Samstag, 21 Marz 1936 186. Fahrgang Nr. 69 Erstes Blatt Annahme von Anzeige« für die Mittagsnummer bis8l/,Ui)r des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text» anzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach üorl). tßereinbg. 25°/0 mehr. Ermähigte Grundpreise: Erscheint täglich, autzer Lonntays und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild - Die Scholle Monats-Sezugspreis: Mtt 4 Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte e 1.80 Zustellgebühr .. „ -.25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen Nummern infolge höherer Gewalt Zernsprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sietzen Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Eichener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Stellen-, Vereins-, gemeinnützige Anzeigen sowie ein» spaltige Gelegenheitsanzei« gen 5 Rpf.,Familienanzei« gen, Bäder-, Unterrichts- u. behördliche Anzeigen6Rpf. Drum und Verlag: vrühl'sche Univerfitätr-Vuch- und Steindruckerei R. Lange in Sietzen. Schristleitung und Seschäftrftelle: Schulstrahe 1 M-ng-nM-hiM staffel b Eine neue europäische Gemeinschast kann nicht durch eine neue Diffamierung der deutschen Ration eingeleitet werden. OerFührererkläriinHamburg:Oeuisch1andwirdmema1saufseineG1e,chberechtigungverzichien Ein schlechter Anfang. Der britische Außenminister Eden hat auf einer der letzten Sitzungen des Völkerbundsrates erklärt, daß es sich bei der Ausgabe, vor die sich die Staatsmänner in London gestellt sähen, nicht so sehr um juristische Feststellungen handle, als vielmehr um die Notwendigkeit, den Frieden zu wahren, die Gelegenheit, „einen dauerhaften Frieden" zu schaffen, dürfe nicht versäumt werden. Diese englische Auffassung, die die durch den deutschen Schritt vom 7. März ausgelöste formale Prozedur des Völkerbundsrats zugunsten ernsthafter Bemühungen um eine Neuordnung Europas in den Hintergrund schiebt, hat es der Reichsregierung erlaubt, Botschafter von Ribbentrop nach London zu entsenden, um vor dem Völkerbundsrat Deutschlands Sache zu vertreten. Der Beschluß des Rats, entsprechend dem französisch-belgischen Antrag den Garantiemächten des Locarnopakts einen Bruch des Artikels 43 des Versailler Vertrages durch Deutschland anzuzeigen, konnte auch nach dem geschickten und eindrucksvollen Plädoyer Ribbentrops keine Ueberraschung sein. Er stand schon vorher fest, die englische Presse nennt ihn eine „formale Notwendigkeit", mit der eine juristische Prozedur abschließt, die zwangsläufig in einer Sackgasse enden mußte, nachdem England sestgestellt hatte, daß die deutsche Aktion keine Angriffshand- lung darstelle, die die sofortige Anwendung der im Locarnovertrag vorgesehenen Maßnahmen notwendig mache. Wenn Eden als Ziel der wetteren Verhandlungen die Aufgabe bezeichnet hat, ein gutes Einverständnis der europäischen Völker aus einer festen und dauerhaften Grundlage aufzubauen, so haben damit nur die Politiker nach den Juristen das Wort erhalten. Als Politiker, der nicht die Paragraphen über das Lebensrecht eines großen Volkes triumphieren lassen darf, hatte schon Botschafter von Ribbentrop vor dem Rat gesprochen, wenn er erklärte, daß vor diesem Forum noch niemals eine in höherem Sinne gerechtere Sache eines Volkes vertreten worden fei Der Locarnooertrag, der die Anwendung von Gewalt zwischen Frankreich und Deutschland für ewige Zeiten ausschließen sollte, enthielt mit der Entmilitarisierung des Rheinlandes eine auf die Dauer für ein Volk fast unerträgliche Zumutung, die Deutschland nur auf sich genommen hatte in der Erwartung, daß auch die andern Partner des Locarnovertrages ihre wesentlich leichteren Verpflichtungen mindestens ebenso getreulich erfüllen würden Frankreichs Militärbündnis mit der Sowjetunion,'das die beiden stärksten Militärmächte der Welt gegen Deutschland zusammensührte, hat das durch den Locarnovertrag aufgerichtete europäische Gleichgewicht zerstört, zumal der analoge Bündnisvertrag mit der Tschechoslowakei die Sowjetunion an die deutsche Grenze heranschob. Wenn die Franzosen diese Bundms- politik mit der deutschen Wiederaufrüstung zu rechtfertigen suchen, so wies Herr von Ribbentrop dies mit dem überzeugenden Argument zurück, daß der Locarnopakt die Wiederherstellung der militärischen Gleichberechtigung Deutschlands zur Voraussetzung hatte und erst die Nichterful- l u n g des im Schlußprotokoll von.Locarno wiederholten Abrüstungsversprechens durch Frankreich Deutschland zwang, nun von sich aus die Gleichheit der Rüstungen anzubahnen. Frankreich hat also selber durch seine Ablehnung der verschiedenen deutschen Angebote einer gegenseitigen Rüstungsbegrenzung die Lage geschaffen, die die Reichsregierung zwang, Deutschlands Wehrfreiheit wiederherzustellen. Und es ist eine offenkundige Verdrehung von Ursache und Wirkung, wenn die Franzosen es so hinzustellen suchen als ob die Sicherheit ihres Landes nicht anders hatte gewährleistet werden können, als durch das Militärbündnis mit der Sowjetunion. Als besonders unverträglich mit dem Sinn des Locarnopaktes hat Botschafter von Ribbentrop die Bestimmung des französisch-sowjetrussischen Bündnisvertrags über die Feststellung des Angreifers bezeichnet. Mit vollem Recht, denn wenn Frankreich in einem deutsch-sowjetrussischen Konflikt auch ohne Beschluß des Völkerbundes ganz aus eigenem Ermessen entscheiden kann, ob Deutschland oder die Sowjetunion der Angreifer ist, so wird damit den Franzosen nicht nur ein Freibrief ausgestellt, ihre militärische Beistandspflicht jeweils ganz nach ihren politischen Wünschen einzunchten, sondern es wird damit auch Deutschland des Schutzes beraubt, den ihm der Locarnovertrag gegen einen französischen Angriff gewährte Denn wie Ribbentrop überzeugend darlegte, der Vorbehalt, daß Frankreich nur dann seiner Beistandspflicht gegenüber Rußland nachkommen werde, wenn es keine Sanktionen der beiden Garantiemächte des Locarnopakts zu befürchten habe, dieser Vorbehalt zerfallt ^u einem Nichts vor der Tatsache, daß Deutschland, wenn es von einer so übermächtigen Militärkoalttion wie der französisch-sowjetrussischen angegriffen worden ist, von nachträglichen Sanktionen keine Hilfe mehr erwarten kann, abgesehen davon, daß Sanktionen gegen eine so gigantische Koalition, die vom Stillen Ozean bis zum Kanal reicht, von vornherein unvorstellbar und praktisch wirkungslos sein mußten. Herr von Ribbentrop hat dann unwiderlegbar nachgewiesen, daß niemals eine deutsche Regierung ein so ungleiches Vertragsverhältnis, wie es das to« carnoabfommen nach dem Abschluß des französisch- sowjetrussischen Beistandspakts geworden ist, emgc3 gangen wäre, wenn sie auch nur im leisesten hatte ahnen können, daß Frankreich eines Tages für sich das Recht in Anspruch nehmen würde, über die bereits bestehenden und von Deutschland zur Kenntnis genommenen Militärbündnisse mit Polen und der Tschechoslowakei neue Beistandsverpflichtungen 3ubelnher Empfang in Hamburg DNB. Hamburg, 20. März. Bald nach 19 Uhr trifft der Führer mit seiner Begleitung in Hamburg ein, von tosenden Heilrufen der in der Bahnhofshalle versammelten Tausenden empfangen. Reichsstatthalter Gauleiter Kaufmann und Regierender Bürgermeister K r o g m a n n hei- ;en den Führer herzlich willkommen. Der Führer chreitet unter den Klängen des Badenweiler Marches die Front der Ehrenabteilungen ab. Schnurgerade ausgerichtet stehen die Reihen, stolz leuchten die Augen der politischen Soldaten des Führers, wenn er an ihnen vorüberschreitet. Unter ben, brausenden Jubelrufen der Zehntausende verläßt der Führer dann den Schauplatz, um sich in einer beispiellosen Triumphfahrt zur Hanseatenhalle zu begeben. Am hellerleuchteten historischen Steintor, dem Wahrzeichen Hamburgs, vorbei geht die Fahrt durch dichte Menschenmauern. Wie ein Orkan, immer wieder von neuem, schallen Jubel- und Heilrufe dem Führer entgegen, hunderttausend Hände recken sich zum Gruß für den Befreier Deutschlands. Es ist ein wunderbares Bild: Millionen von Herzen leuchten aus allen Fenstern in allen Straßen. Große Fackelkandelaber umsäumen den Weg. Die ganze Jugend Hamburgs ist auf den Beinen, um dem Erneuerer Deutschlands zuzujubeln. Von den Wänden der Häuser leuchten Transparente, angestrahlt von Scheinwerfern mit den Parolen des 29. März. Auch von den Erfolgen der Aufbaupolitik des Führers künden sie: „Unsere Gefolgschaft hat sich im Dritten Reich verdoppelt." So leuchtet es von mehreren großen Fabrikfronten. In die A r b e i t er» vorstädte führt die Fahrt. Auch hier stehen unübersehbare Menschenmassen dicht gestaffelt hinter den Sperrketten und jubeln dem Führer ihren Dank und ihr Treuebekenntnis zu. Auch hier Fenster an Fenster, dicht mit Menschen besetzt, hängen Tausende auf Balkonen, auf Mauervorsprüngen, der Gefahr des Absturzes kaum achtend. Wenn es noch eines Beweises dafür bedurft hätte, daß der Führer auch das Herz des deutschen Arbeiters voll und ganz erobert hat, hier ist er erbracht! Der Führer spricht. Als der Führer die Hanseatenhalle betritt, schallt ihm ein unvorstellbarer I u - belsturm entgegen: Hamburgs Gruß der Treue und der engsten Verbundenheit mit dem Führer des deutschen Volkes. Nicht enden wollen die Heilrufe, die den Führer auf feinem Weg zur Tribüne begleiten und immer wieder erneut anschwellen. „Es ist schade", so beginnt der Führer seine Rede, „daß die Staatsmänner, aber auch die Völker der anderen Welt nicht einen Blick in das heutige Deutschland werfen können. Sie würden dann, glaube ich, von dem Irrtum geheilt werden, daß dieses Volk unter einer Diktatur einzugehen, die sich eindeutig gegen seinen Vertragspartner von Locarno richten. Durch eine solche einseitige Handlungsweise Frankreichs, für die ihm kein Punkt des Locarnovertrags auch nur den Schein der Berechtigung gibt, ist der Sinn des westeuropäischen Sicherheitssystems zerstört und der Locarnopakt selber erloschen. Deutschland sah sich also durch eine ohne fein Verschulden entstandene neue Lage genötigt, seine künftighin des Schutzes durch den Locarnovertrag entbehrende Westmark in den Schutz der deutschen Waffen zu nehmen. Botschafter von Ribbentrop gab der Ueberzeugung Ausdruck, daß jeder der in der Ratssitzung anwesenden verantwortungsbewußten Staatsmännner, die ihr Volk so lieben, wie der Führer das seine, in der gleichen Lage auch genau so gehandelt haben würden. Herr von Ribbentrop hat nach den Berichten englischer Journalisten mit seiner klugen und lückenlosen logisch aufgebauten Beweisführung und feinem warmherzigen Appell an den Dölkerbundsrat, in der deutschen Aktion den ersten Grundstein zu einer neuen europäischen Gemeinschaft zu sehen, auf die Ratsmitglieder sichtlich einen starken Eindruck gemacht. Aber wie gesagt, der Beschluß des Völkerbundsrats stand schon vorher fest, und man unterzog sich kaum der Mühe, eine längere Mittagspause einzulegen, um diese Tatsache zu verschleiern. Den Franzosen besonders lag jetzt wesentlich mehr daran, so schnell wie möglich unter den nach der Erklärung Deutschlands, daß es den Locarnooertrag als erloschen betrachte, noch am Vertrag festhaltenden Mächten Frankreich, Belgien, England und Italien eine weitgreifende Vereinbarung zustande zu bringen, die die Lücke von Locarno ausfüllen sollte. Frankreichs Wünsche zielten ur- sprünglich offenbar auf den Abschluß eines Militärbündnisses mit England ab, das die französischen Abkommen mit Belgien und Italien ergänzt hätte. Aber die entschiedene Abneigung der englischen Oeffentlichkeit gegen eine so einseitige Option zugunsten Frankreichs und die englische Auffassung, daß Großbritannien seine Mittlerrolle heute weniger denn je aufgeben dürfe, wenn ein dauerhafter europäischer Friede begründet werden solle, haben Frankreichs Hoffnungen, jetzt endlich den feit Beendigung des Weltkrieges gehegten Wunsch nach einer Erneuerung der Entente cordiale verwirklicht schmachtet, die es unterdrückt. Und zweitens von dem Irrtum, zu glauben, daß man mit diesem Volk machen kann, was man will." „Das deutsche Volk wird am 29. März seine Stimme abgeben nicht für mein Regime, dazu benötige ich die Stimme nicht. Allein, ich brauche das deutsche Volk in einem Kampfe, den ich nur um seiner felbft wegen führe, in einem Kampf für das deutsche gleiche Recht, in einem Kampf gegen die Anmaßung anderer, das deutsche Volk auch jetzt wieder als minder gleichberechtigt zu behandeln. Ich brauche die deutsche Ration, um mit ihr vor der ganzen Welt das Bekenntnis abzulegen, daß. ganz gleich was kommen mag, wir auch nicht einen Zentimeter zurückweichen von unseren Gteichberechtigungsforderungen! Richt weil wir eine Störung der europäischen Ordnung wollen, sondern weil wir überzeugt sind, daß eine dauerhafte Ordnung in Europa Als Führer der deutschen Ration und ihr verantwortlicher Sprecher und Leiter, bin ich nicht in der Lage, auch nur einen Schritt zu tun, der mit der Ehre der deutschen Ration unvereinbar ist! (Brausender Beifall.) Ich kann so handeln, well ich weih, daß in diesem Entschluß die ganze deutsche Ration hinter mir steht! (Die Massen stimmen dem Führer in minutenlangem Jubel zu.) Die wett, wenn sie an der Beständigkeit dieser Entschlußkraft zweifeln fällte, wird am 29. März ein klares Urteil der gesamten Ration und damit ihr Bekenntnis erhalten!" Der Führer gab seiner Ueberzeugung Ausdruck, daß ohne eine grundsätzliche Klärung in Europa eine dauerhafte friedvolle Zusammenarbeit der Staaten und Nationen gar nicht möglich sei. Es sei ganz ungeschichtlich, ja im höchsten Sinne des Wortes kurzsichtig zu meinen, daß auf billigen Augenblickserfolgen, die vielleicht auf Terror und Gewalt fundiert fein mögen, eine stabile Ordnung begründet werden könne. Es fei wahnwitzig zu glauben, daß man vielleicht durch Drohungen das innere Gefüge einer Nation erschüttern könne. Der Führer erinnerte an die schwierigen Situationen, die sich oft im innerpolitischen Kampfe um die Macht ihm entgegenstellten: „Allein ich muß bekennen: Niemals hing die Partei mehr an mir, und niemals war zu sehen, wiederum enttäuscht, obwohl einzelne Hitzköpfe wie Churchill und Chamberlain den Pariser Freunden heftig das Wort geredet haben. Der gesunde politische Sinn des britischen Volkes in seiner großen Mehrzahl und in allen drei Parteien sieht sehr wohl das Positive in der deutschen Aktion vom 7. März und wünscht die Chance auszunützen, die der Vorschlag des Führers vielleicht zum letzten Male für eine dauerhafte europäische Neuordnung im Sinne einer Befestigung des Friedens bietet. Die Engländer möchten daher in der von Frankreich gewünschten Vereinbarung der noch verbliebenen vier Locarnomächte ein Provisorium festgelegt wissen, das während der Verhandlungen mit Deutschland über ein neues endgültiges europäisches Friedens- und Sicherheitssystem den Uebergang zu diesem schaffen helfen soll. Daß dieses Provisorium in der Fassung, die es nun als Memorandum der Locarnomächte erhalten hat, jedoch eine Reihe von Punkten enthält, die künftige Verhandlungen mit Deutschland auf das schwer st e belasten müssen, zeigt schlagend, wie mühsam es ist, die Gesinnung zu ändern, aus der ja erst eine grundsätzlich andere Politik, die an die Stelle von Mißtrauen und Argwohn Friedenswillen und Aufrichtigkeit setzt, geboren werden kann. Das Memorandum als solches widerlegt schon die Behauptung, daß man die deutsche Gleichberechtigung anerkenne, denn es ist ohne Deutschlands Mitarbeit zustande gekommen und stellt an Deutschland Forderungen, die eine neue Diffamierung der deutschen Nation enthalten. Wenn man glaubt, Deutschland zumuten zu können, daß es die Besetzung eines Streifens der ehemals entmilitarisierten Zone durch internationale Gruppen duldet, so offenbart diese Forderung noch den gleichen Geist, der einst in Versailles über Deutschland zu Gericht gesessen hat. Aber die Staatsmänner, die dieses Memorandum für geeignet hielten, die Grundlage für eine neue Epoche der Weltgeschichte zu bilden, haben sich geirrt, wenn sie glauben, noch das gleiche deutsche Volk vor sich xu haben wie im Jahre 1919. Der Führer hat in seiner Rede in Hamburg ihnen bereits die Antwort des deutschen Volkes gegeben, wenn er erklärte, daß Führer und Volk niemals eine neue Diffamierung hinnöhmen werden und keinen Schritt breit von der überhaupt nur denkbar ist unter der Voraus- fehung gleichberechtigter Völker. Die Meinung, eine europäische Ordnung auf der Diffamierung eines 67-7Nillionen-Volkes auf die Dauer gründen zu können, ist ungeschichtlich, ist wahnwitzig und eine Torheit". Der Führer erinnerte daran, daß auch das Schick« salsjahr 1918, von dem die Gegner damals glaubten, daß es unser Todesstoß sei, das Signal zu einer neuen und stärkeren Zusammenschließung der gan- zen deutschen Nation gegeben hat. „Ich will nichts anderes, als daß dieses deutsche Volk indieeuro- päische Gemeinschaft eingesetzt wird als ein gleichberechtigtes Glied. Ich bedauere die Staatsmänner, die meinen, daß eine solche Mitarbeit am besten eingeleitet wird ,d ur ch eine neue Diffamierung der deutschen Nation. Würden sie über den Augenblick hmaussehen, über den vermeintlichen Erfolg von Tagen, Wochen oder Monaten, dann würden sie erschrecken in der Erkenntnis d e r notwendigen Fol- g e n einer solchen ungeschichtlichen Handlung. diese Einheit zwischen Führer und Bewegung ftar- fer als dann, wenn die Gegner glaubten, uns schon besiegt zu haben oder niederringen zu können! (Bei diesen Worten schlagen dem Führer tosende Bei» fallsstürme entgegen.) Wir haben in der größten N o t stets auch die größte Entschlossenheit erzielt. Ich weiß es: Das deutsche Volk wird, was auch kommen mag, g e • schlossener denn je zusammenstehen! Führer und Volk haben nur den einen Wunsch, in Frieden und Freundschaft mit den anderen Völkern zu leben, aber auch den einen Entschluß. unter keinen Umständen auf die Gleichberechtigung Verzicht zu leisten! Wenn die andere Welt den Geist von Versailles noch nicht verloren haben sollte, die deutsche Ration hat ihn abgelegt, und zwar endgültig! Das Problem, das von uns zu lösen ist, ist nicht die Revision der Buchstaben eines Vertrages, sondern die Revision einer Gesinnung, die sich darin offenbart, daß man nun, nachdem der Krieg vor 17 Jahren beendet wurde, immer noch glaube, weiterhin dem deutschen Volke feine Gleichberechtigung verweigern zu können. Dieses Problem muß gelöst werden und es gibt nur eine Möglichkeit: Entweder, es wird so analten Gleichberechtigunqsforderung abgehen wer» den. Eine nochmalige Besetzung deutschen Bodens durch fremde Truppen kann unter gar keinen Umständen in Frage kommen, wenn nicht auch die Gegenseite zu gleichen Maßnahmen im eigenen Grenzlande sich bereiterklären sollte. Deutschland wird niemals zu diesem neuen Anschlag auf seine nationale Ehre die Hand bieten. Wenn ferner in dem Memorandum die Heber- Weisung des franzosisch-sowjetrus« fischen Pakts und der deutschen Beanstandung an den Internationalen Gerichtshof vorgesehen ift. so ist der Nutzen eines solchen Vorgehens schlechterdings nicht einzusehen. Es hieße die Funktionen einer übernationalen Rechtsinstanz maßlos Überspannen und einer vielleicht in Menschenaltern erreichbaren Entwicklung des internationalen Rechtsgedankens vorgreifen, wollte man nach den bislang gemachten Erfahrungen damit rechnen, daß ein Gerichtshof über Fragen in höchstem Sinne weltpolitischer und nicht rechtlicher Art entscheidet. Was hätte man in Paris wohl dazu gesagt, wenn wir die Franzosen vor dem Internationalen Gerichtshof im Haag der Nichterfüllung des Abrüstungsversprechens angeklagt hätten? Wir sagten es schon, nicht der Jurist, sondern der Politiker hat jetzt das Wort, wo es sich allein darum handelt, an Stelle der durch den französisch-sowjetrussischen Beistandspakt zu Bruch gegangenen Vertrauensgrundlage des Locarnovertrages zwischen Deutschland und Frankreich den Boden abzustecken für ein neues besseres Friedensgebäude, das sich auf gegenseitiger ehrlicher Achtung der Interessen beider Volker gründet. Es ist in höchstem Maße bedauerlich, daß diese künftigen politischen Verhandlungen durch weitere juristische „Feststellungen" im Stile des Ratsbeschlusses vom 19. März und des Memorandums der Locarnomächte belastet werden sollen. Lloyd George, der alte Kämpe, hat seinen Landsleuten zugerufen: „Laßt uns einen neuen Anfang machen!" Das Memorandum der Locarnomächte mit seinen völlig einseitig an Deutschland gerichteten Zumutungen im Geiste von Versailles sieht nicht so aus, als ob man in Pari» und London den Mut finden werde, im europät« fchen Hauptbuch eine neue Seite aufzuschlaaev Deutschland steht nach wie vor zu seinem Angebot. Nicht der Buchstabe, sondern die Gesinnung muß revidiert werden. Das Memorandum der Locarnomächte 1. machten Vorschläge Nr. 2 bis 5, 2. 3. 4. 2. Der Resvlutionsentwllrs für den Völkerbund 1. 2. 3. Die 1. 2. ihn zu ersuchen, seine 2. Eden erläutert dem Unterhaus das Memorandum 2. 3. r <51 g n a» irgend- von fest- die- ßen 1. Eingedenk der Tatsache, daß die aus Art. 7 des Locarnooertrages ihren Regierungen obliegende Verpflichtung in keiner Weise die Pflicht des Völkerbundes einschränkt, jede zum Schutze des Weltfriedens klug und nützlich erscheinende Maßnahme zu treffen, sowie unter Bezugnahme auf die Resolution des Völkerbundsrates vom 17. April 1935 betreffend den von den Mitgliedern des Völkerbunds einzuschlagenden Weg im Falle einer einseitigen Aufkündigung von Verpflichtungen im Zusammenhang mit der Sicherheit der Völker und der Aufrechterhaltung des europäischen Friedens beschlie- schließen sie, soweit sie selbst davon betroffen sind, der deutschen Regierung, wenn diese Regierung die an sie gerichtete Aufforderung ausdrücklich annimmt, oorzuschlagen, an Verhandlungen teilzu- nehmen, denen im einzelnen folgendes zugrunde dem Ständigen Internationalen Gerichtshof die bezeichnete Frage unter den vorstehend erwähnten Bedingungen vorzulegen und Entscheidung sobald erklären sie sich bereit, die Vorlage von Entschließungen vor dem Völkerbund s- r a t zu unterstützen, die eine Einladung aller betet» ist, den Charakter einer Befreiungd tare dieses Vertrages von die deutsche Regierung durch diese einseitige Handlung sich keine legalen Rechte erworben hat; daß diese einseitige Handlung dadurch, daß sie ein neues Element der Unruhe in die internationale Lage einführt, notwendigerweise als eine Bedrohung der europäischen Sicherheit erscheinen muh; Italiens beabsichtigen, folgendes Schreiben an die Vertreter Belgiens und Frankreich zu richten: Im Augenblick, wo die Vertreter von Belgien, Frankreich, Großbritannien und Italien sich eben, wie in der heutigen Vereinbarung vorgesehen, auf eine gemeinsame Linie ihrer Regierungen geeinigt haben, bin ich ermächtigt. Ihnen die offizielle Versicherung zu geben, daß die Regierung Seiner Majestät, wenn die Bemühung zur Versöhnung, die in der oben genannten Vereinbarung versucht wird, mißlingen sollte: 1. a) Sogleich in Beratung mit Ihrer und der französischen (belgischen) Regierung die Schritte erwägen wird, um der neuen so geschaffenen Situation zu begegnen. b) unverzüglich in Uebereinstimmung mit dem Locarnovertag Ihrer Regierung zu Hilfe kommen wird, hinsichtlich jeder Maßnahme, die gemeinsam beschlossen wird; c) als Gegenleistung für die entsprechende Versicherung Ihrer Regierung in Konsultation mit Ihrer Regierung alle praktischen Maßnahmen ergreifen wird, die Seiner Majestät Regierung zu Gebote stehen, um die Sicherheit Ihres Landes werden sollte, . Abkommen zum Zweck der tatsächlichen Beschränkung der Rü st ungen, Internationale Vereinbarungen zum Zwecke der Erweiterung der Wirtschaftsbe» Ziehungen und der Aufrichtung des Handels zwischen den Nationen, die im deutschen Memorandum vom 7. März gemachten Vorschläge 6und7 sowie die später mit Bezug auf Oe st erreich und die Tschechoslowakei gemachten Anregungen. IX. gegen einen nicht provozierten Angriff zu gewährleisten; d) zu diesem Zweck den Kontaktzwischen den General st üben unserer beiden Länder, der im 8 III, 2 der genannten Vereinbarung vorgesehen ist, Herstellen bzw. fortsetzen wird; und weiterhin auch in Zukunft im Volke r b u n d s r a t sich bemühen wird, die Formulierung aller nützlichen Empfehlungen zur Aufrechterhaltung des Friedens und des Respektes für das Völkerrecht durch den letzteren sicherzustellen. Das Schreiben der Garantiemächte. Vertreter des Vereinigten Königreichs und wie möglich zu geben, wobei als ausgemacht gilt, daß die Parteien sich sofort der Entscheidung des Gerichtshofes unterwerfen werden. III. In der Erwägung, daß die einseitige Handlung Deutschlands notwendigerweise als eine Bedro - Der Resolutionsentwurf, der dem Völkerbund oorgelegt werden soll, lautet folgendermaßen: I. Der Rat, eingedenk dessen, daß er selbst ebenso wie die Völkerbundsversammlung bei verschiedenen Gelegenheiten die Bedeutung der Locarnooerträge vom'Standpunkt der Aufrechterhaltung von Frieden und Sicherheit anerkannt hat, in der Erwägung, sie gemäß Art. 11 des Paktes d e m Völkerbundsrat von der einseitigen Maßnahme Deutschlands, die als Gefahr für die europäische Sicherheit und als Bedrohung des Friedens erscheint, Kenntnis zu geben und demzufolge dem Völkerbudnsrat die a n geschlossenen Resolutionen vorzu- schlagen, wobei der deutschen Regierung Vorbehalten bleibt, ihre Bemerkungen zu diesen Dor, schlügen zu machen. Vertrages ohne Anrufung der im Vertrag Locarno zur Regelung von Streitigkeiten gelegten Prozedur vorgenommen hat, mit sen Grundsätzen im Widerspruch steht; ist der Auffassung, daß einer ihrer Verpflichtungen oder Garantien haben kann, daß vielmehr diese Pflichten und Garantien in ihrer Gesamtheit noch vorhanden sind. Sie verpflichten sich, sogleich ihre General- täbe anzuweisen, untereinander in Verbindung zu treten, um zu vereinbaren, in welcher Art und Weise die ihnen obliegenden Verpflichtungen im Falle eines unprovozierten Angriffes technisch ausgeführt werden müßten. IV. Sie beschließen, d i e deutsche Regierung einzuladen, dem Ständigen Internationalen Gerichtshof im Haag die Argumente zu unterbreiten, die sie aus der Unvereinbarkeit des französisch-russischen Beistandspaktes mit dem Locarnovertrag herleiten will und sich zu verpflichten, die Entscheidung des genannten Gerichtes als endgültig anzuerkennen unter Vorbehalt der Bestimmungen des nachstehenden Abschnitts VII Nr. 2. Die französische Regierung erklärt, daß sie ihre Zustimmung zu der Befassung des genannten Gerichtes mit der vorgenannten Frage bereits erteilt hat. V. Sie beschließen, gemeinsam die deutsche Regierung einzuladen, sich mit den nachstehenden vorläufigen Regelungen einverstan- d e n zu erklären, die in Kraft bleiben sollen bis zum Abschluß der nachstehend in Abschnitt VII vorgesehenen Verhandlungen: 1. Jede Entsendung von Truppen oder Kriegsmaterial in die in Artikel 42 des Versailler Vertrages bezeichnete Zone wird mit sofortiger Wirkung eingestellt. Die dort vorhandenen Truppenstärken werden also ... Bataillone und ... Batterien Artillerie nicht übersteigen. (Hier sind die von der deutschen Regierung gegebenen offiziellen Zahlen einzurücken.) 2. Die militärähnlichen Verbände (SA., SS., Arbeitsdienst und andere Organisationen) in der besagten Zone werden genau in demselben Zustande belassen, in dem sie vor dem 7. März 1936 gewesen sind. Insbesondere dürfen sie keinesfalls in große Verbände zufammenge- faßt werden oder direkt oder indirekt zur Verstärkung militärischer Verbände dienen. 3. Keinerlei Befestigungsarbeiten und keine Vorbereitung des Bodens darf in der besagten Zone vorgenommen werden. Flugplätze dürfen nicht angelegt, ausgestattet oder verbessert werden. Die französische und die belgische Regierung verpflichten sich ebenfalls, während dieser Zeit die Entsendung von Truppen in die Zone an der Grenze zwischen ihren Ländern und Deutschland zu unterlassen. VI. Sie verpflichten sich ferner, für die gleiche Zeit- dauer alle notwendigen Maßnahmen zu unternehmen, die geeignet sind, 1. eine internationale Truppenmacht einschließlich von Detachements der Armeen der Garantiemächte zu schaffen, die mit Einverständnis der beteiligten Regierungen in der Zone stationiert werden sollen, die begrenzt wird durch die belgisch-deutsche und die französisch-deutsche Grenze einerseits und auf der anderen Seite durch eine Linie, die östlich der genannten Grenzlinie im Abstand von ungefähr 2 0 Kilometer verläuft. Diese Zone darf nur oon den genannten internationalen Truppenteilen besetzt werden, 2- internationale Kommission zu schaffen, deren Ausgabe es sein soll, die Durchführung der Verpflichtungen zu überwachen, die einerseits die Mächte übernommen haben, welche die vorgenanuten internationalen Truppenteile aufge» ftellt haben, wie auch andererseits die Verpflichtungen, die Belgien, Frankreich und Deutschland xz ®l*rd)fübrung der vorgenannten Abschnitte V und VI (1) übernommen haben. VII. Unter Bezugnahme auf den im deutschen Memorandum vom 7. März enthaltenen Vorschlag be- Jone z u verbieten oder ch r ä n k e n. andere Völker zu zensieren. .,Ich habe diese Wahl aus liegen soll: P r ü f u n g der von der deutschen Regierung im Memorandum vom 7. März g e • daß die genaue Beachtung aller Vertragsverpflichtungen ein Fundamen- talpr'inzip des internationalen Lebens und eine wesentliche Bedingung für die Aufrechterhaltung des Friedens ist; daß es ein wesentlicher Grundsatz des Völkerrechtes ist, daß keine Macht sich selbst von vertraglichen Verpflichtungen befreien und auch nicht die Bestimmungen eines solchen Vertrages ohne Zustimmung der anderen Vertragspartner abändern kann; daß der Bruch oon Art. 43 des Versailler Vertrages und die einseitige Handlung, welche die deutsche Regierung in Verletzung des Locarno- des Frie- Sicherheit nur durch die Achtung der Verträge und die Begrenzung der Rüstungen stchergestellt werden Fann, daß ferner die Wiederherstellung der Wirtschaftsbeziehungen zwischen den Nationen auf einer gesunden Basis für den Fortschritt des Wiederaufbaues ebenso notwendig ist, VIII. In der Erwägung, daß die Erhaltung dens und die Organisation der kollektiven d e r e i n r i ch t u n g eines Sicherheitssystems zu führen und zum Abschluß zu bringen. Diese Vorkehrungen seien fair und vernünftig und legten Zeugnis ab von dem Geist, in dem die französische und belgische Regierung an diese Fragen herangegangen seien. Angesichts der durch die deutsche Wiederbesetzung der entmilitarisierten Zone geschaffenen Lage sei es sehr vernünftig, Deutschland zur Leistung von Beiträgen zu bitten, insbesondere im Hinblick auf die wesentlichen Beiträge, die sich aus der Zurückhaltung und der Mäßigung der französischen und der belgischen Regierung ergäben. Die englische Regierung fei bereit, diese Vorschläge anzunehmen, es sei Englands ernste Hoffnung, daß auch die deutsche Regierung diese Vorschläge in diesem Lichte an» sehen werde. Die deutsche Regierung habe deutlich „Ich habe diese Wahl ausgeschrieben, damit alle sehen, daß nicht ich allein solche Ehrbegriffe besitze, sondern daß die ganze Nation sie ihr eigen nennt! (Wieder braust der Jubel der begeisterten Massen durch die weite Halle.) Man soll auch sehen, daß ich nicht allein dieses Angebot zum Frieden mache, sondern daß ich es stelle im Namen dieser 67 Millionen aber auch, daß nicht ich allein beleidigende Zumutungen zurückweise, sondern, daß das ganze deutsche Volk sich solche nicht bieten lassen will!" (Tosende Zustimmung.) ligten Nationen zu einer internationalen Konferenz zum Gegenstand haben, auf der im einzelnen geprüft werden würden: 1. Abkommen über die Organisation des S y - st e m s d e r k o l l e k t i o e n S i ch e r h e i t auf einer genau bestimmten und praktisch wirksamen Basis unter besonderer Berücksichtigung der Formulierung der Bedingungen, unter denen Artikel 16 des Völkerbundspaktes angewendet Lo n d o n , 20. März. (DNB.) Dor vollbesetztem Unterhaus gab Außenminister Eden eine längere Erklärung ab. Er freue sich, so führte Eden u. a. aus, jetzt in der Lage zu sein, mehr als einen Zwischenbericht geben zu können. Von Anfang an sei es klar gewesen, daß die Besetzung der entmilitarisierten Zone durch deutsche Truppen eine vollendete Tatsache geschaffen habe, die die Er- Öffnung von Verhandlungen mit Deutschland sehr schwierig machte. Es sei deutlich die Ansicht vertreten worden, daß die Verhandlungen erst beginnen könnten, nachdem dieser Bruch des internationalen Rechts bis zu einem gewissen ®rabe wieder gut gemacht worden sei. Die Hauptschwierigkeit habe darin bestanden, die Zeit zu überbrücken, um imstande zu sein, in wirkungsvoller Weise Verhandlungen über die Wie- Abänderung des Rheinland statuts, Entwurf gegenseitiger Beistands» pakte, die allen Signatarmächten von Locarno offenstehen und dazu bestimmt sind, ihre Sicherheit zu verstärken. Für die vier in London vertretenen Mächte wird die hier vorgesehene Verstärkung ihrer Sicherheit besondere D e r p f l i ch t u n g e n g e g e n s e i t i- gen Beistandes zwischen Belgien, Frankreich, dem Vereinigten Königreich und Italien oder einzelnen oon ihnen enthalten, einschließlich geeigneter Vorkehrungen für die Sicherheit sofortigen Handelns der Unterzeichnermächte, falls erforderlich, und technischer Abreden für die Vorbereitung derjenigen Maßnahmen, die die praktische Durchführung der übernommenen Verpflichtungen sicherstellen sollen. Die vier Mächte erklären weiter, daß sie übereingekommen sind, im Laufe der Verhandlungen für die Annahme von Maßnahmen eintreten, die dazu bestimmt sind, die zukünftige Anlage von Befestigungen in einer noch zu bestimmenden zu be- beauftragt ein Komitee, zusammengesetzt aus....., mit der Aufgabe, dem Rat Vorschläge hinsichtlich der den Völkerbundsmitglie- dem zu empfehlenden praktischen Maßnahmen zu machen. II. In der Erwägung, daß die deutsche Regierung geltend gemacht hat, daß der französisch- sowjetrussische Unterstützungspakt mit dem Vertrag von Locarno unvereinbar ist, und daß infolge dieser Unvereinbarkeit die deutsche Regierung nicht nur berechtigt war, den Vertrag von Locarno zu kündigen, sondern auch deutsche Truppen in die entmilitarisierte Zone zu entsenden; daß auf diese Werse eine