»ZN . & ' fcWK 7» ßch- n lc’e 'lum und s°nd Athen ^n in den * kuppeln, b' tragen. S°nze bedroht urden mit 9 belvilliat allen Be. °>e Gefahr "n Mittel -ner durch. "Ning von n. A. 167 Erster Blatt 186. Jahrgang Montag, 20. Zull 1956 Erscheint t6gItd), außer Sonntags und Feiertags Beilagen: Die Illustrierte »Gießener Familienblätter Heimat im Bild • DieScholle Monatr-Vezugrprelr: Mit 4 ^Beilagen RM.1.95 Ohne Illustrierte , 1.80 Zustellgebühr.. , -.25 Auch bei Nichterscheinen man einzelnen Nummern infolge höherer Gewatt Zernsprechanschlüffe mnter Sammelnummer 2251 Anschrift für Drahtnachrichten: Anzeiger Sieben Postscheckkonto: Frankfurt am Main 11686 Gietzener Anzeiger General-Anzeiger für Oberhessen Druck und Verlag: vrühl'sche UniverfitStrvuch- und Steindruckerei 8. Lange In Stehen. Schrjstleitung und Geschäftsstelle: Zchulstratze 7 Annahme von Anzeigen für die Mittagsnummer bis 8ft,Uhr des Vormittags Grundpreise für 1 mm höhe für Anzeigen von 22 mm Breite 7 Rpf., für Text« anzeigen von 70mm Breite 50 Rpf.,Platzvorschrift nach vorh. Dereinbg.25°/„ mehr. Ermäßigte Grundpreise: Stellen-, Vereins», gemein« nützige Anzeigen sowie einspaltige Gelegenheitsanzeigen 5 Rpf., Familienanzeigen, Bäder», Unterrichts- u. behördliche Anzeigen 6Rpf. Mengenabschlüsse Staffel B Schwere Kämpfe in Spanien. Erhebung zahlreicher Truppenteile. - Zweimaliger Regierungswechsel unter dem Druck der Kampfentwicklung. Beide Parteien melden Erfolge. Wfart des Heu» ausb. unen ylung öur» Wins er. damit Der» m Zusam» Panien ge. lne Zufuhr mal heftige n Nacht m >en Störun» ch her der Wiederher» arakters der en, doch ist Wetter un» Abwechselnd r ganz ver» linde, ange» 3m ganzen hme der ge» s 25,4 Grad norgens 19,5 i heute nacht An liefe am iili: morgens stunden. e \ chönen ffen md so )estimmt ie Muster ..95 acke.c». jn-reiJ. a IM Drucke Auswahl 1.9$ gfOruns«'9 )aratur Regierunasbericht vom Sonntagabend.
röffnet. n, oom ßanbfc !te Öen Abschluß Oie Gefechtslage. Die Gefechtslage war folgende: Rot — im Kriege gegen einen blauen Weststaat — hat auf seinem Nordskügel die Linie Rostock—Brandenburg gewonnen und seine Luftflotte vorgeschoben, so daß Angriffe gegen die blaue Luftflotte und die Nordseehäfen erwartet werden können. Rot stehen etwa 40 bung, und schon eröffnen die Geschütze der Flak- abteuung das Feuer. Weithin dröhnen dumpf die Abschüsse über den Platz, unterbrochen von dem bellen des MGs. In beträchtlicher Höhe über dem feindlichen Kampfverband sind blaue Jagdflugzeuge erkennbar, die versuchen, den Feind zu Boden zu zwingen. Kettenweise greifen sie im Sturzflug an. Immer noch dröhnen die Geschütze der Flak. In östlicher Richtung wird ein zu Hilfe eilender zweiter roter Kampfoerband sichtbar. Das Zusammenarbeiten zwischen Flak und Jagdflugzeugen ist ausgezeich- net. Die Flak versucht, die feindlichen Verbände von vorn anzugreifen, während die wendigen Jagdflieger den feindlichen Maschinen hinterrücks zusetzen. Inzwischen ist auch der zweite Verband über dem Flugplatz erschienen. Die MGs verstärkten ihre Feuertätigkeit. In Kettenformationen gehen die blauen Jagdflugzeuge zum Angriff vor. Das Toben in der Luft dauert an. Um 11.55 Uhr gehen die roten Kampfflieger zum Tiefangriff über. Donnernd brausen die Maschinen in geringer Höhe über das Feld, umkreist von den blauen Jagdflugzeugen. Eine leichte Gruppe der Roten, bestehend aus Doppeldeckern, wagt einen Vorstoß gegen die Flaks. Der Angriff glückt, und eine Entscheidung des Gefechts war herbeigeführt. Zroße Geister das Schwabenland hervorgebracht yat. In langer Reihe marschieren sie auf. Da sind Vhland, Schiller und Moerike ebenso zu finden wie Hegel, Hauff, Hölderlin und Justinus Kerner. Die Gruppe Hessen-Waldeck in Stichworten: Märchenland der Brüder Grimm. Modernes Zauberland des Segelfluges. Fuldaer Fayencen, Marburger „Dippchen" und ein Bchwälmer Brautwagen. Wetterbericht des Reichswelkerbienstes. Ausgabeork Frankfurt. Die in der Nacht zum Sonntag unter Gewittern nach Mitteleuropa eingedrungenen kühleren ßuft- massen gerieten am Sonntag bereits wieder in stärkeres Zusammensinken, so daß das aufgeheiterte und trockene Wetter noch anhält, wenn auch die Temperaturen nicht mehr so hoch ansteigen. Heute morgen stießen jedoch wieder lebhaftere westlid)e Luftströmungen von Frankreich heran, die noch am Montag Westdeutschland ausgedehnte Regenfälle bringen werden. Danach ist jedoch wieder teilweise aufgeheitertes und frisches Wetter mit vereinzelten Schauern zu erwarten. Aussichten für Dienstag: Nach verbreiteter Regentätigkeit wieder teilweise aufheiternd, vereinzelt noch kurze Schauer, ziemlich frisch, west- liche Winde. Aussichten für Mittwoch: Fortdauer der zeitweise aufgeheiterten aber nicht Niederschlags- freien Witterung. ‘ Lufttemperaturen am 19. Juli: mittags 21,7 Grad Celsius, abends 17 Grad: am 20. Juli: morgens 14,6 Grad. Maximum 22,2 Grad, Minimum heute nacht 13,4 Grad. — Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 19. Juli: abends 20,5 Grad: am 20. Juli: morgens 17,5 Grad. — Sonnenscheindauer 8 Stunden. leichte und schwere Kampfflugzeuge, sowie einige Aufklärungsflugzeuge zur Verfügung. Blau mit etwa 50 Jagdflugzeugen, einer Flakabteilung, sowie mehreren Fla-MG.-Abteilungen hatte die Aufgabe, etwaige Angriffe abzuwehren. Auch der Flugmeldedienst war zu diesem Zwecke in einem größeren Hm- kreis von Hamburg eingesetzt worden. Don Blau waren gegen 8 Hhr morgens auf dem Flugplatz Fuhlsbüttel eine Gruppe, die von dem Geschwader „Jmmelmann" gestellt wurde, und einige Aufklärungsflugzeuge gelandet. Es handelte sich insgesamt um drei Flugstaffeln. Eine weitere Flugstaffel des Geschwaders „Richthofen" war zum Schutz von Hamburg auf dem Altonaer Flugplatz stationiert. In unmittelbarer Nähe des Flughafens Hamburg waren außerdem Flakabteilungen zur Abwehr eingesetzt, während auf den Dächern der umliegenden Gebäude Fla-MGs. aufgestellt waren. Feindliche Flieger kommen. Bei freundlichem Wetter herrschte auf dem Rollfeld anfänglich wenig Leben. Endlich startete ein Aufklärungsflugzeug mit dem Auftrage, im Raum Swinemüde, Rostock, Schwedt, Stralsund den Standort und die Stärke der feindlichen Kampfverbände zu erkunden. Auch der Flugmeldedienst begann zu arbeiten. Er meldete: „In Richtung Lüneburg feindliches Geschwader gesichtet." Wenige Augenblicke dauerte es, und eine Kette Jagdflugzeuge startet. Jetzt laufen Schlag auf Schlag die Meldungey ein: „Feindlicher Aufklärer auch m Rastenburg gesichtet." Da größte Eile am Platze, startet mit Rückenwind vom Fleck weg eine zweite Kette. Feindlicher Aufklärer über Hamburg Eine kurze Zeitspanne vergeht: es ist 10.15 Hhr. Eine neue Meldung läuft ein: „Feindlicher Aufklärer bereits über Hamburg." Im Schutze der Wolkendecke war es Rot gelungen, ein Aufklärungsflugzeug bis über Hamburg vorzuschieben. Zwei blaue Jagdflugzeuge steigen auf. Hnterstützt von dem Feuer der Flaks gelingt es ihnen, den Feind zu vertreiben. Auf Befehl des Geschwaderkommandeurs werden jetzt sämtliche Maschinen zur erhöhten Startbereitschaft angeworfen. Die Maschinen gruppieren sich um, um jederzeit vom Platz weg starten zu können. Ein dreimaliger Angriff. London, 19. Juli. (DNB.) Im „Sunday Expreß" begrüßt LloydGeorgein einem längeren Artikel zur internationalen Lage den Abschluß des deutsch -Österreichischen Abkommens, Sas eines der größten Spannungsmomente in Europa beseitigt habe. Die Auswirkungen des deutsch-österreichischen Abkommens auf die Friedensaussichten in Europa hinten völlig von der Haltung der b r i t i s ch e n Regie r u n g auf der kommenden Konferenz der L o - larnomädjte ab. Ls sei höchst närrisch, anzunehmen, daß Hiller bestrebt sei, sich mit irgendeiner Macht in kriegerische Unternehmungen einzulassen. Deutschland habe heute ohne die Abgabe eines Schusses wieder eine äußerst starke Stellung bezogen, die es keinem Staat gestatte, einen Angriff zu unternehmen, ohne selbst Schaden zu leiden. Er sei überzeugt, daß Hitler völlig aufrichtig sei, wenn er erkläre, daß er im Westen keine feindseligen Absichten hege. Was die anderen Hnruhegebiete angehe, Danzig junö Memel, so sei es kaum wahrscheinlich, daß hierdurch ein allgemeiner Krieg entstehe. Beide iStäbte seien deutsch. Neffortbesprechungen in Berlin. B e r 1 i n , 18. Juli. (DNB.) In den letzten Tagen fanden im Auswärtigen Amt und im Reichsinnen- munifterium eingehende Besprechu n g e n der ^beteiligten Ressorts aus Anlaß des Deutsch-österreichischen Uebereinf o m - im e n s vom 11. Juli statt. Es wurden neben dem Meiseverkehr die Fragen wirtschaftlicher und presse- jpolitischer Maßnahmen erörtert. Heber die Neuregelung des Reiseverkehrs nach Oesterreich werden Demnächst neue Bestimmungen ergehen, bis zu Deren Erlaß die bisherigen Vorschriften in Geltung Sbleiben. Freude der Evangelischen in Oesterreich. Die Hhr zeigt 10.30 Hhr. Der Flugmeldedienst gibt bekannt: „14 rote Kampfflugzeuge über Warnemünde gesichtet." Das ist das Zeichen zum Alarm. Leuchtkugeln steigen auf, und nacheinander starten die Jagdstaffeln des blauen Geschwaders, um den Schutz der Hafenanlagen zu übernehmen. Bis 11.30 Hhr zeigt nun das Rollfeld scheinbar Danzig, 19. Juli. (DNB.) Auf einem Kreis- Parteitag der NSDAP, in Sonnewitz bei Danzig sprach am Sonntag der (Bauleiter von Danzig Albert Forster, über die Aufgaben und die Stellung der NSDAP, in Danzig. Der (Bauleiter wies darauf hin, daß die Partei auch in Danzig der entscheidende Faktor des Wiederaufbaues gewesen sei und bleibe. hinter der NSDAP, stehe die Mehrheit der Danziger Bevölkerung, darum sei sie allein verantwortlich für die innere Entwicklung Danzigs, nicht aber der Bölkerbundskommissar Lester. Die nationalsozialistische Regierung sei die Vollstreckerin des Willens der Partei. Auf die jüngsten Vorgänge eingehend erklärte Gauleiter Forster mit starkem Nachdruck: Die Tätig- ’eit des Völkerbundskommissars Lester in Danzig t nur geeignet, aus Danzig einen Herd der H n - u h e und des Bolschewismus zu machen. Wir werden daher von nun an die notwendigen Maßnahmen zur innerpolitischen Befriedung ohne Herrn Lester durchführen. Wir Nationalsozialisten sind nicht gewillt, den Frieden im Osten, insbesondere die guten Beziehungen zu unserem Nachbarstaat Polen, durch die hetze der von Herrn Lester unterstützten Opposition stören zu lassen. Die Ausführungen des (Bauleiters fanden die stürmische Zustimmung der Teilnehmer des Kreis- parteitages. Abänderung von Danziger Ordnungsbestimmungen. Schächtverbot erlassen. Danzig, 18. Juli. (DNB.) Die Danziger Regierung hat auf Grund des Ermächtigungsgesetzes oom Juni 1933 eine Reihe von Mahnah- p'henerzeuo, zu ?Nen unfe Merk, beut e er?tenmai ( Unsere deuG . süßten ,et Deutschs 'wucht hier annt zu merk, n nur die & . 9/ M am E 'M Mittelpe der dem d e .wird beschiß )en Meister dc grüßen hier di en und Kan M Arbeitsdienstes r ± v* y,nenin Anfprr- «A ! 