lernismus zu beben er A'lDas ,°g^ staatlich- Institut für ■U*e .. . r . 3 L_. Qnnhhnufer. 0 er» wo Bolschewistisches Mflungsfieber. Von unserem Ti.-Äerichterstcitter. Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten? Moskau, August 1936. eigenen Augen gesehen Hal. Alle wände seien mit Blut bespritzt gewesen. „Times" gibt in einer Meldung von der spanisch- französischen Grenze den Bericht eines zuverlässigen Augenzeugen wieder, wonach in Tarragona nationalgefinnte Leute systematisch nach oberflächlicher Prüfung durch einen Revolu- tionsausfchuh hingerichtet werden. Ihre Leichen würden in den Straßengraben geworfen und später mit Kraftwagen abgefahren. Wie die „Times" weiter berichtet, haben die Marxisten in San Sebastian am Mittwoch acht Gei - feln aus Rache für die Beschießung ermordet. Nördlich von Barcelona wurden d r e i Nonnen während einer Messe von Kommunisten aus der Kirche geschleppt und als ..Beispiel für andere" erschossen. Mann an, die Zahl der Witwen belaufe sich auf etwa 25 000 und die der Waifen auf 60 000. Lissabon. 19. Aug. (DBB.) Der Sonderbe- richlerslatter des „Diario de Lisboa" meldet aus Almendraleja (südlich von Merida): Die Greuel- taten der Marxisten erreichten hier den Höhepunkt der Grausamkeiten. 80 Personen wurden ermordet, davon ein großer Teil ge- kreuzigt. dann mit Benzin übergossen und lebendig a n g e j ü n b e t. Ein Grundbesitzer wurde zusammen mit feinen beiden Kinder lebendig verbrannt. Zuerst wurden die Kinder angezündet. Der Baler mußte Augenzeuge der grausamen Ermordung seiner Kinder ein. Dann ereilte ihn das gleiche Schicksal. Im Die MWenhmschafi in Madrid. Hinrichtungen, Eigentumsbeschlagnahmen und Entlassungen. In Barcelona verbreitet zur Zeit ein Kurzwellensender Nachrichten der Madrider Lmksregie- rung und der in Barcelona herrschenden marp= stischen Parteien. Die Sprecherin dieser Meldungen bis vor kurzem noch Funk- sprecherin des Moskauer Senders und Redakteurin des Moskauer bolschewistischen Nach- Moskau funkt: „Tötet alle Priester!" Marxistische Freibeuter zwingen deutsches Handelsschiff zum Stoppen men auf. # Ercelsior" gibt in seinem Bericht aus Madrid die" Zahl der Opfer des spanischen Bürgerkrieges^n Verlaufe der letzten 4 Wochen mit rund 55 000 Gefängnis von Almendraleja wurden 38 Bürger umgebracht. Der Berichterstatter betont dann, daß hinrichtungsraum im Gefängnis m i t Lissabon, 20. Aug. (DNB. Funkspruch.) Von den Meldungen, die die Madrider Regierung über ihre Sender verbreitet, ist ein M a n i f e st bemerkenswert, das im Madrider Rundfunk von einem berüchtigten kommunistischen Abgeordneten verlesen wurde. Darin wird von kommunistischer Seite dazu aufgefordert, sich auf eine lange Dauer des Krieges vorzubereiten. Die Zwil- industrie müsse in eine Kriegsindustrie umgewandelt werden. Nach einer Verbeugung vor dem Grundsatz der religiösen Freiheit heißt es dann, man müsse diejenigen „ausmerzen, welche Kirchen und Klöster zu Spionagezentralen machten. • Das Madrider Kriegsministerium verbreitet einen Rückblick auf den bisherigen Verlauf des Kampfes. Die Regierung rühmt sich darin ihrer Erfolge und behauptet, die Nationalisten seien dort, „wo sie noch Einfluß hätten" umzingelt und moralisch geschwächt, da die Bevölkerung gegen sie Stellung nehme. Gleichzeitig behauptet die Regierung, daß sie nur die „strikte Wahrheit" über den Stand der militärischen Operationen verbreite, da sie .ihres Sieges sicher fei". Die Presse veröffentlicht eine Liste der in der letzten vier Wochen ums Leben gek o m m e ne n nationalistischen Generale. Danach sind 2 durch Unfall getötet worden, 3 aus Grund von Gerichtsurteilen h i n g e r i ch t e t worden, 6 i m Kampf gefallen oder nach Waffenstreckung erschossen. 18 Generale befinden sich zur Zett in marxistischer Gefangenschaft, davon allem 12 m Madrid. Dor dem Sondergericht sind zur Zeit 273 Verfahren anhängig. Marxistische Zeitungen veröffentlichen in Artikeln lange L'sten über di- B - f <6 Jag na h m° „n™ al.bef.tj. reform hat zahlreiche Landhäuser, sawie Grund und Boden im Umfange von vielen tau end fiel, tar enteignet. Das Außenministerium, das schon seit geraumer Zeit unter den bisherigen Beamten des^diplomatischcn Dienstes Entlassungen gewütet hat, soweit die Diplomaten nicht von sich aus der Maddrider Regierung ihren Dienst auf- gesagt haben, hat jetzt f-m- ^usmerksamk-.t d-n ftoniulatsbeamten zugewendet D,e neuesten Listen der (Entlaßenen weifen wieder 34 5Jla Berlin, 19. Aug. (DNB.) Der deutsche Damp- । fer „ft am er im“, der mit Bestimmungshafen Genua den Zwischenhafen Eadiz anlaufen wollte, um weisungsgemäß Flüchtlinge aufzunehmen, ist 7'/r Weilen von der ftüste entfernt von dem fpauischen U.-Boot B 6 und dem fpauischen Kreuzer „Liberia d" durch drei Schüsse zum Stoppen gezwungen worden. Er wurde durch ein Prisenkommando durchsucht, nach der Durchsuchung zwar freigelassen, aber gezwungen, seinen Kurs zu ändern und Richtung auf das Wittelmeer zu nehmen. Das Werk Moskaus. Der Krieg zwischen Nationalisten und Kommunisten in Spanien ist das Werk Moskaus, das auch dafür sorgt, daß die roten Truppen weder Mangel an Kriegsmaterial noch Mangel an Ireib ft offen leiden. Kein Kriegsschiff der Linksregierung, kein rotes Flugzeug könnten in Gang und zum Aufstieg gebracht werden, wenn nicht ununterbrochen geheimnisvolle Schiffe an den spanischen Küsten auftauchten, um Erdöl oder Kohlen, um Gewehre oder Munition für die roten Truppen auszubooten. Gegen die Linksregierung hat sich ein großer Teil des Heeres erhoben, der über die Bestände der bewaffneten Macht verfugt. Die Linksregierung konnte also nicht auf diese Waffenbestände zurückgreifen, ebenso wenig neue Herstellen lassen, sondern war vom ersten Tage des Krieges zwischen den Weißen und den Roten auf ausländische Hilfe angewiesen. Don Bat um im Schwarzen Meer, also dem räterussischen Erdölhafen, durch Bosporus und Dardanellen sowie durch das Mittelmeer führt heute der Schiffsweg bis nach Barcelona. In Datum gibt es keine amtlichen Schiffs- kontore, die gewissenhaft und zuverlässig nicht nur die ein» und ausgehenden Schiffe mitteilen, sondern auch Angaben über die Ladung machen. Wenn nicht immer Nachschübe von Treibstoffen erfolgte, wie könnten die roten Truppen in Spanien heute noch Kraftwagen hin und herfahren lassen? Moskau hat darin Erfahrung; denn wo immer es feit fünfzehn Jahren Bürgerkriege und andere Kriege gegeben hat, immer wieder wurden Spuren feftgefteUt, die von und nach Moskau führen. bolschewistische Greuel. (Mreujigf, mit Äenzin übergossen und lebendig angezündet. London, 19. Aug. (DNB.) „Maily Matt richtet unter der Überschrift „Moskau funkt: Tötet alle Priester?": Erstaunliche Beitrage zum Beweis für die Anstiftung des roten Terrors in Spanien durch Moskau wurden gestern in der spanischen Rundfunksendung von der Sowjet-Komintern-Station geliefert. Der osfentsichtlich nichtspanische Ansager erklärte, die Zentralexekutive der Kommunistischen Interna-, tionale in Moskau fei erfreut, zu erfahren, daß die nchtendienstes. spanische Sektion den Anweisungen Folge l e i st e und den „faschistischen Rebellen" gegenüber keine Gnade zeige. Er erklärte dann weiter, daß „der Kampf in Spanien seinen Höhepunkt noch nicht erreicht hat, und daß die unbarmherzige Ausrottung aller m o n a r ch i st i s ch e n P r i e ft e r und andere Verbündeter der faschistischen Rebellen höchst notwendig ist, und ununterbrochen fortgesetzt werden muß". Der Ansager kündigte ferner an, daß der Zentralausschuß auf einer Sondersitzung bestimmt habe, die Geldsammlungen in Sowjetrußland zu beschleunigen und alle Sektionen in der ganzen Welt anzuweisen, dem Beispiel der Sowjetunion zu folgen, wo täglich Millionen von Rubeln von den Arbeitern zur Hilfe für den spanischen Kampf beigesteuert würden. griffsstelle in Spanien richtig aewah , lingt es, Spanien für den Bolschewik " 5" obern, so kann der Hebel da angesetzt werden, er Westeuropa aus den Angeln hebt. lieber die Wechselbeziehungen zwischen Sport und sportlicher Jugendertüchtigung auf der einen oroie Militärdienst und militärischer Ausbildung auf der anderen Seite kann man gewiß Bände schreiben. Das sind Dinge, deren Verwandt- chaft man nicht zu leugnen braucht, die man anderswo in der Welt aber dennoch streng aus« einanderzuhalten versteht. — Nicht so in der Sowjetunion! In einem Lande, dessen Jugend zu über 90 o. H. von dem frühesten Kindes- alter militarisiert ist, das die militärische Dorschul- und Schulausbildung obligatorisch gemacht hat und das die Losung von dem „Volk in Waffen hundertprozentig ins Leben umsetzt, in einem solchen Lande muß auch der Sport ausschließlich militärischen Charakter haben So wird man sich nicht zu wundern brauchen, daß die Sowjetregierung ihre neueste Verordnung, die das Militärpslichtalter von 21 auf 19 Jahre herabsetzt, damit „begründet", „die vorgeschrittene sportliche Ertüchtigung der Jugend erlaube ihre eine frühere A b l e i st u n g des Militärdienstes und diese habe zudem den Vorteil, ihr sodann einen früheren Eintritt in ein ununterbrochenes Berufsleben zu ermöglichen. In der Tat: Die Voraussetzung für diese aufsehenerregende neue Aufrüstungsmaßnahme der bolschewistischen Regierung, die mit Recht in der ganzen Welt als die Krönung der etwa seit Jahresfrist etappenweise durchgeführten gigantischen Offensivrüstung bezeichnet wird, hat die Sowjetregierung frühzeitig und planmäßig zu schaffen gewußt. Ein 19jähriger Sowjetbürger ist heute durch die ganze Richtung der vormilitärischen Erziehung in der Ausübung des Kriegshandwerks so sehr zu Hause, daß eigentlich baie Ableistung seiner Dienstzeit nur noch den Zweck erfüllt, ihm den letzten Schliff zu geoen und ihn als vollgültiges Mitglied in das Riefen- heer der roten Weltrevolutionsarmee einzurechcn. Dennoch hat eine seltsame und unbegründete Maßnahme noch nie eine seltsamere und simplere „Begründung" erfahren. Allen Ernstes spekuliert tue Sowjetregierung so sehr auf die Dummheit der Welt, allen Ernstes hofft sie, daß auch jetzt diese Welt noch nicht aus ihrem Dornröschenschlaf auf- gerüttelt werde, wenn sie es wagt, diese Vermehrung der roten Rüstung, deren aggressiven Charakter niemand ableugnen kann, mit dieser „Begründung" zu versehen. Ihre neuen Kriegs- Vorbereitungen begründet sie — mit den alten Kriegsvorbereitungen. In dem Jargon der Sowjet- presse gibt es seit langem einen Fachausdruck: Otschkowtiratelstwo (soviel wie Blenden, Sand in die Augen streuen), mit dem diese Sowjetpres^ jeden unsauberen Versuch zu bezeichnen pflegt, sich mit untauglichen Mitteln reinzuwaschen. Nun: Em größeres und kühneres Otschkowtiratelstwo ist nie unternommen worden, als es hier die auf, die Dummheit der anderen berechnete „Erklärung der Sowjetkommissare ist, mit der die Welt über die wirklicheBedeutung dieser gewaltigsten Ru- stungsmaßnahme in die Irre geführt werden soll. Denn was besagt in der Praxis die Verordnung der Sowjets? In den nächsten vier Jahren werden die AktivbeständederrotenArmee durch die jährliche Aushebung von eineinhalb Jahrgängen um fortschreitend vom ersten bis zum vierten Jahr um 12,5 bis 50 v. H. erhöht. Im Januar dieses Jahres hat der rote Marschall Tuchatschewski die zahlenmäßige Stärke der roten Armee mit 1,3 Millionen Mann angegeben. Unter Zugrundelegung dieser Ziffer — die man eher als zu niedrig bezeichnen muß — kann man unschwer ausrechnen, baß die Sowjetunion in ihrer meltreDoluhonaren roten Armee binnen kurzer Zeit eine ft an bi ge Kampftruppe von rund 2 Millionen Mann besitzen wird. Was diese furchtbare Kriegsmacht in einer Zeit, wie der unsngen bedeutet, braucht nicht näher beschrieben zu werden. Der Stoßtrupp des Weltbolschewismus hat eine neue gewaltige Verstärkung erfahren und die ständige Unterstreichung der Kriegsbereitschaft, die wir aus dem Munde aller führenden Militärs der Sowjets । zu hören gewohnt find, ist noch mehr geeignet, alarmierend zu wirken. . , . , । Wir haben es hier mit einer Verschiebung , der europäischen M a ch tv e r h ä 11n i s se zu tun, die viellicht dem französischen und wohl .auch noch dem technischen Generalstab eine willkommene Erscheinung sein wird, die aber von der friedlichen und friedensdürstenden Welt wie eine Herausforderung empfunden werden mutz. Denn seit geraumer Zeit steht der Weltbolschewis- rnus in einem Angriff g e g e n ö i e „f a p 1 t ollst i f ch e W e 11", und im Rohmen dieses An- griff5, der von Dimitroff als dem Generalsekretär der Komintern und L i t w i n o w als dem Außenkommissar der Sowjetunion Hand m Hanb geführt wird, ist nunmehr von Stalin auch oer roten Armee mit Woroschilow und Tuch a - t s ch e w s k i an der Spitze eine wichtige Rolle zuerkannt worden. Wer will leugnen, daß die Welt sich selbst aufgibt, wenn sie auch gegenüber biefer neuen Bedrohung den Kopf in den Sand steckt Die Vermehrung des Mannschaftsbestandes der roten Armee um jährlich 500 000 Mann lst n u eine Etappe des ungeheuren Ausrustungspro gramms, das seit dem vergangenen Jahr durchge führt wird. Auf der Januartagung des.Zentralvoll zugsausfchusi'es hat Tuchatschewski ertlart daß der Militärhausholt im laufenden Jahr zum Ohne Moskaus Mitwirkung hätte sich China nicht > in Bürgerkriegen verkrampfen können, ohne Mos- kaus verschleierte Hilfe wäre es in Spanien nicht zu einem so furchtbaren Ausbruch politischer und so- zioler Gegensätze gekommen. Moskau läßt die Komintern die unterirdische Wühlarbeit mit der Erfahrung besorgen, die in fast hundert Jahren einer politisch und sozial umwälzenden Tätigkeit gesammelt worden ist. Die Arbeitsteilung, die dabei beobachtet wird, ist so beschaffen, daß sich leider noch immer ein Teil der Völker und ihrer Staatsmänner davon beeinflussen läßt. Diese Arbeitsteilung besteht darin daß Moskau, 'als das politische und geistige Haupt Räte-Rußlands, sich scheinbar nicht m Dinge hineinmischt, die zur Aufgabe der dritten internationale gehören. ___ Die Meldung, daß ein deutscher Dampfer der Cadiz anlaufen wollte, um ®ei|ung6ge- mäß' Flüchtlinge aufzunehmen, von Kriegsschiffen der spanischen Marxisten durch Schüsse zum Stoppen gezwungen wurde, zeigt deutlich, daß die spanische Marxistenherrschaft unter Leitung Moskaus zu krassem Pir atentum ausartet. Da- Vorgehen ist ein eklatanter Bruch des internationalen Seerechts. Wenn bolschewistische Kriegs- schi fe auf hoher See ein friedliches deutsches Han delsschiff überfallen, so wird damit ^r international anerkannte Grundsatz der Freihe t der Meere in gröbster Weise verletzt. Es ist fern Zweifel, daß hinter diesem roten Plratentumi b i e Anweisungen Moskaus stehen, das alles daran fetzt, in Spanien der Herrschaft des Bolschewismus zum Siege zu verhelfen, auch auf die Asahr hm damit einen neuen Weltbrand zu entfess . . Deutschland auch soeben in seiner Antwortnote an den französischen Außenminister einem Nichtemml schungspakt grundsätzlich zugestimmt bat, f tz es doch verlangen, baß auch die Sow,etumon sich aller Eingriffe in die spanischen Wirren enthctt^ Daß Moskau aber, obwohl es ebenfalls auf den französischen Neutralitätsvorschlag ^stimmend geantwortet hat, gar nicht daran denkt den Marx s- mus in Spanien sich selbst zu über ß , 9 nach den neuesten Meldungen aus Span en auf der Hand. Moskaus Agenten treiben ^Rundfunk der Madrider Linksregierung wie " Barcelona u wegt zur Verschärfung des Kampfes und zur Der nichtung des spanischen Bürgertums an D rauchenden Trümmer spanischer Kirchen und K o ster, die blutigen Hekatomben von Tausenden hm- gemetzelter spanischer Bürger sind das Werk ^Nach "menschlichem Ermejjen mühteden K°mmu- nisten in Spanien jchon klar geworden jem daß sie auf sich allein angewiesen, ohne Mogttchkett das Kriegsmaterial zu erneuern, ohne Aussicht, Waffen und Munition zu ergänzen, auf ^e Fortsetzung des Kampfes verzichten, zumal auch die^ Dersorgung mit Lebensmitteln in Frage gestellt ist. Aber die Kommunisten kämpfen mit bolschewistischer Wttdh t weiter, weil sie damit rechnen, daß e=> Moskau gelingen wird, wenn nicht.neue Bomber zu senden, |o doch Europa und seine Volker so durchem- Die plane der Rationalisten. London, 20. Aug. (DNB. Funkspruch.) Nach einer Meldung des „Daily Telegraph" aus Gibraltar rechnet General Franco damit, daß San S e b a st i a n in den nächsten Tagen in die Hände der nationalistischen Truppen fallen wird. Nach der Eroberung San Sebastians würden die zur Zeit an der Nordtuste beschäftigten Kriegsschiffe frei werben. Sie könnten bann nach ©üben gebracht roerben, um den Angriff der Nationa 1 istenauf Ma - laga von See aus z u unter st ü tz e n. Die Madrider Regierung habe weitere Truppen entsandt, um den Vormarsch der Streitkräfte des Generals Franco gegen die Hauptstadt von »puben her aufzuhalten. Am Mittwoch kam es lebi^icb ju kleineren Plänkeleien Zwischen marxisti^en Streitkräften unb Nationalisten, die ihren Vor marsch in nörblicher Richtung fortfeß en. 2)ie auf Malaga vorrückenben Truppen des nationalistischen Generals Barela würben Mischen^magia (16 Kilometer norbwestlich von Malaga) und ^lUa- nueoa (32 Kilometer nordöstlich von Malaga) durch einen marxistischen Fliegerangriff vorübergehend auf gehalten. Die baskischen Separatisten. ander zu bringen, daß die Kommunisten mit ihren Gegnern in Spanien wenn auch unter grauenhaften Opfern fertig werden. Diese Opfer schrecken die Kommunisten nicht, denn es ist Grundsatz der Komintern, die politischen GeZner em für allemal zu vernichten, also jede Aussöhnung und jeden Vergleich unmöglich zu machen. Moskau hat die An- ... ..... — • gewählt, denn ge» Erscheint täglich, außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte Gießener Familienblätter Heimat im Bild • Die Scholle monats*Be3ugsprel$: Mit 4 Beilagen NM. 1.95 Ohne Illustrierte . 