Rechtsfrage aufgeworfen worden ist, welche zweck» mäßiaerweise dem Ständigen Internationalen Gerichtshof vorzulegen wäre, wenn die beteiligten Mächte sich bereit erklärten, sich der Entscheidung des Gerichtshofes zu unterwerfen, was die französische Regierung ihrerseits bereits zugestanden hat; fordert der Rat die deutsche Regierung auf, hung des europäischen Friedens erschien und daß sie infolgedessen — ohne die Anwendung der Artikel 1 und 4 des Locarnovertrages zu präjudizieren — oon feiten der Mitglieder des Völkerbundes in Anwendung des Artikels 11 der Völkerbundssatzung und in Uebereinstimmung mit diesem Artikel, den Beschluß zu jedem Schritt herbeizuführen geeignet ist, der wirksam zur Erhaltung des Friedens der Völker erscheinen kann; nimmt der Rat Kenntnis von 1. der Erklärung, die im Namen von Belgien, Frankreich, dem Bereinigten Königreich und Italien abgegeben worden ist, hinsichtlich des Jnkraft» bleibens der Rechte und Verpflichtungen aus dem Locarnovertrag, soweit diese Mächte in Frage kommen; 2. der Mitteilung, die ihm durch die Regierungen von Belgien, Frankreich, des Vereinigten Königreiches und Italiens über die Maßnahmen gemacht worden ist, die im Hinblick auf die Lage, die durch die Verletzung der in Artikel 42 des Versailler Vertrages befinierten Zone entstanden ist, erwogen werden. Ich will weiter, daß durch diese Wahl der Welt gezeigt wird, daß in Deutschland nicht die Bajonette ein Volk tyrannisieren, sondern daß hier eine Regierung getragen wird vom Vertrauen des ganzen Volkes. Aus dem Volke bin ich gewachsen, im Volke bin ich geblieben, zum Volke kehre ich zurück! (Langanhaltende Heilrufe lassen die letzten Worte des Führers im Begeisterungstaumel untergehen.) Ich sehe meinen Ehrgeiz darein, keinen Staatsmann auf der Welt zu kennen, der mit mehr Recht als ich sagen kann, Vertreter seines Volkes zu sein! (Langanhaltender Beifall.) Nun soll wieder dokumentiert werden die unlösliche Verbundenheit der Bewegung und des Regimes, der Partei und des deutschen Volkes mit feiner Führung. In 1919 und 1920 mußte ich hundert- und tausendmal vor das deutsche Volk hintreten und es immer roieber mit meinem Glauben beseelen, um andere für diesen Glauben zu gewinnen. Heute nun, mein deutsches Volk, rufe ich dich auf, tritt du jetzt mit deinem Glauben hinter mich! (Immer wieder brausen die Heilrufe der begeisterten Massen auf, immer wieder schlägt dem Führer der Jubel der 60 000 entgegen.) Sei du jetzt d i e Quelle meiner Kraft und meines Glaubens! Vergiß nicht: Wer sich selbst in der Welt nicht preisgibt, den wird auch der Allmächtige nicht verlassen. (Erneute begeisterte Heilrufe durch- tosen die riesige Halle.) Wer sich selbst hilft, dem wird auch der Allmächtige immer helfen, dem wird er öen Weg weisen z u seinem Recht, zu seiner Freiheit und damit zu seiner Zukunft. Und deshalb, deutsches Volk, trittst du am 29. März an zur Urne. Ich habe dich glauben gelehrt, jetzt gib du mir deinen Glauben! (Bei diesen Schlußworten des Führers steigert sich die Begeisterung und der Jubel der bis ins Innerste aufgewühlten Massen zu wahren Stürmen. Immer wieder und wieder brausen die tosenden Heilrufe der Menge durch die Halle.) Starke Beachtung der Hamburger Führer-Rede in Landon. London, 21. März. (DRB.Funkspruch.) Die große Wahlrede des Führers in Hamburg findet in den Londoner Worgenblattern, die nach der Veröffentlichung der Vorschläge der Locarnomächte jeder deutschen Meinungsäußerung mit Spannung entgegensehen, starke Beachtung und wird in längeren Auszügen veröffentlicht. „Daily Telegraph" hebt besonders die Aeuherung des Führers hervor, daß Deutschland keinen Zoll seiner Rechte preisgeben werde. Aehnlich berichten die übrigen Zeitungen. Sie weisen allgemein darauf hin, daß Hitler fe st bleiben und daß er die deutsche Gleichberechtigungsforderung erneut unter- strichen habe. MoniagnachmittagLocarno-AuSsprache vor dem Völkerbundsrat. London, 20. März. (DNB.) Der Völker» bunbsrat, der am Freitagnachrnitag in Anwesenheit der deutschen Delegierten zu einer nichtöffentlichen Sitzung zusarnrnentrat, hat beschlossen, die Aussprache über die Anträge der Locarno-Mächte am Montag um 16 Uhr zu beginnen. Von verschiedenen Seiten wurde betont, daß die Vorschläge einer ausführlichen Erläuterung bedürften, um in ihrer vollen Tragweite beurteilt werben zu können. Der Dreizehner- Ausschuß soll am Montag um 10.30 Uhr die neue Lage im italienisch-abessinischen Konflikt überprüfen. ftänbig gelöst, wie wir bas erstreben und man ermöglicht uns badurch bie Zusammenarbeit mit bem übrigen Europa, ober Deutschlanb wirb seinen Weg allein gehen, aber unter keinen Umständen noch einmal sein Recht ober seine Ehre preiszugeben! Dieser Entschluß bebroht niemanden. Im Gegenteil, er befreit die Welt von einer unmöglichen Belastung. Aus diesem Entschluß ist unser großes Angebot gemacht worden, von bem wir uns erhoffen — noch immer erhof - f e n — baß es mithelfen kann, Europa bie langersehnte Ruhe zu geben. Wir stehen zu biesem Angebot. Die Welt fragt, ja, ob sie es auch halten? — Sie hat gar keine Berechtigung vom Nichteinhalten von Verträgen zu reben! (Tosende Beifallsstürme.) Wir könnten eine Rechnung aufmachen seit dem Jahre 1918, wie Verträge gehalten worden sind. Das deutsche Volk läßt sich von niemanden seine Ehre abstreiten. Wir maßen uns auch nicht an, Der Reichsminister der Justiz zur Reichstagswahl. Berlin, 20. März. (DNB.) Reichsminister der Justiz Dr. G ü r tner hat an alle seine Mit- Arbeiter einen Wahlaufruf gerichtet, in dem es u. a. heißt: "Mit der Wiederherstellung der deutschen Gleichberechtigung richtete der Führer und Reichskanzler gleichzeitig einen Appell an Europa, die friedliche Aufbauarbeit der Völker zu gewährleisten. Er begann damit eine neue Epoche der G e - schichte, in der statt des Unfriedens von Versailles der Geist der Versöhnung und Verständigung herrschen soll. An dieser historischen Wende hat der Führer und Reichskanzler das deutsche Volk aufgerufen, am 29. März 1936 der Welt zu bekunden, daß mit i h m bas ganze deutsche Volk eines Herzens und eines Sinnes ist. Für Deutschlands Zukunft und für den Frieden Europas, das ist Die Parole des 29. März. Kein Deutscher bars an b e r Wahlurne fehlen! Ein jeder muß seine Pflicht tun und der Welt zeigen, daß Deutschlands Führer und Reichskanzler im Namen der gesamten Nation gesprochen hat. Treue um Treue!" Lonbon, 20. März. (DNB.) Das Memoranbum ber Locarnomächte hat folgenden Wortlaut: Die Vertreter oon Belgien, Frankreich und dem Vereinigten Königreich von Großbritannien und Nordirland und von Italien sind zusammengekommen, um die Lage zu prüfen, die durch die ihren Regierungen seitens der deutschen Regierung am 7. März 1936 gemachte Mitteilung entstanden ist. I. Sie nehmen Akt von dem im Namen Frankreichs und Belgiens dem Dölkerbundsrat unterbreiteten Entschließungsentwurf, worin die Tatsache des Bruches von Art. 43 des Versailler Vertrages durch Deutschland festgestellt wird zu dem Zweck, den Signatarmächten des Locarnovertrages davon Kenntnis zu geben. Sie nehmen weiter Akt von der Unterstützung, welche die Regierungen des Vereinigten Königreiches und Italiens diesem Ent- chließungsentwurf geben II. In Anwendung, daß 1. gewisse Erfüllung aller vertraglichen Pflichten ein Grundprinzip des internationalen Lebens ist und eine wesentliche Bedingung für bie Aufrechterhaltung bes Friebens, daß 2. es ein Grunbprinzip bes Völkerrechtes ist, baß keine Macht sich von vertraglichen Verpflichtungen befreien ober bie Betimmungen solcher Verträge änbern kann, es sei renn mit Zustimmung ber anderen vertragschließenden Teile, daß 3. der Bruch des Art. 43 des Versailler Vertrages und die einseitige Maßnahme ber beutschen Regierung in Verletzung bes Locarnover- trages unb ohne Zuhilfenahme ber im Locarno- Vertrag für bie Schlichtung von Streitigkeiten vorgesehenen Prozedur im Widerspruch zu den vorgenannten Prinzipien stehen, sind sie ber Ansicht, daß 1. bie deutsche Regierung burch biefe einseitige Maßnahme s i ch keine legalen Rechte e r - worben hat, unb baß 2. biefe einseitige Maßnahme burch bie Hervor- rufung eines neuen Unruheelemen- t e s in ben internationalen Beziehungen not» wenbigerweise als eine Bebrohung ber e u - ropäischen Sicherheit erscheinen muß. III. Sie erklären, baß nicht, was vor ober seit bem genannten Bruch des Locarnovertrages geschehen w •W Ä Ilandins Erklärung vor der Kammer Regie- keinen rung werde in ihren Bemühungen unter Umständen nachlassen. London erwartet deuffcheGegenvorschläge Reuter erklärt: „Oer allererste Abschnitt einer langen Verhandlungsperiode". Regierungen ten fflnia’ »n gemaqt , dir Dell' erwogen ihren Wunsch nach einer Erleichterung der Spannung betont. Es sei jetzt Sache der deutschen Regierung, zu zeigen, welchen Beitrag sie zu diesem Ziele zu leisten bereit sei. Herrn von Ribbentrop habe er einen kurzen Umriß dieser Vorschläge gegeben. Der Botschafter habe sofort erklärt, daß er keine Stellung nehmen wolle, solange er nicht den gesamten Wortlaut gesehen habe, und daß er alle Vorbehalte hinsichtlich der Stellungnahme seiner Regierung mache. Am späten Abend um Dom Mer. •'ei ge- )n Belgien, und Italien !5 Jnlrasi« n aus dem in Frage gelung in Westeuropa auf einer festen und dauerhaften Grundlage herbeizuführen. Die Fragt" diese if bl Jd Ul'5 I‘ , Jkt 7*.. Paris, 20. März. (DNB.) Die französische Kammer nahm eine ausführliche Erklärung des Außenministers über die Londoner Verhandlungen und die dort gefaßten Beschlüsse entgegen. Flandin führte u. a. aus, die Regierung bringe nach Tagen schwerer Beunruhigung die Festigung des Friedens. Die französische Regierung würde es gewünscht haben, daß das „Gesetz des internationalen Rechtes" durch die Rückkehr zu einer Lage, wie sie vor dem 7. März im Rheinland bestanden habe, ohne Einschränkung wiederhergestellt würde. Dieses Ergebnis hätte erzielt werden können, wenn die Signatarmächte des Locarno-Vertrages sich dahin einig gewesen seien, einen genügend energischen Druck auf Berlin auszuüben. Aber er habe sich sehr bald davon überzeugen können, daß diese Einigung nicht habe zustandegebracht werden können. Den französischen Bemühungen sei es aber zum mindesten gelungen, Beschlüsse durchzusetzen, die diesmal den Methoden der vollendeten Tatsache nicht das Vorrecht gäben, nachdem die Reichsregierung geglaubt habe, durch die Handlung vom 7. März die Rheinlandzone „von jeder internationalen Knechtschaft" freizumachen. Verhandlungen über „die endgültigen Satzungen des Rheinlandes" wie überhaupt über alle anderen Fragen könnten erst eröffnet werden, wenn Deutschland ausdrücklich alle — ihm jetzt gestellten — Bedingungen angenommen habe, die ein unzertrennliches Ganzes darstellten. Es könne keine Rede davon sein, daß eine internationale Streitmacht einen Teil französischen oder belgischen Gebietes besetzen könne. Das würde auch, wie Flandin zur Betonung der französischen Auffassung von Gleichberechtigung hinzufügte, eine ungeheuerliche Ungerechtigkeit gewesen sein, die ein französischer Unterhändler, der keine Belehrungen über Vaterlandsliebe notwendig habe, niemals von demjenigen angenommen haben würde, deren „eigentümliche Einstellung" die Aufgabe während der schwierigen Verhandlungen nur verwickelt gestaltet habe. Hinsichtlich des igreichs und »eiben an । zu richten: on Belgien, n sich eben, esehen, aus r Ne Sie« ermächtigt, bcn, daß die Bemühung annten Der« n sollte: »er und der sierung W um de" -ituation ' °er im er,Sy. vit auf "rklamen |Un9 der er denen '^wendet pichen wecke der 'ftsbe. des Han. London. 21.März. (DJIB. Funkspruch.) Reuter berichtet, in diplomatischen Kreisen Londons glaube man, daß gewisse deutsche Gegenvorschläge zu dem Locarno - Memorandum eine Grundlage für weitereBesprechungen abgeben könnten. Man habe die Auffassung, daß es sich um den a l l e r e r st e n Abschnitt einer Verhand- lnngsperiode handele, die sich sehr lange ausdehnen könne. England werde versuchen, Europa zu bestimmen, daß es einer Politik folge, die man d i e „britische Politik" nennen könne, und die sich bisher als erfolgreich erwiesen habe. 3n britischen Kreisen wird mit Rachdruck darauf hingewiesen, daß Frankreich undBelgien ihre Forderungen, zu denen sie sich in Paris entschlossen, f o weit heruntergeschraubt hätten, daß es seht an Deutschland sei, eine Geste im Interesse der Gesamtheit zu machen. Ls scheine, daß zwei Konferenzen in Aussicht genommen feien. Die erste würde eine Konferenz der Locarnomacht e mit Deutschland fein, die die Vorschläge des Führers, die Revision des Status quo im Rheinland und die gegenseitige Anter- stühungspakte aller fünf Machte zu beraten hätte. Erst zu einem weit späteren Zeitpunkt werde dann eine zweite Konferenz mit weiteren Aufgaben einberufen werden, an der eine große Zahl von Staaten teilnehmen würde. Scharfe Kritik der Londoner Abendpreffe. London, 20. März. (DNB.) Auf Grund der ersten Berichte über die Denkschrift der Locarnomächte enthalten die Abendblätter Stellungnahmen, die deutlich beweisen, daß sie von der englischen Oeffentlichkeit nichtohne Kritik hingenommen wird. Es ist dabei allerdings zu berücksichtigen, daß die Abendpresse sich ausschließlich aus Oppositionsblättern zusammensetzt. So schreibt der „Star" u. a., wir haben noch einen langen Weg zu gehen. Hitler verlangt, daß Deutschlands minderberechtigte Stellung beendet werden soll. Die vorläufigen Programmpunkte für die Uebergangszeit beenden sie nicht, sie unterstreichen sie Der Gedanke einer Konferenz, die sich mit jeder Sache beschäftigen soll, die anderweitig nicht behandelt wird, fesselt einige Leute ganz außerordentlich. Er ist jedoch kaum als praktische Politik anzusehen. Im Evening Standard heißt es u. a., in dem Plan befinden sich gewisse Dinge, die nicht von besorgten Staatsleuten, sondern von böswilligen politischen Satirikern hätten ins Auge gefaßt sein können. Da ist der Plan für eine neutrale Zone, die von internationalen Truppen bewacht werden soll, aufderdeutschenSeite der deutsch-französischen Grenze. Vor etwa vierzehn ng n-i' * er u n g. i “ kchlüch 1* itoffc ®'r6, -djenbe W‘ gonlu»«1“’" wirt. W etotel*' ss-ss ",5S dens er* ie die An» lOüertragee Glieder des els 11 der imung mit schritt heö Erhaltung im; nimmt des Freitag habe er, Eden, Ribbentrop den Wortlaut geschickt, nachdem dieser vom Kabinett gebilligt worden sei. Dies sei die Lage. Die Regierung habe verfucht, der Gefahr zu begegnen. Es sei eine sehr ernste Gefahr gewesen. Außerdem habe England versucht, eine Gelegenheit für eine R e - e ange« oorzu- ierung vor« diesen Dor» Locarnooertrages sei nichts geändert, solange der Vertrag nicht regelrecht gekündigt sei. Die französischen Vertreter hätten aber darauf bestanden, daß sofort Abkommen getroffen würden, um die mögliche Durchführung der militärischen Garantien sicherzustellen. Die englische Regierung habe diesem Vorschlag ihre Zustimmung gegeben. Er stelle eine entscheidende (Stoppe auf dem Wege der französisch-englischen Rachkrlegsbeziehun- gen dar. An Deutschland sei eine Aufforderung gerichtet worden. Wenn Deutschland sie annehme, so öffneten sich neue Aussichten für die Festigung des europäischen Friedens. Wenn Deutschland die Aufforderung ablehne, so sei die englische Regierung mit der französischen Regierung einig in der Auffassung, daß die Lage dann sofort erneut überprüft werden müsse. Die Locarno-Mächte hätten nicht gewollt, sich auf ein negatives Programm zu beschränken, da Reichskanzler Hitler Porschläge umrissen hätte, die positiv zu sein scheinen. Welche Vorbehalte und welche Einwände sie auch auslösen könnten, so hätte man vermeiden müssen, daß man sagen könnte, Frankreich stelle ihnen nur Verneinungen entgegen. Aus den — späteren — Verhandlungen sollten zusammen mit einem neuen Statut der Rheinlandzone genaue und umfassende Konventionen des gegenseitigen Beistandes zwischen den Westmächten her- oorgehen, deren Anwendung durch technische Abkommen gesichert sein würden. In diesen Verhandlungen würden die Vorschläge des Reichskanzlers Hitler alle Aufmerksamkeit finden, die sie verdienten. Die englische Regierung beabsichtige, dem Locarnovertrag treu zu bleiben. Sie sei einverstanden, in Zukunft die praktischen Mittel der Gewährleistung der französischen Sicherheit ständig und wechselseitig zu beachten. „Die schriftlichen Zusicherungen , die ich in dieser Hinsicht von dem Staatssekretär Eden erhalten habe, haben eine Bedeutung, die niemand in Frankreich verkennen wird." (Der Brief Edens wurde von Flandin verlesen.) — Die Rede des Außenministers wurde von der Linken und der Mitte mit starkem Beifall ausgenommen, während die Rechte sich zurückhaltend verhielt. Tagen hat Hitler die Gefahr auf sich genommen, Europa zu trotzen, indem er seine Legionen in das vertragsmäßig entmilitarisierte Rheinlandgebiet sandte. Heute wird er aufgefordert, nicht diese Soldaten zurückzuziehen, sondern es zu gestatten, daß eine internationale Truppe in das Rheinland eindringt, um als Polizei es au überwachen. Deutschland wird diesen Plan für eine neutrale Zone innerhalb seines Gebietes a b l e h - n e n. Es wird auch einen anderen Teil des Planes ablehnen, die Bestimmung, daß es den französischsowjetrussischen Pakt dem Internationalen Gerichtshof im Haag unterbreiten soll. So scheint es- noch bevor die Aussprache beginnt, daß der neue Plan zum Scheitern verurteilt ist. Was soll dann geschehen? Die Franzosen erwarten, daß, wenn Deutschland den Plan ablehnt, automatisch ein französisch - britisches Bündnis kommt. Zweifellos würde das Bündnis nicht offen als solches bezeichnet werden. Das britische Volk wird sich gegen diese Art des neuen Locarno z u wehren haben, und zwar wird es sich ganz energisch dagegen zu wehren haben. In einem Brief an den „Daily Telegraph" schreibt Hauptmann U n m i n : „Es kommt eine Zeit, wo jeder Vertrag, um moralisch gerecht zu bleiben, eine Aenderung fordert. Ich glaube nicht, daß juristische Verurteilungen uns dem Frieden näher bringen. Was wir wollen ist eine realiftische Prüfung der heutigen Fragen im Lichte der heutigen Umstände. Wir müssen aufhören, unsere Tatkraft für den Versuch zu verschwenden, die Lage von 1920 aufrechtzuerhalten." Einige Morgenblätter berichten, daß im Unterhaus ftarke Besorgnisse wegen der militärischen Verpflichtungen vorhanden seien, die in den „Friedensplan" der Locarnomächte in Gestalt von Briefen Englands und Italiens an Frankreich und Belgien ins Auge gefaßt werden. „Daily Expreß" schreibt, das Unterhaus werde am Dienstag sicherlich gegen jeden Plan revoltieren, der England verpflichten würde, sich an irgend einem fest- ländischen Krieg zu beteiligen. Die Abgeordneten seien auch keineswegs entzückt von der Aussicht, daß britische Soldaten zur Bewachung der geplanten neutralen Zone entsandt werden sollen. Kein Ultimatum London, 21. März. (DNB. Funkspruch.) Die Samstag-Morgenblätter wiederholen im wesentlichen ihren Appell an Deutschland, seinerseits einen Beitrag zu liefern. Fast ohne Ausnahme heben sie hervor, daß die Möglichkeit einer Berichtigung oder Abänderung der Vorschläge, die im Memorandum der Locarnomächte ihren Niederschlag gefunden haben, bestehe, ja sogar von der britischen Regierung gewünscht werde, die hierbei in vollem Umfange die Unterstützung der öffentlichen Meinung finde. Der „Daily Telegraph", die „Times" und die „Morning Post" sind sich einig mit Blättern wie lck. 7 bes obliegende des Bol. des Weh. Maßnahme die Re. ?pril 1935 dlkerbundg einseitigen Mammen« der Aus. 5 beschlie. Völker« : n Maß. 5 Gefahr ls Sebro, tnis zu b 3 Jahre Nationalsozialismus. Der Führer besichtigt das Modell des größten Seebades dec Welt, das Kraft durch Freude für den deutschen Arbeiter baut Deine Stimme dem Führer! der „Daily Herald" und die „News Chronicle", daß die gestrigen Vorschläge keineswegs als „Ul- timatumangesehen werden könnten. Es wird im Gegenteil übereinstimmend betont, daß die vier Mächte durchaus bereit seien, deutsche Gegenvorschläge zu erörtern, was dann zu weiteren ausgedehnten Verhandlungen führen würde. „Times" schreibt, hinsichtlich der Vorschläge sei von vornherein festgestellt, daß sie den e r ft e n und nicht bereits den endgültigen Z u - st a n d einer Vereinbarung darstellten. Sie seien ein Kompromiß, auf das sich die vier Locarnomächte hätten festlegen können. Eine Vereinbarung zwischen ihnen und Deutschland solle erst noch kommen. Man dürfe auch nicht außer acht lassen, daß es auf eine große Unordnung und vielleicht sogar auf eine Gefahr hingedeutet hätte, wenn die Locarnomächte zunächst nicht zu einem vorläufigen Einverständnis gekommen wären. Es sei gelungen, dies zu vermeiden und es müsse als ein Fortschritt bezeichnet werden, daß die internationale Verständigung wenigstens soweit gebracht worden sei. Die Vorschläge der Locarnomächte machten gewiß nicht den Eindruck übermäßiger Spitzfindigkeit aber sie seien schließlich nur Sie Schale, d i e den Kern enthalte. Ein Ultimatum stellten sie nicht dar, und sie seien mit voller Absicht z e i t- l i ch begrenzt und würden beiseite geworfen und vergessen werden, wenn man an die Arbeit für die Dauermaßnahmen gehe. Alle Nachrichten aus Berlin, schreibt das Blatt weiter, deuten darauf hin, daß man in dem Vorschlag, a u f deutsches Gebiet fremde Polizeitruppen zu legen, eine Beeinträchtigung der Gleichberechtigung sehen und dies a b l e h n e n werde. Dies wäre aber keineswegs lebensgefährlich und eine Vereinfachung dieses umständlichen Planes, durch die eine internationale Polizeitruppe völlig verschwinden würde, wäre keineswegs bedauerlich. bäuerlich. Es werde nicht bestritten, daß die vorgeschlagenen Sicherheitsmaßnahmen für die Uebergangszeit deutsche Zugeständnisse erfordern. Ihr Gewicht sei aber gering im Vergleich zu den „Opfern", die Frankreich bereits zur Befriedung der Lage gebracht habe. „News Chronicle" berichtet, daß im Unterhaus sich ein st a r k e r W i d e r st a n d gegen die vorgeschlagene neue einseitige Rhein- landzone bemerkbar mache, und daß Lloyd George sich vor allem gegen ein Militärbündnis mit Frankreich wende. Eine starke Gruppe im Hause sei wegen der offensichtlichen Kapitulation gegenüber dem französischen Standpunkt besorgt. Diese Kapitulation sei auf Sir Austen Chamberlain zurückzuführen, der seine Pläne der Regierung aufzuzwingen versuche. Aus aller Welt. Prämienziehung zur Reichswinterhitfe-Lotterie. Die öffentliche Prämienziehung zur Reichswinterhilfe-Lotterie fand in München statt. Aus allen Kreisen der Bevölkerung hatten sich zahlreiche Prämienscheinbesitzer eingefunden und verfolgten gespannt den Verlauf der mehr als dreistündigen Ziehung. Die Auslosung der 615 Prämiengewinne aus der Gewinntrommel wurde in der Reihenfolge der 15 Lotterieserien vorgenommen. Auf jede Serie trafen hiermit eine Tausend- marfprämie und 40 Prämien zu je 100 Mark. In den 15 Serien fiel je eine Prämie von 10 0 0 R M. auf folgende Nummern: 441594, 1976 570, 1085 288, 1 984 151, 704 668, 1259 969, 490 987, 924 431, 1821 427, 988 831, 1058 949, 1460155, 1 471 121, 1 936 321, 951393. (Ohne Gewähr.) Mark Twain hält einen Vortrag. Der große amerikanische Humorist Mark Twain kam einst in eine Stadt, um eine Vorlesung zu halten, und da ihn am Eingang des Gebäudes niemand begrüßte, ging er hinein und wollte mit anderen Besuchern m den Saal treten. Der Aufseher hielt ihn an und sagte: „Bitte, Ihr Billett". Mark Twain beugte sich zu ihm und flüsterte: „Schon gut, ich bin der Vortragende selbst." Der Aufseher aber sah ihn prüfend an und sagte ganz laut, daß die Umstehenden es hören konnten: „Nein, das gibts nicht, dreie sind schon dagewesen und haben gesagt, sie wären die Vortragenden. Die habe ich reingelassen. Aber ich habe mir geschworen: der nächste Vortragende muß bezahlen." Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Friedrich Wilhelm Lange; für* Feuilleton: Dr. Hans Thyriot; für den übrigen Teil: Ernst Blumfchein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwort- lich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. II. 36: 10 556. Druck und Verlag: Brühl'sche Univexsitäts-Buch-und Steindruckerei R. Lange,K.-G., jämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzelverkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. Das Echo der Paris, 21. März. (DNB. Funkspruch.) Die Presse rechnet mit einer deutschen Ablehnung des Memorandums der Locarnomächte. Gewisse Blätter finden dieses Viererabkommen nicht einmal starr genug, um ein einseitiges Locarno zustande zu bringen. Auch wird die Forderung nach einer Verstärkung der Heere der Bürgschaft s rn ä ch t e erhoben, um Frankreich w i r k- l i ch Schutz gewähren zu können. Die Hamburger Rede des Führers wird als das e r ft e „N e i n" gewertet. Das „Journal" schreibt, die in London gefundene Verständigungsgrundlage enthalte für Deutschland recht unangenehme Züge, die jedenfalls für den Augenblick seinen Zorn erregen würden. Aber sie enthalte auch sehr viel angenehmere Aussichten, nämlich die Bestätigung der vollendeten Tatsache und das Angebot, den großen Wiederaufbau auf den von Hitler vorgeschlagenen Grundlagen ins Auge zu fassen. Das Schiedsverfahren fei rein rückblickend, denn es gelte von vornherein als verabredet, daß ungeachtet des Ausfalles des Spruches in Zukunft alles geändert werde. Man werde den Rheinpakt, man werde Locarno revidieren. Man werde daher die Deutschen auffordern, sie möchten die rechtliche Regelung, die sich ja einzig und allein auf die Vergangenheit beziehe, annehmen. Die politische Seite werde man bann in Zukunft berücksichti- g e n. Deutschland werde versuchen, der symbolischen „Straße", die die 20-Kilometer-Zone bedeute, zu entgehen. r pariser presse. Der Berliner Berichterstatter des „Journal** erklärt, er habe den Eindruck, daß man in London, Paris und anderswo noch nicht völlig die deutsche Politik begriffen habe und nur allzu große Neigung zeige, die nationalsozialistische Herrschaft mit der von Weimar zu verwechseln. Die Zeiten hätten sich geändert. Die Verurteilung durch den Völkerbund lasse Hitler unberührt. Daß man aber etwa auch nur einen einzigen Augenblick daran glaube, von den Deutschen irgend etwas zu erreichen, mit Vorschlägen wie denen von London, zeige, daß man um mindestens drei Jahre rückständig sei. In einem Telegramm des „Matin" aus London wird erklärt, die englische Regierung rechne mit einer verneinenden Antwort aus Berlin, scheine aber an die Möglichkeit deutscher Gegenvorschläge zu glauben. Der Berliner Berichterstatter des Blattes bemerkt, die Rede des Führers in Hamburg habe den Zweck, die diplomatische Tätigkeit Ribbentrops in London wirksam zu unterstützen. — „Le Jour" ist mit dem in London Erreichten unzufrieden. Das Blatt kennzeichnet die Haltung der französischen Regierung wie folgt: „Zurückgehen und habet ausrufen, daß man vorwärts geht!" ODOL L 83 wirkt vorbeugend gegen Infektionen, also gegen Schnupfen, Halsschmerzen, Grippe und ähnliche Gefahren. ODOL L83 beseitigt peinlichen Mundgeruch, erfrischt, belebt. L 83 ist das Kennzeichen für ein weiter vervollkommnetes Odol mit erhöhter bakterientötender Wirkung. 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Sinne der Reiche noch ffellunq fei funben wi weit dem ! stengeisteg einander z, gäbe der e ternmite Mittl.Säge-und Hobelwerk mit Wasserturbine u. MotorkrastlDie- selrnotor)sow.gr. Lagerplatz i.Als- feld( Oberhessen) Bahnstr. Giehen- Julda,anHaupt- strahe gel.(mit z. Teil ganz neuen Maschinen) be- triebsf.) z.Kisten- oder Stehleiterfabrikation ge- eignet)Jarnilien' Verhältnisse halb, alsbald zu vermieten. Schriftl. Anfrag. u. 01254 an d. Gieh. Anz. MM mit Saal und Garten, a. auswärts z. pachten gesucht. [i808v Ave« für Fischgeschäft usw. geeignet, s. günst. zu verm. 6o«5 in guter Lage, geg. Barzahlg. z. kauf. ges. Näher. Büro Kirchner, Seltersweg 8. Sonnige 2-Z.WolinaoO m. Küche u. Bad (Neubau, Zentralhz.), beste Wohnl., z. 1. 4. analleinff.Dame od. Herrn z. vermiet. Schr.Ag.u. 01329 a.d.G.A. 2 grolle leere Zimmer mit Zentralhzg. zu verm. Besichtigung u. Rücksprache v.Mont., den23.3.an[oi32i Moltkestrahe 4. Haus-Verkauf. 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Bei so weitgesteckten Zielen ist es nur natürlich, wenn die nationalsozialistische Führung auch mit weitesten Zeiträumen rechnet. Der erste Schritt zur Erziehung des Volkes ist der, daß es sich in Fragen der Außenpolitik als Einheit fühlen lernt. Aber die Erziehung kann nicht dabei stehen bleiben, daß sie von Fall zu Fall das Volk zu einheitlicher Stellung- .rahme auffordert, indem sie es immer wieder daran gemahnt, wie seine größtmöglichste Stärke in der Einheit des Staatswillens liegt. Das Volk selbst muß zur Einheit werden und sich als Einheit fühlen auch da, wo kein Anstoß von außen ihm die Gefahren der Zwietracht greifbar vor Augen führt. Denn dann erst, wenn ihm dieser Zustand innerer Geschlossenheit selbstverständ- l i ch geworden ist, wird es allen möglichen Anforderungen und Gefahren gegenüber, die aus dem Dunkel der Zukunft emporsteigen können, in Form sein. In Form sein heißt, zur Abwehr gerüstet sein, körperlich nicht nur, sondern vor allem auch seelisch, und dies „in Form sein" hat Wert nur, wenn es der natürliche Dauerzustand wird. Daß das Staatsvolk im zweiten Reiche so nicht in Form gewesen ist, das hat zur Folge gehabt, daß es die Feuerprobe des Krieges nur unvollkommen bestand. Viereinviertel Jahre lang hat es einer zehnfachen Uebermacht den bewundernswertesten Widerstand geleistet, um dann, fünf Minuten vor zwölf, einen Nervenzusammenbruch zu erleiden! Auch im Zweiten Reich hat es nicht an Leuten gefehlt, denen nationales Fühlen und nationales Handeln selbstverständlich war, wenn nationale Werte auf dem Spiel standen; die sich aber im privaten Leben und im geselligen Treiben gehen ließen, und dem lieben Ich und seiner Selbstsucht mehr Spielraum zum gelgentlichen Austoben gönnten, als dem dauernden Jnformsein eines Staatsoolkes in der gefährdeten Mittellage Europas zuträglich war. In den deutschen Kinos läuft zur Zeit ein Film der Klasse la, der „Traumulu s" mit Emil Hannings in der Titelrolle. Man hat darum gestritten, ob diese Szenen aus dem geselligen Leden einer kleinen Stadt der Vorkriegszeit, die der Film wiedergibt, echt seien, oder ob sie ein verzerrtes Bild der damaligen Zustände gäben. Wer jene Zeit als urteilfähiger Beobachter mit durchlebt hat, der wird zugestehen müssen: diese Szenen sind durchaus lebensecht. Der Einwand, den man erhoben hat, ein Geschlecht, das so gewesen sei, wie es hier geschildert wird, hätte die ruhmreiche Leistung des vierjährigen Widerstandes nicht vollbringen können, trifft nicht den Kern der Sache. Es ist nicht einzusehen, weshalb in Vorurteil und Standesdünkel befangene Menschen nicht höchst tüchtige Soldaten sein könnten! An den Kern der Sache werden wir erst herangeführt, wenn wir die geselligen Zustände, wie sie uns der Film lebendig macht, in Beziehung setzen zum Zusammenbruch nach beispiellosem Widerstand. Dieser Zusammenbruch erst war in den geselligen Zuständen der Vorkriegsjahre zutiefst begründet. Der Traumulus-Film ist in gewissem Sinne der Film vom Kastengeist, der im Zweiten Reiche noch mächtig war, und wenn die echte Darstellung seines Wirkens heute als Zerrbild empfunden wird, so beweist das schließlich nur, wieweit dem Dritten Reich die Ueberwindunq des Kastengeistes bereits gelungen ist. Nicht gegeneinander zu wirken, ist im Dritten Reich die Aufgabe der einzelnen Schichten der Gesellschaft, sondern miteinanderzumWohleder Volksgemeinschaft. Und parallel mit der Umwertung so mancher ‘Bum 29. Marz Öin Wort von Prof Dr. Gustav Davemann Im Reich der Töne waren über alle politischen und sprachlichen Grenzen hinweg die großen deutschen Meister die Wegbereiter für eine geistig-kulturelle Verständigung der Kulturnationen. Adolf Hitler schenkte den deutschen Musikern nach Jahren der Zerrissenheit ihre Standesvertretung in der Reichsmusikkammer. Die dadurch bewirkte organisatorische Zusammenfassung aller künstlerischen Kräfte ist die Grundlage für die Wiederbesinnung auf die aus dem Volkstum entspringenden Quellen echter Kun st. Aus tiefem Glauben an Deutschland und aus nationalsozialistischem Geiste wird neue deutsche A u n st erstehen, die wieder zur Verständigung der Völker beitragen wird. Die Kunst kann nur im Frieden gedeihen Unser Führer will uns den Frieden erhalten. Er ringt um jeden deutschen Menschen. Deutscher Musiker, stehe am 29. März zum Führer Deutschlands im Glauben an den Sieg von Wahrheit und Recht! Früher„Luxus" - heute Vousruudsunk! Von ^eichssendeie'ter Eugen Dadomovsky. NSK. Als wir die Macht übernahmen, war auch auf dem Gebiet des Rundfunkwesens der allgemeine Zusammenbruch da. Die Hörerabgänge betrugen 74 v. H. Deutschland hatte weniger als halb so viele Rundfunkhörer wie England und andere Kulturstaaten. Die Regierung bezeichnete den Rundfunk offiziell als „Luxus". Die Industrie sorgte durch die von Konzern- und Monopol-Interessen geleitete künstliche Hochhaltung der Preise dafür, daß der Rundiunk auch wirklich Luxus blieb. Die deutschen Apparatepreise lagen um das fünf- bis sechsfache über den Weltmarktpreisen. Dazu waren die deutschen Apparate leider auch leistungsfähig oft nicht mit den außerhalb Deutschlands erhältlichen Apparaten vergleichbar. Hier setzte schon in den ersten Monaten nach der Machtübernahme ein erstaunlicher Wandel der Gesinnungen und der Tatsachen ein. Der Rundfunk wurde zur Sache des Volkes. Die Politik der künstlichen Hochhaltung der Preise wurde mit der Schaffung des V o lksempfängers durchbrochen. Damit wurde der Durchschnittspreis der Rundfunkapparate in Deutschland zunächst auf d ie überalterten Werte auf gesellschaftlichem Gebiet ist die Entwicklung in der Wirtschaft gegangen. Wenn etwas in der Vorkriegszeit „in Form" gewesen sei — so war die allgemeine Meinung — so wäre es die deutsche Wirtschaft gewesen. Unstreitig war ihre Entwicklung zu einer erstaunlichen Höhe gediehen, aber was half uns aller Gewinn daraus, wenn die Wirtschaft für die Feuerprobe des Krieges nach dem Kriege nicht in der wünschenswerten Form war? Wie in der Gesellschaft der Kastengeist mächtig war, so war die Wirtschaft beherrscht vom Geiste des Klassenkampfes. Das „Herr im Hause fein" war für die führende Oberschicht zu Zeiten maßgeblicher als das Gedeihen der Volksgemeinschaft. Und die staunenswert durchgebildete Organisation der tragenden Unterschicht war ausschließlich auf Kampf gegen die kapitalistische Herrenmoral eingestellt. Wo war der Gewerkschaftssekretär, der, ohne seine Stellung zu riskieren, hätte zugeben dürfen, daß der Kampf nur um des Kampfes willen eine Verirrung fei und daß der Kampf der Wirtschaftsschichten gegeneinander nur dann sittliche Berechtigung habe, wenn er geführt werde, um dem Grundsatz zum Siege zu verhelfen: Gemeinnutz geht vor Eigennutz? An der sinnlosen Wut des Kampfes aller gegen alle, der zuletzt die Wirtschaft wie die Gesellschaft des Deutschen Volkes zerriß, vermögen wir abzuschätzen, was das Dritte Reich hier geleistet hat. Darin liegen Größe und Zuversicht der Entwicklung dieser drei Jahre. Und art ch dazu wird am 29. März ein Bekenntnis vom Staatsoolke des Dritten Reiches verlangt. Das Volk soll sich einmütig zum neuen G e i st e seiner Staatsfüh - r u n g bekennen, der mit Kastengeist und Standesdünkel und Mammonismus und Klassenkampf ein Ende gemacht und die Bewertung des einzelnen wie der Gemeinschaft ganz auf Leistung gestellt hat. Leistung allein adelt im Dritten Reich, das gibt dem Tätigkeitsdrang, der im einzelnen wie in der Volksgemeinschaft lebendig ist, die einheitliche Richtung. Irgend eine hervorragende Leistung steht auch am Anfang der Ahnenkette, auf die der Adel im Ständestaat seine bevorrechtigte Stellung gründete. Und dagegen ist gewiß nichts einzuwenden, daß noch die Enkel auf die Leistung ihres Ahnherrn stolz sind. Nur wenn sie daraus Vorrechte für sich abfeiten wollen, verträgt sich das nicht mit dem Geiste nationalsozialistischer Volksgemeinschaft. Der Adel, den ein Ahnherr sich erworben hat, muß vielmehr von jedem Enkel neu verdient Hüter -eutscher Tradition Der $ührcc beim Geschwader Nichthofen Deine Stimme dem Führer! werden, und kann nur verdient werden durch Leistung. Leistung gibt den Wertmesser, der Führernaturen hekaushebt aus dem Einheitsbrei der Mittelmäßigkeit, der unter dem Weimarer System das Ziel aller Staatspolitik geworden war. Leistung allein, nicht Geburt und nicht Besitz, verleiht den Adel in einem Staate, der den Grundsatz verwirklichen will, daß Gemeinnutz vor Eigennutz geht. Und Leistung allein adelt nicht nur den einzelnen, sondern auch das Volk. Der Adel der Freiheit, der Gleichberechtigung und der Selbstsicherheit kann nur erworben und erhalten werden durch immer wiederholte Leistung. Solch eine Leistung, solch ein bejahendes Bekenntnis zu sich selbst und den neuen Wegen seiner Entwicklung ist es, was am 29. März vom deutschen Volke erwartet wird. Go sieht der Stimmzettel aus. Reichstag für Freiheit und Frieden Wahlkreis____ Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei Adolf Hitler sieß Zrich Göring Goebbels Der Stimmzettel für die Reichstagswahl ist in drei Felder eingeteilt. Das obere Feld, das über die ganze Breite des Stimmzettels geht, trägt die Aufschrift „Reichstag für Freiheit und Friede n". Darunter steht in diesem Feld die Angabe des W a h 1 k r e i s e s. Unter diesem Feld liegen die beiden anderen Felder. In dem größeren linken steht in der ersten Zeile „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei", in der zweiten Zeile groß und fett gedruckt „Adolf Hitler" und in der dritten Zeile folgen die Namen „Heß, Frick, Göring, Goebbels". Es folgt der Name des jeweiligen Gauleiters. In dem rechten kleinen Feld ist der Kreis zum Ankreuzen angebracht. Neue Zügen- -Neues Volk. ZdR. In jedem Jahre beziehen Zehntausende von deutschen Knaben und Mädchen, die eben die Schule verlassen haben, ihre Landjahrheime. Sie kommen aus den industriellen Bezirken, wo Schlot an Schlot steht, aus den Häusermeeren der Großstädte und bleiben dreiviertel Jahr auf dem Lande. Nach den Worten des Reichsminifters Rust soll das Landjahr jene Gegensätze zwischen Stadt und Land, die infolge demagogischer Auspeitschung zu einem Riß m unserm Volk geworden sind, restlos überwinden. Im Landjahr wuchs eine neue Form staatlicher Gemeinschaftserziehung heran, die für die Formung einer neuen deutschen Jugend unermeßliche Bedeutung haben wirb. Der nationalsozialistische Staat schuf sich mit seinen Landjahrlagern die idealsten Jugenderziehungsanstalten, die Deutschland je besessen hat. Die Erziehung des Landjahres ist Charaktererziehung, die den ganzen Menschen beansprucht. Treue, Kameradschaft, Ehrlichkeit, Wahrheitsliebe, Mut werden nicht gelehrt, aber gepflegt. Die scharfe Zucht des Gemeinschaftslebens bildet weniger den Geist, mehr die Haltung des ganzen Menschen, die innere und äußere. Die Ertüchtigung des Körpers wird nicht vergessen. Daneben kommt die nationalpolitische Erziehung zu Phot.: Landesbauemschati Hess.