186. Jahrgang Metzener Anzeiger Dazu schreibt die N S K.: „Während in Berlin das große olympische Fest des Friedens stattfand und Deutschland glücklich Während das heutige Spanien unter dem Fluch des marxistischen Terrors in eine Wüste verwandelt wird, erfolgt im nationalsozialistischen Deutschland in einer einzigartigen Anstrengung der Wiederaufbau der deutschen Wirtschaft. i nun ein bolschewistischer Machthaber in her ihnen unmöglich machten. Deutschland ist nach den jüngsten Bildern der Geschichte nicht gewillt, sich überrumpeln zu lassen! Fast alle Länder um Deutschland haben Armeen mit mehr als einjähriger Dienstzeit. Deutschland gleicht sich nun an, wobei in Rechnung zu ziehen ist, daß bisher bereits große Teile des deutschen Heeres, wie beispielsweise die Marine und verschiedene Spezialtruppen. mehrjährige Dienstzeiten hatten. Der deutsche Schritt gibt dem ganzen Volk gerade in diesen Tagen ein berechtigtes Gefühl von Sicherheit und Ruhe. Dieses Volk will keinen Krieg, jeder Ausländer, der vielleicht während der Olympischen Spiele Gelegenheit hatte, in unsere herzen zu sehen, der weiß, daß dieses Wort die lauterste Wahrheit ist. Dieses Volk aber läßt sich nach einem Leidensweg ohne Beispiel nun nicht mehr von keiner Wacht der Wett die Freiheit und die Ehre der neuen sozialistischen Gemeinschaft anlasten. Die ersten Wänner des Reiches, Willionen des Volkes haben das Grauen des Weltkrieges gelitten und nicht vergessen, da ist kein Platz für eine Kriegspsychose. Deutschland will keinen Krieg, Deutschland will sich vor ihm schützen, und darum beugt es vor. Der Schritt, den wir gehen, bringt, wie alle Wege zur Freiheit, neue Opfer und neues Mühen mit sich. Die junge deutsche Mannschaft, die mit ihrem zweijährigen Dienst eine ihr selbstverständliche Pflicht erfüllen wird, ist sich im festen Glauben an die alles erfüllende Bewegung und ihren Sinn zur Gerechtigkeit klar, daß alle Maßnahmen getroffen werden, um Härten einer zu langen Ausbildungszeit zu vermeiden. Die notwendigen Schritte hierzu sind eingeleitet. Wir werden nicht jenes beschämende Schauspiel erleben, das andere Länder bei einem ähnlichen Schritt dar- boten, unsere Jungen sind aus anderem Holz geschnitzt. Der Nachwuchs aus der Hitlerjugend gibt dem Staat Männer, die mit Stolz den Berlin, 24.Aug. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler hat folgenden Erlaß über die Dauer der aktiven Dienstpflicht in der Wehrmacht vom 24. August 1936 unterzeichnet: Zum § 8 des Dehrgesehes vom 21. 5. 1935 (RGBl. I Seite 609) verordne ich unter Aufhebung meines Erlasses vom 22.5.1935 (RGBl. I Seite 614): Die Dauer der aktiven Dienstpflicht bei den drei Dehrmachtsteilen wird einheitlich auf.zwei Jahre festgesetzt. Der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht erläßt die erforderlichen Ausfüh- rungs- und Uebergangsbeftimmungen. Berchtesgaden, 24.8.1936. Adolf Hitler, von Blomberg. Oie aktive Dienstpflicht auf zweiFahre festgesetzt Schutz deutscher Freiheit und deutscher Kultur gegen den roten Imperialismus. Deutschland beugt vor. Oer Wehrerlaß des Führers im Spiegel der Berliner presse Schrecknissen blutiger Bürgerkriege und wilder Wirtschaftskämpfe. Eine ziffernmäßig kleine, aber im Solde ihrer rassischen Verfilzung einen mächtigen Einfluß ausübende i n - ternationale Hetzgruppe versucht, die Welt in das Chaos des kommuni st ischen Zu- sammenbruches zu stürzen. Ungeheuer sind dabei die Rüstungen, die den bolschewistischen Militarismus in die Lage setzen sollen, dieser Aufgabe zu genügen. Der Nationalsozialismus hat Deutschland seit drei Jahren vom inneren Ansturm der bolschewistischen Brand st ifter und Mordhetzer befreit. In einer Revolution unerhörtester Disziplin und Ordnung gelang es der Nationalsozialistischen Partei, Deutschland die Segnungen des inneren sozialen Friedens und damit die Voraussetzungen für eine sich steigernde wirtschaftliche Blüte zu sichern. der bolschewistischen Armee auch sein wird, unter Umständen jenen Ländern, die der inneren bolschewistischen Hetze standhalten würben, durch ben Eingriff der Roten Armee von außen her die Revolution zu bescheren, so wird das nationalsozialistische Deutschland einer solchen Ankündigung gegenüber genau so wenig kapitulieren, wie es einst nicht kapituliert hat gegenüber den Drohungen der von Moskau bezahlten Hetzer in Deutschland selbst. So wie die Nationalsozialistische Partei der deutschen Nation den inneren Frieden bewahrt, so wird die nationalsozialistische Armee dem Reiche den äußeren Frieden sichern. Die Geschichte hat uns gelehrt, daß es besser ist, für diesen Frieden — wenn notwendig — große Opfer zu bringen, als im bolschewisttschen Chaos zu versinken. Gegenüber dem Sowjetimperialismus und seiner militaristischen Bedrohung wird das nationalsozialistische Deutschland als Wächter seines eigenen Friedens und damit als Schützer seiner Kultur jene Maßnahmen treffen, die notwendig sind, um die Freiheit und Unabhängigkeit der Nation unter allen Umständen zu garantieren." Land. Aber das genügte den französischen Sicherheitsfanatikern nicht. Die Pariser Diplomatie umspann das entwaffnete Deutschland mit einem engmaschigen Netz von Militärbündnissen, die auch die Völker des Ostens und Südostens in das zur Niederhaltung des deutschen Volkes ersonnene Sicherheitssystem Frankreichs eingliederten. Immer wieder hat Deutschland darauf hingewiesen, daß die ein- 1 fettige Entwaffnung des Herzlandes Mitteleuropas eine ständige Bedrohung des Weltfriedens darstelle, weil sie die bis an die Zähne bewaffneten : Nachbarn gradezu reize, das ohnmächtige Deutsch- ' land als Kriegsschauplatz zu benutzen. Deutschland i predigte mehr als anderthalb Jahrzehnte hindurch i tauben Ohren. Erst die gewaltige innere Stärke, i die der Nationalsozialismus nach seiner Machtergreifung dem deutschen Volke einzuflößen vermochte, die sittliche Kraft, ben Willen des ganzen Volkes für ein großes Ziel einsetzen zu tönnen, schuf die Grundlage für den Entschluß des Führers, nachdem auch seine zahlreichen Vorschläge, durch ein internationales Abkommen zu einer Rüstungsbeschränkung zu kommen, von den andern unbeachtet geblieben waren, von sich aus Deutschlands Wehrfreiheit zu verkünden. Dieser Entschluß war nicht gemeint als ein Ansporn zu weiterer Aufrüstung. Hand in Hand mit der Verkündung der neuen deutschen wehrpolitischen Maßnahmen gingen vielmehr erneute Vorschläge für eine praktisch wirksame Rüstungsbeschränkung, die namentlich die schweren Angriffswaffen in Betracht ziehen sollte. Auch beschränkte sich die deutsche Aufrüstung zahlenmäßig wie waffentechnisch auf das für die Verteidigung des Reiches notwendige Mindestmaß. Trotz englischer Warnungen, nicht wiederum den günstigen Zeitpunkt für ein Rüstungsabkommen mit Deutschland zu verpassen, blieb man in Paris taub. Frankreichs maßlose Rüstungen gingen weiter, ja es gelang der französischen Diplomatie, nun auch Sowjetrußland in den Kreis der Militärbündnisse einzubeziehen und damit die gewaltige Stoßkraft der roten Armee in den Dienst des französischen Sicherheitskomplexes zu stellen. Nicht, lange, und Moskau bestimmte selbst Tendenz und Tempo der gemeinsamen Außen- und Rüstungspolitik. Dabei trat, durch das neue Bündnis mit Frankreich und der Tschechoslowakei ge- stärkt, durch die Entwicklung im Fernen Osten und die innerpolitischen Schwierigkeiten in Japan hier vorerst vor Ueberraschungen gesichert, der alte revolutionäre Offensiogeist der Roten Armee als Stoßtrupp des Bolschewismus immer krasser hervor. Während die Moskauer Komintern an allen Ecken und Enden der Welt, wo ihr der Boden für igre revolutionäre Wühlarbeit günstig schien, die! bosiche»■ wistische Idee in die Massen trug und den Ausstand vorbereitete, arbeitete die Regierung der Sowjetunion mit skrupelloser Energie, ohne auf dte wirtschaftliche Not des durch den doppelten Aderlatz des Krieges und einer beispiellos ^^^evernichten- ben Revolution, durch bolschewistische Wirychafts- 'experimente und die Zwangsindustrialtsierung völlig erschöpften Landes die geringste Rücksicht zu nehmen, am Aufbau einer Armee, die nach ihrer zahlenmäßigen Stärke wie ihrer ^u^juftung nach alle andern Armeen der Welt in den «chatten stellen sollte. Daß dieses Ziel nun erreicht ist, darüber lassen die letzten Berichte über die sowiet- russische Aufrüstung nicht den geringsten Zweifel. Es sind hier in den letzten Tagen darüber E^l- heiten mitgeteilt worden, die den Angriff schar alter der Roten Armee eindeutig dokumentieren, -dm Bunde mit Frankreich und der Tschechoslowakei, die in ihrer Verblendung die revolutionäre Gefahr dieses Bündnisses für ihre Völker leugnen, ist die Rote Armee zu einer Bedrohung des Weltfriedens geworden, der gegenüber Deutschland, als Kernland Mitteleuropas von der roten Dampfwalze am un» mittelbarsten bedroht, nicht länger schweigen konrtte, wollte es nicht seine nationale «icherhett leicht- fCr^ÄSÄf^anb sich an den festlichen T°- gen der Olympischen Spiele mit feinen Gasten des war, seinen Gästen einen Einblick geben zu können, der Wiederaufbau der deutschen ^styas^ in die Ruhe und Ordnung des heutigen Reiches, Wenn nun em bolschewistischer Machthaber n bebt die Welt an zahlreichen Stellen unter den!zynischer Ossenhett erklärt, daß es die Ausgabe Sowjetunion verdoppelt sein. Diese Maßnahme zwingt zu friedenssichernden Gegenmaßnahmen, und wenn diese Maßnahmen auch den Opfergeist einzelner bedingen, so wird sich dieser Opfergeist, dessen sind wir gewiß, voll bewähren. Wenn wir über die deutschen Grenzen blicken, so müssen wir feststellen, daß eine große Anzahl von Staaten bereits eine längere als die zweijährige Dienstzeit eingeführt haben. Wir holen jetzt nur nach, was andere vor uns veranlaßt haben. Diese Verordnung des Führers hat nur einen vorbeugenden Charakter, sie wird in ihrer Wirkung in allen Schichten unseres Volkes das Gefühl der Beruhigung schaffen, das uns eine weitere Friedensarbeit ermöglicht. Diese Friedensarbeit verdient schon, daß dafür gern und freudig Opfer gebracht werden, denn diese Opfer stehen in keinem Verhältnis zu den Schrecknissen, die ein Angriff auf die deutschen Grenzen bringen würde. Dabei muß festgestellt werden, daß schon jetzt bei der Marine und bei anderen Spezialtruppen eine längere als eine einjährige Dienstzeit burchgesührt wurde. Was jetzt erfolgt ist, ist also im Grunde nichts anderes, als eine generelle Angleichung dieser Tatsache für alle drei Wehrmachtteile. Außerdem hat sich gezeigt, daß die einjährige Dienstzeit nicht dazu ausreicht, um die gründliche Ausbildung zu gewährleisten, bte notwendig ist. Wir wollen keine Halbhetten, sondern wenn wir eine Wehrmacht aufbauen, so muß gu t e unb ganze Arbeit geleistet werben, und bie Ver- Wächter des Friedens. Als dem beutschen Volke im Versailler Diktat bie fast völlige Entwaffnung auferlegt würbe, das Heer auf 100 000 Mann beschränkt, bie allgemeine Dienstpflicht verboten, alle Angriffswaffen vernichtet, Flugzeuge untersagt und selbst die einfachsten Abwehrmaßnahmen hintertrieben wurden, da geschah es mit der Begründung, daß ein Land mit der von allen erstrebten Abrüstung den Anfang machen müsse. Die andern Unterzeichner des Versailler Diktats würden folgen, sobald Deutschland abgerüstet habe. Fast anderthalb Jahrzehnte hat Deutschland auf die Erfüllung dieses feierlichen Versprechens gewartet. Es hat an den Vorbereitungen zu einer allgemeinen Abrüstungskonferenz bereitwillig mitgearbeitet, es hat gewarnt unb gemahnt, als immer wieder neue Schwierigkeiten gemacht wurden, die angeblich bie Erfüllung des klaren Dertragsversprechens verzögerten. Frankreich fand immer neue Gründe für die Behauptung, feine nationale Sicherheit fei bedroht, wenn es an Rüstungsbeschränkungen denken wolle. Man hielt Deutschland mit Verhandlungen hin, aus denen nie etwas Positives herauskam, unb ging inzwischen baran, hinter einem gewaltigen Festungswall aus Beton unb Eisen, wie ihn die Kriegsgeschichte noch nicht gekannt hat, eine zahlenmäßig bie bevölkerungspolitischen Möglichkeiten bis zum äußersten ausschöpfende, waffentechnisch auf bas modernste ausgerüstete Armee aufzustellen, bie jederzeit bereit war, getreu den auf Richelieu zurückgehenden Traditionen, aus dem uneinnehmbaren Festungsglacis der Maginotlinie heroorzubrechen in ungeschütztes, von jedem Verteidigungsmittel entblößtes deutsches Berlin, 25. Aug. (DNB.) Sämtliche Berliner Blätter begrüßen in längeren Leitaufsätzen den Erlaß des Führers über die Verlängerung der aktiven Dienstpflicht. Der „Völkische Beobachter" schreibt unter der Ueberschrist „Deutschland beugt vor": „So war es uns in ben letzten Wochen: Wir standen wie auf einer Insel, mitten im stürmenden Meer, wir sahen die flüchtigen Wolken, hörten ben Donner der schäumenden Wogen und das Pfeifen des Sturmes, und oftmals haben wir voll Sorgen auf den Deich um uns geschaut, den wir fest unb stark um uns errichteten, ob er wohl halten unb schützen würde gegen die immer steigende, gierige Flut in kommenden Zeiten. Jetzt hat der Führer gesprochen und alle Mann, jeder muß seinen Sandsack dazu- traqen, in erster Linie die jungen Männer des Volkes. Jetzt wird der Wall noch höher und noch stärker werden, damit wir auf Feld und Flur, auf freiem Acker in Ruhe unfern Werktag erlitten, der uns schon heute die ersten Früchte einer gewaltigen Arbeit beschert. Wir schirmen Deutschlands Frieden und damit die Ernte eines gigantischen Kampfes um unseres Volkes Wiedergeburt, und jeden Spatenstich und jeden Hammerschlag erfüllen wir im Dank an Adolf Hitler, der uns die Kraft gab, das Werk zu bauen und zu schirmen. Spanien hat der Wett und nicht zuletzt Deutschland gezeigt, daß die Bedrohung des inneren und äußeren Friedens um uns mehr als nur eine Phrase ober eine Geste ist. Spanien und bas eigene Erlebnis, als sich noch im eigenen Haus die Söldlinge Moskaus erheben konnten, haben uns den ganzen blutigen Ernst jener programmatischen Worte aus Moskau spüren lassen, die da sagten: „Die Rote Armee habe über ihre russische Basis hinaus die Aufgabe, in aller Welt Bannerträger unb Waffenführer der kommu- nistischen Weltrevolution zu fein." Der* russische Schritt vom 11. Auaust, der praktisch eine Verdoppelung der lang dienenden Sowjetarmee zur Folge hat, soll jenen Kräften, die Deutschlands Todfeinde sind, nun nicht die Möglichkeit geben, von außen her doch noch zu erreichen, was SA. und SS. einstmals mit Blut und Leben von innen tängerung der Dienstzeit gewährleistet eine schlagkräftige Wehrmacht als ein Instrument des Friedens. Die deutsche Jugend, im nationalsozialistischen Geilt erzogen, wird dafür am ehesten Verständnis auforingen, denn in ihr ist der Gemeinschaftswilltz lebendig. Wo sich bei der Durchführung Härten zeigen, werden diese selbstverständlich vermieden werden, grundsätzlich aber gilt gleiches Recht für alle. Es gibt kein Einjährigenprivileg auch bei bet zweijährigen Dienstzeit mehr. Der Student muß die gleiche Zeit dienen wie der Arbeiter. An der beut* scheu Jugend ist es nun, zu zeigen, daß sie weiß, was das Vaterland von ihr verlangt. Sie muß und wird auch daran denken, welche Opfer die Teilnehmer des Weltkrieges gebracht haben, bie oft fünf, sechs unb sieben Jahre unter den Fahnen standen. Gemessen an diesen Opfern, ist das, was jetzt verlangt wird, gering. Das Vaterland schaut mit Stolz auf seine jungen Söhne, und unsere Jugend darf gewiß fein, daß der graue Rock, den sie trägt, von allen als ein Ehrenkleid angesehen wird. Die Soldatenehre wird jetzt unb in Zukunft ein bestimmendes Wesensmerkmal der deutschen Nation sein, unb der Gedanke, daß der Wehrdienst Ehrendienst ist, wird jetzt mehr als je seine lebendige Ausprägung erfahren. Diese jungen Soldaten sind uns Garanten des Friedens, und das deutsche Volk wird ihnen stets die Ehre erweisen, auf die sie Anspruch hadeq, und ihnen den Dank abstatten, den sie verdienen. Friedens freute, sind die auf Krieg und Revolution gerichteten Tendenzen der sowjetrussischen Rüstungspolitik ganz unverhüllt hervorgetreten. Bereit sein ist alles. Dieses alte Wort gilt auch heute noch, wer den Frieden will, der muß auch heute noch dafür Opfer bringen. Gerade weil die deutsche Politik eine Friedenspolitik im besten Sinne des Wortes ist, gerade weil unser fester-und unbeugsamer Wille darauf hinausgeht, über ben Frieden zu wachen, unsere Grenzen und den wirtschaftlichen und sozialen Aufbau zu sichern, gerade deshalb war es für uns, die wir das Herz Europas bilben, zuerst unb vor allem anderen notwendig, Wächter des Friedens zu sein. So muß die vom Führer angeordnete Einführung der zweijährigen Dienstzeit für alle drei Wehrmachtsteile verstanden werden, wir sind gewiß, daß bas deutsche Volk dieser ftiedenssichern- ben Tat seine Anerkennung zollen wirb. Wenn wir im Innern bafür gesorgt haben, baß ber friedliche Aufbau nicht gestört wird, so werden wir auch nach außen dafür Sorge tragen müssen, daß unsere Heimat von Kriegssackeln unb Revolutions- furien verschont bleibt Wer gesehen und erlebt hat, was in Spanien und in ber Sowjetunion vor sich gegangen ist, ber muß diese Auffassung teilen. Das Wehrgesetz der Sowjetunion hat eine grundlegende Umgestaltung dadurch erfahren, daß durch die Verordnung vom 11. August bie Dienstpflicht um zwei Jahre vorverlegt ist. Innerhalb von vier Jahren wirb bas stehende Heer der grauen Rock tragen, dessen Ehre niemals angerührt werden konnte. Sollte jedoch jemand zurückdenken voll eigener Wünsche in eine überwundene Vergangenheit, dem sei gesagt: Gleiches Recht, aber auch gleich e Pflicht für alle! Der Gedanke eines Privilegs bevorzugter Kreise, etwa in Form einer „einjährig-freiwilligen" Dienstzeit, ist zu absurd und tot, als daß man sich mit ihm noch auseinandersetzen müßte. Die Zeiten sind für immer vorbei, und die Bewegung wird sich jeden Versuch einer Diskussion über dieses Thema entschieden verbitten. Ein nationalsozialistisches Gesetz hat sich erfüllt. Fester denn je ist der Friede für Deutschland gesichert. In dieser Stunde gedenkt das große deutsche Volk wie so oft jenes Mannes, dessen Werk unser Leben und tfrifere Zukunft bedeutet. Sei unser Dienst ihm Dank. Unter der Ueberschrist „Zum Schutze deutschen Friedens" schreibt ber „Berliner Lokalan- 3 ei g er" u. a.: Diese Maßnahme mußte erfolgen, aber sie ist gegen niemand gerichtet. Sie dient allein einer Verstärkung des Schutzes gegen die aggressiven Drohungen, denen bas Reich in ständig zunehmendem Maße durch die Riesen» rüftungen einzelner seiner Nachbarn ausgesetzt ist» Die Welt hat soeben die Enthüllungen über ben roten Militarismus erlebt Millionenmassen an Menschen und Angriffswerkzeugen haben die Sowjets vornehmlich in den wesllichen Bezirken Rußlands aufmarschieren lassen, unb es kann nirgenbs ein Zweifel barüber bestehen, daß dieser Aufmarsch gegen Europa gerichtet ist. Das Herz Europas aber ist das Deutsche Reich. Das Blatt erinnert an bie Sowjetverordnung vom 11. August über die Vorverlegung des Wehrdienstalters sowie an die Tatsache» daß die mit dem Bolschewismus verbündeten Militärstaaten Frankreich, Belgien und dis Tschechoslowakei ebenfalls seit längerem eine verlängerte Dienstzeit eingeführt haben. Das Reich hole jetzt also nur etwas nach, was längst notwendig gewesen sei. — „Die Verlängerung der Dienstpflicht, das weiß jeder unter uns, dient allein der Sicherung des Friedens und ist fein Anlaß, Nr. 198 Erstes Blatt 186. Jahrgang Dienstag,25.Angust 1936 Hermat im Bild-Die Scholle ■ H M M B E M ■ ■ ■ ■ ■ W M W M Jr ■ für Anzeigen von 22 mm MM Vnvhvllvl 4lllivlUvl MNs Auch bet Alchterschemen ■ ■ IV Ermähigte Grundpreise: von ein35J!c*L U(gen)att Stellen-, Vereins-, gemein» »tSs General-Anzeiger für Oberhessen sgm richten. Anzeiger 6ieften behördliche Anzeigen 6Rpf. SraWrtMa'n 11688 Druck und Verlag: Vrühl'sche Unioerfitätsvuch- und Steindruckerei «.Lauge in Sieben. Schriftleilung und Geschäftsstelle. Schulstrahe 7 M°ng°nabich,üff° Staffel 8 ."5; «31 5 2. ,6 id ** h w •5" P p * 2 » Z.