1.80 Zustellgebühr .. , --25 Auch bei Nichterscheinen von einzelnen- Nummern infolge höherer Gewalt Zernfprechanschlüffe unter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Gießen Postscheckkonto: grontfurt am Main 11686 Hr 194 Erster Blatt 186. Jahrgang Donnerstag, 20. August 1936 Gietzener Anzeiger Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8'/,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Textanzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh.Vereinbg.25°/a mehr. Ermäßigte Grundpreise: w — Stellen-, Vereins-, gemein- General-Anzeiger für Oberheffen v w ■ behördliche Anzeigen 6Rpf. vru» und Verlag: vrühl'sche Universt.St5.Such- und 5teindruem Gegen [eitler der Führer der Volkspartei, Ts a d ar iS, leit General Kon d y l i s , der sich °°n einem B• publikaner zu einem Monarchisten gewandelt hatte und den König zurucknest ebenfalls das.Zeitlich [conete, sind die alten Gegensätze >nn°rhmb des nichtmarxistischen Lagers durch die zweite Gmer tion eigentlich noch vermurter gemordet Bei den ersten Mahlen nach der Rückkehr des Kongs am 26. Januar erhielten die ehemaligen D-nstettste unter Soophoulis 142 Mandate, d'e monarchisch gesinnten Gruppen 143. Den Au s i d)> a 9 0 _ die Kommunisten mit 15 Mandaten, D>e L'. beraten schlossen im Februar, -erstorbene D e m e r d z i S em »eamtentabmett bildete, ein Abkommen, um die Wahl des liberaler Anführers zum Kammerpräsidenten ^möglichen. Dieser Geheimpakt wurde nachher von den Kom munisten -eröfsentlicht und zeigte Zumindest d Dovvelzünqiqkeit de- liberalen Partei-Hess. Unter solchen Umständen mar mit der Kammer uberhaup nicht zu arbeiten. Der neue Ministerpräsident, der frühere Ches des Generalstabes Metaxas, -er suchte zunächst das in Griechenland übliche Pro visorium. Das Parlament ubertrugam 28 Lprü gegen nur 16 Stimmen Metaxas die Macht bis zum 1. Oktober 1936. Der General Metaxas sollte für das Sommerhalbjahr 0 Vf n?hmen regieren, sein Reformprogramm m Angriff nehmen und in der Zwischenzeit seine Plane emem vlerzlg köpfigen Parlamentsausschuß unter dem. L.beraten Soophoulis vorlegen, währenddesse s Parteien beschlußreife Anträge vor allem über das Wahlrecht ausarbeiten. Beide Parteien erklärten sich bereit, die Neuwahlen unter dem neuen Derhältniswahlrecht vorzunehmen fäBsinn Oktober, wie vorauszusehen war, das lebensfähige Par lament aufgelöst werden würde. Als Metaxas von der Belgrader Tagung der Balkan-Entente heimkehrte, erreichte ihn die Nachricht von den blutigen Streiks Die Die Kam- muniften in Saloniki angezettelt hatten und l i ch e Angeklagten für schuldig. Bei dem Verhör durch den Staatsanwalt bekannten sie sich bereitwillig selbst zu ihrer Schuld. Die Abendsitzung brachte einige Aufsehen erre- gende Mitteilungen. Don den Angeklagten wurde zunächst D reize r vernommen, der früher hohe Posten in der Roten Armee bekleidet hat. Der An- geklagte Reingolz teilte mit, daß die Sinowjew - G r u p p e im Jahre 1932 auch Verbindungen zur ehemaligen Rechtsopposition (Bucharin, Tomski, Rykow) ausgenommen und diese in ihre geplanten Anschläge eingeweiht habe. Zwischen der Terroristengruppe Sinowjews und dem früheren Volkskommissar des Finanzwesens Sokolni- k o w, der dann bis 1935 den Posten des stellvertre- tenden Außenkommissars bekleidete, hätten enge Beziehungen bestanden. Sokolnikow ist bereits verhaftet. Der Vizedirektor der Staatsbank, Arkus, habe im Jahre 1929 versucht, auf Kamenews Betreiben Mittel für die revolutionäre Tätigkeit im Auslande anzulegen. Diese Beschuldigung hatte die Entlassung und Verhaftung der Direktoren der Staatsbank vor wenigen die nur durch Waffengewalt niedergeworfen werden konnten. Ueberall im Lande kam es zu Streikunruhen, in Athen streikten die Bäcker, die Muhlenarbeiter, Chauffeure und die Verkehrsarbeiter und sogar die Gymnasiasten. Daß hinter diesen Streiks Moskau stand war offenkundig, denn Moskauer Befehle wurden bekannt, wonach diese Streiks zu politischem Zweck angesetzt waren, gewissermaßen die taktische Generalprobe für einen politischen Generalstreik sein sollten. Vertrauend auf ihre Schlüsselstellung im Parlament, von Moskau angewiesen, sich mit den Deniselisten möglichst gut zu stellen, hatten die Kommunisten losgeschlagen und damit die Liberalen schwer enttäuscht, die gehofft hatten, die Kommune würde ruhig bleiben, also sich als Steigbügel benutzen lassen, um die Partei wieder in den Sattel zu heben und Metaxas zu stürzen. In zahllosen Flugblättern wurde unter aufreizenden Ueberschristen und raffinierten Schlagzeilen zur Weitertreibung der Revolution aufge- sordert, das Heer wurde durch bolschewistische Funktionäre nach berühmtem Muster bearbeitet, die Truppen, die die Unruhen unterdrücken sollten, wurden von den Kommunisten lebhaft begrüßt, kurzum, es schiey, als ob die Unterminierung Der öffentlichen Ordnung durch Den Bolschewismus Erfolg haben würde. Als sie die Probe aufs Exempel machte und Den politischen Generalstreik ausriefen, kam sofort der Gegenschlag: die Verhängung des Kriegszustandes. Die griechische Oeffentlichkeit hat diese energische Haltung dec, Ministerpräsidenten mit lebhafter Genugtuung ausgenommen. Man wußte, was in Spanien geschehen war und fürchtete den Ausbruch eines Bürgerkrieges in Griechenland, man kannte die trügerische Lockung einer „Volksfront", die auch im befreundeten Jugoslawien Anhänger besonders unter der oppositionellen serbischen Landwirtepar- tei des Dr. Iowanowitsch gefunden hatte, und war schließlich des Parteitreibens von Herzen überdrüssig geworden. Trotz aller Parteispaltungen hat der Hellene seit altersher gezeigt, daß er mit heißer - Liebe an seinem Vaterland hängt und weit davon 1 entfernt ist, der internationalen Agitation des Kommunismus zu folgen. Der griechische Koin"m^is- mus hatte sich deshalb ein nationales Mäntelchen ' umgehängt, aber seine Taten zeigten, daß er der moskowitische Wolf im Schafspelz war. Gewiß liegt dem impulsiven, leidenschaftlichen Volke fett alters her die Beschäftigung mit Parteipolittk und Parteistreitigkeiten mehr als eine straffe Diktatur, aber General Metaxas hat wohl mitsamt dem König, dessen Volkstümlichkeit eben deshalb besonders zunahm, weil er sich außerhalb der Parteiwirt- schaft hielt, die Stimmung Griechenlands richtig er- faßt: daß alles daran gefetzt werden müsse, um aus Griechenland kein zweites Spanien zu machen und die Reformarbeit vor allem auch in wirtschaftlicher Beziehung, in der die Parteien glattweg versagten, zu fördern sei. Es kommt darauf an, daß diese Arbeit sich ungestört vollzieht und der griechische In- dividualismus, der sich besonders auch in der Presse gehen ließ, in seine Schranken verwiesen wird Moskau, 19. Aug. (DNB.) Am Mittwoch begann im Haus der Sowjetgewerkschaften vordem Militärtribunal der Sowjetunion der Prozeß gegen die ehemaligen engen Mitarbeiter Lenins und Stalins, die Angeklagten S . n o m - jew, Kamenew und Andere. Der Prozeß bedeutet ein Ablenkungsmanöver von dem Versagen des Stachanow-Systems, von den schlechten Aus- fickten für die kommende Ernte, von dem offensichtlichen Zusammenbruch der Preis- und Lohnpolitik usw Daß der Prozeß zugleich auch den Zweck verfolgt, von der terroristischen Intervent io n s p o l i t i k der Komintern im Auslande abzulenken, beweist u. a. der geradezu groteske Vorwurf gegen die Angeklagten, für deutsche Stellen gearbeitet zu haben. Er ist sogar in dem offiziellen Teil der Anklageschrift aufgenommen worden. Die Anklage wird durch den obersten Staatsanwalt Wyschinski selbst vertreten. Auf der Anklagebank sitzen sechzehn Personen, fast durchweg ider alten revolutionären Richtung Trotzkischer Färbung zugehörig. Der Prozeß beginnt mit der D. lesung der Anklageschrift, die sich fast ausschließlich aus „Geständnissen" der Angeklagten während der Untersuchungshaft aufbaut und hauptsächlich drei Punkte umfaßt: Angeklagt mit Trotzki sind Tolzmann, Baermann, Iberg und Fritz David als Emissäre Trotzkis zur Ausübung von Terrorakten und Anschlägen nad) her Sowjetunion entsandt worden zu sein und sich zu diesem Zweck mit der Sinowjew-Gruppe zusammengeschlos- sen zu haben. Unter Führung von Sinowjew und .Kamenew hätten sie seit 1932 versucht, Anschläge a u f Spitzen der bolschewisti- schenPartei zu unternehmen, und zwar Stalin, Kaganowitsch, Woroschilow, Ordchonikidse und an- ibere. Der zweite Punkt besagt, daß die Angeklagten den Mord an Kirow im Dezember 1934 Arbeitsdienst für die weibliche Lugend. Wieder Einstellungen zum I. Oktober und 1. Januar. Berlin, 19. Aug. (DNB.) Eine 7. Verordnung zur Durchführung und Ergänzung des Reichsarbeits» dienstgesetzes stellt sicher, daß mit Wirkung vorn 1. April 1936 an die Verwaltung des weiblichen Arbeitsdienstes in den Bereich der Reichste i t u n g d e s Arbeitsdienstes übernommen wird, während sie bis dahin im Bereich der Reichsanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung stand. Der Stellvertreter des Führers ist bei Ernennung von Führerinnen und Führern zu beteiligen, deren Rang dem eines Arbeitsführers oder einem höheren entspricht. Für die Besoldungsfragen ist der Reichsinnenminister im Einvernehmen mit dem Reichsfinanzminister zuständig. Der bisherige Name „Frauen- a r b e i t 5 b i e n ft" fällt weg. Zur Vorbereitung der endgültigen weiblichen Arbeitsdienstpflicht wird die neue Bezeichnung „Arbeitsdienst für d i e weibliche Jugend" gewählt Wir werden, nach Einführung der Pflicht, im Rahmen des Reichsarbeitsdienstes die Untergruppen für die männliche und für die weibliche Jugend haben. Die Reichsleitung des Reichsarbeitsdienstes teilt ferner mit: Nachdem der Arbeitsdienst für die roetb- liche Jugend lange Zeit keine Möglichkeit hatte, weitere Einstellungen vorzunehmen, können zur Zeit wieder Meldungen zu den Einstellung s t e r m i n e n 1. Oktober 1936 und 1. Januar 1 9 3 7 angenommen werden. Damit geht der Wunsch vieler deutscher Mädel in Erfüllung, im Arbeitsdienst freiwilligen Ehrendienst für ihr Volk zu leisten und eine schöne und ge- winnreiche Zeit erleben zu dürfen. Die Meldungen werden nicht mehr wie bisher bei den Arbeitsämtern angenommen, sondern bei den B e - z i r k s st e l l e n , in deren Gebiet der Wohnort der Ärbeitsdienstfreiwilligen liegt. (Die Bezirke des Arbeitsdienstes für die weibliche Jugend umfassen jeweils einen Landesarbeitsamtsbezirk.) Wochen zur Folge. Schließlich erzählte Reingolz noch, wie bie angeblichen Verschwörer nach errungenem „Siege Sie führenden Poften in Partei und Staat unter sich verteilen wollten. Sinowjew habe sich die Führung der bolschewistischen Partei vorbehalten, Kamenew den Vorsitz im Rat der Volkskommissare, während Bakajew als Organisator der geplanten Terrorakte die Leitung der GPU. übertragen werden sollte. Auch ter gegenwärtige stellvertretende Volkskommissar für die Schwerindustrie, Pjatakow , und S e re- br o w s k i, der früher im Transportwesen an leitender Stelle stand (beides frühere Trotzkisten), standen in Beziehungen zur Sinowjew-Gruppe „ und seien von Sinowjew als „zuverlässige Leute , an die man sich „ebenfalls bei der Vorbereitung von Terrorakten heranmachen müsse", bezeichnet worden. Der Angeklagte Pickel gestand Einzelheiten über einen geplanten Anschlag auf Stalin am 9. Oktober 1932 und im Juli 1934 und machte mter- effante Mitteilungen über eine angebliche Militär v e r f chw ö r u n g trotzkiftisch gesinnter streife in der Roten Armee, wo 1934 Zellen für trotz- kistifche Agitation bestanden hätten. zur gegenseitigen Achtung und Wertschätzung und schließlich zur tiefgegründeten Verständigung der Völker beizutragen. Eingehend befaßte sich der Präsident mit den Fragen des Urheberrechts und mit dem Fernsehen. Es sei beabsichtigt, den Urheberausschuß der IFK. im Oktober einzuberufen. Abschließend wies der Redner auf die Wichtigkeit der Anlage von Materialsammlungen hin, um mit ihrer Hilfe vergleichende Untersuchungen über die vielseitigen Probleme des internationalen Films fruchtbar gestalten zu können. Ein weiterer Ausschuß solle filmwirtschaftliche Fragen untersuchen. Im Rahmen dieses Ausschusses könnte auch die F i l m t e ch n i k behandelt werden. llebergabe des Reiter-Regiments 5 an Generalfeldmarschall von Mackensen. Stettin, 19. Aug. (DNB.) Am Mittwochvormittag erfolgte die feierliche llebergabe des Reiter-Regiments 5 in Stolp an den General- eldmarschall von Mackensen. Das Reiter- Regiment 5 führt die Tradition der ehemaligen Leibhusaren-Regimenter 1 und 2 und des ehemaligen Husaren-Regi- ments 5 weiter. Mit Den genannten Regimentern ist Generalfeldmarschall von Mackensen besonders dadurch eng verbunden, daß er in dieser Truppe als Einjährig-Freiwilliger seine militärische Laufbahn begann. Das ehemalige Husaren-Regiment 5 unterstand ihm als Kommandierender General des XVII. Armeekorps in Danzig. Der Oberbefehlshaber des Heeres, Generaloberst Freiherr von Fr itfch, übergab im Auftrag des Führers Generalfeldmarschall von Mackensen das Reiter-Regiment. Die ganze deutsche Armee empfinde es als eine hohe Auszeichnung, daß der Generalfeldmarschall der alten Armee nun auch mit der neuen Wehrmacht eng oerbun» d e n sei. Er gelobte im Namen des ganzen deutschen Heeres, das Erbe der Väter weiterhin in Treue zu hegen und zu pflegen. Generalfeldmarschall von Mackensen sprach seinen Dank aus für die hohe Ehre, die ihm zuteil geworden war und schloß mit einem dreifachen Sieg-Heil auf den Führer und Deutschland. Nach der Regimentsübergabe fand eine Besichtigung der Unterkünfte des Regiments und ein kleines Frühstück im Offizierskasino statt. Turnlehrer Frey. Berlin, 19. Aug. (DNB.) Reichserziehungsminister Rust hat die Ernennung des Olympia- Siegers Conrad Frey zum Turn- und Sportlehrer in Bad Kreuznach bestätigt. Frey hat die besondere Aufgabe, den Turn- und Sportunterricht an den städtischen Schulen zu übernehmen. Damit erhält eine außergewöhnliche Leistung eine außergewöhnliche Anerkennung. Frey, der gelernter Schlosser ist, hat die Prüfung als Turn- und Sportlehrer abgelegt und gehört Dem Reichsverband der Deutschen Turn-, Sport- und Gymnastiklehrer im NSLB. an. In Würdigung Der Tatsache, daß Frey zwei Goldene, zwei Silberne und eine Bronzene Medaille bei den Olympischen Spielen für Deutschland errungen hat, entspricht es dem gesunden Dolksempfinden, daß in seinem Falle von Den sonstigen Anstellungsbedingungen für Lehrer eine Ausnahme gemacht worden ist. Die Maßnahme des Reichserziehungsminlsters zeigt. Daß das nationalsozialistische Deutschland den Mem schen nicht nach seiner Vorbildung, sondern nach seiner Leistung beurteilt. Eilberhis-Iragaltar, gesoffen oon Eilb-rtus aus Köln in Dilhesheim ober Sraunfrfjmeig 1150 bis 1160. (Presfe-Bild-Zentrale-M. und Scherl-Bilderdienst-M.) nationalsozialistischen Bewegung. Schon 1910 setzte sich Hardt als einer der ersten durch planmäßige Versuche für die Lösung der Segelflugfragen ein. 1914 führte er den ersten freien Flug mit einer selbstgebauten Maschine aus. Zwei Jahre später, während eines Feldurlaubs, gelang ihm in der Röhn ein Dreiminutenflug. 1921 blieb er 21 Minuten in der Luft, womit er einen Weltrekord aufstellte. Durch einen folgenschweren Absturz wurde Hardt an weiterer segelfliegerischer Tätigkeit gehindert. Münchener Schacholympia 1936 Die am Mittwochvormittag begonnene vierte Runde brachte wieder mehrere für den Ausgang des Münchener Schacholympias wichtige Begegnungen. Deutschland trat gegen Schweden an, die Tschechoslowakei hatte E st l a n d zum Gegner. Bis zur Mittagspause wurden von den deutsch-schwedischen Partien zwei beendet und zwar Lundin — Ahues und Rellstab — Danielson. Beide hatten ein unentschiedenes Ergebnis. In einer englischen Partie kam es zwischen Ahues und Lundin zu einem Turm- und Läufer-Endspiel. Lundin hatte 3roar einen Bauern mehr, das Läuferpaar von Ahues sicherte aber den halben Zähler. Stahlberg verteidigte sich gegen Richter französisch. Der Deutsche, der eine seiner Spezialvarianten spielte, bekam im ersten Teil seiner Partie einen Angriff, den Stahlberg aber sorgfältig zurückwies, um hierauf sogar zum Gegenangriff überzugehen. Doch gelang es Richter, ein Damenendspiel einzurichten, indem er einen Freibauern aus der 6. Reihe hat. Engels gewann gegen Stolz die Qualität und dürfte somit die Oberhand behalten. Auch Heinicke hat gegen Ekenberg die besseren Aussichten, ebenso Ernst gegen Larsson. Die Partien Bergkvist—Michel und Saemisch — Kinnmark wurden in unklarer Stellung abgebrochen. Stand bei Abbruch: Italien gegen Finnland IV2: l1/», Rumänien — Brasilien yif.VIt, Tschechoslowakei — Estland 0:0, Schweiz gegen Norwegen 1:0, Polen — Bulgarien 1:0, Deutschland — Schweiz 1 :1, Lettland — Jugoslawien 1/2:21/2, Island — Frankreich 2:0, Litauen gegen Holland 11/2:72, Dänemark — Oesterreich 1/2:41/2, Ungarn spielfrei. Am Mittwochnachmittag gelang es, bis auf sieben Partien alle Rückstände der Hängepartien aufzuarbeiten. Für Deutschland endete der Tag mit einem erfreulichen Sieg über Schweden. Er fiel allerdings nach erbittertem Kampf nur recht stnapp 41/2:372. Saemisch gewann gegen Kinnmark und Ernst gegen Larsson, während Richter, Ahues, Engels, Rellstab und Heinicke ihre Partten nur schlichten konnten. Michel gab gegen Bergkvist in einem aussichtslosen Endspiel auf. Für die zweite, dritte und vierte Runde ist nach Erledigung der Mehrzahl der Hängepartien das Ergebnis wie folgt; Zweite Runde: Ungarn gegen Brasilien 6^:2/^, Italien gegen Estland 2:6, Rumänien gegen Norwegen 5^:2^, die Tschechoslowakei gegen Bulgarien 8:0, die Schweiz gegen Schweden 2J4:5/£ Polen gegen Jugoslawien 4:3 (eine Hängepartie), Deutschland gegen Frankreich 7:1, Lettland gegen Holland 5^:1^ (eine Hängepartie), Island gegen Oesterreich 2^:5%, Litauen gegen Dänemark 1>?:6^; spielfrei: Finnland. Dritte Runde: Oesterreich gegen Litauen 4%:2% (eine Hängepartie), Holland gegen Island Frankreich gegen Lettland 3:5, Jugoslawien gegen Deutschland' 3^:3^ (eine Hängepartie), Schweden gegen Polen 2/4:5^, Bulgarien gegen die Schweiz 3:5, Norwegen gegen die Tschechoslowakei (eine Hängepartie), Estland gegen Rumänien 4^:3%, Brasilien gegen Italien 472:272 (eine Hängepartie),Finnland gegen Ungarn 172:67z; spielfrei: Dänemark. Vierte Munde: Italien gegen Finnland 372:472, Rumänien gegen Brasilien 3H:4J4, die Tschechoslowakei gegen Estland 4:4, die Schweiz gegen Norwegen 4^:3^, Polen gegen Bulgarien 8:0, Deutschland gegen Schweden 472:372, Lettland gegen Jugoslawien 0:6, Island gegen Frankreich 4/4:3^, Mitauen gegen Holland 272:57z, Dänemark gegen Oesterreich 2:5 (eine Hängepartie); spielfrei: Ungarn. Nach der vierten Runde stehen folgende Länder an der Spitze: 1. Polen 25 Punkte (eine Hängepartie): 2. Tschechoslowakei 2V/t Punkte (eine Hängepartie); 3. Deutschland 20/4 Punkte (eine Hängepartie); 4. Jugoslawien 19/4 Punkte (zwei Hängepartien); 5. Ungarn 18 Punkte (war jedoch schon einmal spielfrei). Besinnliche" eltreise. Von unserem E. M.