Dienstag, ri.ZuIi 1956 186. Zchrgang Kt. 168 Erstes Blatt Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für I mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text- anzeigen von70 mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Dereinbg.25°/„ mehr. 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Das Paris punkt zu verschieben. 1 geschlossen werden solle, das die kommende Hauptkonferenz präjudiziere, erklärte der Außen- , Henderson könne dessen wohl v e r - Minister, schäft. Allein mit der Freizeit und Erholung ist es auch heute in allen Ländern nicht gleichmäßig bestellt. Nach der Eroberung der politischen Macht m Deutschland durch die nationalsozialistische Bewegung gab es insofern eine Umschichtung, als nunmehr die Arbeiter der Stirn und der Faust dem Unternehmertum nicht nur gleichgestellt wurden, sondern sogar in den Vordergrund ruckten. Es ist das Wesen des Nationalsozialismus, daß er nicht, wie der Liberalismus oder auch der Marxismus, sich an den einzelnen Menschen halt, sondern die Volksgemeinschaft als solche bewußt ordern will. Das kommt vor allem in der Einrichtung „Kraft durch Freude" zum Ausdruck die dabei in der richtigen Erkenntnis gehandelt hat, daß Freizeit und Erholung nicht nur eine Pflicht darstellen, sondern auch eine volkswirtschaftliche Bedeutung ersten Ranges besitzen. Auch im faschistischen Italien, sowie in den angelsächsischen Landern ist die sogenannte „Feierabend-Bewegung mit Erfolg darin tätig, mit der Erholung selbst eine Hebung und Steigerung der sozialen Werte und Pflichten zu verbinden. Ganz anders, aber durchaus nicht vorbildlich, ist der Vorgang in Raterußland, denn der Umstand, daß Arbeiter in ehe- mals fürstlichen Palästen in der Krim zeitweilig untergebracht werden, geschieht nicht zur Hebung sozialer Wertgefühle, sondern ist im Gegenteil so etwas wie eine verspätete Auflehnung des Muschlt gegen die Knute. , . .. Freizeit und Erholung sollen ebenso wie die Arbeit selbst gehoben und geadelt sein durch Die Volksgemeinschaft, denn die Arbeit hat 'm jedem Sinne die Aufgabe, dieser Gemeinschaft zu dienen, während Freizeit und Erholung dazu bestimmt sind, die Volksgemeinschaft sozial und sittlich zu erhalten und zu kräftigen. In diesem Sinne werden wohl auch die Erfahrungen auf der Tagung ren Ausführungen mit der bevorstehenden Londoner Dreier-Besprechung, wobei die Ansicht zum Ausdruck kommt, daß sie sich nicht unter allzu günstigen Aussichten für die französische Politik anzubahnen scheine. London fei der Ansicht, daß es besser wäre, die Dreier-Besprechung auf einen späteren Zeit- Freizeit und Erholung. Am 23. Juli beginnt in Hamburg die internationale Tagung für Freizeit und Erholung, die unter der Schirmherrschaft der NS.-Gemeinschaft „Kraft durch Freude" steht. Aufgabe der Tagung ist der Austausch von Gedanken und Erfahrungen über die Einrichtung der Freizeit, wie über das beste und ausgiebigste Maß der Erholung, die für die schassenden Menschen zu erret- griffe, deren praktische Tragweite klar bezeichnet und klar begrenzt werden müsse. Wir dürften nicht in dem Gefühl leben, daß eine Zustimmung zu den großen Grundsätzen die Folge haben könne, uns in Abenteuer zu stürzen, m denen diese und alle Grundsätze, auf denen unsere Zivilisation beruht, untergingen. Kriege seien nur zu rechtfertigen, wenn die lebenswichtigen Interessen einer Nation auf dem Spiele ständen. Flämischer Zusammenschluß. Gegen dasalteShstem derbelgischenPolitik. Brüssel, 20. Juli. (DNB.) In Löwen fand am Sonntag ein bedeutungsvoller Kongreß der Flamen statt, der im Zeichen der großen flämischen Konzentration stand. Neben den veranstaltenden Verbänden, dem Flämisch-Katholischen Landbund, dem Flämisch-Katholischen Altakademikerverband und der Vereinigung Neu-Flandern waren Vertreter aller politischen und kultu- Sie habe gezeigt, was für Fortschritte die Neu- tralitätsbestrebungen in Belgien ge- macht hätten. Alles in allem werde die Reise des Ministerpräsidenten und des Außenministers nach London nicyt gerade von sehr großem Optimismus begleitet sein. Brüssel, 21. Juli. (DNB.) Der belgische Außenminister Spaak entwickelte am Montag bei einem Empfang der ausländischen Presse sein außenpolitisches Programm. Spaak streifte die aktuellen internationalen Probleme nur mit kurzen Andeutungen. Dafür sprach er sich aber über die G r u nd- linien der belgischen Außenpolitik mit bemerkenswerter Klarheit und Offenheit aus. Seine Rede hat in politischen Kreisen starke Beachtung gefunden. In den Vordergrund seiner Ausführungen stellte Spaak den Sah, daß der belgische Außenminister nur ausschließlich belgische Außenpolitik treiben dürfe. Der belgische Außenminister dürfe niemals die geographische Lage seines Landes außer acht lassen, das Nebeneinanderleben der Flamen und Wallonen und die verhältnismäßig beschränkte Machtstellung Belgiens. In unzweideutiger Formulierung lehnte der Minister außenpolitische Bindungen Belgiens, die über die eigenen Interessen des Landes hinausgehen, ab. Außerhalb seiner Grenzen habe Belgien keine politischen Interessen geltend zu machen und zu verteidigen. Dieser Grundsatz gelte natürlich nicht für die Interessen der belgischen Kongokolonie, an der Belgien nicht rühren lasse. Belgien wünfche mit allen seinen Nachbarn in korrekten Beziehungen zu leben und habe nur den einzigen Wunsch, daß zwischen seinen Nachbarn der Friede aufrechterhalten bleibe, denn aus den Streitigkeiten seiner Nachbarn drohe Belgien Gefahr. Belgien wolle in der Zukunft nicht wie m der Vergangenheit ein Zankapfel Europas fein, sondern für alle Staaten ein Element d e r Befriedung und der Sicher hei t. Die belgische Außenpolitik müsse der tiefen Sehnsucht der ganzen belgischen Bevölkerung entsprechen. Im Laufe seiner Ausführungen erteilte Spaak den wirklichkeitsfremden Friedenskonftruktionen der Nachkriegszeit, namentlich dem Genfer System, eine Absage. „Er zittere", so erklärte der Minister, „vor dem »seltsamen Pazifismus', der nicht zögere, Krieg zu entfesseln, um feine Friedensliebe zu beweisen." Die Grundlinien der belgischen Außenpolitik. Eine bedeutsame Rede des belgischen Außenministers. - Absage an den pariser Kurs Diese scharfe Verurteilung der Genfer Ideologie unterstrich Spaak noch einmal, indem er erklärte, . er verstehe nicht die Reden, in denen im ersten Teil die Schrecken des modernen Krieges geschildert würden, in deren zweiten Teil aber der Ruf nach den Waffen erhoben werde. Em Krieg sei nur dann gerechtfertigt, wenn die Le- bensinteressen eines Volkes, seine Unabhängigkeit und seine territoriale Unversehrtheit auf dem Spiele ständen. Unter Hinweis auf die augenblicklich zur Entscheidung stehenden internationalen fragen er Harte der belgische Außenminister: Wenn auch nicht alle europäischen Schwierigkeiten schnell und leicht gelöst werden können, so besteht doch fern ernstes Hindernis daß die Probleme, die für Belgien lebenswichtig sind, angeschnitten und behandelt werden. Belgien