nows), es kann vielleicht ein neues Dementi erfolgt fein; wahrscheinlich sind auch neue Zwischenfälle an der mongolisch-mandschurischen oder der sowjetrussisch-mandschurischen Grenze. Denn die weiten Räume des Fernen Ostens gleichen nicht nur für den Mitteleuropäer einem Pulverfaß, — auch von Moskau aus gesehen, haben sich die Verhältnisse in ihrer Gesamtheit in den letzten Wochen ganz außerordentlich zugespitzt. Und wenn im Fernen Osten noch nicht jedes 'frühzeitig losgegangene Gewehr naturnotwendig den Ausbruch eines neuen Weltkrieges bedeutet, ja wenn selbst Dutzende von Toten, die hüben und drüben Opfer der unübersichtlichen Grenzverhältnisse und der planmäßigen Entfesselung der politischen Leidenschaften geworden find, nur zu einem neuen Notenaustausch Anlaß geben, so hat doch die allgemeine Spannung einen Grad erreicht, der kaum noch zu überbieten ist. Der Grenzkampf am 2. Februar, der mindestens dreizehn Tote und eine doppelte Anzahl von Verwundeten gefordert hat, ist der bisher blutigste Zwischenfall, der sich an den fernöstlichen Grenzen abgespielt hat. Er hat auch deshalb Erregung hervorgerufen, weil nach Moskauer Behauptungen die Mandschuren hier sogar Artillerie und schwere Bomber eingesetzt haben sollen. Freilich geben die Japaner eine ganz andere Darstellung des Zwischenfalls. In Moskau hat das nun zur Folge gehabt, daß die kriegerischen Töne gegen Japan und die Mandschurei in den letzten Wochen noch verstärkt wurden. Ernst erscheint die Lage auch durch die ganze Reihe von Vorgängen, die dieser Zwischenfall im Gefolge hatte. Moskau hat Ausweisungen von Japanern aus Wladiwostok (in der Übersetzung: „Beherrsche den Osten!") vorgenommen, die angeblich im Verdacht standen, Spionage im Fe- stungsgebiet getrieben zu haben. Worauf Man- dschukuo den Befehl erteilte, daß seine Truppen bis hart an die Grenze der Aeußeren — sowjet- russischen — Mongolei vormarschieren. Moskau schloß sein Generalkonsulat in Mukden, „dessen Weiterbestehen nicht mehr einer sachlichen Notwendigkeit" entspreche. Tokio erklärte darauf, von der — offenbar als Versuchsballon in Moskau aufgetauchten — Version eines bevorstehenden Besuches Litwinows in Tokio nichts zu wissen. Gleichzeitig werfen sich beide vor, an den blutigen Zwischenfällen die Schuld zu tragen, nichts zu tun, um solche in Zukunft zu verhindern usw. Den Moskauer Wünschen auf Abschluß eines Nichtangriffspaktes stellt Tokio die Notwendigkeit einer endgültigen Grenzfestfetzung gegenüber, von der wiederum Moskau nichts wissen will, und die Schlichtung der Zwischenfälle und aller sonstiger Streitigkeiten will Tokio von Staat zu Staat erreichen, während Moskau hier am liebsten seinen Apparat der „kollektiven Sicherung" und der „Bestimmung des Angreifers" in Funktion setzen möchte. So gehen zwischen Moskau und Tokio alle Wege auseinander. Und in diesen Tagen, in denen die fernöstliche Gefahr dem Kreml besonders groß erscheint, zittert er deshalb doppelt um die Ratifizierung in Paris. Durch den Völkerbundseintritt, die Annäherung an die Westmächte und die Feftlegunb in Europa hat es sich auf das Dreieck Genf-Parls-London eingestellt. In feiner zwischen- kontinentalen Lage erscheint ihm diese Politik nicht nur zu dem größtmöglichen Schutz in Europa und der Gewähr einer größtmöglichen Beteiligung an allen europäischen Angelegenheiten zu führen, sondern auch eine Unterstützung und Rückenstärkung gegen Japan zu bieten. Jlen. 15 3U verbessern, em Torhüter dec eb am Sonntag 'n klej^r > MI('S ’S. limM1 l’Säii •wat 311,1 e. 3m Vor, 'nb °>"s°ch fn . v'rd. eine ^Me, die am den KdFMrs °bern, Betriebs, angeboten wird ’Mg rechnen. Mittelstufe (1919, 6en Gymnasium, 'Slehranstalt und Schluß der Voi- slehranstalt ahne er jetzt beamnen- rtnäckige Sihnpfi -ten, da sämM ibe an Spielstär!! Verl. Tore > 0 14:4 6:0 1 11:6 4:2 2 6:6 2:4 3 2:18 0:6 tftion. ndlichkeit der men nicht In Helft meinen, fo ift ! iftung aurschlaz- ist es am btM chnort zuMigk »enden. Nichtlohnsteueo rgersteuer 51 listen iat! „utbc«®111* «s Ä Ä Sa 1110-5' |5I 351562 a 'S « jgB336,661 «Ä S \ 36285 3 560 a 61226 6'0 8 2411 S - 235085 s 331472 35295$ «l* . Ä 1\i Nr. 48 Erster Blatt 186. Jahrgang Mittwoch, 26. Zebruar 1956 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monatr-vezugrpreis: gjlit 4 Beilagen RM. 1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: Srühl'sche Universitäts-Such- und Steindruckerei «.Lange in Sieben. Schriftieitung und Geschäftsstelle: Schulstrahe 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzei- gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabfchlüffe Staffel B Nervosität in Moskau. Don unserem ^.-Berichterstatter (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Moskau, 20. Februar 1936. Seit jenem Tage, an dem Litwinow, von der Aussichtslosigkeit der Pariser Kulissengespräche und ihrer allzu weitgesteckten Ziele überzeugt, wieder in Moskau auftauchte, herrscht im Außenkommissariat Hochbetrieb. Diplomaten und hochgestellte Sowjet- und Parteifunktionäre kommen und gehen, und eine wichtige Besprechung jagt die andere. Der Draht nach Paris spielt unaufhörlich, und alle paar Minuten stürzen Boten mit Depeschen in das Zimmer des Herrn Litwinow oder seiner Stellvertreter. Neue Aweisungen werden an den Botschafter Potemkin telegraphiert und neue Meldungen über den Fortgang seiner Verhandlungen mit Flan- din, über Empfänge, Besichtigungen und Frühstücke durch Tuchatschewski, aber auch über Veranstaltun- oen anderer Art — so über Demonstrationen der Volksfront — werden entgegengenommen und an den Diktator, an Stalin selbst, weitergegeben. Es herrscht eine nervöse Spannung ohnegleichen. Auf den Gesichtern prägt sich die Frage aus: Wird die französische Kammer doch noch Schwierigkeiten machen? Inzwischen kommen Berichte aus Tokio, aus Ulan Bator, aus Peking — einer ernster als der andere. „Japan hat eine mongolische Grenzstation besetzt. Es provoziert neue Zwischenfälle mit Dutzenden von Toten. Bombenflugzeuge und Tanks treten in Aktion!" So und ähnlich kann man es in den Blättern lesen. Dennoch, heißt es weiter, wolle der japanische Außenminister H i - r o t a den Frieden. Er würde sich deshalb über einen Besuch des roten Außenkommissars, des viel- gereiften und gern reisenden, außerordentlich freuen... Ja, man könnte unter Umständen dabei sogar auch über den von der Union der Sowjetrepubliken schon oft gewünschten Nichtangriffspakt reden — sozusagen auf Probe, auf zwei — drei Jahre... Noch war die Druckerschwärze in den Zeitungen aber nicht trocken, die über diese sensationellen Nachrichten berichteten, da regnete es bereits Dementis: Keine neuen Zwischenfälle, kein Nichtangriffspakt, keine Tokio-Reise Litwinows. Es geht in diesen Tagen etwas durcheinander in dem Narkomindel, der Herrschaftsdomäne des Genossen Maxim Litwinow. Denn man ist sich klar darüber, daß die ganze Außenpolitik der Union, beten seit Jahren gesponnenes feingliedriges Netz in den letzten Wochen auch solche Faktoren zu umschließen vermochte, die ihr bisher ziemlich ablehnend gegenüberstanden, in der Pariser Kammer eine der größten Bewährungsproben zu bestehen hat. Alles steht für Litwinow persönlich und für den Kreml auf dem Spiel! Wenn die Linie der auswärtigen Politik Moskaus sich e i n st nach Asien und dann wieder nach Europa orientierte, so haben wir es heute mit dem ersten ernsthaften Versuch zu tun, sich in Europa und Asien einzuschalten, zu sichern und sich dank der geographischen Lage auf beiden Kontinenten an die Spitze des Spiels um die Geschicke der Welt zu setzen. Frankreich soll durch den Vertrag an das Schicksal der Sowjetunion gebunden, zum Kettenhund Moskaus in Europa gemacht, — aber gleichzeitig soll es nach den Moskauer Rezepten von dessen Willensvollstreckerin, der Volksfront, zu einem erstklassigen Sprungbrett für d i e Ideen der Weltrevolution umgestaltet werden. Und während diese Volksfront mit Herriot, Cachin und Blum an der Spitze fieberhaft an der Durchführung der Aufgabe arbeitet, die Hauptstadt Paris mit einem sicheren Gürtel bolschewistischer Vororte, wie mit einem Netz kommunistischer Festungen zu umgeben, werden die Fühler von hier aus weitergestreckt und — mit Vermittlung des neu gewonnenen Freundes, versteht sich — auch di e Briten unter Feuer genommen. „Meines Freundes Freund ist auch mein Freund", versuchte Litwinow in London klarzumachen, und der Hinweis auf die „gemeinsame japanische Gefahr" soll an der Themse nicht übel gewirkt haben. Schließlich aber: Bietet nicht auch der glänzende Akkord mit Frankreich ganz andere Aussichten in Südosteuropa? Sind nicht von dort Anleihen zu erwarten, die man der Einfachheit halber gleich als fällige Rate für die dortigen kommunistischen Propagandazellen im Lande lassen kann? Ist nicht Deutschland umzingelt und der „faschistische Erbfeind" umringt? Wird nicht die imposante französische Wehrmacht in Zukunft stets als Schreckgespenst gegen Berlin gebraucht werden, wird man nicht gewissermaßen jederzeit nach Belieben mit dem französischen Säbel gegen das Reich rasseln können? Und endlich: Die Hände, die man für Japan frei bekommt? Die britische Unterstützung, •bie in Aussicht steht? lieber den Rapallo- und über den B e r l i - Her Vertrag, der ja eigentlich auch ein Nicht- angriffspakt ist, setzt man sich ohne Zaudern hinweg. Und Locarno? Gewiß hat man sich verpflichtet, den Artikel 16 eigenmächtig zu interpretieren, das heißt zu marschieren, wenn man es für notwendig hält, gewiß bedeutet das eine Vollmacht, jederzeit und nach eigenem Belieben auch gegen den klaren Sinn von Locarno zu handeln, — aber gerade die gegenwärtige Lage im Fernen Osten hat ja gezeigt, wie unendlich schwer es ist, den wirklichen Angreifer feftzustellen. Um so eifriger muß jede Gelegenheit ergriffen werden, die sich bietet, um die Entscheidung darüber in die eigene Hand igu bekommen. . Das sind die Argumente Moskaus und ferne 'Schlußfolgerungen. Das ist das, was für den Militärputsch in Japan. Truppen der ersten Division haben in Tokio zahlreiche Regierungsgebäude besetzt. Der Fmanzmmister und andere Politiker sollen ermordet sein. London, 26. Febr. (DRV. Funkspruch.) 3n den heutigen frühen Morgenstunden veröffentlicht Reuter eine Meldung aus Schanghai, wonach in Tokio ein militärischer Putsch staltge- unden habe. Infolge der Zensur feien Einzelheiten bisher noch nicht bekannt. Es verlautet, daß mehrere sehr bedeutsame politische Führer, darunter der Finanzminister Takahaschi ermordet worden seien. Der Kriegszustand oll nicht nur in Tokio, sondern in ganz Japan ausgerufen worden fein. Reuter meldet aus Schanghai, daß der Militärputsch von 3000 Mann des dritten Infanterie-Regiments der in Tokio stehenden ersten Division ausgeführt worden fei. 3m Morgengrauen des Mittwoch besetzten sie das Regierungsgebäude, das 3 n n e n m i n i st e r i u m, die Wohnung des Ministerpräsidenten und des 3nnen- ministers und die P o! i z e i z e n t r a l e, nachdem sie überall den Widerstand der Wache überwunden hatten. Die kaiserliche Garde-Division ei angewiesen worden, die Aufständischen aus den »esehten Gebäuden zu vertreiben. Das Schick- al des Ministerpräsidenten Admiral O k a d a und des 3nnenministers G u st o fei ungewiß. Man vermutet jedoch, daß sie zum mindesten gefangen genommen, wenn nicht ermordet worden feien. Die erste Division, die sich an dem Aufstand beteiligt haben soll, habe kürzlich Marschbefehl für die Mandschurei erhalten und ei mit scharfen Patronen ausgerüstet worden anstatt mit den vom 3nnenministerium gelieferten blinden Patronen. Heue japanische Initiative auf dem Festland. WasChina von demPutsch inTokio erwartet. Aus Ranking läßt sich Reuter melden, daß die Rachrichten von einem Militäraufstand in Tokio in China starke Bestürzung hervorgerufen hätten. Man bezeichnet es als bedeutsam, daß der angeblich ermordete Finanzminister Takahaschi ein energischer Gegner der hohen Militärhaushalte war und sich daher bei den radikalen Elementen der Armee unbeliebt gemacht habe. Man glaubt in Nanking, daß der Militärputsch in Tokio ein Vorzeichen für weitergehende Maßnahmen der japanischen Armee in Lhina und gegen Sowjetruhland fei. Man vermutet, daß es in Tokio zu größeren Unruhen gekommen fei. Die Effektenbörsen in Osaka und Tokio hätten ihren Geschäftsverkehr einge- st e l l t. Telephonverbindungen mit Tokio unterbrochen. Washington, 26. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Telephonverbindung San Franzisko — Tokio ist unterbrochen. Der Transpazifikdienst meldet, daß das Telephonamt m Tokio keine Verbindungen mehr her stelle. Ein Telephonbeamter in Tokio habe um 10.30 Uhr ostasiatischer Zeit am Mittwoch erklärt, daß er nicht wisse, wann der Dienst wieder aufgenommen werden würde. Auf Anfrage in der japanischen Botschaft in Washington wurde mitgeteilt, daß man bis jetzt noch keine Nachricht über einen angeblich in Tokio ausgebrochenen Militärputsch habe. — In London liegen bis zur Stunde ebenfalls noch keine unmittelbaren Meldungen aus Tokio vor, da sämtliche Telephonverbindungen mit der japanischen Hauptstadt unterbrochen sind. Rote Truppen stoßen nach Rordchina vor. Auftakt zu einer großen Aktion Sowjet- rutzlands. P e i p i n g, 25. Febr. (Oftafienbienft des DNB.) Am Montag wurden durch das Hauptquartier des Marschalls Pensischan in Taiyuanfu die schon seit Wochen verbreiteten Gerüchte über eine ernste Bedrohung der Provinz Schansi, der westlichsten der 5 nordchinesischen Provinzen, bestätigt. Es wird zugegeben, daß der Widerstand längs des Nord-Süd-Laufes des Huangho teilweise zusammengebrochen ist. 6000 Rot arm i- ften überschritten den westlichen Grenzfluß Huangho beiderseits des 37. Breitengrades und drangen 45 Kilometer nach Osten v o r, wo sie Shihlou belagern. Man befürchtet weitere Angriffe großen Maßstabes auf der 150 Kilometer langen Front. Falls von den Angreifern größere Aktionen beabsichtigt werden, so ist zu erwarten, daß sie dabei den nationalen antiimperialistischen Standpunkt betonen werden, mit dem unter den heutigen Verhältnissen in Nordchina ein großer Anhang zu gewinnen ist. Im Zusammenhang mit diesen Vorgängen erhalten die Studentenunruhen in Peiping und Tientsin, wo bisher über 100 Studenten und 2 Hochschullehrer unter dem Verdacht bolschewistischer Beziehungen verhaftet worden sind, ebenso erhöhte Bedeutung wie die Bauern Unruhen, die besonders im Süden der Provinz H o p e i ausgebrochen sind. Die Auswirkung des Beistandspakts in Wien. Tokio, 25. Febr. (Ostasiendienst des DNB.) Das japanische Auswärtige Amt vertritt die Ansicht, daß die Ratifizierung des französisch-sowjetrussischen Beistandspak- tes die durch die aggressive Haltung der Sowjetunion erschwerte Lage im Fernen Osten roefent» 1 i ch verschärfen würde. Um eine Rückendeckung durch Frankreich zu erhalten, habe die Propaganda Moskaus mit einem angeblichen deutsch-japanischen Bündnis gearbeitet. In Japan vertritt man die Auffassung, daß die Lage im Fernen Osten eine wesentliche Verschärfung erfahren würde, wenn Moskau unter Ausübung eines Drucks auf die äußere Mongolei feine Opera- t i o n 5 b a f i 5 nach Süden gegen Nord - china und nach Westen gegen Man- dfchukuo vorfchieben sollte. Die herausfordernde Haltung der Sowjetunion fei nur durch öie Entlastung im Westen z u erklären, die der Abschluß des Beistandspaktes zur Folge gehabt habe. Unter Berücksichtigung dieser Umstände sei es notwendig, daß Japan an die Verstärkung seiner Kräfte in Nordchina und in Mandschukuo denke. „Soivjeliruppen im Herzen Europas." Enthüllungen eines ungarischen Blattes. Budapest, 25. Febr. (DNB.) Der liberale „Pesti Hirlap" berichtet über den Fortgang der sowjetrussischen Rüstungsmaßnah- men in der Tschechoslowakei, die seit dem tschechoslowakisch-sowjetrussischen Militärbündnis eingesetzt hätten. Im tschechisch-ungarischen Grenzgebiet sei der Ausbau modern st er Flughäfen für die sowjetrussische Luftflotte im vollsten Gange. Ueberall seien sowjetrussische Truppenabteilungen festgestellt worden. Man bemerke an verschiedenen Orten große B a - rackenanlagen, in denen sowjetrussische Truppen unter gebracht seien. Die Baracken würden durch sowjetrussische Wachmannschaften streng abgesperrt. Derartige sowjetrussische Barackenlager seien in der Nähe der bekannten Bäder Trencsen-Teplitz und Pistyan errichtet worden. An der tschechoslowakisch-ungarischen Grenze würde Tag und Nacht an dem Ausbau von Betongräben gearbeitet. Ueberall würden große Truppenübungen abgehalten. Die ungarische und slowakische Grenzbevölkerung sehe mit Entsetzen sowjet- russische Truppen im Herzen Europas auftauchen, die in aller Oeffentlichkeit Vorbereitungen für einen kommenden Krieg träfen. Das Blatt berichtet weiter, daß die tschechoslowakische Rüstungsindustrie gegenwärtig ü derbe- schäftigt fei, da nach Anweisung des französischen Generalstabes die tschechoslowakische Armee gegenwärtig motorisiert werde. Moskaus Doppelspiel. Gleichzeitig Verbündete und Feinde des Westens. London, 26. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die „Morning Post" weist in einem Leitaufsatz darauf hin, daß der Kommunismus die treibende Kraft hinter der neuen spanischen Regierung sei. Man müsse sich an die Worte Brodskis erinnern: „Spanien kommt als nächstes Land dran!" Die schreckliche Gefahr des Kommunismus beunruhige nicht nur Spanien, sondern die ganze übrige Welt. Die Sowjetunion erhebe Anspruch darauf, in die Gemeinschaft der Nationen einzutreten. Die französische Republik wolle sogar — mit mehr Vertrauen als klug erscheine — einen Vertrag mit Räterußland abschließen. Dennoch betreibe Sowjetrußland noch überall seinen Plan einer roten Revolution. Heute sei es in Spanien, gestern war es in Südamerika. Die kommunistische Wühlarbeit i n Südwales und an anderen Stellen Englands sei Kreml auf dem Spiele steht. Und wenn die Schwierigkeiten, die die Kammer im letzten Augenblick, sozusagen fünf Minuten vor zwölf, noch macht, im Moskauer Außenkommissariat einige Verwirrung geschaffen und die amtliche Presse nervös gemacht haben, so zweifelt man in Moskau doch — ehrlich gesagt — nicht, daß der Vertrag ratifiziert wird. Denn nicht deshalb hat man Laval so angefeindet und auf feinen Sturz hingearbeitet, um den Vertrag unter feinem Nachfolger ablehnen zu lassen! Und wenn Tuchatschewski nach seiner Abreise aus Paris äußerte, er sei von dem Ergebnis seines Besuches in jeder Beziehung hoch befriedigt, so dürften sich diese Worte nicht nur daraus beziehen, was man dem stellvertretenden Kriegskom- missar in Paris von den französischen Rüstungen vorgeführt hat. Man zeigt Paris mit jeder Aeußerung und in jeder Phase der Auseinandersetzung, daß man sich doch eigentlich schon zu weit aneinander gebunden habe, als daß cs noch ein Zurück gäbe. Nur ganz im Geheimen, im stillen Kämmerlein dcs nach allen Richtungen hin wohl gesicherten Kreml taucht wohl noch einmal die Befürchtung auf, was werden soll, wenn der Ratifizierungsantrag nicht mehr schnell genug durchgepeitscht wird, wenn insbesondere die dem Senat zur Verfügung stehende Zeit nicht ausreicht und inzwischen — die französischen Wahlen stattfinden müßten. Aber trotz der zunehmend ernst klingenden Nachrichten aus Paris glaubt man, wie gesagt, vorläufig nicht an die Möglichkeit einer Ablehnung. Man will nicht daran glauben, weil man den Vertrag braucht! Denn das japanische Feuer brennt auf den Nägeln. Es wird, wenn diese Zeilen noch gedruckt werden, im Fernen Osten vielleicht ein neuer Versuchsballon aufgestiegen (wie der von der Tokio-Reise Litwi- Berlin-Hamburg mit Jampfzug im 17S-Klometer-Tempo Unser Bild zeigt den Henschel-Wegmann-Zug bei der Abfahrt in Berlin. — (Presse-Bild-Zentrale-M.) er. Ferdinand von Bulgarien UN- Flandin verteidigt den Pakt mit Moskau (Scherl-Bilderdienst-M.) Hinfahrt am Vormittag, das Gefühl eines völlig ruhigen Laufens und größter Sicherheit. Auch die« ser Zug raste mit einer Geschwindigkeit von zeitweise 187 Stundenkilometer durch die Lande. Man kann sich kaum noch vorstellen, daß vor knapp drei Jahren die Höchstgeschwindigkeit um 90 Stundenkilometer herum lag. Heute ist die doppelte Geschwindigkeit fast zu einer Selbstverständlichkeit geworden. In Wittenberge hatte der Zug einen Aufenthalt von acht Minuten, danach in Neustadt an der Dosse noch einen kurzen Aufenthalt. Um 18.20 Uhr traf er auf dem Lehrter Bahnhof in Berlin ein. Ein tschechoslowakisches Leichtflug zeug, das sich auf dem Wege von Straßburg nach Paris befand, um dort den zuständigen Luftfahrtkreisen oorgeführt zu werden, stürzte etwa 120 Kilometer östlich von Paris in der Nähe von Säzanne ab. Der Flugzeugführer und der Mechaniker waren auf der Stelle tot. -ietzungen jitn. Mr. Edei liefen Vorau? •hiropa nicht gef kr weniger o chres Merlan flore. , Laß wir keine- in der „Ere Nouvelle", man könne Flandin nur Dank wissen, daß er so abgeklärt und deutlich die auch von ihm, Herriot, geteilten Grundsätze verteidigt und gewagt habe, sich auf die französische Revolution zu berufen. Dies habe ihm unter dem feindseligen Stillschweigen der Rechten den berechtigten Erfolg bei der Linken des Hauses eingebracht.'Eine Zeitung, die zu den Gegnern des Russenpaktes von rechts gehört, „Le Jour", schreibt ironisch: Bravo Towaritsch Flandin o f f". Die Regierung verttaue auf die Wirkung des Sowjetgoldes, und fühle sich dabei so sicher, daß sie von der Stellung der Vertrauens- frage absehen wolle. thou aufgestellte Plan von Deutschland als gefährlich bezeichnet worden, während Polen eine ausweichende Antwort gegeben habe. Die französische Diplomatie habe sich bemüht, die- Befürchtungen Berlins und Warschaus zu entkräften. Von Beginn der Verhandlungen an sei der Begriff eines Bündnisses ähnlich der Vorkriegsbündnisse ausgeschaltet worden, es sei festgestellt worden, daß der Beistand nur in den Fällen in Frage kommen sollte, in denen d i e Völkerbundssatzung und der Locarno- nertrag dies möglich machten. Der Beistand sollte nur im Rahmen des Völkerbundes erfolgen. Außerdem sollte das Abkommen nur einen ersten Schritt zur kollektiven Sicherheit im Osten darstellen; unter diesen Umständen sei im Mai 1935 der Pakt von Laval unterzeichnet worden. Er sei von den interessierten Ländern günsttg ausgenommen worden mit Ausnahme der Reichsregierung, die in einer Denkschrift den Standpunkt vertreten habe, daß der französisch-sowjetrussische Vertrag mit dem Locarnovertrag nicht vereinbar sei. Niemand könne diesem Pakte oorwerfen, daß er abgeschlossen worden sei, um Deutschland zu vereinsamen. Denn er sei abgeschlossen in der Hoffnung, daß Deutschland sich an ihm beteiligen werde. Der Pakt sei nur eine Ergänzung der Völkerbundssatzung. Flandin wandte sich dagegen, daß Frankreich durch den Pakt die Paris, 26. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der französisch-sowjetrussische Pakt ist schon zu oft Gegenstand von Kammeraussprachen gewesen, als daß die gestrige Rede des französischen Außenministers noch eingehend erörtert würde. Man bemüht sich zumeist, einige Sätze herauszustellen und zu geflügelten Worten zu stempeln. So wird als besonders glückliche Wendung Flandins Wort von der „Einkreisung des A n g r i f f s g e i st e s" ausgenommen. Angesichts der geringen inneren Begeisterung für den Pakt mit Sowjetrußland begnügt man sich in der regierungsfreundlichen Presse, ihn als „nützlich und ohne Gefahr" hinzustellen. Eine Art Kritik ist schon, wenn eine Zeitung schreibt „Flandin habe wie ein Anwalt ohne Ueberzeugung gesprochen". Ob die Regierung nach Abschluß der Aussprache am Donnerstag die Vertrauensfrage st e l - l e n und somit den Bestand des Kabinetts von der Bewilligung der Ratifizierung abhängig machen wird, ist noch nicht eindeutig ersichtlich. Es scheint aber immer wahrscheinlicher, daß die Regierung nicht die Absicht dazu hat. Herriot schreibt Freiheit seiner Entschlüsse im Ernstfall verliere. Frankreich sei nicht gehindert, gegebenenfalls zu beurteilen, ob ein Angriff vorliege oder ob es sich um einen herausgeforderten Angriff handele usw. Der Vertrag wolle dem Kriege vorbeu- gen und unterscheide sich darin von den Vorkriegs, bündnissen. Das System der kollektiven Sicherheit sei gleichbedeutend mit der Einkreisung des Angriffsgei st es. Der Minister wies ferner darauf hin, daß Frankreich durch den französisch -polnischen und durch den französisch - tschecho slowakischen Vertrag bereits im Osten Verpflichtungen übernommen habe. Er habe immer den Wunsch gehabt, eine Zusammenarbeit mit Deutschland zu suchen. Er wünsche, daß dieses große Volk, das der menschlichen Zivilisation viele Dienste geleistet habe, seinen gleichberechtigten Platz am Tisch der Völker einnehme zu gemeinsamer Arbeit gegen die Krise, die Arbeitslosigkeit usw. Der Locarnovertrag verbiete, zum Kriege zu schreiten, es sei denn, daß es sich um einen Beistand im Falle eines Angriffs handele. Der neue Pakt bestimme nichts anderes. Wenn aber eine andere Auslegung erfolgen sollte, so würde der Völkerbundsrat berufen sein, sich darüber zu äußern. Eine gewisse Unruhe setzte in der Kammer ein, als der Minister betonte, daß man die Außenpolitik nicht mitder Innenpolitik verkoppeln dürfe. Keine französische Regierung werde die Einmischung einer auswärtige Macht in ihre Innenpolitik zulassen. Die Komintern sei nicht das einzige Beispiel für einen politischen Einfluß von außen in Frankreich. Als Flandin einen Auszug aus dem Vertrag über die Anerkennung Sowjetrußlands vorlas, in dem sich beide Teile verpflichteten, von einer gegenseitigen Einmischung abzusehen, wurde auf der Rechten Gelächter laut. Die Außenpolitik Frankreichs dürfe nicht abhängig sein von dem inneren Regime der Nationen, mit denen Frankreich verhandele. Der französisch-sowjetrussische Pakt knüpfe an die Ueberlieferung der französischen Politik an und beeinträchtige nicht die Unabhängigkeit Frankreichs. Nach einer Rede des Abg. Lounguets beschloß die Kammer, die Aussprache über die Rattfizierung des Paktes abzuschließen. Am Donnerstag werden die einzelnen Gruppen ihre Haltung bei der Abstimmung begründen. Die neuen „Guper-Zerstörer" der englischen Flotte. London, 26. Febr. (DNB. Funkspruch.) Wie „Daily Telegraph" meldet, werden die sieben Super- Zerstörer, die im Rahmen des Zusatzhaushaltes der Marine vorgesehen sind, die größten und leistungsfähigsten Zerstörer sein, die jemals für die britische Flotte gebaut worden sind. Die neuen Schiffe werden eine Wasserverdrängung von 1,850 Tonnen haben, d. h. die höchste unter dem Londoner Flottenvertrag erlaubte Zerstörertonnagc. Während die bisherigen englischen Nachkriegszerstörer mit 4,7-Zoll- (12 cm) Geschützen ausgerüstet sind, werden die neuen Zerstörer mit schweren Geschützen bespickt werden, die wahrscheinlich die Dertragsgrenze von 5,1 (13 cm) Zoll erreichen werden. Sie erhalten ferner mächtige Torpedo-Anlagen. Die Geschwindigkeit soll beträchtlich über die gegenwärtig übliche Geschwindigkeit von 35,5 Knoten hinausgehen. Die Kosten belaufen sich auf 400 000 Pfund für jedes Schiff, während die zur Zeit im Bau befindlichen Kreuzer nur 300 000 Pfund kosten. Der neue Zerstörertyp wird als „Tribal"-Klasse bezeichnet werden. Mehrere der Super-Zerstörer werden in den Werkanlagen von Glasgow gebaut werden, wo zur Zeit bereits drei Kreuzer, elf Zerstörer und ein Uboot im Bau sind. Paris, 25. Febr. (DNB.) Außenminister Flandin nahm in der Kammer das Wort, um den französisch-sowjetrussischen Pakt zu begründen. Flandin erklärte, Frankreich sei immer bestrebt gewesen, die kollektive Sicherheit in den Dienst des Friedens zu stellen. Aber das System allgemeiner Verpflichtungen sei auf einen derartigen Widerstand gestoßen, daß man sich regionalen Lösungen habe zuwenden müssen. Eine solche sei der Vertrag von Locarno gewesen und hätte die von Briand vorae- schlagene Europäische Union sein sollen. In Uebereinstimung mit dieser Politik hätten die französische Regierung und die Sowjetregierung im November 1932 einen Nichtangriffspakt abgeschlossen. Später seien auf eine Anregung von Sowjetruhland die Verhandlungen ausgenommen worden, die zu dem vorliegenden französisch- sowjetrussischen Pakt geführt hätten. Im Juni 1934 sei der von Litwinow und Barren einen freien Ueberblick über die Strecke, wenn der Wagen am Zugschluß läuft. Die erste Fahrt. Auf der Lokomotive des Henschel-Wegmann-Dampfzuges. Um 10.06 Uhr hatte der neue Henschel-Wegmann- Dampfzug mit etwa 200 Fahrgästen die Halle des Lehrter Bahnhofs in Berlin verlassen. Der Vertreter des DNB. zog es vor, auf der Lokomotive diese Fahrt mitzumachen. Auf dem knappen Raum der' Lokomotive stehen heute außer dem Führer und dem Heizer noch ein Reichsbahningenieur und ein Schlosser. Der Ingenieur steht in telephonischer Verbindung mit der Zugleitung. Der Schlosser findet während der ganzen Fahrt keine Gelegenheit zum Eingreifen und geht daher dem Heizer hilfreich zur Hand. Die Geschwindigkeit liegt, solange noch die Berliner Vorortbahnhöfe zu befahren sind, zwischen 25 und 60 Kilometer. Schon kurz hinter Spandau steigt sie auf 120 Kilometer, dann auf 140. Kurz vor Wittenberge werden st recken weise 16 0 Kilometer erreicht. Um 11.15 Uhr wird der Bahnhof Wittenberge erreicht und hier ein Aufenthalt von fünf Minuten eingelegt, um Wasser für die Maschine aufzunehmen. Die Fahrt wird fortgesetzt. Auf der fast geraden Strecke b i s Ludwigslust wird sehr bald eine Schnelligkeit von 160 Kilometer erreicht und teilweise auch noch überschritten. Die Lokomotive hat damit ober keineswegs ihr Höchstes erreicht. Es handelt sich ja nicht um eine Höchstleistungsfahrt. Außerdem muß der vorgeschriebene Fahrplan genau eingehalten werden. Vom Führerstand aus merkt man besser als vom Fenster des Wagenabteils, wie die Maschine die Schienen förmlich an sich reißt. Ein Ort, der eben noch weit entfernt scheint, ist im Nu erreicht und überholt. Der Zug 1 fliegt weiter durch verschneites, niederdeutsches i Land und verlangsamt seine Geschwindigkeit erst, , als Hamburg bereits in Sicht kommt. Auf dem > Hamburger Hauptbahnhof lief der Zug, wie vor- 1 gesehen, um 12.38 Uhr ein. Mrd das Kabinett die Vertrauensfrage sletten? Geringeres Interesse der pariser presse. Die Dampflokomotive hat mit ihren Fahrten am Dienstag bewiesen, daß sie die R e k o r d g e» schwindigkeiten der schnellsten Triebzüge erreichen kann. Es wird voraussichtlich eine Frage der Wirtschaftlichkeit sein, ob die Reichsbahn in Zukunft auf diesen oder jenen Strecken Dampfzüge oder Schnelltriebwagen einsetzt. Eines aber hat der heutige Tag mit.aller ......... Deutlichkeit gezeigt, daß nämlich die Deutsche ,f3Uf hinzuweiß Reichsbahn und der deutsche Schienenfahrzeugbau ..... ihre führende Stellung in der Welt zu behaupten bekannt. Vor den Gerichten Indiens seien mehrere Fälle kommunistischer Aufwiegelung abgeurteilt worden. Der Völkerbund befasse sich mit dem offenen Krieg, niemand nehme aber Nottz von der u n te r- irdischen kommuni st ischen Kriegführung, die ohne Unterlaß von einem seiner Mit- g lieb er zur Zerstörung der übrigen betrieben werde. Tatsächlich könnten das Blutvergießen und die Leiden, die der Klassenkampf Hervorrufe, grausamer und tödlicher sein als ein offener Zwist zwischen den Nationen. Es sei Zeit, daß dieser Verräterei ein Ende gemacht werde. Man müsse den Genossen Litwinow und Stalin Mitteilen, daß sie nicht gleichzeitig die Verbündeten und die Feinde des W e st e n s sein könnten. Es gebe genug Unruhen und Schwierigkeiten in der Welt ohne diese künstliche Aufwiegelung zur Gewalttätigkeit, Grausamkeit und Zerstörung. Sowjetrussische Offiziere als kommunistische Verschwörer in Polen Warschau, 26. Febr. itfchland Ji ße Volk, das dir iste geleistet hck latz am Tilo neinfamer M -it usm. Der . schreiten * Beistand im sst > Pakt bestirnt nbere Auslegurl I erbunbsrat beru-1 ier Kammer ein, m die Außen- npolilikoer- isische iRegierung Sge E mintem sei. J«? l,i-schen ibin einen aus >rfennung L Teile ver- iinm*"« ± ichter laut. D e abhängigem nen, mit W \ h-sowsettuM ; , r ftanzo 'lchk" , ■e Un*iW J?» * W IrundW-f • 6 kraNa,« "c ' k es en- 0 ?U de" gour- irt ’l7 stfan' ri HM * ’ Ä L-- gehöre. Daß wir keineswegs die Absicht haben, nun starr darauf hinzuweisen, was uns im gegenwärtigen Europa nicht gefällt und was wir als eine mehr oder weniger offene Bedrohung der Sicherheit unseres Vaterlandes ansehen, braucht nicht extra heroorgehoben zu werden. Der Führer hat in den letzten drei Jahren die verschiedensten Anregungen zur Wiederherstellung einer vertrauensvollen Zusammenarbeit der Völker gegeben, er hat auch durch die Tat bewiesen, wie ernst es ihm ist, dafür zu sorgen, daß das gegenseitige Mißtrauen schwindet. Diese Beweise sind allerdings auch an der Themse nicht immer so bewertet worden, wie sie es verdient hätten. Wegzuleugnen sind sie aber nicht, ebensowenig ist zu leugnen, daß sie ihre Früchte gezeitigt haben. Aber Deutschland ist nicht Europa. Wir können nur zu unserem Teil an Der Sicherung der friedlichen Zusammenarbeit bei- tragen, die fehlenden Beiträge müssen von der anderen Seite kommen. Und da könnte sich der britische Außenminister Eden unsterbliche Verdienste erwerben, wenn er nicht nur englisch, sondern europäisch denken und handeln und dafür sorgen würde, daß zunächst einmal die Atmosphäre entgiftet wird. Denn in einer reinen Luft atmet es sich besser als in einer stickigen. Und Völker können eher zusammenkommen, wenn nicht dauernd mit dem Geschütz der Lüge, der Verdrehung und Unterstellung geschossen wird. Der „Temps" verlangt feste Bindung von England. P a r i s , 25. Febr. (DNB.) Der „Temps" meint, । die italienisch-abessinische Angelegenheit sei ich Ver- i gleich zu den möglichen deutschen Absl ch t e n doch nur eine vorübergehende Erscheinung. Man wünsche gewiß, daß die französische Diplomatie nicht wie früher die Gelegenheiten vorubergehen Beförderung zum Offizier. Damit hat der junge Offizier einen Lebensberuf erreicht, der ihn unabhängig vom Elternhaus macht und ihm nach Maßgabe seiner Leistungen den Weg zu den höchsten Dienststellen öffnet. Der Offizier oer Luftwaffe wird im allgemeinen mit 28—30 Jahren zum Hauptmann und mit 35—37 Jahren zum Major befördert. Diejenigen jungen Leute, welche diesen Beruf ergreifen wollen, haben folgendes zu beachten: Die Vormerkungen für die Einstellung am 1. April 1936 sind abgeschlossen. Als nächster Einstellungstermin kommt der 1. April 1937 in Frage. Meldungen hierzu sind bis späte st ens 31. März 1936 einzureichen und zwar: von Anwärtern für die Fliegertruppe an die Annahmestelle für Fliegeroffizieranwärter Berlin W 62, Budapester Straße 10; von Anwärtern für die Flakartillerie an den Kommandeur der Flakabteilung, bei welcher der Bewerber eingestellt zu werden wünscht; von Anwärtern für die Lustnachrichtentruppe an das Kommando der Luftnachrichtenlehrgänge Halle a. S. Je eher die Gesuche eingereicht werden, desto schneller werden sie in Bearbeitung genommen. Zur Einstellung als Fahnenjunker ist der Besitz des Reifezeugnisses einer höheren Lehranstalt, Militärtauglichkeit und volles Sehvermögen erforderlich. Am Einstellungstage darf das Alter von 24 Jahren nicht überschritten sein. Nichtabiturienten können nach einjähriger Dienstzeit in die Offizierlaufbahn als Fahnenjunker übernommen werden, wenn sie sich als Soldaten besonders bewährt haben und die Gewähr bieten, auch ohne Abschluß ihrer wissenschaftlichen Vorbildung durch eine Reifeprüfung vollwertige Offiziere zu werden. Sie dürfen am 1. April des Jahres, in dem ihre Uebernahme als Fahnenjunker erfolgt, nicht älter als 22 Jahre fein. Genaue Einstellungsbedingungen können bei den genannten Meldestellen angefordert werden. )ren Fahrten am e Rekordge, llsten Tri'eb, rd voraussichtlich tlichkeit fein, uif diesen ober LchnelltriebwW ge Tag mit M ch die Dchsch! lienenfahrzeugban leit zu behaupten Zwei Gysiemgrößen wegen Steuerflucht verurteilt. Berlin, 25. Febr. (DNB.) In Abwesenheit der Angeklagten verurteilte das Berliner Schöffengericht am Dienstag den berüchtigten 61jährigen Juden Isidor Neumann wegen Steuerflucht im Betrage von 213 000 RM. zu 1 Jahr Gefängnis und 100 000 RM. Geldstrafe bzw. weiteren 12 Monaten Gefängnis. Seine gleichaltrige Ehefrau Jenny, eine geborene Eisenftedt, erhielt 8 Monate Gefängnis und ebenfalls 100 000 RM. Geldstrafe bzw. ein weiteres Jahr Gefängnis. Isidor Neumann, der jetzt im Ausland lebt, ist der Oeffentlichkeit durch seinen Rechtsstreit mit der Stadt Berlin in einer Grundstücksangelegenheit hinreichend bekannt geworden. Er ist einer der typischen Vertreter übelsten Schiebertums aus jener wildbewegten Zeit nach der November-Revolution im Jahre 1918. Damals spielte Isidor Neumann als Zahlmeister der Republikanischen Soldatenwehr eine dunkle Rolle und beging Unterschlagungen, die in die Hundert- tausende gingen. Mit diesem ergaunerten Vermögen machte der gewissenlose Volksschädling dann seine weiteren Schiebergeschäfte. Gleichfalls in Abwesenheit wurde eine der übelsten Größen des gestürzten Systems, der ehemalige jetzt 70 Jahre alte jüdische Rechtsanwalt und Notar Dr. Johannes W e r t h a u e r wegen Steuerflucht im Betrage von 42 656 RM. zu einem Jahr Gefängnis und 80 000 RM. Geldstrafe verurteilt, während seine Ehefrau 6 Monate Gefängnis und 40 000 RM. Geldstrafe erhielt. Im August 1933 wurde der Angeklagte Werthauer, dessen Name fest verknüpft ist mit den gestürzten Größen, die Deutschland an den Rand des Abgrundes gebracht haben, durch Verfügung des Reichsinnenministers der deutschen Staatsangehörigkeit für verlustig erklärt. Werthauer gehörte früher zu den Verteidigern, die besonders in politischen Prozessen sich zum Anwalt des Systems machten. Festnahme eines katholischen Pfarrers. Im Zeichen der wiedergewonnenen Wehrfreiheit ist Deutschland dabei, wieder eine Luftwaffe aufzubauen, die seinen Luftraum gegen jede feindliche Bedrohung zu schützen in der Lage ist. Die Bedeutung, die man heute der Luftwaffe im Kriege beimißt, geht schon daraus hervor, daß alle militärisch bedeutsamen Staaten, insbesondere die Großtanten, zur Luft stärker rüsten als auf anderen Gebieten. Für Deutschland, das in- olge seiner ungünstigen geographischen Lage von allen Seiten durch fremde Luftmächte bedroht werden kann, besteht daher in erhöhtem Maße die Notwendigkeit einer ft arten Luftwaffe. Für den Weiteraufbau der Luftwaffe ist es erforderlich, daß die deutsche Jugend, die von ihren Idealen getrieben zu dem neuen Wehrmachtteil drängt, den Weg dorthin in die verschiedenen Laufbahnen findet. Im folgenden sollen daher einige Hinweise für diejenigen jungen Leute gegeben werden, die d i e Offizierlaufbahn der Luftwaffe einschlagen wollen. Wie kaum ein anderer erfordert dieser Beruf den Einsatz der ganzen Persönlichkeit und die Bereitschaft, im nationalsozialistischen Staate unter Zurücksetzung des eigenen Jchs dem Ganzen zu dienen. Im Kampf mit den Elementen, in den hohen Anforderungen des täglichen Dienstes, bei der steten geistigen Weiterarbeit, die durch die Entwicklung der Technik erforderlich ist, gilt es seinen Mann zu stehen. Eine solche Ausgabe hat die gesunde deutsche Jugend schon immer gereizt, und sie wird sich ihr, nachdem der Wehrgedanke im Dritten Reich wieder Gemeingut des ganzen Volkes geworden ist, erst recht gewachsen zeigen. Die Ausbildung des Fahnenjunkers bis zur Beförderung zum Offizier dauert zur Zeit zwei Jahre. Sie gliedert sich in eine militärische Grundausbildung, eine fliegerische Ausbildung und einen Kriegsschullehrgang, der mit der Offizierprüsung abschließt. Nach zwei Jahren und bestandener Offizierprüfung erfolgt die Ellwangen, 24. Febr. (DNB.) Die „Na- tionalzeitung" Ellwangen veröffentlicht folgenden Bericht: Am 20. Februar wurde der 53jährige katholische Pfarrer von Rosenberg, Franz Joannis, wegen Kinderschändung verhaftet und nach Ellwangen ins Untersuchungsgefängnis eingeliefert. Dem Politischen Leiter von Rosenberg fiel es in letzter Zeit auf, daß die Bevölkerung des Ortes von ihrem Pfarrer sehr verächtlich sprach und namentlich die Schulmädchen über ihn Äußerungen machten, die auf ein höchst unsittliches Verhalten ihres Seelenhirten und Religionslehrers schließen ließen. Der Stützpunktleiter verständigte hiervon die Staatsanwaltschaft. Die Erhebungen, die von der hiesigen Kriminalpolizei geführt werden und noch nicht abgeschlossen sind, haben bisher rund 50 Fälle einwandfrei festgestellt, in denen sich der Pfarrer an kleinen Schulmädchen vergangen hat. Infolgedessen wurde der Pfarrer gestern in Rottenmünster von der Außenstelle Rottweil der Kriminalpolizei fest genommen. Der Pfarrer verübte feine Unsittlichkeiten teilweise in den Schulklassen, so daß auch die Knaben Zeugen seiner Verfehlungen wurden. Ferner ist erwiesen, daß der Pfarrer die Sittlichkeitsverbrechen auch im Pfarrhaus, in feiner eigenen Wohnung, in Wohnungen von Kindern, im Walde und sogar in der Sakristei begangen hat. Pfarrer Joannis war in früheren Jahren ein bekannter Zentrumsagitator. Kleine politische Nachrichten. Zur Behebung von Zweifeln hat der Reichs- und preußische Wissenschaftsminister im Einvernehmen mit dem Reichsinnenminister angeordnet, daß sämtliche Universitäten und wissenschaftlichen Hochschulen des Reiches die Reichs dien st flagge führen. * In Berlin ist der kgl. afghanische Außenminister Sirdar Fraiz Muhammad Khan mit dem Nordexpreß von Paris form mend zu einem mehrtägigen Aufenthalt eingetroffen. Zu seiner Begrüßung hatte sich u. a. der Chef des Protokolls, Gesandter von Bülow, eingesunden. * Professor A. I. Toynbee, Lehrer für internationale Geschichte an der Universität London, wurde vom Präsidenten der Akademie für deutsches Recht Reichsminister Dr. Frank empfangen. Verpflichtungen zur Zusammenarbeit übernehmen werde, solange die Sanktionen nicht verschwunden seien. Wenn die Sanktionen verschärft würden, so würden sich die früher eingegangenen Verpflichtungen automatisch lösen. Wenn Eden gegen die Einkreisungspolitik Stellung genommen habe, so sei zu bedauern, daß man nicht früher daran gedacht habe. Unter Edens Leitung habe die englische Politik durch den Völkerbund eine wirts chaftliche Einkreifuna gegenüber Italien betrieben. Unter seiner Führung habe die englische Politik Frankreich dazu getrieben, den Vertrag mit Sowjetrußland zu unterzeichnen, einen Vertrag, der offen gegen Deutschland gerichtet sei. Die italienische Meinung über den Eindruck der Rede Edens lasse sich in die Worte zusammenfassen: Die Aktion in Oftafrifa geht weiter. Die Lage in Abessinien. Mailand, 26. Febr. (DNB. Funkspruch.) Der militärische Sachverständige der „Gazetta bei Po- polo" macht in einem Bericht über die Tätigkeit an den beiden Fronten in Abessinien bemerkenswerte Angaben. Interessant ist das Bekenntnis, daß die Lage im West-Abschnitt der Tigre- Front ohne Zweifel schwierig sei. Es handele sich nicht darum, gegen ein einziges vereinigtes Heer zu kämpfen, gegen welches nach einem vorher festgelegten Plan vorgegangen werden könne, sondern gegen verschiedene H e e r e , die an mehreren Punkten ständen und aus der Kenntnis des Gebietes alle Möglichkeiten und Hilfsquellen ausnutzten, die ihre Schlagkraft erhöhten. Die Möglichkeit, die abessinischen Truppen leicht zu verschieben, die im Stande seien, in jedem Gebiete täglich bis zu 70 Kilometer zurückzulegen, führten dazu, daß der Feind sozusagen nicht zu fassen sei. Die schwierigen Lebensbedingungen der abessinischen Truppen, denen durch das Vordringen der Italiener nach Gaela die Verbindung nach dem Süden abgeschnitten sei und die keinen anderen Weg als den nach Gondar im äußersten Westen offen hätten, könnten jedoch über kurz oder lang bedeutende Rückwirkungen auf die militärische Lage haben. durch eine Fülle von Militärbündnissen oder mili- üf)I eines Mia 1 «arischen Verabredungen anders als eine gegen uns lerheii gerichtete Politik der Einkreisung? Auch wenn Mr. Eden mit Engelszungen reden würde, vom Gegenteil könnte er uns angesichts der Geschäftigkeit der Generalstäbe nicht überzeugen. Was wir und was die Völker Europas aber sehen wollen, das sind Taten, die zu einer Entspannung und ju einer Versöhnung der Völker führen. Wenn -man, wie das der englische Außenminister zum Ausdruck gebracht hat, davon überzeugt ist, daß Europa heute nur noch zwischen Zusammenarbeit unb Verfall zu wählen habe, bann kann es für jeden seiner Verantwortung bewußten Politiker nur die eine Pflicht geben, alsbald auch d i e Voraussetzungen für die Zusammenarbeit zu schaffen. Mr. Eden wird uns zugeben müssen, daß w diesen Voraussetzungen ganz gewiß nicht die Verabredungen zwischen dem sowjetrussischen Generalstabschef Tuchatschewski und seinem französischen Kollegen unter Informierung der Tschechen Die macedonischen Tabake dieser hervorragenden Ernte entwickeln nach mehrjähriger Lagerung ein so edles Aroma daß wir die Mischung der ALVA durch Hinzunahme von Tabaken des Jahrgangs 33 noch weiter verbessern konnten =1- M eine Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Staubsauger f Aber dann nur den Gieße Karne I 2" 8“lö)ing ■ R iern al. v 3 ^ern abend ■ C-“ uoenö I rjen Drlois ■ QUsophok und zum Bauen 4-Mmioi [MietgesucheWtrebsamerVuchhatter |Empfehlungen| [Verschiedenes 66 der seiner Arbeitsdienst' und Mili- mit Bad 1200 A tat Gießener Anzeiger werden von Tankenden Kirchhain. 23e/ beachtet und geleiert. 1 Kassel. 120aD* Einspaltige Kleinanzeigen werden zum ermäßigten Grundpreis von 5 Pf. für die Mllllmeterzeile veröffentlicht des der des und Un- Avenarius „Dendrin Schachts Professor Toynbee ist Gründer des Royal Institute of International Affairs. Reichsminister Dr. Frank hatte mit Professor Toynbee eine Unterredung über bic rechtswissenschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und England. Freitag wird Professor Toynbee vor der Akademie für deutsches Recht sprechen. wurde Dr. Heinz Weiß bestimmt. Aufgabe neuen Amtes Feierabend ist die Betreuung schaffenden Volksgenossen in Angelegenheiten Theaters, des Films, der Musik, des Varietes Kabaretts, des Rundfunks — soweit dieser der terhaltung dient — des Schrifttums und der Selbständiges Mädchen Koch- und Näh- kenntnisse, sucht sofort Stelle. Schriftl. Ang. u. 0876 a. d. G. A. m.Badez.u.Zubehör p. 1.April, evtl, früher, in schön., ruh. Lage ^zu vermieten. Schr. Ang. unter 0874 a. d. G. A. Angenehmer Mieter,kleine Fa- milie,sucht schöne f-Moleg zum 1. Avril ob. sväter.Mietpreis bis zu RM.6O.- ca. Schriftl.Ang. u. 1207D an den Gieß. Anzeiger. IflBnen-& ArnuMch abzugeb. Bestell erb.wirv.Postk. des estländischen Freistaates abändern oder neue Verfassung ausarbeiten soll. Kunst und Wissenschaft. knapperlsbusch im Ruhestand. Wetterbericht des Reichswetterdiensles. Ausgabeort Frankfurt. Im Bereich einer naßkalten,, aus Osten zuflie» ßenden Mischluft herrscht heute in ganz Deutschland trübes Wetter mit verbreiteten Niederschlägen (teils Schnee, teils Regen), lieber Nordeuropa ist gleichzeitig lebhafte Wirbeltätigkeit in Gang gekommen, die allmählich auch auf das Festland übergreifen wird. Anfänglich kann dabei für uns mit einer Witterungsbesserung gerechnet werden. Aussichten für Donnerstag: Wieder mehr wechselnd bewölkt mit vereinzelten Schauern, nachts leichter Frost, westliche bis nordwestliche Winde. Aussichten für Freitag: Voraussichtlich wieder unbeständiges Wetter mit Niederschlägen, milder. Lufttemperaturen am 25. Februar: mittags 3,2 Grad Celsius, abends 2 Grad; am 26. Februar: morgens 0 Grad. Maximum 3,4 Grad, Minimum heute nacht —8)1 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. Februar: abends 2 Grad; am 26. Februar: morgens 1,8 Grad Celsius. — Niederschläge 0,1 mm. * Die vom estnischen Staatspräsidenten auf den 23., 24. und 25. Februar angesetzte Volksabstimmung hat sich mit überwältigender Mehrheit für den Antrag ausgesprochen, dem Staatspräsidenten Vollmacht zu erteilen, eine Nationalversammlung einzuberufen, die die Verfassung Amtlich wird mitgeteilt: Der Herr Reichsstatthalter in Bayern hat den Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatstheater Professor Hans K n a p - pertsbusch in den Ruhestand versetzt und chm für seine dem Reich geleisteten treuen Dienste den Dank ausgesprochen. Aus aller Wett. Oer Lette-Verein 70 Jahre alt. Am 27. Februar kann der Lette-Verein in Berlin, dessen Berufsschulen für Mädchen im ganzen Reich bekannt und zu einem Begriff geworden sind, seinen 70. Geburtstag begehen. Anreger und Gründer war der Präsident des Revisionskollegiums für Landeskultursachen, Wilhelm Adolf Lette, der den „Verein zur Förderung des weiblichen Geschlechts" ins Leben rief, der zwei Jahre danach zu Ehren des verstorbenen Gründers den Namen Lette-Verein annahm. Lette verstand es, feinem Gedenken, daß auch den Mädchen eine gute Berufsausbildung gegeben werden müsse, damit alle schaffenden Kräfte entwickelt und eingesetzt werden könnten, starke Werbekraft zu geben und in dem Verein wertvolle Mitarbeiter um sich zu sammeln. Freilich, der Anfang war bescheiden genug: 18 Schülerinnen waren es, mit denen das Lette-Haus seine praktische Arbeit aufnahm. Zwei Aufgabengebiete stellte sich das Lette-Haus: in der Haus wirtschaftlichen Abteilung werden die jungen Mädchen für den Beruf der Hausfrau und Mutter herangebildet; in der G e w e r b - lichen Abteilung erhalten sie eine gründliche Schulung für die verschiedensten Berufe im Handel und Gewerbe. 1890 erweiterte sich das Lette-Haus um die Photographische Lehranstalt, die die Ausbildung für Fachphotographie, der Technischen Assistentin an medizinischen Instituten und für chemische Betriebe, sowie zur Metallographin vermittelt. Anfang März wird das Lette-Haus, in öem heute 1500 junge Mädchen lernen und arbeiten mit einer Ausstellung einen Leistungsnachweis erbringen. Rachspiel zum Seefeld-Prozeß. Im Altersheim in Putbus (Rügen) unternahm der 68jahrige Friedrich Lockenvitz einen Selbstmordversuch mit Sublimat, das er anscheinend schon jahrelang versteckt bei sich getragen hatte. Es gelang, noch rechtzeitig einen Arzt herbeizuholen, der den Vergifteten am Leben er- halten konnte. In seiner Tode sangst verlangte Das Amt „Feleraberio Der Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront, Dr. Ley, hat jetzt die Anordnung für die Errichtung des Amtes für Feierabendgestaltung erlassen. Das neue Amt heißt: A m t Feierabend in der NSG. „Kraft durch Freud e". Zum Leiter TlHfirs '1956 Rejchstzraöimlamwüuy für das WHV Verkäufer d.Lebensm.