-Nass» ■ Landjahr-Jmrge ans Köln bei bäuerlicher Arbeit in Emmershausen im Wciltal. ihrem Recht und sie kann in der engen Gemeinschaft des Landjahres von einer Tiefenwirkung fein, wie sie fönst nicht mehr erreicht wird. Jungen und Mädchen lernen auf großer Fahrt bi e Landschaft kennen und gewinnen einen Begriff von der Größe und Schönheit des Reiches. Sie lernen die Arbeit des Bauern kennen, feine Sorgen, feine Freuden, sie arbeiten mit und ihr Herz hängt bald an Dingen, Tieren und Menschen des Landes. „Liebe Mutter, Du fragst, ob ich Heimweh habe. Nein, Mutter! Zuerst dachten wir ja sehr viel an Zuhanse, aber das war nur in den ersten Tagen. Liebe Mutter, Du glaubst gar nicht, wie schön das hier ist." Sv und ähnlich schrieben die Kinder nach Hause. Sie, deren Großeltern vielleicht selber noch Bauern waren, haben in ihrer jungen Ursprünglichkeit schnell die Liebe zum Lande und zumBauern entdeckt. Sie haben die Stadt vergessen, was hatte sie ihrer, nach Tat, nach echter, durch Zucht gebundener Freiheit, nach kraftfördernder Arbeit durstenden Jugend auch zu geben? Wenn sie zurückkehren, diese Jungen und Mädchen, Hälfte gesenkt. Dazu wurden Zahlungsbedingungen getroffen, die auch der Masse der Händlerschaft den Kauf eines Volksempfängers ermöglichten. Die neuen Ideen über den Rundfunk als Sache des Volkes setzten sich mit so elementarer Kraft durch, daß in rascher Folge hunderttausend, fünfhunderttausend, eine Million und mehr Volksempfänger geschaffen werden mußten. Der Rundfunkhörerzugang, der 10 Jahre lang nur 400 000 jährlich betragen hatte, stieg auf über 1 Million pro Jahr. Deutschland holte in unerhörtem Tempo die Strecke wieder auf, die es hinter den anderen Ländern zurückgeblieben war. In diesen Tagen haben wir oie Rundfunkhörerzahl von England erreicht! Damit ist zugleich im Verlauf von drei Jahren die deutsche Rundfunkhörerzahl von 4 Millionen fast verdoppelt worden. Wir zählen am 1. März 7 524 010 Rundfunkhörer, davon sind 584 084 gebührenbefreit, die aus sozialen Gründen keine Zahlunaen zu leisten brauchen. Darunter sind auch die Zehntausende, die in allen deutschen Gauen von der Dr. Goebbels-Spende einen Rundfunkapparat geschenkt bekommen und damit automatisch von der Gebührenzahlung befreit sind. Rund 2,5 Millionen Volksempfänger sind seit August 1933 geschaffen worden und über 2 Millionen davon sind bereits in die breiten Massen unseres Volkes hinausgegangen und sind heute zum wichtig st en Kulturgut unserer schaffenden Menschen geworden. Aber der Volksempfänger hat nicht etwa die Produktion und den Absatz an großen Apparaten verdrängt! Im Gegenteil, von 971 000 im Jahre 1932 ist die Industrieproduktion auf 1 887 000 im Jahre 1934 gestiegen, und in allen Jahren hat sich der Volksempfänger als rein zusätzliches Geschäft neben den großen Rundfunkapparaten durchgesetzt. Es sind sogar seit 1933 regelmäßig mehr große Apparate abgesetzt worden als im Jahre 1932. Diese gewaltige Mehrproduktion hat sich auch in der Beschäftigung und Besetzung der Arbeitsplätze entsprechend ausgewirkt. Heute beträgt die Arbeitsplatzausnutzung wohl über 90 v. H. im Durchschnitt. Aber auch der Rundfunk selbst hat sich mit seinem Sendebetrieb aus der Erstarrung der Systemzeit gelöst. An Stelle des von roten Bonzen, Juden und Korruptionisten beschmutzten Systemrundfunks mit seinen kapitalistischen Privatinteressen und Aktiengesellschaften ist ein sauberer a n - ständiger deutscher Reichsrundfunk getreten. Alle Sender sind heute Reichssender und die Reichsrundfunk-Gesellschaft selbst ist Neichseigen- tum. Zugleich haben die Sender ihre soziale Pasis verbreitert und ihre Leistungen auf allen künstlerischen und Unterhaltungsgebieten erhöht. Gegen 230 000 Sendungen im Jahre 1932 finden heute 5 5 0 0 0 0 Sendungen jährlich statt. Die Zahl der Sendestunden aber ist von 48 000 auf 66 000 gestiegen. So sehen wir im Rundfunk ein getreues Abbild der Entwicklung, die Adolf Hitler auf allen Gebieten des nationalen, kulturellen und politischen Lebens eingeleitet hat und die wir in die Worte kleiden können: Dank dem Führer haben wir unter Anspannung aller Kräfte den deutschen Wagen vom Abgrund zurückgerissen. Nun geht es in eine freiere und schönere Zukunft. Aber es ist freilich keine Zukunft für Faulenzer. Nichts ist uns in den vergangenen Jahren geschenkt worden; und nichts wird uns in Zukunft geschenkt. In unerschütterlicher Gefolgschaftstreue, mit heißem Herzen und leidenschaftlichem Willen aber auch stahlhart und entschlossen werden wir weitermarschieren. Der neue Oberspielleiter he« (Schauspiels Seit dem Weggang Hans T a n n e r t s wurde, wie uns aus dem Stadttheaterbüro geschrieben wird, der Posten eines Oberspielleiters des Schauspiels nicht mehr besetzt. Für die kommende Spielzeit hat nun Intendant Schultze- Griesheim für diesen wichtigen Posten den Regisseur und Dichter Theodor H a e r t e n verpflichtet. Haerten ist gerade in den letzten Tagen auch bei uns sehr bekannt geworden durch die erfolgreiche Uraufführung feines Schauspiels „D i e Hochzeit von D o b e st i" am Hessischen Landestheater in Darmstadt. Der Dichter gehört zu den stärksten Hoffnungen der jungen deutschen Schriftsteller-Generation. Im Schauspiel bereitet unsere Bühne augenblicklich das Drama „Der tolle Christian" von Haerten vor. Theodor Haerten wurde 1898 in Geldern am Niederrhein geboren. Er entstammt einer in seiner Vaterstadt alteingesessenen Familie Mehrere Jahre war Haerten als Spielleiter im Rheinland tätig und zuletzt wirkte er als Spielleiter in Königsberg. In den letzten beiden Jahren jedoch lebte der Dichter fern vom Theater nur feinem dichterischen Schassen. Durch die Bei pflichtung Haertens wird der Einsatz des Stadttheaters Gießen für die junge Dichtung erwiesen, und die Mitarbeit einer solchen künstlerischen Persönlichkeit wird für das Theater wie für die Stadt eine wertvolle Bereicherung fein. Die „Weihe des Speerbluiens". Der britische Hauptkommissar für das Eingebore- nenmefen im Kenia-Distrikt in Ostafrika, Montgomery, ist jetzt von einer längeren Reise in das Land der Samburu zurückgekehrt, nachdem er dort mit den Häuptlingen der wichtigsten Stämme eine Zusammenkunft hatte. Es handelte sich um die Beratung über die „Weihe des Speerblutens", einen alten barbarischen Brauch der Eingeborenen, der in letzter Zeit wieder stark aufgelebt ist und dem zahlreiche Menschenleben zum Opfer gefallen sind. Nach einer überlieferten Vorstellung muß der herangewachsene Jüngling vor seiner Männlichkeitsweihe die Spitze seines Speers in das Blut eines von ihm selbst getöteten Kriegers getaucht haben. Lange Zeit schien diese kultische Uebunq in das Dunkel der Vergessenheit zurückgetreten sein. Aber seit einigen Jahren hört man wieder von Mordtaten, die' unzwei- selhaft mit der „Weihe des Speerblutens" in Zusammenhang stehen, und neuerdings sollen sich wie- der rund 50 solcher Untaten ereignet haben. Montgomery machte die Häuptlinge auf den Ernst der Lage aufmerksam und gab ihnen deutlich ju verstehen, daß sie selber jetzt endlich für die Unterdrückung dieses Unwesens und die Bestrafung der Schuldigen sorgen müßten, denn sonst würde die Regierung mit allen ihr zur Versüoung stehenden Kräften rücksichtslos einschreiten. Der britische Hauptkommissar, der im Gebiet der Samburu in Begleitung einer Wache von 15 Polizisten an kam, erklärte dann: „Ich bin nicht hierhergereist, um große Worte zu machen. Die ausgezeichnet bewaffneten Leute an meiner Seite zeigen euch, was auf dem Spiel steht, sie werden mindestens drei Monate in eurem Lande bleiben, wenn ihr die Mörder nicht zur Verantwortung zieht. Die Kosten für diese Polizeibesatzung müßt ihr bezahlen, und jeder meiner Distrikts-Kommissare hat das Recht, eure Ernten und eure Kamele für diesen Zweck zu beschlagnahmen." Der Sprecher der versammelten Häuptlinge klagte die Angehörigen eines bestimmten Stammes der in der letzten Zeit vorgekommenen Untaten an. „Die eigentlichen Schuldigen aber sind die jungen Mädchen," fügte er hinzu, „denn sie hetzeii die Jünglinge auf, daß sie sich vor der Verheiratung ihrer durch die „Weihe des Specrblutens" würdig erweisen und schelten jeden einen jämmer- liehen Feigling, der diesen uralten Brauch nicht befolgen will." Seit Juni des vorigen Jahres versuchte man, allmählich die Entwaffnung im Gebiet der Samburu durchzuführen: ein durchschlagender Erfolg war bisher aber nicht zu erzielen. straff an Leib und Seele, erfüllt mit den einfachen und großen Dingen, wie sie das Leben des Bauern, das Leben in freier Natur bieten, dann wird keine Asphaltjugend aus ihnen werden, ausgeliefert den Rowdyinstinkten volksfremder Elemente. Diese Besinnungspause zwischen Schule und Berufswahl wird vielleicht Ursache sein, daß man später nicht mehr von einer Landflucht sprechen wird. Sondern es wird durch das Landjahr die Zeit vorbereitet, in der die junge Generation von der Stadt zum Lande streben wird, weil sie die Beziehung wiedergewonnen hat zum Boden als Quelle der Ernährung und als Träger des Blutes. Der Wirt hat wieder Gäste! WPD. Einer der Wirtschaftszweige, die von der verfehlten Wirtschaftspolitik der Vergangenheit und von der Wirtschaftskrise in äußerst starkem Maße betroffen worden sind, ist das Gaststätten- a e w e r b e , dessen Umsätze von über 6 Milliarden Mark im Jahre 1929/30 bis 1933 auf 3,85 Milliarden Mark zurückgingen. Dieser Umsatzrückgang war für das Gaststättengewerbe um so katastrophaler, als von seinen rund 250 000 Betrieben allein 92,1 o. $). weniger als sechs Personen beschäftigen. Der Rückgang hat also im wesentlichen über 200 000 kleine Unternehmer getroffen. Es ist erfreulich, daß der wirtschaftliche Aufschwung Deutschlands in den drei Jahren natio- nalsozialisttscher Politik auch schon in starkem Maße gerade diesem mittelständischen Wirtschaftszweig zugute gekommen ist. Und es sind nicht nur etwa die „Kraft-durch-Freude-Fahrten gewesen, die den Umsatz des Gaststättengewerbes bis 1935 auf über vier Milliarden Mark haben steigen lassen, sondern die st arte Zunahme des Fremdenverkehrs und die Steigerung des Bierabsatzes lassen darauf schließen, daß außer der Belebung der geschäftlichen Reisetätigkeit auch die privaten Urlaubsreisen wieder zugenommen haben und daß das deutsche Volk einen größeren Teil seines Einkommens dazu verwenden konnte, sich nach der Tagesarbeit auch mal wieder „einen gemütlichen Schoppen" zu leisten. Der Fremdenverkehr war von 1930 bis 1933 jährlich jeweils um rund 22 v. 5). zurückgegangen; die erste Belebung setzte bereits im Sommer 1933 ein. Im Jahre 1934 stieg der Fremdenverkehr von Monat zu Monat um 20 v. 5). — eine Entwicklung, die bis in die letzten Monate hinein angehalten hat. Im November 1935 wurden noch 16 'v. H. mehr Fremdenübernachtungen gezählt als im November 1934, der sich ebenfalls schon durch eine starke Steigerung ausgezeichnet hatte; der Dezember 1935 brachte wiederum eine Steigerung von 9,5 d. 5). gegenüber dem Vorjahr. Es sind auch mehr Ausländer nach Deutschland gekommen als früher: in den Jahren von 1930 bis 1933 hatte dieser Reiseverkehr einen jährlichen Rückgang von jeweils rund 30 v. H. zu verzeichnen gehabt, seit Ende 1933 jedoch steigt der Ausländeroerkehr von Monat zu Monat um durchschnittlich 30 bis 50 o. H. Daß sich das deutsche Volk wieder öfter „einen Schoppen leisten" kann, geht daraus hervor, daß der Bierverbrauch im Jahre 1934 um 11,3 v. H. großer war als 1933, während er in den Jahren vorher ständig gesunken war. 1930/31 wurde in Deutschland um 16,2 d. S). weniger Bier getrunken als im Jahre vorher; im Rechnungsjahr 1931/32 sank der Verbrauch weiter um 22,0 v. H. und schließlich von 1932 bis Frühjahr 1933 noch weiter um 9,4 v. H. Dagegen schon im Jahre 1933 wurde eine weitere starke Einschränkung vermieden, vielmehr ging der Bierabsatz nur noch um 1,2 v. 5). zurück. „ Die Verbesserung in der Lage des Gaststatten- gewerbes kann als ein deutlicher Beweis für die Echtheit der deutschen Wirtschaftskonjunktur gewertet werden. Auch hier ist also die allgemeine Belebung — nach den Worten des Führers — nicht nur einigen wenigen, sondern rund 250 000 kleinen und mittleren Betrieben zugute gekommen, die ihrerseits wieder diese Belebung dazu ausgenutzt haben, daß sie von den rund i00 000 Arbeitslosen des Gaststättengewerbes (am 30. April 1933) allein bis Ende 1934" rund 50 000 wieder in Lohn und Brot brachten. M Diesen Erfolg verdankt das schaffende Deutschland Wolf Wer tu o BZ ** SB => tu Hie Christentum! Hie Bolschewismus! ßin Aufruf an die Christen aller Völker. B e r l i n , 20. März. (DNB.) Der Vorsitzende des Reichskirchenausschusses, in dessen Händen die Leitung der Deutschen Evangelischen Kirche liegt, D. Wilhelm Zoellner, hat „an die Christen aller Völker" einen Aufruf ergehen lassen, der zeigt, wie ernst er seine Aufgabe auch der gesamten christlichen Welt gegenüber auffaßt. Der Aufruf lautet: „In seiner Rede vom 7. März hat der Führer und Kanzler des deutschen Volkes erneut das politische Gewissen des deutschen Volkes und der Völker der Welt aufgerufen. Er hat auch den Feind der Völker und des Völker friede ns genannt, dessen satanischer Haß sich in erster Linie gegen die Kirchen wendet, weil er weiß, daß er die Völker erst dann vernichten kann, wenn er zerstört hat, was ihnen heilig ist. Daß unser Volk in seinem schweren und unerbittlichen Kampf — trotz aller Mißdeutung, die dem Nationalsozialismus in der Welt widerfuhr — für die gesamte Christenheit Vorkämpfer des Glaubens ist, muß den Völkern deutlich werden, nachdem der Bolschewismus die Brandfackel seines völkerzerstörenden Wollens auch an zahlreichen anderen Stätten der Erde auflodern läßt. Diese die gesamte Christenheit bewegenden Fragen werden von Tag zu Tag brennender. Die Zeit stellt alle zivilisierten Völker vor Entscheidungen größter Tragweite. Die Deutsche Evangelische Kirche weiß sich verpflichtet, alle Kirchen der Welt auf die schwere Gefahr hinzuweisen, die auch ihnen droht. Das deutsche Volk ist das Volk der Reformation und hat im Kampf um den christlichen Glauben den letzten und schwer st en Einsatz nicht gescheut. Nachdem das Tödliche und Zersetzende des Bolschewismus sich in allen Völkern auszuwirken begonnen hat, nachdem alle Völker der Erde den Todfeind aller gotlgefchaffenen irdischen Ordnung in ihrer eigenen Mitte begegnen, ist das Ringen des deutschen Volkes schicksalhaft geworden für die kommende Geschichte aller christlichen Völker der Erde. Es steht in diesem Kampf als christliches Volk, dessen Führer von den Feinden des Christentums sagt: „Eine Welt übersinnlicher Vorstellungen wird eingeritten, ein Gott wird entthront. Religionen und Kirchen ausgörottet, das Jenseits verödet und ein qualvolles Diesseits als das einzig Seiende proklamiert." Es handelt sich im Kampf gegen den Bolschewismus wahrhaftig nicht nur um Deutschland. Hielte Deutschland nicht als festes Bollwerk stand, so würden die Wogen des gott- und barmt christusfeindlichen Bolschewismus sicherlich nicht nur Deutschland unter sich begraben. Darum hat sich die Deutsche Evangelische Kirche nicht nur um Deutschland, sondern auch um der gesamten Christenheit willen zum letzten Einsatz bereit hinter die Erklärung gestellt, die der Führer des deutschen Volkes in feiner Rede vom 7. Marz abgegeben hat. Das deutsche Volk, dessen völkerversöhnender Friedenswille in den deutschen Friedensgarantien und Anerbietungen klar ;um Ausdruck gekommen ist, wird und muß gleichzeitig hort und Bürge des Christentums bleiben. Das auch immer die Welt in den Kämpfen der letzten Jahre aus politischen Motiven heraus in uns sehen wollte, Deutschland will nichts anderes sein, als unter freien Völkern ein freies Volk, das nach Gott fragt und im tiefsten Sinne immer ein friedliches Volk war und bleiben wird. Wir hoffen darum, daß die christlichen Kirchen der Erde in diesem für die ganze Welt entscheidenden Tagen nüchtern und klar erkennen, um was es geht, und über alle politischen Bedenken hinweg sich mit entschlossenem Nachdruck in den Kampf einsetzen: Hie Christentum! Hie Bolschewismus! Mit dem Schicksal Deutschlands wird gleichzeitig das Schicksal der gesamten C h r i st en h e i t entschieden. Erst im Lichte dieser Erkenntnis wird von der außerdeutschen Welt die entscheidungsschwere Aufgabe und Verantwortung der Kirche im deutschen Volk richtig gewertet/ Deutschlands evangelischepsarrer in Treue zum Führer. Eine Entschließung der Pfarrer-Vereine. Berlin, 21. März. (DNB. Funkspruch.) Nach.» dem unmittelbar nach der historischen Reichstags- sitzung vom 7. März 1936 der Vorsitzende des Reichskirchenausfchufses, Z o e l l n e r , dem Führer die freudige Einsatzbereitschaft der deutschen evangelischen Kirche für des deutschen Volkes Ehre und Leben gemeldet hatte, gibt, wie das NDZ. meldet, der Reichskirchenausschuß nunmehr bekannt, daß der Reichsbund der deutschen evangelischen Pfarrer-Vereine folgende Entschließung gefaßt hat: „Die zur Reichs- führerrats-Sitzung des Reichsbundes der deutschen evangelischen Pfarrer-Vereine E. V. in Berlin versammelten Vereinsführer, haben freudig die Kundgebung unserer evangelischen Kirche, wie sie in dem Telegramm von Generalsuperintendent D. Zoell - n e r vorliegt, begrüßt. Sie haben sich diese T r e - kundgebung für den Führer in dieser Entscheidungsstunde unseres Volkes vollinhaltlich zu eigen gemacht. gez. Klingler, Reichsbundesführer." ♦ Der Reichskirchenausfchuß erklärt dazu noch, daß das Telegramm des Generalsuperintendenten Zoellner an den Führer der selbstverständlichen Haltung der deutschen evangelischen Kirche zu den historischen Vorgängen des 7. März Ausdruck verliehen hat und daß er sich freue, die erwähnte Entschließung der Pfarrer-Vereine mitteilen zu können. »....wv.y-v., n_________chen scheinbar abseitsliegenden Arbeiten in diesem nern geschriebene; zu denen gehört Waggerl, Zusammenhang geflissentlich, weil sie besser als der feinem ersten Buch die folgenden Worte mit-1 irgend etwas anderes für die Naturnähe und Natur- Blut", und da ist nun gleich mit Nachdruck zu sagen, daß weder diese noch die späteren Bücher des Dichters das mindeste mit Literatur oder Konjunktur zu tun haben: es ist, wie wir schon früher gelegentlich betont haben, allewege viel Mißbrauch getrieben worben mit bem sogenannten Schollengeruch in ber Literatur, und billige und schlechte Bauernromane hat es zu allen Zeiten mehr bei uns gegeben, als uns lieb war; zu allen Zeiten auch, obwohl in der Minderzahl, gute und echte und von berufenen Män- erinnern wird.) Wenn wir nun im Begriff stehen, über „D a s Jahr des Herrn" einiges zu sagen, was dem Leser Lust machen soll, sich in diese schöne, gültige und bleibende Dichtung zu vertiefen, so scheint es nicht unangebracht, zuvor nochmals an eine andere Beschäftigung Waggerls zu erinnern, die außerhalb seines eigentlichen, dichterischen Berufes liegt, die ihm selbst nur als Nebenwerk und Liebhaberei gilt, ohne geschäftliche Absicht und ohne praktischen Nutzen in irgendeiner Form betrieben, die aber doch aus den gleichen Quellen einer gereiften Persönlichkeit gespeist wird, den gleichen Anspruch auf ernsthafte künstlerische Geltung hat und sehr geeignet ist, wesentliche Züge tm Gesicht dieses Menschen und seines Werkes zu erhellen: wir meinen die Scherenschnitte, wie sie im „Wiesenbuch" ber Insel-Bücherei gesammelt erschienen sind. Es $ibt ba ein Blatt, bas heißt „Storchschnabel , ein anderes „Glockenblume", wieder ein gegeben hat: „Ich war beftrebt, den an sich schlichten Stoff in einer einzigen, einfachen und klaren Linie durchzuführen, und ich hoffe, daß es mir gelungen ist, etwas von der Wesensart der mir nah verwandten Bergleute in einem höheren Sinne dar- zustellen ..." Wie weit dies gelungen ist, wird jeder selbst mit seinem Gefühl für Echtes und Falsches entscheiden müssen und können; dergleichen läßt sich nicht bündig beweisen und nicht mit der Elle messen. Wer etwa mißtrauisch ist, mag bedenken, daß Waggerl in der Welt ausgewachsen und groß geworden ist, die er beschreibt. Er kommt nicht vom ßiteraturbetrieb und nicht vom Schreibtisch her, sondern er ist ein Kind kleiner Bauern, er hat keine leichte Jugend gehabt, hat früh arbeiten und mitverdienen müssen; später ging er in den Krieg und hat eine lange Gefangenschaft durchmachen müssen. Als er heimgekehrt war in die Stille und Einsamkeit seiner ländlichen Heimat, war er reif geworden, die von Kindesbeinen an erlebte und innerlich vertraute Welt zu gestalten. Das war im Jahre 1929. Einer ber angesehensten unb bebeutenbsten beutschen Verlage, bie Insel in Leipzig, hat sein erstes Buch herausgebracht unb alle folgenben auch. (Wir haben sie früher Band für Band hier besprochen, und gelegentlich Proben bar» aus abgebrucft, beten man sich, wie wir hoffen, anderes einfach „Gräser", unb es ist eine Freube. sich hineinzusehen in das feine, filigranhaft zarte unb boch so übersichtlich klare Gespinst von Stengeln, Blättern, Blüten unb Rispen. Wir sprechen von solchen scheinbar abseitsliegenden Arbeiten in diesem Der Dichter Karl Heinrich Waggerl. 3u unsenn neuen Roman in den (Siebener Familienblättern. Am Montag beginnen mir in den Familienblättern mit dem Abdruck des Romans „Das Jahr des Herrn" von Karl Heinrich Waggerl. Wenn wir den Dichter, der in den nächsten Wochen mit einer feiner schönsten Erzählungen bei uns zu Worte kommen soll, ein wenig einführen und dem Leser vorstellen wollen, so ist es vielleicht nützlich und sicher nicht ohne Reiz, zu erfahren, daß dieser Mensch nicht nur Bücher schreibt, sondern daß er, nebenbei und aus Freude daran, keineswegs aus geschäftlichen Gründen, auch andere, nicht minder künstlerische Dinge betreibt: er photographiert beispielsweise mit einer Sicherheit und Schärfe des Blickes und einer so leichten und glücklichen Hand, wie sie nicht jedem gegeben sind. Wir kennen ein Lichtbild von ihm, das wie kein anderes geeignet erscheint, den Zugang zu diesem Dichter und zu seiner Welt gleichsam auf den ersten Blick zu erschließen: auf dem Bilde, das wir meinen, sieht man nichts weiter als ein paar schwere, harte, verarbeitete Bauern- hände, die ein Stück trockenes Brot in eine Schüssel brocken; das ist alles, und mehr ist auf diesem Bild eigentlich nicht zu sehen. Aber in dieser unendlich schlichten und uralten Handlung ist die ganze Menschlichkeit unb Lebenswirklichkeit enthalten, die uns auch auch den Büchern Waggerls überall entgegendringt. Etwas von jener biblischen Ehrwürdigkeit und Feierlichkeit — „nahm das Brot, dankte unb brach's" — ist bem Bilde zu eigen, unb ein wenig von ber Frömmigkeit alter Volksbücher und Legenden ist auch in allen Büchern von Waggerl zu spüren. Die beiden ersten hießen „Brot" und „Schweres Verbundenheit dieses Dichters zeugen, der sich mit gleicher Liebe und Hingabe in eine so unscheinbare und so oft übersehene Kleinwelt verlieren konnte, wie wir sie auf manchen berühmt gewordenen Blät- tern Albrecht Dürers finden; und auch, weil hier ein so zarter unb liebenswürdiger Zug zum Detail, zur Kleinmalerei, zur Schilderung vergessener oder unbeachteter Dinge sich kundgibt, wie er in allen Büchern Waggerls aufzufinden ist. Auch im „Jahr des Herrn". Dies ist von seinen vier großen Romanen für unser Gefühl der schönste, reifste und rundeste; ein Werk, in dem Waggerl nicht nur als Erzähler, sondern eben als Dichter am reinsten und überzeugendsten sich bewährt und beweist. Man hat, im Guten wie im Bösen, die Namen von Hamsun und von Timmermanns mit dem Werke Waggerls in Verbindung gebracht: das mag man tun, es ist auch sicher nicht zu bestreiten, baß sich hier allerlei Beziehungen ergeben, manche verwandten Züge auf- weisen lassen, bie ebenso ins Skandinavische wie ins Flämische weisen mögen; von Abhängigkeit zu reben, wäre töricht unb ungerecht. Wer Gefühl für bichterische Werte und Gewichte hat, wird beim Lesen sehr bald spüren, wie gesund und selbständig unb charaktervoll Waggerl in ber ihm eigenen Welt steht. Hier ist wirklich ein Mensch unb ein Dichter, dessen Bücher die großen Forderungen unserer Zeit erfüllen und bewähren: was ba geschilbert unb gestaltet wird, kommt aus dem Volke unmittelbar; nichts anderes als Leben und Tun und Schicksal einer kleinen Volksgemeinschaft wird beschrieben. Unb ber Dichter weiß aus seiner Herkunft und aus ber Erinnerung an bie schwere bäuerliche Arbeit seiner Jugenb um bie ewigen, gültigen, lebenspendenden und erhaltenden Kräfte des Bodens unb des Blutes. Im Jahreskreis der christlichen Feste rundet sich die Geschichte der Dorfgemeinde, erfüllt sich das Schicksal ihrer Bewohner; ernste und heitere, rührende und erschütternde Lebensbilder tun sich auf; Glück und Trauer, Geburt und Tob sind eng verschwistert in ber kleinen, engen, in sich abgeschlosse- nen ländlichen Welt, bie ba geschildert wirb. Aber sie mag noch so eng unb klein, noch so weltabgeschieben unb einsam liegen: sie wird ein Abbild unb Spiegel der großen Welt; hier wie dort gelten unb regieren bie Kräfte unb Gesetze, benen unser Leben gehorcht seit unbenklichen Zeiten. Es gehen mancherlei Gestalten durch das Buch vom „Jahr des Herrn", unb wir glauben zu wissen, baß jede von ihnen auch einmal „wirklich" gelebt hat oder noch am Leben ist; unter diesen Gestalten, welche die Erzählung redend und handelnd bevölkern und bewegen, wird dem Leser gewiß die eine unvergeßlich werden, bie kleine Naturerscheinung des Knaben David. Er ist recht eigentlich ber Held dieses Buches, er steht inmitten aller Gestalten unb Begebenheiten; jede seiner Lebensäußerungen ist von bezaubernder Selbstverständlichkeit, und man muß ihn liebhaben in seiner rührenden Armut, in seiner überquellenden Phantasie, in seiner schüchternen Liebe und in aller Einfalt seines kindlichen Herzens. An ihm bewährt sich die schöne und seltene Gabe echten Humors, der Waggerl eigen ist und überall ausstrahlend unb erwärmend seine Erzählung durchwirkt; sie wird sich, so dürfen wir hoffen, auch bei uns viele gute Freunde gewinnen. hth. Hochschulnachrichten. Der nichtbeamtete außerordentliche Professor Dr. Hubert Schrade in Heidelberg ist zum ordentlichen Professor der Kunstgeschichte an der Universität Heidelberg ernannt worden. Der ordentliche Professor Dr. Emil Winkler aus Wien ist zum ordentlichen Professor für romanische Philologie an der Universität Heidelberg ernannt worden. Der ordentliche Professor für gerichtliche Medizin an der Universität Heidelberg Dr. Walther Schwarzacher scheidet auf seinen Antrag aus dem badischen Staatsdienst aus. Der Dozent Dr. phil. habil. Walter Patz in Göttingen ist beauftragt worden, an der Universität Frankfurt die deutsche Kunst in Vorlesungen und Hebungen zu vertreten. Der Referent im Reichsministerium ber Luftfahrt Dipl.-Jng. Erich B ö b b r i ch ist zum außerordent- lichen Professor an ber Technischen Hochschule München ernannt worben. Der orbentliche Professor i. R. ber Universität Wien Dr. Friebrich M a ch a t s ch e k ist zum or- bentlichen Professor für Geographie an ber Universität München ernannt worden. Der ordentliche Professor D. Dr. Redeker in Münster ist beauftragt worden, in der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Kiel im Sommersemester 1936 die Vertretung ber burch bas Ausscheiben bes Professors Mulert freigeworbenen Professur für systematische Theologie wahrzunehmen. Professor Dr. Klapp, Ordinarius für Acker- unb Pflanzenbau an ber Landwirtschaftlichen Hochschule Hohenheim, ist in gleicher Eigenschaft an die Universität Bonn berufen worden. 