'm « »if hat ein 5 Mi : enen ö I ücken- un° « s ch KuE M-n'" de« f“ Das ™ M: -M sä1® un» Ä®’# 4 MN . W .w. Se*k! i abe von zahl-1 spanische: !n. Man nenr zweiten Divisir daß bei Algier Aufständisch? fünf Schüsse et- aß sei auf alle den die weih! ebergabe gehn Neptun oder Nanni? Don Maria Hillers. Mit Bootsnamen hat es eine eigens- Bewandtnis. Man kann fein Boot „Poseidon" taufen — das zeugt von Bildung — oder „Wafferfloh" — das zeugt von Temperament. Man kann es auch „Ben Akiba" nennen, nach dem Weifen, der da sagte, alles wäre schon mal dagewesen. Dach wehe dem, der leichtfertig und ahne ernste Absicht „Lore auf die Bootswand pinselt, oder „Erika"! Er kann damit ein Unwetter heraufbeschwören, wie es bestimmt noch nicht da war. Das muß jener junge Mann gewußt oder doch geahnt haben, der uns neulich draußen am See begegnete. Wer weiß, was sonst passiert wäre! Wer weiß, ob nicht die junge Dame — Uebrigens eine sehr nette junge Dame! Blond, zierlich, elegant — viel zu elegant für eine Wassersportlerin! Auf hochhackigen Schühchen, stöckelte sie vor dem Bootschuppen auf und ab, sie schwenkte das Handtäschchen und musterte kritisch die „Kolleginnen" ringsum, die Paddler, Segler- und Rudererbräute. Merkwürdige Mädchen! Liefen in Trainingshosen rum, halfen die Boote hinaustragen und warfen dabei mit Fachwörtern nur Jo um sich. Wirklich, die junge Dame kam sich unter diesen Wesen ganz verlassen vor. „Hallo!" Die junge Dame fuhr herum. Ein junger Mann trat aus dem Bootsschuppen, er balancierte ein Kanu auf dem Nacken. Gin Faltboot, ein solider Zweier, mochte ganz hübsch schwer sein. Doch die junge Dame verfiel gar nicht auf 3en Gedanken, mit anzupacken. „Da bist du — endlich!" rief sie vorwurfsvoll. Der junge Mann legte sein Boot auf dem Rasen nieder, den Kiel nach oben, kramte dann Kleister und Gummistreifen aus einem Köfferchen und machte sich daran, etliche Risse in der Bootshaut zu flicken. Mißtrauisch sah die junge Dame diesem Tun zu. Man merkte ihr an, daß sie sich „ihr Boot anders vorgestellt hatte, größer, schöner: vielleicht hatte auch der Bootsbesitzer ein wenig ausgeschnitten — wer will das wissen. r. _ Auf einmal bückte sich die junge Dame, sie ließ ihre Augen den Bootsrand entlang schweifen, „sano aber anscheinend nicht, was sie ^chte. „Du , sie stieß den jungen Mann an, „rote heißt das Bool eigentlich?" In der „Sommerfrische" vor hundert Jahren Oie „gute alte 3n,18..iult ( Geld Brief _ Amenkamsche Roten.............. Belgische Roten.................. Dänische Roten ................. Englische Roten ................. Französische Roten............... Holländisclie Roten............... Italienische Roten................ Norwegische Noten .............. Deutsch Oesterreich, A 1OO Schilling Rumänische Noten............... Schwedische Noten............... Schweizer Noten................. Spanische Noten................. Ungarische Noten ................ 2,432 41,76 55,48 12,435 16,38 168,50 62,45 64,08 80,99 33,63 2,452 41,96 55,70 12,475 Bl 6,44 169,18 62J1 64,34 81,31 33,77 |« tiull '!? cin's rit »artete, "* “«IjtterV 'K S' -Iin- g b°!W^ 1 »urbe eil» le^un? .schieß» lr *n fant; a"i tarn » "Salben ,j, tSÄ ft«, ^e|riebigu mm. ismufif. ab - Hörberiih. lZer - schö^ lchard Strauß 10: Mo* "'805: i .Ferdy Soup b-" Franz t l9; Dazwijch.-, tunmgsbalN eueste Nach.P bre>! 15: & ätsche Muf einheitlich, ob« les freundlich« Felten IW i) lagen Bekuli Inen verkehrla hle Papier 1,? idelberg 1 v.h, hr 0,50 n.j). ifhof und AN :tsaktien büebü ag etwas fchw: forderungen w'A >n-Vorzugsaklii: mfchuldung 0,1. a 0,25. Äinsori . Von frembi1 öher. GoldpDl verändert, Liqui heitlich. Titte an, im ck 'eich/ gegen K n meist ZD^r.c 25 o. f). höher tn ergaben fih atu 52,90 im >enus Maschini- öchluh der Bor iqungen von 0?) tan- und Sleth: Llerwerke KleP intershall M eichter mit mmer Gießen düng KP 166 b’ ’etaU rschriften bei Ai- alle. -hniarkl. sVorbericht.) M Dorauftneb: Kühe, 56 Farln^ M^*er: Buten® bis £ «31* Montag, 20. Ziili 1956 Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Ar. 167 Dritter Blatt „Rund um Schotten" vor 40000Zuschauern. Gauleiter Sprenger in Schotten. - Großer Sporterfolg. - Glanzende Organisation. - Hans Winkler-München f. M Das lange und sorgsam vorbereitete Rennen „Rund um Schotten" wurde gestern das 10. Mal ausaetraqen. Zehntausende standen im Bann der phantastischen Leistungen der Fahrer und der Maschinen, säumten die Strecke, verfolgten die Rennen mit gespannter Aufmerksamkeit. Aus dem ganzen Reich kamen Fahrer und Zuschauer in den sonst so stillen Vogelsberg. Tagelang vor dem eigentlichen Rennen und unaufhörlich stundenlang hallten gestern Dörfer, Wald und Felder wieder von dem ohrenbetäubenden ungedämpften Lärm der Motors, deren Lied ein sinnfälliges Teil des Ganzen war. Aber nicht nur der Vogelsberg stand im Banne des Rennens, sondern vielmehr die ganze Umgebung. Ueberall m den Dörfern an den S)aupt= Zufahrtsstraßen standen und saßen vor und nach dem Rennen fast alle Dorfbewohner vor den Häusern, um den ungeheuren Zustrom der Fahrzeuge zu beobachten, der sich zentral verdlchtere, je mehr man sich dem Betonring der Rennstrecke näherte. An den Punkten, die besonders guten Ueberblick gestatteten, die eine gute Beobachtung der Fahrer in den Kurven und an den Steigungen zulietzen, staute sich die motorsportbegeisterte Menschenmenge. Am Start und am Ziel am Ausgang der Stadt, unmittelbar bei der Molkerei fanden sich ebenfalls viele Zuschauer ein, obwohl gerade dort das Tempo weniger zu beobachten war, Da die Fahrer gerade in der Haarnadelkurve des Tempo erheblich mindern mußten, um diese Stelle der Strecke überhaupt zu meistern. Umso interessanter war es, zu beobachten, wie sich die Fahrer technisch mit diesem schwierigen Stück auseinandersetzten. Besonders von den Seitenwagenfahrern gab es viel Artistik zu sehen. Ganz abgesehen davon, daß es nicht weniger interessant war, den schwierigen Start zu beobachten und Zeuge der letzten Entscheidungen zu sein. Dem Rennen „Rund um Schotten" brachte man aus den Kreisen der Partei, der Behörden und der Wirtschaft große Aufmerksamkeit entgegen. Gauleiter Sprenger verfolgte die Rennen mit großer Anteilnahme. Zahlreiche Hoheitsträger der Partei waren anwesend. Die Provinzialdirektwn wie auch die Polizeidirektion Gießen waren durch verschiedene Herren vertreten. Aus Gießen sah man zahlreiche Führer und Kameraden der Motorstandarte 147, die sich um die Absperrung mit verdient machten. Die Fülle der Erscheinungen, die mit einer solchen Großveranstaltung verbunden ist, hat etwas Mitreißendes an sich. Großartiger Anblick an den Parkplätzen die Fülle der Kraftfahrzeuge aller Arten und Größen zu sehen! Die Menge der freudig erregten und erwartungsvollen Menschen verbindet das gemeinsame brennende Interesse am Motorsport. Das äußere Bild ist bunt und vielfältig. Die Industrien der Fahrzeuge, der Reifenbranche, der Betriebsstoffe und Oele sparten nicht an buntfarbiger Reklame; sie richteten Ersatzteillager ein, schufen Groß- und Schnelltankstellen. Unweit der Stadt im Blickfeld vieler Augen stand ein heller Reklameballon am Himmel. Am Start wehten die Hakenkreuzflagge, die Flaggen des veranstaltenden DDAC. und des RSKK. am hohen Mast. Böllerschüsse bellten als Zeichen für den Beginn der einzelnen Rennen in den sommerlichen Tag und lösten das fanatische Geheul der Motore aus. Ein besonderes Kapitel die Fahrer selbst! Männer (auch zwei Frauen) mit verwegenen entschlossenen dunkelgebräunten Gesichtern, aus denen bei aller Ruhe vor dem Start die Leidenschaftlichkeit zur Sache und zum Kampf sprach. Tollkühnheit und Mut bewiesen sie während jeden Kilometers des Rennens. Es soll aber auch nicht vergessen sein, von jenen Helfern zu sprechen, die mit ungemein raschen und sicheren Händen und äußerster Aufmerksamkeit vor dem Start die Maschinen noch einmal prüfen, die auf den Gang des Motors hören und von deren Arbeit vielleicht der Erfolg abhängt. Die Rennleiter der Firmen gaben den Fahrern letzte Empfehlungen mit auf den Weg, wünschten Glück und gute Fahrt, um sich nachher um so herzlicher über den errungenen Erfolg zu freuen. Ein besonderes Kapitel sind auch die Maschinen, die mit allen Raffinessen ausgestattet sind, die die Fahrer stehen und fallen lassen können. Die Maschinen stellten wohl ausschließlich Höchstleistungen der Technik dar. Alle Möglichkeiten der Maschine auszunutzen, ist Sache des Mannes, der in dem Sattel sitzt. Zum äußeren vielfältigen Bild gehört auch die Organisation. Sie war hervorragend gut. Die Rennen wurden ohne jede Störung planmäßig durchgeführt. Die Strecke war gesichert. Die Absperrung war — gestellt durch SA., RSKK., Arbeitsdienst und Polizei — vortrefflich, das Publikum hielt mit wenigen Ausnahmen Disziplin. Durch Lautsprecher wurden die Zuschauer über wesentliche Phasen der Kämpfe auf dem Laufenden gehalten, so weit nicht jeder einzelne die Dinge selbst verfolgen konnte. Mit großem Interesse wurden die Znnschenmel- dungen über Zeiten und Durchschnittsgeschwindigkeiten ausgenommen. Musik unterhielt während der Rennen und in den kurzen Pausen. Die herrliche sommerliche Landschaft des Vogelsberges war der Veranstaltung ein großartiger Rahmen. Das Wetter war wahrhaft ideal. Kein Tropfen Regen, der die Fahrer in erhöhte Gefahr gebracht hätte, immer wieder etwas Sonne, leichter Wind, nicht allzu warm, nicht schwül — ein Wetter, wie man es sich weder besser wünschen noch denken konnte. Leider blieb dem großen sportlichen Ereignis ein schwerer Schatten nicht erspart. Auch das Jubiläumsrennen forderte ein Opfer. Hans Winkler (München) geriet bei Rudingshain aus der Bahn, stürzte einen Abhang hinunter, die Maschine hinter ihm her. Ursprünglich war man der Meinung er sei nur leicht verletzt. Bald aber lief die Kunde wie ein Lauffeuer über den ganzen Vogelsberg: Hans Winkler ist tot! Wohl kaum ein Mensch, der nicht dem toten Fahrer Gedanken tiefen Bedauerns widmete! — (Bauleiter Sprenger (in der Mitte, im Sportanzug) beglückwünscht die siegreichen Lizenzfahrer Geiß (rechts) und Fleischmann (links). — (Aufnahme: Pfaff, Gießen.) I -w # - X X? A JM w 8 1 F ch 4 kilometer. Steinbach stand ihm nur wenig nach. Dritter wurde der für Soenius eingesprungene Königsberger K n e e s. Geitz sorgte für die Neberraschung. Eine Ueberraschung bedeutete das Ergebnis der Klasse A (nicht üuer 250 ccm), in der Geiß saft sämtliche Fahrer der B-Klasse aufholen konnte (DKW.) und mit 114 Stundenkilometer Durchschnitt fast Fleischmanns Leistung errreichte. Vom Start weg machte er sich in unheimlicher Fahrt an die Verfolgung der zwei Minuten früher abgegangenen 350er-Maschinen. Schneidig ging er in die Kurven, bald hatte er Anschluß gefunden und Runde um Runde verkleinerte er den Rückstand zu den Spitzenleuten der höheren Klasse. Als Geiß — unangefochten Sieger seiner Klasse — über das Zielband fuhr, lag er an fünfter Stelle vor den meisten Kahrmann als Favorit galt, blieb schon in der zweiten Runde bei Kilometer 13 wegen eines Maschinenschadens liegen und schied aus. Damit war der Weg für Kahrmann frei; mit mehr als zwei Minuten Vorsprung steuerte er seine Maschine zum Sieg. Rur um Weniges blieb er hinter dem Durchschnitt der Braun und Stärkte zurück. Zimmermann (Nürnberg) kam ungefährdet mit seiner NSU. zum zweiten Platz vor dem bekannten Aachener Harley- Fahrer W e y r e s. Steinbach siegte, Müller im Pech. Ein prächtiger Ausklang war das Rennen der 50Oer-Klafse, zugleich der Höhepunkt des ereignisreichen Tages. Müller, Steinbach, Mansfeld (alle DKW.) und der NSU.