hier einzieh an dem die geso Anteil nahm, n schienen. Zu Beginn d vom Gauheimst ■ hier geleistete ! diese Heimstätte sind, sondern d schen Bolksgem Siedlern sind n vertreten, richten, daß zr lungsabsch len in Angri Bickenbach, E hosheim und senheim und schnitt begann wurde in ein. durch die Wiederbesetzung des Rheinlandes unternommene Schritt die KonsolidierungEuro- pas entscheidend gefördert hat, und zwar aus folgenden Gründen: 1. Ganz abgesehen davon, daß es grundsätzlich für jedes Volk unerträglich ist, und unerträglch sein muh, nicht Herr im eigenen Hause zu sein, war es nach dem Abschluh des antideutschen Mililär- bündnissrs zwischen Frankreich und Rußland unmöglich, die dicht bevölkerten westlichen Provinzen Deutschlands weiterhin ohne militärischen Schuh zu lassen. 2. Frühere Erfahrungen haben uns gelehrt, daß gar keine Aussicht bestand, eine Einigung über die Wiederherstellung der deutschen Souveränität im Rheinlands auf dem Verhandlungsweg zu erreichen. 3. hieraus folgt, daß die Lösung der deutschen Souveränitätsfrage erst die Vorausset- z u n g für eine endgültige Lösung der europäischen Probleme geschaffen hat. Die deutsche Regierung ist daher der Ansicht, daß sie durch die Wiederbesehung des Rheinlandes am 7. März den Weg zu Verhandlungen für einen dauernden Frieden freigemacht hat, weil derartige Verhandlungen nur Erfolge haben können, wenn sie zwischen gleichberechtigten und freien Völkern durchgeführt werden." |a[|en, ü»«L' u der "'-M eine nn rineWe Kfliti ttha * 1 Stiebtld) Spruch.) heute Mt „(5ta snhindenbu Mrf ausgest ta „®ra| je Wminifleniit "“ms. 5.35 ei Win“, äa, ?ellermeldunge ta 6 Ut,r lrl * d« Slabi ™9 “«f dem 1 Jf ifl. 6.15 S *'fl „LZ 1 k° .Mfci W'leiMulen *11 ben fi0 aufgema(t Em dauernder Friede ist nur zwischen gleichberechtigten und freien Völkern möglich. Europa am Scheidewege. - Eine Unterredung mit Botschafter von Ribbentrop. w li e!° tollen. 3n 1? «■ e«, W «U ^nt von ldUU Les bilden ° nicht weniger a $ lahlreiche Sport' 1939 durfte der 3n einer Prep Paris, 26. März. (DNB. Funkspruch.) Die französische Abordnung ist aus London nach Paris zurückgekehrt. Trotzdem sind die Außenpolitiker der großen Pariser Blätter in der englischen Hauptstadt geblieben, um die weitere Entwicklung aus der Nähe zu verfolgen. Vor allem interessiert sie die heutige Sitzung des Unterhauses und die weiteren Unterhaltungen zwischen von Ribbentrop und Eden. Der Unterhaus-Aussprache sieht man infolge der Haltung der englischen öffentlichen Meinung und der Mehrheit der englischen Regierung mit Höch st er Besorgnis entgegen, die sogar soweit geht, daß Baldwin vom „Echo de Paris" mit höchst unfreundlichen Worten bedacht wird. Per- tinax gibt sich der Hoffnung hin, daß Eden und Neville Chamberlain das Abkommen vom 19. März verteidigen würden. Der Londoner Berichterstatter des „Jour" möchte die Lage so gesehen wissen, als ob Eden nur mit Mühe am Donnerstag das Schicksal seines Vor- gängers vermeiden könne. Die ganze Berichterstattung richtet deutlich spürbar ihre Meldungen- so ein, daß nur herausgearbeitet wird, was dem französischen Standpunkte dienen kann. Dagegen versucht man die Bedeutung der Widerstände gegen die Pariser Politik, die sich in der englischen Oef- fentlichkeit regen, in den Hintergrund zu drücken. Diesem Ziel dient es wohl, wenn der Sonderberichterstatter des „Jour" aus London meldet, daß in Der Fühlungnahmr zwischen dem Stimme gehört dir, Adolf Hitler." tinfere jüngsten Wähler. Bei jeder Reichstagswahl stößt eine mehr oder weniger große Zahl neuer Wähler zu dem Heer der Wahlberechtigten. Es sind dies regelmäßig die jungen Männer und Frauen, die inzwischen d a s 2 0. Lebensjahr vollendet haben. Zu ihnen gehören auch jene, die am Wahltag selbst das für das Wahlrecht geltende Alter erreichen und in die Gemeinschaft derjenigen ausgenommen werden, die berufen sind, im politischen Leben ein Wort mitzureden. Wahlrecht ist aber auch Wahlpflicht. Wer berechtigt ist, mit Hilfe seines Stimmzettels an wichtigen politischen Entscheidungen teilzuneh« men, hat auch die Pflicht, diese Entscheidungen ju fällen. Diese Pflicht schließt jedoch wieder die Kenntnis dessen ein, worum es geht. Wir dürfen wohl annehmen, daß heute auch der letzte Schuljunge weiß, in welchem Zeichen die Reichstagswahlen stehen. Um so eher kennen unsere Jungwähler den Kampf des Führers um die Freiheit und die Gleichberechtigung unseres Volke, aber auch um die außenpolitischen Voraussetzungen für ein Fortschreiten des inneren Aufbaues auf allen Gebieten des Lebens unserer Nation. Je kompakter, je geschlossener das deutsche Volk durch die Stimmabgabe in die Erscheinung tritt, desto fester ist der Boden, auf dem der Führer kämpfen kann. Da "um darf auch keinJungwähler, genau so wenig wie alle anderen wahlberechtigten Volksgenossen beiderlei Geschlechts, am 2 9. März an der Wahlurne fehlen. Gerade an die Jungen ergeht der Ruf: Hinein in die politische Front unseres Volkes, in der ihr von nun ab euren Mann zu stehen habt! Steigende Einnahmen derReichsbahn. Berlin, 25. März. (DNB.) Der Derwaltunqs- rat der Reichsbahn nahm einen eingehenden Gericht über die Finanzlage entgegen. In den ersten beiden Monaten dieses Jahres haben entsprechend der erfreulichen Zunahme des Verkehrs die Einnahmen aus dem Personen- und Gepäckverkehr eine Steigerung um 10,7 v. H., die aus dem Güterverkehr eine Erhöhung u m 11,7 v. H. gegenüber diesen Monaten des Vorjahres erfahren, wobei allerdings im Januar-Februar 1935 die Einnahmen der Eisenbahnen des ehemaligen Saargebietes noch nicht enthalten waren. Gleichzeitig sind aber auch mit den vermehrten Betriebsleistungen die Ausgaben gestiegen. Der Verwaltungsrat empfahl, den Sproß. Tarifzuschlag bis spätestens 1. Oktober 1936 in die geltenden Tarife einzuarbeiten, die organische Tarifreform tunlichst bis zum gleichen Zeitpunkt durchzuführen, dabei aber eine weitere Belastung der Wirtschaft möglich st zu vermeiden. Ein englischer Admiral in Irland erfchoffen. London, 25. März. (DNB.) Von unbekannter Hand wurde der britische Vizeadmiral Henry So« merville auf seinem Landsitz in Castle Twownsend (Grafschaft Cork im Freistaat Irland) erschossen. Vorläufig ist nur bekannt, daß vor dem Hause des Admirals ein Kraftwagen mit mehreren Personen vorgefahren war, dem ein Man« entstieg. Wenige Minuten darauf fiel im Hause ein Schuß, der den Admiral tödlich verletzte. Der mutmaßliche Tater stürzte heraus und fuhr mit dem Kraftwagen in höchster Geschwindigkeit davon. Vizeadmiral Somerville war 72 Jahre alt und hatte eine mehr als 50jährige Marinelaufbahn hin- ter sich. Während des Krieges befehligte er int Nordatlantik die britischen Patrouillenschiffe. Somerville hat sich auch durch archäologische Arbeiten einen Namen gemacht. Die angestellten Nachsor- : schungen haben einen Fund zutage gefördert, der gewisse Anhaltspunkte über die Beweggründe dev französischen und dem englischen Gene r a l st a b ein erster Schritt getan worden sei. Am Mittwochnachmittag habe General Schweiß- gut, vom französischen Militärattache in London General Voruz unterstützt, eine Unterredung mit hohen Persönlichkeiten des englischen Kriegsministeriums gehabt. Auch der Londoner Sonderberichterstatter des „Petit Parisien" stellt es so dar, als ob trotz der feindseligen Einstellung der englischen Öffentlichkeit und eines Teiles der englischen Presse gegenüber der sofortigen Aufnahme militärischer Beratungen die amtlichen englischen Kreise der Ansicht seien, daß diese Beratungen unabhängig von den Bestimmungen des Vierer-Abkommens seien, und sofort auf = genommen werden müßten. Die Entmilitarisierung der Rheinzone fei für Frankreich nur so lange von lebenswichtigem Interesse, als es nicht gelungen sei, ein wirkungsvolles Sy st em der europäischen Sicherheit aufzurichten. „Figaro" meldet aus London, daß Paul-Bon- cour in seiner Besprechung mit Eden nochmals die Haltung Frankreichs unterstrichen habe, keine Verhandlungen mit Deutschland unter dem Druck der vollzogenen Tatsache zu führen. Er habe daran festgehalten, daß Frankreich keine Art von Aussöhnung annehmen könne, die seine Sicherheit beeinträchtige. Der Sonderberichterstatter des „Matin" meint, die Hauptbesorgnis des englischen Unterhauses vor einer Verständigung zwischen dem englischen und dem französischen Generalstab sei zweifellos die Tatsache, M . Frankreich mit Sowjetrußland ein Bundms abgeschlossen habe. Dadurch könne Eng- land, wenn es militärische Verpflichtungen eingehe, sich eines Tages vor die Notwendigkeit gestellt sehen, Schise1?vu Jur bie je * fer( i«uu esPtog I Wr itH ?°n D»/ 9cp: >?Ä 8 5,*;Ä „Sind Sie mit der Aufnahme, die Ihnen bei Ihrer Rückkehr nach London zuteil geworden ist, zufrieden?, fragte ich. „Meine Unterredung mit Außenminister Eden, entgegnete der Botschafter, „war freundschaftlich. Ich habe Herrn Eden genau so wie Ihnen jetzt die grundsätzliche Auffassung Deutschlands erklärt. Ich bin bei meinem Aufenthalt in London in Der vorigen Woche stark beeindruckt worden durch den aufrichtigen Wunsch des b r i 11 f d) en Volkes nach Frieden und Befriedung m Europa. Ich kann Ihnen versichern, daß dieser Wunsch von dem gesamten deutschen Volk geteilt wird. Auch das französische Volk, das ich während eines Vierteljahrhunderts aus der Nahe kennengelernt habe, hat den gleichenWunfch Heule außeupolUche Ai L o n d o n, 25. März. (DNB.) Die außenpolitische Aussprache am Donnerstagnachmittag wird mit einer Rede des Außenministers Eden eingeleitet. Anschließend spricht D a l t o n für die Oppositionelle Arbeiterpartei. Es wird angenommen, daß auch S i r Au st en Chamberlain, Lloyd George und Winston Churchill das Wort ergreifen werden. Als Schlußredner der Regierung wird Schatzkanzler Neville Chamberlain prechen. Dor seiner Rückkehr nach Paris hatte der ranzösische Völkerbundsminister Paul-Bon- cour eine Unterredung mit Außenminister Eden, in der der deutsche Zwischenbescheid besprochen wurde. Mittwoch nachmittag fand eine Besprechung zwischen Botschafter von Ribbentrop und Eden statt. „Preß Association" schreibt, tue hauptsächlichsten Angriffpunkte gegen das Locarno-Weißbuch würden die darin vorgeschlagenen internationalen Streitkräfte und die General st absbe- sprech ungen sein. Nur wenige Abgeordnete hätten jemals irgendwelche Sympathie für den Vorschlag, eine internationale Truppe auf deutsches Gebiet zu entsenden, gehabt. Der Vorschlag werde voraussichtlich in der Aussprache lächerlich gemacht werden. Man sei sich bewußt, daß diese Idee durch den Zwischenbescheid der deutschen Regierung endgültig erledigt sei. Die Meinung der presse. London, 26. März. (DNB. Funkspr.) Wie die Londoner Blätter glauben voraussagen zu können, wird Eden feststellen, daß die Verpflichtungen Großbritanniens nicht über den Locarno-Vertrag hinausgingen, daß sie aber nunmehr den Charakter der Gegenseitigkeit tragen würden. Er werde die Bereitschaft der Regierung erklären, die Fühlung mit den Generalstäben Frankreichs und Belgiens sowie Italiens sofort aufzunehmen, was allgemein gewünscht werde. Es ist oft die Frage gestellt worden, besonders von französischen Staatsmännern, warum Deutschland seinen Friedensworten keine Taten folgen lasse. Ich glaube, ich kann wohl sagen, daß der Führer vor anderen europäischen Staatsmännern die Tat für sich in Anspruch nehmen kann, daß er zahlreiche konkrete Vorschläge der Welt vorgelegt hat. Diese Vorschläge sind ein wesentlicher Beweis bafür, daß Deutschland wirklich die Festigungdes Friedens und die Zusammenarbeit zwischen den Völkern wünscht. Ich glaube, der Tag wird übrigens kommen, wo allgemein anerkannt werden wird, daß der von der deutschen Regierung Verteidiger des wahren Glaubens. Ein katholischer Geistlicher würdigt das Werk des Führers. Aichach (Oberbayern), 25. März. (DNB.) Auch in den ländlichen Bezirken Oberbayerns wird der Wahlkampf unter stärkster Anteilnahme der Bevol- ferung geführt. Mit besonderer Genugtuung wurde es von der Bevölkerung begrüßt, daß in einer De^ sammlung in Randelsried im Bezirk Aichach auch der dortige katholische Pfarrer Keßler das Wort ergriff. „Wir müssen", so betonte er u. a. „gegen den Materialismus die Ewigkeitswerte verteidigen. Der Materialismus verkörpert sich in dem furchtbaren Gespenst des Vvlsche- w i s m u s. Schon sehr früh habe ich erkannt^!daß der Führer als schärfster Gegner dieser Welt- pest ein Verteidiger des wahren Glaubens ist. Wenn der Führer gegen die Zerstörung des Gottesglaubens ein Bollwerk gesetzt hat, so wissen wir, daß in diesem Mann ein lebendiger Gottesglaube lebt. Und dieser Glaube an den Herrgott gibt ihm auch die Kraft zu feinem Werk. Nach dem Kriege, schien der Herrgott feine Hand von Deutschland genommen zu haben, er ' it uns dann aber einen Mann gegeben, der d i e- - m fürchterlichen kommuni st isch-bol- schewistischen Treiben ein Ziel gesetzt hat. Die Gottlosenpropaganda, leider muß ich es gestehen, hat sich — so fuhr der Pfarrer fort — unter der Regierung der Bayerischen Volkspartei und des Zentrums ungestraft ausbreiten können. Das ist heute beseitigt, linier den Augen der BVP.- Regierung durften damals Bücher und Schriften herausgegeben werden, die für die Gottlosenbewegung warben. Wenn Adolf Hitler nicht gekommen wäre, dann stünde ich nicht hier und mit mir viele meiner Amtsbrüder. Dann hätten wir das Schicksal der Geistlichen in Rußland geteilt, irgendwo lägen wir erschlagen. Es gibt ein altes Sprich« wort, das heißt: „Der Herrgott verläßt einen wackeren Deutschen nicht, und der Herrgott hat uns einen Mann geschickt, der einen tiefen Glauben hat." „Du sollst deinen Nächsten lieben, wie dich selbst", heißt es in der Heiligen Schrift. Im W i n- terhilfswerk, so fuhr der Geistliche fort, ist diese Forderung restlos erfüllt worden. Alle, die sich verpflichtet fühlen, Religion, Gott und Chri- ft e n t u m zu schützen, wollen den Feinden der Zeit und dem Bolschewismus am 29. März die Antwort geben: Die geschlossene Einheit d e,s deutschen Volkes steht hinter Adolf Hitler. Deshalb kann auch kein überzeugter Christ dem Führer seins Stimme verweigern. Unser Führer wächst nicht nur zum Retter Deutschlands, sondern zum Retter der Welt. Unsere London, 25. März. (DNB.) Botschafter von Ribbentrop gewährte am Dienstagabend dem bekannten englischen Journalisten Ward Price eine Unterredung. Ward Price hat diese Unterredung in der „Daily Mail" folgendermaßen wieder- gegeben: Ich besuchte Herrn von Ribbentrop gestern abend bei seiner Rückkehr aus dem Auswärtigen Amt und fragte ihn, ob er mir irgendwelche Andeutungen über die Art und den Umfang der neuen Vorschläge geben könnte, die Die deutsche Regierung für den nächsten Dienstag in Aussicht gestellt hat. „Darüber mirb in Berlin noch beraten", war seine Antwort. „Ich kann daher im Augenblick nicht sagen, welche Vorschläge noch zu denen in dem Memorandum des Deutschen Reichskanzler vom 7. März hinzukommen werden. Auf jeden Fall werden auch diese von demselben Gei st erfüllt sein." „Die Antwort der deutschen Regierung wird wahrscheinlich als vage kritisiert werden. Man erwartet ein etwas genaueres Ergebnis der Besprechungen, die der Deutsche Reichskanzler während des Wochenendes in Berlin gehabt hat. „Sie müssen bedenken", antwortete mir der deutsche Delegierte, „daß wir uns in Deutschland mitten in einem W a h l s e l d z u g befinden. Fast alle Minister sind dauernd von Berlin abwesend. Sie müssen genau wie der Reichskanzler überall im Lande Wahlreden halten. Die Probleme, denen wir gegenüberstehen, sind zu umfassend und zu wichtig, um in der kurzen Zeit seit meiner Abreise aus London erschöpfend behandelt zu werden. Der Wahlfeldzug wird Samstagabend zu Ende sein, und die Mitglieder der deutschen Regierung werden sich Sonntag und Montag der Ausarbeitung einer vollständigeren und mehr ins einzelne gehenden Ant - wort widmen können. Ich werde voraussichtlich ein paar Tage in London bleiben und auch wieder mit Minister Eden zusammenkommen. Ich werde jedoch sicherlich zu den Wahlen am Sonntag nach Berlin zurückkehren." Ich fragte den deutschen Delegierten, ob er mir etwas über d i e Eindrücke sagen könnte, die die Vorschläge der Locarno-Mächte auf den deutschen Reichskanzler und seine Ratgeber in Berlin gemacht hätten. „Schon bei der ersten Prüfung des mir von Zfiiffer Eden am letzten Donnerstagabend überreichten Dokuments", sagte Herr von Ribbentrop, „gewann ich die feste lleberzeugung, daß es eine sehr starke Reaktion nicht nur bei der deutschen Regierung, sondern beim gesamten deutschen Volk Hervorrufen würde. Denn diese Vorschläge stellen einen b e - dauernswerten Rückfall in di e Mentalität dar, 'die Deutschland während der Nachkriegszeit so viel Leid gebracht hat. Diese Mentalität macht es sich zum Grundsatz, die europäischen Nationen in Sieger und Besiegte zu teilen. Ich kann Ihnen versichern, daß das deutsche Volk diesen Versailler Geist nicht mehr duldet. Daraus ergibt sich, daß die deutsche Regierung niemals eine einseitige Beeinträchtigung ihrer hoheitsrecht annehmen wird. Wenn Herr Flcmdin sagt, daß er die Anwesenheit fremder Truppen auf französischem Boden als eine ungeheuerliche H n - billigfeit empfinden würde, so kann ich nur erwidern, daß das deutsche Volk hundertprozentig genau s o denkt. Die deutsche Regierung war, als ich ihr die Vorschläge der Locarno-Mächte vorlegte, um so ungehaltener über den aus ihnen sprechenden Geist der Vergangenheit, als gerade sie ja feit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus immer bestrebt war, einen neuen Geist des Friedens, allerdings auf der Grundlage der Gleichberechtigung, in Europa zum Leben zu erwecken. für Sowjetrußland zu den Waffen greifen zu müssen. Die radikalsozialistische „E r e N o u v e l l e" zeigt sich verärgert über die Haltung Englands. Wenn England der Ansicht sei, daß die aufgeworfene Frage durch Verhandlungen mit Deutschland auf gleicher Grundlage gelöst werden könne, .bann könne sich Frankreich ebensogutmitDeutsch- land selb st unmittelbar unterhalten, dann brauche es keinen Dolmetscher, keinen Unterhändler, dann könne es auch keine Dermitt- lergebühr zahlen. — Das „Petit Journal" meint, man dürfe sich die traurige Wirklichkeit nicht verheimlichen, es fei nicht nur nichts gelöst worben, sondern man treibe auch unvermeidlich ernstendiplomatischenVerwicklungen zu. Die englisch-französische Front sei praktisch zusammengebrochen. Belgiens Haltung bleibe zögernd und unbestimmt. Italien warte ab, bis man die Sühnemaßnahmen aufhebe. In der „Republique" tritt der frühere Generalsekretär der radikalsozialistischen Partei, P f e i f f e r, wie schon oft, mit Nachdruck f ü r Verhandln n- gen mit Deutschland ein. Frankreich, so schreibt er, müsse sich mit England verständigen und mit Deutschland verhandeln, wenn Frankreich nicht Gefahr laufen wolle, vereinsamt zu werden. Wenn Frankreich sich vom Völkerbund zurückziehe, werde Deutschland es ersetzen. Auf jeden Fall wäre nichts schlimmer als den Status quo z u verewigen. Man müsse heute von der französischen Diplomatie verlangen, daß sie aufhöre, sich hinter einer Papptafel des Verfahrens zu verschanzen. Von Tag zu Tag verbreitere sich der Abgrund zwischen einer öffentlichen Meinung, die der Wirklichkeit Rechnung trage, und einer Bürokratie, die das Ausland nicht kenne, mit dem sie die Fühlung verloren habe. Unterzeichnung des neuen Flottenvertrages. London, 25. März. (DNB.) Im St.