Mittwoch, 25. Marz 1956 lr.72 Erster Blatt 186. Jahrgang -An. Die Glocken des Kölner Domes läuken um ein, iner und' n Berlin. in allen iidwest in n Tießen. und Minute innere Einkehr und bringt damit in Jubelndes lle 936 18330, ä. Klaus soll jeden deutschen Mann und jede noch einmal daran gemahnen, daß von eine deutsche Frau sie sich dieser nationale q. Schluß- sschließlich Zeit würdig erweisen Pflicht erfüllen Der Führer als des deutschen Volkes Waffenschmiede 36: isen. gemein. bet demonstrativsten Weise vor der ganzen Welt ihre Entschlossenheit zum Ausdruck, sich hinter den Führer, seine Friedenspolitik, feine Politik der Ehre und Gleichberechtigung wie ein Mann zu stellen. Diese Minute Verkehrsstille >x Fram 19.50 Uhr mit ehernem Munde den Friedensappell des Führers der um 20 Uhr von den Messehallen meister. Vereins« ießen. dgebung. Tießen, m-Lauf. > Str°bl alle grüßen i h n mit dem alten nationalsozialistischen Kampfruf: Der Führer — Sieg- Heil! Brausend schallt dieses dreifache Sieg-Heil dem Führer als Gruß entgegen.) Drei Iahre", so fährt Dr. Goebbels fort, „sind Sie, mein Führer, nunanderMacht. In diesen drei Jahren haben Sie das deutsche Wunder vollzogen. Sie haben — was Sie 14 Jahre vorher gepredigt und versprochen hatten — den Arbeitern Arbeit und Vrot, den Armen Nahrung und wärme im Winter, den Bauern gerechte Preise und Sicherheit der Scholle, dem Volk die Einheit des Denkens und handelns, dem Reich aber Kraft, Freiheit, Souveränität der Grenzen und den Frieden gegeben. Das alles, mein Führer, dankt Ihnen die Ration. (Ein Sturm des Beifalls begleitet diese Feststellung.) Ihre Tat vom 7. März war dem Volk aus dem herzen getan." Buchstäblich jeder einzelne Satz weckt rauschenden Beifall, als Dr. Goebbels fortfährt: „Das Volk weiß aber auch und will auch, daß dieser historische Entschluß unangetastet bleibt. In diesem Sinne grüßt Sie, mein Führer, die freie Reichshauptstadt des freien Reiches. Ihre Person hat drei Jahre lang über die Nation Kraft ausgeströmt. Am 29. März aber wird die Nation geschlossen wie ein Mann aufmarschieren, um Ihnen Kraft zurückzugeben. Das ganze Volk weiß, daß Sie bei kommenden Verhandlungen die Freiheit und die Ehre der Nation bis zum letzten verteidigen und bewahren werden. Mögen die anderen an Zahl stärker sein und mehr Kanonen haben — Sie haben mehr Menschen, die fanatisch und geschlossen hinter Ihnen stehen. (Donnernder Beifall begleitet diesen Satz.) Sie sind nicht der Diktator des deutschen Volkes, Sie sind sein erwählter und vom Schicksal gesandter Führer! Aus dem Volk kamen Sie und im Volk sind Sie geblieben. Sie waren und sind uns das Symbol einer nationa- len Ehrauffassung. Aber mehr noch als das: Sie waren und sind uns das Vorbild einer einfachen, spartanischen, mit einem Wort nationalsozialistischen Lebensauffassung und Lebenshaltung. Sie sind für uns das neue, das junge, das moderne Deutschland, das leben will und das auch leben wird. rograni1’1 [shall® en 100 Beteiligt Frank- 1 Darm. gültig, Verband und ihre gibt es kaum ein Fenster, das nicht in Weiß und Grün und Rot leuchtet und in das nicht Kerzen gestellt sind. Das helle Licht der Straßenlampen gibt den Fahnen einen purpurnen Schein. Durch diese Straßen von Lichtern, Farben, Fahnen und Menschenjubel fährt nun stehend der Führer, immer wieder nach links und rechts grüßend. Wie die Welle eines Meeres, so folgt eine Jubelwelle der anderen. Wir biegen nun ab vom Kaiserdamm, fahren zum Bahnhof W i tz l e b e n hinüber und dann durch das hier genau so dichte Spalier bis zur Deutschlandhalle. Der große Platz vor der Halle ist freigehalten für Zehntausende, die keinen Einlaß mehr finden konnten. An der ganzen Straße entlang, vom Knie bis zur Deutschlandhalle ziehen sich Lautsprecher, aus denen wir die Fetzen von den Klängen alter deutscher Märsche hören. Wir stehen nun im gleißenden Licht vor der Deutschlandhalle. Unter den Klängen der Nationalhymnen schreitet der Führer die Front der Ehrenformationen der Leibstandarte und des Arbeitsdienstes ab. Dann schreitet er, begleitet von Berlins Gauleiter Dr. Goebbels und den anderen, die auf dieser. Fahrt mit ihm sein durften, in die Halle hinein. Dr. Goebbels grüßt den Führer. Kommandoworte ertönen. Alles erhebt sich von den Plätzen, erklettert die Sitze, der Badenweiler Marsch erklingt. Und unter einem Jubel, der unfaßbare Ausmaße annimmt, betritt der Führer mit seiner Begleitung die Halle. Während er den Mittelweg entlangschreitet, recken sich ihm die Arme entgegen, grüßt ihn ein ohrenbetäubender, auf- und abschwellender Chor von Heilrufen. Als er nun auf dem Podium allen sichtbar wird, erdröhnt die Halle von dem prasselnden Händeklatschen und dem Getrampel der Zehntausende. Wie Brandungswogen fluten immer neue Stürme der Verehrung zu ihm auf, wenn er nach allen Seiten dankt. Als der Sturm des Jubels sich gelegt hat, tritt Dr. Goebbels an das Rednerpult: „Männer und Frauen des nationalsozialistischen Berlins! Die nationalsozialistische Bewegung in der Reichshauptstadt, das nationalsozialistische Berlin, die 20 000 in diesem Saal, die 200 000, die durch den Rundfunk in Paralleloersammlungen mit uns verbunden sind, die anderthalb Millionen, die dem Führer soeben auf den Zufahrtsstraßen zujubelten — sie Wer dem deutschen Volke sein Lebensrecht vorsnthält, will keinen wahren Frieden. i^ahrne von in Bewegung befindlichen Zügen Flugzeugen, eine Minute Berkehrspause und allgemeine Stille ing'_jrbneL Die Ration hält während dieser ude“ ches, aus den Kruppwerkstätten in Essen, vor der gesamten deutschen Arbeiterschaft und allen deutschen Soldaten sein Bekenntnis zum Frieden wie zur Ehre und Gleichberechtigung der deutschen Ration ablegen. Diese Kundgebung wird in allen Betrieben und Kasernen im G e m e i n s ch a f t s e m p- fang ausgenommen. Läden lassen während der Zeit von 16 bis etwa 17 Uhr Verkaufspause eintreten, um ihren Angestellten und dem Publikum Gelegenheit zu geben, die Rede des Führers zu hören. Am Samstag, dem 28 März, begeht das ganze deutsche Volk in feierlicher Weiseden„OeutschenDolkstagfürEhre, Freiheit und Frieden!" Die nationalsozialistischen Formationen werden in Riesendemonstrationen die Ration zum gewaltigen Masfenappell aufrütteln, von 18.30 Uhr ab füllen sich die Straßen der Städte und Dörfer mit den Millionenmassen des Volkes, die ihren Sammelstälten zuströmen, um den Füh- rer das letzte Mal vor der Wahl zu hören. 19.45 Uhr stehen die gesamten Kolonnen bereit. An allen Sammelstätten und in den Versammlungen herrscht feierliche Ruhe. müssen. erster Arbeiter und Soldat wird sodann aus der des Deutschen Rei- land Hinwegbrausen. In diesen Gesang fallen seinem Anfang an die Glocken ein und läuten Viertelstunde lang ihr ,,Khre, Freiheit und Frieden des deutschen Volkes!" ükti olorz ''chvie, °>n. 2 Kilg, tonnten u,n9 ge. bei der 'gestellt b°ß die er Te- 'ch non gering, vesent- in Köln pünktlich beginnt. Am Ende dieses Appells des ganzen Volkes wird von den Kölner Messehallen aus das Altniederländische Dankgebet angestimmt. Mit den Klängen dieses Liedes, das von Köln aus über alle Sender bis in das letzte Dorf übertragen wird, mischt sich der Gesang des ganzen Volkes. Alle deutschen Volksgenossen im gesamten Reich stimmen stehend in diesen Gesang ein. Der Schluhakkord »Herr mach uns frei!" soll, von 67 Millionen gesungen, über ganz Deutsch- Oer Führer spricht in einer Riesenkundgebung der Reichshauptstadt Treuebekenntnis der Berliner zum Führer. i Corbach.» tfche Ber- ichamt füi dfpiels um . Als Ter- genommen, i Handball der eigen- noch keine denjenigen, asten schon ie Gelegen- ise entspre- jel werden estellt aus verstehen, ige Kreis- 'Laufe des dere Kreist eisterschaf» i Gießen. pfmeister< All das deutsche Bolk. Seif Beginn des Wahlkampfes hak sich die Wucht dieser Massenkampagne von Tag zu Tag gesteigert. In überströmender Begeisterung hat dabei die zanze Ration ein freudiges und tiefinneres Bekenntnis zum Führer und )u feiner B e f r e i u n g s t a t vom 7. März ibgelegt. Die beiden letzten Tage vor der Wahl sollen nun dieses Bekenntnis noch einmal in einem gewaltigen Ausdruck vor dem eigenen Volk und ier ganzen Welt erhärten. Am Freitag, dem 27. März, um 16 Uhr, wird der Führer von den Kruppwerken in Esten aus zu allen deutschen Arbeitern und Soldaten sprechen. Hm 15.45 Uhr ertönt über alle Sender das Kommando: „heißt Flagge!" Auf dieses Kommando werden in ganz Deutschland auf allen öffentlichen Gebäuden, Betrieben und Privathäusern d i e Mahnen gehißt. Kein Gebäude, kein Betrieb, lein Haus, keine Wohnung, von denen von dieser Stunde an bis zum Wählende nicht die Fahnen des reuen Deutschland wehen! Um Punkt 16 Uhr werden die Sirenen der Kruppwerke eine Minute lang den Beginn des großen Friedensappells desFührers cnkündigen. In ihrem gellenden Ton aus Essen stimmen in ganz Deutschland von Fabriken, Schissen und Lokomotiven alle Sirenen mit ein. Damit uirb für die ganze Ration, für Betriebe und ihre Belegschaften, für Privatleute, Fahrzeuge, mit Aus- Dann seht für alle deutschen Sender eine Funkstille von 15 Minuten ein. Damit hat der Wahlkampf sein Ende gefunden. Am 29.März aber tritt die Ration geschlossen an die Wahlurne, um ihre Pflicht zu tun und dem Führer zu bestärken in seinem Glauben an das deutsche Volk und in seinem tapferen und unerschütterlichen Kampf für Ehre, Freibeit und Frieden der deutschen Ration. Berlin, den 24. März 1936. Dr. Goebbels. In diesem Sinne, mein Führer, grüßt Sie Ihre Reichshaupt st adt, die Stadt der Arbeit und des Fleißes, die Stadt auch der Treue zu Ihnen. Und ich fühle mich glücklich", so schließt Dr. Goebbels, „der Dolmetsch des Dankes der Reichshauptstadt sein zu dürfen. Ein Volk sind wir, in einem Reich leben wir, einem Führer gehorchen und gehören wir! Der Führer spricht!" Jubelnder Beifall bricht aus, der zugleich der aus überschäumendem Herzen kommende Dank und Gruß an den Führer ist, der nun das Wort nimmt. Der Führer spricht. Einen solchen Empfang, wie er bei dieser Kundgebung dem Führer des neuen Deutschland bereitet wurde, hat die Deutschlandhalle noch nicht erlebt. Und es schien, als wollten die Zehntausende, die hier seit Stunden auf diesen Augenblick gewartet hatten, beweisen, daß sich die Reichshauptstadt auch in ihrer Liebe, Anhänglichkeit und Treue zum Befreier und Erretter Deutschlands von niemand übertreffen lasse. Zugleich aber bewies sie mustergültige Disziplin und folgte sofort der Handbewegung des Führers, mit der er um Ruhe bat. Meisterhaft zeigte Adolf Hitler in kurzen Strichen das Werden des neuen Deutschlands und die Voraussetzungen auf, die zu schaffen notwendig waren, um dieses Werden Tat werden zu lassen. In Gedanken von weltgeschichtlicher Tiefe bekannte er sich unter atemloser Stille zu seinem Glauben an die ewige Lebenskraft des deutschen Volkes, und donnernde Beifallsstürme unterstrichen seine von zwingender Logik erfüllten Sätze, in denen er das Lebensrecht des deutschen Volkes forderte. Wer unsdiesesLebensrechtnichtzubillige, der glaube nicht an Frieden und wolle auch keinen. Als der Führer der Vorsehung dafür dankte, daß gerade er dazu ausersehen sei, den Kampf um Frieden, Freiheit und Ehre für Deutschland zu führen, dankten ihm die Massen ergriffen. Ein wahrer Orkan aber, der minutenlang die Halle durchtost, bestätigt dem Führer, daß durch ihn das ganze deutsche Volk der Welt seinen Willen zu einem wahrhaften, ehrenvollen und aufrichtigen Frieden verkündet. Endlose Heilrufe und Händeklatschen begleiten seine erneute Versicherung, daß Deutschland mit der Welt in Frieden und Freundschaft leben und seinen Beitrag zu diesem Frieden leisten wolle, daß es aber unmöglich sei, diesem Volk noch länger Demütigungen zu- zumuten. Bei der Aufforderung des Führers an das deutsche Volk, am 29. März sein offenes und freies Urteil über die Leistungen des nationalsozialistischen Regimes abzugeben und ihm zugleich Vollmacht für den weiteren Kampf um Ehre und Freiheit der deut- schen Nation zu erteilen, springen die Zehntausende von den Plätzen auf, rufen und jubeln minutenlang dem Führer zu. Kaum sind die Lieder der Nation verklungen, wiederholen sich die Ovationen. Tosend fallen die Zehntausende in das Sieg-Heil, das Dr. Goebbels auf das deutsche Volk und seinen Führer ausbringt, ein. Nach allen Seiten dankend, verläßt der Führer die Halle, begleitet von dem spontan angestimmten Kampflied: „Durch Groß-Berlin marschieren wir. Für Adolf Hitler kämpfen wir!" Die Rückfahrt zur Reichskanzlei. Während der ganzen Rede des Führers standen Zehntausende auf dem Platz vor der Deutschlandhalle. Sie standen entlang der ganzen 12 Kilometer langen Straße bis zur Reichskanzlei, die anderthalb Millio- nen Menschen, die der durch Lautsprecher übertragenen Rede des Führers gelauscht hatten. Und all das, was sie während dieser Rede des Führers emp- fanden, das löste sich bei der Rückfahrt des Führers in unvergleichliches Jubeltosen, das die ganze Triumphstraße viele Kilometer weit erfüllte, wie das ferne Brausen eines Meeres. Im Schritt-Tempo steuert Brigadeführer Schreck den Wagen des Führers durch die Bismarckstraße. Als wir uns am Knie im Wagen erheben, um über die Menschen hinwegzuschauen, da zeigt sich, daß die ganzen einmündenden Straßen weithin mit Menschen verstopft sind. Berlin bat sich selb st übertroffen, fast die Hälfte seiner Be- völkerung war an diesem Abenp unterwegs. Und das will für eine Weltstadt von so riesigen Aus- maßen etwas heißen. Niemand hatte sie organisiert und dorthin geschickt. Sie waren nur dem Zuge ihres Herzens gefolgt. Die Saarpfalz erwartet heute den Führer. Ludwigshafen, 24. März. (DNB.) Don Mund zu Mund ging schon seit Tagen die Kunde, daß der Führer am 2 5. März in Lud- wigshafen sprechen werde. Nun ist sie Wirklichkeit geworden. Es bedurfte kaum der An- kündigungen in den Zeitungen und durch Plakate. Hunderttausende aus den Städten des Saarlandes, aus den einsamen Dörfern des Westrichs und aus den schmucken Städtchen an der fröhlichen Weinstraße treffen schon Vorbereitungen zu einer freudi- gen Pilgerfahrt an den Rhein, um dem Führer des deutschen Volkes zu danken und Treue zu schwören. Ausländsdeutsche Parteigenossen beim Führer. Berlin, 24. März. (DNB.) 17 auslandsdeutsche Parteigenossen, alle Träger des Goldenen Ehrenzeichens, die am Dienstagmittag von Reichsminister Dr. Goebbels empfangen worden waren, wurden Nachmittags von dem Leiter Gießener Anzeiger General-Anzeiger für Oberheffen Deutscher Volkstag für Ehre, Freiheit und Frieden! Aufruf des Reichspropagandaleiters für die letzten Tage des Wahlkampfes. erscheint täglich, außer Ä MH Annahme von Anzeigen Sonntags und Feiertags ▼ BSS V für die Mittagsnummer Beilagen: Die Illustrierte ■ zA . A A A W A. A. jA bis8'/,Uhr des Vormittags NLLS-W IMtAiyAitAr VI 1t yAlAAr w«. SS (OWnCnCi AMMt SM infolge höherer Gewalt w Ä •• za* < < ** Stellen-,Vereins-,gemein- es General-Anzeiger für Oberhe fen richten: Anzeiger Gießen tz w I 4 fr gen, Bäder-, Unterrichts- u. Postscheckkonto: behördliche Anzeigen 6Rpf. Srantfurt am Main 11686 Druck und Verlag: vrühl'sche Univerfitatsvuch- und Steindruckerei R. Lange in Gießen. Zchriftleitung und Geschäftsstelle: §chulftrahe 7 Mengenabschlüsie Staffel 8 Des Führers Trmmphfahrt durch das jubelnde Berlin. Berlin, 24. März. (DNB.) Berlin hat den Führer immer in seinen Mauern, und so mochte man vielleicht manchmal denken, daß seine An- ivesenheit in der Reichshauptstadt der Bevölkerung Io etwas wie eine Gewohnheit geworden wäre. Wer so dachte, der wurde am heutigen Dienstag- rbend eines anderen belehrt. Wenige Minuten vor 20 Uhr verließ der Führer die Reichskanzlei. Seine Fahrt ging von hier d^urch ein Ehrenspalier seiner SA., seiner r><5. und seines NSKK., das sich 12 Kilometer lang i» i s zur Deutschland-Halle, teilweise mehrere Glieder tief, hinzog; und dahinter stauten sich scho« von der Reichskanzlei ab bis zu den Mauern der Häuser die Menschen. Das Auswär- iige Amt und das Propagandaministerium hatten illuminiert. Am Hotel Adlon und am Brandenburger Tor war das Gedränge beängstigend. Durch den nachtdunklen Tiergarten ging die Fahrt. Auch hier hatten sich viele Tausende eingefunden, bie ganz Klugen, die genau wußten, daß man hier fr en Führer am besten sehen konnte. Von der Straße .Inter den Linden ab über den Großen Stern und den Bahnhof Tiergarten bis zum Ausstellungs- xelände an allen Baustellen große Transparente: ..Daß wir hier bauen, verdanken wir dem Führer!" „Ein Volk, ein Reich, ein Fühler", „Der Führer kämpft für uns, wir kämpfen für den Führer!", so liest man an anderen Stellen. Nun sind wir am Bahnhof Tiergarten vorbei, und chon von fern schwillt ein Jubelbrausen an, bas uns kündet, was nun kommt. Am Knie ist ein großes Triumphtor irrichtet: „Die Reichshauptstadt grüßt den Führer", hier beginnt sozusagen der offizielle Einzug. Allein mm den Platz am Knie herum stehen wohl an die /-ehntausend Menschen. Alle Fenster des Hochhauses Hnb besetzt; aus den Dächern der umliegenden Häuser, auf den Balkonen, an den Fenstern drängt sich das Volk von Berlin, um den Führer zu sehen mnd zu grüßen. Hinter dem Spalier über die Promenade und Seitenfahrbahn hinweg bis auf die Bürgerfteige siehen dann tiefgegliedert seit vielen Stunden die Hundertausende. Arbeiter sind s zumeist, kleine Angestellte, Beamte, die diese einige Gelegenheit, dem Führer in diesem Kampf für Deutschland ihre Treue sichtbar zu machen, benutzt laben. Vorn Knie bis zu den Ausstellungshallen rung zur Verfügung stellen. Vertagung des Völkerbnudsrats gewiesen. Ltom'ld)en Proto ß. kommenZ reiches bedeuten könnten. Er Oer Aermste in Deutschland kann alles werden, wenn er etwas leistet Die Reichswahlkampfleitung. 3.21.: Hugo Fischer. Der Hauptamtsleiter des 2lmtes für Handwerk und Handel der NSDAP., Dr. v. R e n - teln, erläßt dazu folgenden 2lufruf: „Acht Millionen schaffender Volksgenossen aus Handwerk und Handel danken dem Führer am 2 9. März aus vollem Herzen für Ehre, Frieden und Arbeit. Dem Rufe zum Gemeinschaftsempfang am Freitagnachmittag aus den Kruppwerken in Essen folgen die Männer und Frauen des deutschen Handwerks und Handels ebenso begeistert, wie sie den Appell des Führers am Samstag, dem 28. März, 20 Uhr, aus Köln miterleben werden. Die Werkstätten und Betriebe schließen zum Empfang der Führerrede aus Essen amFreitagvonlö Uhr bisl^Uhr! Der Führer ruft, wir alle folgen!" Luftstreitkraft von 5000 Fliegern besitze und eine der größten Militärmächte der Welt sei. Mit diesem Bündnis besitze Frankreich jetzt eine überwältigende Stärke. Wenn die Frage eines neuen Militärbündnisses nicht mit äußerster Sorgfalt behandelt werde, dann würde das bedeuten, daß England auf Wunsch eines anderen Staates in einen Krieg verwickelt werden könnte Die Rede des räterussischen Vertreters Lord Lothian warnt vor einem Militär- bündnis mit Frankreich. Aufrufe der Wirtschaft zum Gemeinschasisempfang. Berlin, 24. März. (DRB.) Der Leiter der Reichsgruppe Handel, Prof. Dr. Lüer, erläßt folgenden Aufruf zum Gemeinschaftsempfang am 27. März: In der Front aller schaffenden Volksgenossen tritt der deutsche Handel mit den Hunderttausenden seiner Betriebe und den Millionen seiner Berufskameraden beim Gemeinschaftsempfang am kommenden Freitag anzumletzten Generalappellder Betriebe vor derWahl. Im Innersten freudig überzeugt von dem geschichtlich verpflichtenden Sinn seiner Entscheidung am 29. März hört jeder deutsche Kaufmann die Schlußansprache an die Nation, die der Führer am Samstag an alle richten wird. Erfüllt von der Kraft seines Willens und gestärkt von der Verantwortungsfreudigkeit seiner Tat folgt ihm mit dem ganzen deutschen Volk der deutsche Handel auf dem Wege zur Freiheit und Ehre! tausch nahm der Rat die folgende Entschließung an: „Der Rat dankt dem Vertreter Englands für seine Mitteilung vom 20. März 1936, in der der Wortlaut der Vorschläge übermittelt wird, den die Vertreter der Völkerbundsmitglieder, die Unterzeichner des Vertrages von Locarno sind, entworfen haben und der jetzt von den betreffenden Regierungen erwogen wird. Der Rat ist der Auffassung, daß jede weitere Aktion im Hinblick auf die im Gang befindlichen Besprechungen zur Zelt in der Schwebe gehalten werden soll. Der Rat ersucht die besagten Regierungen, ihn über die Fortschritte auf dem laufenden zu halten und beschließt, wieder zusammenzutreten, sobald die Umstände eine weitere Erwägung der Fragen wünschenswert machen." Man einigte sich ferner darüber, daß der Präsident ermächtigt werden soll, den Rat einzuberusen, sobald ihm dies notwendig erscheint und daß die eventuelle weitere Zusammenkunft der gegenwärtigen außerordentlichen Tagung in Genf abgehalten werden soll. London, 25. März. (DNB.) Im Oberhaus äußerte Lord L o t h i a n seine Besorgnis über die Möglichkeit eines englisch-französischen Militärbündnisses. Flandin und van Zee- land hätten die Vereinbarungen mit England als ein Militärbündnis zwischen England, Frankreich und Belgien bezeichnet. Er zweifle daran, daß diese Auslegung zutreffend sei und halte es für .... . v ,—i-21 f -c o r t klar- sich zu einem solchen gemeinsamen Handeln entschließenden Nationen. Es ist daher diese deutsche Aktion der endlichen Wiederherstellung der vollen Souveränität des Reiches in seinem eigenen Gebiet nicht zu trennen von den von der deutschen Regierung den anderen Völkern vorgeschlagenen Vereinbarungen für eine allgemeine europäische Friedenssicherung. 