wird an allen praktischen unD realisierbaren Versuchen zur Widerhexstellung des Weltfriedens Mitarbeiten, aber Belgien verlangt nicht zuviel, wenn es in Erwartung dieses groben Werkes wünscht, daß die Ruhe und Sicherheit, auf die es ein Recht hat, gewährleistet wird. „Ist es nicht ein Fehler", fragte der Minister im weiteren Verlauf seiner Rede, „die Grurckisatze der Außenpolitik einzig und allein auf die Rechtsloee, die absolut oder relativ, ideal oder lediglich human sein kann, zu gründen und das Schicksal der Volker und die Zukunft der Zivilisation auf em augenblickliches Recht abzustellen?" Er wolle nicht d Idealismus der Männer verkleinern die nach dem Ende des Weltkrieges sich entschlossen hatten, em internationales Recht aufzubauen. Bonbon, 20.Juli. (DNB.) 5m Unterhaus wurde am Montag wieder eine Reche von An- fr agen an Außenminister Eden Selchtet. Der Abgeordnete Williams (Labour) fragte, ob der Außenminister einen internationalen Ausschuß zur Untersuchung der R o h st o f f f r a g e , insbesondere in ihrer Bedeutung für Die Kolonialfrage, einzub-ruf-n beabsichtig-, wie dies in den Vorschlägen der Resilocarno-Machte oom 19. nl>1' gesehen sei. Eden erwiderte, datz die Regierung die angeschnittene Frage ständiger wag _ Aus eine Frage des Abgeordneten Adams, tim die Dreimächiekonserenz Boischafierbesuche bei Eden. was für Pläne zur Revision des Völkerbundes die Regierung auf der kommenden September- tagung vorzubringen besichtige, ®bG’ er könne sich zu nichts »"pfUcht.«. Es handele sich dabei um eine sehr heikle Frage. Er wünsche keine Erklärung abzugeben die die Arbeit in Gens noch schwieriger gestalten konnte Aus eine Frage des Abgeordneten Arthur 5) e n b e r | o n (Labour), ob Großbritannien auf der kommenden , , - Locarno-Konferenz in Brussel vertreten fein werde, erklärte E d e n, er könne hier- über feine Erklärung abgeben. Als Henderson weiter verlangte, Eden solle eine Zusicherung geben, daß auf Der Vorkonferenz auf feinen n [ [ ein bindendes Abfommen ab» Auf Die weitere Frage Des Abgeordneten Feetcher (Labour), ob Italien und Deutschland zur Locarno-Konferenz emgeladen worden seien und ob diese die Einladung angenommen hätten, erklärte Eden, daß Einladungen für eine F ü n f m ä ch t e k 0 n f e r e n z nicht ausgegeben worden seien. Die italienische Regierung sei kürzlich von Der belgischen Regierung einge aDen worden: sie habe jeDoch Diese Einladung abgelehnt. Alle Beschlüsse Der Drei Locarno-Machte wurden den Regierungen Italiens und Deutschlands übermittelt werden. Er hoffe, m den nächsten Tagen weitere Erklärungen abgeben zu können. Auf die weitere Frage Feetchers, wie es mit den Verhandlungen über einen Westpakt und insbesondere über einen westlichen Luftpakt stehe, sagte Eden, die Angelegenheit werde zur Zeit erwogen. Er könne Daher keinerlei Er- “S Äann bekannt, daß es gelungen fei, die Dardanellenfrage neu zu regeln. Es fei zu hoffen, Daß Die neue Meerenaenkonvention noch am Montagabend pnt ,eichnet werde. Vor Der tatsächlichen Unterzeichnung wünfche er jedoch keine Erklärung abzugeben. 17 Iahre feien seitdem vergangen, und die fchänsien Träume feien verflogen. Ls fei nunmehr zu wünschen, daß das inlernationa Recht von den über Die irdische Wirklichkeit herausragenden höhen, auf Die es von en Staatsmännern Des Jahres 1918 erhoben w Den sei, herabsteige. Wenn man Das in ter- nationale Kedjf uor einem vollkommenen, katastrophalen Zusammenbruch retten woüe. fo müsse man es reformieren. Die Volker dürsten nur solche Verpflichtungen eingehen, die sie übernehmen könnten. Gegenüber Formeln, Die zu allgemein seien, müsse man mißtrauisch sein. M°n koime ch allen Volkern Dieselben Anstrengungen unDDieselbn Opfer verlangen, ganz gleichgültig welch j /iechte aus dem Sviel ftünDen unD wo em RonsUtt aus- br°ch- Es g-b° befandet- Interessen, die man nicht leugnen könne. Es müffe deshalb em F°f >-gung der internationalen Verpflichtungen f g Aber es sei unvernüftig, von Den Volkern eines Kontinents zu forDern, Daß ste D°rgange. Die sich laufenDe von Kilometer weit VON ihnen entfernt abspielen, mit Demselben ^"^esse und mit Derselben Sicherheit Des Urteils betrachteten wie Die Ereignisse, Die sie selbst ?"^ngen Der unteilbare FrieDen, Der gegenseitige Beistand und Die kollektive Sicherheit seien Allgemeinbe- entgegen Den Erwartungen Die AnkünDigung des Zeitpunktes unD Des Ortes Der Dreimächte- konfereuz nach Dem Besuch Der beiDen Botschafter ausgeblieben sei. Stattdessen sei lediglich wiederholt worden. Daß die Tagung in London abgehalten werden solle, und daß Die Angelegenheit von Den betreffenden Regierungen noch erwogen werbe. Im übrigen hebt Der Berichterstatter hervor, Daß Die Besprechungen sich sehr eingehend mit den Formalien Der Konferenz beschäftigt hätten, insbesondere nut Der Verlautbarung, Die hinsichtlich einer künftigen Fünfmächtekonferenz ausgegeben werben solle. Vernon B a r t l e 11 schreibt im „N e w s E h rott i c l e", Daß sich Die d r e i L o c a r no ma ch t e in einem Dilemma befänDen unD Großbritannien nach einem Kompromiß suche Bis jetzt sei noch feine Einigung erreicht, um Die Drei Machte zur Besprechung Der Zukunft Westeuropas zusammenzu- sühren. Frankreich, gedrängt von Rußland, mache geltend, daß keine Zeit verloren werden Dürfe, DeutschlanD einzukreisen. Das britische Kompromiß versuche, Frankreich durch die Abhaltung einer vorbereitenden Tagung mit Frankreich und Belgien zu besänftigen. Aber das Kompromiß bezwecke auch, den Deutschen durch ein Versprechen zu versichern, daß Die Dorbesprechungen zu einer Septembertagung unter Teilnahme von Deutschland und Italien führen wurden. dringlich gezeigt. Um Die Jahrhundertwende war nicht nur in DeutschlanD, sondern auch in den sozial und wirtschaftlich fortgeschrittenen Ländern nicht etwa Der AchtstunDentag Die Losung, sonDern Der 8-Uhr-La- denschluß. Der Achtstundentag galt im Maschinenzeit- alter einfach als unerreichbar, so Daß sich Die Forderung Des 8-Uhr-Ladenschlusses als Voraussetzung für Die soziale unD sittliche Gesundung Des Volkes mehr als bescheiden ausnahm. Um diese Zeit wurde auch ein bezahlter Urlaub nicht gefordert, denn der mörderische Wettbewerb, den die Industrieländer sich untereinander lieferten, sah im bezahlten Urlaub eine untragbare Erhöhung Der Erzeugungskosten. Welche sozialen unD politischen Hemmungen und Widerstände zu überwinden waren, als Fürst Bismarck mit Der Einrichtung Der sozialen Versicherung begann, läßt sich hier nur hinweisenD erwähnen. Der WiDerstanD ging von Liberalen unD Rückschrittlern ebenso aus, wie von den Marxisten, wobei es den Marxisten besonders Darauf ankam, jeDe Verbesserung Der Soziallage Dec Arbeiter unD Angestellten zu verhinDern. NachDem Durch Verrat Die Marxisten DeutschlanD erobern konnten, geschah wenig oDer gar nichts für eine wirkliche soziale Hebung Der Arbeiter- unD Ange- stelltenschaft. Daß Die Gewerkschaftsführer mitte- gierten, nützte Den Arbeitern unD Angestellten