0 5 0 «ofi TS n re' 5 n C 0:^ S-FGIgT =■ »£,- ÖtfiS-ä cHs-.es 3 ^'7 »<» ~»® ® c 2 &R0» !>> Samstag, 22. Februar 1936 186. Jahrgang M. §5 Erstes Blatt Gießener Anzeiger Umschau wird. Ö 0 3 E 3 to o* o 6) 8 Ö s 3 Entscheidend für diese Feststellung ist, wie das deutsche Memorandum darlegt, vor altem die Bestimmung des Zeichnungsprotokolls zu dem fran- zösisch-sowjetrussifchen Vundnispakt, wonach sich die beiden Vertragspartner zwar vor einer Aktion, die sie aus den bekannten Artikel 16 der Völkerbunds- sahung stützen wollen, zunächst an den Völkerbundsrat wenden werden, dah sie aber die vereinbarte Beistandspslicht auch dann zu erfüllen haben, wenn es- aus irgendeinem Grunde nicht zu einer Empfehlung des Rates in diesem Sinne oder überhaupt zu keinem einstimmigen Ratsbeschluh kommt. Danach nimmt Frankreich die Freiheit für sich in Anspruch, im Falle eines Konflikts zwischen Deutsch- land und der Sowjetunion auch dann auf Grund Autorität des Mikado und haben wiederholt ihre Auffassung nachdrücklichst auch durch Attentate, 3 B. auf den General Nagata, den Chef des Wehr- amte5, Ausdruck gegeben. Die Ermordung des Generals Nagata wurde von den extremen Kreisen ge- radezu begrüßt und bis heute ist der Täter noch nicht abgeurteilt worden. Die japanischen Parteien sind in diesem Ringen unterlegen. Der alte Reichstag wurde aufgelöst weil die Seiyukai mit einem Mißtrauensvotum drohten. Die Einkreisung der japanischen Parteien durch die Staatsführung wurde in den letzten Jahren immer sichtbarer, man war bestrebt, die japanische Form des Liberalismus durch eine neue Staatsführung abzulösen. Daß diese Staatsführung die japanische Monroe-Doktrin predigt, also „Asien den Asiaten unter japanischer Führung", machte sie ebenso volks- tümlich wie der Kampf gegen die Schäden des Hoch- kapitalismus und der Parteienwirtschaft, dre gerade in Japan sich mit besonderer Schroffheit zeigten und vor allem die Bauern in das Lager der antiparlamentarischen Militärs führten. Gegen dieses autoritäre Prinzip schlechthin trat vor allen Professor Minobe auf, einst Japans gefeiertster Staatsrechtslehrer. Er hat eine Reche von Werken geschrieben, die sich mit der japanischen Verfassung beschäftigen und war Vertreter der sogenannten Organ-Theorie, die darauf hin- ausläutt, daß Japan eine konstitutionelle Monar- chie fei, in der der Monarch, der Mikado, nur ein Organ der verschiedenen sich kontrollierenden Gewalten bedeute. Professor Minobe ist also ein Schuler des europäischen Liberalismus, er vertrat seine Ideen im Zusammenhang mit den Auffassungen der Seiyukai trotz aller Warnungen der Regierung. Daraufhin wurden im Vorjahre kurzerhand seins Werke über die Verfassung verboten, seine akademische Lehrtätigkeit wurde lahmgelegt und MinobS selbst von den Anhängern desKodo als Vertreter der Anschauungen des verrotteten Westens, als Femd des Kaisers und des japanischen Volkes hingestellt. ■ Der Streit der beiden Auffassungen wurde immer eines besonderen Vorverfahrens vor dem Völkerbundsrai zur Anwendung gebracht werden könnte. Das deutsche Memorandum vom 25. Mai betont, daß eine unter solchen Umständen eingeleitete militärische Aktion nach Ansicht der deutschen Regierung außerhalb des Artikels 16 der Völkerbundssahung stehen und infolgedessen eine flagrante Verletzung des Rheinpak- les von Locarno darftellen würde. Noch offenkundiger als die in dem deutschen Me- morandum allein erörterte rechtliche Verletzung des Locarnopaktes durch den neuen Pakt ist die von der deutschen Regierung von vornherein betonte Unvereinbarkeit der beiden Pakte oon allgemeinen politischen Gesichtspunkten aus. Den übrigen Signatarmächten des Rheinpakts von Locarno ist bekannt, daß die deutsche Regierung diesen Standpunkt in den Auseinandersetzungen, zu denen ihr Memorandum Anlaß gegeben hat, i n vollem Umfang aufrechterhalten hat und noch heute aufrechterhält. Unter diesen Umständen läßt sich die erwähnte Aeutzerung des Herrn Herriot nur so erklären, daß er über den Inhalt des deutschen Memorandums und über den von der deutschen Regierung bei den anschließenden Auseinandersetzungen eingenommenen Standpunkt nicht richtig informiert ist. Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8^/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrist nach vorh.Dereinbg.250/a mehr. Ermäßigte Grundpreise: des Artikels 16 der Völkerbundssahung militärisch gegen Deutschland vorzugehen, wenn es sich dabei weder auf eine Empfehlung noch auf eine anderweitige Entscheidung des Völkerbundsrates berufen kann, die Frage des Angreifers vielmehr einseitig für sich entscheidet. Ueberdies steht der Wortlaut des fran- zösisch sowjetrussischen Zeichnungsprotokotls mit der Sahungsbestimmung in Widerspruch, wonach der Artikel 16 gegen Deutschland als Richtmitglied des Völkerbundes überhaupt erst auf Grund leuten von der Hebräischen Universität Jerusalem, die geologischen Vorbedingungen für diesen Kanalbau studieren, der von Akaba am Roten Meer nach Gaza in Palästina fuhren würde. Soviel bisher bekannt wird, konzentriert sich das Hauptaugenmerk derzeit auf die notwendigen Schleusenbauten, die die Geländeverhältnisse in der teilweise unter dem Meeresspiegel liegenden En-Ghor-Talsenke erfordern wurden, und auf die ebenfalls nicht geringen Schwierigkeiten an der Gaza-Küste. Gleichzeitig finden im Orangen- Gebiet an der Nordseite des projektierten Kanal- bettes wiederum Oelsondierungen statt, die bei einer Verwirklichung des Gaza-Akaba-Kanals vielleicht von strategischem Interesse sein mögen. 0 tt 5« 3 3^» A VA °s° "i3 3 3 2 3 2 ft n würden keine weiteren Sitzungen der Flottenkonferenz stattfinden, ehe nicht diese Fragen hinter den Kulissen in irgend einer Form erledigt worden seien. Eine Konkurrenz für den Suezkanal? Suez, 21. Febr. (DNB.) Mehrfach ist in hiesigen Fachkreisen von einem Plan die Rede gewesen, östlich der Sinai-Halbinsel einen neuen Durchftich vorn Roten Meer zum Mittelmeer zu schaffen und so die strategische Monopolstellung des Suezkanals im englischen Verteidigungsinteresse zu beseitigen. Tatsache ist, daß augenblicklich englische Geologen und Vermessungsingenieure, unter Hinzuziehung von Fach- 3 7 3 A u 3 .** 3 Locarnoabkommen undMoskaupakt miteinanderunvereinbar Herriots Auffassung wird richtiggestellt. Lrfcheml täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte GielZener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle Monatr-vezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Fernsprechanschlüfse unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach- richten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: ßrankfurt am Main 11686 Mauren befreit hatten, standen die Katalanen in djroffem G-g-nsatz zur Dynastie Ferdinands und Isabellas. Als Katalonien dann im spanischen Erb- solgekrieg für den österreichischen Habsburger den pstieren Kaiser Karl VI., Partei ergriffen hatte, verlor es im Jahre 1714 durch den Bourbonen Philipp V. seine alten Sonderrechte. Jetzt jmo bei der letzten Wahl die Stimmen für die katalanischen Autonomie-Parteien wieder außerordentlich gewachsen. Zweifellos steht die Einheit Spaniens auf dem Spiel. Wenn man an die Erbitterung denkt, mit der in Spanien seit jeher politische (Segenfatie ausgetragen werden, muß man befurchten, daß das Land' stürmischen Zeiten entgegengehen wird. Der Sieg der italienischen Waffen bei (E n ber = t a ist seiner Bedeutung nach weit über Den Charakter eines örtlichen Teilerfolges hinausgewachsen. Er hat nicht nur die strategische Stellung ber faschistischen Expebitionstruppen m ^orbabessimen verbessert, inbem er ben Ring um bie ^eftung Ma- kalle enbgültig sprengte unb ben ,^?(l.c"ern61(,öreMn Weg zu weiteren Vorstößen ms abesimische Kern- lanb öffnete, sonbern er beginnt auch Aon, Vei- änberungen in ber internationalen Politik hervorzurufen. Der römische Prestigezuwachs ermöglicht es ben Italienern, bem Gebauten einer fneblichen Vereinbarung mit ben Sanktionsmachten — wenn auch in versteckter Form — wieber naher zu treten. Die Veröffentlichung bes englischen@ebeimberi(Jtc5 von I. L. Maffey burch bie römische Presse beutet in diese Richtung. Vielleicht soll dadurch zugleich ein Druck auf London ausgeübt werden, uw die durch den Sieg von Enderta verbesserte italiemfche Stellung noch zu unterstreichen. Ob die erhoffte Wirkung auf England eintreten wird, ist allerdings sehr fraglich. Zunächst scheint es, als ob durch die letzten römischen Aktionen eher das Gegenteil erreicht wurde. Das englische Kabinett hat in diesen Tagen mit besonderer Schärfe zum Ausdruck ge- o.e bracht, daß zur Eröffnung von neuen Fnedensver- ben * hanblungen englischerfeits keinerlei Veranlassung vorliege. Ueberbies ließ London verlauten, daß man eine schnelle Entscheidung über die Frage der Oel- sperre wünsche und daß gegebenenfalls neue Mittel erwogen werden müssen, um die Sanktionen gegen Italien wirksamer zu gestalten. Die politischen Manöver, die dem militärischen Erfolg ber Italiener am Berge Aradam gefolgt finb, zeugen also im ganzen mehr für eine Berscharfung als für eine Entspannung bes abessinischen Konfliktes. ♦ Die Reichstagswahlen in Japan am 2 0. Februar brehten sich um bie Vernichtung ber Seiyukai, bie im Jahre 1900 von Fürst Ito gegrünbet würbe. Im alten Reichstag hatten bie Seiyukais mit 249 von 425 Sitzen bie Mehrheit, aber inzwischen finb anbere Gruppen hinzugetreten, so daß zuletzt bie Seiyukais 266 Manhate zahlten. Diese Partei ftanb in schärfster Opposition zur Regierungspartei, ben 1927 gegrünbeten M i n s e 111 o , unb vertrat vor allem ben rein parlamentarischen Stanbpunkt, b. h. sie geriet in Gegensatz zum Kobo, zum Glaubensbekenntnis ber Japaner, wonach ber Mikabo göttliche Gewalt habe, allem Japan ben rechten Weg zur Größe zeige unb autoritär bie Geschicke Japans zu bestimmen habe^ Diese Lehre ist mystisch-religiös, sie sieht im Mikabo ben Enkel ber Sonnenkönigin, ber als Ausbruckssorm göttlichen Willens absolut unb autoritär sei. Damit wirb üerbunben bie Ibee eines autoritären Staates, bereu Einzelheiten bem europäischen Sinn nicht gemäß finb. Man kann bieses Dogma als Reaktion gegen bie politischen Formen aufsassen, bie unter bem großen Reformkaiser Meist Prinz Ito burchführte. Prinz Ito gab bem japanischen Volke eine Verfassung nach englischem Vor- bilb er stellte neben bie kaiserliche Gewalt ein Oberhaus und ein Unterhaus, ben Reichstag. Aber bas Einbringen Japans in bie technische unb wirtschaftliche Arbeitsweise des europäischen Westens brachte naturgemäß die sich bildenden Parteien in den Geruch der Korruption oder des (Europäer-- i tums. Vor allem die Militärs sind Anhänger der London, 22. Febr. (DNB. Funkspruch.) Wie Preß Association meldet, hat die französische Regierung durch Botschafter Sorbin den britischen Außenminister wissen lassen, daß ber britische Protokoll- vorschlag, ber bas Verfahren für bie Einbeziehung ber übrigen Mächte in bas ge» plante F l o 11 e n a b k o m m en regeln soll, in bieser Form nicht annehmbar fei, wenn auch bie Franzosen bie Notwenbigkeit ber, Zustimmung anberer Flottenmächte zum Vertrag anerkennten, alls bas Abkommen überhaupt noch irgendeinen praktischen Wert haben solle. Die Agentur bestätigt ferner, daß französischerseits die Frage eines L u s t a b k o m m e n s aufgeworfen wurde mit dem Hinweis, daß die gegenwärtige Flottenkonferenz hierzu eine gute Gelegenheit biete. Die Franzosen hätten aber den Abschluß eines qualitativen Flottenabkommens nicht von einem Luftabkommen abhängig gemacht. unb selbst hier im wesentlichen eine Theorie geblieben ist. Um so begieriger wirb jedes Aufleuchten des roten Sterns in anderen Ländern begrüßt, um bie hungernden Massen bes bolschewistischen Paradieses von ben eigenen Nöten unb Sorgen abzulenken. Nach ber Verteilung ber Abgeorbnetensitze in ben neuen spanischen Cortes könnte man an- nehmen, bah bas Volk selbst eine entscheibenbe Schwenkung nach links vorgenommen habe. Das ist jedoch nur bedingt richtig, da die Eigentümlichkeit des spanischen Wahlsystems es zuläßt, daß ein Abgeordneter auch mit ganz geringem Stimmenvorsprung ins Parlament kommt, während sein nahezu gleichstarker Gegner ganz ausfällt. Das spanische Volk ist also im ganzen nicht so radikalisiert, rote es zunächst den Anschein hat. Es hat noch zu deutlich die Greuel der marxistischen Oktoberrevolution von 1934 in Erinnerung, als daß es ben Taten der neuen Regierung mit ungemischter Freube entgegensehen könnte. Dieselben Männer, bie sich nun anschicken, wieber bie Zügel ber Regierung zu ergreifen, waren es, unter bereu Herrschaft damals der kommunistische Aufstand ausbrach. Er kostete den Spaniern 1335 Todesopfer unb über 3000 Verwundete. Der materielle Schaben kann auf 40 Millionen Peseten geschätzt werben. Heber 1000 Kirchen, Fabriken, Brücken unb anbere Gebäube wurden damals zerstört. Wochenlang mußte ein Heer von 10000 Mann gegen bie hervorragenb bewaffneten kommunistischen Aufrührer kämpfen. Die verantwortlichen Führer bes Aufruhrs, bie seinerzeit verbannt ober gefangengesetzt würben, kehren nun als politische Märtyrer aus bem Ausland oder aus den Gefängnissen zurück. Wird die neue Regierung Kraft und Einsicht genug besitzen, um der spanischen Bevölkerung eine Wiederholung des roten Terrors von 1934 zu ersparen? Ein Blick nach Moskau zeigt, um welchen Einsatz hier gespielt Die europäische Polittk, die sich mangels einer großen gemeinsamen Linie noch immer im häuslichen Zank und Streit erschöpft, ist ganz unerwartet überstrahlt worden von dem roten Licht, Has der Kommunismus in Spanien angezündet hat. Denn daß der Regierungswechsel in Madrid ebensowenig eine rein innerspanische Anaelegenheit ist, wie das Eindringen des sowjetrussifchen Ein- lüsses in die europäischen Kabinette eine rein innerfranzösische oder innertschechische Angelegenheit ist, das erkennt man an der Begleitmusik, die in Moskau zu den Ereignissen in den Ländern des Westens gespielt wird. Das Blatt ber Komintern beispielsweise sieht in bem spanischen Wahlaussall einen ersten Erfolg jener Parole, bie im vergangenen Sommer auf bem 7. Kongreß ber Kommunitischen Internationale ausgegeben mürbe unb bie dahin zielte, bie bolschewistische Weltrevolution unter bem Deckmantel einer „bemokratischen Einheitsfront" zu ben lang entbehrten Erfolgen zu führen. Es ist ja ber größte Schmerz ber sowjet- russischen Regierung, daß bie kommunistische Staatsform sich bisher nur in Rußland durchsetzen konnte Probleme der Flolienkonferenz. Der Beitritt anderer Mächte.-Frankreichs Wunsch nach gleichzeitigem Abschluß eines Lustabkommens. — Llm die Erneuerung von Gtresa. — Amerika gegen politische Gespräche. ö 3 q- o «r 0 0*5 3 E:® SLL- 5«' 0: Le? 3 « a «> W/4? ft ft -2° SSL 7-s 2.^ ft 5» rä? (ioi m^zapan Versailler Vertrages nicht, aber es besteht fein Sieg des Kabinetts Lkada sichergestellt. en Chef ein glieber gemeldet hätten. Er fei überzeugt, dah die Saat der Derföhnung, die die Feuer- auf mich. Sie ist auf die Tatsache zurückzufüh- ren, dah Deutschland, als er zur Macht kam, Zweifel, dah er dem Volke einen Glauben an die Vortrefflichkeit der Politik Hitlers eingeflöht hat. Auch dabei ist dem deutschen Volke ein Ge- eine geschlagene Ration war, die glaubte, dah sie kein Mitgefühl und kein Verständnis in Genf finden könne. Hitler, kühl, energisch und vaterlandsliebend, flöhte dem deutschen Volke neue Hoffnung ein. Unzweifelhaft hat unter der nationalsozialistischen Regierung eine auffallende Veränderung in Deutschland stattgefunden. Reue Gebäude sind emporgeschossen, das Volk arbeitet und Deutschland hat jetzt — allerdings in Verletzung des Versailler Vertrages (?) — ein Heer und eine London, 21. Febr. (DNB.) Der frühere eng- lische Luftfahrtminister Lord Londonderry er« klärte der Preß Association über seinen Besuch in Deutschland u. a.: Ich hatte mehrere Besprechungen mit General Göring und auch eine Unterredung mit Hitler. General Göring stellte mir freundlicherweise sein Drioatflugzeug zur Ver- und ermöglichte mir den Besuch mehrerer Flugplätze, damit ich selbst die Entwicklung der Deutschland wünscht Verständigung. Oer ehemalige britische Lustfahrtminister Lord Londonderry schildert seine Eindrücke auf einem Besuch in Berlin. respondenz Mulughetas, ferner Drses aus England und Indien an einen österreichische Arzt. _________ Oie deutsche Protestnote in Bern. Bern, 21. Febr. (DNB.) Ueber die Freitag- itzung des Bundesrates wird der Presse amtlich mitgeteilt: Der Chef des Politischen Departements, Bundesrat Motta, gab Kenntnis von der deut« chen Protestnote, welche sich gegen die Be« chlüsse des Bundesrates wegen der nationalsozialistischen Organisationen in der Schweiz wendet. An die Kenntnisnahme dieser ziemlich umfangreichen Note knüpfte sich ein vorläufiger Meinungsaustausch; doch wird der Bundesrat die Angelegenheit erst in einigen Tagen behandeln und zwar in aller Ruhe, nachdem der vom Politischen Departement im Em- vernehmen mit dem Justiz- und Polizeidepartement aufzustellende Entwurf einer Antwo r t dem Bundesrat vorliegen wird. Da an der nächsten Sitzung des Bundesrats der Chef des Justiz- und Polizeidepartements, Bundesrat Baumann, nicht anwesend sein wind, kann die weitere Behandlung der Angelegenheit er st in acht Tagen erfolgen. wenn Der Führer dazu das Wort ergreife so wisse die ganze Welt: hier spricht Deutschland! Deutschland sei heute eine gefestigte Insel des in Bersammlunaen seines Verbandes den Vorwurf, daß er die Bildung der gegenwärtigen Regierung zugelassen habe mit der Bemerkung, daß das gegen« wärtige Kabinett zum Teil die gleichen Leute umfasse wie die früheren Regierungen. Er wolle die Kräfte der Feuerkreuzlerbewegung nicht vergeuden. Frankreich solle von Franzosen regiert werden, die weder Anweifungen noch Gelder aus dem Ausland erhielten. Er wolle nicht, daß Frankreich in einen Krieg mit Italien verwickelt werde, und er wünsche einen Ausgleich mit Deutschland. De la Rocque teilte mit, daß vom 1. bis 15. Febr. sich bei seinem Verbände 18000 neue M i t- kreuzler gesät hätten, eines Tages aufgehen werde. Vormarsch gegen den Amba Aladschi. Die Italiener finden keinen Widerstand. Asmara, 21. Febr. (Dom Kriegsberichterstatter des DNB.) Drei Divisionen des 1. und des 3. Armeekorps sind auf . der Ebene von Buja bis auf 20 Kilometer an die Bergkette vorgedrungen, deren höchste Erhebung der Amba Aladschi ist. Damit ist das weite Gebiet der Ebenen von Afgol und Buja von italienischen Streitkräften besetzt. Das seit den Kämpfen von Amba Aradam neu besetzte Gebiet umfaßt rund 2000 Quadratkilometer. Die Italiener beherrschen jetzt die Flußlinie des Maischik vor dem Amba Aladschi und die Pässe, die südwärts führen. Die neu gewonnenen Stellungen ermöglichen die Kontrolle der wichtigsten Verbindungswege nach den nordwestlichen Gebieten. Die gegenwärtige Stellung des linken Flügels der italienischen Streitkräfte ist mit einem Dreieck zu vergleichen, dessen stumpfer Winkel südlich der. Buja-Ebene in der Richtung des Amba Aladschi liegt. Der nordwestlich ziehende Schenkel des Dreiecks berührt den Ghewa-Fluß südlich von Abbi Addi. Der rechte Dreiecksschenkel verläuft entlang den Osthängen der Danakil-Wüste. Im Westen der Buja-Ebene liegt die Ortschaft Debraila, wo im Jahre 1895 die Truppen des Generals Arimondi gegen Ras Mangaskha kämpften. In italienischen Militärkreisen heißt es, daß die zurückflutenden Galla-Stämme die Truppen Oer katalanische Separatismus. Madrid, 21. Febr. (DNB) In Barcelona veranstalteten die Linksparteien einen Demonstra- tionszug. Die Demonstranten führten zahlreich, rote und sepratistische Fahnen mit, fangen die Internationale und die sog. katalanische Nationalhymne und brachten Hochrufe aus auf den Kommunismus und ein freies Katalonien. Bei dem Versuch der Polizei, die (Entfernung der separatistischen Fahnen durchzusetzen, nahm die Menge eine drohende Haltung ein. Um Zusammenstöße zu vermeiden, erlaubte der Regierungsdelegierte den separatistischen Charakter ' der Kundgebungen. Die Menge zog dann vor das katalanische Regierungsgebäude, wo ein Vertreter des Generalgouverneurs der Menge verkündete, daß die Zentralregierung in Madrid bereits die ersten Schritte zur Durchführung der Am- nestie getan hätte und mit der Freilassung der Gefangenen in kürzester Zeit zu rechnen fei. Die Menge verlangte mit erhobenen Fäusten, daß die Sträflinge sofort auf freien Fuß gesetzt würden und setzte dann ihre Kundgebung in großer Unordnung unter lauten Protestrufen fort. fühl der Bewunderung für Hillers Persönlichkeit erweckt worden." Ueber die Zukunft befragt, erklärte Lord Londonderry: Man müsse erkennen, daß Hitler sein Bestes tue, um einem großen Lande mit einer Bevölkerung von 65 Millionen wieder eine Stellung zu geben, die seinen Überlieferungen, seiner Geschichte und seinem Recht entspricht. „Ich bin ganz sicher, daß die Entwicklung der deutschen Luftwaffe auf den Wunsch Deutschlands zurückzuführen ist, eine Streitkraft von einer Größe zu besitzen, die seinem Ansehen als einer großen Nation entspricht. Deutschland ist überzeugt, dah diese Luftstreit- kraft für seine Sicherheit notwendig ist, und ebenso sicher bin ich, dah diese Entwicklung nicht in irgendeiner Weise gegen Grohbritannien gerichtet ist. Sie stellt vielmehr Deutschlands Auffassung über die Wittel zur Aufrechterhaltung seiner Sicherheit dar. Deutschland hat keine feindseligen Gefühle gegenüber Frankreich. Tatsächlich würde es eine engere Verständigung begrüßen, aber es mlhtraut sicherlich dem politischen System Ruhlands und der russischen Politik der Weltrevolution." Lord Londonderry erklärte dann, als Luftfahrtminister habe er Schätzungen über die Stärke der deutschen Luftstreitkraft und ihre Entwicklungsmöglichkeit und habe keinen Anlaß, diese Schätzungen zu ändern. Er freue sich sehr, daß die britische Regierung beschlossen habe, ihre Luftflotte zu verstärken; er habe stets ihre Verstärkung befürwortet und wünsche, daß sie früher unternommen worden wäre. Großbritannien werde seine Bemühungen zur Förderung des Friedens fortsetzen. England müsse jedoch eine Luftstreitkraft haben, die groß und stark genug sei, um die Erfüllung der Reichs- und internationalen Verpflichtungen Englands zu ermöglichen und einen angemessenen Schutz für das Volk gegen die Gefahr eines Angriffes zu gewährleisten. Die früheren Freiforpslämpfer. Berlin, 21. Febr. (DNB.) Der nun geschlosst« nen Abwicklungsstelle des aufgelösten Reichsbundes und Reichsoerbandes der Baltikum« und Freikorpskämpfer sind pon früheren Freikorpskämpfern vielfach Militärpapiere und Urkunden übersandt worden, welche die Inhaber teilweise schon seit Monaten vergeblich von der genannten Stelle zurückoerlangt haben. Es sind hierüber beim Reichsministerium des Innern zahlreiche Beschwerden eingeaan- gen. Nach der Schließung der Abwicklunasstelle Haufen sich Die Eingaben, Anrufe und Besuche wegen der Rückgabe dieser Papiere. Im Augenblick kann diesen Wünschen noch nicht entsprochen werden, da die Sichtung des Materials eine gewiss Zeit in Anspruch nehmen wird. Selbstoerständuch nenministvr verantwortlich gewesen sei für das, was sich in M a r f e ille zugetragen habe. Diese Anspielung auf die Ermordung des Königs von Jugoslawien und Barthous brachte dem Abgeordneten einen außerordentlich scharfen Zuruf des Ministerpräsidenten Sarraut ein,. Er rief: „Schuft!", „Schuft!", „Schuft'." Franklin-Bouillon erklärte in der Nachmittags- sitzung, daß er in feiner 25jährigen parlamentarischen Tätigkeit es nie an Höflichkeit habe fehlen lallen. Er habe nun aber erfahren, daß der Mi« nisterpräsident ihm gegenüber einen Ausdruck ge- braucht habe, der besser inet ne K utscher« kneipe als zu einem Ministerpräsidenten passe. Erregte Zwischenrufe von Sozialisten und Kommu- Friedens. , , _ ,, . Mit eindrucksvollen Worten sprach Dr. Goebbels von der jüdischen Hetze, deren Vertreter vor wem- gen Tagen die Mörderpistole gegen einen Vertreter des Nationalsozialismus gerichtet habe. „Ich bedauere eine Auslandspresse, die sich dabei auf den Standpunkt stellt, nicht der Mörder — der Ermordete ist schuldig. Die Vorgänge m Südamerika und die brennenden Kirchen in Spanien seien war- nende Fanale, wohin solche Begünstigung der ju« dischen Hetze führe. Dann wies der Minister auf die geordneten Verhältnisse in Deutschland hin. „Vom Führer angefangen bis zum letzten Tagelöhner ist das ganze deutsche Volk erfüllt von einem wahren Idealismus der Arbeit." Dr. Goebbels wandte sich zum Schluß wieder an die alten Parteigenossen und betonte: „W i r geben von unserem Program m n i ch t s preis. Dieses Programm wird durchgeführt bis zum Ziel, so wie es die Verhältnisse gestatten." Ein weiter Weg liege noch vor uns, aber es sei auch ein hohes Ziel, das wir erreichen woll- ten. Keiner dürfe dabei müde werden. „So wie wir heute mit Pietät und Ehrfurcht von unserer Vergangenheit reden, so werden wir auch in Zukunft mit Pietät und Ehrfurcht von der Gegenwart sprechen, die dann Vergangenheit geworden ist. Das Kleine und Sorgenvolle wird vergessen fein und nur das Große und Erhabene wird in unserem Gedächtnis lebendig bleiben. Die Führer der bulgarischen Offiziers- Verschwörung zum Tode t>eruf teilt. Sofia, 22. Febr. (DNB. Funkspr.) In dem eit über zwei Monaten hinter verschlossenen Türen verhandelten Prozeß gegen b i e 27 Militär- verschwörer fällte der Gerichtshof am Samstag früh nach dreitägiger Beratung das Urteil. Das Haupt der Verschwörer Oberst a. D. W e l t s ch e f f oroie Major S t a n t s ch e f f, der frühere Adjutant des Sofioter Garnisonkommandanten, wurden wegen Organisierung des Aufstandes in der Armee und wegen des Versuches, die Regierung Toscheff gewaltsam zu stürzen, zum Tode durch den Strang verurteilt. Zwei Offiziere wurden zu je 10 Jahren und acht weitere Angeklagte zu je 8 Jahren Zuchthaus, ein früherer Offizier, Flugkapitän Laz ar off, der nach der Anklage« chrift beschuldigt war, Kurierdienste zwischen Welt- cheff in Belgrad und der Verschwörergruppe in Sofia geleistet zu haben, zu einem Jahr Kerker verurteilt. 14 weitere Angeklagte, darunter der frühere Finanzminister Peter Todoroff, General Saimsoff und der frühere Landespolizeidirektor Natschesf wurden freigesprochen. Amnestie in Spanien. BlutigeFreudenkundgebungen". M a d r i d, 21. Febr. (DNB.) Der Ständige Ausschuß des spanischen Parlaments nahm am Frei- tagabend einstimmig die 21 m n e ft i e d e r o r b • nung an. Für die Vorlage stimmten außer den Vertretern der Linksparteien auch die der Katho- lischen Aktion, der Agrarier, der Liberaldemokraten und der Radikalen Partei. Die Verordnung erfaßt alle sozialen und politischen Häftlinge. Man rechnet mit der Freilassung dieser . Gefangenen am Sonntag. Die Nachricht von der Annahme der Amnestie- j Verordnung hat in mehreren spanischen Städten i Freudenkundgebungen ausgelost. An i mehreren Orten kam es dabei zu Ausschrei- tun gen. In Bollullos del Candado in der Pro- | vinz Huelva wurden die Büro räume der ka- , tholischen Volkspartei und nationale Der- I ammlungslokale in Brand gesteckt. Die Polizei | wurde bei dem Versuch, die Brandstiftungen zu ver- ; hindern, mit Piftolenfeuer empfangen. Sie erwiderte das Feuer, tötete zwei Kundgeber uns verletzte mehrere zum Teil schwer. Der ständige : Parlamentsausschuß hat den spanischen Ministerpräsidenten ermächtigt, d e n K r i e g s z u st a n d im Lande barm zu verhängen, wenn es bie Um- stänbe erforberlich machen. An der französisch-spanischen Grenze herrscht seit einigen Tagen lebhafter Pendelverkehr. Zahlreiche spanische Familien haben ihre Heimat verlassen und sind nach Frank- i reich ausgewandert. Auf der anderen Seite verlas- । en zahlreiche spanische Kommunisten französischen Boden und begeben sich nach Spanien zurück. Auf spanischer Seite wird eine strenge Grenzkontrolle zur Beachtung der Devisen- bestimmungen ausgeübt. Am Freitag wurden bei l zwei spanischen Familien 100 000 bzw. 150 000 Peseten beschlagnahmt, die sie ohne Genehmigung ausführen wollten. Tokio, 21. Febr. (Ostasiendienst des DNB.) In ganz Japan ist der Wahltag ruhig verlaufen. Die bisher vorliegenden ersten Wahlergebnisse zeigen bereits b e m e r t c n s w e r t e S e r f i e b u n a e n I nifkn unterbrachen den Redner. Der stellvertretende in der Kräfteverteilung der e.^ Ä" Kammerpräsident erklärte, daß das Präsidium den insgesamt 466 Abgeordneten sind bisher 161 Ab Ausdruck, auf den Franklin-Bouillon anspiele, geordnete gewählt. Danach gewann ' nicht gehört habe. Franklin-Bouillon erwiderte il^erpartei genannt Schakei Taischuto Zaß 20 Abgeordnete ihn sehr gut gehört hüt- schon jetzt 12 Mandate gegenüber 5 Sitzen | [pn fDrnnp hipti ^„mpn.nn nh hie Dekeidiauna im alten Reichstag. Die bisher führende Oppositionspartei S e i y u k a i, deren Mißtrauensvotum zur Auflösung des Reichsta. AW * ape 'l i kie werden M ’i I '■ i fireube ■ pL®oriaulU)ljU?Cny(lll I endgülttg von der Volksfront abhängig » k *c Ä ! fei. Einige Mitglieder des Kabinetts beschäftigten ttt ÜCr 5%ott1tlicr« ! sich mit Der Frage ihres weiteren Verbleibens in der Regierung, da sie sich Gewissensbisse machten, Paris, 21. Febr (DNB) In der Kammer de- einem Kabinett anzugehören, dessen Chef ein onftanbete brr Abgeordnete Franklin-Bouil-I(Aefangener der revolutionären Par- Ion, dah der Ministerpräsident nicht angegeben t e i e n sei. habe, welche Maßnahmen er angesichts des Angnf- fes der Volksfront gegen den royalistischen ArzU ©IC $CUCrfrCU^Cr. Dr. @ off e zu unternehmen gedenke. Ministerpräsident Sarraut fei für die Ordnung auf der Paris, 21. Febr. (DNB.) Der Führer der Straße verantwortlich, ebenso wie er auch als In- Feuerkreuzler Oberst de la Rocque entkräftete erbitterter. Dor kurzem erklärte ein japanischer Militär, Pamagutschi, nicht nur Professor Minobe sei ein Schädling, sondern auch der jetzige Ministerpräsident O k a d a, obgleich sich der Leiter der japanischen Politik bemüht, der Kaiserlichen Botschaft den Weg zu bahnen. Als er die B-rsolgung D°m°-1 Magdeburg, 21. Febr. (DNB.) Reichspropa- gutschis verlangte, erklärte das Ossizierskorps es Goebbels sprach hi-r in der stände aus Bamagutsch.s Seite. D>e W-Hrmachli ist ^chMe die 8000 Personen Platz bieten muhte, also für das Kodo und ,ur seine schrankenlose An- « ^rde auch in andere Säle übertragen, Wendung. Am Freüag wurde der greise Prosessor ^'e -?,^ ^ls 25 000 Menschen Horen tonn- Minobe in seiner Wohnung durch Reoolverkugeln £r Goebbels leitete seine Rede mit wirkungs- medergestreckt. Das Ergebnis der Reichs agswahlen Dergleichen zwischen dem Deutschland vor der scheint ebenfalls den Sieg des „Kmferlichen We- Machtergrelfunq und dem heutigen in angestrengter g-s SU bestätigen. . Aufbauarbeit erreichten Zustand ein. Ziel aller Im britischen Unterhaus wurde in dieser ^7»iTfTäH^e n^unb das deutsche Bolt“ sahG Woche die Frage angeschnitten, ob nicht die^Le tung ^ 3 U L Leben der Welt gegenüber zu ver- d-- R - i ch s ° e r t e l d i g u n g s a u s s ch u ,, - s M machen, s-m M»en oer ä Goebbels aus der -and des Premierministers genommen Newigen^,,W s^^ $eifan aus, „in der Durchwerden sollte. Der Verteidlgungsausschuh, der eine jüh ?■ Aufgabe die uns als eine geschicht- rund dreihigsährige Tätigtest hinter sich hat, war uh un^ d -f-r -uMb. ° un früher von nicht allzu groher Bedeutung. D.e En - MMwn °n°mraur , stehung der Luftwasse und der neuegrohe Aus- °,u^r ch^n, e m^ Sampfia[)rcn ben Mu, rustungsplan laßt es nun aber angezeigt erfcheinen, y" er ggch heute nicht den Ausschuß aus -mem re.n politischen m einen zur Unp°pm°r^ (onbern auf eine organisatorischen umzubi^en, und die Unterhaus- l^ A gen nationalsozialistische Mitglieder hatten vielleicht nicht Unrecht als s - oauerychte P°pu bemü()t bteibeni ba5 Unpo- meinten, daß der zur Genüge mit Geschäften be 9 0 ,. 1 r(<)on durchführen muß, dem lastete Premier nicht auch noch Leiter des ®ertep » offen und freimütig als zwingende digunasausschusfes sein könne, tatsächlich wurde J«er Ü oerstandlich zu machen. Der Minister der Ausschuß nach dem Kriege d™eimal n d)t oom rJ oJ^0l9 ltjeDn7’ia^ e^ n ^b, die von der Re- Premierminyter geleistet. Was die stets vorhe? wissen wollten, was sie zu bers interessant machte, war em ungewöhnlich 0 heabfichtiae Auch ein Schachspieler werde seine scharfer Angriff Sir Austen C h a>mb ex:l a i ris au verkünden. Da müsse den Premierminister Baldwin Man sp^ch äunochst om Certr^u9en /j„^tzen, und zu einer Reaie- von einer richtigen „Toryrevolte degen d'e Regle- Diel qeglücft sei, könne das Volk das rung, beruhigte sich aber spater, und heute ist nicht “"G' $a9& rie auch in Zukunft das mehr die Rede davon, daß Chamberlains Angriff ' Q^rjaen gebe es in außenpoliti« Regierung haben"^viÄ Zusammensetzung der R ch ^rQgen in Deutschland keine Gegensätze, und Mulughetas angegriffen unb zum Teil niedergemacht haben. Die Bewohner von Tigre sollen aus Haß gegen die Soldaten Mulughetas, die aus Schoa stammen, diese massakriert haben, weil sie sich angeblich geweigert haben sollen, den Tigre-Bewohnern in ihrem heimischen Dialekt zu antworten. Die Niederlage Mulughetas soll auf die Bevölkerung tiefsten Eindruck gemacht haben. Einige Abessinier, die erst in der oergange- nen Nacht auf dem Amba Aradam, wo sie sich versteckt hatten, gefangen wurden, sollen erklärt haben, daß der Krieg für f i e z u Ende sei. In ben Hohlen des Arabam fand man bie gesamte Kor- Wir werben uns in der nächsten Zeit daran ge-! wähnen müssen, daß die öffentliche Meinung m England restlos von dem Problem der Au,rustung! beherrscht sein wird und daß die Presse jeden noch so fadenscheinigen Dorwand heranziehen wird, um ihren Lesern die Notwendigkeit riesiger finanzleller Aufwendungen für diesen Zweck beweisen zu können. Es wird dabei an Anspielungen und an 23er- dächtigen Deutschlands wahrlich nicht fehlen. D e Regierung selbst wird nicht viel tun, um die Presse Daran zu hindern, ihre Pfeile auf Deutschland ab- zuschießen; denn sie hat ja nur das eine Interesse, daß ihr Aufrüstungsprogramm glatt über die Par- lamentsbühne geht. Man muß sich also hüten, ......