-S; o’l 7 £ • GXh « p üfi 2 % ---SS MM HZ - - -AZ A « 5 *; Mm* §5* E n 3 C R5; D n »8 3” • Sti «s- N n 3 = f 9 2. 3 -2.3 *3 nL ör 5 H 3 ? rv ~ 2 Ä S3Z3 3^2.3 2*3« I 3 2 2? .iS sh ::Q n. ?E D-» ch MD 3 4. Pi . o: ■=" 1 w 5 2 einj , 8***1 Paris. ) Deutschlands 5 5 ??e Tatsch ■ . le-die b!k Echung der - lchteinmischung bis ? unJ!° mehr ein Jer deutschen 3k : habe, ihre M, von der fpanilfr ^ugtuung Br> alten habe. Jfl8 le Lage fühlbar b so mehr beglülkir, selbst jeden I:; efährliche Set. chlands ZustliiM-: I wird auch voin iten Willens bezeL müsse. Nun oiCi die Nichteininis^'i tt treten. m. ingen. 5ff W. liegende Mehr' batübtt, W/ tex W bu Müssen bttföv rtb hätten • ’ irt, sie maglir" die Straße * Off6"' r«W s-W sie mühllilB 8. Funkspruch.) - Gefolge der «v durch die deutsche hen Abschluß $.~ unternommen M'- [ien ein 6"^ lingen von enf von dem Wuns^ gießen zu °em- wollten, daß SB iner d«r Katt bringt tien i 2§Ä d er LniÄ Rot«n leüll's em !M ;s>? -M nure" nahe dem Flottenstützpunkt von Singapore !m Bau. Vor allem ist geplant, den Flughafen von Kuala Lumpur für den Verkehr von schweren Bombenflugzeugen zu erweitern. Bei dem Plan zur Anlegung und Erweiterung der Flughäfen spielen auch Handelsinteressen eine Nolle. So soll die Absicht bestehen, einen ständigen Flugdienst Singapore—Kuala—Lumpur—Pinang einzurichten. Ferner wurden die neu anzulegenden Flughäsen dem für nächstes Jahr geplanten Empire-Flugboot- dienst zustatten kommen. Oie Staatserneuerung in Japan. Tokio, 25. Aug. Nach fünfmonatiger Beratung hat das japanische Kabinett einsttmmig ein Programm beschlossen, dessen sieden Punkte als n a ■ tialpolitische Richtlinien zur Durchführung der Staatserneuerung bezeichnet werden. Im einzelnen sieht das Programm folgendes vor: 1. Aufbau von Heer, Flotte und Luft- waffe als wichtigsten Punkt. 2. Aufbau einer einheitlichen Volks- erziehung auf nationaljapanischer Grund- läge. 3. Umbau des Steuerwesens. 4. Sicherung der Lebensbedingumgen des Volkes durch staatlichen Schutz gegen Natur- chäden und Stärkung des Versicherungsschutzes ür die Landbevölkerung, sowie staatliche Hilfe ür Bauern, Fischer und Kleingewerbetreibende. 5. Staatliche Förderung der Industrie und des Außenhandels, darunter Maßnahmen für die Selbstversorgung ober Sicher- stellung des Bezuges von Oel, Eisen, Stahl und Wolle. 6. Förderung der Auswanderung und K a - pitalausfuhr nach Manscyukuo. 7. Vereinfachung der Staatsverwaltung. Einweihung des Haß-Denkmals von Dinant. Brüssel, 24. Aug. (DNB.) In der Stadt Di- n a n t, wo jedes Jahr am 23. August eine Erinne- rungsseier für die belgischen Opfer des Weltkrieges stattfindet, wurde gestern ein neues Denkmal für die Zivilopfer eingeweiht. Ursprünglich sollte es ein wirtliches Nationaldenkmol werden, an dessen Errichtung und Einweihung die oanze Bevölkerung und ihre Regierung teilnehmen sollten. Bezeichnenderweise wurde daraus jedoch nur die private Veranstaltung eines Denkmal - Ausschusses unter Mitwirkung der Stadtverwaltung von Dinant. Durch Anbringung des berüchtigten Spruches „Furore teutonicus“, der ursprünglich an der Fassade der neuen Universitätsbibliothek in Löwen angebracht werden sollte, hat das Denkmal und seine Einweihung eine Note erhalten, die eine nachträgliche Verunglimpfung unserer alten deutschen Armee ist und noch im Haß des Krieges wurzelt. Sie ist unvereinbar mit dem Gei st e ber Versöhnung, ben vor allem bas neue Deutschland wiederholt auch gegen Belgien zum Ausdruck gebracht hat. Die belgische Regierung hatte es a b gelernt, sich bei der gestrigen Feier vertreten zu lassen. Auch die französischen Generale, die ursprünglich kommen wollten, haben auf Ersuchen der belgjschen Regierung von einer Beteiligung an der Einweihung 21 b ft a n b genommen Die Feier war beherrscht von dem unversöhnlichen Geiste des Redners, des Senators Sasserath, der früher Bürgermeister in Dinant war und nun versuchte, das Denkmal und seine gehässige Inschrift zu rechtfertigen. Die Feier vollzog sich mit Ausnahme der Stadtverwaltung von Dinant ohne jede offizielle Beteiligung. Verschiedene Organisationen legten Kränze nieder. Die Brüsseler Presse hat bis jetzt von der Feier wenig Aufhebens gemacht. „Das Deutsche Handwerk." Berlin, 22. Aug. (DNB.) Nach einer Anord- nung des Reichsleiters Dr. Ley erhält die Reich s- betriebsge meinschaft 18 „Handwerk" die Bezeichnung „Das Deutsche Handwerk", die xum Ausdruck bringt, daß die Deutsche Arbeitsfront DaS Handwerk in feinem vollen Umfange betreut. Die Aufgaben der Reichsbetriebsgemeinschaft „Das Deutsche Handwerk" sind: 1. Berufsschulung; 2. Bildung der Betriebsgemeinschaft, Schaffung und Erhaltung des W i r t s ch a f t s- *>*' >««* . > S -- 3. 4. Art. Ungarns Reichsverweser beim Führer Fahrzeuge verwickelt: 2 513 Pri- Lastkraftwagen, 1 746 Fahrräder, 1 479 Motorräder, 827 öffentliche Transportmit- 67 andere waren folgende vatautos, 1 903 a) b) c) friedens, Ausgleich und alleinige Vertretung der berechtigten Interessen ihrer Mitglieder; Hierunter fällt: „Kraft durch Freude", Gesunderhaltung, Einbeziehen aller Handwerker in unser großzügiges Selb st Hilfewerk, um sie vor der Not im Beruf und im Alter zu schützen, Erhaltung von selbständigen Existenzen und Neugründung derselben. Deshalb bilden die Berufsschulung der Lehrlinge, der Reichs- Kampf dem Verkehrst»-! Verkehrszeichen regeln das Dorfahrtsrecht. berufswettkampf, Fortbildung des Gesellen in Verbindung mit Gesellenwandern, Her- gäbe von Darlehen zur Gründung einer Existenz als Meister und Meisterkurse eine unlösbare Einheit, die wir besonders pflegen wollen. (Die staatlichen Aufgaben werden hiervon nicht berührt.) d) In Verbindung mit der Sicherung und Gründung einer selbständigen Existenz eine planmäßige und großzügige Ansiedlung des Handwerks. Das gesamte öffentliche Auftreten bei politischen Kundgebungen und Veranstaltungen ist Angelegenheit der NSDAP. Damit ist für das deutsche Handwerk hierzu nur die Deutsche Arbeitsfront als ein der NSDAP, angeschlossener Verband berechtigt. Berlin, 24. Aug. (DNB.) Der R e i ch s f ü h - rer SS. und Chef der deutschen Poli- z e i stellt in einem Runderlaß an die Polizeibehörden fest, daß die Ursache der meisten schweren Verkehrsunfälle immer noch die Nichtbeachtung des Vorfahrtsrechte s an Straßenkreuzungen und -einmündungen sei. Er ersucht daher die Verkehrspolizeibehörden, die Regelung des Vorfahrtsrechtes durch Verkehrszeichen unverzüglich einer Nachprüfung zu unter- ziehen, und, soweit eine Verbesserung erforderlich ist, diese mit der größtmöglichen Beschleunigung zu veranlassen. Die meisten Unfälle entständen erfahrungsgemäß dort, wo eine für ben Verkehr weniger wichtige Straße eine wichtigere Verkehrsverbindung kreuzt oder in diese einmündet, ohne daß dies für den Benutzer der untergeordneten Straße durch die Anlage ber Fahrbahn und Gehbahn der Hauptstraße äußerlich in Erscheinung tritt. Dor allem an diesen Stellen müsse die Vorfahrt des Verkehrs auf die wichtigeren Straßen durch Aufstellung eines ne- gativen Zeichens auf der einen, nicht vorfahrtsberechtigten Straße angeordnet und kenntlich gemacht werden. Ersparnisrücksichten wegen ber Kosten von Derkehrsschildern müßten gegenüber der Notwendigkeit einer eindeutigen positiven und negativen Kennzeichnung des Dorfahrtsrechtes für alle Hauptstraßen im Interesse einer Senkung der Verkehrsunfallziffern wegen der damit verbundenen erheblichen Verluste an Leben und Gesundheit ber Volksgenossen und sonstigen Schäden zurücktreten. Der Ches der deutschen Polizei gibt weiter genaue Anweisung für die Kennzeichnung der Straßen. Als „F e r n v e r k tel (darunter nur 34 Autodroschken), mechanisch betriebene Fahrzeuge, 143 Pferdesuhr- Die Deutsche Arbeitsfront umfaßt wiederum als alleinige Organisation Betriebsführer und Gefolgschaft; Vorschlag zu den Dertrauensräten; 5. Alleinige soziale Betreuung jeglicher Der Reichsverweser von Ungarn, Admiral Nikolaus Horthy von Nagybanya, der sich auf einer Jagdreise nach Oesterreich befand, stattete dem Führer auf dem Obersalzberg bet Berchtesgaden einen privaten Besuch ab. — (Presse-Jllustration-Hoffmann-M.) werke, 34 vermischte Fahrzeuge. Das Interessanteste für uns ist aber die Zusammenstellung von Ort, Zeit und näheren Umftänben ber Unfälle unb ein Ueberblitf über bie Schuldfrage. Dabei wird die überraschende Tatsache festgestellt, daß 58 v. H. aller Unfälle bei Tageslicht, 79 v. H. bei schönem Wetter stattfanden. Bei nassem Wetter, Regen, Hagel oder Schnee waren 12,5 v. H. zu verzeichnen und gar nur 2 o. H. bei Nebel, was bei der Häufigkeit und Dichte des englischen Nebels besonders bemerkenswert ist. 3 736 Unfälle ereigneten sich bei sehr schwachem Verkehr, 2281 bei mäßigem Verkehr und 213 an Punkten dichten Verkehrs. Don Montag bis Freitag erwies sich als die gefährlichste Tageszeit die Stunde zwischen 5 und 6 Uhr nachmittags, die z w i s ch e n 10 und 11 U h r a b e n d s als die zweit- gefährlichste. Am Wochenend unb an Feiertagen war bie späte Stunbe bie gefährlichste. Don allen Wochentagen hatte ber Samstag ben Re - korb mit burchschnittlich 25 löblichen Unfällen, ber Sonntag bagegen den niedrigsten Durchschnitt mit 13,9 Unfällen. Unter den verunglückten Autofahrern und Radfahrern waren nur 5 v H. Frauen. Die häufigste Altersgrenze der verunglückten Fahrer lag z w i s ch e n 21 und 30 I a h r e n, doch waren fast ein Drittel der Radfahrer unter 18 Iahren. 8,5 v. H. der Motorradfahrer hatten ihren Führerschein weniger als 6 Monate, von den Autofahrern befanden sich 2 v. H. in dieser Lage. 3 v. H. der Fahrer waren wegen leichtsinnigen Fahrens oder wegen Betrunkenheit am Steuer vorbestraft. Eine besondere Rolle spielten bei den Unglücksfällen d i e Fußgänger. Unter ihnen nehmen bie Kinder eine erschreckend hohe Zahl ein. Ueber 10 v. H aller Verunglückten waren unter 5 Jahren, über 17 v. H. zwischen 5—11 Jahren. Nach 11 Jahren nimmt die Todeskurve rasch ab, um zwischen 20—25 Jahren ihren niedrigsten Stand zu erreichen. Ueber die Hälfte der Opfer verunglückten bei Straßenübergängen, davon bie meisten entroeber alte Leute von über 60 Jahren ober K i n b e r, bie oft unmittelbar in bas Fahrzeug hineinliefen. Im ganzen würben von allen Derkehrsunfällen, bie Fußgänger betrafen, in 83 v. H. ber Fälle den Fußgängern die alleinige und einzige Schuld zuerkannt. Auch in der Gesamtzahl ber 6 289 Unfälle nehmen bie Fußgänger mit 2562 Personen bie erste Stelle ber Schuldtragenden ein. Ihnen folgen bie Autofahrer einschließlich der Motorradfahrer mit 1996 und die Radfahrer mit 1038 Personen. Als hauptsächlichste Schuldursachen bei Autofahrern werden genannt: z u rasches Tempo und ungenügendes Abbremsen im Notfall, falsches Ueberholen, Unachtsamkeit besonders bei Straßen kreuzun- gen, ungenügendes Einhalten der richtigen Stra- licher Befugnisse für die Kraftfahrbahnen auf andere Behörden ober Dienststellen sei mit dem Wesen einer Hoheitsverwaltung nicht zu vereinbaren. Falls sich Schwierigkeiten bei der Verkehrs- polizeilichen Ueberwachuna der ^Kraftfahrbahnen ergeben, sei dem Reichsführer SS und Chef ber deutschen Polizei zu berichten. Was die Verkehrsunsallstatistik lehrt. Allwöchentlich werden wir trotz energischer Ab- wehrmaßreoeln durch die hohe Zahl der schweren Verkehrsunfälle erschreckt. Die ständige Zunahme des Verkehrs macht ben Kampf dagegen zu einem außerordentlich schwierigen Problem. Es ist daher für uns nicht uninteressant, die Erfahrungen anderer Länder zu betrachten, aus denen wir vielleicht auch für unsere Verhältnisse manches lernen können. Nun hat soeben das englische Derkehrsministerium eine Uebersickt über die Derkehrsunfälle des Jahres 1935 veröffentlicht, dem es zugleich eine Uebersicht über die Unfälle des Jahres 1933 gegenüberfteüt. Danach hat zwischen 1933 und 1935 eine ganz leichte Abnahme der Unfälle stattgefunden, doch fällt der Unterschied gegenüber ben absoluten Zahlen kaum ins Gewicht." Die Zahl der tödlichen Derkehrsunfälle betrug im Jahre 1935 in England 6 289, wobei 6 477 Menschen ums Leben tarnen. Don den Getöteten waren 3 079 Fußgänger, 1 376 Radfahrer, 1052 Motorradfahrer, 613 Mitfahrer (von Autos, Motorrädern usw.), 248 Autolinker, 54 Kutscher von Pferdefuhrwerken, 46 Schaffner und andere Derkehrsbeamte, 9 Reiter. In die Unfälle ß e n" feien unverzüglich alle Reichsstraßen, und zwar besonders auch in der geschlossenen Ortslage, positiv durch Anbringung von Nummernschildern ober Tafeln für Fernverkehr zu kennzeichnen. Für ben Verkehr auf ben Nebenstraßen sei in ben Ortschaften regelmäßig durch Aufstellung von Dreieckzeichen anzuzeigen, daß er die Vorfahrt an der Kreuzung nicht hat; auf freien Land st raßen sei diese Kennzeichnung nur bann notroenbig, wenn bie Verkehrssicherheit es erforbere. Ebenso wie bei ben Fernverkehrsstraßen sei auch bei ben „Hauptverkehrsstraßen" zu verfahren. Als solche sind in ber Regel nur in ber geschlossenen Ortslage alle Straßen zu bestimmen, bei benen wegen ihrer Verkehrsbedeutung eine Sonderregelung der Vorfahrt geboten ist. Für eine weitestgehende Unterrichtung aller Ver - kehrsteilnehmer über bie Bedeutung der vorfahrtsregelnden Verkehrszeichen haben die Der- kehrspolizeibehörden Sorge zu tragen, so heißt es in diesem für den deutschen Straßenverkehr bedeutungsvollen Erlassen. Oie polizeibefugniffe auf den Autobahnen. Berlin, 24. Aug. (DNB.) Der Reichsführer SS und Chef der deutschen Polizei hat in einem Runderlaß die alleinige Zuständigkeit der Verkehrspolizei für die Ueberwachung der .Kraftfahrbahnen klargestellt. Danach wird gemäß § 9 ber vorläufigen Autobahnbetriebs- unb Verkehrsorbnung vom 14. Mai 1935 bie Verkehrspolizei auf ben Kraftfahrbahnen von ben Ver - kehrspolizeibehörben unb ihren Organen "" "ebertragung Verkehrspolizei- IS ( Spleen-Ernte 9 'VOLL das feMllch zulässig- Ist. bl Höchflmenfe an ThbaK-Abei Die verarbeiteten macedon Und belbnders aus gewählt sich tu seiner Begleitung nur ein höherer Beamter der österreichischen Forstverwaltung. Die Jagd wird drei Tage dauern, worauf sich dann der Reichsver- weser zu einem Besuch zum österreichischen Bundespräsidenten Miklas nach Velden am Wörther See begeben wird. Se. König!. Hoheit der K r o n p r i n z v o n G riech e n l a n d , der anläßlich der Olympischen Spiele in Berlin weilte, hat mit dem Flugzeug Berlin verlassen. Der Chef des Protokolls Gesandter v. Bulow« Schwante übermittelte dem Kronprinzen die Abschiedsgrüße der Reichsregierung. Berlin, 24. Aug. (DNB.) Das Reichs- aesundheitsamt, die oberste gesundheitliche Fachbehörde des Deutschen Reiches, beging den Tag ihres 60jährigen Bestehens mit einer Gedenkfeier, an der viele hervorragende Persönlichkeiten aus der Dolksaesundheitsführung und medizinischen Wissenschaft teilnahmen. Im festlich geschmückten Saal des Langenbeck-Dirchow-Hauses entwickelte der Präsident des Reichsgesundheitsamts, Professor Dr. Reiter interessante Gedanken über wahre Volks"'- Wirtschaft und über die Wertung des lebendigen Menschen im Volksvermögen. Dem toten Vermögen des Staates stehe sein Vermögen an lebenden Menschen gegenüber. Die Höhe der lebendigen Werte, die die der Sachwerte um em Vielfaches übersteigt, verpflichten jeden wirklich volkswirtschaftlich Denkenden, sich nicht darauf zu beschranken, eine „Volkswirtschaft ohne Volk" zu betreiben. Der materielle Geburtswert der deutschen lebenden Gesamtbevölkerung dürfte mit etwa 1625 Milliarden angenommen werden müssen. Ihm stehe nur ein Sachvermögen von 310 Milliarden gegenüber! Lebendes Volksvermögen darf in weit höherem Maße d e n S ch u tz d e s S t a a t e s für sich in Anspruch nehmen als der tote Besitz, da jedes vorzeitige Sterben oder Arbeitsunsähigwerden eines Menschen den Staat relativ mehr belastet als ein Verlust von Sachwerten, und der Zuwachs an lebendem Vermögen dem Staat weit mehr gilt als die Erhöhung des toten Kapitals. Schließlich ist der kulturelle Wert des Menschen zu nennen. Hier ergibt sich die Notwendigkeit einer biologisch-ärztlichen erzieherischen A u s l e s e d er h er an ma chsend en Jugend. Dies ist eine selbstverständliche Pflicht des Staates, weil er durch diese Maßnahmen die 3m Dienst der Volksgesundheit Sechzig Jahre Reichsgesundheitsamt. erklärte, daß der Bund mit Stolz auf das von ihm geschaffene Marine-Ehrenmal blicke, das wohl in eigenem Besitz bleibe, von der Kriegsmarine aber in sichere Obhut genommen worden sei. Der Bundestag des NS-Marinebundes fand seinen Abschluß mit einem F e st z u g und Vorbeimarsch. Kleine politische Nachrichten. Der ungarische Reichsverweser von Hort Hy traf am Sonntagabend in Hinterriß in Tirol ein. Da der Jagdaufenthalt rein privat ist, befindet ßenseite. 41 Unfälle wurden durch Reifenpan- ; »e n verursacht, 46 durch andere Materialschaden, i 44 durch schlechte Beschaffenheit der Straße und ’ 56 durch schlechtes Wetter. In 48 Fallen endlich ; wurde das Unglück durch Tiere ausgelost, worunter 12 herrenlose Hunde waren. Für deutsche Geegeltung und Wehrhastigkeit. Bundestag des NS.