-Fahrer H. Fleischmann „machten" den Kampf. Müller übernahm in toller Fahrt vor Mansfeld die Spitze; mit 121,3 Links oben: Kahrmann (Fulda) unmittelbar nach seinem Sieg in bester Laune. Rechts: Letzte Vorbereitungen zum Rennen der Krafträder mit Seitenwagen. Unten links: Ausweisfahrer am Start. Unten rechts: In der Haarnadelkurve am Start und Zielplatz in Schotten. (Aufnahmen [4]: Neuner, Gießener Anzeiger.) Der Empsangsabend. - Die Renne». Arn Samstag vereinigte der Empfangsabend im Rathaussaal zu Schotten die Vertreter der Partei des Ortes und des Kreises, die Rennleitung, des DDAC., etwa 150 Fahrer und die Vertreter der qastqebenden Stadt. Bürgermeister Menge! hieß die zahlreichen Gäste der Stadt herzlich willkommen und kredenzte ihnen nach hergebrachter Sitte Wem im silbernen Becher. Gleichermaßen begrüßten der Ortsgruppenleiter Z e s ch k y und der örtliche Vertreter des DDAC. die Gäste. Hans Winkler (München) hielt für die Fahrer eine kurze Ansprache, schilderte das Gefahrvolle ihres erwählten Berufs, ihre Begeisterung zur Sache des Motorsports und ihr leidenschaftliches Bemühen, den großen Leistungen der deutschen Fahrzeugmdustrlen zu großen sichtbaren Erfolgen zu verheizen. Seme Ansprache machte einen tiefen Eindruck, Wey- res (Aachen) dankte für die herzliche Aufnahme m der Stadt. Kahrmann (Fulda) wurde von Bürgermeister Menge! für feine Teilnahme an jedem der bisherigen 10 Schottener Bennen mit einem Bilde des Rathauses Schotten bedacht. * Die Rennen, die pünktlich gestartet mürben, nahmen den erwarteten spannenden Verlauf, befand sich doch fast die gesamte Elite des deutschen Motorrad-Rennsportes am Start! In jeder Klasse wurde erbittert gekämpft. Allerdings gab es fast ausschließlich Siege der Favoriten Ausweisfahrer zuerst. Im Rennen der Ausweisfahrer (Solomaschinen) sicherte sich in der Klasse C (nicht über 500 ccm) der Essener F r a n k jr. auf NSU. in sauberer Fahrtechnik den Sieg. Er hatte nur die erste Runde an Boeser, Erfurt (Norton), abzugeben. In der Klasse B (nicht über 350 ccm) wurde Irin (Ravolzhausen) unangefochtener Sieger. Eine ganz hervorragende Leistung erzielte H. Schwab, Frankfurt a. M. (DKW.), in der Klasse A (nicht über 250 ccm), der mit erstaunlichem Tempo fuhr, 94,2 Kilometer Durchschnitt erreichte und damit nur wenig langsamer war, wie die „Schweren". Fleischmann überlegen... Im Rennen der Lizenzfahrer (Solokrafträder) gab es harte Begegnungen. In der Klasse B (nicht über 350 ccm) dominierten die beiden NSU.- Fahrer Fleischmann und Steinbach, die keinen Konkurrenten herankommen ließen. Fleischmann fuhr fast in jeder der 8 Stunden (128,64 Kilometer) einen Durchschnitt von 116 Stundender 35Oer-Fahrern. Seiner Zeit nach hätte er in dieser Klasse sogar glatt den zweiten Platz geholt: nur Heiner Fleischmann war schneller als Geiß. Die Kämpfe der Seitenwagen. Nach halbstündiger Pause wurden die Seitenwagen gestartet, die Klasse bis 1000 ccm zuerst, mit zwei Minuten Abstand die Klasse bis 600 ccm. In der 6OOer-Klasse gab es einen unerhört spannenden Zweikampf zwischen Meister Braun (Karlsruhe), der erstmals die 6OOer-DKW.-Maschine im Rennen steuerte, und dem bekannten schweizerischen Ehepaar Stärkte. Braun hatte den besseren Start erwischt und verteidigte seinen kleinen Vorsprung zäh und hartnäckig. Immer wieder versuchte Stärkte aufzuschließen, Braun schlug jeden Angriff ab. Braun, der den Uebergang von der lOOOer-Horex zur schwächeren Maschine überraschend glatt vollzogen hatte, mußte nur einmal den verwegen fahrenden Schweizer auf gleiche Höhe lassen, als er selbst in einer Kurve seine Maschine nur im lebten Augenblick an einer Böschung hatte vorbeireißen können. Der Kampf hielt bis ins Ziel an, wo Braun und feinen großen Gegner nur wenige Meter voneinander trennten. Glatter Sieg von Kahrmann. Bei weitem weniger aufregend war das Rennen der lOOOer-Mafchinen. Schumann, der NSU.-Fahrer, der zusammen mit dem Fuldaer DKW.-Mann km/st durchbrausten beide die ersten zwei Runden. In der vierten Runde kämpften beide Rad an Rad um die Spitze, hinter ihnen ging Steinbach an Fleischmann vorbei. Rüttchen folgte mit einer Minute Rückstand an fünfter Stelle. Schon die nächste Runde änderte den Stand. Mansfeld stürzte, fuhr aber unverletzt weiter. Seine Chance allerdings war dahin, er war hinter Rüttchen zurückgefallen. Vorne verfolgten Steinbach und Fleischmann den immer noch fahrenden Müller, ohne ihn aber ernstlich gefährden zu können. In der sechsten Runde gab Rüttchen auf, Mansfeld kam auf den vierten Platz. Müller führte immer noch! Mansfeld fetzte jetzt alles auf eine Karte. Toll fegte er durch die Kurven, drehte auf wie nie und fuhr mit 125 km/st (!) die schnellste Runde dieses ohnehin unheimlich schnellen Rennens. Bis auf gute 1OO Meter kam er schließlich an die Spitzengruppe heran, die bis zum Eingang in die achte und letzte Runde von Müller geführt wurde. Steinbach folgte vor Fleischmann. Plötzlich wurde Müller langsamer, seine Maschine war nicht mehr voll intakt. Steinbach und Fleischmann nutzten die Gelegenheit, gingen an dem Pechvogel vorbei, der sogar Mansfeld noch ziehen lassen mußte. In 1:03:59,2 Stunden ging Steinbach (DKW.) als Erster durchs Ziel, dicht gefolgt von Fleischmann (NSU.) mit 1:04:03,6 Stunden. Steinbachs Durchschnitt: 120,6; der von Fleischmann 120,55 km/st! Mansfeld und Müller belegten für DKW. die nächsten Plätze. Die preisverteisung: nahm in Vertretung von Korpsführer Hühnlein Stabsführer von Bayer-Ehrenberg vor. In feiner Rede dankte er vor allem dem (Bauleiter und Reichsstatthalter Sprenger und den verantwortlichen Männern für die Durchführung des Rennens und der Provinz Oberhessen für die Erbauung der schönen Rennstrecke „Rund um Schotten". Die Ergebnisse: Ausweisfahrer: Fünf Runden — 80,4 Kilometer. B i s 2 5 0 ccm: 1. H. Schwab-Frankfurt a. M. (DKW.) 51:13,2 Min. = 94,2 km/st; 2. K. Lottes- Marburg (DKW.) 55:14,6 Min. = 87,3 km/st. — B i s 3 5 0 ccm: 1. O. Trin-Ravolzhaufen (NSU.) 52:32,0 Min. = 91,8 km/st; 2. I. Hamann-Neun- kirchen (Rudge) 55:02,8 --- 87,6 km/st. — Bis 5 0 0 ccm: 1. W. Frank-Ir.-Efsen (NSU.) 48:42,2 Min. = 99 km/st; 2. K. Ameln-Wiesbaden (BMW.) 49:47,8 Min. = 96,9 km/st. Aus -er Provinzialhauptstadt Eine Versammlung -er Gießener Imker der ist Oienstjubiläum des Bureaudirettors Hamb. Zu dem bereits berichteten Dt-nstiubiläum des Bürodirektors Ra mb bei der Staatsanwaltschaft Gießen teilt uns der Pressedezernent bei dem Landgericht Gießen noch folgendes mit: Der Jubilar trat am 27. Juni 1895 bei dem Amtsgericht Wöllstein in den hessischen Staatsdienst ein und wurde nach mehrjähriger Tätigkeit an ver- schiedenen rheinhessischen Gerichten im Satyre 1915 beim Amtsgericht Worms angestellt. Im Dezember 1922 wurde er zum Justizinspektor beim Amts- rat befördert. Zum 1. April 1934 wurde er zum Präsidenten der Reichspostdirektion Hannover er- Präsident Steuer gehört seit 1896 der Deutschen Reichspost an. 1930 zum Ministerialrat befördert, war er bis 1933 Referent für Wirtschafts- anqelegenheiten im Reichspostministerium. 1933 wurde er zum Präsidenten der Reichspostdirektion Schwerin ernannt. Präsident Meier wurde am 24. Februar 1875 in Spandau geboren und trat am 22. April 1895 in den höheren Postdienst ein. Während seiner Beschäftigung in den Bezirken Bremen, Halle, Erfurt, Königsberg (Pr.) und Darmstadt wurde er 1929 zum Postrat und 1933 zum Oberpostrat befördert. Seit dem 1. Januar 1935 gehörte er der Reichs- postdirektion Dresden an. OaSAuStragenvonWerbedruckschristen genehmigungspflichtig. Fwd. In der „Wirtschaftswerbung", dem Mit- teilungsblatt des Werberats der deutschen Wirtschaft, werden einige Erläuterungen zu der 18. Bekanntmachung gegeben, denen wir u. a. folgendes Das große (Spiel. Von Edith von Schrenck Da jetzt in Berlin die Internationalen Tanzwettspiele 1936 stattfinden, werden die Ausführungen der Tänzerin Edith von Schrenck willkommen sein. Oper, Pantomime, Tanz und Spiel — diese Kunstformen stehen gesondert voneinander da. Obwohl sie nur verschiedene Begriffsbezeichnungen für das einheitliche Kunstwerk bedeuten sollten,-blieben doch diese Gebiete getrennt, mit verschwindend wenigen Ausnahmen, wo Ansätze gemacht werden, sie für das Dasein des Volkes zu beleben und als Symbole seiner Innenwelt aus ihm heraus fruchtbar und umfassend zu gestalten. Die Bühne gehört dem Volke — diese Einsicht ist in unserer Zeit als Forderung erwacht und als Kulturziel hingestellt worden. Es wird eines Tages gelingen, das Bühnengeschehen jedem zugänglich zu machen und das Volk selbst zu schöpferischem Mittun heranzuziehen, die Bühne zum Schauplatz seines Lebens und Kämpfens zu machen, so daß die „Schaubühne" abgelöst werden wird von der „Kulturbühne', die, von dem Organismus des Volkes genährt, organisch emporwachsen wird. In welchem Sinne das möglich ist, soll aus dem Folgenden hervorgehen. Kennen wir noch den schönen Sinn der alten Pantomime? Sie ist Gestalt gewordene innere Handlung. Ihre Elemente teilten sich aber: hier Tanz — hier Musikdrama. Die Träger und Gestalten des Musikdramas wurden Virtuosen des Gesanges, ihr Körpergefühl, ihr Gebärdenreichtum verkümmerte bis auf Reste, die keinen Ausdruck mehr vortäuschen konnten. Anderseits Tanz, „Balletteinlagen": Wieder reines Virtuosentum ohne Beziehung zum Ganzen. Drittens der Chor — ein? Masse von Menschen, mehr oder weniger unbewegt, ungestaltet. Diese Elemente wirken jedes für sich, kein Bild, keine Idee eint sie; trotz einzelner großer Leistungen sind es nebeneinanderstehende Bruchstücke, die sich nicht zum Ganzen runden. Da hilft es nichts, wenn der einzelne Sänger in feine Rolle Leben und Inhalt bringt, — die ihn umgebenden Elemente wirken noch starrer in diesem Gegensatz, der ganze Raum steht starr ihm gegenüber, der Raum, der durch Farben und Gestalten zum Be- standteil des Spiels werden soll, der Möglichkeiten bietet das Werk in Symbolen zu verkörvern. Der Chor'im Raum, mithandelnde, mitempfinbende Gestalt welche Rolle könnte er spielen, als Stimme des Volkes, des Schicksals, des Gottes! Das wäre die Wiedergeburt der echten Pantomime. gericht Pfeddersheim ernannt und war vom 2. Mai 1924 ab geschäftsleitender Justizinspektor dieses Gerichts. Seit November 1930 ist er als Bürodirektor bei der Staatsanwaltschaft Gießen tätig. Aus Anlaß seines Dienstjubiläums versammelten sich am Samstagvormittag die Beamten und Angestellten der Staatanwaltschaft und des Landge- richtsqefängnisses zu einer Ehrung des Jubilars. Staatsanwalt Dr. Finke, als Vertreter des z. Z. beurlaubten Oberstaatsanwaltes, würdigte in einer Ansprache die Verdienste des Jubilars, überreichte ihm ein Anerkennungs- und Dankschreiben des Führers und Reichskanzlers und übermittelte ihm die Glückwünsche des Generalstaatsanwaltes und des z. Z. abwesenden Oberstaatsanwalts, sowie gleichzeitig diejenigen seiner Berufskameraden. Der Jubilar dankte mit bewegten Worten für die ihm zuteil gewordene Ehrung. Zweiter Sonderzug nach Berlin am 24. Juli zur Besichtigung der Relchsausstellung „Deutschland" und des Reichssportfeldes. Da der am 24. Juli nach Berlin verkehrende erste Sonderzug bereits ganz ausverkauft ist, und es sich gezeigt hat, daß noch eine sehr große Nachfrage vorhanden ist, hat sich die Gaupropagandaleitung ent- chlossen, noch einen zweiten Sonderzug am 24. Juli zu fahren. Der Preis beträgt für Hin- und Rück- fahrt, genau wie beim ersten Zug, 13,60 RM. einschließlich des Eintrittspreises und