186. Jahrgang Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen 8.221 (Elftes Blatt 186. Zahlgang Montag, 21. September 1956 — Ä Ä Annahme von Anzeige« ^scheint tügltch. außer W für die Mittagsnummer Etags und Feiertags A H T ▲▲ bis8'/»UhrdesVormittags •eben?/ F^milienblätter W uA W H W Grundpreise mm höhe ZU-Z IDlvnvIlvl AlnvlUvl ==i= -Lch bei Nichterscheinen N M MM Ermäßigte Grundpreise: 2N seinen Nummern Stellen-, Vereins., gemein- AGs General-Anzeiger für Oberhessen -cht-n: Anzeiger Sietzen w * ’ ’ b-hördlich-Anz-ig-nkRpf. ranifurtf?m‘main 11686 Druck tittb Verlag: vrühl'sche UaiverfitSIr vuch- und Steinöruderet R.Lauge In Siehrn. Schriftlettung und Geschäftsstelle: Schnlftrahe r M-ngenabschM-Staffels Hinter den Kulissen amtlicher Neutralität bei den Gerichten Klage Reichsministcr Dr. Frank be« von Sergeanten in Uniform und hoch beladen mit Munitionskisten. Nach einem Hinweis auf die Waffengeschäfte des Generalssekretärs der Sozialdemokratischen Partei Belgiens, Jean D e l v i g n e, für die Madrider Regierung schreibt der „V. B." u. a.: Es bleibt lediglich die Frage, ob damit die Beteiligung der betreffenden Regierungen an den diplomatischen Neutralitätsaktionen nur Täuschungsmanö- fich die Dardanellenfrage auswirken wird, wenn es zum russisch-japanischen Zusammenstoß kommen sollte? Und nach der Adria und dem Mittelmeer kann nun auch das Rote Meer zur Schicksalswiege für Italien werden, nachdem das neue Imperium dort ein Reich sechsmal so groß wie das Mutterland zu verteidigen hat. Don den Alpen bis zum Indischen Ozean — es ist viel, was auf zwei Augen ruht, und man kann es verstehen, wenn sich das ganze Volk geschient und bewaffnet hinter seinen Duce stellt, wie die zur Pallas Athene gewordene Roma auf dem Kapitol. Reichsminister ör. Frank in Italien. V i a r e g g i o, 19. Sept. (DNB.) Auf Einladung des italienischen Außenministers Graf C i a n o hat Reichsminister Dr. Frank eine mehrtägige Reise nach Italien angetreten. Der Reichsminister wird begleitet von Hauptamtsleiter Dr. D r e s l e r und seinem Adjutanten F r o b o c s e. Am Sams- tagvormittag traf der Reichsminister im Salon- Se v i l l a, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Spanische Flüchtlinge aus Alicante, die die Wahnsinnstaten der entmenschten Marxisten i n Cartagena und Malaga miterlebten, und auf abenteuerlichen Wegen dem Blutbad der Roten entkommen konnten, erzählten dem Sonderberichterstatter des DNB. ihre furchtbaren Erlebnisse. Wenige Tage vor Ausbruch der Revolution riefen die marxistischen Arbeitergewerkschaften in Cartagena den Generalstreik aus, um die nicht mit der og. Volksfront sympathisierenden Einwohner zu entwaffnen. Ein Einwohner, der im Verlauf einer politischen Auseinandersetzung mit zwei übel beleumundeten Marxisten diese tötete, wurde von einer Menschenmenge verfolgt, bis er in einem Polizeirevier Unterschlupf fand. Der rote Pöbel forderte den Kopf des national denkenden Einwohners, so daß die Polizeibeamten ihn d e m mordlustigen Gesindel auslieferten. Dieses fesselte das wehrlose Opfer und schleifte es mehrmals durch Straßenzüge zum Hafen, wo der Arme auf einen Stiel gebunden und unter dem Jubel der entmenschten Marxisten verbrannt wurde. Als sich Albacete erhob, wurden sofort aus Murcia, Cartagena, Alicante und Lorca rote Streitkräfte entsandt, die in Stärke von etwa 4000 Mann Albaccta angriffen. Erst nach Ablauf von 6 Tagen ergaben sich die 250 tapferen Nationalisten der erdrückenden roten Uebermacht. Einer der Gefangenen wurde von den Roten an einen Bretterzaun genagelt. Mit dem aus seinen Wunden strömenden Blut schrieben dann die Unmenschen Revolutionsparolen an die Wand. Ein nach Alicante zurückkehrendes Lastauto der roten Milizen führte als Trophäe abgeschnittene Hände Oie Spende des englischen Beamtenverbandes für die spanischen Marxisten erregt große Empörung im Verband. London, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Der Finanz- und Organisationsausschuß des englischen Beamtenverbandes hatte kürzlich beschlossen, die spanischen marxistischen Streitkräfte Aoler Angriff ans den Alkazar von Toledo abgeschlagen senen Nationalisten unter schweren Verlusten zusammen. Nach diesen gescheiterten Angriffen habe die Regierungsartillerie sofort wieder die Beschießung mit 15,5 Haubitzen ausgenommen. Die Luft im Kampf- aebiet sei durch dichte Rauch- und Gasschwaden verpestet, so daß man kaum mehr habe atmen können. Um 17 Uhr seien drei Bombenflugzeuge der Nationalisten über der Stadt Toledo erschienen, was bei den Roten große Aufregung heroorgerufen habe. Nach kurzer Zeit seien jedoch die nationalistischen Flieger von roten Flugzeugen zum Rückzug gezwungen worden. Ministerpräsident und Kriegsminister Caballero habe in Toledo die Stellungen besichtigt und eine lange Unterredung mit General Asensio gehabt, der den Oberbefehl über die marxistischen Truppen in Toledo und an der Talaoera-Front führt. v e r darstellen, oder ob sich in diesen Ländern schon eine Art roter Nebenregierung gebildet hat, gegenüber der die offiziellen Regierungen ihre Politik und ihren Willen gar nicht mehr d u r ch z u s e tz e n in der Lage sind. Sollte dies der Fall sein, so erscheint aber jede ernsthafte politische Vereinbarung mit derartigen Regierungen völlig überflüssig, weil ja keinerlei Gewähr mehr für die Einhaltung der Vereinbarungen gegeben ist. nationaler Soldaten autz Albacete mit. Ueber 30 Marineoffiziere wurden in Malaga nach den schlimmsten Mißhandlungen i n s W a s s e r geworfen und ertränkt. Die rote Besatzung des in Cartagena in der Werft liegenden Kreuzer „Jaime I.“ forderte die Ermordung der gefangenen Nationalisten an Bord der „Espana IIP. Dieses Schiss fuhr dann auch in Begleitung eines wenige Tage vorher mit gefangenen Faschisten, Polizeibeam- ten und Offizieren an Bord eingelausenen Dampfers nachts um 2 Uhr auf das offene TNeer hinaus und kehrte um 11 Uhr wieder zurück. Die roten Bestien verübten die vielleicht grausamste Mordtat, die je die Weltgeschichte gesehen hat, in dem sie 140 Marineoffiziere und 300 Offiziere des Heeres und der Polizei und Mitglieder der faschistischen Partei von Alicante ins Meer warfen und ertränkten, nachdem sie ihnen vorher mit Draht die Hände und Füße zusammengebunden hatten! Nach diesem Verbrechen tobte sich der Blutrausch der Roten weiter in der Ermordung zahlreicher rechts st ehender Einwohner Cartagenas aus. Im Hafenort Torrevieja erhoben sich eines Tages die Beamten der Guardia Civil, die daraufhin in 40ftündigem Kampf 60 Kommunisten töteten. Die Augenzeugen schlossen ihre Berichte mit der Feststellung, sie hätten es niemals für möglich gehalten, daß Menschen zu derartl- gen tierischen Grausamkeiten fähig sein können. Paris, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Ueber den um den Alcazar in Toledo weiter tobenden Kampf berichtet Havas, daß. die ganze Nacht zum Sonntag Flugzeuge der Madrider Regierung d i e Ruinen der Festung mit Bomben belegt hätten. Am Sonntag früh habe dann die Regierungsartillerie auf die Eingänge zu den unterirdischen Gewölben geschossen. Gegen 11 Uhr sei eine 20 Mann starke Abteilung der Sturmgarde auf Leitern bis in den Garten des dem Alcazar benachbarten zufammen- geschossenen Hauses gelangt, von wo sie das Kapuziner-Kloster beherrschten. In diesem Augenblick hätten die im Militärgouvernementgebäude befindlichen Verteidiger ein wütendes Maschinengewehrfeuer auf die Sturmabteilung eröffnet, die sich daraufhin unter Verlusten wieder zurückziehen mußten. Ein gleicher Versuch der roten Miliz brach ebenfalls in dem i wohlgezielten Maschinengewehrfeuer der eingeschlos-1 mit 100 Pfund Sterling z u unterstützen. Dieser Beschluß hat bei zahlreichen Mitgliedern des Verbandes große Entrüstung ausgelöst. In mehreren Regierungsbüros waren sogar Plakate angeschlagen worden, in denen die Beamten aufgefordert wurden, Geldsummen für die Madrider Linksregierung zu stiften. Das Innenministerium sah sich daher genötigt, die Samrn- des, Brown, angestrengt, da die Verbandsleitung keine Vollmachten habe, die Gelder ihrer Mitglieder zu Sammlungen für irgendeine ausländische Regierung zu verwenden. Oer holländische Geschäftsträger aus Madrid abberufen. Haag, 19. Sept. (DNB.) Die holländische Regierung hat ihren Geschäftsträger Dr. F l a e s aus Madrid abberufen Der Geschäftsträger hat Spanien bereits verlassen. Trotz bindender Zusage der spanischen Linksregierung, die Rechte der holländischen Gesandtschaft zu achten, hatten Beamte der Geheimpolizei ein zur holländischen Gesandtschaft gehörendes Gebäude besetzt und aus ihm Einrichtungsgegenstände rechtswidrig entfernt. Auf Einspruch des Geschäftsträgers machte zwar die Madrider Regierung Versprechungen, die jedoch nicht gehalten wurden. Aber auch im engeren Kreis, im Mittel- meer gilt es, auf der Hut zu sein. Mit einem Federstrich hat England die italienische Sprache auf Malta abgeschafft, nicht gewillt, diese Festung zu schleifen. Kaum sind die britischen Kriegsschiffe abgezogen, muh England die Heimatmanöver ab- brechen, um Truppen nach Palästina zu schicken. Die marxistischen Maffenmorde in Südspamen Augenzeugen berichten von entsetzlichen Greueln der Noten an nationalistischen Offizieren und Einwohnern. Ultruieil, Ulli AlUfpcil liuvy 0“ ........................ ' Unabsehbar die Tragweite der Araberaufstände. lung von Geldern für derartige Zwecke im amtlichen Wie ist es mit dem britisch-ägyptischen Vertrag? Büro zu v e r b i e t e n. Ein Mitglied des Beamten- Mit dem Sudans Wer will sagen, ob die Säulen ii-rbanöc« hat nun bei den Gerichten Klagei^i-^ uvl +'llu“111 der Hettule-Mcht ch» B-h-klsch-k wechstlu? Ußie 86üen ben Q e n e r a 11 e t r c t a r bes Setban-1 empfangen wurde. JRom in Waffen. on unserem römischen E.-Korrespondenien. Rom, September. icht geschwächt, wie es Mussolini von besorgten f unden, die um ihr eigenes Wohl besorgt waren, lW phezeit wurde, nicht verzettelt, wie es selbst n tärische Sachverständige für wahrscheinlich hielte sondern im Gegenteil ungemein gestärkt is das italienische Heer aus dem abessinischen -enteuer" heimgekehrt. Wenn der Duce sein Urte nach dem Abschluß der diesjährigen Sommer- rrnöoer — elf Monate nach Beginn des Feld- ■ 3 • es! — in die öffentliche Erklärung zusammen- fc n konnte, auf einen einzigen Wink würden sich a t Millionen in Waffen erheben, so i tf Das bestimmt keine Prahlerei, die der Sieges- Z rc ch zeitigte; man wird eher noch ein paar Milli en für den Ernstfall zugeben dürfen. enn die Zeiten, wo sich jeder Laie nach den f resbüchern und Parlamentsdebatten die Frie- b S- und Kriegsstärke eines Heeres ausrechnen frnte, sind vorbei. Der Gegner muß gewärtig fc daß ihm jeder Wassensähige entgegen- I tr , unbekümmert um internationale Gepflogen- Wh.sn oder Vereinbarungen, ja, das ganze T l k „Armee" ist. Vorbei die Kriegerkasten und T.itärschulen, beginnt doch die Erziehung zur 2 urhaftigkeit schon zu Hause. Ein neugeborenes & ) kann noch am gleichen Zage in die faschistische sptei eingeschrieben werden, schon die Sechs- t je: igen, die „Söhne der Wölfin" marschieren in 1 5.:) und Glied, die kleinsten Balilla haben bereits 3' Einige Feuergewehre mit Bajonetten, genau nach ■ fc Militärmodell gearbeitet, nur entsprechend Itner. Vorbei die Aera der Lebertrantante und 200 Sowjet-Flugzeuge für Barcelona. Sowjet-Rußland und Frankreich fetzen die Hilfsaktion für die spanischen Marxisten fort Der „Völkische Beobachter" meldet, daß in B a r - celona bisher insgesamt 200 sowjet- russische Flugzeuge mit vollzähliger Sowjetbefatzung eingetroffen seien. Es handele sich um besonders schnelle Jagdflugzeuge sowie um Großtypen von Bomben- und Transportflugzeugen. Die Transportflugzeuge hätten Panzerwagen mitgeführt. 25 Maschinen werden sofort nach Madrid weiterfliegen, wo sich auf dem Flugplatz Getafö im Augenblick noch vier sowjetrussische „Gorki"-Bomber befänden. In diesen Tagen seien auf dem Madrider Flugplatz ferner 70000 Gewehre sowjet- russischen Ursprungs ausgeladen worden. Dem Rotterdamer Berichterstatter des „V. B." erklärte ein von einem Aufenthalt in der spanischen Kampfzone nach Holland zurückgekehrter Holländer, er habe einwandfrei feststellen können, daß bei den Kämpfen um Jrun die Aufstellung der Maschinengewehre der Roten durch einen französischen Kapitän vorgenommen worden sei. Der französische Botschafter in Madrid, Herbet t e, sei mit seinem Kraftwagen nach Bayonne gefahren, um Lebensmittelbe st ellungen für d i e rote Armee von Jrun durchzuführen. Für jedermann sichtbar fuhren über die internationale Brücke Hendaye—Jrun Munitionskraftwagen für die rote Armee und wurden von der französischen Grenzwache ohne weiteres durchgelassen. Der holländische Gewährsmann will auf der Autostraße zwischen Behobie in Frankreich und dem spanischen Behobia schwere französische Armee kraft wagen beobachtet haben, gesteuert wagen der italienischen Regierung in Pisa ein, wo er im Namen des Alchenminister von dessen Chef der Privatkanzlei. Commodore A n s u s o. andere, die riesige Maschinerie verlangt riesige Anstrengungen, Rom muß immer mächtiger werden. So lautete denn auch die Losung, die der Duce ausgab, nicht als Ausdruck einer Großmannssucht, sondern einer Naturnotwendigkeit. Es kann sich nicht bescheiden, selbst wenn es wollte. Und war es schon bisher ein falscher Gemeinplatz zu sagen, Italien habe Mangel an Raum, so kann es nun gar nicht genug Menschen haben. Weil es den Frieden braucht, um Abessinien auch innerlich erobern zu können, muß es eine unangreifbare Rüstung tragen, also immer noch mehr rüsten. Tag für Tag hämmern die Zeitungen diefe Erkenntnis ins Volk. Wer will sagen, ob die Stunde, wo diese Errungenschaft, dieser Friede verteidigt werden muß, nah oder fern sei? Gewapfine t s e i n , das ist der Weisheit letzter Schluß. Die Zeichen stehen auf Sturm: Von Spanien bis zum Fernen Osten ist die Welt in Gärung, niemand kann wissen, ob er nicht morgen schon auf die Schanze gerufen wird, um die Güter, die dieses Leben lebenswert machen, gegen die bolschewistische Unterwelt zu verteidigen. Belgische Marxisten als Waffenschieber. z Brüssel, 19. Sept. (DNB.) Dio Staatsanwaltschaft nahm in Brüssel, im Gebiet von Borinage und im Lütticher Bezirk Haussuchungen bei Kommunisten und Anhängern der Trotzki-Partei vor. Zahlreiche belastende Schriftstücke und auch Waffen wurden beschlagnahmt. In Charleroi hat die Polizei Listen beschlagnahmt, in denen alle Unterkunftsräume der bei den Linksrevvlutionären besonders verhaßten staatlichen Gendarmerie und die wichtigsten öffentlichen Gebäude verzeichnet waren. Andere Liften enthielten die Namen von Polizeiangehörigen sowie von Gegnern der revolutionären Bewegung. Die Staatsanwaltschaft beschlagnahmte auch die Mappe, die ein Waffenkäufer der Madrider Regiegierung in Belgien verloren hatte. Aus den Schriftstücken geht hervor, daß sich die marxistische spanische Regierung bei ihren Waffenkaufversuchen bekannter Persönlichkeiten der belgischen Sozialistischen Partei bedient, die mit 6 Ministern im Kabinett van Zeeland vertreten i st. In einem dieser Schriftstücke heißt es, daß sich der Hauptmann Huesca wegen der Waffenlieferungen an den Generalsekretär der belgischen Arbeiterpartei Jean Delvigne wenden möge. Delvigne selbst ist erst vor kurzem von einer Reife nach Spanien zurückgekehrt. Delvigne ist der Sohn des ehemaligen Lütticher Abgeordneten, der von der Regierung van Zeeland in Vorschlag gebracht worden ist, um als königlicher Kommissar die Kontrolle über die Rüstungsfabrikation in Belgien in die Wege zu leiten. (!) kalten'6aSMinnmäWs ®eer, eine ausreichende - 'notwendigen Rohstoffe? Nach w.e vor awelt es an Eisen und Kohle, an Faserstoffen i 'einer Reihe roidjtiger anderer ©mge Unter Gesichtswinkel muß ine Eroberung l -ssiniens gewürdigt werden. Man ho st n sie die letzte Lücke schließen werde. Dabei wird ::d) nicht etwa an die Ausbeutung einer Kolonie licht, dem neuen imperialen Gedanken begt viel iVr die Vorstellung zugrunde daß nun vstafrika en Teil Italiens bildet, der nach den :d)en Grundsätzen verwaltet wird, wie sie ln ‘ en gelten. Immerhin liegt noch ein Stuck agyp- ' -englischen Bodens wie ein fremder Korridor diesem schier unermeßlichen Reich und dieser qel bedingt eine starke Handelsflotte zu deren Schutze eine noch stärkere ^egsflotte. So greift ein Zahnrad in das I U mütterlichen Besorgtheit wegen einer gefähr- | il: n Armbrust oder eines Luftgewehrs. Dahin das I t perren der Mädchen und das amouröse Nichts- । t der goldenen Jugend. ach dem Dienstrahmen: soundsoviel Militärzett, | § :rve, Hebungen usw. geht es zwar immer noch, I c 7 auch derjenige, der das alles hinter sich zu Ihm glaubte, wird nun erfaßt, gleichgültig, ob I c ordentliches Gesetz dafür da ist oder nicht. Neh- r wir ein praktisches Beispiel: Ein Bauer von I t Big Jahren, der seine zwei Jahre abgedient hat r nun eigentlich unter Berücksichtigung seines Be- | i s frei sein sollte. Eines Tages lädt man ihn j n Eintritt in Öen Fascio ein, nachdem w s auch in seinem weltverlorenen Nest eine solche 5 sgruppe gebildet hat. Er kann und will aus r Siebenen Gründen nicht Nein sagen. Einmal ! schwarze Hemd angezogen, erlebt.er nun den 5 dato fascista, den freien Samstagnach- ‘ riag, der gesetzmäßig zum Wohle des Vaterlands I c. genützt werden muß, und den Sonntag dazu auf I cr-ier mannhaftere, militärische Weise; die pflug- gt werden, denn die Heranziehung aller zum r:gsdienst wirft die Frage a.uf: Wer soll, wenn .