m. 93 Erstes Blatt 186. Jahrgang Dienstag, 21. April 1956 Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Bezugspreis: Mit 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illusttierte , 1.80 Zustellgebühr.. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zerusprechauschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnach' richten: Anzeiger Stehen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen vruck und Verlag: vrühl'sche UniverfilSts-Such- und Steindruckerei «.Lange in Gietzen. Schristieitung und Gcschästrftelle: Schuiftrahe 1 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Gnmdpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rps., für Textanzeigen von 70 mm Breite 50 Rpf..Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25"/„ mehr. Ermähigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemeinnützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Npf., Familienanzeigen, Bäder-, Unterrichts-u. behördliche Anzeigen6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Oie Liebe des ganzen Volkes gehört dem Führer! Ein unvergeßlicher Feiertag der deutschen Nation war der gestrige Geburtstag des Führers und Reichskanzlers Adolf Hitler. Berlin, 20. April (DNB.) Das festliche Bild, das die Reichshauptstadt bietet, belebt sich im Lause der Vormittagsstunden immer stärker. Tausende und aber Tausende von Volksgenossen streben der Straße unter den Linden zu, in der die zur Parade vor dem Obersten Befehlshaber der Wehrmacht bestimmten Truppen aller Waffengattungen Aufstellung genommen haben. Weitere unzählige Men- schenmafsen haben sich an den Straßenzügen eingefunden, auf denen die Truppen nach dem Vorbeimarsch abmarschieren. Schon der Anmarsch der Truppcnverbändc löste überall Begeisterung aus. Ehrenhundertschaften sämtlicher NS.-Verbände marschierten inzwischen vom festlich geschmückten Brandenburger Tor bis zur Haupttribüne in der Nähe des Kleinen Sterns im Tiergarten zur Spalierbildung auf. Am Pariser Platz grüßt von der Französischen Botschaft die Trikolore, wie überhaupt alle Gebäude der in Berlin akkreditierten diplomatischen Vertretungen zu Ehren des Führers ihres Gastlandes geflaggt haben. Um 10 Uhr haben sich die beiden großen Zuschauertribünen an der Nord- und Südseite der Charlottenburger Chaussee gefüllt. Auf deni Gehsteig vor den Tribünen stehen in langen Reihen die Wagen der Schwerkriegsbeschädigten. Auf den Tribünen sieht man die Uniformen aller Waffengattungen des neuen und des alten Heeres, Mitglieder des Soldatenbundes, des Kyffhäuferbundes, der SS., der SA., des Arbeitsdienstes und aller anderen nationalsozialistischen Gliederungen. Gegen 10.30 Uhr ist auch die Haupttribüne fast voll besetzt. Die Mitglieder der Reichsregierung sind eingetroffen. Die Chefs der diplomatischen Missionen sind mit den Militär-, Marine- und Luftfahrtattaches erschienen. Anwesend sind ferner fast alle Reichsleiter und Staatssekretäre, der Reichsführer SS. und der Stabschef der SA., viele hohe Offiziere und die Träger des Blutordens. Vormittags marschierte SA. mit grünen Spiegel- und Mützenrändern vor der Reichskanzlei auf. Es ist der Sturm 11/10 0 aus Dresden, der nach mehrtägigem Fußmarsch in der Reichshauptstadt eingetroffen ist, um dem Führer seine Glückwünsche darzubringen. Gleich darauf erschienen die Berliner Blutorden-Träger. In dem Erfinden neuer Sprechchortexte ist die Jugend schier unerschöpflich. So rufen BDM.-Mädchen: „Lieber Führer komm heraus, sonst verwelkt der Blumenstrauß!" Um 10.45 Uhr passierte Reichsminister Dr. Goebbels, der sich inzwischen wieder in sein Ministerium begeben hatte, die Wilhelmstraße, von der Menge lebhaft begrüßt. Um 10 Uhr empfing üer Führer die Vertreter der Wehrmacht und nahm ihre Glückwünsche entgegen. Mit dem Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht, Generaloberst v. Blomberg, waren General der Infanterie v. Rundstedt als Vertreter des Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie v. F r i t f ch, der Oberbefehlshaber der Marine, Admiral R a e - der und der Oberbefehlshaber der Luftstreitkräfte, General der Flieger Göring, erschienen. Auf die Begrüßungsansprache des Reichskriegsministers Generaloberst v. Blomberg erwiderte der Führer: Herr Generaloberst! Am heutigen Tage blicke ich mit stolzer Freude zurück auf das hinter mir liegende Jahr. Ich blicke nach vorwärts in unerschütterlichem Vertrauen auf die Kraft und damit auf die Zukunft unseres Volkes Seine wunderbare Wiederauferstehung erfüllt mich mit tiefster Dankbarkeit all denen gegenüber, die mir durch ihre treue Mitarbeit die erfolgreiche Führung der Nation ermöglichten. Meine Hoffnung auf die deutsche Zukunft liegt begründet in der Erkenntnis der unvergänglichen Werte unseres Volkes. Ich baue dabei aber auf jene organisatorische Erfassung dieser Werte, die mir allein die Garanten zu sein scheinen für die Erfüllung dieser Hoffnung: auf die National! oziali st ischePartei als die Gestalterin und Trägerin des neuen politischen Willens und auf die Wehrmacht als Gestalterin und Trägerin der militärischen Kraft. In diesem Augenblick, da Sie, Herr Generaloberst, mir mit den Chefs der drei Wehrmachtsteile die Glückwüifche des deutschen Heeres übermitteln, drängt es mich, Ihnen und damit der ganzen deutschen Wehrmacht aufrichtig st en Dank für die gewaltige Leistung der Wiederaufrichtung des deutschen Heeres, der deutschen Kriegsmarine, und der Neubegründung der deutschen Luftwaffe zu sagen. 3m empfinde diesen Dank um so mehr, als ich glaube, daß wir durch diese neugestaltete Kraft der Nation am ehesten in der Lage fein werden, unserem Volk und vielleicht darüber hinaus auch anderen jenen Frieden zu bewahren, von dem so viel Glück und Wohlfahrt abhängig sind. Wenn ich Sie, Herr Generaloberst v. Blomberg, heute zum Generalfeldmarschall befördere; Sie, General Göring und General v. Fritsch zu Generalobersten; Sie, Admiral R a e d e r, zum Generaladmiral, dann vollziehe ich damit eine Ehrung für d i e gesamte deutsche Wehrmacht, für jeden einzelnen Offizier und für jeden Soldaten Ich danke Ihnen nochmals, meine Herren, für Ihre treue Mitarbeit an der Wiederaufrichtung des neuen Deutschen Reiches durch den Neuaufbau der deutschen Wehrmacht. Ehrung des Führers für die deutsche Wehrmacht. Oer Reichskriegsminister und die Oberbefehlshaber des Heeres, der Kriegsmarine und -er Lustwaffe befördert. Berlin, 20. April. (DNB.) Der Führer und Ober st e Befehlshaber der Wehr» macht hat am heutigen Tage befördert: Den Reichskriegsminister und Oberbefehlshaber der Wehrmacht Generaloberst von Blomberg zum Generalfeldmarschall, den Oberbefehlshaber des Heeres General der Artillerie Freiherrn von Fritsch zum Generaloberst, den Oberbefehlshaber der Kriegsmarine Admiral Dr. h. c. Raeder zum Generaladmiral, den Reichsminister der Luftfahrt und Oberbefehlshaber der Luftwaffe General der Flieger Göring zum Generaloberst. Telegrammwechfel zwischen dem Führer und General von Fritsch. Der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, sandte an den Führer folgendes Glückwunschtelegramm: „An den Führer und Obersten Befehlshaber der Wehrmacht, Berlin. Durch meinen Unfall leider verhindert, heute in Berlin zu fein, bitte ich, Ihnen, mein Führer, hierdurch meine ehrerbietigsten und treuergebensten Glückwünsche übermitteln zu dürfen. Das deutsche Heer folgt Ihnen heute wie immer in gläubigem Vertrauen und stolzer Zuversicht auf dem Wege, den Sie uns in Deutschlands Zukunft voran- schreiten. In Dankbarkeit und Treue Freiherr von Fritsch, General der Artillerie und Oberbefehlshaber des Heeres." Der Führer antwortete mit folgendem Telegramm: „Mein lieber General von Fritsch?" „Ich habe Sie mit dem heutigen Tage zum Generaloberst befördert. In dieser Auszeichnung wollen Sie den Ausdruck meiner dankbaren Anerkennung Ihrer hohen Verdienste um den Wiederaufbau des Heeres und zugleich den Beweis meines vollen Vertrauens zu Ihrer Führung des Heeres erblicken. Mit aufrichtigsten Wünschen für Ihre baldige Wiederherstellung Adolf H i t l e r." 3m Rang den Reichsministern gleichgestellt. Der Führer und Reichskanzler hat angeordnet, daß der Oberbefehlshaber des Heeres, General der Artillerie Freiherr von Fritsch, und der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Admiral Dr. h. c. Raeder, im Rang den Neichsrninistern gleichgestellt werden. Sie führen ihre bisherige Amtsbezeichnung weiter. Die militärische Unterstellung der Oberbefehlshaber der Wehrmachtsteile unter den Reichskriegs- minifter und Oberbefehlshaber der Wehrmacht bleibt unverändert. Punkt 11 Uhr verlies der Führer in Begleitung feiner militärischen Adjutanten mit feinem Wagen die Alte Reichskanzlei, von den Massen mit Jubel stürmen der Begeisterung empfangen, um sich zur Parade zu begeben. Ihm folgten Reichskriegsminister Generaloberst von Blomberg und die Oberbefehlshaber der drei Wehrmachtsteile, General der Flieger Göring, Admiral Dr. h. c. Raeder und General der Infanterie von Rundstedt in Vertretung des Freiherrn von Fritsch. Im Lustgarten erstattete der Kommandierende General, Generalleutnant von W i tz l e b e n, die Meldung: III. Armeekorps mit Wachtruppe Berlin, 23. Division, 3. Panzerwagendivision, Schulen, Teile der Luftwaffe und der Marine in Starke von 489 Offizieren, 13 932 Mann, 977 Pferden und 1573 Fahrzeugen zur Parade angetreten." Der Präsentiermarsch und die deutschen Nationalhymnen klingen auf. Dann beginnt die Abfahrt des Führers von der Schloßfreiheit. Im Wagen stehend grüßt er die Truppenverbände und dankt den jubelnden Volksgenossen. In langsamer Fahrt die Linden entlang bewegte sich die Wagenkolonne bis zur Haupttribüne am Kleinen Stern. Von dort aus werden um 11.20 Uhr vorn Königsplatz her die Wagen mit dem Führer und seinem Gefolge sichtbar. Durch die dichten Menschenmassen geht freudige Erregung. Die Hände recken sich zum Gruß. Heilrufe brausen auf. Der Führer entsteigt dem Wagen und bleibt mit dem Reichskriegsminister und den Oberbefehlshabern der Wehrmachtsteile vor der Regierungstribüne stehen. Immer wieder ertönen die Heilrufe und Gratulationswünsche im Sprechchor. Der Vorbeimarsch. Wenige Minuten vor 12 Uhr wird am Kleinen Stern der Marschtakt der Spielleute des Wachregiments, das an der Spitze der Parade marschiert, hörbar. Der Führer begrüßt noch die letzten ihm vorgestellten Offiziere der höheren Stäbe und betritt dann das für ihn errichtete Podium. Hinter ihm stehen Generalfeldmarfchall v. Blomberg, der General der Infanterie und Oberbefehlshaber des Gruppenkommandos I v. Rundstedt als Vertreter des Oberbefehlshabers des Heeres, Generaladmiral R a e d e r als Oberbefehlshaber der Marine und Generaloberst Göring als Oberbefehlshaber der Luftwaffe sowie General der Flieger K a u p i s ch. Die Parade wurde eröffnet durch den Kommandierenden General des III. Armeekorps und Oberbefehlshaber im Wehrkreis III Generalleutnant von W i tz l e b e n. Auf dem Point vor dem Führer senkt er den Degen. Der Führer erhebt den Arm zum Gruß. Es folgt dann der Kommandant von Berlin Generalleutnant Schaumburg, hinter ihm das Spielmannskorps und die Kapelle des Wachregiments. Inzwischen sind Generalleutnant vonWitzleben und Generalleutnant Schaumburg abgefeffen, haben sich zum Führer begeben und ihm mit gesenktem Degen den Vorbeimarsch der Truppen gemeldet. Zu beiden Seiten des Führers und der Oberbefehlshaber der einzelnen Wehrmachtsteile nehmen sie nur für die Dauer des Vorbeimarsches der ihnen unterstellten Formationen Aufstellung. Währenddessen ist die Kapelle des Wachregiments nach links ausgeschwenkt und hat gegenüber dem Standort des Führers ihren Platz eingenommen. Es kommen die ersten Kompanien des Wachregiments, die, wie hernach die gesamte Infanterie, in Zugkolonnen vorbeiziehen. Auf die Wachtruppe folgen die Jnfanteriefchule, das Jnfanterielehr- bataillon und die Kriegsschule Potsdam, der junge Offiziersnachwuchs des Heeres. Für das Heer folgen nunmehr die Formationen der 23. Division, an deren Spitze ihr Kommandeur Generalmajojr Busch reitet. Hinter dem Führer schwenkt er aus und tritt an die Stelle, die bisher der Kommandant von Berlin, Generalleutnant Schaumburg, eingenommen hatte. Die Kapelle des Infanterie-Regiments 9 löst das Musikkorps des Reizende Trachtenkinder aus Deutschlands Gauen beglückwünschen den Führer. Kinder in Trachten aus allen möglichen deutschen Gauen kamen mit Blumen in den Händen zu dem Führer in die Reichskanzlei, um ihm ihre Glückwünsche darzubringen. (Presse-Jllustratlon-Hossmann-M.) H tz ® 11 i'i- : " A O t । i - Alarinetruppen vor dem flaggengefchmückten Brandenburger Tor. Sämtliche Waffengattungen nahmen an der großen Parade vor dem Fhhrer teil. Hier sieht man Marine« truppen beim Durchmarsch durch das Brandenburger Tor. — (Scherl-Bilderdienst-M.) ’M Z II PW W s " *< * '" ; ■*W*4 $ MM awy Vorbeimarsch von MG.-Truppen am Führer. — (Scherl-Bilderdienst-M.) Telegramm-Glückwünsche Segenswünsche. Boris. übermittelt. N ü r n Berlin, 20. April. (DNB.) Während Tausende und aber Tausende den ganzen Tag über auf dem Wilhelmplatz die Reichskanzlei gleichsam belagern und immer wieder in Sprechchören dem Führer ihre Glückwünsche darbringen, tragen Boten und Postbeamte ununterbrochen Geschenke für den Führer in die Reichskanzlei. Diese werden zunächst im Vorraum, wo auch die Eintragungsbücher der Gratulanten aufliegen, gesichtet und wandern dann in einen großen Saal. Fünf lange breite Tische können die übergroße Zahl dieser Geschenke nicht mehr fassen. Auf den ersten Blick hat man den Eindruck eines kleinen Warenlagers, das hier in der Reichskanzlei entstanden ist. Die Vielzahl der großen und kleinen Liebesgaben von Volksgenossen aller Berufe und jeden Alters für den Führer ist schlechthin überwältigend. Die Sammlung dieser Geschenke ist genau so wie die Anwesenheit der Zehntausende auf dem Wilhelmplatz ein sinnfälliger Beweis für die unendliche Liebe und Treue, die das gesamte deutsche Volk dem Führer entgegenbringt, und die es ihm gerade an seinem Geburtstage aufs neue bekunden will. Beim Betreten des Saales, in dem die Geschenke vorläufig aufbewahrt sind, fallen sofort- zwei Berge von Wollstrümpfen auf; mehr als 12 000 Paar Strümpfe, die für das Heer bestimmt sind, liegen hier. In einer Urkunde sind dem Führer außerdem weitere 22 000 Paar Strümpfe für das Heer zur Verfügung gestellt worden. Unter den zahlreichen künstlerisch wertvollen Geschenken sieht man u. a. ein Bismarck-Bild von Lenbach, geschenkt von Reichsminister Dr. Goebbels, eine Wagner-Büste von der Stadt Bay- reuth, einen goldenen Ehrenadler von der Stadt Potsdam, ein Modell des Reichssportfeldes von Regierungsbaumeister March, dem Schöpfer dieser gewaltigen olympischen Anlage, ein von einem Unteroffizier aus Stralsund in äußerst mühevoller Der Führer antwortete ihm mit nachstehendem Danktelegramm: „Eure Majestät bitte ich, meinen aufrichtigsten Dank für die freundlichen Glück- und Segenswünsche zu meinem Geburtstage entgegenzunehmen. Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler." Ferner ging folgender Glückwunsch des italienischen Regierungschefs Mussolini ein: „Zum heutigen glücklichen Gedenktage empfangen Sie, Exzellenz, meine besten Glückwünsche, die ich Beförderungen in der SA. B e r l i n, 20. April. (DNB.) Der Oberste SA.- Führer hat am 20. April u. a. folgende Beförderungen in der SA. ausgesprochen: Zum Gruppenführer: den Führer der Gruppe Hansa, Brigadeführer F u st (Hamburg); zu Brigadeführern: die Oberführer Reimann», Kleinmann, von Arnim, Lippert und Ku n i s ch; zu Oberführern: die Standartenführer Heid- müller und Schmierer; zum Obersturmbannführer: den Sturmbannführer Besserer. Luftwaffenpersonalamtes; Wimmer, des Generalstabes und Chef des Technischen Amtes im Reichsluftfahrtministerium. 3n der Kriegsmarine: Zu Kapitänen zur See: die Fregattenkapitäne: Kummetz, Führer der Torpedoboote; Backenköhler, Kommandant des Kreuzers „Köln"; Siemens, Kommandant des Kreuzers „Karlsruhe"; Feldbausch, Leiter Kriegsmarinedienststelle Königsberg i. Pr.; Maertens, Kommandeur der Marinenachrichtenschule; zum Flottenarzt: der Geschwaderarzt Dr. Schulte-Ostrop, Chefarzt des Marinelazaretts, Wilhelmshaven. Sin Vlick ans den Gebmlslagsgabentisch ©er Ausdruck der Liebe eines ganzen Volkes. für Ihr Wohlergehen und das Ihres Landes zum Ausdruck bringe. Mussolini." Ihm dankte der Führer und Reichskanzler telegraphisch wie folgt: „Eurer Exzellenz danke ich bestens für die freundlichen Wünsche, die Sie anläßlich meines Geburtstages für mich und Deutschland zum Ausdruck bringen und die ich aufrichtig erwidere. Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler." Außerdem erhielt der Führer von Sr. Majestät König Ferdinand von Bulgarien in Kl> burg, sowie von zahlreichen früheren deutschen Bundesfürsten Glückwunschtelegramms, die er mit herzlichen Dankesworten telegraphisch erwiderte. Aus allen Teilen des Reiches. Berlin, 20. April. (DNB.) Dem Führer und Reichskanzler sind zu seinem Geburtstag von unzähligen Volksgenossen aus allen Ständen und Gauen des Reiches telegraphisch und brieflich Glückwünsche übermittelt worden, die besonders eindrucksvoll von der großen Liebe und Verehrung des Volkes zu Adolf Hitler zeugen. Auch die obersten Spitzen von Partei und Staat, der Wehrmacht, der Wirtschaft, der Kunst und der Wissenschaft haben telegraphisch ihre Glückwünsche zum Ausdruck gebracht. Von den Reichsstatthaltern, Reichsministern, Reichsleitern und den Gauleitern sind dem Führer Telegramme zugegangen. Auch die auf der Ordensburg versammelten deutschen Kreisleiter haben ein Glückwunschtelegramm geschickt. Der Reichskriegsopferführer und der Bundesführer des Deutschen Reichskriegerbundes brachten telegraphisch die Geburtstagswünsche der Weltkriegssoldaten und Feldkameraden des Führers dar. Für die Ausländsdeutschen gratulierte der Leiter der Auslandsorganisation der NSDAP. Auch viele Städte und Gemeinden entsandten durch ihre Bürgermeister Glückwunschschreiben. Unermeßlich ist die Zahl der vielen unbekannten Volksgenossen, die des Führers in herzlichen Grüßen voller Liebe und Dankbarkeit gedachten. Berlin, 20. April. (DNB.) Der Führer und Reichskanzler erhielt von Seiner Majestät König Eduard von England nachstehenden Telegramm-Glückwunsch: „Mit Vergnügen benutze ich den Anlaß Ihres Geburtstages, Herr Reichskanzler, um Ihnen meine herzlichen Grüße, verbunden mit meinen besten Wünschen für Ihr Glück und Wohlergehen zum Ausdruck zu bringen. Edward RI." Der Führer dankte dem König mit folgendem Telegramm: „Ew. Majestät bitte ich den Ausdruck herzlichen Dankes für die freundlichen Glückwünsche zu meinem Geburtstage und für Eurer Majestät Grüße, die ich aufrichtig erwidere, entgegennehmen zu wollen. Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler." Der König von Italien sandte folgendes Telegramm an den Führer: „Es ist mir ein lebhaftes Bedürfnis, Eurer Exzellenz zur Wiederkehr Ihres Geburtstages meine aufrichtigen Glück- und Segenswünsche auszusprechen. Vittorio Emanuel e." Der Führer antwortete dem König von Italien mit folgendem Telegramm: „An Seine Majestät den König, Rom. — Ew. Majestät danke ich aufrichtig für die mir zu meinem Geburtstag übermittelten freundlichen Glückwünsche. Adolf Hitler, Deutscher Reichskanzler." Seine Majestät Boris III., König der Bulgaren, sandte ebenfalls einen telegraphischen Glückwunsch, der wie folgt lautet: „Anläßlich des heutigen Tages sende ich Ihnen, Herr Reichskanzler, meine herzlichsten Gluck- und Arbeit hergestelltes Modell des Panzerschiffes „Deutschland", zwei prachtvolle Buchwerte in riesigem Format über den Arbeitsdienst von Reichs- arbeitsführer Hierl und über den deutschen Straßenbau von Generalinspektor Dr. Todt, ein in Spiegelrahmen eingefaßtes Landschaftsbild des bekannten italienischen Darstellers des antiken Rom, Parlandi, geschenkt von Herrn und Frau At- tolico, eine Scharnhorst-Büste von Reichsleiter Rosenberg, ein Album mit Kriegsbildern vom Adjutanten des Führers, Standartenführer Wie- bemann, der im Kriege mit dem Führer im gleichen Regiment stand, usw. Dazu kommt eine unübersehbare Fülle von Büchern, Gemälden, wertvollen alten Stichen und Bildern, historischen Stadtplänen und handwerklichen und künstlerischen Arbeiten aller Art. Fall alle Gaue, Städte und Organisationen, darunter auch die Landes- und Ortsgruppen der Auslandsorganisation der NSDAP., sind hierbei zum Teil mit künstlerisch ausgefertigten Glückwunschadressen vertreten. Ein ganzer Tisch ist allein mit Wäschesachen, Stickereien und Handarbeiten bedeckt, ein anderer mit Nahrungsmitteln der verschiedensten Art, die nun zum größten Teil durch die NSV. bedürftigen Volksgenossen zugute kommen werden. Besonders originell ist die Stiftung der NS.- Frauenschaft einer Berliner Ortsgruppe, die dem Führer 12 Wiegenkörbe mit voller Wäscheausstattung für am 2 0. April geborene Kin, der zur Verfügung gestellt hat. Die Frauen im Reichsbund deutscher Beamten haben dem Führer sogar 1000 Wiegenkörbe als Geschenk zur Wei- tergabe an bebürftige und kinderreiche Familien erg, die Stadt der Reichsparteitage, übergab dem Führer am Montagnachmittag durch ihren stellvertretenden Bürgermeister Dr. Eickemeyer eine Nachbildung des bekannten Spielwerkes aus dem Michaelischor der Nürnberger Frauenkirche mit dem Männlein-Laufen. Außerordentlich eindrucksvoll sind jene einfachen und schlichten Geschenke, die von Kindern und Beförderungen in der Wehrmacht haben, finden auch in der Pariser einen außerordentlich starken hall. Die Berliner Berichterstatter der großen Informationsblätter widmen der Militärparade spaltenlange Artikel, in denen sie die einzelnen Regimenter aufführen, die an dem Führer vorbeimarschierten. Ganz besondere Aufmerksamkeit haben hierbei die Panzerwagen hervorgerufen, die als der Höhepunkt der Parade bezeichnet werden. Unfall bei derAbfahrt derpanzertruppen Berlin, 20. April. (DNB.) Bei der Abfahrt des Panzerregiments 6 von der Parade geriet in der Berliner Straße in Charlottenburg ein Tank auf den Straßenbahnschienen ins Rutschen. Dabei wurden vier auf dem Fahrdamm stehende Schüler verletzt, davon zwei erheblich. Reichsminister Dr. Goebbels hat als Gauleiter von Berlin sich sofort über das Befinden der Verletzten Bericht erstatten und den verletzten Schülern und ihren Eltern die Hoffnung auf baldige Genesung aussprechen lassen. Starker Eindruck in Paris. Paris, 21. April. (DNB. Funkspruch.) Die große Militärparade und alle anderen Kundgebungen, die anläßlich des 48. Geburtstages des Führers in Berlin und ganz Deutschland stattgefunden Pellengahr, Kommandeur des Art.-Regts. 18; Lindemann, Kommandeur der Kriegsschule Hannover von Reiche, Chef der Heeresfeldzeug- meifterei; Reisch le, Inspekteur der Wehrersatzinspektion Köln; Ruoff, Chef des Generalstabes des V. Armeekorps. Zu Generalärzten: die Oberstabsärzte: Dr. Holm, Korpsarzt II; Dr. Falb, Divisionsarzt der 23. Division. Zum Generalveterinär: der Oberstvete- rinäv: Dr. Klingler, Gruppenveterinär 1. 