Führung. Anmeldungen nehmen die Ortsgruppen- und Kreisleitungen der NSDAP, entgegen. Anmeldeschluh ist der nächste Dienstag, 21. Juli. Arubesehung leitender Stellen bei der Deutschen Reichspost. Ufa-Programm 1936/37. Das Ufa-Programm 1 936/37 umfaßt 30 Spielfilme. Hiervon sind 15 Filme Ufaeigener Produktion, weitere 12 Filme werden im Rahmen der Ufa-Produktion als Auftragsfilme her- gestellt. Außerdem sind im Programm vorhanden drei international wertvolle Filme ausländischer Produktionen, deren Auswertung für Deutschland die Ufa übernommen hat. Zu diesen abendfüllenden Spiel ilmen kommen zur Programm-Ergänzung 30 Kurzfilme, 30 Kulturfilme sowie die Folgen der Ufa- und Deulig - W o ch e n s ch a u und diejenigen der Usa-Auslands-Woche. Von den angekündigten Filmen sind neun bereits fertiggestellt und vorführungsbereit: „Der Bettel- ftubenr (nach Millöcker), „Schluhakkord" (mit Lil Dagover und Willy Birgel), „Stattdfcbütze Brugg- ler , „Manja Valewska , „Die Stunde der Der- suchung" (mit Gustav Fröhlich und Lida Baarova), „Inkognito" (mit Gustav Fröhlich und Hansi Kno- teck), „Weiberregiment", „Waldwinter" (nach dem Roman von Paul Keller) und „Zwischen Abend und Morgen" (mit Annabella). diesem Gebiet in neuen Ausbildungsstätten geweckt und gepflegt werden; im Gegensatz zu den vielen Spezialberufsschulen, die vielfach Virtuosentum lehren, müßte hier in freier Arbeit der künstlerisch empfindende Mensch in alle Möglichkeiten der Gestaltung eingeführt werden und nicht auf einem Gebiet, sondern aus dem gemeinsamen Quell des Rhythmus Sprache, Gesang und Körperausdruck mit einander verweben und als Einheit entwickeln. Dieses Theater der Jugend wäre nicht eine Schaustellung von Einzelleistungen, sondern würde eigenste Schöpfung aller sein, aller, die dieser Idee des werdenden Kulturtheaters dienen aus ihrem Leben, ihren Zielen und Idealen. Das schönste Gut unseres Volkes, das bis heute fein Leben in ewigen Symbolen verkörpert, die Welt der Sagen, Märchen und Legenden — wie erneut, lebendig, gegenwärtig könnte diese Welt uns wieder werden, sichtbar gestaltet in Klang und Bild, von der Jugend selbst als ihr Werk neu erlebt in schöpferischer Wiedergestaltung! Hier liegt noch eine unerschöpfliche Fülle verborgen, die wieder erstehen könnte, gestaltet mit jungen Kräften und den heutigen Möglichkeiten und Einsichten. In dieser Welt könnten alle schöpferischen Kräfte jeden Gebietes und jeder Art Erfüllung finden und jeder seine eigenste Vorstellungswelt wiederfinden in den alten, ewigen Sinnbildern. Infolge Zurruhesetzung des Präsidenten Reichspostdirektion Frankfurt a. M. Plein vom 1. August 1936 ab der Präsident der Reichs- postdirektion Hannover E e ck mit der Leitung der Reichspostdirektion Frankfurt a. M. beauftragt worden. Die Leitung der Reichspostdirektion Hannover übernimmt der Präsident der Reichpostdirektion Schwerin Steuer und die der Reichspostdirektion Schwerin der Oberpostrat Meier aus Dresden unter Beförderung zum Präsidenten. Präsident E e ck trat am 5. August 1894 m Leipzig in den höheren Postdienst ein und war in den Reichspostdirektionsbezirken Berlin, Breslau, Hamburg, Schwerin und Oldenburg beschäftigt. Eeck wurde 1925 zum Postrat und 1930 zum Oberpost- Zeitschristen. — Im Juliheft der Monatsschrift „Deutsche Rundschau", herausgegeben von Rudolf Pechel, Paul Fechter und Eugen Diesel (Verlag: Bibliographisches Institut AG., Leipzig), berichtet u. a. Dr. Eugen Diesel über die Grabmäler der deutschen Könige und Kaiser — ein feinsinniger Aufsatz mit seltenen und vorzüglich wiedergegebenen Abbildungen. Franz Mariaux gibt in seinem Aufsatz „Die Negierung der Volksfront" einen kurzen Ueberblick über Idee und Herkunft der Männer der heutigen französischen Regierung. Ernst Samhaber liefert eine Untersuchung über die geschichtliche Entwicklung der Parteien. Von großem Reiz ist das dem Buch „6 Wochen Deutschland" von Paul Fechter entnommene Kapitel „Zwischen Rauenthal und Rüdesheirn", in dem Fechter die landschaftlichen und baulichen Reize dieser Weingegend in gewohnter Meisterschaft aufzeichnet, wobei er keinesfalls vergißt, die Besonderheit des Weines der einzelnen Gegenden kennerhaft zu erwähnen. Auch diesem Aufsatz sind vorzügliche Abbildungen beigegeben, die den lebendigen Text wirkungsvoll ergänzen. Kürzlich erschien im Bibliographischen Institut in Leipzig die Neuausgabe von „Reuters Werken", zu der Fritz Koch-Gotha meisterhafte Zeichnungen lieferte. In diesem Heft der „Deutschen Rundschau" schreibt Koch-Gotha darüber, wie er dazu kam, gerade den Reuter £U illustrieren. Dieser Aufsatz allein, dem auch einige Zeichnungen beigegeben sind, macht das Heft zu einem höchst erfreulichen Besitz. Alles durch deine Tat! NSG. Hin und wieder, deutscher Volksgenosse, willst du unmutig werden, wenn dir zu Haus oder auf der Straße die Helfer der NSV. entgegentreten und dich bitten, deinen Mitgliedsbeitrag oder eine Spende für die NSV. zu geben. In solchen Augenblicken hast du dann vielleicht auch schon die Frage aufgeworfen, wozu denn noch immer diese Sammlungen seien, und wohin denn dein Beitrag wandert, den du der NSV. gibst. Das wollen wir dir heute sagen, lieber Leser: Dein Groschen, den du der NSV. gibst, har es möglich gemacht, einer werdenden Mutter, der Frau eines bedürftigen Arbeiters die größten lastenden Sorgen abzunehmen. Nun weiß diese Frau, daß auch ihr Kind, das sie dem Volk zu geben bereit ist, Wäsche besitzen wird und dazu ein fein säuberlich ausgestattetes Babykörbchen. Sind dir die wieder glücklich strahlenden Augen der Mutter nicht ein Beweis des Dankes, den diese Frau dir und mir, der großen Volksgemeinschaft Volk entgegenbringt, dafür, daß man auch sie in ihrer ärmlichen Hin- terhvfswohnung nicht vergaß! Dein Mitgliedsbeitrag, lieber Freund, hat die Voraussetzung geschaffen, daß erholungsbedürftige deutsche Menschen lange Wochen hindurch Ruhe, Gesundheit, Kraft und Freude finden, um neugestählt wieder zurückzukehren an ihren Arbeitsplatz. Du aber, der du einem Ferienkind einen Freiplatz zur Verfügung stelltest und damit diesem Kind körperliche Erholung und seelisches Neuerleben gabst, hast damit geholfen, die Jugend Deutschlands stark und widerstandsfähig zu machen! Dornotizen. Togeskalender für Montag. Gloria-Palast, Seltersweg: „Unter falschem Verdacht". in seinem Sinne zu lenken. Die nach Ziffer 1 der 18. Bekanntmachung notwendige Genehmigung muß spätestens bis zum 1. September 1936 Tag des Inkrafttretens dieser Ziffer) vorliegen. Es empfiehlt sich daher, die in Ziffer 1, Absatz 2, erwähnten Formblätter rechtzeitig anzufordern und ausaefüllt beim Werberat einzureichen. Alle schon insgesamt oder einzeln erteilten Genehmigungen zur Durchführung von Werbung durch Austragen von Werbe chriften sind mit dem Tage der Ver- öffentlichung der 18. Bekanntmachung erloschen. Vorliegende Aufträge dürfen jedoch trotzdem abge- wickelt werden. Mit „Austragen von Werbedruck, schriften" ist jede Art der Verteilung von Haus zu Haus gemeint. ** Postbeförderung auf der „Olym- piafahrt des Luftschiffs Hindenburg . Am 1. August findet aus Anlaß der Eröffnung der Olympischen Spiele ^ine Rundfahrt des Luftschiffs „Hindenburg" statt. Für diese Fahrt werden gewöhnliche Briefe (Einzelgewicht bis 20 Gramm) und Postkarten an Empfänger in beliebigen Bestimmungsorten zur Beförderung angenommen. Die Gesamtgebühr betragt für eine Postkarte 50 Pf für einen Brief eine Mark, Freimachung durch Freistempler ist nicht zulässig. Die Sendungen müssen den Vermerk „Mit Luftschiff Hindenburg tragen und unter Umschlag an das Bahnpostamt 19 Frankfurt a. M., eingesandt werden, wo sie spätestens am 1. August um 2.45 Uhr vorliegen müssen. Die Aufschrift für den Sammelbrief an das Bahnpostamt 19 hat zu lauten „Sendungen für die Olympiafahrt des Luftschiffes Hindenburg, Bahn- postamt 19, Frankfurt a. M." Die Freimarken auf den Sendungen werden mit dem Tagesstempel des Postamts Flug- und Luftschiffhafen Rhein-Main in Frankfurt a. M. entwertet, die Sendungen erhalten außerdem den Abdruck eines besonderen Bestätigungsstempels mit der Inschrift „Luftschiff Hindenburg, Olympiafahrt 1936." Die dem Lust- schiff in Frankfurt a. M. übergebene Postladung wird über dem Zentralflughafen Berlin-Tempelhof abgeworfen. Weitere Auskunft erteilen die Postanstalten. — Honigwerbung. Hinsichtlich der Honigbehandlung gab der Vorsitzende noch eine Reihe praktischer Vorschläge, denen er als Voraussetzung für eine einwandfreie Markenware das Abschäumen zur Beseitigung der letzten Wuchsteilchen, das anschließende Umrühren des Honigs zur Erzielung eines zarteren Aussehens und einer langsameren Kandierung und das ruhige Abfüllen in die Einheitsgläser voranstellte. Dabei wies er darauf hin, daß nur reifer Honig geschleudert werden soll; Rapshonig erfordert eine schnellere Behandlung. Für die Honigwerbung wurde besonders auf Pfarrer i. R. Aischs ausgezeichnete Broschüre „Honig ist Herznahrung" hingewiesen. Die Hausfrau soll dahin aufgeklärt werden, daß sie nur deutsche in Einheitsgläser abgefüllte und vorschriftsmäßig etikettierte Markenware an Stelle des ausländischen Honigs fordern soll. An Hand von vorschriftsmäßig etikettierten Gläsern zeigte der Vorsitzende die jetzt bei der Bewertung in Betracht kommenden Feinheiten der Etikettierung. Aus praktischer Erfahrung klärte der Vorsitzende die Imker über die Preisfestsetzung auf, die sich in guten und in schlechten Jähren bewährt hat. Auch die infolge des feuchten Wetters bisher geringen Honigerträgnisse sollten die Imker veranlassen, die Preise in gleicher Höhe zu belassen. Er sprach die Hoffnung aus, daß das bessere Wetter auch der Honigernte zugute kommen möge. Vor allem ist große Hosnung auf den „Weißen Klee" zu setzen, der sich ausgezeichnet entwickelt hat und gute Aus- sichten verspricht. Die Erfahrung lehrt, daß namentlich der zweite Grasschnitt durch sein langsames Reifen ertragreicher ist als der erste, schnell aufschießende Graswuchs. Und das Ballett mit den „Tanzeinlagen"? Auch dieses sollte zum lebendigen Ausdruck des Geschehens werden, Träger desjenigen Vorgangs, der in der Musik seinen Ausdruck sucht. Dann wird das „Ballett" nicht mehr als losgelöstes Stück im Ganzen stehen, sondern wesentlicher Teil der Gestaltung werden, wird das dramatische oder spielerische, das heroische oder religiöse Element des Musikdramas mit verkörpern und tragen. Der Zuschauer wird in eine solche wahrhaft tänzerische Gestaltung viel zwingender mit einbezogen, als es geschieht, wenn Worte und Gesang sein Ohr treffen, das Auge aber durch das unbewegte Bild vom Sinn abgelenkt und enttäuscht wird, etwa durch den Chor oder die nach beendeter Tanzeinlage verschwindende Ballettgruppe. Wenn die Musik mit dem Farbenrhythmus der Bühne, mit der bewegten Haltung der Gestalten, mit den Farben des Lichts und den rhythmisch getragenen Worten eine innere Einheit bildet, dann kann auch der Zuschauer sich dieser Harmonie hingeben, ihren Sinn und die sichtbar gestalteten Worte des Dichters miterlebend empfangen und, mit eigenem Leben erfüllt, zurückgeben in das große Spiel, das nun, aus echter Gemeinschaft wachsend, aus Menschenseelen und -geistern gemeinsam geschaffen wird. Das „große Spiel", es ist das in hohe Form gebrachte menschliche Erleben, die aus den Realitäten des