-/und alt im Feld steht, die Waffen h e r- llen, die Fabriken in Gang halten, de n e r b e s o r g e n ? Es ist klar, daß diese Ueber- : ing eine einfache Addition der Heeresziffern oer» et; man müßte, um die Kolonnen übersichtlich | urrichten zu können, wissen, wer wen zu ersetzen ?imag und wo und wie. Auch daran hat man in | cm gedacht und daher die gesamte In du- ' e unter Staatskontrolle gestellt, wie ■; er Post, Eisenbahn, Telephon usw. Eme^nackte i'staatlichung ist nicht notwendig, da sich das so- : innte parastatale System, was wir nicht ganz "yöpfend mit halbstaatlich "versetzen, ..6" ?"ährt hat. Rein wirtschaftlich betrachtet wurde -( Fabrikcttions- und Handelsfreiheit zwar größere minne für den einzelnen abwerfen, aber das - iatswohl geht vor. Es kann gar keinem 1 ^reifet unterliegen, daß dieses autoritäre System l u wirtschaftlichem Gebiet dem demokrattschen m I ii Stunde der Gefahr weit überlegen ist; em I (trat, der heute noch glaubt, es sei ja dann immer MD< Zeit, sich umzustellen, befindet sich, wenn aus I h jüngsten Erfahrungen, besonders aus dem I ''cnktionskrieg, eine Lehre gezogen werben kann n immt im Irrtum. Ein Wink Music' mis und I 1 Räber laufen für ben Staat. Sie still stehen I i (affen, wenn ein vermeintlich starker Arm es linl bas ist keine Kunst. Die marxistische Lehre hat i den Maschinen genau so versagt wie aus Dem ; r tarfer, wo Die faschistische bie Getreideschlacht ne land Das ;u suchen bwehr die die Ordnung aufrechterhalten würde. Diese Ordnung sei aber unvereinbar mit den dunklen Machenschaften gewisser Drahtzieher und den ständigen Verletzungen des republikanischen Gesetzes. Die radikalsozialistische Partei könne nicht dulden, daß die Arbeiterschaft den ausländischen Aufwieglern Gehör schenke. aller Staatszerstörer und stehe treu zur Regierung Salazar. Portugal wünsche keine iberische Sowjetrepublik, sondern seine Unabhängigkeit und nationale Freiheit. Irische Massenkundgebung gegen den Bolschew smus. Dublin, 21. Sept. (DRV. Funkspruch.) In Cork fand am Sonntag eine Massenkundgebung gegen den Bolschewismus statt, an der sich über 40 000 Menschen beteiligten. Die Teilnehmer an der Kundgebung, die von der „Irischen christlichen Front" veranstaltet wurde, gaben ihrem Mitgefühl für die verfolgten Katholiken in Spanien Ausdruck. Einige kommunistische Störenfriede wurden von der Menge verprügelt. Einer von ihnen ergriff die Flucht und versteckt sich vor der ihn verfolgenden Menge in einer katholischen Kirche. Ein anderer Kommunist, den die Kundgebungsteilnehmer mit den Rufen „Lyncht ihn!" und „W ir wollen keineKom- m u n i st e n hier!" verfolgten, wurden von der Bürgergarde in Schutzhaft genommen. Bei dem darauf folgenden Handgemenge wurden drei Bürgergardisten niedergeschlagen-, schließlich wurde Menge mit Gummiknüppeln zurückgetrieben. Kommunistische Revoluttonshehe in Palästina. aufgehen, wo die Volksverführer zu seien. Ganz Portugal sei sich einig in der A MrMche „Führer" flüchten nach Paris. Oie Vadikalsozialisten gegen Zabrikbesehungen. Paris, 20. Sept. (DNB.) Die Radikalsoziali- stische Partei hielt in verschiedenen Städten Provinzialtagungen ab, auf denen radikalsozialistische Kabinettsmitglieder anwesend waren. Sämtliche Minister wieten auf die unhaltbaren Zu st ände hin, die durch Oie Streiks und die Besetzung Amerika und der Kommunismus Angriffe Hearsts gegen Roosevelt. Paris, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) „Echo de Paris" meldet, daß ständig marxi- stische Führer Spanien verlassen und insAuslandflüchten. Die spanische Botschaft in Paris sei überfüllt von Abgeordne- t e n, die sich alle angeblich in besonderer M i s- Hon hier befänden. Tatsächlich ließen sie sich dort dann die leer gewordenen Botschafterposten zuteilen. Außerdem aber überschritten tagtäglich zahlreiche Persönlichkeiten der spanischen Linken die französische Grenze, die nie wieder nach Spanienzurückkehren wollten, obwohl sie doch in ihrem Lande das Regime ihrer Träume errichtet hätten. Aber es sei immer die gleiche Geschichte, so schließt das Blatt: die marxistischen „Führer" vergäßen bei er st en Anzeichen von Gefahr ihre Pflichten. Deutschland der ruhende pol. Antikommunistische Arbeiterkundgebung in Oporto. Lissabon, 19. Sept. (DNB.) In Oporto veranstalteten etwa 20 000 Arbeiter aus den nordportugiesischen Provinzen im Zuge der großen Aktion gegen den Kommunismus einen Aufmarsch. Anschließend fand im Kristallpalast eine Kundgebung statt, auf der der Staatssekretär für die Korporationen im Namen der nationalen Gewerkschaften sprach. Er wies auf die ungeheuren Gefahren des Kommunismus für alle Völker hin, für die Spanien eine Warnung sein solle. Ein Abgeordneter verglich die innerpolitische Lage der bolschewistisch-marxistisch geführten Staaten mit Deutschland, das der ruhende Pol sei. „3n Deutschland", so erklärte der Abgeordnete wörtlich, „ist jeder einzelne Arbeiter ein überzeugter und begeisterter Kämpfer der Nation. Deshalb ist das Deutschland Adolf Hitlers das Land der Freude, des Glückes und der Zufriedenheit. Auch in Portugal", so sagte der Redner weiter, „müßten auch dem letzten Arbeiter die Augen Aus Madrid berichtet der Rundfunksender von Teneriffa, daß die a n a r ch i st i s ch e n Horden Samstag einen Ueberfall a u f den Palast des Präsidenten der R e p u b l i k, A z a n a, versucht hätten. Sowohl der Präsident wie auch alle Minister würden von den Marxisten st r e n g überwacht, da man befürchte, daß die Regierungsmitglieder angesichts der drohenden Einkreisung von Madrid durch die nationalen Truppen einen Fluchtversuch unternehmen könnten. Aushebung kommunistischer Propagandanester in Salzburg. Wien, 19. Sept. (DNB.) Nach Beobachtung der kommunistischen Propagandatätigkeit im Lande Salzburg griffen die Behörden am Freitag überraschend zu, es gelang ihnen, den größten Teil der illegalen kommunistischen und revolutionär sozialistischen Organisationen in den Salzburger Landbezirken Pongau, Pinzgau und Flachgau aufzudecken. Zahlreiche Leiter der einzelnen Untergruppen wurden verhaftet. In der Stadt Salzburg selbst wurde die gesamte Landesleitung der Ro- t e n festgenommen. Vier Verhaftete haben bereits umfangreiche Geständnisse abgelegt. Im Zusammenhang mit den Salzburger Verhaftungen wurden am Samstag in der Nähe Wiens und im nörd- lichen Niederö st erreich führende Kommunisten festgenommen und umfangreiches schwer belastendes Material sichergestellt. Ein Hirtenbrief des Erzbischofs von Edinburgh gegen den Kommunismus. London, 19. Sept. (DNB.) Der katholische Erzbischof von Edinburgh, Macdonald, ließ in allen Kirchen seiner Erzdiözese einen Hirtenbrief verlesen, in dem er auf die Gefahren des Kommunismus hin- weist. Er schreibt u. a.: Der erschütternde Ausbruch des Kommunismus in Spanien hat der ganzen zivilisierten Welt einen Schlag versetzt. Die unbeschreiblichen Grausamkeiten an Priestern und Nonnen, die verabscheuungswürdigen Verbrechen an Heiligenbildern, Kirchen und Darstellungen des Heilands sowie die s i n n- lose Revolte gegen jedes Gesetz und gegen jedeOrdnung zeigen ohne Zweifel, daß das Christentum der Feind ist, auf den man zielt. Gott selbst ist der Gegner. Der Papst habe erklärt, daß der Kommunismus die große Gefahr für die Menschheit sei. Aber trotz des riesigen Ernstes seines Appells begreife ein großer Teil der Welt die Bedeutung der aufgeworfenen Frage nicht. Die Welt horcht auf. Wachsendes Verständnis für die Gefährlichkeit der kommunistischen Umtriebe. London, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Wie „Daily Telegraph" aus Jerusalem meldet, wurde in ganz Palästina ein kommunistisches Flugblatt verteilt, das von den „bewaffneten Banden für die nationale Unabhängigkeit der sozialistischen Arbeiter Palästinas" unterzeichnet ist. Das Flugblatt richtete seine Angriffe bemerkenswerter Weis? hauptsächlich gegen die arabischen Führer, deren Vermittlungsversuche es verurteilt. Die Arbeiter werden aufgefordert, zu den Waffen zu greifen und bis zum Ende zu kämpfen. Das Flugblatt schließt mit den Worten: „Nieder mit den arabischen Führern, mit dem Zionismus und der Vermittlung^ Es lebe die bewaffnete Revolution und eine kommunistische Regierung, gebildet durch die Vereinigung aller arabischen Länder!" gab sich zunächst nach V i a r e g g i o, wo er sich mehrere Tage aufhalten wird und Gast des italienischen Außenministers ist. Reichsjugendsührer von Schirach in Rom. Rom, 21. Sept. (DNB.) Reichsjugendführer v. S ch i r a ch ist, begleitet vom italienischen Staatssekretär im Erziehungsministerium, Ricci, am Sonntagabend von Florenz kommend, i n R o m eingetrossen. Die italienische Hauptstadt bereitete den aus Florenz kommenden 4 5 2 Hitlerjun - gen einen überaus herzlichen Empfang. Auf dem Bahnsteig hatte eine Formation der Balilla Aufstellung genommen. Ferner waren die Führer der römischen Balilla, Vertreter des Fascio und des Erziehungsministeriums und die römische HI.- und BDM.-Gruppen mit Vertretern der beiden Botschaften, der Kreis- und Ortsgruppenleitung sowie der Kolonie erschienen. Die Einfahrt des Zuges er- falgte unter Trommelwirbel der Balilla, in den sich stürmisches Händeklatschen und Heil-Rufe auf Hitler und Mussolini mengten. Nach der Begrüßung nahmen Balilla, HI. und BDM. auf dem Bahnhofsplatz Aufstellung. Dann marschierten die Hitlerjungen, geführt von der Balilla, mit klingendem Spiel in ihre Quartiere. Die vorzügliche Haltung der Hitlerjungen erregte lebhafte Bewunderung, der die Menge immer wieder durch Beifall und Hochrufe Ausdruck verlieh. Reichsminifler Ör. Goebbels in Athen. BegeisterterEmPfangdurchdieBevölkerung. Athen, 21. Sept. (DNB.) Sonntag, 19 Uhr, traf auf dem Athener Flugplatz Tatoi mit dem Sonderflugzeug Reichsminister Dr. Goebbels mit feiner Gattin ein. Im Gefolge des Ministers befanden sich sein persönlicher Referent Ministerialrat Hanke, .Regierungsrat v. Meyssen - hoff und Adjutant v. Wedel vom Propagandaministerium sowie einige persönliche Freunde. Zur Begrüßung des Ministers hatten sich aus dem Flugplatz eingefunden in Vertretung des griechischen Ministerpräsidenten Metaxas der Chef des Protokolls Vikelas, der deutsche Geschäftsträger in Athen Dr. K o r d t mit Gesandtschaftssekretär Vel- Hagen sowie der Landesleiter der NSDAP. Griechenlands Dr. Wrede und der Ortsgruppen (eiter der NSDAP. Athens Dr. C r o m e, sämtlich mit ihren Damen. Die Kunde von dem Eintreffen des Reichsministers hatte sich schnell verbreitet und die Bevölkerung bereitete Dr. Goebbels einen begeisterten Empfang. Sofort nach der Landung begab sich der Minister nach dem Cecil- Hotel in Kefissia, einem Kurort in der Nähe Athens, wo er Wohnung nehmen wird. Die griechische Presse weist auf die Anerkennung hin, die Dr. Goebbels auf dem Reichsparteitag in Nürnberg dem griechischen Kampf gegen den Umsturz gezollt hat. Die Blätter heißen den Gast herzlich willkommen und versichern, daß er bei Volk und Staat einer besonders freundschaftlichen Aufnahme sicher sein könne. Da der König von Griechenland sich zur Zeit noch auf seinem Sommersitz in Korfu befindet, wird sich Reichsminister Dr. Goebbels in Begleitung des deutschen Geschäftsträgers Dr. Kordt im königlichen Palais in die Besuchsliste einzeichnen. Darauf wird er dem Ministerpräsidenten Metaxas, dem Minister für Pressewesen Nikoloudis und dem Gouverneur von Athen Kotzias, dem früheren Oberbürgermeister von Athen, Besuche abstatten. Reichsaußenminister von Neurath in Budapest. B u d a p e ft, 19. Sept. (DNB.) Reichsaußenmini- ster vonNeurath traf am Samstagmittag in Begleitung seiner Gemahlin im Flugzeug in Budapest ein. Es handelt sich um einen Privatbesuch, den der Reichsaußenminister seiner Tochter, der Frau des Budapester deutschen Gesandten von Mackensen, abstattet. Freiherr von Neurath wird, einer Einladung des Reichsverwesers von Horthy folgend, auch an einer Jagd In Gödöllö teilnehmen. Im Verlauf des Budapester Besuches wird der Reichsaußenminister Gelegenheit nehmen, mit führenden ungarischen Staatsmännern einen Gedankenaustausch zu pflegen. Die Regierungsblätter widmen dem deutschen Außenminister warme Worte der Begrüßung. Wahlen in Schweden. Marxistische Mehrheit in der Zweiten Kammer des Reichstags. Stockholm, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Am Sonntag fanden in Schweden die Wahlen zur zweiten Kammer des Reichstages statt. Von 230 Sitzen errangen die Sozialdemokraten 112, die sozialistische Kilbom-Partei 6 und die K o m m u n i ft e n 5 Mandate. Zum erstenmal in der schwedischen Geschichte verfügen die Marxisten mit 123 Sitzen über die M e h r h e i t in der zweiten Kammer des Reichstages. Die konservative Partei erhielt 44, die A g r a r ie r 36 und die aus der Vereinigung der Liberalen und der Freiwilligen hervorgegangene Dolkspartei 27, insgesamt also 107 Parlamentssitze. In der im Jahre 1932 gewählten Kammer verfügte die Rechte (Konservative und natiönale Partei) über 56, der Bauernbund über 37, die Volkspartei über 25, die Sozialdemokraten über 102 und die Linkssozialisten und Kommunisten zusammen über 10 Mandate. jedoch Fortschritte erzielt werden, so sei eine Aus- dehnung auch auf andere Mächte nicht ausge- chlosfen Eine Frage, ob er mit Eden über die deutsch-russischen Beziehungen gespro- chen habe, verneinte der französische Minister- Präsident. Auch die Reform des Völkerbundes fei nur beiläufig erwähnt worden. Der Pariser Berichterstatter der „Mornmg Post' meldet, man habe den Eindruck gewonnen, daß die Besprechung einen etwas unentschiedenen Verlauf genommen habe. Auf englischer Seite habe man anscheinend darauf hingewiesen, daß es erwünscht wäre, die erste Konferenz der Westmächte auf eine Erörterung der tp e ft • europäischen Sicherheit zu beschränken. Zu einem späteren Zeitpunkt könnte bann eine allgemeinere Konferenz folgen in der Probleme, die sich auf das ganze europäische Festbeziehen, behandelt werden würden. gier un gs form feindlich gegenüberstehcn. Eine Erklärung des Weißen Hauses nennt diesen Artikel ein „gemeines Machwerk", das den Zweck verfolge, die amerikanische Nation i r r e z u f u h - r e n. Der Präsident wolle nicht die Unterstützung von Gruppen, die Anweisungen von einer ausländischen Stelle erhielten. Derartig tendenziöse Aus- sätze würden von jedem anständigen Bürger abgelehnt. . , Die Erklärung des Weißen Hauses hat eine sehr geharnischte Erklärung William He ar st s zur Folge. Er habe niemals behauptet, daß Präsident Roosevelt absichtlich oder unabsichtlich versucht habe, die Stimmen der Kommunisten, Marxisten, Anarchisten usw. zu erlangen. Tatsache Jet jedenfalls, daß er s i e bekomme. Hearst schließt. „Es ist mir kein Vergnügen, derartiges als Amerikaner über den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu sagen, es ist aber d i e Wahrst e i t. Die Zukunft unseres großen Landes, ihm die katastrophalen europäischen Verhältnisse zu ersparen, hangen hauptsächlich von seinem Verständnis und davon ab, daß er d i e gefährliche Neigung unserer Regierung, in den zermalmenden Strudei des Kommunismus zu gleiten, rechtzeitig erkennt." Neuyork, 21. Sept. (DNB. Funkspruch.) Die Hearst-Zeitung „Newyork American" weiß ihren Lesern zu berichten, daß zwei bekannte Kommun i st e n f ü h r e r mit Zustimmung des demo- kratischen Wahlkampfleiters in der ß i ft e der demokratischen Wähler des Staates Neuyork stehen, die bei den Novemberwahlen für Roosevelt stimmen werde. Es handelt sich um den Vorsitzenden der internationalen Gewerkschaft für Damenkonfektion, Dubinsky, und den Organisator der „Russisch-amerikanischen Jnbustnel- len-Gesellschaft", Sidney, Hill man. „Newyork American" veröffentlicht weiter einen Bericht, den der amerikanische kommunistische Präsidentschaftskandidat !Br o mb er an bie Komintern erstattet haben soll und in bem Browder erklärt, baß die Kommunistische Partei ber Vereinigten Staaten ben Präsidenten Roosevelt bei den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen unter- stützen werde, um hierdurch den Weg zur Bildung einer Farmer- und Arbeiterpartei bei den Präsidentschaftswahlen des Jahres 1940 mit Hilfe der Unabhängigen Gewerkschaftsgruppe unter John Lewis zu ebnen. Das Hearstblatt zieht die Folgerung, daß Roosevelt sich „indirekt ber Unter st ützung frember Organisationen bebiene, die ber amerikanischen R e - Für Deutschland in pflicht genommen. Reichsarbeitsführer Hierl an die ausscheidendenArbeitsdienstmanner. Landsberg (Warthe), 20. Sept. (DNB.) Dis Landschaft rund um die Loppower Schanze bot den rechten Rahmen für die Entlassungsfeier, die am Sonntagvormittag der Reichsarbeitsdienst hier veranstaltete. Auf der Schanze erhebt sich ein Mahnmal, das stetig wächst. Stein fügt sich zu Stein, und in jedem wird in kurzen Worten eingemeihelt, was die Gruppe 86 des Reichsarbeitsdienstes leistete. 