igen einer Anzeige! Dienstag, 25. Februar 1956 186. Jahrgang §7 Erstes vlatt Eichener Anzeiger 1.80 -.25 ner Brauart 1179D prifen. Aber die Ansätze sind da. ({.Flugzeugbau Iten Sie bei wieder- venÄeMne sich die Spaliere der Massen zu dichten Reihen zusammenballen — die Erwartung auf den Augenblick, da der Mann erscheint, der hier vor 16 Jahren das deutsche Schicksal in die Schranken gefordert hat. Die Männer und Frauen im Saal sind erfüllt von dem Bewußtsein, daß sie durch ihre Treue vor allem berufen sind, diese abendliche Gemeinschaftsstunde mit Adolf Hitler zu begehen. Sie wissen um die Auszeichnung, die ihnen der Führer schenkt, indem er jedesmal an diesem Abend in ihre Mitte kommt, und sie vergelten es ihm aus vollem Herzen. Der Badenweiler Marsch, der seinen Einzug begleitet, wird minutenlang fast übertönt von aller Leidenschaft, mit der aus vielhundert Kehlen dem Führer Treue um Treue geboten wird. Adolf Hitler hat viele Hände zu schütteln. Insbesondere begrüßt er die Mitglieder der Sternecker-Gruppe mit herzlichem Handschlag. Gauleiter Adolf W a g ne r faßt den Willkomm der alten Kämpfer in kurze Worte und in ein Sieg-Heil, das vielfältigen Widerhall findet. Allgemeines Bedauern findet feine Mitteilung, daß der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß durch eine leichte Erkrankung am Erscheinen verhindert ist. An ihn wird folgendes Telegramm gesandt: „2000 im Münchener Hofbräuhaus versammelte alte Kämpfer und Kämpferinnen der Partei senden Ihnen als einem der Ersten in unseren Reihen herzliche Grüße mit dem Wunsche baldiger Genesung. Adolf Hitler, Adolf Wagner, Joseph Berchtold und alle Parteigenossen und -genossinnen." Dann umschreibt Adolf Wagner in prägnanten Sätzen das Wunderbare des vielseitigen Wandels der Zeiten und verbindet mit dem bewegten Dank an den Führer den Wunsch, daß auch er aus dem Kämpferkreies, aus seinem Glauben und aus dem Glauben des ganzen deutschen Volkes neue Kraft und Zuversicht finden । Ober. I Hessen Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text« anzeigen von 70 mm Brette 50 Rpf.,Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.25°/a mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins-, gemein« barer Nachbarschaft Deutschlands beet. Davon ist nichts zu sehen. Geräde die Nach- 22022 49638 177682 185778 200565 sS 234486 252685 KZ 29192j S 339839 384096 Der Führer spricht auf der Parteigründungsfeier im Münchener Hofbräuhaus. An historischer Statte. München, 24. Febr. (DNB.) Die Männer, die ich alljährlich im Hofbräuhaus zur Parteigründungsfeier zusammenfinden, umschließt die Erinnerung an den 24. Februar 1920. Sie alle sind innerlich verbunden durch das Glück, das sie in Kampf und Sieg gesegnet hat, und durch die Werte, mit denen sie das Glück erobert haben: Den Glauben an den Führer, den Willen zum neuen Reich, die volle Einsatzbereitschaft, die eiserne Gefolgschaftstreue. Im alten Geist begrüßen sich die Getreuen Adolf Hitlers an historischer Stätte, die genau wie vor 20 Jahren keinerlei äußerlichen Schmuck, aber ein Wahrzeichen trägt: Das HaHkenkreuzbanner, die Blutfahne. Hier heißen sich besonders alle jene Männer willkommen, die das Vertrauen Adolf Hitlers zu führenden Aufgaben in Bewegung, Staat, Wehrmacht berufen hat. Wir sehen unter ihnen die Reichsleiter Schwarz, Dr. Frick, Dr. Ley, Fiehler, Ritter von Epp, Amann, Rosenberg, Bouh- er, Grimm, Dr. Dietrich, Stabschef Lutze, Reichs- ührer-SS. Himmler, Gauleiter der Partei, den Kommandierenden General des VII. AK., Generalleutnant von Reichenau, den Befehlshaber im Luftkreis V, Generalmajor Sperrte, Reichshandwerksmeister Schmidt und viele andere. In dem großen Kreis, in dem zunächst dem Podium die Sternecker-Gruppe ihren Platz gefunden hat und wo die NS.-Frauenschaft durch ihre bewährtesten Kämpferinnen vertreten ist, haben sich auch Abordnungen aus den übrigen Gauen des Reiches sÄ $ V 11662 IjSf 24440 A 32885 4 2?6 63721 6 os Ä 96498 ^2 > 06764 4471 19510 >9539 '6628 8422 7847 5516 4279 0616 925f 2071 1238 0897 8887 6191 2398 7728 2571 9804 frisiert. Dies war ein Meisterstück der französischen Nachkriegspolitik. Denn der Einsatz zugunsten der Friedensdiktate wurde auf diese Weise zum Inbegriff der Friedenspolitik. Umgekehrt: jedes Aufbegehren gegen einen im tiefsten Grunde unfriedlichen Zustand wurde zur Friedensstörung. Eine ausgesprochene Vormachts- und Gewaltpolitik hatte damit die Möglichkeit, im G e w a nd e idealer Selbstlosigkeit aufzutreten. Wir haben das zur Genüge erlebt. Und so wird auch das Interesse verständlich, das die von Frankreich inspirierte Politik all die Jahre hindurch der Festlegung des Begriffs des „Angreifers" entgegengebracht hat. War auch klar, was damit bezweckt wurde, — nach außen konnte das alles als Ausfluß friedlichster Gesinnung getarnt werden. Ebenso war es mit der Fortentwicklung der B e i - standsfrage, dem Kernstück der kollektiven Sicherheitspolttik. Die Beistandsleistung „im Falle des Angriffs" war die ideale Plattform, von der aus sich jeweils machtpolitische Interessen, ohne Bloßstellung nach außen, überall e i n f dj a I* * ” ließen. Umgekehrt: jeder, der sich der Kollektivität verschrieb, hoffte sich die etwaige Hilfeleistung der anderen für seine Zwecke nutzbar machen zu können. Wurde schon damit die kollektive Sicherheit zu einer Zweckveranstaltung in ganz bestimmter Richtung, ohne Rücksicht auf die wohlverstandenen Inter- essen der Völker, so trug die nebenherlausende Bündnispolitik noch ein weiteres zum Ni^ derbruch dieses Systems bei. Daß Frankreich nach dem Kriege ganz Europa mit einem Netz von Bündnisverträgen überzog, nxir an sich schon unvereinbar mit Geist und Buchstaben der Genfer Satzung. Aber dieses Vertragssystem sollte immerhin nur den Völkerbund unterbauen. Maßgebend sollte der Völkerbund bleiben: er sollte die Geschicke der Welt lei- 1327 1971 1S7023 L2333 216464 1 69168 76884 2830 2 >A K 342087 19678 36079 65616 .§4070 21A 234865 14661 2d ^2 K S* rt kommen kann, sind im Gegenteil die Kron- iigen der deutschen Friedwilligkeit. & Unruhe, die auch sie erfaßt hat, hat ihren ;nb nicht in deutschen Angriffsabsichten, sondern enen Vorkehrungen, die nicht nur die Einkrei- q Deutschlands bezwecken, sondern auch ihre fistenz gefährden und dem Spiel der Beistands- te skrupellos überantworten. :as Echo des Russenpaktes in Polen, »Belgien, in Holland usw. ist hierfür em ik deutlicher Beleg und zugleich ein peinlicher cbestand für die seltsamen Sicherheitsfanatiker, ! angeblich der Welt den Frieden erhalten wol- En Die Erkenntnis wächst, daß die berühmte kol- Etoe Sicherheit die europäische Staatengemein- Ecrt auf einen Weg drängt, an dessen Ende das Isilektive Risiko, die Unsicherheit aller |ten muß. Freilich: noch sind wenig Anzeichen zu Kn, daß diese Erkenntnisse sich in Kräfte umsetzen, Heim Bereich der praktischen Politik wirksam werden ist. Da fühlen sich die alten Kämpfer erst recht als die große Familie, die Adolf Hitler vor 16 Jahren um sich geschart hat, da ergreift die Gewißheit von ihnen Besitz, daß sie nicht nur eine große Vergangenheit miteinander geteilt und ehrenvoll bestanden haben, sondern daß ihnen über unsere Tage hinaus eine weitere hohe G e - meinschaftsmission beschieden ist in der Arbeit für die kommenden Geschlechter. Die letzten Worte des Führers gehören dem Dank an seine ältesten Getreuen. Er gibt seinen Gefühlen des Dankes Ausdruck für die, die mit ihm damals die Bewegung in ihre Bahnen geleitet haben und Deutschland erobern halfen. Der Führer ruft die Erinnerung wach an die „wunderbare, herrliche Zeit, da wir ausgezogen sind mit nichts als einem unermeßlichen Glauben und einer fanati- s ch e n Hingabe, ein großes Reich zu erobern. Heute, 16 Jahre später, nachdem wir die Herren dieses Reiches geworden sind, möchte ich J5ie erinnern an diese schwere aber herrliche Zeit." Unter wahren Stürmen der Begeisterung hat der Führer seine mehr als anderthalbstündige Rede beendet. Wie er den alten Mitstreitern von Herzen gedankt hat, so klingt nun ihr Dank in dem Sieg- Heil auf die Bewegung, auf Volk und Reich und im Gesang des Hors't-Wessel-Liedes aus. Dieser Dank umfängt wie eine Welle den Führer, er gibt ihm das Geleit, als er langsam durch die Reihen schreitend den Saal verläßt. Diese Stunden aber bleiben Besitz aller derer, die sie erlebten. Sie gehören zu denen, die das Kleine und Sorgenvolle vergessen lassen und das Große und Erhabene dem Gedächtnis einprägen. Darin sind sie W e g w e i - f er für d i e ganze Nation, der auf immerdar aller Kampf und die Treue des Führers und seiner alten Pioniere gilt. Die Parallelkundgebung im Zirkus Krone. Unaufhörlich strömten die Formationen der Bewegung, die im Hofbräuhaussaal keinen Platz mehr sanden, aus allen Himmelsrichtungen durch ein Ehrenspalier der SS. unter Marschklängen in den festlich geschmückten Hallenbau des Zirkus Krone, deren Säulenrund bis hoch hinauf mit Tannen- grün geschmückt und vom flammenden Rot der Hakenkreuzfahnen umsäumt war. Ein von einem breiten Gürtel von Fichten und Föhren flankierter Stufenbau führte auf die blumengeschmückte Bühne, auf der die Fahnenabordnungen Aufstellung genommen hatten und aus deren Mitte sieghaft das : Hoheitszeichen der Bewegung ragte, lieber dem festlich erleuchteten Hallenrund standen in goldenen > Lettern die Worte geschrieben: „16 Jahre Kampf : um Deutschland, 16 Jahre NSDAP". Versamm- : lungsleiter Buchner eröffnete die Kundgebung, i Gleich darauf begann die Uebertragung aus : d e m Hofbräuhaus. Die gespannte Aufmerk. : samkeit der Zuhörer schwoll an zu hingerissener Be- : geisterung, als der Führer selbst das Wort ergriff. ! Die stürmischen Heil!-Rufe im Hofbräuhaus fanden : begeisterten Widerhall. Die tief ans Herz greifenden - Worte der Erinnerung des Führers ließen auch t hier den Beifall immer wieder aufflammen. Zum - Schluß der Kundgebung brauste noch einmal das > Sieg-Heil auf den Führer auf. Eindrucksvoll wie : der Einzug war auch der Ausmarsch der Fahnen- - aborbnungen durch das Ehrenspalier der SS. Der Führer betritt das Podium. Sein Blick geht über die Reihen seiner ältesten Getreuen, die ihm so begeistert wie nur je bekunden, daß sie ihm gehören. Und dann läßt er vor ihrem geistigen Auge das Bild der langen Kampfzeit Wiedererstehen. Oft und oft haben ihn diese Männer gehört, und wie am ersten Tage stehen sie heute von der ersten Minute an in seinem Bann. Sie folgen ihm mit gespanntem Ernst und, wenn er feine Redewendungen mit feinem Humor durchsetzt, mit gelöster Heiterkeit. Alles, was sie selbst im Innern tragen, weiß er aus dem Erleben des Kameraden und des Führers in die Worte zu fassen, die das Geheimnis einer verschworenen Gemeinschaft enthüllen. Das ist das unerhörte Wagnis des Anfanges, unerhört im Hinblick auf Ziele und äußere Kräfte, das ist der erste Erfolg vor 16 Jahren, der die elementare Stoßkraft zum Kampf ums Volk und im Volk freigemacht hat, das ist das Programm der 25 Thesen, das gegen schier übermächtige Widerstände feine sieghafte Kraft erprobt hat, und zwar gerade weil unerbittlich über seiner Reinhaltung gewacht wurde. Das ist das Vorbild der äußersten Einsatzbereitschaft, bekräftigt mit schweren Blutopfern, die es wiederum möglich machten, den revolutionären Geist auch unter der notwendigen Taktik der Legalität lebendig zu erhalten. Das ist die ungeheure Erziehungsarbeit, m ten, sollte der U e b e r ft a a t sein, dessen Zuständigkeit und Machtfülle zu steigern die französische Politik immer bestrebt war. Das muß man sich vor Augen halten, um den jähen Bruch zu erkennen, den die französische Politik mit dem Russenpakt^gegenüber ihren bisherigen Anschauungen vollzogen hat. Denn in diesem Pakt nehmen Frankreich und Rußland das Recht in Anspruch, an Stelle des Völkerbundes selbständig zu entscheiden und selbständig zu handeln. Indem Frankreich also jetzt plötzlich den Grundsatz der Entschlie- ßungsfreiheit der Dölkerbundsmitglieder entschieden in den Vordergrund rückt, bestreitet es dem Völkerbund die Kraft und Bedeutung, die es ihm bislang immer verschaffen wollte! Der Völkerbund ist für die neue französische Politik nicht mehr der allmächtige Ueberftaat, sondern nur noch Kulisse für bte individuelle Machtpoli tik: und die Russenbündnisfe sind nicht mehr als dem Völkerbund untergeordnete Ergänzung anzusehen, sie schalten im Gegenteil die Genfer Instanz praktisch aus. Es liegt auf der Hand, daß damit die Idee der kollektiven Sicherheit noch mehr durchlöchert wird. Nicht eine, theoretisch wenigstens, objektive Instanz entscheidet nun über den Angreifer-, diese Entscheidung wird vielmehr in das Belieben der beiden Partner gestellt. Fügt der Rat sich ihrer vorgefaßten These, daß Deutschland „der Angreifer" zu sein habe, nicht, so wollen Frankreich und Rußland sich nicht etwa danach richten, sondern es wird dadurch gerade der Beistandsmechanismus ausgelöst. Das „Recht" zum „legalen Krieg" ist da! Es ist sehr aufschlußreich, wie der „Temps" diese neue Wendung, die im Grunde die Genfer Idee zerstört, zu rechtfertigen versucht. Er dreht einfach den Spieß um und beschuldigt diejenigen, die sich gegen diese Bündnispolitik wenden, Des Führers Dank an feine älieflen Mitkämpfer Der Führer spricht zu benenz die Deutschland erobern halfen. der die Partei selbst zu einer großen Familie, das Führerkorps zu einer geschlossenen Einheit geworden ist und die in jeder Versammlung sogleich den stärksten seelischen Kontakt zwischen Führer und Gefolgschaft vermittelt hat-, das Anwachsen von ein paar hundert Mann zu der großen Armee politischer Kämpfer, die sich den politischen Führungsanspruch errungen hat. Und Adolf Hitler überschaut das Aufbauwerk der letzten drei Jahre. Wiederum stellt er in den Vordergrund die unaufhörliche nationalsozialistische Erziehungsarbeit, die jetzt auf das ganze Volk übertragen worden ist, und als ihre wichtigste Frucht das spontane Verständnis des Volkes für alle die schweren und großen Entscheidungen dieses Jahres, sein unverbrüchliches Vertrauen, die stabile, unerschütterliche Uebereinftimmung zwischen Führung und Volk. Er verweist auf den gewaltigen Äusleseprozeß, der sich in der Bewegung vollzieht und alle wertvollen Kräfte aufnimmt und empor ft eigen läßt, wie auf der anderen Seite in Zukunft genau so wie bisher alle asozialen und alle anatio- nalen Elemente der Zersetzung mit eiserner Strenge niedergehalten werden. Und weiter richtet der Führer den Blick in die Zukunft, der das breite, unzerstörbare, von Jahr zu Jahr mehr gefestigte Fundament bereitet wor- f/ekfrotachnik L unö ein befreiendes Gegengewicht darstellen Nasch.., Auto« Xio flfninhp finh hn. (üuf eine letzte und allgemeine Formel gebracht, t es ganz bestimmte Auffassungen vom Wesen l Friedenssicherung, die heute miteinander um ‘ üung und Anerkennung ringen. In Versailles n! 'm Genf wurde der Versuch gemacht, das Völ- iteben auf gänzlich neue Grundlagen zu stellen, li sollte sich in Zukunft nach ganz anderen Werken vollziehen als bisher. Der Krieg wurde odbannt- nie wieder sollte er Mittel der nationalen ! , ÜLitit eines Staates sein. Die Theorie vom ewi- ' «i Frieden, die Ausschaltung jeglicher Gewalt aus j Ile- Völkerleben, das, so wurde verkündet, sollten ( Ü( Sbeale sein, die die Völker in eine bessere Zu- fcrt führen würden. Geheimdiplomatte, Bündnis- Mik, das natürliche Kräftespiel der Nationen, — dl triefe Elemente der Politik des „Gleichgewichtes eien als verderblich und überholt. Eie Sache hatte ihre Kehrseite. Wurde der Krieg Moten, o wurde zwangsläufig ein im Wider- | kiA zu diesem Verbot unternommener Krieg <: e Angelegenheit aller. Alle hatten die (:pflichtung, gegen den Friedensstörer vorzu- ’rt. Eine Revolution des Völkerrechtes brachte es in, daß nach den Genfer Prinzipien jeder kale Konflikt fofortin einenumoen len verwandelt werden sollte. Frankreich I; das Land der „reinen Völkerbundslehre" hat k(>5 System im Genfer Protokoll von 1924 bis r Virtuosität entwickelt. Es blieb Theorie: aber 5 war nur ein Grund mehr für die französische JlitiF, den Gang der Dinge immer wieder m -st Bahnen zu lenken. Der „Temps" hat erst in t|?n Tagen in einer Polemik gegen die flämische Ak am belgisch-französischen Militärabkommen bi 1920 diesen Grundsatz der französischen Politik fcu bekräftigt: „Die kollektive Sicherheit ts'irie einzig mögliche Organisierung des Friedens -im sich “nur auf der Grundlage der gegen- titigen Beistandsleistung, im weite- en Sinne, entwickeln. Sie enthält Rechte und Achten. Niemand kann auf den Beistand der an- irm hoffen, wenn er selbst sich weigert, dem Opfer tnts nicht provozierten Angriffes Hilfe zu leisten . t;enüber Belgien und dem Widerstand gegen die Kttophile Militärpolitik des gegenwärtigen beb kshen Kabinetts ist dies gewiß eine glatte Erpref- inj. Grundsätzlich hat aber der „Temps damit die Nen aufgedeckt. Engste Verfilzung der '•i’ie r e H e n und Schicksale aller einen en Staaten, die Verpflichtung, m ledern auch bann, wenn eigene Jnter- t^erj —. fijnöes Empfnden instinktiv ablehnt. Wäre /• bei ber Mschland tatsächlich der Friedensstörer und Stö- 'In& ..^gönnen. Mftied, — nirgends würden all die jetzt inszenier- ILasser stanb.M „vorsorglichen Abwehrmaßnahmen" mehr be= ,,3:3 (1:2, 2:1),werden als dort, wo man sich in unmit« öbrud) entschloß k« W zwischen ftet. Davon ist nichts zu sehen. Geräde die Nach- Jb unb SC n des Reiches, soweit ihre wahre Meinung zu 'geführt werben ' " ' ' ~ schoben. ) nl. tzschemi täglich..außer in 9le,($)iDerHA Wnntags und Ferertags > * G; Die Illustriert. 0 ( Sier Familienblätter !»^°^LLimBM>.DieSch°lle M gionatt-Btiugsprtis: 1:0-6s-it 4 Beilagen RM. 1.95 °hr der^Illustrierte ’ »n r ®»e ElteDgebütii .. , K bei Nichterscheinen yn einzelnen Nummern WKM General-Anzeiger für Gberhessen (len »r4;0' "H f 6 ” behördliche Anzeigen KRpf. * Druck und Verlag: vrühl'sche Uniorrfitätr-Vuch- und Steindruckerei «.Lange in Siehe». Schristleitung und SeschSftrftelle: Schulftrahe 7 Meng-nabschlüss-Staffel 8 Ä Nm ■ ■ ; ■< J "fc/v; V>A ■' ji ' < > v K K # E^A^AZW |L>w< ,'r X E.: ■ »*-<2 Mi >: H5?, - fk"' . •X- ' ‘ r» * - ?'■ : ,/-" . ■■■■ ■ 'W-;y < , > HH ; pA Paris enttäuscht. uch °? Dr Keine neue englische Initiative. Das erste SA-Ehrenmal in Magdebur am sechsten T°destage Horst Wefsels wurde aus dem Domplatz in Magdeburg dos erste SA.-Ehrennul durch den Stabschef Lutze feierlich eingeweiht. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Die neuen Fahnen des Reichskriegerbnndes. ST3t Wieder ein Sabotageakt in der englischen Flotte. London, 25. Febr. (DNB. Funkspruch.) Ser militärische ZiisaOaushalt genehmigt England müsse wieder aufrüfken. weil es an vertrauen in den guten Dillen der Kationen fehle, weil diese von Furcht besessen seien, hier liege die politische Aufgabe des Völkerbundes und Grohbrilanniens.- Die Furcht vor einem nicht herausgeforderten Angriff könne nur beseitigt werden durch die allmähliche Stärkung der kollektiven Sicherheit bis jede Kation überzeugt fei, daß ein Angriff sich unter keinen Umständen bezahlt mache. Es sei daher wesentlich, klar zu unterscheiden zwischen der Politik kollektiver Sicherheit und der Einkreisung. Die britische Regierung nehme ihren vollen Anteil an der kollektiven Sicherheit. Sie wolle aber keinen Anteil an einer Kollektive Sicherheit, aber kein Anteil Englands an einer Politik der Einkreisung. Außenminister Eden über den Kurs Englands zur Sicherung des Friedens. die englische Admiralität mitteilt, hat sich ein neu Sabotageakt auf den zur Zeit in Cfatam liegend, englischer Zerstörer „Bello x" ereignet. Der A nenapparat des Schiffes ist beschädigt worden, j ist der vierte Anschlag auf ein englisch, Kriegsschiff innerhalb weniger Monate/ „Dais Expreß" meldet, daß die Schuldigen an der $i schädigung an dem Schlachtschiff „Royal Oak" uJ an dem Kreuzer „Cumberland" festgestellt werd« konnten. Es handele sich um einen großangelegt« kommunistischen Sabotageplan. 2i Admiralität fabe die Geheimpolizei zuf Unle suchung herangezogen. -pon,2U/r. I M au? , Aufrüstungsp geleitet habe- Lis habe Nüli 1'7 Erzeugung ! MZeit täglich M-estellt wei Wen 5500 »n denen ein ( Untlich schnei Wchätzungsweise W neue Bomb Wien üb> Wdilispi ||el, 25. Febr ■ jinbet es unver I „Icmps" die Mch-sowjetrussische »irischer Bü Enbnis sei deshal | in Deutsc KSin f reif un lünaherung |!id)t ohne die es fcopa gebe, dadu k betrachte man [in den Weg, d Lnb es sei nicht I dieser Politik b: M-belgischen B -erstärkt werde, p scharse Kritik p ist um so her taie" seinerzeit । die Wiederan! pingen zwischen Hortet hatte. Mo ngenommeM Einkreisung nehmen. Das letzte Ziel Englands müsse ein weltumfassendes System der kollektiven Sicherheit fein, das alle Kationen umfasse. Man sei von diesem Ziel noch weit entfernt. Europa müsse zwischen Zusammenarbeit und Verfall wählen. „Denn wir Erfolg haben sollen", so schloß Eden, „müssen wir andere dazu bewegen mitzu- gehen. Dir werden nicht in der Lage fein, das zu tun, wenn andere Kationen nicht von unserer Aufrichtigkeit und unserer Stärke überzeugt sind und wenn wir nicht ihr Vertrauen gewinnen können." Konservative Kritik. Behält England die Freiheit des Handels? yÄ/mä'nieti ■ reff, 24. Fe, Mete der MH: Wratianu, c Wie Frage, ob M Abschluß de Wpaktes für 9 M.da die rumc Mietrußland ni Mollanu betonte ^ heimlichen Mc ?chl°chtselr chtkampfe- 110 europäisch •iuen Kriegsgesa, 'EcheAngris Warum England aufrüstet. Außenpolitische Aussprache im britischen Unterhaus über die Politik Edens < 25-^ 7 »'?