-Deutschen Marinebundes. Hannover, 24. August. (DNB.) Zum Bundestag des NS-Deutschen Marinebundes, der verbunden war mit der Feier des 25jährigen Bestehens des Gauoerbandes Niedersachsen, hatten sich zahlreiche Ehrengäste aus Wehrmacht, Staat und Bewegung in Hannover eingefunden Die Kriegsmarine hatte Abordnungen .entsandt. Auf dem Begrüßungsabend hieß Gaufuhrer v. Cappeln die Ehrengäste willkommen, darunter als Vertreter des Oberbefehlshabers der Kriegsmarine Konteradmiral Wolf sowie Admiral a. D. Behncke. Die Ansprache klang aus in Dankesworten an den Führer des neuen Deutschland für die Erstarkung der deutschen Wehrhaftigkeit. Konteradmiral Wolf dankte dem Marinebund für all das, was dieser in den Jahren deutschen Niedergangs für den Gedanken deutscher Seegeltung getan habe und brachte ein dreifaches Hurra auf die alten und jungen Kameraden aus, während die Kapelle das Flaggenlied anstimmte. Die Ausführungen des Bundesfuhrers, Fregattenkapitän a. D. H i n z m a n n, erinnerten an den durch unverdrossenes Festhalten am Ka- merad-entum ermöglichten Bau bes Marine-Ehren- mals in Laboe. Der Glaube an Deutschland, das Hochhalten der Tradition und der Blick in die Zukunft hätten ihr Symbol in diesem Mahnmal gefunden. Sold^tentreue werde auch den Koloma - qedanken weiter tragen. Der Führer des deutschen Soldatenbundes, General der Infanterie a. D. S e u t t e r von Lätzen, ermahnte alle Teilnehmer in gemeinsamer Arbeit das Werk des Führers zum Siege zu führen. Den Höhepunkt der Tagung bildete die öffentliche Kundgebung am Sonntagvormittag, an der wieder zahlreiche Ehrengäste und Abordnungen teilnahmen. An den Führer und an den Reichskriegsminister wurden Ergebenheitstelegramme gerichtet. Der Bundesführer unterstrich in seiner Ansprache das gute Einvernehmen des Marinebundes mit der Kriegsmarine und Werte seines lebenden Dolksvermögens steigert. Dieses Staatsvermögen zu schirmen, zu erhalten, zu pflegen und zu entwickeln, darf keine Aufgabe zu groß sein. Freudig ist daher alles zu geben, das diesem Zwecke dienen kann, sei es für den Ausbau der deutschen Gesundheitspflege, sei es der Neuaufbau der deutschen Erziehung, sei es endlich die Schaffung einer großen, wirkungsvollen deutschen Wehrmacht, die den großen Garanten einer wahren „Volkswirtschaft" darstellt. . Grüße der Reichsregierung überbrachte Ministerialdirektor Dr. Gütt. Das Reichsgesundheits- amt habe seine Aufgabe als beratende Fachbehörde des Reiches treu und gewissenhaft erfüllt. Das Amt sei stets ein verantwortungsbewußter, freudiger Berater in allen Dingen der Gesundheitspflege. Allen Mitarbeitern des Reichsgesundheitsamtes gebühre hierfür der Dank der Reichs- reqierung. Im Schoße des Reichsgesundheitsamtes seien aber auch viele medizinische Forschungsergebnisse von bahnbrechender Bedeutung geboren worden, die zur Erhöhung des Ansehens der deutschen Wissenschaft im Auslande beigetragen haben. Zahlreiche hervorragende Gelehrte seien aus der Schule des Reichsgesundheitsamtes hervorgegan- qen Den neuen Grundsätzen nationalsozialistischer Gesundheitspflege sei das RGA freudig gefolgt. Die nationalsozialistische Regierung lasse sich die Pflege der Volksgesundheit besonders angelegen sein. Das Reichsministerium des Innern habe daher neben der Erforschung, Verhütung und Bekämpfung der Krankheiten neue und wichtige Probleme, insbesondere auf dem Gebiete der Erb- und Rassenpflege, in den Vordergrund gestellt, um dadurch den erbgesunden, rassisch wert- vollen Nachwuchs und so den biologischen Bestand unseres Volkes zu sichern. Auch aus diesen Gebie- ten sei das Reichsgesundheitsamt zu vielfacher Mitarbeit berufen, was zur Bildung einer neuen Abteilung für Erb- und Rassenpflege geführt habe. Als Beauftragter der Partei und gleichzeitig im Namen der deutschen Aerzteschaft stellte Reichs« ärzteführer Dr. Wagner fest, daß sich tue Zu« sammenarbeit des Reichsgesundheitsamtes mit den Stellen der Partei und der Aerzteschaft eng und harmonisch gestaltet habe. In der Person von Pro- sessor Dr. Reiter stehe an der Spitze des RGA nicht nur ein hervorragender Wissenschaftler, sondern auch ein bewährter Nationalsozialist. Mit Dankesworten des Präsidenten des Reichsgesundheitsamtes Professor Dr. Reiter für die Fülle der Glückwünsche und Beweise schöner harmonischer Zusammenarbeit endete die eindrucksvolle Gedenkfeier. Wetterbericht des Reichswelferdiensies. Ausgabeort Frankfurt. Während Westeuropa von einem Hochdruckgebiet überlagert ist, erstreckt sich von Norden her eine Tiefdruckrinne über Skandinavien nach Osteuropa, in der fortgesetzt Störungen südwärts wandern. Deutschland liegt demgemäß zwischen beiden Einflüssen, so daß die Gebiete westlich und südlich der We er wesentlich freundlicheres Wetter haben, als die übrigen Teile des Reiches. Aber selbst m um serem Gebiet macht sich die durch die Tiefdruckoerteilung bedingte Zufuhr kalter Luftmassen geltend, die vorwiegend nach Norden und Osten liegende Unbeständigkeit bedingt. Die Witterung wird jedoch auch weiterhin überwiegend durch hohen Luftdruck bestimmt. , M , . ,£ , Aussichten für Mittwoch: Noch vielfach heiter, doch besonders nach Norden und Osten hm unbeständig, aber auch dort im allgemeinen trok- ken, bei Winden um Nord mäßig warm. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: i. V. Dr. Fr. W. Lange- für den übrigen Teil: Ernst Blumschem. . Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den ■ Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A.VI.36: [ 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitats- : Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in : Gießen. Monatsbezugspxeis RM. 2,05 einschließlich : 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. - Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lofe gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II I Empfehlungen | Kaufgesuche Verkäufe Zu der am 26. August 1936, von 9.30 bis 18 Uhr, stattfindenden ladet höflichst ein Josef Albersmann, Gießen Telephon 2131 Frankfurter Straße 31 5250 D Nachdruck verboten Ohne Gewähr Bittorf 5246 D im blühenden Alter von 39 Jahren von uns genommen. Gießen (In Löbers Hof 4), den 24. August 1936. Die Beerdigung findet Mittwoch, den 26. August, 14.30 Uhr statt. 69877 92944 96284 96916 03834 8364 12681 21417 37508 172360 2698 3099 6334 Löw.-Drog.W.KillJingerNchl,8elter8W.69| sucht. je 300 RM. 03845 WolMraße 16 l. Gerichtsvollzieher in Gießen. Steinstraße 42, Telefon 3660. 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August 1936. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 27. August, 14 30 Uhr. auf dem Neuen Friedhof statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen. Sonderschau aller Ford-Erzeugnisse Polizeibeamter sucht zum 1. Ott. oder spät, schöne 4-Zimmer- Wohnung mit Mansarde. Schrift!. Angeb. unt.03R43a. den Gieß. Anzeiger. Vornehm/ Geschmackvoll! Persönlich I Diese drei wesentv liehen Eigenschaft*» der gediegenen Familien- Drucksache bietet Ihnen in zahlreichen neuzeitlichen Ausführungen eowi» Papieren billiget dl* Brühl'sche Druckerei Schulstr. 7. Ruf 22b1 2-3-Zimm.- Wohnung sofort zu mieten gesucht. Schriftl. Ang. unt. 03838 andenGieß.Anz. Gewinnauszug 5. Klasse 47. Preußisch-Süddeutsche (273. Preuß.) Klassen-Lotterie Autorisierte Ford-Verkaufsstelle. 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IW’. .SW W -rk k ’Vi i Dien5taa,25.August 1936 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesien) Nr. 198 Zweites Blatt Ein Hindenburg-Denkmal in Forst Das ÄeiOsebrenmal derFeldartillene in Köln attfindenden isse Am kommenden Sonntag feierlich enthüllt. Unser Bi Im Jahre 1826 war die griechische Stadt M i s s o » „Berlin, den 4. Oktober 1835. Gustav Wilhelm Hufeland. — (Scherl-M.) wort. Prinz Wilhelm .zu rzu III- eßen on 2131 sundheit. Hufeland geht auf alle Schädigungen em, die unser Körper durch ungesunde Lebensweise, Narkotika und Gifte ufro., erfährt. Der Ehestand wirkt lebensverlängernd, klimatische Betrachtungen werden angestellt, großen Wert legt er auf die seelischen Faktoren wie innere Harmonie, ausgeglichenes Temperastellen, werden als minderwertige Gäste behandelt und von den Geschäftsführern und Kellnern ekelhaft und verächtlich bedient. In einer anderen, für die Zustände in den staatlichen Restaurationen charakteristischen Zuschrift heißt es: „In dem Restaurant des Stalinsker Trusts der Speisehäuser im Jsmajloswker Park für „Kultur und Erholung" werden die Speisen in schmutzigem Geschirr aufgetragen. Auch die Tischtücher auf den Tischen sind verschmutzt. Die Speisesäle sowie die Küche und Vorratskammer sind voller Fliegen, die überhaupt nicht bekämpft werden. Die Speisen werden schlampig zu- be reitet. Die Köche und Kelllner laufen in gesundheit zu seinem hundertsten Todestage zu ehren, ihn zu lesen und von ihm zu lernen. H. Hartmann. Der König hat genehmigt, daß ich meinen Sohn mit nach Weimar nehmen darf. Er ist vollkommen gesund und kräftig, so daß die Reise ohne alle Besorgnisse stattfinden kann. Wir wollen ihn morgen bis Halle und übermorgen bis Weimar gehen lassen, so daß wir zusammen ankommen. ment, geringe Reizbarkeit. So ist es unsere Pflicht, diesen großen Deutschen, warmen Menschensreund und Förderer der Volks- x\st 6i* ( Mein Bruder Carl hat vor fünf Jahren seinen Sohn eineinhalb Tagereisen machen lassen so daß : j. ___i_____ „ u Cf« niHnnrftnrihon finh hott Ilm PT Am kommenden Sonntag wird in Köln das Reichsehrenmal für die im Weltkrieg gefallenen Artilleristen feierlich enthüllt. Unser Bild zeigt das Modell dieses Denkmals nach einem Entwurf von Pros. D a n n e- mann (Berlin). — (Scherl-Bilderdienst-M.) E.n hebeneroerter Arzt. 3um 100. Todestage von (Ehr. W. Hufeland am 25 uciufl 1936 NSG Die „Wetschernjaja Moskwa" vom 3. 8. 1936 (Nr 177) veröffentlicht einige der, wie sie selbst zugibt, bei ihr zahlreich einaelaufenen Z u - s ch r i f t e n aus der Moskauer Bevölkerung, in denen über die „sanitätswidrigen Zu- stände" und die „unerschwinglichen Preise" in den staatlichen Restaurationen geklagt wird. In einem dieser Briefe wird von einem Moskauer Arbeiter mit Entrüstung darauf hingewiesen, daß in den Restaurationen der sogenannten „Kulturparks" der Mindestpreis eines Mittagessens 7 bis 8 Rubel (!) betrage und für einfache Bürger nicht erschwinglich sei. Diejenigen Gäste, die ein sogenanntes „Standardmittagessen" für 3 Rubel be- Baump®1* Rosens®1 Latten Dachpappe [arbolin* Kleiner e j i ) ©Uhelm" und zur natürlichen Denkweise, nach der wir heute ihrp m>is. so sehr suchen, gerade auch für die Erkenntnis,e der hin en ft d e s Krankheiten und die vorbeugende Erhaltung der Ge- Vettei Qualitib- Möbel und 111 Leistgs>ti! Verkant H* großes Lag«’1' giessen Wiesenstt.t Ehestands, j1 Zahl.-Er’eiwj V6°^> Gpe o>!?‘ SÄ papie'*1' M{ktß ßrühl'f^ brottisch. Ich habe nie geglaubt, daß ich so viel essen könnte. v _ . s Abends gehen wir ins naheliegende Dors unö fingen. Hanne, die Führerin, hat ihre Ziehharmonika mitgenommen. Die Männer und Frauen des Dorfes hören uns zu. Sie fitzen nahe bet uns. Ihre Kinder haben sich zu uns gesetzt und versuchen mitzusingen. — Wir gehen heim. Um 9.30 Uhr müssen wir alle im Bett liegen. Als ich mich gerade ausziehen will, ruft mich Hanne. „Wir wollen noch ein wenig nach draußen gehen", sagt sie. Hanne geht'mit mir an den Kornfeldern vorbei. Es duftet überall nach reifem Korn und Heu. Dann spricht sie zu mir. Sie erzählt von der Kameradschaft, die jedes Mädel im Landdienstheim und bei der Arbeit halten muß, fie erzählt, daß der Land- dienst den ganzen Einsatz des Mädels fordere und daß die Arbeit keine Spielerei wäre. „Wir Helsen nicht nur dem einzelnen Bauern mit unserer Arbeit, sondern dem ganzen Volk. Und — Hilde , sagt Hanne zum Schluß, „wenn du etwas hast, dann kommst du zu mir, und wir beide werden bas schon erledigen." Sie reicht mir die Hand. Ich drücke sie kräftig. „Los, jetzt wollen wir aber ms Bett gehen!" Hanne lacht fröhlich. Wir laufen zum Heim zurück. Leise gehen wir in den Schlafraum. Ich werfe mich müde ins Bett und schlafe tief und fest bis zum nächsten Morgen. H. K—i. Ein mittelalterlicher Bauvertrag. Die Frage: was verdiente ein mittelalterlicher Handwerksmeister, der Gesellen unterhielt, also selbständiger Unternehmer war, gehört zu dem Bilde mittelalterlicher Stadtkultur. Da wir von die- sen Dingen verhältnismäßig wenig wissen, ist ein Bauvertrag, der in der Zeitschrift „Deutsche Kunst und Denkmalspflege" besprochen wird, mit einem zünftigen Handwerksmeister aus dem Jahre 1495, von Interesse. Der Erfurter Steinmetzmeister Claus Bone baute im Auftrage des Erzbischofs von Mainz in den Jahren 1495 bis 1496 die Kapelle des Mainzerhofs in Erfurt, und zwar nach Angabe Dr. A. Schmidts, der die Bourechni^ngen herausgegeben hat, nicht als „Hüttenmeister", der vereidigter Beamter des Bauherrn mar; sondern eben als Zunftmeister, also selbständiger Handwerker im „Taglohn". Es liegt nun freilich kein Vertrag im eigentlichen Sinne vor, sondern nur die Wochenrechnungen, aus denen die vertragliche Grundlage mit ziemlich viel Mühe herausgezogen werden muß. Noch schwieriger gestaltet sich die Rechnung dadurch, daß nicht immer die gleiche Anzahl von Gesellen gearbeitet hat und nicht immer gleich viel Tage in der Woche, und daß der Rechnungsführer mit dem Meister nicht abstrakt nach Arbeitstagen und Prozenten abrechnete, sondern primitiv anschaulich nach der von den und bcn Gesellen tatsächlich geleisteten Arbeit, wonach dem Meister so und so viel an Lohn zusteht. Und zwar mar der Schlüssel folgender pin Steinmetzgeielle bekam für den Tag sechs Groschen und die Kost. Hatte nun der Meister vier Gesellen an der Arbeit, so bekam er am Wochenende den Lohn für die vier Gesellen und außerdem je Arbeitstag für sich als Unternehmer einen Gesellenlohn dazu. In unsere Sprache übertragen bedeutet das: der Meister bekam auf die ausgezahlten Taglöhne einen Zuschlag von 25 v. H. für Unkosten und Gewinn. Selbst mitgearbeitet hat der Meister in diesem Fall nicht. Sonst hätte sein eigener Tagelohn na» türlich entsprechend höher sein müssen als die der Gesellen. Der Vertrag entspricht grundsätzlich den heute üblichen Bauverträgen, doch schnitt der mittelalterliche Handwerksmeister in Bezug auf die Höhe des Gewinnes besser ab. Der mittelalterliche Handwerksmeister und Unternehmer verdiente, nach diesen Rechnungen des Jahres 1495 zu schließen, rund das Doppelte. Teuer und dreckig! bolschewistische Zustände in Moskauer Vestauranis. waren, getrocknet. Wir fetzen uns an den Rand des Feldes und essen. Nach einer halben Stunde aeht's wieder an die Arbeit. Wir arbeiten bis 11 Uhr durch und dann marschieren wir ins Heim. Schnell gewaschen — und nun zum Mittagessen. Es gibt heute Gemüsesuppe. Das schmeckt: und einen Apetit haben wir! Feldarbeit macht hungrig und müde. Bis 1 Uhr können wir schlafen. Ein schriller Pfiff weckt mich. Antreten! „Wohin gehen wir jetzt?" frage ich. „Da hinten zum Feld. Wir raufein Erbsen." Ich kann mir zwar nichts darunter vorstellen, aber ich werde ja sehen. Wieder werden wir eingeteilt. Drei Mädel — ein Arbeiter. Wir stehen an der Längsseite eines großen Erbsenfeldes. Jetzt kommt eine Maschine am gerattert, reißt die Erbsenpflanzen los, und wir müssen sie sofort mit der Harke zusammenholen und ie an den Rand des Feldes zum Trocknen legen. Diese Arbeit macht Spaß. Man fühlt so richtig seine Kraft, wenn man den vollen Haufen Erbsenpflanzen auf die Harke nimmt und ihn zur Seite bringt. Aber bald merkt man seine Arme, und als wir um 18 Uhr zum Heim gehen, sind wir sehr müde. Alles stürzt an die Waschschüsseln. Da wird geschrubbt und gebürstet. Wie das erfrischt! Die Wäsche und die Kleider gewechselt. Jetzt ist die Müdigkeit beinahe verschwunden. Das kalte Brunnenwasser hat viel dazu getan. Dann sitzen wir blitzsauber in unseren Dolkstanzkleidern am Abend- -S Ä packt. Das ist denn auch das Gepräge seiner Schrift von der Kunst, das menschliche Leben zu verlängern. Wir sind erstaunt über die ausgesprochen biologische Denkweise Hufelands. Er spricht viel von den Pflan- ,en b-iden &, y tzbst in i ™Sien «n wirb j*. Wn Suffty fr N°ch nteljct »Md Offen i- ^gemeinen tre' g warm. Wim Lange, tur die Bilder .l-V. Dr. Fr.K -nist Llumschm twortlich für b» Ml. D.A.VN.ZK !che Universität- K.-T., sämtliche 2,05 einschlieW Werten 15 . und Samstac! 