600 Verliner Arbeiter bei Reichsminister Är.GoebbelS zu Gast. Arbeit. Don Professor Or. B. ^auecker. Die Deutsche Arbeitsfront gewöhnt ihre Mitglieder daran, den Arbeiter einen „W e r - ke r" zu nennen. Sie will damit zum Ausdruck bringen, daß durch die Einrichtung der Betriebs- aemeinschaft an die Stelle der unpersönlichen „Arbeit" das persönliche „Werk" getreten ist, und zwar auch dann, wenn die Tätigkeit des einzelnen Werkers nur aus mechanischen Handgriffen besteht. In der Tat ermöglicht die Neuordnung der Arbeit durch den Nationalsozialismus die Beseitigung des Klassengegensatzes, die Zusammenfassung aller Werktätigen in der Betr-iebsgemeinschaft eine derartige Einstellung: der ehedem durch die Arbeitsteilung vereinzelte Arbeiter wird durch das Gemeinschaftsethos des Betriebes wieder zum verantwortlichen Mitträger des „W e r- k e s" gemacht, er schafft mit anderen als Gleichberechtigter und Gleichverpflichteter an dem gemeinsamen „Werk". Damit ist auch die Arbeit selb st einer vollkommenen Umwertung und Neubewertung unterworfen. Entspricht dieser Wandel nun dem deutschen Wesen? Schlägt man das auch heute noch maßgebende deutsche Wörterbuch der Brüder Jakob und Wilhelm Grimm aus dem Jahre 1854 bei dem Stichwort „Arbeit" auf, so stellt man fest, daß dieses Wort im deutschen Sprachgebrauch ursprünglich „Mühsal", „Beschwernis", „Plage" (lateinisch: molestia) bedeutete, daß dagegen mit zunehmender Gesittung „allmählich alles Arbeit heißt, was von den sogenannten Handwerkern verrichtet wird, wofür, wie dieser Name selbst bezeugt, ursprünglich lieber Werk gesetzt wurde." Noch früher, im Jahre 1795, wird in dem „Wörterbuche der sinnverwandten Wörter der hochteut- schen Mundart" darauf hingewiesen, daß „Werk" von jeher das allgemeinere Wort für eine Betätigung gewesen sei. Denn es bezeichnet jede Sache, die „jemand gewirkt, wirklich gemacht hat, es mag mit oder ohne Anstrengung geschehen sein. Arbeit hingegen heißt nur ein solches Werk, welches durch Arbeit, also durch Anstrengung der Kräfte, hervorgebracht ist." In der Tat bezeichnet das Wort Arbeit in wörtlicher Uebersetzung seiner beiden Stämme Arba und it ursprünglich Knechtsdienste. Arba, der eine Stamm, heißt im Altdeutschen Knecht, it bezeichnet Tätigkeit, Dienste, Werk. Auch den entsprechenden slawischen (robota — Frohnarbeit), griechischen und lateinischen Ausdrücken haftete der Sinn der Not, der Bedrückung an. Jedoch, so sagen die Brüder Grimm, „seitdem allmählich die Tätigkeit der Menschen unknechtischer und freier wurde, war es natürlich, den Begriff der Arbeit auf leichtere und edle Geschäfte auszudehnen." Wann aber wurde die Arbeit unknechtischer und freier? Sie wurde es, als im Zeitalter der Zünfte das genossenschaftliche Arbeitsverhältnis den unfreien Hörigendienst ablöste, als Meister und Gesellen tn enger Verbundenheit durch Brauchtum und Sitte am gemeinsamen Werke schufen, als der Meister nur mehr der primus inter pares, der Erste unter sonst Gleichen wurde. Es ist interessant, an Hand von Lieder- und Sagenbüchern des Mittelalters bis in unsere Tage festzustellen, wie unser Volk im Wandel der Zeiten zu seiner Arbeit, zu seiner Arbeitsordnung stand, welchen Sinn es der Arbeit unterstellte, welcher gesellschaftlichen Form der Arbeit — wir würden beute sagen, welcher Arbeitsordnung — es den Vorzug gab. Da ist zunächst einmal für den freien, unknecyttschen Geist des deutschen Volkes kennzeichnend die Minderbewertung der Ordnung, der Mäßigkeit, des Fleißes. Man muß in den echten deutschen Volksliedern, wie W. H. Riehl in seinem Büchlein „Die deutsche Arbeit" schon 1861 treffend nachgewiesen hat, lange suchen, ehe man ein Lob all dieser schönen Tugenden findet. Um so häufiger stößt man auf Schlemmer- und Trinklieder, auf ein Lob der Faulheit und sogar der Armut. Soll man nun daraus schließen, daß unsere Altvorderen Faulenzer erster Ordnung waren? Gerade die entgegengesetzte Schlußfolgerung ist angebracht! Weil nämlich die Deutschen von jeher von ihrer Pflicht besessene und von ihrem Werk erfüllte Arbeitsfanatiker waren, weil sie die Hingabe an das Werk gleichstellten mit der Hingabe an Volk, Gott oder den Nächsten, ist unsere Volksdichtung arm an Lobpreisungen des Fleißes, der Ordnung oder der Mäßigkeit. Denn eine Eigenschaft, die aus dem Wesen fließt, braucht nicht besonders erwähnt oder gar gerühmt zu werden. Sie versteht sich von selbst. Der zweite Grund aber, der für das Fehlen moralisierender Lobpreisungen des Arbeitseifers im deutschen Schrifttum maßgebend ist, ist in der souveränen Verachtung der Arbeit als Mittel zum Gelderwerb zu suchen, die dem deutschen Menschen solange im Blute saß, als er noch unberührt war von den seelischen oder geistigen Einflüssen des Kapitalismus! Die deutschen Arbeitssprüche der vorkapitalistischen Zeit lassen sich in zwei große Gruppen teilen: in Aufmunterungen zur T a t und in Warnungen vor Habsucht und Geldgier: „Frisch gewagt, ist halb gewonnen"; „Morgen, morgen, nur nicht heute, sagen alle faulen Leute"; „Rast ich, dann rost ich" (Luther); „Selbst ist der Mann" — so lauten einige der zahlreichen Aufmunterungen zur Tat. „Der ist nicht arm, der wenig hat, sondern der viel begehrt"; „Reich ist, wer sich begnügen läßt"; „Armut schändet nicht" u. a. m. In keiner anderen außer der deutschen Sprache finden sich so viele verachtungsvolle Kenm Zeichnungen für den geizigen Menschen. Wir sprechen von Geizhälsen, Geizkragen, Geldsäcken, Geldprotzen, Geldkröten. Ganz besonders eindrucksvoll kommt die Verachtung des Geldes um des Geldes, des Goldes um des Goldes willen zum Ausdruck in jener Geschichte vom Ritter vom Fleckenstein, dem ein fliehender türkischer Reiter einen schweren Beutel mit Geld zuwarf, der just an seinem Sattelknopf hängen blieb. Der Ritter aber schleuderte ihn fort mit den Worten: „Ich suche kein Gold, sondern Ehre!" — und jagte dem Türken nach. Und wie die Ehre, so ist d i e D e m u t d e s A r - beitenden eines der charakteristischen Merkmale der deutschen Arbeit. Der deutsche Mensch will nicht herrschen mit seiner Arbeit um der Herrschaft willen, sondern er will mit ihr und durch sie dienen. N i ch t d e r E i g e n n u tz ist die entscheidende Triebkraft der deutschen Arbeit, wie die Nationalökonomen des liberalen Zeitalters uns glauben machen wollten, sondern die sittliche Tat. „Auch der geringste Arbeiter", sagt Riehl, „will und wollte von jeher nicht bloß für sich arbeiten, sondern auch für andere, zunächst für seine Familie. Dieser Ring erweitert sich mit der wachsenden Bildung, und es sind nicht Narren und Idealisten, sondern unsere besten Männer, die über der Nation sich selbst vergessen haben." Und so soll beim wahren Fortschrei- ten der Kultur zuletzt leben Arbeiter das Bewußt- Berlin, 20. März. (DNB.) Für Freitagabend hatte Reichsminister Dr. Goebbels etwa 600 Arbeiter der größten Berliner Betriebe, die am läng st en im Beruf stehen, in den Kaisersaal des Rheingold geladen, um einige Stunden in ihrem Kreise zu verweilen. Obwohl die Wahlvorbereitungen an den Reichspropagandaleiter ungeheure Anforderungen stellen, hatte Dr. Goebbels die bereits vor Wochen ergangene Einladung aufrechterhalten und sich für diesen Abend freigemacht, um die Berliner Arbeiter nicht zu enttäuschen. Der Kaisersaal bot mit den festlich gedeckten und dem frischen Grün geschmückten Tischen ein prächtiges Bild. Die ganze Breitseite war mit elfenbeinfarbenem Tuch ausgeschlagen. In der Mitte war eine kleine Bühne errichtet und darüber in einem hohen Rundbogen die Reichsflagge gespannt. An den Tischen saßen etwa 600 Arbeiter aus den größten Berliner Betrieben, und mitten unter ihnen der M i n i st e r. Unter ihnen befanden sich ein Dreher und ein Kassenbote, die bereits 50 Jahre, ein Mechaniker, der 49 Jahre im Beruf steht. Alle neun aber hatten mehr als 42 Berufsjahre hinter sich. Sämtliche Teilnehmer trugen das Abzeichen der Deutschen Arbeitsfront, die meisten von ihnen auch ihre Kriegsauszeichnungen. Einige Gäste des Ministers hatten die Einladung erst einmal zurückgeschickt, da sie glaubten, sie fei falsch adressiert. Sie konnten sich einfach nicht vorstellen, daß ein Reichsminister und dazu einer, der gerade in diesen Tagen so mit Arbeit überlastet ist, einfache Arbeiter zu Gast bitten würde. Andere wieder hatten sich mit Butterbroten ausgerüstet, weil in ihrer Einladung nicht vermerkt war, daß sie zu einem schlichten Abendessen geladen waren. Reichsmimster Dr. Goebbels hieß seine Gäste gleich zu Beginn aufs herzlichste willkommen. Sie dürfen mir glauben, so erklärte er, daß diese Veranstaltung schon seit Wochen ge- fein begeistern, daß er nicht bloß für sich und bie Seinen, sondern zugleich auch für die Nation arbeitet, „daß er mitwirkt, die Grundlagen unseres lebendigsten Lebens, unserer Volkspersönlichkeit, eigenartig zu gestalten." Was Riehl vor über siebzig Jahren gefordert hat, ist heute in der Ordnung der nationalen Arbeit Wirklichkeit geworden. Treue, Kameradschaftlichkeit, Ehre und Anständigkeit sind die Grundlagen, in denen das Arbeitsverhältnis im Sinne unserer Ahnen wieder wurzelt. Die sittliche Tat ist es, die der Arbeit, dem „Werk" wieder Inhalt und Freude gibt. „Tag des Arbeitsdienstes." Neichsarbeitsfnhrer Hierl spricht zu 200000 Arbeitsmännern. Berlin, 20. März. (DNB.) Der Deutschlandsender bringt am Sonntag von 10 bis 10.45 Uhr eine Morgenfeier des Reichsar - beitsdienstes unter dem Leitwort „Unsere Spaten sind Waffen des Friedens". Reichsarbeitsführer Hier! wird zur Verabschiedung der ausscheidenden Arbeitsmänner sprechen. 200 000 Arbeitsmänner werden sich mit der Dorfund Stadtgemeinde ihrer Lagerheimat versammeln, um an der Abschiedsfeier teilzunehmen. Zum Schluß des Halbjahres der Arbeit und des friedlichen Dienstes mit dem Spaten soll in einer großen gemeinsamen Feierstunde verkündet werden, wie der Sozialismus des Führers in den 1200 Lagern Gestalt gewonnen hat. Diese Feierstunde wird den „Tag des Arbeitsdienstes" einleiten, der im Rahmen des Wahlkampfes allen Volksgenossen das segensreiche Werk des Arbeitsdienstes vor Augen führen wird. In allen Standorten werden große Standzeichen ausgestellt werden, die einen Ueberblick über die Arbeiten des Arbeitsdienstes unter besonderer Berücksichtigung des betreffenden Gebietes geben werden. Platzkonzerte und Werbemärsche werden den „Tag des Arbeitsdienstes" beschließen. KdF.-llrlauberflotte in Lissabon. Nach fast fünftägiger Seefahrt kam die deutsche Flotte des Friedens am Freitagfrüh in Lissabon, dem ersten Anlegeplatz, an. Im Hellen Sonnenschein lag die portugiesische Hauptstadt, als das Boot der Hafenpolizei an Bord anlegte. In freudigster Stimmung lugen von allen Decks die deutschen Arbeiter hinüber an Land, und im stillen wandert mancher Gruß über Land und Meer zu den Volksgenossen daheim und zu dem Mann, der, auf der Kommandobrücke Deutschlands stehend, auch unsere Fahrt ermöglicht und uns als Boten des Friedens in fremdes Land geschickt hat. Inzwischen hat „Der Deutsch e" als erstes Urlauberschiff festgemacht und nach ihm „St. Louis". Beim Festmachen erklingt, mit dem deutschen Gruß geehrt, die portugiesische Nationalhymne und nach ihr „Deutschland, Deutschland über alles" und „Die Fahne hoch". Und unten steht die gesamte deutsche Kolonie; die Kinder aus der deutschen Schule Lissabons jubeln uns zu und schwenken ihre kleinen Hakenkreuzfahnen. Dann kommen die ersten Ausländsdeutschen an Bord, an der Spitze der deutsche plant ist und mit der Wahl nicht das mindeste zu tun hat. Daß Sie dem Führer am 29. März Ihre Stimme geben, das ziehe ich überhaupt nicht in Zweifel. Es sind ganz andere Gründe gewesen, die mich zu dieser Einladung veranlaßt haben. Als Vertreter der Opposition hatten wir früher nichts mit dem zu tun, was Repräsentation heißt. Das ist heute, wo wir nicht nur eine Partei, sondern auch den Staat und zwar nicht nur dem eigenen Volk, sondern auch der Welt gegenüber zu vertreten haben, anders. Es ergeben sich daraus zahllose Verpflichtungen, über die der einzelne nicht mehr entscheiden kann und darf. Ob sie nun angenehm sind oder nicht. Und wenn ich Künstler und Wirtschaftler, Diplomaten und Politiker empfange, so liegt kein Grund vor, nicht auch die Arbeiter als Gäste zu mir zu bitten. (Stürmischer Beifall.) Ich darf Ihnen versichern, daß ich mich in Ihrem Kreise mindestens ebenso wohl fühle, wie in irgendeinem anderen. (Bravorufe). Mitten unter Ihnen sitzend, möchte ich hoffen, daß Sie sich an diesem Abend als meine Gäste recht wohl fühlen. Mit begeistertem Jubel danken ihm die Berliner Arbeiter. Als ihm die ersten zuprosteten, stand der ganze Saal auf, um ein gleiches zu tun. Sofort drängten sich auch die Gäste mit den Einladungskarten um den Minister, um von ihm als Andenken an diesen denkwürdigen Abend ein Autogramm 3u erbitten. Die herzliche und echte Verbundenheit, Die aus den Worten des Ministers gesprochen hatte, erfüllte die ganze Gästeschar. Bei dieser prachtvollen Stimmung kam natürlich auch der Berliner Mutterwitz zu seinem Recht. Zunächst bemühten sich die Gäste, das schlichte Abendbrot, bestehend aus Eisbein mit Erbspüree, Kartoffeln und Kraut, einem Original Berliner Kümmel und Bier sich munden zu lassen. „Den Knochen nehme ich Petern mit", sagte ein Arbeiter aus der IG.-Farben, der für 35- jährige Dienste die Goldene Ehrennadel seines Betriebes auf dem Rockaufschlag trägt. „Er hat mir heute geflachst, es gäbe man bloß Bockwurst." Lä- Gesandte. Bald darauf gehen auch die ersten unserer Urlaubergruppen an Land und werden vom Landespresseleiter herzlich begrüßt. Die Wirtschaft im Steuerfpiegel. In der Vorkriegszeit hat sich der Deutsche bei weitem nicht in dem Maße mit den wirtschaftlichen Problemen seines Vaterlandes abgegeben, wie das seit dem Kriegsende der Fall ist. Voller Angst und Sorge hat jeder von uns in den Jahren des wirtschaftlichen Niedergangs auf die ständig steigenden Arbeitslosenziffern und die ständig fallenden Erträgnisse unserer Wirtschaft gesehen. Denn vom Wirtschaftsertrag hängt es letzten Endes doch ab, in welchem Umfange Arbeitskräfte beschäftigt werden können. Umgekehrt ist aber der Wirtschaftsertrag wieder auf das innigste mit dem Verbrauch der breiten Massen verbunden, die sich in den Jahren bis 1933 ganz empfindlich einschränken mußten, was auf die Wirtschaft wieder zurückwirkte. Am 30. Januar 1933 kam Adolf Hitler und mit ihm kehrten die Lebensgeister des deutschen Volkes zurück. Denn seiner Tatkraft und seinem energischen Wollen ist es zu danken, daß die stillstehenden Maschinen wieder in Gang kamen und bis heute von sieben Millionen Erwerbslosen bereits rund fünf Millionen nicht mehr des Morgens zur Stempelstelle, sondern zum Arbeitsplatz gehen. Ein untrügliches Zeichen des wirtschaftlichen Aufstiegs siäd nun aber die Reichs- einnahmen. Betrugen sie vom April bis Dezember 1932 nur noch 5 Milliarden, so sind sie für den gleichen Zeitraum des Jahres 1935 schon auf 7,1 Milliarden hinausgeklettert. Es fehlen nun noch die Einnahmen für den Rest des Finanzjahres bis Ende März 1936. Es dürften wohl noch einmal etwa zwei Milliarden zusammenkommen, so daß die Neun-Milliarden- Grenze erreicht wird. In diesen Steuererträgnissen des Reiches liegen aber wieder die Kräfte, die für die Zukunft neue Arbeit schaffen und noch mehr Erwerbslose wieder in Lohn und Brot setzen. Zum Tode verurteilt. ZdR. Die Gesamtverschuldung der deutschen Landwirtschaft belief sich im Jahre 1929 auf die kaum faßbare Summe von 13 Milliarden Mark. Wenn dabei die Verkaufserlöse der Landwirtschaft von Jahr zu Jahr immer stärker zurückaingen, so war damit das Todesurteil für die Deutsche Landwirtschaft klar ausgesprochen. Wann es vollzogen werden sollte, war nur noch eine Frage der Zeit. Infolge der gewaltigen Preisstürze betrug der Verkaufserlös 1 9 3 2 nur noch 6,4 Milliarden Mark. Auf der anderen Seite erforderte die Verzinsung der 13-Milliardenschuld 13,8 v. H. der Verkaufserlöse aus allen Erzeugnissen der Landwirtschaft. Daß dabei gerade dem Bauern das Wasser bis zum Halse stand, weiß jeder noch aus bester Erfahrung. Die Ernte gehörte auf dem Halm schon nicht mehr dem Bauern. Sie ging vom Felde auf ben Markt, weil die Not es erforderte. Das Vieh hungerte, und sein Bestand schmolz zusammen. Für Kunstdünger war kein Geld vorhanden. Ohne Dünger blieben aber die Erträge der nächsten Ernten erheblich zurück. Tausende von Hektar wurden in Deutschland überhaupt nicht chelnd erwiderte ihm ein anderer: „Ja, Joseph kennt den Berliner Geschmack." Immer wieder wurde dem Gastgeber von allen Seiten zugeprostet, der lachend versprach, allen Tischen seinen Besuch abzustatten. Den Empfindungen der Gäste, die als die Vertreter der ganzen Berliner Arbeiterschaft erschienen waren, gab schließlich einer von ihnen Ausdruck, der freimütig und mit schönstem Mutterwitz gestand, daß sie alle erst etwas befangen seien, daß aber diese Befangenheit sich restlos verflüchtigt habe, als sie aus dem Munde des Ministers vernahmen, daß er sich unter seinen Arbeitern am wohlsten fühle, was sich ja auch durch die treffsichere Wahl des volkstümlichen Abendbrotes erwiesen habe. Seinem Dank an Dr. Goebbels, den er bewußt nicht mit Herr Reichsminister anspreche, gab er dann durch ein Siegheil Ausdruck, in das die Teilnehmer mit stürmischer Begeisterung einstimmten. Die ausgezeichneten künstlerischen Darbietungen, die Jupp Hussel ansagte und in denen Daisy Ich eß, Paul Hörbiger, die Geschwister Höpfner und Dietrich-Schrammeln neben der Kapelle Steiner mitwirkten, rundeten den erlebnisreichen Abend ab, dessen Stimmung allerdings nicht mehr zu überbieten war, ein Abend, der alle, die die Freude hatten, daran teilzunehmen, einen überzeugenden und unvergeßlichen Beweis für wahre Volksverbundenheit gab. Gegen Mitternacht richtete Minister Dr. Goebbels, der bei seinem Rundgang durch den Saal kaum vorwärtsgekommen war, noch eine kleine Schlußansprache an seine Gäste, in der er unter lebhaftester Zustimmung seiner Freude über den so hervorragend verlaufenen Abend Ausdruck gab und den Künstlern und Künstlerinnen für ihren selbstlosen Einsatz herzlich dankte. Begeistert stimmten die Arbeiter in das Sieg-Heil auf Führer und Vaterland ein. Aus allen Ecken und Enden schollen dem Minister beim Verlassen des Saales Heilrufe und der von Herzen kommende Dank für diesen herrlichen Abend entgegen. Wilde Schießerei in einem französischen Sanatorium. Paris, 21. März. (DNB. Funkspr.) Zu einer wilden Schießerei, die mehrere Todesopfer forderte, kam es in dem Sanatorium von St. Hilaire bei Grenoble. Ein dort beschäftigter Aufwäscher hatte vergeblich die 14jährige Tochter eines Sanatoriums-Beamten mit Liebesanträgen belästigt. Am Freitagmorgen trank er aus Wut darüber, daß das Mädchen ihn verschmäht hatte, drei Liter Weißwein und bewaffnete sich dann mit drei Revolvern und zahlreichen Patronen. Er drang in mehrere Räume ein und schoß sinnlos auf alles, was ihm in den Weg kam. So tötete er zunächst aus nächster Nähe das junge Mädchen, das sich seinen Nachstellungen entzogen hatte, dann ein fünf» jähriges Kind, darauf ein 18jähriges Mädchen. Er lud seine Revolver immer wieder von neuem und verletzte dann noch drei Personen. Schließlich flüchtete er sich in ein unbewohntes Zimmer des Sanatoriums und setzte seine Schießerei aus dem Fenster fort. Der Bürgermeister des Ortes versuchte, den Burschen durch Schüsse mit feiner Jagdflinte unschädlich zu machen. Nachdem etwa hundert Schüsse gewechselt worden waren und der Revolverheld nicht mehr schoß, drang man in das Zimmer ein und sand ihn verwundet vor. Er war offenbar durch einen Schrotschuß des Bürgermeisters blind geworden, fuchtelte aber immer noch mit seinem Revolver herum. Ein Verwandter des getöteten Mädchens tötete den mehrfachen Mörder durch zwei Revolverschüsse. Frankreichs Festungswall aus Stahl und Beton. Eine Karte zu den Grenzen im Westen, aus der hervorgeht, wie außerordentlich stark die Franzosen ihre Ostgrenzen gesichert haben. — (Scherl-M.) IHFOR^ l < d_________; JUJ-vtCHtn + - -M*/ * ;KDlN A OIEOEN vEMun e X mihiclV v ( a . ^KOBLENZ Eine einfache Kechnu ein für allemal die Schuhe putzt man mit Erdal Adolf Hitler hat Deutschland sein Recht erkämpft. mehr b e ft eilt. So war es, und so trat der Führer das Erbe seiner Vorgänger an. Heute gehören derartige Zustände, die früher Wirklichkeit waren, der Fabelwelt an. Man muß einmal daran erinnert werden, um nicht immer die heutigen Verhältnisse so selbstverständlich hinzunehmen, die früher alles andere als Selbstverständlichkeiten waren! Lord Londonderry, der ehemalige englische Luftfahrt- mmisterurteilt:„Manmuß erkennen,daß Hiller sein Bestes tut um einem großen Lande mit einer Bevölkerung von 65 Millionen wieder eineStellungzu geben,die seinen Ueber- lieferungen,seinerGeschichte und seinem^echt entspricht." Oer Führer kämpft und arbeitet für dich, Deutscher! Danke es ihm am 29. März — mit deiner Stimme! Rickett in Addis Abeba. A d d i s A b e b a , 21. März. (DNB. Funkspruch.) Heute traf R i ck e t t in Addis Abeba ein. Er verweigerte jegliche Auskunft über den Zweck feiner augenblicklichen Reife nach Abessinien. Da er von Rom kommt, vermutet man, daß sein Besuch nicht geschäftlicher, sondern politischer Natur Kämpfer für Chinas Einigung Don August Deck, Oberstleutnant a. O. Sicherung des wichtigen Kalgan, das neuerdings von japanischen Truppen endgültig besetzt wurde. Damals entschuldigten sich die Japaner für ihr Vorgehen, doch war es dort schon beabsichtiat, die innere Mongolei für Japan völlig zu erschließen. Unter dem japanischen Botschaftergeneral Mi- n a m i gewann zur gleichen Zeit die Kwantung- armee im Kaisertum Mandschukuo den großen Einfluß, den sie jetzt noch inne hat. Sie war der erbittertste Gegner der Nankingregierung, die unter dem mit diktatorischen Vollmachten ausgestatteten Tschiang-kai-schek die japanischen Ziele häufig durchkreuzte. Die großen Cliquen der japanischen Militärhierarchie waren in der Kwantungarmee vereinigt und bemühten sich mit militärischer Gewalt alles durchzusetzen, was die japanische Regierung nur in vorsichtiger Weise anstrebte. Die Besetzung von Jehol, Tschahar, ferner großer Gebiete der inneren Mongolei, die Durchbrechung der chinesischen Mauer war ihr Werk. Ihrem ungebändigten Tatendrange, der unter Generalmajor Doihara China zu überrennen drohte, gebot die Regierung Okada Einhalt, um eine vorzeitige chinesische Explosion zu verhüten, durch die Rußland unfehlbar zu einem Eingreifen veranlaßt worden wäre. 4000 japanische Offiziere wurden im Spätsommer 1935 diszipliniert. Das Einverständnis zwischen der japanischen Armee und ihrer Regierung war hergestellt, das gespannte Verhältnis zu Tschiang-kai-schek blieb, es entstand durch die Verwundung des projapanischen Wang- tsching-wei sogar noch eine Verschärfung. Tschiang-kai-schek ist jetzt zwei Großmächten gegenübergestellt, die, einander feindlich, Einfluß auf China gewinnen wollen. Sowjetrußland, das die westlichen Provinzen Sinkiang und äußere Mongolei mit mehr als zwei Millionen Quadratkilometer an sich gerissen hat, und im Norden Japan, das die Mandschurei, die innere Mongolei und Nordchina, ein nicht viel kleineres Gebiet, als seine Domäne ansieht. China wird wohl genötigt sein, zwischen beiden Gegnern zu wählen. In der letzten Zeit kursieren Nachrichten von starken russischen Einflüssen, auch der Kommunistenkampf in Kweitschou lebt wieder auf, auf der anderen Seite drängt Japan zu einem gemeinschaftlichen Vorgehen gegen Moskau. Tschiang-kai-schek kann wohl mit dem Faustzitat sagen: „Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust, die eine will sich von der andern trennen". Die Entscheidung Chinas ist das Schicksal O st a s i e n s. Mit einem Momente kann indessen Tschiang-kai-schek sicher rechnen, nämlich aus den westlichen und südlichen Provinzen Chinas einen Länderblock zu schaffen, der unabhängig von seiner Einstellung, mit mehreren hundert Millionen Einwohnern in Dftafien eine Rolle von größter Bedeutung spielen wird. sätzen zu erreichen. Der Opiumhandel wurde bei Todesstrafe verboten. Um eine neu aufbauende Staatsanschauuna zu schaffen, mußte Tschiang-kai-schek das chinesische Sippenwesen, die Bedeutung der Großfamilie bekämpfen und dahinarbeiten, das Einzelindividuum an dem Bestand des Staates zu interessieren. Diesem Gedanken trug auch seine Agrarreform Rechnung. Der chinesische Bauer lebte nur in und für seine Familie, seine Sippe, sein Dorf, ein darüber hinausaehendes Interesse fehlte ihm vollständig. Die Agrarreform sollte ein selbständiges Bauerntum schaffen, das in gleicher Weise seine Interessen mit dem des Staates verband. Im Sinne westlicher Prinzipien wurde eine Auflösung des konfuzianischen Sippen st aates angestrebt, eine Verschmelzung europäischer und chinesischer Ideen sollte sich vollziehen. Die Zusammenfassung des gesamten Bauerntums zu einer kooperativen Arbeit — schon um die Riesenschädigungen durch Ueberschwemmungen einzuschränken —, ferner die Gründung von Genossenschaften führten zu einem beschränkten Erfolg. Es wurde eine Herabsetzung der übertriebenen Pachtgelder ermöglicht, aber die Durchführung der Gesamtreform in dem großen Reiche fcheiterte an den Provinzialregierun- gen, welche die Durchführung vielfach zwar kräftig in die Hand nahmen, aber sie ganz verschiedenartig behandelten. Daß für den chinesischen Bauern eine Steuerentlastung eintrat, kann als Erfolg gebucht werden. Man darf über die Mängel der Zusammenfassung des großen Werkes nicht überrascht sein, die riesigen Verhältnisse Chinas sind die eines Erdteils mit großen klimatischen und völkischen Unterschieden und nicht vergleichbar mit den Dimensionen irgendeines europäischen Landes. Im Jahre 1935 hatte sich zu den Schwierigkeiten der Agrarreform noch das Problem des Uebergangs von der Silberwährung zur Papierwährung hin- zugefellt. Der Erfolg dieser Maßnahme muß erst abgewartet werden. Die wachsenden Erfolge Tfchiang-kai-scheks im Kampf mit den Kommunisten hatten bei der j a - panischen Regierung Unruhe hervorgerufen. Japan wollte lieber einem zerrissenen als einem geschlossenen China gegenüberstehen. Der Gefechtslärm der Kämpfe bei Tschapei im Frühjahr 1932 konnte die stillschweigende Besetzung der Mandschurei eine Zeit lang verschleiern. Im Waffenstillstand von Tang-ku trat das entschiedene Bestreben Japans hervor, auch auf Nordchina endgültig Einfluß zu gewinnen. Die Einigung Chinas war der größte Erfolg Tfchiang-kai-scheks, und da er geeignet war, die Politik im Fernen Osten in völlig geänderte Bahnen zu leiten, sah Japan mit mißgünstigen Augen auf den großen Leiter der chinesischen Schicksale. Es fehlte auch nicht an Anspielungen auf eine zweideutige Haltung des Marschalls. Bei einer seiner Besichtigungsreisen nach Kalgan kam es im Dezember 1934 zu einem Zusammenstoß mit japanischen Truppen bei Dolonor. Damals leitete Tschiang-kai-schek noch persönlich die V. Tschiang-kai-schek. Oer nationale Führer. In dem armen unendlich fleißigen chinesischen Bauern st and erweckt jede Revolution die Forderung nach Grundbesitz. Das chinesische Bürgertum andererseits sah sich infolge Fehlens von Industrie meist in der Rolle des Inhabers von Großgrundbesitz, der zum größten Teil verpachtet wurde. Es ist sehr verständlich, daß die chinesische Revolution hier Umwälzungen bringen mußte, nachdem Borodin die Gemüter erhitzt hatte, und daß wiederum das Bürgertum sich nur einer Staatsform zuneigte, die ihm den Besitz nicht allzu stark schmälerte. Tschiang-kai-schek, mit diktatorischen Vollmachten versehen, sah es als seine besondere Aufgabe an, durch eine einschneidende Agrarreform sowohl dem Bürgertum als auch dem Bauerntum gerecht zu werden. Sein Ziel war, die Produktivität durch die langjährigen Bürgerkriege verarmten und verwüsteten Landes wieder zu heben. Bevor er jedoch dieser Aufgabe feine Kräfte widmen konnte, mußte er mit dem in den Sudprovinzen Fukien und Kiang-fi stark auflodernden Kommunismus abrechnen. Nach langen schweren Kämpfen im Sommer 1934 zerschlug Tschiang- kai-schek mit den japanischen Methoden des Bombenwurfes aus der Luft den roten Aufstand Eugen Tschens. Nachdem er die kommunistischen Truppen zerstreut hatte, nahm er am 14. Dezember 1934 in energischem Anlauf den Hauptsitz der Aufständi- gen Juichan, an der Grenze zwischen Kiang-so und Fukien, so daß der Rest der roten Armee in wilder Flucht nach langen schwierigen Märschen die Gebirge Szeschuans erreichte, wo die ermüdeten Truppen in der unzugänglichen Berglandschaft der weiteren Verfolgung sich entziehen und Unterschlupf finden konnten. Tschiana-kai-schek konnte nun an den kulturellen Ausbau seines Einigungswerkes Herangehen. Durch kluge Verbindung von Altem und Neuem stellte er unter Wahrung der Tradition Wissenschaft und Technik in den Dienst seiner Bestrebungen. Er modernisierte Verwaltung und Steuersystem, er verwendete den Rundfunk als Erziehungsmittel des Volkes, er schuf die Hochschulen zu nationalen Lehrstätten um und ließ Lehrer für Volksschulen ausbilden. Das Straßennetz ließ er durch seine Divisionen ausbauen, neue Eisenbahnlinien wurden nach Maßgabe der vorhandenen Mittel fertiggestellt, Fluglinien zwischen den wichtigsten Städten wurden angelegt. Bei der Heeres- organifation waren ihm deutsche und österreichische Offiziere behilflich. Ein kulturelles Verdienst war es, daß er dem Volke die Lehren des Konfuzius wiedergab und die verwüsteten Buddhatempel wieder herstellte. Die Hebung der Moral suchte er durch die in seinem „rechten Weg" niedergelegten Grund- Grotzer Vergnügungspark 1696C Familiendrucksachen Verlobungsanzeigen VermÄhlungsanzelgen Geburtsanzeigen bei Brühl. Schulstr. 7 Adolf Hitler-Bauschule Mainz a.Rh. Höh. techn. Sfaatsfehransfalt für Hoch- und Tiefbau (ehern. Höh. Landesbauschule Darmstadt u.WHess. Höh. Bauschule Bingen) Eröffnung det ersten Semesters am 1. April 1936 SeiiifMitwtwlt «»«»> von Sonntag, 22. März, dis einschließlich Sonntag, 29. März 1936, auf Oswaldsgarten Neuartige Schau- und Verkaufsgeschäfte Das indische Ballett mit dem weltberühmten Hindu-Orchester Ans dem Programm: Hindu-Ballette Shiva-Tänze Volkstänze u. s. f. Anfang: 11,15 Uhr Ende: 13.15 Uhr Preise v. 0.50-2 BM. Abonnenten 10% Ermäß. 1 '81 D Wir bitten zumTee! Btaok & C& Marburg-Lahn heustadt 2? Druckschriften kostenlos durch die Direktion in Mainz, Holzstr. 36 Werbe-Drucksachen liefert BrQhl'sche Druckerei Oilenlliche Bandelslehranstalt der Industrie- nnd Handelskammer Gießen. Gießen, Liebigstraße 16 (Liebigbau), Fernr. 2480. Höhere Handelsschule: Abschluß - Prüfung entspricht der Prüfung für praktische Kaufleute. Schulgeld RM. 19.-. Zweijährige Handelsschule: Abschluß mit der Mittleren Reife. Schulgeld RM. 17.-. Gründliche fachlicheSchu« lung und Erweiterung der Allgemeinbüdungund nationalpolitisch. Erziehung. Keinerlei Kursbetrieb und keine Neben gebühren. Schulbeginn nur a. Ostern. Anmeldung und Auskunft täglich von 8 bis 12.30 Uhr. 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Gelegenheit zu Unterricht in Kochen, Hauswirtschaft, Handweben, Zeichnen, Malen, Gymnastik u. Atemschul. Prosp. u. Ausk. Fran Maria Steinbach. Gießen, Tiebigstr. 69 Friedberg, Saarstr. 10 22. März 1936 ftot StiM* LS Planes . jus der einen »"Ta öer anderen U uMjdje neue p Bg *-a günWr M> e MS gesenkt werden die M sei der betrachtet, so />' iii den Mahlst Bärtigen N5' sunasniaßnahw! ermäßigt rr zielten Standpr Ergebnis, noch sch die in dies Niederaus langer Arbeilsl jor Augen häl Blicken wir 1935 zurück, Stadt ein gr arbeiten, 1 Ausbau vorhc zahlreiche Neu viertel und ir Südviertel ist geleistet mord geschlissenen । an der Spitze wertvolle Be sehr umtangri zierung ist - nicht allein z es wurden t quellen versi als solche d politischen N Zustandekom neue Stabte standen sind der Bebauu den. Der gr durch diese kicher neuer den, ein Er erfolglos erj befferung au, orbenilid) mit bei bie[en 2 Aolksgenc ten fanden, diesem Dem hielt, die ör hinaus zahlr Absatzgebiete Nückblick in lidje Auswi beitsfchlachl und der alle , Der Slusb Es/ahi tt* fllrgermei|ter P« Ratsh ^beschasfu undet, das o tragender Bc wahren \aWu eine ff? "leben Meten PS ZK fffiif- •Öfr hnt SlbfA-0? trau • na inb S " °btr A ? 1 «tle. S. ["U v°n°fflich f leine»» lern &: AHK Site I Einspaltige | werden zum ermäßigten ist. Die Vereinigung abessinischer Patrioten fanbfü am Samstag an die internationalen Frauen-Or- ganisationen und an die Friedensvereinigungen der Welt Protest-Telegramme, daß Italien neuerdings fast bei jedem Bombenabwurf Gift- gasbomben benutze, die meistens Opfer unter d e r Zivilbevölkerung forderten. In den Telegrammen wird um Maßnahmen gebeten, Italien anzuhalten, seinen Verpflichtungen aus dem Abkommen nachzukommen. Die polnische presse zum Locarno-Mmorandum. Warschau, 21. März. (DNB. Funkspr.) Die Stellungnahme des polnischen Außenministers Beck in der Ratssitzung am Freitag wird von der polnischen Presse mit großem Beifall ausgenommen. Polen wird als d e r „V e r t e i ü i g e r d e r A u t o. rität des Völkerbundes" bezeichnet. Die Blätter unterstreichen in erster Linie den Gedanken, daß der Völkerbund kein bloßes Anhängsel des Rheinpaktes sei und sein wolle. Minister Beck sei energisch gegen die diktatorischen Bestrebungen der Großmächte vorgegangen und habe den Beifall vieler Völkerbundsmitglieder gefunden und zunächst einmal bewirkt, daß der Völkerbund es ablehnte, bereits fertige Vorschläge einfach anzunehmen. „Expreß P o r a n n y" und „P o l s k a Z b r o j - n a" werfen die Frage auf, ob der Völkerbund nicht schon mit seiner ersten Resolution, die die Vertragsverletzung feststellte, seine Pflicht erfüllt habe. Ob der Völkerbund noch weiter gehen wolle, werde sich zeigen. Aber jedenfalls werde er nicht so tanzen, wie die Großmächte pfeifen. „Polska Zbrojna" hält es für durchaus noch offen, ob der Rat über seine erste Entschließung hinausgehen solle, da weder Artikel 43 des Versailler Vertrags noch Artikel 4 des Rheinpaktes den Locarnomächten Grundlagen zu Empfehlungen gäben, die über die unmittelbare Streitfrage hinausgingen. Der konservative „Czas" stellt fest, daß die Bemühungen, die Kriegsgefahr zu bannen, von Erfolg gekrönt seien. Besonders unklar sei die Rolle Litwinows, der sich eifrig dazu dränge, den Westmächten seine Dienste anzubieten, wobei der Preis leicht ein Danaer-Geschenk sein könnte. Der bolschewistische Sendling zeige sich sehr besorgt um das Wohlergehen Europas. „Wir sehen aber, nfas in Spanien geschieht, und das Auftreten der Dritten Internationale in der europäischen Arena begeistert uns durchaus nicht." Polen wünsche gute Nachbarbeziehungen mit der Sowjetunion, glaube aber nicht, daß es den allgemeinen Frieden finde, wenn man aus der Sowjetunion den Schiedsrichter in europäischen Konflikten mache. Das Ende der Locarno-Verträge stelle eine gewisse Entlastung des polnisch-französischen Bündnisses dar. Die neue Verständigung der Locarnomächte, die zeitweilig und provisorisch sei, könne Polen nicht beunruhigen. In der Perspektive erscheine eine internationale Konferenz, die die Sicherheitsgarantien Westeuropas und Osteuropas in gleicher Weise gestalten müsse, da nur dann die Möglichkeit eines Krieges nach menschlicher Voraussicht abgewendet werden könne. Annahme von Bedarfdeckungsscheinen ------------------------------BT7 Zweijährige Handelsklasse für Schulentlassene m. 8 jähr. Schulbildung. Ziel : Mittlere Reife (früher Einjähr.. Exam. aenannt). Für Mädchen auch Kochen und Nähen. Schulgeld RM 17.— , keine Nebengebühren. Ein u. halbjährige Handelsfachklasse Schulgeld RM 19.