„ gtofie j Ascia ij h bringe- Außenminister Eden erwiderte: Die Sühnemaß- nahmen wurden einen bedeutsamen Einfluß auf die Einstellung der Feindseligkeiten haben. Der Bölker- bund erwäge nun einen Schritt, der ein Gebrauchs- das sich zum größten Teil in den o o n Nichtmitglieder st aaten befinde. Der Anteil der Bereinigten Staaten an der Oelausfuhr nach Italien sei von September 1935 mit Md. S). rm Oktober und Dezember auf 17,8 v. H. gestiegen. Je eher eine Aussprache über die Oel- sperre in Genf stattfinde, um so besser sei es. Die kQbe nrUeL9e« n' um den Zusammentritt s ^^Zehner-Ausschusses zu beschleunigen. Er könne dem Hause versichern, daß es die Politik der brltlchen Regierung geblieben sei, stetigen und L°"er ‘öen Widerstand gegen jeden vl Le,r Ju Ieiften- Bei ihrer Entscheidung Ild)?ie Begieruny durch die Entscheidung des Völkerbundes selbst leiten lassen. Es gebe keine Schwache und kein Schwanken in diesem Kurs, bis der Friede unterzeichnet sei. Wenn beide Seiten die auten Dienste des Völkerbundes, dessen Mitglieder sie Anspruch nahmen, würde die Maschinerie des Funfer-Ausschusses noch zur Verfügung stehen. $n der Frage der kolonialen Rohstoffe lem eS*rnefVa6 b,e Regierung keineswegs von dem Vorschlag Hoares abgeruckt sei. Sie sei durch- Einp P^fung vorzunehmen. Line solche finde zweckmaßigerweise in Genf statt, nützlich eine Prüfung sein würde, so befinde sich das Haus jedoch im Irrtum, wenn es glaube, daß miHUri ®fn.!öerfru.nfl irgendeines Heil- rn J ttels für alle Uebel führen würde Die e ^age sei viel zu vielgestaltig, a(s daß diese Frage mehr als einen Teil der Schwierigkeiten darstelle. Die geheime Abessinien-Denkschrift. London, 24. Febr. (DNB.) Dor überfüllten Banken fand die Aussprache des Unterhauses über Aufrüstung und Oelsperre statt. Die Sitzung begann mit einer Erklärung des Außenministers Eden über das vom „Giornale d'Jtalia" veröffentlichte diplomatische Geheim schrift- st ü ck, das durch eine Indiskretion und einen absichtlichen Vertrauensbruch augenscheinlich in die Hande einer italienischen Zeitung gefallen sei. Es werhe alles getan, um den Fall aufzuklären. Er bestreite jedoch, daß die Urkunde an sich einen besonders geheimen Charakter habe, deren Enthüllung die Regierung in Verlegenheit setze. Noch weniger berechtigt sei die Behauptung, daß der Inhalt der Urkunde die Unaufrichtigkeit der britischen Regierung im italienisch-abessinischen Streitfall beweise. Die italienische Regierung habe im Januar 1935, chs die abessinische Frage bereits die britische Regierung als Mitglied des Völkerbundsrates beschäf- tlgte, eine Anfrage an England über die britischen Interessen in Abessinien gerichtet. Daraufhin sei em Ausschuß eingesetzt worden mit der Auf- die britischen Interessen in Abessinien abzu- schatzen. Der Ausschuß habe dem damaligen Außenminister mitgeteilt, daß England keine wichtigen Interessen in Abessinien habe, ausgenommen am Tana-See, an den Wassern des Blauen Englands Aufrüffung und der Friede. Europa mutz zwischen Zusammenarbeit und Verfall wählen. W^isbeU ^ru6er ®eitrQ9 3" der kollektiven Weisheit der Welt, wenn er feststelle, daß man « nach Knegsschluß den gleichen Fra- g e n gegenuberstehe wie 1914. Die Krieasaene- rahon habe es sich zur Aufgabe gemacht, eine Wiederholung der Leiden, die sie ausgehaltenhabe au n* ln*rn" /?nnte am besten und wahrschein- Vö 1^^^ M o^^^oaisten durch die Maschinerie des Bolkerbunhes und die kollektive Sicher- ®er?efn- Großbritannien glaube daß ^riedpn«' Qm ^^ten die Aufrechterhaltung des ?a2u ei ^er unentbehrlich daß das System wahrhaft kollektiv sei und so mächtig um jeden möglichen Angreifer inner- fflrnßhHiA außerhalb a bzu schrecken, und daß Großbritannien entschlossen und stark a e. au“tönnenUm ,Ctne !Ro[Ic in ihm fP»?Ien nPh» Klange es keine allgemeine Abrüstung «in'feme„,eVhU*J1Ür ®r°6britonmen kein? ori- r? AbrustUng geben. Wenn man fUrUf ?n /o sei das nur mit einer Dernarften Macht des Völkerbundes zu erreichen. Und diese müsse in beträchtlichem Umfange von der bewaffneten Stärke Großbritanniens flbahbneflnnfür oermehrte Aus- g u o en für Rastungen unoerniHhUA 'eic"- Danb?re sich um u"probutti£ ober eins fei tröstlich: eine Stärkuna h p rf°sme-f * xCn sei die b illiqste Fo r m PiL ^lxbe rfa-uJ ' " stung. Sie sei billiger a™ fnftem^'hpr^yr rUftUnfl 'Oberhalb des Vo?krieqs- systems der Allianzen und unendlich viel billiaer tierung? Wiederaufrüstung innerhalb einer X ! uiit der Flotte befasse, sich nach der Befreiung : Englands von den „schändlichen und wahnsinnigen : Fesseln des Londoner Flottenoertrage s" sehne. Mit 286 gegen 95 Stimmen wur- den die Zusatzhaushalte für die Flotte, die Armee und die Luftflotte angenommen. Das Unterhaus vertagte sich kurz vor 1 Uhr morgens. Echo der presse. „Deutschland darf nicht eingekreist werden" London, 25. Febr. (DNB. Funkspruch.) Die Morgenblätter verhehlen nicht eine gewisse Enttäuschung über die Unterhaus-Erklärung Edens. Die Oppositionsblätter beklagen sich darüber, daß die Regierung immer noch keine Entscheidung über bie Oelsperre getroffen habe. „Daily Telegraph" bezeichnet es als den Angelpunkt der Erklärung, daß der Friede nur durch ein starkes England gesichert werden könne. Bemerkenswert fei auch die Aeußerung Edens gewesen, daß England zwar für die kollektive Sicherheit, aber gegen irgendwelche Einkrei - f u n g fei. „Daily Expreß" bringt die fettgedruckten Schlagzeilen: „Edens Nein an Frankreich und Sowjetrußland. — Deutschland darf nicht e i n g e k r e i st werden." Es sei unmöglich, sagt das Blatt, daß ein Völkerbund ohne Japan, Deutschland und Amerika sich in der ganzen Welt durchsetzen könne. Wenn England ‘ sich nicht an den Streitigkeiten Frankreichs und Sowjetrußlands beteiligen wolle, dann könne es aus dem Bolkerbund austreten. Der Völkerbund sei nichts anderes als der Gerichtsvollzieher der Versailler Mächte, nämljch Frankreichs und seiner Vasallenstaaten. Das angefaulte Vertragsgebäude von Versailles sei aber im Zusammen- brechen. Nils und von gewissen Weiderechten. Hieraus gehe hervor, daß die britische Politik im italienisch-abessinischen Streitfall nicht auf selbstsüchtige oder abseits liegende Beweggründe zurückzuführen sei. Der Arbeiterabgeordnete Lees-Smith erklärte, daß Großbritannien klug handeln würde, wenn es eine Oelsperre Vorschläge. Selbst wenn die Vereinigten Staaten ihre Mitarbeit verweigerten. Die Oelsperre sei die einzige Sühne- maßnahme, die eine unmittelbare Wirkung auf die militärischen Operationen ausübe. Durch seine Drohung gegen Großbritannien fei es Mussolini gelungen, die Oelvorräte anzusammeln. Die kleinen Völker könnten nicht die ersten Schritte tun. Frankreich sei an dieser Frage nicht interessiert. Wenn England nicht die Führung ergreife so würde es überhaupt keine geben. Der Redner fragte hierauf, welche Lage entstehe, wenn der deutsche mi- litiarische Apparat fertiggestellt sei. Man müsse den Völkerbund und ebenso die Methoden der kollektiven Sicherheit stärken. Mussolini fei feinesmefls der einzige Diktator, der zur Zeit beobachte, was England tue. Wenn man in Zukunft Öen Deutschen Einhalt gebieten wolle, müsse man Zunächst einmal Mussolini Einhalt gebieten. Was nütze aber die kollektive Sicherheit, wenn der Völkerbund den Kriegsapparat des Angreiferstaates mit Del versorge? Die Oelsperre sei ein Prüfst e - n für die Aufrichtigkeit des Völkerbundes geworden. Man müsse den Völkerbund bis zum letzten in dieser Frage durchprobieren. klärt, die Rede Edens sei nicht die eines er schlossenen Mannes gewesen, wie sie gern Leute erwartet hätten. Man hätte vielmehr ! Gefühl gehabt, daß die englische Regieruna e sich etwa bietende Gelegenheit zur Vermeidu neuer Sanktionen gegen Italien gern b nutzen würde. L Die ,,T imes" begrüßt die neue Bekräftigung Der Volkerbundsideale durch Eden, erklärt aber es fei nunmehr höchste Zeit, von der negativen Friedenspolitik zu einer dynamischen Friedenspolitik überzugehen. Die kollektive Aktion müsse ! sich nun mit konstruktiven Aufgaben befassen. Es gebe keine Zukunft für den Völkerbund, wenn er lediglich als bewaffneter Beschützer des Status quo auftrete. Die britische Politik werde jede Um- w a ndlung der „Sicherheit" in eine „Einkreisung" ablehnen. Das Arbeiterblatt „D a i l y H e r a l d" meint, daß , rf.n.?!nen gefährlichen Leichtsinn in bezug auf den abessinischen Konflikt an den Tag gelegt habe Er habe in keiner Weise eine Wiederaufnahme der britischen Initiative in Genf in Aussicht gestellt Es sei phantastisch, mit den Wirkungen der bis- hengen Suhnemaßnahmen zufrieden zu fein. Diel Ihn Oie: ! p"r°l'sch< K“1 1 E's‘s S , «ni S'in'V'e ? ■^ern ? Anwl Mi.Niai . *?er Zusatzhaushalt sehe ferner die 350(? 9 b^>k Llottenpersonals um hob- hilf^lCre und Mannschaften vor. Außerdem Flotte im Mittelmeer f?rbp?n£PLer Verteibigungszwecke er- 9/macht. Die Regierung habe 20 Fisch- roeIitererÄU^Unbfin bie ^Iotte eingestellt. Eine M °7° r™l60nta^b Jb1 ooi e$nf,eauns 2lP/atoerC °sb-lterpart-ilich° Marineminister oroftes bci eine innere Schult, von acht lionen gifnnb br-:lnrn Schuldenbetrag von 900 Mil- u b?aLn °n di- Vereinigten Staaten Winston^ kanstraatiae Abgeordnete öer Flotte mi? ' Lun,c5.tü8te di- Scrftärtung 1 “ dl0“e mit encr9ltoen Worten: jedermann, der Beine" findet es unverständlich, daß der offizielle schädigt worden. festgestelL wei o tage plan. mpolizei zur Um A-Ärmee, zielten offenbar darauf ab, (52Li59renm 1 i Italienern vorgetriebenen Keil 1 unW !e 6 Dl.) uldigen an der ff „Royal Vak' Selgien über Frankreichs Zündnispoliiik besorgt. Brüssel, 25. Febr. (DNB.) Die „Libre tolle zu umfassen. Die Straße von Adua nach tolle ist an mehreren Stellen von abessinischen ‘ttpen besetzt worden. Die italienischen Truppen- ;$$unqen von Erythräa zur Front werden über Straße von Adigrat bis kurz vor Makalle ge- ^c. Zwischen Makalle und Antalo sind starke Bor- ^rgefechte im Gange. Die Italiener bauen die *toten Stellungen in größter Eile aus. Addis Abeba, 24. Febr. (DNB.) Nach abes- fäjen Berichten haben am Samstag Truppen des is Jmru nördlich von Aksum in Richtung auf to starke italienische Kräfte ange- lisf e n. Das Gefecht sei gegen Abend abgebrochen ton. Die Verluste der Italiener sollen sehr groß h Die abessinischen Verluste werden mit etwa loten angegeben. Die Bewegungen der Armee $ Imrus, unterstützt von Streitkräften der Ras- " ' " r '), den von Oie Notlage j>er französischen Autoindustrie .Baris, 25. Febr. (DNB. Funkspruch.) Unter s" Notruf SOS ruft der „Matin" zugunsten der ^«fischen Automobilindustrie um Hilfe. Sie be- jjtoge 780 000 Arbeiter, 200 000 Händler, 340 000 .-"teure und verkörpere 80 Milliarden Franken ’ Rationalvermögens. 1929 habe Frankreich HOO Automobile hergestellt und 57 200 ausge- ö 1935 habe es nur noch 177000 Kraftton gebaut und 1 8900 ausgeführt, ’ufc daran fei d i e Steuer. Im vergangenen 'r höbe das Automobil dem Staat an Abgaben 1 Steuern 7 Milliarden Franken eingebracht, 1 rei Milliarden Franken mehr als k Unterhalt und der Bau aller Stra- Frankreichs koste. Das Benzin, das bet Ankunft in einem französischen Hafen 25 ^ents 26er wert sei, werde vom Staat mit 1,55 f e n Steuern und Abgaben je L i - ; delegt. Der „Matin" verlangt eine Steuerer- ■ttrung auf der ganzen Linie und die Ingang- 1Jifl aller Automobilwerke, die in der Kriegs- 1 chon f ü r die Landesverteidigung ■fleitet haben und dies im Bedarfsfälle wieder 1 würden. ,!TlC Verlautbarung an der Anschlagstafel der tor Polizeidirektion besagt, daß der Landbund- l'e' und einstige Vizekanzler Franz Winkler 11 Defterreicf) ausgebürgert worden ist. |jrd) in Deutschland der Eindruck f er Einkreisung hervorgerufen werde und rund um „nrf11" verstärkt werde. tndMilW ^se scharfe Kritik des führenden katholischen ll'C'Plir ^kes ist um so bemerkenswerter, als die „Libre " ’ ftique" seinerzeit als fast einziges bürgerliches ct die Wiederanknüpsung der diplomatischen zehungen zwischen Belgien und Sowjetrußland ftwortet hatte. Man kann dem Blatt also nicht nngenommenheit gegen Sowjetrußland vor- li Annäherung zwischen Deutschland und ?inen grofeangelet nkreich,. ohne die es keinen dauerhaften Frieden , Europa gebe, dadurch erschwert werde. In Ipen betrachte man mit großen Besorg- ssen den Weg, den Frankreich eingeschlagen *, und es sei nicht zu verwundern, wenn ange- <5 dieser Politik die Stellung der Gegner des iiMsch-belgischen Militärabkommens vom Jahre Funkspruch.); hat sich ein in Chatam lieget “ ereignet. Der! J -iser „Ternps" die Tatsache bestreite, daß der auf ein englh st,)ösisch-sowjetrussische Pakt ein ausgesprochener r Monate.' „L litär i scher Bündnisvertrag sei. Die- Bündnis sei deshalb besonders bedenklich, weil nM;: «foh’eti macht Schwierigkeiten auf Öer Flotienkonferenz. eM^feffionbon, 25. Febr. (DNB. Funkspruch.) Wie 0QUrMlif'» Blätter melden, ist eine Unterredung zwischen Führer der italienischen Flottenabordnung, llfrfu Biscia, und dem englischen Marine- qIUI|, Ker, Lord Monsell, wenig befriedi- funflprurfi । n b verlaufen. Italien scheint der Unterzeichnung Men 7 ML geplanten Flottenabkommens Schwierig- treten Ui u91iten in den Weg zu legen. Man vermutet, daß Ischen Uuniral Biscia in Rom angewiesen worden sei, 5 -^ourn A i Unterzeichnung oder Nichtunterzeichnung des inaen l, * Id .Lrtraqes mit der Frage der Sanktionen in ung I Windung zu bringen. „Morning Post" glaubt, daß dj^geiv!.^ Italien auch aus technischen Grün- r Fest' zurückhaltend sei, da die bisherigen Verein- 'n minÄ8Unü ; l.üngen der Flottenkonferenz die Hoffnungen ig neJ/mUnb 'ilien5 auf beträchtliche Ersparnisse in den Flot- StQQfp ^i'aLusgaben nicht befriedigen. Italiens Widerstand be m -dUerlt aber hauptsächlich auf den Umstand zurückzu- )rer fQhris“ fchHeen, daß eine Ratifizierung der Flottenab- nidif jungen der Unterzeichnung eines klick 1 rtra g e 5 mit den Sanktionsrnäch- c 1 t Qbe; gleichkommen würde. Italien glaube, daß die ber »u Silhp^achungen vorteilhafter für die Sanktions- ,it 3w5h$t 015 ,ür 3ta,ien ,eien' 9 d-r einj'g Tleue Lustrüstungen Italiens. ionbon, 25. Febr. (DNB. Funkspruch.) „Daily . Das Deun-ii-11 meldet aus Rom, daß Italien ein neues ge- t die e'jne^'Mges Aufrüstungsprogramm für feine Luft- lefen, wie fi/J" feie eingeleitet habe. Vor der Inkraftsetzung des hätte oielm f? 1 Rramm5 ^be Italien rund 3500 Maschinen be» Iche Reaien.NADie Erzeugung sei derart gesteigert worden, >ur Verwebto" Zeit täglich 12 neue Flugzeuge Italien a, srtigge stellt werden. Ende dieses Jahres 9 tn:|tebe Italien 5 5 0 0 neue Maschinen be- stn, von denen ein großer Teil aus den neuen lßerordentlich schnellen Bombern bestehen iten. hd) Rumänien fühlt sich verstrickt. I Sutor e ft, 24. Febr. (DNB.) In der Kam- I w richtete der Führer der Liberalen Partei, 8vg Bratianu, an Außenminister Titu - !> cu die Frage, ob er sich der Gefahr, die 3- bem Abschluß des französisch-sowjetrussischen ?tonbspaktes für Rumänien erwachse, be- dJ fei, da die rumänischen Grenzen bis heute toi Sowjetrußland nicht anerkannt worden liir. Bratianu betonte seine tiefe Besorgnis ange» sch ber heimlichen Machenschaften, die Rumänien nein Schlachtfeld des international Machtkampfes verwandelten und Rumä- ■-n und die europäische Kultur der Feuersbrunst oir neuen Kriegsgefahr preisgäben. IWnischeAngriffe nördlich von Aksum nfn/id*« inbe. Schätzungsweise würden in diesem Jahre *”9*011 yjd 1500 neue Bomber gebaut. i Nolte. Dreimal Rosenmoniagszug! 3n Minz. Den Höhepunkt der allgemeinen Feststimmung in Mainz bildete wie alljährlich der große Rosen- montagszug. Dicht gedrängt stand die erwartungsvolle Menge in den festlich im närrischen Schmuck prangenden Straßen. Dazu schien warm und freundlich die Sonne vom Himmel. Mit klingendem Spiel bewegte sich der Zug an den Tausenden begeisterter Zuschauer vorüber. Motto „Hammer kääns, such der ääns, so haste ä ä n s". Zwerchfellerschütternd war die „Erste Eisenbahn", und die Gruppe „Regentropfen". Es fehlte auch nicht „Der neueste Witz" mit endlos langem Bart, der ihm von einem guten Dutzend Helfern nachgetragen werden mußte. Bekannte Schmerzenskinder der Mainzer kamen zur Darstellung in der „Määnzer Eisbahn", der immer das Eis fehlt und „Des Mainzers Bad", weil er doch offenbar nie zu einem Hallenbad kommt, badet der Mainzer sich im Wein. Begeisterung und brausenden Beifall erregte „Moguntias Wunschtraum", eine künstlerisch ausgeführte Gruppe, die neben der Silhouette des Mainzer Domes eine Abteilung Soldaten, über die Rheinbrücke marschierend, zeigt. Ins Gebiet der hohen Politik führten mehrere Wagen, so „Politisches Spiel", wo ein Engländer und ein Franzose am Strick ziehen und Italien und Abessinien tanzen. Ferner: ein Bolschewist, der den gallischen Hahn anlockt, während er hinter dem Rücken schon das Messer bereit hält. Deutschland als „Ruhenden Pol" brachte eine weitere Gruppe, in der, von roten Teufeln angetrieben, ein buntes Völkergemisch in tollem Wirbel durcheinander rast, während ruhevoll auf seinem Schwert gestützt der Deutsche in der Mitte steht. Zwischen den einzelnen Gruppen marschierten die Garden und Musikkapellen, die mit ihren frohen Weisen oft ganze Straßenzüge zum Schunkeln brachten. Daß Mainzer Handkäs und Düsseldorfer Mostrich nicht fehlten, versteht sich von selbst. Lachen und Jubel wollten kein Ende nehmen, als das Staatsministerium Seiner Tollheit auf prunkvollem Wagen sich dem närrischen Volke zeigte. Zum Schluß forderte eine Gruppe „Wohltun durch Humor" zur Hilfe für die notleidenden Volksgenossen auf. 3n Köln. Der alte echte kölsche Karneval fand am Rosenmontag seinen Höhepunkt, als „Der Zug", die bunte Parade des Prinzen Karneval und seines närrischen Volkes durch die Straßen zog. Schon in den Morgenstunden bot die Stadt ein ungewohntes Bild, riesige Menschenmassen, dazwischen bunte Masken der Narren und Närrinnen, wogten durch die Straßen und suchten einen guten Platz zu bekommen. Aus allen deutschen Gauen waren Volksgenossen, z. T. durch Vermittlung der NSG. „Kraft durch Freude", in die närrische Stadt gekommen. Auch aus dem Auslande, namentlich dem benachbarten Holland, aus Belgien und selbst aus Frankreich waren Karnevalsfreunde eingetroffen. Unter dem Motto „Alt-Kölle lääv en Sprüch un ME / •• M MM W" w Der neue Witz —sooo'n Bart! — Aus dem Mainzer Zug. (DNB.-Heimatbilderdienst. Aufn.: Schmidter.) Zitate" nahm der große Zug seinen Ausgang vom Neumarkt. Von den Gruppen war eine bunter und origineller als die andere, dazwischen viele Fußtruppen, die bunten Uniformen der Funkenkorps und sonstigen Karnevalsgesellschaften, die vielen Spielmannszüge und Musikkapellen, die unermüdlich die Karnevalsschlager bliesen und unermüdlich den treuen Husaren „lieben" ließen. Don den Wagen aus wurde das närrische Volk mit Karamellen, Blumensträußchen und Schokolade bedacht. Köstlich war die erste Gruppe, die meinte: „Alle Dag blau, eß och e geraegelt Levoe!", ein Spruch, der sicherlich in diesen Tagen seine volle Berechtigung hat. Selbstverständlich, daß über den lokalen Ereignissen auch das allgemeine Geschehen in den entsprechenden Sprüchen seine humorvolle Auslegung fand; so mußten die Völkerbundskonfe- renzler herhalten. Ein anderer Wagen richtete sich gegen Muckertum und Prüderie und prangerte in echtem kölschen Humor die Moralisten an. Ein toller Jubel erhob sich, als in seinem Prunkwagen Prinz Karneval herankam. Am Rathaus wurde Prinz Karneval von der hohen Stadtverwaltung begrüßt und in einem feierlichen Zuge zum Muschelsaal geführt, wo dem Prinzen der Ehrentrunk gereicht wurde. Unter den Ehrengästen, die von der Tribüne am Rathaus den Zug besichtigten, sah man u. a. den Oberpräsidenten der Rheinprovinz, Gauleiter Staatsrat Terboven, die Gauleiter Florian (Düsseldorf) und G r o h 6 (Köln), SA.-Gruppen- führer Prinz August Wilhelm. Ein buntes Bild bot sich dann den Zuschauern auf dem Altmarkt, als die Funken hier ihr herkömmliches „Stippefoettchen" tanzten. In den Lokalen war kein Platz zu haben, überall ausgelassene Fröhlichkeit und närrisches Treiben. 3n Düffeldorf. „Düsseldorf mäkt mobil — zu Scherz und Narrenspiel — gegen Griesgram und Muckertum" war die Generalidee des diesjährigen Düsseldorfer Karnevals. Den Höhepunkt brachte ber Rosenmontagszug, zu dem der Zustrom von auswärts sehr stark war. S. T. Prinz Hermann II. und Prin- zessin Venetia, begaben sich, begleitet von reitenden Garden in einer Kalesche zum offiziellen Empfang nach dem Rathaus. Hier überreichte der Oberbürgermeister dem Prinzen das Narrenzepter und der Prinzessin einen Fliederstrauß. Dann wurden die Ehrengäste, unte ihnen Generalmajor der Landespolizei B a l tz e r, General Kühne (Münster), SS.