2. Wenn die anderen Staaten und Regierungen bereit sein sollten, auch ihrerseits den Weg zu einer solchen neuen europäischen Friedenssicherung zu suchen, dann können sie aber nicht die elementaren Grundlagen und Voraussetzungen einer solchen In die Zukunft weisenden Entwicklung von vornherein ablehnen. Denn darüber sollte Klarheit bestehen: dauernde Vereinbarungen der europäischen Rationen mit dem Ziel einer wirklichen Garantierung des Friedens können nur abgeschlossen werden in einer Atmosphäre der verständnisvollen Anerkennung und Berücksichtigung der natürlichen gleichen Lebensund politischen Rechte aller daran beteiligten Völker. Jeder Versuch, die Reuordnung Europas mit den alten Methoden einer haßerfüllten Zweiteilung der Rationen in Mehr- oder Minderberechtigte, in Diffamierte und Ehrenvolle oder gar in Diktierende und Unterworfene einzuleiten, muh, weil unter den alten und als verderblich erwiesenen Voraussetzungen begonnen, zum selben Ergebnis führen, d. h. die neue Regelung wird nicht besser sein als die alte. Es würde von Ruhen für die weitere Entwicklung in Europa fein, wenn man auf allen Seiten verstehen wollte, daß Verträge und Diktate im Völkerleben eine rechtlich verschiedene Wertung erfahren. Das Diktat wird wohl für den Sieger einen Rechtsanspruch zu beinhalten scheinen, von dem Besiegten aber stets als eine wider das Recht erfolgte Vergewaltigung angesehen und demgemäß beurteilt werden. Rur Verträge, die von Gleichberechtigten, aus freiem Willen und freier Ueberzeugung abgeschlossen werden, können den Anspruch darauf erheben, von beiden Partnern die gleiche und andauernde heilige Achtung zu erfahren. Deutschland hat mit der Wiederherstellung der Souveränität in seinem Reichsgebiet erst d i e Voraussetzung geschaffen, um solche wirklichen Verträge abschliehen zu können. Zu diesem Zweck und unter dieser Voraussetzung hat die deutsche Regierung ihrerseits die bekannten Vorschläge unterbreitet und steht auch heute noch zu ihnen. Königlich Britischen Regierung folgen zu müssen, um ihrerseits durch die Unterbreitung möglicher neuer Vorschläge zu einer Lösung dieser europäischen Frage bei- zutragen. Die deutsche Regierung möchte daher auch in diesem Dokument sich nicht in Einzelheiten über die von ihr abzulehnenden Punkte ergehen, sondern sie möchte sich dies vorbehalten, um diese ihre ablehnende Stellungnahme in Verbindung zu bringen mH einem neuen eingehenden Vorschlags^ die Ueberwindung der europäischen Krise, den sie auszuarbeiten entschlossen ist. Sie wird diesen der Königlich Britischen Regierung übergeben mit dem aufrichtigen Wunsch, daß es dieser dann vielleicht gelingen möge, in ihm eine Grundlage zu finden für die Einleitung jener Verhandlungen, die den europäischen Völkern den Frieden und ihrem wirtschaftlichen und sozialen Leben eine neue Befruchtung geben sollen. Litwinow auf der Ratssitzung sei „äußerst finster" gewesen. Jeder, der Rußland kenne, sei sich bewußt, daß eine Uneinigkeit Westeuropas die beste Sicherheit für Sowjetrußland sei. Das Oberhaus möge überlegen, ob die Verpflichtungen, die England eingegangen sei, nicht das Ende des britischen Weltreiches bedeuten könnten. Er hoffe, daß England nicht mit irgend etwas, was die Bedeutung eines Militärbündnisses mit einer europäischen Macht habe, in die bevorstehende Kon- ' ml ML W i unfl, die sich das LU Ter°d \ hen Standpunkt 1 Minderheiten M Wen, der voll imb bewahrt mrl *1* "Äfti Kilismus b-M «elf ®‘“* innen an Ort und jitin ähnliches 4lob Verbrechen b J ij)on die Eigenfch » Polizei als H Deutsche Reich Änit den kleinen 9 tajitn Beziehungen ferenz eintreten werde. Der Lordkanzler, Lord Hailsham, beantwortete die Ausführungen Lord Lothians ausweichend und sagte, es läge seiner Ansicht nach nicht im Interesse Englands und des Weltfriedens, wenn er im gegenwärtigen Augenblick eine Erklärung zu der von Lord Lothian aufgeworfenen Frage abgeben würde. Er könne jedoch eines sagen, daß nämlich die gesamten Verpflichtungen, die England bisher eingegangen sei, in dem Weißbuch aufge- fllhrt seien. Es gebe keine geheime Derstän- digung irgendwelcher Art außerhalb dieses Schriftstückes. Die Türkei will die Dardanellen befestigen. London, 25. März. (DNB. Funkspruch.) Der türkische Außenminister unterrichtete die übrigen London, 24. März. (DNB.) lieber die nichtöffentliche Sitzung des Völkerbundsrates vom Dienstagnachmittag wurde folgende amtliche Mitteilung ausgegeben: Der Völkerbundsrat trat heute unter dem Vorsitz des Präsidenten Bruce (Australien) zusammen. Der Präsident erinnerte an die Tatsache, daß der Völkerbundsrat von den Locarnomächten ein Dokument empfangen habe, in dem gewisse von ihnen erwogene Vorschläge enthalten waren. Aber die Angelegenheit war nicht offiziell vor den Rat gebracht worden und eine der interessierten Locarnomächte hatte wissen lassen, daß sie keine Entscheidung getrof- e n habe. Der Völkerbundsrat war nicht gebeten worden, eine Aktion zu unternehmen, noch war man an ihn gemäß Artikel 11 der Satzung herangetreten. Der Präsident vertrat die Auffassung, daß der Rat dennoch die Pflicht habe, im Interesse des Friedens alle wünschenswert erscheinenden Maßnahmen zu treffen und daß aus diesem Grunde die gegenwärtige Tagung nicht beendet, sondern l e - diglich vertagt werden, und daß schließlich der Rat wieder zusammentreten sollte, sobald es möglich erscheine, einen Weg aus der gegenwärtigen Schwierigkeit zu finden. Nach einem Gedankenaus- lusleguna zutreffend fei uno yl sehr wichtig, daß die Angelegenheit s o f gestellt werde. Die Locarno-Politik sei zusarn- mengebrochen. Frankreich habe ein Militärbündnis mit Sowjetrußland, das eine Berlin, 24. März. (DNB.) Botschafter von Ribbentrop hat heute abend dem britischen Staats- ekretär des Aeußeren, Anthony Eden, die nach- tehende vorläufige Antwort auf das ihm am 19. d. M. übergebens Dokument der Locarnomächte überreicht: Am 19. März hat der britische Staatssekretär des Aeußeren, Mister Eden, dem in London weilenden Botschafter von Ribbentrop eine erste Kenntnis gegeben von dem in Frage stehenden Entwurf eines Vorschlags der Locarnomächte Nach der erfolgten Zustellung dieses Schriftstückes wurde die deutsche Regierung eingeladen, ihre Stellungnahme dazu zu übermitteln. Indem die deutsche Reichsregierung diesem Wunsche nachkommt, muß sie einleitend noch einmal die Grundsätze und Gedanken niederlegen, aus denen die innere Notwendigkeit ihrer Haltung ersichtlich werden wird. 1. Die deutsche Reichsregierung hat sich in der Ueberzeugung, daß durch das fr anzösi sch- sowjetrussische Militärbündnis die rechtlichen und politischen Voraussetzungen für den Rhein-Vertrag von Locarno beseitigt worden sind, ihrerseits entschlossen, die volle Souveränität über das gesamte deutsche Reichsgebiet endlich wieder herzustellen. Sie hat aber den Einmarsch deutscher Truppen in dieses Gebiet des Deutschen Reiches nicht angeordnet, um damit eine Aktion um ihrer selbst wegen durchzuführen, sondern sie hat sich zu dieser Aktion genötigt gesehen, um damit für Deutschland die Voraussetzungen zu schaffen, unter denen es einer neuen V e r e i n» barung über eine klare und vernünftige Organisierung des europäischen Friedens beitreten kann. Diese Voraussetzung wird 3U allen Zeiten nur zu finden sein in einer vollkommenen Gleichberechtigung der der Auslandsorganisation, Gauleiter Bohle, auch dem Führer vorgestellt. Der Führer ließ । die auslandsdeutschen Parteigenossen in feinem Wagen zur Deutschlandhalle bringen, damit ihnen Gelegenheit geboten ist, an der großen Wahlkundgebung teilzunehmen. Fliegergeschwader Horst Wessel Das Geburtstagsgeschenk der SA. B e r l i n, 24. März. (DNB.) Der Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe gibt nachstehenden Erlaß des Führers und Reichskanzlers bekannt: Die Oberste SA.-Führung hat mir am 20. April 1935, meinem Geburtstage, irn Namen der gesamten SA. eine Flieger g r u P p e von drei Staffeln mit insgesamt 2 7 Iagdfl u g- zeugen zum Geschenk gemacht. Dazu befehle ich: Das am 1. April 1936 aufzustellende Flie^r- geschwader in Dortmund führt fortan die Bezeichnung „Fliegergeschwader Hör st W e s- s e l". Die Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften des Geschwaders tragen am Rock ein Er - innerungsband mit dem Namen „Geschwader Horst Wessel". Nähere Bestimmungen darüber erläßt der Reichsminister der Luftfahrt. Wenn ich so einem Fliegergeschwader den Namen „Horst Wessel" verleihe und dabei die Sturmabteilungen als Stifter Pate stehen lasse, tue ich es in dem Wunsch, der engen Verbundenheit der nationalsozialistischen Bewegung, insbesondere meiner SA., mit der jungen deutschen Fliegertruppe Ausdruck zu geben; ich tue es auch in der Gewißheit, daß K a m p f g e i st und Opfer - bereitschaft, wie sie einen Horst Wessel beseelt haben, die hohen Tugenden unserer Luftwaffe sind und bleiben mögen. Möge auch das neubeliehene Geschwader in der Pflege dieser Tugenden allzeit vorbildlich sein. Berlin, den 24. März 1936. Gez. Adolf Hitler. Die Durchführung der Verkehrsstille. Zur Durchführung des Aufrufes des Reichstagswahlkampfleiters wird noch bekanntgegeben: Am Freitag, dem 27. März, um 16 Uhr, wird das Sirenensignal aus den Kr u p p- werken gegeben. Zu gleicher Zeit wird dieses Signal von den Sirenen und Alarmgeräten aller Fabriken, Werke, still ft ehender Lo- komotiven, Schiffen usw. im ganzen Reiche übernommen und eine Minute lang durchgeführt. Die Dienststellen der Reichsbahnverwaltungen, Reedereien bzw. die Betriebsführer der Werke usw. werden daher gebeten, entsprechende Anweisungen zur Uebernahme des Signals in ihrem Arbeitsbereich zu geben. Um 16 bis 16.61 Uhr tritt eine Minute Verkehrs stille in ganz Deutschland ein, so daß im ganzen Reich um 16 Uhr der Verkehr aus- setzt (mit Ausnahme der in Fahrt befindlichen Flugzeuge, Eisenbahnen und Schiffe) und bis 16.01 Uhr ruht. Die Dienststellen der Verkehrseinrichtungen, die Reichsbahnverwaltungen, Straßenbahndirektionen und sonstige Derkehrsunternehmen werden hiermit aufgefordert, durch entsprechende Anweisungen die re st lose Durchführung dieser Derkehrsstille in ihrem Arbeitsbereich in der Minute von 16 bis 16.01 zu sichern. Auch die Privatbesitzer von Gefährten aller Art werden auf diese Minute Verkehrsstille hiermit nochmals besonders Hin- An den Handel wendet sich ferner der Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter Handel, Joachim Walter: Am Freitag, dem 27. März 1936, schließen von 15.55 Uhr bis 17 Uhr alle deutschen Handelsbetriebe und hören im Gemeinschaftsempfang, was der Führer der Welt zu sagen hat. Am Samstag, dem 28. März 1936, um 20 Uhr, versammeln wir uns zu einem letzten Appell vor dem Führer an dem Lautsprecher. Reichsbetriebsgemeinschaftsleiter Handwerk und Reickshandwerksmeister W. G. S ch m i b t ruft das Handwerk auf: Der Führer spricht am Freitag, dem 27. März 1936, von 15.55 Uhr bis 17 Uhr aus den Kruppwerken in Essen zum deutschen Volk. Während dieser Zeit r u h t d i e A r b e i t in den Werkstätten des Handwerks, denn jeder van uns hort die Rede des Führers mit. Mitglieder des Völkerbundsrates davon, daß die Türkei auf ihrem Recht bestehen würde, die Dardanellen zu befestigen, falls die Vorschläge der Locarnomächte verwirklicht werden sollten. Das neue Dreimächte- Flottenabkvmmen. London, 25. März. (DNB. Funkspruch.) Zum Abschluß der Flottenkonferenz schreibt der „Daily Telegraph", das Hauptergebnis des neuen Abkommens fei die Beseitigung des Elementes der Heimlichkeit aus dem Flottenprogramm. Diese Tatsache verliere jedoch dadurch an Bedeutung, daß sich die Verpflichtung zur Mitteilung der Flottenrüstung auf drei Mächte beschränke. Die taktischen Vorteile, die durch das Abkommen erreicht werden, seien gering. Die Begrenzung der Schlachtschiffe sei auf 35 000 Tonnen mit einem Geschützkaliber von 14 Zoll festgelegt worden. Sollten aber nicht alle Unterzeichner des Washingtoner Abkommens sich für kleinere Kaliber bis zum Ende dieses Jahres entscheiden, so würde das 16-Zoll- Geschütz auf den Schlachtschiffen beibehalten werden. Die Abrüstung ein Phantom. Paris, 25. März (DNB. Funkspruck.) Bei dem Festmahl aus Anlaß des Stapellaufes des Kreuzers „Georges Leygues" in St. Nazaire trat der Kriegsmarineminister für eine ftarfe Landesverteidigung ein. In den jetzigen schweren Stunden, so führte er u. a. aus, zeige sich deutlich die Wertlosigkeit jeder übereilten Ab- r ü ft u n g. Der einfältige aber unentschuldbare Traum der Leute, die an die Vervollkommnung der Völker glaubten, löse sich in e i n Nichts auf. Zwei Länder, die sich als die geistigen Führer der Welt fühlten, seien dieser Tendenz unterlegen gewesen, England und Frankreich. E n g I a n d sehe sich heute gezwungen, nachträglich 25 Milliarden Lösegeld für seine Traumbilder zu zahlen. Frankreich, das der Ansteckungsgefahr oes rein westlichen Pazifismus besser widerstanden habe, könne sich darauf beschränken, die Trugbilder zu bedauern und mit Wucherzinsen gewisse verheerende Einsparungen nachträglich zu bezahlen. fei lehnen, die geeignet sind, b i e Ehre der Nation erneut z u diffamieren oder die Gleichberechtigung in Frage zu st eilen bzw. zu beseitigen. 4. Die deutsche Regierung und das deutsche Volk haben den tiefernsten Wunsch, nach der Wiederherstellung der vollen Unabhängigkeit und Souveränität des Reiches einen großen Beitrag 3 u m europäischen Frieden zu leisten. Sie sind weiter der Ueberzeugung, daß alle Versuche, d u r ch wirtschaftliche Konferenzen eine Besserung der sozialen Lage der Völker in Europa her- beizusühren, solange vergeblich sein werden, als es nicht gelingt, den europäischen Völkern sowie ihren politischen und wirtschaftlichen Führungen das Gefühl einer unbedingten und andauernden Sicherheit zu geben. Diese Sicherheit kann aber nur in einer auf lange Zeit garantierten Festigkeit des Friedens liegen. Die deutsche Regierung macht keinen Hehl daraus, daß die Welt auf diesen Frieden als eine der sichersten Grundlagen für eine wieder ansteigende Wohl- ahrt der Völker mehr Wert legt, als auf irgendwelche in wirtschaftlichen Konferenzen auszuhan- delnde Hilfen, Unterstützungen oder Entlastungen usw. Aus dieser Ueberzeugung hat die deutsche Regierung ihre Vorschläge der internationalen Diskussion unterbreitet. Wenn sie daher gezwungen ist, den ihr vorgelegten Vorschlag für einen Vertragsentwurf der Locarnomächte in all jenen Punkten abzulehnen, die die Ehre und Gleichberechtigung der deutschen Ration berühren, so glaubt sie aber auch, aus der Erkenntnis ihrer IHitoerantroortung für das Schicksal der europäischen Völker, den Anregungen der fr nut, daß der Kan f ötr Nationalsozia itn zugute k Lmife in Estland nriannl wird, ereic Uatrgriffe, die keine fims mit dem De h friedliche Gru Ikürmaßnahmen s Dr |ii den röm (SRom, 24. März, ß wurde der Wort SLN d r e i Z u s ä tz (iltollen vom 17 Mtzr lauten: Zusatz Nr. 1: 5 nangsches, der >2nzlerund deri -Hent,bie am 23. Wammen finb, /teile Utn Mmmenarbeit der .'Mrhaltung f^Uschastlichen •6 geführt hat. Ci den politischen, Absätzen der röm treu zu bleibe Lander an, in mit ömllan9 zu bringer fann- und be "n6 »i Eine vorläufige deutsche Antwort aus das Locarnomemorandum Alle diffamierenden Bestimmungen werden abgelehnt und ein neuer ausführlicher Gegenvorschlag für den 31. März angekündigt. wt«w. i PÄn’WfJ waren- « Ä b°-M In Erwägung dessen muß die deutsche Regierung der Königlich Britischen Regierung mitteilen, daß sie in dieser Woche der letzten Vorbereitung ihrer Wahlen rein technisch nicht mehr in der Lage ist, eine so umfangreiche und so sehr zu überlegende Arbeit sertigzustellen. Sie hält es außerdem für notwendig, den Botschafter Herrn von Ribbentrop zur mündlichen Klärung einiger wichtiger Fragen am Dienstag, dem 24. März, noch einmal nach London zu schicken. Die deutsche Regierung wird dann am Dienstag, dem 31. März, ihre eingehende Stellungnahme mit ihren positiven Vorschlägen der Königlich Britischen Regie- 3. Der Vorschlag für einen Vertragsentwurf, der der deutschen Regierung durch den britischen Staatssekretär Mister Eden überreicht wurde, läßt aber jede Voraussetzung für die erfolgreiche Organisierung eines wirklichen dauerhaften Friedens vermissen, da er sich zunächst aufbaut auf einer neuen, für eine große Nation untragbaren Diskriminierung und auf einer abermals von vornherein schon versuchten Festlegung der Nichtgleichberechtigung Deutschlands mit den anderen Staaten. Würde die deutsche Reichsregierung zu diesem Vorschlag ihre Zustimmung aussprechen, so würde sie teilhaben an der Schuld einer sich daraus zwangsläufig ergebenden, fortgesetzten inneren Ablehnung der unter solchen Voraussetzungen dem deutschen Volk aufge- nötigten demütigenden Unterwerfung. Dies wird die deutsche Reichsregierung jedoch nicht tun. Denn es ist nach aller geschichtlichen Erfahrung unmöglich, auf einer solchen Grundlage einen wirklichen und dauerhaften, weil aus freiem Willen und in gleicher Berechtigung von allen Seiten abgeschlossenen und damit respektierten Frieden herzustellen. Die deutsche Reichsregierung muß daher alle jene Bestimmungen des Vorschlages der Locarnomächte ab- 61 UID r u mü|. ^egierum itung ihr« o ierungtn iffe auf den en. rauf warten Sie noch? G . D 1 A M Berlin, 24. März. (DJIB.) Aus dem neuesten Bericht der Reichsanstatt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung über die Inanspruchnahme und Dermittlungstätigkeit der Arbeitsämter im Monat Februar 1936 entnehmen wir folgendes: Die Bewegung im Arbeitseinsatz war im Monat Februar 1936 außerordentlich stark. Ls wurden 749326 Arbeitsgefuche neu gestellt und 766 590 Arbeitsgesuche fanden im gleichen Monat ihre Erledigung. Diese Zahlen lassen eine recht angespannte Tätigkeit der Arbeitsämter erkennen, sie zeigen zugleich, daß sich der Arbeitseinsatz im Februar nach der winterlichen Stille stark zu lockern begann. Die Zeilen der erzwungenen Arbeitsruhe werden so kurz wie möglich bemessen und die Arbeitskräfte sofort wieder eingesetzt, wenn die Witterung Auch nach dem Kalender ist es jetzt Frühling. Hier und dort blüht es schon - Sonne scheint - Vögel singen - nun aber raus aus dem Bau, das alles geniessen I Oder sind Sie der einzige Deutsche ohne Wanderlust? Ihr OPEL ist fix und fertig. In seinen neuesten Modellen jetzt schon zehntausendfach erprobt und bewährt. Und jedes kann sofort eine Wiederaufnahme der Arbeiten erlaubt, selbst auf die Gefahr erneuter Unterbrechungen bei einem weiteren Kälteeinbruch hin. So kann im Anschluß an diese Entwicklung für den Monat März mit einer Aufnahme der Auhenarbeiten auf breite st er Front gerechnet werden. Bereits am 15. März 1936 hatten allein die Arbeitslosenversicherung und Krisenfürsorge, über die die Reichsanstalt Mitte des Monats eine besondere Erhebung anzustellen pflegt, eine Abnahme um 2 0 1 0 0 0 Unterstützungsempfänger erfahren. Für den gesamten Monat März und für die Gesamtzahl der Arbeitslosen kann somit eine besonders hohe Abnahme der Arbeitslosigkeit im Monat März erwartet werden. geliefert werden! — Am besten.