-Br^ 25 I. alt, eoang., lebig, sucht feste ^tellg. als Berkaufer,Reisenber ober auf Büro. Plakatschr.u.De- korat. Jührersch. 1 u.3b. 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Die Sonderabteilung Reichsautobahn wird dem Amt Feierabend angegliedert. Granatsplitter 19 Iahre im Körper. Ein Einwohner aus Lorch am Rhein war 1917 bei Verdun durch einen kleinen Granatsplitter verwundet worden, der in der Nähe der Wirbelsäule eindrang und nicht entfernt werden konnte. Die Wunde verheilte und der Splitter machte dem Mann keine Beschwerde. Dieser Tage spürte er Schmerzen im Hals, Brechreiz trat hinzu und schließlich kam der Granatsplitter, der 19 Jahre im Körper gesteckt hatte, zum Vorschein. Heiratsschwindler ergaunert 80 000 Mark. Ein Heiratsschwindler, der sich durch seine umfangreichen Hochstapeleien im Laufe einiger Monate rund 80000 RM. ergaunert hat, konnte von der Berliner Kriminalpolizei unschädlich gemacht werden. Es handelt sich um den wiederholt vorbestraften 43jährigen Gustav Sch., der gerade wieder im Begriff war, einer Heiratslustigen 35 000 RM. abzunehmen, dabei aber an die Unrechte geraten war. Die Frau schöpfte Verdacht und erstattete Strafanzeige. Daraufhin konnte der Hochstapler auf dem Bahnhof, als er oon einer Reise zurückkehrte, feftgenommen werden. Der Heiratsschwindler stellte sich unter den verschiedensten Namen als Direktor einer Lebensmittelgroßhandlung ober als Bankdirektor vor. Abwechselnd nannte er sich Schröder, Werner, Kleiner oder Döring. Fernlastzug gegen Aulobus. In Charlottenburg kam es zu einem schweren Derkehrsunfall. Ein Fernlastzug fuhr dort mit voller Wucht gegen einen Autobus der Linie 6, der schwer beschädigt wurde. Der Fahrer und der Schaffner des Autobusses wurden schwer, sechs Fahrgäste leicht verletzt. Der Omnibus mußte abgeschleppt werden, während der Fernlastzug seine Fahrt fortsetzen konnte. Ausgrabungen auf der Marksburg. Auf der M a r k s b u r g bei Braubach am Rhein wurden bei Erneuerungsarbeiten an den Grundmauern der Zugbrücke interessante Funde gemacht. Bei den Ausschachtungsarbeiten, die bis auf den Felsen gingen, entdeckte man zahlreiche Scherben, Knochen, Eisenteile und andere Stücke, die viele W nie -hUnler w * W u* Hl, 'JSpanil Km'J °!"r hiiiq L '- der M eh Er Qtnen hoc Gihe ?r mit ,üer N|„ „ - unb S um“! Illi 5” bie ; •n|' ii)m t» S n,i-rte, S «'*s 'n Ä mit !'« bist« jthiSe0Qi | Ä« fe:,: 1 I 'ft** I Itl'lbare und I \ ■ Zweimal be ■ Skifahrer f« I M Brettern > 1 sonst nur ■ Wermuts losg ■ Beleibte . I ^gen Dohren, ■ v gewaltiger W -Den, auch । ■ iiirf - ' ■ jur, er muß ei Mrstadtmaskens IScößer, lauter, lie Redoute ßch so, daß die hei gesperrt w len mit anderr ii5 es wieder riehen, zum 2 in einem Tisch, nur geschoben i in dem farbigei 3n der dunstige Iränge der Frö Immen sich di- loh sie so gemi hundert Jas Ztichwort, die loppeltem Eise ■ Zähren nicht 1 ■ die Herren uni ■ Nicht karneva I hingen mit re I am Rhein, ho I Dekoration, Nen Verkäufe "~| Voaelsb. Herbbuchkuh, gute Miich-D.FaliPkuli zum drittenmal gekalbt, steht zum Verkauf. os?? Reiskirchen, Kreis Gießen, Gartenstrabe 21. Wegzugsh.neues Wohnhaus mit Stall, sofort beziehb., u. zwei Grunbst. z. verk. Bahnstation. Näh. in der Ge- schäftsst. d. Gieß. Anzeig. [1145D Fabrikausstellungen. Das Amt hat in feine Arbeit Lieferungsvergebung. Rj'1936 JoU QUf dem Wege öffentlicher Ausschreibung vergeben werden der Bedarf an Fleisch- usw. Waren, Backwaren, Butter und Margarine, Milch und Eier. bAwf3)''* °„om 1 bis 30. September 1936 Der Bedarf m allen anderen Derzehrunasgegenstän- mi'ttel'nubim$CrbraU*59CSCn|länben roic ^°>nigungs- D>° Lieferungsbedingungen können Dormittoa^ SftV”»::“12»»- । Angebote und Warenmuster sind getrennt unh mit entsprechender Anschrift versehen verschlossen bis\un Eroffnungstermm Mittwoch, den 11. Mä« 1936 vormittags 11 Ahr, hier einzureichen. 3 1936, Der Zuschlag kann nur an Mitglieder der DAN erfolgen. Zuschlagsfrist: 10 Tage. Gießen, den 24. Februar 1936. Verwaltung der provinzial.Vflegeanslall. Jüng. zuverläss. SHreiWllt mit schön. Handschrift sucht loses Verlagsdruckerei Albin Klein Gießen, Hinden- burgwall 21. Tücht., ehrliches Mdchen (nicht unt. 18J.), das radfahren k., 52. ordentl. MilgljederversannnlüDg am Sonntag, dem 1. März 1936, 15 Uhi-, findet nicht im Kaufm. Vereinshaus, sondern im Thiirio^erHof, Hammstfahe 7 ^att. 0868 Der Vorsitzende. Sctineider- meisterin hier fremd, loses- nimmt nochKun- den an in und außer demHause. Bitte um unver- bindlicheAnfrage L. Ibach Aulweg 42 Vari. ZweasÄekümpmogo« Schwarzarbeit können Arbeits.Aag» bote von Hondwerkent nnr mit Ttomensnen' ovvg o. unter Vortag» desSewerbeuachweise« ausgenommen wertrea, Verlag deaGtebenerSlnzetger» Vereine Ailersverehllguns 1886-1936 Die Alterskame' raden mit ihren Damen treffen sich Donnerstag. 27. Febr. 1936. bei Alterskamer. Löber, Restaur. „Stadt Mainz". DerVereinstilhrif Werkstattraum ea. 50 Quadratmeter groß, zu mieten gesucht. Schriftl. Ang. u. 0875 a. d. G. A. [Stellengesuche) Jahrhunderte alt fein müssen und offenbar aus der Gründungszeit der Burg stammen. Sehr zahlreich sind die menschlichen Schädelstücke und die Knochen« teile großer Eber. Auch Geschoßstücke wurden gefunden, die offenbar aus einem in der Purg unter- gebrühten alten Geschütz flammen, denn die Fund- stücke passen zu zwei in der Burg aufbewahrten Geschoßteilen des gleichen Kalibers. Invalide von einem Mädchen im Streit erstochen. 3n Wesermünde wurde der 78 Jahre alte Invalide Karl Otremba nach einem Streit von der 28 Jahre alten Klara W n u ck mit einem Fisch, rnesser ermordet. Otremba war Witwer uni) wird als unverträglicher Mensch geschildert. Mit seinen auswärts wohnenden Familienangehörigen und den Nack)barn hatte er keinen Verkehr, doch war es bekannt, daß ein junges Mädchen häufig in die Wohnung kam. Die Täterin stellte sich auf der Polizeiwache. Sie wurde in das Gerichtsgefängnis in Lehe eingeliefert. Dynamitanfchläge in einem mexikanischen Dorf. In dem mexikanischen Dorf Dalle de Juarez (Ja- lisco) wurde das Gemeindeamt von unbekannten Tätern mit Petroleum übergossen, angezündet und schließlich mit Dynamitpatronen in d i e Luft gesprengt. Wenige Minuten später flog auch das Gebäude des landwirtschaftlichen Bezirksausschusses in die Luft. Es handelt sich vermutlich um politische Anschläge. Lockenvitz, vor dem Staatsanwalt eine wichtige Aussage zu machen, da er ein Wandergefährte Seefelds fei. Er wurde nach Bergen aebracht und dort vernommen. Nach feiner Aussage war Lockenvitz in den Jahren 1928/29 zusammen mit Seefeld auf der Wanderung. Er habe oon den Sittlichkeitsverbrechen Seefelds gewußt, auch daß dieser mehrfach deswegen vorbestraft fei. Nach feinen Aussagen habe Seefeld sogar versucht, ihn zu einem ähnlichen Tun zu verleiten. Während der Wanderzeit habe er, Lockenvitz, mehrfach bei der Familie Thomas in Wittenberge gewohnt und auch das letzte Opfer des Knabenmörders Seefeld, den neunjährigen Gustav Thomas, gekannt, der am 22. März 1935 ermordet wurde. Da er schon damals Seefeld als den Täter in Verdacht hatte, sei er wegen seines Schweigens derartig oon Gewissensbissen gepeinigt worden, daß er meinte, ihnen nur durch den Tod entgehen zu können. Lockenvitz wurde, da er nicht haftfähig war, in das Kreiskrankenhaus Bergen eingeliefert. Der Fall Hauptmann. Einen Monat vor dem vorläufig letzten Hinrichtungstermin ist die Lage im Falle Hauptmann verworrener denn je. Immer deutlicher scheint sich zu ergeben, daß persönliche und politische Feindschaft zwischen dem republikanischen Gouverneur Hoffmann und dem demokratisch eingestellten Staatsanwalt W i l e n tz das Verfahren beeinflussen. Staatsanwalt Wilentz weigerte sich, irgend einen Belastungszeugen neuerlich zu verhören, obwohl Gouverneur Hoffmann offen die Beschuldigung erhoben hatte, daß der Zeuge Whited bestochen worden sei. Gouverneur Hoffmann deutete an, daß er die Hinrichtung Hauptmanns neuerlich a u f s ch i e b e n werde, falls nicht sein Verdacht widerlegt werde, daß die Staatsanwaltschaft wissentlich wichtige Tatsachen verheimliche. Vollstreckung eines Todesurteils. In Leipzig ist der vom Schwurgericht in Leipzig am 11. Oktober 1935 wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilte Martin Keil h i n g e r i ch t e t worden. Keil, der durch das gleiche Urteil auch wegen Sittlichkeitsverbrechens verurteilt worden ist, hat am 6. Dezember 1934 feine Frau ermordet und die Leiche unter Vorspiegelung eines Kraftwagenunfalls verbrannt, um sich in den Besitz der Un- fallversicherungssumme zu setzen. Vier Bergleute tödlich verschüttet. Auf der Zeche Emscher-Lippe in Datteln (Wests.) gerieten m einem Streb im Flöz „Sonnenschein" ein Fahrsteiger und fünf Hauer unter herabkommendes Gestein. Zwei Hauer konnten lebend geborgen werden. Die übrigen vier Bergknappen, darunter der Fahrsteiger, haben den Tod in der Grube gefunden. Gewissenloser Autofahrer gefaßt. Bei S e m b a ch (Pfalz) wurden vier junge Leute aus Mehlingen, die sich zu einem Faschingsver- gnugen begeben wollten, von einem Personenkraftwagen von rückwärts angefahren, wobei ein Mäd- gen getötet und ein anderes lebensgefährlich verletzt wurde. Der Fahrer, der sich in feiger vlucht feiner Selbststellung entzog, konnte nunmehr ermittelt werden. Es handelt sich um Otto C h r i st- m a n n aus Rodenbach, der jetzt in einer Kaisers- lautener Garage erschien, um seinen beschädigten Wagen reparieren zu lassen. Auf Befragen gab er 3u, der Urheber des Sembacher Unglücks zu fein, der Meister solle aber nichts sagen. Christmann, der als wilder Fahrer bekannt ist, wurde verhaftet. tärpflicfjt genügt hat, zuverlässig, bestemvsohlen, von Baugeschäft in Dauerstellung gesucht. Selbstgeschriebene Angebote mit Zeugnisabschriften u. Referenzen unter 11611) an den Gießener Anzeiger. Zur Teilung selbständiger Zweigstelle wird für sofort in ausbaufähige Dauer-Position 1202v arbeitsfreudiger Herr gesucht, der über einige Hundert Mark für Betriebsmittel verfügt. Angebote an Paul Täschner, Dresden-A. 24, Altenzellerstr. 10. eventl. tagsüber gesucht. 0878 x zu f’ är- * All") maitornenus an d. Greß. Anz^Kanerallee 14 H. SämtötSVerein Gleiten Vermietungen | 5-Zimni.-Woiinung im I. Stock besieg ÄXSe bitte eUen Hei 'ntäee,„ _ Gazvt.v Das fühl. versetzungshalber zum 1. April zu vermieten. nssD Haas Schubertstr. 211. 1 Zim.-Wohn. injomiiger Lage (Südviertel) mit Zentralhg., Bad zu verm. Schr. Angeb. mit. 0870 andenGieß.Anz. Laden mit 1 Zimmer u. Küche (Eckhaus) verkehrsreicher Stadtteil, pass. f. 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Juni 1935 gültig. 27.FcbruarlM> ir, vcckeimriü gäbe im VeÄei icnroeg 28, W lle zwnngswe>^ t9: liielongue, Se^ .eie, 1 Kassen-.! rgisttaturichrawl Tchreibmaichinv ) Personenwas5 1 Couche, 3 w- Atelierkamera c mein m. 4 ft<- , i Teleobiekm Spiegel, Atck ten, 1 KomeM Lucker-u^ r ektr.KÄlschM. ol;leisten,Dani^ K'E »-ff; hob(* 5 iftsvit'niaschlne. o x.fSS SSS -M S->S all 6et in»”®« Televbon^ 1 ^er s nimm1* uni öcn a«'ü^e. Nr. 48 Zweiter Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 2b.8ebruar Mb München im Schatten des Aschermittwochs. Oer Fasching ist tot es lebe Salvator! Von unserem W. B.-Berichterstaiier. noch zu sterben. Aber vorher läßt sie noch einmal ihren ganzen Uebermut los; ehe sie im Kehraus die Tür für ein Jahr zuschlägt, ehe sie am Rosenmontag zum letzten Male sich ganz der Lustigkeit hingibt, tritt sie am Faschingssonntag ans Tageslicht: im Faschingszug „Freut Euch des Lebens!" Wer hatte teil daran? — Wer hatte nicht Schwarze Katerpfoten reißen das letzte Blatt vorn Faschingskalender und auf grober Leinewand erscheint: Aschermittwoch. Eiskaltes Wasser läuft über den Kopf und peitscht das Gehirn in die Wirklichkeit zurück. Wie im Querschnitt einer Filmmontage jagen noch einmal die Bilder der vergangenen Wochen vorbei... Mit Feierlichkeit begann es, mit Ernst im Narrenkleide, mit der Einsetzung des Karnevalsprinzen, der im schwarz und gelben Gewände mit seiner Garde (stattlichen Münchnerinnen, auch schwarz und gelb uniformiert) das Treiben eröffnete, die großen Feste besuchte, seine Truppe schneidig exerzieren ließ, das Faschingsvolk begrüßte, den kunstvollen Schöpfern Orden verlieh und in alle Säle der Fröhlichkeit seine Gesandten schickte, um große kostbare und auch kleinere Abzeichen für das Winterhilfswerk zu verkaufen. Zweimal bei Tag, zum Kinderfasching und wenn die Skifahrer sich verkleiden und ein Narrentreiben auf Brettern im bayerischen Lande veranstalten, aber sonst nur am Abend, sind die Geister des Uebermuts losgelassen. Und dann verwandeln sich alle. Beleibte Männer, beweibt, Bierkundige seit langen Jahren, wenn sie lachen zittert und schlittert ihr gewaltiger Körper — sie fassen es sich nicht nehmen, auch im „Sendlinger Gesangverein" ein Fest zu feiern und auf historisch ober exotisch kostümiert — ein Pascha oder Großmogul darf nicht nur, er muß einfach einen Bauch haben! — das Vorstadtmaskenschwärmen noch bunter zu machen. Größer, lauter, bunter, öffentlich in den Bräus sind die R e b o u t e n. Masken unb „Züvüll" brängen sich so, baß bie Säle oft schon um elf von ber Polizei gesperrt werben. Da hast bu braußen gestanden mit anbern, vielleicht zwei Stunben gewartet, bis es roieber Platz gegeben hat — Platz zum Stehen, zum Sitzen auf ein paar Minuten als Gast an einem Tisch, Platz zum Tanzen? Nein, bu wirst nur geschoben in ber Masse, bist nur ein Klümpchen in bem farbigen Brei ans Lachen unb Bewegung. In ber bunftigen Luft bes großen Raumes, im Gebränge ber Fröhlichen, bei Bier unb Weißwürftchen kommen sich bie Menschen nahe; ist es ein Wunber, bah sie so gemütlich sind, bie Sübpreußen? Hunbert Jahre Künstlerfasching war das Stichwort, bie Olympischen Spiele ber Anlaß zu boppeltem Eifer. Die Künstler sinb in ben hunbert Jahren nicht nur Jubilare geworben, sonbern auch bie Herren unb Gestalter bes Münchener Faschings. Nicht karnevalistische Sitzungen, Männerveranstaltungen mit rebnerischer Leistung unb Wortwitz wie am Rhein, haben ihm bas Gesicht gegeben, sonbern Dekoration, Phantasie in Form unb Farbe, Ausführungen, Tanz, Geselligkeit. Zwei- unb breimal finben biese Feste statt, seit Jahren unb Jahrzehnten haben sie ihre Namen: Glückhaftes Schiff, ©auflertog, Zirkusleute, Hexensabbath, Narrhalla. Ihre Träger sinb bie Künstlergesellschaf- ten, die von ben Einnahmen die Ausstellungen finanzieren und so fröhliche Mäzene schaffen, ohne d'-ren Zutun unb oft auch ohne ihr Wissen. Ihre Träger sinb bie Theater, sinb Wohlfahrtseinrichtungen, bie Stabt, bie Hochschulen... Du bist kreuz unb quer burch ben Fasching gebummelt, burch mancherlei Feste, burch mancherlei Säle, kreuz unb quer durch München, du fragst dich: Was war? Sviele, nnr allem Pantomime, Ballett, Akrobatik, b-mn ein Saal ist groß und ausgelassene Menschen sind niemals ruhig. Unter ben besten an Einfall unb Darbietung, natürlich, bie Theater, mit bunten Folgen unh Kabarett. Kostüme, bie eigenartigsten auf bem Kolonialfest „A u f Safari" unb bem Ball her Presse unter bem Leitwort ,.A 11 - Mün - ch e n". sonst bie ganze Spanne von farbigen Rock- aufschläqen improvisierten Cowboys unb Gauner bis m ben ünpigften Ausführungen reicher Phantasieformen. Unb Dekorationen! Die großen Hotels bestellen Dekorateure, bezahlen viel Gelb unb sinb nachher vornehm, aber unpersönlich. Die kleinen Lokale nehmen Papierschlangen unb ein paar Lampions unb beuten an. Die Künstler aber schmücken bie Stätten ihrer Feste selbst. Was übertrieben unb aufbringlich, was kahl unb häßlich war an ben Räumen, wirb verbeckt, ein verborgener Reiz heroorgezogen, ihr ganzes Innere veränbert, so gut es bie Anlage nur zuläßt, unb so eigenartig, wie es ben Veranstaltern unb ihren Gästen entspricht. Hier zeigen sich auch wohl Fähigkeiten an manchem Boheme-Genie, bas sonst nur ungern die Decke von der Staffelei nimmt. Form zerfällt, Farbe vergeht und Lachen verklingt — das ist das Schicksal des Faschings. Aus Phantasie und Humor geschaffene bunte Welt, aus Künstlerlaune entsprungene andere und kürzere Wirklichkeit lebt rasch und lärmend, um schneller daran teil! Militär und Handwerk, Behörden und Organisationen, Künstler und Studenten, Industrie und Presse, im ganzen fünf Viertel st unden W i tz und Humor zogen durch die sonnige Stadt, davon viele hundert Meter Neger in den verschiedensten Aufmachungen und Anspielungen. Anspielungen auf Geschehenes und vor allem Ungeschehenes aus der Stadtverwaltung wurden dargestellt, unb gegen Enbe bes langen Zuges, als schon bie Zuschauer von Konfetti überströmt waren, erschien vor bem jubelnb begrüßten lebenben bie Riesenplastik eines fterbenben Faschingsprinzen. Was will es ba schon bebeuten, wenn ber letzte Wagen ein Ausblick a u f ben Aschermittwoch war — nachbem bu bir mit ber Mübigkeit aus bem Gesicht auch ben Fasching aus bem Gehirn gewaschen hast, beginnt schon roieber etwas Erfreuliches: bie Starkbierzeit. Der Fasching 1 ist tot, es lebe Salvator! SJi.-ifport Mitt'- Warnung des Heichssportführers. Die Presse st elle des Reichssportführers teilt mit: In der letzten Zeit mehren sich in erschreckender Weise die Fälle, in denen die Bilder deutscher Sportsleute zu Reklamezwecken mißbraucht werden. Besonders bedauerlich ist es, daß bie Fälle meist noch im Zusammenhang mit ben Olympischen Spielen stehen. Da biefer Zustanb untragbar ist unb im Wiberspruch zum Geist ber Olympischen Spiele steht, ba zubem in jebem einzelnen berartigen Falle Zweifel an ber Amateureigenschaft ber betreffenben Sportsleute auszutauchen pflegen, weist ber Reichssportführer mit allem Nachbruck darauf hin, daß er in Zukunft gegen jeden solchen Mißbrauch mit den geeigneten Mitteln einschreiten wird. Er spricht gleichzeitig die Hoffnung aus, daß schon dieser Hinweis genügt, um die in Frage kommenden Firmen zur gebotenen Zurückhaltung und zur Zurückziehung ihrer laufenden Reklameunternehmungen, soweit sie den Gesetzen des Sports nicht entsprechen, zu veranlassen. ,, FE.Tentonia" Watzenborn-Steinberg Am vergangenen Sonntag traten vier Mannschaften der Teutonen auf den Plan. Die zweite Mannschaft konnte nicht antreten, da verschiedene Spieler an bem SA.-Aufmarsch teilnahmen unb auch brei Stürmer an bie erste Mannschaft abgegeben werben mußten, lieber bas Spiel gegen Lollar würbe gestern bereits berichtet. Die Jugenbmannschaft erkämpfte in Klein-Linben mit 1:1 ein Unentschieben. Die 1. Schülermannschaft wetzte bie Schlappe gegen Garbenteich roieber aus unb schlug bie Schüler von Klein-Linben überzeu- genb mit 6:1 Toren. Die 2. Schülermannschaft kam bei einem Halbzeitstanb mit 2:2 bis zum Schluß nicht mehr um eine 3:2-Nieberlage umhin. V. f. 3t. Lich. eich I — 9. Artillerie-Regiment Gießen I 2:5 (1:3). Zahlreiche Zuschauer hatten sich auf dem Sportplatz in Lich eingefunden. In der Mannschaft der Artilleristen war kein schwacher Punkt festzustellen. Die Umstellung, die man bei Lich vorgenommen hatte, bewährte sich gut. Sofort nach Anstoß zogen die Gäste vor das Tor Lichs. Bei einem Gegenstoß ging der Ball knapp am Tor vorbei. In der 20. Minute war es der Linksaußen von Lich, ber auf Zuspiel des Halbrechten mit unhaltbarem Torschuß seinen Verein in Führung brachte. Nicht lange darauf mußte Lich sich ben Ausgleich gefallen lassen, um kurze Zeit barauf ben Gästen durch ein weiteres Tor bie Führung zu übergeben. Ein Elfmeterball für Lich würbe vergeben. Die Gäste-Elf konnte sogar mit einem brüten Tor ihren Vorsprung erhöhen. Nach ber Pause würbe bas Spiel im Tempo gesteigert, wobei jebe Mannschaft versuchte, ein besseres Torverhältnis für sich zu erlangen. Hier waren es erneut bie Vertreter unserer Wehrmacht, welche einen Hanbelfmeter zu einem weiteren Tor ver- manbelten. Kurze Zeit darauf gelang es Lich noch ein Tor aufzuholen. In dem nun folgenden verteilten Spiel von beiden Seiten konnten keine der beiden Mannschaften weitere Tore für sich buchen. Gegen Ende des spannenden Kampfes bekam Lich einen weiteren Elfmeterball zugesprochen, der abermals neben das Tor getreten wurde, während die Gäste eine gleiche Torgelegenheit ausnützten. Zwischenrunde um die Kreismeisterschast der Jugend. Vorrunde: 16. Februar. Großen-Linden — VfBR. I (2:2); 23. Februar. VfBR. I — Rodheim (12:1); Großen - Linden — Großen - Buseck (5:1); 1. März. Rodheim — Großen-Buseck; 8. März. Großen-Buseck — VfBR.!; Rodheim — Großen- Linden. Rückrunde: 15. März. VfBR. I — Großen- Linden I; Großen-Buseck — Rodheim; 22. März. Rodheim — VfBR. I; Großen-Buseck — Großen- Linden; 29. März. VfBR. I — Großen - Buseck, Großen-Linben — Robheim. Der Stand der Schülerpflichtspiele. Spiele Gew. Unentsch. Verl. Pkte. Watzenb.-Steinberg 6 5 1 0 11: 1 VfB.-Reichsbahn I 6 5 0 1 10: 2 1900 I 6 2 2 2 6: 6 Alten-Buseck 6 3 O 2 8: 4 Garbenteich 6 2 2 3 4: 8 Klein-Linben 6 1 0 5 2:10 Lollar 6 0 1 5 1:11 Die Kleinen von Watzenborn-Steinberg führen die Tabelle an. Die Spielstärke von VfB.-Reichsbahn wird sich durch einige neue Spieler noch verstärken. Bei 1900 ist ebenfalls eine Formverbesserung eingetreten. Alten-Buseck stellt eine ausgeglichene Mannschaft ins Feld. Garbenteich mußte 4 Punkte abgeben, da sie zwei Jugendspieler mitwirken ließen. Klein-Linden stellt eine junge Mannschaft ins Feld, die sich erst noch einspielen muß. Lollar büßte den guten Tabellenstand ein, da es in mehreren Spielen einige nichtspielberechtigte Spieler mitwirken ließ. Die Mckrunde hat bereits begonnen. HandballimKreisLahn-OittlGauXII) Man sollte annehmen, daß mit dem Sieg der Wetzlarer über die Gießener Männerturner die Würfel gefallen wären. Bestimmt ist das aber noch nicht. Denn am nächsten Sonntag kann Lützellinden vielleicht noch entscheidend cingreifen. Verliert nämlich Wetzlar dieses Spiel, so stehen Lützellinden und Wetzlar wieder punktgleich und ein Entscheidungsspiel wäre notwendig. Mtv. Gießen — Tv. Wetzlar 2:7 (2:4). Die Platzbesitzer waren nicht ganz so schlecht, wie das Ergebnis besagt. Allerdings hatte auch Wetzlar keinen guten Tag. Trotzdem muß man den Sieg für verdient ansprechen, weil die Gäste die weitaus bessere Gesamtleistung boten. Es hat keinen Zweck, sich bei einer so guten Mannschaft, wie sie Wetzlar zweifellos darstellt, in Einzelaktionen zu verlieren. Diese Spielweise wird sich immer nachteilig auswirken. — Mit dieser neuen Niederlage haben sich die Männerturner um alle Chancen, evtl, nochmals in die Entscheidung eingreifen zu können, vergeben. Freundschaftsspiele. Tv. Niedergirmes — Tv. Katzenfurt 14:5 (7:3). Die Gäste haben sich als eine äußerst rührige Mannschaft gezeigt, der nur noch die ted)- nischen Feinheiten fehlen. Bei genügendem Training wird sie noch einen recht starken Gegner abgeben. Auch das Jugendspiel verloren die Gäste, aber wesentlich knapper. Der Nachwuchs von Katzensurt ist sehr gut und gibt zu den besten Hoffnungen Anlaß. Tv. AHendorf (Lda). — VfB.