5 Ps. mehr. .Juni 1935 gültig i’eÄ 4 Hufeland, Freund Goethes und Leibarzt des Königspaares Friedrich Wilhelm HL und Kommn Luise hat es zu den höchsten Ehren gebracht, die einem Arzt beschieden sein können. Er war m Berlin non 1800 an Direktor des Medizinischen Kollegiums Vorstand der „Oberexaminationskommlssion und er st er Arzt der Charit ä. Als die Berliner Universität gegründet wurde, bekam er lelbstverstand- lich die Professur für innere Medizin, und 1810 kam er als Staatsrat in die Abteilung des Kultusmimste- riums für Medizinalangelegenhelten Dazu darf man noch berichten, daß er d. e P oNNlnit der Charite für innere Medizin gründete, also ein hohes soziales Werk für die breiten Schichten der Unbemittelten tat, und daß er die Medizin sch- ch i r u r g i s ch e G e s e l l s ch a f t i n B e r l i n grün bete. Bei seinem goldenen Doktorjubilaum 1833 das in der ganzen Welt mitgefeiert wurde wurde d e Medizinische Gesellschaft in /^u eland-Gesellschaf umgetauft. Sein Name und sein Ansehen waren Berlin, in Deutschland und weit über seine Grenzen hinaus so groß wie selten bei einem 2lrz e. Der Ehren waren es also genug, die Hufeland dargebracht wurden. Er hatte he aber nicht nur verdient wegen seiner wissenschaftlichen Lelstunden er hat sie auch verdient, weil er e>n so warmherziger und liebenswerter M e n s ch war. Nicht leder bahnbrechende Forscher ist von dieser inneren Lauterkeit und mitreißenden Kraft der Seele, wie sie Hufeland eigen war. Der Beweis dafür, daß m Hufeland das Idealbild bcs hippokratischen »Ml*c® S“?1,9 DQcn’, wirf liebt war, könnte man zahllose Beispiele führen Schon, daß er der großen unö tapferen König inL ü i i-zehn Jahre nahestand nn sie auf ihrem Leidenswege ZU ihrem frufan loöe begleitete ift Beweis genug. „Begleiten nicht nur im Sinne seelischer und medizinischer Betreuung ver- and N sondern im wörtlichen Sinne; denn als te noch der unglücklichen Schlacht von Jena glaubte, noi den aus Lerlin marschierenden Franzosen fliehen ZN müssen qing er mit ihr nach Ostpreußen, zog NU ihr als sie schweren Typhus bekam und noch nicht wi°d»-h-rgestellt war, und war ihr ,n schwerster polnischer und persönlicher Natzeit stets ein zuverlässiger Berater. Ohne zu schwanken, hatte er mit ihr Berlin und seine Familie verlassen. W,e großes Vertrauen die Familie des Preußenkonigs zu chuse- land hatte, geht auch aus einem Briefe hervor, den . ---- o, . V ins Öntlor 'M Ich komme mit zwei anderen Mädeln zu einem Landarbeiter, der uns diese „Kunst" erst beibringen soll. , Das sieht eigentlich ganz leicht aus — die Garben zu binden und sie aufzustellen. Ich greife ein Kornbündel vom Boden auf. „Brr — das ist aber kalt! Ich umbinde die Aehren sorgsam und will die Garbe aufstellen. Da — das Bündel löst sich und fällt auseinander. Schnell noch einmal dieselbe Arbeit! Jetzt hält es. Nun die Garben aufgestellt! Wir drei Mädel mühen uns redlich ab. Aber die Bündel wollen nicht recht stehenbleiben. Unser Haufe sieht sehr schief aus. Der Landarbeiter kommt und stößt ihn um. „Taugt nichts", meint er, „noch mal anfangen!" Wir schauen ihn etwas verblüfft an. Warum ist er so unfreundlich! So — jetzt steht der Haufe aber. Fein sieht er aus. Wir arbeiten tüchtig weiter. Der Arbeiter hilft uns dann und wann. Er spricht kaum mit uns. Ich frage ihn nach dem Grund feines Schweigens. „Ja", sagt er, „da kommen die Mädchens von die Stadt und wollen aufs Land helfen." „Na — und — arbeiten wir vielleicht nicht?!" sagen die Mädel. „Ich dacht bloß sie können alle nicht — aber nu is ja gut." Ach so, er meinte wohl wir vom Landdienst kommen nur auf das Land, um dann und wann mal mitzuhelfen. Nun beginnen wir erst einmal ihn über den Sinn und Zweck des Landdienstes aufzuklären. Er sagt zwar am Ende unserer Rede nichts — aber an den anderen Tagen ist er viel freundlicher und hilft uns wo er nur kann. Drüben fingen die Mädel. Wir stimmen auch ein Lied an. Die Männer und Frauen hören uns zu. Wenn sie eins kennen, dann fingen sie sogar mit. Jetzt ein Pfiff über das Feld. „Frühstück!" — Es ist 8 Uhr. Die Sonne hat das Korn und auch unsere Klei- I der, die mittlerweile vollkommen naß geworden „Aufstehen — aust'tehen!" — Jetzt noch ein wenig schlafen können! Ich schaue nach der Uhr. Es ist 4.30 Uhr. Die Sonne scheint schon ins Fenster. Vorsichtig luge ich unter der rotkarierten Bettdecke hervor. Vielleicht sind die anderen noch nicht auf- gestanden? Aber — die Mädel waschen sich schon — nur ich liege noch im Bett. Mit einem Satz bin ich aus den Federn. Das will ich mir nicht nachsagen lassen, daß die „Neue" ein Langschläfer ist. Die Führerin — Hanne heißt sie — lacht: „Wenn du noch länger im Bett geblieben wärst, bann hätten mir dich alle miteinander geholt. Los, in zehn Minuten mußt du mit Waschen, Bettenmachen und Anziehen fertig sein." Waschen und Anziehen — das geht schnell. Aber das Bettenmachen! Nach vieler Mühe habe ich das Bett mit Hilfe der anderen Mädel endlich schön glatt. „Du wirst das schon bald lernen", trösten sie mich. Die Führerin geht durch die Reihen und schaut sich alles an. Wir stehen um den Fahnenmast. Hanne sagt den Tagesspruch, und langsam wird die Fahne hoch- gezogen Nun hinauf zum Morgenkaffee. Große Berge Brot liegen aufgeschichtet. Jeder kann essen, so viel er nur will. Währendessen erzählen mir die Mädel von der Landarbeit. Dann beschauen sie mich ousmerksam. „Hast du denn kein Kopftuch? Da* mußt du unbedingt umnehmen!" „Sag mal, was für Schuhe hast du denn an?" Ich zeige meine fast neuen Schuhe. „Du, die sind viel zu gut. Da, sieh mal, was ich anhabe." Ich sehe alte Ueberzieh- schuhe, sauber geputzt, an ihren braungebrannten In" Reihe zu drei Gliedern angetreten!" Mit einem Lied geht es zur Feldarbeit. Ich bin gespannt — Wir sollen heute Garben zu großen Hausen aufstellen. Am Vortag hat es geregnet. Ich schaue etwas beklommen am die nassen Garben, die am Boden liegen. Der Aufseher teilt uns ein türkischen Belaaerer immer wieder erfolgreich gewehrt hatte, gefallen und, wie Hufeland in seinem Berichte sagt, waren „tausende von Hülfelosen in Gefahr, zu verhungern, verlassen von aller Welt, selbst von ihren Brüdern, den Christen, der Wut der Barbaren preisgegeben. Die Strenge der Politik verbot, in den öffentlichen Blättern etwas zu ihrem Besten (als Rebellen) zu sagen. Da ergriff mich eines Morgens das Menschlichkeitsgefühl so heftig, daß ich, alle Rücksichten überwindend, einem edlen, dafür Sinn habenden König es aussprach und ihn bat zu erlauben, daß ich eine Subskription zur Unterstützung der notleidenden Griechen eröffnen durfte. Er erlaubte es. Ich hatte des Königs Wort, und so überwand ich alle Einwendungen der Minister. Ich ließ vereint mit Strauß, Ritschi und Streckfuß einen Aufrufin die Zeitungen setzen, und er wirkte wie ein elektrischer Schlag auf ganz Deutschland, er gab dem lange unterdrückten Mitleidsgefühl Freiheit zur Tat — es tarnen nach und nach soviel Beiträge zusammen, daß wir eine halbe Million Franken nach Griechenland senden konnten — und so wurden durch Gottes Beistand, durch ein so schwaches Werkzeug und durch einen glücklichen Augenblick — ich möchte es lieber höhere Eingebung und Rührung nennen nicht allein Tausende von Unglücklichen vom Hungertode gerettet, sondern auch durch die nun sich allgemein laut aussprechende öffentliche Meinung mächtig auf die Politik der Kabinette gewirkt und wesentlich zu der günstigen Wendung der griechischen Sache beigetragen." — Es zeigt sich auch hier sein großer weltoffener Geist, der alles andere ist als lebensfremd, sondern die Fragen mit Mut und Umsicht an- Hufeland gehörte zu jenen L senschaft stets unmittelbar in Den Dienst Des Volkes stellen, die sich so ausdrücken, daß der Mann von der Straße sie verstehen kann, die natürlich reden, weil sie natürlich denken. So hat er eine ganze Reihe populärer medizinischer Bucher geschrieben, von denen die „Makrobiotik" und der „Gute Rat an Mütter" die berühmtesten sind. Die „Makrobiotik" oder die Kunst, das menschliche Leben m uus tun...« —_______, —zu verlängern, wurde in fast alle europäischen Spröder nachmalige Kaiser Wil- * chen, sogar ins Chinesische übersetzt. -ch« bi? ff In der alten Tuchmacherstadt Forst (Lausitz) wurde durch den Bundessuhrer des Kyffhauserbundes, Oberst a. D. R e i n h a r d t, ein Denkmal des verewigten Generalfeldmarschalls von Hindenburg enthüllt. Das drei Meter hohe Standbild ist ein Werk des Münchner Bildhauers Professor Mattes. (Scherl-M.) „Wir Helsen dem ganzen Volk." Der erste Tag im Landdienst. Helm I., an Hufeland schrieb, und den wir hier aus ----- dem Familienbesitz der Urenkelin Hufelands (Frau lunghi, nachdem sie sich fünf Jahre gegen die Prym-von Becherer) wiedergeben: - """"" Uns« singende-, klingende- Frankfurt. 19.45: K-mpf.'äußere G°ld-M-xik°n« M,1 hem Verderb! 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der kaner 9,25, Adca 83'25, Commerzbank 1OU, JJ . junqen Nation. Humor der deutschen Landschaft. Bank 99, Zarpener 129^25, Älotfner 11 , , !?n 45. ßr;ne »seine Hausmusik. Szenen von Josef nesmann 107, Otavl Minen 32, Hoesch 108 bis Wittkowski. 22: Nachrichten (auch aus dem Sende- 108,50, Rheinstahl 136,50 Laurahut e , erem. Wirtschaft ge- hat Devisenmarkt Vertin — Frankfurt a. HL Berlin 24-August Amtliche Notierung Geld | Briet 228- 1 24.8. 112,9 11 121,65 | 125,25 I 120,5 ' 141,5 144,5 — 1| 155 I 155 I — I 125,5 fhtltvp Holz mann .... emenlwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. - 120,25 Belula 8 Eiektr. Lieserungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft 7 Berlin, 24.Auaust 108,25 .01 32 I -1 31,9 . 4 94 94 - 10| 209,75 | 210 | 212 I 64,31 80,89 30,84 112 128 129,5 7 6| 150,5 122 143 126,5 132,5 131 149,5 182,5 137,75 109,25 124 126,5 105,5 132,5 107 103 152 123,5 146 128 134,25 127 132 152,4 185,5 150,5 122 143,5 126,5 132 130,13 148,5 183,5 137 151,65 124 145,5 131,75 134,4 127 132,75 151,5 185,5 138,5 7 9 5 6 5 157,75 269 110 124,25 127,4 147 215,5 131 102,5 31 115,5 115 172 149 219,5 136,5 106,25 32 117,5 117 171 159,75 271 112,25 125 131,5 60,4 82 146,5 119,25 124,5 166 53,65 381 174 149 128,25 220 135,75 105,75 31,9 118,5 118,25 170,5 159,25 112 127,5 131,75 104,5 60,25 82,5 147 119,25 107,13 123,75 168 82,5 53,5 378 197 173,5 32,5 210 3,00 bis Waggon- Tendenz: 101,4 97,9 102,4 112,75 100,1 98,75 97 101 93,5 125,25 120 97 101 101 97,5 95 109,6 Ö 5 6 0 7 G 8 0 G 9 12 11 59,75 82 143,5 114,25 119,25 164 50,4 381 196,5 169,75 146 125,25 216,5 131,75 102,25 30,65 115,5 114,13 171 157,9 110,5 124,65 127 104,13 59,65 81,5 143 115 106,65 119 164 80,5 49,9 380 196 168,5 0,698 42,09 0,148 3,053 56,00 46,90 12,545 5,531 16,42 169,25 19,61 0,734 5,666 63,02 49,05 11,39 64,65 81,23 31,23 10,29 2,492 64,57 81,21 30,96 112,5 127,5 129,25 108,5 134 112 107 oueno» ittui Brüssel .... »Rio de Jan. Sofia..... Kopenhagen Danzig .... London.... HeljtngforS. Paris ..... Holland ... Italien.... Japan ..... Jugoslawien Calo..... : Wien Lisjabon... Stockholm... Schweiz ... Spanten... Prag...... Budapest .. ileuijod .. 101,1 97,5 95 109,65 29 2,7 9 8,3 8,5 13,5 Wittkowski. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.20: Der Dolkssender ruft! 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 2: Nachtkonzert. ♦ Alsfeld, 24. August. Auf dem heutigen Schweinemarkt standen 283 Ferkel, einschl. 61 Händlerschweine, zum Verkauf. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel 17 bis 20 Mark, 6 bis 8 Wochen alte Tiere 20 dis 24 Mark. Der Handel war flott, es verblieb geringer Uederstand. 4% Oesterretchtfche Goldrente... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/,% deSgl. von 1913.......... 5% ct'gest. Goldmerikaner von 99 4% Türkische Bagdadbaha-AtUeihe Serie 1..................... W 16 29,00, W19 29,00, W 20 29,35; Roggenmehl Type 997 R 12 22,45, R 15 22,80, R 18 23,30, R 19 23,50 plus 0,50 RM. Frachtausgleich. Weizen- Futtermehl 13,50; Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W 19 11,00, W 20 11,10; Roggenkleie R12 9,95, R15 10,15, R 18 10,40, R19 10,50 Mühlen- feftpreis ab Mühlenstation. Sojaschrot Palmkuchen und Erdnußkuchen nicht notiert; Treber 15,50 bis 15,75, Trockenschnitzel —, Heu 4,60 bis 5,00, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt oder gebündelt, 2,75 8,75 8,3 8,4 13,5 Volksgenossen! Bekundet eure Verbundenheit zur f)3- durch euer Erscheinen beim Bann- und )ungbann- fportfest in Gießen! 2,75 8,75 8,3 8,4 13,4 29,13 2,75 8,9 8,3 8,4 13,4 Amerikanische Noten Belgische Noten.................. Dänische Noten Englische Noten ................. Französische Noten Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch Oesterreich, 4 100 Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten Schweizer Noten Spanische Noten ............. Ungarische Noten Die hinter den Frankfurt a. M. : 109,25 I 124,25 126,75 I 105,4 , ivo.w 160 161,5 I. G. Färben-Industrie Scheideanstalt........ Goldschmidt Rütgerswerke Metallgesellschaft 101,4 97,75 102,4 112,9 । 1 100,13 98,75 97 101 93,5 125,25 1 120 97 101 101,13 97,5 95 ! 109,6 I Erlaubte und verbotene Anstriche Wichtig für Maler und Hausbesitzer. 2,00 RM. Kartoffeln: Böhms Allerfrüheste 2,95, weißschalige 2,60 per 50 Kilo bei bezug Frachtparität Frankfurt a. M. ruhig. Schweinemarkt in Alsfeld. Stahl 106,13 bis 106,25, AM. 60,40, AEG. 37,40, MAN. 122, BMW. 133, Bekula 152, Zement Heidelberg 144,50, Chem. Albert 121, Conti Gummi 174 Daimler 124,50, Scheideanstalt 271, Licht 8- Kraft 146, Eßlinger Maschinen 99,50, IG. Farben 159,75, Gesfürel 134,50 bis 134,25, Holzmann 125,25, Muaa 118,50, Moenus 93, Schlickert 152,40, Westdeutsche Kaufhof 53,65, AG. für Verkehrswesen Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. spätere Lieferung haben, flott ausgenommen. Wenn auch infolge der reichlichen Niederschlage der Feuch- tigkeitsgehalt oft recht hoch ist, so lassen doch die Beanstandungen nach. Außer hiesigen Zufuhren steht auch Weizen aus Bayern, Kurhessen und Thü- ringen zur Verfügung, Roggen ebenfalls in kleinem Umfange aus Norddeutschland. Die Nachfrage für Mehl bleibt sehr lebhaft. Futtergetreide war bei großer Nachfrage nicht käuflich. Futtermittel liegen stetig; Kleie und Futtermehl lebhaft begehrt. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 kg) in RM.: Weizen W 13 197, W 16 200, W 19 204, W 20 206; Roggen R12 160, R15 163, R18 167, R19 169, Großhandelspreise der Mühlen der ae« nannten Preisgebiete: Futtergerste und Futterhafer nicht notiert. Weizenmehl Type 790 W 13 28,75, niedriger. Am R e n t e n m a r f t war das Geschäft klein. Altbesitz lagen mit 112,75 (112,90) knapp gehalten, Kommunal-Umschulduna (88) und Zinsvergutungs- scheine (93) waren behauptet. Im Verlaufe war die Tendenz am Aktienmarkt fest, und bei etwas lebhafteren Umsätzen ergaben sich durchschnittliche Erhöhungen von 1 v. H. Westdeutsche Kaufhof bei größeren Umsätzen 53,25 nach 51,90, ferner Zellstoff Waldhof 146,50 nach 145, Hoesch Eisen 108 nach 106,75, Verein. Stahlwerke 105,50 nach 104,50, Daimler Motoren 122,50 bis 123,50 nach 121,50, IG. Farben 159,50 nach 158,25. Von später notierten sind Metallgesellschaft mit 131,50 (127,40), Rhein. Braunkohlen mit 219,50 (215,50), Deutsche Erdöl, Scheideanstalt und -Buderus mit je plus 2 v.H. bis 3 v. H. zu erwähnen. An den Renten Märkten dauerte die Geschäftsstille fort. Der Pfandbriefmarkt lag bis auf kleine Abweichungen bei Liquidationswerten unverändert, ebenso die meisten Stadt- und Staatsanleihen. Auslandsrenten lagen nahezu geschäftslos. Der F r e i v e r k e h r war sehr ruhig, man nannte lediglich Adlerwerke mit 111 (110,50). Tagesgeld blieb zu 2,50 v. H. unverändert, es verblieb großer Ueberstand. Abendbörse weiter fest. Die Abendbörse brachte im Anschluß an den Mittagsverkehr weitere Erhöhungen von durchschnittlich 0,25 bis 0,75 v. H. Das Geschäft hatte jedoch keinen größeren Umfang. Etwas belebt waren einige Montan- und Elektrowerte. Verein. Stahlwerke 106,13 bis 106,25 (105,75), Hoesch 108 bis 108,50 (108,25), Mannesmann 107 (106,50) Rhem- ftahl 136,50 (135,75), Gesfürel 134,50 bis 134,25 (134,40), Schuckert 152,40 (151,50), AEG. 37,40 (37). Zement Heidelberg erhöhten sich um 1,75 v. H. auf 144,50. Zellstoffwerte lagen heute abend sehr ruhig und waren ohne Notiz. Gegen den Berliner Schluß etwas niedriger notierten BMW. mit 133 (134) Am Einheitsmarkt kamen Zellstoff Memel nach Pause mit 52 (55) zur Notiz, Bankaktien waren weiter etwas erholt, DD.-Bank 99 (98,50), Dresdner Bank 99 (98,75) und Adca 83,25 (82). An den Rentenmärkten war das Geschäft gering, Kommunal-Umschuldung bei kleinen Umsätzen 88 und 88,05, 6 v. H. IG. Farben 127 (126,65). U. a. notierten: 6 v. H. IG. Farben 127, 6 v. H. Neckar AG. Gold von 1923 102,50, 4 v. H. Ungarn Kronen-Rente 2,15, 4 v. H. Rumänen 5,25, 5 v. H. Nbein-Mainische Börse. Millagsbörse weiter erholt. Frankfurt a. M., 24. Aug. Die Börse war am Aktienmarkt weiter gut erholt. Es lagen einige Käufe der Kundschaft vor, auch die Kulisse setzte ihre Rückkäufe fort, während Angebot kaum mehr herauskam. Die Umsatztätigkeit hielt sich indes in sehr engen Grenzen, die durchschnittlichen Preußen. Kreis Wetzlar. <£ Rodheim a. d. Bieber, 24. Aug. Pfarrer Dämel von hier, der zum 1. Oktober d. I. in den Ruhe st and tritt und nach Bad Homburg v. d. H. übersiedelt, hatte für gestern nachmitag die Angehörigen der Kriegerkameradschaft Kyff- Häuser zu Rodheim zu einem Abschiedskaffee in das Gemeindehaus eingeladen. Etwa 40 Kameraden hatten der Einladung Folge leisten können. Im Laufe des für alle Beteiligten angenehmen Nachmittags ergriff Kameradschaftsführer Müffe - n e r das Wort zu einer Begrüßung, während der Gastgeber, Pfarrer V ö m e I, längere, interessante Ausführungen über seine aus den Briefen von Feldzugsteilnehmern des Kirchspiels im Großen Kriege zusammengestellten Eindrücke und Erlebnisse machte, die auf die Zuhörer eine sichtliche Wirkung ausübten. Abschließend stattete wiederum Kameradschaftsführer M ü s s e n e r den Dank der anwesenden Kameraden ab und ermahnte alle Kameraden zu nie ermüdender Kameradschaftlichkeit gegeneinander und zu unverbrüchlicher Treue zu unserem großen Führer, dem von allen Anwesenden ein begeisterter Heilgruß dargebracht wurde. Dann trennten sich Gastgeber und Gäste in dem schönen Bewußtsein, einige von herzlicher Kameradschaft getragene Stunden verlebt zu haben. Erholungen lagen bei 1 bis 1,50 v. H. Montanaktien traten etwas mehr hervor, besonders Man- nesmann mit 106,40 (103) in Nachwirkung des Berichtes über den Beschäftigungsstand, außerdem Klöcknerwerke mit 110,50 (107). Verein. Stahl ge- wannen 2 v.H., Reinstahl 3, v. H., Harpener und Mansfelder je 1,50 v. H. und Hoesch 1,25 v. H. IG. Farben lagen mit 158,25 (157,75) nur mäßig höher. Am Elektromarkt konnten sich Siemens um 1,75 v.H. erholen, ferner stiegen Gesfürel um 1 v.H., RWE. um 1 v.H. und Schlickert um 0,50 v. H., dagegen bröckelten AEG. auf 36,75 (37) ab. Etwas lebhafter waren Westdeutsche Kaufhof mit 51,90 (50,40). Don Zellstoffwerten zogen Aschaffenburger 0,50 v. H., Waldhof auf 144,25 bis 145 (143,50) an. Sonst eröffneten im einzelnen Reichs- bank 1,50 v. H., Daimler Motoren 2,25 v. H., Eß- linqer Maschinen 1 o. H., Hanfwerke Füssen 0,50 v. H. höher, dagegen Kunstseide AKU. 0,25 v. H. Schultheis Patzenhofer Mu (Allgemeine Kunstseide) .. Bemberg................... Zellstoff Waldhos Zellstoff Aschaffenburg Dessauer Gas ............... Daimler Motoren Deutsche Linoleum Lrenstein & Koppel Westdeutsche Kaufhof Ehade ...................... Aecumulatoren-Fabrik Eonti-Gummi.............. Gritzner Mainkraftwerke Höchst a.M.... Süddeutscher Zucker ........ Fwd. Wie das Reichswirtschaftsministerium mit- teilt, hat der Reichsbeauftragte für industrielle Fettversorgung Veranlassung, die beteiligten Maler- und Hausbesitzer-Kreise erneut darauf hin^uweisen, daß Farbanstriche nur im Rahmen seiner Anordnung 12 vorgenommen werden dürfen und daß die fahrlässige oder vorsätzliche Nichtbeachtung dieser Vorschriften strenge Strafen nach sich zieht. Die Anordnung 12 soll dem unnötigen Verbrauch von Oelfarben entgegentreten. Oelfarben werden in der Hauptsache aus Leinöl und Holzöl hergestellt. Diese Rohstoffe müssen em- geführt werden und kosten Devisen. Die Anordnung 12 dient daher mit ihren devisensparenden Bestimmungen der deutschen Volkswirtschaft. Es gibt aber immer noch weite Kreise, die der Anordnung 12 nicht die genügende Beachtung schenken. Der Reichsbeauftragte für industrielle Fettversorgung hat in vielen Fällen bereits empfindliche Strafen wegen Zuwiderhandlungen gegen die Anordnung 12 aussprechen müssen. Es erscheint daher eine nochmalige Klarstellung geboten, welche Anstriche erlaubt und welche Anstriche verboten sind: I. Außenarbeiten auf Putz, Mauer- werk, Stein und Zement. 