-Sonderberichierstaiier. HI. Kleine Delhi-Geschichten. (Nachdruck, auch mit Quellenangabe, verboten.) Medan (Sumatra), Ende Juli 1936. „Also, Sie behaupten in Indien zu sein?" Mit diesen Worten begrüßte uns unser Landsmann Robert Ruppert, der seit dem Jahre 1901 in diesem Teil Sumatras ansässig ist, aber nur ab und zu noch in dieses Nest — gemeint ist M e d a n — herunterkommt. Seit dem Jahre 1908 war er nicht mehr in Europa, und seine Vorstellungen über die alte Welt sind auch in diesem Jahr stehengeblieben. Er hockt da irgendwo am Rande des Urwaldes in Atjeh (Nordsumatra) und belauscht Tiere und Wildnis. „Das eben ist Indien! — Lächerlich hier die vornehmen Steinfußböden und Ventilatoren!" „Was haben Sie eigentlich gegen Bequemlichkeit?" „Bequem? Langweilig! Seyen Sie doch hier diese Menschen. Der alte Wirt würde sich im Grabe umdrehen, wenn er diese Limonade trinkenden Jünglinge sehen müßte!" Und dann folgte eine heftige und rasche Beschreibung der „Zustände" von damals. Ich verstand kein Wort und wollte auch durch Fragen nicht zuviel Unkenntnis verraten. Nur ein Wort verstand ich: P e i t t a f e l. Am nächsten Morgen fragte ich einen Bekannten danach, und der gab mir auch eine Beschreibung. Peittafel ist ein großer Tisch mit Marmorplatte, die in der Mitte ein großes Loch hat. Um ihn herum saßen ehemals die alten Tabakpflanzer Delhis, häufig mit den Beinen auf seinen Kanten. In das Loch aber hatten sie einen malaiischen Boy gesteckt, damit er ohne Zeitverlust den Genever nach allen Richtungen einschenken konnte. Ich brachte das Ruppert am Abend irgendwie bei, worauf er entrüstet entgegnete: „So ein Blödsinn! Beine auf den Tisch! Wo sollten wir dann würfeln?" „Dor einiger Zeit haben sie den B. tot aufs Schiff gebracht!" „Tot?" „Ja, so ungefähr: denn der Kapitän wollte ihn ohne Pfleger nicht haben." „Malaria?" „Nee, aber totgesoffen!" B. war ein einstmals sehr bekannter Verwalter einer Tabakplantage. In den „goldenen" Zeiten hat er wie jeder ungezählte Summen verdient. Es waren Jahre darunter, die an Tanttemen allein sechsstellige Guldenziffern brachten. Nur wenige haben aus diesem „goldenen Zeitalter" etwas gerettet. B. gehörte nicht dazu ... Damals wollte er einmal mit Dynamit fischen. Die Ladung ging indessen zu früh los, und weg war das eine Auge. Dieser an sich tragische Vorfall war aber der Beginn einer beispiellosen Popularität. Er bekam nämlich ein Glasauge, das er dann eines Tages im Büro gedankenverloren herausnahm und putzte. Der neben ihm stehende Mandoer (einheimischer Vorarbeiter) bekam schlotternde Knie und hob beschwörend die Hände. Am Abend war es auch in der letzten Hütte bekannt, daß der „toewan besar" (der große Herr) seine Augen herausnehme und putze. Wo sich B. sehen ließ, arbeiteten von nun an die Kulis wir irre. „Später legte er das Auge nur noch auf den Pfahl, weil er sonst Zeit fürs Trinken verlor", sagte jemand aus unserem Kreise. „Bis der Mandoer eines Tages den Zusammenhang entdeckte und seinen Hut darüber hin", fuhr ein anderer fort, der aus Ostafrika kam. Don den vielen Geschichten, die ich an diesem Abend in vorgeschrittener Stimmung noch über B. erfuhr, sind die wenigsten salonfähig. Ich kann nur noch verraten, daß er jedesmal, wenn er zu einem Bekannten kam, von einer Schlange gebissen und erst nach der zweiten Flasche Kognak beruhigt war. Ob das stimmt, ist nicht ganz sicher. Wahr ist auf alle Fälle, daß B. für mindestens diese Tages- Portion Alkohol gut war. ♦ Aus Delhi stammt auch die Geschichte von den Pflanzern, die nach Europa gingen und sich die Zeit dorthin mit Kartenspiel vertrieben. Sie wurden viele Tage durch eine junge Dame gestört, die jede freie Minute den Flügel zum Entzücken ihrer zahlreichen Verehrer mehr laut als schön bearbeitet. Alle Bitten an den Kapitän und auch unmittelbar waren vergeblich. Eines Tages erschienen die Drei mit verklärten Gesichtern beträchtlich spät zum Essen. Sie entwickelten aber gerade diesmal besonderen Appetit und ließen sich auch durch einen oben entstandenen Lärm nicht stören. Mit besonderem Wohlbehagen rauchten die Pflanzer diesmal ihre Zigarren, deren Tabak vielleicht einmal auf eigenen Feldern gewachsen war. Die schiefen und grimmigen Blicke der Mitpassagiers übersahen sie. Nur der Decksteward blinzelte ihnen lächelnd zu, als sie wieder an der „Arbeit" waren. Er kannte die Unterschrift aller Passagiere, weil er ja alle Bestellungen unterschreiben ließ. Darum war ihm allein der Zusammenhang zwischen einem gewissen Scheck und dem Zettel klar, den er auf dem Klavier, fessel fand, und auf dem stand: „Sechstausend Gulden, gut für einen Flügel und eine beschädigte Reeling." Wetterbericht des Reichswetterdienstes. Ausgabeort Frankfurt. Ein gestern über England zur Entwicklung gekommener Wirbel, der unter Verstärkung rasch nach Skandinavien vorgestoßen ist, hat gleichzeitig eine starke Teilstörung auf das Festland entsandt. In ihrem Gefolge eindringende kühlere Meeresluft brachte auch unserem Bezirk vornehmlich in der Nacht zum Donnerstag bei der Verdrängung der vorgelagerten feuchtwarmen Mischluft ausgedehnte und auch recht beachtliche Niederschläge. Damit hat sich wieder eine Westwind-Wetterlage durchgesetzt, die uns zwar nicht unfreundliches, aber doch im ganzen sehr unzuverlässiges Wetter bringen wird. Aussichten für Freitag: Gelegentlich aufheiternd, unbeständig und zeitweise auch Regen, nur mäßig warm, westliche Winde. Aussichten für Sa'mstag: Bei Luftzufuhr aus Südwest bis West Fortdauer der unbeständigen Witterung. Lufttemperaturen am 19. August: mittags 22,9 Grad Celsius, abends 18,5 Grad; am 20. August: morgens 15,2 Grad. Maximum 23,5 Grad, Minimum heute nacht 14,5 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. August: abends 21,3 Grad; am 20. August: morgens 18,7 Grad. — Niederschläge 3,4 mm. — Sonnenscheidauer 2 Stunden. Hauptschriftleiter Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik und für die Bilder: Dr. Fr. W. Lange; für Feuilleton: i. 23. Dr. Fr. W. Lange; für den übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck. Verantwortlich für den Inhalt der Anzeigen: Theodor Kümmel. 2). 21. VII. 36: 9350. Druck und Verlag: Brühl'sche Universitäts- Buch- und Steindruckerei R. Lange, K.-G., sämtlich in Gießen. Monatsbezugspreis RM. 2,05 einschließlich 25 Pf. Zustellgebühr, mit der Illustrierten 15 Pf. mehr. Einzeloerkaufspreis 10 Pf. und Samstags 15 Pf., mit der Illustrierten 5 Pf. mehr. Zur Zeit ist Preisliste Nr. 3 vom 1. Juni 1935 gültig. TanzMule Nöulke ^rntuf13835 Unterricht für Anfänger, Fortgeschrittene und Turnier- tänzer in Kursen und Einzelstunden. - Uebernahme von Festleitungen und Einstudierung v. Auffnhrungstänzen. Beginn der Winterkurse September und Oktober. Anmeldungen jederzeit. 5134D Eigene Unterrichtsräume. etßewl qm! Man kann nidif immer Trübsal blasen. Ab und zu einen kleinen Skatabend, einen Grand mit Vieren in der Hand und auf dem Tisch ein gut geschenktes Glas BRAUNFELSERPILSNER, das macht das Leben wieder lebenswert. jckloßblauelei Braunfels W. & G. WAHL, BRAUNFELS A. D. LAHN Beamter (Zermachs.Pers.) sucht zuml.Sevt. ob. 1. Okt. 1936 3-Zimmerwohnung Schr.Angeb.unt 03759 a.d.G.A. Beamten (fheDaar sucht ÄWlB. Schr. Angebote unt. 03763 a. den Gießen. Anzeig. |Stellenangebote| WM gesucht. 6141D ____Krevert. Ordentliches Mädchen s. Küche u. Haus gesucht. Zu erfr. m d. 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Ziehungstag 19. August 1936 3n der heutigen Vormittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen 2 Gewinne zu 20000 RM. 2 Gewinne zu 10000 RM. ___ 8 ®e®inne zu 5000 RM. 390364 176889 271781 128043 317798 57410 143495 59408 88110 6 Gewinne zu 3000 RM. < = Gewinne 8U 2000 RM. oo. iu 390469 396340 273,63 3,8098 332943 193777 198120 60 Gewinne zu 1000 RM. 11716 18029 ??=^a40^PaA5761 61035 119503 119526 145240 164051 191672 193777 198120 238608 244381 252145 258060 267955 291495 314566 325914 332901 336854 354368 398299 386680 375351 117647 367011 27520 127205 208800 272195 354045 69307 71595 73804 77118 88621 96900 98601 21844 42535 51926 66981 86557 107959 118144 129590 135988 153593 160334 182968 191509 200043 211048 224444 233555 248746 253930 265531 272949 279978 288954 299693 309884 316022 333195 353172 367131 382119 110336 118381 131941 137714 155634 163478 183349 192702 200896 216979 228054 236392 249075 254145 266877 274809 280745 291604 301026 310683 316626 335898 355776 368072 382266 107591 116701 129268 135659 148911 158966 178873 189558 197726 208720 223721 232352 244228 251185 263448 271288 277190 288093 299352 308548 314540 330004 350267 366110 381649 18016 40551 51919 64719 78206 107365 115310 126257 133744 146793 168900 174334 189002 197490 208702 222302 229625 243786 250638 260311 270601 276337 287865 298880 303594 312127 329247 350123 365743 379820 > 5402 15951 37920 51282 62495 77204 106659 114807 123092 133612 144866 158311 170500 186320 193436 205894 219915 228892 237334 250167 259928 269860 275266 285819 298761 301346 311361 328839 347672 365167 374399 384006 104983 111907 121103 133542 143826 157373 168940 185440 192882 205506 219575 228630 237130 249795 254944 267371 274930 284423 294524 301039 311244 323596 338692 361363 371798 382933 412 Gewinne zu 300 RM. 177 1643 3606 6885 7984 11002 13400 14676 14995 23242 28144 29275 34567 44586 47090 48725 51249 54114 54647 57163 58146 72 Gewinne zu 500 RM. 8039 8378 8466 16165 26963 34968 37731 38059 41802 52197 64539 75204 87846 90570 135693 142561 149403 156877 166944 215443 276835 288160 308328 310825 316539 332830 343309 359639 367162 372679 376709 377816 379948 384016 397448 399475 410 rc.rniti... ... QAA «cm 177 ' — n«.» . :!r 386137 385640 306190 391780 382459 392619 396663 395754 397955 W Gießen 613?a am 18. Sevt. zu den großen W-Mneru bei Fritzlar. Fahrpreis Mk. 6 - hmu.zurück. Tribünen-Karten ab Mr. 1.50. Es können nur schnellste Anmeldungen berücksichtigt werden. Hapag-Reisebüro Kreger von 12 bis 2 Uhr, im Hotel Kaltwasser. 5135D K. Ruffing, Spezialhandagist, Köln, Richard-Wagner-Str. 16 Mahnung 5132D werden. 130602 2498 2942 3977 4766 103964 109292 117628 123497 Im Gewinnrade verblieben: 23175 42878 62996 60865 74844 87095 138616 221321 293266 328750 279992 331696 201522 57763 142480 233732 302402 352400 97643 251389 370647 395180 85799 166252 236876 307487 361862 187440 326161 8995 24833 46096 66826 62923 74965 89431 35174 240124 __72 Gewinne zu 500 RM. 107 15427 22579 27549 30849 32449 39072 42692 68941 73663 88990 2 Gewinne zu 10000 RM. 4 Gewinne zu 5000 RM. 4 Gewinne zu 3000 RM. 10 Gewinne zu 2000 RM. 154398 284542 99406 99706 126940 ” 143475 151847 168864 189771 210646 229638 235280 248774 269230 275541 289344 303842 317558 333860 343497 357673 381503 398626 Fllegerlager Lehrfabrik f. Praktikanten Elektrotechnik Nasch.., Auto- «.Flugzeugbau Die Beiträge für den Monat Juli 1936 können noch bis zum 25. August 1936 ohne Kosten bezahlt 321139 324303 327171 393079 342 Gewinn« zu 300 RM. 7375 '— --- 20 Gewinne zu 1000 RM. 199705 216766 216619 385466 96991 108787 123127 172872 195364 201414 258096 272299 274760 3n der heutigen Nachmittagsziehung wurden Gewinne über 150 RM gezogen wird immer größer, wenn Sie ein schlechtsitzendes Bruchband tragen. Brucheinklemmung kann zur Todesursache werden. Fragen Sie Ihren Arzt. Durch Anwendung meiner Spezial-Bandagen nach Maß und ärztl. Verordnung wird Ihr Bruch vollkommen und beschwerdefrei zurückgehalten. Viele Bruchleidende haben sich sogar geheilt. Garantieschein. Bandagen von RM. 15.- an. Kostenlos zu sprechen in: fließen, Samstag, 22. August, von 8 bis 11 Uhr, im Hotel Kobel; Wetxlar, Samstag, den 22. August, Nach Ablauf dieser Frist erfolgt Kostenberechnung evtl. Zwangsbeitreibung. Die Einzahlung kann täglich an unserer Kasse oder auf Postscheckkonto 10833 Frankfurt a. M. erfolgen. Allgemeine Ortskrankenkasse für den kreis Gießen. Moos, Rechner. isewmnrade verblieben: 2 Gewinne iu je 1000000, 2 zu je 300000, 2 zu je 100000 2 zu ie 75000, 2 zu je 50000, s'zuie .TOMw 20000, 68 zu je 10000, 112 zu je 5000, 232 zu e 8000, 648 zu je 2000, 1962 zu je 1000, 3294 zu ie 500, 12994 zu je 300 RM. 6 2870 13182 14540 14801 16483 26238 28911 31058 38365 39849 45151 46218 48708 48994 52303 67132 67739 68169 58564 60315 62962 68503 70168 70195 74423 78617 79353 81477 81722 84178 89453 94707 96368 97678 98234 130213 130256 137276 138934 142484 143669 145373 147892 148051 151617 164975 166401 160391 161048 163102 170237 171963 177150 184402 188312 192292 192308 196203 196834 210045 211404 211563 217638 217846 219642 229683 229913 231619 232018 233750 238606 240684 241727 243770 245790 250985 252694 258476 262227 267583 2703.71 271121 271769 273176 273925 275832 278686 282733 283649 286798 294953 297291 297696 299886 300249 305412 306499 307326 313663 316454 322366 325599 326411 327785 329898 336657 337805 339489 341788 343312 344860 347491 348547 362075 355934 360381 371984 372727 376887 380575 382356 398814 382696 398915 385251 394032 397367 Für die vielen Geschenke und Gratulationen anläßlich meines 80. Geburtstags sage ich auf die- fern Wege auch meiner alten verehrten Kundschaft herzl. Dank I Franziska Hammel Wwe. Feuerbachstraße 7 03756 Turnverein v. 1846, GieOen Samstag, Den 22.5lugun. aöenös 8 Hör AiMSSoimU auf der Pulvermühle Wir bitten unsere Mitglieder um zahlreiche Beteiligung. — Gäste herzlich willkommen! smO Eintritt frei! Der Turnrat. So „ernten“ sie im Winter, was der Sommer In Fülle brachte. Gute Einkochgläser und der Apparat dazu sind billig bei J. B. Häuser Gießen 4975 a Am Oswaldsgarten Fernruf Nr. 2145/46 fähr mitt • •.und zum Bauen Abermann Willy Reichert gastiert wieder in Gießen. Hier spricht -er Hitler-Lunge! Gold- und Silbertöne, Die dcutfdic Rrbcitofront ' n.9.=öemeinf(haft „firaft durch freut c", anstaltung Sonntag, finden. Nationalsozialistische Kriegsopferversorgung Ortsgruppe Gießen. in der Schmelzhütte bei---- _ erwähnten Glastafeln hineingezaubert werden. Eine Schilderung des höchst wunderbaren Verfahrens oom Sandhäuflein bis zum fertigen Mosaik würde den Rahmen dieser Darstellung sprengen. „KdF." - Burgen - Rundfahrt. Am Sonntag, 23. August, führt die NSG. „Kraft durch Freude" eine Tages-Omnibusfahrt mit Besichtigung der Burgen Greifenstein und Dianenburg, durch. Die Fahrt geht durch einen der schönsten Teile unserer Umgebung und führt über Gießen— Wetzlar—Leun—HofHeisterberg—Dianenburg—Elgershausen—Greifenstein—Braunfels—Wetzlar zurück nach Gießen. Abfahrt 7.15 Uhr. Der Fahrpreis, einschließlich Mittagessen und Besichtigungen, beträgt nur 3,20 RM. Anmeldungen zu dieser Fahrt werden noch auf der Kreisdienststelle, Schanzenstraße 18, und auf der Ortswaltung Großen-Linden entgegengenommen._____________________________ witzig wird. Auf den Telephondrähten an der Landstraße ruhen ganze Schnüren von Schwalben, die zur Reise rüsten, ihre Jungen lehren, und, wenn sie sich allzumal erheben, den Himmel unruhig machen, der sonst stille ist. Wie Notenlinien nehmen sich die Drähte jetzt aus, und wenn die Schwalben schnüren, ist es das letzte Lied im Jahr, das auf ihnen gespielt wird. Nur im Winter, um Weihnachten, wenn es frostklar ist und glaskalt, werden sie zur Feier der Landschaft noch einmal wach, wenn die Aeols- harfe spielt. Sonst aber schweigen sie wie die Hecke, die himmellang diesem einsamen Dörferweg das Geleit gibt, und wie der oerkrautete Graben, der sich unter sie duckt. Am Dorfrand probiert sich die Jugend mit dem ersten Drachen. Aber es will, scheint's, noch nicht recht. Der Wind hat noch nicht ausgeschlafen. Dabei will es mir scheinen, als ob die Buben erst gestern noch Stelzen liefen und die Mädchen ihre Puppen hochnahmen beim Gehenlernen. Ist denn der Sommer so schnell vorbeigegangen, oder war dies Jahr gar keiner? War zwischen gestern und heute kein Tag? Doch, aber kein richtiger. Die Natur verschlief ihn, und die Menschen mit. Und obwohl es nichts war, das entging, hat man das Gefühl, etwas versäumt zu haben. Aber das ist eben das Leben. Wenn man meint, es recht vor sich den Sportwettkämpfen findet eine Feierstunde auf dem Brandplatz statt, wobei Gebietsfuh- rer Brandt und Kreisleiter Dr. Hildebrandt sprechen werden!... Sooo, haben Sie noch nicht gehört?... Dann müssen Sie unbedingt kommen. Nicht zu vergessen übrigens, um 20 Uhr Vor- beimar sch vor dem Gebietsführer an der Um- oersität!... Na, schätzen Sie einmal, wieviel Jungen kommen werden!... 2000? ... 3000? ... Nein, es wer- den doch einige mehr werden! Nach den letzten Meldungen ungefähr 5000 Junggenossen!... Da staunen Sie..., bestimmt, so einen Aufmarsch haben wir schon lange nicht mehr in Gießen gehabt!... Eintrittskarten!... Die hat jeder Hitler-Junge zu verkaufen!... 