-Japies- Palaft wurde am Mittwochnachmittag der neue Flottenvertrag von den Vertretern der V e r e i n i g- ten Staaten, Frankreichs und des Britischen Reiches mit Ausnahme Irlands und Südafrikas unterzeichnet. Dem feierlichen Unterzeichnungsakt ginaen Ansprachen des Ersten Lords der Admiralität, Lord Monsell, des amerikanischen Vertreters Norman Davis und des italienischen Botschafters Grandi voraus. Lord Monsell sprach sein Bedauern darüber aus, daß nicht sämtliche Unterzeichner der ablaufenden Flottenverträge im Augenblick bereit seien, den vorliegenden Vertrag zu unterzeichnen. Grandi beschäftigte sich mit der infolge des ostafrikanischen Konfliktes eingetretenen Spannung im Mi11elmeer und der Sühnemaßnahmen gegen Italien. Italien stehe heute vor der unbestreitbaren Notwendigkeit, das Problem der Flottensicherheit der Länder in Verbindung mit der neuen Lage zu erwägen, in die Italien gesetzt worden sei. Es sei daher gezwungen, sich Handlungsfreiheit zu bewahren und diejenigen Vorkehrungen zu treffen, die für den Schutz der Verteidigung Italiens zur See geeignet * feien. „Daily Herold" erklärt, im Unterhaus herrsche die Befürchtung, daß England nach und nach a n Frankreich ebenso gebunden werde, w i e es 1914 der Fall war, ohne daß eine einwand- freie Erklärung über die Verpflichtungen dieses Landes abgegeben werde. Die Arbeiterpartei werde das Memorandum scharf angreifen und zwar aus drei Gründen: 1. Es dürfe keine Militärbündnisse auf dem Kontinent geben. 2. Es dürfe keine ausländischen Truppen im Rheinlande geben, insbesondere keine italienischen Abteilungen. 3. Es müsse ein erster Versuch gemacht werden, den Frieden in Europa neu aufzubauen. Die Regierung werde sich in einer schwierigen Lage befinden, da sie bei Baldwin m i t d i e r Der- schiedenenGruppen zu rechnen haben werde: mit der für die I s o l i e r u n g eintretenden Gruppe, ferner mit der Gruppe Austen Chamberlains, weiter mit der Völkerbundsgruppe und schließlich mit derjenigen, die mit Öen Faschisten sympathisieren. Japan über den französisch-sowjetrussischen patt beunruhigt. Tokio, 26. März. (Ostasiendienst des DNB.) Wie das Blatt „Tokyo Asahi Schimbum" meldet, erklärte Außenminister H i r o t a dem französischen Botschafter in Tokio gelegentlich einer Unterredung über den französisch-sowjetrussischen Pakt, daß dieser Pakt Moskau die Mögli-chkeit gebe, seine Kräfte im Fernen Osten z u Der« ftärfen. Hirota sprach die Hoffnung aus, daß Frankreich diesem Pakt besondere Aufmerksamkeit schenken werde. Das Blatt fügt hinzu, daß diese Erklärung Hirotas die Beunruhigung kennzeichne, die der französisch-sowjetrussische Pakt in Japan auslöse. nafti 0tf0aukif< M. Wieder Siedlung iljn F den Toren >igt «liril ff«* Ein Denkmal nationalsozialistischer Aufbauarbeit. Oer Gauleiter beim Richtfest der Heimstättensiedlung Irankfurt/Heddernheim. „Graf Zeppelin" und „LZ 129" (Hindenburg) zur großen Deulschlandsahri gestarlel. •r ieoöl. Würbe l. ^lchlilh 'farttt Undep Swen, oertorpert '°llche. annt, bQ6 , 1er Welt. J ®!qu- >erstöruna t hat, o Neben- er Glaube SU seinem -gott seine haben, er ' ber b i e. lch'bol. l geseht 1U6 ich es er fort - ßoltspartei n können, der MP,. Schriften tlosenbewe« gekommen r unb mit sn wir bas ilt, irgenb« 'es Sprich« äht einen )tt hat uns a Glauben i, wie bich 3m Win- he fort, ist Ille, bie sich ind Chri« 'en der Zeit ’3 die Ant- > heit de^ ?r Adolf überzeugter igern. Unser )eutschlandj, l L Unsere Üfer. mehr oder i dem Heer zelmäßig die oischen das n. Zu ihnen !lbst das für und in die werden, die Wort mit- h/pflicht. Stimmzettels ! teilzuneb- n es geht, ute auch ö« Zeichen du 'ennen unsere um die Frei' 5 Volke, aber Setzungen für f ies auf allen Je kompakter, h die Stimm- fester ist der kann. Danim nau so wenig Volksgenossen rz an der iePÄ . ihr von nun; Hundert Stellen in Angriff genommen. Es folgen noch in dieser Woche der Beginn der Siedlungen Dreieichenhain, Langen, Auerbach, Fürth und Lorch am Rhein und die zweiten Bauabschnitte in Vilbel, Klein-Kroßenburg und Neu-Isenburg, ferner der Baubeginn der neuen Frankfurter Großsiedlung Bonames mit zunächst 92 Stellen. Weitere 1400 Stellen sind planungsmäßig abgeschlossen und wer» den nach Abschluß der Siedlerverträge in Bau genommen; außerdem sind weitere Gruppensiedlungen in Arbeit. In seiner anschließenden Ansprache wies der Gauleiter auf den Unterschied zwischen der Siedlung des nationalsozialistischen Staates und der früheren .Feit mit ihren Experimenten hin. Der deutsche Arbeiter kommt meist vom Lande und will mit der Scholle verbunden bleibe n. Diesem Streben dient auch diese Siedlung. Unser Gau steht heute ander Spitze im Siedlungswesen des Reiches, und diese Stellung wollen wir auch halten. — Der Gauleiter gab dann den Befehl zum Aufziehen der Richtkrone, der Polier sprach den Richtspruch und mit einem Sieg- Heil auf den Führer schloß die Kundgebung. Im Anschluß daran fand im Volkshaus unter Teilnahme des Gauleiters eine Feier statt. e-chsb-h«. Verwaltung "Ä -fprt bes W W olflfl J U Leiter- Ferner werden von Bord Erinnerung szettel abgeworfen, die einen Stempel von der Deutschlandfahrt tragen. Die Flugzettel werden eine schöne Erinnerung für viele Volksgenossen darstellen. Heber den Städten werden ferner in großer Menge Fallschirmkapseln mit Hakenkreuzflaggen abgeworfen werden. An Bord des „LZ 129" („Hindenburg") ist eine Lautsprecheranlage eingebaut, mit der über den Städten aus dem Luftschiff Musik gesendet werden wird. Die Reichsrundfunkgesellschaft hat an Bord eine Sendestation eingerichtet, die die Möglichkeit von Rundfunkreportagen von Bord des Luftschiffes geben wird. Durch die Bordscheinwerfer und die Beleuchtung beider Schiffe werden sie auch nachts jederzeit sichtbar sein. Letzte Vorbereitungen vor dem Start. Etwa 80 Fahrgästen ist es vergönnt, an dieser einzigartigen Luftreise als Gäste der Reichspropagandaleitung der NSDAP, teilzunehmen. Die Zahl der Gäste setzt sich zusammen aus Vertretern des Reichsluftfahrtministeriums, des Propagandaministeriums, alten verdienten Parteigenossen, verdienten Soldaten der Luftwaffe aus dem Unteroffizierstand, Mitgliedern der Reichswahlleitung, Vertretern der Presse und des Films. Ausgerüstet mit dem Stimmschein für den Wahlsonntag, denn erstmalig in der Geschichte der Luftfahrt wird der WahlaktineinemLuftfahrzeug vollzogen, sind die mit dem Fahrtausweis Beglückten nach Friedrichshafen geeilt. Donnerstag früh, 3.45 Uhr, erfolgte das große Wecken. Am Horizont zeigte sich der erste Schimmer eines neuen schönen Frühlingstages, als die Autobusse mit den Gästen der Deutschlandfahrt an den großen Hallen eintrafen, wo die letzten Vorbereitungen für den Start getroffen wurden. 55 000 Kilo Rohöl liegen in „LZ 129" („Hindenburg") für die Dieselmotoren. Außerdem galt es, Verpflegung für rund 10 0 Person en einschließlich der Besatzung zu verstauen. Es ist selbstverständlich, daß sich auch die beiden Luftschiffe in diesen Tagen in den Dienst des großen Werkes unseres Führers stellen, das am Sonntag seine letzte Erfüllung finden soll. Kurze Unterbrechung der Fahrt des „LZ 129". Friedrichshafen, 26. März. (DNB. Funkspruch.) Das Luftschiff „LZ 129 mußte seine Deutschlandfahrt heute in Stuttgart kurz unterbrechen und noch einmal nach Friedrichshafen zurückkehren, um eine für die Deutschlandfahrt notwendige technische Anlage um- z u t a u s ch e n. Das Luftschiff „LZ 127" setzt inzwischen seine Fahrt programmäßig fort und befindet sich zur Zeit in Franken. „LZ 129 wird in Friedrichshafen noch am Vormittag wieder star- ten und sich später mit „LZ 127" wiederum Bereinigen. Beide Luftschiffe setzen dann gemeinsam ihre Fahrt fort. NSG. Wieder geht in unserem Gau eine neue Siedlung ihrer Vollendung entgegen. Draußen vor den Toren der Stadt Frankfurt a. M. in Heddernheim hat das Heimstättenamt der NSDAP. 44 neue Siedler st ellen geschaffen, unb in wenigen Monaten werden 44 Siedlerfamilien hier einziehen. Zu dem heuttgen R i ch t f e st , an dem die gesamte Bevölkerung von Heddernheim Anteil nahm, war der Gauleiter selb st erschienen. Zu Beginn der Kundgebung gab Dr. Darf e s vom Gauheimstättenamt einen Ueberblick über die hier geleistete Arbeit. Er betonte besonders, daß diese Heimstätten keine Klassensiedlungen stnd, sondern daß sie ein Abbild der großen deutschen Volksgemeinschaft darstellen. Unter den 44 Siedlern sind nicht weniger als 25 Berufe vertreten. Dr. Darjes konnte außerdem berichten, daß zur gleichen Zeit 20 neue Siedlungsabschnitte mit zunächst 427 Stellen in Angriff genommen werden und zwar in Bickenbach, Eberstadt, Wiesbaden, Heusenstamm, Hofheim und Nackenheim. In Groß-Gerau, Gon- lenheim und Mühlheim wird der zweite Bauab- Ichnitt begonnen. In der Siedlung Rüsselsheim wurde in einem vierten Bauabschnitt das zweite Reichsluftfahrtministers von General K e t t e l r i n g eröffnet wurde, machten Staatskommissar Dr. Lippert und Architekt Prof. S a g e b i e l Mitteilungen über dieses einzigartige Bauvorhaben. Dr. Lippert wies darauf hin, daß das Gefamtprojekt unmittelbar auf Anregung des Führers zurückzuführen ist. Bereits 1934 beauftragte der Führer gelegentlich einer Landung auf dem Flughafen Tempelhof die Berliner Flughafengefellfchaft, die Unterlagen für eine Erweiterung des gesamten Geländes zu geben, da der Flughafen viel zu klein geworden war. Darüber hinaus zeigten die Statistiken, wie gewaltig seit der Machtübernahme der Luftverkehr in Tempelhof im Anwach- s e n begriffen ist. Der Führer brachte immer wieder zum Ausdruck, daß in wenigen Jahren bei Reisen über 800 Kilometer kein Mensch mehr daran denken würde, ein anderes Verkehrsmittel a l s das Flugzeug zu wählen. Heute werden bereits täglich über 1000 Passagiere in Tempelhof abgefertigt. Es war daher höchste Zeit, mit dem Neubau zu beginnen. Aber auch rein flugtechnisch war eine erhebliche Vergrößerung des Rollfeldes notwendig. Außerdem war es erforderlich, eine erheblich größere Blind- und Schlechtwetterlandebahn zu errichten, um jederzeit ein gefahrloses Landen au ermöglichen. Die Erneuerung soll als Gemeinschaftswerk durchgeführt werden, bei dem das Reich, vertreten durch den Reichsluftfahrtminister, der auch die Hauptlast der Finanzierung übernimmt, den Vorrang für Planung, Entwurf und Bauausführung hat. Anschließend gab Prof. Dr. Sagebiel Einzelheiten des Bauplanes bekannt. Tat zu geben scheint. In der Vorhalle des Hauses ist nämlich ein Rekrutierungsanschlag entdeckt worden, in dem junge Iren zum Eintritt in bie britischeArmee oderFlotte aufgefordert werden. Das Auffinden dieses Plakates hat in englischen Kreisen Die Annahme entstehen lassen, daß die Beteiligung des Admirals an diesem Rekrutierungsfeldzug möglicherweise der Beweggrund zu der Tat war. Tatsache ist, daß im Freistaat Irland in letz- ter Zeit eine umfangreiche Propaganda gegen den Eintritt junger Iren in britische Heeres- ober Ma- rinebienfte entwickelt würbe. Berlin erhält den größten Flughafen der Welt. Auf bem Tempelhofer Felb ist mit ben Bauarbeiten zur Erweiterung des Flugplatzes begonnen worben, bie Berlin zum größten Flughafen b e r Welt werden lassen. Durch dieses gigantische Werk, das auf die Initiative des Führers zurückgeht und maßgeblich von ihm deinflußt wurde, wird die gegenwärtig 600 Morgen umfassende Anlage auf rund 1600 Morgen erweitert werden. Allein bas Rollfeld, das jetzt anderthalb Kilometer mal einen Kilometer mißt, wird einen Umfang von 2,5 Kilometer mal 1,5 Kilometer erhalten. In 15 etwa 12 Meter hohen Großhal - len, bie mit ihrer in einem Oval oerlaufenben Front von 1500 Meter Länge eine geschloffenes Ganzes bilben, werden Unterstellmöglichkelten für nicht weniger als 120 Großverkehrsflugzeuge sowie zahlreiche Sport- und Gastmaschinen geschaffen. 1939 durfte der Weltflughafen betriebsfertig sein. In einer' Pressekonferenz, bie im Auftrage bes Friedrichshafen, 26. März. (DNB. Funk- ßpruch.) heute früh um 6 Uhr sind bie beiden Luftschiffe „Graf Zeppelin" unb „LZ 12 9" lj„h inbenburg") zur großen Deutschland- ßahrt aufgestiegen. 20 Fahrgäste gehen an Bord »des „Graf Zeppelin", Angehörige bes Reichsluft- ffahrtminifleriums und des Propagandaministeriums. 5.35 erhält der Kommandant des „Graf Zeppelin", Kapitän von Schiller, die letzten Wettermeldungen und gibt Befehl zur Ausfahrt. Am 6 Uhr tritt das stolze Schiff seine große Deutschlandfahrt an. Es zieht ein Schleife über der Stadt und überfliegt sein Schwesterschiff, das auf dem Flugplatz Löwenthal zum Start bereit ist. 6.15 Uhr erhebt sich das neue Lust- schiff „LZ 12 9“ („h indenburg") zur großen Deutschlandfahrt. Während der zweitägigen Fahrtenpaufen erhielt LZ 129 in schöner gotischer Schrift den ff oh en Kamen „Hindenburg" aufgemaU. Tag und Aacht über den deutschen Gauen Auf dieser Deutschland-Fahrt soll der Bevölkerung in allen deutschen Gauen Gelegenheit gegeben werben, biefe Meisterwerke beut» __d) e r Jngenieurkunst zu sehen, bevor beibe schiffe ihren' Fahrtenbetrieb über bem Ozean auf» nehmen. Arn ersten Tage geht die Fahrt ber Lutt- chiffe, bie unter Führung ber Kapitäne Lehmann („LZ 129") unb von Schiller („LZ 127") iilehen, von Friebrichshafen nach München, weiter über Nürnberg nach Leipzig, von dort nach Dresden, weiter nach Breslau. Von Breslau fahren die Luftschiffe nachts voraussichtlich nach Tilsit. Die Fahrtroute für bie nächsten Tage hängt jedoch von ber Wetterlage ab unb es ist möglich, daß bie Tagesprogramme untereinanber ausgell u s ch t unb hier unb ba abgeändert werden. Bisher ist geplant, baß bie Luftschiffe am 27. März o.on Tilsit aus nach Königsberg zum Tannen- «b-ergbenkmal, über Danzig nach Stettin ohren. Von dort aus soll es nach Hamburg xehen. In ber Nacht zum Samstag werben bie Luftschiffe voraussichtlich nach Helgolanb fahren. Am Samstag soll bie Fahrt von Flensburg über Bremen nach Münster, vorbei am »tiefe berg nach Hannover gehen. Von Hannover ist eine Fahrt rach Halle, von bprt nach Berlin vorgesehen. In ber Nacht zum Sonntag werben bie Luft- Ichisfe über Branbenburg unb voraussichtlich über Wittenberg, Kassel unb von ba nach Dortmunb jähren, wo sie am Sonntagmorgen eintresfen sollen. Ion bort würbe bie Fahrt über Essen, Düsseldorf n ach Köln, Koblenz, an ber Mosel entlang nach Erier unb Saarbrücken gehen. Von Saarbrücken □ürbe bie Reise nach Frankfurt über Main z, rach Heibelberg, Karlsruhe, Freiburg zurück nach Zriebrichshafer gehen. Die beiben Luftschiffe werben über großen Stabten mit Scheinwerfern angestrahlt werben. ’.Sj'i ,(ortenJ f * & ♦ •»* Krisis imöstmeichischenprivawersichermigsweseii Staatliche Reformmaßnahme zur Rettung der Phönix. lichen Sitzuni rung ber grö*M , , sellschatt PHönir in letzter Zeit eine außerordentliche Verschlechterung erfahren hat. Eine amtliche Mitteilung besagt, baß eine allgemeine Reform des österreichischen Versicherungswesens erforderlich wurde, obgleich ähnliche Mißstände bei andern Versicherungsgesellschaften nicht vorgefallen seien. Die Maßnaymen sind gum Teil ähnliche, wie sie anläßlich des Zusammenbruches der Kredit-Anstalt durchqeftihrt worden sind. So wurden die Sonber- oertrage ber Direktoren für aufgelöst erklärt. Die Kollektivverträge ber Versicherungsangestellten sollen burch neue Verträge ersetzt werben. Das neue Versicherungsreformgesetz sieht die Schaffung eines Versicherungsfonds vor, in den alle Versicherungsgesellschaften einzuzahlen haben und aus den Lucken der Prämienreserven aufgefüllt werden sollen. Praktisch bedeutet das, daß die anderen Versicherungsgesellschaften zur Stützungder Phönix herangezogen werden. Ein Prämienregister unter staatlicher Kontrolle wird die Wertpapiere und sonstigen Vermögensbestände, aus denen die Prämienreferven zusammengesetzt sind, verzeichnen. Verfügungen über diese Werte können nur mit staatlicher Zustimmung getroffen werden. Auch eine Belastung ber Versicherten ist in Aussicht genommen. Es soll eine Kürzung ber Auszahlungsansprüche vorgenommen werben unb zwar bei allen österreichischen Versicherungsanstalten. Der im vorigen Monat verstorbene Generalbirektor ber Phönix, ber Jube Berliner, soll angeblich Selbstmorb begangen haben. Die Geschäftsführung Berliners war wegen ihrer zu weit gespannten Expansion in ber österreichischen Öffentlichkeit bekannt unb zum Teil Gegenstanb besorgter Kritik. Die österreichische Phönix-Gesellschaft verfügt auch über ausgebehnte Verbindungen in mehreren mitteleuropäischen Staaten. Für die