1. Bereits mit Oelfarbe gestrichene Flächen dürfen auch weiterhin mit ölhaltigen Anstrichmitteln ohne Einschränkung bearbeitet werden. 2. Mit Emulsions- und Kalkfarbe gestrichene Flächen dürfen nur mit Anstrichmitteln mit nicht mehr als 15 v. H. Oelgehalt bearbeitet werden. 3. Noch nicht gestrichene Flächen dürfen nur mit ölfreien Anstrichmitteln bearbeitet werden. II. Jnnenarbeiten a u f Putz, Mauerwerk, Stein und Zement. 1. Bereits mit Oelfarbe gestrichene Flächen dürfen nur mit Anstrichmitteln mit nicht mehr als 15 v. H. Oelgehalt gestrichen werden. 2. Noch nicht gestrichene Flächen dürfen nur mit ölfreien Anstrichmitteln bearbeitet werden. III. Anstriche auf Metallen außen und innen. Es dürfen ölhaltige Anstrichmittel ohne Einschränkung verwendet werden. Gcit> 2,44 41,88 55,68 12,48 16,33 168,49 62,68 schmutzigen Kleidern herum. Das Geschirr wird ganz abscheulich gereinigt.. Unter dem Druck der zahlreichen Klagen der Moskauer Bevölkerung wird das Bolschewistenblatt zu folgender Feststellung gezwungen: „Die zahlreichen Beschwerden über die abscheuliche und schmutzige Bedienung sowie die grobe Behandlung vnd Übervorteilung der Gäste, ferner über Verabreichung von verdorbenen Speisen in den Restaurationen bleiben in der Regel unberück - sichtig t." DiunÖfunfprogramm. Mittwoch, 26. August. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Bäderkonzert. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 14.20: „Funk"- nagel-Neues! 15: Volk und Wirtschaft. Wie steht es um die Bausparkassen? 15.15: „Die Tapete und ihr Museum". 15.30: „Von Wasserkur und Kochbrunnen". Zwei kleine heitere Begebnisse. 15.45: „Fride- ricus Rex". Ein Anekdotenkranz. 16: Heiterer Aus- tanz. Frohes Unterhaltungskonzert. 17.30: Im Lande Wittekinds. Don August Verleger. 17.45: Volk zu Schiff. Erlebnisse auf einer KdF.-Urlauberfahrt. 18: 112,50. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 24. Aug. Auftrieb: Rinder 373 (gegen 349 am letzten Montagsmarkt), darunter 22 (40) Ochsen, 99 (80) Bullen, 211 (179) Kühe, 41 (50) Färsen. Zum Schlachthos direkt: 13 Ochsen, 6 Kühe, 7 Färsen, Kälber 573 (477), Hammel 87 (63), Schafe 70 (32), Schweine 1038 (1236) Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in RM.: Ochsen a) 43—45 (am 17. 8. 45), b),, c) und d) —. Bullen a) 41—43 (41—43), b) 39 (39). Kühe a) 40—43 (41—43), b) 35—39, c) 28—33 (28—33), d) 25 (25). Färsen a) 41—44 (42—44). Kälber a) 88—92 (90—92), b) 81—87 (82—89), c) 72—80 (72—81), d) 60—71 (60—71). Hammel b2) 55—57 (55—56), c) 50—54 (53—54). Schice e) 49 bis 50 (-), f) 42-48 (-), g) 35-40 (-). Schweine al) 57, a2) 57 (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51). Sauen gl) 56 (56). Marktverlauf: Großvieh und Schweine wurden zugetei t. Kälber, Hämmel und Schafe lebhaft ausverkaust. Großmarkt für Fleisch und für Fett- naren. Beschickung des Fleischgroßmarktes: 1379 Viertel Rindfleisch, 1372 halbe Schweine, 79 ganze Kälber, 21 ganze Hämmel, 46 Kleinvieh. Notiert wurden pro 50 Kilogramm in RM.: Kuhfleisch a) 77, b) 65, c) 54 (alles Höchstpreise). Kalbfleisch b) 110—125, c) 95—110. Hammelfleisch b) 100—105. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren. Roher Speck unter 7 cm 85—88, Flomen 85—88. Marktverlauf: lebhaft. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 24. Aug. Bei allmählich normal werdendem Angebot von Mahlweizen und Mahlroggen wird von den Mühlen, die allgemein großes Deckungsbedürfnis für sofortige, wie für Fwd. Das Geschäftsjahr der IG. Farbenindustrie AG. hat sich im zweiten Vierteljahr 1936 allgemein weiter befriedigend entwickelt. Insbesondere war bei den Stickstoffdüngemitteln, und zwar sowohl im Inland, als auch im Ausland eine Absatzsteigerung zu verzeichnen. Entsprechend dem Abkommen mit dem Reichsnährstand ist daher bei den Inlandspreisen für das Düngejahr 1936/37 eine Ermäßigung eingetreten. Das Geschäft in Farben und Färberei-Hilfsprodukten weist gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres keine nennenswerten Veränderungen auf. Bei Chemikalien und Phar- mazeutika („Bayer") ist die im Ausländsgeschäft erzielte Umsatzsteigerung besonders erfreulich. Bei den photographischen Produkten (Agfa) wurde die Agfa-Color-Ultra-Platte neu auf den Markt bracht. Der Kunstseide- und Kunstfaser-Absatz sich günstig entwickelt. <5pdfefartoffe(preifepom24.8.6i$318. Fwd. Gegenüber der Vorwoche hat die Hauptvereinigung der deutschen Kartoffelwirtschaft für die Zeit vom 24. bis 31. August fünf verschiedene Preisgebiete eingerichtet. Die Landesbauernschaft Hessen-Nassau gehört neben Baden, Bayern, Kurhessen, Thüringen und Württemberg zum Preisgebiet d. Für dieses Preis- gebiet ist der dem Erzeuger zu zahlende Mindestpreis für die Zeit vom 24. 8. bis zum 28. 8. 36 2,70 RM. je 50 Kilogramm, während der Höchstpreis, der am 24. 8. 2,15 RM. beträgt, jeden Tag um 5 Pf. sinkt. Diese Regelung gilt für gelbfleischige Speisekartoffeln. Am 29. 8. beträgt der Preis 2,65 RM. bis 2,85, RM. am 31. 8. 2,60 RM. bis 2,75 RM. Für weißfleischige Speisekartoffeln ist der Preis jeweils um 30 Pf. je 50 Kilogramm niedriger als für gelbfleischige Sorten. Die Preise gelten waggonfrei Verladestation, oder frei lieber* gabestelle am Erzeugungsort. Dermahlungsquoten für September. Fwd. Die Derrnahlungsquoten für September sind für Mühlen, deren Grundkontingent über 500 Tonnen beträgt, auf 8 v. H. des Roggengrund- fontingents und 9 v. H. des Weizengrundkontingents festgesetzt worden, also in unveränderter Hohe wie für August. Für Mühlen, deren Grundkontingent 500 Tonnen und weniger beträgt, sind für das Vierteljahr September bis November 1936 die Der- mahlungsquoten auf 27 v. H. des Roggengrund- konttngents und 27 v. H. des Weizeygrundkon- tingents festgesetzt worden. Die gleichen Diertel- jahresquoten können auch auf Antrag unter bestimmten Voraussetzungen solchen Mühlen über 500 Tonnen Grundkontingent bewilligt werden, denen nur Naturkraft zur Verfügung steht oder die überwiegend Kundenmüllerei betreiben. Die ZG.-Iarbenindustrie im zweiten Vierteljahr 4936. Donnerstag, 27. August. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik 8.30: Bäderkonzert. 9.30: Musik am Morgen. 10: Schul- funk: Volksliedsingen. 11: Nachrichten. 11.15: Programmansage, Wirtschaftsmeldungen, Wetterbericht 11.30: Bauernfunk: Denkt an den Zwlschenfruchttmu! 11.45: Sozialdienst: 1. Deutsche Berufe: Der Straßenbahner. 2. Offene Stellen. 12: Mittagskonzert. 13- Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Hirtuofe Kleinkunst. 15: Volk und Wirtschaft: Wieviel Schuhe im Jahr? 15.15: Kinderfunk: Die Ferien sind zu Ende, wir sind alle wieder da! 16: I. Unterhaltungskonzert. II. Deutsche Hausmusik. 17.30: Heinrich Wolfgang Seidel. Zu seinem 60. Geburtstag am 28. 8. 36. 18- Konzert. 19: Der goldene Duden. Hörspiel von Ludwig Metzger. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.05: Einführung in die folgende Oper. 20.10: Aus dem Opernhaus Frankfurt „Der Wildschütz". Komische Oper in drei Akten. 23.05: Tanzmusik. 24 bis 2: Nachtmusik. 2,46 42,04 55,9» 12,52 16,39 169J7 62,94 Schluß« hira 22-8 Datum Mans>e!ver Bergbau 6yt Kokswerke .................. 6 Rheinische Braunkohlen 12 Rheinstahl .................. 4 Vereinigte Stahlwerke BVi Ltavi Minen ...............O Kaliwerke Aschersleben b Kaliwerke Westeregeln b Kaliwerke Salzdetfurth 7% Sch'uß'NL Krs börse IV. A nstri ch e auf Holz. 1. Außen: a) Grundierung: Es darf Leinölfirnis ohne Einschränkung verwendet werden, b) Weiterarbeit: Es dürfen Anstrichmittel verwendet werden, die bis zu 70 v. H. Oel enthalten. 2. Jnnenanstriche auf Holz, wenn sie einer Beanspruchung durch Seife und Soda ausgesetzt sind: a) Grundierung: Es dürfen E.L.-Firnis und Leinölfirnis verwendet werden, b) Weiterarbeit: Es dürfen Anstrichmittel, die bis zu 70 v. H. Oel enthalten, verwendet werden. 3. Jnnenanstriche, wenn sie einer Beanspruchung durch Seife und Soda ausgesetzt sind: a) Grundierung: Es dürfen E.L.-Firnis und Leinölfirnis verwendet werden, b) Weiterarbeit: Es dürfen nur Anstrichmittel verwendet werden, die bis zu 40 v. H. Oel enthalten. 132,5 135 107,75 111,5 103,25 I 106,5 Echlußk. Mittag- börse 24-8. 101,4 97,9 102 112,75 100 98,75 Buderus ■ Deutsche Erdöl 4 Harvener................. 2% Hoejch Eisen—Köln-Reuessen .. 3 Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse 6 Klöcknerwerke ............... 3 Mannes mann-Röhrea 8 22-August Amtliche Rotierun« Geld ! Zrie1 Datum 6% Deutsche Reichsanleihe o. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 5*/,% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti Auslos.-Rechten ............ 4Y1X Deutsche Retchspostschahan Weisungen von 1934, I 414% ehem. 8% Hessischer Dollst staat 1929 (rückzahlb. 102%) ... ^k,z> ;iile Nt ?! 'Wltel iiJ'1 W jn^' ^DQQeiti ». 3118 S 5 10-65, iß iß Uenkleie R iz 10,50 Mhie„, °1 Palmkuchen ?er 15,50 bis bls 5,00, Wei, gebündelt, hefte 3,00 bis > bei Waggon. Teiäenz: feld. dem heutigen Ferkel, einichl. Es kosteten bis !0 Mark, 6 bis irt. Der handel berstand. >olz. )arf Leinölfirnis den. b) Weiter- rwendet werben, m sie einer Le- i ausgesetzt sinü: rms und Leinöl- rarbeit: Es bür* o. h. Del enU- ■ Beanspruche ib: a) Grundit- 'einöffirnis oei- ks biirfen nur bis zu u. h 24. Aug. W tober d. 3. W Homburg «.H fjmitag di-A' Abschieds!»!!"11 Ftm 40 $«*• ,e leisten K* giert mg* ftsfüirer $l"l' ’nna wahrend c-- ’ngm ** den Bnef« >> im ff, und ®*ifl sichtliche ieberum Bant der <* ra^ lvu^ flä* laben. 2,191 ä $$ 12'S iS |69-1? 55-g Selv^ 42,01 0,1 6 3.0 55, 8 46,80 12,515 ,51 16,3 168- 19,5' ,732 5,65 62-90 48-Z 11-3; 64- 81. 31-! 1041 2,48» -— Sinili*6 I K 'S v, 169- -Ä 5,6g 63-g 49.g 11-Z M-»5. 81- 31-5 10,19 HrJOS Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Dienstag, 25.August fyZ6 X ■W> JT •? 1 ■x. 125 Lahre Loh. Balth. Ttott in Gießen Filiale Burkhardsfelden — ein alter Gutshof wurde zur Fabrik erweitert. Der Gründer der Firma I. B. Noll nach einem Gemälde im Familienbesitz. In diesen Tagen kann die Zigarrenfabrik I o h. Balth. Noll in Gießen, eines der bedeutendsten Unternehmen der Tabakbranche in Gießen und Umgegend, auf das 125jährige Bestehen lder Firma zurückblicken. Durch seine gediegene 'Geschäftsführung und die hohe Qualität ihrer Erzeugnisse, wie auch durch die enge Verbundenheit mit dem kernigen Volkstum unserer engeren .Heimat hat sich das Unternehmen im Kreise der Betriebe im Lahnbecken eine allgemein geachtete 'Stellung erworben, die ihm das Recht gibt, sich imit zu den tragenden Pfeilern unseres heimischen Wirtschaftslebens zu rechnen. Diese bedeutsame l Rolle der Firma Joh. Balth. Noll rechtfertigt es idenn auch, daß ihr an einem Wendepunkt, wie er iin dem 125jährigen Bestehen sichtbar wird, die Auf- imerksamkeit der Qeffentlichkeit sich zuwendet. Der Großvater des jetzigen Seniorchefs der ! Firma, der am 29. Januar 1792 geborene Johann 'Balthasar Noll, entschloß sich im Jahre 1811 izur Gründung der Firma. Der Gründer war ein iSohn des damaligen Ratsschöffen und Gasthalters .„Zum goldenen Ritter". Das junge Unternehmen «widmete sich zunächst dem Klein- und Großhandel imit Kolonialwaren und der Likörfabrikation in dem -alten Geschäftshause „Zum Ritter" auf der Mäus- Iburg. Mitte der vierziger Jahre des vorigen Jahr- I Hunderts nahm das Geschäft außer dem früher »schon geführten Rauchtabak auch den Handel mit ^Zigarren auf, die in der Hauptsache von der im 'Jahre 1840 in Gießen gegründeten Tabak- und Zigarrenfabrik Gebr. Bücking bezogen wurden. Der Zigarrenhandel wurde immer mehr zum 'Hauptgegenstand des Geschäfts, ganz besonders, «nachdem der am 6. November 1823 geborene Sohn Üdes Gründers, Adolf Karl Theodor Noll, öder am 4. Januar 1853 Prokurist des Unterneh- «mens geworden war, das Geschäft im Jahre 1859 -auf eigene Rechnung übernahm. Unter seiner Lei- ttung wuchs die Firma in kurzer Zeit immer mehr -empor, sie wurde zu dem bedeutendsten Abnehmer öder Firma Gebrüder Bücking und übernahm Der großzügige und geschmackvolle Neubau aus dem Jahre 1919 am Burggraben. weitere Zweigfabrik in Beuern in Betrieb zu nehmen. Den gesteigerten Anforderungen des mächttg emporgewachsenen Unternehmens konnte das alte Kontorhaus am Burggraben nicht mehr genügen. Es ergab sich daher die Notwendigkeit, an dessen Stelle im Jahre 1919 einen Neubau zu errichten, in dem sich die Hauptleitung des weitverzweigten Unternehmens heute noch befindet. Seit dem Jahre 1927 sieht der Firmeninhaber seinen Sohn, Dr. jur. Adolf Noll, als Mitarbeiter in der Firma wirken, ferner stehen ihm in langjähriger, treuer Mitarbeiterschaft bewährte Männer in der Leitung und in den verschiedenen Abteilungen des Geschäftes zur Seite. Im Jahre 1931 konnte die Firma weitere Filialfabriken in Großen-Buseck und in Garbenteich in Betrieb nehmen, denen im Jahre 1936 als jüngster Zweig an dem kräftig blühenden und aufwärtsstrebenden Stamme die Zweigfabrik in Schotten folgte. Dr. jur. Adolf Noll wurde am 11. November 1932 zum Prokuristen ernannt. Im Jahre 1934 wurde er durch seine Bestellung zum Be» ttiebsführer mit der Leitung des gesamten Betriebes betraut. Das Unternehmen ist, entsprechend den bettiebs- wirtschaftlichen Bedingtheiten der Tabakindustrie, seit vielen Jahren auch zu einer Quelle der wirtschaftlichen Befruchtung für weite Bevölkerungskreise in den Landorten geworden. Das Problem der Aufgliederung der Produktionsstätten ist ja gerade im Tabakfach eine charakteristische Erscheinung, die sich aus der Verfügbarkeit der Arbeitskräfte und auch aus den landschaftlichen Verhältnissen ergibt. Das sichtbare Ergebnis dieser Lösung des Problems tritt in der Schaffung von Arbeitsstätten in solchen Gegenden zutage, in denen die Ackernahrung allein für die Aufrechterhaltung eines vollen landwirtschaftlichen Betriebes nicht ausreicht, entweder weil der Boden nicht ergiebig genug ist oder den einzelnen Menschen zu wenig Ackerland zur Verfügung steht. Daher wird in solchen Gegenden des landwirtschaftlichen Klein- und Kleinstbesitzes, wie er um Gießen herum sehr stark auftritt, die Errichtung solcher Betriebsstätten begrüßt, wie sie von der Firma Joh. Balth. Noll in erheblichem Ausmaße oorgenommen wurde. Es hat sich dadurch im Laufe der Jahre ein so inniges Verhältnis zwischen dem Unternehmen und seiner ländlichen Gefolgschaft ergeben, daß die Männer und i Frauen der Tabakbetriebe in den Dörfern oft von dem wirtschaftlichen Gesamtcharakter der Ortsbevölkerung nicht zu trennen sind. Bedeutsam ist dabei auch die Tatsache, daß bei dem Betrieb der i ländlichen Zigarrenfabriken in weitgehendem Maße In A l t e n v e r s. Wohl kaum jemand vermutet in diesem Fachwerkbau eine Fabrik. Eine sehr glückliche Lösung des Fabrikbaues in Dorf und Landschaft. — (Aufnahmen [3J: Neuner, Gießener Anzeiger.) durch ausgelösten wirtschaftlichen Nöte und weiterhin die Jahre der verhängnisvollen Jnflatton mit ihren vielfachen wirtschaftlichen Schwierigkeiten und Hemmungen machten auch dem Unternehmen I. B. Noll viel zu schaffen. Dennoch gelang es der sorgsamen und mit kluger kaufmännischer Umsicht waltenden Geschäftsleitung, das Unternehmen auch über jene gefahrvolle und klippenreiche Zeit glücklich Hinwegzubringen, den Männern und Frauen der Gefolgschaft die Arbeitsstätte zu erhalten, ja sogar die Fabrikation noch mehr auszudehnen und eine diese schließlich im Jahre 1868 mit ihren Betrieben in Gießen, Rodheim und Krumbach. Gleichzettig verlegte sie den Geschäftssitz von der Mäusburg nach dem Burggraben bei der Stadtkirche. Das Kolonialwaren- und Zigarren-Engrosgeschäft wurde an die Firma Gebrüder Adami übertragen. Adolf Karl Theodor Noll verstand es schon damals, die Firma erheblich zu vergrößern und in kurzer Zeit zu der angesehensten des Faches zu machen. In seine Geschäftsleitung fällt die Auszeichnung der Firma Joh. Balth. Noll mit den höchsten Medaillen auf den Weltausstellungen in Wien im Jahre 1873, in Philadelphia im Jahre 1876 und in Melbourne im Jahre 1880. In Anerkennung seiner kaufmännischen Tüchtigkeit wurde der Firmeninhaber im Jahre 1882 von dem damaligen Großherzog von Hessen zum Kommerzienrat ernannt. Als nächster Schritt auf dem Wege des Aufbaues des Unternehmens folgte die Errichtung von Zweigfabriken in Wie- seck, Burkhardsfelden und Launsbach. Im Frühjahr 1890, kurz vor seinem Tode, übergab Adolf Karl Theodor Noll, der sich neben seinem beruflichen Wirken auch im ehrenamtlichen öffentlichen Dienst viele Jahre lang als Mitglied der damaligen Stadtverordnetenversammlung, der Handelskammer und des Aufsichtsrats der Gewerbebank betätigt hatte, das Geschäft an seine Söhne Georg und Adolf Noll, sowie an seinen Prokuristen Georg Emil Möhl, die das Unternehmen gemeinsam in der überlieferten Weife fortführten. Im Jahre 1895 wurde die Firma Gebr. Bücking, die nebenbei immer noch formell weitergeführt worden war, gelöscht. Im Jahre 1906 schieden durch Todesfall die Mitinhaber Georg Noll und Georg Emil Möhl aus, das Geschäft übernahm nunmehr Adolf Noll als alleiniger Inhaber. Unter feiner umsichtigen und tatfrohen Leitung war dem Unternehmen eine weitere Ausdehnung vergönnt, die ihren sichtbaren Ausdruck fand in der Gründung von weiteren Filialfabriken' in Mudersbach und Altenoers. Bei der Hundertjahrfeier im Jahre 1911 wurde dem Firmeninhaber Adolf Noll, ebenso wie vordem seinem Vater, von dem Großherzog von Hessen der Titel Kommerzienrat verliehen. Der Ausbruch des Krieges 1914, die Jahre des Kampfes des deutschen Volkes gegen eine Welt von Feinden, der furchtbare Niederbruch des Vaterlandes nach dem unglücklichen Kriegsausgang, die da- Tiro und Haro. »Eine Plauderei zum Aufgang der Hühnerjagd. Wieder ist die Zeit gekommen, wo es auch den i Stadtbewohnern vergönnt ist, einen Blick in das J (Betriebe des Weidwerks zu tun, wenn sie bei ihren i Spaziergängen die Jäger die Felder nach Rebhühnern, vom Jäger kurz „Hühner" genannt, mit ühren mehr oder minder „firmen" Hunden absuchen sehen! Vielleicht bietet sich auch Gelegenheit, wenn ödie Wälder sich herbstlich