täglichen Daseins gehobene Menschlichkeit in ihrer heroischen Absolutheit. Die Laienspiele, die wieder bei uns gepflegt werden, sind der Weg zu einer großen allgemeinen Belebung des Spiels in allen Kreisen des Volkes. Spiel ist Tanz. — So war es bei unseren Vorfahren, die in frühester Zeit schon ihre religiösen Ekstasen, ihren Kampsesmut, die Lebensalter und das Todeswissen in Tanz und Spiel zum Ausdruck brachten. Der einzelne wurde in den Rausch der beherrschenden Idee gehoben und erlebte die höchste Bejahung seiner Geisteswelt. Wird nun heute der Sänger und Schauspieler auch Tänzer, d. h. nicht etwa Virtuose, sondern von innen her tänzerisch bewegter Ausdruck, wird der Tänzer musikalisch-pantomimisch sinnvoll bewegt, werden alle Gestalten mimisch-plastisch in den Raum gestellt, dann ist die Einheit vollzogen, und das dichterisch-musikalische Werk hat feinen Ausdruck gefunden. Die Kräfte, die jetzt vielfach daran gewandt werden, um Musik und künstlerische Gestaltung dem Volke nahe zu bringen, sie müßten den Weg zu einem noch so weit intensiveren Mitschaffen aller an der neuen Bühnenform bereiten und einleiten. Die schöpferischen Kräfte der Jugend sollten auch auf Llzenzfahrer. Solo-Räder (acht Runden--128,64 Kilometer): Bis 250 ccm : 1. A. G e i ß - Pforzheim (DKW.) 1:07:51,6 Std. = 113,7 km/st; 2. E. Kluge-Chemnitz (DKW.) 1:09:15,0 — 111,5 km/st; 3. W. Winkler-Chemnitz (DKW.) 1:13:03,0 Std. - 105,7 km/st; 4. S. Wünsche-Langebrück (DKW.) 1:14:19,2 Std.; 5. H. Häusler-Meßkirch (DKW.) 1:16:30,8 Std. tvv„ Bis 350 ccm: 1. H. Fleischmann -Nürnberg (NSU.) 1:06:20,0 Std. = 116,2 km/st; 2. O. Steinbach-Mannheim (NSU.) 1:08:43,8 Std. — 112,4 km/st; 3. Knees-Königsberg (NSU.) 1:10:06,0 Std. = 110,1 km/st; 4. F. Fallier-Nürnberg (Norton) 1:10:53,2 Std.; 5. G. in der Elst-Munchen- Gladbach (Norton) 1:13:10,2 Std. Bis 500 ccm: 1. O. Steinbach-Mannheim (DKW.) 1:03:59,2 = 120,6 km/st (Tages- beftzeit); 2. H. Fleischmann-Nürnberg (NSU.) 1:04-01,6 ----- 120,55 km/st; 3. Mansfeld-Breslau (DKW.) 1:04:50,3 Std. = 119,0 km/st; 4. H. P. Müller-Chemnitz (DKW.) 1:04:57,2 — 118,8 km/st; 5. W. Herz-Lampertheim (DKW.) 1:07:07,6 Std. = 115,0 km/st; 6. B. Petruschke-Berlin (Rudge) 1:08:36,8 = 112,5 km/st; 7. K. Rührschneck-Nürn- berg (Norton 1:09:26,2 = 111,1 km/st. Seitenwagen: Fünf Runden = 80,4 km: Bis 600 ccm: 1. K. Braun-Karlsruhe (DKW.) 47:31,8 Min. = 101,5 km/st; 2. Starkle (Schweiz) (NSU.) 47:38,8 = 101,2 km/st; 3. H. Bock-Mannheim (Norton) 48:46,4 Min. — 98,9 km/st; 4. G. Römer-M. Vohwinkel (Norton) 51:34,8 Min; 5. A. Meinecke-Stendal (NSU.) 55:16,6 Min. Bis 1000 ccm : 1. H. Kahrmann-Fulda (DKW.) 47:51,8 Min. = 100,8 km/st; 2. E. Zimmermann-Nürnberg (NSU.) 50:08,6 Mim — 96,2 km/st; 3. P. Weyres-Aachen (HarleyDavidson) 53:01,0 Min. = 91,0 km/st; 4. Döbereiner-Thier- ftein (BMW.) 54:03,4 Min.; 5. I. Brmkmann- Münster (BMW.) 55:12,6 Min. K. Mansfelds Energieleistung. Zu dem Vorfall, der den DKW.-Fahrer Mansfeld bei „Rund um Schotten" in der 500er-Klasse der Solomaschinen in der sechsten Runde um seine Siegesaussichten brachte, hörten wir folgendes: Mansfeld hatte eben den bis dahin führenden Müller passiert, als er kurz vor Rudingshain in vollem Tempo eine Kurve nahm. In diesem Augenblick bekam er an einer wohl unebenen Stelle durch den Lenker einen so starken Stoß, daß sich der linke Arme auskugelte. Mansfeld ließ feine Maschine bis Rudingshain ausrollen. Dort renkte ihm ein Sanitäter den Arm wieder ein. Beim Antreten der Maschine kugelte sich der Arm nochmals aus und mußte erneut eingerenkt werden. Bei der anschließenden tollen Verfolgung der Spitzengruppe holte dann Mannsfeld — wie im Bericht erwähnt — mit 125 km/st die schnellste Runde des Tages, eine großartige Energieleistung! entnehmen: , , , Während der Werberat die Hauptwerbemittel schon vor längerer Zeit regelte und die betreffenden Werber seitdem laufend beaufsichtigt, um die früher vorhandenen Mängel (z. B. Preisuntreue, falsche Auflagenangaben) für immer unmöglich zu machen, hat sich in letzter Zeit eine neue Werbeart, nämlich das gewerbsmäßige Austragen von Druckschriften Werbungstreibender Firmen stark ausgebreitet, ohne bisher einer genügenden Kontrolle unterworfen zu sein. Es zeigten sich bald gewisse Mißstände, die besonders dann zu suchen sind, daß unzuverlässige oder fachlich ungeeignete Personen glaubten, hier eine neue Derdienstmog- lichkeit entdeckt Zu haben, ohne andererseits bei der Führung ihres Geschäfts die nötige Sorgfalt walten zu lassen. Die nunmehr auch für diese Art der Werbung eingeführte Genehmigungspflicht gibt dem Werberat die Möglichkeit, regelnd emzu- greifen und die Entwicklung dieser Art der Werbung Honigbehandlung Zur Zeit in Montage bzw. bei den letzten Atelier- Aufnahmen befinden sich vier Filme und zwar: „Verräter" (mit Willy Birgel und Lida Baarova), „Ritt in die Freiheit", „Das Mädchen Irene" und „Glückskinder" (mit Lilian Harvey und Willy Fritsch). Auch zwei große Filme mit Albers stehen auf dem Programm. Vorbereitet werden zur Zeit weitere neun Filme und zwar: „Menschen ohne Vaterland" (mit Willy Fritsch, Birgel und Käthe Gold), „Und Du mein Schatz fährst mit", „Das Hofkonzert", „Das schöne Fräulein Schragg" (nach dem Roman von Fred Andreas), „Heimliche Liede", „Annemarie", „Der Jäger von Fall" (nach Ganghofers Roman), „Gleisdreieck" und „Berlin, wie es weint und lacht". Mit den Atelier- bzw. Außenaufnahmen für diese Filme wird demnächst begonnen. Die OrtsfachgruppeGießen der Reichsfachschaft Imker hielt am Sonntagnachmittag im „Hotel Hopfeld" ihre Juli-Monatsoersammlung ab. Der Vorsitzende G. Bodenbender sprach zu den augenblicklich sehr wichtigen Fragen der Honigbehandlung, der Werbung für den Honig und denen des Verkaufspreises. In sehr eingehender Weise unterstrich er die Bedeutung der Behandlung des Honigs, um diesem die ihm zukommende Gelt- tung zu verschaffen. Alle Unklarheiten auf dem Gebiete der Behandlung des Honigs müssen beseitigt und den neuen Richtlinien über d.ie Beschaffenheit des Honigs unbedingte Geltung verschafft werden. Auch dem Imker ist zur Aufgabe gemacht, nur erstklassige Ware auf den Markt zu bringen. Die Richtlinien sind durch den Obmann Pfarrer i. R. A i s ch (Bad-Nauheim) bereits bekanntgegeben. Nach diesen Richtlinien wird eine strenge lieber« wachung gehandhabt werden. Aus diesem Grunde ist die Benutzung des Einheitsglases und die vorgeschriebene Etikettierung unbedingt einzuhalten. Kann der Imker den Honig nicht vorschriftsmäßig zum Verkauf stellen und den Honig zur Markenware machen, dann ist er dem Händler ausgeliefert und die Folge wird sein, daß die Rentabilität der Bienenzucht in Frage gestellt ist. Die Bienenzucht wird dann nur noch Liebhaberei sein. Die deutschen Imker würden mit einem Schlage ein Werk vernichten, das sie in jahrzehntelanger mühseliger Arbeit aufgebaut haben. Hur durch restlosen Einsatz und geschlossenes handeln aller Imker wird es möglich sein, den Ertrag der deutschen Bienenzucht zu steigern, die Einfuhr von ausländischem Honig einzuschränken und der deutschen Volkswirtschaft erhebliche Werte zu erhalten und zu schaffen. besprochen. Mit Dankesworten an die Erschienenen kommenden Jahr die Einfuhr dieses Samens auf und vor allem für die vielen Anregungen beschloß das allernotwendigste beschränkt jein wird. Sehr der Vorsitzende die Versammlung in üblicher Weise. Hierauf Oberheffen Fahne in des Reichs übergegangen. LPD. Bad-Rauh ei Serlungssingen des Kreises Ohm-Lmdatal <1 Fahnenweihe des Gesangvereins ,/<5ermonio// Lauter Nachdruck verboten! 29. Fortsetzung. „Fahne! Wir folgen dir! Fahne! Dich lieben wir. Wir schwören mit Herz und Hand getreu auf Leben und Tod zu singen für Führer und Vaterland um Freiheit, Arbeit und Gott!" In reger Aussprache wurden viele praktische Erfahrungen ausgetauscht. So wurde u. a. daran erinnert, daß namentlich die Aussaat des „Riesenhonigklees" sehr vorsichtig vorgenommen werden soll, damit kein Samen verloren geht, weil im ausführlich wurde die auf der Station der Gießener Ortsfachgruppe sehr befriedigend ausgefallene Königinnenzucht .........heim, 18. Juli. In einer Lehmgrube verunglückte ein 39jähriger Werkmeister dadurch, daß das Förderseil der Kippwagen riß und mit seinem schweren Ende gegen den Kopf des Unglücklichen schlua. Der Werkmeister wurde ins Krankenhaus geschafft, wo er nach mehreren Stunden seinen schweren Verletzungen wieder gelenkig zu machen. „Ich bin doch kein Waschweib." „Na, das bist net. Aber das Grausn wird dir komm, wann i dir's sagen wollt. Der Data hat Bankerott gemacht. Jetzt is die Polizei hinter ihm drein, und das Madl hat bei mir Unterschlupf gsucht. Und jetzt muß i's versteckt haltn, und niemand soll wissn, daß 's da is. Die Haar könntn dir grau werdn, wenn man bloß dran denkt. — Haft was gehört?" fragt er ängstlich, als Steffen nach der Tür horchte. „Es hat jemand gerufen!" Mit zwei Sätzen war der Lois draußen. „Ist Wolfgang gekommen?" fragte Maria über das Treppengeländer geneigt. „Jessas na! Tun's net glei neigehn?! Das kann Ihnen ja 's Leben kostn! — Glei gehn S' net!" Er war ganz blaß im Gesicht, als er wieder zu Steffen ins Zimmer trat. „Jetzt hat's Angst ghabt, es könnt einer kommen fein, der ihr was antun will." „Was für einer?" Steffens Blick lag durchdringend in dem seinen. „Von der Polizei halt." „Du belügst mich, Lois!" Der schüttelt nur den Kopf. „Doch!" beharrte Steffen. „Ich glaubte, mehr Vertrauen von dir erwarten zu dürfen." „I derf dir's ja net sagn! I kann ja net!" Hor- nester legte den Kopf verzweifelt gegen die weißgescheuerte Tischplatte, hob ihn unvermittelt und sah Steffen geradewegs an. „Kennst einen Herrn Amselmann in der Stadt drinnen?" „Rein." „Mächtig reich is er." Der Lois seufzte, als müßte er die Zugspitze abtragen. „Dem gehört das Madl." „Ach so! — Nicht dir also?" „Nein! I muß bloß aufpassen drauf." „Auf ein großes Mädchen", lachte Rolf abfalltg. „Na, da hast du ja eine nette Beschäftigung. Aber bei Frauenzimmern dieser Art hilft auch die beste Beaufsichtigung nichts. Die bleiben was sie sind ..." „Du!--" Der Lois ächzte mit geballten Fäusten, sein Atem keuchte dicht vor Steffens Gesicht. „Du!--" Dann war es vorbei. Die Schultern fielen ihm nach vorne, und ein verzweifeltes Lächeln stand um seinen Mund. „Das hättst net sagn dürfn, Steffen, das net. Magst 'naufgehn zu ihr und magst dir's anschaun?" 4- Lauter, 19. Juli. Unser vom großen Verkehr etwas abseits gelegenes Dorf, das lang hingestreckt in einem Tale, durchkreuzt von der Straße Grunberg—L-aubach liegt, aber durch seine großen Obstanlagen, besonders Kirschen und Aepfel, einen guten Ruf genießt, hatte am Sonntag seinen großen Tag: Fahnenweihe des Gesangvereins „Germania" und Wertungssingen des Kreises Ohm-Lumdatal! Seit der Schulhauseinweihung im Jahre 1910 hatte keine größere Veranstaltung in unserem Dorfe stattgesunden und so hatte man alles aufgeboten, um dieses Fest: Fahnenweihe und Wertungssingen würdig zu begehen. Als Einleitung fand am Samstagabend am Ehrenhain vor dem Garten des Schulhauses eine Gedenkfeier statt. Bei der sich bann anschließenden geselligen Feier aus dem Festplatze, der an der Straße nach Laubach gelegen, gab der Vereinsführer H. V i e h l eine eingehende Schilderung über den im Jahre 1900 gegründeten Verein und seine Geschichte. 