3n der Luftwaffe: Zum General der Flieger: der charakterisierte Generalleutnant Milch; zu Generalleutnanten: die Generalmajore: Rüdel, Inspekteur der Flakartillerie und des Luftschutzes; Keszelring, Chef des Der- waltungsamtes im Reichsluftfahrlministerium; W e v e r, Chef des Luftkommandoamtes; zu Generalmajoren: die charakterisierten Generalmajore: Hirschauer, Höherer Kommandeur der Flakartillerie I; Lentzsch, Höherer Kommandeur der Flakartillerie IV und Kommandeur des Luftgaues Münster (Westfalen); die Obersten : Quade, Lehrer an der Luftkriegsakademie; Keller, Höherer Fliegerkommandeur im Lustkreis IV; Kitzinger, Luftzeugmeister; Kühl, Höherer Fliegerkommandeur im Lustkreis II; Stump ff, des Generalstabes und Chef des Berlin, 20. April. (DNB.) Anläßlich des Geburtstages des Führers und Reichskanzlers wurden mit Wirkung vom 1. April 1936 befördert: 3m Heer: Zu Generälen der Artillerie: die Generalleutnante: von Brauchitsch, Kommandierender General des I. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis I; Dollmann, Kommandierender General des IX. Armeekorps und Befehlshaber im Wehrkreis IX. Zu Generalleutnanten: die Generalmajore: OHarald, Kommandeur der 9. Division; von Wietersheim, Oberquartiermeister I im Generalstab des Heeres; Kühne, Kommandeur der 26. Division; Schroth, Kommandeur der 1. Division. Zu Generalmajoren: die Obersten: I a - tob, Inspekteur der Ostbefestigungen; van Sinket, Artilleriekommandeur 7; Hartmann, Artilleriekommandeur 1; Schmetzer, Inspekteur der Festungsinspektion V; von Dufay, Kommandant des Truppenübungsplatzes Döberitz; Barckhau- f e n , Heeres-Feldzeuameister; von Heineccius, Kommandeur des Inf.-Regts. 80; Hansen, Kommandeur des Art.-Regts. 1; Schubert, Kommandeur des Art.-Regts. 12; von D i e t i n g h o f f, gen. Scheel, Kommandeur der 1. Schützenbrigade; von P u t t k a m e r, Kommandeur der Aufklärungsbrigade; H e n g e n, Kommandeur d. Art.-Regts. 11; Die Parade, eine der eindrucksvollsten, die Berlin je gesehen hat, ist beendet. Zum erstenmal hat die Bevölkerung eine Auswahl aus allen Waffen der deutschen Wehrmacht — mit Ausnahme der berittenen Truppen — gesehen. Die Abfahrt des Führers erfolgt unter neuen Kundgebungen der Begeisterung. Immer wieder hört man Rufe: „W i r gratulieren!" „Un> f e r e herzlichsten Glückwünsche!" Auf der Rückfahrt zur Reichskanzlei stand der Führer im Wagen und dankte für all die Kundgebungen der Liebe und des Vertrauens. Nach dem Ende der Parade wurde die Spannung auf dem Wilhelmsplatz immer größer. Aller Augen richteten sich nach Den Linden, wo bald Heilrufe das Nahen des Führers ankündigten. Je mehr sich der Wagen des Führers näherte, desto stärker wuchsen die Heilrufe an, die zu einem Jubel st urm der Begeisterung wurden, als der Führer dann, gefolgt vom Reichskriegsminister und der Generalität, vor der Reichskanzlei vorfuhr. Vor dem Einfahrtstor ließ der Führer feinen Wagen kurz halten: eine Mutter hielt ihm ihr kleines Mädel entgegen, das ihm einen Blumenstrauß überreichen wollte. Während die Wache unter Gewehr trat, trat der Führer mit feiner Begleitung in die Reichskanzlei. Paraden im Reich. Wie in Berlin, so fanden auch in allen Truppengarnisonen des Reiches Paraden der Wehrmacht statt. UeberaU nahm die Bevölkerung mit großer Begeisterung herzlichen Anteil an dem militärischen Ereignis. Die zahlreich vorliegenden Berichte aus allen Garnisonorten sprechen von gewaltiger Begeisterung der Volksmassen und von überwältigenden Bekundungen der Liebe und Verehrung aller deutschen Menschen für den Führer und sein Werk, für die wiedererstandene starke deutsche Wehrmacht und ihre hingebungsvolle, selbstlose Arbeit unter ihrem Obersten Befehlshaber Adolf Hitler zum Segen der deutschen Nation. Das Echo in London. London, 21. April. (DNB. Funkspruch.) Die englischen Zeitungen berichten ausführlich über die Festlichkeiten und Paraden, die am Geburtstag des Führers stattgefunden haben. „Daily Telegraph" hebt besonders die hervorragende Disziplin der jungen Soldaten hervor, die kaum sechs Monate Ausbildungszeit hinter sich hätten und beim Vorbeimarsch einen ausgezeichneten Eindruck machten. Ein Teil der Presse bringt auch gute Bilder vom Führer und der vorbeimarschierenden Truppen. Aach her großen Parade ©ie Rückkehr des Führers. Wachregiments ab. Den Abschluß der Infanterie macht das Infanterie-Regiment 67. Es folgt noch die 1. Kompanie des Pionierbataillons 43. Dann schwenkt auch die letzte Jnfanteriekapelle ein und nach kurzer Pause beginnt der Vorbeimarsch der Artillerie. Mit den hellen Schlägen der Kesselpauken naht die Kapelle des Artillerie- Regiments 23, das im Trab vorbeireitet bzw. -fährf, dann die I. Abteilung des Artillerie-Regiments 59 und die I. Abteilung des Artillerie-Lehr-Regiments. Wir sehen neben den einfachen Feldkanonen die Feldkanone 16 mit verlängertem Rohr und die leichte Feldhaubitze 18, alles ein prächtiges Bild musterhafter Ordnung. Ebenfalls im Trabtempo folgen motorisierte Formationen, und zwar zunächst die Panzerabwehrabteilung 23, die mit ihren kleinen 2-Zentirneter-Tankabwehrkanonen und mit den ebenso zur Tankabwehr, wie zur Fliegerabwehr benutzbaren kleinen Motorflaks besonders bewundert wird. Dann folgt die motorisierte II. Abteilung des Artillerielehr-Regiments und die II. motorisierte Abteilung des Artillerie-Regiments 59. Den Abschluß des Vorbeimarsches der Heeresformationen machen die Pionierschule II und die Nachrichtenabteilung 23. Den kurzen Abstand, den die nachfolgende Marineabordnung von den vorbeimarschierenden Truppenteilen des Heeres hatte, benutzte ein Jung- möbel unter dem rauschenden Beifall der Massen, um schnell unter den Armen eines Schupos hindurchzurutschen und über den Platz zu rasen, wo sie sich vor den Führer aufbaut. Mit strahlendem Gesicht und glühenden Backen läuft sie ebenso schnell beim Herannahen der Marinekapelle zurück, nachdem ihr vorher der Führer die Hand gegeben hat. Freudig begrüßt folgt nun die Marinelehrabteilung. Für die Dauer des Vorbeimarsches seiner Abteilung war Korvettenkapitän Kay zum Führer ausgeschwenkt. Er wird durch den Höheren Kommandeur der Flakartillerie im Luftkreis II, Oberst Weise, abgelöst. Die Luftwaffe ist vertreten durch das Bataillon „A", das Bataillon „B" und das Regiment „General Göring". Den Abschluß des Fußmarsches der Luftwaffe machen die Luftkriegsschulen. Die übrigen Teile der Luftwaffe gehen im Trabtempo auf ihren Fahrzeugen am Führer vorbei. Hintereinander folgen mit ihren motorisierten leichten, mittleren und schweren Flakgeschützen und den Scheinwerfern, sowie dem großen Horchgerät und dem Nachrichtenmaterial die erste Abteilung des Flakregiments 12, die erste Abteilung des Flak Rgts. 22, die zweite Abteilung des Flak-Regts. 22 und schließlich die dritte Abteilung des Flak-Regts. „General Göring". Der letzte Teil der Parade ist erfüllt von dem Rattern der Motoren, der P a n ze r w a g e n und der Aufklärungsfahrzeuge. Voran mar» Unser Bild zeigt den schiert in schwarzer Uniform mit leicht zur Seite gezogener Mütze eine Musikkapelle, die vor dem Führer zum Trabmarsch einschwenkt, während der Kommandeur der dritten Panzerdivision, Generalmajor Kühn, zum Führer tritt. Unter Voranfahrt des Kommandeurs der 3. Panzer-Brigade folgen die Panzer-Regimenter 5 und 6. Geräuschloser zieht die Aufklärungsabteilung III vorbei. Die Straßenpanzerwagen und andere bereifte Motorfahrzeuge folgen. Es ziehen dann vorbei die 1. motorifiierte Abteilung des Art.-Regts. 75, die Nachrichten-Abtlg. 39. Als motorisierte Formation zeigt sich in schneidiger Dor- beifahrt das Schützen-Regt. 3. In wenigen Minuten ist so ein ganzes, voll infanteristisch kampfkräftiges Regiment, die Schützen mit aufgepflanztem Seitengewehr, auf den leichten Lastkraftwagen vorbei- gezogen. Den Abschluß der Parade bildet das Kraftrad- Schützenbataillon 3. Dann knattern zum Schluß noch einmal vernehmlicher die Motoren, jeweils drei Räder, meist mit Beiwagen, gehen in einer Reihe vorbei, vor jeder Kompanie und bet jedem Stab ein Führerwagen. Der Führer hat fast während der ganzen Zeit mit erhobener Rechten gestanden. Immer wieder grüßte er und sah den an ihm vorbeimarschierenden Soldaten in die strahlenden Augen. ärmeren Volksgenossen dem Führer zu seinem Geburtstag übermittelt worden sind. So hat z. B. ein kleines Mädchen einen Tagesabreiß- kalender, mit farbigem Klebepapier verziert, geschickt. Dieder andere Jungen und Mädel haben ihre ersten Schnitzereien und Bastelarbeiten, Näharbeiten und Stickereien dem Führer zu seinem Geburtstag gewidmet. Ein Familienvater schickt eine Photographie, auf der er selbst in $ «M.-Uniform, umgeben von seinen fünf Söhnen in SA.- und HJ.-Kleidung, zu sehen ist. Unzählige solcher kleinen und doch so wertvollen Liebesgaben sind hier zu sehen. Stundenlang müßte man in diesem Raum verweilen, um jedes einzelne Stück gebührend betrachten und würdigen zu können, und immer noch werden neue Geschenke in die Reichskanzlei gebracht. Von der kleinsten unscheinbaren Kinderarbeit bis zum wertvollen Gemälde geben alle diese Geschenke ein geradezu überwältigendes Bild davon, wie an diesem Tage ein ganzes Volk in Gedanken bei seinem Führer weilt. Geburtstagsfeier der Reichskanzlei. Berlin, 20. April. (DRB.) Aus Anlaß des Geburtstages des Führers und Reichskanzlers hatte der Staatssekretär und Chef der Reichskanzlei im Auftrage des Führers alle Angehörigen der Reichskanzlei zu einem geselligen Beisammensein im Landwehrkasino am Zoo eingeladen. Zu Beginn der Feier hielt der Staatssekretär eine Ansprache, in der er mit herzlichen Worten des Führers gedachte. Bei angeregter Unterhaltung und guten Musikdarbietungen der Kapelle der Berliner Schutzpolizei verlief der Abend in fröhlicher Stimmung. Auch in den Reichs - und Staatsministe- r i e n fanden am Montag Feiern aus Anlaß des Geburtstages des Führers statt. Dankopser der Ration. Ein vorbildliches Werk der SA. — Aufruf des Stabschefs. Berlin, 20.April. (DRB.) Der Stabschef der SA., Pg. Victor Lutze, hat dem Führer zu feinem Geburtstag die Planung und Urkunde eines großen Opfers übergeben, das alljährlich von der SA. durchgeführt und jeweils dem Führer an feinem Geburtstag als Dankopfer der Nation dargebracht werden soll. Dieses Dankopfer soll zum Ausdruck bringen, daß das gesamte deutsche Volk, dem der Führer den Glauben an seine Ewigkeit wiedergegeben hat, sich verpflichtet fühlt, im Geiste des Vermächtnisses horst Wessels durch eine Opfertat feinem Glauben und feinem Dank an den Führer Ausdruck zu verleihen. Als ersten Baustein zu diesem Dankopfer wird die SA. in diesem Jahre eine Siedlung für den deutschen Arbeiter schaffen; sie soll den Namen der SA. tragen und damit für alle Zeiten von Gefolgschaftstreue und nationalsozialistischer Tatkraft künden. Zur Verwirklichung dieses Gedankens wird die SA. im ganzen Reich in den Dienststellen vom vom 21. April, 9 Uhr vormittags, bis 22. Mai Ehrenlisten auflegen, in welche alle Volksgenossen, die sich durch ein Opfer zur Kampfgemeinschaft unseres Volkes bekennen, ihren Namen und ihre Gabe eintragen werden. Auf diese Weise soll in jedem Jahr von der ganzen Nation ein Werk geschaffen werden, das dem Führer zu seinem Geburtstage von seinem Volke geschenkt wird als ein Baustein zum nationalsozialistischen Reich. Die Urkunde, welche heute dem Führer vpm Stabschef übergeben worden ist, hat folgenden Wortlaut: Wein Führer! Ihre Sturmabteilungen bitten Sie, mit dem heutigen Tage, der Sie vor 47 Jahren dem deutschen Volke gab, ein neues Opferwerk beginnen und es Ihnen als Dankopfer der Nation bringen zu dürfen. Es soll alljährlich in Ihre Hände gelegt werden zur Schaffung neuer großer Kulturwerte und von der steten Einsatzbereitschaft und ewigen Dankbarkeit des deutschen Volkes zeugen. Berlin, am 20. April 1936. Lutze. Als ersten Baustein zu einem Dankopfer der Nation will in diesem Jahre die SA. eine Siedlung für den deutschen Arbeiter schaffen; sie soll den Namen der SA. tragen und damit von Gefolgschaftstreue und Nationalsozialismus künden, Berlin, am 20. April 1936. Lutze. Aufruf zum Dankopfer derAation Der Aufruf des Stabschefs hat folgenden Wortlaut: Mit der überwältigenden Abstimmung vom 29. März 1936 hat unser Volk dem Führer nicht nur eine beispiellose Dertrauenskundqebung bereitet, sonder auch den Dank und die Üiebe aller deutschen Herzen zum Ausdruck gebracht. Ehre und Freiheit unseres Volkes sind wieder- hergestellt. Damit hat auch der jahrelange Kampf der SA. seinen größten Sieg und seine schönste Erfüllung gefunden. Das Errungene zu erhalten und stets aufs neue zu mehren, ist für alle Zukunft unser aller Aufgabe und führt alle Kämpfer im Geiste des Führers immer wieder zusammen. So rufe ich heute alle auf, die sich zu dieser Kampfgemeinschaft bekennen. Alljährlich sollen sich am Geburtstage des Führers mit uns Zeugen von unserer unlösbaren Verbundenheit zu einem Dankopfer f ü r den Führer in die Ehrenliste eintragen. Stets einsatzbereit für den Führer, für die Partei, für Volk und Vaterlandwollen wir als ewige Hüter der nationalsozialistischen Weltanschauung für alle Zeiten zu- sammenstehen in dem einzigen Gedanken: Alles für Deutschland! Mit diesem Geschenk für unseren Führer soll zum Ausdruck kommen unsere Geschlossenheit und unser Wille, dem Führer und unserem Volke stets aufs neue zu dienen im alten Kampfgeist, immer wachsam und immer bereit. heil Hitler! Lutze. 9er Ausklang am Wilhümsplaß. Berlin, 21. April. (DNB.) Den ganzen Abend über hatte die gewaltige Menschenmenge auf dem Wilhelmsplatz ausgeharrt, um noch einmal den Führer zu grüßen. Als der Führer nach 21.30 Uhr auf dem Balkon erscheint, werden die Absperrketten, die die Fahrbahn freihalten und hinter denen die Massen bisher ganz ruhig standen, im Nu durchbrochen. Der ganze Wilhelmsplatz scheint noch einmal in ein brodelndes, wogendes Menschenmeer verwandelt zu sein, das bis unmittelbar an die Mauern der Reichskanzlei heranreicht. Es ist ein einzigartiger, unvergeßlicher Taumel der Begeisterung, der diese Massen nach dem gewaltigen Erlebnis der militärischen Parade an diesem Ehrentag des Führers in der späten Abendstunde erfaßt hat. Mit frohen Augen schaut der Führer vom Balkon der Reichskanzlei auf diese Demonstration der Berliner Bevölkerung, die von niemandem hergerufen wurde, die nur gekommen i st aus dem Antrieb einer inneren Stimme heraus. Er geht von einer Seite des Balkons auf die andere und grüßt immer wieder überall hin. Dann schließen sich hinter ihm die Balkontüren, für diesen Abend nun zum letzten Mal. Verständnisvoll befolgen die Tausende die Mahnungen der Absperrmannschaften, nach Hause zu gehen und dem Führer auch etwas Ruhe nach diesem anstrengenden Tage zu gönnen. Es dauerte keine halbe Stunde, da ist der Wilhelmsplatz restlos geräumt. Die von den Vereidigungsfeiern in der Deütschlandhalle und im Sportpalast zurückge- kehrenden Parteigenossen strömen mit den Massen vom Wilhelmsplatz zusammen. So steht Berlin bis tief in die Nacht hinein im Banne dieses großen Tages, der Millionen von Volksgenossen unvergeßliche Erlebnisse bescherte. Die Geburtstagsfeiern der Ausländsdeutschen. Berlin, 20. April. (DNB.) Wie im ganzen Reich, gedachten auch die Reichsdeutschen im A u s l a n d e des Geburtstages des Führers. Mit einer noch nie erlebten Begeisterung nahm die Danziger Bevölkerung daran teil. Bereits seit Sonntag waren Danzig und seine Vororte in ein Meer von Hakenkreuzfahnen getaucht und die Wohnungsfenster und Schaufenster waren mit Führerbildern und Girlanden geschmückt. Die Danziger SS. war zu mitternächtlicher Stunde in der Sporthalle angetre» ten, um — ebenso wie die Schutzstaffelmänner im ganzen Reich — feierlich ihre Anwärter zu vereidigen und das Gelöbnis der Treue zum Führer zu erneuern. Die Reichsdeutschen in Ostoberschlesien veranstalteten in Königshütte eine Feierstunde. Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann (Hamburg) sprach zu den auslandsdeutschen Volksgenossen. Die deutsche Kolonie in I st a n b u l feierte im Hause „Teutonia" den Geburtstag des Führers. Die Kolonie war vollzählig versammelt. Nach einem musikalischen Vorspiel erfolgte dann die Vereidigung der Politischen Leiter. Auch die gesamte reichsdeutsche Kolonie in Sidney feierte den Geburtstag des Führers. Träger der Veranstaltung war der Stützpunkt Sidney der NSDAP. In Ansprachen gedachten Stützpunktleiter Ladendorff, Generalkonsul Dr. Asmis und der DAF.- Leiter, Kapitän Koehler, der Bedeutung des Tages. Etwa 400 deutsche Volksgenossen, darunter auch eine Abordnung der Besatzung des Dampfers „Re- liance", vereinigten sich im Deutschen Club in Io» k i o zur Feier des Geburtstages des Führers. Der Leiter der Ortsgruppe, Loy, erinnerte an den barten selbstlosen Kampf des Führers um und für das deutsche Volk. Sein Dank an den Führer wurde mit einem begeisterten Sieg-Heil ausgenommen. Der Sieg derLdee. Zum „Tag der Luftwaffe^. Don Hauptmann (E.) Or. Gchepelmann, Deichöluffsahrtministerium. Am 26. Februar 1935 erging der geschichtliche Erlaß des Führers und Reichskanzlers zur Aufstellung einer Luftwaffe als dritten Wehrmachtteil neben Heer und Kriegsmarine mit Wirkung vom 1. März, lieber ein Jahr deutsche Luftwaffe liegt nun am 21. April, dem Todestage Manfred v. Richthofens, an dem wir zum zweiten Male den „T a g der Luftwaffe" begehen, hinter uns. Wir begehen diesen Tag in der Gewißheit, daß wieder eine starke Luftwaffe, gegliedert nach den Grundsätzen neuzeitlicher Luftkriegführung, den deutschen Luftraum schützt. Die Aufstellung einer deutschen Luftwaffe als selbständigen Wehrmachtteil hat nicht nur das große organisatorische Reformwerk von 1916 vollendet, das in'ber befehlsmäßigen Zusammenfassung und Unterstellung aller Luftkampf- und Luftabwehrmittel unter einem Kommandierenden General der Luftstreitkräfte bereits den ersten Schritt zur Verselbständigung bedeutete und Fliegertruppe wie Flakartillerie in der Praxis zur Einheit der Luftstreitkräfte zusammen- schweißte, sondern schafft zugleich auch die Voraussetzungen zum Ausbau und Einsatz der Luftwaffe im Rahmen der an eine moderne Luftstreitmacht herantretenden Aufgaben. Diese Aufgaben sind richtunggebend bestimmt durch die bereits am Ausgang des Weltkriegs sichtbar und heute beherrschend gewordene elementare Tatsache, daß der Krieg durch die Luftwaffe von der Fläche in den Raum hineingewachsen, der zweidimensionale Flächenkrieg zum drei-dimensionalen Raumkrieg gewandelt worden ist. Sah die Anfangszeit die Hilfswaffe lediglich als „Auge der Führung", bildete sich erst im Verlaufe des großen Krieges ein Luftkrieg von eigener Gesetzmäßigkeit nebey Erd- frieg und Seekrieg in den ersten Anfängen heraus, so wird die Raumwaffe heute gefürchtet um ihrer selbst willen. Wie Heer und Marine führt auch sie den Krieg nach eigenen Gesetzen und trägt ihn über die Fronten hinweg in den Rücken des Gegners, mit allen Folgen, die hieraus für die Gesamtkriegführung entstehen müssen. In dieser Eigenart ist die Notwendigkeit der Zu- sammenschsung aller Luftkampf-, Luftabwehr- und auch Luftnachrichtenmittel, ihres einheitlichen Ausbaus und Einsatzes im Rahmen eines selbständigen Wehrmachtteils begründet. Die großen Luftmächte sind in der Nachkriegszeit Deutschland auf diesem Wege vorangegangen und haben in den Jahren, da sie uns das Verbot auferlegt hatten, Luftstreitkräfte weder zu Lande noch zu Wasser als Teile unserer Wehrmacht zu unterhalten, die Luftwaffe zu einem schlagkräftigen, jederzeit einsatzbereiten Kriegswerkzeug entwickelt. Deutschland, das luftempfindlichste und luftgefährdetste Land Europas, blieb bei der Wiedererrichtung der Luftwaffe nichts anderes übrig, als auch seinerseits die gleichen Wege zu beschreiten und Fliegertruppe, Flakartillerie und Luftnachrichtentruppe nach den Ausgaben zu gliedern und organisatorisch auszugestätten, die die großen Luftmächte ihren Luftwaffen zugewiesen haben. Nur eine straffe einheitliche Zusammenfassung aller Waffengattungen, deren Aufgabengebiet der Luftkrieg ist, zu einem selbständigen Wehrmachtteil neben Heer und Kriegsmarine, deren Aufgabengebiet der Erdkrieg und der Seekrieg sind, ermöglicht es, den Luftkrieg nach der ihm innewohnenden Gesetzmäßigkeit zu führen. Daher ist heute auch das Nachrichtenwesen der- Luftwaffe in der Luftnachrichtentruppe zu einer besonderen Waffengattung verselbständigt worden und nicht mehr wie im Weltkrieg Bestandteil des Heeres. Fliegertruppe, Flakartillerie und Luftnachrichtentruppe bilden heute als Luftwaffe ein Ganzes, nicht nur durch gemeinsame befehlsmäßige Unterstellungsverhältnisse", wie damals nach dem Reformwerk von 1916, sondern eine feste, organisatorische Einheit unter dem Reichsminister der Luftfahrt als Oberbefehlshaber der Luftwaffe. Wie eine Selbstverständlichkeit erscheint uns das heute alles. Und doch war es gar nicht so selbstverständlich. hart war der Schlag gewesen, den Furcht und haß der Gegner in Versailles gegen Heer und Kriegsmarine führten, aber tödlich war der Streich, der die Luftwaffe traf, die Waffe, die dem Gegner gegenüber noch die Überlegenheit bewahrte, als die deutschen Fronten auf der Erde bereits ins Wanken gerieten. Sie wurde ausgelöscht durch das Verbot des Artikels 198, der Deutschland die Unterhaltung von ßuftftreitfräften als Teil feiner Wehrmacht für alle Zeiten untersagte. So wurde die Form zerbrochen, aber nicht gebrochen wurde der Geist, der in ihr lebendig gewesen war, der Kampfes- und Siegeswillen eines Richthofen, eines Boelcke, eines Jmmelmann, des großen Dreigestirns deutschen Flieger- tums. Dieser Geist hat als heiliges Feuer unter der Asche weitergeglüht, bis die Stunde gekommen war, wo der glimmende Funke zur lodernden Glut wieder entfacht werden konnte, lieber dieser Stunde steht das Wort des Grafen Zeppelin: „Man muß nur wollen, daran glauben, dann wird es gelingen!" Der Mann, der diese Stunde wollte, der politische Kämpfer, der unerschütterlichen Glauben an den Sieg der Idee des selbstgewählten Führers in allen Wechselfällen des Kampfes bewahrte, ist der letzte Kriegskommandeur des Jagdgeschwaders Richthofen, der heutige Oberbefehlshaber der jungen Luftwaffe, General der Flieger Hermann Göring, Deutschlands erster Reichsminister der Luftfahrt. Auch er trug das heilige Feuer in sich, wie alle diejenigen, die einst in großer Zeit für Deutschland in der Luft kämpften und stritten. Aber er trug noch mehr in sich: die als geschichtlich empfundene Verpflichtung, Hüter und Wahrer des Erbes dieser großen Zeit zu sein, die ihm vergönnt hatte, an der Stelle zu stehen, wo vor ihm Manfred von Richthofen stand, der ruhmreichste Flieger, den die Welt kennt. Don ihm übernahm er das Vermächtnis, der deutschen Luftfahrt wieder Geltung in der Welt zu verschaffen. So wurde aus dem Soldaten gleichzeitig der politische Kämpfer, der von den Tagen des Zusammenbruchs an zielbewußt und glaubensstark um ein neues Deutschland gerungen hat, weil er wußte, daß vor der Wiedergeburt der deutschen Luftgeltung die Wiedergeburt Deutschlands stand. Es ist erhebend zu wissen, wenn wir auf urr re junge Luftwaffe, unsere Fliegertruppe, unsere Flakartillerie und unsere Luftnachrichtentruppe blicken, in deren Reihen der soldatische und fliegerische Geist des großen Krieges fortlebt, das noch immer im Auf und Ab der wechselvollen Geschichte unseres Volkes im Augenblick der tiefsten Erniedrigung auch schon der Keim zu neuer Größe gelegt war, daß ihm immer wieder Führer erstanden, die den Willen besaßen, das wahrzumachen, was sie glaubten, und die den heiligen, unerschütterlichen Glauben an das in sich trugen, was sie wollten. Wir find uns am „Tag der Luftwaffe" mit Stolz bewußt, daß der Geist stärker ist als die Mächte dieser Welt, daß die Idee noch immer gesiegt hat, wenn nur der Glaube an sie stark genug und der Wille, sie Wirklichkeit werden zu lassen, fest genug war. „Graf Zeppelin" über den kapverdischen Inseln. Das Luftschiff „Graf Zeppelin" stand nach einer Meldung der deutschen Seewarte Dienstag- Dormittag 8 Uhr etwa 330 Kilometer südwestlich von der Kapverden-Insel Sao Vicente. wird durch das feßgefullie.run- de Formal der«ALVÄ» zu einem Aroma gesteigert, dessen Fülle reinen Tabak-Genuss vermittelt. SORTE« RUND W uni Abu. öer Mrei /l^eder S-1 dem » «TiLs «* d-- S(t Lind « @«k ber ®.e7fyi sfe s.'