- Sie machen gleich eine Probefahrt und stellen selbst die vielen einzigartigen Vorzüge fest, die Sie siclx beim Kauf Ihres OPEL sichern. Gleich »Ja« sagen! Denn zu Ostern soll ec doch auch schon eingefahren sein! Wäre es nicht schade, wenn Sie beiseite stehen müßten? Deutscher Sozialismus. Or. Ley spricht in der Spielzeugstadt Sonneberg wir von allein das Verdienst eines Mannes, Adolf Hitlers. Jahrhundertelang hat man gepredigt von dem Glauben, der Berge versetzt, und hier ist zum erstenmal das Wort in die Tat umgesetzt worden. Hier war ein Glaube, der Berge versetzte. Wir brauchen und wollen den Frieden, denn wir haben im Innern zu tun, um all das zu beseitigen, was der Krieg und die Nachkriegszeit dem deutschen Volke gebracht haben. Wir wollen Frieden, weil wir leben wollen! Und so wollen wir dieses Leben nicht um jeden Preis, um ein Linsengericht verkaufen, sondern wir wünschen ein Leben in Ehre. Wir wollen keine Vorrechte vor anderen Völkern. Wir verlangen keine besseren Rechte wie andere Völker, aber wir verlangen gleiches Recht. Sie geben Ihre Stimme um des deutschen Volkes und seiner Zukunft willen unserem Führer, damit er vor aller Welt sagen kann: Wenn ich Ja sage, dann sagt Deutschland Ja und wenn ich Nein sage, dann sagt Deutschland Nein. Am 29. März tritt ein jeder als Soldat für sein Volk ein, im Glauben an Deutschland, im Glauben an Adolf Hitlers es für den Arbeiter ein inneres Glück und eine innere Freude, dieser großen Gemeinschaft der Deutschen angehören zu dürfen. Dies ist der Unterschied gegenüber einst. Der Sozialismus einer überwundenen Zeit war ein toter Buchstabe, unser Sozialismus dagegen ist ein Erlebnis der Volksgemeinschaft, eine Angelegenheit des Herzens, unser Sozialismus will und kann erlebt werdend „Wenn wir heute", so fuhr Dr. Ley fort, „w i e- A M MAIN USSELSHE “9e bei. e öaher Einzel, fluntfe »rbehai. 9nabme ml( 5 ot. Päifdjen ist. Sie gierung ch. daß in ihm Leitung henDöl. irlschafl- e Be- ^verbindliche Probefahrten: Motorwagen-VerkaufSgCSCllSChait HL b. H. Frankfurter Strebe 52 - Telephon Nr. 2847 Hrfatz Nr. 3: Das ständige Organ gegenseitiger erctung, wie es im Zusatz Nr. 1 ins Auge ge- ßt wird, wird durch die Außenmini st er Sonneberg, 24. März. (DNB.) Für die Sonneberger war es eine aroße Freude, den Reichsorganisationsleiter der DAF. Dr. Ley in ihrer Mitte zu sehen. Volksgenossen aus dem ganzen Südthüringer Land waren zu Tausenden gekommen, um Dr. Ley zu hören. Die Straßen prangten in reichem Flaggenschmuck. Mit Gesang und Musik zogen die Formationen durch die Stadt. Als der Abend hereinbrach, erstrahlte die Hauptstraße Sonnebergs im Lichterglanz, und die Jugend bildete ein Fackelspalier, durch das der Reichsorganisationsleiter, der kurz nach seiner Ankunft eine Aussprache mit Arbeitern der Stadt hatte, seinen Weg 3ur Versammlungsstätte nahm. Als Dr. Ley im Gesellschaftshaus, dem Ort der Kundgebung eintraf, scholl ihm ein tausendstimmiges Heil entgegen. „Was ist es", so begann Dr. Ley seine Rede, „was die Menschen heute zusammenführt, warum gelang es uns, die Herzen Millionen deutscher Volksgenossen zu gewinnen, die noch vor vier Jahren unsere erbittertsten Gegner waren und uns ablehnten und bekämpften? Und warum gerade diese Menschen unsere treuesten und eifrigsten Mitkämpfer wurden? Das war vor allem dieses eine: der deutsche Mensch weiß heute wieder, daß er geborgen ist, er weiß, daß sich Adolf Hitler um den deutschen Menschen sorgt. Diese Sorge um den anderen Menschen, dieses Gefühl der Geborgenheit, das ist es, was die Herzen heute erfaßt, und diese Sorge um den deutschen Menschen erschloß uns die Herzen, gab uns das Volk." „Es ist nicht wahr, daß der deutsche Arbeiter jahrzehntelang um lächerliche Lohnpfennige gekämpft hat, sondern der deutsche Arbeiter kämpft feit den 60er Jahren um feine Ehre und seine Achtung, denn er wollte nicht zweitrangig, sondern gleichberechtigt sein. So wurde zeugträger, die schwimmende Flugfelder seien, um die Luftkriegsführung an feindlichen Küsten zu ermöglichen. Der Ausschuß habe zuverlässige Meldungen, daß fremde Nationen 5 bis 10 000 Flugzeuge für militärische Zwecke bereit hätten. ch °n Äq Ä «n m" « »orten. <* di--7-, d°-.' 5 JUIl, e, die Dai' s die ® vernnrl' litten muß. Gerade der Nationalsozialismus hat Regierung Istts den Standpunkt vertreten, daß sich die deuteten, daß heu Minderheiten gegenüber dem Staat, in dem " t j; wohnen, d e r voll st en Loyalität beflei- r in ber Wflen sollen. Diese Haltung ist sicherlich auch in o sehr zu liettltmb bewahrt worden. Wenn sich zudem alle hält es Kulturvölker ernstlich mit dem Problem des Natio- Politik der Kurzsichtigen in Lettland. neuen Schikanen gegen das baltische Deutschtum. De Polizei in Riga hat sich wieder einmal ein I rechnendes Stück gegen die deutsche Minderheit «leitkinbs geleistet. Sie fjat eine große Zahl deut- jhek junger Männer, fast nur lettische Staatsbür- «pr, unter der Beschuldigung der „Geheimbündelei iinb staatsfeindlicher Betätigung" verhaften lassen, ülan darf gespannt sein auf die Begründung, i,ie ton den lettischen Behörden für dieses Vorgehen >,eliifert wird. Es ist nämlich bekannt, daß die Be- hchigten sich in durchaus loyaler Weise 1 ihren geselligen und kulturellen Vereinen betätigt :abm, und daß diese Vereinigungen st a a t l i ch z u - iielassen waren. Sie haben niemals ein Hehl iiiraus gemacht, daß sie als deutsche Minderheit Den geistigen Zusammenhang mit deutscher Kultur tnfred)t erhalten, wie es die Deutschbalten seit jeher ii’lan haben. Dieses Recht ist ihnen von den Regierungen der baltischen Staaten oftmals zuerkannt norden. Nun sagt man in Riga, daß die Verhafteten ^ungdeutschen" sich auch mit dem Nationalsozialismus beschäftigt hätten. Wenn Iran daraus den Beweis staatsfeindlicher Betätigung herleiten wollte, so wäre das eine B e l e i - lli gu n fl, die sich das deutsche Volk entschieden ver- Starker Arbeitseinsatz im März Ö-J - S lh nnO n- sollt'' Jb eh ereiW der glücklich sind und wenn es mit unserem Volk wieder aufwärts geht, und neuem Arbeit und Brot haben, ist das zögen. Die traurige Erscheinung des Kriegsgewinnlers werde es in Italien nicht mehr geben. Die Abgeordnetenkammer, deren Mitglieder ohnehin 3um Teil dem Nationalrat der Korporationen angehörten, werde ihren Platz der Nationalversammlung der Korporationen einräumen, die als „Kammer der Fafci und der Korporationen" eingesetzt werde. Oie Entwicklung der italienischen Militärlustfahrt. Rom, 24. März. (DNB.) Der Staatssekretär im Lustfahrtministerium, General Valle, erklärte der Kammer, daß bei der besonderen geographischen Lage der italienischen Halbinsel kein Punkt des Mittelmeeres der Kontrolle der italienischen Luftwaffe entgehen könne. Die Zahl der Flugzeug- geschwader habe sich fast verdoppelt. Während früher 23 v. H. des Maschinenmaterials eingeführt wurden, sei man jetzt auf 8 v. H. herab- gegangen. Ende Mai würden Bombenflugzeuge eingestellt werden, die mit anderthalb Tonnen Bomben jeden Punkt des Mittelmeeres erreichen könnten. Eine neue Art von Flugzeugen, die die Jagdflugzeuge ersetzen sollten, hätte sechs Maschinengewehre an Bord und könnte außergewöhnliche Geschwindigkeiten erreichen. Der Benzinvorrat sei für jede Möglichkeit ausreichend. Amerika soll 4000 Heeresflugzeuge bauen. Washington, 25. März. (DNB. Funkspruch.) Der Heeresausschuß des Repräsentantenhauses empfahl einstimmig der Vollversammlung den Bau von 4000 Heeresflugzeugen mit der Begründung, alle großen Nationen besäßen jetzt riesige F l u g- der drei Unterzeichnerstaaten gebildet. Dieses Organ wird periodisch, und wenn es die drei Regierungen für opportun halten, zusammentreten. Italiens Kriegswirtschaft. Rom, 23. März. (DNB.) Auf der Jahrestagung des Zentralrates der Korporationen sprach Mussolini über die Korporativwirtschaft in Italien. Der wirtschaftliche „Regulierungsplan" sei, so führte Mussolini u. a. aus, beherrscht von der Voraussetzung, daß .die Nation unweigerlich eines Tages zum kriegerischen Wettkampf gerufen werde. Dementsprechend werde der neue Abschnitt der italienischen Geschichte von dem Gebot beherrscht: in kürzester Zeit die höchstmögliche Unabhängigkeit des wirtschaftlichen Lebens der Nation zu verwirklichen, vor allem auf dem Gebiete der nationalen Verteidigung. Italien lebe in Kriegszeiten. Diese Kriegszeit werde durch die Belagerung, die 52 Länder gegen Italien beschlossen hätten, noch gesteigert. Im fünften Monat der Belagerung, die in der Geschichte Europas als Schandfleck Zurückbleiben werde, fei Italien in der Lage, von neuem zu erklären, daß die Belagerung es niemals in die Knie zwingen werde. Mussolini schilderte dann die Eingliederung der Wirtschaft in den korporativen faschistischen Staat. Man gehe einer Zeit entgegen, in der viele Industrien weder Zeit noch Möglichkeiten zur Arbeit für den Privatverbrauch haben würden, sondern ausschließlich für die Wehrmacht arbeiten würden. Das faschistische Regime lasse nicht zu, daß der einzelne oder Gesellschaften aus diesem Zustande, der von der Nation erhöhte Opfer verlange, Nutzen tkn der Nationalsozialismus führt, besonders auch ii) ne n zugute kommt. Während aber bei- snelsweise in Estland die Leistung des Deutschtums -ntfdjll'b cneikannt wird, ereignen sich in Riga immer neue 1 Übergriffe, die keineswegs geeignet sind, das Ver- eler Ln§ Iillns mit dem Deutschen Reich auf eine dauer- Untere Ehre ist die Treue zum Führer. Der Reichskriegsopferführer zum 29. März. Reichskriegsovferführer Oberlindober erläßt folgenden Aufruf an die deutschen Frontsoldaten, die Männer und Frauen der Nationalsozialistischen Kriegsopferversorgung und die Frontkameraden aller soldatischen Verbände: lieber bie gleichen Brücken, die 1918 den Rückmarsch des deutschen Feldheeres sehen mußten, ist die von Adolf Hitler geschaffene stolze Wehrmacht in ihre neuen Friedensgarnisonen am Rhein eingerückt. Damit hat Adolf Hitler uns alten Soldaten die letzte bittere Erinnerung an den Zusammenbruch und die Jahre der Schmach von der Seele genommen. Und über neue Brücken Adolf Hitlers führt der von ihm aufgezeigte Weg zu einer ehrenvollen Verständigung mit unseren großen Nachbarvölkern! Mit Stolz und mit Dankbarkeit wollen wir deutsche Frontsoldaten diesen Weg mit Adolf Hiller gehen! Die Männer aus dem anderen Graben werden uns nur noch höher achten, wenn wir unserem Führer, den sie alle kennen, in seinem Kampf für den Frieden Deutschlands und Europas Soldaten- und Mannestreue halten. Adolf Hitler hat uns in drei Jahren zur Freiheit geführt. Adolf Hitler hat die Nation vor dem bolschewistischen Chaos gerettet. Adolf Hitler schafft mit eiserner Energie und heißer Hingabe an sein Volk die materiellen und ideellen Grundlagen für den Neubau der Nation. Adolf Hitler gab uns die deutsche Soldatenehre wieder, er schafft und sorgt und kämpft für das gleiche Ziel, für das wir viereinhalb Jahre gekämpft und geblutet haben, für ein glückliches deutsches Volk! Adolf Hitler ruft uns am 29. März auf, mit ihm für das deutsche Volk einzustehen! Das tun wir deutschen Frontsoldaten mit Stolz, Freude und Dankbarkeit. Das tun die Hinterbliebenen unserer toten Kameraden im stolzen Bewußtsein, daß ihr höchstes Opfer für die Nation durch Adolf Hitlers Tat erst seinen heiligsten Sinn bekommen hat. Deutsche Frontsoldaten! Hinterbliebene unserer toten Kameraden! Unsere Ehre ist die Treue zum Führer! Unsere Treue ist unser Bekenntnis zu seinem Werk! Wir marschieren am 29. März geschlossen zur Wahl! Es lebe Deutschland! Es lebe sein Führer Adolf Hitler! Deutsche Kaufleute des Einzelhandels! Der Führer ruft zur Wahl. Das ganze Volk hört feine Stimme, die Stimme Adolf Hitlers, der für fein weiteres Handeln neue Kraft aus der einigen Zustimmung feines Volkes zu holen sich anschickt, und es folgt begeistert feinem Rufe. Wie bisher immer in entscheidenden Stunden, so steht auch diesmal mit allen Deutschen der Einzelhandel einmütig hinter dem Führer im Kampf um Deutschlands Freiheit, Recht und Zukunft. Jeder Tag ungestörter Berufsarbeit verpflichtet euch, Kaufleute des Einzelhandels, zu neuem Dank an den Führer, erfüllt am 29. März eure Pflicht! Beweist eure Dankbarkeit, seid Künder und Werber für das Dritte Reich in euren Geschäften beim täglichen, vertrauten Umgang mit den Kunden. Millionen deutscher Volksgenossen kommen an jedem Tage — vertrauend auf uns und unsere Leistung — in unsere Geschäfte: Zeigt euch als treue Gefolgsmänner Adolf Hitlers und stellt euch mit der ganzen Kraft eurer Persönlichkeit auch in den Dienst des Wahl- kampfes! Was verdanken wir dem Führer? Er hat uns wiedergegeben: Freiheit, Ehre, den Glauben an uns selber! Er hat überwunden: die wirtschaft- licke Not durch Arbeit, die seelische Not durch Entgiftung der geistigen Atmosphäre. Kaufmann mitten im Volk! Beweise, daß du seines Vertrauens wür- dia bist. Laß in der Arbeit des Alltags, im Geschäft deine Worte ein leidenschaftliches Bekenntnis zu unserem Volk, zu Adolf Hitler sein! Jeder tue seine Pflicht! Gott segne den Führer! Dr. Franz H a y l e r, Leiter der Wirtschaftsgruppe Einzelhandel. Oie Arbeitsfront zum Volkstag für Ehre, Freiheit und Frieden. Die Deutsche Arbeitsfront gibt bekannt: Männer und Frauen der Deutschen Arbeitsfront! In Erfüllung des vom Reichswahlkampfleiter Reichs- Minister Dr. Goebbels erlassenen Aufrufes vorn 24. März dieses Jahres nehmen am Freitag, dem 27. März 1936, sämtliche in der Deutschen Arbeitsfront zusammenaeschlossenen Schaffenden an den Betriebs- und Hausge- OPEL schon von RM 1650 an a.W. Rom. 24. März. (DNB.) Am Dienstagnachmit- IM pinölia Dg Durde der Wortlaut der am Montag unterzeich. klprediungt? ntrter dreiZusätzezuden römischenPro- gehallci ti)to U e n vom 17. März 1934 veröffentlicht. Diese besagten Sfr ÄMe lauten: ’ 11 3U satz Nr. 1: Der italienische Regie- \ mieber in- F,UI' 9 s d) e f, der österHichische Bundes- ' . , 2i f IM l e r und der ungarische Ministerprä- - ,2 n t, die am 23. Marz 1936 in Rom zusammen- unldjenstw aekonmen sind, stellen mit Befriedigung die g ü n - Ergebnisse fest, zu denen die stetige % bit Zapnmenaroeit der drei Regierungen zur Auf - e'mzubei.' reit terhaltung des Friedens und zum । ersch tW Vkirt s ch a f t l i ch e n Wiederaufbau Euro- u(ammn1 p|ar geführt hat. Sie bestätigen feierlich ihren Willentlichen S1 IM, Öen politischen, wirtschaftlichen und kulturellen jj Grundsätzen der römischen Protokolle vom 17. März 111)34 treu zu bleiben, erkennen als Interesse ihrer an, immer mehr auf allen Gebieten Ittul! *lcr Ergehen mit den weiteren Entwicklungen in Mnl ang zu bringen, die die europäische Lage neh- nitn kann, und beschließen, ei n e Gruppe z u ball)' e n und zu diesem Zweck ein dauerndes Cican gegenseitiger Beratung zu jon d -------------- ifter hem : ch.Mismus beschäftigen, wenn zahllose Reisende Klärunc Q^er Welt Deutschland aufsuchen, um dieses Dienstag 'Women an Ort und Stelle au studieren, so wird n b o n jy ,1Qn ein ähnliches Interesse junger Deutschbalten bann am "ich als Verbrechen bezeichnen dürfen, es fei denn, igehenbi MMpn die Eigenschaft des Deutschtums der ofitincn l ttichen Polizei als „staatsgefäbrlich" gilt. chen Regie- r6 deutsche Reich hat stets Wert darauf gelegt, ä <1114 mit den kleinen Nachbarstaaten des Nordostens - in guten Beziehungen zu stehen. Diese selbst wissen f hrgut, daß der Kampf gegen den Bolschewismus, n 20. W |:ift| friedliche Grundlage zu stellen. Die neuen jchlaae über- Willkürmaßnahmen sind ein Beitrag für diese falsche Völkerbund-- ^Eik. r Ertrages m Drei Zusätze R dn w g|U ^11 römischen Protokollen. R M perforiert verhaftet, darunter 6 6 Offiz tärischen nationalen Kräfte. Da die Immunität der und ihn so in die Hand der Nachkommen der Vorstand. 1869Ü Aus mein. Haus- Opel 2. zä w- ii statooi. Vereins- «amoiett haus habe ich noch o Reste von Wein, wSßk i 8 9 Sviritnosen und Notsitzen, 1,8 X5., 2ffinumiiwin nai Schaumwein 6-Zyl., Baujahr Miele Modell 1956 1849 । Drogerie miA Kreuiplitx 10 Mater-TahrrcuL 4700 3800 5000 9000 325 12800 4000 qm Auskosserng qm Betonunterbau m Randsteine umsetzen qm Pflasteraufbruch cbm Profilbeton qm Pflasterung und billig z.verk. 01379 Anton Wickert Liebigstraße 20. | Kaufgesuche""| Das ideale Verkehrsmittel für\ alle Berufe in Stadt und Land. Fahrradhaus Aßmann Gießen, Neustadt 20 1197 v Nationalsozialismus schafft fruchtbaren Methoden aus Sümpfen und ödem Land. Allein im hessischen Med unserer fieimat wurden 1935/35 insgesamt 25 000 ha Neuland gewonnen. In 680 000 Tagewerken wurde diese Lei- ftung vollbracht. 47 OOO ha werden bis zum Jahre 1937 der Bebauung überwiesen. Diese Zahlen umfassen eine Leistung deS nationalsozialistischen Deutschlands, der in ihrer Art auf der Welt nichts gleichwertiges an die Seite gestellt werden kann» lonneiH4 AlllUllWIZ abzugeb. Bestell erb. wir v.Postk. OamplsagewerkLollar B.NuhnA.G.,Lollar. bi e Polizei den Senator Abel Cher^ m 0 n t sowie mehrere Abgeordnete, denen sämtlich eine Teilnahme ander kommuni st i sch en r . \ . .. 1 Ci SIDiHa mittags, 2-4 Uhr chmittags. gewonnene Boden, soll vorhandene bäuerllche Ve> triebe durch Anliegersiedlung auf Erbhofgroße bringen und damit lebensfähig machen, und außerdem durch Neusiedlung neue lebensfähige Erb. Höfe schaffen. 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Schon auf der Hinfahrt wurden die bestehenden Klafsenrekorde Jenkins über 5 Kilometer, 5 Meilen und 10 Kilometer und der Weltrekord des Engländers Eyston über 10 Meilen glatt und bedeutend Überboten. Auf dem Rückweg hatte dann Hans Stuck mit leichtern Rückenwind eine noch schnellere Fahrt. Als „Mittel" wurden schließlich für den 10-Meilen-Weltrekord 3:22,225 Minuten und 268,921 Stundenkilometer ermittelt. Damit hatte der alte Rekord Eystons von 250,315 Stundenkilometer eine Verbesserung um über 18 Kilometer erfahren. Die Klassen-Rekorde des Amerikaners Jenkins wurden noch deutlicher geschlagen. Im einzelnen war das Ergebnis der 10-Meilen- Fahrt wie folgt: Weltrekord: über 10 Meilen: 3:22,225 Min. = 286,496 Stundenkilometer (alter Rekord: Eyston 268,921 Stundenkilometer). Internationale Klaffen-Rekorde: (Klaffe B 5000 bis 8000 Kubikzentimeter) über 5 Meilen 1:39,535 Min. = 291,185 Stundenkilometer (alter Rekord: Jenkins 226,833 Stundenkilometer); 10 Kilometer: 2:04,735 Min. = Auf der Reichsautobahn zwischen Frankfurt und Darmstadt.—Fünf neue Weltrekorde und sieben internationale Klaffenrekorde. L 83 ist das Kennzeichen für ein weiter vervollkommnetes Odol mit erhöhter bakterientötender Wirkung. Spiele Oeffentliche Handelslehranstalt 6 Oberrealschule 6 Höhere Prioatschule 6 Gymnasium 6 r( 3tonfhir rudgebiet t and mit er Dabei (jof; ,1 unfreunblb eingestellt.