650 Arbeitsdienst- männer, die ihr halbes Pflichtjahr abgedient haben und nun zur Entlassung kommen, standen noch einmal unter dem blinkenden Spaten, den sie in freudigem Einsatz so oft geführt haben, um Neuland für Deutschland zu erobern ober Lanb zu verbessern. An ber Feier nahm ber gesamte Reichsarbeitsbien st in vielen hunbert Lagern teil; bie Feier wurde auf den Deutschlandsender übertragen. Reichsarbeitsführer Hier! richtete am Schluß ber erhebenden Feierstunde eine Ansprache an bie Männer des Reichsarbeitsbienstes, in ber er zunächst an ben Tag bes Arbeitsbienstes in Nürnberg erinnerte. Der Reichsarbeitsführer forberte die Abeitsdienstmänner auf, die Worte im Herzen zu bewahren, die ber Führer für feinen Reichs- arbeitsbienft gefunben habe. „Vergeßt nie das Gelöbnis", so sagte Hier! u. a., „das eure Kameraden auf dem Zeppelinfeld für euch alle abgelegt haben, bas Gelöbnis: Unser ganzes Leben soll ein großer Arbeitsdienst für Deutschland sein. Wohin euer weiterer Lebensweg fuhren mag, tut eure Pflicht für euer Volk als ganze deutsche Männer! Und so wie ihr im Arbeitsdienst gute Kameraden wart, so haltet auch gute Kameradschaft als Glieder unserer großen deutschen Volksgemeinschaft, und zwar nicht nur bei Festen, sondern auch im Alltag und vor allem in schweren Zeiten. Der Glaube an unseren Führer und an die ewigen Werte unseres Volkes hat Deutschland aus Erniedrigung und Schande wieder zu Ehren gebracht. Laßt euch diesen Glauben durch nichts und niemand mehr rauben!" Der Reichsarbeits- stihrer schloß, nachdem er den Kameraden seine Wünsche für ihren weiteren Lebensweg ausgespro- c|en hatte, mit einem begeistert aufgenommen Hell Neuer Zwischenfall in China. Japanische Truppenverstärkungen in Schanghai. P e i p i n g, 21. Sept. (Ostasiendienst des DNB.) An dem in der Nähe von Peiping gelegenen Eisenbahnknotenpunkt Fengtai ist es zu einem Zwischenfall gekommen. Zwischen aneinander oorbeimarschierenden chinesischen und japanischen Truppen entstanden Reibereien, die anschließend zu Kundgebungen der japanischen Soldaten vor den chinesischen Militärbaracken führten. Ein chinesischer Kompaniechef, ber sich nach ben japanischen Baracken begab und vermitteln wollte, wurde dort f e ft g e t) a 11 e n. Daraufhin holten die Chinesen V e r ft ä r f u n g e n aus einem benachbarten Militärlager. Schüsse wurden ausgetauscht und japanische Militärautos umgeworfen. Der japanische Botschafter hat um Anweisungen gebeten. Es heißt, die Marine befürworte eine scharfe Haltung gegen die Nanking - Regierung, die für die Zwischenfälle voll verantwortlich sei. Die Marine verlange bie sofortige Säuberung Pakhois, anbernfalls werde die Marine den Schutz der Japaner in China übernehmen. „Um die Kuomintang-Regierung", so heißt es in dem Bericht bann, „auf den Ernst der Lage aufmerksam zu machen, hat sich die Marine ent- schlossen, mit Aktionen an das Herz Chinas zu gehen. Der Ministerrat hat tatsächlich beschlossen, Truppen Verstärkungen für das dritte japanische Geschwader in Schanghai zu entsenden. Aufgabe der Verstärkung soll es sein, die japanischen Truppen in Hankau aufzufüllen, und notfalls auch andere, bedrohte Orte zu sichern. Extrablätter verkünden, daß die japanische Regierung davon überzeugt sei, daß die Regierung in Nangking nicht in der Lage sei, den Schutz japanischer Staatsangehöriger in China ausreichend zu garantieren. Eden in Paris. Paris, 20. Sept. (DNB.) Der englische Außenminister Eden ist in Paris eingetroffen und hatte eine Zusammenkunft mit dem französischen Mini- sterpräsidenten Blum. Die Unterredung dauerte etwa 1% Stunden. Blum erklärte der Presse, er habe mit Eben die politische Lage geprüft, besonders bie Fragen, die in G e n f auf der Tagesordnung ständen. Die Unterredung habe sich ferner auf die Vorbereitung der Fünfmächte- Konferenz bezogen. An dieser würden zunächst nur diejenigen Länder teilnehmen, die den Locarnopakt unterzeichnet hätten. Sollten polen und die Kolonialmandate. Genf, 19. Sept. (DNB.) Der Völkerbundsrat ernannte den englischen Kolonialbeamten Lord Bailey als Nachfolger des zurückgetretenen Lord Lugard zum Mitglied des ständigen Mandats- a u s s ch u s s e s. Bei dieser Gelegenheit regte der polnische A u ß e n m i n i st e r an, die Frage der Erweiterung dieses Ausschusses zu prüfen, damit auch anderen Ländern, die aus verschiedenen Gründen lebhaft an den Aufgaben des Man- datsausschusfes interessiert seien, die Möglichkeit einer Vertretung gegeben werbe. Wie man hört, beabsichtigt ber polnische Außenminister unter Betonung ber großen bevölkerungspolitischen Interessen Polens an ber Manbatsfrage zu gegeöener Zeit auf biese Anregung zurückzukommen. Die Erklärung Becks wird von der polnischen Presse als Bekundung bes starken polnischen Interesses an Kolonialfragen lebhaft begrüßt. So schreibt „Gazeta Polska" u. a.: Man bürfe biesen Schritt nicht als zu eng umgrenzt und konjunkturbebingt ansehen. Polen liege nicht nur an ber Möglichkeit, seine Stimme in der Frage der Ansiedlung polnischer Staatsangehöriger in Palästina zu erheben, sondern Polen habe in allen Fällenvielzusagen,bei denen international das große Problem der wachsenden Bevölkerungszahl besprochen werde. Blums innerpolitische Schwierigkeiten Paris, 20. Sept. (DNB.) Auf einer Kundgebung ber Sozialistischen Partei sprach Ministerprä- sibent Blum über bie innenpolitische Lage. Es handele sich darum, die von der Kammer verabschiedeten Svzialgeseße in die Wirklichkeit umzusetzen. Beim Wiederzusammentritt des Parlaments werde die Regierung neue Vorschläge einbringen, u. a. einen N a t i o n a l f o n d s für bie Unterstützung der Arbeitslosen und eine L a n d e s v e r si ch er un g gegen ~ triebe geschaffen würden. Kriegsminister Daladier erklärte in Dieppe, die Bemühungen des Kabinetts könnten nur bann erfolgreich sein, wenn landwirtschaftliche Schäden. Die prak-1 d e r B e t tische Durchführung ber Sozialpolitik ber Regierung Dalabier । stoße selbstverstänblich auf gewisse Schwierigkeiten. Die Regierung habe gewußt, baß bie Aufwertung ber lanbwirtschaftlichen Erzeugnisse eine gewisse Preis st eigerung nach sich ziehen würbe. Er hoffe aber, baß sich diese Preissteigerung nicht auf die notwendigsten Nahrungsmittel ausdehnen werde. Bedauerlich fei, daß die Be- mühungen immer noch von gewissen Seiten gestört würden. Man habe die Regierung vor bie Wahl stellen wollen, entweder gewisse Dinge zu dulden oder aber mit Gewalt vorzugehen, um die Fühlung zwischen der Regierung der Arbeiterklasse zu stören. Das sei das Ziel der Gegner der Regierung gewesen. Ke» ■ Unfer W bei Fritzlar. Fritsch. C 2 LPD. B rem Sond Montag be Spessari und die W Herbstübung Kassel untei Gruppe, Gei Es handelt größten Ma neu neuen 9 nach 23 Iah gen des alte Jufammenge? An den V ster und Obe besehlshaber renbe Persö zahlreiche ! Reichsheere- attaches bei Die Uebi dauern ohw 25. Septen 9M R £ St . Lpd. Sa brurferoerei versammlun Beratungen Marktes gestellt wort (Berlin) bec Den Mitglie daß seit bei phlsche Gew aber sicher t arbeit seien für bie aller Ministers Truge des Tr hob bie t xckerverein. liei Wem gebii ÄS!* ä ..... in b W rbeif ALI »eiche 3U Q^u,öjenU$ ■ isn kW ut’S' el«i ter nJ ®er licherV°nds dein Mets??r Ä WS x U; WM ... ■ ... Sie neuen Hahnen des II. AK. vor dem Führer '5 W) gelegenen ii rft es n anein« n und Reibe* igen der Militär« .eches, der und ner* en. Dar« i g e n aus e wurden os Mge« vom f ü r des für wer- rungen in Druckautomaten, die Verwendung von Gummiklischees, Reproduktionsapparate sowie Zubehörteile im Betrieb vorgeführt. Auch die D r u cf- farbenindustrie und die sonstigen Materiallieferindustrien zeigten ihre neuesten Erzeugnisse. Die Abteilung „Deutsche D r u ck k u n st 1936" wartete mit neuen typographischen und drucktechnischen Erzeugnissen der drei Herstellungsverfahren, des Hoch-, Tief- und Flachdrucks, auf. Zwei Grundgedanken stützen die Ausstellung, sowohl die erzieherische als auch jugleich die werbende Absicht in der möglichst eindringlichen Form der Veranschaulichung des Endprodukts. Die Druckkunstausstellung soll einmal eine zeitgemäße Leistungsschau darstellen, dann auch dem Nachwuchs im Gewerbe an die Hand gehen mit vorbildlichen Druckleistungen und schließlich den Verbraucher zu einer guten Drucksache hinfüh- ren. Die Ausstellung gliedert sich klar nach den einzelnen Sachgebieten und ist unterteilt nach der Grundlage der verschiedenen Druckverfahren. Im Gegensatz zu früher ist die Ausstellung mehr nach der typographischen Seite und weniger nach dem gebrauchsgraphischen Bild hin orientiert. tags. spruch.) zur ton 230 «n 112, 1 6 und chenmal ie Mar. t in der onser« ' 36 und und der ■tei 27, .der im igfe die ei) übet tei über t Links* übet 10 die im Rahmen der 94. Versammlung der Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte in Dresden stattfand, stand die Gründung der Deutschen Gesellschaft für Hygiene. Aufgabe dieser Gesellschaft soll es, wie bereits berichtet, sein, alle auf dem Gebiete der Hygiene tätigen Kräfte mit dem Ziele zusammenzufassen, das Rüstzeug für die vorbeugenden technisch-praktischen Maßnahmen auf dem Gebiete der öffentlichen Gesundheitspflege zu schaffen. Mit der Führung der Gesellschaft wurde der Präsident des Reichsgesundheitsamtes, Prof. Dr. Reiter, beauftragt. Prof. Supfle (Dresden) sprach über die Beziehungen zwischen Wohnung und Gesundheit. Die Aufgaben und Wirkungsgrenzen der Ernährung stellte Prof. F l ö ß n e r dar. Dann folgte ein Vortrag vor Prof. H a a g e n (Berlin) über das Krebsproblem. Prof. Haagen erklärte, daß die Frage der Entstehung der Krebskrankheit nicht durch die Suche nach der Ursache allein gelöst werden könne. Der Krebs sei vielmehr das Produkt eines Komplexes biologischer Vorgänge, von denen bisher nur wenige so weit bekannt seien, daß sie künstlich zur willkürlichen Erzeugung von Tumoren nachgeahmt werden könnten. Die Erbforschung habe schon ergeben, daß einer der wichtigsten zur Krebsentstehung erforderlichen Faktoren erbgebun- d e n sei. Dies dürfte auch für den Krebs beim Menschen zutreffen. DOM.-Schulung auf dem Reichssportfeld. Die streispropaganbaleiter tagen in Wiesbaden Die Propaganda des Gaues Hessen-Nassau erhält die neue Zielsetzung. Aalmsorscher- nnd Aerzte-Tagung in Dresden Staatsrat Sauerbruch über die neue Heilkunde. — Das Krebsproblem. Dem Andenken von C. G.Carus. beiden „kriegsführenden Parteien" — das V. Armeekorps unter General der Infanterie Geyer (rot) und das IX. Armeekorps unter General der Artillerie Doll mann — haben in ihrer Mehrzahl die ihrer Ausgangslage entsprechenden Stellungen erreicht. Für den Sonntag war Ruhetag angeordnet. Die großen Herbstübungen sind kein vorher in allen Einzelheiten festgelegtes Gefecht, sie lassen vielmehr den Entschlüssen der Führer weitestgehenden Spielraum. Sie sollen eindeutig der Ausbildung der Truppe und ihrer Führung in einem Verbände dienen, der nach seiner Größe und dem Einsatz der Waffengattungen völlig erst- und einmalig ist. Abreise des Führers ins Manövergelände. Berlin, 20. Sept. (DNB.) Der Führer und Oberste Befehlshaber der Wehrmacht hat sich heute zu den in der Gegend von Fulda stattfindenden großen herbstmanövern des Gruppenkommandos 2 begeben. NSG. „Front heißt ein Wille, heißt ein Entschluß, Front heißt viel und heißt eine Tat!", so sprach der Führer vor eben einer Woche in Nürnberg zu den Männern der Deutschen Arbeitsfront, als er den großen neuen 4-Jahresplan erläuterte. Und diese Front steht! Sie steht hinter dem Führer und seinem Werk, einmütig auch im ganzen Gau Hessen-Nassau. Wenn wir heute zurückblicken auf die unerhörten Erfolge im nationalsozialistisch geährten Deutschland auf allen Gebieten, so wissen wir, in welch hohem Maße an dem Erreichten der Einsatz, der auch die letzten Kräfte weckenden n a - tionalsozialistischen Propaganda beteiligt ist. Für die Partei aber gibt es kein Ausruhen auf errungenen Lorbeeren, immer aufs Neue heißt es, durchstoßen durch Härten der breiten Massen unseres Volkes; denn unsere Arbeit ist für das Volk und mit dem Volk müssen wir auch die neuen gewaltigen Aufgaben, welche der Führer in Nürnberg verkündet hat, einer sicheren Lösung entgegenführen. Von diesen Gesichtspunkten getragen und von dieser hohen Aufgabe erfüllt war die große Kundgebung, welche am Samstagnachmittag die gesamten Kreispropagandaleiter aus dem Gaugebiet Hessen-Nassau und die Mitglieder des Gauringes für nationalsozialistische Propaganda im „Paulinen-Schlößchen" zu Wiesbaden zu einer Arbeitstagung zusammenschloß. Gaupropagandaleiter, Parteigenosse Müller-Scheld, gab in einem fesselnden Ueberblicf anhand zahlreicher Beispiele aus dem praktischen Leben Richtlinien für den richtigen Einsatz der Propaganda, an die sich eine eingehende Aus- Die Marktregelung für das graphische Gewerbe Tagung des Deutschen Buchvruckervereins in Bad Ems. spräche mit den in den einzelnen Kreisgebieten allein zuständigen Trägern der Propaganda anschloß. Am Sonntagvormittag fand die Tagung im kleinen Saal des Kurhauses in Anwesenheit sämtlicher Gau- und Kreisredner ihren Fortgang. Hier knüpfte Gauleiter und Reichsstatthalter Sprenger an das große Erlebnis von Nürnberg an, wo die NSDAP, wieder einen stolzen Rechenschaftsbericht über die Arbeit auch des letzten Jahres ablegen konnte. Die Bedeutung des alljährlichen Reichsparteitages aber liegt nicht allein in dieser Rückschau, sondern er dient dem Führer vor allem auch zum Aufzeigen der jeweiligen Aufgaben der Partei für den neuen Jahresabschnitt. Hier verwies der Gauleiter besonders auf die Worte des Führers über die Führerauslese, die mehr denn je ohne Rücksicht auf Herkunft, bisherige Lebensstellung, Geburt und Vermögen, allein nach dem Maßstab der L e i st u n g, der erfüllten Gewissenspflicht und der Verantwortung vor dem Volksganzen zu erfolgen habe. Seine Worte waren ein einziges mitreißendes und glühendes Bekenntnis zum Werk des Führers an feine alten und so oft erprobten Kampfgefährten, das in den Herzen aller Teilnehmer an dieser Tagung einen lauten Widerhall fand. So steht der Gau Hessen-Nassau nach einheitlichen Richtlinien ausgerichtet