^ehwJ a*.$ V ;s i«r I n: 2.Mai :e kostenlos 'ie Direktion, in ’äünge ü sten ;on: lets, Jnd rert, en I htbares stopfet .enn.Kleide' Facbmai herVoranschli , L Fischt 63 Tel. 26'- "Drucks*.61! °B,ühL511l **** rühVmg> , Stilen ** L wir «*" ä*** .hl 9 »•f'ej'StofS ■TiÄ sM 186. Jahrgang Gietzener Anzeiger Nr. 70 Erstes Blatt 186. Jahrgang Montag, 25. Marz 1936 _ __ Ä Annahme von Anzeigen Gietzener Familienblätter fl W ÄW jfV MV MM W® Grundpretfe für 1mm hohe Heimat im Bild Die Scholle ffl W M HZ M WWW W ■ W W W M W W W W T W für Anzeigen 22 mm ==-= vnihvllvl TlllwlUvl iss S.6^Ä'£5 U V W* MK General-Anzeiger für Oberhessen MZ S, in die innereGestaltung des Reiches einzumischen. Der Führer kennzeichnete die durch den französisch-sowjetrussischen Pakt hervorgerufene politische Situation. „Deutschland zieht daraus die einzig mögliche Konsequenz, die es ziehen kann. Wenn schon die Welt um uns sich wieder in neue Militärbündnisse verstrickt, dann wollen wir zum mindesten die Souveränität über das gesamte Reichsgebiet wieder hergestellt wissen! (Tosender Beifall braust durch die weite Halle.) Die Behauptung aber, daß diese Wiederherstellung der Souveränität des Reiches über das eigene Reichsgebiet für andere unerträglich fei, i ft für uns unerträglich! (Erneute Zustimmungskundgebungen der begeisterten Massen.) Was ist das für eine Völkerordnung, was soll das für eine Völkerverständigung fein, in der es möglich ist, ein anderes Volk zu bedrohen, nur weil es in feinem eigenen Reichsgebiet feine Hoheit beansprucht. Wir werden vor solchen Auffassungen nicht kapitulieren! Das kann die Welt zur Kenntnis nehmen. (Begeistert jubeln die Zehntausende dem Führer zu.) „Deutschland stellt keine Ansprüche an andere Völker! Es ist aber auch nicht gewillt, Forderungen und Ansprüche anderer Staatsmänner, die auf die innere Gestaltung des Reiches und seiner souveränen Rechte Bezug haben, anzuerkennen! (Tosender Beifall.) Und hier irren sich diese, wenn sie glauben, daß das nur die Meinung eines Mannes namens Adolf Hitler wäre. Nein! Das ist die Meinung eines 67-2Hillionen- volkesk (Bei diesen Worten des Führers brechen die Schlesier in zehntausendfache Heilrufe aus.) Ich habe über die Ablehnung solcher Einmischungen hinaus versucht, in einer großen Konzeption eine Möglichkeit zu geben für die Befriedung Europas, die ich für unbedingt erforderlich halte, für eine Befriedung auf ein Vierteljahrhundert, auf eine Zeit also, die über unsere Generation hinausgeht. Ich habe versucht, diese Konzeption einfach niederzulegen, weil die Erfahrung aezeiat hat. daß all die komplizierten, schon rein als Vorschläge schwer lösbaren und durch- ftubierbaren Entwürfe versagt haben. (Wieder stimmen die Massen dem Führer begeistert zu.) Diesen Versuchen kann wirklich nur der Wert einer Geste beigemessen werden. Wir wollen aber keine Geste, sondern wir wollen 25 Jahre Frieden für Europa! (Tosende Zustimmung.) Und die Völker? Auch sie wollen nicht, daß die Staatsmänner^ voneinander Gesten fordern und einander nur Gesten machen, sondern daß sie Frieden schließen und Frieden halten! D«» nn>»»re« Staatsmänner können ia ihrerseits auch einmal ihre Völker befragen, ob sie diese Auffassung teilen! Ob sie es wünschen, daß Europa in lauter Militärbündnisse verstrickt wird? Ob sie wünschen, daß dem einen oder anderen Volk feine hoheitsrechte auf eigenem Gebiet abgeschnitten und bestritten werden? Ob sie wünschen, daß daraus wieder neue Erbitterung und neuer haß kommt, ober ob sie nicht auch wünschen, daß endlich dieser wahnsinnige und törichte Krieg aller gegen alle aufhört! (Wieder braust die begeisterte Zustimmung der Massen auf.) Ich habe jedenfalls diese Frage gestellt, und zwar der Instanz, die für mich allein entscheidend ist und deren Beurteilung oder Verurteilung mich allein treffen kann. Es ist dies das deutsche Volk! (Jubelnde Heilrufe.) Ich habe mich an die Nation gewandt und ihr diese Frage vorgelegt: Bist du auch dieser, meiner Auffassung? Willst du auch unter allen Umständen d i e Ehre der Nation wahrnehmen, zugleich aber auch die Hand zu einem dauernden Frieden geben? Willst Du, deutsches Volk, Dich hiermit Deiner Führung verbinden oder mißbilligst Du diese Haltung Deiner Regierung? Ich habe an die Nation appelliert. Mögen das die anderen Staatsmänner auch tun. Vielleicht werden bann, wenn die Staatsmänner nicht einig zu werben vermögen, bie Völker bie Einigung finben! (Begeisterte Zustimmung.) Ich habe mich dem Urteil des deutschen Volkes gestellt, nicht nur über diese Frage allein. Es soll bezeugen, ob es glaubt, daß ich und meine Mitkämpfer unsere Pflicht erfüllt haben. (Tausendfache Rufe: Ja!) Ob es glaubt, daß wir, so weit es im Vermögen schwacher sterblicher Menschen liegt, das wahr machten, was wir einst versprochen hatten. (Erneute stürmische Zustimmungskundgebungen und Ja-Rufe). Es soll jetzt bezeugen, ob es glaubt, daß unsere Politik die Zustimmung der Nation verdient! (Immer wieder braust der Beifall der Massen auf.) Das Volk soll jetzt für uns und es soll für mich zeugen, so wie ich so oft jetzt für dieses Volk vor der Welt gezeugt habe. (Erneute Beifallsstürme und Heilrufe.) Ich will mich seinem Urteil unterstellen. Ich will dieses Volk aufrufen, sein Bekenntnis abzulegen. Und sein Bekenntnis wirb mein Bekenntnis fein, genau fo wie bas Bekenntnis, bas ich nun feit siebzehn Jahren in Deutfchlanb geprebigt habe, zum Bekenntnis dieses Volkes geworden ist! (Tosender Beifall). Und dieses Bekenntnis laufet: „Ich bin ein Deutscher. Ich glaube an mein Volk. Ich glaube an feine Ehre. Ich glaube an feine Zukunft. Ich glaube an fein Recht und ich trete ein für dieses Recht. Ich trete ein für feine Freiheit und ich trete damit ein für einen besseren Frieden als den Frieden des Unsegens und des Hasses der Vergangenheit. Das Glaube ich und das bekenne ich im Namen meines Volkes vor der ganzen Welt. Und du, Volk, tritt jetzt hinter mich!" Die Schlußworte dieses Bekenntnisses des Führers gehen fast unter in dem stürmischen Jubel der tief ergriffenen Massen. Immer wieder und wieder brausen die tosenden Heilrufe der Zehntausende durch den riesigen Kuppelbau. Ganz Schlesien huldigt seinem Führer. Ganz Schlesien bereitet dem Befreier Deutschlands begeisterte Treuekundgebungen. Frankreichs Festungsgürtel am Win. Von Major a. O. von Reifer. Der bekannte amerikanische Senator Bor ah hat im Jahre 1931 einmal gesagt: „Frankreich erfreut sich heute in Wirklichkeit einer größeren Sicherheit als irgendein europäisches Volk seit 20 Jahren". Diese Worte haben auch heute noch ihre volle Gültigkeit. Der Einmarsch von ganzen 19 deutschen Bataillonen in das riesengroße Gebiet der bisher entmilitarisierten Zone ändert an der Sicherheit Frankreichs und des mit ihm verbündeten Belgiens nicht das Mindeste. Nicht nur, weil die unbedingte Friedensliebe des nationalsozialistischen Deutschland bereits unzählige Male unter Beweis gestellt worden ist, sondern auch, weil Frankreichs und Belgiens Grenzbefestigungen Deutschland gegenüber ebenso wie ihre beweglichen Rüstungen von so ungeheurer Stärke sind, daß ein Angriff auf sie auch für das denkbar stärkste Heer der Welt undenkbar wäre. Die französisch-belgischen Grenzbefestigungen bilden längs der ganzen französisch-deutschen und belgisch-deutschen Grenze einen ununterbrochenen Festungsgürtel von einer Tiefe und Stärke, wie es ihn ähnlich in der ganzen Welt nicht wieder gibt. Diese Verteidigungslinie wird durch natürliche Hindernisse auf das wirksamste unterstützt. Dor ihr liegt Süddeutschland, gegenüber der Oberrhein, die Vogesen beherrschen die Rheinebene, dahinter liegt als weiteres Stromhindernis der Rhein-Rhone- Kanal. Gegenüber dem nördlichen Teil der französischen Festungslinie, also gegen die Pfalz und das Saarland, bilden die Rheinebene, die Nordvogesen, das Saartal und das lothringische Hügelland zwischen Saar und Mosel natürliche Verteidigungsabschnitte. Die belgische Front hat Deutschland gegenüber als natürlichen Schutz die Ardennen und das Hohe Venn, dahinter den Maasabschnitt, weiterhin zahlreiche Kanäle und kleinere Flußabschnitte. Unter Benutzung dieser günftigen Grenzgestaltung sind sowohl in Frankreich wie in Belgien vier hintereinander liegende Verteidigungszonen entstanden, die in Frankreich im wesentlichen fertig und verteidigungsfähig, in Belgien teilweise noch im Bau begriffen sind. An der Oberrheinfront besteht die erste, unmittelbar am linken Rheinufer liegende Zone aus höchstens ein Kilometer voneinander entfernten Blockhäusern mit Panzerkuppeln und M G.