Dringlichkeit der Regierungsmaßnahmen sind kennzeichnend, baß ber außerordentliche Ministerrat zusammengetreten ist, ohne die Rückkehr des Bundeskanzlers Dr. S ch u s ch- n t g g unb bes Außenministers aus Rom abzuwarten. Wien, 26. März. (DNB. Funkspr.) Der österreichisch^ Ministerrat würbe zu einer außerorbent- g einberufen, weil bie Finanzgeba- ipten österreichischen Versicherungs-Ge- ö n i r in letzter Z, Für gleichmäßige Rohstoffversorgung. Aussprache im englischen Oberhaus. — Verständnis für den deutschen Schritt. Lonbon, 26. März. (DNB. Funkspruch.) Im englischen Oberhaus fanb eine bedeutsame Aussprache über bas Problem ber Rohstoffver- te ilung unb in biesem Zusammenhang auch b e s Kolonialbesitzes statt. Der konservative Lord L u g a r b verlangte eine Politik der offenen Tür. Er erwähnte den in dem deutschen Memorandum zum Ausdruck gebrachten Wunsch nach kolonialer Gleichberechtigung und erklärte, daß er, falls jemals die deutschen Friedensvorschläge eine Grundlage für Verhandlungen bieten sollten, ernstlich hoffe, daß die Kolonialfrage ebenfalls berücksichtigt werde. Der konservative Lord Redesdales betonte, es sei zu hoffen, daß Deutschland einige feiner Kolonien zurückgegeben würden. England habe mit Deutschland keinerlei Streitigkeiten, soweit ein Haß gegen Deutschland vorhanden sei, sei er der Furcht entsprungen. Warum solle England sich an dem offensichtlichen europäischen Wunsch nach einer Einkreisung Deutschlands beteiligen? Es sei ihm unmöglich, die Haltung von Leuten zu verstehen, die sich einbildeten, man könne unendlich lange auf einer großen Nation herumtreten. Deutschland sei keine andere Wahl geblieben, als aus dem Völkerbund auszutreten. Deutschland habe ein Recht auf Gleichberechtigung und es fei nicht gewillt, diese Gleichberechtigung in homöopathischen Dosen auf besonderen Wunsch entgegenzunehmen. Es bestehe kein Zweifel, daß Deutschland längst die ihm zukommende Gleichberechtigung Haden würde, wenn es von England abhänge. Aus Gründen, die er niemals verstanden habe, scheine England seine Anweisungen für diese Dinge aus bem Auslanbe zu erhalten. Ein großer Teil ber antinationalsozialistischen Propaganba in England trage auslänbischen Stempel. So werde beispielsweise die Behandlung der Juden in gröblichster Weise falsch bargeftellt. Wenn man die englischen Zeitungen gelesen habe, und sich dann nach München oder Berlin begebe, so sei der Anblick eines Juden das letzte, was man erwarte. Tatsächlich aber sei es überall voll von Juden. Man treffe sie in den Restaurants, in den Läden und Vergnügungsstätten, kurzum überall, und niemand trete ihnen zu nahe, solange sie sich anständig benähmen und den für sie erlassenen Bestimmungen entsprächen. So viel sei sicher, daß hitlerDeutschland vor bem Bolschewismus bewahrt habe. Wenn für nichts anderes, so verdiene er für diefes allein den tiefsten Dank nicht nur Deutschlands unb nicht nur Europas, sondern der gesamten zivilisierten W e l L 3n drei Jahren habe Hitler das deutsche Volk aus den liefen einer vollständigen Verzweiflung hervorgehoben und bie Selbstachtung dieses Volkes wieder hergestellt, könne irgend jemand Hitlers einwandfreie Aufrichtigkeit oder feinen Wunsch bezweifeln, mit seinen Nachbarn in Frieden leben zu wollen? Der parlamentarische Unterstaatssekretär für die Kolonien, Lord P l y m o n t h , erklärte, daß die von Hoare abgegebene Versicherung, daß die Regierung bereit sei, bie Frage ber Rohstoffe allgemein zu erörtern, eine Versicherung fei. Die bie Regierung einhalten werbe. Die Regierung verfolge bie Politik, alles in ihren Kräften Stehenbe zu tun, um bie ben Welthanbel hindernden Schranken abzubauen und den Strom bes internationalen Handfs in ber ganzen Welt zu vergrößern. Was Deutschland, Italien unb Japan wünschen, seien nicht gleiche Gelegenheiten, sondern vielmehr ausschließliche Gelegenheiten in gewissen Gebieten. Japan unb Italien hätten ben Außenhandel dem Ausbau ihrer Rüstungen untergeordnet. Alle drei Nattonen könnten sämtliche Rohstoffe haben, die sie von englischen Kolonien wünschen, wenn sie bereit wären, dafür z u zahlen. (!!) Die grundlegende Notwendigkeit bestehe darin, die Devisen- und Währungsschwierigkeiten in ber Welt zu lösen. Aus aller Well. Der Führer verleiht Professor Dr. Max Ahle die Goethe-Medaille. Der Führer unb Reichskanzler hat mit Ur- funbe vom 21. März 1936 bem Professor Dr. Max U h l e in Berlin-Grunewald anläßlich feines 80. G e- burtstages am 25. März 1936 in Anerkennung feiner hohen Verbienste um bie archäologische unb geschichtliche Erforschung Amerikas, mit der er gleichzeitig auch für bie beutsche Wissenschaft Wertvolles geleistet hat, bie Goethe-Medaille für Wissenschaft unb Kunst verliehen. Hakenkreuz über dem Aconcagua. Am Sonntag, ben 22. März, ist zum ersten Mal bie Besteigung bes h ö ch st e n Berges Amerikas, bes 7010 Meter hohen Aconcagua durch den deutschen Bergsteiger Link gelungen. Link hißte nach seiner bergsteigerischen Großtat auf dem eisbebeeften Gipfel bie Hakenkreuzfahne, bie argentinische Nationalfahne und bie Olympia-Flagge. Die Besteigung erfolgte im Rahmen einer deutschen Corbilleren-Expebition, die von bem in Argentinien ansässigen Deutschen Link unb bem Holländer Kolzey als Beitrag zur Olympia-Werbung unternommen wird und im Februar in aller Stille aufgebrochen war. Neue Aeberschwemmungen in Amerika. Infolge neuer schwerer Regengüsse führen der Monongehela und andere Ströme Amerikas wieder Hochwasser. Abermals sind weite Gebiete Penn- lnlvaniens und Westvirginiens überschwemmt. Wiederum haben bie Wasser großen Schaben an- gerichtet, bie Wieberaufbauarbeiten finb badurch außerordentlich behinbert. Die Uferstraße in Pitts- burg ist nun zum zweiten Male überflutet. Die Zahl ber Todesopfer in ben Ueberfchwem- mungsgebieten ist auf über 2 0 0 gestiegen. 26 Tote bei einer Dynamit-Explosion in Mexiko. Auf bem Bahnhof von lultenango im Berg- werksgebiet bes Staates Mexiko ging ein Waggon mit Dynamit in bie Luft. 26 Personen würben getötet unb 60 verletzt. Der größte Teil bes Bahnhofs ist zerstört. Eisenbahnunglück auf der Strecke Rom—Florenz. Aus ber Strecke Rom—Florenz entgleisten in ber Nähe des Trafimenischen Sees infolge Achsenbruches bes Heizwagens vier Schnellzugwagen. Drei Fahrgäste würben getötet, zwölf zum Teil schwer verletzt. Vom Führer begnabigt Der Führer unb Reichskanzler hat bie vom. Schwurgericht in Gera burch Urteil vom 7. Nov. 1935 gegen den 1915 geborenen Johannes Krehl aus Gera wegen Mordes erkannte Todesstrafe in eine Zuchthausstrafe von 15 Jahren umgewandelt. Krehl, der zur Zeit der Tat erst 19 Jahre alt und gut beleumundet war, hat am 6. März 1935 fein sieben Monate altes uneheliches Kind getötet, um sich die Eheschließung mit dessen Mutter zu erleichtern. Er stand hierbei unter dem Druck wirtschaftlicher Sorgen. Die Tat hat er nach einem plötzlich gefaßten Entschluß ausgeführt unb noch vor bem Tobe bes Kindes ernst, wenn auch erfolglos versucht, ben Tob bes Kindes durch Inanspruchnahme eines Arztes abzuwenden. Gesicherte Sozialleistungen. Wpd. 185 Mill. RM. betrug im Jahre 1932 der Fehlbetrag der Invalidenversicherung. Das bedeutete drohenden Verlust der Altersrente für Millionen von Arbeitern. Die Beitragseinnahmen aus der Angestelltenversicherung waren in diesem Krisensahr auf 288 Millionen RM. gesunken. Durch den planmäßigen Ausbau und die Neuordnung des Sozialversicherungswesens konnte im vergangenen Jahre die Invalidenversicherung mit einem Einnahmeüberschuß von 203 Millionen RM. abschließen. Die Beitragseinnahmen aus der Angestelltenoersicherung stiegen wieder auf 350 Millionen RM Wetterbericht des Reichswetterbienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die von Osten anrückende Schlechtwetterzone hat das Wesergebiet erreicht. Gleichzeitig hat aber ein über dem Westausgang des Kanals liegender Wirbel eine Regenzone bis nach Ostfrankreich vorgeschoben. Voraussichtlich wird letztere auch über unser Gebiet hinwegziehen und Witterungsverschlechterung bringen. Anschließend kann wieder mit Auslockerung gerechnet werden. Doch bleibt mit Luftzufuhr aus Südwesten der Witterungscharakter unbeständig und zu einzelnen Niederschlägen geneigt. Aussichten für Freitag: Zunächst bedeckt und vielerorts auch Regen, anschließend Witterungsbesserung, doch nicht durchaus beständig, Tagestemperaturen um 10 Grad, lebhaftere, meist südliche und südwestliche Winde. Lufttemperaturen am 25. März: mittags 16,5 Grad Celsius, am 25. März: abends 9,8 Grad, am 26. März: morgens 7,5 Grad; Maximum 17 Grad, Minimum heute nacht 6,5 Grad. — Erd- temperaturen in 10 Zentimeter Tiefe am 25. März: abends 9,7 Grad, am 26. März: morgens 7,6 Grad, Sonnenscheindauer 6,2 Stunden. Irdal SÄ,-**' Schuhcreme 1 K ■ MM JVIädcbenjabre einer Königin ALLEINVERKAUF: Schuhhaus Zurwonne GIESSEN 1882D MÄUSBURG Am Freitag.dem 27.März und Samstag,dem 28. März, steht Ihnen der IDEE-Schuh-Fuß- Spezialist zur Fußprüfung und -beratung kostenlos u. unverbindlich zur Verfügung. »ärV teil Ai W 3“ neues Glück. Wilhelm Schulze. 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RM. 5 403,80 19 003,30 11908,48 1 600,— 1,— 300,— 214,69 100,— ver 1. Juli gesucht. Eilang, an Schließfach 246 Gießen, »siD schrank, 1 Tisch 120x80 cm weg. Platzmangel sehr preiswert abzu- Peter Wagner, Reichsbahn-Oberinspektor Karl Ruckstuhl und Braut Wilh. Koehler, Rechtsanwalt und Frau Klara, geb. Wagner. Schr.Ängeb.unt. 01398a n d.G.A. Tagesordnung: Verlesen und Genehmigung bet Jahresbilanz. Verteilung des Reingewinns. Entlastung des Vorstandes und Aufsichtsrats. Verschiedenes. Ärztlich glänzend begutachtet und wärmstens empföhlen. □DEE 'SCHUHE sind der Wunschtraum aller Einlagenträger. Daher von nun an nur noch: 3DIE-SCHUHE rNitgliederbewegung Stand am 1.1.1935 ...... Zugang......« * • • -auptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder! Dr. Friedrich Wilhelm Lange-, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Teck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. 11.36: 10 556. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Abgang...... , i , n Mithin am 31.12.1935 ..... Die Generalversammlung Kasse........ Waren....... Außenstände..... Immobilien ..... Mobilien ...... Beteiligung B. H.-Genossen Spar- und Vorschußverein. Konto Wertpapiere . . . Passiva Geschäftsguthaben der Mi glieder....... Guthaben der Lieferanten . Guthaben der Bäuerl. Haupt genossen ..... Betriebsrücklage . . . - Reservefonds . . . . . Baufonds .... 4 s Gewinn 1935 . . . . . Mit seifix ist das Bohnern leicht Schönsten Glanz, man schnell erreicht! Bauplatz rVerschiedenes| zirka 850 qm, in ■ ... schön., ruh. Lage W AF70I1 lNahrungsberg) er wUlLvll StMtlmler Gießen i7?oD Freit., 27. März, 20—23 Uhr. 24.Freit.'Abonn. Preise von 1.00 b. 3.20 RM. Zum ersten Mal Die unvollkommene Ebe. MusiLLustspielv. Albrecht Nehring Musikal. Leitung Paul Walter. Spielleitung: Paul Wrede. Ab heute Donnerstag bis Sonntag ein neuer Harry-Piel- Film von Liebe und Leben in indischer Wüste: Ungezähmte Tiger. Elefanten, Stiere, Schlangen, Affen, Wasserbüffel - dazu ein ausgezeichn. Ensemble erster Darsteller: Gerda Maurus, Ursula Grabley Paul Henckels, Alex. Golling Abenteuer im Urwald Spannende Erlebnisse mit Tieren und Menschen in der tropischen Wildnis. i87«a Vorher Beiprogramm u. Ufa-Ton-Woche Täglich 4, 6, 8.30, Sonntags 3,5.30,8.30 Uhr Jugendliche habt? ,i Zutrlttl Reich zur Verfügung gestellt wird, widmet er sich der Arbeit, den Saarkumpel und seinen Volks- genossen endlich wieder einmal menschenwürdig u n t e r z u b r i n g e n. Die Trägergesellschaften für die Siedlungen wurden sofort nach der Rückkehr des Saargebietes unter deutsche Oberhoheit ge- schaffen und organisiert. Noch im Herbst des ersten Jahres nach der Wiedervereinigung konnten über hundert Siedlerfamilien ihre Elendswohnungen mit neuerrichteten Siedlungshäusern, die aus Wohnhaus, Stall- und Wirtschaftsräumen und rund 1000 qm Gartenland bestehen, tauschen. Und heute schießen eigentlich überall irn Saar, gebiet die neuen Siedlungskolonien auf. In den nächsten Wochen schon werden weitere 500 Siedler- stellen ihren zukünftigen Eigentümern übergeben. Mit neuen 800 Baustellen ist gerade jetzt wo die Witterung das erlaubte, begonnen worden; die Vorbereitungen dafür waren alle schon seit langem getroffen. 1000 andere Siedlerstellen sind in der Dor- Bereitung so weif gediehen, daß auch sie sicher noch in diesem Jahre bezogen werden können. Daneben werden in den Bezirken, wo Siedlungen nicht durchführbar sind, Volkswohnungen errichtet. Auch diese sind teils schon im Bau, teils wird mit ihrem Bau in der allernächsten Zeit angefangen. Saarbrücken f e l b st hat beispielsweise durch die Siedlungen ein ganz neues Stadtviertel bekommen. Am Rande der Stadt ist man in den Wald vorgedrungen, hat 135 Siedlerstellen errichtet und mit mehreren hundert Volkswohnungen und Eigenheimen zusammen den Stadtteil Rastpfuhl erstellt. Der Aussiedlung aus Saarbrücken soll das neugegründete Siedlerdorf Auersmacher dienen. Saarlaufern, mit zwei Nachbargemeinden zu einer neuen Stadt zusammen- gefaßt, wird ein vollkommen neues Gesicht erhalten. Afchbachersdorf bei Gersweiler ist bereits bewohnt, hier wurde der nationalsozialistische Siedlungsgedanke zum erstenmal im Saargebiet verwirklicht. Wohin man kommt, i st Arbeit und Le- b e n und erfolgreiches Ringen um Vorstehende Jahresrechnung und Bilanz liegt acht Tage zur Einsicht der Mitglieder in der Geschäftsstelle, Kornblumenstrahe 12, offen. 1875D Bevor Sie Geld für Ihre Fülle ausgeben, sehen Sie sich im eigenen Interesse a.JDEE ■SCHUH an! Denn er enthält, was Sie benötigen*. Die Individuell verstellbare JENNYJUGO OLGA LIMBURG, RENEE STOBRA WA OTTO TRESSLER, FRIEDR. BENFER PAUL HENCKELS, GUSTAV WALDAU Jenny Jugo in einem Film, der nicht trocken die Historie nachbildet, sondern das lebendige Werden einer jungen Prinzessin zur Königin von England zeigt - Jenny Jugo in einer Rolle, der sie ihre liebenswürdige Drolerie — mit der sie uns in „Pygmalion“ begeisterte, und ihr großes schauspielerisches Können gibt. Auf der Bühne: 2 Ricardos Mondäne akrobatische Tänze in höchster Vollendung. Vorher Beiprogramm u. Fox-Ton-Woche Eanöro. Wm-Betein e.O.ö.ö zu MM. Bilanz zum 31. Dezember 1935. b-S Xl;, 3 881,73 7 500,— 6 342,61 7 000,— _ _ 4 964,28 38 531,27 38 531,27 Der Vorstand. d'e fo.XM «r ftri IW CT-'lbela, Ä*; 'Nenberq ; rpL Ä: kaum x r I «Ä m V6 ^ersij 'b banr ihm machte, schon heute in Arbeitsbeschaffung auch für das restliche Deutschland. Aber im Saargebiet geht's ja nicht allein um Wirtschaft oder um abstrakte Staatsführung. Mehr noch als anderswo geht es hier um d i e Men- fchen und ihr Glücksgefühl, ihr Recht zum Glück, denn fünfzehn Jahre lang waren sie einfach nur Objekt einer fachlichen und uninteressierten Geschäftsführung. Sie wieder fühlen zu lassen, daß sie Glieder eines großen Volksganzen sind, Teile einer innigen Volksgemeinschaft, war die schönste und höchste Aufgabe, die gestellt war. Das Recht zum Glück aber fing auch hier mit dem Recht auf Arbeit an. In diesem dichtbesiedelten Lande gab es beim Uebergang vom internationalen Regime auf Deutschland mehr als 50 000 Arbeitslose. Don je 1000 Einwohnern hatten über 65 keine Stellung, keine Möglichkeit des Erwerbs und darüber hinaus auch keine Aussicht, in absehbarer Zeit wieder in den Produktionsprozeß eingereiht zu werden. 13 000 Menschen waren schon so hoffnunbs- los und gleichgültig geworden, daß sie sich nicht einmal mehr einschreiben ließen für Arbeitsvermittlung. Sie waren zu häufig enttäuscht worden. Nun, von diesen 5 0 0 0 0 Mann waren trotz aller U e b e r l e i t u n g s s ch w i e r i g- feiten bis zum 1. Oktober v. I. schon 20000 Mann in festen Stellungen, in regelmäßiger Arbeit, in Lohn und Brot. Saisonmäßig wurden noch mehr beschäftigt, und heute ist die Arbeitslosenziffer schon auf 30,4 für j e 1000 Einwohner zurückgegangen. Dabei können sich all die großen Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen naturgemäß erst im zweiten Jahre richtig auswirken. Für die Siedlungsarbeiten beispielsweise konnten, weil die Vorbereitung einer Siedlung erfahrungsgemäß etwa sechs Monate dauert, im vorigen Jahre an Bauhandwerkern allein 1500 Mann acht Monate beschäftigt werden, und das war schon sehr viel. In diesem Jahre aber wird Arbeit für die dreifache Zahl von Leuten auf die gleiche Zeit vorhanden sein. Menschenwürdige Behausungen. Denn Siedlung ist im Saargebiet, wo sich seit Kriegsbeginn niemand mehr um Wohnungsfragen kümmern konnte oder wollte, die vordringlichste Forderung. Gauleiter B ü r ck e l hat dieser Aufgabe feine Hauptaufmerkfamkeit und feine besondere Liebe zugewandt; mit allem, was er hat und was ihm vom Saarbrücken, zweite Hälfte März. VI. Dreifach schnelle Arbeitsschlacht. Man wird sich einmal in der Geschichtsschreibung darüber streiten müssen, welche der Leistungen des Nationalsozialismus in den ersten Jahren nach der Machtübernahme seine größte war, und sicher werden in diesem Streit gute und gültige Argumente für viele Taten und Errungenschaften des Dritten Reiches angeführt werden. Die lebende Generation aber hat für solchen akademischen Streit noch keine Zeit, sie braucht noch jede Minute für die praktische Arbeit, für sie ist deswegen auch die Zurückgewinnung des Saarlandes erst äußerlich durch friedliche Stimmabgabe und dann innerlich durch wirtschafts- und volksgemeinschaftsför- dernde Maßnahmen nur eine von vielen großen Aufgaben. Für Rangordnungen und Schönheits- fkalen fehlt ihr in diesen Dingen Gott sei Dank das Verständnis. Wenn es Gesichtspunkte gibt bei der Inangriffnahme einer Arbeit, fo liegen sie höchstens in der Dringlichkeit, mit der jede einzelne nach Erledigung schreit. Die innerliche Zurückgewinnung des Saargebiets war aber darum so dringend, weil zwei Jahre nationalsozialistischer Volks- und Staatsführung schon vorbei waren, als die Volksabstimmung die Souveränität Deutschlands über diese Grenzmark des Reichs wieder herstellte. Im Saargebiet mußte also nicht nur die Rückgliederung ganz allgemein an Deutschland, sondern die Rückgliederung an ein bereits zwei Jahre unter nationalsozialistischer Herrschaft stehendes Deutschland vorgenommen werden. Der Vorsprung, den die restliche Heimat in den zwei Jahren gewonnen hatte, mußte zugleich mit all den Nachteilen einer fünfzehnjährigen Abtrennung aus dem Heimatverband ausgeglichen werden. Das machte die Aufgabe besonders schwer und dringlich. Und wenn jetzt festgestellt werden kann, daß bereits nach einem Jahr voller Zugehörigkeit zum Dritten Reich das Saargebiet äußerlich und innerlich fast ganz und in allen Einzelheiten öen Anschluß gefunden hat, so ist damit gesagt, daß hier nicht nur dreimal so schnell, sondern auch dreimal so intensiv gearbeitet wurde. Deutschlands und die Absatz- und Konsumoerlagerungen eines so hoch industrialisierten Gebiets erfolgten fast reibungslos und find heute schon Dinge der Vergangenheit. Ein kleines Beispiel dazu nur für viele: Der Umschlagsverkehr des Saargebiels über Ludwigshafen, in Vorkriegszeiten dem wichtigsten Umschlagsplatz für das Saarland, betrug im Jahre 1925 nur noch 5407 Tonnen, im Jahre 1933 auch erst wieder 158 000 Tonnen, im ersten Jahr nach der Befreiung aber schon 460 000 Tonnen oder 31 v. H. des gesamten Ludwigshafener Umschlagsverkehrs! Das Saargebiet lohnt also die Mühe, die man sich mit Ein Mann reist durch Deutschland. ZweiverloreneIahrewerdennachgeholt.