so gut wie nichts, Denn Daß es inzwischen bezahlten Urlaub für Arbeiter und Angestellte gab, also Freizeit und Erholung, war nicht erst eine Novembererrungen- rellen Gruppen Flanderns und verschiedene Abgeordnete und Senatoren der flämischen Nationalisten erschienen. Der Kongreß beschloß die Schaffung einer großen flämischen Volksfront aus allen Parteien. Die Kongreßleitung erhielt die Vollmacht für die Durchführung eines Programms, das u. a. die Gründung einer großen flämischen Volksfront außerhalb b e-e parteipolitischen Rahmens, Neuordnung von Unterricht, Kunst und Wissenschaft nach flämischen Gesichtspunkten, wirtschaftliche Annäherung an Holland, Aufhebung des geheimen französisch-belgischen Militärabkommens, Amnestie für die Flamen unD politisches Selbstbestimmungsrecht für Flandern vorsieht. Besonders interessant waren die Ausführungen von Professor van G o e t h e m, der außenpolitisch eine scharfe Trennung von Frankreich und absolute Unabhängigkeit und Neutralität für Belgien verlangte. Belgien müsse mit allen seinen Nachbarn, besonders auch mit Deutschland in freundschaftlichen Beziehungen bleiben. chen ist. Wenn wir heute die gewaltige Leistung Der Einrichtung „Kraft Durch FreuDe" sehen und an uns erfahren, so ist die Vorstellung nicht so einfach, Daß Die Freizeit für Die Arbeiter und Angestellten eine verhältnismäßig neue Errungenschaft ist. Noch vor einem Menschenalter geschah es selten, Daß selbst große unD größte Betriebe Den Arbeitern und Angestellten einen Urlaub gewährten, noch seltener, Daß Dieser Urlaub bezahlt wurde. Es liegt nicht viel weiter zurück, Daß es für die Angestellten noch keinen Geschäfts- oder Ladenschluß gab, Der bei 19 Uhr lag, sondern es war üblich, daß sehr viele Geschäfte Den Betrieb ober ben Laden so lange wie möglich offenhielten. In ben Großstäbten behüte sich bie Labenzeit manchmal bis Mitternacht aus, wobei aber zu bemerken ist, baß nicht nur bie Angestell- ten, fonbern auch bie Unternehmer selbst so lange wie möglich tätig waren. Das alles waren Nachwirkungen bes Beginns ber Jnbustrialisierung, einer sozialen Umschichtung also, Die mit furchtbaren Leiben unb Entbehrungen verknüpft war. Besonders groß war bas soziale Elenb in Dem ßanbe, in bem bie neuzeitliche Jnbustrialisierung zuerst begann, nämlich in Englanb. Ein Elenb, bas besonders Durch Thomas Carlyle bekannt geworben ist. Auch in Deutschlanb war bie soziale Lage Der Arbeiter unb Angestellten im Zeitalter bes wirtschaftlichen Liberalismus unb bes Aufkommens ber Jnbustrie benfbar ungünstig, zumal biefer wirtschaftliche Liberalismus so gut wie gar kein soziales Gefühl in sich trug. Es trifft auch nicht zu, baß es etwa ber Marxismus war, ber Mittel unb Wege wies, um bie soziale Lage ber arbeitenben Klassen zu verbessern, benn der Marxismus hatte in Der Hauptsache ein politisches Ziel, nämlich Die Eroberung Der politischen Gewalt Durch Die proletarische Diktatur. Was unter Diesem EnDziel bes Marxismus zu verstehen war unb ist, hat uns Die Nutz- anroenbung bes Bolschewismus in Rußlanb ein» ß o n b o n, 20. Juli. (DNB.) Im Zusammenhang mit ben diplomatischen Besprechungen zur Vorbereitung ber Dreimächtekonferenz zwischen ,, w„. v---- ...... z, Großbritannien, Frankreich unb Belgien suchte am linksgerichtete „Oeuvr e" beschäftigt sich in länge- Montag ber französische Botschafter m ...... ...... ßonbon (Sorbin ben englischen Außenminister Eben erneut auf, nachbem er ihn bekanntlich am Samstag bereits einmal gesprochen hatte. Nach ihm empfing Eben ben belgischen Botschafter Baron be Cartier b e Marchienne, ber gerabe aus Brüssel nach ßonbon zurückgekehrt war. $u ben Besprechungen berichtet ber diplomatische Reuterkorresponbent, daß Anfragen an Eden. Erklärungen im Unterhaus zur englischen Außenpolitik. Die französische Regierung habe schließlich leboch von England die Zusage zur Abhaltung der Konferenz erlangt, unb nach ben letzten Nachrichten werbe diese am Donnerstag in London beginnen. Zum erstenmal würden sich L 6 o n Blum und Baldwin gegenübertreten. Die diplomatischen Besprechungen der letzten Tage seien in erster Linie dem Wortlaut der amtlichen Mitteilung gewidmet gewesen, die am Schluß der Konferenz ausgegeben werden soll. Unglücklicherweise hätten diese Besprechungen zu ernsten Meinungsverschiedenheiten in der englischen und der französischen Auffassung geführt. In allerletzter Minute habe wenigstens über Die erste amtliche Mitteilung Einigkeit erzielt roerDen können, Die leDiglich Die Ankündigung Der Drei- Mächte - Konferenz unD Den Wunsch, zu einer europäischen allgemeinen Entspannung zu gelangen, enthalten roerDe. Auch von belgischer Seile sei eine wirksame Verstärkung nicht zu erwarten. Die Rede des belgischen Außenministers Spaak am Montagabend in Brüssel sei mehr als enttäuschend in dieser Hinsicht gewesen. in Hamburg gehalten sein, zumal die Vertreter aus allen Ländern nicht nach ihrer politischen Einstellung ausgewählt sind, sondern im toinne der Sozialarbeit, die durch die Entwicklung der Freizeit und der Erholung geleistet wird. Gerade Deutschland kann auf vorbildliche Einrichtungen Hinweisen, die auch anderen Ländern nützlich sein können, wobei umgekehrt auch Deutschland die eine oder die andere Erfahrung in anderen Ländern für sich verwenden kann, lieber allem aber steht die Losung: dem schaffenden Menschen zu dienen und zu helfen! Trauerfeier in Gdingen. Eine Abordnung der deutschen Luftwaffe. Gdingen, 20. Juli. Der tödlich verunglückte Inspekteur der polnischen Luftwaffe, General Orlicz-Dreszer wurde am Montag in Gdingen unter Teilnahme des polnischen Statspräsidenten und des Generalin- s p e k t e u r s der polnischen Armee in feierlichem Staatsbegräbnis mit militärischen Ehren beigesetzt. Als Vertreter der deutschen Luftwaffe trafen Generalmajor S t u m p f f und Oberstleutnant H a n n e s s e im Flugzeug aus Berlin ein. Außerdem nahmen der deutsche Militärattache in Warschau, Oberst von Studnitz, und sein Vertreter, Hauptmann Koenig, an der Trauerfeier teil. Die deutsche Abordnung überbrachte im Aufschalls von Blomberg, und des Oberbefehlshabers der Luftwaffe, Generaloberst Göring, einen Eichenkranz, der mit der Reichskriegsflagge und dem Hoheitszeichen der Luftwaffe geschmückt war. Einen weiteren Kranz legte der deutsche Konsul in Gdingen Hofmann im Namen der deutschen Botschaft nieder. Die Beisetzung erfolgte gemäß dem letzten Willen des verstorbenen Generals an der Steilküste bei Oxhoft. Gespannte Lage m Palästina. Jerusalem, 20. Juli. (DNB.) Die Lage in Palästina hat sich noch immer nicht geändert. Die Maßnahmen des Militärs gegen die Freischaren in den Gebirgsgegenden werden mit größerem Nachdruck durchgeführt. Die Zahl der Todesopfer bei den Aufständischen wächst weiter an. Immer häufiger kommt es zu mehrstündigen größeren Gefechten, bei denen die Engländer alle modernen Kampfmittel, mit Ausnahme von Gas, einsetzen. Die Aufständischen haben neuerdings wiederholt versucht, Minen durch