- Ständen zur Frontal- und Längsbestreichung des Stromes und aus dahinterliegenden doppelseitigen Geschützstreichen mit Panzerkuppeln. In der zweiten Zone, der Rheinebene zwischen Rhein und Vogesen, befinden sich starke unterirdische Befestigungsgruppen mit Kasernen und gegenseitiger Verbindung, und zwischen ihnen zahl- KÖLN • UNZ T < d. 'KOBLENZ FKANKFUH1 I AACHEN JOUL * Of/ | 5 CH W e I z. ,, H0CXWA10 k X> q 0IE0EN venouN e X MiHied* reiche betonierte und gepanzerte Geschütz st ände u n d M G. - N e st e r , die das Gelände restlos durch Feuer beherrschen. Vor der Front und zwischen den Befestigungen Stacheldraht und Stark- stromhindernisse, Minenfelder und T a n f f a 11 e n. In der dritten, der Hauptverteidigungszone in den Voaesen, beherrscht die Großfeste Hochwald am Osthang die ganze Rheinebene. Zwischen ihr und den starken Befestigungen um Belfort im Süden und Bitsch im Norden liegen zahlreickze größere und kleinere befestigte Werke, die das Waldgebiet lückenlos beherrschen. Alle Straßen und Wege sind mit Minenanlagen versehen und zur Sprengung vorbereitet. Das an die Nordvogesen westlich anschließende Saartal ist mit seinen Seitentälern Dec Führer hat in diesen AJahren nur die Gorge um sein Volk gekannt bis Saargemünd zur sofortigen Ueberschwemmung vorbereitet worden. Die vierte Zone schließlich besteht aus der rückwärtigen, modern ausgebauten Festungslinie Belfort—Epinal—Nancy—Toul. Unmittelbar an der Grenze gegen die Pfalz, vas Saarland und Luxemburg ist die erste Zone ähnlich wie an der Rheingrenze ausgebaut. Die zweite Zone in der Linie St. Avold — Dieden- hofen — Longwy, die nordwestlich an das Saar- überschwemmu'ngsgebiet anschließt, hält mit den unterirdischen Festungen St. Avold und Buschborn und zahlreichen Flankierungsanlagen für Geschütze und MG. das ganze Gelände bis zur Nied unter Feuer, während die Riesenfeste des Hacken berg östlich von Diedenhofen, seine große unterirdische Stadt mit weitverzweigtem Straßen- und Balmnetz, mit allem Komfort und allen modernsten maschinellen Verteidigungseinrichtungen das Gebiet zwischen Nied und Mosel beherrscht. Starke Befestigungen zwischen Diedenhofen und Longwy mit zahlreichen Zwischenbatterien, unterirdischen Munitionsräumen und Bahnen, bilden schließlich den starken linken Flügel dieser zweiten, der Hauptverteidigungszone der französischen Nordostfront. Hinter dieser Linie liegt dann die dritte Zone mit den hochmodernen Festungen Metz — Verdun — Maasabfchnitt, ba- hinter als vierte Zone die Argonnen. Die Verlängerung der Befestigungszonen entlang der französisch-belgischen Grenze ist ebenfalls annähernd fertiggestellt. Nach französischem Muster sind auch an der belgisch-deutschen Grenze vier Befestigungszonen von ähnlicher Stärke entstanden. Die erste Zone umfaßt Sperrbefestigungen wie an der französisch-deutschen Grenze. Die zweite Zone in der Linie Arlon (anschließend an Longwy) — Ba- stogne — Stavelot — Hohes Venn — Plateau von Heros hat starke Befestigungsgruppen bei Arlon und im Hohen Denn, und ganz im Norden — an der Grenze gegen Deutschland und Holland — eine unterirdische Großfeste auf dem Plateau von Hervs, die das Grenzgebiet gegen Deutschland und Holland weithin beherrscht. Zwischen diesen Befestigungenwerken und Stützpunkten sind schwere Batterien in großer Tiefe verteilt, die das gesamte Grenzgelände unter Feuer nehmen können. Die dritte Zone bildet die Maasstellung mit den aufs modernste ausgebauten Festungen Namur und Lüttich, die vierte Zone das vorbereitete Sperrgebiet zwischen Maas und Schelde, gestützt auf die starke Festung Antwerpen. Im Bereich der französischen Grenzbefestigungen liegen außer den ständigen Besatzungstruppen neun Divisionen mit starken Verbänden schwerer und schwerster Artillerie und Panzertruppen, zwei Kavalleriedivisionen und eine Luftdivision, im belgischen Grenzgebiet drei gleichfalls mit allen schweren Waffen reichlich ausgerüstete Divisionen. Das ganze gewaltige Befestigungssystem ist nicht nur für die Serteibigung, sondern genau f o für den 21 n griff geeignet. Es sichert die Mobilmachung und den Aufmarsch des französisch-belgischen Heeres in unübertrefflicher Weise; sofort bei Eintritt eines Kriegszustandes können französische und belgische schwere Geschütze aus ihren Friedensstellungen bis zu 60 Kilometer weit deutsches Gebiet, darunter die Stäbte Karlsruhe, Mannheim, Saarbrücken, Aachen unter ihr vernichtenbes Feuer nehmen. Unb nach weiteren acht Tagen ber Mobilmachung kann Frankreich eine A n g r i f f s a r m e e von r u n b 45 D i - Visionen an ben Rhein werfen. Im ganzen stehen minbestens sechs Millionen ausgebilbete Sol- baten zur Verteidigung Frankreichs unb Belgiens bereit, mit etwa 2000 schweren Geschützen, 4700 Kampfwagen unb rund 6500 Flugzeugen! Einer solchen überwältigend starken Heeresmacht gegenüber, gestützt auf ein unüberwindliches Festungssyftem, kann selbstverständlich die schwache deutsche Grenzbe- jatzung niemals eine Bedrohung bedeuten, sondern nur symbolisch Deutschlands moralisches Recht zur Verteidigung seines Rheingebietes mit 15 Millionen Einwohnern unb einer hochentwickelten Jn- buftrie bartun. Warnende Stimmen in der englischen Oeffentlichkeit esse mit dem Frankreichs verbunden sei. ,. r , „Petit Journal" klagt, daß die englische Oeffentlichkeit in ihrer großen Mehrheit den Sinn der ins Auge gefaßten Abkommen nicht begreife. Es habe Mißtrauen gegen jede Art von Politik, die der Rückkehr zum alten System der Bündnisse ähnele. Die Konservativen seien Feinde Sowjetrußlands, die Liberalen seien Freunde einer schnellen Aufnahme von Verhandlungen mit Deutschland. Die Arbeiterpartei mache als Anhängerin einer strengen Völkerbunds- Politik Einwendungen. Es sei daher vorauszusehen, daß die nächste Sitzung des Unterhauses einer der bewegte st en dieses Jahres fein werde. Auch der „Petit Parisien" stellt im Tone des Bedauerns in London ein Gefühl der instinktiven Abneigung gegen jede engere Verpflichtung am Rhein fest. „Unsere Spaten sind Waffen des Friedens." Der Reichsarbeitsführer spricht zu 200000 Arbeitsmännern. Berlin, 22. März. (DNB.) Der Reichsarbeits- führer empfing am Sonntag im Rahmen einer Morgenfeier im großen Sendesaal des Funkhauses, der auch das Führerkorps des Reichsarbeitsdienstes beiwohnte, die ausscheidenden Arbeitsmänner. Mehr als 200 000 Arbeitsmänner standen London, 22. März. (DNB.) Auf einem Kameradschaftsabend eines Hochländer-Negimentes in London bezeichnete ber greife schottische General Sir John Hamilton bie Behauptung, daß Frankreich ober Belgien in miltärischer Gefahr seien, als „völlig p h a n t a st i s ch". Er richtete an bie> Anwesenden bie rhetorische Frage, ob sie einen neuen Krieg wünschten unb erklärte, daß sie verneinendenfalls scharf auf die Locarnomächte a ch t en müßten. Die Nachricht, baß die