20 Pfennig das Stuck!... So, bei Ihnen ist noch keiner gewesen? Vielleicht sind schon keine mehr zu haben! So ein Bannsportfest findet doch immer guten Anklang bei den Gießenern!... Schön, wenn Sie bange haben, Sie könnten keine Karten mehr bekommen, dann werde ich Ihnen noch welche zufenden!... Dann sehen wir uns wieder am Sonntag, 3 0. August, nachmittags halb drei Uhr auf dem Sportplatz der Umoersi- tat!... Auf Wiedersehen!... Heil Hitler!" Hk. Zeitschristen. — Aus der Zahl der Veröffentlichungen anläßlich des 25. Todestages des Schöpfers der deutschen Rechtschreibung, Konrad Duden, verdient ein Erinnerungsaufsatz des Sohnes Paul im Auguft- heft der „Deutschen Rundschau" (Verlag Bibliographisches Institut AG. in Leipzig) besondere Erwähnung. Hier ist einmal im Gegensatz zu der meist mehr historischen Bettachtungsweise von Leben und Werk Konrad Dudens durch Menschen, die zu ihm keine unmittelbare Beziehung mehr haben, die rein persönliche Erinnerung des Sohnes an den Vater, unterstützt durch Tagebuchaufzeichnungen Konrad Dudens aus feinen Studentenjahren, ein reizvoller Bericht gegeben, aus dem über das Persönliche hinaus ein skizzenhaft angedeutetes Bild der Jahre um 1850 entsteht. Der Wiederkehr des 150. Todestages Friedrichs des Großen gedenkt Konrad Matschoß in der „Deutschen Rundschau" durch einen Aufsatz über die Friedensarbeit des großen Königs und an einen weiteren Gedenktag, dem 50. Todestag Wilhelm Scherers, erinnert Dietrich Seckel in einem Aufsatz über Leben und Werk des Gelehrten. Paul Fechter liefert eine Untersuchung über die Gefahren des Humors. Wolfgang Windelband steuert einen äußerst aufschlußreichen Artikel über die historische Figur Napoleon des III. bei. Der vorzügliche Roman Gerhart Pohls „Die Brüder Wagemann" erfährt eine weitere Fortsetzung. Rundschau und Literarische Rundschau bieten in gewohnt vortrefflicher Weise Gedanken zu allerlei Tagesereignissen und neuen Büchern. Bück in ein Zauberschloß. Deutsche Mosaittünstler am Wert. Im Süden Berlins liegt ein Zauberland. Obwohl abseits vom Strom der Großstadt, ist es doch mit der Reichshauptstadt, ja mit ganz Deutschland und der Welt durch Aufträge und ausgeführte arbeiten eng verbunden. Nähern wir uns dem Gelände, fo sehen wir aus frischem Baumgrün einen goldbunten Turm austauchen, der in der Sonne flimmert. Er krönt ein Schloß, wie es scheint: denn ein Kreuzgang, mit den herrlichsten Decken- und Bogenornamenten ausgelegt, umzieht einen Innen- Hof und verbindet stattliche Quer» und Langsge- bäube miteinander. Ja, es ist ein Schloß, eine Burg der Arbeit: der Turm ist ein Schornstein, der aus dem Burgkeller, einer Glasschmelze, himmelan strebt, und die Gebäude um den Hof bergen Arbeitsstuben und -säle. Hier sind die Bereinigten Werkstätten für Mosaik und Glasmalerei auf Neu- köllner Gemarkung gelegen. Es ist das einzigartige und führende Unternehmen feiner Art nicht nur für Deutschland, sondern für die ganze Welt. Rur die italienische Mosaikkunst kann sich annähernd mit dem deutschen Werk vergleichen, was die Technik, nicht aber was die Leistungsfähigkeit anbetnstt. Und unter den deutschen und ausländischen Glas - malerwerkstätten stehen diese berlinischen tn allervorderster Reihe. _ . , , Als besonderen Ruhm kann es der Senior chef des Hauses für sich in Anspruch nehmen, vor rund einem halben Jahrhundert in opferooller Experi- mentierardeit eine vergessene Kunst — bilbnerei — belebt unb für den deutschen Wirt- schaftsmarkt erschlossen zu haben. Unb ebenso hat das ihm angezweigte Unternehmen für Glasmalerei eine eingefchlafene Kunst, die erst Friedrich Wilhelm IV. unb Lubwig I. vor 100 Jahren lieber erweckten, höchst tätigem Leben zugesuhrt. Man ist erstaunt, beim Durchwanbern des Fabrik- fchloffes zu sehen, aus welch bescheidenem Häuflern quarzhaltigen Sanbes, gemischt mit einigen tfarben und sonstigen unscheinbaren Zutaten, hier die eier» kuchenrunben Glasflüsse entstehen, die von sorgsamer Hand in Glaswürfel zerschlagen den Mosaikbilbstoff ergeben. Wirklich wirb hier rein durch Arbeit ein Ebelstoff erzeugt: ber grundstofflich anspruchsvollste ist noch der, bei dem wahrhaftiges dünnes Blattgold verwertet wird; und doch ist dies erst der Beginn der Werteerzeugung, denn auf die Leistung des Künstlers und darauf, wie er mit dem Werkstoff umgeht, kommt es an. Die Werkstätten hier haben Könner, die die Entwürfe zu den Mosaiken anferttgen, haben Könner, Ehrentempel auf dem Königlichen Platz in München erhielten Mosaikausstattung. Der Führer persönlich ftiftete für das seiner Vollendung entgegen» gehende „Haus der Kunst" in München erlesene Mosaiken. Im Luftfahrtministerium erhält die Ehrenhalle Mosaikschmuck. Und gerade jetzt wird der größte Auftrag bewälttgt, der je für einen Profanbau vergeben wurde: Für den Kongreßsaal des Deutschen Museums auf der Jsarinsel ist ein Mosaikgemälde im Werden, das sich 120 Meter um den Festsaal spannen und eine Fläche von 490 Quadratmeter bedecken wird. Lagenweise werden die fertigen Mosaikabschnitte in Kisten nach München versandt und erleben dort ihre Auferstehung an einer Stätte deutscher Kultur, der sich das Riesenmosaik als Zeugnis deutschen Schönheitssinnes und Werkwillens prächtig eingliedern wird. „Im Gonnenschein." Ein Jan-Kiepura-Tonfilm. Für Jan Kiepura, den großen polnischen Tenor, hat Carmine Gallone einen neuen Tonfilm in Szene gefetzt, ber dem begnadeten Sänger reiche Gelegenheit gibt, seine herrliche Stimme zur Geltung zu bringen. Das musizierfreudige Wien ist ber rechte Rahmen für die Geschichte des Taxichauffeurs, der ein Opernsänger wird. Daß das keineswegs ein Sonderfall ist, zeigt die Laufbahn vieler unserer bedeutendsten Bühnenkünstler. Die Geschichte hat also auch den Vorzug „lebenswahr" zu sein. Auch das ist wahr, daß ein solcher Sprung Arbeit und wieder Arbeit, Entsagung und wieder Entsagung bedeutet. Das wird auch unserem stimmbegabten Taxichauffeur als erstes klargemacht, als der Zufall ihn in das Heim einer kunstbegeisterten reichen Frau führt, die nun feine musikalische Ausbildung, aber auch seine gesellschaftliche Erziehung energisch in die Hand nimmt. Er möchte dem Gefängnis entfliehen, das der Ehrgeiz feiner Gönnerin um ihn errichtet hat, aber als erster großer Erfolg harter Arbeit winkt ein Engagement an der Staatsoper. Ein erster Liebesfunken glimmt zwischen beiden auf, aber als der junge Künstler hören muß, daß die schöne Frau nicht ganz selbstlos ihm ihre Gunst schenkte, sondern mit seiner Hilfe sich an ihrem geschiedenen Mann rächen wollte, ist zwischen Urnen alles aus und er kehrt in sein Chauffeur- Milieu zurück. Auch an der Seite einer kleinen Blumenoerkäuferin wird er feinen Weg zum Ruhm sich bahnen. In die Handlung geschickt eingeflochten sind Arien aus der „Boheme" und namentlich ganze Szenen aus Puccinis „Turandot" in einer verschwenderisch ausgestatteten Aufführung der ♦♦ Rück ständige Krankenkassenbeiträge oom Juli können nach einer Mahnung ber Allgemeinen Ortskrankenkasse für ben Kreis Gießen in unserem heutigen Anzeigenteil noch bis Die Kriegsopfer ber Ortsgruppe Gießen ber NSKOV. fahren am Sonntag, 23. August, an den schönen Rhein. . Abfahrt ab Gießen 7.58 Uhr bis Nieberlahnstem. Von ba ab Dampferfahrt mit Musik unter Besichtigung ber Burgen Stolzenfels, Marksburg usw. bis Brauoach unb weiter. Ankunft in Koblenz gegen 13 Uhr, daselbst fle- meinschaftliches Mittagessen, anschließenb Besichtigung unter Führung von Kameraben, unb zwar Festung Ehrenbreitstein, Besichtigung ber Anlagen in Arenberg, ober Fahrt nach bem Rittersturz, ober Besichtigung bes Weinborss, ober Rundgang burch bie Stadt je nach Wahl. Abfahrt von Koblenz 20.43 Uhr, Ankunft in Gießen 22.24 Uhr. Sammelplatz zur Abfahrt in Gießen vor dem Bahnhof 7.30 Uhr. Sammelplatz zur Rückfahrt ab Koblenz vor bem Bahnhof 20.15 Uhr. Stanbquartier in Koblenz Leseverein in Koblenz, Firmungstraße 28. Soweit wie möglich Dienstanzug ber NSKOV. Fahrkarten können bie Stützpunkte ab Freitag mittag gegen Bezahlung auf der Geschäftsstelle in Empfang nehmen. Bis 17 Uhr müssen sämtliche Karten abgerechnet sein. Die Stützpunktobmänner erhalten bie Fahrkarten mit bem Vermerk, in welches Abteil (numeriert) einzusteigen ist. Die Nummern sind leserlich an den Abteilen angebracht. Es wirb bringenb gebeten, genau barauf zu achten, bamit es beim Ein- unb Aussteigen keine Verzögerung gibt. Die Transportbegleiter finb für Orbnung und Einhaltung ber Anordnungen verantwortlich. Gießener Wochenmarktpreife. * Gießen, 20. Aug. Auf dem heutigen Wochenmarkt kosteten: Molkereibutter, % kg 1,55 Mark, ßanbbutter 1,42, Markenbutter 1,55 bis 1,60 Mark, Matte 20 bis 25 Pf., Käse, das Stück 4 bis 10, Eier, deutsche, Klasse B 12, ungezeichnete 10, ausländische 1254, Wirsing, % kg 8 bis 10, Weißkraut 5 bis 8, Rotkraut 8 bis 10, gelbe Rüben 5 bis 8, rote Rüben 8 bis 10, Spinat 15 bis 20, Römischkohl 5 bis 8, Bohnen, grün 12 bis 25, gelb 12 bis 25, Unterkohlrabi 8 bis 10, Erbsen 20 bis 30, Tomaten 25 bis 30, Zwiebeln 8 bis 10, Pilze 25 bis 30, Kartoffeln, neue, % kg 5 Pf., 50 kg 4,50 Mark, Frühäpfel, % kg 10 bis 40 Pf., Falläpfel 5 bis 8, Birnen 15 bis 30, Pfirsiche 60 bis 65, Pflaumen 20 . bis 25, Zwischen 20 bis 25, Mirabellen 25 bis 30, , Renekloden 20 bis 30, Brombeeren 35, Preiselbeeren 30 bis 40 Pf., junge Hähne 1 bis 1,10 Mark, Sup- ’ penhühner 80 bis 90, Blumenkohl 10 bis 80, Salat 8 bis 10, Salatgurken 5 bis 25, Einmachgurken 1 bis , 3, Endivien 8 bis 15, Oberkvhlrabi 4 bis 8, Rettich ' 5 bis 10, Sellerie 20 bis 25, Radieschen, das Bündel 10 Pf. Wiener Staatsoper. Hier kann Jan Kiepura feinen strahlenden Tenor, der mühelos die höchsten Höhen hinausjubelt, in vollem Glanz entfalten. Auch das Schlagerlied, das dem Film den Namen gab, hat in ihm den besten Interpreten. L u l i von Hohenberg ist die Gönnerin des werdenden Sängers, schön unb elegant, voll verhaltener Leiben- schaft. Ihre glücklichere Gegenspielerin F r i e b l Czepa, ein liebes Wiener Maberl. Zwei saubere Chargen: Theo Lingen als pretentiöser Diener unb Fritz Imhoff als betriebsamer Zeitungsoerkäufer. Ein netter Einfall ber Regie: die Jury bes Preissingens im Caf6 „Astoria" beim Gespritzten unb ber Virginia, ein gut beobachtetes Wiener Bilb. — Der Aufführung im wieberer- öffneten Lichtspielhaus ging ein Kulturfilm voraus, ber schöne Silber aus bem Weferberalanb zeigte, bas gerade von uns aus zu wenig besucht wird. Die Wochenschau zeigt eine neue Bildfolge von den Olympischen Spielen. —e. Wichtiger ist es, die Anwend ungsmöglich- keit der Mosaiken anzudeuten. Dom Fußboden-, Wand- und Deckenbelag des Baderaumes, der mit seiner feuchten Luft keine Wandmalerei für längere Zeiträume duldet, bis zur Kirche, deren Erhaltung auf längste Zeiten berechnet wurde, ist Mosaik haltbarster, oielgestalttger und vornehmster Architektur- fchmuck. Aber auch ber weltliche Bau, ber feierlichen Versammlungen bient, wird vom Mosaikbild stimmungswarm bekleidet. Das mögen einige Beispiele zeigen. Fast alle neuzeitlichen Mosaiken in Deutschland und zahllose des Auslandes sind hier in diesen Sälen zusammengesetzt und — sorgsam auf Papier geklebt — an ben Ort verschickt, wo bie fertigen Bilder in den frischen Wandmörtel gedrückt werden. In Berlin sind u. a. die Kaiser-Wilhelm-Gedacht- niskirche und die Gedächtniskirche für Kaiser Fri^)- rich sowie die Domkuppel mit Mosaiken der Hiesigen Werkstätten ausgestattet, in Aachen aber das Münster unb in Stockholm ber „Golbene Saal bes Stadthauses, woselbst die jeweils fälligen Nobelpreise oom Könige verteilt werden. In Serbien hat Alexander von Jugoslawien eine ganz prächtige Kirche für fein Ahnenhaus auf der alten Scholle ber Väter erbaut und mit deutschen Mosaiken aus bas mürbigfte auskleiben lassen. In USA. finöen wir Bankhäuser, Bahnhöfe, Hotels, die mit diesem wirkungsvollen Raumschmuck aufs reichhaltigste geziert sind. , m „ Ja, unser Zaubergarten versandte seine Wunder sogar in ein orientalisches Märchenland: ein indischer Maharadscha ließ seinen vielkuppeligen Palast mit deutschem Mosaik als Dachbelag versehen io daß der oielturmige Riesenbau durch bie Wirkung ber deutschen Mosaikornamente in Sonnenlicht um) Mondschein, aber auch in eigens dazu angelegter elektrischer Beleuchtung, weit in die Lande fttaytt Haben diese Auslandsaufträge auch eim Höchst fühlbare Stockung erfahren, fo dankt die Betriebs- leitung es um mehr, daß durch »-rg-bung lohnender Arbeit im Inland- dieser werteschassende Zweig des deutschen Kunstgewerbes belästigt unS somit am Leben gehalten tmrb. Die R-lchskanM hat Mosaikdecken und Glasmalereien bestellt. Die Der Kreisdienststelle der NSG. „Kraft durch Freude" ist es gelungen, ben aus bem Vorjahr noch in bester Erinnerung stehenben Dortragsmcistcr Willy Reichert mit einer ausgewählten Künstler- schar unb völlig neuem Programm für ein einmaliges Gastspiel'nach hier zu verpflichten. Die Der- '' " mit ber Truppe Willy Reichert wird am 6. September, in ber Dolkshalle statt- die das Bild aus ben Mosaiksteinen zusammensetzen. Daß eine feine künstlerische Einfühlung zu dieser Zusammensetzarbeit gehört, wirb uns klar, wenn mir hören, baß 15 000 Farbtöne, darunter 1000 ~ ....... !, zur Verfügung stehen, die >ei 1300 Grad Celsius in die „Heil Hitler! ...Jawohl, Sie sind richtig Der» bunben!.. Hier spricht der Hitler-Junge!... Sie wollen wissen, ob am nächsten Sonntag BDM. unb Hitler-Jugenb gemeinsam Sportfest haben? Nein, ba täuschen Sie sich! Der Unter gau 116 bes BDM. feiert fein Untergausportfest am nächsten Sonntag 23. August! .. Ganz recht! Das Sportfest bes Bannes 116 finbet a ch t Tage später auf bem Unioerfitäts- fportplatz statt... Wie bitte, ba können Sie n i cht zu uns kommen. Sie haben Besuch? Aber ich bitte Sie, auch Ihren Besuch wirb doch sicher unser Bannsportfest interessieren, ganz gewiß!... Was wirbieten, fragen Sie? ... Eine ganze Menge, beinahe fo viel, baß ich Ihnen gar nicht alles am Apparat sagen kann! . Mannschaftskämpfe der Hitler-Jugend um die beste Kamerad- schäft bes Bannes 116, Spvrtvvrfuhrungen, Zeltbauwettkämpfe bes Jungvolkes, Sonberoorführungen ber Marinehitler-Jugenb unb ber Fliegerfchar, bas finb nur fo ein paar Vorführungen, bie ich Ihnen aufzählen kann... Nicht wahr, bas bachte ich mir boch gleich, bah Sie fo etwas interessieren wirb!... Was wir sonst noch veran st alten?... Nun, so viel, baß ber gane Tag ausgefullt ist! Nach warmes Wetter burchsetzen, während bann ber Osten vorübergehenb etwas unbestänbigeres Wetter erhält. Im weiteren Verlauf wirb in ganz Deutschlanb überroiegenb schönes, jeboch nicht ganz beftänbiges Wetter vorherrschen. Don vereinzelten starken Gewitterregen abgesehen, werben bie Nieberschläge meistens nicht sehr bebeutenb sein. Mit bieser Voraussage schließt bie Reihe ber diesjährigen Zehn-Tage-Dorhersage. Gefolgschastsappell der Sefolgschast 2/116 Sießen-Nord und Wieseck. Nachdem nun alle Kameraden aus den Ferien zurück sind, beginnt für die Hitler-Jugend wieder der regelmäßige Dienst. Aus diesem Grunde fand am 18. August ein außerordentlicher Gefolgschaftsappell der Gefolgschaft 2/116 statt. Nach einer ein- gehenden Uniformbesichtigung durch den Gefolgschaftsführer konnte eine sehr ordentliche Uniformierung festgestellt werden. Anschließend gab der Gefolgschaftsführer Richtlinien für den zukünftigen Dienst und wies hierbei hauptsächlich auf das Bann- fportfeft sowie Gebietssportfest hin. Er betonte, daß auch dieses wieder für unsere Gefolgschaft zu einem vollen Erfolg werden müsse, um damit zu dokumentieren, daß auch die körperliche Ertüchtigung in der Hitler-Jugend außerordentlich fortgeschritten sei. Anschließend sprach der Gefolgschaftsfuhrer einigen Führern und Jgq. seine Anerkennung über den Dienst unb Führung in ber letzten Zeit aus. Der Appell enbete mit bem Lieb ber Hitler-Jugenb. Aus der Provinzialhauptstadt. Der Sommer stirbt. Frisch unb feucht streicht ber Winb über die ab- ] geernteten Stoppeln. Morgens ist er sogar schon , herbstlich kalt, unb bie Frauen auf bem ßanbe ziehen bas Kopftuch bereits enger vors Gesicht. • Aber würzig ist bie Luft, unb jeher Hauch, ber vom gelbe kommt, bringt irgenb etwas von Ernte unb von Reife mit. Allenthalben gehen Distelsamen in ber Luft auf Reifen, unb bie Kinber finb hinter den filberglänzenben Fallschirmen her. Schön sieht das aus, diese majestätische Ruhe ihres Fluges unb die spielerische Selbstverständlichkeit ihres Schwebens. Ganz große Fahrt können sie machen, und selbst bei einer Windflaute nehmen sie noch ein halbes Gewann. Der Bauer freilich hat keinen Blick für sie: er mag sie nicht, denn gehen sie in Masse aus, gibt es Untraut fuv> nächste Jahr, und es liegt an der Witterung, ob sie dann stark zu Schaden gehen und üppig werden. Drüben in den beiden Baumreihen gutgepflegter Fcldäpfel fingen Stieglitze und Bluthanflinge noch so laut unb ünoerbroffen, baß man meinen könnte, bas Jahr finge von vorne an. Dabei finb sie schon frisch oermaufert, unb ihr Brustgefieder leuchtet prachtvoll im Sonnenschein bes Spätsommertages. Ein hunbertköpfiger Schwarm von Ammern und Finken plünbert am Ackerrand die wolligen Köpfe ber Ackerbistel. Zwischen ben Stoppeln sprossen bereits kleine Pflänzchen mit armselig bescheibenen kleinen gelben, roten unb blauen Blütchen hervor, unb boch ist es erst Tage her, baß bie letzten Garben hier ver- schwanben. Mäbchen unb eine alte Frau gehen mit gebücktem Rücken über das ausgebeutete Feld und sammeln Weizenähren in einen Henkelkorb. Aber er, wenn sie sich aufrecken, merkt man, wie verlassen das Feld ist. Bücken sie sich, dann übersieht man sie. Barfüßige Buben balgen sich um rote Falläpfel im Straßengraben, unb boch wirft ber Größte ben Apfel gleich roieber fort, nachbem er ihn versucht hat. Dabei scheucht er einen Hasen auf, ber erst schnell läuft, als ob es um sein Leben ginge, bann großartig kegelt unb sich versichert, ob er nicht bas Opfer einer Sinnestäuschung war, zum Schluß aber langsam nach bem Walbe hoppelt. Mitten in ben kurzgrasigen Wiesen sitzt ein Bus- färb. Steif wie ein Stock hockt er ba unb wartet. Man könnte meinen, es sei ein Grenzpfahl. Aber mitten in ber Wiese gibt es keine Grenzen. Die Mäuse scheinen knapp zu sein in biesem Jahr. Zu lange hat es geregnet, unb ba oerbarb ber brittc Wurf. In guten Jahren hecken bie Mäuse viermal. Diesmal aber haben sich bie Alten fvrtgemacht, unb der Bussard muß lange warten, bis ein Nager vor- zu haben, ist es auch schon vorbei: man sieht sich nicht mit Freude, sondern meist mit Bangigkeit um. Genau so geht es mit dem Sommer. Man bemerkt den Herbst, bevor man den Sommer richtig gesehen hat, unb hat doch einen langen, langen Winter und ein ganzes hoffnungsreiches Frühjahr auf ihn gewartet. Da kommt auch schon der letzte Sommermorgen. Lang hat das Grau des Nebels über ihm gelegen, bis er sich zeigt. Im Frühschein glitzern Millionen von Tauperlen an Gras unb Kraut unb Busch und Baum. Die winzigen Sommerbiamanten verwan- beln bie feinen Spinnennetze an den Hecken in handgearbeitete Kunstarbeit feinster Netzwirker, ein großartiger Webstoff mit Edelsteinen. Als es trocken wird, fliegen Löwenzahnfamen über die Wiesen. Wie Fallschirme sehen sie aus. Und als der Tag vom Mittag in den Abend gleitet, ziehen lange, zarte Fäden hinter ihnen her. Sie sind so dünn, so schwach und so silbern wie die Haare einer gebrechlichen alten Frau: über die Flur fliegt ber Altweibersommer. K. R. F. Dornotizen. Tageskalender für Donnerstag. Gloria-Palast (Seltersweg): „Winter-Olympiade 1936". — Lichtspielhaus (Bahnhofstraße): ,Zm Sonnenschein". Letzte diesjährige Zehntage-Wetter-Dorhersage. Wettervorhersage für bie Zeil vom 20. bis 29. August 1936, herausgegeben von ber Forschungsslelle für langfristige Ditterungsvorhersage bes Reichsamtes für IDefterbienft am 19. August 1936, abenbs. Seit bem letzten Wochenenbe herrscht in Deutschlanb entsprechenb ber letzten Voraussage heiteres, warmes unb vorwiegenb trockenes Wetter. Nur im Norbwesten kam es — vereinzelt bereits am Montag, verbreiteter am Dienstag — zu gewitteriger Tätigkeit. Das bamit eingeleitete etwas unbeftän- bigere, jeboch keineswegs unfreunbliche Wetter wirb in ben nächsten Tagen Norbbeutschlanb westlich ber Ober sowie Mittelbeutschlanb beherrschen. Auch im Sübwesten ist mit gewitterigen Nieberschlägen, min- beftens mit starker Bewölkung, zu rechnen. Dagegen wirb ber Osten, Ostpreußen unb Schlesien, bas vorwiegenb trockene Wetter behalten. Etwa gegen Enbe dieser Woche wird sich im Westen wieder vorwiegend heiteres, trockenes und tagsüber zum Z5. August ohne Kosten bezahlt werden. Auf die heutige Anzeige sei besonders hingewiesen. ** Unfall. Der 23jährige Walter Germer von hier, Buddestraße, der mit dem Motorrad unterwegs war, stürzte und zog sich erhebliche Fleischverletzun- gen am rechten Bein zu. Der Verunglückte mußte in ärztliche Behandlung gebracht werden. ** 90 Jahre Turnverein von 1846 Gießen. Man schreibt uns: Der Turnverein von 1846 begeht am 11. und 12. Oktober die Feier seines 90jährigen Bestehens. Als Auftakt hierzu findet bereits am Samstag, 22. August, auf der Pulvermühle ein Sommernachtsfest statt. Schwimmer und Paddler des Vereins werden bei Beleuchtung des Lahnufers mit Schwimmvorführungen usw. diesen Abend einleiten. (Siehe heutige Anzeige.) Nundfunkprogramm. Freitag, 21. August. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Frühkonzert. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.30: Musik am Morgen: Vom Rhein zur Donau. 10: Schulfunk: Ein Deutscher gräbt Troja aus. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Bauernfunk. 11.45: Sozialdienst. 12: Hörer, schaiket euch ein, jetzt startet Frankfurt am Main! 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). Wetterbericht. 14: Nachrichten. 14.^: Nicht, daß wir euch vergessen hätten! Wunschkonzert. 15: Volk und Wirtschaft. Deutsche Wasserstraßen. Vom Rhein zur Donau. 15.15: Südwestdeutsche Erzähler. 16: Um die Liebe. 17: Musik für zwei Klaviere. 17.30: Auf der Walz! 18: Musik zum Feierabend. 19: Ringsendung Kassel, Freiburg, Trier, Frankfurt: Schwer beladen zieht der Wagen ... Ländlicher Frohsinn um die Ernte. 19.40: Der Zeitfunk bringt den Tagesspiegel. 20: Nachrichten. 20.10: Sinfonie Nr. 2 in C-moll von Anton Bruckner. 21.10: Unterhaltungsmusik. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.20: Sportschau der Woche. 22.45: Unterhaltungskonzert des Landesorchesters Gau Württemberg-Hohenzol- lern. 24 bis 2: Nachtmusik. Samstag, 22. August. 6 Uhr: Choral. Morgenspruch. Gymnastik. 6.30: Fröhlich klingt's zur Morgenstunde. 7: Nachrichten. 8.10: Gymnastik. 8.45: Auf zum Staatsjugendtag: HJ.-Sport. 10: Schulfunk. 11: Hausfrau, hör zu! 11.30: Gaunachrichten. 11.45: Sozialdienst. 12: Bun- tes Wochenende. 13: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 14: Nachrichten. 14.10: Vor lauter Freude — könnt' ich heute ...! 15.15: Volk und Wirtschaft. Allerlei Neuigkeiten, Zeitangabe, Wlrt- schaftsmeldungen. 15.30: HJ.-Funk: Der Kampf um den Froschweiher. 16: Froher Funk für alt und jung. Lachendes Leben. Ein vergnügter Nachmittag. 18: SA. musiziert. 18.45: 1200 Jahre Hersfeld. Ein Bericht anläßlich der Festwoche der Zwölfhundertjahrfeier der ältesten Stadt Kurhessens. 19: Romantische Abendmusik anläßlich der Zwölfhundertjahrfeier der Stadt Hersfeld. 19.40: Wochenschau. 19.55: Ruf der Jugend. 20: Nachrichten. 20.10: Ein bunter Kranz ums Deutsche Eck. Feucht-fröhliche Bilder von Rhein und Mosel. 22: Nachrichten (auch aus dem Sendebezirk). 22.20: Stegreifsendung des Zeitfunks. 22.30: ... und morgen ist Sonntag! 24 bis 2: Nachtmusik. Richtige pflege -es Fahrrades! In Deutschland gibt es 17 Millionen Volksgenossen, die ein Fahrrad besitzen. Also jeder vierte Deutsche fährt Rad. Es gibt auch kaum ein praktischeres und billigeres Verkehrsmittel als das treue Stahlrößlein. Zu allen Jahreszeiten können wir es benutzen. Es braucht keinen Hafer, kein Benzin. Nur etwas Pflege verlangt es. Und wie oft wird hier gesündigt! Hand aufs Herz! Werden die Räder bei diesem Regenwetter nicht sehr oft einfach in die Ecke gestellt und bleiben naß und verschmutzt stehen, bis wir sie wieder gebrauchen? Wer seine Augen aufmacht, sieht manchmal Räder auf der Straße stehen, die dem Besitzer wahrlich kein gutes Zeugnis ausftellen. Und dabei ist die'Pflege des Rades gar nicht so schwierig. Wir haben nur Vorteile, wenn wir ein bißchen Sorgfalt auf unser Rad verwenden. Deshalb sei hier an einige praktische Ratschläge erinnert. Stelle dein Rad nie in die pralle Sonne, denn das schadet den Reifen. — Beim Deien der Naben sorge dafür, daß kein Del auf die Gummimäntel fällt. — Niemals stelle dein Rad auf die feuchte Erde. Hast du keinen Ständer, dann hänge es einfach an die Decke des Raumes. Sorge auch dafür, daß bei Nichtgebrauch immer Luft in den Schläuchen ist. Wenn du in einen Schuhnagel gefahren bist und die Luft entweicht, dann denke nicht, das kleine Stückchen nach Hause kann ich noch fahren, sondern steige gleich ab und bezeichne dir mit einem Tintenstift die verletzte Stelle. In aller Ruhe kannst du dann dein Rad zu Hause flicken. — Bist du aber auf großer Fahrt, so ziehst du den Nagel heraus und flickst gleich. Merkst du beim Fahren, daß die Luft langsam entweicht, dann prüfe zunächst, ob das Ventil- schläuchlein in OrDnung ist. Du schraubst den Deckel ab und tupfst mit deinem Finger, den du vorher mit Speichel benetzt hast, auf die Oeffnung. Zeigt sich eine Luftblase, dann ist der Schaden rasch behoben. Du brauchst nur ein neues Dentilschläuch- lein einzusetzen. Gibt es kein Luftbläschen, so ist das Loch im Schlauch. In den meisten Fällen bleibt dir nichts anderes übrig, als den Mantel abzunehmen und den Schlauch herauszuziehen. Er wird ein wenig aufgepumpt und durch Wasser gezogen. An der verletzten Stelle zeigen sich Luftbläschen. Ist kein Wasser zur Hand, so führst du den Schlauch ganz langsam am Dhr vorbei. Das Geräusch der austretenden Luft zeigt das Loch an. Zunächst wird nun der Schlauch gut abgetrocknet, die verletzte Stelle abgerieben und mit Gummilösung bestrichen. Ein kleiner Gummiflicken wird ebenso abgerieben und mit Gummilösung versehen. Aber den Flicken legst du erst auf, wenn die Gummilösung ganz trocken geworden ist. Dann drückst du fest an. In den meisten Fällen wird der Fehler gemacht, daß der Gummiflicken aufgesetzt wird, wenn die Lösung noch nicht trocken ist. Dann hält er aber nicht. Kommst du in ein Reaenwetter, so trocknest du das Rad zu Hause vorsichtig ab. Ein wollener Lappen tut hier gute Dienste. — Ist viel Schmutz am Rad, dann nimmst du zuerst einen nassen Schwamm und entfernst den Schmutz. — Die vernickelten Teile des Rades werden von Zeit zu Zeit leicht eingefettet — Die Kette wird, wenn sie rostig geworden ist, über Nacht in Petroleum gelegt, darauf trocken gerieben und gut eingeölt. Bist du kein Fachmann, dann versuche nie, das Tretlager oder gar den Freilauf auseinaüderzuneh- men. Du richtest nur Unheil an, denn größere Mängel kann nur der Fahrradhändler beseitigen. Behandeln wir unser Rad mit etwas Liebe und Sorgfalt, jo werden wir immer Freude an dem Stahlroß yaben. R—r. Adolf-Hiller-Marsch 1936. LPD. Frankfurt a. M., 19. Aug. Nachdem die aus weiter gelegenen Gebieten kommenden Bannfahnen der Hitler-Jugend schon vor einer Reihe von Tagen den Marsch nach Nürnberg zum Parteitag ausgenommen haben, folgten diesem Beispiel heute auch die 18 Bannfahnen der Hitler fugend des Gaues Hessen- Nassau. Sie wurden auf dem Dpernplatz nach einer erhebenden Kundgebung vom Gebietsführer der HI., Dberbannführer Brandt, in Marsch gesetzt, nachdem dieser in einer eindrucksvollen Ansprache die Bedeutung dieses Marsches vor Augen geführt hatte, der ein Bekenntnis der HI. zum Führer und damit zum deutschen Volke sei. In einem großen offenen Viereck war der ganze Standort Frankfurt der HI. ausgestellt, und alle Gliederungen der Partei waren durch Ehrenformationen vertreten. Nach einleitenden Musikstücken der HJ.- Kapelle und Fanfarenklängen gab ihnen in Vertretung des Gauleiters dessen Adjutant Dberbannführer S t ö t) r herzliche Geleitworte mit auf den Weg. Die gleiche Fahne, die in den vergangenen Tagen während der Olympischen Spiele in Berlin so oft am Siegesmast emporgestiegen sei, werde jetzt aus Nord und Dst und West nach dem Süden getragen, nach der Stadt der Reichsparteitage, als das Symbol des Willens und des Wollens der HI. „Ähr könnt Euch auf dem Marsch nach Nürnberg", so sagte Dberbannführer Stöhr, „immer vor Augen halten, daß mit Euch die ganze Partei, ja das ganze Volk marschiert". Der Abschiedsfeier wohnte auch eine Gruppe von 30 italienischen Sportstudenten bei, die sich gegenwärtig auf Einladung der Reichsjugendleitung auf einer Deutschlandfahrt befindet. Dann marschierten die Fahnenträger und die Begleitmannschaft unter klingendem Spiel durch die Straßen und hinaus vor die Stadt, wo auf den Bürgerwiesen im Stadtwald das Zeltlager zur ersten Uebernachtung aufgeschlagen wurde. Morgen aeht es weiter unter der Führung von Unterbannführer S ch e f f a u e r nach Nürnberg zu, das die Fahnenabordnung nach einem Marsch von 19 Tagen erreichen wird. Am 8. September rücken dann sämt- liche Bannfahnen der HI. aus dem ganzen Reiche geschlossen in Nürnberg ein. Hochbetrieb im Flughafen Rhein-Main. 60 Prozent Derkehrszuwachs der Lufthansa. Lpd. Frankfurt a. M., 19. Aug. Wenn auch die Hauptreise- und Ferienzeit sich ihrem Ende nähert, so steht der neue Flughafen Rhein-Main nach wie vor im Zeichen eines äußerst regen Luft- reiseverkehrs. Die 38 tagsüber hier landenden und startenden ' Verkehrsflugzeuge sind nahezu ausnahmslos voll besetzt. Ganz besonders die nach Berlin, Hamburg, München und Köln führenden Linien weisen eine Besetzung auf, welche die Verkehrsziffern des Vorjahres weit übertrifft. 3n den Monaten Mai bis Juli 1936 erhöhte sich die Zahl der von Frankfurt abfliegenden Passagiere insgesamt um 60 v. h., auf einigen Strecken wurden sogar Steigerungsziffern von 70 und 80 v. h. erreicht! Das verstärkte Platzangebot, das durch Einsatz größerer Flugzeuge, Doppelführung und Neueinrichtung von Flugkursen bewirkt wurde, wurde vorn Reiseverkehr nicht nur voll beansprucht, sondern darüber hinaus eine wesentlich höhere Ausnutzungsziffer gegenüber den Vorjahren erzielt. In Der überraschend kurzen Zeit von nur zwei Jahren nahm der Fluggast-Abgangsoerkehr aus dem Rhein-Main-Gebiet um 130 v. H. zu. Dieser Aufschwung ist um so beachtlicher, als die Zahl der Olugkilorneter sich nur um einen Bruchteil dieser requensfteigerung erhöhte. Aus der Tatsache, daß der Ankunftsverkehr „nur" um etwa 90 v. H. anstieg, daß somit unser Flughafen einen „Ausfuhrüberschuß" an Fluggästen aufmeift, darf man schließen, daß gerade im Rhein-Main-Gebiet das Interesse am Flugverkehr besonders gestiegen ist. Die Inbetriebnahme des neuen Zentralflughafens hat auch in den Nachbarftädten unseres Gaues neuen Verkehr geweckt; so entsendet z. V. Darmstadt wesentlich mehr Fluggäste als im Vorjahr. Mit eine Folge des starken Engländerbesuches im Rhein-Main-Geoiet ist die überraschend hohe Zahl der Passagebuchungen nach London. Auch die skandinavischen Hauptstädte sind in diesem Sommer oft begehrte Reiseziele. Ein erfreulicher Beweis für die Fortschritte, welche die rhein-mainische Wirtschaft in ihrem Bemühen um die Steigerung der Ausfuhr verzeichnen kann, ist das starke Anwachsen der im Luftexpreß- gutverkehr von Frankfurt abgefertigten Güter. Im Juni und Juli wurden je rd. 1000 Kilogramm mehr mit den Flugzeugen, vorwiegend auf den Nachtstrecken nach England, Belgien, Frankreich und Skandinavien, abbefördert. Auch die eingehenden Sendungen, meist hochwertige Rohstoffe und Halbfabrikate, zeigen mengenmäßig eine erhebliche Zunahme gegenüber Dem Vorjahre. Nicht unerwähnt sei schließlich, daß auch der Luftpostverkehr in stetem Ansteigen begriffen ist. Sowohl den Linien des innereuropäischen Luftpostdienstes, wie den jeweils am Donnerstag von Frankfurt aus startenden Schnellflugzeugen der deutschen Fluglinie nach Rio de Janeiro—Buenos Aires—Santiago führt die heimische Geschäftswelt ansehnliche und steigende Postmengen zu. Oberheffen. Autofahrer durch leichtsinnigen Motorradler verunglückt. + Grünberg, 19. Aug. Der hiesige Kaus- mann August Leineweber erlitt in der Nähe von Bad Mergentheim einen Autounfall. Mit seiner Frau und den Schwiegereltern seines Sohnes war er nach einem Besuche bei diesem in Nürnberg auf der Heimfahrt begriffen. Der Unfall wurde durch einen Motorradfahrer, der erst einige Tage Motorrad fuhr, verursacht. Dem Auto entgegenfahrend, versuchte der Motorradfahrer eine Drehung auszuführen, ohne ein Zeichen zu geben. Um dem unvermeidlichen Zusammenstoß zu entgehen, bog Herr Leineweber, der als sicherer und ruhiger Autofahrer bekannt ist, stark nach rechts aus. Dabei prallte das Auto an einem Straßenstein ab uni) stieß heftig gegen einen Baum. Die vier Insassen erlitten dabei Verletzungen, die zwar nicht ernster Art sind, aber doch ihre Aufnahme in ein Krankenhaus nötig machten. Das Auto wurde schwer beschädigt. Dom Erntewagen gestürzt. * Burkhards (Kreis Schotten), 19.Aug. Heute ereignete sich hier ein schwerer Unfall. Der 63jährige Landwirt Ludwig Ernst Kaiser st iirzte von einem Erntewagen, geriet dabei unter einen zweiten angehängten Wagen und wurde überfahren. Der bedauernswerte Mann mutzte mit i n n e r e n V e r l e tz u n g e n in die Chirurgische Klinik nach Gießen gebracht werden. Scheune mit der Ernte verbrannt. ♦ Unter-Widdersheim (Kreis Büdingen), 20. Aug. In der S ch e u n e des Landwirts Albrecht Schneider brach am gestrigen Mittwochnachmit- tag auf bis jetzt noch ungeklärte Weise Feuer aus, das trotz eifriger Löscharbeit mehrerer Feuerwehren die Scheune mit der bisher geborgenen Getreideernte, die Stallungen und einige Nebengebäude vernichtete. Das Vieh konnte zum Glück rechtzeitig gerettet werden, ferner war es den Feuerwehren möglich, das Wohnhaus zu erhalten. Die Ermittlungen der Gendarmerie über die Brandursache sind noch im Gange. Einbrecher,arbeiten" im Kreis Alsfeld. * Billertshausen (Kreis Alsfeld), 19. Aug. Am Montagnachmittag hatte ein Einbrecher in unserem Orte die Frechheit, am hellen Tage, kurz nach 16 Uhr, durch ein rückwärtiges Fenster in das Wohnhaus des Bürgermeisters Merlau einzu st eigen. Der Einbrecher durchsuchte mehrere Wohnräume und brach dabei auch einen Schrank auf, sand aber glücklicherweise den darin au'fbewahrten Erlös aus einem Schweineverkauf nicht. Dann hielt der Täter weiter Umschau in dem Hause und kam dabei schließlich in Das Amtszimmer des Bürgermeisters, wo er den Schreibtisch aufbrach und daraus 1 5 Mark Bargeld und einiges Büromaterial stahl. In diesem Augenblick wurde von einem Besucher, der den mit feiner Familie auf dem Felde weilenden Bürgermeister sprechen wollte, an das Hoftor geklopft, wodurch der Einbrecher verscheucht wurde und schleunigst von der rückwärtigen Seite des Hauses aus auf einem Fahrrad die Flucht ergriff. Da am Samstag bereits in Obergleen und am Sonntag in Ruhlkirchen, die nicht weit von unserem Drte entfernt liegen, Einbrecher am Werk gewesen waren und dort in mehereren Häusern unliebsame Besuche abgestattet hatten, bringt man diese Taten miteinander in Verbindung und nimmt an, daß es sich hierbei anscheinend um eine Einbrechergesellschaft handelt. Die Ermittlungen der Polizei sind eifrig im Gange. Landkreis Gießen. * Großen-Buseck, 19. Aug. Der im Ruhestand lebende Förster Christoph Wagner von hier kam so unglücklich zu Fall, daß er eine erhebliche Knieverletzung erlitt und nach Gießen in ärztliche Behandlung gebracht werden muhte. * Reiskirchen, 19.Aug. Die hiesige 83jährige Witwe Katharine S ch n e i d e r zog sich durch einen unglücklichen Sturz eine sch w e r e Huftver« letzung zu und mußte in die Klinik nach Gießen gebracht werden. * Lich, 19. Aug. Infolge Herzschlags ver. schied gestern um die Mittagsstunde der Lehrer i. R. Ernst Jakob im Alter von 70 Jahren, 4 Monaten und 11 Tagen. Als junger Schulamtsan« Wärter aus dem Frankenlande nach Hessen über« getreten, wirkte er mehrere Jahrzehnte segensreich in unserer Provinz, zuletzt in Dem Nachbarorte Ober-Bessingen. Seinen Ruhesitz nahm er vor zwei Jahren in unferm ihm liebgewordenen Städtchen. Sein rastlos tätiger Geist ließ ihn aber nicht die wohlverdiente Ruhe genießen. Im Auftrage der Stadt Darmstadt übte er die ihm schon vor einer Reihe von Jahren übertragene Fürsoraetätigkeit an gefährdeten Jugendlichen beiderlei Geschlechts bis zu seinem Lebensende aus. Sie wurde vor einigen Wochen durch Aufnahme in ein Gießener Krankenhaus unterbrochen, wo er sich einer schweren Operation unterziehen mußte. Obgleich diese als wohlgelungen bezeichnet werden konnte und berechtigte Hoffnung auf völlige Genesung zuließ, haben ihre Folgen nun doch seinen Tod herbeigeführt. Mit seinen nächsten Angehörigen trauert eine große Schar von Freunden und Bekannten um den allzeit hilfsbereiten und gütigen Menschen und treuen Deutschen. Sie werden ihm über das Grab hinaus ein ehrendes Andenken bewahren. cZ Villingen, 18. Aug. Die Ehefrau des Maurers Rudolf Sauerwein stürzte heute nachmittag bei dem Landwirt Hugo D ö l l von einem hoch beladenen Fruchtwagen ad. Die bedauernswerte junge Frau erlitt dabei einen Armbruch, außerdem klagt sie noch über heftige Schmerzen im Rücken. Kreis Alsfeld. ^Alsfeld, 19. Aug. Die von Der Stadtverwaltung vor zwei Jahren begonnene Kleinsiedlung inderRamdach wird in diesem Jahre fortgesetzt. Zu den bereits dort vorhandenen 14 Siedlungshäusern kommen in diesem Herbst weitere 9 Siedlungshäuser hinzu. Bauherrin ist die Oemeinnühige Eigenheim-, Spar- und Wohnungsbau-Aktiengesellschaft in Frankfurt