-DasGaargebietsindetdenAnschlußan dasOritteHeich Motorrad 350 F. N„ steuerfrei, in gut. Zustand, und ein Pferd (4jährige Stute) zu verkauf. 01395 Lui Ruvvcrt Frankenbach. 2 kleine schwarze Herde zu verkauf, ouoo Mühlstraffe 28. alle lästig.Haare, Leberflecken, Pickel, Sommer- spross, usw. entf. u. Gar. f. immer Frau B. Gulden Svrechst.Freitag Gießen, Alicen- Straße 40 p. 9 — 7 Uhr durchgehend. Für Qbersekun- daner vom 15. April ab gute Pension M-Zi-Nolm. mögt m. Balkon zum 1. Mai ge- sucht.Schriftliche Ang. unt. 1867D an d. Gieß. Anz. KleineAnzeigen im Gießener Anzeiger werden von Tausenden beachtet und gelesen. Konfirmandenanzüge aus reinwollenen Stoffen RM. 23.» 28.- 32- aus reinem Kammgarn. .RM. 38. 42,- 48.- vorrätig in allen Größen, mit Einschlag zum Länger- und Weitermachen IfÄkui CD GIESSEN, das gr. Spezialhaus f. ■W n UEiiy gute Herren- u. Knabenkleidung 129 A 9 pW eigener iftjr Arbeit Nur an unwesentlichen Kleinigkeiten spürt hier und da noch, daß die Zeit nicht ganz reichte, alle Schäden zu beseitigen oder jeden sprung aufzuholen. Don Kaiserslautern nach Saarbrücken beispielsweise fährt man auf einer durchweg erstklassigen Autostraße. Sie ist absolut fertig, soweit die Straße im Gebiet der Pfalz liegt, an ihr wird aber noch heftig in kleinen Teilstrecken gearbeitet, soweit sie durch die Zonen führt, die bis zum vorigen Jahr der internationalen Saarregierung unterstanden. Gearbeitet wird ebenfalls noch stark an dem übrigen Straßennetz des Saargebiets, denn mehr als das Vorhandene notdürftig zu erhalten, hat die frühere Saarregierung nicht unternommen. Es auf den Stand im rung nicht unternommen, irs auf oen öiuhu im übrigen heutigen Deutschland zu bringen, ist die dankenswerte Aufgabe, die der Gauleiter Josef B ü r ck e l vom Führer zugewiesen erhielt und mit deren Lösung er und seine Mitarbeiter jetzt, nach knapp einem Jahr, fast fertig sind. Vollkommen gelöst ist aber in der gleichen Zeit die ungleich schwierigere Aufgabe, das Saargebiet st a a t s r e ch t l i ch und juristisch an das Dritte Reich anzuschließen und all die vielerlei gesetzlichen Neuerungen, die in Deutschland seit 1933 eingeführt worden sind, auch für das Saargebiet gültig und wirksam werden zu lassen. Vollkommen gelöst ist in der Zwischenzeit auch die lebenswichtige Aufgabe, dem Saargebiet wirtschaftlich für die weggefallene Zollfreiheit nach dem Westen einen Ausgleich zu schaffen, ihm dafür den Absatz seiner Produkte nach Deutschland zu öffnen und fein ganzes Geschäftsleben nach Osten umzu- stellen. Das Uebergehen von einer fremden Währung auf die deutsche, die Angleichung der Löhne und der Lebenshaltungskosten an die des übrigen fiihrer R. W der gestern einen große Reichsstadt n Straße, die Festplah für war erfüllt t Ereignis bestunden ahne Biele Fahr Gd)mu(f, Za tyaufenfter fialjnentud) ur Führers Platz rückten TT ut tüe TT. aus dienst (252/5 üen und bli BDM. warst und wieder lichen Arbeit Scharen. Mus MiSchlohh IWnen A E SA.-Sta tanger Strecke "'al Wamme .• Gegen 1 Qui den Mars ^Mischen Leerzüge jr ö begal Ö ber Ku. Eterau, Qu< j"n Mainz, ' °"en sie; nie iet Rch'z"" Gelegenheitskauf Radio (Batterie-Mark.- Gerät) mit Akku und Telefunken- Lautsprech. umzugshalber zum Barvreis von RM.20-zu verkaufen. Wo? sagt d.Gieß.An;.'""o | Kaufgesuche | Geür.Wno gegen Kasse zu kaufen gesucht. . 623 . 7 630 .___18 . 612 zu verkaufen. Schr.Angeb.unt. 01389 an d.G.A. Hanomag Luxus-Cabriolet, 4sitzig,Ia erhalt., noch nicht eingeschliffen, zu verkaufen. Zu erfr. in der Geschäftsstelle d. 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Es gäbe heute keinen Deutschen, der nicht zu- geben müsse, daß es in Deutschland besser und besser geworden sei. Und diese Wende verdankten wir alle nur unserm Führer. Nur weil er seinem Volke die Treue hielt, vermochte er die Wende Deutschlands herbeizuführen. (Stürmischer Beifall.) Das muß, so schloß der Reichsbauernführer, am 29. März mit gleicher Treue vergolten werden. Landesbauernführer Dr. Wagner gab Namen der anwesenden Bauern und Bäuerinnen, all der Landarbeiter und Landarbeiterinnen aus Hessen-Nassau dem Reichsbauernführer das Versprechen, daß sie wie bisher auch in Zukunft b i s zum letzten Mann treu zum Führer stehen wollten. Nach dem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer, das aus den Kehlen der 24 ÖOO Kundgebungsteilnehmer brausend über das Zelt hinaus erklang, schlossen das Deutschlandlied und das Horst-Wessel-Lied die Kundgebung. Der Vorbeimarsch. Unmittelbar nach der Kundgebung flutete der Strom der Besucher dieser Zentral-Kundgebung in die Stadt zurück. Vor dem Hotel Trapp staute sich die Menge, und die absperrende SA. hatte alle Mühe, standzuhalten. Der Reichsbauernführer nahm vor dem Hotel den Vorbeimarsch ab. Die Formationen marschierten unter den Blicken vieler Tausender von Zuschauern in vorzüglicher Disziplin und gaben damit dem Festtag der Stadt Friedberg den glanzvollen und schönen Abschluß. Sozialismus der Tat! Beim Postamt Mainz wurde am 12.3.36 ein schon la.nge Jahre arbeitsloser Postbetriebsarbeiter eingestellt. Er erhielt am 21.3.36 zum erstenmal seinen Wochenlohn in Höhe von 33 Mark, den er in seiner Geldbörse verwahrte. Bei Ausübung des Paketzuftelldienftes hatte er die Geldbörse verloren. Dieser Verlust traf ihn besonders hart, da seine Frau in den nächsten Tagen der Niederkunft entgegensah. Der Arbeitskamerad stand vor dem Nichts. Um dem Kameraden zunächst die Möglichkeit zu geben, daß er sich die nötigen Lebensmittel besorgen konnte, gaben ihm zwei Beamte des Postamtes sofort hierfür das nötige Geld. Eine weitere, unter der Belegschaft vorgenommene Sammlung, an der sich ohne Unterschied Beamte und Arbeiter beteiligten, ergab nicht nur den Betrag des Wochenlohnes, sondern es konnten sogar noch 4,95 Mark an die Winterhilfe abgeliefert werden. Dieser Beweis eines echten sozialen Denkens und Fühlens zeigt, daß alle Gegensätze, die einmal früher im Betriebe der Deutschen Reichspost bestanden haben, verschwunden sind, und daß der Ruf des Führers zur Betriebsgemeinschaft hier seinen würdigsten Ausdruck gefunden hat. Devisen für Nachweise der arischen Abstammung. FWD. Unter Aufhebung des Allgemeinen Erlasses Nr. 341/35 D. St. — Ue St. ordnet der weiter der Reichsstelle für Devisenbewirtschaftung in einem neuen Runderlaß Nr. 43/36 D. St. — Ue. St. vorn 24. März 1936 für die Behandlung von Devisenanträgen für die Beschaffung von Urkunden zum Nachweis der arischen Abstammung an, daß derartige Anträge bevorzugt zu behandeln sind. Grundsätzlich dürfte zur Erledigung der Anträge der Hinweis auf die den einzelnen Antragstellern zustehende Freigrenze ausreichen und eine schnelle Erledigung gewährleisten. In Fällen, in denen die Freigrenze bereits für andere Zwecke in Anspruch genommen und eine Verweisung auf einen folgenden Monat nicht angängig ist, oder in denen es nicht zumutbar erscheint, den Antragstellern die Be- schaffung eines Reisepasses aufzugeben, können, soweit es sich um Anforderungen handelt, die sich im Rahmen der Freigrenze halten, Genehmigungen zur Ueberweifung durch die Post erteilt werden, wenn mit den in Frage kommenden Ländern Post- zahlungsverkehr besteht. Sofern größere Devifenbeträge benötigt werden, etwa bei Inanspruchnahme eines Familienforschers tm Ausland oder in den Fällen des vorhergehenden Absatzes Poftüberweisungen mangels Poftzahlungs- verkehr nicht möglich sind, find die erforderlichen Betrage mit besonderer Kennzeichnung unter B5 der Devisenanforderungsliste anzufordern. 1 3 Jahre Nationalsozialisms: Erziehung der fugend zur Volksgemeinschaft vetne Stimme dem jührerl Oberyeffens Bauern in aller Treue zum Führer. DerNeichsbauernführer spricht aus einer eindrucksvollenZentralbauernkundgebunq in Friedberg Friedberg im festlichen Schmuck. Eigener Bericht des „Gießener Anzeigers". lieber der gesegneten Wetterau lag gestern der strahlende Glanz der Frühlingssonne. Ueberall sah man die Bauern vom frühen Morgen an bei fleißiger Arbeit. Die Frühjahrsbestellung drängt! Der Bauer hätte im Grunde alle Hände voll zu tun! Es wäre aber ein Irrtum zu glauben, daß er nicht Zeit fände, sich für einige Stunden aus seinem Hofe freizumachen, um zu erleben, was ihm nicht alle Tage zu erleben möglich ist: den Reichsbauernkonnte. Ueberall in den Dörfern, die der Wagen des Reichsbauernführers passieren mußte, waren die Häuser mit Fahnen geschmückt; teilweise waren auch besondere Schmuckbauien erstellt worden, mit Spruchbändern und Plakaten, mit Fahnentuch, Tannengrün und blumengeschmückten Strohkränzen, in denen zum Ausdruck kam, daß die Bauernschaft geschlossen hinter dem Führer steht. Kurz nach 14.30 Uhr kam der Reichsbauernführer am Friedberger Ehrenmal an, wurde herzlich begrüßt und schritt dann die Front der Ehrenkompanie der SS.-Verfügungstruppe ab. Dann begab er sich in den Vorhof und nahm den ihm zugedachten prächtigen Rosenstrauß entgegen, mit sichtlicher Freude auch den Willkommgruß der Trachtengruppe und deren Gabe heimatlicher Erzeugnisse in einem reizend geschmückten Körbchen. Schließlich schritt der Reichsbauernführer noch die Fronten der Formationen ab, die im Vorhof Aufstellung genommen hatten, begrüßte besonders herzlich die Jugend und begab sich dann zwischen dem Fahnenspalier der Parteiorganisation, der SA. und der Hitler- Jugend hindurch nach dem Platz der Kundgebung. Nachdem er auch noch die Front der Kameraden des Arbeitsdienstes abgeschritten hatte, begab er sich in das Zelt der Kundgebung. Die Kundgebung Schon Stunden vor dem Eintreffen des Reichsbauernführers hatten Taufende von Bauern aus allen Teilen des Gaues Hessen-Nassau mit den Einwohnern der alten Bauernstadt Friedberg das Riefenzelt gefüllt. Jungbauern und Mädchen in schmucker Festtracht, Angehörige der Bäuerlichen Werkschule und des Weiblichen Arbeitsdienstes waren ein lebendiges Dokument für das Wiedererwachen des ständischen Bewußtseins im deutschen Bauerntum, das durch die Erziehungsarbeit des Reichsnährstandes statt der unseligen Zersplitterung früherer Jahrzehnte heute die einheitliche Haltung zeigt, die das Zeichen innerer Gesundung und wiedergefundenen Selbstbewußtseins ist. Die Spannung im Zelt erreichte ihren Höhepunkt, als laute Kommandos und Musikklänge das Eintreffen des Reichsbauernführers am Ehrenmal ankündeten. Wenig später durchschritt dann der Reichs- bauernführer unter lebhaften Heil-Rufen das SS.- Spalier im mittleren Hauptgang des Zeltes, während die Kapelle den Finnländischen Reitermarsch, den Lieblingsmarsch des Ministers, spielte. Im Nu stand alles auf den Bänken, ein Mädchen der Bäuerlichen Werkschule im Schmucke bäuerlicher Festkleidung, drängte sich durch die Absperrung, um dem Reichsbauernführer einen Strauß von Frühlingsblumen zu überreichen. Unter den zahlreichen Ehrengästen befanden sich der stellvertretende Gauleiter, Staatsrat Reiner, Gaupropagandaleiter Müller-Scheld und eine große Reihe von Gauamtsleitern. Außer SS.-Obergruppenführer Erbprinz zu Waldeck waren SS.-Brigadeführer Hildebrand, SS.-Oberführer Schmidt, HJ.-Gebietsführer P o 11 h o f f, Gauarbeitsführer F a a tz , die Vertreter der Wehrmacht und weitere SS.- und SA.- Führer erschienen. Der Landesbauernrat von Hessen-Nassau hatte ebenfalls in den vordersten Reihen Platz genommen und die Landesbauernschaft war durch zahlreiche leitende Parteigenossen vertreten. Unter den Klängen des Badenweiler Marsches erfolgte der Einmarsch der über 100 Fahnen. Neben dem Podium hatten die Feldzeichen der SA. - Standarte Wette r a u und der SS. -Standarte Hessen Aufstellung genommen. Dann sprach der 150 Mann starke Sprechchor der Arbeitsdienstabteilung Bad Homburg einen eindrucksvollen Sprechgesang, der in dem Lied „Wir sind die Männer vom Bauernstand" ausklang. Landesbauernführer Dr. Wagner eröffnete darauf die Kundgebung und begrüßte in R. Walther Darre den vom Führer mit der Sicherung der deutschen Nahrungsfreiheit beauftragten Mann, dessen energischem und ideenreichem Zugreifen es zu verdanken ist, daß uns heute niemand mehr den Brotkorb zu hoch hängen kann. Lang anhaltende Jubelrufe umbrauften den Reichsbauernführer, als er die Tribüne betrat. Der ReichsbauernMrer spricht. Reichsbauernführer Darre am Rednerpult. Festlicher Aufmarsch der Formationen am Ehrenmal. (Aufnahmen [2]: Neuner, Gießener Anzeiger.) führer R. Walter Darre zu sehen und zu hören, der gestern in Friedberg weilte. Die Stadt hatte einen großen Tag. Die Kaiserstraße der alten Reichsstadt mit ihren herrlichen alten Häusern, diese Straße, die wie kaum eine andere geeignet ist, Festplatz für volkstümliche Veranstaltungen zu sein, war erfüllt von einer Betriebsamkeit, die das große Ereignis des Tages schon in den frühen Morgenstunden ahnen ließ. Viele Fahnen wurden der Straße zum prächtigen Schmuck, Tannengrün zierte die Häuser, viele Schaufenster waren ausgeräumt, um einem mit Fahnentuch und Blumen geschmückten Bildnis des Führers Platz zu machen. Schon gegen 9 Uhr rürftenj5<5 und Motor-SS. im Städtchen ein, auch die SS. aus Gießen war da, der Reichsarbeitsdienst (252/5 Bad Homburg) kam mit vielen Mannen und blinkenden Spaten, Hitler-Jugend und BDM. marschierten in starken Kolonnen auf, hin und wieder sah man auch die Gruppen des weiblichen Arbeitsdienstes und die bäuerlichen Werkscharen. Musikkapellen zogen um die Mittagsstunde zum Schloßhof, wo sich alle Formationen zum ge- fchlossenen 'Abmarsch nach dem Festzelt sammelten. Die SA.-Standarte NW 4 Friedberg bildete auf langer Strecke zwischen der Burg und dem Ehrenmal zusammen mit anderen SÄ.-Kameraden Spalier. Gegen 12 Uhr machten sich die Formationen auf den Marsch zur Bergkaserne. Inzwischen waren aus allen Teilen des Gaues Sonderzüge in Friedberg eingelaufen, Taufende von Bauern begaben sich sofort nach ihrer Ankunft zum Platz der Kundgebung. Aus dem Lahntal, aus der Wetterau, aus dem Vogelsberg, aus den Gegenden um Mainz, Alzey, Gelnhausen, Schlüchtern usw. kamen sie; niemand hatte die Kosten und die Mühe der Reise gescheut. Der Empfang. An dem wuchtigen Ehrenmal für dis Gefallenen der Stadt Friedberg mit feinen weit ausladenden Terrassen hatte sich ein großartiges Bild entwickelt. Jungvolk belagerte die breiten Treppen und säumte die Terrasse nach der Straßenseite. Die Fanfaren blitzten in der Sonne. Der BDM. und die Hitlerjugend sowie der weibliche Arbeitsdienst hatten sich im Vorhof zu einem großen Viereck formiert. Allgemeine Bewunderung ging durch die wartende Menge, als die würdigen Bäuerinnen aus dem Hüttenberg in ihren, aus vielen Perlen glitzernden Trachten erschienen, als die Schlitzerländerinnen mit ihren farbenfrohen roten, blauen und violetten Kleidern, die Mädchen aus dem Hinterland und aus dem Katzenberg mit ihren zartfarbigen Trachten kamen und in großem Halbkreis unmittelbar am Hauptaufgang zum Ehrenmal Aufstellung nahmen. Kaum, daß man sich fatt sehen konnte an diesen Schönheiten einer alten Volkskultur — kaum, daß das, was hier an Ehrwürdigem, Altväterlich-Bäuerlichem mit dem Stürmend-Jugendlichen der Gegenwart auf engem Raume vereinigt, mit einem Blick zu erfassen mar! Nicht weniger große Freude erfüllte die Wartenden, als dann auch die Ehrenkompanie der SS.- Verfügungstruppe Arolsen — voran ein stattlicher Musikzug — anmarschierte. Inmitten des bunten festlichen Kreises sah man ein BDM.