*-ü res®{£J’ Platz Königllche" L- ’Ä LZ-Z, " 5»« $rt den bie l\Uk Reichsleitung.de. Ä« schlossenen Derbc Dem Gauleitei wurden dann du 25000 im Tradii Kürnpserinnen c Deutle Man und Mädchen! > den Führer zu Euer Treuegelo angesichts der C Wache halten । Fahnen. Wir nen oom 9. No eines Herbert all Irr vielen Deutschland. Ui Sie starben nid, lob, auf d Deutschland lebt, noch ihr Name Die Fahne k danken den tage zu, bet4 das tet-en LedensUch, \ gleich zum $' lichen Fried Geburtstags fein Sorgen tet ist oom durch immei Erfolg habei den. Zlnfere 1 für unser U Geber von C Zutritt zur Fü mußt: Nicht d Euerem Amte, Pslichten^ 2 Euch die Ausi tern. Nicht die sind das Wese Herz darinnei Nicht der Ti zr.chen schaffen Wirkens sch, °chste Autoritr 'QB- ^uf sich eii yifl, ein Mar Mann, der nur Kerl Führ e>ner Hattun wngsbkwusztsi , Niemand kan l'7- Soltts” ®e7 6«s ihm ™f d°- UmS 7s-bun° m * RillLA 7tä ter Re 7°Uchüst, eh Mel de " '»'n den bi; pl^-htb°ber 7" «on eu cUi i'^äbr, ? ^netn r * -"ch *«5'1 ^gehe>. ' Fuhr Urr Su e. k'Wi Oie Wahrheit überRichthofens letzten Flug Richthofen vor seinem letzten Flug. Aus der neuen Ausgabe seines Buches „Der rote Kampfflieger", mit einem Geleitwort von Reichsminister General der Flieger Hermann Göring. meint, man solle mit dem Start noch warten, damit die Lords recht frech würden, man bekäme sie dann um so bequemer vor die Kanone. In diesem Augenblick kommt schon ein Telephonist gerannt: an der Front fliegen einige Engländer. In weniger als fünf Minuten donnerten die ersten Dreidecker über den Platz. Langsam schlendert Oberleutnant B o d e n s ch a tz 3ur Beobachtungsstelle und klebt sich an das Scherenfernrohr. Es war gegen 11 Uhr vormittags. Er sieht die beiden Ketten der Staffel 11 zur Front fliegen, die eine geführt von Leutnant Weiß, die andere vom Kommandeur. Sie brausen der Somme entlang nach Westen. _____________________ Um Richthofens Tod hüllte sich noch lange Jahre nach dem Krieg ein mystisches Dunkel. Die folgende Darstellung, um deren Aufhellung sich Hermann Göring, der letzte Kommandeur des Richthofen-Geschwaders, nach dem Kriege besonders in englischen Militärkreisen tatkräftig bemühte, darf heute als ganz sicher und einwandfrei gelten. Sie ist dem neuen Werk „Jagd in Flanderns Himmel" entnommen, in dem der ehemalige Geschwader-Adjutant Karl Bodenschatz über die 16 Kampfmonate des Richthofen- Geschwaders berichtet. Hier spricht die knappe, männliche, eherne Sprache des Kriegs. Mit Erlaubnis des Verlags Knorr & Hrrth, München, entnehmen wir dem Werk den folgenden Abschnitt. Es ist der 21. April 1918. Gegen halb elf Uhr hat der Ostwind die Wolken zur Seite gedrückt, es klart auf. Die Offiziere eilen zu den Maschinen. Aber der Kommandeur bremst noch etwas und Dann entdeckt er auch die Lords und dann ist Freund und Feind nicht mehr auseinanderzuhalten. Gegen zwölf kommt die Staffel wieder angeflogen, eine Maschine nach der anderen schwebt aus und landet. Plötzlich durchfährt es den Adjutanten wie ein Blitz von oben bis unten: er starrt hinaus auf den Platz. Richthofen ist nicht dabei! Etwas beklommen ruft er von seinem Hochsitz herunter, den Leutnants Wenzl und Carius entgegen, die herausgeklettert sind und nun herbei- gelau^en kommen. „Wo ist Richthofen?" Der Leutnant Wenzl sagt hastig: „Ich habe ein dummes Gefühl; wir waren gleich ran und über die Linie kamen 7 Sopwith mit roten Schnauzen, die Anti-Richthofen-Leute, die Kurbelei ging los, sie waren in der Ueberzahl und man kam nicht richtig zu Schuß. Der Rittmeister flog auf Sicht und kam jetzt mit seiner Kette ran. Aber da turnten auch schon 7 bis 8 neue Lords von oben runter, es gab 'ne Waffenkurbelei, alles durcheinander, wir exerzierten uns alle gegenseitig etwas tiefer, in dem Ostwind kamen wir immer mehr jenseits, brachen das Gefecht ab und halfen uns zurück über die Linien... ich habe ein dummes Gefühl. Als ich zurückflog, habe ich östlich Corbie eine kleine Maschine stehen sehen, die vorher nicht dagestanden hat. Ich glaube, es war eine rote Maschine!" Inzwischen ist die Nachricht, daß der Kommandeur nicht zurückgekehrt ist, bis zum letzten Mann gedrungen. Die Leute stehen düster herum. Niemand spricht etwas. Der Adjutant ruft sämtliche Luftschutzoffiziere ans Telephon. Keiner von ihnen kann etwas berichten. Jetzt werden sämtliche Divisionskommandos des Abschnitts alarmiert. In rasender Eile immer wieder derselbe Satz: „Die Staffel 11 ist von einem Feindflug zurückgekommen. Der Rittmeister fehlt. Die Herren der Staffel melden, daß der Rittmeister heruntergekommen ist. Ist in Ihrem Abschnitt ein roter Dreidecker notgelandet? Ist bei Ihnen diesseits oder jenseits ein roter Dreidecker beobachtet worden, der landete?" Ergebnislos. Beim Armeeoberkommando entschließt man sich plötzlich zu einem außergewöhnlichen Schritt. Der General läßt in offener Sprache eine Anfrage zum Feind Hinüberfunken. „Rittmeister von Richthofen jenseits gelandet, erbitten Nachricht über Schicksal." Es erfolgt keine Antwort. Man stand vor einem Rätsel. Und man wurde allmählich etwas mißtrauisch. Warum schwieg der Feind, warum verkündete er nicht sofort der ganzen Welt, wovor er sich in anderen Fällen gar nicht genierte, daß ihm ein so großer Schlag gelungen sei? Es wurde Befehl gegeben, jeden gefangenen Engländer eingehend zu befragen. Aber englische Flieger, die in deutsche Gefangenschaft gerieten, wußten nur, daß der Rittmeister t o t sei, andere sagten aus, daß ein deutscher Flieger, über dessen Namen Stillschweigen bewahrt bliebe, schwerverwundet in das Lazarett nach Amiens gebracht worden sei. Gerüchte und Vermutungen tauchten auf und diese Gerüchte waren manchmal bitter, einige sagten sogar, daß Richthofen von australischen Soldaten erschlagen worden sei. Endlich, am 23. April abends, finden in der Nähe des Flugplatzes Soldaten eine englische Melderolle mit Wimpel. Sie enthält die Mitteilung des Royal Flying Corps, daß Rittmeister von Richthofen tödlich im Luftkampf verwundet und mit militärischen Ehren begraben worden fei. Am gleichen Tag wird eine Reutermeldung bekannt, die denselben Inhalt hat; jetzt war kein Zweifel mehr. Es war nunmehr sicher, daß er nicht mehr unter den Lebenden weilte, sondern eingegangen war in das schweigende große Reich der Frontsoldaten, die ihr Leben ließen für ihr Vaterland. Wie aber war es geschehen? Während des Kne- I ges ist es nicht möglich gewesen, seinen Tod völlig aufzuklären. Aber der letzte Kommandeur des Jagdgeschwaders I, der damalige Oberleutnant Hermann Göring, jetziger Generaloberst der Flieger und Preußischer Ministerpräsident, hat nicht nachgelassen, bis er persönlich auch den letzten Zweifel in mündlicher Aussprache mit zahlreichen englischen Kampffliegern nach dem Kriege geklärt hatte. General Göring gibt folgende absolut einwandfreie, klare, wahrheitsgetreue Darstellung von Richthofens letztem Fluge: „Am 21. April 1918 startete Richthofen mit zwei Ketten seiner alten, braven Leibstaffel 11 in Richtung Amiens. Außerdem hatte er einer anderen Staffel seines Geschwaders ebenfalls Startbefehl erteilt, so daß diese sich auch in der Luft befand, jedoch ohne Anschluß an den Rittmeister zu haben, denn sie hatte einen selbständigen Auftrag. Richt- Hofen überflog, nachdem er die gewünschte Höhe erreicht hatte, die feindliche Front und stieß in den gegnerischen Luftraum vor, da er dort feindliche Flugzeuge beobachtet hatte. Es handelte sich zunächst um den Angriff auf einige feindliche Doppelsitzer, sogenannte Artillerieflugzeuge. Während er sich mit diesen im Kampf befand, wurden er uni) die Seinen von stark überlegenen feindlichen Jagdstreitkräften angegriffen. Seiner Gewohnheit gemäß nahm er den Kampf gegen die mehrfache Uebermacht auf. Der Wind war ungünstig und trieb die Kämpfenden während der fortgesetzten Kurven immer weiter hinter die feindliche Front. Richthofen kämpfte wie stets hervorragend, ohne sich jedoch gegen die feindliche Ueberlegenheit durchsetzen zu können, und achtete ganz besonders auf seine Kameraden, da sie sich ja so weit im feindlichen Luftgebiet befanden und eine gewisse Gefahr bestand, abgeschnitten zu werden. Aus diesem Grunde mußte Richthofen bald diesen und jenen Gegner unter sein Feuer nehmen, um dadurch den Seinen zu helfen. Er konnte sich also nicht so eingehend mit einem einzigen Gegner beschäftigen, wie das sonst so seine Art war, und diesen zum Abschuß bringen. Da sahen feine Kameraden, wie er plötzlich im Sturzflug, also vollkommen intakt, also nicht stürzend, hinunterging. Ihn zu decken waren sie nicht in der Lage, da jeder einzelne selbst mit mehreren feindlichen Flugzeugen beschäftigt war. Die feindliche Uebermacht wirkte sich nun immer mehr aus und zersprengte die deutsche Staffel vollkommen. Als Richthofen in dem vorher festgelegten Sam- melraum nicht zu finden war, suchten seine nun führerlosen Kameraden ihren Flugplatz in der Hoffnung auf, daß er bereits gelandet sei. Jäher Schrecken erfaßte sie jedoch, als sie fest- stellen mußten, daß dies nicht der Fall war und überdies kurz nach der Landung die Meldung einer Flugwache von der Front her eintraf, ein roter Dreidecker sei nach Luftkampf hinter den feindlichen Linien scheinbar glatt gelandet. Noch hatte man geringe Hoffnung, daß Richthofen nur gefangen sei. Sofort stieg die soeben gelandete Kette der Jagdstaffel 11 unter Führung von Leutnant Wenzl wieder auf, um Nachforschungen anzustellen und die Stelle, an welcher der Abschuß erfolgt war, nochmals genau abzusuchen und womöglich fest- zustellen, ob die Maschine tatsächlich glatt gelandet ober zerstört war. Es gelang jedoch nicht, den Luftraum, in welchem der Kampf stattgefunden hatte, zu erreichen, da ein weit überlegener englischer Jagdfliegerschwarm der schwachen Kette bereits die Annäherung an die Front verwehrte. Ein klares Bild konnte so nicht gewonnen werden, und so schwebten wir weiter im Dunkeln, zwischen Furcht und Hoffen, bis wenige Tage später die feindlichen Pressemeldungen keinen Zweifel mehr ließen, daß der größte aller Kampfflieger nicht mehr war. Nun begannen die Erkundigungen nach der Art seines Todes, die uns solange im Ungewissen ließen. Ich selbst, der ich die hohe Ehre und das unverdiente Glück hatte, der letzte Kommandeur dieses ruhmreichen Geschwaders zu fein, habe natürlich alles versucht, um endlich eine klare Darstellung zu bekommen. Dies gelang mir aber tatsächlich erst einwandfrei bei meinen Besuchen in England. Dort habe ich mich bei allen Fliegern erkundigt und so ziemlich die gleiche Auslegung bekommen. Diese wurde noch besonders unterstützt durch ein interessantes Gespräch, das ich hierüber mit dem englischen Richthofen', dem erfolgreichen Flieger Major Bishop, hier in Berlin hatte. Er gab mir über Richthofens Tod folgende Darstellung, eine Dar- fteUung, die sich vollkommen mit derzemgen deckt, die ich bereits in England erhalten hatte und die heute allgemein als die amtliche gelten kann. Nachdem der oben bereits geschilderte Kampf eme Zeitlang im Gange mar, mutz Richthofens Motor aus irgendeinem Grunde plötzlich stehengeblieben fein, fei es nun infolge eines Schusses oder durch sonst irgendein Versagen. Dies zwang natürlich den Rittmeister zum sofortigen Heruntergehen. Da er sich jedoch weit hinter der feindlichen Lime befand, war es für ihn unmöglich, noch die eigens Front zu erreichen. Er strebte deshalb dem feindlichen Gebiet zu. Hierbei traf er einen jungen kanadischen Flieger, der erst sehr kurz an der Front war und wenige Luftkämpfe bestanden hatte. Der Kanadier, nicht ahnend, wen er vor sich hatte und wahrscheinlich auch nicht wissend, daß fein Gegner schon wehrlos war, setzte sich sofort hinter ihn und da Richthofen nicht mehr länger manövrieren konnte, war fein Schicksal rasch besiegelt, denn schon die ersten Schüsse trafen ihn tödlich. Das Ganze soll sich zum Schluß in einer Höhe von nur dreihundert Meter abgespielt haben." Das ist das Ergebnis der genauen Erkundigungen des Generals Göring. Sie finden ihrerseits wieder eine Bestätigung in den Mitteilungen, die man dem Oberleutnant Bodenschatz, dem Adjutanten Richthofens, machte, als dieser im Jahre 1927 zu einer nordamerikanischen Fliegerabteilung kommandiert war. Der junge Kanadier, der einen Adler abschoß, schoß einen schwerverwundeten Adler ab, dessen Flügel gelähmt waren. Der Rittmeister von Richthofen wird, als er mit erloschenem Motor seinen letzten Gleitflug machte und das Geknatter des Maschinengewehrs hinter sich hörte, gewußt haben, daß es nun zu Ende fei. Er wird gelassenen Auges dem jungen Anfänger einen Augenblick zugesehen haben, der da geräuschvoll über ihn hereinbrach. Und bevor die Kugel sein reines, tapferes Herz durchschlug, wird vielleicht nach seiner Art ein kleines, grimmiges Lächeln über sein Gesicht geflogen sein, das Lächeln des Unbesiegten Seine Kameraden hätten ihm gegönnt, wenn dis Gesetze des Krieges feinen Tod beschlossen hätten, daß er im Kampfe mit einem Ebenbürtigen gefallen wäre. Aber die Gesetze des Krieges sind geheimnisvoll und unberechenbar, denn es sind die Gesetze des Todes. Weiterbericht des Reichswetterdlenstes. Ausgabeort Frankfurt. Die gestern im Kanalgebiet zur Entwicklung gekommene Störung ist rasch bis Mitteldeutschland vorgestoßen. Ihr Vorüberzug brachte uns in der Nacht zum Dienstag unter böigen Westwinden Niederschläge, die anfänglich aus Regen bestand deki, dann aber mit der nachstoßenden polarmaritimen Luft im Gebirge, in Norddeutschland, vielfach auch in den Niederungen, in Schnee übergingen! In einem Zwischenhoch wird sich heute rasch Aufheiterung durchsetzen, doch bleibt die 2ßitterungs< befferung nur ganz vorübergehend. Aussichten für Mittwoch: Neue Witterungsverschlechterung mit verbreiteten Regenfällen, bei lebhaften, mit südlichen Winden, Tagestempe- raturen um 10 Grad. Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Stellvertretender Hauptschriftleiter: Ernst Blumschein. Verantwortlich für Politik und für die Bilder in Vertretung: Ernst Blumschein; für Feuilleton Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. D.A. HI. 36: 10270. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkausspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. nachmittags um 4 Uhr statt. ?542D 2543 b Für die vielen Beweise herzlicher Teilnahme bei dem plötzlichen Hinscheiden unseres lieben Töchterchens Gott dem Allmächtigen hat es gefallen, unsere liebe, herzensgute, treusorgende Mutter, Schwiegermutter, Großmutter, Schwester, Schwägerin und Tante Margarethe Koch, geb. Frey heute mittag 2% Uhr im Alter von 64 Jahren nach längerem, mit großer Geduld ertragenem Leiden durch einen sanften Tod zu erlösen. Im Namen der trauernden Hinterbliebenen: Friedrich Koch, Gastwirt Mainzlar, den 20. April 1936. Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 22. April, Allen V er wandten, F reunden und Bekannten hierdurch die schmerzliche Mitteilung, daß unser lieber Sohn, Bruder, Enkel u. Neffe Hans nach kurzem, schwerem Leiden im fast vollendeten 9. Lebensjahr sanft verschieden ist. In tiefer Trauer: Gustav Weniger und Familie Wieseck, den 21. April 1936. Die Beerdigung findet Donnerstag, den 23. April, nachmittags 3 Uhr vom Sterbehause, Ludwigstr.31. aus statt. __________________________2548 b Käthi sagen wir hiermit unseren innigsten Dank. FaAiilie Heinrich Rohrbach Gießen, den 21. April 1936. Kerlentage auf Äglt Don Margarete Boie. Mit 20 Abbildungen nach Zeichnungen von Helene Sarges. Ein frohes Ferienbüchlein für alle, die auf der wunder- reichen Insel Sylt Erholung und Freude suchen. Die bekannte Heimotschriftstellerin erzählt im Plauderton für jung und alt von Dunen und Strand,Wattenmeer,Pflanzen- und Tierwelt, Dogelfreistätlen und Naturschutzgebieten auf Sylt. Für die Jugend, die ihre Ferien am Strande der Nordsee verlebt, ist dieser Büchlein ein reizendes Geschenk. Preis kartoniert Reichsmark O.9O. 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April. (DNB.) Den Abschluß und zugleich den Höhepunkt der großen Veranstaltung am Geburtstag des Führers bildete in der Hauptstadt der Bewegung am Abend die feierliche Vereidigung der. politischen Leiter, der Gauwalter, der HJ.-Führer" und BDM.-Führerin- nen auf dem Königlichen Platz. Stunde und Stätte des AS.es machten ihn zu einer Kundgebung von unerhörter Eindringlichkeit, zu einem Gelöbnis, stets im Geiste des Mannes zu leben, dessen Ge- burtstag sich heute symbolhaft aus dem Alltag herausgehoben hat und der aufs neue zu einem Tag der Gemeinschaft und Einheit zwischen Volk und Führung geworden ist, aber auch zu einem Gelöbnis, nach dem Vorbild jener Männer zu leben, deren eherne Sarkophage als ewige Mahnung und Forderung Zeugen des Schwäres waren. Darum wurde die Feier auf dem Königlichen Platz zu einem packenden und aufrüttelnden Erlebnis nicht nur für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bewegung, sondern auch für die ungezählten Volksgenossen, die stumme Zeugen des Eides dieser Männer und Frauen waren. In der siebenten Abendstunde begann der Aufmarsch der Kämpfer und Kämpferinnen, die in drei Marschsäulen durch die Tore der Propyläen auf den Königlichen Platz schritten. Eine knappe halbe Stunde dauerte der Aufmarsch. Dann standen die 12 0 0 0 politischen Leiter der Reichsleitung, der Gauleitung, des Kreises München, der DAF.-Walter und -Warte, die Walter der angeschlossenen Verbände wie aus Erz gegossen. Dem Gauleiter Staatsminister Adolf Wagner wurden dann die 12 000 in München und die über 25 000 im Traditionsgau angetretenen Kämpfer und Kämpferinnen gemeldet, mit denen zur gleichen Stunde im ganzen Reich Tausende und aber Tausende im Geist auf dem Königlichen Platz standen. Unter den Ehrengästen bemerkte man die Reichsleiter Bormann, Fiehler, Grimm, Dr. Ley und Reichsstatthalter Ritter von Epp, führende Persönlichkeiten der nationalsozialistischen Gliederungen, Ministerpräsident Siebert an der Spitze der Mitglieder der Landesregierung, hohe Offiziere der Wehrmacht und Vertreter der Reichs-, Staats- und städtischen Behörden. Atemlose Stille lag auf dem weiten Platz, als der Gauleiter, Staatsminister Adolf Wagner, den er st en Gruß dem Führer entbot. Sein Siegheil fand donnernden Widerhall bei den Zehntnusenden. Dann gab er ein Telegramm an den Führer bekannt. Das Kampflied „Volk ans Gewehr" rauschte über den Platz. Dann blendeten die Scheinwerfer zu beiden Seiten der Tribünen ab, so daß der ganze Platz wieder im Schein der Fackeln und der Feuer auf den Pylonen lag. Auf ein kurzes Kommando standen die 12 000 Amtsleiter still, und, von Fanfaren und Trommelwirbel empfangen, betrat der Stellvertreter des Führers Rudolf Heß mit seiner Begleitung den Platz. Reichsausbildungsleiter G o h d e s meldete 764 002 Nationalsozialisten und Nationalsozialistinnen im ganzen Reich zur Vereidigung auf den Führer angetreten, unter ihnen 126 475 Politische Leiter, 546 408 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Bewegung und 91119 Führer und Führerinnen der HI. und des BDM. Dann neigten sich die 300 Fahnen. Einen Augenblick gedachten die Tausende der Toten der Bewegung. Anschließend sprach der Stellvertreter des Führers: Deutsche Männer und Frauen! Deutsche Jungen und Mädchen! Ihr seid angetreten, den Schwur auf den Führer zu leisten. Ihr hier in München legt Euer Treuegelöbnis ab auf dem Königlichen Platz angesichts der Gefallenen, die in ihrem Ehrentempel Wache halten am Braunen Haus. Wir senken die Fahnen. Wir gedenken in Ehrfurcht der Gefallenen vom 9. November, gedenken eines Horst Wessel, eines Herbert Norkus, eines Wilhelm Gustloff und all brr vielen anderen, die ihr Leben ließen für Deutschland. Unser Trost ist die stolze Gewißheit: Sie starben nicht umsonst. S i e gingen in den Tod, auf das Deutschland lebe: Und Deutschland lebt. Solange aber Deutschland lebt, lebt auch ihr Name fort in Deutschland. Die Fahne hoch? Wir wenden unsere Gedanken dem Manne an seinem Geburtstage zu, der Symbol geworden ist für das Lebten unseres Volkes, für feine Lebenskraft, für seinen Lebenswillen. Er ist zugleich zum Symbol geworden für den tiefinner- lichen Friedenswillen unseres Volkes. Unser Geburtstagswunsch ist, daß sein Schaffen, all' sein Sorgen um unser Volk auch künftig begleitet ist vom Segen Gottes und belohnt wird durch immer neue Erfolge — daß insbesondere Erfolg haben möge sein Ringen um den Frieden. Unsere Wünsche für ihn sind damit Wünsche für unser Volk und für unsere Nation. Jeder von Euch, der nun durch seinen Eid hin- zutritt zur Führerschaft Adolf Hitlers sei sich bewußt: Nicht die Rechte sind das Wesentliche an Euerem Amte, das Wesentliche sind die Pflichten Die Rechte sollen nur dazu dienen, Euch die Ausübung Euerer Pflichten zu erleichtern. Nicht die Uniform und nicht die Abzeichen sind das Wesentliche, sondern wesentlich ist das Herz darinnen, wesentlich ist der Charakter. Nicht der Titel, nicht der Rang, nicht die Abzeichen schaffen Euch die wahre Autorität, sondern Euere Haltung und die Frucht Eueres Wirkens schafft Euch die wahre Autorität. Die höchste Autorität, die je einer in Deutschland besaß, schuf sich ein Mann ohne jeden Titel, ohne jeden Rang, ein Mann im schlichten braunen Rock, ein Mann, der nur eines war und nur eines ist: Führer! Führer in seinem Wesen, Führer in seiner Haltung, Führer in seinem Verantwor- tungsbewuhtsein, Führer in der Hingabe an sein Werk. Niemand kann sagen, das Schicksal hätte es diesem Mann leicht gemacht, aufzusteigen zum Führer seines Volkes. In früher Jugend, alleinstehend im Leben, ohne Menschen, die ihn förderten, ohne Geld, das ihm helfen konnte, als junger Arbeiter auf das Unverständnis und den Haß seiner nächsten Umgebung angewiesen, ein Soldat des Weltkrieges wie Millionen, ein Machtloser inmitten des Unsinnes der Revolten, ein politischer Führer ohne Gefolgschaft, ein Kämpfer 'für sein Volk, gegen den alle Mittel der Beeinflussung dieses Volkes standen, gegen den bis zum Schluß stand die reale Gewalt der Machthaber. Und trotz allem: Die Führerpersönlichkeit setzte sich durch! Jeder von euch hat es leichter, denn ihr tretet ein in die allumfassende politische Organisation, die der Führer schuf, die den Erfolg auf ihrer Seite hat. Alles, was einst gegen den Führer im Innern wirkte, wirkt heute für ihn und damit