28. Landesfeuerwehrtag in Nieder-Olm Heber 800 oberhessische Feuerwehrmänner in Rheinhessen. Verfluchtes Gold! jRoman von 3- Echneider-Zoerstl. Urheberrecht: Verlag Oskar Meister, Werdau i. Sa. land" von Hermann Grabner. Hierauf erfolgte durch den Vertreter der Partei, Kreisamtsleiter H e h (Grünberg), die Weihe der zur Anheftung an die Dereinsfahnen bestimmten Haken- kreuzwimvel. Eingehend schilderte der Redner, wie durch diese Handlung die hinter den Fahnen mar- schierenden Sänger zu treuen Anhängern des Führers und seiner Bewegung werden sollten, und wie die Partei die Arbeit der Gesangvereine als echte, wahre Arbeit an Volk und Vaterland zu schätzen wisse und daher daran Anteil nehme. Die Hakenkreuzwimpel weihte er dann durch Berührung mit der Sturmfahne des SA.-Sturmes 3/116 (Grünberg), während Kreisführer Gengnagel sie alsdann an die Vereinsfahnen heftete. Die Fahnen folgender Vereine erhielten Wimpel: Lauter, Burg-Gemünden, Göbelnrod, Weickartshain, Stockhausen, Queckborn, Ober-Ohmen, Grünberg mit den beiden Vereinen „Männerchor" und „Sängerkranz", Lehnheim, Reinhardshain, Nieder-Gemün- den, Saasen, Ruppertenrod, Groß-Eichen, Lardenbach und Harbach. Als Schluß der Kundgebung erklangen dann die beiden Massenchöre „Nur die Tat macht frei" (Komponist unbekannt) und „Kameraden, wir marschieren (Jürgen Niel). Der Zug ordnete sich hierauf wieder und marschierte zum Festplatz. Für den festgebenden Verein jprach hier der Vereinsführer die Begrüßungsworte, worauf noch Choroorträge verschiedener Kreis- und Gastvereine folgten. Den Ausklang bildete Tanz und Volksfest, das bei günstigem Wetter einen guten Verlauf nahm, wäh- , rend die Vorfeier am Samstagabend unter anhalten- | dem Regen etwas beeinträchtigt wurde. Nieder-Olm, im Herzen Rheinhessens, im lieblichen Selztal, am Fuße rebenumkränzter Hügel gelegen, stand am Samstag und Sonntag im Zeichen des 28. Landesfeuerwehrtages. Bereits am Samstagvormittag trafen Vertreter der Wehren ein, uub ber Sonberzug aus Oberhessen brachte am Nachmittag die Vertreter unserer heimischen Wehren in den Festort. Die Straßen prangten zu Ehren der aus ganz Hessen herbeigeeilten Feuerwehrleute in festlichem Schmuck. Nach dem Eintreffen der oberhessischen Kameraden begann sofort in zwei Sälen die Tagung. Landesfeuerwehrführer Müller begrüßte die Vertreter der Regierung, der Brandversicherungskammer, des Reichsstatthalters und der Feuerwehrkameraden. Der Präsident der Brandversicherungskammer sagte weitere Unterstützung zu. Beigeordneter H o r n - Nieder-Olm überbrachte den Willkommengruß der Gemeinde und wünschte der Tagung vollen Erfolg. Daraufhin hielt der Landesfeuerwehrführer eine kurze Aussprache, in der er der Toten des Weltkrieges, der Bewegung und der Feuerwehren gedachte. Die nun beginnende eigentliche Arbeitstagung bezeichnet er als Führerschulung. Die fachliche Ausbildung dagegen geschehe auf der Feuerwehrschule. Es wurden sodann einige Telegramme verlesen, in denen der Tagung guter Erfolg gewünscht wurde. Gauleiter Sprenger war durch Kreisleiter Dr. Hildebrandt-Gießen vertreten. Präsident Krebs von der Btandversicherungs- kammer erhielt für seine Verdienste um das Feuerlöschwesen das Feuerwehrehrenkreuz. Sodann folgte die Ehrung einiger verdienter Feuerwehrkameraden durch Überreichung des Hessischen Feuerwehr- Ehrenkreuzes. Auch der Landesfeuerwehrführer Müller erhielt das Ehrenkreuz und von dem Er füllte eben das zweite Glas, als unten ein Schlitten vorfuhr, der Rolf Steffen brachte. Steffen läutete erst gar nicht lange, ließ die Dackel kläffen und stapfte durch den Schnee nach dem Haus. „Grüß Gott, Lois! Ist das nicht fix gegangen? Steht es schlimm?" rief er unter der Tür. „Besser geht's! Mein Gott, was tut man denn net, wenn man sich nimmer z' helfen weiß. Jetzt hat's dich aber richtig ausgfrorn. Magst net retn- kornmen zu mir?" . , „ „Natürlich!" sagte Rolf. „Reizend hast du s, lobte er, in die niedere Stube tretend." Da kann man schon seine Freude haben. Wenn ich etwas durchwärmt bin, führst du mich zu der Kranken. „Ja, ja!" stotterte der Lois. „Z'erst machst dir's aber a bisserl kommod. Weißt, Steffen, es war gar nimmer notwendig — i mein — weil s halt grad so gut schlafn tut das Madl/ Steffen wurde aufmerksam. „Hör einmal Lots, vor mir brauchst du dich nicht zu genieren und fein Versteckspiel zu treiben. Was ist denn eigentlich los? Ich glaube, ich weiß es, auch wenn du mir s nicht eingestehen willst: du hast etwas angefangen. Lois sank auf die Bank neben dem ^enfter unb fühlte, wie ihm bie Knie zitterten. „Was soll i beim angfangt habn, Steffen? Was beim. „Weißt bu's wirklich nicht?" „Nix weiß i! Wahr unb wahrhaftig, Steffen. Unb bann in jähem Begreifen. „A so meinst s. Na, na, bas mußt net benken!" „Ich habe dich boch nicht gekränkt?" entschulbigte sich Rolf. r „ „Woher beim! Aber weißt, Steffen — $trr5 gott von Ninive! Der Lois würbe jetzt mit Kratzen hinter ben Ohren kaum mehr fertig. „A ganz a verzwickte Gschicht is bas! A ganz a verzwickte. Wann i reben bürst, Steffen, ba tätft fchaun!' „Warum barfft bu benn nicht reden?" verwunderte sich Rolf, die Hände reibend, um feine Finger „Danke, jetzt nicht mehr. Ich habe für alle Fälle eine Medizin für sie mitgebracht. Wenn es eine gewöhnliche Erkältung ist, hilft sie sicher. Wenn nicht, mußt du einen Arzt holen. Ihr Herr Amselmann wird sicher für alles aufkommen." „Für alles, ja!" sagte der Lois treuherzig, der sich vorkam, als sitze er auf einem Karussell, das sich mit rasender Geschwindigkeit im Kreise drehte. „Wenn Sie's wissn tat, Rolf, möcht's nimmer lebn. Aber sie weiß ja nix." „So empfindlich ist die Kleine", spottete Steffen. „Armer Kerl!" Dabei schüttelte er den Lois an den Schultern. „Laß dir einen Rat geben: schau, daß du sie aus dem Hause bringst. Dieser Herr Amselmann soll sich einen anderen Wärter für seine Geliebte suchen. Für dich ist sie eine Gefahr." „Die — die das Madl meinst?" „Das Mädl, ja. Sei doch ehrlich, Lois! Mach mir doch nichts vor! Du bist ja selber verliebt in sie." Hornester lachte, daß ihm die Tränen kamen. „I bin verliebt in sie! Das hab' i selber noch net gwußt." „Das glaube ich dir aufs Wort. Aber jetzt weißt du's." „Jetzt weiß i's, ja, Steffen. — Also i bin verliebt in sie! Da wird s' aber schaun, wann i ihr das sag." „Du machst ihr sicher eine Freude mit diesem Geständnis." _ ä „Allweil, Steffen! Trink jetzt dein Tee. Das derfst mir net abschlagn", drängte er, als Rolf die Tasse beiseite schob. „Schau, ber geht ja net auf d' Rechnung von Herrn Amselmann. Den hab' i selber zahlt aus meiner Taschn." Steffen lächelte, setzte bie Tasse an den Mund unb trank. „Bist boch ein guter Kerl, Lois!" sagte er bann. Mit einem schweren Atemzug erhob er sich von ber Bank, burchquerte bie Stube unb blieb vor dem Ofen stehen. „Möchtest bu dich verbessern? „Verbessern? — A na! Mir paßt's ganz gut ba. I weiß schon, was b’ meinst", sagte er, als Rost zu sprechen beginnen wollte. „In b' Stabt pass i net nein, Steffen. Da is 's mir z' eng, weißt. I brauch Lust und Sonn' und Wald unb Berg, und bas hab' i alles ba in ber Grainau. So lang mich ber Herr Amselmann bhalt, bleib i." „Unb wenn das Mädchen eines Tages geht? „A so, bas Mabl, bas laßt bir keine Ruh' mehr", sagte er ernst. „Schad, daß dir's net anschaun magst. Aber is vielleicht besser, net.--Also: wann das Madl geht, nachher bin i halt wieder alleinigs. Das macht aber nix. — Magst noch a Schalerl Tee?" „Danke! Aber wenn du einen Schluck Milch für mich hast?" „Freili. An ganzen Liter kannst habn. Magst a Haut drauf? Oder soll i's durchseihn? — Sie will s' allweil durchgseiht habn." „Ich nicht!" „Möchst einen Zucker in bie Milch?" „Danke, lieber eine Brise Salz." „Akkurat wie sie! Sie will a allweil a Salz drinnen habn, unb's schmeckt so grauslig. — Du, wer hätt' das seinerzeit beim Straßenbau denkt, daß wir uns da wieder treffn tätn?" „Ja, es ist merkwürdig", meinte Steffen. „Hast jetzt a sicheres Brot?" erkundigte sich Hör- nefter. „Ich bin noch immer nichts, mein Lieber. Mein Examen beginnt erst im Mai. Aber meine Mutter lebt jetzt wieder mit meinem Vater zusammen. Er ist der Sänger Steffanelli." „Dann bist also jetzt ein Herr Amselmann?" „So ähnlich, ja!" Diesmal mußte Rolf doch herzlich lachen. „Ich hätte dir so gern gholfen", sagte er bann. „Aber bu willst ja nicht." „Na, bank bir schön. Wann i mich aber wirklich einmal nimmer auskennen sollt, bann nimm i mir schon bie Courage unb such dich auf, ober i schreib' bir. Bloh a Frag' hätt' i gern noch beantwort' ghabt." „Welche?" „Bist gar nimmer verliebt in bas Mabl — weißt schon — damals?" Steffens Gesicht wurde abweisend. „Ich habe dir schon in Garmisch gesagt, daß ich sie vergessen habe. Vollkommen! Vielleicht ist sie auch bei einem Herrn Amselmann. Sehr wahrscheinlich sogar." „Und bu hilfst ihr net!" rief ber Lois empört, „Laßt sie einfach bem anbern?" „Wie soll ich ihr benn helfen?" erwiderte Steffen. „Ich denke, ich bin ihr alles, komme in ihre Wohnung und muß mir sagen! assen, daß sie fort ist. Kein Mensch weiß wohin. Einfach verschwunden. Ich warte Tage, Wochen, feine Zeile von ihr. Nichts." Fortsetzung folgt. (Großen-Buseck); „Eintracht" Reinhardshain, Musiker Sommer lad (Beuern); „Eintracht" Nieder- Gemünden, Lehrer Graulich (Burg-Gemünden); „Eintracht" Saasen, Musiker Volk (Gr.-Buseck); „Liederkranz" Ruppertenrod, Musiker D a u p e r t (Ulrichstein) und „Gesangverein" Groß-Eichen, Lehrer Appenheimer. Nach beendigtem We'rtungssinaen fand in Anwesenheit der Vereinsführer unb Chorleiter eine Kritik statt. Der Wertungsrichter wies zunächst auf bie heute bestehenben mancherlei Schwierigkeiten ber Gesangspflege hin. Demgegenüber betonte er, baß er im hiesigen Kreise eine gute Leistungsstufe habe feststellen können, ebenso erfreulich sei es, baß auch bie neuere Gesangsliteratur gepflegt werbe. Weiterhin folgte bann eine Besprechung der Einzelleistungen. Den Bundesver- einen wird außerdem nochmals eine schriftliche Bewertung ihrer Leistung zuaesanbt. Nach einer Probe der Massenchöre und einer etwa einftünbigen Mittagspause fand ein festlicher Umzug durchs geschmückte Dorf statt. Voraus Reiter, bann im Wagen Ehrenmitglieber des festgebenden Vereins, darunter auch die beiden ersten Vereins- birigenten: Lehrer i. R. Krebel (Friebberg) unb Lehrer Benber (Lang-Göns), dann Schulmädchen, weißgekleidete Jungfrauen mit ber noch in ber Hülle ruhenben Fahne, ber Dorstanb bes Kreises unb hierauf nach Stimmen georbnet die Sänger ber Kreisvereine. Am Ehrenmal vor dem Schul- Haufe fand dann eine Kundgebung statt. Mächtig erklang unter Stabführung von Kreischormeister Dönges (Merlau) als Begrüßungschor „Deutschland! Heil'ger Name!" von W. Baußnern. Die Begrüßungsansprache hielt Kreisführer Gengnagel (Grünberg), der nach Begrüßungsworten an die Vertreter ber Partei und ben Sangesbrüdern der Kreisvereine auch die Gast- vereine aus dem benachbarten Chattiakreis willkommen hieß und besonders den wieder erstandenen „Sängerkranz" Grünberg als neues Mitglied im Deutschen Sängerbund und daher als Kreisverein begrüßte. Nach einem von Fräulein M. Rinker vorgetragenen Fahnenspruch weihte der Kreisführer die neue Fahne mit den Worten: Der Sonntagvormittag brachte das Wertungssingen. Beteiligt waren dabei die Vereine des