-Mädchen mit einem Strauß der herrlichsten Steinfurther Rosen, die für den Reichsbauernführer bestimmt waren. Alle, die hier und im Zelt auf die Ankunft des Reichsbauernführers warteten, wußten, daß sie sich in Geduld fassen mußten. Es war bekannt, daß überall in den Dörfern, die der Reichsbauernführer im Kraftwagen passieren mußte, die Bevölkerung an den Straßen stand, ihn sehen und grüßen wollte. Oftmals mußte der Wagen auf der Fahrt von Frankfurt a. M. (Flughafen) über Eschborn, Bad Homburg, Ober-Rosbach, Ockstadt und Bad-Nau- heim anhalten, damit der Reichsbauernführer die vielen Grüße und die ihm zugedachten, von Kinderhand gerhich^ Blumensträuße entgegennehmen Der Reichsbauernführer erinnerte an die trostlose Lage, als im November 1918 die deutschen Truppen über den Rhein zurückzogen. Er schilderte, wie ihm heute morgen beim Fluge über das wundervolle Land am Rhein die Gedanken gekommen waren an jene Zeit und wie er sich dabei gleich der Bevölkerung des Rheins von neuem der B e - deutung einer Wehrmacht bewußt geworden sei mit einem Gefühl tiefer Dankbarkeit für den Führer, dessen Genie es gelang, d i e Wende des Schicksals unseres Volkes herbeizuführen. Der Reichsbauernführer betonte, daß es für jedes Volk nur gut fein könne, wenn feine leitenden Männer immer wieder vor es hintreten, um Auge in Auge sich mit ihm über seine Freuden und Sorgen zu unterhalten. In Deutschland regieren wieder Männer, und wenn diese Männer ein ehrliches Angebot machten, so seien sie bereit, treu und ehrlich z u ihrem Angebot zu stehen! (Stürmischer Beifall.) Deutschland wolle den Frieden, es wolle nicht den Krieg, und gerade deshalb habe es dieses Angebot gemacht. Im deutschen Hause habe nur Deutschland selbst etwas zu sagen; der oberste Führer aber im eigenen Hause sei Adolf Hitler und nicht etwa irgendeine parlamentarische Kommission. Für den Nationalsozialismus gebe es nur das eine Prinzip, das zu- tun, was für unser Volk gut ist. Vor der Machtübernahme habe auch dem fleißigsten Bauer d i e volle Scheune nichts mehr genutzt. Er wußte nicht, wann er gepfändet wurde, und er wußte nicht, wann der Gerichtsvollzieher ihn von feinem Hof vertreiben würde. Er arbeitete draußen auf dem Acker und wußte im Grunde nicht mehr, warum und wofür. Er wußte nicht, ob er auf dem Hofe feiner Väter sterben könne und nicht, ob feine Söhne und Enkel auf der Scholle weiter arbeiten dürften. Und in der Stadt feien es Millionen deutscher Volksgenossen gewesen, die Arbeit suchten und arbeiten wollten und doch keine Arbeit fanden, die hunger hatten und sich doch nicht satt essen konnten. Das sei der Wahnsinn der Systemzeit gewesen. Wenn man der Ursache nachgegangen wäre, hätte man gefunden, daß sich immer wieder zwischen den Arbeitern der Stadt und den Bauern der Jude eingeschaltet hatte. Das Judentum habe mit den Lebensrnitteln geschachert und spekuliert, und an der Not und dem Hunger der deutschen Männer, Frauen und Kinder verdient. Nichts gäbe es aber, so erklärte der Reichsbauernführer, das verbrecherischer sei als die Spekulation mit Lebensrnitteln. Sie bedeute das größte Verbrechen an einem Volke. (Wiederum wurde die Halle erfüllt von dem stürmischen Beifall der Zehntausende.) Deshalb sei nach der Machtergreifung auch sofort mit der Lebensmittelspekulation aufgeräumt worden, weil sonst die Gesundung eines Volkes nicht hätte herbeigeführt werden können. Aber auch die Lehre des Weltkrieges dürfe man niemals vergessen. Uns zwang kein Feind zu Boden, aber wir wurden durch den Hunger in die Knie gezwungen. Dieses Schicksal hätte dem deutschen Volk für alle Zukunft erspart werden können. Der Nationalsozialismus habe deshalb nach der Machtübernahme auf dem Gebiete der Ernährungswirtschaft so schnell zugegriffen und so viel erreicht. Wenn Deutschland im Jahre 1914 ein Siebentel Land mehr besessen hätte, dazu noch Bundesgenossen und die landwirtschaftlichen Erzeugnisse der besetzten Gebiete, und trotzdem den unseligen Steckrübenwinter 1916/17 erleben mußte, so könne heute drei Jahre nach der Machtergreifung von 1933 erklärt werden, daß kein Mensch mehr in Deutschland hunger zu leiden braucht. Und das trotz der Devisenknappheit! Mit dem hunger könne man uns heute nicht wieder in die Knie zwingen. (Stürmischer Beifall.) Die Locarno-Kündigung und der Einmarsch der Truppen in das Rheinland seien notwendig gewesen, weil wir mit diesem Schritt die Völker vor der drohenden Gefahr ein er bolschewi- stischen Weltgefahr wachrütteln wollten. Am 29. März komme es aber darauf an, der Welt zu beweisen, daß Deutschland einig Sjtxfpoit Wirtschaft wird. der der Ge- Nhein-Mainische Börse. ZNiltagsbörfe fester. Harpener Bergbau AG. Günstiges Ergebnis. — Zusammengehen mit Essener Steinkohle. Gießen, wie auch im ganzen Kreisgebiet haben sich die Rundenspiele gut eingeführt. Fußball traten, denn dann müßte man sagen, daß es schon vor dem Kriege Schulfußball gab. Ein Spielbetrieb, Mannschaft gegen Mannschaft, nach einem Plan ähnlich dem der Verbände, ist erst nach dem Kriege in einigen Städten eingerichtet wor- den, und zwar ganz allein auf die private Initiative einiger Lehrer hin. Was dabei noch besonders betont werden muß: auch auf deren Gefahr bei etwaigen Unfällen hin. Rur in ganz wenigen Städten förderten sportfreudige Lehrer eine Fußballrunde der Schulen. Berlin ging hier mit gutem Beispiel voran, ohne indessen einen allzu starken Spielbetrieb einrichten zu können. Das wurde anders, als 1933 der Weg frei wurde zu einer verstärkten Heranziehung der Jugend zu körperlichen Hebungen. Line Verordnung des preußischen Erziehungsministers führte eine dritte, zusätzliche Turn- und Spielstunde ein, die besonders den Kampfsports vorbehalten sein sollte. Fußball war neben Boxen besonders genannt, und damit wurde die Bahn frei für eine planmäßige Ausgestaltung der Schulfußballspiele. 1935 gab es bereits in allen größeren Städten und selbst aus dem flachen Lande Schulfußballrunden. Der Deutsche Fußball-Bund stellte seine Sportlehrer für die Durchführung von Lehrerkursen zur Verfügung. Er schuf eine Kurzregel, die aus dem großen Regelwerk die wichtigsten Bestimmungen herausnimmt und allgemeinverständlich macht. Mit der Stiftung von Preisen für die siegreichen Mannschaften tat er ein übriges. Die Gaue stellten dem Schulfußball Schiedsrichter, die Vereine öffneten ihre Spielplätze und halfen mit Spielmaterial aus. So war eine starke Entwicklung des Schulfußballs nur zu natürlich. In München. Nürnberg, Krefeld, Düsseldorf, Karlsruhe, Frankfurt, Dortmund, von Berlin ab- Kurszettel der Berliner und Zranksurter Börse. , anaeführten Ziffern neben die Höhe der zuletzl be|d)tof|enen Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 o. H.. Lombardzinsfuß 5 v. H. neben, dann muß man bei gemsichten Splelbetrieb die Altersunterschiede ausgleichen. Bezüglich der Spielberechtigung soll man kemer- lei Beschränkungen, wie Meldefrist Paßvorschr ft usw., einführen, sondern der Spielbetneb soll sich freizügig entwickeln. . . .. Vicht der Sieg, sondern der Kampf und die mit ihm verbundene Erziehungsaufgabe smo wichtig. Nach solchen gesunden Grundsätzen entwickelt, wiro der Schulfußball bald weiteste Kreise gewinnen England ist uns hierin ein gutes Vorbild. -Dort haben die Vereine keinen Jugendbetrieb, die körperliche Erziehung der Jugend ist restlos m Die Schulen gelegt, wobei allerdings eine jahrzehntelange Gestaltung die Grundlage schuf. teren Mittagsschluß unverändert. Mäßig fester lagen AEG. mit 35,90 bis 36 (35,65), ferner Westdeutsche Kaufhof mit 34,25 (33,90)), auch Otavi Minen waren zu 19,40 (19,25) gefragt. Kunstseide Aku gingen im Einklang mit Amsterdam zurück auf 49,65 (50,25), außerdem ermäßigten sich Scheldeanstalt auf 224,75 (226). IG. Farben blieben nut 158,65 auf dem ermäßigten Mittagsstand behauptet. Der Rentenmarkt lag ruhig. Zertif. Dollar-Bonds blieben zu den Mittagskursen eher gefragt, ferner bestand Interesse für Kommunal-Umschuldung zu 87,05 (87); Zinsvergütungsscheine 93,65, spate Schuldbuchforderungen 97,65, Altbesitz unv. 110,65. U. a. notierten: Altbesitz 110,65, 6 v. H. IG. Farben-Bonds 130,50, 6 v. H. Darmstadt von 1926 91, 4,5 (7) v. H. Frankfurt von 1926 92,50, 6 v. H. Krupp 103,75, Mannheimer Altbesitz 108,75, 4,5 v. H. Bosnier 4,40, 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn 197, 5 v. 5). Rumänen 7, 5 v. H. Goldmexikaner 14, Commerzbank 91,25, Reichsbank 179, fiarpmr 120,50, Hoesch 91, Otavi 19,40, Rheinstahl 116,50, Verein. Stahlwerke 85, Aku 49,65, AEG. 35,90 bis 36, Bekula 143, Conti Gummi 184, Scheideanstalt E 224,75, Deutsche Linoleum 164,90, Elektr. Liefe- rimgen 124, IG. Farben 158,65, Gesfürel 130 75, Holzmann 103, Muag 83,25, Metallgesell chaft 114, Schuckert 137,50, Siemens 175, Westdeutsche Kauf- Hof 34,25, Aschaffenburger Zellstoff 87, AG. für Verkehr 108,50, Reichsbahn-Vorzugsaktien 123. , tSporiamt »Kraft durch Freude". heule folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen. Von 20 bis 21 und von 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammftrahe 26. Neue KdF.-Sportkurse ab 1. April. In folgenden Uebungsarten werden ab 1-April neue Kurse eingerichtet: Reiten, Fechten, Rollschuhlaufen, Schach. Zu allen diesen Kursen ist vorherige Anmeldung auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße Nr. 18, erforderlich. ~ Wer macht mit? Jeder Deutsche kann an KdF.- Sportkursen teilnehmen! Hintermannschaft zu überspielen und das Resultat ! zu verbessern. _ v ,c, . Vorher spielten die erste Jugend von Ehringshausen und die erste Jugend von Heuchelheim. Das , Spiel endete 1:1. Heuchelheim sollte eifriger sein : und genauer zuspielen. Kußballabteilung des $t>.1846 Gießen. Die Gießener begannen dieses Freundschaftsspiel mit neun Leuten, und konnten sich erst kurz vor Halbzeit ergänzen. Bis dahin spielte Rodheim sehr verhalten und erst nach Eintritt der beiden E-ießener drückten sie mehr aus Tempo, sie konnten auch bald im Anschluß an einen Eckball das Führungstor erzielen. Noch keine fünf Minuten später hatte Rodheim bereits wiederum durch Verwandlung eines Eckballes seinen Vorsprung auf 2:0 erhöht. Erst kurz vor der Pause konnte Borschel eine Vorlage von Vetter zum ersten Gegentor verwandeln. Schon gleich nach Wiederbeginn kam Rodheim zu einem billigen dritten Tor, da durch ein Mißverständnis zwischen Pfeffer und Baldauf der Ball von Pfeffer ins leere Tor geschoben wurde. Jedoch liehen sich die Gießener nicht entmutigen, griffen energisch an und konnten bei einem Gedränge vor dem Gästetor durch Borschel zum zweiten Tor kommen, der Mittelläufer Viehl konnte sogar ein paar Minuten später durch einen Weitschuß den Ausgleich erzielen. Die Gießener stellten folgende Mannschaft: Baldauf; Mohr, Dr. Pfeffer; Deibel, Viehl, Ommert; Detter, Borschel, Hetzel, Balser, Günderoth. Filmvortrag im Skiklub Gießen. Die 4. Olympischen Winterspiele. Nun hat die Frühlingssonne den letzten Schnee im Vogelsberg hinweggenommen. Aber im Hochgebirge bieten sich immer noch gute Sportmöglichkeiten und täglich kehren Gießener Skisportler braungebrannt von ihren Skireisen aus den Alpen zurück. Falls das Feldberggebiet im Schwarzwald noch um die Osterzeit Skimöglichkeiten bietet, wird der Skiklub Gießen eine Schwarzwaldfahrt durchführen. In den letzten Wochen wurde eifrigst an der Fertigstellung des Lichtbild- und Filmmaterials, das die Teilnehmer von der „obechessischen Olympia-Expedition" aus Garmisch-Partenkirchen mit- gebracht haben, gearbeitet. Am Samstag, 4. April 1936, veranstaltet die Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes für Leibesübungen, Fachamt Skilauf, in der Universität einen Lichtbilder- und Filmvortrag. Als Abschluß des Winters findet in den Räumen des Gesellschaftsvereins ein großes Alpensfest: „Skigaudi im Walsertal" statt. ' Marsch. Die Anfänge des Schulfußballs fallen in die erste gesehen, in Mecklenburg, Schlesien, Ostpreußen, Nachkriegszeit. Es soll hier nicht davon gesprochen überall gibt es jetzt schon einen starken Fußballwerden daß einige wenige sportfreudige Lehrer betrieb zwischen Schulmannschaften, die in geregel- früher mit ihren Jungens dann und wann den ten Spielen um Wanderpreise kämpfen. Auch m L: * . ’ u v” „ __— l—a» Xnt, ru ; « p, « n ™ o mirh im nrmxpn Q'roisaehiet haben Auf die Entwicklung des Fuhballsportes wird diese Tatsache einen entscheidenden Einfluß nehmen, denn die Zahl der dem Fachamt gemeldeten Jugendlichen schwillt erheblich an. Schon im Sommer des Vorjahres konnte Fachamtsleiter Linnemann melden, daß 40000 neue Püffe für Jugendliche ausgestellt seien, und heute dürfte die Zahl bald die 100 000 erreichen. Sie smd dem Sporte neu gewonnen, werden nach der Schulentlassung in die Sportbewegung eintreten, d. h. ihre sportliche Betätigung in den Reihen der Vereine fortsetzen. Einige Worte seien noch zur praktischen Gestaltung der Schulfußballrunden gesagt. Schulhöfe eignen sich nicht für die Durchführung von Wettspielen, weil ihr Untergrund meist Kiesbelag ist und die Maße zu klein sind. Darum soll zweckmäßiger Weise der Betrieb entweder auf einen Gemeindespielplatz gelegt oder ein Ortsverein um Platzüberlassung ersucht werden. Das letztere dürfte nicht schwierig sein, weil der Vereinsbetrieb sich zu ganz anderen Zeiten abspielt. Als Spieltage wählt man die Nachmittage und läßt das Wochenende frei, um so mehr als hier die Staatsjugend ihre Hebungen durchführt; so kann es auch hier keine Beeinträchtigung geben. Die Spielklassen unterscheidet man nicht nach Jahrgängen, sondern nach der Art der Schulen. Man bildet also Gruppen der Gemeinde- bzw. Volksschulen und der höheren Lehr-, anftalten. Das erfolgt nicht aus irgendwelchen sozialen oder ähnlichen Gründen, sondern nur, um die sportlichen Kräfte bezüglich des Alters und der Größe gleich zu machen. Wo nur eine Volksschule vorhanden ist, soll man die Mannschaften klassenweise aufstellen, ist eine höhere Lehranstalt da- grantfurter Getreidebörse- Frankfurt a. M., 25. März. Das verringerte Angebot von Weizen findet bei den Mühlen nur schwache Aufnahme. In Roggen erfolgen mäßige Zuweisungen durch die RfG. Auf den übrigen Marktgebieten blieb die Lage gegen den Montags- markt unverändert. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Markt Weizen W 13 211, W 16 214, W 19 218, W 20 220, Roggen R12 174, R15 177, RI3 181, R19 183 Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete: Weizenmehl W 13 28,35, W 16 28,60, W 19 28,60, W 20 28,95, Roggenmehl R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 Mark Frachtausgleich; Weizennachmehl 16,75 bis 17, Weizenfuttermehl 13 bis 13,25; Weizenkleie W13 10,65, W 16 10,80, W19 11, W 20 11,10, Roggen- (leie R 12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R 19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation; Soyaschrot m. M 16,20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Treber 18,40, Trockenschnitzel 9,16, Großhandelspreis ab Fabrikstation; Heu 7,75, Weizen- und Roggenstroh drahtgepreßt 3,50 bis 3,70, gebündelt 3,20 bis 3,50. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 26. März. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 800 Kälber, 87 Schafe, 1080 Schweine. Es kosteten: Kälber 40 bis 72 Mark, Hämmel 40 bis 50, Schafe 37 bis 46, Schweine 51 bis 57 Mark. — Markt- verlauf: Kälber, Hämmel und Schafe mittelmäßig; Schweine wurden zugeteilt. Schweinemarkt in Hungen. # S) u n g e n , 25. März. Zu dem gestern hier abgehaltenen Schweinemarkt waren 426 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten sechs bis sieben Wochen alte Tiere 20 bis 25 Mark, sieben bis acht Wochen alte 25 bis 30 Mark, acht bis zehn Wochen alte 30 bis 35 Mark. Der Handel war mäßig, es verblieb ziemlich Ueberstand. Schweinemarkt in Nidda. CD Nidda, 25. März. Auf dem heute hier abgehaltenen Schweinemarkt standen 562 Ferkel und 8 Läuferschweine zum Verkauf. Es kosteten sechs bis acht Wochen alte Ferkel 25 bis 26 Mark, acht bis zehn Wochen alte Tiere 30 bis 31 Mark, ältere Ferkel 34 bis 35 Mark. Die Nachfrage war sehr lebhaft, es verblieb geringer Ueberstand. — Ferner waren 30 Stück Rindvieh zum Verkauf aufgetrieben, von denen eine geringe Zahl ebenfalls als lieber« stand verblieb. Gportruhe am Wahlsonntag. Am kommenden Wochenende steht ganz Deutschland im Zeichen der Wahl zum neuen Reichstag. Alle Kräfte sind auf das eine Ziel konzentriert, dem Führer Adolf Hitler zu zeigen, daß das deutsche Volk hinter ihm steht und seiner Politik mit freudigem Herzen zustimmt. Alle anderen Interessen müssen gegenüber dieser hohen staatsbürgerlichen Ausgabe eines jeden einzelnen Volksgenossen zu- rücktreten. Auch die Sportler wollen sich ganz in den Dienst am Wohle des deutschen Volkes stellen, haben doch gerade sie die Segnungen des Nationalsozialismus m größtem Ausmaße erfahren. Deutschland wurde unter der nationalsozialistischen Führung zu einer Sport-Nation ersten Ranges. Diese Tatsache, die ihren schönsten Ausdruck in der glanzvollen Durchführung der Olympischen Winterspiele zu Garmisch-Partenkirchen fand, und die ihre neue Bestätigung beim Olympia in Berlin ^halten wird, muß jedem deutschen Sportfreund seiner Pflicht als Staatsbürger eindringlich bewußt werden lassen, am 29. März feine Stimme dem Führer zu geben! Der Reichssportführer hat für den Vorabend und den Tag der Wahl in Deutschland Sportruhe angesetzt. Es kommen lediglich drei Veranstaltungen zur Durchführung, und zwar der Hockey-Lanoer- kamps gegen England in Ebabaston und der Fechtländerkampf gegen Schweben in Berlin am Samstag sowie die Strausberger Galopp-Rennen am Sonntag. Sportverein 1920 Heuchelheim. Ehringshausen I — Heuchelheim I 3:2 (1:1). Heuchelheim kombiniert gut bis vor das gegne- rische Tor, ließ es aber an dem letzten Einsatz fehlen. Ehringshausen mußte stark verteidigen und konnte oft nur noch zur Ecke abwehren. Aus einem Gedränge heraus konnte Heuchelheim zu feinem ersten Tor kommen. Die Ueberlegenheit der Platzbesitzer zeigte das Eckenverhältnis 11:1 bei Halbzeit. Ein Durchbruch des Ehringshäuser Sturmes wurde durch schlechte Abwehr ins eigene Tor gelenkt. Ehringshausen kam hierdurch zu einem billigen Ausgleich. Nach der Halbzeit kamen die Gaste mit hohem Spiel besser auf und konnten kurz hintereinander zwei Tore erzielen. Das Spiel wurde jetzt härter, Ehringshausen verteidigte stark, so datz der Heuchelheimer Sturm gegen die kräftigere Hintermannschaft nicht mehr viel ausrichten konnte. Kurz vor Schluß gelang es der rechten Seite die Frankfurt a. M., 25. März. Bei im ganzen nur kleinen Umsätzen eröffnete die Börse in festerer Haltung. Neben der zuversichtlichen Beurteilung der außenpolitischen Lage regten einige Wirtschaftsmomente an. Am Aktienmarkt ergaben sich zu den ersten Notierungen überwiegend Erhöhungen von 0,50—1 v. H. Harpener AG. fliegen um 3,5 v. H. auf 119,50, Verein. Stahlwerke uno Mannesmann gewannen je 1 v. H. Von chemischen Werten setzten Scheideanstalt 2 v. H., Deutsche Erdöl 1 v. H. höher ein, während