-R. Gießen 5:9 (2:5). Beide Mannschaften lieferten sich bei nassen Platzverhältnissen einen interessanten und spannenden Kamps, den die Gießener dank ihres reiferen Könnens sicher für sich entscheiden konnten. Die Gastgeber aber haben, wie bas Ergebnis besagt, gezeigt, baß sie mit ben besten Aussichten in bie tommenben Verbanbsspiele (Aufstiegsspiele) gehen. Fußball im Gau Nordheffen. Nachbem Meister unb ein Abstiegskanbibat ermittelt sinb, richtet sich bas ganze Interesse im Gau Norbhessen auf bie weitere Entwicklung ber Abstiegsfrage. Der Spielverein Kassel kann sich auf eigenem Platz gegen den SV. Bab-Nauheim einen wertvollen Vorsprung vor seinem ..Leibensqenossen" Kurhessen Kassel sichern. Dem VW. Friebderg bietet sich zuhause gegen Kurhessen Marburg bie Chance, enbgültig ben Verbleib in der Gauliga zu sichern. Deutschlands Handball-Elite im Kampf Vier Olympia-Kernmannschaften spielen in Darmsladk. In Ettlingen findet zur Zeit ein Olympia-Lehrgang statt, an dem 50 ausgesuchte Spieler aus allen deutschen Gauen teidiehmen. Als Abschluß des Lehrganges finden am 1. März in Darmstadt zwei Uebungsfpiele statt, bei denen vier aus Kur- fusteilnehmern gebildete Mannschaften antreten. Für Darmstadt, einst Süddeutschlands handball- freudigste Stabt, werden diese Spiele ein großes Ereignis bedeuten. Die Handdallvereine von Darmstadt und Umgebung feiern, ba ab 13 Uhr Spielverbot besteht. Deutsche Eishockey-Meisterschaft. Das Endspiel ist in München. Die Deutsche Eishockey-Meisterschaft wird nunmehr am 6. März zwischen dem Titelverteidiger SC. Rießer See und dem Berliner Schlittschuh- Club entschieden. Austragungsort ist das Münchener Prinzregenten-Stadion. Deutsche Olympiasieger in Schweden. Vom 28. Februar bis 1. März gelangen in Öfter- sund bie Schwebischen Ski-Winterspiele zur Durch- Gießener Siadiiheater Faschings-Kabarett: Karneval bei Prinz Orlofsky. Der Fasching im Gießener Stabttheater begann gestern abenb 20.11 Uhr als Fest am Hofe bes Prinzen Orlofsky (aus ber „Flebermaus") nut einem ausgebehnten Kabarett-Programm, bas nicht minber bunt war als bie Mützen bes erwartungsvollen Publikums. Narhalla-Marsch unb Flebermaus-Ouvertüre gaben sogleich ben Ton an, Herr Frickhveffer (Orlofsky) hieß bie Gäste willkommen, Professor Greif stellte mit bem Original- fernseh- unb -Hörapparat auf Welle Fasching 1936 die Verbindung nach Gießen her, und Herr Nieren, der unter der rheinischen Devise „Mer dont all met" das ganze Personal samt Chor und Orchester mobil gemacht hatte, sprach als Ansager öcn Prolog und stellte gleich den an einem solchen Abend besonders notwendigen engen Kontakt zwischen Bühne und Zuschauerraum her. Nach einem Terzett (Spanisches Gondellied, mit Harfe) erfolgte unter den vertrauten Klängen der Faschingshymne, die im Laufe des Abends immer wieder intoniert wurde, der Einzug des Prinzen Karneval (Heinz Weiser), der alsbald ber närrischen Versammlung seinen Gruß entbot unb erstmal bie anwesen- ben Damen hochleben ließ. * Die Kinbertanzgruppe fanb mit zwei hübschen Nummern allgemeinen Anklang, Kapellmeister Bräuer mit ben „Dorfschwalben" nicht minber. Eine ganz verrückte Angelegenheit, nur am tfa= schingsbienstag zu fingen, war ber „Chor mit Regenschirm", unb nachbem Herr Hub als Aeppelwvi- Balfer aus Sachsenhausen in bie Butt gestiegen war, um bie Versammlung von hier aus anzure- ben, wie ihm ber Schnabel gewachsen war, also auf frankfvrterisch unb mit bem Bembel ba war bie Stimmung im Hause so weit gebiehen daß man als erstes gemeinsames Lieb „Du kannst nicht treu sein" mit Schunkeln fingen konnte. Herr Je t e- ren (Alaaf Kölle!) war unermüblich, unb bie Prinzen Karneval unb Orlofsky saßen m der Proszeniumsloge unb betorierten die Mitwirkenben mit Faschingsorden nach Gebühr. * Der Reigen der Darbietungen im bunten Programm war von erstaunlicher Fülle und ^Mei- tigkeit. Fräulein Henckel! und Herr Lindt erhielten für zwei Duette aus der „Tanzgrasin großen Applaus, Herr Kurt Richter erschien als rheinischer Wanderer mit dem beliebten „Rolanbs- bogen", unb bas Publikum sang als nächstes allgemeines, schon sanft in Fahrt, mit Hingabe ben wahrhaft unsterblichen „Treuen Husaren", ber eben in Köln roieber Triumphe gefeiert hatte. Eine schrecklich-schöne Sache mit violetter Ampel war ber Sketsch „Das letzte Hotelbett" (Fräulein Decker, bie Herren Lüpke unb Kühne), Thery Schultheis unb Herr Wahlich tanzten ein Duett im Altwiener Kostüm, Herr L i n b t brachte zwei Chan- sons (mit unb ohne Hunb), unb bie sehr hübsch instrumentierte musikalische Schaunummer (Jazz- banb Rubolf Loh) beschloß mit einem ungarischen Potpourri unb bem Runbfunk-Pausenzeichen ben ersten Teil bes Bunten Abenbs. * Nach ber Pause begann man unter freunblidjer Mitwirkung bes Publikums mit einem Faschings- lieber-Potpourri. Dann sang Maria Perry einen träumerischen Tonfilmsong; viel Beifall fanben auch bie hübsch unb cratt oorgetragenen Lvlophon- unb Dibraphon-Soli (Herr Kreuter), währenb Hub unb Seitz in Matrosenanzügen als Frankfurter Schulbuben auftraten unb sich ziemlich beutliche Witze erzählten. Damit war benn auch bie Zwanglose Ueberleitung zum „Theater ber Stämme" gegeben. Hier sah unb hörte man bie Herren Schorn unb Rosenthal als Schäl unb Tünnes bei nächtlicher Laterne, bann bie frankfurterische Szene „am Römerberg" (Hub, Volck, Seitz, Decker unb Neuhaus), währenb Herr Kühne unb Herr Lüpke unter munterer Assistenz ber Damen Decker unb Karben sich gegenseitig mit ben ausgesuchtesten Liebenswürbigkeiten ber Rcichs- hauptstabt betrachten, um sich beim Erscheinen bes Schupos Tank unvermittelt zu versöhnen. Herr Seitz brachte noch ein paar erprobte hessische Kleinigkeiten, währenb ber oberbayerische Sketsch „Der Heimkehrer", eine Parobie auf bas verkitschte Bauerntheater, sich in ber Tat als eine Darbietung nur für starke Nerven erwies; Mitwirkenbe: Neuhaus, Greif, Markgraf, Rosenthal, Bley. — Wir hoffen, baß wir bei ber Aufzählung nichts unb niemanben vergessen haben: bas Programm war lang unb ber Abenb schon recht angebrochen, als man sich erhob, um ben Gießener Fasching an- berroeitig zu beschließen. Die Stimmung war fortgeschritten, unb ber Applaus hatte brei Stunben lang nichts zu wünschen übrig gelassen. hth. „Soldaten — Kameraden." Gloria-Palast. Dieser Film (Produktion: Cinephon - Hammer- Tonfilm) stellt sich bewußt in Gegensatz zu ben zahllosen Militärlustspielen unb Schwänken früherer Zeit, bie vielfach zu platten unb geschmacklosen Zerrbilbern ber Dorkriegsarmee würben unb meistens in Kasernenhofblüten unb sogenannten „tollen Situationen" gipfelten, bie bazu angetan sein sollten, bie berühmten Lachstürme im Parkett zu entfesseln. Für ben Film „Solbaten — Kameraben" schrieb Götz Otto Stoffregen zusammen mit R. Schnei ber -Ebenkoben, Hans H. Fischer unb bem Regisseur Toni Huppertz bas Drehbuch. Was sie geben wollten, ist im Untertitel ausgebrückt: ein Bilb aus unserem Volksheer; unb obwohl bie Hanblung in wesentlichen Teilen burch- aus auf einen heiteren Ton gestimmt ist, wirb man boch nicht verkennen können, baß es ben Herstellern nicht in erster Linie barauf ankam, lebiglich mit humoristischen Mitteln banfbare Wirkungen zu erzielen, vielmehr ben neuen Geist ber neuerftanbenen Wehrmach in volkstümlichen Bilbern spürbar werben zu lassen. Es wirb ba geschilbert, wie junge Volksgenossen heute ihre Militärzeit abbienen — unb zwar reicht bie Schilberung vom Gestellungsbefehl bis zur Entlassung. Der Abschieb auf bem Bahnhof, bie Fahrt zur Garnison, ber Empfang dort, ber erste Tag bei ber Truppe, „Brockenfassen", Stubenbienst, Exerzieren, erster Stabturlaub, Gruppenaufnahme beim Garnisonphotographen — „unb bann bie kleinen Mäbchen", wie es bei ßiliencron so schön heißt. Die Frische, mit der die einzelnen Gestalten dieser jungen Soldaten dargestellt sind, paßt gut zu dem volkstümlichen Ton, der ihre Gespräche beherrscht, und zu der Musik, die gewissermaßen als Leitmotiv die ganze Handlung begleitet. Der Marsch „Soldaten — Kameraden", den Robert Küssel zu einem Text von G. O. Stoff re gen komponiert hat, wurde sogar zum neuen Regimentsmarsch des Infanterie-Regiments Nr. 48 bestimmt, bei dem eine Reihe von Aufnahmen für diesen Film gemacht wurden. Angehörige des Berliner Wachregiments wirkten als Statisten mit. Gegen Ende wird die zunächst überwiegend heitere Handlung ganz ernsthaft, und eine Liebesgeschichte gibt den Anlaß zur Ausprägung des Untertons, der biefen Film burchzieht, wenn er bie neue Wehrmacht als bie große Schule bes Volkes kennzeichnet, in ber bie junge Generation zur Kamerabfchaft unb zu tüchtigen, brauchbaren unb anftänbigen Menschen erzogen wirb. Unter ben einzelnen Solbaten- geftalten stellen Franz Niklisch unb Franz Zimmermann die besonders charakteristisch unb beispielhaft gezeichneten Hauptfiguren. Auch Franz Jan Kossak als Unteroffizier, vom Zivil Herti Kirchner unb Vera Hartegg als zwei verliebte Möbels, ber Berliner Komiker Ralph Arthur Roberts oerbienen genannt zu werben. Im zweiten Teil bes Films sieht man übrigens eine Anzahl interessanter Manöoerbilber, bie bei ben letzten großen Herbstübungen bes Reichsheeres ausgenommen würben. * Der Film, ber gestern bei uns seine Uraufführung erlebte, wirb heute im Rahmen einer Festvorstellung wieberholt. — Im Beiprogramm sahen wir Silber von ber Olympiabe, auch schöne Aufnahmen vom Wintersport in Deutschlanb, ferner einen Vorspann zu bem neuen Jannings-Film „Traumulus", Szenen aus einem Abessinien-Film ber Ufa unb bie Wochenschau. —r— Zeitschriften — Das Februar-Märzheft ber „Deutschen Zeitschrift" (Callwey, München) beachtenswert burch ben verschiebenfardigen Reiz, ber burch Beschwörung ber geistigen Bildnisse repräsentativer deutscher Menschen aus verschiedenen Jahrhunderten hervorgerufen wird. In dem Aufsatze des sie- benbürgischen Theologen Gerhard May über bie „Bebeutung bes Protestantismus für bas Auslanbs- beutschtum" ersteht vor uns Persönlichkeit unb Werk bes siebenbürgisch-sächsischen Reformators, Humanisten unb völkischen Erziehers Johannes Honter. Herbert Cysarz macht uns näher mit bem „Großen unb fröhlichen Meister Johann Klaj", bem „hellsten Munb unb bem vollsten Herzen" bes barocken Nürnberger Dichterorbens ber Pegnitzschäfer bekannt. Josef Hofmitter zeigt uns ben „einsamen Wagner", ber seine Werke nur für einen Hörer, für sich selbst schaffe, ohne Rücksicht auf ein Publi- tum, beren Helben nur leibcnschaftlich höchste Steigerungen seines Selbst, beren Landschaften nur Visionen feiner Seele seien. Im Aufsatz „Der Frontsoldat" gewährt Werner Picht uns erschütternden Einblick in die unausweichliche Tragik der deutschen Frontgeneration des Weltkrieges, die tot oder lebend jetzt ihre Rechte auf bie Lebenben gel- tenb mache. Einen beträchtlichen Teil bes Heftes nimmt ein burch Farbigkeit unb Lcbenbig- teit ber Schilberung unb geschickte Verarbeitung ber zuverlässigsten Quellen gleich bebeutsames Kapitel über bie „Schottenkönigin Maria Stuart" von E. Scott ein. irtschast 159: 160: 161: * Ansteigende Schadenszahlen der Kraftfahrzeugversicherung. Die Tarif« ger 6 152: 153: 154: 155: 156: 157: 158: Hebt Nationalsozialismus der Tat, wenn die Kameraden der DAF. für das Whw. am 29.2. und 1.3. euer Opfer fordern! ändert. Stadtanleihen zeigten meist gestrige Kurse. Don fremden Werten 4proz. Lissaboner Stadtanleihe v. 1886 56,25 (55,25). — Tagesgeld unverändert 2,50 v. 5). Die Abendbörse fiel heute aus. Frankfurter Obst- und Gemüsemarkt. Frankfurt a. M., 25. Febr. Das Angebot war in allen Gemüsearten gut, während die Nachfrage nicht befriedigte. Für Feldsalat bröckelten die Preise etwas ab, für Rosenkohl stiegen sie leicht an, im übrigen blieben sie zum Freitagsmarkt der Vorwoche unverändert. Ausl. Blumenkohl, Es- karol und Tomaten sehr gut angeboten, Kopfsalat genügend, Geschäft nur teilweise gut. Preise für Blumenkohl und Kopfsalat gefallen. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 15 und 18 Stück 4,25 bis 4,75 ital., Eskarol, Steige 18, 24 und 32 Stck. 2,00 bis 2,50 ital., Gewürze! gr. Bdl. 35 bis 45, Feldsalat groß 30 bis 40, klein (Mistbeet) 40 bis 80, Karotten 5 bis 6, Kohlrabi (unter) 3,5 bis 5, Kopfsalat Steige 24 Stück 4,00 bis 4,50 span., Schlüpfer 70 bis 80, Lattich 50 bis 60, Meerrettich 35 bis 45, Rharbarber 40 bis 50, Rosenkohl 25 bis 28, Rotkraut 7 bis 10, Sellerie groß 20 bis 30, mittel 15 bis 18, klein 10 bis 12, Spinat 14 bis 15, Schwarzwurzel 12 bis 22, Tomaten Steige 20 Pfd. 3,50 bis 4,00 canar., Weißkraut 6 bis 8, Wirsing 12 bis 15, Winterkohl 12 bis 14, Zwiebeln 8,75 bis 11,50. Am Obstmarkt waren deutsche Aepfel ausreichend angeboten. Bei unveränderten Preisen war das Geschäft nicht besonders lebhaft. Apfelsinen hatten bei reichlichem Angebot langsames Geschäft, aber trotzdem feste Preise U. a. notierten: Aepfel I 28 bis 35, II 20 bis 26, III 15 bis 20, Boskop 28 bis 35, Roter Eifer 20 bis 25, Schafsnase 16 bis 20, amerikanische Aepfel, Kiste 40 Pfund rote 15,50 bis 17,00, Apfelsinen: blond 13 bis 18 span., Blut 18 bis 22 ital., Bananen, Kiste 25 Pfd. 7,00 bis 7,50 Kamerun, 5,50 bis 6,50 Braf., Kranz-Feigen 25 Kilogramm Sack 6,75 bis 7,00, Trauben 45 bis 50 Almeria, Zitronen, Kisten 300 bis 360 Stück 5,00 bis 6,00. Schweinemarkt in Oich. Niederlande: Stand der Sonderkonten im Verrechnungsverkehr mit Deutschland. Niederlande: Keine Zahlungsmöglichkeiten mit Sperrmark auf der Leipziger Messe. Schweiz: Neue Verfügung über Clearing- Kontingents-Zertifikate im Zahlungsverkehr Oie Beschäftigung der Industrie im Januar. Fwd. Die Beschäftigung der Industrie ist im Januar, der Saison entsprechend, weiter zurückgegangen: der Rückgang war fast ebenso stark wie im Vormonat. Nach der Jndustrieberichterstattung des Statistischen Reichsamts hat die Zahl der beschäftigten Arbeiter von 63,8 o. S). im Dezember auf 62,8 v. H. der Arbeiterplatzkapazität im Januar abgenommen. Etwas stärker, von 59,7 v. H. der Arbeiterstundenkapazität auf 57,8 v. $)., ist das Arbeitsoolumen gesunken. Gleichzeitig hat sich die tägliche Arbeitszeit vermindert; sie beträgt 7,39 Stunden im Januar, gegenüber 7,55 Stunden im Dezember. Die Beschäftigung ist zunächst in den Industriezweigen zurückgegangen, die ihre Tätigkeit bereits in den Vormonaten unter Saisoneinflüssen eingeschränkt haben, jedoch ist z. T. die Zahl der beschäftigten Arbeiter bedeutend schwächer gesunken als im Vormonat. In einer Reihe von Verbrauchsgüterindustrien hat sich das Arbeitsoolumen im Januar ebenfalls weiter vermindert, zum Teil auch schwächer als im Vormonat. In diesen Zweigen hält der mit Beendigung des Herbst- und Weihnachtsgeschäftes eingetretene Rückschlag also noch an. In einer großen Anzahl von Industriezweigen ist der saisonmäßige Rückschlag erst im Januar eingetreten. Hier sind vor allem die Verbrauchsgüterindustrien zu nennen, in denen die Arbeiten für das Weihnachtsgeschäft die Beschäftigung noch bis in den Dezember hinein stützten. Endlich hat sich die Beschäftigung in Industriezweigen verringert, die sonst von den winterlichen Saisoneinflüssen fast unabhängig sind, was besonders für einige Jnvestitionsgüterindustrie gilt. Im Gegensatz zu der allgemeinen, vorwiegend saisonbedingten Abschwächung hat die Beschäftigung in einer Reihe von Industriezweigen zugenommen. So hat sich das Arbeitsoolumen im Maschinenbau, im Schiffbau und in der Herstellung elektrischer Maschinen weiter erhöht. Auch in einzelnen Zweigen des Fahrzeugbaues hat sich der Aufstieg fortgesetzt. Andere Industriezweige konnten ihre Tätigkeit nach vorangegangenem Rückgang bereits wieder ausdehnen. So lassen sich bereits in Teilen der Textil- und Bekleidungsindustrie Anzeichen der bevorstehenden Frühjahrsbelebung feststellen. In den Baumwoll-, Kammgarn- und Leinenspinnereien, sowie in den Seidenwebereien und in den Hutfabriken ist die Beschäftigung wieder gestiegen. Frankfurter Möbelmeffe nur für Fachleute zugänglich. Rundfunkprogramm Donnerstag, 27. Februar. Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Fruhkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Musik am Morgen. 10.15: Schul- funk: Volksliedsingen. 11: Gaunachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13 15- Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht: Wolle aus Milch? 15.15: Kinderfunk. 16: Alleweil ein wenig luftig! 17: Lieder mit Klavierbegleitung. 17.30: In der Sprechstunde. Eine Funkszene. 17.45: Das aktuelle Buch. 18: Konzert. 19.45: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: ,.Der Barbier von Sevilla", komische Oper. 1. Pause: Aus Rossinis Leben und Schaffen; 2. Pause: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk. 23: Tanzmusik. Freitag, 28. Februar. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Fruhkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Süddeutsche Unterhaltungsmusik. 10.15: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Sauernfunf. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: „Was brachten die Zeitschriften des Monats?" 15.25: Bucherfunk. 15.45: „Vom Wege des Films". Von H. Ch Mettin. 16: Lieder und Kantaten. 16.30: Unterhaltungsmusik. 17.30: Warum nicht immer 29 läge. Don Edmund Sittig. 17.45: „Vergnügliche Hlstorie". Weltkriegsbegebenheiten von Egon Hill- genberg. 18: Lortzing — Weber — Kreutzer. 19.45: 33on Leipzig: Funkbericht vom Aufbau der großen technischen Messe. 20: Nachrichten. 20.10: Neue Unterhaltungsmusik des Jahres 1935. 21.30: In der Dreiländerecke. Von Hermann Burte. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.25: Sportschau der Woche. 22.45: Unterhaltungskonzert des Landes- orchesters Gau Württemberg-Hohenzollern. 24 bis 2: Nachtkonzert. mit Deutschland. 162: Tschechoslowakei: Stand des Zahlungsverkehrs mit Deutschland. 163: Kreditabkommen für deutsche öffentliche Schuldner. —.— L i ch, 25. Febr. Auf dem diesjährigen Li- cher Fastnachtsmarkt waren 250 Ferkel aufgetrieben. Bei gutem Besuch und flottem Handel wurden bezahlt: für Ferkel bis zu 6 Wochen alt 18 bis 20 Mark, für 6 bis 8 Wochen alte 22 bis,26 Mark, für 8 bis 10 Wochen alte 28 bis 32 Mark, altere bis zu 45 Mark. Fast der gesamte Auftrieb wurde umgefetzt, nur bei Händlervieh blieb gerin- Ueberftanb. führung. Der Veranstalter hat die größten An-I strengungen gemacht, eine möglichst stärke interna« tionale Beteiligung zustande zu bringen. So wurde vor allem Wert darauf gelegt, die deutschen Olym- plasieger Christel Crafnz und Franz Pfnür an ben Start zu bringen. Wie aus Stockholm gemel- bet wirb, haben beide ihre Beteiligung zugesagt. Fwd. Zwischen der Leitung bes Frankfurter Messeamtes unb der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel, Bezirksgruppe Hessen, Fachgruppe Möbel und der Fachgruppe Handelsvertreter und Handelsmakler, Fachuntergruppe 16 (Möbel), wurden Richtlinien für den Besuch der Frankfurter Möbelmesse aufgestellt, die dem Bestreben bienen, die Frankfurter Möbelmesse mit allen Mitteln als bedeutende Fachmesse, zu der nur der zuständige Fachhandel Zutritt hat, weiter auszubauen. Der Besuch der Möbelmesse, die vom 21. bis 24. März durchgeführt wird, ist nur gegen Ausweis der genannten Wirtschaftsgruppen unb für Aussteller gegen Ausweis des Messeamtes gestattet. Von Wichtigkeit ist ferner, daß die Einleitung von Verkaufsabschlüssen und Verkäufen solcher Möbelfabrikanten, die nicht auf der Messe ausgestellt haben, untersagt sind. Die Aussteller sind verpflichtet, sich vor Abschlüssen die Ausweise der Interessenten vorlegen zu lassen, um den Verkauf an Private zu verhindern. bedeutet gegenüber dem gleichen Monat des Jahres 1935 eine Steigerung von 36 v. H. in Haftpflicht und 31 v. H. in Kasko. Das im Jahre 1935 beobachtete starke Anwachsen der Schadenszahlen gegenüber dem Verlauf im Jahre 1934 scheint sich also auch im neuen Jahre fortzusetzen. * Gewinnung von technischen Fetten aus Knochen. Die Ueberwachungsstelle für industrielle Fettversorgung veröffentlicht eine Anordnung, nach der die gewerbsmäßige Gewinnung von technischen Fetten aus Knochenabfällen ihrer Genehmigung bedarf. Veräußerung und Ausfuhr von technischem Knochenfett werden von ihr überwacht. Die Anordnung tritt am 26. Febr. 1936 in Kraft. Mein-Mainische Börse. Millagsbörse freundlich. Frankfurt a. M., 25. Febr Da nur wenig Kundenaufträge Vorlagen, hatte die Börse einen sehr stillen Beginn. Am Aktienmarkt lagen zunächst nur wenig Erstkurse vor, die gegen gestern abend kaum Veränderungen aufroiefen, im ganzen aber eher etwas abbröckelten. Erst im Verlaufe vermochte sich das Geschäft etwas zu beleben, wobei die festere Haltung am Montanmarkt den Ausschlag gab. Hier bietet die unmittelbar bevorstehende Bilanzsitzung der Verein. Stahlwerke, aus der man mindestens 3,5 v. H. (0) Dividende erhofft, immer wieder Anreiz zu kleinen Käufen sowohl des Publikums als auch der Kulisse. Die anfangs nur knapp behaupteten Papiere konnten später meist wieder auf Vortagsstand und teilweise auch etwas darüber aufholen. Von Montanpapieren notierten u. a. Hoesch mit 91 bis 91,50 (91,13), Mannesmann mit 87,75 (87,25), Verein. Stahlwerke mit 85,25 bis 6Z,75 (85,13) und Rheinstahl mit 116 (115,25). Ilse Genuß gaben auf 129,50 (130,25), LaurahMe auf 23,25 (23,50) nach. Chemische Werte lagen sehr still, Farbenindustrie 152,25 bis 152,50 (152,40). Am Elektromarkt war die Haltung etwas leichter, AEG. gaben 0,40, Licht und Kraft 0,50 und Siemens 0,75 v. H. sowie Elektr. Lieferungen etwa 1 v. H. nach. Gesfürel und Be- kula lagen behauptet. Sonst kamen noch u. a. zur Notiz: Reichsbank 186,75 (186,65), Braubank 121 (120,75), AG. für Verkehr 106,75 (106,50), Allgemeine Lokal und Kraft 123,50 (122,50), Metallgesellschaft 112,75 (112,25), Junghans 89 (88,50), AKU. 52 (51,50), Cement Heidelberg 128,50 (128,25). Das Ratengeschäft batte ebenfalls nur sehr kleinen Umfang und die Kurse an den variablen Märkten lagen unverändert. Altbesitz etwa 110,75 (110,75), Kommunal-Umschuldung 87,35, Zinsvergütungsscheine 93,40 (93.40) und späte Schuldbuchforderungen 97 (97). Etwas schwächer lagen zertif. Dollar-Bonds, 6proz. Preußen 61 661,50), 6proz. Spargiro 60,50 (61). Von fremden Werten zogen Mexikaner etwas an, 5proz. äußere Gold 13,90 (13,65). 4proz. Gold. 8,40 (8,40). In der zweiten Börsenstunde wurde das Geschäft wieder stiller. Die Haltung blieb im Grunde aber eft und auch die Kurse wiesen eher noch leicht nach oben. Besonders Montanwerte blieben beachtet so Rbemstahl mit 116,25 nach 116, Verein. Stahlwerke mit 86 nach 85,75 und Hoesch mit 91,75 nach 91 50 Hoher lagen ferner Metallgesellschaft mit 113 50 noch 112,75, AKU. mit 52.50 nach 52, Farbenin- Öuitrie mit 152.65 nach 152.50 und Gesfürel mit 130 nach 129.75. Leicht ermäßigt waren AG für Verkehr mit 106,50 nach 106.75.' Sväter zur Notiz kamen u. a.: Daimler 100.13 (100.50), Scheidean- ftatt 211.50 (212,25), Deutsche Erdöl 112.25 (111 25) Elektr. Pieferunaen 119,75 (120.90). Ebade A bis C 299,50 (301). Lohmener 127.50 (128 25). Moenus 4,50(84), Muag 83,50 bis 84 (83.25), Kaufhof 32 (32,25), Zellstoff Waldhof 121,40 (121,50). Nordd. ^loyd 18,13 (18.25). Am Kassamarkt erhöhte sich die Tore für Voltohm auf 92 bis 93 nach 90 (l K 86) Der Rentenmarkt blieb auch sväter sehr still Am Dfandbnefmarkt lagen die Kurse nahezu nnver- । anöert, einige Liquidationswerte waren mäßig ver- Die Zndustne- unb Handelskammer Gießen gibt Auskunft: Bekanntmachung KP 109 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle betr. Kurspreise. EisifAö"kung privater Verrechnungsgeschäfte mit Belgien-Luxemburg. Zum Verbot der Einfuhr von Reichsmark- noten. Weitere Frachtermäßigungen im Seehafenverkehr. — Neue Ausnahmetarife im deutsch-ungarischen Güterverkehr. Verzeichnis der Artikel des ungarischen Zolltarifs, die nicht an das Einfuhrbewilligungs- Zwangsverfahren gebunden sind. Finnland: Bessere Ueberwachung des deutsch- finnischen Verrechnungsverkehrs. Griechenland: Stand der Clearingkonten mit den verschiedenen Ländern am 31. 12. 1935. Sternfahrten zum Olympia. Die von der Obersten Nationalen Sportbehörde für die deutsche Kraftfahrt in Vorbereitung befindlichen internationalen Sternfahrten für Automobile und Motorräder anläßlich der Olympischen Spiele in Berlin haben bei allen motorsportlich interessierten Ländern starken Widerhall gefunden. Es ist daher zu erwarten, daß auch auf diesem Wege den Weltspielen in der Reichshauptstadt eine große Schar von ausländischen Besuchern zugeführt wird. Es sind nicht nur Einzel-, sondern auch Mannschaftswertungen vorgesehen, und zwar Länderwertungen für die erfolgreichsten Nationalverbände. llSA.-Leichiaihleien in Hochform. Die im Riesenraum des Neuyorker Madison Square Garden durchgeführten amerikanischen Hallenmeisterschaften standen im Zeichen großartiger Leistungen. Neben dem Hallenrekord von Gene Denzke, der 1500 Meter in 3:49,9 Min. gewonnen hatte, wurden noch vier weitere — allerdings nur in USA. geführte Hallen-Weltrekorde aufgestellt. Eddie O'Brien, einer der ersten Anwärter auf den olympischen Sieg über 400 Meter, gewann die 600-Meter-Meisterschaft in der neuen Rekordzeit von 1:21 Min. und verhalf als erster Mann tn der Schwedenstaffel (400, 300, 200, 100 Meter) der Neuyorker Universität in 2:00,4 Min. zum Siege. Charles Hornbostel durchlief die 1000 Meter in 2:29 Min., der Kalifornier Norman Bright benötigte für 5000 Meter nur glatt 15 Min. Phänomenales Können offenbarten wieder die Hochspringer. Der Neger C. Johnson schnellte sich vom glatten Parkettboden über eine Höhe von 2,05 Meter, die nur um 0,4 Zentimeter unter dem Weltrekord seines Landsmannes Marty liegt. Die gleiche Höhe bezwang auch Dave Burke, ein ganz neuer Mann, der im Stichkampf nur knapp gegen den Schwarzen unterlag. Eine zweite Ueberraschung war die Niederlage von Jack Torrance, des Weltrekordinhabers im Kugelstoßen. Der auch in Deutschland bekannte riesige Amerikaner wurde von Dimitri Z a i tz aus Boston besiegt, der mit einem Wurf von genau 16 Meter den Titel an sich brachte. Kurze Gportnotizen. Der Wasa-Lauf, Schwedens volkstümlichster historischer Skiwettbewerb, wird am Sonntag zum 13. Male ausgetragen. Es handelt sich um einen Langlauf über 85 Kilometer von Sälen nach Mara. Das Rennen hat wieder eine ausgezeichnete Besetzung gefunden; u. a. befindet sich auch der Olympiasieger im 50-Kilometer-Lauf, Axel Wikström, am Start. Ungarns Olympia - Eishockeymannschaft trug, von Hamburg kommend, am Montag im Berliner Sportpalast ein Spiel gegen die Zehlendorfer „Wespen" aus und gewann 2:0 (0:0, 2:0, 0:0). Einen hohen kanadischen Eishockeysieg gab es vor 5000 Zuschauern in Prag. Mit 9:1 (4:1, 4:0, 1:0) siegten die Kanadier über eine tschechische Auswahlmannschaft. Finnischer Schnellaufmeister wurde Ossi B l o m q u i st vor seinen Landsleuten Birger Vasenius und Ojala. Vierzehn Rennwagen wurden bisher zum 8. Großen Autopreis von Monaco, der am 13. April ausgetragen wird, gemeldet. Die deutsche Automobilindustrie ist dabei durch sieben Wagen, vier von Mercedes-Benz und drei der Auto-Union, vertreten. Zims - Küster, die in vier hintereinander ausgetragenen „Nacht" - Rennen in Berlin, Dort- munö, Basel und Stuttgart gegen stärkste ausländische Konkurrenz siegreich blieben, wurden für Sonntag zu einem 100-Kilometer-Mannschafts- rennen nach Paris verpflichtet. Eine 4X10-Kilometer-Ski staffel für Kreismannschaften wurde am Sonntag bei den Bayerischen Skimeisterschaften in Berchtesgaden gelaufen. Sieger wurde in 2:52,13 Std. die Chiem- kreisstaffel (Speckbacher, Ponn, Däuber, Zeller) vor München I und II. Ivar Ba llan gruud gewann das Internationale Eisschnelläufen in Oslo tn der Gesamtwertung sicher vor seinen Landsleuten Mathisen und Harald- sen, sowie dem Oesterreicher Max Stiepl. Bei Frankreichs Skimeisterschaften in Chamonix belegten die fünf teilnehmenden Norweger im 18-Kilameter-Langlauf die ersten fünf Plätze. Arne Larsen siegte in 1:06,32 vor seinen Landsleuten Gjöslin, R. Kaarby, O. Lian und S. Röen. Bester Franzose war als Sechster Gindre in 1:19 Std. gemeinfchaft der Kraftfahrzeugoersicherer teilt mit: Jrn Monat Januar sind bei den in der Tarifgernein- chaft der Kraftfahrzeug - Versicherer zusarnrnen- ;eschlossenen privaten und öffentlich-rechtlichen 93er« icherungsunternehrnungen 28 124 Haftpflichtschäden und 12 669 Kaskoschäden angemeldet worden. Dies Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse Frank,un a. M. Berlin Sranffurt a. M. Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 2TL hin! börsc 24 2. 97,4 110,75 110,65 110,65 110,5 99,9 100,05 100,1 100,1 16 16,5 98,25 98,25 121,5 98,25 96,4 96,4 96,4 101 101,05 92,5 92,5 115 114,75 115 114,75 96,5 96,5 6 128,5 101,5 101,55 101,5 101,5 101,65 Banknoten. 101,65 97 97 97 97 112,25 61,54 61,78 91,5 9 9,4 Die hinter den ani 92,25 92,25 186,65 111,25 112,5 91,13 92,25 92,25 186,75 128 132 176,5 128,13 32,25 301 174,5 171,5 29,75 91,5 198 7 7 130,25 86,75 87,25 18,25 106,5 117 93 127,5 131,5 175,25 127,5 91,5 91,5 186,75 16 26,5 18,25 106,75 117,75 92,75 92,25 92,25 186,65 o: . o • 5 . 5 7yJ 100,5 150 51,5 91,5 121,5 87,5 85,13 19,5 63,14 81,04 33,68 63,40 81,36 33,82 97 108,7 37,75 140 119,75 133,5 115 130 37,9 140,25 120,25 133 115 129,4 127 127,5 131,75 175,5 128 97 108,7 129,5 87 87,9 38,13 140 120,9 134 116 129,75 125,4 127,5 131,75 176 128,25 18,13 106,5 117,5 93 38,13 140,4 120,25 134 115,65 129.75 97 108,65 97 108,65 16,65 25,5 18,65 107 117,25 93 96,75 111,65 112,5 91,75 163 129,65 87 87,5 Siemens L Halske. Lahmeyer L Eo. . 4| 98 7 128,25 4% Drsterreichtsche Goldrente.... 4,20% Oesterreicytsche Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4%% vesgl. von 1913.......... 5% abgest. Goldmextkaner von 99 4% Türkische Bagdaobahn-Anleihe Serie 1..................... ManSfelder Bergbau .. Kokswerke........... Rheinische Braunkohlen Rheinstahl ........... Bereinigte Stahlwerke. Ltavi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth 8,65 8,75 8,7 13,9 29,5 1,2 8,8 8,75 8,75 13,6 7| 152,4 9 212,25 6l 107,5 61 121,5 4| 112,25 Dividende an. - Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. 1,25 8,8 8,75 8,75 13,65 1,2 8,8 8,85 8,75 13,9 «E.G............... G Bekula ""‘jo Elektr. LieferungSgesellichaft''. 5 Licht und Kraft ... 6y Felten & Guilleaume 4 ^'Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ... a Rhein. Wests. Elektr..........£ SchlickertLEo. .. . Berlin,25.Feöruar Amerikanische Roten Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten Ungarische Noten 3- ®. Farben-Jndustrie Scheideanstalt........ Goldschmidt Rütgerswerke Metallgelellschast Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. 96,5 111,5 111,5 91,4 162,5 129,5 86,75 87,25 börsc 24-2 100,5 97,4 103 25.2. 100,5 97,4 102,9 25.2 100,25 97,4 102,9 Hamburg-Amertka-Pakel 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 Norddeutscher Lloyd .........o ÖL®, für Verkehrswesen Akt. .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... g Commerz, und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und D'Zconto- Gesellschaft............ n Dresdner Bank 0 Retchsbank ..........”’’12 Buderus . Deutsche Erdöl ? Harpener jt Hoesch Etsen-Köln-Neueisen '' g Ilse Bergbau .............. 6 Ilse Bergbau Genüsse..... ’ ’ g Klöcknerwerke ............... 8 ManneSmann-Röhren o Gritzner oi ®r±Ita£?er^ HSchki a M.'" 4 Süddeutscher Zucker ........10 Schultheis Patzenhofer 4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg.............. 5 Zellstoff Waldhos 5 Zellstoff Aschaffenburg 0 Dessauer Gas ............... 7 Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum g Lrenstein & Koppel 0 Westdeutsche naufhof 0 Chade......... 71, Accumulatoren-ffabrik1« Eonti-Gummi............... g Briet 2,432 41,92 54,84 12,295 16,42 169,14 Geld 2,412 41,76 54,62 12,255 16,36 168,46 6 132 61 — 12 — 4 115,25 Oatum 6% Deutsche RcichSanleihe v. 1927 4% Deutsche ReichSanl. von 1934 &¥i% Boung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............ 4*/»% Deutsche ReichSpostschatzan Weisungen von 1931, I....... 6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 4y,% ehem.8%Hessische Landes, banl Darmstadt Gold R. 12.... t>y2% ehem. 4y,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadlLioui 4!>% ehem. 8% Darmst. Komm LandeSb.Goldschuldvcrichr. R. 6 Oberhessen Provinz-Anlethe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten <¥t% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bid 1935 6%% ehem. 4/2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbriese....... t>Vi% ehem. iy2% Rheinische Hyp.-Bank-Ltyu.-Goldpse. ... 4¥i% ehem. 8% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 4*/i% ehem. 7% Pr.LandeSpfand- briesanst., Gold Komm. C61.VI Eteuergutsch.BerrechnungSk. 34-38 I Schluß« I fürs Datum | 24-2. Frankfurt a.M. Berlin (Schlußkurs (Schluß!. Abend- börs- Schluß- turs Schluß!. Mittag- börfe Datum 24-2. 25-2 24-2- 25.2. 4% vesgl. Serie 11 ............ 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 4^9i>Rumän.vereinh.Rentev.1913 4% Rumänische verctnh. Rente .. 2)4% Anatolier ......... ... 6,4 9,15 5,35 37,75 9 6,5 9,2 5,35 37,65 9 6,5 9,15 5,35 37,75 9,25 9,2 5,35 37,6 Schluß!. Abend- börfe Schluß- kurs Schluß!. Mittag« 25.2 24.2 25.2. 132 132 132,25 — 119,65 119,5 — 222 220,5 116 115,4 116,65 85,9 85,13 85,9 19,13 19,4 19,13 — 128,5 128,25 122 121,25 122,25 — 186 186 152,65 152,65 152,4 211,5 —— 107,5 107 107,5 120,5 120,65 120,25 113,5 112,5 113,9 1 98 98,5 98,25 128,9 1 128,5 — 99,25 99 52,5 51,65 52,4 91,25 90,25 90,5 121,4 120,75 120,75 87 87,9 87,5 — 125,75 126,25 100,13 100,5 100,13 150,13 149,5 149,75 — 78,25 78 32 32,4 32,4 299,5 301 299,5 174 174 173,5 171,75 176 29'75 29,65 29,4 91 — — 197,75 1 198 198 24.Februar 25.Februar Amtliche Geld Notierung Bries Amtliche Geld Notierung 1 Brief Buenos alte. 0,678 0,682 0,678 0,682 Brüssel .... 41,92 42,00 41,91 41,99 Rio de Jan. 0,139 0,141 0,139 0,141 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,81 54,91 54,88 54,98 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,275 12,305 12,29 12,32 Heliingfors.. 5,41 5,42 5,415 5,425 Paris ...... 16,415 16,455 16,41 16,45 Holland ... 168,88 169,22 168,88 169,22 Italien..... 19,76 19,80 19,76 19,80 Japan ...... 0,717 0,719 0,718 0,720 Jttgoilawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Lsio..... : 61,68 61,80 61,75 61,87 Wen....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon... 11,135 11,155 11,15 11,17 Stockholm... 63,29 63,41 63,36 63,48 Schweiz ... 81,23 81,39 81,22 81,38 spanten.... 34,02 34,08 34,02 34,08 Prag....... Budapest .. 10,30 10,32 10,30 10,32 Neu York ... 2,461 2,465 2,460 2,464 I 5“i* ! 1 st,7» etwas j 'J ’ I Kgff. I *« I „Illi reichlich *r I iigievalsbetrieb H «q und der M Ken Betriebs. K in der N ■ W! sich 'M ■ imnterbewegte B irrte, die da k ■ j Abendzeit Yi I -;nge tummelte! ■ Ätt Art - ■ sniae Erwachse ■ ch nicht ein J herum, d, llp dokumentiere! Win Papierschlar W)it Luft, im üt ■e allein reich W Hauptsache in d ■ jungen Burschen Dch mit dem Marren-Pritsche | getan sei und ' ■ bibürfe. Das n ■ ben gestrigen ■ Abendstunden i ■ weg bis zum I und das allenfl I [pieler und ein I | Nuance erwei ■ Neugierige in I Etwas färb I Strafen erst i I den, als die 1 I sich auf den ü I machten. Dabt I eijante fioftüm I Mäntel oielfad) » 'tcnfd)läg.»rei d- II -'iten Abend hi 11 lgs war diese eibener als ii aber mit den manber herum! 3n den Gast! ; Hochbetrieb, w Mitternacht I de Räumlichkeii allenthalben soll ; W gewesen Ren Morgens Wt „frühen" tonnten wir Heu misflrbeit durch Mill Vornan I ^°pyright 1936 I ^Fortsetzung. ÄW blüh 7 unb Singe ,"»d als nid)i ’ 9'Horber aus yQ i,inb Krad, jw mit der c vktod! O2 ,Q.ul“nal)m. te'rgt‘n» lNer mibxlbe' Site? Ache! Ä » dK («blr ?ut bei 'Ii iJ "’M nicht ® unb ej (fs ..Das teil Wlte.^bj) S5 ÄJJ Mittwoch, 26.8ebruaN9Z6 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhellen) Hr.48 Drittes Blatt Fastnachtsdienstag U furl Den Kindern machte der Maskenball ganz besonderen Spaß. (Aufnahme: Photo-Pfaff, Gießen.) Sammelbüchsen im Hause der Deutschen Arbeitsfront, Schanzenstraße 18, an. Die Gießener Betriebe werden gebeten, die benötigten Sammelbüchsen für die Betriebs- fammlung am Freitag, 28. Februar, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr, bei der Kreisamtsleitung der NSV.» Gießen, Löberftrahe 9, entgegenzunehmen. Wir kennen die Not, wir helfen mit! Oie Deutsche Arbeitsfront sammelt für das Winterhilfswerk. esjährigen Si. 250 Ferkel auf- flottem Handel 6 Wochen.alt i alte 22 bisO ) bis 32 Mark, Warnte Auftrieb eh blieb gerjn- Am 29. Februar und am 1. März steht die gesamte Deutsche Arbeitsfront mit all ihren Gliederungen im Dienste des Winterhilfswerkes. An dieser ersten DAF.-Sammelaktion für das WHW. werden sich alle Walter der Deutschen Arbeitsfront, alle Warte der „Kraft durch Freude", alle Betriebsführer, alle Betriebswalter und alle Vertrauensmänner beteiligen. Am Samstag, 29. Februar, wird die Tagesarbeit in den einzelnen Betrieben durch einen Sonder-Betriebsappell eingeleitet werden, der auf die Bedeutung und die großen Leistungen des Winterhilfswerkes aufmerksam machen wird. Nach diesem Betriebsappell wird an jeden Betriebsangehörigen die Bitte gestellt, seine Spende für beu notleidenden Volksgenossen zu geben. In verschiedenen Orten des Kreises wird die NS.-Gemelnschaft Kraft durch Freude" Sonderveranstaltungen für das Winterhilfswerk durchführen, bei denen Sammlungen durchgeführt werden. Die Reichsftraßen- und Gaststättensammlung wird durch Platz- und Straßenkonzerte belebt werden. Für diese DAF.-Sammelaktion wird als WHW.- Abzeichen eine weiße Narzisse, hergestellt aus Kunstharz, ähnlich wie das bereits bekannte Edelweiß-Abzeichen, ausgegeben. Sämtliche Sammler treten am Sonntag, 1. Mär;, um 8.30 Uhr, zum Empfang der „Bleibt nur solange ihr wollt, ihr Lieben, ich mache es mir bequem und faulenze in allen Tonarten", sagte sie, die Mutter zum Abschied küssend, du ahnst ja nicht, wie wohl mir diese Ruhe hier tut, es ist so schön, gar nichts ,vorzuhaben nach dem ewigen Getriebe der letzten Jahre." So geschah es auch. Sie lag im losen Kimono auf dem Divan, in einem angenehmen Dämmerzustand zwischen Wachen und Träumen, und dachte dabei so viel und so stark an Drau, daß es ihr wie eine Antwort auf ihre Sehnsucht schien, als es am Nachmittag klingelte. Ihr Wunsch hatte ihn herbei- gerufen, seine letzten Zeilen aus Schlesien sprachen von baldiger Heimkehr. Nun war er gekommen. Aber als sie die Tür öffnete, stand ein anderer vor ihr und war in der Diele, ehe sie, Kranksein vorschützend, ihn abweisen konnte — Bruck. „Verzeihen Sie mein Eindringen, aber ich mutz Sie sprechen — am liebsten allein — Die Hellen Augen flogen wieselflmk durch den Grau In grau — das war das Kennzeichen des gestrigen Faschingsdienstages inGießen. Schon das Wetter war den ganzen Tag über trüb und dunstig, daher auch nicht geeignet, so etwas wie eine rechte Fastnachtsdienstagsstimmung aufkommen zu lassen, oder zu fördern. Es war — mit einem Wort gesagt — trübselig, wie der heutige Aschermittwochfrüh auch nur aus lauter Trübsal und nassem Schneefall besteht. Und wie diese Art des Fastnachtdienstagswetters XÄ ' " Die öeutfche Arbeitsfront ' Öürth freute" Werten: Aepfel "s 20, Boskop .Msnafe 16 ^0 Psund rote 3 bis 18 span, e 25 M. 7,00 7'00, Trauben n 300 bis 360 stillen Flur. ... . Es blieb der jungen Frau nichts anderes übrig, als den ungebetenen Gast ins Wohnzimmer zu führen. Was hatte ihn hergebracht? Waren Mama oder Hans nur da--Beklommen bot sie Bruck einen Stuhl an, setzte sich zögernd durch einen kleinen Tisch von ihm getrennt, der dasaß und |ie ansah, ohne ein Wort zu sagen Sie wollten mir etwas Mitteilen, Herr Bruck. Er schien aus tiefer Versunkenheit zu erwachen. Ja Es ist besser, Sie erfahren es heute durch mich, als morgen durch die Zeitung. Stalling ist heute vormittag verhaftet worden", erwiderte er endlich kurz und geschäftsmäßig. Entsetzt beugte Elfriede sich vor. Hatte sie recht ^Verhaftet, sagen Sie?! Ja, um Gotteswillen — warum denn?" , r , _ ,a . .. Bruck zuckte leicht die Achsel. „Fehlspekulationen — ich habe ihm immer geraten, die Finger davon zu lassen, zu dem Spiel gehört mehr Geschick und Erfahrung, als der gute Teddy besitzt." Und Sie?" fragte Elfriede, ihren Gast groß an's'ehend, konnten Sie Ihrem Freund nicht helfen?" Ein kaltes Lächeln stand in dem blassen Gesicht, das Elfriede noch fahler als sonst und krankhaft aufgedunsen fand. „Einem Dummkopf zu helfen ist Zeitverschwendung, denn er tappt wieder ins Unheil und reißt einen womöglich mit hinein." Ah, das fürchten Sie —" Nein", das Lächeln wurde breiter, „Ihr Wunsch geht leider nicht in Erfüllung, ich fürchte nichts, habe meine Karten vorsichtiger gemischt als Freund "M, ’M |69-11 61^ 41-9 0,1 3,0 54,98 46,90 12,32 5-425 19.80 0,720 5,666 6i i 49-05 11,1? s>,Z 10,32 2,464 MM. ir. iymnastik. 6.30: ichrichten. 8.10: !. 10.15: <5d)ul> 'richten. 11.30: Magskonzert. ibezirk). 13.15: ): Allerlei von it: Wolle aus ml ein wenig jng. 17.30: 3n jl . 17.45: Dos r Tagesspiegel hrichten. 20.10: Dper. 1. Pause: ».Pause: Nach- 23: Tanzmusik. Der „frisch aus dem Ei gekrochene Marburger Elferrat". tümmel um sich her vergaß und sie in seine Arme riß. Dann begann der Schaffner, die Türen zu schließen, Selld^n mußte einsteigen. Ein grünes Zeichen flog hoch - langsam setzte der Zug sich m Bewegung, glitt aus der Halle. Sem Gesicht am Fenster — ein letztes Grüßen aufleuchtender Augen, die aneinander hingen, bis die lange Wagenreihe in der Ferne verschwand. Auf stundenlangen Umwegen ging Grete Mer- oius heim. Doch als sie endlich zu Hause angelangt, war sie heiter und freundlich wie stets Nur eine größere Stille als sonst lag wie em leichter kaum merkbarer Schleier über ihrem ganzen Wesen, die die Mutter auf die Leere nach angeregter und anregender Schaffenszeit schpb. Elfriede, die es besser wußte, war voll bewundernden Staunens über der Schwester Fassung. Mit keinem Wort verriet sie sich, beherr chte ihr Herz so sehr, daß Frau Margret ahnungslos über das blieb, was zwischen »hrem Kmd und dem schwedischen Forscher geschehen. Aber es war doch Trost und Erleichterung, diese wundervollen Herbst- tage im Freien mit Freunden zu verleben, die von der ganzen Angelegenheit überhaupt nichts wußten — und doch von dem Abwesenden oft und gern dem eigentlich fröhlichen Charakter dieses Tages alles schuldig blieb, so war es fast ebenso auch mit dem Faschingstreiben r t auf der Straße selbst bestellt. Kurz gesagt, wir erlebten diesmal in Gießen am Fastnachtsdienstag einen reichlich tristen Fasching, der gegenüber dem Karnevalsbetrieb der letzten Jahre erheblich abfiel. In den Nachmittaasstunden waren der Seltersweg und dsr Kreuzplatz wiederum die Stätten des großen Betriebs. Leider bestand dieser große Belieb in der Hauptsache aber nur darin, daß viel Zioilvolk sich im Bummel die Straße hinauf- und herunterbewegte und neugierig der Faschingsdinge harrte, die da kommen sollten, leider aber bis m die Abendzeit hinein nicht kamen. In der Vvlk^ menge tummelten sich eine Anzahl Kinder, die sich auf ihre Art „kostümiert" hatten, ferner liefen einige Erwachsene, nach unseren Beobachtungen noch nicht ein Dutzend, in irgendeiner „Kostümierung" herum, die dadurch den Karneval in Gießen zu dokumentieren beabsichtigten. Hier und da ö)ur= den Papierschlangen geworfen, Konfetti swg durch die Lust, im übrigen knallten die Papp-Pritschen, die allein reichlich zu bemerken waren in der Hauptsache in der Hand von jungen Mädchen unö jungen Burschen, die der Meinung zu sein schienen, daß mit dem Besitz und der Handhabung einer Narren-Pritsche allein dem Fasching Genüge getan sei und es dann eines Kostüms nicht mehr bedürfe. Das war das Faschingsbild, das man m den gestrigen Nachmittags- und in den frühen Abendstunden vom Selterstor durch den Selters- weq bis zum Marktplatz hin beobachten konnte und das allenfalls noch durch emen Zlehharmonlka- spieler und einige Autohupen hier und da um eine Nuance erweitert wurde. Im übrigen aber nur nach Marburg. Die bäuerliche Bevölkerung des Umkreises nahm regen Anteil und die vielen Mädchen in ihren hübschen Trachten belebten das Stadtbild. Von den Pritschen wurde schon um die Mittagsstunde reger Gebrauch gemacht, Konfettiregen gab es auch überall, Luftschlangen hingen in langen bunten Fahnen von den Schnüren, die über die Straßen gespannt waren. Der Festzug selbst war mit viel Humor zusammengestellt. Da war der Elferrat „soeben frisch aus dem Ei gekrochen", da gab es eine Prinzengarde und den Prinzen, selbstverständlich auch viel Musik. Manches aktuelle Thema der Stadt wurde glossiert, ein Stadttheater mit moderner Drehbühne und großem Ensemble wurde dargestellt. ■, Ein Stadttheaterorchester machte Zukunftsmusik. Sinnbild des ganzen Festzuges war die .Marburger Jungmühle", die es in zwei Variationen gab. Der Negus und sein Stab fehlten auch nicht und die Königin von Appelsinien ritt auf einem großen Elefanten mit. Die „Ketzerbächer" wie auch die Vorstädter beteiligten sich ihrerseits sehr eifrig am Festzug und stellten Musik und mehrere Wagen. „Drei lustige Gesellen vom Marburger Sender" (mit Laterna magica und „bet Herrmännche") sowie „Pat unb Patachon" waren im Festzug zu sehen. Von einer neuen Kaserne würbe gefabelt unb von ber ach, winzig kleinen Jugenbherberge. Das Stabtparla- ment von ehebern erlebte Urständ, um die Abschaffung der Biersteuer zu beschließen. Der „Tatzelwurm" als Beschützer der Marburger Rodelbahn schlängelte sich im Festzug mit. Der Winter war dargestellt mit dem schriftlichen Versprechen echten Schnees im nächsten Jahre. Eine Mannschaft im Viererbob rodelte vor ihm her auf dürrem Laub. Auch die Meckerer, Wühlmäuse und sonstige Gegner der Marburger Fasenacht wurden charakterisiert. Vergangene Zeiten wurden in schönen Darstellungen heraufbeschworen; nach dem 4000. Studenten wurde mit einem großen Fernrohr geguckt das neue Volksauto zeigte sich in einer originellen Konstruktion. Kaum läßt sich aufzählen, was es alles zu sehen gab! Den Marburgern ist es mit ihrem großartigen Festzug glänzend gelungen, die ganze Stadt in Stimmung zu bringen. Die Leute, die den Festzug bestaunten, liefen von einer Straße zu anderen, um den Zug noch einmal zu sehen. Als sich der Festzug aufloste, flutete alles in die Lokale, die Gymnastik. 6.30: achrichten. 8.10: !rhaltungsmusil. hör zu! UK Mittagskonzeii. debezirk). 13.15: 10- Allerlei doi t. 15.15: „Was onats?" 15.25: s Films". Son iten 16.30: Ur licht immer » . „BergnugW von Egon E Kreutzer. W bau ber g* 9.10: Neue Dm 21.30: 3n ber 22: An-Mien Zporl chau der te Ä"d«' ,-mAbisr. Bordfest in Gießen am 29. Februar im Cafe Leib. Anläßlich der ersten Sammelaktion der Deutschen Arbeitsfront für das Winterhilfswerk 1935/36 fuhrt KdF. ein Bordfest im Cafe Leib durch. Großer „Kehr aus" des Faschings in Gießen Der am 15. Februar gestartete Seedampfer „Kaffee Bauch kehrt von fröhlicher Faschingsfahrt zurück. Das Kostümfest mit „Kraft durch Freude" in alle Lon- der der Erde war ein Erfolg. Das Bordfest mutz ein größerer Erfolg werden, schon deshalb, weil der Reinertrag dem WHW. zufließt. Künstler des Stadttheaters haben sich zur Verfügung gestellt, ebenso die lustige Bordkapelle Krengel. Aus 3ur lustigen Fahrt! Eintritt einschließlich Tanz 0,60 Mk. Teddy. Aber das Leben hier ist langweilig geroor« den, ich stehe im Begriff, ins Ausland zu reifen — und lade Sie hiermit feierlichst ein, mich zu begleiten!" Der Mann war besessen. Elfriede setzte sich, ihre aufsteigende Angst niederzwingend, steil aus. „Wenn Sie wollen, daß ich Ihnen weiter zuhöre muß ich Sie bitten, das Thema zu wechseln, Herr Bruck, sonst —" sich halb von ihrem Sitz er- hebend. .. Der winkte begütigend ab, blieb ruhig, mit gekreuzten Knieen sitzen. „Sie wollen nicht? Schade. Nun, sprechen wir von etwas anderem, bas mir gerabe einfällt unö Sie gewiß auch interessieren wirb." Seine Brillengläser, vom Licht ber untergehenden Sonne getroffen, funkelten fie an. „Denken Sie nur, durch puren Zufall habe ich erfahren, baß bie Höhe ber Witwenpension, Die Ihre Frau Mutter bezieht, auf einem Irrtum be- ruht! Man hat sich seinerzeit in ber Zahl ber Jahre, bie Ihr Vater in Regierungsbiensten stanb, um em kleines geirrt unb bie Pension auf bas Doppelte ber eigentlich zulässigen Höhe bemessen. Spaßig, nicht? Es wäre nur sehr bebauerlich, wenn bie Heine — sagen wir mal: freunbschaftliche Schiebung je zur Kenntnis ber Behörbe käme, bie es oerbammt genau nimmt. Nun, bas ist ja kaum anzunehmen, wenn es nicht gemelbet wirb Weiß bis in bie Lippen saß Elfriebe Stalling ba unb starrte in bas tückisch lächelnbe Gesicht. Daß Marr Bruck bie verschiebenartigsten Beziehungen hatte, wußte sie von Stalling, es gab keine Stelle, an bie sein Einfluß unb bie Macht seiner Millionen nicht reichte. Um zu erfahren, ob er log ober bie Wahrheit sprach, mußte man Recherchen an» stellen — unb wenn, was er ba sagte, stimmte... Ohne einen Gebauten an bie Zukunft hatte sie ber beglückenden Gegenwart gelebt — unb hätte doch wissen müssen, wie es um ber Mutter ^Verhältnisse bestellt war. Hatten bie Jahre bes Wohl- lebens sie um jegliche Rücksicht gebracht? Sie hatte bas ohnehin schmale Haushaltbubget, bas burch ihr Hiersein nun mit Vermieten nicht mehr aufgebessert werben konnte, noch schwer belastet. Gretes Verbienst fiel fort, ob fie eine neue Stellung fand, war zum mindesten zweifelhaft. Was blieb übrig, was konnte fie tun, wenn Mutters Pension letzt : noch gekürzt wurde? Dem Mann ihr gegenüber, dessen beobachtender Blick sie wie em stechendes Bohren auf sich ruhen fühlte, war alles zuzutrauen, 1 wenn man seinen Wünschen nicht gefügig war — (Fortsetzung folgt!) der ebenfalls zu der Wandertour aufge- fordert worden war, hatte zu seinem flrofoen ßeib- wesen absagen müssen, weil die Prima seines Gymnasiums gerade einen Kuustabeud veranstaltete, an dem er Geige zu spielen hatte. „Immer, wenn was Nettes los ist, kann ich nicht", trauerte er, „all bie Tage vorher hatte es so fein geklappt, aber ba mußte natürlich Sau- ^^Geh^boch mit mir nach Moritzburg", schlug Frau Margret vor, ber bie Enttäuschung des Jungen nahe ging, „wir gehen gleich vach Dsch, laufen burch ben Walb - bie Färbung soll herrlich fern - unb trinken Kaffee in ber reizenben alten Walb- schänke. Fütterung ber Wilbschweine unb Hrrschkom tert finb im Programm gratis einbegriffen. Ich kann nie vergessen, wie es Vater unb mid) burd)» schauerte, als wir vor Jahren bas Orgeln ber Hirsche in ber Dämmerung horten, so etwas weltliches von Klang vernahmen wir noch nie. Sans war begeistert. Die Mutter war ein feiner Wanberkamerab, man vergaß oft, bah sie „nur ^^Elftiebe bat, zu Hause bleiben zu bürfen. Sie hatte tags zuvor Migräne gehabt unb war noch angegriffen von ben Schmerzen Faschings-Nachtschwärmern in vielfältiger Weise selbst feststellen, die sich gegen 6 Uhr meist m reichlich „illuminiertem" Zustanb auf bem Heimweg be- fanben. Unb am Enbe steht für alle biese ous- bauernben Stellungshalter bes Karnevals nur eins: ein riesiger Kater! So feierte Marburg den Fasching. Die Marburger zogen ihren Fasching in ber Erinnerung an frühere Faschingstreiben so auf, daß er Hanb unb Fuß hatte unb sich sehen lassen konnte. Besonbers gestern stanb bie Stabt ganz unter bem Zeichen bes Stichwortes: „Die Jungmühle bes Frohsinns". An ben meisten der Gaststätten war ein großes Winbmühlenrab angebracht, zum Zeichen bes Faschingsbetriebs in biefen Räumen. Am Abenb leuchteten biese Winbmühlenflügel bunt auf unb brehten sich luftig im Kreise. Den Höhepunkt bilbete ber große Faftnachts- umzug, ber ganz Marburg unb nicht nur Marburg auf bie Beine brachte. Die Eisenbahnzüge aus der weiten Umgebung brachten große Menschenmengen Neugierige in Zivil... . Etwas farbenfroher wurde das Bild tn ben Straßen erst im Verlaufe der späteren Abendstunden als die kostümierten Männlein und Weiblern sich'auf den Weg zu den Fafchings-Tanzlokalen machten. Dabei konnte man h,er und da interessante Kostümierungen sehen, jedoch verdeckten die Mäntel vielfach die Kostüme fast gänzlich Die Prit- schenschlägsrei vom Nachmittag währte bis m Den späten Abend hinein im Straßenbetneb an allerdings war diese „Arbeit" am Abend erheblich bescheidener als in den Nachmittagsstunden, wo die Kinder mit den Pritschen in eifrigster Weise aufeinander herumtrommelten. In den Gaststätten herrschte etwa von 21 Uhr ab Hochbetrieb Manche Lokale mußten schon lange vor Mitternacht zeitweilig den Zugang sperren, da die Räumlichkeiten vollständig überfüllt waren. Allenthalben soll der Betrieb flott und voller Stimmung gewesen sein, ferner bis in die heutigen frühen Morg „Wenn ich ba unten mein Werk ?vllenb h - komme ich wieder, Greta, denn mew. Herz bleibt bei bir. Aber bu bist frei, ^"b, 9 L ' ^iebe in mir nur d-n treuen Freund >eh°n. Wenn ueo zu dir kommt, dann weise sie nicht °b das '-ernrn Ist lang und einsam ohne sie. Aber - °°rll>8 nicht — —" . £ ,-SJ” äMK Ää„-.E LL L-Ü s:S"£' Ä" “ tit1 '—-tr S ,91 139 047 „88 ;,80 ',29 415 „41 ,88 ,76 718 Z ,95 ,15 ,36 ,22 ,02 ,30 160 W u „ l*e !