Generalstäbe Englands unb Frankreichs gemeinsame Besprechungen abhalten mürben, sei eine Herausforberung. Auch 1914 habe Englanb völlig unter dem Einfluß ber Franzosen gehandelt. Zuerst hätten die Franzosen ihre Pläne mitgeteilt, bann habe bie Ehre der Armee unb schließlich auch ber gesamten Nation auf bem Spiele gestanden. Es könne jedenfalls heute keine Rede von irgendwie gearteter militärischer Gefährdung Frankreichs ober Belgiens fein. In einer Rede auf einer Tagung ber Völkerbundsvereinigung in Silsden (Grafschaft Porkshire) empfahl der führende arbeiterparteiliche Unterhaus- abgeordnete Lee-Smith eine Aenderung der englischen Außenpolitik gegenüber Frankreich, dessen Dr. Goebbels heute tu Frankfurt. lz W Reichspropagandaminister Dr. Goebbels spricht heute abend, 20 Uhr, in der Frankfurter Festhalle über das Ziel des 29. März. Versailler Frieden zum Ausdruck komme, könne nur zum Unfrieden führen. Der Friede könne nicht auf einer Grundlage der Ungleichheit errungen werden. General Smuts fuhr fort, daß man bei der Beurteilung des deutschen Vorgehens im Rheinlande nicht vergessen dürfe, daß die deutsche Regierung gleichzeitig weitreichende Vorschläge für ben Weltfrieden gemacht habe. Wenn es gelinge, in Westeuropa einen Luftpakt zustande zu bringen, dann werde die größte Kriegsgefahr ber Neuzeit, nämlich Luftangriffe auf Großstäbte unb Hinschlachten von Zivilisten, b e - Zeitigt sein. Darüber hinaus habe Hitler für Westeuropa einen 25jährigen Frieben angeboten. Niemals zuvor sei ein solches Angebot gemacht worben, unb er hoffe, baß bie Nationen Europas Hitler beim Wort nehmen unb einen fo- liben und dauerhaften Frieden ausarbeiten würden. Oliver Baldwin, der Sohn des englischen Ministerpräsidenten, wendet sich in einem Artikel in der „Daily Mail" entschieden gegen das Wiederaufleben des Versailler Vertrage s. Er tritt dafür ein, Versailles durch einen Friedensvertrag gleichberechtigter Nationen zu ersetzen. Großbritannien habe dabei die entscheidende Rolle. Der Artikel ist überschrieben: „Schluß mit dem Unsinn!". Oliver Baldwin ist bekanntlich Sozialist. Die britischen Faschisten fordern Frieden mit Deutschland. Eine große Rede Sir Oswald Mosleys. London, 23. März. (DNB.) Die britische F a - schisten-Union veranstaltete Sonntagabend in der Albert-Hall eine Massenkundgebung, auf ber der Führer der Schwarzhemden, Sir Oswald Mosley, eine außenpolitische Rede hielt. Der große Raum war mit Spruchbändern behängt, u. a. mit ber Aufschrift „Frieden mit Deutschland !". Obwohl der Zutritt nur mit Karten möglich war, hatten sich unter den 2000 Zuhörern zahlreiche Kommunisten eingefunden, die während ber Rebe Zurufe machten, aber vom Saalschutz schnell zur Ruhe gebracht würben. Mosley erklärte, ber Faschismus sei entschlossen, ben Frieben zu bewahren. Er kritisierte unter großem Beifall bie auswärtige Politik der Regierung, die nach Gelegenheiten zum Eingreifen in bie Welthänbel suche unb das Leben englischer Bürger aufs Spiel setze, anstatt sich um die inneren Angelegenheiten des Landes zu kümmern. Die Aufgabe unb das Schicksal des Faschismus in England gründeten sich auf den Wunsch des englischen Volkes, mit der Welt in Frieden zu leben. Jlur der Wille des englischen Volkes habe dem Lande im letzten Herbst einen verhängnisvollen Krieg erspart, heute, so rief Wosley unter Beifall aus, appelliere ich an den gleichen Friedenswillen, damit der Frieden mit Deutschland erhalten werde. Ich erkläre, daß die besten Friedenshoffnungen in Europa und der Welt in einem möglichst engen Verhältnis zwischen England und Deutschland liegen. Dieser Satz wurde mit lautem Beifall aufgenommen. Mosley kritisierte dann den Völkerbund als das Gegenteil dessen, was er nach der Ansicht seiner Urheber sein sollte und meinte, wenn ber Völkerbund während der Entstehung des britischen Reiches vorhanden gewesen wäre, so hätte England etwa 150 Jahre lang unter Sanktionen gestanden. Der französisch-russische Pakt hätte das Vorgehen Deutschlands unvermeidlich gemacht, da er eine Bedrohung für Deutschland sei. Mosley wandte sich gegen bie Juben, bie er als die einzige Macht der Welt bezeichnete, die sich des internationalen Kommunismus und der internationalen Finanz bediene. Wenn ber Faschismus an die Macht käme, so würde er die Macht der Juden in Großbritannien für immer brechen. Sollte Großbritannien eine Allianz mit Frankreich und Rußland gegen Deutschland schließen, so würde der Faschismus ein solches Bündnis später wieder ungültig machen. Der Faschismus sei das neue erlösende System für ben Frieden, nachdem das alte System fehlgeschlagen sei. Aus eine Anfrage erklärte Mosley, die Juden, die den Interessen des Judentums den Vorrang vor denen Großbritanniens zu geben hätten, würden auf einmal ausgespien werden. Die Juden, gegen die nichts vorliege, würden als Ausländer unb Fremde behan- belt werben, bie sie ja in Wirklichkeit seien. Diese Erklärung würbe mit allgemeinem stürmischem Beifall ausgenommen. Gemeinsame Politik des neutralen Blocks London, 21. März. (DNB.) Die Völkerbundsvertreter ber skanbinavischen Länber sowie Italiens, Spaniens unb ber Schweiz Versprechens geforbert hätten. Anfcheinenb wolle man auch in Zukunft Deutschlands Sonderstellung aufrechterhalten, die so schicksalsschwere Folgen ge» Spuren England seit bem Weltkriege ununterbrochen gefolgt sei. Englanb müsse in ber heutigen Zeit di e Führung unb Mittlerrolle übernehmen. Denn Frankreichs Rachsucht unb Ängstlichkeit in seinen Beziehungen zu Deutschland schlössen alle Erfolgsaussichten für etwaige Verhandlungen aus. Beträchtliches Aufsehen erregte eine Aeuheruug des Geistlichen der Kathedrale von Liverpool, der am Sonntag beim Abendgottesdienst erklärte, baß das Kapitel der Kirche nicht in der Lage fei, die Vorschläge ber Regierung, wie es in anderen Fällen üblich fei, dem Segen Gottes zu empfehlen. Es würde schamlos fein, fo sagte der Geistliche Kanonicus Davey, für das, was in dieser Woche in unserem Namen unternommen wurde, um angeblich der Wahrheit und dem Frieden zu dienen, den Segen Gottes zu erbitten. Die Vorschläge, die eine Auf zwingungdesGeiftesderUngleichheit gegenüber Deutschland bedeuteten, feien England nicht würdig. Eine erneute Besetzung deutschen Gebietes durch ausländische Truppen sei ein ungeheuerlicher und nicht zu rechtfertigender Vorschlag, der auf eine unnötige Erniedrigung eines großen Volkes hinauslaufen würde. Auch der bekannte südafrikanische Politiker General Smuts befaßte sich in einer Rede in Groote Schnur, dem Amtssitz des Ministerpräsidenten der Südafrikanischen Union, mit der internationalen Lage und gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß das gefährlichste Kapitel überwunden fei. Die Entmilitarisierung der Rheinlanbe sei das letzte U e b e r b l e i b s e l mangelnder Gleichberechtigung in einem Friedensvertrag gewesen, der nicht den Frieden, sondern das Chaos gebracht habe. Südafrika hoffe, daß die zur Zeit im Gange befindlichen Verhandlungen endlich zu einem wirklich vollkommenen Frieden führen möchten. Der Geist verweigerter Gleichberechtigung, Unterwerfung unb Knechtschaft, ber im hielten am Samstag eine Sitzung ab, um eine g e- rneinesame Richtlinie gegenüber ben Vorschlägen ber Locarnomächte festzulegen. Der biplo- matische Mitarbeiter ber „Times" berichtet über diese Sitzung der Vertreter der sogen, neutralen Staaten, es habe sich um einen Meinungsaustausch unter Vorsitz und auf Einladung des dänischen Außenministers Munch gehandelt. Da die anwesenden Vertreter nicht die notwendigen Vollmachten gehabt hätten, sei eine Entscheidung nicht herbeigeführt worden. Anscheinend sei die übereinstimmende Ansicht dahin gegangen, daß sich