^ 1 ache Tiesdr r bestimm m-Gebiet t Sportverein 1920 Lollar. Sportfreunde Wetzlar I — Lollar I 0:4 288,743 Stundenkilometer (alter Rekord: Jenkins 226,467 Stundenkilometer); über 10 Meilen: 3:22,225 Min. = 286,496 Stundenkilometer (alter Rekord: Jenkins 250,315 Stundenkilometer. Gegen 14 Uhr wurde dann der Wagen für die „große" Fahrt, die Langftreckenfahrt über 100 Meilen (160,9 Kilometer), startfertig gemacht. Kurz nach 14 Uhr ging Hans Stuck auf die Strecke. Nach einer Fahrzeit von 36:08,1 Min. waren die 100 Meilen von Frankfurt nach Heidelberg und zurück geschafft. Das erzielte Stundendurchschnitts-Tempo betrug 267,210 Kilometer! Hans Stuck war also um mehr als 10 Stundenkilometer schneller aewesen als Eyston, der es auf feiner letzten Rekorofahrt mit einem selbst konstruierten unb gebauten Wagen auf einen Durchschnitt von 256,846 Stundenkilometer gebracht hatte. Den übrigen Welt-Rekorden Eystons über 50 Kilometer, 50 Meilen und 100 Kilometer wurde von Hans Stuck auf der gleichen Fahrt natürlich ebenfalls das Lebenslicht ausgeblasen. Im gleichen Zuge stellte Hans Stuck vier internationale Klassen-Rekorde der Klasse B (5000—8000 ccm) auf. 21m Montag führten die beiden Zeppeline „Graf Zeppelin" und das neue deutsche Luftschiff „LZ 129" zum erstenmal eine gemeinsame Fahrt durch, die gleichzeitig auch die erste Passagierfahrt des neuen Zeppelins war. Die Luftschiffe sind ein Beispiel des großartigen deutschen Aufbauwillens, mit dem der Führer alle Volksgenossen erfüllte, und ein Beweis für das friedliche Vorwärtsstreben unseres Volkes. — (Presse-Bild-Zentrale-M.) 3 Jahre Nationalsozialismus. Wunderwerke deutscher Technik wurden geschaffen vorsig-eokomotioe ffic 200 km-Std. Deine Stimme dem Führer l Stundenkilometer (ein Rekord bestand bisher nicht). Die 10-Meilen-Fahrt wurde mit fliegendem Start, die lOO-Meilen-Fahrt mit stehendem Start durch- geführt. Die erzielten Rekorde erhalten erst dann Gültigkeit, wenn sie vom Internationalen Automobil-Verband (AJACR.) bestätigt wurden. Der Unterschied zwischen „Weltrekord" und „Internationaler Klassen-Rekord" besteht darin, daß als Weltrekorde nur die über eine bestimmte Strecke (z. B. 100 Meilen) oder in einer bestimmten Zeit (z. B. eine Stunde) erzielten absoluten Geschwindigkeits-Rekorde anerkannt werden. Als Internationale Klassen-Rekorde werden dagegen die in den einzelnen Wagen-Klassen gefahrenen Geschwindigkeits-Rekorde geführt. Hans Stucks verwegene Fahrt. Punkt 14.21 Uhr wurde Hans Stuck am Kilometerstein minus 3,5 nördlich des Autobahnhofes Frankfurt a. M.-Süd gestartet. Er war bald nicht mehr zu sehen. Vom Zeitnehmer-Zelt aus konnte man aber den Verlauf der Fahrt genau verfolgen. Schon nach knapp fünf Minuten kam die erste Meldung: Hans Stuck hatte Darmstadt um 14.26 Uhr passiert. Um 14.31 Uhr war Lorsch erreicht, um 14.35 Viernheim und um 14.38 Uhr schon der Wendepunkt Heidelberg. Inzwischen waren aber auch schon die beiden ersten Rekorde gefallen: über 50 Kilometer und 50 Meilen. Stuck mußte dann am Heidelberger Wendepunkt bis auf 20 Stundenkilometer herabgehen und verlor dadurch Zeit, die er aber dann schnell wieder aufholte. Um 14.43 Uhr meldete sich Viernheim, um 14.46 Uhr wurde Lorsch durchfahren, sechs Minuten später Darmstadt und gleich darauf hörte man das tiefe Brummen des Wagens. Es wurde lauter und lauter, bis Hans Stuck mit einem 3O0-Kilometer-Tempo an den jubelnden Zuschauern vorbei übers Ziel brauste. Die Uhr zeigte genau 14.57. Der lOO-Meilen-Rekord Eystons war gebrochen, um über zwei Minuten und zehn Stundenkilometer unterboten. Am Depot schälte sich Hans Stuck lachend aus dem dampfenden Wagen und nahm die begeisterten Glückwünsche feiner getreuen Helfer entgegen. Von seiner Fahrt berichtete er, daß er je 15 Kilometer auf der Hin- und Rückfahrt bei Darmstadt durch strömenden Regen rasen mußte. Die Reisen bestanden die Probe. Gleich nach Ankunft des Wagens wurden die neuen Rennreifen der Continental-Werke einer ersten Untersuchung unterzogen. Das Ergebnis befriedigte die Ingenieure in jeder Beziehung. Die Abnutzung hielt sich im Rahmen des Erwarteten. Hans Stuck hätte mit den Reifen noch gut weitere 20 Kilometer im gleichen Tempo zurücklegen können, ohne einen Schaden befürchten zu müssen. Die Drucksteigerung war gering, die Temperatur des Reifens daher auch nicht übermäßig groß. Sie wurde allerdings durch das kühle Wetter und die teilweise regennasse Bahn günstig beeinflußt. Winterkampfspiele der Schulen. Oeffentliche handelslehranstalt Dezirksmeister im Fußball. Im Verlaufe der Rückrunde kam es bei den Fuß- ballkämpfen der Schulen zu besonders scharfen und spannenden Kämpfen. Nach der Überraschenden 0:2= Niederlage der Höheren Privatschule durch das Gymnasium schied diese als Anwärterin auf die Meisterschaft aus. Da das Gymnasium infolge feines schlechten Abschneidens in der Vorrunde nicht mehr für den ersten Platz in Betracht kam, konnte der mit Zwei Punkten Vorsprung führenden Öffentlichen Handelslehranstalt nur noch die Oberrealschule gefährlich werden. Das Spiel dieser beiden Schulen ging nach einem äußerst lebhaften und hartnäckigen Kampfe unentschieden aus. Die Oeffentliche Handelslehranstalt konnte damit als einzige Schule die Spiele ungeschlagen beenden. Die Schlußlabelle. „Od) habe mich in den 3 letzten Fahren bemüht, langsam aber stetig die Voraussetzungen für eine deutsch-foimzösische Verständigung zu schaffen." (fldolf yitler und der französische Botschafter) Deine Stimme dem Führer! ]60r»nrt. $5 uhb B tf. Das Ergebnis der LOO-Meilen-Uekordfahrt Weltrekorde: 50 Kilometer: 11:17.0 Min. = 265,878 Stundenkilometer (alter Rekord: Eyston 255,114 Stundenkilometer); 5 0 Meilen: 17:55.4 Min. = 269,375 Architekten über das große KdF.-Bad. — Für 2 Mk. einen Tag Ostsee-Freuden. Von unserem Sonderberichterstatter. ... (0:2). 21m Sonntag trat Lollar mit vier Mannschaften auf den Plan. Mit ungefähr 50 Schlachtenbumm- lern 9mg es nach Wetzlar zum ersten Aufstiegs- wlel. Beide Mannschaften traten mit Ersatz an. Dollar war während des ganzen Spielen über- legen. Der Halbrechte und die Mittelstürmer sorgten ur eine 2:0 Halbzeitführung. Nach der Pause brachten einige Eckbälle nichts ein. Endlich in der 36 und 42. Minute stellten der Mittelstürmer und Halblinke das Endresultat her. Die Gastgeber Wett- lar spielten sehr hart. Die Lollarer Jugend war körperlich überlegen, unterschätzte deshalb den Gegner und W KB brets u,' • 7^'1 ' °d«n JI fc "PI li; »«■ bi. 4 7 int. ft« Werkes j|. *) 0 f e n. j I 9c ® o nn. WI Klechkr'x 5| Hm ern geftarj. D'ese kW em Tebiei L der gesih: l1 Stabt W rrmoalb, bii WstimmuH ib aus bem sten unb all.- ebigstraße!' Stadthaus. Lergstrahe' soühe Hebels- es* der Schm oetltgl”* SlttM W* ft nun i« -7.7»- und O-S- nblung im ,8/9 und ... !- nur zwei Toren Unter- Wirtschaft 62,8 d. S). im Januar auf Frankfurt a. M. Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L Arankturi a. JJl. 23erlin Schluß- tsa- Schluß- NS kurs börfe fur* börse Datum | 23-3- 24.3. 114,5 114,5 - 27 27,4 I - 89 - I 1981 198 1 1981 86 83,25 159,75 222 107,5 123,75 115,4 159,4 107,25 123,25 115,4 159 108,5 122,9 115 63,29 81,15 33,73 35,5 142 125,5 139,5 116,13 130,5 124,9 137,5 174,5 129 35 142,5 124,9 139,5 115,5 130,5 124,4 137 174,75 128,25 159,13 222 108,4 123 114,4 98,75 50,13 90 123,5 86,5 129,4 98,5 162,5 76,5 33,25 326 174,5 182,75 135 124,9 221 115,65 84,25 18,9 124,5 123,5 181 2,447 41,96 54,75 12,275 16,38 169,01 61,69 114,25 96,5 101,13 101,13 97 97 109 , u 10 95,75 116 116 91,5 162 132 87 84,4 95,9 115,65 116 91 35 142,9 125 139,75 115,9 130,9 124,5 138,25 174 128 50,25 90 123,75 86,5 98,5 162,25 33,25 325 182,75 115,25 84,13 18,75 124,5 123 35 142,75 123,65 139,75 116 130,9 124 137,25 174,5 127,5 (Schlußkurs 116 85,4 19 125 123,5 49,75 90 123,N 86,5 98,5 162,75 33 329 175 183,5 96,25 116,25 116,5 91,5 164 131,75 86,5 84,4 98,75 49,75 90 122 129,25 98,4 163 75,5 32,9 329,5 175 184 27,4 . 5 . 0 . 7 0 - 8 0 . 0 71/. 12 . 8 96,13 115,9 116,5 90,5 163,75 130 85,9 83,13 101,13 97 97 109 31,75 1,4 8,65 8,55 8,75 13,9 114,25 96,5 101,13 101,25 97 97 109 31 1,35 8,65 8,6 8,5 13,75 9.13 A.E.G. Bekula 101,25 97 97 109 31,4 1,25 8,65 8,45 8,55 13,9 63,4 v. H. der Arbeiter- gestiegen. Die Zahl der hat von 57,4 0. H. auf Erneute Wirtschastsbelebung das Kennzeichen der Frühjahrsbilanzen der Banken. Die soeben bekanntgegebenen Februarbilanzen der Banken lassen eine weitere erfreuliche Belebung der Wirtschaft erkennen. Erhöhte Kreditansprüche (rung 32 Millionen Mark bei den Berliner Großbanken), verstärkte Inanspruchnahme der eigenen kurzfristigen Bankguthaben seitens der Wirtschaft (Abzüge ca. 71 Millionen Mark bei den gleichen Instituten), interessänterweise bei gleichzeitiger Steigerung der längerfristigen Depositenkonten (plus 76 'Millionen Mark) sind die bilanzmäßigen Merkmale der Entwicklung. Auch die Spareinlagen der Banken haben einen nicht unerheblichen Zuwachs erhalten (bei den Berliner Großbanken insgesamt 7 Millionen Mark), ein Beweis einmal, wie stetig sich trotz der recht beträchtlichen Inanspruchnahme des Kapitalmarktes infolge der Schuldenkonsolidierung des Reiches und der öffentlichen Betriebe die Kapitalbildung vollzieht, ein Beweis aber auch dafür, wie die Sparerkundschaft die Banken aufsucht, die heute dem Spargeschäft eine ungleich erhöhte Aufmerksamkeit als früher zuwenden, und die bekanntlich nach den Bestimmungen des Reichsgesetzes über das Kreditwesen gehalten sind, die Spareinlagen nach den gleichen Grundsätzen zu verwalten, wie die Sparkassen. Auch der Außenhandel zeigt eine weitere erfreuliche Belebung, die sich in den anwachsenden Ziffern der Rembourskredite (fast 7 Millionen Mark bei den Berliner Großbanken) widerspiegelt. Die Frühjahrsarbeiten sowohl im öffentlichen, als auch im privatwirtschaftlichen Sektor, insbesondere die mit Eintritt der besseren Witterung erhöhte Bautätigkeit, bilden den wichtigsten Untergrund für den neuen Aufschwung. Es steht zu erwarten, daß auf das gute Frühjahr kein schlechter Sommer folgen wird. Was die frankfurter Frühjahrsmesse Mietet. Bon der Pressestelle des Frankfurter Messeamtes wird uns geschrieben: Die Frankfurter Frühjahrsmesse, die bekanntlich auf die Tage vom 29. bis 31. März verlegt werden mußte, wird nach der notwendig gewordenen räumlichen Ausdehnung eine bedeutende Erweiterung des Angebotes bringen und damit für Besucher und Einkäufer ein abgerundetes und übersichtliches Bild in sämtlichen Abteilungen geben. Besonders umfangreich wird die Abteilung Möbel werden, die an Ausstellungsfläche und an Zahl der Aussteller die letzte Möbelmesse in Frankfurt a. M. um rund 30 v. $). übertreffen wird. Bon besonderer Wichtigkeit ist die Tatsache, daß es maßgebliche Steigerung der Erzförderung im (Hau Hessen-Nassau um über 300%. Die Zahl der in den Eisensteingruben des Gaues Hessen-Nassau beschäftigten Bergleute stieg von knapp 800 seit der Machtübernahme auf über 3300 Mann. Dementsprechend erfolgte eine Erhöhung der Förderung von knapp 200 000 Tonnen im Jahre 1932 auf fast' 850 000 Tonnen im Jahre 1935. Der Erfolg wurde erziehlt durch die staatliche Förderung und durch bevorzugte Tarife seitens der Reichsbahn. Während nach 1932 jede Bohrtatigkelt ruhte, wurden im Jahre 1935 insgesamt 90 Bohrlöcher auf Eisenerz mit insgesamt 8950 Meter niedergebracht. Hiervon waren 30 v. H. fündig, so daß eine erhebliche Vergrößerung der im Gau auf ca. 100 Millionen Tonnen bekannten Vorräte an Eisenerz erziehlt wurde. Die Notwendigkeit zur Erweiterung der eigenen Eisenerzversorgung führte zur Entwicklung von Derhüttungsverfahren für solche Eisenerze, denen infolge ungünstiger Zusammensetzung der Erzcharakter bisher überhaupt abgesprochen wurde. Die dadurch herbeigeführte Verbreiterung der Erzgrundlage hat sich zwar im hiesigen Gau bisher noch nicht ausgewirkt, doch wird man in absehbarer Zeit damit rechnen können, daß man unter Zuhilfenahme dieser Erze zwei Drittel = 66 v. H. der deutschen Eisen- und Stahlerzeugung aus den eigenen Gruben wird decken können. Nach dem Verlust des Eisenerzreviers in Lothringen und der sorglosen Hingabe von Mitteln während der Systemszeit war der deutsche Anteil an unserem Rohstoffbedarf in Eisenerzen auf 15 v. H. gesunken. Parallel damit erfolgte eine Erhöhung der Belegschaft auf den Blei- und Zinkerzgruben des Gaues, ferner die Wiederbelebung des Phosphoritbergbaues auf neuer, von der Partei eingebrachter gesetzlicher Grundlage, ferner des Kupferbergbaues und des auf den hiesigen Gau beschränkten Bauxitbergbaues. Ein erheblicher anteilmäßiger Betrag vom deutschen Quecksilberbedarf Deutschlands, also etwa bis 50 v. H., wird seit kurzem im eigenen Lande gewonnen. Zwar liegen die Hauptlagerstätten, sowie die Erzeugungsstätte im Nachbargau Pfalz-Saar, doch ist die Fortsetzung des Vorkommens auf den hiesigen Gau im hessischen Gebiet mit dem gelegentlichen Einbezug auch dieses Teiles in die Erzeugung zu rechnen. Vie Beschäftigung der Industrie im Februar. Einsehen der Frühjahrsbelebung. Fwd. Der jahreszeitliche Rückgang der industriellen Beschäftigung hat im Februar nur noch auf Teilgebieten angehalten; in einer großen Zahl von Industriezweigen hat bereits die Frühjahrsbelebung eingesetzt. Insgesamt hat sich die Beschäftigung der Industrie leicht erhöht. Nach der Jn- dustrieberichterstattung des Statistischen Reichsamts ist die Zahl der beschäftigten Arbeiter von 1,35 8,65 8,6 8,5 13,8 M3 Platzkapazität im Februar geleisteten Arbeiterstunden , 58,4 v. H. der Arbeiterstundenkapazität zugenommen. Die durchschnittliche tägliche Arbeitszeit ist gleichfalls gestiegen, von 7,35 auf 7,44 Stunden. Schultheis Patzenhofer .......4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg...................5 4% Oesterreichische Goldrente.... 4,20% Lesterreichische Stlberrente 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4*4% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Goldmertkaner von 99 4% Türkische BagdadbahN-Anleihe Serie I .. Zellstoff Waldhof ........ Zellstoff Aschaffenburg ... Dessauer GaS ........... Daimler Motoren........ Deutsche Linoleum....... Orenstein & Koppel ...... Westdeutsche Kaufhof..... Accumulatoren-Fabrik.... Eontt-Gummi........... Elektr. Lieserungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ........... 6*4 Felten & Guilleaume......... 4 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ 6 Rhein. Wests. Elektr..........e Schultert L Co............... 4 Siemens« Halske............7 Lahmeyer S Eo.............7 Buderus ................... 4 Deutsche Erdöl ..............4 Harpener...................0 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 8 Ilse Bergbau ...............6 Ilse Bergbau Genüsse........6 Klöcknerwerke ...............8 ManneSmann-R ihren........0 Grttzner.................. o| Mainkraftwerke Höchst a.M.... 4 Süddeutscher Zucker ------ 101 Firmen aus den verschiedenen Teilen Deutschlands sind, die den bisherigen Ausstellerkreis der Frankfurter Möbelmesse erweitern. So wird der Movel- handel in diesem Jähre seine Einkäufsmoglichkelten sowohl auantitaiv als auch qualitativ aufs beste vorfinden. Alle Einzelsparten des Möbelfachs sind ausreichend vertreten, um jedem Geschmack und ledern Bedarf gerecht werden zu können. Der Markt für Haus- und Küchengeräte als wichtigste Einkaufsmöglichkeit für den ganzen Sudwesten Deutschlands einschließlich des Saargebietes konnte gleichfalls eine Vermehrung um rund 20 v. H. erfahren. Das Angebot ist in den verschiedensten Artikeln sehr umfangreich. Besonders stark werden die Gruppen Aluminiumwaren, Blech- und Lackier- waren, Emaillewaren, Glas-, Porzellan- und Steingutwaren, Haushaltmaschinen sowie Metallund Stahlwaren beschickt sein. Reich ist auch das Angebot in Besen, Bürsten, Bohner, Fußmatten, Holzwaren, Kaffeemühlen, Pinsel und Waagen. Sehr gut ist ferner der Markt in Kesselöfen, Kochgeschirren Korbmöbel, Seilerwaren, Tonwaren, Keramik, Waschkesseln, Waschmaschinen sowie Werkzeugen. Außer diesen Gruppen findet der Einkäufer eine reichhaltige Uebersicht der wichtigsten Gegenstände des Bedarfs in Haus und Küche. In einer besonderen Abteilung werden Spielwaren der verschiedensten Art, Puppen, Spiele, Zelluloidwaren und Christbaumschmuck zusammengefaßt ein mageres 1:1 gegen Londorf auf des Gegners Platz. Die ersten Schüler verloren unverdient hoch mit 1:5 gegen Watzenborn-Steinberg. Die Jüngsten dagegen machten ihre Sache sehr gut und überfuhren in ihrem ersten Spiel die ersten Schuler aus Wißmar mit 6:0 Toren. FCl. Mddingshausen. Rüddingshausen I — Geilshausen I 6:1 (3:0). Zum letzten Verbandsspiel trat Geilshausen in Rüddingshausen an. Mit einem überlegenen 6:1- Sieg konnte Rüddingshausen das Spiel für sich entscheiden. Sofort nach Anstoß merkte man eine kleine Ueberlegenheit der Einheimischen. Em Weitschuß des rechten Läufers brachte Rüddmashausen in Führung. Dann waren die Einheimischen klar überlegen und konnten bald auf 3:0 erhöhen. Nach Halbzeit ergab sich das gleiche Bild. Ein Elfmeter ergab das 4:0. In der Folge kam Geilshausen durch einen scharfen Schuß zum Ehrentor, 2Iber Rüddingshausen erhöhte zum Schluß auf 6:1. Schiedsrichter Hofmann (Wieseck) leitete gut. Handball im Kreis Lahn Oi11(Gau XII) Pflichlspiele: Mit dem TV. Dörnigheim sind nunmehr alle Stafselsieger des Bezirkes I ermittelt. Dörnigheim, Wetzlar und Vilbel werden unmehr unter sich ausmachen, wer von ihnen zur Gauklasse aufsteigt. Freundschaftsspiele. TV. Heuchelheim — MTV. Gießeti 7:8 (2:5): Mit einem äußerst knappen Ergebnis trennten sich die beiden obigen Mannschaften in einem außerordentlich schnellen und schönen Spiel. Auf beiden Seiten gab es ausgezeichnete Leistungen und die Mannschaften waren sich vollkommen ebenbürtig. Aus dem Grunde hätte mit genau demselben Ergebnis auch Heuchelheim gewinnen können, zumal man gerade dort außerordentliches Schutzpech feststellen konnte. Auf alle Fälle kann festgestellt werden, daß sich der Zuwachs, den Heuchelheim erhalten hat, sehr günstig auf die Mannschaftsleitung ausgewirkt hat und daß man bet genügendem Zusammenspiel noch mit guten Ergebnissen rechnen kann. TV. hausen — TV. Dutenhofen 6:9. Daß Dutenhofen zur Zeit über eine ausgezeichnete Elf verfügt, mußte auch Hausen am Sonntag erfahren. Dem technischen Können der Gäste konnten die Platzbesitzer nur großen Eifer entgegensetzen, der aber allein nicht ausreichte, um wenigstens einigermaßen standzuhalten. Unter diesen Umstanden geht das Endergebnis vollkommen in Ordnung. TV. Allendorf (Lahn) — TV. Dutenhofen II 4:4. Schluß!. Abend« börse 24-3. 100,5 97,9 103,13 110,65 100,1 98,25 96,4 100,9 23 3. 100,5 97,65 102,9 110,5 100,1 98,25 96,4 100,9 24.3. 135 23-3. 137 125,65 227,75 116,5 85,5 19,13 125 124 180,5 sein. . * Opel Automobil-Versicherungs- A G. In der gestrigen Generalversammlung wurde der Geschäftsbericht für das Jahr 1935 genehmigt. Das Kasko- und Haftpflicht-Geschäft erbrachte einen Gewinn von 65 618 Mark. Einschließlich der Wertänderungen der Kapitalanlagen betrug der Gesamtgewinn 91766 Mark (im Vorjahre 69 369,79 Mark). Aus dem Jahresgewinn wird eine Dividende von 6 v. H. des eingezahlten Kapitals verteilt und der Restbetrag auf neue Rechnung vorgetragen. Der Aufsichtsrat wurde in seiner bisherigen Besetzung wiedergewählt. Nhein-Mainische Börse. TNittagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 24. März. Die Börse lag heute nach der Befestigung von gestern wesentlich ruhiger, da nennenswerte Kundenaufträge nicht Vorlagen. Die Kulisse schritt verschiedentlich zu Gewinn- mltnahmen, so daß die ersten Notierungen am Aktienmarkt überwiegend um Bruchteile eines Prozentes niedriger eröffneten, doch war die Haltung bei unverändert freundlicher Grundtendenz auf Grund günstiger Wirtschaftsmeldungen nicht ganz einheitlich. Von chemischen Werten gingen IG. Farben auf 159,25 (159,75) zurück, Scheide- anstalt und Deutsche Erdöl blieben voll behauptet. Für Elektroaktien überwogen Abbröckelungen von 0,25—0,50 v. H., Bekula notierten jedoch 0,40 v. H. höher. Von Montanaktien setzten Buderus 0,40 v. H. fester ein, während Klöckner 1 v. H., Mannesmann 0,65 v. H. und Verein. Stahlwerke 0,40 v. H. nachließen; Hoesch blieben behauptet. Don Kaliaktien notierten Westeregeln mit 123 (123,50). Maschinen- unb Motorenwerte lagen größtenteils unverändert ober nur um Prozentbruchteile nach beiben Seiten abwechselnb. Reichsbank gingen um 1 v. H. auf 179,50 zurück, ferner verloren Kunstseibe Aku 0,75 v.H., Zellstoff Walbhof 0,65 v. H., Felbrnühle Papier 0,25 v. H. Fest lagen Holzmann auf Diviben- behoffnungen mit 101 (99). Schiffahrtsaktien lagen uneinheitlich, Hapag unv. 15,50, Norbb. Lloyb 17 (17,25). Don Auslanbswerten kamen Chabe A—C mit 329 (325) unb Montecatini mit unv. 54 zur Notiz. Am Rentenmarkt war bas Geschäft auch nur klein unb bie Kurse lagen meist unveränbert. So Altbesitz, späte Reichsschulbbuchforberungen unb Kommunal-Umschulbuna. Fester waren Zinsvergütungsscheine mit 93,50 (93,40), ferner erzielten zertif. Dollar-Bonbs Erhöhungen von 0,50—0,75 v. H.; 6proz. Preußen 63,25 (62,50). Don Jnbustrie-Obli- gationen 6proz. Verein. Stahlwerke 102,50 (102,65). Nach ben ersten Notierungen ergaben sich am Aktienmarkt teilweise leichte Befestigungen, so u. a. bei IG. Farben auf 159,50 nach 159,25, Hoesch 91,50 nach 91,40, Westbeutsche Kaufhof 33,50 nach 33,13 unb AEG. auf 35 nach 34,75. Im Verlaufe stellten sich aber roieber leichte Rückgänge etwa auf Anfangsbasis ein, bas Geschäft bewegte sich in engsten Grenzen. Von später notierten Werten gaben Mcmsfelber 2 v. H. nach auf 135, währenb Akkumulatoren auf 175 (173) anzogen. Am Kassa- markt gaben DD.