ür «Ä S 0 5 Qf*: jÄS? ngat.14 bis* liebeln 8,75 .‘ft"“* . ^^isen war ^Pfelfinei ame5 Geschäft, V wenn die Dhw. am rdern! | sM n 1» wj n iÄM Aus der Vrovimialbauvistadt. »entsteht als Frucht einer hingehenden und selbstlosen ' Mainz und ließ sich 9 Leistung eine auch in schweren Stürmen unzerstör- Krieger bekam für He eine Armbanduhr schenken. Hepp etwa 15 RM. überwiesen. bare Einheit. diese der n Umrahmungen Ilifenbabn als A t an Seibenbai J f für ihre Zu, » fmeinbe kann .Mzung von! Mren und sich F ^rpachtung m meinbe eine I hirnn aA.. an 533. angehört. Die ausgegebe- n am Mittwoch, 26. Februar, NSG. Nachdem am 25. Februar die Beiträge m Reichsnährstand fällig waren, kann heute fest- .piiiujiicuciivcyi, 4,0. -juni, jjcaii neu vei Uebuna für beide Wehren; 19. Juli, gleichen Stelle iwilliae Wehr: 2. Auaust. 7.30 Uhr:' aebeutet ist ui 3Um v».w/«itu.y<,|(uiiu ।uuiy uiuicn, lumi ycuie jeji® gestellt werden, daß ein Teil der beitragspflichtigen Bauern, Landwirte und Fischer mit den fällig gewesenen Zahlungen noch im Rückstand ist. Da die Finanzämter nunmehr mit der kostenpflichtigen Einziehung der Beträge beginnen werden, wird den säumigen Beitragspflichtigen im eigenen Interesse geraten, die Beiträge unverzüglich an die zuständige Finanzkasse einzuzahlen. j-lle Einbuße Wien soweit hl Wien an Futti nden sich best linden, besonder Minden sich üb — Der im Distrikt „Mühlberg" gelegene Gemein d e st e i n b r u ch, der vorübergehend stillgelegt war, wurde an den Landwirt Johannes Knorz von hier gegen eine Jahrespacht von 65 Mark neu verpachtet. Der Pächter besitzt an der ....... ", einen Privatbruch, der soweit aus- Schont die Frühlingsblumen! Nicht mehr lange dauert es und überall beginnt es zu sprießen und zu knospen. Einer der ersten Sträucher, in denen das Leben sich rbgt, ist die Hasel. Ganze Wolken goldgelben Blütenstaubes entführt weithinaus der Wind ihren an den schlanken Zweigen schaukelnden Kätzchen. Hast du schon einmal die Fruchtblüten entdeckt, die an kleinen runden Knosven sitzen? Bald folgt die Weide, in deren honigreiche Kätzchen unsre Bienen auf ihren ersten Fahrten langentbehrte Labe finden. Nun dauert es nicht mehr lange, bis auch die Bodenblumen unserer Wälder und Wiesen erwachen. Schon blühen am Rain die ersten Veilchen und auf den Wiesen die Schlüsselblumen. Am Waldrand prangt ein kleiner Strauch, der Seidelbast, im Schmucke seiner rötlichen, stark duftenden Blüten. Buschwindröschen, Scharbockskraut, Lerchensporn und das eigenartige Lungenkraut, dessen Blüten zuerst rot und später violett, und blau gefärbt sind, schmücken den Boden unserer Laubwälder. Alle diese Vorfrühlingspflanzen gehören zum Bild unserer Heimat. Freilich sind manche unter ihnen, wie der Seidelbast oder das große wilde Schneeglöckchen, vielerorts ganz ausgerottet worden, an den anderen können wir uns aber noch fast überall bei unseren ersten Frühlingswanderungen erfreuen. An uns liegt es, dafür zu sorgen, daß auch für unsere Nachkommen die Heimatnatur die gleiche Quelle der Erquickung und Verjüngung sein wird. Darum wollen wir, wenn wir überhaupt Kundgebung mit Pfarrer Münchmeyer am 28. Februar um 8.30 Uhr in der Volkshalle zu Gießen. Wem wäre aus der Kampfzeit in Gießen nicht der Harne Wünchmeyer bekannt? Wer könnte vergessen, wie er mit den Gießener Parteigenossen und SA.-Kameraden von der Turnhalle zur Parallelversammlung ins Cafe Leib marschierte? keine Gefahr, keine Gemeinheit konnte ihn abhalten, vom Hationalsozialismus zu predigen. Ebenso wie damals versteht er es auch heute noch, die Gegner zu treffen und die Menschen mitzureißen und zu begeistern für die hohen Ziele des Rakional- sozialismus. Kein Weg darf zu weit und kein Wetter zu schlecht sein, wenn Gelegenheit geboten ist, diesen Redner der Alken Garde zu hören. Alle Volksgenossen aus Gießen und Umgebung sind zu dieser Kundgebung ein- geladen. Vorverkaussstellen: Kreisleitung Gießen. Geschäftsstellen der Gießener Ortsgruppen. Geschäftsstelle der DAA. — Eintritt 20 ps. Die Volkshalle ist geheizt. £ Wieseck, 25. Febr. Die Freiwillige Feuerwehr führt zur Zeit eine Werbeaktion für den Reichsluftschutzbund durch. Es ist Pflicht jedes Deutschen, sich von der lebenswichtigen Bedeutung des Luftschutzes zu überzeugen und für tätige Mitarbeit im Selbstschutz sich gewinnen zu laßen. Im Interesse der Sicherheit der Heimat darf erwartet werden, daß möglichst ein Mitglied in jeder Familie dem RLB. angehört. Die ausqeqebe- £ Groß-Felda, 24. Febr. Anschließend an eine Uebung fand die Generalversammlung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr statt. An Stelle des verstorbenen Vereinsdieners Joh. Wahl wurde Karl Göbel ernannt. Bei der Kontrolle der Ausrüstungsgegenstände ergaben sich keine Anstände. Wachtmeister D ö r r s ch u ck machte einige Ausführungen über Absperrung und Umleitung des Verkehrs in Brandfällen. Ehrenkommandant Heinrich Karl Schneider dankte für die treuen Dienste und ermahnte die Jugend, sich zur Verfügung zu stellen. In froher Kameradschaft war man dann noch einige Stunden beisammen. Preußen. Kreis Wehlar. * Wißmar, 25. Febr. Heute gegen Abend erlitt der Ernst Gugels berger, der sich mit seinem Fahrrad unterwegs in der Richtung nach Krofdorf befand, durch einen Sturz eine schwere Kopfverletzung. Er mußte durch die Sanitätskolonne Gießen in ärztliche Behandlung gebracht werden. Dornholzhausen, 25. Febr. In unserer Gemarkung hält sich zur Zeit eine Wanderschafherde auf, die voraussichtlich 4 Wochen hier verbleiben wird. Der Besitzer der Herde zahlt an die Gemeinde für die Ausübung der Weidenutzung eine Entschädigung von 40 Mark monatlich. Die Gemeinde verpachtet ihrerseits den Pferch an ortsansässige Grundstücksbesitzer und erhält dafür eine Vergütung von 2,50 RM. für je 3 Nächte. < Niederkleen, 25 Febr. In der letzten Zeit ist in unserer Gemeindejagd wieder Schwarzwild aufgetreten und hat an den mit Wintergetreide bestellten Grundstücken Schaden angerichtet. Im benachbarten Gemeindewald Dornholzhausen hatten dieser Tage Bauersleute, die Holz abfuhren, am hellen Tage eine Begegnung mit Schwarzkitteln. Die Reichsflraßensammlung der OAZ. Eine große Kameradschaft verbindet heute in dem von nationalsozialistischem Geist beseelten Deutschland alle Volkskreise miteinander. Dieses Band, das ehrlich ist, ist wohl eine der ausgepräg« testen Zeiterscheinungen. Wir haben genug Anlässe gehabt, bei denen einer für alle und alle für einen, ohne nach Stand und Personen zu schauen, sich einsehten. Von dieser engen Verbundenheit aller Volkskreise miteinander legt die letzte Reichs- strahensammlung des Winterhilfswerkes 1935/36 am 29. Februar und 1. Würz 1936 wiederum Zeugnis ab. Tausend und aber Taufende deutscher Volksgenossen stellen sich an diesen Tagen zur Verfügung. Reben den Betriebsführern der größten Werke, neben den führenden Männern aus Handwerk und Zindel. neben den bekannten Vionieren der Deut- fchen Arbeitsfront steht der Betriebswalter, der Block- und Zellenwalter, sie alle wollen mitsammeln für die Kameraden, die noch in Rot sind. Schulter an Schulter stehen sie alle da, als Glieder einer großen Gemeinschaft, die irgendwo in Werkstatt oder Büro ihre Pflicht erfüllen. Sie kennen am Sonntag nur eine Parole: „Wir kennen die Rot, wir helfen mit!“ Das Gericht erkannte gegen Hainstadt wegen passiver Bestechung auf eine Gefängnis st rafe von 2 Jahren unter Anrechnung von 6 Monaten und 3 Wochen Untersuchungshaft, gegen seine Ehefrau auf 2 Wochen Gefängnis und gegen Hepp wegen aktiver Bestechung auf 11 a h r Gefängnis. Amtsgericht Gießen. Der W. K. aus Beuern fuhr in Gießen mit seinem Motorrad über den Kirchenplatz in die Kirch- straße. Dabei schnitt der Angeklagte die Kurve und fuhr einen Radfahrer an. Das Gericht verurteilte ihn zu 2 0 R M. Geldstrafe. Wegen Uebertretung der Reichsstraßenverkehrsordnung wurde der H. H. aus Butzbach durch Strafbefehl mit 2 5 R M. G e l d ft r a f e belegt. In der geftn- . ersten Frühlingsboten abpflücken, uns nur ein bescheidenes Sträußlein mit nach Hause nehmen und streng darauf achten, daß wir nicht eine Pflanze mit der Wurzel ausreißen. Vor allem gilt es ferner, auf alle Volkskreise und besonders auf die Jugend einzuwirken, daß jeder das Seinige zum Schutze, zur Erhaltung und Schonung unserer Frühlingspflanzen beiträgt. gen für das Jahr 1936 für die Freiwillige und die Pflichtfeuerwehr auf die nachfolgenden Tage festgesetzt: 26 April, 15.15 Uhr für die Freiwillige Feuerwehr; 10. Mai, 7 Uhr: Freiwillige Wehr; 14. Juni, 7 Uhr: Pflichtfeuerwehr; 28. Juni, l—i“- ---X«/. muh, 1 yiciujcu wicuc einen «pi luuiui UUI, UKC IUIDCU i l Uhr: Freiwillige Wehr; 2. August, 7.30 Uhr: * gebeutet ist und infolgedessen stillgelegt wird. Ä« ’ne ffihVWn * ** D i e Ausgabe von Brenn st ofs-Be- z u g s s ch e i n e n betrifft eine Bekanntmachung des städtischen Wohlfahrtsamtes in unserem heutigen Blatte, auf die wir besonders Hinweisen. ** Torpedobootsfahrer-Wi,eder- sehensfeie r. Die ehemaligen Kameraden der Zerstörerflottille Flandern, Torpedobootsflottille Flandern und der VII. Flottille begehen anläßlich der Einweihung des Marine-Ehrenmales am 30. Mai 1936 eine gemeinsame Wiedersehensfeier. Alle Kameraden werden gebeten, umgehend ihre Anschrift, Dienstgrad und Bordkommando an Waldemar Meyer, Hamburg 5, Greifswalder Straße 161, einzuschicken. Große Strafkammer Gießen. Die Kammer hatte sich gestern mit den Eheleuten Anton H a i n st a d t aus Butzbach und dem Alexander Hepp, zur Zeit in der dortigen Zellenstrafanstalt, zu beschäftigen. Der Angeklagte Hainstadt ist als Strafanstaltsoberwachtmeister in Butzbach tätig gewesen. Bei dieser Tätigkeit hat er dem Angeklagten Hepp außerhalb der gewöhnlichen Mahlzeiten Nahrungsmittel der verschiedensten Art beschafft. Hainstadt hat ferner Briefe des Angeklagten Hepp aus der Anstalt geschmuggelt und ihm Schreibpapier aus Dienstbeständen zur Verfügung gestellt. Die angeklagte Frau Hainstadt hat die von ihrem Manne an Hepp gegebenen Nahrungsmittel vorbereitet und sich somit der Beihilfe schuldig gemacht. Der Angeklagte Hepp hatte den Eheleuten als Entgelt die Zahlung eines größeren Geldbetrages in Aussicht gestellt, den er ihnen nach seiner Entlassung aus der Strafanstalt insbesondere für die Ausbildung ihres Sohnes zur Verfügung stellen wollte. Im Laufe der Beweisaufnahme wurde der frühere katholische Straf- anstaltsgeistliche Pfarrer Wilhelm Krieger als Veuge vernommen. Krieger, der wegen strafbarer Handlungen bereits vom Dienst suspendiert ist, kam hnrtr5fjn ^n-5erü.e des Angeklagten Hepp, der ihm dort seine Wunsche auftrug. Krieger veranlaßte so- dann Hainstadt, dem Hepp regelrechte Unterstützung zuteil werden zu lassen. Was in dieser Beziehung Hainstadt nicht fertigbrachte, holte Krieger selbst nach. Er schrieb u. a. für Hepp Briefe an ein Mädel in Anerbe C’ mittels •«n EM «ine „LV i“ ^’foirb. »«ne Wr’"1 < Mes f?“ 'N Mlltst L i*"® SE wurb« A«, auch y; Kries ist 15, verärgerte |1 Versprech j bas Urte Lchlanb aus »fl S'äS । geibenbau Wtewerb be J les L°"b- M- 3*1 » wiebungen w > Die Betrieb Italien, daß hfich leichten l l erfolgen kann |i Rechnung ge| I z. Der Raum L wählen, daß Kht ins Oewid E ibeellen Gr schließen unb hu eine Einna Lrt bes Raum! ?i jo primitiv, b hnb sich für ben I eignet Lei Berücksich >drr Beschästigun holen. Hmsi der Mmlbeerhe raupen muß so! deersiräucher ei weil sie neben Landschaft ein ' vollkommen un verzweigt und p gut zu Win Zwecke empsoh Hecke wirb noi richtigen Schn Laubes zu Fül tig ist eine her form bem Wu Gestalt gibt, i weil so von , Maulbeerhecke/i nen Fragebogen werden __________„__)t uwlum/ wieder abgeholt. Ein Vortrag über den Luftschutz findet am Donnerstag, 20.30 Uhr, bei Gastwirt Braun statt. An alle Hausfrauen ergeht die Aufforderung, zu diesem Vortrag zu erscheinen. Unkostenbeitrag 10 Pfennig. -^ Reiskirchen, 25. Febr. Am Samstag hielt der hiesige Turnverein „Gut Heil" im Saale „Zum Hirsch" fein Wintervergnügen ab. Nach dem Einmarsch der Turner und nach einem Gedichtvortrag hieß der Vereinsführer Ewald Jünger die Besucher willkommen. Im Verlaufe des Abends zeigten die Turner am Pferd, die Schüler mit Bodenturnen ihr Können; großes Interesse fanden ferner die Keulenübungen, Freiübungen her Schüler, Vorführungen der Schüler und Turner am Barren, das Turnen am Reck sowie eine gut gestellte Pyramide. Ze'llenleiter Lehrer Roth hielt eine Ansprache, in der er das Kämpfen und Sterben des SA.-Sturmführers Horst Wessel in das Gedächtnis zurückrief und über den Mord an dem Landesleiter Gustlo ff sprach. Schließlich berichtete er über den großen Erfolg der Olympischen Winterspiele. Im Verlauf des Abends gelangte ein Theaterstück zur Aufführung. Die Kapelle Möbus erfreute mit guter Musik. Sämtliche Darbietungen des Abends fanden reichen Beifall. "Y* Watzenborn-Steinberg, 25. Februar. Der hiesige Männergesangverein „Jugendfreund" feierte am Sonntagabend im vollbesetzten Saale des Vereinslokals „Zur Krone" sein 48. Stiftungsfest in Form eines Konzert- und Theaterabends. Der Vereinsführer Karl Häuser begrüßte zunächst u. a. die Mitglieder der Bruder- uereine, seine Ansprache klang aus mit einem dreifachen Sieg-Heil auf das deutsche Lied, den Männergesang und auf den Führer und Kanzler Adolf Hitler. Der Chor unter der Stabführung des Dirigenten Albert Schleuse (Steinbach) zeigte in den Chören und Volksliedern sein gutes gesangliches Können. Die Konzertmusik 'der Kapelle Schleuse fand reichen Beifall und trug sehr zum Gelingen des Abends bei. Im zweiten Teile der Ler- anftaltung kam ein Dolksstück mit Musik und Gesang zur Aufführung, das dank der guten Darstellung als voller Erfolg zu buchen war. Die Zuhörer dankten mit reichem Beifall. Mit Tanz endete die wohlgelungene Veranstaltung. —/— L i ch, 25. Febr. Der Wehrführer der F r e i- willigen Feuerwehr L i ch hat die Uebun- Löschkarren und Volksgemeinschaft. Manche Leser mögen diese Ueberschrift sonderbar und eigenartig finden. Sie ist es keineswegs. Sie erinnert vielmehr an eine wichtige Aufgabe, der sich heute und in der Zukunft niemand in Deutschland entziehen kann: an die Notwendigkeit und Möglichkeit des Selbstschutzes der Bevölkerung gegen die aus der Luft drohenden Gefahren. Es hat sich mittlerweile herumgesprochen, daß das moderne Flugzeug die Menschen zwingt, schon in Friedenszeiten Maßnahmen zum Schutze von Haus und Wohnung vorzubereiten und Uebungen durchzufüh- rcn, um den Aufgaben gewachsen zu sein, die der Ernstfall stellt. Nur so können Panik und Verzweif- luna verhindert werden, die die gefährlichsten Verbündeten eines Angreifers sind, weil sie den Willen 3U Abwehr und Widerstand zu brechen vermögen. Die Volksgenossen müssen wissen, daß und wie man sich helfen kann. Belehrung und Aufklärung finden sie in den Ausbildungskursen des Reichsluftschutzbundes. Dessen Tätigkeit ist für die Zusammen- sassung aller Kräfte zum Selbstschutz von ausschlaggebender Bedeutung geworden. Er ist ein Erzieher ZU volksgemeinschaftlichem Denken und Handeln. Menschen, die sich vordem kaum gekannt und jedenfalls nichts zu sagen hatten, werden von diesem Bunde, der ein Teil der Landesverteidigung ist zu gemeinsamer Arbeit im Interesse von Volk und Familie vereinigt. Der Luftschutzhauswart vor allem ist der Träger der „Volksgemeinschaft im Kleinen"; er ist der Mann, der diesem Grundsatz des nationalsozialistischen Staates in dem ihm an- vertrauten Hause Geltung zu verschaffen hat. Noch stärker kommt dieser tragende Gedanke des Nationalsozialismus bei der Arbeit her Luftschutz- gemeinschaften zum Ausdruck. Sie sind bekanntlich die Helfer der Hausfeuerwehr, wenn besondere Notlage den Einsatz des Löschkarrens innerhalb eines Blockes erforderlich macht. So wächst durch die unermüdliche, Stadt und Land zugleich umfassende Arbeit des Reichsluftschutzbundes das Gefühl der Zusammengehörigkeit und Verbundenheit, der Wille zur Abwehr von Gefahren wird gefördert, und es Der Jude Albert Weiler aus Frankfurt a. M. gab sich bei einem Kundenbesuch als Arier aus und verstand es, sich auf diese Weise einen Auftrag zu beschaffen. Durch Strafbefehl erhielt er an Stelle einer an sich verwirkten Gefängnisstrafe von einer Woche 3 5 R M. Geldstrafe. Sein Einspruch blieb ohne Erfolg. Oberhessen. Landkreis Gießen. Pflichtfeuerwehr; 23. August, 15.15 Uhr: Uebung für beide Wehren; 6. September, 7.30 Uhr: Freiwillige Wehr; 20. September, 15.15 Uhr: Uebung für beide Wehren. "Y" Nonnenroth, 25. Febr. Der Obst- und Gartenbauverein Nonnenroth hielt am Sonntag bei Mitglied Gastwirt Otto Strack seine diesjährige gut besuchte Generalversammlung ab. Nach Erledigung verschiedener geschäftlicher Fragen erstattete der Vorsitzende M i ß l e r den Tätigkeitsbericht über das abgelaufene Vereinsjahr. Er erwähnte darin besonders den guten Besuch des Demonstrationsoortrags über die Süßmostbereitung im Herbst des vergangenen Jahres. Eine ganze Anzahl Familien haben, der Anregung dieses Vortrages folgend, versuchsweise Apselsaft hergestellt und sind mit diesem Versuch sehr zufrieden. Der Reichsnährstand, dem die Obstund Gartenbauvereine angeschlossen sind, und die Behörden wenden der pfleglichen Behandlung der Dbftbaumanlagen seine besondere Aufmerksamkeit zu. Eine örtliche Kommission unter Führung des Herrn Miß! er hat in diesen Wochen auf einem besonderen Kontrollgang die DbftbaumEuIturen einer kritischen Prüfung unterzogen, um den Obst- baumzüchtern, sofern es notwendig erschien, 'bestimmte Verhesferungsvorschläge zu machen. Es wurde beschlossen, eine zweite, und zwar größere Obstbaumspritze zu beschaffen, da die vorhandene den gesteigerten Bedürfnissen nicht mehr genügt. Der Verlauf des Abends zeigte, daß das Jtttereffe an den Fragen des Obstbaues in hiesiger Gemeinde ehr rege ist. — Einen überzeugenden Beweis von Opferfreudigkeit lieferte die Gemeinde Nonnenroth gelegentlich der P f u n d f a m m l u n g, die durch die Schule durchgeführt wurde. Die Sammlung hatte das schöne Ergebnis von 58 Pfund der verschiedensten Lebensrnittel, obwohl das kleine Dörfchen nur etwa 75 Familien umfaßt. Kreis Alsfeld. # Ober-Ohmen, 24. Februar. Der hiesige Männergesangverein „Germania" hielt ein Wintervergnügen ab, das unter der Leitung des Dirigenten Daupert (Ulrichstein) in gesanglicher und musikalischer Hinsicht ausgezeichnete Darbietungen brachte. Vereinsführer Rausch wies auf die Pflicht und Pflege des deutschen Liedes hin. Unter Leitung des Chormeisters Daupert gelangten sodann zwei Strauß-Walzer zum Vortrag, die großen Beifall fanden. Zwei humorvolle Bühnenstücke wurden ausgezeichnet aufgeführt. Musik und Tanz bildeten den Abschluß des Abends. — Nachdem im Rahmen der Notstandsarbeiten der Weg nach der Rahnsmühle fertiggestellt wurde, konnte dieser Tage mit dem Ausbau der „Hohl" begonnen werden. Von der früher geplanten Ausbesserung des Weges an feiner Einmündung in die Straße am Kirchberg ist man abgekommen. Die Bauernregeln künden für diesen Tag: „Hat der äschrige Mittwoch Eis, wird's im Mai gar heiß". — „Wie der Ascherltag, so der Karfreitag". — Wenn's am Aschermittwoch regnet, ist ein schlechtes Frühjahr zu erwarten"; doch gilt auch dies als Wahrheit: „Aschermittwochregen bringt dem Frühobst Segen". Mit dem Aschermittwoch beginnt die 40tägige votzösterliche Fastenzeit. Auf Lärm folgt Stille, auf Ausgelassenheit und Lebensgenuß Einkehr und Selbstbetrachtung. Bis ins vierte Jahrhundert zurück geht in der christlichen Kirche die Geschichte der 40tägigen Fastenzeit. Die Fastenzeit dauert vom Aschermittwoch bis Karsamstag und erinnert an das 40tägige Fasten Jesu in der Wüste. Zählt man die • Tage im Kalender, so erhält man vorn 26. Februar bis 11. April 46 Tage. Davon gehen aber 6 Sonntage ab, die nicht als Fasttage gelten. Die Sonntage werden im Kalender mit besonderen lateinischen Namen bezeichnet und heißen: Jnvocavit, Remi- niscere, Oculi, Laetare, Judica und Palmarum. Diese Worte siyd entnommen dem Eingangsgebet her jeweiligen Sonntagsmesse. In einigen Gegenden heißt man den Sonntag Laetare auch Brotsonntag, weil an ihm das Evangelium von der Speisung der Fünftausend mit wenigen Worten verlesen wird. Der vorletzte Sonntag vor Ostern, Jüdica, wird im Volk auch Passionssonntag, in Tirol Schwarzer Sonntag genannt, weil da der Herr sein Leiden und Sterben vorausgesagt hat. Palmarum ist der Palmsonntag. Die lateinischen Fastensonntagsnamen kommen auch in einem alten Hägerspruch vor. Da in der Fastenzeit die Schnepfen kommen und ziehen, sagen die Jäger: „Oculi, da kommen sie / Laetare, das ist das Wahre / Judica, sie sind auch noch da/Palmarum, lirum, larum." Dornoiizen. Tageskalender für Rlillwoch. NSG. „Kraft durch Freude": Ab 20.30 Uhr allgemeine Körperschule im Lyzeum. — Stadttheater: 19.30 bis 22.30 Uhr „Undine". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Soldaten-Kameraden". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Herz ist Trumpf". Stahltheater Gießen. Heute von 19.30 bis 22.30 Uhr Erstaufführung her Oper „Unhine" von Lortzing. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul Wrehe. 19. Mittwoch-Abonnement. Rückständige Beiträge zum Reichsnährstand. Sparkaffenbücher nicht vergessen! Einige Jahre vor Ausbruch des Weltkrieges ereignete sich bei der Erneuerung einer Kirche eine luftige Geschichte. Als man nämlich — es war 1907 — die Haube des Kirchturms zu Stralau abnahm, and man in ihr ein Sparkassenbuch der Berliner Sparkasse, ausgestellt im Jahre 1823, mit einer Einlage von 25 Talern. Dieser Betrag war dazu bestimmt, die Reparaturkosten tragen zu helfen, wenn sich eine Ausbesserung am Turm einmal als notwendig erweisen sollte. Als die Ueberholung der Kirche fast drei Menschenalter später stattfand, war das Kapital auf 1168 Mark angewachsen. Diese kleine Erzählung zeigt, wie wertvoll beharrliches Festhalten eines Sparkassenbuches sich auswirken kann und wie ein anfangs kleines Kapital durch Zinsgutschriften allmählich eine stattliche Hohe erreicht. Aber auch eine andere Lehre enthält sie; es zeigt sich nämlich, daß ein Sparkassenbuch leicht in Gefahr kommen kann, vergessen und damit vernachlässigt zu werden. Es ist auf jeden Fall unzweckmäßig, ein Sparkassenbuch, mag es auch zum wertvollen Familienbesitz zählen, lange Zeit unbeachtet zu lassen. Zu einem Sparkassenbuch gehört, daß hin und wieder Neueinzahlungen, und seien es auch nur kleine Beträge, geleistet werden. Aschermittwoch. „Gestrenge Herren regieren nicht lange", heißt es im Sprichwort. Der Prinz Karneval ist ein munterer, toller, lebenslustiger und lebenlassender Fürst. Er ist keineswegs streng, und er regiert doch nicht lange. Aber nicht, weil ihn seine eigenen Untertanen stürzen. Nein, er überspannt nach einer anderen Seite den Bogen. Sein unersättliches, rasendes Lebenstempo und vor allem die außerordentlichen Tribute an klingender Münze oder knisternden Scheinen, die er für die Teilnahme an feinem Triumphzug fordert, raubten den meisten feiner Anhänger Den Atem, wörtlich und bildlich genommen. So versinkt denn alljährlich die Überschäumende Lebensfreude in der wenig erfreulichen Aschermittwoch-Morgenstimmung. Grauer als je hängen nach durchwachter Nacht die düsteren Wolken am winterlichen Himmel, schlechter denn je schmeckt die Alltagsarbeit. Die Alltagskost ist schal und bitter; bescheidene Genüsse bieten zunächst keinen Reiz mehr; wie ausgebrannt sind Hirn und Geldbeutel, und fast tragisch wäre diese Stimmung, lebte nicht bei aller Müdigkeit doch noch der Gedanke: aber schön war's doch! Mit dem letzten Geigenstrich am Aschermittwoch ist auch Prinz Karneval entflohen, zurück ins Reich der Phantasie, wo er nun wieder ein Jahr lang Zeit hat, sich von den Strapazen keines kurzen Erdenwallens zu erholen. Mit dem Aschermittwoch hängen mancherlei Gebräuche zusammen, so das Geldoeutelwaschen, dann das Werfen von Heringsseelen an die Wand und der sog. Katerschmaus, zu dem aber selten noch das Geld reicht. die er jedoch nicht ablieferte, sondern für sich behielt. Die Strafkammer lehnte aus allen diesen Gründen eine Beeidigung des Zeugen Krieger ab, her im einzelnen seine Aussagen sehr vorsichtig zu formulieren üerftanh. In seinem Plähoyer betonte her die Anklage vertretende Oberstaatsanwalt, daß mit ben schärfsten Strafen derartige Verbrechen begegnet werden müsse. Die Tatsache jedoch, daß Hainstadt von Anfang an geständig war unb über seine Tat wirkliche Neue empfanb, sei zu berücksichtigen, baß her da- malige katholische Anstaltsgeistliche eine wenig rühmliche Rolle spielte unb baher ein schlechtes Beispiel abgab Der Vertreter her Anklage beantragte gegen Hainstabt 2 Jahre unb 6 Monate, gegen feine Ehefrau 3 Monate unb gegen Hepp 1 Jahr Gefängnis. , — eine Ei fl gedacht i 11 ?