auch für euch. Seine Autorität stärkt euere Autorität. Erzeiget euch dessen würdig, seid euch aber auch bewußt, daß die Haltung jedes einzelnen von euch wiederum zurückwirkt auf die Autorität des Führers. Euere Haltung, euer Wirken ist wesentlich für die Stimmung im Volke, für die Bereitschaft des Volkes, freudigen Herzens dem Führer zu folgen. Seid ihr vorbildlich, so erleichtert ihr dem Führer sein Wirken und sein Leben, seid ihr schlechte Unterführer, erschwert ihr es ihm. Ungeheuer la st et das Amt auf dem Führer. Wir wollen alles tun, es ihm zu erleichtern. Ihr tragt die Verantwortung für die Haltung des Volkes in euerem Bereich: Ihr seid verantwortliche Führer, keine parlamentarischen Führer. Jeder von euch soll Vorbild sein, wie einst Adolf Hitler Vorbild war und heute Vorbild ist. Jeder soll sich so halten und jeder soll so wirken, als hänge allein von ihm es ab, daß feine Gefolgschaft und alle die anderen Volksgenossen, vor deren Augen er wirkt, ihm so freudig folgen wie einst die alten Kämpfer dem: Führer folgten. Fühlt euch nicht als Vorgesetzte, sondern als Vertrauensleute des Volkes. Der Führer hat nicht durch Befehle das Volk geeint und hinter sich gestellt, sondern durch das Vertrauen, das er sich schuf. Die alten Kämpfer fanden einst den Weg zum Führer, weil seine vorbildliche Persönlichkeit sie anzog. Es waren seine schlichten, männlichen Tugenden, die sie anzogen. Weil Adolf Hiller ehrlich und freu war, standen feine allen Kämpfer ehrlich und freu zu ihm. Weil er das Gute predigte, zog er gute Menschen an. Weil er das Heroische verkündele, kamen heroische Eharakfere, kamen Kämpser- nafuren zu ihm. hallet euch wie der Führer, und ihr werdet Vertrauen ernten. In allem fei euch der Führer Vorbild. Fragt euch in allem euerem handeln: Wie würde der Führer handeln?, und ihr werdet nicht fehlgehen. Seid euch bewußt: Nach dem Worte des Führers dient ihr dem anständigsten Volk der Welt! Es ist das Volk, das wie kein zweites sich bekannt hat zu einer Ehre und dem Führer, der ihm seine Ehre wiedergab. Ihr habt vor euch das Volk der 99 Prozent! Auch wenn ein Volk fehlt oder falsch handelt, seid euch bewußt: Wenn Deutsche dieser 99 Prozent einmal fehlen oder falsch handeln, so tun sie es nicht aus bösem Willen, sondern aus Unvermögen, aus Unkenntnis oder aus Schwäche. Seht in jedem Volksgenossen zuerst den Arbeiter für unser Volk, den Beschützer des Volkes. Seht in jeder Dolksgenossin zuerst die Mutter der Kinder unseres Volkes. Ihr sollt Diener sein dieses Volkes, so wie der Führer sich als erster Diener dieses Volkes fühlt, so wie der große König einst nichts anderes als erster Diener seines Volkes sein wollte. Bei euch soll jeder Volksgenosse seine Sorgen ablegen können, bei euch soll jeder Volksgenosse sich Rat suchen können. In diesem Verlrauensverhälfnis zwischen Volk und Partei, zwischen Volk und Führung festigt sich die Geschlossenheit des Ganzen für alle Zeiten und allen Stürmen zum Trotz. In dieser Geschlossenheit, in dieser Einigkeit in dieser Bereitschaft, sich einzugliedern, zu wirken für das Ganze, entstanden die g r o ß e n W e r k e des Führers, die Autobahnen, die neue Armee, die neuen Schiffe, entstand ein neues gesundes Bauerntum, entstand ein neues Arbeitertum, das sich eins fühlt mit der Nation, entstand ein Arbeitsdienst, der den Begriff der Arbeit adelt, entstand eine neue Jugend. Aber vergeßt über dem, was durch den Nationalsozialismus wurde, nicht, was Gutes vordem war, was unsere A l t v o r d e ren schufen an Großem und Schönem: auf dem Königlichen Platz vereint sich, was vordem wurde, zu edler Harmonie mit dem, was Neues durch den Führer und seine Zeit ersteht. Den herrlichen Erinnerungen an das alte Nürnberg reiht sich würdig an das Neue, das Werdende. Der Führer baut nicht um des Neuen willen unter Verachtung aller Tradition, er fetzt nicht Kublkge- bilde neben Baudenkmäler der Renaissance der Gotik. Alles, was er schafft, atmet den Geist des Geistes unseres Volkes. Dieser Geist ist zeitlos. Er wirkt in die Zukunft, wie er in der Vergangenheit wirkte. Das überkommene Wirken dieses Geistes aus der Vergangenheit aber ist Tradition. Habt Achtung vor der Tradition unseres Volkes! Besonders an euch, HJ.-Führer und BDM^-Fuh- rerinnen, ist es, die Achtung vor d i e f e r T r a - d i t i o n auf die Kommenden, auf die Jugend zu übertragen. In Städten und Dörfern, in Straßen und Plätzen, in unserem Boden, aber auch in Musik und Dichtung lebt die Kunst fort und das Wirken der Väter und Vorväter, so wie in unserem Leben in jedem Jungen und jedem Mädchen die Ahnen fortwirken. Habt Achtung und lehrt Achtung vor dem vielen Großen, das wir der Vergangenheit verdanken und das der Achtung wert ist. Nur dann können wir auch von den Kommenden Achtung verlangen vor dem, was wir schufen, und vor dem, was unsere Jugend schaffen wird. Der Nafionafsoziafismus wurzelt in feinem Volk und in der stolzen Vergangenheit dieses Volkes. Er ehrt bewußt die Tradition. Der haßerfüllteste Gegner des Nationalsozialismus, der Bolschewismus, verneint die Werte der Vergangenheit, verachtet die Tradition. Der B o l - schewismus ist die Wurzellosigkeit. Was wurzellos ist, ist nicht von Bestand. Die Völker, über die er sich ausbreitet, will er zum Absterben bringen — weil er sie entwurzelt. Wir wollen aber nicht, daß unser Volk abstirbt, und deshalb haben wir dafür gesorgt, daß der Bolschewismus nie wieder Fuß faßt in Deutschland. Die Sicherheit vor der geistigen Infektion durch den Bolschewismus ist die große geistige Erziehungsorganisation der Nation: di e nationalsozialistische Bewegung. Die Sicherheit vor der Bolschewisierung durch Gewalt im Innern ist die nationalsozialistische SA. und SS. Die Sicherheit vor der Bolschewisierung durch Gewalt von außen ist die n a t i o - nalsozialistische Wehrmacht. Seit dem 7. März ist vorgebaut, daß der Bolschewismus auch nicht über eine offene Grenze im Westen sich Eingang erzwingen kann. Diese Bollwerke gegen den Bolschewismus verdankt Deutschland einzig und allein dem Führer. Das deutsche Volk Hal Adolf Hiller am 29. März gedankt. Es Hal ihm gedankt durch eine Verlrauenskundgebung, wie sie noch kein Volk der Welt einem Führer gegeben hat. Die Wehrmacht hat ihren Dank für das, was der Führer aus ihr gemacht hat, heule abgesiattet durch die Paraden zu Ehren des Führers. Diese Paraden sind mehr als bloße Schaustücke. Sie zeigen der Well: Der Friede, um den der Führer ringt, wird gesichert durch eine neue Wehrmacht mit modern st en Waffen, eine Wehrmacht, die in Treue steht zum Führer und Reich. Die nationalsozialistische Bewegung dankt dem Führer durch den stillen Schwur jedes einzelnen, mit Einsatz aller Kraft und aller Hingabe zu wirken in seinem Geiste. Wir Nationalsozialisten wollen ihm die Erneuerung unseres Versprechens schenken, unseres Schwures, immer eingedenk zu sein des Schwures der Treue, des Schwures, zu halten, was auch kommen möge, so wie die alten Kämpfer zu ihm hielten durch alle Not und alle Gefahr. Wir erneuern das Versprechen: Adolf Hitler, wir stehen zu Dir immerdar, so wie Du zu Deinem Volk stehst immerdar! Dieses Volk wird zu Dir stehen, zu dem, was Du ihm gabst, noch in hunderten von Jahren, wie sich Dein Geist und Dein Werk fortwirken werden in unserem Volk durch hunderte von Jahren. Ihr aber, die ihr durch euere Eidesleistung eingereiht werden sollt in das Heer der politischen Kämpfer des Führers, prüft euch, ob ihr euch stark genug fühlt, den Eid auf Adolf Hitler in seinem Geiste zu halten. Kein Nachteil soll dem erwachsen, der nicht mitschwört und dann hingeht und ehrlich sein Amt niederlegt, weil er sich für zu schwach hält. Wehe aber dem, der schwört und seinen Schwur nicht hält. Bedenkt euch nun: Wir kommen zum Eide. Ihr leistet ihn bei den Wächtern der Idee an den ehernen Sarkophagen der Tempel. Sprecht ihr und in allen Gauen des deutschen Vaterlandes mir nach Ich schwöre Adolf Hiller uuerschütlerliche Treue. Ich schwöre ihm und den Führern, die er mir beslimml, unbedingten Gehorsam." Emst und feierlich sprechen die 12 000 auf dem Königlichen Platz und die Hunderttaufende im ganzen Reich die Schwurformel nach. Mit den Worten: „Die Eidesleistung ist geschehen", beendet Rudolf Heß den Verpflichtungsakt der über 760 000, die sich von dieser Stunde an dem Führer und seiner Bewegung verschworen haben. Die feierliche Vereidigung in Berlin. Or. Goebbels spricht. Berlin, 20. April. (DNB.) Wie im ganzen Reich, so fand auch an den beiden größten Versammlungsstellen B e r l i n s , in der Deutschlandhalle und im Sportpalast, am Abend des Geburtstages des Führers die feierliche Vereidigung von 41418 Politischen Leitern der Partei, Gauwaltern der Gliederungen und angeschlossenen Verbände sowie HI., Jungvolk-Führern und BDM.- Führerinnen statt. Im Sportpalast wurden mehr als 17000 und in der Deutschlandhalle rund 23 000 vereidigt. Die Feier im Sportpalast erhielt ihre besondere Weihe durch eine Rede des Gauleiters Dr. Goebbels. In der dichtgefüllten Riesenhalle des Sportpalastes herrschte schon lange vor Beginn der Feier eine begeisterte Stimmung. Der Aufmarsch der Tausende hatte sich in gewohnter Ordnung und Disziplin vollzogen. Immer wieder klangen die Kampflieder der Bewegung auf, bis um 20.15 Uhr ein Helles Kommando den Einmarsch der Fahnen ankündete. Bald darauf erschien, mit stürmischen Heil-Rufen begrüßt, Gauleiter Dr. Goebbels, in dessen Begleitung man u. a. den stellvertretenden Gauleiter Görlitz er und SA.-Gruppenführer Gras Helldorf sah. Nach der Stärkemeldung des Organisationsleiters Schach nahm Dr. Goebbels das Wort zu seiner Rede. Er hob zur Einleitung hervor, daß es kein Zufall ist, wenn gerade am Geburtstag des Führers diese Vereidigung vorgenommen wird. „Diese Bewegun g", so betonte er, „ist ja sein ureigenstes Werk, ein Werk, dos er schuf, um damit dem deutschen Volk seinen inneren Frieden, seine politische Einheit und dadurch auch seine außenpolitische Freiheit zurückzugeben. Der Führer ist für uns der Inbegriff der nationalen Wiederauferstehung unseres Volkes geworden. Darum bekennen wir uns zu ihm aus tiefstem Herzen. Alle Liebe und alles Vertrauen zu diesem Wann gründet sich auf die einzigartige Perfönlichkeit, die dem deutschen Volk in Adolf Hitler erstanden ist." „Man hat oft versucht, den Führer und seine Bewegung auseinanderzureden. Das war ein untauglicher Versuch am untauglichen Objekt! Der Führer hat auf diese Versuche auf dem Parteikongreß des vergangen Jahres die klare Antwort gegeben: Die Partei und ich sind eins!" „Glaube niemand", so rief Dr. Goebbels unter stürmischer Zustimmung aus, „daß er mit solchem Bemühen je Erfolg haben könnte!" Dr. Goebbels setzte sich dann mit denen auseinander, die sich anmaßen, verächtlich von den „kleinen Hitlern" zu reden. „Diese Männer", so erklärte er unter stürmischem Beifall, „haben vor diesen Kritikastern mindestens das voraus, daß sie mehr Arbeit, mehr Verantwortung und mehr Pflichten auf ihre Schultern laden. Zum mindesten haben diese „kleinen Hitler" den Ehrgeiz, dem großen Hitler nachzueifern in der Treue zum Volk, im Fleiß, in der Disziplin und im Einordnungsvermögen unter das allgemeine Ganze. Wäre die Partei verbürokratisiert, wie manche es wahr haben möchten, so hätte sie nicht die Schlacht vom 29. März so erfolgreich schlagen können. Denn dieser Wahlkampf ist ja nicht vom Staat, er ist von der Partei geführt worden." „Die Partei ist heute die größte politische Organisation, die man in Europa kennt. Wo gäbe es in einem anderen Lande eine Organisation, die sich mit ihr messen könnte! Daß sie gut durchorganisiert ist, liegt in der Natur der Sache. Was wir tun, das tun wir nämlich gründlich. Diese Partei führt den Staat durch ihre Menschen. Sie ist ein Führungsorden im besten Sinne des Wortes. Die besten Nationalsozialisten sollen in ihm sein, und von ihnen wiederum die besten an der Führung teilhaben. Sie sollen sich durch besondere Pflichterfüllung vor den anderen auszeichnen. Denn ein Führungsamt in der Partei ist die höchste Würde, die ein Deutscher im politischen Leben erreichen kann. Der Amtswalter der Partei nimmt hohe Pflichten auf sich. Er hat dann aber auch im Gegensatz zu denen, die nichts tun, das Recht, im öffentlichen Leben mitzubeftimmen." Auf die Eidesleistung übergehend betonte Dr. Goebbels, daß * der Eid auf den Führer nicht etwa auf Zeit abgelegt werde, sondern daß er ein Lebensbekenntnis fei. Wie wir alten Amtsträger in der Zeit vor acht oder zehn Jahren, so sollen auch Sie beweisen, daß Sie in Treue zum Führer st ehe n. Dieser Eid auf den Führer ist sozusagen der Eid des politischen Sdldaten. Er schließt in sich eine hohe Ehre, aber auch eine hohe Pflicht. Die Geschichte unserer Partei ist zwar kurz, aber sie ist glorreich. Unsere Bewegung hat eine reiche Tradition, die es zu wahren und zu hüten gilt. Nur so werden wir jener Führungsorden bleiben, der dazu berufen ist, für alle absehbare Zeit der deutschen Nation die Klarheit der Führung und die Konsequenz des politischen Handelns zu geben. Dann aber wird diese Partei unsterblich sein, und es wird sich in ihrer eigenen Unsterblichkeit die Ewigkeit unseres ganzen Volkes gewährleisten." Ergriffen stimmten die mehr als 41000 Amtswalter in das Sieg-Heil ein, das der Gauleiter zum Abschluß seiner Rede auf die alte, stolze, kampferprobte, herrliche nationalsozialistische Bewegung und ihren Führer ausbrachte. Nachdem das von Dr. Goebbels ausgebrachte Sieg-Heil auf den Führer verhallt war, wurde die Reich sfendung aus München übernommen. Lautlose Stille herrschte in dem gewaltigen Oval des Sportpalastes, in die plötzlich die eindringlich mahnende Stimme von Rudolf Heß drang. Zur gleichen Zeit waren mehr als 25 000 Amtswalter und Amtswalterinnen der Deutschen Arbeitsfront, der NSV., der NSKOV., der Frauenschaft und der Reichsleitung der Frauenschaft in der Deutschlandhalle angetreten, um den Eid abzulegen. Hierher wurde auch die Rede Dr. G o e b • b e l s übertragen. Vernichtende Niederlage der Abessinier an der Ogadenfront Asmara. 20. April. (Funkspruch des Kriegsberichterstatters des DRV.) Die im italienischen Hauptquartier bereits feit längerer Feit erwartete Zerschlagung der letzten noch kampffähigen abessinischen Armee scheint nun- mehr Tatsache geworden zu sein. Wie von amtlicher italienischer Seite am Wontag bestätigt wird, wurde in den letzten Kämpfen die in der Provinz Ogaden stehende abessinische Armee Ras Rassibus vollständig aufgerleben. Nähere Einzelheiten über den Verlauf der Schlacht, die zur Auhergefechtsehung dieses abessinischen Heeres führte, liegen noch nicht vor. Wirtschaft balkanischer Länder brachten ans Pult der Philharmonie, rumänischen Nationaltheaters Non-pIus-ukra=9Jlufif umpb ein. Führende Musiker zwei Sonderkonzerte Wie der Leiter des Rhythmus zieht und in den Bezirken klanglicher Anschaulichkeit zu scharf profilierter Gestaltung vorstößt. Zum ständigen Konzertbetrieb Berlins gehört schon fast der Leipziger Gewandthauskapellmeister Hermann Abendrot h, eine Kraftnatur, die alles auf den Kontrast anlegt. Da ist ferner Eugen Iochurn, der mit achtundzwanzig Jahren schon Generalmusikdirektor in Duisburg war und nach einem Zwischenspiel am Berliner Rundfunk trotz seiner Jugend zum Generalissimus der Hamburger Staatsoper und Philharmonie berufen wurde. Seine vier Konzerte mit den Berliner Philharmonikern zeigten nach einer abgeschlossenen Periode unsicherer Eigenwilligkeit die stetige Vertiefung dieser vielleicht bedeutendsten Dirigentenpersönlichkeit des Nachwuchses. Er ist heute bereits ein Brucknerdirigent, wie wenige neben ihm. Als Bruckner-Spezialist wurde auch Leopold Reichwein angepriesen, dem nach langjähriger Tätigkeit in Wien und gleichzeitig in Bochum vor kurzem die Bundesregierung das Auftreten in Oesterreich verboten hat. In drei Sonderkonzerten stellte er sich an den verschiedensten Aufgaben als außerordentlich tüchtiger Musiker dar. In Berlin ist man Oie Zndustne- unb Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 358: Umsatzsteuerumrechnungssätze auf Reichsmark für die nicht in Berlin notierten ausländischen Zahlungsmittel. — 359: Anordnung Nr. 3 der Ueber- wachungsstelle für Mineralöl (Rohteerverarbeitung). — 360: Einfuhr von Baumwollgeweben in Luxemburg. Die Einfuhr ist einer vorherigen Genehmigung der Regierung unterworfen. — 361: Zuständigkeit für Auswandererguthaben. — 362: Aenderungen im Zahlungsverkehr der Tschechoslowakei mit Deutschland. — 363: Bekanntmachung KP 129 der Ueberwachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurspreise. freilich gerade bei Bruckner eine metaphysischere Deutung gewöhnt, als sie der derb-musikantisch zugreifenden Art Reichweins entspricht. Ungewöhnlich zahlenmäßigen Zuspruch fanden, wie in jedem Jahr, die Dirigenten des Beethoven-Zyklus. Bei dieser Gelegenheit werden an neun Abenden alle wichtigeren Kompositionen Beethovens vor ausverkauftem Saale gespielt. Hier zeigen sich die „unbekannten Berliner", jene solide Schicht des Bürgertums, denen die gesellschaftliche Repräsentation der Philharmonischen Konzerte ebenso fern liegt wie das Interesse für musikalische Versuche. Stabführer verschiedener Generationen, Musiker mit unterschiedlicher Lagerung der Hauptbegabungen traten vor die Philharmoniker und das dankbarste Publikum, das man sich denken kann: Borchard, Böhm und Schulz-Dornburg, W e i s b a ch und H e g e r, R a a b e, S i e b e n und Siegel. Als durchgehender Grundzug zeigte sich bei allen das Bestreben, Beethoven zu dienen. Der Meister ist den geistreichelnden, eitlen Auslegungsversuchen glücklich entronnen, mit denen noch vor wenigen Jahren innerlich unsicheren Dirigenten Beethoven sinnwidrig umdeuten wollten. Seine Musik ist wieder wertsetzender Maßstab geworden, an dem sich der dienende Deuter zu erproben hat. Den Beweis für diese Tatsache durch acht verschiedene Dirigenten erbracht zu haben, ist nicht das geringste Verdienst des diesjährigen Zyklus gewesen. Johannes Jacobi. in Bukarest, George Georgescu, der sich in der vorigen Spielzeit vorstellte, so hat auch der Dirigent des Athener Symphonie-Orchesters, Dimitri Mitropoulos, bedeutsame Beiträge zu seiner musikalischen Ausbildung in Deutschland empfangen. An deutscher Musik wollte sich Mitropoulos auch in Berlin bewertet wissen. Den stärksten Eindruck hinterließ [eine überlegene Persönlichkeit aber doch mit der Ausführung von Ravels „Rhapsodie Espa- gnole", die er mit bedeutender klangsinnlicher Phantasie anlegte. Zwei Kompositionen seiner Landsleute und Kollegen brachte der jugoslawische Dirigent Lovro von M a t a c i c mit, der am Kroatischen Nationaltheater in Agram wirkt. Dieser siebenunddreißigjährige Musiker wird als außergewöhnliche Begabung in Europa noch von sich reden machen. Es war höchst reizvoll zu hören, wie er mit den heimischen Werken umging. Sowohl der „Symphonische Reigentanz" (Kolo) von G o t o v a c, der schon auf dem vorjährigen Internationalen Musikfest in Hamburg Aussehen erregt hatte, wie die inhaltlich substanz- reichere Balettmusik von Baranovic sind auf dem Boden nationaler Rhythmik und Melodik gewachsen. Beide Komponisten würzen diese ausgesprochen volkstümlichen Elemente mit den klanglichen Modernismen eines Strawinsky und Bartok und erzielen durch diese Mischung aus Primitivis- mus und höchster artistischer Verfeinerung eine überraschende Wirkung. Für deutsche Ansprüche ist das alles etwas lärmend und äußerlich, aber L. von Matacic verfügt über eine so bezwingende Art, diese Musik durch technische Meisterschaft und musikantisches Draugängertum zu entkomplizieren, daß er sich einen großen und ehrlichen Erfolg errang. * Neben diesen Gastspielen der Ausländer, die Berlin als musikalische Weltstadt kennzeichnen, vermitteln zahlreiche Dirigenten aus deutschen Städten einen fesselnden Querschnitt durch die mu- sikalischeProvinz. Ein oft und gern gesehener Gast ist Karl Böhm, der Dresdener Generalmusikdirektor. Er ist der Vertreter eines jüngeren Dirigententyps, der seine stärksten Kräfte aus dem Deutsche und ausländische Dirigenten Musikbrief aus der Reichshauptstadt. Berlin, im April. Große Verdienste erwarb sich das Berliner Philharmonische Orchester in diesem Winter um den zwischenstaatlichen Musikaustausch. Unter Wilhelm Furtwänglers Führung trug es auf zwei Reisen deutsche Musik nach England und Polen; Ende April führt die übliche Frühjahrsfahrt der Philharmoniker nach dem Besuch zahlreicher deutscher Städte wieder nach Paris, und Ende Mai wird das Orchester unter Leitung Hermann Abendroths die Hauptstädte des Balkans besuchen. Als Ergänzung dieser kulturellen Außenmission boten die Philharmoniker einer stattlichen Reihe ausländischer Dirigenten von Rang Gelegenheit, sich in Berliner Konzerten der deutschen Oeffentlichkeit vorzustellen und Proben des nationalen Schaffens aus ihrer Heimat zu zeigen. Drei große Philharmonische Konzerte wurden von internationalen Meisterdirigenten geleitet. Gut bekannt von früheren Besuchen sind Sir Thomas Beecham und Erneste A n s e r m e t. Der Engländer fesselte besonders durch eine der Londoner Symphonien Haydns. Man kann sie poetisch beschwingter spielen lassen, an subtiler Ausfeilung und Genauigkeit ließ sie kaum einen Wunsch offen. Virtuos auf „kalte" Leidenschaft legte Beecham die „Phantastische Symphonie" von B c r- I i o 3 an. Virtuos, aber dennoch innerlich beschwingt, ist auch die Kunst des Schweizers Erneste A n s e r m e t (Genf). Er erschöpft sich nicht in einer ans Fabelhafte grenzenden technischen Brillanz (Debussys „Iberia"), mit der er optisch empfundene Musik raffiniertester Art dem Hörer zum Greifen nahe bringt — Ansermet ist ein Musiker, der auch die deutsche Symphonik Mozarts mit letzter Klarheit und schwebender Akzentuierung erfaßt und in Beethovens O-ckur-Klaoierkonzert (Wilhelm Backhaus) weit über das „Begleiten" hinauswächst zu symphonischem Gestalten, das die Größe des Vorwurfs durch feinste Einfühlung erfüllt. Eine beglückende Neuentdeckung für Berlin war Victor de Sabata von der Mailänder Scala. Altbesitz schwächer mit 111,50 (111,80), ferner späte Schuldbuchforderungen 98,25 (98,40), Kommunal- Umschuldung etwa 86,95 (87), Zinsoergütungsscheine etwa 92,30. Zertifizierte Dollar-Bonds bet kleinem Geschäft gut behauptet. Fest waren Young- Guldenanleihe mit 91,90 (91,50). Im Verlaufe konnte sich das Geschäft etwas beleben, die Haltung war überwiegend fest. Am Aktienmarkt wurden die Anfangskurse zumeist um 0,50 bis 1 o. H. überschritten. Lebhaft waren Otavi Minen mit 21,75 nach 21. Von später notierten Werten Westdeutsche Kaufhof 36,25 (35,25), Feldmühle 125,50 (125,13). Chade A bis C sehr fest mit 356 (350). Schiffahrtsaktien lagen nur knapp gehalten. Am Rentenmarkt waren Altbesitz etwas erholt, während 6 v. H. Vereinigte Stahl abbröckelten auf 103,90 bis 103,75 (104). Der Pfandbriefmarkt brachte nur geringfügige Veränderungen bei Liquidationspfandbriefen. Stadtanleihen lagen teilweise etwas fester. Der Auslandsrentenmarkt war etwas freundlicher. 