elektrische Fernzündung zur Explosion zu bringen. Am Strande von Tel Aviv konnte der Leitungsdraht rechtzeitig vor der Explosion entdeckt werden. Eine Beschädigung an der Oel- Rohrleitung nach Irak bei Beisan, durch die das Oel ausströmte, konnte sofort ausgebessert werden. Die neueingetroffenen Truppen aus Malta, durch die die britischen Streitkräfte auf elf Bataillone verstärkt werden, wurden auf ihrem Transport einige Stunden aufgehalten, da die Eisenbahn st recke bei Tulkarm gestört worden war und erst wieder ausgebessert werden mußte. Die Niederreißung der alten Häuser in Jaffa ist am Sonntag vorläufig beendet worden. Die Mitglieder der illegalen Kommunistischen Partei werden weiter über die Grenze a b - geschoben. Darunter befanden sich auch einige Juden aus Deutschland. Abbau im Mittelmeergebiet. Heimkehr nach England. London, 20.Juli. (DNB.) Das Schlachtschiff „Rodney" traf am Montag nach neunmonatiger Abwesenheit von England in Devon- port ein. Die „Rodney" ist bekanntlich das Schlachtschiff des Admirals der Heimatflotte. Ihre Rückkehr nach England erfolgt im Rahmen der bekannten britischen Maßnahmen zur Normalisierung der Flotten st ärke im Mittelmeer. In Begleitung der „Rodney" befanden sich fünf Zerstörer. Aus Libyen zurück. Rom, 20. Juli. (DNB.) Bekanntlich war von maßgebender italienischer Seite in der letzten Zeit wiederholt erklärt worden, daß Italien im Verhältnis zu der Abberufung der englischen Flottenverstärkungen aus dem Mittelmeer auch seine Truppenverstärkungen aus Libyen zurückziehen werde. Auch Mussolini hatte unlängst in einer Unterredung mit einem Vertreter der Hearst-Presse von neuem erklärt, daß Italien „sobald wie möglich eine gewisse Anzahl Divisionen aus Libyen zurückziehen werde". Inzwischen ist der erste Rücktransport der italienischen Truppenoerstärkungen von der ägyptisch-libyschen Grenze am Montagabend in Genua ein« getroffen. Die Truppen gehören zu der motorisierten Division Trento. Inden und Kommunismus. Eine Mahnung des holländischen Faschistenführers. A m st e r ö a m, 20. Juli. (DNB.) Während einer Zusammenkunft der holländischen Fas- ciftenbemegung NSB. in Utrecht, die von mehreren tausend Personen besucht war, übte der Führer der NS.-Bewegung Mussert in einer Rede schärft Kritik an der Haltung der niederländischen Regierung. Er erklärte u. a., die guten Beziehungen zum deutschen Volk, mit dem die Niederlande auf wirtschaftlichem Gebiet aufs engfte verbunden seien, seien zielbewußt zer - start worden. Dies sei eine der wichtigsten Ursachen für das heutige wirtschaftliche Elend in den Niederlanden. Es sei höchste Zeit, daß die Völker Europas den Haß und das Mißtrauen, das sie gegeneinander zeigen, aufgeben und sich zusumme n f i n d e n in einer gemeinsamen Front gegen den Kommunismus. Der Redner stellte ferner fest, daß der Weltkommun i s m u s durch das internationale Judentum verbreitet werde. Es fei Zeit, die Juden nach ihren Taten zu beurteilen. Heute »ifferrat in Paris. Paris, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) Außenminister D e l b o s wird sich bereits am Mittwochnachmittag nach London begeben. Ministerpräsident Blum wird erst am Donnerstagmorgen mit dem Flugzeug nach London abreisen. Der M i n i ft e r r a t, der am heutigen Dienstag unter dem Vorsitz des Präsidenten der Republik im Elyfee zusammentritt, wird sich in erster Linie mit der europäischen Lage, insbesondere mit der französischen Haltung auf der bevorstehenden Dreier-Konferenz in London beschäftigen. Der Bürgerkrieg in Spanien. ttndurchsichtige Lage. - Widersprechende Meldungen der spanischen Gender. Reaierungsbericht vom Montagnachmittag. Paris, 20. Juli. (DNB.) Das spanische Innenministerium hat gegen 14 Uhr nachstehende amtliche Verlautbarung durch Rundfunk verbreiten lassen: Das 1. Infanterieregiment hat sich der Regierung zur Verfügung gestellt. Im gleichen Augenblick hat General Queipo de Llano an bas Innenministerium telephoniert und General Mola an den Fernsprecher gerufen. Hunderte von Offizieren sind von den regierungstreuen Truppen gefangen genommen worden. Eine Nachricht vom Rundfunksender in Sevilla hat aufgefangen werden können. In dieser Nachricht wird dringend die Entsendung eines Wasserflugzeuges für General Franco gefordert, da er die Flucht ergreifen will. In Sevilla haben die regierungstreuen Truppen an Boden gewonnen. Das Arbeiterviertel Triana, wo der Widerstand gut organisiert ist, steht in Verbindung mit den Behörden in Huelva, die von dem Verlauf der Ereignisse unterrichtet sind. 1000 2Hann werden durch Sonderzug von Huelva nach Sevilla enlsandl, um das Zentrum der Stadt anzugreifen, wo die Aufständischen sich organisiert haben. Ein Geschwader von Bombenflugzeugen hat Cadiz bombardiert, wo der Gouverneur, umgeben von der Bürgergarde, den Aufständischen standhält. In Malaga werden die Nachrichten von der Ausschiffung marokkanischer Truppen dementiert. Die einzige Ausschiffung von Eingeborenentruppen hat in Algeciras stattgefunden, wo sie zurückqeschlagen wurden. Im übrigen Spanien herrscht vollkommene Ruhe, ausgenommen Saragossa und Valladolid, die in den Händen der Aufständischen sind. havas meldet aus Gibraltar, daß vier spanische Kriegsschiffe am Montagnachmittag auf der Höhe von Ceuta eingetroffen seien und die Stadt bombardierten. Aach einer anderen ha- vas-7Neldung aus hendaye an der spanisch- französischen Grenze ist die Grenze Montagnachmittag endgültig geschlossen worden. Nur die spanischen Grenzarbeiter, die auf französischem Boden arbeiteten, sind ermächtigt worden, in ihre auf spanischem (Bebiet liegenden Wohnungen zurückzukehren. Man hat sie jedoch darauf aufmerksam gemacht, daß sie am Dienstag nicht wieder über die Grenze dürften. Die bewaffneten Arbeiter, die bisher an der Grenze den Grenzdienst unterstützten, sind vollkommen zurückgezogen worden. Sie haben sich zum größten Teil auf den Ausruf des Zivilgouverneurs von San Sebastian hin nach dorthin begeben, um die aufständischen Truppen, die von Pamplona aus im Anmarsch sind, zu bekämpfen. Sämtliche Kraftwagen sind beschlagnahmt worden. Die Lebensmittelgeschäfte müssen nachmittags schließen. Alle anderen Geschäfte in San Sebastian sind geschlossen. Auf den großen Landstraßen haben die Arbeiter Barrikaden errichtet, um die aufständischen Truppen besser aufhalten zu können. Nach einer weiteren in Hendaye eingelaufenen Meldung soll der Direktor der spanischen Nordbahn, der als Faschist bekannt war, in Sevilla ermordet worden fein. Der französische Grenzdienst ist wesentlich verstärkt worden. Zahlreiche spanische Flüchtlinge überschreiten die Grenze, vor allem Kommunisten und Marxisten, darunter auch der sozialistische Abgeordnete von Jaca, der erklärt haben soll, daß die dortige Garnison in den Händen der Aufständischen sei. Das spanische Innenministerium hat um 17 Uhr durch Rundfunk eine Verordnung erlassen, in der die bewaffneten Arbeiter aufgefordert werden, den Befehlen der Behörden zur