färben und der Wind riiber die Stoppeln weht, eine Treibjagd auf Hasen imit anzusehen. Bemerkt sei hier, daß die so häufig yu beobachtende Suchjagd auf Hasen bei der streng iweidgerechten Jägerei verpönt ist. Genaue Beobachtungen haben ergeben, daß dabei fast 70 vH. Ha- ssinnen erlegt werden, während der schlaue Ramm- Her sich fast immer rechtzeitig saloiert. Wer seine iJagd also hegen und schonen will, der ichießt auf fier Suche keinen Hasen Bei solchen Beobachtungen jagdlicher Betätigung klingen die Rufe „Tiro aber „Haro" häufig an das Ohr des „«chlach- üenbummlers". Was bedeuten sie? In grauer Vor- igeit erhoben unsere Vorfahren in Fällen gemeiner Not" und bei der Verfolgung von Verbrechern das ..Gerüst". Der landschaftlich sehr verschiedene Rus war in erster Linie auf Erzeugung eines weithin schallenden Tones berechnet, daher wurden besonders Verbindungen mit „ie" gewählt, so „geurto , ..Mordio" oder der alte clamor ad arma (Alarm): .Feindio"!. Der Ruf „Haro" wird von einigen Forschern aus dem Normannischen hergeleitet (ogl. Masson: „Etüde historique sur le clameur de najo). Das germanische Gerüst soll „hus-haro- tnaro“ gelautet haben, wobei „haro“ bedeuten soll ,her zu mir", „herbei" — „hierher". Aus dielen Ruf erschienen die Nachbarn alle, die das„ „Gelüst" hörten und folgten als „Schreimannen dem Verbrecher, bis sie seiner habhaft wurden. Der von •en „Schreimannen" ergriffene Verbrecher rouröe, wenn man ihn nicht als „Friedlosen Mann sofort Mete, nebst den körperlichen Beweisen gebunden ioor Gericht gesührt und aus Klage unb übliche Aussage bes Verletzten unb einer genügenden Zahl :oon „Schreimannen" als Eideshelfer sofort ver- uirteilt. Wenn heute das „haro, haro1 ertönt bann loflegt balb barauf ein kurzer Knall zu verkünden, «aß der arme Verbrecher „Lampe sein Ende gefunden, wenn nicht seine Gewandtheit ihn m letztem Augenblick gerettet hat. Wie Lampe seit grauer Vorzeit verfolgt wird, hat niemand trefflicher ge- childert als Altmeister Wildungen: „Menschen, Hunde, Wölfe, Luchse, Katzen^ Marder, Wiesel, Fuchse, Adler, Uhu, Raben, Krähen, Jeder Habicht, den wir sehen, Elstern ja nicht zu vergessen, Alles, alles will ihn fressen. In der ältesten Zeit ist Lampe zu Tode „gehetzt" worden. Jäger zu Fuß und zu Pferd zogen über das Stoppelfeld, um ihn auszumachen; stand ein Hase aus dem Lager auf, so wurden auf den Wink des Jagdleiters die Windhunde gelöst, die ihn nach dem Spruch „Diele Hunde sind des Hasen Tod", meist bald ereilten. Auch in Netzen wurde Lampe gefangen. Ein Feld- ober Walbesteil würbe mit „fängisch" gestellten Netzen eingelappt bzw. umgestellt, unb zwar auf brei Seiten; von Der vierten gingen bie Treiber mit Hunben derart vor, daß sie das Wild nach den Netzen zu drängten. Das Wild jagte gegen die Netze, in die es sich so verwickelte, daß die Netze über ihm zusammenfielen. Das Wild wurde dann von den Jägern „abgefangen", eine wenig weidmännische Art Der Jagd. Es hat Übrigens eine Zeit gegeben, in der die Jäger von Beruf auf „Hasenwechsel" Schlingen stellten, eine Betätigung, bie heute nur noch ber Schlingensteller unb Wilbdieb betreibt. Don bem Erlegen bes Hasen mit der Armbrust ist kein Nachweis bekannt; im 16. Jahrhundert verdrängte bie Büchse bie Armbrust. Um 1517 würbe in Nürnberg bas „Rabschloß" erfunben, welches bie Lunte überflüssig machte, bie neuen Gewehre würben als „zielselbstzünbenbe unb geschraubte Büchsen" ober „Pirschrohre" bezeichnet. Der Magister Johannes Eolerus, ein gesittlicher Herr, rät in seinem Werk: „viginti libri oeconomici de re rustica et de re venatoria“ ums Jahr 1632 dem Jäger, er solle, wenn er einen Hasen im Lager sitzen sähe, einen Stab in die Erde stecken und darauf seinen Hut setzen. Lampe sähe dann unentwegt nach diesem „Geßler-Zeichen" und der Jäger habe Zeit, ihn zu erschießen. Bei Flemming, dem „Vollkommenen teutschen Jäger" finden wir um 1719 den Rat, den Hasen mit Netzen zu umstellen und ihn in die Maschen zu jagen; er sagt aber selbst, daß sie mit „Netzjagden" gar zu sehr „vertilgt" würden und rät zum ,Llopf-Jagen", d. h. zur Treibjagd mit Schrotschuß, oder dazu, die Hasen auf flachen Feldern mit Windhunden zu hetzen, mit dem Habicht zu beizen oder in Gruben und Schlingen zu fangen! Durch die leichteren Gewehre, überhaupt durch die fortschreitende Verbesserung ber Feuerwaffen kam bas Fangen unb Hetzen ber Hasen allmählich ganz ab; ber Schrotschuß aus ber Suche, Ansitz unb Treibjagb mürben üblich. Eine weibgerecht betriebene Treibsagb auf Hasen ist ein Genuß, wenn jeber Teilnehmer „weibmännisch" jagt, wie es sich gehört, ben Schöpfer im Geschöpfe ehrt. Etwas gräßliches finb bie großen Ireibjagben, bie „Hasenschlächtereien"! Jeder Berg- und Waldjäger, der einmal einen solchen Hasenmo^d mitgemacht hat, bleibt für die Folge ferne. Geschrei der Treiber, lärmende Schützen, die geängstigten Tiere, die sich im verkleinerten Kessel zusammendrängen! Dort schleppt sich ein Hase mit durchschossenem Rücken mühsam unter Angst uni) Schmerzen auf den Vorderläufen weiter, dort sind einem die Vorderläufe abgeschossen, er hoppelt auf den Hinterläufen weiter. Es ist kein schöner Anblick. Wie ganz anders, wenn der Hase auf schmaler Waldschneide das Rad schlägt; Blitz und Knall: ein schmerzloses Ende. Der bei der Jagd auf Rebhühner oft zu hörende Ruf „Tiro" hat mit der Ableitung des Rufes „Haro" nichts zu tun. Es handelt sich um das französische „tirez Haut" — „schieß hoch" — in die Höhe. Die Rebühner werden im „Treibzeug", „Ty- raß", Stecken- und Hochgarn mit und ohne Habicht gefangen; daneben trat nach Einführung der leichteren Feuerwaffen das Schießen, das heute allgemein üblich ist. Die Jagd auf Hühner mit einem guten Vorstehhund ist der schönste Genuß für Den Weidmann; Altmeister Diezel sagt von der schönen Zeit der Hühnersuche: „Heute will ich suchen, morgen geht's ans Treiben Unb übermorgen winkt der Dogelherd. O könnte es Herbst im ganzen Jahre bleiben. Dann hätt ich alles was mein Herz begehrt." Weidmannsheil! Dr. Ludwig Roth. Inkognito. Gloria -Palast -Lichtspiele. Eine zwar nicht neue, aber hübsche unb immer wirkungsvolle Jbee hat Harald Bratt hier amüsant ausgesponnen. Der junge Chef eines großen Hauses, der Geschäft unb Reichtum ererbt hat, ohne etwas von ber Branche zu verstehen, bekommt es satt, mit Repräsentieren, Flirt unb Schachspielen seine Zeit totzuschlagen, er verschwinbet eines Tages spurlos. Mil seiner Unerfahrenheit in praktischen Dingen kommt er zwar nicht weit, aber die erste Autopanne läßt ihn mit einem arbeitslosen Kaufmann bekannt werden, der darauf brennt, wieder eine Stelle zu bekommen. Er verschafft sie ihm durch einen Anruf bei der Direktion feines Werkes, aber geht selber als neueingestellter Vertreter in die Filiale seiner Firma und schickt den neuen Freund mit seinem Auto und seiner Brieftasche auf Reisen in die weite Welt. Wie der junge Chef sich nun in der Filiale 153 „inkognito" einfuhrt, sehr biereifrig zwar, aber unbeholfen und von Branchekenntnissen unbeschwert, wird sehr lustig und frisch plausibel gemacht. Eine Liebschaft mit einer kleinen hübschen Dorstadtkundin krönt das neue Dasein, während der kleine Verkäufer Fritz Schulze als reicher Mann sorglos in der Welt herumgonoelt. Alles hat einmal ein Ende, auch das beft gewahrte Inkognito. In der Filiale werden Unterschleife entdeckt, der neue Angestellte kommt in Verdacht, die Kriminalpolizei erscheint und ber herbeigerufene Generaldirektor findet seinen schon totgeglaubten Chef wieder, um vieles gewitzigter an Branchenkunde und Menschenkenntnissen. Die kleine Liebe aus ber Dorstabt nimmt er als seine Frau mit heim und Herr Fritz Schulze macht den Flirt aus der verflossenen Zeit der Langeweile glücklich. Daran ist zwar manches unwahrscheinlich, aber das Leben ist oft wunderbar, besonders im Lustspiel- Film. Richard Schneider - Edenkoben hat chn flott und schmissig in Szene gesetzt. Besonders gut gelungen sind die Bilder aus der Filiale. Wie Filialleiter, Verkäufer und Stift den neuen „Kollegen" empfangen und sich zu ihm stellen ist sehr hübsch gemacht. Gustav Fröhlich spielt den jungen Chef leicht melancholisch, erst vom Lauf der Dinge mehr getrieben als selbst handelnd, dann aber zusehends in die neue Rolle hineinwachsend und auch im Vorstadtmilieu seinen Mann stellend. Ernst W a l d o w ist sein Gegenpart, ein kesser Junge, der das Herz auf dem rechten Fleck hat. Besonders hübsch Hansi K n o t e ck , ein reizendes kleines Persönchen, das auch in heiklen Situationen mutig zu ihrem Liebsten hält. Einen famosen Lehrjungen macht Hans Richter unb einen ulkigen, auch in schwierigen Lagen brauchbaren Diener Hans L e i b e 11. Das saubere Ensemblespiel sichert eine amüsante Unterhaltung. — Im Beiprogramm sieht man Albert Florath in einem kleinen Lustspielfilm auf der silbernen Hochzeitsreise. Ein Kulturfilm zeigt Warschau mit seiner winkligen romantischen Altstadt, seinen prächttgen Barockpalästen und herrlichen Parks. Von den Olympischen Spielen sieht man aufregende Szenen von den Schwimm-, Ruder-, Fußball- und Wasserballmeisterschaften und die ersten Bilder vom Reiten. ♦ Im Lichtspielhaus wird der hier schon besprochene Ufa-Film „Die Gräfin von Monte Christo", den Hartl in Szene gesetzt hat, wieder aufgeführt. Es ist die Geschichte einer kleinen Film- komparsin, die auch einmal ihre Rolle als große Dame von Welt im wirklichen Leben spielen möchte, bei dem Versuch aber in die Hände internationaler Hochstapler gerät und froh sein muß, verhältnis- mäßig glimpflich davonzukommen. In dem Film, der auch seines Milieus wegen interessant ist, spielen ein paar Große der Leinwand mit, deretwegen es sich lohnt, ihn sich noch einmal anzusehen. Vor allem Rudolf Forster, leidenschaftlicher Liebhaber und kalter Verbrecher, Gustaf Gründgens, Hoteldieb und Erpresser, der überlegen und skrupellos im Streit um die Frau den ehemaligen Kumpanen der Polizei ausliefert. Etwas matt zwischen beiden Brigitte Helm, am eindrucksvollsten in ein par Augenblicken, wo sie nichts weiter ist als ein schlichtes kleines Mädel, das um ihre Liebe bangt. — Im Beiprogramm ein interessanter Film über Volk und Landschaft Südserbiens. — fallen laut Vereinbarungen an beschicken sein möi hörigen und zum von Nachdruck verboten! 83. Fortsetzung. Entbehrungen auch geistige Sch können. Sie sagte: „Du itzt doch nDtUrt a QJvrthO" $)f 11 /-i a m 11 Pa n Noll, Betriebes „Ich glaube gar, du willst für mich Mundraub begehen, du Ungeratene!" Er mußte lachen, obgleich heil Hitler! Der Führer des Vannes 116 Heim. Bannführer. nie geredet. Sie hatte ein Buch gelesen, daß große Schäden Hervorrufen .. _ ) immer richtig zu Mittag, Fred?" Ihre Augen überprüften sein Gesicht. Es schien ihr nicht sonderlich abgemagert; ein bißchen blaß war er schon immer gewesen. Sie liebte diese Farbe an ihm. Gesunde, rotgebrannte Gesichter hatte sie immer um sich gehabt. Eine mütterliche Zärtlichkeit mit diesem so wenig abgehärteten Stadtkind machte ihr das Herz warm. „Ich werde mich mehr um dich kümmern", verhieß sie dem Verblüfften. „Wenn dort gut und reichlich gekocht wird, bringe ich etwas für dich auf die Seite. eihe von 12 Sturmfahnen -er SA.-Reiterstan-arte 147 NesehlandieSldeSSanne-N«. Am kommenden Sonntag. 30. August, findet In Gießen das Sportfest des Bannes und Jungbannes 116 statt. Die Sportveranstaltung ist verbunden mit einem Aufmarsch der gesamten HJ„ sowie einer Feierstunde auf dem Brandplah. t Unser Führer des Gebietes. Oberbannführer Brandt, sowie Krelsleiter Dr. Hildebrandt Das Arbeitsbuch. Zu unserem gestrigen Artikel über das Arbeitsbuch sei heute noch folgendes nachgetragen: Bis zum 1. September 1936 werden rund 21,6 Millionen Arbeiter und Angestellte mit dem Arbeitsbuch ausgestattet sein. Damit ist die Emsuh- rungszeit des Arbeitsbuches beendet. Von diesem Tage ab darf kein Arbeiter oder Angestellter beschäftigt werden, der nicht im Besitz des Arbeitsbuches ist. Für jeden Arbeiter oder Angestellten, der in Arbeit steht, muß dann also ein Arbeitsbuch vom Betriebsführer aufbewahrt und geführt werden. Wer eine neue Arbeitsstelle antritt, muß schon am er st en Arbeitstage das Arbeits- buch dem Betriebsführer oder Haushaltungsvorstand aushändigen. Die Einhaltung dieser Vorschrift wird streng überwacht. Es treten aber immer in geringer Zahl Fälle ein, wo das Arbeitsbuch bei Arbeitsantritt noch nicht vorgelegt werden kann. Dazu sei folgendes bemerkt: Das Arbeitsbuch stellt keine Arbeitserlaubnis dar. Die Einrichtung des Arbeitsbuches darf die Wirtschaftstätigkeit nicht hemmen, sondern soll rm Gegenteil zu einer allgemeinen Leistungssteigerung beitragen. Daraus ergibt sich, daß in der Einführungszeit keinesfalls Entlassungen herbeigeführt oder Einstellungen von Arbeitskräften deshalb verzögert werden dürfen, weil das Arbeitsbuch noch nicht ausgestellt ist. Wem sich Arbeitsgelegenheit bietet, soll sie so schnell wie möglich wahrnehmen. Das ist selbstverständliches Gebot für jedermann und notwendig zur weiteren Gesundung unserer Volkswirtschaft. Das Arbeitsbuch muß aber, wenn der Arbeitsbuchantrag ausnahmsweise noch nicht gestellt ist, sofort beantragt werden. Das Arbeitsamt kann erforderlichenfalls eine Ersatzkarte ausstellen, die vorläufig an die Stelle des Arbeitsbuches tritt. Derjenige, der sich nicht rechtzeitig um die Erlangung des Arbeitsbuches bemüht hat, wird bestraft. Gießener Wochenmarktpreise. * Gießen, 25. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, Yi kg 1,55 Mark, Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse A 13, Klasse B 12, ungezeichnete 10, ausländische 12, Wirsing, kg 8 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 7 bis 12, gelbe Ruben 5 bis 10, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15. bis 20, Römischkohl 8, Bohnen, grün 10 bis 20, gelb 10 bis 20, Unterkohlrabi 8 bis 10, Erbsen 20 bis 30, Tomaten 20 bis 30, Zwiebeln 8 bis 10, Pilze 25 bis 30, Kartoffeln, neue, % kg 5 Pf-, 5 kg 45 Pf-, Zärtlichkeit mit diesem so wenig Stadtkind machte ihr das Herz warm. zu seinen Arbeitern sprechen. Den Schaffenden können in ihren Pausen und oft nach Feierabend Unterhaltung und Kultur geboten werden Die technischen Voraussetzungen sind für den Gemeinschaftsempfang durch den DAF.-Empfänger 1011 gelöst, der mit seinem Lautsprecher oder dem Rundstrahler AFR 354 ein Standardwerk deutscher Wertarbeit darstellt. Jetzt muß die Parole restlos Wirklichkeit werden: In jedem Betrieb ein DAF. -Empfänger! 50 kg 3,80 bis 4,50 Mark, Frühäpfel, % kg 10 bis 40 Pf., Falläpfel 5 bis 8, Birnen 10 bis 25, Zwetschen 15 bis 20, Mirabellen 20 bis 30, Renekloden 20 bis 25, Pfirsiche 55 bis 65, Brombeeren 30 bis 35, Preiselbeeren 30 bis 40 Pf., junge Hahne 1 bis 1,10 Mark, Suppenhühner 80 bis 90 Pf., Blumenkohl, das Stück 10 bis 50 Pf., Salat 5 bis 10, Salatgurken 5 bis 25, Einmachgurken 1 bis 3, Endivien 8 bis 15, Oberkohlrabi 4 bis 8, Rettich 5 bis 10, Sellerie 20 bis 25, Radieschen, das Bündel 10 Pf. werden zu uns sprechen. Zu diesem Tag Hal jeder Jugendgenosse zu er- cheinen. Sämtliche Sportveranstaltungen der Ium- uni) Sportvereine diesem Tage aus. Unbekannte Fracht Roman von Zrani Z.vraun. besitzt drei Schuhläden in Moabit. Er und seine Frau sind tags in den Geschäften. Ich glaube, du hast es ganz gut in dem haushalt. Jedenfalls wird dir nicht viel dareingeredet werden." Sie schwieg. Ihr war nicht gut zumute. Man hatte sie auf die Straße gesetzt. Das hebt nicht gerade das Selbstgefühl. Fred Lorenzen blieb jetzt gleichfalls still. Er war noch bei der Zweizimmerwohnung und seiner festen Anstellung. Er sah sich mit Antje einziehen. Er hörte sich reden: Dies ist die Speisekammer, Antje; ich habe gleich etliche Konserven heraufschaffen lassen; man hat dann etwas im Hause. Sie sah ihn lächelnd nicken und den Kopf zu ihr neigen. „Was ist?" fragte sie, in der Meinung, einen Gesprächsteil überhört zu haben. Er fand sich in die Wirklichkeit zurück. „Sonderbar ..." „Was denn, Fred?" Sie sah ihn prüfend an. „Ach nichts. Weißt du. Antje, ich habe sehr oft ein Gefühl des Außenstehens und Betrachtens zu meinen Taten und Worten. Ja, sogar meine, Gedanken kommen mir bisweilen vor, als ob sie in mir gedacht würden, verstehst du, wie wenn das Gehirn selbständig geworden wäre." Er lachte sie jungenhaft an. „Das ist unter Umständen noch nachzuempfinden, nicht wahr? Sogar vorstellbar. Aber die beklemmende Frage erhebt sich: wer oder was in mir, welcher Jchteil hört diesem Gehirn und seinem Denken zu?" Antje erschrak. Was war mit Fred? So hatte er schäft erwächst. Der Seniorchef, Kommerzienrat Adolf und seine Mitarbeiter von der Spitze des B^ bis zum letzten Glied der Gefolgschaft können bei der Feier des 125jährigen Bestehens mit Genugtuung die Tatsache feststellen, daß das Wirken ihrer Vorgänger im Betriebe und ihre eigene Arbeit einem Unternehmen galt und fortlaufend gewidmet isi, das nicht nur für Hunderte von Familien in der engeren Heimat zur ausschließlichen oder doch sehr wesentlichen Grundlage ihrer Existenz wurde, sondern das auch durch seine Auswirkungen in den Bereich der öffentlichen Interessen ein starker Faktor für die Allgemeinheit der Stadt Gießen und ihrer Umgebung geworden ist. Alle schaffenden Menschen dieses Betriebes und mit ihnen die Gesamtheit unserer Volksgenossen im Arbeitsbereich des Unternehmens werden sich bei dieser Betriebsfeier in dem Wunsche vereinigen, daß den Zigarrenfabriken Joh. Balth. Noll auch für die Zukunft eine glückliche Weiterentwicklung ..... ' ' >ge zum Besten ihrer Betriebsange- Wohle der Allgemeinheit. Tageskalender für Dienstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Inkognito". Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): „Die Gräfin Monte Cristo." Gerneinschastsempfang und DAF.