-Bank auf 91,50 (92) nach. Am Rentenmarkt waren zertif. Dollar- Bonbs auch im Verlaufe weiter gesucht unb nochmals 0,25—0,50 v.H. höher, sonst ergaben sich keine Veränberunaen. 5proz. Verein. Stahl 98,13 (98,90). Der Pfanbbriefmarkt blieb ziemlich unveränbert, auch Stabtanleihen wiesen kaum Abweichungen auf. Von Auslanbsrenten lagen Schweiz. Bun- besbahn sehr fest, 4proz. ca. 200 (195), 3,5proz. ca. 187 (184). Im Freiverkehr waren Karstabt gefragt und fest Allendorf trat zum ersten Mal mit einer neuen, aus jungen Spielern zusammengestellten Mannschaft ab, die sich recht gut anließ. Das unentschiedene Ergebnis gibt den Spielverlauf wieder. TV. Münchholzhausen — Tgb. Friedberg 16:7 (7:5). , Ein recht schönes Ereignis konnte Münchholzhausen gegen die Friedberger Turngemeinde herausholen. Obwehl feststeht, daß die Gäste bet weitem nicht mehr die gefürchtete Mannschaft vergangener Jahre sind, so verfügen sie immer noch über eine ansehnliche Spielstärke, die sich besonders tn dem Halbzeitergebnis von nur zwei Toren unterschied widerspiegelt. ^ch'ußk. ’W”* Mittag. mit 60 (56,50), während Kali Wintershall trotz bei Dividendenerhöhung mit 106 (107) etwas zuruck, gingen. Wayß & Freytag 94 (93'50). Tagesgeld sehr leicht mit 2,50 (2,75) v. H. Mbenbbörfe ruhig. Im Abendbörsenverkehr herrschte auf nahezu allen Marktgebieten Geschäftsstille und nennenswerte Kursveränderungen gegen den schon etwas leichteren Berliner Schluß traten nicht em. Don Kassawerten wurden Verein. Ultramarin auf 132 (129,50) erhöht, Aluminium Neuhausen wurde mit 348 (gestern 335) wieder notiert. Am Rentenmarkt erhielt sich weitere Nachfrage nach zertif. Dollar» Bonds bei etwa 0,25 v. H. höheren Kursen; 6 v.H. Preußen 64 bis 64,25, 6 v. H. Spargiro 64, 7 v. H. Spargiro 64,50 6 v.H. Frankfurter 63,50. Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt. Frankfurt a. M., 24. März. Gemüse: Angebot von Kohlgemüse mengenmäßig noch gut, gütemähig jedoch stark nachlassend. Treibhauserzeugnisse werden in zunehmendem Maße angeboten; Salatangebot im ganzen gegenwärtig etwas knapp. Geschäft rege, Preise für Salat und Wirsing höher. Ausländisches Angebot von Blumenkohl unb Salat knapp, Preise anziehend, Verkauf flott. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 12 und 18 Stück 4,00 bis 4,25 (itaL), Feldsalat, groß 50 bis 70, klein (Mistbeet) 80 bis 100, Gelbe Rüben 3 bis 4, Gewürze!, großes Bündel 30 bis 40, Salatgurken (Treibhaus), Stück 60 bis 75, Kohlrabi (Treibhaus), Stück 25, Kopfsalat (Treibhaus), Stück 30 bis 35, do. Steige 24 Stück 6,50 bis 7,00 (span.), Lattich (Treibhaus) 80 bis 100, Schlüpfer (Treibhaus) 110 bis 120, Petersilie 110 bis 140, Rosenkohl 20 bis 25, Rotkraut 12 bis 15, 13 bis 15 (holl.), Sellerie, 50 Kilogramm 7 bis 9, Spinat 9 bis 10, Schnittlauch, Bündel 25 bis 40, Weißkraut 10 bis 12, 10 bis 11 (holl.), Wirsing 12 bis 18, 12 bis 14 (holl.), Winterkohl 10 bis 12, Zwiebeln 7V- bis 10. Ob st und Südfrüchte: Ausreichendes An- gebot von deutschen Aepfeln, nach guten Sorten lebhafte Nachfrage bei höheren Preisen, sonst schleppend. Apfelsinen reichlich am Markt. Aepfel I 28 bis 38, II 20 bis 26, III 15 bis 18, Boskop I 30 bis 35, Schafsnase 15 bis 22, amerikanische Aepfel, Kiste 40 Pfund, rote 14,00 bis 18,50, Apfelsinen, blond 12V- bis 18 (span.), Blut 13 bis 20 (span.), 22 bis 24 (itaL), Bananen, Kiste 25 Pfund 6,50 bis 7,00 (Kamerun), 6,00 bis 6,50 (Brasil.), getrocknete Bananen, Kiste 25 Pfund 11,00, Smyrna-Feigen, 25 Kilogramm 10,00, Trauben 35 bis 50 (Almeria), Zitronen, Kiste 300 und 360 Stück 6,00 bis 7,00. Oie Znduftrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 274: Die Frankfurter Messe, Abteilung Möbel, Haus- und Küchengeräte, Spielwaren, Galanteriewaren wird in die Zeit vorn 29. bis 31. März 1936 verlegt. — 275: Demnächst erscheinen fremdsprachige Industrie- und Handelsführer für Jugo- slawien, Bulgarien und Griechenland, die in Verbindung mit den zuständigen zwischenstaatlichen Handelskammern und unter Förderung maßgebender Stellen von Staat unb Wirtschaft herausge- geben werden. Die praktischen Bücher sind zur ständigen Informationsquelle in der Hand des ausländischen Importeurs bestimmt. Eine Beteiligung durch Insertion ufw. wird empfohlen. Nähere Auskunft erteilt die Kammer. — 276: Der Kammer liegen Werbefaltblätter „Fahrpreisermäßigung für Ausländer" vor, die im gegebenen Falle anqe- forbert werben können. — 277: Vom Institut der Wirtschaftsprüfer würbe ein Wirtschaftsprüferverzeichnis herausgegeben, das von Interessenten auf der Kammer eingefehen werden kann. — 278: Für Auszeichnungen von Lehrlingen und Jungarbeitern! Die Fachbuchlisten, die durch die Reichsarbeitsgemeinschaft für Deutsche Buckwerbung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Arbeitsfront und einer Anzahl weiterer Stellen zusammengestellt sind, können kostenlos bei dem örtlichen Buchhandel angefordert werden. — 279: Gebührenordnung der Ueberwachungsstelle für Eisen und Stahl. — 280: Kündigung des deutsch-brasilianischen Handelsabkommens. — Vor neuen Verhandlungen. — 281: Schweden im Jahre 1935. — 282: Personen und Firmen mit Wohnsitz, gewöhnlichem Aufenthalt, Sitz ober Ort der Leitung in Deutschland werden aufgefordert, ihre ausländischen Forderungen bei der Devisenabteilung der Reichshauptbank über die örtlich zuständige Reichsbankstelle anzumelden. Stichtag der Erhebung ist der 31. Marz 1936. Die Anmeldungen müssen bis zum 20. April erfolgt । sein. — 283: Anordnung der Ueberwachungsstelle 1 für Wolle und andere Tierhaare über die Verarbeitungsmenge nach dem 1. April 1936. — 285: Bekanntmachung KP 119 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. — 286: Fernsprechverkehr mit Rumänien, Herabsetzung der Gebühren. — 287: Ergänzende Devisenbestimmungen : für den Reiseverkehr nach Lettland. kurs 23 3. 100,5 97,65 103,25 110,65 100,25 98,25 börse 24.3 100,5 97,65 102,9 110,65 100,25 98,25 Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt bejchlvssenen Dividende an. Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v.H. Philipp Holzmann...........4l Zementwerk Heidelberg ......7 Cementwerk Karlstadt.........6| j 99 I 100,75 1 99,65 I 100,75 137 136,9 — — 131 I 131 - - Oatum 1% Deutsche Reichsanleihe o. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1984 b^2% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos.-Rechten ............. 4l/,% Deutsche RetchSpostschatzan- Weisungen von 1934, I....... 6% ehem.8% Hess. Volksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ *Vi% ehem.8% Hessische Landes- banl Darmstadt Gold R. 12.... 5Fi% ehem. 4/,% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiaui 4H% ehem. 8% Darmst. Komm. Landesb.Goldschuldverlchr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4Vi% ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6Kl% ehem. 4'/r% Frank,. Hyp.- Bank-Liqu.-Pfandbriese....... 6y,% ehem. 4yt% Rheinische Hyp.-Bank-Liau.-Goldpse..... <%% ehem. 8% Pr. Lande-Pfand- briefanstalt, Pfandbriese R. 19 4y,% ehem. 7% Pr. Landespfand- briesanst., Gold Komm. Obl.Vl Eteuergutsch.Berrechnungsk. 84-88 ManSfelder Bergbau ......... 6j Kokswerke ..................•' Rheinische Braunkohlen ..... 181 Rheinstabl .................. 4 Vereinigte Stahlwerke........O Otavi Minen ...............O Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerke Westeregeln........5 Kaliwerke Salzdetfurth..... 7% g. G. Farben-Jndustrte.......7 Scheideanstalt............... 9 Goldschmidt ................ 5 RütgerSwerke ............... 6 Metallgesellschaft............. 4 Frankfurt a.M. Berlin Schluß« kurs Schluß!. Abend- börse Schluß- turs Schluß!. Mittag- börie Oatum 23.3. 24-3 23.3. 24.3. 4% veSgl. Serie 11 ............ 9,13 9,13 9,3 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 6,65 6,65 6,65 —— 4yr%Ruinän.veretnh.Rentev.l913 9 9 9 9,2 4% Rumänische vereinh. Rente .. 5,3 5,3 5,4 5,3 2y<% Anatolier ............. 39 39,25 — 39,5 Hamburg-Amerika-Palet .... O 15,5 15,5 15,75 15,4 Hamburg-Südam. Dampfschiff . O —— — — —— Norddeutscher Lloyd .........O 17,25 17 17,65 17,13 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O 108 108 107,75 108 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 112 112,5 112 112 Commerz, und Privat-Bank ... 0 91,25 91,25 91,25 91,25 Deutsche Bank und DiSconto» Gesellschaft................o 92 91,5 92 91,5 Dresdner Bank..............o 92,25 91,75 92,25 91,75 Reichsbank ...............1L 180,5 179,5 181 179,25 23-März 24-März Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld »rief Geld I Brief Buenos Ai re. 0,680 0,684 0,680 0,684 Brüssel..... 41,91 41,99 41,93 42,01 Rio de Jan. 0,139 0,141 0,139 0,141 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,79 54,89 54,79 54,89 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,27 12,30 12,27 12,30 HelstngforS.. 5,41 5,42 5,41 5,42 Pari« ...... 16,375 16,415 16,37 16,41 Holland .... 168,85 169,19 168,75 169,09 Italien..... 19,70 19,74 19,70 19,74 Japan ...... 0,714 0,716 0,714 0,716 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 61,66 61,78 61,66 61,78 Wien....... 48 95 Lissabon.... 11,135 11 J55 11,135 11,155 Stockholm... 63,25 63,37 63,25 63,37 Schweiz .... 81,02 81,18 81,01 81,17 Spanten.... 33,93 33,99 33,93 33,99 Prag....... 10,27 10,29 10,27 10,29 Budapest ... Neuyork ... 2,475 2,479 2,475 2,479 Banknoten. Berlin,24-März Geld Amerikanische Noten.............. 2,427 Belgische Noten.................. 41,80 Dänische Noten ................. 54,53 Englische Noten ................. 12,235 Französische Noten............... 16,32 Holländische Noten............... 168.33 Italienische Noten................ —— Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling 61,45 Rumänische Noten.............. —— Schwedische Noten............... 63,03 Schweizer Noten................. 80,83 Spanische Noten................. 33,59 Ungarische Noten................ Nr. 72 Drittes Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Mittwoch, 25.März 1956 Aus der Provinzialhauptstadt. Wichtig für die Reichstagswahl. Der Oberbürgermeister veröffentlicht im heutigen Anzeigenteil die Bekanntmachung über die Reichstagswahl am Sonntag, 29. März. Alle Wahlberechtigten werden auf diese wichtige Bekanntmachung hingewiesen. Die Ausstellung von St i m m f ch e i n e n kann beim Wahlamt (Stadthaus, Bergstraße 20, Zimmer Nr. 17) nur bis einschließlich Samstag, 28. März, 13 Uhr, beantragt werden. Für den Abstimmungsbezirk 12, seither im Gymnasium, ist der Abstimmungsraum in die Turnhalle dieser Schule (Eingang von der Bismarckstraße) verlegt worden. Die Straßen: Grünberger Straße, Heyerweg und Rödgener Straße mit Flughafen gehören nun zum 15. Abstimmungsbezirk, dessen Abstimmungsraum im Iustizgebäude, Hitlerwall 15, Strafkammersaal, sich befindet. Vornoüzen Tageskalender für Mittwoch. NSDAP., Kreisleitung Wetterau: 20 Uhr Wahlkundgebung in der Volkshalle. Es spricht Elsner von Gronow, Swinemünde. — NSG. „Kraft durch Freude": 20.30 bis 21.45 Uhr allgemeine Körperschule im Lyzeum. — Stadttheater: 19.30 bis 22.30 Uhr „Die blaue Mazur". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Die klttgen Frauen". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Kater Lampe". — Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 16 bis 17 Uhr Ausstellung von Gemälden von Richard Geßner, Düsseldorf. — Aliceschule, Hauswirtschaftliche Fachschule: 11 bis 18 Uhr Ausstellung: Haushaltsschule: 14 bis 18 Uhr Ausstellung. Stadttheater Gießen. Heute von 19.30 bis 22.30 Uhr die Schlageroperette „Die blaue Mazur". Musikalische Leitung: Ernst Bräuer; Spielleitung: Paul Wrede: Tänze: Thery Schultheis. 23. Mittwoch-Abonnement. Sportamt „Kraft durch Freude". Der Großkundgebung wegen fallen heute sämtliche Sporlkurse ans! Reue NdF.-Zportkurfe ab 1. April. Neue Reitkurse. Für Anfänger und Fortgeschrittene beginnen ab 1. April neue Kurse. Die Kosten betragen für den Mündigen Kursus für Mitglieder der DAF. 6,— RM., für Nichtmitglieder 9,— RM. Anmeldung und Auskunft auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18. Wer schon einmal an einem Reitkursus teilgenommen hat, muß sich ebenfalls neu in die aufliegenden Listen eintragen. Ab 1. April kommt ein Nachholen der bisher versäumten Stunden nicht mehr in Frage. F e ch t k u r s e. Auch in dieser schönen Uebungs- art sind Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene vorgesehen, für Frauen Florettkurse, für Männer Säbelkurse. Die Kosten sind so niedrig gehalten, daß es allen Volksgenossen möglich sein wird, daran teilzunehmen. Waffen werden gestellt. Anmeldung und Auskunft auf der Geschäftsstelle. Kurse für Rollschuhlaufen. Es werden sicher viele Volksgenossen Lust und Liebe haben, das Rollschublaufen zu erlernen. Unter Leitung von bewährten Lehrkräften ist in unseren Kursen dazu Gelegenheit geboten. Wer macht mit? Anmeldung auf der Geschäftsstelle. Rollschuhe werden gestellt. Schacht urfe. Schachturnier in Frankfurt. Unsere Schachkurse, zu denen jetzt schon Anmeldungen vorliegen, wollen für dieVerbreitung dieses außerordentlich wertvollen Spiels werben. Für Anfänger und fortgeschrittene Svieler werden U"bungs- möglichkeiten in den Abendstunden eingerichtet. — Vom Karfreitag bis Ostermontag findet in Frankfurt a. M. ein Schachturnier statt, an dem alle Volksgenossen teilnehmen können. Für die Sieger stehen Ebrenpreise zur Verfügung. Anmeldung auf der Geschäftsstelle. Frühling auf der Wasierkuppe. Von Karl Oern. Dem Kalender nach soll ja überall schon Frühling sein. Wie man aus den Zeitungen lesen kann, blühen an der Bergstraße schon die Pfirsich- und Aprikosenbäume, feierte man Baumblütenfeste und veranstaltet Vereinsomnibusfahrten in die Baumblüte. Manchmal wird auch der erste Maikäfer oder Schmetterling als der „erste Frühlingskünder" pflicht- und traditionsgemäß auf der Redaktion abgeliefert. Das sind eigentlich alles Zeichen, daß der Frühling mit Brausen naht. Und doch sind wir hier oben auf der Wasserkuppe noch nicht ganz aus unserem bald halbjährigen Winterschlaf erwacht. Noch liegen an den Nord- und Osthängen Schneereste, die nicht so schnell von der natürlichen Bildfläche verschwinden wollen. Noch pfeift der Wind mit großem Getöse um die paar Gebäude und versucht immer wieder besonders von der Ostseite her, die Fensterscheiben einzudrücken. Der Ofen unserer Zentralheizung muß rauhe Mengen Koks schlucken. Ab und zu ist es draußen ja ein bißchen warm, die Sonne versucht es wenigstens, auch uns in 950 Meter Höhe zu zeigen, daß sie noch heiß genug ist, um die kleine, kümmerliche Erde zu bescheinen. Einige Tage geht es mal, es ist richtige Frühlingsstimmung. Die weiten graugelben Flächen der Wiesen zeigen einen grünlichen Schimmer, Sträucher und Bäume, soweit welche vorhanden sind, tragen einige wenige Knospen. Aber lange dauert das alles nicht. Eines Morgens liegt wieder der dicke Nebel oder, wie wir sagen, die Knofe über dem ganzen weiten Raum, und mit dieser naßkalten Erscheinung kommen die Regenwolken aus dem Westen, bleiben hier oben hängen, und dann ist für uns wieder mal tagevielleicht auch wochenlang die Welt grau in grau. Kommt mal einer vom Tal herauf und erzählt er uns, wie warm es unten ist, daß die Landleute ihre Frühjahrsarbeit bald fertig haben und daß nur hier oben so ein ganz mieses Wetter herrsche, all' das kann uns nicht rühren und nicht weich stimmen, besser wird es davon bei uns nicht. Den Winter über und auch schon im Herbst hatten wir oft genug dies ungemütliche Wetter mitgemacht, und uns daran gewöhnt, und jetzt war es noch nicht mal so schlimm. „Laß es nur ein bißchen toben, dann kommt man auch nicht auf Früh, lingsgedanken", meinte einer, und wir konnten ihm nur recht geben. Was tat es, wenn morgens ein bißchen Schnee und wir an die wunderschönen Tage, wir nann- Oie Preisaufgaben der Universität für 1936/37. Von der Pressestelle der Universität Gießen wird uns mitgeteilt: Aus dem Zinsertrag der Osann-Beulwitz-Stiftung der Universität Gießen werden Reifestipendien für Studierende und andere wissenschaftlich gebildete Bewerber aller Fakultäten vergeben. Die Bewerber müssen eine von der Pflegschaft ausgeschriebene Aufgabe bearbeitet und dafür den Preis erhalten haben. Die Preisaufgaben für das Jahr 1936/37 sind folgende: l. Für S t u d i e r e n d e, die im Jahre 1936 oder im Winter 1936/37 mindestens ein Semester an der Universität Gießen immatrikuliert sind: Aus dem Gebiet der theologischen Fakultät: „Die Bilder vom Kampf in den Briefen des Paulus (einschließlich der Pastoralbriefe) und ihre Bedeutung für die sittlich-religiöse Haltung des Christen." Aus dem Gebiet der j u r i st i s ch e n Fakultät: „Die rechtliche Tragweite der Verordnung des Reichspräsidenten zum Schutze von Volk und Staat vom 28. Februar 1933." Aus dem Gebiet der medizinischen Fakultät: 1. „In welcher Weise äußert sich eine Allergose am Auge?" 2. „Häufigkeit, Art, Ursache und Dauer der in der Medizinischen Universitäts-Klinik Gießen von 1931 bis 1935 beobachteten Herzerkrankungen." Aus dem Gebiet der veterinär-medizinischen Fakultät: „Untersuchungen über die Brauchbarkeit des Lentin-Merck bei Uteruserkrankungen des Rindes." Aus dem Gebiet der philosophischen Fakultät: 1. „Welche Gesichtspunkte der Moliere-Kritik lassen sich an Hand des Misanthrope durchführen?" 2. „Die Stellungstypen des Verbums im Urgermanischen, unterschieden nach Haupt- und Nebensatz." 3. „Die bisherigen polarisationsoptischen Erkenntnisse über den Feinbau der Sehzellen sollen auf die Ontogenese und auf Formen aller Wirbeltierklassen ausgedehnt werden." 