„ Steuerungen der „Times" oder bes ,,Daup Xele» I mjr freundlicherweise sein Drioatflugzeug zur Ber- graph" als authentisch oder gar offiziös anzusehen. I fügung und ermöglichte mir den Besuch mehrerer Es gibt heute in England kein Organ, das den tat- Flugplätze, damit ich selbst die Entwicklung der sächlichen Standpunkt der Regierung wiedergibt. deutschen Luftwaffe sehen könne. Ueberaü sand ich Der viel zitierte diplomatische Korrespondent Des ein |e^r freundliches Gefühl gegenüber England und „Daily Telegraph", Mr. Gordon Lennox, verfugt einen starken Wunsch nach der Freund- zwar über einige gutunterrichtete Freunde , im s gft Großbritanniens und Frank- Foreign Office, aber das bedeutet noch lange nicht, r e i ch s. Hitler und die anderen Regierungsmit- Daß er in jedem Fall das Sprachrohr des g[,eber find sich des Verdachts bewußt, der vom Ministers ist. Für den Posten des neuen Ministers englischen Volk hinsichtlich der Beweggründe für für die geplante Gleichschaltung der drei Wehr-. ^re Wiederaufrüstungspolitik gehegt wird. Sie Ministerien wird in erster Linie Sir Samuel bemüht, diesen Verdacht zu beseitigen, da sie Hoare genannt. Sollte es zu der Ernennung von unsere Freundschaft und unseren guten Willen Hoare kommen, so würde die Regierung Baldwin suchen. eine wesentliche Verstärkung erfahren. Wenn man fiUler erörterte ich die meisten politischen bedenkt, unter welchen Umstanden sich Der Ruck- » $ . liebenswürdig und lebhaft LÄ,‘üÄ3ÄS Ä für den weiteren Kurs der britischen Politik über- verlraul ZU machen. Zn manchen Punkten Haupt. Die englische Presse hat die bekannten Pa- stimmte ich mit ihm überein. Seine Volks- riser Besprechungen mit auffallender Zurückhaltungf tümt^chkeit machte einen großen Eindruck behandelt und sich bemüht, sie auf das richtige Maß zurückzuführen. Darf man daraus schließen, daß die öffentliche Meinung in England jedenfalls nicht gewillt ist, sich für Fragen einzusetzen, die England unmittelbar nichts angehen? Jedenfalls kann man wohl vermuten, daß England, sobald das Aufrüstungsprogramm unter Dach und Fach gebracht ist, bemüht fein wird, das durch den italienischabessinischen Konflikt abgerissene europäische Gespräch erneut aufzunehmen. Die Behandlung Der sich aus der Londoner Flottenkonferenz ergeben- den Fragen und die wiederholte Aufwerfung des Luftpaktproblems lassen diesen Schluß zu. Aus aller Welt. ZU g e f a g t.Die Lichtverhältnlsse in Betrieben ließen zu wünschen umgehend sonst 90 zu l m die Lichtver- da die dort dem heutigen Ebenso wurde Zungbannführerlager des Gebietes Hessen-Aassau. N(vG. Dom 17. bis 19. Februar 1936 fand Das neue Luftschiff „L Z 129" wird von Mai bis Oktober Sonderfahrten nach den Vereinigten Staaten unternehmen, auf denen Fahrgäste, Post und Fracht befördert werden. Die erste Fahrt soll a m 6. Mai ab Frankfurt a. M. stattfinden. Die Fahrtdauer von Frankfurt nach Lakehurst bei Neuyork wird ungefähr drei Tage betragen, während die Rückreise nach ein bis zwei Tagen Aufenthalt in Lakehurst etwa 2% Tage dauern wird; damit rückt eine Hin - und Rückreise nach Nordame- rikainnerhalbeinerWoche in den Bereich der Möglichkeit, ein Zeitraum, der noch vor wenigen Jahren unvorstellbar war. Die Fahrpreise im Südamerika-Dienst bleiben die gleichen wie im vergangenen Jahr, d. h. 1400 Mark von Frankfurt nach Pernambuco und 1500 Mark von Frankfurt nach Rio de Janeiro. Fahrpreiszuschläge für die Hauptreisezeit werden nicht mehr erhoben, da für das Luftschiff auch außerhalb der Reisezeit stets eine gleichbleibende Besetzung mit Fahrgästen gewährleistet ist. Für die Reise von Frankfurt nach Lakehurst beträgt der Fahrpreis 1000 Mark. Für die erste Reise nach Nordamerika wird ein Sonderzuschlag von 250 Mk. erhoben. atismus. Barcelona nen Demonftro. ", zahlreich, ro!i mit, fangen bii lanische 91 c ?chrufe aus auf ies Katala, ze>, die Eischr, ' durchzusetzen, altung ein. Hm übte der Regie. Charakter *btr dann vor bas ) ein Vertretet ige verkündete, irib bereits die ng der Am. ffr'eilassung btr ’d)nen lei. M uften, daß b« gesetzt würden n großer lin- )rt. ■ M Zwei deutsche Lustschiffe im Verkehr nach Nord- und Südamerika. Erheblicher Ausbau des Zeppelin-Verkehrs. — Zn einer Woche von Frankfurt/Main nach Neuyork und zurück. । der SW lörergnipl* » darunter Der .ipotil** n. Kleine politische Nachrichten. Der Oberbefehlshaber des Heeres hat eine Anordnung erlassen, derzufolge die Dienststelle des Oberbefehlshabers des Heeres mit sofortiger Wirkung die neue Bezeichnung „Oberto m- mando des Heeres" führt. 1OffiD wurfeM. spr.) In dm lohnen Tüm 11 Miiitöl- Hof am EM das Urteil. . Weitsches! rufjere Adjutanl inten, wuiDsn ; in der Slrmet ierung Toschess | e durch den siziere wurden 10 v. H. war. . Besonders schlecht waren hältnisse bei den Behörden, bestehenden Vorschriften noch nicht Stand der Technik angeglichen sind, festgestellt, daß die Arbeitsplätze nur ein Drittel bis zur Hälfte die von der Lichttechnischen Gesellschaft als Norm angegebene Beleuchtungsstärke aufwiesen; beim größten Teil der Arbeitsplätze fehlte ein ausreichender Schutz gegen Blendung. Bei dieser Aktion stand d e r G a u Hessen-Nassau mit an vorder st er Stelle. und gehen dem größten Elend entgegen. Bei Vllla- franca nördlich von Lissabon zerstörte der Tejo die Deiche und überschwemmte 150 Quadratkilometer fruchtbarstes Weideland. Das Vieh konnte nur mit großer Mühe in Booten gerettet werden. Das Gebiet ist von der Außenwelt völlig abae- schnitten. Einige Bewohner retteten sich auf die Bäume. Seit 27 Jahren ist eine so große U e bersch we mm ung nicht zu verzeichnen gewesen. An vielen Stellen sind die Eisenbahnlinien unterbrochen. d-N AB' •ff W tiSern. die Freitag' ’ Departement, , gtgtn du t national^“ 1 wü ">* | Ai-1 S Berlin, 21. Febr. (DNB.) Mit einer gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelten Anzahl von Zeppelin-Fahrten nach 1 e b e r s e e , mit der Aufnahme einer Reihe von Probefahrten nach Nordamerika, mit dem kurz bevorstehenden Einsatz des neuen Verkehrsluftschiffes „LZ 129" und mit der Erö ffnun g der neuen Luftschiff-Häfen in Frankfurt a. M. und Rio de Janeiro wird das Jahr 1936 eine neue Epoche im Luftverkehr nach lieber- fee einleiten. Von den 22 Fahrten nach Brasilien sollen eine Anzahl mit dem neuen Luftschiff „LZ 12 9" durchgeführt werden. Die erste Fahrt nach Rio de Janeiro beginnt am 30. März. Weitere Reisen folgen alle 14 Tage bis Ende Oktober, dann wird der Dienst durch den Einsatz beider Luftschiffe zu einem wöchentlichen verdichtet. In Rio de Janeiro steht dem Luftschiff jetzt ein.Luftschiff-Hafen mit neuzeitlicher Halle zur Verfügung, der es während seines Aufenthaltes von ein bis drei Tagen aufnimmt. So läßt sich eine Reise nach Südamerika und zurück innerhalb von 10 Tagen durchführen. Mit Beginn der diesjährigen Zeppelinreisen wird der Fahrtenbetrieb von Friedrichshafen nach Frankfurt am Main verlegt, wo der neue Flug- und Zeppelin-Hafen seiner Vollendung entgegengeht. Wett. ^Wn". “Sri bo in Je? ft!' her (. .TM« mm :r,^er ständige h ■ °n b 'm 15 dl- Um. "r Pendel. Lilien haben 8ran£ Seite verlas. ®mumuniften „Qcben sich nah '"te wird eine 39 der Devisen, a9 wurden br bzw. 150 Oft' 6 Genehmiguns In Portugal regnet es feit vier Mona- t e n ununterbrochen. Die Wassermengen verwandelten die Landschaft in ein einziges Morast- Hang ' mit Staatsminister Ministerialdirektor Riecke vom Reichsernährungsmimsterium und dem Reichsnährstand. Der Film schildert den uralten Kampf der Menschheit, den Kampf ums Brot. Er zeigt, wie in Deutschland m den vergangenen Jahrhunderten, als sich die Umwandlung aus einem Agrarstaat in den Industriestaat vollzog, nicht genügend Rücksicht darauf genommen mürbe daß die Ernährung des Volkes aus eigener Straft fichergestellt war, wie dadurch mit der unglückliche Kriegsausgang und die katastrophale Lage in den Nachkriegsjahren begründet war, in der weite Kreise unserer Volksgenossen nicht wußten, woher ein Stück Brot nehmen. Er zeigt weiter wie in Zeiten wirtschaftlicher Scheinblüte eine Milliardeneinfuhr von Weizen und anderen landwirtschaftlichen Produkten stattfand und warum. Durch die Zurücksetzung unserer Landwirtschaft, durch die Abwanderung vom Lande in tue Großstadt war em Fünftel deutschen Bodens noch unfruchtbar. Hier setzt der Bildbericht über tue Arbeit ?e5 national ozialistischen Deutschlands em. Wir sehen das grandiose Werk der Oedlandkultivierung tm Emslanb. Die Neubildung deutschen Bauerntums impft*1', flpn i j-lt 1'4 w n, »7611» ° Zö--' platz erhielt oder wiedergab. NSS.-,Krast durch Zreude" läßt bei der Danziger Schichauwerst rrvoo-Tonnen-passagierdampferbauen Danzig, 21. Febr. (DNB.) Bei der Anwesenheit des Reichsorganisationsleiters Dr. Ley in Danzig hat' dieser der Schichauwerft mitgeteilt, daß die NSG. „Kraft durch Freude" der Werft den Auftrag zum Bau eines 22 000-Tonnen-Passagier- dampfers erteilen werde. Es handelt sich um ein Schwesterschiff der beiden bereits bei Blohm 6r Voß in Hamburg und bei den Howald-Werken in Kiel in Auftrag gegebenen Schiffe. Der Schiffsbau in Danzig wird voraussichtlich erst in einem Jahre erfolgen, da die Danziger Schichauwerft zur Zeit sehr große Aufträge in Ausführung hat, andererseits auch 16 i e Erfahrungen bei den anderen Schiffen bei der Durchkonstruktion des Baues in Danzia verwendet werden sollen. Der Bau des Schiffes würde der Schichauwerft etwa zwei Jahre Arbeit und damit zugleich 700 Arbeitern und Angestellten Arbeit und Lohn geben. Abstimmungsunterlagen der Aertrauensratswahlen aufbewahren. Berlin, 20. Febr. (DNB.) Bei den vorjähn- gen Vertrauensratsabstimmungen sind in verschiedenen Fällen, in denen der Treuhänder der Arbeit zur Entscheidung über die Gültigkeit der Abstimmung angerufen worden war, Schwierigkeiten dadurch entstanden, daß die Unterlagen für die Abstimmung nicht mehr vorgelegt werden konnten. Der Reichsarbeitsminister weist infolgedessen darauf hin, daß die gesamten Unterlagen, also insbesondere die A b ft i m m u n g s1 i ft e n , die Stimmzettel und die Feststellung des Abstimmungsergebnisses von dem Führer des Betriebes, der nach dem Gesetz der Abstimmungsleiter ist, nach der Abstimmung unter Verschluß zu nehmen und für die 2)ai*er der Amtsperiode des Pertrauensrates aufzubewahren sind. Einsicht oder Ueberlassung der Abstimmungsunterlagen darf nur dem T r e u - händer der Arbeit gewährt werden, der über die ordnungsmäßige Bildung der Vertrauensräte zu wachen hat. Erste Ausmusterung für die Sicherstellung des Führernachwuchses. Schiffsunglück auf der Unferroefcr fordert fünf Todesopfer. Auf der Unterweser ereignete sich ein schweres Schiffsunglück, dem fünf Personen zum Opfer fielen. Der mit Hartfett beladene holländische Motor- leichter „Dipping V" wurde aus bisher ungeklärter Ursache von dem englischen Dampfer „Lagosian" gerammt. Der Motorleichter legte sich auf die Seite und trieb kieloben. Der Kapitän Paul d e Vries mit feiner Frau und feinen beiden Kindern, Mädchen von zwei und sechs Jahren, und ein Mann der Besatzung sind dabei ums Leben gekommen. Ein Besatzungsmitglied konnte von dem englischen Dampfer sofort gerettet werden. Ein weiterer Mann befand sich noch im Vorderschiff und konnte sich nur durch Klopfzeichen bemerkbar machen. In dieser schrecklichen Lage hat er etwa fünf Stunden ausgehalten, bis er gerettet werden konnte. Die Bugsier-Reederei Schuchmann entsandte sofort zwei Schlepper an die Unglücksstelle, mit deren Hilfe nach Aufschweißen des Leichters der im Schiff eingeschlossene Mann gerettet werden konnte. Neue Schneestürme in Dänemark. Drei Tage dauern bereits die durch den Schnee- sturm hervorgerufenen Verkehrsschwierigkeiten in Dänemark. Die Lage hat sich aber noch mehr verschärft, da am Freitag neue Schneestürme ersetzten. Der Zug aus Deutschland, der Freitag früh um 6 Uhr in Kopenhagen eintreffen sollte, unterwegs aber steckengeblieben war, mußte umgeleitet werden und traf mit elfstündiger Verspätung in Kopenhagen ein. Zwei Personenzüge mit etwa 200 Reisenden fuhren auf Seeland im Schnee fest. Die Reisenden mußten die ganze Nacht in den Zügen verbringen, bis diese weitergeführt werden konnten. Kopenhagen erhielt am Freitag nur die Hälfte sonst üblichen Milch- und nur ein Fünftel der Fleischmfuhren. Große Ueberschwemmungen in Spanien und Portugal. Die Ueberschwemmungen in der Provinz Sevilla haben ein feit langem nicht mehr erlebtes Ausmaß angenommen. Bisher wurden über 2000 Familien, die obdachlos geworden sind, in Notquartieren untergebracht. Besonders stark mitgenommen ist die Gegend um JEriana. fast ollen ----- übrig, und zwar sowohl in bezug auf die natür- liche als auch auf die künstliche Beleuchtung. Bei den größeren Jndustriewerken betrugen die schlecht- beleuchteten Betriebe etwa 72 v. H. der besuchten Betriebe, während das Verhältnis \ ' e.L AA " Jakob-Sprenger-Heim bei Überreife n b e r g im Taunus ein Lager für die Jung- bannführer des Gebietes Hessen-Nassau statt. Ge- bietsjungoolkführer Paul Wagner, der das Lager leitete, machte feine Unterführer mit der kommenden Sommerarbeit bekannt und entwickelte in täglichen Arbeitsbesprechungen genaue Richtlinien. Sport und Liederstunden brachten anregende Abwechselung in den Dienstbetrieb. Aktuelle Vorträge führender Persönlichkeiten gaben geistige Grundlagen ür die kommenden Aufgaben. So sprach u. a. Gau- nspektor H e y s e über die Aufgaben des jungen Führerkorps, als dem verantwortungsfähigen Nachwuchs der Partei, der Gauschulungsleiter des NSLB. Schäfer über den germanischen Schicksalsgedanken und Junggenosse Kurt Bütow über das Kolonialproblem. Gebietsführer Potthoff weilte ebenfalls einige Stunden unter den Jungbannführern und wohnte einem Heimabend bei, den anregende Aussprache beschloß. „Kampf um Srot", ein neuer Kulturfilm. Die Opfer des Erdbebens in Mttleljapan. Nach dem schweren Erdbeben in Mitteljapan wurden allein in der Hafenstadt Osaka bisher fünf Tote und 16 Schwerverletzte geborgen. In Osaka wurden vom Erdbeben 29 Häuser und durch das gleichzeitig ausgebrochene Feuer zwölf weitere Häuser zerstört. In einem anderen Ort des Erdbebengebietes zwischen Osaka und Kobe wurden zebn Arbeiter beim Beben verschüttet. Ihr Schicksal ist noch ungewiß. THaffenerftanfungen in einer amerikanischen Stadt. Von den 11000 Einwohnern der Stadt C o - jhocton (Oheio) liegen weit über 2000 Köln, 21. Febr. (DNB.) Die Ausmusterung der ersten Parteigenossen für die Sicherstellung des Führernachwuchses vollzog Reichsorganisations- leiter Dr. Ley im Sitzungssaal des Gauhauses. Aus dem Gau Köln-Aachen waren 30 Parteigenossen erschienen, die von Gaupersonalamtsleiter Dr. Eoertz ausgesucht worden waren. Man sah bei den Anwärtern alle Uniformen der Parteigliederungen vertreten. Reichsleiter Dr. Ley wies auf die Verantwortung hin, die jeder einzelne mit der (Einberufung übernehme. Alle müßten von dem Bewußtsein durchdrungen sein, einem Orden anzugehören, der den restlosen Einsatz jedes einzelnen auf Leben und Tod fordere. „Wir garantieren", so sagte er, „Ehre und Achtung, wir garantieren die Möglichkeit der schöpferischen Tätigkeit, aber mir verlangen euch ganz!" Dr. Ley wies darauf hin, daß es gleichgültig sei, ob einer tue Primareife oder die Dolksschulbildung habe. Notwendig aber sei es daß er irgendwo und irgendwie seinen Einsatz für die Partei bewiesen habe. Die Zeit auf der Burg sei schwer und hart. Man werde höchste Anforderungen stellen. Man werde das Hauptgewicht auf Mutpru- funqen legen und werde jeden einzelnen zu sicherem und bestimmtem Auftreten erziehen. Die Anwärter wurden namentlich auf- gerufen und von Dr. Ley auf ihre persönlichen Verhältnisse, ihre bisherige Tätigkeit auf ihre sportliche Betätigung usw. angesprochen, ©leid')1 zeitig überprüfte Pg. Dr. Streck die Ergebnisse der ersten ärztlichen Untersuchung. In D ü s s e l d o r f nahm Dr. Ley dann die Ausmusterung der ersten Parteigenossen des Gaues Düsseldorf vor. Dr. Ley legte den jungen Par- teigenossen den Ernst der Aufgabe dar, die sie^mit dem Dienst auf der Ordensburg iz^ogetfang in der Eifel übernehmen. Er schilderte die Partei als einen Orden von Männern, die die politische Führung Deutschlands übernommen haben unD nie mehr aus der Hand geben werden. Zum ersten Male in der Geschichte erlebten wir es daß das deutsche Volk eine solche Führung habe. Das ewige Auf und Ab in der deutschen Geschichte sei nur darauf zurückzuführen, daß eine solche Führung bisher gefehlt habe. Personen krank darnieder. Es handelt sich um eine auf schlechtes Trinkwafser zurückzuführende Darmkrankheit, die jedoch glücklicherweise nur leichterer Natur ist. Die Aerzte stellten einen dem Typhusbazillus verwandten Krankheitserreger fest. Die Regierung hat Arzneimittel in großen Mengen nach Cofhocton geschickt. Die Schulen sowie die Hälfte aller Geschäfte in der Stadt sind geschlossen. Vom Führer begnadigt. Der Führer und Reichskanzler hat den vom Schwurgericht in Torgau wegen Mordes an der ledigen Margarete Herrmann in Wittenberg zum Tode verurteilten Karl Krüger aus Bad Grund zu lebenslänglichem Zuchthaus begnadigt, weil der Verurteilte nicht vorbestraft ist und den Entschluß zur Tat in einer Verzweiflungs- ftimmung gefaßt hat. Der 1916 geborene Helmuth Iäck ist am 19. Dezember 1935 vom Schwurgericht in Braunsberg wegen Mordes zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt wor- den. Er hatte am 22. November 1935 feine Tante, die 46jährige Wirtschafterin Luise Broszinski, getötet, weil sie ihn an der Verlobung und Eheschließung mit einem leidenschaftlich geliebten Mädchen hindern wollte. Der Führer und Reichskanzler hat wegen der Jugend und bisherigen Straflosigkeit des Verurteilten die Todesstrafe im Gnadenwege in lebenslange Zuchthausstrafe umgewandelt. vier Bergleute auf einer polnischen Grube erschlagen. Auf der Dorotheengrube in Sosnowitz (Dombro- roaer Revier) ging eine Kohlenwand zu Bruch und begrub fünf Bergleute. Zwei Verunglückte konnten oald darauf freigelegt werden. Einer von ihnen war bereits tot, der andere hatte lebensgefährliche Verletzungen erhalten. In den Nachmittagsstunden wurden dann die Leichen der drei anderen Verschütteten geborgen. Kurz vor dem Einsturz der Kohlenwand waren beim Bohren plötzlich Kohlengase aufgetreten. Die Gasausbrüche nahmen einen solchen Umfang an, daß der ganze Betrieb geschlossen werden mußte. Amerikanischer Dampfer in Seenot Der amerikanische Küstenwachdienst fing 808- Rufe des Dampfers „Nova Scotia" der Furneß- Linie auf, der von Westindien nach Neuyork unter« wegs ist. An Bord befinden sich 100 Fahrgäste und 126 Mann Besatzung. In einem Funkspruch teilte der Dampfer mit, daß er 600 Meilen östlich von St. Augustine (Florida) in schwerem Sturm die Schiffsschraube verloren habe. Der Dampfer „Monarch of Bermuda" von der gleichen ' Gesellschaft, der sich 300 Meilen von der „Nova Scotia"^ befand, hat sofort seinen Kurs geändert, ' um dem Schiff zu Hilfe zu eilen. Ein späterer - Funkspruch von Bord des treibenden Schiffes be- 1 sagt, daß der Dampfer „Castern Prince" zur Hilfe- ' leiftung unterwegs fei. Weitere Hilfe fei deshalb • unnötig. (Ein vierjähriger Lebensretter. «vrben aber die Papiere den Inhabern zll- rüdae 0 e & e n werden. Es wird daher aebeten, 7 dieser Angelegenheit von Eingaben, Anrufen und neriönlichen Besuchen abzusehen. Ebenso ist es nicht notwendig, wegen Erteilung einer II r- fiinbe durch welche die Teilnahme an Öen früheren Freikorpskämpfen bescheinigt wird, erneut Anträge zu stellen. Wegen der Ausstellung einer Achen Urkunde wird binnen kurzem weiteres ver- osfentlicht werden. „Tag der weihen Narzisse." Die Deutsche Arbeitsfront sammelt für das Winterhilfswerk. Berlin, 21. Febr. (DNB.) Die letzte Sammlung des deutschen Winterhilfswerkes 1935/36 naht. Noch einmal wird ein großer Schlag gegen Hun- aer und Kälte geführt. Diesmal ist es die Deutsche Arbeitsfront, die am 29. Februar und am 1. März an das sozialistische Gewissen jedes einzelnen appelliert. Neben Mänern aus der Organisation der Deutschen Arbeitsfront, sowie der gewerblichen Wirtschaft und der Industrie werden die unbekannten Walter der DAF. und Warte der NSG. „Kraft durch Freude", die Männer aus den vordersten Linien der großen Gemeinschaft aller Schaffenden Schulter an Schulter die Sammelaktion durchführen, Vertrauensratmitglieder und Betriebsführer nicht zu vergessen. Es werden Betriebsappelle, Straßen- und Haussammlun- gen, Propagandaumzüge, Platzkonzerte von sechs Kapellen und KdF.-Veranstaltungen durchgeführt. Kurz, die Wucht dieser Sammler wird an alle appe- lieren. W i r kennen die Not, wir helfen mit — so lautet die Parole als eindeutiges Bekenntnis zur Volksgemeinschaft. Sie wird die Sammler beseelen wie auch alle die anderen Hunderttau- sende, die sich uneigennützig in den Dienst dieses hilsswerkes stellen. Das Zeichen dieses Kampfes, die weiße Narzisse, muß an diesem Tage von jedem Volksgenossen getragen werden, der nicht elbst mit der bittersten Not zu ringen hat. Mit die- em Zeichen werden Millionen ihren Dank bekunden ür bas Werk des Führers, das ihnen den Arbeits- „Gutes Licht — gute Arbeit." Die Aktion des Amtes „Schönheit der Arbeit". NSG. In einer Sitzung der Deutschen lichttechnischen Gesellschaft in Charlottenburg wurde ein Bericht über die Ergebnisse der Aktion „Gutes Licht — Gute Arbeit" des Amtes „Schönheit der Arbeit" in der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" gegeben. Dieser Versuch, Theorie und Praxis zusammenzuführen, kann als geglückt bezeichnet werden. Die Träger der Aktion, Amtswalter und Elektrofachleute, wurden in 564 Schulungsabenden über die Bedeutung der künstlichen und natürlichen Beleuchtung unterrichtet. Die Bedeutung des Lichtes im Rahmen dieser Aktion wurde auf 230 Kundgebungen mit 300 000 Besuchern behandelt. 1470 Betriebsbesichtigungen wurden durch die (Saureferenten durcygeführt und den Betriebsführern an Hand von Beleuchtungsmessungen gezeigt, wie weit die vorhandenen Beleuchtungsanlagen den Erfordernissen Rechnung trugen ober unzulänglich waren Don den besichtigten Betrieben haben rund 6 0 0 so - fort ihre Beleuchtungen verbessert und weitere 500 d i e Verbesserungen Der französische Krieasminister General Maurin ist auf feiner Besichtigungsfahrt durch die Ostbefestigungen in Straßburg eingetroffen. Er wird von dem französischen Generalstabschef G a m e I i n begleitet. * König Eduard wird am Sonntag, 1. März, 17 Uhr MEZ., eine Botschaft an das Bri- tische Reich richten. Sie wird über alle englischen Sender übertragen werden. Die Botschaft wird die erste Rundfunkrede König Eduards feit seiner Thronbesteigung fein; voraussichtlich wird sie nicht länger als zehn Minuten dauern. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die arktische Kaltluft hat besonders im nördlichen Deutschland Fortschritte erzielt und das Wesergebiet erreicht. Da vorerst ein Nachschub kälterer Luft aus Rußland unterbunden ist, ist die Gefahr eines Ueber- greifens der Frostwetterlage auf West- und Süd- deutschland beseitigt. Dazu kommt noch, daß lebhafte Wirbeltätigkeit über dem Ostatlantik die Zufuhr milder subtropischer Meeresluft auf das Festland verstärkt. Die Witterung wird daher zunehmend un- beftändiger, doch ist vorerst ausgedehntere Niederschlagstätigkeit bei uns noch nicht wahrscheinlich. AussichtenfürSonntag: Vielfach dunstig und meist wolkig, strichweise auch etwas Regen, ausgeglichenere Temperaturen, östliche bis südliche Winde. Aussichten für Montag: Voraussichtlich unbeständiger und milder. Lufttemperaturen am 21. Februar: mittags 9,4 Grad Celsius, abends 2,7 Grad; am 22. Februar: morgens 1,3 Grad. Maximum 9,6 Grad, Minimum heute nacht 0,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 21. Februar: abends 1,5 Grad; am 22. Fe- bruar: morgens 1,2 Grad. — Sonnenscheindauer 4,7 Stunden. ____________ __________ Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A.I.36: 11000. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf-, mit der Illustrierten 5 Pf-mehr Zur Zeit (ft Preisliste Nr. 3 vom l.Juni 1935 Mig. Auf dem Brandweiher bei Salchendorf (Sieg) vergnügten sich zwei vierjährige Jungen mit Spielen auf der dünnen Eisdecke. Plötzlich gab das Eis nach, und einer der Jungen brach ein. Sein Spielkamerad verlor aber nicht die Geistesgegenwart und zog diesen am Bein an Land. Nachdem er den Kameraden so in Sicherheit gebracht hatte, lief er ins Dorf und benachrichtigte die Eltern des verunglückten Jungen. Nur einem glücklichen Zufall und der Gei- ftesgegenroart des jugendlichen Lebensretters ist es zu verdanken, wenn der Kleine dem Leben erhalten bleiben konnte. wird gefordert und vielen Volksgenossen die Möglichkeit zum Leben und zur Familiengründung gegeben. Wir sehen die Arbeiten und die Deichbauten in Schleswig-Holstein, die bereits dazu geführt haben, daß neue Bauernhöfe im Adolf-Hitler- und Hermann-Göring-Koog geschaffen wurden, indem Taufende von Quadratmeter fruchtbaren Landes dem Meere abgerungen wurden. Die Arbeit im heffifchen Ried wird gezeigt, wo gewaltige Wassermassen durch Schöpfwerke in den Rhein gepumpt werden, die Regulierung der Fluß- und Bachläufe in der Mark Brandenburg, die Ent- roäfferungsarbeiten im Luch und im Spreewald, her Strayenbau in Bayern. 850 Millionen Reichsmark wurden für das deutsche Landeskulturwerk Adolf Hitlers seit 1933 eingesetzt. Mehr als 100 Millionen Tagewerke wurden in diesem Kampf um Brot bisher geleistet. Noch einmal wird der Gegensatz gezeigt zwischen den dunklen Mietskasernen der Großstadt und einer der jungen Schöpfungen auf Neuland. Zum Schluß die Feier des Erntedank- festes, die Krönung der mühevollen, ab:r Freude und Segen schaffenden Arbeit auf der Scholle, des immerwährenoen Kampfes um Brot. Der Film wird demnächst in Berlin herausgebracht werden. Ein neuer Ion tultur film »on besonderem °n °>° ^°"ZWestellung ist un°mL,ich Tausende Ko'n se'r ^^"ber'u^öe^hn -n Zus°—I °°» Landarbeitern, sind,, insolgedesfen arbeitslos Lollar und Ruttershausen, den 21. Februar 1936. 1146 D Die Beerdigung findet am Montag, dem 24. Februar, nachmittags 3.30 Uhr statt. Nach langem, saiwcrem. mit grober oeduld ertragenem Leiden entschlief sanft heute abend 9 15 Uhr unsere liebe treusorgende Mutter, Schwiegermutter,Großmutter,Urgrobmutter, Schwägerin und Tante Frau Elisabetha Seipp geb. Hofmann im 82. Lebensjahr. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Heinrich Seipp VII und Familie Ludwig Seipp und Familie Karl Seipp I. und Familie Friedrich Seipp II. und Familie Karl Erdmann und Familie SWM- WM sauber. Zeichner, f.Architekturbüro nach Gießen ges. Schriftl.Bewerb. tunlichst sofort u. 1135D an den Gies?. Anz. erbet. Tüchtiges Mädchen a. liebst, v. Land, nicht unt. 18 I., für Haus u. zur Mith. im Gart., sof. ob. 1. 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Niemand von den Soldaten wußte, daß er noch ’-n Abend im Inneren des beschneiten Sarges sein teile; auch die Stäbe wußten das nicht, denn sie tten keinen Befehl gegeben, das Fort an diesem he zu nehmen; ja, der Hauptmann selbst, der sich artillerie-Regimentes 20 zu lesen sind: ..Ein Der« wundeter französischer Bataillonskommandeur mel« bete auf einer aufgefundenen Karte an sein Regiment: „Der Auftrag vom Jeunebois oder Bois des Loges auf Ethe—Belmont anzugreifen ist bei dem gewaltigen, vernichtenden Artilleriefeuer der Preußen eine absolute Unmöglichkeit. Mein Bataillon ist mir schon im Walde völlig aus der Hand gekommen." Ein anderer französischer Offizier schrieb in sein Tagebuch: „Man hat uns belogen, man hat uns in Paris und auf dem Marsch gesagt, daß.die deutsche Artillerie uns unterlegen sei, daß sie nicht schießen könne und ihr Material selber als schlecht bezeichne. Was wir hier erlebten, ist aber furchtbar. Gegen diese Artillerie kann Frankreich nicht aufkommen." Die französische Artillerie mußte es bei Ethe am eigenen Leibe erfahren. Die Dorhutabteilung der französischen Division Trentinian stieg, gerade als der Nebel schwand, aus dem Jeune-Bois in das Thontal hinunter. Mehrere Batterien der 10. Feldartillerie-Brigade stürzten sich auf das lohnende Ziel. Die drei Hinteren Geschütze und die gesamte Staffel wurde in dem engen Hohlwege zusammengeschossen. Nur wenige Geschütze gelangten nach Ethe hinein und in Feuerstellung. Den ganzen Tag litten sie dort unter Munitionsmangel. Alle noch so kühnen Ansätze, die Munition aus den liegengebliebenen Munitionswagen nach vorne zu schaffen, wurden durch die aufmerksamen Batterien des Feldartillerie-Regiments 20 immer wieder verhindert. Der Versuch einer der in Ethe eingeschlossenen Betterien, nach rückwärts aus dem Höllenkessel zu entkommen, scheitete kläglich. Kaum gelangte sie in Sicht, wurde sie durch wenige Schüsse der 4. und 5. Batterie umgelegt. Wohl kein Mann von ihr ist dem Vernichtungsfeuer der beiden Batterien entronnen. Ein wahrhaft erschütterndes Bild Wir deutschen Artilleristen sind die letzten, die der französischen Artillerie, von der wir im Frieden und Kriege vieles gelernt haben, das schießtechnische Können absprechen. Wir wissen, auf wel- che wertvolle artilleristische Ueberlieferung sie fußte. Welches taktische und technische Verständnis sie beseelte. Aber wir wollen nicht in den alten Fehler verfallen, „den eigenen Wert über fremde Leistungen zu vergessen". Wir wollen auf die Erfolge unserer Artillerie im Weltkrieg stolz sein. Wir wollen aus ihren Fehlern lernen, ihren Vorzügen nacheifern. Wir wollen nie vergessen, daß die Zeit fortgeschritten ist, und daß der Soldat, der sich ihrem Tempo nicht anpaßt, ins Hintertreffen gerät. Wir wollen begierig nach allem Neuen greifen, das uns Artilleristen die Technik bietet, aber darüber den Opfermut der Artillerie von 1914 uns bewahren und, wenn es die Kampflage der Infanterie erfordert, der Schwesterwaffe bis in die vorderste Linie folgen und mit direktem Schuß ihr den Feind vom Halse halten, der ihr am gefährlich- tii offener Flanke ins Unbekannte vorzustoßen und i Sarg auf jede Gefahr hin aufzubrechen ahnte n Morgen des 25. Februar noch nicht, daß er «n Abend Herr der Festung sein werde Und so rrten die Jungen, daß dem der Sieg zufallt, der nj) freien Entschluß dem Feinde das Gesetz des Adelns aufzwingt, und das war so wahrend des litaen Krieges, daß die Deutschen das Gesetz Ftn, und die Jungen vergaßen das nie. ^nannten Prellbockes am La-Basföe-Kanal, war Men der mit der Leitung des Unternehmens tetiftragten Infanterie-Brigade und der Artillerie- »|abe, deren Adjutant ich war, eine Art Feuer- Breitung und Feuerwalze vereinbart. Als die ' •' \ Ende näherte, rief die Feuerwalze abrollen zu lassen. Sie war sich nicht klar, daß bei dem Stande der Fernsprechtechnik jener Zeit dieser Befehl unter keinen Um- st ä n d e n an die mir unterstehenden Batterien zu übermitteln war. Da sie aber ihrerseitsihrenRegimen- tern schon den Befehl gegeben hatte, fünf Minuten später anzutreten, lief die Feuerwalze ihnen weg, hatte der Gegner wieder den Kopf hoch, als die Strumwellen anliefen, mußte das Unternehmen scheitern. Niemand in Der ganzen Welt — weder Infanteristen, noch Artilleristen — hatten sich bei Kriegsbeginn einen Begriff von dem über Erwarten großen Munitionsverbrauch und der mit ihm verbundenen Beanspruchung des Geschützmaterials, von der Leere des Schlachtfeldes und der dadurch erschwerten Beobachtung gemacht. Es ist ein Wunder, daß unsere Geschütze diese Beanspruchung überhaupt aushielten, und kein Wunder, daß bedauerliche Kurzschüsse aus ihren ausgeleierten Rohren auftraten, die Menschenleben in den Reihen der eigenen Infanterie kosteten. Es lag nicht an der Artillerie der Front, daß die Munition schon nach wenigen Wochen knapp wurde und die ersten Kriegslieferungen schlecht waren. Wenn einer verantwortlich zu machen ist, so könnte es allenfalls die Friedenszentralstelle des Heeres, die nicht für genügende Vorräte gesorgt und, was vielleicht der noch größere Fehler war, nicht für die sofortige, planmäßige Umstellung der Friedensindustrie auf Kriegsfertigung gesorgt hatte, und vor allem die Volksvertretung sein, die aus Ersparnisgründen die Forderungen der Militärbehörden immer wieder von neuem beschnitt Es ist Dur allem aber eine nicht oft genug zu bekämpfende Legende, daß die französische F e l d a r t i l l e r i e der deutschen taktisch und schießtechnisch überlegen gewesen sei. Ich glaube, keine Beweisführung ist bündiger als folgende: ' 1 Hirz 1935 6 Handelsklatie Hassene m. 8|ähr. g. Ziel: Mittlere !f Einjähr.-Exon. vr Mädchen adch Nähen. Sdiulgdld keine Nebengeijährige Handelt- Schulgeld RM19.