-Obergruppenführer Weitzel, der Regierungspräsident und Sven H e d i n , vor den Thron gerufen und mit Orden ausgezeichnet. An der Rhein- terrasse bestieg nach der Sitzung das Prinzenpaar den Prinzenwagen und der Rosenmontagszug begann. Auf den Straßen, durch die der Zug seinen Weg nahm, standen Zehntausende in prächtigster Stimmung. Im Zuge marschieren kostümierte Musikkapellen und originelle Fußtruppen. Lachstürme entfesseln die Wagen des „mobil gemachten Ehemanns", die „Schwiegermütter-Spionagezentrale", das „Pensionat der ungeküßten Jungfrauen" usw. Schließlich kam der prunkvolle Prinzenwagen, ganz in Gold gehalten. Der Wagen war begleitet von Prinzengarden in bunten Uniformen. Jubel und „Helau" brausten dem Prinzenpaar überall entgegen. Die Wagen bewiesen es, die Narren bekräftigten es, wie Düsseldorf mobil gemacht hatte. Ein triumphaler Zug! Neuordnung des Genoffenschastsrechis. Berlin, 24. Febr. (DNB.) Der Präsident ber Akabemie für deutsches Recht, Reicksminister Dr. Frank, hat die Bildung eines Ausschusses für Genossenschaftsrecht angeordnet. Der Vorsitzende des Ausschusses ist der Präsident der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt, Ministerpräsident a. D. Granzow, sein Stellvertreter der Präsident der Deutschen Zentralgenossenschaftskasse, Dr. H e l f e r i ch. Reichsminister Dr. Frank erklärte bei der Eröffnungssitzung, die Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften seien auf dem deutschen Ge- meinschaftsgedankcn und dem Grundsatz der Selbsthilfe aufgebaut, für eine breite Schicht von Volksgenossen, den Bauern, Handwerkern und kleinen Gewerbetreibenden nützliche und wertvolle Einrichtungen geworden. Es gelte, den Genossenschaften durch zweckmäßige, rechtliche Gestaltung die Möglichkeit zu geben, ihre wirtschaftlichen Aufgaben im Dienste bes'Ganzen zu erfüllen. Dabei werde neben wichtigen wirtschaftspolitischen Fragen, wie die der Vermögensgrundlage, des Umfanges, der Prü- fungsverbänbe, der Stellung innerhalb der Organisation der Wirtschaft das Problem der persönlichen und verantwortlichen Führung der Genossenschaft und die B i n b u n g und Treuepflicht aller ihrer Mitglieder untereinander, gegenüber der Genossenschaft und gegenüber Volk und Staat im Vordergründe stehen. v Der Ausschuß-Vorsitzende, Präsident G r a n = zow, sprach von den Zuständen im Genossenschaftswesen der Systemzeit, in der die verschiedensten politischen Parteien versucht hätten. Einfluß zu nehmen. Diese, dem Genossenschaftsgedanken so abträglichen Vorgänge seien im nationalsozialistischen Deutschland ausgeschaltet worden. Aufaabe des Ausschusses werde sein, die genossenschaftlichen Organisationen bei ihrer volkswirtschaftlichen Zielsetzung zu fördern. Der Vertreter des Reichsjustiz- ministeriums, Staatssekretär Dr. Schleqelber- g e r schilderte die bereits auf diesem Gebiete vorgenommenen Veränderungen. Bisher seien nur Einzelfragen gelöst worden. Für seine Arbeit werde das Reichsstistizministerium dem Ausschuß Material zur Verfügung stellen und sich auch sonst an den Arbeiten beteiligen. Hreizellakiion der Hitlerjugend Bremen, 24. Febr. (DNB3 Am Montagabend wurde die Reichsaktion für die Freizeit der Jungarbeiter mit einer Rede des Leiters des Jugendamtes der DAF.. Obergebietsführers Ar- mann, in Bremen eröffnet. Die Hitler-Jugend, so führte Axmann aus, bildet eine große Kameradschaft, die nichts Trennendes kennt. Sie ist der lebendige Nachwuchs im nationalsozialistischen Staat, zu dem sie eine feste und enge Bindung hat. So ist der R e i ch s b e r u f s w e 11 - ka.mpf ein Ausdruck der Bereitwilligkeit der Jugend, daran mitzuarbeiten, baß der deutsche Arbeiter der beste Arbeiter in der Welt bleibt. Dem Jungarbeiter von heute wird ein strenges Pflichtbewußtiein mit auf den Weg gegeben. Erfüllt er die Leistungen, die der Staat von ihm erwartet, bann kann er auch fordern. Das Juaendamt ber DAF. unb das Sozialamt der RIF. kämpfen dafür, folgende selbstverständliche Forderungen für die Jugend durchzusetzen: 1. Die Zahl ber Lehrlinge eines Betriebes in ein gesundes Verhältnis zu ber Zahl ber Gefolgschaftsmitglieber zu bringen unb die Lehrlingszüchterei auszumerzen, 2. den Jungarbeitern eine Bezahlung ber burch bie Berufsschule ausfallenden Arbeitszeit zu sichern, 3. eine größere Freiheit für bie Jungarbeiter zu erreichen. Die Reichsaktion für die Freizeit der Jugendlichen wird zusammen von der HI. und DAF. durch Aufrufe an die Betriebsführer mit aller Entschiedenheit durchgeführt, damit dem Jungarbeiter genügend Freizeit gegeben wird. Der Staat fordert diese Freizeit für seine Jugend; denn durch genügende Erholung bleibt sie gesund und leistungsfähig. Es ist nicht mehr so wie früher, daß der Rechenstift eines Betriebes über die Gesundheit der Jugend triumphiert. Die HI. wird duran arbeiten, die Forderungen der Jugend des Staates durchzusetzen. Apotheker im Heere. In der neuen Wehrmacht hat jeder deutsche Mann ein Jahr mit der Waffe zu dienen. Ausnahmen gibt es künftig auch nicht mehr für Aerzte und Apotheker. Künftig kann ferner jeder Apotheker nach Ableistung entsprechender Hebungen Ober- apotheker (Oberleutnantsrang) und Stabs- a p o t h e k e r (Hauptmannsrang) werden, falls er auf Grund seiner Leistungen zur Beförderung für geeignet gehalten wirb. Alle fest angestellten Heeresapotheker haben ben Rang unb das Einkommen der Regierungsräte, nach dreijähriger Dienstzeit führen sie die Dienstbezeichnung Oberstabsapotheker mit den Rangabzeichen der Majore. Oberfeldapotheker im Range der Oberregierungsräte und den Rangabzeichen der Oberstleutnants haben wir bei allen Armeekorps und außerdem bei größeren Sanitätsparken, einen Heeresapotheker im Oberst-Rang im Reichskriegsministerium. WchrpMcheRevoluüondesMionalsozialiSWs Vortrag des Majors Jost vom Reichskriegsministerium vor der preffe. Don unserem Br.'Berichterstaiier. Berlin, 26. Februar. Es ist nun schon eine gute Tradition geworden, daß Offiziere des Reichskriegsministeriums von Zeit zu Zeit Wegweiser errichten, die eine Orientierung nach den verschiedensten Richtungen hin ermöglichen. Einer solchen Orientierung diente auch der Dortrag, den der Leiter der Pressegruppe des Reichskriegsministeriums, Major Walter I o st, über das Thema hielt: „Die w e h r p o l i ti s ch e Revolution des Nationalsozialismus". Dieser Vortrag war auch insofern von Bedeutung, als er Bausteine lieferte zu der neuen Wehrideologie unserer Zeit. Es genügt heute nicht mehr, Geschütze zu bauen und Kasernen zu errichten, es ist heute auch notwendig zu sagen, warum das alles geschieht und warum es geschehen muß. Wenn der Staat von jedem einzelnen verlangt, was verlangt werden muß, bann soll und muß der einzelne auch die Erkenntnis haben, warum die Soldatenpflichten so und nicht anders erfüllt werden müssen, warum bie Neuschaffung bes beutschen Heeres auch Opfer forbert. Und endlich ist ber Vortrag des Major Jost noch aus einem dritten Gesichtspunkt heraus von besonderer Bedeutung, nämlich im Hinblick auf die Stimmen des Auslandes. Es gibt draußen immer noch Leute, die meinen unb raten, die Wehrmacht müsse „Abstand nehmen" von der Weltanschauung des Nationalsozialismus, sie müsse ihren eigenen Kurs steuern, um für „spätere Eventualitäten" bereit zu fein Major Jost hat selbst darauf hingewiesen, daß erst kürzlich eine große englische Zeitung das Liebesthema angeblicher Gegensätze zwischen Partei und Wehrmacht behandelte und meinte, die Wehrmacht sei eine „Freistatt für politische Freidenker". Dazu wurde in dem Vortrag klar unb einbeutig gesagt: „Das ist bie grob st e Unwahrheit unb bie schlimmste Beleibigung, bie man bem deutschen Soldaten zufügen kann. Die neue Wehrmacht, die ihr Dasein und ihre Freiheit bem Nationalsozialismus ver- bankt, ist auf Gebeih unb Verberb mit ihm verbun- ben." Das besagt nun nicht, baß bie Wehrmacht politisieren soll. „Ein politifierenbes Heer ist ein Wiberspruch in sich selbst unb ein Krebsübel für ben Staat. Das Verbot der politischen Betätigung soll aber keineswegs heißen, daß der Soldat sich überhaupt nicht um Politik kümmern soll. Selbstverständlich muß er das tun. Er muß politisch denken lernen, er muß wissen, wo die Kraftquellen der Nation fließen, er muß kennen, was das Volk bewegt und wohin das Staatsschiff steuert. Der Waffenträger ist nicht ein stumpfsinniger Träger des Tornisters und des Gewehrs, sondern ein Mann der mit dem Dolkskörper unzertrennbar verbunden ist. Der Soldat ist also selbstverständlich Nationalsozialist, auch wenn er das Parteibuch nicht besitzt." Scharf wurde herausgearbeitet, baß ber untrüglichste Gradmesser für den Wert oder Unwert einer Revolution die Antwort auf die Frage ist, ob unb inwieweit es ihr gelingt, bie Lebenskraft der Nation zu stärken. „Wir allein mußten den Schritt aus der Sklaverei in bie Freiheit wagen, ohne Unterstützung, ganz aus eigener Kraft, inmitten einer Welt, die nichts sehnlicher wünschte, als einen baldigen Zusammenbruch dieser Revolution ober einen billigen Vorwand zum Eingreifen, um ihr ein schnelles Ende zu bereiten." So war die Lage zu Beginn der Revolution und so war bie Lage noch vor Schaffung der Wehrfreiheit. Jetzt dürfen wir mit bem Vortragenden sagen: „Heute liegt das alles wie ein böser Traum hinter uns. Die nationalsozialistische Revolution hat in noch nicht drei Jahren die außenpolitische Risikozone überwunden. Deutschland ist wehrpolitisch frei und kann nach eigenem Ermessen, Tempo, Maß und Ziel seiner Politik auf allen Lebensgebieten bestimmen". Dabei muß man sich darüber klar sein, daß auch heute noch genug zu tun übrig bleibt. Major Jost nennt ein Beispiel: „Bis das Gesetz der allgemeinen Wehrpflicht die waffenfähigen FW ■?4ä Ei $'•//- MN WD -NW wMI HW ■ U MMW M 1 MS % »v H einer (fcnnietungen | Schöne | Mietgesuche | la handverl.^ ■ u. ■ 1a uunoüeii.Lw .?"Ä SpeiseWi Zentr. der Stadt r._. _x _ .i z- billigst. PreM Oieben (Landmannstraße 4), den 25. Februar 1936. 0861 1191 D Gießen (Gg.-Ph.-Gail-Straße 12), 25. Februar 1936 Familie Hoffmann. 0866 Hof-Güll, den 24. Februar 1936. 1192 D '182V ’ ------uno preiewen aurcn aio mirnyi,. SSLUHTIl. -PHUI -C15UUC**' mr.mmmmum..nM?ckerel' Schu«straße 7, Anruf 2251 Angeb.unt. 0862 Spielleitung- iiiiiiiniiiiiimiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiijiiiiiiiiiimmnuiuniiniiiiiiiiuji an d. Gieß. Anz.I Paul Wrede. Mathilde Reuter, geb. Stroh Emil Reuter. Rechnungen Briefbiatter Briefumschlag« Postkarten Geschäfts karten bei Brühl, Schutte1 Bei Ouray (Colorado, USA.) sind von Felsen riesige Lawinen auf das an einem Civ«- abhang gelegene Camp Bird und die dortigen Bergbauanlagen niedergegangen und haben ein Unterkunftshaus und mehrere andere Gebäude verschüttet und völlig zerstört. Alle Telephonverbindungen wurden unterbrochen. Nach jben ersten Berichten sind neun Personen getötet uni) zahlreiche verletzt worden. Das Rettungswerk wurde sehr erschwert da die Zugangsstraßen durch die in den letzten Wochen zahlreich niedergegangenen Lawinen versperrt waren. In dem Glenwoods Canon ist ebenfalls eine Lawine niedergegangen und hat einen Personenzug verschüttet. Ein Fahrgast wurde durch Glassplitter verletzt. Undine. Romant.Zauber' over v. LortznW. Musikal. Leitung Paul Walter- Kunst und Wissenschaft. Der Erzähler Earl Bulcke f. Der Schriftsteller Carl Bulcke ist in Berlin einem langen schweren Leiden erlegen. Bulcke war, 1875 in Königsberg (Pr.) geboren, ursprünglich Jurist, er wurde Richter und Staatsanwalt, kam 4-ZmJoh ong evtl, mit Badeanlage a. Dauermieter p.l.Avril 1936 zu vermiet. L>chr. Anfr. unt. 0865 an d. G. A. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 27. Februar auf dem Friedhöfe in Eberstadt um 13 Uhr statt. Mädchen für guten Haushalt ver 1. März gesucht. Schrift!. Nach kurzem schweren Leiden entschlief heute nachmittag unser langjähriger Gärtner Auf Wunsch des Verstorbenen findet die Beerdigung in aller Stille statt. - Blumenspenden und Beileidsbesuche dankend abgelehnt. Danksagung. Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem Hinscheiden unseres lieben Entschlafenen sagen wir auf diesem Wege herzlichen Dank. ' Im Namen der Hinterbliebenen: Frau Christine Degen, geb. Schmidt Großen-Linden, den 24. Februar 1936. Kleine politische Nachrichten Der Führer und Reichskanzler hat den Dori,,, lenden Legationsrat Dr. Froh wein zum @13 andten in Reval ernannt. stets auf La>gL B.Tredisler Steinstr. 73, Tel Kl TORPEDI nur RM. 186.- schon für 8.30 monatlci Alleinverkauf: Niederhausi« Gießen ins* i Bahnhofstraße Aeberschwemmungen in Amerika. Infolge des plötzlich eingetretenen Tauwetters führen die Flüsse in den Staaten des mittleren Westens starkes Hochwasser. Aus den verschiedensten Gegenden werden bereits Ueberschwem- m u n g e n gemeldet. So überflutete der Sacramento- Fluß in Nordkalifornien etwa 35 000 Morgen Obstgärten und Ackerland. Bisher sind bei den Ueber- schwemmungen vier Personen ertrunken. Der Sach- und Flurschaden hat die Dollarmillion jetzt schon weit überschritten. Ein Regiment im Kampfe für das DhD. 5IMIUM Ziesten na» Mittw.,26.Fb> 19.30-22.3011$: 19.Mittwoch'M Preise von 1.20 b. 5.00 RM. Erstaufführung In gebundenen Ausgaben k’*r ,n/^er Schrift, Übersichtlich angeordnet, sorgfältig gedruckt, dienen den Belangen von Handel und Verkehr, Industrie und Gewerbe, Landwlrtechaft und Behörden. Jede Lieferung schnell, gut und preiswert durch die Für die uns bei dem Heimgange unseres lieben Entschlafenen erwiesene Teilnahme sagen wir herzlichsten Dank Hiermit die traurige Nachricht, daß unser guter Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater August Kambeitz zu Eberstadt im 83. Lebensjahre am Montag, dem 24. Februar, sanft von seinem Leiden erlöst worden ist Die tieftrauernden Hinterbliebenen t August Kambeitz, Hungen Familie Karl Kambeitz, Lieh Familie Ernst Kambeitz, Köln Familie Heinrich Kambeitz, Eberstadt Hermann Dauernhelm und Frau, geb. Kambeitz Die Beerdigung findet statt: Donnerstag, den 27. Februar 1936, 13 Uhr, in Eberstadt Der Hafen von helsingfors für die Seefahrt gesperrt. Die seit fast einem Monat anhaltende scharfe Kalte von durchschnittlich 20 Grad hat die Eis- oerhältmsse im finnischen Meerbusen sehr verschlechtert. Selbst die starken finnischen Eisbrecher sind der immer dicker werdenden Eisdecke und den Pack- eiswellen am Meeresrande nicht mehr gewachsen. Die finnischen Fahrtsbehörden haben daher beschlossen, den Hafen von Helsingfors für die Seefahrt zu sperren. Gegenwärtig liegen noch 13 Dampfer im Hafen, die noch gelöscht und wieder aus dem Hafen gebracht werden. Dann werden sich die finnischen Eisbrecher lediglich auf das Offenhalten der südwest-finnifchen Häfen beschränken. Sowjetrusfischer Eisbrecher mit 31 Mann vermißt. rr Assessor wiederum so v •’ti'n fonnr eir N durch einen [ Endlichen Bat luM eines g Koffer, wollten Martig schlecht, I ^kbindung mit Mannschaften des Volkes voll erfaßt haben wird, vergehen noch Jahrzehnte. Was der heeresneubau für das Offizierskorps bedeutet, lehren zwei Vergleichszahlen.- Das 100 000-Mann-heer umfaßte noch nicht 4000 Ofiziere. Die französische Armee zählt 30 000 aktive Offiziere. Es ist von Zeit zu Zeit notwendig, eine Bilanz des wehrpolitischen Umbruchs zu ziehen, um zu sehen, was noch zu tun übrig bleibt. Es ist aber auch immer wieder notwendig, die wehrpolitischen Grundlagen, auf denen wir arbeiten müssen, zu betrachten und gerade in dieser Hinsicht war der Vortrag von Major Jost außerordentlich bedeutungsvoll. Er wies eindeutig nach, wie die heutigen Grundlagen der Wehrmacht auch die der Reichswehr von einst waren, hätte die Reichswehr nicht das kriegerische Erbe des Weltkriegsheeres über die 15 schwersten Jahre der deutschen Wehrgeschichte unversehrt in die Gegenwart gerettet, dann ständen wir heute wehrpolitisch nicht da, wo wir stehen. Auch diese Wahrheit ist für das Verständnis der heutigen Lage unentbehrlich. Eine gesunde Entwicklung auf bewährten Grundlagen ist das Ziel von heute. Das alte Wort vom Marschall st ab im Tornister darf gerade jetzt nicht zur Phrase werden. Das 19. Jahrhundert öffnete dem Bürgertum den Weg ins Offizierkorps, das 20. Jahrhundert darf bei keiner Klassenschranke Haltmachen. Neuzeitliche Wehrgemeinschaft ist sinnvolle Gliederung der Volksgemeinschaft mit dem Ziel der Zusammenfassung aller Kräfte. Der gedankenreiche Vortrag konnte nicht anders schließen als in Uebereinstimmung mit den großen Friedensgedanken des Führers. Die neue Wehrpolitik dient ehrlich und aufrichtig dem eigenen und dem allgemeinen Frieden. Aber das ist heute klare Erkenntnis im ganzen deutschen Volke: „Wir müssen stark sein und uns auf die eigene Kraft verlassen können, wenn wir den Frieden wollen!" Bevölkerung zur Besichtigung offen. Der Eintrittspreis von 20 Pfennig kam wiederum dem Winter- hilfswers. zugute. Der Tag schloß mit einer großen Tanzveranstaltung in der Stadthalle, wo die Kasseler Bevölkerung mit ihren Soldaten einige frohe Stunden verbrachte. Dem Tag der Wehrmacht war für das WHW. ein großer Erfolg beschieden. Mit einer Veranstaltung, die die Einwohner von Kassel einen ganzen Tag in ständiger Bewegung hielt, griff das Infanterie-Regiment 15 in Kassel in den Kampf gegen Hunger und Kälte ein. Regimentsmusik erfreute auf allen größeren Plätzen die Bevölkerung. Zur Mittagszeit waren in allen Teilen der Stadt die Feldküchen des Regiments aufgefahren, die an die Bevölkerung billiges Essen — Erbsen mit Speck für 30 Pfennig — verabreichten. Mit einem guten Appetit machten sich die Kasselaner an die infanteristische Erbsensuppe, sodaß sämtliche Gulaschkaonen in kürzester Zeit geleert waren. Der Gesamterlös aus dieser Massenspeisung wurde dem W H W. zugeführt. Eine besondere Ueberraschung waren die Pferde und Meldehunde des Regiments, die — mit Sammelbüchsen ausgerüstet — ebenfalls in den Dienst der guten Sache gestellt worden waren. Den Höhepunkt der Veranftaltuna bildeten ein Biwak und andere militärische Vorführungen auf zweien der größten Plätze Kassels. Auch ein großer Gesangs- wettstreit der Kompanien wurde durchgeführt, bei dem u. a. auch die Zuschauer als Schiedsrichter Explosion im Eleklrizilälswerk von Skralford. In der englischen Industriestadt Stratford ereignete sich im Elektrizitätswerk eine Explosion. Das Werk wurde völlig außer Betrieb gesetzt, so daß die Stadt ohne Strom ist. Straßenpassanten sahen plötzlich eine starke Feuersäule. Im gleichen Augenblick war die Stadt in völliges Dunkel gehüllt. Auch die Straßenbahnen blieben stehen. Die Theater und Lichtspielhäuser mußten ihre Vorstellungen abbrechen. Bis Dienstagmorgen war es noch nicht gelungen, die Stromversorgung wiederherzustellen, da ein Teil des Elektrizitätswerkes ausgebrannt ist. Unfall oder Anschlag? — Sechs Tole in Argentinien. Unter bisher noch ungeklärten Umständen ereignete sich auf der Straße zwischen Buenos Aires 'und La Plata ein schwerer Verkehrsunfall, bei dem sechs Personen getötet und mehrere schwer verletzt wurden. Ein kleiner Kraftomnibus geriet in schneller Fahrt in ein Straßenloch, schlug um und ging in Flammen auf. Die kurz nach dem Unfall eintreffende Rettungsmannschaft glaubt feststellen zu können, daß die Straßenoertiefung nicht auf natürliche Weise entstanden, sondern allem Anschein nach gegraben sein dürfte. Aus diesem Umstand wird geschlossen, daß das Unglück auf ein Verbrechen zurückzuführen ist. Ein Alädchenmörder verhaftet. Auf dem Marktplatz von Jungbunzlau (Nordböh- men) ereignete sich ein aufsehenerregender Vorfall. Plötzlich zog ein Mann ein Messer und schrie: „Ich will jemand ermorden! Ich bin der Mörder der Flodermann!" Der Mann wurde daraufhin verhaftet. Bei seiner Vernehmung gestand er nach anfänglichem Leugnen erneut, das Stra^a. mädchen Flodermann vor etwa 4 Wochen im von Jungbunzlau umgebracht zu haben. M hatte ihrem Leben mit einem Frauenstrumpf rjn Ende gemacht. Bei einer Haussuchung in der Ä,ih. nung des Mörders, des 27jährigen Anton (ü e nV wurde eine weibliche Leiche gefunden, in später eine 29jährige Kellnerin namens V o v a r a k festgestellt wurde. Auch diese war mit einem Frauenstrumpf erdrosselt worden. Cem, », stand auch diesen Mord. Die kleine Schwester beim Spielen mit einem Tefching getötet. In dem Dorf Radewege im Kreise WesthM, land ereignete sich im Hause des Arbeiters mann ein Unglücksfall, bei dem ein kle^z Kind getötet wurde. Der 13jährige Sohn spielte mit einem Tesching, das er für ungela^n hielt. „Im Scherz" richtete er die Waffe gegen Gesicht seiner eineinhalbjährigen Schwester Eh'<, und drückte ab. Der Schuß traf das Kind milfl ins Gesicht. Es war sofort tot. „Das Tagebuch der Susanne Oevelgönne", die feinen Namen rühmlichst bekannt machten. Auch als Lyriker hat sich Bulcke ausgezeichnet. Sein Heimgang wird von vielen aufrichtig betrauert werden. Aus aller Welt. Lawinen-Opfer in aller Welt. Im Gebiete des Matterhorns kam der Bergführer Maurizio B i ch mit einer 23jährigen Begleiterin durch eine Lawine ums Leben Der bekannte Matterhorn-Führer hatte vor einigen Tagen Val- tournanche verlassen, um mit seiner Begleiterin einen Aufstieg zu unternehmen. Da die beiden mehrere Tage lang nicht in das Tal zurückkehrten, und die Verwandten keinerlei Lebenszeichen erhalten hatten, wurden von den anderen Bergführern Nachforschungen anaestellt. Man fand die beiden am Fuße des Monte Charvaz t o t auf. Sie waren von einer Lawine etwa 300 Meter tief herabgeschleudert worden. Bergführer Bich war wegen seiner außerordentlichen Tüchtigkeit als Führer und Alpinist weit über die Grenzen seines Heimatgebietes hinaus bekannt. Seine letzte große Leistung war die Durch- kletterung der Südwand des Matterhorn. In der Nähe des bekannten polnischen Wintersportplatzes Zakopane ereignete sich ein schwerer U n - g l ü ck s f a l l. Während einer Bergbesteigung wurden drei Touristen von einer Lawine verschüttet. Obwohl Hilfe sofort zur Stelle war, konnte einer der Touristen, der deutsche Ingenieur L o w a ch, nicht mehr gerettet werden. Er sta r b an der Stelle des Unglücks. Weiterbericht des Reichswellerdienstes. Ausgabeork Frankfurt Während in der Nacht zum Dienstag im Rhei4 Main-Gebiet noch heiteres Wetter Anlaß zu oJ breiteten Strahlungsfrösten gab, besteht im übrl gen Deutschland unfreundliche, naßkalte WitteruH mit verbreiteten Niederschlägen (meist Schnee). M Schlechtwetterzone wird zunächst noch an M dehnung gewinnen. Aussichten für Mittwoch: Vielfach buJ ftig oder nebelig, bedeckt mit Neigung zu Nied« schlügen (auch in den Niederungen teilweise, Schn« Temperaturen um 0 Grad, nördliche und öftliä Winde. Aussichten f ü r Donnerstag: Fortbauq der kälteren Witterung mit Neigung zu Webe] schlügen, doch im ganzen wieder etwas freundliche Lufttemperaturen am 24. Februar: mittags 51 Grad Celsius, abends 1,4 Grad; am 25. Februail morgens 0 Grad. Maximum 6,9 Grad, Mining heute nacht —1,1 Grad. — Erdtemperaturen in 1] Zentimeter Tiefe am 24. Februar: abends 4,3 ©raW am 25. Februar: morgens 2,4 Grad Celsius. — So» nenscheindauer 12 Minuten. — Niederschlüge fein Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: (M Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwort. I "ch für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel.1 D. A. 1. 