4. „Wirtschaftlicher und sozialer Aufbau der Siedlungskörper im Lahntal." II. Für andere wissenschaftlich gebildete Bewerber, und zwar: ten sie St. Moritz-Tage, des Schilaufens erinnert wurden. Oder wenn es ganz fürchterlich regnete und dazu das bekannte „Waschbüttenwetter" da war. So gehen Tage dahin, wohl mit Frühlingsbrausen, aber ohne jedes weitere Erwachen in der Natur. Wenn die Sonne auch nur mal ganz wenig durch die Wolken blinzelt, werden die verschiedenen Segel- und Gleitflug-Maschinen zu ihrem ersten Start bereit gemacht, und wenn es ganz glücklich ist, bann haben wir auch den bekannten „guten" Wind und die neue „Segelflugzeit" wird als eröffnet angesehen. Den paar Ausflüglern und Fremden, die so Sonntags mal zu uns kommen, gefällt es gar nicht wenn der Wind mit 18 bis 22 m/sek. weht, oder der Nebel alles einhüllt, sie verschwinden recht bald und sehen sich nach freundlicheren Gegenden in Deutschland um. Nach 14 Tagen Regen, Nebel, Schnee und Hagel muß es ja schließlich auch besser werden. Eines Morgens ist tatsächlich die Sonne zu sehen, die Vögel zwitschern viel lustiger und, was besonders als Zeichen guten Wetters gilt, wir alle stehen früh auf. Wirklich, das ist schon eher Frühling, kleine Blumen gucken vorsichtig durch das grünende Gras, die Lerchen steigen hoch und singen, der Wind hat die Richtung, auf die schon lange gewartet wird, und bald denken wir nicht mehr an die regenschweren, knofedicken Tage. Wir haben nun anderes zu tun. Segelflugmaschinen raus, starten, und eine Segel- slugprüfung nach der andern wird abgelegt. Es ist eine andere, viel freudigere Stimmung im ganzen Lager. Motormaschinen besuchen uns und die Piloten freuen sich, daß die Wasserkuppe aus dem Winterschlaf erwacht ist. Es ist schon so warm und überall trocken, daß wir spazieren gehen und uns über Thermikfliegen und Wolkensegeln unterhalten können. Ein wunderschöner Anblick ist es, in der warmen, klaren Luft so einige Segelflugzeuge ihre Kreise beschreiben zu sehen. Jeden kleinen Hangaufwind muß man erst ausnutzen, um sich hochschrauben zu können, und dann ist es Geschicklichkeit und Glück des Segelflug- Piloten, den Auftrieb der Wolken zu erkennen und die „Pfundshöhe" zu erreichen. Mancher schafft es, er zieht dann stundenlang Kurve um Kurve, und mit Begeisterung kann er das schöne, grünende Rhöner Land von oben besehen. Geräuschlos fliegen und gleiten die Riesenvögel, und kein unnötiger Lärm stört die wunderbare Ruhe und die große Erhabenheit der Natur. Der Frühling ist da, langsam und zaghaft ist er auf der Wasserkuppe eingekehrt, oft gestört und 1. Dozenten der Universität Gießen, soweit sie nicht ordentliche oder planmäßige außerordentliche Professoren sind, die wissenschaftlichen Beamten der Universitäts-Bibliothek, die Assistenten der Universität, soweit sie nicht Studierende sind, die Lektoren und Repetenten; 2. Frühere Studierende der Universität Gießen: Aus dem Gebiet der theologischen Fakultät: „Natürliche Theologie und Offenbarungstheologie in den reformierten Bekenntnisschriften." Aus dem Gebiet der juristischen Fakultät: „Die Stellung der juristischen Person im internationalen Privatrecht." Aus dem Gebiet der medizinischen Fakultät: „Reaktionen an der menschlichen Haut bei Verwendung von Grenzstrahlen." Aus dem Gebiet der philosophischen Fakultät: „Das Bauernhaus des westlichen Mitteldeutschland." Voraussetzung für die Bewerbung unter II ist, daß die zu 1. Genannten mindestens im Jahr 1936 oder im Wintersemester 1936/37 an der Universität im Amte stehen, für die zu 2. Genannten, daß sie ihre Studien zu einem erheblichen Teil an der Universität Gießen gemacht haben. Die Preisarbeiten müssen in deutscher Sprache geschrieben sein und dürfen nur einen Verfasser haben. Die Arbeiten sind nach Wahl der Verfasser entweder unter Nennung des Verfassers oder in der für die Bewerbung um die staatlichen Preisarbeiten üblichen Form vor dem 15. Mai 1937 beim Universitäts-Sekretariat einzureichen. Frühere Studierende haben dabei den Nachweis zu liefern, daß die Voraussetzungen der Bewerbung erfüllt sind. Heber die Zuerkennung der Preise entscheidet die Pflegschaft auf Grund von Gutachten der Fakultäten. Die Urteile werden bei der Jahresfeier der Universität im Jahre 1937 verkündet. Die eingereichten Arbeiten bleiben Eigentum der Verfasser. Die Preise betragen: für die Gruppe I je dreihundert Mark, für'die Gruppe II je sechshundert Mark. unterbrochen von kaltem Ostwind, von dicker Knofe und wildem Regen. Aber jetzt ist er da, und wir haben einen wunderschönen deutschen Frühling auf einem herrlichen deutschen Berg. Oie Witterung in der Weltgeschichte. Zu unserem in Nr. 23 der „Gießener Familien- blätter" unter dem obigen Titel veröffentlichten Artikel sendet uns ein Leser folgenden Zusatz: Daß die Witterung einmal in der Geschichte der Stadt Gießen eine sehr bedeutende Rolle gespielt hat, geht aus einem Aufsatz hervor, der sich im Jahrgang 1813 des „Gießener Anzeigers" findet, der sich damals noch bescheiden „Gießener Anzeigungsblättchen" nannte. Es handelt sich hier um eine Chronik der Stadt Gießen im Dreißigjährigen Kriege, der ^Verfasser ist mutmaßlich der Professor der Medizin Ernst Ludwig Wilhelm Nebel (1772 bis 1854), der sich als Lokalhistoriker betätigt hat. Der Chronist meldet für das Jahr 1646: „Die Schweden forderten von dem Landgrafen, daß er ihnen Gießen einräumen und die kaiserlichen Regimenter wegschicken sollte. Beides wurde verweigert. General Eberstein zog sein Heer unter den Wällen von Gießen zusammen. Da wegen anhaltender Dürre der Wallgraben ziemlich seicht war, gedachten die Schweden, den 12. Juli in der Morgendämmerung die Stadt zu überrumpeln und kamen mit Faschinen und anderen Werkzeugen, um Gräben und Wälle zu übersteigen. Sie fanden aber die Garnison und Bürgerschaft auf dem Wall zu ihrem Empfang bereit und zogen daher ab. Sie machten hieraus Anstalten, Bomben in die Stadt zu werfen. Jedermann bangte vor dem Schrecken einer Belagerung und Beschießung, als Gottes Güte auch dieses Unglück von der Stadt abwendete. Nämlich es entstand den 14. Juli ein so starkes Gewitter mit Hagel und Platzregen, daß das Wasser tief in allen Feldlagern stand und die angebundenen Pferde sich losrissen und teils in der Lahn umkamen, teils sonst zerstreut wurden, so daß die Soldaten selbst bekannten, Gott streite für diese Stadt. Die Feinde hielten sich darauf wegen des andauernden Regens und Morastes ziemlich ruhig. Den 29. schickte der Landgraf den Superintendenten D. Feuerborn als Abgesandten in das schwedische Lager nach Heuchelheim, welcher von dem schwedischen Generalfeldsuperintendenten Michael Lu- dovici freundlich aufgenommen wurde. Am nächsten Morgen wurde er zu dem Generalfcldmarschall Wrangel gebracht. Hier sprach er mit solcher männlichen, eindringlichen Beredsamkeit dem Landes- Oer Fischmittwoch. Jeder Gau des Deutschen Reiches hat in diesen Monaten der reichen Fischernte einen zusätzlichen Fischtag eingeführt, an dem die Hausfrau ein Fischgericht auf den Tisch bringen soll. Vor einiger Zeit konnte man in den Zeitungen lesen, daß die deutsche Hochseefischerflotte um 15 Fahrzeuge vermehrt wurde. Das ist geschehen, um den deutschen Fischern neue Erwerbsmöglichkeiten zu schaffen. Mit dem gesteigerten Fischfang allein ist es aber nicht getan, wenn der Absatz nicht Schritt damit hält. Fische können heute in völlig frischem Zustand bis in den kleinsten Ort geliefert werden. Um der Hausfrau zu zeigen, wie vielseitig und nahrhaft der Fisch ist, um auch das letzte Mißtrauen gegen dieses preiswerte *Volksnahrungsmittel zu beseitigen, veranstaltet die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft im Deutschen Frauenwerk ständig Kurse und aufklärende Vorträge. Für den Gau Hessen-Nassau wurde der Mittwoch zum F i s ch t a g bestimmt. Zu diesem Tage werden besonders viel frische Fische angeliefert. Nun ist es an uns, zu helfen, daß der Fischer genügend Arbeit und Brot erhält, indem wir für den Absatz der Fische sorgen und an jedem Mittwoch Fische essen. Erfolgreiches Gastspiel des städtischen Orchesters Gießen in Offenbach. Aus dem Büro des Stadttheaters wird uns geschrieben: Unser städtisches Orchester erhielt vor einigen Tagen die ehrenvolle Verpflichtung, unter der Stabführung von Professor Dr. Temesvary in Offenbach ein großes Beethoven-Konzert zu geben. Einheitlich spricht die Presse von einem musikalischen Ereignis für Offenbach. Nach längerer, durch wirtschaftliche und politische Verhältnisse bedingter Pause ist es den Bemühungen der NSKG. und den kulturfördernden Bestrebungen der Stadtverwaltung gelungen, eine Anzahl Symphonie-Konzerte zu veranstalten. Nur Werke Beethovens, als des größten Symphonikers aller Zeiten, standen auf dem Programm. Mit starkem Beifall erfuhr die „Egmont-Ouvertüre" eine plastisch musikalische Gestaltung der charaktervollen Themen. Dann wurde das einzige Violinkonzert Beethovens, „Vio- lin-Konzert in D-dur" op. 61, mit der bekannten Künstlerin Maria Neuß als Gast zu gehaltvoller, eindringlicher Wirkung gebracht. Die Presse nennt die vollendete Wiedergabe dieses klassischen Konzerts ein Erlebnis. Als Abschluß erklang die dionysische „VII. Symphonie in A-dur" op. 92 in übersprudeln- der Lebensfreude und voll lachender Heiterkeit. Einstimmig war das Lob über die ausgezeichnete Aufführung durch das städtische Orchester. Vornehmlich dem Umstand, daß unser in allen Gruppen ausgezeichnet besetztes Orchester aus lauter Musikern besteht, bei denen sich die reifere Jugend als erfrischendes Element in erfreulichster Weise bemerkbar macht, glaubt man besondere Bedeutung beimessen zu können. Schwer nur läßt sich die Herzlichkeit des Beifalls der begeisterten Zuhörer beschreiben, der allen Künstlern Dank sagte für ein Konzert, wie es in Offenbach lange nicht gehört wurde, und für ein beglückendes musikalisches Erlebnis. Für unser junges Orchester bedeutet dieses Gastkonzert in Offenbach ein neues Blatt in der Serie feiner Erfolge. Deutsche Zügerschast. Jagdkreis Gießen. Der Kreisjägermeister des Kreises Gießen gibt bekannt: Wegen Verzögerung in der Belieferung mit Gifteiern, die bis zum Ende dieser Woche eintreffen, werden als Tage für die Krähenbekämpfung unter Aenderung meiner Anordnung vom 22. Februar 1936 bestimmt: Auslegetag: Montag, 30. März, Bekämpfungstage: 31. März bis 2. April einschließlich. fürsten und der Stadt zum Besten und stellte die allgemeine Not so dringend vor, daß der schwedische Assistenzrat Alexander Erskine mit ihm in die Stadt geschickt wurde zum Landgrafen. Worauf Sonntags, den 2. August, die ganze schwedische Kriegsarmada aufbrach und wegzog." Die Belagerung der Stadt Gießen fällt in die Zeit des „Hesfenkrieges". Niederhesfen mit Kassel als Hauptstadt kam in Fehde mit Hessen-Darmstadt, weil Kaiser Ferdinand II. das ganze unter dem Landgrafen Philipp vereinigte Land Hessen- Darmstadt zugesprochen hatte. Die Schweden vereinigten sich mit den Niederhessen. Im „Hessenkriege" wurde die Burg Gleiberg zerstört. — Der in dem mitgeteilten Berichte erwähnte Superintendent Feuerborn war 1587 zu Herford geboren, er starb zu Gießen am 6. Februar 1656. Sein lebensgroßes Bild ist in der Kapelle des alten Friedhofs zu sehen. Hochschulnachrichten. Der Münchner Zoologe Professor Dr. Ludwig D ö d e r I e i n ift im Alter von 80 Jahren g e - ft o r b e n. Döderlein, einer der hervorragendsten und vielseitigsten zoologischen Systematiker der älteren Generation, lehrte früher in Straßburg und war auch zwei Jahre lang Lehrer an der Medizinschule in Tokio. Geh. Rat Professor Dr. Julius P i r s o n, Ordinarius für Romanische Philologie an der Univer- sität Erlangen, ist wegen Erreichung der Altersgrenze von den amtlichen Verpflichtungen entbunden worden. Professor Dr. Hans Oppermann, Extraordinarius für Klassische Philologie an der Universität Heidelb e r g, ist zum ordentlichen Professor an der Universität Freiburg ernannt worden. Zeitschriften. — „Der Bergsteiger". Verlag F. Bruck- mann AG. Das März-Heft ist zum Teil dem Frühjahrsskilauf gewidmet. Der bekannte Vortrags- meifter und Lichtbildner Dr. Ernst Hanausek führt die Leser in die Dolomiten, in die Sella-Gruppe und auch auf die Marmolata. F. v. Dall'Armi erzählt von beschaulichen Wintertagen in Sexten und eine Kurzgeschichte von Karl Springenschmid „Hja, das Skifahren, sagt der Göggl" steht ebenfalls im Zeichen des Wintersports. Für die Felsgeher enthält diese Nummer einige Schilderungen schwieriger Fahrten, vor allem ist auf den Bericht Hubert Peterkas über eine Begehung der Pallavicinirinne, den direkten Großglockneranstieg zu verweisen. Wahlkundgebung in der Volkshalle Heute Mittwoch, 25. März, um 20 Uhr (pünktlich). Es spricht einer der ältesten Reichsredner der RSDAp. Elsner von Gronow. Swinemünde über „Der Kampf um unsere Freiheit in Deutschland und in der Welt". Diese Kundgebung soll ein geschlossenes Bekenntnis der Gießener Bevölkerung zu Adolf Hitler werden. Kommt alle zu dieser Kundgebung und reiht euch ein in die Front des deutschen Volkes für Freiheit und Ehre und Gleichberechtigung. Die Gliederungen, die sämtlich geschlossen an dieser Kundgebung teilnehmen, müssen spätestens um 19.50 Ahr vor der Volkshalle eingetroffen sein. Am Iahneneinmarsch nehmen teil: Die Fahnen der SA.» ein Ehrensturm der SA. Die Fahnen der politischen Leitung, eine Ehrenbereitschast. Die Bannsahne der Hitler-Jugend und des Jungvolks. Oeffnung der Volkshalle um 19 Uhr. Die Volkshalle ist geheizt. Unkostenbeitrag 20 pf. Kreisleitung Wetterau der RSDAp. und ,°nd dabei Kraft für Alltag und Berus. Schließ-I Setrcigene äbenB wuroe lief) traf man sich noch im Vereinsheim. Alt und' sch^edenster Art verjcyo . eitere Geldspenden für das WHW Lohnspenden von Arbeitnehmern: Bar- Hitlerjugend und Schule in Hessen Nachdruck verboten! 21. Fortsetzung. zu retten, was temperamentvoll. a) von Gebc b) von Ian Grundstü wert. seine pekuniären Verhältnisse waren." Verzweifelt versuchte Mariella noch zu retten war. „Das lügt die Frau?" rief sie RM. Post- Gesamtsumme der bisher eingegangenen Spenden 64 191,01 Reichsmark. Geldspenden von Ortsgruppen Mo- natFebruar 2188,08 Reichsmark. Reichsmark. H. März: Friedrich Teipel 10,68; I. B. Häuser 25,75; Dampffägewerk Abendstern 12,65; Schuhhaus Darre 18,10; Gießener Brauhaus 34,29; Artur Pietsch, Gießen 5,98; Arbeitsamt Gießen 9J5; Wilhelm Zimmer 18,60 Reichsmark. 12. März: Didier-Werke Mainzlar 156,43; Wil- Neben diesen Unterstützungen bestehen noch eine Reihe von sozialen Maßnahmen dle dem einen oder anderen Berufszweig zugedacht sind, so z. B. die Sonderunterstützung für die Hinterbliebenen von Bergleuten, die in ihrem schweren Beruf tödlich verunglückten. Bei dieser Unterstützung handelt es sich um eine freiwillige Einrichtung der Relchsbe- triebsgemeinschaft Bergbau der Deutschen Arbeits- ** Arbeitsvergebung. Das Tiefbauamt der Provinzialdirektion Oberhessen schreibt in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil eine Arbeitsvergebung für die Reichsstraße Gießen Lollar aus. Interessenten seien auf die Bekanntmachung be- „Den ganzen Vormittag scheinen Sie sich im Regen herumgetrieben zu haben. Der schöne Anzug! Und wer muß das Bügeln wieder bezahlen? Ich! Aber das sage ich Ihnen: meine Geduld ist zu Ende! Entweder machen Sie jetzt Schluß mit dieser Tippgräfin — oder ich zeige Sie wegen Betruges an. Es wäre ja noch schöner, einer armen alleinstehenden Frau die letzten Pfennige aus der Tasche zu ziehen und dann zu tun, als wäre nichts gewesen." Sie wollte noch weiter keifen. Aber nun erschrak sie doch. Erhard von Hagen sah sie mit einem Blick an, vor dem ihr, wie sie später erzählte, das Blut in den Adern vor Grauen gefror. „Sie werden sich bald über mich nicht mehr zu beklaaen haben, Frau Wodny?" sagte Erhard mit tonloser Stimme. Er ging an der Wirtin vorbei in sein Zimmer, schloß zu. Es klang hart, wie sich der Schlüssel im Schloß herumdrehte. Einen Augenblick stand Frau Wodny noch ganz erschrocken da. Dann kam die Wut wieder in ihr hoch: „Sie, was heißt denn das?" schrie sie. „Was fällt Ihnen denn ein, mich hier so anzufahren?" Sie stand vor der verschlossenen Tür. Als Erhard von Hagen nicht antwortete, hämmerte sie vor Wut mit den Fäusten dagegen: „Aufmachen! Aufmachen!" schrie sie. „Das ist mein Zimmer! Sie haben die Miete nicht bezahlt? Sie haben kein Recht mehr auf dieses Zimmer! Sie Betrüger! Sie unverschämter Mensch!" Da schrie sie auf. — Drinnen ein Knall! Ein dumpfes Poltern! Angstgescheucht floh Frau Wodny aus ihrer Wohnung, rannte die Treppe hinunter. „Hilfe! Hilfe!" schrie sie gellend. Die ganzen Hausbewohner liefen zusammen. Man brach die Tür auf. In dem fahlen Grau des Regentages lag Er- beratungsftellen und als Schlußfolgerung die Selbstverwaltung. Im Zuge dieses Aufbaues entstanden die verschiedensten Beihilfen: Kranken-, Kurzarbeiter- und Erwerbslosenunterstützungen; zur Linderung der besonderen Wechselfälle des Lebens wurden Sterbegeld-, Heirats- und Notbeihilfen, sowie eine Sonderbeihilfe geschaffen. Wie wertvoll alle diese Einrichtungen sind, beweist. daß allein im vergangenen Jahr 4 500 000 Mark in Hessen-Nassau ausgezahlt wurden. Ueber 150 000 solcher Fälle wurden bearbeitet. An Invalidenunterskühung allein gelangten etwa 2 000 000 Mark zur Auszahlung und die Sonderhilfe für selbständige handel- und Gewerbetreibende warf 50 000 Wart aus. 3m Monat 3uli vorigen 3ahres konnte beispielsweise 4007 Erwerbslosen mit 77 616,15 Mark geholfen und in der gleichen Zeit 66 181,15 Mark kran- kenunterstühung an 3531 Mitglieder ausgezahlt werden. Für Sterbegeld, Invalidenunlerstühung, Heiratsbeihilfe und besondere Notfälle wurden allein im vergangenen Monat rund 95 000,00 Mark ausgeworfen. greiflich zu machen, wobei die Angaben die Fort, schritte IN der Beschassung von Rohstofsen die Wunderwerke des Zeppelinbaues und die ö^aja fung des modern ausgerüsteten Heeres und der Luftflotte besondere Aufmerksamkeü fanden. Einleuchtend war auch der Vergleich Deutschlands nut einem Schiff, von dem keiner ausstelgen kann, sondern alle auf Gedeih oder Verderb miteinander ver, bunden sind. Die Dahl geht nicht um den Führer, der ist sich stets treu geblieben, sondern um uns selbst, um das Schicksal unserer Kinder. Darum gibt Die Sesolgschast Gießen der Wehrmachisverwaliung stehl zum Führer! „Das lügt sie, weil sie von meinem Verlobten gern geheiratet und Gräfin werden wollte. Mein Verlobter hatte eine große Zukunft. Sein Werk, das er bei einem großen Verlag eingericht hat, wird sicher angenommen werden. Dann wird er alle Der* Kindlichkeiten abtragen können." Kriminalrätin Hagenbruch sah Mariella an. (Fortsetzung folgt!) a) vom (Seat Steuerten b) oom @emer Steuerwert 3. So a) bei Qebihi von je K b) bei Gebä von le 10 es nur ein eindeutiges Bekenntnis zum Führer, das aller Melt beweisen soll, daß Deutschland entschlossen und geschlossen hinter Adolf Hitler steht. Stanbortobmann Hangen stellte fest, daß der Soldat nicht wählt, aber jedes Gefolgschaft s m i t g l i e d bei der W ehr mach ts» Verwaltung durch die Wahl seine Pflicht zu tun habe. Gerade die Gefolgschaftsmitglieder, die mit Stolz sagen dürfen, daß sie zu ihrem, wenn auch geringem Teil am Aufbau der Wehrmacht mitgeholfen haben, stehen in Treue zu ihrem Führer. Dieser Treue wurde durch ein dreifaches Sieg- Heil Ausdruck gegeben. In den Volksschulen liegen folgende Verhältnisie vor: Von 42 971 Jungen gehören 39140, also 91 v. h.» der Hitlerjugend bzw. dem Jungvolk an. Bei 43188 Mädchen besteht eine Zugehörigkeit im Gesamtdurchschnitt von 82,7 v. h. Werden die Zahlen für Jungen und Mädchen zu- sammengefaßt, so übersteigt der Gefamtdurchfchnltt in den Kreisen Darmstadt, Dieburg, Groß-Gerau, Heppenheim, Alsfeld, Gießen und Worms (Stadt) die Höhe von 90 v. H. Die Zugehörigkeit der Berufsschuljugend liegt allgemein nicht unwesentlich unter dem Hundertsatz der Volksschüler. Bei den Jungen beträgt der Gesamtdurchschmtt aller Kreise 73,7 v. H., bei den Mädchen 45,1 v. H. Den Höchststand erreicht die Stadt Gießen mit 84,9 v. h. bei der männlichen und mit 71,4 v. h. bei der weiblichen Jugend. Zum Schluß seien noch die gewerblichen Unterrichtsan st alten aufgeführt, bei denen die hier zu erfassende Jugend zahlenmäßig nicht stark vertreten ist. Trotzdem ist der Hundertsatz erfreulich hoch. Er beläuft sich bei den Schülern auf durchschnittlich 89,4, bei den Schülerinnen sogar auf 96,5. Hervorzuheben ist in der Reihe dieser Schulen die Handelslehranstalt Offenbach, die mit 174 Jugendlichen hundertprozentig der Hitler-Jugend bzw. dem BDM. angehört. Nach den erläuterten Feststellungen und Ergebnissen kann daher zusammenfassend gesagt werden: Die hessische Schuljugend marschiert ohne wesentliche Lücken geschlossen als Jugend unseres Führers. Die Tippgräfin. Vornan von Klothilde v Stegmann. Urheberrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin, SW 68. helm Friedrich 8,50; Orthopädische Universitäts-Klinik 21; Rudolf Rüdiger 10,39 Reichsmark . 13. März: Gemeindebeamten Wiefeck 10,60; Um- versitäts-Kliniken, Gymnasium, Realgymnasium und Oberrealschule 1315,70; Kraft durch Freude, Gießen 10,34; Franke & Co. 13,50; Mannesmannrohren- Büro Gießen 7,10 Reichsmark. 14. März: Öffentliche Handelslehranstalt Gießen 10,45; Ed. Klinket u. Söhne 11,35; Dampfsägewerk Nuhn, Lollar 25,85 Reichsmark. 16. März Herrenbekleidungshaus Gießen 19,70; Bekrusa Gießen 14,60; Höhere Privatschule 15,50; Dedi-Bcmk 35,46; Studentenwerk Gießen 29,40 RM. 17. März: Dresdner Bank 56,90; Winterhoff 9,22; Gail, Gießen 35,75; Buderus, Lollar 418,63; Aliceschule 33,35 Reichsmark. 