Organisation des Kampfes gegen die Aufständischen unbedingt Folge zu leisten. Nach einer Havas-Meldung aus Madrid hat sich die Garnison von Alcala de Henares, die aus Pionieren und einem Bataillon Kraftfahrern bestand, den Regierungstruppen ergeben. Nach einer Havas-Meldung aus Tanger sind dort in der Nacht zum Montag der spanische Kreuzer „Libertad", ein Torpedoboot, ein Kanonenboot und zwei Begleitschiffe eingetroffen. Die Mannschaften haben erklärt, daß an Bord alle Offiziere und Matrosen, die sich der Aufstandsbewegung anschließen wollten, gefangengehalten würden. Ein Beamter der Hafenverwaltung soll festgestellt haben, daß ein spanisches Begleitschiff von einem einfachen Matrosen befehligt wurde. Regierung meldet Montagabend vollen Siea. Madrid, 20. Juli. (DRV.) Die spanische Regierung teilte am Montagabend mit, daß der Auf st and in Madrid vollständig niedergeschlagen sei, und daß sich die Garnisonen von Bicalvaro de la Montana, Maria Cristina und Gotfa ergeben hätten. Die a u f st ä n d i s ch e n Flugzeuge seien von regierungstreuen Staffeln zerstreut worden und würden verfolgt. Auch in der Provinz sollen sich nach dem Bericht der Regierung die aufständischen Truppen in immer größerem Umfange unterwerfen. Wie die Regierung weiter berichtet, soll die Volksfrontmiliz ihren Sieg im Mittelpunkt Madrids, in der Nähe des Innenministeriums, begeistert gefeiert haben. Auf dem Gebäude des Innenministeriums wurde eine republikanische Flagge gehißt, die kurz davor den Aufständischen entrissen worden war. Auf Grund eines Regierungserlasses, der durch den Rundfunk bekannt gegeben wurde, find zur Vermeidung einer Panikstimmung unter der Bevölkerung sämtliche Bank- und Börsengeschäfte für die Dauer von 48 Stunden in ganz Spanien untersagt. Geldbeträge dürfen auf den Banken nur im Betrage bis zu 2000 Peseten abgehoben werden. Gleichzeitig wurde für sämtliche Zahlungen ein Moratorium erlassen. Der Ministerpräsident und Außenminister Giral richtete im Rundfunk einige beruhigende Worte an die Bevölkerung und stellte fest, daß der Sieg der republikanischen Sache durch den verbrecherischen Anschlag des Militärs nicht aufgehalten werden könne. Die Regierung vertraue auf das Volk, und dieses solle sich auf die Regierung verlassen, die bis zur endgültigen Wiederherstellung der Ordnung auf ihrem Posten ausharren werde. Hinter der Regierung stünden die Polizei, die Marine, die Luftstreitkräfte, die Volksfrontmiliz und der größte Teil des Landheeres. Die Regierung danke für die begeisterte Unterstützung, die das Volk in geschichtlicher Stunde der gesetzlichen Regierung entgegenbringe. Der MadriderRundfunksender hat um 21.45 Uhr in spanischer, französischer und deutscher Sprache eine amtliche Mitteilung veröffentlicht, wonach die Regierung die Aufslandsbewegung endgültig niedergeschlagen habe. Die Regierung ruft das Volk und die Soldaten auf, die Faschisten daran zu hindern, dem Volk die erworbenen Rechte zu nehmen. Sie erklärt ferner, daß die Ordnung überall wiederhergestellt sei. Nach einer Havas-Meldung aus Hendaye von der spanisch-französischen Grenze soll die Rundsunk- (Scherl-Bilderdienst-M.) flRcriov» • MADRID MIGlfK ftation von Sevilla, die in den letzten beiden Tagen nur Mitteilungen der Aufständischen veröffentlichte, jetzt wieder amtliche Mitteilungen der spanischen Regierung senden. Die Madrider Regierung habe ferner bekanntgegeben, daß der General Garcia de la Herr an bei der Belagerung des Militärstützpunktes von Carabanchel (bei Madrid) von den Regierungstruppen getötet worden sei. Aus Gibraltar wird gemeldet, daß ein spanischer Torpedobootszerstörer die Stadt Couta beschieße. Von Gibraltar aus könne man beobachten, wie die Granaten auf die Stadt fallen. In Paris erklärt man am Montagabend entgegen anderslautenden Meldungen, daß die aus Spanien abgegangenen Züge sämtlich zur festgesetz- t e n Z e i t in der französischen Hauptstadt e i n getroffen seien. Reisende, die mit dem fahrplanmäßigen französischen Flugzeug von Casablanca kommend in Toulouse eingetroffen find, berichten, daß sie in Malaga zahlreiche Brandherde festgestellt hätten. Dagegen herrsche in Alicante vollkommene Ruhe. Auch in Barcelona seien zahlreiche Gebäude in Brand gesteckt worden. In der Nähe der Hafenanlagen hätten Flugzeuge die Stadt überflogen und das Marine- arfenal sowie die Artilleriekaserne, die in der Nähe des Columbus-Denkmals liegen, mit Bomben belegt. Die Agentur Havas veröffentlicht andererseits eine aus Paris datierte Mitteilung, in der sie angeblich aus halbamtlichen Quellen stammende Meldungen wiedergibt, die für die spanische Regierung weniger günstig lauten. Danach sollen etwa 40 Spanier, die zum größten Teil den Volksfrontparteien angehören, die französische Grenze überschritten haben und dort entwaffnet worden sein. Man habe ihnen erlaubt, sich vorläufig in dem Departement Pyrenäen aufzuhalten. Cs bestätige sich ferner, daß spanische Fremdenlegionäre, von Marokko kommend, in Spanien gelandet seien und daß die Aufständischen die Städte Sevilla, Granada, Malaga, Valladolid und Burgos fest in den Händen hätten. In der Mitteilung der Regierung heißt es weiter, daß auch die letzten Garnisonen in Carabanchel, sowie Alcala de Henares sich ergeben hätten. Der Führer der Aufstandsbe- roegung in Madrid, General Fanjul, sei verhaftet worden und befinde sich im Polizeipräsidium. Bei der Einnahme der Kasernen in Carabanchel sei General Garcia de la Herran tot aufgefunden worden. Dieser habe bereits an dem monarchistischen Aufstand im August 1932 teilgenommen. Die Regierung betont wiederholt, daß sie die Lage in Madrid vollkommen beherrsche, und läßt mehrfach Dekrete verlesen, durch die aufständische Truppenabteilungen aufgelöst und deren Soldaten entlassen werden. Sie dankt in dem Rundfunkbericht besonders der Guardia Civil und der Guardia Asalto für ihre treue Hilfe bei der Niederwerfung der Rebellen. Die Rundfunkhörer werden aufgeforbert, für die Verbreitung der amtlichen Rundfunknachrichten zu sorgen, da nur diese die wirklich richtigen seien und von der Regierung über sämtliche spanischen Sender verbreitet würden. In ganz kurzer Zeit werde, so besagt der Rundfunkbericht der Regierung weiter, die Aufstandsbewegung niedergeworfen fein. Die Regierung fordert sodann die Bevölkerung zur Ruhe und die V o l k s f r o n t m i l i z zum Gehorsam auf. Die letztere müsse Disziplin bewahren, sie dürfe ihre Kräfte nicht vergeuden und sich nicht durch faschistische Dachschützen provozieren lassen: ferner solle sie jederzeit nur unter der Leitung der Behörden handeln. Zahlreiche Führer des Aufstandes sollen sich auf der Flucht befinden. Die Lage in Sevilla bessere sich von Stunde zu Stunde; auch die Aufstandsherde in Valladolid und Saragossa würden sich bald ergeben. Die Truppen in Alcala de Henea- res, die sich unterworfen hätten, seien nach Madrid in Begleitung von Miliz und mit erhobener F a u ft marschiert. Schließlich teilt die Regierung