der Dölkerbundsrat und der Völkerbund selbst strengstens an ihre Satzungen halten sollten. Jede Verstrickung in die Locarnostreitigkeiten solle vermieden werden, es sei denn, daß es sich um die Erfüllung unanfechtbarer Verpflichtungen handele. Bei der Sitzung sei darauf hingewiesen worden, daß die kleineren Mächte Gefahr liefen, durch den Entschließungsentwurf für die Belange der größeren Mächte ausgenutzt zu werden. Man habe auch der Besorgnis Ausdruck gegeben, daß die kleineren Mächte im Falle ihrer Hineinziehung in Verpflichtungen und dadurch sich ergebende Verwicklungen in einen Konflikt ihre traditionelle Neutralität a u f g e b e n würden. Das Kopenhagener Blatt „Dagens Nyheder" weiß zu berichten, daß am heutigen Montag neue Besprechungen stattfinden sollen. Man glaubt zu wissen, daß die kleinen Staaten besonders darauf bedacht seien, daß die private Politik der Locarnomächte nicht allzu sehr mit den Aufgaben des Völkerbundsrates vermischt werde. Der Einfluß des neutralen Blocks werde ohne Zweifel in der Nachmittags- Sitzung des Völkerbundsrates zu spüren sein. In ■m r öcm dänischen Außenminister nahestehenden "Politiken" heißt es u. a., es sei nicht zu leugnen, daß die logische und moralische Stärke Deutschlands "Orin liege, daß die übrigen Mächte trotz ihrer grundsätzlichen Zusage hinsichtlich der Einräumung der Gleichberechtigung an Deutschland niemals b e n ent scheibenden Schritt in dieser Rich- tung batten tun wollen, stets Bedingungen gestellt unb stets Hinausschiebung ber Erfüllung bes habt habe. Eine Neuorbnung ber europäischen Politik sei nur auf ber ©runblage völliger Gleichberechtigung möglich. Erst bann werde man dem Wettrüsten Einhalt gebieten und ben Frieben festigen können. Die Vorschläge ber Locarnomächte stellten aber nicht bie völlige Gleichberechtigung her. Man scheine in Paris Englanb zwingen zu wollen, an bem Vorschlag ber Locarnomächte festzuhalten. Die französische Presse sei nicht einmal bavon zurückgewichen, Englanb der Zweideutigkeit zu beschuldigen. Das „unverstandene" Frankreich Klagen der Pariser Presse. Paris, 23. März. (DNB. Funkspruch.) Die Breslauer Rede des Führers wird von fast allen Morgenblättern in einem ausführlichen Auszug wiedergegeben, auf eine redaktionelle Stellungnahme wird jedoch verzichtet. Aus der Rede wird in besonderer Aufmachung hervorgehoben: „W i r kapitulieren n i ch t", „wir machen keine Konzessionen". Aber es wird auch zum Ausdruck gebracht, daß die Brücken nicht abgebrochen seien. Der Berliner Berichterstatter des „Matin" weist seine Leser daraufhin, daß der 29. März das deutsche Volk einmütig hinter seinem Führer sehen werde. Das äußerlich sehr ruhige politische Wochenende, das sich vor allem im Ausbleiben von Informationen aus London äußert, läßt den Morgenblättern Zeit, sich in ihren Betrachtungen zwei Themen zuzuwenden: Der englischen öffentlichen Meinung und der Haltung Italiens als Locarnogarant. Die radikalsozia- listische „Republique", ebenso „Ere Nouvelle" bemühen sich, Italien von der Notwendigkeit zu überzeugen, sich dem französischen Standpunkt restlos anzuschließen. Frankreich sehe sehr klar, sagt „Ere Nouvelle", daß man bie Stresaer Front wieder aufricbten unb festigen müsse, um mit Deutschland verhanbeln zu können. Im selben Sinne erklärt „L'Ordre", alle Franzosen wünschten mit ihrem Außenminister, Italien möge enblich erkennen, baß sein politisches Inter- 3 Jahre Nationalsozialismus: ■ ■ Arbeitsdienst schafft für Deutschlanö Deine Stimme dem §ührer! dazu gemeinsam mit der Stadtgemeinde ihrer Lager- Heimat versammelt, um bie Abschiedsworte zu hören. Reichsarbeitsführer Konstantin Hier! sprach bann z u den scheibenden Arbei t s m ännern: „In wenigen Tagen werdet Ihr Abschied nehmen von Eueren Arbeitsstätten. Ihr könnt mit Stolz auf Euere Arbeit zurückblicken, die Ihr im Ehrendienst des deutschen Volkes und für seine Ernährungsfreiheit geleistet habt. Ihr seid in soldatisch strenger Zucht gehalten worden. Ihr habt einsehen lernen, daß der Gehorsam für eine Gemeinschaft eine Wohltat für alle ist. Ihr habt im Reichsarbeitsdienst aber auch erlebt, daß unsere Gemeinschaft ebenso auch durch die Kameradschaft zusammengehalten wird. Gehorsam und Charakter zusammen gibt den rechten Sozialismus. Haltet auch nach Euerem Ausscheiden an diesem Gemeinschaftsgeist fest unb übertragt ihn auf unser ganzes deutsche Volk. Bekennt Euch auch in Zukunft zum Lebensgesetz der Treue, des Gehorsams und ber Kameradschaft, bann werbet Ihr wertvolle Söhne Eueres Volkes sein!" Der Sonntag im Wahlkampf. Berlin, 23. März. (DNB.) Reichsminister Dr. Goebbels sprach am Sonntag in Nürnberg, ber Stabt ber Reichsparteitage. Die Kund- gebung, bie bisher größte biefes Wahlkampfes in Franken, fanb in der Kongreßhalle statt, die mit 30 000 Volksgenossen bis zum allerletzten Platz besetzt war, während weitere 20 000 die durch Lautsprecher übertragene Rede draußen mitanhörten. Dr. Goebbels erklärte u. a.: „Man hat bas beutsche Volk früher ein unpolitisches Volk genannt. Wir selbst nannten uns bas Volk ber Dichter unb Denker. Wir haben es immer schlecht verstanden, anderen Völkern gegenüber unsere Interessen zu vertreten. Es ist das erste große historische Verdienst des Führers und der von ihm gegründeten Bewegung, eine neue politische W i l l e n s b i l d u n g ermöglicht zu haben, aus der die deutsche Einigung und Befreiung vollzogen werden konnte. Die Kundgebung klang aus in ein gewaltiges Bekenntnis zum Führer. In Elmshorn bei Hamburg sprach der Reichsbauernführer Darrs zu mehr als 10 000 Bauern unb ßanbarbeitern. Das Lanbvolk ber Nordmark wirb ber Mahnung bes Reichsbauernführers eingedenk fein und sich am 29. März einmütig zum Führer bekennen. Auf dem Marktplatz von Bonn sprach am Sonntagmittag Stabschef Lutze vor 20 000 Menschen. „Wir wollen", so erklärte der Stabschef u. a., „dafür sorgen, daß der Führer den Rücken frei hat, um nach vorn zu marschieren. Wir wollen dafür sorgen, daß das Ausland nach dem 29. März weiß, daß ein einiges Volk hinter dem Führer steht, und daß die Stimme des Volkes auch die Stimme des Führers ist." Der Stabschef wandte sich in seiner Rede besonders an die SA. Ihr stellte er besondere Aufgaben und Verpflichtungen. Ein Treuegelöbnis für den Führer schloß die Kundgebung ab. Halberstadt, die alte Stadt am Harz, erlebte am Sonntag eine große Rede des Reichsjugendführers Baldur von Schirach, der unter dem Beifall der Zuschauermassen feststellen konnte, daß der HI. gelungen sei, woran die marxistische Jugendbewegung scheiterte. Die Jugend könne nicht mitentscheiden am 29. März, aber sie trage am Wahltage .ihr junges Herz dem Führer zu, und der Führer werde wissen: Die Jugend wird zu ihm halten in aller Zukunft. Der en$/' ismusr fd)lQnd erk nern. ichsarbeits- >men einer des Funk. ' Reichsar« en Arbeits. ner standen bu«btn S • ^vn er, -aiberi. Qb«ie Don Sportel ll,erbunb5, '^iukljen ‘erbaui “’S"« lein lm, lone 'Hin,. c n 9 e r e stampf. Neichsininistek q in 91 u r n' Je. Die Kund' .SL« Holt „Sicht'^ •SÄ’ ■ °°" *1 j ' pol“11”« Ä 7-u-1" w 29. WM , rttn gönn* S»-»; *f “'(.ei 'h-t B°^b°E r ®eift 29. ’ftüV r b-n^di- s-s LAS Nhl r im ^ren- feine Ernah- in solda- worden. Är fam für eine ist. Nr habt t, daß unsere Kamerad- ehorsam und Sozialismus, n an diesem ihn auf * auch in Zu- >s Gehorsams Ihr wertvolle H Der Reichswahlvorschlag der NSDAP. Beifallssturm, der diesen Worten folgte, zeigte, daß die ältere Generation sich am Wahltag von der Jugend nicht beschämen lassen wird. In Marburg sprach Reichsminister Rust. Es stehe fest, daß es auf dieser Erde kein Recht ohne Macht gebe und daß schwache Völker immer unrecht hätten. Deutschland sei der Ueberzeugung, daß