5 v. H. innere Mexikaner 5,65 (5,50), 4,20 v. H. Österreichische Silberrente 1,7272 (1,45). Von unnotierten Werten wurden gehandelt: Wayß & Freytag mit 103,75 und 104,50 (104), Kali Wintershall mit 119 (118), Ufa-Aktien mit 55,50 (56), und Growag mit 81,50 (81). — Tagesgelt wieder 2,50 v. H. Abendbörse freundlich. Bei nicht sehr lebhaften Umsätzen zeigte die Abendbörse am Aktienmarkt gegen den hiesigen Mittagsschluß noch leichte Befestigungen, während gegen die letzten Berliner Notierungen das Niveau im allgemeinen gut behauptet blieb. Einzelne Werte, so Verein. Stahlwerke zogen bei etwas größeren Umsätzen auf 86,65 bis 86,75 (86,25), ferner Holzmann auf 116,50 (116), Hoesch auf 98 (97,65), AG. für Verkehr auf 115,50 (115), Daimler auf 103,90 (103,40) und Westdeutsche Kaufhof auf 36,90 (36,50) an. Mannesmann waren dagegen mit 87,24 (87,40) eher angeboten, auch Aschaffenburger Zellstoff konnten sich mit 92 (92,25) nur knapp behaupten. Der Rentenmarkt lag still und kursmäßig unverändert. Von fremden Papieren zogen Schweiz. Bahnanleihen nochmals 1 v. H. an, ferner 4,20 v. H. Oesterr. Silberrente auf 1,75 (1,7272). Von Goldpfandbriefen ermäßigten die Serien 12 bis 13 der Rhein. Hyp. Bank auf 96,40 (96,50). U. a. notierten: Altbesitz 111,60, 1951er Verein. Stadl 94. 6prozentige Verein. Stahl 103,90, 6 v. H. Farben-Bonds 132,50, 4,50 v. H. Rhein. Hyp. Gold R12 bis 13 96,40, 4,20 Oesterr. Silber 1,75, 4 v. H. Ungarn Kronen 1.35, 4 v. H. Rumänen 5,40, 4 v. H. Schweiz. Bundesbahn 206, 3,50 v. H. dto. 189, 3,50 v. H. Gotthardbahn 180, Commerzbank 91,50, DD-Bank 88,50, Buderus E 103,25. Hoesch 98, Mannesmann 87,25, Olavi Minen 22, Rheinstahl 123, Verein. Stahlwerke 86,65 bi« $6,75, Accumula- foren E 189,75, AKU 50,50. IG. Chemie volle 205, Daimler 103,90, Deutscher Eisenhandel 126, Deutsche Erdöl 118,75, Scheideanstalt E 231, Licht & Kraft 142, Eßlinger Maschinen 88,50, IG. Farben 164,50, Feinmech. Jetter 82, Felten 124,65, Gesfürel 132,50, Holzmann 116,50, Muag 90, Moenus 88,75, Schuckert 139, Westdeutsche Kaufhof E 36,90, Aschaffenburger Zellstoff 92, Waldhof 134, AG. für Verkehr 115,50. Auch seine reproduktive Leistung wurde mit einer orchestralen Farbenpalette von märchenhaftem Glanz bestritten. Er riß das Orchester zu Leistungen hin, die um so höher einzuschätzen sind, als es de Sabata gelang, im üppigsten Klangrausch dem symphonischen Detail schärfsten Umriß zu geben. R e s p i g h i s „Pinien von Rom" trugen dem Dirigenten trotz des protzenhaften Neureichtums dieser einen unbeschreiblichen Tri- * Der Eisensteinbergbau an L ahn,. Dill und in Oberhessen im März. Infolge einiger Berichtigungen für Januar und Februar können die erhöhten Förder- und Absatzzahlen des Monats März schlecht mit denen der Vormonate verglichen werden. Die Berichtigungen eingeschlossen brachte der Monat März 89 993 Tonnen Förderung und 89 595 Tonnen Versand. — Das erste Quartal 1936 brachte eine Förderung von 250 929 Tonnen und einen Versand von 260 276 Tonnen, gegen 183 681 bzw. 194 503 Tonnen im ersten Quartal 1935. Die Belegschaft betrug Ende März 3314 Köpfe, ca. 50 Mann mehr als Ende Februar. Im März wurden entsprechend der günstigen Jahreszeit wieder annähernd 1000 Bohrmeter niedergebracht. Rhein-Mainische Börse. Mllagsbörse fester. Frankfurt a. M., 20. April. Zu den ersten Notierungen lagen wieder Kaufaufträge der Kundschaft für den Aktienmarkt vor, auch die Kulisse bekundete weitere Rückkaufsneigung, so daß die Haltung weiter befestigt war. Das Geschäft hatte allerdings keine nennenswerte Bedeutung. Nach den ersten Kursen herrschte fast Geschäftsstille und die Kurse lagen nicht immer voll behauptet. Von wirtschaftlichen Momenten fand die wieder aktive Außenhandelsbilanz für den Monat März Beachtung. Im Durchschnitt ergaben sich gegen den Wochenschluß Befestigungen von 0,50 bis 1 v. H. IG. Farben etwas lebhafter mit 163,75 bis 164,25 (163,25), Rütaerswerke + 1,50 v. H., Deutsche Erdöl + 1,13 v. H. Am Elektromarkt überwogen leichte Erhöhungen, Felten und RWE. gewannen je 1 d. H., Siemens blieben knapp gehalten. Von Montanpapieren waren Vereinigte Stahlwerke belebter mit 85,90 (85,50), Buderus + 0,75 v. H., die übrigen Papiere schwankten zwischen 0,25 bis 0,50 d. H. Marisfelder Bergbau trotz der angekündigten Dividendenerhöhung nur knapp gehalten mit 142 (143). Maschinen- und Motorenwerte erhöhten sich um 0,25 bis 0,50 v. H., Muag jedoch lebhafter und + 1 v. H. Von Zellstoffaktien Aschaffenburger 92,13 (91), Waldhof 133,50 (132) und Feldmühle gut behauptet. Von Bauaktien Holzmann nach der letzttägigen Steigerung ruhiger mit 114,90 (115,50), Zement Heidelberg unverändert 138. Im einzelnen eröffneten Reichsbank 0,75 v. H., AG. für Verkehrswesen 0,50 v. H. und Kunstseide AKU. 0,75 v. H. fester. Der variable Rentenmarkt brachte bei Eröffnung überwiegend nur knapp gehaltene Kurse. $ranffurfer Schlachtmehmarkt. Frankfurt a. M., 20. April. Austrieb: Rinder 337 (gegen 239 am letzten Montagsmarkt), darunter 58 Ochsen, 50 Bullen, 161 Kühe, 68 Färsen. Kalber 494 (208), Schafe 22 (27), Schweine 4814 (2910). Notiert wurden pro 50 Kilogramm Lebendgewicht in Mark: Ochsen a) 45 (ach 14. April 45), b) 41 (—). Bullen a) 43 (43). Kühe a) 40 bis 42 (40 bis 42), b) 34 bis 38 (35 bis 38) c) 27 bis 33 (28 bis 33), d) 25 (24 bis 25). Färsen a) 44 (44), b) 40 (40). Kälber andere a) 73 bis 75 (73 bis 76), b) 63 bis 72 (67 bis 72), c) 55 bis 62 (58 bis 66), d) 40 bis 54 (45 bis 57). Hämmel b2) Weidernast- härnrnel 48 (46 bis 48). Schafe nicht notiert. Schweine al) 57 (57), a2) — (57), bl) 56 (56), b2) 55 (55), c) 53 (53), d) 51 (51), e) 51 (50 bis 51). Sauen gl) 54 bis 56 (54 bis 56), g2) 44 bis 52 (—). Marktverkauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt. Kälber, Hämmel und Schafe rege, ausverkauft. Ueberstand: 308 Schweine. Frankfurter Getreidebörse. F r a n k f u r t a. M., 20. April. Aus dem Rhein- Main-Gebiet steht Weizen nur in kleinen Mengen zum Verkauf, während das mittel- und norddeutsche Angebot noch beträchtlicher ist; die hiesigen Mühlen bleiben für Weizen gerne Käufer. R o g - gen ist nur im höheren Preisgebiet erhältlich, außerdem wird norddeutscher Roggen zu erhöhter Handelsspanne cif rheinischer Stationen angeboten; die Versorgung der Landmühlen bleibt unbefried- Des Führers Befehl im Winter: Keiner soll hungern und frieren! Des Führers Befehl im Sommer: Kinder und erholungsbedürftige Erwachsene, die sich im Dienst für die Partei bewährt haben, sollen im Sommer die notwendige Erholung finden. digend. Der Gerstenmarkt liegt still. Hafer wird nur in kleinen Mengen umgesetzt. Kleie und Oelkuchen sind begehrt, dagegen Nachmehle vernachlässigt. Am M e h l m a r k t ist das Angebot eingeschränkt, genügt aber für die laufende Versorgung. R a u h f u t t e r ohne Interesse, Preise weiter nachgebend. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W13 213, W 16 216, W 19 220, W 20 222, Roggen R 12 176, R15 179, R18 183, R19 185, Großhandelspreise der Mühlen der genannten Preisgebiete; Hafer und Futtergerste —,—, Weizenmehl W 13 28,45, W 16 28,70, W19 28,70, W 20 29,05, Roggenmehl R12 22,45, R15 22,80, R18 23,30, R19 23,50, plus 50 Pf. Frachtausgleich; Weizennachmehl 16,75 bis 17, Weizenfuttermehl 23 bis 13,25; Weizenkleie W13 10,65, W16 10,80, W19 11, W 20 11,10; Roggenkleie R 12 9,95, R 15 10,15, R18 10,40, R19 10,50, Mühlenfestpreise ab Mühlenstation; Soya- schrot m. M. 16,20, Palmkuchen m. M. 16,30, Erh- nußkuchen m. M. 17,85, Treber 17 bis 17,25; Trockenschnitzel 9,28, Großhandelspreis ab südd. Fabrikstation; Heu 7, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepreßt, 3 bis 3,30, gebündelt 2,80 bis 3. . Kartoffeln: Industrie hiesiger Gegend 3,50, gelbfleischige hiesiger Gegend 3,40, weiß-, rot- und blauschalige diesiger Gegend 3,10 Mark per 50 Kilogramm bei Waggonbezug Frachtparität Frankfurt am Main. Tendenz ruhig. Rundsunkprocrramm Mittwoch, 22. April. 6 Uhr: Choral, Morgenspruch. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 9.15: Musik zur Frühstückspause. 10: Schulfunk: Es füllt wohl mehr gefochten als geschrieben seyn! Das deutsche Schicksal Ulrich von Huttens, dargestellt von Willi Ehmer. 10.45: Nachrichten. 11: Hausfrau, hör zu! 11.45: Sozialdienst. 12: Mittagskonzert. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 13.15: Mittagskonzert. 14: Nachrichten. 14.10: Nach Tisch gönnt euch ein wenig Rast, seid bei Frau Musika zu Gast! 15: Wirtschaftsbericht. Versicherungen unter Staatsaufsicht. 15.15: Bilder aus dem Rhein-Mainischen Städtekranz: „Darmstadt". Don Anton Betzner. 15.30: „Prinz Eugen, der edle Ritter." Ein Lebensbild anläßlich feines 200. Todestages (21. April). Von General a. D. Dr. Bethcke. 15.45: Deutschland ehrt flämische Dichter (I). 16: Wir musizieren. 17.30: Nach dem großen Umzug. Funkbilder aus alten und neuen Wohnungen. Von Ernst Nebhut. 18: Zwei Stunden musikalischer Hochgenuß. 19.45: Erzeugungsschlacht. 20: Nachrichten. 20.15: Stunde der jungen Nation: Der heilige Sturm. 20.45: AG. Frohsinn. Ein lustiger Abend. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.30: Nachtmusik und Tanz. 24 bis 2: Nachtmusik. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter Öen Papieren angeführten Ziffern geben Die Hohe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Relchsbankdiskont 4 o. H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Aranuuri a. DI. Benin Arankturt a.M. Berlin Schlußkurs Schlugt. Abend, börse Schluß« luro Schluß!. Mittag- börse Gchluß- kurs Schluß Abendbörse Schluß- Iura <2chlußt. Mitlag- böne Oaium 18.4. 20-4. 18.4. 20-4- Liatum 18-4 20-4 18.4. 20 4 6% Deutsche Reichsanleihe v. 1927 100,65 100,65 100,65 100,75 4% veSgl. Sene 11 ............ 9 9 — — 4% Deutsche Reichsanl. von 193-1 97,4 97,3 97,4 97,3 6% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 6,65 6,65 6,75 6,5 6¥i% Doung-Anleihe von 1930 .. 103 103 103 102,9 4>/r%Rumän.vereinb.Rentev.l913 9,3 9,3 9,3 — Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit 4% Rumänische vereinh. Rente . 5,5 5,4 5,45 5,4 Au-rtos. .Rechten ............. 111,8 111,6 111,6 39,5 39,5 4*/t% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, 1....... 100,1 100,25 100,3 100,13 6% et)em.8% Hess. Bolksstaat 1929 Hamburg-Amerika-Pakel .....0 14,9 14,75 14,9 15 (rürfiahlb. 102%)............ 98,25 98,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff . 0 — — 27,25 28,4 4¥t% ehem. 8% Hessische Landes- Norddeutscher Lloyd .........0 15,9 15,75 16 15,65 baut Darmstadt Gold R. 12.... 96,5 96,5 96,5 96,5 A.G. für Verkehrswesen Akt. .. 0 113,5 115,5 113,9 115 W/o ehem. 4^% Hess. Landes- Berliner Handelsgesellschaft ... g —— 110 112 110,25 Hypothekenbank Darmstadt Lia ui 101 101 _ _ Commerz, und Privat-Bank ... 0 91 91,5 91 91,5 4Vi% ehem. 8% Darmsl. Komm Deutsche Bank und D'sconto» Landcsb.Goldschuldverlchr. R. 6 92,25 92,25 Gesellschaft................0 88,5 88,5 88,5 88,5 Lberhessen Provinz-Anleihe mit Dresdner Bant..............0 92,75 92,5 92,75 92,5 Reichsbank ................ 12 182 182,75 182,25 183,5 Deutsche Komm. Sammelabl. An leihe Serie 1 mit Ausios.-Rechten 114,4 114,75 114,5 114,65 4’>.°.o ehem.8°o Franks. Hnp.-Bank A.E.G......................b 35 35,75 34,9 35,9 Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 96,5 96,5 _ _ Betula.................... io 144,13 144.-4 144,65 145,13 b'/r% ehem. 4Vi% yranks. Hyp. Elektr. Lteferungsgeielllchaft... 6 127,75 129,5 128,5 129,75 Licht uno Kraft ........... 8% 141,5 142 140,5 142 6yz% ehem 4 y,% Rheinische Felten & Guilleaume......... 4 123 124,65 122.75 124,5 Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ... 101,25 101,5 101 101,4 Äeiellsch.s.Elektr.Unternehmung. 6 132 132,5 131,5 132,5 4¥i°'o ehem. 8% Pr.Landespsand- Rheinische Elektrizität ........ 6 131 132,25 131,25 131,75 briefanflalt, Pfandbriefe R 19 97 97 97 97 Rhein. Wests. Elektr..........6 127,25 128,25 127,25 128.75 4’/»% ebcm. 7% Pr.Landespsand- Schuckert L Co...............4 139 139 137,75 139 hrieianst., Gold Komm. £61.VI 97 97 97 97 Siemens L Halske............7 185,65 185,4 185 185 tzteuergutsch.Berrechnungük. 84-38 108,85 108,85 108,9 108,9 — 131 130,75 131 — _ _ Buderus ................... 4 103.25 102,4 103,65 4,20% Oesterreichische Silberrente 1,45 1,75 1,55 1,8 Deutsche Erdöl ............... 117/25 118,75 117,5 119 8,2 8,2 8,3 8,3 Harpener...................c 122.75 124,5 4% Ungarische Slaatsrente v. 1910 8,15 8,15 Hoesch Eisen—Köln-Neuesseu .. 8 96,25 98 96,13 97,65 4y2 % desgl. von 1913.......... 8,13 8,25 8,15 I 8,15 Ilse Bergbau ............... e — 174,75 173 5% abgest" Goldmerikaner von 99 13,4 13,25 13,3 ; 13,25 Ilse Bergbau Genüsse........6 133 134,5 134 134,5 4% Türkische Bagdadbahn-Anieihe Klöcknerwerke ............... 8 91,25 93,5 91,5 93,5 Gerte t..................... 3 1 d- I - Manne2mann-R.hren...... 0 86,5 87,25 86,13 87,4 Frankfurt a. M. Berlin Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 21L Schluß« fürs Schlußk. Abend- börse Schlußkurs Scblußk. Mittag« börse 18.April 20-April Amtliche Notierung Geld 1 Bries Amtliche Notierung Geld | Brief Oaium 18-4- 20 4- 18 4- 20 4- Maniselder Bergbau......... 6 Kokswerke .................. 6 Rheinische Braunkohlen .....18 Rheinstahl .................4 Bereinigte Stahlwerke........0 £tavi Minen ...............0 Kaliwerke Aschersleben........5 Kaliwerke Westeregeln........ 5 Kaliwerke Salzdetfurth.....T/i I. G. Farben-Induftrte.......7 Scheideanstalt............... 9 Goldschmidt ................ 5 Rülgerswerke ............... 6 Metallgelellichaft............. 4 Philipp Holzmann...........4 Zementwerk Heidelberg ...... 7 Eemenrwerk Karlstadt.........6 Schultheis Patzenhofer .......4 Alu (Allgemeine Kunstseide) .. 0 Bemberg................... 5 Zellstoff Waldhof ............ 5 Zellstoff Aschaffenburg .......0 Dessauer Gas ............... 7 Daimler Motoren............0 Deutsche Linoleum........... 8 Lrensteln & Koppel ..........0 Westdeutsche Kaufhof.........0 Cbade....................71/« Accumulatoren-Fabrik.......12 Conti-Gummi...............8 Gritzner....................0 Mainkrastwerke Höchst a-M.... 4 Süddeutscher Zucker 10 143 229,5 122,5 85,5 20,5 128,75 127,5 189 163,25 231 109,5 127,25 121 115,5 138 49,25 81,5 132 91 102,75 169,25 35,25 350 188,5 181 29,25 I 92 142 230 123 86,75 22 128,5 128,5 190 164,5 231.5 110,75 128,75 121 116,5 138,5 50,5 82,65 134 92 103,9 170 36,9 356 189,75 180,4 29,25 I 93 1 201 144 127,75 230 122 85,4 20,65 128 128,25 189 162,9 110.4 127,75 120,5 104,5 49,9 82 131,25 91 130,5 102,9 169,25 80.75 35,4 351 189,25 181 29 142 128,75 230 122,75 86,25 22 128,5 128,5 189,75 164.4 111 128,9 121,75 116 106,13 50,5 82 133,9 92,25 131,5 103,4 170,13 81,25 36,5 356 189,75 180,25 29,9 200 Buenos Sitte: Brüssel .... Rio de Ian. Sofia...... Kopenhagen. Dcmzig..... London ..... HeliingforS.. Parts ...... Holland .... Italien .... Japan ..... Jugoslawien C6I0..... : Wien...... Liiiabon... Stockholm... Schweiz ... Spanien... Prag....... Budapest .. Reuyork .. 0,683 42,07 0,139 3,047 54,84 46,80 12,28 5,415 16,40 168,78 19,68 0,717 5,654 61,71 48,95 11,145 63,30 81,07 33,97 10,28 2,487 0,687 42,15 0,141 3,053 54,94 46,90 12,31 5,425 16,44 169,12 19,72 0,719 5,666 61,83 49,05 11,165 63,42 81,23 34,03 10,30 2,491 Banknoten 0,682 42,09 0,139 3,047 54,86 46,80 12,285 5,415 16,395 168,76 19,60 0,717 5,654 61,73 48,95 11,145 63,32 81,05 33,97 10,28 2,487 0,686 42,17 0,141 3,053 54,96 46,90 12,315 5,425 16,435 169,10 19,64 0,719 5,666 61,85 49,05 11,165 63,44 81,21 34,03 10,30 2,491 ___________Ziert in, 20 -Apr Amerikanische Roteu...... Belgische Roten.......... Dänische Roten ......... Englische Roten ......... Französische Roten....... Holländische Roten....... Italienische Roten........ Norwegische Roten ...... Deutsch Ceiteneid), i 100 Rumänische Noten....... Schwedische Roten....... Schweizer Noten......... Spanische Noten......... > Schilling cir:v 2,439 41,96 54,60 12,25 16,345 168,34 61,52 63,10 80,87 33,63 __jönei__ 2,459 42,12 54,82 12,29 16,405 169,02 61,76 63,36 81,19 33,77 Metzle nach dem Ulen Volkes iff, her bild und feines eig ''‘ha 3?-t( oben cdM N QJi d.yl Ä M Lütter LIM kJ u|,h öe Wir wissen nie Vornan non Mhbuch von A D'nbeliegt, hei "e !i-h, wie aus """ei! von Mod w |o1 es L°> nun mit 7°» Wnes „ f 'eine, o I,d) erst be S M die X\6 als eini ? b;e holle io U'”i. $af fe* im.? Qlld) i hu $reis W i |$ir sind heute [Ueli um un iem Geburtstac ngen. Was die lieber barbringen , ein treues her) an il I Wir glaub e i Binnen uns in all Ren, zu unjerm @1 Imännern ih der ^wachsen, dah es IsiokionaisozialWä Lusetzen. Ij Wir glauben n Br uns Arbeit Ar uns aus de Br unserem d Aen an fid) s Wir glauben : Mer ift. i ji$ir mürben aud) 11 in brr Kampfzeit i > i diese Dinge noch n tz in der Kampszeit de | geglaubt. i Wir glauben ar l! Menschen ihren Gl Ih'n. Wir glau len die Start ■Efimme desi «Kriegen und Bri klausend We b R Macht in dump I feines eigenen Das deutsche Sehnsucht nach Ur. 95 Drittes Blatt Eichener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Dienstag, A.April 1956 Sie Feier der SA Während der Verewigung auf die Fahne. Die Feier der SS. auf dem Schiffenberg. mm Die Feier der Ueberführung der Jungmädels in den VDM. .die Verewigung der SV. aus Oswalbsganeu. — r — erregten. seinem Wesen formt, dem es vertraut, nicht durch andere Bindungen, als die Blutes gefesselt ist. Diesem einen galt Sehnsucht der Jahrhunderte, die Sehnsucht der des die der Im Anschluß an diese folgte als Höhepunkt der will, und Wir d i e w i r per sog pehl im edürfiige e Partei die notirr 09 39 147 66 80 »65 H5 395 ,76 ,60 '17 :54 73 95 45 32 05 97 28 87 eindrucksvolle Ansprache Feierstunde 42,17 0,141 3,053 54,96 46,9 12,315 5,425 16,435 169,10 19,64 0,719 5,666 61,85 49,05 Iblg 63-44 81, 34,03 I0Z 2,491 9'1*1 Pl; Kleie und sehle vernach. igebot einge- Serforgung. weiter nach. "2,459 42J2 54,82 2,29 16,405 169^2 6l5« kehrszeiten noch eine weitere farbenfrohe Belebung erfuhr. Im Anschluß an unseren gestrigen Bericht über die Gießener Feiern des 20. April bis um 8.30 Uhr vormittags ist heute weiter mitzuteilen, daß in sämtlichen Schulen in schlichten, würdigen Feiern des Führer gedacht wurde. Ferner fanden am Vormittag Appell der Wehrmacht in den einzelnen Kasernen des Standorts Gießen statt. Am Nachmittag folgte die Feier des B D M. Im Vordergründe der öffentlichen Ereignisse des Abends stand auf Oswaldsgarten Wir glauben an den Führer und würden auch an ihn glauben, wenn sich das Geschick gegen ihn gewendet hätte, wir würden dann mit aller Kraft um so eifriger für ihn streiten, denn er ist ja ein Teil von uns. Wir können diesen unseren Glauben ebensowenig erklären, wie uns ein anderer Mensch die Existenz Gottes zu erklären vermag. Und beweisen können wir den Glauben an unseren Führer nur durch unsere Tat, durch unser Handeln, durch unseren Einsatz. Und hier wollen wir der Welt und allen Fragenden sagen, daß unser Bekenntnis lautet: Wir glauben an den Führer, wir beweisen diesen Glauben durch die Tat. Der I e r dem erwartungsvollen Publikum nichts schuldig: die Leute gehen mit Messer, Revolver und Maschinengewehr aufeinander los, und prächtige Kinnhaken gibt es die schwere Menge-, nicht zu reden von den Affären auf und um Santa Cruz selber, wo schließlich Feuer ausbricht und sogar die Haie eine stumme, aber schaurige Rolle spielen. Doch hat der Spielleiter aus anderen Motiven, dem Börsenmanoöver z. B., nicht minder dankbare Wirkungen geholt, wie man sie aus ähnlichen Filmen bereits kennt, und er wußte auch mit der pompösen Entfaltung großer Gesellschaftsszenen dem Trauerspiel auf Santa Cruz eine äußerst kontrastreiche Folie zu geben. Dazu sind eine Reihe tüchtiger und vielseitig begabter Darsteller am Werk. Erich P o n t o z. B., vom Dresdener Staatstheater, ein Schauspieler, der mit unaufdringlichen Mitteln eine scharf umrissene Charakterstudie gibt; Juki- jinoff, der Kommissar in „Friesennot", diesmal ein abenteuerlicher Spekulant im Frack, geschmeidig und unheimlich; Fran^oise Rosay, die wir neulich als Wortführerin der „Klugen Frauen" sahen, als große Salondame, elegant und kalt; Andrews Engelmann, von der Ufa schon in der „Insel" herausgestellt, der gefährlichste Gegenspieler aller Gutgesinnten auf Santa Cruz: das ist Speel- m a n 5 vor allem, ein prächtiger Käptn, immer obenauf, Mundwerk, Herz und Hand am rechten Fleck; ferner Sieber, Schreck , Brem, Gloth, lauter unrasierte, mächtig tätowierte, aber biedere und ehrliche Seeleute, und Irene von Meyenborff als sanfte, blonde Kapitänsfrau: man zittert um ihr Leden, wenn der Hai ihr, die unvorsichtig im Meer badet, bedrohlich auf der Spur ist. — Im Beiprogramm: die Ufa-Wochenschau und ein Lustspiel, dessen groteske Situationen viel Heiterkeit Zeitschriften. — Der Bergsteiger. (1,20 Mark. Verlag F. Bruckmann, München.) Eine Frühjahrsskifahrt, betitelt „Sonne über dem Samnaun", von Dr. Egon Hofmann, „Aus der Felsenwelt des Rofan" von Dr. Emil Gretschmann und eine „Ueberschrei- tung des Hochplattig" in den einsamen Mieminger Bergen von Karl Bünsch — das ist der bochtouri- stische Auftakt zum Aprilheft. Außerdem bringt es ausgezeichnete Abhandlungen über verschiedene Gebiete, z. B. schreibt Dr. Benno Eggert aus seinem Kutterlinger Tagebuch über Wilhelm Leibl, und R. Braungart besaßt sich mit Bergsteiger-Buchzeichen in Wort und Bild; zwei Aufsätze „Laufen oder Fahren" von Fritz Schmitt und eine „Nächtliche Erstbesteigung" von Joseph Julius beweisen, daß die Schriftleitung auch über Humor verfügt. Dazu eine Reihe schöner Bilder. die Vereidigung der SA. Aus das Kommando „S t i l l a e st a n d e n !" bildeten die 1190 angetretenen SA.-Männer ein straff ausgerichtetes Viereck. Die Standarte und die Stu'rmfahnen wehten hoch im Winde über den Kolonnen. Dann verlas Standartenführer Lutter die nachstehende Eidesformel: „Ich gelobe meinem Führer Adolf Hitler Treue. Ich verspreche Adolf Hitler und den von ihm bestellten, mir bekannten oder durch ihre Abzeichen erkennbaren Vorgesetzten Achtung und Gehorsam und verpflichte mich, alle Befehle unverdrossen und gewissenhaft zu vollziehen, da ich weiß, daß meine Führer nichts llngefehliches von mir fordern. Standarten und Sturmfahnen sollen mir heilig sein; ich werde sie niemals verlassen, vielmehr sie stets mutig verteidigen. Ich gelobe, mich allezeit als tapferer und treuer Kämpfer im Dienst der nationalsozialistischen Bewegung zu erweisen und immer so Sochschulnackrichten Der Dozent für Arabistik und Islamkunde an der Universität Frankfurt Dr. phil. habil. Johann Fück ist zum nichtbeamteten außerordentlichen Professor ernannt worden. Der Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung hat Fräulein Dr. Ruth M o u f a n g beauftragt, im Sommersemester 1936 in der Naturwissenschaftlichen Fakultät der Frankfurter Universität den zweiten Teil der Vorlesung über analytische Geometrie zu halten. Kämpfenden und aller Glaubensbereiter. Und nun h a t sich diese Sehnsucht erfüllt. 