-, ngebühren. e für Berufstätige i schreiben, Steno- i allen Handels m für das neue! d Auskünfte In zeit im SchulgM estraße 32. / / rühren, stand Karl Kasiske in feinem Granatloch und schaute. Für ihn war der Berg lebendig; er sah sein Angesicht wechseln; bald schien es blendend weiß aus den Feuern wie zur letzten friedlichen Raft, bald schillerte es in roten und gelben Farben wie die Hölle selbst oder das Fegfeuer, bald verschwand es völlig im schwarzen Rauch, ein Ort der Finsternis und des Vergessens. ■ In hoher Eile flitzten die Meldegänger durch den Geschoßturm. Erst gegen halb zwei Uhr war der Angriffsbefehl vom Korps ausgegeben worden, und um vier Uhr sollte schon angegriffen werden. Es gelang nicht, die kurz gesteckten Angriffsziele überall rechtzeitig bekanntzugeben. So gingen die Leute, die in der Mitte lagen, am Rande des Waldes von Hermitage auf eigene Faust vor. Sie lagen weit, aber in gerader Richtung vor dem Fort. Der befehl verlangte von ihnen nur die Einnahme einer feindlichen Stellung im Dorgelände, und dann sollten sie sich möglichst nahe an das Fort heran- pirschen. Die gerade Stoßrichtung wurde ihnen umgebogen, der Sturm sollte sich ältlich Oes Forts abdrehen. Kurz vor vier Uhr krachten Lagen der eigenen schweren Artillerie in die deutschen Graben. Die nächste Lage brachte beinahe den Artillerie-Verbindungsoffizier um Es war höchste Zeit. Die Leute stürzten aus der plötzlichen Verwirrung vor. Die nächste Lage prasselte schon hinter ihrem Rücken in die verlassene Stellung Die Anschlußregimenter rechts und links verhielten sich totenstill. Sie hätten auch zur Minute vorbrechen sollen. Aber man konnte nicht mehr warten, die Wellen waren entfesselt. So stieß Die stürmende Front aus ihrer rechten Flanke einen Zug hinaus, fast senkrecht zur Angriffsrichtung. Er entrollte sich blitzschnell ins Unbekannte, ein mächtiger Arm, der den Feind zurückhielt. Die Komva- nien liefen über freies ansteigendes Gelände. Ueder ihren Häuptern rauschten die Züge frer deutschen Granaten, zischten die Garben der Maschinengewehre vom Rücken her, die aus hohen Stellungen schräg auf den feindlichen Graben hämmerten und die Besatzung in der Tiefe hielten Die Stürmer gingen lanafamer. Noch krachten die Salven der deutschen Artillerie auf die 13 er men des Zielgrabens. Hell fangen die Kugeln dazwischen, die von den Leuten des Flankenzuges abgefeuert wurden; dessen vorderste Gruppen hatten in gewaltigem Laufe die Sturmkompanien überholt und schossen nun dem Feind in die Flanke Einige Franzosen sprangen auf und griffen zu den Waffen; einer stürzte zum Maschinengewehr; doch der fand seinen Gegner. Ein Gefreiter hatte schon am Mor- !Llle sahen den kantigen Rücken von Douaumom ■md) die laublosen Bäume starren: die vor Dem tyiuffourroalD lagen, die im Gehölz von Hermitage die auf dem Rücken von La Bauche. Der ge- kl'te Festungsberg schien unbelebt, doch brüllten -e unsichtbaren Geschütze in den Ponzerturmen, 8 ht von den deutschen Granaten lerfteu ottd)- I Wimen an feinem gewaltigen Bug. Und in Der WslLn Morgendämmerung sahen die vom Hermttage- I Do d achthundert Meter weiter südlich Franzosen V graublauen Mänteln und niedrigen Stahlhelmen, | eifrig einen Graben ausstachen. Ihre Sparen I dichten, ihre Körper dampften, sie wollten dem I taq trotzen, der das Fort, ihr Fort, immer mehr 'm Nebel entblößte. Doch der scharfäugige Deutsche •i'tte sie entdeckt; einige leichte Minen, aus Den I in antetfieftellungen abgeschossen, warfen sie aus lie Sohle ihrer Gräben. Dort lagen sie uno I berieten. Im zehn Uhr vormittags begannen die deutschen ctterien zu trommeln. Das Fort glich m Der roin« r ichen Finsternis einem schwarzen Basaltberg, tu» dessen Flanken Lava flammt, das Vorgelande hvelte von Rauch. Diele Stunden, ohne sich zu Regimenter. Allen voran wird kein 20er die 5., irre Batterie Caemmerer, vergessen, dessen Granu n auf Befehl des Hauptmanns bei Tag und Süjt da faßen, wo wir sie haben wollten." Renn anderwärts die Harmonie nicht so groß er, so lag die Schuld nicht allein bei der Artil- ki, sondern zum mindesten ebenso sehr bei der Sinterte. Ich glaube aus eigenem Erleben in «in Korps, in dem der Kommandierende Ge- TK-1 nicht so günstig auf die beiden Waffenarten Wemirft hatte, feststellen zu dürfen, daß vieler- id< sich Die Infanterie schon über die Vorberei- fcjeit, Die Der Artillerieeinsatz zu einem treff« jft ren Schießen erfordert, unklar war und ihren Plenen einfach nach vorne durchging. Daß sie kM verlangte, daß die Artillerie zu ihrer Ver- b iDung hielt, aber ihrerseits nicht daran dachte, hi Artillerie über die Vorkommnisse in der insante- in scheu Kampfzone auf dem Laufenden zu halten. , roch im November 1916 hatte ich ein Erlebnis, la diese Frage grell beleuchtete. Für die Weg- i ML'tue eines kleinen feindlichen Stützpunktes, des gen fernher das tödliche Rohr gesehen; er hatte es sich eingeprägt und hatte es während des Sturmes nicht aus dem Auge verloren. So warf er sich blitzschnell hin, sein Karabiner riß Funken, und ehe der feindliche Schütze noch den dritten Schuß durchzog, prallte er tot an die Rückwand des Grabens. Die Sturmkompanien tauchten in die Tiefe hinunter. Dort unten hockte Schulter an Schulter die Besatzung und rührte sich nicht. Erst allmählich gewannen sie Leben, und als sie aus dem Graben waren, wandelten sie mit wehenden Mänteln in die Gefangenschaft. Andere Abteilungen aber flohen den Hang hinunter gegen das Fort, bis Schüsse in ihren Rücken krachten. Da warfen sie Waffen und Patronentaschen fort und traten in Gruppenkolonne zur Gefangennahme an, eine letzte Huldigung vor den Deutschen Die aber waren nicht mehr zu halten. Sie stürmten dahin, das Fort vor Augen, ihren Hauptmann in der Mitte, mit offener Flanke. Doch fand sich ein Offizier, der die Gefahr erkannte. Er warf Gruppe um Gruppe in ungeheuerlicher Verlängerung, in lächerlich Dünner Kette nach rechts, die Leute schossen wie besessen auf die endlos aus- rückenden Gegner, die die schwache Stelle der Deutschen wohl erkannt hatten und nun aus dem Dorfe Douaumont ihre Zuaven gegen die Sturmflanke antanzen ließen — bis auf zehn Schritt vor den deutschen Gewehren. Und während sich hier die einzelnen Gruppen verwickelten, blitzschnell ihre Fronten wechselten und immer wieder vorwärts verlängern mußten, ein Schnell- und Wirbeltanz ohnegleichen, stürmte die Mitte unaufhaltsam gegen das Fort Sie nahmen eine zweite feindliche Stellung, sie schlugen jauchzend auf die Rohre mächtiger Marinegeschütze, die verlassen dastanden, immer wieder tauchten, wenn sie vor einem feindlichen Graben die Bajonette zum Sturm einlegten, andere Kompanien vor ihnen und schon im Rücken des Feindes auf, und ein doppeltes Hurra vereinigte sich über dem verwirrten und niedergedrückten Feind. Doch plötzlich standen sie. Die Luft sauste und kochte, die Erde bebte und krachte. Sie standen vor der Mauer Der Deutschen Granaten, Die Das Fort abriegelten. Ihr Angriffsziel war längst erreicht, längst überschritten, Doch ragte hinter der schwarzen Rauchwand Das Fort. Es war groß wie ein Gebirge; sie rochen den Rauch, Der aus Den tiefen AbgrünDen wallte, sie blickten in Die Feuerkliitte, Die' Den Berg zerspalteten, sie sahen Die feurigen Schlangen, Die sich hoch bis zu den Panzertürmen hinausringelten. Und nun bellten die Maschinen- ion: Ci Den, len, GvSWtt- w . ppelherz ul» währteNeryem iftigungsmiM Wöchnerinnen iiwache, i$e, Erschöpf« id olle, die «ich dH und elend hlen, als Krofiu ngsmiHel urä tbehrlidi. 5 RM. 370 RN igeei 1,50 M gebenden Di» Frankfurter^ >uzplatz 9/10. I Schott u.sniti. cb: Solms-Lau* garlKlBin^jl Äff »ff Ätz SieÄ von, GM tiff k ii<> । ä»* B- •*» Ää f w'Ä ■ ksC8, l «A 115)1- gewehre vom Kirchturm des Dorfes Douaumont herab. Der Feind hatte sie gesehen, er warf sie zu Boden. Unaufhörlich zuckten die Melder über das Gelände. Die Telephontrupps spulten galoppierend ihren Draht und meldeten selbständig, was sie sahen. Einer von ihnen lief mit den Granaten um die Wette zum Gefechtsstand des Bataillons. Dort brach er knieend zusammen und stammelte seine Meldung, die vordere Linie habe das Fort erreicht, leide aber sehr unter eigenem Artilleriefeuer. Der Major spricht durch den Draht mit Der Front. Er beordert einen Leutnant von dort zu sich, der Leut- nant hetzt heran, bestätigt. Das Regiment wird angerufen: Artilleriefeuer stoppen! Vergeblich. Man hält die Meldung für einen überreizten Irrtum, noch feuert ja das Geschütz aus Dem Südostpanzer- türm Des Forts! So blitzen Die Deutschen Batterien weiter gegen Den Berg, vor Dem nun Die nicht anerkannten grauen Deutschen Stürmer liegen, so nahe. Daß sie ihn mit Händen greifen könnten, wenn sie nicht durch Den Feuerwall hindurchlangen müßten. Der Hauptmann überlegte nicht lange. Er rief im Sprunge zum Drahtverhau einem Leutnant zu: „Wir stürmen das Fort", und dann gab er ruhig seine Befehle. Die eigene Artillerie schoß weiter, vergeblich stiegen die grünen Leuchtkugeln gen Himmel, die Beobachter sahen sie im hellen Tage nicht. Als die letzten Patronen verschossen waren und auch Der Vorrat, den ein frisch eingeschwärmter Zug mitbrachte, keine Linderung des Feuers bewirkte, erhob sich der Hauptmann und deutete mit Dem Stocke auf Den feinDlichen Graben jenseits Des Drahtverhaues. Ein Gefreiter sprang auf, gab seinen KameraDen Das Gewehr unD schnitt mit Der Schere eine Gasse in Den Draht; auch Die zugelaufenen Pioniere zückten ihre Scheren, und nun sprangen etwa vierzig Mann Durch Die Gassen in Den unbesetzten Graben unD Dehnten sich nach beiDen Seiten aus. Zuletzt sprang Der Hauptmann hinunter. Der Graben war nicht eben tief; Doch sah nun Der Hauptmann ein zweites breites unD Dichtes DrabthinDernis vor sich, er sah Die feurigen Einschläge auf Dem Walle Des Forts unD hörte Das Dumpfe Poltern Des jetzt unsichtbaren Panzergeschützes. Wenn Der Franzose aus Dem Inneren Des Forts heraus Die Wälle besetzte, waren alle verloren. Da erhob sich Der Hauptmann zum zweiten Male. Er Deutete mit Dem Stock auf Das riesen- hohe Fort und Die Leute hörten ihn sagen: „Drauf, das Fort ist unser! Was fällt, fällt!“ sten wird. Dann wird die Infanterie der Zukunft, wie es im Herbst 1914 die Infanterie Des XIV. Armeekorps tat, wenn mein Artilleriebrigade-Komman- öeur an ihren Kolonnen vorbeitrabte, voll Begeisterung und voll Dankbarkeit „Hurra" rufen. Noch einmal: Warum ist Generalleutnant mehr als Generalmajor? Die in Nr. 27 nach Dem „Kyffhäuser" gegebene Erklärung ist wenig überzeugenD. Es wäre ein an sich unerhörter Vorgang, wenn zwei feststehenDe Rangstufen, Der eines Generalleutnants unD eines Generalmajors, plötzlich ihren Wert vertauscht hätten — das ist doch wohl mit „Hint- „Sturm auf Douaumont." Von Jofef Magnus Wehner In seinem großen Romanwerk „Sieben vor Verdun" schildert Josef Magnus Wehner erschütternd die beispiellosen Heldentaten der Verdun-Schlacht, deren zwanzigster Wiederkehr wir in diesen Tagen gedenken. Aus diesem Anlaß entnehmen wir diesem Buche mit Erlaubnis des Albert Langen- Georg Müller Verlages in München den folgenden Abschnitt. Ich bin über die Schlachtfelder von Mühlhausen, Saarburg und Lens geritten, ich habe bei der Bearbeitung des Ehrenbuches der Feldartillerie alle bereits erschienenen Regimentsgeschichten Der Deutschen FelDartillerie in Der HanD gehabt und Hun« Derte von Berichten Deutscher FelDartillerieregimen- ter gelesen. Ich habe nirgenDs eine zusammenge- schossene gefechtsunfähige Deutsche Batterie oDer gar Abteilung gesehen ober von ihr gelesen unD gehört. UnD Doch hätten Die Franzosen bei Dem sogenannten „falschen SchneiD", mit Dem Die Deutschen Batterien immer wieDer offen auffuhren, reichlich Gelegenheit zu einem Wirkungsschießen gehabt. Ein Beispiel für viele: In Der Schlacht bei Ethe am 22. August fuhren Die Batterien Des FelDartil- lerie-Regimentes 20 im feinDlichen Artillerie- unD Jnfanteriefener in offenen oDer in RanDstellungen auf, in Denen nur hohe Kornfelder einigermaßen Deckung gewährten. Sie wurden aber trotzdem den ganzen Tag von Der fran'zösischen Artillerie über« schossen und verloren an Toten einen Offizier, den Musikmeister und zwei Mann, an Verwundeten zwei Offiziere und 32 Mann. Merkwürdiger- und ehrenvollerweise befand sich unter den Verwundeten auch hier der Artillerieführer, der Regimentskommandeur. Die Feuertätigkeit der Batterien waren keinen Augenblick in Frage gestellt. Die Wirkung war hervorragend. Ein Augenzeuge schreibt:' „9.30 Uhr vormittags das erste Ziel: ein Stab 4800! Feuer!" Schon der erste Schuß liegt im Ziel. „Drei Gruppen!" Der Stab ist gewesen. Ein vielstimmiges Hurra unserer Brauen Infanterie lohnt das' gute Schießen. Sie weiß sich nun nicht mehr allein in ihrem schweren Kampf. Jede Gruppe der drei Batterien hält gaufige Ernte. Zehn Minuten nach unserer Feuereröffnung stellt der Franzose sein Vorgehen ein." Schwerer vielleicht wiegen noch die Zeugnisse der Gegner, die ebenfalls in der Geschichte des Feld- 2ßir Artilleristen sind Kummer gewöhnt. Wir kWen m Der Kriegs- unD Nachkriegszeit manche ?jered)tfertigten Vorwürfe hinnehmen müssen. $ir Artilleristen wollen uns nicht besser machen „I roir find. Wir geben zu, daß wir bei Kriegs- ixnnn manches abzustreifen, manches zu lernen {den, Daß wir Fehler begingen und sie nicht im« m- schnell genug erkannten und abstellten. Aber jj!C8 nicht anderen Waffen ebenso gegangen? Hat n». Die Infanterie allzulange an der Massentaktik, to Kavallerie am Angriff zu Pferde festgehalten? nj nicht Die BeDeutung Des Maschinengewehres, h,. Minenwerfers von Freund und Feind glei« ch-maßen unterschätzt worden? 3er Soldat will sicher gehen. Er steht Neuerungen fl"Dem Gebiete der Taktik und Technik lange zweier, gegenüber. Es bedarf einer starken motori« \t n Kraft, ihn umzustellen und vorwärtszutreiben. kann nicht zugeben, daß es an dieser moto« nhen Kraft in der Artillerie Der Vorkriegszeit geilt hat. JeDenfalls ist unter uns jungen Offizieren nt)t als genug über artilleristische Zukunftsfor- | 'rm gesonnen unD gesprochen worDen. Die Lehren b» französischen Generals Percin, von Dem Zu- , |.mmenflingen artilleristischer unD infanteristischer 1 «röerungen bei Den Stäben unD Truppen, von Jiaison en haut et en bas" waren uns wohl farmt. Aber auch Die hohen Führer waren feines- rgs auf veralteten Ansichten stehen geblieben, jinner wie GeneralfelDmarschall von Bülow a General Der Infanterie von L 0 ch 0 w haben ^vsjWnjCii Infanterie und Artillerie ihres III. Armeekorps rjoorbilDlidjer Zusammenarbeit erzogen. Der Lohn jsnicht ausgeblieben. In Der Geschichte Des Jnfan- tee-Regiments 20 (Wittenberg) findet sich über ii Zusammenarbeit mit Dem FelDartillerie-Regi- r.t 39 (Perleberg) in Den ersten Kriegswochen fnmber Satz: „Es war ein glücklicher GeDanke ItFres Divisionsstabes, als er unter Berücksichti- Wg Der gemeinsamen Erlebnisse bei Lüttich Diese len Regimenter DauernD taktisch ver- bci d. Bei Morrs, AnDechy, Villers Cotterets unD cnTer Marne hatte sich Das gegenseitige Vertrauen WM Gießen im0 NÄ w und i® t Wlnter In Ostpreußen. 0. D. kündigen. Am einmal versucht. Büdingen. R? feÄ Va.’NC Q i Q sie beim Schuß einen kolossalen Rauch entwickelten, hätte sie der Gegner sofort erkannt und zusammen- geschossen. Run hätten sie \a in der R a ch t schießen können, aber die guten Heinriche sandten eine ge radezu fulminantes Mündungsfeuer aus, es wäre für die französischen Lichtmeßtrupps eine Freude gewesen, sie anzuschneiden, und so blieb eigentlich nur noch der Nebel. — Schade, daß man im Nebel nicht beobachten kann' So mußten wir dem wackeren Heinrich IV. mit einer Feldbaubitze Entfernungen und Winkel er f^ießen. Dabei lernte ich auch die ehrwürdige - r « r, M - rxX t A it-nh fUn- Als im Februar 1912 die Mandschus der Regierung entsagt hatten, ging die Gewalt in China in die Hände des Diktators Puan-schi-kai über. Dieser legte den Mandschuzopf ab, und da er, wie man in China sagte, die Mandschufahne weggeworfen hatte, um das chinesische Fahnentuch zu retten, so nahm er auch für Nordchina die fünffarbige neue Flagge der chinesischen Republik an. (Fünf Farben entsprechend den fünf Stämmen: rot Chinesen, gelb Mandschu, blau Mongolen, weiß Mohammedaner, schwarz Tibetaner.) Er suchte sich allerorts einflußreiche Freunde zu gewinnen, so ernannte er ansetzung der Folgerichtigkeit" gemeink. Die Sache liegt ganz einfach so: die höheren Rangstufen waren und sind heute noch: Major, Oberstleutnant, Oberst; die höchsten: Generalmajor, General» oberstleutnant, Generaloberst. Für Generaloberstleutnant wurde der Kürze wegen Generalleutnant gesagt. Diese Erklärung, die mir vor Jahren ein Offizier gab, ist gewiß sehr viel einleuchtender als die des „Kyffhäusers", die für den angeblichen Wertumtausch eine Erklärung nicht würgt" gekriegt, aber dann sei er vom Genenu! zum Frühstück eingeladen worden. Die Mannschaft des idyllischen Geschützes oben ist Dreivierteljahr später bei der großen Aisne- Offensive fast bis auf den letzten Mann gefallen,, nachdem sie in heißem Gefecht aus ihrer alten Ringkanone herausgeschossen hatten, was ging. Die Bedienung „Heinrichs IV." bestand auch aus ebenso tapferen wie freundlichen Leuten! Blick durch den vereisten Seesteg auf Seebad Cran, (Scherl-Bilderdienst-M.) Urlaub. Von Albert Lehsten. Hofe nachsandte. Puan-schi-kai, ehemals Vizekönig von Korea, war als erbitterter Feind der Japaner deren Ein- I. Nuan-schi-kai. Ein chinesischer Wallenstein Kämpfer für Chinas Einigung Don August Beck, Oberstleutnant a. D. Jn auch für bi Mellt finb. p* mchts b M-icht ein J'Ptrhdjen « Cignuna, Leh-big ö" lag tos alte Kerle, die dann in der großen Aisne-Offensive verdammt ihren Mann gestanden haben, das sei zunächst einmal festgestellt! Und der Einsatz der Heinriche hatte durchaus Sinn und Verstand, sie waren nämlich für den Fall eines feindlichen Angriffes zur Bekämpfung rückwärtiger Ziele vorgesehen, die wir normalerweise in Ruhe ließen. Deshalb schliefen sie auch all die Monate vorher einen Dornröschenschlaf, der eben mit den Härten des Krieges versöhnen mußte, )er sie einmal aufzusuchen Gelegenheit fand. Leider hatte unser Artilleriekommandeur nicht so das rechte Verständnis für Dornröschenidyllen, und er machte sich mit seinem Ordonnanzoffizier eines herrlichen Sommermorgens auf, den Heinrich IV. zu inspizieren. Ich mußte den General wegen einer anderen Sache begleiten und stieß unterwegs zu den Herren. Unsere Gäule bahnten sich mühsam einen Weg durch das Pflanzengewirr des herrlichen Parks vom Schloß Guignicourt, in dessen wildestem Teile unser guter Heinrich seine Stellung hatte. Eine fast tropische Vegetation hüllte den Flußgrund in einen dichten grünen Schleier, Myriaden von Mücken schwirrten zwischen den Stämmen und machten unsere Pferde verrückt, und — hol's der Teufel! — wir konnten den „Langen Heinrich" nicht finden! Nach der Karte mußten wir richtig sein, aber wir suchten, riefen und pfiffen vergeblich — nur die Aisne plätscherte leise, und die Vögel zwitscherten laut. Am lautesten ein Rotkehlchenpaar, das nahe vor uns im dichten Buschwerk einen entrüsteten Krach machte. Und als der Leutnant K. nachsehen wollte, warum die Kerlchen so schimpften, starrte ihm aus dieser grünen Wildnis die Mündung Heinrichs IV. entgegen. — Wir beginnen eine Serie von Porträts führender Persönlichkeiten Ostasiens, wo zur Zeit Umschichtungen von weltpolitischen Ausmaßen sich an- Ei her noch;QIB tateifen in&J ■ Kje WndschuheW fi wieder ■ l^n EinigulM Mndnis besiege» M Pläne nicht e |<ß verloren, be liierte, als W Im ein stark g Itz Mn-Durö In zog es sch ? Eh, der Angelsc Er noch dazu die Wischweisenden p Uso dah Japan l Mhast zuruckgnff,! Wien im Jahre 1 Ebe. ■: auch VuaN'M' Dieses unterstüf mt pe, des Mar Wr-Tale. Das Dr ■ alle feinem Schl Wische Führer, be »hone widerstand K Ehren erweise Wtze Gesandtschaft |1 a — trieb in e K. behauptete später gern, die Rotkehlchen hätten ihr Nest in der Mündung der Ringkanone gehabt, aber das ist erstunken und erlogen, es hing dicht davor in einer Astgabel! Wir saßen ab und erkämpften uns einen Weg in das Dickicht; da stand der Heinrich, groß und ehrfurchtgebietend, in dieser glänzenden Deckung; aber das verlassene Geschütz, bei Dem kein Posten, kein Mensch zu sehen war, wurde uns ganz unheimlich! Schließlich entdeckten wir draußen in der Sonne auf einem umgestürzten Baumstamm, der ein Stück über die Aisne ragte, einen halbnackten Mann, der angelte. Er hatte einen mächtigen Dollbart umgebunden, und in dem Dollbart steckte eine halblange Kutscherpfeife, die lustig qualmte. mit einem Gehalt von 30 000 mexikanischen DM I lars aus, damit er für die Organisation der chino I fischen Eisenbahnen arbeitete. Seinen erbittertste« H Feind, den Gelehrten Ku-hung-ming, mach!,I er zum Erzieher seines Sohnes mit 500 Dollar« 1 Monatsgehalt, um ihn unschädlich zu machen. A 1 im Jahre 1913 die sogenannte zweite Revolulio« ausbrach und die K u 0 m i n t a n g p a r t e i Puan- 11 schi-kai stürzen wollte, wurde der Aufstand nieder-1 geschlagen, und der Marschall stand stärker da, als. 1 je zuvor. Eine treue Armee stützte ihn, die er gut I bezahlte. Wurden ihm Bestechungsversuche bekannt,;» so spendete er seinen Prätorianern das zehnfach« i der Bestechungssumme. In dieser Zeit traten die japanischem An-;I s p r ü ch e an China allmählich hervor. Trotzdem! Puan-schi-kai als erbitterter Gegner Japans be-! könnt war, nahm Japan die Gelegenheit wahr, Hand in Hand mit England, die Politik 7)ii5» hat biel Ois,fl I Kerben- 1 te FW fed B5; Weinlese in Wiesbaden statt und wir hatten in Anbetracht der weiten Reise vom Elbe- zum Rhein- ftranb mit acht Tagen golbener Freiheit gerechnet. Der Oberst nickte verständnisvoll, dann erhob er sich in seiner ganzen Größe: „Ein Tag hin — das «st der Tag des Polterabends, ein Tag Hochzeit, ein Tag zurück! Macht?" Kleinlaut erschallte es im Chor: „Drei läge!" „Na, einen will ich noch zu- geben, also vier Tage!", schloß er mit einer großen Handbewegung die Audienz. Er hat mir viele Jahre später, als ich ihn im Ruhestand besuchte, anoertraut: „So schlimm habe ich es gar nicht gemeint, ich wußte ja, Ihr schlugt immer ein paar Tage drauf, ehe Ihr zu mir hereinkamt." Er hatte überhaupt Sinn für Humor. Eines Tages durchschritt er nicht, wie er es sonst zu tun pflegte, mit kurzem Gruß das Geschäftszimmer, in dem in drangvoller Enge der Regimentsadjutant und die Schreiber hockten, sondern pflanzte sich breitbeinig mitten im Raum auf: „(Sommerer, ick trete morgen meinen längeren Sommerurlaub an. Ick fahre nämlich auf einen halben Tag nach Magdeburg." Aber auch der größte Urlaubsfünftler hat wohl kaum damit gerechnet, daß er erst im Kriege seine Fähigkeiten zur schönsten Blüte entfalten würde. In den ersten Krieasmonaten freilich hielt auch er sich an der Front für unentbehrlich. Aber sowie der Stellungskrieg sein Haupt drohend erhob, begann er sich auf seine Kunst zu besinnen, griff zum Helm und ftanj) vor seinem Kommandeur, der zunächst jede Fassung verlor, dann aber — wahrscheinlich in der Erkenntnis, daß auch er einmal äynliche Gelüste empfinden könnte — zustimmte: „Wenn Sie auf der überfüllten Bahn durchkommen, meinetwegen!" Kein halbes Jahr weiter und die Urlaubsfrage stand im Mittelpunkt jedes Gespräches im Unterstand und im Ruhequartier. Eigene Militärurlauberzüge wurden zwischen die Truppentransporte eingeschoben. Nirgends bestand mehr ein Zweifel, daß bei der langen Kriegsdauer ein regelmäßig wiederkehrender Heimaturlaub für die Erhaltung der Kampfftimmuna der Frontkämpfer und des Durchhaltewillens ihrer Angehörigen Zwölf auf einen Ruck. Mein Freund, der verwitwete Arzt, ist reichlich, mit Enkelkindern gesegnet. Zwölf Enkelkinder finbi eine ganze Anzahl. Zwölf Enkelkinder zusammen- genommen, wenn sie fingen, schwatzen und sich balgen, oh, das ist ein Anblick für Götter! Nur nervös dürfen die Götter nicht fein. Und dann finb die Enkelkinder wie die Orgelpfeifen. Von Dreizehn Jahren herunter bis zu vier Jahren. Wahrhaftig, eine Orgel, worauf man das Lied des Lebens spie« len kann. Komme ich da in einen Blumenladen. Auf dem Ladentisch hingelegt, hübsch in Reih und Glied, lauter kleine, winzige Sträußlein: Veilchen, Schneeglöckchen und Primeln. Ein Frühlingslächeln im Winter. Ich zähle die Sträußchen mit dem Zeigefinger ab. Richtig, es sind tatsächlich ein volles Dutzend. Ich bitte um einen Strauß, denn erstens sehen sie reizend aus und zweitens sind sie billig. Die Gärtnerfrau wehrt ab: „Nein, von diesen hier kann ich Ihnen keinen Strauß verkaufen." Ich bin wie verdutzt: „Aber weshalb denn nicht?" „Die werden gleich abgeholt. Die Enkelkinder von Doktor Seifert holen sie ab. Der Doktor hat nämlich Geburtstag." Ich muß lächeln, denn ich sehe sie im Geiste marschieren, die zwölf Enkelkinder. Eine bunte, kichernde Rotte, in den kleinen Händen, festgedrückt, die zierlichen Sträuße. Ich sehe sie die Treppe hinaufeilen, vierundzwanzig Beine. Wie ein Verein klettern sie hoch, die ganze Treppe ist besetzt. Da, die Klingel wird stürmisch gezogen! Nun- stürzen sie in die Stube, eine stürmische, freudige Welle. Nun umarmen sie ihn. Immer ein Enkelkind nach dem andern. Nun schlingen sie einen Kreis um ihn, einen bunten Kranz. Ich sehe ihn in der Mitte stehen. Wie ein festlicher Sämann steht er da. Ich fühle, wie er vor Freude zittert. Soviel Unsterblichkeit auf einmal greift an. Nun schüttele ich lächelnd den Kops und spreche in Gedanken mit: „Soviel Freude auf einen Ruck!" Hoffentlich hält sein Herz den Sturm der zwölf kleinen Blumensträuße aus. Max Jungnickel, Oie „Langen Heinriche". Von Wolf Neumeister. Böse Menschen behaupteten, sie hätten schon in der Völkerschlacht bei Leipzig mitaewirkt; aber das war Verleumdung! Tatsache war Dagegen, daß sie 1871 als die berühmte sächsische schwere Artillerie ruhmreichen Anteil an der Belagerung und Einnahme von Paris gehabt hatten. Und nun hatte man diese alten, ehrwürdigen 15-Zentimeter-Ringkanonen wieder an die Front geschleppt und eingesetzt. Warum sie „Ringkanonen" hießen, weiß ich nicht, jedenfalls hatten sie keinen Rohrrücklauf, sondern dafür schräae Holzkeile hinter den Rädern, und sie schossen so komische kurze Granaten, die fast ebenso dick wie lang waren. Die vier Geschütze dieser Landwehrbatterie wurden einzeln im Divisionsabschnitt aufgestellt und bekamen Die Decknamen: „Heinrich I. bis IV.". Außer den „Heinrichen" gab es noch „Ludwige" im Abschnitt, die von bayerischer Landwehr bedient wurden. Von den Ludwigen behaupteten böse Menschen, sie schössen noch mit Steinkugeln. Aber auch das war gelogen; hingegen kenne ich niemanden, der jemals eine Granate dieser Ludwige hat krepieren sehen. Es waren Beutegeschütze aus älteren belgischen Forts, und die Munition war wohl vor Kummer über deren rasche Einnahme feucht geworden. Ader ich wollte sa nicht von den Ludrviaen erzählen, die diese „Dollgeschosse" versandten, sondern von den „Heinrichen" und zwar speziell von „Heinrich IV.", der im idyllischen Aisnegrund, dem Dorfe Berry-au-Bac aegenüber, aufgestellt worden war und dort ein ebenso idyllisches Dasein führte. Es liegt mir völlig fern, über diese alten Modelle zu spotten, weil wir nun zufällig moderne Geschütze führten, aber es war wirklich so, dah die Feuer- möglichkeiten dieser Heinriche außerordentlich beschränkt waren. Weil sie keine große Reichweite hatten, mußten sie sehr weit vom stehen, aber da Wir riefen den Dollbart an, ob er nicht wüßte, 1( ,lCDVIl ................ wo hier der Posten sei, da befeftigte er bedächtig Mann chaft kennen, die ihn bediente und dem Ge- i seine Angel am Baum und kam freundlich heranschütz an Alter nicht nachstand. Aber es waren famose I balanciert. Er hielt seine Drillichhosen mit den NM 1 SnMür ben L "Weslauf sin dah von Erinnerungen a sein sollen. 1 ' W! VWMW z;< < $* '' ';*'.; Ais «g. N :M^ > ;./.,>>< ■ MitzM 3.1 3 U ö>> WM • : »wb &. /*x> Ww^ ____- »W3 ^,; %«• <$L/ , ■ •>, AS J. ML-M Horst Wessels Grab Mexikanischen M^ng von Kia 'nifation der (Uirni Eingreifen JPinon «-L!i । f... Stn SYÜnt ^versuche befc iern das zehns. J V fein- groben Plön/fo vollständig scheitern und den politischen Umwälzungen jenerZeiten- or jedoch die t! sich oerwirklii eren Stürme i h der Ferne Drillungen veG litifer, zog es n. ch am ffleltfd Tohl bemüh1,1 was ging- | rftanb auch 0 i tonten! zu danken! Zwei technische Errungenschaften, eine kriegerische und eine friedliche, brachen der Neuzeit die Bahn: Die Feuerwaffe und der Buchdruck. Die Feuerwaffe sprengte die Reiterscharen, brach die Burgen und das Staatsgefüge des mittelalterlichen Rittertums. Die „Schwarze Kunst" des Buchdruckes trug die Gedanken der Humanisten und Reformatoren, die Kunde von den neuen Weltteilen »Auf einem Omnibus sah ein Kreisphysikus..." Der moderne Großstadtverkehr ist ohne Omnibus gar nicht mehr zu denken, der Name seines Erfinders aber ist nicht mit letzter Zuverlässigkeit zu ermitteln. Wenn wir erfahren, daß im Jahre 1825 zum ersten Mal ein Omnibus durch die Straßen von Nantes in Frankreich fuhr, so hat dieser erste Omnibus noch einen Vorläufer gehabt in den regelmäßig verkehrenden, jedem Beliebigen zugänglichen Gefährten, die der Bankier Lafitte 1819 in Paris einrichtete. Wenn sich seine Neuerung nicht bewährte, so teilte sie nur das Schicksal so vieler bahnbrechender Dinge, und auch der^ erste Begründer der Omnibuslinien in London, Shillibeer, der am 7. Juli 1829 seinen ersten „Allgemeinwagen" von der Bank von England abfahren ließ, starb als ruinierter Mann, während die seine Idee ausnehmende Londoner Omnibus-Gesellschaft große Gewinne erzielte. In Deutschland können wir auf die ersten Fahrten des Kremsers verweisen, der ein Vorläufer des Omnibus war. Aber auch der Kremser hatte wieder einen Vorgänger im Torwagen, dem sogenannten „Charlottenburger", der den Der- kehr zwischen Berlin und Charlottenburg vermittelte. Die Bedingungen für das Entstehen eines Der- kehrs von Wagen, die einen größeren Kreis nicht zusammengehöriger Personen Mitnahmen und regelmäßig verkehrten, waren ja erst gegeben, als die bei größeren Ausdehnungen beim Anwachsen der Städte das Zufußgehen zu beschwerlich machten. Die Torwagen, die zu Anfang des 19. Jahrhunderts am Brandenburger Tor in Berlin hielten, unterschieden sich nur dadurch vom Omnibus, daß sie keinen festen Fahrplan hatten, sondern nur ab- fuhren, wenn genug Fahrgäste drin waren. Das war natürlich selbst in der gemütlichen alten Zeit den Fahrgästen häufig zu langweilig. „Hatte der Kutscher ein paar Personen im Wagen", erzählt ^an-schi-kai, der von dem großen Gedanken, ein : sichtiges modernes China zu schaffen, beseelt war, i pirDe von seinen besten Freunhen, besonders dem mschen Gesandten Jordans verraten Der Ncfchall, von dem Bestreben ausgehend, im Bund- liinit England und den Vereinigten Staaten das ibe starke China in moderner Form wieder ersehe zu lassen, sah sich von den angelsächsischen Wen verlassen und der Willkür seines oorstoßen- len japanischen Gegners preisgegeben. EnglanO, lei Japan seine chinesischen Pläne ängstlich ver- ieiM wollte, glaubte im Weltkriege der Dienste )Mns und besonders der japanischen Flotte nicht Mten zu können. Es machte Japan Konzessionen ir) ließ China fallen. Yuamschl-kai starb, Das Grab Horst Wessels auf dem Nikolai-Friedhof in Berlin. Zum 6.Todestage Horst Wessels am 23. Februar. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Volkstum und Technik. Von Dr. Wolfgang Mejer. er suchte. Das ist nicht so gemeint, daß nun fünft» lich „lustige" Szenen gestellt werden sollen, deren Steifheit uns erst hinterher bewußt wird, und deren meist recht gequälter und dünner Humor uns hinterher mehr verstimmt als freut. Freilich wird es selten möglich sein, die schönsten Momente, die sich zwanglos ergaben, unbemerkt zu knipsen. Ein ganz klein bißchen Aufbau und Stillehalten gehört eben dazu. Aber auch nut dieser Einschränkung laßt sich manches machen, was die Faschingslaune im Bilde festhält- Notwendig ist dazu, daß wir unser Photographieren möglichst erledigen, ehe die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht oder schon insofern überschritten hat, als den Modellen die Fähigkeit zum Stillhalten und uns die ruhige Hand abhanden gekommen ist. Sind wir in unserer eigenen Wohnung oder sonstwie in vertrauten Räumen, so läßt sich gut vorher ein Platz «issuchen, wo wir die Entfernung und überhaupt die richtige Einstellung m Ruhe ausprobieren können — das gilt auch für die vorteilhafteste Lichtführung! —, um guter Ergebnisse auch mit weit offener Blende sicher zu sein. Dazu ist es also nicht notwendig und meist auch nicht erwünscht, daß Fräulein Z. mit dem Sektglas in der Hand „Schwips" markiert, wozu ihre schauspielerischen Fähigkeiten meist doch nicht ausreichem Aber das bedeutet nun nicht, daß der bewußte Ulk und auch das bewußte „Theater" ganz aus dieser Art von Bildern verbannt sein sollen. Viele reizvolle Bilder ergeben sich oft aus der Harmonie oder auch aus dem krassen Gegensatz der vorhandenen Masken und Kostüme. Wichtig ist bet all diesen Aufnahmen die Beleuchtung, da es sich hier erst recht störend auswirkt, wenn etwa die Harte verständnislos angewandten Blitzlichtes das Bild beeinträchtigt. Nur mit einer weichen, gleichmäßig über unser Modell oder Motiv verteilten Beleuchtung wird es gelingen, im Bilde auch die frohe Stimmung des Abends einzufangen. Diese Bilder müssen „selbstverständlicher" wirken als manche andere Gattung, dürfen nicht zu Debatten über das und jenes fuhren, was photographisch hätte anders und besser gemacht werden müssen. Das erreichen wir durch eine harmonische Lichtführung: Anordnung mehrerer Heimlampen, oder Aufstellung einem Heimlampe, die sich mit der recht hellen Zimmerbeleuchtung ergänzt. Schattenspiel ist dabei nicht unerwünscht, doch soll es bei gut plastischer Durchzeichnung der seidenen, samtenen oder flitterreichen Kostüme — nicht auf Gesichtern hegen. Sollen Schatten vermieden werden, so empfiehlt sich die bewegte Heimlampe, besonders auch m den neuen billigen Arten, die mit Magnesium-Blättern arbeiten. Bei starkfarbigen Kostümen ist es auch Holtz in seinen „Bildern aus Berlin in zwei Menschenaltern," „so trat er neben die Pferde, spähte mit einem Auge nach weiterem Zuwachs und ließ das bekannte „Et fehlt noch eene lumpichte Person" erschallen; mit dem anderen Auge schielte er auf seine Insassen, um rechtzeitig einzugreifen, falls deren einer, des langen Wartens müde, zu entschlüpfen suchte. Wurde die Ungeduld zu groß, so stieg er auf, fuhr einige Schritte weiter, hielt und fahndete von neuem. Dies Verfahren dauerte oft mehr als eine Viertelstunde, und wehe dem Fahrgast, der das Ende nicht abwarten mochte! Die Torwagen fuhren stets dieselbe Strecke hin und her; der' Preis betrug zwei gute Groschen; nur für die Rückfahrt des Abends steigerten die Kutscher, wenn der Zudrang, z. B. bei unvermutet eintretendem Regen, übermäßig wurde, den festen Satz zu willkürlicher Höhe." Eine Verbesserung, freilich auch eine Verteuerung, führte der Hofagent Kremser im Sommer 1825 durch, in dem er mit einem Verdeck überspannten, halboffenen Wagen, der zwei Reihen Sitzbänke in der Längsseite hatte, in bestimmten Fristen noch Charlottenburg fahren ließ. Die Wagen hatten Federn und waren gegen Regen und Sonnenschein geschützt; auch brauchte man nicht erst lange auf die Abfahrt zu warten. Trotzdem bürgerten sie sich nur langsam ein, denn die Fahrt kostete sechs Pfennige mehr als im Torwagen. Man mag nun im Kremser oder in dem französischen „Omnibus" den Bahnbrecher dieser neuen Verkehrseinrichtung erblicken, ihren Siegeszug begann sie erst, als die erste Riesenstadt der Welt, London, dieses Wagensystem im großen ausgestaltete Die ersten Omnibusse, die Shillibeer regelmäßig von der Bank nach New-Road fahren ließ, boten Raum für 22 Personen und wurden von drei Pferden gezogen. Bald wurden diese Gefährte, die sich in ihrer Form nach den großen „Ueberland- Posten" richteten, vergrößert, erhielten Verdeckplätze auf dem Dach und einen Vorspann von 10 Pferden. Um 1870 fuhren in London 1400 Omnibusse, und von der Gesellschaft wurden 11000 Personen beschäftigt. Innerhalb Berlins fuhr der erste Omnibus 1839 zwischen dem damals eben fertig gewordenen Potsdamer Bahnhof und dem Alexander- platz hin und her. 1846 gab es schon fünf Linien, und das neue Gefährt erfreute sich großer Beliebtheit. In den „Schlagern jener Zeit spielt der Omnibus eine große Rolle, und die seltsamen Abenteuer, die man besonders auf den Dachsitzen erlebte, wurden viel besungen, so in dem schönen Liede: „Auf einem Omnibus saß «n Kreisphystkus, der hatte Lackstiefeln an." den chinesischen Wünschen anschlossen, ratifiziert. Der Beitritt Chinas zum Völkerbund hatte den einzigen Nutzen, daß Amerika auf der Konferenz von Washington im Jahre 1922 im Neunmächtepakt die Rückgabe Schantungs mit Kiautschou an China durchsetzen konnte, und daß die Integrität Chinas verbürgt wurde, eine Bürgschaft, um Die sich später niemand kümmerte. Im Jahre 1927 nahm Tschiang-kai-schek das große Werk der Einigung und Modernisierung Chinas wieder auf, mußte jedoch zusehen, wie Japan sich großer Teile Chinas bemächtigte und weiterhin bestrebt ist, seine Hegemonie auf das zerrissene Reich der Mitte immer mehr auszudehnen. | Fortsetzung folgt. H :>urde. her auch Yuan-schi-kai sollte den Zorn Japans türm. Dieses unterstützte von jetzt ab die Anfu- Itippe, des Marschalls stärkste Gegner im sortse-Tale. Das Drama Yuan-schi-kai - Wallen» ifen eilte seinem Schluß entgegen. Der chinesische tische Führer, der zwar Den Lockungen der k i t frone widerstanden hatte, sich aber doch fai- troe Eh?en erweisen ließ — so behandelte tue i iche Gesandtschaft seinen Sohn stets als Kron- i|fo2n __ trieb in eine immer stärker werdende Merheit hinein, die ihn schließlich in gleicher Lii wie den Herzog von Friedland in das Un- Li stürzte. Immer noch gibt es Zeitgenossen, die in der Technik einen Fluch der heutigen Menschheit, die Ursache von Not unb Elend, den Quell der Unrast des modernen Lebens sehen und sie am liebsten von der Erde verbannen möchten. Sie vergessen dabei nur, daß — selbst wenn alle unsere Maschinen und Geräte plötzlich vernichtet und vergessen wären — der faustische Forschertrieb nordischen Volkstums sie aufs neue ersinnen würde. Denn die Kulturgeschichte lehrt uns die technische Gestaltungskraft als unzerstörbaren Teil nordischen Geistes erkennen: Sind doch fast alle grundlegenden Fortschritte neuzeitlicher Technik Männern nordischen Blutes, in erheblichem Maße deutschen Stammes Sm Jahr-slaus sind wir nun schon wieder dahin lebmmen, daß von den Bildern zu reden ist, die iTc Erinnerungen an schöne und frohe Faschmgs- Men sein sollen. Und da sind erneut einige Mhläge zu geben, die bezwecken, dem Photo- Mpiuerenden seine Bilder von K o st u m f e st e n ID dergleichen Veranstaltungen auch wirklich zu litei Erinnerungen zu machen. Das sollen sie iitkbem auch für diejenigen sein, die aus den Bil- \W dargestellt sind. Natürlich kann der Photo- AMerende nichts dagegen tun, daß Frau X. ober fci Y. vielleicht ein Kostüm wählte, das nicht zu lei körperlichen Erscheinung paßt, und dessen le, die sich vielleicht sogar in unserm Heim zu dherz und Tanz treffen, darf auch der Photograph wie gewichtige Rolle spielen. Das Einfachste und 'tlnings auch das Langweiligste sind Gesamtaus- Wen des ganzen Dutzends Für sie ailt dasselbe, über Gruppenaufnahmen schon ost ge- m wurde Keine besonderen Anweisungen fmD N für den Fall zu geben, daß jemand aus unserm ’^eren Kreise sich ein nettes Faschingskostüm be- ’ Rls und nun ein ebenfalls nettes Bild davon , Sei will. Hierfür gilt, soweit nicht überhaupt der , ■yrHum Photographen ratsamer scheint, das sonst üiJorträtaufnahmen Gültige. . Dcnfbar sind dagegen Aufnahmen, die em en 1W verkleideten Menschen in seiner frohen Sttm- 1 "h; und auch in der frohen Umgebung zeigen, die l' Schon solche kleine Auswahl deutscher Erfindernamen legt ein beredtes Zeugnis vom technischen Schöpfergeist des deutschen und' damit des nordischen Menschen ab. Nordisches Blut aber lebt auch in anderen Völkern, und aerobe bei solchen findet sich roieberum eine auffallenbe Häufung technischer Begabung. Denken wir allein an bie Englänber und Nordamerikaner! Angelsachse war James Watt, der Erfinder der ersten brauchbaren Dampfmaschine. George S t e p h e n s o n, der geniale Schöpfer des Eisenbahnwesens verrat gar schon durch seinen Namen seine Stammesherkunft. Der Name, der „Stievensen" ausgesprochen wird, heißt der Sohn Stieves, „des Starken"! Ein prachk voller Vertreter angelsächsischen Schlages war auch der große Amerikaner Thomas A. E d i n s o n mit feiner wuchtigen Gestalt und seinen lichtblauen Augen. Aus schwedischem uraltem Bauerngeschlecht stammte Alfred Nobel, der berühmteste Bahnbrecher der Sprengstofftechnik. Auch im fron» z ö s i sch e n Volke, das der Technik manchen her. oorragenben Kopf stellte — erinnern wir uns nur an Montgolfier unb Charles, an Ampere unb Faraday — ist ber fränkische, normannische unb flämische Einschlag von entscheidender Bebeutung. Selbst wenn wir uns nach Italien roenben, tritt uns ber größte Erfinber bes italienischen Volkes, vielleicht ber gebankenreichste Techniker aller Zeiten als hochgewachsener Mann mit blondem, seidenweichen Haar und strahlend blauen Augen entgegen. So schildern uns die Zeitgenossen, so zeigen uns seine eigenen Bildnisse den großen sah, im Jahre 1916 an dem Seelenschmerz, welchen i ihm die großen politischen Enttäuschungen verursacht hatten. Das isolierte China verfiel zunächst den Dia- dochenkämpfen seiner geldgierigen Generale. Die folgende schwache Regierung ließ sich von England verleiten, im Jahre 1917 in den Weltkrieg einzutreten. Das Reich der Mitte hoffte, durch seine Beteiligung am Kriege einen festen Anschluß an eine der Ententemächte, vielleicht sogar an Japan zu erreichen. Der Friede von Versailles aber brachte auch ihm eine Enttäuschung, da Schantung vorläufig in japanischem Besitze blieb. Infolgedessen wurde das Versailler Diktat von China ebenso wenig, wie von den Vereinigten Staaten, die sich! wende zu den Gelehrten und Ungelehrten in alle Lande. Zwei deutsche Namen sind für immer mit den entscheidenden Vervollkommnungen der Feuerwaffe unb bes Buchbruckes oerbunben. Der eine war ber Bernhardinermönch Berthold „ber Schwarze", ber, „von wegen ber Kunst, bie er er» dacht unb erfunben, vom Leben zum Tobe gerichtet worben im Jahre 1388", aber von ben Kriegstechnikern ber folgenben Jahrhunberte als bedeu- tenbfter Erfinber des Geschützwesens anerkannt wird. Der andere ist Johann Gensfleisch der Junge, genannt „z u m Gutenberg". Gutenbergs Schüler waren es, die den Buchdruck über Europa verbreiteten. Zwei Deutsche waren es wiederum, die ihm im neunzehnten Jahrhundert die wichtigsten Verbesserungen schenkten. Friedrich König erfand die Schnellpresse, Alois S e n e f e l - der den Steindruck. Die neuzeitliche Technik konnte sich erst entfalten, nachdem die physikalische Wissenschaft die naturgesetzlichen Grundlagen zu erkennen begann. Abermals ein Deutscher begründete die experimentelle Physik, die Naturerkenntnis auf Grund wissenschaftlicher Versuche, Otto v. Guericke war es, Mag- notwendig, entweder höchst farbenempfindliches Negativmaterial oder Filter zu verwenden Das muß zumal bei Nationalkostümen beachtet werden, deren farbenfrohe Eigentümlichkeiten bildwichtig sind. Vergessen wir nicht, daß es meist nicht möglich sein wird, diese Aufnahmen ganz echt und in der gleichen Stimmung oder der passendsten Umgebuna 3U wiederholen, wenn sie mißlungen sind. Deshalb ist vorherige Ueberlegung und bedachtsame Ruhe bei der Aufnahme notwendig. Walther Appell. beburgs verdienstvoller Bürgermeister in der Notzeit des 30jährigen Krieges. Die Erfindung der Luftpumpe und der Elektrisiermaschine sind ihm bekanntlich ebenfalls zu danken. Nur wenigen Erfindern war es vergönnt, im Ruhme der Nachwelt weiterzuleben. Von dielen wenigen wiederum ist gar oft kaum mehr als der Name späteren Geschlechtern bekannt geworden. So ist uns nur spärliche Kunde von dem Zeitgenossen und Landsmann des Hans Sachs, dem Nürnberger Handwerker Peter Henlein überliefert, der die Taschenuhr erfand. Mancher andere Erfinder ist ganz hinter seinem Werke verschwunden, wie der pommersche Domherr Ewald Jürgen v. K l e i [t. Seine Erfindung, der erste Speicher elektrischer Kraft, heißt „Leydener Flasche", weil sie durch Gelehrte der niederländischen Universität bekannt wurde. Ganz selten war es einem Entdecker beschieden, bei Lebzeiten die Früchte seines Schaf- fens zu ernten. Johann Friedrich Böttcher, der Erfinder des weißen europäischen Porzellans, wurde Leiter der Meißener Manufaktur und genoß selbst noch Gewinn aus seinem Werk. Aus der unübersehbaren Zahl deutscher Menschen, die meist unter schweren Kämpfen und Opfern in entsagungsvoller Arbeit ihr Leben dem technischen Fortschritt weihten, haben eine ganze Reihe auf dem heute volktümlichsten Gebiet der Technik, dem Verkehrs- und Nachrichtenwesen, die grundlegenden Erfindungen gemacht. Der badische Freiherr Drais v. Sauerbronn, dessen 150. Geburtstag wir in diesem Jahre feierten, war der Schöpfer des Fahrrades. Weniger bekannt ist, daß von ihm auch der erste Entwurf einer Tastenschreibmaschine lammt, den die Geschichte der Technik kennt. Daß Die ersten brauchbaren Kraftfahrzeuge mit Verbrennungsmotoren vor einem halben Jahrhundert von den deutschen Ingenieuren Gottlieb Daimler und Karl Benz geschaffen wurden, ist ein besonderes Ruhmesblatt deutscher Geistesarbeit. Der Lehrer Philipp Reis führte im Jahre 1861 zum ersten male öffentlich ein Telephon vor. Das geschah in der Goethestadt Frankfurt a. M. In unseren Tagen ernannte die Frankfurter Goetheuniversität Paul Nipkow zum Ehrendoktor, der schon vor 50 Jahren die grundlegenden Gedanken des Fernsehens entwickelte. Die erste elektrische Bahn der Well zeigte Werner v. Siemens auf der Berliner Gewerbeausstellung 1879. Sie war nur eine der zahlreichen Erfindungen dieses schöpferischen Genies, dem wir vor allem auch die Dynamomaschine verdanken. Die Fernübertragung elektrischer Kratt, eines der wesentlichsten Hilfsmittel unserer Technik und Wirtschaft, führte Oskar v. Miller, der Gründer des Deutschen Museums, 3um ersten Male durch. Der „Vater der Flugtechnik , Otto Lilien- thal, war ebenso Deutscher wie Graf Zeppe- )egner, die tri sie zu uerM Menschen (hl :it warte/,5 i| wiegen- M 'ürl der W - 1 fortbMH | iteqner Gunst alle MG - I idert manu ' I Mollen unb :.-l I Messen, blied || 5 vorerst noH| $in Fest in M fahren harrte! ] tatt ber drei M , brannfein- er vom WU x( nur eine einzige an dem hohen Maste. 11 Bre/,iferlid)e Opfer am großen Himmelsaltar, zu i l.j Kerrscher früher, durch dreitägiges Fasten I AM och begeben hatte, sollte stattfinden. Ein ■H«1 mnülen kündigt die Eröffnung des Festaktes : der Marschall Yuan-schi-kai, dem H VF'remöen Gesandten schon kaiserliche Ehren er- ■ '1 n entsteigt dem lärmenden Panzerauto. Das M M ER?'. 'wird gebracht. Die Zeiten haben sich geän- H :e hie brennenden Laternen. Wurde früher * wJett Dreizahl der Gott des Himmels und der 1L sowie der des Menschen verehrt; so huldigte r‘sn ian4d)bfai d e m Genius der Mensch- r - n (lein. Am Schlüsse des Festaktes entführt ;Y4 t ^r ratternde Panzerwagen formlos den sA Määl ?Üi(fier Die alten Chinesen raunen sich zu, den PB» r1 ^er beleidigten Götter fürchtend. Und wirk- Wan-schi-kai scheint jetzt vom Schicksal ver- ‘5 Jtt werden. ! Nutznießer des Weltkriegs, Japan, frei . nDen Fesseln einer europäischen Bevormundung, Mich diese schöne Gelegenheit, auf dem asiatischen Knte festen Fuß zu fassen, nicht entgehen M |(J Schon im Herbst 1914 von Kwantung aus MW ' den Norden Schantungs marschierend, hatte W In'apamsches Heer das deutsche T s i n g »t a u Ä L rt Mit zögernden Vorbereitungen, man wußte 1 wie sich nach dem deutschen Sieg bei Ian» z Ä Lern die Kriegslage gestaltete, nach der Marne- ilit jedoch hatte es entschieden zugegriffen. Jetzt V, inrißbina an die Reihe, und die 21 Forderun- ,u Beginn des Jahres 1915 überreicht, zeigten E.Mich der Mitte den Meister. Japan hatte noch iuf SeebotissAtiii vorher dem chinesischen Marschall die Drachen- -M.) LraS angeboten. Yuan-schi-kai sah sehr wohl den _______ »ioesuß. Er lehnte ab, weil er den alten Gegner Korea her noch kannte. Japän, dem die Er- jfina von Kiau-tschou Mittel und Vorwand zu . --------in China bot, wäre gerne bereit- -einen erbitten «« len, die Mandschuherrschaft mit einer Dynastie g-minq ni^rim-schi-kai wieder herzustellen um den Preis mit 500 Ä- festen Einigung C hin a -Ja p an. Frei ch zu machen <;ooi dem Zwang der Westmächte, hatte sich dann meiie!)tiew fl*s chinesisch-japanisches Imperium ent» MPartei ftduiUn können. Die Mandschurei, als Morgengabe, r Aufstand ni japanisches Gebiet geworden und hatte ein mb starker b Bündnis besiegelt. Da aber Yuan-schi-kai ste ihn, bie » Miese Pläne nicht einging, so war das Spiel asnpriit*« 3 halb verloren, besonders, da der Weltkrieg pr dauerte, als Japan erwartet hatte. Japan i gern ein stark geschwächtes England und 'kreich gesehen. Durch sein damaliges politisches iespiel zog es sich die Feindschaft seiner Bun» T4 Saftige SaWagMdek. ^y'1* Sinke für den Liebhaber-Photographen. tid t jff triMf ilellinder (hw| er zuMnM'I unb sich bP I -i Nur neros- bann N :!j Don dreB l n WahrM I 721 iM"6gZ| 'sind st 41 ifen " H b denn w I mkelkinde^ g »ii I } de" ^Nischeln?i 8ner°°Japan°''Muossen,o der Angelsachsen, zu. Und Yuan-schi- Eeleaenheit m-nDMtte noch dazu die Indiskretion, England mit bie Politik ^Wweitschweifenden Plänen Japans vertraut zu ging foqar'il f° daß Japan wieder auf die alte Russen- erh n lun e »dschaft Surückgrisf, der jedoch, durch die russische inden wLMutwn im Jahre 1917 em >ahes Ende bereu Gut keral"n... Geschichten aus aller Welt licht, so widerspricht das durchaus nicht der ebenfalls geförderten Pflege volkstümlicher Ueberliefe- rung. Ebenso wie die Erhaltung des Handwerks und Bauerntums, wie die Belebung alten Brauchtums und wie der Heimatschutz, gehört auch das Auswirken der technischen Gaben zu den Lebensnotwendigkeiten des deutschen Volkes. Läßt doch auch sein unvergänglicher Genius Goethe den alten Faust nach, allem Kämpfen und Irren den Frieden finden, indem er für freie Bauern Land aus der See gewinnt — durch eine technische Tat! Darunter soll sich auch der als Brille benutzte Edelstein befinden, mit dem Nero das brennende Rom betrachtet haben soll. Ein ganz merkwürdiger Kauz scheint der Millionär Mc Cormick zu sein. Er besitzt einen Autopark von 365 Wagen, um jeden Tag einen anderen benutzen zu können; für dieses Jahr muß er sich noch für den 366. Tag mit einem Auto versehen. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Amerikas Lincolnfeicr. A. Z. Washington. Dieser Tage feierten die Bereinigten Staaten wie alljährlich den Geburtstag des Präsidenten Abraham Lincoln, der neben Washington und Theodor Roosevelt als der größte Präsident der Staaten gilt. Wie immer wurde auch diesmal die berühmte Gettysburger Botschaft des Präsidenten über die Abschaffung der Sklaverei über alle amerikanischen Sender verbreitet. Ium ersten Mal aber wählte man als Sprecher nicht einen Amerikaner, sondern einen Engländer, den aus vielen Filmen bekannten Schauspieler Charley L a u g h t o n. Lincoln, der von 1809 bis 1865 lebte, war Präsident der amerikanischen Nordstaaten im Bürgerkrieg. Nach errungenem Sieg über die Südstaaten, die sich der Abschaffung der Sklaverei widersetzt hatten, wurde er von einem Schauspieler während einer Theatervorstellung ermordet. Amerikanisches Kuriositäten-Kabinett. A. Z. Neuyork. Ein Strauß merkwürdiger Kurznachrichten wird uns durch Zeitungen der Vereinigten Staaten über- reichti Da streiten sich in den Vereinigten Staaten 14 Männer darum, wer wohl von ihnen das „allein echte Gerippe von Kolumbus" besitze; jeder schwört auf die Echtheit des {einigen, obwohl man drüben wissen sollte, daß die Gebeine des großen Entdeckers in Spanien ruhen. Es muß schon ein sehr leidenschaftlicher Raucher sein, der sich 12 000 Gutscheine einer bestimmten Zigarettenmarke zusammenraucht, dafür erhält er aber dann auch ein Auto. In Harlington ist der Großvater des Erfinders der Micky-Maus geboren, Grund genug, um in dem Ort Micky-Maus-Festspiele abzuhalten. In San Francisco haben 18 junge Mädchen einen Klub gegründet. Nur die Grazie kann Mitglied werden, die die klassischen Formen der Venus von Milo vorweisen kann. Sehr stolz ist Oberst Lincoln Derwey auf seine Brillensammlung von 5000 Stück aus allen Zeiten. daß technische Erfindungsgabe ein ausschließliches Vorrecht nordischen Volkstums sei. Schon vor Jahrtausenden haben vor allem Chinesen und Aegypter hohes technisches Können bewiesen. Indessen läßt sich nicht bestreiten, daß die heutige Technik zum guten Teile ein Werk von Männern nordischen Stammes, daß technische Begabung eine wesentliche Eigenschaft nordischer Menschen ist. Wenn Deutschland heute gewaltige technische Aufgaben, wie die „Motorisierung des Verkehrs", die Autobahnen, das Fernsehen, die Landgewinnung Bei der Verhimmelung, die besonders mit den weiblichen Filmstars drüben getrieben wird, ist es kein Wunder, wenn ein Liebesbrief der Greta Garbo auf der Autogramm-Börse von Neuyork mit 2850 Dollar bezahlt wurde. Viel zu teuer, muß man sagen, denn der Brief war eine Fälschung. Wie mögen wohl Eier schmecken, die nicht in Wasser gekocht sind, sondern durch Töne von sehr hohen Schwingungszahlen zum Kochen gebracht wurden? In einem Gasthof in Washington kann sich jeder Gast durch Kosten solcher umständlich gekochten Eier von ihrem Wohlgeschmack überzeugen. Sie werden allerdings durch diese Zubereitung verteuert. * Ein namhafter Schönheitsarzt in den USA. verkündet, es gäbe kein wirksameres Mittel, um ein schönes Gesicht zu bekommen, als Bauchredner zu werden. Das kann nicht stimmen, denn die hier m Europa auftretenden Bauchredner sind durch die Bank keine Adonisse. Wer war die erste Eisläuferin? (b) Stockholm. Nachdem die Welt elf Tage lang im Banne der Ereignisse von Garmisch-Partenkirchen gestanden hat, dürfte es interessieren, wer eigentlich als die erste Schlittschuhläuferin angesprochen werden kann. Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn obgleich im vorigen Jahrhundert die Frauen, die sich in Wien, Budapest, Paris und Berlin öffentlich auf Eisbahnen zeigten, noch beträchtliches Aufsehen erregten, ist die Kunst des Eislaufens bei den Frauen doch schon viel früher bekannt gewesen. Es gibt Gemälde aus dem 17. Jahrhundert, auf denen man Holländerinnen auf Schlittschuhen sieht. In Schweden liefen die Frauen, urkundlich verbürgt, schon im 15. Jahrhundert auf Schlittschu- Jngenkeur und Künstler Leonardo da Vinci, aus dem Meere in riesiger Arbeitsschlacht verwirk- Natürlich können diese Beispiele nicht besagen. hen. Aber man weiß angeblich sogar von einer Heiligen Lydwina, daß sie Schlittschuhe benutzt hat. In einer im Jahre 1490 verfaßten Lebensbeschreibung ist nämlich ein Holzschnitt zu finden, auf dem zu sehen ist, wie Lydwina auf dem Eise gestürzt ist und von Frauen, die ebenfalls mit Schlittschuhen versehen sind, aufgehoben wird. Die Eisläuferinnen der ganzen Welt können also mit Recht die Heilige Lydwina als ihre Schutzpatronin ansehen. Konservatives England. (—) London. Es dürfte sich allmählich herumgesprochen haben, daß England das konservativste Land der Welt ist. Man braucht in den englischen Zeitungen nur aufmerksam die kleinen oerfteaten Meldungen aus den einzelnen Grafschaften zu verfolgen, um immer wieder auf Beispiele zu stoßen, wie sich Jahrhunderte alte Sitten, Gebräuche und Vorrechte in ihrer ursprünglichen Form bis in die heutige Zeit erhalten haben. Hier nur eine kleine Blütenlese der letzten Woche: Da trat der Grafschaftsrat von Chester zusammen. Seine Sitzungen haben ein merkwürdiges Arrangement: während die Ratsmitglieder am Versammlungstisch Platz nehmen, läßt sich der Vorsitzende nicht etwa auf einem Präsidentenstuhl, sondern in einem bequemen Sessel am brennenden Kamin abseits seiner Kollegen nieder. Sobald das geschehen ist, bringt ein Mann, der eigens dazu angeftellt ist und jährlich 5 Pfund Sterling dafür erhält, irdene Pfeifen, einen' Tabakskasten und eine Schachtel mit Pfefferminzplätzchen herein. Diese Utensilien werden unter die Ratsmitglieder verteilt, weil das auf Grund eines Privilegs aus dem Jahre 1742 so vorgeschrieben ist... An der Straße von Glastonbury nach Taunton in der Grafschaft Somerset wurde eine über den Parrettbach führende letzte Zollbrücke dieses Landesteils öffentlich versteigert. Der Käufer hat laut königlicher Verordnung aus dem Jahre 1622 das Recht, jeden zweiten Tag von allen Fuhrwerken, Autos, Motor- und Fahrrädern einen Brückenzoll in Höhe von 3 Pennies zu erheben! Soeben ist zum Besuch in London der kanadische Universitätsprofessor Walker eingetroffen, der — wie seine Vorfahren — vom englischen Staat eine jährliche Rente von 60 Pfund Sterling bezieht, ohne dafür jemals einen Dienst geleistet zu haben. Verdient hat sich diese Pension im Jahre 1651 eine Vorfahrin, eine Frau Elisabeth Pates, die den nach der Schlacht von Worcester vor den „Rundköpfen" Cromwells fliehenden König Karl II. im dichten Laub einer ihrer Garteneichen verbarg und damit vor seinen Verfolgern rettete. Karl gelangte glücklich nach Frankreich, entsann sich, als er neun Jahre später wieder den englischen Thron bestieg, seiner Lebensretterin und setzte für sie und ihre unmittelbaren Nachkommen die sogenannte Pension „auf ewige Zeit" aus. So zahlt denn auch heute noch die englische Staatskasse regelmäßig 60 Pfund jährlich an den Professor Walker. Das Kassenbuch eines Uhrmachers. B/Li. Paris. In Paris wird zur Zeit ein simples Kassabuch zum Verkauf ausgestellt, aber dieses Buch ist ztt wer den,ist eine unerläßliche Vorbedingung für angenehmes Reisen. In der fachmännischen Schulung und vielseitigen Ausbildung des Personals der Hamburg-Amerika Linie, das gewohnt ist, auf die Wünsche jedes Fahrgastes einzugehen, liegt Gewähr für Ihre Zufriedenheit. Es reist sich gut . mit den Schiffen der W HAMBURG-AMERIKA LINIE Vertretung in Gießen: Hapag-Aeifebüro Kreger, Selteröweg 89 1119 V wntfurt o. führt. Doch bereits am Hochzeitstage versetzten, das Verhör ergab, die bewundernden Blicke, alle männlichen Dorfgenossen seiner Braut ^ufc u ten, ihn in eine gelinde Raserei, so daß es auf [ Hochzeit beinahe zu einer Schlägerei gekomch wäre. In der Folgezeit nahm seine Eifersucht d zu, ohne daß seine Frau ihm irgendeinen dazu gegeben hätte. Schließlich band er die 2Ierrr auf einen Stuhl und schnitt ihr, um sie für anb „ungenießbar zu machen", die Haare ab, rafiJ ihr die Augenbrauen weg und verbot ihr außeckq auf strengste, sich überhaupt noch ein einzige; As zu waschen! Die Frau traute sich wegen ihrer (in stellung nicht mehr vor die Tür, und exft als] kürzlich, von ihrem eifersüchtigen Peiniger j Verzweiflung getrieben, eine Axt ergriff und iss damit einen kleinen Schmiß an der Backe b? brachte, kam dieses merkwürdige Eheverhältni; i öffentlichen Kenntnis und selbstverständlich aej vor Gericht. Was den Axthieb der Frau belrii so mußte natürlich der Gerechtigkeit Genüge | geschehen. Frau Zhivotitch erhielt einen Moi Gefängnis, worüber sie im übrigen nicht fingliidi ist, weil sie während dieser Zeit ihre Haare « der wachsen lassen kann und sich nach Herzens waschen darf. , berühmten Uhrmachers während der Revo^ und des anfangs des 19. Jahrhunderts. Br^, belieferte damals zahlreiche Persönlichkeiten dc ! g, schichte mit goldenen und silbernen Uhren, «nctzjs, Könige und deutsche Fürsten gehörten, wie oul j, nen Eintragungen hervorgeht, zu seinen ftär:tig(] Kunden. Auf einer Seite lieft man z. B.: „Verkam. , den Herzog von Wellington eine goldene TaM^ uhr, 2000 Francs". Napoleon ist mehrfach ten. Auch „Madame Bonaparte" war Bre^ Kundin, und noch weiter zurück findet man *U| den Namen Marie Antoinettes. Ein Zufall es, daß gleich hinterher folgende Eintragung „Den 2. Brumaire des Jahres VI, eine nlbtm Uhr, 16 000 Francs in Assignaten, wert etoogj Francs, Monsieur de Paris". Mit „Monsicr:, Paris" bezeichnete man den französischen fyK Das Meisterwerk Breguets steht heute nod)H dem Schreibtisch des englischen Königs. Es ho-i' sich um eine Kombination von Standuhr und schenuhr. Wenn man die Taschenuhr den Tag j getragen hat, kann man sie in einem beftij ten Rahmen in der Standuhr hineinstecken, m die Standuhr zieht die Taschenuhr automatisch m der auf und reguliert sie während der Nach! - Eifersucht und Reinlichkeit. (im) Belgrat» Bis zu welchen Unsinnigkeiten die Eifers einen Menschen verleiten kann, lehrt der Fällst Ehemannes Stanimir Zhivotitch aus dem kleD jugoslawischen Dorf Seono, der soeben wegen M Handlung seiner Frau zu vier Monaten dtefäniH verurteilt wurde. Zhivotitch hatte erst im vorD Jahre feine hübsche junge Frau vor den Altarsü 1044 0 Vorverkaut im Musikhaus Challier und im Cafe Leib Anfanfi 8 Uhr abends — Eintritt R M 0.60 Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen Vermählungsanzeigen Geburtsanzeigen bei Brühl, Schulstr. 7 1138 D Teilnahme eingeladen. Nach langen Jahren wieder 11ü:d Marktplatz, und an der Abendkasse. mit wertvoller Prämiieru®’ im Caf6 Leib. Beginn 20.11 Uhr Eintritt RH. 1.— artenvorverkanf: Schuhhaus Darr6, Selterswei:. Sporthaus Schwan, Mäusburg, August WaUenfe^ An Eindruck k E'chkeit amerika h,e Srohie und im Cafe Krämer! ______________________________________________________1154 CD Fastnacht-Dienstag Zum Faschings-Abschluß der beliebte zweite groo* „19ÖC“ Masken-Bal Q6 neben bem Wn lediglic .lungstechnjsch hinnen, bas h ,Qben handelt L. Wale u L'! Flughafen- Wo? treffen wir uns an Fastnachtdienst®? Im Hotel Victoria (Ecke Liebig- u. Bahnhofstraße) noiP Um 20.11 Uhr beginnt der frohe und gemütliche Fa schings-AbendL 2 Tanzflächen — Sekt-Büfett und Tanzdiele ko I. Stock. Einlaß gegen Verzehrkarten sra Mk. 0mt-u .Meuoomtln GM Sonntag, den 23. Februar 1936: Besichtig««» der Sbst-rnusi» Anlage« des -Kreises Wetzl«. Abfahrt nach Wetzlar 14.10 Uhr mit Sonntagskm» Mitglieder und Freunde des Gartenbaues sind » •fiMLeßt. faste.. Großes Rosenmontagskonzert Oie glückliche Geburt eines Sohnes zeigen an Gustel Krämer Or. fr. Karl Kramer Gießen (z.Z. Univ -Frauenklinik), am 21. Februar 1936 Faschlngsdienitag, 25. Februar: Fastnacbt-Dienstag, S.01I! Die Musik wird ausgeführt von Mitgliedern der Militär-Kapelle. f Rheingold Heute Samstag Rheinischer Abend Fastnacht-Dienstag Großes . narr. Faschingstreiben Gasthaus Stadl Benin Heute Samstag, den 22. Februar Rosenmontag, den 24. Februar Grolles Faschingslreiben Bit 4 Uhr nachts geöffnet! &44d| Restaurant Dippel (Am Oswaldsgarten) > He & X 1105 D Fastnacht-Dienstag: Kappenabend Stadt Lauterbach Lieber Straße 57. obm im Cafe Leib, Walltorstrafee, am Sonntag, dem 23. Februar 1936, und Rosenmontag, dem 24 Februar 1936 Ausfieführt von dem Musikkorps des Inf.-Regts. Nr. 36, unter Leitung des Herrn Obermusikmeisters E. Krauhe Preisliste JIESS0I-HINDENBUR6V/< die die das und der ten (Aufnahmen |4]: Neuner, Gießener Anzeiger.) Redaktion. ühr Somslö} Links unten: Gesamtansicht der nahezu fertig verkleideten Luftschiffhalle. Gewirr der Träger Verstrebungen bei Montage des zwei- Tores. Rechts: Das nahezu fertig verkleidete südwestliche Tor. Links vor dem Tor steht der Ankermast. Die an diesem Mast beschäftigten Arbeiter gestatten einen Vergleich der Ausmaße der riesigen 5)aüe. Links oben: Das im Rohbau nahezu vollendete Flughafengebäude. (Aufnahme: DNB.-Heimatbilddienst.) Vorhaben handelt. Die zentrale und verkehrspolitische Lage des reuen Flughafens ist unbestreitbar. Der ganze fyifen liegt unmittelbar an der Reichsautobahn der -trecke Frankfurt a. M. — Darmstadt, die ja in hren projektierten Fortsetzungen zu einer klaren ^ord-Siw-Verbindung werden wird. Ein weiteres bereits das neue Luftschiff LZ 129 empfangen zu können. Das Luftschiff unternimmt in den nächsten Wochen feine Werkstättenfahrten von Friedrichshafen aus. Der Flughafen wird voraussichtlich im Sommer eröffnet werden können. Der neue Flughafen in seiner Gesamtheit ist ein leuchtendes Zeichen des Aufbauwillens und des Unternehmungsgeistes. Das Pferd als Kriegskamerad Zahlreiche Auszeichnungen im Gau Hessen-Nassau. Die vom „Deutschen Tierfreund" durchgeführte Ehrung der heute noch lebenden Kriegspferde hat ergeben, daß noch eine recht große Anzahl vierbeiniger treuer Kriegskameraden am Leben ist. Die Tiere sind meist auf dem flachen Lande zu finden, in bäuerlichen und ähnlichen Betrieben. Zum großen Teil sind ihre Besitzer selber Frontsoldaten gewesen. Auch im Gau Hessen-Nassau sind noch eine ganze Anzahl dieser treuen Kriegskameraden ausfindig gemacht worden. Bisher konnten über 1000 Kriegspferde mit dem Ehrenschildchen, das die Aufschrift „Kriegskamerad" und ein Eisernes Kreuz trägt, ausgezeichnet werden. Fast über 200 Kriegspferde, deren Besitzer sich in nachweisbarer Notlage befinden, erhielten als Patenschaft einen Sack Hafer vermittelt. Diese Aktion zur Ehrung unserer treuen vierbeinigen Kriegskameraden ist noch im Gange Besitzer von noch lebenden Kriegspferden müssen den Nachweis führen (durch Brandzeichen, Kaufpapiere, Zeugen usw.), daß es sich tatsächlich um ein Kriegspferd handelt. Diese Angaben müssen dann vom zuständigen Bürgermeisteramt und vom Ortsbauernführer bescheinigt werden. Eine Haferspende kann nur in Frage kommen, wenn die wirtschaftliche Notlage des Antragsstellers vom Bürgermeister anerkannt ist. Die Anmeldefrist läuft nur noch bis 1. März. Mer Projekt der Reichsautobahn Saargebiet—Frankfurt a. M.—Würzburg—Passau, sieht die Bahnführung in wenigen hundert Meter Entfernung hinter dem Flughafen in den Richtungen West und Ost vor. Unzweifelhaft verkehrstechnisch ein idealer Platz für einen Flughafen! Die Stadt Frankfurt a. M. — auch die Städte Darmstadt und Wiesbaden, sowie der Hessische Staat sind an dem Flughafenprojekt interessiert — unterstreicht mit der Schaffung des Flughafens erneut ihre Bedeutung und belebende Wirkung für das ganze rheinisch-mainifche Wirt- chaftsgebiet. Im riesigen Gelände des gesamten Flughafens dominiert die neue Luftschiffhalle. Zwar wenn man auf der Reichsautobahn von Frankfurt kommt, wenn auf der rechten Seite der Wald den Ausblick reigibt, dann erscheint die Luftschiffhalle zunächst nicht so außerordentlich, wie man es sich ursprünglich vorstellt. Aber da es in der Landschaft neben der Zeppelinhalle kaum einen Maßstab gibt, an dem die Größenverhältnisse verglichen werden könnten — etwa ein Wohnhaus oder einen Baum — läßt ich die Größe der Halle kaum schätzen. Erst beim Näherkommen gewinnt die Halle ihre Dimensionen, erst bann vermag man die Ausmaße abzuschätzen, wenn man selbst, oder die am Bau beschäftigten Arbeiter Maßstab werden, die hoch oben auf dem Dach nur als winzige Punkte erscheinen. Und steht man unmittelbar neben der Halle, dann muß man steil hinaufsehen an den riesigen Wandflächen, und es wird einem ohne weiteres klar, daß es ein zweites Bauwerk von diesen Verhältnissen in Länge, Höhe und Breite in Deutschland, vielleicht auf der ganzen Welt, nicht mehr gibt. Die Halle, die Stahl- konstruktion, ist zum großen Teil schon verkleidet. Gegenwärtig ist man an der Montage des zweiten großen verschiebbaren Tores. An diesem Teil der Halle verliert sich der Blick in einem scheinbar wilden Gewirr von Trägern, Verstrebungen, Versteifungen, Verspannungen — fast macht es Mühe, die Männer innerhalb dieses Gewirrs zu finden, die in großer Höhe über der Erde dem Ganzen zu seiner endgültigen vorbedachten Form verhelfen. Wer unmittelbar neben der Halle steht, dem vermittelt der Anblick des riesigen Bauwerkes einen starken Eindruck, und er bedarf der zahlenmäßigen Angaben nicht. Demjenigen aber, der nicht selbst die neue Luftschiffhalle in Augenschein nehmen kann, müssen Zahlen zu Hilfe kommen- Die Halle ist (in lichten Weiten gemessen) 275 Meter lang, 51 Meter hoch und 52 Meter breit. Sie ist in ihren Hauptkonstruktionsteilen aus hochwertigem Stahl hergestellt. Das Gewicht der gesamten Stahlkonstruktion beträgt 2600 Tonnen. Die Fensterfläche beläuft sich auf 3500 Quadratmeter, die der Dachoberlichte auf 2000 Quadratmeter. 