18. März: August Schäfer, Hungen 28,80; Milch- zentrale Gießen 19,21; Tierzuchtinstitut Gießen 5 Reichsmark. . m 18. März: Standarte 116 5; Universitäts-Versuchsgut Gießen 6,50 Reichsmark. 19. März: Vogt & Co. 39,41; Industrie- u. Handelskammer 15,30 Reichsmark. 20. März: Studentenwerk 14,60 Reichsmark. 21. März: August Schlör, Walkmühle 12; Provinzialkasse Gießen 230,45; Martin Abermann, Gießen 58,70 Reichsmark. 23. März: Gruppe Vereinigter Wilhelm, Hungen 11,55; Andreas Euler, Gießen 14,85 Reichsmark. Gesamtsumme 69 833,51 Reichsmark. Dem Mester die materielle Sicherung! Leistungen des Amtes für Selbsthilfe der DAF. im Gau Hessen-Nassau. 10. März: Kutscherverein Gießen 5 RM., Ungenannt 80; Niederhausen 15 Reichsmark. 12. März: Ministerialdirektor Urstadt 13 Reichsmark; Schneiderinnen-Jnnung Gießen 8,90 RM. 13. März: Johannes Mewes, Gießen 5 RM. 14. März: Ungenannt 50 Reichsmark. 17. März: H. Quambusch, Gießen 20; Frauenbund Deutsche Kolonialgesellschaft 12 Reichsmark. 18. März: Schützengefellschaft 1926 Gießen 20,70 Reichsmark; Kameradschaftliche Vereinigung ehemaliger 168er 5 Reichsmark. 20. März: Schützenverein Gießen 125,85 21. März: Bauerscher Gesangverein 20; sportverein Gießen 22,20 Reichsmark. Hard von Hagen mit gebrochenen Augen am Boden. Blut rieselte aus einer kleiner Wunde aus der Brust. Der erkalteten Hand des Toten war der Revolver entglitten. 16. Kapitel. Herzen in Not. Auf ihrem Frühstücksplatz in dem Gärtchen der Villa „Liliput" saßen Renate Trotha und Lore Ankermann zusammen. Gerade hatte Lore den Kaffee herausgebracht, den sie auf dem elektrischen Herd bereitet hatte. Es war ein Morgen, so schön, daß er eigentlich alle Sorgen und allen Gram aus Menschenherzen vertreiben mußte. Die Sonne strahlte vom Himmel. In den Bäumen, deren Laubdach schon dichter geworden war, sangen verborgen die Vögel. Tau funkelte auf den Beeten. Hellblauer Rittersporn, duftender Phlox wehten im Winde hin und her. Hummeln und Bienen umschwärmten die kleine Terrasse, an deren Pfeiler sich weiße und rote Heckenrosen anmutig emporrankten. Und dennoch konnte Lore Ankermann nicht froh werden. Vergeblich wartete sie seit Tagen auf einen Anruf Mariellas. Mariella blieb stumm. Da hatte Lore selbst bei Frau von Gellern angefragt, hatte aber nur den Bescheid bekommen, die Principessa wäre nicht da und Frau von Gellern nicht zu sprechen. Da mußte doch irgend etwas geschehen sein? Die Stimme des Mädchens am Telephon hatte so eigentümlich erschreckt geklungen. Aber Lore hatte nicht zu fragen gewagt. Sie wußte ja, daß zwischen Frau von Gellem und Mariella eine starke Spannung bestand. So wollte sie auch nicht ungerufen zu Mariella gehen. Sie mußte abwarten, bis die Freundin von selbst kam. Gerade wollte sie zu Renate sagen: „Begreifst du, Renate, daß wir von Mariella nichts hören? Sie versprach mir doch, einen Tag ".ach ihrem Geburtstag herauszukommen?", da ließ ein leiser Schreckensschrei sie auffahren. Renate von Trotha sah da, die Morgenzeitung in den Händen, i und starrte auf eine Überschrift. „Um Gottes willen!" sagte sie erschüttert. „Das ist ja furchtbar!" »Was ist denn?" fragte Lore. Sie sah Renate über die Schulter. Nun stieß auch sie einen Schrei ' aus. Die furchtbare Nachricht von Mariellas Dieb- sich selbst. Sie war ja vollkommen sicher, daß niemand von ihr Rechenschaft verlangen würde für all das, womit sie die kleine Principessa verfolgte. Als die Kriminalrätin Mariella vernahm und sie, tiefste Qual auf dem blassen Gesicht, ihre Schuld unumwunden zugab, verspürte die erfahrene Beamtin mehr Mitleid als jemals Annina. Die Kriminalrätin Hagenbruch glaubte, noch niemals eine so schwere Aufgabe gehabt zu haben. Kaum hatte sie Mariella eingehend vernommen, als auf dem Präsidium die Nachricht von dem Freitod Erhard von Hagens einlief. Nun mußte Elsbeth Hagenbruch der völlig Zusammengebrochenen noch die Schreckensnachricht vom Tode ihres Verlobten und der Tatsache, daß er sich selbst gerichtet, überbringen. Mariella hatte über Erhard von Hagen hartnäckig geschwiegen. Es war aus ihr nichts weiter herauszubekommen als ihre Personalien und das einwandfreie Geständnis ihrer Tat. Sobald die Rede auf Erhard kam, der nach Anninas Aussage der Drahtzieher in der ganzen Angelegenheit gewesen, glomm ein gefährliches Feuer in Mariellas sonst so sanften, veilchenblauen Augen. „Genügt Ihnen das Eingeständnis meiner Schuld denn nicht, und mein Ehrenwort, daß Graf von Hagen auch nicht das geringste damit zu tun hat?" war ihre stereotype Antwort auf jede ihn betreffende Frage, die man an sie richtete. „Er ist ein Ehrenmann! Der Gedanke, er könne mir bei dem 10. März: Textilhaus Graf 23,58; Firma naß 5; Wilhelm Möser 13,40; I. B. Noll 142,20 Diebstahl geholfen haben, ist lächerlich." „Und aus welchem Grunde haben Sie die Tat begangen, wenn Sie den Erlös aus dem Verkauf des Schmuckstücks nicht für ihn verwendeten? Wir wissen bereits von seiner Wirtin, Frau Wodny, daß völlig zerrüttet stahl und ihrer Einlieferung ins Gefängnis starrte ihr entgegen. Schluchzend sank sie in einem Sessel zusammen. Renate legte tröstend ihren Arm um die Schultern Lores. „Kind, Kind, fasse dich! Das ist freilich eine schreckliche Sache. Aber ich vermag es nicht zu glauben — Mariella eine Diebin? Es kann nicht sein!" Lore nahm die Hände von dem verweinten Gesicht. „Für dies Wort danke ich dir, Renate!" sagte sie innig. „Du hast recht: es kann nicht sein! Niemals kann meine Freundin Mariella etwas Unehrenhaftes tun. Hier muß ein furchtbares Geheimnis vorliegen." Renate straffte sich. „Das glaube ich auch. Und dies Geheimnis werden wir aufdecken. Vor allen Dingen aber müssen wir uns sofort der Untersuchungsbehörde zur Verfügung stellen. Was für Mariella getan werden kann, muß geschehen!" So schnell sie konnten, fuhren die beiden Mädchen zum Polizeipräsidium Dort hörten sie, daß Mariella noch im Polizeigefängnis wäre. Renate wußte von ihrer Tätigkeit als Pressephotographin auch mit diesen Dingen gut Bescheid Insbesondere, daß die weiblichen Gefangenen von der weiblichen Kriminalpolizei vernommen und betreut wurden. Renate kannte die Leiterin der Abteilung, die Kriminalrätin Hagenbruch. Sie ließ sich bei ihr melden und wurde mit Lore sofort vorgelassen. „Die Sprecherlaubnis zu beschaffen, wird nicht ganz einfach fein, meine Damen, da Sie mit der Inhaftierten nicht verwandt sind", klärte die freundliche Kriminalrätin sie auf. „Doch ich werde mein Möglichstes versuchen. — Ein tüchtiger Verteidiger, der der völlig Verzweifelten zur Seite steht, wäre meiner Ansicht nach das Allerwich- hgfte. Sie wird ihn brauchen können", schloß sie mitleidig und versprach den Mädchen nochmals, sich um eine Sprecherlaubnis für sie zu bemühen. Die unglückliche Mariella saß inzwischen in dem engen Geviert der Zelle im Polizeipräsidium, in das sie am Vorabend eingeliefert worden war. Annina hatte in ihrer Wut keinerlei Rücksicht genommen. Sie hatte Mariella sofort verhaften lassen. Was sie damit getan, gestand Annina kaum gie^ungsreft ßebäuöß Grundstücke flen und W« 5ert>erWn8 MinIiÄ-rchul- Allgemeine Berw ^seitliche W gesundheitspsleg ■ Feuerlöschwesen ! Armenpflege : Schulen: a) I-lk-Kul- b) Ober-Nealsch Ic) Bäuerliche! Evangelische Kirc Eisenbahn Friedhöfe Straßen Kanäle Landwirtschastszi Srenzverhältnisse Lessentliche Anlc Soziale Fürsorg Gemeinnützige < Sondersteuern (Hunde-, Berg ger-, Bier-, G< s Reichssteuerante । Ergänzungsmit Kapitalzinsen Echuldentilgunc Gemeindeumlai Kapitalerneuer Schulden Die in der setzung der S gender Weise: sonders hingewiesen. ** Wanderung des W e st e r w a l d v e r- eins. Die Ortsgruppe Gießen des Westerwaldvereins unternahm am vergangenen Sonntag bei schönstem Frühlingswetter eine Wanderung m hie Lindener Mark. Der Weg führte zunächst nach Klein-Linden, dann kurz vor dem Wald zum Braunsteinbergwerk Großen-Linden, wo den Teilnehmern die Förderung des Braunsteins durch einen Bergmann erläutert wurde. Auch dem Kalkwerk Großen- Linden wurde ein Besuch abgestattet. Sachkundige Erläuterungen ließen einen Ueberblick auch über dieses Werk gewinnen. Der Weg wurde dann nach dem Walde zu fortgesetzt. Das Ziel der Wanderung war die Rindsmühle, wo ein schlichtes Mittagessen vorbereitet worden war. Bei Gesang, Sport und luftiger Unterhaltung verging die Zeit wie im Fluge. Dann trat man den Rückweg an, wanderte durch Wald und Feld, genoß den herrlichen Tag jung saßen beisammen und verlebten einige Stunden in schöner Kameradschaft. Zum Schluffe hielt Dietwart H ö l z e l einen Dortrag und mahnte zum Zusammenstehen in einer Front für Führer und ** Ausbildungs- und F o r t b i ld u n g s- kursus für Desinfektoren. Man berichtet uns: Dom 10. bis 21. März wurde in der hiesigen Desinfektorenschule unter Leitung von ObermediZl- nalrat Prof. Kliewe der alljährlich stattflndende Ausbildungs- und Fortbildungskur us für Desinfektoren und Schwestern abgehalten. Die -Beteiligung war auch in diesem Jahre sehr rege. Aus allen Teilen des Landes waren .P^sonen erschienen. Bei der Abschlußfeier nn 'Kuhlen Grund wurde dem Kursusleiter nochmals für f^e muhe volle Arbeit gedankt. Der Provmzmlmspektor vom Roten Kreuz, Medizinalrat Dr. SorUm, und Kolonnenführer Kratz hielten Ansprachen, m denen sie auf die im Sinne unseres Führers ge- dachte Volksgesundheitspflege und auf die Notwendigkeit der Desinfektionsmaßnahmen für die Bekämpfung der ansteckenden Krankheiten hinwiesen Der von echtem kameradschaftlichen Geist getragene Abend wurde durch Darbietungen ver- front, wodurch die übrigen satzungsgemäßen ßeb «SÄÄfe wie sie sich in diesen Zahlen widerspiegelt, war nur möglich durch die Schaffung der Rifenorgani- fation der Deutschen Arbeitsfront, deren Selbsthilfemöglichkeiten von keiner anderen Einrichtung der Welt übertroffen werden können. Im Dezember 1935 wurden in allen hessischen Schulen Erhebungen über die Zugehörigkeit der Jungen und Mädchen zur Hitler-Jugend angestellt. Dabei zeigte sich ein Ergebnis, daß sich wirklich sehen lassen kann und in seinen Einzelheiten recht interessant ist. So gehören in den höheren Knabenschulen im Gesamtdurchschnitt 96 v. h. der nationalsoziali- siischen Jugendorganisation an. Von 51 Schulen weisen 1 6 Ansta 1 ten eine hundertprozentige Zugehörigkeit auf. Weitere 25 Anstalten stehen auf über 95 v. H., während nur eine einzige Schule von allen übrigen unter 90 v. H. liegt. Bei höheren Mädchenschulen deckt sich der Ge- samtdurchschnitt in höhe von 95,9 v. h. mit dem der Knabenschulen. Drei Anstalten weisen eine hundertprozentige Zugehörigkeit nach. Weitere 8 Schulen liegen über 95 v. H. und nur eine Anstalt erreicht mit 87,7 v. H. nicht ganz den zur Hissung der HJ.-Fahne erforderlichen Hundertfatz von 90 v. H. Interessant ist auch das Ergebnis bezüglich der Zugehörigkeit der Mäochen, die höhere Knabenschulen besuchen. Don diesen 1021 Schülerinnen gehören 97,7 v. H. dem BDM. an. Zu den höheren Schulen zählen auch die höheren Privatschulen für Mädchen und Jungen. Hier weist die prozentuale Zugehörigkeit eine starke Unterschiedlichkeit auf. Zu Anstalten mit 90- bis lOOproz. Erfassung der Jugendlichen reihen sich andere, die teilweise sogar erheblich unter 50 v. H. liegen. Dadurch ergibt sich ein Gesamtdurchschnitt von nur 59 v. H. * Die Deutsche Arbeitsfront, Abt. Wehrmacht des Standortes Gießen, hielt am gestrigen Dienstag- nachmittag im Cafs Leib eine gut besuchte Kundgebung ab. Der Standortobmann Ludwig Haa - q e n besprach zunächst organisatorische Fragen und gab dann bekannt, daß die Rede des Führers am Freitagnachmittag in allen Kantinen und Betrieben durch Gemeinschaftsempfang zu hören ist. Auf die Kundgebung am heutigen Mittwoch in der Volks- Halle wurde besonders hingewiesen Hierauf übermittelte der Standortschulungswalter uni) Betriebsobmann beim Generalkommando IX. A.K., Kaffel, Reinhold Schlade, die Gruße des Wehrkreisobmannes V o l k w e i n, Kassel, der in kürzester Zeit selbst nach Gießen kommen wird. Wie der Redner versicherte, bringen die zuständigen Stellen den Gefolgschaftsmitgliedern das vollste Verständnis entgegen. Da der heutige Staat seine Glieder nicht mehr als Ware betrachtet, wie es früher der Fall war, sondern die Ehre und Achtung der Arbeit sichert, wird auch für die Gefolgschaften gesorgt werden. Es wird dafür vorgesorgt werden, daß jeder einzelne in geeigneter Weise weiter beschäftigt wird. _ v e Ä _ . Der Redner stellte dann mit Freuden fest, daß tm Standort Gießen ein gutes Verhältnis zwischen dem Standortobmann und den Gefolgschaften besteht, und umriß noch einmal die Aufgaben dieses Ehrenamtes. Durch gegenseitiges Verständnis und Vertrauen wird ein ersprießliches und die Interessen der Gefolgschäften und der Betriebe zum Erfolg führendes Arbeitsverhältnis der Sache und dem Volke dienen. In überzeugenden Ausführungen gab der Redner weiter eine eingehende Schilderung der Fortschritte durch Adolf Hitler auf wirtschaftlichem, finanziellem, kulturellem und sozialem Gebiet. In trefflicher Weise verstand er es, die Auswirkungen des wieder erwachten Lebenswillens des Volkes be- 500 d. j). Die kv , ?urforfl( ^ei ft ungen m* mit, d Achsen dieser ohne vorherige ? mehr 7 Befristuw k's 14 r°g°: 8äll,n e>n amtsärjtiie „Ergehn, 5etl- Sntfpred S'LZ .8 Don 2 «S W -d- ,,«te Behondl^e sZ: dos ß r- ■? a l sAwp »eilen Tut Mn?"*’ 116 6; ’rg < Weilt, N, |Oh?QB der MH der S, m 5/ Ä 4 hij Der Wunsch nach materieller Sicherung gegen die Wechselfälle des Lebens und tatkräftiger Hilfe für den Lebensabend ist vielleicht so alt wie das Leben selbst. Der klägliche Zusammenbruch dieser Bestrebungen war für die Sicherheitssuchenden, in der großen Mehrzahl Handarbeiter, eine der bittersten Enttäuschungen der Nachkriegszeit. Für die Arbeiterbewegung, die gewiß viel Fehlschläge in ihrer unglückseligen Laufbahn verzeichnen mußte, war dieses Versagen in materieller Hinsicht von schicksalhafter Bedeutung, zumal es ihr sowieso an Ideen mangelte, die den Menschen über den Horizont feines Alltags hinausgehoben hätten. Andererseits huldigte sie Gedankengängen, die notwendigerweise zersetzend und entfremdend auf die Beziehungen blutsmäßig verbundener Menschen wirken mußten. Der Nationalsozialismus hat in der Deutschen Arbeitsfront die Organisation geschaffen, die diese Mißstände von Grund auf beseitigen soll, die alles, auch die materielle Sicherung, auf eine absolut neue Grundlage stellt. Es ist deshalb folgerichtig, daß die DAF. dem Sicherheitsbedürfnis der freiwilligen Mitglieder weitgehend Rechnung getragen und verschiedene Slemter mit der Wahrnehmung dieser natürlichen Belange des arbeitenden Menschen betraut hat: das Amt für Selbsthilfe, das Sozialamt, die Rechts- „Iunawähler denke daran!" Wahlberechtigt ist, wer am 29. März sein 20. Lebensjahr vollendet hat, d. h. wer am 29. März zwanzig Fahre alt geworden ist. Denke daran, junger Deutscher! Denke daran, deutsches Mädel! 6PNS M + ®rÜb"rC Ss Ks ** al A Un9 der an!" I fein :r am m ist. lschland Hiller der ist s selbst. >m gibt t, daß der (Befolg« machts» slichtzu glieder, die rem, wenn Wehrmacht ihrem Füh> aches Tieg» 'N Stk Dar Sani. her, daß * n würde "ssa verfolg Kaum hai- fll5 auf dB sr? Sffi «s nia)t9 h hj; itiÄ Urt« SlussE hsr «fSÄ iao . m hoL, ft£ >llig v , .< xS-Z E' jd ?L| hol ch!' Führer, erhältniffe 1140, also Jungvolk Zugehörig- ,7 o.h. Mchen zu- itdurchfchnitt Sroß-Gerau, , ib Worms ■ igehö'rtgkeit licht ww s>öyuVer.5 j Schnitt liL ,1 o.h. Siehen mil । mil 71,i end. erbliche" t, bei denen mäßig nicht undertsatz ei' Schülern au| rinnen Har' Reihe diese >ach, die nnt >r Hitler-Ä' und Ergeb' isagt werden I ohne wend onsetts Fort, "en, die 16 Schaf, und der ■n- Ein, °nds mit °un, [on. ober Den Oberhessen. Eihung der SrünbergerRatsherren. 4- Grünberg, 23. März, lieber die jüngste Sitzung der Ratsherren ist im Anschluß an unsere Meldung vom Samstag über den städtischen Voranschlag für 1936 noch folgendes zu berichten: Nach den bereits mitgeteilten Darlegungen des Bürgermeisters Wagner trug Stadtrechner Geh- r i n g e r die einzelnen Kapitel des Voranschlags vor, die in den wichtigsten Rubriken folgende Zahlen aufweisen: Abteilung A: Betrieb. Einnahme Ausgabe Rechnungsrest 3 815,40 500,— Gebäude 4 994,78 2 661,20 Grundstücke 2 798,99 2 318,10 Wald 33 499,50 22 899,50 Äagden, Fischereien 1 396,80 22,94 Schäfereien 2 000,— 468,— Messen und Märkte 1 220,— 795,— Waagen 160,— 60,— Wasserversorgung 16 509,24 13 200,97 Kleinkinderschule 350,— 1 291,73 Badeanstalt 2 062,17 3 148,15 Förderung der Hitlerbewegung 696,— 1114,92 Allgemeine Verwaltung 1 530,50 26 027,60 Oeffentliche Sicherheit —.— 6 055,44 Gesundheitspflege 0,09 2 293,80 Feuerlöschwesen 683,88 2 254,63 Armenpflege Schulen: 1 225,30 13 117,20 a) Volksschule 2 389,44 9 271,27 b) Ober-Realschule 2 500,— 28 044,64 c) Bäuerliche Werkschule 3 131,25 4 551,26 Evangelische Kirche 22,50 3 460,87 Eisenbahn —.— 333,82 Friedhöfe 273,14 932,57 Straßen 200,80 8 237,26 Kanäle 3 339,— 5 566,11 Landwirtschaftszwecke 660,— 5 811,59 Grenzverhältnisse —.— 210,— Oeffentliche Anlagen —.— 300,— Soziale Fürsorge 7 010,97 14 602,65 Gemeinnützige Zwecke Sondersteuern —,— 644,— (Hunde-, Vergnügungs-, Bür ger-, Bier-, Getränkesteuer) 22 285,— 2 017,32 Reichssteueranteile 17 460,— — Ergänzungsmittel —,— 1888,95 Kapitalzinsen 282,40 1 697,62 Schuldentilgung 167,10 1 367,10 Gemeindeumlagen 58 000,— 2 976,— Abteilung B: vermögen. Kapitalerneuerungsfonds 3 403,23 3 385,65 Schulden —,— 17,58 Die in der Haushaltssatzung vorgesehene Festsetzung der Steuerausschläge erfolgte in folgender Weise: 1. Grundsteuer: a) von Gebäuden und Bauplätzen 33,9 Pf., b) von land- und forstwirtschaftlich genutzten Grundstücken 65,7 Pf. von je 100 Mark Steuerwerk. 2. Gewerbesteuer. a) vom Gewerbekapital 74,3 Pf. von je 100 Mark Steuerwert, b) vom Gewerbeertrag 333,6 Pf. von je 100 Mark Steuerwert. 3. Sondergewerbesteuer: a) bei Gebäuden unter 7000 Mark je 45,75 Pf. von je 100 Mark Steuerwert, b) bei Gebäuden über 7000 Mark je 39,93 Pf. von je 100 Mark Steuerwert. 