mit, daß nach ihr zugegangenen Mitteilungen aus Lissabon General Sanjurjo auf dem Wege nach Svanien mit dem Flugzeug tödlich verunglückt sei. Der Verband der Eisenbahnarbeiter fordert im Rundfunk zur Ausnahme der Arbeit auf; ein Fernbleiben von der Arbeit sei nur denen gestattet, die besondere Aufgaben erfüllen müßten. „Mobilmachung in den besetzten Gebieten." ©er Staatspräsident in der Hand der Aufständischen? Clffabon, 21. Juli. (DRB. Funkfpruch.) Rach einem hier vorliegenden Bericht hat der Sender in Sevilla bekanntgegeben, daß das Hauptquartier der Aufständischen eine allgemeine Mobilmachung sowie die Einziehung aller Wehrdien st fähigen in den von den Aufständischen besetzten Provinzen angeordnet hat. In einer Rundfunkmitteilung des Senders Madrid und Barcelona hat die Madrider Regierung die Zivilbevölkerung und die Sturmscharen aufgefordert, den Marsch der Auf- ständischen auf Madrid zu verhindern. Die Regierung behauptet erneut, Herr der Situation zu sein. 3n Madrid ereignen sich fortwährend Schießereien, die von den Regierungsgegnern zur Erhöhung des Wirrwarrs verursacht werden. Zu dem tödlichen Anfall des in Lissabon in Verbannung lebenden spanischen Generals Sanjurjo wird noch bekannt, daß er auf die Rachricht von dem Aufstand in Spanien im Flugzeug in fein Vaterland zurückkehren wollte. Das Flugzeug st ü r z t e jedoch kurz nach dem Start a b und geriet in Brand, Sanjurjo kam so ums Leben, während der spanische Pilot lebensgefährlich verletzt wurde. Rach einem vom Sender Cordoba aufgefangenen und bisher unbestätigten Funkspruch soll sich der spanische Staatspräsident Azana in Santander angeblich in der Gefangenschaft der Aufständischen befinden. Berichte von Menstagfrüh. Paris, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) Während am Montagabend über dem Sender S e - villa eine Verlautbarung der spanischen Regierung verbreitet wurde, die die Aufständischen zur Uebergabe auffordert, verbreitet der gleiche Sender heute in den frühen Morgenstunden, wie Havas meldet, eine Mitteilung der Aufständischen, in der alle Nachrichten der spanischen Regierung über eine Niederschlagung des Aufstandes dementiert werden. Am Dienstagmorgen wurde ferner von dem Sender Sevilla ein Aufruf des Generals Franco verbreitet, in dem zwar der Widerstand der Regierung zugegeben, im übrigen aber gleichfalls die von Madrid verbreiteten Nachrichten als unzutreffend bezeichnet werden. In dem Aufruf heißt es dann weiter, daß sich das Regiment Covadonga geweigert habe, der Regierung 41 0 0 0 Gewehre zur Bewaffnung der roten Miliz zur Verfügung zu stellen, und daß der Flughafen Cuatro-Dientos durch ein Artillerie-Regiment besetzt worden sei. Der Sender Sevilla verbreitete gestern um 21.30 Uhr ein Communiqu6 der Regierung, in dem den Aufständischen eine Frist zurUeber- g ab e bis heute gegeben wird. Außerdem wurden der Zivilgarde und den Offizieren befohlen, sich wieder auf ihre P o st e n zu begeben. Der Bürgermeister von Sevilla hat die Lebensmittel- und Fleischergeschäfte aufgefordert, am Dienstag wieder zu öffnen, um die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung sicherzustellen. Nach einem Havas-Bericht soll der Aufstand von dem verbannten General Sanjurjo, der jetzt bei einem Flugzeugunfall ums Leben gekommen ist, ausgegangen sein. Außerdem seien leitend bei der Durchführung des Militärausstandes beteiligt die Generale von Marokko und Süd- s p a ni e n , der General M o l a und Oberst R u d a und der General Godes, der in Barcelona einen Mißerfolg erlitten, habe. Das Ziel, das die Aufständischen erstrebten, sei eine vorübergehende Diktatur, unter der Neuwahlen zu einer korporativen Volksvertretung durchgeführt werden sollten. Moskau schattet sich ein. Lissabon, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) Die Nachricht von der Gefangennahme Azana s wird vom Sender Madrid energisch dementiert. Die Zivilbevölkerung wurde aufgefordert, nach 20 Ahr die Häuser nicht mehr zu verlassen, da auf später auf der Straße angetroffene Personen geschossen werde würde. Obwohl die Madrider Regierung in ihren Rundfunkverlautbarungen erklärt, alles in der Hand zu haben, ist die Lage noch durchaus unübersichtlich. Der Sender von Sevilla gibt bekannt, daß sich die Besatzung des am Vigo liegenden Kreuzers „Don Jaime" den Aufständischen angeschlossen habe. Aus den verschiedenen Rundsunkmeldungen geht ferner übereinstimmend hervor, daß es m Digo und Madrid mehrfach zu Straßenkampfen gekommen ist. Der Moskauer Sender hat an die spanische Bevölkerung einen Aufruf gerichtet, in dem sie aufgefordert wird, den Aufständischen stärksten Widerstand zu leisten. Weihevolle „Parzival"-Auffühmng unter Furtwängler. Der zweite Kestspiettag in Bayreuth. Kommunistische Gegenrevolution in Asturien? Paris, 21. Juli. (DNB.) Haoas meldet aus G e - nethary an der französischen Basken- k ü st e die Erlebnisse eines Franzosen, der bei San Sebastian seinen Urlaub verbracht hat. Er will beobachtet haben, daß sich in Asturien und in Nordwestspanien eine kommunistische Gegenbewegung gegen den Militäraufstand bemerkbar mache. Am Sonntag hätten zahlreiche rot beflaggte Lastkraftwagen mit bewaffneten Arbeitern San Sebastian durchfahren und Polizeibefugnisse ausgeübt. Der Gewährsmann berichtet weiter, er sei mit seinem Wagen fünfmal von Arbeiterposten, zum Teil von Frauen, mit Revolvern in der Hand, kontrolliert worden. Malaga in Händen von Kommunisten? London, 21.Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach einer aus Gibraltar stammenden Meldung soll sich, Berichten britischer Offiziere zufolge, Malaga voll ständig im Besitz der Ko mm uni st en befinden. Nirgends sei eine Uniform zu sehen und rote Flaggen flatterten auf allen Fahrzeugen. In der Nähe Malagas seien zwei Brücken in die Luft gesprengt worden, um den Anmarsch marokkanischer Truppen zu verhindern. Mehrere große Läden stünden in Flammen. General Franco kämpst gegen die bolschewistische Gefahr. L o n d o n, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) General Franco hat, wie Reuter aus Ceuta meldet, eine Erklärung abgegeben, wonach er die Führung des spanischen Ausstandes übernommen habe, um W e st - europa vor der Bedrohung durch den Bolschewismus zu retten. General Franco, der sein Hauptquartier in Tetuan aufgeschlagen hat und die Seele der spanischen Aufstandsbewegung ist. (Scherl-Bilderdienst-M.) Mi Ä | WA ■ 's- Im Beisein des Führers wurden am Sonntag die Bayreuther Festspiele mit Richard Wagners Oper „Lohengrm eröffnet. ^t^ks. D r Führer im Gespräch mit dem Gesandten von Papen im Festspielhaus. — Rechts: Reichsminister Dr. Goebbels und seine Gattm m Unterhaltung mit Frau Winifried Wagner. — (Scherl-Bilderdienst-M.) In Bayreuth brachte der zweite Festspieltag die erste diesjährige Aufführung des Bühnenweihespiels „P arsi faI". Der Führer machte der geduldig ausharrenden Bevölkerung, die wieder den Weg vom Haus Wahnfried zum Festspielhaus säumte, trotz der Unbilden der Witterung die Freude, sich im offenen Wagen zu zeigen. In seiner Begleitung sah man die Reichsminister Generaloberst G ö - rin.Dr. Goebbels und Freiherrn von Neurath, Gesandten von Papen und Korpsführer Hühnlein. Außerdem sah man einige neuangekommene Festspielgäste, so Reichswirtschaftsminister Dr. Schacht und SA.