südlichen und östlichen Teiles des Kreises, da die im nördlichen Gebiet des Kreises gelegenen Vereine ihr Wertungssingen bereits am 5. Juli in Londor.f abgehalten hatten. Folgende 15 Kreisvereine unter ihren Chorleitern stellten sich dem Wertungsrichter, Musikdirektor Dr. Werner (Frankfurt a. M.): „Germania" Lauter, Ernst Nicolai (Großen-Buseck); „Eintracht" Burg-Gemünden, Lehrer Graulich; „Eintracht" Göbelnrod, Lehrer Allendörfer; „Liederkranz" Flensungen, Lehrer Dönges (Merlau); „Männergesangverein" Weickartshain, Lehrer Langohr; „Liederkranz" Stockhausen, Lehrer Ranft; „Jugendtreu" Queckborn, Musiker Rud. Nicolai (Großen-Buseck); „Germania" Ober- Ohmen, Musiker Daupert (Ulrichstein); „Männerchor" Grünberg, Musiklehrer Leib (Gießen); „Liederkranz" Lehnheim, Musiker Rud. Nicolai erlag. + Aus der nordwestlichen Wetterau, 19. Juli. Das ersehnte Erntewetter hat sich eingestellt. Wenn in den nächsten Wochen alles das gut eingebracht werden kann, was auf den Aeckern steht, bann wirb unsere Gegenb eine Rekordernte — wie seit Jahren nicht — erzielen. Sowohl die Winter- wie bie Sommerfrucht stehen sehr gut. Unsere Gegenb ist von schweren Unwettern, wie sie bie jübliche Wetterau erleben mußte, verschont geblieben. Allerbings liegen viele Getreidefelber auf ebener Erbe, was ein beschwerliches Ernten bes Getrei- bes zur Folge hat. Die Maschine kann nicht wie in ben anberen Jahren ausgiebig benutzt werben. Die zu ermartenbe gute Ernte wirb ben Landwirt für biefe Mehrarbeit entschäbigen. Die Hackfrüchte haben sich unter ber Feuchtigkeit ber letzten Wochen auch sehr gut entwickelt. So sind auch hier die Ernteaussichten recht erfreulich. Einen geringen Ertrag bringen in diesem Jahr die Apfelbaume. Besser sind die Aussichten für Mirabellen, Pflaumen und Zwetschen, ebenso reichlich wie fast jedes Jahr tragen die Birnbäume. Der in unserer Gegend nicht seltene Walnußbaum dürste in diesem Herbst recht erträglich sein. Die Beerenernte in ben Gärten war burchweg recht befriebigenb. In reicher Menge gab es Stachel- unb Johannisbeeren, nicht minder ertragreich waren die Himbeersträucher und die Erd- beerbeete. Kreis Friedberg. pb Butzbach, 19. Juli. Der Inhaber des Hotels Hessischer Hof, Herr Alwin Fricke, hat ab 1. August d. I. das Hotel nebst bem großen Saal an ben Besitzer bes Nassauer Hofes in Weilburg, Herrn Herrn. Müller, verpachtet. Das Hotel wird am 1. August geschloffen, um umgebaut und neu hergerichtet zu werben. Das zum Anwesen gehörige Kino nebst bem CafL wirb von bem seitherigen Besitzer weiter betrieben. — In letzter Zeit hat mehrfacher Besitzwechsel von Geschäften ftattgefunben, so ist bas Geschäftshaus von Simon am Marktplatz von Schuhmachermeister Chr. Rotharbt angekauft, unb basjenige von Jsibor Krämer, Wei- feler Straße, von Kaufmann B e r n b t erworben worben. Weiterhin ist ber sog. Benbersche Amthof zwischen dem ehemal. Oberförstereigebäude unb dem Amtsgerichtsgebäude in den Besitz Österreichischen Feuerwehrverband das Österreichische Feuerwehrkreuz I. Klasse. Es folgte nun der Vortrag des Kreisfeuerwehr- führers Leichter- Neu-Isenburg über die „A l a r- mierung ländlicher Feuerwehre n", wobei er besonders über öffentlichen Alarm und stillen Alarm sprach. Weiter sprach ein Vertreter des Reichsluftschutzes über dieZusammenarbeitvon Lufts chutz und Feuerwehren. Es wurde bekanntgegeben, daß beabsichtigt ist, die Feuerwehrfachschule für das ganze Jahr hindurch einzurichten. Für diesen Zweck wird von den Wehren pro Mitglied und Jahr ein Beitrag von 10 Pf. gefordert, dem die Versammlung zustimmte. Branddirektor N o e h l - Mainz gab nun Auskunft über verschiedene Anfragen. Kreisseuerwehr- führer Wernher - Oppenheim gab Auskunft über Einteilung und Neugliederung der Wehren. Branddirektor N o e h l - Mainz referierte über Katastrophentaktik und bie Feuerlöschgesetzgebung. Da nun die Feuerwehren als Polizei-Exekutive anerkannt sind und neben der Wehrmacht und der Polizei öffentlichen Sicherheitsdienst bei Gefahren ausüben, sind bie (Semeinben verpflichtet, bie Kosten für die Wehren zu tragen. Landesfeuerwehrführer Müller dankte ber ©emeinbe Nieber-Olm und den Nachbargemeinden für die freundliche Aufnahme. Je ein Telegramm an den Führer unb Reichskanzler, sowie an ben Reichsstatthalter unb Gauleiter Sprenger, in bem 6000 hessische Feuerwehrleute Treue unb Gefolgschaft gelobten, wurden abgefanbt. Mit dem Horst-Wessel-Lied und dem Deutschlandlied wurde die Tagung geschlossen. Der Samstagabend war der Begrüßung und Ehrung der Nieder-Olmer Wehr zu ihrem 50jährigen Bestehen gewidmet. Trotz des schweren Gewitters haben sich tausende Feuerwehrleute eingefunden, die den hei- nahm Dereinsführer V i e h l die neue v__.z______die Obhut bes Vereins. Fräulein E. Ro ck überreichte fobann eine von ben Jungfrauen und Frauen bes Ortes gestiftete Fahnenschleife. Dann übergab ber Vereinsführer die Fahne bem Fahnenträger H. Peter, ber sie in Treue zu tragen versprach. Es folgte ber Gesamtchor „Für Deutsch- Tödlicher DerkehrSunfall zwischen Lich und Nieder-Bessingen. * Lich, 20. Juli. In ber vergangenen Nacht gegen 1 Uhr ereignete sich auf ber Straße zwischen Lich und Nieber-Bessinaen ein schwerer Verkehrsunfall Ein Motorradfahrer namens Willi Kaufmann aus Kelkheim im Taunus stieß mit einem Radfahrer zujammen und erlitt dabei Verletzungen, die seinen Tod zur Folge hatten. Der Radfahrer, ein Mann aus Pohlgöns, kam mit leichteren Verletzungen davon, lieber die Ursache des Unfalls liegen nähere Meldungen noch nicht vor. Die polizeilichen Ermittlungen sind im Gange. Landkreis Gießen. T Mainzlar, 19. Juli. Nach dem Standesamtsregister wurden hier in der Zeit vom 1. Januar bis 30 Juni geboren 9, Eheschließungen fanden 5 statt, (Sterbefälle 6. D ß i cfa, 17. Juli. Gestern gegen 19 Uhr ereignete sich an der Ecke Butzbacher Straße und Gießener Straße vor dem Eingang zum Schlohpark em Berke h rs u n f a l l. Ein aus der Garbenteicher Straße in die Butzbacher Straße einbiegender Motor r a d- fahrer aus Münzenberg konnte bie unübersichtliche, scharfe Kurve nicht in vorschriftsmäßiger Weise nehmen unb gelangte auf bie linke Straßenseite, wobei er auf ein entgegenEommenbes Lieferauto auffuhr. Obwohl beide Fahrzeuge sofort scharf bremsten, war der Anprall so stark, daß das Motorrad einige Meter zurückgeschleudert wurde wobei der Fahrer unter das Kraftrad zu liegen kam. Außer einigen nicht unerheblichen Beinverletzungen kam der Verunglückte noch glimpflich davon, lediglich Die Maschine wurde stark bejchädigt. + Grünberg, 19. Juli. Am Samstagnachmittag ereignete sich hier ein Slutounfall, ber glücklicherweise glimpflich abging. Ein Auto aus Berlin, bas von ber Rosengasse aus beim Einbiegen in bie Alsfelder Straße anscheinend nicht weit genug rechts ausbog, wurde von einem entgegenkommenden Auto stark an der Unken Seite angefahren. Dadurch wurde es schwer beschädigt, zum Glück blieben aber die beiden Insassen unverletzt. Der Zusammenstoß entbehrte nicht einer gewissen Komik, denn das anstoßende Auto, das aus dem Kreise Alsfeld stammt unb auf seinem Verdeck mehrere Körbe mit Heibelbeeren trug, entleerte diese Labung größtenteils auf bie Straße. Da es unversehrt blieb, konnte es nach ben sofort aufgenommenen polizeilichen Feststellungen seine Fahrt fortsetzen, währenb die Weiterfahrt des Berliner Autos erst nach mehrstündigen Reparaturarbeiten möglich war. Das mit dem Doppel fortgesetzt. Meisterschaften der Schwimmer und Ruderer Wie Aus aller Wett. „Graf Zeppelin" über Valencia. die Deutsche Seewarte mitteilt, stand das sind für Sonntag, 26. Juli, zur Teilnahme verpflich' tet. Es wird auf den drei Bundesbahnen gekegelt. Die Sieger erhalten künstlerische Diplome. Es wird nur die Höchstzahl von einer der drei Bahnen gewertet, weil der siegende Kegler nur ein Diplom erhalten kann. Sportamt „Kraft durch Ireude". Heute folgende Kurse: Allgem. Körperschule, Frauen und Männer: Bon 19.15 bis 20.30 Uhr, Universitats- sportplatz am Kugelberg. Schwimmen für Anfänger: Bon 18 bis 19 Uhr, Frauen und Männer, Müllersche Badeanstalt. „ .. M Reiten: Bon 21 bis 22 Uhr, Universüats-Reit- institüt, Brandplatz. Fröhl. Gymnastik u. Spiele, Frauen: Bon 20.30 bis 21.45 Uhr, Lollar, Kantine der Fa. Buderus. Das Reitturnier in Vad-Aauheim Die Wettbewerbe des Samstags. Das Reitturnier in Bad-Nauheim nahm am Samstag auf dem herrlich gelegenen Turnierplatz am Johannisberg in Anwesenheit vieler Zuschauer seinen Anfang; fast ausnahmslos waren Reiter und Pferde zur Stelle. Wie hart die Wettbewerbe umstritten waren, geht am besten daraus hervor, daß im Glücks-Jagdspringen nicht weniger als drei Pferde mit je 21 Sprüngen und 152 Sekunden über die Bahn gingen; später gelang es jedoch Oblt. von S a l v i a t i mit 138 Sekunden eine noch schnellere Zeit herauszuholen. Sattelmeister Eckhardt vom Stall Friedrichshof bewährte sich erneut als ausgezeichneter Reiter und errang nicht weniger als drei Siege auf dem ostpreußischen Schimmel Cortez. Weitere Frankfurter Erfolge gab es durch den Dressur-Sieg Dr. C. A. Schleußner mit „Kadi" und dem ersten Platz im Wettbewerb der Einspänner durch Hugo Ludwig mit dem Traber „Axenstein". Die Reiterstandarte 49 kam in kleineren Wettbewerben zu zwei schönen Erfolgen. Glänzende Ergebnisse des Sonntags. Gutes Wetter war dem Bad-Nauheimer Reitturnier auch an seinem zweiten Tag beschieden, und so fanden auch am Sonntag wieder zahlreiche Zuschauer den Weg nach der v.-Tschammer-und-Osten- Kampfbahn, dem herrlichen Turnierplatz des Taunusbades. Zwar war der Boden ziemlich tief, was sich besonders bei dem Springen bemerkbar machte, doch klappte alles wie am Schnürchen. Ausgezeichnet besetzte Dressur- und Fachprüfungen wechselten mit interessanten Springwettbewerben, bei denen mit kaum einer Ausnahme alle Pferde antraten, ab. Zwischen den Wehrmachtsangehörigen entspann sich im Preis vom Frankfurter Reit- und Fahrklub, einem Jagdspringen Klasse M, ein wundervoller Kampf, aus dem schließlich Wachtmeister Becker von der Wiesbadener Artillerie auf Graf v. Luckners Heidi nach einem Stechen vor dem Rensburger Artilleristen Oblt. Neckelmann und dem Cannstatter Reiteroffizier Oblt. N i e m a ck als Sieger hervorging. In den übrigen Wettbewerben schnitt die Reiterstandarte 49 Frankfurt a. M. gut ab. Standartenführer Wehner gewann die Dressurprüfung um den Preis der SA.-Gruppe Hessen, während die Sturmführer Dr. Schleußner und Eckhardt in Reit- und Dressurprüfungen mehrfach zu Erfolgen kamen. Die Ergebnisse. Am Samstag. Preis von der Wetterau, Jagdspringen Kl. A, Abtkg. A.: 1. Eugen Dietz' Irma (SA.-Mann Dietz) 0 Fehler; 2. Reiterstand. 49 Ffm., Erlkönig (SA.-Scharführer Mehl, 3 F.; 3. Reiterstand. 49 Ffm., Lancier (Sturmmann Kilbinger), 10 F.; Abteilung B: 2. Schwadron Reiter-Rgt. 18, Jbykus (Uffz. Zobeley). 