da, bereit, nach der abgeschlossenen Ruhepause in der nun beginnenden Winterarbeit sein gerütteltes Maß an der Sicherung des Lebens und des Volkes beizutragen und den friedlichen Aufstieg unseres Volkes in jeder Weise zu sichern. LPD. Bad-Nauheim, 20. Sept. (Von unserem Sonderberichterstatter.) In der Frühe des Montag beginnen in einem Gebiet, das durch den Spessart, die hohe Rhön, die obere Fulda und die W e 11 e r a u begrenzt wird, die großen Herbstübungen des Gruppenkommandos 2 Kassel unter Leitung des Oberbefehlshabers der Gruppe, General der Artillerie Ritter von L e e b. Es handelt sich bei diesen Herbstübungen um die größten Manöver der durch den Führer geschaffenen neuen Wehrmacht, bei denen erstmalig wieder nach 23 Jahren in Anknüpfung an die Einrichtungen des alten Heeres mehrere Armeekorps zusammengezogen werden. An den Manövern nehmen der Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, die Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtsteile, viele führende Persönlichkeiten aus Staat und Bewegung, zahlreiche Vertreter der alten Armee und des Reichsheeres und eine große Anzahl von Militärattaches der in Deutschland vertretenen Länder teil. Die Hebungen beginnen am 21. September und dauern ohne friedensmäßige Unterbrechung bis zum 25. September. Die teilnehmenden Truppen der Berlin, 19. Sept. (DNB.) In der Zeit 20. dis 26. September findet ein Kursus sämtliche U n t e r g a u f ü b) r e r i n n e n BDM. statt. In der Reichsakademie Leibesübungen auf dem Reichsspvrtfeld — den 450 Teilnehmerinnen aus allen Gegenden Deutschlands unter Führung der Reichsreferentin des BDM., Trude Büttner, zur sportlichen und weltanschaulichen Schulung zusammengefaßt. Führende Männer des Staates und der Partei werden in Referaten Auskunft über alle Gegenwartsfragen geben. Es werden auch die führenden Frauen Deutschland zu Wort kommen. So die Führerin des Deutschen Frauenwerkes, Frau Scholz. K l i n ck , die Führerin des Frauenarbeitsdienstes, Hanna Röpke, die Führerin der Arbeitsgemein- schäft nationalsozialistischer Studentinnen/ Inge Wolf, und die Referentin für Mädchenerziehung im Unterrichtsministerium, Reber-Gruber. In einer Feierstunde am 24. September im Kuppel- fan( der N-üchsakademie wird die westfälische Dichterin Josefa Berens-Totenohl über den Muttergedanken sprechen und aus eigenen Werken lesen. In Dresden fand die Eröffnung der 9 4. Versammlung der „Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte" statt. Neben mehr als 2000 Mitgliedern der Gesellschaft nahmen zahlreiche ausländische Vertreter der Wissenschaft sowie Ehrengäste aus Staat, Bewegung, Wehrmacht, Kunst und Wissenschaft teil. Reichsamtsleiter Dr. Bartels, der im Auftrage des Reichsärzteführers und der Reichsleitung der NSDAP, sprach, wies auf das Interesse hin, das der Nationalsozialismus und insbesondere der Führer der Gesundheitspflege des deutschen Volkes entgegenbringe. Neben die bisherigen Aufgaben der Heilung und Verhinderung von Krankheiten, träten die neuen der Erhaltung der Rasse und die Förderung der Erbanlagen. Der Vorsitzende der Gesellschaft, Staatsrat Professor Dr. Sauerbruch, legte ein rückhaltloses Bekenntnis zur Mitarbeit am Werke Adolf Hitlers ab. Die Neugestaltung Deutschlands verlange in besonderem Maße die Mitarbeit der Wissenschaft. Das vorige Jahrhundert habe man mit Recht als das naturwissenschaftlich-technische bezeichnet. Die Naturwissenschaft habe alles andere gewissermaßen aufgesaugt. Man habe die Einseitigkeit dieser Auffassung erkannt. Nichts wäre aber verhängnisvoller als eine grundsätzliche Abkehr von der naturwissenschaftlichen Arbeit und Denkweise, die auch heute noch den einzigen Weg darstellten, das gesetzmäßige Wirken der Natur zu erkennen. Eine Krise sei nur dadurch entstanden, daß man die naturwissenschaftliche Denkweise vielfach an unrichtiger Stelle anwandte. Der Reinigungsprozeß komme hier bereits von innen heraus. Der Naturforscher habe noch große Aufgaben zu erfüllen. Er dürfe sich aber nie vermessen, mit seinen unzulänglichen Mitteln das Geheimnis des Lebens entschleiern zu wollen. Jeder gute Arzt habe schon immer gewußt, daß es außer der ratio noch etwas anderes gebe, und dieses „ewig A e r z t l i ch e" gelte es wieder ans Licht zu ziehen. Die neue Heilkunde wolle Gutes und Wertvolles, was bisher geschaffen worden sei, der Allgemeinheit des deutschen Volkes wiederbringen und finde hierbei volles Verständnis der sogenannten Schulmedizin. Eine neue Heilkunde als etwas noch nie Dagegewesenes gebe es jedoch nicht, ebenso könne die Naturwissenschaft nicht aus- geschaltet werden, denn man brauche Kenntnisse von den Gesetzen des Lebens, die allerdings noch nicht das Leben selber bedeuteten. Die biologischen Rätsel könnten aber nur durch genaue Naturbeobachtung erkannt werden. Prof. Sauerbruch erinnerte dann an den Auftrag des Führers an die deutsche Wissenschaft und dankte für das damit entgegengebrachte Vertrauen. Die Wissenschaft werde auch diesmal ihre Pflicht tun. Neben dem Dienst am Volk, der das Heiligste sei und bleibe, wolle sie Zeitloses mit Zeitlichem verbinden, mit Wahrhaftigkeit und Wahrheit suchen. Alt und Jung müssen Zusammenarbeiten. Die Jugend habe ihren offenen Sinn, ihre unverbrauchte Kraft, ihre Sehnsucht und ihren Glauben einzusetzen. Diese müßten ergänzt werden durch das Können und Wissen der älteren Generation. Professor Dr. R. Z a u n i k - Dresden hielt den Sudhosf-Vortrag, dem er das Thema „Carus und sein Dresdener Kreis" zugrunde legte. Der langjährige Direktor der Dresdener Medizinisch - Chirurgischen Akademie, Carl Gustav C a r u s, der als Arzt, Biologe und als Maler Großes leistete, hat nicht nur auf die „Gesellschaft deutscher Naturforscher und Aerzte", sondern auch auf das geistige Leben Dresdens großen Einfluß gehabt. 1827 wurde er Leibarzt des sächsischen Königshauses. Das Leben bei Hofe führte ihn mit vielen interessanten Persönlichkeiten zusammen. Nach dem Vortrag ehrte Professor Diepgen, Direktor des Berliner Instituts für Geschichte der Medizin, Professor Dr. Zaun ick durch lieber- reichung der Sudhoff-Medaille. Anschließend wurde am Carus-Haus durch Staatsrat Prof. Dr. Sauerbruch die Carus-Gedenktafel enthüllt. Im Vordergrund der Tagung der Hygieniker, Lpd. Bad E m s, 20. Sept. Der Deutsche Buchdruckerverein eröffnete in Bad Ems seine Haupt- oerjammlung. In den Mittelpunkt der sachlichen Beratungen war die nun seit einem Jahr bestehende Marktregelung für das graphische Gewerbe gestellt worden. Der Vereinsvorsitzende A. Frisch (Berlin) begrüßte die große Zahl der Ehrengäste. Den Mitgliedern konnte er die Mitteilung machen, daß seit der eingeleiteten Ordnung für das graphische Gewerbe der Weg der Gesundung langsam aber sicher beschritten sei. Einigkeit und Zusammenarbeit seien auch künftig noch die Voraussetzungen für die allerletzte Gesundung. Ministerialdirektor Dr. Pohl überbrachte die Grüße des Reichswirtschaftsministers Dr. Schacht. Er hob die vorbildliche Arbeit des Deutschen Buchdruckervereins hervor, die größtenteils im Sinne des Ministers liege, weil der Verein auf wirtschaftspolitischem Gebiet eine Körperschaft darstelle, die alle zusammengehörenden Betriebe und alle zusammengehörenden Gewerbezweige einheitlich zusammengefaßt habe, ferner wegen der Zusammenarbeit des Vereins in der Marktordnung mit den Fachgruppen der Wirtschaftsgruppe, und weil eine gute Zusammenarbeit mit der Deutschen Arbeitsfront im Sinne des Leipziger Abkommens hier festzustellen fei. ir hoffe, daß auch auf anderen Gebieten diese Zusammenarbeit erfolgreich werde. Auch Dr. S e e 11 ° g e r (Leipzig), der Leiter der Wirtschaftsgruppe Druck und Papierverarbeitung, unterstrich die erfolgreiche Zusammenarbeit. Nur dadurch konnte die „Ogra" die schwierige Aufgabe lösen, das staatliche Neuerrichtungsverbot durch private Vereinbarungen abzulösen. Man hoffe auch mit der Ausdehnung der „Ogra" auf die papieroerarbeitende Industrie Erfolg zu haben. Professor Dr. L ü e r entwickelte dann den aus dem Sinn der Wirtschaft entsprungenen Begriff der Wirtschaftspfli cht. Im Rahmen der Bolks- gemeinfchaft trete die Wirtschaftspflicht grundsätzlich an die Stelle, die im liberalistifch-kapitalistlschen System das Erwerbsprinzip, das seinen Ausdruck im Rentabilitätsprinzip gefunden hat, eingenommen habe. 21 u f Rentablll - t ä t könnte zwar auch heute n i ch t verzichtet werden. Die Wirtschaftspolitik gebiete unter Umständen sogar ein Streben nach größtmöglicher Rentabilität. Aber dieses Rentabilitatsstreben ei nicht mehr wirtschaftspolitisches Prinzip, sondern nur noch wirtschaftspolitische Methode. Von jedem Volksgenossen wird verlangt, seine wirtschaftlichen Maßnahmen so einzurichten, daß der Volksgemeinschaft nicht nur vorübergehend, sondern auch auf die Dauer der größte D i e n ft geleiftet mirb. Im Mittelpunkt der Sonntagstagung standen die fachlichen Beratungen über die Marktordnung. Nach Erstattung des Geschäftsberichtes wies der Vertreter der Reichsbetriebsgememschaft Druck, Pflug, das Buchdruckgewerbe darauf hin, daß neven der Wirtschaftspflicht auch die Sozialpflicht bestehe. Diese erhalte und sichere uns den Arbeitsfrieden. Die Sozialpflicht müsse aber eigener Verantwortung entspringen und dürfe nicht künstlich durch andere Faktoren gezüchtet werden. Mit Freude könne man festftellen, daß das Druck- Unser Bild zeigt den Vorbeimarsch der neuen Truppenfahnen vor dem Führer bei der Truppenparade bei Fritzlar. Links vom Führer der Oberbefehlshaber des Heeres Generaloberst Freiherr von Fritsch. Ganz links der Befehlshaber des Gruppenkommandos II, General der Artillerie Ritter von Leeb. — (Presfe-Jlluftration-Hoffmann-M.) Beginn der großen Herbstübungen. Mit 8‘lm. 16 IN* b,«6 btt *ebe. Ms-her diesen eni bet west. Weit. nn eine 'r Pro. >e Fest. Kleine politische Nachrichten. Die Auslands-Organisation der NSDAP, wird die von ihr alljährlich veranstaltete Reichstagung künftig in Stuttgart, der Stadt der Ausländsdeutschen, abhalten. ♦ In einer feierlichen Veranstaltung im Hause des deutschen Generalkonsuls K riebe! in Schanghai, überreichte der deutsche Geschäftsträger Botschaftsrat Fischer dem chinesischen Finanzminister H. H. Kuna den Roten-Kreuz-Orden 1. Klasse mit Stern. In den Reden wurde die Bedeutung geroerbe bezüglich der Erfüllung seiner Sozialpflicht gut abgeschnitten habe. — lieber das Verhältnis des Buchdruckgewerbes zur Maschinenindustrie erstattete Dr. Armin Würfel vom Wirtschaftsamt eingehend Bericht. Seit vier Jahren wurden etwa 1000 Schnellpressen durch Verschrottung aus dem Markt genommen. Der Erweiterung der Leistungsfähigkeit der Druckereien sei auf diesem Wege eine Mögl'cheit gegeben, die neue Marktordnung stehe keinesfalls der Leistungssteigerung des Gewerbes im Wege. — Der Geschäftsführer des Vereins, Alexander B a r g o f ch , legte die Grundlagen der neuen Marktordnung dar. Einmal bestehe die Verpflichtung zur Einführung einer Mindeftbuchhaltung, dann der Zwang zur Errechnung der betriebseigenen Kosten. So wurde wirtschaftspolitisch und auch betriebswirtschaftlich ein bisher nicht gekannter neuer Zustand geschaffen. Durch die letzte Anordnung vom 17.7.1936 wurde die Möglichkeit für die marktregelnden Verbände geschaffen, jeden Betrieb durch Sachverständige auf die richtige betriebseigene Kalkulation oder auf Richtpreisunterschreitungen hin nachprüfen zu lassen. Bargosch legte die seit dem Bestehen der „Ogra" noch zu beobachtenden Mängel dar und forderte im Sinne der Berufspflicht und -disziplin die Ordnung im eigenen Hause. Zur Durchführung der Marktordnung ist noch die Anpassung der Leistungsfähikeit der Betriebe an den gegenwärtigen und zu erwartenden Auftragsbestand notwendig. Wenn man schon für das Gewerbe keine allgemeine Arbeitsbeschaffung vornehmen könne, so werde man zum mindesten das eine einleiten, daß die vorhandenen Druckaufträge richtig verteilt, also die Aufträge über die Bezirksausgleichsstellen dezentralisiert werden. Nach der ersten Auswirkung der „Ogra" im Zusammenhang mit der Preisfrage werde nunmehr ein gewisser Zwang zur Rationalisierung und Spezialisierung der Betriebe eintreten. Auch das Eindringen in neue Arbeitsgebiete werde sorgsam vorbereitet. Sinn der „Ogra" sei es, das sinnlose, unwirtschaftliche Preisschleudern zu verhindern. — In der Aussprache kam vor allem der Reichsinnungsmeister Forsberg (Berlin) zum Wort, der Die Unterstützung der Handwerksbetriebe zusagte, aber gleichzeitig das Recht der Mitführung sowie der stärkeren Förderung der Kleinbetriebe forderte. Eine Ausstellung „Deutsche Oruckkunst 1936". Eine Ausstellung der im Buchdruckgewerbe arbeitenden Maschinen und der „Deutschen D r u ck k u n st" sind stehende Einrichtungen bei den Jahrestagungen des Deutschen Buchdrucksroereins geworden. Man erkannte, daß der Drang zur Erweiterung der Mechanisierung und zur Erhöhung der Stundenleistungsfä- higkeit im graphischen Gewerbe von den Offset- und Tiefdruckmaschinen ausgeht; aber auch von den anderen Maschinen her liegt der Zug zur produktiven Automatisierung und Mechanisierung der Arbeitsgänge vor. So wurden auch über die Schau der Leipziger Messe hinaus Neue- .roeifungen volle eine nfl - Regie- mtwolllich ,e Säuerte bie na über« so W « btt LW ' itine ent- lhinos zu beschlossen, s dritte Hanghai oll es sein, luszusüllen, zu sicher sche Reg'i' gierunj e sei, den in ilhine tniönner. MA.) Di- Schale assunS/' ?tr Rech»' >« sw; ietig ”7 m ®,rb M @rupP« ’ r btiiiWW ,n noch <,n sie in W m 90* ViW' am kW w* ft# 'ff? iet il Reichen«! . (jUÄll Vor allem abends brauchen Deine Zähne ChlOTOdOllt Institut Wiesbaden befaßte sich mit der Borken-Iund Wettbewersleiters, Major Huber, wies auf käferaefahr, die nach der Schneebruchkata- den Zweck des Wettbewerbes hin. Der Motorflug r, . i rs■ zn r. r. . :r. r_ : ... 1 trnhnn oins mir+iHno ’Mnrfhrrp in suchen. * Am Dienstag, dem 22. September 1936 vormittags 8 llhr, eröffnen wir im Hause Wolfstraße 17— Ecke Kaiserallee unsere neuerrichieie ZWEIGSTELLE KAISERALLEE BEZIRKSSPARKASSE GIESSEN Öffentliche mündelsichere Sparkasse / Anstalt des öffentlichen Rechts mit eigener Rechtspersönlichkeit 5825 0 E2 IGLORIr wer einmal Henkels INI iU verkau- nzusehen II. 04311 Beiprogramm und Ufa-Ton-Woche BoeüieslLion. Nee nee, was es nitlf alles gibt!“ strophe auftrat. Die Gefahr ist um so geringer, je intensiver die Forstkultur ist. Durch außerordentliche Bekämpfungsmaßnahmen konnte das Unheil abgewendet werden. Ueber die waldbauliche Behandlung der Schneebruchbestände sprach Oberforstmeister Fröhlich-Kirchberg. Die Teilnehmer besuchten dann das Naturschutzgebiet auf dem Rotenfels, wo der Leiter des Kreuznacher Heunat- mufeums Karl G e i b über die geologische Struktur und Hauptlehrer Petry über die seltene Tier- und Pflanzenwelt des Naturschutzgebietes sprachen. sei neben dem Segelflug eine wichtige Vorstufe in der Dorfliegerei und vormilitärischen Erziehung, da der junge Deutsche durch ihn die Grund ele- mente d e s Fluges kennen und beherrschen lerne. Die Jungflieger müßten mit dem Modellsegelflug von frühester Jugend an vertraut sein, er sei die Wurzel einer Kraft, die ein freies Volk über sich in der Luft brauche, einer kraftvollen Waffe, die zum Schutze von eigenem Blut und Boden die Schwingen Auf einer Studienreise sind 17 französische Abgeordnete in Berlin eingetroffen. Ein Tee- Empfang, den Botschafter von Ribbentrop den Abgeordneten im Hotel „Kaiserhof" gab, und ein Abendessen im Haus der Deutsch-Französischen Gesellschaft schlossen den Aufenthalt ab. Die Reisegruppe wird auf der Weiterfahrt Dresden be- Eln Film fürs Herz - durch eine reizende Liebesgeschichte. Ein Film fürs Ange » durch nette junge Menschen. Ein Film Ittrs Zwerchfell - durch ttbersprudeln- den Humor. Wir bitten unsere Sparer und Geschäftsfreunde, deren Konten nunmehr in der Zweigstelle geführt werden, ihre Spartätigkeit und ihren Geschäftsverkehr dort abzuwickeln. Weitere Anträge auf Überführung der Konten in die Zweigstelle werden an den Schaltern der Hauptstelle,Zohannesstr.s, und der Zweigstelle gern entgegengenommen. Wir hoffen, mit der (Errichtung der Zweigstelle den Interessen unseres im Ostviertel der Stadt wohnenden Sparer- und Kundenkreises zu dienen und würden uns freuen, wenn von dieser Einrichtung reger Gebrauch gemacht wird mit Paul Beckers, Paul Henckels, Paul Westermeier, Lotte Rausch, Hilde Krüger, Eduard Wesener, Erich Fiedler und Original - Hermännchen (Walter Blnsch), Original-Tante Judela (Antonie Pütz-Fricke) Regie: Heinz Paul Große Biiro- WlMchiDe neu, billig zu verkaufen. bsdiD Bahnhoistr. 