-, keine Nebengebühren Abendkurse für Berufstätige i. Maschinenschreiben, Steno- mgraphie und allen Handels- Fächern. Anmeldungen für das neue Ä. Ä Schuljahr und Auskünfte in UchD Gießen jederzeit im Schulge- M bäude Goethestraße 32. ________________________________1369 A Knaben-Institut Lucius Gegründet 1809 I Forsthaus bei Echzell (Ober-essen) Wir nehmen Ihnen die Sorge für die Erziehung Ihres Iungen ab. Aei allen Vorzügen eines Landheimes lehrplangemäßer Unterricht in Meinen Klassen, Erziehung zu selbständiger Arbeit. Sehr gesunde Lage an ausgedehnten Waldungen. Sexta - llntefiekunba - Dberrealschule - Realgymnasium. Obersek.-Relfe a. d. Nnstalt Veste Empfehlungen, prosp. frei l Leitung: Dr. Lucius ' stießen an der eM! Vogtsche Privat-Handelsschule Gießen, Goethestr.32 Nr. 69 Drittes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberheßen) Samstag, 2l.März (936 Die Stadt Gießen schafft Arbeit und Brot. Segensreiche Auswirkung des Aufbauwerks des Führers. Dem Befehl des Führers gemäß, alle Möglichkeiten zur Beschaffung von Arbeit und Brot in vollem Umfange nutzbar zu machen, hat auch die Gießener Stadtverwaltung von Beginn der Arbeitsschlacht an ihr besonderes Augenmerk darauf gerichtet, daß immer neue Arbeitsgelegenheiten erschlossen wurden. Die Durchführung dieses Planes hat bisher schon reiche Früchte gebracht. Auf der einen Seite ist es gelungen, vielen arbeitswilligen Männern wieder Brotstellen zu geben, auf der anderen Seite hat die Stadt als solche ganz erhebliche neue positive Werte erlangt. Wie die Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des Reiches in ihrem weiten Rahmen und die gleichen Bestrebungen unserer Stadtverwaltung sich unter anderem auch auf den Haushalt des Wohlfahrtsamtes in günstiger Weise ausgewirkt haben, ist daraus ersichtlich, daß der Zuschuß der Stadtkasse zu den Wohlfahrtslasten von 1290000 Mark im Jahre 1932 über 1 250 000 im Jahre 1933 bis auf 900 000 Mark für das Rechnungsjahr 1936 gesenkt werden konnte. Wenn man in dieser Hinsicht die Zeit seit der Machtübernahme durch den Führer betrachtet, so sieht man, daß der städtische Zuschuß zu den Wohlfahrtslasten von 1933 bis zum gegenwärtigen Haushaltsjahre, dank der Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen, um rund 3 5 0 0 0 0 Mark ermäßigt werden konnte. Das ist vom finanziellen Standpunkt aus gesehen ein sehr stattliches Ergebnis, noch bedeutsamer aber ist es, wenn man sich die in dieser Ersparnis enthaltene seelische Wiederaufrichtung der zum Teil in jahrelanger Arbeitslosennot lebenden, deutschen Menschen A l t st a d t. Die Durchführung dieses Planes wird endlich auch an dieser Stelle der Stadt zeitgemäße, gesunde Wohnungsverhältnisse schaffen und damit den dort wohnenden Volksgenossen einen sehr wertvollen Dienst erweisen. Dabei wird gleichzeitig die ebenfalls schon seit Jahren dringend notwendige Verbreiterung der Straße am Lindenplatz gegenüber der Stadtkirche geschaffen, die den Erfordernissen des modernen Verkehrswesens gerecht werden wird und die jetzige erhebliche Gefahrenquelle für die Straßenpassanten beseitigt. Von großer Bedeutung wird die Errichtung einer Viehauktionshalle aus dem Vieh markt platze sein, nicht nur wegen des damit in Angriff genommenen Ausbaues unseres Gießener Viehhofes, sondern auch im Hinblick auf die Zusammenfassung der Viehauktionen in Oberhessen in unserer Stadt. Durch diesen Plan eröffnen sich Perspektiven von weitreichender wirtschaftlicher Wirkung, die der Aufwärtsentwicklung unserer Stadt sehr förderlich sein werden. Bedeutsam ist auch die vorgesehene Errichtung einer neuen Liebigs höhe, die der Gießener Bevölkerung eine zeitgemäße schöne Ausflugstätte unmittelbar an der Stadtgrenze mit Rundblick in die herrliche Landschaft bieten soll. Durch diesen Neubau und die damit verbundene Umgestal- tungdesTrieb in der Nähe der Volkshalle wird ein Werk geschaffen werden, das sich für den Aus- | flüglerverkehr und für die Veranstaltung von großen Aufmärschen als sehr nützlich erweisen wird. Eine wertvolle Bereicherung unserer öffentlichen Einrichtungen wird auch die vorgesehene Universität s- Sporthalle bedeuten, für die unzweifelhaft ein dringendes Bedürfnis vorhanden ist. Starke wirtschaftliche Auswirkungen werden ferner die von 200 000 Mark im Vorjahre auf 415 000 Mark im neuen Haushaltsjahr gesteigerten Aufwendungen für Straßenbau und die auf 202000 Mark veranschlagten Kanalisationsarbeiten, gegenüber 68 000 Mark in Vorjahre, sowohl für den Arbeitseinsatz als auch für die Belebung der in Betracht kommenden Produktionsbetriebe haben. Das neue Haushaltsjahr der Stadt wird also nach den Plänen der Stadtverwaltung wiederum vielen Volksgenossen Verdien ft möglichkei- ten bringen und zugleich in wirtschaftlicher und ideeller Hinsicht eine ansehnliche Steigerung der städtischen Werte zur Folge haben. Aus dieser kurzen Umschau ergibt sich die klare Erkenntnis, daß das Aufbauwerk des Führers, wie überall im Reiche, auch in unserer Stadt in vielfältiger Weife Segen geb- bracht hat und weiter bringen wird. An diesem Werke tatkräftig mitzuhelfen, ist Pflicht aller deutschen Menschen. Die beste Mithilfe besteht in dem erneuten geschlossenen Bekenntnis zum Führer am 29. März, in dem Ja auf dem Stimmzettel, dem starken Ausdruck des vollen Vertrauens, aus dem der Führer aufs neue Kraft schöpfen kann zur Fortführung seines Werkes zum Wohle des ganzen deutschen Volkes! Aus der Provinzialhauptstadt. vor Augen hält. Blicken wir allein auf die Jahre 193 4 und 19 3 5 zurück, so sehen wir in allen Teilen der Stadt ein großes Maß von Straßenbauarbeiten, bei denen es sich nicht nur um den Ausbau vorhandener Straßen, sondern auch um zahlreiche Neuanlagen handelt, insbesondere im Ostviertel und im Schwarzlach-Gebiet; aber auch im Südviertel ist an Straßenbauarbeiten mancherlei geleistet worden. Beim Hochbau stehen die neu geschaffenen großen Gebäude des Reiches an der Spitze, zu denen auch die Stadt als solche wertvolle Beihilfe geleistet hat. Dazu kommt ein sehr umfangreicher Wohnungsbau. Die Finanzierung ist — im Gegensatz zu früheren Jahren — nicht allein zu Lasten der Stadt gegangen, sondern es wurden dafür zum großen Teile andere Geldquellen verfügbar gemacht. Jedoch hat die Stadt als solche durch ihre Führung und ihre finanzpolitischen Maßnahmen erheblichen Anteil an dem Zustandekommen dieser Bauten, durch die zum Teil neue Stadtviertel mit mehreren Straßenzügen erstanden sind oder Baulücken auf dem bereits in der Bebauung stehenden Gelände ausgefüllt wurden. Der großen Nachfrage nach Wohnraum konnte durch diese umfangreiche Bautätigkeit ein ansehnlicher neuer Wohnungsoorrat gegenübergestellt werden, ein Ergebnis, das seit langen Jahren immer erfolglos erstrebt worden war. Neben dieser Verbesserung auf dem Wohnungsmarkt steht als außerordentlich wichtiger Faktor die Tatsache, daß auch bei diesen Arbeiten viele Hunderte von Volksgenossen Verdien st möglichkei- t e n fanden, das heimische Handwerk auch auf diesem Wege neue Betätigungsmöglichkeiten erhielt, die örtliche Baustostproduktion und darüber hinaus zahlreiche andere Industriezweige wertvolle Absatzgebiete gewannen. Wir sehen also bei diesem Rückblick in ganz großen Zügen eine sehr erfreuliche Auswirkung der vom Führer befohlenen Arbeitsschlacht auch im Bereiche unserer Stadt Gießen und der allernächsten Umgebung. Der Ausblick auf das neue städtifche Haushaltsjahr 1936 unter dem Gesichtswinkel der Arbeitsbeschaffung ist ebenso erfreulich, wie die Betrachtung der beiden verflossenen Jahre. Oberbürgermeister Ritter hat in der Sitzung der Gießener Ratsherren am vorigen Samstag ein Arbeitsbeschaffungsprogramm der Stadt für 1936 verkündet, das vollste Anerkennung verdient. Von weit- tragender Bedeutung ist dabei die schon seit vielen Jahren fällige bauliche Sanierung der Der erste Spatenstich. Wenn die Sonne wärmer scheint, die ersten Blumen erwachen, dann kann auch der Kleingärtner nicht ruhen. Schon vor einigen Wochen haben die Arbeiten begonnen. Da war noch manches aufzuräumen. Die Bäume mußten ausgeputzt und gespritzt werden, die Beerensträucher waren zu reinigen. Das’ dürre Laub wurde zusammengekehrt und auf den Komposthaufen gebracht, die Wege wurden nachgesehen, und auch an der Gartenlaube war einiges auszubessern. Dann aber kam die große Zauberin, die Sonne, und trocknete den Boden ab. Die Knospen der Bäume wurden zusehends dicker, die Schneeglöckchen lockten und schienen zu rufen: Herbei an die Arbeit! Ich nahm den Spaten zur Hand und suchte das passende Beet aus. Mein Nachbar schaute über den Zaun und meinte, ob es nicht etwas zu früh wäre? Denn es kämen doch sicher noch kalte Tage. Aber ich handelte nach dem Wort: Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen, und der Spaten fuhr in den Boden. Die Erde war schön locker und fiel in glänzenden, braunen Brocken auseinander. Das war der erste Spatenstich. Unwillkürlich hielt ich inne und beschaute die Erde. Das war ein feierlicher Augenblick, dieses Umwerfen des Bodens, der nun aus feinem Winterschlaf aufgerüttelt wird. Mit Dank für die schöne Ernte gingen wir einst in nebeldunklen Herbsttagen aus unserem Garten. Wir überließen die Beete der Ruhe. Der Sturm rüttelte Bäume und Sträucher, Regen stürzte herab, Schnee und Eis kamen. Der Garten aber ruhte und schöpfte neue Kraft. Nun ist es soweit. Wir können wieder neuen Samen ausftreuen. Wie war das doch damals in meiner Jugendzeit, als mein Vater den ersten Acker pflügte und dann zum schneeweißen Samentuch, in dem die goldne Saat war, griff? Wie langsam und andächtig knöpfte er sich dieses Tuch um den Körper. Dann stand er einige Augenblicke still und überschaute den frisch gepflügten Acker. Mit ruhigen, abgemessenen Schritten trat er auf die vom Morgennebel dampfende Erde und sprach: Walt's Gott! Die ersten Körner glänzten im Sonnenlicht und fielen dann nieder auf die wartende Erde. Langsam weiterschreitend wurde eine Handvoll nach der andern ausgestreut. Maschinen gab es ja damals noch keine. Dieses unvergeßliche Bild aus meiner Kindheit stieg heuer vor mir auf, als ich in meinem kleinen Garten stand und den ersten Spatenstich tat. Auch in meinem Herzen sprang der Wunsch auf: Möge uns die Erde recht viel Gutes und Schönes bescheren! Schon fühlen wir ja überall das Wirken und Schaffen der Natur. Die Wiesen werden grün, und der Bauer wird bald mit feinem Pfluge hinaus auf feinen Acker fahren. — Das Beet war bald umgegraben, der Samen wurde ausgeftreut, und mit Stolz und Hoffnung überschaute ich das kleine Stückchen Erde. Mögen auch noch kalte Nächte kommen, der Samen wird keimen, und zu gegebener Zeit werden wir ernten. Mein Beispiel fand bald Nachahmer. In allen Gärten sah ich den Spaten blinken. Keiner wollte Zurückbleiben. Die ersten Erbsen wurden gelegt, Karotten- und Zwiebelsamen ausgesät. Ein solcher Frühlingstag in den Siedlergärten ist immer schön. Uebergll sieht man frohe Gesichter, ermunternde Zurufe und Lachen durchschwirren die Luft. Ringsum schmettern die Buchfinken und Amseln um die Wette, die kleinen Meisen zirpen und hüpfen von Ast zu Ast. Das sind hoffnungsfrohe und zukunftsfreudige Tage. Man kann gar nicht aufhören mit der Arbeit. Das Gefühl des Verbundenseins mit unserer Mutter Erde, mit „Unserem" Stückchen Land, macht so glücklich und froh. Auch wir wollen mithelfen, daß die große Erzeugungsschlacht gewonnen wird. Je kleiner das Stückchen Land ist, das uns zugemessen wurde, desto eifriger wollen wir arbeiten und schaffen, daß auch wir dereinst gute Ernten einheimsen können. Bornotizen. Tageskalender für Samstag. NSG. „Kraft durch Freude": Ab 15.30 Uhr allgemeine Körperschule und Waldlauf auf dem Uni- verfitätssportplatz am Kugelberg. — NSLB., Fach- schckft 2: 15 Uhr Versammlung in der Pestalozzi- schule; NSLB., Kreis Gießen: 16 Uhr Pflichtoersammlung in der neuen Pestalozzischule. — Stadttheater (Ring Deutsche Bühne): 20 bis 22.45 Uhr „Der Kanzler von Tirol". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Viktoria". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Du kannst nicht treu sein." — Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 16 bis 17 Uhr Ausstellung von Gemälden von Richard Geßner (Düsseldorf). Tageskalender für Sonntag. Musikzug der SA.-Standarte 116: 11 Uhr Platzkonzert an der Ecke Plockstraße/Johannesstraße. — Stadttheater: 11.15 bis 13.15 Uhr „Menaka"; 19 bis 21.30 „Krach im Hinterhaus". — Gloria-Palast, Seltersweg: „Viktoria". — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Du kannst nicht treu fein." — Reichsfach' gruppe Imker, Ortsfachgruppe Gießen: 14 Uhr Versammlung im Hotel Hopfeld. — Stadtkirche: 18 Uhr kirchenmusikalische Passionsvesper. — Oberhessischer Kunstverein (Turmhaus am Brandplatz): 11 bis 13 Uhr Ausstellung von Gemälden von Richard Geßner (Düsseldorf). Stadttheater Gießen. Heute von 20 bis 22.45 Uhr als Vorstellung der Deutschen Bühne „Der Kanzler von Tirol", Schauspiel von Josef Wenter. Spielleitung: K. Lüpke. Freier Kartenverkauf zu Tagespreisen an der Abendkasse. Der Spielplan des Gießener Stadttheaters vom 22. bis 29. März. Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Sonntag, 22. März, von 11.15 bis 13.15 Uhr einmaliges Gastspiel Menaka, des indischen Balletts mit indischem Orchester. Menaka hatte, bevor sie mit ihrer Tanzgruppe und einem indischen Orchester nach Europa kam, bereits vor einigen Jahren eine Rundreise durch Europa gemacht, wobei sie in Deutschland, Frankreich, England, Skandinavien und vielen anderen Ländern begeisterte Aufnahme sand. Die Musik spielt in Menakas Tänzen eine führende Rolle. Ein indisches Orchester spielt diese Musik. Das Gastspiel konnte nur auf den Sonntag* vormittag gelegt werden. Die Vorstellung ist außer Abonnement. Von 19 bis 21.45 Uhr außer Abonnement der Luftspielerfolg „Krach im Hinterhaus" von M. Böttcher. Spielleitung: Heinrich H u b. — Dienstag, 24. März, von 20 bis 22.30 Uhr als 23. Vorstellung im Dienstag-Abonnement „Lapp im Schnakenloch", ein Spiel von Ed. Reinacher. Spielleitung: Wolfgang Kühne. Hierauf „Der zerbrochene Krug", Lustspiel von Heinrich v. Kleist. Spielleitung: der Intendant. — Mittwoch, 25. März, von 19.30 bis 22.30 Uhr die Schlager- Operette „Die blaue Mazur" von Fr. Lehär. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer; Spielleitung: Paul W r e d e ; Tänze: Thery Schultheis. Die Vorstellung gilt zugleich als 23. Vorstellung im Mittwoch-Abonnement. — Freitag, 27. März, zum erstenmal „Die unvollkommene Ehe", musikalisches Lustspiel von Albrecht Nehring. Musikalische Leitung: Paul Walter; Spielleitung: Paul W r e d e. 24. Freitag-Abonnement. Dauer von 20 bis 23 Uhr. — Samstag, 28. März, von 20 bis 22.30 Uhr als Vorstellung der Deutschen Bühne das Gesellschaftsstück „Die Insel", Schauspiel von Harald Bratt. Spielleitung: Anton Neuhaus. Freier Karten- verkauf zu Tagespreisen an der Abendkasse. — Sonntag, 29. März, von 19 bis 22 Uhr „Die blaue Mazur", Operette von Fr. Lehär. Musikalische Leitung: Ernst Bräuer; Spielleitung: Paul Wrede; Tänze: Thery Schultheis. Die Vorstellung ist außer Abonnement. Das Platzkonzert des S.A -Musikzuges Es fei noch einmal auf das Platzkonzert des Musikzuges der Standarte 116 am morgigen Sonntag, 11 Uhr, Ecke Plockstraße-Johannesstraße hingewiesen. Die Vortragsfolge ist aus unserem gestrigen Blatte ersichtlich. Die Mitglieder der DA?, genießen Rechtsschutz. Alle Mitglieder der Deutschen Arbeitsfront genießen vom Tage ihres Eintritts in die DAF. die Vergünstigung, daß ihnen die Rechtsberatungsstellen der DAF. für Beratungen und Bearbeitungen in Fragen des Arbeitsrechts und der Sozialversicherung kostenlos zur Verfügung stehen. Dieses Recht zieht aber auch eine gewisse Pflicht nach sich, nämlich, daß sich die Mitglieder der DAF. in allen Rechtsstreitigkeiten vor den Arbeitsgerichten oder Arbeitsämtern von den Rechtsberatungsstellen der Deutschen Arbeitsfront vertreten lassen. Tägliche Beispiele zeigen, daß viele Volksgenossen um ihr begründetes Recht kommen, weil sie selbst Oer neue Foto-Film mit Qarantiesehein 1 OLYMPAN ßchleussneii Oie Tippgräfin. Xoman von Klothilde v (Stegmann Urheberrechtsschutz: Aufwärts-Verlag, Berlin, SW 68. 18. Fortsetzung. Nachdruck verboten! Noch eine zweite, entsetzliche Nacht mußte Mariella erleben, ehe sie die wirklich tadellos gelungene Kopie des Geronimo-Halsbandes an Stelle des entwendeten wußte. In einem hatte sich Erhard zuverlässig erwiesen: pünktlich auf die Minute händigte er ihr die glänzend ausgefallene Imitation der echten Kette ein, die mit wahrhaft zauberhafter Schnelligkeit von einem „Fachmanns", den der Graf kannte, hergeftellt worden war. Auch das zweite Pulver gab er ihr. das Annina abermals fest einschläfern sollte. Nach der Verabschiedung von Mariella begab sich Erhard in den Spielklub. Am gestrigen Tage war es ihm zu spät geworden, und er war auch zu erregt, um auszugehen. Stundenlang war er nach dem Abschied von Mariella mit dem Gedanken umgegangen, nach England zu fliehen, sich dort mit ihr trauen zu lassen und ein neues Leben zu beginnen. Nur so konnte er die Dankesschuld an das Mädchen abtragen, das ihn so liebte, daß es Ehre und Namen beiseite warf, um ihm zu dienen. Doch wie ein Gespenst tauchte bann ein verhärmtes, bleiches Frauenantlitz vor ihm auf, hinter vergitterten Fenstern, das Tag und Nacht nach ihm rief und kaum noch etwas Menschliches an sich hatte. Nein, er konnte nicht mit Mariella fliehen. Auch dieser Ausweg war ihm genommen. ♦ Vergeblich erwartete Bankier Kammacher Erhard von Hagen Er hatte ihm bestimmt zu einem festgesetzten Termin versprochen, die Bürgschaft für seinen verstorbenen Freund Verdingen zu begleichen. Doch er kam nicht und ließ sich auch nicht sprechen. Mariella hatte keine Ahnung von diesen Dingen. Sie glaubte ihr Verlobter hätte schon längst alles in Ordnung gebracht und die Schuld redlich ab» gezahlt. Allmählich beruhigten sich auch ihre Gewissensbisse, um so mehr, als Annina von Gellern in den nächsten Tagen gänzlich unbefangen erschien. ja, sogar die Halsbänder der Geronimo einmal einer Bekannten, die darum bat, gezeigt hatte. Mariella war glücklich, daß alles geglückt zu sein schien, und daß sie Lore und Renate hatte. Denn auch mit Renate verband sie eine täglich wachsende Freundschaft. Sie verlebte ein paar wunderschöne Nachmittagsstunden in „Villa Liliput", umschmeichelt von Jago, der nicht von ihrer Seite wich, verwöhnt von Lore und Renate, denen sie doppelt leid tat, seitdem erstere Mariellas Tante und Erhard persönlich kennengelernt hatte. Heute saß man zu einer behaglichen Kaffeestunde unter dem bunten, großen Gartensonnenschirm in Renates kleinem Gärtchen. Das lustig gemusterte Bauerngeschirr, ein Geschenk Lores, stand auf einer leuchtend gelben Decke. Der starke Kaffee duftete einladend. Und die „Geyerbürgerin", die tüchtige kleine Hausfrau, hatte einen prächtigen Napfkuchen gebacken. Behaglich plauderten die drei jungen Mädchen. Das Gespräch zwischen den drei so ungleichen Altersgenossinnen, von denen die Photographin mit ihren vierundzwanzig Jahren die Aelteste war, drehte sich um allerlei Berufsfragen und Eheprobleme Renate Trotha, wie die beiden anderen Mädchen verwaist, hatte mit kräftigen Händen ihr Schicksal selbst geformt. Nach ein paar schweren Jahren war aus ihr eine der bekanntesten Pressephotographinnen Berlins geworden, und als sie noch das Glück hatte, mit dreitausend Mark, die auf ihren Anteil entfielen, in der Lotterie herauszukommen, war sie eine „gemachte Frau", wie sie scherzend sagte. „Sag mal. Renate" — das ungewohnte Du, um das Renate sie gebeten, fiel Mariella noch etwas schwer —, ..könnte ich wohl irgendwelche Aussichten in deinem Beruf haben?" „Du? Warum denn nicht, wenn du photographieren kannst?" ..Natürlich kann sie das! Alle Pensionärinnen von Maidlis Glück' bevorzugten Mariellas Photos. Weißt du noch, wie du die Tour auf den Pilatus nicht mitmachen konntest, weil du kein Geld hattest und dir von uns nichts schenken lassen wolltest?" Lore schüttelte sich vor Lachen; es schien eine sehr lustige Pensionserinnerung zu sein. „Gewiß!" Mariellas Züge erheiterten sich gleichfalls. „Ihr ließt euch damals alle für Geld von mir aufnehmen, sogar Frau Aeschi schloß sich nicht aus! Und mein Gruppenbild auf dem Pilatus erschien dann im «Luzerner Tagblatt'!" „Famos, da war ich ja schon einmal Pressephotographin!" Renate Trotha griff stets zu, wenn sie einem strebsamen Menschenkinde sein Fortkommen erleichtern konnte: „Ich mache dir einen Vorschlag, Prinzeßchen! Warte noch mit der Heirat! Komm zu mir und werde meine Assistentin! Hast du mir dann die letzten Finessen unserer Kunst abgeguckt und stehst fest und sicher auf deinen zwei Beinen im Leben, kommst du zur Eheschließung immer noch zurecht. Ich suche sowieso schon lange eine zuverlässige Hilfe. Willst du?" „Und ob ich will!" wiederholte Mariella leise und sehnsüchtig. „Ach, Renate, der Gedanke, etwas zu lernen und wirklich auf eigenen Füßen zu stehen, ist unsagbar schön! Und vor allen Dingen bei d i r zu lernen, ein Glück — nicht auszudenken! Aber woher soll ich die Pension zahlen, die ich doch aufbringen müßte, wenn ich hierher übersiedle?" fragte sie sorgenvoll. „Närrchen! Die arbeitest du ab!" Renate hielt ihr die ausgestreckte Rechte hin. „Abgemacht, Mariella?" Noch zögerte diese. „Laßt mich erst mit meinem Verlobten sprechen. Die Tante hat ja jetzt gottlob nicht mehr über mich zu bestimmen. Ich bin ja mündig. Ich kann mir mein Leben von jetzt an gestalten, wie ich es will." Mariella sagte es hoffnungsvoller. Sie ahnte nicht, was das Leben noch alles mit ihr vorhatte. Denn inzwischen spann sich das Netz des Schicksals eng und immer enger um die kleine Principessa. Das Armband der Geronimo war noch am gleichen Tage, an dem der Juwelier es von ihr gekauft, in andere Hände übergegangen. Ein reicher ausländischer Sammler von Juwelenraritäten, dessen Sachverständige überall umherreisten, um Käufe zu tätigen, hatte es durch einen seiner Vertrauensleute erwerben lassen. So war es bereits über die Grenze, als das Schreckliche über Mariella di Bonaglia hereinbrach. Als sie, vergnügter und angeregter wie seit geraumer Zeit, von dem Besuch in „Villa Liliput" heimkehrte, wartete die Tante bereits auf sie. Höhnisch fragte sie Mariella brüsk: „Weißt du das Neueste? Dein Verlobter hat gellem nacht im Mub das nette Sümmchen von zehntausend Mark verspielt. Bekannte haben es mir mitgeteilt — in unseren Kreisen spricht man von nichts anderem. Und du? Heraus mit der Sprache — auf welche Weise hast du ihm zu dieser Summe verhalfen, die fast genau derjenigen ent« spricht, die ich dir verweigerte? Die ganze Sache gefällt mir nicht, mein Kind! Bitte, äußere dich dazu!" Mariella konnte später niemals begreifen, wie es ihr in diesem Augenblick möglich war, die Komödie weiter zu spielen. Es war wohl nur die Kraft ihrer verzweifelten Liebe zu Erhard von Hagen. Ihn mußte sie retten. Um jeden Preis! So faßte sie sich mit wunderbarer Schnelligkeit. Ihr Gehirn arbeitete präzise, wie ein Uhrwerk. Da die Tante ihr zunächst nichts nachweisen konnte, vermochte sie nur zu lügen — eine Eigenschaft, die sie haßte wie die Sünde. Doch was blieb ihr anderes zu tun übrig? ..Ich weiß roebA etwas von Erhards Spielver» lüften, noch davon, daß ihm eine solche Summe überhaupt zur Verfügung stand. Und sollte ein Mann keine andere Geldquelle besitzen als seine Braut, Tante Annina?" Wie -ronisch Mariella fein konnte, wenn sie wollte. Einen Augenblick gab sich sogar Frau von Gellern geschlagen. Aber bald hatte sie ihre Heber» legenheit wieder gewonnen: „Du wagst es noch, mir derartig ungehörige Ant» Worten zu geben? Du, die Braut eines Spielers, von -dem man noch nicht einmal weiß, woher er die Summe nimmt, die er verlumpt? Dies ist ein anständiges Haus, in das ich dich ausgenommen habe. Ich will keine Gemeinschaft mit Erhard von Hagen und seiner Braut. Noch heute verläßt du mein Heim. Sieh zu, wie er für dich sorgen wird, der leichtsinnige Mensch! Sofort pack' deine'Sachen!" Annina von Gellerns Zorn war gespielt. Im Grunde genommen war sie glücklich, nun eine gute Gelegenheit zu haben, Mariella vor die Tür' zu setzen. Mariella richtete sich stolz auf. Zorn stand in ihren dunkel gewordenen Augen: „Du brauchst es mir nicht zweimal zu sagen, Tante Annina! Du kommst meinen Wünschen entgegen!" Aber bann war es mit ihrer Kraft zu Ende. Feurige Funken tanzten ihr vor den Augen, und das ganze Zimmer, in dem sich diese entscheidende Unterredung abspielte, schien sich um sie zu drehen. (Fortsetzung folgt!) Irauenkundgebung in Gießen. Uhr, Am kommenden Montag, 23. März, 20.15 Fechtkurse. Rebe- um- 1066 53 den irs« Oie organisatorische Neuordnung des Handwerks im Bezirk Hessen in Gietzen. Ockstadt: Redner Schmelz. Ober-Erlenbach: Redner Wagner. W i ck st a d t: Redner Vieth. Bad-Rauheim (Frauen-Vers.): Redner ling. Siehen (Frauen-Vers.): Redner heh. 43 Handwerk auch die Möglichkeit zu geben, an den Grobaufträgen und Lieferungen öffentlicher Groh- auftraggeber teilzunehmen, vom Landeshandwerksmeister Hessen in dessen Bezirk 11 Lan - deslieferungsgenossenschaften ins Leben gerufen. Sie haben sich schon im Gründungsjahr gut bewährt und recht beachtliche Erfolge erzielt. Zur Unterstützung der Fachorganisationen bei ihren Bemühungen um Steigerung der betriebswirtschaftlichen, technischen, kaufmännischen und kulturellen Leistungen des Handwerks wurden die Sewerbeförde- rungsftetlen errichtet. In unserem Bezirk ist dies die „Gewerbeförderungsstelle Hessen" beim Landeshandwerksmeister in Frankfurt am Main. Die 48 Vezirksstellen der Reichs- innungsverbände sorgen dafür, dah die Verbindung zwischen den fachlichen Grundzellen, den Pflichtinnungen und dem fachlichen Reichsver- band nicht abreiht. Die drei Handwerkskammern Darmstadt, Kassel und Wiesbaden sind die amtlichen Berufsvertretungen, die in unserem nationalsozialistischen Staat als Organe der Selbstverwaltung wichtige Aufgaben zu erfüllen haben. Der Landeshandwerk s m e i st e r ist der Stellvertreter und Beauftragter des Reichshandwerksmeisters in seinem Bezirk. Alle diese Einrichtungen werden von Handswerksmeistern geleitet, die im Einvernehmen mit den politischen Hoheitsträgern in ihr Amt berufen werden. In noch nicht drei Jahren ist somit ein Werk geschaffen worden, das die Voraussetzungen für eine umfassende Erneuerung und Wiederaufrichtung des Handwerks gibt! Mit neuer Zuversicht und gesteigerter Leistungsfähigkeit geht heute das deutsche Handwerk im Reiche Adolf Hitlers an die Arbeit. Sportart zu betätigen. Anmeldung und Auskunst auf der Geschäftsstelle. 1935: (bei 100 v. H. Erfassung) Pflichtinnungen Kreishandwerkerschaften Bezirksstellen der Reichsinnungsoerbände 3m 3ahre 1935 wurden, um dem l a ch, die viel Mühe und Hingabe bewiesen haben, und erneuerte den Treuschwur auf den Führer. Mit dem Deutschlandlied und dem Horst-Wessel-Lied fand der schöne Abend seinen Abschluß. (Siebener lvochenmarktpreise. * Gießen, 21. März. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, das Pfund 1,55 Mk., Landbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mk., Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse S 11, Klasse A 10%, Klasse B 10, Klasse C 9%, Klasse D 9, ungezeicbnete 8, Enteneier 9 bis 12, Gänseeier 30, Wirsing, das Pfund (grün) 20 bis 30, Weißkraut 15 bis 18, Rotkraut 18 bis 20, Gelbe Rüben 10 bis 15, Rote Rüben 10 bis 12, Spinat 18 bis 20, Unterkohlrabi 8, Grünkohl 15 bis 20, Rosenkohl 20 bis 35, Feldsalat 70 Pf. bis 1 Mk., Tomaten 30 bis 40 Pf., Zwiebeln 10 bis 18, Meerrettich 30 bis 70, Schwarzwurzeln 25 bis 40, Kartoffeln 4 bis 4%, 10 Pfund 43 Pf., der Zentner 3,60 bis 3,80 Mk., Aepfel, das Pfund 20 bis 50 Pf., Zwetschenhonig 40 bis 45, junge Hähne 90 Pf. bis 1 Mk., Suppenhühner 85 bis 90 Pf., Tauben, das Stück 50 bis 60, Blumenkohl 25 bis 50, Salat 20 bis 40, Endivien 10 bis 25, Lauch 5 bis 10, Rettich 5 bis 20, Sellerie 10 bis 40, Radieschen, das Bund 15 Pf. Wahttun-gebungen im Kreis Wettera« der NGOAp Sonntag, 22. März. Beginn 20.30 Uhr. Allen-Bufeck: Redner Dr. Hildebrandt. Mainzlar: Redner Ritter. Mufchenheirn: Redner Heß. Langsdorf: Redner Rebeling. Grohen-Bufeck: Redner Schmelz. Beuern: Redner Vieth. Bersrod: Redner Freund, Affenheim. keffelbach: Redner Schimmel. Rabertshausen: Redner Wagner. Geilshaufeu: Redner Michel. Montag, 23. März. Beginn 20.30 Uhr. Klein-Linden: Redner Dr. Hildebrandt. Rockenberg: Redner Ritter, Oberbürgermeister Handwerksmeister-Bezirk Hessen faßt: 1932: (bei 60 v. H. Erfassung) „Ich kann mir den Wiederaufbau unserer Wirt- schäft ohne den vorherigen Wiederaufbau des Handwerks gar nicht denken!" Diese Worte richtete im Jahre 1933 der Führer kurz nach seinem Regierungsantritt an die Vertreter des deutschen Handwerks. Dieses Versprechen hat er r e st l o s e i n g e l ö st ! In knapp dreijähriger Arbeit ist die Neuorganisation des deutschen Handwerks vollendet worden. Sowohl in wirtschaftlicher Hinsicht, im „Reichs- stand des Deutschen Handwerks", als auch nach der sozialen Seile hin, nämlich der „Reichsbetriebsgemeinschaft Handwerk" der DAF. ist das Handwerk organifatorifch neu aufgebaut. An Stelle klassenkämpferischer Gegensätze ist der alle Dreiklang „Meister, Geselle und Lehrling" vereint in der einen Gemeinschaft aller Schaffenden getreten. Führerprinzip, Pflichtorganisation und deren Ausschließlichkeit sind die Grundlagen des neuen, einfachen, aber leistungsfähigen Aufbaues. Der Reichshandwerksmeister, als Exponent des Handwerks dem Führer verantwortlich, leitet den Berufsstand so wie es das Gesamtwohl des deutschen Volkes erfordert. Während früher 60 v. H, des Handwerks organisiert waren, sind heute alle Handwerker pflichtgemäß von ihren Fachinnungen erfaßt. Außenseiter, die bisher ernteten, was andere säten, gibt es nicht mehr. Diese Vereinfachung des Organisationsapparates, die auch eine beträchtliche Kostenersparnis mit sich bringen wird, zeigt deutlich nachfolgende Statistik, die den Landes- ** Sonntagsrückfahrkarten Besuch der Frankfurter Frr NEKK.-Männer und deutsche Kraftfahrer im Gau Kurheffen. Mit sofortiger Wirkung hat jeder Kraftwaaen- besitzer im NSKK. die von der Motorbrigade Kurhessen herausgegebenen Wahlparolen sichtbar an seinem Kraftfahrzeug anzubringen. Sämtliche deutschen Kraftfahrer, wenn sie auch nicht dem NSKK. angehören, fordere ich ebenfalls auf, sich aktiv in den Dienst der Wahl zu stellen und die bei den Dienststellen des NSKK. ausliegenden Wahlparolen abzuholen und sichtbar an ihren Fahrzeugen anzubringen. Jeder deutsche Kraftfahrer stellt sich mit seinem Fahrzeug und seiner ganzen Person in den Dienst der Wahl und hilft so mit an dem großen Friedenswerk des Führers. Der Führer der Motorbrigade Kurhessen. Maier, NSKK.-Oberführer. messe. Die Deutsche Reichsbahngesellschast wird auch in diesem Jahre den Besuchern der Frankfurter Frühjahrsmesse, die auf die Tage vom 29. bis 31. März verlegt werden mußte, bedeutende Fahrpreisermäßigungen geben. Von allen Bahnhöfen im Umkreis von 100 Kilometer um Frankfurt a. M., sowie von etwa 40 größeren weiter entfernt liegenden Orten werden Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben. Die Sonntagskarten haben Gültigkeit vom 28. März 0 Uhr bis 1. April 24 Uhr. Für die Rückfahrt gelten sie nur nach vorheriger Abstempelung durch das Meßamt. Kurse für Rollschuhlaufen. Diese Kurse werden ebenfalls für Anfänger und Fortgeschrittene aufgestellt. Unter Anleitung von erprobten Lehrkräften werden hier die Anfänger in die Anfangsgründe des Laufens eingeführt, während die Fortgeschrittenen die Schönheit und Harmonie des Kunstlaufes kennenlernen. Bei der geringen Gebühr für die Kurse werden sicher viele Volksgenossen sich diese Gelegenheit nicht entgehen lassen. Rollschuhe für den Anfängerkursus werden gestellt. Anmeldung und Auskunft auf der Geschäftsstelle. Sonntagsrückfahrkarten zur Gießener Frühjahrsmesse. Zu dem am 22. bis 29. März in Gießen statt- findenden Frühjahrsmarkt werden von den Bahnhöfen der Strecken Friedberg—Marburg, Gießen— Weilburg, Gießen—Dillenburg, Gießen—Alsfeld Gießen—Nidda, Wetzlar—Lollar—Grünberg und Friedberg—Mücke am 22., 25. und 29. März Sonntagsrückfahrkarten ausgegeben. Die Karten gelten am 22. und 29. März von Samstag 12 Uhr bis Montag 12 Uhr und am 25. März von 0 bis 24 Uhr (spätester Antritt der Rückfahrt). Elternabend der Goetheschule. Die Goetheschule hielt gestern im überfüllten Katholischen Vereinshaus einen Elternabend ab, der in Spiel und Lied und Vortrag einen Einblick in das Leben dieser Schule bot. Mit einem Gruß an den Frühling wurde der Abend stimmungsvoll eröffnet. Der stellv. Schulleiter Lehrer Kraus ch entbot den zahlreich erschienenen Angehörigen herzlichen Willkommensgruß und gab seiner Freude Ausdruck über die starke Anteilnahme, die die Eltern diesem Abend ihrer Kinder bewiesen. Er schilderte dann den Entwicklungsgang des Kindes, das von den Eltern behütet und sorgsam überwacht der Schule übergeben ist, und betonte, daß das Ziel beider dasselbe sei. Im Zusammenwirken mit der Staatsjugend soll diese Jugend einsatzbereit gemacht werden für die Dinge des Lebens, aus dem Jch-Men- schen der Gemeinschaft erzogen werden. Um ein stolzes und freies Gesamtvolk heranzubilden, muß die Jugend frei und stark gemacht und täglich zu hohen Zielen geführt werden. Den Weg dazu hat der Führer gewiesen, der gesagt hat, daß die deutsche Jugend zu körperlich gesunden und starken Menschen erzogen werden muß, da nur 4in einem gesunden Körper ein großer und starker Geist wirken kann. Darauf ist das Ziel der Schule ausgerichtet, damit das Volk der Zukunft in Reinheit und Kraft aufwächst. Erst danach folgt die Ausbildung der geistigen Fähigkeiten, aber nicht durch Anhäufung wissenschaftlicher Stoffe, sondern durch die Heranbildung des Charakters; denn der junge Mensch soll seinen Lebensweg in Offenheit, Ehrlichkeit und Kameradschaft gehen. Und schließlich soll der junge Mensch verantwortungsfreudig alle ** Silberne Hochzeit. Am kommenden Montag, 23. März, können der Monteur Ludwig Lich und Frau Elise, geb. Kaiser, das Fest der silbernen Hochzeit begehen. Das Jubelpaar ist seit der Verheiratung treuer Bezieher des Gießener Anzeigers. . ** 8 0. Geburtstag. Frau Witwe Maria S t a u b a ch , geb. Will, Landmannstraße 19, feiert am Montag, 23. März, ihren 80. Geburtstag. Die Jubilarin ist geistig und körperlich noch rüstig und uest seit vielen Jahren den Gießener Anzeiger. Aus der ersten Ehe ihres Mannes hat sie eine taubstumme Tochter bei sich, die sie bis zum heutigen Tage in treuer Obhut gehalten hat. ,.