33,77 Dann kommt noch ein Auto von der Kreisleitung und von der Presse... Und bann: „Achtung! Segler startet!" Bisst hält die Stoppuhr in der Hand, die Dorfbuben sind hinter ihrem Felsen vorgerannt, alles streckt die Hälse vor und starrt dem gleitenden Vogel nach. Jetzt sieht es aus, als wollte er im Bach landen, die Suchmannschaft wird gründlich gefoppt — jetzt steigt er wieder, wendet und fliegt schnurgerade den Waldsaum entlang. Die Zuschauer sind begeistert. Dann ein leichtes Aufschlagen: 80 Sekunden Flug- dauer mit Baumlandung! „Möwe", „Raubvogel , „Richthofen" und all die andern sind in rascher Folge gestartet. Zwei lassen sich nach acht bis zwölf Sekunden nieder, die andern machen herrliche Loopings, „Habicht" macht eine Waßerlandung. Ein Teil der Mannschaft wird zurückgepfiffen; dort zögern drei, ins kalte Wasser zu gehen. Hilde rennt mit Schuhen hinein, jetzt geht'ihr das Wasser bis "an die Brust — „Habicht" schwimmt weiter. Auf der anderen Seite versuchen sie, mit Stangen den Vogel ans Land zu bringen — und jetzt hat Hilde ihn doch noch geschnappt, und er kann nun endlich trockengelegt werden. Dort landet einer auf einem Steinhaufen — aber das macht nichts. Stabil find sie ja alle. Der „Segler" aber, der flog auf die höchste Tanne. Soeben überbot der rote „Richthofen" alle Leistungen mit einer Flugdauer von 155 Sekunden ..., wie das die „Spatzen" und die vielen Zuschauer begeisterte! — Singend zogen wir dann zum Nest zurück. Unsere alte Bäuerin bekam den Ehrenplatz und ein Gesälzbrot, weil sie so begeistert von unserer Sache war. L. D. 20_apni^ 10 ): Frühkonzert. 15: Musik zur ullt wohl mehr eutsche Schicksal Willi Ehmer. hör zu! 11-45: 3: Nachrichten Mittagskonzert, gönnt euch ein Gast! 15: Wirt- Staatsaufsicht, lischen Städte- öetzner. 15.30: Lebensbild an- pril). Von Ge- chland ehrt fla' >n. 17.30: Nach ilten und neuen Zwei Stunden eugungsschlacht- jungen Nation: nn. Ein lustiger n Sendebezirk . 2; Nachtmusik- „Die letzten Viervon Santa Lruz" Lichtspielhaus. Wir wissen nicht genau, wo diese Insel liegt: in lern Roman von Josef Maria Frank, der dem Drehbuch von A. Lipp I_unb Werner Klingler iugrunbeüegt, heißt sie St. Paul; im Film findet "ic sich, wie aus dem Programmheft hervorgeht, unweit non Madagaskar und heißt Santa Cruz. Dort soll es Langusten in solcher Menge geben, daß man mit den wohlschmeckenden Schalen- tieren ein schönes Geschäft machen könnte. Es gibt «ber gar keine, ober jebenfalls nicht viele; es gibt mur Pinguine unb braußen im Meer Haifische. Das stellt sich erst heraus, als bie Expedition lanbct: cuf einem oben unb trostlosen Eilanb; außerbem taugen bie Maschinen nichts, bie Funkstation auch midjt, Langusten gibt es kaum, bas Ganze erweist sich bald als eine gewissenlose Spekulation, als ein verbrecherisches Börsenmanöver größten Stils. iEines Tages ist auch der Dampfer verschwunden. Die Drahtzieher in Paris machen glänzende Geschäfte, aber auf der einsamen Insel im Ozean ift jetzt die Hölle los. Es gibt Streit und Streik, Parteien bilden sich, die Nahrungsmittel werden knapp, es gibt Meuterei und. Verfolgung und wilde Kämpfe Mann gegen Mann. Die kleine Menschengruppe auf der Insel rottet sich allmählich, von der schwindelhaften „Gesellschaft" im Stich gelassen, gegenseitig aus. Am Ende sind bloß noch ihrer vier übrig, drei Mann und eine Frau, die Letzten von Santa Cruz. Dabei fällt uns ein, daß in der abenteuerlichen Fabel wahrscheinlich sogar ein wahrer Kern steckt: vor Wochen ging eine Meldung durch die Presse, in ber von einigen Männern dw Rede war, welche unter ganz ähnlichen Umstänben jahrelang auf einer solchen Meerinsel, wie weilanb Robinson, verschollen ober „vergessen" worben waren. Wie dem auch sei: eine abenteuerliche Geschichte. Man kann nicht sagen, daß aus bem Roman um jeden Preis ein Film hätte gemacht werben müssen, daß das Buch sozusagen nach ber Kamera geschrieen hätte; eigentlich filmisch ist ba nicht besonders viel. Aber die Fabel ist vollgepackt mit handfester, männlicher, abenteuerlicher und romantischer Handlung. Die ganze wilde Phantasie unserer Knabenlektüre wird wieder lebendig, wenn etwa _ zum Schluß die letzten Vier von einem Piratenschiff aufgenommen werden, wenn sich, wie man voraussehen konnte, dort ein letzter, blutiger Kamps ent- fpinnt, wofür derart altertümliche Dreimaster bie prächtigsten Schauplätze abgeben. Da (unb auch vorher schon) bleibt ber Regisseur Werner Kling- ZU erster . ""geboten- V ""befried Führer mag von uns fordern, was er hab und Gut, Leib und Leben, Geist Herz. Der Führer ist aus uns. find eins durch den Führer. Er ist Summe unserer Kraft, und leben durch ihn. Das Straßenbild unserer Stadt Gießen am eitrigen 4 8. Geburtstag unseres Führers und Reichskanzlers offenbarte durch dm überaus reichen Fahnenschmuck erneut das stnke Bekenntnis ber Gießener Volksgemeinschaft 11 ihrem unb ber ganzen beutschen Nation Führer Adolf Hitler. Es war ein festlicher Anblick, bin man in allen reichgeschmückten Straßenzügen I) tte. Zu bem Fahnenschmuck kam hinzu, baß bie SM. gestern zu Ehren ihres Obersten SA.-Führers 1 aiforni auch im Leben bes Werktags trug, wo- j.rch bas Straßenbilb desonbers in ben Hauptver- I) BS Ibis jo I 2? J. (40 M: 1) EntäN- Rh°m. rlne" Men- ‘ u"b nord. 1 ■ -noo- Der Geburtstag des Führers in Gießen. Oie Gießener Bevölkerung huldigt und dankt dem Führer der deutschen Nation in erhebenden Feiern Eine riesige Menschenmenge hatte sich bazu ein- sunben unb umsäumte ben weiten Platz. Die SA.- türme waren in einem großen Viereck ausmar- tiiert, in bas kurz vor 20.30 Uhr mit klingenbem piel bie Fahnengruppe unb ein Begleitsturm un- i: bem Kommanbo bes Sturmführers Lenz ein- i ickten. Unmittelbar barauf traf Stanbartenführer utter ein, bem ber Aufmarschleiter, Obersturm- hrer B e n b e r , 1190 SA.-Männer zur Feier unb ereibigung angetreten melbete. Dann begann bie eicr mit ber nachstehenben Ansprache von Standartenführer Lutter: SA.-Männer! Wir sinb heute hier in nächtlicher Stunbe ver- mmelt, um unserem Obersten SA.-Führer zu mein Geburtstage unsere Glückwünsche barzu- -ingen. Was bie SA. ihm auch an biesem Tage lieber barbringen 'fann, sinb ein treues her; unb der unwandelbare Glaube an ihn und sein Werk. Wir glauben an ben Führer! Wir be- i nnen uns in allem, was wir denken und schaf- in, zu unserm Glauben an den Führer. Uns SA.- pännern ist der Glaube nicht aus der Tatsache pwachsen, daß cs dem Führer gelungen ist, unser mtionalsozialistisches Programm in die Tat urn- l üsetzen. Wir glauben nicht deshalb an den Führer, weil 7 uns Arbeit und Brot gegeben hat, weil r uns aus der Schande befreit hat, weil r unserem deutschen Volk ben Glau- len an s i ch selb st zurückgegeben hat. Wir glauben an den Führer, weil er der Führer ist. Dir glauben bedingungslos. Mir würden auch an ihn glauben, unb haben es ■ in ber Kampfzeit oft genug bewiesen, wenn er all i iefe Dinge noch nicht erfüllt hätte. Wie oft schien in der Kampfzeit der Sieg gefährdet, und wir haben loch geglaubt. Wir glauben an fein Wunder, durch das die Menschen ihren Glauben erhärten zu müssen glau- \i kn. W i r glauben aber an bie Kraft, in bie Stärke bes Willens, an bie Stimme bes Blutes in uns. In unzähligen kriegen unb Bruberkämpfcn hat bas deutsche Volk lausend Jahre lang im Ringen um Glauben und Macht in dumpfer Sehnsucht um die Erfüllung stines eigenen Ichs gerungen. Das deutsche Volk hat zu allen Zeiten die Sehnsucht nach dem einen gehabt, der Sinnbild und Höch sie Verkörperung feines eigenen Wesens war. Sehnsucht nach dem Menschen, der Fleisch und Blut seines Volkes ist, der ihm Gestalt gibt und es nach alles übrige i W13 213, en R12 176, Handelspreise e; Hafer und 28,45, W16 lenmehl R12 23,50, plus iehl 16,75 bis ; Weizenkleie W 20 11,10; 18 10,40, R19 tation; Soya- Dl. 16,30, Er^- 17 bis 17,25; reis ab fübi i Roggenstroh, 2,80 bis 3. * Gegend 3,50, reiß-, rot- und 1 per 50ftilO'- tät Frankfurt „Spatzen" beimModellfliegen. Aus einem Ferienlager auf her Rauhen Alb Auf der Rauhen Alb, auf dem Gipfel eines mit Gras und Wacholderbeerbüschen bewachsenen Hanges steht das Iungmädel-Ferienlager „Spatzennest". Hier haben wir in gemeinsamer Arbeit zehn Modellflugzeuge gebaut. Und heute ist der große Tag, an dem die Vögel das erstemal aufsteigen sollen. Am kleinen Uebungshang wird eingeflogen. Das Nest steht leer. Alles ist gespannt auf das Ereignis. Erst werden die Vögel aufgewogen und ausgerichtet — dann startet Lores Raubvogel. Er kommt nicht gleich nach rechts — „Seitenfteuer in umgekehrter Richtung zum Hang nach links wenden!" — Jetzt ist es schon besser, doch er ist noch zu schwanzlastig. ,— „Flügel nach hinten und'mit Strich den Platz bezeichnen!" Jetzt war der Start falsch, woran lag das?... nur an Lore! Das muß man erst üben, das ist Gefühlssache. Immer wieder stürzt „Raubvogel" gleich zur Erde. — Die andern werden eingeflogen — immer dasselbe... Doch was ist bas? Da fliegt ja ber rote Vogel ganz rounberbar ruhig bem Tale zu, er steigt roieber unb lanbet auf ber Kurve. — „Richthvfen" — er hat seinem Namen keine Schanbe gemacht. Nach zweistünbigen Versuchen stellen wir fest, baß neun Vögel flugfähig sinb unb ber Start bei vieren noch tüchtig "geübt werben muß. Was ist aber mit bem zehnten Vogel? — Der ist unb bleibt ein Gicker, ber sich nur mühsam weiterschleppt. — Ungenaue Arbeit, verzogene Flügel. Aber nicht meinen — ein feines Dekorationsstück für unsere Ecke im „Spatzennest" ... Ein wolkenschwerer Himmel begrüßt uns am nächsten Morgen. Es beginnt zu regnen. — Doch wir sinb Optimisten, und unser Glaube siegt. Als Rieke nach dem Essen in einer nagelneuen weißen Schürze und mit rotem Kopftuch erscheint, die Heimmutter sich in einer frischgewaschenen Bluse tummelt, da lacht auch die Sonne. Die Startmannschaft ist mit den Modellen am großen Hang angetreten. Unten im Lautertal stehen zwanzig Mädel als Suchmannschaft. Alt und jung ist von ben umliegenben Ortschaften gekommen, darunter eine alte Bäuerin mit furchigem braunem Gesicht und klaren leuchtenden Augen. Zwei Mädel haben sie einfach untergehakt und mitgenommen, obgleich sie sich wehrte. Sie wollte sich vorher durchaus noch eine schönere Schürze umbinden... Ein Motorrad pafft ben Buckel 'rauf, es ist ber Lehrer in Fliegeruniform... wir „fühlen" uns natürlich. ^1- X 1 Weihestunde der SS. aus dem Schiffenberg gilt für die der bedingungslose Gehorsam, der höchster Freiwilligkeit kommt, aus dem Dienst SS. der b e d i n g u n aus Sie Feiern der Ortsgruppen der ASDAP Dienstag-Abonnement. ( Wir VDK verpflichtet Kameradinnen i e l e 42 Fortsetzung. Nachdruck verboten! Nachdem am vergangenen Sonntag die Hitler- Jugend die Ueberführung von Jungvolkpimpfen in die HI. vorgenommen hatte, wurden gestern nachmittag auf dem Trieb, unmittelbar vor der Volkshalle die neuaufgenommenen Jungmädel verpflichtet und die 14jährigen Jungmädel in den BDM., in neue Kameradschaft überführt. Mit Wimpeln voran marschierten die Mädchen aus der Stadt über die Kaiserallee zum Trieb. Auch die Kleinsten, die neuaufzunehmenden Jungmädels marschierten in gleichem Schritt mit, boten aber noch nicht das einheitliche Bild, wie der BDM. und die übrigen Jungmädel, denn die meisten der Kleinen marschierten noch in bunten Kinderkleidern. Bald werden aber auch sie sich innerlich wie äußerlich eingefügt haben noch läutern noch stählen Deutsche Arbeitsfront. Ortsgruppenwallung Giehen-Ost. machen unsere DAF.-Walter nochmals auf gleich macht; denn jeder, der uns gleichkommt, ist ein Gewinn für Deutschland. Er ist für uns aber auch der Beweis, daß wir zu wenig Kraft in uns hatten und daß wir unsere Anstrengungen verdoppeln, unseren Willen zum Kampf und unsere Härte gegen uns selbst müssen. Als dritte Richtlinie und Tugend an unserer Weltanschauung. Es ist der Gehorsam, der zu jedem Opfer bereit ist und nicht ein einziges Mal zaudert, sondern bedingungslos jedem Befehl gehorcht, der vom Führer kommt oder rechtmäßig von den Vorgesetzten gegeben wird. sagte sie unter anderem, bisher Kameradschaft ge< |; halten und sie würden Kameradschaft auch in der neuen Formation finden. Wer bisher seinen Dienst als Jungmädel getan habe, dem werde es auch nicht schwer fallen, die größeren Aufgaben im BDM. zu erfüllen. Jede Kameradin müsse sich dessen bewußt sein, daß man nicht um Spielereien willen im BDM. stehe, sondern um der großen Ausrichtung auf das Vaterland und auf den Fuh. rer willen Es fei notwendig, die Aufgaben zu erfüllen, die der Führer stellte. Auch die Mädchen müßten und könnten daran Mitarbeiten, daß Deutschland wieder ganz stark und frei werde. Um aber mit den großen Aufgaben fertig werden zu können, müsse früh begonnen werden. Mit der Forderung zur Einsatzbereitschaft im BDM., mit der Forderung, immer auf den Führer zu schauen, der leuchtendes Vorbild sei, schloß die JM.-Unter- gauführerin ihre Ansprache. j Nachdem von allen Jungmädchen der Derpflich- tungswortlaut nachgesprochen worden war, nachdem die Untergauführerinnen und des BDM. allen überführten Jungmädels die Hand gedrückt hatten, wurden auch noch mit kurzer Spruchformel die neu- aufgenommenen Jungmädel verpflichtet. Auch einige BDM.-Führerinnen wurden verpflichtet und er- hielten Ausweis und bunte Schnur. Mit dem Liede „Vorwärts, vorwärts!" fand die Feier ihren Abschluß. Singend zogen dann die Mädchen wieder m die Stadt. heule folgende Kurse: Fröhliche Gymnastik und Spiele, Frauen. Don 20.30 Uhr bis 21.45 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. Die Tippgräfin. JHoman von Klothilde v Stegmann. Urheberrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin, SW 68. der Große Zapfenstreich. Den Zuhörern bereitete die SA.-Musik mit diesen fein gestalteten Darbietungen eine schöne Bereicherung der Feierstunde. Unmittelbar vor dem Deutschlandlied des Zapfenstreichs brachte Standartenführer Lutter den von seinen SA.-Männern mit Begeisterung aufgenommenen dreimaligen Sieg- Heil-Gruß an den Obersten SA.-Führer Adolf Hitler aus. Dann wurden in Begleitung der SA.- Musik gemeinsam die ersten Verse des Deutschland- und des Horst-Wessel-Liedes gesungen. Damit fand die erhebende Feier ihren Abschluß. Während die Fahnengruppe, die SA.-Musik an der Spitze und von dem Fahnensturm gefolgt, durch die Neustadt, Kaplansgasse, Kreuzplätz, Sonnenstraße, Brandplatz zum Standartengebäude zurückmarschierte, begleitet von einer großen Menschenmenge, rückten die einzelnen Stürme zu ihren Sturmlokalen ab. Mariella war immer noch nicht ganz zum Bewußtsein der veränderten Wirklichkeit gekommen. Sie glaubte immer noch zu träumen. Oder konnte es doch Wahrheit, beseligende Wirklichkeit sein, daß es nur noch Tage waren, die sie von dem Wiedersehen mit dem heißgeliebten Vater trennten, den sie so lange als tot betrauert hatte? Dabei hatte ihr der Herzog nur von seiner Rückkehr erzählt, nichts von Jlaro, ihrer neuen Schwester, und nichts von Heßling, dessen Bild sonderbarerweise jetzt immer häusiger vor ihre Seele trat. Tagaus, tagein waren die beiden Mädchen, Mariella und Renate, jetzt um den Herzog. Er ließ mit Bitten nicht eher nach, bis man eine Vertreterin eingestellt hatte und völlig zur „Disposition" stand, wie die kleine Principessa, die den ganzen Frohsinn ihrer Jugend wiedergefunden zu haben schien, es lachend nannte. Der Briefumschlag, den Renate an der Brandstelle in Karlshorst gefunden und ihm ausgehän- oigt, um festzustellen, ob er von Mariellas Vater geschrieben, ergab neue, wichtige Spuren. Detektive hatten den Schutthaufen völlig umgekehrt und noch weiteres, schwerbelastendes Material gegen Annina von Gellern gefunden. Nun begann das Netz gegen Annina sich zusammenzuziehen. Nach längeren Konferenzen zwischen dem Herzog, Bankier Kammacher und den Behörden wurde ein Steckbrief gegen Annina von Gellern erlassen. Die Oesfentlichkeit wußte nicht recht, warum. Denn Kammacher schwieg über den Schmuck, den er in Gewahrsam hatte. Nur den Behörden machte er als vorsichtiger Mann davon Mitteilung und legte den Quittungsschein über die Juwelen vor, auf dem Annina ausdrücklich als Eigentümerin vermerkt war. Doch kein Wörtchen davon sollte an die Oesfentlichkeit gelangen, ehe die Diebin gefaßt war und vor Gericht gestellt werden konnte. Es war ein gesegneter Herbst. Er tauchte nicht nur die Geyerburg in die süße Reife des Nachsommers. Er lag ebenso mit einer sanften Bläue über der Hauptstadt Deutschlands. Es war ein wunder- barer Abend. Der Herzog war soeben von Renate den am 22. April, 2 0.15 Uhr, in der Wirtschaft „Stadt Lauterba ch", Licher Straße, stattfindenden DA F.-Walter-Appell aufmerksam. Es wird pünktlich um 2 0.15 Uhr vor dem Lokal angetreten! Anzug: DAF.- Anzug oder Uniform. 7IGLB. Fachschaft kärperl. Erziehung, kreis Gießen. Die Schulungstagung der weiblichen Lehrkräfte für die Sommerkampfspiele (Grenzball) findet am 25. April, 9 Uhr, in Gießen in der Neuen Pesta- lozzischule statt. Turnzeug ist mitzubringen. Sportamt „Sraflf durch Freude'". Aus der Provinzialhauptstadt. Ernennung bei der Stadtverwaltung. Die Pressestelle der Stadtverwaltung teilt uns mit: Pg. Heinz Horn wurde an Hitlers Geburtstag mit folgendem Schreiben zum Verwal- tungslekretär ernannt: „In Anerkennung der im vergangenen Jahre mit gutem Erfolg abgelegten I. Verwaltungsprüfung und in Würdigung der von Ihnen in der Kampfzeit geleisteten außerordentlichen Verdienste um die nationale Freiheit des deutschen Volkes ernenne ich Sie heute am Geburtstage des Führers mit Wirkung vom 1. April 1936 zum Verwaltungs-Sekre- t ä r. Ritter, Oberbürgermeister." Dornoiizen. Tageskalender für Dienstag. NSG. „Kraft durch Freude": 20.30 bis 21.45 Uhr. fröhliche Gymnastik und Spiele (nur für Frauen) im Lyzeum; 17.30 bis 18.30 Uhr Kindergymnaftik im Gartenhaus, Frankfurter Straße 60; 20 bis 21 und 21 bis 22 Uhr (nur für Frauen) Schwimmen im Volksbad; 21 bis 22 Uhr Reiten, Reitschule Schömbs. — Stadttheater: 20 bis 22.30 Uhr: „To- warisch". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Savoy- Hotel 217". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Die letzten Vier von Santa Cruz". Stadttheater Gießen. Heute von 20 bis 22.30 Uhr „Towarisch", Komödie von Jacques Deval; bearbeitet von Curt Goetz. Spielleitung Wolfgang Kühne. 27. Vorstellung im Am nächsten Morgen erhielt Mariella das glückselige Schreiben Lores mit der Einladung zu Lores Hochzeit an sie und Renate. Weiter die Bitte, die beiden Freundinnen möchten Lore als Brautjungfern zum Altar geleiten. Wenn auch das Leben nun wieder in lichter Helle Mariella entgegentrat, trieb dieser Brief ihr bittere Tränen in die Augen. Sie sah sich plötzlich wie Lore am Altar — für immer mit Erhard verbunden. Doch das war ein Traum. Erhard war tot. Der kühle Rasen deckte ihn für immer. Tiefe Sehnsucht erfaßte sie nach seinem Grabe. Sie fuhr zum Friedhof. Erhards Grab war wohl das schönste an dieser stillen Stätte. Blutrote Rosen hatten den ganzen Sommer daraus geblüht. Es war, als ob Mariellas Herzblut sie tränke und ihnen die Farbe und köstliche Frische verleibe, die sie vor allen anderen Rosen in diesem stillen Garten der Toten auszeichnete. In tiefer Versunkenheit näherte sich Mariella dem Grabe. Sie würde in der nächsten Zeit nicht oft hierher kommen können. Denn wenn ihr Vater erst angelangt war, sollte ihr Herz ganz und ungeteilt ihm gehören. Langsam schritt sie die einsamen Parkwege entlang, dem Grabe xu, die Arme voll selbstgepflückter, duftender Herbstblumen aus Renates Garten. Schon von weitem sah sie die Rosenbüsche in ihrer dunklen Pracht leuchten. Es waren Dauer« rosen, die bis tief in den Oktober hinein in Blüte stehen. Plötzlich stockte Mariellas Fuß. Sie hielt schützend die Hand vor die Augen. Die Sonne blendete sie. Täuschte sie sich, ober kniete dort eine Frauengestalt vor Erhards Grab? Jetzt machte die Frau eine Bewegung, und als die kleine Principessa sah, daß sie sich doch nicht getäuscht habe, ging sie schnell vorwärts. Da blickte ihr bic Fr-mbe c .{gegen. Sie erhob sich bei Mariellas Herankommen. S:-. war in tiefes Schwarz gefleibet. Ihr schöngeschnittenes, bleiches Antlitz trug ben Ausbruck eines unstillbaren Kummers. Verwirrt sah Mariella die Frembe an. Die streckte ihr bie Hanb entgegen. Mariella zuckte zurück. Als ahne sie, baß ber schwerste Schlag, ber sie in biefer entsetzlichen Tragöbie vielleicht treffen konnte, ihr noch bevorstanb. So stark zitterte sie, baß bie Blumenlast zur Erbe sank, ohne baß sie es merkte. „Mein liebes, armes Kinb!" klang bie Stimme ber fremben Frau. Schneeweiß trat Mariella zurück. „Was wünschen Sie von mir? Was wollen Sie hier an diesem Grab? Wer sind Sie?" „Wer ich bin? Zürnen Sie mir nicht, Principessa! Bisher ist es mir immer gelungen, an diesem Grabe zu meinen, wenn ich allein war. Oft betrachtete ich Sie aus der Ferne, sah bie Qualen, die Sie um ben litten, ben dieser Hügel becft, unb wagte nicht, Sie zu stören. Vielleicht wäre es auch jetzt noch besser, wenn ich schweigenb von hinnen ginge. Aber mein Gewissen läßt mir keine Ruhe. Hch muß Ihnen bie Wahrheit sagen, so weh sie auch tun wirb. Aber Sie müssen nun enblich Ihre Ruhe roiebergeroinnen, Sie armes Kinb. Sie haben noch ein ganzes Leben vor sich, bas roieber glücklich werben wird, wenn Sie mein Geheimnis erfahren haben. Seien Sie stark, Principessa Bonaglia!" „Sie kennen meinen Namen?" flüsterte Mariella Bonaglia ängstlich. Die Frau hier mit ihren rätselhaften Worten wurde ihr unheimlich. Unb boch trieb etwas sie, weiter zuzuhören. Die leibvollen Augen ber Frau bannten sie gerabezu an biefen Ort. „Ja, ich kenne Ihren Namen, Principessa! Aber Sie haben noch immer nicht meinen Namen erfahren!" sprach bie Unbekannte jetzt weiter. „Es ist bas Grab meines Mannes, vor bem wir stehen, Principessa! Ich bin Gubrun von Hagen. Ich bin bie Mutter von Erharbs einzigem Kinb, bas in feinem zehnten Jahre uns roieber genommen würbe. Erlassen Sie mir, Ihnen zu erzählen, was ich an ber Seite biefes Mannes burchmachen mußte. Unb wenn ich ihn noch immer liebe, so ist es beshalb, weil mein kleiner Knub ben Vater vergötterte! Warum ich Ihnen meine traurige Geschichte erzähle? Nur, um Sie wissen zu lassen, baß Erharb niemals in in die Gemeinschaft der Hitler-Jugend. Mit Begeisterung waren sie bei ber Sache und erwartungsvoll sahen sie ihrer Verpflichtung entgegen. Vor bem Seitenausgang ber Volkshalle hatte die geschlossene Gruppe ber Wimpelträgerinnen Auf- stellung genommen. Ein Sing- unb Sprechchor stand im Halbkreis bereit. In bicht geschloffenen Reihen ftanben die Möbels in großem Rechteck. Die Sing- unb Sprechgruppe vertiefte bie Weihe- ftimmung mit Lieb unb Sprechchor. Die Untergau« führerin Ruth Fabian hielt bann eine Ansprache an bie Jungmäbels, bie nunmehr in ben BDM. übernommen werben, bie sich in ben BDM. einfügen werben wie anbere vor ihnen unb viele es nach ihnen tun werben. Die Jungmäbel haben, so Nen V 'N ... «Mleni unb Mariella gegangen, nachbem er Mariella auf bie bickt bevorstehende Ankunft des Vaters vorbereitet hatte. Er hatte sehr geheimnisvoll dabei getan unb von Ueberraschungen erzählt, bie Mariellas Vater noch für feine Tochter bereit hätte. Doch mehr wollte er trotz Mariellas Drängens nicht verraten. Nun zerbrach sich Mariella das Köpfchen. Doch nie wäre sie auf ben Gebauten gekommen, bie Rückkehr ihres Vaters mit ber Doktor Heßlings in Zusammenhang zu bringen, den sie längst tot glaubte. Zwar mußte sie mehr unb mehr an ihn denken. Aber immer noch versuchte sie in ihrem Herzen, ihrem verstorbenen Verlobten Erhard von Hagen bie Treue zu bewahren. Es mußten noch anbere Erschütterungen kommen, um sie enblich von Erharbs Unwert zu überzeugen. Drr Stitlub Ä | gliedern unb ben henen Samstag \ anftaltung eine g I Tefeiljcha'stsverei ' Verfügung. Der ! liche Ausfchmü Kränze fchmüä waren aufgestek Waljertal; Alm und da die mei i Zünftiger „Buxe i nen, fo bot sich I Sehr luftig wo. di laufer, die mit ei viele mit geschul Er der Samer guten Parkett ga . tas äußere Bild Vereinsfül '"rze Ansprache, yr Anzahl M «Ni wurden Fr Merren Edu Bertha " h", »frei, Ba(fer K Ne äierbf. y Ien darzustell ble Verdienste u Meder |ldjm j^Mn langen 2i " Aarts ben hat. Als Sn »hs Kn« 615 Id Berben. T^er Verlauf bi te;„l [eben 5 (\l? .'n der R Ortsgruppe Mitte und die Ortsgruppe Oft feierten gemeinsam in ber Aula der Universität, Die ber Bebeutung des Tages entsprechen!) roürbia geschmückt worden war. Nach der (Eröffnung durch ben Ortsgruppenleiter Kreuter brachte ber Groß- sche Männerchor einige Chöre zum Vortrag, bie verdienten Beifall fanden. Pg. Geiger brachte in feiner Weise des Vortrags einen Kernspruch zu Gehör, ber eine glückliche Ueberleitung zur Ansprache bes Kamerckden Nebeling vilbete, der des Führers Werk einbringlicf) schilderte und auf bie Pflichten ber Dankbarkeit bes ganzen deutschen Volkes hinwies. Ortsgruppe Gießen-5üd. Die Ortsgruppe Gießen-Süb versammelte gestern Abend im Speisesaal bes Gießener Stubentenhauses ihre Mitglieber zu einer roürfrigen Führer-Geburtstagsfeier. Der Saal war bis auf den letzten Platz gefüllt. Nach ber (Einbringung ber Ortsgruppenfahne begrüßte Propaganbaleiter Bl in zig bie Kameraben unb Kameradinnen. Nach ber lieber« tragung ber feierlichen Vereibigung von München hielt ber stellvertretende Ortsgruppenleiter Holländer eine längere Ansprache, in der er des Führers Kämpfe um bie (Erneuerung Deutschlands unb seinen unerschütterlichen Glauben an das deutsche Volk allen Zuhörern eindringlich vor Augen stellte. Der Redner schloß mit ber Bitte an den Allmächtigen, baß er bas Leben unseres Führers schützen unb ihn seinem deutschen Volke noch recht lange erhalten möge. Das dreifache „Sieg-Heil!" auf den Führer, bas gemeinsam gesungene Horst- Wessel- unb bas Deutschlandlied beschlossen bie Feier. In ähnlicher Form vollzogen sich bie Feiern unb Generalappelle auch ber anderen Ortsgruppen ber NSDAP. Die Ortsgruppe Gießen-Rord vereinigte ihre Mitglieber in ben Räumen des „Aquariums", bie Die große Anzahl ber Teilnehmer des Generalappells kaum zu fassen vermochten. Ortsgruppenleiter Thomas überreichte nach ber feierlichen (Einbringung ber Fahnen einer Anzahl von Mitgliedern bie Mitgliedsbücher, während Pg. Bur geleit die hohe Bedeutung des Tages in feinen (Bebanfengängen roürbigte. Ge- bichtvorträge bereicherten und vertieften die Feierstunde, die der Musikzug bes Marine-Sturmbanns durch gute musikalische Darbietungen ausgestaltete. Kameradschaftliches Beisammensein beschloß auch hier den denkwürdigen Tag. Die aus dem weitverzweigten Gebiet des Sturmbannes I ber 83. SS.