ein Reich ohne Macht nie zum Leben komme. So solle das Volk sein Schicksal aufs neue dem Führer in die Hand legen. Der Führer nahm seine Kraft zu allen seinen Kämpfen aus seinem niemals zerstörbaren unermüdlichen Glauben an sein deut- sches Volk, das er als Bauhandwerker und Musketier kennengelernt hatte. Er sagte, daß ein Volk, welches fest zusammenstehe und Waffen haben wolle, solche erhalte. Heute habe Deutschland die Waffen sowie ein Volk, das sie tragen wolle. In die Ketten von Versailles gehe es nie mehr zurück. Wenn die Welt wüßte, wer Hitler sei und was er vor sich sehe, würde Frankreich so ruhig schlafen wie nie zuvor. Der Führer wolle eine neue Welt und die alte überwinden. Was das deutsche Volk wolle und nie mehr hergebe, sei sein Recht und seine Ehre. Veamte! Seid tätige Propagandisten der Idee! Aufruf des Meichsbeamtenführers. Berlin, 21. März. (DRB.) Der Reichsbeamtenführer Hermann Neef richtet zur Wahl an die deutsche Beamtenschaft folgende Wortes Zum dritten Male ruft der Führer am 29. März 1936 das deutsche Volk zur Reichstagswahl auf. Drei entscheidende Jahre der deutschen Geschichte liegen hinter uns. Drei Jahre, in denen unter Adolf Hitlers Führung Deutschland aus Schmach und Erniedrigung wieoer auferstanden ist zu Ehre und Freiheit. Gleichzeitig mit der Wiedererringung der Achtung und der Geltung des Reiches in der Welt vollzog sich der Aufstieg im Innern. Voll Stolz bekennen wir uns wieder voreinander und vor der Welt als Deutsche. Ich weiß, meine Berufskameraden, daß es keiner Aufforderung an euch bedarf, dem Führer in der für uns Beamte selbstverständlichen Gefolgschaftstreue am 29. März 1936 einmütig und geschlossen eure Stimme zu geben. Hat doch Adolf Hitler dem deutschen Beamten die Freude sein er Arbeit und die Ehre seines Amtes zurückgegeben, hat er doch dem Beamtentum den Platz in der Volksgemeinschaft wieder geschenkt, von dem es ein artfremdes System verdrängt hatte. Ich appelliere an euch, m i t e u r e m Beispiel allen deutschen Volksgenossen voranzu- aehen undalstätigePropagandistender Idee euch in die vorderste Front zu stellen. Es darf am 29. März keinen deutschen Menschen geben, der sich der Bedeutung dieses Tages nicht bewußt wäre. Jede Stimme gehört demFührer, gehört Deutschland! Oer Dank der deutschen Frau. Trommelwirbel erschallt an unser Ohr. Es ziehen die Kolonnen unserer jungen Wehrmacht vorüber. Aufrechte, kernige Gestalten, die für die Freiheit unseres Volkes mar" en. Der Jubel der Jürgen nimmt kein Ende. Ach, wenn sie nur erst mit marschieren könnten. Ist es doch ein beglückendes Gefühl, wieder Mutter eines freien Volkes zu fein. Unser Dank gilt unserem Führer, der uns einer leuchtenden Zukunft entgegenführt! Berlin, 21. März. (DNB.) Die NSK. veröffentlicht den vom Reichswahlausschuß in der öffentlichen Sitzung am 20. März 1936 zugelasse- nen Reichswahlvorschlag für die am 29. März 1936 stattfindenden Wahlen zum Reichstag. Der Reichswahlvorschlag umfaßt insgesamt 1035 Namen und nennt unter Nr. 1 bis 59 die folgenden Namen: Hitler, Adolf, Führer und Reichskanzler; H e ß, R u d o l f, Stellvertreter des Führers; Dr. Frick, Wilhelm, Reichsminister; Göring, Her- inann, Reichsminister; Dr. Goebbels, Paul Josef, Reichsminister; Amann, Verlagsdirektor, München; Bohle, Gauleiter, Leiter der Auslandorganisation der NSDAP., Berlin; Bormann, Stabsleiter des Stellvertreters des Führers, München; Bouhler, Chef der Kanzlei des Führers, Berlin; Buch, Vorsitzender des Obersten Parteigerichts, Solln bei München; B ü r ck e l, Gauleiter, Neustadt-Haardt; Darrs, Reichsminister; Dr. Dietrich, Reichspressechef der NSDAP., Berlin; Eggeling, stellvertretender Gauleiter, Frose in Anhalt; Ritter v. Epp, Reichsstatthalter, München ; F i e h l e r, Oberbürgermeister, München; Florian, Gauleiter, Düsseldorf; Forster, Alb., Gauleiter, München; Dr. Frank, Reichsminister; G ö r l i tz e r , stellvertretender Gauleiter, Berlin; Grimm, Vorsitzender des Obersten Parteigerichts, München; Gr o h 4, Gauleiter, Köln; Dr. Hel- muth, Gauleiter, Würzburg; Hierl, Staatssekretär, Reichsarbeitsführer; H i l d e b r a n d, Gauleiter, Schwerin: Himmler, Reichsführer SS.; Hühnlein, Korpsführer des NSKK.; Jordan, Gauleiter, Halle a. d. Saale; Kaufmann, Gauleiter, Hamburg; Kerrl, Reichsminister; Koch, Oberpräsident und Gauleiter, Königsberg in Pr.; Kube, Gauleiter, Berlin; Dr. Ley, Reichsleiter der Deutschen Arbeitsfront; Lohse, Gauleiter, Kiel; Lutze, Stabschef der SA.; Dr. Meyer, Gauleiter, Münster; Murr, Gauleiter, Stuttgart; M u t s ch m a n n , Gauleiter, Dresden; R ö v e r, Gauleiter, Oldenburg; Rosenberg, Reichsleiter des Außenpolitischen Amtes der NSDAP.; Rust, Reichsminister; S a u ck e l, Gauleiter, Weimar; v. S ch i r a ch , Jugendführer des Deutschen Reiches; Schmalz, stellvertretender Gauleiter, Hannover; Schwarz, Reichsschatzmeister der NSDAP.; Schwede- Koburg, Gauleiter, Stettin; S e l d t e , Reichsminister; Simon, Gauleiter, Koblenz; Sprenger, Gauleiter, Frankfurt a. M.; Streicher, Gauleiter, Nürnberg; Stürz, stellvertretender Gauleiter, Welper-Hüttenau; T e l s ch o w , Gauleiter, Buchholz, Kreis Harburg; Terboven, Gauleiter, Essen; Wächtler, Gauleiter, Bayreuth; Wagner, Adolf, Gauleiter, München; Wagner, Josef, Gauleiter, Breslau; Wagner, Robert, Gauleiter, Karlsruhe; Wahl, Gauleiter, Augsburg; W e i n r ei ch , Gauleiter, Kassel. Es folgen dann die weiteren Namen in alphabetischer Reihenfolge. Unter ihnen befinden sich die bekanntesten Männer des öffentlichen Lebens, des Staates und der Partei, der SA., der SS., des NSKK. und des Arbeitsdienstes, die führenden Männer der Gemeindeverwaltungen und Vertreter aller Berufsstände. Die Liste nennt u. a. folgende Namen: Dr. Bang, Staatssekretär i. R., Berlin; Dr. Decker, Potsdam, Generalarbeitsführer; Feder, Staatssekretär i. e. R.; Professor Freiherr v. Freitagh-Loringhoven, Breslau; Geheimer Finanzrat Dr. Hugenberg; Ministerpräsident K l a g g e s, Braunschweig; Gesandter Franz v. P a p e n ; Botschafter v. Ribbentrop; Reichsinspekteur der NSDAP. Schmeer; Reichshandwerksmeister Schmidt; Gouverneur a. D. Dr. Schnee; Professor Dr. Martin Spahn, Köln; Reichssportführer von Tschammer und Osten; Staatsrat Dr. Fritz Thyssen, Mülheim- Ruhr; Generaldirektor Dr. Bögler, Dortmund; Brigadeführer Schaub, Obergruppenführer Oberleutnant a. D. Wilh. Brückner. Willi Becker (Frankfurt), Bezirkswalter der DAF. Frankfurt a. M.; Beckerle, Diplom- Volkswirt, Frankfurt a. M.; Dr. Buttmann, Generaldirektor an der Bayerischen Staatsbibliothek, Stockdorf bei München; El aß, Justizrat, Berlin; Herzog von Koburg, Präsident des Roten Kreuzes, Berlin-Wilmersdorf; Daluege, Ministerialdirektor, SS. - Obergruppenführer, Berlin- Lichterfelde-West; Derichsweiler, Amtsleiter des NS.-Studentenbundes, München; Esser, bayrischer Staatsminister a. D., Thannkirchen; Dr. Grimm, Rechtsanwalt und Notar, Essen; Dr. Groß, Amtsleiter des Rassenpolitischen Amtes, Berlin-Wannsee; Richard Prinz von Hessen, NSKK.-Brigadeführer, Frankfurt a. M.; Hinkel, Staatskommissar, Berlin-Zehlendorf; Dr. med. Hocheisen, Sanitäts-Obergruppenführer, Berlin- Zehlendorf; Klostermann, Gauamtsleiter, Groß-Gerau; Krawielitzki, Kreisleiter, Marburg a. d. L.; Litz mann, General der Infanterie a. M., Neuglobsow, Kreis Ruppin; Dr. ß ü e r, Präsident der Industrie- und Handelskammer für das Rhein-Mainische Wirtschaftsgebiet, Frankfurt am Main; Münchrneyer, Pfarrer a. D.; Reichsredner, Düsseldorf; Neef, Leiter des Hauptamtes für Beamte, Berlin; Oberlindober, Reichsführer der NSKOV., Berlin-Wannsee; Potthof, Kaufmann, Oberbannführer, Wiesbaden; Reinhard, Führer des Kyffhäuferbundes, SS.