36: 11 000. Druck und Verlag: Brühl'jchel Unwersitüts-Buch-und Steindruckerei R.Lange.K sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 H Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr," Emzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 A mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Ras Boni »-nlchhei ** di- Sai 7 ™°n sich 01 *Nt an* S" Inb M man fi fefa man fes AK Kost Äfc tewS MeÄCn 0 itza L°r°>i- frW k J ®arne Hf kb Stille *>1 SSh”5,1 ML?« 6 >i8t '"s eil «rlie ' "ton Teil’1 " rA im arr ti -ft K 5Ä-5 ,JU lh«" k Miet »* ui« M itieli aus. ®r Im ®*4 L «amen |r tW™> wntün|kn ««" Brillen 6 pflanb, die An deichen, seinen a loben uno n llnbet j lhe geh? n «3 'iKß " **> 4 vester ^gelötet di°U A SM ' bQs Kind 4! tts der |nti|. le g^äßjgte bir .?y°ubj geb "jungen wegen ÄH »br« ütegierung i*f 9»beott $ranlk 5itn5l«8 im »j >l>. befiel im "a6hltc Bitte (meist Schnee). M noch an | °°ch: Vielfach» Neigung zu M, M teilweise Schi ördliche uni ö|j -r 51 a g; Focht Neigung zu M !r etwas frefmiM ebruar: mittags ö; am 25. Hebm 6,9 Grad, Miniin 'dtemperatuän ii ar: abends 4,3 koh Celsius. - 5 ■ Niederschläge I* ch Wilhelm ßanjü rb für bie M» e; für FeuillkiL brigen Teil: (?nr . i Beck. tanto® . : Theodor fiümä , Verlag: IM'chh erei ^.ßangtl^J ten. J einschMch % TI rten 15 U ml« Samstags 15 M Pf. mehr. 1. Juni 1935 M —\ Tüchtisk l Mäddfn e st' it. ,t. Z n y rl nt- Ä. ie is d er. ms ;en list- »1 'M M M ies ist Ulst tt. nt. eb- L og rde- ier< öril iet. int. .A. Rechne ,i Brühig schon I 8.30 ; Allein^ z. billigst. M stets aui 8® Bl* im ibt rnt ist' nt. R eö mr AM fort fiel** 1 BiM Konditorei« Weimi Frankfurt-1 Telefon* Emofehli la handoeü.^ flr.47 Zweiter Blatt Giehener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)Dienstag, 25.Zebruar Mb jackett auf das Leihamt und kriegte fünf Mark für die Ballkarte. Dann zog er sich die schwarze Hose an, wand sich ein Laken um die Hüfte und ein Handtuch um die Stirn und ging als Neapolitaner auf den Ball. Drei Stunden war er auf den Beinen. Er wurde müde und nahm an einem Tisch Platz, um ein bißchen zu verschnaufen. Der Ober kam. „Was darf es sein, mein Herr?" Willi setzte seine wehleidigste Miene auf. „Bringen <Äe mir ein Glas Wasser und zwei Aspirintabletten!" „Sehr wohl, mein Herr!" notierte mit hochgezogenen Brauen der Kellner. „Und was neh» menwiralsNachtisch?" * Der Kontrolleur hält einen jungen Mann im Smoking zurück. „Mein Herr, wir haben Kostümzwang." „Was ist los?" „Wir haben Kostümzwang; ich darf Sie so nicht reinlassen." „Machen Sie doch keinen Unsinn, Herr!" „Zurück! Sie hören doch, es ist Kostümzwang!" „Ist mir egal; ich tue, was mir paßt, verstanden?" „Na, das wollen wir doch mal sehen!..." Der Kontrolleur packt den jungen Mann beim Aermel. Ein heftiger Ruck. Der Aermel bleibt in der Hand des Kontrolleurs. Eine Weile betrachtet der Gewaltmensch düster sein Opfer; dann hellt sich seine Miene auf: „So, jetzt dürfen Sie rein!" sagt er. * Willibald, der Dreizentnermann, bemüht sich eifrig um eine kleine Micky-Maus. Leider ist Micky ganz und gar abgeneigt, mit ihm zu tanzen. „Geh' weg! Du bist mir zu fett!" sagt sie und klopft ihm auf die Finger. U ebelgelaunt entfernt sich Willibald. „Und da heißt es immer: Mit Speck fängt man Mäuse!" seufzt er. „Pst, Doktor, kommen Sie schnell? Ich hab' was für uns. Für jeden eine. Prima, prima, sage ich Ihnen. Ganz Ihr Geschmack!" „Schlank?" „Schlank!" „Dunkler Teint?" „Dunkler Teint!" — „Knusprig?" — „Knusprig! „Los! Wo sind die Mädels?" „Was heißt Mädels?! Ein Paar Bock- würstchen hab' ich uns aus der Schwemme besorgt!" Schlösser, die im Monde liegen... Heiratsschwindler sind Volksschädlinge!—Eine amtliche Warnung. Wie die Justizpressestelle Darmstadt mitteilt, finden sich im amtlichen Bekanntmachungsorgan des Reichsjustizministers unter dem Titel „Rechts- s ch u tz d e s Volkes" als Warnung u. a. folgende Ausführungen: Ein besonders gewiegter Heiratsschwindler ist vor kurzem von einem deutschen Gericht wegen Betrugs im Rückfalle zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt worden, nachdem er in insgesamt zehn Fällen in skrupelloser Weise seine Opfer um 4 2 5 0 0 Mark betrogen hatte. Seine „Existenzgrundlage" bildete ein kleines Rechtsbüro. Seine „juristische" Tätigkeit bestand darin, schlechte Mahnbriefe zu schreiben und Vorschüsse einzutreiben. Je nach dem sozialen Stand seiner Opfer — zu ihnen gehörten Hausangestellte, Lehrerinnen, Töchter wohlhabender Bürgerfamilien und auch eine Dame der sogenannten besten Gesellschaft — gab er sich als Rechtsberater, Syndikus oder Rechtsanwalt aus. Er renommierte mit seinen Einkünften und dem vornehmen Umgang, den er habe. Mit großem Geschick verstand er es, in seine Erzählungen Namen von Klang einzuflechten. Als sehr erfolgreich erwies sich der Trick, bei den Zusammenkünften mit den heiratslustigen Frauen einen Dritten hinzuzuziehen, dessen Aufgabe darin bestand, die Angaben des Schwindlers zu unterstreichen, seinen Charakter und seine Fähigkeiten zu loben und auf diese Weise die Glaubwürdigkeit des Schwindlers zu bestätigen. Besuchten die Frauen den Schwindler in seinem Büro, so verstand er es zumeist so einzurichten, daß zu diesem Zeitpunkt Bekannte mit dem Aussehen wohlhabender Leute oder Personen mit klingenden Namen sich bei ihm einfanden, Dinge, die ihre Wirkung nicht verfehlten. Raffiniert wußte er die kleinen menschlichen Schwächen und Eitelkeiten feiner Opfer und ihrer Angehörigen auszunutzen. In einem der ihm zur Last gelegten Fälle hatten Schwester und Schwager der Braut erhebliche Bedenken gegen den Bräutigam wegen dessen großsprecherischen Gebarens. Die Braut und deren Vater jedoch waren der Meinung, daß man ihr die gute Partie nicht gönne. Der Schwindler nutzte diesen Glauben und stärkte ihn, so daß die Warnung wirkungslos blieb. Schon vor der Verlobung übergab der Vater der Braut dem Schwindler die'Mitgift in Höhe von 5 0 0 0 Mark. Daß feine Tochter einige Tage vorher ihre eigenen Ersparnisse zur Anzahlung für ein Auto hergegeben und außerdem die Abzahlungswechsel für diesen Kauf unterschrieben hatte, ahnte er nicht. Da die Braut über ihr selbständiges Vorgehen ein schlechtes Gewissen hatte, war der Schwindler sicher davor, daß der Vater der Braut zunächst etwas von diesem Geschäft erfahren würde. Kurz vor der Hochzeit erhielt er nochmals 1000 Mark. Zum Hochzeitstage erschienen zwar die Gäste, aber nicht der Bräutigam, der sich mit Krankheit entschuldigen ließ. Auch das genügte noch nicht, um die Braut und deren Vater davon zu überzeugen, daß sie einem S ch w i n d l e r in die Hände gefallen waren. In einem anderen Falle war die Braut von dritter Seite gewarnt worden. Sie fetzte sich daraufhin mit der Polizei in Verbindung und sollte diese h"i einem neuen Zusammentreffen benachrichtigen. Sie brachte es jedoch nicht über sich, ihr Vorhaben bnrchzulühren. Der Schwindler und sein Komplize, „fvrr Assessor 3E.", verstanden es, das Mädchen wiederum so vertrauensselig zu machen, daß es hüh^n fonnr eine Vollmacht gab, auf Grund deren sie durch einen Rechtsanwalt den auf einer Seereise befindlichen Vater des Mädchens zur Auszahlung eines größeren Geldbetrages veranlassen wollten. Der Briefstil des Schwindlers war d-rartig schlecht, daß er, als er durch eine Anzeige Verbindung mit einer sehr vermögenden Witwe erhielt, gar nicht einmal selbst zu schreiben wagte. Einer seiner Bekannten schrieb für ihn die ersten Liebesbriefe. Nachdem die persönliche Verbindung hergestellt war, gelang es dem Schwindler, von dieser Frau nach und nach 5500 RM., ein Auto und die Anteile einer G. m. b. H. zu erlangen. Betrachtet man die Fälle, die nahezu täglich als Heiratsschwindel zur Aburteilung gelangen, dann sind es im wesentlichen drei Kategorien von Frauen, die diesen Betrügern zum Opfer fallen: Unerfahrene Hausgehilfinnen, Verkäuferinnen, Büroangestellte usw., die einige Ersparnisse haben; ältere Mädchen aus den sogenannten bürgerlichen Kreisen, die sich bis dahin vergeblich nach Ehe und Mutterschaft gesehnt haben; schließlich wohlhabende oder reiche alleinstehende Frauen und Witwen. So verschieden alle diese Personen nach Herkunft, Bildung und Lebensstellung sind, so übereinstimmend ist ihr Aeußeres. Es sind nämlich die von der Natur dürftig Bedachten, Unscheinbaren, Häßlichen ober die lieberalterten, die nicht oder nicht mehr zu den von den Männern begehrten Frauen zählen, wobei seltene Ausnahmen diese Regel nur bestätigen. Auf jene bedauernswerten Frauen hat es der Heiratsschwindler abgesehen, denn er weiß genau, daß die nichtbegehrte Frau alles opfert, um das Ziel ihrer Träume zu erreichen, daß sie sich persönlich und finanziell sehr zugänglich zeigt und daß sie sich so langsam und sicher ausplündern läßt. Die Typen der Heiratsschwindler und die Methoden ihres Vorgehens find ganz verschieden. Sie finden sich in allen sozialen Schichten und sind in allen möglichen Schattierungen vertreten: vom kleinen Gelegenheitsbetrüger, der sich der Hausgehilfin oder Verkäuferin gegenüber als biederer Kaufmann oder Beamter ausgibt, über den Berufsbetrüger, der einen in sicherer Position befindlichen Akademiker vortäuscht, bis zum hocheleaanten Großbetrüger, der sich als Schloß- Herr, Großkaufmann und dergl. aufsvielt und dessen ständiger Aufenthalt elegante Badeorte und große Luxushotels find. Es find keineswegs immer Männer von äußerer Schönheit, die mit bezauberndem Lächeln Frauenherzen zu erobern vermöchten. Wie die Gerichtspraris zeigt, find es vielmehr oft Männer, bei deren Anblick und Anhören es unbegreiflich erscheinen muß, wie es ihnen gelingen konnte, Frauen und junge Mädchen zu betören und ihnen unter den unwahrscheinlichsten Vorwänden das Geld zu entlocken. Es wäre dringend zu wünschen, daß olle h-jnatslustig^n Fronen und Mädchen, vor allem diejenigen älteren Jahrgangs, einmal einen Blick in den „Geschäftsbetrieb" eines solchen Heiratsschwindlers werfen könnten. Die Anbahnung, das K"nnenlernen des Opfers erfolgt zumeist in der Weise, daß der Schwindler eifrig die Heiratsinserate in Zeitungen und Zeitschriften studiert und nach den ihm Gewinn versvrechenden Angeboten seine Fühler unter falschem Namen ausstreckt. Gewisse Kategorien von Heiratsschwindlern pflegen sich unter der Maske des biederen kleinen Beamten mit gesichertem Einkommen vor allem an heiratslustige Hausangestellte heranzumachen, die in dem Glauben, später einmal pensionsberechtigt 3U sein, nur allm gern ihre oft sauer verdienten Ersparnisse dem Betrüger 3wecks Einrichtung der Wohnung oder zu sonstigen Anschaffungen 3ur Verfügung stellen. In den sozial gehobeneren Schichten sind vor allem elegantes Auftreten und vornehme Kleidung das Handwerkszeug des Schwindlers, der es sich etwas kosten läßt, dafür aber auch ein Vielfaches feiner Unkosten aus dem „Geschäft" herausholt. Um sich den An- schein eines „Gentleman" zu geben, legt er sich nur allzugern den Doktortitel ober einen hochtrabenden adligen Namen zu, erzählt gewandt von angeblichen Weltreisen und eigenen Gütern ober Schlössern, bie natürlich auf bem Monbe liegen! Das gehört zum Großbetrüger unb verfehlt selten feine Wirkung. Der nationalsozialistische Staat, ber in ber Ehe und Familie die Keimzellen des Staates sieht, hat bas benkdar größte Interesse baran, ben Heirats- schwinbler als ben gemein ft en Typ aller Betrüger auszurotten. Dem Heiratsfchwinbler drohen daher exemplarische Zuchthausstrafen und gegebenenfalls die Sicherungsverwahrung bis an sein Lebensende. Freilich darf der Kampf gegeen die Heiratsschwindler nicht unnötig erschwert werden. Frauen unb Mäbchen, bie gern heiraten mochten, dürfen auch ihrerseits nicht blindlings einem ihnen nur kurze Zeit bekannten Manne, der ihnen schon nach wenigen Zusammenkünften die Ehe in Aussicht stellt, vertrauen. Eine Anfrage beim Einwohnermeldeamt der Ortspolizei wird vielfach genügen, um die Identität der Person, die sie kennengelernt haben, festzustellen. Ist aber ein Mädchen ober eine Frau bas Opfer eines solchen Heiratsschwinblers geworben, bann bars bie Bestrafung biefer Gauner nicht unnötig dadurch erschwert und ihnen bas Betrügen leicht gemacht werden, baß ben zuständigen Behörden — Polizei, Staatsanwaltschaft ober Amtsgericht — ber Fall nicht zur Anzeige gebracht wirb. Wenn auch ein solches Verhalten aus Scheu vor ber Vernehmung, insbefonbere in ber späteren Gerichtsverhanblung unb aus Scham über ben eigenen Reinfall wohl verftänblich ist, so muß dennoch im Interesse ber Volksgemeinschaft bie Anzeigeerstattung sofortige Pflicht ber betrogenen Frauen sein. Denn nur bann ist es möglich, ben Verbrecher zu fassen unb weitere Betrügereien an anberen Frauen unb Mäbchen zu verhindern. Durch ihr Schweigen würben sie lebiglich bem Zerstörer ihrer Eheträume zu weiterem verbrecherischen Treiben Beistand leisten. Aus den preußischen Nachbargebieten. Lastauto von einem Zug überrannt. * Wetzlar, 25. Februar. Am gestrigen Montag kurz nach 19 Uhr ereignete sich an ber unübersichtlichen Straßenkreuzung östlich von Burgsolms, unmittelbar vor bem bortigen Bahnhof, ein schwerer Verkehrsunfall. Der um 18.51 Uhr in Wetzlar nach Grävenwiesbach abfahrenbe Perfonenzug stieß an ber vorgenannten Straßenkreuzung, als er soeben ben dicht babei liegenben Tunnel verlassen hatte, gegen ein mit Zement unb Kalk belabenes L a st a u t v des Mühlenbesitzers A m e n b van Neukirchen (Kreis Wetzlar). Das Lastauto würbe von ber Lokomotive in ber Mitte getroffen unb baburch ber rückwärtige Teilbes Fahrzeuges von dem Vorderteil abgefprengt. Während der rückwärtige Teil von der Lokomotive noch ein Stück fortgeschleift wurde, flog der Vorderteil mit den beiden Insassen links zur Seite. Das Lastauto wurde völlig zertrümmert. Die beiden Insassen blieben aber zum Glück, wie durch ein Wunder, unverletzt. Der Unglücksfall, dessen Ursache erst durch die polizeiliche Ermittlung klargestellt werden muß, hatte eine erhebliche Verspätung des Zuges zur Folge. IagdhauS-EinbruchbeiDornbolzbausen <> Dornholzhausen (Kreis Wetzlar), 25. Febr. In einer der letzten Nächte haben, innerhalb kurzer Zeit zum zweiten Male, Einbrecher bas im Walbbistrikt „Kuhheck" belegene Jagd- Haus ber Pächter unserer Gemeinbejagb heimgesucht. Währenb bie Einbrecher bei bem letzten Einbruch burd) bas Dach in bas Innere bes Iagb- Hauses gelangten, verschafften sie sich biesmal burd) gewaltsames Oeffnen eines Fensters Eingang unb taten sich an ben vorhanbenen Getränken gütlich. Die polizeilichen Ermittelungen würben sofort ein« geleitet. Günstige Entwicklung der frankfurter Finanzen. 2,4 Mill. Mark Fehlbetrag für 1936 veranschlagt. LPD Frankfurt a. M., 24. Febr. Am Montagnachmittag fanb eine Sitzung der Frankfurter Gemeinberäte statt, in ber ber Oberbürgermeister den Haushaltsplan für 1936 vorlegte. In einer Pressebesprechung am Vormittag erläuterte ber Stadtkämmerer Dr. Lehmann ben Haushaltsplan. Er wies zunächst barauf hin, baß auch in Frankfurt a. M. eine fortschreitende Besserung ber Haushaltswirtschaft unverkennbar sei. Diese komme in ber Feststellung zum Ausbruck, baß nach ben Zwischenabschlüssen ber letzten Monate mit ber Beseitigung bes ursprüng- lichen Fehlbetrages von 3 Mill. RM. im Haushaltsplan 1935 gerechnet werben kann. Der Haushaltsplan für 1936 ist nicht ausgeglichen. Er schließt ab mit 139,5 Mill. RM. in Einnahmen unb 141,9 Mill. RM. in Ausgaben, so baß ein Fehlbetrag von 2,4 Mill. RM. verbleibt. Dank ber Minberung ber Fürsorgeaufwenbungen unb ber erhöhten Steuereingänge konnte ber Fehlbetrag auf biefer im Rahmen eines 140 Millionen-Etats nicht fo sehr ins Gewicht fallenben Höhe gehalten werben, währenb anbernfalls mit einem Fehlbetrag von 7 Mill. RM. hätte gerechnet werben müssen. Aus bem außerorbentlichen Haushalt, ber 18,6 Mill. RM. vorsieht, find u. a. ber Neubau ber Universitätsbibliothek mit einem Aufwanb von 1,5 Mill. RM., ber Neubau ber Frauenklinik unb eines Un- falloerletzten-Krankenhauses mit 1,95 Mill. RM. unb ber Umbau bes Saalbaues mit 350 000 RM. hervorzuheben. Der jüdische Maffagesalou. Nahe an Mädchenhandel grenzend. LPD. Frankfurt a. M., 23. Febr. Eine erwerbslose Hausangestellte in Berlin machte dort bie Bekanntschaft einer Frau, bie ihr empfahl, sich nach Frankfurt in ben Massagesalon ber 47jährigen Frau Johanna Steinmetz, einer aus Polen stammenden Judin, zu begeben, wo sie durch Herrenbekanntschaften viel Geld verdienen könne. Als das Mädchen bei Frau Steinmetz eintraf, schloß diese einen Vertrag mit ihr ab. In dem Salon wurden noch zwei Mädchen „beschäftigt". Die Inhaberin nahm den Mädchen 3,50 Mark pro Tag ab, sowie die Hälfte ihres Verdienstes, wobei sie ein gutes Geschäft machte. Durch eine anonyme Anzeige wurde die Polizei auf das Kuppelquartier aufmerksam. Das Schöffengericht, das jetzt gegen Frau Steinmetz verhandelte, erachtete das Verhalten der Kupplerin nahe an Mädchenhandel grenzend und verurteilte die Angeklagte zu einem Jahr Gefängnis, drei Jahren Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Kreis Wetzlar <3 Wetzlar, 24. Febr. Die Milchverwertungsgenossenschaft Wetzlar hielt ihre Jahreshauptversammlung in der „Alten Post" ab. Zum Jahresbericht und zur Bilanz sprach Kreisstellenleiter Berg, der auf die außerordentlich günstige Entwicklung der Genossenschaft im letzten Jahre hinwies. Zu Anfang des Geschäftsjahres betrug die Zahl der Mitglieder 153, Ende 1935 210. Insgesamt wurden 1 915 772 Liter an der Sammelstelle Wetzlar angeliefert. An die Molkerei wurden 211558 Liter gegeben. 80 440 Liter Markenmilch Masken-Vbilosophie. 73on Or Johannes Güniber. Die Menschheit des zwanzigsten Jahrhunderts belächelt die Karnevals-Larve schon fast. Die Larve, die man sich vors Gesicht tut, um so, unkenntlich gemacht, allerhand Vergnügungen zu wagen, Allotria und Schabernack zu treiben — diese Larve, braucht man sie noch?! Man ist ja so frei unb großzügig, man gestattet sich ohnehin so viel, man hat bie „Vorurteile" überrounben, unb vollenbs zur Karnevalszeit ist gleichsam bie Parole ausgegeben: amüsiert euch tüchtig, gestattet ist alles, übelgenommen wirb nichts! In ber Karnevalszeit ist bas befreienbe Gefühl ba: ich kann mich einmal loslassen! Also wozu eigentlich noch bie Larve? Etwas anberes ist es mit bem Kostüm. Diese 23er« kleibung befriebigt ben Spiel-, Nachahmungs- unb D->rwanblunastrieb, ben mehr ober weniger ieber Mensch hat. Kostümfeste will also auch ber Mensch des zwanzigsten Jahrhunberts haben — ja seine Geschmackskultur, sein ausgebilbetes Kunstgewerbe, seine Selbstbilbnerei, bie sich in mobernen Vorzügen unb Torheiten offenbart, fein Gefallen an schöner, großer Dekoration festlicher Gemeinschaftsräume ist fähig, Kostümfeste prachtvoll unb fpannenb zu gestalten. Aber man steht mit Offenherzigkeit in bie= fern Frohsinn — ohne Larve. Die Larve ist heute ein historisches Requisit: feine Dämonie, feine Galanterie, seine Konvention ist verklungen. Das siebzehnte, achtzehnte, neunzehnte Iahrhunbert haben feine Möglichkeiten ausgefchopst. Es war einmal — baß bie Larve wie eine breite Brille um bie Augenpartie saß, ober wohl auch noch einen Teil ber Stirn unb bie Nase bebeckte — damit freilich riskierten der blendende Herr und die schöne Dame bereits eine Einbuße an Reiz und Liebenswürdigkeit; man tat am klügsten, bloß die Augen- partie zu maskieren, auch meinte man zu wissen, baß biefer Teil bes Gesichts ber persönlichste unb beweglichste sei unb seinen Besitzer am ehesten verrate , In biefer Teilmaskierung konnte man nicht bloß hemmungsfrei ben Karnevalsfreuden nachgehen, man war auch noch für viele anbere Falle getarnt: unter bem Schutz ber Larve suchte ber Liebhaber burd) bas Gewühl ber Neiber ben Weg zur Coeur- Dame, trat ber Abenteurer bie gefährliche Reise an, blieb bas Jncognito gewahrt, nahte ber Meu- chelmörber seinem Opfer. Nun — mörderische Absichten will gewiß keiner mehr haben, aber.... Die anderen Fälle... ob für die anderen tJaue■ 1^ öie Larve nicht doch manchmal wieder empfähle. Ob man das Rad der Mode in dieser Beziehung nicht doch einmal etwas zurückdrehen konnte-'! -3cy glaube, mancher und manche möchte es schon. Man muß ja sagen: die Larven hatten und haben etwas Unheimliches, sie geben dem Gesicht etwas Totes — ein grausig-grotesker Zug kommt durch sie in das ausgelassene, noch immer irgendwie gesundfröhliche Karnevalstreiben, ein teuflischer Zug, ein Sinnbild bes bösen Gewissens ist die Larve bei denjenigen, die sich ihrer auf verbotenen Wegen bedienen. Um des Unheimlichen willen hat man auch bie Teilmaske bes Gesichts Larve genannt, es ist ein lateinisches Wort, bas eigentlich bie Gespenster, bie bösen Geister bezeichnete; ihnen würben am Ende bes Monats Februar Opfer dargebracht. Danach ist bann „Larve" überhaupt wohl bas Undurch- schaubare, bas ber Finsternis Angehörende, Lichtscheue, ja noch Ungeroorbene. So griffen bie Naturforscher bas Wort auf unb bezeichneten bannt alle ber Verwanblung unterworfenen Insekten in bem ersten Lebensabschnitt, gleich nach der Entwicklung ans dem Ei. .,, ri. Die Larve ist eine neutrale, nichts Bestimmtes bebeutenbe", Teilmaske bes Gesichts, wie etwa ber "Domino" ein neutrales Kostüm ist. Erst bie völlige Maskierung bes Gesichtes kann etwas Bestimmtes bebeuten, sie ist ein Darstellungsmittel, wohl noch zum Zweck bes Verbergens, aber schon zum Zweck ber Darstellung von etwas Neuem, in bas ber Träger ber Maske sich verwandelt ober in welchem er mit einem gemeinhin