-Stanbarte in Gießen angetretenen Einheiten marschierten unter bem Kom- manbo von SS.-Sturmbannführer Hainbach durch bie Straßen ber Stabt zum Schiffenberg. Zum ersten Male trat hierbei auch ber Nachrichtenzug ber SS.-Mo. 2 unter SS.-Scharführer Nagel in Erscheinung. Die Bewunderung für die aufmar= schierende schwarze Schar war groß. Auf dem Schiffenberg bot bas alte Gemäuer ber ehern. Stiftskirche ben rounberfdjönen Hintergrunb ff-r die nächtliche Feierftunbe. Von kunstvoll aufgebauten Feuerbecken flankiert gab bie große, von der Kirchenmauer herabhängenbe Fahne ber SS. ein schönes Bilb. Davor stand umgeben von seinen Sturmführern und ben Fackelträgern SS.-Sturmbannführer Hainbach. Ihm gegenüber hatten bie SS.-Anwärter in zwei ©liebem Aufstellung genommen. Ihnen zu beiben Seiten ftanben bie SS.« Stürme. Während ber Frühlingssturm über den Hof jagte, würben die Fackeln angezündet unb die Fahne in das Viereck getragen. SS.-Sturmbannführer Hainbach gab knapp und klar ben jungen Anwärtern die Richtlinien für ihr neues Leben in der SS. Noch stehen wir alle, fo sagte er u. a., unter bem gewaltigen Einbruck bes Geschehens ber letzten Tage, einer schlagfertigen Rheinlandbesetzung unb des größten Bekenntnisses eines Volkes zu seinem Führer. Es ist das erste Mal in ber Weltgeschichte, daß ein ganzes Volk sich einstimmig für feinen Führer ausgesprochen hat, daß es die Arbeit anerkannte, die geleistet wurde, als der greife Generalfelbmar- fcball v. Hindenburg bie Leitung bes Staatsschiffes in die kräftigeren Hände des Führers legte. Der Führer rief uns unb alle, alle kamen, um ihr Bekenntnis spontan abzulegen, um ber Welt zu zeigen, daß Deutschlanb roieber einig unb groß geworben, überall Zufriebenheit, Glück unb Arbeit eingezogen ist. Üm bas Unmögliche zum Möglichen zu machen, so sagte ber Sturmbannführer weiter, hat der Führer Männer um sich geschart, bie ihm treu beim Wieberaufbau Deutschlanbs halfen, unb hat im Jahre 1925 den Befehl zur Aufstellung ber SS. gegeben. Es war bei der Aufstellung Nar, daß die SS. nur ihre Aufgabe erfüllen könne, wenn sie im höchsten Maße nach den Erkenntnissen und den vom Führer der Bewegung aufgestellten Richtlinien und den ihr anerzogenen Tugenden handeln würde. Die erste Richtlinie für die SS. ist darum die Erkenntnis vorn Wert des Blutes und der Auslese, die Gültigkeit hat, solange es eine SS. gibt. Die zweite Richtlinie und Tugend, die die Führung sich bemüht der SS. anzuerziehen und als die in ihr wohnende unauslöschbare Eigensckaft für alle Zukunft mitzugeben, sind der Freiheits« wille unb ber Kampfgei st. Die SS. hat von jeher ben Ehrgeiz gehabt, in jebem Falle die beste zu sein. Wir freuen uns über jeden, der es uns Weitere Tugenden sind Treue und Ehre. Beide sind unlöslich miteinander verbunden. Sie sind niebergelegt in bem Spruch: „Meine Ehre heißt Treue!" Viele Dinge auf ber Welt können verziehen werben, niemals aber Untreue. Wer bie Treue verletzt, schließt sich aus unseren Reihen aus; benn bie Treue ist eine Angelegenheit bes Herzens unb nicht bes Verstanbes. Der Verstaub mag straucheln, aber bas Herz hat immer ben gleichen Pulsschlag unb wenn biefer aufhört, stirbt ber Mensch genau wie bas Volk, bas keine Ehre besitzt. Diese Pflichten zu erfüllen, ist höchste Aufgabe bes SS.-Mannes, ber burch seine Auswahl erster Nationalsozialist sein soll. Es ist barum eine für bie beutsche Zukunft entscheibenbe Frage, ob bie SS. bie Aufgaben, bie ber Führer ihr gestellt hat, restlos erfüllen wirb ober nicht. Mit ben mahnenben Worten: „Dein Leben ist gebunden an das Leben deines Volkes und Deutschland, und Deutschland ist Adolf Hitler und Adolf Hitler ist Deutschland!" forderte der Sturmbannführer die SS.-Anwärter zum Treuschwur auf. Mann für Mann bekräftigten in die Hand bes SS.-Sturmbannführers Hainbach unb seines Abjutanten, SS.-Oberscharfuhrer Horn ben Schwur. Die Fahne senkte sich unb auf bas Fahnentuch leisteten bie neuen SS.-Männer ben höchsten Eid eines beutschen Manes, ben Fahnenschwur. Das Lieb ber SS.: „Wenn alle untreu werben, so bleiben wir boch treu ...;" hallte wie eine feierliche Beteuerung burch bie Nacht. Dann setzte ber Fahnenträger bie Fahne auf, ber Sturmbannführer brachte bas Sieg-Heil auf ben Führer unb Reichskanzler aus, bas von ernftgeftimmten Männern kraftvoll ausgenommen würbe. Das Kampflieb Horst Wessels beschloß bie weihevolle Stunbe. Wirklichkeit baran gedacht hat, Sie zu feiner Frau Zu machen, baß er auch gar nicht baran benfen konnte, Principessa." „Unb warum nicht?" Mariella hatte bas Gefühl, im nächsten Augenblick umzusinken. „Weil wir nicht geschieben werben konnten. Auch bann nicht, als mein Mann mich, nach bem Tobe bes Kinbes, in einer Anstalt im Auslanb unterbrachte. Denn meine Verwanbten führten ben Nachweis meiner völligen, seelischen Gesunbheit. Die Trennung unserer Ehe hätte nur burch päpstlichen Dispens erfolgen können, unb ber wäre wohl nie erfolgt." Sie konnte nicht weitersprechen. Mariella, bie mit Augen zugehört hatte, in benen ein gerabezu irres Entsetzen ftanb, brohte umzusinken. Da umfaßte bie Frau sie mütterlich unb zog sie sanft auf bie Bank vor Erharbs Grab hernieber: „Weinen Sie, Kinb! Weinen Sie!" sagte sie leise unb gütig. „Tränen erlösen. Weinen Sie sich hier bei mir aus, am Grabe bes Mannes, ben wir beibe geliebt, unb benfen Sie immer baran, baß er mit feinem Tobe gesühnt, was er an uns getan. Lassen Sie uns beibe ihn vergeben, wie ber barmherzige Gott es von uns forbert!" Unb bann saß sie ganz still unb hielt Mariella umfangen. Mariella fühlte in ihrer bitteren Verzweiflung einen rounberbaren Trost in ben Armen ber Frau, bie gleich ihr Erharb von Hagen geliebt unb gleich ihr burch ihn gelitten hatte. Lange saßen sie auf ber schattigen Bank nebeneinanber. Rosenduft umschmeichelte sie wie ein linber Trost. Die Bäume in ihrem golbenen Herbstlaub rauschten ganz leise. Langsam löste sich ein Blatt unb noch eins, glitt burch bie blaue Luft leise zur (Erbe hernieber. „Sehen Sie, Principessa! Alles enbet einmal! Alles sucht ben Frieben!" sagte Gubrun von Hagen. Unb auch Mariella schien es, als käme sie endlich zum Frieben, als verschwömme bas Bilb Erharbs sanft unb fern in einer matten Dämmerung. Langsam erhob sie sich unb ging neben Gubrun von Hagen bem Ausgang zu. Zum Abschieb beugte sie sich tief über bie Hanb ber gütigen Frau. „Lassen Sie es für uns keinen Abschieb für immer fein, Gräfin", bat sie. ,Lch habe bas Gefühl, als konnte ich nur burch Sie ganz über« roinben." „Mein Haus steht Ihnen ebenso offen, liebes Kinb, rote mein Herz!" sagte Gubrun von Hagen unb streichelte Mariellas zartes Gesichtchen. (Fortsetzung folgt!) hng für MUI L F-ch[chck ' nn» es MI-N ° Men, di- in » -regiftriert swd. x ci-melbeten 32 H' p.fi, 6 D.K, 1 alles fiunbe, bir , Die Prüfung. I . Rod, MenJ1 tue unter ben A ; beiteten. Solche Bungen Jagbhun sollen sie boch be ? ling bie natür, 1 Brauchbarkeit li F Dingen ber beut ! Trotzdem ber Wchl zeigte, mi brachen gearbeit ; Hotel Schütz bie ^nfuiblaitern ur bei Teilnehmer ff | 1, fünf einen 2. i zu benehmen, wie es einem ehrNebenden 52t- Mann geziemt." Diesen Eid bekräftigten einige SA.-Männer im Namen aller angetretenen SA.-Kameraden mit ben markigen Worten: „Das geloben roir". Anschließenb würbe hinter bem vorausschreiten- den Standartenführer das Felbzeichen ber Standarte durch die Reihen ber soeben oereibigten SA.« Männer getragen, bie es mit der erhobenen Rechten grüßten, zugleich berührten und damit ihrem soeben geleisteten Eid auf den Führer die höchste Weihe gaben. Nach diesem feierlichen, allen beteiligten SA.- Männern unvergeßlichen Erleben spielte ber Musikzug ber Stanbarte unter ber Leitung des Mufik- zugführers Herrmann prächtig bas „Ave Maria" von Schumann. Dann folgte, gespielt vom Spiel« mannszug unb vom Musikzug, unter der sorgsamen Stabführung Herrmanns 8 1 tu *n W'«« 2,1,1 Ni- w;jS> JDetbftrfOH Lilien *yab,0 Jas' Ks r ' Xen F«ä;S •'S«» 8Ä fti Elurm, ®Vg,j Agendptt Sie Drahthaar'M RD ♦ i Vh Z z * W.. ; Mit- tte das Gefühl, 15 Mädchen) eingeführt. Dort Grab begeisterter und freudiger Kundgebungen der Frankfurter Bevölkerung. 12 000 bedürftige Volksgenossen wurden gespeist. Um auch bedürftigen Volksgenossen am Geburtstag des Führers eine Freude zu bereiten, wurden in' Frankfurt a. M. etwa 12 000 bedürftige Volksgenossen durch die Kreisamtsleitung der NSV. bzw. die Partei bei Familien und in Lokalen gespeist. eis Gießen. hen Lehrkräfte ;all) findet om Neuen Pesta« iringen. $reuhe*. nd Spiele, j Uhr, Lyzeum, Mar); Karl Keiner (Berghausen, Wetzlar); aus ließen: Helmut Zöller; aus der Marine-HI. und iarine-Sturm: Willi Bader, Willi Aulmann, Karl Oben: Divisionskommandeur Generalleutnant Lüdtke reitet mit seinem engeren Stab die Front der Ehrengäste ab. — Unten: Fertig zur Parade! — (DNB.-Heimatbilderdienst. Phot.: Schmidter.) risch", Komödie n Curt Goetz. Vorstellung im Erledigung von organisatorischen Fragen gedachte er des verstorbenen Kameraden M i l a tz - Lumda, der 35 Jahre dem Reichsbunde angehörte. Hierauf wies der Standortkassierer auf den Besuch der Friedberger Ortsgruppe hin, die am Sonntag, dem 3. Mai, im Verlaufe eines Ausfluges nach Gießen kommt. Für den Ausflug der Bundesgruppe des Standortes Gießen am Himmelfahrtstage nach dem Edersee mußte noch ein dritter Omnibus gemietet werden. Weiterhin machte Kamerad Friedrich auf wichtige organisatorische Aenderungen aufmerksam. Die neue Satzung des Re-ichstreübundes wird in den nächsten Tagen erscheinen. Ab 1. April ist die Bezeichnung „Ortsgruppe" durch „Standort" ersetzt worden; der Ortsgruppenleiter ist der Standortleiter. Der Standort ist untergegliedert in Soldaten-, Waffen- und Truppen-Kameradschaften. Für Gießen kommt vorerst nur die Bildung von Waffen- und Soldaten-Kameradschaften in Betracht, und zwar wird eine Infanterie-Kameradschaft gebildet und die Kameraden, die bei anderen Waffengattungen gestanden haben, werden zur Soldaten- Kameradschaft zusammengeschlossen. Durch diese Richtlinien sind die Aufgaben des Reichstreubundes und des Soldatenbundes genau abgegrenzt. Dem Reichstreubund gehören nur die alten Berufssoldaten an, die schon am 31. Dezember 1935 im Bunde waren. Sie sind zugleich im Soldatenbund. Alle aus der neuen Wehrmacht kommenden Soldaten werden in den Soldatenbund ausgenommen. Der Reichstreubund regelt in erster Linie die Versorgungsfragen. Der Soldatenbund pflegt die Kameradschaft. Standortleiter Bill überbrachte zum Schluß noch eine Einladung zur Feier des 25jährigen Bestehens der Vereinigung ehem. 116er Gießen, die am 9. Mai stattfinden wird. ** Eine Photo - und Herbarium-Aus- st e l l u n g geschützter Pflanzen der engeren und weiteren hessischen Heimat fand im Anschluß an den über das gleiche Wissenschaftsgebiet gehaltenen Opferfreudige Volksgemeinschaft sichert erholungsbedürftigen Kindern Freistellen! LPD. Frankfurt a. M., 20. April. Frankfurt a. M. stand am Montag im Zeichen des Geburtstages des Führers. Ueberajl in den Straßen und auf den Plätzen grüßten die Fahnen. Schon in den frühen Morgenstunden konnte man auf den Straßen nach dem Ostparkgelände, wo um 11 Uhr die große Parade der Truppen des Standortes Frankfurt a. M. stattfand, eine wahre Völkerwanderung feststellen. Alles sah in freudiger Erwartung diesem militärischen Schauspiel entgegen, das die Frankfurter Bevölkerung in der ehemals entmilitarisierten Zone solange entbehren mußte. In einem offenen Viereck hatten die einzelnen Truppenteile auf dem fahnengeschmückten Parkgelände Aufstellung genommen. Ihnen gegenüber standen Abordnungen der SA., des NSKK., der HI., der Politischen Leiter, sowie des Kyffhäuser- bundes und anderer Formationen. Der Divisionskommandeur Lüdtke nahm die Meldung des kommandierenden Generalmajors P o t e n entgegen. Dann ritt er unter den Klängen des Präsentiermarsches die Reihen der Ehrengäste entlang zur Paradeaufstellung der Truppen, um schließlich von der Mitte des Platzes aus eine Ansprache zu halten. Er gedachte in kurzen und markanten Worten des Führers, dem es allein zu verdanken sei, daß wir heute wieder eine starke Wehrmacht zum Schutze des Friedens hätten. Als er geendet hatte, klang brausend das Sieg-Heil auf den Obersten Befehlshaber der Wehrmacht über den weiten Platz. Dann fand in der Ostparkstraße der Vorbeimarsch der einzelnen Truppenteile statt, ein herrliches Schauspiel, das immer wieder von neuem den Jubel der Zuschauer auslöste. Auch als die Truppen dann mit ihren Musik- bzw. Trompeterkorps durch die Straßen der Stadt in ihre Unterkünfte einrückten, bildeten fie ununterbrochen den Gegenstand ^ptstadt, waltunz zu seiner Frau daran denken setzung erfolgte auf dem hiesigen Friedhof, ruht der Verstorbene in dem gemeinsamen der Familie zwischen Bruder und Gemahlin. Kreis Schotten. □ Laubach, 20. April. Fräulein Meline 3n Mainz: Parade auf dem „Großen Sand". Auch in Mainz fand aus Anlaß des Geburtstages des Führers eine große Truppenparade statt. Erstmals vollzog sie sich wieder wie ehedem in der Vorkriegszeit auf dem „Großen Sand". Nachdem der Standortälteste die Front der in offenem Viereck aufgestellten Truppen abgeritten hatte, marschierten die Formationen im Paradeschritt an diesem und den zahlreich anwesenden Ehrengästen vorbei. Viele Tausende von Zuschauern hatten sich zu dem prachtvollen militärischen Schauspiel eingefunden. fteier derWehrmacht auch in Darmstadt Auch in Darmstadt bildete am Montagvormittag die Parade des Darmstädter Regiments den Hauptanziehungspunkt für Tausende von Einwohnern, die sich auf dem Marienplatz eingefunden hatten. Mit klingendem Spiel zog das Regiment auf den Platz und nahm dort in einem großen Viereck Aufstellung. Zu der Feier waren als Vertreter des Reichsstatthalters Staatsrat Reiner erschienen. Nach seiner Ansprache und dem „Sieg-Heil" auf den Führer verlas der Regimentskommandeur alsdann eine Reihe von Beförderungen. Anschließend fand ein Vorbeimarsch statt. F Mre mit PPrufung uni Fmpfzeit ge- Fm die nativ, henne id, 6i{ H Wirkung 9 s = 6 e f r j, lgermeister." Lepper, eine der ältesten Einwohnerinnen unserer Stadt, konnte gestern im hiesigen Altersheim ihr 3 5. Lebensjahr vollenden. — In die hiesige Volksschule wurden 32 Kinder (17 Knaben und Mit n-Ofl nochmals auf n der Wirt- sicher Straße, I ppell auf. 20.15 Ubr ! lnzug: DAF.» Suppen, Sofien, Gemüse, Salate, Fischgerichte werden schmackhafter durch einige Tropfen MAGGI5 WÜRZE fcturm, Willi Staubach, Erich Zimmermann, Heinr. Echmück, Erich Zeidler, Kurt Schneider. Zugendprüfung für Jagdhunde. Die Landesgruppe Hessen der Fachschaft Deutsch- )rahthaar im RDH., zusammen mit Hubertus Gie- en im RDH., veranstalteten am Samstag in dem mgdgelände nordwestlich Gießen eine Jugendprü- img für Jagdhunde. Diese fand nach den Regeln er Fachschaft „Jagdgebrauchshundewesen" statt, nd es waren alle deutschen Vorstehhunde zuge- assen, die in einem Zuchtbuch eingetragen bzw. egistriert sind. Zu der Prüfung waren von den emeldeten 32 Hunden 31 erschienen, darunter 32 2. D., 6 D.K., ID. L. und 1 Gr. Münsterländer, clles Hunde, die im Jahre 1935 gewölft waren. Die Prüfung, die unter Leitung von Oberst a. D. i o ck, Gießen, stand, fand in drei Gruppen statt, aie unter den Augen von bewährten Richtern arbeiteten. Solche Prüfungen spielten im Leben des imgen Jagdhundes eine ganz besondere Rolle, I tollen sie doch den Beweis liefern, daß in dem Prüfung die natürlichen Anlagen für seine spätere Brauchbarkeit liegen, deren Auswertung vor allen Dingen der deutschen Jägerschaft zugute kommt. Trotzdem der Wettergott kein allzu freundliches Gesicht zeigte, wurde bis in den späten Nachmittag draußen gearbeitet. Im Anschluß daran fand im Hotel Schütz die Verteilung der Preistafeln nebst Zensurblättern und ein gemütliches Zusammensein der Teilnehmer statt. Es erhielten 22 Hunde einen 1., fünf einen 2 und vier einen 3. Preis. Gkigaudi im Wallertal. ■“Uf) in ? »tuen iv Ide Um Men"A t ® leiten, ? I Me. N ff". Nil I hw d-> |*56 Bi: I -ncui; pt het in di, konnten. Auch nach dem Tod- Ausland unter' den den Nach' undheit. Die irch päpstliche" aäre wohl nie r-iella, die mit icrabeju irres i umfaßte die auf die Bank jagte sie W Sie sich h'er den wir bei >r barmherZ^ -ie« W°" »S sH latt und noch zur Erde her eininol' Us lerunfl-^S Über' > g0N3 &#. chtch-"- Truppenparaden zum Geburtstag des Führers Frankfurt und Mainz im Zeichen der Wehrmacht. Vortrag des Assistenten des Botanischen Instituts, Pg. Dr. Heidt im Ortsring Gießen des Landschaftsbund Volkstum und Heimat, am Sonntagvormittag im Botanischen Institut statt. Dr. Heidt hatte dazu eine Reihe seiner eigenen Lichtbilder, die aus Ausstellungen preisgekrönt wurden, zur Verfügung gestellt. Lebende und gepreßte Psicm« zen ergänzten die Schau, für die auch Abbildungen aus der Beilage „Heimat im Bild" des Gießener Anzeigers herangezogen waren. Dr. Heidt gab den zahlreichen Besuchern noch einmal einen lieber« blick über die Arten der durch Reichsgesetz geschützten Pflanzen und nannte hierzu auch die Fundstellen, wie z. B. das Bibertal und Annerod, die sich als reiche Fundgrube erwiesen haben. Im Anschluß an die Besichtigungen der Ausstellung fand unter der Leitung von Dr. Heidt ein Rundgang durch den Botanischen Garten statt, der für manches Mitglied des Landschaftsbundes reichen Gewinn brachte. ** Der Bund heimattreuer Schlesier (Deutscher Ostbund) hielt am Samstag im „Pfälzer Hof" seine April-Monatsversammlung ab, zu der Bundesgruppenleiter Kostorz einige neue Mitglieder begrüßen konnte. Im Mai soll in Verbindung mit einer Kundgebung für den deutschen Osten die feierliche Ausgabe der Ehrenzeichen für die ehemaligen Abstimmungsberechtigten erfolgen. Heber die Ferienfahrten nach Ostpreußen und Schlesien soll später berichtet werden. Die Bundesgruppe wirbt aber jetzt schon für die Beteiligung an der Sängerfahrt nach Breslau im Jahre 1937. Der durch seine Veröffentlichungen bekannte Lehrer Würz (Eichelsdorf), der sich besonders mit der Auswanderung von Oberhessen nach Oberschlesien im 17. und 18. Jahrhundert beschäftigt, soll demnächst auch in Gießen sprechen. Oberhessen. Landkreis Gießen. X Wieseck, 20. April. In der vorigen Woche wurden 63 Schulrekruten (29 Knaben und 34 Mädchen) in unsere Schule durch Rektor Petri ausgenommen. Die schon im Jahre 1919 hier eingeführte und sofort dankbar aufgenommene Schulanfängerandacht fand bei guter Beteiligung in der Kirche statt, an deren Zugang noch die Tannenbäumchen von der Konfirmation her standen. Die Knaben trugen Sträußchen und die Mädchen Kränzchen. Ihr Lehrer Z i n ß e r zog mit ein und kam auch mit der Kindergärtnerin Fräulein Schneller auf das Lichtbild, das nach bet Feier ausgenommen wurde. In seiner Ansprache über Psalm 127,3 („Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn") gedachte Dekan Sattler auch der Kinderliebe des Führers. Beglückt von den schönen Fleißkärtchen zur Erinnerung an diese Stunde zog die Schar wieder aus der Kirche. Es ist zu hoffen, daß die Kinderkirche, die in letzter Zeit besonderen Anklang gefunden hat, auch durch die diesjährigen Abcschützen einen neuen Zuwachs erhalten wird. Z Lollar, 20. April. Dieser Tage fand auch hier die Einweisung und Verpflichtung der Blockwarte des R e i ch s l u f t s ch u tz b u n- des statt. Der Führer der Gemeindegruppe, Lehrer Eberle, gab zunächst eine Schilderung der Verwendung der Luftwaffe in einem modernen Kriege, zeigte wie die Frage des Luftschutzes eine der wichtigsten für ein Volk und ganz besonders für das deutsche Volk ist. Diese Erkenntnis dürste heute dank der Tätigkeit des Reichsluftschutzbundes in alle Kreise unseres Volkes gedrungen sein, und nur Böswilligkeit kann sich ihr verschließen. Der Redner ging dann näher auf den zivilen Luftschutz, das Luftschutzgesetz usw. ein und betonte die Notwendigkeit der Schulung aller Volksgenossen. Weiter kam er auf die Organisation des Luftschutzbundes zu sprechen und gab ein Bild von ben Pflichten und Aufgaben der Blockwarte, Hauswarte und Luftschutzgemeinschaften. Zum Schlüsse ermahnte er die Selbstschutzkräfte, jederzeit die Belange des RLB. und der Volksgemeinschaft gewissenhaft zu wahren. Am nächsten Mittwoch soll die Schulung beginnen. Am Freitag nächster Woche wird in