a. M. Für nächstes Jahr ist eine Fortsetzung der Siedlung durch Erwerb von weiterem Siedlungsgelände in Aussicht genommen. △ Alsfeld, 19.Aug. Bei den gegenwärtig im Gange befindlichen Pflasterungsarbeiten am „Grab- born", dem ältesten Teil der früheren Siedlung der Stadt, wurde wieder ein interessanter Fund gemacht. Es handelt sich um einen soa. Siegburger Trichterkrug, dessen Herstellung etwa zwischen den Jahren 1600 und 1680 liegt. Der Krug, Der eine Höhe von nur 12,5 cm aufmeift, mag als Schmuckgegenstand gedient haben. Das Gefäß ist durch drei Medaillons verziert. Das Fundstück wurde dem Heimatmuseum des hiesigen Geschichts- und Altertumsvereins überwiesen. — Die hiesige Volksbank, die nach der Uebernahme der früheren hiesigen Filiale der Commerz- und Privat-Bank vor Der Not- wenDigkeit einer Vergrößerung ihrer Geschäftsräume steht, hat einen Erweiterungsbau im Anschluß an ihr Bankgebäude in der HindenburgstrsA- in Angriff genommen. cv> Alsfeld, 20. Aug. Infolge der Bemühun- gen der hiesigen Stadtverwaltung ist es möglich geworden, daß auch im kommenden Herbst und Winter wiederum zwei Opern-G ast spiele der Deutschen Musikbühne Berlin der NS. - Kultur gemeinde in Alsfeld stattfinden. Zur Aufführung sind vorgesehen die Mozart-Oper „Die Hochzeit des Figaro" und „Der Barbier von Sevilla" von Rossini, Das Gipfelwerk der italienischen Buffo-Oper. Die Deutsche Musikbühne gastiert seit dem Jahre 1932 regelmäßig in Alsfeld, und ihre Opern-Aufführungen erfreuen sich hier des größten Interesses. Die erste Aufführung findet im Oktober, der zweite Opemabenb im Januar statt. Außerdem wird der hiesige Ortsverband Der NS- Kulturgemeinde unter Mitwirkung der Gießener Hochschulgesellschaft im kommenden Winter eine Reihe von Vorträgen veranstalten. Schafbockversteigerung in Wehlar. * Wetzlar, 19. Aug. (Eigenbericht.) Der Landesverband der Schafzüchter in Hessen-Nassau hielt in diesem Jahre eine zweite Schafbockoersteigerung für den nassauischen Bezirk in Wetzlar ab, Die verhältnismäßig gut beschickt mar. In Der Markthalle hatten sich sehr viele Käufer und Interessenten eingefunben, die sehr gutes Zuchtmaterial an Vatertieren Des deutschen schwarzköpfigen Fleischschafes vorgeführt bekamen. Von den aufgetriebenen 58 — auf der ersten Versteigerung in Gießen waren es 74 — Schafböcken konnten 19 mit Preisen bedacht werden. Die Preisrichter, Land- wirtschaftsrat Dr. L i n n e n k o h l, Kassel, und Oberlandwirtschaftsrat Dr. Wagner, Gießen, stellten hinsichtlich der Formen und Leistungen der Böcke, namentlich in bezug auf die Wolleiftungen, erhebliche Anforoerungen. In erster Linie waren Schafböcke aus den Zuchten Der Schäfereien Nieder- Kleen, LützellinDen und Ehringshausen aufgetrieben. Tierzuchtinspektor Dr. lornebe, Biedenkopf, wies noch einmal Darauf hin, daß diese Veranstaltung Die letzte Schafbockoersteigerung ist, zu der noch einmal Lammböcke zur Versteigerung zuge- lafsen wurden. In Zukunft werden nur noch Jährlinge zur Auktion kommen. Er gab weiterhin bekannt, daß die Landesbauernschaft für Die mit Dem 1. Preis ausgezeichneten Böcke 20 RM., für Die mit Dem 2. Preis 15 und für die mit dem 3. Preis ausgestatteten Tiere 10 RM. Zuschuß gewährt. Gleichzeitig bewilligte Die Landesbauernschaft für Die in ihrem Bereich bleibenden Vatertiere einen weiteren Zuschuß von 30 v. H. Die Versteigerung brachte in Anbetracht der vorgeschrittenen Deckzeit, wodurch nicht mehr so viele Böcke benötigt werden, ein recht befriedigendes Ergebnis. In ihrem Erfolg rechtfertigte sie die Aufmunterung des Tierzuchtinspektors Dr. T o r n e d e zu erhöhter Zuchtleistung und besserer Auslese. Es gab flotte Angebote und guten Umsatz, wenn auch für einen Teil Der Tiere keine Käufer da waren. Der größte Teil der Böcke blieb im Gebiete Des Tierzuchtamtes, sehr viele Tiere rourDen aber auch in Den Oderlahnkreis und nach Limburg verkauft. Dualitätstiere waren stark bevorzugt, was sich auch in den besseren Preisen für die mit einem ersten Preise ausgezeichneten Tiere erwies. Diese 6 Vatertiere wurden mit zusammen 1350 Mark versteigert und erzielten einen Durchschnittspreis von 225 Mk. Den Spitzenpreis überhaupt erzielte der Züchter Friedrich Schäfer aus Lützellinden für einen mit dem Is-Preis ausgezeichneten Schafbock, der für 320 Mark an die Schäferei Hörnsheim verkauft wurde. Durchweg wurden gute Mittelpreise, die eine Anschaffung guter Datertiere erleichtern, bezahlt. Der Durchschnittspreis lag wesentlich unter Der Höhe Des Durchschnittspreises Der Gießener Veranstaltung, wie alle Preise Der Wetzlarer Auktion nicht Die Höhe Der ersten Versteigerung erreichten. Während in Gießen die Mittelpreise zwischen 150 bis 190 Mk. lagen und der Durchschnittspreis 181,80 Mark betrug, erreichten die Mittelpreise auf dieser Wetzlarer Auktion nur 120 bis 170 Mark und der Durchschnittspreis nur rund 153 Mark. Der Gesamtumsatz betrug etwa 6500, in Gießen rund 12 000 Mark. prämilerungsergebniffe: 12-Preis Friedrich Schäfer, Lützellinden. Ib-Preis Louis Engel, Niederkleen. Ic-Preis Heinrich Eifen- hardt, Niederkleen. lä-Preis Friedrich Hahn, Burgsolms. le-Preis Friedrich Messerschmidt, Niederkleen. Il-Preis Reinhard Christ, Hirzenhain, Züchter (Besitzer: H. Wagner, Lixfeld). 22-Preis Johs. Meier Wwe., Niederkleen. 2b« Preis Wilh. Glaum, Niederkleen. 2c-Preis Wilh. Gatzert, Niederkleen. 2ck-Preis Fritz Herbel, Steindorf. 2e-Preis Karl Messerschmidt, Ehringshausen. 2k-Preis Johs. Meier Wwe., Niederkleen. 32-Preis Friedrich Zorb II., Hochelheim. 3b-Preis Heinrich Eisenhardt, Niederkleen. 3c-Preis Heinrich Müller, Ehringshausen. 3ä-Preis Wilh. 21. Hermann, Hirzenhain. 3e-Preis Karl Nern II., Niederkleen. 3f-Preis Anton Hartmann, Hochelheim. 3g1 Preis Wilh. Hofmann, Ehringshausen. Kreis Wetzlar. (3 W i ß ma r, 19. Aug. Die Gemeinde hatte zur Flachsspende auch ein Stück Flachs angebaut, wozu der Landwirt H. Stroh das geeignete Stück Land gegen Austausch zur Verfügung stellte. Am Samstag wurde nun der Flachs vom Jungvolk und BDM. geerntet, wobei Hauptlehrer Wagner mit« half und Die erforderlichen Anweisungen gab. — Am Sonntag hielt die hiesige Kriegerkame« r a d s ch a f t auf Dem neuen Schießstand ein Preisschießen ab, das an den beiden nächsten Sonntagen fortgesetzt wird. ch Dutenhofen, 18. Aug. Am Sonntag hielt der hiesige Turn-und Sportverein auf dem Am 9. Jl.-Sport Faustball im Kreis 8 lLahn-Dill) ius". In der Nachdruck verboten! 19. Fortsetzung. verlor Boden Wenn man bedenkt, daß erst 1912 das erste motorlose Flugzeug, von einem waghalsigen Primaner aus Darmstadt gesteuert, von der Wasserkuppe 840 Meter weit im Sieben-Minutenflug zu Tal schwebte, daß erst 1920 der erste regelrechte Rhönwettbewerb veranstaltet wurde, wobei der Sieger für die Strecke von 1,8 Kilometer zwei Minuten und 22 Sekunden brauchte, unl^ daß heute schon Zielflüge von der Wasserkuppe nach Berlin ausgeschrieben werden, dann hat man auch erst den richtigen Begriff von der ungeheuren Entwicklung, die dieser Sport in kürzester Zeit durchlaufen hat, und von den ungeahnten Möglichkeiten, die sich ihm in Zukunft noch erschließen können. Dabei ist die Se» gelfliegerei durchaus kein Sport zur Belustigung exklusiver Kreise, sondern ein Volkssport im wahrsten Sinne des Wortes,, der auch von großer praktischer Bedeutung für das gesamte Flugwesen ist. Denn durch ihn werden die vorbereitenden Arbeiten zur Erforschung zweckmäßiger Flugzeugformen, zur Erkenntnis der Luftströmungen und son- fügen Witterungsverhältnisse geleistet. Es gibt heute nur noch wenige Motorflieger, die nicht auch ihre Segelflugprüfung bestanden haben. Mit dem Motorflugzeug zusammen hat das Segelflugzeug die Herrschaft über den Luftraum angetreten. Der Höhenrekord für Segelflieger liegt bereits über 4000 Meter. So kann man mit vollem Recht behaupten, Es ist interessant und verdient um deswillen fest- gestellt zu werden, daß auch in diesem Jahre wieder eine ganze Reihe Vereine ihre Meldungen zu den vom Fachamt Turnen ausgeschriebenen Sommerspiele n abgegeben hat. Obwohl dieses alte Turnerspiel, gemeint ist F a u st b a l l, auch heute noch verkannt wird und als altes Männer- piel verschrien ist, wissen die es zu schätzen, die es kennen. Denn gerade die Eigenart seiner Durch- ührung hält aktive Spieler und sachverständige Zuschauer im Bann und kann, wie gerade die diesjährigen Meisterschaften in Hersfeld gezeigt haben, außerordentlich begeistern. Dazu kommt noch, daß jahrelange Hebung erst die nötige Spielreife geben und daß es deshalb kein Wunder ist, wenn man bei den Spitzenmannschaften Leistungen sieht, die zum Mitgehen zwingen. Aber nicht nur die Spitzenmannschaften, auch die Mannschaften der untren Klassen können spielen und können vor allem schon einen Einblick in das Spiel selbst und seine Austragung vermitteln. , Wir wissen bereits, daß Tv. 1846 Gießen auch in diesem Jahre wieder Gaumeister geworden ist. Bewundernswert bei dieser Mannschaft ist, daß, Tor des Tages gleich. Eine Viertelstunde vor Schluß, als die Lollarer Verteidigung zu weit aufgerückt war, ging Raunheims Rechtsaußen auf und davon und sandte zum Siegestor ein. Schiedsrichter Schnaut Lollar erledigte seine Aufgabe zur beiderseitigen Zufriedenheit. Die Reserve schlug sich überraschend gut und brachte von Steinberg einen verdienten Sieg mit Daubringen auf dem schön gelegenen Waldsport- platz mit zwei Gesellschaftsspielen seine diesjährige Spielzeit. Die Jugendmannschaft siegte gegen die Jugend von Lollar mit 3:2 und die erste Mannschaft gegen die erste von Londorf mit 2:0 Toren. Gporiamt „Kraft durch Freude". Heute folgende Kurse: Leichtathletik, Frauen und Männer: Don 19.15 bis 20.30 Uhr, Universitätssportplatz am Kugelberg. Fröhl. Gymnastik u. Spiele, Frauen: Von 20 bis 21 Uhr, Lyzeum, Dammstr. 26; von 21 bis 22 Uhr, Lyzeum, Dammstraße 26. nur mit 3:2 Toren. Fußball in Daubringen. Daubringen I — Londorf I 2:0. Sonntag eröffnete der Fußballverein nach Hause. Die Jugend wurde von einem ihrer Kameraden im Stich gelassen, hatte außerdem noch ihren tüch. tigen Torhüter und seinen Verteidiger zu ersetzen, aber trotzdem auf dem heißen Daubringer Segelflieger vor großen Ausgaben Segelflug als olympischer Wettbewerb? Unbekannte Fracht Boman von Frank F.vraun. verspricht nach den bisher vorliegenden Meldungen zu einem großen Erfolg zu werden. Die Veranstaltung steht unter Leitung des Kreisvolksturnwartes Dr. Loh (Wetzlar). Der Samstag als Auftakt bringt zunächst eine Gefallenenehrung am Kriegerdenkmal und im weiteren Verlauf turnerische Son- dervorführungen sowie Gesangsvorträge des heimi- chen MG.-Vereins „Fortuna", der auch am Ehrendenkmal singen wird. Der Sonntagmorgen sieht sodann die Turnerinnen und Turner auf dem Plan. Diese werden sich in 11 Klassen im friedlichen Wettkampf messen. Rach Beendigung des Wetturnens beginnt der Festzug. Anschließend wird der anwesende Fachamtsleiter Daupert (Wieseck) die Weihe des neuen Banners vornehmen. Der Nachmittag ist dann weiter ausgefüllt mit turnerischen Sonder- oorführungen, bei denen u. a. auch die Kreisriege an den Geräten ihre Kunst beweisen wird. Sportverein 1920 Lollar. Spottö. Lollar Liga — Naunheim Liga 1:2 (0:0). Louis-Sharkey. Sharteh in der 3. Runde k. o. Im Neuyorker Yankee-Stadion traf am Dienstag der von Max Schmeling schwer geschlagene Neger Joe Louis auf den früheren Schwergewichts- Weltmeister Jack Sharkey. 35 000 Zuschauer waren zu dem Kampf gekommen, der wie alle bisherigen Kämpfe des Negers — das Treffen gegen Schmeling ausgenommen — ein schnelles Ende nahm. Der um elf Jahre ältere Sharkey hatte keine Chance. Er versuchte von Anfang an, die gleiche Taktik wie Max Schmeling anzuwenden, hatte damit aber kein Glück. Er mußte gleich in der ersten Gunsten entschieden. Das deutsche Boot ging als drittes durchs Ziel mit einer Zeit von zwei Stunden 59 Minuten 58 Sekunden. * Die Zweite Internationale Marine-Pokal-Seael- wettfahrt nahm am Mittwochnachmittag mit der Entscheidungswettfahrt ihr Ende. Deutschland, Schweden und Italien hatten je einmal gesiegt und mußten nun zu einer vierten Wettfahrt antreten, um den Endsieger festzustellen. Nach einem sehr chönen und spannenden Rennen gewann die italienische Mannschaft (Leutnant z. S. Dario Salato und Kapitänleutnant Adalberto Giovannini) den Wanderpreis des Führers und Reichskanzlers, den „Hindenburg-Erinnerungs-Pokal". Bei der Ersten Internationalen Marine-Pokal- Segelwettfahrt im vorigen Jahr war der Pokal an Deutschland gefallen. Nacholympische Wettkämpfe. Die O ly m p i a - F u ß b a l l - M a n n s ch a f t der Türkei spielte am Mittwoch in Beuthen gegen eine oberschlesische Auswahlelf und holte vor 7000 Zuschauern ein verdientes 2:2-(l:0-)Unentschieden heraus. Deutschlands Olympia - Boxstaffel wird anläßlich des Reichsparteitages in folgender Aufstellung in Nürnberg gegen eine deutsche Auswahlmannschaft antreten: Kaiser, Stasch, Miner, Schmedes. Murach, Baumgarten, Vogt und Runge. ♦ Deutschland und England haben einen Länderkampf ihrer Amateur-Boxer abgeschlossen, der im November in London ausgetragen werden wird. ♦ D i e USA. -Handball-Olympia-Mann- schaft trat in Bremen vor 8000 Zuschauern gegen eine niedersächsische Auswahlelf an. Die Amerikaner machten einen sehr abgekämpften Eindruck und verloren hoch mit 3:16 (1:9). VfB.-NeichSbahn-Leichtathletik. Bei dem vom Gau XII Nordhessen am Dienstag veranstalteten Sportfest in Kassel konnte Luh das Kugelstoßen gewinnen. Er schlug zum ersten Male den Deutschen Diskusmeister Lampert, Saarbrücken, der auch im Kugelstoßen an zweiter Stelle der deutschen Bestenliste steht. Die Ergebnisse: Kugelstoßen: 1. Luh DfB.-Reichsbahn 13,96 Meter; 2. Lampert, Saarbrücken, 13,85 Meter; 3. von Hofe, Kassel, 13,26 Meter. — Diskuswerfen: 1. Lampert, Saarbrücken 44,32 Meter; 2. Kilo, 1900 Gießen, 40,62 Meter; 3. Luh, DfB.-Reichsbahn 40,26 Meter. Der zweite Vertreter des DfB.-Reichsbahn Herrmann konnte sich leider nicht durchsetzen. Kreisvolksturnen in Kinzenbach. Der Samstag und Sonntag (22. und 23. August) sieht in Kinzenbach die Volksturner der Unterkreise Gießen und Wetzlar im Wettkampf. Die Veranstal- tung erhält durch die 25jährige Jubelfeier des ausrichtenden Vereins einen besonderen Rahmen und Sie sahen sich an und tranken. Als sie die Gläser absetzten, pochte es an der Tür. Ein Steward tarn und bat den Zahlmeister zu dem Kapitän. Hans Lorenzen erhob sich. , . Rudolf lerbrügge erschrak. Er fürchtete für sek- nen Freund, denn der mußte schwer betrunken fern. Aber er irrte sich. Hans Lorenzen hatte sich m der Gewalt. Er knirschte mit den Zähnen, fein Körper bekam einen Ruck. Irgendein Wille setzte sich mit Macht in ihm durch. Dann ging er ganz gcraöe zur Tür. „Raus, Rudolf, ich muß hinter mir ad- schließen!" . , , Rudolf lerbrügge stand an der Reeling und sah dem Davonschreitenden nach. Der 21nbli(f erheiterte ihn. Hans Lorenzen schien einen Besenstiel verschluckt zu haben, er schritt steif und gerade über die 'ßlanten. Rudols lerbrügge lachte laut auf. Aber es war ein gutes Lachen, man kann sehr rvoyl lachen über den, den man gern hat. Kapitän Durham saß allein in feiner Kabine auf dem Oberdeck. Al- Han- Lorenzen b hm eintrat, stand er einen kurzen Augenblick auf und gab ihm die Hand. „Whisky..-- „Danke, nein, Kapitän, wenn Sie es nicht übel Ä Sie von meiner Tochter g^ßen, Doktor Lorenzen, aber ich vergaß es, dachte auch, baß Sie in Port Said selber einen Brief von ihr hatten. Hans Lorenzen nickte undeutlich- Jrah9 nicht weiter. „Ich wollte von Ihnen mitten , hob er an, „wie ist die Rechtslage, wenn ich dem Mr. Ehe Wonq pro forma das Eigentum meines ^chst- fes Überträge? Sie sind der einzige studierte Mann an Bord. Ich weiß wohl, Medizin, nicht Jura^«aber ich denke, Sie können einen Vertrag austetzen. „Was versprechen Sie sich von solcher Manipulation, Mr. Durham?" . Der Kapitän schloß ein Auge mit dem andern, geöffneten, sah er feinen Zahlmeister listig an. „(rin Dampfer unter chinesischer Flagge, der Ladung für Am ersten Sonntag nach der Sperre schickte der Sportv. Lollar drei Mannschaften in den Kampf. Bei dem Spiel der ersten Garnituren von Lollar und Naunheim merkte man beiden Gegnern die Pause an. Keine der beiden Mannschaften kam an die früher gezeigten Leistungen heran. Nach torloser Halbzeit ging Naunheim durch einen Fehler des Lollarer Hüters, den ihr Halbrechter geschickt ausnutzte, in Führung. Die Freude dauerte nicht lange und Lollars Halbrechter zog durch das schönste Nicht von ungefähr begann der 17. Rhön-Segelflug-Wettbewerb in dem Äugenblick, als die Olympischen Spiele in Berlin ihr Ende erreicht hatten. Auch die Eröffnungsfeier auf der Wasierkuppe war ein Ruf an die Jugend der Welt. Diele ausländische Gäste haben sich in diesem Jahre im Fliegerlager eingefunden, sie kamen von den olympischen Flugwettbewerben im neuen Sportflughafen Rangsdorf und hausen jetzt mit den Segelfliegern zusammen, um deren Technik, Flugkunst und Wagemut zu bewundern. Das gesteigerte Interesse am deutschen Segelflugsport ist aber auch heute besonders verständlich, denn noch während der Olympischen Spiele wurde der Reichtsluftsportführer Oberst M a h n k e vom Olympischen Komitee aufgefordert, den Antrag auf Anerkennung des Segelflugs als eines Teiles der Olympischen Wettkämpfe einzureichen. Die deutschen Segelflieger und ihre Kameraden aus aller Welt stehen also vor einer großen Aufgabe: sie sollen 1940 in Tokio zeigen und beweisen, daß ihr junger Sport gleichberechtigt neben den körperlichen Uebungen besteht, die zum Teil schon feit Tausenden von Jahren die Menschen zum edlen Wettstreit begeisterten. Eine große Aufgabe und ein großer Stolz'. Aber wahrlich, diese Aner- fenung haben sich unsere Segelflugpioniere ehrlich und redlich verdient. ___________________________ Durham schenkte ihm bereitwillig ein. „Sie haben wohl recht", sagte er nachdenklich und legte sich nicht auf ein Ja ober Nein fest. Aber Hans Lorenzen kannte feinen Mann. Che Wongs Plan würde nicht zur Ausführung kommen. Er war froh darüber, denn er hatte Durham feine wahre Ueberzeugung von den Dingen gesagt. — Das Thema war für den Kapitän zunächst erledigt. Aber etwas anderes schien ihm am Herzen zu liegen. Er sah eine Weile nachdenklich vor sich