76d Die Verbandstagung des Reichsverbandes deutscher Offiziere. Die Verbandstagung des Reichsverbandes deutscher Offiziere, der Organisation der Offiziere und Beamten der alten Wehrmacht, fand ihren Abschluß mit einem Herrenabend, in dessen Mittelpunkt ein Vortrag von Oberstleutnant a. D. Oberregierungsrat Dr. S o l g e r über Friedrich den Großen stand. Der Vortragende zeigte die geistige Haltung auf, aus der heraus der große Preußenkönig als Glied in der Kette der Tradition jene übermenschlichen Leistungen vollbrachte, die auch uns Nachfahren verpflichtet und die ihre Wiederauferstehung im Geiste des Führers und Reichskanzlers findet. Der Verbandsführer, Generalmajor a. D. Graf von der Goltz konnte unter den Ehrengästen insbesondere den Ehrenführer des RDO., Generalfeldmarschall von Mackensen und die Reichsminister Dr. Gürtner und von Eltz-Rübenach begrüßen. Er schloß die Verbandstagung mit einem Sieg-Heil auf die Volksgemeinschaft und den Führer. 6. Reichswettbewerb des RLF. für INotorflugmodelle. In Anwesenheit des Leiters der Landesgruppe Paderborn des RLF., Major B o e h m e, von Vertretern der angrenzenden Luftkreiskommandos, der Partei und der Behörden wurde der 6. Reiechswett- bewerb des RLF. für Motorflugmodelle in dem in der Münsterfchen Bucht zwischen Dülmen und Haltern gelegenen Fliegerlager Borkenberge eröffnet. Der Vertreter des Reichsluftsportführers Unsere Kassenstunden llllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllliillllllllllllllllllllllllllllllll sind ab 22. September 1936 nachmittags auf die Zeit von 3—5 Uhr festgelegL worden. Wie seither ist die Kasse vormittags von 8—1 Uhr geöffnet, Samstagnachmittags geschlossen. billig zu fen. Anzi 10-12 Ubi Registrierkasse (fast neu) zu verkauf. 043ia Zu erfragen bei Schädlich Lonystratze 4 II. Wetterbericht des Reichswefkerdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Die Großwetterlage ist gekennzeichnet durch ein starkes Hochdruckgebiet über Osteuropa, das feinen Einfluß bis zur Elbe hin geltend macht, und die vom Mittelmeer über Südfrankreich hinwegführende Störungstätigkeit. Dabei lag auch unser Bezirk über das Wochenende hinweg im Bereich sehr feuchter Warmluft, die durch kräftiges Emporstrudeln Anlaß zu landregenartigen bzw. gewittrigen Niederschlägen gab. Trotzdem der Luftdruck von Süden her stark ansteigt, bleibt mit der Zufuhr subtropischer Warmluft der Witterungscharakter auch weiterhin sehr unzuverlässig, wenn auch nicht durchweg unfreundlich. Aussichten für Dienstag: Morgens stellenweise neblig, sonst wechselhaftes Wetter mit Aufheiterung, aber teilweise auch gewittrigen Niederschlägen, tagsüber ziemlich warm und schwül, meist südwestliche Winde. Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der wechselhaften und unzuverlässigen Witterung. Lufttemperaturen am 20. September: mittags 17,9 Grad Celsius, abends 15,4 Grad; am 21. September: morgens 14,9 Grad. Maximum 19,3 Grad, Minimum heute nacht 13,3 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. September: abends 17,6 Grad; am 21. September: morgens 14,8 Grad. — Niederschläge 4,1 mm. — Sonnenscheindauer 0,2 Stunden. Die argentinische Deputiertenkammer hat den Antrag auf Erhebung der Berliner Gesandtschaft in den Rang einer Botschaft angenommen. Der Senat hatte dem Antrag bereits Anfang Juni zugestimmt, so daß die Erhebung nun Gesetz geworden ist. Aus aller Wett. Tagung des Deutschen Forstvereins in Bad Kreuznach. Der Deutsche For ft verein hielt mit feinen Landesgruppen Rheinland-Preußen, Pfalz und (als Gast) Heffen-Naffau in Bad Kreuznach feine Sommertagung ab, zu der mehrere hundert Forft- beamte erschienen waren. Bei der Arbeitstagung konnte Oberforftmeister R e u f ch-Koblenz zahlreiche Gäste willkommen heißen. Professor Mügge von der Meteorologischen Station Frankfurt a. M. behandelte die Ursache der furchtbaren Schneekatastrophe, die die Wälder der Westmark im April heimfuchte. Prof. E i d m a n n vom Zoologischen Heute Montag Neuaufführung Jenny Jugo breite. Betrunkener Kraftwagenlenker verschuldet schweres Unglück. Bei Dingolfing (Niederbayern) fuhr ein mit sechs Personen — drei Erwachsenen und drei Kindern — besetztes Personenauto an einen Baum. Die Insassen des Wagens wurden auf die Straße geschleudert. Der Landwirt Johann L o e f f l e r aus Geifel- hoerung wor sofort tot, feine Ehefrau und zwei feiner Kinder wurden mit Schädelbrüchen ins Bezirkskrankenhaus Dingolfing eingeliefert. Ein drittes Kind Loefflers starb bald nach dem Unglück. Der Lenker des Kraftwagens wurde von der Gendarmerie festgenommen. Er foll betrunken gewesen sein. Folgenschwere Explosion in einem italienischen Ammoniakwerk. In einem der Montecatili-Gesellschaft gehörenden Ammoniakwerk in Bragno bei Savona in Ligurien erfolgte eine schwere Explosion. Aus den Trümmern wurden zwei gänzlich verkohlte Leichen geborgen. Sieben Personen, darunter vier Ingenieure, wurden lebensgefährlich verletzt; man zweifelt an ihrem Aufkommen. Zwei Todesopfer eines Ulolorradunglücks. In Delmenhorst ereignete sich ein schwerer Motorradunfall. Zwei einander entgegenkommende Motorräder fuhren in voller Fahrt gegeneinander. Von den vier Personen, die auf den Motorrädern saßen, wurden zwei Männer getötet, ein Mann und eine Frau wurden schwer verletzt. EinmachzwetscheD Eininachbirnen 500 g 6 Pfennig Tafelbirnen j (Zwergobst>500g 10, 8 und 5 Pf. Grabenstr. 6 vt. Swangsvevfteksevrms Dienstag, den 22. September, nachmittags 2 Uhr, sollen im VersteigerungslokalNenenweg28 bzw. an Ort und Stelle (Bekanntgabe in obig. Lokal) geg. sofortige Barzahlung versteigert werden: Haus-, Laden- und Büromöbel aller Art, 8 Oefen, 4 Herde, fünf Schreibmasch., 1 Vervielfältig.- Apparat, 2 Spiegel, 1 Waschbecken, Kleider- und Anzugstoffe. Bestimmt werden versteigert: 3 große Warenschränke, 2 Warenregale, 1 Büroschreibtisch, zwei Ladentheken, mehr. Flurgarderoben, 1 Büfett, 2 Kommoden, 1 Kamin a. Kupfer, m. Plättchen belegt, 1 Kleinkraftrad. ssstD SdtäPWH Gerichtsvollz.in Gießen ObUülllMllIl, Wernerw.33,Tel.3108. der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern betont und der Hoffnung auf vermehrten beiderseitigen Güteraustausch Ausdruck gegeben. Die Meldungen über die Vorgänge in der Tiroler Heimwehr legt man dahin aus, daß sich die Tiroler Heimatschützen von der Führung Starhem- berge losgesagt haben. Weiter wird bekannt, daß Oie Tiroler Heimwehr den ehemaligen Heimwehrbundesführer von Tirol, Dr. Steidle, nach Innsbruck zurückberufen habe. Steidle war von Starhemberg abgesetzt und später zum österreichischen Generalkonsul in Triest ernannt worden. Einige gebr. Pianos kreuzsaitig gut erhalt. 6892D preiswert! R. Schönau Bahnhofstr. 76 Kein Schaufenster! Lichtspielhaus Bahnhofstr. Miele'.y Staubsauger RM. Günstige Ratenzahlungen von RM. 5.- monatlich an. JR Hälicor Gießen, Am . D, ndUSBr Oswaldsgarten Mahnung. Die Beiträge für den Monat August 1936 können noch bis zum 27. September 1936 ohne Kosten bezahlt werden. 58840 Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Zwangsbeitreibung. Die Einzahlung kann täglich an unserer Kasse oder auf Postscheckkonto 10833 Frankfurt a. M. erfolgen. Allgemeine Ortskrankenkasse für den kreis Gießen. Moos, Rechner. probt es immer wieder nimmt und lobt/ J135C/36 Ab heute Montag Ein Wunsch von Millionen Rund- i funkhörern geht in Erfüllung! | Die drei lustigen | Gesellen aus Köln Hans Solcher- Rudi Rauher- R.Wilhelm Vermietungen! Schöne S'Mohng. m. allem Zubeh. per 1. Oktober zu vermieten. Schr. Ang. unt. 04273 a.d.G.A. Hauptfchriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder? Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. VIII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 M mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Mädchenjahre einer Königin.. Olga Limburg, Renee Stobrawa, Otto Tressler, Friedr. Benfer, Paul Henckels, Gustav Waldau. 688sA Jenny Jugo in einem Film, der nicht trocken die Historie nachbildet, sondern das lebendige Werden einer jungen Prinzessin zur Königin von England zeigt.— Beiprogramm nnd Fox-Ton-Woche Keine Zeugnisse in Urschrift lonbern nur Zeugnis- abschriften dem Bewerbungsschreiben beilegen 1 — Lichtbilder undBewerbungsunter- lagen müssen zur 93 et- metdung von Verlusten auf der Rückseite Ra- men und Anschrift veS Bewerbers tragen! Wir suchen zum 1. 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Es unterliegt keinem Zweifel, daß die Reise ursprünglich dem ausschließlichen Zweck galt, dem König nach Monaten aufreibender Staatsgeschäfte einige Wochen der Erholung zu gönnen. Hierfür spricht auch der Umstand, daß von Fragen des Zeremoniells abgesehen keinerlei diplomatische Vorbereitungen für den Besuch des Königs in denjenigen Hauptstädten, die er später berührte, getroffen worden waren. Die außenpolitische Bedeutung, die die Rundfahrt des Königs dennoch hat, liegt lediglich in dem persönlichen Einfluß begründet, den König Eduard zweifellos im Auslände genießt. Es darf daher nicht angenommen werden, daß die Balkanreise Eduards VIII. als eine von langer Hand vorbereitete und unter Mitwirkung des Foreign Office zustandegekommene Demonstration außenpolitischen Charakters bewertet werden muß. Nichtsdestoweniger wird in politischen englischen Kreisen aufrichtige Genugtuung über die Herzlichkeit und Wärme empfunden, die dem englischen Monarchen sowohl in Athen und Istanbul als auch in Sofia, Jugoslawien und Oesterreich zuteil geworden ist. Mit Recht wird darauf hingewiesen, daß König Eduard seiner schon als Prinz von Wales gespielten Rolle, der erste Botschaften des Britischen Reiches zu sein, treu geblieben ist. Daß überhaupt in London Neigung verspürt wird, die Balkanrei^e des Königs, in deren Verlauf bestimmt keine tiefschürfenden politischen Besprechungen geführt wurden, spekulativ auszu- werten, ist ohne Zweifel auf die starke Einbuße zurückzuführen, die das britische Ansehen seit dem für die englische Völkerbundspolitik so unglücklichen Ausgang des abessinischen Abenteuers bei einigen Mittelmeerländern erlitten hat. Um diese Tatsache vollauf würdigen zu können, muß daran erinnert werden, daß England, als vor etwa dreiviertel Jahren die Lage im Mittelmeer eine krisenhafte Zuspitzung erfuhr, mit der Mehrzahl der Anliegestaaten provisorische zweiseitige Beistandspakte abgeschlossen hatte, deren Spitze deutlich gegen Italien gerichtet war. Als die italienische Regierung dann im Laufe der Ereignisse mit der Einverleibung Abessiniens England und den Völkerbund vor die vollendete Tatsache stellte, verloren diese Beistandspakte wenigstens für den Augenblick jede praktische Bedeutung, weil Italien nicht die geringste Absicht hatte, sich in miliätrische Unternehmungen im Mittelmehr einzulassen, solange die Mitgliedstaaten des Völkerbundes auch ihrerseits darauf verzichteten, die Mittelmeerinteressen Italiens als Folge des abessinischen Krieges zu beeinträchtigen. Auf möglichst unauffällige Art wurden dann die erst wenige Monate vorher abgeschlossenen gegenseitigen Beistandspakte stillschweigend aufgehoben. Die erste Anregung hierzu kam nicht von England, sondern von den betroffenen Mittelmeerländern, in denen die Ansicht vertreten wurde, daß der Völkerbund in der abessinischen Frage endgültig Schiffbruch erlitten habe und daß man sich -mit den einmal gegebenen Tatsachen abfinden müsse. Der Hauptbefürworter dieser Dölkerbundspolitik war aber nach allgemeiner Uebereinstimmung die britische Retz i e r u n g , so daß es nicht ausblieb, daß der Makel des Zusammenbruchs dieser Politik an England haften blieb. Gerade aus diesem Grunde wurde es in England lebhaft begrüßt, daß König Eduard die erste Gelegenheit zu einem Besuche in den in der Hauptsacke in Betracht kommenden Hauptstädten wahrnahm. Ganz ohne außerpolitischen Vorbedacht ist die Mittelmeerreise des Königs allerdings nicht unternommen worden; denn es ist kein Zufall, daß die Absicht des Monarchen, sich in einem italienischen Hafen an Bord der Jacht „Nahlin" einzuschiffen, im letzten Augenblick zugunsten eines jugoslawischen Hafens geändert wurde. Im ersten Teil seiner Reise lernte der König die prachtvollen Schönheiten der dalmatinischen Küste kennen, wo er unter Verzicht auf jedes höfische Zeremoniell wiederholt an Land ging, um Einkäufe zu machen und mit der ansässigen Bevölkerung Fühlung zu nehmen. In den griechischen Gewässern folgte eine Zusammenkunft mit dem König von Griechenland, der während der Jahre seines englischen Exils oft mit König Eduard und seiner Familie zusammengekommen war. Außenpolitisch am bemerkenswertesten war die Begegnung König Eduards mit dem türkischen Staatspräsidenten und dem Ministerpräsidenten dieses Landes, die beide persönliche Einladungen zu einem Be'such in England erhielten. Es wird in London angenommen, daß der Ministerpräsident dieser Einladung vielleicht schon in Kürze Folge leisten wird. In den letzten Jahren waren die englisch-türkischen Beziehungen keineswegs so herzlich, wie man dies in London vielleicht ge- Durch die große Aufmerksamkeit, die wir heute den Fragen der Familienforschung widmen, ist auch das Kirchenbuch stark in den Vordergrund des Interesses geschoben worden. Denn es muß als eine der ergiebigsten und lautersten Quellen für die Arbeit des 'Familienforschers gewertet werden. — Man kann ja nun leider beobachten, daß sich die meisten unserer Volksgenossen über die Herkunft ihrer Vorfahren beruhigen, wenn sie ihren Ariernachweis erbracht haben. Sie werden selten oder nie das Erlebnis haben, das ein solches altes Kirchenbuch zu vermitteln vermag, wenn man es mit aufmerksamem und liebevollem Herzen liest. Die Folianten sind schwer von all dem Schicksal, das sie umschließen. Aber es hat wenig Wert, wenn man mit neugierigen, sensationslustigen Augen an sie herantritt. Dann ist es, als rückten ihre Zeilen zusammen zu einem unergiebigen Gitter, das sich vor das Leben unserer Altvorderen schiebt. Es sind ia nur trockene Daten, die da auf den vergilbten Blättern stehen. Sie berichten von Taufe, Eheschließung und Tod. Sie streifen das Menschenleben nur an seinen äußersten Punkten. Und nur selten verraten sie etwas von den näheren Umständen, die zwangsläufig zu einer jeden Eintragung gehören. * Schon bei den Taufen gibt es für den Familienforscher manchen Anlaß, der zum Nachdenken, zum Lesen zwischen den Zeilen anregt. Da ist einmal bei vielen Kirchenbüchern der Umstand, daß sie nur den Tauftag eines jungen Menschen verzeichnen. Den Familienforscher aber geht das Geburtsdatum an. In den meisten bürgerlichen Verhältnissen wird er richtig raten, wenn er vom Tauftag an drei Tage zurückrechnet und das so gewonnene Datum als den Geburtstag des Kindes betrachtet. Bei Adelsfamilien ist unter Umständen eine längere Spanne in Anrechnung zu ziehen, die benötigt wurde, um entfernt wohnende Paten zu benachrichtigen und zu erwarten. In fast allen Taufregistern nehmen die Gevattern einen breiten Raum ein. Der sorgsame Familienforscher wird sie nicht unbeachtet lassen. In wünscht hätte, und auch die englischen Zugeständnisse auf der Dardanellenkonferenz in Montreux vermochten nicht die Herzlichkeit des alten Verhältnisses wiederherzustellen. Im Hinblick auf die schlummernde Spannung in den Beziehungen zwischen England und Italien legt die Londoner Regierung jedoch gerade auf die Freundschaft der Türkei, vielleicht auch mit einem Seitenblick nach Moskau, großes Gewicht. So ist es denn nicht verwunderlich, daß die überaus freundlichen Kommentare der türkischen Presse anläßlich des Besuches des Königs in englischen Kreisen starke Genugtuung ausgelöst haben. Man weiß, daß das Selbstgefühl des aufstrebenden türkischen Staates hierdurch eine Steigerung erfahren hat, die auf die