IG. Farben ruhiger lagen und nur 0,25 d. H. gewannen. Elektrowerte erzielten fast durchweg Befestigungen von 0,50—0,75 v. H., sehr fest lagen auf Dividendenerwartungen Felten mit 118,75 (115,50). Schiffahrtsaktien bröckelten weiter um 0,25 v. H. ab, ferner gaben Daimler und MAN. je 0,50 v. H. nach, Zellstoff Waldhof gingen um 0,65 v. H. zurück. Bankaktien blieben gut behauptet; Reichsbank 179,50, Bank für Brauindustrie 125,50. Von Einzelwerten hatten Westdeutsche Kaufhof lebhafteres Geschäft mit 33,75—33,90 (33), ferner erhöhten sich Holzmann um 1,25 v. H., Deutsche Linoleum um 1,50 v. H. Muag um 1 v. H. und Kunstseide Aku um 0,75 v. H. Nach den ersten Notierungen bröckelten die Kurse ft. T. etwas ab, später bestand wieder Nachfrage. Von Auslandswerten waren Chade A—C weiter fest mit 330,75 (329). Der Rentenmarkt lag ebenfalls fester, die Umsätze hielten sich aber in bescheidenen Grenzen. Altbesitz uno. 110,65, späte Schuldbuchforderungen 97,65 (97,50), Kommunal-Umschuldung 87 (86,90), Zinsvergütungsscheine 93,60 (93,50). Zertif. Dollar- Bonds anfangs 0,50—0,75 v. H. fester, später etwa 0,25 v. H. nachlassend. Don Industrie-Obligationen 6proz. Verein. Stahlwerke 103 (102,50), 6proz. Hoesch 102,75 (102,65). Im Verlaufe machte die Befestigung am A k - t i e n m a r f t Fortschritte, wenngleich sie meist nur auf einige Spezialwerte beschränkt blieben. Die Gesamthaltung war bei etwas lebhafterem Geschäft fest. IG. Farben stiegen auf 160 nach 159,40, Scheideanstalt auf 226 nach 224, Felten auf 119,50 nach 118,75, Harpener auf 120 nach 119,50, Kaufhof auf 34 nach 33,90, AEG. auf 36 nach 35,75, . Hoesch auf 91,50 nach 91,13, Verein. Stahlwerke . auf 85,50 nach 85,13 und Holzmann auf 102,50 nach 102. Von später notierten Werten fliegen Gold- ' schmidt auf 109,75 (108,40), Rheinstahl auf 116,65 t nach 115,25. Abendbörfe behaupte!. t Die Abendbörse brachte bei kleinem Geschäft im - allgemeinen nur geringfügige Veränderungen. Zu- - meist blieben die Kurse auf dem z. T. etwas leich- Fwd. In der gestrigen Auftichtsratssitzung Harpener Bergbau-AG., Dortmund, berichtete Vorstand zunächst über die allgemeine schäftslage. Zur Frage des Abschlusses für das Geschäftsjahr 1935 wurde mitgeteilt, daß die Bilanzarbeiten zwar noch nicht völlig fertitzgestellt sind, aber ein Ergebnis erbringen, welches die Wiederaufnahme der Dividendenzahlung rechtfertigen wird. Ferner hat der Aufsichtsrat den Vorstand ermächtigt, aus dem Besitz der Vereinigten Stahlwerke Aktien der Essener Steinkohlenbergwerke-AG. im Rahmen der der Harpener Gesellschaft zur Verfügung stehenden Mittel zu erwerben. Es wird sich hierbei indessen nicht um einen Betrag handeln, der einen beherrschenden Einfluß auf die Essener Steinkohlenbergwerke-AG. ergibt. Grund zu dem Erwerb sind die vielfachen Berührungspunkte bergwirtfchaftlicher Art zwischen den beiden Gesellschaften, so daß Vorstand und Aufsichtsrat der Ueberzeugung find, daß für beide Unternehmungen das damit angebahnte Zusammengehen erhebliche Vorteile mit sich bringen Franttun a. 2)1. Berlin Frankfurt a.Ul. Berlin Frankfurt a. M. Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. ZIL Schluß- Schluß!. Abmdbörse Schluß- Schluß!. Mittag- böiie Schluß- Schluß!. Abend- börle Schluß- Schluß!. Miitag- börse Schlußkurs Schluß!. Abend« Schluß« kurs Schluß!. Mittag- 24-März 25-März hird !urs kurs kurs börse börse Amtliche Notierung Amtliche Notierung Odium 24 3. 25-3. 24 3. 25-3 Datum 24.3. 25-3 24-3. 25.3- Datum 1 24.3. 25.3. 24-3. | 25-3. Geld ZJrlef Geld Ärles 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 100,5 1 97,9 100,25 97,65 100,5 97,65 100,5 97,65 4% desgl. Gerte n ............ 9,13 6,65 9,13 9,3 9,15 ManSfeider Bergbau........ - 135 — 135 124,9 221 115,65 84,25 18,9 124,5 123,5 135,25 124,75 222,5 116,65 Buenos Aire. Brüssel . 4L93 0,139 42,01 0,141 4b 99 42?07 5% Rumän. vereinh. Rente v, 1903 7 7 Kokswerke ................. Rheinische Braunkohlen ..... Rheinstahl ................ — 221 116,5 Rio de Jan. . 0,139 0,141 6^1% Doung>AnIeihe von 1930 .. 103,13 103,13 102,9 103 4yr%Rumän.verernh.Nentev.l913 9 9,65 9,2 9,7 115,25 Sofia...... 3,047 3,053 54,89 3,047 3,053 Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 4% Rumänische vercinh. Rente 5,3 5,6 5,3 5,65 Kopenhagen. 54,79 54,83 54,93 Auslos.-Rechten ............. 110,65 110,65 110,65 110,65 100,25 2y.% Anatolier .............. 39,25 39,5 39,5 39,75 Bereinigte Stahlwerke...... 18,75 124,5 123 19,4 125 19,25 126,5 125 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 4l/,% Deutsche Reichspostschatzan- Weisungen von 1934, I....... 6% e$em.8% Hess. Volksstaat 1929 100,1 100,25 Hamburg-Amerika-Paket .....0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 15,5 15 15,4 15,25 Otavi Minen ............. Kaliwerke Aschersleben...... Kaliwerke Westeregeln...... . 6 . 5 London ..... HeliingforS.. Paris ...... 12,27 5,41 16,37 12,30 5,42 1R.d1 12,28 5,41 16,375 12,31 5,42 16,415 (rückzahlb. 102%)............ 98,25 98,25 98,25 98,25 —— —— — Kaliwerke Salzdetfurth..... ?y» — —— 181 181 Holland .... Italien..... 168,75 19,70 169,09 19,74 168,84 19,70 169,18 19,74 4y>% ehern. 8% Hessische Landes- Norddeutscher Lloyd .........0 17 16,75 17,13 16,65 banl Darmstadt Gold 31.12.... 5%% ehern. 4/,% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLtaui 4Vt% ehern. 8% Darmst. Komm 96,4 100,9 96,4 100,8 — 96,4 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und DiSconto» 108 112,5 91,25 91,5 91,75 179,5 35 108,5 112 91,25 108 112 91,25 108,75 111,25 91,25 91,5 91,75 I. G. Farben-Jndustrie..... Scheideanstalt............. Goldschmidt ............. Rütgerswerke ............. Metallgesellschaft........... . 7 . 9 . 5 . 6 . 4 159,13 222 108,4 123 114,4 158,65 224,75 109,75 123,5 114 159 108,5 122,9 115 158,65 109,75 123 114,25 Japan ...... Jugoslawien Oslo..... : Wien....... 0,714 5,654 61,66 48,95 11,135 0,716 5,666 61,78 49,05 11,155 0,714 5,654 61,70 48,95 11,14 0,716 5,666 61,82 49,05 11,16 Landcsb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit — — — — Gesellschaft................0 Dresdner Bank...... 0 91,5 91,75 91,5 91,75 Lissabon.... Stockholm... Schweiz .... Spanien.... Prag....... ReichSbant .......... 12 AEG . . (, 179 179,25 179 63,25 bdf d/ 63,29 81,01 33,96 10,27 63,41 81,17 34,02 10,29 Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4y,% ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6%% ehern. 4'/,% Franks. Hyp.- 114,25 114,4 114,5 114,5 36 35 35,65 143,4 123,5 Philipp Holzmann......... Zementwerk Heidelberg .... Cementwerk Karlstadt....... .. 4 .. 7 100,75 136,9 131 103 136,5 131 100,75 103,75 81,01 33,93 10,27 81,17 33,99 10,29 96,5 96,5 — — Bekula.................... 10 Elektr. Lieferungsgesellschast... b 142,5 124,9 143 124 142,75 123,65 . 6 Budapest ... Neuyork ... 2,475 2,479 2,475 2,479 101,13 101,4 Licht und Kraft ........... 6y, 139,5 139 139,75 139,5 Schultheis Patzenhofer ..... .. 4 ___ _ 98,75 99,5 6yz% ehern. ^iyt% Rheinische Felten & Guilleaume......... 4 115,5 119,5 116 119,5 Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg................. Zellstoff Waldhof .......... Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 49,75 49,65 49,75 50,25 • Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse..... 101,25 101,25 101,25 101,13 Gesellsch.s.Elektt.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........6 Schuckert L Co...............4 Siemens L Halske............7 Lahmeyer 8 Co........ 7 130,5 130,75 130,9 131,25 .. 5 90 90 90 90 Zerttn,25.März (Seid Dne, _ ' H- 7W- liü NSDAP Ortsgruppe Gießen-Ost Getreu -der vom Reichshandwerksmeister ausgegebenen Parole ist die Arbeitsbeschaffung die vordringlichste Arbeit des Landeshandwerksmeisters Hessen . Gerade für unseren Bezirk, der zu einem großen Teil von der bisher militärfreien Zone gebildet wird, ist die Arbeitsbeschaffung besonders nötig und wichtig. Unter der zielbewußten Führung unseres Gauleiters Sprenger ist darum die Arbeitsbeschaffung auch für das Handwerk in großzügiger Weise angepackt worden, wie die bisher erreichten Erfolge zeigen. Die Jnstandsehungsaktion 1933/34 bedeutete allein eine Mobilisierung von Bauaufträgen von über 115 Millionen Mark. Die Eleklro-Gasfront-Werbung brachte in unseren Bezirk zusätzliche Aufträge von über 5.4 Millionen Mark. Mit besonderem Bachdruck wird vom Gauleiter die Neubautätigkeit, insbesondere die Kleinsiedlungen gefördert. Seit 1933 sind schon über 3000 Heimstätten erbaut, ca. 2000 sind im Entstehen. 3m urbargemachten hessischen Ried ist ein neues Bauerndorf, Riedrod genannt, entstanden; weitere werden folgen. An dem Bau der Wahlkundgebungen im Kreise Wetterau der NSDAP Pg. August Wagner, Vertreter: Pg. Heinrich Friedrich. Wahlbüro für den Wahlbezirk XIV: „Stadt Lich", Licher Straße 59, Fernruf 3279. Leiter: Pg. Hch. Rühl, Vertreter: Pg. Fritz Möller. Wahlbüro für den Wahlbezirk XV: Gastwirtschaft Böß, Kaiserallee 21, Fernruf 2901. Leiter: Pg. August Hauser, Vertreter: Pg. Raimund Hoog. Die Wahlbüros stehen jedem Volksgenossen zur Auskunft frei. Gehunfähige bitten wir um Meldung beim zuständigen Blockleiter oder dem entsprechenden Wahlbüro, damit der Transport durch ein Auto vorgenommen werden kann. Bieder-Bessingen: Redner Dr. Mörschel, Butzbach. Bonnenroth: Redner Freund, Assenheim. Allertshausen: Redner Schimmel. Hungen: Redner Oberbürgermeister Ritter. G a m b a ch : Redner Münz, Frankfurt a. M. Bieder-Flor st adt: Redner Wagner. Ober-Mörlen: Redner Schmelz. Ober-Besfingen: Redner Edler von Graeve. Gamstaa keine Versammlungen. Die Versammlungen am Samstag, 28. März, fallen aus, soweit sie nicht auf den 27. März verlegt sind. In enger Zusammenarbeit mit dem Reichsnährstand wird die Pflege einer arteigenen Bange st a l t u n g und Wohnkultur betrieben. Durch die von der Gewerbeförder u n g s - st e l l e Hessen mit steigendem Erfolg geförderte Beteiligung messereifer Betriebe an der Leipziger Messe und anderen Großmessen wird auch zukünftig das Handwerk unseres Bezirks am Export stärker beteiligt sein. Die von der Handwerksführung mit Eifer betriebenen oder unterstützten schlagssätze für die Gemeindesteuern in den meisten Gemeinden eine Höhe erreicht, die schlechterdings nicht mehr überschritten und bestimmt nicht mehr lange beibehalten werden konnte, wenn die Steuerkraft der Gemeindeangehörigen nicht völlig zum Erliegen kommen sollte. Auch hier ist innerhalb von drei Fahren festzustellen, daß in 40 Gemeinden des Kreises Gießen die Ausschlagssähe für die Steuern und damit der Umlagebedarf zum Teil ganz erheblich gesenkt werden konnte. Trotz dieser Umlagensenkung haben die Gemeinden ihre rückständigen Verpflichtungen aus den Fahren vor 1932 bis heute fast ausnahmslos abdecken können. Zins- und Tilgungsraten werden wieder pünktlich bezahlt, ja, es konnten sogar verstärkte außerordentliche Tilgungen vorgenommen werden. Soweit die Gemeinden drückendste Verpflichtungen, die namentlich die kurzfristigen Kredite darstellle//, nicht aus eigener Kraft abzudecken vermochten, griff das Reich mit der Umschuldungsgesetzgebung ein. 20 Gemeinden des Kreises Gießen haben auf diese Weise kurzfristige Darlehn von über eine halbe Million Reichsmark umgeschuldet, d. h. man hat den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, diese Darlehen in langen Zeitabschnitten zu tilgen und zu einem durchaus angemessenen Betrag zu verzinsen. Die Rückzahlungsquote beträgt zur Zeit 3 v. H., der Zinsfuß 4 v. H. Auch der hessische Staat hat an seinem Teil dazu beigetragen, die Lage der Gemeinden zu verbessern, indem er die zum Teil erheblichen Rückstände der Gemeinden dem Staate gegenüber ebenfalls umschuldete und sie darüber hinaus sogar für die Dauer von drei Jahren von jeder Zinszahlung hierfür befreite. Von allen diesen drückenden Lasten der Vergangenheit befreit, vermochten die -Gemeinden sich nunmehr in steigendem Waße wieder anderen Aufgaben zuzuwenden. Reben den bereits erwähnten Notstandsarbeiten der vergangenen Jahre sei hier besonders noch das großzügige Reinhardt-Programm erwähnt. Es hat seinen Niederschlag in dem Gesetz zur Verminderung der Arbeitslosigkeit vom 1. Juni 1933 gefunden und bietet eine Fülle von Möglichkeiten zur Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und damit zur Wirtschaftsbelebung. Von 79 Kreisgemeinden haben sofort bei Bekanntgabe des Gesetzes 36 Gemeinden und öffentlichen Körperschaften von den Möglichkeiten des Gesetzes Gebrauch gemacht und Darleben und Zuschüsse beantragt und unter günstigen Bedingungen auch erhalten. Es wurden vorwiegend kanalisations- und Wasserversorgungsanlagen, Instandsetzungen an öffentlichen Gebäuden, sowie Drainageprojekte, wie Ve- und Entwässerungen und Bodenverbesserungen durchgeführt. Gerade die letzteren Arbeiten lagen sehr im Interesse der Förderung der Landwirtschaft. Der Kreis Gießen hat in der Kreisabdeckerei Garbenteich eine moderne unterirdische Versickerungsanlage zur Abteilung der Abwässer geschaffen. Diese, sowie alle Maßnahmen haben für das Volksganze einen Volkswirtschaft l'ichen Sinn, weil durch diese Arbeiten zunächst einmal die Arbeitslosigkeit zu einem guten Teil zurückgedämmt und darbende Volksgenossen dadurch wieder in Arbeit und Brot gekommen „Funowahler denke daran!" Wahlberechtigt ist, wer am 29. Vlärz sein 20. Lebensjahr vollendet hat, d. h. wer am 29. Vlärz zwanzig Fahre alt geworden ist. Denke daran, junger Deutscher! Denke daran, deutsches Vlädel! wer die Jugend hat, hat die Zukunft Deine Stimme üem Führer! Donnerstag, 26. März. Beginn: 20.30 Uhr. Heuchelheim: Redner Dr.Hildebrandt. Lollar: Redner Ritter. Steinheim: Redner Bebeling. Harbach: Redner Heß. Londorf: Redner Edler von Graeve. Odenhaufen: Redner Vieth. Lumda: Redner Freund. Beltershain: Redner Schimmel. Reinhardshain: Redner Wichel. Rodheim v. d. höhe: Redner Schmelz. A f f e n h e i m: Redner Wagner. Lang-Göns: Redner Vlünz, Frankfurt. Freitag, 27. März. Beginn: 20.30 Uhr. Dettenhausen: Redner Dr. Hildebrandt. D o r f - G i l l: Redner Bebeling. Stockhausen: Redner Wichel. Lauter: Redner Heß. ?en Zur Eni binnen he, Einst undZeht im Kreise Gießen. Starke Gesundung der Gemeinden durch das Aufbauwerk des Führers. Organisations-plan der Ortsgruppe Gießen-Nord der NSDAP, zur Neichstagswahl am 29. März. Es geht auswärts! Arbeitsbeschaffung für das Handwerk im Bezirk Hessen Maßnahmen zur Berufsauslese und Verbesserung der Berufsausbildung dienen der Sicherung eines h o ch q u a l i f i z i e r t e n handwerklichen Berufsnachwuchses als Garanten zur L e i ft u n g s st e i g e r u n g. Alles in allem: „Es geht aufwärts!" Mit Mut und Zuversicht setzt das wiedererstarkende Handwerk seine ganzen Kräfte ein, damit das große Werk unseres Führers gelingt. ( y? i UySkwar ein \ V Sorgenkind Pi x Nichts schlug bei ihm recht an. w ^ur3cm gedeiht er ( prächtig, was ist geschehen? Seine Mutter ist auf den glücklichen ^^^^^^^^^^Gedanken gekommen, ihm jeden Tag einen Dr. Getter» Pudding zu geben. Das war das Richtige? Achtung - auöFckneiden! prejsaufgabek Preise sind 0,40 (unnumeriert), 0,60, 0,80 und 1 Mark (numeriert). ** Besitzwechsel. Das bisher in nichtarischen Händen befindliche Schuhhaus Süß ist, wie im heutigen Anzeigenteil bekanntgegeben wird, in arischen Besitz übergegangen. Inhaber des Geschäfts ist jetzt der Kaufmann Brackelsberg. ** Todes stürz eines Kindes. Vorgestern stützte hier in einem Hause der acht Jahre alte Ernst N e e b aus Naunheim so unglücklich, daß er einen schweren Schädelbruch erlitt. Nach etwa eintägigem Schmerzenslager ist das bedauernswerte Kind gestern in der Chirurgischen Klinik verstorben. ** Verhängnisvolles Böllerschießen. Gelegentlich einer Hochzeit in dem Dorfe Heinzenberg (Kreis Usingen) veranstalteten Burschen des Dorfes ein Böllerschießen. Dabei kamen die 16 Jahre alte Erna Bach und die 15 Jahre alte Hildegard Niederhäuser, die als Zuschauerinnen den Verlauf des Schießens beobachteten, einem Böller in dem Augenblick zu nahe, als gerade ein Schuß abgefeuert wurde. Die Mädchen wurden von der Ladung an den Armen getroffen und erheblich verletzt. Während Erna Bach schon vor einigen Tagen in die Chirurgische Klinik zu Zentralstelle: Geschäftsstelle, Walltorstr. 16, Tel. 3514. Leiter: Pg. Hermann Thomas, Stellvertreter: Pg. Willi Wenzel. Abstimmungsbezirk I: Auf der Bach, Burggraben, Hundsgasse, Kirchenplatz, Kirchstraße, Lindengasse, Lindenplatz, Marktplatz, Marktstraße, Walltorstraße, Wetzsteingasse, Wetzsteinstraße, Zozelsgasse. — Abstimmungsraum: Schulhaus Kirchstraße 16, Saal 9, Erdgeschoß. — Parteiwahllokal: Cafe Leib, Walltorstraße 38, Tel. 3792. Leiter: Pg. H. S ch o m b e r. Abstimmungsbezirk II: Asterweg, Dammstraße, Ederstraße, Im Gartfeld, Schillerstraße, Weser- straße. — Abstimmungsraum: Schillerschule, Schillerstraße 8, Saal 6, Haupteingang links. — Parteiwahllokal: Wirtschaft Nohl, Ederstraße 6, Tel. 3737. Leiter: Pg. H. Bommersheim. Abstimmungsbezirk III: An der Hardt, Bootshausstraße, (Bleiberger Weg, Hinter den Schießgärten, Krofdorfer Straße, Leimenkauterweg, Rodheimer Straße, Schlachthofstraße, Schottstraße, Schützenstraße, Wernerwall, Zu den Mühlen. — Abstimmungsraum: Schulhaus Kirchstraße 16, Saal 5, Erdgeschoß. — Parteiwahllokal: Wirtschaft Pulvermühle, Rodheimer Straße, Tel. 3027. Leiter: Pg. P. Jäckel. Abstimmungsbezirk IV: Am Rodtberg, Am Win- Gießen eingeliefert werden mußte, machte sich am gestrigen Mittwoch auch die Ueberfuhrung der Hildegard Niederhäuser nach der hiesigen Klinik erforderlich. Beide Mädchen liegen hier mit Brand-Schußwunden an den Armen darnieder. Gießener Wochenmarktpreife. * G i e ß e n, 26. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse das Stück 4 bis 10, deutsche Handelsklassen-Eier Kl. S 11, Kl. / IOV2, Kl. B 10, Kl. C 9V2, Kl. D 9, ungezeichnete 8, Enteneier 9 bis 12, Wirsing (gelb), das Pfund 25 Weißkraut 15 bis 18, Rotkraut 20 bis 22, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 18, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 20 bis 35, Feldsalat 70 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 40 bis 45 Pf., Zwiebeln 10 bis 18, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kartoffeln, das Pfund 5, 10 Pfund 44 Pf., der Zentner 3,60 bis 3,80 Mk., Aepfel, das Pfund 20 bis 50 Pf., Russe 45 bis 50, Zwetschenhonig 40 bis 45, Suppenhühner 85 bis 90, Blumenkohl, das Stück 25 bis 50, Salat 40, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 40, Rettich 5 bis 20, Radieschen, das Bund 15 Pf. SchlO, me für 1936. Der Direktor d oeroand mit I des letzten Im abgehenden t ftir die Stadt. Zunachl erkennungen fu fahr. Die rein pro schule für die ■ daß annäherm Zweijährigen Praxis überge jiir diese Erso bindung mit d Lernenden uni Auch die erst im letzten Di reiche Schüler von diesen ji gezogen muri Erfolgen. Del Es ist der Kruse weit gensreich für wirken soll, wenn die R Trotzdem 6000 M. 0 durch das 2 gel bemerkb neten Turn Vorplatzes 1 möglich, die Weiterhin das Freisch Mit Sto reiche Bete nographen Teilnehmer Preise für in ßulmbac bmifswettta rinnen bie e, der Anstalt am 22. M die Angehör der Bewegu Den aba sprach der' Zukunft au aus den L als das bes trägern bi. künden au rendar M c rungsgescher entsprechend sprach der Präsident Urheberrecht 22Me6ut "Wie iM Wen $ 'Merkur L-dch i, 15 di J" w Stilen s Edingen Ä lchon? Ä» die !°» ®e®eetni 5;,$ , Lischt Iah ^acht »MS mA i Ktz! °b n.' die 3(0 gert, Böcklinstraße, Bückingstraße, Cranachstraße, Dürerstraße, Feuerbachstraße, Friedhofsallee, Hol- beinstraße, In der Schwarzlach, Marburger Straße, Menzelstraße, Spitzwegstraße, Steinstraße, Thornas- straße, Wiesecker Weg, Wißmarer Wea. — Abstimmungsraum: Schillerschule, Schillerstratze 8, Turnhalle. — Parteiwahllokal: Wirtschaft „Stadt Marburg", Marburger- Straße 23, Xel. 3811. Leiter: Pg. L. Pitze r. Abstimmungsbezirk XVI: Brandgasse, Brandplatz, Braugasse, Diezstraße, Dreihäusergasse, Erlengasse, Kanzleiberg, Kaplaneigasse, Landgrafenstraße, Landgraf-Philipp-Platz, Marktlaubenstraße, Neuen Säue, Schloßgasse, Schulstraße, Senckenbergstraße, Sonnenstraße, Trillergasse, Wagengasse, Weidengasse.— Abstimmungsraum: Regierungsgebäude Landgraf- Philipp-Platz 3, Sitzungssaal. — Parteiwahllokal: Wirtschaft Soldan, Kanzleiberg 5, Tel. 3786. Leiter: Pg. Gg. Schuchmann. Alle Volksgenossen in obigen Wahlbezirken, die infolge irgendeines Gebrechens nicht zur Wahlurne gehen können, melden dies, soweit es noch nicht bei den Blockleitern geschehen ist, telephonisch unter 3514, Geschäftsstelle, Walltorstraße 16. Für Abholung mit Auto wird Sorge getragen. Thomas, Ortsgruppenleiter. Reichsautobahn ft raßen, am Wellluft f ch i f f h a f en, bei Erstellung von Grünfutter- und k a r t 0 f f e l f i l 0 s (1932: 1000 Kubikmeter, 1935: über 30 000 Kubikmeter!), bei Erstellung von heeresbau- t e n, überall war das Handwerk unseres Bezirks eingeschaltet. Nach Gründung von 13 Landeslieferungsgenossenschaften durch den Landeshandwerksmeister konnte das hessische Handwerk — insbesondere die Klein- und Mittelbetriebe — in rcdjt beträchtlichem Umfange bereits im Gründungsjahr auch zur Ausführung von öffentlichen Lieferungen eingeschaltet werden. Gerade au diesem Gebiet wird sich noch in diesem und in den kommenden Jahren ein durchgreifender Erfolg für das Handwerk erzielen lassen. Hand in Hand mit der Arbeitsbeschaffung ging eine Vereinfachung und Erleichterung der Kreditbeschaffung für das Handwerk. Sparkassen, Kreditgenossenschaften, insbesondere der Rhein-Wainische Garantieverband und die Bank für Industrie-Obligationen I dienen diesem Ziele. s'E h,r <0 lall" ju »!- glaublich " sorigeschr'ller Optimismus mögl" Straßenhersiellungen, Wegeverbesserungen, selbst notwendige Reparaturen, Zinsverpflichtungen, ganz zu schweigen von Tilgungen, konnten nicht mehr geleistet werden. In immer größerem Maße wurden die Kontis der Gemeinden bei den öffentlichen Kassen überzogen, ohne daß auch nur eine Aussicht bestand, diese hochverzinslichen kurzfristigen Kredite in absehbarer Zeit wieder abdecken zu können. Hand in Hand hiermit und als weitere Ursache der Verschlechterung der gemeindlichen Finanzen ging das Sinken der Steuermoral, das besonders in den Jahren 1931 und 1932 geradezu groteske Formen annahm. So betrugen beispielsweise die Ausstände in der Rechnung einer Gemeinde in der Größe von 1100 Einwohnern im Jahre 1931 — 22 000 RM. bei einem Gesamtrechnungsrest von rund 23 000 RM., d. h. mit anderen Worten: über 90 v. H. des sich bei Abschluß der Rechnung ergebenden Überschusses war nicht eingegangen. Jn- olge dieser Verhältnisse zeigten die Voranschläge der Gemeinden in zunehmendem Maße Fehlbeträge. So waren im kreise Gießen beispielsweise im Jahre 1932 nicht weniger als 23 Gemeinden vorhanden, die ihren Voranschlag nicht aus- zugleichen in der Lage waren. Dies konnte kein Wunder nehmen, wenn man bedenkt, daß in einzelnen Gemeinden 50 v. H. bis 70 und 80 v. H. der gesamten Einnahmen der Gemeinden für Unterstützungen an Erwerbslose ausgeworfen werden mußten. Selbst weitgehende Hilfsmaßnahmen des Reichs, der Länder und der Kreise vermochten nicht, eine wesentliche Besserung herbeizuführen. So betrug der Zuschuß des Kreises Gießen einschl. der Gemeinden für Fürsorgezwecke im Jahre 1932 = 781 900 RM., während er im Jahre 1934 bereits auf 288 700 RM. zurück- gegangen war; die Zahlen für dieses Jahr liegen noch nicht vor, doch kann schon jetzt gesagt werden, daß sie ganz erheblich unter den letztgenannten Zahlen liegen werden. Das waren in kurzen Worten die Verhältnisse, wie man sie bei 95 v. H. aller Gemeinden antreffen konnte. Wie liegen sie nun heute? Im Jahre 1936 wird voraussichtlich keine einzige Gemeinde im kreise Gießen vorhanden sein, die ihren Voranschlag nicht ausgleichen kann. Es wird keine Gemeinde geben, die ihren Umlagebedarf gegenüber dem Vorjahre wird erhöhen müssen. Dies hat verschiedene Ursachen: Einmal ist es die steigende Steuermoral. Die Steuerzahler haben in immer wachsendem Maße erkannt, daß auch sie ihren Verpflichtungen pünktlich nachkommen müssen, weil sie damit der Allgemeinheit Nutzen bringen. Die Folge davon ist, daß die Ausstände, d. h. also die Rückstände, sich wieder in den normalen Grenzen der Vorkriegszeit bewegen. Es gibt sogar wieder eine ganze Reihe von Gemeinden, die im Rechnungsjahre 1934 ohne Ausstände abschließen konnten, eine Tatsache, die jedenfalls feit 1920 nicht mehr zu beachten war. Weiter ist als eine erfreuliche Tatsache festzustellen, daß die Gemeinden im letzten und vorletzten Jahre wieder an Aufgaben herangetreten sind, die sie jahrelang zurückstellen mußten; so wurden beispielsweise im Jahre 1935 mit Hilfe von Reichszuschüssen nicht weniger als 80 Projekte in Form von Bot- standsarbeiten von den Gemeinden des Kreises durchgeführt und finanziert. Nicht nur d i e Tatsache ist beachtenswert, daß hierdurch Arbeit und Brot für viele Volksgenossen geschaffen werden konnte, sondern auch als nicht minder erfreulich ist der Umstand festzustellen, daß die Gemeinden überhaupt wieder als Arbeitgeber auftreten und diese Arbeiten sogar aus eigenen Mitteln finanzieren konnten. In den Jahren vor dem Umbruch hatten die Aus- Die unbestreitbare Tatsache der Besserung der Gemeindefinanzen läßt sich nur dann in ihrer ganzen Größe und Bedeutung richtig würdigen, wenn man zunächst einmal die Verhältnisse vor dem Umbruch zum Vergleich heranzieht. In Auswirkung der riesigen Arbeitslosigkeit wurden damals die Aufwendungen der Gemeinden ür Fürsorgemaßnahmen immer größer, die Möglichkeiten dagegen, ihren sonstigen Verpflichtungen nachzukommen, immer geringer. Zentralwahlbüro: BDM. - Dienststelle, Ludwig- straße 12, Fernruf 3733. Leiter: Pg. Ernst Kreu- der, Vertreter: Pg. Adolf Treser. Wahlbüro für den Wahlbezirk XI: Restauration „Rheingold", Ludwigstraße 6, Fernruf 3329. Leiter: Pg. Fritz Friedrich, Vertreter: Pg. Karl Pfeil. Wahlbüro für den Wahlbezirk XII: „Zum Augustiner", Ludwigsplatz 14, Eingang Löberstraße, Fernruf 2971. Leiter: Pg. Wilhelm Peppler, Vertreter: Pg. Heinrich Müller. Wahlbüro für den Wahlbezirk XIII: BDM.-Dienst- stelle, Ludwigstraße 12, Fernruf 3733. Leiter: NIVEA mild, leicht schäumend, ganz wundervoll im Geschmack. Z 20 für zu ten Optimismus noch vor drei Jahren nicht möglich gehalten werden konnten. und außerdem durch die Anlagen bleibende Werte, die dem Volksganzen zugute kommen, geschaffen worden sind. Die finanziellen Aufwendungen beziffern sich auf insgesamt nahezu 500 000 Mark. In der Abtragung der gegebenen Darlehen ftnö bis jetzt Schwierigkeiten noch nicht entstanden, da die Zins- und Tilgungsbedingungen denkbar günstig sind, so daß die Gemeinden keine besonde- ren Anstrengungen zu machen brauchen. Ein großer Teil der Darlehensmittel ist bereits wieder in die Kassen der Kreditinstitute zurückgeflossen. So kann zusammenfassend gesagt werden, daß die Gesundung der Gemeinden innerhalb unglaublich kurzer Zeit in einem Ausmaße fortgeschritten ist, wie sie selbst beim größten wesentlich verschönert. Alle diese Erfolge haben wir unserem Führer Glaube, der Berge versetzt Ein ehemaliger Reichskanzler sprach einmal: „Ich glaube nicht, daß angesichts der Weltwirtschaftskrise die Nationalsozialisten mit tausend Patentmedizinen in Deutschland von der Weit isoliert die Dinge wesentlich bessern können." Kein Mensch außer den Nationalsozialisten hat es geglaubt. Die aber haben mit ihrem Glauben Leige verseht und durch Gewinnung politischer und wirt- schastiicher Freiheit künftigen Wohlstand aus unerreichbarer Ferne nähergerückt! Ganz Deutschland hat heute diesen Glauben und stimmt für seinen Führer am 29. März! verdanken. Deshalb am 29. März jede Stimme dem Führer! Arbeitsdienstkundgebung in Nidda. $ Nidda, 25. März. Am Sonntag fand auf dem Marktplatz eine Kundgebung d e r Arbeitsdienst männer des Otto Södel* Lagers in Anwesenheit von SA.-Formationen und Politischen Leitern statt. Oberstfeldmeister Wettlauser richtete an die in den nächsten Tagen von hier scheidenden Arbeitsdienstkameraden herzliche Worte, die in dem Gedanken gipfelten: Arbeit gilt mehr als Rede, Pflicht mehr als Recht, und Bescheidenheit mehr als Anmaßung. Die Leistungen der Arbeitsmänner waren auf einem auf dem Marktplatz aufgestellten Mahnmal mit dem Symbol des Arbeitsdienstes, Aehre und Spaten, ausgezeichnet. Danach wurde seit Bestehen der Abteilung in Nidda neben anderen Arbeiten bis heute geleistet: 3215 Meter Wegebau, 14 400 Kubikmeter Erdbewegung bei Flutbachregulierung, 6300 Meter Wildgatterbau, 39 Hektar Waldlauterung und Selbstfertigstellung der Unterkunft. Damit wurde das Lagerleben für über 800 junge deutsche Menschen eine Schulung zur Kameradschaft, Ehrfurcht vor der Arbeit und zur Manneszucht. Landkreis Gießen. rag. Großen-Buseck,24. März. Der l^n d • wirtschaftlicheKonsumvereinGrotzen- Buseck hielt im Saale des Gasthauses „zum kühlen Grunde" einen stark besuchten Familienabend ab. Nach einer Begrüßungsansprache des Direktors Anton Reusch, in der er auch kurz das Genossenschaftswesen streifte, wurde dem Aussichtsratsmitglied Philipp Frank II. für 27jährige treue Mitarbeit im Aussichtsrat eine Ehrenurkunde überreicht. Für die Unterhaltung während des Abends sorgten Gäste aus Gießen, die mit einigen volkstümlichen Theater- Abschlußfeier der Oeffentlichen Handelslehranstall. Schlicht, wie es dem Ziele einer Vorbereitungsschule für die Praxis entspricht, beging die Oessent- liche Handelslehranstalt Gießen die Entlassungsfeier Ausstellung. r # 21 [ b a d), 25. März. Im Zug der Kreisltraße Wb ach—Steinbach bzw. Steinbach—Oppenrod be- fand sich seither eine sehr schmale Brücke, die ein Verkehrshindernis war. Vergangene Woche wurde nach Fällung einer alten Linde neben der Brücke diese beseitigt und durch eine neue, wesentlich breitere Brücke ersetzt. Die Arbeiten wurden innerhalb einer Woche erledigt. Seit Montag geht der Verkehr über die neue Brücke. * Hattenrod, 26. März. Gestern ereignete sich hier beim Schweineschlachten ein eigenartiger Unfall. Der Metzger wollte das Schwein mit einem Schußapparat töten, wobei das Tier sich jedoch mit einer plötzlichen Wendung zu befreien versuchte in dem Augenblick, als der Schutz des Apparats losging. Die Kugel traf nun nicht das Borstentier, sondern ging dem Metzger unterhalb des Knies in das Bein, so daß er nach Gießen in die Klinik gebracht werden mußte. ch Großen-Linden, 24. März. Die Reichstagswahl findet nicht, wie seither, in der jetzigen Bürgermeisterei, sondern in der alten Kleinkinderschule in der Bahnhofstraße, dem jetzigen Jungvolkheim, statt. I Lich, 25. März. Der bisher in vielen deutschen Städten mit großem Erfolg dargebotene Kyffhäuserfilm „Im gleichen Schritt und Tritt" wurde in der hiesigen Turnhalle durch die K r i e g e r k a m e r a d f ch a f t L i ch vorgeführt. Zu der Veranstaltung hatten sich die Kameraden aus Lich und aus den zum Bezirk Lich des Reichskriegerbundes gehörenden Ortschaften zahlreich mit ihren Angehörigen eingefunden. — Um allen Volksgenossen unserer Stadt die Möglichkeit zu geben, am kommenden Wahlsonntag hrer einsatzbereiten und freudigen Stimmung äußerlichen Ausdruck durch Beflaggung ihrer Wohnungen zu verleihen, hat sich die NS. -Frauenschaf t Li ch bereiterklärt, minderbemittelten Volksgenossen die Anschaffung einer Hakenkreuz* für 1936. Der Direktor der Handelslehranslalt Dr. Kruse verband mit seinem Ueberblick über die Arbeiten des letzten Jahres und den Glückwünschen an die abgehenden Schüler sehr beachtliche Anregungen für die Förderung des Wirtschaftslebens unserer Stadt. Zunächst sprach er von den wertvollen Anerkennungen für das erfolgreiche abgelaufene Schuljahr. Die rein praktischen Erfolge dieser Vorbereitungsschule für die Praxis ergeben sich aus der Tatsache, daß annähernd 100 Schüler und Schülerinnen der Zweijährigen und der Höheren Handelsschule der Praxis übergeben werden können. Die Grundlagen für diese Erfolge ergeben sich aus der guten Verbindung mit den Eltern der Schüler, dem Eifer der Lernenden und dem frischen Geist der Gemeinschaft. Auch die erfreuliche Tatsache, daß das Arbeitsamt im letzten Viertel des vergangenen Jahres zahlreiche Schüler für die Praxis anforderte und viele von diesen für vier bis fünf Stellen in Betracht gezogen wurden, berechtigt zur Freude an diesen Erfolgen. Der Dank dafür gebührt dem Lehrkörper. Es ist der Zweck einer Fachschule, so führte Dr. Kruse weiter aus, daß sie sich anregend und segensreich für die kleinere und mittlere Praxis auswirken soll. Diese Ziele sollen verwirklicht werden, wenn die Raumfrage befriedigend gelöst ist. Trotzdem im letzten Jahre für Anschaffungen 6000 RM. ausgegeben werden konnten, machen sich durch das Ansteigen der Schülerzahl einige Mängel bemerkbar, u. a. durch das Fehlen einer geeigneten Turnhalle und durch die Beschaffenheit des Vorplatzes der Schule. Dennoch war es der Anstalt möglich, die Bezirksfußballmeisterschaft zu erringen. Weiterhin konnten 50 Schüler und Schülerinnen das Freischwimmerzeugnis erwerben. Mit Stolz blickt die Anstalt auf eine erfolgreiche Beteiligung am Reichswettschreiben der Stenographen zurück, bei dem 60 bis 70 v. H. der Teilnehmer Preise erwerben konnten, wofür 30 Preise für gute Leistungen von der Reichsleitung in Kulmbach übermittelt wurden. Auch im Reichsberufswettkampf belegten die Schüler und Schülerinnen die ersten Plätze. Ein Höhepunkt im Leben der Anstalt bedeutete die Hissung der HJ.