-Empfänger. Rücksicht genommen wird auf die aus der landwirtschaftlichen Arbeit sich ergebenden Notwendigkeiten, so daß die Bevölkerung auch nach dieser Richtung hin ihre versorgungswirtschaftlichen Jnter- e sen gewahrt sieht und sich auch dadurch wiederum rein menschlich mit dem industriellen Betrieb verbunden weiß. Auf dieser Grundlage ist denn auch bei Joh. Balth. Noll eine Gemeinschaft zwischen dem Unternehmen und seiner Gefolgschaft entstanden, die in zahlreichen Fällen soweit reicht, daß viele Fann- lien schon von Vaters Zeiten her zum Teil alle Glieder in der Zigarrenfabrik arbeiten sehen und ebenso die neuerstehende Generation auf den gleichen Weg des Erwerbs neben der landwirtschaftlichen Betätigung hingewiesen wird. Die Gemeinden als solche sind über diese Derdienstmoglichkeiten erfreut, weil daraus ein erheblicher Beitrag auch für das wirtschaftliche Gedeihen der Dorfgemeiner den Uebergang ihres Denkens — zum Glück — nicht erfaßte. Sie schüttelte den Kopf. „Ich bin kein starker Esser", sagte sie. „Dann willst du also für mich hungern!" Ihre Hände drückten sich zärtlicher. „Wir werden sehen", meinte sie. Der Wagen hielt. „Sie hatten doch Alt-Moabit gesagt, Frollein?" — „Ja, gewiß, es ist richtig." Sie stiegen aus. Fred Lorenzen bezahlte, er war rascher beim Geld als Antje und drängte sie leicht zurück. „Ein bißchen spät erkundigen Sie sich, alter Freund." — „Na, mir war schon, als ob es richtig wäre." Dann trug er Antje den Schließkorb in das Haus, setzte ihn vor die Tür, die das Schild P. Billing trug, und verabschiedete sich rasch. Antje drückte den Klingelknopf. Es war Vormittag. Frau Grete Billing war im Hause geblieben, um das neue Mädchen zu empfangen. Sie öffnete und ließ Antje ein. „Nun, da sind Sie ja." Aus einem Hinterzimmer krähte eine dünne, aber um so lautere Kinderstimme: „Wann kommt denn nun die neue Lotti, Mama?" Frau Grete lachte Antje an. „Mein Sohn", sagte sie. „Unser voriges Mädchen hieß Lotti." Das Lächeln machte sie hübsch. Vielleicht war es auch der Mutterstolz. Ihr einaekniffener Mund entfaltete sich ein wenig. Ihre Augen bekamen einen lichteren Schein. „Wenn Sie sich in Ihrem Zimmer eingerichtet haben, kommen Sie in die Küche, nicht wahr?" Sie ging davon. Der Sohn wünschte sie. Frau Grete Billing war im siebenten Jahr verheiratet. Mit einem guten Mann, wie sie gern erklärte. Seit fünf Jahren war der Junge Hellmuth da. Seit drei Jahren leider auch der Großvater Leopold, ihres Mannes Vater, von Wien gekommen aus undurchsichtigen Gründen mit nichts als dem Titel Hofrat. Die Wohnung hatte solcherart allein vier Schlafzimmer. Der Hofrat, der Junge Hellmuth, das Ehepaar und das Mädchen. Dazu kam ein Speisezimmer und eine Art Bibliothek- oder Herrenzimmer, in dem man sich abends gemeinsam aufhielt. Den Schreibtisch in diesem Raum benutzte Paul Billing nie; er erledigte feine Arbeiten im Büro. Der Hofrat — er war nun bald an die siebzig Jahre, aber äußerst munter und rüstig — schrieb seine tritt des Musikzuges der SA.-Reiterstandarte 49 die Sturmabordnungen zu einem M a r s ch d u r ch Gießen durch folgende Straßen ab: Trieb, Kai- serallee, Ludwigsplatz, Gartenstraße, Hindenburg- wall, Seltersweg, Kreuzplatz, Sonnenstratze, Kanzleiberg, Brandplatz. Hier finbet der V o rbei- marsch vor Obergruppenführer Litzmann statt. Der Rückmarsch nach dem Vorbeimarsch erfolgt durch: Landgraf-Philipp-Platz, Landgrafenstraße, Hitlerwall, Moltkestraße, Schlageterftrabe, Wolfstraße, Fröbelstraße, Georg-Philipp-Gail- Straße, Kaiserallee zum Trieb. Hier angekommen, schlagen die Sturme F e i o - stall, worauf Reiter und Mrd unter den Klängen des Musikzuges der SA.-Relterstandarte 147 verpflegt werden. Um 15.30 Uhr wird der Feldstall abgebrochen, um 16 Uhr rücken die Sturme in ihre Heimatorte ab. , .. __ ,,, Am Vorabend findet im Caf6 ßeib um 20 Uqr ein Konzert der vereinigten Mufikzüge der ö21.» Reiterstanoarten 49 und 147 statt. Aus der Provinzialhauptstadt. Oer schwarze Mann. Wenn man ihn sieht, soll man sich beglückwünschen. Ob es fahrlässig ist, das nicht zu tun, läßt sich mit Sicherheit nicht sagen. Auf alle Fälle schadet es ja nichts, wenn man es tut, und außerdem ist es entschieden besser, man hat es mit dem Schornsteinfeger, als mit einer schwarzen Katze zu tun. Denn schwarze Katzen auf dem Wege sind keineswegs beliebt. Obwohl sie es hinsichtlich der Schwärze mit einem Schornsteinfeger schon aufnehmen und auch fouft ganz possierlich wirken. Aber der Volks- braucy hat es nun mal mit dem schwarzen Mann, womit die Sache ohne weiteres entschieden ist. Sehr häufig kriegt man ihn allerdings nicht zu Gesicht. Man muß eben Glück haben, und wenn das der Fall ist, erweist es sich, daß der Schvrn- steinfeger zwar sehr munter, aber auch sehr eilig seines Weges zieht. Im Getriebe der lärmerfüllten Stadt haben wir es ja alle eilig, und die Romantik, die sich Jim den Beruf des schwarzen Mannes rankt, entbindet ihn nicht von der Notwendigkeit, feine Tätigkeit und fein Arbeitstempo dem allgemein gültigen Zeitmaß anzupafsen. Vom Straßenbord aus gesehen, nimmt es sich ganz lustig aus, wenn der Schornsteinfeger auf der Dachkante eines hohen Hauses entlangläuft und seine „Sonne", den runden Besen mit Strick und Kugel, handhabt. Oben ist die Sache allerdings weniger vergnüglich. Schwindelgefühle darf der schwarze Mann keineswegs haben und außerdem muß seine Gesundheit sv beschaffen fein, daß sie den Einwirkungen der Witterung und den Gefahren der Zugluft trotzt. Dabei muß er die Kunst des Balanc^rens beherrschen und überhaupt ein Mann sein, den nicht so leicht etwas aus der Fassung bringt. Die Arbeitsgebiete des Schornsteinfegers sind streng geregelt, und wenn sich schon ein Beruf feine ständische Eigenart und seine Uebertieferungen bewahrt hat, bann ist es hier der Fall. Es herrscht eine Ordnung bei dem schwarzen Mann und seinen Kameraden, wie sie selten anzutreffen ist. Allerdings hat das auch seinen Grund, denn der Schornsteinfeger ist in hohem Maße Diener der Allgemeinheit und seine Aufgabe spielt' in der Sorge um die öffentliche Sicherheit keine geringe Rolle. Paßt der Schornsteinfeger nicht auf, so muß es der Feuerwehrmann tun, und besser ist es zweisellos, wenn der Feuerwehrmann nicht erst auf der Bildfläche zu erscheinen braucht. Jedenfalls verdient der Schornsteinfeger die ihm allgemein entgegengebrachte Sympathie. Wenn er NSG. Der Rundfunk war es nickt zuletzt, der dazu beitrug, aus dem zersplitterten deutschen Volk durch das Wort des Führers über den Aether wieder eine Nation zu formen, die, wenn der Führer ruft, geschloffen antritt. Durch diese Erkenntnis angeregt, entstand die Parole: Rundfunk in jedes Haus! Der Volksempfänger kam. Die Hörerzahl wuchs um Millionen. Jetzt heißt die Parole: Rundfunk in jedem Betrieb! Diese Parole ist nicht jung. Schon nach den denkwürdigen Wahlen am 10. November 1933 wurde diese Frage akut. Als der Führer am 10. November 1933 zu seinen Arbeitern sprach, aus einem Werk zu allen Werkmännern in den Werken, erkannte man mit einem Schlage das große Problem. Damals rollte der ganze Vorgang unter schwierigen Verhältnissen und technischen Unvollkommenheiten ab. Der deutsche Rundfunk war zunächst auf solche Ereignisse technisch nicht vorbereitet. Aus einer Einrichtung, die mehr der Unterhaltung und Bildung diente, war ein Staatsinstrument geworden, war die Verbindung zwischen Führer und Volk entstanden. Das bezeugte schon der 1. Mai 1933 und vor dem der 30. Januar. Mit deutscher Gründlichkeit und Hingabe ging man daran, die technischen Mittel für den Gemeinschaftsempfang zu schaffen. Und der deutschen Industrie gelang es, auf Anregung und in Verbindung mit der Deutschen Arbeitsfront ein Gerät zu schaffen, das den Anforderungen des Gemeinschaftsempfanges gerecht wurde. Dabei wurde die Störungsanfälligkeit in den Betrieben besonders berücksichtigt und einwandfrei gelöst. Auf der großen Rundfunkausstellung 1935 in Berlin begann der D A F. -Empfänger 1011 feinen Weg in die Betriebe und in die Öffentlichkeit überhaupt. Viele Betriebe hatten sich inzwischen gute Empfangsanlagen geschaffen, doch wurde das neue Gerät fast überall bevorzugt und manche alte Anlage mußte der neuen des DAF.-Empfängers 1011 weichen. Mit dem DAF.-Empfänger ist es nun möglich, den Gemeinschaftsempfang einwandfrei durchzuführen. Das Sprachrohr in den Betrieben ist damit geschaffen. Der Führer kann jetzt jederzeit dadurch ** Die Planierung des Triebs. Seit etwa drei Monaten sind auf dem Trieb, auf dem Platz unmittelbar an der Volkshalle, Planierungs- arbeiten im Gange, die in der Hauptsache nahezu abgeschlossen sind. Der große Platz, dem später auch einmal der Sportplatz der SpielvereinAung 1900 eingefügt werden soll, hat, was seine Höhen- läge betrifft, eine einheitliche Gestaltung erfahren und wird in Zukunft geschlossener wirken, als es bisher der Fall war. Gegenwärtig ist man damit beschäftigt, an der Längsseite der Dolkshalle eine efte Straße zu bauen, die unmittelbar vor der Liebigshöhe vorbei bis zum Waldende des Philo- ophenwaldes fortgesetzt werden soll. Das umfangreiche Erdreich, das durch die Tieferlegung des Platzes an der Volkshalle gewonnen wurde, fand in erster Linie Verwendung für die Aufschüttung der Schlageterstraße. ** Seinen schweren Verletzungen erlegen. Der 63 Jahre alte Landwirt Ludwig Ernst Kaiser aus Burkhards (Kreis Schotten), der vor einigen Tagen in seinem Heimatorte von einem Erntewagen gestürzt war und mit schweren inneren Verletzungen nach Gießen in die Chirurgische Klinik gebracht werden mußte, ist gestern hier an den Folgen der Verletzungen gestorben. Eportamt „Kraft durch Freude^. Heute folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen. Von 20.30 bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Schwimmen, Anfänger und Fortgeschrittene. Von 20 bis 21 Uhr, Frauen und Männer, Volksbad. Von 21 bis 22 Uhr, nur für Frauen, Volksbad. (Neuanmeldungen werden angenommen.) Reiten. Von 21 bis 22 Uhr, Univerfitäts-A-Ü- institut, Brandplatz. kindergymnastlk! Für den in der nächsten Woche wieder beginnenden Kursus für Kindergymnastik werden noch N e u- anmeldungen auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, angenommen. Aller Poraussicht nach läuft der Kursus Dienstags von 17.30 bis 18.30 Uhr. Die Kosten betragen 20 Pfennig für die Uebungsftunde. Familientag des Lucius'schen Familienverbandes. Arn 15./16. August fand in Jugenheim (Rheinhessen) der 18. F a m i l i e n t a g des im Jahre 1896 gegründeten Luciusschen Familienverbandes unter Teilnahme von nahezu 70 Mitgliedern aus fast allen Zweigen dieser großen Familie hessischen Ursprungs statt. Der , Verband umfaßt alle Nachkommen des Pfarrers Am kommenden Sonntag, 30. August, finbet in Gießen auf dem Trieb vormittags 10 Uhr die Weihe der Fahnen der 12 Stürme der S A.-Re it er stand arte 14 7 statt. Der Tag wird eingeleitet mit einem Weck e n durch den berittenen Musikzug der SA.-Reiter- standarte 49. Um 10 Uhr nehmen die zum großen Teil berittenen Abordnungen der SA.-Reiter- türme Paradeaufstellung auf dem -trieb Zu dem Weiheakt stellt die Standarte 116 einen Ehrenfturm mit Standarte und Fahnenabordnung. An der Feier nehmen u. a. teil; der Reichsinspekteur für das Reit- und Fahrwesen, Obergruppenführer Litzmann-Berlin, der Führer der SA.-Gruppe Hessen, Gruppenführer Beckerle, Brigadeführer Schmidt und Gruppenreiterfuhrer Standartenführer Wehner. Die Fahnenweihe wid durch Gruppenführer Beckerle vorge- nommen. ... , m Nach Beendigung der Feier rucken unter Doran- mit seinem Schultereisen und dem Rußsack durch die Straßen wandert, stößt er überall auf vergnügliche Blicke, und die bekannte Frage: „Wer ürchtet sich norm schwarzen Mann?" hat wirklich nur für die ganz Kleinen ihren fatalen Klang. Vom Zehnjährigen an aufwärts gibt es nur noch eine einzige Meinung: Er ist ein Glücksbringer, der Schornsteinfeger! H. W. Sch. Dornotizen. An der Ecke wartete Fred Lorenzen. Er trug ihr den Koffer, dies mäßig schwere Weidengeflecht, zum nächsten Autostand. „Ich sollte besser nicht im Auto bei der neuen Herrschaft vorfahren, Fred!" Sie hatte Bedenken, ihr eigenes Geld auszugeben. „Alle anderen Fuhren sind teurer, Antje", loa er. „Steige ein. Wir fahren kaum zehn Minuten. Fred Lorenzen hielt ihre Hand in der feinen, er liebte dieses Mädchen. Es hatte sich gezeigt, daß es sich nicht um eine vorübergehende Neigung gehandelt hatte. Er war ein bißchen ratlos, was werden sollte. Er besaß nichts, konnte kaum genug verdienen, um selber existieren zu können. Antje mußte in Stellung gehen. Er war nicht der Meinung, daß Arbeit einen Menschen herabsetze; aber er hatte den natürlichen Wunsch, Antje nickt auf die Dauer für fremde Leute Arbeit tun lassen zu müssen. Er gedachte sie zu heiraten. Eine Frau gehörte in ein eigenes Heim. Sie würde wohl einwilligen. Aber noch fehlte es an vielem. Deshalb hatte er ihr von feinem Plan bisher kaum gesprochen. Aber die Graphischen Werke AG., der Direktor Möller und der Prokurist hatten ihm Hoffnungen auf eine feste Anstellung gemacht. Es war nichts mit sogenanntem freien Beruf. Man hing in der Lust. Er hielt ihre Hand. Wie rauh diese Finger waren. Er träumte von einer kleinen weißen Küche, gerade für die Bedürfnisse von zwei Menschen reichend. Dort sollte Antje sich erholen. Zwei Zimmer und die Küche. Er hatte ein zartes Lächeln um den Mund. Da würden die geliebten Hände wieder weich und schön werden. Er war ein Künstler. Er liebte Antje. Wie schade, daß er die Unschönheit ihrer Hände überhaupt bemerken mußte. „Dieser Paul Billing", hob er an und sprach etwas anderes, als er eben noch gedacht hatte, „ist zumindest wohlhabend. Ich habe mich erkundigt. Er immer noch beträchtliche Privatkorrespondenz an diesem Tisch; ebenso hielt es Frau Grete. Den Bücherschrank, vollgestopft mit Gedrucktem aller nur denkbaren Art, öffnete keiner. Die Romane kannten sie alle. Eher schon fand einmal abends das Grammophon Anklang, und es wurden ein paar Tanzplatten aufgelegt. Aber da nie eine Auffrischung des Repertoirs erfolgte, fiel auch dieser musikalische Teil meist aus. Radio hielten sie nicht. Es machte Herrn Billing angeblich nervös. So blieben die Zeitungen. Abends lasen sie — alle drei Erwachsenen — Zeitungen. Jeder sein Leibblatt. Eine Unterbrechung erfuhren diese gemütlichen Abende Mittwochs vierzehntägig, wo Herr und Frau Billing in der Staatsoper abonniert waren. Sie konnten beide kaum als musikalisch gelten, aber eine Loge in der Oper hatte Frau Grete aewünscht, und Paul Billing war aus Prestigegründen nicht ungern einverstanden gewesen. Bereits am zweiten Tage hatte Frau Grete begriffen, daß sie in dieser Antje Oelkens ein tüchtiges, verläßliches Mädchen bekommen hatte. Sie verzichtete daher auf ein weiteres Anlernen, ein dumpfes Gefühl flüsterte ihr zu, daß von ihr sowieso nicht viel zu lernen sei, was den Haushalt anbetraf. Sie war eigentlich stets im Geschäft gewesen, vor der Ehe, während der Ehe. Antje würde ja merken, wie der Haushalt lief. Frau Grete erklärte ihrem Gatten, morgen könne sie wieder mit ins Geschäft fahren. „Das ist schön", sagte Paul Billing. Er lag rt einem Sessel des Herrenzimmers. Seit er an Die Vierzig kam, setzte er Fett an und liebte es, nach Dem Essen eine Stunde zu ruhen. Dies war Dt* Stunde nach dem Essen. Frau Grete und Antje hatten gemeinsam gekocht. Kalbskoteletten mit Leipzigs Allerlei; hinterher einen Grießpuddig mit Himbeersaft, in den Großvater Hofrat und Hellmuth ganz besonders Bresche geschlagen hatten. Morgen wurD Antje allein kochen. Der Junge kam für ein paar Vormittagsstunden in einen Kindergarten. Anil würde Zeit haben, sich der Wohnung und dann dem Essen zu widmen. , „ „ , „Vergiß nicht, ihr Geld dazulassen", nahm Herr Billing seinen Gedankengang wieder auf, „aoer laß dir die Rechnungen zeigen. Zumindest in Der ersten Zeit. , , (Fortsetzung folgt!) letzungentl, oirt Ludwig Tm schollen), der doi itorte von einen : schweren inneren Chirurgische Riinil lern hier an tei in. ih $reui>t'. und Soielt, 45 Uhr, LWM, und Forize. U)r, ssrauen uni 22 11fr, nut fe gen werben ci- WTi\xA^üü.fc-r' i wieder btM> werden nod)^* chästsstelle. •r Doraussich! >n 17.30 biiB Pfennig ft » !g ienverband^ in sugenfti- amilien ta|* uciusschenS' Teilnahme g allen ZwE «5» 1 ®“»Ws Ui "littet. Jf «Leeren 80 bis go »>. ? Jf-» Salat J ''^achgurken i 'hlrabl 4 bis» Lieschen, by Ä *?uf dem öe- Planierungi. ^uptfadje nahezu dem fpotP vplelvereingM leine fäi Haltung erfahren r wirken, als ee fl ist man banr ^olkshalle eine uttelbar vor der dende des Phil» oll. Das umfan.-i Tieferlegung du men wurde, fot die Aufschüttung «UM.®-»1, gedrucktem °uer S t SHomane;!» ü«i **; -*äS äsen sie *b |e >n W 9 irf h-ü- Sk°^Ä W gie< en Kl°-, ÄÄ !