dem hiesigen Lichtspielhaus ein Film „Volk in Gefahr" gezeigt werden. A Großen-Linden, 18. April. Am Mittwoch fand die Aufnahme der diesjährigen Schulneulinge statt. Es wurden 32 Kinder ausgenommen, von denen einige zur Zeit an Masern erkrankt sind. Der Aufnahme ging ein Gottesdienst für die Kinder und deren Eltern voraus, in dem Pfarrer Schultheis über die Bedeutung des Tages sprach. Einem alten Herkommen nach erhielt jedes Kind eine Riesenbrezel. — Zur Entlassung gelangten an Ostern 39 Schüler, 14 Knaben und 25 Mädchen. # Lang-Göns, 20. April. Da dieMasern- erfranfungen unter den Kindern zugenommen haben und in den beiden unteren Klassen mehr als die Hälfte fehlt, wurde von der Behörde angeordnet, daß für diese Klassen der Unterricht in dieser Woche ausfällt. In den beiden oberen Klassen dagegen hat der Schulunterricht begonnen. § Harbach, 20. April. Gestern wurde der im Altenteil lebende Müller Friedrich Frey von der in der Nähe unseres Dorfes gelegenen Sommersmühle zur letzten Ruhe bestattet. Der Begräbnistag war der 79. Geburtstag des Verblichenen und zugleich der Geburtstag des im Weltkrieg gefallenen Sohnes. Herr Frey, der sich bis in fein hohes Alter hinein körperlicher und geistiger Rüstigkeit erfreute, war nur kurze Zeit krank. Er hinterläßt fünf Kinder, zahlreiche Enkelkinder und zwei Urenkel. Zwei Söhne gingen ihm im Tode voran. Seine Frau starb bereits vor 11 Jahren. Die Beigenen Samstag mit einer überaus originellen Veranstaltung eine große Freude. Sämtliche Räume des Gesellschaftsvereins standen für eine „Skigaudi" zur Verfügung. Der Saal hatte eine besonders glückliche Ausschmückung erfahren. Girlanden und Kränze schmückten den Raum, große Kulissen waren aufgestellt, und versetzten im Geiste in das Walsertal; Almhütten waren ebenfalls aufgebaut, ainb da die meisten Teilnehmer dieser ,Skigaudi" in zünftiger „Buxe" und in Dearndl-Kleidung erschienen, so bot sich ein reizvolles, farbenfrohes Bild. Sehr lustig war der Eröffnungsaufzug der Skiläufer, die mit einer Bänderkrone voraus erschienen, Viele mit geschulterten Skiern und schließlich auch einer der Kameraden mit Rollskiern, die auf dem guten Parkett ganz besonders gut liefen. So bunt das äußere Bild war, so angeregt war die Stimmung. Vereinsführer A l t h a u s hielt zunächst eine kurze Ansprache, mit der er gleichzeitig die Ehrung einer Anzahl Mitglieder verband. Zu Ehrenmitgliedern wurden Fräulein Auguste Vaupel, ferner die Herren Eduard Jäger, Karl Zimmermann, Berthold Kühne, Karl H e r g e n - röther, Alfred Legler, Ernst Schmitt und Julius Walter- Grünberg ernannt. Karl Althaus wußte die Verdienste der einzelnen in launigen Worten darzustellen, vergaß aber auch nicht, all die Verdienste zu würdigen, die manches der Ehrenmitglieder sich im Laufe einer nahezu zwei Jahrzehnten langen Arbeit im Dienste der Förderung des Skisports in unserem heimischen Gebiet erworben hat. Als äußeres Zeichen der Anerkennung wurde den Geehrten ein schönes Buch überreicht. Skikamerad Walter-Grünberg dankte im Namen der Ehrenmitglieder und versprach, daß auch weiterhin alle Kaft dem Skiklub und der weiteren Entwicklung des schönen Sportes dienstbar gemacht werden. Der Verlauf des Abends brachte neben Musik und Tanz vielerlei Unterhaltung. In den „Walsertal- Lichtspielen" konnte man eine Reihe wunderschöner Filme sehen, Filme von Faltbootfahrten, Bilder aus Venedig, von Skirennen usw. Selbstverständlich fehlte in der Reihe der Vorführungen auch der Olympia-Film nicht, der von Gießener Skikameraden während ihres Besuches der Olympischen Winterspiele in Garmisch Partenkirchen gedreht worden war. Am Wurf- und Angelstand konnte man schöne Gewinne erringen und in einer bayerischen Bierbude „Zur Jfnhütte" fand man sich gerne einmal zu einem „Stehbiermaß" ein. Die Veranstaltung, die hervorragend gut und mit viel Siebe vorbereitet worden war, nahm einen schönen Verlauf. (Siebener rvochenmarktpreise * Gießen, 21. April. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter 1,55 Mk., Landbutter Die Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft, Bezirk Lderhessen, teilt uns mit: Der Bezirk Oberhessen hielt im März und April e len Lehrgang zur Ausbildung von Rettungs- färoimmern ab, an dem 6 Männer und 18 Frauen t lnahmen. Das Rettungsschwimmen erfordert nicht nur körperliche Kraft, sondern auch viel Wissen. Ueberlegen und schnelles Handeln werden von einem ausgebildeten Rettungsschwimmer verlangt. Die Teilnehmer unterzogen sich am letzten Uebungsabend euer Vorprüfung, um zu wissen, welche Kenntnisse Md Fertigkeiten sie sich noch bis zur Prüfungsableistung aneignen müssen. Im letzten Vierteljahr konnten nachfolgende Per- lnen mit Erfolg die Prüfung für den Grund- bzw. eistungsschein bestehen, so daß ihnen die Urkunde mit Nadel ausgehändigt werden konnte: Leistungsschein (Urkunde mit silberner adel): Wolfgang Kuhl, Helmut Zfchunke Ernst , eUer (sämtliche aus Gießen). Grundschein (Urkunde mit bronzener Nadel): $ul. Schneider, Hans Höffelmann (beide aus Friedig. bjs 21.45 H jur Stauen) "dergymnM 60; 20 bis 21 ) Schwimmen en, Reitschule ■30 Uhr: „To. veg: „Savoy. 'vsstrahe: ,> "9 teilt uns ---------------■/----------------o™ ets ©eburts, i?rg); Fritz Heinz Erd (Gladenbach); Otto Schmidt Verweil WfefnrV G’nrf Keiner (Sternhaufen Weklarl: aus Der Skiklub Gießen machte seinen vielen gliedern und den eingeladenen Gästen am vergan- 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10%, Klasse B 10, Klasse C 9%, Klasse D 9, ungezeichnete 8, Gänseeier 30, Weißkraut, das Pfund 15 bis 18, Rotkraut 15 bis 18, Gelbe Rüben 10 bis 12, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 10 bis 15, Unterkohlrabi 8, Feldsalat 80 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 45 bis 50 Pf., Zwiebeln 12 bis 14, Meerrettich 35 bis 70, Schwarzwurzeln 20 bis 35, Rhabarber 20 bis 25, Kartoffeln 5, 10 Pfund 45 Pf., der Zentner 3,70 bis 3,90 Mk., Aepfel, das Pfund 25 bis 35 Pf., Nüsse 48, Pauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 45 bis 65, Salat 20 bis 25, Salatgurken 60, Oberkohlrabi 20 bis 22, Lauch 5 bis 10, Rettich (neue), Bündel 40, (alte) 5 bis 20, Sellerie 10 bis 30, Radieschen, Bündel 15 Pf. ♦♦ Beförderungen aus Anlaß des Geburtstages des Führers: Wie uns vom Finanzamt Gießen mitgeteilt wird, wurden die Steuerasfistenten Eigemann, Ganz und Volkmann aus Anlaß des Geburtstages des Führers zu Steuersekretären befördert. ** Hilfe für Kriegerwaisen. Der Reichs- arbeitsminifter hat angeordnet: Die Versorgungsämter werden ermächtigt, begabten und fleißigen Kriegerwaisen, die nach Vollendung des 21. Lebensjahres und dem Wegfall der Waisenrente im Sommersemester 1936 eine Hochschule oder hochschulähnliche Fachschule besuchen ober nach Abschluß dieser Ausbildung sich im Examen befinden, im Falle des Bedürfnisses eine einmalige Unterstützung in Höhe von 125 Reichsmark zu gewähren. Auch Waisen, die am 1. April 1936 das 24. Lebensjahr bereits vollendet hatten, können in Ausnahmefällen berücksichtigt werden. ** 2) er Reichs treub und, Standort Gießen, hielt am Samstag feinen April-Kame- radschaftsabend ab, der vom stellvertretenden Standortleiter Kamerad Bill geleitet wurde. Nach Kindergymnastik. Von 17.30 Uhr bis 18.30 11 r, Frankfurter Straße 60, Gartenhaus. Schwimmen : Don 20 Uhr bis 21 Uhr, Frauen u i) Männer, Volksbad. Von 21 Uhr bis 22 Uhr, nur für Frauen. Reiten. Von 21 Uhr bis 22 Uhr, Universitats- Rtitinftitut. Neuanmeldungen für die Kurse Reiten, Schach, Rollschuhlaufen, Fechten werden noch auf der Geschäftsstelle, Schanzenstraße 18, angenommen. iFür alle anderen Kurse ist keine vorherige Anmel- dvng erforderlich. Ausbildung von Rettungsschwimmern. Gpielvereinigung 1900 Gießen. 1900 I — Germania Marburg I 3:1 (1:0). Kalter Nordwest-Wind fegte gestern über den Trieb und wenn die hie und da durch die Wolken lugende Sonne die mitströmende Kälte nicht ganz beseitigen konnte, dann war es weiter nicht verwunderlich, daß nur ca. 200 Zuschauer zu dem Spiel anwesend waren. Der Spielverlauf sah die Blauweißen sofort im Angriff. Der Schuß von Enders ging an die Latte und der Nachschuß sprang vom Pfosten dem Tormann in die Hände. Pfosten und Querlatte waren überhaupt öfters Helfer des Torwächters. Mehmals standen sie Schüssen von Garth, Dörr und Henkelmann hindernd im Wege. In der 18. Minute allerdings fand Enders den richtigen Kurs. Eine Flanke von links schlug er dem abwehrenden Verteidiger vom Fuß ins Netz. Zahlreiche Angriffe der Platzbesitzer waren die Folge. An dem Resultat änderte sich jedoch nichts mehr bis zur Pause. Nach dem Wechsel glaubte man an eine Aende- rung des Spielgeschehens, denn der heftige Wind, der den Blauweißen vor der Pause zur Seite stand, war nun Bundesgenosse der Gäste. In teilweiser bewußt flacher Kombination überwanden die Blauweißen jedoch diesen Widerstand und sie hatten auch jetzt wieder mehr vom Spiel. In der 65. Minute erzielte Enders nach guter Vorarbeit des linken Flügels den zweiten Treffer. Zwischendurch machten sich die Gäste mit verschiedenen Angriffen bemerkbar, doch waren Schmidt, Zeiler und Lippert auf dem Posten. Im Anschluß an eine Ecke erzielte Heilmann mit Nachschuß den dritten Erfolg. Durch Abseits von Garth wurde derselbe jedoch annulliert. Wenig später war es trotzdem Heilmann, der inzwischen mit Günther seinen Platz getauscht hatte, der für das dritte Tor sorgte. Bei einem Durchbruch kurz vor Schluß kamen die Marburger zu dem Ehrentreffer. Bei den Germanen wgr die Hintermannschaft der beste Mannschaftsteil. Die Läuferreihe war ziemlich ausgeglichen. Der Sturm dagegen war eine ziemlich stumpfe Waffe. 1900 1. Schüler — Sportfreunde Wehlar Jugend und Schüler kombiniert 3:0. Ein flottes Spiel lieferte die erste Schülermannschaft, indem sie die verstärkte Schülerelf des Sportvereins Wetzlar klar und verdient schlug. Die Blau- Weißen zeigten das bessere Gesamtspiel. 1900 2. Schüler — Sportfreunde Wehlar 1. Schüler 1:4. Die zweite Schülerelf mußte gegen die ersten Schüler der Wetzlarer spielen und hatte gegen die körperlich weitaus stärkere Mannschaft keine Siegesaussicht. BfB.-Reicksbahn Gießen. Die Ligamannschaft mit 7:2 in Ockershausen geschlagen. Nachdem Leutheuser I und Fehling noch abgesagt hatten, war es klar, daß die Gießener in Ockershausen um eine Niederlage nicht herumkommen würden. Allerdings mit der Höhe dieser Niederlage hat niemand gerechnet und sie wäre auch durchaus vermeidbar gewesen, wenn die Gießener bei dem Stande von 3:2 für Ockershausen nicht in den Fehler verfallen wären, Lehrmund, der bis dahin den Sturm sehr gut geführt hatte, in die Verteidigung zurückzunehmen. Von diesem Zeitpunkt an konnte der körperlich schwache Jnnensturm der Gießener sich nicht mehr durchsetzen. Weiterhin hatte ein vorher niedergehender Regenschauer das Spielfeld in kürzester Zeit derart aufgeweicht, daß es an vielen Stellen einfach grundlos war. Die Ockershäuser haben erneut bewiesen, daß ihre Mannschaft sich langsam wieder ihrer glänzendsten Form nähert. Eine Kritik der Gießener Mannschaft erübrigt sich, es sei nur festgestellt, daß kein Spieler seine sonstige Form erreicht hat Die Ockershäuser hatten Anstoß, scheiterten aber an Knaus, der seinerseits durch eine Flügelvorlage einen Angriff der Gießener einleitete. Nachdem der Ockershäuser Mittelstürmer in aussichtsreicher Stellung daneben geschossen hatte, spielte sich der Gießener Sturm schön durch und Schmidt konnte trotz Behinderung unhaltbar einschießen. Die Freude über dieses Tor währte jedoch nicht lange. Eine Vorlage des Ockershäuser Mittelläufers zu dem freistehenden Linksaußen, dieser kurvte nach innen und schoß mit wuchtigem Schuß ein. Trotz dieses Gegentores bleiben die Gießener leicht feldüberlegen. Ein Durchspiel des rechten Flügels und Szponik schoß die Flanke erneut zur Führung ein. Jedoch folgte wieder ein Gegenangriff und der Linksaußen schoß erneut zum Ausgleich ein. Ehe die Gießener sich von dieser Ueberraschung erholt hatten, fiel schon das 3. Tor durch denselben Spieler. Jetzt ging Lehrmund zurück und die Gießener konnten bei offenem Feldspiel den Ausgleich erzielen. Heß fiel jedoch drei Meter vor dem gegnerischen Tor, nachdem er sich allein durchgespielt hatte, über den Ball. Dann war Halbzeit. Nach Wiederbeginn übernahmen die Gastgeber die Spielführung und gaben sie auch während der ganzen zweiten Halbzeit nicht mehr aus der Hand. In guten Kombinationszügen verstanden sie es immer wieder, einen Spieler freizuspielen, der dann ins Tor schoß, ohne daß die Gießener Gelegenheit gehabt hätten, diese Erfolge zu verhindern. Allerdings hätte Balser das 5. und 6. Tor unbedingt verhindern müssen. Kurz vor Schluß hatten die Gießener noch einmal Gelegenheit, das Resultat zu verbessern, als Szponik die gegnerische Verteidigung überlief, sein Schrägschuß ging aber am Dreieck des Ockershäuser Tores vorbei. Da während des Spieles erneut schwere Regengüsse nieder- gingen, war man froh, als dieses Spiel zu Ende wär. Sportverein 1920 Heuchelheim. Buhbach I — Heuchelheim I 7:1 (3:1). Die 1. Mannschaft verlor in Butzbach mit 7:1 (3:1) Toren. In der ersten Halbzeit ließ der Sturm sichere Torgelegenheiten aus. Henkelmann als Mittelläufer konnte gefallen, die Außenläufer mußten mehr Verbindung mit dem Sturm halten und genauer abspielen. Durch die schlechte Abwehr war die Hintermannschaft überlastet und den wuchtigen Angriffen der Butzbacher nicht gewachsen. Die 1. und 2. Jugendmannschaft spielten als zwei kombinierte Jugendmannschaften, die eine am Vormittag in Gießen gegen VfBR, 2. Jugend 4:4, die andere nachmittags in Heuchelheim gegen Rodheim 1. Jugend 6:1. Handball im Kreis VIII Üahn-DM. Bei den Blauweißen laa das Schwergewicht ebenfalls in der Hintermannschaft. Schmidt, Zeiler und Lippert waren ohne Tadel. In der Läuferreihe führte Heilmann die Regie. Sinning und Hain waren willige Assistenten. Im Sturm konnten beide Flügel nicht restlos überzeugen. Enders in der Mitte, der in seinen Bewegungen noch etwas ungelenk ist, zeichnete sich durch seinen Torinstinkt aus. Schiedsrichter P o st (Wieseck) hatte bei dem fairen Kampf kein allzu schweres Amt. 1900 II — Germania Warburg II 5:4 (1:3). Ein torreiches Treffen lieferten sich die beiden Reservemannschaften. Kurz nach Beginn sah es nach einem klaren Sieg der Gäste aus, denn bereits in der 10. Minute führten sie 2:0. Durch eifriges Spiel kamen die Blauweißen nicht nur zum Gleichstand, sondern zu einer 5:3-Führung, die die Marburger kurz vor Schluß jedoch auf 5:4 verringerten. 1900 2. Jugend — Turnverein Wieseck 1. Jugend 0:3. Die zweite Jugendmannschaft spielte die erste Halbzeit dauernd überlegen, konnte dies jedoch nicht durch Tore zum Ausdruck bringen. Als dann die Wiesecker bald nach Halbzeit ein durchaus zu verhinderndes Tor schossen, fiel die Mannschaft merklich auseinander. Sehr gut auf seinem Posten war der Tormann der Blau-Weißen, der manchen Erfolg des Gegners zunichte machte. 1900 3. Jugend — Allen Bufeck 1. Jugend 2:3. Ein offenes Spiel zeigte die neuaufgeftellte dritte Jugendmannschaft im Spiel gegen die erste Jugend Alten-Busecks. Das Spiel fand in Alten-Buseck statt. Die Gastgeber wußten den Vorteil des eigenen Platzes auszunutzen. Trotz der Niederlage gebührt der Mannschaft ein Lob. Der vergangene Sonntag war der Auftakt zu den diesjährigen Endspielen um die Meisterschaft der Jugend- und 2. Kreisklasse. Daneben begannen auch im Bezirk II die Kämpfe um den Aufstieg in die Gauklasse. Von den drei teilnehmenden Mannschaften trafen sich Sonntag zwei, nämlich Tv. Vilbel und Tv. Dörnigheim, wahrend der Tv. Wetzlar spielfrei war. In einem Überaus spannenden Spiel blieb Dörnigheim mit 5:3 (2:2) Sieger. Diese Mannschaft sollte, wenn nichts dazwischen kommt, für den Aufstieg in Frage kommen, weil der Tv. Wetzlar zur Zeit seine komplette Mannschaft nicht mehr zur Verfügung hat. In der 2. K r e i s k l a s s e gab es gleich eine große Ueberraschung. Hier gelang es dem To. Alsfeld den To. Dutenhofen auf eigenem Platz knapp zu schlagen. Der To. Katzenfurt sagte noch am Samstag ab. Tv. Dutenhofen — To. Alsfeld 4:5 (3:4). Dutenhofen, der als starker Favorit galt, hat sich auf eigenem Platz schlagen lassen. Zwar ist das Ergebnis nur ganz knapp, die beiden wertvollen Punkte sind aber fort. — Das Spiel selbst, das auf beiden Seiten hervorragende Leistungen sah, war, wie schon das Ergebnis besagt, außerordentlich spannend. Beide Mannschaften gaben^nlles aus sich heraus und der Ausgang war noch bis zum Schluß jederzeit offen. Nur durch großes Pech (seine Spieler verrieten eine übergroße Nervosität) hat Dutenhofen verloren. Jugendklasse. Tv. Ruttershausen — Tv. Lang-Göns 6:12 (4:5). Bis zur Halbzeit lieferten die Platzbesitzer ihrem großen Gegner eine vollständig gleichwertige Partie, obwohl sie ersatzgeschwächt antreten mußten. Nach der Pause allerdings fielen ihre körperlich schwächeren Spieler dem vorgelegten Tempo zum Opfer, so daß es Lang-Göns nicht schwer fiel, den Sieg sicherzustellen. Tv. Lützellinden — Tv. Münchholzhausen 9:4. Der Spielausgang kommt vollkommen überraschend. Während Lützellinden ein Können an den Tag legte, dos gefallen konnte, war man über die schwache Leistung der Gäste allgemein überrascht. Der ungewohnte Spielausgang mag dann schließlich auch mit dazu beigetragen haben, daß Münchholzhausen bei dem obigen Stand ohne jeden Grund das Spiel abbrach. Freundschaftsspiele. Tv. Wetzlar — Tv. Münchholzhausen. Ohne ersichtlich Grund hat M. das Spiel kurz vor Beginn abgesagt, so daß es Wetzlar nicht möglich war, die so wichtige Ausprobierung neuer Spieler vorzunehmen. Tv. Kirch-Göns — Tv. Wetzlar-Niedergirmes 10:7 (5:4). Die Girmeser bewiesen auch auf dem Platz des Tv. Kirch-Göns ihre derzeitige gute Form. Wenn es ihnen auch nicht gelang, daß Ergebnis von dem Feiertagsspiel herauszuholen, so ist der knappe Sieg von Kirch-Göns immerhin bemerkenswert. Die beiderseitigen zweiten Mannschaften trennten sich mit dem Ergebnis von 5:2 (2:2) für Kirch-Göns. Spv. 1 9 0 0 Jugend — To. 1 846 Jugend 7:9 (3:2). Auch das erneute Zusammentreffen der beiden Lokalrivalen in der Handballjugendklasse hat zweierlei bewiesen. Einmal, daß die 1946er ihre gute Form auch heute noch besitzen und zum anderen, daß die Jugend der Spv. 1900 merklich stärker geworden ist. Das von beiden Seiten anständig ausgetragene Spiel nahm den gerechten Ausgang. Neue Rekordversuche auf der Reichsautobahn. Zweilagige Langstrecken-Rekordverfuchsfahrten mit Adlerwagen. LPD. Frankfurt a. M., 20. April. Die Adler, werke in Frankfurt a. M., die bereits auf der Ber- liner Aousbahn mit ihren 1- und 1,5-Liter-Typen zahlreiche erfolgreiche Rekordversuche unternommen haben, setzen jetzt ihre Langstrecken-Versuchs- fahrten mit einem 1,7-Liter-Trumpfwagen fort. Diesmal ist die Reichsautobahnstrecke Frankfurt am Main—Viernheim der Schauplatz dieser Der- suchsfahrten, die aus diesem Anlaß für Montag und Dienstag für den allgemeinen Verkehr gesperrt ist. Montag in aller Frühe startete der Adler- Trumpfwagen an der Stelle des ersten Spatenstiches zu seiner zweitägigen Fahrt, für die die Adlerwerke Langstreckenspezialisten wie Paul von Guilleaume, Löhr, Heckel und Graf Or- sich eingesetzt haben. Alle 4x/i Stunden lösen sich die Fahrer ab. Die Versuchsfahrten dienen in erster Linie der Vorbereitung des 24-Stundenrennens in Le Mans, an dem sich die Adlerwerke beteiligen wollen. Daneben besteht Aussicht, daß es dem Adlerwagen gelingt, die Langstreckenrekorde, die der Engländer E y st o n im März 1934 auf der Bahn in Montlheri) bei Paris aufstellte, zu unterbieten. Die erste Runde legte der Adler-Trumpfwagen in 46:11 Minuten zurück, was einem Stundendurchschnitt von 166,59 Kilometer entspricht. Für die zweite Runde benötigte der Wagen 45:49,1 Minuten. Es sind also schon gleich zu Beginn Zeiten erzielt worden, die zu der Hoffnung berechtigen, daß die Versuchsfahrten einen erfolgreichen Abschluß finden. Kreis Alsfeld. # Nieder-Ohmen, 18. April. Bei Schluß des Schuljahres 1 9 3 5/36 wurden hier 32 Schüler, und zwar 18 Knaben und 14 Mädchen, entlassen. Bei Schulbeginn 19 36/37 wurden 23 Schüler, und zwar 11 Knaben und 12 Mädchen, neu ausgenommen. Der Schulaufnahme ging ein Gottesdienst voraus, an dem neben Schülern und Lehrern auch die kleinen Schulrekruten mit ihren Müttern teilnahmen. Pfarrer Alt richtete in seiner Ansprache beherzigenswerte Worte an Schüler, Eltern und Lehrer. Stolz und mit wichtiger Miene trippelten dann die Kleinen, die obligate Brezel in der Hand, vom ersten Schulgang nach Hause. Briefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Verbindlichkeit her' Schriftleitung.) W. Sch. in G. 1. Grundsätzlich ist ein Erbhof unteilbar. Mit Genehmigung des zuständigen Anerbengerichts kann er jedoch, wenn die Voraussetzungen für 2 Erbhöfe gegeben sind und 2 Anerben vorhanden sind, in 2 Erbhöfe umgewandelt werden. Es müssen neben 2 Ackernahrungen auch 2 geschlossene Hofstellen vorhanden sein, von denen aus die Bewirtschaftung oorgenommen werden kann. 2. Grundsätzlich geht der Erbhof beim Tode des Bauern als Ganzes auf den Anerben über. Etwa vorhandene Miterben desselben erben lediglich in das erbhoffreie Vermögen. Ist die wirtschaftliche Lage dieser weichenden Erben jedoch schlecht und kann, do fein bares Vermögen vorhanden ist, an dieselben nichts ausgezahlt werden, so besteht die Möglichkeit, daß mit Genehmigung des Anerbengerichts Teile des Erbhofs verkauft und der Erlös an die weichenden Erben verteilt wird. Voraussetzung für die Genehmigung ist aber, daß durch den Verkauf von Grundstücken der Bestand des Erbhofs in keiner Weife gefährdet wird. Das gleiche gilt, wenn die weichenden Erben zur Zeit des Erbfalles noch in der Ausbildung begriffen sind und Kapital für dieselbe benötigt wird. Hans Albers Dorsch I I Brigitte | Äy Hornayl Käthe Gustl Huber, Renö Deltgen, Alex. Engel, Aribert Wäscher, Paul Westermeier, Hans Leibelt, Jakob Tiedtke. Spielleitung: Gustav Uclcky. Au« der Bünne: 3 LOHdOS Exzentriker a. d. Schleuderbrett in höchster Vollendung. Letztes Auftreten „Skala Berlin“ Beiprogramm und Fox Ton-Woche. Täglich 4,6,8.30, Sonntags 3,5,30,8,30 Uhr. Heute Dienstag die gr. Premiere: Vor dem Hintergrund des alten, asiatisch und europäisch beeinflußten Moskau der Vorkriegszeit, mit seinem Luxus, seinen Vergnügungen, aber auch seinem Elend entrollt sich das großartige, packende Schicksalsgemälde eines Mannes — Hans Albers — der, von einem wilden Wirbel des Lebens erfaßt, durch alles Glück und alle Not gerissen wird. 1040A PALAST Giessen ^Goldene Medaille Lg*1 u‘1935 der ßeweis, dass auch Ihre ommerrproHen 'tig^u.Haulunreimqkeilen durch OtDrufkreq^^ Drula Bleichwachs, z< VSflV restlos bese'hq! werden (M 225 frro) Nur in Apotheken erhältlich Best.: Engel-Apotheke. 1509V Äe seefjslve Preiswert Seelachs-Filet........W 0.35 Kabeljau-Filet.......u 0.45 leb. Karpfen.........1.— Fluß-Hechte..........u 1.— alle übrigen Sorten billigst bei «achfolgev Mäusburg 15, Tel. 36 1 2 . 2546D . •. und zum Bauen Abermann | Kaufgesuche~| MIO auch Silbergeld kauft ständig Erich Beyer Juwelier oms Bahnhofstraße l Spezialität: Umarbeitung von alten Tranringen. 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