4. Bürgersteuer: 500 v. H. Die weiteren Tagesordnungspunkte. Fürsorgelasten für ärztliche Hilfeleistungen u s w. Hierzu teilte der Bürgermeister mit, daß im Hinblick auf das starke Anwachsen dieser Lasten zukünftig derartige Kosten ohne vorherige Bewilligung durch die Bürgermeisterei nicht mehr übernommen würden, außerdem sei eine Befristung der Kostenübernahme — etwa 8 bis 14 Tage — vorgesehen, endlich soll in besonderen Fällen (z. B. Behandlung mit Höhensonne) ein amtsärztliches Gutachten ausschlaggebend sein. Vergebung städtischer Fuhrleistun- g e n. Entsprechend den von der Regierung erlassenen Richtlinien soll versucht werden, mit der Ortsgruppe der im Reichsverband organisierten Fuhrunternehmer durch freie Vereinbarung die Vergebung zu regeln. Wie Bürgermeister Wagner hierzu mitteilte, sind bei der seither üblichen öffentlichen Ausbietung Preise von 1,30 RM. pro Stunde für einen Doppelspänner gefordert worden. Der Satz von 2 RM. pro Stunde wird dagegen von einer Seite für reichlich hoch gehalten. Vielleicht sollen die im Verband befindlichen Unternehmer zur Abgabe schriftlicher Angebote aufgefordert werden. F a s e l w e s e n. Die beiden landwirtschaftlichen Vertreter bekundeten gemeinsam, daß kein Bedürfnis für die Anschaffung eines Bullen besteht, bezüglich des Ebers wünscht der eine Anschaffung eines neuen, während der andere dies verneint. Bürgermeister Wagner will Kreisveterinärrat Dr. Fuchs in dieser Sache hören. Abschluß einer Waldbrandversicherung. Bürgermeister Wagner teilte mit, welche Behandlung diese Sache auf dem Gemeindetag in Rüsselsheim gefunden hat. Eine Versicherung wird daher nicht abgeschlossen. Anlegung von Fischteichen. Hierzu gab Architekt Balser Erläuterungen. Vorgesehen ist das Gelände nächst der Wilden Grube mit drei Fischteichen für Karpfen. Die Sache wurde einstweilen zurückgestellt. Entwurf eines Wappens der Stadt G r ü n b e r g. Auf eine Anregung zu dieser Sache im Hinblick auf die bevorstehende 750-Jahrfeier hatte man sich an das Staatsarchiv in Darmstadt gewandt. In einem Gutachten von dort wurde fest- gestellt, daß der Reiter nicht das eigentliche Wappen, sondern nur als Wappenträger anzusehen ist, dagegen enthält sein Schild das geschichtliche Stadtwappen: den Thüringer Löwen. Allgemein ist man der Ansicht, daß der Löwe von vielen Orten als Wappen in Anspruch genommen wird, während der Reiter wohl als Seltenheit zu werten sei. Gleichzeitig mit dem Muster eines Wappens diesjährigen Vergütung für Fütterungszucker und mit der Ernennung der Beauftragten für Bienenzucht innerhalb der Ortsgruppe beschäftigten, wurden noch verschiedene Fragen über die Auswinterung besprochen. Mit dem Hinweis auf die Pflicht jedes deutschen Imkers, bei der bevorstehenden Reichstagswahl für den Führer zu stimmen, wurde die Versammlung mit dem Bekenntnis zum Führer geschlossen. < B e u e r n, 24. März. Die hiesige Spar- und Darlehenskasse hielt ihre ordentliche Generalversammlung ab. Der Aufsichtsratsvorsitzende Albert Ranft begrüßte die Genossen, besonders den noch lebenden Gründer der Kasse, Konrad Walter. Die im vergangenen Jahre verstorbenen Mitglieder wurden in der üblichen Wtzise geehrt. Aus dem von Direktor Linden st ruth erstatteten Geschäftsbericht ging hervor, daß die Kasse auch im abgelaufenen Geschäftsjahr eine günstige Entwicklung nahm. Der Umsatz belief sich auf weit über eine Million Mark und hat gegenüber dem Vorjahr eine erhebliche Steigerung erfahren. Zu Anfang des Geschäftsjahres betrug die Zahl der Mitglieder 341, am Schluß des Geschäftsjahres 403 Mitglieder. An neuen Sparbüchern wurden 66 ausgegeben. Die Bilanz schließt in Einnahme und Ausgabe mit 462 727,46 Mk. ab. Die Gewinn- und Verlustrechnung verzeichnet als Abschlußsumme 28 064,17 Mark. Der Reingewinn beläuft sich auf 3000 Mark. Die Haftsumme der 403 Mitglieder steht mit 201500 Mark fest. Die Jahresrechnung und die Bilanz wurden genehmigt. Dem Vorstand und dem Auffichtsrat konnte Entlastung erteilt werden. Entsprechend einem Vorschlag des Vorstandes wurde beschlossen, auf jeden Stammanteil 6 Mark zu verteilen. Die gesetzliche Revision ließ erkennen, daß die Kasse vorzüglich geführt ist. Dem Rechner wurde herzlicher Dank ausgesprochen. Die satzungsgemäß ausscheidenden Vorstandsmitglieder wurden wiedergewählt. Weiter wurde beschlossen, dem Winterhilfswerk 50 Mark zu überweifen. sprechung wichtiger geschäftlicher Mitteilungen, der Vorsitzende bekanntgab, die sich u. a. mit die der (Löwen) hat das Staatsarchiv auch ein Muster für eine Stadtfahne mitgesandt, welche die Farben grün-rot aufweift im Gegensatz zu den jetzigen Farben der Stadtfahne: blau-weiß-rot. Beitritt der Stadt zum Reichsbund der Kinderreichen. Der Beitritt der Stadt als korporatives Mitglied wurde gutgeheißen. Hierbei teilte Bürgermeister Wagner mit, daß in Zukunft die Beiträge an Vereine seitens der Stadt einer genauen Nachprüfung unterzogen würden. Zum Schluß der Sitzung teilte Bürgermeister Wagner noch mit, daß er von Architekt Balfer das Rathaus gründlich habe untersuchen und als Ergebnis einen auf sieben Jahren verteilten Voranschlag zur Ausbesserung aufstellen lassen. Zunächst seien der äußere Anstrich, der vordere Hausflur und das Wachtlokal vorgesehen. CanöfrPis Bietzen £ Wieseck, 24. März. Die Arbeiten am Kriegerehrenmal schreiten rüstig vorwärts. Die Erd- und Maurerarbeiten sind ziemlich beendet. Die monumentalen Ausmaße und die Auswahl des Platzes an der Friedhofsmauer an der Ecke Rabe- nauer- und Alten-Busecker Straße verleihen dem Erinnerungs- und Mahnmal eine besondere Note. X Wieseck, 24. März. Die Evangelische Frauenhilfe hatte zu ihrem Schlußabend am Sonntag die NS. - Frauenfchaft eingeladen, die dieser Einladung zahlreich gefolgt war. Auf die Begrüßungsansprache von Dekan Sattler antwortete die Seherin der NS.-Frauenschaft, Frau M ö b u s, und betonte die gemeinsame Aufgabe beider Verbände im Dienst am Volk und für den Führer. Freudige Aufnahme bildeten musikalische und deklamatorische Darbietungen von Jugend aus den Familien J) Saubringen, 24. März. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde beschlossen, daß Lieferungen und Arbeiten für die Gemeinde nur noch an Mitglieder der NSV. vergeben werden. # Staufenberg, 24. März. Die Deutsche Arbeitsfront veranstaltete hier in der Filiale von Rinn & Eloos einen Betriebsappell unter Leitung des Ortsgruppenwalters Vogel. Der Appell wurde mit dem Deutschlandlied eröffnet. Sodann sprach Kamerad Jung, der Geschäftsführer der Deutschen Arbeitsfront in Gießen, über die kommende Reichstagswahl. Seine Ausführungen fanden reicherhBeifall. Der Appell schloß mit dem Horst- Wessel-Lied. 00 Allendorf a. d. Lumda, 24. März. Heute vollendete der seit 18 Jahren im Ruhestand lebende Forstwart Konrad Krieger II. von hier in voller aeistiger und körperlicher Frische sein 8 3. Lebensjahr. Der Jubilar entstammt einem alten Geschlecht. Ein Bruder starb vor kurzem im nahezu vollendeten 97. Lebensjahr. f A l l e n d o r f a. d. L d a., 24. März. Die Orts- fachgruppe Lumdatal im Reichsbund Deutscher Imker, früher Zweigverein des Oberhessischen Bienenzüchtervereins, hielt im Gasthof „Zur Eisenbahn", dahier, eine gut besuchte Versammlung ab. Nach Begrüßung durch den Vereinsführer, Lehrer Schmidt (Keffelbach), erstattete der Rechner den Kassenbericht, der einen Ueberschuß von 65,25 RM. einschließlich einiger Ausstände aufwies. Die Ortsgruppe zählt 40 Mitglieder, die sich auf mehrere Dörfer der Umgegend verteilen. Nach Be- •'HlMlUIIMieilOoni Adolf Hitler vollbracht y •■mniuuMu, wiuiiiniuauKH Der Arbeiter braucht Erholung H(u nimmt, .„,V|IM| jCjHUH, I ImlllHlMIHIhHUIHlU/lllfflllMrtin \ xga — X 5 ti-jx H— \ \ /V § e> < ä AU o ---- LU der Mitglieder. Pfarrassistent Z s ch a u (Gießen) erzählte fast eine Stunde sehr anschaulich aus eigener Erfahrung über unser Brudervolk in Oesterreich. Bei gemeinsamen religiösen und Volksliedern verging schnell die Zeit. Der Ortsgeistliche ermahnte u. a. nach Verlesung von Friedrich Lienhards ..Ein deutsch Vaterunser", daß jede Frau am Wahltag ihre Pflicht tue. Es schloß sich dann der am letzten Abend der Winterarbeit übliche Kaffee und Kuchen an, mit dem am folgenden Tage auch noch eine Reihe von Volksgenossen erfreut werden konnte. OO Trohe, 24. März. Dieser Tage hielt die Milchabsatzgenossenschaft Trohe ihre Generalversammlung ab. Der erste Vorsitzende H. Schmidt I. erstattete den Geschäftsbericht. Der Rechner H. Schwarz verlas die Bilanz, die von der Versammlung gutgeheißen wurde. Da der bisherige Vorsitzende H. Schmidt I. wegen hohen Alters sein Amt niederlegte, wurde Ortsbauernführer Philipp Rühl an feiner Stelle ernannt. Im verflossenen Geschäftsjahr wurden an die Molkerei in Gießen insgesamt 91 000 Liter Vollmilch abgeliefert. 4000 Liter Vollmilch wurden im Orte verkauft. Von der Molkerei wurden 45 000 Liter Magermilch und 600 Pfund Butter zurückgeliefert. — Infolge der Neuordnung durch die Feldbereinigung wurde auch der hiesige Friedhof vergrößert. Die Hecke mußte auf drei Seiten entfernt werden, sie wird aber wieder angepflanzt. Etwa 1000 Weißdornsetzlinge stehen dafür zur Verfügung. — In den nächsten Tagen wird hier mit Hilfe der Motorspritze von Alten-Buseck eine Spritzung sämtlicher Ob ft bäume ohne Ausnahme vorgenommen. Die Spritzmittel beschafft die Gemeinde, die Unkosten werden später auf die einzelnen Baumbesitzer umgelegt. — An Ostern werden aus unserer Volksschule fünf Kinder, vier Mädchen und ein Knabe entlassen und konfirmiert. Sechs Kinder werden neu in die Schule ausgenommen. Außerdem wurde der Beschluß gefaßt, zu dem bisherigen einen zweiten Düngerstreuer anzuschaffen, ferner eine Ringelwalze und hiermit einen Beitrag zur Erzeugungsschlacht zu leisten. Der Aufsichtsrats- vorsitzende Otto Ranft ermahnte zum Schluß die Mitglieder, auch weiterhin dazu beizutragen, daß sich die Kasse auf gesunder Grundlage weiterentwickeln könne. Mit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer Adolf Hitler un5 mit den gemeinsam gesungenen ersten Versen des Deutschlandliedes und des Horst- Wessel-Liedes fand die Versammlung ihren offiziellen Abschluß. Kameradschaftlich blieb man noch geraume Zeit beisammen. 5 Steinbach, 24. März. Die Evangelischen Vereine hatten die Alten unserer Gemeinde am Sonntagnachmittag in den Saal des „Einhorn" eingeladen. 64 Männer und Frauen waren der Einladung gefolgt, darunter die älteste Frau unserer Gemeinde, Frau Witwe Mana Sophia Schneider, geb. Reuschling, und der älteste Mann, Johannes Balser L, im 88. und 80. Jahre. Nachdem der Evangelische Frauenchor die Gäste mit zwei Chören erfreut hatte, begrüßte der Leiter der Vereine die Erschienenen. Er betonte besonders, daß es ein Bedürfnis gewesen sei, den alten Gemeindegliedern eine Feierstunde zu bereiten und sprach über das rechte Verhältnis von jung und alt. Hierauf folgte die Bewirtung mit Kaffee und Gebäck, dabei bedienten die Chormitglieder. Die Spielschar des Frauenchores bot dann ein Märchenspiel, das bei dem flotten Spiel und den hübschen Dekorationen und Kostümen starken Beifall fand. Der Chor sang hierauf noch zwei Lieder. Dann folgte gemeinsamer Gesang von „Lobe den Herrn", und Pfarrer D ö l l sprach das Schlußwort, das auf Lob und Dank gestimmt war. Die Gäste brachten durch eine der Großmütter und einen Vertreter der Männer ihren Dank zum Ausdruck dem Evangelischen Frauenchor, den Spielerinnen, der Evangelischen Frauenhilfe, dem Dirigenten, Musikmeister Schleuse und dem Leiter der Vereine Pfarrer D ö l l, der darauf noch die Hoffnung aussprach, daß gelegentlich eine ähnliche Veranstaltung für die Alten ausgeführt werden solle und daß nur durch die Mithilfe der beiden Evangelischen Vereine der heutige Tag möglich gewesen sei. I Hausen, 23. März. Die Frauenhilfe und die Frauenschaft Haufen hielten ihren gemeinsamen Schlußabend ab. Schön geschmückte Tafeln empfingen die Besucher im Rathaussaal zu der harmonisch verlaufenen Veranstaltung. Die beiden Vereinigungen kamen den Winter über alle vierzehn Tage zu einem gemeinsamen Abend zusammen. Pfarrer Steiner dankte in feinem Be- grüßungswort der Führerin der Frauenschaft Frl. Schäfer für ihre verständnisvolle Mitarbeit und gab seiner Freude über dieses gemeinsame Arbeiten im Sinne wahrer Volksgemeinschaft Ausdruck. Rasch verliefen die Stunden frohen Zusammenseins bei Kaffee und Kuchen, von welch letzteren die Kranken im Dorfe noch bekamen, um ihnen auch eine kleine Freude zu bereiten. * Lang-Göns, 24. März. Nachdem vor einigen Wochen etliche schwere Löffel-Bagger hier am Bahnhof ausgeladen und aufgestellt worden waren, um sich dann im Schneckentempo durch die Ortsstraßen zu bewegen, fesselten gestern die hiesige Einwohnerschaft, besonders die Jugend, mehrere Riesenpflüge von ungeheuren Ausmaßen, die von Dampfwalzen gezogen wurden. Die Maschinen dienen zu Rodungsarbeiten. Dorf G i l l, 23. März. Am Samstagabend fand in der Kirche eine sehr gut besuchte Film- feierftunbe, von der Inneren Mission veranstaltet, statt. Es wurde der Film „Segenspuren der Liebe" gezeigt, der Zeugnis ablegte von der Vielseitigkeit der Arbeit der Inneren Mission und der die Besucher mit den zahlreichen Anstalten, Erziehungsheimen, Krankenhäusern, Säuglingsheimen. Erholungheimen, Herbergen und Hospizen bekannt machte. Das Schlußwort sprach Pfarrer Grethe, der die Gemeindemitglieder aufforderte, die Arbeit der Inneren Mission auch in der Zukunft weit- gehendst zu unterstützen. Kollekte und Schriftenverkauf ergaben den Betrag von 55 Mark. Große Strafkammer Gießen. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte das Gericht gegen den bereits einschlägig vorbestraften Franz O d e r m a 11 aus Nieder-Florstadt wegen Sittlichkeitsoerbrechens im Sinne des § 176 Abf. 3 StGB, und verurteilte ibn zu einer Zuchthausstrafe von einem Jahr und sechs Monaten. Dem Verurteilten wurden die bürger» lichen Ehrenrechte auf die Dauer von drei Jahren aberkannt. Sodann stand der August Hirth aus Michelbach wegen Blutschande vor den Schranken des Gerichts. Der Angeklagte hatte sich in unglaublicher Weise an seinen beiden Töchtern vergangen. Das Gericht erkannte in Anbetracht der Schwere der Tat auf fünf Jahre Zuchthaus und Ehrverlust auf die gleiche Dauer. Auf die erkannte Strafe werden vier Monate der Untersuchungshaft angerechnet. Rundfunkpronramm Donnerslag, 26. vlär;. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Musik am Morgen. 10.15: Schulfunk. Volksliedersingen. 10.45: Nachrichten. 11: Nur Frankfurt: Gaunachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskon- zert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von Zwei bis Drei. 15: Wirtschaftsbericht: 15.15: Kinderfunk. 16: Unterhaltungsmusik. 17.30: Musik von Hans Fleischer. 18: Konzert. 19: Unter- Haltungskonzert. 19.45: Der Tagesspiegel des Reichs- senders Frankfurt. 20: Nachrichten. 20.10: Bunte Welt. 22: Nachrichten (anschließend auch aus dem Sendebezirk.) 22.30: Tanzmusik. 24 bis 2: Sinfonie- konzert. CTircMtW 77od>nd>fen. Evangelische Gemeinden. Mittwoch, den 25. März. Gießen. Fohanneskirche. 18 Uhr: 5. Passions-An- dacht; Pfr. Bechtolsheimer. Donnerstag, den 26. März. Gießen. Kapelle des Allen Friedhofs. 20.15 Uhn Passions-Andacht; Pfarrassistent Weckerling. Freitag, den 27. März. Gießen. Pelruskapelle (Wetzlarer weg). 20 Uhr: Passions-Andacht; Kandidat Dietrich. ffflflhfUftl»! ITtefffc am ma,n MÖBELfKÄI • HAUS- U. KÜCHENGERÄTE • SPIELWAREN • GALANTERIEWAREN mixten. tjUMJwv Der LandesbauernMrer spricht in Hochelheim. o Hochelheim, 24. März. Im großen Saal- bau Franz fand festeren eine bäuerliche W a h l - kundgebung statt mit dem Landesbauernführcr Dr. Wagner als Redner. Etnxi 500 Bauern füllten den schön geschmückten Saal. Wie ganz anders war jetzt das Bild als vor fünf Jahren am 18. Januar 1931. Damals auch ein überfüllter Saal, meistens jedoch verführte und verblendete Volksgenossen und ein kleines Häuflein nationalsozialistischer Vorkämpfer des Hüttenbergs, die, von der Masse bedrängt und in einer wüsten Saalschlacht angegriffen und zum Teil niedergeschlagen wurden. Wie ganz anders die heutige Versammlung. Schon allein die große Versammlung war eine machtvolle Demonstration für das Jetzt des neuen Deutschland Adolf Hitler gegenüber dem Einst des früheren marxistischen Regimes. Mit Begeisterung empfingen die Bauern ihren Landesbauernführer. Die 15 Mann starke Kapelle des RSKK. Wetzlar leitete die Kundgebung mit einigen flotten Märschen ein. Bezirksbauernführer Langsdorf eröffnete die Versammlung und wies darauf hin, daß diese Kundgebung Zeugnis sei für das starke bäuerliche Wollen, das sich in verantwortungsvoller Stunde in dankbarer Liebe und Treue rückhaltlos hinter den Führer stelle. Froh begrüßt, sprach dann der Landesbauernführer Or. Wagner Ausgehend von der schmachvollen Unterwerfung unter das Versailler Diktat schilderte der Redner die ungeheure Rot, in die unser Volk im Verlaufe der folgenden Jahre hineingeriet. Die Feindbundstaaten waren sich einig in dem Willen, das deutsche Volk auf ewig am Boden zu halten und es endgültig aus der Reihe der Großmächte Europas zu streichen. Ein raffiniertes Ausbeutungssystem sah eine jährliche Tributleistung von fünf Milliarden Goldmark vor bis zum Jahre 1958. Die entmilitarisierte Zone sollte für immer bestehen bleiben. Wie die Katze mit der Maus spielt, so spielten die einstigen Feindbundstaaten mit dem wehrlosen Deutschland. Die wirtschaftliche Not stieg von Jahr zu Jahr. Das Heer der Arbeitslosen wuchs bis auf sieben Millionen an. Ein bolschewistisches Deutschland wäre der Anfang vom Ende Europas mit seiner Kultur und Zivilisation gewesen. Daß es nicht so kam. ist einzig und allein das Verdienst der nationalsozialistischen Bewegung. Erst als die Not bis aufs höchste gestiegen war, übergab man dem Führer der Bewegung, Adolf Hitler, die Leitung der Geschicke des völlig zerrütteten Staates. Gerade auch der deutsche Bauer sah damals ohne jede Hoffnung in die Zukunft. Er sah keine Sicherheit mehr für feinen Betrieb, keine Absatzmöglichkeiten für seine Erzeugnche, Schutzlos war er jüdischen Händlern und Finanz- leuten ausgeliefert. Die Zwangsversteigerungen von Bauernhöfen hatten einen Umfang angenommen, der auf die Fläche umgerechnet ein Gebiet umfaßte, das dem Lande Thüringen entsprach heute wird kein hos mehr zwangsversteigert, die Erzeugung ist geregelt, der Absatz gesichert und feste Preise geben wieder die Möglichkeit, planmäßig zu wirtschaften. Infolge der durch die nationalsozialistische Regierung vorwärts getriebenen Erzeugungsschlacht ist bereits heute das Ziel, das deutsche Volk aus eigener Scholle zu ernähren, säst erreicht. Wir wissen noch sehr wohl die Zeit, in der das deutsche Volk bitteren Hunger leiden mußte, obwohl zur Erzeugung von Lebensmitteln gewaltige Landstriche zur Verfügung standen. Ungeheueres hat der Bauer in Deutschland geleistet. Auch bei uns in Hessen-Nassau hat der Bauer seine Pflicht getan. Um nur einige Zahlen anzuführen: 1933 waren im Gebiet der Landesbauernschaft etwa 8000 Kubikmeter Silo vorhanden, 1935 dagegen schon 46 000 Kubikmeter. Was das heißt, weiß jeder, der mit diesen Dingen zu tun hat. Die Flachsanbaufläche stieg von 16 Hektar im Jahre 1933 auf 1050 Hektar im Jahre 1935. Während eine Feldbereinigung früher 8—12 Jahre in Anspruch nahm, wird heute eine solche in 2V2 Jahren vollständig abgeschlossen. Während unter dem alten System in 8 Jahren nur 12 neue Bauernstellen geschaffen wurden, sind unter der Regierung Adolf Hitlers in einem einzigen Jahre im Gebiet unserer Landesbauernschaft 83 Neubauernstellen eingerichtet worden. Außerdem wurden 3000 kleinbäuerliche Betriebe, meist auf dem Siedlungswege, auf Erbhofgröße aufgerundet. Wie stark auch die bäuerliche Jugend an dem Aufbau mitarbeitet, geht am besten an der Teilnahme am Reichsberufswettkampf hervor. 1933 waren es erst 800 Jungens und Mädels, während es in diesem Jahre 11 600 waren, die sich an diesem Leistungswettbewerb beteiligten. Weiterhin erläuterte der Landesbauernführer die 7 Punkte aus der Führerrede bei der Reichstagssitzung am 7. März und wies besonders darauf hin, daß Adolf Hiller den Frieden will. Des deutsche Volk-kein sterbendes Volk mehr! 1952 975ooo Er hat den Völkern die Hand geboten und ihnen den Weg gewiesen, den Europa gehen muß. Aber bei allem Entgegenkommen hat auch der Führer ein eisernes Nein gesprochen zu neuen Versuchen, Deutschland einzuschüchtern. Es geschieht nichts gegen die deutsche Ehre und Freiheit. Wie sehr die gewaltigen Erfolge unseres Führers auf dem Gebiet der Innen- und der Außenpolitik auch im Auslande anerkannt werden, geht am besten aus dem Worte eines Franzosen hervor, der gesagt hat: Der einzige große Fehler, den Adolf Hitler hat, ist der, daß er kein Franzose ist. Ein Deutscher, der diesem Manne heute feine Stimme nicht gibt, ist einfach undenkbar. Stühpunktleiter Mehl- Hochelheim brachte Gruß und Treugelöbnis dem Führer dar. Mächtig erklangen das Deutschlandlied und das Horst-Wefsel- Lied durch den Saal, als Echo, Dank und Treu- gelöbnis zugleich: .... Führer und Vaterland, das Bauerntum ist zur Stelle, wenn Du rufst! Vor 1933: Sterbendes Volk! S0 war es-früher! 1901 in Deutschland 2 000 000 Lebendgeborene 1931 „ „ 1000 000 1932 „ „ 975 000 „ So wäre es weitergegangen! 1933 in Deutschland 65 Millionen Einwohner 1975 „ „ 60 2000 „ „ 47 2050 „ „ 25 Das bedeutet: Politische Schwäche, Senkung I der Lebenshaltung, Not und Untergang.________ Aach 1933: Wachsendes junges Volk! Hitler schafft Ehestandsdarlehen, Kinderreichenbel- Hilfe, Siedlungen, Arbeit und Brot! Eheschließungen Lebendgeborene 1932 510 000 975 581 1933 631 000 956 915 1934 731431 1181174 1935 650 000 1 265 000 Das deutsche Volk ist kein sterbendes Volk mehr! Das deutsche Volk dankt dem Führer und schenkt ihm sein Vertrauen. AdolfHitler ist das Leben und die Zukunft. Darum am 29. März bei der Wahl: Das ganze deutsche Volk für den Führer und sein Aufbauwerk!* 1855 a vorübergehend geschlossen Anfragen sind zu richten an: 542 V Für das Feld. 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