** Evangelisch, kirchliche Persona- 11 e n. ernannt wurden: der Pfarrverwalter Heinr. Ragel zu Hahnheim, Dekanat Oppenheim, zum P arrverwalter der Pfarrei Meiches, Dekanat Als- feld, mit Wirkung vom 1. März 1936 ab; der Pfarr- amtskandldat August S e m m l e r zu Meiches De- kanat Alsfeld zum Pfarrverwalter der Pfarrei Hahnheim, Dekanat Oppenheim, mit Wirkung vom Schwierigkeiten überwinden können und entschlossen und einsatzbereit sein, damit er nicht für sich lebt, sondern der Gesamtheit. Die Schule braucht die Mitarbeit und das Verständnis der Eltern und darum ist sie dankbar für das Interesse, das man ihrer Arbeit widmet. Wenn wir die Jugend hoffnungsfroh und gläubig an Zukunft, Volk und Vaterland erziehen wollen, dann müssen wir ihr die Wege ebnen und nach dem Dichterwort so handeln, als hinge die Verantwortung von jedem Einzelnen ab. Tun wir das, bann handeln wir im Sinne der Gemeinschaft und der für das Vaterland gefallenen Brüder. Denn Deutschland muß leben! Der mit starkem Beifall aufgenommenen Ansprache folgte ein von den Kleinsten mit ganzer Hingabe aufgeführtes „Osterhasenspiel", das in bunter Farbenpracht und in eindrucksvoller Handlung reizend war. Die frischen Kinderstimmen sangen drei Chöre vom „Feinliebchen", den „Rittern" und den „Königskindern", und diese beschwingte Stimmung erhöhten einige Mädchen durch den Vortrag von Mundartgedichten, in erster Linie von Rudolf Dietz, die große Freude bereiteten. Ein Märchenspiel vom „Aschenputtel" erhöhte den Zauber einer fröhlichen Kinderwelt. Der Neigung zum Spielerischen im Kinde kam der Ausschnitt aus der Turnstunde entgegen, der ganz auf Lauf und Körperschule, Hüpf- und Bodenübungen und Volkstänzen aufgebaut war. Den Abschluß bildete ein drolliges Singspiel mit dem Leierkastenmann. Straff geführte Chorgesänge einer Marschweise und ein Hinweis auf die Schlacht bei Torgau, sowie sinnig zusammengefaßte Grüße der Ausländsdeutschen in aller Welt an das Mutterland leiteten über zu einem besinnlichen Spiel der vaterländischen Dichtung. Die Jungen brachten den „Trommeljungen von Denne- witz^ zur Aufführung und gaben prächtig dem Drang zum Soldatischen Ausdruck. Lehrer D i e t - r i ch, der schon einmal durch zwei Sologesänge an der Ausgestaltung mithalf, sang zum Abschluß noch ein vaterländifches Lied. Rektor K r a u s ch faßte alle guten Wünsche in seinem Schlußwort zusammen und ermahnte noch einmal die Eltern, im Sinne Nietzsches ihrer Liebe zum Kinderland auch die Tat folgen zu lassen. Er dankte herzlich allen Schülerinnen und Schülern und auch den Lehrern Simon, Dietrich, Frl. Kalbfleisch, Frau Schepp und Frl. Gör- findet im Cafe Leib eine Kundgebung der NS.- Frauenschaft und des Deutschen Frauenwerkes statt. Pg. Heß, Gießen, spricht über das Thema „Die deutsche Frau bekennt sich zu Adolf Hitler". nicht in der Lage sind, ihre Forderungen sachlich zu vertreten. Wir führen folgendes als Beispiel an: Bei 24 Fällen vor dem Spruchausschuß des Arbeitsamtes Darmftadt wurden fünf Fälle durch die Rechtsberatungsstelle der Arbeitsfront vertreten. In diesen Fällen wurde jedesmal ein obsiegendes Urteil erzielt. Der Rest der Fälle wurde von den Interessent persönlich, und zwar meist schlecht vertreten. Hatten diese Volksgenossen sich durch die Rechtsberatungsstelle vertreten lassen, so wäre ihnen bestimmt mancher berechtigte Lohnanspruch gerettet worden. Sportamt „Kraft durch Freude". Schachkurse! Schachturnier! Für die demnächst in Gießen beginnenden Schachkurse, sowie für das von Karfreitag bis Ostermontag in Frankfurt stattfindende Schachturnier wer- den noch Anmeldungen auf der Geschäftsstelle entgegengenommen. Reue Reilkurse. Ab 1. April werden für Anfänger und Fortgeschrittene neue Reitkurse eingerichtet. Anmeldungen nimmt die Geschäftsstelle, Schanzenftraße 18, schon jetzt entgegen. 1. März 1936 ab; der Pfarrassistent E. Damerau zu Kirchberg-Lollar, Dekanat Gießen, zum Pfarrverwalter der Pfarrei Groß-Eichen, Dekanat Grünberg, mit Wirkung vom 1. März 1936 ab; der Pfarramtskandidat Adolf Dahl zu Vietnitz (Neumark) zum Pfarrverwalter der Pfarrei Maar, Dekanat Lauterbach, mit Wirkung vom 1. März 1936 ab. — In den Ruhestand versetzt wurden auf eigenen Antrag: der Pfarrer Ludwig Gußmann zu Kirchberg, Dekanat Gießen, mit Wirkung vom 1. Mai 1936 ab; der Pfarrer Philipp U h l zu Weiterstadt, Dekanat Darmstadt, mit Wirkung vom 1. Mai 1936 ab; der Pfarrer der Krankenhauspfarrstelle zu Darmstadt, Dekanat Darmstadt, Heinrich Wagner, mit Wirkung vom 1. April 1936 ab; der Pfarrer K. Stein der Mariengemeinde zu Frankfurt a. M.- Seckbach, Dekanat Frankfurt a. M.-Ost, mit Wirkung vom 1. Juli 1936 ab. ** Zeitweise Sperrung der Kirch- st r a ß e. Während der Dauer der Frühjahrsmesse vom 22. März bis einschließlich 29. Mär^ auf dem Oswaldsgarten wird die Kirchstraße zwischen Neustadt und Wetzsteingasse täglich von 11 Uhr ab für den gesamten Durchgangsverkehr polizeilich gesperrt. ** Rechnungen e i n r e i ch e n. Die Verwaltungen der Universitätskliniken fordern in einer Bekanntmachung im heutigen Anzeigenteil zur Einreichung der Rechnungen für Lieferungen und Arbeiten im Rechnungsjahr 1935 bis spätestens 3. April auf. Interessenten mögen die Bekanntmachung beachten. ** Arbeits - und L i e f e r u n g s - V e r - gebungen. Das Städtische Hoch- und Tiefbauamt und die Direktion der Städtischen Betriebe schreiben in unserem heutigen Blatte die Vergebung von Arbeiten und Lieferungen aus. Auf die Bekanntmachungen sei besonders hingewiesen. ♦* Brzeziny - Fahrt des Deutschen Reichskriegerbundes. Der Deutsche Reichs« kriegerbund (Kyffhäuserbund) veranstaltet in der Zeit vom 21. Mai (Himmelfahrt) bis zum 24. Mai eine Fahrt nach den Schlachtfeldern bei Lodz. Der Bundesführer, SS.-Oberführer Dberft a. D. Jftetn* Hard, ruft alle Kameraden, die bei Lodz gekämpft, vor allem den Durchbruch bei Brzeziny mltgemacht haben, zur Beteiligung an dieser Fahrt aus. Sammelpunkt der Fahrtteilnehmer wird Breslau sem, von wo aus nach einem einleitenden Vortrag des Bundesführers über die Vorgänge, die zur Schlacht führten, am Morgen des 22. Mai die Fahrt in Ge- sellschaftskraftwagen zunächst nach dem südöstlich Lodz, am 23. Mai nach dem östlich Lodz gelegenen Teil des Schlachtfeldes unternommen wird. Alles nähere teilt das Bundesamt des Kyffhäuserbundes, Berlin W 30, Geisbergstraße 2, mit, an das auch bis spätestens 15. April Anmeldungen zu richten sind. ** Freie L e h r e r st e l l e. Erledigt ist eine Lehrerstelle für einen evangelischen Lehrer an der Volksschule in Beuern, Kreis Gießen. Dienstwohnung ist vorhanden und frei. Bewerber müssen seit mindestens acht Jahren die Prüfung abgelegt und eine Anwärterdienstzeit von mindestens fünf Jahren zurückgelegt haben. Amtsgericht Gießen. Der I. H. aus Großen-Linden schlug am zweiten Kirmestag in Großen-Linden einem jungen Mann eine Selterswafferflafche an den Kopf, so daß eine klaffende Wunde entstand. Das Gericht verurteilte ihn unter Annahme mildernder Umstände zu 3 Wochen Gefängnis. Der W. K. aus Rödgen hatte unberechtigt eine fremde Wiese betreten und wurde daher durch Strafbefehl mit 3 RM. Geldstrafe belegt. Der dagegen eingelegte Einspruch blieb ohne Erfolg. Schöffengericht Gießen. Wegen Diebstahls im Rückfall wurde der W. G. aus Grünberg unter Annahme mildernder Umstände zu 1 Jahr 6 Monaten Gefängnis verurteilt. 3 Monate der Untersuchungshaft werden auf die Strafe angerechnet. Der Angeklagte, der bereits wiederholt einschlägig vorbestraft ist, entwendete in einem Dorf der Umgegend eine Kuh. Der I. Sch. aus Maar hatte sich wegen Widerstands gegen die Staatsgewalt und Bedrohung eines Vollstreckungsbeamten zu verantworten. Das Gericht verurteilte ihn unter Zubilligung mildernder Umstände zu3Monaten3Wochen Gefä na* n i s, die mit der Untersuchungshaft als verbüßt gelten. Wegen des gleichen Delikts wurde der K. V. aus Düdelsheim zu 2 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Angeklagte beleidigte und bedrohte am 18. Oktober vorigen Jahres einen Feldschütz, als dieser ihn mit einem Sack auf dem Felde begegnete und feine Personalien feststellen wollte. Oberheffen. OerGrünbergerHaushaltsvoranschlag für 1936. + Grünberg, 20. März. Als erster und wich- tigfter Punkt der heutigen Sitzung der Ratsherren stand der Voranschlag für das Rechnungsjahr 1936 zur Beratung, der in Einnahmen und Ausgaben mit 194 357,37 Mark abschließt. Davon entfallen auf die Abteilung I (Betrieb) 190 954,14 Mark, auf die Abteilung II (Vermögen) 3403,23 Mark. Gegenüber dem Vorjahr zeigt der Voranschlag eine Senkung von rund 40 000 Mark. Bürgermeister Wagner erläuterte einige wichtige Teile des Voranschlags. Verminderte Holzfällung bedingt eine um 26 000 Mark niedrigere Einnahme aus Holz, dagegen eine Senkung des Holzhauerlohnes um 5000 Mark. Bei der Oberrealschule ist eine Senkung des Zuschusses um 6000 Mark zu verzeichnen. Scharfe Abstriche an anderen Rubriken ergaben eine weitere Verringerung der Ausgaben um 10 000 Mark. Vorgesehen ist in der Hindenburgstraße bzw. ihrer Verlängerung Wasserleitung und Kanalisatton. Die seither von Jahr zu Jahr mitgeschleppten Rückstände, besonders an Steuern, sind in Darlehen umgewandelt, oder es ist Ratenzahlung vereinbart worden. Zur Aufrechterhaltung des Betriebs ist für den Beginn des Rechnungsjahres die Aufnahme eines Kassenkredits von 20 000 Mark vorgesehen, tilgbar in neun Monaten. Altbauernehrung durch den Reichsnährstand. 5 Steinbach, 20. März. Bei der Reichsnährstandsschau 19 3 6 in Frankfurt a. M. ist eine Altbauernehrung geplant. Es soll ein Ehrenblatt verliehen werden für Bauerngeschlechter, die seit 200 Jahren im Besitze desselben Anwesens sind. Dabei ist es einerlei, ob das Gut vom Vater auf den Sohn oder auf die Tochter übergegangen ist. Bei uns in Steinbach hat der Pfarrer für ungefähr 30 Landwirte den familienrechtlichen Nachweis durchgeführt, daß sie seit mehr als 200Jahren als Ackermänner- familie bestehen. Nach den Bestimmungen der Landesbauernfchaft genügt jedoch dieser Nachweis aus den Kirchenbüchern nicht. Daß eine Familie seit 200 Jahren auf demselben Hofe ansässig war, muß auch b e s i tz r e ch t l i ch nachgewiesen werden. Dieser Nachweis ist nicht durch die Bescheinigung erbracht, daß die Familie seit 200 und mehr Jahren in dem betreffenden Orte ansässig ist; das kann wohl vom Pfarramt und der Bürgermeisterei nachgewiesen werden, ersetzt aber nicht den erforderlichen besitz« restlichen Nachweis. Gefordert wird ein urkundlicher Nachweis. Alte Familienpapiere, Einträge in Familienchroniken, die etwa vorhandenen Häuserverzeichnisse, wie sie mancherorts vorhanden sind, können herangezogen werden. Ob diese Quellen ausreichen, erscheint fraglich. Hier in Steinbach ist bei dem großen Brande vor 90 Jahren wohl der größere Teil dieser Quellen vernichtet worden. In den meisten Fällen wird das Gemeindearchiv heranzuziehen sein. Ob die in dem Ausschreiben angegebenen Möglichkeiten vorhanden sind, müssen die Beteiligten prüfen. Da in Steinbach ein Gericht seit Beginn der Kirchenbücher bestanden hat, ist anzunehmen, daß aus den alten Gerichtsakten sich mancherlei nachweisen läßt. Die Kirchenrechnungen, die mit dem Jahre 1571 beginnen und auch für die Zeit des Dreißigjährigen Krieges wenig- 1 stens teilweise erhalten sind, dürften ebenfalls als : Quellen in Betracht kommen. InAlbach ist ein Hausverzeichnis aus der Mitte ■ des 18. Jahrhunderts erhalten. Das Verzeichnis der dem Albacher Kirchenkasten gehörigen Erbzinsen i 1777, baAu das „Handbuch oder Protokoll der Ge- ■ meinde Albach; was sich denkwirdig zutregt, wird I allhier Zur Nachricht denen Nachkommen zum besten fpecificirt, wie folgt 1719 ff? dürsten für AKrach Auch Fechtkurse werden ab 1. April von der NSG. „Kraft durch Freude" eingerichtet. Borge- ehen sind Kurse für Florett und Säbel. Die Kosten ind so gering gehalten, daß es allen Volksgenos- en möglich sein wird, sich auch in dieser schonen freie Innungen Zwangsinnungen 76 905 981 örtliche Gewerbevereine 391 1372 Jnnungsausschüsse 46 Kreisverbände 33 79 Landesfachoerbände 46 Bekanntmachung. Sämtliche Rechnungen, die durch Lieferungen und Arbeitsleistungen im Rechnungsjahr 1935, d. h. in der Zeit vom 1. April 1935 bis einschließlich 31. März 1936, entstanden sind bzw. noch entstehen, sind sofort, spätestens jedoch am 3. April 1936, bei den unterzeichneten Verwaltungen einzureichen. 17570 Bei späterem Eingang der Rechnungen ist mit einer erheblichen Verzögerung der Bezahlung der Rechnungen aus technischen Gründen zu rechnen. Gießen, den 21. März 1936. Die Verwaltungen der Universitätskliniken und der Veterinärkliniken und -Institute der Universität Gießen. _________________ SnA WWW Mliat-n nö MMmMArmg. Dienstag,Mittwochu.Donnerstag,24.,25.u.26.März, jedesmal um 9 Uhr anfangend versteigere ich im Kurhaus zu Bad-Nauheim Im Auftrage des seitherigen Kurbauspächters gegen Barzahlung: Am Dienstag, dem 24. März vormittags, Mobiliar als: 11 Metallbetten, 1 MWngbett, 9 Kleiderschränke, 2 Smegelschränke, 4 Waschtische, 1 Nachtsäirnnk, 1 Frisiertisch, 1 Vertiko, 1 Trumeausviegel, S ofa- urnbau m. 2 Seitenschränken, Tische, Wanduhren, Pfaffnährnaschine, 3 Oefen, Bügelofen m. 6 Platt- eisen, Rtessingzuglarnve, Oel- u. and. Bilder, Regal m. 17 Bänden Konversationslexikons, Wandbücherregale, kl. Regal m.24 Fächern,Scblüsselschränkchen, Uebervorhang, Mörser m. Stiel, Dezimalwaage m. Gewichten, Gasherd, gr. u. kl. Tische, Schrank mit Schiebetür., Geschirrschrank, Hackbrett, Küchenwaage m.Gew.,Besenschrank, Heitzmangelm.Motor,Büfett m.Aufsatz.Wandschrankm.Aufs.,Holztabletts,verrück. Ablaufbrett., Brotschneidemaschine,Restaur.-Büfett, Messerabz.-Maschine, Eismaschine, Eiskiste, 2 Kapsel- maschin., Sckwenkbütten, Zinkwannen, Sackwaayen, Stebleitern-Wäschemang „Blumentische, Putzschränkchen, Handwagen, Hundehütte, Hühnerstall, sowie ungenannte Hans- und Küchengeräte. neoD Nachmittags: Divers.Hotelsilber-Tisch- u.Kaffcedeck„ Porzellan u. Gläser. Mittwoch u. Douuerstaa nur divers.Hotelsilber,Tisch- u. Kaffeedecken, groß. Posten Teller,'Tassen,Sossieren u.a.,fern, eine Menge Wein- Bier u. Wassergläser. - Besichtig.jed.Tag 0.8-9 Uhr. Ludwig Schuch, Versteigerer u. beeid.Schätzer. Couch - Sessel schmücken das Heim Anerkannt große Modell- und Stoff-Auswahl Polsterwerkstätte A. Wehrheim Löberstraße 12 Ständige Ausstellung Goethestraße 6 i7«o a Lieferungsvergebung. vetr.: Beschaffung von Sommerjoppen und Mühen für das Fahrpersonal. Unterlagen hierfür sind auf der Verwaltung der Städtischen Betriebe — Abteilung Straßenbahn —• Hammstraße 35, Zimmer Nr. 2, kostenlos erhältlllh» woselbst auch Auskunft erteilt wird. 17550 Gießen, den 18. März 1936. Städtische Betriebe Gießen. — Direktion. □ Harbach, 20. März. Gegenwärtig wird durch den hiesigen Obstbauverein unter der zielbewußten Leitung des Landwirts Georg Krug eine Baumspritzung mit Karbolineum durchgeführt. Die fahrbare neue Hochdruckspritze leistet dabei vorzügliche Dienste. — Wie in Göbelnrod und Saasen, -so findet auch in Harbach vom 16. bis 22. März eine kirchliche Woche statt. Die Vortragsabende sind sehr gut besucht, obwohl sie schon um 19.15 Uhr beginnen. Kreis Schotten □ Laubach, 20. März. Im Gasthaus „Zur Traube" fand die Jahreshauptversammlung der hiesigen Milchabsatzgenossenschaft statt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Gg. Friedr. Jochem gedachte zunächst vor Eintritt in die Tagesordnung der im vergangenen Jahre verstorbenen vier Genossen und übertrug sodann die weitere Leitung der Versammlung dem Verbandsrevisor Hermann K r ö ck. Der Jahresbericht zeigte eine günstige Entwicklung der Genossenschaft. Fast 290 000 Liter Milch wurden im vergangenen Jahre, abgesetzt. Eine im August v. I. von dem Revisionsverband vorgenommene Geschäftsprüfung ergab eine gute Führung der Kasse. Der Mitgliederbestand beträgt bei gleichem Zu- und Abgang 87. Die Jahresrechnung schließt mit einem Gewinn ab, der entsprechend dem Versammlungsbeschlusse verwendet wird. Die aus dem Vorstand bzw Aufsichtsrat ausscheidenden Mitglieder Franz G ä b i s ch und Friedrich Wagner wurden wiedergewählt. Zum Schlüsse dankte der Direktor der Kasse, Ortsbauernführer Röder, dem Verbandsrevisor für die von ihm gegebenen Laselmarkt in Butzbach alt: kanschlag alt: Otto Landkreis Gießen X Wieseck, 20. März. Eine Orgel-Feier st unde hält der Peter von der Au aus Mainz l. m Zweiten Kn Mann 1 daß eine verurteilte nbe zu 3 chtigt eine her durch ■eleat. Der rabcn. £ Steinbach, 21. März. Am kommenden Dienstag wird unser Mitbürger Metzger und Gastwirt Ludwig Hahn II. 60 Jahre alt. Zugleich sind es 40 Jahre, daß er die Wirtschaft „Zum Einhorn" mit Metzgerei übernommen hat. Während dieser langen Zeit hat es Herr Hahn immer verstanden, lein Geschäft auf der Höhe zu halten. Der „Gießener Anzeiger" wird seit dieser Zeit in seinem Hause gelesen. 5 Steinbach, 20. März. Die Evangelische Frauenhilfe Steinbach veranstaltete am Mittwoch gemeinsam mit dem Evangelischen Frauenchor ihren Schlußabend, der — wie alljährlich — nicht so sehr den Abschluß der winterlichen Frauenabende, als vielmehr deren Höhepunkt bedeutet. Der Saal des „Einhorn" bot das gewohnte Bild eines festlichen Familienabends. Der Leiter der beiden Vereine, Pfarrer D ö l l, begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder und deren Angehörige und sprach von den Aufgaben der Vereine innerhalb der Gemeinde. Die Verbindung des evangelischen Glaubenslebens mit dem Leben des deutschen Volkes sei brennender denn je, deshalb sei den Vereinen ein Weiterbestehen gesichert. Es folgte ein Gedicht vom Frühling in oberhessischer Mundart, vorgetragen von einem Chor- mitglied Der Chor, unter Stabführung seines Dirigenten, Musikmeister a. D. A. Schleuse, eröffnete die Vortragsfolge mit einigen Chorgesängen, die verdienten Beifall fanden. Nach gemeinsam gesungenem Liede ging das erfte Stück, gespielt von Mitgliedern des Chores, in Szene. Inhaltlich und formell war es ebenso wie das Spiel wohlqelun- gen, und reicher Beifall lohnte die Svielerinnen. Nach dem Vortrag von drei weiteren Chören und gemeinsamen Gesang von Volksliedern kam das Märchenspiel „Die zertanzten Schuhe" zur Darstellung. Das Spiel, das große Aufgaben in der Szenerie bietet, fand starken Beifall. Nach zwei Kanons des Chores, die stürmischen Beitall fanden, folate die Kaffeepause. Ein Gedicht in Steinbacher Mundart trug zur Erhöhung der freudigen Stimmuna bei. In seiner Schlußansvrache dankte Pfarrer D ö l l allen Mitwirkenden, besonders den Mitspielerinnen, für ihren Fleiß und ihre Leistung und d"m ganzen Chor, auch der Gastgeberin Mit- alied H a h n im „Einhorn". Mit einem Aufruf zur Pflichterfüllung am 29. März und Sieg-Heil dem Führer wurde der Abend geschlossen. Ein" Sammlung für das Winterhilfswerk ergab 10 Mark. Am kommenden Sonntagnachmittag werden die beiden evangelischen Vereine die Alten der Gemeinde im „Einhorn" zu einer Feier st unde laden, in der ihnen ein Ausschnitt der Vortragsfolge des Abends geboten wird. Die Gäste werden dabei auch von der Frauenhille bewirtet. oo Langsdorf, 20. März. Die Frühjahrsarbeit hat beoonnen: darum mar es Zeit, die win- Göns) einen Ehrenpreis: Karl Wenzel (Lang-Göns) la-Pr.; Ferd. Engel (Hörnsheim) lb-Pr.; Otto Wilhelm Velten (Lang-Göns) 2. Pr. Klasse IV: Zuchtschweine (Muttersauen) 8 bis 12 Monate alt: Wilh. Philippi (Trais- Münzenberg) 1s- und lh-Pr.; Wilh. K. Brücke! (Lang-Göns) 2a-Pr.; Wilh. Philippi (Trais-Mün- zenberg) 2b-Pr.; Otto Wilh. Dietz (Griedel), Wilh. Aug. Rompf (Lang-Göns) je einen 3. Pr.; Otto Wilh. Dietz (Griedel) und Karl Müller IV (Lang- Göns) je eine Anerkennung. Klasse V: Sammlungen: Schweine-Zuchtgenossenschaft Lang-Göns 1. Pr. Schweinemarkt in Nutzbach. In Verbindung mit dem Faselmarkt fand Schweinemarkt statt. Aufgetrieben waren 303 Ferkel. Es kosteten bis zu 6 Wochen alte Ferkel bis zu 23 Mark, 6 bis 8 Wochen alte Tiere 23 bis 28 Mark, ältere Ferkel bis zu 35 Mark. Das Handelsgeschäft war rege, es verblieb nur geringer Ueberftanb. Klaffe I: Eber über 12 Monate Wilh. Philippi (Trais-Münzenberg) 1. Pr. Klasse II: Eber 6 bis 12 Monate Wilh. Philippi (Trais-Münzenberg) la-Pr.; Wilh. Velten (Lang-Göns) lb-Pr.; Wilh. Müller V. (Lang-Göns) 2a-Pr.; Wilh. Philippi (Trais-Mün- zenberg) 2b-Pr.; Wilhelm Köster III (Oberwetz) 3a-Pr.; Wilh. Otto Dietz (Griebel) 3b-Pr. Klasse III: Zuchtschweine (Muttersauen) über 12 Monate alt: Karl Velten II. (Lcmg- en. )er W. ■über Um- sangnis aft werden klagte, der st ist, ent- eine Kuh. gen Wider- >hung eines Das mildernder Gefäno, ls oerbüN der K. V. f öngnif id bedrohte 'ldfchüh, als selbe begeg« wollte. Klasse IV: Kühe mit 1 bis 2 Kälbern (in Milch ober tragenb): Georg Bill II. (Nieder- Weisel) 1. Preis Klasse IV: Kühe mit br e i unb mehr Kälbern (in Milch ober tragenb): Joh. Karl Bill (Nieber-Weisel) 1. Pr. sowie 2. Pr. Klasse VI: Familien: Joh. Karl Bill (Nieber-Weisel) 1. Preis. Schweine: Deutsches Edelschwein. Klasse II: Eber 6 bis 12 Monate alt: Lubwig Wilh. Luh (Lang-Göns) 1. Pr.; Wilhelm Lubwig, Wilh. Weil, je einen 3. Pr. Klasse III: Zuchtschweine über zwölf Monate a l t: Wilh. Arnold Stoll la-Pr.; Wilh. Lubwig Luh, lb-Pr.; Karl Brückel 2. Pr. Klasse IV: Zuchtschweine 8 b i s 1 2 M o- nate alt: Eugen Weber l.Pr.; Karl Luh 2.Pr.; Otto Velten, Wilhelm Luh je einen 3. Pr Klasse V: Sammlungen: Schweinezucht- Genossenschaft 1. Pr. Sämtliche Züchter sinb aus Lang-Göns. Veredeltes Landschwein unb zählt heute 105 Mitglieber. In ber schweren Kriegszeit entftanben, hatte er seine Aufgaben zunächst auf bem Gebiet bes vaterlänbischen Lebens, soweit sie von Frauen gelöst werben konnten. Darum schloß er sich bem Alice-Frauenverein vom Roten Kreuz an. Nach Kriegsenbe traten bie burch ben Krieg geschaffenen Aufgaben zurück, unb ber Verein konnte sich stärker bem rein evangelisch-kirchlichen Gebiet zuwenben. Darum würbe schon vor längeren Jahren bie Verbinbung mit bem Roten Kreuz gelöst. Mit ber Entstehung ber NS.- Frauenschaft gingen bie vaterlänbischen Aufgaben ganz auf biese über. Das war ber Vertiefung kirchlichen Gemeinbelebens sehr förberlich, benn nun konnten alle Kräfte in ben Dienst bes Evangeliums gestellt werben. Das wirkte sich für bas innere Leben ber Frauenhilfe segensreich aus. Der Jubi- läumsabenb, zu bem bie Kirchenvorsteher unb ber Bürgermeister als Vertreter ber Gemeinde einge- laben waren, würbe ausgefüllt mit gemeinsamen Liebern geistlichen unb heimatlichen Inhalts, mit Darbietungen einer Gesangsabteilung ber Frauenhilfe, mit ernsten unb heiteren Deklamationen, ernsten unb heiteren Ansprachen. Besonbers gefiel „Die Autofahrt auf bie Wartburg", eine munbartliche Prosadichtung, in ber einer unserer Kirchenvorsteher in sprubelnbem Humor allerlei Erlebnisse von einer gemeinsamen Fahrt in bie Waldberge Thüringens in Erinnerung gebracht. Daß ber beliebte „braune Trank aus ferner Zone" nicht fehlte, ist bei einer Zusammenkunft so vieler Frauen selbstverständlich. Endlich würben bie Frauen burch bie Kundgebung volkstümliche Orgelkünstler am nächsten Sonntag in unserer K i r ch e ab. U. ä. sollen Buxte- hube, Joh. Seb. Bach, Gg. Fr. Händel, Robert Schumann, Franz Liszt, Josef Rheinberger und Max Reger zu Gehör kommen. Es wird gebeten, Gesangbücher mitzubringen. Z Lollar, 21. März. Am heutigen Samstag kann bas Gefolgschaftsmitglieb Heinrich Jung aus Staufenberg auf eine 25jährige Tätigkeit bei ben Buberusschen Eisenwerken, Abteilung Main-Weser-Hütte, zurückblicken Der Jubilar erhielt bie üblichen Ehrungen unb Anerkennungsgaben seitens ber Firma unb seiner Arbeitskame- 1 j" ber 3®ai kV-r Nein, sümpft »t »am. l«n, r ä bls ** " ®e. toöftli* ^legenen !rd. Alles erdundes, ÖQ5 QU(f) iU richten * 'st eine JF an der «enstzvoh. "üssen feit ^legt und Mahren er und sicher Rats- r das Nech- Annahmen Meßt. Da- (Betrieb) Vermög Mark, einige wich- rderte Holz- -k niebrigere Senkung des ier Oberreal- >5 um 6000 an anderen ngerung der m ist in der rimg Wasser' aon 3uhr zu .sonders an leit, oder es tut Aufrecht' Beginn des Kassenkredits ar in neun vb. Butzbach, 20. März. Von bem gestrigen Faselmarkt mit Tierprämiierung in unserer Stabt sei nachstehenb — im Anschluß an unseren Bericht von gestern — ber Schluß ber Prämiierungsliste mitgeteilt: Kinder: Vogelsberger Klasse III: Färsen, erkennbar tragenb: Hofgut Mühlsachsen 1. Pr., K. Keplowsky 1. Pr.; Ferb. Engel (Hörnsheim) 2. Pr unb Alb. Engel 2. Pr. Klasse IV: Kühe mit 1 bis 2 Kälbern: Wilhelm Beppler I. (Hörnsheim) unb Otto Bepp- ler (Hörnsheim) 1 Pr.; Albert Engel (Hörnsheim) 2. Pr.; Herrn. Schmibt (Hörnsheim) 3. Pr.; Hrch. Müller V. (Lang-Göns) 3. Pr.; Hoftgut Mühlsachsen 1. Pr.; Hrch. Lubwig (Hörnsheim) 1. Pr.; Hrch. Hofmann unb Hrch. Lubwig je einen 2. Pr.; Karl Müller IV. (Lang-Göns) 3. Pr. Klaffe V: Kühe mit 3 unb mehr Kälbern: Wilh. Beppler I. (Hörnsheim) 1. Pr.; der- felbe 1. Pr.; Hrch. Hofmann (Hörnsheim), Hrch. Müller V. (Lang-Göns) je einen 2. Pr.; Karl Müller IV. (Lang-Göns), Johs. Hösbach (Hörnsheim) je einen 3. Pr.; Hofgut Mühlsachsen, Hrch. Hofmann, Karl Sommer (Lang-Göns) je eine Anerkennung! Karl Franz (Hochelheim), Karl Kaplowsky (Nieber-Bessingen) je einen 2. Pr.; Anton Jung (Hochelheim)), Karl Kaplowsky (Nieber-Bessingen), Hermann Schmibt (Hörnsheim) je einen 2. Pr.; Johs. Hösbach, Wilhelm Beppler II (Hörnsheim) je einen 3. Pr.; Wilh. Beppler I.,'Heinrich Lubwig (Hörnsheim), Hofgut Mühlsachsen je eine Anerkennung. Klasse VI: Familien: Karl Kaplowsky (Nieber-Bessingen) Ehrenpreis; Hosgut Mühlfachfen 1. Pr.; Hch. Müller V. (Lang-Göns) 2. Pr. Klasse VIII: Sammlungen: Ortsverein Hörnsheim 1. Pr.; Ortsverein Nieber-Bessingen 2. Preis. Kühe mit 1 bis 2 Kälbern: Wilh. Beppler I. (Hörnsheim) 1. Ehrenpreis; Otto Beppler II., Hrch. Lubwig (Hörnsheim) je einen 3. Pr. Kühe mitbrei unb mehr Kälbern: Wilhelm Beppler L, Wilh. Beppler II. (Hörnsheim), Hch. Müller V., Karl Müller IV. (Lang-Göns), Herrn. Schmibt (Hörnsheim), Karl Sommer (Lang- Göns) je einen 2. Pr.; Karl Sommer (Lang-Göns), Johs. Hoßbach (Hörnsheim), Karl Kablowfky (Nie- der-Bessingen), berfelbe, Hrch. Lubwig (Hörnsheim), Karl Franz (Hochelheim) je einen 3. Pr.; Hch. Hofmann (Hörnsheim) eine Anerkennung. Schwarzbuntes Niederungsvieh. Klaffe III: Färsen, erkennbar tragenb: Karl Joh. Bill (Nieber-Weisel) 2. Pr. die kirchlichen Quellen sein. Jebensalls scheint festzustehen, baß ber verlangte besitzrechtliche Nachweis nicht in allen Fällen leicht zu führen sein wirb. Das Amtsgericht unb zuständige Staatsarchiv sinb nur bann zu befragen, wenn alle anberen Quellen versagen. Da bei ber kurzen Zeit bis zur Reichsnährstands- schau 1936 ber Nachweis nicht in allen Fällen gelingen bürste, so werben in Zukunft jährlich solche Ehrungen für alteingesessene Familien vorgenommen. terlichen Aufgaben, die einer Dorfgemeinde obliegen, zu beenden. Die hiesige evangelisch-kirchliche Frauenbilfe hielt ihre diesjährige Schlußfeier ab, nerbunben mit ber Erinnerung an ihr 20iähriaes Besteben. Die Veranstaltung würbe mit betonter Schlichtbeit unb Einfachheit gebalten. Unser Frauenverein war am 9. Februar 1916 als Organ ber Kstchengemeinbe von 10 Frauen gegrün- . .. „ bet worden, denen sich alsbald 5 weitere an- der Verbandsleitung zum 29. Marz auf ihre vater- schlosien. Seitdem ist der Verein ständig gewachsen ländische Pflicht hingewiesen. :an&. ier «««*•' ’ö foll ->" i erf I lienrech ! iman« bet Kr lerlichen W Wfö f" großen l d'estk j d das allen."'„ hein Ob iten "0 ^hglh - )a^staade" i ! alte" , J i x'K I Bekanntmachung. Die Erd-. Pflaster- und Ehaussierungsarbeiten zum Ausbau der Fröbelstraße - zwischen Georg- Philipp-Gail-Straße und Philosophenwald — sollen auf Grund der Reichsverdingungsordnung für Bauleistungen öffentlich vergeben werden. 17651) Angebotsvordrucke sind ab THonfag, den 23. Marz 1936, bei uns erhältlich. Die Angebote sind bis zum Erofsnungstermin Samstag, den 28. März 1936, vormittags 10 Uhr, an das Städtische Hoch- und Tiesbauamt Gießen, Asterweg Nr. 9, abzugeben, wo die Oeffnung der em- gegangenen Angebote erfolgt. Zuschlags- und Bindefrist 4 Wochen. Gießen, den 20. März 1936. Städtisches Hoch- und Tiefbauamt: G r a v e r t. Geschäfts-Drucksachen Briefblätter Briefumschläge Postkarten bei Brühl, Schulstraße 7 Geschäftskarten Bekanntmachung. Offenlegung der Wählerliste für die Reichstagswahl am 29. März 1936. Die Wählerliste (Stimmkartei) für die zur Reichstagswahl in der Stadt Gießen mit Gemarkung Schiffenberg und Herrnwald stimmberechtigten Personen liegt vom 1716C Samstag, dem 21. März, bis einschließlich Sonntag, dem 22. März 1936, im Stadthaus, Bergstraße 20, Sitzungssaal (besonderer Eingang vorn Garten aus) au jedermanns Einsicht offen, und zwar am Samstag von 8 Uhr bis 17 Uhr und am Sonntag von 9 Uhr bis 13 Uhr. Einsprüche gegen die Richtigkeit der Wählerliste sind innerhalb der Offenlegungsfrist bei Meidung des Ausschlusses bei dem Wahlamt schriftlich ober münblich zu erheben. Soweit bie Richtigkeit einer Behauptung nicht offenfunbig ist, sinb Beweismittel beizubringen. Wirb ein Einspruch nicht sofort für begrünbet erachtet, so entscheibet über ihn ber Kreis- ausschuh enbgültig. Gießen, ben 19. März 1936. Ritter, Oberbürgermeister. Das Kesten an Dord ist eine Freude... kH ¥ i Die Stewards der Hamburg-Amerika Linie pflegen Ihren Wünschen zuvorzukommen. Sie brauchen sich um nichts zu bekümmern. Ob Sie Ruhe suchen oder Sport treiben oder sich dem geselligen Leben an Bord hingeben — Ihr Kammersteward betreut Sie, der Decksteward ist Ihnen zur Hand, Ihr Tischsteward sorgt für Ihre Leibgerichte. Gs reist sich gut mit den Schiffen der W HAMBURG-AMERIKA LINIE Aufklärungen. Die Versammlung würbe mit dreifachem Sieg-Heil auf ben Führer geschlossen. Kreis Schotten. < u l r i ch st e i n, 18. März. Auf der Ohmstratze wurde ein Eier- und G e f l ii g e l h ä n b l e r von einem Personenwagen angefahren und zur Seite geschleudert. Glücklicherweise kam der Mann ohne nennenswerte Verletzungen davon. Der Unfall ereignete sich in dem Augenblick, als der Betroffene mit seinem Rad einem Lastwagen aus- weichen wollte. Der Führer des Personenwagens hielt es jedoch nicht für nötig, zu halten. Kreis Alsfeld. *!* Ruppertenrod, 18. März. Heute abend fand das r a f f e k u n d l i ch e Werk ber Gießener Stubenten innerhalb bes Reichs- leiftungswettkampfes ber Deutschen Stubentenschaft unter Leitung von Professor Becher mit einer Abendveranstaltung im Saale von I. Schmibt seinen vorläufigen Abschluß. Der Saal war bis auf ben letzten Platz gefüllt. Zunächst bankte Professor Becher allen Ruppertenröbern für bie freundliche Aufnahme, bie sie ihm unb feinen Mitarbeitern bereiteten. Dann hielt er einen interessanten Vortrag über bie Hauptrassen bes beut- schen Volkes. Än Hanb von Bildmaterial zeigte ber Redner unseren Einwohnern die unter den Rassen bestehenden Unterschiede. Mit großer Svan- nung folgten die Zuhörer den von großer Sachkenntnis erfüllten Ausführungen. Als nun gar als Höhepunkt des Abends verschiedene Köpfe unserer Einwohner auf der Leinwand erschienen, nahm auch der letzte Mann den regsten Anteil. Professor Becher zeigte in klarer Weise an Hand der Photographien den rassemäßigen Bestand unserer Einwohnerschaft. Dabei konnte er die erfreuliche Feststellung machen, daß mehr als die Hälfte unserer Einwohner deutlich den nordischen Typ zeigt. Auch dmarischer ober ostischer Einschlag finbet sich vor. Dabei zeigen sich bie verschiebensten lieber- gange. Wie wir hören, soll das ganze Dorf noch in biese Auswertung einbezogen werden. # Ober-Ohmen, 19. März. Dieser Tage fand die V e r p a ch t u n g des 106 Morgen großen K i r- chengutes statt. Die Grundstücke wurden, je nach Qualität und Lage, unterschiedlich bewertet; im Durchschnitt stellte sich der Morgen auf zirka 20 Mk. Jahrespacht. Vom Mitbieten ausgeschlossen waren Nichtangehörige der evangelischen Kirche. Katholischen Interessenten war der Erwerb von Grundstücken gestattet. Kreis Bübingen. DNidda, 18. März. Wer heute die Obstbäume in Feld und Garten näher betrachtet, muß staunen, welch großer Fleiß auf die Pflege ber Obst- bäume verwanbt worben ist. Dessenungeachtet ist aber noch eine beträchtliche Zahl von Obstbäumen vorhanben, um derentwillen sich neuerbings bie Bürgermeisterei in einer Bekanntmachung an alle biejenigen roenbet, bie es trotz einer „Polizeiver- orbnung über Schäblingsbekämpfung im Obstbau" unterlassen haben, bie Bäume abzukratzen unb zu reinigen, bie Baumkronen zu lichten unb von ben bürren Aesten zu befreien, ebenso abgängige Obst- bäume zu beseitigen unb aus ben Obstbaumanlagen zu entfernen. Im Falle bie Säumigen biese Anstände bis zum 25. dieses Monats nicht beseitigt haben, werden die hierzu erforderlichen Maßnahmen durch die Stadt auf Kosten der Baumbesitzer ausgeführt. 