künftige internationale Entwicklung im Mittelmeer vielleicht nicht ganz ohne Einfluß bleiben wird. Die Begegnung des Königs Eduard mit dem König von Bulgarien, die nur von kurzer Dauer war, wird in London nur kurz verzeichnet, fällt aber zweifellos in den Rahmen der oben angedeuteten Tendenz. Hervorgehoben wird in der englischen Presse schließlich die Freundlichkeit des Empfangs, der König Eduard in Wien zuteil wurde. Alles m allem kann festgestellt werden, daß der König, dessen Volkstümlichkeit sich nicht auf die englischen Grenzen beschränkt, seinem Lande nach englischer Auffassung wieder einmal einen Dienst erwiesen hat, indem er dazu beitrug, das etwas ins Wanken geratene Ansehen Englands auf dem Balkan und in der Türkei wieder zu stärken. der Regel geht der Vorname eines oder mehrerer Paten auf den Täufling über. Bei den erstgeborenen Kindern spielen die Namen der Großeltern eine gewisse Rolle. Die väterlichen Großeltern unter den Paten sind meist aus dem Familiennamen zu erkennen. Den Familiennamen der Mutter weiß man nicht immer und kann ihn dann zuweilen aus dem der Paten schließen. Freilich dürfen solche Kombinationen nur äußerst vorsichtig geknüpft werden. Man kann sich nur auf sie verlassen, wenn sie durch gleichlaufende Vorkommnisse bestätigt werden. Ist der Vorname, den der Täufling bekommt, unter denen der Paten nicht vorhanden, so geht man häufig richtig in der Annahme, daß er sich mit dem des Landesvaters oder der Landesmutter deckt. Bisweilen kann man an Hand zahlreicher Kindtaufen die soziale Stufenleiter der Eltern mit durchlaufen. Das erste Kind einer Familie meldet z. B. der Vater als Handwerksgeselle an. Beim zweiten ist er Meister und Bürger, also in der Stadt bereits seßhaft geworden. Bei weiteren Kindern finden roj| ihn wieder als Ratsverwandten, als Bür- gergutWesitzer, als Diertelsmann, als Kirchenältesten oder als Dberälteften der Innung. * Es finden sich auch Mitteilungen, zu denen sich der Eintragende in gerechter Entrüstung hat hinreißen lassen Sie werfen Schlaglichter zwischen die spröden Daten. So lesen wir in einem der ältesten Taufregister in Lübbenau im Spreewald im Jahr 1679 eine Notiz zu einer Eintragung: „Dieses Kindes Mutter Dorothea Fritzschin ist in ihrer Liederlichkeit bis nach Luckau hochschwanger gegangen. Zu Luckau hat sie dieses Kind geboren. Und ist mit demselben anderen Tages in starker Kälte anher nach Lübbenau gekommen mit dem Vorgeben, ihr Kind sei nicht getauft. Wir haben ihr und ihrem Manne geglaubt und dieses Kind zur Taufe angenommen. In einigen Tagen aber ist kündbar geworden, daß gedachte Fritzschin ihr Söhnlein zu Luckau auch schon hat taufen lassen und also uns hier schändlich betrogen habe." Um in den doppelten Genuß der Patentaler zu kommen, hat sich also des Kindes Mutter zu dieser Schwindelei hergegeben. Immerhin in ihrem Zustand und im Zwischen den Zeilen der Kirchenbücher. Don unseren Ahnen und ihren mancherlei Schicksalen. Don Ruth Köhler-Irrgang. kalten Februar eine nicht ungefährliche körperliche Leistung. Und wie kümmerlich müssen die Verhält» nisse gewesen sein, die die Menschen auf derlei Ge» danken kommen ließen. * In gewissen Gegenden können wir den Fall antreffen, daß Taufeintragungen auf dem Kopfe stehen. Dann ist damit zu rechnen, daß der Täufling unehelich gezeugt wurde. Das sogenannte unechte Kind nimmt überhaupt einen reichlich breiten Raum in den Kirchenbüchern ein. Man kann und soll nicht mit leichtem Erröten an ihm vorbeigehen. Auf die Wesensart der Geistlichen, dazu auf die allgemein gültige Einstellung zu solchen Vorfällen menschlich, allzu menschlicher Art läßt die Form solcher Eintragung manchen Schluß zu. Da sind Pfarrherren, die mit einer warmen, traurig gestimmten Milde, mit mahnendem Ernst den Fehltritt und seine Folgen verzeichnen. Da sind andere, die über den Kopf des unschuldigen Kindleins hinweg eine Strafpredigt über die Eltern ergehen lassen. Dann klingt es etwa wie eine Eintragung in dem Kirchenbuch einer süddeutschen Stadt: ..Ist ein gott- und ehrloses Paar gewest, so seine Sünden im Wasch- und Backhause begangen hat!" Man muß sich nur wundern über die eingehende Kenntnis, die dieser Geistliche von dem Lebenswandel seiner Schäfchen gehabt hat. Hart und kurz sind gewöhnlich die Mitteilungen der ©terberegifter in den Kirchenbüchern. Zuweilen geben sie die Todesursachen an. Das richtet sich nach der örtlichen Gewohnheit, auch nach der Genauigkeit des Eintragenden. Sehr häufig muß man sich jedoch aus der Aufeinanderfolge des Geschehens, aus dem Maß, in dem die einzelnen Familien betroffen sind, ein Bild machen. Es werden viel, sehr viel Kinder geboren. Aber zuweilen haben wir den Eindruck, als wenn dieses Leben nur geschenkt würde, um etwas zu haben, danach sich die unerbittliche Hand des Schicksals strecken kann. Der Fall ist nicht selten, daß drei, vier Kinder einer Familie in einer Woche starben. Wir müssen dann mit Seuchen rechnen, die ihre Ernten hielten. Je grausamer der Tod mähte, um so kürzer, verhaltener werden die Eintragungen. — Und wie oft wird der toten Mutter das Neugeborene mit in den Sarg gegeben! Das blühende Sichmehren des Volkes forderte viel junges Frauenleben, das einem mangelhaften medizinischen Wissen und fehlender Hygiene zum Opfer fiel. * Dies alles aber ist das Erleben einzelner, von dem das Kirchenbuch dem aufmerksamen Forscher verrät. Zu erschütternder Klage aber erhebt stch sein stummer Mund, wenn das Schicksal der Völker über seine Gemeinde dahinschreitet. Dann ist es kaum noch notwendig, zwischen seinen Zeilen zu lesen. So meldet ein Kirchenbuch der Rhön: „Anno 1630 sind die Kaiserlichen Völker, Spanier genannt, zu gewalttätiger Reformation hierher gelegt und dadurch verursacht worden, daß in folgenden Jahren keine Kinder in diesem Taufbuch zu finden." „Anno 1635 die giftige Sterbensseuch hier grassieret, anno 1636—37 der bittere Hunger gefolget!" — lieber das Einzelleben schweigt das Kirchenbuch in dieser bitteren Zeit. Was gilt das Dasein der Person, wenn auf dem ganzen Lande die harte Hand des Schicksals liegt?! Es „regnet" Raupen. Laasphe, 20. Sept. (LPD) Durch das verheerende Auftreten eines nach Millionen zählenden Raupenzuges sind die Buchenwälder im Staats forst Lahnhof (an der Lahnquelle) wie auch an der Siegquelle auf dem Ed er köpf gänzlich entlaubt und k a h 1 g e f r e f f e n worden. Es handelt sich bei dem Schädling um den sogenannten Buchens pinne r, der derart massenhaft diese Waldungen aufgesucht hat, daß man beim Durchschreiten des Waldes annehmen könnte, es fei am Regnen, so zahlreich fallen dauernd die Raupen zur Erde. Die betroffene Waldgegend ist gleichzeitig von einem widerlichen Geruch erfüllt. Gießener Giadttheater. Grabbe-Gedenkfeier. Die erste Morgenfeier der neuen Spielzeit war dem Andenken des Dramatikers Christian Dietrich Grabbe gewidmet, dessen 100. Todestag jetzt allenthalben in Deuschland begangen wird. Die Veranstaltung wurde mit dem Präludium aus der a-moIUSuite, op. 103, von Reger, gespielt von August Rein (Geige) und Frau Irene Allrog- g e n - W a 11 e r (Klavier), sehr stimmungsvoll eingeleitet. Darauf hielt der Dramaturg Paul Nieren eine Gedenkansprache, in der er u. a. darlegte, wie die Besinnung auf das völkische Drama in Deutschland mit Notwendigkeit auch den Blick auf Grabbe zurückgelenkt habe, dessen menschliche und künstlerische Existenz der Vortragende in großen Zügen zu umreißen bemüht war. Er schilderte die Einsamkeit des verwilderten Genies, den tragischen Zwiespalt zwischen seinem Ehrgeiz und der Erfüllung seiner Pläne und Ziele, die unlösbaren Widersprüche in Grabbes Leben und Werk, und deutete die Gründe seines Zusammenbruchs sowohl von der menschlich-privaten wie von der künstlerischen Seite seines Wesens aus. Der Redner verwies auf die unselige Mischung von Herkunft, Erbmasse und Charakter, die sich in Grabbes ganzem Leben verhängnisvoll ausgewirkt habe, auf feine unglückliche Ehe und seine verpfuschte bürgerliche Existenz; er schilderte in lebhaftem Kontrast dazu das Ideal von Grabbes dichterischer Sendung, sein Verhältnis zur Geschichte und seine Verbundenheit mit Volk und Heimat, wie es sich vor allem in seinen großen Dramen „Napoleon'. „Hannibal" und in der „Hermannsschlacht" spiegelt. Sein Ziel, die Erneuerung des deutschen nationalen Dramas, fei freilich nur fragwürdig und bruchstückhaft er- reicht, doch fei zu hoffen, daß wir heute, hundert Jahre nach Grabbes Tode, der Erfüllung nähergekommen seien als je zuvor. Die Vortragskünstlerin Friedel Hintze (Berlin) sprach anschließend — die schwierige Prosa übrigens völlig frei beherrschend und mit beseelter Einfühlung in die menschlichen und künstlerischen Dokumente eines höchst ungewöhnlichen Lebens — zunächst einen wahrhaft rührenden Jugendbrief, den Grabbe als 15jähriger Schüler an seine Eltern schrieb, und in dem sich schon die ganze Leidenschaft und geistige Unruhe des genialischen Menschen an- kündigt; ferner eine kurze Novelle aus dem letzten Lebensjahr des Dichters, eine düster verhangene Szene zwischen Mutter und Sohn; dann einen er- schlitternd hoffnungslosen Bries an seinen Verleger Äettembeil aus dem Jahre 1827, Zeugnis einer schon unaufhaltsam dem Untergang zuneigenden Existenz; zuletzt das wenig bekannte Gedicht „Friedrich Barbarossa", das wie eine gedrängte Vision von Grabbes dramatischen Gestalten und Szenen wirkt. August Rein und Frau Allroggen-Walter schufen hierauf mit der Arie aus der a-moll= Suite, op. 103, von Reger eine feinsinnige lieber- leitung zu den beiden Szenen, die — unter der Spielleitung von Wolfgang Kühne — den Abschluß der Feier bildeten: aus dem Lustspiel „Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung" spielten Herr Lindt (als der Dichter Rattengift) und Herr Kühne (als Teufel) eine von barockem Humor und scharfer Persiflage erfüllte Szene, die für eine gewisse Seite von Grabbes Natur überaus bezeichnend ist: beide Darsteller übrigens geschickt eingestimmt auf den grotesken und exzentrischen Ton, der das ganze Werk durchzieht. Zuletzt hörten wir eine große Szene aus dem „Napoleon": Alarm und Aufbruch auf Elba. Herr Neuhaus in der Titelrolle gab der Gestalt des verbannten Kaisers die Züge des herrischen und zähneknirschend aufbe- gehrenden Cäsarentums, die seine Erscheinung in diesem Schauspiel kennzeichnen. Ferner wirkten' mit die Herren Geißler (Bertrand), Rosenthal (Offizier) und Schorn (polnischer Legionär). — Die Hörer folgten mit gespannter Aufmerksamkeit und spendeten lebhaften Beifall. Den kommenden Morgenfeiern wäre ein besserer Besuch dringend zu wünschen. Leo Lenz und Ralph Arthur Roberts: „Der Kampf mit dem Tatzelwurm." Der Sonntagabend war ganz der harmlosen Unterhaltung gewidmet: das dreiaktige Lustspiel um den sagenhaften Tatzelwurm von Lenz und Roberts wirkte wie ein Nachklang der bei uns für diesmal ausgefallenen Sommerspielzeit. Uebrigens handelt es sich nicht um den alpenländischen „Lokallindwurm", der eine Zeitlang ähnliches Aufsehen erregte wie das Ungeheuer im Loch Neß, sondern um einen mächtigen, wenn auch etwas zerknitterten Industriellen, von dem alle Welt redet, obwohl ihn niemand je zu Gesicht bekommen hat. Daher der Name. Dieser Industrielle, Geheimrat Strupp, hat sich als Schauplatz einer wichtigen Konferenz mit seinen Geschäftsfreunden ein einsam gelegenes oberbayerisches Jagdschloß ausgesucht, 'in welchem vor Zeiten die selige Lola Montez einmal geweilt haben soll, was den Räumlichkeiten eine ebenso pikante wie romantische Note verleiht. Die Herren, sehr besorgt um die Geheimhaltung ihrer Besprechungen, entdecken alsbald eine dürftig bekleidete junge Dame hinter einem Vorhang des romantischen Schlößchens: natürlich eine Spionin der Konkurrenz. Zwar ist das Mädchen tatsächlich bei der Konkurrenz angestellt, aber von Spionage keine Spur, das Zusammentreffen war Zufall, und selbst die mangelhafte Bekleidung wird halbwegs glaubhaft motiviert. Diese Dame wird nun vom Tatzelwurm in eigener Person (aus geschäftlichen Gründen) eingesperrt und bewacht, hat aber Gelegenheit, während ihrer Haft eine alte Rechnung mit dem Geheimrat zu begleichen, der den Beziehungen der jungen Dame zu seinem Neffen (hier als Protokollführer ebenfalls anwesend) jeinerzeit ein schnödes Ende bereitete. Na, sie sagt ihm denn auch nach allen Regeln der Kunst und auf Grund ihrer gefestigten Weltanschauung Bescheid, daß dem älteren Herrn aus der Industrie erstmal der Atem wegbleibt; dann bekehrt er sich zusehends. Das Mädchen entweicht trotz vielen Vorsichtsmaßregeln aus feinem Turmverlies und kommt dem Tatzelwurm in Berlin geistesgegenwärtig zuvor: doch ist ihreRevancheebenso geschickt wie großzügig, und der Alte muß einsehen, daß er seine (Befangene menschlich wie geschäftlich ziemlich falsch eingeschätzt hat, geht in sich und bittet sie in aller Form um ihre Hand ... aber für den Neffen, dem er sie zuvor nicht hatte geben wollen. * Die Spielleitung — im Programm nicht angegeben — hatte Herr Kühne; er konnte zwar gewisse Längen und technische Umständlichkeiten, auch ein paar Ueberdeutlichkeiten nicht verstecken, legte aber Gewicht auf gefällige Konversation, besonders in der gutplacierten Hauptszene des Mittelaktes, und hatte im übrigen mit der wirksamen Ausnutzung drastischer Situationen allerlei Heiterkeitserfolg. Herr Löffler hatte sich die Ausgestaltung des romantischen Montez-Schlößchens recht angelegen fein lassen. * Hans Geißler spielte den „Tatzelwurm" mit norddeutscher Knurrigkeit und gemessener Reserve — offenbar nach dem Vorbild von Ralph Arthur Roberts persönlich. Charlotte Krause als fälsch, lief) verdächtige Sekretärin: sehr Couragiert in frischer Jugendlichkeit, selbstsicher und mit dem Mundwerk auf dem rechten Fleck. Ein bemerkens- wertes Konsortium von Jnduftriekanitänen und Finanzleuten stellten die Herren Volck, Neuhaus, Rosenthal und Nieren, während Herr Schorn der etwas salzlosen Rolle des Dr. Hellbach die besten Seiten abgewann. Als biedere Einheimische wirkten Maria Gerhardt und die Her- ren (Beiger und Seitz auf oberbayerisch zur Erheiterung des Hauses, das die Neuigkeit mit freundlichem Beifall entgegennahm. hth. . Kunst und Wissenschaft. Neuerscheinungen im Verlag Hugo Vermühler. Der Hugo Bermühler Verlag, Berlin-Lichterfelde, kündigt folgende Neuerscheinungen an: Handbuch der in Deutschland geschützten wildwachsenden Pflanzen. Herausgegeben von der Reichsstelle für Naturschutz. Mit 72 naturgetreuen mehrfarbigen Bildtafeln der vollkommen und teilweise geschützten Pflanzenarten. Leinen etwa 7,50 RM. Die in diesem Handbuch abgebildeten Pflanzen sind auf Grund des Reichsnaturschutzgesetzes und der neuen Naturschutzverordnung unter Schutz gestellt worden. Hier wird es jedermann möglich gemacht, die geschützten Pflanzen nicht nur dem Namen nach, sondern auch im naturgetreuen farbigen Bild kennenzulernen. — Kleine Tier- feelenfunbe. Eine allgemeinverständliche Darstellung der Forschungsergebnisse über das Seelenleben der Tiere mit praktischen Versuchsanleitunaen. Von Dr. Werner F i s ch e I. Mit zahlreichen Abbildungen, Seinen 3,60 Mark. Das für alle Tierfreunde bestimmte allgemeinverständliche Werk enthält bebilderte Aufsätze über die verschiedensten tierseelenkundlichen Fragen. — Oskar Hein- r o t h : „G efiederte Meistersänger — Neue Folge". Das zweite tönende Lehr- und Hilfsbuch zur Beobachtung und Bestimmung der heimischen Vogelwelt. Herausgegeben mit Unter- stühung des Reichsbundes für Vogelschutz E. V., Stuttgart und unter Mitarbeit mehrerer Fachleute der Carl Lindstrom AG., Berlin. Das Werk besteht aus einem handlichen Textband in Taschenbuch- große mit zahlreichen ein- und mehrfarbigen Bildern auf Kunstdrucktafeln, drei Schallplatten (25 Zentimeter Durchmesser), mit Rufen und (Befänden von 19 wichtigen Vertretern der heimischen Dogelwelt nach Aufnahmen aus freier Natur und einem praktischen Schutzkasten. Preis 19,— Mark. Das Werk bietet die Möglichkeit, dem ganzen Volke und besonders unserer Jugend Ohren, Augen und Herzen dem Verständnis der Vogelwelt und der Vogelsprache zu erschließen. 