-Ober- führer, Berlin-Spandau; Dr. von Rente ln, Volkswirt, Berlin; Graf zu Reventlow, Schriftsteller, Kapitän-Leutnant a. D., Potsdam; Ringshausen, Ministerialrat, Darmstadt; Schmidt, Betriebsleiter, Bad-Nauheim; Graf v. d. S ch u l e n- bürg, General a. D., Oberführer z. b. 23., Tressow, Mecklenburg; Prof. Dr. Dr. h. c. Schultze- Naumburg, Weimar; Seipel, Landwirt, Fauerbach vor der Höhe in Oberhessen; Dr.-Jng. Springorum, Dr.-Jng. e. h., Dipl.-Jng., Dortmund; Dr. Stang, Amtsleiter der NS.-Kultur- gemeinde, Berlin; Dr. Dr h. c. von Stauß, Preußischer Staatsrat, Münster, Westfalen; von Stephani, Major a. D., Berlin-Charlottenburg; Stöhr, Gauamtsleiter, Frankfurt a. M.; Thiele, Bürgermeister, Kreisleiter, Biedenkopf; Dr. med. Wagner, Arzt, Reichsärzteführer, München; Dr. Wagner, Bauer, Landesbauernführer, Landesbauernpräsident, Darmstadt; W e i n r e i ch , Reichsführer der Technischen Nothilfe, SA.-Gruppenführer, Berlin-Südende; Woweries, Schriftleiter, Berlin-Wannsee. 3 Milliarden Lebensversicherungen mehr! NSK. Wer in der Sorge um das tägliche Brot Mühe hat, von einem Tag zum andern zu kommen, kann für seine Zukunft keine Sicherung treffen. Seit den Jahren des Niederganges ist aber gar mancher wieder in der Lage, dem Kommenden mit Ruhe entgegenzusehen. 58 dem Verband deutscher Lebensversicherungsgesellschaften angeschlossene Dersicherungsunternehmungen weisen für 1935 eine Versicherungssumme von 17,04 Milliarden Mark gegenüber nur 15,91 Milliarden Mark im Jahre 1934 auf. Ein deutliches Zeichen dafür, daß viele wieder über den Tag hinaus ihre Mittel einteilen können! Veränderungen der statistischen Errechnung machen einen Vergleich mit 1932 nur schwer möglich. Damals verwalteten 50 Gesellschaften eine Versicherungssumme von 13,88 Milliarden Mark. Das deutsche Volk hat also sein Leben um über drei Milliarden Reichsmark höher versichert! Der Flugiag der Luftwaffe in Staaken. General Göring bei seinen Fliegern. Berlin, 22. März. (DNB.) Besser und eindrucksvoller konnte das erste öffentliche Auftreten der neuen Luftwaffe nicht sein, als bei ihrem vom Luftkreiskommando II auf dem Lufthafen Staaken zum Besten desWinterhilfswerkes 1935/36 durchgeführten Flugtag. 200 000 zahlende Zuschauer waren aus der Reichshauptstadt, aus Potsdam und den Vororten auf dem Flughafen zusammengeströmt, unzählige Zehntau- sende, oder Hunderttausende, umsäumten den weiten Platz draußen und bewunderten als Zaungäste die Leistungen der deutschen Flieger. — Unter den E h r e n g ä st e n sah man f a st alle fremden Militärattaches, die Generalität der Luftwaffe, zahlreiche hohe Offiziere aller Waffengattungen und Vertreter der verschiedenen Parteigliederungen. Mit militärischer Pünktlichkeit begann das umfangreiche Programm. Zum ersten Male hatte die Öffentlichkeit Gelegenheit, die Leistungen unserer stolzen Luftwaffe zu bewundern. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildeten wieder einmal die Leistungen des alten Kampffliegers Oberst Ernst U d e t, der die verwegensten Kunststücke in den Lüften vorführte und mit einem Segelflugzeug alle Zuschauer durch seine graziösen Flugwendungen entzückte. Gegen 17 Uhr erschien unerwartet der Oberbefehlshaber der Luftwaffe, General der Flieger Hermann Göring mit seiner Gattin, begleitet von Staatssekretär Körner und Staatssekretär Generalleutnant Milch. Mit einer kurzen Ansprache des Gaupropagandaleiters schloß die Veranstaltung. Oie erste Fahrgast-Fahrt des,,LZ129" Nach erfolgreicher Durchführung der Abnahme- und Probefahrten in der vergangenen Woche ist das neue Luftschiff „LZ 129" der deutschen Zeppelin- Reederei am Freitag, dem 20. März, durch das Re,ichsluftfahrtministerium zum Luftverkehr z u g e l a s s e n worden. Die erste Fährt des neuen Luftschiffes mit der Zulassungsnummer „LZ 129", bei der offiziell Fahrgäste befördert werden, sindet am Montag von Friedrichshafen aus statt. Während dieser Fahrt, auf der sämtliche Plätze schon besetzt sind, wird neben dem Luftschiff „LZ 129" auch das zweite Luftschiff der deutschen Zeppelin-Reederei, der bewährte „Graf Zeppelin" „LZ 127", über dem Bodenseegebiet kreuzen. Aus aller Well. Goldene kolonlal-TNedaille für Dr. Schacht, von Epp und Diehm. Das seit 40 Jahren in allen deutschen kolonialwissenschaftlichen und wirtschaftlichen Fragen führende Kolonial - Wirtschaftliche Komitee hat die 1909 zum ersten Male und seitdem nicht mehr verliehene Goldene Medaille dem Reichswirtschaftsminister und Reichsbankpräsidenten Dr. Schacht, dem Reichsstatthalter von Bayern, General der Infanterie Franz Ritter von Epp sowie seinem Vorsitzenden, Generaldirektor des Deutschen Kalisyndikats, Dr. h. c. August D i e h n, in Würdigung ihrer Verdienste um die deutsche Kolonialwirtschaft verliehen. Die Wiederherstellungsarbeilen im Schloß Oranien- stein. In der völligen Wiederherstellung des schönen Barockschlosses Oranten st ein vor den Toren von Diez an der Lahn hat auch hier der nationalsozialistische Staat seinen Kulturwillen bekundet. Zur Zeit werden die letzten Arbeiten in den Festsälen des Hauptbaues, wahren Perlen Marotscher Raum- Preiswerte Weine zur Konfirmation von 0.55 bis 4 50 Mk. per Flasche Literflasche 0.60, 0.80, 0.90, 1.00, 1 20 Mk. empfiehlt Weinhandlung Fritz Seibel Giefien — Ludwigsplatz Nr. 13. 01311 Anforderungen Wer sich für die Fortschritte im Herdbau interessiert, wer all die praktischen Neuerungen kennenlernen will, wer sich einen solchen wundervollen Herd früher oder später einmal anzuschaffen gedenkt, geht jetzt einmal nach dem Oswaldsgarten zu J.B. 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Auf dem Wege von Bonaduz nach dem Safiental (Graubünden) entdeckte ein Radfahrer von der Ver- famer Brücke aus in der 60 Meter tiefen Schlucht ein zertrümmertes Auto. Die Polizei stellte fest, daß zwei Leichen bei dem Auto lagen. Es handelt sich um den 1909 geborenen deutschen Staatsangehörigen Dr. med. Breuer, der sich in Saas im Prättigau in Ferien aufhielt, und um den Züricher Gymnasiallehrer Dr. phil. Theodor P e - st a l o z z i. Das Unglück muß sich nachts zugetragen haben. Nach den Räderspuren zu schließen, hat der Autolenker auf der Fahrt von Bonaduz nach Ver- sam die Einfahrt in die Versamer Brücke verfehlt und ist direkt in die 60 Meter tiefe Schlucht hmun- tergefahren. Die beiden Insassen müssen augenblicklich tot gewesen sein. Britische und amerikanische Missionare in Nordchina von Kommunisten bedroht. Nach indischen Meldungen ist eine größere Anzahl britischer und amerikanischer Missionäre durch kommunistische Truppen in Nordchina 140 Kilometer südlich von Taijuanfu von der Umwelt abgeschnitten worden. Man hegt große Befürchtungen wegen ihrer Lage und will versuchen, Flugzeuge in das Gebiet zu senden, um den Missionaren Hilfe zu bringen. Neue Ueberschwemmungen in Amerika. Erneuter Schnee und Regen verschärfte am Sonntag die Notlage der Obdachlosen in den verschiedenen Ueberschwemmungsgebieten und behinderte die Wiederaufbauarbeiten. Im Fluhtal des Ohio wurde am Sonntag das ganze Gebiet zwischen Marietta und Cincinnati überflutet. Das Hochwasser des Connecticut-Flusses beträgt jetzt über 12 Meter. Teile der Stadt Hartford stehen bis zu 5 Meter unter Wasser. Zahlreiche Städte von Maine und Connecticut sind ohne Licht und Wasser. Auf Verfügungen Roosevelts wurden am Sonntag 43 Millionen Dollar für die Hilfsaktion zur Verfügung gestellt. Man befürchtet weitere verheerende Ueberschwemmungen auch m anderen Bundesstaaten, da die Ströme in Nord- und Südkarolina bereits rasch steigen. Unwetter und Waldbrand in Argentinien. Buenos Aires wurde von einem schweren Unwetter heimgesucht, das mehrere Todesopfer forderte und großen Schaden anrichtete. Der Verkehr ist zum größten Teil lahmgelegt. Der Sturmwind zerstörte die Starkstromleitungen und die Straßenbahnoberleitungen, die Wolkenbrüche verursachten gewaltige Ueberschwemmungen, so daß der Einsatz von Feuerwehr und Militär erforderlich wurde, um zahlreiche gefährdete Menschen zu retten. Einige der Verunglückten sind ertrunken. — In Obera im Staate Misiones, dem Schauplatz des Kommunistenaufstandes, brach ein Waldbrand aus, der bereits mehr als 2000 Hektar Wald vernichtet hat. Behörden vermuten, daß in Verbindung mit dem jüngsten Kommunistenputsch Brandstiftung vorliegt, da mehrere Brandherde festgestellt wurden Deutsche Studenten bei Mussolini. Zum Abschluß der zweiten Jahrestagung der Zweigstelle Rom des deutschen akademischen Austauschdienstes wurden die 22 deutschen Auslandsstudenten in Italien gemeinsam mit dem Präsidenten des Austauschdienstes, SS.