8 Bad Salzhausen, 18. März. Mit beginn dieser Woche werden von 12 Leuten Wege, Rasen und Büsche von dürrem Laub und Gehölz befreit, Ziersträucher gelichtet und zugeschnitten. Das Wasser des Landgrafenteiches wurde abgelassen, um den Bodenschlamm anderweitig zur Verbesserung von neuem Kulturgelände zu verwenden. Der etwa 1910 trockengelegte Rolands- teich, nördlich davon, soll wieder neu erstehen. Die Herstellungskosten sind verhältnismäßig gering, da nur eine kleine Lücke in dessen noch vorhandenen Ufern zu schließen ist und ein Erdaushub von einem Meter genügen wird. Beide Teiche haben eigene Quellen zu ihrer Speisung. Arn Ufer des früheren Rolandsteiches wurde kürzlich eine Schwarzpappel gefällt, deren Alter man auf etwa 150 Jahre schätzt. Der Durchmesser des Stammes beträgt 1,16 Meter, der Inhalt desselben 7,5 Kubikmeter, unter Hinzurechnung der äußerst dicken Zweige etwa 15 Kubikmeter. Die Stammeslänge mißt 8,60 Meter, die sich jedoch bis zur ersten starken Verästelung auf etwa 16 Meter erhöht. Lustschutz und Wehrmacht. Die Neuschöpfung der deutschen Wehrmacht hat manchen Volksgenossen zu der irrigen Auffassung verleitet, daß die vom Reichsluftschutzbund für den Ernstfall betriebenen Selbstschutzmaßnahmen nicht mehr so nötig sind wie früher. Das Vertrauen zu unserer vom Führer geschaffenen Armee ist so groß, daß hier und da eine deutliche Schwächung des Willens zur Selbsthilfe erkennbar wird. Diesen Neigungen muß entschieden entgegengetreten wer- den. Die Reichsregierung Hal keinen Zweifel darüber gelassen, daß der zivile Luftschutz dringend notwendig ist. Sie hat recht daran getan, denn nach wie vor gilt auch für das Ausland die Ueberzeugung, daß für den Fall kriegerischer Verwicklungen die in der Heimat verbleibende Bevölkerung zur Selbsthilfe gegen die aus der Luft drohenden Gefahren eingesetzt werden muß. Wer anders denkt, hat nicht bedacht, daß die Verkündung der gesetzlichen, Mann und Frau treffenden Luftschützpflicht der Wiederherstellung der Wehrmacht nicht vorausging, sondern erst folgte. Deutlicher konnte die verantwortliche Reichsführung ihren Standpunkt nicht festlegen. Ein für allemal hat zu gelten, daß in Zukunft auch die im Luftschutz tätigen Volksgenossen genau so ihr Leben einsehen müssen, wie die Angehörigen des Heeres, denn Luftschutz ist heutzutage ein wesentlicher Teil der Landesverteidigung geworden. Die Entwicklung des Flugzeuges zwingt zum Einsatz der gesamten Bevölkerung, weil nur auf diese Weise ungeheurer Schaden verhindert werden kann. Dieser unumstößlich"» Tatsache kann sich niemand entziehen. Die Zweifler sollen auch daran erinnert werden, daß unsere Nachbarn weitgehende Selbsthilfemaßnahmen festgelegt haben, obwohl sie seit dem Kriege — rein militärisch betrachtet — hochgerüstet dastehen. Im Ausland weiß die Zivilbevölkerung, daß ihre Mitarbeit im Ernstfall eine nationale Selbstverständlichkeit ist, und trotz der meist bestehenden Wählerliste einsehen! Am heutigen Samstag und am morgigen Sonntag liegt die Wählerliste auf den Bürgermeistereien zur Einsichtnahme offen. Alle Wahlberechtigten mögen sich überzeugen, daß ihre Namen in der Wählerliste enthalten sind. Durch diese Feststellung kann sich jeder sein Wahlrecht sichern! starken Luftwaffe kommt jenseits der Reichsgrenzen kein Mensch auf den Gedanken, dem Luftschutz gleichgültig gegenüberzustehen. Schließlich kann selbst der Kritiker nicht an den Erfahrungen der letzten deutschen und ausländischen Manöver vorübergehen. Es hat sich nämlich stets gezeigt, daß selbst bei ausgezeichneter Abwehr ein Teil der angreisenden Flieger das Ziel erreichte und die Bomben befehlsgemäß abwerfen konnte. Man sieht: Es gilt der Wirklichkeit ins Auge zu sehen, Theorien beiseite zu lassen und mit Hand anzulegen, damit die Abwehr-Organisation des zivilen Luftschutzes in absehbarer Zeit lückenlos steht. Preußen. Oie Reichsautobahn Frankfurt-Heidel- berg vorübergehend gesperrt. LPD. F r a n k f u r t a. M., 20. März. Die oberste Bauleitung der Reichsautobahn Frankfurt a. M. teilt mit: Die Reichsautobahn wird am Montag, 23. März, zwischen Frankfurt a. M. und Lorsch, am Dienstag, 24. März, auf der ganzen Strecke Frankfurt-Mannheim—Heidelberg, und zwar jeweils in der Zeit von 6 bis 16 Uhr in beiden Richtungen gesperrt. Sechs Auto- und Motorraddiebe festgenommen. LPD. Frankfurt a. M., 20. März. In verschiedenen Stadtteilen Frankfurts wurden in letzter Zeit, besonders in den Abendstunden, Personenkraftwagen und Motorräder gestoh- l e n. Die Diebe nahmen die parkenden Kraftfahrzeuge von der Straße weg, fuhren damit in die Umgebung Frankfurts und ließen sie dann, wenn das Benzin verbraucht war, irgendwo herrenlos stehen. Nach umfangreichen Ermittlungen gelang es der Polizei, vier Auto - und zwei Motorraddiebe fe st zunehm en. Es handelt sich um sechs junge Burschen aus Frankfurt a. M. im Alter von 16 bis 19 Jahren. Sie wurden den zuständigen Richtern vorgeführt. Ein Lastzug in die Nidda gestürzt. Ein Toter. Lpd. Frankfurt a. M., 20. März. Arn Freitag gegen 4 Uhr ereignete sich an der Nidda- brücke in Praunheim ein folgenschwerer Verkehrs Unfall. Ein aus Weißkirchen stammender L a st z u g , der sich auf der Heimfahrt von Stuttgart befand, fuhr auf der Niddabrücke gegen das verhältnismäßig schwache Geländer, riß es um und stürzte in die Tiefe, den Führer des Fahrzeugs und seinen Begleiter mitreißend. Der Fahrer wurde hierbei so zwischen Steuerrad und Wagenwand eingeklemmt, daß er schwere innere Verletzungen erlitt und wohl auf der Stelle tot war. Der Beifahrer stürzte ins Wasser und konnte auf seine Hilferufe omi einem Passanten gerettet werden. Mit einem Nervenschok mußte er ins Krankenhaus eingeliefert werden. Kreis Wetzlar. = Lützellinden, 19. März. Der Gemein- berat beschäftigte sich in seiner jüngsten Sitzung mit dem Haushaltplan für das Rechnungsjahr 1936. Es wurde beschlossen, für das laufende Jahr die vorjährigen Steuersätze zu erheben, und zwar die staatliche Grundsteuer (I. und II.) mit 250 v. H., die Gewerbeertrag- und -kapitalsteuer mit 250 v. H. und die Bürgersteuer in Höhe von 300 v. H. des Reichssatzes. — Dieser Tage wurde mit den Walzarbeiten auf der Kreis st raße Lützellinden — Klein-Linden — Gießen begonnen. Die Fahrbahn war in den Kurven erhöht und erweitert worden. Die notwendigen Gespanndienste wurden von hiesigen Landwirten geleistet. Für die Ausführung der Arbeiten wurden hauptsächlich Arbeitslose aus der Umgebung zugezogen. Die Straße soll in absehbarer Zeit auch eine Teerdecke erhalten. — Der Führer der Freiwilligen und der Pflichtfeuerwehr Wilhelm Jung hat wegen Arbeitsüberlastung sein Amt niedergelegt. Er stand fast drei Jahrzehnte im Dienste der hiesigen Wehren. Sein Rücktritt wird allgemein bedauert. — Dieser Tage fand im Markwald eine Nutzholzversteigerung statt. Es wurden folgende Preise erzielt: Kiefernstämme je nach Klasse 20—60,50 RM. je Festmeter, Fichtenstämme 22—26,50 RM., Fichtennutzscheite, 3 Meter lang, 8,50—10,50 RM. je Raummeter; Fichtennutzknüppel, 3 Meter lang, 6—7,50 RM. je Raummeter; Fichtenstangen 1. Klasse 1,20 RM., 2. Klasse 1,05 bis 1,20 RM., Stangen 3. Klasse 0,90—1,00 RM. je Stück. ____________ Handwerkliches Können in moderner Wkanloge giW un- eren Möbeln quoli- a+ive Reife-Dorum lind (le so guMillig WMWW MÖBELFABRIK u. EINRICHTUNGSHAUS GEBR. TREFZGER - FRANKFURT A. M. Große Friedberger Str. 33 1441D Die Einäscherung findet statt am Montag, 23. März, 15 Uhr. im Krematorium Friedberg. 1786 V Für die Offiz.-Vereinigung L.LR. 116: . I. A. Dr. W. Heymann Für die Landwehrvereinigung 116: W. Bopf Unser hochverehrter ehemal Regimentskommandeur Herr Oberst a. D. Köttschau Ritter hoher Orden ist am 19. März in Bad-Nauheim verstorben. Wir werden unserem tapferen Kommandeur, dem Vater seiner Landwehr, allezeit ein treues Gedenken bewahren W L Jetzt W y Arbeitsdienst fliir und Militäri Herr Johann Georg Schäfer im Alter von 83 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Gießen (Bleichstraße 11 H.), den 21. März 1936. 1784 D 1782 A Lieferant aller Krankenkassen I-5KD Geschäfts-Drucksachen bei Brühl, Schulstraße 7 Nach langem, mit großer Geduld getragenem Leiden entschlief heute unser lieber Vater, Schwiegervater, Großvater und Urgroßvater Die Beerdigung findet am Montag, dem 23. März, nachmittags l'/3 Uhr, auf dem Neuen Friedhof statt. Das wird eine herrliche Zeit gemeinsamer Arbeit und Erlebens in schöner Kameradschaft! — Zur Erinnerung knipst man natürlich recht viel und legt sich ein Album an. Die Kleinbild-Kamera oder die robuste Rollfilm-Kamera 6/9 sind für wenig Geld zu bekommen. Retina 8/4 zn 75.—, 85 Ulk. Rollfilm-Kameras 6 9 von 16 Ulk. an. Sehen Sie sich diese Apparate bei mir mal an. - Ich berate Sie richtig. 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Der Gauobmann der NS.-Kulturgemeinde Ramms hat alle Dienststellen der NS.-Kultur- gemeinde im Gau Hessen-Nassau angewiesen, sich den zuständigen Propagandaleitungen der NSDAP, für den Wahlkampf zur Verfügung zu stellen. Bei allen Veranstaltungen der NS.-Kultur- gemeinde wird auf die Bedeutung der Wahl hingewiesen werden. Darüber hinaus sollen die Ortsverbände der NSKG. beiderAusgestaltung der Rahmenprogramme der Wahlversammlungen und -kundgebungen Mitwirken. Frankfurter Pferdemarkt. Der am kommenden Dienstag stattfindende Frankfurter Pferdemarkt läßt, nach den erfolgten Anmeldungen zu schließen, einen zahlreichen Auftrieb von Pferden erwarten. Diesmal werden u. a. ein bis zwei Transporte belgische Arbeitspferde in bester Qualität zum Verkauf stehen, desgleichen wieder einige Kollektionen kräftiger Arbeitstiere aus der Tschechoslowakei. Einen guten Preis werden Schlachtpferde erzielen. (Siehe heutige Anzeige.) Bnefkasten der Redaktion. (Rechtsgutachten sind ohne Derbindlichkeit der Schriftleitung.) h. I. in h. Im Jahre 1903 fiel Ostern auf den 12. und 13. April, Pfingsten auf den 31. Mai und den 1. Juni. Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ansgabeort Frankfurt. Die Großwetterlage ist gekennzeichnet durch ein starkes Hochdruckgebiet über Osteuropa und äußerst lebhafte Wirbeltätigkeit über dem Ostatlantik. Während die Tiefausläufer Frankreich zeitweilig Bewölkung und vielerorts auch Regen brachten, bleibt in Deutschland im allgemeinen noch heitere Witterung mit großen Temperaturunterschieden zwischen Tag und Nacht erhalten. Wenn sich auch gelegentlich bei uns etwas Bewölkung einstellen wird, so bleibt doch der Gesamtcharakter der Witterung auch weiterhin noch freundlich. Aussichten für Sonntag: Morgens vielfach dunstig, sonst heiter bis wolkig, trocken, mittags ziemlich warm, überwiegend östliche und südliche Winde. Lufttemperaturen am 20. März: mittags 17 Grad Celsius, abends 4,3 Grad; am 21. März: morgens —1,1 Grad. Maximum 17,5 Grad, Minimum heute nacht —1,7 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 20. März: abends 6,1 Grad; am 21. März: morgens 3,4 Grad Celsius. — Sonnenscheindausr 9,2 Stunden. Frankfurt am Main Pleide-Märtte am24Marz,28.Apr..26.MaL 7.1011 ond 18. August 1936. Durchschn. An trieb 400 Pferde aller Rassen, auch Schlachtpferde, größte Auswahl u. beste Gelegenheit für Kauf u. Tausch. Ein Besuch dieser Märkte ist zu empfehl. Besicht, u. Handel tags zuvor (Mont.) verbot. ♦ Beil- Massage Frau A. Lorenz, staatl. geprüft, Schiffenb.Weg 19, Ruf 3797. iseoD Briefbiatter bei Brühl, Gießen B MW.-Vertreter für die Kreise Gießen, Wetzlar und Schotten: Otto Faber/Gießen 1292 D G »r ih" fit li ’ 1 und 11 i 2en bald (Der Bau der R ’iniQt ist für lojekt zu betrai sjen nicht hat. bt in kraftvolle aterlandes Herr rennpunkt des eueren öffentli i Der Bau der i1 'ond) in unserer t ? 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(Aufnahmen (7) Neuner, Gießener Anzeiger.) rein, löieie taroeuer uus wnuui uihuu= — un- ... 7 . r wenn man das Gebiet unserer engsten Heimat 'gern und E b e r st a d t schon vor Jahren den i Schotten: In der Sandgrube bei Nieder-Morlen. Bau einer provisorischen Umleitungsstraße bei Nieder-Weisel. Schwece WalMajchine zur Befestigung dez aufgetrageyen Sandes. Die StamvjmaWse jur Öl« BeMgugg des Unterbaues IX gs 17 Grad .}.• morgeip imum heute i in 10 cm n 21. März: njdjeinbauer )rgens viel- rotfen, mib je und fiibi efblätter :rflhl, Gießen uA. Lorenz, itL geprüft, IHenb.WegH, 3797. iseoD Bei solch umfangreichen Erdbewegungsarbeiten, wie sie allenthalben an den Baustellen der Reichsautobahn vorgenommen werden, ist es nicht zu verwundern, daß die verschiedensten Kulturreste vergangener Jahrhunderte und Jahrtausende zum Vorschein kommen. Man wäre deshalb fast enttäuscht gewesen, wenn die Abhebung der obersten Lößschicht in der Gemarkung G a m b a ch keine Funde gebracht hätte. Den uns bekannten Siedlungsverhältnissen der wurde. Die Urnengräber, die mir vor kurzer Zeit bergen konnten, stammen aus der mittleren Hall- stattzeit und zeigen in ihrem Formenreichtum und in ihrer Ausstattung den Beginn einer neuen Ackerbau-Periode und einer zweiten Blütezeit einheimischer Töpferei in unserer Heimat an. Die Menschen, die nach dem Jahr 1000 die Asche ihrer Toten in solchen Urnen beigesetzt hatten, waren am Ende der Bronzezeit wahrscheinlich aus dem Süden in unsere Heimat eingewandert, nachdem während der Bronzezeit die Wetterau fast siedlungsleer gewesen war. Die Formen der Urnen erinnern uns sehr an die der sog. Urnenfelderstufe, die kurz vor 1000 v. Ehr. Geburt mit einer großen Kulturhöhe und Siedlungsdichte in unserer Heimat eingesetzt hatte. Die Keramik dieser Kulturperiode, die wir wegen ihrer scharf profilierten Formen als Metallstil bezeichnen, scheint ohne weiteres in die Töpfereikunst der nachfolgenden Hallstatt-Zeit übergegangen zu sein, in der Art einer Modewanderung, da die kulturtragennördlichen Wetterau entsprechend mußten wir mit Brandgräbern rechnen, die aus der ausgehenden Bronzezeit und der nachfolgenden Eisenzeit stammen würden, zumal zahlreiche Grabfunde in den benachbarten Gemarkungen Ob erhör- eßen 1292 0 maschine festgestampft. So sieht man denn auf dem Gelände der Autobahn im Bauabschnitt zwischen Bad-Nauheim und Gambach ständig die Lokomotiven mit langen Wagenzügen beladen und leer hin- und herfahren, von kräftigen Fäusten werden die Loren gekippt, und dann macht sich der Stampfer an die Arbeit, der sich auf mächtigen Raupenschleppern im Gelände bewegt. Ein starker Dieselmotor hebt in kurzen Abständen einen mehrere Zentner schweren Eisenblock empor, der Block wird aus- gelöst und saust dann mit der großen Wucht des eigenen Gewichts auf das lockere Erdreich nieder. Zum Teil wird auch eine schwere Walze ein- tonffotl durch ein mb äußerst mtik. Wäh. «eilig Be- )ten, bleibt tere Witte, m zwischen i) gelegen!, n wirb, so terung auch hinterlassen. Wenn wir bis jetzt durch den Bau der Reichsautobahn noch keine steinzeitlichen Funde feststellen konnten, so ist das wohl nur dem Zufalle zuzuschreiben, daß eine steinzeitliche Kulturschicht nicht angeschnitten den Menschen andere gewesen sind. Wegen der großen Aehnlichkeit der Urnenformen, der Grabanlage und der Grabausstattung sprechen wir sie als verwandt mit den Leuten der Koberstadt an. Diese ist bekanntlich eine befestigte Höhensiedlung in der Nähe von Langen bei Darmstadt, und ihre Träger haben ihre Kultur bis herauf in unsere Gegend ausgestrahlt. In unserer Gegend wurden die Toten im allgemeinen verbrannt, die Asche in einer Urne gesammelt und diese mit den bei- und hineingestellten kleineren Gefäßen, die Lebensrnittel enthielten, mit einem Grabhügel aus Erde überwölbt. Die Grabhügel, die im Gegensatz zu denen der Bronzezeit keine Steine enthalten, sind der Kulturtätigkeit des Menschen längst zum Opfer gefallen. Daneben müssen wir aber auch mit Flachgräbern rechnen, von denen sowieso keine äußerlich sichtbaren Spuren erhalten sein können. Die Anlage der Gräber selbst war außerdem abhängig von den Vermögensverhältmssen der bestattenden Familie, denn wir beobachten, daß viele Gräber so reich ausgestattet sind, daß wir von richtigen Grabservicen reden können, während andere nur aus einer einzigen Urne bestehen, die man umgekehrt über das Häufchen Asche gestülpt hat. Beide Bestattungsformen konnten wir durch die letzten Grabungen feftftellen, die beide etwa 50 Zentimeter unter der heutigen Ackeroberfläche gelagert waren. Leider wurde das mit einem Service ausgeftattete Grab zerstört, bevor man merkte, warum es sich drehte. Immerhin geben uns auch di? noch erhaltenen Scherbenreste einen Eindruck von der hübschen Ausstattung des Grabes. Große, dickwandige Urnen dis zu den kleinsten feinwon- digen, mit Graphit geschwärzten Schälchen und Näpfchen legen Zeugnis ab von der behäbigen Bauernkultur und dem sehr irdisch eingestellten Jenseits-Glauben der mittleren Hallstatt-Zeit. Die großen Graburnen tragen zwischen dem steilragen- den Hals und dem Bauch des Gefäßes einen aufgesetzten Wulst, der die einzige Verzierung dar- stellt. Die Beigabengefäße tragen alle Strichver- zierung. An einem konnte sie in der Art unsres Fischgrätenmusters feftgcftcllt werden. Die Mehrzahl der Gefäße ist glatt, bräunlich gefärbt, zuweilen findet sich auch Bemalung, die in ihrer strengen Ornamentik als Textil-Ornament bezeichnet wird, die uns besonders das große Gräberfeld von Nieder -Mockstadt, das derselben Kulturstufe angehört, gezeigt hat. Wenn uns auch somit durch den Reichsautobahnbau keine neuartigen oder gar für die Besiedlung umstürzend wirkenden Funde gemacht wurden, so stellen sie immerhin eine willkommene Bereicherung der heimischen Vorgeschichte dar und werden gleichzeitig, wenn sie aus der Mainzer Werkstätte, wohin man die Scherben zur Zusammensetzung ein- geschickt hat, zurückgekehrt sind, Schmuckstücke der eisenzeitlichen Abteilung unseres Oberhessischen Museums in Gießen darstellen Der Fund ist uns wiederum ein Beweis dafür, wie reich unser Heimatboden an Kulturresten aus der Vergangenheit des Volkes ist, und wie jeder mithelfen kann, unsere Kenntnis von diesem Erbe zu vermehren und die Achtung vor den Vorjahren zu vertiefen. ;n auf den L IDlai und im Auge behalten will — sind auf der Strecke zwischen O st h e i m und der Ueberführung vor Nieder-Weisel tätig. Ein weiterer Bauabschnitt wird in der Nähe von Griedel und Gambach gefördert. In nicht allzu ferner Zeit wird die Ueberführung der Straße Gießen—Frankfurt über die Reichsautobahn in Angriff genommen werden. Eine Umleitungsftraße ist bereits in ihrem Fundament fertiggefteüt. Die Schaffung des Unterbaues für die Reichsautobahn erfordert teilweise große Erdbewegungen. Höhenunterschiede müssen nach Möglichkeit ausgeglichen werden, Sand ist aus nahen Sandbrüchen (Nieder-Mörlen und Gambach) auszufahren, hier ist Erdreich abzuheben, dort ist es aufzu- fchütten. Der Antransport des Sandes aus den Sandbrüchen geschieht unter Einsatz vieler Arbeiter in großzügiger Form. Auf kräftigen Wagen wird der Sand aus dem Bruch mit Hilfe von Feldbahnen an die Baustellen gebracht, dort ausgeschüttet, verteilt und durch eine besondere Stampf- Beweis erbracht hatten, daß diese Gegend vom Jahre 1000 v. Ehr. Geburt ab dicht besiedelt gewesen ist. Wer durch das Wettertal wandert, etwa über die Höhen, die sich leicht nach dem Bachlauf hin neigen, wird ohne weiteres verstehen, daß dieses fruchtbare Ackerland, das zudem von s einem verhältnismäßig warmen Klima begünstigt ist, zu allen Zeiten die Ackerbauer angelockt hat. Schon die Brandkeramiker der Steinzeit und die Stichkeramiker aus dem Nordosten . Deutschlands hatten hier Dörfer gegründet und sie haben uns in den Funden von Eberftadt, Butzbach, Oftheim, Friedberg bedeutende Kulturreste Wfinbenbe erfolgten 1($en Aus. .rden u. Q beüspferbe gleichen Arbeitstiere ßreis wer- ' Anzeige.) n. leit her Oie Reichsautobahn durch Oberhessen Das Werk des Führers. Minbt Kultur, fe sich zu hin, bl! Orts. QJhng rhlver, Sen mit, Der Bau der Reichsautobahn ist feit Monaten ondj in unterer engeren Heimat in ein sehr aktives bmdium getreten. Der Bau der Bahn drängt von Frankfurt her, westlich vorbei an Bad-Nau- l)i im, vorbei an Ober Mörlen und O ft - h im in die nördliche Wetterau vor. Kurz vor Nieder-Weisel soll die Reichsautobahn die Hauptverkehrsstraße Gießen—Frankfurt a. M. über- aisren und dann zwischen Butzbach und Grie- b l in der Richtung Gambach nordöstlich weiter fiiren. Für den Abschnitt von Kilometer 40 bis K ometer 50 wird der Bau durch die Bauleitung |En Butzbach betreut. Die Arbeit dieser Bauleitung 'Meßt an die Strecke an, die von der Bauleitung in Bad Homburg v. d. H. betreut wird ' lZegenwärtig wird der Unterbau der Bahn her- g< teUt. Viele Arbeiter aus weitem Umkreis — im- Vor nahezu zwei Jahren konnte man auf einer anfjen Strecke quer durch das oberhessische Land G ometer und ihre Hilfskräfte in mehreren Gruppe beobachten, die in einer minutiösen Technik die Lndvermessung für die Reichsautobahn vornahmen, ieie Bodenerhebung, jeden Weg, jeden Bachlauf u,d jedes Rinnsal registrierten und mit exakten fehlen in ihre Pläne eintrugen. Höhenfestpunkte urö Breite wurden feftgelegt, in der die Autobahn fieren sollte, und manches andere mehr. Ueberall dc wo Waldbestand von der Autobahn geschnitten wurde, folgten bald die Holzfäller dem Wege der Oiometer und hinterließen manchen Kahlschlag, der tic;, große Projekt in seiner eindeutigen Linien- siiirung erkennen ließ. Ueber Straßen und Eisen- bchn, über Fluß- und Bachläufe, über Hügel und durch Täler wird die Reichsautobahn durch das olerheffifche Land führen und das Gebiet zwischen Lhn und Vogelsberg mit einem Schlag in die Aimosphäre großzügigsten Verkehrs reißen. - «••-»%-J-» ' 1789A iiii1*; 1 R«'41“ gesetzt, die dem Stampfer ausgleichend nacharbeitet. Bis die eigentliche zwanzig Zentimeter starke Betondecke in Angriff genommen werden kann, wird zwar noch geraume Zeit vergehen, es ift aber schon jetzt hochinteressant, zu beobachten, wie sich die Bahn aufbaut, wie sie in der Landschaft liegt und ebenfalls ein lebendiges, starkes Zeugnis des Aufbauwillens und der Arbeitsbeschaffung im Dritten Reich, sowie der großen Initiative des Führers Der Bau der Reichsautobahn durch unsere engere jjimat ist für die heimische Landschaft als ein Piojekt zu betrachten, das seinesgleichen in Oberalsen nicht hat. Des Führers weitschauender Geist Ipt in kraftvoller Auswirkung ein Gebiet unseres V terlandes hervor, das bisher nicht allzusehr im Brennpunkt des öffentlichen Verkehrs oder eines pßeren öffentlichen Interesses stand. * W preisen l?880 j MiM H -11W »total« des F MU - Vxls Geschichten aus aller Welt totn$ronffu A :nangeöot sur m |tn Mühlen doIIq Gpielabteilung 2d. 1889 Klein-Lin-en von t uni öan Linden gegen Steinbergs II. sollte der Sieger Klein- Linden heißen. Mn Gebieten c Wchsrage ist stet Mehlm -^dlnssMäst. ?*9e. zu d deutsches Mehl t Such in der Mitt :nAngebot für bi unb Mörtel an der Arbeit. Um dieselbe Zeit lehnte sich der Signor Mario aus dem Fenster seines daruntergelegenen Zimmers im zweiten Stock, um die Frühlingssonne auf seine schwarzen Locken scheinen zu lassen, die sein ganzer Stolz war Nun wollte es der Zufall, daß der Maurer in diesem Augenblick die Mauerritze verfehlte, in die er den Mörtel werfen wollte, so daß die ganze Ladung auf das unschuldige Haupt des Herrn Mario niedersauste. Dieser stieß natürlich einen Fluch aus, und der Maurer rief ihm sofort zu, er möge rasch zum nächsten Wasserhahn eilen, um sich zu waschen. Marto aber in seiner Wut hörte nicht auf diesen weisen Rat, sondern machte seinem Herzen während einiger Minuten durch Schimpfen Luft, und als er sich endlich oom ungewohnten Kopfputz befreien wollte, war es zu spät: der Mörtel hatte sich inzwischen verhärtet, die schwarzen Locken roaren drin versteinert, und es war nicht mehr möglich, die graue Masse vom Kopf des Herrn Mario zu entfernen! Verzweifelt rannte der Unglückliche zum nächsten Barbier, und dieser brauchte drei Paar Scheren, um unter Aufopferung des Lockenschmuckes Herrn Mario wieder in einen menschenwürdigen Zustand zu versetzen. Das fortgeflogene Schwein. (sch) Bukarest. Heuchelheim. Stimmen zum Wahlkampf aus dem Lager des Sportes. Unser TNeisterlurner. zu sein. Eine Ueberraschung sollte die Elf der Blau- Weißen schon aus Prestigegründen zu vermeiden suchen. Jugend-Fußball der Spielvgg. 1900. Der ersten Jugend wird es in Leihgestern schwer- sallen, einen Sieg zu erringen. Die Mannschaft wird jedoch in verstärkter Aufstellung die Fahrt antreten. Es ist zu hoffen, daß sie bald wieder den Fußball spielt, den man von einer ersten Jugend der Spielvereinigung 1900 gewöhnt ist. Zum fälligen Freundschaftsspiel treten die Jungens der zweiten Jugend der gleichen Mannschaft des Lokalgegners auf dem Waldsportplatz gegenüber. Ebenfalls auf dem Waldsportplatz spielt die erste Schülermannschaft mit dem Gegner um die Punkte. „ FCTeutonia "Watzenborn-Steinberg Am morgigen Sonntag spielt die 1. Elf der Teutonen gegen die gleiche oom VfR. Butzbach, und zwar in Butzbach. Die Butzbacher haben in ihrer Klasse in dieser Spielserie eine bedeutende Rolle gespielt, zumal sie bei den ersten Spielen am Tabellenende standen und sich während der Serie bis zum Tabellendritten emporarbeiteten. Die früheren Spiele gegen Butzbach wurden meistens gewonnen und hatten auch die Teutonen auf dem Sportplatz der Butzbacher nie einen gefährlichen Gegner gehabt. Ob es diesmal noch der Fall sein wird, mag der Spielausgang sagen. Die 2. Mannschaft tritt ersatzgeschwächt in Klein- Linden an, und zwar gegen die dortige 1. Mannschaft. Das Vorspiel endete nach einem harten Kampfe mit einem 4:3-Sieg für die Teutonen. In Klein-Linden wird für die Watzenborn-Steinberger nicht viel zu ernten sein. Fußball der Kreisklassen. Deutschlands zu erbringen. (Gez.) Gisela Mauermayer. . Lin 15^/2sähriges Mädchen. Sie wollen meine Gedanken über unseren Führer I wissen. Ich schicke voraus; ich bin ein 15'/2jähriaes Mädchen! Aber ich glaube felsenfest: Adolf Hitler, unser Führer, ist uns von Gott gesandt, er lebt und | stirbt für uns, und wir alle werden freudig für | ihn leben und sterben. (Gez.) Maxi Herber. Winter-Geräteturnen in Heuchelheim, i Das diesjährige Wintergeräteturnen des Unter- | kreifes Gießen im 8. Turnkreis (Lahn-Dill) findet am morgigen Sonntag in der Turnhalle in Heuchel- | heim statt. Die Wettkämpfe werden um 9 Uhr mor- i gens beginnen, nachdem um 8.30 Uhr eine Kampf- i richtersitzung vorausgegangen ist. Die Meldungen sind zahlreich eingegangen. Man erwartet einen anregenden Kampfverlauf. Am Nachmittag sind ! außer der Siegerverkündigung turnerische Vorführungen in der Turnhalle vorgesehen, wobei die Kreisbesten an sämtlichen Geräten turnen werden. Kurze Sportnotizen. Deutschlands S t u d e n t e n - F u ß b a l l - Elf für das am 5. April in Frankfurt a. M. statt- find.nde Länderspiel gegen England steht wie folgt: Bonk; H. Vogel, Klaas; Breindl, Th. Vogel, Richter; Dr. Böttner, Bürg, Lindemann, Gäßler, Pryssock. Die Cambridge-Hockey-Studenten verloren am Freitag in Hannover gegen die Elf des dortigen DHC. glatt mit 1:4 (1:3) Toren. Beim Tennisturnier in San Remo gelang dem Deutschen Kaj Lund ein beachtenswerter 9:7/6:2-Sieg über den bekannten Franzosen Lesueur. Die übrigen deutschen Spieler schieden dagegen aus dem weiteren Wettbewerb aus. Erik L a r s s o n , der Olympiasieger im 18-Kilo- meter-Ski-Langlauf, gewann jetzt bei Lulea die Landesmeisterschaft von Schweden über 15 Kilometer in 1:11,24 überlegen vor Matsboe (England) und Berg- ström. Die Olympia-Kernmannschaft der Wasserspringer ist jetzt wie folgt gebildet: Turmspringen, Männer: Stork, Viebahn, Weiß, Ziegler, Grote, Hoff; Ersatz: Zander. Frauen: Schieche, Köhler, Kapp, Heinze, Bingel, Ehscheid. — Kunstspringen, Männer: Esser, Weiß, Mahraun, Haßter, Hoff, Lorenz; Ersatz: Greusing, Kitzig> Frauen: Schieche, Jensch, Daumerlang, Heinze, I Hardekopp, Kapp. S. f. GR. Lich. Der VfR. 1920 Lich tritt morgen Sonntag mit vier Mannschaften auf den Plan. Die erste Mannschaft und die Jugend weilen beim Sportverein Flensungen-Mücke zu Gast. Da der Geaner Lichs noch nicht so bekannt ist, wäre eine Vorhersage über den Ausgang des Spieles der ersten Mannschaft verfrüht. Der Jugend sollte man auf Grund der zuletzt gezeigten Spiele einen Erfolg zugestehen. Schwer hat es die zweite Elf des VfR., die im Pflichtspiel aus die 1. Elf des Sportvereins Großen- g । .?efanntma !7^r unedle , Anwen Men Einfudru bt-A ! Mrbeichr '1 Seppelin K 1936 n BÄ1*" °°°5 nQd) Qm 6. D (t tun ff Bl r>°- ° W Koniin«' fM-lE2 MA le Spiele der Dezirksklasse am Sonntag. Niedergirmes — Frohnhausen. Vissenberg — Dillenburg. Ein Sieg der Niedergirmeser würde einer Mannschaft, die zum Abstieg verurteilt ist, einen ehrenvollen Abschied aus der Bezirksklasse sichern. Nach der augenblicklichen Form der Dillenburger ist es nicht ausgeschlossen, daß die Dillenburger sich auch in Bissenberg erfolgreich durchsetzen. Aufstiegspiele zur Bezirksflaffe. Sportfreunde Wetzlar — SV. Lollar, Borg — Aßlar. Die Wetzlarer Mannschaft muß durch den Ausfall mehrerer Spieler stark ersatzgeschwächt antreten. — In Burg treffen zwei Kampfmannschaften aufeinander. BfB.-Reicbsbahn Gießen. IG.-Sportverein Frankfurt auf dem Waldsportplah. Schmidt; Zeiler, Lippert; Erhard, Jäger, Mank; Schmidt, Heilmann, Enders, Schäfer, Henkelmann ist die zur Zeit stärkste Vertretung aufgeboten. Das darf jedoch die Mannschaft nicht dazu verleiten, am WK.' WS Ks bo« " Wtz M Bis jetzt hatte sich der Gardesoldat Arthur Leslie Bursell beim ersten Bataillon der Coldstream-Garde vorzüglich geführt. Nun aber ist er kriegsgerichtlich zu 10 Tagen Gefängnis verurteilt worden. Und weshalb? Weil er einen Schnurrbart trug. Dem Major Britton mißfiel nämlich eines Morgens dieser Schnurrbart und er befahl dem Gardesoldaten, diesen Schnurrbart abzunehmen. Bursell, der diesen Bart nun schon seit 5 Jahren unbeanstandet trug, war in tiefster Seele getroffen, vergaß die soldatische Disziplin und „reklamierte". Endlich verlangte er selbst Aburteilung vor dem Kriegsgericht, um zu wissen, wer hier über seinen Schnurrbart zu befehlen habe. Das Urteil fiel selbstverständlich gegen ihn aus. Disziplin muß sein — bis in die Schnurrbartspitze. Erinnerung an einen seltsamen Schiffsunfatt. (-) Bre st. Durch Schaden wird man klug — sagte sich die französische Marineverwaltung und erließ eine neue Bestimmung. Danach übernimmt in Zukunft die Fabrik, die der französischen Marine die Torpedos liefert, die Garantie dafür, daß die Lenkvorrichtung innerhalb des Torpedos vollkommen in Ordnung ist. Man erlebte nämlich vor einem Jahr im Hafen von Brest eine Ueberraschung, die zu den seltsamsten Schiffsunfällen führte, die sich wohl jemals ereignet haben. Als der französische Zerstörer „Ouragan" ein Torpedo abfeuerte, steuerte dieser nicht etwa, wie beabsichtigt, in das Meer hinaus und auf ein dort aufgestelltes Ziel los, sondern beschrieb einen mächtigen Kreis und kehrte genau zu dem Punkt zurück, von dem es abgeschossen worden war. Das Schiff nahm schweren Schaden und mußte eingeschleppt werden. Da nach der Auffassung der Fachleute ein Steuerungsfehler vorlag, fiel die Schuld indirekt auf die Fabrik zurück. Diese lehnte jedoch seinerzeit alle Ersatzansprüche ab. In Zukunft kauft man Torpedos nur noch bei solchen Firmen, die alle Ersatzansprüche bejahen. Ein Dorf geht zugrunde. (u) Gen f. I blichen Mühlen I . RfG. weitere ! ch der kurhessisc j per von Rogger o n Oberrhein zui Mten wirb. . 3n Brau- u fflur gelegentlich kl Wien Bedarfes n iterhin nicht at Hafer wird b Mführt, so baß rnr rden konnten, Der Abschluß dieses Spieles soll den jüngeren Kräften, die nun in der Mannschaft Verwendung finden, Gelegenheit geben, sich an die schwerere Belastung, die bei Spielen mit stärkeren Gegnern bedingt ist, langsam gewöhnen. In der Aufstellung: Schmidt; Zeiler, Lippert; Erhard, Jäger, Mank; Unsere vielfettigste Leichtathletin. Wir wissen, daß wir, die wir uns rühmen, die Gesundheit und den kämpferischen Einsatz der Nation zu verkörpern, die Ehre und die Pflicht haben, dem Führer all unsere Kraft zum Gelingen seines großen Werkes dienstbar zu machen. Daß sich jede und jeder von uns am 29. März zu Adolf Hitler bekennt, ist selbstverständlich! Darüber hinaus aber wollen wir ihm bei den Olympischen Sommerspielen in Berlin helfen, der Welt erneut und erst recht den machtvollen Beweis für die Friedensliebe Konrad Frey schreibt: „Ich bin in dem kleinen Bad Kreuznach zu Hause. Meine Heimat liegt nahe an der Zone, in der jetzt wieder Militär liegt und ich habe erfahren, welch ungeheuren Jubel die Tat des Führers in meiner Heimat ausgelöst hat. In diesen Jubel haben wir alle von ganzem Herzen eingestimmt, meine Kameraden im Turnverein unb meine Kameraden in der Olympia-Kernmannschaft. Wir sind stolz auf unseren Führer und wir folgen ihm, wohin auch immer der Weg führen mag." *n konnten ni oberrheinischen 5 I &utjd)lanb Weiz i wird. Die Müh | |t unb beeten sic i :nb nur für i r^Lelt, k< I ^5triebenen,2 I" C Erlöse hn Morgen erwartet die erste Fußballmannschaft.des Turnvereins Klein-Linden die zweite der Teutonia Watzenborn-Steinberg zum Rückspiel. Das Treffen in Watzenborn-Steinberg sah die Teutonen im Vorteil. Sie werden auch in Klein-Linden versuchen, zum Sieg zu kommen. Klein-Linden muß seinen guten Rechtsaußen ersetzen und wird daher einen nicht leichten Stand haben. Die erste Jugend trägt ein FreundschLftsruckspiel gegen Garbenteich aus und wird sich auf eigenem Platze den Sieg nicht nehmen lassen. Doch wird dieser nur knapp ausfallen. Die zweite Jugend spielt gegen die gleiche Linden stoßen wird. In diesem Treffen sollte man Grohen-Linden als Sieger bezeichnen können. Eine neu aufgestellte Schülerelf wird zum ersten Mal vor die Öffentlichkeit treten und ihre Kräfte gegen die gleiche von Garbenteich unter Beweis stellen. Sportverein 1920 Heuchelheim. Auf eigenem Platze spielt am Sonntag nur Ne erste Jugend. Die zweite Mannschaft tft fpielfrei. Die erste Elf sowie die zweite Jugend treten in Ehringshausen zu Gesellschaftsspielen an. Im Sturm der ersten aktiver» Mannschaft wurde et ne Umstellung vorgenommen. Man rechnet mit einem Sieg. Die erste Jugend hat einen schweren Kampf zu be» tehen und wird kaum ein Unentschieden herausholen können. Handball im Kreis Lahn-Oi11(Gau XII) Freundschaftsspiele. Tv. Heuchelheim — Mtv. Gießen. Die Heuchelheimer haben Zuwachs bekommen, so daß sie zur Zeit wieder eine ausgezeichnete Mannschaft teilen können. Ob es unter diesen Umständen den ersatzgeschwächten Männerturnern gelingen wird, einen neuen Sieg zu erringen, ist ziemlich ausgeschlossen. Trotzdem ist der Kampf offen und das Ergebnis kann nur ganz knapp werden. Tv. H a u s e n — Tv. L o n d o r f. Es wird interessant sein, wie diese beiden Mannschaften, die sich in den Pflichtspielen recht gut gehalten haben, zusammen spielen werden. Dem Papier nach hat Hausen die größten Chancen. Die Form der Mannschaft ist allerdings zu schwankend, als daß man ich nach irgendeiner Seite festlegen könnte. Tv. Holzheim — Tv. Pohl-Göns. Die Holzheimer, die einen regen Spielbetrieb mit Pohl- Göns pflegen, haben sich keine leichte Aufgabe dop genommen. Der Ausgang dieses Kampfes wird aber zeigen, ob die Platzbesitzer die Pause gut über- landen haben. Es ist möglich, daß Holzheim für eine Ueberraschung sorgen wird. Die Gäste gehören der mainischen Be^irksklasse an und gelten allgemein als eine Mannschaft, die den typischen süddeutschen Fußball zu spielen pflegt. Besonders ihr Sturm soll sehr schußfreudig sein. Die Gießener spielen mit: Balser; Lehrmund, Leutheuser II.; Hauptfeld, Knauß, Fenster; L. Schmidt, Fehling, Wlodareck, Heß, Szponick. Dadurch, daß Hauptfeld in der Läuferreihe wieder mitwirken kann, ist Heß für den Sturm wieder frei geworden. Hierdurch sollte sich die Durchschlagskraft des Sturmes erhöhen. Auf dem rechten Flügel haben Fehling und L. Schmidt die Rollen getauscht. Es ist abzuwarten, wie sich diese Maßnahme auswirken wird. Man erwartet ein schönes und spannendes Spiel. VfB.