500 )ahre Frankfurter Stadtarchiv. In diesen Tagen feiert das Frankfurter Stadtarchiv fein 5OOjähriges Jubiläum. Es hat diese Gelegenheit zu einer umfassenden Ausstellung aus seinen außerordentlich reichen und mannigfaltigen Beständen benutzt. Z. B. enthalten die Kaiserurkunden Stücke non RR 2 bis 1802, die Papsturkunden solche von 1142 bis 1760. 700000 Einzelhandels-Betriebe in Deutschland. dazu Lb. Lach gruppe Tabak (^ede Ziyur-IO000 v ITlitsUebcr ) «Z7sos 2k 200 9 000 12600 11600 E Gefunöticito Schuhe raaen- und ankjtellen* betriebe TefHt- £injet- haiwl 55500 Kraftfalir- , zeuge u.-Bedarf 'noblen 65 600 Untere Zeichnung veranlchaulicht die Mitgliederzahl in den Fachgruppen derW.rt,ch°ft-gruppe Em handel nach demE t° ndu° 19 3 6. Nach den Ergebnissen des Melde- und Eingllederungsuer,ährens sind rund 700000 Betriebe■ ermrttelt betrieben wird. Etwa 100000 daran sind bei der Reichskulturkammerader beim Reichsnährstand emgeg derd Es bleiben 522601 n der L-rtschasts gruppe Einzelhandel eingegliederte Betriebe, deren Verteilung auf die einzelnen Fachgruppen unser Schaubild zeigt. ä (Zeichnung von Luschnat. — Scherl-M.) Oberheffen. liatsherrensihung in Schotten. co Schotten, 18. Sept. In ihrer gestrigen Sitzung befaßten sich die Rats Herren mit der Bau- und Siedlungsfrage. Die Stadt ist bereit, den in Frage kommenden Siedlern geeignetes Bauland, etma 300 Quadratmeter kostenlos und etwa 500 bis 600 Quadratmeter Pachtland gegen billige Pacht, abzugeben. Als Siedlungsland wird das städtische Gelände in der Vogelsbergstraße rechts bis Michelbacher Abfahrt zur Verfügung gestellt. Für die Verlängerung der Wasserleitung und Kanalisation wird die Stadt Sorge tragen. Die Siedlungsbauten werden unter Leitung des Hoch- bauamtes Schotten durchgeführt. — In der ft ä d t i- fchen Verwaltung wird eine weitere Vereinfachung und Verbilligung eintreten. In Gemeinden bis 3000 Einwohnern soll kein besonderer Polizeivollzugsbeamter angestellt werden. Die Stelle des Schutzmannes bei der Stadt kommt daher in Wegfall, der Posten wird nicht mehr besetzt, der jetzige Inhaber wird die Stelle am 1. November verlassen. Bei der Stadtkasse kommt ebenfalls eine Stelle eines Gehilfen in Wegfall. Die Beitreibung der Ausstände erfolgt künftig nicht mehr durch einen besonderen städtischen Vollziehungsbeamten, sondern durch das Kreisamt. Die polizeilichen Funktionen in der Stadt werden durch die Gendarmerie wahrgenommen. — Der Waldwirtschaftsplan für das Rechnungsjahr 1 9 3 7 wird durchaesprochen. Als Hiebsatz sind 800 Festmeter vorgesehen, ebenso auch eine gewisse Einsparung für den im vergangenen Jahr vorgenommenen Ueberhieb. — Die Satzung über die Erhebung der Wertzuwachs st euer wird dahin ergänzt, daß Steuerbeträge unter 50 Mark nicht zur Erhebung gelangen. — Ortsgruppenleiter Z e s ch k y berichtete über den erhebenden Verlauf des Nürnberger Parteitages, worauf die Sitzung mit begeistertem Sieg-Heil auf den Führer geschlossen wurde. Landkreis Gießen. wg. Großen-Buseck, 20. Sept. Die hiesige Freiwillige Feuerwehr hielt im Gasthaus „Zum Busecker Tal" eine außerordentliche Generalversammlung ab. Der derzeitige 1. Kommandant Wilhelm Harbach III. eröffnete die Versammlung Nachdem er die Gründe, die zur Neuwahl des Führerrates geführt haben, vorgebracht hatte, stellte er die Aemter des Gesamtvorstandes dem anwesenden Bürgermeister zur Verfügung. Der Bürgermeister dankte dem Vorstand für seine bisherige Tätigkeit und ernannte sodann den seitherigen ersten Kommandanten Harbach zum Führer der Wehr. Dieser brachte zum Ausdruck, daß er das in ihn gesetzte Vertrauen nach besten Kräften rechtfertigen wolle. Sodann ernannte er die Mitglieder des Führerrates: 1. Stellvertretender Wehrführer Karl Größer; Schriftwart Balthasar Maier; Zeug- unb Gerätewart Wilhelm Scheld III.; Kassenwart Wilhelm Henß IV.; zum Führer der Pflichtfeuerwehr Karl Huber und zu Beisitzern Wilhelm Hof und Karl Pfeiffer V. Sodann trat die Wehr zur Vereidigung an. Nach einer Ansprache des Bürgermeisters über den Zweck der Vereidigung nahm er die Verpflichtung vor, die mit einem „Sieg-Heil!" auf den Führer schloß. Der Bürgermeister und der Wehrführer machte dann noch einige Ausführungen über das Verhalten der Wehr und die Pflege der Kameradschaft. Die Feuerwehrkapelle trug mit musikalischen Darbietungen zur Verschönerung des Abends bei. Mit dem Gelang der ersten Verse des Deutschland- und des Horst- Weffel-Liedes und einem dreifachen „Sieg-Heil!" auf Führer und Vaterland fand die Versammlung ihr Ende. # Daubringen, 20. Sept. In der Waldstraße ist die Kanalisation, deren Durchführung durch Felsen auf Schwierigkeiten stieß und Sprengungen erforderlich machte, jetzt vollendet. Neuerdings wurde die Kanalisation der Friedhof- straße in Angriff genommen. Die Straße ist für den Fuhrwerkverkehr gesperrt. 4- Grünberg, 20. Sept. Im Gasthaus „Zum Taunus" fand die Vereidigung der Freiwilligen Feuerwehr statt. Bürgermeister Wagner wies auf die Gemeinnützigkeit der Wehr hin und bezeichnete es als selbstverständlich, daß im Dritten Reich eine derartige Vereinigung polizeiliche Gewalt bekommen hat. Er schlug als Führer der Wehr den seitherigen Oberbrandmeister Karl Seif art vor, der dieses Amt schon lange Zeit bekleidet. Die Versammlung gab unter Beifall ihre Zustimmung zu diesem Vorschlag. Hauptbrandmeister S e i f a r t übernahm nun die weitere Leitung der Versammlung und versprach nach Dankes- worten für das ihm durch die Wahl bezeugte Vertrauen, die Wehr auch weiterhin nach bestem Können zu leiten. Anschließend berief er als seine Mitarbeiter in den Führerrat: Oberbrandmeister Reinhard Haas (Stellvertreter des Führers), Kassenwart Otto Allmendinger, Schriftwart Julius Walther, Gerätewart Wilhelm Lehmann, Oberbrandmeister Hermann M a g e l, Brandmeister Willi Ide, Löschmeister Konrad T r i n k a u s und Löschmeister Karl Schott. Bürgermeister Wagner nahm hierauf die Vereidigung der Wehr vor. Da durch das Ausscheiden von Wehrleuten über 60 Jahre aus dem aktiven Dienste einzelne Kommandostellen erledigt waren, wurden diese neu besetzt. Die Stellen verteilen sich im einzelnen folgendermaßen: 1. Zug: Oberbrandmeister Hermann Magel, Steigermannschaft: K. Jöckell., Spritzenmannschaft: Konr. Trinkaus, Hydrantenmannschaft: Hans Carle. 2.Zug: Brandmeister Karl Böß, Steigermannschaft Fritz Hehringer, Hydrantenmann- schaft: Christian Bück, Motorspritze: Karl Schott. 3. Zug: Brandmeister Willi Ide, Steigermannschaft: Heinr. Kappes, Hydrantenmannschaft: Bernh. Schreiner, Spritzenmannschaft: August Leineweber, Wachmannschaft: Herm. Eiertänzer, Sanitätsmann- schaft: Jean Seepe. Für die Presse wurde Heinrich Robert und für Musik Walter Horst bestimmt. Nach weiteren geschäftlichen Mitteilungen wurde die Versammlung in der üblichen Weise geschlossen. U Lauter, 20. Sept. Dieser Tage wurden hier die Gemeindezwetschen und - b i r n e n versteigert. Die Preise lagen, obwohl eine Menge Zwetschen vorhanden waren, hoch. Einige Bäume Zwetschen wurden nicht versteigert. Der Ertrag dieser Bäume soll von der N S. - F r a u e n- schaft zu Honig verarbeitet werden, der dem W H W. zur Verfügung gestellt wird. g. L a n g - G ö n s , 20. Sept. Bei der Verstei - aerung des Gemeindeobstes handelte es sich in der Hauptsache um Zwetsch e n. Der erzielte Preis war in Anbetracht der reichen Ernte red) ansehnlich. Es waren auch auswärtige Händler erschienen. Jrn Durchschnitt kam der Zentner Zwetschen am Baum auf etwa 3 RM. Aepfel gab es heuer nicht viel, nur einzelne Bäume kamen zum Verkauf. Hierbei war der Preis — je nach Sorte und Aussehen — ziemlich hoch. An der Bahn werden immer noch Zwetschen verladen. Täglich gehen mehrere Ladungen ab. Der Preis ist etwas angezogen. — Zur Zeit zahlen die Händler 6 RM. für den Zentner. — Durch die schwere Arbeit der Getreideernte und der gleich darauf einsetzenden Grummeternte kommen die Bauern erst jetzt zum Aus- machen der Frühkartoffeln, deren Sträucher schon längst abgestorben waren. Durch den reichlichen Regen verursacht, zeigen sich — besonders auf feuchten Aeckern — zahlreiche faule Knollen. * Lang-Göns, 20. Sept. Bei der Dreschmaschinenarbeit eines hiesigen Bauern verunglückte der Hilfsarbeiter W. B. von hier. Er stürzte in der Scheuer ab und brach den linken A r m. Da der Armbruch sehr kompliziert ist, war die Ueberführung in die Gießener Klinik nötig. ch L i ch, 20. Sept. Bei der freiwilligen Versteigerung des Nachlasses des verstorbenen Altbürgermeisters D ö r m e r wurde dessen Wohnhaus in der Braugasse von Satlermeister Rudolf Gräf, da- 1 hier, käuflich erworben. In dem Hause war noch zu Lebzeiten von Altbürgermeister Dörmer die Sparund Darlehnskasse untergebracht. Als die Bezirkssparkasse Gießen nach den Jnflationsjahren in unserer Stadt eine Zweigstelle errichtete, pachtete sie dieses.Haus für ihre Zwecke. Wirtschaft. Rhein-Mainische Börse. Spezialwerte fest. Frankfurt a. M., 19. Sept. Die Börst hatte zum Wochenschluß feste Tendenz, wobei die lebhafte Aufwärtsbewegung einiger Spezialwerte allgemein etwas anregte. Das Geschäft zeigte gegen die Vortage eine leichte Belebung. Am Aktienmarkt hatten Montanwerte auf Käufe und Deckungen sehr lebhafte Umsätze. Gerüchtweise verlautete von einem 4,5= (3)proz. Dividendenbeschluß bei Klöckner, was die Erwartungen der Börse übertreffe. Klöckner zogen daher bei großen Umsätzen auf 114,75—116,50 (113,25) an, fest waren außerdem Hoesch mit 108,50—109 (107,25), ferner Verein. Stahlwerke 107—107,75 (106), Mannesmann 106,65—107 (105,50) und Buderus 112,50 (111,75). Auch Harpener plus 1 v. H., Rhein. Braunkohle plus 2 v. H. und Ilse Genuß plus 1,50 v. H. Otavi Minen 33,13 (32,20). Fest und lebhaft waren ferner Kunstseide Aku mit 74,25—74,50 (73,25). Auf den übrigen Marktgebieten bewegte sich das Geschäft dagegen in verhältnismäßig engen Grenzen, stark vernachlässigt waren besonders Chemiewerte. Junghans zogen 0,90 v. H., Muag 0,25 v. H., AG. für Verkehr 1,13 v. H., Zellstoff Waldhof 0,25 v. H., Licht & Kraft 0,50 v. H., Schuckert 0,50 v. H. an, wahrend Siemens 0,80 v. H. niedriger ankamen. Auch Schiffahrtswerte ruhiger und nur knapp gehalten, Nordd. Lloyd 15,75 (16). Behauptet blieben Deutsche Erdöl, Metallgesellschaft und Westdeutsche Kaufhof. Deutsche Renten lagen still, aber behauptet. Altbesitz 115, Kommunal-Umschuldung 88,40. Am Auslandsrentenmarkt hatten Ungarn größeres Geschäft bei erhöhten Kursen, Goldrente 9,45—9,55 (9,35), 1913er und 14er Ungarn je 9,10 (8,90). Im Freiverkehr hatten Balkanwerte erneut lebhafte Umsätze, besonders Oesterr.-Ungar. Bank-Pfandbriefe mit 4,95—5,05 (4,90), 3proz. Steg von 1895 mit 9—9,10 (8,45). Im Verlaufe blieb fyie Börse am Aktienmarkt recht fest. In Montanwerten blieb die Umsatztätigkeit bei leicht schwankenden Kursen ziemlich lebhaft, zumal sich das Gerücht von 4,5 v. H. (i. V. 3) Dividende bei Klöckner bestätigte. Etwas höher waren noch Buderus mit 113 nach 112,75, während bei den übrigen Montanwerten leichte Rückgänge infolge einiger Realisationen eintraten. Fest waren ferner noch Aku mit 75 nach 74,50, sowie Chade—AC mit 412,75—416 (406). Auch sämtliche Schweizer Bahnwerte erschienen mit „Plus-Zeichen" und lagen mehrere Punkte höher. Im übrigen blieben die Kurse ziemlich unverändert, IG. Farben kamen mit 162,13 (162,25), MAN mit 122,13 (121), AEG. mit 36,13 (35,50), Reichsbank mit 181,50 (180,75) und Rheinstahl mit 140,75 (140,25) zur Notiz. Am Kassamarkt wurden Mez Söhne nach Pause und Geldstreichung mit 105 (1. K. 95) bei 30 v. H. Zuteilung notiert. Frankfurter Buttergrohmarkt. Frankfurt a. M., 18. Sept. Der durch den geringeren Milcheingang bei den hessischen Molkereien bedingte Ausfall an Butter wird durch Zuschüsse der Reichsstelle ausgeglichen. Aus Holland gingen nur kleine Mengen ein, da dort sowohl für den englischen wie für den amerikanischen Markt Butter aufgekauft wird. Süddeutschland hat seine bisherigen Lieferungen aufrechterhalten. Im ganzen ist die Fettversorgung ausreichend und völlig gesichert, da auch die zeitweise verminderte Abgabe von Margarine durch reichliche Schmalzzuweisungen aufgehoben wird. Landbutter war im bisherigen Umfange zu haben. Es notierten in RM. per 50 Kilogramm frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 148, Feine deutsche Molkereibutter 145, Deutsche Molkereibutter 140 bis 142, Land- butter 125, Holl. Butter 148; Margarine A 97, B 86, C 56; Deutsches Schmalz 100. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 22. Sept. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 318 Rinder (25 Ochsen, 51 Bullen, 178 Kühe, 64 Färsen), 519 Kälber, 219 Schafe, 2140 Schweine. Es kosteten: Rinder: Ochsen 41 bis 45 Mark, Bullen 39 bis 43, Kühe 25 bis 43, Färsen (Kalbinnen) 40 bis 44, Kälber 56 bis 90, Hämmel 60 bis 65, Schafe 55 bis 52, Schweine 51 bis 57 Mark. — Marktverlauf: Rinder und Schweine zugeteilt, Kälber langsam, Hämmel und Schafe flott. Schweinemarkt in Alsfeld. * Alsfeld, 21. Sept. Auf dem heute abgehaltenen Schweinemarkt waren 351 Tiere aufgetrieben, darunter 97 Händlerschweine. Es kosteten sechs bis acht Wochen alte Ferkel 16 bis 20 RM., acht bis zehn Woche alte 20 bis 25 RM., Läuferschweine 35 bis 40 RM. Der Handel war schleppend; es verblieb ein Ueberftanb von etwa 107 Stück. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Retchsdankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Frankfurt a. M. Berlin Jranffurt a.M. Berlin Frankfurt a. 271. Berlin Devlfenmarkt Berlin - - Frankfurt a. Bl. Schluß- kurs Schlußk. Abend- börse Gchluß- kurS Schlußk. Mittag, börse Schluß- kurS Schluß«. Abend- böri> Schluß- kurS Schlußk. Mittag, börie Schluß- turS Schlugt. Abendbörse Schluß. kurS Schlußk. Mittagbörse 18.September Amtliche Jlotleruna — 19.September Amtliche Rotieruna 'Datum 189 | 19.9- 18-9- 19.9 Datum 189. 19-9. 189 19-9. Datum 18-9. 19-9 18.9. 19.9. Geld Brief Geld Brlei 0,706 41,99 0,147 3,047 56,19 47,04 12,585 5,554 16,365 168,68 19,57 0,736 5,654 63,26 48,95 11,43 64,89 80,95 28,97 10,27 2,487 , 19Sepieml Noten...... 'N.......... n ......... n ......... loten....... oten........ loten ...... rreich, i 100 oten....... loten....... ten......... len........ 0,710 42,07 0,149 3,053 56,31 47,14 12,615 5,566 16,405 169,02 19,61 0,738 5,666 63,38 49,05 11,45 65,01 81,11 29,03 10,29 2,491 Bantnol Schilling 0,706 42,01 0,147 3,047 56,23 47,04 12,595 5,554 16,37 168,83 19,57 0,736 5,654 63,30 48,95 11,44 64,94 80,99 28,97 10,27 2,488 Geld 2,44 41,88 56,03 12,55 16,32 168,41 63,08 64,72 80,81 27,94 0,710 42,09 0,149 3,053 56,35 47,14 12,625 5,566 16,41 169,17 19,61 0,738 5,666 63,42 49,05 11,46 , 65,06 81,15 29,03 10,29 2,492 Brief 1 2,46 42,04 56,25 12,61 1 ,38 169,09 63,34 64,98 81,13 28^6 6% Deutsche Reichsanteihe v. 1927 4% Deutsche Reichscml. von 1934 5>/2?o Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit öluSIos.-Rechten ............ 4 y2% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, l...... dJ/2% ehe in. 8% Hessischer BolkS- staat 1929 (rückzahlv. 102%) ... /2% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Pfandbriese...... b'/2% ehem. 4>/z% Rheinische Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe. ... -^3 * ' MH . ■ Vereinswetturnen -es Turnvereins 1846 Gießen Punkte. Aus aller Welt Die kleinsten Turnerinnen zeigen ihr Können am Schwebebalken. Die Jugendturner am Reck. (Aufnahmen [4]: Neuner, Gießener Anzeiger.) 17. 67 sich die Jugendlichen des VfB.-R. in glänzender Form. Diesmal wurde wieder mit Begeisterung gekämpft und in fast allen Uebungen die Leistungen gesteigert. Besonders Kley, Moll, Stürmer, Nies, Schieferstein und Linkmann holten mit ihren Leistungen viele Punkte. So stieß Kley die Kugel 13,70, Nies 12,50 Meter. Kley lief die 100 Meter in 11,5, Moll in 11,6 Sek. Schieferstein warf den Diskus 32,01 Meter, Linkmann 31,95 Meter. Aber auch alle anderen waren gut und verbesserten sich. So wurden insgesamt 5757,70 Punkte erzielt, wodurch der VfB.-R. im Gau hinter Tv. 1861 Eschwege die zweite Stelle einnimmt. Bei den Frauen mißglückte der Versuch, da die Speerwerferinnen fehlten und dadurch im Speerwerfen keine Punkte erzielt wurden. Das war Kuthe, Margot Köhlinger je 142; 4. Margot Vogt 132; 5. Liesel Faust 116; 6. Lotte Ackermann 114; 7. Anneliese Hohmeier 105 P. Jugend turner (Siebenkampf, 13 Teilnehmer, 13 Sieger): 1. K. Fuchs 136 P.; 2. L. Friedrich 125; 3. G. Friedrich 121; 4. K. Heck 109V2; 5. W. Brühl 104V2; 6. K. Hopfner 99; 7. W. Büttner 94V2; 8. E. Beil 9V/2; 9. H. Pächthold 89; 10. E.