-Brigadeführer und General a. D. von M a s s o w , dem Leiter des Austauschdienstes in Rom, Dr Blahut, und Graf Hohenthal von der Deutschen Botschaft von Mussolini empfangen. Der Duce unterhielt sich mit seinen deutschen Gästen angeregt in deutscher Sprache und äußerte großes Interesse für die Aufgaben des Austauschdienstes. Besonderen Anklang fand ein aus Anlaß der Tagung in großem Stil aufgezogener italienisch - deutscher Volkskunst abend, bei dem $tne bayerische und eine neapolitanische Volkskunstgruppe mitwirkten. Staatssekretär A l f i e r i, Herren des italienischen Propagandaministeriums und der bekannte Historiker V o l p i waren bei der Veranstaltung anwesend Drei Jahre Gefängnis für einen jugendlichen Einbrecher. Vor dem Jugendgericht Aschaffenburg wurde der 16^jährige Heinrich Geis wegen eines Einbruchsdiebstahls in Goldbach und wegen .*3 U F' M ?: :■& MMN Medberg in Erwartung desAeichsbauernsiihrers Neichsminister Darre spricht am Mittwoch zu den Bauern der Wetterau. Friedberg ist eine der charakteristischsten Landstädte in Hessen-Nassau. Inmitten der fruchtbaren Wetterei liegt die kleine Stadt, von weither kenntlich durch das Massiv ihrer Burg und den hochausragenden spitzen Bergfried. Zeitweilig hatte Friedberg — in früheren Jahrhunderten — eine Bedeutung, die dem Rang Frankfurts in nichts nachstand. Handel und Gewerbe blühten, aber im entscheidenden Augenblick gewann doch die Stadt am Main den Vorsprung; denn die Gunst der Lage und die Möglichkeiten des Wasserweges kamen dem Verkehrsleben zugute. Auch vom aufreibenden Streit kleiner Dynastien blieb Friedberg nicht verschont, es büßte im Gegenteil gerade dadurch mit seine beste wirtschaftliche Kraft ein und verschwand bald aus der Reihe der Handelsstädte des späten Mittelalters und der beginnenden Neuzeit. Seit dieser Zeit konnte sich aber die Stadt auf einer gesunden und geachteten Höhe halten. Denn Totschlagsversuchs zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Geis hatte in der Nacht zum 5. Januar im Eisenwarengeschäft Rußmann in Goldbach einen Einbruchsdiebstahl verübt. Als er von dem Geschäftsinhaber und zwei weiteren Personen bemerkt und verfolgt worden war, gab er mehrere Schüsse ab, wobei Richard Rußmann durch einen Beckenschuß gefährlich verletzt wurde. Ehrung einer hundertjährigen. Der Führer und Reichskanzler hat der Frau Katharina Mar nick in Laband (Kreis Gleiwitz) aus Anlaß der Vollendung ihres 10 0. Lebensjahres ein persönliches Glückwunschschreiben und eine Ehrengabe zugehen lassen Tabakfchmuggler mit tragbarer Brücke. Unbekannten Schmugglern gelang es durch einen verwegenen Trick, einen ganzen Lastkraft- wagen mit belgischem Tabak nach Frankreich einzuschmuggeln. Die Schmuggler hatten eine tragbare sechs Meter lange Holz- b rücke mitgebracht, die sie in der Nacht dicht bei einer Schleuse bei Comines über den Ly s - Fluß legten. Ueber diese „Privatbrücke" zogen sie dann ganz leise ihren Lastkraftwagen und fuhren auf französischem Boden unerkannt davon. Lynchjustiz an einem Neger in USA. Aus Macon im Staate Georgia wird ein neuer Fall von grausamer Lynchjustiz an einem Neger gemeldet. Auf der Straße zwischen Macon und Columbus überfielen in einer der letzten Nächte etwa 40 maskierte und bewaffnete Männer ein Gefangenentransportauto. In dem Kraftwagen befand sich ein 32jähriger Neger, -der beschuldigt wurde, zwei weiße Flauen und eine Negerin tätlich angegriffen zu haben. Die maskierten Männer hielten das Polizeiauto an, überwältigten die Beamten, bemächtigten sich des gefangenen Negers und sie hat die fruchtbare Wetterau als Rückhalt und Hinterland. So stellt sich denn noch heute Friedberg als der heimatliche Mittelpunkt für die zahlreichen Dör- f e r der We11erau dar. Hier werden die wichtigen Märkte und große Veranstaltungen der gesamten Bauernschaft abgehalten, und die Stadt mit ihren behaglichen Fachwerkhäusern und fast dörflichen Winkeln ist eine zweite Heimat der Wetterauer.' Am Mittwoch, den 25. März, wird sich in Friedberg ein ungewöhnliches Leben und Treiben entwickeln. Tausende und aber Tausende von Bauern und Landarbeitern und Städtern werden sich hier zusammenfinden, den Reichsbauernführer zu sehen und zu hören. Denn an diesem Tag wird Reichsleiter und Reichsminister R. Walther Darre nach Friedberg kommen, um hier mitten im bäuerlichen Land über die große Stunde zu sprechen, in die unser Volk am 29. März eintritt. Reichsleiter Darre ist der Mann, den das Vertrauen des Führers zum Reichsbauernführer bestimmte, der als alter Kampfgenosse Adolf Hitlers nach der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus mit durchaus neuer Auffassung an die schweren Probleme heranging, die aus der katastrophalen Lage des deutschen Bauerntums und den Fragen der Ernährung des Volkes entsprangen. Damit alle Volksgenossen, die aus Fern und Nah am Mittwoch nach Friedberg kommen, auch wirklich Gelegenheit haben, den Reichsbauernführer zu hören, wird in diesen Tagen ein Riesenzelt aufgebaut, das nicht weniger als 5 984 Quadratmeter Fläche bedeckt. Dieses Zelt ist 88 Meter lang, 68 Meter breit und wird auf feinen Bänken Platz für 15000 Personen bieten. Wenn Reichsleiter Darre in Friedberg erscheint, stehen wir knapp vor dem großen Tag unseres Volkes. Für jeden Volksgenossen aus der näheren und weiteren Umgebung wird es daher ein besonderes Erlebnis sein, kurz vor der entscheidenden Abstimmung noch einen Mitarbeiter des Führers zu sehen und zu hören. Willkommgruß des Gauleiters. Der Reichsbauernführer Reichsminister R. Walther Darre spricht am 25. März in Friedberg. Die Bauern aus allen Teilen des Gaues gehen nach Friedberg, um ihn zu hören. Aber nicht nur die Bauern grüßen ihn, sondern die gesamte Bevölkerung des Gaues h essen-Nassau heißt ihn in seinem Heimatgau willkommen. Sie stehen zu ihm, weil sie wissen, daß sie mit ihm hinter Adolf Hitler stehen. Gez.: Sprenger. rasten mit ihm in einem Kraftwagen davon. Bei der unmittelbar danach aufgenommenen Suche wurde die Leiche des Negers mit einem Strick um den Hals und schweren Kopfverletzungen in einem Sumpf aufgefunden. Luftschiff „LZ 129“ befördert die erste Post. Das neue Luftschiff „LZ 129" wird auf seinen ersten Rundfahrten, die kein bestimmtes Ziel haben, auch zum ersten Male P o st mitnehmen. Zur Postbeförderung werden gewöhnliche Briefe im Einzelgewicht bis 20 Gramm und Postkarten an Empfänger in beliebigen Bestimmungsorten zu- gelassen. Als Gesamtgebuhr sind für einen Brief bis 20 Gramm eine Mark und für eine Postkarte 50 Pf. zu entrichten. Zum Freimachen können Luftpostmarken wie auch andere Freimarken verwendet werden, dock ist die Freimachung durch Freistempler bei diesen Sendungen nicht gestattet. Alle Briefe und Postkarten müssen in der Anschrift den Vermerk „Mit Luftschiff LZ 129" tragen; sie sind an das Postamt in Friedrichshafen (Bodensee) gegen die gewöhnliche Freigebühr in einem Umschlag mit der Aufschrift „Sendungen für das Luftschiff LZ 129, Postamt Friedrichshafen (Bodensee)" einzusenden. Das Postamt in Friedrichshafen wird die Freimarken auf den Sendungen mit dem gewöhnlichen Tagesstempel entwerten; nach Beendigung der Fahrten erhalten die Sendungen den Abdruck eines Bestätigungsstempels mit der Inschrift „Mit Luftschiff LZ 129 befördert". Auch während der Fahrten des Luftschiffs können Briefe und Postkarten bei einer an Bord des Luftschiffes eingerichteten Posthilfsstelle aufgeliefert werden. Diese Sendungen erhalten einen Tagesstempel der Bord- Hilfsstelle „Luftschiff LZ 129", dagegen nicht den Abdruck des vorher erwähnten Bestätigungsstempels. Eine Gewähr für die Beförderung der Sendungen mit einer bestimmten Fahrt des Luftschiffs wird von der Post nicht übernommen. Vrzezlny-Fahrk des deutschen Reichskriegerbundes. Der Deutsche Reichskriegerbund (Kyffhäuserbund) veranstaltet in der Zeit vom 21. Mai (Himmelfahrt) bis zum 24. Mai eiae Fahrt nach den Schlachtfeldern bei Lodz. Der Bundes, führer, SS.