° Hilf' K-' tis-, "gen b»V Oberheffen 3n zur richtigen Zeit angelegt wähl den Boden- und Kl 'limaverhältnissen gut an- seine Baumanlage als wirkliche gepaßt ist, kann Musterpflanzung angesprochen werden. Den Obst- freunden wurde der Apfelblütenstecher und der Die Regelung des Lohndruschwesens Ler ner ernannt. Aus aller Welt 1 So PALM OLIVE, die SEIFE, die Uvie T&uct xahi - des Gauheimstättenamtes der NSDAP in der üblichen Weise verlief. Die neu bau fertiggestellten Siedlungshäuser, die einfachen Eindruck werden. statt, die im Roh- in ihrer schmucken bezogen Einbrecher in Kesselbach gefaßt. Die Täler aus dem kreise Alsfeld? • Kesselbach (Kreis Gießen,), 24. Aug Landkreis Gießen. Har, 24. Aug. Dos am vorigen Sonn- 324 3 Stück 904 kommt alle zum Bann- und Jungbannfportfeff am 30. August in Gießen! richtungen zur Winterfütterung in der richtigen Weise getätigt wird, Kleb- und Jnsektenfanggürtel ' st werden, und die Sorten- und gediegenen Weise einen machen, werden im Herbst land — Unaarn 114:614, Oesterreich — Estland 4 : 4, Holland — Norwegen 5 : 3, Frankreich gegen Bulgarien 514 : 214, Jugoslawien — Schweden 5/2:2^. Bon brennendem Oel verbrannt. In Bernkastel-Kues entstand in einer Autoreparaturwerkstätte beim Anlassen des Motors eines über der Montagegrube stehenden Autos ein Brand. Während die Flammen am Wagen mit einem Handfeuerlöscher gelöscht werden konnten, brannte das in der Montagegrube in einer Wanne aufgefangene Oel weiter. Der 24jährige Matthias Rapedius, der zufällig in der Autohalle war, wollte dem Monteur helfen, die Wanne mit dem brennenden Oel w e g - zutragen. Er stieß jedoch an, so daß sich die brennende Flüssigkeit über die beiden Männer ergoß. Der Monteur wälzte sich geistesgegenwärtig auf dem Boden und erstickte dadurch die Aammen. Rapedius aber lief brennend fort. Im Maschinenraum warf ihn dann ein Arbeiter zu Boden, wälzte ihn hin und her und erstickte die Flammen schließlich mit einem Sack. Die Kleider waren dem Unglücklichen am Körper verbrannt. Den schweren Wunden ist Rapedius erlegen. Drei Todesopfer eines Unfalles bei Dresden. Unweit des Ortsteils Dresden-Weißia streifte ein Personenkraftwagen bei scharfer Ueberholung einen in gleicher Richtung fahrenden Kraftomnibus. Der Perionenwagen kippte um und die 4 Insassen wurden aus dem Wagen geschleudert. Der Fahrer war sofort tot. Der Mitfahrer und dessen 17jährige Tochter verstarben nach der Einlieferung ins Krankenhaus. Apfelwickler aus den Schlupfwinkeln hervorgeholt und Mittel und Wege zu ihrer Unschädlichmachung gezeigt. Auch mit den pilzlichen Feinden, vor allem dem Schorf und dem Meltau, wurden die Teilnehmer bekanntgemacht und an Ort und Stelle die Anfälligkeit einzelner Sorten aufgezeigt. Obwohl die Witterung für diese Feinde günstig ist, ist der Befall nicht besonders stark. Durch reges Fragestellen aus der Versammlung wurde das Interesse auf den verschiedensten Gebieten des Obstbaues wachgerufen, so daß der Erfolg solcher praktischer Demonstrationen nicht ausbleiben wird. Zum Schlüsse gab der Dereinsobmann noch bekannt, daß für diesen Herbst eine Ob st sch au geplant sei, wofür bereits jetzt die Vorbereitungen getroffen werden müssen. Mit dem Bezirks--Obstbau- verband und der zuständigen Obstbauinspektion Friedberg-Gießen seien die entsprechende Verhandlungen schon ausgenommen. Weiterhin wurde noch empfohlen, die vereinseigenen Apparate, vor allem den Fruchtsaftbereiter und den Süßmostborn, eifrig zu benützen. Siedlungs-Richtfest in Alsfeld. L W kAb^ ■ ^*> ;*Ä. <& Bahnwärterhaus im Blumenschmuck ihr Ende. Große Erfolge der heimischen Leichtathleten in Diez Spielvereinigung 1900 Gießen. wieder eine Hier wuchs der Gießener Patenwein! Ägendsußball-Vlitzturmer der Spielvereinigung 1900 auf des um die vier ersten Plätze ausgetragen wurden. Alle Mannschaften gaben nun noch einmal alles aus sich heraus, und es waren zwei schöne Kämpfe, die man zu sehen bekam. . Es ergab sich dann folgendes Bild: Erster Sieger wurde Sportverein 05 Wetzlar, zweiter Sieger wurde Sportfreunde Wetzlar, dritter Sieger wurde Tuspo. Butzbach, und vierter Sieger wurde 1900 Gießen. Mit diesen Ergebnissen fanden die Spiele Das Rennen um den Großen Preis der Schweiz wurde zu einem Triumph der Auto-Union, deren Wagen die drei ersten Plätze besetzten. Sieger war Bernd Rosemeyer, den unser Bild noch an zweiter Stelle vor dem Felde zeigt. — (Presse-Bild-Zentrale-M.) werden die allzu hohen Reisekosten, die der Verein nicht mehr tragen kann, angegeben. Der Ausfall von Gießen 1900 wird nicht aufgefüllt, es werden also folgende neun Vereine um die Meisterschaft Les Gaues XII (Hessen) in der Handball-Gauliga streiten: Kurhessen Kassel, Tura Kassel, Spielverein Kassel, Tuspo 86/09 Kassel, Tuspo Bettenhausen, Tv. Kirch- Am Samstagnachmittag trafen sich die Schülermannschaften der Spielvereinigung 1900 und des Turnv. 1846 zu Freundschaftsspielen. Die 1900er zeigten sich dem Gegner überlegen und siegten mit 17:0 bzw. 7:0 hoch. Die dritte Jugend war Gast bei dem Lokalgegner und siegte gegen die Grünweißen überraschend. Diese Mannschaft bewies hiermit, daß sie etwas zu leisten versteht und sich vor keinem Gegner zu fürchten braucht. ter Preis aus dem Blumenschmuckwettbewerb der Reichsbahn zuerkannt. — (Aufnahme: Neuner, Gießener Anzeiger.) K u g e l st o ß e n : 1. Luh (VfB.-R.) 14,20 Meter. Ein leichter Sieg Luhs, da seine Konkurrenten nicht Klasse I. 4-mal-lOO-Meter-Staffel: 1. VfB.-R. Gießen 45,3 Sek., 2. VfL. Siegburg 45,6 Sek., 3. Tusp. Andernach 46 Sek. VfB.-R. lief mit Huppert, Luh, Kley und Möll. Keiner gab Boden her. vereine aufweisen konnten. Es ist deshalb erfreulich, daß sich die Leichtathleten der Spielvereinigung 1900, die leider auf zwei ihrer besten Mittelstreckler, nämlich Bepperling und Peters, verzichten mußten, so hervorragend schlugen und von allen Vereinen am erfolgreichsten kämpften. Sie errangen 4 erste, 4 zweite und 1 dritten Sieg. Nachstehend die einzelnen Ergebnisse, in denen die 1900er einen der drei ersten Plätze belegten: 100-Meter-Lauf:. 1. Jung, VfB. Diez, 11 Sek.; 2. Bruns, Andernach, 11,2; 3. Müller, 1900 Gießen, 11,3 Sek. Müller, der durch sein Studium längere Zeit aussetzen mußte, zeigte sich m Ueberall an den Bahnstrecken unserer engeren Heimat sind die Bahnwärter und ihre Frauen bemüht, der häufig herrschenden Nüchternheit und Sachlichkeit der Technik an den Strecken etwas Freundlicheres, Heimeligeres entgegenzusetzen. Was wäre hier geeigneter als die Farbenpracht der Blume, die rasch und willig wächst, wenn man ihr nur ein wenig Pflege angedeihen läßt, die sie mit ihrer Farbenpracht dankt. Auch die Reichsbahn unterstützt auf besondere Art das Bestreben der Verschönerung der Bahnanlagen, indem sie Wettbewerbe ausschreibt und besonders schöne Schmuckanlagen mit Preisen auszeichnet. So kann man nun auf vielen Bahnhöfen besonders häufig aber an dörflichen Stationen, bei Schrankenwarterhäuschen usw. farbenprächtigen Blumenschmuck bewundern, die den Beamten alle Ehre machen. Es ist an dieser Stelle nicht möglich, diese Bemühungen um die Verschönerung unserer heimischen Bahnanlagen im Einzelnen zu würdigen. Es sei hier nur ein Beispiel erwähnt und im Bilde gezeigt: das Schrankenwärter-Häuschen an der Strecke Gießen—Gelnh ausen zwischen den Stationen Erdkauterweg und Schiffenberg. Das Häuschen ist von Schrankenwärter B ü ch l e r und feiner Frau mit einem förmlichen Blumenmeer umgeben, in eine leuchtende Pracht gehüllt worden, die jedem, der des Weges geht, für Minuten der Bewunderung festhält. Auch dem Reisenden, der im Zuge schnell an diesem sonst so stillen Winkel vorbeifährt, wird auffallen, daß man hier mit besonderer Liebe und Sorgfalt an der Arbeit war. Herrn Büchler wurde schon einmal für die Ausschmückung seiner Dienststelle ein zwei- bauna, Kurhessen Marburg, Tv. Wetzlar und Jahn Gensungen. Vorläufiges Wertungsergebnis bei der 17. Bhön. Es fehlte zwar am 9. Wettbewerbstag der „17. Rhön" nicht an regem Start- und Flugbetrieb, wobei sogar 53 Starts durchgesührt wurden, aber trotz allem Bemühen und dauernder Versuche der Wettbewerbsteilnehmer konnten weder besondere Höhen- noch Streckensegelflugleistungen erzielt wer- den. Die Wettbewerbsleitung gab ein vorläufiges Wertungsergebnis für die ersten acht Wettbewerbstage bekannt, das besonders in bezug auf die Wertungsfolge der Landesgruppen, die ja die eigentlichen Wettbewerber find, interessant ist. Den ersten Platz nimmt die Landesgruppe Stuttgart mit 372,48 Punkten ein, dann folgen die Gruppe Lufthansa mit 361,11 Punkten, Landesgruppe Breslau mit 355,3 Punkten, Landesgruppe München mit 240,25 Punkten und Landesgruppe Dresden mit 221,3 Punkten. In den Einzelleistungen führt nunmehrSpaethe- Chemnitz mit 643,86 Punkten, Zweiter ist Helm, Gruppe Lufthansa, Dritter Steinig- Breslau, Vierter Hanna Reit sch, Fünfter Kraft-Horn- berg und Sechster Blech- Breslau. Diese Wertung hat allerdings nur vorläufigen Charakter, da sie sich durch besondere Einzelleistungen im Laufe des weiteren Wettbewerbs noch wesentlich verschieben kann. Der Dank des Aeichssportführers. Der Reichssportführer von Tschammer und Osten hat mit nachfolgendem Schreiben allen denen, die ihn zu dem großen Erfolg der XI. Olympischen Spiele beglückwünscht haben, seinen Dank ausgesprochen. „Anläßlich der Olympischen Spiele und der Siege der deutschen Olympiamannschaft ist mir aus Kreisen des In- und Auslandes eine Fülle von Glückwunschschreiben übermittelt worden. Da es mir nicht möglich ist, jedem einzelnen zu danken, tue ich es auf diesem Wege auf das herzlichste. Zugleich gebe ich die Glückwünsche weiter an die aktiven Mitglieder der deutschen Nationalmannschaft, an meine Mitarbeiter sowie an alle, die im stillen am Gelingen des herrlichen Festes der Olympischen Spiele mitgewirkt haben. v. Tschammer und Osten, Reichssportführer." Spielvereinigung 1900 Gießen nicht mehr Handball-Gauliga. Die Spielvereinigung 1900 Gießen scheidet eigenen Wunsch aus der Handball-Gauliga Gaues Hessen aus. Als Grund dieser Maßnahme guter Form. 3000-Meter-Lauf: 1. Kleemann, 1900 Gießen, 9.29 Min.; 2. Schwertel, Limburg, 9.35,1; 3. Reusch, Stollwerk Köln, 9.46 Min. In diesem Lauf überraschte Kleemann durch ein taktisch kluges Rennen, das um so höher zu bewerten ist, als Kleemann erst am Anfang seiner sportlichen Laufbahn steht und bisher nur 800 Meter und 1500 Meter gelaufen ist. 110 Meter Hürden: 1. Herrmann, 1900 Gießen, 16,8 Sek.; 2. Fritzen, Siegburg, 19,9; 3. Bruns, Andernach, 22,5 Sekunden. Hier fiel vor allem die für die ungünstigen Bahnverhältnisse gute Zeit auf, die Herrmann im Endlauf erzielen konnte. Hochsprung: 1. Klein, Neuwied, 1,82 Meter; 2. Rudolf, 1900 Gießen, 1,80 Meter; 3. Fritzen, Siegburg, 1,70 Meter. In diesem Kampfe wuchs Rudolf über sich hinaus und stellte mit der hervorragenden Höhe von 1,80 eine neue Vereinsbestleistung auf. Beachtenswert war feine auffallend sichere Sprungart, mit der er jeweils beim ersten Versuch die geforderte Höhe überwältigte. W e i t f p r u n g : 1. Döpfen, Stollwerk Köln, 6,68 Meter; 2. Rudolf, 1900 Gießen, 6,45 Meter; 3. Wambach, Köln, 6,32 Meter. Auch beim Weitspringen stellte er seine Springerklasse unter Beweis. Dreisprung: 1. Möll, VfBR. Gießen, 12,31 Meter; 2. Jung, 1900 Gießen, 12,29 Meter; 3. Dillmann, Diez, 11,66 Meter. Stabhochspringen: 1. Jung, 1900 Gießen, 3,20 Meter; 2. Techner, Neuwied, 3 Meter; 3. Dillmann, Diez, 2,80 Meter. Durch Verletzungen gehindert, gelang es Jung nicht, an frühere Leistungen anzuknüpfen. Diskuswerfen: 1. Kilo, 1900 Gießen, 42,72 Meter; 2. Luh, VfBR. Gießen, 41,26; 3. Mauß, BfV. Bonn, 35,42 Meter. In dieser Hebung lieferten sich die beiden Gießener Rivalen einen erbitterten Kampf. Mit einer Vorkampfleiftung von 41,26 führte Luh ganz knapp vor Kilo, der es auf 40,98 brachte. In der Entscheidung gelang es jedoch dem 1900er, bei dem letzten Versuch einen technisch einwandfreien Wurf herauszubringen und damit den Sieg sicherzustellen. Kugel st ößen: 1. Mauß, BfV. Bonn, 12,93 Meter; 2. Kilo, 1900 Gießen, 12,82; 3. Schmitz, Diez, 12,10 Meter. Kilo mußte hier bei dem letzten Versuch seinem Gegner Mauß den Vortritt lassen. In der 4X100-Meter-Staffel hatten die Leute von der Spvgg. 1900 insofern Pech, als sich ihr Schlußmann Müller im Entscheidungslauf der 100 Meter einen Muskelriß zuzog. Die Staffel lief in der Aufstellung: Kilo, Rudolf, Jung und Müller. Im Vorlauf siegte sie in der guten Zeit von 45,7 Sekunden. Im Zwischenlauf lag sie beim letzten Wechsel dicht hinter dem späteren Sieger, als Müller infolge feiner Verletzung das Rennen aufgeben mußte. DfB.-Reichsbahn Gießen. In der auserlesenen Gesellschaft schlugen sich die VfB.-Reichsbahner abermals glänzend. Es wurden insgesamt 5 „Erste", 2 „Zweite" und 1 „Dritter" errungen. Hl” S»; „E'-i ei« feil"«“"1, nton«11’, 15- n«ur5«* SnlN, riiiwJL” folgte Butzbach in die Entscheidung. Wetzlar konnte in den Spielen nicht restlos befriedigen. Das in früheren Spielen gezeigte Spiel ließ die Mannschaft manchmal vermissen, und erst in den letzten zwei Spielen ging die Mannschaft aus sich heraus und holte sich noch zwei sichere Siege. An dritter Stelle folgte 1900 2. Jugend, die sich tapfer schlug. Gegen 05 Wetzlar wehrte sie sich und ließ den Gegner nur einmal zu Erfolg kommen. Gegey, Großen-Linden, die sehr mit Pech kämpften, gelang sogar ein 2:1-Sieg. Großen-Linden hätte verdient, besser abzuschneiden. Germania Marburg, der Kreismeister, konnte sich nicht durchsetzen. In der Gruppe II war VfB. Friedberg Favorit. Diese Mannschaft zeigte das schönste Spiel und konnte sich doch nicht die Spitze erkämpfen, weil der Sturm keine Tore schießen konnte. Das schönste Spiel war VfB. Friedberg gegen 1900 1. Jugend, das die Blauweißen in letzter Minute für sich entscheiden konnte. Durch diesen Sieg kamen die Blauweißen in die Entscheidung, und Friedberg schied aus. Die Ueberraschung in dieser Gruppe stellt aber die Mannschaft der Sportfteunde Wetz, lar dar, die, nur mit zehn Mann spielend, die Meisterschaft der Gruppe II an sich riß. Großen- Buseck hätte einen besseren Platz verdient. Die Spannung steigerte sich, als dann die Spiele 3ugcni>fu66of( im ; VfB.-R. 1.3ugb. — Germania Bieber L 3ugb. ltS< | ) Die 1. Jugendmannschaft der Biederer Germane« ) machte einen vorzüglichen Eindruck. Sie waren törf perlich den Gießenern überlegen und besonders int ' Sturm durchschlagkräftiger. Auch die Gießener Ju« gend spielte einen technisch schönen Fußball, ließ aber im Strafraum den nötigen Einsatz vermissen VfB.-R. 3. 3ugd. — Spvg. 1900 Gießen 3.3ugb.2:3, Die Leute vom Trieb konnten in diesem Spiels einen verdienten Sieg erringen. VfB.-R. 1. Schüler — Germania Bieber 1. Schuler. Dieses Spiel war das schönste des Sonntags. Die Gießener waren im Sturm etwas besser wie diei Gäste und siegten eindeutig. VfB.-R. 2. Schüler — Garbenteich 1. Schmer 1:4. In diesem Spiele hatten die körperlich weit un. terlegenen VfB.er einen zu schweren Gegner und damit keine Aussichten auf Spielgewmn. Trotz allen Eifers mußte sie sich geschlagen bekennen. Herrlicher Sonnenschein liegt über dem Sportplatz, auf dem sich schon seit den frühen Morgenstunden die Spiele des Blitzturniers abwickeln. Schon von Anfang an wurde erbittert aber fair um den Sieg gekämpft und spannende Spiele erfreuten die Zuschauer, die sich am Mittag zahlreich eingefunden hatten. Es gab einige Heberraschungen. So war es z. B. nicht allen Favoriten möglich, sich für die Endspiele zu placieren, andererseits setzten sich wieder Mannschaften durch, die man ursprünglich im Hintertreffen glaubte. Zehn Mannschaften waren es am Morgen, die sich zum Kampf um die Turniermeisterschaft stellten. Kurhessen Marburg und Naunheim hatten abge- sagt. Für Naunheim war es möglich, Bissenberg zu verpflichten und für Kurhessen Marburg wurde die zweite Jugend von 1900 eingesetzt. Aus diesen zehn Mannschaften ergaben sich zwei Gruppen, die nun vorerst um die Gruppenmeisterschaft kämpften. Gruppe I setzte sich zusammen aus den Mannschaften Wetzlar 05, Germania Marburg, Tuspo Butz- ' dach., GroßenWnden und 1900 II; Gruppe II aus VfB. Friedberg^Sportfreunde Wetzlar, Bissenberg, Großen-Buseck und 1900 I In der Gruppe I schob sich nach spannenden und dramatischen Kämpfen die Jugend des Sportvereins 05 Wetzlar an die Spitze. An zweiter Stelle Am Sonntag wurden in Diez a. d. Lahn die 9. nationalen Oranienkampfspiele ausgetragen, die starke Beteiligung bekannter Großstadt- veifen konnten. Es ist deshalb erfreu- jM Die : Dienstzeit ® i unter M' i und andere 1 Teil der fr : Dienstzeit^ ! Dorsichts i mus sei-Da/ i der ill Tens | sind alle Lan I (au in einen! iu einer ge° ' Frankreic i • Mig entwaf ä Einführung de - Nationen i der Moste ! Herabsetzung I die bolschew i verstärkt 1 bete also bi i mit seinen | flomakei un i anderen St I Und bei bei ! vißlands u ■ war es kla • warteten, st ! Ideologie d i revoluti ’ Regimenter Diese M den Dam wenn man wie im „l und ebenso den deutsche tigen Wege : des Willen- unsere frie Störens ’ drei Jahre Spiele wai wir mit alL Frieden Gebietsgewi! I weil die Ops M dn stündlich, t Deutschland seinem Pr in Span« meinfai daß gegen vor allem so stark zu ist. Das h scheu Mili die deutsä Leitartikel zu tun. E französisch gungz. nähme : Asichtspu, Natt weit« aussubr ganzen »töt und ! durch die 1 " mit die gunq volli . Wir flni Weges geb glitten un spannuna , NfrieL i fr- ober ■ br! ^nann fencr. eint e*: PÄ E*opte Sä* Hk Mr fc jw Ä tft d«r dri»: rtz * t'tlt Q 5 Der Petersberg bei Gau-Odernheim am Rhein. ebenbürtig waren. /(vxrw m Hammerwerfen: 1. Otto Luh (VfB.-R. Gießen) 35,42 Meter; 2. Marx (Köln) 31,47 Meter; 3. Maus (Bonn) 31,18 Meter. Diskuswerfen: 1. Kilo (1900 Gießen) 42,72 Meter; 2. Otto Luh (VfB.-R. Gießen) 41,26 Meter; 3. Maus (Bonn). Dreisprung: 1. Helmut Möll (VsB.-R. Gießen) 12,31 Meter; 2. Jung (1900 Gießen), 12,29 Meter; 3. Genner (Diez) 11,58 Meter. Em ganz großer--Erfolg Mölls. klaffe II. 100 Meter-Lauf: 1. Helmut Möll (VfB.-R. Gießen) 11.8 Sek.; 2. Runkel (Köln) 11,9 Sek.; 3. Schmidt (Bonn) 11,9 Sek. In einem scharfen Endspurt rang Möll den bei 80 Meter noch führenden Kölner nieder. Frauen. 4-mal-100-Meter-S.tasfel: 1. Stoll- werk Köln 57,4 Sek.; 2. VfB.-R. Gießen 58,4 Sek.. VfB.-R. lief mit Weber, Heller, Dapper und E. Schmidt. „ Kugel st oßen: 3. Elfriede Schmidt (VfB.-R. Gießen) '8,87 Meter. Die Frauen errangen zwei Achtungserfolge bet ebenfalls sehr starker Konkurrenz. Turnverein Heuchelheim. Bei den Oranien-Kampfspielen des VfB. Diez war der Tv. Heuchelheim nur mit drei Mann vertreten, die aber zu schönen Erfolgen kommen konnten. Erwin Reidel lief 1500 Meter und wurde 3, in 4.23 Minuten hinter Bialowitz, Stollwerk Köln, und König, Allianz Köln. Reidel führte bis zu den letzten hundert Meter, war dann aber dem Endspurt der beiden Kölner nicht gewachsen. Hans Reidel siegte im 5000-Meter-Lauf in 16:12 Minuten vor Kiel, Siegburg (16:37 Minuten), und Schwertel, Limburg (16:43 Minuten). In der 3. Runde übernahm er die Führung und vergrößerte seinen Vorsprung auf 200 Meter. — 2l. Kehr konnte im Weitsprung bei dieser starken Konkurrenz nicht in die Entscheidung kommen. Sportverein 1921 Ettingshausen. Ettingshausen — Lich 3:2. Am Sonntag trug die hiesige erste Jugendmann- schäft ein Gesellschaftsspiel gegen die gleiche des VsR. Lich aus. Die Platzbesitzer spielten von Anfang an etwas überlegen. Die Seiten wurden mit 1:1 gewechselt. Rach dem Wechsel konnten die Einheimischen noch weitere zwei Tore erzielen, denen Lich nur noch einen Erfolg entgegensetzen konnte. Das Spiel endete mit einem 3:2-Sieg für Ettingshausen. Kurze Sportnotizen. Einen neuen Europa-Rekord schwammen Ungarns Schwimmer im Länderkampf gegen Japan in der 4-mal-200-Meter-Kraulftaffel. Japan siegte mit 9:06,6; doch stellt die von Ungarn geschwommene Zeit von 9:10,8 einen neuen Europarekord dar. Gute Leichtathletik-Leistungen gab es bei dem vor 20 000 Zuschauern durchgeführten „Internationalen" in Bremen. Im 100-Meter-Lauf siegte der deutsche Meister Hornberger-Frankfurt in 10,4 vor Neckermann und Schein und im Weitsprung gewann Leichum-Wünsdorf mit 7,49 Meter. Im Hochsprung der Männer bewältigte der deutsche Meister und Rekordmann Weinkötz 1,962 Meter, die Meisterin Ratjen schaffte bei den Frauen 1,59 Meter. Im Hammerwerfen blieb Blask mit 53,98 Meter Sieger. Der Hockey-Olympiasieger Indien spielte am Sonntag vor 4000 Zuschauern in München gegen eine Münchener Stadtelf und gewann überlegen mit 5:0 (4:0). Die Inder befanden sich diesmal in allerbester Verfassung. EinLeichtathletik-Dreiländerkamps zwischen USA., Japan und Frankreich kam am Sonntag in Paris von 20 000 Zuschauern zum Austrag. Die Amerikaner gewannen überlegen mit 131,5 Punkten vor Japan mit 82,5 Punkten und Frankreich mit 82 Punkten.