-Obergruppenführer Prinz August Wilhelm von Preußen. Nachdem der Führer neben der Herrin des Hauses, Frau Winifred Wagner, Platz genommen hatte, setzte das Vorspiel ein. Der diesjährigen „Parsifal"-Aufführung liegt im wesentlichen die Inszenierung zugrunde, wie sie 1934 von Generalintendant Heinz T i e t j e n und Professor Alfred Roller geschaffen worden war. Diese stellte die erste szenische Erneuerung des „Parsifals" in Bayreuth dar und trat an die Stelle jener Aufführungsform, die seit der Uraufführung gebräuchlich und 1882 noch von Wagner persönlich betreut worden war. Professor Emil Pree- t o r i u s nahm einige Aenderungen im Bühnenbild vor. Er brachte z. B. ein «völlig neues Bild von Klingsors Zaubergarten heraus. Auch die Blumenaue im dritten Akt war nach einem Entwurf von Wieland Wagner neu gestaltet worden. Die wichtigste Veränderung gegenüber der letzten Bayreuther „Parsifal"-Aufführung geschah jedoch am Dirigentenpult. Zum ersten Male leitete Staatsrat Dr. Wilhelm Furtwängler das Musikdrama. Seine Leitung schöpft die Partitur restlos aus, seine Interpretation ist ganz vom Willen zum Dienst am Werk getragen und überzeugt durch die weihevolle Ruhe der Tempi wie duxch die Eindringlichkeit des Ausdruckes. Die Hauptrollen waren mit den gleichen Solisten besetzt wie in der Neuinszenierung vor zwei Jahren: Helge Roswaenge sang den Parsifal, Martha Fuchs die Kundry, Jwar Andresen den Gurnemanz, Herbert Janssen den Amfor» tas und Robert Burg den K l i n g s o r. Neu war lediglich Joseph von Manowarda als Titurel. Die beiden Gruppen der Blumenmädchen wurden von Käthe Heidersbach und Jlonka Holn- donner geführt. Die Chöre zeigten sich unter Friedrich Jungs Leitung auf der gewohnten Höhe. — Die Zuhörer, die dem Weihespiel mit Ergriffenheit gefolgt waren, verließen schweigend das Haus. Frau Winifred Wagner dankt dem Michssporkführer Der Reichssportführer erhielt von Frau Winifred Wagner folgendes Telegramm: „Ich danke Ihnen als dem Führer des deutschen Sportes für die ehrenden Worte des Gedenkens aus Anlaß des heutigen Beginns der Bayreuther Festspiele. Ich bin mir der historischen Bedeutung der Verbindung der olympischen Idee mit dem Bayreuther Werk bewußt und entbiete aufrichtige Wünsche für die Olympischen Spiele. Winifred W a g n e r." des an- Die Mtausruitung zu jpreajen uuu «uuun zier oag neue uuci r °\ sei die Absicht und die Pflicht der Regierung, | jetzt unternommenen britischen Aufrüstung dar. es neuen Meerengenabkommens steht I t a- l i e n , wie am Montagabend von maßgebender .Seite nochmals erklärt wurde, für die Gegenwart und die Zukunft mit größtem Vorbehalt gegenüber Diese Haltung ergebe sich schon daraus, daß Italien als einer der Hauptunterzeichner des Vertrages von Lausanne an der Konferenz von Montreux zur Revision der Meerengenbestimmungen nicht teilgenommen habe. auf diesem Gebiet ein Programm durchzuführen, das dem Aufrüstungsprogramm jeder anderen Luftstreitkraft gleichkomme. Jnskip beschäftigte sich dann mit dem Problem der Kontrolle und des Schutzes der englischen angekündigt hatte, begannen in den ersten Morgenstunden die Truppenbewegungen. Infanterie, Artillerie und motorisierte Truppen wurden auf beiden Ufern des Bosporus in Marsch gesetzt und erreichten gegen Morgen die Orte des oberen Bosporus. Die alten, auf Grund des Vertrages von Lausanne unbrauchbar gemachten B e f e st i g u n g e n wurden militärisch besetzt. Die ganze Nacht hindurch war die Bevölkerung auf den Beinen. In zahlreichen Ortschaften, die die Straßen längs der Ufer säumen, bereiteten die Menschen den heranziehenden Truppen einen begeisterten Empfang. Heute früh tragen alle Schiffe im Hafen Flaggenschmuck. Ein Minenlegboot der Marine ist in Istanbul vor Anker gegangen und wird im Laufe des Tages nach dem Schwarzen Meer auslaufen. Der größte Teil der Die englische Ausrüstung Oer Aachlraqshaushalt im Unterhaus. Handelsschiffahrt, von der die Sicherheit der Nahrungsm i t t elversorgung Englands abhänge. Hinsichtlich der Nahrungsmittelversorgung habe er vor der Aufgabe gestanden, die Vorräte an Lebensrnitteln sofort zu vermehren. In dieser Hinsicht müsse eine Reihe von Entscheidungen fallen, die, wie er hoffe, eiqe Vermehrung der landwirtschaftlichen Erzeugung Englands im Notfälle sicherstellen. Nach einer Aussprache, an der sich mehrere Abgeordnete beteiligten, wurde der allgemeine Nach- tragshauhalt für Verteidigungszwecke mit 331 gegen 65 Stimmen angenommen. Der Nachtragshaushalt für die Marine wurde mit 323 gegen 134 Stimmen, der Nachtragshaushalt für das Heer mit 312 gegen 113 Stimmen — türkischen Flotte ist bereits unterwegs nach den D a r d a n e l l e n , um sich an der in den heutigen Vormittagsstunden erfolgenden Besetzung der Meerengen zu beteiligen. London, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) meisten Morgenblätter nehmen zur gestrigen Dertei- digungsaussprache im Unterhaus in Leitaufsätzen Stellung. ... ,, , Die „Times" hebt dabei hervor, daß der Fort- schritt bei der Flotte und bei der Luftwaffe schneller, als bei der Armee vor sich gehe. Die dauernden Schwierigkeiten bei der Rekrutierung stellten eine beunruhigende Tatsache dar. Der Leitartikler des „Daily Telegraph" schreibt, der ursprünglich von Lloyd George gepredigte und gestern vom Verteidigungsminister angeführte Satz: „Es sei viel leichter für ein starkes Land, seine Ziele durch friedfertige Diplomatie zu erreichen, als für ein schwaches sei seinerzeit mit Bezug auf Deutschland geäußert worden. Der Satz stelle aber eine völlige Rechtfertigung der Das Mmngen-Mommen unterzeichnet. Montreux, 21. Juli. (®JIB.) ®°- °°» der Konferenz in Montreux ousgearbeite e Abkommen über die Rechlsoerh-ttniff- der türkischen Meerengen ist am Montag um 22 Uhr im Festsaal des Hotels „Palace" unterzeichnet worden. K , Nach einer Ansprache des Präsidenten des Staatsrates des Kantons Waadt, der auch im Ramen der Schweizer Bundesregierung sprach, wurden die Sitzung und die Konferenz von dem Präsidenten geschlossen. Einmarsch der türkischen Truppen in die Oardaneilen-Zone. Istanbul, 21. Juli. (DNB. Funkspruch.) Nach- dem um Mitternacht das Geheul der Sirenen im Hasen und in der Stadt die Unterzeichnung der neuen Meerengen - Konvention genommen. Das Echo in der presse Weiterhin mußten neue Munitionsbeschaffungsquellen eröffnet werden. In dieser Hinsicht seien die vorbereitenden Schritte bereits getan. Don den 52 neuen Firmen hätten 14 bereits feste Aufträge angenommen, während mit den übrigen noch verhandelt werde. Nach Abschluß dieser Verhandlungen würden sieben A ch t e l d e s gesamten Bedarfes an Granaten, Zündern usw. gedeckt sein. Das sei ein nicht unbefriedigendes Ergebnis. v Jnskip sprach hierauf sein Bedauern darüber aus, daß sowohl die reguläre Armee, als auch die Territorialarmee zahlenmäßig unter der gewünschten Stärke sei. Es sei Zwar möglich, die Scheinwerfer und die Geschütze zu beschaffen, nicht so leicht sei jedoch die Einstellung der hierfür erforderlichen Bedienungsmannschaften. Der Verteidigungsminister kam hierauf auf die Luftausrüstung zu sprechen und erklärte, 3erim Frankfurt a. M. 20-3u.i 18.3uli fur< börse börse 20.7. 