-R. II — SV. Wehlar II. Nach einjähriger Pause haben die Gießener in diesem Spiele wieder einmal Gelegenheit, mit den Wetzlarern ihre Kräfte zu messen. Die zweite Mannschaft des SV. Wetzlar verfügt zur Zeit über eine beachtliche Spielstärke. Demgegenüber ist bei den VfB.ern eine Formverschlechterung festzustellen. Die dritte Mannschaft des VfB.-R. dürfte auch über die Gäste aus Wetzlar erfolgreich sein. Jugend-Fußball. Die 1. Mannschaft tritt in Rodheim zum Rückspiel um die Kreismeisterschaft an. Auf eigenem Gelände sind die Gastgeber gefährlich. Die 2. Jugend spielt auf eigenem Matze gegen die 2. des Lokalgegners. Sie hat die Aufgabe, die Dorspielniederlage auszugleichen. Die 3. Jugend spielt in Allendorf an der Lahn und dürfte um eine Niederlage nicht herurnkornrnen. Die 1. Schülerelf tritt auf eigenem Platz gegen die Schülerelf der Spielvereinigung 1900 an. Im Vorspiel stellte 1900 den glücklichen Sieger. Man erwartet, daß diesmal die Platzmannschaft einen knappen Sieg erringt. Die 2. Schülermannschaft fährt nach Allendorf, um dort gegen die neuaufgestellte 1. des Platzvereins zu spielen. Spielvereiniqung 1900 Gießen. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) i Junge Mädchen haben nichts zu lachen < (pk) Stambul. i Die Direktoren der Mädchenschulen von Smyrna ; haben kürzlich einen Erlaß herausgegeben, der es verdient, festgehalten zu werden. Der Erlaß wendet sich an die Eltern „höherer Töchter" von Smyrna : und enthält folgende Punkte: , 1. Unsere Kinder dürfen nicht allein ins Kmo gehen, sondern nur in Begleitung ihrer Eltern. Wenn ein Mann sie auf der Straße anredet, jo mögen sie dies sofort ihrer Schule ober ihren Eltern mitteilen. . 2. Die jungen Mäbchen bürfen mit keinen an- beren jungen Leuten ausgehen, höchstens mit ihren Brübern, aber schon nicht mehr mit ihren Vettern. 3. Sie müssen immer ihre Schülermütze tragen, ba sie sonst auf bie Polizeiwache geführt werben. Zum Schluffe wirb es ben jungen Mabchen von Smyrna verboten, sich zu schminken ober, wie es m bem Erlaß so schön heißt, „bie Schönheit m etwas anberem als ber Sauberkeit" zu suchen. . Man kann sich benken, baß dieser Erlaß in Smyrna unb in ber ganzen Türkei Aufsehen erregt hat. In einer großen türkischen Zeitung hat sogar ein bebeutenber türkischer Politiker das Wort ergriffen zum Schutz ber „armen" Schulmädchen von Smyrna, wobei er auf bie Zeiten vor Kemal Atatürk hinwies, als Frauen noch von ber Polizei verhaftet würben, wenn ihr Gesichtsschleier nicht ben Vorschriften entsprach. Den Oxforder Studenten hat es nicht mehr geschmeckt. (—) London. Die englische Oeffentlichkeit ist bereits an allerhand seltsame Streiche der Oxforder Studenten gewöhnt, aber jetzt haben sie etwas unternommen, was man in England ziemlich ungewöhnlich findet; sie sind in den Hungerstreik getreten, d. h. sie protestieren gegen die allzu hohen Preise ihres Instituts und gegen allzu geizige Köche. Dieser Protest ging folgendermaßen vor sich: als der erste Gang des Dinners hereingetragen wurde, standen sie wie em Mann schweigend auf und verließen im Gänsemarsch den Saal. Wie der Junior President des Common Room erklärte, sei das Essen nicht zwei Schillinge wert. Für das gleiche Geld könnten die Oxforder Studenten viel besser in der Stadt essen. Mit diesem Protest ist in die geheiligten Trabi- tionen des Pembroke-College Unruhe gekommen. Die Lokalhistoriker haben bereits errechnet, daß seit dem Jahre 1748 nichts Aehnliches mehr dop gekommen sei. Damals hätten fünf Studenten aus Aerger über die schlechte Küche ihren Namen aus der Liste des College gestrichen. Sie wurden damit bestraft, daß ihnen oerboten wurde, in ein anderes College einzutreten. Auch diesmal erfuhr die englische Oeffentlichkeit oon diesem Hungerstreik ber Oxforber Studenten erst, als alles „ins Reine" gebracht war, b. h. als bie Tutors versprochen hatten, für bie Besserung ber Küche Sorge zu tragen. Vorher waren bie Stubenten von ber Außenwelt abgeschnitten, Telephonanrufe würben nicht vermittelt, unb bie Streikenben mußten sich verpflichten, nichts über bas Geschehene zu berichten. Man hält auf Würbe unb Ansehen in Oxforb! Veteranen des Krimkrieges. bll. Liverpool. Man hat in Großbritannien kürzlich eine Nachforschung nach ben Veteranen früherer Kriege an- gestellt.'Bei bieser Gelegenheit stellte sich heraus, baß die ältesten Veteranen den Krimkrieg mitgemacht hatten (1854/56). Neun Soldaten und Seeleute aus jenem Krieg find noch am Leben. Der jüngste ist 91 Jahre alt; er war zur Zeit des Krieges Kadett. Sieben von den neun sind hundert Jahre alt oder erreichen dieses Alter in diesem Jahr. Auch einige ehemalige Soldaten, die den großen indischen Aufstand im Jahre 1857 bekämpft haben, sind noch am Leben, allerdings nur fünf Mann, die ebenfalls alle zwischen neunzig und hundert Jahre alt sind. Teilnehmer älterer Feldzüge sind nicht mehr am Leben. So ein Bart! (—) Windsor. To. Krofdorf — Tv. Garbenheim. Kros- darf, das erst seit kurzem wieder eine Mannschaft hat, läßt nichts unversucht, um seine Spieler so zu chulen, daß sie wieder auf die alte Spielstärke kommen. Im letzten Spiel haben sie bereits wieder ehr schön zusammengespielt und per Kampf gegen Garbenheim wird zeigen, wie weit bie Spielstarke ber Mannschaft gewachsen ist. In Savoyen am Abhang bes Höhenzuges von Voirons liegt ein Dorf im Sterben. Dieses Dorf heißt Mermet. Es geht zugrunbe, weil unter ihm ber Boben wegrutscht. Schon seit Jahr unb Tag beobachtete man kleine Erbbewegungen. Nun aber , , ........... haben sich biefe Bewegungen berart beschleunigt, Sonntag nicht mit bem nötigen Ernst bei ber Sache bah an manchen Tagen ber Bobenrutsch fünf bis zehn Zentimeter beträgt. Die Folge ist, baß bie Häuser langst von ihren Einwohnern geräumt werben mußten. Fenster und Türen springen aus ihren Angeln. Wasserleitungen patzen. Nach unb nach brechen bie Häuser m sich zusammen. Es wirb nicht mehr lange dauern, und von bem Dörfchen Mermet ist nur noch em Schutthaufen übrig. Das Bad am Samstagabend. (d) Rom. „Währenb unserer breijährigen Ehe hat meine Frau nur brei ober vier Bäder genommen, unb auch bas nur auf meine inftänbigen Bitten hin", sprach Alsrebo Rossi vor bem Schiebsrichter, vor bem seine Gattin Alma ihn ber Grausamkeit, ber Körperverletzung unb fast bes Gattenmorbes be- schulbigt hatte. Alsrebo, bieser Unmensch, hatte nämlich versucht, sie in ber Babewanne zu ertränken! Hier griff Alfrebo in bie Verhanblung ein, um sich zu verteibigen. Seine Gattin Alma war leiber von krankhafter Wasserscheu besessen: nicht nur, baß sie kein Wasser trank, sonbern nur roten Wein aus Grottaferrata, nein, sie war auch nicht bazu zu bewegen, sich zu waschen. Das angebliche Ertränken in ber Babewanne war nichts weiter, als ein verzweifelter Versuch, Alma zu einem Babe am Samstagabenb zu bewegen. Als biefe schon halb im Schlummer lag, hatte Alfrebo ihr ein mit Bade- falz parfümiertes Bab bereitet unb bie Ahnungslose mit starkem Arm ins Babezimmer getragen unb ins Wasser getaucht. Alma, unsanft geweckt, jammerte, schrie, roanb sich, als ob sie erstochen werben sollte, aber es half ihr nichts. Immer wie- ber würbe sie gewaltsam ins Wasser getaucht. Doch schon lief bas ganze Haus zusammen: Alfrebo ließ bie Miteinwohner als Zeugen feiner guten Absichten ins Babezimmer eintreten, währenb Alma aus voller Lunge schrie: „Zu Hilfe, Räuber! Mürber! Vergeblich versuchte ber Richter zwischen ben Ehegatten zu vermitteln: Alma bestaub auf Scheidung. Denn wenn sie etwas haßte, war es nicht bas Wasser, so sagte sie, sonbern ihren geroalttätigen Alfrebo. Versteinerte Locken. (a. d.) Mailand. Im brttten Stock eines neuerbauten Wohnhauses IT*Säl6erini - P im Zeichen £ Sie Zufuhr! t; Geränderten I MSchafauM > tato« btt W> । ^wswchend, bi *®8 S pa »er M°> WLeiite’ ätti * * ff W'ch untergebrac Sutterroei, ttea Mhlensestpi Mn, dagegen tarn jL Aei yuttern iw let$te ^timeifu Mchen, abgelegen WGage besteht; ■ er Rauhsutter aei «Mars. . 8,, vpeisetartl Holzhausen — Wetzlar II (Knapp, Werbors); Ulm — Werborf (Deis, Nauborn); Burgsolms — Oberbiel (Kleemann, Blsienberg); Stockhausen — Phi- lippstein (Niersbach, Wetzlar); Leun — Steinborf (Bücher, Gießen); 1900 tll — Garbenteich (Wissemann, Lollar); Lich II — Großen-Linben (Gerharb, Steinbach); Lollar II — Alten-Buseck (Krämer, Rod- heim); Rübbingshausen — Geilshausen (Pieh, Lon- borf); Sportfr. III — Naunheim II (Luh, Allenborf); Tv. 1846 — Robheim (Seitz, Heuchelheim); Klein- Linden — Steinberg II (Offenbacher, Gießen). Holzhausen kam in Wetzlar zu einem Unentschie- ben. Wetzlar bagegen muß in Holzhausen mächtig aus sich herausgehen, um zu biefem Resultat zu kommen. Werborf muß sich ebenfalls anstrengen, um in Ulm das Vorspielresultat zu wiederholen. Burgsolms wird den Gästen aus Oberbiel keine Chance bieten. Stockhausen wird auf eigenem Platze versuchen, sich für die Niederlage im Hinspiel zu revanchieren, ©teinborf wirb in Leun nicht viel zu bestellen haben. Einen schweren Staub haben die Junioren der Blau-Weißen gegen Garbenteich, den Meister' dieser Gruppe. Lichs Zweite hat gegen Großen-Linden wenig Aussicht auf Erfolg. Auch Lollars Zweite ist nicht so spielstark wie Alten-Buseck. Das Rabenauer Derby wird Rüddingshausen zu seinen Gunsten entscheiden. Naunheims II. wird ihren Siegeszug auch von der Sportfreunde-III nicht aufhalten lassen. Die Die Blau-Weißen fahren am Sonntag nach Ober-; Turner werden gegen Rodheim selbst auf eigenem Widdersheim zu einem Gesellschaftsspiel. Die Gast-! Platze einen schweren Stand haben. Im Spiel Kleingeber gehören zur 1. Kreisklasse des Kreises Büdingen -----TT und stehen hier hinter dem Meister Ober-Schmitten, bei dem Hainbach (früher 1900) die Hauptrolle spielt, an zweiter Stelle. Das Ehepaar Rangus aus dem rumänischen Dörfchen Sasca hatte sich in langer Arbeit ein wenig Geld zusammengespart, um ein Schwein zu kaufen. Beide zogen also nach Lugoj auf den Markt. Während nun das Ehepaar mit einem Schweinehändler angestrengt um den Preis des zu erstehenden Borstentieres feilschte, trat an Frau Rangus ein Ballouverkäuser heran. Frau Rangus, die ihren Kindern zu Hause auch eine Freude machen wollte, kaufte kurzentschlossen vier bunte Luftballons. Während sie diese mit Kleingeld bezahlte, übergab sie ihrem Mann ihr Taschentuch, m bem sich, sorgfältig gebündelt, das Papiergeld für den Schweinekauf befand. Herr Rangus band der Einfachheit halber die Ballons an das Taschentuch, so daß er alles in einer Hand halten konnte. Plötzlich gab ihm jemand zufällig einen Stoß, und Herrn Rangus' Zigarette, die er in ber anberen Hand hielt, 'fiel zu Boben. Eilig beugte er sich nieder, um das kostbare Stück vor dem Zertretenwer- deu zu retten. Aber da erhob sich plötzlich aus feiner anderen Hand, die im Eifer des Gefechts wohl nicht fest genug zugepackt hatte, das Bündel Luftballons, mit dem Taschentuch und mit dem Geld. Alles Jammern half nichts, das Geld flog _______ _____ z fort, und aus dem Schweinekauf wurde nichts. Da in Mailand war eine Reparatur an einem Balkon i Strafe fein muß, klebte Frau Rangus ihrem un- auszuführen, und ein Maurer war eifrig mit Kelle I vorsichtigen Ehegemahl eine schallende Ohrfeige. irtschafi )en herau- Kirchliche Nachrichten 1) ie gleiche von Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. 211. Berlin $ran!furt a.M. «L" AS ,ure börle ast'- kurs rurd bön börse 193 | 20-3. 19 3 I 20.3 20.3 19 3. t Eleklr. Lteferungsgesellschaft... 6 Licht und Kraft ey. Banknoten. 27,5 198 Schlußk. Mittag- börsc s.«Schuld mit machte die Belieferung der Abendbörse fester. Die Abendbörse nahm am Aktienmarkt einen meist festeren Verlauf, im Durchschnitt ergaben sich Erhöhungen von 0,25 bis 0,50 v. H. gegen den Berliner Schluß. Das Geschäft war im allgemeinen nicht groß, in einigen Spezialwerten aber ziemlich lebhaft. So hatten Verein. Stahlwerke größere Umsätze mit 84,75 bis 85,25 (84) auf vage Gerüchte, daß am 21. März eine AR.-Sitzung zum Zwecke einer Kapitaltransaktion stattfände. Ferner hatten IG.-Farben-Jndustrie mit 155,75 bis 156 (155,40) lebhaftes Geschäft. Zellstoff Waldhof erhöhten sich auf 123 (122,40), Deutsche Erdöl auf 112,75 (112). Am Kassamarkt wurden Siemens Glas auf den Berliner Stand von 100 (97,75) gebracht, Commerzbank 91,90 (91,75). Der Rentenmarkt lag sehr still, nur Farben-Bonds weiter befestigt auf 130 (129,50); sonst traten keine Veränderungen ein, auch Ausländsanleihen lagen ruhig. U. a. notierten: Altbesitz 110,75, öproz. Verein. Stahlwerke 102,90, 6proz. Farben-Bonds 130, 4pro,3. Oesterr. Goldrente 31,25, 4proz. Rumänen 5,40, 4proz. Schweiz. Bundesbahn 191, Commerzbank 91,90, DD Bank 92,50, Reichsbank 183,50, Mein. Hyp.-Bank 94,75, Franks. Bank 108,40, Buderus 94, Zarpener 112,75, Ilse Genuß 130, Mannesmann 84,25, Rheinstahl 115,75, Verein. Stahlwerke 84.75 bis 85,25, Aku 50,50, Bekula 141,25, MAR 107, Zement Heidelberg 135, Conti-Gummi 180, Daimler 99,25, Deutsche Erdöl E 112.75, Scheideanstalt 218, Deutsche Linoleum 164, Licht und Kraft 139.25 ELG. 122, Eßlinger Masch. E 91,90, JG.-Farben 155,75 bis 156, Gesfürel 129,25, Hoch- und Tiefbau 114, Holzmann 97, Lindes Eismaschinen 143,25, Mainzer Aktien - Brauerei 66, Muag 84 bis 84,25, Metallgesellschaft 115,25, RWE. 128,75, Schlickert 136,75, Siemens Glas 100, Gebr. Stollwerk 94,25, Zellstoff Waldhof 123, Südd. Zucker 198, AG. für Verkehr 108,50. ein-iindai iannschast>s her leutönio Das Treffen onen im Vor- Jen versuchen, 1 muß feinen h daher einen 'sch-ftsrückspiel i) auf eigenem xl Doch wird und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 265: Bekanntmachung KP 117 der Ueberwachungs- |(CIe für unedle Metalle, betreffend Kurspreise. 266: Anwendung der herabgesetzten fran- öischen Einfuhrumsatzsteuer. — 267: Vorläufige ngebnisse der Regierungsausschußverhandlungen in Larschau. — 268: Bekanntmachung KP 118 der iberwachungsstelle für unedle Metalle, betr. Kurs- teife. — 269: Neues Verzeichnis der schweizerischen Einfuhrbeschränkungen. — 270: Der regelmäßige tägige Zeppelindienft nach Südamerika wird am 10 März 1936 wieder ausgenommen. Die Eröff- »mgsfahrt des neuen „L Z 129" nach den Vereinigen Staaten von Nordamerika findet aller Voraus- idit nach am 6. Mai 1936 statt. 6,35 9,2 5,3 38,75 i uslos.-Nechten ............. '/,% Deulfche Retchspostschatzan n bem kleinen lat lieqt nahe itär W M' N 15 stellen. beim. Jrantturi a. JJ1. | Berlin I- « . 6 . 6 . 4 > 7 . 7 Montag, den 23. März. Gießen. Luthergemeinde. 20.15 Uhr: Bibelstunde im Saal am Universitätssportplatz, Am Kugelberg Nr. 80; Pfarrassistent Weckerling. — Münzenberg. 20: Mädchenabend. Mittwoch, den 25. März. Gießen. Stadtkirche. 20 Uhr: Abendandacht. — Zohanneskirche. 18: 5. Passionsandacht; Pfr. Bech- 89,75 89,5 198 | 198 I Toren- n tolsheimer. — Lich. 20: 5. Passionsandacht. — Langsdorf. 20: Passionsandacht. — INünzenberg. 20: Frauenabend. Donnerstag, den 26. März. Gießen. Zohanneskirche. 20 Uhr: Bibelstunde. — Kapelle des Alten Friedhofs. 20.15: Passionsandacht; Pfr. Anthes. Freitag, den 27. März. Gießen. Petruskapelle, Wetzlarer Weg. 20 Uhr: Paffionsandacht; Pfarraffiftent Feix. Beuaposiolifche Gemeinden, Händelstraße 1, Eder» ftraße 13. Sonntag, 22. März. 9.30 Uhr: Gottes- dienst; 16: Gottesdienst. Donnerstag, 26. März. 20 30 Uhr: Gottesdienst. Christliche Gemeinde, Zu den Mühlen 2. Sonntag, 22. März. 10 Uhr: Erbauungsftunde; 20.30: Evangelisation. Dienstag, 24. März. 20.30 Uhr: Bibel- und Gebetstunde. Gemeinschaft innerhalb der Kirche, landeskirchliche Gemeinschaft, Gutenbergstraße 9. Sonntag, den 22. März. 20.30 Uhr: Evangelisationsstunde. Mittwoch, 25. März. 20.30 Uhr: Bibelstunde. Donnerstag, 26. März. 20.30 Uhr: Jugendbundstunde. Katholische Gemeinden. Samstag, den 21. März. Gießen. 16.30 und 19 Uhr: Beichte. Sonntag, den 22. März. 4. Fastensonntag. Gießen. 6.30 Uhr: Beichte; 7: Messe und Kommunion der Frauen; 8: Kommunion; 9: Hochamt mit Predigt; 11: Messe mit Predigt; 17.30: Christenlehre und Andacht. — Echzell. 11: Hochamt mit Predigt. — Grünberg. 9.45: Hochamt mit Predigt. — Hungen. 9.30: Hochamt mit Predigt und Christenlehre. — Lich. 7.30: Hochamt mit Predigt; 20: Christenlehre und Andacht. — Lollar. 9.30: Messe mit Predigt. — Nidda. 8.15: Hochamt mit Predigt. Montag, den 23. März. Lanbach. 7.30 Uhr: Messe. Dienstag, den 24. März. Gießen. 20 Uhr: Fastenandacht. Mittwoch, den 25. März. Hungen. 7.15 Uhr: Messe. Freitag, den 27. März. Gießen. 20 Uhr: Fastenandacht. Defsenllicher Sonntagsdienst. Polizei: Telefon 2751, nur in dringende« Notfällen Telefon 01. Feuerwache: Telefon 2244/45, Notruf Telefon 02. Hauptpostamt: Beschränkter Schalterdienst 8 bis 21 Uhr. Stadtpostamt: Für Schließfachabholer 1 bis 13 Uhr. Sanitätskolonne: Telefon 2500. Aerzte: Frl. Dr. Gürtler, Dr.Neumann-Spengel. Zahnarzt: Dr. Metz. Apotheke: Pelikan-Apotheke. deisungen von 1934, I....... ehew.8°/o Hes!. Volksstaat 1929 I ückzahlb. 102%) ............ ehem.8% Hessische Landes- l.inf Darmstadt Gold R. 12.... ty70 ehem. 4tz% Hess. Landes i ypothekenbank DarmstadtLiqui ehem. 8% Darmst. Komm l.andcsb.Goldschuldverschr. R.6 CI rhessen Provinz-Anlethe mit V uslos^Rechten ............. tratsche Komm. Sammelabl. An 1 ihe Serie 1 mit AuSlos.-Rechten ehem.8% Franks. Hyp.-Banl olbpfe. 15 unkündbar bis 1935 ehem. 4*/2% Franks. Hyp- ank-Ltqu.-Pfandbriefe....... Vv.'/o ehem. 4*/,% Rheinische 1 Yp.-Bank-Ltqu.-Goldpse..... *k7o ehem. 8% Pr. Landespfand- i-lesanstalt, Pfandbriefe R. 19 ehem. 7% Pr. Landespfand- iriesanjt., Gold Komm. Obl.VI rtmergutsch.BerrechnungSk. 34-38 **/ Orsterreichtfche Goldrente.... 'S'% Oesterreichtsche Silberrente v< Ungarische Goldrente....... <7. Ungarische StaatSr.nte v. 1910 desgl. von 1918.......... abgest. Goldmettkaner von SV v- Türkische Bagdadbahn-Anleihe ‘.*erte 1..................... * Rheinisch-Westfalisches Elektrizi- tatswerk A G., Essen. Die Generalversammlung genehmigte den Abschluß 1934/35. Wie der Aufsichtsratsvorsitzende über die Entwicklung des Stromabsatzes im laufenden Geschäftsjahre mitteilte, sind in der Zeit vom 1. Juli 1935 bis 15. März 1936 16,2 v. H. mehr Kilowattstunden als im gleichen Zeitraum des Vorjahres ins Netz geschickt worden. Dieser Absatz bedeutet gegenüber der Höchstabgabe vor der Krise im gleichen Zeitraum vom 1. Juli 1929 bis 15. März 1930 einen Zugang von 43,4 v. H. Der Rohüberschuß aus. dem Elektrizitätsgeschäft hält sich bisher im Rahmen des Vorjahres. Mein-Mainische Börse. Mittagsbörse uneinheitlich. Frankfurt a. M., 20. März. Da Kundschaftsaufträge nahezu fehlten und auch die Kulisse nur wenig Unternehmungslust aufbrachte, hatte das Geschäft nur sehr kleinen Umfang. Die Ausgestaltung war am Aktienmarkt wieder uneinheitlich, es dürften aber kleine Besserungen überwogen haben. Indes hielten sich die Abweichungen in engen Grenzen. Die Grundtendenz blieb durchaus freundlich. Schwächer lagen Reichsbank mit 183 (185,25) und Zellstoff Aschaffenburg mit 85 (86.75). Etwas lebhafteres Geschäft hatten erneut IG. Farben mit 155,13 bis 155,50 (155,40); die gestern auf gekommenen Dividendengerüchte werden sehr unterschiedlich beurteilt. Scheideanstalt gewannen 0,25 v. H-, Deutsche Erdöl 0,65 v. H. Am Elektromarkt über wogen Kursbefestigungen von 0,25 bis 0,65 v. H., dagegen lagen Montanaktien recht uneinheitlich. Rheinstahl und Vereinigte Stahlwerke lagen um Bruchteile eines Prozentes höher, Hoefch und Klöckner je 0,50 v. H. niedriger, Mannesmann und Har- pener blieben behauptet. Schiffahrtsaktien lagen unverändert, ebenso Holzmann, Rheinmetall und MAN. Daimler gaben 0,25 o.H., Junghans 0,50 v. H. nach, andererseits erhöhten sich AG. für Verkehrswesen um 0,75 v. H. und Kunstseide AKU. um 0,50 v. H. Am Rentenmarkt war die Haltung freundlich, die Kurse zogen z. T. etwas an. Altbefitz 110,80 (110,75), späte Reichsschuldbuchforderungen 97,50 (97,40), Kommunal-Umschuldung, Zinsvergütungsscheine und zertis. Dollar-Bonds lagen unverändert. Poung-Guldenstücke 89,25 bis 89,50 (89,25), 6 v. H. Verein. Stahlwerke 102,90 (103). Von Auslandsrenten gewannen Anatolier 0,80 v. H. auf 38.80. Der Rentenmarkt brachte im Verlaufe kaum Veränderungen. Goldpfandbriefe, Liquidationswerte und Stadtanleihen lagen meist unverändert, 5,5 v. H. Rhein. Hyp. Liquid, fester mit 101,50 nach 101,13. Don Industrie-Obligationen Farben-Bonds 129,50 (128,65), 6 v. H. Hoefch 103 (102,50). Der Auslandsrentenmarkt lag wenig verändert. Im Freioerkehr stiegen Ufa-Aktien auf 54 (52,50), Hilpert Maschinen waren zu 78 bis 79 gesucht, FMA. 102 (102,50). — Tagesgeld wieder 2,75 v. H. 12, Wirsing 10 Ms 16, Winterkohl fO Ns 12, Zwiebeln 8 bis 10, 11 bis 11% Ungar. Obft und Südfrüchte: Angebot von beut- scheu Aepfeln immer noch ausreichend. Nachfrage nach besseren Sorten lebhaft, im übrgen langsam. Apfelsinen wurden reichlich angeboten. Preise allgemein unverändert. U. a. notierten: Aepfel I 23 bis 35, II 20 bis 26, IN 15 bis 18, Boskop I 30 bis 35, Schafsnase I 22 bis 25, II 18 bis 20, amerihm. Aepfel, Kiste zirka 40 Pfund, rote 15 bis 18, Apfelsinen blond 12,50 bis 18, span., Blut 14 bis 22 span., 21 bis 24 ital., Bananen, Kiste 25 Pfund, 6 Kamerun, Kranz-Feigen 25 Kilogramm 8,50 bis 9, Smyrna- Feigen 25 Kilogramm 10,00, Zitronen, Kiste 300 und 360 Stück 6,00 bis 7,00. Frankfurter Eiermarkt. Frankfurt a.M., 20. März. Die Wilde Witterung hat auf die deutsche Eiererzeugung einen fördernden Einfluß genommen. Weite Teile des Reiches sind daher feit ein paar Tagen Überschußgebiete geworden und konnten an die Hauptverbraucherplätze liefern. Die Derknappungserscheinun- gen haben schnell abgenommen. Lediglich in den großen Städten treten stellenweise noch Lieferungsschwierigkeiten auf, während die Versorgung der Provinz völlig befriedigt werden kann. Die Einfuhren aus Holland, Belgien und Dänemark haben nachgelassen, während vom Balkan genügend Ware vorlag. Bei unveränderten Preisen nahm das Geschäft am hiesigen Platz einen flotten Verlauf. Es notierten in Pf. pro Stück frei Frankfurt a. M. (Großhandelsverkaufspreife an den Kleinhandel): Deutsche Markeneier b 9% bis 10, A 8% bis 9%, B 8% bis 9, C 7% bis 8%, D 7% bis 8. Holländer, Dänen und Flandern S 8% bis 9%, A 8% Schluß. AS Grltzner....................O| Maiukraflwerke Höchst S.M.... 4 Süddeutscher Zucker ...—... 101 Frankfurter Vuttermartt. Frankfurt a. M., 20. März. Am Butter- markt hat sich gegen die Vorwoche keine wesentliche Veränderung ergeben. Die Erzeugung hat weiter zugenommen, während der Verbrauch weniger lebhaft war. Somit reichten die Anlieferungen in dieser Woche völlig aus. lediglich die Nachfrage nach holländischer Butter konnte infolge nur schwacher Einfuhren nicht voll gedeckt werden. Bei unveränderten Preisen bewegte sich das Geschäft weiterhin in gleichmäßigen Bahnen. Es notierten in RM. per 50 Kilogramm Frankfurt a. M. (Groß- handelsverkaufspreise an den Kleinhandel): Deutsche Markenbutter 145—148, feine deutsche Molkereibutter 143—145, deutsche Molkereibutter 142, Land- butter 125, Holl. Butter 145—148. Frankfurter Obst- und Gemüsemackt. Frankfurt a. TI., 20. März. Arn Gemüse- markt waren die Zufuhren weiterhin genügend, nur ausl. Blumenkohl und Salat hatten ziemlich knappes Angebot. Deutscher Treibhaussalat lebhaft gefragt Für Feldsalat und andere Salate Preise höher, sonst unverändert. U. a. notierten: Blumenkohl, Steige 12 und 18 Stück 3,50 bis 4,00 ital., großer Feldsalat 35 bis 60, kleiner (Mistbeet) 70 bis 80, Gelberüben 3 bis 4, gelbe Kartoffeln 50 Kilogramm 3,80 bis 4,00, Kopfsalat St. 30 bis 34, do. Steige 24 Stück 6,00 bis 6,50 span., Schlüpfer 1,00, Meerrettich 35 bis 45, Rharbarber 30, Römischkohl 30, Rosenkohl 20 bis 25, Rote Rüben 3% bis 7, Rotkraut 12 bs 15, Sellerie groß 20 bis 25, mittel 14 bis 18, klein 7 bis 11, Spinat 8 bis 12, Schnittlauch Bdl. 25 bis 30, Tomaten, Steige 20 Pfund 5,50 bis 6,00 Canar., Weißkraut 10 bis Auch in der Mitte des Monats war das Wei - i? n angebot für die Versorgung der rhein-maini- ....... nen Mühlen vollauf genügend. Höhere Handels- Kamps gegen Hannen konnten nicht erzielt werden, besonders da ie Spielstarke m oberrheinischen Bezirk aus ganz Nord- und Mit- jideutschland Weizen in großen Mengen angebo- n wird. Die Mühlen sind im allgemeinen gut Der- rgt und decken sich mit passenden Qualitäten oor- i egend nur für die kommenden Monate ein 20-3 9,13 6,4 9,25 5,4 38,8 Evangelische Gemeinden. Sonntag, den 22. März. Laetare. Gießen. Stadtkirche. 9.30 Uhr: Studienrat Reinhardt; 11: Kinderkirche für die Markusgemeinde; Studienrat Reinhardt; 18: Kirchenmusikalische Passionsvesper; Propst Knodt. — Zohanneskirche. 9.30: Pfr. Ausfeld; 11: Kinderkirche für die Johannes- gemeinde; Pfr. Ausfeld; 18: Pfr. Bechtolsheimer; Beichte; hl. Abendmahl für Lukas- und Johannes- gemeinde; 20: Bibelbesprechung im Johannessaal. Pfarrassistent Zschau. — Kapelle des Alten Friedhofs. 9.30: Pfr. Anthes; 10.45: Kinderkirche für die Luthergemeinde; Pfr. Anthes. — Petrnskapelle, Wetzlarer Weg. 9.30: Pfarrassistent Feix; 10.45: Kinderkirche für die Petrusgemeinde; Pfarraffiftent Feix; 20: Gemeindeabend. Lichtbildervortrag von Dekan Fertsch: Die Entstehung der deutschen Kolonien in Neu-Württemberg (Brasilien). — Wieseck. 10: Kirchenmusikalisch-liturgischer Gottesdienst (Orgelkünstler von der Au); Kollekte; 15: Bibelstunde.— Ätten Vuseck. 10: Gottesdienst; 13: Passionsandacht. — Steinbach. 10: Gottesdienst. — Albach. 12.30: Gottesdienst und Christenlehre. — Annerod. 9: Gottesdienst mit Feier des hl. Abendmahls für die Jugend. — Rödgen. 13: Gottesdienst. — Heuchelheim. 10: Hauptgottesdienft; Kollekte; 11: Kindergottes, dienst (1. Abteilung). — Treis a. d. Lda. 10: Hauptgottesdienst; 11: Kindergottesdienst. — Klein-Linden. 9: Gottesdienst und Feier des hl. Abendmahls für die weiblich« Jugend; Kollekte; 11: Kindergottes- dienst. — Watzenborn-Steinberg. 10.30: Kindergottesdienst; 13 oder 13.30: Liturgische Feierstunde, ausgeführt von dem Orgelkünstler von der Au; Kollekte. — Garbenteich. 13: Gottesdienst und Feier des bl. Abendmahls. — Haufen. 10: Gottesdienst und Feier des hl. Abendmahls. — Lich. 10: Stiftsdechant Kahn; 13: Kindergottesdienft. — Rieder-Vefsingen. 10: Stiftspfarrer Naumann. — Langsdorf. 10: Kindergottesdienst; 11: Hauptgottesdienst. — Bettenhausen. 13.30: Hauptgottesdienst. — Münzenberg. 11: Gottesdienst mit Kollekte für die Jungtheologen; 20: Passionsabendgottesdienst mit Kollekte für die Jungtheologen. — Trais-Münzenberg. 9; Gottesdienst mit Kollekte für die Junqtheologen; 18.30: Paffionsabendgottesdienft mit Kollekte für die Jungtheologen. — Hungen. 10: Gottesdienst; 13.30: Kindergottesdienst. — Kirtorf. 13: Hauptgottesdienst; anschließend Kindergottesdienst. — Ober-Gleen. 9.30: Hauptgottesdienst mit Vorstellung und Prüfung der Konfirmanden und feierliche Entlassung der Konfirmanden aus dem Kindergottesdienst. — Göbelnrod. 10: Gottesdienst; Kollekte. — Veilsberg. 12.30: Gottesdienst; Kollekte. — Harbach. 14: Gottesdienst; Kollekte. w.orbnung eingestellt, und die Versuche, die vorge- fbriebenen Preisspannen usw. Höchstpreise zu um- gchen, sind ausgeblieben. Es zeigt sich also, daß Jr Preis der Marktlage entsprechend richtig getroffen ist. Der Schweinemarkt hatte erwartungsgemäß eine weitere Auftriebssteigerung zu verzeichnen, es flinben 4592 (4264) Stück zum Verkauf, die den Metzgern zu den geltenden Festpreisen zugeteilt p-«*; »fr *n6) 11( ui. 5 wird inter. sten, die sich 1 haben, iu> er nach hat n der Mann. 15 daß man Mte. Göns. Die mit Pohl. Ausgabe vor- e5 wird aber e gut über- )olzheim für ndlichen Mühlen noch Schwierigkeiten, so daß i.‘ RfG. weitere Zuweisungen vornehmen muß. Lich der kurhessische Bezirk ist zur Zeit kaum Ab- iber von Roggen, während auf dem Wasserwege :i Oberrhein zur Zeit noch genügend Ware an- öoten wird. In Brau- und Jndustriegerste finden jiT gelegentlich kleine Umsätze zur Aufrundung des lebten Bedarfes statt, wogegen Futtergerste auch Miterhin nicht angeboten wird. Hafer wird dem Markt nur in kleinsten Poften jngeführt, so daß die Lücken noch nicht geschlossen v rden konnten, zumal da die letzte Zuweisung rc'ch untergebracht wurde. 19-3. .Rentev.l913 4% Rumänische vercinh. Rente .. 2 y4% Anatolier ............. »gelöst hat. zanzem hry" Zpeisekartoffeln können zur Zeit aus un- turnoerein um . n @cßiefcn ausreichend bezogen werden; die ^ernmannl^ ift stetig. und mir f0W 3(m Mehlmarkt hat Weizenmehl laufendes ihren mag. Mdarfsgeschäft. In Roggenmehl herrscht gute M. suröen. Der Kälbermarkt steht in den Voroster- vochen im Zeichen eines größeren Kalbfleischum- fctzes. Die zugeführten 1225 (1321) Tiere wurden li unveränderten Preisen glatt verkauft. Der Schaf auftrieb war im Hinblick auf die Be- Hränkung der Absatzmöglichkeit mit 133 (89) Stück rillig ausreichend, bei unveränderten Preisen wurde usverkauft. Wochenbericht vom Frankfurter Produktenmarkt. !. DaB W,)' jU W°i, N '« l’inflU5,£ m Sommerl >meut und ,i( Fri-d-nsl'^ tuftten SiM ®oll * 'm« lebt u- sfsr ne" A u"1 Satn,'1 S&Än J turnen •Jdium | l°/< Deutsche Reichsanlethe v. 1927 PA Deutsche Retchsanl. von 1934 Da der Fleischabsatz sich im bisherigen lebhaften Umfange erhielt, konnten auch die zum Schlacht- Hst zugetriebenen Tiere wieder flott abgesetzt wer- |m. Die Erlöse halten sich dabei — soweit keine jpchstpreise vorgeschrieben sind — weiterhin auf seitherigen Basis. Die Märkte wurden durch- jag geräumt. Der Auftrieb an Rindern war weiter knapp, st.llte sich jedoch mit 454 (393) Stück um ein Ge- _ tbiges höher. Das am hiesigen Markt auf 60 v. H. NauXM siügesetzte Kontingent konnte jedoch gedeckt wer- b:n, zumal nahezu 2300 Viertel geschlachtetes Rind- , stkisch zur Verfügung standen. Der Spitzenbedarf eßen' Die ouröe pudern durch ausländisches Frisch- und Ge- rm daß | ftierfleisch ohne Schwierigkeiten ausgeglichen. Die -vianstch^ | speise haben sich sehr schnell auf die neue Preis- }1tQiroen ben i mortmung eingestellt, und die Versuche, die vorge- Krankfun a. M. Äerlin Schluß« kurs Sckstußl. Abend- börse Schluß« kurs Schlußk. Mittag« börse Otitum 19-3. 20-3. 19.3- 20-3- Mansselder Bergbau....... .. 5 — 133 132,5 133,5 Kokswerke................ .. 6 — — 120,5 122 Rbeinijche Braunkohlen .... . 12 225 225,5 226,5 226 Rheinstahl ................ .. 4 114,13 115,75 114,4 115,5 Vereinigte Stahlwerke...... .. 0 83,9 85,25 83,65 84 Ltavi Riinen ............. .. 0 19,05 —— 18,9 18,9 Kaliwerke Aschersleben...... .. 5 126 124 125 124 Kaliwerke Westeregeln...... .. 5 122 — 122 120 Kaliwerke Salzdetfurth..... — — 181,5 180 I. ®. Farben-Jndustrte..... .. 7 155,4 156 155,25 155,4 scheideanstalt............. .. 9 217,75 218 — —— Goldschmidt .............. .. 5 108 106 108 105,5 Rülgerswerke............. .. 6 .. 4 120 120,5 120,4 114,5 121 Metallgesellschaft........... 114,5 1 115,25 115 Philipp Holzmann ......... .. 4 97,25 97 97,5 96,75 Zementwerk Heidelberg .... Cementwerk Karlstadt....... .. 7 134 135 — .. 6 130 130 — Schultheis Patzenhoser ..... .. 4 — — 99,4 99 Aku lAllgemeine Kunstseide) .. 0 49,25 50,5 49,65 50,65 Bemberg................. .. 6 90,5 90,5 90,5 90,5 Zellstoff Waldhos .......... .. 5 120,75 123 120,75 122,4 Zellstoff Aschaffenburg ..... .. 0 86,75 85,25 86,5 85,5 Dessauer Gas ............. .. 7 — —— 127,9 127,75 Daimler Riotoren.......... .. 0 99 99,25 98,9 99,13 Deutsche Linoleum......... .. 8 163,5 164 163,5 163,75 Orenstein & Koppel ........ .. 0 — — 76,65 77 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 31,25 32 31,13 32,25 Chade.................... 7*/. 321 321 319 322 Accuinulatoren-Fabrik...... . 12 — 173 174,5 172,75 Conti-Gummi............. .. 8 181,5 180 181 180 19-Märf 20-März Amtliche Dotierung Amtliche Notierung Geld Vries Geld 1 Vries Buenos Atre 0,679 0,683 0,679 0,683 Brüssel .... 41,91 0,139 41,99 41,91 41,99 Rio de Jan. 0,141 0,139 0,141 Sofia ..... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen 54,79 54,89 54,79 54,89 Danzig----- 46,80 46,90 46,80 46.90 London ..... 12,27 12,30 12,27 12,30 HelsingforS.. Paris ..... 5,41 5,42 5,41 16,38 5,42 16,385 16,425 16,42 Holland .... 168,98 169,32 19,74 168,83 169,17 Italien ..... 19,70 19,70 19,74 Japan ...... 0,714 0,716 0,714 0,716 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 OSIo..... : 61,66 61,78 61,66 61,78 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon... 11,135 11,155 11,135 11,155 Stockholm.. 63,25 63,37 63,25 63,37 Schweiz ... 81,06 81,22 81,02 81,18 Spanien... 33,97 34,03 33,95 34,01 Prag...... 10,275 10,295 10,27 10 29 Budapest .. — — — steuyork ... 2,469 2,473 2,470 2,474 100,25 97,75 103,25 100,4 97,65 100,5 97,75 103,4 100,5 97,65 110,75 110,9 110,9 111 100,1 100,1 100,4 100,2 98,25 98,25 — 98,25 96,4 96,4 — 96,4 101 101 — — — — — — — — — — 114,5 114,6 114,6 114,6 96,5 96,5 — — 101,13 101,13 — — 101,13 101,5 101,25 101,5 97 97 97 97 97 97 97 97 109 109 109 109 _ 31,25 31 32 1,15 1,2 1,25 1,3 8,7 8,6 8,75 8,65 8,4 8,5 8,8 8,5 8,75 8,5 9 8,55 13,75 13,65 13,9 13,75 9,13 9,13 — 9,5 Verlm,20.März Geld Vrici Amerikanische Roten.............. 2,422 2,442 Belgische Noten.................. 41,76 41,92 Dänische Noten ................. 54,53 54,75 Englische Noten ................. 12,235 12,275 Jranzöfische 'Noten............... 16,33 16,39 Holländische Noten............... 168,41 169.09 Italienische Noten.. ............. —— —— Norwegische Noten .............. 61,45 61,69 Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling — — Rumänische Noten............... —■ — Schwedische Noten............... 63,03 63,29 Schweizer Noten................. 80.84 81,16 33,61 33,75 Ungarische Noten................ 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