^genheit zu | «ibenbau ihre P" Tlaulbee Wm Sanbftr W aud) gerab( *" Slim» mit ™ wachs,n. U > Kultur in S« "Ws mt '•» I" beute bi. ^a|)r QnqepHr «Rind- ui, «fus alba) U1 »""■ M n» ’ Wieben, ms. M k°b«n. menia , i- suchen (gx ttis gen Hauptverhanblung würbe festgestellt, baß Angeklagte auf her Straße Klein-Linben — Großen- Lmden in rücksichtsloser Weise einen Kraftwagen überholte. Die Strafe würbe baher auf 40 R M. erhöht. *s Volkswirtschaftliche Zeitfragen die Neues im Einzelhandel Der Einzelhandel widmet seine ganze Aufmerk- anäemessenen Verhältnis zu der Zahl der beschäftig- wirtschaft gibt es leider nicht — ten Gehilfen zu halten. Es kämmt nun darauf an, 61 000 betragen, 'N der Zeit van Januar b'S besteht. Der Austausch ist jedoch vor allem Mittel der völkischen Erziehung: aus der Verbindung und aus der Kenntnis anderer Verhältnisse erwächst die Liebe zur eigenen Heimat und der Stolz auf das eigene Volkstum und die eigene Landschaft. Zugleich weitet sich der Blick für die Fragen des Bauerntums und des Volkes, feien sie politischer, wirt- handels-Schutzgesetz, das Fachprufungen bei Neuzulassungen vorsieht, insofern segensreich gewirkt hat, als fachunkundige Personen dadurch dem Einzelhandel ferngehalten wurden. Beispielsweise stellt die Einzelhandelsvertretung der Industrie- und Handelskammer Bochum fest, daß in 135 Fällen die erforderliche Sachkunde zur Errichtung oder Ueber- nahme eines Geschäftes bei der Fachprüfung verneint werden muhte. Das waren 68 v. H. der Fälle. Diese Mitteilung ist charakteristisch für die Lage. Die Ausbildungsmöglichkeiten müssen im gesamten Einzelhandel in Zukunft so vorzüglich sein, dah ein ausgelernter Lehrling nach einigen Jahren weiterer I Praxis als Angestellter wirklich in der Lage ist, einen Geschäftsbetrieb selbständig zu leiten. Darum ^muh auch die Lehrlingszüchterei unter allen Umstünden vollständig ausgemerzt werden. Im Vorjahr , hat die Arbeitsgemeinschaft der Industrie- und Handelskammern in Verbindung mit der Deutschen Arbeitsfront und der Reichsjugendführung kaufmännische Musterlehroerträge herausgegeben, in denen dem Lehrherrn die Verpflichtung auferlegt wurde, die Zahl der Lehrlinge in einem nicht genau trennen läßt. Schließlich soll darauf hingewiesen werden, dah mit der U m s a tz st e u e r v e r a n l a g u n g des Jahres eine Umsatzsteuerstatistik verbunden wird. Man will durch die Statistik einen besseren Ueberblick über die verschiedenen Gewerbezweige und über die Verteilung der Gewerbezweige innerhalb des Reiches bekommen. Ausdrücklich wird darauf hingewie- sen, daß die so gefundenen statistischen Zahlen von großer Bedeutung für wirtschafts- und finanzpolitische Erwägungen der Reichsregierung sein werden. Deshalb ist es selbstverständliche Pflicht, die Angaben ordentlich und genau zu machen. Jahren bereits fast restlos zu beseitigen. Durch die zunehmende Motorisierung der Landwirtschaft wurde darüber hinaus eine neue volkswirtschaftliche Beziehung zwischen Nährstand und Handwerkswirtschaft geschaffen. Die Zahl der Lastkraftwagen und Schlepper hat auf dem Lande ganz erheblich zugenommen; so hat beispielsweise die Grenzmark Posen-Westpreußen eine Rekordzunahme von 323,7 v. H. zu verzeichnen, und in vielen anderen ländlichen Bezirken werden erhebliche Erweiterungen des bisherigen Bestandes gemeldet. Die Zulassung von Personenkraftwagen hat in den Städten unter 50 000 Einwohnern — eine Sonderstatistik über die Personenkraftwagen m der Land, wirtschaft gibt es leider nicht — tm Jahre 1934 Im übrigen wird es sich empfehlen, daß die Gemeinden in unserer Heimat schon aus Tradition Windschutzstreifen, Einzäunungen von öffentlichen Plätzen usw. vorzugsweise mit Maulbeerhecken durchführen. Friedrich der Große hat zu seiner Zeit ich persönlich sehr um die Einführung der Seidenraupenzucht bemüht. Es gelang ihm, die Kokonernte seines Landes, die 1765 nur zu 2540 Pfund Gröge (Rohseide) verarbeitet werden konnte, soweit zu fördern, daß bis zu 14 000 Pfund ©rege hergestellt werden konnte. Nach dem Tode des großen Königs ging der Seidenbau durch Interesselosigkeit der Bevölkerung stark zurück, um mit dem Einfall der Franzosen im Jahre 1806 durch Aufhebung des Einfuhrverbotes usw. ganz zu erliegen. In der Zeit nachher, als die Wirtschaft liberalistisch bestimmt war, wurden alle Anlaufe zur neuen Einführung des Seidenbaues in Deutschland absichtlich im Keime erstickt, da der Arbeitsvorgang der Erzeugung in primitiveren Ländern künstlich besonders niedrig entlohnt wurde und so den Kokonspekulanten große Verdienste einbrachte. Im Staate Adolf Hitlers wird der Wirtschaft gegenüber ein ganz anderer Standpunkt eingenommen. Heute ist der Seidenbau im Reichsnährstand straff organisiert. Die Lieferung keimfreier Seidenraupeneier ist gesichert, so daß eine Seuchengefahr bei einigermaßen sauberer Haltung der gleich hinauslaufen. Auf dem Gebiete der Gesetzgebung sind auch für \ den Einzelhandel mehrere Neuerungen eingetreten. So ist durch die Neufassung der gesetzlichen Bestimmungen über Maße und Gewichte manches verändert worden, im besonderen Umfange allerdings für das Gast- und Schankstättengewerbe. Ein weiterer Erlaß regelt den Verkauf von Einzelhandelswaren in Apotheken, wobei auf Belange aller Beteiligten Rücksicht genommen wird. Eine Abänderung der 3. Verordnung über den vorläufigen Aufbau des deutschen Handwerks hat im Hinblick auf „handwerkliche N e b e n b e tr i e b e", auch für den Einzelhandel Bedeutung. Die Abänderung wird sich praktisch dahin auswirken, daß z. B. in einem Einzelhandelsunternehmen der Kraftfahrzeugbranche, in dem die Reparaturwerkstatt unter der verantwortlichen Leitung eines Handwerksmeisters steht, die Gesamtbetriebsführung in Zukunft dem Kaufmann vorbehalten bleiben kann. Es ist also eine Erleichterung eingetreten, die deshalb zu begrüßen ist, weil sich in manchen Branchen die Tätigkeit des Einzelhändlers von der des Handwerkers fallen. Ich möchte zum Schluß in dieser Beziehung noch einige Zahlen geben, die allerdings nur als Anhaltspunkte dienen. Die Feststellung des wirklichen Reinertrages ist abhängig von der Leistungsfähigkeit des einzelnen Züchters. 1000 bis 1500 Maul- beerpflanzen ergeben im ausgewachsenen Zustand Futter für durchschnittlich 50 000 Raupen, die etwa 150 Kilogramm frische Kokons liefern mit einer Roheinnahme von durchschnittlich 255 Mark. Betriebsausgaben sind, außer der Amortisation der Pflanzung bzw. Pacht, etwa 60 Pfund abzuziehen. Um einheitliche Erfolge zu erzielen, würde es sich empfehlen, daß Interessenten sich in Beispielsraupe- reien die notwendigen Kniffe aneignen. U-bmg Uhr; Frei. Uhr: Hebung « 2er Obst. Jionnenroth .Tastwirt Otto 'luchte General- 9 verschiedener d» Sorli6.uk er das abgetan' n besonders den 'svortrags über >es vergangenen uen haben, der d, versuchsweise^ diesem Versuch dem die Obst- n sind, und bii Behandlung der Aufmerksamkeit er Führung-de- ochen auf eitlem Maumkulturen n, um den W ig erschien, *be- |u machen. E; d zwar größere 1 die vorhandene» |t mehr genügt iß das Mich ’efiger Gemeinde len Beweis von die Gemeinde isammlung, rt wurde. Die ibnis von 5# smittel, obwohl amilien umfaßt. .ar. Der hiesig- :mania" hielt ter der Leitung stein) in gelang1 -gezeichnete W ausch wiesB chen Liedes ft- Saupert gier zum Lockaz lumoroolle M geführt. N des Abends. - tandsarbeo ihle fertlggeW em Ausbau W r früher *• seiner Ein-M j ist man abgt' schlich»-«»2 statt. An vteu i Wahl würbe trolle ber AttS- L'iS S»««‘ SÄ ,ar m°" 1QI" Die Ausgabe des Landjugendaustausches Von *^ans Bofinger, Veichsabieilungsleiter im Reichsnährstand. Die praktische Seite der Einzelhandelswirtschaft zeigt uns, dah der Fortschritt in der Umsatzentwick- lung sich 1935 fortgesetzt hat. Die Steigerung hat von 1934 auf 1935 3 v. H. betragen, nachdem bereits 1934 sich der Einzelhandelsumsatz gegenüber 1933 um 16 v. H. erhöht hatte. Damit ist der Tiefpunkt in der Umsatzentwicklung, der 1932 erreicht war gegenüber den Jahren der Hochkoniunktur 1928\ .) wieder bis aus 70 v. H. aufgeholt worden. Der Gesamtumsatz des Einzelhandels hat 1935 rund 24,5 Milliarden Mark betragen. 2IU besonders echt wird die Belebung des Weihnachtsgeschäfts angesehen und zwar durch die innere Zusammensetzung des Umsatzoerlaufes in wichtigen Gruppen des Facheinzelhandels. Inzwischen liegen nun bereits Meldungen über den Verlauf des Innen- Ausverkaufes vor, aus denen man im allgemeinen entnehmen kann, daß flotte Umsätze er- |M rd),D'e -ebrE mdlung P , qn UUl1* Aanbf; eine 6H ®!t unfl/, man61 0 ®“.‘ . Psllst yf3W' 5n 0" 'ff Sw* .den f > r b‘ >/ be/ ! töirb- eignet. , i Bei Berücksichtigung dieser Momente sind aus der Beschäftigung mit Seidenbau manche Einkünfte zu holen. Hinsichtlich der Ausnutzungsmöglichkeit der Maulbeerhecken zur Fütterung von Seidenraupen muß folgendes gesagt werden: Die Maul- beersträucher eignen sich deshalb gut zu Hecken, weil sie neben ihrem freudigen Grün, das der Landschaft ein einzigartig lebendiges Gepräge gibt, vollkommen ungezieferfrei sind. Auch sind sie stark verzweigt und eignen sich dementsprechend genau so gut zu Windschutzstreifen, wie andere für diese Zwecke empfohlene Laubsträucher. Die Dichte der Hecke wird noch gefördert durch ausgiebigen, aber richtigen Schnitt, der durch die Entnahme des Laubes zu Fütterungszwecken ausgeübt wird. Richtig ist eine Hecke dann beschnitten, wenn die Schnitt- form dem Wuchs derselben eine pyramidenähnliche Gestalt gibt, d. h. unten breit und oben schmal, weil so von allen Seiten die Sonne herankann. Maulbeerhecken sind von Dorfgemeinden usw. zu Umrahmungen von Plätzen und Wegen, von der Eisenbahn als Windschutzstreifen usw. anzupflanzen, die an Seidenbauinteressenten gegen geringes Pachtgeld für ihre Zucht abgegeben werden können. Jede Gemeinde kann mit gutem Gewissen an die Anpflanzung von Maulbeerhecken gehen, ohne finanzielle Einbuße zu befürchten. Wenn einmal die Hecken soweit herangewachsen sind, daß sie Hochst- ernten an Futter abgeben (nach etwa 7 Jahren), werden sich bestimmt Abnehmer für dieses Futter finden, besonders wenn die Oberhäupter der Gemeinden sich über den Seidenbau genauer infor= mieren und sich darüber klar werden, daß durch Verpachtung an Interessenten dem Etat der Gemeinde eine Einnahmequelle entsteht; auch kann daran gedacht werden, Wohlfahrtsempfangern so Gelegenheit zu geben, sich durch Befassung mit Seidenbau ihre Lebenshaltung zu verbessern. Die Maulbeerpflanze entstammt den tropisch feuchten Landstrichen Südindiens. Sie wird deshalb auch gerade in einem diesen Landstrichen ähnlichen Klima mit feuchtem, gutem Boden am üppigsten wachsen. Aber sie hat sich durch jahrtausend- lange Kultur in Gegenden, die mit ihrem H^mat- klima nichts mehr zu tun haben, so akklimatisiert, daß sie heute bis in den hohen Norden hinein ohne Gefahr angepflanzt werden kann. Je nach Farbe der Rinde unterscheidet man Varianten weißer (morus alba) und schwarzer (morus nigra) Maulbeeren. Auch nach der Blattform hat man wiederum verschiedene Spielarten. Für den Seidenbau eignet sich am besten die weiße Maulbeere mit großen, wenig eingeschnittenen Blattern, da dwse die größtmögliche Laubmasse garantiert Bei Gewinnung der Pflanzen aus Saat ist daraus zu achten, daß Sämlinge mit mehrfach geschlitzten Blättern von vornherein ausgemerzt werden. Da in manchen Gegenden meist trockene Sandboden für die Anpflanzung zur Verfügung stehen, ist Der künftige Standort, obwohl die Maulbeere lockeren Sandboden besonders liebt, doch zur Erzielung aus- giebiger Blatternten zunächst vorzubereiten Es >st da,u notwendig, datz der Boden auf 60—100 cm rigolt, datz er mittels Aushub aus Strotzengrabem Rasenerde Kompost und mit Jauche durchtränktem Torfmull unter Berücksichtigung notwendiger Saure- bindung mittels Kalk verbessert wird B°, Hecken- Dflaniunaen empfiehlt sich eine Pflanzweite inner- halb der Reihe von 50 Zentimeter und Entfernung Eine ’f“ ÄÄ Reihen bis es. s'S'.äsj'S durch Geflügelhaltung die übrige Bodenslache au Handwerk undLandwirtschast. Von Gustav-Erich Daun. Die engen Beziehungen und volkswirtschaftlichen Verknüpfungen zwischen Handwerk und Landwirtschaft sind doppelter Natür. Einmal ist der Bauer Erzeuger der Nahrungsmittel, die das Nahrungsmittelhandwerk weiterverarbeitet und dem Verbrauch als letzter Verteiler zuführt; zum andern ist der Bauer und Landwirt Auftraggeber des Landhandwerkers und Kleinstadthandwerkers. Die gegenseitigen Austauschbeziehungen lassen sich gerade zwischen Handwerk und Landwirtschaft am klarster verfolgen; es ist daher verständlich, daß der Niedergang des deutschen Handwerks mit dem drohenden Zusammenbruch des deutschen Nährstandes zeitlich und tatsächlich zusammenfiel. Der Bauer und Landwirt deckt seinen Bedarf hauptsächlich beim Handwerksmeister, mit dem ihn auch meist noch freundschaftliche, persönliche Beziehungen verbinden. Eine große Anzahl von Handwerkszweigen, so die Schmiede, Sattler, Stellmacher, Wagenbauer, Böttcher, Müller und Bäcker, aber auch Bekleidungshandwerker arbeiten auf dem Lande und in den kleinen Städten fast ausschließlich für den Bauern. Hinzu kommt noch, daß rund 150 000 Handwerker auf Grund ihres landwirtschaftlichen Nebenbetriebes selbst Landwirte sind. Genau so wie das Handwerk durch die Agrarkrise in den Strudel der Schuldenwirtschaft mit hineingezogen wurde, genau so beginnt jetzt auch wieder das Handwerk zu gesunden, nachdem infolge der nationalsozialistischen Agrarpolitik, mit ihrer Marktordnung und ihrem Festpreissystem innerhalb des Bauerntums und der Landwirtschaft eine fühlbare Besserung der Wirtschaftslage eingetreten ist. Erzeugungsschlacht und Arbeitsschlacht, diese beiden Feldzüge gegen die deutsche Not, ergänzen sich auf das innigste. Jeder Erfolg der Erzeugungsschlacht, der Leistungssteigerung Der landwirtschaftlichen Produktton, wirkt sich auf das Wirtschaftsleben der anderen Abschnitte der deutschen Gesamtwirtschaft aus. Ganz besonders die Tatsache, daß die deutsche Landwirtschaft im Wirtschaftsjahr 1934/35 351 Millionen Mark, also 62 Millionen Mark mehr als 1932/33, für Neubauten und Unterhaltung von Gebäuden ausgeben konnte, läßt die Belebung erkennen, die in diesem Falle das Bau- handwerk auf dem Lande und in den Klein- und Mittelstädten erfahren hat. Auch von den 475 Millionen Mark, die die Landwirtschaft im Jahre 1934/35 wieder für den Ersatz und die Unterhaltung von Geräten und Maschinen ausgeben konnte, ist ein beträchtlicher Teil der Handwerkswirtschaft zugute gekommen, und es gelang, die erschreckend große Arbeitslosigkeit bei den Handwerkern auf dem Lande und in den Kleinstädten in den letzten schastlicher oder blutsmäßiger Art. Wer nun so ein kleines Stück der deutschen — vielleicht auch im zwischenvölkischen Austausch der ausländischen — Welt gesehen hat, verläßt nicht aus jeden äußeren Anreiz hin die Landarbeit, sondern bleibt dem Bauerntum in Erkenntnis seiner Abgaben treu. Mit der Treue zum Land hängt zusammen die Verbundenheit des jungen Bauerntums im ganzen Reich, eine wirkliche Kameradschaft der Arbeit, die zwischen den Jungen über die Grenzen ber* Stammesart hinweggreift. Und daraus kommt dann die wünschenswerte Verbindung des Blutes der verschiedenen deutschen Volks- und Landesteile, die nicht nur für die blutsmäßige Aufzucht des Landvolkes von größtem Wert ist, sondern auch den kulturellen Beziehungen erst eine dauerhafte Grundlage gibt. Das wird besonders wichtig sein zur Stärkung der Verbindung des jungen Bauerntums im Süden und Westen Deutschlands mit dem in den östlichen und nordöstlichen Gebieten. Die Richtung des Austausches wird überhaupt im wesentlichen diese Richtung zum Osten einhalten müssen. Es fällt nicht schwer, Gründe dafür zu nennen. Die Hilfe geeigneter Arbeitskräfte ist für die Landwirtschaft in den Ostgebieten eine Lebensfrage, weil dort die Volkszahl durch zwei Jahrzehnte stetiger Abwanderung beschränkt wurde. Vernachlässigung und politische Not der vergangenen Zeit zeigen dort Spuren, wie sie den bäuerlichen Kerngebieten in der Mitte des Reiches nicht bekannt sind. Daher gibt es — auch wenn man von dem wirtschaftlichen Nutzen eines Arbeitseinsatzes der Landjuvend anderer Gaue absieht — kein Gebiet, das sich für die Erziehung deutscher Menschen besser eignen würde. Erziehung aber ist für uns nie Endziel. Auf die Erziehung folgt der Einsatz! Wer einmal im Landjugendaustausch das harte Schicksal dieses Landes im Osten und die Notwendigkeit seiner Erhaltung und vollen Erschließung erkannt hat, weiß, daß hier Zukunftsland ist, das auf tüchtige Hände und ausdauernden Willen wartet. Und manche, die im Austausch dort ' hinqekommen sind und wieder nach Hause fuhren, ..... " *- rsri™, wo der preußische Glider Ä!' )ie kÄ!? "*“*34 Dolfs, *."'5 s. Handwerk Unx "i? b,r I’H rleb5|Nler, h "°"°n mif|ae. k ba 5I10f , °li M(. * !, erfüllen. LJ* Parole: helfen miil" Die Sicherung der Ernährung und die Erhaltung der erbbiologischen Werte des Landvolkes machen unser Volk gegen den Bolschewismus immun. Es ist unserem heutigen Denken eine Selbstverständlichkeit, die Verwirklichung dieser beiden staatspolitischen Ziele mit der Erziehung des bodenstämmigen bäuerlichen Menschen zu beginnen. Millionen dieses Landvolkes sind berufstätige junge Menschen bis zu 21 Jahren. Darüber hinaus weitere Hunderttausende, die als Unverheiratete nach ländlichen Begriffen zur Landjugend gehören. Dem neuen Staat kann es nicht gleichgültig fein, was mit dieser Äugend geschieht und was sie treibt. Deshalb wird die deutsche Landjugend von den beiden Gemeinschaften des Bauerntums und der Jugend, von Reichsnährstand und Hitlerjugend, zusammen be- Deutscher Seidenbau. Äon tOiplomtolonialtvirf Gustav Reuter. Das Aufbauwerk Adolf Hitlers ist auf solchen Grundlinien oorwärtsgetrieben, daß Aufbauwerte, die früher als nutzlos oder gar schädlich zur Seite geschoben wurden, heute besonders in den Bereich der tatsächlichen Auswertung gezogen werden. Oft ist es auch der Masse gar nicht bewußt, welche Werte oder wo die Werte in manchen Dingen stecken! Dies ist das Urteil, das man gegenüber der üblichen Skepsis zum deutschen Seidenbau fällen muß. Eine Propaganda, die im Seidenbau eine Goldgrube sehen wallte, hat viele enttäuschte und verärgerte Volksgenossen geschaffen, als die hohen Versprechungen hinsichtlich großer Realverdienste nicht eingehalten wurden. Anderseits ist aber auch das Urteil nicht berechtigt, daß Seidenbau in Deutschland aus klimatischen und wirtschaftlichen Gründen überhaupt nicht durchführbar sei; dagegen sprechen heute doch allzu sehr die tatsächlichen Erfolge aus der Praxis. Allerdings find bei der Inangriffnahme von Seidenbau folgende Gesichtspunkte vorauszusetzen: 1. Seidenbau soll man niemals unberufen im Haupterwerb betreiben, sondern nur zur Verwertung des Laubes von Maulbeerhecken, die auch andere Zwecke erfüllen, z. B. als Schutzstreifen, als Umfriedungen usw. 2. Die Betriebsgröße ist nur in solchem Rahmen zu halten, daß von Familienmitgliedern die an und für sich leichten Arbeiten des Fütterns und Pflegens jo erfolgen können, daß Arbeitslohn effektiv nicht in Rechnung gestellt zu werden braucht. 3. Der Raum zur Durchführung der Zucht ist so zu wählen, daß ein Mietwert in geldlicher Hinsicht nicht ins Gewicht fällt. Entweder man kann sich aus ideellen Gründen zu einer Vermietung nicht entschließen und hat durch Auswertung mit Seidenbau eine Einnahmequelle, die den nackten Mietwert des Raumes weit übersteigt, oder ein Raum ist so primitiv, daß er nicht vermietet werden kann und sich für den Seidenbau vielleicht besonders gut gemeinen Kenntnisse und Erfahrungen. Wie Wanderschaft im Handwerk, oder die Auslandfahrt des Seemannes durch die allgemeine Ausbildung gleichzeitig eine Steigerung der Fähigkeiten in der Arbeit bedingen, wird auch beim Landjugendaustausch diese Wirkung nicht ausbleiben. Der Landjugend wird so die Möglichkeit einer Ausbildung gegeben, wie sie in anderen Berufen seit langer Zeit und Handelskammer Flensburg Richtlinien heraus- gegeben, die beispielsweise herangezogen werden sollen. Danach kann in einem Betrieb — neben dem Lehrherrn, auch wenn er keinen Gehilfen zur Seite hat, aber insofern er ständig selbst mitarbeitet — ein Lehrling beschäftigt werden. Ein zweiter Lehrling kann erst dann eingestellt werden, wenn mindestens zwei bis vier Angestellte im Betriebe tätig sind; ein weiterer Lehrling darf erst beschäftigt werden, wenn mindestens drei weitere Gehilfen tätig sind. Somit kann ein Betrieb, in dem 11 bis 13 Angestellte vorhanden sind, 5 Lehrlinge aufnehmen. Dabei ist zu beachten, daß Hausdiener und Lagerarbeiter nicht als Gehilfen gelten. Es wird auch darauf hingewiesen, daß unter Umständen bei lieber« tretung dieser Vorschriften von den Verwaltungsbehörden die Entlassung eines entsprechenden Teils der Lehrlinge auferlegt werden kann. Sehr beachtenswert ist eine Reichsgerichtsentscheidung, nach der Werbegaben „Zugaben" sind. In Diesem Zusammenhang ist es nicht ohne Interesse, daß die Tschechoslowakei nach deutschem Muster ebenfalls ein Zugabeverbot erlassen hat. Der internationale Charakter des Wettbewerbsrechts tritt immer deutlicher in die Erscheinung, so daß die Bestrebungen gerechtfertigt sind, die auf einen Aus- iimolten Auslassungen des Leiters der Kom-I zielt worden sind- Die ganze Umsatzentwicklung Die ]unQn ö NSDAP Bern- prägt eben deutlich den augenblicklichen Volkswirt- ÄöMo®,r Sb’nullen Seifen 6« schastlichen Zustan? aus, dadurch erhöhte Arbeits- a?