hin. Hans Lorenzen mußte das Empfinden haben, der Kapitän denke über die Rede nach, die er dem Chinesen halten wollte, wie er Herrn Che Wong die Ablehnung recht schmackhaft machen könne. Er war baß erstaunt, als Durham übergangslos von etwas ganz anderem anfing. „Da ist noch diese brache zwischen uns, Lorenzen", sagte Durham, und er war ganz etnft. Er deutete nicht einmal an, welche Sache er denn meine, aber der Zahlmeister wußte Bescheid. Er antwortet sofort: „Ja, Kapitän, die ist noch zwischen uns." Durham wiegte den Kopf ein bißchen. „Für was sehen Sie mich an, Lorenzen? Ich mochte es gerne ^.Man soll nicht neugierig fein, Kapitän, in solchem Fall schon gar nicht!' Durham nickte. „Sie glauben also, es war alles mein Werk? Sie meinen, ich hätte Mary veranlaßt, sich von Ihnen jene Auskunft zu verschaffen, die Ihnen, als die Sache ungefchickterweise bekannt wurde, den Hals kostete?" „ „Nun, der Kopf sitzt mir ja noch aus dem Hals. Lorenzen lachte bitter. „Ich bin sogar aut oorange- fommen. Wer hätte jemals gehofft, daß ich die Zahlmeisterlaufbahn ergreifen könnte!" „Reden Sie nicht so, Lorenzen, ich bitte Sie! Daß ich Ihnen diesen Posten auf der „Mary D. anbot, war nichts als ein —" „— neuer, noch besserer Schachzug, Mr. Durham ich bin im Bilde! Nachdem es Ihnen nicht gegluckt war, Mary und mich seelisch auseinanderzubrin- gen, rechneten Sie mit der räumlichen -Trennung. Aus den Augen, aus dem Sinn, sagt ein deutsches Sprichwort. Da verbanden Sie das Edle nut oem Nützlichen. Sie ließen mich nicht fallen als der Aerztekonvent in Dundee auf meine weitere Mitwirkung verzichten zu sollen meinte, sondern Sie halfen mir sofort. Sie griffen nur gewissermaßen Runde viele schwere rechte und linke Haken einstecken und war schon am Schluß der ersten Runde stark gezeichnet. In der zweiten Runde öffnete Louis durch einen harten Linken die Wunde über Sharkeys Auge und bearbeitete dann feinen Gegner mit einem Hagel von Schlägen. Sharkey mußte zweimal bis neun zu Boden, beim zweiten Male rettete ihn nur der Gong vor dem „Aus". In der dritten Runde kam dann das Ende. Noch einmal LPD. Frankfurt a. M., 19. Aug. Der Frank- furter Kriminalpolizei gelang es, einen raffinierten Einbrecher und Fahrraddieb f e ft z u n e h m e n. Es handelt sich um den 35jährigen, vielfach vorbestraften Georg Rath aus Schweinfurt, der sich feit längerer Zeit ohne feste Wohnuna in der hiesigen Gegend und in Frankfurt a. M. aufgehalten hat. In Frankfurt hat er mehrere Bauhütten erbrochen und die darin Vorgefundenen Arbeitskleider und Schuhe entwendet. Zu den Diebesfahrten benutzte er die von ihm ge- stohlenen Fahrräder. Es konnten ihm sieben ----------- Fahrraddieb st ähle nachgewiesen werden. In bacher Markt an den Mann gebracht. Bad Vilbel hat er mehrere Wäschedieb st ähle! ------- Schulhofe sein diesjähriges Schauturnen ab. Es wurden sehr schone Uebungen gezeigt, die beachtliches Können erforderten und die den verdienten Beifall der Volksgenossen fanden. In der Gastwirtschaft „Gambrinus" fand anschließend die Schluß- feier statt. (Suter Fang Der Frankfurter Kriminal polizei. Gemeingefährlicher Einbrecher und Fahrraddieb sowie sein Hehler fesigenommen. ausgeführt. Die Wäsche stahl er von den Bleichen und von den Gartenzäunen und verpackte sie in seinen mitgeführten Rucksack. Beim dritten Wäschediebstahl in Bad Vilbel wurde er von einem der Geschädigten auf frischer Tat ertappt und festgehalten. Es gelang ihm jedoch, sich loszureißen und zu entkommen. Den Rucksack mit der gestohlenen Wäsche, ein Herrenfahrrad und einen grauen Hut mußte er am Tatort zurücklassen. Das Diebesgut hat er zum Teil in der Herberge zur Heimat in Frankfurt a. M. verkauft. Den größten Teil hat er an einen alten Hehler, der in Offenbach am Main wohnhaft und hier in Derbrecherkreifen unter dem Namen „Hans" bekannt ist, abgesetzt. Mit Hilfe der Kriminalpolizei in Offenbach a. M. war es möglich, auch diesen Hehler ausfindig zu machen und f e st z u n e h m e n. Es handelt sich um den ebenfalls mehrfach vorbestraften 45jährigen Johann M ö s I e i n. Dieser hat von Rath in der letzten Zeit außer Wäsche auch mehrere Fahrräder erhalten, die er für wenig Geld erstanden hat. Möslein hat die gestohlenen Gegenstände und Fahrräder in verschiedenen Wirtschaften in Offenbach und auf dem Offen- die chinesische Regierung hat, wird nirgends Schwierigkeiten haben." „Bis es ans Loschen geht!" „Wieso denn, Lorenzen?" Durham schien begriffsstutzig. „Wollen Sie die Zentralregierung beliefern?" fragte der Deutsche. Er beugte sich vor und sprach ganz leise. „Hst Mr. Che Wong plötzlich umgeschwenkt? Ich denke, er ist in Sudchma vogelfrei, auf seinen Kopf steht eine Prämie?" „Che Wona machte mir den Vorschlag." Durham war nachdenklich. „Er sagte mir, daß wir im Gelben Meer leicht von japanischen Kriegsschiffen an- gehalten werden würden. Ein chinesischer Dampfer für Nordchina hätte keine Schwierigkeiten." „Ein britisches Schiff etwa? Ich unterstelle gern, daß Che Wong es ehrlich meint. Aber es ist nicht geschickt, was er Ihnen oorschlägt. Die Möglichkeit, japanische Schiffe zu treffen, besteht. Aber ebenso und wahrscheinlicher die andere, em Kanonenboot der Zentralregierung auf uns aufmerksam zu machen. Sie fahren offiziell mit Ballast unö Stud» gut, Kapitän. Zeigen Sie getrost das halbe Dutzend Pianos für Nagasaki, wenn die Kerle an Bord kommen/ Aber liefern Sie sich nicht aus! Sie müssen Herr auf Ihrem Schiff bleiben, dae „Mary D." muß unter britischer Flagge fahren. Geben Sie diese einzige Sicherheit nicht aus der Hand für Die vage Möglichkeit, von den Japanern Schutz zu erhalten. Sie haben die Japaner nicht zu furchten. Waffen für Die Mandschurei sind auch auf einem englischen Schiff willkommen. Aber hüten Sie sich, die chinesische Zentralregierung zum Feind zu haben, ehe es nötig ist." „Die paar Dschunken, Lorenzen .. „Eine einzige Kanone, Mr. Durham ein Maschinengewehr nur auf einer schnellfahrenden Dschurtte genügen! Es sind übrigens ganz gute, alte britische Kanonenboote, keine Dschunken, rote Sie meinen. Sie machen uns den Garaus, ehe mir uns versehen. Ein gutgezielter Schuß mit einer ^Zentimeter- ©ranate auf unsere Wasserlinie, und es ist so gut wie aus mit der schonen „Mary D. . Das kann un aber nicht geschehen, wenn Der Umon Jack am Heck weht." Er hatte sich ereifert, jetzt lächelte er. „Geben Sie mir auf Den Schreck lieber doch einen Whisky", bat er. mußte Sharkey bis neun zu Boden, und als er sich erhob, schlug ihn der Neger endgültig für die Zeit zu Boden. Joe Louis hat bewiesen, daß er trotz seiner Niederlage gegen Schmeling von seiner Kampfkraft nichts eingebüßt hat. Max Schmeling befand sich unter den Zuschauern, die ihn bei feiner Vorstellung im Ring stürmisch begrüßten. Braddock kampfunfähig? Der für den 26. September abgeschlossene Weltmeisterschaftskampf zwischen Max Schmeling und dem Amerikaner James Braddock wird sehr wahrscheinlich in diesem Jahre nicht mehr Zustandekommen. Braddock leidet seit zwei Wochen unter einer Handverletzung und will sich einer Operation unterziehen, nachdem bisher die tägliche Massage keine Besserung gebracht hat. Es handelt sich um eine Knochenwucherung an einem Fingerknochel Der linken HanD, Die beim Schließen Der Faust Den Sangen Arm bis zum Ellenbogen lähmt. Durch Die iperati* würbe BraDDock vier Monate außer Gefecht sein, so Daß Der Kampf wohl kaum vor Dem nächsten Frühjahr abgewickelt werden kann. Sofern die Meldung von der Verletzung Brad- docks nicht etwa eine „Reklame" bedeutet, wird man abwarten müssen, wie sich Die Neuyorker Boxbehörde zu dem Ansinnen um eine Verlegung des Kampfes stellt. Internationale Marine-potal-Segel- Wettfahrt in Kiel. Bei der Entscheidung in der zweiten Internationalen Marine-Pokal-Segel-Wettfahrt auf Der Kie^r Förde wurde nach scharfem Kampf das itlUiennche Boot Sieger mit einer Zeit von zwei Stunden 59 Minuten und 20 Sekunden. Um den Zweiten Platz entbrannte ein heftiger Kampf Zwischen Deutschland und Schweden, Den Die Schweden nut einem Vorsprung von sechs SekunDen zu ihren obwohl sie keine gleichwertigen Gegner im Kreis hat, Durch eifriges Training die Spitzenstelluna beibehalten wird. Bisher ist Gießen teils durch Pech, teils durch andere Gründe noch nicht über Die Gaugruppe hinausgekommen. Hoffen wir. Daß es Diesmal gelingt, Damit Dann Die Möglichkeit besteht, an Den EnDkämpfen teilzunehmen. Die Spiele Der unteren Mannschaften, Die durch Die herrschende Terminnot bis jetzt noch nicht ausgetragen werden konnten, sind nunmehr ebenfalls festgelegt. Es werden in der Vorrunde spielen: . Männer I. Staffel 1: Tv. W.-Niedergirmes, Nauborn, Atzbach und Erda. — Staffel 2: Mto. Gießen, Allendorf (Lumda), Alsfeld und 1846 Gießen II. — Staffel 3: Hausen, Krofdorf, Holzheim und Garbenteich. Männer II: 1846 Gießen, W.-Niedergirmes und Nauborn. Jugend I: Atzbach, Hausen, Alsfeld, Krofdorf. Hoffentlich besteht die Möglichkeit, weite Kreise für das Faustballspiel zu interessieren, Damit immer mehr der Wert dieses urdeutschen Spieles erkannt und für seine Weiteroerbreitung gesorgt wird. unter die Arme. Diesen Posten boten Sie mir an, einen guten Posten, Zahlmeister auf Der „Mary D.", die gerade nach Ostasien auslaufen sollte." Lo- renzen machte eine Pause. Durham schüttelte verzweifelt den Kopf. „Ich wollte wirklich das Beste, in Dundee konnten Sie nicht bleiben. Mary meinte selber, es solle erst Gras über die Geschichte wachsen." Lorenzen lachte. „Das hat Ihre Tochter Ihnen wirklich gesagt, Mr. Durham?" „So oder ganz ähnlich drückte sich Mary aus, allerdings." „Sie hoffen, daß inzwischen nun ganze Wiesen von Gras über das wachsen werden, was gewesen ist?" „Sie sind ungerecht, Lorenzen." Hans Lorenzen hieb die Faust auf den Tisch. Er vergaß sich. „Ich habe allerdings nicht Ihre Selbstgerechügkeit. Ich kann nicht ein Kirchengänger- gesicht aufsetzen und mit Worten heucheln, wenn ich ganz anders denke." „Mr. Lorenzen, Sie werden beleidigend!" Der Kapitän sprang auf. Eine dicke rote Ader schwoll auf seiner Stirn. Hans Lorenzen sah, daß er Den Bogen überspannt hatte. Er nahm sich zurück. „Streiten wir nicht", sagte er beherrscht, obgleich seine Hände noch bebten. „Es wird sich ja zeigen, wer recht behält. Ihre trübe Lebensklugheit ober mein Glaube an den Menschen. Wenn wir von dieser Fahrt zurückkommen, werden Sie mich auszahlen. Ich weiß, Sie werden korrekt sein, keinen Schilling komme ich zu kurz. Dann werde ich soviel Geld besitzen, daß ich England verlassen kann. Mary wird in diesem Monat großjährig. Ich kann sie dann fragen, ob sie ihr Wort halten will. Haben Sie keine Angst. Ich entführe Ihre Tochter nicht, ich will sie nicht einmal überreden. Diese Monate Der Trennung, Die Sie uns oDer unserer Liebe als Probe aufgezwungen haben, werben Frucht tragen. Wenn Die „Mary D." am Kai von Dundee fest- macht, wirD Die lebenDige Mary D. an Der Lausi plante stehen — oDer Das Leben hat für mich seinen Sinn verloren." Er hatte Die Arme vusge« breitet und sprach ganz laut, mit ftarrem Blick gegen Die Wand, als sehe er Dort ein Bild oder als lese er feine Worte Da ab. Dann ließ er ganz plötzlich die Arme fmfen und setzte sich gelaßen Hl Len Tij-h. F°rqchoLg W daß der Segelflugsport einen wahrhaft olympischen Rang erklommen hat. Kein Segelflugwetter am 4. Tag der kraft-hornberg führt in der Wertung. Ein vorübergehender Umschwung der Witterung, der Nebel und Regen brachte, führte am vierten Wettbewerbstage zu einer Pause auf der Wasserkuppe. In den Nachmittagsstunden trat dann eine kurze Besserung des Wetters ein, so daß im Verlaufe von zwei Stunden etwa 20 Starts und Das Dorf uni Hat die Dorfschule wirklich keine andere Aufgaben, als dis Dorfjugend das Rechnen, Lesen und Schreiben zu lehren und sv-'n bißchen anderes noch? Sie hat sie! Die Vermittlung der angeführten Fer- tigkeiten ist nie einziger Sinn und einzige Aufgabe der Schule gewesen, sondern immer nur ein bescheidener, allerdings der sichtbare und greifbare Teil ihrer Arbeit. Der Lehrer wollte zu allen Zeiten nicht nur Lehrer, sondern vor allem Erzieher der Jugend sein. Er wollte sie befähigen, die Heimat und die Umwelt zu begreifen: er wollte ihren Gesichtskreis erweitern und sie instandsetzen, sich ein Weltbild zu formen und später auch eine Weltanschauung. Zu keiner Zeit genügten dazu Schreiben, Lesen und Rechnen. Zwar bilden diese Dinge auch heute noch das notwendige Fundament alles Schulwissens und die unerläßliche Voraussetzung für das Berufsleben. Aber gerade die heutige Zeit hat über diese Selbstverständlichkeiten hinaus der Schule Aufgaben zugewiefen, die sie zu einer besonders bedeutsamen Einrichtung im Staatsleben machen. Die heutige Schute soll den auf die nationat- Dauerflüge kürzeren Ausmaßes durchgeführt werden konnten. Dennoch konnten zwei Wettbewerbsteilnehmer Ueberlandflüge ausführen. So kam der Württemberger Hakenjos bis Buttlar bei Vacha und sicherte sich mit diesem Flug über 30 Kilometer Entfernung den Tagespreis. Spähte-Chemnitz landete in Mellrichstadt in Unterfranken. In der vorläufigen Gesamtwertung führt der württembergische Pilot Kraft- Hornberg mit 419,5 Punkten von Steinig-Breslau (311), Helm-Berlin (291), Müller-Magdeburg (275), Hanna Reitsch (259), Spähte-Chemnitz (236), Schmidt-München (234) und Blech-Breslau (230). > seine Schule. Partei selbst, sei es in der Volkswohlfahrt, im Winterhilfswerk, im Luftschutz oder ähnlichem. Darum umschlingt den Dorfschullehrer und seine Gemeinde das Band gemeinsamen Erlebens und gemeinsamen Schaffens, und die Schule wurde zum geistigen und kulturellen Mittelpunkt des Dorfes. Daß heimatliches Brauchtum nicht der Vergessenheit anheimfiel, daß vorgeschichtliche Funde sichergestellt, daß die Böden der Bauernhäuser nach Urkunden und Urväterhausrat durchstöbert, daß mündliche Ueberlieferungen ausgezeichnet wurden und die alten Flurnamen erhalten blieben, verdankt das Dorf vielfach seiner Schule. Die Dorflehrer schrieben die Geschichte ihrer Orte und versuchten durch die Gründung von Heimatmuseen, sie lebendig zu veranschaulichen. Und das vielfach schon zu einer Zeit, ehe das Gewissen des gesamten Volkes für diese Dinge wachgerüttelt wurde. Der Pimpf bringt aus der Schule die Anregung zur Ahnen- und Sippenforschung in sein Elternhaus und aus seinem väterlichen Bauernhof Großvaters und Großmutters Erzählungen in die Schule. Und so entsteht unter wechselseitiger Befruchtung zwischen dem Dorf und seiner Schule eine Lebens- und Kulturgemeinschaft, beiden zu Nutz und Segen. Die Dorfschule steht und fällt mit ihrem Lehrer. Nicht in jedem Dorf wird all das von der Schule geleistet werden, was hier als möglich gezeigt wurde. Je nach Berufung und Neigung wird der eine Lehrer zum geistigen Führer, der andere zum wirtschaftlichen Berater geworden sein. Manches Dorf wied auch von einem völligen „Versager" zu berichten wissen. Man richte nicht zu hart über ihn. Wenn es schon wahr ist, daß jemand zum Lehrer geboren sein muß, so ist das noch in verstärktem Maße von dem Dorfschullehrer zu behaupten. Auf seinen Platz gehört ein Mann, der, ausgerüstet mit hohem Wissen und Können, mit seinem Dorf verwurzelt sein muß, um Dolks- erzieher im besten Sinne des Wortes sein zu können. Für das Dorf erwächst daraus die verpflich- lung, ihm die Erfüllung dieser Aufgabe zu er- möglichen, sei es durch Förderung feiner Schul- einrichtungen, fei es durch wohlwollende Ueber- prüfung seiner Wünsche oder sei es auch nur durch vorurteilsloses Verstehenwollen feiner Handlungen und Maßnahmen. Eine arme Gemeinde schrieb über die Tür eines kurz nach dem Siebenjährigen Kriege errichteten Schulhauses den Vers: Zu Gottes Ehr und unsrer Freude, zu unserer Kinder Unterricht steht dieses Schulgebäude; uns reuen solche Kosten nicht. Diese Dorfbewohner werden gewußt haben, weshalb sie das schrieben ... Wirtschaft. sozialistische Idee ausgerichteten deutschen Menschen heranbilden helfen. Auch die Dorfschule soll das. Und wer dieses Ziel recht durchdenkt, der begreift auch, warum der „Kanter" so viele Wünsche wegen Lehrmittel hat, warum in den Schulen Rassenkunde und Erbge- sundheitslehre, warum Heimat- und Sippenforschung, Fluglehre und Wehrsport getrieben werden. Und der brummt nicht, wenn im Gemeindehaushalt die Kosten für die Schule höher geworden sind. Die Schule auf dem Lande war ja in früheren Jahren vielfach ein Stiefkind. Man ertrug sie als notwendiges Hebel, um derentwillen es manchmal im Gemeinderat heiße Köpfe gab und manch hartes Nein. Das darf es nicht mehr geben. Es sollte jeder in der Dorfschule nicht die behördlich befohlene Bildungsstätte, sondern einen Bestandteil seines Ortes, ein etwas zur Heimat Gehörendes sehen. Schon deswegen, weil sich die Dorfschule bemüht, Heimatschule zu sein oder es wieder zu werden. Die Zeiten, da man sie nur als kümmerliches Gebilde im Schatten der allerdings in mancher Hinsicht leistungsfähigeren Großstadtschulen ansah, sind vorbei. Als man sich wieder auf das Dorf und den deutschen Bauern besann, da erkannte man, daß — wie Stadt und Land im Kulturleben eines Volkes ganz gesonderte, deutlich unterscheidbare Aufgaben haben — solche Aufgaben auch ihren Schulen von Natur aus zugewiesen sind. Darum folgt die Landschule stolz eigenen Gesetzen und Notwendigkeiten und gibt sich keine vergebliche Mühe, es in Lehrstoffauswahl und Lehrweisen den Stadtschulen gleich zu tun. Das Land ist die Quelle, aus der leiblich und seelisch gesunde Menschen immer wieder strömen, aus der sich unser Volk ständig erneuert. Die Landschule sieht in dieser Tatsache einen Sonderauftrag und eine heilige Verpflichtung. keine Schule darf nur die Vermittlerin von Kenntnissen und Fertigkeiten sein, kein Lehrer ein bloßer Stundenhalter. Die Dorfschule und der Dorflehrer dürfen es am allerwenigsten. Ihr Wirkungsbereich endet nicht am Zaun des Schulgrundstücks. Man möchte fast sagen, der größere beginnt erst jenseits dieses Zaunes. Das haben manche Dorfschullehrer schon immer erkannt. Denn weshalb steckten sie denn — oft deshalb verlästert — ihre Nase in alle Dinge? Weshalb züchtete der eine Bienen und legte der andere eine Baumschule an? Weshalb gründeten und leiteten sie allerorts Volksbüchereien? Weshalb riefen efie Gesangvereine