0/72; 2. Reiter-Rgt. 18, Hupe (Oberwachtmeister Bohrmann), 0/79; 3. Reiter-Rgt. 18, Jsmene (Uffz. Zobeley), 0/84. Preis vom Parkhotel, Jagdspringen. Kl. L: 1. Reiter-Rgt. 18, Eifersucht (Oblt. Niemack), 0F.; ___Jnterzonenfinal im Davispokalwettbewerb zwischen Deutschland und Australien begann am Samstag in Wimbledon. Der Kampf steht nach dem ersten Tage 1:1, Deutschland hatte wieder einmal Pech, da der erkrankte Henkel im Kampf gegen Crawford beim Stande von 6:2, 6:2 für diesen aufgab. Don Cramm hatte dann Mühe, den Australier Quist in fünf Sätzen mit 4:6, 6:4, 4:6, 6:4, 11:9 zu besiegen. Der Kampf wird erst am heutigen Montag (Worms 10:40,8); 3X100-Meter-Kraul: SD. Schleswig 4:23,4 (Schleswig 4:32,8). (In Klammer stehen jeweils die Dorjahressieger.) Deutschlands neue Huder-Meister. Wahrhaft großartig war der Verlauf der 25. Meisterschafts-Regatta der Ruderer auf der Olympia- Strecke in Berlin-Grünau. Grünau trug ein festliches Gewand, Zehntausende von Zuschauern gaben den Rennen den notwendigen „Rahmen". Bis auf den „Vierer ohne" verliefen alle Wettbewerbe einwandfrei; wegen einer Kollision zwischen RG: Wiking Berlin und Fachamtszelle Würzburg konnte die Fahrt nicht gewertet werden, sie wird am heutigen Montag nachgeholt. Deutschlands neue Rudermeister heißen: Einer: Gustav Schäfer (Zelle Grünau). Doppelzweier: Zelle Grünau (Willi Kaidel, Joachim Pirch). Zweier ohne Steuermann: Mannheimer RE. 1875 (Willi Eichhorn, Hugo Strauß). Zweier mit Steuermann: Zelle Grünau (Gustmann, Adamski, Steuer: Arend). VierermitSteuermann: Amicitia Mannheim-Ludwigshafener RV. (H. Mais», W. Volle, E. ©aber, P. Söllner, Steuer: K. Batz). Achter: RG. Wiking Berlin (A. Rieck, H. Radach, H. Kuschte, H. Kaufmann, G. Völs, W. Löckle, H. I. Hannemann, H. Schmidt, Steuer: W. Mahlow). Ein feierlicher Akt war die direkt im Anschluß an die Rennen vorgenommene Siegerehrung, bei der die Ersten die Meisterplakette und die Silberkränze überreicht bekamen. mischen Sängern, Turnern und Turnerinnen für ihre vorzüglichen Leistungen Beifall zollten. Der Sonntagvormittag begann mit der Besichtigung der Wehren. Ihr folgten Bezirksübungen, Antreten der Feuerwehr-Fachschüler, Führerbesprechung und ein großer Brandangriff. Am Nachmittag gab es den Vorbeimarsch der über 6000 Feuerwehrleute als den Höhepunkt des Tages. Mit einer großen Kundgebung wurde die Tagung abgeschlossen. Gportkegeln im Verein der Kegler des Lahn-Änseckertals. Anläßlich des 50jährigen Bestehens des Deutschen Keglerbundes soll in allen Bundesvereinen ein allgemeines Sportkegeln durchgeführt werden. Der verein Lahn-Buseckertal beginnt mit dieser Veran- stalümg am Samstag, 25. Juli auf den Bundesbahnen in Wiefeck. Die auswärtigen Vereine Hilde und E. Dietzs Irma (Dr. Denker) und C. Brückmanns Henry und Teddy (Bef.), 3. W. Eifers Vulgo und Goldine (Eifer jun.), 4. W. Webers Wima und Wasserblüte (Rottenf. Eiser). Preis vom Frankfurter Reit- und Fahr-Club, Jagdspringen (Kl. M.) 1. Major Graf v. Luckners Heidi (Machtm. Becker) 0 F., 28 Sek., 2. Oblt. Neckelmanns Marga II (Bef.) 3 F., 3. Oblt. Niemacks Ehrhardt (Bes.) 4 F. (durch Stechen entschieden), 4. Art.-Rat. 20, Rendsburgs Fmette (Oblt. Neckelmann) 3 F., 5. Art.-Rgt. 20, Rendsburgs Liegnitz (Oblt. Salviati) 4 F., 124 Sek., 6. Oblt. v. Salviatis (Dompfaff) 4 F., 125 Sek. und Oberst v. Kleists Fakir (Oblt. Prinz zu Wittgenstein) 4 F., 125 Sek., 8. Rittm. Schattes Helios (Oblt. Prinz zu Wittgenstein) 4 F., 127 Sek., 9. Oblt. Niemacks Kronprinz (Bef.) 4 F., 128 Sek. PreisderStadtBadNauheim, Dressurprüfung für Reitpferde, (Kll M.) A. Amateure: 1. Dr. C. A. Schleußners Kadi (Bes.) Franks., 2. Dr. Aug. Wienand-Sprendlingen Flip (Frl. M. Wienand und Oblt. Niemacks Kronprinz (Bes.), 4. Oblt. Niemacks Frontkämpfer (Bes.); B. für alle Reiter: 1. Stall Friedrichshoss Tantris (Sattelm. Eckhardt), 2. Stall Friedrichshoss Kavalier (Sattelmeister Eckhardt), 3. G. Müllers Pirkus (Frau Klöffler) Cronberg, 4. L. Bade und Stall Werther- Leipzigs Amazone (Fr. Werther-Brauns). Preis der Schützengilde, Eignungsprüfung für Gespanne, Abt. A-Tandems und Mehr- jpänner: 1. K. Brückmanns Hilde, Hengst-Statio- nens Emigrant, Egly und Adler (Landstallm. Dr. Denker), 2. Hans Klees' Mohr, Maikönig (Ober- scharf. H. Hahn), 3. W. Eifers Goldine, Vulgo, Hans und Leonta (Eifer jun.), 4. A. Rieß' Ajax Lola und A. Vogts Peter, Greta (Sturmmann A Rieß). Abt. B W Eifers Hans, Dulqo, Goldine und Brückmanns Hilde sowie Hengst-Station Birklars Egly und Adler (Landstallm. Dr. Denker). Olympia-Probe der Kanufahrer. der Ruderer durchgeführt. Im Kampf um die Platze in der Olympia-Mannschaft wurde gar manche wirklich gute Leistung erzielt. In fast allen Wettbewerben entschieden erst die letzten Meter über den Sieg. Eichen für die Härte der Treffen. Die neuen Meister heißen: Einer-Kajak: Zemmerer (Hamburg); Zweier-Kajak: Horn-Ha- nisch (Berlin); Einer-Kanadier: Koschik (Hamburg); Zweier-Kanadier: Wedernann - Sa ck (Hamburg); Vierer-Kajak: WanderfalkeEssen (Fritzemeier, Kube, Schwarz, Brüggemann). Deutschlands Olympia-Iuhballvertretuna. Deutschlands Olympia-Fußballer wurden jetzt wie folgt bestimmt: Jakob (Regensburg), Buchloh (Speldorf), Jürissen (Oberhausen), Münzenberg (Aachen), Janes (Düsseldorf), Munkert (Nürnberg), Ditgens (M.-Gladbach), Grämlich (Frankfurt), Goldbrunner (München), Sold (Saarbrücken), Mehl (Düsseldorf), Bernard (Schweinfurt), Lehner (Augsburg), (Eibern (Beuel), Lenz (Dortmund), Hohmann (Benrath), Gellesch (Schalke), Gauchel (Koblenz), Urban (Schalke), Siffling (Mannheim), Siemetsreiter (München) und Eckert (Worms). Lnterzonenfinale im Davispokalwettbewerb. Deutschland — Australien 1:1. Zum erstenmal wurden am Sonntag die Deutschen Kanu-Meisterschaften im Rahmen der Titelkampfe > 2. 2. Schwadr. Reiter-Rgt. 18, Jsmene (Oberwachtmeister Bohrmann), 3 F.; 3. A. Krons Bosko (K. Kron), 4 F., 106 Sek.; 4. Rittmeister Schattes, Helios (Oblt. Prinz zu Wittgenstein), 4/108. Preis vom Johannisberg, Materialprüfung für Reitpferde: 1. Stall Friedrichshoss Cortez (Sattelm. Eckhardt); 2. Stall Werthers Tänzerin (Frau Jrmg Werther-Brauns). Preis vom Winter st ein (Einspänner), Abtlg. Pferde mit Traberblut: 1. Hugo Ludwigs Axenstein (Bes.); 2. Karl Brückmanns Henry (Bes.); Pferde ohne Traberblut: 1. K. Brückmanns Hilde (Landstallm. Dr. Sender); 2. W. (Eifers Held ((Eifer jr.). Preis von Friedberg, Eignungsprüfung, leichte Pferde: 1. Stall Friedrichshoss Cortez (Sat- telm. Eckhardt); 2. L. Baders und Stall Werthers Amazone (Lieselotte Bade); schwere Pferde, L: Oblt. Prinz zu Wittgensteins Nelly (Bes.); 2. Dr. A. Wienands Fahnentreue (Frl. Trude Wienand). Preis des Hessischen Staatsbades Bad-Nauheim (Glücksjagdspringen): 1. Oblt. von Salviatis Jrmentrud (Bes.), 138 Sek.; 2. Oblt. Niemacks Kronprinz, 140 Sek.; 3. A. Krons Bella (K. Kron); Reiter-Rgt. 18 Eifersucht (Oblt. Niemack) und Forstmeister von Roesgens Sonntagskind (Sturmmann I. Meurer), je 152 Sek.; 6. 2. Schwa- droner-Reiter-Rgt. 18 Hupe (Oberwachtmeister Bohrmann), 160 Sekunden, sämtlich 21 Sprünge. Preis vonJeschkesGrand Hotel (Dressurprüfung für Reitpferde): 1. Dr. C. A. Schleuß- ners Kadi (Bes.); 2. Dr. A. Wienands Fahnentreue (Frl. Trude Wienand); 3. Dir. A. Wolffs Artist (Frl. Fritzi Wolff); Abteilung B: 1. Stall Friedrichshof Cortez (Sattelm. Eckhardt); 2. G. Müllers Pirkus (Frau Kloeffler). Sankt-Georg-Preis (Dressurprüfung für Reitpferde, Kl. L): 1. Reiterstand. 49 Ffm. Lancier (Sturmmann Kilbinger); 2. SA.-Gruppe Hessens Bundesbruder (Oberscharf. Jastrum); 3. Reiterstand. 49: Erlkönig (Sturmmann Kilbinger); 4. Reiterstand. 49 Ffm. Husar (Becker). Am Sonntag, Preis von Hessen-Nassau, Jagdspringen (Kl. L.) Abt. Wehrmacht: 1. Art.-Rgt. 20, Rendsburgs Liegnitz (Gefr. Nagel) 0 F., 97 Sek., 2. 1. Abt., Art.-Rgt. 65s Organist (Wachtm. Necker) 0 F., 107 Sek., 3. Oblt. Neckelmanns Marga II (Gesr. Nagel) 3 F. Abt. SA., SS. und HJ.-Reiter: Forstm. v. Roesgens Sonntagskind (Sturmmann I. Meuer) 4 F., 85 Sek., 2. Arthur Krons Bella (HI. K. Kron) 4 F., 91 Sek., 3. Arthur Krons Bosko (HI. K. Kron) 11 F. Preis der SA. Gruppe Hessen, Dressurprüfung (Kl. L.) Abt. Wehrmacht: 1. Abt. Stab 1. Art.-Rgt. 19 Bonames' Haustochter (Wachtm. Krömker), 2. II. Schwadr.-Reiter-Rgt. 18s Oper (Uffz. Zobeley), Abt. SA., SS. und HJ.-Reiter: 1. SA. Gruppe Hessens Lola (Standartenf. Wehner), 2. SA. Gruppe Hessens Bundesbruder (Oberscharf. Jastarm), 3. Stall Friedrichshoss Jolanthe (SA.- Scharf. Abelshausen), 4. G. Müllers Pirkus (SA.- Scharf. Abelshausen). Hessischer Bauernpreis, Eignungsprüfung f. Gespanne (Zweispänner): 1. K. Brückmanns Luftschiff „Graf Zeppelin" auf der Heimreise von der 8. diesjährigen Südamerikafahrt am Montag um 7 Uhr MEZ. auf der Höhe von Valencia mit Kurs auf das Rhonetal. Englisches Motorschiff verschollen. Die Floridaküste wird augenblicklich von Wachschiffen und Flugzeugen nach dem feit zehn Tagen überfälligen britischen Motorschiff „Nunoca" abgesucht. Bisher hat man von dem Schiff, das mit 21 Personen an Bord aus Bri- tisch-Weftindien kommt, keine Spur gefunden. Oie neuen deutschen Schwimmeister. Illänner: 100-Meter-Kraul: Fischer-Bremen 59,2, (Fischer 1:00); 200 -Meter-Kraul: Plath- Berlin 2:19,5, (Gaucke 2:22,1); 400-Meter-Kraul: Freese-Bremen 5:00,4, (Nüske 5:12,1); 1500 - Meter - Kraul: Ahrendt-Berlin 20:05,4 (Rekord), (Przywara 21:07,1); 100 - Meter - Rücken: S ch w a r z - Wüns- dorf 1:10, (Schwarz 1:09,7); 200 - Meter - Brust: Balke- Dortmund 2:44,8, (Heina 2:51,3), Turmspringen: Weiß- Dresden 123,46 Punkte, (Stork 117,63); Kunstspringen: Weiß- Dresden 150,21 P., (Mahraun 151,95). Frauen: 100-Meter-Kraul: G. Ahrendt-Berlin 1:06,7 (Rekord), (Ahrendt 1:11,3); 400 - Meter - Kraul: H a l b s g u t h - Berlin 5:51,7, (Halbsguth 5:56,8); 100-Meter-Rücken: Rup ke- Ohligs 1:21, (Rupke 1:23,2); 200-Meter-Brust: Genenger-Krefeld 3:02,7, (Genenger (3:05,3); Turmspringen: Kapp- Frankfurt a. M. 32,60 Punkte, (Schieche 36,87); Kunstspringen: Ientsch - Berlin 76,65 Punkte, (Schieche 83,53 Punkte.) Staffeln: IHänner: 4X100 - Meter - Kraul: Bremischer SV. 4:12,3, (Bremen 4:12.3); 4X200-Meter-Kraul: Bremischer SV. 9:36, (Magdeburg 96 9:43); 4X200-Brust: Hellas Magdeburg 11:48,6 (Hellas 12.06,5); Lagenstaffel: Gladbeck 1913 5:11,4, (Magdeburg 96 5:16,9). Frauen: Lagenstaffel: Nixe Charlottenburg 5:50,5 (Rek.), (Nixe 5:52,5); 3X200 - Meter - Brust: Nixe Charlottenburg 9:51,2 (Rek.), (Nixe 10:01,8); 3X100- Meter-Kraul: Nixe Charlottenburg 3:47,8, (Nixe 4:35,8). Staffeln für Vereine ohne Winterbad. männer: 4X100 - Meter - Kraul: Poseidon Worms 4:35,8, (Worms 4:36,5); 4X200-Meter-Brust: SV. Frankfurt a. d. O. 12:37,8 (Freiberg 12:52,1); Lagenstaffel: SV. Nossen 5:42,9, (nicht ausgetragen). Frauen: 3X200-Meter-Brust: Poseidon Worms 10:28,6, Meine Verlobung mit GLORIr Or. Carl Schirmer Gießen, im Juli 1936 4566 D Gießener Anzeigers. 4545q lieh Mittagessen. 4668A Hapag-Belsebtiro Gießen August Freiherr Löw von und zu Steinfurth Die Verlobung seiner Tochter Gertrud mit Herrn Or. Gart Schinnerbeehrtstch anzuzeigen Werbe-Drucksachen liefert Brühl'sche Druckerei Spionage- und Abwehrdienst ein Thema — abenteuerlich reizvoll gestaltet und reich an erregenden Momenten — ein Stoff, der von Anfang bis zum Ende zu packen weiß! Kulturfilm Frei'm Gertrud Löw von und zu Steinfurth gebe ich hiermit bekannt 4563A Ufa-Ton-Woche Miele Staubsauger RM. Günstige Ratenzahlungen von RM. 5.- monatlich an. J.B.Häuser^aM ... und nächsten Sonntag zur Hillersbadu Talsperre! Fahrpreis Mk. 4.80 einschließ- Ein Film von dem gefahrvollen Wirken der unbekannten Helden des britischen Geheimdienstes mit Käthe von Nagy Richard Willm Gewandtes Mel« f. Lebensmittelgeschäft f. Kasse u. Verkauf ges. Sehr. Ang. unt. 4551va.d.G.A. 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