°l beachtet worden- Wenn Kohler gesagt hat- datz leistung gekennzeichnet wird- Kaufkraft und Währung keine Experimente vertra- Der Einzelhandel widmet seine ganze Aufmerkgen und daß der nationalsozialistische Staat feine' ramEeit &er fachkundlichen Ausbildung und Wirtschaft nicht auf einer Konjunktur im her- Weiterbildung nicht nur der Lehrlinge, son- gebrachten Sinne aufbaue, sondern aus Arbeit, so bern cuä) ber Angestellten und der Geschäftsinhaber, sind das Feststellungen, die auch für Die Emze - $at |id) immer wieder bei den Fachprüfungen Handelswirtschaft richtunggebende Wahrheiten ent- einzelnen Kammern gezeigt, daß das Einzelhalten. Der Einzelhandel gehört zu denienigen: Zwei- - — ----------- - gen der Volkswirtschaft, die besonders f^nsuhlig-auf alle Vorgänge des sozialen und wirtschaftlichen Lebens reagieren. Der Einzelhandel hat in den letz- ten Jahren bereits die Feststellung machen können, daß eine Steigerung der Kaufkraft nur durch eine Steigerung der Leistung erreicht werden kann. ^Di°'b7s^Psl°nzz°it für die Maulb°-r° ist das Frühjahr Es steht bei dem verhältnismnßig spaten QXn eine lange ^n33eü 3ur Verfügung im'L'utig^ Nnd piki-rt- Eancking- md ° - brauchbar zu empfehlen- Eme gute Pflanz-Joü aus gereiftes Holz und neben einer langen Pfahlwurz noch unbeschädigte Nebenwurzeln besitzen - A-tt-re rweiiäbriae Bilanzen sind weniger geeignet, da oie LchstÜmsstockung buid) zu starke Be chadigun des schon ziemlich starken Wurzel ystems zu groß ot- £ verkehrsreichen Strotzen und Chausseen eignet s - eine Einfassung durch Maulbeerhecken- die tzrr_Sei denraupenzucht ausgenutzt werden fallen, weniger --- - ba die Blätter, verstaubt und verschmutzt,kemideales^turau Futter für die Seidenraupen abgeben. treut. Die körperliche und geistige Ertüchtigung der Landjugend und ihre berufliche Leistung und Wohlfahrt sind völkische Notwendigkeiten. Ihre höchste Ehre aber muß es sein, auf den Höfen zu arbeiten, auch wenn es dem einzelnen mehr Mühe bringt, als es anderswo finden mag. Wenn man darüber Rechenschaft geben will, ob die Landjugend heute diese Verpflichtung erkannt hat, braucht man nur die Tatsache anzuführen, daß sich am 11. Februar mehr als 250 000 männliche und weibliche Wettkämpfer aus der Landjugend freiwillig zum Berufswettkampf stellten. Diese Tatsache beweist, wie rückhaltlos die Landjugend sich zu ihrer Berufsarbeit und zur Werkgemeinschaft aller jungen Deutschen bekennt. Für diese Landjugend des Jahres 1936 gilt wirklich das Wort des Reichsbauernführers R. Walther Darre: „Die Jugend steht immer da, wo gekämpft wird, und nicht dort, wo tau end Bedenken jedes Fortschreiten hemmen. Die im Willen und Ziel geschlossene deutsche Jugend des Landes stellt sich mit all ihren Maßnahmen in den Dienst der deutschen Agrarpolitik. So unscheinbar sie im Augenblick scheinen mögen, so wichtig ist ihre Wirkung auf weite Sicht, wie es bei den Fragen der Erziehung naturgemäß ist. Der Landjugendaustausch wird m diesem Jahre auf breiter Grundlage in Angriff genommen in der Erkenntnis, daß es sich hier um eine Maßnahme handelt, die nicht nur für die Erziehung, sondern gerade auch für die Praxis große Bedeutung besitzt Alle Jungbauern und Jungbäuennnen und ebenso die jugendlichen Gefolgschaftsangehongen landwirtschaftlicher Betriebe, Junggartner und alle übrigen jungen Angehörigen der im Reichsnährstand zusammengeschlossenen Berufe werden von der Möglichkeit und dem Sinn eines Tausches ihres Arbeitsplatzes mit einem entsprechenden in einem anderen Gau Deutschlands unterrichtet. In der Regel wird der Zeitraum des Austausches ein Jahr betragen. Bei der praktischen Erprobung in den beiden letzten Jahren wurden gute Erfahrungen aemadit Für die Landjugend besteht der Zweck und . W?rt des Austausches 1. in der beruflichen Weiter- haben dieses Land im Osten, . bilöung im fremden Betrieb bei oft andersartiger Staat gewachsen ist, im Herzen mitgenommen. Wirtschaftsweise, 2. in einer Bereicherung der alb Zucht ausgeschaltet ist. Der Absatz der Kokons ist I daß man sich klar darüber wird, was em ange. gesichert durch die vorn Reichsnährstand eingerich^ rnessenes Verhältnis ist. Dazu hat die Industrie teten „Spinnhütten". Jrn Jahre 1934 wurden nach RGnithiirh Ricktlmien heraus Deutschland noch 2 667 900 Kilogramm Rohseide, Abfallseidengespinste und Seidenzwirne im Werte van 23 822 000 Mark eingeführt. Es ist hier nationale Aufgabe, praktische Frontarbeit zu leisten. Die Gemeinden leisten soziale Arbeit, wenn sie durch ausgiebige Anpflanzung von Maulbeerhecken auf ihrem Eigentumsgebiet Grundlagen dafür schaffen, daß Volksgenossen mit verhältnismäßig geringen Betriebskosten bei leichter Arbeitsleistung Einnahmen erhalten, die immerhin ins Gewicht Unsere Lugen- sucht Lehrstellen! Beispiele aus dem Alltag. August sogar weitere 60 000, was 48 v. H. der Gesamtzulassungen ausmacht. An diesen Zulassungen ist die Landwirtschaft in erheblichem Umfange mit beteiligt. Der Nährstand ist also mit dem jüngsten Zweig der deutschen Handwerkswirtschaft, dem Kraftsahrzeughandwerk, das auf der Autoschau in Berlin erstmalig vertreten war und dem die Pflege und Instandhaltung der Kraftwagen als Spe^ial- truppe für die Motorisierung obliegt, verknüpft. Gerade das Kraftfahrzeughandwerk, das auf der einen Seite mit der Industrie und dem Handel Hand in Hand arbeitet und auf der anderen Seite in enger Verbindung mit der Verbraucherschaft steht, kann als Schulbeispiel für das Zusammen- wirken aller Zweige der deutschen Wirtschaft gelten, die nach nationalsozialistischer Erkenntnis eine Einheit bildet und nur durch Zusammenarbeit, niemals aber durch Auseinanderstreben gedeihen kann. Wurde im Wirtschaftsliberalismus jeder neue Wirtschafts- oder neue Handwerkszweig von vornherein als Konkurrenz und Störenfried betrachtet, weil der Eigennutz über den Gemeinnutz triumphierte, so stellt im neuen Reich jeder neue Wirtschaftsoder Handwerkszweig ein neues Derbindungs- und Derknüpfungsmittel zwischen den einzelnen Teilen der Wirtschaft dar. Schließlich sei nur noch kurz an die Tatsache erinnert, daß die deutsche Landwirtschaft infolge ihrer verstärkten Rolle als heimischer Rohstofflieferant für das Handwerk arbeitet und auch hier neue Verbindungen geschaffen werden. Agrarpolitik und Handwerkspolitik führen also von verschiedenen Stellungen auf das gleiche Ziel, nämlich die Versorgung des deutschen Menschen mit den Dingen der Nahrung und des täglichen Bedarfs. Und da nach dem Willen des Führers auch der Kraftwagen ein Gegenstand des täglichen Bedarfs werden soll, so darf getrost das jüngste deutsche Handwerk, das Kraftfahrzeughandwerk, mit zu den lebenswichtigsten Handwerken gerechnet werden. Lehrertagung in Lollar. £ Lollar, 22. Febr. Der Bezirk Lollar des NS.-Lehrerbundes veranstaltete hier eine Ganztagung, an der die Lehrerschaft des Bezirks vollzählig teilnahm. Eingeleitet wurde die Tagung mit Frühsport. Dann folgte der Tagesspruch. Lehrer Müller sprach dabei über Andreas Hofer, der sein Vaterland über alles liebte und diese Liebe mit dem Tode besiegelte. Hierauf trugen Kinder der 3. Klasse das Gedicht „Andreas Hofer" vor, dem das Tageslied folgte. In einer Lehrprobe mit dem achten Schuljahr zeigte alsdann der Bezirksobmann Lehrer Emmel (Staufenberg), wie das Gebiet des Luftschutzes in der Schule behandelt werden kann. Nach einer kurzen Pause begrüßte er die Teilnehmer, besonders Kreisschulrat Nebeling, dann gedachte er des ermordeten Landesaruppenleiters der Schweiz Gustl off, dessen Andenken von der Versammlung in üblicher Weise geeehrt wurde. Anschließend hielt Lehrer Rabenau (Staufenberg) einen außerordentlich fesselnden Vortrag über die Geschichte von Stadt und Burg Staufen- berg, der von eifriger eigner Forschertätigkeit zeugte. An Lehrprobe und Vortrag schloß sich eine Besprechung an, in der der Kreisobmann, Schulrat Nebeling, die Wichtigkeit der Behandlung des Luftschutzes in der Schule hervorhob und den Wert der Heimatgeschichte für den Unterricht betonte. Im Zeichensaal wurde alsdann ein schmackhaftes Eintopfgericht, das Fortbildungsschülerinnen unter (NSG.) Eine der schönsten Aufnahmen vom Führer zeigt ihn mit einem blonden Mädel im Arm. Der Führer als Freund der Jugend! Ihr, deren Organisation seinen Namen trägt, gilt seine ganze Liebe und Sorge. Des Lebens Ernst lernt die heutige Generation in besonderem Maße kennen. Nun tauchen für die Jugendlichen, die zu Ostern aus der Schule entlassen werden, neue Schwierigkeiten auf: die Beschaffung einer Lehrstelle. Noch sind nicht alle untergebracht, die vor ein oder zwei Jahren die Schule verließen. Gar nicht selten sind die Fälle sozialer Bedürftigkeit, in denen 'schnelle Abhilfe not tut. Ein Volksgenosse aus einem hessischen Orte schildert uns seine Lage: Nicht nur für die leidende Frau, auch für seine drei unmündigen Kinder hat er zu sorgen. Da der eine Sohn 1934 nicht untergebracht werden konnte, ließ ihn der Vater ein neuntes Schuljahr durchmachen. Auf Varschlag der Berufsberatung des Arbeitsamtes ging der Junge Ostern 1935 zur Landhilfe nach Ostpreußen. Sein sehnlicher Wunsch, Maschinenschlosser zu werden, ging auch nach der zu Anfang des Winters abgelegten günstigen Berufseignungsprüfung noch nicht in Erfüllung. Auch einen anderen Beruf würde der schon seit Jahren der HI. angehörende Junge gern ergreifen, wenn sich nur eine Lehrstelle fände. Von der gesunden Einstellung eines schon 1933 aus der Schule entlassenen Jugendlichen, dessen Vater für die Bewegung gefallen ist, zeugt die auf die Frage nach dem Berufswunsch gegebene Antwort: „Ich nehme jede Arbeit an, da ich noch keine Lehrstelle habe". Der Volksschüler lernt nebenher noch Englisch und Kurzschrift. Inzwischen gelang es zwar, eine Hilfsarbeiterstelle zu vermitetln, doch wäre es bedauerlich, wenn dem Wunsche des Jungen, dessen Zeugnis nur gute Noten aufweist und der gerne eine kaufmännische oder Derwaltungslehr- stelle annähme, nicht.entsprochen werden könnte. Der Sohn eines erwerbslosen Maurers, der Aeltefte von sechs Geschwistern, verließ 1935 die Schule und möchte Feinmechaniker werden. Nach dem Ergebnis der Eignungsprüfung kommt er für diesen Beruf durchaus in Frage Der frische, aufgeweckte Junge wird vom Lehrer geschildert als stiller Arbeiter, der in der Gemeinschaft immer cm- saßt ohne Aufforderung. Der in bescheidenen Verhältnissen lebenden Familie würde durch die Beschaffung einer geeigneten Lehrstelle sicher eine große Sorge abgenommen. Anleitung der technischen Lehrerin Frl. Gros bereitet hatten, eingenommen. Nach der Mittagspause wohnten die Tagungsteilnehmer dem Fußballwettkampf der Oberklaffe Gießen (Pestalozzifchule) gegen Oberklasse Lollar im Rahmen der Winterwettspiele bei. Um 16 Uhr ver- -fammelte man sich in dem Gasthaus „Zur Linde", wo Schulrat N e b e l i n a Ausführungen über Schulfragen, wie Klasseneinteilung, Lehrstoff, Stundenpläne usw., machte. Anschließend fand im Sitzungssaal der Bürgermeisterei eine gemeir^ame Sitzung des Bürgermeisters, des politischen Leiters, des Gemeinderats, des Schulvorstan- Einen sehr gediegenen Eindruck macht auch rin Abiturient des Jahrganges 1934. Der Vater, em kleiner Handwerker, ließ dem Sohn eine gute Schulbildung angedeihen. Nun bewirbt sich der sehr gewissenhafte, zuverlässige Mensch schon längere Zeit um eine kaufmännische Lehrstelle, die er sicher zur Zufriedenheit seiner Vorgesetzten ausfullen wurde. Da ist ein Mädel, das recht gute Schulzeugnisse aufweist, die zu der Annahme berechtigen, daß es dereinst eine tüchtige Kontoristin abgeben wird. Als sich Ostern 1935 keine Lehrstelle fand, absolvierte das Mädchen sein Haushaltsjahr. Nebenher mußte zu Hause immer tüchtig mitgeholfen werdem Leid und Arbeit kennt diese Familie nur zu gut. Manchmal hat die Tochter unter den Anfällen des hirnverletzten Vaters, eines hundertprozentigen Kriegsbeschädigten, zu leiden, .ein Umstand, der es erfordert,'daß das Mädchen möglichst wenige Tagesstunden zu Haufe verbringt. Endlich sei der Fall einer'Witwe hier angeführt, deren Ehemann infolge eines Kriegsleidens 1932 verstarb. Die kärgliche Pension reicht für die in sauberen und geordneten Verhältnissen lebende Mutter und ihre fünf unmündigen Kinder kaum aus. Die beiden ältesten Söhne, von denen jetzt einer zum Heeresdienst gemustert wurde, erlernten ein Handwerk und stellen den größten Teil ihres Verdienstes der Mutter zur Verfügung. Zu Ostern verläßt wieder ein Sohn die Schule, der am liebsten eine Lehrstelle in der Verwaltung annähme. Der brave, fleißige Junge könnte dadurch das schwere Los feiner Mutter wesentlich erleichtern. Diese wenigen Beispiele zeigen, daß die aus der Schule entlassenen Jugendlichen arbeiten und einen Beruf gründlich erlernen möchten. Deshalb ergeht an alle Betriebsführer und Handwerksmeister der dringende Appell: gebt unserer Jugend Lehrstellen! Meldet sie der Berufsberatung des Arbeitsamtes, deren genaue Kenntnis jedes einzelnen Falles ermöglicht es, jeweils dort zu helfen, wo es am nötigsten erscheint. Aus erzieherischen und national- politischen Gesichtspunkten heraus darf keine jugendliche Arbeitskraft brach liegen. Großes ist auf dem Gebiete der Arbeitsbeschaffung schon erreicht worden, dank der Tatkraft des Führers, helfen wir ihm das gigantische Aufbauwerk zu fördern durch die Verwirklichung der Parole: Zu Ostern 19 3 6 fein Jugendlicher ohne Lehr-- ft l l e. des, der Lehrerschaft und der Vertreter der Jugendorganisationen unter Vorsitz von Schulrat Nebeling statt. Dieser umriß hierbei die Aufgaben des Schulvorstandes und betonte besonders die notwendige Zusammenarbeit aller Erziehungsfaktoren. Zum Schulvorstand tritt jetzt noch die Schulgemeinde, die diesen ergänzen soll. Die Mitglieder derselben werden demnächst berufen werden. Weiter aing der Redner noch auf eine Anzahl Fragen Der Schule ein und schloß dann mit der ernsten Mahnung an alle bei der Erziehung Beteiligten, sich mit ganzer Kraft für die Erziehung Der deutschen Jugend einzusetzen. 11 .orte fanden bei der Jett den Zielen der liberalistischen und der national* ......... '* fr " und den Weg, dieses Die Kameraden der DAF. find stolz darauf, milzuhelfen am Werke des Führers. Sie sammeln am 29.2. und 1.3. für das winler- hilfswerk. HM CM Um 20 Uhr fand im Gasthaus „Zur ßinbe* Hf Elternabend Der Schule statt, dessen Pro« gramm von Den Schülern der beiden Oberklaffen bestritten wurde. Ein schneidiger Marsch des Spiel, rnannszuges des deutschen Jungvolks leitete beit Abend ein. Der Leiter der hiesigen Schule, Lehrer P r a s ch , richtete dann an die Versammlung Worte der Begrüßung und erläuterte den Sinn der Der. anftattung. Es folgte ein Theaterstück „Fähnlein, sichrer Dieter", gut gespielt von Knaben der ersten Klasse. Lieder des Schulchoxes, Sprechchöre her zweiten Klasse, Volkstänze der Mädchen, Kampf, und Scherzlieder schlossen sich an. Den Höhepunkt des Abends bildete eine Rede des Kreisschulrats Nebeling, in der er das Ziel der heutigen Erziehung behandelte. Er zeigte die Unterschiede in japanW M U iolgenben ■ Vorgänge am e beute srüh.UW |tr Ofsiz'el ttMlNlster» jjaba wurde» rieaelbewa» i wurde sosarW Leiters des» irns General chrt getote Kakino wiro M die Amtswl würbe letzterer jlerTakahas UM- D>-?" jungen D|f'3ieri das letzte überle bie alten Sürolratei gen, da sie ü Zeit unsere len. Die junger bie Gerech Herstellen, lichen <5ta< Mert Eine Zuchthaus wegen Kindesmißhandlungen. Marburg, 25. Febr. (LPD.) Das Marburger Schöffengericht hielt in Ziegenhain eine Sitzung ab, in welcher der dortige Einwohner Jakob Ziegler beschuldigt wurde, seine beiden Stief« söhne seit längerer Zeit.in brutaler Weise miß. handelt zu haben. Dem Angeklagten, der in zweiter Ehe verheiratet »st, hatte seine jetzige Frau zwei voreheliche Knaben mit in die Ehe gebracht, die von ihm in der furchtbarsten Weise verprügelt wurden. So schlug der Angeklagte den noch nicht vierjährigen Willi mit einem Gummiknüppel der. art, daß der ganze Rücken bis über das Gesäß mit Striemen bedeckt war. Den achtjährigen Heinz schlug und trat er, daß ihm die Nase blutete, würgte ihn auch am Halse und sagte dabei: „Wenn, ich dich fünf Minuten so halte, dann bist du tot!" Bei einer anderen Gelegenheit hieb er dem WUli einen mit Nägeln beschlagenen Schuh in das Gesicht, so daß das Kind erhebliche Verletzungen am Auge erlitt. Nach Vernehmung zahlreicher Zeugen beantragte der Oberstaatsanwalt mit Rücksicht auf die uner« hörte Brutalität und die gemeine Gesinnung des Rohlings eine Zuchthausstrafe von 1% Jahren. Das Urteil lautete auf 1 Jahr 3 Monate Zucht« haus, 3 Jahre Ehrverlust. Der Verurteilte nahm die Strafe sofort an. Kirchliche Nachrichten. sozialistischen Weltauffassung i Ziel zu erreichen. Seine W> Elternschaft reichen Beifall. Das Schlußwort des Versammlungsleiters klang aus mit Dem Sieg-Heil l auf Den Führer. Mit Dem Gesang des Horst-Wessel- . Liedes schloß Die Veranstaltung. Eine Verlosung von durch Schulkinder angefertigten Handarbeiten i erbrachten einen ansehnlichen Betrag, der Dem Winterhilfswerk überwiesen wurde. Evangelische Gemeinden. Mittwoch, den 26. Februar. Gießen. Stadtkirche. 20 Uhr: 1. Passionsandacht! Propst Knodt. Der ßandst stunden des 3. Regime Wege zum der UJlanb 205 D versteigert: 1201D 1193V Trockenes kurz- geschnittenes Tannen- esosD AnniaWlz liefert Sägewerk Weller,Leihgestern WnSleMn aus der iossd Leihbücherei Äl.wasnev Sonnenstratze 14 Die vorstehende Abschrift der Urteilsformel wird beglaubigt. Das Urteil ist vollstreckbar. „ ... nein, so billig kann ich selbst nicht waschen..." sagte vor einigen Tagen eine Kundin derWä- scherei „Edelweiß“, als sie den großen Haushalt-Sack voll Wäsche stopfte.. .und das alles kostet nur 3.- Mk. als Feuchtwäsche ... sie wollte es garnicht glauben 1159a Letzte Vrennholzverstetgerungen. 1. Montag, den 2. Wär; 1936, vormittags 9 Uhr, werden in Der Gastwirtschaft Schott zu Bernsfeld aus sämtlichen Forstorten der Försterei Bernsfeld Gießen, den 19. Februar 1936. (L. S.) Gez.: Merle, Justizinspektor als Urkundsbeamter der Geschäftsstelle des Landgerichts. Aadel-dremiholz (Anfeuerholz) gibt laufend ab U53D Dampffägewerl Abendflern Ludwig Kröck Telephon 3580 rm: Scheiter: 315 Buche, 230 Eiche (davon der größte Teil gespalten, für Küfer sehr geeignet), 2 Birke, 2 (Erle, 6 Kiefer, 20 Fichte; Knüppel: 103 Buche, 142 Eiche, 20 Kiefer, 10 Fichte; Reifer 3. kl.: 56 Buche, 18 Eiche. 2. Freitag, den 6. Wär; 1936, vormittags 9% Uhr, werden in der Ziegenhainschen Wirtschaft zu Jlieber- Ohmen aus sämtlichen Forstorten Der Försterei Uieder-Ohmen versteigert. rm: Scheiter: 193 Buche, 28 Hainbuche, 73 Eiche, 2 Birke, 1 Esche, 5 Kiefer, 3 Lärche, 38 Fichte; Knüppel: 144 Buche, 102 Hainbuche, 139 Eichen (Davon in Jgr. Zwilling 3a 14 rm = 2 m Ig., zu Gartenpfosten geeignet), 20 Kiefer, 7 Lärche, 11 Fichte; Reifer 3.KI.: 192 Buche. Brennholz mit blau unterstrichenen Nummern kommt nicht zum Ausgebot. Vorherige Besichtigung Des Holzes roirb empfohlen, Da nachträgliche Be- anftanDungen nicht berücksichtigt roerDen. Domanial- gelDschulDnern, Die noch mit Zahlung von Holz- unD Pachtgeldern im Rückstand sinD, kann Der Zuschlag md)t erteilt roerDen. Bei Zahlung nach Dem 1. Ja- nuar 1936 empfiehlt sich Vorlage Der Quittung auf ~^.n} oorftamt unD nicht im Versteigerungslokal. Jcabere Auskunft erteilen Die Herren Hilfsförster s ®ernsfelb unD Förster Landmanu zu Rie- m°5n?en sowie Das unterzeichnete Amt. Grunderg Den 23. Februar 1936. hessisches Forstamt Rieder-Ohmen. ' S u ß n e r. Beglaubigte Abschrift: Geschäftsnummer: Ms. 93/35. Strafsache gegen 1. Metzger Hermann Euter, 2. Metzgermeister Hermann Lhristmann wegen Unterschlagung, Hehlerei, Vergehen gegen das Nahrungsmittelgesetz. Das Schöffengericht in Gießen hat am 18. Dezember 1935 für Recht erkannt: Die Angeklagten: I. Metzger Hermann Euler, geb. am 17. V. 1872 in Gießen, wohnhaft daselbst, II. Metzaermeister Hermann Christmann, geb. am 14. VIII. 1881 zu Ahausen, wohnhaft in Gießen, sind schuldig 1. Luter eines fortgesetzten Diebstahls nach § 242 StGB, sowie eines fortgesetzten Vergehens gegen 88 3b und 12 des Gesetzes über den Verkehr mit Lebensrnitteln und Bedarfsgegenständen vom 5. Juli 1927, 2. Lhristmann eines fortgesetzten Vergehens der Sachhehlerei nach § 259 StGB, sowie eines fortgesetzten Vergehens gegen §§ 3b und 12 des Gesetzes über den Verkehr mit Lebensrnitteln und Bedarfsgegenständen vom 5. Juli 1927, letzteres in Tateinheit mit einem Vergehen des fortgesetzten Betruges nach § 263 StGB. unD werden verurteilt: 1. Euler zu einer Gesamtgefängnisstrafe von neun Monaten, 2. Christmann zu einer Gesamtgefängnisstrafe von einem Jahr und beide zu den Kosten des Verfahrens. Zugleich wird angeordnet, daß die rechtskräftige Verurteilung der Angeklagten auf ihre Kosten in den beiden Gießener Tageszeitungen öffentlich be- kanntzumachen ist. Nach langer, schwerer Krankheit ist am 24. Februar mein innigst- geliebter ManK unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater, Schwiegersohn. Bruder und Schwager Karl Philipp Schreiner im 50. Lebensjahre sanft entschlafen. Die trauernden Hinterbliebenen: Katharine Schreiner, geb. Müller Familie Heinrich Schreiner III. Familie Heinrich Gruber Erna Schreiner Wilhelm Müller IX. Alten-Buseck, den 26. Februar 1936. Die Beerdigung findet Donnerstag, 27. Februar, nachm. 2% Uhr statt. Nutzholz-Versteigerung. Freitag, den 28. Februar 1936, wird aus verschiedenen Forstorten des Gemeindewaldes Beuern folgendes Nutzholz versteigert: Stämme: Eiche 1. bis 7. Kl. = 62 fm; Buche 4. und 5. Kl. = 40 fm; Aspe 4. Kl. = 0,55 fm. Abschnitte: Fichte F 2b- bis 4b-Kl. - 9,57 fm. Derbstangen: Fichte 1. und 3. Kl. = 55 Stück. Schichthaufen: Fichte - 63,5 rm. Garfenpfosten: Eiche = 13 rm. 1195V Zusammenkunft vormittags 9 Uhr am Waldeingang der Kreisstraße Beuern—Allertshausen. Beuern, den 24. Februar 1936. Hessische Bürgermeisterei Beuern. _ „ Diese S wesentlichen Eigenschaften der guten Geschmackvoll _ ... _ Vornehm Familien-Drucksache Persönlich bietet Ihnen In zahlreichen neuzeitlichen Aue- fUhrungsarten schnell und zu mäßigen Preisen Brühl’sche Druckerei. SchulstraBe 7, Anruf 2251 Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch-Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und H 15. Ziehungstag 25. Februar 1936 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 10000 M. 94240 6 Gewinne zu 5000 M. 162283 182460 391139 6 Gewinne zu 3000 M. 87480 245072 282373 22 Gewinne zu 2000 M. 38175 39622 59369 99409 118849 128971 143509 218477 265143 268177 352194 42 Gewinne zu 1000 M. 72434 129611 143480 180850 187870 195227 165358 200992 224451 230985 244509 248996 253453 254411 274287 302795 323664 325052 339109 370858 375764 100 Gewinne zu 500 M. 293 3224 5532 12113 20532 24804 26533 33577 44906 68034 69029 69903 74485 75458 81327 81849 83443 107222 119181 127853 133243 139147 144243 1 152318 171103 176616 188594 190580 192509 I 102392 217517 219352 248603 284297 292544 1 295371 301087 331013 336913 347340 355746 ■ 357459 368671 369973 370801 376006 378282 378633 380362 399703 396 Gewinne zu 300 M. 1661 2723 2758 4002 5816 . 8956 90 11 14299 16034 16075 23922 25706 26572 26664 29274 30405 31253 31612 33105 34382 34796 35418 38901 40827 41803 44003 44532 46066 47010 48778 52328 54013 54799 56090 60957 61864 62454 64678 66680 66737 67351 67588 68648 69613 73456 74789 74854 76057 76776 80202 83606 84407 90126 94092 94306 94847 98046 99883 104769 • I05230 108591 109639 110434 111180 111754 114515 117902 121632 122240 122312 123666 ' 124819 125756 129624 130591 132511 138406 1 142270 143044 143986 145609 146931 149336 152025 154471 164180 166987 169685 170773 ' 174730 174746 176854 177034 178068 179700 181104 184 222 185231 185811 187185 189574 190935 192541 192823 193065 197919 198842 200695 204998 209492 210853 216673 223338 223822 227991 230117 233035 235972 236086 236912 239103 248134 248527 251397 252312 ' 253388 256874 260518 265453 271575 273463 274055 279751 280953 284177 285080 285348 286438 293622 293678 294462 295818 296145 1 299340 302105 303758 306560 307659 307956 308076 313291 316363 318346 319129 322448 322842 323821 324326 325649 328370 330405 331273 335147 336318 337762 341396 345211 345336 345718 351964 357101 358014 358696 359611 361164 361570 362143 363739 365533 366482 367912 367995 370066 374139 376868 378428 378818 380622 381558 382986 389734 390546 390692 391333 391380 392138 396666 397495 Bekanntmachung. Die Ausgabe Der Brennstoff-Bezugsscheine (IV, II und letzte Rate) für die Bezieher von Arbeitslosen« I und Krisenunterstützung, sowie verschämte Arme erfolgt am Donnerstag, dem 27. Februar 1936, für die Buchstaben A—K, Freitag, dem 28. Februar 1936, für die Buchstaben L—Z in der Zeit von 15 bis 17 Uhr in dem Hause Lony- strahe 2 (Erdgeschoß, Schalterraum). Gießen, den 24. Februar 1936. Städtisches Wohlfahrtsamt. Die Holzversteigerungen in Leihgestern am 18. d. M. und in Watzenborn am 20. d. M. sind genehmigt. Ausgabe der Abfuhrscheine bei den zuständigen Kassestellen vom 27. d. RI. ab für die Verst. in Leihgestern und vom 2. Rlärj ab für die Verst. in Watzenborn. Ueberweisung und 1. Abfuhrtag für die Versteigerung vom 18. II. am 27. IL und für diejenige am 20. II. am 2. III. Bei Barzahlung innerhalb 3 Wochen vom jeweiligen Ueberroci- sungstag an gerechnet 2 v. H. Skonto bei einem Mindestbetrag von 10 RM. an. 1199D Gießen, den 25. II. 1936. Hessisches Forstamt Schiffenberg. Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinn» über 150 M. gezogen 2 ötroinne zu 10000 M. 6 Gewinne zu 5000 M. 10 Gewinn« zu 3000 M. 171087 298226 22 Gewinne zu 2000 M. 120242 123758 125897 91222 202665 356427 382106 23391 119636 163936 30158 69683 83666 207206 219506 308523 342769 396891 42 Gewinne zu 1000 M. 28040 44398 47187 78805 116592 132473 144301 156175 162143 182030 193347 198306 232398 233637 245202 249399 292631 340774 345508 364937 897857 68 Gewinne zu 500 M. 18496 27905 32410 37420 42422 47568 52311 77830 86418 90404 107948 116459 129952 147161 147808 161982 196220 197890 207003 208085 211170 213979 228486 250160 256751 266719 277282 317320 338468 357408 368236 379402 384354 397101 354 Gewinne zu 306 M. 46 452 840 1057 1925 8190 12101 13153 13659 16039 19136 23203 26358 27713 34894 38646 39266 40936 42444 44222 46806 50405 52785 55340 57819 60072 61796 61975 63682 69979 75684 81031 81296 81756 82118 85238 85434 86920 91311 91468 92646 93547 99112 101026 101836 102456 106221 106331 109864 111521 113097 116390 121337 124614 125475 127519 128739 129438 131033 132311 134774 136602 141197 143832 144188 145934 147937 149700 150391 152193 152448 157452 160968 161078 162228 170779 171032 172630. 172696 1 80629 187145 187647 189432 189661 190596 195512 197413 198851 199366 199468 199643 202403 208028 208896 210362 215176 220618 223145 229133 230932 232807 233938 234116 241856 245726 249409 249714 252366 257419 263338 265129 265702 265849 266930 267130 271960 275683 276213 278904 280420 286667 286374 289411 290921 293419 293646 293949 294216 295743 296373 300963 306716 307803 309165 310863 311166 312881 314301 315997 317130 317942 318601 318958 319583 319861 321900 322469 325520 326984 326823 329778 330182 330193 331131 333736 337218 339904 346990 348243 348433 349610 354713 357559 357705 364642 366128 368668 370649 376580 377193 382533 383385 383477 383546 386331 389602 398834 Im Gewumrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 60000, 2 zu je 30000, 6 zu je 20000, 58 zu je 10000, 122 zu je 5000, 202 zu je 3000, 474 zu je 2000, 1472 zu je 1000, 2512 zu je 600, 9440 zu je 800 Mk. Unienuegs tret fyil/rung bes i v Offiziere voi rate gische !e Truppen t ms, des Ar Aktion. Feri Sehnung des 8$ianöt, der eri kr Führer mhhandelt uni I sieaelbewahrei I Mn wurde, 1 Leibwache erfct I denen es zu ei' oberten das L Aland. Auf di Ichlag verübt. Die Führer Zeitunge er die Erheb, Merige japa ioin wahr "nt und i, «nlarung, di Hauptmann 5 Wment uni °d>ge Behaur °"trag Do ? weiter: i » wird" Wanb, En !'nen Err ”°mtl gemein TegeW JOn den E 7 °uch inb 'ch der tie B wider Mer Ta & We bes ®Äl( i ti,?'“1 u,lt Mer i 82i« SÄ ?' unter bts ff P A S leh *51921 rLNui