ins Leben und stellten ihre Kraft und ihr Können in den Dienst der Turn- und Sportvereine, der Feuerwehr und der Kriegerkameradschaft? Es geschah aus dem Gefühl heraus, Kulturarbeit leisten zu müssen und Helfer und Berater der dörflichen Volksgenossen zu sein. Und sie brauchten nicht gerufen zu werden, sie waren einfach da, als der neue Staat jeden Ort und jeden Staatsbürger vor neue Aufgaben stellte, fei es im Dienst der * Liquidation der Vereinigten Königs- und Laurahütte. Die gestrige außerordentliche Hauptversammlung der Vereinigten Königs- und Laurahütte stimmte der Veräußerung des gesamten Aktienbesitzes der deutschen Gesellschaft an der polnischen Königs- und Laurahütte zu. Die Veräußerung erfolgt auf Grund des am 25. Juli 1936 in Warschau zwischen den Beauftragten der deutschen Großaktionäre und Großgläubiger mit einer polnischen Gruppe abgeschlossenen Verkaufsoertrages, über den in der Presse bereits berichtet wurde. Die Hauptversammlung der Vereinigten Königs- und Laurahütte beschloß gleichzeitig die Liquidation der Gesellschaft. Nbein-Mainische Börse. INillagsbörse still und uneinheitlich. Frankfurt a. M., 19. Aug. Die Börse eröffnete am Aktienmarkt etwas uneinheitlich und hatte wieder nur sehr kleines Geschäft. Zu den ersten Notierungen erfolgten noch kleine Verkäufe der Kundschaft, während die Kulisse Rückkaufsneigung zeigte. Die Veränderungen hielten sich weiterhin innerhalb eines Prozentes. Nach den ersten Notierungen ergaben sich vielfach leichte Besserungen, insbesondere für Montanaktien, doch waren auch diese nur von sehr kleinen Umsätzen begleitet. IG. Far- ben lagen mit 162,50 (163) nur knapp behauptet. Scheideanstalt und Deutsche Erdöl eröffneten bis 0,50 v. H. höher. Don Elektroaktien setzten AEG. 0,13 v. H., Schuckert 0,75 v. H. freundlicher, Siemens 0,50 v. H., Gesfürel etwa 1 v. H. niedriger ein. Von Montanwerten wurden Mannesmann etwas gefragt und zogen auf 105,25—105,75 (104,90) an, Dagegen fetzten Hoesch 1,25 v. H., Buderus 0,75 v. H. und Klöckner 0,50 v. H. schwächer ein, Verein. Stahlwerke, Harpener und Rheinstahl blieben behauptet. Don Motorenwerten ließen BMW. 1,25 v. H., Daimler 0,50 v. H. nach, auch Maschinenaktien noch bis 0,50 v. H. gedrückt, nur Muag mäßig erholt. Im einzelnen eröffneten Reichsbank 1 v. H., Rheinmetall 0,50 v. H. und Zellstoff Aschaffenburg 0,25 v. H. unter gestern abend, während Aku, Westdeutsche Kaufhof und Nordd. Lloyd unverändert lagen. Am Rentenmarkt bestand etwas Nachfrage nach Reichsaltbesitz zu 113, auch Städte-Altbesitz mit 113,50 etwa 0,40 v. H. hoher; ferner zogen zertif. Dollar-Bonds 0,50 v. H. an; 6proz. Preußen und Spargiro 69. Zinsvergütungsscheine, Kornrnu- nal-Urnschuldung und späte Schuldbuchforderungen lagen unverändert. Don fremden Werten 4,2proz. Oesterreich. Silber-Rente uno. 3,05. Im Verlauf war die Haltung für Aktien überwiegend schwach. Dem herauskommenden Kundschaftsangebot stand keine Ausnahme gegenüber, so daß gegen die Anfangsnotierungen durchschnittliche Rückgänge von 0,50 bis 1 v. H. eintraten. So u. a. bei IG. Farben auf 161 nach 162,50, Deutsche Erdöl auf 124 nach 124,75, Schuckert auf 153 nach 153,75, Mannesmann auf 105 nach 105,75 und Verein. Stahl auf 106 nach 106,90. Von später notierten Werten büßten Jul. Berger 2,50 v. H. auf 135,50 ein, etwas hoher lagen Laura 20,25 (19,50). Der variable Rentenmarkt lag unverändert. Von Kassarenten blieben Pfandbriefe und Stadtanleihen nahezu unverändert, auch Liquidationspfandbriefe meist wie gestern, z. T. auch 0,25 v. H. niedriger. Don Ausländsanleihen lagen Mexikaner etwas schwächer. Dagegen zogen 4proz. Steg-Prior, auf 10,70 (10) an. Quoten zu früh. Oesterreich. Eisenbahn-Anleihen lagen geringfügig höher. Der Freiverkehr war geschäftslvs. Tagesgeld mit 2,50 (2,75) v. H. etwas leichter. Abendbörse etwas fester. Die Abendbvrfe brachte im Anschluß an den Mittagsschlußoerkehr weiter leichte Erholungen, insbesondere für Montanwerte. Verein. Stahl 107,50 (106,75). Mannesmann 106,50 (106), Rheinstahl 136,50 (135,75) und Harpener 127,75 (126,75). Ferner erhöhten sich Scheideanstalt um 1,50 v. H. auf 272,50, auch IG.-Farben tagen 0,50 v. H. freundlicher mit 162,50. Auf den übrigen Marktgebieten wurden die Berliner Schlußkurse um etwa 0,25 bis 0,75 v. H. überschritten, das Geschäft blieb jedoch klein. Zellstoff Waldhof waren zu 149,50 (Frankfurt 147, Berlin 148,75) stark gefragt, aber ohne Notiz und Umsatz. Der Rentenmarkt lag ruhig bei voll behaupteten Kursen. Von Ausländern zogen 4proz. Steg-Prior, von 1883 auf 11 (10,70) an, im Freiverkehr wurden Eisenbahn-Quoten etwas höher genannt. U. a. notierten: Reichsbahn-VA. 123,13, 4proz. Oefterr. Einheitsrente 1,90, 4proz. Ungarn Gold 9, 4proz. Ungarn Kronen 2,35, 4proz. Kronen-Bos- nier 8,30, 5proz. äußere Gold-Mex. 14, Commerzbank 100, DD-Bank 101, Reichsbank 186,25, Harpener 127,75, Mannesmann 106,50, Otavi Minen 32,25, Hoesch 108,50, Rheinstahl 136,50 Laurahütte 20,50, Verein. Stahl 107,50, Aku 60,65 bis 60,50, AEG. E 37,50, Chade D 392, Daimler 124,50, Deutsche Erdöl 124,50, Scheideanftalt 272,50, JG.- Farben 162,50, Gesfürel 134,50, Junghans 98,75, Linde's Eis 156, Muag 117, Stempel 80,50, Schuckert 154,50, Westdt. Kaufhof 52,75, Aschaffenb. Zellstoff 118,50, Südd. Zucker 214, AG. für Verkehr 114,50, Nordd. Lloyd 14,90. Frankfurter Getreidebörse. Frankfurt a. M., 19. Aug. In Brotgetreide haben die Mühlen starken Bedarf für Lieferung im August und zeigen auch reges Interesse zur Lieferung September bis November, nachdem von Mittel- und Norddeutschland wider Erwarten wenig Ware am Markte war. In Braugerste sind Die ersten Abschlüsse zustande gekommen, gute Ware wird verkauft. Jndustriegerste ist aus unserem Gebiet kaum angeboten. Futtergerste und neuer Hafer fehlen am Markt. Futtermittel unverändert. Für Mehle besteht weiter lebhafte Kaufneigung. Es notierten (Getreide je Tonne, alles übrige je 100 Kilogramm) in Mark: Weizen W 13 197, w 16 200, W 19 204, W 20 206; Roggen R 12 160, R 15 163, R 18 167, R 19 169. Frankfurter Schlachtviehmarkt. Frankfurt a. M., 20. Aug. (Vorbericht.) Um 10 Uhr war folgende Marktlage: Vorauftrieb: 28 Rinder (4 Ochsen, 4 Bullen, 16 Kühe, 4 Färsen), 709 Kälber, 116 Schafe, 336 Schweine. Es kosteten: Kälber 60 bis 92 Mark, Härnrnel 53 bis 56, Schafe 48 bis 54, Schweine 51 bis 57 Mark. Marktverlauf: Rinder und Schweine wurden zugeteilt, Kälber, Härnrnel und Schafe flott. Frankfurter Pferdemarkt. Frankfurt a. M., 19. Aug. Der Pferdemarkt war mit nur etwa 250 Pferden, 4 Fohlen und 12 Wagen befahren. Der Gesamtumsatz war zufrieden- stellend. Die Abschlüsse wurden vorwiegend zwischen Händlern aus Norddeutschland und Süddeutschland getätigt, da die Landwirtschaft wegen der Erntezeit als Käufer wenig vertreten war. Für junge, mittel- schwere Arbeitspferde bestand trotz erhöhten Preisen Nachfrage; ebenso waren Schlachttiere bei ungenü« genbem Auftrieb, wie immer, sehr gesucht. Der nächste Pferdemarkt findet am 6. Oktober statt. Schweinemarkt in Gießen. Bei dem gestrigen Schweinemarkt in Gießen waren 62 Ferkel aufgetrieben. Es kosteten Durchschnittsqualität und Durchschnittspreise fünf bis sechs Wochen alte Ferkel 18 bis 21 Mark, sechs bis acht Wochen alte 21 bis 24, acht bis zehn Wochen alte 24 bis 28, zehn bis zwölf Wochen alte 28 bis 31 Mark. Marktverlauf: schleppend. Die Industrie- und Handelskammer Gießen gibt Auskunft: 692: Aufklärung der Verladerschaft über den Reichs-Kraftwagentarif. — 693: Rohstoff, bewirtfchaftung — Ueberwachungsstelle für Wolle und andere Tierhaare — Zusätzliche Verarbeitungs, genehmigung für Ausfuhrzwecke. Kunst und Wissenschaft. Glanzvolle „Lohengnn"-Aufführung in Bayreulh. Der Mittwochabend brachte die erste „Lohengrin"- Aufführung des zweiten Festspielabschnittes. Die musikalische Leitung Tietjens betonte den dramatischen Charakter der Handlung und arbeitete dadurch mit überzeugender Gewalt den Grundgedanken des Tonwerkes heraus. Die Titelrolle sang Kammersänger Max Lorenz, den die Festspielgäste des ersten Abschnitts im „Ring des Nibelungen" als Siegfried gehört hatten. Maria Müller als Elfe, Margarete Klose als Ortrud, Joseph von Manowarda als König Heinrich, Jaro Prohaska als Telramund und Herbert Janssen als Heerrufer schienen ihre diesjährigen Leistungen in den gleichen Rollen aus dem ersten Festspielabschnitt noch zu überbieten. Die prachtvolle Gesamtausstattung von Emil Preetorius erregte erneut die Bewunderung der Zuschauer. Am Schluß der herrlichen Aufführung äußerte sich der Beifall des Publikums, der sich nach der „Parsival"- Aufführung des Vorabends zum erstenmal wieder laut bekunden Durfte, in stürmischen Huldigungen. Frau Winifred Wagner, allseitig beglückwün/ch/, verbrachte den Rest des Abends inmitten Der künstlerischen Leiter und Solisten. — Unter Den Gäfien der Wagnerstadt treten die ausländischen Be- s u d) e r immer mehr in Erscheinung. So war die diesmalige Ausführung u. a. allein von 250 Mitgliedern des Rotary-Clubs besucht. Von bekannten Persönlichkeiten sah man wieder Staatssekretär Meißner, ferner Den vormaligen K ö - n i g Ferdinand von Bulgarien, den ungarischen Fürsten Elemer Lonyay, Den zweiten Gemahl Der früheren österreichischen Kronprinzessin Stephanie, sowie eine größere Reihe in« und ausländischer Musikdirigenten und Intendanten. Tag für Denkmalpflege und Heimatschuß in Dresden. Der Deutsche Bund Heimatschutz unter dem Vorsitz von Landeshauptmann H a a f e , Düsseldorf, und Der Deutsche Denkmalpflege t a g unter Vorsitz von Ministerialrat Dr. H i e ck e, Berlin, veranstalten in Der Zeit vom 3. bis 6. Oktober 1936 in Dresden Len „Tag für Denkmalpflege und Heimatschutz", Der zum letzten Male im Jahre 1933 in Kassel stattgefunden hat. Die Veranstaltung soll eine Arbeitstagung sein, auf der zu Den wichtigen Fragen des Heimatschutzes und der Denkmalpflege, wie Fachwerkhaus, Altstadt- fanierung, historische Gartenanlagen, Natur und Technik im deutschen Straßen- und Wasserbau, Naturschutzgesetzgebung usw. in Vorträgen, Ausstellungen und Führungen Stellung genommen werden soll. Alle maßgeblichen, an Der Pflege und Erhaltung unserer Heimat interessierten Kreise haben ihr Erscheinen in Aussicht gestellt. Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse. Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe Der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsbankdiskont 4 v.H., Lombardzinsfuß 5 v. H. Datum 6% Deutsche Reichsanleihe o. 1927 4% Deutsche Reichsanl. von 193-1 5!/2% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl.-Ablös.-Schuld mit Auslos..Rechten ............. 4Vi% Deutsche Reichspostschatzan Weisungen von 1934, I....... 4x/a% ehem. 8% Hessischer Bolks- staat 1929 (rückzahlb. 102%) ... */i% ehem. 8% Hessische Landes bank Darmstadt Gold R. 12... ■ 5/z% ehem. 4/,% Hess. Landes Hypothekenbank DarmstabtLiau. 4} i% ehem. 8% Darm st. Komm Landesb.Goldschuldverschr. R.6 Oberhessen Provinz-Anleihe mii Auülos.-Rechten ............ Deutsche Komm. Sammelabl. Anleihe Serie 1 mit Auslos.-Rechten 4Z4%ehem.8% Franks. Hyp.-Banl Goldpse. 15 unkündbar bis 1935 6,/z% ehem. 4'/r% Franks. Hyp. Bank-Liqu.-Psandbriese...... 5%% ehem. 4*/2% Rheinische Hhp.-Bank-Liqu.-Goldpse. ... 4/2% ehem. 8% Pr. Landespfand- briesanstalt, Pfandbriefe R. 19 4x/t°Z> ehem. 7% Pr. Landespfand briefanst., Gold Komm. Obl. 20 Steuergutsch.Verrechnungsk. 34-38 4% Oesterreichische Goldrcnte.... 4,20% Oesterreichische Stlberrente 4% Ungarische Goldrente....... 4% Ungarische Staatsrente v. 1910 4/2% desgl. von 1913.......... 6% abgest. Golümextkaner von 99 4% Türkische Bagdadbahn-Anlethe Serie 1......... ........... Franksurt a.M. Berlin Schluß, kurü Schlußk. Abend« börse Schluß» kurü Schlußk. Mittag, börse 18-8. 19.8. 18-8. 19-8. 101,4 101,4 101,5 101,4 98 98,13 98 97,9 102,25 102,25 102,5 102,75 112,9 113 112,9 113,25 100,2 — 100,25 100 98,75 98,75 98,75 98,5 97 97 97 — 101 101,3 — — 93,75 93,75 — — 125 125 — —• 120,13 120,4 120,1 120,25 97 97 — — 101,2 101,05 — — 101,4 101,13 101,5 101,13 97,5 97,5 97,5 97,5 95 95 95 95 109,6 109,6 109,6 109,6 29,75 — 30 30 3,05 3,05 3,05 3 9 9 9,2 9,13 8,6 8,6 8,6 — 8,75 8,75 — 8,75 14,25 14 14,13 14 — — -L ■ — Frankfurt a.M. Berlin Schluß« kurü Schlußk. Abend« börse Schluß, kurü Schlußk. Mittag» börse Datum 18.8. 19-8. 18.8 19.8. 4% oesgi. ©erte 11 ........... — — _ 8,8 5% Rumän. vereinh. Rente v. 1903 6,75 6,7 — 6,7 4/r%Rumän.vereinh.Rentev.l913 10,1 10,1 10,25 4% Rumänische vercinh. Rente e . 5,65 5,525 5,55 5,5 2/4% Anatolier ............. 45 45 45,13 44,5 Hamburg-Amerika-Paket .. 0 14,25 14,25 14,5 14,25 Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0 — — 42 41 Norddeutscher Lloyd .. 0 15 14,9 14,9 14,5 A G. für Verkehrswesen Mt. .. 0 114 114,5 114 114 Berliner Handelsgesellschaft ... 6 124 125,25 125 Commerz, und Privat-Bank ... 4 100 100 100 100 Deutsche Bank uno Disconto. Gesellschaft................ Dresdner Bank .............. 4 101 101 101 101 Reichsbank ................ 12 187,5 186,25 187,5 186,4 A.E.G...................... 0 37,13 37,5 37,13 37,4 Bekula.................... 154.25 Elektr. LieferungSgesellschaft... 6 126 126,5 126 Licht und Kraft ............. 7 149,5 149 148,75 149,4 Felten & Guilleaume......... 4 131,5 130,5 130,5 130 Gesellsch.f.Elektr.Unternehmung. 6 135,5 134,5 134,5 134,4 Rheinische Elektrizität ........ 6 — 129 128,5 Rhein. Wests. Elektr.......... 6 131 130,25 130,5 130,25 Schuckert SCo............... 6 153 154,5 153,75 154,75 Siemens & Halske............ 8 190,5 189.5 Lahmeqer LCo.............. 7 142,4 140,5 141,5 140 Buderus ................... 4 112,5 111,25 113 113,5 Deutsche Erdöl .............. 4 124,5 124,5 124,65 124,4 Harpener................. 2% 127 127,75 127,25 126,75 Hoesch Eisen—Köln-Neuessen .. 3 109 108,5 109,25 108,4 Ilse Bergbau ............... 6 — — 162 162 Ilse Bergbau Genüsse........ 6 135 135,5 135 135,25 stlöcknerwerke ............... 3 111,5 111 111 110,75 Mannesmann-Röhren........ 3 104,9 106,5 105,5 106 Frankfurt a. M. Berlin Schluß, kurü Schlußk. Abend« börse Schluß« kurü Schlußk. Mittagbörse Datum 18-8. 19.8. 18-8. 19.8. Mansfelver Bergbau .. .... 6/t 151 150 151 150 Kokswerke........... ....... 6 — 128,5 128,4 Rheinische Braunkohlen .....12 — 216 218 215 Ryeinstahl........... ...... 4 136,75 136,5 136,75 135,75 Bereinigte Stahlwerke. ..... 8/, 107 107,5 106,9 106,75 Otavi Minen ........ .......O 33,3 32,25 32,5 32,25 Kaliwerke Aschersleben. .......5 122,5 122 Kaliwerke Westeregeln . ......5 119,5 — 120 120 Kaliwerke Salzdetfurth ..... 7/s — 174 I. G. Färben-Industrie .......7 163 162,5 162,25 162 Scheideanstalt........ ......9 271 272,5 Goldschmidt ......... ...... 5 114,4 113 114 113 Rütgerswerke........ ....... 6 130 128,5 129 127,25 Metallgesellschast...... ....... 6 131,25 130,5 133 130,5 Philipp Holzmann........... 4 125,5 I 125 I 125,25 I 125,25 Zementwerk Heidelberg ...... 7 145,5 145,5 I — — Cementwerk Karlstadt......... 6| 154 | 154 | —| — Schultheis Pohenhofer ..... .. 4 — — 109,65 108,25 Aku (Wlgemeine Kunstseide) .. O 60,25 60,5 60,4 60,25 Bemberg................. .. 6 84,5 84 84,75 84,25 Zellstoff Waldhof .......... .. 6 148,5 147 148,5 146,75 Hellstoff Aschaffenburg ..... .. O 119,5 118,5 119,75 119 Dessauer Gas ............. —— — 109 107,75 Daimler Motoren.......... .. 0 124,5 124,5 123,5 124,5 Deutsche Linoleum......... .. 8 168,5 167,5 168,5 167,75 Orenstein & Koppel ........ .. O — —» 84,25 83,65 Westdeutsche Kaufhof....... .. 0 52 52,75 52,4 52,65 Chade .................... 9 398 400,5 400 400 Accumulatoren-Fabrü...... . 12 —- — 202,75 Conti-Gummi............. . 11 172 174,4 172 174 Grihner....................01 Mainkrastwerke Höchst a.M.... 4 Süddeutscher Zucker........io| 35 I 94 212,5 I - I 35 I 34,75 214 I 214,25 1 - Devifeumarkt Berlin — Frankfurt a.2IL Banknoten. 18.August 19-August Amtliche Notierung Amtliche Notierung Geld Brief Geld Brief Buenos Arre 0,689 0,693 0,690 0,694 Brüssel .... 41,96 42,04 41,98 42,06 Rio de Jan. 0,146 0,148 0,146 0,148 Sofia...... 3,047 3,053 3,047 3,053 Kopenhagen. 55,83 55,95 55,90 56,02 Danzig.... 46,80 46,90 46,80 46,90 London.... 12,505 12,535 12,52 12,55 HelstngforS.. 5,514 5,526 5,519 5,531 Paris ..... 16,38 16,42 16,38 16,42 Holland ... 169,02 169,36 168,99 169,33 Italien..... 19,57 19,61 19,57 19,61 Japan ...... 0,731 0,733 0,732 0,734 Jugoslawien 5,654 5,666 5,654 5,666 Oslo..... : 62,84 62,96 62,92 63,04 Wien....... 48,95 49,05 48,95 49,05 Lissabon.... 11,36 11,38 11,375 11,395 Stockholm... 64,47 64,59 64,55 64,67 Schweiz ... 81,11 81,27 81,08 81,24 Spanien... 31,87 31,93 31,47 31,53 Prag...... 10,27 10,29 10,27 10,29 Budapest ... Neu York ... 2,488 2,492 2,488 2,492 Berlin, l9.Auaust M Brief Amerikanische Noten.............. 2,44 2,46 Belgische Noten.................. 41,84 42,00 Dänische Noten ................. 55,70 55,92 Englische Noten ................. 12,475 12,535 Französische Noten............... 16,857 16,925 Holländische Noten............... 168,60 169,28 Italienische Noten................ — — Norwegische Noten .............. 62.70 62,96 Deutsch Oesterreich, ä 100 Schilling Rumänisch» Noten............... — —— Schwedische Noten............... 64,33 64,59 Schweizer Noten................. 80,90 81,22 Spanische Noten................. 31,14 31,26 Ungarische Noten ................ !?■«? Ä v r L-br-tz'-» WhKj 11 Ofik W glitt! ^et LS »r OPk. .<>erK B Berlin* 20 Regierung ÜJlad)tid)ien übe .sgefhaffeM 3’ l„kamerun a telegraphisch «schärfster rechtswid' ii Kriegsschiffe - ü dabei zum 21 ! Regierung d jAolgen oi ß sich aus der g geben könnte! Der deutsl! i miesen wordi i Kenntnis zu i fchiffe v scheu Schiff ü rlebergrifsen i mit allen In der 2i H »Kamerun", i meitengr H kriegsschiffen i wird ergänze i tierlei fit i und daß je ö Ordnung t Die Vertret I I Kuchen I wieder Dm1 1 gierungsgm i unterstützen * Ausstand ei 2 Wirklichkeit ö Gierung besl i j Echreckensre ö den spanisch | Kanz umvid I schen Dump Kriegsschiff 1 hoher See ö Zwang, es l l weitere Mc Regime bet lei Rück 9^i&en brauchen. 3 ben Boden Mntlich ni ®ie Frage, panische Bi b'e Aufstau! 4r Spanie 'der amtlick Wiben, die! tfrage vorn fc-i Wchen tzxl D'ennbe3irfe, fr < ME“ W ■JPQni MC*?" Wj'lt Mi» Ich-« M $ire| Wi hib.Vn