-Fahne am 22. November v. I. Fast lOOprozentig stehen die Angehörigen der Anstalt in den Gliederungen der Bewegung. Den abgehenden Schülern und Schülerinnen sprach der Direktor die besten Wünsche für ihre Zukunft aus und gab ihnen gute Ermahnungen mit auf den Lebensweg, wobei er ihnen den Führer als das beste Vorbild empfahl. Nachdem den Preisträgern die Kulmbacher Buchgeschenke und Urkunden ausgeteilt waren, überreichte auch Referendar Mauß der siegreichen Fußballelf Erinnerungsgeschenke mit dem Bild der Mannschaft und entsprechenden Widmungen. Als Träger der Anstalt sprach der Präsident der Industrie- und Handelskammer Dr. Pauly den zur Entlassung kommenden Schülern und Schülerinnen herzliche Glückwünsche aus. Dabei stellte Die Gemeindekasse wurde durch Ausgaben für Wohlfahrts- und Krisenunterstützung stark belastet. Ueber 850 Mark wurden monatlich an Wohlfahrtserwerbslose von der Gemeindekasse ausbezahlt. Die Krisenunterstützung betrug im Jahre 1932/33 3365 RM. Heute nach drei Jahren nationalsozialistischen Aufbauwillens hat sich das Bild vollkommen geändert. Die Betriebe arbeiten wieder mit voller Belegschaft. Ein neuer Bergwerksbetrieb wurde im vorigen Jahre in einer Nachbargemeinde bei Mücke in Gang gesetzt. Siebzig Bergleute aus den umliegenden Ortschaften haben hier Arbeit und Verdienst gefunden. In diesem Frühjahr soll die Belegschaft auf 100 Mann erhöht werden. Heute hat unsere Gemeinde k e i n e A r b e i ts- los e n mehr. Aber auch in den beiden letzten Jahren wurde in der Gemeinde tüchtig geschafft. Außer der Herstellung von verschiedenen Feldwegen wurden in unserer Gemeinde zirka 10 Morgen Oedland urbar gemacht, die der Landwirtschaft zugeführt werden konnten. Auch durch Verbesserung und Erweiterung der Ortsstraßen wurde das Straßenbild er mit Freude bas Anwachsen der Schülerzahl fest und die überraschend zahlreichen Neuanmeldungen. Er dankte dem Lehrkörper für die erfolgreiche Arbeit und den vortrefflichen Geist froher Zusammenarbeit. Den Schülerinnen sagte er, daß es für jedes Mädel eine Ehre ist, im Berufe zu fein, wenn auch der ureigenste Beruf für sie der der Hausfrau und Mutter sei. Aber wenn sie das in der Handelsschule Erlernte, so sagte er in launiger Weise, auch nur für die Führung ihrer Haushaltsbücher verwenden sollten, so wäre der Schulbesuch nicht umsonst gewesen. Don dem jetzt in die Praxis tretenden jungen Menschen wird stets treueste Pflichterfüllung und stete Verantwortung gefordert. Darum gab er den Jungen Worte des Reichsfinanzministers Graf Schwerin von Krosigk als Leitspruch für ihre fernere Zukunft mit auf den Weg. Wir brauchen Männer, die den Namen Unternehmer verdienen, die auf eigene Gefahr etwas unternehmen und nicht auf die Zuckerplätzchen aus der Subventionstüte des Staates warten, die neben dem Streben nach Gewinn, auch die Verantwortung für guten oder schlechten Ausfall wirtschaftlicher Betätigung tragen, die auf ihren Sachgebie- Leistungen vollbringen, die wirklich mitschaf- stückchen und Duetten aufwarteten. Die Pausen rour« den durch Musik der Kapelle Nicolai ausgefuUL Sämtliche Darbietungen arbeiteten reichen Beifalls Nach einem Schlußwort des Bürgermeisters Reb « holz, der auf die Bedeutung des 29. März hm* wies, wurde die Feier mit einem Gedenken des Führers geschlossen. . + Mainzlar, 25. März. Die hiesige Milch« absatzgenossenschaft hielt bei Gastwirt Koch ihre Jahresschlußoersammlung ab. Die intz vergangenen Jahre abgelieferte Milchmenge betrug 210 000 Liter. Gegenüber dem Vorjahre bedeutet dies eine Steigerung der Milcherzeugung um das Doppelte. Die Versammlung wurde mit dem Treu* gelöbnis zum Führer geschlossen. Allendorf a. d. Lda., 25. Marz. Wie alljährlich, fand auch dieses Jahr wieder die A u s • fteliung von Handarbeiten der Volk s« schülerinnen und Fortbildungsschule« rinnen statt. Don den Fortbildungsschulennnert waren hauptsächlich Leib- und Bettwäsche, mit den feinsten Häkelarbeiten und Stickereien verziert, Unx terröcke und gehäkelte Pullover, ausgestellt. Die Arbeiten der oberen Volksschulklassen erstreckten sich in der Hauptsache auf Flick-, Stopf-, Strick- und Häkelarbeiten, wie buntgeflickte Schürzen, Ueberhand- tücher, Zierdeckchen und bergt. Aber auch die jüngsten Jahrgänge der Volksschule hatten durch allerlei selbstgefertigte Gegenstände, wie niedliche kleine Täschchen und Deckchen und Klebe- und Fiaurarbel- ten, die Ausstellung bereichert. Nicht allein die Eltern und Verwandten der Schülerinnen, sondern auch andere Personen fanden sich in großer Zahl zur Besichtigung ein. Alle ausgestellten Gegenstände zeugten sowohl von großem Können der Schulleiterin Fräulein Wall, als auch von dem Fleiß der Schülerinnen. Da ein großer Teil der Ausstellungsarbeiten noch unter der Leitung der am 1. Januar d. I. in den Ruhestand getretenen Handarbeitslehrerin Fräulein Merkel angefertigt worden war, so gebührt auch dieser neben Fräulein Wall ein Teil des Dankes für bas volle Gelingen der sende und mitführende Persönlichkeiten im Dritten Reich sind, die die Verantwortung nicht nur dem eigenen Werk, sondern auch der Allgemeinheit gegenüber tragen und bei denen das Hauptbuch wieder mit dem Spruch „Mit Gott!" beginnt, das heißt „mit der Verantwortlichkeit vor dem Gewissen, vor Gott und vor dem Volke". Die Feierstunde schloß mit dem Treugelöbnis zum Führer und dem Gesang der Nationallieder. Oberhessen. Die NSB. als Auftraggeber. Lpd. Lauterbach, 25. März. Ueberall, wo es ihr möglich ist, hilft die NSV. nicht nur dem not- leidenden Volksgenossen durch Spenden, sondern auch dem heimischen Handwerk und Gewerbe durch Auftragserteilungen. So wurden jetzt als erste Rate eines Auftrags in Höhe von 80 000 RM. acht größere Aufträge an Leinenindustrien in H e r b st e i n, Lauterbach und Schlitz vergeben. Für rund 25 000 RM. Meterware wurde bestellt. Außerdem ist es gelungen, einen größeren Auftrag für Filzschuhe im Kreis Lauterbach unterzubringen. Auch dem heimischen Töpfergewerbe soll demnächst eine größere Bestellung Töpfereierzeugnisse verschiedener Art gegeben werden. Drei Jahre nationalfozialistischeGemeiudewirtschast *Nieder-Ohmen, 25. März. Wenn wir heute die gigantischen Erfolge des Aufbauwerkes unseres Führers Adolf Hitler mit offenen Augen betrachten, bann müssen wir erkennen, daß diese Erfolge bis in jedes Dorf hinein sichtbar sind. Unsere knapp 1400 Einwohner zählende Gemeinde hatte bei der Machtübernahme über 100 Erwerbslose. Das Brauneisensteinbergwerk in der hiesigen Gemarkung lag schon mehrere Jahre still. Oie Tippgräfin. vornan von Klothilde v Gtegmann Urheberrechtsschutz: Auswärts-Verlag, Berlin, SW 68. 22. Fortsetzung. Nachdruck verboten! „Wie heißt der Verlag, der das Manuskript erworben hat, und wann soll es erscheinen?" „Das kann ich im Augenblick nicht sagen. Ich habe das Schreiben des Verlages wohl gelesen, aber nicht auf seinen Namen geachtet." „Merkwürdig, Prinzessin! Aber ich will annehmen, daß Sie mir die Wahrheit gesagt haben. Wird es dem Grafen denn auch möglich sein, aus den Honoraren die Bürgschaft zu decken, die ihm aus den Verpflichtungen gegen den verstorbenen Verdingen entstanden sind?" Allmächtiger Himmel! Davon wußte man hier auch schon? Mariella zitterte. Dante Annina hatte alles gesagt, was zu Mariellas Schaden sein konnte. „Antworten Sie mir, bitte!" Die Stimme der Frau Kriminalrat Hagenbruch klang weich und gütig. „Verschärfen Sie doch nicht unnötig Ihre Lage, Prinzessin. Wir wissen ja doch mehr, als Sie annehmen. Es ist ausgeschlossen, daß Sie die Summe die Sie für bas Halsband erhielten, für sich verwenden wollten. Sie haben ja auch Frau von Gellern ausdrücklich gebeten, Ihnen das Hals- banb zur Verfügung zu stellen, damit Sie die Bürgschaftssumme, die Graf Hagen für Verdingen übernahm, decken konnten." „Das lügt sie!" Mariellas Augen funkelten letzt tiefschwarz. Sie war dem Zusammenbruch nahe, und die Vernehmende sah ein, daß es zwecklos wäre, sie noch weiter zu quälen. Es war dafür Sorge getragen, daß Mariella in einer Einzelzelle untergebracht worden war. Die Wachtmeisterin, die den Dienst bei ihr versah, war entzückt von der feinen, Men Art des Mädchens, das jede Handreichung dankbar hm- nahm. So hatte sich die einfache Frau eine Prinzessin niemals vorgestellt. Aber diese hier ote augenblickl che Sensation des Präsidiums —die war ja sogar mit der groben Gefangenenkost zufrieden, die man ihr reichte. Denn auf die Frage, ob sie sich selbst verpflegen wollte, schüttelte sie nur mit dem Kopfe und sagte tonlos: „Glauben Sie, daß ich besser bin als die anderen Mädchen, Frau Aufseherin? Essen kann ich sowieso kaum, und vor den anderen möchte ich nichts voraus haben." . . Nach einer Weile sah die Wachtmeisterin durch bas Guckloch in der Zellentür. Da lag Mariella schlafend auf ihrer Pritsche. Ihr weißes Gesichtchen schien still und ergeben. So kann nur bas reine Gewissen ruhen!, dachte die gute Frau. Sie ahnte ja nicht, daß ihr Schützling sich nur schlafend stellte und die verzweifelten Gedanken hinter der reinen Stirn der Unglücklichen zu Erhard flogen, der um diese Stunde den Erlös aus dem Halsband der Geronimo am Spieltisch bereits verloren hatte. Inzwischen hatten Renate und Lore das Polizeipräsidium wieder verlassen. Voller Energie ging Renate ans Werk, Mariella mit allem zu helfen, womit ihr noch geholfen werden konnte. Lore fügte sich in allem der Ueberlegung der älteren Renate. Die würde bestimmt das Richtige treffen. „Wir können Mariella nur Helsen, wenn wir unsere persönlichen Gefühle und Ansichten völlig zurückstellen und systematisch vorgehen!" entschied die junge Pressephotographin. „Also das Wichtigste ist für sie ein guter Verteidiger. Ich kenne da einen, der besonders für derartige Prozesse in Frage kommt. Wollen mal sehen, ob Doktor Hartwig noch anzutreffen ist." Sie wandte den Wagen und fuhr davon. „Prozeßkosten übernehme ich!" erklärte Lore sachlich. „Und später muß Mariella von ihrem Wohn- recht auf der Geyerburg Gebrauch machen und zu mir kommen. Da wird sie schneller alles überwinden, und in Gottes freier Natur..." „... ihr schweres Schicksal stets vor Augen haben und Zeit zum Grübeln", entgegnete Renate. „Nein, ich habe anderes mit ihr im Sinne." Bis sie vor dem Hause des Anwalts hielten, beratschlagten und verwarfen die Kusinen Zukunftspläne für Mariella. „Leider muß ich unter allen Umständen morgen zurück. Schließlich ist es lange genug, roenn man eine Hühnerfarm mit ein paar hundert Stück lebendem Inventar fast eine Woche lang Fremden überläßt", seufzte Lore im Treppenhause. „Und Mariella helfen können wir ja im Augenblick alle beide nicht. Lieber Himmel, roenn sie sich doch nur mir anver- traut hätte ..." Als sie eine Stunde später das Haus wieder verließen, nahmen sie Doktor Hartwig gleich in Renates Auto mit zum Polizeipräsidium. Doch Mariella hatte es abgelehnt, die Freundinnen zu empfangen. Sie schämte sich unsäglich vor den beiden Mädchen. Der Gedanke, als Diebin vor ihnen zu stehen, war ihr unerträglich. Sie ahnte ja nicht, daß weder Renate noch Lore ihr diese schändliche Tat wirklich zutrauten. Sie glaubte, die ganze Welt müßte erfüllt sein von ihrer Schande. Es könnte keinen Menschen mehr geben, der ihr noch etwas Gutes zutraute. Der einzige Mensch, dem sie sich vielleicht hätte offenbaren können, wäre Doktor Heßling gewesen. Er war ja Anwalt. Er kannte alle Höhen und Tiefen des menschlichen Lebens. Vor ihm breiteten sich viele Schicksale aus. Zu ihm hätte sie sprechen können. Aber er war fern! So fern! Von allen Menschen, die es gut mit ihr gemeint, war sie getrennt! Ein tränenloses Schluchzen schüttelte ihren zarten Körper. Lore Ankermann war inzwischen wieder mitten in ihrer Arbeit auf ihrer Hühnerfarm. Trotz ihres sorgenvollen Herzens wurde sie froher, je mehr sie sich der Heimat näherte. Sie liebte ihre Geyerburg und das aufblühende Unternehmen, das sie dort geschaffen, über alles. Nur sehnte sie sich sehr nach einem gleichaltrigen Menschen. Denn ihre Angestellten waren alte älter, und obwohl sie durchaus gut und kameradschaftlich mit ihnen stand, fehlte ihr doch die Freundschaft eines jungen Menschenkindes. Darum hatte sie sich auf Mariellas Kommen gefreut und war doppelt traurig, daß es nun vereitelt war. Aber jetzt war sie erst daheim. Daheim — welch wunderbares Wort! Am Nachmittag, nachdem die Arbeit getan und die Kücken in ihre Ställe befördert waren, machte sie einen Spaziergang hinauf zum Berge oberhalb der Geyerburg. Stundenlang lag sie dort unter dem blauen Himmel ihrer Hei- mat und träumte hinaus in die blühende Welt mit ihren Weizenfeldern und den farbigen Punkten der Kornblumen und des Mohns. Die nächsten Tage vergingen in angestrengtester Tätigkeit. Lore legte bei allem mit Hand an. Sogar beim Reinigen der Hühnerställe half sie. Sie mußte Arbeit haben — viel Arbeit. Denn nur dann vergaß sie für Stunden den Kummer um Mariella. Renate hatte ihr ja versprochen, alles für die geliebte Freundin zu tun. Wenn sie selbst sich hier auch noch abhärmte, so konnte sie Mariella auch nichts nützen. Viel richtiger war, freudig zu schaffen, um der geliebten Freundin eine sichere Zuflucht zu bieten. Lore stand gerade in ihrem Wirtschaftskittel mit der Mamsell im Hofe. Sie sprachen über den neuen Auslauf für die Hühner, übers neue Mischfutter, das man versucht hatte. Lore hielt einen Zettel m der Hand, auf dem sie die Besorgungen für den heutigen Tag verzeichnete. Sie konnte mit ihrer Arbeit zufrieden sein. Als erster Erfolg war es ihr gelungen, eine Hühnerrasse zu züchten, deren Hennen bis zu hundertneunzig Eier im Jahre legten. Das „Geyerhuhn", wie sie es nach der Geyerburg genannt hatte, war auf der Grünen Woche in Berlin soeben mit dem Ersten Preis ausgezeichnet worden. Es war als besonders geeignet für Kolonialwirtschaft empfohlen worden, weil es sehr wenig anfällig gegen Krankheiten war. Gerade heute lief bei Der stolzen Züchterin mit der gleichen Post, die ihr das Diplom Der Auszeichnung brachte, eine Bestellung von vier Kisten Bruteiern nach Tanga ein. Ein englischer Farmer, der nahe Tanga lebte, hatte sich auf die Berichte von der Grünen Woche hin diese Sendung bestellt. Er schrieb dazu einen sehr liebenswürdigen Brief: „Ich freue mich besonders, Miß Ankermann, daß ich deutsche Zuchthühner bei mir ansiedeln kann. Ich würde mich freuen, einmal Näheres zu hören, roenn Sie wieder neue Zuchtergebnisse haben Sore schrieb ein paar nette Zeilen, die sie oben auf die Kiste legte. Als die Eier, sorgsam verpackt, in ihren häckselgefüllten, holzgefütterten Blechkisten vor der jungen Hühnerfarmerin standen, zeigte es sich, daß in einem dieser Behälter noch Raum für ein Ei war. Da tat Lore etwas, was sie sich schon lange als herrliches Vergnügen vorstellte. Sie setzte sich vor den Spiegel ihres kleinen Ankleidezimmers und malte mit Oelfarben auf ein besonders großes, schönes Ei ihr lachendes Antlitz, wie es ihr der Spiegel zurückwarf. Porträtähnlich blickte ihr ein holdes, bräunliches Antlitz mit lachenden Blau* äugen und weizengelden Haarfluten entgegen. Der wundervoll geschwungene Mädchenmund war halb geöffnet und ließ zwei Reihen regelmäßiger, schneeweißer Zähne blitzen. Als das kleine Wunderwerk fertig war, setzte Lore mit kühnem PinselschrounL die Worte „Gruß von der Geyerburg" barunkf und legte es als letztes Ei in diejenige Kkftr, deren Inhalt noch eine Lücke aufwies. (Fortsetzung folgt!) Vreuüen V V* I » V j I i , V IV J' ~ des'Vereins in sich trage. Nachdem man der Toten > getragk des Vereins gedacht hatte, wurde allen Mitgliedern | bracht. Abschied in der Arbeiisdienstabieilnng 5/222 Dieses Haus jetzt: Deutsches Geschäft Beachten Sie bitte meine 9 Schaufenster! GIESSE N, MARKT STR. 9/11 früher SÜSS 1844 A Papierhandlung 1873D Der Obermeister. 1877D Gießen 1880 A 1726 A Fische sind billig Hosert-tröger* Filet Pfd. von 35 Pf. an Kochfische Pfd. von 28 Pf. an Heilbutt, Zungen, Rotaugen W Ala Anzeigen-Attiengesellschast " Annahme von Anzeigen für alle Zeitungen und Zeitschriften Kommen 1 1325 A Gietzen / SchEvatze 2 Marktstraße 23 i872A Tel. 2417 . ..und zum Bauen Das bekannte Schuhhaus SÜSS habe ich käuflich erworben, es ist somit in arischen Besitz übergegangen. Meine Leistungsfähigkeit liegt in Qualitätsware, Preiswürdigkeit und grober Auswahl! J. B. Häuser / Giefcen Am Oswaldsgarten, Ruf Nr. 2145/2146 in allen Preislagen Leder-Röhrig Kuchenverlosung — Kostproben igssv Eintritt frei! — Teelöffel mitbringen SCHUH HAUS Am Dienstagabend herrschte in der Arbeitsdienst- abteilung 5/222, Justus von Liebig, Gießen, reges Leben. Die von vielen herbeigesehnte Abschiedsseier war cndliä) gekommen, und doch war es manchem traurig zu Mute, als ihm bewußt wurde, daß dies nun den Abschied bildete von einer Zeit, in der er mit Kameraden in gleichem Alter gemeinsam am deutschen Boden gearbeitet, manch fröhliche Stunde verlebt, und auch manch strengen Dienst geleistet hatte. Die Feier war, der Art des Arbeitsdienstes entsprechend, einfach und schlicht. Durch einen Marsch leitete die Lagerkapelle den Abend ein; dann folgten Lieder und Darbietungen der Arbeitsmänner. Große Heiterkeit gab es bei der Verlesung der Erinnerungszeitung, in der das letzte halbe Jahr noch einmal vor unserem geistigen Auge vorüberzog und in der die Schwächen und Eigenarten der Kameraden ausgezeichnet waren. Besondere Freude für die Arbeitsmänner bedeutete die Anwesenheit des Gruppenführers, Arbeitsführer v. Meißenbug (Marburg). Im Laufe des Abends ergriff er das Wort, um sich in einer teils heiteren, teils ernsten Art von den nunmehr ausscheidenden Arbeitsmännern zu die (Silberne Nadel des Westerwald-Vereins übermittelt. Die Vereinsgründer E. Bechtold, K. Forbach, W. Ford ach, Hch. Mandler und W. Schmidt wurden mit der Goldenen Nadel ausgezeichnet. Den musikalischen Teil des Abends bestritten Mitglieder und Freunde des Vereins in uneigennütziger Weise. § Odenhau'sen, 21. März. Der hiesige Evangelische Frauenverein (Frauenhilfe) veranstaltete in der Wirtschaft von Karber die Schlußfeier seiner Winterarbeit. Zur Einleitung des Abends wurde ein geistliches Lied gesungen. Sodann gelangten durch Vereinsmitglieder einige kleine Theaterstücke zur Ausführung, ferner wurden Verse und Gedichte in hiesiger Mundart, verfaßt und vorgetragen von Heinrich B a st i a n, zu Gehör ge- enden, hatten die Spaten, mit denen sie während des vergangenen Jahres gearbeitet haben, als Geschenk des Arbeitsdienstes mitbekommen und diese mit lebhaften farbigen Bändern und mit Blumen geschmückt. Unter dem Gesang ihrer schönen Lieder zogen sie vom Lager durch die Stadt und konnten dabei erleben, daß überall die Bevölkerung in den Straßen stehen blieb und den Scheidenden herzliche Grüße zuwinkte. Obwohl es für die Arbeitsdienstkameraden die letzte gemeinsame Stunde war, waren sie doch alle guter Laune. In der Bahnhofshalle stieg noch einmal ein kräftiges Abschiedslied, daß es laut von den Wänden widerhallte. Dann lösten sie ihre Karten und begaben sich zu dem Zug, der um 10.58 Uhr unsere Stadt in Richtung nach Koblenz verließ. Die Führer des Lagers, die in Gießen verbleiben, verabschiedeten sich von jedem einzelnen der über 120 Kameraden mit kräftigem Händedruck. Am 1. April werden neue Arbeitsdienstkameraden im „Lager Justus von Liebig" ihren Einzug halten und die schöne Tradition der Arbeitskameraden aufrechterhalten und fortsetzen. Verlangen Sie kostenlos mein illustriertes Schuhheft Heinrich Noll Gießen Mäusburg 7 Ruf 4073 Noch nach 18 Jahren so tadelfrei... Die einwandfreie Verzinkung macht den „CRAPO“* Draht auf viele Jahre hinaus haltbar und darum so wertvoll. Lassen Sie sich fachmännisch beraten und vorteilhaft bedienen am Oswaldsgarten. Auch Stachel- und Zaundrähte sowie Krampen in der tausendfach anerkannten „CIRAPO^-Qualität bekommen Sie bei sahne dadurch zu erleichtern, daß sie bei Stellung des Tuches und der eventuellen Querstangen die Fahnen kostenlos näht. Auch alte Fahnen werden eventuell umgenäht. — Gestern konnte Frau Elise Eise Ww von hier in körperlicher und geistiger Frische ihren 8 0. Geburtstag feiern. EU Hungen, 23. März. Die NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" veranstaltete gestern im vollbesetzten Saale des „Darmstädter Hofes" einen frohen Sonntag-Abend. Nach einem flott gespielten Eröffnungsmarsch der hiesigen Musikkapelle erfreute der Humorist Georg .Brandenstein, Frankfurt