900 Quadratmeter Lüftungsklappen sind vorgesehen. Die Verkleidung der Stahlkonstruktion besteht nicht aus Mauerwerk, sondern aus Eternitplatten (Mischung von Asbest und Beton), die in Wellblechform gegossen sind. Die Halle ist an beiden Enden durch riesige Tore zu öffnen und zu schließen, und zwar ' selbst bei größtem Winddruck in der Zeit von 5 1 bis 6 Minuten Alle Konstruktionsteile mußten besonders dem un- ’ geheuren Winddruck, der auf die gesamte Halle zu liegen kommt, entsprechend gestaltet sein. Die Eternitplatten sind in Verbindung mit dem Stahlgerüst einem Winddruck von 125 Kilogramm pro Quadrat- ’ Meter gewachsen Für den Transport des Luftschiffes in die Halle : und für den Transport ins Freie wurden besondere i Vorrichtungen geschaffen: der etwa 20 Meter hohe straßen. Das Steinplattenfeld unmittelbar vor dem Flughafengebäude ist 20 000 Quadratmeter groß. An Umzäunung des gesamten Platzes sind 7,5 laufende Kilometer nötig. Das große neue Flughafengebäude, das sich an der Nordseite unmittelbar am Wald befindet, ist in seinen Formen sehr einfach gestaltet und wird ebenso einfach, wie zweckmäßig eingerichtet. Es birgt viele Büro- und Abfertigungsräume, Gast- räume, Sitzungszimmer, Tagesräume, Werkstatt, Druckerei für die Wettervorhersage u. v. a. m. Die 66 X32 Meter große Flugzeughalle ist etwa 15 Meter hoch und kann drei große Maschinen und mehrere kleinere Flugzeuge aufnehmen. Der Luftschiffhafen, wie auch der Flughafen sollen in wenigen Monaten ihrer Bestimmung über- l geben werden. Ende des Monats März hofft man. ir 1936: SbstK westdeutschen Luftschiff- und Flughafen Frankfurt a. M. zugrunde. Mit bei- pielloser Energie wurden die Arbeiten in Angriff genommen, und. sie wurden bereits so weit gefördert, daß die Anlagen in den nächsten Monaten ifjrer Bestimmung übergeben werden können. Der chem-mainischen Presse wurde am gestrigen Frei- lognachmittag unter berufener Führung Gelegen- beit gegeben, all das in Augenschein zu nehmen. Das seit Anfang Januar 1934, seit dem ersten Axt- LustschisshaUe auf dem neuen Flughafen größte und modernste Luftfchiffhalle der Welt ist. neben dem Luftschiffhafen auch ein großer Nr. 45 drittes Mast Rechts oben: Ein Blick in die weite Halle, die in ihren hauptsächlichen Konstruktionsteilen aus vielen Stahlträgern besteht. Links: Ein Blick auf .dl*y haß .. Flughafen lediglich für Flugzeuge entsteht — verwaltungstechnisch vom Luftschiffhafen getrennt — l-ißt erkennen, daß es sich hier um ein großartiges fierten Eindruck zu erwecken. Es ist nicht lieber« jeblichkeit amerikanischen Stils, sondern Tatsache, laß hieb, geschaffen wurde. Es erscheint überflüssig, in Superlattven von dem sprechen, was unmittelbar an der Autobahn wischen Frankfurt a. M. und Darm- a d t im Werden begriffen ist. Was sich dort den lugen darbietet, ist an sich zu imposant, als daß 15 irgendeiner Uedertreibung bedürfte, um einen werden kann. Viel Aufmerksamkeit mußte der Brennstoffversorgung der Luftschiffe zugewandt werden. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" wird mit Propangas (Probylwasserstosf) betrieben, L. Z. 129 hat jedoch Dieselmotoren. Für beide Luftschiffe mußte also die Betriebsstoffversorgung sichergestellt werden. Auch für das Traggas (Wasserstoffgas) mußte gesorgt werden, da ja von Zeit zu Zeit die Tragballons des Luftschiffes nachgefüllt werden müssen. Diese Wasserstoffgaslieferung hat die IG.- Farben übernommen. Das Gas wird in einer 13 Kilometer langen Leitung auf den Platz geführt, dort mit Kompressoren verdichtet und in lange Stahlflaschen mit 3 Zentimeter dicken Wandungen abgefüllt. 348 solcher Flaschen nehmen unter einem Druck von 150 Atmosphären 60 000 Kubikmeter Gas auf. Zur Luftschiffhalle gehören noch ein kleines Wirtschaftsgebäude, ein Bürogebäude, eine Werkstatt, das Traggaslager u. v. a. m. Winzig klein nehmen sich alle diese Nebenanlagen neben der Riesenhalle aus. Im Gesamtbild und aus einiger Entfernung sind sie fast nicht zu sehen. Für den Luftschiffhafen sind, wie auch für den Flughafen, riesige Rasenflächen angelegt worden, da ja für einen Flugplatz feste Rasenflächen das A und O bedeuten. Hier begegneten der Bauleitung große Schwierigkeiten, die jedoch überwunden werden konnten. Wo sich heute die weite Rasenfläche dehnt, stand ursprünglich nur Wald. Es mußten etwa 50 000 Festmeter Holz geschlagen werden. Das bedeutet etwa 330 000 Tagewerke Arbeit. 100 000 Kubikmeter Erdbewegung waren für die Planierung von 1,5 Quadratkilometer Bodenfäche nötig. 400 Zentner Grassamen mußten beschafft, mit 1700 Zentner Kali, 2000 Zentner Thomasmehl und 1400 Kubikmeter Klärschlamm mußte der Boden gedüngt werden. Der gesamte Flughafen umfaßt 1136 Morgen Land. 312 Morgen entfallen auf den Luftschiffhafen, 824 Mor- mitSonntaB artenbaueS M >5$ i nt'.a r-uni sie füra, - haare ab, ro »erbot ihr Mj( ‘0(9 ein einzig,z ,'ch wegen ihr,,, -ur, und erst ci §§en Peinige, M ergriff un) an der Worfel Eheverhölbi! ^lbstverstäMch b der Frau bi chWeit Tenü. rhielt einen ! igen nicht üngli leit ihre haare > sich nach Herze tanbeit „z Sucher-A h ! rend i SK Äih . * S- B.: ml rx «■» fi*?- res V LlK 1 <0 kl hrnh.einem „i h'ueinsiek. ■"Mtcit. gen auf den Flughafen. Die Größe des Rollfeldes für den Flughafen beträgt davon allein 424 Morgen. Die größte Länge beträgt in Richtung Nord- Süd 2225 Meter, in West-Ost 1570 Meter. Für die Wasserversorgung, insbesondere für die Rasenberieselungsanlagen, mußten zwei 31 Meter tiefe Brunnen mit einer Stundenleistung von 100 Kubikmeter Wasser gebohrt werden. Selbstverständlich sind alle Maßnahmen für die Flugsicherung getroffen. 48 Hindernisleuchten kennzeichnen die Platzgrenzen und die Gebäude. Umrandungsfeuer sind 35 geschaffen. Das rotierende Anfteuerungsfeuer mit einer Leistung von 1,8 Millionen Hefnerkerzen (spezielle Maßeinheit) kommt auf die Zeppelinhalle zu stehen. Vorgesehen sind ferner drei Landebahnleuchten, die je einen Lichtkegel von 300 Meter Breite und 860 Meter Länge werfen. Für den Fall des Versagens dieser Leuchten können Sturmlaternen eingesetzt werden. Zwei Windrichtungszeiger (mit Beleuchtungsvor- richtung) werden angebracht Der Hafen erhalt 15 Amts-Fernsprechanschlüsse und 80 Nebenanschlüsse. Der Flugsicherung dienen außerdem Fernschreibeanlagen in direkter Verbindung mit den Flughäfen Hannover, Erfurt, Stuttgart, Nürnberg, München, Köln, Mannheim und Saarbrücken. Ein ausgedehnter Wetterdienst wird im Turm des Flughafengebäudes untergebracht. Im Wetterdienst sind zusammengefaßt: Wirtschaftswetterdienst, Flugwetterdienst, Wetterflugstelle (ständige Aufstiege un Flugzeug für Wetterbeobachtung) langfristige Wettervoraussage und die Agrarmeteorologische Forschungsstelle, die von Gießen aus betreut wird. Das Institut für Meteorologie der Universität Frankfurt wird ebenfalls Mitarbeiten. Der Flughafen birgt 7 Haupttankstellen (5 Unterfiurtankstellen), ein unterirdisches Pumpenhaus und vier unterirdische Tanks von je 30 000 Liter Fassungsvermögen. Innerhalb der Hafenanlagen laufen 5 Kilometer modernste Beton- Ser Siwwestdmtsche Nug- nnb ZeMlinMen Min-Min Weltflughafen Frankfurt a.M. - Großtaten deutscher Technik. — Lm Zentrum des Weltverkehrs. (Eigener Bericht des Gießener Anzeigers. r PräiX hr i gell^' iensll liebtet Ankermast, der auf breiten Schienen sowohl im Freien, als in der Halle läuft, dann der Heckwagen, der im weiten Halbkreis ebenfalls auf Schienen läuft. Am Ankermast und am Heckwagen befestigt, kann das Luftschiff ohne große Mühe nach der Landung in die Längsachse der Halle gebracht und eingefahren werden Das Luftschiff ist außerdem auf besonderen Ausfahrgeleisen befestigt, auf denen es mittels Rollen und Katzen in die Halle gezogen ,.,,n0 8.lgr eite» bi, » ber 5 1*» wegen ®°"«ten (iu: E- -rst im J “ oor ben 8glc "'rlche, »beruhen M l«»er Sraut « es Frankfurt a. TI., seit einem halben Jahrtausend Brennpunkt eines regen Handels und Ber- jehrs, ist seit einiger Zeit dabei, engsten Anschluß «n die großen Verkehrsverbindungen Europas her- gufteUen, ja die direkte Verbindung über den Atlan- xt)läqe7ei Xi“/ binweg aufzunehmen. seine EjfersM Großzügigste Planung liegt dem neuen ^Sud- 1 irgendeinen (i bQnö er die & K 8? . 9 5U Mail und aus " 10 Ubr. Mit „Kd^.- in neues Llrlaubsland Abseits von den großen Verkehrsstraßen liegen Landschaften und Gebirge, die noch wenig erschlossen sind und die eine große Fülle von Schönheit und verborgener Romantik besitzen. Sie zu erschließen ist eine der Hauptaufgaben der RS. - Gemeinschaft „Kraft durch Freude . Die Erfahrungen zeigen, daß Urlaubszüge in diese Gebiete ausnahmslos ganz besondere Freude hinterlassen. Gerade unsere Züge im Winter und Frühjahr haben, entgegen der fast überall verbreiteten Ansicht, daß nur Juli und August Reisemonate seien, bei allen Mitfahrern einen nachhaltigen Eindruck gemacht. Eine Anzahl von Reisen gerade in die weniger bekannten Gegen» den unseres Gaues bieten Gelegenheit zu schönster Erholung und Ausspannung. Im ganzen führt der Gau Hessen-Nassau 68 Landfahrten, die sich auf das ganze Jahr ver» teilen, in alle Gegenden unseres Vaterlandes durch. Daneben laufen noch acht Seefahrten, die unsere Urlauber an die Küste Englands und in die Fjorde Norwegens bringen. Das neue Monatsprogramm für den Monat März bringt eine Ueberficht über die Fahrten unseres Gaues; es kostet nur 0,10 RM. Auflösung des Hausfrauenvereins. * daß inj Mmpf besolde j^fte Studer iligt. Auch sei, snt, das Niveau fi großem Aeiß y aller Semester -z-gangen und jeden gearbeitet M, die währe Knien mit ihrem 5 tollen. In dieser 17 bis 18 Uhr (sonst nach vorheriger Vereinbarung). Mitarbeiter: Jg. Holtz. Leiter der Stelle R (Rundfunk): Kams. Fr. Rink: Montag 20 bis 21 Uhr, Mittwoch 18 bis 19 Uhr. Leiter der Stelle W (Jugendwandern): Scharf. Fritz V ö l z i n g : siehe Adjutant. Alle Sprechstunden, mit Ausnahme der Stelle Pr, finden auf der Vanndienststelle, Wartweg 19, statt. Sven Hedin spricht in Gießen. Am 6. März wird der bekannte Ostasien-Forscher und warmherzige Freund des deutschen Volkes, der Schwede Dr. Sven H e d i n, in einem vom Goethe-Bund und Kaufmännischen Verein veranstal. teten Vortragsabend in der Aula der Universität sprechen. Sven Hedin ist bekanntlich mit unserer Stadt und Universität dadurch eng verbunden, daß er seit 1927 der hiesigen Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde als Ehrenmitglied angehört. Der Vortrag des großen Forschers und Gelehrten wird bei unserer Bevölkerung zweifellos stärkstes Interesse finden. Am Dienstag ein fröhlicher Abend: „Karneval bei Prinz Orlofsky". Die Parole lautet: „Mer dont all met!" Paul Nieren hat alle Kapellmeister, Regisseure, technische Vorstände und Solomitglieder sowie den Chor und das Städtische Orchester wandte firf b?Än h fee tilll Vornan \ Sopjjrigbt 1935 , Deutsche Arbeitsfront. Fachgruppe Vermilllergewerbe. Zu der am Samstag, 29. Februar, abends 8 Uhr, im Hause der Deutschen Arbeitsfront, Schanzen- finnVr18' s/^flndenden Versammlung werden alle Handelsvertreter und -matter, Grundstücks- und ^^oLekenmakler, Versicherungsagenten und -mak- ler, Agenten und Makler im Bausparwesen, Ver- äMrer und Hausverwalter (auch die, die der -uzij. rndjt angeboren) emgeladen. Es spricht der Gaufachgruppenleiter Pg. W a g n e r. P Hitler-Jugend Bann 116 Gießen. Bannslab. Xln JM95UArJ[)rc gelben Blüten aus- zubretten. Wie beim Huflatttch, schließen sich bei N allen unseren Frühblühern die Blüten bei un> S^lt A?-Un^.Oi)cer mit einbrechender Dun- h^rnnrrnA^h ^'^nscha^t ist als Blütenschuh von hervorragendem biologischen Nutzen für die Pflan- 5en' denn sie sind wahrend ihrer frühen Blütezeit noch Schneefallen starken Regengüssen, Nachtfrösten ?r.?^^^N?dlichen Witterungseinflüssen aus- gesetzt. Das Schließen der Blüten verhütet daß die Bluten durch die Witterungsunbill beschädigt roer- den und der Pollen vernichtet wird. Die über 12 Zentimeter großen rundlich eckigen, unterseits weißflaumigen Blätter des Huflattichs erscheinen erst nach der Blüte. Sie werden zu arzneilichen Horst-Wessel-Gedenkfeier am Sonntag, 23. Februar, 16 !lhr, in der Volkshalle zu Gießen An dieser Feier nimmt die gesamte SA. des Standortes Gießen, SS., TISfitL Motitu-SM., Arbeitsdienst und Fahnenabordnungen der SA.-Vrigade 147 teil „Ewig lebt die SA!" i>i,f?r'e<;b1,n7/e>.BC«lsetU.n9 °On ®ic6cn und Umgebung wird zur Teilnahme an Mer Stunde des Gedenkens ausgefordert. Eintritt 30 ps.; für Anaehörlqe der Gliederungen der Partei in Uniform und Militär 15 Pf. 9 Uegleilstürme der Slandarlen und Aahnen marschieren um 15.15 Uhr vom Saisera°lle7,ur vEchalle^^°'^°^' hindenburgwall. Sarlenstrahe. Bt,i*af^^eCnÄn9 bet 3/*eC »s°'gk Abmarsch durch Kaiserallee. Ludwigslrasze, Am Ehrenmal^ersol^g "vorb^imarsch"^ "'m candgras-philipp-Plah. Zwecken mitunter gesammelt, und ihr Saft dient als Hausmittel gegen Husten. Unsere trockenen Basaltkuppen tragen im Frühjahr öfters Polster einer gelb blühenden, zur Familie der Rosengewächse gehörigen Pflanze. Es ist das Frühlingsfingerkraut (Potentilla verna). Seine rasen, oder polsterähnlich sich ausbreitenden Stengel wurzeln an den Knoten. Auch die Blüten des Frühlingsfingerkrautes schließen sich bei schlechtem Wetter halb und bei Nacht ganz. Nicht lehr oft ist in unseren Wäldern das ebenfalls im zeitigen Frühjahr blühende Jmrner- grün (Vinca minor) anzutreffen. Auch „Sinn, grün" genannt, ist es in Südeuropa und im Orient weit verbreitet. Während des Weltkriegs haben wir es in den Argonnenwäldern als eine der ersten blühenden Pflanzen des Frühlings sehr oft vorgefunden. Nach Mitteilung des verstorbenen hessischen Deük- malpflegers Prof. Dr. Anthes zeigt das Immergrün vielfach durch fein Vorkommen in unserer Gegend Stellen ehemaliger Siedlungen an und hat bei den Forschungen nach den Resten früherer römischer Wohnplätze sich öfters als Wegweiser bewährt. Die hellblaue große Blumenkrone, welche eine funfkantige Röhre und einen fünfteiligen Saum be- ftfet, fallt im ganzen ab. An den liegenden, an den «noten wurzelnden Stengeln sitzen gegenständig oder zu dreien quirlig die wintergrünen elliptischen Blatter. Als Gartenpflanze schon lange bei uns bekannt, zieht man hier auch Abarten mit weißen, purpurnen oder rosa Blüten, sowie mit silberweiß oder goldgescheckten Blättern. Aus Sinngrün gefertigte geweihte Kränze wurden in den Alpen vor den Fenstern aufgehängt und bilden dann einen Schutz gegen die Blitzgefahr. Ebenso schützte in der Dreigenszelt — während der 30 Tage von Maria Sprechstunden des Bannführers und der Stellenleiter des Bannstabes. Bannführer: Geff Schreiber: Montag 8 bis 12 und 14 bis 18 Uhr (sonst nach vorheriger Anmeldung auf der Adjutantur). 5r'6 Polzing: Montag 14 9 Uhr, Dienstag 14 bis 22, Mittwoch 14 bis 14 bis° 2? Ubr8 Unb ®rcila8 14 bis 22- Samstag B-rwaliungssühr-r: Scharf. Edmund Schnei- fa'/s W 8 30 bi5 18 Uhr, Sams- rag ö.ju bis 15 Uhr. ßeiter der Stelle O (Organisation): Scharf. Willi da11 Lm°nta9 18-30 bis 19.30 Uhr Mitt- woch 18.30 bis 19.30 Uhr. ßeiter der Stelle P (Personalstelle): Scharf. Volzing: siehe Adjutant. 71 ße.ter ber Stelle 8 (Sozialstelle): Scharf, Ludwig Heid. Dienstag und Donnerstag 20 bis 22 Uhr Samstag 15 bis 18 Uhr. Mitarbeiter in der S\Sa Schneider und Dr. Wagen- oach, Jg. Menge!. ö ßeiter her Stelle WS (Weltanschauliche Schulung): 15^bis^?st Nk ^ch,..^enstag und Donnerstag 15.30 bis 16.30 Uhr. Mitarbeiter in der Stelle WS- Kams- Karl Müller, Kamf. Paul ßanger 3of( :erfieber Ws“' K (ÄU'tUrftelIe>: W Ernst <Är m.d'-ll- Pr (Presst uni Propaganda): -Jr- e$* a u I: Montag 11 bis 12 Uhr ^^"eituna der „O. T."). Mitarbeiter in be? Fr^Rin^' Kams. W. Zobel, Kamf. Stt^ (Körperliche Schulung)- 6c$arf- Georg Korner: Dienstag 17 bis 18 Uhr Uhr. Mitarbeiter in der Stelle XS. (MHI.) Kamf. Ernst Ruppe l Ja Friedrich Kamf. X. Seattle r, (ßufttch) Mächtig all, (Motor) Jg. Appel.^^'^ m ceF belle Q (Gesundheitsstelle): Scharf ^°sler; Sprechstunden nach vorhe^ger Vereinbarung mit der Adjutantur. Mitarbeiter- Dr. M e n z, Dr. Stotz, Scharf., (HJ.-Apothekerl Siegfried Mach Scharff(Grenz- und Auslaß): 1 G. Berghofer: Mittwoch und Freitag Karneval im Gießener Stadtthealer. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Auch in diesem Jahre steht der Spielplan der kommenden Tage ganz im Zeichen des Prinzen Karneval. Eröffnet wird das Karneval-Programm mit einer frohen Sonntaavormittag-Veranstaltung „Der fröhliche Mozart". Für den Abend verzeichnet der Spielplan eine Wiederholung des großen Erfolges --Die Fledermaus" in der neuen Ausstattung und Bearbeitung. A r b e i t s v e r g e b u n g. Die Erd- und Stra- 1 nenbauarbeifen, einschl. Materiallieferungen, auf der Landstraße Allendorf a. d. Lda. — Londorf schreibt das Tiefbauamt der Provinzialdirektion Oberhessen m unserem heutigen Blatte zur Vergebung aus. Die Bekanntmachung sei den Jnteessenten zur besonderen Beachtung empfohlen. eh en e Bücher abgeben! Die Direktion der Universitätsbibliothek fordert im heu- tigen Anzeigenteil auf, die vor dem 1. Januar 1936 oon Nichtstudierenben aus der Universitäts-Biblio- thek entliehenen Bücher bis spätestens zum 7. März roie^n U^C^en Anzeige sei besonders hinge- . * Leistungsn ach weis erwerbsloser ^-LH.enanQe^är*qer- ^aut Anordnung der ^eichstheaterkammer müssen den Leistungsnachweis alle in der Fachschaft Bühne organisierten, zur Zeit erwerbslosen Bühnenangehörige erbringen, also auch Chorsänger, Tänzer, Einhelfer, Spielwarte usw. Es wird nochmals darauf aufmerksam gemacht, daß die- er Leistungsnachweis in Frankfurt a. M. bis zum 29. Februar erbracht werden kann. Wer sich ihm unterstellt, scheidet für die Vermittlung durch den Buhnennachweis aus. Anmeldungen können nur bei der Vermittlungsstelle des Bühnennachweis Frankfurt a. M., Marienstraße 17, erfolgen. ** Rhein-Mainifches Bezirks-Innung s - W e 11 f r i f i e r e n in Gießen. Der Bezirk Rhein-Main der deutschen Friseure, der zu- ”*ite Teile des ehemaligen Kurhessen bis Kassel, Waldeck und Fulda umfaßt, hält fein dies- fahriges Bezirks-Jnnungs-Wettfrisieren am 3. Mai in Gießen ab. An dem Bezirks-Wettfrifieren beteiligen sich die Sieger aus den örtlichen Jnnungs- Veranstaltungen. Die Gießener Innung verbindet mit dieser Bezirksveranstaltung die Jubiläumsfeier anläßlich ihres 50jährigen Bestehens und die Weihe einer neuen Jnnungsfahne. Es ist beabsichtigt, die Veranstaltung mit einer akademischen Morgenfeier und der Fahnenweihe zu beginnen, bei der voraus- sichtlich Reichsinnungsmeister der Friseure Pg. R e n z -Berlin die Festansprache halten wird. Am Nachmittag wird dann das Bezirks-Jnnungs-Wett» frisieren stattfinden. ö Aus der Proviuzialhaupistadt. Irühjahrsblumen. Von O. Vogt, Gießen Nur noch kurze Zeit dauert es, bis der Frühling bet uns wieder seinen Einzug hält und Felder und Wälder mit jungem Grün und Blüten schmückt. Die ersten Blumen im Frühjahr wecken in besonderem Maße das Interesse naturliebender Menschen und ziehen ihre Aufmerksamkeit auf sich. Am bekanntesten sind Anemonen, Himmelsschlüssel, Veilchen, Lungenkraut, Seidelbast und einige andere allgemein auffallende, oder weit verbreitete, am Ende des Winters und bei Beginn der wärmeren Jahreszeit blühende Pflanzen. Ihrer wird in der Regel als der ersten Frühlingsverkünder des Pflanzenreichs in Wort und Schrift gedacht. Nachstehend soll einmal auf einige weniger auffallende Frühlings- blüher aufmerksam gemacht werden. In unseren Gärten bemerkt man den oft schon in den Wintermonaten blühenden Winterling (Eranthis hiemalis). Er ist eine südeuropäische Pflanze, die auch in Süddeutschland in Obstgärten, Hainen und Weinbergen auftritt. Bevor der Stengel des Winterlings an die Oberfläche tritt, ist feine Spitze hakenförmig nach unten gekrümmt. An feinem Ende fitzt die bereits vollständig entwickelte Blüte. Drei tief eingeschnittene, einstweilen noch gelb gefärbte Hochblätter umhüllen die geschlossene Blüte. Wenn der Stengel den Boden durchstoßen hat, richtet er sich auf. Die Blätter werden grün und die gelbe Blüte öffnet sich. Der Winterling gehört, wie schon sein ganzer Aufbau erkennen läßt, zu den Hahnenfußgewächsen. Zu den ersten Frühlingspflanzen, deren Blüten meist zusammen mit den weißen Blütensternen der Hainanemone erscheinen, gehören auch die stellenweise in Grasgärten und Laubwäldern häufigen I beiden Lerchenspornarten, derHoh 1 e und der G e -1 fingerte Lerchensporn (Corydalis cava u. solida). Ersterer besitzt einen hohlen, knolligen Wur-1 zelstock, der bei der zweiten Art zwar auch knollig, I aber nicht hohl ist. Seinen Namen hat der gefin-1 gerte Lerchensporn nach den kleinen fingerförmig I ausgeschnittenen Hochblättern, die zwischen den trübrosa oder weiß gefärbten Blüten sitzen. Die Hochblätter des hohlen Lerchensporns sind ganzran-1 dig. Diese schonen Frühlingspflanzen bilden einen auffallenden Schmuck der oon ihnen besiedelten I Stellen. Eine im Sommer blühende Art, der gelbe Lerchensporn (Corydalis lutea) findet sich wildwach-1 send nur im westlichen Deutschland in Wäldern und Gebüsch. Er wird bei uns häufig in Gärten ge-1 Sogen und findet sich an alten Schlossern und Burgruinen hier und da verwildert. So ist er z. B an der hohen Mauer des Weilburger Schloßgartens anzutreffen. Der Lerchensporn verdankt seinen Namen dem Sporn seiner Blumenblätter und zählt zu den Erdrauchgewächsen. Wegen der hohlen Wurzelknolle wird der Hohle Lerchensporn in verschie-1 denen Gegenden Deutschlands auch „Hohlwurz" ge» I nannt. In Anhalt heißt er „Kakgänschen", was auf I bas mittelhochdeutsche „gägen'S d. h. wie eine Gans schreien — er wird von Gänsen gern gefressen — zurückzuführen ist. Auch das zierliche, kleine weiße Blütchen entfaltende Hungerblümchen (Erophila verna), ein Kreuzblütler, hat feine Blütezeit im zeitigen Früh- jahr.. Es ist auf sonnigen Triften, an Rainen, auf Kleeackern usw. oft massenhaft vertreten. Das Früh- Ungshungerblümchen ist zwar eine einjährige. bildet aber im Herbst schon feine dicht an Himmelfahrt bis zu ihrer Geburt — aeweihtes frf/ b?000/1 ^druckte Blattrofette und ist in ge- über der Haustüre angebrachtes Immergrün gegen m fetJr°nMIiih?»hßa9ent mf?n(^maI l°Sar mitten Hexen. Ein anderer Brauch besagte: Ein in der m^Wmter blühend anzutreffen. s Mathiasnacht (24. Februar) auf ein fließendes Was- fer geworfener Kranz aus Sinngrün, der von einem Mädchen, nach einem Tanz um das Wasser schweigend ergriffen wird, bedeutet einen Brautkranz. 1 q Zum Schlüsse fei noch der allgemein bekannte Das I ,0 lv enzahn (Taraxacum officinale), zur Fa- eren ^mie der Korbblüter gehörig, erwähnt. Auch er Am Donnerstagabend fand die Generalversammlung der Reichsaemeinschast Deutscher Hausfrauen, Ortsgruppe Gießen, statt. 3n Vertretung von Frau Dr. Neumann be- grüßte Frau Kalbfleisch die Mitglieder unb die Gauverbandsvorsitzende, Frau C r e u tz (Wies- baden). Sodann eröffnete Frau Kalbfleisch die Generalversammlung. Sie stellte fest, daß die Mit- glieder satzungsgemäß eingeladen und mit der Tagesordnung bekannt waren. Es wurden dann der Jahresbericht und der Kassenbericht verlesen und, der Kassenführerin Entlastung erteilt. Hierauf sprach die Gauoerbandsvorsitzende Frau C r e u tz. Sie gab einen Ueberblicf über die Ent- Wicklung und die 20jährige Geschichte der Reichs- gemeinschaft Deutscher Hausfrauen. Sie würdigte öabei die Arbeit der einzelnen Ortsgruppen und betonte, da diese Arbeit gut gewesen sei, soll sie in weiteste Volkskreise getragen werden. Dazu sei es nötig, daß sich die RDH. auflöse und die Arbeit in das Deutsche Frauenwerk gestellt werde. Hier werde die Abteilung Volkswirtschaft-Hauswirtschaft die Arbeit weiterführen. Nachdem der Auflösungsbeschluß durchgeführt und noch einige Beschlüsse über die Sachwerte der Ortsgruppe gefaxt waren, schloß Frau Salb- fleisch die Versammlung. Giefiener Dochenmarktpreife. * ® j eße n, 22. Febr. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,60 Mk., Matte 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, ondlsche, Sonderklasse S 11, Klasse A große 10'/-, K asst 8 mittelgroße 10, Klasse C gewöhnliche 9'/-, Klasse D kleine 9, unaezeichnete 8, Enteneier 12, Wirsing (gelb), bas Pfund 15, (grün) 18 bis 20, Weißkraut 12 bis 15, Rotkraut 15 bis 20, Gelbe Ruben 9 bis 12, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat ois 25, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15, Rosen- kohl 20 bis 40, Feldsalat 80 Pf. bis 1,20 Mk, lomaten 45 Pf., Zwiebeln 10 bis 18, Meerrettich 30 bis 80 Schwarzwurzeln 25 bis 30, Kartoffeln, das Pfund 4 Pf., der Zentner 3,50 bis 3,70 Mk., Aepfel, das Pfund 16 bis 35 Pf., Birnen 15, Nüsse . ' Zwetschenhomg 45, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk., Suppenhühner 85 bis 90 Pf., Tauben, das Stuck 50 bis 60, Blumenkohl 25 bis 45, Salat 30 bis 35, Endwien 20 bis 25, Lauch 5 bis 10, Sellerie 10 bis 50, Rettich 5 bis 15 Pf. d'esem bunten Reiaen verpflichtet. Anfang und nA*LmUrbln !° gelegt, daß jeder Theaterbesucher nachher noch em anderes Fest besuchen kann Es der Absicht des Theaters' und der Stim- mung des Abends, wenn möglichst viele Theaterbesucher bereits im Kostüm im Theater erscheinen. Oberhessische Gesellschaft für Natur- und Heilkunde. Nächsten Montag abend im Zoologischen Institut Anzeige. ^lessor Merker. Siehe heutige bunter Faschingsabend in vollständig neuer, luftiger Bearbeitung: „Karneval bei Prinz Orlofsky". Dauer: von 20.11—22.45 Uhr. Die Vorstellung ist außer Abonnement. — Mittwoch, 26. Februar, von 19.30 bis 22.30 Uhr Erstaufführung der romantischen Zauberoper „Undine" oon Lortzing. Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul Wrede. Die Vorstellung gilt zugleich als 19. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement. — Freitag, 28. Februar, oon 20—23 Uhr Lortzings Meisteroper „Undine". Musikalische Leitung: Paul Walter. Spielleitung: Paul Wrede. 20. Freitag-Abonnement. — Samstag, 29. Februar, als Vorstellung her Deutschen Bühne „Krach im Hinterhaus", Lustspiel von M. Böttcher. Spielleitung: Heinrich Hub. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an der Abendkasse. — Sonntag, 1. März, von 19—21.30 Uhr einmalige Wiederholung des Faschings-Caba- rets „Ein Fest bei Prinz Orlofsky". Die Vorstellung ist außer Abonnement. fÄ A * rfnw durch 0 X in Ser!'" I A Kreist F.°;Terrnm - h Gieß Xn Sonr clEdi-s All V etrhe J ®intet|eiwfw Der Sektor Mele und hieß ^efannÄ yS &T Stud S kurzen Beri -Wettkampfes. k» 8rui Äei? h LÖpefen ‘°rbene ^^^tljch k S°u lein W»« >h I Nqi fÄrQuen. fe’s'Ä w« h ^0ll S-Xblde, r$ube n. 3 den, s ‘iSS'ÄV® Ast 5er ersn Son unserm zu den Korbblütlern zählenden Gänseblümchen (Bellis perennis) ist bekannt, daß es an milden Wintern, wie auch in diesem M' säst den ganzen Winter über blüht. Die ge- kUUte Art ist eine bekannte Gartenpflanze. Das , ----u - v -• x^aia^auum orncmaie Gänseblümchen war zusammen mit noch anderen wilie der Korbblüter gehörig, erwähnt, ziu L'»mzen bei den Germanen der Göttin Freia-Holla W im Frühling vereinzelt schon sehr zeitig ast zu 9m fuhrt im Volksmund auch den Namen blühen. Die gelben Blütenköpfchen breiten sich in m^nhAlrHi**Cn ■ ^lcJ.err„ ^ame stammt von dem der Sonne aus, schließen sich nachmittags und blei- und ist danach ein Blüm- ben bei trübem Wetter, sowie nachts geschlossen, das Grasland, die „male" liebt. In Semen Namen hat der Löwenzahn von den eefiq fflPAb»nhIn f^ ''^ngerrösl", in einzelnen geahnten Blättern. Letztere werden stellenweise vor Gegenden „Marienblumchen , in Schlesien „Frue- der Blütezeit gesammelt und zu Salat und Ge- nur^hiP ?iuttal Geißeblümli" genannt, um müse verarbeitet. Wegen des kugeligen Fruchtstan- auführen96iw ö” f gebräuchlichen Namen an- des, den die mit Flughaaren versehenen, leicht da- Troler nennt dos E-in|eblumchen ""^liependen Samen bilden, heißt der Löwenzahn finnig« „Vnb l,at Sr bie’en Namen fol. °--ch „Pusteblume", Ketten- öder Ringelblume wird ^^iarung: Als Maria mit dem er genannt, weil die Kinder aus den hohlen Sten, oeraol fie Aegypten fliehen mußte, g-ln Ringe und Ketten l)erfteUen. Auch im Aber- oh?r miirh»0 !6 ?ouen. Jede mederfallende Träne S-^uben spielte der Löwenzahn früher eine Rolle über wurde zu einem Mariendlümchen. Die Milch des Löwenzahn machte die Vertreterin morhU0„e?ern;-lic bxi.Td) ben ^^fdfen umgepflügt "ertnfl4lbes schönen Geschlechts, die sich damit ge- SnhÖC,)c-Obc^Jl(^ ?n?ere, die Oberfläche umgestal- puschen, unwiderstehlich. Ferner war der Löwen- Mß,n9"f e. lassen müssen, haben eine ursprünglich der Liebesgöttin geweiht, unb Wahl einjähriger Unkrauter ihren Standort. Sie ^'ne Blumen werden noch heute zu Liebesorakeln Blütezeit au vollenden, bis der ^nutzt. yjN oder die Hacke des Menschen den Boden be- Sornofiien arbeitet, und sie fangen daher schon in den Winter- t , , k monaten an zu blühen. Es finden sich hier meist Dageskalenber für Samstag. (F h r»»bCr tatterige und der F e l d- ^Kraft durch Freude": Ab 15.30 Uhr all- w pr£l3Äron,ca hederifolia u. aörestis) gemeine Körperschule und Waldlauf auf dem Uni- m?erp Nelkengewächsen gehörige Vogel- Selte^ortplatz am Kugelberg. - Gloria-Palast, Su-itn h Ste^una medla)- Die kleinen hellblauen ^^rsroeg: „fiabp Windermeres Fächer". — Lid)t- B Ehrenspreisarten stehen zwischen den ^sf-??^'^abnhofstraße: „Friesennot". — Ober- und fallen nicht sehr ins Auge. Kleine in^^^Kunstvereln (Turmhaus am Brandplatz): dre?Vllnn,-A^luten tragt die Dogelmiere. An diesen Ausstellung von Gemälden von Jo- fpfrL^3 fi s3 ' 8U ^enen sich noch andere Arten ge- Steib-Berlm. — Maskenbälle: Bauerscher Ge- NicktStandorten, di- ein- Bearbeitung MAI Uhr in den Raumen des Gesell, finben 9?AAbfaS- ?af)r über Blüten 3u Zleßener Rabfahrer-Verein 1885 Dogelmiere ist als Vogel, unb Hühner- 201^ U^rJm Eafö Leib; Kappenabenb bes Kutfcker- ber ^ühne^ h?^^ ^tterung soll bem Eierlegen Pere,ns 19 59 Uhr im „Frankfurter Hof7 fern tthp fc^ Sie roirb aus bie- Tageskalenber für Sonnfaa sWWMMMMH BZÄMK iL-LVW ?nUffl'iCph?je^en: Al Berfarnmlung bei Hopfeld haus o^n-^?7^lsischer Kunstoerein (Turm- " S.’Ä s, eomtagem2®to^bralerbÜr° mirb uns 8-förieben: Don 19—22 Uhr B r ä u e r. I ilm Donnersta Is Ttudentenhai I Westers 1935/36 I les Gießen ÜSDStB, jta lei, SA., HÄ, A Dozenten waren jungen Studentei Einladung der mehrere Beamte tung M bie[er 21 Wad) .einigen ge. I ^QU5fiii):er H. 11 toraöen die @ä | Mon eine jchö -^radschaftsabe^ P -Mn. Das gu l| ' Studenten an | ^wörtlich gew | -h Beamte der XJo sei es t ^jflärung über t Renten holen I ’k daß die K ! bei der Werl |*6r schloß u Achsen Uli 1 ^dlTießen. Semester-Schlußappell der Universität Ledigen Der- ob. kinderlos heirateten Ver- mit 1—2 heirateten Kindern vom Hundert des Einkommens 8 6 10 alle noch hauptsächlich 1. schmerdigen mit den Bewegungen des Pferdes 2. 4. Verkehrsregeln. 5. Ihr war, als Elfriede Stalling atmete tie, Nachdruck verboten! 28 Fortsetzung. lief) zurück in die Leere mit Menschen, die jeder fremd geworden, wobl waren? — Meta Brucks 12 15 20 10 12 15 äd)ft verbrau- rräußerlichen 8 10 12 6. 7. 8. Verheirateten mit 3 oder mehr Kindern Verpaffen landesüblicher Kumt- und Sielen» gefchirre. Fütterungslehre (Tagesrationen, Tränkzeiten). Sattelung und Zäumung. Putz und Wartung des Pferdes. fügung stehenden eigenen Quellen Er muß sein eigenes Vermög " chen, auch wenn dieses in s Semesterschluß im Kameradschastshaus des TtSOStB Faser ihres Empfindens immer fremd gewesen kreischendes Lachen gellte Faungesicht grinste ... orsitzende Frau über die Gnl- )te der Reichs. Sie würdigtr nippen und bk- fei, soll sie in i. Da$u sei ts nb die Arbrii : werde, jjitt hauswirM i burfafiM Sachvck btt Frau litt« „Und das Gerede um Nichts hab ich satt. Entweder du bist jetzt vernünftig und kommst mit mir —'* „Oder —?" Wie komisch die Frau einen ansah ... War das die weichgliedrige, zärtliche Elfi, die sich so gern in seine Arme geschmiegt, deren roter Mund so gern gelacht und geküßt hatte? Hm. Wenn er es bedachte — von allein war sie eigentlich nie zu ihm gekommen, hatte Liebkosungen eher geduldet als geschenkt ... „Oder du kannst sehen, wo du bleibst", schloß er aus seinen Gedanken heraus. Elfriedes Haupt sank auf die Brust. „Jetzt werde ich aufstehen und mit ihm gehen müssen", dachte sie trostlos, „es bleibt mir ja gar nichts anderes übrig." Die ganze Erregung war umsonst. Man war nun einmal verheiratet. — Mit bleischweren Gliedern erhob sie sich. „Na, siehst du", knurrte Stalling triumphierend, aber noch immer grollend, „wozu die ganze Szene! Das Essen hast du einem glücklich verdorben und die Laune auch — das ist das ganze Resultat deiner höchst überflüssigen Gardinenoredigt, term Wieberholung ich mir übrigens verbitte, du! Wo hast du deine Sachen? Schnell, wir können Brucks Am Donnerstagabend fand in der Tageshalle des Studentenhauses zum Abschluß des Wintersemesters 1935/36 ein K a m e r a d s ch a f t s a b e n d des Gießener Stammhauses des N S D S t B., statt. Zahlreiche Vertreter von Par» tei, SA., HI., Behörde, Arbeitsdienst und mehrere Dozenten waren erschienen, um gemeinsam mit den jungen Studenten das Semester zu beschließen. Auf Einladung der Leitung des Hauses waren noch mehrere Beamte und Angestellte der Stadtverwaltung zu dieser Abschlußfeier gekommen. Nach einigen gemeinsam gesungenen Liedern hieß der Hausführer H. F. S ch u st e r im Namen seiner Kameraden die Gäste willkommen und betonte, daß es schon eine schöne Tradition geworden sei, die Kameradschaftsabende der Studenten gemeinsam zu feiern. Das gute Verhältnis zwischen Dozenten und Studenten an unserer Universität sei fast schon sprichwörtlich geworden. Wenn zu diesem Abend auch Beamte der Stadtverwaltung geladen worden seien, so sei es deshalb geschehen, damit sie sich Aufklärung über das Leben und Treiben der NS- Studenten holen könnten. Außerdem sollten sie sehen, daß die Kameradschaftshaus-Studenten sich auch bei der Werbung für unsere Universitätsstadt einsetzen. Er schloß mit dem Wunsche auf ein weiteres Wachsen und Blühen unserer Universitätsstadt Gießen. Amtsgericht Giehen Wegen Diebstahls, Uebertretung des Fischereigesetzes und Sachbeschädigung hatten sich der H. S., der K. F., der W. K. und der E. St. aus Gießen zu verantworten. Die Angeklagten haben in den Jahren von 1932 bis 1935 in fremden Gewässern gefischt, im Fahre 1935 zwei Enten gestohlen und einen Kahn zerstört. Das Urteil wirb am 27. Februar verkündet. 