18-7. 20.7. Dalum 18.7 18.7 | 20-7 20 7. 18.7 Dalnm 112,65 112,65 112,7 112,75 100,1 100,1 15,25 14,5 98,5 98,25 98,25 97 97 97 97 170,4 170,13 100,25 101 101 4 93,75 93,75 123 123 4| 129,75 i,65 119 119,5 119,75 119,65 97 2,480 2,484 2,482 97 97 2,486 101 101 101,5 101,5 101,5 101,65 97,5 97,5 97,5 97,5 14,75 102 102 197,5 101,25 97,4 102,55 8,75 14,9 137,5 114,5 108,13 100 100 197 100 100 197 101,75 101,75 196,5 131 146,5 150 101 97,4 102,5 101,25 97,4 102,25 6 6 6 8 7 6 f- 8 3 136,5 114,5 108,25 38,4 154,5 146,5 150 0,679 42,00 0,144 3,053 55,80 46,90 12,50 5,505 16,47 169,26 19,57 0,729 5,666 62,79 49,05 11,35 64,42 81,33 34,03 10,31 0,676 41,94 0,142 3,047 55,74 46,80 12,485 5,499 16,43 168,98 19,53 0,728 5,654 62,74 48,95 11,34 64,37 81,19 33,97 10,29 101 97,4 102,25 16,25 121 123 100,5 142,5 163 203,5 147 131,5 139,25 114 131 139,4 0,675 41,92 0,142 3,047 55,68 46,80 12,47 5,495 16,43 168,92 19,53 0,727 5,654 62,67 48,95 11,33 64,30 81,17 33,97 10,29 0,680 42,02 0,144 3,053 55,86 46,90 12,515 5,511 16,47 169,32 19,57 0,730 5,666 62,86 49,05 11,36 64,49 81,35 34,03 10,31 o 8 6 7 4 7 9 5 6 5 95 109,5 95 109,5 95 109,5 3 160 138,75 146,5 135 141,4 163,5 203 147,5 15,25 45 16,75 121 123,5 100,25 38,4 154,5 133,5 159 138,5 146 134,5 141,25 164 204 147,5 110 134,25 129,75 115,75 137,5 115 108,65 38,4 154,5 133,5 160 139,5 146,25 135 142,9 162,75 202 140 170,25 273 114 130,5 139 16 121,5 111,25 136 130 117,13 14,65 44,5 16,25 121,25 123 100,25 110,75 134 130 116,4 111,9 136 130 117,25 174,5 138,5 115 109 170,5 273 115 131,75 139 38,25 154,5 133,75 160 139,25 146 O O 6 4 Amtliche Notierung Geld | Ärie Rheinische Elektrizität Rhein. Wests. Elektr. Schuckert L Co...... Siemens L HalSke... Lahmeyer L Co..... Schlußkurs A.E.G...................... Bekula Elektr. Lieferungsgesellfchast... Licht und Kraft ............. I. G. Farben-Jndustrie Scheideanstalt........ Goldschmidt Rütgerswerke Metallgesellschaft 4% oesgt. Serie li 5% Rumän. veretnh. Rente v. 1903 4l49LRuman.vereinh.Rentev.1913 4% Rumänische vereinh. Rente . 2*4% Anatolier .............. Norddeutscher Lloyd ......... A.G. für Verkehrswesen Akt. .. Berliner Handelsgesellschaft ... Commerz, und Privat-Bank ... Deutsche Bank und Disconto- Gesellschaft................ Dresdner Bank Reichsbaak ................ Hamburg-Amerika-Paket O Hamburg.Südam. Dampfschiff. O Amtliche Notierung Geld | Brief 6,8 10,25 5,65 42,75 BuderuS <• Deutsche Erdöl 4 Harpener................. 2/2 Hoesch Eisen—Köln-Neuesten .. 3 । 130 । 130,5 4% Oesterreichische Goldrente... 4,20% Oesterreichische Stlberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4V»% besät von 1913.......... 5% abgest. Goldmexikaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie I..................... Ilse Bergbau ....... Ilse Bergbau Genüsse Klöcknerwerke....... Mannesman n-Röhren Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Schlußk. Mittag« börse 31 2,75 9,4 8,8 9 15 Felten & Guilleaume Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 Buenos Arre Brüssel.... Rio de Jan. Sofia ...... Kopenhagen Danzig London .... HelsingforS.. Paris ..... Holland ... Italien .... Japan ...... Jugoslawien Oslo.....: Wien....... Lissabon... Stockholm... Schweiz .... Spanten... Prag....... Budapest ... Reu York ... Philipp Holzmann .... Zementwerk Heidelberg Cementwerk Karlstadt.. 95 109,5 | 30,5 2,65 9,3 8,65 6% Teupche Rerchsanleihe o. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 1934 b*/r% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mti Auslos.-Rechten ............ 4/i% Deutsche Relchspostschatzan Weisungen von 1934, I 4/i% ehem. 8% Hessischer Volks' staat 1929 (rückzahlb. 102%) ... 4/i% ehem. 8% Hessische Landes banl Darmstadt Gold 91.12... b*4% ehem. 4/i% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstadlLiau. 4/i% ehem. 8% Darmst. Komm Landesb.Goldichuldverichr. 8t. t Oberhessen Provinz-Anleihe mb Auslos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mttAuslos.-Rechten 4/i% ehem.8% Franks. Hyp.-Ban! Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935 6*/2% ehem. 4/i% Franks. Hyp. Bank-Liqu -Pfandbriefe...... 6/i% ehem. 4*4% Rheinische Hyp.-Bank-Ltqu.-Goldpfe. ... 4'/,% ehem. 8% Pr. Landespfand, oftefanstalt, Pfandbriefe 91 19 4/i% ehem. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. Obl. 20 Steuergutich.Berrechnungsk. 34-38 6,95 10,3 5,6 44 2,75 9,45 8,75 8,9 15,13 6,75 10,25 5,7 43,65 2,65 9,3 6,9 10,3 5,6 44 Schwß. AL furd börse Sch'-s. AL «M- AL Frankfurt a. M. 25erlin Schluß« kurs Schluß!. Abendbörse Schluß« kurü Schlußk. Mittag« börse Datum 18.7- 20-7- 18.7. 20.7. Mansselver Bergbau .. ..... 6/t 143,5 — 143,5 142,5 Kokswerke ........... ....... 6 — — 133,25 133,4 Rheinische Braunkohlen .....12 231 — 231 — Rheinstahl ........... ....... 4 147,5 147,75 147,75 148 Vereinigte Stahlwerke. .....3/, 107,75 108,25 107,65 108,4 Otavi Minen ........ .......0 26,65 28 26,5 28 Kaliwerke Aschersleben. .......5 129,75 129 129,75 129,25 Kaliwerke Westeregeln. .......5 129 128 129 129,5 Kaliwerke Salzdetfurth .....?y, — — 184 184 Schultheis Patzenhofer ...... Aku (Allgemeine Kunstseide) . Bemberg.................. . 4 . O . 5 52,9 86 52,75 86 110 53,25 86 109,9 53 85,75 Banknoten. Serini,20. Juli Geld Srlef Zellstoff Waldhos ........... . 6 152 152 152,25 151,75 Amerikanische Roten.............. 2,432 2,454 Zellstoff Aschaffenburg ...... . O 118,5 118,25 117,75 117,9 Belgische Noten.................. 41,76 41,96 Dessauer Gas .............. . 7 — — 119,25 118,75 Dänische Noten ................. 55,54 55,76 12,49 16,44 . O 128,4 134 128,75 133,5 12,45 16,38 Deutsche Linoleum.......... . 8 174 173 174 173,5 Französische Noten ............... Orenstein & Koppel ......... . O — — 86,75 88,75 Holländische Noten............... 168,56 169,24 Westdeutsche Kaufhof........ . O 48 49,65 48 49,25 Italienische Noten................ — — Chade ..................... . 9 415 419 420 418 Norwegische Nuten .............. 62,52 62,78 Accumulatoren-Fabrik....... 12 — 218 218 218 Deutsch Oesterreich, i 100 Schilling — Conti-Gummi.............. 1J 188,5 187,5 188,5 188 Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... 64,15 64,41 Gritzner.................. . O I 33,25 33,5 33 33,5 Schweizer Noten................. 81,01 81,33 Mainkraftwerke Höchst a.M.. . 4 95,5 96 - Spanische Noten................. Ungarische Noten ................ 33,63 33,77 Süddeutscher Zucker....... 10 224 224 224 - — —•