nur nicht bekannten Zuge seines Wesens aufersteht. Das Wort „Maske" ist europäisch international; bas arabische Wort „mas-chara“ wirb über bas Spanische, Portugiesische zu uns gekommen sein. Diese völlige Gesichtswanblung beschäftigt uns heute recht wohl noch: als (Begenftanb ber 23ölker- funbe, als (Begenftanb bes Kunstgewerbes, ber Bild- hauerkunst unb als Gegenstand) ber Mobs. Der Mensch bes Ursprungs macht sich Masken nach ben Vorbilbern ber guten Geister, ber bösen Geister ober ber Ahnen, bie in bie Sphäre ber Geister ein« gegangen sinb. Er nimmt an, baß bie Geister eine Körperlichkeit haben, also auch physiognomisch bestimmt sinb. Diesen Geister-Physiognomien gleicht ber Mensch sich mit seinen Masken an unb meint, mit biesem Aussehen bie guten Geister anzulocken, bie bösen Geister abzuftoßen. Unter ben Masken ber Neger fallen uns monumentale Gebilbe auf, Werke von einer gerabezu ftaunenerregenben Geschlossenheit ber bilbhauerischen Stils. Im Gegensatz zur stillen ober brutalen Einfachheit ber Negermasken sinb bie altamerikanischen Masken voll unausgeglichener, maßloser Leidenschaft. Die japanischen Masken sinb so vielgestaltig kultiviert wie bie halb zarten, balb rohen Aufgaben ihrer Trager: nämlich ber Schauspiel-Tänzer, bie natürlich noch von priesterlicher Kraft burchbrungen sinb; sie binden sich die Maske nicht vors Gesicht, sondern im Innern der Maske ist ein Zapfen: den beißen sie an und halten so *bie Maske, sie sind buchstäblich auf ihre Darstellung „verbissen", sie sind mit ihrer Maske organisch verbunden. Eine hohe Kultur der Maskenbildnerei entwickelten ja die Griechen, sie hatten nicht bloß die schon sprichwörtlichen tragischen und komischen Masken, nicht bloß für jede Rolle eine besondere Maske, sondern für die verschiedenen Szenen eines Bühnenwerkes wechselten sie die Masken. Die alten Tanz-Masken unserer Alpenländer überschreiten bei weitem das, was man dörfliche Kunst, Volkskunst, nennt, es sind unter ihnen wuchtige Werke, gewiß von unbekannter, aber berufener Hand. So sieht sich der Tanzkünstler, der Pantomime von beute einer Fülle der Vorbilder gegenüber. Noch viele Kombinationen und auch Eigenschöpfungen sind ihnen möglich. Im Tanze kommt jene bewegte Starrheit der Maske zur Geltung, die in uns einen Schaud-r erregt, als stünden wir dem Ewigen gegenüber. Der sprechende japanische Schauspieler malt sich sein Gesicht wie eine Maske, mit klobigen Farbflächen schminkt er sich zurecht. Im Anklang an die Larven und Deckmasken spricht man von der Maske, von der Verdeckungskunst, in moralischer Beziehung: man verurteilt das böfe Verstecksviel, die Heuchelei, man fordert von den Menschen ein für allemal Demaskierung. Eine Maske gibt es, die auf keinen Fall verbirgt, sondern bie, im Gegenteil, in oft ungeahnter Weise, öffnet: bie letzte Maske, bie Totenmaske. Sie hat etwas von ber befreiten Seele. Konfetti. Von Georg Mühlen-Schulte. Frau Marlene Triller hat irgenbeine entfernte Ähnlichkeit mit Greta Garbo. Aber sie ist biefer als bie Garbo, viel dicker. Bei dem großen Ball faß sie in ihrer Loge, aufrecht, kühl, mit verschleiertem Rätselblick und mit einem Zug von geheimnisvollem Weh um die schmalen Lippen. Jemand blieb vor ihr stehen, starrte sie mit offenem Munde an. „Die Garbo sind Sie nicht", sagte er schließlich, „aber wenn ich wüßte, daß Gretas Mutter Drillinge gehabt hat, dann ..." dann würden Sie denken, ich sei einer davon, nicht wahr?" ergänzte Marlene geschmeichelt. „Nein, dann würde ich denken, Sie seien zweie davon!" erklärte der Mann. * Es waren die letzten Tage vor Ultimo, Willi hatte wiedermal fein Geld. Er trug fein Smoking- Wirtschaff ZU- zuzeigen. §4. Neuregelung des Rmberabsahes Devisenmarkt Berlin — Frankfurt ä. Bl. Frankfurt a.M. Berlin 22.2. 22-2. 100,5 i 100,5 97,4 96,4 186,65 . 186,65 115 115 Banknoten. Schlußkurs 7 6| 110,65 99,9 98,25 96,4 101,4 92,5 100,5 97,4 110,75 99,9 98,25 96,4 101 92,5 97,4 103 110,65 100,1 96,5 112,5 116 91,25 129,5 87,25 87,25 111,25 112,5 91,13 130,25 86,75 87,25 96,25 112 115,5 91,13 129,25 87,25 87,5 96,5 111,5 111,5 91,4 162,5 129,5 86,75 87,25 7 9 5 6 Beschautierarzt oder Fleischbeschauer spätestens innerhalb einer Woche dem Obermeister der zu» ständigen Innung für das Fleischerhandwerk an« Gat« für 38,25 140 119,4 134,75 116,25 130 127,25 132,25 176,75 128,5 16,5 18,5 106,5 117 92,5 90,5 90,75 16 18,25 106,5 117 93 92,25 92,25 124,9 126,75 132 176,75 128,5 16,25 26,25 18,65 117,4 92,5 90,5 90,75 186,9 16 26,5 18,25 106,75 117,75 92,75 91,5 91,5 186,75 128 132 176,5 128,13 38,13 140 120,9 134 116 129,75 125,4 127,5 131,75 176 128,25 fle- oer 96,5 101,3 101,4 97 97 108,65 101,65 97 97 108,65 Schluß« kurs dem zuständigen Schlachtoiehverwertungsoerband ausgestellt. 115 96,5 101,5 101,5 97 97 108,65 101,5 97 97 108,65 6,5 9,15 5,3 38 Die Neuregelung starke Staffelung der Preise nach' Gattungen und Schlachtwertklassen vor. Während bisher Höchstpreise nur für die den Schlachtwertklassen A entsprechenden Qualitäten bestanden, was bei der nicht 1934 bis 31. März 1935 vor. Da infolge der Auswirkung der Rauhfuttermißernte des Jahres 1934 die Zahl der Schlachtungen in dem angegebenen Zeitraum besonders hoch war. ist der Kontingentssatz auf 60 v. H. festgesetzt worden. Die Neuregelung der Rindoiehpreise sieht eine wurden aus der Molkerei zurückgenommen. Der Gesamtgeldumsatz belief sich auf 711310,92 Mark. Als Gewinn konnten am Jahresschluß 799,32 Mark ausgewiesen werden. Dem Vorstand und dem Aufsichtsrat wurde Entlastung erteilt. Die ausscheidenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder wurden wiedergewählt. An Stelle des freiwillig zurückgetretenen Auffichtsratsmitgliedes Wagner (Naunheim) wurde Ortsbauernführer Kuntz (Nauborn) gewählt. Im weiteren Verlaufe der Versammlung wurde der Geschäftsanteil aus 5 Mark herabgesetzt. Der Molkerei Schöffengrund soll mit 265 Anteilen beigetreten werden. Der Reingewinn des Jahres fließt dem Reservefonds zu. Die Neuregelung der Milchversorgung in Wetzlar hat sich sehr gut bewährt. (D Krofdorf, 24. Febr. In bewundernswerter körperlicher und geistiger Rüstigkeit konnte am Sonntag unser Dorfgenosse Heinrich Krieger seinen 8 5. Geburtstag begehen. Der auf ein reiches Arbeitsleben zurückblickende Mann machte den Feldzug 1870/71 als Fuhrmann beim 6. Sächsischen Feldlazarett des 12. Armeekorps mit. Aus Rheinhessen stammend, war er dort zuerst land- 97,4 ' 103,25 110,65 100,1 Die Verordnung enthält weiterhin die nach tungen abgestuften Großhandelshöchstpreise Fleisch erster Qualität. 6% Deutle Relcstsanlelhe v. 1927 4% Deutsche Relchsanl. von 1934 bVi% Doung-Anlelhe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit AuSlos.-Rechten ............. 4’/»% Deutsche ReichSpostschahan Weisungen von 1934, l 6% djem.8% Hess. BolkLstaat 1929 (rückzahlb. 102%)............ 4 /i% ehern. 8% Hessische Landes' bant Darmstadt Gold R. 12.... 6H% ehern. 4ft% Hess. Landes- Hypothekenbank DarmstadtLiaui 471% ehem. 8% Darmst. Komm LandeSb.Goldschuldverlchr. R.6 Oberhcssen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Deutsche Komm. Cammelabl. Anleihe Serie 1 mitAuslos.-Rechten *y*°o ehem.8% Franks. Hyp.-Bank Gvldpse. 15 unkündbar bis 1935 6y2% ehem. 4y2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbriesc.... 5%% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse 4y,% ehem. 8% Pr. LanbeSpsand- brivsanstalt, Pfandbriefe R. 19 4yt% ehem. 7% Pr. Landespfand- brtcfanst., Gold Komm. Lbl.VI Steuergutfch.Berrechnungsk. 34-38 4% Orsterreichische Goldrente.... 4,20% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4V,% desgl. von 1913.......... 5% abgeft. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anleihe Serie ..................... 8,9 8,8 8,75 13,65 1,25 8,8 8,75 8,75 13,65 29,65 1,2 8,8 8,9 8,75 13,6 Frankfurter Schlachtviehmarkr. Frankfurt a. M„ 24. Febr. Auftrieb: Rinder 688 (gegen 768 am letzten Montagsmarkt), darunter 141 Ochsen, 52 Bullen, 404 Kühe, 91 Färsen. Zum Schlachthof eine Kuh direkt. Kälber 367 (403), Schafe 44 (77), Schweine 3147 (2850). Notiert wurden pro ein Zentner Lebendgewicht in Reichsmark: Ochsen a) 43 (am 17. Febr. 43), b) 43 (43), c) 43 (43), d) 43 (38 bis 42). Bullen a) 43 (43), b) 43 (43), c) 43 (43), d) 43 (40 bis 42). Kühe a) 43 (43), b) 41 bis 43 (38 bis 43), c) 34 bis 40 (31 bis 37), d) 26 bis 33 (24 bis 30). Färsen a) 43 (43), b) 43 (43), c) 43 (43), d) 39 bis 43 (37 bis 42). Kälber andere a) 63 bis 68 (61 bis 65), b) 57 bis 62 (53 bis 60), c) 47 bis 56 (43 bis 52), d) 40 bis 46 (35 bis 42). Lämmer und Hämmel b2) 49 (50). Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), 57 (57). Marktverkauf: Rinder sehr lebhaft, ausverkauft. Kälber mittelmäßig, geräumt. Hämmel und Schafe ruhig, Ueberftand (19 Stück). Schweine wurden zugeteilt. Großhandelspreise für Fleisch und für Fettwaren. Beschickung: 205 Viertel Rindfleisch, 76 ganze Kälber, 23 ganze Hammel, 418 halbe Schweine. Notiert wurden pro 50 Kilo in Reichsmark: Ochsenfleisch b) 75 bis 77, c) 72 bis 75; Bullenfleisch b) 74 bis 77; Kuhfleisch b) 68 bis 74, c) 58 bis 68; Färsenfleisch b) 75 bis 77, c) 72 bis 75. Kalbfleisch b) 74 bis 80, c) 66 bis 74. Hammelfleisch b) 90 bis 95. Schweinefleisch b) höchster Preis 74. Fettwaren: Fettwaren: Roher Speck unter 7 cm höchster Preis 80, Flomen höchster Preis 80. Buderus * Deutsche Erdöl *** 4 Harpener.................. 0 Hoesch Elsen-Küln-Ncuessen .. S Ilse Bergbau ...............g Ilse Bergbau Genüsse Klöckncrwerke ............... 3 Mannesmann-Röhren 0 A.E.G Bekula 10 Elektr. LieserungSgesellschast... 6 Licht und Kraft ........... gy. Felten & Guilleaume 4 Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6 Rheinische Elektrizität ........ « Rhein. Wests. Elektr g Schlickert L Co............... Siemens L Halske * 7 Lahmeyer L Co.............. 29,5 1,2 8,8 8,75 8,75 13,6 9,4 6,4 9,15 5,35 37,75 3. G. Färben-Industrie Scheldeanstalt........ Goldschmidt Rütgerswerke Merallgelellschafl...... 9 6,5 9,15 5,35 37,75 Nach der Schlachtung hat der Beschautterarzt oder Fleischbeschauer den für ihn vorgesehenen Teil des Schlachtscheins auszufüllen und mit dem Beschauftempel zu versehen. §5. Diese Verordnung tritt am 2. März 1936 in Kraft. Rundfunkprogramm Blittwoch, 26. Februar. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause (7) Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.30: Musik am Morgen. 10.15: Schulfunk. 10.45: Nachrichten. 11: Hausfrau, hör zu! 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Schneebericht. 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.30: Lebendige Quellen der Heimat. Eine Funkfolge um das Lebenswerk der Brüder Grimm. 16: Hausmusik. 16.30: Chopin-Konzert aus Warschau. 17: Orchester- musik. 17.30: „Mit welchem Maß ihr messet .. Bericht aus einer Maßstabfabrik. 18: Faschingskehraus. 19.45: Erzeugungsschlacht. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation: „Der Erbstrom". 20.45: Bach-Händel-Konzert. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Auflösung des musikalischen Preisrätsels. „Das Rätsel-Mikrophon". 23: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 2: Nachtmusik. Fwd. Aus Grund des Reichsgefetzes über die Schlachtvieh- und Fleischbeschau vom Jahre 1900 ljat der Reichsminister des Innern zur Anordnung Nr. 45 der HV. der deutschen Diehwirtschaft betr. die Regelung des Absatzes von Rindvieh vom 22. Februar 1936 nachstehende Verordnung (veröffentlicht im Reichsanzeiger vom 24. Februar 1936) unter dem 22. Februar erlassen: §1. Wer außerhalb von Viehgroßmarktgemeinden gewerbsmäßig Rindvieh schlachten oder schlachten lassen will, hat bis auf weiteres dem Beschautierarzt oder Fleischbeschauer vor beginnender Untersuchung einen von dem Obermeister der zuständigen Innung für das Fleischerhandwerk im Einvernehmen mit dem Kreisbauernführer ausgestellten Schlachtschein nach vorgeschriebenem Muster mit Wiegebestätigung oorzulegen. Für die außerhalb der Gemeinden mit Viehgroßmärkten gelegenen Fleischwarenfabriken, die einem Viehgroßmarkt zur Deckung ihres Bedarfs an Schlachtvieh und Fleisch nicht zugewiesen sind, wird der Schlachtschein von Oie Anmeldung von Rindvieh zur Schlachtvieh- und Fleischbeschau. Eine neue Verordnung. §2. Der Beschautierarzt oder Fleischbeschauer hat an Hand der oorgelegten Schlachtscheine darauf zu achten, daß nicyt mehr Tiere zur Schlachtung zu- 38,65 I 38,13 140,25 ' 140,4 120,4 1 120,25 134,75 134 116,25 115,65 130 129,75 , lagesfc W 'Kraft dm Gymnastik Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cemenlwerk Karlstadt.. preise entspricht einem von politischen Stellen tinb dem Fleischeraewerbe oft oorgetragenen Wunsche. Die richtige Klassifizierung soll mit allen Mitteln durchgesührt werden. Das wird produktions- und versorgungspolitisch nützlich fein. Durch die Staffelung der Preise wird nämlich die Erzeugung besserer und fleischreicherer Tiere gefördert. Durch die auf diese Weise erreichte höhere Schlachtausbeute wird zu Gunsten der Verbraucher die Versorgung und Preisbildung günstig beeinflußt. Für Rinder beim Handel außerhalb der Märkte werden nach Gattungen abgestufte Höchstpreise vorgeschrieben. Da außerhalb der Märkte bisher keine Höchstpreise galten und daher besonders außerhalb der Märkte Ueberpreise gezahlt wurden, stellt die Neuregelung eine Preissenkung auch für die Mittelstädte und das Land dar. Rhein-Mainische Börse. rNittagsbörse sehr ruhig. Frankfurt a. M., 24. Febr. Die Börse hatte zum Wochenbeginn überaus ruhiges Geschäft. Aufträge der Kundschaft lagen kaum vor, insbesondere vermißte man Anregungen aus Westdeutschland in den Montanwerten. Die Kulisse bekundete Zurückhaltung und schritt im Verlaufe eher zu kleinen Abgaben. Die Gesamthaltung des Aktienmarktes blieb freundlich, wenn auch die Kurse Überwiegend leicht abbröckelten. Infolge der Geschäftsstille blieb auch ein günstiger Bericht der Farbenindustrie über den Stand der Treibstosferzeugnisse fast ohne Einfluß. Die Farben-Aktie selbst lag mit 152,75 unverändert, ferner notierten von Chemiewerten Scheideanstalt mit uno. 213,50, dagegen lagen Deutsche Erdöl recht schwach mit ca. 111 (112,50). Am Montanmarkt konnten sich die Kurse zumeist nur knapp behaupten; Verein. Stahlwerke 85,40 (85,25), dann 85, Rheinstahl 115 (115,25), Hoesch 91,13 (91,25), Mannesmann uno. 87,25, Mansselder 132 (133), andererseits Otavi Minen 19 (18,90) und Laura- hütte ca. 24 (23). Am Elektromarkt war die Kursgestaltung bei kleinen Veränderungen uneinheitlich. Elektrische Lieferungen blieben auf Abschlußerwartungen fest mit 120,90 119,40), mäßig höher lagen ferner RWE. mit 127,50 (127,25), Mainkraftwerke mit 91,50 (91), andererseits ließen Siemens auf 176 (176,75) und Schuckert auf 132 (132,25) nach. Schwächer lagen wieder Daimler Motoren mit 101,50 bis 100,75 (101,90). Im einzelnen lagen Reichsbank, AG. für Verkehr, Rheinmetall behauptete Kurse, Gement Heidelberg gewannen 0,25 v. H. Hanfwerke Füssen 0,50 v. H., dagegen verloren AKU 0,50, Westdeutsche Kaufhof und Hapag je 0,25 o. H. und Holzmann 0,50 o. H. Auch der Rentenmarkt hatte nur sehr geringes Geschäft, die Kurse vermochten sich aber gut zu behaupten. Altbesitz 110,75 (110,65), sonst nannte man Zinsvergütungsscheine mit 93,35, Kommunal- Umschuldung mit 87,35 und späte Schuldbuchforderungen mit 97. Von fremden Werten 4 v. H. Gold- merikaner 8,40 (8,40). In der zweiten Börsenstunde bewegte sich das Geschäft zwar weiter in engen Bahnen, die Kurse waren aber, wenn nicht gut behauptet, eher etwas freundlicher. Größeren Umsatz hatten Verein. Stahlwerke mit 85,50 nach 85, ferner fliegen Conti Gummi auf 170,25 (168), dagegen bröckelten Scheideanstalt auf 213 nach 213,50 ab. Deutsche Erdöl kamen schließlich mit 111,25 (112,50) zur Notiz. Im übrigen lagen die erst später notierten Werte behauptet. Am variablen Rentenmarkt ergaben sich keine Veränderungen. Auch Goldpfandbriefe und Kommu- nal-Obligationen geinten Vortagskurse. Liquidationswerte lagen teilweise mäßig höher, niedriger aber Hess. Landes-Hyp.-Bank mit 101 (101,40). Stadtanleihen notierten größtenteils etwas leichter; 4,5 Darmstadt v. 26 91 (91,75), dto. v. 28 93,50 (94,25), 4,5 Heidelberg 90 (90,40), 4,5 Hanau 91 (91,25), 4,5 Mainz o. 28 92,75 (93,13). Auslandsrenten lagen sehr ruhig und meist unverändert. Tagesgeld etwas leichter mit 2,5 (2,75) o. H. Abendbörse sehr ruhig. An der Abendbörse herrschte überaus starke Geschäftsstille. Infolge des Karnevals lagen aus Teilen von Süddeutschland und dem Rheinland keine Aufträge vor, so daß auch die hiesiaen Börsenkreise keine Anregung fanden und sich völlig desinteressiert verhielten. Die Grundtendenz am Aktienmarkt blieb aber trotzdem freundlich und auch die Kurse vermochten sich überwiegend gut zu behaupten. So- Sie VolU .■r ®Qr kaum m Schoß (e 5. °>e den Ro i* und Derfi * , eHt die«, J»"« öiefer 5*" mufa Ser Krank ' ll* der z "'«"en auf fe mit bet f Jeitif* 11 < ®at Ad tmte Z Mn i nicht SeJ5 bit: Ä*.?' Ä' w°" W “ar! Sa schlich! r>D ■■ tej* Sber J kaumi A lenen tesi &?' Grltzner.................. o| Ma'nkraflwerfe Höchst a.M.... 4 Süddeutscher Zucker ........ 101 gelassen werden, als durch die Schlachtscheine gebilligt worden sind. §3. Notschlachtungen von Rindvieh, dessen Fleisch werblichen Zwecken zugeführt werden soll, hat Hamburg-Amertka-Paket O Hamburg.Südam. Dampfschiff . O Norddeutscher Lloyd .........o A.G. für Verkehrswesen Akt. .. O Berliner Handelsgesellschaft ... « Commerz- und Privat-Bank ... 0 Deutsche Bank und Diskonto» Gesellschaft................o Dresdner Bant o Reichsbanl ................ m Kurszettel -er Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt deich (offenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. ‘Datum ManSfelder Bergbau 6 Koksw rke..................6 Rheiniicste Braunkohlen 12 Rheinsiabl .................. 4 Bereinigte Stahlwerke O Otavi Minen ...............O Kaliwerke Aschersleben 5 Kaliwerke Westeregeln 5 Kaliwerke Salzdetfurth 7% Schlußt. Abend« börse 24-2. 6,4 9,25 5,35 37,75 I Schließlich regelt die Verordnung noch den Versand von Rindern aus den Ueberschußgebieten. Zweck dieser Regelung ist die Sicherung der Preiskontrolle. weit Rückgänge eintraten, betrugen sie im Vergleich zum Berliner Schluß nur Prozentbruchteile. Stärker verändert waren nur Harpener Bergbau mit 112,50 (115), nachdem bereits im Berliner Mittagsoerkehr aus unbekannter Ursache ein Rückgang auf 111,50 nach 115 eingetreten war. Etwas Geschäft hatten Otavi Minen zu 19,50 (19,40), außerdem zeigte sich am Kassamarkt Interesse für Großbankaktien. DD.-Bank und Dresdner Bank stiegen auf je 92,25 (91,50), Commerzbank auf 93 (92,75). Ferner erhöhte sich von Industrie- papieren für Voltohm-Aktie die Taxe auf 90 (1. K. 86). Der Rentenmarkt lag völlig geschäftslos und die Kurse unverändert. Altbesitz gegen den Berliner Schluß mäßig erhöht mit 110,75 (110,65). Im freien Verkehr galten Zinsvergütungsscheine 93,40, Kommunal-Umschuldung 87,30 bis 87,35. U. a. notierten: Altbesitz 110,75, 6 v. H. Verein. Stahlwerke 103,75, 6 v. H. IG. Farben-RM.-An- leihe 127,25, 4,50 v. H. Frankfurter Hypotheken- Goldpfandbrief R. 13 bis 15 96,50, 4 v. H. Ungarn Goldrente 8,80, 4 v. H. Rumänen 5,35, 5 v. H. äußere Goldmexikaner 13,65, Adca 70,50, Commerzbank 93, DD.-Bank 92,25, Dresdner Bank 92,25, Harpener 112,50, Otavi Minen 19,50, Rheinstahl 115,25, Laurahütte 23,50, Verein. Stahlwerke 85,13, AKU. 51,50, AEG. 38,13, BMW. 123, Bekula 140, MAN. 106,50, Conti Gummi 171,50, Daimler 100,50, Scheideanstalt 212,25, Licht & Kraft 134, IG. Farben 152,40, Gesfürel 129,75, Holzmann 98, Metallgesellschaft 112,25, Moenus 84, Schuckert 131,75, Westdeutscher Kaufhof 32,25, Südd. Zucker 198, Löwenbräu München 205, Reichsbahn-Vorzugsaktien 122,50, AG. für Verkehr 106,50, Hapag 16. Morgen, Dienstag, den 25. Februar, findet keine Abend börfe statt. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 24. Febr. Das Weizen- angebot aus der Provinz entspricht dem dortigen Bedarfs, wogegen an den Hafenplätzen ein recht großes Angebot aus Norddeutschland vorliegt. In Roggen bleibt die Versorgung der Provinzmühlen knapp, während die größeren Betriebe sich genügend mit norddeutschen Herkünften versorgen können. Das Geschäft in Brau- und Jndustriegerste bleibt beendet. In Hafer kommt es zu kleinen Einzelzufuhren. Futtermittel sind begehrt, abgesehen von den reichlich angebotenen Futtermehlen. Das Mehlgeschäft ist in Angebot und Bezug fast normal. Rauhfutter war ausreichend angeboten. Es notierten (Getreide je Tonne, alle übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 3 209, W 16 212, W 19 216, W 20 218. Roggen R 12 172, R15 175, R18 179, R19 181, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete. Futter- gerfte —, Hafer —. Braugerste 225 bis 230. Weizenmehl W 13 28,25, W 16 28,50, W 19 28,50 W 20 28,85, Roggenmehl R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50 plus 50 Pf. Frachtausgleich. Weizennachmehl 16,75 bis 17, Weizenfuttermehl 13 bis 13,25. Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W 19 11, W 20 11,10. Roggenkleie R 12 9,95, R15 10,15, R 18 10,50, R19 10,50 Mühlenfestpreise ab Mühlenstation. Soyaschrot m. M. 16,20, Palmkuchen m. M. 16,80, Erdnußkuchen m. M. 18,30, Treber —, Trockenschnitzel 9,04 Großhandelspreis ab Fabrikstation. Heu 7,90 bis 8, Weizen- und Roggensttoh drahtgepreßt 3,50 bis 3,80, do. gebündelt 3,40 bis 3,70. Kartoffelnotierungen: Industrie hiesiger Gegend 3,35, gelbfleischige hiesiger Gegend 3,25, weiß-, rot- und blauschalige hiesiger Gegend 2,95 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug. Tendenz: ruhig. ausgeglichenen Versorgungslage dazu führte, daß auch Tiere der minderen Qualitäten zu diesem Preise gehandelt wurden, werden nunmehr die Schlachtwertklassen B, C, D durchweg erheblich unter den bisherigen Alleinhöchstpreis der Klasse A gestaffelt. Darüber hinaus wird bei Kühen der Schlachtwertklasse A ebenfalls der Preis je Zentner um 1 Mark gesenkt, während aus Gründen einer notwendigen Qualitätssteigerung der Preis der Schlachtwertklassen A bei Bullen beibehalten, bei Ochsen und Färsen sogar erhöht wird. Da die Kühe bei den Rinderauftrieben 70 v. H. ausmachen, kommt in dieser Neuregelung die vom Reichsernährungsminister und Reichsbauernführer vertretene Tendenz der sozialen Preisbildung zum Ausdruck. Die Preise für Rinder der Schlachtwertklasse C und D sind keine Festpreise, sondern Höchstpreise. Eine Preisgrenze nach unten ist hier nicht vorgesehen. Es ist erwünscht, daß diese Preise noch etwas weiter zurückgehen. Die Staffelung der Rindoieh- Fwd. Mit Zustimmung des Reichsministers für Ernährung und Landwirtschaft hat die Hauptversammlung der deutschen Viehwirtschaft eine neue Anordnung über die Regelung des Absatzes von Rindvieh und Rindfleisch erlassen. Im einzelnen regelt die Anordnung insbesondere die Kontingentierung der Rinderschlachtungen, die Rinderpreise, die Preise für Rinderhälften im Großhandel und den Versand von Rindvieh aus den Ueberschußgebieten. Die Verordnung soll durch eine Staffelung der Rinderpreise nach Gattungen und Schlachtwertklassen auf den Märkten die Erzeugung von Qualitätsvieh fördern und gleichzeitig den Fleischern den Bezug von Rindvieh zu Preisen ermöglichen, die die Einhaltung der vorgeschriebenen Kleinhandelspreise für Rindfleisch (Verordnung vom 31. August 1935) erleichtert. Die Verordnung sieht eine Kontingentierung der Rinderschlachtungen und Rindfleischumsätze auf der Grundlage der Vorjahresschlachtungen . in der Zeit vom 1. Oktober wirtschaftlicher Arbeiter, wirkte dann 1876 beim Ausbau der Festung Mainz mit, um schließlich durch seine weitere Beschäfttgung bei den Eisenbahnbauten nach Saarlautern, Lothringen, Baden, Thüringen, Hamburg, Hannover als Bahnarbeiter, eingestellt zu werden. Er wohnte zuletzt als solcher 22 Jahre in Launsbach. Wegen vorgerückten Alters und Aufgabe der Arbeitsstelle verzog er 1919 zu feiner Tochter nach Krofdorf. Hier sieht man ihn stets noch kleinen Beschäftigungen, insonderheit der sommerlichen Gartenarbeit, nachgehen. Seine halblange Tabakspfeife schmeckt ihm zu allen Tageszeiten; er vermag noch ohne Brille zu lesen. Möge dem Jubilar ein fernerer lichter Lebensabend beschieden sein. * Krofdorf, 25. Februar. Am heutigen Dienstag, 25. Februar, kann der Zimmermeister Karl Schiefer st ein von hier in körperlicher und geistiger Rüstigkeit seinen 75. Geburtstag begehen. Herr Schieferstein war noch im vergangenen Jahre im Geschäft seiner Söhne tätig und hat noch beim Ausrichten eines Neubaues mitgeholfen. Er lieft noch täglich den „Gießener Anzeiger" ohne Brille. Datum 4% oeegl. Serie li ............ 5% Numan, vereinh. Rente v. 1903 4yr%Rumän.vereinh.Rentev.l913 4% Rumänische vereinh. Rente .. 2 %% Anatolier ............... Schultheis Patzenhofer 4 Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg................... 5 Zellstoff Waldhos 6 Zellstoff Aschaffenburg 0 Dessauer Gas ...............7 Daimler Motoren 0 Deutsche Linoleum 8 Orenstein & Koppel 0 Westdeutsche Kaufhof 0 Chade.................... 7*/b Arcumulaloren-FabrU 12 Conti-Gummi............... 8 KM' r i« * Am bes, M Beobachter ,u unö eine « i sofort wiebe nun ärger 'ch .anderes als« »sser'lnG den hals gesä und über a i der Sohn itzlich wurde d bilden Westei r Automobile Jen zu vernehi ir Cowboy ritz t vom Kops u be. Dann tai rgehäuses ein, jove!“, sonder , was leider iflU Cowboy sch 3 auf Stilreir inben Motor a fyn Kabeln u ih zufolge ern Mich. Die La reitender An (len hätte er c i Lasso erdrosse 'n jene reizvoll Merden im $ klang plötzlich irt eben das Ps M und zwei "innen." Wie di ■Jr der Fransen! ::in Blick siel au1 fe(e Gestalt war ölen, die laut Fi i'er Millionäre l :kr weit geschnit Der Cowboy ft r sehr erstaunt, ieangewohnien j les er vielmehr b triegen § 1 bernfaHs tomme 'Waat trat bara iiner die -and Gehäuse herui Kreiselkompaß hantierte s durch eine r zu brumm selbander in Meidenden 5 Ü als den beit ben — Masken Schlußt. Miltag« bör.e 24-2. Sranffurt a. M. Berlin Schluß» kurs Schlußt. Abend- böi-se Schluß« kurs Schlußt. Mittag« börfe 22-2. | 24 -2 22.2- 24-2. Sranitun a. 2)1. Berlin Schluß« turs Schlußt. Abend« börfe Schluß« turs Schlußt. Mistag« börfe Oafum 22 2 24 2- 22.2 24.2. 22-Februar 24 Februar Amtliche Notierung Amtliche Geld Rasterung 1 »rief Geld 2 rief Buenos Afre. 0,678 0,682 0,678 0,682 Brüssel..... 41,91 41,99 41,92 42,00 Rio de 3an. 0,138 0,140 0,139 0,141 Sofia ...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 54,79 54,89 54,81 54,91 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London ..... 12,27 12,30 12,275 12,305 HeljingforS.. 5,405 5,415 5,41 5,42 Paris ...... 16,415 16,455 16,415 16,455 Holland .... 168,86 169,20 168,88 169,22 Italien..... 19,76 19,80 19,76 19,80 Japan ...... 0,716 0,718 0,717 0,719 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Lslo..... ; 61,66 61,78 61,68 61,80 Wien....... 48.95 49,05 48,95 49,05 Lissabon... 11,13 11,15 11,135 11,155 Stockholm... 63,26 63,38 63,29 63,41 Schweiz ;... 81,25 81,41 81,23 81,39 Spanien.... 34,02 34,08 34,02 34,08 Prag....... 10,32 10,30 10,32 Budapest ... Reuyorl ... 2,461 2,465 2,461 2,465 133 132 132,25 132 — — 120,13 119,65 228 — 226 222 115,25 115,25 115,4 115,4 85,25 85,13 85,5 85,13 18,9 19,5 18,9 19,4 128,4 —— 128,25 128,5 121,5 121,5 121,25 121,25 • — — 184 186 152,75 152,4 152,9 152,65 213,5 212,25 — 107,5 107,5 107,75 107 121,5 121,5 121 120,65 112,25 112,25 112,25 112,5 99 98 99,4 98,5 128 128,25 128 128,5 _ _ 99,5 99,25 52 51,5 51,9 51,65 91,5 91,5 91,13 90,25 121,5 121,5 121,4 120,75 87 87,5 87 87,9 —— —— 126,5 125,75 101,9 100,5 102,25 100,5 150,25 150 150 149,5 — — 78,25 78,25 32,5 32,25 32,65 32,4 301 301 302 301 174,5 174,5 174 174 168 171,5 169 171,75 I 29,5 29,75 29,75 29,65 91 91,5 - 1 198 198 198 198 Serliu,24.Februar | Geld ZJrlei 2,413 2,433 41,76 41,92 54,55 54,77 12'24 12,28 Französische Noten............... 16,365 16,425 Holländische Noten............... 168,46 169,14 Italienische Noten................ — — 61,71 Deutsch Lesterreich, * 100 Schilling Rumänische Noten............... — 63,07 63,31 Schweizer Noten................. 81,05 81,3? Spanische Noten................. 33,68 33,82 Ungarische Noten................ — — ertun95Derbanb 31936 in Kraft. Beschautierarzt gesehenen Teil mit dem Be. Ilm 8ktfd) " l°°, int fo IPäteft* '"fkr d-r m, chandwerk an« J** M an '^Weine ,2. yny ^tteine »'tiö »?äi« L c) 79 f?° in Ib 68b*5?5; 5 74 ly bis irZr reis 80. en Stellen lind jenen Wunsche, t allen Mitteln loduktions- uni) uch die StPse« Erzeugung bessc« dert. Durch die -chlachtausbeute die Bersorgung it. alb der Märkte Höchstpreise vor- kte bisher keine iders außerhalb irben, fteilt die für bie Mittel' die nach Gat- ichftpreise für noch Öen Der- erschuWMn. ung der W* WM r. Symnastik. 6.30: achrichten. 8K n. 10.15: Schul' u, hör zu! U-A 13: Nachricht eebericht. 13.15 10: Allerlei voi • 15.30: Leben- ntfolge um I» iß. Hausmusik- ,17-Orchester, ihr messet ' .Fasching^' 'n. Aachricht^ Ser 6*om. -chchi« H litropbon • itmufit- utt il.Hl- j3,U ;,80 275 i,41 415 :,88 i,76 717 654 ,68 ,95 135 ,29 ,23 ,02 ,30 161 d 42, J 0,1 3,053 54,91 46-90 'Ä 16,4g 169,Z 19,j 0,71 i,H 49,05 Ä 81,39 34,0» Lor 2,465 'M 41-g 54-2 12,g ’rtll 169-J* fi7' tlb i—— Mainzlar, 24. Febr. In unserer wird bereits mit der Bautätigkeit Vornan Wright 1936 hier ins- Gemeinde begonnen. * Eberstadt, 24. Febr. Heute starb dahier im hohen Alter von 8 2 I a h r e n der Obergärtner des nahen Hofgutes Hof-Güll, August Kambeitz, ein Mann treuester Pflichterfüllung. Vier Generationen der Familie Hoffmann war er ein treuer Chormeister Haustein durch Dortrag eigner dichte in Mundart für fröhliche Stimmung. oo Eberftadt, 24. Febr. Der hiesige Turn, o e r e i n „G u t H e i l" hielt feine Jahreshauptver. sammlung im Gasthaus „Zum Adler" ab. Vereinsführer G. Koch begrüßte die Teilnehmer. Nach einem gemeinsam gesungenen Turnerlied erstattete Schriftwart R e i t s ch m i d t den Tätigkeitsbericht. Im Verlaufe des Jahres wurden 191 Turnstunden abgehalten. Der vom Rechner K. Schneider erstattete Kassenbericht wies einen Ueberschuß von 23,20 Mark aus. Das Vereinsvermögen wurde auf 1630,80 Mark festgesetzt. Die Kassenführung ergab keinerlei Beanstandungen. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt. Vereinsführer Koch wurde einstimmig wiedergewählt. Zu seinem Stellvertreter ernannte er den seitherigen Turnwart F. Weisel. Zum ersten Turnwart wurde Hans G ö r l a ch bestimmt. Im Anschluß daran hielt der Dietwart des Vereins eine Ansprache, in der er zur Pflege deutschen Volksbewußtseins, zu vaterländischer Gesinnung, zu weiterer selbstloser Hingabe für unser Vaterland aufforderte. Mit einem Treugelöbnis zum Führer und mit dem Deutschlandlied wurde tärkapelle, fanden starken Beifall. oo Langsdorf, 22. Febr. Gestern kamen hier zwei Grundstücke mittlerer Güte zur freiwilligen Versteigerung, beides Ackerland. Das eine in Größe von' 2200 Quadratmeter „bei der Ziegelhütte" brachte einen Preis von 800 Mark. Das andere „in den Golläckern" wurde mit 1100 Mk. bewertet bei einer Grundfläche von etwa 4000 Quadratmetern. Die Verkäuferin hat die Genehmigung noch nicht erteilt. „ Lauter, 23. Februar. Bel der heute von der Freiwilligen Feuerwehr durchgeführten zweiten Reichsgeldsammlung kam in unserem Orte ein Betrag von 20,90 RM. zusammen. D Weickartshain, 24. Febr. Am Sams- tagabend hielt der hiesige K r i e g e r v e r e i n bei Gastwirt Hock seine Generalversammlung ab. Der 2. Kameradschaftsführer I. Becker leitete die Versammlung. Kamerad Knöß erstattete den Kassenbericht, bet mit einem Ueberschuß von 105,80 RM. abschloß. Der 1. Kameradschaftsführer Bürgermeister Trüller hatte sein Amt niedergelegt. An seine Kundgebung mit Pfarrer Münchmeyer am 28. Februar um 8.30 Llhr in der Volkshalle zu Gießen. Wem wäre aus der Kampszelt in Gießen nicht der Tlame Wünchmeyer bekannt? Wer könnte vergessen, wie er mit den Gießener Parteigenossen und SA.Kameraden von der Turnhalle zur Parallelversammlung ins Lase Leib marschierte? Keine Gefahr, keine Gemeinheit konnte ihn abhalten, vom Nationalsozialismus zu predigen. Ebenso wie damals versteht er es auch heute noch, die Gegner zu treffen und die Menschen mitzureißen und zu begeistern für die hohen Ziele des Nationalsozialismus. Kein Weg darf zu weit und kein Wetter zu schlecht sein, wenn Gelegenheit geboten ist, diesen Redner der Alten Garde zu hören. Alle Volksgenossen aus Gießen und Umgebung sind zu dieser Kundgebung eingeladen. Vorverkaussstellen: Kreisleitung Gießen, Geschäftsstellen der Gießener Ortsgruppen, Geschäftsstelle der DAI. — (Eintritt 20 Pf. Die Volkshalle ist geheizt. "Y Watzenborn-Steinberg, 25. Febr. Am morgigen Mittwoch begehen die Eheleute L. Häuser und Marie, geb. Zammert, Schulstraße, das Fest der silbernen Hochzeit. s. Lang-Göns, 23. Febr. Es wird hier allseitig — besonders von der Geschäftswelt— begrüßt, daß seit einigen Wochen eine zweite Po st Zustellung eingeführt wurde. * Lang-Göns, 22. Febr. Am Freitagabend sprach Obstbauinspektor Rentsch (Friedberg) in einer Versammlung der Bauern über die Ausgaben des Obstbaues in der Erzeugungsschlacht. Der Redner wies auf den Wert und die Bedeutung des inländischen Obstes hin und ging dann näher auf die Maßnahmen ein, die zum Schutze des deutschen Obstes getroffen werden müßten: Beseitigung der Baumruinen, Reinigung und Spritzung der Bäume, Pflege der Singvögel usw. Der Vortragende fand reichen Beifall. Rach einer lebhaften Aussprache ergriff auch der Vorsitzende des Kreisobstbauvereins Bopp (Bellersheim) das Wort und regte an, daß auch in Lang-Göns wieder ein O b st b a u v e r e i n ins Leben treten möge, auch aus dem Grunde, weil der frühere Lang- Gönser Obstbauverein einer der stärksten und rührigsten gewesen sei. Alle Anwesenden gaben durch Unterschrift ihre Zustimmung. Der Ortsfachberater des Reichsnährstandes, A. Weil, schloß die Versammlung mit Dankesworten an den früheren Vorsitzenden des Obstbauvereins, Lehrer Hofmann, der leider nicht mehr in der Lage sei, den Verein zu führen. s. Lang-Göns, 23. Febr. Das am gestrigen Abend veranstaltete Winterfest des Gesangvereins „Germania" war gut besucht und nahm einen befriedigenden Verlauf. Die Kapelle des III. Bataillons Infanterie-Regiment 87 (Butzbach) brachte in guter Auswahl leichte Musik (Supp6, Strauß und Linke). Hervorzuheben ist besonders ein Tylophonsolo des Herrn Gröber, das so starken Beifall fand, daß zwei Zugaben erwürbe stark beschädigt. Landkreis Gießen Viele Kameraden der DAF. haben Jtot und Elend erfahren, darum sammeln sie am 29.2. und 1.3. freudigen herzens für alle, die noch nicht in Arbeit und Brot sind. Oberhessen. Sitzung der Ratsherren in Grünberg. altete F e r n s p r e ch a n l a g e durch eine neuzeitliche Anlage ersetzt werden. Mit der einen Hebamme, deren alter Vertrag am 31. Dezember 1935 abgelaufen war, sollen Verhandlungen mit dem Ziel ihrer Beibehaltung geführt werden. Kurz vor dem 60. Arbeitsjubiläum gestorben. Das Wohnhaus des Landwirtes Heinrich Schlapp in der Bahnhofstraße wird abgetragen und neuzeitlich umgebaut. Weiter sind die Vorbereitungen zum Bau eines neuen Wohnhauses für einen anderen Ortseinwohner schon im Gange. O Saubringen, 24. Februar. Die hiesige M i l ch a b s a tz g e n o s se n s cha f t hielt in der Wirtschaft von Weimer ihre Jahreshauptversammlung ab. Der Vorsitzende W. Hämmerle erstattete den Jahresbericht. Anschließend erfolgte die Rechnungsablage durch den Rechner Dort. Der Abschluß ergab einen Ueberschuß von 335 Mark. Nachdem bereits dem WHW. eine Unterstützung zuteil geworden war, wurden jetzt auch der hiesigen Krankenpflegestation 50 Mark überwiesen. Die vom Verband herausgegebenen Einheitssatzun- * Lollar, 24. Febr. Am gestrigen Sonntag ereignete sich in unserem Orte ein Verkehrsunfall. Das fünfjährige Söhnchen des Werkmannes Muth geriet gegen einen Personenwagen, der in Richtung Marburg fuhr. Das Kind kam dabei zu Fall und erlitt einige Kopfverletzungen, die ich glücklicherweise als nicht sehr schlimm erwiesen. _. ~ Reichs- eineinhalb Hektar großen Anlage sich bezahlt macht und keinerlei Zuschüsse erforderlich sind. Wer will ein Kind adoptieren? - riss-liM .Mich-" W #n Tchck ■ je Land und ■ ' chÄdmßM iljren «l5 W liintr oberWH jett. Der „je Anzahl torfl In einbrudsDOtM imb ergänzte« nrblick über DJ Ischen Kolonie über gab er st bes Steppe' W Besiedlung n her bortigi I deutschen Sch E Umkreis bi en Unterbring' iuben in Serbin jjtet sinb. Der ' !=ante Ausstellun it er in ber la Mwest-Asrika s Kale bes „Den !in Zuhörern 91 -Mücke, 24. Merlau sand folgen mußten. Der Gesangverein „Gek- m a n i a" unter Leitung seines Chormeisters H an. stein (Friedberg) zeigte in den ersten Chorea Opferlied" (Beethoven) und „Feiger Gedanken, daß er auch schwierigere Werke meistert. Aber auch die vorgetragenen Volkslieder und der Chor „Flamme empor!" fanden reichen Beifall. Den Dank für die Leistungen der Kapelle und der San. .» f W gärten niedergelebt. Gleichzeitig hat man mit den Kanalisationsarbeiten für den oberen Teil der Frö- belstratze, die sich bis zur Liebigshöhe erstrecken soll, begonnen. Im Anschluß hieran soll dieser Straßenteil neu befestigt werden. Dann steht der Bebau- Bauernkundgebung verlegt! RSG. Es wurde in der Presse angekündigt, daß die großen Bauern- und Landarbeiterkundgebungen, verbunden mit dem oberhessischen Schäfertag, am 1. März 1936 in Friedberg stattfinden sollen. Die Kundgebungen fallen jedoch an diesem Tage aus; der spätere Termin wird noch bekanntgegeben. Gießener Wochenmarktpreise. die Versammung geschlossen. = Lich, 25. Febr. Am heutigen Dienstag kann Obergärtner Johann Heinrich Schmidt mit seiner Frau Anna, Margarete Fey das Fest der S i l b e r- Hochzeit begehen. Am morgigen Mittwoch können die Eheleute Karl Christian Sckmidt und Elisa. bett), geb. Hofmann, ebenfalls silberne Hoch, zeit feiern. . )( Lich, 24. Febr. Der Evangelische Kir. ch e n ch 0 r veranstaltete gestern abend im Parkhotel für seine Mitglieder und deren nächste Angehörige einen außerordentlich gut besuchten Abend. Er wurde durch den Militärmarsch von Schubert (vierhändig gespielt von Lehrer Kuhn & Stein) unb mit dem vom Kirchenchor gesungenen Bachschea Choral „Lobe den Herrn" eröffnet. Im Anschluß an ein Gedicht (vorgetragen von Frl. Myrgret Koch) begrüßte der Vorsitzende, Stiftsdechant Kahn, die Mitglieder und Gäste, unter letzteren besonders herzlich Sanitätsrat Dr. Koch- Nidda, dankte dem Leiter des Chors, Lehrer Stein, für gen wurden von der Genossenschaft übernommen. Statutengemäß schieden aus dem AussichtsrcU durch das Los Wilhelm H ä m m e r l e und Adam St ein aus. Auf einstimmigen Antrag blieben sie weiterhin im Amt. m Saubringen, 24. Febr. Gestern hielt die Kriegerkameradschaft Da u b r i n g e n in der Wirtschaft von Weimer ihre Hauptversammlung ab. Aus dem Jahresbericht des Vereinsführers Joh. Reif ging hervor, daß der Kameradschaft gegenwärtig 40' Mitglieder angehören. Das Andenken des im vorigen Jahre verstorbenen Alterspräsidenten Wilhelm Walter, der den Verein 40 Jahre lang geführt hat, wurde in üblicher Weise geehrt. Die Kleinkaliber-Schützengruppe errang beim Volksschießen in Gießen den 4. Preis, beim Bezirksschie- ßen in Daubringen den 1. Preis und je eine Ehrenurkunde. Zugunsten des Winterhilfswerks wurde ein Opfer-Schießen und in den letzten Wochen em Saalschießen mit Preisverteilung veranstaltet. Das Uebungsschießen soll bei gutem Wetter demnächst beginnen. Die geschäftliche Sitzung wurde mit Sieg- Heil-Rufen auf den Führer geschlossen. Sodann verblieb man noch in kameradschaftlicher Geselligkeit beieinander. — Im gleichen Lokal hielt am Samstag der Schweineversicherungsverein unter der Leitung des Vorsitzenden Wilh. Braun seine Jahresversammlung ab. Nach dem Jahresbericht soll der bisherige Beitragssatz bestehen bleiben und die Impfung gegen Rotlaufseuche wieder eingeführt werden. In zwölf Versicherungsfällen wurde Schadenersatz vergütet. Die finanziellen Verhältnisse des Vereins sind derart, daß sie für unvorhergesehene Fälle ernster Art ausreichen. Der Vereinsrechner Wilh. Braun II., der die Kassengeschäfte in treuer Pflichterfüllung 31 Jahre lang geführt r Fortsetzung. ^Schatten, Nbete über M ab Elsr E d'e j)anb TDart kam Atelier \f ^beiten e l$.|nP an", ( Eft offenb M Und bas IMe unb r taglic I^>tte ihr I-ftn an fr 1> Gesicht , I >e lag. IÄ“U |AdQ9te : lyogernb '.^nehmen I.°ahin. n *• ibt ei" ung der an beiden Seiten liegenden Bauplätze nichts mehr entgegen. ** VHC. Gießen. Man berichtet uns: Unter starker Beteiligung seiner Mitglieder und Freunde veranstaltete der Zweigverein Gießen vom VHC. am vergangenen Samstagabend in den Räumen des Katholischen Vereinshauses sein diesjähriges Wintervergnügen in Gestalt eines Bunten Abends. Eine Begrüßungsansprache des Vereinsführers und ein flottes Musikstück leiteten über zu dem gemütlichen Teil unter Führung des in Gießener Karnevalskreisen bekannten VHC.-Bruders Karl W e i d i g. In bunter Folge wechselten Büttenrede, Zwiegespräche, humoristische und gemeinsame Gesangsvorträge miteinander ab. Eine VHC.-Schwester verstand es, in humorvoller Weise die besonderen Ereignisse unter den Mitgliedern des Vereins im abgelaufenen Vereinsjahr zu würdigen, ein anderer Teilnehmer brachte Erinnerungen aus feiner Gießener Lausbubenzeit, wobei er in sehr gelungener Weise Vergleiche zwischen dermaleinst und jetzt zog. Auch eine der Jüngsten des Vereins zeigte ihr Können durch Vorführung eines stimmungsvollen Frühlingstanzes, der ihr verdienten Beifall ein» brachte. Allen, die zum Gelingen der Veranstaltung ihr Scherflein beigetragen hatten, wurde durch Ueberreichung von Orden und Geschenken der Dank des Närrischen Komitees zum Ausdruck gebracht. Bei froher Stimmung und bei Musikvorträgen, wobei auch die tanzfrohe Jugend neben dem Alter au ihre Rechnung kam, nahm die Veranstaltung in den frühen Morgenstunden des Sonntags ihren Aus- klang. Äs -Ä ÄWj Ä; tjfi ilirhih. feine selbstlose Arbeit, forderte zu weiterer treuer Mitarbeit im Chor und damit auch am Aufbau unseres Volkes und unserer Kirche auf und brachte am Schluß seiner Ansprache ein begeistert aufge« nornrnenes dreifaches Sieg-Heil auf das deutsche Volk und seinen großen Führer aus. Jrn Mittel» punkt des Abends standen zunächst die Darbietungen von Sanitätsrat Dr. Koch, der aus eigenen Dichtungen vorlas. Einleitend machte der Redner an einer Fabel den rechten Sinn wahren Humors klar und trug zunächst einige Gedichte ernsteren Inhalts vor, die erfüllt waren von inniger Heimat- liebe und froher Wanderlust (z. B. Vogelsberg im Mai, die Farben des VHC., Berchtesgaden zum Abschied). Es folgte dann eine ganze Reihe hu- morvoller Gedichte in der wuchtigen Mundart des Vogelsberaes (u. a. feien hier nur genannt: das gescheite Hannesi, der Stürfelser Ganser, Analgit. das schlechte Blaster, das Zwiwelbräumesser, der besoffene Tausendfüßler, Zwiegespräch im Zoologischen Garten, das Panoptikum u. a. m.). Alle Gedichte zeugten von goldenem Humor, gutem Einsühlen in die Sprache und liebevollem Beobachten des Lebens und Treibens der Vogelsberger Bauern und wurden mit Recht sehr beifällig aufgenommen. Um die weitere Ausgestaltung des Abends machten sich eine größere Anzahl von Mitgliedern sehr verdient. Frau Wagner Jang, begleitet von. Lehrer Stein, verschiedene Lieder von Brahms unb Haydn und mit Frau Volz zwei Kinderlieber von Frank. Zwei Aufführungen (Frl. M. Koch unb M. Volz, Frau Kuhl unb Schmibt) und ber Vortrag von Munbartgebichten von Geibel, Dietz, Heß u. a. (Frau Kuhl, Frl. Koch, Spahr unb Stark) sorgten immer roieber bafür, baß der Frohsinn zu seinem Recht kam. Dazwischen erklangen die Chöre des Kirchenchors, unter denen sich auch Lönssche Lieder in der Vertonung des Chormeisters befanden, unb gemeinsam gesungene Volkslieber. Nur zu rasch entschwanden bie Stauben bes „frohen Abends". Er wird dank feines schönen Verlaufs und feiner zu lebendigem Ausdruck gekommenen Volksgemeinschaft allen Teilnehmern lange in guter Erinnerung bleiben. — Am Mittwoch vorher hatte der K i r ch e n ch 0 r m Verbindung mit seiner Singstunde die diesjährige ■ Hauptversammlung abgehalten. Frl. Berk gab den ausführlichen Jahresbericht, der von em- figer und erfolgreicher Arbeit Mitteilung machte. Kaufmann H i l l e m a n n erstattete den günftiaen Kassenbericht. Am Sonntag vor Pfingsten wird ber Chor an bem Jahresfest ber Kirchenchöre bes Dekanats Gießen in Heuchelheim teilnehmen. Ein Ausflug im Sommer wirb bie Mitglieber in bas schöne deutsche Land hinausführen. M u s ch e n h e i m, 24. Febr. Am Sonntagabend veranstaltete der hiesige Gesangverein ein Militärkonzert, das schneidige Märsche und gute Konzertmusik brachte. Es konzertierte die Kapelle des III. Bataillons Jnf.