-Oberführer Oberst a. D. R e t nhard. ruft alle Kameraden, die bei Lodz gekämpft, vor allem den Durchbruch bei B r z e z i n y mitgemacht haben, zur Beteiligung an dieser Fahrt auf. Sam- melpunrt der Fahrtteilnehmer wird Breslau fein, von wo aus nach einem einleitenden Vortrag des Bundesführers über die Vorgänge, die zur Schlacht bei Lodz führten, am Morgen des 22. Mat Die Fahrt in Gesellschaftskraftwagen zunächst nach dem südöstlich Lodz, am 23. Mai nach dem östlich Lodz gelegenen Teil des Schlachtfeldes unternommen wird. Alles Nähere teilt das Bundesamt des Kyfs. Häuserbundes, Berlin W 30, Geisbergstraße 2, mit, an das auch bis spätestens 15. April die Anmeldungen zu richten sind. Riesiges Meteor an der amerikanischen Küste niedergegangen. lieber dem Ozean, dicht bei Montauk Point (Ostspitze von Long Island im Staate Neuyork) ging am Samstagfrüh kurz vor 3 Uhr ein riesiges Meteor nieder Der Himmel war mehrere Sekunden lang taghell erleuchtet. Die seltene Himmelserscheinung war von bonnerartigem Geräusch be« gleitet. Gleichzeitig wurde an der Jersey-Küste ein leichter Erdstoß wahrgenommen Augenzeugen sahen einen rotglühenden Ball mit gelbem Schweif. Der Flugzeugführer eines in Newark eingetroffenen Passagierflugzeuges erzählte, er sei besorgt gewesen, daß seine Maschine zerschmettert werde. Er habe nie in seinem Leben eine so blendende Licht- erscheinung beobachtet. Die eigenen Kinder ins Wasser gestoßen. In einem Anfall geistiger Umnachtung stieß eine Einwohnerin des westfälischen Dorfes Altengeseke ihre vier Kinder im Alter von 2 bis 11 Jahren in den Dorfteich. Nur dem Umstand, daß gerade Leute vorüberkamen und auf die schreckliche Tat I aufmerksam wurden, ist es zu danken, daß die beiden jüngsten Kinder gerettet werden konnten. Die Wiederbelebungsversuche bei dem Neunjährigen, das ebenfalls bald geborgen wurde, blieben ergeb* nislos. Die Leiche des ältesten Knaben konnte noch nicht geborgen werden. Die Frau wurde in eine Heilanstalt gebracht. Lawinenunglück in Rumänien. — Vier Todesopfer. In der Ortschaft Busteni bei Sinaja (Rumänien) ereignete sich ein schweres Lawinenungl ü ck. Acht Bersteiger aus Bukarest wurden von einer Lawine erfaßt und verschüttet. Vier von ihnen wurden schwer verletzt gerettet. Die anderen vier konnten nur als Leichen geborgen werden. Dies ist das erste schwere Lawinenunglück, das sich feit Jahren in Rumänien ereignet hat. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort FrankfurL Die atlantische Wirbeltätigkeit greift immer weiter auf das europäische Festland über. Im Bereich subtropischer Meeresluft ist es über Frankreich in großer Ausdehnung zu Bewölkung und teilweise sogar zu gewittrigen Niederschlägen gekommen. Bei uns hielt bisher noch die frühlingshafte freundliche Witterung an und ließ gestern die Temperaturen vielerorts über 20 Grad Celsius anfteigen. Immerhin deutet das Aufkommen von Bewölkung auch bei uns schon das Eingreifen von Tiefdruckstörungen an, deren Einfluß sich noch verstärken wird. Ausgesprochen unfreundliches und regnerisches Wetter ist dabei vorerst noch nicht zu erwarten. Aussichten für Dienstag: Wechselnd bewölkt und unfreundlicher mit einzelnen Schauern doch im ganzen noch freundlich, bei lebhafteren südwestlichen Winden tagsüber nicht mehr so warm. Aussichten für Mittwoch: Bei Luftzufuhr aus Süden bis Westen kühleres und unbeständigeres Wetter mit einzelnen Niederschlägen. Lufttemperaturen am 22. März: mittags 20,2 Grad Celsius, abends 8 Grad; am 23. März: morgens 4 Grad. Maximum 20,4 Grad, Minimum heute nacht 1,8 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 22. März: abends 7,9 Grad; am 23. März: morgens 5,2 Grad Celsius. — Sonnenscheindauer 9,5 Stunden. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die BilderS Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Teck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D. 21. II. 36: 10 556. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Im 49. Lebensjahr. öl 361 Gießen, den 21 März 1936 Die Trauerfeier findet Dienstag, 24. März, 14 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt 1820 D toneniooii 51 lfde. Meter zu verkaufen. isisD Wiefeck.Weg 16. | Kaufgesuche"] Ilt-M auch Silbergeld kauft ständig Erich Beyer Juwelier 01314 Bahnhofstraßei Spezialität: Umarbeitung von alten Tranringen. 6 25 Adler (offen) steuerfrei, zu verkaufen od. geyen Kleinwag. (Limousine) zu vertauschen. Schr.Angeb.unt. 01358 a.d.G.A. | Verkäufe | Bausparvertrag über 18000 Mk. abzugeben. Schrift!. Angeb. unter 1709D an denGietzen.Anz. 'Gut erhaltener fiinöenoooen zu verkauf. 01355 Am8ugelverg4llp. Suche für mein. Wirtschaftsbetr. ein gut erhalten, rklavlev. Schr. Angeb. mit Preisangabe an W.üorm. Mlnkel OOenhaufen-Cflön Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermahlungsanzeigen Geburtsanzeigen bei BrOhl, Schulstr.7 Nach kurzer, schwerer Erkrankung verstarb heute plötzlich und unerwartet mein lieber Bruder Im Namen der Hinterbliebenen: Artur Bender, Offenbach, Ludwigstrafie 3. Schiffsarzt Fritz Hans Bender Ritter hoher Orden Allen Verwandten, Freunden und Bekannten die traurige Mitteilung, dafi mein lieber, guter Mann, der treue Vater seines Sohnes, unser lieber Bruder, Schwager, Onkel und Pate Ludwig Inderthal IV im 53. Lebensjahr plötzlich und unerwartet entschlafen ist Die trauernden Hinterbliebenen Frau Margarete Inderthal, geb. Bellof und Sohn Familie Heinrich Inderthal IV. Familie Wilhelm Seipp Familie Heinrich Siegfried Familie Heinrich Bellof II. Rödgen, Grofien-Buseck, den 23. März 1936 Die Beerdigung findet Dienstag, den 24. März, nachmittags 31/, Uhr statt. Montag, 25. März 1936 Deutschland durchgeführt haben, werden wir auch versuchen, die Auslandsbeziehungen zu heben und zu vermehren, wie es schon kürzlich in persönlichen Besprechungen in Budapest begonnen wurde. Einmal um der wirtschaftlichen Gesundung, zum andern um der Anerkennung des deutschen Films in der Welt willen." ,Flrbetterhauser statt Granaten." „Denn wir heute in einen Krieg gestoßen würden, dann kostete jede ZO-cm-Granate gleich 3000 Dark, und wenn ich noch anderthalbtausend Reichsmark dazulege, dann habe ich dafür ein Arbeiterwohnhaus, und wenn ich eine Dillion solcher Granaten auf einen Haufen lege, dann ist dies noch lange kein Donumenl. Wenn ich aber eine Million solcher Häuser habe, in denen Arbeiter wohnen können, dann sehe ich mir ein Denkmal." Adolf h i t l e r in seiner Rede in Karlsruhe am 12. Därz 1936. Nr. 7« Zweites Statt Eichener Anzeiger tSenerat-Anzetger für Ederychen- < hx L -x, < ' x^.-; CL ,• tu X' VUv r **