9. Einrichtung behelfsmäßiger Stallung in der Ortsunterkunft. 10. Pferdeschonung und Pferdepflege auf dem Marsch. Der Beauftragte des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung. Wehner, Standartenführer. Seife 15u.25Pfg ■■ Gesunde Haut mitgehenden und gestreckten Sitzes. _. Kenntnis der Kreuzleine 22. 3. Handgriffe bei Wendungen und Paraden. in ihren Ohren, Brucks _ . Sie trat dicht vor ihren Mann. „Ich komme mit dir unter der Bedingung, daß wir den Verkehr mit Brucks abbrechen oder wenigstens auf das Allernötigste im größeren Kreise beschränken, daß ich mein Leben auch nach meinen Bedürfnissen, nicht nur nach deinen Wünschen leben , findet die Feier an einem ;e statt. Der Oberste Bundes- steht. Beispiele sind: Zuschüsse zum Haushalt eines Sohnes, die Unterhaltung eines volljährigen Kindes ohne genügendes eigenes Einkommen. Aufwendungen zum Unterhalt bedürftiger Angehöriger werden nur berücksichtigt, soweit sie in Anbetracht der Verhältnisse des Empfängers notwendig und angemessen sind. Wird einem bedürftigen Angehörigen voller Unterhalt gewährt, so werden die Kosten des Lebensunterhalts je nach den Verhältnissen mit bis zu 80 Mark monatlich anzunehmen sein, wenn der Unterhalt durch Aufnahme in den eigenen Haushalt geschieht. Die eigenen Einkünfte des Unterhaltsempfängers sind anzurechnen. Etwa gewährte Hilfe im Haushalt ist nicht anzurechnen. Von der Leistung notwendigen und angemessenen Unterhalts und dem Vorliegen von Bedürftigkeit kann erst gesprochen werden, wenn der Unterhalts- Hierbei zählen aber auch , , . unterhaltenen Kinder mit, auch wenn dem Steuerpflichtigen für sie keine Kinderermäßigung mehr zu- Es wird kurz verlangt: Das Vorhandensein eines losgelassenen, ge- empfänger die ihm für seinen Unterhalt zur Ver- ousgeschöpft hat. Die Einkommensteuer 1935 Wann sind Ermäßigungen möglich? darf." _ Theodor Stalling verhielt den Atem. Was war das?! — „In meinem Haus, das von meinem Geld unterhalten wird, wird getan, was ich will, verstanden? Bedingungen lasse ich mir nicht stellen!" Dann bleibe ich hier", sagte die junge Frau totenblaß, aber voll gefaßter Ruhe. „Denn so wie es war, vermag ich nicht weiterzuleben." „Tu, was du willst!" Die Tür schlug schmetternd ins Schloß. Sorgenvoll lugte Frau Margret herein. „Du hast ihn im Zorn gehen lassen, Kind?" nicht ewig warten lassen." Als hätte sie einen Schlag erhalten, so zuckte die junge Frau zurück. Der Name enthielt alles, was ihr das Dasein unerträglich gemacht. Ging sie wirk- ...... ~ dieses inhaltlosen Lebens Einkommen RM. bis 5000 mehr als: 5000 bis 10000 10000 bis 15000 mehr als 15000 Der Rechtsanwalt, der, ein Bekannter Goebels, auf dessen Bitte ihre Interessen vertrat, wußte nicht, welches Gefühl stärker in ihm war: das Entzücken über Elfriede Stallings feine Frauenfchön- heit oder das Staunen über ihre weltfremde Sorglosigkeit. „Eine feste Rente werden wir schwerlich herausschlagen können", meinte er besorgt. „Die Sie Ihren Gatten verlassen haben und sich weigern, die eheliche Gemeinschaft wieder aufzunehmen, sind Sie zur Forderung einer solchen nicht berechtigt. Aber alle Ihnen persönlich gemachten Geschenke, Garderobe, Juwelen und dergleichen, sowie alles, was Sie an Ausstattung in die Ehe brachten, wäre als Ihr persönliches Eigentum anzusprechen, das herausgegeben werden muß." Elfriede Stalling sah den Eifrigen freundlich an. Soviel Mühe gab er sich, der gute Mann, der vor dem Blick dieser verwirrend süßen Augensterne jungenhaft errötend wegsah und ein leichtes Herzklopfen unter der linken Brusttasche verspürte. „Die Geschenke meines Mannes sind nicht mehr mein Eigentum, denn sie wurden mir unter Voraussetzungen gegeben, die" — nun war es an ihr, fortzusehen — „die nicht erfüllt wurden", schloß sie langsam und hatte auf einmal wieder den entschlossenen Zug um den Mund, der ihr ganzes Gesicht älter und strenger machte. „Ich habe also kein Recht, ihre Herausgabe zu fordern." „Dann machen wir es eben ohne deine Zustim- mung", dachte der kleine Doktor und verneigte sich stumm. Theodor Stalling kannte er, der vertrug schon einen kleinen Aderlaß. Elfriede wanderte gemächlich zwischen den Blumenbeeten im Park umher und freute sich der Farbenpracht und des Sonnenscheins, der mit linden Händen die ganze lichtsehnsüchtige Welt in Gold und Wärme tauchte. Wie schlank die Pappeln in den Himmel ragten, der ganz sommerlich blaute, wie leidenschaftlich das tiefe Rot des Salbei flammte — Alle Farben, die das Auge zu erfassen vermochte, entströmten diesem letzten Blütenwunder der Erde, die unerschöpflich schien in ihrer Mannigfaltigkeit. Tief atmete Elfriede den süßen Duft des Heliotrops ein, der, von silbergrauem Blattgerank eingefaßt, sich zu Füßen des großen Dahlienrondells schmiegte. Sie dachte an Joachim Drau. Wie mußte sein Künstlerauge sich an all dieser Farbenbuntheit entzücken, nun er, ledig der Not, auf dem ihm gebührenden Platz im Leden stand. Auch das war ein Wunder, daß ihre Wege, die so verschieden verlaufen, sich gekreuzt. Wer spann die Fäden von Mensch zu Mensch? Fortfetzung folgt. ßen und Umgebung beiwohnen. Alle Kameradschaften des Kreisverbandes Gießen haben Vertreter dorthin zu entsenden. Gleichzeitig findet in den Standorten aller Kameradschaften Gemeinschaftsempfang statt. Kameradschaftsführer haben für guten Radioanschluß zu sorgen. Anzug: Kyffhäuferanzug, Orden und Ehrenzeichen! Vertreter der Partei und ihrer Gliederungen sowie der Behörden find zur Feier aufzufordern. Ein genauer Befehl für den Weihe-Sonntag in Gießen ergeht nach Festsetzung des Tages. Heil Hitler! Der Kreisführer: Hans Köttfchau, Oberst a. D. Ausscher Reichskriegerbund „Kyffhäuserbund" Kreisverband Gießen. Die Weihe der vom Führer und Reichskanzler genehmigten neuen Bundesfohne findet für das ganze deutsche Reich am Sonntag, 23. Februar, 11.30 Uhr durch den Bundesführer Oberst Reinhard in Berlin statt. Für die Kreisverbände, in denen die Faschings- ,eit diesen Termin verbietet, also auch den Kreis- Jerbanb Gießen, hi» n« ber folgenden Sonntage statt. führer wird an diesem Sonntag in Köln den Weiheakt vornehmen. Alles übrige wird genau so verlauten wie am 23. Februar in Berlin. Ich werde an diesem Tage in Gießen der Weihe der neuen Fahnen der Kameradschaften Gie- * lügen Wochen- jfunb 1,551., 0 M., SDlolte bis 10, (fier, A große M ewöynliche H , Enteneier 12, iin) 18 bis 20, bis 20, Gelb! bis 12, SM M 15, RM bis 1,20 M 18, Meerrettich 30, KarM bis 3,70 W. rnen 15, * „ 90 U b« Tauben, das 45 Salat 30 is 10, Sellerie pn.Jlaflau W Jahr otr, terlanbes durch, wn, die unsere b w die Fjorde onatsprogramm verficht über die nur 0,10 RN. envereins. eneralversaiM er Hausfrauen, eumann be> Mitglieder und lreuh (fc lbfleisch di- t, daß die Mit. ib mit der Ta« irben bann.ber 'erlesen und, der aubsiand. *a&en lieg,, ’SJ.'W, lUttlAI-'Ü Unl Achtung 3ungreifer! Für den Bereich des Wehrmeldeamtes Gießen finden am 2 3. Februar (Sonntag) folgende Prüfungen zur Erlangung des ReiterschÄnes durch den Beauftragten des Reichsinspekteurs für Reit- und Fahrausbildung statt: In Londorf um 9 Uhr auf dem Reitplatz des SA.-Reitersturmes 4Z147. In Gießen um 11.30 Uhr im Universitäts» reitinftttut. In Hungen um 14 Uhr auf dem Reitplatz des SA.-Reitersturmes 5/147. Die Prüfung kann jeder junge Mann ablegen, der zu den Jahrgängen 1911 bis 1918 gehört. Wer den Reiterschein besitzt, hat folgenden Vorteil: 1. Set freiwilligem Eintritt in das Reichsheer: Einstellung in den selbstgewählten Truppenteil im Rahmen der allgemeinen gesetzlichen und militärischen Bestimmungen. 2. Beider pflichtmäßigenAushebung: Bevorzugte Einstellung als Reiter oder Fahrer. Mitbrinaen von Pferden ist erwünscht, aber nicht erforderlich. "“'M /Net,. tiich wi hört uij MftMnMen. Vornan von H. von Hellennann. Copyright 1936 by Aufwärts-Derlag G. m. b. H., Berlin SW 68 rd- unb Strängen, auf Ms Wbt n Oberhchn ung aus. D-e ir besonderen eie«1 * id-rt im ft etnnuar M '•ffS -l'7 Ä Atlung könnens üt)nen<* 1 ieß-^ CA» " 'M*. gti sei ein Alp von ihrer Seele gewichen. „Ja, Mamachen, er ging--und ich bleibe. Wirst du mich behalten?" Margret Mervius breitete die Arme weit aus. Und der jungen Frau war zumute, als fei sie von langer, böser Irrfahrt heimgekehrt. — 28. Kapitel. Das war eine Sensation, als der Krach im Stal- lingschen Haus bekannt wurde! Kein Mensch hatte etwas bemerkt, keiner wußte den wahren Grund, das machte die Sache so besonders interessant. Man mutmaßte allerlei, munkelte von „Untreue", suchte nach „dem" Mann, „der" Frau, die dieses Zerwürfnis verursacht, konnte sich aber auf keine Lösung einigen, da jeder anderes vermutete. Die Herrenbierabende und Bridgeklubs hatten endlich einmal wieder einen ausgiebigen und dankbaren Unterhaltungsstoff gefunden. Frau Mervius erhielt vielen Besuch in diesen Tagen, der sie sonst selten beehrte, man hatte „schon längst einmal kommen wollen". Niemand kam auf feine Kosten, denn Margret Mervius hatte eine eigene Art, einen mit ihren klaren Augen anzufehen, daß sich gewisse Fragen nicht recht über Die Zunge wagten. Ja, ihre älteste Tochter wohnte wieder bei ihr, seit sie sich gütlich von ihrem Gatten getrennt, es war besser so für beide Teile. Das war alles, was man mitnahm, und nicht eben sehr aufschlußreich. Frau Margrets feine Seele litt unter dieser sie rastlos umtastenden Neugier, die ihr geradezu körperliche Pein schuf. Anders die am meisten beteiligte und betroffene Elfriede. Unberührt von alle dem Gerede und Geranne um sie her ging sie durch die Tage, die ihr zum ersten Mal nach langer Zeit wieder schön und lebenswert schienen. Der ruhevolle Friede im mütterlichen Heim, den die wundervolle, sonnendurchleuchtete Septemberschönheit in der Natur widerspiegelte, schuf ein unbeschreiblich beglückendes Gefühl des Geborgenseins. Zu seltsamer Nichtigkeit schrumpfte die Zeit ihrer Ehe zusammen. Hatte sie je diesen sie warm und hütend umschließenden Liebeskreis verlassen? So fern lag das alles. — Während Margret oft schlaflos vor Sorge lag, verschwendete Elfriede keinen Gedanken an die Zukunft. Ihr war zumute wie einem Kind, das, von sicherer Hand geführt, Schritt für Schritt vorwärts tut, ohne Furcht und ohne Zagen. Es kam alles, wie es kommen sollte, sie hatte nur weiter dem Gesetz in ihr zu gehorchen, das ihr bis hierher den Weg gewiesen. Lernenden müsse man auch in Zukunft an die Aufgaben, die das Leben stelle, gemeinsam Herangehen. Für die Studentenschaft und den NSDStB. sprach bann ter en Leiter tand. med. vet. Albert Frank. Er dankte zunächst dem Rektor und dem Kanzler und seinen engeren Mitarbeitern für ihre im vergangenen Semester geleistete Arbeit. Ferner galt sein Dank seinem Vorgänger Pg. Friedrich, der trotz Examensemester in einer schwierigen Zeit die Leitung der Studenten zur großen Zufriedenheit innehatte. — Anschließend gab der Rektor einen ausführlichen Rechenschaftsbericht aus dem letzten Jahr unserer Universität. Er gedachte zunächst der Toten und berichtete dann von Personalwechsel und Berufungen. Ferner dankte er den Förderern unserer Hochschule und kam in seinem Schlußwort auf die Gemeinschaft, die an der Universität herrsche, zu sprechen, wobei er nochmals an den Semesterantrittsappell erinnerte, bei dem sich alle dem Führer unterstellt hätten, und so gehorsam möge uns auch der Schluß des Semesters sehen. Sein Gruß am Schlüsse des Appells galt dem Führer. Der erste Vers des Horst-Wessel- Liedes schloß den Appell ab. Nach dem Vortrag eines auf Gießen zugeschnittenen Werbegedichtes dankte der Bannführer der HI., Pg. Schreiber, im Namen der Gäste für die Einladung und die Worte der Begrüßung. Inzwischen war auch die Hauskapelle erschienen, und sie wartete nun mit schneidigen Märschen auf. Der Rektor unserer Landesuniversität, Professor Pfähler, richtete noch einige Worte an die Studenten und ermahnte sie, bei ihrer Werbung für die Gießener Universität nur Kerle und nationalsozialistisch zuverlässige Menschen zu werben. Als Vertreter der SA.-Standarte und des Oberbürgermeisters sprach dann Bürgermeister Dr. Ham m. Er gab seiner Freude darüber Ausdruck, daß die jungen Kameraden schon einen schönen Connex zur Stadt gefunden hätten, wie die vorgetragenen Gedichte und Verse bewiesen. Bei frohem Lied und Wort blieb man in bester Stimmung zusammen. Im weiteren Verlauf des Abends richtete dann der erste Sturmführer des Studentensturms, SS.-Truppführer Heinz Horn, noch einen kurzen Appell an feine Kameraden und betonte, daß sie immer eingedenk sein tnüßten, daß sie nichts anderes fein sollten, als treue Kämpfer für das nationalsozialistische Deutschland nach dem Vorbild des ersten Nationalsozialisten Adolf Hitler. Kurz nach Mitternacht wurde der harmonisch verlaufene Abend geschlossen. öermögensgeaenftänben, z. B. Grundstücken, Hypotheken usw., besteht. Nicht in Betracht kommt nur unbedeutendes Vermögen. Zum Vermögen in die« fern Sinne sind nicht zu rechnen: 1. Gegenstände, deren Veräußerung offensichtlich eine Verschleuderung bedeuten würde; 2. solche, die einen besonderen persönlichen Wert, z. B. Erinnerungswert, haben ober zum Hausrat gehören. Die Frage nach der Notwendigkeit und Angemessenheit des Unterhalts ist nicht nach bürgerlichrechtlichen Vorschriften zu beantworten. Unterhaltsleistungen, die nach den Grundsätzen des bürgerlichen Rechts möglicherweise gerechtfertigt werden könnten, sind nicht ohne weiteres auch notwendig und angemessen im Sinne der steuerlichen Vorschriften. Die Finanzämter entscheiden nach billigem Ermessen auf Grund sozialer Erwägungen. Gegen die Entscheidungen der Finanzämter sind die ordentlichen Rechtsmittel (Einspruch, Berufung, Rechtsbeschwerde) gegeben. Regelmäßig soll um den Betrag ermäßigt werden, um den die Einkommensteuer geringer fein würde, wenn die außergewöhnliche Belastung als Ausgabe vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgesetzt worden wäre. Die Steuererklärungen für die Einkommensteuer 1935 sind in der Zeit vom 1. bis 29. Februar 1936 beim Finanzamt einzureichen. Für besondere wirtschaftliche Verhältnisse können Steuererleichterungen beantragt werden. Der hier in Betracht kommende §33 EinkStG. lautet: „Bei der Veranlagung werden auf Antrag besondere wirtschaftliche Verhältnisse, die die steuerliche Leistungsfähigkeit des Steuerpflichtigen wesentlich beeinträchtigen, durch Ermäßigung der Einkommensteuer berücksichtigt, wenn das Einkommen 20 000 Mark nicht übersteigt. Dieser Betrag erhöht sich bei Steuerpflichtigen, denen Kinderermäßiguna für mehr als zwei Kinder gewährt wird, auf 30 000 Mark. Als besondere wirtschaftliche Verhältnisse im Sinne des Satzes I gelten außergewöhnliche Belastungen 1. durch Unterhalt von Kindern ober bebürftigen Angehörigen, auch wenn sie nicht zum Haushalt bes Steuerpflichtigen gehören; 2. burch sonstige notwendige Aufwendungen, bie nicht zu ben Sonberausgaben im Sinne bes §10 gehören, insbefonbere Ausgaben wegen Krankyeit, Tobesfalls ober Unglücksfalls". Berücksichtigt werben also nur befonbere wirtschaftliche Verhältnisse, bie bie Leistungsfähigkeit bes Steuerpflichtigen wesentlich beeinträchtigen. Es muß sich um Verhältnisse außergewöhnlicher Art hanbeln, bie bei anberen Steuerpflichtigen nicht vorliegen, bie ben Fall bes inbivibuellen Steuerpflichtigen von ber Menge ber anberen Steuerpflichtigen unterscheiben. Es finb mehrere Erlasse bes Reichsministers ber Finanzen, sowie Richtlinien bezüglich ber genannten Bestimmungen ergangen. Bei Unterhalt bebürf- tiger Angehöriger ist auch an Lebige gebacht, bie bebürftige Angehörige unterhalten. Angehörige Im Sinne biefer Vorschriften finb Verlobte, Ehegatten (auch geschiebene), Verwanbte in geraber Linie ober zweiten unb britten Grabes in ber Seitenlinie, Verschwägerte in geraber Linie ober Verschwägerte zweiten Grabes in ber Seitenlinie, burch Aboption in geraber Linie Verbunbene, Pflegeeltern unb Pflegekinber. In ber Regel sollen bie Voraussetzungen für eine Ermäßigung ber Steuer gegeben sein, wenn bie Belastung beträgt bei einem Er roanbte sich, um Elfriebe bas auseinanber- zusetzen, ihr zu beweisen, baß es in ihrem eigenen Vorteil gelegen hätte, zu Bruck gnäbiger zu fein. Aber als er bie straff aufgerichtete Gestalt auf bem Sofa betrachtete, ben seltsam fremben Zug äußerster Entschlossenheit auf bem schönen Gesicht, erstar- ben ihm bie Worte auf ben Lippen. Elfriede würbe nicht begreifen — wollte nicht begreifen. Die ganze Tuaendsamkeit ihrer bürgerlichen Erziehung, bie er zu Anfang ihrer Ehe so oft verlacht hatte unb längst geschwunben wähnte, sprach aus biefer Empörung über eine Lappalie, bie moberne Menschen nachsichtig belächelten ober gar als selbstverstänblich Hinnahmen. Bruck wußte es also selber, unb sagte kein Wort--- In seinem Zorn vergaß Stalling ganz, baß es damals, im ersten Liebesrausch, sein Stolz unb sein Entzücken gewesen war, eine so mäbchenhaft reine, von aller Weltlichkeit gänzlich unberührte, unverdorbene Frau sein eigen zu nennen. — Er blieb vor ihr stehen, betrachtete sie mit gerunzelten Brauen. Schön war sie, bie Elfi, tausendmal schöner als Meta und all die anderen. Ader Blondinen welkten früh, waren eigentlich nie so recht sein Typ gewesen, zu fein, zu zimperlich für feinen Geschmack. Da stand er nun wie em gescholtener Schuljunge vor der Frau, die er mit Reichtum überschüttet hatte. Das war der Dank Die Wut quoll wieder in ihm hoch. „Weißt du, meine gute Elfi, wenn die ganze Sache nicht so lächerlich wäre, könnte man verzweifeln! Aber dem Fremden wird natürlich eher geglaubt als dem Wort des eigenen Mannes. Jede Freude vermasselst du einem, da wird gemault und geheult, die Gekränkte gespielt — und alles ohne Grund — ohne Grund, sage ich! Und deine Mutter unterstützt dich noch in deinen Launen, statt dir mal ordentlich den Kopf zurechtzusetzen und dir zu sagen, wie froh du fein kannst, so schon im warmen Nest zu sitzen. Aber von Dankbarkeit ist ja keine Spur in euch, das weiß ich schon lange. Der Merger erstickte seine immer lauter werdende Stimme. Er mußte husten ... Knöpfte dann, noch immer hochrot im Gesicht, ostenstatio seinen Mantel zu, ben er nicht abgelegt hatte. Mit einem gemeinsamen Appell ber Dozenten, Studenten und Angestellten unserer Universität in der neuen Aula schloß am gestrigen Freitagmittag bas Wintersemester. Oer Rektor Professor Dr. Pfähler eröffnete und hieß die zahlreich Erschienenen willkommen. Entgegen vielen Gerüchten gab er offiziell bekannt, daß im Reichskultusministerium kein Mensch an die Auflösung oder an den Abbau irgendeiner Fakultät unserer Universität denke. Er erteilte dann dem Leiter des Reichsleistungswett- kampfes für Studenten Dr. Eckle das Wort zu einem kurzen Bericht über den seitherigen Verlauf des Wettkampfes. Or. Eckle betonte, daß in Gießen die Teilnahme an bem Wettkampf befonbers groß fei, habe sich doch jeder fünfte Student an bem Wettkampf beteiligt. Auch fei, soweit man jetzt schon feststellen könne, bas Niveau ber Leistungen ein sehr hohes. Mit großem Fleiß unb Eifer seien die Studierenden aller Semester an die gestellten Ausgaben her- angegangen und hätten teils unter großen Schwierigkeiten gearbeitet. Sein Dank galt auch den Dozenten, bie währenb des Wettkampfes den Studenten mit ihrem Rat unb ihrem Wissen zur Seite standen. In dieser Gemeinschaft der Lehrenden unb .°en 's! ®erneinti ’S 3e!9en'M in Ull|eIe ®i« > ber |’ 3u(i fe" Wta ■ e™‘ Ni» tonten ®cgen. ,fl* i« |i)önfter Mens Mel über den Sieg von Enderla. ? X i » «c .''S'Xy- . ■” '-***#' > '-.<1 l f. l ) w z 5 <; 1 Vi*^£ä Nach Bekanntwerden des großen italienischen Sieges in der mehrtägigen Schlacht von Enderta kam es in vielen Städten Italiens zu Freudenkundgebungen. Unser Bild zeigt Askans aus Eritrea, Kolomal- soldaten und Schwarzhemden bei einem Sieges-Fackelzug durch die Straßen von Jtom. (Scherl-Bilderdienst-M.) Preußen. Auer dem Gefänanis entwichen. LPD. F r a n k f u r t a. M., 21. Febr. Die Justiz- Pressestelle Frankfurt a. M. teilt mit: Heute Nacht sind aus einem hiesigen Gefängnis der Alexander M i e tz k e r, am 17. Mai 1914 in Frankfurt a. M. geboren, und der Eugen G e ß n e r, am 14. Juli 1913 in Frankfurt a. M. geboren, zuletzt Große Rittergasse 20 wohnhaft gewesen, ausgebro - chen und entwichen. Bei Mietzker handelt es sich um einen gefährlichen Erpresser, der erst vor kurzem mit vier Jahren Gefängnis bestraft worden ist. Er wird versuchen, bei Bekannten Unterschlupf zu finden. Er ist 1,69 Meter groß, schlank, hat langes, nach hinten gekämmtes dunkelblondes Haar, ist bartlos, hat schwarze Augen und vollständige Zähne. Unterhalb des linken Ohres befindet sich eine drei Zentimeter lange Narbe. Gegen den Eugen G e ß n e r stand heute Termin wegen versuchten Totschlags an. Er hatte seinerzeit auf dem Eisernen Steg ein Mädchen, das ihn abgewiesen hatte, durch Messerstiche schwer verletzt. Geßner hatte sich nach der Tat selbst einen schweren Bruststich beigebracht und befand sich längere Zeit im Krankenhaus, bis seine Ueberführung in das Gefängnis erfolgen konnte. Er ist 1,65 Meter groß, schlank, hat dunkelblondes Haar, ist bartlos, hat blaugraue Augen und am linken Handgelenk eine große unförmige Narbe. Auf der Brust hat er ebenfalls eine frische Operationsnarbe, die noch von dem Stich, den er sich selbst beibrachte, stammt. Beide trugen im Gefängnis Anstaltskleidung. Sie haben beim Ausbruch einen Anzug, einen Mantel und Stiefel entwendet. Emer von ihnen wird daher den Anzug tragen, nämlich einen grauen Knickerbocker- Anzug, Fischgrätenmuster, der andere über seiner Sträflingskleidung einen blauen Mantel, Einer von ihnen wird auch die Stiefel, nämlich braune amerikanische Schnürstiefel, tragen. Beide sind ohne Kopfbedeckung entwichen. Mitteilungen, die vertraulich behandelt werden, werden erbeten an die Staatsanwaltschaft in Frankfurt a. M. oder an die nächste Polizeistelle oder Gendarmeriestation. Kreis Wetzlar * Odenhausen (Lahn), 21. Febr. Die Ehefrau des Oberschaffners Simon von hier kam so unglücklich zu Fall, daß sie einen Armbruch erlitt und nach Gießen in die Klinik gebracht werden mußte. Rundfunkproaramm Sonntag, 23. Februar. 6 Uhr: Hafenkonzert. 8.05: Gymnastik. 8.25: Orgelchoräle. 8.40: Von allen Kameraden ... Eine Hörfolge zum Todestag Horst Wessels. 9: Evangelische Morgenfeier. Veranstaltet von dem Amt für Kirchenmusik der Landeskirche. 9.45: Bekenntnisse der Zeit. „Das heilige Reich". Von Dr. Alfons Degener 10: SA.-Feierstunde. Des Toten Gesicht tragen heut' 100 000 Mann. Eins Feierstunde der SA.-Gruppe Südwest zum Todestag Horst Wessels. — Es spricht SA.-Gruppenführer Ludin. 10.30: Choraesang. 11.15: Dichter im Dritten Reich. Werner Kortwich liest aus seiner Erzählung „Friesennot" 11.30: Von deutscher Art und Kunst. „Lob der Geselligkeit". 12: Musik am Mittag. Musikkorps der Fliegerhorst-Kommandantur Berlin-Staaken. 14.15: Kinderfunk. 15: Deutsche Scholle. Mein Hut der hat drei Ecke ...! 16: Nette Sachen aus Köln und dem rheinisch-westfälischen Karneval. 17.25: Fußball-Länderkampf Deutschland — Spanien. 2. Halbzeit 18.11: Aus der Stadthalle Mainz: Fremdensitzung des Mainzer Karneval-Vereins. 19.45: Sportbericht. 20: Alaaf Kölle — Gut Stuß Meenz. Karneval-Ringsendung Mainz—Köln. 22.20: Sportspiegel des Sonntags. 22.45: Tanzfunk. 24 bis 2: Nacktkonzert: „Der Bajazzo". Montag, 24. Februar. 6 Uhr: Choral. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. „Hinein!" (Fröhlicher musikalischer Wochenanfang). 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk. „Fastnacht?, kringel". 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauern« funk. 11.45: Sozialdienst. 12: Schloßkonzert. 13: Karneval-Konzert. Als Einlagen: 13.30 bis 14: Funkbericht vom Rosenmontagszug in Mainz. 14.15 bis 14.45: Funkbericht vom Rosenmontagszug m Köln. 15 bis 15.30: Funkbericht vom Rosenmon. tagszug in Mainz. 16: Fastnachtslieder und Tänze der Renaissancezeit. 16.30: Heimatklange. Lieder Gedenket der hungernden Bogel! und Weisen im Kurhessenland. 17.30: HJ.-Funk. Mir mache aach mit! Ein lustig Hörbild zur Fasse- nacht von Mainzer Jugend gespielt und erdacht. 18: Fröhlicher Alltag. „Champagner im Blut". 19.45: Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20.10: Übertragung bis 22 auf dem Deutschlandsender: Rosenmontagsball im Funkhaus. 24 bis 2: Nachtkonzert. Spaziergang durch das Land der neuen Operette. Dienstag, 25. Februar. 6 Uhr: Choral. Gymnastik. 6.30: Von Köln: Frühkonzert am Karnevalsdienstag. 8.10: Gymnastik. 10.15: Schulfunk. „Fritjof Nansen". Hörspiel von Joachim Ahlemann. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13.15: Mittags- konzert II. 14.10: Allerlei von zwei bis drei. 15: Wirtschaftsbericht. 15.15: Die deutsche Frau. 16: Närrisches Konzert. 17.30: Unter der Narrenkappe! 18: Faschingsmelodien. 19.45: Der Tagesspiegel des Reichssenders Frankfurt. 20.10: Mit Narrenzepter und Schellenkappe. Allerhand Altes und Neues aus der Bütt' 22.30: Karneval 1936 Ausklang in Verbindung mit der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude". 24 bis 2: Nachtkonzert. Schöffengericht Gießen. Unter Ausschluß der Oeffentlichkeit verhandelte das Gericht gegen die E. F. aus Ortenberg wegen Abtreibung und gegen den H. K. aus Alsfeld wegen widernatürlicher Unzucht. Beide Angeklagten wurden freigesprochen. Die Iebic WDlatette Des MW 1935-1936 Das fimnDUetöen Des Ulonnf März Bekanntmachung. Betr.: Das Abbrennen von Grasflächen, Rainen und Hecken. Wir weisen hiermit auf die Bestimmung des Artikels 8 des Naturschutzgesetzes vom 14. Oktober 1931 nochmals besonders hin, wonach das Beschneiden, Ausroden und Abbrennen von Hecken, das Abbrennen von Bodendecken auf Wiesen, Rainen, Hängen und auf Oedland, sowie das Beseitigen von Rohr und Schilf zum Schutze der Vögel und Dogel- bruten in der Zeit vom 1. März bis 31. Juli verboten ist. Gießen, den 18. Februar 1936. 1114C Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister. Nutzholz-Versteigerung. Am Mittwoch, dem 26. Februar 1936, vormittags 10 Uhr beginnend, kommt aus dem Gemeindewald Waldgirmes, aus den Distrikten Markschlag, Schmitt- wald, Fichtenpracht und Wormshardt, an Ort und Stelle folgendes Nutzholz zum Verkauf, rm Stämme und Abschnitte. Eichen: 108 Stück mit 26,— fm 1. u. 2. Klasse 11 „ „ 4,90 „ 3. Klasse 20 „ „ 17,— „ 4. „ 9 ,, „ 8,— „ 5. „ 2 „ „ 1,— „ 6. „ 1 „ „ 1,— „ 7. „ und 6 rm Nutzscheit, gespalten, 1,2 in lang, 15 Stangen 1. Klasse, 60 Stangen 2. Klasse und 80 Stangen 3. Klasse. Buchen: 7 Stück mit 3,15 fm 2. u. 3. Klasse Fichten: 717 „ „ 179,— „ la- u. Ib-Klasse 80 „ „ 60,— „ 2a» u. 2b- „ 6 „ „ 6,84 „ 3a- u. 3b» „ 2 „ „ 2,24 „ 4a» u. 4b» „ 130 Fichtenstangen 1. Klasse, 190 2. Klasse, 100 3. Klasse, 40 4. Klasse. Kiefern: 730 Stück mit 140,— fm la» u. Ib-Klasse 460 „ „ 150,— „ 2a» u. 2b» „ 35 „ „ 23,— „ 3a» u. 3b» „ Zusammenkunft vormittags 9.30 Uhr auf der Straße Waldgirmes—Forsthaus Haina 500 Meter westlich des Forsthauses 11270 Waldgjrmes, den 21. Februar 1936. Der Bürgermeister: Sang. Verdingung Auf Grund der „Verdingungsordnung für Bauleistungen" sind die Erd- und Strahenbauarbeiten einschließlich Materiallieferungen für die Verbreiterung und den Kurvenausbau der Landstraße I. Ordnung „Allendorf—Londorf" von km 12 520— 13 540 und 13 850—15 000 sofort zu vergeben, und zwar: a) zirka 5300 cbm Erdbewegung, b) zirka 1400 qm Abbruch der alten Fahrbahn, c) zirka 7000 qm ein- und doppellagiges Gestück, d) zirka 12 300 qm Vorprofilierung, e) zirka 180 lfd. m Herstellen von Durchlässen und sonstiges. Angebotsvordrucke sind auf unserem Amte in Gießen, Hitlerwall 37 II, Zimmer 9, erhältlich, wo auch nähere Auskunft erteilt wird. Bei Zusendung ist Rückporto beizufügen. Die Angebote sind in einem mit genauer Aufschrift versehenen Umschlag: „Verbreiterung und Kurven- ausbau der Landstraße I. Ordnung Allendorf—Londorf" bis Montag, den 2. Mär; 1936, vormittags 10 Uhr, einzureichen, wo anschließend die Oeffnung im Beisein etwa erschienener Bewerber erfolgt. 11150 Zuschlagsfrist: 14 Tage. Gießen, den 20. Februar 1936. Provinzialdirektion Oberhessen. Tiefbauamt. Brennholzversteigerungen der Stadt Gießen. Aus den Waldungen der Stadt Gießen sollen versteigert werden: A. Montag, den 24. Februar 1936, 9% Uhr beginnend, aus der Abteilung 53 des Stadtwaldes, Försterei Rödgen: 62,3 rm Buchenscheiter 1. Kl. 5,6 „ Eichenscheiter 1. Kl. 6,7 „ Eschen-, Erlen- und Fichtenscheiter 2. Kl. 81,6 „ Buchenknüppel 28,8 „ Eichenknüppel 1,4 „ Eschen- und Fichtenknüppel 3000 Wellen Buchenreisia 3. Kl. 9,1 rm Eichenreisig 1. Kl 5,7 „ Fichtenreisig 1. Kl. 4,2 „ Buchen- und Fichtenstöcke 5,2 „ Eichen-Nutzscheiter (2,20 u. 2,50 m lang) 4 Stück Eichenderbstangen 2. Kl. (Wagnerholz). Zusammenkunft: Kreuzung 9. Schneise — Krummer Weg 1118C B Mittwoch, den 26. Februar 1936, 9% Uhr beginnend, aus der Abteilung 56a des Stadtwaldes, Försterei Gießen: 2,0 rm Buchenscheiter 1. Kl. 94,0 „ Eichenscheiter 1. Kl. 7,0 „ Kiefern- und Fichtenscheiter l.Kl. 4,0 „ Buchenknüppel 46,0 „ Eichenknüppel 8,0 „ Kiefernknüppel 49,0 „ Eichenstammreiser 1. Kl. 49,0 „ Buchenstammreiser 3. Kl. 46,0 „ Eichenstöcke. Zusammenkunft: Kreuzung 6. Schneise — Wannschneise. C. Freitag, den 28. Februar 1936, 9% Uhr beginnend, aus der Abteilung 53 des Stadtwaldes, Försterei Rödgen: 33,4 rm Buchenfcheiter 1. Kl 2,9 „ Eichen- und Ahornscheiter l.Kl 68,0 „ Buchenknüppel 40,4 „ Eichenknüppel 3,5 „ Birken- und Fichtenknüppel 2225 Wellen Buchenreisig 3. Kl. 15,5 rm Eichenreisig 1. Kl. 15,4 „ Fichtenreisig 1. Kl 1,0 „ Buchenstöcke 9,6 „ Eichennutzscheiter (2,20 m lang) 11,9 „ Eichennutzknüppel (2,20 m lang) 6,1 „ Eichennutzknüppel (1,80 m lang) 5 Stück Eschenderbstangen 2. und 3. Kl. Zusammenkunft: Kreuzung 9. Schneise — Krummer Weg. Gießen, den 21. Februar 1936. Bürgermeisterei Gießen: Ritter, Oberbürgermeister. Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch-Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 11. Ziehungstag 20. Februar 1936 Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer auf die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 10000 M. 125886 4 Gewinne zu 5000 M. 25857 210520 12 Gewinne zu 3000 M. 92601 142882 301782 338378 379906 390708 26 Gewinne zu 2000 M. 15982 19205 22695 32554 58813 207665 250080 254849 256082 274435 353011 362114 371003 42 Gewinne zu 1000 M. 6901 16748 40764 58546 64749 68380 72254 92449 107563 134472 156774 164496 209074 247195 275514 313317 328104 332858 346054 377521 389902 94 Gewinne zu 500 M. 4258 17332 30186 34121 4312649344 58811 61904 65326 80285 81788 82926 93779 94515 98013 112169 114799 137180 146265 153265 156315 166174 168352 177446 211020 223984 254091 254861 265013 268357 270152 271913 282161 291445 303030 304494 306078 353151 326087 329502 332086 336664 365549 374787 381378 394026 336911 400 Gewinne zu 300 M. 1145 1538 3067 ’ 5624 6114 6605 7623 7976 9522 10335 11786 12209 14747 17654 21173 22629 26433 28767 30034 31143 32494 33746 37300 37777 38804 38955 41230 41335 42585 42946 48988 53257 53413 67369 71428 77919 80528 82659 83367 90671 94591 95245 95833" 96138 98095 100324 108040 113054 117257 117633 118327 119660 123332 123718 128132 128509 128692 129021 129049 131300 131464 132786 133561 134748 136322 137261 138715 140198 140205 143502 149530 151011 152598 153081 160386 160510 160917 163865 164878 165097 167637 170836 174389 175813 182771 186802 187131 187765 188575 189168 191745 192122 197272 197527 198312 199648 201877 203052 203235 204322 205971 208150 208864 215006 217000 217993 221242 221934 227309 233782 235048 235264 238133 238332 251680 256399 256588 257116 257664 263984 265315 265956 267776 267781 268446 269371 274541 275972 278054 280336 284982 287179 287264 287872 289621 289847 293116 295780 297497 300068 301259 309569 310512 310814 311765 313658 313695 318275 320779 321071 321498 323223 324236 326116 328828 330944 331272 332085 338470 341060 346539 350689 352150 352402 352996 357833 358047 359752 360467 364029 364319 364435 364505 365597 367680 367924 368800 370058 372735 373410 373968 375723 376248 376623 376738 380992 383944 384767 385038 385385 388857 392267 3S9481 392296 393864 394109 394259 399700 399821 394967 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 5000 M. 320072 6 Gewinne zu 3000 M. 55438 131517 177206 16 Gewinne zu 2000 M. 31620 44253 70575 80593 104647 137854 222871 368159 38 Gewinne zu 1000 M. 11473 25986 45003 47109 62229 78831 79360 128071 144843 147956 174542 190692 220366 230626 268165 323281 361785 362657 363278 60 Gewinne zu 500 M. 9751 14693 25202 33024 40242 85695 86512 143401 161868 164195 181911 198460 208884 214555 230283 254979 262510 285346 286916 302138 321292 334845 352174 354438 364541 369562 370153 393103 398543 302 Gewinne zu 300 M. 4075 5650 11991 12796 19302 22233 22972 24438 24710 25364 27505 30213 38014 46890 49989 51961 52999 56201 57774 58136 60099 64264 66915 67093 67099 71864 78670 79246 90675 92895 96343 97275 98238 98422 98829 100153 103155 104070 104963 106610 110959 115669 119555 123074 125573 125952 126000 126124 126684 128122 130838 131379 139815 142179 152285 161364 163229 166091 166462 169288 174314 175000 178724 182158 182459 185639 185833 187376 191955 193413 195960 197139 202291 204050 206987 212902 217777 218313 219105 220020 220257 221953 224072 228359 230679 232873 232970 234712 236578 237003 237153 242892 245099 245833 247303 248820 248869 250297 260411 263472 264552 264776 265737 266661 267862 274221 275135 276057 276968 278467 285458 287828 292954 296484 299574 300890 301346 302848 303326 304027 309719 317742 318547 323313 328181 329900 330590 332561 333560 336474 342244 344418 345524 352493 353333 355249 355823 358464 359533 360555 364504 365905 366314 367935 369060 372866 390579 391909 394308 399015 389520 Im Gewmnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 4 zu je 50000, 2 zu je 30000, 8 zu ie 20000, 72 zu je 10000, 150 zu je 5000, 266 SU ie 3000, 602 zu je 2000, 1866 zu je 1000, 3160 zu je 500, 12264 zu je 800 Mk. Gewinnauszug 5. Klasse 46. Preußisch-Süddeutsche (272. Preuß.) Klassen-Lotterie Ohne Gewähr Nachdruck verboten 12. Ziehungstag 21. Februar 1936 Auf jede gezogene Nummer sind zwei gleich hohe Gewinne gefallen, und zwar je einer aus die Lose gleicher Nummer in den beiden Abteilungen I und II In der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 10000 M. 336857 6 Gewinne zu 5000 M. 273912 277942 335523 8 Gewinne zu 3000 M. 125164 232738 264362 332991 16 Gewinne zu 2000 M. 85807 88246 195468 200369 252059 273209 307453 320971 64 Gewinne zu 1000 M. 4804 18765 30776 38666 56132 63030 68830 74137 77181 84285 100856 138175 156370 157323 162759 166429 162612 180501 180931 224618 244575 275868 276726 290476 290912 354085 378923 385202 390500 394166 394329 397120 82 Gewinne zu 500 M. 7514 10457 23198 32124 52088 66377 73219 80996 81877 97501 101362 106279 128955 142893 149112 153405 177529 192639 197569 206440 232428 248839 257324 259274 263526 267618 272684 298178 306982 313165 314423 321294 329988 340946 346845 358320 360870 369373 377650 386744 388024 388 Gewinne zu 300 M. 2798 4436 4755 4834 8935 11541 12331 12535 14712 17368 24098 26466 26826 29870 31395 32974 35966 36713 37266 39636 40706 43178 43279 46570 48729 53655 54887 55320 56079 56863 63429 63456 65321 67643 67831 70055 71141 71794 72747 73427 74034 76542 80236 81465 82913 88170 89972 91504 92525 92988 93275 94153 98924 100512 112755 126754 146192 166630 172928 193999 200314 215370 223770 234110 247539 261869 272524 282836 289312 300818 311441 326857 337350 347933 371270 385683 395543 104192 115192 128976 152015 168118 173115 195563 201747 215396 227397 241061 249974 263866 275641 283919 289633 305911 316712 327477 337703 354058 372210 386256 397562 105294 122059 133289 153051 168870 174662 196182 207170 217404 229707 242945 250740 264697 281149 284358 290797 307840 317853 329107 337760 356200 374423 388729 397592 105868 122638 140354 153607 170866 176681 196941 208118 219592 231787 243405 253338 265656 281226 285736 293208 309208 318243 333030 339129 358261 376405 391668 106834 123412 140843 154281 171169 181848 197220 211090 221801 232827 246140 257874 268890 281532 287257 296640 310322 323460 335044 339662 360114 377037 393402 108204 126471 144211 158126 171325 193520 200148 214743 223624 233963 247082 258692 269860 281584 287720 299138 311225 324226 336932 344423 369926 380063 394545 In der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 M. gezogen 2 Gewinne zu 60000 M. 359671 2 Gewinne zu 6000 M. 303012 6 Gewinne zu 3000 M. 8332 49346 177782 12 Gewinne zu 2000 M. 16387 114642 168831 186413 267302 376838 48 Gewinne zu 1000 M. 32606 43409 62808 67887 70105 73501 91208 98474 134806 139290 1557261 166450 214772 233891 233913 240904 242786 274919 279804 287563 327344 341803 359977 361062 62 Gewinne ,u 500 M. 8152 15096 18199 37014 37381 40026 45615 65351 87188 88412 96228 105382 107345 108289 127473 157414 164034' 193410 198554 204568 218924 280293 280742 290764 302850 318784 333342 353623 372968 387882 394758 290 Gewinne zu 300 M. 2335 4195 6749 7344 8653 10113 10151 12718 19720 19893 20526 21043 21727 21898 25274 25860 27136 28825 30818 31984 32426 33329 41470 45099 50496 67733 70420 74719 80321 82004 83915 87618 88181 89323 90027 91563 93588 95574 99642 104781 109463 109928 113901 113908 120586 122040 124511 124686 125000 126950 132581 133702 134017 134284 143085 145218 146759 154600 155202 158870 159890 161520 162419 166198 166566 167948 168293 170225 170978 177040 184073 186007 198361 204642 208813 210849 217986 218160 219565 219696 229008 230409 242450 243842 245366 248653 250908 251012 252467 252571 254331 254531 254657 256184 256908 259820 260201 261981 263107 264474 267841 267962 268877 269556 270892 275913 283103 288393 292620 294468 298963 301479 306152 305799 306803 316450 317479 317688 323765 327480 327852 329532 330432 334283 340846 342085 345476 346878 347982 349092 352715 353091 353543 354689 354862 356002 357903 365513 368839 372053 377025 379215 379443 380872 392557 Im Gewmnrade verblieben: 2 Gewinne zu je 1000000, 2 zu je 50000, 2 zu je 30000, 8 8* je 20000, 70 zu je 10000, 142 zu je 5000, 252 zu je 3000, 574 zu je 2000, 1754 zu je 1000, 3016 zu ie 500, 11586 zu je 800 Mk. 2) 9n Mge863 276716 >202 390500 82913 94153 7501 1 3405 - 8839 1 8178 : 0946 ; 16744 : 4755 17368 35966 46570 63429 71794 88170 98924 108204 6834 3412 0843 4281 1169 1848 7220 1090 1801 >827 1140 874 890 1 77529 306982 346845 388024 i 4824 24088 36713 48729 63456 72747 126471 144211 158126 17132a 193520 200148 214743 223624 233963 247082 SS IÄ ? S an 324226 14 336932 V) 344423 4 369926 17 380063 >2 394545 23198 32124 - 101362 ^Gewinne 52808 S7 SS S'29|o34 ZS Nr. 45 viertes Blatt Gietzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheffen) Samstag, 22.5ebruarM6 > - W Eis gezogen, und eine etwa zwei Meter breite des Eises wird dann in Und zwar völlig nach Wie sich die künstliche zieht, ist rasch erklärt: in einer schönen Gemeinschaftsarbeit auf die Wagen. In der Zeit des Eismachens fahren täglich viele Wogen, oft der ganze Unter ihnen ist mancher kleinere Bauer, der in der Zeit der Ruhe im landwirtschaftlichen Betrieb auf diese Weise Beschäftigung findet. Wenn die Witterung entsprechend war, wenn cs bereits im November oder zu Anfang Dezember fror, dann läßt die Brauerei besonders gern diese Arbeit noch vor dem Weihnachtsfest aussühren. Die Arbeiter sind dann um so lieber bei der Sache, da man ja gerade vor dem Weihnachtsfest gerne etwas mehr Geld auf der Hand hat. In diesem Jahre war das allerdings nicht möglich. Die milde Witterung zu Ende des vergangenen Jahres ließ die Teiche lange offen. Erst in diesen Tagen des Februar konnte das Eisschneiden in Angriff genommen werden. Im Grunde ist es eine einfache Arbeit, wenn sie auch manchmal nicht ganz ungefährlich ist, zumal in diesem Jahre, da die Eisschicht kaum zehn Zentimeter stark war. Immerhin verschaffen sich die Männer eine gewisse Sicherung dadurch, daß sie sich eine der an festen Ledergurten befestigten Schwimmbüchsen umschnallen. Für den Fall, daß wirklich einmal etwas passieren sollte! Da mancher der dabei Beschäftigten dieses Eisschneiden schon oftmals mitgemacht hat, weiß man natürlich auch eventuellen Gefahren aus 'dem Weg zu gehen. Es ist nicht uninteressant, zuzusehen, wie das Eisschneiden vor sich geht. Oft über die ganze Breite des Teiches wird das Eis angeschnitten, d. h., mit der Axt wird gewissermaßen ein Strich durch das - verdampft in diesen Röhren, weil es nicht mehr unter Druck steht (wie es in den Transportflaschen der Fall ist) und gibt dabei Kälte an seine Umgebung ab. Diese Umgebung ist ein großer Kasten, auf dessen Grund diese ammoniakführenden Röhren in mehreren Windungen laufen. Der ganze Kasten ist angefüllt mit Salzwasser, in einer 20prozentigen Lösung. Diese Lösung friert nur sehr schwer, d. h. sie gefriert erst dann, wenn Temperaturen von — 30 Grad Celsius erreicht werden. Diese Eigenschaft ist für die künstliche Erzeugung von Eis ebenso wichtig, wie das Kältemedium Ammoniak. Diese Sole nun nimmt die von dem Röhrensystem abgegebene Kälte in sich auf und fällt dadurch in der Temperatur auf etwa —10 Grad Celsius. Um die gesamte Sole in gleichmäßiger Temperatur zu halten, ist ein Rührwerk eingebaut, das die Salzlösung immer über die Röhren hinweg im Kreise treibt. In diese dermaßen kalte Sole werden nun die Eisformen eingehängt, die der Form der Eisstangen entsprechen, wie sie ja jedermann kennt. Diese Formen sind mit „Süßwasser" (im Gegensatz zur Sole) gefüllt, mit Wasser also, wie es aus unserer Wasser- leitung kommt. Da „Süßwasser", das muß man noch von der Schule her wissen, bei einer Temperatur von 0 Grad Celsius zu gefrieren beginnt, so ist es leicht verständlich, daß das Wasser in diesen Formen, sobald sie in die kalte Sole eingehängt werden, sofort zu gefrieren beginnt, Sehr bald setzt sich an den Eisenwänden der Formen eine Eisschicht an, die immer mehr nach dem Kern zu wächst, je länger die Formen in der kalten Sole bleiben. Bei einer Form von normaler Größe dauert dieser Prozeß immer etwa 10 bis 12 Stunden. Dann ist die Wassersäule in dieser Form zu einer festen Stange gefroren. Da taucht nun die Frage auf: wie ist wohl diese fest eingefrorene Stange aus der Form zu lösen? Die Antwort ist einfach. Die Formen, deren immer 10 Stück in einer Reihe hängen, werden mit einem beweglichen Kran, einer Schwebebühne aus dem Gefrierkasten gehoben und über den gedeckten Kasten hinweg in einen schmalen Kasten gesenkt, der mit warmem Wasser angefüllt ist. Nach kurzer Zeit löst sich, ebenfalls wieder zunächst von außen her, das Eis in einer dünnen Schicht auf und in wenigen Minuten schwimmt die Eisstange losgelöst von der Form im Schmelzwasser. Eine einfache Kippvorrichtung läßt den Eisblock auf eine Rutsche gleiten, von der aus das Eis sofort abgegeben werden kann. Das Ammoniak, das in den Verdampferschlangen seine Arbeit leistet, kann immer wieder verwandt werden. Die Ammoniakdämpfe werden durch einen mit Dampf oder elektrisch betriebenen Kompressor verdichtet, gelangen dann durch ein umfangreiches Röhrensystem (im Freien, meist auf Dächern) über das kaltes Wasser fließt. Dadurch schlagen sich die Dämpfe nieder (wie das bei Wasserdamvf der Fall ist) und werden wieder flüssig. Das flüssige Ammoniak gelangt dann in ständigem Kreislauf in die Verdampferschlangen im Gefrierkasten und beginnt seine Arbeit von neuem. Auf diese Weise wird in den meisten Bierbrauereien und in den Schlachthöfen Eis erzeugt. Die Bilder von der künstlichen Eisgewinnung zeigen die Anlagen des Gießener Schlachthofes, der insbesondere die Metzger mit Eis versorgt. So hat sich der Mensch von der Natur unabhängig gemacht, die ja zwar weitaus großzügiger Eis zu schaffen vermag, ihm aber nicht immer ge- Zwischen Steinbach und Lich in der Talsenke beim Albacher Hof liegen zwei Teiche. Im Volks- mund sind sie allgemein in Stadt und Land als die „Albacher Teiche" bekannt. Im Sommer liegt silbriger Glanz über dem Wasser, in dem sich Fimmel und Wolken spiegeln, an den Ufern raschelt meterhohes Schilf, Wildenten, Tauchhühner, das Bläßhuhn und anderes Geflügel Hausen dort un- Fläche abgeteilt. Dieser lange Streifen Gewinnung des Eises voll- Ammoniak in flüssigem Zustand ist das Kälte erzeugende Element, das „Kältemedium", wie der Fachmann sagt. Es wird durch Röhren geleitet. Eisgewinnung auf heimatlichen Teichen Oie Herstellung von Kunsteis. kürzere, etwa" fünf Meter lange Stücke geteilt, die mit langen Stangen, an deren Spitze eiserne Haken befestigt sind, bis zu jener Stelle des Ufers gezogen werden, an der die Verladeschienen gelegt sind. Da die Albacher Teiche an den Stellen, da die Zufahrtswege ein Heranbringen der Fuhrwerke gestatten, hohe Ufer haben, hat man auf einer Breite von etwa einem Meter vier schienenartige Eisen miteinander verbunden, auf denen sich dann die Schollen, die inzwischen von den großen Stücken abgetrennt wurden, verhältnismäßig leicht emporziehen lassen, lieber diese Schienen und über eine besonders für diesen Zweck angelegte Brücke wird das Eis direkt auf den Lastkraftwagen oder das Fuhrwerk geschoben. An den Schienen entlang stellen sich die Männer mit ihren Hakenstangen auf und befördern so das Eis w verfügbare Wagenpark der Brauerei, ja auch manches fremde Fuhrwerk dauernd zwischen denTei- chen und der Brauerei hin und her. Das Eis wird eingelagert. Dafür sind besondere Häuser geschaffen worden, die von unten bis oben hin vollständig mit Eis gefüllt werden. Der zur Verfügung stehende Raum wird lückenlos mit Eis ausgefüllt bis an die Eingangstür, die, sobald das Haus voll ist, möglichst dicht geschlossen und gegen sommerliche Wärmeeinwirkung isoliert wird. Scholle auf Scholle wird in diesen Häusern von vielen fleißigen Händen aufeinandergelegt, aneinandergefügt. Das in den massiven Bäcksteinhäusern eingelagerte Eis friert bald zu einem einzigen Block zusammen, hält sich in dieser Form über viele, auch über heiße Sommermonate hinweg, und wenn dann Eis gebraucht wird — die Brauereien pflegen es nur an die Gastwirte abzugeben — dann ist es nur mit einer Spitzhacke zu lösen. Diese Natureisgewinnung ist bei vielen Brauereien üblich. In kalten Wintern gewinnt man auch auf der Lahn Eis. * Nicht in jedem Jahre ist es so, wie der Dichter Matthias Claudius sagt: „Der Winter ist ein Zu unseren Bildern: Obere Gruppe. Links: Sicherheit zuerst! Schwimmbüchsen werden umgeschnallt. — Rechts: Eisgewinnung auf dem großen Albacher Teich. Mittlere Gruppe. Oben links: Die langen Eisbahnen werden abgestemmt und in kürzere Stücke geschnitten. — Oben rechts: Die Eisschollen werden mit langen hakenbewehrten Stangen an das Land gebracht. — Unten links: Auf Schienen wird das Eis zur Verladestelle geschoben. — Unten rechts: Ein Wagen nach dem anderen wird geladen. Untere Gruppe. Links: Die maschinellen Einrichtungen für die Kunsteisbereitung. Die zehn Stangenformen werden mit Wasser gefüllt. — Mitte: Das fertige Kunsteis wird mit Hilfe einer besonderen Greifzange transportiert. — Rechts: Vom Schmelz» wasser getragen, ragen die durchgefrorenen Eis- 1 ftangen über die Formen hinaus. gestört, dichte Bäume säumen an drei Seiten die Ufer, zum Teil schöne große und alte Bäume mit breiten Kronen. Im Sommer kommt die Jugend mit den Rädern von Steinbach und Lich, um dort zu baden. Jährlich im Herbst werden die Teiche abgelassen, denn dann ist großer Fischzug. Denn in erster Linie dienen sie der Fischzucht, die von der fürstlichen Gutsverwaltung derer zu Solrns-Hohen- solrns-Lich mit Eifer und in einem wohldurchdachten System betrieben wird. So find die Teiche nicht nur eine reizvolle Belebung der Landschaft, sondern sie dienen auch dem Menschen in mannigfacher Hinsicht. Und zwar nicht nur im Herbst, sondern auch im Winter! Im Winter, wenn der Frost den Teich geschlossen hat, wenn das Eis eine gewisse Stärke erreicht und Menschen tragen kann, dann kommen viele Arbeiter, mit Aexten, mit langen hakenbewehrten Stangen, um das Eis für die Brauerei Jhring- Melchior in Lich zu schneiden, aufzuladen und in die Eishäuser zu fahren. Diese Arbeit dauert etwa 14 Tage lang, ^eyn- tausende von Zentnern Eis werden geschnitten, lieber 100 Arbeiter werden von der Brauerei für diese Arbeit eingestellt und kommen dadurch zu Verdienst. rechter Mann, kernfest und auf die Dauer" — gerade in diesem Winter 1935 fand dieses Dichterwort keine Bestätigung. Es konnte leicht sein, daß es in diesem Jahr überhaupt kein Eis gab. Die Menschheit muß aber Eis haben. Der Gastwirt, der Metzger, der Lebensmittelhändler, die Hausfrau im eigenen Eisschrank, brauchen es dringend und fast stets. Da mußte sich der Mensch also zu helfen wissen. Er muß der Natur abringen, was sie nicht zuverlässig zu geben vermag. Die Eisgewinnung auf künstlichem Wege ist längst kein Problem mehr. Der Mensch hat gelernt, der Natur manches abzuzwingen. Wie man auf einem unserer Bilder sieht, geschieht die künstliche Eisgewinnung zwar mit einem großen Aufwand an Technik, also nicht so einfach wie in der Natur, aber — sie geschieht. " ' ..... ' dem Willen des Menschen. SJt.-vfpOTt Freundschaftsspiele. Einen deutschen Boxsieg gab es in Prag. Der westdeutsche Schwergewichtler Willi Kurze Sporinoiizen. Oberheffen die Das Westfälische Rinderstammbuch oerckkstaltet am 4. und 5. März eine Rindoiehschau in Verbindung mit der großen Frühjahrs-Zuchtviehverstcige- rung in der Halle Münsterland zu Münster i. W. Rund 100 ausgewählte Zuchttiere (Bullen, Kühe und Rinder) des rotbunten Tieflandschlages aus den besten Zuchten Westfalens werden zur Schau gestellt. Die Prämiierung dieser Tiere ist am 4. Marz, nachmittags 3 Uhr. ebenfalls die Rrärniie- Tv. W. - Niedergirmes — Tv. Katzen- furt; To. W. -Niedergirmes Jgb. gegen Tv. Katzenfurt Jgb. Hier ist mit zwei interessanten Kämpfen zu rechnen, bei denen beidemale die Platzbesitzer die größeren Chancen haben. Mtv. Gießen Jgb. — To. Wetzlar Jgb. Rindviehschau und Zuchtviehversteigerung in TNünsker i. Wests. sie die bessere Spielauffassung haben. Nicht oor- auszusagen ist das Ergebnis des Treffens der 2. Schülermannschaften, denn die Kleinsten von Klein-Linden werden bestrebt sein, wieder einmal einen Sieg zu erringen. Auswärts spielt lediglich die 2. Jugend, die in Allendorf anzutreten hat. HandballimKreisLahn-OilllGauXII) nicht gesagt werden, zumal ein Maßstab für die Spielstärke nicht besteht. Den 50-Kilometer-Dauerlauf der fin- gewann^ in Abwesenyeit nen Tiere. oer (Ltaffelsieger ermittelt ist. Zu einer Ueber- ‘ raschung kann es vielleicht schon am kommenden t- v0? .y0I^ersta9, 5. März, 10 Uhr vormittags, Sonntag kommen, und zwar in dem Spiel Mtv. findet die Vorführung der prämiierten Tiere statt, Gießen — Wetzlar. Die Spielstärke der Gießener anschließend 11 Uhr beginnt die Zuchtoiehoerstei- Männerturner ist zur Zeit so, daß ein Sieg nicht fr$ur Versteigerung sind 115 ausgesuchte ganz unmöglich ist. Die Wetzlarer werden natürlich Zuchtbullen und 125 tragende Rinder des rotbun- alles daransetzen, um ihren günstigen Tabellenplatz ??^udschlages zugelafsen, so daß die Gewähr noch zu verbessern. Verliert Wetzlar, dann hat besteht, daß gute für den Fortschritt geeignete Mtv. Gießen mit Wetzlar und Lützellinden Aus- Tiere zum Verkauf kommen. Auch eine Reihe erst- sicht auf den ersten Platz. Hoffentlich sind sich beide klassige Bullen aus besten Leistungskühen werden Mannschaften bewußt, was der morgige Kampf aufgetrieben. j bedeutet. Das zweite Spiel der Bezirksklasfe wird in Roth ausgetragen, wo Tv. Roth und VfB.-R. Gießen zusammen spielen. Gemessen an den Leistungen der Gießener in letzter Zeit, wird man nicht fehlgehen, auf einen Sieg ihrer Mannschaft zu tippen. rade dann das Eis wüchsen läßt, wenn er es gerade bracht —. hauptsächlich nicht im heißesten Sommer. zlnoerfeits dürfen sich die Menschen durchaus nicht Überheblich dünken. Ganz abgesehen davon, daß die Menschheit ihre ganzen Fähigkeiten der Nachr verdankt, Gott verdankt, ist die künstliche Eisbereitung ja auch nur möglich durch die Kenntnis der Gesetze der Natur, die von ihr entweder willig ober in hartem Kampf und in zäher Arbeit der Wissenschaft preisgegeben wurden. .3 ^u-ckborn, 21. ffebr. Am Mittwochabend "A'1? SauernDttfammlunj statt, ffli.fi. m ßsan3„?°n der B-zirksbau-mschast ,n Gießen über das Thema „Die Hühnerhaltuna in aab ^u-rlichenBetn-!^n" sprach Dio Vortraq-nd- f , hi?a-n2, DOns-hr w-r,°oll- TO f d^°. "chtige Hnhnerhaltunq und erfolg- z-ugungchchkch!' "" ber deutschen Er- S * l' n n 5 b a u f e n, 20. Febr. Unter Leituna des Ortsbauernführers Jox sande gestern abend Durch Ausscheiden des To. Hachenburg sind die März, nachmittags 3 Uhr, ebenfalls'di- Prämiie^ l °"ch in der B-zirksklaff- soweit am End-, ^ur zuchtni-hp-rst-ig-rnng ouLtri-b-. b°^w-nn^k-.n- ^Urt-rraschung-n^ m-hr^komm-n. Landkreis Gießen. «-z Großen-Buse-k, 22. Febr. Am kommen- den Montag, 24. Februar, begeht der letzte Alt- Je tC n DOn 1870/71 in unserem Orte Christoph Wagner XX., Wilhelmstraße 1 wohnhaft, *nn Listiger und körperlicher Rüstigkeit seinen 89. Geburtstag. Der Greis nimmt noch regen Anteil an den Ereignissen unserer Zeit. U. a. hat er tm ^ufe des vorigen Jahres das Buch des Füh- rers „Mein Kampf" von Anfang bis Ende mehr- mals gelesen. Der Jubilar ist der zweitälteste Einwohner unseres Ortes. > B e u e r n 20. Febr. Im Rahmen der Wer- bung für die Erzeugungsschlacht fand heute hier eine S a a t g u t - R e i n l g u n g s s ch a u statt, zu der zahlreiche Landwirte erschienen waren. Pa. Ha- - DOrl der Landesbauernschaft hielt dabei den aufklarenden Vortrag, in dem er die großen Dor- teile der Saatgut-Reinigung darlegte. Der hiesige ool'ilien Herbst eine derartige .angeschafft, bie bisher rege benutzt worden st. Ebenso ist em S a a t g u t - B e i z a p p g r a t in unserem Orte vorhanden und sehr begehrt Mis§^ufe."berg 21. Februar. Die hiesige nassen schäft hielt gestern m dlesiahnge Generalversammlung bei G/olz ab. Im Anschluß an den Ge- unsb die Bekanntgabe des Rechnungsabschlusses wurden die bisherigen Mitglieder des ^orstandes und des Aufsichtsrates erneut in ihren h V, ®On "aserer Einwohnerschaft ^L„ber Milchabsatzgenassenschaft große Wert- schatzung entgegengebracht. h =•= 'n b a ch/. 22- Febr. Wie wir hören, hat der hiesige staatliche Untereinnehmer Wilhelm Ne eb fern Amt zum 1. April dieses Jahres ge- kündigt. Diese Nachricht wird in unserer Ge- mcmöe nur mit Bedauern gehört werden, da der npr Lrnhnne^?rxeLDrOn Beginn seiner Tätigkeit borch sein entgegenkommendes We- werben 0,6 Gl)mpatbie ber Gemeindeglieder zu er- , Nach dem Gesetz vom 5. Mai 1935 ist eine all- jährliche Festsetzung der Einheitsgebühren furden städtischen Schlachthof notwendig. Es wurde eine Entschließung dahin getroffen, daß die Gebühren m derselben Hohe wie für das Rech- 1035 auch in 1936 erhoben werden svl- len. D.e Gebührenordnung wird dahin ergänzt, daß h *unnbßr fUF «1 bakterologische Fleischunter- !"ch^?i es ?ch um oon auswärts eingeführ- tes Schlachttier und um eine erkennbare Notschlach- tung handelt, neben ber Schlachthofgebühr erhoben Die Rechnung der Gewerbeschule Alsfeld für das Rechnungsjahr 1934, die in Einnahme und Ausgabe mit 13 015,31 RM. abschließt, wurde RM ^nstnnbst. Der Staatszuschuß beträgt 3216 RM., der Zuschuß der Stadt 8270 RM wo- D°V°b?r feber ^eis Alsfeld übernimmt. Zu der Erschließung oon Baugelände arunMähfi* gefaßt, wonach künftig Bebauung von nicht baureifen dfenkn sugelassen wird. Die Bauinter- Jpa h " Z5A" an die innerhalb des Ortsbaupla- wi-s?» o?*'bt vorhandenen baureifen Straßen ver- L« Ausnahmen können im Einzelfall zuqe- Lnh h.r Pr^enk men" ein besonderer Fall vorliegt, ?er ^ouherr der Stadtverwaltung gegenüber Kon?s D?n Wasser und Lichtz sowie „ .unb Straßenherstellung verzichtet, soweit es sich um noch nicht baureife Straßen handelt ^aussen sich die Bauherren verpflichten, für S abtbUemftpbhe ?ebauung an solchen Stillen ber teilp^in, Ä^benben etwaigen Schäben unb Nach- 3uiommem^men 065 § 8 bes Vrtsbaustatuts auf. hna^A Mitteilungen gab der Bürgermeister Irinfm?Hbni5 b^. chemischen Untersuchung del T^wassers aus den beiden Wasserleitungen der Stadt bekannt. Danach ist bas Wasser beider 8ei- i 2,03 Meter im Hvchsprung erreichte im Neuyorker Madison-Square Garden im Rahmen einer Leichtathletik-Veranstaltung ber Neger John- on, ber schon wiederholt Die 2-Meter-Marke ibersprungen hat. An den Holmenkol- Skirennen bei Oslo werden sieben Nationen außer Norwegen teil- nehmen, unb zwar Deutschland Japan, Schweben, Amerika, Kanaba, Finnlanb unb Ungarn. Deutsch- lanb schickt sechs Mann. A Alsfelb, 19. Febr. In ber gestrigen ? 1 Ö u " g b^rRatsherren ftanb zunächst bie Erhebung bes Wassergelbes für bas Rech- nungsjahr 1936 zur Erörterung. Gemäß ber ftanb. babung in früheren Jahren würbe roieberum eine 3-n !$--^unq habm getroffen, baß zu bem nach Einschätzung unb Wassermesser zur Erhebung gelangenden Wassergeld der seitherige Zuschlag von 50 v. ft. auch für das Rechnungsjahr 1936 weiter er- hoben wird. US' tos»' Lji«1'In d-n hl««'5 498 gjeidje des Tv. Rodheim. Dieses Spiel müssen bie öieBener unbebingt gewinnen, wenn sie nicht jebe Aussicht auf bie Kreismeisterfchaft verlieren wollen. Die Platzbesitzer sollten ben Gästen spielerisch überlegen sein. M-r^gkg?n Ä- ®i8eU2 "Jua?n^M-ichw-ttia-1 ^"di-f-l ‘ p°nnfchW7f°llt°n ÄsS’' * ®onnf*afkn hab-n sich schon ass und Die 1. Schülermannschaft trägt ihr %fnAtfpieI ^echselnbem Erfolg gegenubergestanben. Wie gegen Alten-Buseck aus. B W ^Ip^ bas neuerliche Zusammentreffen enben wirb, kann Stb. vor V. Porvari unb A. Riivari. Im Sprung« lauf siegte P. Vierto vor N. Toppila. Ein breitägiges Motorbootrennen wirb vom 30. Mai bis 1. Juni auf ber Elbe statt- finben. Das Rennen führt von Dresben nach ftam« bürg in brei Etappen über eine Gesamtstrecke von 560 Kilometer. Es gibt zwei Wertungsgruppen, unb zwar eine für Rennboote, bie ein regelrechtes Rennen fahren, unb eine für Tourenboote, bie eine Zuverläffigkeitsfahrt mit Punktwertung absolvle- ren. Die Olympia-Eishockey-Mannschaft von USA. spielte in Prag gegen ben LTC. Prag unb mußte sich vor 8000 Zuschauern mit einem 2:2 (2:0, 0:0 0:2) Unentschieden begnügen. Beim Tennisturnier in Beaulieu beenbete ftenner ftenkel bie beiben ersten Runben erfolgreich. Er schlug ben Prinzen von Orleans mit 6:0, 6:0 unb ben Franzosen Journu mit 6:0, 6:4. Reibar Anbersen (Norwegen) gewann in Dberftborf ein Skisprinaen, an bem sich Olympiakämpfer von Norwegen, Amerika unb Kanaba beteiligten, mit Note 343,2 unb Sprüngen oon 57, 60,5 unb 61,5 Meter vor feinem Landsmann Arnold Kongsgaard und dem Amerikaner Bietila. Eine hervorragende Leistung bot dabei der Oberstdorfer Jungmanne Schlosser, der auf 52, 59 und 61 Meter kam und dafür die Note 326,1 erhielt. Der nächste Fußballkampf zwischen Deutschland und der Schweiz kommt am 2. Mai 1937 in einer schweizerischen Stadt zur Durch- ührunq. GenehmigungSpflicht im Derkeh«- mit z-utterkartoffeln. Fwd. Nach einer Anordnung Nr. 44 ber ftV ber beutschen Kartoffelwirtschaft im Verkünbungs- blatt bes Reichsnährstanbes Nr. 17 bebarf jeder Verkauf, Kauf oder Tausch von Futterkartoffeln in Mengen oon mindestens einer Waggonladung der Genehmigung des zuständigen Kartoffelwirtschafts, verbandes. Den gleichen Vorschriften unterliegen Spei e- oder Pflanzkartoffelladungen, die auf Der Empfangsstelle durch Sachverständigen-Gutachten zu Futterkartoffeln erklärt werden. nÄ; Egerer Pause treffen in Steinberg zwei ]Cr'fblE mmer 9ute und spannende Kampfe geliefert haben, aufeinander. nnA ^enb?I? bat ber Platzverein die ©inner noch nicht geschlagen. Die Gäste sind spielerisch tt"3ünn,7rfenCQ9e' biC P^b-sttz-r an- Ä E^ouatermaßen werden die Pokalspiele nach dem Ko°Sostem ausgetragen, so daß der jeweils Ver- lierenbe ausscheidet. Bel vorstehenden Begegnun. gen handelt es sich um Vorverlegungen Der Ter« mm für den Beginn der Pokalspiele i^ am 1 März' Die zweite Runde findet am 15. März statt. ° Gpielvereinigunq 1900 Gießen. 1900 II — Grünberg I. nn^?£(Ci ?er Blauweihen spielt im Anschluß ?ni-^^t? ^piel gegen ©runberg. Bereits im Vor- fplel hatten die Gaste mit 6:2 das Nachsehen, obwohl nn antrat. Inzwischen haben roc,tcr 3U Gunsten der Blau- weißen entwickelt, denn durch bie Einstelluna von Eifert ÖUfer bat fid> bas Leistungsniveau 1900 1. Schüler gegen Sportverein Lollar 1. Schüler Die Jugendmannschaften pausieren am kommen- ben Sonntag. Allein bie erste Schülermannschaft irfinfl niia gleiche Mann- !^ast aus Lollar. Die Blauweißen werben auch bei biesem Spiel ihr Können unter Beweis stellen. DfB.-Reichsbahn Oießen. „Zweite Mannschaft fährt nach Leihgestern f*?ntr,a9t ba^ "och ausstehenbe Verbanbsspiel, das scho^n zweimal wegen Spielunfähigkeit des Platzes ausfallen mußte, aus. Die Leihgesterner stellen eine n fflX1Unfl e Mannschaft die in ben routiniert ten Gasten einen starken Gegner finben sollten Nchkell'^ bCt ®lc6cner Iie0t 'm Bereiche ber Mög- Nach Ablehnung bes Serlegungsantrages ber Garbenteicher spielt bie brüte Mannschaft auf bor- tigern Platze. Die Gastgeber werben alles aufbie- bri' gUm bC" ®ie^enern cine Nieberlage beizu- Jugenbsußball. vfv.-R. 1. 3gb. — Robheim 1. 3gb. Im Rahmen ber Ausscheibungskämpfe um bie Kreismeisterschaft empfängt bie 1. Jugend bie IW MS MH fc'-ä iS«! IsS 50 Stuck, 11 k'unb oft ßerju *"■ r (j b e r ft a i> t ■ -lifherungsa InMersamlulung VM Löblich ' Uns dem Kass' Lanb war eil * toÄ rt waren 88 Pie Mssumme vor U genehmigt u L Sodann rour Leg gestellt, im > L die Versicheru £ Dem Antrag tzSM! ML ....... W M- MVors-GUl, R Sastwirt Reuhl Wangvereins M Deutschen Sanx Mzen Volksliederi Wrich Müller ■ Mtglieder und »alhingen, Teilnc Igangenen Jahre, fettete den Rechi fe von 120 Mari 1: ben Führer uni lile Teil beschlösse [buben in froher 15 Hungen, 2 [fangen veranstr fiter Hof" einen [haftsabend, metzt gefesselt wu Ifirm gesungene l Ihr dargebotenen lir. Kurze, witzig ( l ipannte Slufmer, fi) R W) mal Lfye mit zweien I den und doch nii I nden eine üb I Ang. Bon { I ^spräche, teils [ iii entwickelt. 5 dinreißende Hai spaziere" eine Abend hat s -'rut B o ck bezei dessen, was ; ■aonagenb erreict 31 von all den zc v. "?ein schöner Innern „Sieg. Mlandlied und Zossen. Gillingen ? Mütterschu wn ®tmeinbei f ” Wnft Met 9 ujiart, *wel|et i : auerarbeitei wben etwa 280C ^'che Arbeite bei d c 1 t im verg Bei VfB.-Reichsbahn besteht bie Möglichkeit, baß Leutheuser I. ersetzt werben muß. Bei 1900 fehlt Wilhelmi, ber drenftlich oerhinbert ist, unb Mank muß infolge seiner Verletzung pausieren. Leim Vergleich ber Mannschaften läßt sich für bie eine ober anbere kein Vorteil herausrechnen, benn beide weisen eine ziemlich gleichwertige Besetzung auf. ftelcher im Tor der Grünweißen ist verläßlicher als Fischer, dafür ist die Verteidigung der Blau, weißen etwas höher einzuschätzen als die der Gäste. Die beiden Läuferreihen halten sich so ziemlich die Waage. Den Ausschlag werden wohl die beiden Mittelläufer geben, bie, je nachbem welche Wei- jungen sie erhalten, ihre Aufgabe erlebigen. Die beiden Sturmreihen weisen keine allzugroßen Unter- sch'ede auf. Der Sturm der Grünweißen stützt sich auf seine Durchschlagskraft, während die Fünferreihe der Blauweißen in technischer Beziehung zum Erfolg zu kommen versucht. Ausschlaggebend für den Er. folg wird also sein, welche Mannschaft die beste Tagesform aufweist. Vielleicht gibt es auch wie im Vorspiel ein Unentschieden. , Mit der Leitung des Spieles wurde Fiedler (Groß-Archeim) beauftragt: Die Bezirksklaffe am Sonntag. 1900 Gießen — Vfv.-R. Gießen. Naunheim — Bissenberg. Sowohl in Gießen als auch in Naunheim sind Großkampfe zu erwarten. Während die Gießener -Begegnung als offen bezeichnet werden muß, er- wartet man in Naunheim die Platzbesitzer in Front. Pokalspiele der Bezirksklaffe. Wahenborn-Sleinberg — Lollar. Dillenburg — Sinn. tung hygienisch einwandfrei unb für die Benutzung als Trinkwasser geeignet. Eine alte Schuhmacherfamilie. = Steinbach, 21. F-br. Wie sich in einer Familie em ftanbroerf forterbt, baoon ist ein Zeuge ber hiesige Schuhmachermeifter Karl e bissen Vater, ber Schuhmachermei- fter Karl Reuschling III, als erster aus ber Fa- mtlie Reuschling bas ftanbroerf ergriff unb in eine alte Schuhmacherfamilie einheiratete. Sein Schmie- gervater Karl ft a a s VI., Schuhmachermeifter, geboren vor 100 Jahren, hatte als Vater ft ein- r i d) Haas III., ber ebenfalls Schuhmachermeifter roar Der Großvater Joh. ftenrich ft a a s jun. wirb im Kirchenbuch als Grünber bezeichnet, somit ist im ftause Reuschling seit in 150Jah- ren bas Schuhmacherhanbroerk hei- misch. Die Familie Reuschling ist in Steinbach feit mehr als 300 Jahren ansässig unb ftammt ebenso wie bie gleichalte Familie Krämer aus Al- buch- Im Dreizigjährigen Kriege lebte in Albach cm Johannes Reuschling, gestorben 1664, besten Frau Zinna — Geburtsname unbekannt — bie erste in Albach bekannte ftebamme gewesen ist, wie a-'s chrem (Sterbeeintrag vom 26. 4. 1682 hervorgeht. Deren Sohn Joh. Philipps Reuschling heiratete 1666 bie Elisabetha ftaas unb wurde der Stammvater, der heute noch in Steinbach ansässigen Reuschling. Schuhmachermeifter Reuschling jun. gehört der 8. Generation nach jenem Joh. Philips Reusch- üng an. In diesen 300 Jahren haben sich die Reuschlmge mit vielen der ansässigen Steinbacher ^on der Sohn 1. Philips ftans ftenrich ehelichte eine fterbert und diese Familie fterbert ist von Anfang des Kirchenbuches her in Steinbach bodenständig. Neben ftaas und fterbert treten als Frauennamen Fink, Nicolaus, ftolz, Keßler, Krämer unb Gerharb auf. Lokalkampf 1900-W.