-Regts87 in Butzbach. Während einer Pause hielt der Vereinsführer Wilh. Kammer eine kurze Ansprache, in der er des Führers gedachte, der dem deutschen Volke seine Wehr- 1 Hoheit wiedergab. Der Chor des Vereins brachte . einige Lieder zu Gehör. Die Darbietungen des ■ Abends, insbesondere die Fanfarenmärsche der Mili- für den Turnhalleumbau hat bie hiesige Bezirkssparkasse bem Turnverein ein Darlehen von 5000 Mark gegen Eintragung einer Sicherungshypothek zugesagt. Die Stabt ist bereit, daß dieser Hypothek der Vorrang gegenüber ihrer Grund- schuld von 7000 Mark eingeräumt wird. Der Dieb sturm, der bis vor einigen Jahren als Hochbehälter diente, soll in den nächsten Jahren ein halbes Jahr in Aussicht Genommen. 3n SeÄung fÄ'SUÄ ben Haushalt ber Adoptiveltern aufgenommene K'nder o^enoe ^ep^g^ g^ 01jfEIären. gelten nach den Bestimmungen des Rerchsjugend- ! tz 6 Eibaus soll aus Anlaß der Beschaffung Wohlfahrtsgesetzes bis au weiteresals lodenannte R^h^ > Hellen — Bürgermeisterwoh- mülfen nung unb Wasserwerk - bie bisherige, völlig ner- vor der Ausnahme eines Kindes sich von ihrem * örtlichen Jugendamt die „Pflegekinder-Aufnahme- erlaubnis" einholen. Nach der Durchführung des Adoptionsverfahrens scheidet das Jugendamt vollständig aus. Nach erfolgter endgültiger Entscheidung ber Adoptiveltern für bie Abvption wirb bann der Vertrag geschlossen. Der Aboptionsvertrag muß durch gerichtliche ober notarielle Beurkundung geschlossen werben. Die leiblichen Eltern bzw. die Mutter des Kindes ober ber Vormund müssen der Adoption zustimmen. Die Einwilligung ist unwiderruflich. Die Einwilligungserklärung von Müttern unehelicher Kinder enthält gleichzeitig einen rechtsgültigen Verzicht der Kindesmutter auf Nennung der Personalien der Adoptiveltern. Der Advpttvns- vertrag muß von dem für das Kind zuständigen Vormundschaftsgericht genehmigt und von dem Amtsgericht, in dessen Bezirk die Annehmenden ihren Woynsitz haben, beftärigt werden. -!- Grünberg, 22. Febr. An bie jüngste Der inneren wcinion qt I öffentliche Sißung ber Ratsherren (Dgl. für Adoptionsvermittlung angefchloffen (Anschrift, im Gieß Anz vom Samstag) schloß sich Berfin NW7, Eh «aß- 2) bis nne ihr Name »«>**. ™ sUg «n,“Ä 7i° °na'S sagt, Kmber zur Adoption vermittelt Die Aus- . wähl der Kinder erfolgt unter sorgfältiger Pru- stehenden ivachen vorramen ,. . ber funa der Verhältnisse, aus denen sie stammen, und Bürgermeister Wagner gab die Wlimen Der nach einaebcnber Feststellung ihrer bisherigen Ent- besonderen Gemeinde Politik der nächsten Wicklung sowohl in gesundheitlicher, wie in erzieh- Jahre und Jahrzehnte bekannt, ^nheres darüber lidier Einsicht. Den Adoptiveltern wird vor der soll bei nächster Gelegenheit der Oeffentlichkett mtt- Vorstellung bzw. Uebergabe des Kindes bas Er- geteilt werben. aebnis ber Ermittlungen mitgeteilt. Die Aboptiv- Weiterhin teilte er mit, baß bie Frage ber eitern müssen auch ihrerseits im Interesse ber besse- Kleinsieblung von bem Beginn der Feldberei- ren Auswahl des Kindes in voller Offenheit ihre nigung abhängt, vor allem wegen der Beschaffung eigenen Verhältnisse barlegen. Die Antragsteller er- billiger Bauplätze. Als Trägerin ber Heimstatten- halten das Kinb zunächst auf Probe zu bem Zweck fieblung kann vielleicht bie neugegrünbete Grundes näheren Kennenlernens: gewöhnlich wirb dafür berger Baugenossenschaft eintreten. ____I Zur Abbeckung ber restlichen Bauschulben tagabenb fand in ber Turnhalle bas diesjährige Wintervergnügen des Turnvereins statt. Die gesamte Vortragsfolge bewegte sich im Rahmen einer Turnfahrt, so den Besuchern einen Einblick verschaffend in die Melgestaltigkeit turnerischen Lebens und Erlebens. Mit bem musikalischen Teil war bie Butzbacher Feuerwehrkapelle beauftragt worben. Wie im vergangenen Jahre, so hatte auch diesmal ber Vereinsführer Dr. Ernst Römer bie Mühe nicht gescheut, bie gesamte Vortragsfolge durch nette, humoristische Verse zu umrahmen, bei deren Vortrag der Verfasser oft mit starkem Beifall bedacht wurde. Um bie Besucher aus bem rein Räumlichen im Geiste herauszuführen, ließ ber hiesige Lehrer Reinheimer einen Film vom Neckar unb Rhein laufen, der die landschaftlichen Schönheiten, in der sich die Turnfahrt bewegte, vor Augen führte. So wechselten Reigen, Tänze, Ball- übungen, Turnen am Barren, Laienspiel in bunter Folge, wobei den Turnern unb Turnerinnen immer wieder starker Beifall zuteil wurde. In der Pause wurde eine Sammlung zugunsten des Winterhilfswerkes durchgeführt. Der Vereinsführer nahm Gelegenheit, einigen verdienten Mitgliedern die Ehrennadel des Vereins zu überreichen. Es erhielten bie golbene Nadel Philipp Faber, die silberne Ludwig Luh, Heinrich Velten, Karl Müller, Heinrich Schupp, Wilhelm Damm, Karl Schupp, Wilhelm Größer und Ludwig P i r r. Bei Tanz und geselligem Beisammensein wurde der wohlgelungene Abend beschlossen. hat und nunmehr wegen Erkrankung aus Amte scheidet, wurde durch die Ueberreichung eines Rohrsessels geehrt. Als Nachfolger übernimmt Wilhelm Zecher die Führung der Kassengeschäfte. Als Taxatoren wurden Philipp Hartmann und Hch. Zecher, als Stellvertreter Joh. Reif ernannt. )( Großen-Linden, 24. Febr. Am morgigen Dienstag wird Joh. Volk I. Witwe Katharina Elisabetha, geb. Schmidt, 8 0 Jahre alt. )—( Großen-Linden, 24. Febr. Am Sams- higerung o flttei Merlau sic tingefunben. Da Üharn-, Eichen-, henholz gelangt wter Scheitholz Holz bis zu 10 wurde in ber 3. M - ÜJlerlau, 1 Ämmlung in hi "der Schulleite Deutsch-Südv utrag übe ni dabei die t'm in dieser ■‘We über die jtitns und erzät ütten und Gebri ‘i Lichtbilder bi .'chnen Wort 'M. * Gießen, 25. Febr. Auf bem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, bas Pflmb 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Gier, inländische, Sonderklasse S 11, Hanbelsklasse A große IOV2, B mittelgroße 10, C gewöhnlicke 9V2, D kleine 9, ungezeichnete 8, Wirsing (gelb), das Pfund 12 bis 15, (grün) 20 bis 25, Weißkraut 8 bis 15, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 10, Rote Rüben 10, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rofenkvhl 25 bis 40, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 35 bis 45 Pf., Zwiebeln 2? f’bfs13bmSl^n30?ais5 ÖTOv? I fleif« unb Berater. Am 16. April 1936 hätte er AeS7a?P^d 35b^45 M0ute' friern können.' 'ihm wie “frinttrtS 5 bis 10, Rettich 5 bis 15, Sellerie 10 bis 50 PI Wett^Ke Sch"ttle° lentte" Ms^Herr .. _. .. . . , . . .... w Kambeitz am 29. Oktober 1933 feinen 80. Geburts- ■6 1 ^nJ u n b 11 e b 31 g j a I) r i g e r. am t feierte, fehlte es nicht an Ehrungen aller Art. morgigen 26 Februar kann ber Korpsbiener Wll-1 W^irbe ihm buch u. a. auch ein Diplom unb bie beim Lust, Am Riegelpsab 24 "ohnhast, m voller golbene Ehrenmebaille, bie höchste Auszeichnung Rüstigkeit seinen 75 Geburtstag begehen. Herr He,fischen Bauernkammer, von Dberlanbroirt- Lust war über 40 Jahre m treuer Pslichtersullung ,. ffiagner persönlich in beren Aus- im Dienste bes Korps Starkenburma tätig. SeitN /ng überreicht.Einst ein eifriger Sänger und Tur- ebenso langer Zeit ist er treuer Bezieher seines " erfreute sich ber Verblichene in allen Kreisen Dematblattes, Jes Gießener Anzeigers Beoölkerung besten Ansehens. Stete Ersüllung ° r 2.1 *' ^i seiner Berusspslicht, unwanbelbare Treue gegen seine 25.Februar, begeht Frau Kaihchen 8r>eberts- ^gnrilie unb bie feiner Arbeitgeber bis zum Grabe, |) auf er, G laubrechts raße 14 wohnhaft, in körper- ^reue gegen Volk unb Vaierlanb, waren bie besten Uch°r unb geistiger Fr,fche ihren 78. Geburtstag. Die glichen Eigenschaften biefes allzeit treu be- 3ubilarin tft feit oielen Jahren treue Leserin bes f^benen chaushalters. Sein Anbenken wirb bei ** 2fr Anzeigers. .. . .... allen, die ihn kannten, in bester Erinnerung fort- ** Die Gewährung oon Hartebeihil- . , ' ’ fen infolge Zinssenkung betrifft eine Be- kanntrnachung der Bürgermeisterei (Wohlfahrtsamt) AUWUNsall DCI GrUNverg. in unserem heutigen Anzeigenteil, auf die besonders * Grünberg, 25. Febr. Am gestrigen Mon- hinaewiesen sei. tagabend rannte auf der Landstraße zwischen ** Vom Eichgärtengebiet. Zwecks Ver- Mücke und Grünberg das Transport- breiterung und Ausbau der neu vorgesehenen Stra- a u f 0 bes Althändlers Heinrich H i x von Lang- ßen werden die Gebäude Nr. 21 und 31 in den Eich- (Zöns während der Fahrt plötzlich gegen eine t A Telegraphen st ange. Dabei wurden der Autobesitzer Hix und der mit ihm fahrende Walter Schmidt aus Lang-Göns so erheblich verletzt, daß sie von einem zufällig des Weges kommenden, auf einer Dienftfahrt befindlichen Auto der Gießener Polizei sofort nach Grünberg in ärztliche Behandlung gebracht werden mußten. Das Auto ' s°»72 i st-iLh-- Sf"« ■ E?- OJlxfpont l-z ■ LW-M Im zweiten Länderspiel gegen Spanien, das in Nachdruck verboten! 30. Fortsetzung. Oie HIS -Rennen bei Innsbruck. Aus Abfahrt und Slalom bestehen die FIS« Rennen 1936, die noch weitere Rahmenveranstal- tungen, alle bei Innsbruck, oorsehen. Der erste Tag brachte den Abfahrtslauf der Männer, bei dem unter den ersten Zehn von 56 gestarteten Läufern nur ein Nordländer placiert war. Der Schweizer Romminger siegte vor S e r t o r e l l i (Jta« einen Ersatz. Und nun muß ich hier hinein, habe noch verschiedenes zu besorgen. Leben Sie wohl —" Sie nickte ihm leicht zu, ohne ihm die Hand zu reichen, und ging schnell in den Laden, der ihr wie ein sicherer Hafen schien. Eine die Auslagen betrachtende junge Frau mit einem kleinen Kind auf dem Arm wandte den Kopf nach dem elegant gekleideten Herrn, der so reglos vor dem Eingang stand. Hatte er nicht etwas gesagt? — Sie mußte sich verhört haben. Gelassen sah 'er eben auf die Armbanduhr, knöpfte seinen offenen Mantel zu, denn es war seit Sonnenuntergang empfindlich kühl geworden. Scheu wich die Frau zurück, als er an ihr oorüberging. Was hatte der für hellglitzernde, böse Augen. Als Elfriede zu Hause anlangte, hatte sie die Begegnung mit Bruck schon vergessen, so ausschließlich beschäftigten sich ihre Gedanken mit Drau. Unten an der Haustür stieß sie mit Grete zusammen. Da fiel ihr auf einmal das unerwartete Treffen im Park ein. Man mußte das Kind warnen. Heimlich, innerlich beunruhigt, beobachtete sie die Schwester während des Abends und fühlte sich ihr doch stärker denn je verbunden, seit sie das lachende, sorglos drauf los plaudernde Mädchen da angeschmiegt an einen Mann gesehen. Bor dem Schlafengehen, als Grete in ihrem Zimmer die Zöpfe für die Nacht frisch einflocht, wagte Elfriede endlich zu sprechen. will ich dir die Krone des Lebens geben." „Warten, bis er merkt, daß wir zusammen gehören, bis er mich ruft." Nachdenklich betrachtete die Aeltere das frische junge Gesicht, das ihr so fremd vorkam mit dem neuen Zug weiblicher Reife. „Das wird nicht leicht sein, Kind!" „Was ich. Aber es bleibt mir ja nichts anderes zu tun übrig." „Und du bist dessen gewiß, daß Seldön--* „Ganz gewiß, Elfe." Fast klang die Antwort erstaunt, so seltsam fand Grete Mervius die Frage. Zweifel, Mißtrauen hatten in ihrem Herzen keinen Platz. Schweigend, in tiefer Zärtlichkeit, küßte Elfriede die Schwester und ging in ihr Zimmer hinüber, wo sie, von innerer Unrast bestürmt, noch lange am Fenster saß und in den nächtlichen Himmel hinaufschaute, in dessen klarer, sternenfunkelnder Höhe ein großer silberner Vollmond schwebte. Wie einfach war alles für Grete, wie beneidenswert dieses sieghaft gläubige Vertrauen auf den Lohn ihrer Treue! Ihr ganzes Gefühl war so gerade, so festgefügt, so unbeirrbar — nie hätte Grete einen Theodor Stalling geheiratet, nie das bunte glänzende Spiel, das sie zuerst so gelockt, für echt gehalten--- Der Schwester Wort, gedankenlos gesprochen, hatte sie tief getroffen: „Wir Mervius' halten die Treue, wenn wir sie einmal geschworen haben." War sie ebenso leichtfertig aus der Ehe geflohen, wie sie hineingetappt, hatte in ihren Entschluß, den Gatten zu verlassen, der andere hineingewirkt? War sie „treu" gewesen im tiefinnerlichsten Sinne? — Sie stützte das Gesicht in beide Hände und dachre angestrengt nach, Rechenschaft von sich selbst fordernd. Aber alles Zergliedern ihrer Beweggründe, alles Grübeln lief immer wieder auf die eine Feststellung hinaus: das Auftauchen Draus hatte ihren Entschluß vielleicht schneller reifen lassen, sie eher zur Erkenntnis eines unwürdigen Daseins gebracht, aber auch ohne ihn je tennengelernt zu haben, wäre diese ungleiche Ehe gelöst worden, mit den tieferen Ursachen hatte er nichts zu tun. Das klirrende Zuschlägen eines Fensters im oberen Stockwerk ließ Elfriede zusammenfahren. Ein scharfer Wind fuhr plötzlich von Westen daher, verfing sich pfeifend in den Winkeln der Mauern. Wol« kenfetzen jagten auf einmal über den eben noch fo selig klaren Himmel, von denen das milde Leuchten des Mondes erschrocken floh. Fröstelnd erhob sich die junge Frau, tastete sich durch das nachtschwarze Zimmer an die kleine Lampe neben dem Bett, deren Licht tröstlich das Dunkel erhellte. Wetterwende. Nun ja, es konnte nicht immer Sommer bleiben.---(Fortsetzung folgt.) Er warf es leicht hin, aber feine Stimme klang rauh. Der Frau neben ihm schoß Zornesröte ins Ge- sicht. Was erlaubte sich der Mensch--Kurzentschlossen blieb sie stehen. „Ich habe Ihnen schon einmal in aller Deutlichkeit erklärt, daß mir für derartige Scherze jedes Verständnis fehlt", sagte sie erregt. Merkte, daß Passanten sie neugierig musterten, und ging wider Willen weiter, von der Menge getrieben, deren stetig flutender Strom kein Hindernis in seinem Weg duldete. „Aber ja doch", beschwichtigte sie den Mann neben ihr, „ich weiß es, vergesse es nur immer wieder, weil es mir nicht in den Kopf will, daß eine so reizende Frau keinen Sinn für Humor hat. Sie zürnen, wo Sie lachen sollten! Das Leben ist doch keine ernst zu nehmende Sache, sondern ein sehr amüsantes Spiel —" :V/M^Wv , Die Engländerin Evelyn P i n ch i n g Siegerin in der FIS-Kombination Torlauf und Abfahrt. (Schirner-M.) üen), feinem Landsmann Heinz v. A l l m e n und Birger Ruud. Die ausländischen Teilnehmer waren empört über die Strecke, die vom Start bis ins Ziel völlig vereist war, so daß selbst so gute Abfahrtsläufer wie die Oesterreicher S e e l o s und Fingerle und die beiden Schweizer Steuri nicht ohne Sturz über den schwierigen Kurs kamen. Durch die anhaltende Wärme wurde die Strecke bis zum Mittag besser. Das Eis taute etwas auf, so daß die Frauen verhältnismäßig besser über den Kurs kamen. Von 30 gestarteten Läuferinnen erreichten immerhin 25 das Ziel. Insgesamt hatten 40 Frauen gemeldet, 30 waren jedoch nur am Start erschienen, deren Kunst die Begeisterung des Publikums auslöste, denn in unheimlich schneller Fahrt ging es auf der sehr abschüssigen Strecke ins Ziel. Besondere Körperbeherrschung erforderte ein 300 Meter langer Steilhang, der die FIS-Äämpferinnen auf eine besonders harte Probe stellte. Als Schnellste erwies sich die Engländerin Evelyn P i n ch i n g , die mit 4:45 Min. volle 10 Sek. schneller war als die Zweitbeste, die Schweizerin Elvira O s i r n i g. Dahinter kam die stark favorisierte Mimi A r x - Z o g g (Schweiz) mit nur drei Zehntel Sekunden Abstand als Dritte ein. Die FIS-Rennen für Abfahrt und Slalom wurden mit den Slalomläufen beendet. Bei den Männern holte sich in der Kombination der Schweizer Romminger, der am Vortage den Ab fahr ts- lauf gewonnen hatte und im Slalom hinter den Um die Deutsche Handbatt-Meifterschast Am 19. April beginnt der Kampf. Am 19. April werden die ersten Vorrundenspiele um die Deutsche Handballmeisterschaft stattfinden. Bei den Männern wurden die 16 Gaumeister wie im Vorjahre in vier, diesmal allerdings anders zu- NIVEA mild, leicht schäumend, ganz wundervoll im Geschmack wahren Humors kbidjte ernsteren inniger Heimoi- . Vogelsberg im chtesgaden zürn anze Reihe hu> !n Mundart des ir genannt; bas 3an|er, Anchii. ibrämchr, tot räch im fyolo- u. a. m). M Tior, gutem Gw Wem Beobacht rgelsberger ' beifällig ach Itung des Wi von Mitglieds ing, begleitet W der von i mei Kinder^ n M Schmidt) J en von M .Koch, Sp4 er dafür, daß M Dazwischen«' ors, unter dm - Vertonung » -mjm Ä Wd-N d>- ® Md »Mk I® lebt*®.? , "SÄ ilnehmen. .^fieber in I konnte. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Die deutsche Els für Lissabon. Schon am Tage nach dem großen Erfolg in Barcelona wurde die deutsche Vertretung für den am Donnerstag in Lissabon stattfindenden Länderkampf gegen Portugal aufgestellt. Sie lautet: Buchloh (VfB. Speldorf): Tiefe! (Eintracht Frankfurt), Münzenberg (Alem. Aachen): Janes (Fort. Düsseldorf), Goldbrunner (Bayern München), Kitz ing er (Schweinfurt 05): Lehner (Schwab. Augsburg), Hohmann (VfL. Benrath), S i f f l i n g (SV. Waldhof), S z e p a n (FC. Schalke), Siemetsreiter (Bay. München). Die Auswechselung der Spieler geschah nicht etwa mit Rücksicht auf die in Barcelona gezeigten Leistungen, sondern lediglich darum, auch die mitgefahrenen Ersatzspieler auszuwerten. Die in der obigen Mannschaft nicht berücksichtigten Spieler sind schon am Montagabend nach Lissabon abgefahren. Die Mannschaft selbst fliegt am Donnerstagmorgen mit dem Flugzeug direkt nach Lissabon. In der portugiesischen Hauptstadt regnet I es zur Zeit in Stromern__________________________ S«5t! N y,eL> Wl' ■ 1 i SS». \ iö'A.r W‘| I bei W? i '800.^0*1 - 140000*1. I «l-LF I Der Schatten, den die Erinnerung an all das Erduldete über feine Züge legte, verflog indes schnell, als Elfriede, fast ohne es zu wissen, ganz sacht die Hand auf seinen Arm legte. In ihrer Gegenwart kam Dunkel nicht auf. „Das Atelier im vierten Stock lädt geradezu zum Arbeiten ein, und die neue Haushälterin laßt sich gut an", berichtete er weiter, „so daß keine Wünsche offenbleiben, was leibliches Wohl anbe- langt. Und das andere — was wären wir ohne Wunsche und Hoffnungen, deren Verwirklichung wir uns täglich schöner erträumen —" Er hatte ihre Hand ergriffen, konnte sich nicht sattsehen an dem Glanz, der auf Elfriede Stal- lings Gesicht wie ein Widerschein der sinkenden Sonne lag. „Frau Elfriede--" Aus tiefster Brust rang es sich empor. . r. „3a" sagte sie leise. Sie hatte ihn wohl verstanden. Zögernd lösten sich ihre Hände. Ein langer abschieÄnehmender Blick, der Wiedersehen verhieß - dann schritt Elfriede über die Straße. Schritt traumbefangen, eine beglückende Wärme im Herzen dahin. Und fuhr erschrocken zusammen als neben ihr eine wohlbekannte Stimme ertönte. 