-Henkel 8772; 11. D. Lorenz 7672; 12. H. schade, denn im 100-Meter-Lauf und besonders tn der Staffel konnten die Frauen ihre Leistungen steigern. Hessens neue Gaumeister im Zechten. Der Gau Hessen ermittelte in Kassel seine neuen Fechtmeister. Erfolgreichster Fechter war H a s p e r (CT. Kassel), der in allen drei Waffengattungen den Sieger stellte. Im Florett blieb er mit 5 Siegen ungeschlagen vor W. Gerhardt, To. 1846 Gießen (4 S.), K. Wagner (CT. Kassel) mit 3, Borchers (TuFC. Fulda) mit 2 und P. Paul (CT. Kassel) mit einem Sieg. Ohne Niederlage blieb Hasper auch im Säbel. Er verteidigte seinen Titel mit 6 Siegen gegen Gerhardt, To. 1846 Gießen (4 S, 20 erh. Tr.), Dr. Froet, CT. Kassel Einsturzunglück auf der Münchener Okloberwlefe. i Aus der Münchener Theresienwiese, auf der zur Zeit das O k t o b e r f e st in vollem Gange ist, ereignete sich ein Unglück, bei dem 20 Personen mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Schauplatz des Unglücks war das Vergnügungsunternehmen „Honolulu, wie es tanzt und lacht", das Rollteppiche, schwebende und schwimmende Tanzflächen, Drehscheiben und dergleichen aufweist. Eine kleine Betriebsstörung hatte es notwendig gemacht, den Jnnenraum kurze Zeit für die Gäste zu sperren. Die Besucher stauten sich nun in den Zugängen und standen dicht gedrängt auf der ins Innere führenden drei Meter hohen Brücke. Die Belastung wurde schließlich zu groß, und die Brücke brach ein. Gegen 20 Personen, die auf den Einlaß gewartet hatten, stürzten zu Boden. Der Betrieb wurde sofort polizeilich geschlossen. Föhnsturm über dem Bodensee. Am Sonntag tobte ein etwa einstündiger Föhn über dem Bodensee in der Gegend von Lindau mit großer Heftigkeit. In einer Bucht kenterte ein Segler, dessen Insassen, drei Dornbirner Studenten, von einem Wasserschutzboot ausgenommen werden konnten. Die Insassen eines weiteren Segelbootes konnten ebenfalls gerettet werden. Ein dritter Segler kenterte zwischen Lindau und Bregenz. Nach Augenzeugenberichten soll dieses Boot drei Personen an Bord gehabt haben, die aber, obwohl der Dampfer „Kempten" sofort zur Rettung ausfuhr, nicht mehr aufgefunden werden konnten. Sie sind wahrscheinlich ertrunken. In einer aufgefischten Aktenmappe fand man Papiere, die aus den Namen eines Posthilfsarbeiters aus Höchst in Vorarlberg lauteten. Grohfeuer in hankau. Die chinesische Presse berichtet von einem Großfeuer in Hankau. Danach sollen mehr als 1000 Häuser den Flammen zum Opfer gefallen sein. Der Sachschaden betrage mehrere Millionen Dollar. Die Berichte sprechen von zahlreichen Toten und Verletzten, jedoch ist die genaue Zahl noch nicht festgestellt. Vor dem Fußball-Lokalkampf: Der Spielführer der Spielvereinigung überreicht einen Blumenstrauß. Die Gerätemannschaft des Tv. 1846. (Fünfter von links Hans Vogt, der diesjährige Sieger im Kampf um den Turnklubschud.) Nundfunkprogramm. Dienstag, 22. September: 6 Uhr: Choral. — Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. In der Pause, 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Werkskonzert. Aus dem Werk Höchst der JG.-Farben-Jndustrie. 9.30: Süddeutsche Schrammelmusik. 10: Schulfunk. 11: Nur Freiburg: Nachrichten. 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert I. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert II. 14: Nach- richten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, Seid bei Frau Musica zu Gast! Englische Musik. 15: Volk und Wirtschaft. Die Fischbanke der Meere. 15.15: Das deutsche Lied. 16: Unterhaltungskonzert. „Tänze aus aller Welt". 16.45: Von „Hochzeiten" und „Zwiebelfischen-. Wir besuchen eine heimatzeitung. 17: Unterhaltungskonzert. „Tänze aus aller Welt, 17.30: „180 Raupen spinnen ein Abendkleid". Allerlei von der Seide. 18: Unterhaltungskonzert. 19: HJ.-Funk. „Ewig klingt das Lied der deutschen Seele..." 19.30: Berühmte Opernduette. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: „Der Selige". Hörspiel nach dem gleichnami- gen Einakter von Hermann Bahr. 21: Orchesterkonzert. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Nachrichten der DAF. 22.15: 18. Internationale 6-Tage-Fahrt. Bericht vom 6. Tag. 22.30: Unter- Aus Anlaß seines 90jährigen Bestehens in diesem Jahre führte gestern der Turnverein 1846 Vereinswettkämpfe durch. Die Aktiven und die Jugendlichen traten auf den Plan und maßen wieder einmal die Kräfte. Gerätekamps um den Turnklubschild. Am Vormittag trat die Riege der Geräteturner zum Kampf um den Turnklubschild in der Turnhalle Steinstraße an. 9 Turner beteiligten sich. Heinrich Herbert, Karl Reuter und Karl Schick, die schon einmal im Besitz des Schildes waren, turnten außer Konkurrenz. Der Wettkampf verlangte sieben Uebungen und zwar je eine Pflicht- und eine Kürübung am Barren, am Querpferd und am Reck, sowie eine Pflichtfreiübung. Viele Turner hatten sich als Zuschauer eingefunden und verfolgten die einzelnen Uebungen und ihre Bewertung mit großer Aufmerksamkeit. Es wurden gute Leistungen gezeigt, die erkennen ließen, daß sich die Riege stets um die Erhaltung bzw. Verbesserung ihres Leistungsstandes bemüht. Als Sieger ging Hans Vogt mit 126V2 Punkten hervor. Das genaue Ergebnis lautet: 1. H. Herbert 136 Punkte; 2. Karl Reuter 135V2 P.; 3. Karl Schick 132V2 P. (außer Konkurrenz geturnt); 4. Hans Vogt 126V2 P.; 5. Willy Straub 11972 P.; 6. Hermann Gutbub 116 P.; 7. Georg Bingel, 8. Karl Schemel, 9. Karl Manthey. Während in der Turnhalle die Aktiven an den Geräten kämpften, war die Jugend im Hof der Turnhalle dabei, bereits einige Uebungen für den Mehrkampf am Nachmittag hinter sich zu bringen. Wettkämpfe der Jugend. Am Nachmittag wurden die Wettkämpfe auf dem Universitätssportplatz fortgesetzt. Das Wetter war wenig einladend und es fanden sich nur wenige Zuschauer ein. Die Veranstaltung wurde mit einer kurzen Feier eröffnet. Vereinsführer R e i n i n g hielt, nachdem die Jugend angetreten war, eine kurze Ansprache, in der er auf das Jubiläum des Vereins und auf das schöne Zeichen des Zusammenhalts hinwies, das in diesem Jubiläum zum Ausdruck komme. Der Verein habe in dieser Zeit immer in vorderster Linie gestanden, wenn es galt, der Leibesübung zu dienen. Viele haben ihre Kraft dem Verein gegeben und ihn immer wieder vorwärts gebracht. Auch von der Jugend werde erwartet, daß sie dem Verein zu stetiger Blüte verhelfe. Mancher eindrucksvolle Sieg sei in der Vergangenheit errungen worden. Auch heute solle die Jugend zeigen, daß sie etwas gelernt habe. Mit einem Gelöbnis zu Führer und Vaterland, und mit dem gemeinsam gesungenen ersten Vers des Liedes „O Deutschland hoch in Ehren" klang die kurze Feier aus. Dann wurden die Flaggen . des Reiches und des Reichsbundes für Leibesübungen gehißt. Mit dem Liede „Turner auf zum Streite" traten die Jugendlichen in die Fortführung ihrer Wettkämpfe ein. In mehreren Riegen wurden an den einzelnen Geräten, am Pferd, am Barren, am niedrigen Reck und von den Mädchen auch am Schwebebalken, geturnt, es wurden volkstümliche Uebungen bestritten und in der Freiübung, im Lauf und im Sprung rivalisierten die Kleinsten ebenso eifrig wie die Größeren. Marianns Höhne je 120; 13. Herta Günther 116t 14 Erna Rühl 114; 15. Annelotte Leißler 112; 16. Henny Kahl 109; 17. Karola Zimmer 103; 18. Hilde Goggelt 90; 19. Gertrud Ziegler 80 P. Schülerinnen-Unterstufe (Siebenkampf, 19 Teilnehmerinnen, 19 Siegerinnen): 1. G. Zun- mer 119 P.; 2. H. Appel 106; 3. A. Kühne 101; 4. G. Möbs 100; 5. L. Habermehl 98,5; 6. W. Hof 96,5; 7. E. Rittmann 95; 8. L. Hauck 92,5; 9. U. Höpfner 92; 10. A. Rau 89; 11. Eh. Paul 86,5; 12. R. Sauer, H. Kühne, E. Dörr, je 82; 13. I. Ziegler 79; 14. E. Hengst 78; 15. L. Helfrich 74; 16. H. Mahr 71; 17. R. Müller 62 Punkte. Schüler-Oberstufe (Achtkampf, 13 Teil- nehmet, 13 Sieger): 1. Kurt Neuser 144 P.; 2. Heinz Rinderknecht 124; 3. Friedel Müller 121; 4. Karl-Heinz Vollmöller 11B; 5. Georg Bellof 114; 6. Alwin Krengel 113; 7. Karl Bierau 111; 8. Hans Neher, Richard Dahmer, je 110; 9. Hans Klitsch 105; 10. Wolfgang Sauer 101; 11. Rene Krause 89; 12. Karl Frisch 85 Punkte. Schüler-Unter st ufe (Siebenkampf, 21 Teilnehmer, 21 Sieger): 1. Karl Wilh. Müller, Werner Hauk, je 105 P.; 2. Heinz Frickert 104,5; 3. Hans Pfaff, Walter Müller, je 104; 4. Hans Maar 103,5; 5. Werner Fuhr 101; 6. Theo Piefke, Hans Kuhl, je 96; 7. Hans Währum 94; 8. Otto Salzmann 93; 9. Heinz Lich 92; 10. Kurt Metz 91; 11. Paul Gerhard Zimmer 89,5; 12. Robert Brück 84,5; 13. Helmut Eller 81; 14. Hans Werner Streb 75; 15. Erich Ergenzinger 73; 16. Karl Heinz Kühn 69,5; - Karl Heinz Wahmer 68,5; 18. Hilma Krause Das Besenfelder Autounglück vor Gericht. Das furchtbare Unglück, das am 26. Juli den Mannheimer SA.-Sturm 45/171 bei einem Ausflug in den Schwarzwald auf der Besenfelder Steige bei Freudenstadt betroffen und im ganzen Reich Trauer und tiefes Mitgefühl ausgelöst hat, fand jetzt vor der Großen Strafkammer des Landgerichtes Rottweil seine gerichtliche Sühne. 27 Tote, 25 SA.-Männer und zwei BDM.-Mädel, ferner 36 Verletzte, 30 SA.-Männer und sechs BDM.-Mädchen, waren die Opfer dieses schweren Autounglücks, das in seinen Auswirkungen selbst Eisenbahnkatastrophen größten Ausmaßes übertraf. Die Ermittlungen führten zur Anklageerhebung gegen vier Beschuldigte, und zwar in erster Linie gegen den Fahrer des Lastzuges, den 24jährigen Wilhelm Scherer, gegen den 28jährigen Sturmführer und Leiter der Fahrt Hein Stangen, ferner gegen den Eigentümer des Motorwagens, den 31jährigen Hugo Scherer, und den Halter des Anhängers, den 54jährigen Hermann Backfisch, die sich wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung zu verantworten hatten. Das Gericht verurteilte die Angeklagten Wilhelm Scherer und Slangen wegen je 27 Vergehen der fahrlässigen Tötung und 36 Vergehen der fahrlässigen Körperverletzung, begangen in Tateinheit unter sich, und wegen je einer Uebertretung nach § 36 der Reichsstraßenverkehrsordnung, und zwar den Angeklagten Wilhelm Scherer zu einer Gefängnis st rafe von zwei Jahren, abzüglich sieben Wochen Untersuchungshaft, und den Angeklagten Slangen zu vier Monaten Gefängnis. Die Angeklagten Hugo Scherer und Backfisch wurden f r e i g e s p r o ch e n. In der Urteilsbegründung wurde festgestellt, daß der Fahrer Scherer durch seine zu rasche und unvorsichtige Fahrweife den Unfall schuldhaft verursacht hat. Mitverantwortlich ist der Angeklagte Slangen, der ohne polizeiliche Genehmigung weggesahren ist und einen Fahrer mitgenommen hat, der nach den polizeilichen Vorschriften nicht hätte fahren dürfen. Die Freisprechung des Hugo Scherer erfolgte, weil das Gericht ihn nicht als Unternehmer der Fahrt ansah und er durch die Zusage des SA.-Führers gedeckt war. Die Freisprechung des Backfisch erfolgte, weil das Gericht keine sichere Feststellung dahin treffen konnte, daß die Bremsen des Anhängers schon zu Beginn der Fahrt fehlerhaft waren. 45. Deutscher Wandertag. Wie alljährlich, ruft der Deutsche Wanderführer, Ministerpräsident a. D. Dr. Werner- Darmstadt, die Mitglieder des Reichsverbandes der deutschen Gebirgs- und Wandervereine, der über eine Viertelmillion Mitglieder zählt, zum 45. Deutschen Wandertag zusammen. Die Tagung findet in Eisenach statt und steht unter der Schirmherrschaft des thüringischen Ministerpräsidenten M a r s ch l e r. Vom 25. vis 29. September werden sich die Vertreter der 56 Gebirgs- und Wandervereine aus allen Teilen des Reiches zur Beratung und zu froher Gemeinschaft zusammenfinden. Die Gebirgs- und Wandervereine erfüllen die hohe nationale Aufgabe, durch Erwandern der Heimat ihre Mitglieder immer wieder zu Heimat- und Vaterlandsliebe zu erziehen. U. a. findet eine große Kundgebung auf der Wartburg statt, bei der Ministerpräsident Marschler und Dr. Werner das Wort ergreifen werden. Beil 72V2; 13. H. Ditzel 6772 P. Schülerinnen, Oberstufe (23 Teilnehmerinnen, 23 Siegerinnen): 1. Susi Müller 148 P.; 2. Lotte Röhm 143; 3. Lotte Keßler 141; 4. Trude Philipp 140; 5. Christel Flörke 138; 6. Anni Hofmann 134; 7. Marianne Röhr 129; 8. Muttgard Flörke 128; 9. Gertrud Kuhl, Emmi Pfaff je 127; 10. Hannelore Hamel 122; 11. Ilse Müller, Anne- u=-Luye=uuyii. xjcuuji v«». v. liefe Käs je 121; 12. Ilse Waldschmidt, Edith Kuthe,! haltungs- und Volksmusik. 24—2: Nachtmupk. (4 S., 21 krh. Tr.), Ehmer, Idstein (3 S., 24 erh. Tr.), Wagner (CT. Kassel) mit 2 S. und 26 Tr., Andrö (Kassel) mit 2 S. und 28 Tr. Die Fechter der Kasseler Turngemeinde legten auch aus das Degenfechten Beschlag. Hafper triumphier e hier mit 5 Siegen vor Lengemann nut 4 /2 S. und 9 Tr., Wagner mit 4V= S. und 10 Tr. sowie Paul mit 3 S. (sämtlich CT. Kassel). Im Frauen-Florett wurde Frl. Hentschel lsianau) neue Meisterin. Sie brachte es auf 7 Siege. Frau Lengemann (CT. Kassel) mit 5 und Frl Ruth (Wetzlar) mit 4 Siegen folgten auf den Platzen. Leiter der Veranstaltung war Gaufachamtsleiter M o l l im Verein mit Fechtwart H. L e n g e m a n n. Fußball: 19661—Tv. 18461 4:6. Nachdem die Jugend ihre Wettkämpfe beendet hatte und gespannt auf die Ergebnisse wartete, traten die Fußballmannschaften der Spielvereinigung 1900 und die Elf des Turnvereins 1846 in folgenden Aufstellungen zu einem Fußball-Freundschaftsspiel an: 1 900: Fischer; Zeiler, Lippert; Erhard, Heilmann, Garth; Schellhaas, Enders, Jäger, Lehrmund, Häusel. Tv. 1846: Hann; Mohr, Günderoth; Rahn, Viehl, Baldauf; Ommert, Hetzel, Borschel, Rauch, Balser. . Beide Mannschaften lieferten sich ein Spiel, das nicht eigentlichen Kampfcharakter trug, sondern ein Werbespiel darstellte. Dadurch fehlte der Begegnung das Mitreißende. Die Mannschaft der Spieloereinigung schien sich außerdem mit dem nassen Rasen schlecht abfinden zu können und kam nicht recht in Fahrt, obwohl sie die meiste Zeit das Spielgeschehen diktierte. In der ersten Halbzeit erzielten die Gäste zwei Tore, in der zweiten Spielhälfte fielen, obwohl die Blauweißen drückend überlegen spielten, auch nur zwei Tore. Die Turner konnten gegen die Kombinationsarbeit der Blauweißen nicht recht aufkommen und mußten viel laufen. Immerhin sah man auch bei ihnen manche schöne Einzel- leistung. Der Kampf endete mit 4:0 Toren. Vor Beginn des Kampfes überreichte der Spielführer der Spielvereinigungself dem Spielführer der Mannschaft des Turnvereins einen großen Blumenstrauß als ein Zeichen der sportlichen Kameradschaft. Vereinsführer Schmidt hielt eine kurze Ansprache, in der er auf das gute kameradschaftliche Verhältnis zwischen 1900 und Turnverein hinwies. Vereinsführer R e i n i n g dankte für die erwiesenen Aufmerksamkeiten. In der Pause des Fußballspiele? zeigte die Riege der Geräteturner Sprünge über den hohen Tisch, die mit großem Beifall ausgenommen wurden. Im Anschluß an das Fußballspiel traten die Handball-Jugend-Mannschaften des Turnvereins Dutenhofen und des Turnvereins 1846 an. Die Gäste mußten eine hohe Niederlage einstecken, denn sie waren der Jugend des gastgebenden Vereins kaum gewachsen. Tennisklubkampf Gießen—Butzbach 7:3. Im Verlauf des Tages wurde auf den Tennisplätzen der Universität auch ein Tennisklubkampf zwischen dem Turnverein 1846 Gießen und dem Turn- und Sportverein Butzbach durchgeführt, der eine Reihe spannender Begegnungen brachte und mit einem Siege der Mannschaft des Turnvereins 1846 Gießen von 7:3 Punkten endete. Die Gießener hatten unter den Herren die besseren Kämpfer und errangen dadurch den Sieg. Das Können der beiden Mannschaften war ziemlich ausgeglichen. Mit der Siegerehrung für die an den Mehrkämpfen beteiligte Jugend fand die Veranstaltung ihren Abschluß. Die festlichen Veranstaltungen des Turnvereins 1846 folgen am 17. und 18. Oktober. Die Ergebnisse: Jugendturnerinnen (Achtkampf, 8 Teilnehmerinnen, 8 Siegerinnen): 1. Annemarie Ziegler 145 P.; 2. Anneliese Georg 143; 3. Margot E1*** SS 3E ' £E ■ E* - * E • t t c I E?e i K15* ’ 1 l <3 9 - E 4 Lu 2 eß? ft H e5£ »C^3 o 3 8 E Sa«: «1^-3 S SB® hl E *- £ E I m ß I <$E q S;;