< Das für Sonntag angesetzte Lokaltreffen, bas ben Beschluß ber biesjährigen Verbanbsrunbe bilbet, finbet, mit Rücksicht auf bie am Nachmittag in ber Volkshalle [tattfinbenbe ftorst-Wessel-Gebenkfeier bereits vormittags auf bem Platze ber Spielvereini- gung statt. Wenn bas Spiel auch auf bie Tabelle feinen großen Einfluß mehr ausübt, so bleibt trotz- bem noch ein gewisser Reiz, ber ßofattreffen nun einmal zu eigen ist, benn belbe Mannschaften finb doch bestrebt, schon aus Prestigegrünben, ben Sieg für sich herauszuholen. Wer biesmal nun ber Glückliche sein wirb, ist schwer vorauszusagen. Vergleiche anzustellen über bas Abschneiben in ben seitherigen Spielen wäre verfehlt. V f B.- R.: ftelcher Leutheuser I. Leutheuser II. Munb Knauß ftauptfelb Fehling Schmibt Schorge Schmibt Sponick ftenfelmann fteilmann Schmelz Clement Erharb Schäfer Kleinbell ftammer Lippert Zeller 1900: Fischer Müller schlug ben tschechischen ßanbesmeifter Ruba Ambrosz in der 8. Runbe entscheidend, nachdem er bis dahin nach Punften geführt hatte. Fußball der Kreisklaffen. L-Ihg-st-rn - VfB.-R. II . 1900 II — Gninberg (Sdjnaut, Lollar); Spsr 2Öe^lart.“7 Steindorf (Rüspeler, Gleiberg): Leun h?rnbTM^- Phllippstein — Bissen- berg II Niersbach, Wetzlar): Albshausen — Stock- Hausen (Lind, Wetzlar): Ehringshausen — ftolz-j Hausen (Keller, Naunheim): Steinbach — Lich II ’ Steinberg): Wißmar — Tv. 1846 (Post, Sßiefecffa Krofdorf - Alten-Buseck (Grote, Mainz- rar\’ ?nUbr,P9en — Geilshausen (Kreiling, Gie- ßen), Waldgirmes - Spsr. Wetzlar II (Krämer, Br^lar III - Niedergirmes II (Schiedsrichter oon Wetzlar); Aßlar II — Naun- heim II (ftunger, Wetzlar). Spielvereiniauna 1926 Leihgestern. «-Am morgigen Sonntag empfängt die Erste der 2Ä^tcrn b'e Reserve des VfB.-R. zum eiegeber$$Ä'ei™nan b°fft a[Iflemein auf cin™ ■ ?onn.ta? empfing di- erste Monn- Krofi-?» Sp>elvereinipunp die gleich- des FC. l,um Derbondsfpiel Es mar -in M Wotzbefitz-r""'^ Sü5 ®Piel enbe,e mit 4:2 Wat” »er6* s’nnnl''6' bic ^eit- Monn- des Tv Kr^n^'i x"b b'^ ersatzgeschwächte Erste 7:2 g-°LkbLnn7n. ßCÜ,geftErn mu6tC fid> mit Spietabteilung Tv. 1889 Klein-Linden, kampf ^auM^rnntn roirb morgen eine Art Klub. „Teutonia^ die Mannschaften der niJfi h- 1?a6e”born.<5teinberg. Wie die Vor- 'ch°ft u'nd'l^üä-nb^^ Rückfpl-l- d-r ? Munn, schieden sein tonfrhLV * bcm Schlußpfiff ent- LSSÄ-L-LKLW , , —___. w.» ge- - una Olefle CMt , treten deren Zufummenfetzung si-h nicht nur au Ab-r auch in Lollar sieht man diesem Spiele mit ?cr Ratsherren beschränkt. Al- erster Zuversicht entgegen, weil die erste Mannschaft kom- ba3 Wohlfahrtswesen gebildet platt mit K. Ziegler: C. Hörstel, K. Naumann^ SV »orten. SBie Burgerm^ster Wagner mitteilte, Sommer, A. Ziegler, L. »Römer- K Gabriel' A' er dazu die dre, Ratsherren Großhaus, Lohr, A. Kreiling, F. Geißler, L. Ziegler- die Steife ?6 ^b-’ n 9 <2 a n g berufen, außerdem aus antreten wirb. Diese Els hat in lesiter Zeit lehr olt bert den Amtswalter der RS.-Bolks- bewiesen, daß sie auch ähig ist, gegen Gegner aus Kaufmann Mantel und Uhrmacher- höheren Klassen zu spielen und auch zu ssigen meister Karl chermann Pfeffer fun. Weiter teilte der der Spieler wird sich in diesem Spiele voll IT!1' als nächster Beirat der Schulvorstand einsetzen, so daß die Paltie noch nicht so odne . weiteres verloren ift. Rehmen wir d^ einzelnen 9""b°». !|3unf,11 b°h°nd-lt den Abschluß einer Spieler unter die Lupe, so kommen wir 3u etoa ® a 1 ,b & r an b d e r f i d) c r u n g, moj)u e(n Ange, folgendem Ergebnis: 4 etroa bot einer Verstcherungsgesellfchast vorliegt, bie für K Ziegler ist ein Tormann, der auch in höheren 2L°n ™QrE ben etroa «0 chektar Klassen spielen könnte. Die Verteidigung ist eben" städtischen Wald versichern will. Während falls sicher, chörstel ist einer der besten seines Facks P* '5°-r2aT-? den Abschluß einer solchen Versiche. an Bezirk Gießen. Naumann kennt man als einen ?”? für unbedingt notig hält, empfiehlt das guten Stellungsspieler. Auch bie Läuferreihe tut ^F,elaam.t f^gfaltige Prüfung ber Angelegenheit ihre Schulbigkeit. Der rechte Läufer Sommer Liate e'tCn s ber „Statsberren. Da Bürgermeister Wag- M lebter Zeit gute Spiele. Mittelläu er Ziegler "" demnächst an einer kommunalpolitischen Ta- hat sch auf seinem neuen Posten gut einaelebt feiln'mmf- auf ber auch btefe Frage zur Per- ber linke Läufer Römer ist ein guter Zerstörer b-i2b Eamrnt, wirb bie Sache bis dahin zu- Der Sturm ist der beste Teil der £ rtd^cfteBt. ibm sind alle Posten gleich gut besetzt Gabriel ift ® e 1 c “ " 9 b e s S p o r t p I a 6 c s, bie em Spieler, ber sich mit seinem Können bestimmt ^ne Camp!' crf0,9l und deshalb für ,d°l>eren Mannschaften sehen lassen kann. D^r -bangen der Formationen am Abend nicht aus- Halbrechte Löhr, ber Dirigent des Angriffes oer- o09 roclter ausgestaltet werden. Eins lebt es, seinen Sturm im richtigen Augenblick ein-- Orlsbesichtigung an einem Abend der nächsten ?Ä£V"ÄVW”'"" "* s'- n-t-h-n-»M»ns« «um». ^rf)u& Nicht vergißt. Der Linksaußen Ziegler hat .eJ"e, 9Ute Form aus früherer Zeit zum Teil roie- bergefunben. Die Vereinsführung kann bem Aus- gang biefes Spieles getrost entgegenfehen. c'? r^onnfchaften finb alte Rivalen, bie oft fpannenbe Spiele geliefert haben unb leuher mit wechjelnben Erfolgen kämpften. , ^C.Teutonia^Wahenbom-Gteinberg Am fommenben Sonntag empfangen bie Teutonen ben Spitzenreiter ber A-Klaste (Sportvereini «n»„ nepteVTd, 'S" Le°^tre^1kch^s7a'n^°d: Ä ^^Ji'fterXft gewann in « . Kämpfe. Die Lollarer Mannschaft hat burch bie ' Vlympia-Kampfer Valmarl Toikka in 3:59,49 in dieser Serie (1935-1936) erkämpfte Meisterschaft einen Rückhalt bekommen, ber ben Teutonen in ' — * Dielen Verbanbsspielen fehlte. Der Spielausgang ist vollkommen offen. ' 2)ie 1. Äugenb unb beibe Schülermannschaften, mcilen zu Gesellschaftsspielen in Kl-in-Lind-n. GitzvNg ÖCt Natshekken itt GkÜnberg. 21m 1920 £°,,dr- + Grünberg, 21. Febr. Zunächst gab 1090 Onnnnfafl tr fr?ie be5 Sportvereins germeister Wagner ben Revisionsbericht über bie S?rr 3Um erJten Veremspokalkampf in berMm Januar erfolgte Prüfung ber Stabt- ® an' "Nb Zwar spielt: kaffe bekannt. Der Bericht spricht sich sehr günstig FC. „Teutonia“ HJafjenborn-Steinberg Liga über ble Geschäftsführung ber Stabtkasse burch ben gegen Lollar I. Stabtrechner Gehrinaer aus; irgenbwelche Be- , Die Lollarer werben in Steinberg einen sehr ""I^ndungen haben sich nicht ergeben. K.in S'S, '».4 «**.«*”« »."«äs «?« MS* MS «Ä .ÄSlr*- .......... Wirtschaft Dr. Völsin r Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M. Sranffurt a. M. Berlin Sranffurt a.UL Berlin börsc 'n* börse (rchlu';l. 20-2. | 21.2- 21-2. 20-2 Datum 20.2. ll 96,75 I 97,75 1 96,5 I ’ 127,5 127,75 - i| 129 I 128,51 —I 98 Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Lementwerk Karlstadt.. 114,75 114,75 Banknoten. Licht und Kraft Felten S Guilleaume......... 4 115,25 Gesellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6 129,75 198 100,5 97,25 134 224 115 85,25 18,5 120,5 111 99,9 98,25 96,4 101,25 100,5 97,4 110,9 99,9 98,25 96,4 101 92,75 100,5 97,4 103,4 111,1 100 37,9 139,5 119 133,5 95,75 111,25 114,75 89,5 158,5 128,5 85,5 85,9 16,25 25,4 18,4 106,25 117 92,25 90 90,5 186,5 ;i 83 18,4 126 121 184 152,25 213 107,5 121,5 112 51,65 90,5 121,5 86,5 102,5 151 32,5 300,5 175 168,25 151,13 107,75 121,4 112,25 134 120,5 224 114,75 85 18,65 120,5 183,9 99,9 52 90,75 120,9 86,75 126,25 102 151 77,5 32,75 301 173,65 168 151,5 107 121 111,5 100,5 97,4 103 110,75 100,1 98,25 0 0 6 0 0 0 Y* 127 130,75 176 128 37,9 139,75 119 133,25 115,5 130 124,25 127,13 130,65 176 127,75 96 112 114,25 90,5 162,5 129 87 87,13 132 119,25 222 112,5 83,13 18,5 126 121,5 184 99,75 51,65 91,13 120,75 86 124,75 101 149 77,65 32 296,5 174,5 38 139,75 119,25 134 115,5 130 124,9 127,5 131,75 176,5 128,5 15,5 17,13 105,65 116,75 92 90 90,5 186,5 38 140 119,25 134 115,75 130 125,25 127,25 131,25 175,75 128,5 51,25 90,75 120 86 100,75 149,5 32 296,5 >75 168,5 101,5 97 97 108,65 96 112 114,75 90,75 128,5 87 87,25 114,75 96,5 101,45 101,5 97 97 108,65 15,65 17,4 105,25 117,25 92 90 90,5 186,5 . 0 . 6 . 5 . 0 . 7 . 0 . 8 . 0 . 0 7*/, 12 . 8 0 . 0 . 5 • & 7y,l -21.(5.®.................... Bekula Elektr. Lieferungsgesellschaft . 10 . 5 ey, Norddeutfcher Lloyd ......... A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz- und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconw- Gesellschaft................ Dresdner Bank Reichsbank ................ ManSselder Bergbau .. Kokswerke ........... Rheinische Braunkohlen Rheinstahl........... Bereinigte Stahlwerke. Ötavi Minen ........ Kaliwerke Aschersleben. Kaliwerke Westeregeln . Kaliwerke Salzdetfurth 115 96,5 101,35 101,5 97 97 108,65 1,25 8,8 8,6 8,8 13,75 fomilie. 1 sich in einer t, davon ist ein meister fijirl chuhmachermei' er aus der Fa- iss und in eine Sein Schmie- chermeister, ge» Baler Hein- hmachermeister Haas jun n. Mücke, 20. Febr. Die Ortsfachschaft Imker für Mücke und Umgegend hielt in der Gastwirtschaft von Baist ihre Jahresversammlung unter Leitung des Vorsitzenden Erb ab. Nach dem Gedenken an ein verstorbenes Mitglied erstattete der Vorsitzende den Jahresbericht. Daraus ist hervor- zuheben, daß sich der Mitgliederbestand erfreulicherweise auf 84 erhöht hat. Die Rechnungsablage zeigte eine einwandfreie Kassenführung, so daß dem Rechner Entlastung erteilt werden konnte. Lehrer Becker (Lardenbach) hielt im weiteren Verlauf des Abends einen lehrreichen Vortrag über „Die Auswinterung der Bienen". In der Zusammen» in SteinM und llmt ämer ms Alin Alick m , dessen N - die erfte in ist, wie o'ii 2 hervorgck heiratete M Ttammvalci, jen Reujchfag. jun. gehört Mips 9W oben sich -n Steinbacher Hans Henrich lie Herbert ist in Steinbach ert treten als eßler, Krämer 16,4 18,5 106.5 117 92,25 90,5 90,5 186,5 101,25 97 97 108,65 29,75 8,8 8,85 13,75 6,4 9,2 5,4 38 1,25 8,8 8,7 8,8 13,75 8,9 8,7 8,9 13,65 6,5 9,3 5,35 38,13 ?nn«n bei I Wegen teil, ? Qn' Schweden. I W. Deutsch, 6,45 9,25 5,4 37,75 6,3 5,4 38 Kreis Alsfeld. <£ Alsfeld, 21. Febr. Am Mittwoch veranstaltete der hiesige Ortsverband derNS.-Kultur» gemeinde seinen ersten diesjährigen Vortragsabend. Nach einleitenden Begrüßungsworten des Ortsverbandsobmannes, Bürgermeister Hamburg-Amerika-Paket 0 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 96,5] 111,5 115 89,5 128,5 85,5 85,75 29,75 I 29,9 198 ! 198 <*/o Deutsche Reichsanleihe v. 1927 <% Deutsche Reichsanl. von 1934 1^27o Young-Anleihe von 1930 .. deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mü Auslos.-Nechten ............. Hess. Bolksstaat 1929 lrückzahlb. 102%)............ <54% ehem.8°X> Hessische Landes- baut Darmstadt Gold 91.12.... 6y2% ehem. 4y,°/o Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadtLiaui <14% ehem. 8% Darmst. Komm. Landcsb.Goldschuldverichr. N.6 Iberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten ............. Scutjd)c Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten M von all den zahlreichen Teilnehmern gesunge- 'en „Kein schöner Land" seinen Ausdruck fand. Nit einem „Sieg-Heil" auf den Führer, dem Deutschlandlied und dem Lied der HI. wurde ge- ; schlossen. M' Z Villingen, 19. Febr. Gestern wurde hier j ein Mütterschulungskursus eröffnet, an | iem 24 grauen und Mädchen teilnehmen. —- Im I kiesigen Gemeindewald fand gestern die dritte -olzversteigerung statt. Es wurden be- ! Mt: für Buchenfcheit 13 bis 14 Mark, Buchenknüppel 9 Mark, Fichtenknüppel 5 Mark und ! Luchenreifer 1 Mark je Raummeter. Die H o l z - I hauerarbeiten sind nunmehr beendet; es vurden etwa 2800 Feftmeter Holz gefällt, wobei 1 zahlreiche Arbeiter Beschäftigung hatten. Bel gun- | fiiger Witterung können diese Arbeiter nunmehr Beschäftigung bei der Drainage der Felder I faben. w # Villingen, 21. Febr. Während die Sau« tätigfeit im vergangenen Jahre in unserem Orte 4% O-sterreichtsche Goldrente.... 420% Oesterreichische Silberrente 4% Ungarische Goldrente ....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4vz% besgl. von 1913.......... yo abgest. Goldmerikaner von 99 4% Türkische Bagdadba',»Anleihe Serie 1.................... Am kommen« leiste Alt« mOrteW' 1 wohnlM iflfeif seinen t noch regen ll.a.hater ch des W xnde mehr« Weste Em« n der Der» heute hier lU statt, zu en.A.^ [t dabei de" gro^n ¥ Der W eine berarW ■nu6i - 6i.lt, * ’ amnsilE | nr] den W I unserer -er a ek' siedel uernf^J j» d- und ‘"(fp । utsche" I der ftetn | Schluß- Abendkurs Schultheis Patzenhofer Aku (Allgemeine Kunstseide) Bemberg................. Zellstoff Waldhos .......... Zellstoff Aschaffenburg ..... Dessauer Gas ............. Daimler Motoren......... Deutsche Linoleum......... Lrenstein & Koppel ....... Westdeutsche Kaufhof...... ......................... Accumulatoren-Fabrik . donti-Oummt............. g, sprach Geh. Medizinalrat Prof. Dr. Sommer (Gießen) über „Familienforfchung und Wappenkunde". Der Redner gab zunächst einen Ueberblicf über die einzelnen Forschungsmethoden und Gebiete. Viele Feststellungen aus der Erbgesund- heitsforschung seien heute in der neuen Gesetzgebung zur Durchführung gebracht. Die deutschen Psychiater unter Führung von Prof. Dr. Sommer haben wesentlich dazu beigetragen, daß die Sterilisierungs- gesetze als Folge ihrer Erkenntnisse in der wissenschaftlichen Welt sich durchgesetzt haben. Ueber- gehend zu dem Gebiet der allgemeinen Wappenlehre erläuterte der Redner auf Grund einer großen Anzahl ausgezeichneter Lichtbilder die einzelnen Entwicklungsstufen der Wappen, aus deren Aufbau man genau Die Zeiten bestimmen kann, aus denen die Wappen stammen. Von besonderem Interesse waren dabei die Erläuterungen über die alten Hausmarken. Der Redner zeigte besonders interessante Wappenbilder aus ganz Deutschland. Recht interessant waren auch die Vorschläge von Prof Sommer, wie sich jede Familie bei entsprechender Gruppierung des Alphabets aus ihrem Familiennamen ein Familienzeichen (Hausmarke) Herstellen kann. Zum Schlüsse wies der Redner auf die zahlreichen heraldischen Schätze in den alten Grabsteinen auf dem hiesigen Friedhof hin. Nach Schluß des Vortrages fand eine sehr rege Aussprache statt, in der verschiedene Teilnehmer ihr Familienwappen zur (Erläuterung vorlegten. Der Ortsverbandsobmann der NS.-Kulturgemeinde warb in seiner Schlußansprache für die bedeutungsvollen Zwecke und Ziele der NS.-Kulturgemeinde als Trägerin des deutschen Kulturgedankens. noch etwas fester mit 106,25 nach 106. Die später notierten Werte lagen meist 0,50 bis 1 v. H. höher, so u. a. BMW., Holzmann, Mainkraft und Zellstoffwerte. Am Kassamarkt setzten Sinalco ihre Befestigung kräftig fort auf 124 (116,75) bei 20proz. Zuteilung. ■ Der variable Rentenmarkt wies auch später nur kleines Geschäft bei unveränderten Kursen auf. Am Pfandbriefmarkt zagen Liquidationswerte teilweise bis 0,25 v. H. an. Auch Stadtanleihen waren noch etwas fester, 4,5 Darmstadt von 1928 94,25 (94), 4,5 Heidelberg 90,25 (90). Im übrigen lag der Rentenmarkt zumeist unverändert. Von fremden Werten waren Mexikaner geringfügig leichter. Tagesgeld etwas gefragt mit 2,75 (2,50) v. H. Abendbörfe fest. Die Abendbörfe brachte am Aktienmarkt weitere Befestigungen, die gegen den hiesigen Mittagsschluß meist 0,5—1 v. H. erreichten und gegen den etwas höheren Berliner Schlußstand 0,25 bis 0,50 v. H. betrugen. Im Vordergrund standen wiederum einige Montanwerte, wie Verein. Stahlwerke mit 85,25, Rheinstahl mit 115 und Mannesmann mit 87,25. Stärker erhöht waren IG. Farben mit 152,25, ferner erhöhten sich Daimler auf 102,50 und Scheideanftalt auf 213. Das Geschäft hatte mangels Angebots kein größeres Ausmaß, auch zeigte Die Kulisse etwas Zurückhaltuna, da man offenbar die weiteren Dispositionen der Kundschaft abwartet. Etwas niedriger lagen Kunstseide Aku mit 51,65 (52). Am Kassamarkt waren Sinalco weiter gesucht, Taxe 126—127 (heute mittag amtlich 124). Von Bankaktien zogen DD.-Bank auf 90,50 (90) an. Konserven Braun kamen nach Pause mit 73 (75,25) zur Notiz. Der R e n t e n m a r f t lag sehr still und unoeränoert. Altbesitz lagen mit 110,90 etwas unter Frankfurter Schluß (111), aber 0,13 über Berlin. U. a. notierten: Altbesitz 110,90, 4,5 Mainz v. 26 93,13, 6pro^ Verein. Stahlwerke 103,75, 4,75 dergleichen 95, IG. Farben-Bonds 126,75, 6proz. Krupp 104,65, Adca 69, Commerzbank 92,25, DD.- Bank 90,50, Dresdner Bank 90,50, Frankf. Hyp.- Bank 95,90, Reichsbank 186,50, Harpener 114,75, Mannesmann 87,25, Mansfeld 134, Hoesch 90,75, Rheinstahl 115, Verein. Stahlwerke 85,25, Aku 51,65, AEG. 38, Bekula 139,75, MAN 107, IG. Chemie volle 170, Conti Gummi 168,25, Daimler 102,50, Scheideanstalt 213, Deutsche Linoleum 151, Licht & Kraft 134, Eßlinger Maschinen 92, IG. Farben 152,25, Feinmech. Zetter 85, Gesfürel 130, Goldschmidt 107,50, Holzmann 97,75, Junghans 88, Konserven Braun 73, Muaq 82,65, Metallgesellschaft 112, Moenus 84,25, RWE. 127,50, Schuckert 131,75, Südd. Zucker 198, Schöfferhof 169,75, Reichsbahn-Vorzugsaktien 122,50, AG. für Verkehr 106,50, Schantung 92, Hapag 16,40. Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt. Frankfurt a. M., 21. Arn Gemüfemarkt war das Angebot gut. Das Geschäft nahm einen ziemlich guten Verlauf. Für Rosenkohl und Spinat I ließen die Preise etwas nach, sonst blieben sie un- Schluß!. Mitiaq- bgrfc 21 2. sich lediglich auf Umbauarbeiten und Instandsetzungen beschränkte, scheint sie in diesem Jahre einen besonderen Aufschwung zu erhalten. So sollen neben verschiedenen Umbauten vier Neubauten zur Ausführung kommen. Zwei davon an der Straße nach Hungen werden in aller Kürze in Angriff genommen. = Obbornhofen, 18. Febr. In dem aus- gebeuteten Teile der Lehmkaute hat die Gemeindeverwaltungdrei Gärten anlegen lassen und verpachtet. Alle hier ansässigen Familien sind nun im Besitze eines Stück Grablandes und dadurch mit den Kräften des Bodens verbunden. — Die Wühlmäuse sind hier zur wahren Plage geworden. Fast auf jedem Baumstück richten sie durch Abfressen der Wurzeln an jungen Bäumen Schäden an. Um das Fangen anzuregen, hat die Gemeinde Prämien ausgesetzt; sie vergütet für jedes abgelieferte Tier 30 Pfennig aus der Gemeindekasse. Schon über 40 der lästigen Nager wurden gefangen und zur Ablieferung gebracht. Für Spatzen wird ein Schuß- oder Fanggeld von 15 Pfennig für das Paar aus Gemeindemitteln vergütet. Kreis Friedberg. = Friedberg, 19. Febr. Im großen Saale des „Hotel Trapp" fand heute vormittag ein Obftbau-Schulungslehrgang der Landesbauernschaft statt, bei dem Landwirtfchaftskam- merrat Pfeiffer (Frankfurt) über grundlegende Fragen im Obstbau sprach. Dr. T e m p e l, der Leiter der Hessischen Hauptstelle für Pflanzenschutz in Gießen, hielt einen Vortrag über Schädlingsbe- kämpfung im Obstbau. An diesem Lehrgang nahmen sämtliche Baumwärter, Ortsfachwarte für Obstbau, die Bürgermeister und die Vorsitzenden der Obstbauvereine des Kreises teil. Am Nachmittag vereinigten sich die Mitglieder des K r e i s o b st - bauvereins im gleichen Lokal zur Hauptversammlung. Die Zahl der Vereinsmitglieder beträgt 2223; an Edelreiser wurden 9500 Stück im Jahre 1935 versandt. Die Rechnungsablage zeigte in Einnahmen 3108 Mark, in Ausgaben 1694 Mark, so daß ein Ueberschuß von 1414 Mark vorhanden ist. Das Gesamtvermögen beläuft sich auf 3811 Mark. Anschließend sprach Obstbauinspektor Martin aus Ladenburg über „Die Tätigkeit der Gartenbauvereine in Baden". An der Aussprache beteiligten sich außer einer Anzahl Mitglieder noch Landwirtschaftskammerrat Pfeiffer und Dr. T e m p e l. Die Versammlung wurde in der üblichen Weise 1 geschlossen. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. angeführten Ziffern geben di- Höhe der zuletzt ve!chl°s|enen Dividende an. - R-ichsbankdiskonl 4 o. f).. Lvmbardzinsfutz 5 v.S). börsc 21 2 9 .erreichte im Neger^obn" U b°e rstad t, 20. Febr. Die hiesige P f e r d e- -Meter-Marb Versicherungsanstalt hielt ihre diesjährige L Generalversammlung unter der Leitung des Vor- itzenden L ö b r i ch im Gasthaus „Zum Schwanen" nd. Aus dem Kassenbericht des Rechners Georg schwand war eine Einnahme von 1001 Mark unb eine Ausgabe von 982 Mark ersichtlich. Versichert waren 88 Pferde und Fohlen mit einer 23er« 'icherungsfumme von 62 000 Mark. Die Rechnung □jurbe genehmigt und dem Vorstand Entlastung >üeilt. Sodann wurde aus der Versammlung der Eintrag gestellt, im Hinblick auf die hohen Pferde- treije die Versicherungssumme um 20 v. H. zu erhöhen. Dem Antrag wurde zugestimmt. 'la.m J , Versammlung der Ortsbauernschaft >0otr. in der ein Vortrag über die Erzeugungsschlacht der ffrc^e» ' Verbindung mit einer Filmvorführung geboten de» nn* M JL.rbe Der Vortrag und der Film fanden bet WSA« Versammlung großes Interesse. Ortsbauern- rtunn«^ N ”^r6r I o x schloß den Abend mit dreifachem Sieg« ein LyPPeii, M auf den Führer. ’booÄre<^i Watzenborn - Steinberg, 20. Febr. tuno';,1; eine iyie Gemeinderäte befaßten sich in ihrer jüng- H abiolDie. Sitzung mit dem neuen Gemeindevor- Dfanh. ...schlag. Die Einnahmen des Voranschlags be« en 5 fern sich auf 49 832 Mark, die Ausgaben auf >rn A «1832 Mark, der Umlagenbedarf auf 25 000 Mark. inüoPH eilN nie Ausschlagssätze für die Gemeindesteuern für ?n' ,936 sind wie folgt festgesetzt worden: auf je 100 JrQuiielt Reichsmark in Rpf.: Grundsteuer: für Gebäude 26,1, Än We! liir land- und forstwirtschaftliche Grundstücke 54,9; n Orleans Gewerbesteuer: 60,5 des Gewerbekapitals, 200,4 des mit 6:0 »ewerdeertrags; Sondergebäudesteuer: bei einem 9 fa) aewg?' ®teuerroert bis 7000 Mark 45,75, über 7000 Mark ".Och Dii)mnin I 593. Der im Jahre 1932 infolge der gewaltigen - Kanada ß.' Irbeitslofigkeit entstandene Fehlbetrag von 34 000 jn9en Don 57 Mark ist ausgeglichen, neuerdings konnte sogar ein "ndsniann A.' betrag von 6000 Mark für das neue Bauprojekt i.Q.ner Sietiin rufaenommen werden. bei der Obe 9 sLang-Göns, 21. Febr. Bei den zwei letz- er auf 52 n Buenos Atre. 0,678 0,682 0,678 0,682 Brüssel .... 41,925 42,005 41,91 41,99 Rio de Jan. 0,138 0,140 0,138 0,140 Sofia..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 54,79 54,89 54,79 54,89 Danzig..... 46,80 46,90 46,80 46,90 London.... 12,27 12,30 12,27 12,30 HeliingforS.. 5,405 5,415 5,405 5,415 Paris ...... 16,43 16,47 16,415 16,455 Holland .... 168,88 169,22 168,87 169,21 Italien..... 19,76 19,80 19,76 19,80 Iaoan ..... 0,716 0,718 0,716 0,718 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 61,66 61,78 61,66 6', 78 Wien...... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon... 11,13 11,15 11,13 11,15 Stockholm.. 63,26 63,38 63,26 63,38 Schweiz ... 81,27 81,43 81,24 81,40 Spanten... 34,03 34,09 34,02 34,08 Prag....... 10.31 10,33 10,31 10,33 Budapest .. Neuyort ... 2,460 2,464 2,459 2,463 Gew 2,411 2,431 41,76 41,92 54,53 54,75 12,235 12,275 16,365 16,425 168,45 169,13 61,45 61,69 — — — 63,04 63,30 81,06 81,38 33,68 33,82 — Kirchliche Nachrichten irchgang Aontera Kreuzplatz 15 p. m p. m p. m p. m p. m p. m p. m p. m * GIESSEN äuSSvEG ffl p. m 1104 A p. m p. m p. m p. m p. m ’nen ob - H b gehören ÄTSffÄ!!!1“ geschlossene Ware ............p. m ere, haltbare Ware p. m Mflen. " i«W b«fM Men -cht,^ , Jlmerifa 6ü. Cloquette, 95 cm breit reine Wolle in richtigen Farben Massen. In E Mansch, zunächs Wgsinstrument \ ;'p?9e Größe be ö,e Unterfeebool Größe (250 •! ?Qr wichti, ^Dbeziehen, . E'nschränk ." 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Holländer, Dänen und Flandern: S 8% bis 9%, A 8Vk bis 9, B 7% bis 8%, C 7% bis 8. Bulgaren, Rumänen, Polen und Jugoslawen: A 8, B 7%, C 7. Wie Sie es damit audi halten, meine Damen, die Hauptsache bleibt doch immer der richtige Stoff! Schauen Sie sich darum bald an meinem Lager um, Sie finden bereits jetzt in Fülle die Stoffe, die man im Frühjahr trägt. Die reizenden, kleidsamen Muster und Gewebe machen Ihnen dieWahl leicht — und meine niedrigen Preise den Kauf. Je- der Stoff ist ein Beweis für Qualität u. Preiswürdigkeit. Am Bahnhof Gießen Gewissenhafte Anpassung durch Fachoptiker. Lieferant aller Krankenkassen — 3241 Montag, den 24. Februar. Gießen. Kapelle des Alten Friedhofs. 20.15 Uhr: Bibelstunde, Am Kugelberg 84, Saal am Unioersi- tätssportplatz. Mittwoch, den 26. Februar. Ziehen. Stadkkirche. 20 Uhr: 1. Passionsandacht, Propst Knodt — Klein-Linden. 20: in der Kirche Vortrag mit Lichtbildern, Pfarrer Wahl (Butzbach) über: „Gefangenennot und Gefangenenhilfe". Donnerstag, den 27. Februar. Gietzen. Iohanneskirche. 20 Uhr: Missionsstunde mit Lichtbildern, Missionar Oberlein. Reuapostolische Gemeinden, händelslrahe 1 und Ederslrahe 13. Sonntag, den 23. Februar. 9.30 Uhr: Gottesdienst: 16: Gottesdienst. Mittwoch, den 26. Februar. 20.30: Gottesdienst Baptisten-Gemeinde, Gartenstrahe 13. Sonntag, den 23. Februar. 11 Uhr: Kindergottesdienst: 20.30: Predigt. Donnerstag, den 27. Februar. 20.30: Bibelstunde. Evangelische Stadtmifsion, Löberstrahe 14. Sonntag, den 23. Februar. 8.30 Uhr: Morgenandacht: 13.30: Sonntagsschule: 20.15: Eoangelisationsvortrag. Mittwoch, den 26. Februar. 20.30 Uhr: Bibelstunde. Christliche Gemeinde. Gietzen. Zu den Mühlen 2. Sonntag, den 23. Februar. 10 Uhr: Erbauungsoersammlung: 20.30: Evangelisation. STOFFE für Konfirmation und Kommunion aus dem Auslande hatten ebenfalls nur kleinen Umfang, doch dürften diese in den nächsten Tagen insbesondere vom Balkan wesentlich zunehmen. Ferner erwartet man stärkere Anlieferungen aus Holland und Belgien, nachdem diese beiden Länder ihre Ueberschüsse bisher zu sehr günstigen Preisen nach England abgesetzt haben. Es notierten in Pf. Adler-Remberg-Kunstseide, 80 cm beit schone geschlossene Ware ........ Mattkrepp, 95 cm breit schöne haltbare Ware........ Reversible, 94 cm breit schwere Ware mit glänzender Abseite...... C’loqu6, 95 cm breit modisches Gewebe Farbige Stoffe für Beikleider: verändert. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 18 Stuck 4,50 bis 5,00 ital., Eskarol, Steige 18, 24, 32 Stücf 2,25 bis 2,50 ital., Feldsalat groß 30 bis 50, Hem (Mistbeet) 40 bis 90, Gewürze! gr. Bdl. 35 bis 45, Karotten 5 bis 6, gelbe Kartoffeln 3,80 tue 4,00, Kopfsalat Steige 24 Stück 5,00 bis 5,50 wan., Schlüpfer 70 bis 100, Lattich 60 bis 80, Meerrettich 35 bis 45, Rhabarber 30 bis 40, Rö- mifchkohl 25, Rosenkohl 23 bis 25, Rotkraut 7 bis 10, Sellerie 50 Kilogramm 7 bis 12, Spinat 10 bis 15, Schwarzwurzel 14 bis 22, Tomaten, Steige 20 Pld- 3,50 bis 4 canar., Weißkraut 6 bis 8, Wirsing 12 bis 15, Winterkohl 12 bis 15, Zwiebeln 9,5 bis 11,5. Am Ob st markt blieben deutsche Aepfel noch gut angeboten, bei reger Nachfrage zogen die Preise allgemein leicht an. Das Apfelsinenangebot blieb ebenfalls gut, bei lebhaftem Geschäft blieben die Preise unverändert. Aepfel I 28 bis 35, II 20 bis 26, III 16 bis 20, Boskop 25 bis 35, Roter Eifer 20 bis 25, Schafsnasen 16 bis 20, amerikan. Aepfel 40 Pfd.-Kiste rote 15,00 bis 18,00, Apfelsinen: blond 13 bis 18 span., 16 bis 18 ital., Blut 12,5 bis 20 span., 18 bis 21 ital., Naval 25 bis 28 span., Bananen, Kiste 25 Pfd. I 7,00 bis 7,50, II 6,00 Kamerun, Erdnüsse 5 Pfd.-Packung 1,75 bis 2,00, Hmyrna-Feigen 50 Pfd.-Kiste 8,50, Trauben 45 bis 50 Alemeria, Zitronen 300 und 360 Stck. 5,00 6,00. Frankfurter Buttermarkt. Frankfurt a. M., 21. Febr. Der Buttermarkt zeigte gegen die Vorwochen noch keine wesentliche Veränderung der Lage. Die Zufuhren blieben weiterhin knapp und mußten zugeteilt werden. Die Nachfrage war naturgemäß sehr lebhaft. Von Auslandsware standen nur geringe Mengen holländischer Butter zur Verfügung. Es notierten in Mark per 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M. (Großhandelsoerkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 145 bis 148, feine deutsche Molkerei- butter 143 bis 145, deutsche Molkereibutter 142, Landbutter 125. holländische Butter 145 bis 148. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a. M., 21. Febr. Obwohl die Er- : Zeugung eine weitere Zunahme aufweist, halten die - Anlieferungen nicht mit der lebhaften Konsumnach- i frage Schritt, die sich nach Ermäßigung der Preise i ganz außergewöhnlich verstärkt hat. Die Zufuhren ' Stoffspezialhaus Bernard&Sohn Gießen, Plockstraße 14-16 Achtung! Bei Zahlung meiner Rechnungen bitte ich, auf die aufgedruckte Firma und den Stempel zu achten, sonst ungültig. Erstes Giebener ho?d Kanalreinigungs-Institut Inhaber: Wilhelm Westbrock jr. Das einzi e Spezialgeschäft, Steinstr. 27. Tel. 39 r>. Oilentliche Handeislehranslall der Industrie- nnd Handelskammer Gießen. Gießen. Liebigstraßelß 'LiebigbauX Fernr. 2480. Höhere Handelsschule: Abschluß-Prüfung entspricht der Prüfung für praktische Kaufleute. Schulgeld RM. 19.-. Zweijährge Hande sschnle: Abschluß mit der Mittleren Reife. Schulgeld RM. 17.-. Gründliche, fachlicheSchu« lung und Erweiterung der Allgemeinbildung und na honalpolitisch Erziehung. Keinerlei Kursbetrieb und keine Nebengebühren. Schulbeginn nur a.Ostern. Anmeldungund Auskunft täglich von 8 bis 12.30 Uhr. Prospekte kostenlos l2fii Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 23. Februar. Estomihi. Gietzen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Pfarrer Becker; 11: Kinderkirche f die Markusgemeinde, Pfarrer Becker; 17: Propst Knodt. — Iohanneskirche. 8.15: Pfarrer Ausfeld, Militärgottesdienst; 9.30: Pfarrer Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Iohannesgemeinde, Pfarrer Ausfeld; 17: Pfarrassistent Zschau; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal, Pfarrer Ausfeld. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfarrassistent Weckerling. 10.45: Kinderkirche für die Luthergemeinde, Pfarrassistent Weckerling. — Petruskapelle (Wetzlarer Weg). 9.30: Pfarrer Trapp: 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde, Pfarrer Trapp. — 20.15: Gemeindeabend, Pfarrer Trapp: Das Evangelium in Oesterreich. — Wieseck. 9.45: Hauptgottesdienst; 11: Kinderkirche; 15: Bibelstunde. — Älten-Duseck. 13: Gottesdienst. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — 211- bach. 12.30: Gottesdienst und Christenlehre. — Rödgen. 10: Gottesdienst. — Annerod. 13: Gottesdienst. — heuchelheiim. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst I. Abteilung. — Kirchberg. 10: Gottesdienst. — Daubringen. 13.30: Gottesdienst. — Mainzlar. 13.30: Gottesdienst — Klein-Linden. 11: Kindergottesdienst; 13.30: Gottesdienst. — Garben- keich. 13: Gottesdienst. — Haufen. 10: Gottesdienst. — Cid). 10: Stiftsdechant Kahn; 12.45: Kindergottesdienst; 14: Stiftspfarrer Naumann. — Nieder- vessingen. 10: Stiftspfarrer Naumann. — Cangs- dorf. 11: Hauptgottesdienst; 13.30: Kindergottes- dtenst. — Dettenhausen. 9.30: Hauptgottesdienst. — Hungen. 10: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst — Kirtorf. 13: Hauptgottesdienst, anschließend Kindergottesdienst. — Ober-Gleen. 10: hauptgottes- dtenst., anschließend Kindergottesdienst. — Wirberg. 10: Gottesdienst. — Beltershain. 12.30: Gottes- Dienstag, den 25. Februar. 20.30 Uhr: Bibel- und Gebetstunde. Gemeinschaft innerhalb der Kirche (Candeskirchl. Gemeinschaft), Gutenbergstraße 9, Sonntag, den 23. Februar. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunde. Mittwoch, den 26. Februar. 20.30 Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, den 27. Februar. Fugendbundstunde. Katholische Gemeinden. Samstag, den 22. Februar. Gietzen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 23. Februar. Ouinquagesima. Gietzen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe, Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Pre. digt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre mit Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. - Cid). 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. — Collar. 9.30: Messe mit Predigt. — Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. Montag, den 24. Februar. Caubach. 7.30 Uhr: Messe. Mittwoch, den 26. Februar. Gietzen. Um 7, 7.30 und 8 Uhr wird die ge> weihte Asche ausgeteilt. — Hungen. 7.15: Messe. Freitag, den 28. Februar. Gietzen. 20 Uhr: Fastenandacht. Oeffentllcher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringenve» Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Zelt, fon 02. Hauptpostamt: Beschrankter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. ,.6Ka?1tpoftamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. 21 e r 3 t c : Dr. Malech, Dr. Neumann-Spengel. Zahnarzt: Dr. Breuning. Apotheke: Engel-Apotheke. ~ . Tierärztlich untersuchte y Ujjf fßritel und Löulersteine aus den berGhmfen Zuchtgebieten Han- "ov®r n Westfalen habe laufend auf Vorbestellung ieden eewdnscht. Posten zum billigst Tazesorels n Machnahm abzueeb Off. heute: 15-20 Pfd 14-16 25 Pfd. 16—1$ RM.. 25-10 Pfd 10-22 RM^ 30- 40 Pfd 22-27 RM. nro tek ab. Stat. Durch d Transport entstandener Gewichtsverlust veht zu La- eteu d Käufers Tiere sind kurzrOßllch z affhaarier brelfbucklitr lancvestreckt. teils weiß u gescheckt elvnen s. besf Z. Zucht u Mast fA’lgem sind männl ' ere eeschnftt.) Garantie ff)r nrlma lere besf. Fress sowie gesund 4n- ktinff 10 Taee n Fmofantr Bel Nicht- gefallen nehme zurOck auf meine Kost., daher kein Risiko. Käfke sind d Jah- reszelt entsprech, einzerlcht. o kosten b. 3 Ferkel 1 RM b.6 Ferkel 2 RM Ludwig Fortkord, Kloster Oesede __________Bez. Osnabrück 37 ......p. m |,'“il,e;Satin* .9") cni breit, fast knitterfreie, bildschöne \\ are mit glänzender Abseite p. m Flamenga. 95 cm breit Wolle mit Kunstseide gemischt....... C'!o