29. Kapitel. „Endlich sieht man Sie wieder, hab lange nicht das Vergnügen gehabt!" Bruck stand mit gezogenem Hute vor ihr. Hinter den runden Brillengläsern funkelten die hellen Augen sie spöttisch an. ...... .. „Ich gehe schon eine ganze Weile schüchtern hinter Ihnen her." f t So hatte er sie mit Drau gesehen — Mochte er! Sie hatte nichts zu verbergen. Ohne daß sie es wußte, straffte sich ihre Gestalt em wenig. „Sie wohnen wieder bei Ihrer Mutter, nicht wahr? Schön, wenn man nach erfolgter Flucht solch warmes Nestchen findet" — , . Er ging neben ihr her, als sei seine Begleitung selbstverständlich. __ , -. , , „ „Der gute Teddy schäumt vor Wut. Sie haben ihn an seiner empfindlichsten Stelle ^troffen. Lotsen Sie ihn ruhig laufen, es langt bei mir schon für Drei Ach — Sie wissen wohl noch nicht,„oatz Meta und ich uns ebenfalls getrennt haben. — Das aber nur amüsant ist, wenn man gleichgestimmte Partner hat", vollendete Elfriede, wieder gefaßt, mit einem Anflug ihres ehemaligen liebenswürdigen Spottes. Sie näherte sich dem Geschäft, in dem sie zu tun hatte und fühlte sich dadurch beruhigt. „Und die findet man leider nicht immer, wo man sie zu finden hofft, Herr Bruck! Aber trösten Sie sich: Für alles auf der Welt gibt es ~ e muß ich hier hinein, habe orgen. Leben Sie wohl —" „Gretelein — ich habe dich und Herrn Settden heute nachmittag gesehen", sagte sie leise, damit die nebenan hantierende Mutter nichts höre. „Drau und ich gingen durch die Hauptallee stadtwärts, da kamt ihr plützlich aus einem Seitenweg heraus und gingt vor uns her —" Grete Mervius hielt inne in ihrer Beschäftigung und sah die Schwester an, überrascht, aber durchaus nicht verlegen ober gar schuldbewußt. „So? Nun, Elfe, dann weißt du, wie es um uns beide steht." Sie senkte die Lider, flocht ihr langes Haar weiter, hatte plötzlich ein kleines zärtliches Lächeln um die Lippen, das die Aeltere unendlich rührte. „Svante Sellden und ich haben uns lieb", sagte sie, ohne aufzusehen. „Wie das gekommen ist, weiß keiner von uns. Das Beschreiben von zehn Millionen Jahre alten Dinosaurierknochen ist eigentlich kein Thema, das anregend auf Liebesgefühle wirkt, aber sie waren eben doch eines Tages da." „Und warum —" „Warum ich Mutti nichts sagte? Weil ich sie nicht beunruhigen wollte, Elfe." Nun war die Arbeit beendet. Schlank und hochaufgerichtet stand das Mädchen vor der Schwester, die sie zärtlich betrachtete. Wie eine nordische Göttin der Jugend sah Grete aus in dem weißen Nachtgewandt und den langen, blonden Zöpfen, die ihr über die Brust bis fast zu den Knien fielen. „Svante Sellden glaubt, mich nicht heiraten zu dürfen. Die Ehe seiner Eltern war unglücklich durch das lange Getrenntsein der beiden. Sein Vater war Kapitän und die Mutter —" ein leichtes Achselzucken. „Ich sagte ihm, daß wir Mervius die Treue hielten, wenn wir sie einmal geschworen hätten, aber er glaubt mir nicht, der dumme Kerl! Einen Dickkopf hat der!" Sie seufzte. „Den braucht er wohl bei seinen Chinesen und Kamelen da unten, aber mir macht er das Leben schwer damit, denn wie willst du so einen Menscken überzeugen, daß du zu seinem Glück nötig bist?!" Elfriede, die auf dem Bettrand saß, mußte lachen. Sie erhob sich, trat auf die Schwester zu und legte ihr die Hände auf die Schultern — „und er zu deinem Glück wohl nicht, Fräulein Bescheidenheit?" „Doch. Genau ebenso sehr, Elfe." Fest sahen die blauen Augen sie an. Der Uebermut war aus ihnen geschwunden. Zum ersten Male erkannte Elfriede Stalling den tiefen Ernst, die erwachte frauliche Reife in dem jungen Geschöpf, in dem ihre Schwesternliebe bis heute noch immer ein halbes Kind gesehen. „Und was gedenkst du zu tun?" fragte sie leise. „Warten", sagte Grete Mervius einfach und betrachtete den schwarzeingerahmten Spruch, der über ihrem Bett hing: „Sei getreu bis in den Tod, so Barcelona durchgeführt wurde, gelang der deutschen Nationalmannschaft eine glänzende Revanche. Vor 60 000 Zuschauern erzielten unsere Fußballspieler einen Sieg mit 2:1 Toren. Der erfolgreiche Schütze war der Wormser Fath, der beide Tore schießen ’ «fei, u°i> % ®üu,®5» I h« cS i 4ZL i ^rag £ N ■ »Lkr |efi™ng etflj [ h?er A wurde ein •kB &er Dietivart de- 3ur Wege beul bischer (juj 2 t Gelöbnis chlandlied mürbe n ^'enstag fQn. mit sim" Lder Silber. JJrtM könne, ?'dt und (Eiifo lberne hoch, gelische Kivi end im Parkhotel achste Angehörig, . ten Abend. E, n Schubert (vier. & Stein) uni Men Lachschej et- 3m Anschluß Frl. Myrgre, le, StistsdechonI e, unter letzteren T- Koch-Mi, >rer Stein, für i weiterer freuen ) am Ausbau un« auf und bracht« begeistert ach. uf das dedtschr aus. Im Mittelst die Darbietun- der aus eigenen achte der Redner | MWMMlMlk». Roman von £>. von Hellermann. Copyright 1936 by Llufwiirts-Berlag ®. m. b. S)., Berlin SW 68. Keine Kartenbestellungen mehr für Olympia-Berlin. Der große Erfolg der Olympischen Winterspiele in Garmisch-Partenkirchen hat eine derartige Steigerung des Interesses an den olympischen Wettbewerben im August d. I. herbeigeführt, daß täglich aus dem In- und Ausland zahllose Bestellungen auf Eintrittskarten beim Organisationskomitee einlaufen. Obwohl durch Rundfunk und Presse für Deutschland die vorläufige Sperrung des Kartenverkaufs bekanntgegeben worden ist, hat die Flut der Bestellungen nicht eingedämmt werden können, weshalb sich die Kartenstelle aufs neue mit der Bitte an die Öffentlichkeit wendet, vorderhand keine Bestellungen und keine Geldsendungen an das Organisationskomitee zu richten. Der erfolgreiche Torschütze von Barcelona. Stelle wurde der 2. Kameradschaftsführer gewählt. 2 Kameradschaftsführer wurde Wilhelm S ch u ch. Vit dreifachem Sieg-Heil auf den Führer fand die Versammlung ihren Abschluß. Zum anschließenden Unterhaltungsabend hatten sich die B e r g- mannskapelle Weickartshain (Leitung: G. Biedenkopf) und der hiesige Gefangver- e i n (Dirigent Lehrer Langohr) zur Verfügung gestellt. Lehrer Roth- Grünberg hielt eine An- prache, in der er auf Ernst Moritz Arndt und eine dem Nationalsozialismus verwandte geistige Haltung hinwies. Darbietungen des Gesangvereins und der Kapelle, sowie verschiedene humoristische Vorträge einiger Kameraden bereicherten den Abend. — Gestern nachmittag ereignete sich an der Straßenkreuzung Stockhausen—Freienseen, Weickartshain—Lardenbach ein Verkehrsunfall. Ein aus Richtung Weickartshain kommender Personenkraftwagen stieß mit einem Mo° torradf ahrer zusammen, der von Stockhausen kam. Der Führer des Kraftrades erlitt hierbei Kopfverletzungen und mußte in das Laubacher Krankenhaus gebracht werden. Der Beifahrer und die Insassen des Kraftwagens wurden nicht verletzt. Kreis Bübingen. Büdingen, 24. Febr. (LPD.) Zwei etwa 20 Jahre alte Burschen aus Selters wurden unter dem Verdacht, an einem 13 Jahre alten Pflegekind, das nicht im Vollbesitz feiner Geisteskräfte fein soll, Sittlichkeitsverbrechen verübt zu haben, verhaftet. Sie wurden dem Amtsgericht Ortenberg zugeführt. Kreis Alsfeld. △ Alsfeld, 22. Febr. Im überfüllten Saale des „Deutschen Hauses" sprach der Direktor der Deutschen Schule in Okahandja, Gustav Jung, über Land und Leute in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwest-Afrika. Der Redner ist bereits seit 24 Jahren als Lehrer an der Deutschen Schule in tzudwest-Asrika tätig und weilt zur Zeit auf Urlaub in seiner oberhessischen Heimat in Merlau, Kreis Alsfeld. Der Vortragende verfügt über eine sehr große Anzahl von Lichtbildern, die seinen schlichten, aber eindrucksvollen und fesselnden Vortrag belebten und ergänzten. Der Redner gab zunächst einen Ueberblid über die staatsrechtliche Stellung der deutschen Kolonie in Südwest-Afrika. An Hand der Lichtbilder gab er dann einen Einblick in die Landschaft des Steppengebietes von Südwest-Afrika und dessen Besiedlung. Er veranschaulichte weiter das Leben der dortigen Bevölkerung und den Betrieb der deutschen Schule, die ihre Kinder teilweise aus einem Umkreis bis zu 200 Kilometer erhält und zu deren Unterbringung Pensionate in besonderen Gebäuden in Verbindung mit der Deutschen Schule errichtet sind. Der Vortragende hatte eine sehr interessante Ausstellung seiner zahlreichen Jagdtrophäen, die er in der langen Zeit seines Aufenthaltes in Südwest-Afrika sich erworben hatte, im großen Saale des „Deutschen Hauses" aufgebaut, die bei den Zuhörern großes Interesse fand. - M ü ck e, 24. Febr. In der Gastwirtschaft Hörle zu Merlau fand die diesjährige Brennholzver- fteigerung aus sämtlichen Forstorten der Försterei Merlau statt. Es hatten sich viele Interessenten eingefunden. Das Angebot reichte nicht aus. Buchen-, Ahorn-, Eichen-, Kiefern-, Fichten-, Eschen- und Lärchenholz gelangten zur Verweigerung. Je zwei Raummeter Scheitholz kosteten bis zu 17 Mark, Knüppelholz bis zu 10 Mark. Der Raummeter Reiserholz wurde in der 3. Klasse mit 1,20 bis 1,50 Mark be» zahlt. = Merlau, 24. Febr. In einer gut besuchten Sammlung in der hiesigen Wirtschaft von H ö r l e hielt der Schulleiter Jung aus Dmaruru im einsti- gen Deutsch-Südwestafrika einen Lichtbilder- öortrag über Südwestafrika. Er schilderte dabei die Lage der deutschen Volksgenossen in dieser ehemaligen deutschen Kolonie, berichtete über die Entwicklung des dortigen Schulwesens und erzählte weiter von Land und Leuten, Sitten und Gebräuchen der dortigen Eingeborenen. Die Lichtbilder boten eine gute Ergänzung des gesprochenen Wortes. Der Vortrag fand lebhaften Beifall. ______________________________________ ammengeietzte (Baugruppen eingeteilt. Im Gegen- atz zum Vorjahre, wo nur eine viele Härten mit ich bringende einfache Runde stattfand, werden in liefern Jahre die Gruppenfieger in Vor- und Rückspiel ermittelt. Spieltage der Vorrunde sind der 19. und 26. April und 3. Mai; die Rück- runde wird am 10., 17. und 24. Mai ausgetragen. Die vier Gruppensieger treffen sich dann am 7. Juni zur Vorschlußrunde, deren Sieger am 21. Juni das Endspiel bestreiten. Die Meisterschaft der Frauen wird wieder nach dem Pokalsystem ausgetragen: die Vorrunde findet am 3. Mai, die Zwischenrunde am 17. Mai statt, Vorschlußrunde und Endspiel finden zusammen mit den betreffenden Spielen der Männer am 7. und 21. Juni statt. Die Einteilung der (Baugruppen ist folgende: Gruppe 1: Ostpreußen, Brandenburg, Schlesien, Sachsen. Grupps 2: Pommern, Mitte, Nordmark, Niedersachsen. Gruppe 31 Westfalen, Mittelrhein, Württemberg, Bayern. Gruppe 4: Niederrhein Nordhessen, Süd- roeft, Baden. Nacholympische Handballspiele in Deutschland. Auf der ersten Tagung des Internationalen Handball-Verbandes, die am Sonntag in Berlin stattfand, wurde auch bereits der Spielplan für die nach den Olympischen Spielen vorgesehenen Gastspiele ausländischer Olympiamannschaften in deutschen Städten aufgestellt. Lediglich die Spieltage stehen noch nicht ganz fest. Am besten wurde der Gau Mitte berücksichtigt, der nach Magdeburg das Treffen Oesterreich — Deutsche Nationalelf erhalten hat. In Süddeutschland werden die Nationalmannschaften von Schweiz, Luxemburg und Frankreich zu sehen sein. Die Schweizer spielen in Frankfurt oder Darmstadt gegen den (Bau Südwest, die Mannschaft Frankreichs trifft in Kassel auf den Gau Nordhessen und unser letzter Länderspielgegner, Luxemburg, wird in Mannheim mit dem (Bau Baden die Klingen kreuzen. Weiter vorgesehen sind folgende Treffen: Ungarn — (Bau Sachsen in Leipzig: Dänemark — (Bau Niedersachsen in Braunschweig oder Bremen: Schweden — Gau Pommern/Brandenburg in Stettin; Polen — Gau Schlesien in Breslau oder Oppeln; Holland — (Bau Westfalen in Minden; Amerika — (Bau | Nordmark in Hamburg ober Bremen. Neuer Frauen-Gchwimmrekord. Die Frauenstaffel des SV. „Rote Erde" Hamm wartete im Rahmen eines Springerlehrganges in Erkenschwick mit einem neuen deutschen Rekord auf. lieber 4X100 Meter Rücken verbesserten die Hammerinnen die seitherige Bestleistung von Düsseldorf 98 von 6:07,0 Min. auf 6:00,0 Min. um volle sieben Sekunden. Die Staffel schwamm in der Besetzung: Pletsch, Holthausen, Kellermann und Lefarth. Deutscher Eislaufsieg über Japan. Für die letzten Tage der großen internationalen Hamburger Eissportwoche war ein Schnellauf-Drei- städtekamps Hamburg-Berlin-Tokio vorgesehen, der jedoch in einen Länderkampf Deutschland- Japan umgewandelt wurde. Der Kampf bestand aus einem 1500-Meter-Lauf und zwei Staffeln ; (5 mal 1000 Meter und 5 mal 2000 Meter). In allen drei Wettbewerben siegten die Deutschen, denen so auch der Gesamtsieg nicht zu nehmen war. ISjäforige Weltrekordschwimmerin gerecht geschnitzter Narzissen blüht dem Vorübergehenden sagen: „G In Dänemark ist eine neue Schwimmgröße auf- Fußball der heimischen Mannschaften Spiele Pkte. Gew. Verl. Tore ManneeLerArbeit GLORIA Heute Dienstag Welturaufführung I des heiteren Militärfilms 14. Ziehungstag 24. Februar 1936 Gewinne lMärz1936 Strassensammlung der D A F 36894 270346 201334 148475 41476 886 6043 6816 Jrn Gewinnrade verblieben: 2 1000000, 2 zu je 50000, 2 zu Photo-Kino Kreuzplatz 9 PALAST Giessen \ 127067 187568 261248 312795 3 3 ien. Sie roerbeit hb au ch", unj 245659 79519 116673 150531 240775 294382 332919 302982 373105 31432 390075 14592 22488 28396 39292 43761 52794 62069 72433 l 88727 101383 126543 132485 147227 164141 175454 182618 200284 213209 231421 236963 247187 260220 273325 281927 302232 324507 341437 361262 368840 385093 109527 149574 234879 282726 331769 i 7601 17405 23599 31447 39661 44148 56318 62656 72558 191927 245645 309011 384441 28302 42326 53325 64116 73726 94439 3 2 1 0 8806 24968 36285 51276 62436 72238 82232 14: 4 11: 6 6: 6 2:18 6:0 4:2 2:4 0:6 17717 26732 35354 41202 45389 57555 63630 76520 92708 376554 66446 17568 141029 254189 324053 27950 38891 52494 63414 72952 92125 112087 124944 156791 182235 200542 222272 240532 269034 301903 324631 334240 356853 376347 387638 227296 69964 0 1 2 3 188317 244785 300647 357055 10781 I 27718 - 37407 i 61666 i 62636 72411 84587 111037 117712 151038 177291 199686 220368 240442 259707 300795 319880 333398 354638 375193 383934 Oeffentl. Handels- Lehranstalt Oberrealschule 185075 203598 288076 355801 136351 199277 261525 314606 389122 12030 22002 28259 39226 42967 50810 60127 72060 78374 193344 273397 329163 397094 30858 47981 64646 65237 77711 103426 112477 131503 161689 193677 201887 226450 249638 281137 315562 326362 349544 361662 380258 393953 173602 199334 273809 329975 23677 32414 60446 64879 67182 78217 105716 113237 135844 175031 196122 216505 233432 252643 290320 316777 330472 351270 367215 381375 394442 182564 200009 281451 355666 23776 34813 50799 67988 68413 82127 106517 128593 136762 152215 170620 176489 191763 208568 217032 235202 238877 252267 263267 274238 286148 308281 333425 355692 362083 379015 386623 19385 27086 37727 41545 46709 68028 66023 77806 105325 136674 217214 271751 324246 398514 112424 129637 161313 193633 200949 225502 248455 276860 312115 325728 335822 357123 377309 392975 108425 115778 141602 176661 198688 218637 235085 266515 297325 317769 331477 352955 375075 381679 396503 119935 156725 244705 308198 362145 erneute Führung gekämpft, die schließlich auch an die Platzbesitzer fiel. Im Gegenanstoß glich wiederum Lollar aus, so daß die Partie erneut unentschieden stand. Dabei blieb das Spiel trotz verzweifelten Anstrengungen beiderseits bis zum regulären Spielende. Der Schiedsrichter mußte zur Verlängerung schreiten, in der das Verhängnis für den Platzoerein eintrat. Die Lollarer waren mit ihren Kräften noch nicht zu Ende. Sie setzten sich sofort nach dem Wiederangriff in des Gegners Hälfte fest und übernahmen vollkommen die Initiative. Hauptsache auf den guten Durchschnitt ankommt. Die Pflichtübungen sind bereits erschienen und werden in den einzelnen Gauen schon eingeübt 4 Gewinne zu 10000 M. 4 Gewinne zu 6000 M. 6 Gewinne zu 3000 M. 17678 26662 34657 39752 45246 56500 63165 73964 91953 104982 127720 133783 161844 165746 175655 188649 203902 214312 232326 238354 248182 260347 273725 285924 302350 332652 341468 361276 375260 385607 Sn der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen getaucht, die erst 15jährige Ragnhild H v e g e r aus Helsingör, die in Kopenhagen die 440-Aards-Kraul- strecke in der neuen Weltrekordzeit von 5:29,9 zurücklegte. Den bisherigen Rekord hielt die Amerikanerin Leonore K n i g h t. — (Schirner-M.) Die Narzisse, dasMW.-Abzeichendesl.Mrz Am 1. März werden an den Mantelaufschlägen aller deutschen Volksgenossen, die sich zu unserem Winterhilfswerk bekennen, Millionen kleiner, Fünft« Gewinnauszog 5. Klasse 46. Preußisch-Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen-Lotterie Ofrne Gewähr Nachdruck verboten Aus jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und H Mvosi Loli un1 stBnul, and Höhere Privatschule 3 Gymnasium 3 beim Marburger Vorortverein Ockershausen mit 1:3 die Punkte. — In der Abstiegsfrage ist in dieser Bezirksklassengruppe noch nichts entschieden; Kirchhain, Sarnau, Breidenstein und Gemünden sind die am stärksten gefährdeten Mannschaften. pokalkamps in Watzenborn-Steinberg. 3ue Aweisungei I gtemkin tel Itr denFortgan 1, über Empsäl inh Tuchatschen m anderer Art sikssront - w Kn Diktator, ar b herrscht eine pichen. Auf । Rus: Wird die Ikchwierigkeiten r I ^zwischen ko Man Bator, aus Brieffasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit der Schriftleitung.) 2 Pi. 21 Tt. 0. Reichszuschüsse kommen nicht in Betracht. Falls Sie eine Reichsbürgschaft meinen, so ist dabei die Höhe der Hypothekenbelastung ausschlaggebend. Zwecks näherer Aufklärung ist es am besten, wenn Sie sich an das für Ihren Wohnort zuständige Staatliche Hochbauamt in Alsfeld wenden. A. 3. in Gießen. Sie haben als Nichtlohnsteuerpflichtiger für das Jahr 1936 an Bürgersteuer 5 Mk. zu bezahlen. L Bogen ■ Ar» poßschtM 270 Gewinne zu 300 M. 3645 8024 12927 14599 16852 ----- ----- IN) ;3 83904 Gavten m. Wasserleitung Nähe Nahrungsberg zu pachten gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 0855 andenGieß.Anz. Werbe-Drucksachen bei Brühl, Schulstr. 7 Garten ob. Gartenanteil zu pacht, gesucht. Schriftl. Angeb. unt. 1188V an d. Gietz.Anzeig.erb. IHIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII Aüchlässk vonZdis 20 v. 6. erhallen Sie bet wtederholien Auf, nahmen einer Ametg, Hiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii Mi pe die n nn Me Areifer U ;Ä«s Bekanntmachung. Betr.: Gewährung von Härtebeihilfen infolge Zins- fenfung. Natürliche Personen deutscher Staatsangehörigkeit, die das Angebot auf Zinshekabsetzung nach dem Gesetz über die Durchführung einer Zinsermäßigung bei Kreditanstalten und nach dem Gesetz über Zins- ermäßigung bei den öffentlichen Anleihen angenommen haben, können Härtebeihilfen erhalten, wenn sie ihren Lebensunterhalt im vergangenen Kalenderjahr Zu einem wesentlichen Teil aus den Erträgnissen von Wertpapieren bestritten haben, deren Zinsen auf Grund der genannten Gesetze ermäßigt worden sind. Voraussetzung ist, daß die Papiere am 31.12.1934 im Besitze des Antragstellers gewesen sind, und daß dessen Einkommen im vergangenen Jahre den Betrag von 1200,— RM. (zuzüglich 300,— RM. für die Ehefrau und 200,— RM. für jedes unterhaltsberechtigte Kind) nicht überschritten hat. Die An- lragsfrist für die Gewährung einer Härtebeihilfe für die Zeit vom 1. Juli 1936 bis 30. Juni 1937 läuft mit dem 29. Februar d. J. ab. Den in Frage kommenden Personen wird daher empohlen, unverzüglich bei dem Städtischen Wohlfahrtsamt, Gartenstraße 2, Zimmer 11 (Rentnerfürsorge) entsprechenden Antrag zu stellen. 1186V Gießen, den 24. Februar 1936. Bürgermeisterei Gießen (Wohlfahrtsamt). Oesterreichern Matt und K n e i ß l Dritter ge- Schwimmen durchgefuhrt wird, bei der es in der worden war, Sieg und Meistertitel. Bei den Frauen " ..... siegte im Slalom die Oesterreicherin P a u m g a r - ten vor der Engländerin Pinching, die am Freitag die Abfahrt gewonnen hatte und so Siegerin der Kombination und Meisterin wurde. 6 Gewinne zu 3000 M. 264046 „16 Gewinne zu 2000 M. 28842 138870 246782 247337 303080 ------ 384925 __ 398 Gewinne zu 300 M 692 8999 9193 10362 10628 -- 197]ß 28162 39130 42020 48585 59596 67223 78049 Der erste Film aus unserem Volksheer HAMMER Hauptrollen: R. Artur Roberts — Herti Kirchner — Franz Nicklisch — Vera Hartegg — Fr. Zimmermann — G. Stark- | Auf der Bühne: | (Gstettenbauer. PICARD CO in ihrem ausgezeichneten Militärschwank Schön war's doch! !-!-! Das große Lachen !-!-! Vorher Kulturfilm: Sonne und Schnee über Deutschland. - Außerdem: Fox-Ton-Woche. | Achtung I | Morgen Mittwoch, 26. Februar, 20.30 Uhr: Fest-Vorstellung! Es wirkt mit: Die Musik-Kapelle des In!.- Regiments Nr. 36 unter Leitung von Obermusikmeister E. Krauße. U83a Verkäufe WMW Nähe Gießen zu verkauf. 08si Auskunft erteilt K.ValentinWw. Gleiberg Nr. 69. 1 klein. Kassenschrank 1 Speisezimmer Giche, bell 1 Speisezimmer Giche, grün 1 Klavier 1 Ausziehtisch Eiche 2 Sofas 1 Gasberd, 4fL mit Bratofen 1 großer Wirt- schaftsberd 2 Garderoben 1 Sekretär DiverseBeleuch- tungskörver billig zu verkaufen. 0860 MigsWeS Postkarten bei Brühl, Gießen Die Kämpfe der nordhessischen Fußball-Bezirks- klasse nähern sich ihrem Abschluß. Jetzt hat auch die Gruppe Marburg ihren Meister ermittelt. Der F V. W a l l a u erreichte im Spiel gegen Germania Marburg, das mit 5:0 klar gewonnen wurde, die nötige Punktzahl, um nicht mehr eingeholt werden zu können. Am gleichen Tage verlor «llv „VMIBIVIlllll UÜUlullulini Vlfc. ^Iuliuiioe ^dem der Tabellenzweite, der FV. Breidenbach, Innerhalb von 5 Minuten wurde das Ergebnis auf 16 Gewinne zu 2000 M...... .. 124071 127651 165307 254958 351562 . o£8J?em’nne »u 1000 M. 24376 67837 60149 97067 137438 173502 211467 217438 240967 260172 260633 264942 306838 329701 74 Gewinne zu 600 M. 9527 40547 42737 45764 49062 49816 62839 86326 116199 117684 161396 162371 171920 ------ ------ ------ ------ Nordheffens Handball-Favoriten siegreich. In Nordhessen fiel immer noch keine Entscheidung, weil die beiden führenden Kasseler Mannschaften auf fremden Plätzen ihre Meisterschaftsspiele ganz überlegen gewannen. Dabei wiegt der 15:5-Sieg (8:2) der führenden Kurhessen beim einst so starken Lokalgegner Tuspo. 86/09 am schwersten. Auch der Gaumeister Kasseler Turngemeinde siegte mit 12:7 (6:2) sehr sicher, doch war sein Gegner, der Tv. Eschwege, wesentlich spielschwächer als der Gegner der „Kurhessen", die immer noch mit 26:2 gegen 25:3 Punkte der Turngemeinde führen. Nicht ganz erwartet kam der Marburger Sieg mit 10:5 (6:1) über den Tv. Kirchbauna. Die Abstiegsfrage ist noch nicht ganz geklärt, doch dürfte sich Marburg durch diesen Sieg gesichert haben, während der Tv. Eschwege kaum noch zu retten ist. Wettschwimmen soll volkstümlich werden. Die vor einiger Zeit erschienenen Bestimmungen für volkstümliches Schwimmen, die darauf abzielen, das Wettschwimmen auf eine volkstümliche Basis zu stellen, haben großen Anklang gefunden, ist damit auch denjenigen, die nicht in der Lage sind, sich leistungsmäßig bis zur Spitzengruppe vorzuarbeiten, Gelegenheit zur Betätigung in Form von Wettbewerben gegeben. In diesem Zusammenhang darf es begrüßt werden, daß in diesem Jahre auch eine Mannschaftsprüfung im volkstümlichen H 94853 96783 97206 112798 116057 119279 128687 131323 132028 138645 143936 144205 153811 168032 162592 172160 173696 175100 179117 180238 182362 196110 196320 199055 209036 210912 212710 218524 224749 226451 235286 235737 236336 240833 240978 244184 263020 254946 258090 264411 267810 270431 276961 276138 276612 288115 293929 296804 314018 320983 322419 334086 336970 337140 367732 358970 359150 363240 383581 364673 379497 382163 383249 386787 396587. 396138